Citation: 6B_300/2016 E. 2.4

2.4. Das angefochtene Urteil verletzt den Anklagegrundsatz nicht. Der der Anklage zugrunde gelegte Sachverhalt ist in der Anklageschrift konkret umschrieben. Der Beschwerdeführer konnte in klarer Weise erkennen, welche Vorwürfe gegen ihn erhoben werden, so dass er ohne Weiteres in der Lage war, seine Verteidigungsrechte angemessen auszuüben. Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz von einem Sachverhalt ausgegangen sein sollte, der von dem in der Anklageschrift umschriebenen abweicht. Die Anklageschrift wirft dem Beschwerdeführer vor, er habe anstatt mit dem Kapital von CHF 450'000.-- eine Beteiligung an der H.________ AG zu erwerben, den Betrag als Darlehen an sich selbst verbuchen lassen und das Geld zu marktunüblichen Bedingungen und ohne schriftlichen Vertrag bezogen. Die Vorinstanz legt dem Schuldspruch der ungetreuen Geschäftsbesorgung genau diese Darlehensgewährung ohne Leistung einer Sicherheit und ohne Vereinbarung einer Zinszahlungspflicht etc. zugrunde. Davon implizit umfasst ist auch der Vorwurf, dass der Beschwerdeführer das Geld nicht für den Erwerb einer Beteiligung verwendet hat. Inwiefern die Vorinstanz letzteren Vorwurf "unerwähnt unter den Tisch fallen" gelassen haben soll (Beschwerde S. 8), ist unerfindlich. Die Frage, ob die Darlehensgewährung anstelle des Beteiligungserwerbs eine Pflichtverletzung nach Art. 158 StGB darstellt und diese gegebenenfalls einen adäquat-kausalen Vermögensschaden bewirkt (Beschwerde S. 7/8), betrifft nicht die Frage, ob der Anklagegrundsatz verletzt ist.