Citation: 1A.27/2006 18.08.2006 E. 5.2

5.2. Das Obergericht ging im angefochtenen Entscheid davon aus, dass die Konten der Beschwerdeführer seit fast 15 Jahren gesperrt seien. In der Tat datiert die erste rechtshilfeweise erfolgte Sperrung ihrer Konten vom 14. Oktober 1991. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass der Bundesrat bzw. die Eidgenössische Bankenkommission schon zuvor vorsorgliche Massnahmen ergriffen hatten. Aus einem von den Beschwerdeführern im Rekursverfahren vorgelegten Schreiben der Schweizerischen Volksbank vom 21. April 1986 geht hervor, dass die Konten der Beschwerdeführer bereits im April 1986 im Rahmen des von der Eidgenössischen Bankenkommission eingeleiteten Verfahrens im Zusammenhang mit Vermögenswerten von Ferdinand Marcos und ihm nahestehenden Personen, darunter auch B.________, gesperrt worden waren. Werden auch diese vorsorglichen Massnahmen berücksichtigt, erhöht sich die Dauer der Kontensperre auf 20 Jahre. Innerhalb dieser Zeit ist kein Einziehungs- oder Rückerstattungsentscheid in den Philippinen ergangen. Die vorzeitige Herausgabe der Gelder (bevor ein rechtskräftiger Einziehungsentscheid vorliegt) wurde bereits mit Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich vom 6. März 2000 rechtskräftig verweigert, weil die deliktische Herkunft der Gelder nicht offensichtlich sei. Darauf ist nicht zurückzukommen. Zu entscheiden ist somit, ob die Kontensperre weiterhin aufrechterhalten werden kann, bis ein rechtskräftiger Entscheid über die Einziehung der Gelder vorliegt, oder ob sie jetzt aufgehoben werden muss, um eine unverhältnismässige Einschränkung der Eigentumsrechte der Beschwerdeführer und eine Verletzung des Beschleunigungsgebots im schweizerischen Rechtshilfeverfahren zu verhindern (vgl. oben, E. 2.2).