Citation: 4A_50/2024 E. A

A.a. A.________ (Beschwerdeführer) und B.________ (Beschwerdegegnerin 1) sind je hälftig am Aktienkapital der C.________ AG (Beschwerdegegnerin 2) beteiligt. Aufgrund erheblicher Differenzen der beiden Aktionäre verfügt die Beschwerdegegnerin 2 seit 1. Juli 2023 über keinen Verwaltungsrat mehr, sie wird aber interimistisch vom Beschwerdeführer geführt. Am 1. Juli 2023 stellte die Beschwerdegegnerin 1 beim Handelsgericht des Kantons Zürich ein Gesuch nach Art. 731b OR zur Behebung des Organisationsmangels der Beschwerdegegnerin 2. Im Rahmen dieses Verfahrens wurde nach Lösungen gesucht, wobei es aber zu keinem gemeinsamen Vorschlag einer möglichen Vereinbarung kam. Da der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin 1 in der Vergangenheit bereits entsprechende Vorschläge unterbreitet hatte, wurde in der Verfügung vom 18. September 2023 festgehalten, dass er zu verpflichten sei, einen Preis in Schweizer Franken für 50% der Aktien festzusetzen bzw. ein Kauf-Verkauf-Angebot zu stellen, worauf die Beschwerdegegnerin 1 zu erklären habe, ob sie zu diesem Preis verkaufe oder kaufe. Ein wesentliches Interesse beider Aktionäre bestand im vorliegenden Fall darin, dass die Beschwerdegegnerin 2 mit einer Auskaufsumme aus der vorzeitigen Auflösung eines Mietvertrages in beträchtlicher Höhe zu rechnen hatte, wobei die Verhandlungen mit der Vermieterin seit längerem liefen. Die Aussicht auf einen Anteil an der Auskaufsumme sei erst dann durch Zahlung seitens des die Aktien kaufenden Mitglieds des Aktionariats abzugelten, wenn die Summe tatsächlich bezahlt werde. Die Höhe der Zahlung sei in Relation zur Auskaufsumme zu bestimmen. Daher sei der Beschwerdeführer zu verpflichten, im Rahmen seines Kauf-Verkauf-Angebots neben dem Preis für 50% der Aktien einen Prozentanteil an einer allfälligen Brutto-Auskaufsumme anzugeben. Im Zeitpunkt des Auskaufs werde eine zusätzliche Zahlung fällig. A.b. Mit Verfügung vom 18. September 2023 stellte das Handelsgericht fest, dass der eigentliche Organisationsmangel in der andauernden Pattsituation innerhalb des Aktionariats liege, was ein Agieren der Generalversammlung nicht mehr zulasse. Als vernünftigste Lösung wurde daher der Verkauf der Beteiligung durch ein Mitglied des Aktionariats an das andere erachtet. Demgegenüber erwog das Gericht hinsichtlich der Aktionärsdarlehen mit Rangrücktritt (ein Darlehen des Beschwerdeführers von ca. Fr. 1 Mio. und eines der Beschwerdegegnerin 1 von Fr. 70'000.--), dass diese einem Kauf der Beschwerdegegnerin 2 durch den einen oder anderen Aktionär nicht entgegenstünden. Daher sei diesbezüglich von gerichtlichen Anordnungen abzusehen. Dementsprechend verpflichtete das Handelsgericht den Beschwerdeführer, ein Angebot an die Beschwerdegegnerin 1 für die von ihr gehaltenen Aktien der Beschwerdegegnerin 2 zu machen, umfassend einerseits die Nennung eines Betrags in Schweizer Franken für die Übertragung der Aktien Zug um Zug (50% des Aktienkapitals) und anderseits die Nennung eines Prozentsatzes bezüglich einer allfälligen Summe (brutto), welche die Vermieterin der Beschwerdegegnerin 2 für die Rückgabe des Mietobjekts vor Ablauf der vertraglichen Mietdauer bezahlen werde, zu leisten umgehend nach Auszahlung dieser Summe. A.c. Der Beschwerdeführer reichte am 7. Oktober 2023 ein Angebot ein, welches abgesehen vom Erwerb der Aktien der Beschwerdegegnerin 1 für Fr. 1.-- und einer "Beteiligungstabelle" mit abgestuften Prozentsätzen je nach Höhe der Auskaufsumme zusätzliche Parameter, namentlich eine Offerte für die Rückzahlung des Aktionärsdarlehens der Beschwerdegegnerin 1, enthielt. Auf ein nachgebessertes Angebot des Beschwerdeführers vom 19. Oktober 2023 hin erwog das Handelsgericht mit Verfügung vom 23. Oktober 2023, dass der Kauf der Darlehensforderung des jeweiligen Gegenübers nicht Gegenstand des Verfahrens und daher nicht Teil des Kauf-Verkauf-Angebots sei. Das Angebot des Beschwerdeführers von Fr. 1.-- für die Aktien stehe deshalb ohne die Komponente betreffend das Darlehen. Demgegenüber sei das Angebot bezüglich der Auskaufsumme gemäss "Beteiligungstabelle" nicht zu beanstanden. Mit Eingabe vom 23. November 2023 erklärte die Beschwerdegegnerin 1, sämtliche vom Beschwerdeführer gehaltenen Aktien entsprechend den in der Verfügung vom 23. Oktober 2023 genannten Bedingungen zu kaufen. Ausserdem stellte sie Anträge hinsichtlich des Vollzugs der Aktienübertragung. Der Beschwerdeführer gab hierzu eine Stellungnahme ab und ersuchte um Wiedererwägung der Verfügung vom 18. September 2023 dahingehend, dass im Kauf-Verkauf-Angebot auch die Rückzahlung des Aktionärsdarlehens der Beschwerdegegnerin 1 (und die Tilgung von Covid-Krediten) zu berücksichtigen sei. Eventualiter sei ihm Frist zur Nachbesserung des Angebots zu setzen. Zur Begründung führte der Beschwerdeführer an, dass die Vermieterin der Beschwerdegegnerin 2 dieser einen Auszug aus der Mieträumlichkeit per 31. Juli 2028 vorgeschlagen habe und die Beschwerdegegnerin 1 ohne Rückzahlung seines Aktionärsdarlehens von Fr. 1.1 Mio. nicht in der Lage wäre, den Fortbestand der Beschwerdegegnerin 2 bis zum 31. Juli 2028 zu gewährleisten. Ausserdem würde die Beschwerdegegnerin 1 bei Nichtberücksichtigung des Aktionärsdarlehens im Kauf-Verkauf-Angebot besser gestellt als in einem möglichen Konkurs der Gesellschaft, weil sie dann ihr nachrangiges Aktionärsdarlehen verlieren würde. Es sei daher festzustellen, dass das Angebot der Beschwerdegegnerin 1 ungültig sei und ein Verkauf daher nicht zustande komme. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin 1 zu verpflichten, das Darlehen des Beschwerdeführers mit einer Bankgarantie sicherzustellen.