Citation: I 404/04 02.11.2004 E. A

Der 1957 geborene K.________ reiste 1989 in die Schweiz ein und erhielt im Jahre 1997 das Schweizerbürgerrecht. Vom 6. April 1998 bis 6. Juli 2001 war er als Baumaschinenführer bei der Firma M.________ AG tätig. Zusätzlich arbeitete er seit 1. Juli 1996 jeweils abends bei der Firma I.________ AG, welche ihn für die Reinigung der Firma X.________ einsetzte. Infolge Umstrukturierung kündigte die I.________ AG das Arbeitsverhältnis auf den 31. August 2000. Am 13. Dezember 2001 meldete sich K.________ unter Hinweis auf Rückenbeschwerden, die es ihm nur noch erlaubten, sich 1½ bis 2 Stunden zu bewegen, maximal eine halbe Stunde zu stehen oder zu sitzen, bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Umschulung auf eine neue Tätigkeit, Rente) an. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden führte erwerbliche Abklärungen durch und holte einen Bericht des Hausarztes Dr. med. E.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 6. Februar 2002 ein, dem ein Untersuchungsbefund des Röntgeninstituts am Spital Y.________ vom 5. September 2001 beilag. Vom 19. bis 21. August sowie am 23. August 2002 wurde K.________ ambulant in der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) untersucht (Gutachten vom 5. November 2002). In der Folge fand er trotz entsprechender Bemühungen keine Arbeitsstelle. Auf Vermittlung der IV-Stelle konnte K.________ schliesslich am 23. Juni 2003 einen beruflichen Eingliederungsversuch in der Firma R.________, Arbeitshebebühnen, beginnen, wo er für Arbeiten mit dem Teleskopstapler, der Hebebühne sowie in der Werkstatt für Service- und Reinigungsarbeiten eingesetzt wurde. Während des Eingliederungsversuchs zeigte sich, dass K.________ zuverlässig, pünktlich und im Umgang mit Arbeitskollegen und Vorgesetzten sehr zuvorkommend, jedoch stark auf sein Leiden fixiert war. Bei Arbeiten mit der Hebebühne litt er unter Angstzuständen und konnte für die Tätigkeit als Allrounder nur mit erheblichen Einschränkungen eingesetzt werden (telefonische Auskunft des zuständigen Herrn D.________ von der Firma R.________). Der Arbeitgeber schätzte die "verwertbare Arbeitsleistung" zunächst auf 20 %, später auf ungefähr 10 %, worauf die IV-Stelle den Arbeitsversuch Ende August 2003 als gescheitert bezeichnete. Am 3. Oktober 2003 teilte sie K.________ mit, sie habe die Ausrichtung einer halben Rente (ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 66 %) ab 1. Juli 2002 beschlossen. Eine daraufhin eingereichte Eingabe, mit welcher K.________ die Ausrichtung einer ganzen Rente ab 1. Juli 2003 beantragte, nahm die IV-Stelle als vorsorgliche Einsprache entgegen, da die Rentenverfügung seitens der Ausgleichskasse noch nicht erstellt worden war. Am 12. Dezember 2003 verfügte die IV-Stelle im Verfügungsteil 1 die Ausrichtung einer Rente entsprechend einem Invaliditätsgrad von 66 % ab 1. Dezember 2003 und führte aus, über die rückwirkenden Leistungen für die Zeit vom 1. Juli 2002 bis 30. November 2003 werde entschieden, sobald das Verfahren über Verrechnungsansprüche Dritter, die Vorschussleistungen erbracht hätten, abgeschlossen sei. Im Verfügungsteil 2 sprach sie K.________ gleichwohl eine halbe Rente ab 1. Juli 2002 bzw. einer Dreiviertelsrente ab 1. Januar 2004 zu. Am 16. Januar 2004 schliesslich verfügte sie die Ausrichtung einer halben Rente vom 1. Juli 2002 bis 30. Juni 2003 sowie vom 1. September bis 30. November 2003. Die gegen die Verfügung vom 12. Dezember 2003 erhobene Einsprache wies sie am 4. Februar 2004 ab, wobei sie im Titel des Entscheides auf die Verfügung vom 12. Dezember 2003 und in den Erwägungen auf den Rentenbeginn am 1. Juli 2002 - somit (auch) auf die Verfügung vom 16. Januar 2004 - Bezug nahm. K.________ liess am 19. Februar 2004 vorsorglich Einsprache gegen die Verfügungen vom 16. Januar 2004 erheben und gleichzeitig um einstweilige Sistierung des Verfahrens bis zum rechtskräftigen Entscheid über den Rentenanspruch ab 1. Dezember 2003 ersuchen.