Citation: 6B_1147/2020 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz fasst zunächst den Massnahmenverlauf von der Invollzugsetzung am 13. Mai 2015 bis zur Aufhebung am 14. September 2017 zusammen. Gestützt darauf erwägt sie, der Beschwerdeführer habe sich wiederholt bemüht, eine Besserung zu erzielen, indem er regelmässige Abstinenzkontrollen durchgeführt, eine neue Therapiestelle gesucht und eine Ausbildung angefangen habe. Zudem habe er seit dem 14. Juli 2016 bis zur Aufhebung der Massnahme aktenkundig keinen Rückfall in den Drogenkonsum erlitten, lebe in stabilen familiären Verhältnissen und sei weiterhin bestrebt, eine neue Anstellung zu finden. Allerdings würden die negativ zu gewichtenden Faktoren überwiegen. Der Beschwerdeführer habe während des gesamten Massnahmenverlaufs an nicht mehr als sechs Therapiesitzungen teilgenommen. Eine regelmässige Behandlung habe zu keinem Zeitpunkt stattgefunden. Selbst nachdem die Therapiestelle gewechselt worden sei, habe sich der Beschwerdeführer nur zweimal zu einer Konsultation eingefunden. Trotz zahlreicher Aufforderungen der BVD und obwohl bei der Vereinbarung der Termine auf seine Agenda Rücksicht genommen worden sei, habe er wiederholt Konsultationen platzen lassen. Nach dem Termin am 8. Mai 2017 habe er keine vereinbarte Therapiesitzung mehr wahrgenommen, nicht mehr auf Anrufe des Therapeuten geantwortet und sich auch nicht zur beabsichtigten Aufhebung der ambulanten Massnahme vernehmen lassen. Massgebend für den Abbruch der Massnahme sei einzig das Verhalten des Beschwerdeführers, welches deutlich zeige, dass er sich einer Aufarbeitung seiner Probleme und Defizite widersetzt habe. Eine regelmässige psychotherapeutische Behandlung, so die Vorinstanz weiter, wäre erforderlich gewesen, um den vom Gutachter geforderten delikts- und störungsorientierten Ansatz zu verfolgen. Die Therapiesitzungen hätten jedoch - wenn überhaupt - nur unregelmässig stattgefunden. Diese Terminfrequenz sei offensichtlich ungenügend, um Problembereiche nachhaltig bearbeiten zu können. Während der gesamten Zeit sei es nie möglich gewesen, mit dem Beschwerdeführer eine regelmässige Therapie durchzuführen. Es habe sich somit nicht nur um eine vorübergehende Krise gehandelt. Dass die Gefahr weiterer Delikte gebannt sei, habe aufgrund der unbehandelten Problembereiche nicht angenommen werden können. Nachdem sich der Beschwerdeführer ab dem 9. Mai 2017 einer Behandlung gänzlich entzogen habe, habe sich die ambulante Massnahme als undurchführbar erwiesen und sei offensichtlich nicht zu einem erfolgreichen Abschluss gelangt.