Citation: 8C_295/2023 E. 4.2

4.2. Med. pract. D.________ hielt in der Stellungnahme vom 29. Juni 2019 gestützt auf die Aktenlage und die medizinische Literatur fest, der sachliche Zusammenhang zwischen dem LWS- und HWS-Leiden der Beschwerdeführerin sei gegeben. Die gegenteilige Schlussfolgerung der Vorinstanz, die sich nicht auf medizinische Akten stützt, ist somit offensichtlich unrichtig. Hieran ändert die vorinstanzliche Feststellung nichts, die LWS-Beschwerden hätten sich laut dem Bericht der med. pract. D.________ vom 13. April 2017 im Vergleich mit dem Gutachten von Dr. med. B.________ sogar verbessert. Somit war ab 1. April 2015 keine neue Wartezeit nach Art. 29 bis IV zu eröffnen mit der Folge, dass der Rentenanspruch ab 1. April 2015 zu prüfen ist. Unter diesen Umständen braucht nicht geklärt zu werden, ob auch zwischen den somatischen und den psychischen Beschwerden ein sachlicher Zusammenhang besteht.