Citation: 1C_483/2024 E. 3.4

3.4. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden hält die vorinstanzliche Auslegung von § 6 und § 26 BNO vor dem Willkürverbot stand. Die Überlegung der Vorinstanz, wonach mit § 26 Abs. 2 BNO lediglich Erhöhungen der Geschosszahl im Verhältnis zur Regelbauweise ausgeschlossen werden sollten, ist nicht zu beanstanden. Das trifft gleichermassen auf den Schluss zu, als Regelbauweise für Neubauten gelte hier ein Richtwert von zwei Vollgeschossen (vgl. § 6 BNO), der nach Massgabe von § 6 Abs. 2 BNO erhöht werden könne. Dass § 26 Abs. 2 BNO im Gegenteil auf eine Abweichung von dieser Regelbauweise abzielen soll, vermögen die Beschwerdeführenden mit ihren Ausführungen unter dem Blickwinkel des Willkürverbots (vgl. Art. 9 BV) nicht aufzuzeigen. Dies gilt auch unter Berücksichtigung des systematischen Zusammenhangs mit § 46 i.V.m. § 50 BauG/AG i.V.m § 39 BauV/AG. Die Beschwerdeführenden legen jedenfalls nicht dar, aus welchen zwingenden Gründen der Normgehalt von § 26 Abs. 2 BNO bei Arealüberbauungen auf eine Reduktion der Geschosszahl in der Dorfzone gerichtet sei und nicht bloss bekräftige, dass trotz Arealüberbauung im Verhältnis zur Regelbauweise kein zusätzliches Geschoss im Sinne von § 39 Abs. 5 BauV/AG zulässig ist. Die Rüge erweist sich als unbegründet.