Citation: 2C_629/2023 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer ist mehrfach vorbestraft (vgl. A.b vorstehend). Unbestritten ist, dass vorliegend auch die Verurteilungen im Ausland für die Frage der Bewilligungsverweigerung in der Schweiz massgeblich sind. Auch wenn die Jugendstrafen von 2011 und 2012 weniger ins Gewicht fallen mögen, hat der Beschwerdeführer auch in den Folgejahren immer wieder (und mitunter schwer) delinquiert. Dabei fällt neben der Verurteilung im Jahr 2014 zu sechs Monaten Freiheitsstrafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, fahrlässiger Körperverletzung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und den mehrfachen Geldstrafen (wegen versuchter Nötigung, Vergehen gegen das Waffengesetz und unerlaubtem Anbau von Betäubungsmitteln) insbesondere ins Gewicht, dass er noch im Jahr 2021 in Deutschland wegen Betäubungsmitteldelikten zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt wurde. Die dieser Verurteilung zu Grunde liegenden Taten beging der Beschwerdeführer im Jahr 2020, mithin nur kurz bevor er sich zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in die Schweiz begab. Ebenfalls zu berücksichtigen ist, dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit immer wieder auch mit physischer Gewalt respektive Körperverletzungen in Erscheinung trat. So erfolgte die Verurteilung zur längsten Jugendstrafe im Jahr 2012 unter anderem wegen versuchten Raubes in Tateinheit mit Körperverletzung und wurde er auch im Jahr 2014 wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Hinzu kommt, dass es gemäss den für das Bundesgericht verbindlichen - und unbestrittenen - Feststellungen der Vorinstanz auch im Kontext der versuchten Nötigung im Jahr 2016 zu einem Gewaltausbruch gekommen ist, bei welchem der Beschwerdeführer einer anderen Person mehrfach mit der Faust ins Gesicht schlug, wobei der Betroffene unter anderem einen Nasenbeinbruch und Prellungen erlitt; das daraus resultierende Strafverfahren wurde aufgrund des Rückzugs des Strafantrags des Opfers eingestellt. Einer weiteren beim besagten Ereignis anwesenden Person drohte der Beschwerdeführer damit, sie "abzustechen"; bei der darauffolgenden Hausdurchsuchung wurde bei ihm denn auch eine Waffe (ein einhändig bedienbares Springmesser mit einem automatisierten Mechanismus) gefunden.