Citation: 6B_748/2017 E. 1.4.3

1.4.3. Der Gemeinsame Tarif Ka 2009-2014 (Grosskonzerte und konzertähnliche Darbietungen) der Beschwerdegegnerin 2 (kant. Akten, Urk. 06031010) sah folgendes vor: "Der Kunde gibt der SUISA alle zur Berechnung der Entschädigung erforderlichen Angaben [...] innert 10 Tagen nach der Veranstaltung oder an den in der Bewilligung genannten Terminen bekannt (Ziff. 29 Abs. 1). Kunden, welche Eintrittskarten über eine vom Kunden unabhängige Verkaufsorganisation anbieten, sind verpflichtet, neben den im vorstehenden Absatz genannten Angaben sowohl die Brutto-Einnahmen [...] als auch die Netto-Einnahmen [...] bekannt zu geben und die Abrechnung der Billettverkaufsorganisation beizulegen. Von den über die Billettverkaufsorganisation erzielten Bruttoeinnahmen können 10 % abgezogen werden, sofern alle Unterlagen fristgerecht und ohne weitere Aufforderung eingereicht werden (Ziff. 29 Abs. 2). Die SUISA kann zur Prüfung der Angaben des Kunden Belege verlangen oder nach Voranmeldung Einsicht in die Bücher des Kunden nehmen (Ziff. 30)." Der Beschwerdeführer wäre unter dem gemeinsamen Tarif Ka 2009-2014 demnach verpflichtet gewesen, den Fragebogen die Schlussabrechnungen der G.________ AG beizulegen. Gemäss dem Gemeinsamen Tarif Kb 2009-2016 (Konzerte in Lokalen oder auf Geländen bis und mit 999 Personen Fassungsvermögen und Billetteinnahmen bis und mit maximal Fr. 15'000.--) der Beschwerdegegnerin 2 (kant. Akten, Urk. 06031011) hatte der Kunde dieser alle zur Berechnung der Entschädigung erforderlichen Angaben innert 10 Tagen nach dem Konzert oder an den in der Bewilligung genannten Terminen bekannt zu geben (Ziff. 22). Die Beschwerdegegnerin 2 konnte zur Prüfung der Angaben des Kunden Belege verlangen oder nach Voranmeldung Einsicht in die Bücher des Kunden nehmen (Ziff. 23).