Citation: 2P.338/2001 27.03.2002 E. 3

3.- a) Soweit den Eingaben der Beschwerdeführerin überhaupt taugliche Rügen zu entnehmen sind, bemängelt sie, dass die Fürsorgebehörde ihr den Unterstützungsbeitrag um Fr. 445.-- gekürzt hat, nachdem das Amt für AHV und IV des Kantons Thurgau in Berücksichtigung der höheren Wohnkosten ihren Ergänzungsleistungsanspruch um diesen Betrag erhöht und neu auf Fr. 770.-- pro Monat festgesetzt hatte. Aus den Berechnungsblättern des Fürsorgeamtes für die Festsetzung des Unterstützungsbetrages geht hervor, dass die Fürsorgebehörde - gemäss den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien) - eine Bedarfsrechnung erstellt und anschliessend von diesem Bedarf die Einkünfte der Hilfsbedürftigen in Abzug bringt, darunter die Ergänzungsleistungen. Gegen dieses System an sich bringt die Beschwerdeführerin keine taugliche Rüge vor. Es ist aber systemkonform, wenn der Unterstützungsbeitrag, nachdem die Ergänzungsleistung um Fr. 445.-- gestiegen ist, um diesen Betrag tiefer ist. Dies führt im Ergebnis dazu, dass die Berücksichtigung der höheren Mietkosten durch das Amt für AHV und IV der Beschwerdeführerin frankenmässig nicht zugute kommt, da das Fürsorgeamt bei seiner Berechnung des Bedarfes nach wie vor als Mietkosten nicht die aktuelle Miete von Fr. 1'020.-- eingesetzt hat, sondern die Mietkosten einer von der Wohnsitzgemeinde gemieteten Wohnung für Fr. 680.--, die sie der Beschwerdeführerin zur Verfügung stellen würde. Das Amt für AHV und IV des Kantons Thurgau richtet die Ergänzungsleistungen gestützt auf das Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters- Hinterlassenen- und Invalidenversicherung vom 19. März 1965 (ELG; SR 831. 30) sowie dem thurgauischen Gesetz vom 25. August 1971 über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (Thurgauer Rechtsbuch 831. 3) aus. Gemäss § 4 des thurgauischen Ergänzungsleistungsgesetzes wird der tatsächliche Mietzins einschliesslich der Nebenkosten bis zu den jeweiligen Höchstbeträgen gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. b ELG als Ausgabe anerkannt. Dieser Höchstbetrag gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. b ELG beträgt heute für Alleinstehende Fr. 13'200.-- pro Jahr, d.h. Fr. 1'100.-- pro Monat (Art. 2 der Verordnung 01 über Anpassungen bei den Ergänzungsleistungen zur AHV/IV vom 18. September 2000, SR 831. 307). Das Fürsorgeamt ist grundsätzlich nicht verpflichtet, bei der Berechnung des fürsorgerischen Unterstützungsbedarfs den Mietzins einer hilfsbedürftigen Person in gleicher Weise zu berücksichtigen wie die AHV/IV-Behörden. Insbesondere ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass das Fürsorgeamt bei der Berechnung des Unterstützungsanspruchs nicht generell auf den Mietzins der konkret bewohnten Wohnung abstellt, sondern allenfalls auf den Mietzins einer kostengünstigeren Wohnung, die für die hilfsbedürftige Person noch zumutbar ist. Im vorliegenden Fall handelt es sich bei der von der Beschwerdeführerin bewohnten Wohnung um eine 3 1/2-Zimmerwohnung mit Garagenplatz. Die Wohnung, auf die sich der vom Fürsorgeamt akzeptierte Mietzins in der Höhe von Fr. 680.-- bezieht, ist eine von der politischen Gemeinde G.________ gemietete 2 1/2-Wohnung. Im vorliegenden Fall ist nicht einsehbar, inwieweit der Bezug einer solchen 2 1/2-Zimmerwohnung für die Beschwerdeführerin nicht zumutbar sein sollte. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Fürsorgebehörde der Berechnung des Bedarfes der Beschwerdeführerin nur die Kosten dieser günstigeren Wohnung zugrundelegt. Inwieweit dadurch die Bundesverfassung verletzt sein soll, wird nicht dargetan und ist auch nicht ersichtlich. b) Das Verwaltungsgericht hat der Beschwerdeführerin die Kosten des Beschwerdeverfahrens auferlegt sowie die Kostenauflage durch das Departement für Soziales und Sicherheit bestätigt, weil es sowohl den Rekurs als auch die Beschwerde als trölerisch qualifiziert hat. Inwieweit es durch diese Kostenauflage bzw. durch die Bestätigung der vom Departement verfügten Kostenauflage die Bundesverfassung verletzt haben sollte, ist weder dargetan noch ersichtlich; ebensowenig die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung für das Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht.