Citation: 4P.223/2004 12.01.2005 E. 5

Das Obergericht führte weiter aus, C.________ und D.________ hätten die Inhaberobligation mit Grundpfandverschreibung am 2. Dezember 1978 als Vertreter des Baukonsortiums E.________ unterzeichnet. Als Mitglieder des Baukonsortiums seien sämtliche Mitglieder gemäss dem Konsortialvertrag aufgeführt worden, obwohl das Baukonsortium mit dem Austritt verschiedener Mitglieder nicht mehr aus denselben Personen bestanden habe. Das Obergericht hielt es in diesem Zusammenhang für unbewiesen, dass C.________ und D.________ von den Mitgliedern des Baukonsortiums E.________ eine separate Vollmacht zur Errichtung der Inhaberobligation mit Grundpfandverschreibung erhalten hätten, mit der sie die Mitglieder nach ihrem Austritt aus dem Konsortium hätten verpflichten können. Es hielt dazu sinngemäss fest, in der öffentlichen Urkunde über die Errichtung der Inhaberobligation vom 2. Dezember 1978, die vom Beschwerdeführer als Notar vorbereitet und öffentlich beurkundet worden sei, werde (lediglich) auf eine Vollmacht des Baukonsortiums E.________ an C.________ und D.________ hingewiesen. Im Gegensatz dazu gehe aus den vom Beschwerdeführer errichteten öffentlichen Urkunden über den Kauf von zwei Landparzellen durch das Konsortium im Frühjahr 1977 hervor, dass das Vertretungsverhältnis für die einzelnen Gesellschafter mittels schriftlicher Vollmacht nachgewiesen worden sei. Der Beschwerdeführer habe damit als beurkundender Notar in der öffentlichen Urkunde über die Hypothekarobligation (kraft eigener Wahrnehmung) zwar die Verfügungsberechtigung des Pfandschuldners (Baukonsortium E.________) testiert, das im Grundbuch ohne Aufführung der einzelnen Mitglieder als Grundstückseigentümer eingetragen gewesen sei. Seine Verurkundung umfasse indessen nicht die Vollmachterteilung der einzelnen Mitglieder des Baukonsortiums an C.________ und D.________ (zur Eingehung einer sie persönlich bindenden Verpflichtung). Die Erteilung einer separaten Vollmacht durch die Mitglieder des Baukonsortiums in einem Zeitpunkt nach ihrem Austritt aus der Gesellschaft sei unbewiesen geblieben. Ferner wies das Obergericht darauf hin, dass die in der Urkunde erwähnte Vollmacht des Konsortiums E.________ nicht bei den Grundbuchakten liege. Nach Art. 28 der kantonalen Verordnung über das Notariat bleibe u.a. das Original der Vollmacht in der Verwahrung des verurkundenden Notars. Die vorgelegten Vollmachten und sonstige Legitimationsakten müssten jedoch nach Art. 2 des Reglements betreffend die Ausführung der Notariatsverordnung der Urkunde im Original oder in beglaubigter Abschrift beigeheftet werden. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass das Obergericht die separate Vollmachterteilung durch die Mitglieder bzw. ehemaligen Mitglieder des Baukonsortiums zur Errichtung der Hypothekarobligation als unbewiesen betrachtet hat, weil eine solche in der öffentlichen Urkunde über die Errichtung der Hypothekarobligation nicht erwähnt worden ist und vom Beschwerdeführer im Verfahren auch nicht beigebracht wurde. Dass auch die in der Urkunde aufgeführte Vollmacht des Baukonsortiums E.________ an seine Geschäftsführer nicht bei den Grundbuchakten lag, ist für dieses Beweisergebnis nicht von Bedeutung. Soweit der Beschwerdeführer das Beweisergebnis in Frage stellt, indem er sich gegen die obergerichtlichen Ausführungen wendet, dass die entsprechende Vollmacht entgegen den kantonalen Vorschriften nicht bei den Grundbuchakten liege, stossen seine Ausführungen daher ins Leere, sofern sie sich nicht ohnehin in appellatorischen Vorbringen erschöpfen, die nicht zu hören sind. Dies gilt auch, soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang eine Verletzung des Gehörsanspruchs (Art. 29 Abs. 2 BV) rügt . Wenn der Beschwerdeführer diesbezüglich schliesslich eine willkürliche Anwendung von Art. 8 und 9 ZGB sowie von Art. 543 Abs. 3 OR rügt, macht er Bundesrechtsverletzungen geltend, wozu die staatsrechtliche Beschwerde in der vorliegenden, berufungsfähigen Streitsache nicht zur Verfügung steht (Erwägung 2 vorne).