Citation: 5A_681/2010 22.11.2010 E. 2

Der Beschwerdeführer greift das vorinstanzliche Urteil einzig hinsichtlich der Teilnahme von Kantonsgerichtspräsident Y.________ an. Dieser sei befangen, weil er früher als Anwalt bzw. als Partei gegen ihn (den Beschwerdeführer) verschiedene Verfahren geführt habe. Zudem habe Y.________ eine Kanzleigemeinschaft mit dem Rechtsvertreter der Klägerinnen geführt. 2.1 Nach Art. 30 Abs. 1 BV hat der Einzelne Anspruch darauf, dass seine Sache von einem unabhängigen und unparteiischen Gericht ohne Einwirken sachfremder Umstände entschieden wird (BGE 135 I 14 E. 2 S. 15 mit Hinweis). Ablehnungsbegehren müssen aber so früh wie möglich gestellt werden. Es verstösst gegen Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 BV), solche Einwände erst im Rechtsmittelverfahren vorzubringen, wenn der Mangel schon vorher hätte festgestellt werden können. Wer einen Richter nicht unverzüglich ablehnt, wenn er vom Ablehnungsgrund Kenntnis erhält, verwirkt den Anspruch gemäss Art. 30 Abs. 1 BV (BGE 124 I 121 E. 2 S. 123; 126 III 249 E. 3c S. 253 f.; 128 V 82 E. 2b S. 85; allgemein zur Rüge von Verfahrensmängeln BGE 135 III 334 E. 2.2 S. 336). 2.2 Der Beschwerdeführer behauptet nicht, dass er in der Berufungsschrift oder später im Berufungsverfahren einen Ablehnungsantrag gestellt hat. Hingegen bringt er vor, er habe um die Beteiligung von Y.________ nicht wissen können, weil das Urteil ohne vorgängigen Schriftenwechsel gefällt worden sei. 2.3 Dem kann nicht gefolgt werden. Ausweislich der kantonsgerichtlichen Akten hat sich Y.________ im Berufungsverfahren zweimal an den - damals noch anwaltlich vertretenen - Beschwerdeführer gewandt, nämlich in einer Kostenvorschussverfügung vom 15. April 2010 und in einer Verfügung vom 11. Mai 2010, in welcher sein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung abgewiesen wurde. Der Beschwerdeführer musste folglich mit der Beteiligung von Y.________ am Berufungsurteil rechnen. Sein erst in der Beschwerde an das Bundesgericht gestelltes Ablehnungsbegehren ist deshalb verspätet. Die Beschwerde ist damit abzuweisen.