Citation: 1C_401/2020 E. 4

In materieller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer in erster Linie eine fehlerhafte Interessenabwägung und erhebt in diesem Zusammenhang verschiedene Sachverhalts- und Gehörsrügen. Unter Berücksichtigung der Bedeutung des Färdabachs als einzigartiger Lebensraum für artenreiche Lebensgemeinschaften wirbelloser Tiere, inkl. mehrerer Rote-Liste-Arten, sowie dessen landschaftliche Bedeutung als einer der letzten unverbauten Bergbäche des Wallis, müsse auf das Kleinwasserkraftwerk verzichtet werden. Jedenfalls aber müsse die Mindestrestwassermenge erhöht, anstatt - wie geschehen - herabgesetzt werden. Im Folgenden sind zunächst die spezifischen Rügen zur Festlegung der Restwassermenge zu prüfen.