Citation: 2C_1033/2014 E. 4.2

4.2. Zunächst ist festzuhalten, dass das Einstellungsurteil des Bezirksgerichts vom Obergericht lediglich im Kostenpunkt aufgehoben wurde. Wie dies die Vorinstanz korrekt ausführt, erwog das Obergericht, es verstosse gegen die Unschuldsvermutung, einer nicht verurteilten beschuldigten Person die Kosten zu überbinden, wenn diese nicht in zivilrechtlich vorwerfbarer Weise gegen eine Verhaltensnorm der schweizerischen Rechtsordnung klar verstossen und erst dadurch das Strafverfahren veranlasst oder die Durchführung desselben erschwert habe (E. 6 des Urteils des Obergerichts mit Verweis auf Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 EMRK). Einlässlich befasste sich das Obergericht in diesem Zusammenhang - wie dies die Vorinstanz ebenfalls korrekt feststellt - lediglich mit der Frage der Verletzung von Meldepflichten. Der Beschwerdeführer und seine Gattin hatten sich an der Adresse bei Frau F.________ V.________ 16 angemeldet, wobei diese auf die Frage, ob sich die Eheleute je an der genannten Adresse aufgehalten hatten, widersprüchlich aussagte. Da für das Obergericht nicht auszuschliessen war, dass sich der Beschwerdeführer und seine Gattin für wenige Tage gemeinsam dort aufgehalten haben könnten, konnte es keinen klaren Verstoss gegen Art. 16 der Verordnung über Einwohner- und Fremdenkontrolle vom 23. April 1958 des Kantons Zürich (LS 142.110) feststellen.