Citation: H 63/01 07.06.2002 E. 4

4. Quartals 1996) beglichen hatte, entrichtete sie die Pauschalzahlungen ab dem 3. Quartal 1997 bis Ende Mai 1998 sowie auch die Schlussrechnung für 1997 nicht mehr. Ferner nahm sie auf den Lohnzahlungen für den Beschwerdeführer in den Jahren 1997 und 1998, die mit dessen Barbezügen verrechnet wurden, keinen Abzug der Arbeitnehmerbeiträge vor. Damit verstiess sie gegen die Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht und missachtete dadurch Vorschriften im Sinne von Art. 52 AHVG. Dieses Verschulden der Arbeitgeberin hat das kantonale Gericht zu Recht auch dem Beschwerdeführer als grobfahrlässiges Verhalten angerechnet. Es kann in diesem Zusammenhang auf die einlässlichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. b) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nichts vorgebracht, was die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz als mangelhaft im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG oder die rechtliche Würdigung als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Nachdem sich nach seinen eigenen Aussagen die Ereignisse in der Firma im 2. Quartal 1997 überstürzten und ihm zudem bewusst war, dass bereits früher längere Investitionsphasen finanziell überbrückt werden mussten, hätte der Beschwerdeführer entweder mit der im Juli 1997 eingegangenen Zahlung von Fr. 417 121.- die künftig zu entrichtenden Sozialversicherungsbeiträge sicherstellen oder in dieser finanziell angespannten und durch rechtliche Auseinandersetzungen ungewissen Lage darauf bedacht sein müssen, nur so viel Lohn zur Auszahlung zu bringen, als die darauf unmittelbar ex lege entstandenen Beitragsforderungen gedeckt gewesen wären (SVR 1995 AHV Nr. 70 S. 214 Erw. 5). Dies gilt umso mehr, als die Firma in der zweiten Hälfte des Jahres 1997 keine Grossaufträge mehr hatte und Probleme mit dem Produktelieferanten bestanden. Schliesslich gelten auch die eigenen Lohnbezüge des Beschwerdeführers in den Jahren 1997 und 1998 im Zeitpunkt der Verrechnung mit den getätigten Privatbezügen als realisiert und damit die Beitragsschuld als entstanden (vgl. Urteile K. und S. vom 18. Dezember 2001 [H 257/00] und A. vom 4. März 2002 [H 364/00]). Auch in diesem Zusammenhang ist der Beschwerdeführer seinen beitragsrechtlichen Pflichten als Organ der Arbeitgeberin schlechterdings nicht nachgekommen.