Citation: 2C_390/2018 E. 3.1

3.1. Nach Art. 29 Abs. 3 BV hat jede Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit zur Wahrung ihrer Rechte notwendig, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand. Dabei handelt es sich um eine Minimalgarantie. Das Verfahrensrecht des Kantons Aargau geht über diesen Mindestanspruch nicht hinaus. Dessen Einhaltung, eine Rechtsfrage, prüft das Bundesgericht mit freier Kognition (BGE 142 III 131 E. 4.1 S. 136). Höhe und Bestand einzelner Aufwendungen oder Einkünfte bilden hingegen Tatfragen. Massgeblich für die Beurteilung des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege sind grundsätzlich die finanziellen Verhältnisse im Zeitpunkt der Gesuchstellung (BGE 135 I 221 E. 5.1 S. 223). Der monatliche Überschuss sollte es der gesuchstellenden Partei erlauben, die Verfahrenskosten bei weniger aufwändigen Prozessen innerhalb eines Jahres, bei anderen binnen zweier Jahre zu tilgen (BGE 141 III 369 E. 4.1 S. 372).