Citation: 6S.128/2005 11.07.2006 E. 4

Der Beschwerdeführer wendet sich sodann gegen die Anordnung der Verwahrung. Er macht geltend, dass bereits eine ambulante Massnahme im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB bei Vollzug der Strafe ausreiche, um das Sicherungsbedürfnis der Allgemeinheit abzudecken. Nach einem allfälligen Scheitern der ambulanten Behandlung könnte die Verwahrung noch immer angeordnet werden. Angesichts ihres subsidiären Charakters und in Nachachtung des Verhältnismässigkeitsprinzips habe er Anspruch auf ein solch stufenweises Vorgehen. Die Vorinstanz ordnet eine Verwahrung im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB an. Gestützt auf die fachärztliche Beurteilung vom 20. November 2003 gelangt sie zum Schluss, dass der Beschwerdeführer die öffentliche Sicherheit, d.h. konkret Mädchen im vorpubertären Alter, in schwer wiegender Weise gefährde, zumal nach dem Gutachter eine ausgesprochen hohe Rückfallgefahr für erneute sexuelle Übergriffe an Kindern bestehe, wobei eine Risikoprogredienz erkennbar sei, d.h. die Straftaten eine Steigerung hinsichtlich Gewalteinsatz, Schweregrad der Tathandlungen sowie polymorpher (vielfältiger) Ausgestaltung erkennen liessen. Einzig weil der Beschwerdeführer trotz einer seit 1980 dauernden psychiatrischen Behandlung noch nie in den Genuss eines adäquaten Therapieversuchs gekommen sei, weise der Gutachter - neben der Verwahrung - auf die Möglichkeit einer vollzugsbegleitenden ambulanten Massnahme hin. Die Erfolgsaussichten einer solchen Behandlungsmassnahme seien nach den gutachterlichen Feststellungen indes überaus unsicher. Es rechtfertige sich daher nicht, mit der Anordnung einer Verwahrung zuzuwarten und nur eine ambulante Massnahme anzuordnen. Im Übrigen sei auch im Rahmen einer Verwahrung therapeutische und ärztliche Hilfe nach Möglichkeit zu leisten.