Citation: 2C_506/2019 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin bemängelt sodann die vorinstanzlichen Erwägungen zur hypothetischen Kausalität (vgl. E. 4.2.2 hiervor; E. 10.4 f. des angefochtenen Urteils). Sie bringt vor, zur Beurteilung der Kausalität zwischen der fehlenden Einsetzung eines Sicherheitsbeauftragten und dem Brandausbruch müsse zunächst das Pflichtenheft eines Sicherheitsbeauftragten bestimmt werden. Hierzu habe die Beschwerdeführerin bereits vor der Vorinstanz dargelegt, es gebe weder ein Musterpflichtenheft noch sonstige Hinweise in den anwendbaren Brandschutznormen, Richtlinien oder Merkblättern. Die Vorinstanz treffe willkürliche Feststellungen und Annahmen über die generellen Aufgaben sowie die Ausbildung und Baustellenpräsenz eines Sicherheitsbeauftragten. Ein Sicherheitsbeauftragter sei nicht permanent auf der Baustelle, sondern nur in regelmässigen Abständen. Die Vorinstanz habe bei ihren Kausalitätsüberlegungen zu Unrecht darauf abgestellt, was ein Sicherheitsbeauftragter im Idealfall getan hätte. Vielmehr hätte sie darauf abstellen müssen, was auf den Schweizer Baustellen tatsächlich Usus sei und "in der Realität" gemacht werde.