Citation: 4A_496/2024 E. 3.4

3.4. Schliesslich prüfte die Vorinstanz, ob das Kauf- und Verkaufsversprechen vom 16. Juli 2014 der Beschwerdeführerin einen Anspruch auf vorgängige Eintragung des Grundstücks nArt. www verleiht. Sie erwog, entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin bestehe kein solcher Anspruch. Dabei berücksichtigte die Vorinstanz Ziffer I. 2 des Kauf- und Verkaufsversprechens vom 16. Juli 2014: "Par verbal du 16 avril 2013, les parcelles susmentionnées ont été réunies pour former les parcelles zzz (lot 1), www (lot 2) et vvv (lot 3) de U.________." Zudem würdigte sie die Formulierung im Verbal vom 16. April 2013: "Die unterzeichnenden Grundeigentümer anerkennen und akzeptieren das vorliegende Verbal und ersuchen den Grundbuchverwalter um folgenden Eintrag in das Grundbuch." Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, Gegenstand des Kauf- und Verkaufsversprechens vom 16. Juli 2014 sei gemäss dessen Ziffer III das Grundstück nArt. www, wie es aus dem Verbal vom 16. April 2013 hervorgehe. Den Parteien sei klar gewesen, dass dieses Grundstück noch nicht im Grundbuch eingetragen gewesen sei. Daran ändere nichts, dass im Verbal vom 16. April 2013 festgehalten werde, dass die Grundeigentümer den Grundbuchverwalter um Eintragung in das Grundbuch ersuchen. Denn das Verbal vom 16. April 2013 sei kein Vertrag zwischen der Beschwerdeführerin und den Beschwerdegegnerinnen, sondern eine Erklärung an den Grundbuchverwalter. Ohnehin werde nicht festgehalten, wann das Verbal beim Grundbuchamt einzureichen sei. Es sei nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerinnen das Verbal erst nach Abschluss des definitiven Kaufvertrags beim Grundbuchamt einreichen wollten. Wie bereits gesehen, sei die Eintragung des Grundstücks im Grundbuch sowieso nicht notwendig für den Vollzug des Kauf- und Verkaufsversprechens vom 16. Juli 2014.