Citation: 2C_980/2015 E. 2.1.3

2.1.3. Die Beurteilung der Prozessaussichten richtet sich nach dem AuG (SR 142.20). Unstrittig ist, dass der Beschwerdeführer 1 mit der Verurteilung wegen versuchter Tötung und versuchter schwerer Körperverletzung einen Widerrufsgrund nach Art. 62 lit. b AuG gesetzt hat. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung und nach Art. 121 Abs. 3 lit. a BV handelt es sich bei der versuchten Tötung um eine schwere Straftat, bei welcher zum Schutz der Öffentlichkeit ausländerrechtlich selbst ein geringes Restrisiko weiterer Beeinträchtigungen wesentlicher Rechtsgüter nicht in Kauf genommen werden muss (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.1 S. 20; Urteil 2C_361/2014 vom 22. Oktober 2015 E. 2.3). Kommt hinzu, dass gegen den Beschwerdeführer 1 bereits ein weiteres Verfahren angestrengt worden ist, weil er im Rahmen einer Auseinandersetzung seinem Widersacher einen gläsernen Halbliter-Bierhumpen auf den Kopf geschlagen hatte. Die privaten Interessen des Beschwerdeführers 1 betreffen - wie die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat - sein Familienleben. Allerdings hat er wenig Rücksicht darauf genommen und sich trotz Kind und Ehefrau nicht davon abhalten lassen, mehrmals gewalttätig zu sein. Wie sich aus dem vorinstanzlichen Urteil sodann ergibt, ist der Beschwerdeführer 1 insgesamt wenig integriert (Sprache, Arbeit) und ist er erst seit kurzem in der Schweiz. Wie die Vorinstanz willkürfrei ausgeführt hat, vermögen die privaten Interessen das sicherheitspolizeiliche Interesse an einer Wegweisung - aus einer prima facie Sicht - "bei weitem nicht aufzuwiegen", und insofern ist die Vorinstanz im Rahmen einer summarischen Prüfung willkürfrei davon ausgegangen, dass die Begehren eher als aussichtslos und nicht "nicht offensichtlich als aussichtslos" erscheinen.