Citation: 4P.32/2000 22.05.2000 E. 3

3.- Nach Ansicht des Beschwerdeführers wendete das Kantonsgericht Art. 200 Abs. 1 ZPO/FR willkürlich an, indem der Entscheid über die Beweisanträge nicht durch das zuständige Dreiergericht, sondern durch den Präsidenten des II. Appellationshofes gefällt worden sei. Der Präsident des II. Appellationsgerichtshofes teilte den Parteien in seiner Vorladung vom 18. Oktober 1999 die Ablehnung der streitigen Beweisanträge mit und kündigte an, die Begründung werde im Endurteil erfolgen. Im angefochtenen Urteil wurde denn auch erneut und mit einlässlicher Begründung auf Abweisung der Beweisanträge erkannt. Damit folgte das Kantonsgericht der Regelung von Art. 165 Abs. 2 ZPO/FR, wonach der Entscheid über die Beweisaufnahmen durch den Gerichtspräsidenten getroffen wird, das Recht des Gesamtgerichts, weitere Erhebungen anzuordnen, dadurch aber unbeschadet bleibt. Die Anwendung dieser für das erstinstanzliche Verfahren geltenden Regeln auch auf Beweiserhebungen im kantonalen Berufungsverfahren erscheint jedenfalls nicht als willkürlich. Art. 200 Abs. 1 ZPO/FR enthält Bestimmungen über die antizipierte Beweiswürdigung, welche die Zuständigkeitsfrage nicht betreffen. Inwiefern diese Norm hier willkürlich angewendet sein soll, ist nicht ersichtlich.