Citation: I 746/04 04.04.2005 E. 3

3.1 Nach der Rechtsprechung kann das Eidgenössische Versicherungsgericht nicht nur auf Grund von Parteivorbringen, sondern von Amtes wegen prüfen, ob das kantonale Gericht den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt hat (BGE 116 V 184 f. Erw. 1a, 107 V 248 Erw. 1b). Anlass zur Aufhebung eines Entscheides von Amtes wegen geben indessen nur Verletzungen wesentlicher Verfahrensvorschriften (BGE 120 V 362 Erw. 2a mit Hinweisen). Im Hinblick darauf, dass das Eidgenössische Versicherungsgericht eine Gehörsverletzung von Amtes wegen prüfen und gegebenenfalls feststellen kann, steht der Umstand, dass nicht der Beschwerdegegner, dessen Anspruch auf rechtliches Gehör den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zufolge verletzt worden sein soll, sondern die IV-Stelle eine Gehörsverletzung rügt, einer Prüfung der behaupteten Verfassungsverletzung im letztinstanzlichen Verfahren nicht entgegen. 3.2 Weil divergierende Stellungnahmen der beteiligten Psychiater zur Arbeitsunfähigkeit vorlagen, stellte der Versicherte in der Beschwerde an die Vorinstanz den Beweisantrag, es sei (eventuell) ein neutrales psychiatrisches Gutachten bei der Psychiatrischen Klinik Z.________ einzuholen. Die Vorinstanz entsprach diesem Antrag nicht, sondern wies die Sache stattdessen in Gutheissung des Eventualbegehrens des Versicherten zu ergänzenden Abklärungen in psychiatrischer Hinsicht an die Verwaltung zurück. In den Erwägungen umschrieb sie die von der IV-Stelle vorzunehmenden Abklärungen näher und hielt fest, diese habe bei einer anderen psychiatrischen Fachinstanz als dem Institut Y.________ oder Dr. med. G.________ ein psychiatrisches Drittgutachten erstellen zu lassen. Damit hat das kantonale Gericht zwar dem Beweisantrag des Versicherten nicht unmittelbar - durch Anordnung einer Begutachtung im Beschwerdeverfahren - entsprochen; sie hat jedoch die Verwaltung mittels Rückweisungsentscheides verpflichtet, die erforderlichen Beweisvorkehren zu treffen. In diesem Vorgehen kann keine Verletzung des rechtlichen Gehörs, namentlich keine Verweigerung der Beweisabnahme, erblickt werden. Denn mit der vorinstanzlich angeordneten Rückweisung der Sache an die Verwaltung wurde dem Beweisantrag des Versicherten inhaltlich stattgegeben. Dass dies nicht mit verfahrensleitender Zwischenverfügung im Rahmen des kantonalen Beschwerdeverfahrens, sondern mit instanzabschliessendem Endentscheid geschah, ist zumindest hinsichtlich des Anspruchs auf rechtliches Gehör unerheblich, zumal nicht ersichtlich ist, weshalb nur ein Gerichtsgutachten, nicht aber ein zusätzliches Administrativgutachten, geeignet wäre, zur Erhellung des rechtserheblichen Sachverhalts beizutragen. Schliesslich sind auch keine Gründe erkennbar, welche die Rückweisung als unverhältnismässig im Sinne der vorstehend zitierten Rechtsprechung (Erw. 1 am Ende hievor) erscheinen lassen könnten.