Citation: 2A.51/2006 08.05.2006 E. 4

4.1 Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die fremdenpolizeiliche Interessenabwägung im Rahmen von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG bildet die vom Strafrichter verhängte Sanktion (BGE 129 II 215 E. 3.1 S. 216): Der Beschwerdeführer ist vom Obergericht des Kantons Aargau unter anderem wegen bandenmässigen Raubs, Raubversuchs sowie mehrfachen bandenmässigen und gewerbsmässigen Diebstahls zu einer Zuchthausstrafe von vier Jahren verurteilt worden. In den Monaten Juli und August 1997 war er an drei Diebstählen und einem Diebstahlversuch und von Dezember 1999 bis zu seiner Verhaftung am 3. Mai 2000 an 31 Diebstählen bzw. Diebstahlversuchen und fünf Raubüberfällen bzw. Versuchen oder Vorbereitungshandlungen hierzu beteiligt. Der Deliktsbetrag belief sich auf rund Fr. 150'000.--; der verursachte Sachschaden lag bei Fr. 40'000.--. Das Obergericht hielt zu den Raubtaten fest, dass der Beschwerdeführer und seine Mittäter dabei "brutal" vorgegangen seien, "indem sie jeweils die Oberkörper der Opfer nach unten drückten und ihnen die Pistole an die Schläfe hielten". Die Opfer hätten "Todesängste" ausstehen müssen, da sie nicht hätten wissen können, dass es sich bei der Waffe um eine Luftpistole gehandelt habe. Der Beschwerdeführer trat jeweils als Chef der Bande auf und hielt sich im sicheren Hintergrund, während er die risikoreiche Tätigkeit seinen Mittätern überliess. Gesamthaft kam das Obergericht zum Schluss, der Beschwerdeführer habe durch die innert relativ kurzer Zeit verübten serienmässigen Einbruchdiebstähle und Raubtaten eine "erhebliche kriminelle Energie" entwickelt; durch sein Verhalten habe er eine "skrupellose und gefährliche Einstellung" offenbart, zumal er ohne finanzielle Notlage wiederholt trotz mehrerer Vorstrafen und während noch laufender Probezeit straffällig geworden sei. In der polizeilichen Einvernahme habe er überdies eingeräumt, dass er und seine Mittäter ohne polizeiliche Anhaltung zahlreiche weitere Delikte begangen hätten. Damit besteht grundsätzlich ein erhebliches öffentliches Interesse daran, ihn von der Schweiz fernzuhalten.