Citation: 2C_506/2019 E. 5.2.2

5.2.2. Ohne im Detail beurteilen zu müssen, ob ein Sicherheitsbeauftragter ein vordefiniertes Musterpflichtenheft zu befolgen hätte, ergibt sich jedenfalls, dass das Festlegen und Umsetzen von Brandschutzmassnahmen zur Kernaufgabe des Sicherheitsbeauftragten gehört. Wie die Vorinstanz umfassend feststellt (vgl. E. 9.3 f. des angefochtenen Urteils), ist ein Sicherheitsbeauftragter massgeblich für den Brandschutz auf den Baustellen verantwortlich. Er hat in diesem Rahmen unter anderem dafür zu sorgen, dass brennbares Material sowie Bauschutt periodisch entfernt oder in genügendem Abstand zur Baustelle gelagert, mögliche Zündquellen von brennbaren Abfällen getrennt und selbstentzündliche Öle, Fette und Farben in nicht brennbaren, verschlossenen Behältern aufbewahrt werden. In tatsächlicher Hinsicht ist es daher nicht offensichtlich unrichtig, wenn die Vorinstanz einen Zusammenhang zwischen dem Fehlen eines Sicherheitsbeauftragten und dem Brand herstellt (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG). Die Beanstandung der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz treffe willkürliche Feststellungen und Annahmen über die generellen Aufgaben sowie die Ausbildung und Baustellenpräsenz eines Sicherheitsbeauftragten, ist vor diesem Hintergrund rein appellatorisch (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 72 E. 9.2.3.6 S. 96; 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255). Sodann verfängt es nicht, vorzubringen, die Vorinstanz habe bei ihren Kausalitätsüberlegungen in unhaltbarer Weise darauf abgestellt, was ein Sicherheitsbeauftragter im Idealfall getan hätte, sondern darauf abstellen müssen, was auf den Schweizer Baustellen Usus sei und in der Realität gemacht werde. Insoweit eine solche Überlegung überhaupt sachgerecht wäre, stösst sie im Lichte der nachfolgenden Erwägung ohnehin ins Leere.