Citation: I 156/04 13.12.2005 E. 3

Es ist unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigung neben der Führung des Haushalts im Umfang eines 50%igen Arbeitspensums erwerbstätig wäre. Der Invaliditätsgrad ist daher nach der gemischten Methode zu ermitteln. Nach der Rechtsprechung ergibt sich somit der Invaliditätsgrad aus der Summe der je mit 0,5 gewichteten erwerbs- und nichterwerbsbezogenen Behinderungsgrade. Bei der Bemessung der Invalidität im erwerblichen Bereich im Besonderen sind die Vergleichsgrössen Validen- und Invalideneinkommen im zeitlichen Rahmen der ohne Gesundheitsschaden (voraussichtlich dauernd) ausgeübten Teilerwerbstätigkeit zu bestimmen (BGE 131 V 52 Erw. 5.1.1, 125 V 149 Erw. 2b mit Hinweisen). Entsprechend diesen Vorgaben hat die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 15 % (= 0,5 x 0 % + 0,5 x 30 %) ermittelt. Dass im erwerblichen Bereich keine Invalidität besteht, begründete die Verwaltung im Einspracheentscheid vom 7. Mai 2003 damit, die Versicherte sei als Erwerbstätige zu 50 % eingeschränkt; sie könne nur einer Halbtagsstelle nachgehen. Dabei stützte sie sich auf das Gutachten der MEDAS Ostschweiz vom 15. Juli 2002. Danach ist die Arbeitsfähigkeit für ausserhäusliche Tätigkeiten zu 50 % eingeschränkt, wobei wahrscheinlich nur eine Halbtagstätigkeit zumutbar ist. Demgegenüber hat das kantonale Gericht die Invalidität im erwerblichen Bereich bezogen auf eine Ganztagestätigkeit bemessen. Dabei hat es die verbliebene Arbeitsfähigkeit von 50 % um 1/10 reduziert, weil die Versicherte aufgrund ihrer Behinderung nicht gleich viel verdien(t)e wie eine gesunde Arbeitnehmerin mit dem gleichen hälftigen Pensum. Daraus errechnete die Vorinstanz einen Invaliditätsgrad von 42,5 % (0,5 x 55 % + 0,5 x 30 %).