Citation: 4A_627/2017 E. 2.5

2.5. Die Vorinstanz hielt fest, der Beschwerdeführer habe sich mit den erstinstanzlichen Erwägungen zur Verneinung des Irrtums nicht hinreichend auseinandergesetzt, weshalb es dabei grundsätzlich sein Bewenden habe. In einer eigenen Würdigung der Aussagen des Beschwerdeführers kam die Vorinstanz zudem zum Schluss, der Beschwerdeführer hätte den Vertrag nicht unterschrieben, wenn ihm dieser nicht ohnehin bekannt gewesen wäre, da er sich andernfalls Unterstützung geholt und nicht blind unterschrieben hätte. Ein unbewusster Irrtum sei nicht anzunehmen, da der Wortlaut des Vertrages klar sei und nur den Schluss zulasse, dass die Darlehenssumme vor der Vertragsunterzeichnung übergeben worden sei. Die Zeit seit dem Entwurf vom 17. August 2010 habe durchaus gereicht, um den Vertrag durchzulesen und (allenfalls mit Hilfsmitteln) zu verstehen oder eine Übersetzung zu verlangen. Wäre die Geldübergabe trotz der Bestätigung im Vertrag nicht erfolgt, wäre zu erwarten gewesen, dass sich der Beschwerdeführer im Nachhinein erkundigt hätte, wo das Geld bleibe. Eine unabhängige Bestätigung, dass er sich nach der Darlehenssumme erkundigt habe, habe er nicht vorlegen können, so dass er den diesbezüglichen Beweis nicht erbracht habe. Die Vorbringen des Beschwerdeführers zu den (fehlenden) finanziellen Mitteln des Investors genügten nach Ansicht der Vorinstanz nicht, um den mit der im Vertrag enthaltenen Quittung geführten Beweis der Übergabe des Darlehens zu entkräften, zumal der Investor auch treuhänderisch für Dritte habe handeln können. Die Vorinstanz hielt fest, der Kläger beschäftige sich in der Berufung vor allem mit dem von der Vorinstanz zur Übergabe der Darlehenssumme durchgeführten Beweisverfahren. Er weise auf Ungereimtheiten der beklagtischen Darstellung hin und zeige insbesondere auf, wie der Beschwerdegegner seinen Standpunkt dem jeweiligen Stand des Verfahrens angepasst habe. Ausserdem kritisiere er die erstinstanzliche Würdigung der Zeugenaussagen. Vorbehältlich einer Stellungnahme des Beschwerdegegners erschienen diese Vorbringen zwar durchaus geeignet, Zweifel an dessen Darstellung zu wecken. Doch auch wenn davon ausgegangen würde, es sei dem Beschwerdegegner nicht gelungen, den Nachweis seiner Schilderung der Übergabe der Darlehenssumme zu erbringen, und somit diesbezüglich Beweislosigkeit bestünde, ändere sich dadurch nichts daran, dass der Beschwerdeführer mit der Unterzeichnung des Darlehensvertrages bestätigt habe, die Darlehenssumme erhalten zu haben, was genügen müsse. Auch wenn die Einwände des Beschwerdeführers zur Beweiswürdigung der ersten Instanz zutreffen würden, wögen diese nicht so schwer, dass sie das im Vertrag enthaltene Zugeständnis, die Darlehenssumme erhalten zu haben, zu entkräften vermöchten. Damit erübrige es sich, auf die vom Beschwerdegegner für die Übergabe der Darlehenssumme angebotenen Beweismittel einzugehen.