Citation: 4C.335/2004 03.02.2005 E. A

A.a Die X.________ AG mit Sitz in Arbon stellt Textilmaschinen her. Die Y.________ SA, Panama, (nachstehend: Y.________ SA) hat sich in Syrien für den Verkauf von Maschinen der X.________ AG eingesetzt und von ihr dafür zwei Provisionszahlungen von je DM 1 Mio. erhalten. Die Y.________ SA verlangte eine weitere Provisionszahlung von DM 1 Mio., wobei sie anführte, sie sei von A.________, Verwaltungsratsmitglied der X.________ AG, mit Wohnsitz im Kanton Genf mit der Vermittlung beauftragt worden. Die X.________ AG war nicht bereit, eine weitere Provisionszahlung zu leisten. A.b Am 2. Juni 1998 klagte die Y.________ SA beim Genfer Tribunal de Première Instance gegen A.________ auf Zahlung einer Provision in der Höhe von DM 1 Mio. A.________ unterstützte die Klage, verkündete der X.________ AG ausserprozessual den Streit und machte ihr gegenüber Rückgriffsansprüche geltend. Die Sauer AG bestritt den Provisionsanspruch und verlangte, als Streitberufene am Prozess teilnehmen zu können. Diesen Antrag hat das Tribunal de Première Instance abgelehnt. Die X.________ AG focht diesen Entscheid ohne Erfolg zunächst bei der Genfer Cour de Justice und danach beim Schweizerischen Bundesgericht an. A.c Am 3. Januar 2000 reichte A.________ beim Tribunal de Première Instance in Genf gegen die X.________ AG eine erste Gewährleistungs- bzw. Regressklage ein, mit der er sinngemäss verlangte, falls er im Prozess gegen die Y.________ SA in Genf zur Zahlung einer Provision verurteilt werde, habe die X.________ AG ihm diese zu erstatten. Das Tribunal de Première Instance ist am 28. September 2000 auf diese Klage mangels örtlicher Zuständigkeit nicht eingetreten. In der Folge kündigte A.________ an, er werde nach dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 24. März 2000über den Gerichtsstand in Zivilsachen (Gerichtsstandsgesetz, GestG; SR 272) im Januar 2001 erneut eine Gewährleistungsklage erheben. A.d Mit Vermittlungsbegehren vom 21. Dezember 2000 stellte die X.________ AG beim Friedensrichteramt Arbon gegen die Y.________ SA den Klageantrag, es sei festzustellen, dass ihr gegenüber der X.________ AG keinerlei Ansprüche aus Vermittlungstätigkeit oder anderen Interventionen im Zusammenhang mit der Lieferung von Textilmaschinen für das Idleb-Projekt in Syrien zustehen, insbesondere nicht die geltend gemachte Provision von DM 1 Mio. bzw. Fr. 820.000.--.