Citation: 8C_503/2022 E. A

A.a. A.________, geboren 1985, besuchte in Deutschland das Gymnasium und absolvierte eine höhere Handelsschule. Im Februar 2010 reiste sie als diplomierte Pflegefachfrau in die Schweiz ein, wo sie weiterhin im Pflegebereich berufstätig blieb. Am 12. Oktober 2016 meldete sie sich wegen seit 2014 anhaltender Narkolepsie bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die seit Juni 2015 behandelnde Neurologin Dr. med. B.________ attestierte der Versicherten wegen Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen als Folge der vermehrten Tagesschläfrigkeit mit imperativem Schlafdrang ab April 2016 eine volle Arbeitsunfähigkeit als Pflegefachfrau und empfahl eine berufliche Neuorientierung. In einer behinderungsangepassten beratenden Tätigkeit mit viel Menschenkontakt und freier Zeiteinteilung sei sie jedoch ab sofort zu 100% arbeitsfähig (Bericht vom 29. November 2016). Am 13. November 2017 erteilte die IV-Stelle des Kantons Zürich (fortan: IV-Stelle oder Beschwerdegegnerin) Kostengutsprache für berufliche Massnahmen. Unter Ermahnung an die Mitwirkungspflicht sprach sie der Versicherten ab 3. April bis längstens zum 10. Oktober 2018 (Beginn der berufsbegleitenden Umschulung) ein Wartezeittaggeld zu (Schreiben vom 16. Mai 2018). A.b. Da sich die geplante Weiterbildung an der Schule C.________ ab Oktober 2018 mangels ausreichender Teilnehmerzahl verzögerte, verlängerte die IV-Stelle das Wartezeittaggeld bis zum 16. Januar 2019. Am 28. September 2018 erteilte sie erneut Kostengutsprache für die Umschulung zum MAS (Master of Advanced Studies) in "Prävention und Gesundheitsförderung" an der Schule C.________ vom 17. Januar 2019 bis 11. Dezember 2020. Darüber schloss die IV-Stelle mit der Versicherten eine Zielvereinbarung ab, womit Letztere unter ausdrücklichem Hinweis auf die ihr obliegende Schadenminderungspflicht zusagte, neben den theoretischen Modulen spätestens ab 17. Januar 2019 eine Berufstätigkeit mit einem 60%-Pensum aufzunehmen. Nach erfolglosen Bemühungen um Aufnahme einer entsprechenden Teilzeittätigkeit gewährte die IV-Stelle als weitere berufliche Massnahme vom 14. März bis 13. September 2019 ein Coaching für die Stellensuche. Im Juni 2019 schloss A.________ ihr erstes CAS-Modul (Certificate of Advanced Studies in "Systemischem Projektmanagement") ab. Am 13. September 2019 erinnerte sie die IV-Stelle erneut an die ihr obliegende Mitwirkungspflicht und formulierte verschiedene Forderungen zur Verbesserung der Erfolgsaussichten der Umschulung. A.c. Nachdem A.________ im Juni 2020 das zweite CAS-Modul abgeschlossen hatte, erfuhr die IV-Stelle im Rahmen einer Überprüfung der Voraussetzungen für die Weiterführung der Umschulung, dass die Versicherte seit September 2019 nicht mehr bei Dr. med. B.________ in Behandlung war. Die spezialmedizinische Abklärung des med. pract D.________ in der Klinik E.________ zeigte laut Bericht vom 7. Dezember 2020 eine 80%-ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Auf Intervention der Versicherten wurde die Arbeitsfähigkeit mit Bericht vom 10. Dezember 2020 auf 60% in angepasster Tätigkeit reduziert. Mit zwei Verfügungen vom 16. Dezember 2020 verlängerte die IV-Stelle die Umschulung zum "MAS Prävention und Gesundheitsförderung" an der Schule C.________ bis zum 10. Dezember 2021 und sprach der Versicherten für denselben Zeitraum wiederum Taggelder zu. Zudem schloss die IV-Stelle mit der Versicherten auch für diesen Zeitraum eine Zielvereinbarung ab. Nachdem A.________ im Dezember 2020 ihr drittes CAS-Modul absolviert hatte, informierte sie die IV-Stelle mit E-Mail vom 6. Mai 2021, dass med. pract. D.________ ihr wegen Nebenwirkungen der Medikamentenumstellung eine Sistierung des MAS-Umschulungsprogramms für etwa zwei Monate empfehle. Med. pract. D.________ attestierte der Versicherten vom 1. Mai bis 12. Juli 2021 eine 100%-ige und anschliessend bis zum 31. Juli 2021 eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit. Als sie nach Wiederaufnahme des Studiums erkannte, dass der Umschulungsabschluss per Dezember 2021 nicht mehr möglich sein würde, ersuchte sie die IV-Stelle erneut um Verlängerung der Umschulung. Mit Vorbescheid vom 17. September 2021 kündigte die IV-Stelle an, die Umschulung per 30. September 2021 abzubrechen. Daran hielt sie unter Einstellung des Taggeldes per 30. September 2021 fest (Verfügung vom 31. Januar 2022).