Citation: 2C_832/2018 E. 3.7

3.7. Entgegen dem Beschwerdeführer führt auch das Konzept der biographischen Kehrtwende vorliegend nicht zu einem anderen Ergebnis der Interessenabwägung. Das vom Beschwerdeführer zitierte Urteil 2C_784/2014 vom 24. April 2015 geht von einem in wesentlichen Punkten anderen Sachverhalt aus (Der in diesem Fall betroffene Ausländer war in der Schweiz geboren, hatte eine vierjährige Tochter mit Anwesenheitsrecht in der Schweiz, eine abgeschlossene Ausbildung und verfügte über die Niederlassungsbewilligung) und wendet das genannte Konzept zudem nicht an. Gemäss letzterem ist von einer biographischen Kehrtwende auszugehen, wenn die betroffene Person aus den strafrechtlichen Sanktionen Lehren gezogen hat und hinsichtlich ihres Lebensplanes und künftigen Verhaltens deutliche Änderungen glaubhaft und nachvollziehbar dartut, insbesondere beruflich Fuss gefasst und nunmehr ihren Weg gefunden hat (Urteil 2C_634/2018 vom 5. Februar 2019 E. 6.3.1, wobei in diesem Urteil trotz guter Prognose und Integration, beruflicher Ausbildung und Anstellung kein Aufenthaltsrecht aufgrund biographischer Kehrtwende gewährt wurde. Als Beispiel für eine biographische Kehrtwende vgl. Urteil 2C_116/2017 vom 3. Oktober 2017 E. 4.2 und 4.3). Dies ist beim Beschwerdeführer nicht der Fall, denn er verfügt weder über eine abgeschlossene Berufsausbildung noch eine feste Anstellung und ist mit einem hohen Schuldenberg belastet. Die in der Beschwerde angekündigte Bestätigung einer festen Anstellung durch den Arbeitgeber vom 14. September 2018 wurde beim Bundesgericht nicht eingereicht und hätte abgesehen davon als echtes Novum nicht berücksichtigt werden können (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG). Ausserdem zielt das Konzept der biographischen Kehrtwende auf erheblich jüngere Ausländer ab (Urteil 2C_634/2018 vom 5. Februar 2019 E. 6.3.2), während der Beschwerdeführer im Alter von 29 Jahren das schwerste Delikt begangen hat. Der Hinweis des Beschwerdeführers, wonach er nun seit vier Monaten als verantwortlicher Trainer für Frauen und Juniorinnen beim FC E.________ als technischer Leiter und Vereinsfunktionär gelte, ist als unechtes Novum nicht zu berücksichtigen (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG) und würde abgesehen davon nichts am Gesamtbild ändern. Der Beschwerdeführer erfüllt demnach nicht die Voraussetzungen des Konzepts der biographischen Kehrtwende.