Citation: 5A_993/2020 E. 4.3.4

4.3.4. Ein Indiz dafür, dass nicht von eine bedingungslosen, wahren Freundschaft zwischen dem Beschwerdeführer und der Erblasserin gesprochen werden könne, haben die kantonalen Gerichte in den inhaltlichen Übereinstimmungen der Testamente von J.________ einerseits und der Erblasserin andererseits gesehen. An der Bedeutung dieses Indizes geht der Beschwerdeführer mit seinen Sachverhaltsrügen vorbei, indem er den kantonalen Gerichten zu unterstellen versucht, sie nähmen an, er habe die Erblasserin dazu gebracht, eine Verfügung von Todes wegen zu errichten (S. 10 Ziff. 20 der Beschwerdeschrift). Die Darstellung trifft nicht zu. Wie der Beschwerdeführer andernorts einräumt (S. 9 Ziff. 19), haben die kantonalen Gerichte die Erbunwürdigkeit nicht in einem Erwirken einer letztwilligen Verfügung gesehen, sondern in der unterlassenen Aufklärung darüber, dass ein entgeltliches Betreuungs- und kein Freundschaftsverhältnis vorgelegen hat, und damit im Verhindern des Widerrufs der ihn begünstenden letztwilligen Verfügungen. Für die Beurteilung der bejahten Erbunwürdigkeit war es deshalb nicht entscheidend, wie die beiden Testamente letztlich zustande gekommen sind. Ist diese Frage nicht rechtserheblich gewesen, hat der Verzicht auf beantragte Beweisabnahmen dazu (S. 10 Ziff. 20-21 der Beschwerdeschrift) den Beweisanspruch des Beschwerdeführers nicht verletzen können (BGE 132 III 222 E. 2.3, wonach kein Anspruch besteht, zum Beweis unerheblicher Tatsachen zugelassen zu werden).