Citation: 6B_643/2018 E. 1.6.2

1.6.2. Im Gegensatz zum Beschwerdeführer erachtet die Vorinstanz auch dieses Erfordernis als erfüllt. Sie erwägt, die Ausführungen des Sachverständigen liessen einen gewissen Spielraum offen. Nach dessen Auffassung lasse sich das Gewaltrisiko in einem Settingwechsel mit Ausgängen und einer Überprüfung der Verlässlichkeit des Beschwerdeführers beeinflussen. Es solle in einem offeneren Vollzug darum gehen, unter alltagsnäheren Bedingungen bisher erreichte Fortschritte weiter zu verfestigen. Gemäss Vorinstanz mache diese Umschreibung des Inhalts einer weiteren Therapie durchaus Sinn. Unter solchen Umständen sei eine Fortsetzung der stationären Massnahme sachgerecht und gesetzeskonform. Es sei nachvollziehbar, dass bei einer unvorbereiteten Entlassung eine hohe Anzahl Stressoren auf den Beschwerdeführer einwirken könnten, die sehr wahrscheinlich einer Verschlechterung seines Krankheitsbilds und der damit verbundenen Legalprognose führen würden. Tatsächlich habe sich in der jüngeren Vergangenheit eine offensichtliche Überforderung des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit Lockerungen beobachten lassen, was sich in einer objektiv kaum nachvollziehbaren mangelnden Kooperation bei möglichen Ausgängen manifestiert habe. Inzwischen sei aber positiv zu vermerken, dass der Beschwerdeführer zu einer Verlegung in eine offenere Institution und zur Durchführung von Ausgängen Hand geboten habe, womit eine zielstrebige Fortführung der indizierten Bemühungen ermöglicht worden sei. Insbesondere seien die unbegleiteten Ausgänge ohne Auffälligkeiten verlaufen. Damit lasse sich eine weitere Konsolidierung der psychosozialen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers anstreben und dem Handlungsszenario nachleben, das der Sachverständige als angezeigt und zielführend bezeichne. Allerdings sei mit Entschiedenheit darauf hinzuweisen, dass eine Fortführung der stationären Massnahme nach Auffassung des Gutachters nur sinnvoll sei, wenn damit eine konsequente Entlassungsvorbereitung initiiert werde. Entsprechend werde erwartet, dass die Vollzugsverantwortlichen sowohl den Beschwerdeführer entsprechend in die Pflicht nehmen wie auch ihre eigenen Bemühungen zielstrebig auf diesen Zweck der stationären Massnahme ausrichten (Beschluss S. 12 f.).