Citation: 1C_691/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Konkret moniert der Beschwerdeführer, in Missachtung der grundsätzlichen Bindungswirkung des Strafurteils, welches auf eine einfache Verkehrsregelverletzung nach Art. 90 Abs. 1 SVG in unbewusst fahrlässiger Tatbegehung laute, habe das SVSA im Administrativverfahren nicht auf die entsprechende Sachverhaltsfeststellung und -würdigung abgestellt, sondern sei ohne entsprechende ergänzende Würdigung in seiner Verfügung vom 20. Dezember 2022 mit dem ursprünglichen Strafbefehl vom Vorwurf des Überschreitens der signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h um 35 km/h ausgegangen, womit es Bundesrecht verletzt habe. Diesen Entscheid habe die Vorinstanz geschützt unter Hinweis darauf, dass er es unterlassen habe, eine Begründung des Strafurteils zu verlangen, weshalb eine solche und der dieser zugrunde liegende Sachverhalt nicht übernommen werden könnten, sondern das SVSA vielmehr nach freiem Ermessen habe entscheiden können. Aufgrund dieser rechtswidrigen Auffassung entstehe ein massiver Widerspruch zum Strafurteil. Im Übrigen seien die Behörden im Administrativverfahren verpflichtet, den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln und dürften dessen Feststellung nicht vollumfänglich unter Verweis auf die Mitwirkungspflicht ihm überbinden. Damit werde der Untersuchungsgrundsatz verletzt. Ebenso wenig habe sich die Vorinstanz mit den von ihm in der Stellungnahme vom 12. Dezember 2022 vorgebrachten Sachverhaltselementen auseinandergesetzt. Er habe sich in einem Sachverhaltsirrtum befunden aufgrund der temporär herabgesetzten Höchstgeschwindigkeit (von 80 km/h auf 60 km/h).