Citation: 4A_87/2014 E. 3.3.3

3.3.3. Der Beschwerdeführerin ist darin zuzustimmen, dass massgebend allein der Ort der Leistungserbringung ist und nicht der Ort, an dem allfällige Vorbereitungshandlungen vorgenommen wurden. Sie übersieht jedoch, dass der Beschwerdegegner nach den Feststellungen der Vorinstanz seine Dienstleistungen in U.________ (Kanton Bern) nicht nur vorbereitet, sondern den überwiegenden Teil seiner geschuldeten geistigen Leistungen effektiv dort erbracht hat. Dazu gehörten etwa Berechnungsarbeiten, die Erarbeitung technischer Grundlagen für die Einholung von Offerten oder die Erstellung von Konzepten. Hier kann nicht gesagt werden, es handle sich um blosse Vorbereitungshandlungen. Vielmehr stellten etwa die in seinem Büro durchgeführten Berechnungsarbeiten gerade die vom Beschwerdegegner geschuldeten Dienstleistungen als solche dar. Die Erzwingung von Gerichtsständen ohne jegliche Sach- oder Beweisnähe wird dadurch eingeschränkt, dass die Erbringung der Dienstleistungen am entsprechenden Ort nicht dem Parteiwillen widersprechen darf, wie er sich aus den Vertragsbestimmungen ergibt. Vorliegend wurde indessen das Vorliegen einer Parteivereinbarung, wonach Erfüllungsort V.________ sein sollte, von der Vorinstanz zutreffend verneint (oben E. 2). Es kann daher nicht gesagt werden, die Erbringung der Dienstleistungen im Kanton Bern widerspreche dem Parteiwillen. Die Rüge der Verletzung von Art. 5 Ziff. 1 lit. b LugÜ ist unbegründet.