Citation: 6B_520/2020 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, das Projekt "E.________" sei als immaterielle Anlage nicht aktivierbar gewesen. Nach Lehre und Rechtsprechung zum bis am 31. Dezember 2012 geltenden Rechnungslegungsrecht des Obligationenrechts seien immaterielle Werte nur (zu den Anschaffungskosten) aktivierbar gewesen, wenn der betreffende immaterielle Wert nicht selbst geschaffen, sondern von Dritten erworben worden sei. Beim Projekt "E.________" seien weder die Kosten identifizierbar noch ein mess- oder realisierbarer Nutzen für die E.________.ch AG erkennbar gewesen. Es habe sich lediglich auf den Druck einiger Probeexemplare des Werbeprospektes beschränkt und es habe gemäss Aktenlage kein einziger Inserent für das Projekt gefunden werden können. Dementsprechend habe der Beschwerdeführer auch keine Businesspläne oder Kalkulationen aufgelegt und hätten sich solche auch anlässlich der Hausdurchsuchungen nicht gefunden. Das Projekt sei nicht über den Status einer Idee hinausgegangen. Mangels Aktivierbarkeit und Bilanzierbarkeit habe das Projekt somit von vornherein nicht Gegenstand einer Sacheinlage für die Aktienkapitalerhöhung bei der E.________.ch AG bilden können (angefochtenes Urteil S. 83 ff.).