Citation: 1P.721/2001 07.12.2001 E. A

A.- Das Untersuchungsrichteramt IV Berner Oberland führt gegen J.________ eine Strafuntersuchung wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Es verdächtigt ihn insbesondere, zusammen mit einem weiteren Angeschuldigten mehrere Hanfläden betrieben und darin seit April 1995 mehrere hundert Kilogramm Cannabispflanzen verkauft zu haben. Nach einer ersten Verhaftung wurde J.________ am 11. November 1999 wieder freigelassen, nachdem er sich bereit erklärt hatte, bis zu einem Freispruch oder einer Gesetzesänderung in seinen Läden kein Hanfkraut mehr zu verkaufen. Am 11. Juli 2000 stellte die Stadtpolizei Bern in einem von J.________ geführten Hanfladen rund 26 kg Hanfkraut bzw. -blüten sicher. Analysen von Hanfproben ergaben mit wenigen Ausnahmen einen THC-Gehalt zwischen 2 und 12 %. Am 15. März 2001 wurde J.________ erneut verhaftet und am 19. März 2001 wegen Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft versetzt. Ein Haftentlassungsgesuch vom 18. Juni 2001 wies die Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Bern am 19. Juli 2001 kantonal letztinstanzlich ab. Das Bundesgericht schützte diesen Entscheid am 30. August 2001.