Citation: 8C_720/2016 E. 3.2.2

3.2.2. Insgesamt betrachtet vermögen die angeführten ärztlichen Zeugnisse zumindest geringe Zweifel (vgl. E. 2 hievor) an der kreisärztlichen Beurteilung vom 16. Januar 2015 erwecken. Das betrifft insbesondere die Schätzung der Arbeitsfähigkeit. Dr. med. E.________ erwähnt weder im Untersuchungsbericht vom 1. Dezember 2014, noch im ergänzenden Abschlussbericht vom 16. Januar 2015, dass es sich beim Beschwerdeführer um einen Baufacharbeiter handelt. In dieser Funktion muss er sich während der gesamten Arbeitszeit auf unebenem Gelände bewegen, Leitern und Gerüste erklimmen, in die Hocke gehen und Weiteres mehr. Dr. med. E.________ begründet mit keinem Wort, weshalb dem Beschwerdeführer - entgegen dem nur eine Woche vorher ausgestellten Zeugnis des Dr. med. D.________ - seine angestammte Tätigkeit wieder uneingeschränkt zumutbar sein soll. Die Abweichung der kreisärztlichen Einschätzung lässt sich entgegen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid keineswegs einzig mit dem Resultat der MRI-Untersuchung vom 6. Januar 2015 erklären. Aufgrund des Gutachtens des Dr. med. D.________ vom 25. November 2014 war Thema dieser Untersuchung einzig, ob eine Operation eine weitere Verbesserung bringen würde oder mit anderen Worten, ob von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. PD Dr. med. I.________ äussert sich in seinem Untersuchungsbericht vom 6. Januar 2015 denn auch nicht zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Schliesslich ist anzumerken, dass es die SUVA auch unterlassen hat, die im Einspracheverfahren - am 1. Mai 2015 - eingereichten Gutachten des Dr. med. G.________ vom 25. August 2014 und des Arztes der Agentur für Arbeit, H.________, vom 16. Februar 2015 ihrem Kreisarzt zur Stellungnahme zu unterbreiten. Die Vorinstanz setzt sich damit nicht auseinander. Entgegen deren Ausführungen kann aufgrund der vorhandenen Aktenlage nicht davon ausgegangen werden, dass ab dem 16. Januar 2015 keine unfallbedingten Einschränkungen mehr vorhanden waren und eine volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bestand.