Citation: 2C_219/2019 E. 7.1

7.1. Strittig und zu prüfen ist mit Blick auf das Tatbestandsmerkmal der "Widerhandlung gegen die Verwaltungsgesetzgebung des Bundes" (Art. 12 Abs. 1 VStrR; vgl. dazu E. 5 hiervor), ob es mit Blick auf die streitbetroffenen Einfuhren zulässig war, dass die Galerie B.________ das Verlagerungsverfahren in Anspruch nahm. Die Beantwortung dieser Frage bedingt einige Vorbemerkungen zum anwendbaren Recht: Das MWSTG ist am 1. Januar 2010 in Kraft getreten. Gemäss Art. 112 Abs. 1 MWSTG gilt für die Einfuhr von Gegenständen, bei denen die Einfuhrsteuerschuld vor Inkrafttreten des MWSTG entstanden ist, das bisherige Recht, also das aMWSTG und die Verordnung vom 29. März 2000 zum aMWSTG (aMWSTGV, AS 2000 1347). Die Einfuhrsteuerschuld wiederum entsteht sowohl nach neuem, als auch nach altem Recht zur gleichen Zeit wie die Zollschuld (Art. 56 Abs. 1 MWSTG; Art. 78 Abs. 1 aMWSTG [vgl. hierzu Urteil 2C_201/2013 vom 24. Januar 2014 E. 3.2 [nicht publ. in BGE 140 II 194]); entscheidend ist insoweit die Bestätigung der Annahme der Zolldeklaration durch die Zollbehörden (vgl. Art. 69 lit. a des Zollgesetzes vom 18. März 2005 [ZG; SR 631.0]).