Citation: I 842/05 01.06.2006 E. 4

Ist demnach von einer revisionsrechtlich erheblichen Veränderung des Gesundheitszustandes im Sinne der Verminderung der Arbeitsfähigkeit auszugehen, bleibt zu prüfen, ob und bejahendenfalls in welchem Masse diese sich in erwerblicher Hinsicht auswirkt. 4.1 Der Beschwerdeführer hätte im Gesundheitsfall unbestrittenermassen sein Reinigungsunternehmen weitergeführt. Ausgangspunkt für die Ermittlung des (hypothetischen) Valideneinkommens sind somit grundsätzlich die Einkommensverhältnisse bis zur krankheitsbedingten Aufgabe dieser Tätigkeit Ende 2002. Die IV-Stelle wird dieses im Rahmen der Rückweisung, nachdem das für den - im vorliegenden Fall vorzunehmenden (vgl. Erw. 5 hiernach) - Einkommensvergleich relevante Vergleichsjahr bestimmt worden ist, gestützt auf die in den Geschäftsabschlüssen ausgewiesenen Betriebserfolge (vgl. auch den Abklärungsbericht für Selbstständigerwerbende vom 6. November 2001) festzusetzen haben. Zu beachten sein wird dabei insbesondere, dass Einkommensbestandteile, die nicht auf die Tätigkeit des Beschwerdeführers selbst zurückgehen, in Abzug zu bringen sind (vgl. zum Ganzen: Rz 3029 ff. des vom BSV herausgegebenen Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]). Ferner gilt es zu berücksichtigen, dass auch das hypothetische Einkommen eines Selbstständigerwerbenden in Nachachtung der Reallohnentwicklung und nicht bloss entsprechend dem Teuerungsindex zu bemessen ist (ZAK 1990 S. 519 Erw. 3c; Urteil S. vom 3. Februar 2006, I 181/05, Erw. 2). 4.2 Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades ist das Valideneinkommen sodann in Beziehung mit demjenigen Einkommen zu setzen, das der Beschwerdeführer nach Eintritt des Gesundheitsschadens zumutbarerweise noch zu erzielen vermöchte (Invalideneinkommen). 4.2.1 Nach Lage der Akten steht fest, dass der Beschwerdeführer seinen seit 1986 geführten Reinigungsdienst Ende 2002 krankheitshalber aufgegeben hat (vgl. u.a. Gutachten des Zentrums Y.________ vom 14. April 2004, S. 4). Mit der Begründung, der Versicherte sei aus gesundheitlicher Sicht weiterhin in der Lage, seine bisherige Arbeit im Umfang von insgesamt 65 % auszuüben (60 % bezogen auf die eigentliche Reinigungstätigkeit sowie 5 % in Bezug auf die in diesem Umfang angefallenen administrativen Beschäftigungen), und es wäre ihm zumutbar gewesen, seine selbstständige Tätigkeit als Inhaber des Betriebes weiterzuführen, ermittelte das kantonale Gericht den Invaliditätsgrad durch Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen. Den Umstand der Geschäftsaufgabe wertete es in diesem Zusammenhang als unbeachtlich, da einzig das Kriterium der Zumutbarkeit ausschlaggebend sei. 4.2.2 Der Beschwerdeführer wendet hiegegen ein, die Vorinstanz habe, indem auf die Arbeitsfähigkeit abgestellt worden sei, die Invaliditätbemessung unzulässigerweise mittels Betätigungsvergleich vorgenommen. Diese Methode sei bei Erwerbstätigen jedoch nur dann anzuwenden, wenn die allgemeine Einkommensvergleichsmethode nicht möglich sei. Wolle man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so würde dadurch der Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen sei. Nur in Ausnahmefällen wie etwa bei Landwirten könne die Invaliditätsbemessung auf Grund des Betätigungsvergleiches erfolgen. Im Übrigen sei, wenn der Betrieb des selbstständigerwerbenden Invaliden - wie vorliegend - bereits stillgelegt sei, rechtsprechungsgemäss (RKUV 1995 Nr. U 220 S. 107) ohnehin auf ein ausserordentliches Bemessungsverfahren zu verzichten.