Citation: C 124/99 26.09.2000 E. 2

2.- a) Das Eidgenössische Versicherungsgericht hatte im Urteil M. vom 19. September 2000 (C 122/99) aufgrund einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde des seco dieselbe Verwaltungsbehörde betreffend einen identischen Sachverhalt zu beurteilen, bei dem sich dieselben Rechtsfragen stellten. Dabei hat es namentlich gestützt auf die Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Ausländer vom 6. Oktober 1986 (BVO) erwogen, dass im Familiennachzug in die Schweiz eingereiste Ausländer nicht einem generellen Arbeitsverbot unterlägen. Hingegen stehe den kantonalen Behörden bei der Bewilligung von Arbeitsberechtigungen ein weiter Ermessensspielraum zu. Da nicht zum Vornherein festgelegt werden könne, ob eine im Familiennachzug in die Schweiz eingereiste Person eine gefundene Stelle auch tatsächlich antreten dürfe, müsse es für die Belange der Arbeitslosenversicherung genügen, wenn sie gestützt auf eine konkrete Auskunft der zuständigen Behörde mit einer Bewilligung zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit rechnen könne. b) Im vorliegenden Fall hat das KIGA, welches auch zuständige kantonale Arbeitsmarktbehörde gemäss BVO ist, in seiner Verfügung vom 24. Juni 1998 ausgeführt, der Versicherten könne unter bestimmten Voraussetzungen eine Arbeitsbewilligung erteilt werden, wenn sie ein konkretes Arbeitsverhältnis nachweise, weshalb sie nicht generell als vermittlungsunfähig betrachtet werden könne. In der Vernehmlassung im vorinstanzlichen Verfahren hielt es zudem fest, dass die kantonalen Verhältnisse es erlaubten, Inhaberinnen von B-Ausweisen im Falle eines Stellennachweises eine erstmalige Arbeitsbewilligung zu erteilen. Der Versicherten, welche gemäss Anmeldung zur Arbeitsvermittlung eine Tätigkeit als Hilfsarbeiterin sucht, kann unter diesen Umständen die Vermittlungsfähigkeit nicht zum Vornherein abgesprochen werden. Mithin steht ihr ab dem 18. Februar 1998 eine Arbeitslosenentschädigung zu, sofern die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.