Citation: 1C_386/2012 E. 5.2

5.2. Gemäss Art. 24 RPG können Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen bewilligt werden, wenn ihr Zweck einen entsprechenden Standort erfordert und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen. Nach Art. 3 Abs. 1 NHG sorgen namentlich der Bund und die Kantone bei der Erfüllung der Bundesaufgaben dafür, dass das heimatliche Landschafts- und Ortsbild, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler geschont werden und, wo das allgemeine Interesse an ihnen überwiegt, ungeschmälert erhalten bleiben. Gemäss Art. 2 Abs. 1 lit. c NHG zählt insbesondere die Gewährung von Beiträgen an Werke und Anlagen zu den Bundesaufgaben, wobei nach Art. 2 Abs. 2 NHG Entscheide kantonaler Behörden über Vorhaben, die voraussichtlich nur mit solchen Beiträgen verwirklicht werden, der Erfüllung von Bundesaufgaben gleichgestellt sind. Art. 5 NHG sieht die Erstellung eines Inventars des Bundes von Objekten mit nationaler Bedeutung (BLN-Inventar) vor. Nach Art. 6 NHG wird durch die Aufnahme eines Objektes in das Bundesinventar dargetan, dass es in besonderem Masse die ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient (Abs. 1); ein Abweichen von der ungeschmälerten Erhaltung darf bei Erfüllung einer Bundesaufgabe nur in Erwägung gezogen werden, wenn ihr bestimmte gleich- oder höherwertige Interessen von ebenfalls nationaler Bedeutung entgegenstehen (vgl. BEATRICE WAGNER PFEIFER, Umweltrecht, Besondere Regelungsbereiche, 2013, Rz. 1040 ff.). Gemäss Art. 7 NHG entscheidet die zuständige Bundesbehörde über die Einholung eines Gutachtens durch die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK; vgl. Art. 25 Abs. 1 NHG), wenn der Bund eine Bundesaufgabe wahrnimmt; tut dies der Kanton, obliegt dieselbe Beurteilung der kantonalen Fachstelle (Abs. 1; vgl. Art. 25 Abs. 2 NHG); kann bei der Erfüllung der Bundesaufgabe ein Objekt, das im Bundesinventar aufgeführt ist, erheblich beeinträchtigt werden oder stellen sich in diesem Zusammenhang grundsätzliche Fragen, so ist ein entsprechendes Kommissionsgutachten zwingend einzuholen (Abs. 2; dazu WAGNER PFEIFER, a.a.O., Rz. 1046 ff.).