Citation: 5P.473/2002 19.03.2003 E. 4

Im Zusammenhang mit der Ermittlung des hypothetischen Einkommens von Fr. 120'000.-- wirft der Beschwerdeführer schliesslich der Justizkommission Aktenwidrigkeit vor. Ihre Annahme, er habe in den Jahren von 1997 bis 1999 mit seiner Tätigkeit als Versicherungsmakler im Rahmen seiner Einzelfirma Gewinne erzielt, finde nirgends einen Anhaltspunkt in den Akten. Die in den genannten Jahren erzielten Einnahmen würden denn auch nicht aus seiner Tätigkeit als Versicherungsmakler stammen und hätten mit der Versicherungsbranche überhaupt nichts zu tun; vielmehr handle es sich dabei um Honorarforderungen für Tätigkeiten zu Gunsten der Arztpraxis seiner Ehefrau. Als aktenwidrig und willkürlich bezeichnet der Beschwerdeführer ferner die Bemerkung der Justizkommission, er habe durch seine Tätigkeit im Rahmen der Einzelfirma im Jahre 1997 einen Gewinn von Fr. 40'000.--, 1998 einen solchen von Fr. 20'000.-- und 1999 einen geringeren erzielt. In Wirklichkeit habe es sich dabei nicht um Gewinne, sondern lediglich um Einnahmen gehandelt, denn seine Firma habe in den Jahren von 1997 bis 1999 keine Gewinne mehr erzielt. Darauf ist nicht einzutreten. Für die Rüge offenkundig aktenwidriger tatsächlicher Feststellungen (BGE 93 I 1 E. 3 S. 7), die sich nicht in einem Versehen gemäss Art. 63 Abs. 2 OG erschöpft (BGE 96 I 193), reicht zur Beschwerdebegründung die einfache Behauptung des angeblich aktenkundigen Inhalts oder der blosse Hinweis auf die kantonalen Verfahrensakten nicht aus. Wer eine Aktenwidrigkeit rügt, hat vielmehr konkret aufzuzeigen, welcher Aktenbestandteil bei der Tatsachenfeststellung nicht oder nicht zutreffend berücksichtigt worden sein soll, und er hat auch darzutun, dass die Aktenwidrigkeit offensichtlich ist; klare Verweise und genaue Angaben mit Bezug auf die Akten sind unerlässlich, wie dies auch bei der eidgenössischen Berufung gefordert wird, wenn eine Partei den Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will (Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG; BGE 115 II 484 E. 2a S. 485/486; vgl. BGE 119 II 353 E. 5c/aa S. 357; für die staatsrechtliche Beschwerde: Galli, Die rechtsgenügende Begründung einer staatsrechtlichen Beschwerde, SJZ 81/1985 S. 127; Messmer/ Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, S. 153/154; Forster, Woran staatsrechtliche Beschwerden scheitern. Zur Eintretenspraxis des Bundesgerichts, SJZ 89/1993 S. 78 und Anm. 13 mit Hinweis). Diesen Anforderungen vermögen die Ausführungen des Beschwerdeführers zur Aktenwidrigkeit in keiner Weise zu genügen, zumal es darin an den oben beschriebenen Angaben und insbesondere an klaren Aktenverweisen fehlt.