Citation: 4A_254/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Wie erwähnt, enthält der Begriff der Urteilsfähigkeit auch ein Willenselement. Die Beschwerdeführerin hätte somit auch diesbezüglich im erstinstanzlichen Schriftenwechsel substanziierte Ausführungen machen müssen. Nach den Feststellungen der Vorinstanz hat sie sich aber erst im Berufungsverfahren und damit verspätet auf ihre Abhängigkeit von der Familie des Beschwerdegegners berufen, was allenfalls als Bestreitung der Fähigkeit zur freien Willensbildung hätte verstanden werden können. In mehrfacher Hinsicht waren die Behauptungen der Beschwerdeführerin daher ungenügend.