Citation: 2C_208/2016 E. 5.2

5.2. Der angefochtene Entscheid gibt die bundesgerichtliche Praxis zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung zutreffend wieder und die Vorinstanz hat die auf dem Spiel stehenden Interessen in vertretbarer Weise gegeneinander abgewogen: Ausgangspunkt und Massstab für das migrationsrechtliche Verschulden ist die vom Strafrichter verhängte Strafe. Die Vorinstanz ist aufgrund des Strafmasses von 24 Monaten Freiheitsstrafe in zulässiger Weise von einem schweren Verschulden des Beschwerdeführers 1 ausgegangen. Mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 11. September 2014 wurde der Beschwerdeführer 1 wegen versuchter Nötigung, mehrfacher Zuwiderhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz, mehrfacher Verletzung von Vekehrsregeln sowie Missbrauchs von Ausweisen und Schildern mit einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten und einer Busse in Höhe von Fr. 2'000.-- bestraft. Unter anderem hatte der Beschwerdeführer 1 seiner Angestellten gedroht, den vereinbarten Lohn von rund Fr. 1'000.-- nicht auszuzahlen, falls sie die Unterzeichnung einer Abrechnung über einen Lohn von rund Fr. 3'000.-- verweigere. Die Verurteilung im Betäubungsmittelbereich betraf die Abgabe von rund 50 Gramm Kokain und insgesamt etwa 150 Gramm Heroin schlechter Qualität. Ferner hatte der Beschwerdeführer 1 eine Pistole und 17 Schuss Munition sowie zwei Teleskopschlagstöcke widerrechtlich erworben. Negativ fällt sodann ins Gewicht, dass die verfahrensauslösende Verurteilung nicht das erste Straferkenntnis gegen den Beschwerdeführer 1 darstellt: Bereits vor dieser Verurteilung war er wiederholt strafrechtlich in Erscheinung getreten, wobei er verschiedenste Rechtsgüter verletzt oder gefährdet hat (Verurteilungen u.a. wegen Verletzung des Betäubungsmittel- und Waffengesetzes, Fahrens in fahrunfähigem Zustand, Raufhandels, Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch). Zwischen 2005 und 2014 wurde er insgesamt zu Freiheitsstrafen von 39 Monaten, Geldstrafen von 140 Tagessätzen und Bussen in Höhe von insgesamt Fr. 3'800.-- verurteilt. Weder die verhängten Strafen noch die angesetzten Probezeiten haben ihn zu einer Änderung seines Verhaltens bewegen können. Auch die im Juni 2005 ausgesprochene ausländerrechtliche Verwarnung, die ihm den Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung in Aussicht stellte, liess ihn unbeeindruckt und hielt ihn nicht davon ab, erneut Straftaten zu begehen. Er delinquierte sogar noch schwerer, wurde doch mit der verfahrensauslösenden Verurteilung das bis anhin höchste Strafmass gegen ihn verhängt. Insgesamt zeugt das Verhalten des Beschwerdeführers 1 von einer deutlichen Geringschätzung der schweizerischen Rechtsordnung. Was der Beschwerdeführer 1 dem entgegenhält, vermag nicht zu überzeugen. Insbesondere kann er aus dem Umstand, dass er seit der letzten Tatbegehung keine Straftaten mehr verübt habe, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, kommt dem Wohlverhalten praxisgemäss während strafrechtlichen Probezeiten bzw. unter dem Druck eines hängigen ausländerrechtlichen Verfahrens nur untergeordnete Bedeutung zu. In dieser Zeit wird ein vorbildliches Verhalten erwartet und stellt keine besondere Leistung dar. Dies gilt vorliegend umso mehr, als der Bewegungsspielraum des Beschwerdeführers 1 auch teilweise durch die Untersuchungshaft bzw. den Strafvollzug eingeschränkt war. Soweit der Beschwerdeführer 1 rügt, die Vorinstanz stelle im Ergebnis auf die Situation vor dem Tod der Ehefrau (Mai 2010) ab, ohne zu berücksichtigen, dass er seitdem sein Leben "massiv geändert" habe, muss er sich entgegenhalten lassen, dass er auch nach dem Tod der Ehefrau straffällig wurde (Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Juli 2010, grobe Verletzung der Verkehrsregeln sowie Missbrauch von Schildern und Ausweisen im April 2013).