Citation: 9C_117/2024 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdegegnerin hob die Verfügung vom 6. Januar 2005 mit Verfügung vom 21. Januar 2015 gestützt auf den Rückkommenstitel der Revision nach Art. 17 ATSG, eventualiter der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG, auf. Zwar wurde die Revisionsverfügung mit Urteil des Verwaltungsgerichts vom 15. November 2015 aufgehoben. Im Urteil wurde die Aufhebung der ursprünglichen Verfügung vom 6. Januar 2005 jedoch gestützt auf Art. 53 Abs. 2 ATSG (Wiedererwägung) geschützt (Erwägung 6.3 S. 24 ff. des Urteils). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers war das kantonale Gericht nicht gehalten, gestützt auf die Schlussbestimmungen auf die mit Verfügung vom 6. Januar 2005 zugesprochene ganze Invalidenrente zurückzukommen. Vielmehr war es frei in der Wahl des Rückkommenstitels. Der Rückkommenstitel der Wiedererwägung wurde im nachfolgenden Verfahren mit Verfügung vom 10. März 2017 und (entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers) Urteil des Verwaltungsgerichts vom 26. April 2018 bestätigt (Erwägung 7.1 S. 29 f. des Urteils). In den Dispositiv-Ziffern 1. beider kantonaler Rückweisungsurteile vom 15. November 2015 und 26. April 2018 wurde auf die Erwägungen verwiesen. Sollte die Aufhebung der Verfügung vom 6. Januar 2005 mittels Wiedererwägung daher bestätigt werden (dazu E. 4 hiernach), geht der Beschwerdeführer in seiner Annahme fehl, dass die ursprüngliche Verfügung bis zum Erlass der Verfügung vom 17. Oktober 2019 formell rechtskräftig gewesen sei. Der Sachverhalt wäre vielmehr zu Recht auf den Zeitpunkt der Verfügung über die Herabsetzung oder Aufhebung der Rente neu abgeklärt worden (Art. 85 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 88bis Abs. 2 IVV; vgl. statt vieler: Urteil 8C_552/2022 vom 9. Mai 2023 E. 4.1 mit Hinweisen), mithin nicht erst per 1. Dezember 2015.