Citation: 6B_695/2024 E. 5.3.1

5.3.1. Der Vorinstanz zufolge verfügt der Beschwerdeführer über eine Aufenthaltsbewilligung B, die zuletzt bis 7. Juli 2023 verlängert wurde. Das Bundesamt für Migration habe am 26. März 2013 das Asylgesuch des Beschwerdeführers abgewiesen und festgestellt, dass er keine Flüchtlingseigenschaft habe. Diesen Entscheid habe das Bundesverwaltungsgericht am 24. Juni 2013 bestätigt. Das Bundesamt für Migration habe ihn am 11. November 2014 dann doch als Flüchtling anerkannt. Der Beschwerdeführer habe seine prägenden Kinder- und Jugendjahre in Sri Lanka verbracht, wo er nach wie vor enge Familienangehörige habe, nämlich seine Eltern und seinen Bruder. Seine Muttersprache sei Tamil, während er nur wenig Deutsch spreche. Sein Freundes- und Bekanntenkreis in der Schweiz bestehe überwiegend aus tamilischen Landsleuten. In seiner Freizeit gehe er keiner nennenswerten Beschäftigung nach. Seine gesellschaftliche und soziale Integration sei mangelhaft. Zu Sri Lanka habe er nach wie vor eine Beziehung. Der Beschwerdeführer hat mit seiner Lebenspartnerin E.________ ein Kind in der Schweiz. Doch dies steht der Landesverweisung nicht entgegen, zumal auch die Lebenspartnerin ihre Wurzeln in Sri Lanka hat. Gemäss Vorinstanz ist die Beziehung konfliktbehaftet. Das Zusammenleben war wegen Streitereien und Alkohol teilweise unmöglich. Der gemeinsame Sohn musste wegen der instabilen Verhältnisse fremdplatziert werden. Vor diesem Hintergrund hegt die Vorinstanz zu Recht Zweifel an der langfristigen Tragfähigkeit dieser familiären Bindungen. Im Übrigen seien weder die Lebenspartnerin noch das gemeinsame Kind vom Beschwerdeführer finanziell abhängig. Denn sowohl der Beschwerdeführer als auch die Lebenspartnerin würden Sozialhilfe beziehen. Der Beschwerdeführer habe es nicht geschafft, sich beruflich oder wirtschaftlich zu integrieren. Er arbeite seit Jahren nicht. Ernsthafte Integrationsbemühungen kann die Vorinstanz nicht ausmachen. Demgegenüber geht sie davon aus, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Sri Lanka von der Unterstützung seiner Familie profitieren könnte, habe er doch zuvor bei seinem Vater im Geschäft in Sri Lanka gearbeitet. Mit dieser Begründung gelangt die Vorinstanz zum überzeugenden Schluss, dass in Sri Lanka intakte Resozialisierungschancen bestehen. Gesundheitliche Gründe, die eine Landesverweisung als unzumutbar erscheinen lassen, sind nicht ersichtlich. Der Alkoholismus steht der Landesverweisung nicht im Weg. Schliesslich weist die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass sich die politische Lage grundlegend verändert hat, seit der Beschwerdeführer Sri Lanka im Jahr 2009 verliess. Der Bürgerkrieg endete im Jahr 2009. Danach hat sich die Lage in allen Bereichen stark verbessert. Die Vorinstanz verweist auf die Lagefortschreibung des Staatssekretariats für Migration vom 29. Juli 2021, wonach sich die Sicherheitslage der Zivilbevölkerung im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr deutlich beruhigt hat (vgl. dort S. 4). Darüber hinaus hält der Bericht des Bundesrats über die Aktivität der schweizerischen Migrationsaussenpolitik 2022 vom 19. April 2023 fest, dass Rückführungen nach Sri Lanka auch im Jahre 2022 möglich waren (vgl. dort S. 15). In diesem Zusammenhang verweist die Vorinstanz auf das Abkommen vom 4. Oktober 2016 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka über die Zusammenarbeit im Bereich der Migration (SR 0.142.117.121). Dieses habe die Rückübernahme von Personen zum Inhalt. Zuletzt hielt auch das Bundesverwaltungsgericht fest, dass in Anbetracht der aktuellen Ereignisse in Sri Lanka Angehörige tamilischer Ethnien bei einer Rückkehr nach Sri Lanka nicht generell einer ernstzunehmenden Gefahr von Verhaftung und Folter ausgesetzt sind (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-3431/2020 vom 21. Juli 2023 E. 6.2.1). Gemäss Vorinstanz weist der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht keine Umstände nach, die belegen, dass er bei einer Rückkehr in sein Heimatland konkret gefährdet ist. Vollzugshindernisse, die einer Landesverweisung entgegenstehen, sind entsprechend nicht erkennbar und es liegt nach dem Ausgeführten auch kein schwerer persönlicher Härtefall vor.