Citation: 2C_396/2014 E. 1.3

1.3. Der Beschwerdeführer reicht im bundesgerichtlichen Verfahren erstmals den Bericht vom 17. März 2014 über den Behandlungsverlauf im Massnahmenzentrum X.________ ein. Zum Zeitpunkt als die Vorinstanz das Urteil aussprach, sei er noch gar nicht im Besitz des Therapieberichtes gewesen und habe diesen dementsprechend dem Kantonsgericht auch nicht vorlegen können. Es handle sich um ein echtes Novum, welches gemäss ständiger Praxis des EGMR (Urteil des EGMR i.S. Udeh gegen Schweiz vom 16. April 2013 [Nr. 12020/09]) bei Entscheiden über die Beendigung des Aufenthaltsrechts zu berücksichtigen sei. Gleiches gelte für den Lehrvertrag vom 6. Juni 2014 zur Ausbildung als Schreinerpraktiker im selben Massnahmenzentrum. Das Bundesgericht hat allerdings wiederholt die Tragweite dieses Urteils stark relativiert (BGE 139 I 325 E. 2.4 S. 327 ff.; Urteile 2C_519/2014 vom 15. Januar 2015 E. 2.2; 2C_245/2014 vom 28. Mai 2014 E. 3.3.3). Gemäss Art. 99 BGG dürfen Tatsachen und Beweismittel nur so weit vorgebracht werden, als der angefochtene Entscheid hierzu Anlass gibt (Art. 99 BGG). Echte Noven, d.h. Tatsachen, die erst nach dem angefochtenen Urteil eingetreten sind, bleiben im bundesgerichtlichen Verfahren in jedem Fall unberücksichtigt (vgl. BGE 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123; 133 IV E. 2.1 S. 343 f.; je mit Hinweisen). Es besteht kein Anlass von dieser Rechtsprechung abzuweichen und selbst wenn die neuen Beweismittel Beachtung fänden, so wäre dies nicht nur zum Vorteil des Beschwerdeführers (hinten E. 3.3).