Citation: 2A.377/2000 13.02.2001 E. 1

1.- Gegen Beschwerdeentscheide des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation im radio- und fernsehrechtlichen Aufsichtsbereich steht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen (Art. 56 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 67 RTVG und Art. 97 Abs. 1 sowie Art. 98 lit. b OG; vgl. BGE 118 Ib 356 E. 1 u. 3 ["Camel Trophy"]; zur Abgrenzung hinsichtlich der Programmaufsicht: BGE 126 II 7 E. 3c/bb S. 11 ["ACS- und TCS-Verkehrsinformationen"], 21 E. 2d/cc S. 24 ["Schlossgold"-Werbung]). Die Beschwerdeführerin ist als betroffene Veranstalterin hierzu legitimiert (Art. 103 lit. a OG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Eingabe ist einzutreten, obwohl das Programmangebot inzwischen offenbar gewisse Änderungen erfahren hat (Dahinfallen der Sendung "Lachsack", Verschieben des Sendezeitpunkts der Talkshow "Fohrler live" usw.). Auf das Erfordernis eines aktuellen praktischen Interesses kann nämlich verzichtet werden, wenn die aufgeworfenen Fragen sich jederzeit unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen können, an ihrer Beantwortung wegen der grundsätzlichen Bedeutung ein hinreichendes öffentliches Interesse besteht und sie im Einzelfall kaum je rechtzeitig geprüft werden könnten (BGE 123 II 285 E. 4). Diese Voraussetzungen sind hier erfüllt: Die Auslegung von Art. 18 Abs. 2 RTVG ist - mit Blick auf die noch hängigen Aufsichtsverfahren - von grundsätzlicher Bedeutung, wobei sich die damit verbundenen Fragen wegen des zweistufigen Beschwerdewegs und der Schnelllebigkeit der Programmraster kaum je rechtzeitig prüfen liessen (vgl. Erläuterungen zum Entwurf für ein neues Radio- und Fernsehgesetz [RTVG], Vernehmlassung, Dezember 2000, S. 92 Ziff. 12 [im Weitern: Erläuterungen RTVG-Entwurf]). Auch wenn die Sendung "Lachsack" inzwischen dahingefallen ist, werden "Fohrler live" und das Publikumsspiel "Due" nach wie vor ausgestrahlt. Zudem ist bezüglich der hier umstrittenen Unterbrecherwerbung noch das vom Bundesamt am 8. September 1999 eingeleitete Verwaltungsstrafverfahren hängig; auch insofern hat die Beschwerdeführerin an der medienrechtlichen Beurteilung der umstrittenen Programmstruktur ein schutzwürdiges Interesse.