Citation: 8C_85/2022 E. 7.3

7.3. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung verletzt kein Bundesrecht: Dr. med. D.________ würdigte die Bildaufnahmen, insbesondere das Arthro-MRI vom 24. Juli 2017, welches keine Hinweise auf eine Folge des Ereignisses vom 13. Juli 2017 zeige, und die Arthroskopieaufnahmen vom 7. August 2017. Ferner berücksichtigte der Gutachter auch den Unfallmechanismus, der eine Verletzungswahrscheinlichkeit am Pulley und seinen Begrenzungen praktisch ausschliesse. Sodann trug er dem Umstand Rechnung, dass alterskorrelierende degenerative Prozesse und chronisch repetitive (Über-) Belastungen bekannte Entwicklungen seien, die regelmässig zu einer Pulley-Läsion und konsekutiv zur Instabilität der Bizepssehne führten. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass der Gutachter angesichts dieser Gegebenheiten zum nachvollziehbaren Schluss kam, das Ereignis vom 13. Juli 2017 habe nicht zu einer Strukturunterbrechung, sondern zu einer vorübergehenden Verschlimmerung im Sinn einer synovialen Reizung bei degenerativem Vorzustand geführt. Der Beschwerdeführer bringt - unter Ausserachtlassung der unzulässigen Noven - im bundesgerichtlichen Verfahren zwar erneut vor, aus den Berichten des Dr. med. E.________ und Prof. Dr. med. F.________ vom 29. Juli 2020 bzw. des Dr. med. E.________ vom 11. August 2021 ergäben sich Indizien, die gegen die Verlässlichkeit der Beurteilung des Dr. med. D.________ sprächen. Er zeigt damit jedoch nicht auf, welche Aspekte in der Expertise unbeachtet geblieben sind. Diese Voraussetzung ist nicht bereits erfüllt, wenn - wie hier - der Gutachter der Einschätzung der behandelnden Ärzte nicht folgt, sondern in deren Kenntnis zu anderen Schlüssen gelangt. Hinzu kommt, dass Dr. med. E.________ und Prof. Dr. med. F.________ dem gesamten in Frage kommenden Ursachenspektrum keine hinreichende Beachtung schenkten: Sie würdigten nämlich den Mechanismus des Ereignisses vom 13. Juli 2017 im Hinblick auf die erhobenen Befunde nicht, obwohl dies geboten wäre (vgl. BGE 146 V 51 E. 8.6). Auch mit Blick darauf vermag ihre andere Einschätzung keine konkreten Anhaltspunkte gegen die Zuverlässigkeit der gutachterlichen Einschätzung zu begründen. Zudem bedarf es auch keiner erneuten Stellungnahme des Radiologen Prof. Dr. med. C.________, ist doch nicht ersichtlich, dass weitere, einzig auf dem Arthro-MRI vom 24. Juli 2017 basierendene Ausführungen das sämtliche Aspekte umfassende Gutachten des Dr. med. D.________ in Frage zu stellen vermöchten.