Citation: 2P.184/2001 19.02.2003 E. 2

2.1 Die staatsrechtliche Beschwerde ist nur zulässig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht sonstwie durch Klage oder Rechtsmittel beim Bundesgericht oder einer anderen Bundesbehörde gerügt werden kann (Art. 84 Abs. 2 OG). Soweit das angefochtene Urteil die Frage des Schadenersatzes hinsichtlich von bundesrechtlichen Sozialversicherungsbeiträgen (AHV/IV/EO und AlV) zum Gegenstand hat, hat der Beschwerdeführer dagegen Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Eidgenössische Versicherungsgericht erhoben, welches die Sache an die Hand nahm; insofern bleibt kein Raum für die staatsrechtliche Beschwerde. Zulässig ist dieses subsidiäre Rechtsmittel hingegen, soweit das angefochtene Urteil einen selbstständigen kantonalrechtlichen Streitgegenstand hat. Dies ist in Bezug auf die Frage der Schadenersatzpflicht für uneinbringliche FAK-Beiträge der Fall. Der Umstand, dass die Rekurskommission in ihrem Urteil hinsichtlich sämtlicher Beiträge auf bundesrechtliche Regeln, insbesondere auf Art. 52 AHVG abgestellt hat, ändert daran nichts. Dies rührt daher, dass § 27 des baselstädtischen Gesetzes vom 12. April 1962 über Kinderzulagen für Arbeitnehmer (KZG) bestimmt, dass die Vorschriften über die Eidgenössische Alters- und Hinterlassenenversicherung sinngemäss Anwendung finden, soweit dieses Gesetz selber keine Regelung enthält; die so zur Anwendung kommenden, im Bundesrecht enthaltenen Bestimmungen sind, soweit sie die Familienzulagen betreffen, durch die Verweisnorm von § 27 KZG kantonalrechtlicher Natur. 2.2 Die staatsrechtliche Beschwerde ist gemäss Art. 86 Abs. 1 OG nur gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide zulässig. Dabei muss es sich in der Regel um Endentscheide handeln; gegen selbstständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, die nicht Zuständigkeits- oder Ausstandsfragen zum Gegenstand haben (vgl. Art. 87 Abs. 1 OG), ist die staatsrechtliche Beschwerde nur zulässig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 87 Abs. 2 OG). In Ziff. 1 des Dispositivs des angefochtenen Urteils wird der Beschwerdeführer im Verfahren Nr. 129/1997 zur Bezahlung einer konkreten Schadenersatzsumme verurteilt; insofern liegt ein Endentscheid vor. In Ziff. 2 des Urteilsdispositivs wird die Haftung des Beschwerdeführers für den Ersatz des Schadens nach Art. 52 AHVG dem Grundsatz nach festgestellt und die Sache zu ergänzender Abklärung zur Feststellung der Höhe seiner Schadenersatzpflicht im Sinne der Erwägungen an die Ausgleichskasse zurückgewiesen. Derartige Rückweisungsentscheidungen stellen Zwischenentscheide dar, die regelmässig keine nicht wieder gutzumachende Nachteile zur Folge haben (BGE 123 I 325; 122 I 39). Dass es sich vorliegend anders verhalte, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf und ist nicht ersichtlich. Soweit sich die staatsrechtliche Beschwerde gegen Ziff. 2 des Dispositivs des angefochtenen Urteils richtet, ist darauf nicht einzutreten.