Citation: 4C.11/2001 04.04.2001 E. 4

4.- Ob die Berufungsschrift im Übrigen den erwähnten Mindestanforderungen genügt, braucht nicht eingehend geprüft zu werden. Die Vorinstanz hat die in Art. 4 ZGB verankerten Gerechtigkeitsprinzipien, welche aufgrund des in Art. 205 Abs. 2 OR enthaltenen Hinweises auf die besonderen Umstände unmittelbar heranzuziehen sind (Mayer-Maly, Basler Kommentar, N. 2 und 14 zu Art. 4 ZGB), gehörig beachtet. Es wäre unbillig, den Klägern zu verwehren, sich aus dem vom Beklagten erschlichenen Vertrag zu lösen bzw. dem Beklagten einen Vorteil aus seinem arglistigen Verhalten zuzugestehen. Nach Giger (Berner Kommentar, N. 50 zu Art. 205 OR) schliesst jedes gegen Treu und Glauben verstossende Verhalten des Verkäufers eine korrektive richterliche Intervention zu seinen Gunsten gegen den Willen des Käufers aus. Dieser Auffassung ist zuzustimmen.