Citation: 8C_317/2023 E. 3.2

3.2. Das kantonale Gericht hat in umfassender Würdigung der vorhandenen Akten erwogen, dass mit Ausnahme des Handelsregistereintrags sämtliche der Beschwerdeführerin von der B.________ GmbH gelieferten Dokumente zu deren Betriebs- und Geschäftstätigkeit erkennbar gefälscht oder doch zumindest ungewöhnlich ausgestaltet seien. Angesichts der hohen Geldsummen, welche die Beschwerdeführerin dem Inhaber der B.________ GmbH bereits Monate vor Übergabe oder Zustellung der meisten Unterlagen (Dezember 2019) ab April 2019 in bar ausgehändigt habe (Fr. 249'000.-), hätte sie das Unternehmen eingehender überprüfen müssen. Sie sei ihrer Abklärungs- und Auskunftspflicht gemäss Art. 93 Abs. 1 UVG weder im Mahn- und Bedenkzeitverfahren nachgekommen, noch habe sie im kantonalen Gerichtsprozess ihre Mitwirkungspflicht nach Art. 61 lit. c ATSG erfüllt. Im Ergebnis, so die Vorinstanz abschliessend, habe die B.________ GmbH der Beschwerdeführerin nur dazu gedient, prämienpflichtige Beiträge einzusparen. Diese habe keine eigentliche unternehmerische Tätigkeit entfaltet. Daher habe die Beschwerdegegnerin die zivilrechtliche Form der B.________ GmbH zu Recht ausser Acht gelassen und die Barzahlungen an diese als prämienpflichtige Arbeitslöhne qualifiziert.