Citation: 5A_154/2022 E. 2.4

2.4. Die Beschwerde in Zivilsachen ist reformatorischer Natur. Die rechtsuchende Partei muss einen Antrag in der Sache stellen (BGE 137 II 313 E. 1.3), also angeben, welche Punkte des kantonalen Entscheids sie anficht und inwiefern das Bundesgericht den angefochtenen Entscheid abändern soll (BGE 133 III 489 E. 3.1; Urteil 5A_346/2016 vom 29. Juni 2017 E. 2.1, nicht publ. in: BGE 143 III 361). Allein der Antrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben, genügt hierzu nicht; eine solche Beschwerde ist an sich unzulässig. Ausnahmsweise reicht ein blosser Rückweisungsantrag aus, wenn das Bundesgericht im Falle einer Gutheissung in der Sache naturgemäss nicht selbst entscheiden könnte (BGE 134 III 379 E. 1.3). Nachdem ein Eventualbegehren nur für den Fall gestellt wird, dass ein Hauptbegehren keinen Erfolg hat (BGE 134 III 332 E. 2.2.), vermag auch ein eventualiter gestellter Rückweisungsantrag ein als Hauptantrag (allenfalls) zulässiges Rückweisungsbegehren nicht zu ersetzen (vgl. Urteil 5A_1038/2020 vom 14. Dezember 2021 E. 2.1). Für die Auslegung der Rechtsbegehren kann das Bundesgericht die Begründung der Beschwerde heranziehen (BGE 136 V 131 E. 1.2). Die Beschwerde genügt den geschilderten Vorgaben an sich nicht. Die Beschwerdeführerin verlangt in ihrem Hauptantrag (Ziff. 1 ihrer Begehren) lediglich die Aufhebung des angefochtenen Entscheids (und desjenigen der KESB). Zum Schicksal, das dem Gesuch des Beschwerdegegners vom 11. März 2021 (s. Sachverhalt Bst. B.a) beschieden sein soll, äussert sie sich nicht; eventualiter stellt sie einen Rückweisungsantrag. Zumindest aus der Beschwerdebegründung geht aber sinngemäss hervor, dass die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht hauptsächlich die Abweisung des besagten Gesuchs anstrebt. Insofern ist dem Erfordernis eines Sachantrags Genüge getan. Im Übrigen ist ausschliesslich der angefochtene Entscheid des Obergerichts Gegenstand des bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahrens. Dieser ersetzt den Entscheid der KESB (Devolutiveffekt; BGE 134 II 142 E. 1.4). Soweit die Beschwerde auf die Aufhebung des erstinstanzlichen Entscheids abzielt, ist sie deshalb unzulässig.