Citation: 6B_1201/2019 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer wendet sich ferner gegen den Schuldspruch wegen gewerbsmässigen Betruges. Er macht geltend, die Privatklägerin habe bei der Prüfung der Rechnungen nicht die geschäftsübliche Sorgfalt angewandt. So habe sie bis Ende des Jahres 2010 insgesamt 26 Rechnungen im Totalumfang von CHF 2.18 Mio. lediglich gestützt auf das Einzelvisum des Mitbeschuldigten I.________ bezahlt. Damit habe in Bezug auf knapp die Hälfte des angeklagten Deliktsbetrages effektiv keine zusätzliche Kontrolle stattgefunden. Die Vorinstanz beschränke sich in diesem Zusammenhang auf den Hinweis auf ein Organisationsreglement bei der Privatklägerin. In Wirklichkeit habe ein derartiges Reglement indes bis Ende des Jahres 2010 nicht bestanden. Die Vorinstanz habe in diesem Kontext auch die Aussagen des zur Tatzeit als Leiter "Finanzen und Dienste" tätigen direkten Vorgesetzten des Mitbeschuldigten I.________ nicht beachtet, nach welchen bei der Privatklägerin stets das Vieraugenprinzip gegolten habe. Damit sei erstellt, dass die vor Ende des Jahres 2010 bezahlten 26 Rechnungen, welche allesamt kein Doppelvisum aufgewiesen hätten, nicht hinreichend auf ihre Richtigkeit kontrolliert worden seien. Die Feststellung der Vorinstanz, wonach die Privatklägerin hinreichende Vorsichtsmassnahmen getroffen habe, sei daher willkürlich. Wären die Rechnungen mit der gebotenen Sorgfalt kontrolliert worden, hätte ihre sachliche Unrichtigkeit unschwer ermittelt werden können. Die Vorinstanz begründe auch nicht näher, worin die angeblich besondere Vertrauensstellung des Mitbeschuldigten I.________ bestanden haben soll. Auf jeden Fall sei nicht ersichtlich, inwiefern dieser im Hinblick auf die Betrugstaten bei der Privatklägerin "eingeschleust" worden sein sollte, zumal er bei dieser bereits seit dem 15. Dezember 2008 angestellt gewesen sei. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Privatklägerin habe auch die ab Januar 2011 eingereichten Rechnungen, welche ein Zweitvisum aufgewiesen hätten, inhaltlich nicht hinreichend geprüft, zumal diese nach den Aussagen des Leiters "Finanzen und Dienste" nur darauf kontrolliert worden seien, ob sie noch ins Budget gepasst hätten. Insgesamt stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, bei einer willkürfreien Beweiswürdigung hätte die Vorinstanz zum Ergebnis kommen müssen, dass die Privatklägerin über Jahre hinweg Rechnungen im hohen fünf- bis sechsstelligen Bereich ohne jegliche inhaltliche Kontrolle beglichen habe. Daraus hätte sie den Schluss ziehen müssen, dass die Privatklägerin die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen zur Kontrolle ihrer Ausgaben nicht beachtet und damit leichtfertig gehandelt habe. Aus diesen Gründen scheide Arglist aus. Darüber hinaus sei fraglich, ob überhaupt eine Täuschung vorliege. Jedenfalls treffe die Vorinstanz keine Feststellungen dazu, inwiefern die für die Auslösung des Zahlungsvorgangs zuständigen Angestellten der Privatklägerin sich zur inhaltlichen Korrektheit der Rechnungen überhaupt eine Vorstellung gemacht hätten (Beschwerde S. 12 ff.).