Citation: 8C_663/2021 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz stellte fest, nach dem Arbeitsunfall des Beschwerdeführers im Jahr 2004 seien ihm von ärztlicher Seite keinerlei psychische Beeinträchtigungen attestiert worden. Erst im Oktober 2006 habe er sich beim Psychiater Dr. med. I.________ in Behandlung begeben, welcher eine partielle posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) mit variablen Triggern und Flashbacks, Vermeidungsverhalten, dissoziative Zustände, Desorientierung und Anhedonie diagnostiziert habe. Eine vorbestehende Traumatisierung sei bis zum Unfall erfolgreich bewältigt gewesen. Am 12. August 2009 notierte Dr. med. I.________, dem Beschwerdeführer seien als Kind beziehungsweise als Jugendlicher und junger Mann in Kosovo Kriegserlebnisse widerfahren, so etwa die Inhaftierung seiner Mutter, Todesdrohungen mit einer auf die Stirn gerichteten Pistole, Folter bei der Polizei und zwei Schussverletzungen. Durch den Unfall mit der Schleifmaschine sei eine neue Traumatisierung erfolgt und es hätten sich Reminiszenzen früherer Traumata eingestellt, in deren Folge zunehmend PTBS-Symptome aufgetreten seien.