Citation: 4A_613/2020 E. 1

Die A.________ AG (Beschwerdeführerin) führte als Untermieterin in Räumlichkeiten in U.________ einen Versuchsbetrieb zur Entwicklung eines treibstoffeinsparenden Flugzeugtriebwerks. Als Untervermieterin figurierte zunächst die C.________ AG. Diese verweigerte der Beschwerdeführerin Anfangs 2018 den Zutritt zu ihren Räumlichkeiten und Versuchsanlagen. Ab April/Mai 2018 wurde das Mietverhältnis von der B.________ AG (Beschwerdegegnerin 1) übernommen. Die Beschwerdeführerin betrieb die Beschwerdegegnerin 1 mit Zahlungsbefehl Nr. xxx des Betreibungsamtes V.________ für einen Betrag von Fr. 11 Mio. nebst Zins. Als Forderungsgrund nannte sie "Direkte Verantwortung wegen rechtswidriger Handlungen gegen A.________ AG, Vertrauensbruch, Verletzung der Treuepflicht, Urkundendelikte, Entwendung von Inventar der A.________ AG, Sachentziehung, Handlungen gegen die Interessen der A.________ AG und deren Aktionäre, Interessenkonflikt zwischen B.________ AG und A.________ AG. Unter solidarischer Haftung von D.________, B.________ AG, E.________, F.________ GmbH". Daraufhin verlangte die Beschwerdegegnerin 1 am 29. August 2018 beim Bezirksgericht Höfe mit Klage nach Art. 85a SchKG die Feststellung, dass die in Betreibung gesetzte Schadenersatzforderung nicht bestehe. Der Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe hiess die Klage mit Urteil vom 23. April 2020 gut. Gleichzeitig wies er das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege mit der Begründung ab, ihr einziger Verwaltungsrat sei seinen Mitwirkungspflichten zur Feststellung der Mittellosigkeit nicht nachgekommen und das Hauptbegehren der Beschwerdeführerin auf Abweisung der negativen Feststellungsklage erweise sich als aussichtslos. Die Beschwerdeführerin erhob dagegen am 25. Mai 2020 beim Kantonsgericht Schwyz Berufung und verlangte die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Mit Verfügungen vom 16. Oktober 2020 wies der Präsident des Kantonsgerichts das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab und setzte der Beschwerdeführerin eine Frist von 30 Tagen an, um einen Kostenvorschuss von Fr. 25'000.-- zu bezahlen. Das Kantonsgericht betrachtete die finanziellen Voraussetzungen dafür, einer juristischen Person ausnahmsweise die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, als erfüllt an. Es kam jedoch zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei vor der Erstinstanz ihrer Obliegenheit nicht nachgekommen, den geltend gemachten Schaden entweder so zu beziffern und zu substanziieren, dass darüber hätte Beweis erhoben werden können, oder im Sinne von Art. 42 Abs. 2 OR zumindest jene Schadenselemente hinreichend zu bezeichnen, die dem Richter eine Schätzung des Schadens ermöglicht hätten. Sie könne zur Substanziierung des Schadens nicht einfach auf das Ergebnis der Strafuntersuchung oder von Gutachten verweisen und die Substanziierung des Schadens im Berufungsverfahrens aufgrund des Novenverbots nicht nachholen. Überdies fehlten Ausführungen zum Kausalzusammenhang zwischen einer widerrechtlichen Handlung und dem Schaden fast gänzlich. Die Erfolgsaussichten der Berufung seien somit mangels hinreichender Substantiierung des Schadens und des Kausalzusammenhanges erheblich geringer als die Verlustgefahren. Die A.________ AG erhob gegen diese Verfügungen mit zwei Eingaben vom 20. November 2020 Beschwerde in Zivilsachen. Sie beantragt u.a. sinngemäss, die angefochtenen Verfügungen seien aufzuheben; ihr sei für das Berufungsverfahren vor der Vorinstanz die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen; das Bundesgericht möge zahlreiche Rechtsverletzungen und die Befangenheit des Kantonsgerichtspräsidenten feststellen und das Kantonsgericht anweisen, den Kantonsgerichtspräsidenten im Verfahren ZK1 2020 23 "wegen mutmasslicher Befangenheit auszuschliessen" und das Berufungsverfahren bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Urteils im Strafverfahren A2U 19 80000 zu sistieren und den Schaden in der Folge durch neutrale Gutachter festzustellen. Gleichzeitig ersuchte sie darum, es sei ihr für das bundesgerichtliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.