Citation: 2C_1008/2022 E. 3.1.3

3.1.3. Die Steuerpflichtige erblickt in einer Vernehmlassungsfrist von "knapp drei Tagen" (so schon im vorinstanzlichen Verfahren; dazu vorne E. 1.5.2) einen Verstoss gegen ihren Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). Dies überzeugt nicht: Gemäss Art. 22 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021) "kann"eine behördlich angesetzte Frist "aus zureichenden Gründen" erstreckt werden, wenn die Partei vor Ablauf der Frist darum nachsucht. Die Norm ist auch im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht anwendbar (Art. 37 VGG). Sie räumt dem instruierenden Gerichtsmitglied ein umfassendes Entschliessungsermessen ein. Ein Rechtsanspruch auf Fristerstreckung lässt sich aus Art. 22 Abs. 2 VwVG nicht herleiten. Jedes behördliche Ermessen ist aber pflichtgemäss auszuüben (Art. 5 Abs. 2 BV).