Citation: 6B_1104/2022 E. 1.3.1

1.3.1. Der Beschwerdeführer beschränkt sich weitgehend darauf, seine vor Vorinstanz vorgetragenen Einwände zu wiederholen und seine eigene Sicht der Dinge, namentlich mit Bezug auf die Finanzlage sowie den Ablauf und die Chancen einer Sanierung und Fortsetzung der Geschäftstätigkeit, darzulegen. Mit dieser appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil ist er nicht zu hören. Dies ist etwa der Fall, wenn er erneut vorbringt, die Staatsanwaltschaft habe die Sanierung Mitte 2012 zu Unrecht, weil verfrüht, als gescheitert beurteilt. Diesbezüglich sind im Übrigen einzig die Feststellungen der Vorinstanz massgebend, wonach dies jedenfalls Ende 2012 der Fall gewesen sei. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was deren Einschätzung zur Finanzlage der B.________ AG per Ende 2012 (oder 2011) als willkürlich erscheinen liesse. Die Vorinstanz begründet namentlich überzeugend und ohne Verletzung von Bundesrecht, weshalb die Aktivierung der Entwicklungskosten der Software D.________ - jedenfalls im vom Verwaltungsrat der B.________ AG getätigten Umfang - unzulässig, und die Gesellschaft daher spätestens per 31. Dezember 2012, wahrscheinlich aber früher, definitiv überschuldet war. Dass die Überschuldung aufgrund der unzulässigen Bilanzierung der Entwicklungskosten schon 2011 akut drohte, ergibt sich, wie die Vorinstanz schlüssig darlegt, aus den Warnungen der Revisionsstelle. Die Ausführungen des Beschwerdeführers zur Finanzlage der Gesellschaft aufgrund der Zwischenfinanzierung und der Kapitalerhöhung im November 2012 gehen vor diesem Hintergrund letztlich an der Sache vorbei resp. ändern an der Schlüssigkeit der vorinstanzlichen Feststellungen zur Überschuldung nichts. Jedenfalls lassen sie diese nicht als willkürlich erscheinen. Die Vorinstanz weist zudem darauf hin, dass das frische Kapital aufgrund bestehender Debitorenverpflichtungen innert Tagen zur Hälfte aufgebraucht war. Entgegen der Darstellung in der Beschwerde war der Verwaltungsrat, wie ausgeführt, bereits im Nachgang zur Jahresrechnung 2011, nicht wie er vorbringt erst im Verlauf von 2013, auf die Gefahr einer Überschuldung aufgrund der unzulässigen Aktivierung der Entwicklungskosten für die Software D.________ hingewiesen worden (vgl. oben E. 1.2.1). Es kann auch nicht gesagt werden, die Vorinstanz hätte den Zeitpunkt, in dem die Gesellschaft spätestens überschuldet war, zu wenig konkret bezeichnet. Sie geht spätestens von Ende 2012 aus. Ob auch das Erstgericht und die Staatsanwaltschaft den Zeitpunkt der definitiven Überschuldung konkret genug bestimmten, wie der Beschwerdeführer rügt, ist ohne Belang, zumal er keine Verletzung des Anklagegrundsatzes geltend macht.