Citation: 2C_499/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz ging im Grundsatz davon aus, dass der Beschwerdeführer allein aus ausländerrechtlichen Motiven den Schein einer ehelichen Beziehung mit B.________ erweckt habe (vgl. E. 3.4 des angefochtenen Urteils), mithin vorliegend von einer Scheinehe auszugehen sei. Im Sinne einer Eventualerwägung erwog sie sodann aber, dass ein nachehelicher Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG selbst dann nicht bestehe, wenn nicht von einer Scheinehe auszugehen wäre (vgl. E. 4.1 des angefochtenen Urteils). Zur Begründung führte die Vorinstanz aus, dass eine allfällige eheliche Gemeinschaft zwischen B.________ und dem Beschwerdeführer spätestens ab dem 19. Dezember 2017 nicht mehr bestanden habe: Am 19. Dezember 2017 habe sich B.________ von der angeblichen gemeinsamen Wohnung in C.________ nach Zürich zu ihren Eltern abgemeldet. Der Beschwerdeführer habe an dieser Adresse in Zürich nie gewohnt, sondern sei dort ab Mitte Mai 2018 lediglich angemeldet gewesen. Überdies habe im Verlauf des Jahres 2017 die (aussereheliche) Beziehung B.________s zum Vater ihres am 5. Juli 2019 geborenen Sohnes ihren Anfang genommen. In einer E-Mail vom 22. Juni 2019 habe B.________ gegenüber dem Migrationsamt überdies angegeben, dass ihr Ehewille "[s]eit Mai 2017" erloschen sei. Weshalb B.________ gegenüber dem Migrationsamt falsche Angaben bezüglich des Erlöschens ihres Ehewillens und ihrer ausserehelichen Beziehung gemacht haben solle, sei nicht nachvollziehbar (vgl. zum Ganzen E. 4.2 des angefochtenen Urteils)