Citation: 2C_109/2022 E. 1.2.4

1.2.4. Nach der ständigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung gilt, dass die Bestimmung des Steuerwohnsitzes der betroffenen Person im internationalen Kontext eine materielle Frage darstellt, die von der ESTV nicht im Rahmen des Amtshilfeverfahrens zu klären ist, sondern in die Zuständigkeit der Behörden des ersuchenden Staats fällt (vgl. BGE 145 II 112 E. 2.2.2; 142 II 218 E. 3.2; Urteile 2C_622/2022 vom 29. Juli 2022 E. 1.2.1; 2C_953/2020 vom 24. November 2021 E. 3.7; 2C_805/2018 vom 23. August 2019 E. 4.5). Demgegenüber erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdegegner habe ein Schreiben der Informationsinhaberin vom 10. Februar 2021 eingereicht. Darin bestätige die Informationsinhaberin, dass der Beschwerdegegner im relevanten und ersuchten Zeitraum (Steuerjahre 2011 bis 2019) kein Domizil in Südkorea gehabt habe. Dem Beschwerdegegner, so die Vorinstanz folgernd, gelinge es damit, nachzuweisen, dass der Domizilcode für den ersuchten Zeitraum unrichtig sei und der Zusammenhang zwischen den verlangten Informationen und der Untersuchung in Südkorea wenig wahrscheinlich erscheine (vgl. auch E. 4.3 hiernach).