Citation: 1C_544/2016 E. 3.6

3.6. Das ursprüngliche Verbot des Führens eines Motorfahrzeuges vom 19. Dezember 2014 hatte der Beschwerdeführer nicht angefochten. Erst mit seinem Gesuch um Aufhebung des vorsorglichen Entzugs des Führerausweises vom 28. Januar 2015 bestritt er den Vorwurf des Fahrens eines E-Bikes in alkoholisiertem Zustand. Es lagen aber bei Ablehnung des Gesuchs am darauf folgenden Tag genügend Hinweise vor, die ein solches Fahren plausibel erscheinen liessen. Aufgrund des damals bekannten Sachverhalts und bei summarischer Beurteilung, wie sie für eine vorsorgliche Massnahme massgeblich ist, erweisen sich mithin sowohl deren (unangefochten gebliebene) Anordnung am 19. Dezember 2014 als auch die Ablehnung des Gesuchs um Aufhebung des Verbots am 29. Januar 2015 nicht als von vornherein widerrechtlich. Erst der Freispruch durch die Strafrichterin am 19. Mai 2015 änderte den Sachverhalt in massgeblicher Weise, was dann auch am 22. Mai 2015 zur Erteilung der aufschiebenden Wirkung im Rekursverfahren und am 1. Juli 2015 (oder allenfalls bereits am 23. Juni 2015) zum Widerruf des Massnahmeentscheides vom 19. Dezember 2014 führte. Erst durch den Widerrufsentscheid wurde das Rekursverfahren auch gegenstandslos. Bis dahin beruhte es nicht auf der Grundlage eines widerrechtlichen Massnahmeentscheides.