Citation: 6B_343/2020 E. 8.3

8.3. Die Kostenverlegung durch die Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Es trifft zwar zu, dass der erstinstanzliche Freispruch von der Anklage der Urkundenfälschung und der gewerbsmässigen Geldwäscherei (Anklageschrift S. 21 ff. und 29 f.) in Rechtskraft erwachsen ist. Doch können der beschuldigten Person die gesamten Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens auferlegt werden, wenn die ihr zur Last gelegten Handlungen in einem engen Zusammenhang stehen und alle Untersuchungshandlungen hinsichtlich jedes Anklagepunktes notwendig waren. Dies ist im vorliegenden Verfahren ohne Weiteres der Fall. Dass die Untersuchungsbehörde die Strafuntersuchung mit einem übertriebenen Aufwand geführt hätte, lässt sich angesichts der zahlreichen überwiesenen Beträge, welche zu überprüfen waren, nicht sagen. Es ist auch nicht ersichtlich, dass die Strafuntersuchung in den Punkten, die zu einem Freispruch geführt haben, zu Mehrkosten geführt hätte. Die Vorinstanz ist daher vom Grundsatz der vollständigen Kostenauflage zu Recht nicht abgewichen (Urteile 6B_460/2020 vom 10. März 2021 E. 10.3.1; 6B_112/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 6.3; 6B_202/2020 vom 22. Juli 2020 E. 3.2; 6B_115/2019 vom 15. Mai 2019 E. 4.3 mit Hinweisen). Aus demselben Grund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer in Bezug auf die beiden Freisprüche keine Entschädigung zugesprochen hat. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.