Citation: 9C_939/2015 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer rügt eine unvollständige Sachverhaltsabklärung. Die im Anschluss an den misslungenen Behandlungsversuch eingetretene Verschlechterung des vorbestandenen anhaltenden Schmerzsyndroms sei eine neue medizinische Erkenntnis. Eine solche enthalte auch der Bericht des Dr. med. B.________, leitender Arzt an der Klinik für Neurochirurgie des Spitals C.________, vom 10. Dezember 2014. Dessen Einschätzung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit decke sich mit derjenigen des Dr. med. D.________, Facharzt FMH für Neurochirurgie (vom 4. März 2013). Zwischenzeitlich habe er zahlreiche Konsultationen im psychiatrischen Zentrum E.________ gehabt, wo eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.51) diagnostiziert worden sei. RAD-Arzt Dr. med. F.________ habe diese Diagnose in Frage gestellt, ohne über eine psychiatrische Ausbildung zu verfügen. Die Akten erlaubten keine Beurteilung anhand der mit BGE 141 V 281 eingeführten Standardindikatoren. Die Sache sei nicht spruchreif, die Zweifel an der Schlüssigkeit und Zuverlässigkeit der Aktenbeurteilung durch den RAD seien zu gross.