Citation: 1B_201/2007 15.11.2007 E. 3

3.1 Das Ablehnungsgesuch wird damit begründet, der Einzelrichter habe bei Erlass der Verfügung vom 30. Mai 2006 mangelnde Aktenkenntnis gehabt. Diese Verfügung wurde dem Beschwerdeführer am 27. Juni 2006 zugestellt (Empfangsschein in den kantonalen Akten). Die Vorwürfe gegen den Einzelrichter betreffen also Tatsachen, die dem Beschwerdeführer seit dem 27. Juni 2006 bekannt sind. 3.2 Auf Beschwerde hin hob das Bundesgericht mit Urteil vom 4. Dezember 2006 die Verfügung des Einzelrichters vom 30. Mai 2006 auf, weil der Beschwerdeführer sich nicht zur Vernehmlassung der Staatsanwaltschaft vom 10. Januar 2006 habe äussern können. Das Bundesgerichtsurteil wurde dem Beschwerdeführer am 9. Dezember 2006 zugestellt. In diesem Zeitpunkt war der Beschwerdeführer anwaltlich vertreten. Er konnte erkennen, dass er sich im wieder aufzunehmenden kantonalen Verfahren wird zur Stellungnahme der Staatsanwaltschaft äussern können und dass das Verfahren - wie in solchen Fällen üblich - vom mit der Sache befassten Richter weitergeführt wird. Er musste seit dem 9. Dezember 2006 damit rechnen, dass der gleiche Einzelrichter wieder tätig wird. Da er das Ablehnungsbegehren erst am 15. April 2007 gestellt hat, muss er den Vorhalt gegen sich gelten lassen, er habe damit mehr als vier Monate zugewartet. Dies gilt auch, wenn man berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer seit dem 16. Dezember 2006 von einem anderen Anwalt vertreten wird (Vollmacht in den kantonalen Akten). Die Tatsachen, die zur Begründung der Ablehnung angeführt werden, waren in diesem Zeitpunkt bekannt. Vom Anwaltswechsel bis zur Stellung des Ablehnungsbegehrens vom 15. April 2007 sind rund vier Monate verstrichen. Gemäss dem Grundsatz, wonach ein Ablehnungsbegehren so früh wie möglich zu stellen ist, darf diese Dauer als zu lang bezeichnet werden. Bei den gegebenen Umständen konnte das Obergericht also das Ablehnungsbegehren vom 15. April 2007 als verspätet erachten. Es liegt keine Verfassungsverletzung vor, wenn das Obergericht auf das Ablehnungsbegehren nicht eingetreten ist. Damit erübrigt es sich, auf die weitergehenden Rügen einzugehen.