Citation: 8C_573/2022 E. 4

In Bezug auf Art. 320 Abs. 3 OR rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz verkenne, dass sich die Ungültigkeit des abgeschlossenen Auftrages auf den Moment der Anrufung des Ungültigkeitsgrunds beziehe. Der Beschwerdeführer habe spätestens mit Schreiben vom 11. Januar 2019 unter Verweis auf ein bestehendes Arbeitsverhältnis die Ungültigkeit des Mandatsvertrags angerufen, weshalb die Vorinstanz rechtsfehlerhaft auf den Urteilszeitpunkt abgestellt habe. Im Widerspruch hierzu habe sie im Urteil vom 16. März 2020 das Fortbestehen des Arbeitsverhältnisses bis 31. Dezember 2019 festgestellt. Wäre das Vertragsverhältnis tatsächlich bis zum Urteilszeitpunkt als Auftrag zu behandeln gewesen, hätte die vermeintliche fristlose Kündigung vom 11. Juni 2019 das Vertragsverhältnis rechtswirksam beendet. Werde seine Forderung erst nach Geltendmachung der Ungültigkeit geschützt, so der Beschwerdeführer weiter, ergäbe dies für den Zeitraum vom 12. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 einen Lohnanspruch von Fr. 40'051.85 brutto. Der Beschwerdegegner könne sich nicht auf das (nie eingehaltene) Kostendach berufen.