Citation: 2A.20/2004 07.04.2004 E. 1

Das Bundesgericht prüft die Zulässigkeit der bei ihm eingereichten Beschwerden von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 129 II 225 E. 1 S. 227, mit Hinweisen). 1.1 Gemäss Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf dem Gebiet der Fremdenpolizei unzulässig gegen die Erteilung oder Verweigerung von Bewilligungen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einräumt. Die zuständigen Behörden entscheiden über die Bewilligung des Aufenthalts im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland nach freiem Ermessen (Art. 4 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer [ANAG; SR 142.20]). Es besteht damit grundsätzlich kein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, es sei denn, der Ausländer oder seine in der Schweiz lebenden Angehörigen könnten sich auf eine besondere Norm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrags berufen (BGE 127 II 161 E. 1a S. 164, mit Hinweisen). 1.2 Gemäss Art. 17 Abs. 2 ANAG haben ledige Kinder unter 18 Jahren einen Anspruch auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung ihrer Eltern, wenn sie mit diesen zusammen wohnen. Das Bundesgericht hat in BGE 118 Ib 153 E. 1b S. 156 entschieden, dass aus Gründen der Rechtsgleichheit die Regelung von Art. 17 Abs. 2 ANAG analog auch auf ausländische Kinder von Schweizer Bürgern anzuwenden ist (BGE 129 II 249 E. 1.2 S. 252; vgl. hierzu auch Niccolò Raselli/Cristina Hausammann, in: Uebersax/Münch/Geiser/Arnold, Ausländerrecht, Rz. 13.22). 1.3 Ausgangspunkt des vorliegenden bundesgerichtlichen Verfahrens bildet die Behandlung des erneuten Gesuchs des Beschwerdeführers um Nachzug seiner Tochter C.________, das dieser im August 2002 bei der kantonalen Fremdenpolizei Graubünden einreichte. Zu diesem Zeitpunkt, auf den es in Bezug auf die grundsätzliche Anspruchsberechtigung ankommt (vgl. BGE 129 II 249 E. 1.2 S. 252, mit Hinweisen) war die Tochter C.________ noch nicht 18 Jahre alt, weshalb ein grundsätzlicher Anspruch auf Familiennachzug dieser Tochter zu bejahen ist. 1.4 Bei der Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Verfügung des Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartements Graubünden vom 19. Juni 2003 stützte sich das Verwaltungsgericht im angefochtenen Urteil auf kantonales Recht. Es gelangte zum Ergebnis, in Ermangelung wesentlich neuer Tatsachen seit der materiell unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Verfügung der Fremdenpolizei vom 11. April 2001 liege kein Widerrufsgrund im Sinn von Art. 10 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 3. Oktober 1982 über das Verfahren in Verwaltungs- und Verfassungssachen (VVG) vor, weshalb das Justiz-, Polizei und Sanitätsdepartement befugt gewesen sei, auf eine erneute Gesuchsprüfung ein- und desselben Begehrens schon aus formellen Gründen zu verzichten und hierauf nicht nochmals einzutreten. Schützt eine kantonale Rechtsmittelinstanz gestützt auf kantonales Verfahrensrecht einen Nichteintretensentscheid einer unteren Behörde, so kann dadurch die richtige Anwendung von Bundesrecht vereitelt werden. Die Rüge einer Verletzung von Bundesrecht beziehungsweise von Bundesverfassungsrecht kann daher mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht werden. Auf diese ist somit einzutreten.