Citation: 2P.205/2004 12.07.2005 E. 1

1.1 Gegen kantonale Erlasse kann beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte der Bürger geführt werden (Art. 84 Abs. 1 lit. a OG; so genannte abstrakte Normenkontrolle, vgl. BGE 118 Ia 64 E. 2c S. 72). Der Hinweis auf die Änderung des Reglementes über die Nebenbezüge der Kantonspolizei Zug vom 22. Juni 2004 wurde am 25. Juni 2004 im kantonalen Amtsblatt veröffentlicht. Die Beschwerde vom 25. August 2004 ist damit rechtzeitig eingereicht worden (Art. 89 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 32 Abs. 2 und Art. 34 OG). Ein abstraktes Normenkontrollverfahren gegen kantonale Erlasse gibt es im Kanton Zug nicht (vgl. Urteil 2P.19/1995 vom 29. Januar 1996, E. 1b, in: ZBl 98/1997 S. 210), so dass der kantonale Instanzenzug erschöpft ist (Art. 86 Abs. 1 OG). 1.2 Zur staatsrechtlichen Beschwerde ist legitimiert, wer durch den angefochtenen Erlass unmittelbar oder virtuell (d.h. mit einer minimalen Wahrscheinlichkeit früher oder später einmal) in rechtlich geschützten Interessen betroffen wird (Art. 88 OG; BGE 125 I 71 E. 1b/aa S. 75; 173 E. 1b S. 174, je mit Hinweisen). Wird das Willkürverbot bzw. das Rechtsgleichheitsgebot im Verfahren der abstrakten Normenkontrolle angerufen, ergibt sich das rechtlich geschützte Interesse für den in seiner Rechtsstellung Betroffenen direkt aus Art. 9 bzw. Art. 8 BV (vgl. Walter Kälin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Aufl., Bern 1994, S. 241 f.). Die Beschwerdeführer sind als Angehörige der Zuger Polizei von der Reglementsänderung in ihrer Rechtsstellung unmittelbar oder virtuell betroffen und zur Erhebung der erwähnten Rügen legitimiert. 1.3 Die staatsrechtliche Beschwerde muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen. Der Grundsatz der richterlichen Rechtsanwendung gilt im Bereich der Verfassungsbeschwerde nicht. Das Bundesgericht beschränkt sich auch bei der abstrakten Normenkontrolle auf die Prüfung rechtsgenügend vorgebrachter Rügen (BGE 125 I 71 E. 1c S. 76; ZBl 103/2002 S. 322, 2P.52/2001, E. 3c; je mit Hinweisen). Soweit die Beschwerde bzw. die Beschwerdeergänzung diesen Anforderungen nicht genügt und sich auf weitgehend rein appellatorische Ausführungen beschränkt, ist darauf nicht einzutreten.