Citation: 1C_444/2022 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin rügt in erster Linie, es sei willkürlich, den Niveaulinienplan im vereinfachten Verfahren für Baulinien festzulegen (gemäss § 7 Abs. 2 lit. b und a§ 38 PBG/ZG [Stand 1. Januar 2018]). Durch die Niveaulinie würden die baulichen Möglichkeiten auf dem Baugrundstück erhöht. Dies stelle eine wesentliche Änderung des Bebauungsplans dar, die im ordentliche Planverfahren gemäss a§ 39 PBG/ZG) hätte beschlossen werden müssen. Zwischen beiden Verfahren bestünden beträchtliche Unterschiede; insbesondere sei im ordentlichen Verfahren die Einwohnergemeinde und nicht der Gemeinderat zuständig. Durch den Erlass eines Niveaulinienplans dürften die Verfahrensregeln für die Änderung von Bebauungsplänen nicht umgangen werden. In diesem Zusammenhang rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung der Begründungspflicht bzw. des rechtlichen Gehörs: Das Verwaltungsgericht habe sich damit begnügt, auf die Begründung des Regierungsrats zu verweisen; dieser habe jedoch die entscheidende Frage, ob die Niveaulinie durch die Erweiterung der baulichen Möglichkeiten faktisch zu einer Änderung des Bebauungsplans führe, nicht beantwortet.