Citation: 8C_578/2023 E. 4

Die Vorinstanz stützte sich in medizinischer Hinsicht auf das Gutachten des ZMB vom 20. April 2022 (inkl. ergänzender Stellungnahme vom 6. Dezember 2022). Gemäss diesem Gutachten bestehen als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine Somatisierungsstörung mit zwanghafter Persönlichkeitsstruktur und eine Mehlstauballergie. Die übrigen diagnostizierten Gesundheitsbeeinträchtigungen, darunter etwa Kopfschmerzen vom Spannungstyp, hätten dagegen keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Sowohl in der bisherigen als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht zu 70 % arbeitsfähig. Die Vorinstanz sprach dem Gutachten Beweiswert zu, weshalb sich weitere medizinische Sachverhaltserhebungen erübrigten. Im Rahmen der Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 kam sie im Weiteren jedoch zum Schluss, dass der aus psychiatrischer Sicht geschätzten Arbeitsunfähigkeit von 30 % aus rechtlicher Sicht nicht gefolgt werden könne, da es für die Annahme einer rechtlich relevanten psychischen Funktionseinbusse an einem stimmigen Gesamtbild fehle und daher das Vorliegen eines invalidisierenden psychischen Gesundheitsschadens zu verneinen sei. Weil sich die Mehlstauballergie bei der letzten Tätigkeit als Kontrolleur und bei leidensangepassten Tätigkeiten nicht auswirke, fehle es auch diesbezüglich an einem invalidisierenden Gesundheitsschaden. Die IV-Stelle habe das Leistungsbegehren somit zu Recht abgewiesen.