Citation: 5A_34/2021 E. I

In der Folge nahm das Obergericht das Beschwerdeverfahren wieder auf und setzte B.________, dem Kindesvertreter sowie dem Bezirksrat Frist zur Beschwerdeantwort bzw. zur Vernehmlassung sowie Frist, um zum sinngemässen Fristwiederherstellungsgesuch von A.A.________ vom 19. April 2017 vor Bezirksrat Stellung zu nehmen. Während der Bezirksrat auf eine Vernehmlassung verzichtete, äusserten sich der Kindsvertreter und B.________ mit Eingaben vom 23. und 24. September 2020. Mit Urteil vom 23. November 2020 wies das Obergericht die Beschwerde ab und bestätigte das Urteil des Bezirksrats vom 9. Januar 2019. Zur Begründung führte es zusammengefasst aus, dass der Vergleich die wirtschaftlichen Interessen des Kindes wahre. Der Kindesvertreter habe im Herabsetzungsprozess den Wert des Wohnrechts je nach Umfang auf bis Fr. 848'101.80 beziffert, was die Ablösungssumme bereits rechtfertigen würde. Ausgewiesene Forderungen des Kindes gegen B.________, die es unbedingt in den Vergleich einzubeziehen gälte, seien nicht erkennbar. Der Auffassung des Bezirksrats, durch den Vergleich werde nicht nur Frieden einkehren, sondern es würden langfristig deutlich höhere finanzielle Einnahmen als die Vergleichssumme ermöglicht, sei zudem mit Blick auf die Vermietung der 4.5-Zimmer-Wohnung zuzustimmen. Die Ablösungssumme von Fr. 260'000.-- sei in Anbetracht des Verzichts von B.________ auf sämtliche testamentarisch eingeräumten Rechte, der ohne Vereinbarung drohenden und dem Kindesvermögen zu belastenden Kosten und der durch den Vergleich möglichen zusätzlichen Mieteinnahmen aus wirtschaftlicher Sicht angemessen und nicht zu beanstanden. Ein unrichtige Ausübung des Ermessens durch den Bezirksrat, die zu korrigieren wäre, sei zu verneinen. Zu Recht habe dieser die gegen die Zustimmung der KESB erhobene Beschwerde abgewiesen.