Citation: 2C_581/2020 E. 2.3.3

2.3.3. Inwiefern ein besonders enges Verhältnis zu ihrer Adoptivmutter bestehen soll, legt die Beschwerdeführerin nicht substantiiert dar. Der blosse Verweis der Beschwerdeführerin auf den Sozialbericht reicht nicht aus, um die gegenteilige Feststellung der Vorinstanz als willkürlich erscheinen zu lassen. Das Verwaltungsgericht war nicht gehalten, die Einschätzung im Sozialbericht, welche weitgehend alleine auf der Darstellung der Adoptivmutter beruht, als erstellt zu betrachten. Aufgrund der soeben erwähnten Mitwirkungspflicht (Art. 90 AuG), wäre es an der Beschwerdeführerin gelegen, weitere Beweismittel beizubringen, um ihre Sicht der Dinge zu unterstreichen. Dies um so mehr als seit der Einreise in die Schweiz die Adoptivmutter die behauptete Mutterrolle zweifellos nur noch in sehr eingeschränktem Masse ausüben konnte. Ausserdem kann dem Sozialbericht entnommen werden, dass die Adoptivmutter acht Geschwister hat und ein guter Familienzusammenhalt besteht, so dass die Beschwerdeführerin nebst dem Stiefgrossvater über weitere Bezugspersonen vor Ort verfügt. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz in willkürfreier antizipierter Beweiswürdigung (vgl. Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 138 III 374 E. 4.3.2 S. 376; 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f.) auch darauf verzichten, von sich aus weitere Beweismassnahmen zur Abklärung des Verhältnisses zwischen der Beschwerdeführerin und der Adoptivmutter vorzunehmen.