Citation: 8C_570/2023 E. A

A.________, geboren 1991, bezog nach Absolvierung einer INSOS-Ausbildung zur Hauswirtschaftspraktikerin ab 1. August 2010 zunächst eine Viertelsrente (Verfügung vom 19. Juli 2011) und ab 1. März 2016 eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung (Verfügung vom 22. April 2016). Der von der IV-Stelle Bern beauftragte Neuropsychologe lic. phil. B.________ diagnostizierte in seinem Gutachten vom 15. März 2011 eine kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung (ICD-10 F83 mit/bei Entwicklungsstörung der Sprache, Rechenstörung, Einschränkungen beim anspruchsvolleren Problemlösen sowie weiteren kognitiven Einschränkungen in anderen Bereichen in geringerem Ausmass) und ging von einer Leistungsfähigkeit von 60 % im Rahmen eines 100 %-Pensums aus. Nachdem A.________ der IV-Stelle die Geburt ihres Sohnes im April 2022 gemeldet hatte, leitete diese eine Revision von Amtes wegen ein und klärte die gesundheitliche und die Situation im Haushalt ab. Unter der Annahme, dass die Beschwerdeführerin nunmehr nur noch zu 60 % (statt wie bisher zu 100 %) erwerbstätig und im Übrigen im Haushalt beschäftigt wäre, hob sie den Rentenanspruch mit Verfügung vom 17. November 2022 auf (Invaliditätsgrad: 33 %).