Citation: 1C_77/2022 E. 4.4

4.4. Es liegt zudem auf der Hand, dass der Auslegung der Bestimmungen des kantonalen Wasserbaugesetzes zur Zuständigkeit im Hochwasserschutz eine erhebliche präjudizielle Bedeutung zukommt. Das Kantonsgericht hielt diesbezüglich fest, die Klagebegehren der Stadt Luzern seien nach Treu und Glauben nicht dahingehend auszulegen, dass sie die Übernahme eines von ihr selbst ausgearbeiteten und möglicherweise veralteten Projekts durch den Kanton verlange. Es geht mithin nicht lediglich um ein einzelnes konkretes Projekt. Vielmehr betrifft der Feststellungsantrag der Beschwerdeführerin eine zwar auf die Abwendung einer konkreten Hochwassergefahr bezogene, jedoch darüber hinausreichende Zuständigkeitsfrage. Diese dem Kantonsgericht vorgelegte Frage hat präjudizielle Bedeutung für die öffentliche Aufgabenerfüllung. Die Beschwerdeführerin ist deshalb in wichtigen öffentlichen Interessen erheblich betroffen.