Citation: 9C_41/2024 E. 6.4.1

6.4.1. Seit jeher, d.h. seit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1917 über die Stempelabgaben (StG 1917; BBl 1917 IV 225) am 1. April 1918, hat der Gesetzgeber die Umsatzabgabe auf Rechtsgeschäfte begrenzt, bei denen ein Effektenhändler als Vertragspartei oder Vermittler involviert ist (Art. 33 StG 1917; vgl. zu den Gründen hierfür Botschaft vom 16. Mai 1917 betreffend den Erlass eines Ausführungsgesetzes zu Art. 41 der Bundesverfassung [Bundesgesetz über die Stempelabgaben; nachfolgend: Botschaft StG 1917], BBl 1917 III 119 f.; vgl. auch Botschaft vom 28. Mai 1926 über den Erlass eines Bundesgesetzes betreffend die Abänderung der Bundesgesetze vom 4. Oktober 1917 über die Stempelabgaben und vom 25. Juni 1921 betreffend die Stempelabgabe auf Coupons [nachfolgend: Botschaft Änderung StG 1917], BBl 1926 I 743 f.). Um zu gewährleisten, dass die Umsatzabgabe den Charakter einer Umsatz- und nicht einer Gewerbesteuer auf den Ergebnissen der Effektenhändler haben würde, sollte bei "vermittelten Geschäften" der Vermittler nicht als Vertragspartei gelten, mithin von der Abgabe befreit werden (vgl. Art. 34 Abs. 3 StG 1917; Botschaft StG 1917, BBl 1917 III 121). Es sollte keine Rolle spielen, ob der Vermittler, der durch seine Tätigkeit eine Willenseinigung zwischen zwei Kontrahenten herbeiführte, als Kommissionär, Agent oder Makler auftrat (vgl. Botschaft StG 1917, BBl 1917 III 121; AMSTUTZ/WYSS, Das eidgenössische Stempelsteuerrecht, 1930, N. 8 zu Art. 33 StG 1917).