Citation: 4A_59/2022 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz ging ausführlichst auf die Frage der Missbräuchlichkeit der Kündigung ein (angefochtener Entscheid S. 18 - 26). Sie kam zusammengefasst zum Ergebnis, der Beschwerdeführerin sei gekündigt worden, weil ihre Arbeitsleistung ungenügend gewesen sei. Die Beschwerdeführerin habe zwar Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis i.S.v. Art. 336 Abs. 1 lit. d OR geltend gemacht. Dies sei aber für die Kündigung nicht ausschlaggebend gewesen. Die Kündigung sei damit nicht missbräuchlich. Mit diesen Erwägungen setzt sich die Beschwerdeführerin nicht hinreichend auseinander (Erwägung 2.1), noch zeigt sie rechtsgenüglich auf, inwiefern diese Erwägungen bundesrechtswidrig wären. Insbesondere zeigt sie solches nicht nachvollziehbar auf, indem sie ohne Weiteres behauptet, die Kündigung sei missbräuchlich, weil die Beschwerdeführerin Überstunden geleistet habe, der Arbeitsmarkt für Tiermediziner ausgetrocknet sei oder sich die Beschwerdegegnerin gegenüber der Beschwerdeführerin nicht um die "Schaffung angemessener Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Behebung der Leistungsdefizite" bemühte habe, zumal die Beschwerdegegnerin aufgrund des ausgetrockneten Arbeitsmarktes gerade versuchte, der Beschwerdeführerin eine Chance zu geben, ihre praktischen Fähigkeiten durch eine Reduktion des Arbeitspensums und einen Einsatz in der C.________ zu verbessern.