Citation: 6B_582/2017 E. 2.1.1

2.1.1. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, der Beweisantrag sei für die Entscheidfindung unerheblich. Die vorliegenden forensisch-psychiatrischen Entscheidungsgrundlagen genügten. Dafür stützt sie sich auf Art. 139 StPO. Nach dieser Bestimmung setzen die Strafbehörden zur Wahrheitsfindung alle nach dem Stand von Wissenschaft und Erfahrung geeigneten Beweismittel ein, die rechtlich zulässig sind (Art. 139 Abs. 1 StPO; für das Rechtsmittelverfahren: Art. 389 StPO). Nicht Beweis geführt wird nach Art. 139 Abs. 2 StPO über Tatsachen, die unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind. Dabei handelt es sich um eine gesetzliche Umschreibung der Konstellationen, in welchen eine antizipierte Beweiswürdigung zulässig ist (Urteil 1B_653/2011 vom 19. März 2012 E. 5.2; SABINE GLESS, in: Basler Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 48 ff. zu Art. 139 StPO).