Citation: 2C_619/2017 E. 1.1

1.1. Auf dem Gebiet des Ausländerrechts ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ausgeschlossen gegen Entscheide, welche Bewilligungen betreffen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA des Beschwerdeführers ist abgelaufen. Der bundesgerichtliche Entscheid greift somit nicht mehr - wie der Widerruf der Bewilligung - in ein vorbestehendes Rechtsverhältnis ein. Der Beschwerdeführer verfügte lediglich über ein von der Anwesenheitsberechtigung seiner Gattin abgeleitetes Anwesenheitsrecht; spätestens mit dem definitiven Scheitern der Beziehung waren die kantonalen Behörden befugt, seine Bewilligung zu widerrufen, da die Voraussetzungen für ihre Erteilung (freizügigkeitsrechtlicher Familiennachzug) nicht mehr gegeben waren (vgl. Art. 7 lit. d des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit [FZA; SR 0.142.112.681] in Verbindung mit Art. 3 des Anhangs I zum FZA und Art. 23 Abs. 1 der Verordnung vom 22. Mai 2002 über die schrittweise Einführung des freien Personenverkehrs zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Union und deren Mitgliedstaaten sowie unter den Mitgliedstaaten der Europäischen Freihandelsassoziation [VEP; SR 142.203]). Auch das freizügigkeitsrechtliche Aufenthaltsrecht steht unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs; fehlt der Wille zur Ehegemeinschaft und dient das formelle Eheband ausschliesslich (noch) dazu, die ausländerrechtlichen Zulassungsvorschriften zu umgehen, fällt der Aufenthaltsanspruch dahin (BGE 139 II 393 E. 2 S. 395 mit zahlreichen Hinweisen).