Citation: 1C_572/2020 E. 9.1

9.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz hätte den guten Glauben der Beschwerdegegner bundesrechtswidrig bejaht. Art. 25 Abs. 2 RPG verlange, dass Baubewilligungen ausserhalb der Bauzone stets der Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörden bedürfen, weil die Gemeindebehörden oft zu wenig Distanz zur Bevölkerung hätten, um den Trennungsgrundsatz mit der notwendigen Strenge durchzusetzen. Dies hätten die Beschwerdegegner als Eigentümer eines Grundstücks in der Landwirtschaftszone zumindest dem Grundsatz nach wissen müssen. Sie könnten daher bezüglich der von ihnen durchgeführten Umbauarbeiten, namentlich des Einbezugs der Räume des ehemaligen Heuteils in den Wohnbereich, nicht als gutgläubig gelten. Könnten gemäss der Auffassung der Vorinstanz die kommunalen Baupolizeiorgane durch das Unterlassen von Baukontrollen oder das Übersehen unbewilligter Veränderungen im Rahmen der Baukontrollen eine mit der Baubewilligung vergleichbare Vertrauensposition schaffen, würde der Zweck von Art. 25 Abs. 2 RPG unterlaufen und damit Bundesrecht verletzt. Zudem hätten sich die Baupolizeibehörden bei den Augenscheinen in Bezug auf den Ausbau der Strasse und den Bau einer Garage auf einem Drittgrundstück auf die zur Diskussion stehenden Aspekte beschränken dürfen. Es könne nicht erwartet werden, dass bei jedem Augenschein auch die Rechtmässigkeit der vorhandenen Bauten und Nutzungen abgeklärt werde, was faktisch nicht möglich sei. Würden Grundeigentümer, die illegal gebaut haben und den wahren Zustand im Rahmen eines neuen Baugesuchs nicht transparent machten, als gutgläubig bezeichnet, würde das illegale Bauen belohnt, was es zu verhindern gelte. Der im Jahr 2001 erfolgte Grundbucheintrag einer "Nutzungsbeschränkung im Umfang von 48,5 m²" sollte bloss sichtbar machen, dass die nicht auf dem Baugrundstück bewilligte Garage als Erweiterung des auf diesem Grundstück erstellten Hauses anzurechnen sei. Darin könne keine Zusicherung einer Reserve für eine Nutzflächenerweiterung gesehen werden. In Bezug auf den Sitzplatz sei zu beachten, dass der an die Beschwerdegegner gerichtete Brief der Baukommission Lauerz vom 24. Juni 2008 mangels Zustimmung der zuständigen kantonalen Behörde keine Rechtswirkung gehabt habe.