Citation: 6B_238/2013 E. 8.4

8.4. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit den differenzierten Ausführungen der Vorinstanz zur Frage, in welcher Weise die kriminellen Organisationen am Zigarettenschwarzhandel finanziell beteiligt waren, nicht substantiiert auseinander. Sie nennt keine Beweismittel, aus denen sich klar ergibt, dass die kriminellen Organisationen vom Geschäft nicht allein durch Erhebung einer Zwangsabgabe, sondern noch auf andere Weise finanziell profitierten. Sie legt nicht dar, inwiefern unter Berücksichtigung von Beweismitteln, die allenfalls für eine andere Version sprechen könnten, die Beweiswürdigung der Vorinstanz im Ergebnis willkürlich ist. Aus der Tatsache, dass einige Geschäftspartner der Beschuldigten kriminellen Organisationen angehörten beziehungsweise von der italienischen Justiz gemäss Art. 416bis CPI verurteilt wurden, ergibt sich nicht, dass die Geschäftspartner das Zigarettengeschäft für Rechnung der kriminellen Organisationen tätigten und somit über die Zwangsabgabe ("pizzo") hinaus, den sie unstreitig wie die Nicht-Mitglieder den kriminellen Organisationen zu zahlen hatten, auch noch den Handelsgewinn aus dem Zigarettengeschäft beziehungsweise einen prozentualen Anteil davon an die kriminellen Organisationen abliefern mussten. Im Gegenteil ist die Tatsache, dass auch die Mitglieder der kriminellen Organisationen die Zwangsabgabe zahlen mussten, ein starkes Indiz dafür, dass auch sie das Zigarettengeschäft als solches auf eigene Rechnung betrieben und somit den Handelsgewinn, der in der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Weiterverkaufspreis bestand, unter Vorbehalt der Zahlung der Zwangsabgabe für sich verwenden konnten.