Citation: 7B_271/2022 E. 2.3

2.3. Mit diesen Grundsätzen setzt sich der Beschwerdeführer nicht in der gebotenen Weise auseinander. Vielmehr handelt es sich bei seiner Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung um Ausführungen, die einem Plädoyer vor einer Berufungsinstanz entnommen sein könnten. Obwohl der Beschwerdeführer darin immer wieder "Willkür" resp. "unhaltbare" Schlussfolgerungen rügt, setzt er der Beweiswürdigung der Vorinstanz in der Sache lediglich eine eigene, für ihn günstige Würdigung der erhobenen Beweise entgegen. So soll nach seiner Auffassung die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin 2 mit dem Beschwerdeführer und dessen Cousin, welche sie zuvor in einem Club kennengelernt hatte, ungeschützten Geschlechtsverkehr vollzogen habe, nicht ihre "Widerstandsunfähigkeit", sondern in erster Linie die "alkoholbedingte Herabsetzung der Hemmschwelle" beweisen. "Entgegen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid" seien sodann "auch die Schilderungen des Beschwerdeführers zum Geschlechtsverkehr (...) nicht abwegig". Es sei "nachvollziehbar, dass es dem Beschwerdeführer nicht leichtfällt, einer Einvernahmebeamtin oder vor Gericht intime Details seines Geschlechtsverkehrs zu schildern". Bis zu den Befragungen des Beschwerdeführers seien Monate und Jahre vergangen und es liege auf der Hand, dass das Erinnerungsvermögen nach solch langer Zeit nachlasse. Des Weiteren brachte der Beschwerdeführer vor, dass zudem der "Haftschock" zu berücksichtigen sei und alle Beteiligten alkoholisiert gewesen seien, weshalb zwischen der Beschwerdegegnerin 2 sowie namentlich dem Beschwerdeführer kaum gehaltvolle Gespräche stattgefunden hätten. Mit solcherlei appellatorischer Kritik wird der Beschwerdeführer vor Bundesgericht aber nicht gehört: Statt eine geradezu ins Auge springende Unhaltbarkeit der vorinstanzlichen Erwägungen aufzuzeigen, beruht seine Argumentation auf dem Bemühen, die erhobenen Beweise durch selektives Ausblenden belastender Elemente in einem für ihn möglichst günstigen Licht erscheinen zu lassen. Damit gelingt es ihm allenfalls, eine alternative Beweiswürdigung aufzuzeigen, nicht aber Willkür - die sich im Übrigen auch nicht herbeischreiben lässt, wenn sie nicht eindeutig vorhanden ist.