Citation: 6B_881/2024 E. 2.3.2

2.3.2. Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin, was ihre Kritik am Gutachten vom 15. November 2019 anbelangt: So rügt sie, das Gutachten beziehe sich stark auf eine Momentaufnahme aus der Überwachung, ohne eine umfassende Betrachtung der Variabilität chronischer Schmerzen zu berücksichtigen. Diese Rüge erweist sich als unberechtigt. Die Sachverständigen stützten sich keineswegs lediglich auf die durchgeführten Observationen ab. Ihnen standen auch sämtliche medizinischen Akten zur Verfügung, mit denen sie sich eingehend auseinandersetzten. Gestützt darauf schlossen sie somatische Ursachen für die geschilderten Schmerzen im relevanten Zeitrahmen aus. Weiter sahen die Sachverständigen jedoch auch keine Hinweise für eine psychiatrisch relevante Schmerzverarbeitungsstörung im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung. Dies begründeten die Sachverständigen ausführlich, womit sich die Beschwerdeführerin nicht auseinandersetzt. Daraus folgt, dass auch der Vorwurf, die Gutachter würden sich auf Beobachtungen von privaten Detektiven verlassen, die keine medizinische Ausbildung hätten, unberechtigt ist. Auch der Vorwurf, das Gutachten konzentriere sich fast ausschliesslich auf das Fehlen objektivierbarer struktureller Schäden und übersehe die Möglichkeit einer funktionellen oder psychischen Schmerzkomponente, trifft nicht zu. Das Gutachten vom 15. November 2019 wurde von mehreren Sachverständigen aus den Teilbereichen innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Orthopädie erstellt. Untersucht wurden sowohl körperliche wie auch psychische Ursachen für die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden, wobei sowohl in körperlicher wie auch in psychischer Hinsicht eine für die Arbeitsfähigkeit relevante Einschränkung ab Oktober 2006 verneint wurde.