Citation: 2C_508/2019 E. 4.5.1

4.5.1. Zwar hat er sich bei seinem Opfer entschuldigt und ihm eine Schadenersatz- und Genugtuungssumme von Fr. 12'500.-- bezahlt, was - so das Obergericht - "bemerkenswert" sei, doch ändere dies nichts daran, dass er sein Verhalten bis zuletzt bagatellisiert habe, weshalb seine Reuebekundungen nicht uneingeschränkt als Ausdruck einer echten inneren Überzeugung gelten könnten. Soweit der Beschwerdeführer im Strafverfahren vorgebracht hatte, dass er sich nach der Tat um das Opfer gekümmert habe, hielt das Obergericht fest, das er zwar das Opfer "nicht einfach kaltblütig im Stich" liess; vor die Wahl gestellt, dem Geschädigten weiter beizustehen oder möglichst unentdeckt zu bleiben, um die Verantwortung für sein Handeln nicht übernehmen zu müssen, habe er sich jedoch für seine eigenen Interessen entschieden und den Tatort mit seinem Fahrzeug verlassen. Von einer umfassenden bzw. tiefgreifenden (echten) Einsicht und Reue könne - so das Obergericht - nicht die Rede sein.