Citation: 5A_213/2014 E. 2

Vor Kantonsgericht hatte der Beschwerdeführer für seinen angemessenen Unterhalt einen Betrag von Fr. 14'736.-- ohne Berücksichtigung der Unterhaltsverpflichtung gegenüber L.________ und ihren beiden Kindern geltend gemacht. Von diesem Betrag hat die Vorinstanz die Steuern im Betrag von Fr. 9'961.-- sowie den Arbeitsweg von Fr. 1'192.-- nicht in vollem Umfang berücksichtigt und dazu im Wesentlichen erwogen, der Beschwerdeführer sei im April/Mai 2012 von G.________ nach H.________/Deutschland umgezogen, wobei der Arbeitsplatz in O.________ aufrecht erhalten worden sei. Dies habe dazu geführt, dass sich sein Arbeitsweg von 24 km auf 87 km erhöht habe und sein gesamtes Einkommen ohne Berücksichtigung der Unterhaltsverpflichtungen in Deutschland besteuert werde. Der Beschwerdeführer rechtfertige seinen Wohnsitzwechsel mit beruflichen Gründen. Er sei gezwungen gewesen, seinen Wohnsitz nach Deutschland zu verlegen, um seine Stelle als Forschungsprojektleiter bei der P.________ AG zu erhalten. Zum Beweis dieser Behauptung bringe er ein Schreiben von Q.________, Direktor der Firma, vom 24. Mai 2013 vor. In diesem Schreiben wird gemäss Vorinstanz der Beschwerdeführer "mit allem Respekt aber auch der gebotenen Bestimmtheit" aufgefordert, einen baldigen Wohnsitzwechsel nach Deutschland Richtung R.________/S.________ vorzunehmen. Das Kantonsgericht fährt sodann fort, dieser Brief erwecke den Eindruck eines Gefälligkeitsschreibens. Zunächst falle auf, dass es kurz nach dem Entscheid der ersten Instanz vom 14. Mai 2013 verfasst worden sei. Der Beschwerdeführer habe G.________ aber bereits im April/Mai 2012 verlassen und sei zu seiner damaligen Partnerin L.________ nach H.________ gezogen. Dieses liege jedoch in der Nähe von I.________ und nicht in der Nähe von R.________. Als der Beschwerdeführer seine Partnerin L.________ verlassen habe, sei er wiederum nicht in Richtung R.________, sondern lediglich ins benachbarte I.________ umgezogen. Überdies habe er am 7. November 2012 in einem Strafverfahren betreffend Vernachlässigung von Unterhaltspflichten auf die Frage nach dem Grund für den Umzug nach Deutschland erklärt: "Unser Sohn N.________ ist nun auf die Welt gekommen. Im Jahr 2012 kamen mehrere Sachen zusammen. Der Schwangerschaftstest war positiv, das Abänderungsbegehren wurde abgewiesen, die Miete war zu hoch. Wir haben den Beschluss gefasst, nach Deutschland zu ziehen." Auf die Frage, ob er unter der Woche nach O.________ pendle, habe er erklärt: "Ja. Manchmal gibt es auch Vorteile, der Flughafen Kloten ist näher." Hätte - so die Vorinstanz weiter - eine Notwendigkeit zur Verlegung des Wohnsitzes nach R.________ bestanden, hätte der Beschwerdeführer dies zu Protokoll gegeben. Insgesamt sei geradezu offensichtlich, dass das von ihm im Berufungsverfahren eingereichte Schreiben seiner Arbeitgeberin ein Gefälligkeitsschreiben sei.