Citation: 6S.335/2002 15.10.2003 E. A

X.________ und seinem Mitangeklagten wird vorgeworfen, sie hätten im Jahre 1998 gemeinsam mit dem flüchtigen Y.________ versucht, auf diesen als Schuldner ausgestellte Wechsel zugunsten der von ihnen beherrschten Firma Z.________AG von Banken diskontieren zu lassen. Es ging dabei im Anklagesachverhalt I um vier Wechsel über je 10 Millionen US-Dollar und im Anklagesachverhalt II um zwei Wechsel über 20 Millionen US-Dollar. Die Wechsel, insbesondere die darauf enthaltenen Bürgschaftserklärungen der Bank O.________, seien Fälschungen. Die Angeklagten hätten das gewusst bzw. auf Grund der konkreten Umstände mindestens damit gerechnet, namentlich weil sich vor dem Ausfüllen und Unterzeichnen der Wechsel bereits der Text der Bürgschaftserklärung der Bank O.________ darauf befunden habe. Mit Wissen und Willen der Angeklagten seien gefälschte Bestätigungsschreiben, Telexe und als Swiftmeldungen bezeichnete Schriftstücke im Namen der Bank O.________ zur Täuschung der zum Diskont ersuchten Geschäftspartner verwendet worden. Trotz der täuschenden Machenschaften und Falschangaben über die Hintergründe der angeblichen Forderung der Z.________AG und des angeblichen Schuldners Y.________ sei keine Diskontierung erfolgt, da erkannt worden sei, dass die Wechsel gefälscht gewesen seien.