Citation: 5A_924/2012 E. 6.2.6

6.2.6. Entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin hat das Obergericht weder die (nach Art. 166 ff. IPRG erfolgte) Anerkennung des belgischen Konkursdekretes in der Schweiz, noch die Existenz des belgischen Konkurses in Frage gestellt. Es obliegt indes der Beschwerdeführerin, den Kausalzusammenhang zwischen Vertragsverletzung (Nichterfüllung) und dem durch die Konkurseröffnung zusätzlich geltend gemachten Schaden zu beweisen. Anders als die Beschwerdeführerin meint, hat die Vorinstanz willkürfrei festgehalten, dass die Nichterfüllung der vertraglichen Verpflichtungen den Konkurs herbeigeführt haben muss, und es ist nicht unhaltbar, wenn - wie die Vorinstanz erwogen hat - mit Bezug auf den Kausalzusammenhang zwischen Vertragsverletzung und Schaden nicht einfach argumentiert werden könne, "wenn die belgische Justiz den Konkurs verhängt habe, dann doch wohl deshalb, weil die Voraussetzungen dafür gegeben gewesen seien". Mit der Konkurseröffnung ist nicht festgestellt, dass ohne die Vertragsverletzung der Beschwerdegegnerin sich der Schaden nicht anders verwirklicht hätte (E. 6.2), d.h. eben andere Gründe als conditio sine qua non für den geltend gemachten Schaden vorliegen. Das Obergericht ist lediglich der Darstellung der Beschwerdeführerin gefolgt, wonach sich nicht ergibt, dass die Sabena vor Konkurseröffnung ihre Zahlungen eingestellt hatte und ihre Kreditwürdigkeit beeinträchtigt war; es durfte dieser Darstellung folgen. Bereits gesagt worden ist, dass mit dem belgischen Urteil vom 27. Januar 2011 für den vorliegenden Kollokationsprozess nichts entschieden wurde (E. 5).