Citation: 8C_290/2023 E. 5.3

5.3. Vorarbeiten zu Gesetzen, die im Zeitpunkt des richterlichen Urteils noch nicht in Kraft sind, dürfen bei der Auslegung zwar berücksichtigt werden, wenn der Gesetzgeber das geltende System nicht grundsätzlich ändert und nur eine Konkretisierung des bestehenden Rechtszustandes anstrebt oder Lücken des geltenden Rechts ausfüllen will (BGE 141 II 297 E. 5.5.3; 125 III 401 E. 2a; 124 II 193 E. 5d). Wann und ob die von der Beschwerdeführerin angesprochene Neufassung von Art. 26bis Abs. 3 IVV überhaupt in Kraft treten wird, ist allerdings noch offen. Der entsprechende Entwurf und die Vorarbeiten können schon deshalb im vorliegenden Fall nicht berücksichtigt werden.