Citation: 6P.107/2005 03.02.2006 E. 4.2

4.2.1 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, die Retrozessionen hätten zum Kundengeld bzw. Treugut gehört, so dass die von A.________ und B.________ privat bezogenen Gelder und die beiden erwähnten Konti der C.________ AG bei der F.________-Bank in der Buchhaltung und der Bilanz der C.________ AG nicht eigens hätten aufgeführt werden müssen (Nichtigkeitsbeschwerde S. 4 Ziff. 4). Im Einzelnen macht er geltend, die Rechnungslegung der C.________ AG habe ein gesetzeskonformes Bild der Situation gezeigt. Intern sei eine vom Hauptbuch getrennte Kundenbuchhaltung geführt worden. Handelsrechtlich habe für die treuhänderisch verwalteten Gelder keine Bilanzierungspflicht bestanden. Bei einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise ergebe sich, dass die Gelder der Kunden nie zum Vermögen der C.________ AG gehört hätten. Die Gelder seien für die Kunden über die C.________ AG zur D.________ AG und - soweit die Kunden ihren Herausgabeanspruch geltend gemacht hätten - von dieser wieder zu jenen zurück geflossen. In diesem Sinne seien die Retrozessionen auch kein Ertrag für einen Aufwand der C.________ AG gewesen. Die Rechnungslegung der C.________ AG sei korrekt und übersichtlich und entspreche den gesetzlichen Vorschriften. Sie enthalte namentlich keine unwahren Angaben. Dies gelte auch hinsichtlich der beiden Konti bei der F.________-Bank. Diese seien Durchlaufkonti gewesen, auf denen die Kundengelder zurückbezahlt worden seien (Nichtigkeitsbeschwerde S. 5 ff.). 4.2.2 Eventualiter bringt der Beschwerdeführer vor, er sei einem Rechtsirrtum gemäss Art. 20 StGB erlegen. Die Rechnungslegung sei in Absprache mit der Revisionsstelle erfolgt. Es habe Einigkeit darüber geherrscht, dass die Kundengelder treuhänderisch entgegengenommen worden seien und dass die C.________ AG eine Kundenbuchhaltung habe führen müssen, dass aber eine handelsrechtliche Bilanzierung nicht erforderlich sei. Diese Ansicht stütze sich auf das Handbuch für Wirtschaftsprüfung und sei von einem Rechtsanwalt für richtig befunden worden. Er habe zu jenem Zeitpunkt nicht gewusst, dass die Retrozessionen den Kunden zugestanden hätten. Es habe ihm daher jegliches Unrechtsbewusstsein gefehlt (Nichtigkeitsbeschwerde S. 9 f.).