Citation: 4A_580/2017 E. 3.3.2

3.3.2. Das Schiedsgericht wies in seiner verfahrensleitenden Verfügung Nr. 6 vom 21. Dezember 2016 darauf hin, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Gesuchseingabe ausdrücklich selber davon ausgehe, dass jede ihrer Gutachterfragen Rechtsfragen beschlügen. Es begründete die Abweisung des Verfahrensantrags insbesondere damit, dass die Auslegung der vertraglichen Bestimmungen bzw. die Vertragsergänzung und damit die Feststellung des inhaltlichen Umfangs der Abrechnungspflicht Aufgabe des Schiedsgerichts sei und nicht einem Bücherexperten übertragen werden könne. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern das Schiedsgericht nicht über die notwendigen Fähigkeiten verfügen soll und der Unterstützung eines Bücherexperten bedürfe, um die B.________-Verträge auszulegen bzw. zu ergänzen und deren Inhalt, soweit für die Schiedsklage relevant, zutreffend zu ermitteln. Die Beschwerdeführerin behauptet auch vor Bundesgericht lediglich in allgemeiner Weise, für die Beurteilung der Gutachterfragen sei Sonderwissen in der Rechnungslegung notwendig, ohne konkret aufzuzeigen, für welche ihrer tatsächlichen Vorbringen eine Expertise erforderlich gewesen wäre. Aus ihren Ausführungen wird nicht ersichtlich, inwiefern das Schiedsgericht nicht in der Lage gewesen sein soll, selbst zu beurteilen, ob die Beschwerdegegnerin vertragskonform abgerechnet hat. Der Vorwurf der Gehörsverletzung ist nicht gerechtfertigt.