Citation: 4A_307/2020 E. 7.4

7.4. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe die Vereinbarung von Teilzahlungen zu Unrecht verneint. Sie rügt im Einzelnen, die Vorinstanz stelle in ihrer Prüfungskaskade Teilzahlungen und Akontozahlungen als ausschliessliche Alternativen einander gegenüber. Damit übersehe sie, dass die beiden Zahlungsarten kombiniert werden könnten. Im Rahmen ihrer Auslegung schliesse die Vorinstanz Teilzahlungen namentlich aus, weil die einzelnen Meilensteine angeblich zu rudimentär umschrieben seien. Entscheidend sei aber nicht, ob die Meilensteine aus abstrakter Sicht angeblich zu ungenau umschrieben worden seien, sondern ob die Vertragsparteien diese Meilensteine für ihre Zwecke im gesamten Kontext genügend umschrieben hätten. Als Teil eines umfassenden Kostencontrollings sei es die Aufgabe der G.________ GmbH gewesen, die Zahlungsgesuche eingehend zu prüfen und mit einer Empfehlung an die Beschwerdegegnerin weiterzuleiten. Es sei somit klar, dass der Beschrieb der einzelnen Meilensteine genauso ausgestaltet gewesen sei, dass sichergestellt gewesen sei, dass die Beschwerdegegnerin nie mehr als 90 % des Leistungsstandes bzw. Baufortschritts vergütet habe. Eine gegenteilige Annahme würde den Auftrag der G.________ GmbH seines Sinns entleeren.