Citation: 8C_10/2009 03.08.2009 E. 9.2

9.2.1 Die Vorinstanz hat erwogen, die Fehldiagnosen einer leichten AC-Gelenksarthrose bzw. einer Impingement-Symptomatik seien im November 1997 und somit acht Jahre und drei Monate nach dem Unfall vom 1. August 1989 gestellt worden. Bereits im Oktober 2000 habe die Klinik X.________ jedoch entdeckt, dass es sich dabei um Fehldiagnosen gehandelt habe, und habe ausgeführt, es seien keine relevanten Pathologien feststellbar. Demnach sei auf eine Operation verzichtet worden. Der Versicherte mache gestützt auf das orthopädische UMEG-Teilgutachten des Dr. med. J.________ vom 10. April 2006 und das psychiatrische UMEG-Teilgutachten des Dr. med. A.________ vom 28. März 2006 geltend, das bei ihm vorliegende Beschwerdebild sei eine Folge jahrelanger Fehldiagnosen, die eine adäquate Therapie zur rechten Zeit verhindert hätten; es müsse von einem Fehlverhalten der SUVA ausgegangen werden, das massgeblich ursächlich für die heutige Situation sei. Weiter führte die Vorinstanz aus, die acht Jahre und drei Monate nach dem Unfall gestellten sowie drei Jahre später als solche entdeckten Fehldiagnosen seien relativ harmlos gewesen. In Berücksichtigung dieser Tatsache sowie des Fehlens objektivierbarer organischer Unfallfolgen sei es entgegen den Dres. med. J.________ und A.________ schwer vorstellbar, dass die genannten Fehldiagnosen in einem relevanten Ausmass eine Chronifizierung des Leidens und eine psychische Pathologie verursacht haben sollten. Weder aus deren Berichten noch aus den übrigen Akten lasse sich ein Nachweis für eine von November 1997 bis Oktober 2000 entstandene Schädigung entnehmen, die mit einer auf Grund des Unfalls erfolgten Heilbehandlung bzw. mit einer Unterlassung einer solchen in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang stehe. Der Tatbestand von Art. 6 Abs. 3 UVG sei daher nicht erfüllt. Es gebe keine Hinweise auf ein Fehlverhalten der SUVA. Der Versicherte erhebe diesbezüglich lediglich pauschale Vorwürfe, ohne zu konkretisieren, worin die angebliche Schädigung bzw. das angebliche Fehlverhalten bestünden oder welche indizierte Heilbehandlung unterlassen worden sein soll. 9.2.2 Der Versicherte macht geltend, die SUVA habe gemäss Art. 6 Abs. 3 UVG auch für Schädigungen Leistungen zu erbringen, die ihm bei der Heilbehandlung zugefügt worden seien. Da heute erstellt sei, dass sehr wohl körperliche Unfallfolgen vorlägen, die beklagten körperlichen Beschwerden erklärt werden könnten und letztlich auch ein adäquates Trauma vorliege, brauche auf die Ausführungen der Vorinstanz bezüglich Art. 6 Abs. 3 UVG nicht weiter eingegangen zu werden. Sie habe es unterlassen, der Frage nachzugehen, wie sich das Beschwerdebild im Rahmen der beruflichen Tätigkeit bis 2001 geändert habe. Nachdem nun indes somatische, die Beschwerden erklärende Korrelate vorlägen, müsse davon ausgegangen werden, dass es im Laufe der Zeit und auf Grund dessen, dass die Verletzungen lange Zeit nicht erkannt worden seien, zu einer erheblichen Verschlimmerung des Beschwerdebildes gekommen sei. 9.3 Der Versicherte verzichtet mithin ausdrücklich auf eine Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen zu Art. 6 Abs. 3 UVG. Seine Vorbringen sind unbehelflich, da ein objektives somatisches Korrelat für seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht erstellt ist (vgl. E. 4.2-4.4 und E. 7 hievor). Demnach hat die Vorinstanz die Leistungspflicht der SUVA gemäss Art. 6 Abs. 3 UVG zu Recht verneint.