Citation: 1C_98/2022 E. 6.2.2

6.2.2. Wie bereits erwähnt, wird dem Gebäude Hochstrasse 3 auch von der Vorinstanz eine wichtige Zeugenschaft im Sinne von § 203 Abs. 1 lit. c PBG/ZH zuerkannt. Nach der Vorinstanz ist jedoch ein schutzwürdiges Einzelobjekt nicht zwingend unter Schutz zu stellen. Vielmehr sei im Lichte der festgestellten Heimatschutzanliegen eine Abwägung zwischen den Schutzinteressen und entgegenstehenden öffentlichen oder privaten Interessen vorzunehmen, was sich bereits aus dem verfassungsmässigen Verhältnismässigkeitsgrundsatz ergebe (BGE 147 II 125 E. 8 mit Hinweisen). Eine Unterschutzstellung sei trotz dem Grundsatz nach zu bejahender mittlerer bis hoher Schutzwürdigkeit eines Objekts nur zulässig, wenn die denkmalpflegerische Bedeutung und das Interesse an der Erhaltung des Schutzobjekts im Rahmen der vorzunehmenden Güterabwägung höher zu gewichten sei als dem entgegenstehende private oder (andere) öffentliche Interessen. Beim Entscheid, ob ein Objekt unter Schutz gestellt werden solle, würden die Gemeinden über ein erhebliches Auswahlermessen verfügen. Sie müssten unter mehreren infrage kommenden Objekten eine Auswahl treffen und diejenigen selektionieren, welche sie in Beachtung aller Umstände als für die Unterschutzstellung am geeignetsten hielten. Dass dem Stadtrat nach konstanter kantonaler Rechtsprechung ein solches Auswahlermessen zusteht, wird auch von den Beschwerdeführenden nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Sie monieren jedoch im Wesentlichen, die Auswahl hätte im vorliegenden Fall differenzierter erfolgen müssen. Ob das Auswahlermessen willkürfrei erfolgte und das Gebäude trotz seines atypischen Charakters mit den Gebäuden am Zeltweg vergleichbar ist, gilt es nachfolgend zu prüfen.