Citation: 8C_698/2017 E. 6.3.3

6.3.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihr Unterstützungsbudget sei nach den subsidiär anwendbaren SKOS-Richtlinien zu bestimmen. Diesbezüglich hat das Bundesgericht mit BGE 142 V 513 E. 5.2.1 S. 517 f. erkannt: Gemäss Praxishilfe H.10 sind in einem stabilen Konkubinat dem erweiterten SKOS-Budget der nicht unterstützten leistungspflichtigen Person (vgl. SKOS-Richtlinien vom April 2005 [4. überarbeitete Ausgabe] in der ab 1. Januar 2013 geltenden Fassung, Kapitel H.10, S. 1) sämtliche Einnahmen gegenüberzustellen. Der Einnahmenüberschuss ist sodann im Budget der antragstellenden Person vollumfänglich als Einnahme (Konkubinatsbeitrag) anzurechnen (SKOS-Richtlinien, a.a.O., Kapitel H.10, S. 3). [...] Ist praxisgemäss das gesamte Netto-Erwerbseinkommen aus selbstständiger oder unselbstständiger Erwerbstätigkeit anrechenbar, sind auch sämtliche Ersatzeinkommen wie AHV- und IV-Renten, Ergänzungsleistungen, Arbeitslosenunterstützung oder andere Taggelder von Versicherungen anzurechnen (vgl. Urteil 8C_347/2007 vom 4. August 2008 E. 5.1). Dies ist Folge einer konsequenten Anwendung des Subsidiaritätsgrundsatzes als Ausdruck der Eigenverantwortung, wonach zunächst alle anderen Möglichkeiten auszuschöpfen sind (Rudolf Ursprung/Dorothea Riedi, Verfahrensgrundsätze und Grundrechtsbeschränkungen in der Sozialhilfe, in: ZBl 116/2015, S. 403 ff., insbes. S. 406). Die Beschwerdeführerin legt nicht im Einzelnen anhand konkret bezifferter Aufwandpositionen dar, in welchem masslichen Umfang die Berücksichtigung des erweiterten SKOS-Budgets auf Seiten des nicht unterstützten leistungspflichtigen Konkubinatspartners zu einer Reduktion des tatsächlich angerechneten Konkubinatsbeitrages in ihrem sozialhilferechtlichen Unterstützungsbudget führen würde. Ist nicht ersichtlich, inwiefern die Berücksichtigung des erweiterten SKOS-Budgets am tatsächlich angerechneten Unterstützungsbeitrag des Konkubinatspartners konkret etwas ändern würde, ist die Beschwerde auch in diesem Punkt unbegründet.