Citation: 8C_707/2021 E. 3.3.2

3.3.2. Die erstmals vor Bundesgericht unter den Ziffern 2 und 3 gestellten Anträge (vgl. hievor Sachverhalt lit. C) sind neu. Gemäss Art. 99 Abs. 2 BGG sind neue Begehren vor Bundesgericht unzulässig. Die Neuheit eines Begehrens bezieht sich auf den Streitgegenstand (BGE 136 V 362 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Streitgegenstand vor Bundesgericht kann nur sein, was die Vorinstanz überhaupt entschieden hat oder zu entscheiden gehabt hätte. Der Streitgegenstand kann vor Bundesgericht zwar eingeschränkt (minus), nicht aber ausgeweitet (plus) oder geändert (aliud) werden (BGE 142 I 155 E. 4.4.2; Urteil 2C_206/2019 vom 25. März 2021 E. 3.1). Ob dies der Fall ist, bemisst sich nach den im vorinstanzlichen Verfahren gestellten Anträgen und dem Dispositiv des angefochtenen Urteils (BGE 144 V 210 E. 1.2; 136 V 362 E. 3.4.2 f.; Urteil 2C_1049/2020 vom 20. Dezember 2021 E. 1.2). Hier kann offen bleiben, ob es sich bei den neuen Anträgen um unzulässige neue Begehren oder um zulässige neue rechtliche Begründungen für bereits vor der Vorinstanz erhobene Begehren handelt (vgl. BGE 136 V 362 E. 4.2; Urteil 2C_128/2016 vom 7. April 2017 E. 3). Inwieweit das erstmals vor Bundesgericht neu gestellte Feststellungsbegehren im Sinne von Antrag Ziffer 2 nach den praxisgemässen Voraussetzungen überhaupt zulässig ist (vgl. Urteil 2C_109/2021 vom 28. Juni 2021 E. 1.2 mit Hinweisen), kann ebenfalls offenbleiben. Angesichts des massgeblichen Hauptantrags im vorinstanzlichen Verfahren und mit Blick auf die entsprechenden Anträge in den beiden vorangehenden Rechtsgängen (E. 3.2) steht fest, dass die Beschwerdeführerin im Ergebnis eine im Vergleich zur Klasse 49A prämiengünstigere Einreihung ihres Betriebes in eine andere Risikogemeinschaft gemäss Suva-Prämientarif verlangt.