Citation: 6B_172/2023 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz verletze seinen Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 147 Abs. 1 StPO. Sie habe den Sachverhalt gemäss Anklage aufgrund des Anzeigerapports, der Befragung des Polizeibeamten B.________ als Auskunftsperson und der Befragung des Beschwerdeführers als erwiesen erachtet. Dabei habe die Vorinstanz unberücksichtigt gelassen, dass keine Konfrontation mit dem Polizeibeamten B.________ stattgefunden habe. Auch wenn es vorliegend ausschliesslich um Übertretungen gehe, seien sämtliche Rechtsfragen, also auch prozessuale, mit freier Kognition zu prüfen. Gemäss Art. 147 Abs. 1 StPO hätten die Parteien das Recht, bei den Beweiserhebungen anwesend zu sein und den einvernommenen Personen Fragen zu stellen. Beweise, welche in Verletzung von Art. 147 Abs. 1 StPO erhoben worden sind, dürften nicht zu Lasten der Partei verwertet werden, die nicht anwesend war. Dieser Anspruch gelte auch wenn es im Verfahren ausschliesslich um Übertretungen gehe. Die Verletzung des Teilnahmerechts und des Konfrontationsanspruchs wiege im vorliegenden Fall umso gravierender als nur ein Polizeibeamter als Auskunftsperson einvernommen worden sei.