Citation: 6B_149/2022 E. 7.5.2

7.5.2. Mit dem Urteil 1B_124/2016 vom 12. August 2016 hiess das Bundesgericht eine Rechtsverzögerungs- und Rechtsverweigerungsbeschwerde gut (dazu oben E. 3.1 f.). Zu den Beurteilungskriterien gemäss Art. 5 Abs. 1 StPO kann die im zitierten bundesgerichtlichen Urteil dargelegte Rechtsprechung angeführt werden: Danach ist den Umständen des Einzelfalles in der Regel in einer Gesamtbetrachtung Rechnung zu tragen und namentlich die Komplexität der Strafsache sowie das prozessuale Verhalten der Parteien und der zuständigen Strafbehörden zu berücksichtigen; dass das Verfahren zwischen gewissen Prozessabschnitten zeitweise ruht oder dass einzelne Verfahrenshandlungen auch etwas früher hätten erfolgen können, begründet für sich alleine noch keine Bundesrechtswidrigkeit (Urteil 1B_124/2016 vom 12. August 2016 E. 5.5). Ob die Pflicht zur beförderlichen Behandlung verletzt worden ist, entzieht sich starren Regeln und hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab, die in ihrer Gesamtheit zu würdigen sind (Urteil 6B_1003/2020 vom 21. April 2021 E. 3.3.1 mit Hinweisen).