Citation: 8C_96/2024 E. 5.1

5.1. Soweit die Beschwerdeführerin erneut aus formellen Gründen die Beweiskraft des SMAB-Gutachtens bestreitet, kann ihr nicht gefolgt werden. Praxisgemäss spricht nämlich der Umstand, dass ein Gutachten im Auftrag eines Krankentaggeldversicherers - und somit nicht im Verfahren nach Art. 44 ATSG (vgl. dazu BGE 141 V 330 E. 3.2; 137 V 210 E. 3.4.2.9) und Art. 72bis IVV - erstellt wurde, nicht gegen dessen Beweiskraft für die Beurteilung des Rentenanspruchs gegenüber der Invalidenversicherung. Indessen sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen (Urteil 9C_89/2020 vom 18. Juni 2020 E. 4.2 mit Hinweisen). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit einer solchen Expertise, sind - wie bei versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen - ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 145 V 97 E. 8.5 i.f.; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4). Einem vom Krankentaggeldversicherer nicht im Verfahren nach Art. 44 ATSG und Art. 72bis IVV eingeholten Gutachten kommt im Verfahren betreffend Leistungen der Invalidenversicherung mithin der Beweiswert versicherungsinterner ärztlicher Feststellungen zu (Urteil 8C_794/2023 vom 4. Oktober 2024 E. 3.2 mit Hinweis).