Citation: 1P.78/2004 14.06.2004 E. A

Die Schweizerische Bundesanwaltschaft leitete am 11. August 1994 gegen X.________ ein gerichtspolizeiliches Ermittlungsverfahren ein. Sie warf ihm vor, er habe sich bei der Beschaffung einer Computeranlage für die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH-Komplex) sowie als Verwaltungsrat und Geschäftsführer der Firmen A.________AG und B.________AG (D.________-Komplex) strafbar gemacht. Gestützt auf einen Haftbefehl der Bundesanwaltschaft wurde X.________ am 30. August 1994 in Zürich festgenommen und am darauf folgenden Tag in Untersuchungshaft versetzt. Am 4. November 1994 eröffnete der Eidgenössische Untersuchungsrichter eine Voruntersuchung gegen den Angeschuldigten. Am 8. Dezember 1994 wurde X.________ aus der Haft entlassen. Mit Verfügung vom 22. April 1996 delegierte das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement die beide Komplexe umfassende Untersuchung an die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Zürich. Die Bezirksanwaltschaft III für den Kanton Zürich trennte im Rahmen der Strafuntersuchung die Komplexe ETH und D.________ in zwei separate Verfahren. Die Untersuchung im ETH-Komplex wurde am 30. Mai 2000 bzw. 17. August 2000 eingestellt. Im D.________-Komplex erhob die Bezirksanwaltschaft am 21. Juni 1999 Anklage gegen X.________. Sie warf ihm ungetreue Geschäftsführung zum Nachteil der A.________AG sowie betrügerischen Konkurs (Anklageziffer 1), Veruntreuung zum Nachteil der B.________AG (Anklageziffer 2), ungetreue Geschäftsführung zum Nachteil der B.________AG (Anklageziffer 3) sowie Veruntreuung zum Nachteil der C.________AG und ungetreue Geschäftsführung zum Nachteil der A.________AG (Anklageziffer 4) vor. Das Bezirksgericht Zürich trat am 19. November 1999 auf den in Anklageziffer 4 erhobenen Vorwurf der Veruntreuung - infolge Verjährung - nicht ein. Es sprach X.________ der mehrfachen ungetreuen Geschäftsführung (Anklageziffern 2 und 4) schuldig und sprach ihn von den übrigen Vorwürfen frei. Es bestrafte den Angeklagten mit einer bedingt vollziehbaren Gefängnisstrafe von 3 Monaten.