Citation: 2C_125/2024 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hat den Grundsatz der Zustellfiktion gemäss Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO (SR 272), welches vorliegend als subsidiäres kantonales Recht zur Anwendung gelangt, erläutert. Mit Bezug auf den Beschwerdeführer hat sie erwogen, dass der erste Zustellversuch der zweiten Verfügung, mit welcher ihm eine letzte Frist zur Begleichung des Kostenvorschusses angesetzt wurde, am 19. Dezember 2023 erfolgt sei. Damit habe die siebentägige Abholfrist am 20. Dezember 2023 begonnen und am 27. Dezember 2023 geendet. Somit gelte die Verfügung als am 27. Dezember 2023 zugestellt. Die zehntägige letzte Frist für die Begleichung des Kostenvorschusses habe folglich am 28. Dezember 2023 zu laufen begonnen und - unter Berücksichtigung des Fristenlaufs an Wochenenden - am 8. Januar 2024 geendet (Art. 1 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1963 über den Fristenlauf an Samstagen [SR 173.110.3] i.V.m. § 2 Abs. 2 des kantonalen Einführungsgesetzes zum Ausländerrecht vom 25. November 2008 [EGAR/AG; SAR 122.600]). Da innert Frist kein Kostenvorschuss eingegangen war, ist das Verwaltungsgericht in Anwendung von § 30 Abs. 2 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRPG/AG; SAR 271.200]) androhungsgemäss nicht eingetreten.