Citation: 2C_221/2008 28.03.2008 E. 4

Was die Beschwerdeführer dagegen vorbringen, ist unbehelflich. Für die fragliche Besteuerung besteht offensichtlich eine gesetzliche Grundlage, nur ist sie in § 20 Abs. 1 lit. a (nicht b) StG zu finden. Art. 20 Abs. 1 lit. b StG bezieht sich (wie Art. 20 Abs. 1 lit. b DBG) auf die Veräusserung und Rückzahlung von Obligationen mit überwiegender Einmalverzinsung, doch handelt es sich beim Obligationenteil der hier in Frage stehenden Optionsanleihe gerade nicht um eine solche. Der aus dem Emissionsdisagio resultierende Vermögensertrag ist im Übrigen nicht fiktiv, wie die Beschwerdeführer geltend machen. Dass der Wert des Optionsanteils mitunter schwierig zu bestimmen ist, ändert nichts daran, dass den Beschwerdeführern im Umfang des Differenzbetrags für das Disagio eine Leistung seitens des Emittenten zugeflossen ist. Es handelt sich um die Gegenleistung für die Hingabe des Kapitals und somit um Vermögensertrag. Bei der Berechnung des Emissionsdisagios als Differenzbetrag zwischen dem Nennwert und dem ersten Schlusskurs ex-Option handelte es sich um eine mögliche Methode zur Ermittlung des Vermögensertrages. Für Wandelobligationen, bei denen kein separater Handel stattfindet, ist der Wert der Obligationenkomponente im Emissionszeitpunkt finanzmathematisch zu bestimmen (vgl. Jeck, a.a.O., S. 202 Ziff. 2.3.3.1). Inwiefern die Steuerbehörden dieser Aufgabe nicht nachgekommen sein sollen, wird in der Beschwerde nicht dargelegt, obschon es beanstandet wird. Das genügt den Anforderungen an die Begründung einer Beschwerde, mit welcher die Verletzung von kantonalem Recht gerügt wird, offensichtlich nicht (Art. 42 Abs. 2, 106 Abs. 2 BGG).