Citation: 1C_328/2024 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin kritisiert konkret, die Vorinstanz habe bei ihrer Feststellung, ob ein geeigneter Arbeitsplatz für die Tätigkeit der Beschwerdegegnerin vorgelegen habe, vollumfänglich auf Beweismittel abgestellt, welche als Beweise für die Frage des geeigneten Arbeitsplatzes im fraglichen Zeitraum nicht tauglich seien. Es handle sich um reine Annahmen der Vorinstanz, auf deren Basis kein Urteil gefällt werden könne. Grundsätzlich gelte auch im öffentlichen Recht, dass nach Art. 8 ZGB diejenige Person das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen habe, die aus ihr Rechte ableite. Die Vorinstanz verkenne, dass es zunächst an der Beschwerdegegnerin gelegen hätte, die Einrichtung der Räumlichkeiten substanziiert darzulegen und sobald ihre Parteibehauptungen bestritten würden, diese zu beweisen. Die Beweislast liege aufgrund der erhöhten Mitwirkungspflicht bei der Beschwerdegegnerin oder subsidiär bei der Vorinstanz, nicht jedoch bei der Beschwerdeführerin. Zudem sei zu beachten, dass die Beschwerdeführerin bezüglich der Grösse und Ausstattung der Dozierenden-Räume mehrere Beweismittel wie insbesondere die Befragung der HR-Verantwortlichen sowie der Leiterin Administration und Infrastruktur angeboten habe. Es gehe nicht an, dass die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung auf die Abnahme von Beweismitteln verzichte, dann aber gleichzeitig der Beschwerdeführerin vorwerfe, sie hätte gewisse Tatsachen zu beweisen gehabt, für welche sie die angebotenen Beweise nicht abgenommen habe. Wenn die Beweise korrekt gewürdigt worden wären, sei aus dem bewiesenen bzw. durch die Beschwerdegegnerin nicht bewiesenen Sachverhalt zu schliessen, dass genügend und ausreichend ausgestattete und damit geeignete Arbeitsplätze bei der Beschwerdeführerin für die Arbeitserledigung vorhanden gewesen seien.