Citation: 1B_90/2021 E. 2.4

2.4. Dass die kantonalen Instanzen den Haftgrund der Kollusionsgefahr im jetzigen Untersuchungsstadium bejahen, hält vor dem Bundesrecht stand. Als Anhaltspunkte für Verdunkelungsgefahr durften die kantonalen Strafbehörden insbesondere mitberücksichtigen, dass die kollusionsgefährdeten Beweisaussagen hier von hoher Bedeutung sind und ein grosses öffentliches Interesse an einer unbeeinflussten Untersuchung der schweren Tatvorwürfe besteht, und dass - angesichts der die Familienangehörigen tangierenden Beschuldigungen - erhebliche Loyalitätsdilemmata bzw. starker psychischer Druck auf dem Geschädigten lasten. Daran vermögen auch die weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern, der Geschädigte werde "sowohl in psychisch-psychologischer als auch rechtlicher Hinsicht eng begleitet", dieser sei "in finanzieller und organisatorischer Hinsicht unabhängig", da "der Sozialdienst ihm eine Wohnung zur Verfügung" gestellt und "die Begleichung der im Alltag anfallenden Rechnungen" übernommen habe, oder, der Geschädigte habe nur gegenüber dem Beschwerdeführer und einem Mitbeschuldigten "dezidierte" belastende Aussagen gemacht, nicht aber zu Lasten seiner Mutter.