Citation: 8C_763/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Der Beschwerdeführer bringt zunächst vor, die Rechtsprechung, wonach polydisziplinären Begutachtungen voller Beweiswert beizumessen sei, wenn nicht konkrete Indizien dagegen sprächen, sei angesichts der bei den Expertisen der PMEDA festgestellten formalen und inhaltlichen Mängel, die von der Eidgenössischen Kommission für die Qualität bei der medizinischen Begutachtung (EKQMB) aufgearbeitet würden, nicht mehr zeitgemäss. Die Hürden, damit eine versicherte Person "konkrete Indizien" belegen könne, müssten deutlich gesenkt werden. Dies betreffe in erster Linie den Grundsatz, dass den Auskünften behandelnder Ärzte geringere Beweiskraft zukomme. Die gegenteilige Argumentation der Vorinstanz verletze den Anspruch des Beschwerdeführers auf das rechtliche Gehör (Art. 42 ATSG) und den Anspruch auf ein faires Verfahren (Art. 6 Abs. 1 EMRK), weil die vom Gutachten der SMAB abweichenden Schlussfolgerungen der Ärzte der Suva und des Dr. med. E.________ nicht in die Beurteilung des rechtserheblichen Sachverhalts eingeflossen seien.