Citation: C 168/06 23.02.2007 E. A

P.________ war vom 1. September 2003 bis 31. Januar 2004 als Spritzmeister Einrichter in der Firma A.________ angestellt. Am 9. Februar 2004 meldete er sich arbeitslos. Ab dem 4. Juni 2004 wurde der Versicherte von seinem Arzt zu 50 % arbeitsunfähig geschrieben. In der Folge meldete er sich am 15. Juli 2004 wegen eines Post-Polio-Syndroms bei der Invalidenversicherung an. Von November 2004 bis Januar 2005 arbeitete P.________ im Zwischenverdienst bei der Firma B.________ und ab Februar 2005 in einem 50 % Pensum als Hauswart bei der Stiftung C._________; zusätzlich erteilte er in der Gemeinde D.________ im Umfang von 10 % Schwimmlektionen. Mit zwei Verfügungen, datiert vom 28. Juni 2005, stellte das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) den Versicherten für die Monate April und Mai 2005 wegen fehlender Arbeitsbemühungen für jeweils 8 Tage in der Anspruchsberechtigung ein. Ebenfalls wegen fehlender Arbeitsbemühungen erliess das RAV für die Kontrollperioden Juni bis Dezember 2005 sieben weitere Verfügungen, mit denen der Versicherte für jeweils 15 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde. Ausserdem überwies das RAV die Akten dem beco Berner Wirtschaft (beco) zur Überprüfung der Vermittlungsfähigkeit. Mit Verfügung vom 15. Juli 2005 bejahte das beco zunächst die Vermittlungsfähigkeit. Mit Verfügung vom 31. Oktober 2005 hielt es aber fest, dass der Versicherte ab 5. September 2005 nicht mehr vermittlungsfähig sei. Mit Einspracheentscheid vom 28. Oktober 2005 bestätigte das beco die Einstellung in der Anspruchsberechtigung für die Monate April, Juni und Juli 2005 (gegen die Einstellung für die Kontrollperiode Mai wurde keine Einsprache eingereicht). Mit Einspracheentscheiden vom 3. Januar, 3. Februar und 15. März 2006 wurden die Einstelltage für die Monate August bis Dezember 2005 bestätigt. Schliesslich bestätigte das beco die Vermittlungsunfähigkeit des Versicherten ab 5. September 2005 mit Einspracheentscheid vom 9. Januar 2006.