Citation: 6B_355/2021 E. 2.4.1

2.4.1. Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht geeignet, den Widerruf als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Die Vorinstanz hat den Widerruf nicht mit dem Fehlen einer positiven Prognose begründet, sondern ist bei ihrem Entscheid von der gesetzlich verlangten Schlechtprognose ausgegangen. Dass sie bei ihrer Beurteilung der Bewährungsaussichten ihr Ermessen überschritten, unterschritten oder missbraucht und die gesetzliche Konzeption von Art. 46 Abs. 2 StGB verkannt hätte, ist nicht ersichtlich. Insbesondere kann ihr nicht vorgeworfen werden, die ungünstige Legalprognose einzig und allein auf die erneute Delinquenz während der Probezeit gestützt zu haben. Sie legt die Gründe für die Schlechtprognose überzeugend dar, ohne dabei einzelnen Umständen eine vorrangige Bedeutung beizumessen oder andere zu vernachlässigen.