Citation: K 158/01 26.02.2002 E. 3

3.- a) Die Vorinstanz hat den Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung mit der fehlenden Bedürftigkeit verneint. Bei der Berechnung des zivilprozessualen Zwangsbedarfs akzeptierte sie monatliche Unterstützungsbeiträge der Versicherten in der Höhe von Fr. 1'333.- an deren Mutter und Bruder, die beide in Bosnien und Herzegowina leben, nicht. Sie stützte sich dabei auf Bst. C Ziff. 2 lit. f des Kreisschreibens Nr. 18 der Zivilabteilung des Obergerichts, des Appellationshofes des Kantons Bern und des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern über die Ermittlung und den Nachweis der Prozessarmut, in Kraft seit 1. Juli 2000, wonach ohne rechtliche Verpflichtung erbrachte Unterhalts- und Unterstützungsbeiträge nur angerechnet werden können, soweit sie moralisch geschuldet und angemessen sind, und erachtete lediglich einen Unterhaltsbeitrag an beide Angehörigen von Fr. 500.- als angemessen. Im Vergleich mit den von der Versicherten angegeben verfügbaren Mitteln von Fr. 3'435.- monatlich ergab sich ein Überschuss von Fr. 681.- monatlich oder Fr. 8'172.- jährlich. b) Diesen Erwägungen ist vollumfänglich beizupflichten. Wenn das kantonale Gericht davon ausging, ohne rechtliche Verpflichtung erbrachte Unterhalts- und Unterstützungsbeiträge könnten nur angerechnet werden, soweit sie moralisch geschuldet und angemessen seien, ist dies von Bundesrechts wegen nicht zu beanstanden. Soweit es den angemessenen Unterstützungsbeitrag auf Fr. 500.-, also rund 15 % der verfügbaren Mittel festgesetzt hat, ist dies im Rahmen der dem Eidgenössischen Versicherungsgericht zustehenden Überprüfungsbefugnis (Erw. 1b) ebenfalls nicht zu bemängeln. Von einer Überschreitung oder einem Missbrauch des Ermessens kann vorliegend nicht gesprochen werden. Daran vermögen auch die Einwände der Beschwerdeführerin nichts zu ändern. Soweit sie geltend macht, sie sei rechtlich zu Unterhaltszahlungen an ihre Mutter und an den chronisch-kranken Bruder verpflichtet, weil die Mutter ihr die Ausbildung bezahlt habe, ist mit der Vorinstanz nochmals festzuhalten, dass auf Grund der Akten eine solche Verpflichtung zur Bezahlung von Unterstützungsbeiträgen nicht ausgewiesen ist.