Citation: 9C_95/2023 E. 5.2.4

5.2.4. Nicht dargetan ist im Weiteren, dass die Beschwerdeführerin ab 23. April 2009 in ihrer Stellung als Direktorin der GmbH keinerlei geschäftsführende Funktionen mehr inne gehabt hätte. Auch wenn sie formell als Geschäftsführerin abberufen worden war (vgl. Protokoll der Beschlüsse der ausserordentlichen Gesellschafterversammlung der B.________ GmbH vom 2. März 2009), fungierte sie gemäss Handelsregisterauszug ab 23. April 2009 weiterhin als Direktorin mit Einzelunterschrift. Dass diese "Degradierung" nur die Bedeutung hatte haben können, der Beschwerdeführerin die Geschäftsführung vollumfänglich zu entziehen, um mit ihr als Direktorin dem Erfordernis von Art. 814 Abs. 3 OR zu genügen ("Die Gesellschaft muss durch eine Person vertreten werden können, die Wohnsitz in der Schweiz hat. Diese Person muss Geschäftsführer oder Direktor sein."), und sie dadurch keinerlei Befugnisse mehr hatte, für die GmbH irgendwelche Rechtsgeschäfte zu tätigen, wie in der Beschwerde vorgebracht, stellt eine nicht weiter untermauerte Behauptung dar. Zudem hätte es der Beschwerdeführerin spätestens in diesem Zeitpunkt - in Kenntnis der von ihr monierten mangelnden Autorisierung hinsichtlich finanzieller Transaktionen - frei gestanden, die entsprechende Anstellung gar nicht mehr anzutreten bzw. ihren Rücktritt zu erklären. Dadurch, dass sie sich diesbezüglich passiv verhielt, blieb sie auch mit Blick auf die Begleichung der Sozialversicherungsbeiträge in der Verantwortung.