Citation: 6B_84/2023 E. 1.8.3

1.8.3. Es überzeugt zudem, wenn die Vorinstanz (unter anderem mit Blick auf die willkürfrei erstellten Verbindungen der Beschwerdeführerin zum Kosovo [vgl. supra E. 1.5.2]) au f eine grundsätzlich vorhandene Möglichkeit zur dortigen Integration erkennt, wenngleich diese mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden wäre. Die Beschwerdeführerin erwähnt zwar in ihrer Beschwerde eine psychiatrische Behandlung, macht darüber hinaus aber weder geltend, worin diese besteht, noch dass ohne diese eine ernsthafte, rapide und irreversible Verschlechterung ihres Gesundheitszustands drohen würde (vgl. dazu Urteil 6B_25/2022 vom 18. Oktober 2023 E. 3.2.3). Das Vertrauensverhältnis zu ihrem Arzt reicht dazu jedenfalls nicht aus. Dies hindert die Landesverweisung demnach nicht. Weiter beherrscht die Beschwerdeführerin die Sprache ihrer Heimat und verfügt (trotz fehlender Ausbildung) über Erfahrung auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt, vorwiegend im Detailhandel. Es ist anzunehmen, dass sie eine vergleichbare Tätigkeit auch im Kosovo aufnehmen könnte. Die dabei zu erwartenden Schwierigkeiten begründen keine für den hiesigen Verbleib hinreichenden privaten Interessen. Genauso vermögen die Kooperation mit den schweizerischen Behörden oder die von ihr behauptete Reue kein Absehen von der Landesverweisung zu rechtfertigen.