Citation: 8C_125/2021 E. A

Der 1976 geborene A.________ war seit 20. November 2017 als Head of Product Management bei der B.________ AG angestellt. Mit Schreiben vom 22. August 2019 löste die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis auf Ende November 2019 auf. Am 2. September 2019 meldete sich A.________ zur Arbeitsvermittlung an und stellte Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab 2. Dezember 2019. Laut Schreiben der Arbeitgeberin vom 20. Januar 2020 hätten sie und A.________ unterschiedliche Auffassungen von Zielen und Zusammenarbeit gehabt. Wegen Krankheit sei keine Kommunikation möglich gewesen. Aus ihrer Sicht habe das Fehlverhalten darin bestanden, dass der Arbeitnehmer eine Aussprache verweigert habe. Am 23. Januar 2020 teilte das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Thurgau (im Folgenden: AWA) A.________ mit, sie beabsichtige, ihn wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 36 Tagen in der Anspruchsberechtigung einzustellen. Nachdem sich der Versicherte am 28. Januar 2020 dazu geäussert hatte, verfügte das AWA am 4. Februar 2020 im angekündigten Sinne. In teilweiser Gutheissung der hiegegen erhobenen Einsprache stellte die Verwaltung den Versicherten wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 23 Tagen ab dem 1. Dezember 2019 in der Anspruchsberechtigung ein (Einspracheentscheid vom 22. April 2020).