Citation: 4A_306/2024 E. 3.1.2

3.1.2. Wenn die Beschwerdeführer aus der Gläubigereigenschaft der Beschwerdeführerin etwas ableiten wollten, hätten sie mit Aktenhinweisen darlegen müssen, wo sie entsprechende Behauptungen bereits vor der ersten Instanz aufgestellt haben, zumal sie nicht behaupten, die Voraussetzungen, unter denen in einer Berufung neue Tatsachen berücksichtigt werden könnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO), seien in Bezug auf die Gläubigerstellung der Beschwerdeführerin erfüllt. Insoweit ist der Verweis auf die Berufung bereits formell ungenügend. Zudem liefe es dem mit der eingeschränkten Prüfungsbefugnis verfolgten Zweck zuwider, wenn Parteien, die vor den kantonalen Instanzen vorsorgliche Massnahmen mit Blick auf die Gefahr der Beeinträchtigung ihrer Kapital- und Beteiligungsrechte verlangen, sich erstmals vor Bundesgericht auf ihre Gläubigerstellung berufen könnten, die sie gemäss den Ausführungen in der Beschwerde im Berufungsverfahren in anderem Zusammenhang (der Frage, wie die Beschwerdeführerin ihren Liquiditätsbedarf deckt) aufgestellt haben. Und schliesslich bleibt unklar, inwiefern die Stellung der Beschwerdeführerin als Gläubigerin beeinträchtigt wäre, wenn die Kapitalerhöhung nicht mehr rückgängig gemacht werden könnte, wird doch mit der Kapitalerhöhung grundsätzlich der Gesellschaft Haftungssubstrat zugeführt. Auch insoweit ist der blosse Verweis auf die Gläubigerstellung ungenügend. Es drängt sich der Schluss auf, dass es der Beschwerdeführerin auch unter Anrufung ihrer Gläubigerstellung allein um den Schutz ihrer behaupteten Mehrheit der Stimm- und Kapitalrechte geht, von denen sie nicht glaubhaft machen konnte, dass sie ihr zustehen. Dass mit Blick auf die Zweifel an der Authentizität des Übertragungsvertrages und die Löschung der D.________ im Handelsregister nicht hinreichend dargelegt ist, inwiefern der Beschwerdeführer noch wirtschaftlich Berechtigter von Stammanteilen ist, wurde bereits dargelegt (vgl. E. 2.4 hiervor).