Citation: 9C_888/2017 E. 3.1.2

3.1.2. Seine somatischen Einschränkungen hält der Beschwerdeführer für unzureichend abgeklärt, weil es sich bei der Beurteilung des RAD (Aktennotiz vom 15. März 2016) um eine reine Aktenbeurteilung eines Internisten gehandelt habe. Dieser habe die Vorinstanz rechtsfehlerhaft Beweiswert zuerkannt, obwohl orthopädische Einschränkungen zu beurteilen gewesen seien und die Akten kein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Gesundheitszustand ergeben hätten. Der RAD-Arzt hat die bestehenden ärztlichen Berichte zusammengefasst und zuhanden der IV-Stelle gewürdigt. Weshalb hierzu seine Ausbildung als Facharzt sowohl für Allgemeine Innere Medizin als auch für Rheumatologie nicht ausreichen sollte, ist nicht ersichtlich, zumal sich der Fachbereich der Rheumatologie - wie derjenige der Orthopädie - (u.a.) mit Schmerzen des Bewegungsapparates befasst (vgl. etwa Urteil 9C_474/2017 vom 4. Oktober 2017 E. 4.2 mit Hinweis). Weiter zeigt der Versicherte weder auf, welche somatischen Beeinträchtigungen konkret nicht berücksichtigt oder falsch gewürdigt worden sein sollen, noch kann seiner Einschätzung, wonach der RAD-Arzt eine eigene Stellungnahme "im Widerspruch zu allen medizinischen Beurteilungen" abgegeben haben soll, gefolgt werden. Der RAD schloss, als Selbständiger könne der Versicherte weiterhin (sitzend) einige Bürotätigkeiten ausüben; im Übrigen sei die - als körperlich schwer einzustufende - Tätigkeit als Winzer nicht mehr zumutbar. Das stimmt überein mit den Vorbringen des Beschwerdeführers selber, der sich als Winzer im Oktober 2016 noch zu zwölf Stunden pro Woche (was 20 % seines normalen Arbeitspensums von 60 Stunden pro Woche entspreche) arbeitsfähig gesehen hat (ihm seien die Buchhaltungs- und Kellerarbeiten noch möglich; vgl. Einwand vom 19. Oktober 2016). Diese Ansicht teilte auch der Hausarzt in seinem Bericht vom 25. August 2015. Dass die behandelnden Traumatologen in der Tätigkeit als Winzer von einer Restarbeitsfähigkeit von 20 % ausgingen, bestätigte diese Einschätzungen und gab keinen Anlass zu weiteren Abklärungen. Demnach ist die Vorinstanz auch nicht in Willkür verfallen, indem sie sich (nach Würdigung der Berichte der behandelnden Ärzte, vgl. vorinstanzliche E. 3.1) der Aktenbeurteilung des RAD (Aktennotiz vom 15. März 2016) anschloss.