Citation: 4A_265/2023 E. 1.2

1.2. Mit Klage vom 24. November 2021 beantragten die Eltern der Klägerin beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, es sei festzustellen, dass die Kündigung der Zusatzversicherungen vom 7. Oktober 2021 unwirksam sei. Zudem sei festzustellen, dass die Leistungspflicht der Beklagten seit dem 1. Januar 2020 fortlaufend uneingeschränkt bestanden habe und fortbestehe. Mit Urteil vom 27. März 2023 wies das Sozialversicherungsgericht die Klage ab. Es erwog im Wesentlichen, die Klägerin habe in der von ihr am 12. August 2019 eigenständig unterzeichneten Gesundheitserklärung bestätigt, dass sie keine Kenntnis von einer Zahn- oder Kieferfehlstellung gehabt habe und dass der Zahnarzt sie nicht über die Notwendigkeit einer kieferorthopädischen Behandlung orientiert habe. Im Zeitpunkt des Versicherungsantrags sei sich die Klägerin jedoch der Möglichkeit einer Zahn- oder Kieferfehlstellung bewusst gewesen. Sie habe somit eine erhebliche Gefahrstatsache, die sie zumindest hätte kennen müssen, unrichtig mitgeteilt, was eine Anzeigepflichtverletzung im Sinne von Art. 4 VVG darstelle. Gestützt darauf sei die Beklagte berechtigt gewesen, den Vertrag durch schriftliche Erklärung zu kündigen.