Citation: 5P.248/2005 14.10.2005 E. B

B.a Nachdem der pädagogische Leiter des Waisenhauses in C.________ in zwei Schreiben vom 17. und 18. Januar 2005 für Z.________ eine psychiatrische Abklärung für notwendig gehalten hatte, stellte die Beiständin der beiden Jungen mit Eingabe vom 25. Januar 2005 an die Vormundschaftsbehörde A.________ ein Gesuch um Zustimmung zu einer solchen Abklärung. Mit Schreiben vom 3. Februar 2005 liess der pädagogische Leiter des Waisenhauses in C.________ die Beiständin ferner wissen, dass wegen des aggressiven und destruktiven Verhaltens eine weitere Platzierung von Z.________ in der Wohngruppe "B.________" nicht mehr möglich sei und dieser nun in die Durchgangsgruppe "D.________" versetzt werde. Durch ein an sie persönlich adressiertes Schreiben vom 9. Februar 2005 gab die Vormundschaftsbehörde A.________ X.________ die Gelegenheit zu einer Stellungnahme zur beantragten kinderpsychiatrischen Abklärung und zur Umplatzierung von Z.________ in eine Therapiestation. X.________ erklärte mit persönlicher Eingabe vom 13. Februar 2005 im Wesentlichen, Z.________ möchte einfach nur nach Hause und ihres Erachtens wäre eine Therapie in Form einer "Familientherapie" die einzig richtige Lösung. B.b Mit Eingabe vom 1. März 2005 an die Vormundschaftsbehörde A.________ liess X.________ durch ihren Anwalt die Anträge stellen, es sei (Nr. 1) ein Amtsbericht des Waisenhauses in C.________ über die angeblichen Erziehungsdefizite bei Z.________ und (Nr. 2) über die vorgesehene stationäre Untersuchung einzuholen und (Nr. 3) abzuklären, ob die Untersuchung nicht ambulant durchgeführt werden könne. Ferner seien Y.________ und Z.________ zu ihrem Aufenthalt durch den Gemeinderat als erstinstanzliche Vormundschaftsbehörde anzuhören (Nr. 4). Ausserdem liess sie darum ersuchen, (Nr. 5) ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und (Nr. 6) ihren Anwalt zum unentgeltlichen Rechtsbeistand zu bestellen. B.c Am 7. März 2005 beschloss die Vormundschaftsbehörde A.________, dass die Zustimmung zur kinderpsychiatrischen Abklärung von Z.________ erteilt und für allfällige Selbstbehalte für diese Abklärungen Kostengutsprache geleistet werde, dass das Waisenhaus in C.________ gebeten werde, so bald wie möglich einen Bericht über die genannten Abklärungen vorzulegen, und dass alsdann auf Grund dieses Berichts über das weitere Vorgehen entschieden werde. Durch ergänzenden Beschluss vom 11. März 2005 nahm die Vormundschaftsbehörde Stellung zur Eingabe von X.________ vom 1. März 2005 und hielt fest, dass (zum Antrag Nr. 1) durch die Zustimmung zu den kinderpsychiatrischen Abklärungen dem Waisenhaus in C.________ zugleich der Auftrag zur Berichterstattung (Amtsbericht) erteilt werde, dass (zu den Anträgen Nrn. 2 und 3) über die allfällige stationäre Untersuchung auf Grund des zu erstattenden Berichts die erforderlichen Entscheide gefällt würden, dass (zum Antrag Nr. 4) Y.________ und Z.________ mit ihrer Beiständin in Kontakt stünden und deshalb keine Veranlassung bestehe, die beiden direkt anzuhören, und dass (zu den Anträgen Nrn. 5 und 6) sie, die Vormundschaftsbehörde, die unentgeltliche Rechtspflege nicht bewilligen könne. Am 21. März 2005 teilte X.________ der Vormundschaftsbehörde telefonisch mit, sie sei mit der stationären Abklärung von Z.________ einverstanden.