Citation: BGE 133 IV 256 E. 4.3.1

Indem die Vorinstanz das Absetzen der Blüten als Betrug einstuft, weicht sie noch in einem zweiten Punkt von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ab. In einem Urteil aus dem Jahr 1973 entschied das Bundesgericht, dass der Täter, der durch Inumlaufsetzen falschen Geldes in Täuschungs- und Bereicherungsabsicht einen anderen schädigt, nur nach Art. 242 StGB zu bestrafen sei, mithin ein Spezialfall eines Betrugs vorliege. Begründet wurde dies unter Verweis auf den inzwischen aufgehobenen Art. 154 aStGB ("In BGE 133 IV 256 S. 262 Verkehrbringen gefälschter Waren"), welcher nach der damaligen Rechtsprechung dem Betrugstatbestand ebenfalls als lex specialis vorging (BGE 99 IV 9 mit Hinweisen auf BGE 72 IV 169; BGE 88 I 42; bestätigt in: BGE 99 IV 80; kritisch HANS SCHULTZ, Die strafrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts im Jahre 1973, ZBJV 110/ 1974 S. 392 ff.). Zwar stehe Art. 242 StGB nicht unter dem