Citation: 9C_51/2018 E. 3.2

3.2. Dem im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens eingereichten Austrittsbericht der Klinik B.________ vom 15. Juli 2015 lässt sich entnehmen, dass sich die Beschwerdeführerin am 9. Juli 2015 der eingangs erwähnten Operation an der Halswirbelsäule (HWS) unterziehen musste. Die Ärzte attestierten einen unkomplizierten postoperativen Verlauf mit regelrechter Mobilisation unter physiotherapeutischer Anleitung und entliessen die Versicherte in gutem Allgemeinzustand und mit reizlosen Wundverhältnissen nach Hause. Während mit Bezug auf die Rotation der Halswirbelsäule keine Beschränkung vorgesehen war, galt eine solche für die Inklination und Reklination während vier Wochen im Umfange von 50 %. Ebenso lange durfte die Beschwerdeführerin keine Gewichte über 5 kg heben. Im Sprechstundenbericht der genannten Klinik vom 12. Februar 2016 wurde als Konsultationsgrund die Verlaufskontrolle nach einem am 4. Dezember 2015 erlittenen Sturz angegeben, bei welchem sich die Versicherte eine Kontusion der Lendenwirbelsäule (LWS) zugezogen habe. Aktuell störe die Patientin der tiefe lumbale Schmerz; die gesamte untere LWS-Muskulatur sei verspannt. Radiologisch fanden sich keine Hinweise auf eine Fraktur oder ossäre Läsion (dennoch machte die Versicherte im Verwaltungsverfahren wie auch in der vorinstanzlichen Beschwerde "einen Steissbeinbruch und einen Impressionstrümmerbruch am 5. Lendenwirbel" geltend). Was die Halswirbelsäule anbelangt, klagte die Versicherte über postoperativ noch deutlich vorhandene nuchale muskuläre Schmerzen, welche sich nach einer Infiltration nur temporär gebessert hätten. Selten würden die mittleren drei Finger der linken Hand einschlafen. Die Klinikärzte fanden eine freie symmetrische Beweglichkeit der gesamten HWS mit endständiger Schmerzangabe. Kraft und Sensorik beider oberer Extremitäten seien unauffällig. Insgesamt beschreibe die Beschwerdeführerin eine im Alltag schmerzkompensierte Situation. Im Sprechstundenbericht vom 10. März 2018 äusserten sich die Ärzte zusätzlich zu einer Magnetresonanz-Tomographie (MRI) der Lendenwirbelsäule. Dieses bildgebende Verfahren zeigte eine leichte multisegmentale Discusprotrusion. Es lag weder eine Spinalkanalstenose noch eine Neurokompression vor. In den Segmenten L4/5 sowie L5/6 fand sich eine Spondylarthrose. Weil die Spezialärzte keine morphologisch wesentlich veränderten Facettengelenke identifizieren konnten, empfahlen sie der Versicherten im LWS-Bereich keine Infiltration. Hinsichtlich der unverändert andauernden Nackenschmerzen ohne persistierende Radikulopathie verordneten sie hingegen nach derjenigen vom 30. November 2015 eine weitere Facettengelenksinfiltration (C5/6 beidseits).