Citation: 1C_537/2020 E. 5

Die Vorinstanz ging gestützt auf den im Strafverfahren festgestellten Sachverhalt davon aus, den Beschwerdeführer treffe kein bloss leichtes Verschulden im Sinne von Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG, da beim Linksabbiegen im Morgenverkehr bei Dämmerlicht von einem Fahrzeugführer ungeteilte Aufmerksamkeit erwartet werde und er für einen kurzen Moment unaufmerksam gewesen sei, was zur Kollision mit der vortrittsberechtigten Fahrradlenkerin geführt habe. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hätte ein allfälliges Mitverschulden der Fahrradfahrerin nicht verschuldenskompensierend berücksichtigt werden dürfen. Da sich die vom Beschwerdeführer geschaffene erhöhte abstrakte Gefahr in einer Kollision verwirklicht habe und sein Verschulden nicht mehr leicht wiege, sei von einer mittelschweren Widerhandlung gemäss Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG auszugehen. Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei nicht unaufmerksam gewesen. Er habe trotz grosser Aufmerksamkeit die "heranbrausende" Fahrradfahrerin mangels Beleuchtung und wegen deren zu hohen Geschwindigkeit gar nicht rechtzeitig erkennen können. Demnach treffe ihn höchstens ein leichtes Verschulden. Auf diese rechtlichen Ausführungen zu seinem Verschulden ist nicht einzutreten, weil sie auf einer Sachverhaltsdarstellung beruhen, die vom für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt abweicht.