Citation: 6B_479/2024 E. 2.4.1

2.4.1. Im Einzelnen trug er vor, er bevorzuge es, allein und zurückgezogen zu leben. Tunesien vermöge nicht im Entferntesten die notwendigen Medikamente und Strukturen vorzuweisen, die er benötige. Er brauche lebenslang Medikamente, die ständig neu eingestellt und überwacht werden müssten. Nur Tunis verfüge über eine Klinik, die auf psychiatrische Erkrankungen ausgerichtet sei. Die Verfügbarkeit von Medikamenten in Tunesien sei ein Problem. Er leide auch an körperlichen Beschwerden und sei während seiner Inhaftierung mehrfach im Spital betreut worden. Die Interessenabwägung falle zu seinen Gunsten aus. Die Schwere seiner Delikte sei wegen seiner Erkrankung zu relativieren. Sein privates Interesse an einer adäquaten Behandlung sei enorm.