Citation: 5A_230/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz ging von diesen Grundlagen aus und erwog, entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers sei das Sorgerecht im Sinne von Art. 298d Abs. 1 ZGB und nicht analog Art. 298b ZGB zu regeln. Die Argumentation des Beschwerdeführers, auch die Kinder würden gerne mehr Zeit mit ihm verbringen und er könne sich seine Arbeitszeit als Programmierer relativ frei einteilen, sei unter dem Aspekt von Art. 298d Abs. 1 ZGB irrelevant. Umstände oder Hinweise, wonach die aktuelle Situation den Kindern mehr schade als der mit der Hauptperson verbundene Verlust an Kontinuität in der Erziehung und den Lebensumständen, habe der Beschwerdeführer weder erst- noch zweitinstanzlich vorzubringen vermocht. Der Wunsch, die Kinder mehr sehen und betreuen zu dürfen, hänge nicht von der elterlichen Sorge ab, sondern betreffe die konkrete Ausgestaltung des persönlichen Kontakts, weshalb er für die Zuteilung des gemeinsamen elterlichen Sorgerechts unbeachtlich sei. Es sei deshalb nicht ersichtlich, weshalb die Erteilung des gemeinsamen Sorgerechts zur Wahrung des Kindeswohls nötig sein sollte. Durch Beibehaltung der geltenden Regelung werde den Kindern Kontinuität in der Erziehung gewährt.