Citation: I 494/05 15.12.2005 E. 3

Das kantonale Gericht hat den Invaliditätsgrad auf Grund eines Einkommensvergleichs ermittelt. Die Beschwerdeführerin lässt dagegen vorbringen, es sei auch die Einschränkung im Haushalt zu beachten. Die Nichtberücksichtigung der Tätigkeit im Hause komme einer Diskriminierung gleich. Insbesondere resultiere eine Ungleichbehandlung gegenüber erwerbstätigen Ehemännern, welche praktisch keine Haushaltsarbeit verrichteten und daher weitaus bessere Möglichkeiten hätten, sich beruflich zu entfalten. Indes ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin bis zum Beginn ihrer gesundheitlichen Probleme stets zu 100% ausserhäuslich tätig war. Daher entspricht das Vorgehen von Verwaltung und Vorinstanz, welche den Invaliditätsgrad ausschliesslich gestützt auf einen Einkommensvergleich bestimmt haben, der geltenden Rechtsprechung. Denn das Gericht hat bisher stets abgelehnt, bei voll erwerbstätig gewesenen Versicherten eine Einbusse der Leistungsfähigkeit im Haushalt zu berücksichtigen (BGE 125 V 159 Erw. 5c/dd mit Hinweisen). Daran wurde auch nach Einführung des ATSG festgehalten (BGE 130 V 394 ff. Erw. 3), sollte doch an der bisherigen Regelung der Invaliditätsbemessung nach dem Willen des Gesetzgebers nichts geändert werden (BGE 130 V 395 Erw. 3.2 mit Hinweisen auf die Materialien). Im Weiteren ist darin keine Ungleichbehandlung von Mann und Frau zu erblicken: Die Invalidität wird bei Männern wie bei Frauen auf die selbe Weise ermittelt, entweder mit dem Einkommens- oder dem Betätigungsvergleich (bei Hausmännern) oder nach der gemischten Methode. Eine geschlechterspezifische Ungleichbehandlung kann sich daher, wie die Vorinstanz richtig festgestellt hat, nicht ergeben.