Citation: 8C_600/2009 08.01.2010 E. 3.3

3.3.1 Die Vorinstanz ist im Weiteren zum Ergebnis gelangt, gestützt auf die vorhandenen medizinischen Akten lasse sich nicht verlässlich auf einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden schliessen. Diese Beurteilung ist nicht offensichtlich unrichtig, zumal die im Verwaltungs- und im kantonalen Verfahren aufgelegten Akten lediglich Aussagen somatomedizinisch spezialisierter Ärzte zu einer psychischen Problematik enthalten. Was im Besonderen die letztinstanzlich aufgelegten Berichte des Dr. med. J.________, Psychiatrie/Psychiatrie FMH, vom 2. und 22. Juni 2009 betrifft, gilt zu beachten, dass neue Beweismittel von Gesetzes wegen nur so weit vorgebracht werden dürfen, als erst der angefochtene Entscheid dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Ob dieses Erfordernis hier erfüllt ist, kann offengelassen werden, zumal sich die neu aufgelegten Arztberichte nicht zum hier interessierenden Sachverhalt bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung vom 23. Juli 2008 äussern. 3.3.2 Der Beschwerdeführer argumentiert weiter, es hätte Anlass für psychiatrische und neuropsychologische Untersuchungen bestanden. Das kantonale Gericht hat einen entsprechenden Abklärungsbedarf verneint. Es setzt sich dabei namentlich auf der medizinisch-begrifflichen Ebene kritisch mit der vom Hausarzt gestellten Diagnose einer reaktiven Depression auseinander. Weiter verweist es auf die Rechtsprechung, wonach anhaltende somatoforme Schmerzstörungen und in ihrer Symptomatik verwandte pathogenetisch unklare syndromale Zustände nur unter bestimmten Voraussetzungen den Schluss auf einen invalidisierenden Gesundheitsschaden gestatten. Diese Voraussetzungen erachtet die Vorinstanz hier nicht für gegeben. Im Ergebnis ist die vorinstanzliche Beurteilung weder als offensichtlich unrichtig noch als rechtsverletzend im Sinne von Art. 95 BGG zu betrachten. Hervorzuheben ist, dass der Versicherte bis April 2007 bei offensichtlich uneingeschränkter Vermittlungsfähigkeit und damit auch Arbeitsfähigkeit Arbeitslosenentschädigung bezog. Atteste der bereits damals seit Jahren behandelnden und auch in der Folge Bericht erstattenden Ärzte standen dem offenbar nicht entgegen. Es erscheint wenig überzeugend, dass - wie im hausärztlichen Bericht vom 27. Oktober 2007 attestiert - ausgerechnet ab 1. Mai 2007 und somit gleich nach dem im Ablauf der Rahmenfrist begründeten Ende der Bezugsdauer von Arbeitslosentaggeld eine psychisch - oder auch anderweitig - bedingte Arbeitsunfähigkeit eingetreten sein soll. Hinzu kommt, dass sich die behandelnden Ärzte auch in der Folge über geraume Zeit offenbar nicht veranlasst sahen, eine psychiatrische Abklärung und eine entsprechende Behandlung zu veranlassen oder dem Versicherten entsprechende Massnahmen nur schon nahezulegen. Eine psychotherapeutische Behandlung begann vielmehr erst im Mai 2009, mithin fast ein Jahr nach Erlass der Verwaltungsverfügung vom 23. Juli 2008, dies gestützt auf die Diagnosen einer Somatisierungsstörung und einer Persönlichkeitsstörung (Berichte Dr. med. J.________ vom 2. und 22. Juni 2009). Unter diesen Umständen ist nicht wahrscheinlich, dass eine psychiatrische Abklärung verlässliche Anhaltspunkte ergibt, welche den Schluss auf eine im Zeitraum bis zur besagten Verwaltungsverfügung eingetretene invalidisierende psychische Störung gestatten würden. Was im Besonderen die vom Hausarzt empfohlene neuropsychologische Untersuchung betrifft, ist festzuhalten, dass in den medizinischen Berichten keine Anhaltspunkte erkennbar sind, welche einen entsprechenden Abklärungsbedarf zu begründen vermöchten. Namentlich wird auch vom Hausarzt nicht beschrieben, inwiefern neuropsychologische Auffälligkeiten bestanden haben sollen. 3.4 Es ist demnach im Rahmen der bundesgerichtlichen Überprüfungsbefugnis nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz ohne weitere medizinische Abklärungen von einer bis zum Verfügungserlass bestehenden vollen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten ausgegangen ist. Die weiteren Vorbringen in der Beschwerde führen zu keiner anderen Betrachtungsweise. Das gilt auch für den Hinweis darauf, dass seitens eines RAD-Arztes vorübergehend eine polydisziplinäre medizinische Begutachtung empfohlen worden war.