Citation: 9C_725/2013 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass der Bericht des sie behandelnden Psychiaters Dr. med. H.________ nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Jedoch ist vorab zu bemerken, dass die Beschwerdeführerin von Dr. med. H.________ erst seit 29. Februar 2012 behandelt wird und Dr. med. H.________ für den massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses (BGE 121 V 362 E. 1b) vom 23. Dezember 2011 ohnehin nicht in der Lage ist, sachdienliche Angaben über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zu machen. Ebenso ist darauf hinzuweisen, dass wegen der unterschiedlichen Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-) Arztes und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten medizinischen Experten (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175) es nicht geboten ist, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (Urteil 8C_260/2011 vom 25. Juli 2011 E. 5.2). Schliesslich ist zu vermerken, dass nach der Rechtsprechung die übliche und einigermassen typische Reaktion auf so genannte Schreckereignisse erfahrungsgemäss darin besteht, dass zwar eine Traumatisierung stattfindet, diese aber vom Opfer in aller Regel innert einiger Wochen oder Monate überwunden wird (BGE 129 V 177; Urteile 8C_341/2008 vom 25. September 2008 E. 2.3 und U 548/06 vom 20. September 2007 E. 2.5, in: SVR 2008 UV Nr. 7 S. 22 sowie 8C_168/2011 vom 11. Juli 2011 E. 5.3). Daher ist die vom Gutachter Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, medizinisches Abklärungsinstitut Z.________, vorgenommene Beurteilung, dass der Zustand nach posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin hat, sehr wohl vertretbar und es besteht kein Anlass, an diesem Befund zu zweifeln, nur weil Dr. med. H.________ diesbezüglich eine andere Auffassung vertritt. Dasselbe gilt auch für die von der Beschwerdeführerin angerufenen Befunde von Dr. med. R.________, Facharzt für Innere Medizin und für Kardiologie FMH, und von A.________, Psychotherapeutin SPV, wobei bei diesen noch hinzukommt, dass sie beide keine Fachärzte der Psychiatrie sind und somit auch aus diesem Grund schon ihren Aussagen im psychiatrischen Fachgebiet reduziertes Gewicht zukommt.