Citation: 6B_1118/2017 E. 1.4.3

1.4.3. Die Vorinstanz bejaht unter diesen Umständen zu Recht eine Zweckentfremdung der Gelder der Bauherren, da diese im von der Vorinstanz festgestellten Umfang in erster Linie für die Tilgung des Minussaldos auf dem Kontokorrentkonto (Kontokorrentkredit) der X.________ GmbH bei der Bank I.________ und (soweit das Kontokorrentkonto nach den Überweisungen einen positiven Saldo aufwies) für die Bauprojekte anderer Bauherren, für Zinsen und Amortisationen sowie für Investitionen des Beschwerdeführers in hochspekulative Optionsgeschäfte verwendet wurden. Die Zinsen und Amortisationen wurden dem Konto zwar direkt von der Bank I.________ belastet. Dies vermag den Beschwerdeführer insofern nicht zu entlasten, als ihm dies bekannt und vertraglich so vorgesehen war. Unerheblich ist, dass die Investitionen in Optionen über ein Konto bei der Bank J.________ liefen, nachdem die Gelder dafür vom Kontokorrentkonto bei der Bank I.________ stammten. Nicht erforderlich war sodann, dass die Vorinstanz auch ausführt, in welchem Umfang die Gelder für welchen Zweck unrechtmässig verwendet wurden. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer zutreffend vor, er hätte angesichts der schlechten finanziellen Situation der X.________ GmbH Massnahmen zum Schutz der Gelder der Bauherren ergreifen müssen und der X.________ GmbH nicht noch zusätzlich Vermögenswerte für hochspekulative und vom Gesellschaftszweck nicht gedeckte Optionsgeschäfte entziehen dürfen. Dabei hätte er gemäss der Vorinstanz nicht zwingend ein Konto bei einer anderen Bank eröffnen müssen (vgl. angefochtenes Urteil S. 45). Im Übrigen hätte er schlicht auch darauf verzichten können, die Gelder der Bauherren einzukassieren, solange er nicht in der Lage war, diese für den vereinbarten Zweck einzusetzen.