Citation: I 1075/06 17.07.2007 E. 2

Der Beschwerdeführer bringt in formeller Hinsicht zunächst vor, dass bei einer Gutheissung der gleichentags eingereichten Verwaltungsgerichtsbeschwerde bezüglich Rentenanspruch aus obligatorischer Unfallversicherung von einer zweifellosen Unrichtigkeit des Einspracheentscheides der IV-Stelle ausgegangen werden müsse. Da die bezüglich Rentenanspruch aus obligatorischer Unfallversicherung erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit Urteil gleichen Datums ebenfalls abgewiesen wird, ist dieses Argument grundsätzlich ohnehin gegenstandslos. Auch bei einer Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bezüglich Rentenanspruch aus obligatorischer Unfallversicherung wäre jedoch keine offensichtliche Unrichtigkeit des Einspracheentscheides der Beschwerdegegnerin gegeben, da das vom Gesetzgeber in Art. 132 Abs. 2 OG für die Invalidenversicherung und die obligatorische Unfallversicherung vorgesehene unterschiedliche Verfahren zu verschiedenen Ergebnissen im Rahmen der Beurteilung durch das Bundesgericht führen kann. Diese unterschiedlichen Ergebnisse geben keinen Anspruch auf eine Wiedererwägung wegen offensichtlicher Unrichtigkeit. Wäre dem so, würde dies praktisch zu einer vollen Kognition vor Bundesgericht bezüglich des Entscheides betreffend Leistungen der Invalidenversicherung führen, wenn dieser gleichzeitig mit dem Entscheid betreffend Rentenanspruch aus obligatorischer Unfallversicherung angefochten wird. Dies steht aber klar im Gegensatz zu den Intentionen des Gesetzgebers, der mit der Beschränkung der Überprüfbarkeit auf Rechtsfragen gemäss Art. 132 Abs. 2 OG und der daraus folgenden Kognitionseinschränkung eine Entlastung des Bundesgerichts im Bereich der Invalidenversicherung beabsichtigte.