Citation: 8C_633/2020 E. 6.2

6.2. Vorliegend ist unbestritten, dass ein allfälliger Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung frühestens im August 2016 entstanden wäre. Zu diesem Zeitpunkt war der Beschwerdeführer aber bereits krankheitshalber voll erwerbsunfähig und bezog eine ganze Rente der Invalidenversicherung (vgl. Beschluss vom 11. Juli 2019, mit der die IV-Stelle Zug dem Beschwerdeführer angesichts des Invaliditätsgrades von 100 % seit 1. Januar 2014 eine ganze Invalidenrente gewährte). Somit konnten die unfallbedingten Einschränkungen im frühesten Zeitpunkt der unfallversicherungsrechtlichen Rentenprüfung (August 2016) nach der Rechtsprechung keinen Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung mehr begründen. Denn das Valideneinkommen wäre im massgebenden Zeitpunkt angesichts des Beschlusses der IV-Stelle mit Fr. 0.- festzusetzen, so dass ungeachtet der Bemessung des Invalideneinkommens kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren kann. Bei dieser Sach- und Rechtslage braucht der Einwand der Ermessensunterschreitung nicht näher geprüft zu werden.