Citation: 6B_265/2022 E. 1.3.2

1.3.2. Der Beschwerdeführer trägt vor, dass zwingend ein zweites Gutachten hätte eingeholt werden müssen. Dabei übersieht er, dass die Vorinstanz neben dem kriminaltechnischen Fachbericht auch das Privatgutachten berücksichtigt, wonach nicht mit letzter Sicherheit erwiesen sei, dass ein Streichholz oder Feuerzeug den Brand im Kinderzimmer verursacht habe. Die Vorinstanz hält überzeugend fest, dass das Privatgutachten die Darstellung des polizeilichen Brandermittlers nicht erschüttert. Es ist unbestritten, dass die genaue Brandursache nicht abschliessend geklärt werden konnte. Dies ändert gemäss Vorinstanz nichts daran, dass nur der Beschwerdeführer als Verursacher des Brands in Frage kommt. Zudem widerlegt die Vorinstanz die Kritik des Privatgutachtens, wonach keine anderen Brandursachen geprüft worden seien. Den Antrag auf ein weiteres Gutachten weist die Vorinstanz in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung ab. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO) umfasst auch die Pflicht der Behörde, die ihr rechtzeitig und formrichtig angebotenen Beweismittel abzunehmen (BGE 141 I 60 E. 3.3; 138 V 125 E. 2.1). Das hindert das Gericht nicht, einen Beweisantrag abzulehnen, wenn es in willkürfreier Würdigung der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend abgeklärt, und es überdies in willkürfreier antizipierter Würdigung der zusätzlich beantragten Beweise annehmen kann, seine Überzeugung werde dadurch nicht mehr geändert (BGE 146 III 73 E. 5.2.2; 144 II 427 E. 3.1.3; 141 I 60 E. 3.3; BGE 136 I 229 E. 5.3; je mit Hinweisen). Diesen Vorgaben genügt die Vorinstanz. Sie verweist darauf, dass ein weiterer Gutachter den Brandort nicht mehr untersuchen könnte und nur noch wenige Bilder vorhanden seien, weshalb keine neuen Erkenntnisse zu erwarten seien. Dies ist nicht zu beanstanden.