Citation: 4A_49/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Der Beschwerdeführer stört sich daran, dass die Vorinstanz den Betrag, den er nach dem Berufswechsel verdienen könnte, in Relation gesetzt hat zum versicherten Jahreseinkommen von Fr. 73'000.-- und daraus folgerte, es liege "keine Erwerbseinbusse" vor. Richtigerweise sei - so bringt der Beschwerdeführer vor - der Verdienst, den er nach dem Berufswechsel erzielen könnte, in Beziehung zu bringen "zum tatsächlich erzielten durchschnittlichen AHV-pflichtigen Erwerbseinkommen im bisherigen Beruf der letzten 20 Jahre [...], wie es im Anhang zur Verfügung der IV-Stelle vom 16. Oktober 2020 in der 'Aufstellung der Versicherungszeiten' aufgelistet" sei. Dann aber verbleibe ein deutlich höherer "Restschaden", nämlich eine Differenz von 76 %, für welche die Beschwerdegegnerin "grundsätzlich entschädigungspflichtig" bleibe. Die Kritik des Beschwerdeführers betrifft nicht die Anwendung der bundesrechtlichen Regeln über die Schadenminderung, sondern die vorinstanzliche Auslegung der einschlägigen Versicherungsbedingungen zur Bestimmung der Taggeldhöhe. Die Vorinstanz bezog sich in diesem Zusammenhang in nachvollziehbarer Weise auf die Ziffern 3.4, 12.1, 12.2, 13.8 sowie 21 AVB, und der Beschwerdeführer legt nicht gestützt auf die massgebenden Vertragsauslegungsregeln (siehe BGE 148 III 57 E. 2.2.1 f.) dar, inwiefern das vorinstanzliche Verständnis dieser Vertragsbestimmungen nicht mit Bundesrecht in Einklang zu bringen wäre. Stattdessen führt er ins Feld, es sei "völlig absurd, einen Zusammenhang zwischen Erwerbseinbusse und dem vertraglich versicherten Verdienst herzustellen", und überhaupt vergleiche die Vorinstanz "Äpfel mit Birnen". Seine Kritik dringt nicht durch, zumal das Bundesgericht das Vorgehen des Sozialversicherungsgerichts in einem analogen Fall geschützt hat (Urteil 4A_495/2016 vom 5. Januar 2017 E. 2.1-2.4).