Citation: 4A_43/2021 E. 5.3

5.3. Diese Rüge geht fehl, denn die Beschwerdeführerin gibt in ihrer Beschwerde die Ausführungen der Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Verfahren nur unvollständig wieder. Die Beschwerdegegnerin führte in ihrer Replikschrift Rz. 31 nämlich Folgendes aus: "Eine statutarische Aufhebung des Rechts der Klägerin auf Verbriefung ihrer Aktien in einem Wertpapier wird jedoch zu Recht nicht geltend gemacht. Im Gegenteil: Die Statuten sehen in Artikel 3 die Ausgabe der Aktien in zwei Varianten ausdrücklich vor (act. 3/9; zutreffend daher act. 15 Rz. 101)." Es mag damit zwar zutreffen, dass die Beschwerdegegnerin in der Klammerbemerkung auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin in der Klageantwort verwies und diese als zutreffend bezeichnete. Wie sich aus dem Zusammenhang und aus der Formulierung von Rz. 31 ("Ausgabe der Aktien in zwei Varianten") aber zweifelsfrei ergibt, anerkannte die Beschwerdegegnerin diesbezüglich einzig, dass Art. 3 der Statuten zwei Varianten der "Ausgabe" vorsieht, nämlich die "Ausgabe" von "Aktien" und von "Zertifikaten". Sie anerkannte damit aber mitnichten, dass der Begriff "Zertifikat" in den Statuten im Sinne einer blossen Beweisurkunde zu verstehen wäre. Vielmehr stellte sich die Beschwerdegegnerin in ihren Rechtsschriften durchgehend auf den Standpunkt, dass ihr die Aktien in Form von Wertpapieren auszuhändigen seien. Die Rügen der Beschwerdeführerin sind unbegründet.