Citation: 1B_312/2021 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, am 9. Februar 2021 an einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit den mutmasslich Geschädigten teilgenommen zu haben. Er macht jedoch im Wesentlichen geltend, es sei "erwiesen", dass er und die beiden Mitbeschuldigten bei ihrer Intervention - zur Behebung eines Wasserschadens in der Wohnung der Geschädigten - von drei der Geschädigten mit Messern bzw. einem Stuhl angegriffen worden seien und sie bloss versucht hätten, sich "in angemessener Weise" und in Notwehr gegen diesen Angriff zu verteidigen und die Angreifer abzuwehren. Dabei habe sich einer der Beschuldigten an der Hand verletzt. Da sie um ihr Leben gefürchtet hätten, hätten sie sich schnellstmöglich aus der Wohnung der Geschädigten entfernen wollen, was ihnen nach vier- bis fünfminütiger Auseinandersetzung mit den Geschädigten gelungen sei. Der Beschwerdeführer bestreitet auch nicht, dass die Geschädigten nach den medizinischen Berichten diverse erhebliche Verletzungen an Köpfen und Oberkörpern erlitten haben. Er stellt sich jedoch auf den Standpunkt, diese "blutigen Verletzungen" hätten nicht die Beschuldigten den Geschädigten zugefügt. Die angeblich in Notwehr erfolgten Abwehrhandlungen hätten unmöglich zu solchen Verletzungen führen können. Er, der Beschwerdeführer, sei überzeugt, dass "die vermeintlichen Opfer sich die Verletzungen nach dem Verlassen der Beschuldigten gegenseitig zugefügt" hätten, mit Messern und Holzstöcken, "um ein Strafverfahren mit hoher Strafandrohung gegen sie zu vereiteln". Auf diese Weise hätten die Geschädigten "die Untersuchungsbehörde in die Irre führen" wollen. Damit sei auch zu erklären, dass nach dem Eintreffen der Polizei der Gang der Wohnung, wo die Auseinandersetzung stattgefunden habe, "voll" gewesen sei "mit Blut, Scherben, zerbrochenem Holzmobiliar, WC-Bürste, Kochdeckel, usw.", dass sich dort eine "auffällige Blutlache" befunden habe und dort sowie in der Küche und im Badezimmer weitere "Blutspritzer" gefunden worden seien. Es fehle folglich an einem dringenden Tatverdacht von strafbaren Verbrechen oder Vergehen.