Citation: 1B_462/2018 E. 3.1

3.1. Das Obergericht führte zum dringenden Tatverdacht aus, der Beschwerdeführer habe anlässlich der Hafteinvernahme vom 27. Juni 2018 nach Vorhalt der Videoaufnahme eines Zeugen gestanden, dass er (wie auf der Aufnahme zu sehen sei) zunächst ein Glas gegen die eine am Boden liegende Person geworfen habe, um dann zur anderen, ebenfalls am Boden liegenden Person zu gehen und diese mehrmals zu treten. Auf der ersten Videoaufnahme sei deutlich zu sehen, wie der Beschwerdeführer (der an seinem weissen T-Shirt erkennbar sei) mit einem mittelgrossen Trinkglas auf einen am Boden liegenden Mann zugehe und es mit beträchtlicher Wucht in Richtung von dessen Oberkörper bzw. Halsbereich werfe. Da eine Tischplatte die Sicht verdecke, sei nicht erkennbar, ob der Mann tatsächlich getroffen werde. Anschliessend schreite der Beschwerdeführer in den hinteren Teil des Raums, wo ein dunkelhäutiger Mann am Boden liege. Dieser werde von zwei Männern festgehalten, während ein dritter mit gestreiftem T-Shirt mehrere Male in Richtung seines Kopfs und Oberkörpers trete. Während dieser Aktion trete der Beschwerdeführer hinzu und trete ebenfalls in Richtung des Kopfs des Opfers. Ob er es wirklich treffe, sei auf der Videoaufnahme nicht zu erkennen, da kurzzeitig die Sicht durch davorstehende Personen verdeckt werde. Unmittelbar danach stehe er in einem rechten Winkel zum Mann mit dem gestreiften T-Shirt, seitlich neben dem Opfer und auf Höhe von dessen Oberkörper. Wiederum versetze er ihm mehrere Fusstritte, wobei nicht erkennbar sei, wo genau er es treffe. Infolge zweier Fusstritte des Manns mit dem gestreiften T-Shirt schnelle der Kopf des Opfers zweimal zur Seite. Auf der zweiten Videoaufnahme sei erkennbar, wie ein Mann von einem andern zu Boden gebracht werde und sich in der Folge ein Mann mit dunklem Pullover seitlich neben den Oberkörper des am Boden liegenden Manns stelle und diesem Fusstritte versetze. Der Beschwerdeführer positioniere sich am Fussende des Opfers und trete in Richtung von dessen Beinen. Gestützt auf diese Aufnahmen bestehe der dringende Verdacht, dass der Beschwerdeführer einem Mann einen Fusstritt in Richtung des Kopfs und mehrere Fusstritte in den Oberkörper versetzt habe, als dieser am Boden gelegen sei. Zudem sei aufgrund des gemeinschaftlichen Vorgehens eine Mittäterschaft augenscheinlich. Durch sein Handeln oder das ihm anzurechnende Handeln des Mittäters, dessen er dringend verdächtigt werde, habe er schwere Verletzungen des Opfers zumindest in Kauf genommen. Bei einem Versuch sei der tatsächliche Schweregrad der Verletzungen nicht relevant. Immerhin sei festzuhalten, dass sich das Opfer zumindest eine stark blutende Kopfwunde zugezogen habe.