Citation: 5A_505/2022 E. 3.3.3

3.3.3. Wie bereits aufgrund mancher der soeben genannten Beweismittel ersichtlich, gehen die Beschwerdeführerinnen zusammengefasst davon aus, der Bestand der Darlehen ergebe sich aus dem nachträglichen Verhalten der Parteien. Die Parteien seien von einer bestehenden Forderung ausgegangen. Insbesondere machen sie geltend, die Besicherung wäre sinnlos gewesen, wenn die Darlehen nicht ausbezahlt worden wären. Das Obergericht habe willkürlich gehandelt, indem es dies unberücksichtigt gelassen und die entsprechenden Beweismittel nicht abgenommen habe. Damit übersehen sie, dass die Frage der Besicherung keine Rolle spielt, wenn die Auszahlung der Darlehen nicht nachgewiesen wurde. Wenn das Obergericht das nachträgliche Verhalten der Parteien nicht als Indiz für die erfolgte Auszahlung der Darlehen gewertet hat, erscheint dies nicht als willkürlich. Auch Verletzungen des Beweisführungsanspruchs sind nicht ersichtlich.