Citation: C 154/03 16.02.2004 E. 3

Zu prüfen ist weiter, ob die Entstellung in der Anspruchsberechtigung zu Recht erfolgte. 3.1 Das vom Versicherten vor dem Bezirksgericht Y.________ bezüglich der fristlosen Kündigung gegen die Arbeitgeberin angestrebte Verfahren wurde am 19. März 2003 als erledigt abgeschrieben, nachdem der Beschwerdeführer trotz gesetzter Nachfrist keine Klagebegründung einreichte, obwohl die Arbeitslosenkasse in der ergangenen Verfügung darauf hinwies, bei Klagegutheissung auf die Einstellung in der Anspruchsberechtigung zurückzukommen. Der Beschwerdeführer bestreitet denn auch nicht, wie im Kündigungsschreiben vom 17. September 2002 aufgeführt, mehrmals bewusst die Arbeitszeiterfassung zu seinen Gunsten manipuliert zu haben. Gegenüber der Arbeitgeberin und in seiner vorinstanzlichen Beschwerde führt er aus, dass Spannungen am Arbeitsplatz und die daraus resultierende Frustration ihn zu diesem Handeln veranlasst hätten und er mehrmals die Mittagszeit "verlängert habe". Selbst wenn das Verhältnis zu Vorgesetzten und Arbeitskollegen gespannt gewesen sein sollte, rechtfertigt dies das dem Versicherten zur Last gelegte Verhalten nicht, worin klar eine arbeitsvertragliche Pflichtverletzung zu erblicken ist. Ungeachtet dessen, ob er auf die Betriebsordnung, welche gemäss Kündigungsschreiben bei Manipulationen der Zeiterfassung die fristlose Kündigung vorsieht, aufmerksam gemacht worden ist oder nicht, musste ihm klar sein, dass sein Vorgehen eine Verletzung des ihm arbeitgeberseitig entgegengebrachten Vertrauens darstellt, was die Kündigung zur Folge haben kann. Es ist daher zumindest von einem eventualvorsätzlichen Verhalten des Versicherten auszugehen, sodass die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit gerechtfertigt ist (Erw. 1 hievor). 3.2 Hinsichtlich der verfügten Einstellungsdauer lässt sich nicht beanstanden, wenn Vorinstanz und Verwaltung bei einer bewussten, mehrmaligen Manipulation des Zeiterfassungssystems von einem schweren Verschulden ausgehen. Was indessen die Festsetzung der Einstellung für die Dauer von 52 Tagen betrifft, kann dem kantonalen Gericht im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 OG; BGE 123 V 152 Erw. 2 mit Hinweisen) nicht gefolgt werden. Wie der handschriftlichen Notiz auf der Arbeitgeberbescheinigung vom 8. Oktober 2002 zu entnehmen ist, setzte die Arbeitslosenkasse die Einstellungsdauer anhand der Höhe des der Arbeitslosenversicherung durch die fristlose Kündigung entstandenen finanziellen Schadens fest, indem sie die Sanktionsdauer mit der hier bei einer ordentlichen Kündigung zu beachtenden Frist von zwei Monaten gleichsetzte. Dies steht jedoch dem klaren Wortlaut von Art. 30 Abs. 3 AVIG entgegen, wonach die Dauer der Einstellung einzig nach Massgabe des Verschuldens zu bemessen ist. Angesichts des unbestrittenen Sachverhalts und in Berücksichtigung der Vorbringen des Beschwerdeführers wie auch der Tatsache, dass eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung erstmalig erfolgte, rechtfertigt sich eine Einstellung für die Dauer von 31 Tagen, somit im untersten Bereich des schweren Verschuldens.