Citation: 6B_1273/2020 E. 5.1

5.1. Schliesslich beanstandet der Beschwerdeführer auch den Schuldspruch wegen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 22 lit. c BetmG. Er moniert, die Vorinstanz gehe willkürlich und zu Unrecht von einer ungenügenden Kontrolle und einer Verfehlung durch den Beschwerdeführer im Jahr 2011 aus. Der Beschwerdeführer argumentiert, er habe im Rahmen des Umzugs vom gesamten Bestand aller Heilmittel Kontrollen durchführen lassen, und auch diese Kontrollen seien wiederum kontrolliert worden. Wäre ihm nur irgendeine kleinste Unstimmigkeit aufgefallen, so hätte er nach Kenntnis umgehend Massnahmen ergriffen. Er habe insbesondere und leider nichts davon gewusst, dass die zuständige Mitarbeiterin die Morphin-Ampullen am falschen Ort deponiert und dies niemandem gemeldet habe. Vielmehr habe der Beschwerdeführer aufgrund der von mehreren Mitarbeitern und der Geschäftsführung durchgeführten Kontrollen davon ausgehen können, dass sich keine Morphin-Ampullen mehr in der alten Produktionsstätte in U.________ befunden hätten. Weiter bringt er vor, Unternehmen, welche Betäubungsmittel in Verkehr bringen würden, seien gesetzlich verpflichtet, bis Ende Januar für das vorangegangene Jahr bei der Abteilung Betäubungsmittel der Beschwerdegegnerin 2 die sogenannte Jahresrechnung einzureichen. Diese Abrechnung bilde alle Bewegungen (Produktion, Kauf, Verkauf, Transport etc.) während eines gesamten Jahres ab. Jede einzelne Packung Betäubungsmittel werde darin aufgeführt. Nach dem Transfer der Betäubungsmittel von U.________ nach Y.________ im Jahre 2011 seien die Bestände mithin von Gesetzes wegen auf ihre Richtigkeit überprüft worden und die im Januar 2012 eingereichte Jahresrechnung sei von der Abteilung Betäubungsmittel der Beschwerdegegnerin 2 nicht beanstandet worden. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, wäre es tatsächlich zu Beanstandungen gekommen, so hätte ein Strafverfahren eröffnet werden müssen, was jedoch nicht geschehen sei.