Citation: 1P.90/2005 23.02.2005 E. 4

Aufgrund der von den kantonalen Behörden eingereichten Akten ist das Bundesgericht nicht in der Lage, das Vorliegen von ausreichenden Haftgründen (dringender Tatverdacht, Kollusionsgefahr) zu prüfen. Es ist nicht die Aufgabe des Bundesgerichtes, im vorliegenden staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren weitere Beweisabklärungen zu treffen, von der zuständigen Untersuchungsbehörde ergänzende Akten einzuverlangen oder von sich aus in den Akten nach ausreichenden Haftgründen zu forschen. Im vorliegenden Fall drängt es sich vielmehr auf, die Streitsache zur Neubeurteilung an die kantonalen Behörden zurückzuweisen, wie dies auch der Beschwerdeführer in seinem Eventualstandpunkt beantragt. Sollte der kantonale Haftrichter erneut das Vorliegen von Haftgründen bejahen, wären diese im Sinne der obigen Erwägungen ausreichend zu begründen. Dabei wird auch dem Beschleunigungsgebot in Haftsachen Rechnung zu tragen sein. Danach muss entweder eine gerichtliche Beurteilung innert angemessener Frist oder aber eine Entlassung aus der Untersuchungshaft erfolgen (vgl. Art. 31 Abs. 3 und 4 BV, Art. 5 Ziff. 3 und 4 EMRK). Angesichts der schwerwiegenden strafrechtlichen Vorwürfe und der von den kantonalen Behörden geltend gemachten aber nicht ausreichend dargelegten Haftgründe rechtfertigt sich hingegen im gegenwärtigen Zeitpunkt keine Entlassung des Beschwerdeführers aus der Untersuchungshaft.