Citation: 6B_355/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hält fest, dass die Voraussetzung der Unmittelbarkeit nicht gegeben sei. Dabei weist sie darauf hin, gemäss eigenen Angaben habe der Beschwerdeführer erst um 8.56 Uhr und nach erfolglosen Anrufversuchen die Sprachnachricht hinterlassen. Selbst wenn man mit dem Beschwerdeführer davon ausgehe, er habe erst um 8.30 oder 8.40 Uhr von der Whatsapp-Nachricht von B.A.________ erfahren, so seien 16 Minuten vergangen, ehe er sie beschimpft habe. Entsprechend könne nicht gesagt werden, dass ihm die Zeit ruhiger Überlegung gefehlt habe, zumal er auch nach den erfolglosen Anrufversuchen zur Besinnung hätte kommen und auf die Abgabe der Sprachnachricht hätte verzichten können. Eine unmittelbare Reaktion liege nicht vor.