Citation: 8C_125/2018 E. 3.1.2

3.1.2. Weiter hat die Vorinstanz erwogen, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die von der psychiatrischen Sachverständigen des ZMB diagnostizierte Zwangsstörung zu einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % führen solle. Gestützt auf die Akten stehe fest, dass die vom Versicherten angegebenen Zählzwänge ("er müsse im Alltag alles zählen") nicht immer aufträten. Zudem hätten die Experten des ZMB in der Untersuchungssituation - die erfahrungsgemäss ein erhebliches Mass an Konzentration erfordere - keine für Zwangsgedanken charakteristischen Symptome feststellen können. Daher erscheine der Befund der psychiatrischen Expertin, der Explorand leide vor allem in Situationen, in denen er sich konzentrieren müsse - wie beim Lesen oder beim Autofahren -, an einer die Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigenden Aufmerksamkeitsstörung, nicht plausibel. Vielmehr sei mit der Stellungnahme des RAD vom 22. Juli 2014 davon auszugehen, dass der Versicherte eine Erwerbstätigkeit ohne besondere mentale Anforderungen vollschichtig zu erfüllen vermöge. Damit stehe in Einklang, dass er seiner Nebenerwerbstätigkeit als Hauswart laut Angaben der Arbeitgeberin offenbar unverändert nachgegangen sei.