Citation: 9C_62/2023 E. 3.1

3.1. Wie die Vorinstanz richtig aufzeigte, können gemäss Art. 16 Abs. 1 Satz 1 AHVG Beiträge, die nicht innert fünf Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, für welches sie geschuldet sind, durch Erlass einer Verfügung geltend gemacht werden, nicht mehr eingefordert oder entrichtet werden. Entgegen dem Wortlaut des Randtitels der Bestimmung handelt es sich nach der Rechtsprechung um eine von Amtes wegen zu berücksichtigende Verwirkungsfrist (BGE 117 V 208; ZAK 1992 S. 316 E. 4a mit Hinweisen; Urteile des Eidg. Versicherungsgerichts H 115/04 vom 29. Dezember 2004 E. 7.1 und H 158/02 vom 30. Oktober 2002 E. 2.1). Im erwähnten Urteil H 115/04 erkannte das Eidgenössische Versicherungsgericht in analoger Anwendung der Praxis gemäss Urteil C 19/03 vom 17. Dezember 2003, dass die fristwahrende Wirkung einer - innerhalb der fünfjährigen Verwirkungsfrist gemäss Art. 16 Abs. 1 Satz 1 AHVG erlassenen - Beitragsverfügung endgültig dahinfällt, wenn eine Kasse ihre in Bezug auf eine bestimmte Beitragsperiode fristwahrende Verwaltungsverfügung wiedererwägungsweise ohne gleichzeitig erfolgte Berichtigung (vgl. EVGE 1958 S. 103 E. 2 mit Hinweis) zunächst ersatzlos aufhebt und erst später - nach Ablauf der Verwirkungsfrist im Sinne von Art. 16 Abs. 1 AHVG - durch Erlass einer neuen Verfügung die Beiträge für dieselbe Beitragsperiode berichtigend festsetzen will (vgl. auch Urteil H 1/06 vom 30. November 2006 E. 2.3).