Citation: 5A_785/2023 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführer machen geltend, das Ausstandsbegehren sei nicht verspätet. Sie hätten zwei Tage nach Erhalt des Strafurteils vom 7. Juni 2023 den Ausstand des Bezirksrichters verlangt. Sie hätten den Ausstandsgrund von Art. 47 Abs. 1 lit. b ZPO geltend gemacht. Der Bezirksrichter habe als Strafrichter geurteilt und könne im Zivilverfahren nicht unabhängig sein und feststellen, dass er im Strafverfahren einen Fehler gemacht habe. Das rechtliche Gehör sei verletzt, weil sich das Obergericht nicht zu Art. 47 Abs. 1 lit. b ZPO geäussert habe. Der Ausstandsgrund sei erst mit dem Urteil im Strafverfahren S5.2022.3 zum Vorschein gekommen, da Bezirksrichter Roth den Antrag der Privatklägerschaft ergänzt und dem Zivilverfahren angepasst habe. Darüber habe das Obergericht nicht geurteilt und damit das rechtliche Gehör verletzt. Es sei willkürlich, ihnen Rechtsmissbrauch vorzuwerfen. Die Beschwerdeführer legen nicht mit präzisen Hinweisen auf ihre Beschwerde an das Obergericht dar, was sie diesem vorgetragen haben. Insbesondere belegen sie nicht, dass sie sich in der kantonalen Beschwerde auf Art. 47 Abs. 1 lit. b ZPO berufen hätten oder dass sie dort geltend gemacht hätten, vom Ausstandsgrund von Art. 47 Abs. 1 lit. b ZPO und von den von ihnen in ihrer Beschwerde an das Bundesgericht genannten Gründen für das Ausstandsgesuch erst mit dem Strafurteil erfahren zu haben. Somit können sie auch von vornherein nicht darlegen, weshalb sich das Obergericht zu diesen Punkten hätte äussern müssen. Die Rügen, insbesondere diejenige der Verletzung des rechtlichen Gehörs, sind mangelhaft begründet. Soweit die Beschwerdeführer im Übrigen geltend machen, im Strafurteil gehe es um dasselbe wie im vorliegenden Zivilverfahren, schildern sie bloss den Inhalt des Strafverfahrens aus ihrer Sicht, ohne eine genügende Sachverhaltsrüge (Art. 97 Abs. 1 BGG) zu erheben. Mit ihren Ausführungen können sie demnach auch nicht aufzeigen, weshalb die summarische Einschätzung des Obergerichts unzutreffend sein soll, wonach Bezirksrichter Roth über seinen Ausstand selber habe befinden dürfen.