Citation: 8C_373/2010 03.08.2010 E. 5

Das kantonale Gericht hat zunächst erkannt, vor einer Kündigung wegen schwerer Pflichtverletzung müsse keine Bewährungsfrist im Sinne von § 30 Abs. 3 PG angesetzt werden. Gemäss § 30 Abs. 3 PG kann eine Kündigung durch die Anstellungsbehörde gemäss (dem hier nicht interessierenden, ungenügende Leistungen betreffenden) Abs. 2 lit. c und bei wiederholter Pflichtverletzung gemäss Abs. 2 lit. d nur ausgesprochen werden, wenn der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter eine angemessene Bewährungsfrist eingeräumt worden ist. Dies ist gemäss dem hier angefochtenen Entscheid so zu verstehen, dass das Erfordernis der Bewährungsfrist nur beim ersten der in Abs. 2 lit. d geregelten Kündigungstatbestände gilt, nicht aber bei dem der schweren Pflichtverletzung. Die Beschwerde enthält keine Vorbringen, wonach diese Beurteilung als willkürlich zu betrachten sei oder sonstwie gegen höherrangiges Recht verstossen soll. Geltend gemacht wird, das kantonale Gericht sei zu Unrecht davon ausgegangen, eine Bewährungsfrist sei bereits mit dem vorangegangenen Gerichtsentscheid vom 18. Dezember 2007 angesetzt worden. Dabei wird übersehen, dass die Vorinstanz dies nur ergänzend angeführt hat. Ihre hauptsächliche - und nicht in Frage gestellte - Beurteilung besteht darin, dass beim hier zur Diskussion stehenden Kündigungstatbestand keine Bewährungsfrist erforderlich ist.