Citation: U 4/01 09.04.2001 E. 4

4.- a) Weder im Revisionsgesuch vom 8. Januar 2001 noch im Bericht von Dr. med. A.________ vom 5. Oktober 2000 werden neue Tatsachen genannt, welche die Entscheidungsgrundlagen des Hauptverfahrens als objektiv mangelhaft erscheinen liessen. Dass Dr. med. A.________ Ende 2000 einzelne der von Prof. Dr. C.________ im Jahre 1997 erhobenen Diagnosen nicht bestätigen konnte, lässt nicht schon darauf schliessen, dass die Sachverhaltsfeststellung, wie sie dem Urteil vom 28. September 1999 zugrunde lag, mangelhaft war. Dies umso weniger als Dr. med. A.________ ausdrücklich festhält, dass sich der medizinische Sachverhalt seit 1997 nicht wesentlich geändert hat. Mit der Feststellung, dass der Kausalzusammenhang schon aufgrund des damals bekannten Sachverhalts und der damaligen medizinischen Erkenntnisse hätte bejaht werden müssen, verneint Dr. med. A.________ sinngemäss, dass neue Sachverhaltselemente, die unbekannt waren oder zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind, oder auch nur neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, die zu einer andern Beurteilung zu führen vermöchten. Die Ausführungen im Bericht von Dr. med. A.________ erschöpfen sich in einer andern Würdigung des an sich feststehenden und im Wesentlichen gleichgebliebenen Sachverhalts. Sie betreffen nicht die Sachverhaltsermittlung, sondern allein die Sachverhaltswürdigung, was nach dem Gesagten selbst dann nicht Gegenstand einer Revision bilden kann, wenn die Schlussfolgerungen im Gutachten von Prof. Dr. C.________ und die richterliche Beurteilung unrichtig sein sollten. Es liegen nicht nur keine neuen erheblichen Tatsachen, sondern auch keine neuen Beweismittel für Tatsachen vor, die im früheren Verfahren bekannt gewesen, zum Nachteil des Gesuchstellers aber unbewiesen geblieben sind. Das Revisionsgesuch ist damit unbegründet. Im Übrigen hatte der Gesuchsteller die vom Unfallversicherer im Abklärungsverfahren vorgesehene Einholung eines Gutachtens von Dr. med. A.________ ausdrücklich abgelehnt und sich in der Folge mit der Begutachtung durch Prof. Dr. C.________ einverstanden erklärt. Er hat es sich daher selber zuzuschreiben, dass die abweichende Meinung von Dr. med. A.________ nicht in die richterliche Beurteilung Eingang gefunden hat. b) Da es an einem Revisionsgrund fehlt, hat sich das Eidgenössische Versicherungsgericht zur Kritik von Dr. med. A.________ am Gutachten von Prof. Dr. C.________ nicht näher zu äussern. Immerhin rechtfertigen sich zuhanden des Gesuchstellers folgende Feststellungen. Dass sich Prof. Dr. C.________ nicht näher mit der Bedeutung der im Gutachten erwähnten serologischen Befunde auseinander gesetzt hat, lässt sich schon deshalb nicht beanstanden, weil diesen Befunden erfahrungsgemäss nur begrenzte Bedeutung beizumessen ist, wie auch Dr. med. A.________ annimmt. Wenn dieser Arzt den Ausführungen im Gutachten von Prof. Dr. C.________ entgegen hält, auch ein korrekt behandeltes Erythema migrans könne zu einer Dissemination der Krankheitserreger führen und das fehlende Ansprechen auf die Therapie sei kein Beweis gegen eine Borreliose, so ist zu bemerken, dass es sich bei den entsprechenden gutachterlichen Ausführungen lediglich um zusätzliche Argumente handelte und das Versagen der Therapie zwar nicht notwendigerweise gegen einen Kausalzusammenhang spricht, sicher aber auch nicht für einen solchen. Schliesslich ist festzustellen, dass sich das Urteil vom 28. September 1999 nicht allein auf das - auf einer eingehenden stationären und mehreren konsiliarischen Untersuchungen beruhende - Gutachten von Prof. Dr. C.________ stützte, sondern in Würdigung der gesamten medizinischen Akten erfolgte. Mit den in den Akten enthaltenen weiteren Arztberichten setzt sich der Bericht von Dr. med. A.________ in keiner Weise auseinander. Hiezu hätte aber umso mehr Anlass bestanden, als Dr. med. A.________ entgegen mehreren anderen Ärzten das Vorhandensein unfallfremder Faktoren verneint.