Citation: C 192/01 19.03.2002 E. 3

3.- Streitig ist die Einstellung in der Anspruchsberechtigung. a) Der Versicherte gab in seinem Antrag auf Arbeitslosenentschädigung an, er habe vom 10. September bis 28. Oktober 2000 in den Ferien geweilt. Dies bestätigte er am 15. November 2000 mündlich. Nachdem er seiner Mitwirkungspflicht zur Einreichung weiterer Unterlagen zum Beleg seiner gegenteiligen Behauptung nicht nachgekommen ist, hat sich die Vorinstanz zu Recht auf diese ersten Aussagen abgestützt und festgestellt, dass sein Aufenthalt in Indien nicht als Erwerbstätigkeit qualifiziert werden kann. Daran vermag auch der im letztinstanzlichen Verfahren aufgelegte, zur Publikation vorgesehene Artikel nichts zu ändern; denn auf Grund der Angaben des Versicherten ist nicht überzeugend dargetan, dass die Reise nicht als Ferienaufenthalt geplant war oder auch nur überwiegend der journalistischen Tätigkeit gedient hat. b) aa) Der Versicherte ist zur Schadensminderung verpflichtet, jede zumutbare Arbeit anzunehmen (Art. 16 Abs. 1 AVIG). Eine Arbeit ist u.a. unzumutbar, wenn sie nicht angemessen auf die Fähigkeiten oder auf die bisherige Tätigkeit des Versicherten Rücksicht nimmt (Art. 16 Abs. 2 lit. b AVIG) oder wenn sie die Wiederbeschäftigung des Versicherten in seinem Beruf wesentlich erschwert, falls darauf in absehbarer Zeit überhaupt Aussicht besteht (Art. 16 Abs. 2 lit. d AVIG). Innerhalb dieser Schranken ist dem Versicherten auch die Annahme einer ausserberuflichen Tätigkeit grundsätzlich zumutbar, wobei bei längerer Dauer der Arbeitslosigkeit diesbezüglich eine erhöhte Pflicht besteht. Ebenfalls zumutbar sind weniger qualifizierte Arbeiten, soweit der angebotenen Stelle lediglich Überbrückungscharakter zukommt (BGE 104 V 199 Erw. 1; ARV 1980 Nr. 8 S. 19, Nr. 43 S. 108 Erw. 4; Urteil B. vom 31. Mai 2001 [C 420/00]). Diese Grundsätze gelten nicht nur für die Zumutbarkeit der Annahme einer neuen Stelle, sondern auch der Beibehaltung des alten Arbeitsplatzes (ARV 1998 Nr. 9 S. 44 Erw. 2b mit Hinweisen). bb) Das Verbleiben in der alten Stelle wäre dem Beschwerdeführer im Sinne einer Überbrückung durchaus zumutbar gewesen, auch wenn sie seinem Ausbildungsstand nicht mehr entsprach. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang, dass er selbst diese Arbeit nach Abschluss des Studiums im Februar 2000 während eines halben Jahres als angemessen erachtete. Die Ausübung des 20 % Pensums hätte es dem Versicherten zudem ohne weiteres erlaubt, sich in genügendem Umfang nach einer neuen Stelle umzusehen.