Citation: 8C_63/2023 E. 4.3.1

4.3.1. Die Angabe des Monatsbruttolohnes von Fr. 11'215.- gemäss Unfallmeldung weicht nur in zu vernachlässigendem Umfang vom geltend gemachten konstanten Monatsbruttolohn gemäss Lohnabrechnungen von Juni 2020 bis April 2021 ab. Gleichzeitig mit der Einreichung dieser Lohnabrechnungen belegte der Beschwerdegegner jedoch auch die in diesem Zeitraum starken Schwankungen unterliegenden tatsächlichen Lohnzahlungen. Letztere werden von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht in Frage gestellt. Sie zeigen in der betreffenden Periode unterschiedliche hohe Lohnüberweisungen zwischen Fr. 0.- und Fr. 24'400.- pro Monat. In bundesrechtskonformer Beweiswürdigung erkannte die Vorinstanz zutreffend, angesichts der stark schwankenden tatsächlichen Monatseinkommen hätten sich für den Beschwerdegegner nachvollziehbare Unsicherheiten bei der Festsetzung und Angabe des letzten Einkommens gemäss Unfallmeldeformular ergeben. Dies, zumal der für die Taggeldbemessung ausschlaggebende versicherte Verdienst hier in Anwendung von Art. 23 Abs. 3 UVV praxisgemäss (vgl. BGE 139 V 464 E. 2.7 mit Hinweisen) aufgrund eines Durchschnittswertes unter Zugrundelegung eines möglichen massgebenden Zeitraums von zwischen drei und zwölf Monaten zu berechnen gewesen sei. Dabei resultierten Werte in unterschiedlicher Höhe, je nach dem, auf welche Zeitspanne man abstelle. Dem kantonalen Gericht ist beizupflichten, soweit es mit angefochtenem Urteil den überwiegend wahrscheinlichen Nachweis einer Absicht des Beschwerdegegners verneinte, mit welcher Letzterer durch Falschangabe des Lohnes auf der Unfallmeldung die Beschwerdeführerin willentlich und wissentlich zur Auszahlung nicht geschuldeter oder zu hoher Leistungen veranlasst haben soll.