Citation: 7B_192/2024 E. 3.3

3.3. Soweit die Beschwerdeführerin zunächst einwendet, es liege kein Bagatellfall im Sinne von Art. 132 Abs. 2 und 3 StPO vor und eine drohende Verurteilung greife "durchaus stark" in ihre Rechtsposition ein, erhebt sie keine rechtsgenügliche Rüge (vgl. E. 2 hiervor). Dasselbe gilt hinsichtlich ihrer Behauptung, der Fall sei für sie weder einfach noch leicht überschaubar und biete rechtliche Schwierigkeiten. Ohne nähere Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Feststellungen dringt die Beschwerdeführerin jedenfalls nicht durch, wenn sie namentlich ausführt, sie habe sich beim Ausfüllen der Formulare in einem "Irrtum" befunden. Darüber hinaus vermag die Beschwerdeführerin auch keine besonderen Schwierigkeiten darzutun, die eine amtliche Vertretung rechtfertigen würden. Wenn sie vorbringt, ihr mitbeschuldigter Ehemann sei anwaltlich vertreten, "woraus sich in der Verteidigung - insbesondere auch vor dem Hintergrund der ehelichen Entwicklung - ein nicht vertretbares Ungleichgewicht" ergebe, lässt sie zum einen unerwähnt, dass ihr Ehemann gemäss Vorinstanz einzig aufgrund der drohenden Landesverweisung verteidigt werden dürfte. Zum anderen bestreitet sie nicht, dass ihre Aussagen und jene ihres mitbeschuldigten Ehemannes übereinstimmen. Auch kann die Beschwerdeführerin mit dem Hinweis, die Staatsanwaltschaft sei zuerst von einem Fall einer notwendigen Verteidigung ausgegangen, nichts für ihren Standpunkt gewinnen. Wie aus dem angefochtenen Entscheid hervorgeht, hat die Staatsanwaltschaft irrig angenommen, der Beschwerdeführerin drohe eine Landesverweisung; deshalb - so die Vorinstanz - sei die Beschwerdeführerin im Untersuchungsverfahren aufgefordert worden, eine Wahlverteidigung zu bestellen. Schliesslich vermag der blosse Umstand, dass Laien nicht über dasselbe Fachwissen wie Rechtsanwälte verfügen, die amtliche Verteidigung nicht zu rechtfertigen, hat der Gesetzgeber sie doch gerade nicht in allen Fällen der Strafverfolgung vorgesehen (Urteil 7B_935/2023 vom 28. August 2024 E. 2.3 mit Hinweis). Die Vorinstanz verletzt nicht Bundesrecht, wenn sie die Gewährung der amtlichen Verteidigung der Beschwerdeführerin als nicht geboten erachtet.