Citation: 6P.44/2004 27.07.2004 E. 7

Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, die Anordnung der unbedingten Landesverweisung gemäss Art. 55 StGB verletze sein Recht auf Achtung des Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK. 7.1 Das Bundesgericht hat die massgebenden Voraussetzungen zur Anordnung der Landesverweisung gemäss Art. 55 StGB in seiner bisherigen Rechtsprechung eingehend darlegt (BGE 123 IV 108 E. 1 mit Hinweisen). Ebenso hat es eine reichhaltige Praxis zu Art. 8 EMRK im Rahmen von Ausweisungen entwickelt (BGE 129 II 215 E. 4; 126 II 425 E. 2; 122 II 1 E. 1e; 115 Ib 1 E. 3; vgl. auch Urteil des EGMR i. S. Boultif c. Schweiz vom 2. August 2001, Ziff. 46-48). Darauf kann verwiesen werden. 7.2 Die Vorinstanz hat, wie von der Rechtsprechung gefordert, eine Gesamtwürdigung im Rahmen von Art. 55 Abs. 1 StGB vorgenommen. Sie hat dabei die Schwere der begangenen Taten, das erhebliche Verschulden des Beschwerdeführers sowie dessen Weiterdelinquenz während des hängigen Verfahrens berücksichtigt. Zu seinen Gunsten hat sie sein Wohlverhalten seit der letzten Straftat und seine Vorstrafenlosigkeit veranschlagt. Ferner hat sie seinen persönlichen sowie beruflichen und - wenn auch nur am Rande - seinen ehelichen und familiären Verhältnissen Rechnung getragen. Ebenso hat sie die Beziehungen des Beschwerdeführers zu seinem Heimatstaat gewürdigt und festgestellt, dass dieser trotz seines langen Aufenthalts in der Schweiz (Einreise 1992) noch immer über gute Beziehungen zum Heimatland verfüge. Vor diesem Hintergrund, namentlich der Schwere der Taten und des erheblichen Verschuldens des Beschwerdeführers, hat die Vorinstanz eine unbedingte Landesverweisung ausgesprochen. Diese Beurteilung hält vor Bundesrecht ohne weiteres stand. Gegen die Dauer der angeordneten Landesverweisung hat der Beschwerdeführer keine substantiierten Einwendungen erhoben. Ebenso wenig hat er näher begründet, weshalb ihm die Vorinstanz im Rahmen von Art. 55 Abs. 2 StGB eine günstige Prognose für sein künftiges Wohlverhalten in der Schweiz hätte stellen müssen. Gestützt auf den angefochtenen Entscheid und die Vorbringen des Beschwerdeführers ist unter dem Gesichtspunkt von Art. 8 EMRK schliesslich auch nicht einzusehen, weshalb es seiner Ehefrau und den beiden Kindern nicht zumutbar sein sollte, ihm ins Ausland zu folgen. Auch insoweit lässt sich die Anordnung der unbedingten Landesverweisung demnach nicht beanstanden. Die diesbezügliche Kritik am angefochtenen Entscheid erweist sich als unbegründet.