Citation: 1C_505/2014 E. 2

Die Beschwerdeführer rügen zunächst eine willkürliche Anwendung von kantonalem Recht in Zusammenhang mit dem Grenzabstand: Das Bauvorhaben halte zwar den Strassenmindestabstand von 4 m gemäss § 17 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes über Strassen und Wege vom 30. Mai 1996 (GSW; BGS 751.14) zur Spiegelbergstrasse ein, nicht aber den Grenzabstand gemäss § 29 Abs. 1 der Bauordnung der Gemeinde Walchwil (BO Walchwil). Diese Bestimmung sehe einen Mehrlängenzuschlag bei Fassaden von über 15 m vor; damit erhöhe sich der Grenzabstand vorliegend auf 5 m. Die einschlägigen Bestimmungen lauten: § 17 Strassenabstand von Gebäuden 1 Soweit keine Baulinien bestehen, beträgt der Mindestabstand für Gebäude a) an Kantonsstrassen 6 m; b) an Gemeindestrassen 4 m. 2 Der Mindestabstand gilt ab Strassen- bzw. Trottoirrand. 3 In Ausnahmefällen und insbesondere für Kleinbauten kann die Baubewil ligungsbehörde eine Unterschreitung des Abstandes gegen Revers zu lassen. § 29 BO Mehrlängen- und Attikazuschlag 1 In Wohn-, Wohn- und Arbeitszonen sowie in Kernzonen ist bei Fassaden von mehr als 15.00 m Länge der Grenzabstand gegenüber diesen Fassaden um einen Drittel der Mehrlänge zu erhöhen. - ..]