Citation: 2C_251/2021 E. 4.2.3

4.2.3. Was die letzte in der Beschwerde aufgeworfene Rechtsfrage anbelangt, hat das Bundesgericht in BGE 146 II 150 eingehend dargelegt, wie die ESTV vorzugehen hat, wenn sie konkrete Anzeichen dafür erkennt, dass der ersuchende Staat übermittelte Informationen für abkommensfremde Zwecke einsetzen wird (a.a.O., E. 7.5; demnach ist der ersuchte Staat dann aufgrund des völkerrechtlichen Grundsatzes von Treu und Glauben verpflichtet, sich an den ersuchenden Staat zu wenden und diesen anzuhalten, die Einhaltung seiner völkerrechtlichen Verpflichtungen zuzusichern). Die Vorinstanz erkannte im vorliegenden Fall offenbar keine "konkreten Anzeichen" für eine drohende zweckwidrige Verwendung der ersuchten Informationen, und die Beschwerdeführerin legt auch nicht dar, dass die Vorinstanz von solchen Umständen hätte ausgehen müssen. So oder anders erschöpft sich die von der Beschwerdeführerin aufgeworfene Rechtsfrage darin, die Anwendung der Leitsätze von BGE 146 II 150 auf den vorliegenden Einzelfall in Frage zu stellen. Eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ist hierin nicht zu erkennen (vgl. E. 4.2.1 hiervor).