Citation: 8C_280/2020 E. 4

Mit Blick auf die Verordnungsänderung sowie auf die eben dargelegte neue Rechtsprechung des Bundesgerichts kann der Vorinstanz nicht gefolgt werden, wenn sie an der bisherigen, im Nachgang zum Urteil Di Trizio ergangenen Rechtsprechung (s. vorne E. 3.3) festhalten und den rein familiär bedingten Statuswechsel hin zu einer Teilerwerbstätigkeit mit Aufgabenbereich im Rahmen der Rentenrevision ausser Acht lassen will. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus BGE 144 I 103, auf den sich die Vorinstanz beruft. Darin bekräftigte das Bundesgericht zwar, dass der allein familiär bedingte Statuswechsel von vollerwerbstätig zu teilerwerbstätig weder im Rahmen einer revisionsweisen noch einer wiedererwägungsweisen Anspruchsprüfung zu einer Änderung der Bemessungsmethode führen dürfe (BGE 144 I 103 E. 4.5 und 4.6 S. 109 f.). Auch trifft es zu, dass dieses Urteil am 1. Mai 2018 und damit nach Inkrafttreten des neuen Berechnungsmodells der gemischten Methode erging, doch betraf das Verfahren (ebenso wie jenes in BGE 143 V 77) eine Verfügung, die noch vor der Änderung der IVV erlassen worden war, was die Anwendung von Art. 27bis Abs. 2 bis 4 IVV ausschloss. Demgegenüber datiert die vorliegend im Streit stehende Verfügung vom 24. Oktober 2018, weshalb die geänderten Verordnungsbestimmungen anwendbar sind (vgl. BGE 138 V 33 E. 2.2 S. 535; 128 V 315 E. 1e/aa S. 310 f.). Mit anderen Worten ist der Invaliditätsgrad hier grundsätzlich anhand des seit 1. Januar 2018 geltenden Berechnungsmodells der gemischten Methode zu bemessen.