Citation: 2D_17/2024 E. 5.3

5.3. Vorliegend ist unbestritten, dass für den Beschwerdeführer im Vorfeld der Prüfungen in den Modulen "IAL Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 1" und "IAL Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 2" nicht die gleichen Bedingungen herrschten wie für die anderen Prüfungskandidaten. Dies lag daran, dass er die fachdidaktische Ausbildung grossmehrheitlich während des ersten Studiensemesters in Oldenburg absolvierte. Die Veranstaltungen, welche seine Mitstudierenden derweil an der PH FHNW besuchten und welche diesen naheliegenderweise eine gezieltere Vorbereitung auf die besagten IAL-Prüfungen ermöglichten, besuchte der Beschwerdeführer nicht. Die in Oldenburg erbrachten Studienleistungen wurden dem Beschwerdeführer seitens der Beschwerdegegnerin angerechnet, wobei er frühzeitig darüber in Kenntnis gesetzt worden war, dass er die Prüfungen in den Modulen "IAL Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 1" und "IAL Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 2" auf jeden Fall an der PH FHNW ablegen muss, dass es zwischen dem in Deutschland Erlernten und dem massgeblichen Prüfungsstoff unweigerlich Differenzen geben würde und dass er die entsprechenden Wissens- und Kompetenzlücken anlässlich der Prüfungsvorbereitung selbständig, d.h. ohne "Support" der zuständigen Dozentin, werde schliessen müssen. Der Beschwerdeführer wusste folglich, dass sein Mobilitätsaufenthalt für ihn einen gewissen Mehraufwand bei der Vorbereitung auf die beiden strittigen Leistungsnachweise bedeuten würde, was er im Übrigen auch selber einräumt. Die Ursache dafür, dass für ihn im Vorfeld der Prüfungen in den Modulen "IAL Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 1" und "IAL Fachdidaktik Wirtschaft und Recht 2" im Vergleich zu Studierenden, die das erste Studiensemester an der PH FHNW verbrachten, nicht die gleichen Bedingungen herrschten, setzte mithin nicht die Beschwerdegegnerin, sondern der Beschwerdeführer. Für die geltend gemachte Ungleichbehandlung besteht daher ein vernünftiger - vom Beschwerdeführer selbst zu verantwortender - Grund. Der PH FHNW kann sodann auch nicht angelastet werden, dass der Beschwerdeführer das Ausmass des durch den Mobilitätsaufenthalt ausgelösten Zusatzaufwands für das Bestehen der strittigen Prüfungen offenbar unterschätzt hat. Dass die Vorinstanz eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots verneinte, ist vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden. Betreffend die nach seiner Wahrnehmung mangelhafte Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung kann der Beschwerdeführer aus dem von ihm sinngemäss angerufenen Recht auf Vertrauensschutz (vgl. Art. 9 BV; zu den Voraussetzungen des Vertrauensschutzes Urteil 2C_102/2023 vom 18. September 2024 E. 8.1.4 mit Hinweisen) ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten: Dass er sich eigenverantwortlich auf die strittigen Prüfungen werde vorbereiten und sich dabei auch fehlende Kompetenzen selbständig werde erarbeiten müssen, wurde dem Beschwerdeführer von der Studiengangsleiterin im Rahmen der Ausarbeitung der Studienvereinbarung ausdrücklich mitgeteilt. Eine erfolgreiche Berufung auf den Vertrauensschutz scheidet damit - mangels Vertrauensgrundlage - von vornherein aus.