Citation: 7B_995/2024 E. 6.4.2

6.4.2. Angesichts der in Frage stehenden hochwertigen Rechtsgüter von Leib und Leben vermag bereits ein als "gering" eingestuftes Rückfallrisiko am Ergebnis der Gesamtwürdigung nichts zu ändern (Urteil 6B_842/2013 vom 31. März 2014 E. 3 mit Verweis auf BGE 123 I 268 E. 2e). Abgesehen davon bezieht sich die vom Beschwerdeführer festgehaltene Geringfügigkeit auf die Basisraten für Mord und Totschlag. Bei der besonderen Risikokonstellation des Beschwerdeführers mit einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, persönlichkeitsimmanenten Gewaltbereitschaft, einer Vorgeschichte von Alkoholabhängigkeit und Anpassungsstörung sowie ungünstigen soziokulturellen Einflüsse ist das Risiko erneuter Tötungsdelikte und/oder schwerer (lebensgefährdenden) Gewaltstraftaten in Relation zu einer Vergleichspopulation von psychisch nicht beeinträchtigten Straftätern, die entsprechende Delikte begangen haben, deutlich erhöht. Das allgemeine Risiko erneuter Gewaltstraftaten durch den Beschwerdeführer bezeichnet die Sachverständige als moderat bis hoch (angefochtenes Urteil E. II.3.2.2.2.2). Die Vorbringen des Beschwerdeführers erweisen sich entsprechend als unbegründet.