Citation: 8C_649/2014 E. 4.3

4.3. Nach pflichtgemässer Würdigung der Aktenlage hat das kantonale Gericht - ohne den ihm dabei zustehenden erheblichen Ermessensspielraum (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40; Urteil 8C_701/2014 vom 4. März 2015 E. 1.2) zu verlassen - mit nachvollziehbarer Begründung in tatsächlicher Hinsicht erkannt, dass insbesondere unter Berücksichtigung der zeitnah am nächsten bei Erlass der strittigen Verfügung vom 28. November 2013 vonseiten des behandelnden Psychiaters Dr. med. B.________, ausgestellten Verordnung von zweimal 90 Minuten Psychospitex pro Woche auch im Verfügungszeitpunkt unverändert ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung ausgewiesen und folglich nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf eine anspruchserhebliche Verbesserung des Gesundheitszustandes zu schliessen war, welche gegebenenfalls eine revisionsweise Aufhebung der Hilflosenentschädigung hätte rechtfertigen können. Dies um so mehr, als die Beschwerdegegnerin infolge der seit ihrem 28. Lebensjahr anhaltenden paranoiden Schizophrenie ab 1. September 2003 bei einem unveränderten Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Invalidenrente bezieht und nach Aktenlage hinlänglich dokumentiert ist, dass die gesundheitsbedingten Beeinträchtigungen im Jahresverlauf unterschiedlich stark in Erscheinung treten. Dass das kantonale Gericht bei dieser Beweiswürdigung den rechtserheblichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt oder gar das Willkürverbot verletzt hätte, ist nicht ersichtlich und wird von der IV-Stelle nicht in einer der qualifizierten Rügepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287) genügenden Weise dargelegt. Denn offensichtlich unrichtig ist eine Sachverhaltsfeststellung nicht schon dann, wenn sich Zweifel anmelden, sondern erst, wenn sie eindeutig und augenfällig unzutreffend ist (BGE 132 I 42 E. 3.1 S. 44). Es liegt noch keine offensichtliche Unrichtigkeit vor, nur weil eine andere Lösung ebenfalls in Betracht fällt, selbst wenn diese als die plausiblere erschiene (vgl. BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; Urteil 9C_967/2008 vom 5. Januar 2009 E. 5.1). Diese Grundsätze gelten auch in Bezug auf die konkrete Beweiswürdigung (Urteile 9C_999/2010 vom 14. Februar 2011 E. 1 und 9C_735/2010 vom 21. Oktober 2010 E. 3; SVR 2012 BVG Nr. 11 S. 44, 9C_779/2010 E. 1.1.1). Die Beschwerdeführerin vermag nicht in der geforderten Weise aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz bei Verneinung einer anspruchsrelevanten Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse Bundesrecht verletzt haben sollte. Folglich ist nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht mangels einer rechtserheblichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse die Verfügung der IV-Stelle vom 28. November 2013 betreffend Hilflosenentschädigung aufgehoben und einen fortbestehenden Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades bestätigt hat.