Citation: 1C_37/2018 E. 6.3

6.3. Die Beschwerdeführer rügen, die Vorinstanz sei willkürlich zum Schluss gekommen, das Dachgeschoss könne aufgrund der ungenügenden natürlichen Belichtung ohne bewilligungspflichtige bauliche Massnahmen nicht zu Wohn- und Arbeitszwecken genutzt werden. Zwar sehe das korrigierte Baugesuch im Dachgeschoss Fensterflächen vor, die den wohnhygienischen Ansprüchen an die natürliche Belichtung grundsätzlich nicht genügten. Dennoch sei das Abstellen auf die ungenügende natürliche Belichtung willkürlich und antiquiert, weil der Estrichraum mit einer Fläche von ca. 124 m2 und einer Höhe des Dachstocks von bis zu 3,82 m heutzutage mit einer künstlichen Belichtung problemlos als Arbeitsraum genutzt werden könne, ohne dass dazu bauliche Massnahmen erforderlich seien. Hinzu komme, dass Art. 40 BauR zulasse, dass Werkstätten auch unterirdisch angeordnet werden dürften, wenn sie einwandfreie künstliche Beleuchtungs- und Belüftungseinrichtungen aufwiesen. Wenn Werkstätten unter diesen Bedingungen zur anrechenbaren Geschossfläche gehörten, müsse dies auch für mögliche Arbeitsräume im Dachgeschoss gelten.