Citation: 1P.517/2006 06.02.2007 E. 1

X.________ forderte die Vormundschaftsbehörde Birsfelden auf, ihm umfassende Einsicht in die Vormundschaftsakten seiner Tochter zu gewähren. Mit Beschluss vom 28. Dezember 2004 verweigerte ihm die Vormundschaftsbehörde das geforderte vollumfängliche Akteneinsichtsrecht. Sie führte zusammenfassend aus, dass bei einem Akteneinsichtsgesuch ausserhalb eines hängigen Verfahrens ein schutzwürdiges Interesse an der Akteneinsicht glaubhaft zu machen sei. Das vom Gesuchsteller vorgebrachte Interesse am Nachweis seiner Verdächtigungen und Beschuldigungen sei kein schutzwürdiges Interesse für ein Akteneinsichtsrecht, das über die Informationen hinausgehe, die ihm vom Erziehungsbeistand seiner bald 16-jährigen Tochter gegeben wurden. Eine dagegen von X.________ erhobene Beschwerde wies das Vormundschaftsamt des Kantons Basel-Landschaft mit Entscheid vom 24. Februar 2005 ab. Gegen diesen Entscheid erhob X.________ Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, welches mit Beschluss vom 22. Juni 2005 das Verfahren als gegenstandslos abschrieb, da der Beschwerdeführer weder die notwendigen Unterlagen zur prozessualen Bedürftigkeit eingereicht noch einen Kostenvorschuss geleistet habe. Mit Eingabe vom 14. Juli 2005 ersuchte X.________ um Revision des Beschlusses vom 22. Juni 2005. Das Verfahren wurde in der Folge formlos wieder aufgenommen, worauf das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, die Beschwerde mit Urteil vom 24. Mai 2006 im Sinne der Erwägungen abwies. Zusammenfassend kam es im Rahmen einer Interessenabwägung zum Schluss, dass das Interesse an der Geheimhaltung der in Frage stehenden Aktenstücke das Interesse des Beschwerdeführers, Gewissheit darüber zu erlangen, ob er allenfalls das Opfer einer antisemitischen Verschwörung geworden sein könnte, mehr als deutlich überwiege. Ein umfassendes Akteneinsichtsrecht sei deshalb zu Recht verweigert worden. Die Vormundschaftsbehörde müsse jedoch bei künftigen Gesuchen begründen, weshalb keine vollumfängliche Akteneinsicht gewährt werde, und die Aktenstücke, in die bereits Einsicht gewährt wurde, einzeln erwähnen.