Citation: 5P.294/2003 12.11.2003 E. 4

Der Beschwerdeführer wirft dem Kantonsgericht weiter eine mehrfache Verletzung des Willkürverbotes (Art. 9 BV) bei der Festsetzung des Unterhaltsbeitrages zu Gunsten der Beschwerdegegnerin vor. Willkür liegt nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid nur auf, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 125 II 129 E. 5b S. 134; 127 I 60 E. 5a S. 70). Willkür ist sodann nur gegeben, wenn nicht bloss die Begründung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 122 I 61 E. 3a S. 67; 128 I 81 E. 2 S. 86). 4.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, es sei willkürlich, der Beschwerdegegnerin einen Unterhaltsbeitrag zuzusprechen, welcher über ihrem tatsächlichen Bedarf liege. Mit dem Unterhaltsbeitrag dürfe kein Vermögen gebildet werden. Obere Schranke für den Unterhaltsanspruch eines Ehegatten bildet die Lebenshaltung bis zur Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes (BGE 118 II 376 E. 20b S. 378; Urteil des Bundesgerichts 5P.231/2000 vom 12. Januar 2001, E. 3a, publ. in: FamPra 2001 S. 764). Dass im vorliegenden Fall die Beschwerdegegnerin durch den vom Kantonsgericht festgelegten Unterhaltsbeitrag tatsächlich mehr erhält, als sie zur Aufrechterhaltung des ihr zustehenden Lebensstandards benötigt, legt der Beschwerdeführer nicht substantiiert dar. Damit genügt die Beschwerdeschrift in diesem Punkt den gesetzlichen Anforderungen nicht (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG), so dass nicht darauf einzutreten ist. 4.2 Weiter rügt der Beschwerdeführer, es sei willkürlich, dass das Kantonsgericht das (höhere) durchschnittliche Einkommen der Beschwerdegegnerin in den Jahren 2001 und 2002 nicht berücksichtigt habe. Das Kantonsgericht hat für die Berechnung der ab Dezember 2002 geschuldeten Unterhaltsbeiträge auf das ab Januar 2003 erzielte Einkommen der Beschwerdegegnerin abgestellt. Es ist in keiner Weise zu beanstanden, wenn das Kantonsgericht für die Berechnung auf das aktuelle und nicht auf ein früheres Einkommen der Beschwerdegegnerin abgestellt hat. Willkür liegt jedenfalls nicht vor. 4.3 Der Beschwerdeführer rügt weiter die Nichtberücksichtigung von Schuldzinsen als willkürlich. Jedoch zeigt er auch hier nicht detailliert und substantiiert auf, inwiefern der Entscheid des Kantonsgerichts gegen das Willkürverbot verstossen soll, zumal die Hypothekarzinsen zumindest teilweise berücksichtigt worden sind. Damit genügt die Beschwerde den Begründungsanforderungen nicht (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). 4.4 Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, es sei willkürlich, ihm wegen seiner Arbeitslosigkeit keine Auslagen für öffentliche Verkehrsmittel anzurechnen; Stellensuche, Vorstellungsgespräche etc. würden eine gewisse Mobilität erfordern. Es ist zwar nachvollziehbar, dass einem Arbeitslosen für die Stellensuche gewisse Aufwendungen entstehen, jedoch erscheint deren Nichtberücksichtigung zumindest im Ergebnis als nicht geradezu willkürlich, zumal der Beschwerdeführer diese aus dem Grundbetrag oder dem Überschuss begleichen kann. Die Rüge erweist sich daher als unbegründet.