Citation: 4A_175/2021 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erwog, in Anbetracht des Umstands, dass über die D.________ GmbH am 1. Mai 2016 das Insolvenzverfahren eröffnet worden sei, sei nicht davon auszugehen, dass das Finanzierungsprojekt noch erfolgreich abgeschlossen werden könne. Die Beschwerdeführerin lege dies auch nicht ansatzweise dar. Allein ihr Einwand, die Beschwerdegegnerin habe ihre Mitwirkungspflichten verletzt, weshalb sich das Geschäft noch in der Schwebe befinde, genüge nicht. Die Beschwerdeführerin habe doch nicht einmal dargelegt, welche konkrete Mitwirkung der Beschwerdegegnerin für den erfolgreichen Abschluss des Projekts notwendig gewesen wäre. Es müsse daher nicht weiter darauf und auf die eventualiter geltend gemachten Schadenersatzansprüche wegen Vertragsrücktritt zur Unzeit eingegangen werden. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es sei aktenwidrig, dass sie nicht dargelegt habe, welche Mitwirkungspflichten verletzt worden seien. Sie habe in der Duplik (Ziff. 44) dargelegt, die Beschwerdegegnerin habe sie " wider besseres Wissen bzw. im Wissen um die finanzielle Sit uation der D.________ GmbH [...] bis zuletzt aufgefordert, das Projekt voranzubringen". Dass die Vorinstanz hierzu die beantragten Zeugen nicht angehört habe, sei eine unvollständige und willkürliche Beweiswürdigung. Als Verletzung der Mitwirkung versteht die Beschwerdeführerin offenbar, dass die Beschwerdegegnerin konkrete Finanzierungsmassnahmen zugunsten der D.________ GmbH hätte prüfen müssen. Letzteres ist gegenüber einer Kundin, d.h. einer Vertragspartnerin der Beschwerdegegnerin (vgl. E. 2.4 hiernach) offensichtlich nicht begründet und wurde von der Beschwerdeführerin an der angegebenen Stelle in der Duplik auch nicht vorgebracht. Im Übrigen läuft die Rüge der Beschwerdeführerin auf den Vorwurf eines rechtsmissbräuchlichen Verhaltens hinaus. Abgesehen davon, dass sie deren rechtsprechungsgemässe Voraussetzungen nicht weiter begründet, hat die Beschwerdeführerin an der von ihr zitierten Stelle in der Duplik entgegen ihrer Formulierung in der Beschwerde auch nicht behauptet, das Vorantreiben des Projekts sei "im Wissen um die finanzielle Situation der D.________ GmbH" erfolgt. Sie formulierte dort: "[...] muss sie das wider besseres Wissen getan haben", womit sie eine blosse Vermutung und keine Tatsachenbehauptung aufstellte. Auch zum Vorantreiben des Projekts fehlen an der angegebenen Stelle in der Duplik konkrete Ausführungen. Wird nicht substanziiert behauptet, können dazu auch die beantragten Zeugen nicht angehört werden (vgl. E. 2.3.2 hiernach). Die Vorinstanz hatte aufgrund dieser unsubstanziierten Bemerkungen keine Anhaltspunkte, um ein rechtsmissbräuchliches Verhalten der Beschwerdegegnerin zu prüfen.