Citation: 5A_701/2016 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdegegnerin schliesst sich im Wesentlichen den Erwägungen des Obergerichts an. Sie argumentiert, "gesamthaft" hätten ihre beiden Gesellschafter zum Ausdruck gebracht, das Willensvollstreckermandat anzunehmen, H.________ durch ausdrückliche Erklärung mit Schreiben vom 23. Februar 2015, G.________ dadurch, dass er von einer Ablehnung abgesehen habe. Eine ausdrückliche und rechtsgültige Erklärung, wie sie zur Ablehnung des Mandats erforderlich gewesen wäre, sei nicht erfolgt. Weiter stellt sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt, dass H.________ von G.________ bevollmächtigt gewesen sei, als er mit Schreiben vom 23. Februar 2015 die Annahme des Willensvollstreckermandats erklärte (s. Sachverhalt Bst. C.b). Sie argumentiert, H.________ habe um Erstreckung der Annahmefrist ersucht, um die Angelegenheit mit G.________ zu besprechen. Die Tatsache, dass das Mandat binnen erstreckter Frist angenommen wurde, impliziere das Vorliegen einer mündlichen Vollmacht von G.________. Die Ausfertigung einer schriftlichen Vollmacht sei nicht möglich und auch nicht notwendig gewesen, zumal die Annahme des Mandats nach Art. 517 ZGB formlos erfolgen könne. Im Übrigen habe G.________ in seinem Schreiben vom 15. Januar 2015 klargestellt, dass H.________ die Federführung innehabe, was "alleine für sich bereits als Vollmacht qualifiziert werden" könne. Schliesslich sei die Vollmacht später schriftlich gewährt worden. Die Beschwerdegegnerin legt in diesem Zusammenhang im hiesigen Verfahren eine mit "Vollmacht von Dr. G.________" bezeichnete Urkunde ins Recht, die vom 30. September 2015 datiert und den Titel "Vollmacht" trägt. Soweit H.________ ohne Ermächtigung gehandelt haben sollte, stelle die "schriftliche Vollmacht von Dr. G.________ an Fürsprecher H.________" jedenfalls eine nachträgliche Genehmigung der Mandatsannahme dar.