Citation: I 465/00 18.04.2002 E. 3

3.- Eine bloss unterschiedliche Beurteilung (z.B. des Gesundheitsschadens durch den Arzt; der ärztlichen Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit; der Erwerbsunfähigkeit durch Verwaltung oder Richter) eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes stellt keine revisionsbegründende Tatsachenänderung im Sinne von Art. 41 IVG dar (BGE 112 V 372 Erw. 2b; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 Erw. 3a). Um eine solch unterschiedliche Beurteilung handelt es sich bei der von den MEDAS-Ärzten geäusserten Auffassung, in Würdigung sämtlicher Unterlagen müsse wohl davon ausgegangen werden, dass bereits im August 1990 aus psychiatrischer Sicht eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe. Zur Begründung ihres Standpunktes führen sie keine geänderten Sachverhaltselemente an. Vielmehr berufen sie sich auf die der ursprünglichen Rentenverfügung vom 4. Juli 1991 und der diese bestätigenden Revisionsverfügung vom 2. Februar 1995 zu Grunde gelegenen medizinischen Akten. Dass sie für die Zeit ab August 1990 lediglich eine andere Wertung der Arbeitsfähigkeit vorgenommen haben, ergibt sich auch daraus, dass sie den mutmasslichen Beginn der Reduktion der Arbeitsfähigkeit auf den 14. April 1999 festsetzten, allerdings mit dem Hinweis, dass gemäss psychiatrischer Beurteilung sich die depressive Entwicklung seit etwa zwölf Monaten in nennenswerter Weise geändert habe. Eine Änderung des geistigen Gesundheitsschadens in einer für den Anspruch auf eine höhere Rente erforderlichen Schwere lässt sich daraus für die Zeit vor April 1999 nicht ableiten. Abgesehen davon ist im vorliegenden Verfahren nicht darüber zu befinden, ob die vom Eidgenössischen Versicherungsgericht mit Urteil vom 15. Januar 1998 bestätigte Verwaltungsverfügung vom 2. Februar 1995, womit eine im Vergleich zur ersten Rentenverfügung vom 4. Juli 1991 geltend gemachte wesentliche Verschlimmerung nicht als im Sinne einer Chronifizierung des psychischen Leidens (vgl. ZAK 1989 S. 265) glaubhaft gemacht und daher nicht als rentenerhöhend anerkannt wurde, bei der damaligen Aktenlage richtig war.