Citation: U 336/06 30.07.2007 E. 8.1

8.1.1 Die Klinik E.________ diagnostizierte im psychosomatischen Konsilium vom 19. August 2003 eine seit Juli 2003 bestehende mittel- bis schwergradige, im Austrittsbericht vom 20. Oktober 2003 noch eine mittelgradige depressive Episode mit starker vegetativer Beteiligung und teils dissoziativen Erlebens- und Verhaltensweisen (ICD-10: F32.11, F44.8; E. 7.1.1 hievor). Demgegenüber diagnostizierte der Psychiater Dr. med. A.________ für die Zeit des Behandlungsbeginns im September 2003 lediglich eine depressive Episode gegenwärtig mittelschwer mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11; E. 7.1.3 hievor). Eine vegetative Beteiligung sowie dissoziative Erlebens- und Verhaltensweisen (ICD-10: F44.8), denen die Vorinstanz wesentliche Bedeutung beimass, stellte Dr. med. A.________ im Gegensatz zur Klinik E.________ nicht fest. Für den Zeitpunkt des Behandlungsabschlusses im März 2004 diagnostizierte er nur noch eine depressive Episode gegenwärtig leicht mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.01). In diagnostischer Hinsicht besteht mithin eine erhebliche Diskrepanz zwischen den Beurteilungen der Klinik E.________ und des behandelnden Psychiaters Dr. med. A.________. Zur Arbeits(un)fähigkeit des Versicherten aus psychiatrischer Sicht für die Zeit ab März 2004 (Leistungseinstellung der SUVA) äusserte sich Dr. med. A.________ nicht. Bis zum Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides (11. November 2004) wurde keine psychiatrische Abklärung des Versicherten mehr durchgeführt. 8.1.2 Dr. med. M.________ fehlte in psychiatrischer Hinsicht die Fachkompetenz, weshalb diesbezüglich aus seinem Bericht vom 2. Juni 2004 (E. 7.1.2 hievor) nichts abgeleitet werden kann. 8.1.3 Auf den Bericht des Psychiaters Dr. med. H.________ vom 6. Juli 2006 (vgl. E. 3 hievor), wonach das psychische Befinden des Versicherten derzeit eine merkliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von geschätzt mindestens etwa 80 % für die angestammte Arbeit bedinge, kann nicht abgestellt werden, da er sich nicht zur Situation im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (29. Februar 2004) und des Einspracheentscheides (11. November 2004) äusserte. Zudem stellte Dr. med. H.________ keine klare psychiatrische Diagnose (vgl. BGE 130 V 396 ff.). Er führte aus, ein Teil der Symptome sei mit dem Vorhandensein eines Schleudertraumas zu vereinbaren. Zudem scheine eine durch psychopathologische Erlebnisverarbeitung begründete Schmerzausweitung im Sinne einer somatoformen Störung vorzuliegen; beide Symptome schienen sich zu überlagern. Hinter all dem stehe eine gegebenenfalls auch verzögert aufgetretene pathologische Reaktion im Sinne einer depressiven Erlebnisverarbeitung zu stehen. Als Fazit gab Dr. med. H.________ an, klare Befunde, die den psychischen Zustand des Versicherten beim Ersteintritt (in die Klinik E.________) ausweisen könnten, fehlten. Demgegenüber seien solche, die eine vom Unfall herrührende ununterbrochene Linie zeichneten, vorhanden, was am deutlichsten im psychosomatischen Konsilium (der Klinik E.________ vom 19. August 2003) zum Ausdruck gebracht werde. Doch fehle eine mögliche Ursache, welche die behauptete zwischenzeitliche Verschlechterung während des Behandlungsunterbruchs in der Klinik E.________ erklären würden. Abgesehen von diesen unklaren und von den Feststellungen der Klinik E.________ und des Dr. med. A.________ zum Teil abweichenden Angaben verwies Dr. med. H.________ ebenfalls auf sprachliche Verständigungsschwierigkeiten mit dem Versicherten (vgl. E. 8.2 hienach).