Citation: 1C_567/2018 E. 5.3

5.3. Diese Auffassung ist unzutreffend. Gemäss dem klaren und damit massgeblichen Wortlaut von Art. 23 VVV gelten die Anforderungen des Anhangs 4 VVV wie die weiteren in diesem Artikel aufgeführten Voraussetzungen für die Betriebe, denen Kollektiv-Fahrzeugausweise abgegeben werden sollen. Aus Art. 23a in Verbindung mit Art. 23 VVV ergibt sich damit übereinstimmend, dass Kollektiv-Fahrzeugausweise zu entziehen sind, wenn die Betriebe, denen sie erteilt wurden, die Voraussetzungen für die Erteilung nicht mehr erfüllen. Da der Kollektiv-Fahrzeugausweis der Beschwerdeführerin selbst abgegeben wurde (und nicht B.________ oder einer anderen Person), ist demnach diese als massgeblicher Betrieb gemäss Art. 23 und 23a sowie Ziff. 18 Anhang 4 VVV zu qualifizieren. Sie bringt denn auch nichts vor, was die von ihr verlangte wirtschaftliche Betrachtungsweise vorliegend als "juristisch geboten" erscheinen liesse. Dies gilt umso mehr, als ihre Ausführungen auch in wirtschaftlicher Hinsicht nicht zu überzeugen vermögen. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern sie mit den weiteren Gesellschaften ihres Inhabers eine eigentliche wirtschaftliche Einheit oder gar einen "Betrieb" bilden sollte, der bzw. dem sämtliche von ihr betreuten Fahrzeuge, mithin selbst die zahlenmässig weit überwiegenden privaten Sammlerfahrzeuge ihres Inhabers, als Motorfahrzeugpark zuzuordnen wären. Die Anforderung an den Mindestbetriebsumfang gemäss Ziff. 18.21 Anhang 4 VVV gilt demnach wie die weiteren Voraussetzungen von Art. 23 Abs. 1 VVV für die Beschwerdeführerin selbst.