Citation: 8C_811/2021 E. 5.3

5.3. Weiter beanstandet die Beschwerdeführerin, dass die MEDAS Bern die psychiatrische Untersuchung vor den somatischen Abklärungen durchgeführt habe. Mit diesem Argument übersieht die Beschwerdeführerin, dass die abschliessende gutachterliche Einschätzung erst nach einem Konsensgespräch aller Gutachter erfolgte. Es ist deshalb nicht ersichtlich, inwiefern die Reihenfolge der fachärztlichen Untersuchungen den Beweiswert der Expertise infrage stellen soll. Ebenso wenig verfängt der auf der gleichen Argumentationslinie erhobene Einwand in der Beschwerde, dass hinsichtlich der Schmerzproblematik Zweifel an der psychiatrischen Einschätzung bestünden. Entscheidend ist vielmehr, dass im Gutachten der MEDAS Bern eine somatoforme Schmerzstörung explizit verneint wurde, was auch mit den früheren fachärztlichen Einschätzungen übereinstimmt (vgl. Gutachten des IFPP vom 19. Februar 2008, Gutachten der SMAB vom 13. Oktober 2008, Gutachten des ZMB vom 16. November 2017, Gutachten der medexperts AG vom 29. April 2019). Die vorinstanzliche Feststellung, es liege keine relevante psychische Störung vor, ist somit nicht willkürlich. Daran ändern auch die weiteren Rügen in der Beschwerde gegen den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt betreffend Aktivitätsniveau, Medikamenteneinnahme und Therapieaktivität nichts, erschöpfen sich diese Vorbringen in der Darstellung der eigenen Sicht der Dinge der Beschwerdeführerin, mithin in einer unzulässigen appellatorischen Kritik.