Citation: 9C_142/2024 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz hat ein Indiz für eine Verkaufsabsicht des Beschwerdeführers per Ende 2020 darin gesehen, dass der Verkauf der Liegenschaft bereits im September 2021 und die Erteilung des Verkaufsauftrags im Juni 2021 erfolgt sei. Der Beschwerdeführer habe wissen müssen, dass bei einem Verkauf ein über dem Schätzwert des Amts für Grundstückschätzungen liegender Preis erzielt werden und der Verkauf der Liegenschaft nach einer Privatentnahme somit steuerliche Vorteile für ihn aufweisen könnte. Daran ändere angesichts des vom Beschwerdeführer geführten Einzelunternehmens nichts, dass seine Tätigkeit für die C.________ AG allenfalls hauptsächlich in der Erstellung von Jahresabschlüssen und der Pflege von Kundenkontakten bestanden habe. Die Vorinstanz hat sich sodann mit der Darstellung des Beschwerdeführers auseinandergesetzt, wonach er am 10. Juni 2021 (Datum der Löschung des Einzelunternehmens im Handelsregister, vgl. oben Sachverhalt A) noch keine Verkaufsabsicht gehabt habe, sich innert weniger Tage erstmals Gedanken über einen Verkauf der Liegenschaft bzw. seines Anteils gemacht und sich dann bereits am 15. Juni 2021 zum Verkaufsauftrag entschieden habe. Dabei ist die Vorinstanz zum Ergebnis gelangt, dass diese Sachdarstellung nicht glaubhaft sei. Vielmehr sei davon auszugehen, dass der im Immobilienhandel tätige Beschwerdeführer bereits vorher keine dauerhafte private Verwendung der Liegenschaft D.________ beabsichtigt habe. Daran vermöge auch seine Darstellung nichts zu ändern, wonach die konkreten Verkaufsbemühungen auf Initiative eines anderen Miteigentümers, E.________, erfolgt seien, schliesse das doch nicht aus, dass der Beschwerdeführer zuvor selbst einen Verkauf beabsichtigt habe; daher sei in antizipierter Beweiswürdigung auf die beantragte Zeugenbefragung von E.________ zu verzichten. Unzutreffend sei sodann, dass der Beschwerdeführer habe mitverkaufen müssen, hätte er doch den Verkauf seines Miteigentumsanteils ablehnen können; insoweit habe auch kein faktischer Zwang bestanden. Mit Bezug auf den behaupteten Umstand, dass das Verkaufsangebot überraschend gekommen sei, hat die Vorinstanz zudem darauf hingewiesen, dass der erzielte Preis von Fr. 3'100'000.- nur knapp unter dem im Verkaufsauftrag angegebenen Verkaufsrichtpreis von Fr. 3'150'000.- liege. Auf den konkreten Vollzugszeitpunkt des Verkaufs im September 2021 komme es bei alledem nicht an. Bei einer gesamthaften Würdigung aller massgebenden Umstände bestünden damit erhebliche Zweifel daran, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Ausbuchung seines Anteils an der Liegenschaft D.________ per Ende Dezember 2020 noch eine dauerhafte private Verwendung seines Liegenschaftsanteils beabsichtigt habe. Der Beweis für die von ihm behauptete Privatentnahme sei ihm daher nicht gelungen.