Citation: 2C_246/2022 E. 5.3

5.3. Aus den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz ergibt sich nicht, dass die Beziehung der Beschwerdeführer seit Langem eheähnlich gelebt würde. Das Vorbringen der Beschwerdeführer, sie würden seit Jahren eine "Realbeziehung" leben, die eine auf Dauer konzipierte wirtschaftliche, körperliche und spirituelle Vereinigung umfasse (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_1008/2015 vom 20. Juni 2016 E. 4.5), findet in den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen keine Grundlage. Dass die Beschwerdeführer miteinander eine Wohnung teilen, sie sich freundschaftlich und beruflich verbunden sind und der Beschwerdeführer die Beschwerdeführerin finanziell unterstützt, lässt die Beziehung noch nicht als eheähnlich erscheinen. Mangels einer über eine blosse Freundschaft hinausgehenden persönlichen Bindung kann ungeachtet der finanziellen Unterstützung, welche der Beschwerdeführer der Beschwerdeführerin zukommen lässt, nicht von einer von wechselseitiger Verantwortung getragenen Partnerschaft gesprochen werden. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführer ist im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. vorne E. 5.1) im Übrigen nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auch geprüft hat, ob konkrete Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Hochzeit hindeuten. Die Vorinstanz hat eine eheähnliche Beziehung nicht allein mangels entsprechenden Hinweisen verneint. Unter diesen Umständen kann die Frage, ob der Konkubinatspartner der Beschwerdeführerin über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfügt, offen gelassen werden.