Citation: U 82/03 16.09.2004 E. 4

4.1 Zu Recht bestreiten weder Vorinstanz noch - vernehmlassungsweise - die Beschwerdegegnerin die Zuverlässigkeit und den Beweiswert des von der SUVA als entscheidwesentlich erachteten Untersuchungsberichts des Kreisarztes Dr. med. F.________ vom 29. September 2000. Dieser befasst sich eingehend mit den hier im Vordergrund stehenden Handgelenksbeschwerden und legt die aus medizinisch-theoretischer Sicht verwertbare Arbeitsfähigkeit - grundsätzlich ganztägige Einsatzfähigkeit bei leichten, das Handgelenk wenig belastenden Tätigkeiten ohne repetitiven Charakter in jeglicher Form und mit zusätzlicher Stunde Mittagspause - differenziert, widerspruchsfrei, nachvollziehbar und insoweit schlüssig dar, womit er den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an den Beweiswert von Arztberichten genügt (vgl. Erw. 2.2 hievor). Den Einschätzungen des Dr. med. F.________ stimmt Dr. med. B.________ im Bericht vom 11. Dezember 2000 ausdrücklich "in allen Punkten" zu. Daran ändert die Aussage, "sämtliche repetitiven Arbeiten auch einfacher Natur" führten "nach adäquater Zeit zu einer invalidisierenden Arthrose mit konsekutiven weiteren Behandlungen/Interventionen", nichts, zumal auch Dr. med. F.________ im Bericht vom 29. September 2000 solche repetitiven Tätigkeiten generell aus dem medizinischen Zumutbarkeitsprofil ausklammert und die präzisierende Bemerkung des Dr. med. B.________ vor diesem Hintergrund lediglich bestätigenden Charakter hat. Im Übrigen gibt die Äusserung des Dr. med. B.________ keinen Anhaltspunkt dafür, dass aus seiner Sicht jegliche Belastung des Handgelenks überhaupt vermieden werden sollte. Wenn der Arzt sodann die Meinung vertritt, es bleibe abzuwarten, ob die von Dr. med. F.________ empfohlene zusätzliche Stunde Mittagspause "die Arbeitssituation resp. die Reintegration der rechten oberen Extremität in den Arbeitsprozess vereinfacht", kommen darin wohl Zweifel zum Ausdruck, ob man der Versicherten die - erwartungsgemäss eher schwierige - Reintegration in den Arbeitsprozess auf diese Weise wird erleichtern können. Dass Dr. med. B.________ mit der medizinisch-theoretischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im kreisärztlichen Untersuchungsbericht durchwegs übereinstimmt und eine Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit unter strikter Einhaltung der dort genannten Bedingungen aktuell für möglich und vom medizinischen Standpunkt aus für zumutbar hält, wird damit jedoch nicht in Frage gestellt. Dies gilt umso mehr, als Dr. med. B.________ in seinem früheren, ausführlicheren Bericht vom 14. August 2000 ausgeführt hatte, das klinische Resultat (Beweglichkeit) sehe gegenwärtig recht günstig aus. Was die künftige Entwicklung der Handgelenksbeeinträchtigungen betrifft, erachten sowohl der SUVA-Kreisarzt als auch Dr. med. B.________ eine Zustandsverschlechterung im Sinne einer Zunahme der ausgewiesenen arthrotischen Leiden für wahrscheinlich, welchem Umstand die Beschwerdeführerin bei der Bemessung der Integritätsentschädigung ausdrücklich Rechnung getragen hat. Mit Blick auf die Berentung bleibt festzuhalten, dass einer künftigen, bezüglich Zeithorizont und Ausmass im massgebenden Beurteilungspunkt noch unklaren Verschlimmerung des Gesundheitsschadens mit dem - auf unbestimmte Zeit bestehenden - jederzeitigen Rückfallmelderecht und dem Instrument der Rentenrevision Rechnung zu tragen ist. Dass ein aktueller, durchgängig leidensangepasster Arbeitseinsatz zu einer Beschleunigung der bereits bestehenden und möglicherweise fortschreitenden Arthrose in Handgelenk und Ellbogen führt, ist dem Bericht des Handchirurgen weder explizit noch implizit zu entnehmen. Vielmehr spricht er sich - wenn auch mit Zurückhaltung, so doch übereinstimmend mit Dr. F.________ - zum gegenwärtigen Zeitpunkt unmissverständlich für eine Reintegration der noch relativ jungen Versicherten in den Arbeitsprozess aus, nachdem die SUVA ihn mit klarer Fragestellung um eine Stellungnahme zum kreisärztlichen Bericht gebeten hat. Insgesamt ergibt sich, dass die Frage der aktuell verwertbaren Restarbeitsfähigkeit - mit Blick auf den hier zu beurteilenden Zeitraum bis 11. November 2001 - nicht nur hinsichtlich der persistierenden Knie-, sondern auch der Handgelenksbeschwerden spruchreif ist. Inwiefern eine erneute Stellungnahme des ausdrücklich in "allen Punkten" mit dem kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 29. September 2000 übereinstimmenden Dr. med. B.________ diesbezüglich zu einem abweichenden Ergebnis führen könnte, ist nicht ersichtlich. Im Lichte der unter Erw. 2.3 hievor genannten beweisrechtlichen Grundsätze bestand mithin für die Vorinstanz kein Anlass zur Rückweisung der Streitsache an die SUVA. 4.2 Das kantonale Gericht hat angesichts seines Rückweisungsentscheids davon abgesehen, sich zur Rechtmässigkeit der vom Unfallversicherer konkret vorgenommenen Invaliditätsbemessung, namentlich zur - beschwerdeweise ausdrücklich bestrittenen - Festsetzung des trotz Gesundheitsschadens zumutbarerweise erzielbaren Einkommens (Invalideneinkommen) zu äussern. Die Streitsache ist daher an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie - unter Beachtung der in BGE 129 V 472 ff. dargelegten Grundsätze zur Bundesrechtskonformität der von der SUVA und teilweise auch in der Invalidenversicherung als Entscheidbasis für die Bestimmung des Invalideneinkommens herangezogenen Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) - über die diesbezügliche Begründetheit der Beschwerde befinde.