Citation: U 80/02 30.07.2002 E. 2.3

Die Gutachter der Klinik und Poliklinik für Orthopädische Chirurgie des Spitals B.________ (Dres. med. S.________ und M.________) sind gestützt auf die gesamten medizinischen Vorakten, die umfassenden eigenen Untersuchungen und unter Berücksichtigung der von der Versicherten geklagten Beschwerden zum Schluss gelangt, in der bisherigen Tätigkeit als Küchenangestellte bestehe weiterhin eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit, unter der Voraussetzung, dass das Arbeitsniveau die Brusthöhe nicht überschreite und keine schweren Lasten über 5 kg getragen werden müssen. Diese Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit leuchtet aufgrund der von den Gutachtern erhobenen objektiven Befunde und Diagnosen - chronische Cervicocephalgien, Partialruptur der Supraspinatus-sehne und chronische rechtsseitige Lumbalgien Höhe L3/4 mit pseudoradi-kulärer Ausstrahlung - ohne Weiteres ein und ist gut nachvollziehbar. Der Hausarzt der Beschwerdeführerin hat dieses Gutachten nur insofern kritisiert, als er in seinem Überweisungsschreiben an den von ihm beigezogenen orthopädi-schen Spezialarzt Dr. med. X.________, festhielt: "Dieses (Gutachten) wird Frau D.________ sicher nicht ganz gerecht." Worin die Unangemessenheit der gut-achterlichen Beurteilung bestehen soll, hat er damit ebensowenig angegeben wie die diesbezüglichen medizinischen Fakten. Eine solche nicht näher begrün-dete (leise) Kritik an einem Gutachten vermag keine Zweifel an seiner Beweis-kraft zu begründen. Dasselbe gilt für die von Dr. med. X.________ vertretenen Auffassungen, der in seinem Konsiliarbericht vom 21. April 1997 die Diagnose einer Teilruptur der rechten Supraspinatussehne negiert, die Indikation für deren arthroskopische Bestätigung und Behandlung verneint und die Kausalität dieses Gesundheitsschadens für die von der Versicherten beklagten Beschwerden be-zweifelt. Denn die Gutachter der Klinik und Poliklinik für Orthopädische Chirugie des Spital B.________ haben den Gesundheitsschaden der Versicherten insge-samt als chronisch, eine Anpassung und Angewöhnung an die Unfallfolgen als unwahrscheinlich und die Erfolgsaussichten einer operativen Refixierung der Rotatorenmanschettenruptur als ungewiss qualifiziert. Auf dieser medizinischen Grundlage haben sie die Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin beurteilt, weshalb ohne Belang ist, dass Dr. med. X.________ ihre Diagnose einer Teil-ruptur der Supraspinatussehne nicht bestätigt und die Indikation für eine dies-bezügliche operative Behandlung verneint hat.