Citation: 6B_51/2022 E. 1.4

1.4. Damit kommt der Beschwerdeführer seiner Rügeobliegenheit nicht nach: Zum einen geht weder aus der Beschwerde noch seinem Schreiben vom 12. Oktober 2020 hervor, welche Schadenersatzforderungen er geltend machen wollte, die unmittelbar auf die angezeigte Straftat zurückgingen. Zum anderen genügt es ebenso wenig, wenn der Beschwerdeführer hinsichtlich der behaupteten Genugtuungsansprüche auf das erwähnte Schreiben verweist, ohne in der Beschwerde überhaupt auszuführen, inwiefern vorliegend die angebliche Persönlichkeitsverletzung objektiv und subjektiv schwer wiegen sollte (vgl. Urteile 6B_6/2021 vom 26. Oktober 2022 E. 1.3.3; 6B_515/2021 vom 2. November 2021 E. 1.1; 6B_880/2020 vom 1. Februar 2021 E. 1.3). Solches ist auch nicht leichthin ersichtlich. Jedenfalls ist nach Art. 49 OR eine Genugtuung nur geschuldet, sofern die Schwere der Verletzung dies rechtfertigt. Der Eingriff muss aussergewöhnlich schwer sein und in seinen Auswirkungen das Mass einer Aufregung oder einer alltäglichen Sorge klar übersteigen. Leichte Persönlichkeitsverletzungen, wie beispielsweise unbedeutende Ehrverletzungen, rechtfertigen keine finanzielle Genugtuung. Die Sachlegitimation ist demnach zu verneinen.