Citation: 9C_310/2022 E. 4.2

4.2. Im Rahmen des Neuanmeldeverfahrens wurden die Berichte der lic. phil. B.________, Neuropsychologin/Psychologin FSP, und der Dr. med. C.________, Verhaltensneurologin, vom 7. Januar 2019, des behandelnden Psychiaters Dr. med. D.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 20. April 2020 sowie der Hausärztin Dr. med. E.________, FMH Allgemeine Medizin, vom 16. Juni 2020 beigezogen. Nach Auffassung der Vorinstanz ergibt sich aus diesen neuen Unterlagen nicht, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin, die nach wie vor unter einer Schmerzstörung und einer depressiven Erkrankung leide, seit der abschlägigen Rentenverfügung vom 9. März 2016 wesentlich verändert hätte. Die angeführten Befunde seien vergleichbar mit den bereits in den früheren Berichten beschriebenen. Was die Arbeitsunfähigkeit anbelange, könne nicht auf die Bescheinigung des Dr. med. D.________ vom 20. April 2020 abgestellt werden, weil sie weder Befunde noch eine Begründung enthalte, und ergebe sich aus dem Bericht der Dr. med. E.________ vom 16. Juni 2020 keine Veränderung, weil nach der Hausärztin eine volle Arbeitsunfähigkeit bereits seit 2012 bestehe. Soweit lic. phil. B.________ und Dr. med. C.________ in ihrem Bericht vom 7. Januar 2019 von einer Einschränkung von 50 bis 70 % ausgingen, sei zu bemerken, dass auch im Medas-Gutachten vom 26. August 2014 aus rein medizinischer Sicht eine solche von 50 %, zwischenzeitlich bei Vorliegen einer schweren depressiven Episode sogar eine solche von 100 % attestiert, eine Einschränkung aus versicherungsmedizinischer Sicht aber verneint worden sei. Ohnehin aber würde eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit per se nicht genügen, um auf eine gesundheitliche Verschlechterung zu schliessen. Auch sonst (namentlich hinsichtlich der Indikatoren) beständen keine relevanten neuen Aspekte, die zumindest auf eine Veränderung des Gesundheitszustandes hindeuten könnten und Anlass für ergänzende medizinische Abklärungen sein müssten. Eine erneute Prüfung der Standardindikatoren erübrige sich. Ein Revisionsgrund sei zu verneinen.