Citation: 5P.337/2001 20.12.2001 E. 3

3.- Die Beschwerdeführerin rügt unter ausschliesslicher Berufung auf Art. 29 Abs. 2 BV eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Die Gegenpartei habe im kantonalen Beschwerdeverfahren Pläne und Mietverträge eingereicht, auf die sich der angefochtene Entscheid stütze. Das Kantonsgerichtspräsidium habe diese neuen Beweise zugelassen, ohne ihr davon Kenntnis zu geben oder ihr Gelegenheit zur Einsichtnahme einzuräumen. a) Der in Art. 29 Abs. 2 BV verankerte Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 127 I 54 E. 2b). Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Seine Verletzung führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 122 II 464 E. 4a; 126 I 19 E. 2 d/bb S. 24). Aus diesem Grunde ist vorweg zu prüfen, ob der Gehörsanspruch der Beschwerdeführerin respektiert worden ist. b) Aus dem angefochtenen Entscheid geht hervor, dass die Beschwerdegegner eine Reihe von Dokumenten eingereicht haben, welche vom urteilenden Richter in seine Begründung einbezogen worden sind; diese Belege sind der Beschwerdeführerin nicht zugestellt worden, womit sie erst bei Erhalt des Urteils davon hat Kenntnis nehmen können. Ein solches Vorgehen verletzt zweifelsohne ihr rechtliches Gehör. Die Rüge erweist sich damit als begründet.