Citation: 6B_460/2019 E. 2.3

2.3. Die Staatsanwaltschaft führte in ihrer Nichtanhandnahmeverfügung aus, ein hinreichender Tatverdacht auf die Begehung von Straftaten bestehe nicht. Es sei offenkundig, dass das "Darlehen B.________", der Eingang der Aktien der E.________ AG ins Anlagevermögen der Beschwerdeführerin und die zumindest fakturierte Provisionszahlung bei der Beschwerdeführerin nie verbucht worden seien. Sodann sei es naheliegend, dass die Beschwerdeführerin die Darlehenssumme nie auf ihre Konten ausbezahlt erhalten habe, zumal in der Buchhaltung der Beschwerdeführerin keine Cash-Guthaben oder Schulden bei der C.________ AG erwähnt seien. Ferner soll B.________ die Aktien bereits gegen Mitte 2015 erhalten haben, und es seien keine Darlehensrückforderungsansprüche von B.________ gegen die Beschwerdeführerin aktenkundig. Dies alles indiziere ein treuhänderisches Durchleitungsgeschäft und decke sich mit den detaillierten Angaben des damaligen Verwaltungsrats der Beschwerdeführerin. Folglich sei die Rolle der Beschwerdeführerin bei der "B.________-Tranksaktion" rein treuhänderisch gewesen und diese sei durch die Transaktion nicht geschädigt worden. Betreffend B.________ liege weder eine Strafanzeige vor, noch sei aufgrund der vorgelegten Dokumente ersichtlich, dass zu seinem Nachteil eine Straftat begangen worden sei. Es gebe somit keine ausreichenden Hinweise auf eine Straftat, weshalb das Verfahren nicht an die Hand zu nehmen sei. Die Vorinstanz verneint die Geschädigtenstellung der Beschwerdeführerin und damit die Legitimation zur Ergreifung eines Rechtsmittels gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft. Dazu führt sie aus, die im Raum stehenden Vermögensdelikte schützten den Inhaber des geschädigten Vermögens. Träger des geschützten Rechtsguts sei vorliegend B.________, welcher gestützt auf den Darlehensvertrag mit der Beschwerdeführerin vom 19. Dezember 2014 den Darlehensbetrag von 1 Mio. Franken auf ein Konto bei der C.________ AG bei der Bank D.________ in Basel einbezahlt habe. Der Darlehensbetrag sei unbestrittenermassen nicht an die Beschwerdeführerin gelangt. Sie habe über keine Bankkontoguthaben oder dergleichen bei der C.________ AG oder bei der Bank D.________ verfügt. Auch seien in den Jahresrechnungen der Beschwerdeführerin weder das Darlehen von B.________ noch der Erwerb der Aktien der E.________ AG verbucht worden. Die Beschwerdeführerin habe im Zeitpunkt des Abschlusses des Darlehensvertrags entgegen der Vereinbarung sodann nicht über die betreffenden Aktien der E.________ AG verfügt, welche sie B.________ als Sicherheit hätte liefern sollen. Es treffe zwar zu, dass die Parteien des Darlehensvertrags vom 19. Dezember 2014 mit den entsprechenden Rechten und Pflichten B.________ und die Beschwerdeführerin seien. Wie die Staatsanwaltschaft indessen zu Recht festhalte, gestalte sich der Ablauf gemäss Darlehensvertrag für die Beschwerdeführerin neutral, da sie keine Darlehenssumme erhalten habe, im Gegenzug aber auch keine Aktien der E.________ AG an B.________ geliefert habe. Direkt geschädigt wäre somit, folge man den Ausführungen der Beschwerdeführerin, B.________, welcher für den Darlehensbetrag von 1 Mio. Franken scheinbar wertlose Inhaberaktien der E.________ AG erhalten habe, nachdem bei der Auflösung dieser Gesellschaft offenbar kein Liquidationserlös zu erwarten sei. Die Beschwerdeführerin selber wäre höchstens insofern geschädigt, als sie gegenüber B.________ aus dem Darlehensvertrag ersatzpflichtig wäre. Dabei würde es sich aber nur um eine indirekte Schädigung handeln. Die Beschwerdeführerin sei somit von der Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft nicht unmittelbar betroffen, weshalb sie auch kein rechtlich geschütztes Interesse an deren Aufhebung habe. Sie sei daher nicht zur Beschwerde legitimiert, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten sei.