Citation: 1C_608/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erwog in Übereinstimmung mit dem Verkehrsgutachten und dem BVU, die Erschliessung des Gestaltungsplanperimeters sei nicht zu beanstanden. Der Perimeter werde grundsätzlich über die Bauzone bzw. über die Bergstrasse erschlossen (vgl. auch § 9a Abs. 5 BNO). Diese erlaube mit einer Fahrbahnbreite von 4,5 m entsprechend den Vorgaben der VSS-Norm 640 201 das gefahrlose Kreuzen zweier Personenwagen. Die Zufahrt über den Reservoirweg sei gemäss § 7 Abs. 3 SNV nur für selten verkehrende Pferdetransporter und Materialanlieferungen sowie ausnahmsweise für die temporäre Nutzung der Parkfelder für Spezialanlässe vorgesehen. Dementsprechend sei nicht zu beanstanden, wenn das BVU ein Abweichen von der nicht durchgehend gewährleisteten Mindestbreite von 3,9 m gemäss der VSS-Norm 640 201 geduldet habe. Das BVU habe dabei berücksichtigt, dass einzig ein sehr geringes tägliches Verkehrsaufkommen zu erwarten sei, die fragliche Erschliessung lediglich eine Länge von 250 m betreffe und der Reservoirweg zudem beidseitig an offenes Kulturland grenze. Dadurch sei ein Ausweichen von Fussgängern jederzeit problemlos möglich.