Citation: 2C_622/2021 E. 5.1

5.1. Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz wurde der Mutter die Sorge über den gemeinsamen Sohn übertragen, während der Beschwerdeführer an jedem zweiten Wochenende ein Besuchsrecht hat (von Samstag 9:00 Uhr bis Sonntag 18:00 Uhr). Nach der hier einschlägigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist es zur Wahrnehmung des Besuchsrechts grundsätzlich nicht erforderlich, dass der ausländische Elternteil über ein dauerndes Aufenthaltsrecht in der Schweiz verfügt, da das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausgeübt werden kann, wobei allenfalls die Modalitäten des Besuchsrechts entsprechend auszugestalten sind. Ein Aufenthaltsanspruch gestützt auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK fällt jedoch ausnahmsweise dann in Betracht, wenn in (1) wirtschaftlicher und (2) affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung zum Kind besteht, (3) diese Beziehung wegen der Distanz zum Heimatland des Ausländers praktisch nicht aufrecht erhalten werden könnte und (4) dessen bisheriges Verhalten in der Schweiz zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat, wobei eine Gesamtbeurteilung zu erfolgen hat (BGE 147 I 149 E. 4; BGE 144 I 91 E. 5 mit weiteren Hinweisen). Diese Anforderungen müssen gerichtlich abgeklärt werden (vgl. BGE 147 I 149 E. 4).