Citation: 5A_467/2018 E. 2

Der Entscheid über die unentgeltliche Rechtspflege ist ein Zwischenentscheid, der einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG; BGE 129 I 129 E. 1.1 S. 131). Bei Zwischenentscheiden folgt der Rechtsweg jenem der Hauptsache (BGE 137 III 380 E. 1.1 S. 382), d.h. hier der Aberkennungsklage. Die Rechtsöffnung wurde nach den Erwägungen des Obergerichts gestützt auf Konkursverlustscheine, nach den Erwägungen des Regionalgerichts im Verfahren CIV 17 7132 jedoch gestützt auf Pfändungsverlustscheine erteilt. Die Rechtsnatur der Forderungen der Einwohnergemeinde U.________ ist nicht bekannt. Auch die Tragweite der Aberkennungsklage ist nicht klar (vgl. zur Aberkennungsklage nach Ausstellung von Pfändungsverlustscheinen Urteil 5C.11/2001 vom 30. Mai 2001 mit Hinweisen). Sodann soll der Streitwert des Hauptverfahrens, auf den es ankommt (Art. 51 Abs. 1 lit. c BGG), nach der obergerichtlichen Rechtsmittelbelehrung unter Fr. 30'000.-- liegen. Die Rechtsöffnung wurde jedoch erteilt für Fr. 188'122.70. Angesichts dieser Unklarheiten ist ermessensweise und ohne präjudizierende Wirkung für künftige Verfahren im Zusammenhang mit der Aberkennungsklage davon auszugehen, der Anwendungsbereich der Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 BGG) sei eröffnet, die Materie falle in die Zuständigkeit der II. zivilrechtlichen Abteilung und der für die Beschwerde in Zivilsachen erforderliche Streitwert (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) sei erreicht.