Citation: 5A_740/2014 E. 7.2

7.2. Durch den Neubau des Hauses auf dem Grundstück Nr. xxx haben sich die Zugangsmöglichkeiten insofern verändert, als der A.________weg nicht mehr bloss befahren werden kann, sondern die Fahrzeuge auch unmittelbar vor den Garagen abgestellt werden können (E. 5.4.2 oben). Der Neubau hat bewirkt, dass die Hausbewohner im Alltag die Zufahrt über den A.________weg benutzen und das Wegrecht über das Grundstück Nr. yyy regelmässig, aber nur mehr wenige Male im Jahr (z.B. für Garten- und Unterhaltsarbeiten, für Umzüge usw.) in Anspruch nehmen. Das Obergericht ist zum Schluss gelangt, dass das Wegrecht auf dem Grundstück Nr. yyy nicht vorteilhafter sei als das Wegrecht über den A.________weg. Die Beklagte bestreitet diese Folgerung. Sie macht geltend, die Zufahrt über das Wegrecht auf dem Grundstück Nr. yyy sei deshalb vorteilhafter als der Zugang über den A.________weg, weil es den direkten Zugang zum Garten, zum Hausdach und zum Eingang im Erdgeschoss gestatte und dem Gärtner, Dachdecker und Zügelmann den mühsamen Transport von Rasenmähern, Leitern und Möbeln über die Aussentreppe mit siebzehn Stufen erspare. Das Interesse an der Benutzung des Wegrechts auf dem Grundstück Nr. yyy habe sich seit dem Neubau fraglos vermindert, rechtfertige aber die Ablösung gemäss Art. 736 Abs. 1 ZGB nicht (S. 17 ff. der Beschwerdeschrift).