Citation: 8C_352/2023 E. 4.2

4.2. Wenn die Vorinstanz bei gegebener Aktenlage auch für den Zeitraum vom 1. März bis 14. Juni 2022 von einem ungekündigten Vollzeitarbeitsverhältnis ausging, liegt darin keine Bundesrechtsverletzung. Vielmehr stellte das kantonale Gericht gemäss der Beweismaxime der "Aussagen der ersten Stunde" zu Recht auf die vor der Stundenänderung vom 15. Juni 2022 gemachten Angaben der Beschwerdeführerin und der Arbeitgeberin ab, da diese Aussagen unbefangener und zuverlässiger erscheinen als die späteren Schilderungen, die bewusst oder unbewusst von Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 143 V 168 E. 5.2.2 mit Hinweisen). Sowohl in den Verlautbarungen der Beschwerdeführerin vom 28. März 2022 wie auch in der Aktennotiz über ein Telefongespräch mit der Arbeitgeberin vom 5. April 2022 wird unmissverständlich eine nach wie vor bestehende Vollzeitanstellung erwähnt. Ist mithin bis am 14. Juni 2022 von einer solchen auszugehen, war die Beschwerdeführerin bis zu diesem Zeitpunkt weder ganz noch teilweise arbeitslos und erfüllte bereits die Anspruchsvoraussetzung von Art. 8 Abs. 1 lit. a AVIG nicht.