Citation: 6B_1359/2020 E. B

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug stellte das Verfahren gegen B.________ betreffend Drohung, Nötigung, Vergewaltigung etc. mit Verfügung vom 8. Januar 2020 ein. Sie stellte fest, dass B.________ die Forderung von A.________ im Betrag von Fr. 5'000.-- anerkannt hatte. Die Verfahrenskosten auferlegte sie B.________, A.________ wurde im Umfang von Fr. 3'000.-- aus der Staatskasse entschädigt. Die von A.________ gegen die Einstellungsverfügung erhobene Beschwerde hiess das Obergericht des Kantons Zug mit Urteil vom 20. Oktober 2020 teilweise gut und hob die Verfügung vom 8. Januar 2020 insoweit auf, als die Strafuntersuchung gegen B.________ betreffend Vergewaltigung i.S.v. Art. 190 StGB eingestellt wurde. Im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'020.-- wurden je zur Hälfte A.________ und dem Staat auferlegt. Der unentgeltliche Rechtsvertreter von A.________ wurde aus der Staatskasse mit Fr. 1'470.10 entschädigt. Das Obergericht des Kantons Zug verpflichtete A.________ gestützt auf Art. 138 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 135 Abs. 4 StPO, dem Gericht die ihr auferlegte Hälfte der Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens (Fr. 510.--) sowie die Hälfte der Kosten ihrer unentgeltlichen Verbeiständung (Fr. 735.05) zu bezahlen, sobald es ihre wirtschaftlichen Verhältnisse zulassen.