Citation: 1C_687/2020 E. 4.6

4.6. Insgesamt kann nicht gesagt werden, die Standortwahl basiere auf einer nachvollziehbaren Abstimmung der raumwirksamen Tätigkeiten. Zwar greift das Bundesgericht im Rahmen seiner Prüfung nicht in die planerische Interessenabwägung des Kantons ein. Dies setzt jedoch voraus, dass diese konsistent begründet und transparent gemacht wird (vgl. Urteil 1C_346/2014 vom 26. Oktober 2016 E. 2.7 f., in: URP 2017 S. 45). Nach dem Ausgeführten fehlt es daran zum einen in Bezug auf das prognostizierte Volumen des abbaubaren Kieses (E. 4.2 hiervor) und in Bezug auf den Vergleich mit möglichen Alternativstandorten (E. 4.5 hiervor). Diese Punkte sind aus raumplanerischer Sicht zentral, weshalb sich die Festsetzung des Standorts Hatwil/Hubletzen im Richtplan trotz der zurückhaltenden bundesgerichtlichen Prüfung nicht aufrechterhalten lässt.