Citation: 1C_38/2017 E. 3.2

3.2. Ausserdem sprechen die Beschwerdeführer den Umstand an, dass der Perimeter des Projekts im Zeitpunkt der öffentlichen Auflage auf die Erschliessung des beschwerdegegnerischen Grundstücks beschränkt war. Der Bezirksrat Horgen hat festgehalten, dass die Sperrung des Wegs Heerenrainli zwischen der Dorfstrasse und dem Wendeplatz in den öffentlich aufgelegten Projektunterlagen noch nicht vorgesehen war. Dennoch erteilte er dem Gemeinderat das damit verbundene Enteignungsrecht, weil die betroffenen Dritteigentümer und der Beschwerdegegner nachträglich angehört worden waren. Das Strassenprojekt bildet einen Sondernutzungsplan (vgl. BGE 117 Ib 35 E. 2 S. 38; Urteil 1A.27/2002 vom 20. August 2002 E. 5.3). Bei wesentlichen Änderungen an einem Nutzungsplan nach der öffentlichen Auflage kann zum Schutz von Verfahrensansprüchen nach dem kantonalen Recht eine nochmalige Auflage geboten sein (vgl. Urteil 1C_441/2015 vom 18. November 2015 E. 4.2). Die Beschwerdeführer beanstanden die Projekterweiterung nach der Planauflage, ohne konkreten Bezug auf kantonale Verfahrensbestimmungen, als Verstoss gegen das Willkürverbot. Es ist fraglich, ob eine solche Verfassungsrüge den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG genügt (oben E. 1.2). Die Frage kann aber offenbleiben, weil die Rüge ohnehin nicht durchzudringen vermag. Für die Anwohner der Strasse Wässeri und damit für die Beschwerdeführer wirkt sich die Erweiterung des Projektperimeters dadurch aus, dass drei bestehende Wohneinheiten (jene auf Kat.-Nrn. 3188, 3189/ 3190 und 3258) zusätzlich über diese Strasse erschlossen werden. Die Vorinstanz hat dargelegt, dass die Öffnung des Wegs Heerenrainli gegen die Strasse Wässeri hin keine verkehrsmässige Erschliessung von noch weiter nördlich gelegenen Grundstücken an diesem Weg erlaubt, weil das Gefälle dort zu gross ist. Dies wird in der Beschwerde an das Bundesgericht nicht mehr konkret bestritten. Entgegen den Beschwerdeführern ist auch keine rückwärtige Erschliessung der überbauten Liegenschaft Kat.-Nr. 3174 zwischen der Dorfstrasse und Kat.-Nr. 3173 über den Weg Heerenrainli und die Strasse Wässeri zu befürchten. Der entsprechende Abschnitt dieses Wegs wird nach dem vorliegenden Strassenprojekt baulich für den Motorfahrzeugverkehr gesperrt. Insgesamt ist der aus der Projekterweiterung nach der Planauflage resultierende Mehrverkehr aus den genannten drei Wohneinheiten von untergeordneter Bedeutung im Verhältnis zum aufgelegten Projektgegenstand. Bei dieser Sachlage ist es unter dem Blickwinkel der schutzwürdigen Interessen der Beschwerdeführer nicht willkürlich, dass keine nochmalige öffentliche Auflage der Projektänderung verlangt worden ist. Die Eigentümer von Kat.-Nrn. 3188, 3189/3190, 3258 und der Beschwerdegegner haben sich gegen das Strassenprojekt nicht gewehrt. Die Beschwerdeführer sind nicht befugt, sich auf die allfällige Verletzung von Verfahrensrechten dieser Drittpersonen zu berufen (vgl. Urteil 1C_441/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).