Citation: I 760/01 05.11.2004 E. 3

Die Beschwerdeführerin musste ihr Arbeitspensum auf Grund ihrer gesundheitlichen Probleme ab 1997 stetig reduzieren und war nach Abschluss ihrer Lehre nicht mehr in der Lage, als Drogistin zu arbeiten. Im Gesundheitsfall könnte die Versicherte ihre Arbeitskraft im erlernten Beruf der Drogistin zu 100 % verwerten. Auf Grund ihrer gesundheitlichen Probleme ist sie jedoch auf eine andere Ausbildung angewiesen, um einen Erwerb erzielen zu können. Die von ihr beantragte berufliche Eingliederungsmassnahme ist daher als berufliche Neuausbildung im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. b IVG zu qualifizieren (vgl. auch Urteil G. vom 18. April 2000, I 556/98, mit Hinweisen), welche der erstmaligen beruflichen Ausbildung gleichgestellt ist. Die Kosten für die Ausbildung zur Tai-Chi-Lehrerin stellen darum in vollem Umfang invaliditätsbedingte Mehrkosten dar. Da das Eingliederungsziel durch die Massnahme voraussichtlich erreicht werden kann, besteht dementsprechend grundsätzlich Anspruch auf Kostenübernahme für die gesamte Ausbildung (vgl. BGE 124 V 110 Erw. 2a in fine mit Hinweis zur Umschulung und Urteil N. vom 1. Februar 2000, I 618/99, zur erstmaligen beruflichen Ausbildung). Es besteht auch kein Zweifel, dass die angestrebte Ausbildung den Fähigkeiten der Beschwerdeführerin entspricht.