Citation: U 328/06 25.07.2007 E. 3.1

3.1.1 Das Spital X.________ diagnostizierte im Bericht vom 28. Mai 2002 als Folge des Unfalls vom 21. Mai 2005 eine HWS-Distorsion und eine Commotio cerebri. Weiter wurde ausgeführt, seit dem Unfall sei die Versicherte etwas benommen. Im zu Beginn angefertigten CT des Schädels habe sich ein kleiner blutungsverdächtiger Herd intracraniell gefunden, der sich im Verlaufs-CT jedoch nicht bestätigt habe. 3.1.2 Das Spital Z.________, Neurologisch-Neurochirurgische Poliklinik, führte im Bericht vom 18. Februar 2003 aus, die Beschwerdeführerin leide an zwei verschiedenen Symptomen. Einerseits an Schmerzen am Nacken links, anderseits an Kreislaufstörungen mit Schwarzsehen vor den Augen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. Die Ursache der Myalgie vom Muskulus trapezius links sei im Moment unklar. Eine funktionelle Ursache sei nicht ausgeschlossen. Die Hyposensibilität links entspreche dem Dermatom C8. Die HWS-Funktionsaufnahmen zeigten keine signifikante Instabilität. Zum Ausschluss einer traumatischen Diskushernie würden sie eine HWS-MR-Untersuchung organisieren. Ursache der Kreislaufstörungen mit Schwarzsehen vor den Augen sei wahrscheinlich die leichte Anämie mit orthostatischen Beschwerden anamnestisch bei bekannter Hypotonie, die sich jedoch bei ihnen nicht bestätigt habe (Normotonie). Diagnostiziert wurden eine HWS-Distorsion sowie rezidivierende Präsynkopen bei Eisenmangelanämie. 3.1.3 Das Spital Z.________, Abteilung für Neuropsychologische Rehabilitation, diagnostizierte im Bericht vom 25. September 2003 eine HWS-Distorsion am 21. Mai 2005 mit/bei Schmerzsymptomatik; leichten bis mittelschweren kognitiven Minderleistungen: Aufmerksamkeit, verbales Arbeitsgedächtnis, exekutive Funktionen und mnestische Leistungen. Da auf Grund der Anamnese und bei unauffälligem CT sowie MRI von keiner erlittenen Hirnverletzung auszugehen sei, seien die Resultate am ehesten als unspezifische Befunde nach einer HWS-Distorsion im Zusammenhang mit der Schmerzsymptomatik zu interpretieren. In einem weiteren Bericht vom 2. August 2004 diagnostizierte die Abteilung für Neuropsychologische Rehabilitation des Spitals Z.________ einen Status nach HWS-Distorsion am 21. Mai 2005 mit/bei Schmerzsymptomatik; leichten bis mittelschweren kognitiven Minderleistungen, Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen betreffend; psychischer Befindlichkeit grenzwertig zu einer leichten Depression. Das jetzige Befundmuster sei qualitativ und quantitativ sehr ähnlich wie dasjenige der neuropsychologischen Voruntersuchung gemäss Bericht vom 25. September 2003. Eine deutliche Verbesserung habe sich beim Reagieren auf visuelle Reize im peripheren Gesichtsfeld bei gleichzeitiger Trackingaufgabe im zentralen Gesichtsfeld gezeigt. Zur Erklärung des Befundbildes könne eine multikausale Genese angenommen werden. In Frage kämen das Schmerzerleben und psychisch-motivationale Faktoren; möglicherweise sei zudem im sprachlichen Bereich von einer vorbestehenden relativen Leistungsschwäche auszugehen (Hinweise darauf gäben das Befundmuster mit teilweise stärker beeinträchtigten sprachlichen Leistungen sowie die Hinweise auf Leistungsschwäche im Englischunterricht während der kaufmännischen Ausbildung). Dass beim Unfall vom 21. Mai 2002 eine Hirnverletzung erlitten worden sei, scheine angesichts der Anamnese und der unauffälligen Bildgebung unwahrscheinlich. 3.2 Ob auf Grund dieser Aktenlage von einer Commotio cerebri als Unfallfolge auszugehen ist, ist fraglich, kann indessen offen bleiben (vgl. E. 11.2 hienach; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 393/05 vom 27. April 2006, E. 4.1.2). 3.3 Streitig und zu prüfen ist weiter, ob die Versicherte an klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen leidet (E. 4 bis 7 hienach), bei denen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle spielt (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103).