Citation: H 40/04 04.08.2004 E. 3

Es steht fest und ist zu Recht allseits unstrittig, dass die Ausgleichskasse gestützt auf Art. 5 Abs. 2 AHVG berechtigt war, die von der Gesellschaft an die mitarbeitenden Brüder B.________ während der Jahre 2000 und 2001 ausbezahlten Löhne verfügungsweise der paritätischen Beitragspflicht zu unterwerfen, wie dies überhaupt für die Entgelte an das beschäftigte Personal (insgesamt mehrere Dutzend Personen) zutrifft. Insbesondere ist der Umstand, dass die mit massgebendem Lohn entschädigte Arbeit gegen die Rechtsordnung, namentlich die Betäubungsmittelgesetzgebung verstösst, sozialversicherungsrechtlich unerheblich. Ob Schwarzarbeit (vgl. BGE 118 V 79 Erw. 2 mit Hinweisen), Schmiergeldzahlungen (BGE 115 V 1) oder Dirnenlohn (BGE 107 V 193) - die Beitragspflicht nach AHVG erfasst auch Entgelte für unsittliche oder widerrechtliche Tätigkeiten. Dies wird denn auch als solches, wie sich aus den Vorbringen der Beschwerdeführerin im kantonalen Prozess ausdrücklich ergibt, weder im Grundsatz noch im Masslichen in Frage gestellt. Umstritten ist zwischen Vorinstanz und Ausgleichskasse einerseits und der Beschwerde führenden Arbeitgeberin andererseits einzig, ob die (formell rechtskräftige) strafrechtliche Sanktion der Einziehung von Vermögenswerten (vgl. Sachverhalt A.a. vorstehend am Ende) der sozialversicherungsrechtlichen Beitragspflicht entgegensteht. Dies ist als Frage des Bundesrechts vom Eidgenössischen Versicherungsgericht frei zu prüfen (Erw. 2.1).