Citation: U 326/03 17.01.2005 E. 1

Mit Blick auf den Anfechtungsgegenstand (vgl. BGE 125 V 414 Erw. 1a) ist einzig strittig und zu prüfen, ob die zugesprochene Integritätsentschädigung in Höhe von 5 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Anhang 3 zur UVV, Ziff. 1) rechtens und angemessen ist (Art. 132 lit. a OG). 1.1 Kantonales Gericht und Verwaltung haben die massgebenden Bestimmungen und Grundsätze zutreffend wiedergegeben (Art. 24 f. UVG, Art. 36 UVV, Anhang 3 zur UVV; BGE 124 V 31 Erw. 1, 115 V 147). Darauf kann verwiesen werden. 1.2 Mit den Vorinstanzen ist namentlich festzuhalten, dass die Bemessung der Integritätsentschädigung auf einer medizinisch-theoretischen Einschätzung der Beeinträchtigung der (hier körperlichen) Integrität fusst. Von den individuellen Auswirkungen des Gesundheitsschadens wird somit abstrahiert. Die Schmerzanfälligkeit der vom versicherten Unfall betroffenen Hand ist, wie der Beschwerdeführer selbst darlegt, zu einem guten Teil auf die diesen Körperteil besonders belastende und somit ungünstige Arbeit eines Dachdeckers zurückzuführen. Insoweit darf die Symptomatik bei der Bemessung der hier interessierenden Leistung keine Rolle spielen. 1.3 Der Kreisarzt begründete seine Beurteilung des Integritätsschadens damit, es bestehe ein schmerzhaftes Narbenfeld im Bereich der Vola manus, im Bereich des dritten Strahls mit Angabe eines gelegentlichen Schnellens des Fingers. Er setzte diesen Befund in funktioneller Hinsicht einem Verlust des Mittelfingers auf Höhe des PIP-Gelenks gleich (gemäss SUVA-Tabelle 3, Ziff. 42b; vgl. BGE 124 V 32 Erw. 1c), woraus sich eine Beeinträchtigung von 5 % ableitet (Bericht vom 10. Februar 2003). Diese Bemessung der Beeinträchtigung nach einem zu vergleichbaren Ausfällen führenden Tabellenwert ist nachvollziehbar und überzeugt. Die kreisärztlichen Feststellungen stehen im Einklang mit dem Ergebnis der Untersuchung in der Klinik für Plastische, Wiederherstellungs- und Handchirurgie am Spital Y.________ (Bericht vom 10. Januar 2003). Für die beantragte weitere Begutachtung besteht kein Anlass. Eine allfällige Gleichsetzung des Befundes mit einer Arthrose (SUVA-Tabelle 5) oder einer Gelenkinstabilität (SUVA-Tabelle 6) würde im Übrigen nicht zu einer höheren Entschädigung führen. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird ausgeführt, dem Kreisarzt sei anlässlich der Untersuchung demonstriert worden, dass die Beschwerden ("Schnapphand-Phänomene") nicht nur im Mittelfingergelenk, sondern auch in der Hohlhand aufträten und sich bis zum Ellbogen erstreckten. Soweit damit eine unvollständige Befundaufnahme gerügt werden soll, ist dem entgegenzuhalten, dass der Versicherte im vorinstanzlichen Verfahren nichts Derartiges vorgebracht, sondern vielmehr eine (spätere) Verschlechterung des Zustandes geltend gemacht hatte. Das Sozialversicherungsgericht legt seiner Beurteilung grundsätzlich nur den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt zugrunde (BGE 121 V 366 Erw. 1b; RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101). Die Berücksichtigung späterer Entwicklungen ist einem allfälligen neuen Verfahren vorbehalten, wobei nach dem Wortlaut der Verordnung Revisionen nur im Ausnahmefall möglich sind, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und bei der Bemessung des Integritätsschadens nicht voraussehbar war (Art. 36 Abs. 4 Satz 2 UVV). Der Beschwerdeführer unterstreicht sein Begehren schliesslich mit dem Vorbringen, die Operationen vom 12. August 1997 und vom 10. Februar 1998 seien nicht am Mittelfinger, sondern "in der Hohlhand" ausgeführt worden. Aus den Akten ergibt sich indes, dass beide Eingriffe den rechten Mittelfinger, namentlich die Revision von dessen Beugesehne, betrafen (Operationsberichte vom 12. August 1997 und vom 11. Februar 1998).