Citation: 8C_342/2023 E. 6.2.3

6.2.3. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, verfängt nicht. Der rheumatologische Gutachter des BEGAZ hielt fest, aufgrund der deutlichen muskulären Dysbalance am Schultergürtel beidseits wären Tätigkeiten repetitiv oder ständig deutlich oberhalb der Schulterhorizontalen ungünstig. Die Beschwerdeführerin habe aber nie eine derartige Tätigkeit ausgeübt. Ansonsten bestünden aus rein rheumatologischer Sicht keine qualitativen oder quantitativen Beeinträchtigungen. Aus psychiatrischer Sicht sollte die Beschwerdeführerin eine Tätigkeit ohne Verantwortung und ohne Zeitdruck ausüben können. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein genügend breites Spektrum an solchen angepassten Tätigkeiten im Kompetenzniveau 1 zur Verfügung steht, in denen sich die erwähnten qualitativen Einschränkungen nicht zusätzlich lohnrelevant auswirken. Der verminderten Belastbarkeit und den benötigten Erholungszeiten wurde sodann im Rahmen der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit genügend Rechnung getragen. Dass die Vorinstanz die leidensbedingten Einschränkungen nicht noch zusätzlich mit einem Abzug vom Tabellenlohn berücksichtigt hat, ist somit nicht zu beanstanden (vgl. BGE 148 V 174 E. 6.3; Urteil 8C_509/2022 vom 10. Mai 2023 E. 6.2). Soweit sich die Beschwerdeführerin auf die fehlende Berufserfahrung respektive die fehlenden Dienstjahre beruft, zielt ihr Vorbringen ebenfalls ins Leere: Die Bedeutung der Dienstjahre nimmt im privaten Sektor ab, je niedriger das Anforderungsprofil ist. Im Rahmen des - hier anwendbaren - niedrigsten Kompetenzniveaus kommt der langen Betriebszugehörigkeit praxisgemäss keine relevante Bedeutung zu (BGE 126 V 75 E. 5a/cc; SVR 2023 IV Nr. 3 S. 9, 9C_339/2021 vom 27. Juli 2022 E. 4.5.4.3 mit Hinweisen). Sodann wirkt sich eine langjährige Abwesenheit vom Arbeitsmarkt rechtsprechungsgemäss nicht zwingend lohnsenkend aus (vgl. Urteil 8C_111/2021 vom 30. April 2021 E. 4.3.3 mit Hinweis). Aus der von der Beschwerdeführerin zitierten Medienmitteilung des Bundesamtes für Statistik vom 18. November 2019 ergibt sich zwar, dass ausgesteuerte Personen, die wieder erwerbstätig sind, niedrigere Löhne erzielen als die übrigen Arbeitnehmenden. Es wird aber auch betont, dass der Lohnunterschied in der Kategorie der Hilfsarbeitskräfte (Fr. 1.- pro Stunde) deutlich geringer ist als etwa bei Führungskräften. Aus der mehrjährigen Abwesenheit vom (ersten) Arbeitsmarkt kann die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Schliesslich vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen, inwiefern sie aufgrund ihres zumutbaren Teilpensums lohnmässig benachteiligt sein soll (vgl. LSE 2018, Tabelle T18; vgl. auch Urteil 8C_799/2021 vom 3. März 2022 E. 4.3.3). Wie sie ausserdem selber festhält, kommt der seit 1. Januar 2022 geltende Art. 26bis Abs. 3 IVV (wie im Übrigen auch die ab 1. Januar 2024 geltende Fassung dieser Bestimmung) vorliegend nicht zur Anwendung. Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, indem sie einen Abzug vom Tabellenlohn verneinte.