Citation: 5A_344/2016 E. 2.3.2

2.3.2. Was den Zusammenhang zwischen Erkrankung und Zahlungsunfähigkeit betrifft, kann auf die pauschalen Hinweise des Beschwerdeführers auf die Akten und Zeugnisse nicht eingetreten werden. Der Beschwerdeführer genügt dabei den strengen Begründungsanforderungen an eine Sachverhaltsrüge nicht. Er müsste im Detail aufzeigen, welcher Inhalt aus den Aktenstücken bzw. Zeugnissen hervorgeht und weshalb dieser zu Schlüssen führen müsste, die von denjenigen der Aufsichtsbehörde abweichen (vgl. oben E. 1.2). Soweit er sich spezifisch auf das Zeugnis vom 11. März 2015 stützt, aus welchem sich die Krankengeschichte ergeben soll, so kann der Aufsichtsbehörde keine Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung vorgeworfen werden. Die Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweiswürdigung erweist sich nämlich nur dann als willkürlich, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unberücksichtigt gelassen oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat. Dass die von Sachgerichten gezogenen Schlüsse nicht mit der eigenen Darstellung des Beschwerdeführers übereinstimmen, belegt hingegen keine Willkür (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 129 I 173 E. 3.1 S. 178; je mit Hinweisen). Dem Zeugnis vom 11. März 2015 lässt sich zwar entnehmen, dass die ersten Symptome der Krankheit des Beschwerdeführers 1990 auftraten. Des Weiteren führt der Psychiater aus, der Beschwerdeführer habe vor 2006 keinerlei steuerliche (finanzielle) Probleme gehabt. Die Krankheit sei denselben um Jahre vorausgegangen und "selbstverständlich die logische Ursache derselben". Wenn die Aufsichtsbehörde dies nicht als beweiskräftig erachtet hat, so ist sie dabei keineswegs in Willkür verfallen: Aus blosser zeitlicher Abfolge braucht nicht zwingend auf Kausalität geschlossen zu werden, zumal offenbar zwischen dem Auftreten der Krankheit und der finanziellen Probleme eine Zeitspanne von sechzehn Jahren verstrichen ist. Der Beschwerdeführer kann sodann nicht dartun, dass er seine Interessen nicht selber wahren oder keinen Vertreter bestellen kann. Keine Stütze im angefochtenen Urteil findet zunächst seine Behauptung, er habe verschiedene Anwälte kontaktiert, doch habe keiner das Mandat übernehmen wollen. Selbst wenn die Behauptung zutreffen sollte, hülfe sie ihm nicht weiter: Der Beschwerdeführer würde damit nämlich aufzeigen, dass er selber in der Lage ist, sich um eine Vertretung zu bemühen. Ein Rechtsstillstand soll den Schuldner schützen, wenn er gar nicht mehr in der Lage ist, sich um einen Vertreter zu bemühen. Der Rechtsstillstand ist aber grundsätzlich nicht angebracht, wenn der Schuldner allfällige Vertreter anfragen kann, die angefragten Vertreter das Mandat aber aus irgendwelchen Gründen ablehnen. Sodann mag es zutreffen, dass der Beschwerdeführer seine Eingaben eher als Hilferufe denn als ausgearbeitete Rechtsschriften empfindet. Da das Betreibungs- bzw. Beschwerdeverfahren laienfreundlich gestaltet ist, bestehen jedoch keine allzu hohen Anforderungen an die Eingaben. Da die Aufsichtsbehörde seine Eingaben inhaltlich behandelt hat, scheint aus ihnen mit hinreichender Deutlichkeit hervorgegangen zu sein, was er mit ihnen bezweckt hat. Dies trifft jedenfalls für die dem Bundesgericht eingereichte Beschwerde zu. Schliesslich hat die KESB keine Notwendigkeit für Massnahmen zu seinem Schutz gesehen, worauf der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht eingeht. Die Aufsichtsbehörde hat somit kein Bundesrecht verletzt, indem sie dem Beschwerdeführer keinen Rechtsstillstand gewährt hat.