Citation: 8C_694/2018 E. 3.4

3.4. Soweit die Vorinstanz zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einzig auf den Bericht der RAD-Ärztin vom 8. April 2014 abstellt, in der sie diese in einer dem Gehör angepassten Tätigkeit auf 100 % einschätzte, stellte sie den Sachverhalt unvollständig fest. Denn Dr. med. D.________ nahm zu einem späteren Zeitpunkt, am 21. Juli 2016 nach erfolgtem Arbeitstraining, nochmals zur Arbeitsfähigkeit Stellung. Dort führte sie aus, es sei von einer medizinisch theoretischen Arbeitsfähigkeit bzw. Leistungsfähigkeit von 50 % bzw. 60 % in bisheriger oder anderer Verweistätigkeit analog der heutigen praktischen Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit auszugehen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin kann jedoch mit Blick auf die Empfehlungen des HNO-Arztes (vgl. hiervor E. 3.3) auch nicht auf den Bericht der RAD-Ärztin vom 21. Juli 2016, die im Übrigen keine HNO-Fachärztin ist, abgestellt werden. Denn rechtsprechungsgemäss sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen, wenn bei Berichten eines versicherungsinternen Arztes auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und der Schlüssigkeit seiner Feststellungen bestehen (BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.6 S. 471, 125 V 351 E. 3b/ee S. 353 f., 122 V 157 E. 1d S. 162). Geringe Zweifel bestehen bei dieser Sachlage offenkundig.