Citation: 6B_266/2021 E. 2.3.2

2.3.2. Gegenstand der strittigen Nichtanhandnahmeverfügung ist sodann der Vorwurf der Falschabrechnung. Die Beschwerdeführerin sieht die Tatbestände der ungetreuen Geschäftsbesorgung, der Veruntreuung, der Urkundenfälschung und des Betrugs erfüllt. So seien verschiedene "sachfremde Kosten", namentlich bei anderen Miteigentumsparzellen entstandener Drittaufwand, falsch und rechtswidrig zu Lasten ihres Miteigentumsanteils abgerechnet worden, darunter etwa handwerkliche Aufwendungen oder Anwalts- und Verwaltungskosten. Die Vorinstanz stützt die Nichtanhandnahme. Die Verantwortlichen hätten sich bei der Erstellung der angeblich auch Aufwand für Dritteigentum enthaltenden Abrechnungen an den mehrheitlich befürworteten Verteilschlüssel gehalten. Eine von der gesetzlichen Ordnung abweichende Beschlussfassung durch einfache Mehrheit und eine Kostentragung nach Anteilen sei möglich (Art. 647 ff. und 649 ZGB). Inwiefern den Beschuldigten unter diesen Umständen vorzuwerfen wäre, es in strafbarer Weise unterlassen zu haben, den Umfang der Abrechnungen und den Verteilschlüssel infrage zu stellen, sei nicht ersichtlich (angefochtener Beschluss, S. 6 ff.). Die Beschwerdegegnerin hält dagegen, der angefochtene Beschluss beruhe auf falscher Rechtsanwendung und willkürlicher Sachverhaltsfeststellung. Sie legt dar, inwiefern die vorgeworfenen Vorgänge unter die beanzeigten Tatbestände zu fassen seien. Das in E. 2.3.1 Gesagte gilt sinngemäss auch hier. Die Kritik der Beschwerdeführerin an der Nichtanhandnahme bezieht sich weitgehend auf die rechtliche Würdigung der beanzeigten Vorgänge unter verschiedenen strafrechtlichen Titeln. Insoweit besteht kein Wirkungszusammenhang im Sinn von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG. Was die Feststellung der aus Sicht der Beschwerdeführerin haftungsbegründenden Sachverhalte betrifft, so ist wiederum nicht ersichtlich, inwiefern die Durchführung eines Strafverfahrens mit einem beweismässigen Mehrwert für die Klärung zivilrechtlicher Ansprüche verbunden sein könnte. Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, wegen der Nichtanhandnahme kämen die - im Vergleich zu Art. 127 OR - längeren strafrechtlichen Verjährungsfristen nicht zum Zug. Erneut geht es nicht um eine (mögliche) Auswirkung des angefochtenen Entscheids auf die Beurteilung der Zivilansprüche. Das Vorbringen bezieht sich vielmehr auf eine Rechtsfolge dieser Beurteilung.