Citation: 2C_204/2019 E. 2.2

2.2. Angesichts seines über 27 Jahre dauernden Aufenthalts in der Schweiz ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in den hiesigen Verhältnissen derart verwurzelt ist, dass eine aufenthaltsbeendende Massnahme unter dem Gesichtspunkt des kombinierten sachlichen Anwendungsbereichs der konventionsrechtlichen Garantie des Privat- und Familienlebens (Art. 8 EMRK) rechtfertigungsbedürftig wird (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.8 S. 277, E. 3.9 S. 277 ff.). Die konventionsrechtliche Garantie von Art. 8 Ziff. 1 EMRK kann jedoch unter den Voraussetzungen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK eingeschränkt werden. Demnach ist ein Eingriff rechtmässig, wenn er gesetzlich vorgesehen (vgl. dazu unten, E. 2.3) und in einer demokratischen Gesellschaft notwendig ist für die nationale oder öffentliche Sicherheit, für das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verhütung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer (vgl. dazu unten, E. 2.5).