Citation: 1A.65/2002 30.07.2002 E. 2

2.1 Welches Rechtsmittel zulässig und in welchem Umfang darauf einzutreten ist, prüft das Bundesgericht von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 128 I 46 E. 1a; 128 II 56 E. 1, 66 E. 1, je mit Hinweisen). Entsprechend der subsidiären Natur der staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 84 Abs. 2 OG) ist zunächst zu prüfen, inwiefern die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offen steht (BGE 126 II 377 E. 1 S. 381 mit Hinweis). 2.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können die Verletzung von Bundesrecht und die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 104 lit. a und b OG). Zum Bundesrecht im Sinne von Art. 104 lit. a OG ist auch das Bundesverfassungsrecht zu zählen. Mit der in der Sache zulässigen Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann auch eine Verletzung von Bestimmungen der EMRK geltend gemacht werden, da die Konventionsverletzung verfahrensrechtlich der Verletzung verfassungsmässiger Rechte gleichgestellt ist (BGE 125 II 508 E. 3a; 125 III 209 E. 2 S. 211, je mit Hinweisen). Wird in einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde in Bezug auf die Anwendung kantonalen Rechts die Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend gemacht, so richtet sich insoweit die Kognition des Bundesgerichts nach den für die staatsrechtliche Beschwerde geltenden Grundsätzen. In Bezug auf die Begründung der entsprechenden Verfassungsrügen gelten aber nicht die Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG, sondern jene von Art. 108 Abs. 2 und 3 OG (BGE 123 II 359 E. 6b/bb S. 369). 2.3 Das Urteil des Verwaltungsgerichts erging zur Frage, ob das geplante Projekt dem Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700), dem Bundesgesetz vom 29. April 1998 über die Landwirtschaft (Landwirtschaftsgesetz, LwG; SR 910.1) und dem kantonalen Gesetz vom 28. September 1993 über die Landwirtschaft (kLwG; kantonale Gesetzessammlung 910.1) entspricht. Ferner hat sich das Kantonsgericht dazu ausgesprochen, ob für die geplante Enteignung nach Art. 26 BV ein genügendes öffentliches Interesse bestehe und ob die Enteignung verhältnismässig sei. 2.3.1 Auf die vorliegende Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist grundsätzlich einzutreten, denn der Beschwerdeführer macht eine bundesrechtswidrige Projektauflage (Art. 97 LwG), die Bundesrechtswidrigkeit der Subvention (Art. 87 LwG) und eine Verletzung der Koordinationspflicht gemäss dem Bundesgesetz vom 4. Oktober 1985 über Fuss- und Wanderwege (FWG, SR 704) sowie dem kantonalen Ausführungsgesetz vom 27. Januar 1988 zum Bundesgesetz über Fuss- und Wanderwege (AG FWG/VS; kantonale Gesetzessammlung 704.1) geltend. 2.3.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können auch die mit der staatsrechtlichen Beschwerde erhobenen Vorbringen behandelt werden, wonach das Kantonsgericht fälschlicherweise keine Ermessensüberprüfung vorgenommen und dadurch Art. 6 Ziff. 1 EMRK verletzt, es dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör verweigert (Art. 29 Abs. 2 BV), die Beweise willkürlich gewürdigt (Art. 9 BV) und die Eigentumsgarantie (Art. 26 Abs. 1 BV), also Bundesverfassungsrecht, verletzt haben soll (BGE 125 II 508 E. 3a; 125 III 209 E. 2 S. 211, je mit Hinweisen). Sämtliche in der staatsrechtlichen Beschwerde erhobenen Rügen können somit in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geprüft werden, weshalb für die staatsrechtliche Beschwerde kein Raum bleibt und darauf nicht einzutreten ist. 2.4 Der Beschwerdeführer ist beschwerdeberechtigt (Art. 103 lit. a OG bzw. Art. 88 OG). Auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt. Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist - unter Vorbehalt der nachfolgenden Einschränkungen - einzutreten. 2.5 Soweit der Beschwerdeführer jedoch rügt, der Kanton und nicht die Gemeinde hätte das Weg- und Bewässerungsprojekt öffentlich auflegen, im kantonalen Amtsblatt bekannt machen und dabei einsprachelegitimierten Organisationen Gelegenheit zur Einsprache geben müssen, und soweit er bezweifelt, der Hinweis im Amtsblatt auf Art. 12 und Art. 12a des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) genüge den Anforderungen von Art. 97 Abs. 4 LwG, kann auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht eingetreten werden. Dies aus folgenden Gründen: 2.5.1 Dem Beschwerdeführer muss durch die Rechtsmittelerhebung ein eigener, praktischer Nutzen zukommen (Art. 103 lit. a OG). Daran fehlt es, wenn lediglich Drittinteressen wahrgenommen werden sollen (BGE 122 II 367 E. 1e S. 369; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage 1998, S. 194 Rz. 539). 2.5.2 Indem der Beschwerdeführer geltend macht, die gesamtschweizerischen Organisationen, die sich dem Naturschutz, dem Heimatschutz, der Denkmalpflege oder verwandten, rein ideellen Zielen widmen und die mindestens seit zehn Jahren bestehen (Art. 12 Abs. 1 NHG), seien in ihrem Einspracherecht beschnitten worden, macht er nicht seine eigenen Interessen, sondern diejenigen der vorgenannten Organisationen geltend. Insofern fehlt ihm das eigene, praktische Interesse an der Aufhebung des Entscheides des Kantonsgerichts; es ist den betreffenden Organisationen anheim gestellt, die allfällige Verletzung ihrer Rechte selber geltend zu machen. Auf diese Rüge ist deshalb nicht einzutreten. 2.6 Der Sachverhalt ergibt sich hinreichend klar aus den Akten, sodass sich die beantragte Ortsschau erübrigt.