Citation: I 575/02 21.03.2003 E. 3

3.1 Im Gutachten des Spital X.________, Rheumatologische Klinik und Poliklinik, vom 3. August 1998 werden ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei Diskushernie L3/4 paramedian links ohne Nervenwurzelbeeinträchtigung, leichtgradigen Chrondrosen L4/5 und L5/S1, Status nach linksseitiger Fenestration (L4/5 und L5/S1) und Diskektomie (L5/S1) im Oktober 1993 sowie im Vordergrund stehender Schmerzverarbeitungsstörung mit Symptomausweitung diagnostiziert. Nach Einschätzung der Experten ist der Beschwerdeführer aufgrund dieser Symptomatik in dem bis dahin ausgeübten Beruf des Bauhandlangers seit Oktober 1993 nurmehr zu 30 % arbeitsfähig. In angepassten, körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeiten bestehe hingegen volle Leistungsfähigkeit, wobei mehrstündiges Sitzen oder Stehen ungünstig, Gehen aber unlimitiert möglich sei. Dr. med. I.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte gemäss Gutachten vom 28. September 1999 eine chronifizierte, anhaltende somatoforme Schmerzstörung F45.4 (Schmerzverarbeitungsstörung mit Amplifikationstendenz) mit larviert depressiven Zeichen und neurasthenischem Syndrom F48.0 auf dissoziativ-konversivem Reaktionsmuster aufgrund von kulturell-migrativen Belastungsfaktoren, teils auf somatischem Kern, fest. Aus psychiatrischer Sicht betrage die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 60 %. Die Leistungsfähigkeit als Bauarbeiter sei aufgrund der somatischen Stellungnahme auf 30 % limitiert. Der weiter von Dr. med. I.________ geäusserte Verdacht auf ein die Arbeitsfähigkeit zusätzlich einschränkendes Schlafapnoe-Syndrom hat sich gemäss Expertise des Dr. med. R.________, Médecine interne FMH, Spécialiste maladies de poumons, vom 6. Juni 2000 nicht bestätigt. 3.2 Die erwähnten Gutachten beruhen auf eingehender und umfassender Exploration des Versicherten, berücksichtigen die Vorakten sowie die geklagten Beschwerden und sind überzeugend begründet. Verwaltung und Vorinstanz haben zu Recht darauf abgestellt und auf eine Restarbeitsfähigkeit von 60 % in einer angepassten, leichten Tätigkeit geschlossen. Dabei werden in den Gutachten entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde die aus ärztlicher Sicht zumutbaren Tätigkeiten hinreichend umschrieben, um als Grundlage für die Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen der Gesundheitsschädigungen dienen zu können. Einen Vorbehalt bringt das kantonale Gericht richtigerweise an, indem es von der Verwaltung die nochmalige Prüfung des Beginns der psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit verlangt, wozu sich eine ergänzende Anfrage bei Dr. med. I.________ anbietet. Der Beschwerdeführer hat dies offensichtlich übersehen, wenn er geltend macht, im angefochtenen Entscheid werde jeder weitere Abklärungsbedarf in medizinischer Hinsicht verneint und eine allfällige seit 1994 eingetretene Veränderung des seelischen Gesundheitszustandes ausser Acht gelassen. An der Verlässlichkeit der Aussagen von Dr. med. I.________ ändert im Übrigen nichts, wenn er - wie vom Beschwerdeführer mit dem Wortlaut "Hausexperte", "Hauspsychiater" der IV-Stelle geltend gemacht - regelmässig Begutachtungsaufträge von der IV-Stelle erhält. Insbesondere liesse sich daraus, wie aus den übrigen Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und den Akten, nicht eine Befangenheit des Facharztes herleiten. Seiner Einschätzung hat die Vorinstanz auch mit guten Gründen mehr Gewicht eingeräumt als den Arztberichten des behandelnden Psychiaters Dr. med. S.________, welche der Beschwerdeführer selber zutreffend als widersprüchlich bezeichnet. Sodann hat das kantonale Gericht mit einlässlicher Begründung dem sehr kurz gefassten, in der Leidensbeschreibung im Wesentlichen mit den übrigen Gutachten übereinstimmenden, von diesen lediglich und ohne nähere Begründung bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit abweichenden Bericht der Rheuma- und Rehabilitationsklinik L.________ vom 28. Mai 2001 keine für die Entscheidfindung wesentliche Bedeutung beigemessen. Dasselbe gilt für den erst am 7. Mai 2002, mithin über ein Jahr nach dem Verfügungserlass vom 29. März 2001 erstellten Kurzbericht des Dr. med. Y.________, Spéc. FMH médecine interne-rhumatologie. Der Vorinstanz kann schliesslich auch bei der stichhaltig begründeten Feststellung gefolgt werden, dass die vorgenannten Gutachten für den massgebenden Zeitraum (bis 29. März 2001) genügend aktuell sind. Anzufügen bleibt, dass die Verwaltung eine allfällige massgebende Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass der Verfügung vom 29. März 2001, wie sie der Beschwerdeführer sinngemäss mit Hinweis auf eine gesundheitliche Verschlechterung geltend macht, gegebenenfalls bei ihrer neuen Entscheidung revisionsweise (Art. 41 IVG) berücksichtigen wird.