Citation: 1C_305/2018 E. 4.4

4.4. Die Argumentation der Vorinstanz und des BAFU überzeugen. Die Chemikalien wurden mit Wissen und Willen der Beschwerdeführerin, gegen Entgelt, auf deren Grundstück gelagert. Auch wenn es sich ursprünglich nicht um Abfälle i.S.v. Art. 7 Abs. 6 USG handelte, sondern um Betriebsmittel für die Galvanisierung, war von vornherein klar, dass die Chemikalien früher oder später - sei es nach ihrer Verwendung, sei es nach Aufgabe des Betriebs - als Abfälle entsorgt werden müssten, d.h. es sich um potenzielle bzw. künftige Abfälle handelte. Die Tatsache, dass die Entsorgung im Mietvertrag, d.h. im Innenverhältnis zwischen B.________ AG und Beschwerdeführerin, der B.________ AG oblag, kann die Beschwerdeführerin im Aussenverhältnis, gegenüber dem Gemeinwesen, nicht entlasten. Die Situation ist daher nicht mit denjenigen vergleichbar, in denen (i.d.R. unbekannte) Dritte Abfälle ohne Zutun der Eigentümerin auf einem Grundstück ablagern. Die Beschwerdeführerin hat vielmehr die Entstehung der Abfälle mitverursacht, weshalb ihre Inanspruchnahme auch mit dem Verursacherprinzip (Art. 2 USG) vereinbar ist.