Citation: 6B_64/2022 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz stellt im angefochtenen Entscheid zunächst fest, die Beschwerdegegnerin 1 erachte den Tatbestand der Veruntreuung bzw. der ungetreuen Geschäftsbesorgung in objektiver Hinsicht als erfüllt, stelle die Strafuntersuchung aber deshalb ein, weil sie den subjektiven Tatbestand verneine (Beschluss S. 4 E. 2). In Bezug auf E.________ erwägt sie, es bestünden nicht genügende Anhaltspunkte dafür, dass er vom Treuhandverhältnis mit D.A.________ sel. Kenntnis gehabt habe, weshalb die Einstellungsverfügung insofern nicht zu beanstanden sei (Beschluss S. 10 E. 6.1.5). Weiter hält die Vorinstanz fest, betreffend den Beschwerdeführer würden indessen Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass diesem bekannt gewesen sei, dass die F.________ SA die G.A.________ SpA-Aktien treuhänderisch für die Geschwister H.A.________, I.A.________ und D.A.________ im Verhältnis von 40/40/20 % gehalten habe. Der Beschwerdeführer müsse zumindest in Kauf genommen haben, dass D.A.________ die gegenüber der F.________ SA geltend gemachten Ansprüchen zugestanden seien. Somit bestünden konkrete Anhaltspunkte dafür, dass er die Tatbestände der Veruntreuung und der ungetreuen Geschäftsbesorgung auch in subjektiver Hinsicht erfüllt haben könnte (Beschluss S. 10 f. E. 6.2). Der Beschwerdeführer sei zwar weder an den familieninternen Vereinbarungen und Beschlüssen noch an der familieninternen Bestätigung in Bezug auf die Aufteilung der Aktien beteiligt gewesen. Es bestünden jedoch deutliche Indizien dafür, dass er zumindest zu einem späteren Zeitpunkt Kenntnis davon erlangt habe. Den Untersuchungsakten lasse sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer sowohl I.A.________ als auch D.A.________ im Jahr 1985 um eine Generalvollmacht in Bezug auf die im fiduziarischen Eigentum der F.________ SA befindenden Aktien ersucht habe, wobei in Bezug auf I.A.________ von 3'830 Aktien und betreffend D.A.________ sel. von 1'915 Aktien die Rede sei, was 40 % bzw. 20 % der Aktien der G.A.________ SpA entspreche. Deshalb könne nicht gesagt werden, der Beschwerdeführer habe keine Kenntnis davon gehabt, dass die F.________ SA auch für I.A.________ und D.A.________ fiduziarisch Aktien der G.A.________ SpA gehalten habe (Beschluss S. 11 E. 6.2.1). Für ein entsprechendes Wissen würden überdies Unterlagen sprechen, die von den italienischen Strafbehörden in einem italienischen Strafverfahren beim Beschwerdeführer beschlagnahmt worden seien (Beschluss S. 11 E. 6.2.2).