Citation: 5A_452/2009 18.09.2009 E. A

A.a X.________ (Ehemann) (geb. 1954) und Y.________ (Ehefrau) (geb. 1954), beides Schweizer Staatsbürger, heirateten am xxxx 1998 in A.________ und zogen im gleichen Jahr nach Brasilien. Sie haben zwei adoptierte Kinder, R.________ (geb. 1994) und S.________ (geb. 1995). X.________ ist am 1. April 2004 und Y.________ am 1. Juli 2007 in die Schweiz zurückgekehrt. A.b Auf Gesuch vom 3. November 2003 hin stellte das zuständige Familiengericht von São Paulo mit Entscheid vom 27. November 2003 die Auflösung des gemeinsamen Haushaltes fest und übertrug Y.________ die vorläufige Obhut über die Kinder. Im Februar 2004 erliess es zudem eine vorläufige Regelung betreffend den Unterhalt. A.c Am 2. Februar 2005 stellte X.________ beim Familiengericht in São Paolo eine Klage auf gerichtliche Trennung. In der Folge erliess dieses am 7. Juli 2005 zwei Urteile. Das erste betraf die Anerkennung einer zwischen den Parteien abgeschlossenen Trennungsvereinbarung. Mit dem zweiten Urteil genehmigte das Gericht eine Vereinbarung zum Sorgerecht und zur Regelung des Besuchsrechts sowie des Ehegatten- und Kinderunterhalts. A.d Am 4. April 2005 reichte Y.________ beim Kantonsgericht Zug gegen X.________ die Scheidungsklage ein. Dieser beantragte, auf die Klage sei mangels Zuständigkeit nicht einzutreten, weil in São Paulo bereits ein Scheidungsverfahren hängig sei. A.e Am 16. November 2006 beantragte X.________ beim Familiengericht in São Paulo die Umwandlung der gerichtlichen Trennung in eine Scheidung. A.f Nachdem es beim Schweizerischen Institut für Rechtsvergleichung ein Gutachten eingeholt hatte, verwarf das Kantonsgericht Zug die Einrede der mangelnden Zuständigkeit und trat mit selbständig eröffnetem Beschluss vom 11. Februar 2009 auf die Scheidungsklage ein.