Citation: 8C_793/2018 E. 3.1.4

3.1.4. Zusammenfassend hat das kantonale Gericht erkannt, dass die von der Rechtsprechung entwickelten Voraussetzungen, die für die Annahme sprechen könnten, die Diskushernie sei beim Unfall vom 16. Juni 2015 entstanden, nicht erfüllt seien. Dies gelte auch für die These, der Unfall habe eine richtunggebende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustands bewirkt. Zutreffend sei zwar, dass nach den beiden Operationen im Bereich der HWS der Status quo ante nicht mehr habe erreicht werden können, dies gelte indessen nicht für den Zustand, wie er sich ohne den Unfall entwickelt hätte (Status quo sine). Nach der in der Rechtsprechung erwähnten unfallmedizinischen Erfahrungstatsache betrage die Dauer, während der eine vorbestehende Wirbelsäulenerkrankung durch einen Unfall - bei Fehlen unfallbedingter Wirbelkörperfrakturen oder struktureller Läsionen an der Wirbelsäule - im Sinne einer vorübergehenden Verschlimmerung beeinflusst werde, sechs bis neun Monate, längstens jedoch ein Jahr. Daher sei nicht zu beanstanden, dass die Suva ihre Leistungen auf den 31. Oktober 2016 eingestellt habe.