Citation: 8C_559/2020 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht qualifizierte zunächst die Rügen bezüglich der Zulässigkeit des informellen Fallabschlusses vom 28. November 2012 als unbeachtlich, da das Bundesgericht mit Urteil 8C_19/2017 vom 22. Mai 2017 die Rechtskraft des Fallabschlusses, mit Ausnahme der Integritätsentschädigung, festgestellt habe. In Würdigung der Aktenlage kam die Vorinstanz sodann zum Schluss, dass bezüglich der Kleinfingerendgelenkverletzung links bzw. der Kleinfingerendgelenkarthrose ein Rückfall und Spätfolgen zu verneinen seien und die beantragten Versicherungsleistungen somit unter dem Aspekt des Grundfalls zu beurteilen wären. Aus dem rechtskräftig abgeschlossenen Grundfall - so das kantonale Gericht - könne jedoch mangels Vorliegens der Voraussetzungen für eine prozessuale Revision oder für eine Wiedererwägung kein Anspruch auf weitere Heilbehandlung durch die obligatorische Unfallversicherung abgeleitet werden.