Citation: U 152/99 30.03.2000 E. 2

2.- Dieser Auffassung, dass die MEDAS-Begutachtung neue vorbestandene erhebliche Tatsachen im Sinne der zu Art. 137 lit. b OG ergangenen Rechtsprechung (BGE 110 V 141 Erw. 2) zutage gefördert habe, kann nicht beigepflichtet werden. Wie die Gesuchsgegnerin zu Recht einwendet, müssen die vom Gesuchsteller erwähnten ärztlichen Äusserungen im gesamten Kontext von Haupt- und Teilexpertisen gelesen werden. Es ist wohl richtig, dass die Gutachter in der abschliessenden Beantwortung der speziellen Fragen die posttraumatischen Spannungskopfschmerzen als sichere Unfallfolgen diagnostizieren. Auch trifft zu, dass Dr. med. K.________ aus psychiatrischer Sicht davon ausgeht, dem Gesuchsteller ginge es heute gesundheitlich besser, wenn er den Unfall nicht erlitten hätte. Diese und weitere Bemerkungen vermögen aber nichts an der Tatsache zu ändern, dass die MEDAS-Begutachtung im Vergleich zu den früheren Entscheidgrundlagen, welche im Gutachten selber ausführlich aufgearbeitet werden, keine zusätzlichen Befunde enthält, aus welchen sich ein eindeutiger Zusammenhang zwischen unfallmässiger Schädigung und Kopfschmerzen ergäbe. Das gilt gerade für die Kopfschmerzen selber, stellte doch Dr. S.________ im neurologischen Teilgutachten vom 29. Januar 1999 ausdrücklich fest, auch er sei, wie bereits andere Gutachter, "der Meinung, dass sich auf Grund der heutigen Situation nicht eindeutig entscheiden lässt, ob die chronischen Kopfschmerzen im Zusammenhang mit dem leichten Schädel-Hirntrauma stehen". Auch wenn nun - im Sinne der festgehaltenen Ergebnisse des Hauptgutachtens ("posttraumatische Kopfschmerzen vom Spannungstyp") - ärztlicherseits die Kopfschmerzen überwiegend in Zusammenhang mit dem Unfall vom 25. April 1992 gebracht werden, bleibt es dabei, dass die Beweislage in Anbetracht der ganz erheblichen Nebenbefunde - deren Genese ebenfalls im Dunkeln bleibt - eine unfallmässige Verursachung der Kopfschmerzren zwar als plausibel erscheinen lässt, nicht aber organisch objektiv ausweist. Deshalb kommt es nach der geltenden Rechtsprechung (BGE 122 V 417 Erw. 2c) zur Prüfung des Kausalzusammenhanges im Lichte der Adäquanzkriterien. Diese schlägt eindeutig zum Nachteil des Gesuchstellers aus, wie sich aus dem Urteil vom 10. Dezember 1997 ergibt und was auch im Revisionsgesuch nicht in Frage gestellt wird. Die Bezeichnung der Kopfschmerzen im MEDAS-Gutachten als sichere Unfallfolge kann daher allenfalls als neue, im Lichte der erwähnten Rechtsprechung jedoch nicht als erhebliche Tatsache bezeichnet werden, welche eine Neubeurteilung der Kausalitätsfrage rechtfertigte.