Citation: 6B_802/2015 E. 6.3

6.3. Der Einwand der Beschwerdeführerin ist unbegründet. Diese erhielt von der Vorinstanz die Gelegenheit, ihr Gesuch vom 15. September 2010 mit Eingabe vom 16. Oktober 2012 zu ergänzen. Sie konnte ihre Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche folglich nach der (kantonalen) Erledigung des Strafverfahrens im Schuld- und Strafpunkt geltend machen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ergibt sich aus Art. 429 Abs. 2 Satz 2 StPO keine Pflicht der Behörden, eine anwaltlich vertretene Person aufzufordern, ein ungenügend begründetes Entschädigungsbegehren zu substanziieren und den nicht näher substanziierten Schaden sowie Kausalzusammenhang zu belegen, zumal die Vorinstanz darlegt, dass den Akten keine Hinweise für die behauptete Entschädigungspflicht des Staates zufolge Verlusts des Lehrauftrags an der Universität Freiburg oder für eine aktive persönlichkeitsverletzende Informationspolitik der Strafbehörden zu entnehmen sind (angefochtener Entscheid S. 13 und 15).