Citation: 5P.274/2002 28.10.2002 E. 2

Nicht zulässig sind die Anträge auf Zeugenbefragung, auf amtliche Erkundigungen, auf Vornahme eines Augenscheins, auf Aktenbeizug; denn die Willkürbeschwerde wird von einem grundsätzlichen Novenverbot beherrscht, welches vorliegend keine Ausnahme zulässt und die Aufnahme neuer Belege zu den Gerichtsakten ausschliesst (BGE 118 Ia 20 E. 5a S. 26; 124 I 208 E. 4b S. 212). Nicht zu berücksichtigen ist deshalb auch die weitläufige Darstellung des Sachverhalts einschliesslich der Vorgeschichte. Nicht gehört werden können sodann die Rügen betreffend die Arbeitsweise und die Aktenführung des Kreisamtes Oberengadin, denn Beschwerdegegenstand nach Art. 86/87 OG ist nur der angefochtene Entscheid des Kantonsgerichtspräsidenten, und dem Bundesgericht stehen auch keine aufsichtsrechtlichen Kompetenzen zu. Die Beschwerdeführerin rügt, für sämtliche übergeordneten Gerichte sei ein faires Verfahren nicht möglich, weil die Gerichtsakten nicht durchgehend paginiert und somit nicht kontrollierbar geordnet seien. Dieser Einwand richtet sich gegen die Arbeitsweise des Kreisamtes Oberengadin und wurde schon im Beschwerdeverfahren 5P.331/2001 erfolglos vorgebracht, denn das Bundesgericht trat darauf in seinem Urteil vom 29. Oktober 2001 mangels rechtsgenüglicher Begründung im Sinne von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht ein. Darauf ist auch vorliegend nicht einzutreten.