Citation: 1B_24/2007 13.03.2007 E. 4

Gemäss der angefochtenen Verfügung hat der Haftrichter Einsicht in die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft vom 12. Februar 2007 und in die Untersuchungsakten genommen. Er führt aus, "dass bezüglich des Vorliegens des dringenden Tatverdachts sowie des Haftgrundes der Fluchtgefahr vollumfänglich auf die bisher ergangenen haftrichterlichen Verfügungen bzw. die entsprechenden Anträge der Untersuchungsbehörden verwiesen werden kann (Untersuchungsakten, HD act. 35/1-20)" und dass die Untersuchungshaft im Hinblick auf den Strafantrag der Staatsanwaltschaft (Freiheitsstrafe von 3 Jahren) ohne Weiteres als verhältnismässig erscheine. 4.1 Gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft ist der Beschwerdeführer der mehrfachen, teilweise versuchten Veruntreuung und der Urkundenfälschung angeklagt. Es wird ihm vorgeworfen, er habe zusammen mit einem Mittäter einem Dritten einen Geldvermehrungstrick vorgeführt und diesen zur Herausgabe von Banknoten bewogen (Fr. 60'000.--, Vorfall in Winterthur vom 20. März 2004) bzw. zu bewegen versucht (Fr. 200'000.--, Vorfall in Zürich vom 24. August 2006). Ferner soll er ein gefälschtes Flugbillett verwendet haben, um sich ein Alibi für den zweitgenannten Vorfall zu verschaffen. 4.2 Der Beschwerdeführer hat eine frühere Haftrichterverfügung vom 8. Februar 2007 eingereicht. Damals erwog der Haftrichter, "dass der Angeschuldigte in der Schweiz keinen festen Wohnsitz hat und lediglich die Staatsangehörigkeit von Nigeria besitzt, dass der Angeschuldigte zwar über verwandtschaftliche Beziehungen zur Schweiz verfügt, da seine Tochter und seine Freundin hier leben, dass der Angeschuldigte jedoch angesichts der ihm im Falle einer Verurteilung drohenden Bestrafung versucht sein könnte, diese Beziehung einstweilen für geringer zu schätzen und sich in sein Heimatland Nigeria abzusetzen, womit er den Strafverfolgungsbehörden nicht mehr zur Verfügung stünde, [...] dass sich der Angeschuldigte vor seiner Verhaftung immer wieder in Nigeria aufhielt, er somit einen regelmässigen Kontakt mit seinem Herkunftsland aufrecht erhält, dass der Angeschuldigte durch seine Tätigkeit im Autohandel über gute geschäftliche Kontakte zu Nigeria verfügt, dass seine Freundin in Begleitung der gemeinsamen Tochter den Angeschuldigten in Nigeria besuchen könnte". Aufgrund dieser Umstände bestehe nach wie vor Fluchtgefahr. 4.3 Gemäss der Vernehmlassung der Staatsanwaltschaft wohnt der Beschwerdeführer nicht mit seiner Partnerin und seiner Tochter zusammen und hat sich letztmals während rund sieben Monaten in Afrika aufgehalten. Dies hat die Staatsanwaltschaft bereits vor dem Haftrichter geltend gemacht (Antrag auf Fortsetzung von Untersuchungshaft vom 5. Februar 2007). Der Beschwerdeführer wendet in der Replik ein, sein Lebensmittelpunkt befinde sich seit seiner Einreise vor über 10 Jahren in der Schweiz und die Abwesenheit in Afrika 2005/2006 sei in erster Linie auf eine Erkrankung zurückzuführen. 4.4 Der Haftrichter hat die Fluchtgefahr mit wiederholten Aufenthalten und geschäftlichen Kontakten des Beschwerdeführers in Nigeria gerechtfertigt und damit konkrete Gründe genannt. Es trifft nicht zu, dass die Befürchtung, der Beschwerdeführer könnte flüchten, bloss auf abstrakten Gründen, auf seiner Staatsbürgerschaft oder auf der drohenden Strafhöhe beruht. Der Beschwerdeführer bestreitet den Aufenthalt in Nigeria und das Getrenntleben von Partnerin und Tochter nicht. Bei diesen äusseren Umständen ist es verfassungsrechtlich haltbar, dass der Haftrichter Fluchtgefahr annahm. Das Vorbringen ist unbegründet.