Citation: 6B_535/2023 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz würdigt die Aussagen des Beschwerdeführers, des Unfallbeteiligten B.________ und des Polizeibeamten C.________. B.________ habe ausgesagt, er sei mit dem Lastwagen auf der A2 Richtung Luzern auf der mittleren der drei Spuren, d.h. auf dem ersten Überholstreifen, gefahren und habe den Personenwagen mit Anhänger des Beschwerdeführers bei der Autobahneinfahrt Egerkingen gesehen. Plötzlich habe er von rechts eine leichte Streifung festgestellt und es habe ihn leicht nach links gedrückt. Erst da habe er realisiert, dass rechts ein Fahrzeug gewesen sei, welches ihn nach links gedrückt habe. Der Polizeibeamte C.________ habe den Unfall beobachtet. Er habe gesehen, wie der ca. 100 Meter weiter vorne fahrende Personenwagen mit Anhänger den Blinker gesetzt und angefangen habe, nach links zu fahren. Links von ihm sei jedoch ein Lastwagen gefahren und da der Personenwagen mit Anhänger weiter nach links gezogen habe, sei es zur Kollision gekommen. Sodann stellt die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe in der ersten Befragung angegeben, er habe bei der Einfahrt auf 80 km/h beschleunigt und im Anschluss einen Fahrstreifenwechsel von der rechten auf die mittlere Spur vorgenommen. Als er sich auf der mittleren Spur, d.h. der ersten Überholspur, befunden habe, habe er plötzlich gespürt, wie der Lastwagen mit seiner Fahrzeugkomposition kollidiert sei. Vor Erstinstanz habe der Beschwerdeführer demgegenüber ausgeführt, er habe die Spur nicht gewechselt, sondern sei direkt auf die mittlere Spur gefahren. Dass der Beschwerdeführer gar keinen Spurwechsel vorgenommen haben will, hält die Vorinstanz gestützt auf seine erste Aussage und die Aussagen von B.________ sowie C.________ für nicht glaubhaft. Der Beschwerdeführer habe einen Spurwechsel vornehmen müssen, um vom Einfahrtsstreifen, der zum Normalstreifen werde, auf den ersten Überholstreifen zu gelangen. Es sei auch logisch, dass er, erst als er die gewünschte Geschwindigkeit von 80 km/h erreicht habe, den Spurwechsel vorgenommen habe. Die Aussage des Beschwerdeführers, wonach er bereits auf der mittleren Spur gefahren sei, als es zum Unfall kam, widerspreche den übereinstimmenden, glaubhaften Aussagen von B.________ und C.________. Es sei ohne Weiteres möglich, auf einer geraden Strecke eine Kollision zu beobachten, die sich in ca. 100 Meter Entfernung zwischen einem Lastwagen und einem Personenwagen, der von rechts kommend in die rechte Seite des Lastwagens fahre, ereigne. Die Vorinstanz erachtet als erstellt, dass der Beschwerdeführer vom rechten Normalstreifen auf den ersten Überholstreifen (mittlerer Fahrstreifen) habe wechseln wollen und dabei mit der linken Seite seines Anhängers mit dem auf dieser Spur (ersten Überholstreifen) fahrenden Lastwagen von B.________ kollidiert sei.