Citation: 6B_1054/2023 E. 2.2.1

2.2.1. Die Beschwerdegegnerin 2 habe das Kerngeschehen konstant und anschaulich geschildert, soweit dies unter Berücksichtigung ihrer kindlichen kognitiven Einschränkungen und ihres aufgrund der grossen zeitlichen Distanz verblassten Erinnerungsvermögens zu erwarten sei. So habe sie etwa bildhaft und nachvollziehbar beschrieben, dass sie sich zum Zweck der Abwehr der Übergriffe jeweils wie eine Raupe eingerollt habe. Sie habe glaubhaft darlegen können, dass die Berührungen des Beschwerdeführers nicht wie normales "Schmusen" zwischen Vater und Tochter gewesen seien. Auffällig sei der unterschiedliche Detaillierungsgrad der Schilderungen abhängig davon, ob sie Berührungen über oder unter den Kleidern beschrieben habe. In Bezug auf die Berührungen direkt auf der Haut sowie die Häufigkeit der Vorfälle habe es insofern gewisse Widersprüchlichkeiten gegeben, als die Beschwerdegegnerin 2 den Griff des Beschwerdeführers in ihren Slip bzw. an ihren Intimbereich anlässlich der ersten Befragung noch relativ anschaulich geschildert habe. Bei der folgenden Einvernahme sei sie darauf nicht von sich aus, sondern erst auf entsprechende Nachfrage zu sprechen gekommen. Insgesamt seien die von der Beschwerdegegnerin 2 beschriebenen Handlungen des Beschwerdeführers erwiesen. Neben den konstant geschilderten mehrmaligen Berührungen über den Kleidern habe er ihr mindestens einmal in den Slip gegriffen und sie im Intimbereich berührt sowie sich mehrmals auf sie gelegt und sein erigiertes Glied an sie gepresst.