Citation: 9C_576/2016 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt im Wesentlichen, die Vorinstanz habe den Sachverhalt ungenügend abgeklärt und damit den Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) sowie den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt, weil sie trotz des Berichts des Dr. med. C.________ vom 18. Mai 2015 auf weitere Abklärungen verzichtet habe. Gemäss diesem Bericht habe seit der Begutachtung durch die SMAB AG eine Verschlechterung des (somatischen) Gesundheitszustands stattgefunden, was anhand der neu hinzugekommenen bzw. verschlimmerten Diagnosen sowie der beschriebenen Funktionseinbussen und Belastungsprofile ersichtlich sei. Entgegen der Vorinstanz handle es sich nicht bloss um eine (unbeachtliche) abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit basierend auf demjenigen Sachverhalt, der schon von den SMAB-Gutachtern beurteilt worden sei, sondern es liege ein anderer Sachverhalt vor. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was die für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlichen (E. 1 hievor) vorinstanzlichen Feststellungen zur Arbeitsfähigkeit bzw. zur Frage, ob sich diese im Zeitraum zwischen Begutachtung und Erlass der Verfügung vom 9. Juni 2015 massgebend verändert hat (vgl. Urteil 9C_981/2012 vom 27. März 2013 E. 2), als offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Allein der Umstand, dass - wie in concreto - seit der gutachtlichen Untersuchung neue Diagnosen gestellt wurden, ist mit dem kantonalen Gericht nicht entscheidend. Zwischen ärztlich gestellter Diagnose und Arbeitsunfähigkeit besteht - und zwar sowohl bei somatisch dominierten als auch bei psychisch dominierten Leiden - keine Korrelation (BGE 140 V 193 E. 3.1 S. 195 mit Hinweis). Was die bildgebend festgestellten Bandscheibenprotrusionen betrifft, stellte Dr. med. C.________ in der klinischen Untersuchung - abgesehen von der bereits von der rheumatologischen Gutachterin beschriebenen eingeschränkten Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule - keine relevanten pathologischen Befunde fest, insbesondere fand er weder Anhaltspunkte für eine lumbo-radikuläre Reiz- oder Ausfallsymptomatik noch Zeichen einer Segmentsinstabilität. Auch betreffend die von Dr. med. C.________ diagnostizierte manifeste Coxarthrose rechts, die aktivierte mediale Gonarthrose links sowie die beidseitige Femoropatellararthrose sind mit Blick auf die körperliche Untersuchung - im Vergleich zu jener im Rahmen der Begutachtung - keine anspruchsrelevanten Veränderungen erkennbar. Damit kann der Beschwerdeführer aus diesen neuen bzw. im Schweregrad veränderten Diagnosen nichts zu seinen Gunsten ableiten. Was die ebenfalls neu diagnostizierte leichte Impingementsymptomatik der linken Schulter betrifft, leitete Dr. med. C.________ daraus zwar eine zusätzliche, potentiell relevante Einschränkung des Zumutbarkeitsprofils in Form des Ausschlusses von Verrichtungen mit dem linken Arm an bzw. über der Schulterhorizontalen ab. Nach den unbestritten gebliebenen Ausführungen der Sachverständigen hat die praktisch identische Einschränkung betreffend den rechten Arm indes keinerlei Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in der Werkstatt. Mithin ist davon auszugehen, dass Verrichtungen über der Schulterhorizontalen für diese Tätigkeit nicht erforderlich sind, womit die Impingementsymptomatik der linken Schulter keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit zeitigt. Die weiteren Abweichungen des Zumutbarkeitsprofils sind allesamt untergeordneter Natur, wobei die Relevanz derselben in Bezug auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit weder ersichtlich ist noch vom Beschwerdeführer dargetan wird. Nach dem Gesagten ist der sinngemässe Schluss der Vorinstanz, die (tiefere) Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Rheumatologen Dr. med. C.________ basiere nicht auf massgeblich veränderten bzw. verschlechterten somatischen Verhältnissen, sondern sei der hohen Variabilität der medizinischen Folgenabschätzung (BGE 140 V 193 E. 3.1 S. 195) geschuldet, im Ergebnis nicht zu beanstanden. Entsprechend durfte das kantonale Gericht auf das beweiskräftige Gutachten abstellen und, ohne den Untersuchungsgrundsatz sowie den Anspruch auf rechtliches Gehör zu verletzen, in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162) auf weitere medizinische Abklärungen verzichten.