Citation: 6B_749/2024 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz gelangte mit überzeugender Begründung zum Ergebnis, es liege kein persönlicher Härtefall vor. Der Beschwerdeführer sei im Alter von ca. 14 Jahren zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern von Serbien in die Schweiz migriert. Seine prägenden Kinder- und frühen Jugendjahre habe er nicht in der Schweiz, sondern vielmehr in seiner Heimat verbracht. Obwohl er seit mittlerweile 35 Jahren in der Schweiz lebe, falle seine persönliche und soziale Integration bescheiden aus. Er spreche nur gebrochen Deutsch und sei (wenn auch nur aus Sicherheitsgründen) auf einen Dolmetscher angewiesen. Seine sozialen Beziehungen beschränkten sich auf seine (erweiterte) Familie. Ausserfamiliäre Kontakte pflege er keine. Er sei mit der Sprache und Kultur in Serbien vertraut. Der Aufbau eines sozialen Netzes in Serbien dürfte ihm kaum ernsthafte Schwierigkeiten bereiten, zumal er nach wie vor Kontakte in seinem Heimatland pflege und regelmässig dort die Ferien verbringe. Seine Eingliederungschancen in Serbien seien intakt. Gesundheitliche Gründe, die für einen Härtefall sprächen, seien nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer und seine Ex-Ehefrau hätten zwei erwachsene Kinder, wobei diesbezüglich ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis vom Beschwerdeführer nicht dargetan sei, weshalb der Schutzbereich von Art. 8 EMRK nicht berührt sei. Seine jetzige Ehefrau habe die serbische Staatsangehörigkeit, weshalb es ihr zumutbar sei, das Familienleben mit dem Beschwerdeführer in Serbien fortzusetzen.