Citation: 1C_364/2022 E. 6.1.2

6.1.2. Soweit sich die Beschwerdeführerin grundsätzlich gegen eine verkehrsmedizinische Anordnung stellen sollte, wäre auch diese Beanstandung unbegründet. Bei Verdacht auf Drogenabhängigkeit hat die Entzugsbehörde gegenüber den Betroffenen in aller Regel eine spezialärztliche Begutachtung anzuordnen; nur in Ausnahmefällen, z.B. bei schwerer und offensichtlicher Drogenabhängigkeit, kann sie darauf verzichten (BGE 129 II 82 E. 2.2; 127 II 122 E. 3b; Urteil 1C_282/2007 vom 13. Februar 2008 E. 2.2). Es entspricht einer notorischen Tatsache, dass der Konsum von Kokain schnell zu einer ausgeprägten psychologischen Abhängigkeit führt. Auch wenn ein gelegentlicher Konsum dieser Substanz nicht sofort und mit Sicherheit auf das Vorliegen einer Abhängigkeit schliessen lässt, ist für gewöhnlich ein forensisches Gutachten indiziert (vgl. BGE 120 Ib 305 E. 4c; Urteil 1C_282/2007 vom 13. Februar 2008 E. 2.2, mit Hinweisen). Der Beschwerdeführerin konnte in der Vergangenheit bereits mehrfach Kokainkonsum nachgewiesen werden und ihr ist deshalb wiederholt der Führerausweis entzogen worden. Aus den Akten geht hervor, dass ursächlich für die erste verkehrsmedizinische Untersuchung eine Meldung der Stadtpolizei Zürich an das Strassenverkehrsamt im Jahr 2013 war, da am Wohnort der Beschwerdeführerin Kokain sichergestellt wurde. Anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 13. August 2013 gestand sie gelegentlichen Konsum von Kokain ein. Ihre jetzige Behauptung, wonach sie noch nie in ihrem Leben Kokain konsumiert habe, ist vor diesem Hintergrund nicht glaubhaft. Es liegen hinreichende Anhaltspunkte vor, welche die Fahreignung der Beschwerdeführerin in Frage stellen. Die angeordnete Fahreignungsuntersuchung hält somit vor dem Recht stand.