Citation: 2C_338/2024 E. A

Der kosovarische Staatsangehörige D.B.________ reiste im Jahr 2006 in die Schweiz ein und erhielt gestützt auf die Ehe mit einer Schweizer Bürgerin eine Aufenthaltsbewilligung. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor, die ebenfalls Schweizer Bürgerin ist. Nach der Scheidung am 4. September 2012 blieb D.B.________ in der Schweiz aufenthaltsberechtigt. Am 31. Januar 2013 heiratete D.B.________ in seinem Heimatland die Landsfrau A.B.________, mit welcher er eine gemeinsame Tochter namens C.B.________ hat. A.B.________ und C.B.________ blieben bei ihren Eltern respektive Grosseltern in Kosovo wohnhaft. Am 22. April 2014 ersuchten sie um Bewilligung des längerfristigen Aufenthalts bei D.B.________ in der Schweiz. Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 31. August 2015 trat das Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern (heute: Amt für Bevölkerungsdienste, Migrationsdienst; nachfolgend nur: Migrationsdienst) wegen Verweigerung der Mitwirkung an der Feststellung des Sachverhalts auf das Familiennachzugsgesuch nicht ein. Mit derselben Begründung trat der Migrationsdienst mit Verfügungen vom 9. August 2017 und 9. Januar 2019 auch auf zwei weitere Nachzugsgesuche der Familie B.________ nicht ein.