Citation: 6B_1494/2021 E. 1.6.2

1.6.2. Mit Blick auf die öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung erwägt die Vorinstanz, dem Beschwerdeführer sei Handel mit harten Drogen vorzuwerfen, wobei er bei netto 66.64 Gramm reinem Kokain die Grenze zum mengenmässig schweren Fall um das 3.7-Fache übersteige. Zudem habe er sich diverser weiterer Delikte schuldig gemacht. Zwar seien durchaus schwerere Fälle des Drogenhandels mit einem grösseren Abnehmerkreis und einem höheren Organisationsgrad denkbar, jedoch ändere dies nichts daran, dass der Beschwerdeführer ein vergleichsweise schweres Delikt begangen habe. Er habe sich nicht in einer nicht anders zu bewältigenden finanziellen Notlage befunden. Dass aufgrund fehlender Hinweise eines erheblichen Gewinns und aufgrund der relativ kurzen Dauer des Drogenhandels keine verschuldenserhöhenden Faktoren vorhanden seien, sei nicht verschuldensmindernd, sondern neutral zu werten. Das Delikt der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und das damit verbundene Verschulden wiege vergleichsweise schwer. Weiter führt die Vorinstanz aus, bei einer Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren bedürfe es ausserordentlicher Umstände, damit das private Interesse des Betroffenen an einem Verbleib in der Schweiz das öffentliche Interesse an einer Ausweisung überwiege. Die Vorinstanz erwägt, aufgrund der delinquenten Vergangenheit des Beschwerdeführers würden erhebliche Zweifel bezüglich seines künftigen Wohlverhaltens bestehen. Zwar habe er sich seit seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft im Januar 2019 wohlverhalten, diese Zeit sei jedoch noch nicht als lange zu bezeichnen und könne die jahrelange Delinquenz des Beschwerdeführers nicht aufwägen. Die Vorinstanz stellt ihm entsprechend keine günstige Legalprognose aus. Zusammengefasst hält die Vorinstanz fest, es sei von einer nicht zu vernachlässigenden Gefährlichkeit des Beschwerdeführers für die öffentliche Sicherheit und einer ungünstigen Legalprognose auszugehen. Der Beschwerdeführer führt aus, das Bezirksgericht habe sein Verschulden beim schwersten Delikt als leicht bezeichnet und zudem habe er keine Gewaltdelikte begangen. Somit seien weitaus grössere Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit denkbar. Es erhelle vor diesem Hintergrund nicht, weshalb die Vorinstanz von einer nicht zu vernachlässigenden Gefährlichkeit ausgehe. Mit Bezug auf die Legalprognose moniert er, es sei anders als die Vorinstanz von einer sehr viel günstigeren Legalprognose auszugehen.