Citation: 6B_1241/2016 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer rügt, dass die Detektivin, die angeblich die Filmaufnahmen erstellt haben soll, anlässlich ihrer Zeugeneinvernahme nicht in der Lage gewesen sei, Details zum Auftrag bekannt zu geben, den sie von der A.________ AG erhalten haben soll. Auch habe sie nicht erklären können oder wollen, weshalb die Überwachung gerade am dritten Tag abgebrochen worden sei. Die Vorinstanz halte sich stur an den Inhalt der Videosequenzen und komme alleine aufgrund der Bilder zum Schluss, dass er beim Training keine Schmerzen gehabt habe. Sie schliesse daraus gar, dass er in der ganzen Periode von Februar 2002 bis Juni 2007 trotz seinem erheblichen Kniedefekt und verschiedenen Operationen nie derartige Schmerzen gehabt habe, um als arbeitsunfähig eingestuft werden zu können. Diese zeitliche Rückwirkung sei willkürlich, verletze den Untersuchungsgrundsatz und verstosse gegen den Grundsatz in dubio pro reo. Der Beschwerdeführer rügt weiter, die Vorinstanz würdige die Aussagen von Dr. med. I.________ unvollständig. Ohne eine Begründung zu liefern erachte sie die Einschätzung der Physiotherapeutin D.________, wonach die von ihm gezeigten Beintechniken rechts und links deutlich unterschiedlich ausgefallen seien, als falsch. Der Vorinstanz fehle das notwendige Fachwissen in der Ausführung des Karatesports, weshalb sie dazu ein Gutachten hätte einholen müssen. Die "Amateuraufnahmen" würden einzig belegen, dass er am 12., 15. und 17. Januar 2007 Karateunterricht erteilte. Darüber, ob er bei den Übungen Schmerzen empfand und wie das Training qualitativ gewesen sei, würden die Aufnahmen schweigen. Dies hindere die medizinischen Gutachter jedoch nicht daran, zu behaupten, dass zwischen 2002 und 2007 eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten bestanden haben müsse. Diese rückwirkende Extrapolation sei spekulativ und stütze sich auf keinerlei objektiven Umstände. Im Übrigen seien die Aufnahmen geeignet, die Gutachter zu beeinflussen, was sich auf das Resultat der Begutachtung auswirke. Entlastenden Aussagen im Gutachten von Prof. Dr. med. B.________ habe die Vorinstanz keine Beachtung geschenkt. Der Beschwerdeführer rügt weiter, die Vorinstanz messe seiner Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Japan und der Prüfung zum 4. Dan eine unverhältnismässige Bedeutung zu, indem sie darin ein sensationelles martialisches Spektakel sehen wolle, welches er infolge seiner Beschwerden gar nicht hätte vollführen können, wobei schon die Reise unmöglich gewesen sein soll. Sie stütze sich dabei auf die Erläuterungen von L.________, welche in Verletzung von Gültigkeitsvorschriften Eingang in das Strafverfahren gefunden haben sollen. Dessen Aussagen würden im Übrigen von den Zeugen K.________ und J.________ stark relativiert.