Citation: 1C_25/2022 E. 7.1

7.1. Das Kantonsgericht führte aus, vermögensrechtliche Ansprüche gegen den Staat würden nur ausnahmsweise, zum Schutz von erheblichen Investitionen oder bei qualifizierter Zusicherung, als wohlerworben anerkannt. Ziff. 3 der Allgemeinen Vertragsbestimmungen (AVB) zu Naturschutzvertragsflächen behalte für die Pflegebeiträge Änderungen von Gesetzen und Verordnungen ausdrücklich vor; auch der Bewirtschaftungsvertrag des Beschwerdeführers enthalte einen solchen Vorbehalt. Erst recht fehle es an einer Vertrauensgrundlage für allfällige Pflege- und Nutzungsvorgaben, die lediglich die veränderbaren gesetzlichen Schutzmassnahmen gemäss Art. 18 ff. NHG in präzisierter Form abbildeten. Ohnehin würden die Bewirtschaftungsvereinbarungen mit der Geltung der §§ 10a und 10b NLV nicht hinfällig, sondern gälten weiter. Vorbehalten sei gegebenenfalls eine vertragliche Anpassung oder Ergänzung im Einzelfall unter Berücksichtigung der Vorgaben von §§ 10a und 10b NLV; eine solche Anpassung bestehender Verträge sei aber nicht Gegenstand des vorliegenden Normprüfungsverfahrens. Damit hat sich das Kantonsgericht mit der Rüge des unzulässigen Eingriffs in wohlerworbene Rechte hinreichend auseinandergesetzt; eine Verletzung der Prüfungs- und Begründungspflicht liegt nicht vor.