Citation: 8C_170/2019 E. A

Der 1989 geborene A.________ ist seit dem 25. Februar 2015 bei der Firma B.________ angestellt und dadurch bei der Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG (im Folgenden: Vaudoise) gegen die Folgen von Unfällen obligatorisch versichert. Am 28. März 2017 teilte der Versicherte der Vaudoise mit, er sei im Juli 2016 von einer Zecke gebissen worden und leide seither an einer Hirnhautentzündung. Die Vaudoise klärte den Sachverhalt in beruflicher und medizinischer Hinsicht ab. Gemäss Austrittsbericht des Spitals C.________ vom 26. Juli 2016, wo der Versicherte vom 19. bis 26. Juli 2016 stationär behandelt wurde, zeigten sich in den neurologischen und neuropsychologischen Untersuchungen schwere Funktionseinschränkungen mit Antriebsminderung, reduzierter Merkspanne und kognitiver sowie psychomotorischer Verlangsamung, die gut mit einer FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis nach Zeckenbiss) vereinbar waren. Laut dem von der Vaudoise eingeholten, auf neurologischen und neuropsychologischen Untersuchungen beruhenden Gutachten des Begutachtungszentrums E.________ vom 14. Februar 2018 litt der Explorand an einer organischen Persönlichkeitsstörung nach Meningoenzephalitis (ICD-10 F07.0), differentialdiagnostisch an einem postenzephalitischem Syndrom mit unspezifischen und uneinheitlichen Verhaltensänderungen (ICD-10 F07.1). Die aktuellen Beschwerden seien möglicherweise, aber nicht überwiegend wahrscheinlich auf einen Zeckenbiss im Sommer 2016 zurückzuführen. Mit Verfügung vom 22. März 2018 eröffnete die Vaudoise dem Versicherten, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen stünden nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem kausalen Zusammenhang mit dem im Sommer 2016 erlittenen Zeckenbiss, weshalb sie keine Leistungen erbringen könne. Die hiegegen erhobene Einsprache wies sie ab (Einspracheentscheid vom 22. Mai 2018).