Citation: 1C_646/2018 E. A

Am 22. April 1992 erliess der Gemeindevorstand der Politischen Gemeinde Vaz/Obervaz den Quartierplan Costa da Valbella-Sot, der verschiedene Parzellen im Bereich der gleichnamigen Quartiererschliessungsstrasse (im Folgenden: Quartierstrasse) und diese selbst umfasst. Im Jahr 2012 erfolgte eine Erweiterung des Beizugsgebiets, am 20. Juni 2013 eine Anpassung der Quartierplanvorschriften (QPV). Danach lautete Art. 18 QPV betreffend Parkierung wie folgt: "Für die Parkierung gelten grundsätzlich die öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften. Die Grundeigentümer haben für die notwendige Parkierung auf dem eigenen Grundstück besorgt zu sein; sie dürfen höchstens die Hälfte der erforderlichen Abstellplätze oberirdisch anlegen. Die unterirdische Parkierung ist jeweils für mehrere Gebäude zusammen zu planen und zu errichten." Am 26. November 2014 verlangte L.________, Eigentümer der unüberbauten Parzelle Nr. 1647 im Planperimeter, eine Änderung des Quartierplans hinsichtlich Parkierung, Zaunverbotsgrenze und Terrainanpassung. Er machte Probleme bei der Erstellung einer unterirdischen Parkierung im Rahmen einer Überbauung dieser Parzelle geltend. Deshalb forderte er unter anderem, Parzelle Nr. 1647 sei von der unterirdischen Parkierungspflicht zu befreien. Eine gegen die Einleitung des Quartierplanverfahrens erhobene Beschwerde wurde vom Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden am 8. Dezember 2015 abgewiesen. Dieses Urteil erwuchs in Rechtskraft.