Citation: 6B_522/2007 11.12.2007 E. 2

Nach dem Dafürhalten des Beschwerdeführers verletzt die Verurteilung wegen Erleichterns des rechtswidrigen Verweilens gemäss Art. 23 Abs. 1 al. 5 ANAG Bundesrecht. Zwar bestreitet er nicht, dass die in seinem Hotelbetrieb als Prostituierte arbeitenden Ausländerinnen über keine Aufenthaltsbewilligungen verfügten. Er macht aber geltend, die acht Frauen hätten als Selbständigerwerbende ihrer Erwerbstätigkeit während der achttägigen Anmeldefrist ohne Bewilligung nachgehen dürfen. Da die Frauen nicht mehr als acht Tage gearbeitet hätten, habe er ihren Aufenthalt nicht rechtswidrig erleichtert. Zudem habe er kein Unrechtsbewusstsein gehabt. Denn aufgrund der bis September 2005 geltenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung, insbesondere aufgrund von BGE 128 IV 117, habe er davon ausgehen dürfen, sich nicht wegen Erleichterns des rechtswidrigen Verweilens gemäss Art. 23 Abs. 1 al. 5 ANAG strafbar zu machen. Die Vorinstanz habe das Vorliegen eines Rechtsirrtums insofern zu Unrecht verneint. Schliesslich habe er nicht vorsätzlich gehandelt.