Citation: 5A_86/2022 E. 3

In der Sache ist zu beachten, dass es um eine vorsorgliche Massnahme geht und bei dieser nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend gemacht werden kann (Art. 98 BGG). Hierfür gilt das strenge Rügeprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG), was bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit möglich belegte Rügen prüft, während es auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 142 III 364 E. 2.4 S. 368). Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass selbst wenn das Bundesgericht volle Rechtskognition hätte, die Sachverhaltsfeststellungen des angefochtenen Entscheides für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich wären (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdeführerin ruft keine verfassungsmässigen Rechte als verletzt an und macht auch inhaltlich keine Vorbringen, welche potenziell Verfassungsrügen darstellen könnten. Vielmehr beziehen sich ihre Ausführungen in erster Linie auf den Sachverhalt, wobei sie den Feststellungen und Erwägungen im angefochtenen Entscheid (Unmöglichkeit einer konstruktiven Kommunikation mit der Mutter; ständige Forderungen und Beschimpfungen gegenüber Schulvertretern; allgemeine Verweigerungshaltung gegenüber Schulen und Behörden; fürsorgerische Unterbringung der Mutter am 2. Juni 2021 in der Klinik Königsfelden; insgesamt bestehende Gefährdung des Kindeswohls bei mütterlicher Obhut, weil die Mutter mit der Erziehung offensichtlich überfordert und im Konflikt mit dem Vater gefangen sei; Entschärfung der Problematik für die in den Konflikt einbezogenen Kinder durch vorsorgliche Obhuts- und Sorgerechtszuteilung an den Vater, mit dem die Schule gut kommunizieren könne und der mit seinem ruhigeren sowie überlegteren Erziehungsverhalten als Alleinentscheidungsträger besser geeignet erscheine und Hilfsangeboten gegenüber offener sei; Einholung eines Gutachtens gehöre ins Scheidungsverfahren) in appellatorischer Form ihre eigene Sichtweise vorbringt, ohne dabei aber einen sachgerichteten Bezug zu den Feststellungen und Erwägungen des angefochtenen Entscheides herzustellen (sie selbst habe beste Absichten in Bezug auf das Kindeswohl, was auch der Grund für die wiederholten Schulwechselanträge gewesen sei; umfassende Polemik gegen den Vater, dem psychische Probleme, Aggressivität und Gewalt gegen die Kinder vorgeworfen wird; diese würden deshalb auch nicht bei ihm wohnen wollen; es bestehe kein elterlicher Konflikt, sondern der erstinstanzliche Richter habe die Eltern mit seinen komischen, unbegründeten Entscheiden gegeneinander ausgespielt; es komme ihr vor, als würden sich alle Personen gegen sie verschwören; sie wolle wieder ein normales Leben mit den Kindern, es sei sehr schön mit ihnen und sie hätten eine stabile Familie verdient).