Citation: 2C_1024/2020 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer ist zwar kein eigentlicher Angehöriger der "Zweiten Generation" (vgl. Urteil 2C_786/2018 vom 27. Mai 2019 E. 6.2), doch kam er relativ jung (im Alter von sechseinhalb Jahren) in die Schweiz und befindet sich nunmehr seit 29 Jahren im Land. Er beherrscht die hiesige Sprache, Familiensprache ist jedoch albanisch. Der Beschwerdeführer absolvierte eine Anlehre als Plattenleger und arbeitet seit 2008 bei der Denner AG im Logistikzentrum, wobei es im Juni 2020 auch zu einer Beförderung in Form eines Abteilungswechsels sowie einer Lohnerhöhung kam. Er ist somit auf dem Arbeitsmarkt gut integriert, Sozialhilfe musste er nie beziehen und auch seine Schulden, gemäss den beigezogenen Akten (vgl. Art. 105 Abs. 2 BGG) beliefen sich diese am 1. Juni 2015 auf einen offenen Verlustschein von Fr. 18'569.85 sowie Betreibungen in der Höhe von Fr. 34'544.48, konnte er nun tilgen, weshalb mittlerweile von einer gelungenen wirtschaftlichen Integration auszugehen ist. Hinsichtlich der sozialen bzw. gesellschaftlichen Integration ging die Vorinstanz davon aus, dass sie sich im Rahmen bewegt, welcher nach einer solch langen Anwesenheit erwartet werden darf, sie aber nicht übermässig tief ist. Wie bereits erwähnt (vorne E. 2.3), ist die diesbezügliche Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz weder offensichtlich falsch, noch hat sie den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, als sie auf die Befragung verschiedener Personen aus dem Freundeskreis des Beschwerdeführers verzichtete. Das Engagement für seinen Arbeitgeber, welches dem Beschwerdeführer u.a. einen höheren Lohn bescherte, fand bei der Einschätzung seiner sozialen Integration ebenfalls Berücksichtigung, nicht aber seine Tätigkeit für die Feuerwehr, welche er allerdings im Zeitpunkt des Urteils nicht belegt hat. Insgesamt hat sich die Vorinstanz entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers durchaus mit dessen persönlichen Verhältnissen auseinandergesetzt. Nur weil sie dabei zu einem anderen Ergebnis als der Beschwerdeführer gelangt, sind ihre Feststellungen bezüglich der Integration nicht willkürlich bzw. offensichtlich falsch.