Citation: 4P.338/2005 22.03.2006 E. 3

Das Kantonsgericht hat festgestellt, der damalige Stiftungsratspräsident (Dr. E.________) der Beschwerdeführerin habe gewusst, dass der Beschwerdegegner im Rahmen der Verwaltung des Stiftungsvermögens Retrozessionen und Finder's Fees bezogen habe. 3.1 Soweit die Beschwerdeführerin zunächst die Würdigung der Aussage des an ihr wirtschaftlich berechtigten B.________ als willkürlich kritisiert verkennt sie, dass das Gericht dessen Wissen und Verhalten als nicht rechtserheblich angesehen, sondern vielmehr als letztlich belanglos angesehen hat, ob die wirtschaftlich berechtigten Personen der Ablieferung von Retrozessionen und Finder's Fees zugestimmt haben oder nicht. Soweit diese Rechtsauffassung zutrifft, hat die Beschwerdeführerin kein Interesse an der Überprüfung der entsprechenden Beweiswürdigung. Soweit sie dafür halten sollte, das Wissen und Verhalten der an ihr wirtschaftlich Berechtigten sei für den Ausgang des Verfahrens rechtserheblich, hätte sie dies als Rechtsfrage mit Berufung vorzutragen. Darauf ist im vorliegenden Verfahren nicht einzutreten. Nicht einzutreten ist auch auf die Vorbringen, mit denen die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang in unzulässiger Weise die Rechtsanwendung des Kantonsgerichts kritisiert. Einzutreten ist im Grundsatz auf die Rügen der Beschwerdeführerin nur, soweit sie die Würdigung der Zeugenaussage ihres damaligen Organs Dr. E.________ als willkürlich kritisiert, welche das Kantonsgericht im angefochtenen Urteil als rechtserheblich erachtet hat. 3.2 Die Beschwerdeführerin rügt als Verstoss gegen das Willkürverbot, dass das Kantonsgericht auf die Aussage des in der massgebenden Zeit zeichnungsberechtigten Stiftungsratspräsidenten der Beschwerdeführerin (Dr. E.________) abstellte. Sie bringt vor, die Aussagen dieses Zeugen seien widersprüchlich und dieser habe ein offensichtliches Interesse am Verfahrensausgang. Inwiefern zunächst die in der Beschwerde zitierten Aussagen des Zeugen in sich widersprüchlich sein sollen, wird in der Begründung der Beschwerde nicht (bzw. nicht rechtsgenügend) dargelegt. Dass der Zeuge auf Fragen antwortete und zunächst in allgemeiner Weise erklärte, er wisse nichts über Retrozessionen, um später auf Zusatzfragen zu erklären, der wirtschaftlich an der Stiftung berechtigte B.________ habe zweifellos Kenntnis davon gehabt und es sei auch ihm bekannt gewesen, dass solche Retrozessionen - als allgemein üblich - bezahlt würden, kann jedenfalls nicht als in sich widersprüchlich gewertet werden. Der Zeuge war über die Höhe der entsprechenden Entschädigungen nicht informiert. Das angebliche Eigeninteresse des Zeugen hat sodann das Kantonsgericht im angefochtenen Urteil verneint, ohne dass der Beschwerde zu entnehmen wäre, inwiefern diese Würdigung nach Ansicht der Beschwerdeführerin nicht nur unzutreffend, sondern willkürlich im Sinne der bundesgerichtlichen Praxis (E. 2.1) sein sollte. Schliesslich kann dem Kantonsgericht auch nicht deshalb Willkür in der Würdigung der Zeugenaussage vorgeworfen werden, weil es dem Umstand keine ausschlaggebende Bedeutung beimass, dass der Zeuge mit dem Beschwerdegegner "per Du" ist und ihn drei bis vier Mal pro Jahr trifft. 3.3 Soweit die Beschwerdeführerin Widersprüche in Bezug auf eine ausdrückliche Vereinbarung kritisiert übergeht sie, dass das Kantonsgericht die Besprechungsnotiz vom 10. Juni 1998 als weiteres Indiz für das Wissen der Beschwerdeführerin bzw. deren wirtschaftlich Berechtigten (welches das Gericht allerdings selbst für unerheblich hält) anführt. In Bezug auf die übrigen Ausführungen ist nicht erkennbar, welche tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil die Beschwerdeführerin als schlechterdings nicht vertretbar und damit willkürlich beanstanden will. Es ist darauf nicht einzugehen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).