Citation: 5A_716/2018 E. 4.1

4.1. Vorab führt die Beschwerdeführerin aus, sie habe in der Eingabe vom 25. Mai 2018 angegeben, für das gelegentliche Aushelfen beim Zeitungsvertragen maximal Fr. 200.-- pro Monat zu erhalten. Darüber hinaus stelle ihr die Mutter Kost und Logis im Wert von ca. Fr. 1'000.-- im Monat zur Verfügung. Ansonsten erziele sie kein Einkommen, was der Vorinstanz bestens bekannt sei. Ihre finanziellen Verhältnisse würden mit der letzten Steuererklärung und einer Bestätigung der Mutter belegt. Weitere Belege, die beigebracht werden könnten, existierten nicht. Namentlich stehe die Beschwerdeführerin in keinem Anstellungsverhältnis, und zwar auch nicht als Zeitungsverträgerin. Es sei offensichtlich, dass weder Einkommen noch Vermögen vorhanden seien, welche den existenziellen Grundbedarf übersteigen würden. Es bedürfe daher auch keines zusätzlichen Belegs für die aktuelle Prämie der Krankenversicherung oder sonstiger Belege. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, bei der Vorinstanz allein eine Steuererklärung für das Jahr 2016 und eine Bestätigung der Mutter eingereicht zu haben. Wie das Kantonsgericht richtig annimmt, sind diese Belege nicht geeignet, die behauptete Bedürftigkeit nachzuweisen: Der Steuererklärung kann schon deswegen kein entscheidendes Gewicht zukommen, weil sie nicht die Verhältnisse im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung (30. April 2018) widerspiegelt (vgl. Urteile 4A_44/2018 vom 5. März 2018 E. 5.4; 4A_667/2015 vom 22. Januar 2016 E. 3.3). Die Bestätigung der Mutter hat sodann nur beschränkte Aussagekraft. Insbesondere ist nicht ersichtlich, weshalb die Mutter sich zum Erwerbseinkommen der Beschwerdeführerin äussern könnte, zumal nicht behauptet wird, sie sei deren Arbeitgeberin. Offensichtlich unzutreffend ist die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie sei nirgends beschäftigt: Unbestritten erzielt sie mit dem Austragen von Zeitungen gewisse Einnahmen, womit sie zumindest in einer Art Arbeitsverhältnis steht. Weshalb sie diesbezüglich keine Belege einreichen können sollte, erklärt die Beschwerdeführerin nicht und ist auch nicht nachvollziehbar. Unbestritten hat die Beschwerdeführerin sodann keine Kontounterlagen und keine Unterlagen zur Krankenversicherung eingereicht. Dass die entsprechenden Belege nicht vorhanden wären, macht sie nicht geltend. Damit konnte die Vorinstanz ohne Verletzung von Art. 29 Abs. 3 BV zum Schluss gelangen, dass Mittellosigkeit auch unter Berücksichtigung der am 25. Mai 2018 eingereichten Belege nicht nachgewiesen ist und die Beschwerdeführerin ihre Verhältnisse nicht umfassend offengelegt hat.