Citation: 7B_249/2022 E. 2

Hintergrund des angefochtenen Urteils bildet in aller Kürze der Vorwurf, die aus dem Kosovo stammende Beschwerdeführerin habe in vier voneinander unabhängigen Tatkomplexen Geldleistungen erwirkt, indem sie sich als Schweizer Polizistin ausgegeben habe. Bei den Geschädigten habe es sich allesamt um Personen aus demselben Kulturkreis gehandelt, die mit den schweizerischen Rechtsverhältnissen nicht vertraut seien. Diesen habe sie vorgetäuscht, als Polizeibeamtin Einfluss auf und Kontakte zu staatlichen Stellen zu haben, welche es ihr ermöglichen würden, staatliche Anordnungen zugunsten der Ansprecher abzuändern oder solche erhältlich zu machen (Fall B.________: Verkürzung der Freiheitsstrafe eines Familienmitglieds, Fall G.________: Vorzeitige Aufhebung einer Einreisesperre, Fall J.________: Ermöglichung der Vorfinanzierung einer Liegenschaft, Fall K.________: Beschaffung der notwendigen Reisepapiere für eine Reise in den Kosovo). Die Vorinstanz erachtet die Anklagevorwürfe im Grundsatz als erstellt.