Citation: 8C_331/2018 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz gelangt gestützt auf die Einschätzungen der Invaliden- und Unfallversicherung zum Ergebnis, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum Oktober bis Dezember 2012 zu 25 % arbeitsfähig und damit vermittlungsfähig gewesen sei. Demgemäss sei die Rahmenfrist für den Leistungsbezug zu Recht am 1. Oktober 2012 eröffnet worden. Daran änderten auch die rückwirkend gewährten Versicherungstaggelder nichts. Da diese nach Lehre und Rechtsprechung nicht als Lohn- und Enschädigungsansprüche im Sinne von Art. 11 Abs. 3 AVIG gelten würden, könnten sie einer Anrechenbarkeit des Arbeitsausfalls im Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. b AVIG nicht entgegenstehen. Schliesslich werde auch im Rahmen des Art. 29 Abs. 1 AVIG (Zweifel über Ansprüche aus Arbeitsvertrag) das Anspruchsmerkmal des anrechenbaren Arbeitsausfalls im Sinne einer unwiderlegbaren gesetzlichen Vermutung als gegeben erachtet. Entsprechend würde die spätere vollumfängliche Erfüllung der Lohn- und Entschädigungsansprüche gegen den Arbeitgeber keinen Wiedererwägungs- bzw. Revisionsgrund darstellen und die Rahmenfristen seien nicht neu festzulegen.