Citation: 8C_183/2020 E. 3

Das kantonale Gericht mass dem Bericht des med. pract. C.________ vom 17. Oktober 2018 vollen Beweiswert bei. Daran ändere der Umstand nichts, dass es sich um eine reine Aktenbeurteilung handle. Der Vertrauensarzt sei überzeugend und im Lichte der medizinischen Akten nachvollziehbar zum Schluss gelangt, dass der Tinnitus rechts überwiegend wahrscheinlich natürlich kausal auf den Unfall vom 10. Juni 2016 zurückzuführen, der unfallbedingte Endzustand indessen erreicht und von weiteren Behandlungen keine namhafte Besserung mehr zu erwarten sei. Ferner überzeuge auch seine Einschätzung, wonach zwischen der Hörminderung rechts und dem Unfallereignis kein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe, zumal die geklagte Symptomatik bereits im Jahr 2006 in der Krankengeschichte dokumentiert sei. Zusammenfassend sei - auch in Anbetracht der über zweijährigen Leistungsdauer seit dem Unfall - der per 17. Oktober 2018 erfolgte Fallabschluss in Bezug auf den unfallbedingten Tinnitus rechts nicht zu beanstanden. Dasselbe gälte für den Fall, dass die seit dem Ereignis vom 10. Juni 2016 durchgeführten medizinischen Massnahmen auch der Behandlung der Hörminderung rechts gedient haben sollten, sich die ursprüngliche Leistungsanerkennung nicht nur auf den Tinnitus, sondern ebenso auf die Hörminderung rechts bezogen hätte und der Wegfall einer allfälligen (Teil-) Kausalität insoweit nicht rechtsgenüglich dargetan wäre.