Citation: 2C_911/2022 E. 4.5.7

4.5.7. Die vom Büro der Konkordatskonferenz geschilderte Auslegung von Art. 3 Kirchenverfassung, wonach mit dem Anschliessen nur der Wechsel zu einer anderen Kirchgemeinde innerhalb der Landeskirche gemeint ist, steht im Einklang mit dem Wortlaut dieser Bestimmung. Sie entspricht ferner der Systematik der Kirchenverfassung, die in Art. 2 Abs. 4 eine Übertrittserklärung den Mitgliedern mit Wohnsitz in Ausserrhoden vorbehält. Schliesslich stimmt die Auslegung der Konkordatskonferenz mit der Verwaltungspraxis überein, die einen effektiven und tatsächlichen Wohnsitz voraussetzt. Diese Auslegung des kantonalen Rechts ist demnach weder willkürlich noch führt sie zu einem willkürlichen Ergebnis, da der Wohnsitz kein sachfremdes Kriterium ist. Sie ist folglich bundesrechtskonform. Demnach wird das interkantonalrechtliche Erfordernis der Zugehörigkeit zu einer Konkordatskirche in der hier zu beurteilenden Konstellation durch die blosse Anschlusserklärung nicht erfüllt. Die Vorinstanz hat daher, zumindest im Ergebnis, zutreffend eine Zugehörigkeit des Beschwerdeführers zu einer Konkordatskirche verneint.