Citation: 5A_955/2018 E. 2.2

2.2. Das Obergericht hat die Erwägungen des Bezirksgerichts und die Parteistandpunkte zusammengefasst (E. 2 S. 5 f.) und die Voraussetzungen der Erläuterung gemäss Art. 334 ZPO dargestellt (E. 3-4 S. 7 f.). Es ist davon ausgegangen, das Berufungsverfahren, das sich bis auf die Berufungsquintuplik erstreckt habe, belege, dass das massgebliche Dispositiv unklar und damit erläuterungsbedürftig sei (E. 5a S. 8). Die Unklarheit gründe darauf, dass im Dispositiv in der strittigen Ziff. 4 "die Beklagten" verpflichtet würden, das Urteilsdispositiv zu veröffentlichen, ohne dass die Beklagten beim Namen genannt worden seien. Aufgrund der Bezeichnung "die Beklagten" werde sofort klar, dass es sich um A.________, B.________, C.________ und D.________ handle, die Verletzer und Verletzerinnen der Persönlichkeitsrechte der Berufungsbeklagten nämlich. Weil die Publikation des Urteils ein adäquates Mittel dafür sei, einen Störungszustand zu beseitigen, folge, dass zur Urteilspublikation zwingend die Nennung der Namen der eingeklagten Personen, welche gemäss Urteil die Persönlichkeitsrechte verletzt hätten, gehöre (E. 5b S. 8 f.). Das Bezirksgericht habe somit zutreffend erwogen, es mache schlicht keinen Sinn, eine Urteilspublikation ohne Nennung der vollständigen Namen (Vor- und Nachnamen) aller Parteien vorzunehmen. Es sei denn auch die klare Meinung des Bezirksgerichts gewesen, dass die in Ziff. 4 des Dispositivs festgehaltene Urteilspublikation mit der vollen Namensnennung aller Parteien einhergehen müsse. Dies sei eine Erläuterung im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach das Gericht mit der Erläuterung seinen ursprünglichen authentischen Rechtsgestaltungswillen kund tue (E. 5c S. 9 des angefochtenen Entscheids).