Citation: H 142/00 22.02.2002 E. 7

7.- Die Beschwerdeführer erblicken im Verhalten der Beschwerdegegnerin ein zur Reduktion des Schadenersatzes führendes Verhalten (BGE 122 V 185). Sie stellen sich auf den Standpunkt, die Beschwerdegegnerin hätte aufgrund der Meldung der kinderzulagen-berechtigten Arbeitnehmer merken müssen, dass die für das Jahr 1995 angegebene Lohnsumme nicht stimmen könne. Dieser Betrachtungsweise kann nicht gefolgt werden. Die Ausgleichskasse ist - offensichtliche und leicht erkennbare Fehler vorbehalten - nicht verpflichtet, die Lohnsummenmeldung auf ihre tatsächliche Richtigkeit hin zu überprüfen. Das Verfahren der pauschalen Beitragsabrechnung stellt für den Arbeitgeber eine administrative Vereinfachung dar und berücksichtigt den Umstand, dass namentlich bei grösseren Betrieben kurzfristige Schwankungen in der Lohnsumme üblich sind (SVR 1994 AHV Nr. 39 S. 105). Da die Ausgleichskasse auch keine Kenntnis haben konnte, wie sich der mutmassliche Personalbestand im Jahre 1995 entwickeln würde, kann ihr nicht vorgehalten werden, sie habe grobfahrlässig gehandelt. Schliesslich hat sie auch konsequent die ausstehenden Beiträge gemahnt und in Betreibung gesetzt. Eine Schadensreduktion kommt daher nicht Betracht.