Citation: U 342/04 18.03.2005 E. 1

Die SUVA ist der Auffassung, dass es dem Versicherten insoweit an der "formellen Beschwerde" mangle, als er einen 62 % übersteigenden Invaliditätsgrad geltend mache, habe er doch im vorinstanzlichen Verfahren nur eine diesem Invaliditätsgrad entsprechende Rente beantragt. Insoweit sei deshalb auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht einzutreten. Die formelle Beschwer des Versicherten ist ohne weiteres zu bejahen, da er sich am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt hat und mit seinen Anträgen unterlegen ist (vgl. BGE 118 Ib 359 Erw. 1a). Solange sich der Beschwerdeführer mit seinen Anträgen im Rahmen des Streitgegenstandes hält, liegt auch kein unzulässiges neues Rechtsbegehren vor (vgl. René Rhinow/Heinrich Koller/Christina Kiss, Öffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, Basel 1996, Rz 1220, 1313 und 1533 sowie Max Kummer, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, S. 113). Streitig ist hier die Höhe des Rentenanspruches, welche nach dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen festzulegen ist; der Streitgegenstand wird durch das materielle Begehren des Versicherten - Zusprache einer Invalidenrente entsprechend einem Invaliditätsgrad von 71.37 % - nicht ausgedehnt, auch wenn im vorinstanzlichen Verfahren eine Rente entsprechend einem Invaliditätsgrad von 62 % beantragt worden ist. Da auch die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde in vollem Umfang einzutreten.