Citation: 1C_6/2022 E. 2.2

2.2. Über diese Gelegenheit haben die Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren vollumfänglich verfügt. Sie konnten insbesondere dazu Stellung nehmen, weshalb die Beschwerdefrist ihrer Ansicht nach vorliegend eingehalten sei. Es verletzt das rechtliche Gehör nicht, dass die Vorinstanz in der Folge von der rechtlichen Beurteilung dieser Eintretensvoraussetzung der Erstinstanz abwich. Die sachlichen und rechtlichen Grundlagen waren den Parteien bekannt. Bei der Rechtzeitigkeit einer Beschwerde handelt es sich um eine Sachurteilsvoraussetzung, die von den angerufenen Behörden und Gerichten von Amtes wegen zu prüfen ist. Die Beschwerdeführer konnten also nicht davon ausgehen, die Einhaltung der Frist gehöre nicht zum Prüfungsgegenstand. Sie konnten ihre Standpunkte zudem rechtsgenüglich einbringen. Der angefochtene Entscheid beruht weder auf nachträglich eingetretenen oder den Parteien unbekannten tatsächlichen Umständen noch auf neuen, unvorhersehbaren Rechtsgrundlagen. Ohnehin könnte eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs im Verfahren vor Bundesgericht geheilt werden, wenn ausschliesslich Rechtsfragen streitig sind, die das Bundesgericht mit freier Kognition beurteilen kann, und dem Beschwerdeführer durch die Heilung kein Nachteil erwächst. Eine Heilung ist nach der Rechtsprechung selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör möglich, wenn die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 147 IV 340 E. 4.11.3; 142 II 218 E. 2.8.1; je mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen wären vorliegend gegeben.