Citation: I 513/02 21.07.2003 E. 4

Es steht fest und ist unbestritten, dass die beidseitige hochgradige Schwerhörigkeit der Versicherten medizinischen Massnahmen im Sinne von Art. 12 IVG zugänglich ist. Streitig und zu prüfen ist, ob die Invalidenversicherung die prophylaktisch durchgeführte CI-Implantation (Einstellungen, Hörtraining, Betriebskosten) als medizinische Eingliederungsmassnahme zu übernehmen hat. Ausser Betracht fällt ein Anspruch gestützt auf Art. 11 IVG in Verbindung mit Art. 23 IVV, weil es sich bei der im Rahmen dieser Bestimmung geschuldeten Vergütung von Behandlungskosten um eine Schadenersatzleistung handelt (vgl. BGE 119 V 252 Erw. 1b), welche den Eintritt eines Schadens - die Realisierung des Eingliederungsrisikos - voraussetzt. Nicht zu prüfen ist im vorliegenden Verfahren sodann, ob die Herstellerfirma, welche das Gerät und die Operation des CI rechts übernommen hat, für die Folgekosten des CI rechts haftbar gemacht werden kann, wobei an dieser Stelle immerhin auf die Bestimmung des Art. 52 IVG (Rückgriff auf haftpflichtige Dritte) verwiesen sei.