Citation: 6B_1093/2021 E. 4.6

4.6. Zusammenfassend trägt der angefochtene Entscheid dem Grundsatz Rechnung, dass eine Verwahrung stets ultima ratio ist. Es besteht eine hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass durch eine stationäre therapeutische Massnahme über die Dauer von fünf Jahren die Gefahr von weiteren mit der psychischen Störung in Zusammenhang stehenden Straftaten im Sinne von Art. 64 StGB deutlich verringert wird, womit keine Verwahrung angeordnet werden darf. Auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin, es sei auch Verwahrten ärztliche und therapeutische Hilfe anzubieten bzw. erscheine die Implementierung einer antihormonalen Behandlung auch bei der Anordnung der Verwahrung möglich, ist damit nicht weiter einzugehen.