Citation: 5A_940/2022 E. 2

Das Obergericht hat festgehalten, dass das Vorsorgekonto bei der Bank C.________ am 14. Juli 2022 saldiert worden und das Scheidungsurteil damit in Bezug auf die Überweisung des Vorsorgeguthabens nicht mehr vollstreckbar gewesen sei. Dies sei jedoch nach den zutreffenden Erwägungen des Bezirksgerichts kein Berichtigungstatbestand, denn es liege weder ein Schreibfehler noch ein Rechnungsirrtum noch ein anderes Versehen vor; im Urteilszeitpunkt sei die Beschwerdeführerin noch bei der Freizügigkeitsstiftung der Bank C.________ versichert gewesen und sie habe ihre Vorsorgesituation erst im Nachhinein geändert. Ein Berichtigungstatbestand lasse sich auch nicht mit dem Verweis auf ein Urteil des Bezirksgerichts Bülach schaffen; ohnehin habe dort insofern eine andere Konstellation vorgelegen, als das Vorsorgekonto bereits im Urteilszeitpunkt nicht mehr bestanden habe. Nichts am fehlenden Berichtigungstatbestand ändere ferner, dass das Bezirksgericht Affoltern der Beschwerdeführerin empfohlen habe, sich an einen Anwalt zu wenden, und ebenso wenig, dass das Bezirksgericht (obwohl es das Problem nicht selbst verursacht habe) verdankenswerterweise formlose Anstrengungen unternommen habe, damit die Freizügigkeitsleistung schliesslich doch noch an die neue Freizügigkeitseinrichtung habe überwiesen werden können.