Citation: 2C_584/2015 E. 4.6

4.6. In qualitativer Hinsicht hat die Beschwerdeführerin in ihrem Curriculum detailliert die Themen ihrer Module dargestellt. Die PK/GDK hatte in ihrer Stellungnahme vor der Vorinstanz vom 15. Mai 2014 ausgeführt, der Lehrgang der Beschwerdeführerin enthalte zu Beginn der Ausbildung zahlreiche Unterrichtsstunden in Physiotherapie, welche die Basis der nachfolgenden Ausbildung in Osteopathie bildeten; damit könne sich die Kommission nicht einverstanden erklären, denn es werde eine Vollzeitausbildung ausschliesslich in Osteopathie gefordert, ohne Basis in Physiotherapie. In der Folge zog die Vorinstanz als Vergleichsmassstab den "Plan d'études cadre Bachelor 2014, filière de formation en Ostéopathie" der Fachhochschule Westschweiz bei. Mit Eingabe vom 31. März 2015 reichte die Beschwerdeführerin eine detaillierte Gegenüberstellung ihres Lehrplans mit demjenigen der Fachhochschule Westschweiz ein. Aus dieser ergibt sich, dass die behandelten Themen weitgehend übereinstimmen. Die nicht begründete Aussage der PK/GDK, der Lehrplan der Beschwerdeführerin enthalte zuviel Physiotherapie, ist aufgrund der Modulbeschreibungen nicht nachvollziehbar. Die Rekurskommission EDK/GDK hat ihrerseits festgestellt, dass einige der Themen, die im Programm der Fachhochschule Westschweiz enthalten seien, im Lehrgang der Beschwerdeführerin nicht oder nur in geringeren Stundenzahlen enthalten seien. Dazu ist zu bemerken, dass es keine gesetzliche Grundlage gibt, wonach alle Lehrgänge die gleichen Themen und in gleichem Umfang behandeln müssen. Im Rahmen des durch das PR/GDK vorgegebenen Prüfungsstoffs liegt es in der Lehrfreiheit der Ausbildungsanbieter (Art. 20 BV), die Lehrinhalte und ihre Gewichtung zu definieren. Der blosse Umstand, dass ein Lehrgang nicht mit demjenigen der Fachhochschule Westschweiz übereinstimmt, kann für sich allein kein Grund sein, ihm die qualitative Äquivalenz abzusprechen (vorne E. 3.1). Zudem kann es - wie die Beschwerdeführerin mit Recht ausführt - im Rahmen der Zulassung zur Prüfung nicht darum gehen, abschliessend die Qualität eines Lehrgangs zu beurteilen; die allenfalls unterschiedliche Qualität verschiedener Ausbildungsinstitutionen wird sich vielmehr anhand des Prüfungserfolgs ihrer Absolventen messen.