Citation: 1B_495/2020 E. 5.2.2

5.2.2. Der Beschwerdeführer bringt gegen die Beurteilung der Vorinstanz zunächst vor, die Privatkläger seien von der Kantonspolizei am 17. September 2019 in Verletzung von Art. 146 Abs. 1 StPO nicht getrennt, sondern gemeinsam einvernommen worden. Ihre Aussage sei demnach nicht verwertbar. Andere Beweise, aus denen sich Verdachtsmomente für die Tatbestände der Nötigung und Drohung ableiten liessen, lägen nicht vor und würden von der Vorinstanz auch nicht genannt. Dem kann nicht gefolgt werden. Zwar wurden die Privatkläger entgegen Art. 146 Abs. 1 StPO gemeinsam einvernommen; in der Lehre ist indes umstritten, ob es sich bei dieser Norm um eine Ordnungs- oder eine Gültigkeitsvorschrift handelt (vgl. GUNHILD GODENZI, in: SK Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, N. 4 zu Art. 146 StPO mit Hinweisen). Damit ist die Aussage der Privatkläger nicht offensichtlich unverwertbar (vgl. Art. 141 Abs. 2 und 3 StPO), weshalb die Vorinstanz nicht weiter auf die Frage einzugehen brauchte und bei der Prüfung des hinreichenden Tatverdachts auf die Aussage abstützen durfte (vgl. vorne E. 3.2).