Citation: 4A_287/2020 E. 3.1

3.1. Nur soweit sich aus den Erwägungen des zu vollstreckenden Urteils klar und eindeutig ergibt (BGE 143 III 420 E. 2.2 S. 423), dass ihr darin mehr zugesprochen wurde, als die verpflichtete Partei geleistet hat, kann im Rahmen des Vollstreckungsverfahrens Abhilfe geschaffen werden. Voraussetzung ist, dass das zu vollstreckende Urteil hinreichend präzise umschreibt, was noch zu leisten ist. Kann dagegen ohne eigene Erkenntnistätigkeit des Vollstreckungsgerichts nicht entschieden werden, ob die erbrachte Leistung genügt, weil die dazu notwendigen Einzelheiten auch den Erwägungen des zu vollstreckenden Urteils nicht oder nicht hinreichend klar zu entnehmen sind, hilft das Vollstreckungsverfahren nicht weiter (BGE 143 III 420 E. 2.2 S. 423). Auch dass die Parteien im Verfahren, das zum Editionsentscheid geführt hat, gewisse Tatsachen anerkannt haben, spielt nur eine Rolle, soweit sich dies im zu vollstreckenden Entscheid niedergeschlagen hat. Anders verhält es sich mit einer Anerkennung im Vollstreckungsverfahren selbst. Diese ist zu berücksichtigen, da sie der Dispositionsbefugnis der Parteien entspringt und nicht dazu führt, dass das Vollstreckungsgericht eigene Erkenntnistätigkeit zu entfalten hätte.