Citation: 5A_99/2016 E. 2.2

2.2. In der Sache selber macht der Beschwerdeführer sinngemäss geltend, die Voraussetzungen für die Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft seien nicht gegeben. Er sei nicht hilfsbedürftig, könne seine finanziellen Angelegenheiten selber regeln und die Beistandschaft sei deshalb überflüssig (Beschwerdeschrift, Ziff. 7). Aus den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsstelle verloren und keine neue mehr gefunden hat. Es hat sich auch erwiesen, dass er zur Zeit von der Fürsorge lebt und Schulden hat, auch wenn keinerlei Betreibungen vorliegen. Soweit bestreitet auch der Beschwerdeführer den Sachverhalt nicht. Unbestritten ist auch, dass er sich weigert, sich bei der IV anzumelden, um abzuklären, ob er Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Er bestreitet vehement, an einer psychischen Krankheit zu leiden. Eine solche hat aber der psychiatrische Sachverständige in seinem Gutachten diagnostiziert. Der Beschwerdeführer zeigt in keiner Weise auf, wie er aus seiner finanziellen Notlage gelangen will. Mit seiner Sozialhilfeabhängigkeit häuft er Schulden an. Zudem lassen sich die Zahlungen der Sozialhilfe nicht rechtfertigen, wenn ein Anspruch auf Leistungen einer Sozialversicherung besteht. Die Abklärung, ob Anspruch auf eine Invalidenrente besteht, ist somit zwingend. Die dafür notwendigen Schritte zu unternehmen, ist der Beschwerdeführer aber nicht bereit. Er ist nicht nur der Überzeugung, gesund zu sein. Er akzeptiert vielmehr auch nicht, dass dies die Sozialversicherung eventuell anders sieht und ihm eine Rente zuspricht. Gemäss dem ärztlichen Gutachten ist er auf Grund seiner Erkrankung nicht in der Lage, seine Krankheit zu erkennen bzw. nicht wenigstens soweit, die Möglichkeit einer Krankheit zu akzeptieren, dass er die zur Sicherung seines Unterhalts notwendigen administrativen Massnahmen ergreifen kann. Er ist somit auf Grund einer psychischen Störung nicht in der Lage, seine Angelegenheiten bezüglich der Sozialversicherung selber zu besorgen (Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Die notwendige Hilfe kann dem Beschwerdeführer in der Tat mit der Ernennung eines Beistandes, der mit seiner Vertretung in den Verfahren mit der Sozialversicherung beauftragt wird, und der Beschränkung seiner Handlungsfähigkeit in diesem Umfang, soweit sie überhaupt besteht, erbracht werden. Der angefochtene Entscheid erweist sich deshalb auch inhaltlich als richtig.