Citation: 5A_924/2012 E. 2.3.2

2.3.2. Nach kantonaler Praxis (ZR 101/2002 Nr. 98 S. 312) ist grundsätzlich angebracht, dass über ein Ausstandsgesuch noch vor Fällung des (hier: erstinstanzlichen) Endentscheides entschieden werden soll, sofern die Beurteilung nicht zu erheblichen sachlichen Verzögerungen führt. Dass Ausstandsgesuche in ein Spannungsverhältnis zum Beschleunigungsgebot treten, ist anerkannt (BGE 127 I 196 E. 2d S. 199). Die Beschwerdeführerin hat die angebliche persönliche Befangenheit des Bezirksrichters jedoch einzig mit richterlichen Rechtsfehlern begründet, welche aber in erster Linie im Rechtsmittelverfahren zu beheben sind. Wenn das Obergericht im Umstand, dass der Bezirksrichter trotz Ablehnungsbegehren den Prozess im konkreten Fall fortgesetzt und den Akzent auf die Vermeidung einer weiteren erheblichen Verzögerung des ohnehin schon seit 2006 hängigen Verfahrens gelegt hatte, und daher eine Befangenheit "wegen Verfahrensfortsetzung" verneint hat, ist weder eine Verletzung von Bundesrecht noch eine willkürliche Anwendung von kantonalem Recht ersichtlich.