Citation: 2C_191/2014 E. 3.3.2

3.3.2. Zwar hat sich der Beschwerdeführer im Strafvollzug korrekt verhalten und ist er seither nicht mehr straffällig geworden, doch darf dies von ihm erwartet werden, nachdem die strafrechtliche Probezeit noch läuft und das ausländerrechtliche Widerrufsverfahren hängig ist. Der entsprechende Umstand fällt ebenso wenig massgeblich ins Gewicht, wie der Hinweis darauf, dass Jugendliche und junge Erwachsene die Konsequenzen ihres Handelns physiologisch bedingt nicht immer abschätzen könnten. Dem entsprechenden Umstand wird durch das Jugendstrafrecht hinreichend Rechnung getragen. Der Beschwerdeführer beging seine schwersten Straftaten als Erwachsener. Entgegen seiner Kritik führt der (ergänzende) Hinweis der Vorinstanz auf die in Art. 121 Abs. 3 BV genannten Straftaten (Ausschaffungsinitiative) weder zu einer Verletzung des Rückwirkungsverbots noch des Legalitätsprinzips: Gesetzliche Grundlage für die aufenthaltsbeendende Massnahme bildet Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit b AuG; die vom Verfassungsgeber vorgenommene Wertung darf im Rahmen der Interessenabwägung und Legalprognose bei der Auslegung des geltenden Ausländerrechts mit berücksichtigt werden, soweit dies im Einzelfall nicht zu einem Widerspruch bzw. einer Verletzung von übergeordnetem Recht führt (BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34).