Citation: 8C_315/2019 E. 3.3.2

3.3.2. Auch die weiteren Vorbringen der AXA sind nicht stichhaltig. Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, spricht gerade der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin die Fachkenntnisse als Bäckerin und Konditorin trotz der berufskrankheitsfremden Beeinträchtigungen und mit erheblichem Aufwand erlernt hatte, dafür, dass sie jedenfalls in dem zur Beurteilung des hypothetischen Validenkommens massgeblichen Zeitpunkt (Jahr 2010) weiterhin im angestammten Beruf erwerbstätig gewesen wäre. Dies geht implizit auch aus dem vorinstanzlich zitierten Zwischenzeugnis der C.________ AG vom 12. Juni 1999 hervor, wonach die Beschwerdegegnerin während der fast vierjährigen Anstellung die ihr anvertrauten Aufgaben (Herstellung abwechslungsreicher Patisserie und diverser Backwaren, Bestellung der benötigten Waren und Produkte, Kleinhalten der Warenlager und guter Umsetzung der Waren, Einhalten der Hygienevorschriften und Pflege der Maschinen und Werkzeuge) zur vollsten Zufriedenheit bewältigt und ausgeführt hatte. Schliesslich geht das Vorbringen der AXA, die Beschwerdegegnerin sei nach Ausbruch der Berufskrankheit nicht mehr gewillt oder in der Lage gewesen, eine Erwerbstätigkeit auszuüben, die dem Anforderungsniveau 3 der LSE 2010 entsprochen habe, an der Sache vorbei. Streitgegenstand bildet allein die Frage, welches Erwerbseinkommen die Beschwerdegegnerin bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, wenn sie nicht berufskrankheitsbedingt invalid geworden wäre.