Citation: 6B_688/2021 E. 2.6.3

2.6.3. Mit Bezug auf das Element der Arglist erwägt die Vorinstanz, die objektiv falschen und unzutreffenden Angaben des Beschwerdeführers gegenüber den Ärzten (insbesondere Dr. med. B.________ am 6. März 2017) sowie der IV-Stelle (insbesondere am 13. Oktober 2016) würden den Grad der einfachen Lüge übersteigen und seien als eigentliche Lügengebäude zu qualifizieren. Der Beschwerdeführer habe nicht einfach nur eine Verbesserung seines Gesundheitszustands verschwiegen, sondern eine psychische Erkrankung vorgetäuscht (angefochtenes Urteil S. 11). Die Vorinstanz argumentiert zu Recht, die vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden seien für die Gutachterstellen kaum und für die IV-Stelle erst recht nicht zu überprüfen gewesen, da sie nicht auf objektiven Befunden beruht hätten (vgl. Urteil 6B_1168/2016 vom 17. März 2017 E. 3.4.2 mit Hinweis). Bei einer Depression als organisch nicht nachweisbarem pathologischem Befund sind Ärzte zur Feststellung des Grades der Arbeitsunfähigkeit in hohem Masse auf die Befragung des Patienten zu seinen Beschwerden und Einschränkungen angewiesen (vgl. E. 2.3.3 oben). Wenn die Vorinstanz eine arglistige Täuschung bejaht, verletzt sie kein Bundesrecht.