Citation: 2C_568/2021 E. 6.3

6.3. Nachvollziehbar ist, dass dem Beschwerdeführer eine Eingliederung in Sri Lanka nicht leicht fallen würde. Entgegen seiner Darstellung liegt gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen jedoch ein gewisser, wenn auch nicht besonders enger Bezug zum Herkunftsland vor: Der Beschwerdeführer ist in einer tamilischen Familie aufgewachsen und verkehrt mehrheitlich in einem tamilischen Umfeld. Er kann sich gut auf Tamil verständigen. Dass er, wie er vorbringt, weder Tamil lesen noch schreiben könne, ist den sachverhaltlichen Feststellungen der Vorinstanz nicht zu entnehmen; immerhin könnte es ihm zugemutet werden, diese Fähigkeiten zu erlernen. Inwiefern ihm dies besonders schwer fallen würde, substanziiert er nicht näher. Ohne abgeschlossene Berufsbildung sind die beruflichen Integrationsmöglichkeiten in Sri Lanka sicherlich nicht als einfach einzustufen. Jedoch ist der Beschwerdeführer im arbeitsfähigen Alter und käme ihm dort seine Schulausbildung und (beschränkte) Arbeitserfahrung in der Schweiz zugute. Soweit der Beschwerdeführer entgegen der Annahme der Vorinstanz nicht auf Verbindungen seiner Familie zu in Sri Lanka lebenden Personen zurückgreifen könnte, wäre es ihm zuzumuten, dort eine neues soziales Netz aufzubauen.