Citation: 8C_334/2020 E. 3

Streitig ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie die Leistungseinstellung der Suva per 31. Oktober 2019 und ihre Verneinung der Leistungspflicht für die Operation des Versicherten vom 30. September 2019 bestätigte. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, die Beurteilungen der Kreisärztin Dr. med. D.________, Fachärztin Allgemeinchirurgie und Traumatologie, vom 26. September, 5. November und 9. Dezember 2019 erfüllten die Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage. Sie habe sich mit den Einwänden des behandelnden Arztes Dr. med. B.________ eingehend auseinandergesetzt. Sie habe die Unfallkausalität im Wesentlichen anhand des Unfallhergangs und des Verletzungsbildes verneint. Insbesondere habe sie ausgeführt, das Hinterhorn des Innenmeniskus neige naturgemäss vermehrt zu degenerativen Veränderungen. Die Art der Verletzung (Rissform, ganglionzystische Formation, Bakerzyste, Fehlen eines Knochenmarködems) des Versicherten spreche gegen eine traumatische Meniskusverletzung. Zudem seien infolge des Unfalls keine objektivierbaren strukturellen Verletzungen im Bereich des linken Kniegelenks entstanden. Eine unfallbedingte Meniskusverletzung sei damit höchstens möglich, weshalb sie nicht in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 17. Juli 2019 stehe. Die Einschätzung der Dr. med. D.________ sei insgesamt schlüssig. So falle neben dem Fehlen eines Knochenmarködems und einer Blockade als unmittelbare Folge des Sturzes auf, dass in der Bildgebung verschiedene Anzeichen einer degenerativen Meniskusschädigung ersichtlich seien. Der Bericht des Dr. med. B.________ vom 5. Dezember 2019 vermöge keine Zweifel an der Beurteilung der Dr. med. D.________ zu wecken. Somit sei ihrem Schluss zu folgen, dass die objektivierbaren Befunde überwiegend wahrscheinlich degenerativ bedingt seien und es durch den Unfall vom 17. Juli 2019 zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des krankhaften Vorzustandes für höchstens vier Wochen gekommen sei. Somit seien die Beschwerden, die am 30. September 2019 eine Operation erfordert hätten, nicht unfallkausal.