Citation: 9C_234/2023 E. 3.3.1

3.3.1. So gehe es nicht auf, wenn der Sachverständige einerseits eine adäquate medikamentöse Behandlung, die vom Beschwerdeführer befolgt werde, feststelle und anderseits zum Schluss gelange, es liege keine psychische Erkrankung vor. Die Vorinstanz hält dazu fest, aus dem Umstand allein, dass eine Behandlung erfolge und Medikamente eingenommen würden, lasse sich keine krankheitswertige Störung ableiten. Wie auch immer es sich damit verhält: Im Fall des Beschwerdeführers darf davon ausgegangen werden, dass aktenkundige gesundheitliche Krisen (vgl. oben E. 2.2.3) durch adäquate Behandlung aufgefangen werden konnten. Der psychiatrische Teilgutachter weist denn auch darauf hin, dass der Versicherte - der subjektiv gleichbleibend angebe, es gehe ihm schlecht - durch die intensiven Therapien objektiv eine Erleichterung verspüren müsste. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sagt der Gutachter damit nicht, nur jene Personen litten an einer psychischen Erkrankung, bei denen eine Therapie auch tatsächlich anschlage; vielmehr bringt er damit zum Ausdruck, dass es vorliegend keine Anzeichen für eine Therapieresistenz gebe. Da sich die geltend gemachte Widersprüchlichkeit (behandlungsbedürftiger Zustand einerseits, fehlende psychiatrische Diagnose anderseits) mithin auflösen lässt, erweist sich die Beweiswürdigung der Vorinstanz diesbezüglich als willkürfrei.