Citation: 9C_37/2023 E. 3.5.6

3.5.6. Eine weitere Schwäche liegt in der Bemessung des Zinssatzes des Sicherheitseigenkapitals: Dieser entspricht der Rendite von zehnjährigen Bundesobligationen am letzten Handelstag des dem Beginn der Steuerperiode vorangegangen Kalenderjahres (Art. 25a bis Abs. 4 Satz 1 StHG in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 VAEFjP). Mit Blick auf die eher statische Leistungserbringung im Bereich der Produktion von Elektrizität ist ein Eigenkapitalsatz heranzuziehen, der über längere Zeit massgebend ist. Das Abstellen auf die Rendite von zehnjährigen Bundesobligationen hat in der jüngsten Vergangenheit zu Ergebnissen geführt, die für die Zwecke der Kostenaufschlagsmethode offenkundig zu niedrig ausfallen. So hat die ESTV den kalkulatorischen Zinssatz mit 0,0 Prozent (2020, 2021, 2022), 1,565 Prozent (2023) und zuletzt 0,656 Prozent (2024; zum Ganzen: Website der ESTV) bemessen. Da Art. 25a bis StHG (erst) am 1. Januar 2020 in Kraft getreten ist (AS 2019 2395 2413), liegen zu früheren Jahren keine kalkulatorischen Zinssätze vor.