Citation: 8C_385/2020 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführerin ist nach dem Gesagten zuzustimmen, dass die Koordination zwischen der Arbeitslosenversicherung und einer (privaten) Krankentaggeldversicherung gestützt auf Art. 28 Abs. 2 und Abs. 4 AVIG (in Verbindung mit Art. 73 Abs. 1 KVG) und der dort statuierten Subsidiarität der Arbeitslosenversicherung insofern zu Lasten der Kranktentaggeldversicherung zu erfolgen hat, als bei gleichzeitigem Bezug von Arbeitslosenentschädigung und Krankentaggeldern nach VVG, diese von den Arbeitslosentaggeldern in Abzug gebracht werden, um eine Überentschädigung zu verhindern (BGE 128 V 176 E. 5 S. 181; ARV 2004 S. 50, C 303/02 E. 3.1 und E. 5; THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 2395 Rz. 437). Dabei werden insbesondere weder Vorleistungspflichten festgelegt, noch bestehen sonstige Koordinationsbestimmungen (ARV 2019 S. 182, 8C_481/2018 E. 4.2.2 mit weiterem Hinweis). Hieraus ergibt sich, dass die Krankentaggeldversicherer die für den Zeitraum von September 2016 bis April 2017 gemäss Vergleich vom 27. Juni 2017 ausgerichteten Taggelder der Arbeitslosenversicherung im Umfang von Fr. 20'438.05 nicht von den ihrerseits geschuldeten und mit Fr. 18'710.25 bezifferten Krankentaggeldern (für eine Arbeitsunfähigkeit von 80 %) hätten in Abzug bringen dürfen (vgl. Beschluss des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 16. Oktober 2017 E. 1.2 S. 3). Dieser zivilrechtliche Vergleich kann der Arbeitslosenkasse im Rahmen des Sozialversicherungsrechts nicht entgegengehalten werden (Vgl. Urteil 4A_239/2020 vom 5. August 2020 E. 9.2; BGE 140 III 278 E. 4.2.1. S. 283 - 284 mit Hinweisen).