Citation: 4A_633/2016 E. 6.4.3

6.4.3. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz willkürfrei schliessen konnte, im massgeblichen Zeitraum habe es keine wissenschaftlich abgestützten Methoden gegeben, mit denen die Marktentwicklung besser hätte erfasst werden können, und die Verwendung der klassischen Ertragswertmethode (NAEGELI) sei üblich gewesen. Die Beschwerdegegnerin selber hat zwar gar nicht wirklich die Ertragswertmethode angewendet, sondern (auch) Marktwerte berücksichtigt, wie die Beschwerdeführerin zu Recht einwendet. Denn nach eigener Darstellung hat sie wie erwähnt (vgl. E. 6.3.1 hiervor) ab 1986 die Sätze im Hinblick auf die gestiegenen Preise gesenkt; die Senkung erfolgte also nicht gestützt auf Faktoren wie Alter der Liegenschaften etc., die nach der Ertragswertmethode (allein) bestimmend sind (vgl. E. 6.2 hiervor). Der Vorwurf der Beschwerdeführerin geht dahin, dass die Beschwerdegegnerin die Sätze ungenügend senkte. Eine nicht gehörige Vertragserfüllung wäre daraus aber nur abzuleiten, wenn die Beschwerdegegnerin die Möglichkeit gehabt hätte, ihre Kapitalisierungssätze, welche die Preisentwicklung wohl nur "gefühlsmässig" berücksichtigten, objektiv überprüfen zu lassen.