Citation: 1B_442/2022 E. 3.2

3.2. Aus den Vorakten ergibt sich zusammengefasst folgender Sachverhalt: Nach der Beschwerdeführerin habe C.A.________ ihren Wohnort am 1. Februar 2022 um etwa 16.30 Uhr verlassen, um eine Kameradin zu besuchen. Die Beschwerdeführerin selbst habe während dieser Zeit zu Hause Musik gehört. Sie habe die Mutter der Kameradin, bei der sie ihre Tochter vermutet habe, um 18.28 Uhr angerufen und erfahren, dass C.A.________ dort nie angekommen sei. Sie habe C.A.________ daraufhin zusammen mit ihrer eigenen Mutter D.A.________ gesucht und schliesslich den leblosen Körper ihrer Tochter im nahe gelegenen Wald im "Versteckli" gefunden. Die Beschwerdeführerin sagte aus, beim "Versteckli" handle es sich um einen Unterschlupf aus Ästen und Zweigen abseits des Weges, den sie gemeinsam mit ihrer Tochter am 24. Januar 2022 angelegt habe. Auf C.A.________s Wunsch hin habe sie am 24. Januar 2022 einen schweren Stein, der den Tieren im Wald als "Napf" habe dienen sollen, ins "Versteckli" getragen. Gemäss dem Berichtsrapport der Kantonspolizei vom 24. März 2022 sei etwa sechs Meter vom Leichenfundort entfernt ein Stein gefunden worden. An diesem seien Blutanhaftungen sowie drei Haare von C.A.________ sowie eine DNA-Kontaktspur der Beschwerdeführerin gefunden worden. Es seien dagegen keine Spuren von anderen Personen an diesem Stein gefunden worden. Nach den Aussagen des zwölfjährigen E.________ habe dieser am 1. Februar 2022 zwischen etwa 16.40 und 17.00 Uhr seinen Hund spazieren geführt und dabei C.A.________ und die Beschwerdeführerin angetroffen. Er habe gesehen, wie diese gemeinsam in den Wald gegangen seien.