Citation: 1P.767/2005 10.02.2006 E. 4

Es ist unstreitig, dass der Staatsanwalt weder persönliche Beziehungen zu den Angeschuldigten noch eigene wirtschaftliche Interessen an der Grand Casino Luzern AG hat. Der Umstand allein, dass er bis vor kurzem Mitglied des Grossen Stadtrates, d.h. des Luzerner Stadtparlaments, war und die Stadt Luzern ihrerseits Hauptaktionärin der Grand Casino Luzern AG ist, ist bei objektiver Betrachtung nicht geeignet, den Anschein der Befangenheit zu erwecken. Der Beschwerdeführer räumt selbst ein, dass der Staatsanwalt mit dem Kauf des fraglichen Aktienpakets nichts zu tun gehabt habe. Es liegen keinerlei Anhaltspunkte dafür vor, dass der Staatsanwalt in irgend einer Weise von der Stadt abhängig ist und auf ihn Druck ausgeübt wird, zugunsten der Grand Casino Luzern AG tätig zu werden. Soweit der Beschwerdeführer die Befangenheit des Staatsanwalts aus der angeblich offensichtlichen Unrichtigkeit des Einstellungsbeschlusses ableitet, kann auf das oben (E. 2) Gesagte verwiesen werden. Die Ausführungen des Beschwerdeführers zum Verhalten des Staatsanwalts seit dem angefochtenen Entscheid sind Noven, auf die nicht einzutreten ist.