Citation: M 15/05 22.08.2006 E. 3

Strittig und zu prüfen ist demgegenüber, ob es beim Versicherten zwischen 1997 und 2001 zu einer nachträglichen erheblichen Zunahme des Integritätsschadens (vgl. Art. 50 MVG) gekommen ist. Aktenkundig letztmals vor seinem Tod (12. Oktober 2001) hatte er mit Schreiben vom 16. Februar 2001 erneut eine vorzeitige Pensionierung aus gesundheitlichen Gründen beantragt, auf die seit 1. Februar 2000 anhaltende mindestens 50%ige Arbeitsunfähigkeit hingewiesen und eine entsprechende Verschlechterung seines Gesundheitszustandes geltend gemacht. 3.1 Das kantonale Gericht gelangte nach umfassender Würdigung der vorhandenen Akten zur Überzeugung, aus den medizinischen Unterlagen sei mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen) darauf zu schliessen, dass eine erhebliche Verschlechterung des somatischen Integritätsschadens beim Versicherten seit 1997 nicht erstellt sei. Die vermehrt geklagten Beschwerden beruhten im Wesentlichen auf psychischen/psychosomatischen Umständen. In Bezug auf einen allfälligen psychischen/psychosomatischen Integritätsschaden fehle es nicht nur an der fachärztlich attestierten Dauerhaftigkeit dieser Beeinträchtigung, sondern auch an der aus medizinischer Sicht erforderlichen Feststellung, dass im Zeitpunkt der Geltendmachung einer erheblichen Zunahme des Integritätsschadens von einer Fortsetzung der Behandlung dieser Beschwerden keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten gewesen wäre, weshalb auch der Zeitpunkt des Anspruchsbeginns in Bezug auf diese gesundheitliche Einschränkung unbekannt sei. Unter den gegebenen Umständen vermöchten weitere Beweisabnahmen am feststehenden Beweisergebnis nichts mehr zu ändern. 3.2 Demgegenüber machen die Beschwerdeführer geltend, "alle Ärzte und Fachstellen bescheinigten dem [Versicherten] eine psychosomatische Depression". Schon in der Rehaklinik X.________ hätten die Fachärzte eine antidepressive Therapie eingeleitet. Die anhaltende Verweigerung der vorzeitigen Pensionierung habe zu einer stetigen Verstärkung der psychischen Beeinträchtigungen geführt. Dr. med. P.________ habe dem Versicherten "zu Beginn des Jahres 2001 [...] ein suizidales Stadium der Depression" attestiert. Diese Aussage habe Dr. med. O.________ mit Bericht vom 1. Oktober 2001 kurz vor dem Tod bestätigt. Wegen der konstanten Weigerung eines Mitarbeiters der Militärversicherung habe die IV-Stelle erst mit Verfügung vom 20. Dezember 2002, also mehr als vierzehn Monate nach dem Tod des Versicherten, eine ganze Invalidenrente ab 1. Februar 2001 zugesprochen. "Wäre [...] W.________ zum richtigen Zeitpunkt, d.h. spätestens am 1. Februar 2001, invalidisiert oder frühzeitig pensioniert worden, würde W.________ heute noch leben." Der genannte Mitarbeiter der Militärversicherung habe den Versicherten "faktisch dazu gezwungen", trotz einem Invaliditätsgrad von 100 % ab 1. Februar 2001 weiterhin Dienst zu leisten und "am 12. Oktober 2001 in den Unglückshelikopter" einzusteigen. Die vorinstanzliche Auffassung, dass die körperlichen Befunde nicht auf eine erhebliche Zunahme des Integritätsschadens schliessen liessen, stehe im Widerspruch zum Bericht des Dr. med. G.________ vom 22. Mai 2000. Das kantonale Gericht habe zu Unrecht nicht berücksichtigt, dass die IV-Stelle dem Versicherten gestützt auf die Auswirkungen seiner gesundheitlichen Beschwerden mit Wirkung ab 1. Februar 2001 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Invalidenrente zugesprochen habe. Zudem habe es unter Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör die Abnahme der beantragten weiteren Beweise zum tatsächlichen Gesundheitszustand verweigert.