Citation: U 197/02 11.03.2003 E. 2

Der Versicherungsträger hat gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz die Begehren zu prüfen und die notwendigen Abklärungen vorzunehmen (vgl. Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl., S. 348). Die SUVA hatte im Zeitpunkt der Verfügung vom 14. April 1999 keine Kenntnis einer fachärztlichen Beurteilung und zog bei Erlass des Einspracheentscheids bloss das Konsilium des Dr. med. F.________ vom 24. September 1998 bei. In Anbetracht des gegebenen Sachverhalts wäre aber bereits im Verwaltungsverfahren eine medizinische Abklärung angezeigt gewesen, zumal die SUVA ein eigenes Aerzteteam Unfallmedizin beschäftigt, dem auch eine Psychiaterin angehört. Weder das Konsilium des Dr. med. F.________ noch der Bericht des Hausarztes, Dr. med. E.________, vom 24. Februar 1999 lieferten der SUVA sichere und klare Anhaltspunkte zur Ablehnung ihrer Leistungspflicht. Bei dieser Sachlage wäre sie auf Grund des für sie geltenden Untersuchungsgrundsatzes verpflichtet gewesen, von Amtes wegen medizinische Abklärungen entweder durch das verwaltungsinterne Aerzteteam oder durch eine andere fachärztliche Person zu veranlassen. Die Untersuchungsmaxime darf nicht dazu führen, dass die Verwaltung einen Sachverhalt nur summarisch feststellt in der Meinung, es sei Sache des Versicherungsgerichts, d.h. des Staates, den Sachverhalt abzuklären und rechtlich zu würdigen (RKUV 1986 Nr. K 665 S. 87 mit Hinweisen). In Anbetracht der ungenügenden Feststellung der tatsächlichen Verhältnisse hätte die Vorinstanz daher die Angelegenheit an die SUVA zurückweisen müssen (RKUV 1993 Nr. U 170 S. 136 mit Hinweis; vgl. auch Rumo-Jungo, a.a.O. S. 391 f.).