Citation: 5P.442/2005 27.01.2006 E. A

Y.________, Jahrgang 1965, venezuelanische Staatsangehörige, und der Schweizer X.________, Jahrgang 1970, schlossen am 3. Februar 1995 als Brautleute einen Ehevertrag und wählten die Gütertrennung als künftigen ehelichen Güterstand. Sie heirateten am 17. Februar 1995 und wurden Eltern zweier Kinder. Der Ehemann will während der Ehe gemeinsam mit der Ehefrau auf deren Namen in Venezuela eine Farm erworben, an den Kaufpreis Fr. 62'000.-- bezahlt und weitere Beiträge zur Bewirtschaftung (z.B. Kauf von Rindern u.ä.) geleistet haben. Die Ehegatten trennten sich im Mai/Juni 2002. Sie begehrten einverständlich die Scheidung und beantragten übereinstimmend die gerichtliche Feststellung, "dass die Parteien aufgrund der vor der Heirat vereinbarten Gütertrennung güterrechtlich auseinandergesetzt sind". Das Bezirksgericht Münchwilen, Kanton Thurgau, schied die Ehe und regelte die Scheidungsfolgen. Dispositiv-Ziff. 9 lautet dahin, "dass die Parteien güterrechtlich per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt sind" (Urteil vom 3. Juni 2004).