Citation: 1A.65/2006 18.05.2007 E. C

Am 27. Oktober 2003 erliess die kantonale Dienststelle für Umwelt und Energie als zivile Vollzugsbehörde einen Zwischenentscheid zur Sanierungsverfügung sowie einen Entscheid über die vorsorgliche Anordnung von betrieblichen Lärmschutzmassnahmen. Darin wurde festgehalten, dass das Sanierungsprojekt in Erarbeitung sei und die Sanierung noch nicht abschliessend beurteilt werden könne. Die Dienststelle erliess für die Sanierung bezüglich der zivilen Schiessen einen Vorgehensplan mit Fristen (öffentliche Auflage des Sanierungsprojekts bis Ende September 2004, Abschluss der Sanierung bis Ende März 2005). Für den zivilen Schiessbetrieb ab 1. Januar 2004 enthielt der Zwischenentscheid folgende Auflagen: - Schiessfreie Zeiten: Montag (ganzer Tag), Donnerstag Nachmittag und Abend, Samstag Abend, Sonntag und Feiertage (ganzer Tag, Ausnahme 1 Sonntagsschiessen für Feldschiessen), zwischen Weihnacht und Neujahr (ganzer Tag). - Die zivilen Schiessen auf den 300m-Anlagen der Gemeinde und des Bundes sind zeitlich miteinander zu koordinieren. - Der zivile Schiessbetrieb ist auf 60 Schiesshalbtage pro Jahr beschränkt. - Das Schiessen auf der 100m-Anlage sowie sämtliche Schiessen mit Grosskaliber sind gleichzeitig mit den zivilen 300m-Schiessen auf den beiden Anlagen durchzuführen. - Nicht zu den 60 Schiesshalbtagen zählen zivile Schiessen, die gleichzeitig mit effektiv durchgeführten Truppenschiessen auf den bundeseigenen 25m/50m/300m-Anlagen stattfinden. A.X.________ und C.X.________, Eigentümer und Bewohner der Liegenschaft neben der 300m-Schusslinie, reichten gegen die vorsorglichen betrieblichen Lärmschutzmassnahmen eine Beschwerde ein, welche das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Urteil vom 30. Juni 2004 abwies.