Citation: 6B_665/2016 E. 1.1

1.1. Die Vorinstanz erwägt, dem Beschwerdeführer sei die postalische Zustellung des Urteilsdispositivs in Aussicht gestellt worden, bevor er den Gerichtssaal verlassen habe. Da die Berufungsanmeldung verspätet erschienen sei, sei ihm eine Frist zur Stellungnahme angesetzt worden. Bei der Prüfung der Frage, ob die Anmeldung der Berufung verspätet sei, sei sinngemäss zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Fristwiederherstellung gegeben wären. Sei die Abholungseinladung zwischen anderen Sendungen untergegangen und hernach vom Beschwerdeführer oder einem Mitbewohner weggeworfen worden, liege das Versäumnis im Verantwortungsbereich des Beschwerdeführers. Ihm könne somit keine Fristwiederherstellung gewährt werden. Es bleibe zu prüfen, ob seine Argumentation, er habe keine Abholungseinladung von der Post erhalten, eine Wiederherstellung rechtfertige. Die pauschale Behauptung des Beschwerdeführers, es sei ihm schon öfters Post nicht oder falsch zugestellt worden, vermöge die Vermutung der ordnungsgemässen Zustellung nicht zu widerlegen. Auch die vom Beschwerdeführer konkret angeführte Verwechslung mit einer anderen Person mit gleichem Nachnamen lasse einen Fehler der Post nicht als überwiegend wahrscheinlich erscheinen. Der Sendungsinformation der Post sei zu entnehmen, dass der Postbote versucht habe, das Urteilsdispositiv bei der Empfängeradresse des Beschwerdeführers zuzustellen. Sowohl der Strafbefehl als auch die Vorladung zur Verhandlung und das unbegründete Urteil hätten ihm an dieser Adresse zugestellt werden können. Dass es bei der Zustellung von normalen Sendungen zu Verwechslungen kommen könne, wenn Empfänger den gleichen Namen tragen und zudem noch im gleichen Kanton wohnen, möge sein. Dass dies bei einer eingeschriebenen Sendung geschehe, sei jedoch unwahrscheinlich. So würde es eine gravierende Pflichtverletzung darstellen, wenn der Postbote unter der Empfängeradresse des Beschwerdeführers in "Track&Trace" die Information "Zur Abholung gemeldet" registriert hätte, wenn er sich an einer anderen Adresse befunden hätte. Konkrete Anzeichen, die für eine derartige Pflichtwidrigkeit sprechen würden, habe der Beschwerdeführer nicht vorgebracht. Insgesamt habe dieser nicht glaubhaft gemacht, dass ihn an der Säumnis kein Verschulden treffe. Im Gegenteil spreche eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Abholungseinladung in seinem Verantwortlichkeitsbereich untergegangen sei. Ein Fehler der Post erscheine zumindest nicht als überwiegend wahrscheinlich. Damit sei die Berufung verspätet, weshalb nicht auf sie einzutreten sei (Beschluss E. 2 ff. S. 2 ff.).