Citation: 2C_281/2008 29.09.2008 E. 3

3.1 Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz war die Ehe des Beschwerdeführers bereits vor Ablauf der Fünfjahresfrist definitiv gescheitert. Hinweise darauf, dass die Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichts offensichtlich unrichtig oder unter Verletzung des rechtlichen Gehörs erfolgt wären, sind nicht ersichtlich und gehen namentlich auch nicht aus den Vorbringen des Beschwerdeführers hervor. Bereits im Mai 2001 und damit nur einige Monate nach der Heirat ist seine Ehegattin eine Beziehung mit ihrem heutigen Partner eingegangen. Nach dessen Angaben lebt die Ehegattin seither in seinem Haushalt, was der Beschwerdeführer indessen bestreitet. Fest steht jedenfalls, dass die Ehegattin des Beschwerdeführers spätestens seit Februar 2005, d.h. seit ihrer offiziellen Anmeldung in Adliswil, mit ihrem ausserehelichen Partner zusammenlebt. Vor und während der Scheidungsverhandlung Mitte November 2005 hat die Ehefrau im Übrigen klar zum Ausdruck gebracht, dass ihr jeglicher Wille zum Führen einer ehelichen Gemeinschaft mit dem Beschwerdeführer fehlte. Dass der Beschwerdeführer sich dieser Entwicklung zu widersetzen versuchte und dass gelegentliche Kontakte zu seiner Ehegattin bestanden bzw. bestehen, vermag daran nichts zu ändern. Es liegen auch keine Anhaltspunkte dafür vor, dass der ausländische Beschwerdeführer der Willkür seiner schweizerischen Ehegattin ausgeliefert wäre. Nach dem Wegzug der Ehegattin zu ihrem langjährigen Freund im Februar 2005 und spätestens nach ihren eindeutigen Aussagen bei der Scheidungsverhandlung musste auch für den Beschwerdeführer erkennbar sein, dass nicht mehr mit einer Versöhnung gerechnet werden konnte. Im Übrigen bringt er nichts vor und es ist auch aus den Akten nichts ersichtlich, was darauf schliessen liesse, dass damals noch Aussicht auf Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft bestanden hätte. 3.2 Das Verwaltungsgericht geht in seinem Urteil von der dargestellten Rechtsprechung zur missbräuchlichen Berufung auf die Ehe aus. Bei gesamthafter Betrachtung aller Indizien musste sich der Schluss aufdrängen, dass bereits vor Mitte Dezember 2005 keine Aussichten auf Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft im Sinne von Art. 7 ANAG mehr bestanden. War aber die Ehe schon vor Ablauf der Fünfjahresfrist gemäss Art. 7 Abs. 1 zweiter Satz ANAG definitiv gescheitert, so konnte der geltend gemachte Anspruch auf eine Niederlassungsbewilligung aufgrund des Rechtsmissbrauchsverbotes nicht entstehen. Die Verweigerung der Niederlassungsbewilligung verstösst somit nicht gegen Bundesrecht. Aus den gleichen Gründen durfte dem Beschwerdeführer auch die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 7 Abs. 1 erster Satz ANAG verwehrt werden. Weitere Ausführungen dazu erübrigen sich. Es genügt, ergänzend auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil zu verweisen (Art. 109 Abs. 3 BGG).