Citation: 6B_87/2020 E. 1.4.2

1.4.2. Der Beschwerdeführer hat eine Katalogtat begangen, die grundsätzlich eine Landesverweisung nach sich ziehen muss. In Bezug auf die von ihm angerufene Härtefallklausel ist wesentlich, dass er weder in der Schweiz geboren noch aufgewachsen und trotz der 13-jährigen Aufenthaltsdauer sozial, kulturell und persönlich nicht integriert ist. Sein Hinweis auf seine Festanstellung und finanzielle Stabilisierung ist vor diesem Hintergrund nicht massgebend. Dass es ihm und seiner ebenfalls in der Türkei aufgewachsenen Ehefrau nicht zumutbar wäre, das Eheleben in der Türkei zu pflegen, ergibt sich weder aus ihren Deutschkenntnissen noch dem Umstand, dass sie seit ihrem 18. Lebensjahr in der Schweiz lebt. Mangels genügend gewichtiger persönlicher Interessen hat die Vorinstanz einen schweren persönlichen Härtefall im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB zurecht verneint.