Citation: 8C_38/2017 E. 3.1.1

3.1.1. Das kantonale Gericht hat anhand der medizinischen und anderweitigen Akten detailliert dargelegt, dass sich der Versicherte bei der IV-Stelle des Kantons Aargau am 30. Juli 2010 allein für berufliche Massnahmen angemeldet hatte. Er beantragte nie eine Invalidenrente, sondern ging stets davon aus, dass er - nach einer Umschulung - in einer dem körperlichen Leiden (lumboradikuläre Schmerzsymptomatik) angepassten Erwerbstätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig sein würde. Bei der Arbeitslosenversicherung war er als zu 100 % vermittelbar gemeldet. Auch die vorhandenen Arztberichte gaben der Verwaltung keinen Anlass, die Rentenfrage zu prüfen; so wurde die psychiatrische Problematik nie thematisiert und keiner der Ärzte ging von einer dauernden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer den körperlichen Leiden adaptierten Beschäftigung aus. Das vom Versicherten am 30. Juli 2010 eingeleitete Verfahren betreffend berufliche Massnahmen fand seinen Abschluss im Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 28. August 2012, in dem davon ausgegangen wurde, der Versicherte erleide aufgrund seiner somatischen Beschwerden keine Erwerbseinbusse.