Citation: 6B_1149/2020 E. 3.3.3

3.3.3. Die Vorinstanz erwägt zur Frage der mehrfachen Verübung zum einen, der Beschwerdeführer habe bereits durch den Erwerb der Dopingmittel von H.________ am 29. Januar 2015 und der Übergabe derselben an L.________ am 7. Februar 2015 zwecks Weiterveräusserung mehrfach gehandelt (angefochtener Entscheid E. 5.3.4.2 S. 45). Dieser Auffassung kann nicht zugestimmt werden. Das Bundesgericht hat in Bezug auf die Betäubungsmittelgesetzgebung festgehalten, die in Art. 19 Abs. 1 BetmG erwähnten Handlungen stellen in Bezug auf einen bestimmten Vorgang, d.h. sofern sie sich auf dasselbe konkret bestimmte Betäubungsmittel beziehen, verschiedene Entwicklungsstufen derselben deliktischen Tätigkeit dar (vgl. BGE 137 IV 33 E. 2.1.3 mit Hinweis). Gemäss der Lehre und Rechtsprechung hat daher lediglich ein Schuldspruch wegen Verkaufs zu erfolgen, wenn ein Täter zum Beispiel Betäubungsmittel im Ausland erwirbt, anschliessend in die Schweiz einführt und dort - wie von Anfang an geplant - an Konsumenten veräussert (Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.4.3 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 6B_249/2020 vom 27. Mai 2021 E. 4.3.2). Gleich verhält es sich hinsichtlich der in Art. 22 Abs. 1 SpoFöG aufgeführten strafbaren Verhaltensweisen, sofern sie sich auf den gleichen verbotenen Stoff beziehen. Das ist hier der Fall. Der Beschwerdeführer erwarb die Dopingmittel von H.________ am 29. Januar 2015, um sie gewinnbringend weiterzuverkaufen. Dieses Vorhaben setzte er mit der Weitergabe an L.________ auf Kommissionsbasis am 7. Februar 2015 um. Beide Handlungen betreffen die gleichen Dopingmittel, beruhen ausserdem auf einem einheitlichen grundsätzlichen Willensentschluss und ergingen zeitnah im Verlauf von rund einer Woche. Sie weisen einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang auf, sind insofern als einheitliches Geschehen zu betrachten und stellen Durchgangshandlungen im Sinne der zitierten Rechtsprechung dar. Ein wiederholter bzw. mehrfacher Handel mit Dopingmittel kann daher mit Verweis auf die der Weitergabehandlung notwendigerweise vorausgegangene Erwerbshandlung nicht begründet werden.