Citation: 1A.41/2003 12.09.2003 E. 2

Das Kantonsgericht befand die umstrittene Dachsanierung für materiell baurechtswidrig, weshalb es die Wiederherstellungsverfügung schützte, ohne den Ausgang des vom Beschwerdeführer angestrengten nachträglichen Baubewilligungsverfahrens abzuwarten. Der Beschwerdeführer bestreitet, dass die Dachsanierung nicht bewilligungsfähig sei und macht geltend, das Kantonsgericht sei von einem falschen Sachverhalt ausgegangen, indem es übersehen habe, dass das umstrittene Dach vor der Sanierung keineswegs mehr im Originalzustand gewesen sei, sondern mit Blechen geflickt worden sei. Zudem treffe es nicht zu, dass es sich nach der Sanierung nicht in die Landschaft einordne bzw. diese verunstalte. Dies hätte sich bei einer Ortsschau ohne weiteres herausgestellt, weshalb das Kantonsgericht eine Gehörsverweigerung begangen habe, indem es seinen entsprechenden Beweisantrag abgelehnt habe. 2.1 Willkürlich ist ein Entscheid, der mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dabei genügt es nicht, dass die Begründung unhaltbar ist, der Entscheid muss sich vielmehr im Ergebnis als willkürlich erweisen (BGE 125 I 166 E. 2a; 125 II 10 E. 3a; 129 E. 5b; 122 I 61 E. 3a, je mit Hinweisen). 2.2 Nach den aus Art. 29 BV fliessenden Verfahrensgarantien sind alle Beweise abzunehmen, die sich auf Tatsachen beziehen, die für die Entscheidung erheblich sind (BGE 117 Ia 262 E. 4b; 106 Ia 161 E. 2b; 101 Ia 169 E. 1, zu Art. 4 aBV, je mit Hinweisen). Das hindert aber den Richter nicht, einen Beweisantrag abzulehnen, wenn er in willkürfreier Überzeugung der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend abgeklärt, und er überdies in willkürfreier antizipierter Würdigung der zusätzlich beantragten Beweise annehmen kann, seine Überzeugung werde auch durch diese nicht mehr geändert (BGE 122 V 157 E. 1d; 119 Ib 492 E. 5b/bb, zu Art. 4 aBV). 2.3 Wird die Eigentumsgarantie von Art. 26 Abs. 1 BV angerufen, so prüft das Bundesgericht Auslegung und Anwendung kantonalen Gesetzesrechts grundsätzlich nur auf Willkür hin. Einzig bei einem besonders schweren Eingriff beurteilt es diese Frage mit freier Kognition. Ein solcher liegt vor, wenn Grundeigentum zwangsweise entzogen oder wenn der bisherige oder künftig mögliche bestimmungsgemässe Gebrauch des Grundeigentums verunmöglicht oder stark erschwert wird (BGE 109 Ia 190 E. 2 mit Hinweis). Vorliegend handelt es sich offensichtlich nicht um einen schweren Eingriff, da die zonenkonforme bauliche Nutzung nicht beeinträchtigt wird. Die Prüfungsbefugnis des Bundesgerichts ist unter diesen Umständen auf Willkür beschränkt; die Rüge der Verletzung der Eigentumsgarantie fällt mit der Willkürrüge zusammen.