Citation: 2C_826/2020 E. 5.5.3

5.5.3. Von erheblichem Gewicht erweisen sich zweifelsohne die Interessen der Ehefrau des Beschwerdeführers 1 sowie der Beschwerdeführenden 2 und 3 an einem Verbleib der Familie in der Schweiz. Angesichts dessen, dass die Ehefrau seit mehr als achtzehn Jahren in der Schweiz wohnt, wo auch ihre eigenen Kinder ansässig sind, kann ihr eine Ausreise nur schwer zugemutet werden. Nicht zu leugnen ist ferner, dass eine mögliche Trennung der Beschwerdeführenden 2 und 3 von ihrer Stiefmutter, die sich seit ihrer Ankunft in der Schweiz um sie kümmert, einschneidende Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden haben dürfte. Des Weiteren dürfte der Verlust des Kontakts zu Gleichaltrigen in der Schweiz, mit denen die Beschwerdeführenden 2 und 3 freundschaftliche Bande geknüpft haben, letztere hart treffen. Negativ ins Gewicht fällt schliesslich auch die Tatsache, dass die von der Schweiz gewährte Lernunterstützung zugunsten der behinderten Beschwerdeführerin 2 abgebrochen werden müsste. Dem ist allerdings entgegenzuhalten, dass die im Januar 2017 im Familiennachzug zu ihrem Vater in die Schweiz eingereisten Beschwerdeführenden 2 und 3 erst nach dem erstinstanzlichen Strafurteil nachgezogen worden sind und diese aufgrund ihrer noch nicht als lang zu bezeichnenden Präsenz in der Schweiz in eine vertraute Umgebung zurückkehren dürften. Den Bezug zum Heimatland dürften die Beschwerdeführenden 2 und 3 auch in Anbetracht dessen, dass sie mit ihrem Vater zwecks Familienbesuchs nach Nordmazedonien zurückgekehrt sind, nicht verloren haben. Im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. Urteil 2C_1064/2017 vom 15. Juni 2018 E. 6.5), welche eine Rückkehr von schulpflichtigen Kinder zusammen mit den Eltern oder einem Elternteil in die Heimat nicht ausschliesst, wenn diese durch Sprachkenntnisse, gelegentliche Ferienaufenthalte und eine entsprechende Kulturvermittlung im familiären Rahmen mit den Verhältnissen im Heimatland vertraut sind, hat die Vorinstanz insofern vorliegend die Zumutbarkeit der Wegweisung der Beschwerdeführenden 2 und 3 zu Recht bejaht.