Citation: 6B_443/2014 E. 2.4.1

2.4.1. Nach Ansicht der Oberstaatsanwaltschaft hat das Kantonsgericht Bundesrecht verletzt, indem es von einem bloss leichten Verschulden ausgegangen sei. Dies stehe im Widerspruch zum Umstand, dass die Vorinstanz den Beschwerdegegner als "Rädelsführer" identifiziert habe und dass vier Beteiligte der Auseinandersetzung verletzt worden seien. Das Kantonsgericht habe zwar zutreffend erkannt, dass der Beschwerdegegner "Aggressionspotential zeigte" und es nur deshalb zur tätlichen Auseinandersetzung gekommen sei, weil er sich dazu habe hinreissen lassen, mit einem Staubsaugerrohr in der Hand aus dem Fenster zu springen; mit seinem Verhalten habe er seinerseits eine Auseinandersetzung provoziert und in Gang gehalten. Unter dem Aspekt des Vorlebens bzw. der Vorstrafen habe das Kantonsgericht nicht ausreichend gewürdigt, dass vier Vorstrafen (aus den Jahren 2003, 2004, 2008 und 2011) vorlägen. Insbesondere sei mit der Verurteilung durch das Bezirksgericht Kreuzlingen vom 31. März 2008 unter anderem wegen einfacher Körperverletzung und Raufhandels eine einschlägige Vorstrafe gegeben.