Citation: 8C_360/2017 E. 5.1

5.1. Das kantonale Gericht erwog im Wesentlichen, die im Jahre 1999 bei der Versicherten diagnostizierte Multiple Sklerose (MS) -Erkrankung sei offensichtlich unfallfremd und deshalb hier nicht zu berücksichtigen. Die Diskushernie L4/5 paramedian links sei bereits im Gutachten des Spitals E.________ vom 13. Juni 1995 als unfallfremd beurteilt worden, so dass deren Entwicklung ebenfalls nicht in die Beurteilung einzubeziehen sei. Keine wesentliche Veränderung bzw. Verbesserung zeige sich in Bezug auf die Knieproblematik rechts. Nach Lage der Akten sei diese damals in die Kausalitätsbeurteilung einbezogen und auf eine beginnende Gonarthrose hingewiesen worden; in Anbetracht der bloss vorübergehenden Verschlechterung sei die Unfallkausalität im obigen Gutachten vom 13. Juni 1995 verneint worden. Gemäss dem SIVM-Gutachten vom 31. Mai 2012 zeige sich eine ausgeprägte mediale Gonarthrose, womit die Beschwerden am rechten Knie wenigstens im gleichen Masse fortbestünden, soweit sie (mangels Kausalität) überhaupt massgeblich seien. Auch bezüglich der HWS-Beschwerden und Kopfschmerzen hätten die SIVM-Gutachter am 31. Mai 2012 keine wesentliche Verbesserung festgestellt. Aus neurologischer und neuropsychologischer Sicht sei auf einen unveränderten Gesundheitszustand hingewiesen worden. Anhaltspunkte für eine wesentliche Verbesserung hätten sich diesbezüglich auch gemäss dem SIVM-Gutachten vom 19. September 2014 nicht ergeben. Letztlich habe sich aufgrund des SIVM-Gutachtens vom 31. Mai 2012 auch das chronisch rezidivierende Zervikovertebralsyndrom, das im Gutachten des Spitals E.________ vom 13. Juni 1995 als unfallkausal beurteilt worden sei, nicht wesentlich verändert. Der neurologische SIVM-Gutachter habe in diesem Zusammenhang weiterhin Weichteilbeschwerden festgehalten. Seine Vermutung, diese hätten wahrscheinlich bereits vor dem Unfall vom 5. August 1990 bestanden und könnten sich danach chronifiziert haben, sei eine Möglichkeit; sie begründe aber keine überwiegend wahrscheinliche, revisionsrechtlich relevante Veränderung des Gesundheitszustandes. Gleiches gelte für die Auffassung des SIVM-Rheumatologen im Gutachten vom 19. September 2014, der ohne nähere Auseinandersetzung mit den Vorakten ein klassisches zervikovertebrales oder -spondylogenes Syndrom als nicht mehr vorhanden erachtet, das Beschwerdebild aber fibromyalgischen Schmerzen zugeordnet habe. Seine Schlussfolgerung, es sei vorstellbar, dass die fibromyalgischen Schmerzen durch die MS verursacht seien und mit unterhalten würden, entspreche einer neuen Beurteilung des Bisherigen, die revisionsrechtlich ohne Belang sei. Im Übrigen habe er einen vernünftigen Vergleich des Gesundheitszustandes für kaum mehr möglich gehalten, so dass ein Revisionsgrund nicht rechtsgenüglich belegt sei. Nach dem Gesagten sei in den SIVM-Gutachten vom 31. Mai 2012 und 19. September 2014 keine Verbesserung des Gesundheitszustands seit 1995 festgestellt worden. Damit habe auch kein Raum bestanden, die Adäquanzfrage neu aufzuwerfen. Denn diese sei eine Rechtsfrage, deren Neubeurteilung lediglich einer anderen Bewertung gleichkäme, was keinen Revisionsgrund darstelle. Damit sei die revisionsweise Leistungseinstellung unzulässig.