Citation: 2C_385/2019 E. 1

Mit Verfügung vom 28. Mai 2018 wies das Migrationsamt des Kantons St. Gallen das Gesuch der am 3. September 1991 geborenen ungarischen Staatsangehörigen A.________ um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zum erwerbslosen Aufenthalt (und Verbleib bei ihrem Lebenspartner B.________) ab. Den gegen diese Verfügung erhobenen Rekurs wies das Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 18. Februar 2019 ab, soweit es darauf eintrat. Der am 19. Februar 2019 versandte Rekursentscheid wurde am 20. Februar 2019 am Postschalter abgeholt. Mit Eingabe vom 28. Februar 2019 gelangten B.________ und A.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen. Das Schreiben war betitelt mit "Fristerstreckungsgesuch Beschwerde gegen Entscheid vom Sicherheits- und Justizdepartement vom 18. Februar 2019". Im Schreiben ist wörtlich Folgendes festgehalten: "ich ersuche Sie hiermit, die Frist für die Beschwerde bis zum 20. April 2019 zu verlängern. Doppel vom Entscheid vom 18.02.2019 liegt bei, Vollmacht von A.________ sie in dieser Sache zu vertreten eben-falls. Bitte belehren Sie mich, was die Beschwerde beinhalten muss, damit darauf eingetreten werden kann???". In seiner Antwort vom 1. März 2019 (Freitag) hielt der zuständige Abteilungspräsident des Verwaltungsgerichts zunächst fest, dass die Formalitäten für eine gültige Beschwerdeerhebung beim Verwaltungsgericht den Betroffenen aus einem früheren Verfahren bekannt seien. Sodann erklärte er, dass die Beschwerdefrist von 14 Tagen nicht erstreckbar sei, weshalb dem Gericht innert der gesetzlichen Beschwerdefrist die klare Kundgabe des Beschwerdewillens vorliegen müsse, wofür ein blosses Fristerstreckungsgesuch nicht genüge; nur wenn innert der Beschwerdefrist mindestens klar mitgeteilt werde, dass Beschwerde erhoben werden will, könne anschliessend eine angemessene Frist zur Ergänzung der Beschwerde mit den Anträgen, einer Darstellung des Sachverhalts und einer Begründung angesetzt werden. Diese Antwort des Verwaltungsgerichts wurde am 4. März 2019 (Montag) zur Abholung gemeldet und am 7. März 2019 am Schalter zugestellt. Mit vom 7. März 2019 datierter Eingabe (Poststempel 8. März 2019) an das Verwaltungsgericht erklärte der Vertreter B.________ dem Verwaltungsgericht, dass Beschwerde erhoben werden soll, und ersuchte um Ansetzung einer Frist bis zum 20. April 2019, um die Beschwerde mit Anträgen, Darstellung des Sachverhalts und Begründung zu ergänzen. Mit Entscheid des Abteilungspräsidenten (Abteilung II) vom 27. März 2019 trat das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen auf die Beschwerde nicht ein. Mit vom 25. April 2019 datiertem, am 26. April 2019 zur Post gegebenem Schreiben erklärt A.________, vertreten durch B.________, dem Bundesgericht, gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts Beschwerde erheben zu wollen. Nach Belehrung über die Modalitäten der Beschwerdeerhebung an das Bundesgericht (Schreiben des Präsidialgerichtsschreibers vom 30. April 2019) wurde am 16. Mai 2019 (Postaufgabe) eine vom 14. Mai 2019 datierte Beschwerdeschrift nachgereicht. Die Eingabe ist - unter Berücksichtigung des Friststillstandes über Ostern (Art. 46 Abs. 1 lit. a BGG) - rechtzeitig erfolgt. A.________ beantragt dem Bundesgericht, das Verwaltungsgericht anzuweisen, auf die dortige Beschwerde einzutreten. Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden.