Citation: 8C_112/2017 E. A

Der 1969 geborene A.________ war als Bauarbeiter bei der Firma B.________ AG angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 16. Januar 2006 stürzte eine 2 m hohe Mauer, an der er arbeitete, ein. Noch während er versuchte wegzulaufen, wurde er von herabfallenden Steinen getroffen. Der Versicherte zog sich dabei einen knöchernen Ausriss des hinteren Kreuzbandes links, eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes links, Rupturen des medialen und des lateralen Seitenbandes links, eine Kondylenimpressionsfraktur links, eine Thoraxprellung und eine Rissquetschwunde am linken Ellbogen zu. Das linke Knie des A.________ wurde mehrfach operiert. Die Suva erbrachte Versicherungsleistungen. Trotz verschiedenster ambulanter und stationärer Therapien klagte der Versicherte über persistierende Schmerzen im linken Knie. Gemäss behandelndem Arzt am Spital C.________ standen dabei psychische Beschwerden im Vordergrund (Bericht vom 1. Dezember 2006). Am 1. Oktober 2007 erstattete die medizinische Abklärungsstelle Ostschweiz (MEDAS) im Auftrag der Invalidenversicherung des Kantons St. Gallen ein polydisziplinäres Gutachten. Es folgten verschiedene stationäre Behandlungen der psychischen und somatischen Beschwerden. Am 3. Juni 2009 führte der Kreisarzt der Suva, Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie, die ärztliche Abschlussuntersuchung durch. Er fand eine funktionell verbliebene Belastungs- und Bewegungseinschränkung des linken Knies bei erheblicher nicht organischer Überlagerung. Aus organischer Sicht sei dem Versicherten eine mittelschwere Tätigkeit mit Einnahme von Wechselpositionen und unter Vermeidung von repetitivem Begehen von Treppen und Leitern sowie knieflektierenden Zwangshaltungen wie Knien und Kauern vollumfänglich zumutbar. Er schätzte den Integritätsschaden auf 7,5 %. Die Suva stellte ihre Taggeldleistungen per 31. Juli 2009 ein. Am 8. April 2013 wandte sich der Versicherte mit dem Antrag auf Gewährung einer Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 55 % und der Ausrichtung einer Integritätsentschädigung von 10 % an die Suva. Nach weiteren Abklärungen verneinte die Unfallversicherung mit Verfügung vom 29. August 2014 bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 3,42 % einen Anspruch auf eine Invalidenrente. Die psychischen Beschwerden stünden nicht in einem adäquat-kausalen Zusammenhang mit dem versicherten Unfall. Es werde ihm eine Integritätsentschädigung auf Grund einer Integritätseinbusse von 7,5 % ausgerichtet. Auf Einsprache hin - mit der unter anderem um Durchführung einer medizinischen Expertise im Sinne einer "neutralen Zweitbeurteilung" ersucht wurde - hielt die Suva mit Entscheid vom 24. April 2015 an ihrer Verfügung fest.