Citation: 5A_235/2024 E. 3

Über die Prozesskosten eines als gegenstandslos erklärten Rechtsstreits entscheidet das Bundesgericht mit summarischer Begründung aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 72 BZP [SR 273]). In erster Linie ist somit auf den mutmasslichen Ausgang des Prozesses abzustellen. Dabei geht es nicht darum, die Prozessaussichten im Einzelnen zu prüfen. Vielmehr soll es bei einer knappen, summarischen Beurteilung der Aktenlage sein Bewenden haben. Auf dem Weg über den Kostenentscheid soll nicht ein materielles Urteil gefällt werden (BGE 142 V 551 E. 8.2 mit Hinweisen). Das Obergericht hat erwogen, es sei weder behauptet noch aktenkundig, dass das Betreibungsamt bereits irreversible Vorkehren getroffen habe und ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil drohe. Es habe daher für das Bezirksgericht keine Dringlichkeit bestanden, über das Gesuch der Beschwerdeführerin um aufschiebende Wirkung bzw. vorsorgliche Massnahmen unverzüglich zu entscheiden. Es liege keine Verletzung des Beschleunigungsgebots darin, dass das Bezirksgericht nach sieben Tagen noch nicht über den nicht dringlichen prozessualen Antrag entschieden habe. Vor Bundesgericht macht die Beschwerdeführerin geltend, das Obergericht habe seinen Entscheid gar nicht begründet. Dies trifft nach dem Gesagten offensichtlich nicht zu. Sie macht ausserdem geltend, das Obergericht rede an der Sache vorbei und äussere sich insbesondere zur Frage, ob die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei. Es trifft zwar zu, dass das Obergericht Erwägungen dazu angestellt hat, unter welchen Voraussetzungen in Betreibungssachen aufschiebende Wirkung zu erteilen sei. Mit den soeben wiedergegebenen entscheiderheblichen Erwägungen befasst sie sich jedoch nicht. Es genügt insbesondere nicht, dem Obergericht vorzuwerfen, es scheine gar nicht zu wissen, was beim Betreibungsamt laufe, und zu behaupten, es sei ihr zweimal ohne Vorwarnung von ihrem Konto Geld entwendet worden. Sodann wirft sie unter anderem dem Obergericht Diskriminierung aufgrund ihres Nachnamens vor. Hiesse sie Meier, hätte das Obergericht ihre Beschwerde gutgeheissen. Diese Ausführungen sind unbelegt und polemisch. Schliesslich ist teilweise kein Zusammenhang zwischen ihren Ausführungen und dem angefochtenen Urteil ersichtlich. Auf die Beschwerde hätte damit voraussichtlich mangels genügender Begründung (Art. 42 Abs. 2 BGG) nicht eingetreten werden können. Entsprechend dem mutmasslichen Ausgang des Prozesses trägt die Beschwerdeführerin die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG).