Citation: 7B_829/2023 E. 2.5.2

2.5.2. Nichtsdestoweniger verletzt die hypothetische Einzelstrafe von sieben Monaten Freiheitsstrafe das vorinstanzliche Ermessen. Die Strafe ergibt sich letztlich einzig aus der objektiven Tatschwere, welche die Vorinstanz als "eher schwer" einstuft. Sie begründet dies aber einzig mit der Brutalität und Grausamkeit des Films, indem sie ausführt, darin würden eigentliche Abschlachtungen gezeigt, bei denen Menschen elendiglich verbluten würden. Dabei lässt die Vorinstanz ausser Acht, dass Brutalität und Grausamkeit beim Tatbestand der Gewaltdarstellungen grundsätzlich tatbestandsimmanent sind. Zwar darf das Mass der Grausamkeit bei der Strafzumessung berücksichtigt werden (vgl. Urteile 6B_1149/2020 vom 17. April 2023 E. 4.3.2; 6B_1196/2015 vom 27. Juni 2016 E. 2.3.4; je mit Hinweisen). Damit allein lässt sich vorliegend jedoch kein "eher schweres" Verschulden begründen. Es handelt sich um ein einziges Video, das der Beschwerdeführer weder selber hergestellt noch mit anderen Personen geteilt hat. Er wird einzig wegen Besitzes bestraft. Der Strafrahmen von aArt. 135 Abs. 1bis StGB beinhaltet zudem ("nur") eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe. Selbst die Strafmassempfehlungen der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich vom 23. November 2023, welche als Orientierungshilfe dienen können (vgl. Urteil 6B_355/2021 vom 22. März 2023 E. 4.4.2 mit Hinweisen) sehen für den Konsum von Gewaltdarstellungen bei einem Ersttäter eine Geldstrafe ab zehn Tagessätzen vor. Angesichts dieser Umstände scheint die von der Vorinstanz festgelegte siebenmonatige Einzelstrafe, wovon sie sechs Monate asperierend berücksichtigt, als überhöht.