Citation: 7B_185/2022 E. 2.4

2.4. Was den Vollzug betrifft, hält die Vorinstanz fest, bei einer Freiheitsstrafe von 29 Monaten komme nur eine teilbedingte Freiheitsstrafe in Betracht. Dabei darf der unbedingt vollziehbare Teil die Hälfte der Strafe nicht übersteigen (Art. 43 Abs. 2 StGB). Zudem muss sowohl der aufgeschobene wie auch der zu vollziehende Teil mindestens sechs Monate betragen (Art. 43 Abs. 3 Satz 1 StGB). Innerhalb des gesetzlichen Rahmens liegt die Festsetzung im pflichtgemässen Ermessen des Gerichts. Das Verhältnis der Strafteile ist so festzusetzen, dass darin die Wahrscheinlichkeit der Legalbewährung des Täters einerseits und dessen Einzeltatschuld anderseits hinreichend zum Ausdruck kommen. Je günstiger die Prognose und je kleiner die Vorwerfbarkeit der Tat sind, desto grösser muss der auf Bewährung ausgesetzte Strafteil sein. Der unbedingt vollziehbare Strafteil darf das unter Verschuldensgesichtspunkten (Art. 47 StGB) gebotene Mass nicht unterschreiten (BGE 134 IV 1 E. 5.6, 97 E. 6.3.4.3). Der Beschwerdeführer ist nicht vorbestraft und ist arbeitstätig. Die Vorinstanz schliesst sich der Erstinstanz an, wonach keine Anzeichen bestehen, welche die Vermutung der positiven Prognose umstossen könnten, weshalb ihm der teilbedingte Vollzug zu gewähren sei. Die Vorinstanz hält zutreffend fest, dass bei einer Freiheitsstrafe von 29 Monaten der unbedingt vollziehbare Teil zwischen 6 Monaten und 14 ½ Monate betragen muss. Sie gibt zu bedenken, dass die Freiheitsstrafe um 4 Monate reduziert wurde, weil der Beschwerdeführer vom Vorwurf der sexuellen Nötigung freigesprochen wurde. Gleichwohl sei keine Reduktion des zu vollziehenden Strafteils vorzunehmen. Denn das bei der Strafzumessung vergebene Verschuldensprädikat dürfe angesichts des weiten Strafrahmens bei der Regelung des Verhältnisses zwischen bedingt und unbedingt vollziehbarem Teil nicht überbewertet werden. Der Beschwerdeführer habe eine der schwerwiegenderen Straftaten des StGB begangen. Er habe die sexuelle Integrität der Geschädigten massiv beeinträchtigt. Demnach sei mit Blick auf die Vorwerfbarkeit der Tat keine Reduktion des unbedingt vollziehbaren Teils angezeigt. Dass der Beschwerdeführer heute eine feste Arbeitsstelle habe, rechtfertige auch keine Reduktion. Denn er sei auch im Zeitpunkt der Tat arbeitstätig gewesen. Zudem habe er weder Reue noch Einsicht gezeigt.