Citation: 2C_565/2023 E. 3.2

3.2. Liegt ein Widerrufsgrund vor, ist zu prüfen, ob die damit verbundene aufenthaltsbeendende Massnahme verhältnismässig ist (vgl. Art. 96 Abs. 1 AIG). Da sich der Beschwerdeführer seit fast 40 Jahren in der Schweiz aufhält und seine Ehefrau und seine beiden - wenigstens im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils - minderjährigen Kinder hier leben, tangiert der Widerruf der Niederlassungsbewilligung vorliegend ausserdem seinen Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens (Art. 13 Abs. 1 BV; Art. 8 Ziff. 1 EMRK). Es ist somit auch eine Interessenabwägung gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK vorzunehmen, wobei sich diese mit der Verhältnismässigkeitsprüfung nach Art. 96 AIG deckt (BGE 144 I 266 E. 3.7; 139 I 31 E. 2.3.2; Urteil 2C_159/2023 vom 6. Februar 2024 E. 4.2). Insofern der Beschwerdeführer geltend macht, sich auch aufgrund der Beziehung zu den ebenfalls mit der Familie zusammenwohnenden Eltern auf ein konventionsrechtlich geschütztes Familienleben berufen zu können, vermag er die rechtsprechungsgemäss erforderliche besondere Abhängigkeit nicht aufzuzeigen. Die finanzielle Unterstützung der Eltern im Rahmen des Zusammenwohnens respektive der damit verbundenen Unkosten (namentlich Wohn- und Verpflegungskosten) bleibt unsubstantiiert (vgl. vorne E. 2.2); ein besonderes Pflege- oder Betreuungsbedürfnis wird nicht geltend gemacht, und ist auch nicht ersichtlich (vgl. dazu die Urteile 2C_769/2022 vom 19. Oktober 2023 E. 6.1; 2C_682/2022 vom 29. März 2023 E. 4.2; jeweils mit Hinweisen). Allerdings ist die Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und seinen Eltern in der ohnehin vorzunehmenden umfassenden Interessenabwägung mitzuberücksichtigen (vgl. nachfolgend E. 5).