Citation: 1B_146/2017 E. 2.1

2.1. Das Obergericht hat zum Tatverdacht erwogen (E. 3.4 S. 5 f.), aus den Polizeirapporten sowie den Aufzeichnungen der Geschwindigkeits- und Rotlichtüberwachungsanlagen und der Videokamera ergebe sich, dass beim Vorfall vom 28. Juli 2016 ein Mann von breiter Statur (über die der Beschwerdeführer verfügt) das Motorrad gelenkt habe. Dieses sei auf die Freundin des Beschwerdeführers, C.________, eingelöst gewesen. Beim Beschwerdeführer hätten zudem eine Jacke und ein Helm "Modul" sichergestellt werden können, wie sie der Fahrer beim Vorfall vom 28. Juli 2016 getragen habe. Damit ist für das Obergericht der dringende Tatverdacht erstellt, welcher nach seiner Auffassung auch durch die Aussage von C.________, das Motorrad sei auch von Freunden und Verwandten aus Ungarn benutzt worden, nicht zerstreut wurde, insbesondere weil sie keinerlei Angaben darüber machte, wer das Motorrad wann benutzt haben soll. Dazu kommt, dass am Helm und an der Jacke einzig DNA-Spuren des Beschwerdeführers sichergestellt wurden, obwohl diese nach den Aussagen von C.________ auch von Verwandten und Freunden aus Ungarn benutzt worden sein sollen. Dieses Ergebnis der Spurensicherung legt daher nahe, dass der Hinweis von C.________ auf eine mögliche Benutzung des auf sie eingelösten Motorrads durch Drittpersonen eine reine Schutzbehauptung zu Gunsten ihres Freundes ist. Das Obergericht hat jedenfalls kein Bundesrecht verletzt, indem es den dringenden Tatverdacht bejahte. Die gemessenen Geschwindigkeitsüberschreitungen - 153 km/h bzw. 131 km/h bei erlaubten Höchstgeschwindigkeiten von 80 km/h bzw. 50 km/h - entsprechen qualifizierten Verletzungen der Verkehrsregeln im Sinn von Art. 90 Abs. 3 und 4 SVG. Der Einwand des Beschwerdeführers, es gehe vorliegend nicht um eine eigentliche Raserfahrt, ist nicht nachvollziehbar. Qualifizerte Verletzungen der Verkehrsregeln werden mit einer Freiheitsstrafe von einem bis zu vier Jahren bedroht. Der Tatverdacht bezieht sich damit auf ein Verbrechen (Art. 10 Abs. 2 StGB). Der allgemeine Haftgrund ist jedenfalls ohne Weiteres gegeben; es braucht nicht geprüft zu werden, ob sich der Verdacht noch auf weitere Tatbestände erstreckt.