Citation: 6B_1219/2015 E. 1.1

1.1. Die Vorinstanz geht im Rahmen der Bemessung der Einsatzstrafe für die Brandstiftung aufgrund des erheblichen Schadens von einem leichten bis mittelschweren Verschulden aus. Als leicht bis mittelschwer verschuldenserhöhend gewichtet sie die durchdachte und geplante Art und Weise des Tatvorgehens - auch wenn die Täter letztendlich eher unbeholfen vorgegangen seien - sowie die bestimmende Rolle des Beschwerdeführers. Dabei berücksichtigt die Vorinstanz namentlich, dass die Idee zur Brandstiftung von diesem ausgegangen sei, er hiefür seinen Geschäftsführer, den Mitangeklagten Z.________ (Verfahren 6B_1233/2015) eingespannt habe und dass er auch während der Tatausführung die Kontrolle habe behalten wollen. Dass die Ausführung durch den Mitangeklagten X.________ erst beim dritten Versuch geklappt habe, lasse darauf schliessen, dass die Tat letztlich nicht bis ins letzte Detail durchdacht gewesen sei, was jedoch nicht verschuldensmindernd gewertet werden könne. In subjektiver Hinsicht wertet die Vorinstanz das egoistische Motiv stark verschuldenserhöhend. Der Beschwerdeführer habe einzig aus dem Grund gehandelt, die Versicherungsleistungen zu erlangen. Dass er sich in prekären finanziellen Verhältnissen befunden habe, ändere nichts daran, dass die Tat für ihn vermeidbar gewesen sei. Seine Geschäftsschulden hätten sich nach seinen eigenen Angaben im Zeitpunkt der Tat auf Fr. 50'000.-- bis Fr. 60'000.-- und seine privaten Steuerschulden auf Fr. 16'800.-- belaufen. Diese Beträge seien nicht derart hoch, dass seine finanzielle Situation als vollkommen aussichtslos habe erscheinen müssen. Zudem verfüge seine Ehefrau über ein regelmässiges Einkommen sowie über eine Liegenschaft in Portugal. Insgesamt geht die Vorinstanz für die Brandstiftung als schwerster Tat von einem nicht mehr leichten bis mittelschweren Verschulden aus. In Anbetracht der Strafandrohung von Art. 221 Abs. 1 StGB nimmt sie an, bei einem Verschulden von diesem Schweregrad falle eine Freiheitsstrafe, welche den teilbedingten Vollzug erlauben würde, ausser Betracht. Sie setzt daher die Einsatzstrafe auf 3 1/2 Jahre (42 Monate) fest (angefochtenes Urteil S. 17 ff.). Aufgrund des hinzutretenden Schuldspruchs wegen versuchten Betruges erhöht die Vorinstanz die Strafe um 10 Monate auf eine hypothetische Gesamtstrafe von 52 Monaten. Aus dem Ausmass des verschuldeten Erfolgs, d.h. des hohen Deliktsbetrages von Fr. 700'000.--, ergebe sich ein schweres Verschulden. Leicht verschuldenserhöhend wirke sich zudem die - wenn auch offensichtliche - Vortäuschung eines Einbruchdiebstahls durch die Verwüstung der Büroräumlichkeiten aus. Mittelgradig verschuldensmindernd gewichtet die Vorinstanz demgegenüber den Umstand, dass es beim Versuch geblieben sei, obwohl sämtliche relevanten Handlungen ausgeführt worden seien. Als stark verschuldenserhöhend wertet die Vorinstanz wiederum das Handeln des Beschwerdeführers aus egoistischen, finanziellen Beweggründen. Insgesamt wirkten sich die Tatkomponenten hinsichtlich des versuchten Betruges mittelschwer aus (angefochtenes Urteil S. 20 f.). Die Täterkomponenten gewichtet die Vorinstanz insgesamt als leicht bis mittelgradig strafmindernd. Dabei wirkten sich die Vorstrafenlosigkeit und das Wohlverhalten nach der Tat neutral aus. Das Geständnis des Beschwerdeführers, welches er abgelegt habe, nachdem ihm eröffnet worden sei, dass der Einbruchdiebstahl fingiert gewesen und der Brand absichtlich gelegt worden sei, berücksichtigt die Vorinstanz leicht bis mittelgradig strafmindernd. Weiter verneint sie eine erhöhte Strafempfindlichkeit des Beschwerdeführers. Daran ändere auch eine drohende Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung nichts (angefochtenes Urteil S. 21 f.). Unter Berücksichtigung der relevanten Strafzumessungsfaktoren und den sich leicht bis mittelgradig strafmindernd auswirkenden Täterkomponenten erscheint der Vorinstanz eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren (48 Monaten) als angemessen. Dass dieses Strafmass über demjenigen der ersten Instanz liege, ergebe sich daraus, dass der Beschwerdeführer im Berufungsverfahren nicht bloss der versuchten, sondern der vollendeten Brandstiftung schuldig erklärt worden sei. Es rechtfertige sich auch, über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinauszugehen, zumal diese ihren Antrag nur äusserst knapp begründet habe. Schliesslich erscheine die Strafe auch im Hinblick auf die gegen die Mitangeklagten ausgesprochenen Strafen als angemessen. Der Mittäter X.________, der den Brand gelegt habe, aber mit der Kollektivgesellschaft nichts zu tun gehabt habe und auch nicht an der Planung der Tat beteiligt gewesen sei, sei mit Urteil des Obergerichts Aargau vom 14. November 2013, welches vom Bundesgericht am 9. Oktober 2014 (Verfahren 6B_46/2014) bestätigt worden sei, zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren verurteilt worden. Der Mitangeklagte Z.________ sei im Neubeurteilungsverfahren aufgrund seines untergeordneten Tatbeitrags und seines daher leichter wiegenden Verschuldens zu einer Freiheitsstrafe von 3,5 Jahren verurteilt worden (angefochtenes Urteil S. 22 f.).