Citation: 6B_748/2017 E. 3.2.2

3.2.2. Die Rechtsprechung bejaht eine nachlässige Berufsausübung im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB, wenn gesetzliche Bestimmungen der Unternehmensführung missachtet werden. Dazu gehören insbesondere die Vernachlässigung der Rechnungslegung oder die Verletzung der Pflicht des Verwaltungsrats einer Aktiengesellschaft, den Richter im Falle der Überschuldung zu benachrichtigen. Ein leichtsinniges Gewähren von Krediten liegt vor, wenn Kredite ohne hinreichende Prüfung des Kreditzwecks und der Kreditwürdigkeit sowie ohne entsprechende Absicherung gewährt werden. Tatbestandsmässig ist nur ein krasses wirtschaftliches Fehlverhalten. Das Eingehen eines jeder Geschäftstätigkeit inhärenten Risikos ist nicht strafbar, auch wenn sich ex post herausstellt, dass eine Fehlentscheidung getroffen worden ist (Urteil 6B_150/2017 vom 11. Januar 2018 E. 7.3 mit Hinweisen, zur Publikation vorgesehen). Zwischen der Bankrotthandlung im Sinne von Art. 165 StGB und der Vermögenseinbusse muss ein Kausalzusammenhang bestehen (Urteile 6B_985/2016 vom 27. Februar 2017 E. 4.1.1; 6B_492/2009 vom 18. Januar 2010 E. 2.2). Die Eröffnung des Konkurses ist objektive Strafbarkeitsbedingung (Urteil 6B_150/2017 vom 11. Januar 2018 E. 7.3 mit Hinweis, zur Publikation vorgesehen).