Citation: 1C_199/2024 E. B

Mit Entscheid vom 27. Februar 2018 bewilligte die Einwohnergemeinde (EG) Sigriswil dem Bauherrn, die Wohnhäuser auf den Baugrundstücken umzubauen, zu sanieren und darauf eine Photovoltaikanlage anzubringen. A.A.________ und B.A.________ (nachstehend: Nachbarn) reichten dagegen Beschwerde ein, welche die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern mit Entscheid vom 27. Dezember 2018 insoweit guthiess, als sie die Bewilligung der Photovoltaikanlage aufhob und die Sache zur Fortsetzung des Baubewilligungsverfahrens an die EG Sigriswil zurückwies. Diese bewilligte mit Bauentscheid vom 25. März 2020 die Photovoltaikanlage erneut. Eine dagegen von den Nachbarn erhobene Beschwerde wies die Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) mit Entscheid vom 23. Mai 2022 ab, wobei es die Kosten für das von ihr eingeholte Gutachten betreffend die Reflexionswirkungen der Photovoltaikanlage dem Bauherrn auferlegte. Gegen diesen Entscheid erhoben die Nachbarn und der Bauherr beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern je eine Beschwerde. Die Nachbarn stellten im Verfahren 100.2022.181 die Anträge, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und dem Bauvorhaben den Bauabschlag zu erteilen. Der Bauherr beantragte im Verfahren 100.2022.187, die Kosten für das (von der BVD eingeholte) Gutachten seien entweder den Nachbarn oder zu gleichen Teilen diesen und der EG Sigriswil aufzuerlegen. Das Verwaltungsgericht vereinigte die Verfahren und wies mit Urteil vom 5. März 2024 beide Beschwerden ab, wobei es in Ziff. 4 des Dispositivs keine Parteientschädigungen zusprach. Zur Begründung führte es namentlich aus, im Verfahren 100.2022.187 sei der Bauherr unterlegen, zu ersetzende Parteikosten seien keine angefallen.