Citation: I 392/01 21.05.2002 E. 3

3.- a) Zu prüfen bleibt, ob dem Versicherten allenfalls infolge Verschlechterung des gesundheitlichen Zustands zwischen dem 13. November 1997 und dem 19. September 2000 im Rahmen einer Revision nach Art. 41 IVG eine höhere Rente zusteht. b) Nach Art. 41 IVG sind laufende Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Ob eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 125 V 369 Erw. 2 mit Hinweis; vgl. auch BGE 112 V 372 Erw. 2b und 390 Erw. 1b). c) aa) Der Beschwerdeführer macht geltend, dass sein Gesundheitszustand massiv schlechter sei als von Verwaltung und Vorinstanz angenommen. Er stützt sich dabei auf die im kantonalen Verfahren aufgelegten Berichte des PD Dr. med. H.________ vom 19. September 2000 und des Dr. med. C.________, Facharzt für Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen, vom 4. Dezember 2000 sowie auf die mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichten Berichte des Dr. med. G.________, Facharzt für Psychotherapie, vom 20. März, 14. und 30. Mai 2001 und den nachträglich zugestellten Bericht des Dr. med. R.________ vom 19. September 2001. bb) Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis). Das Gutachten oder der Bericht hat auf genauen Diagnosen zu gründen, unzweideutige Antworten auf die gestellten Fragen zu bringen und darf keine Rechtsfragen entscheiden (AHI 2000 S. 152 Erw. 2c mit Hinweisen). Nach Ablauf der Rechtsmittelfrist können - ausser im Rahmen eines angeordneten zweiten Schriftenwechsels - keine neuen Akten mehr eingebracht werden. Vorbehalten bleibt der Fall, dass solche Aktenstücke neue erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel im Sinne von Art. 137 lit. b OG darstellen und als solche eine Revision des Urteils rechtfertigen könnten (BGE 127 V 353). cc) Was die Berichte des Dr. med. G.________ betrifft, ist festzuhalten, dass dieser sich mit Anträgen an die Verwaltung wendet und eine eigentliche Stellung als Interessenvertreter des Versicherten einnimmt ("Ich bitte die IV hiermit dringend um eine Neubeurteilung des Falles durch eine psychiatrische Begutachtung. " und "Für diese Verbesserung der Versicherungssituation sind wir natürlich dankbar, jedoch kann sie leider nicht ausreichen, die versicherten Ansprüche des Patienten abzugelten, wie weiter unten auszuführen ist. " sowie "Ich fühle mich deshalb als behandelnder Arzt veranlasst, bei der IV einen neuen Antrag einzureichen. "). Auf seine Berichte kann deshalb von vornherein nicht abgestellt werden (vgl. auch BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc mit Hinweisen). Überdies enthalten sie wiederholt unzulässige rechtliche Beurteilungen. Der Bericht des Dr. med. R.________ vom 19. September 2001 bezieht sich auf die Hospitalisation des Versicherten vom 20. Juni bis 20. Juli 2001, somit auf einen Zeitpunkt, welcher nicht mehr für die Beurteilung der Rechtmässigkeit der Verwaltungsverfügung vom 19. September 2000 relevant ist (vgl. BGE 121 V 166 Erw. 1b mit Hinweisen). Insbesondere wird jedoch damit keine psychogene Invalidität im Sinne der Rechtsprechung (BGE 127 V 294) bei Verfügungserlass am 19. September 2000 dargetan. Der Bericht ist demnach nicht geeignet, eine Revision im Sinne von Art. 137 lit. b OG zu begründen, weshalb er für dieses Verfahren nicht weiter von Bedeutung ist (BGE 127 V 353). dd) Bezüglich des Berichts des PD Dr. med. H.________ vom 19. September 2000 hat die Vorinstanz zu Recht festgehalten, dass er explizit keine signifikante Verschlechterung gegenüber 1997 feststellt. Auch aus dem Bericht des Dr. med. C.________ vom 4. Dezember 2000 lässt sich keine relevante Veränderung ableiten. Der Umstand, dass die beiden Ärzte trotzdem die Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten mit 50 % tiefer einschätzen als die dem Urteil vom 2. März 2000 zugrunde liegenden 80 % gemäss Bericht der BEFAS vom 6. Juni 1997, vermag für sich alleine nicht zu genügen; denn unter revisionsrechtlichem Gesichtspunkt ist nach ständiger Rechtsprechung eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts unerheblich (BGE 112 V 372 Erw. 2b mit Hinweisen). Ebenfalls unbeachtlich ist, dass PD Dr. med. H.________ zusätzlich ein Hypermobilitätssyndrom diagnostiziert, da er gleichzeitig auch unter Berücksichtigung dieses nach seiner Ansicht nicht neuen, sondern bis anhin lediglich unerwähnt gebliebenen Leidens keine signifikante Verschlechterung des Gesundheitszustandes festhält. d) Nach dem Gesagten ist keine revisionsrechtlich erhebliche Verschlechterung nachgewiesen, sodass der Rentenanspruch des Versicherten auch bei Erlass der Verfügung vom 19. September 2000 nach wie vor auf einem Invaliditätsgrad von 48 % beruht.