Citation: 5A_78/2021 E. 2

Vorab werden zahlreiche Beweisanträge gestellt, so die Anhörung des Kindes, sodann die Einvernahme von vier Zeugen, welche der kantonalen Beschwerde beigelegte Schreiben verfasst hatten, die im angefochtenen Entscheid als Gefälligkeitsschreiben von Bekannten und Freunden gewertet wurden, und schliesslich die Einvernahme eines Kinder- und Jugendpsychiaters als Zeugen, bei welchem das Kind offenbar in Behandlung ist. Sämtliche Beweisanträge erfolgen unter "III. Beweisanträge" und nicht unter "IV. Materielles"; auch aus dem Sprachkontext ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin offenbar davon ausgeht, das Bundesgericht müsse die Beweise abnehmen. Indes erfolgt gleichzeitig Kritik am Kantonsgericht, welches sich (zu) viel Zeit genommen habe und deshalb die Beweise hätte abnehmen können; ferner wird, ohne dass jedoch weitere Ausführungen erfolgen würden, auch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs gerügt. Mithin könnte es auch sein, dass die Beschwerdeführerin in Wahrheit eine unterlassene Beweisabnahme durch das Kantonsgericht rügen statt eine solche durch das Bundesgericht verlangen will. Zu den beiden Varianten, über die wie gesagt keine Klarheit herrscht, ist Folgendes zu bemerken: Das Bundesgericht ist an die Sachverhaltsfestellungen des angefochtenen Entscheides gebunden und nimmt grundsätzlich keine Beweise ab (statt vieler: Urteile 5A_151/2018 vom 11. Juli 2018 E. 1.4; 5A_739/2019 vom 27. Januar 2020 E. 1.6; 5A_427/2020 vom 6. Oktober 2020 E. 2.1). Soweit es um Kritik am kantonalen Beweisverfahren gehen würde, reichen appellatorische Ausführungen nicht. Es wäre vielmehr mit substanziierten Verfassungsrügen und namentlich mit entsprechenden Aktenhinweisen aufzuzeigen, an welcher Stelle im kantonalen Verfahren in prozesskonformer Weise entsprechende Beweisanträge gestellt worden sein sollen, und im Einzelnen darzutun, inwiefern diesbezüglich verfassungsmässige Rechte der Beschwerdeführerin - z.B. durch willkürliche antizipierte Beweiswürdigung oder Verletzung des rechtlichen Gehörs - verletzt worden sein sollen. Die appellatorische und nicht weiter ausgeführte Pauschalkritik ist diesbezüglich ungenügend.