Citation: 1A.185/2005 09.12.2005 E. 1.3

1.3.1 Gemäss Art. 80h lit. b IRSG ist zur Beschwerde berechtigt, wer persönlich und direkt von einer Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Nach der Rechtsprechung liegt ein schutzwürdiges Interesse nicht schon dann vor, wenn jemand irgendeine Beziehung zum Streitobjekt zu haben behauptet. Vielmehr muss eine vom einschlägigen Bundesrecht erfasste spezifische Beziehungsnähe gegeben sein. Eine bloss mittelbare Betroffenheit genügt nicht (BGE 128 II 211 E. 2.3 S. 217, mit Hinweisen). Gemäss Art. 9a lit. a IRSV gilt als persönlich und direkt betroffen im Sinne von Art. 80h IRSG bei der Erhebung von Kontoinformationen der Kontoinhaber. 1.3.2 Die Beschwerdeführerin 1 ist Inhaberin der Konten, über die nach der Teil-Schlussverfügung vom 10. Januar 2005 der ersuchenden Behörde Unterlagen herausgegeben werden sollen. Sie ist nach Art. 80h lit. b IRSG i.V.m. Art. 9a lit. a IRSV insoweit zur Beschwerde befugt. 1.3.3 Die Beschwerdeführerin 2 macht geltend, die Vorinstanz habe ihre Rekurslegitimation zu Unrecht verneint. In diesem Umfang ist die Beschwerdeführerin 2 zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde berechtigt (BGE 124 II 124 E. 1b; 122 II 130 E. 1, mit Hinweisen; ROBERT ZIMMERMANN, La coopération judiciaire internationale en matière pénale, 2. Aufl., Bern 2004, S. 351 N. 308). Die Beschwerdeführerin 2 bringt vor, nach dem Rechtshilfeersuchen werde sie in den Einvernahmeprotokollen der Bezirksanwaltschaft III für den Kanton Zürich vom 11. März und 10. Dezember 2002 erwähnt und Y.________ als angeblich wirtschaftlich Berechtigtem zugeordnet. Damit sei sie von der Weiterleitung der Protokolle direkt betroffen und zum Rekurs legitimiert. Beim Protokoll vom 11. März 2002 handelt es sich um jenes der Einvernahme von Y.________ vor der Bezirksanwaltschaft III für den Kanton Zürich; beim Protokoll vom 10. Dezember 2002 um jenes der Einvernahme von X.________ und seinem Schweizer Anwalt ebenfalls vor der Bezirksanwaltschaft III. Nach der Teil-Schlussverfügung vom 10. Januar 2005, die Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist (UK050026 act. 5), wird der ersuchenden Behörde kein Einvernahmeprotokoll herausgegeben. Es geht einzig um die Herausgabe von Unterlagen zweier Banken. Da somit die beiden genannten Einvernahmeprotokolle nicht Gegenstand des Rekursverfahrens waren, ist das Obergericht schon deshalb auf den Rekurs der Beschwerdeführerin 2 zu Recht nicht eingetreten. Dass die Beschwerdeführerin 2 Inhaberin der Konten sei, über welche nach der hier massgeblichen Teil-Schlussverfügung der ersuchenden Behörde Unterlagen herausgegeben werden, macht sie nicht geltend. Im Übrigen ist nach der Rechtsprechung zur Beschwerde ohnehin nicht befugt, wer in einem Einvernahmeprotokoll lediglich erwähnt wird (BGE 124 II 180 E. 2b S. 182, mit Hinweis). Die Vorinstanz legt das (S. 7) zutreffend dar. Wenn sie die Rekurslegitimation der Beschwerdeführerin 2 verneint hat, hat sie kein Bundesrecht verletzt. Nach dem Gesagten ist die Beschwerdeführerin 2 in der Sache auch nicht zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde berechtigt. Insoweit gelten die gleichen Legitimationsvoraussetzungen wie für den Rekurs an die Vorinstanz. 1.4 Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. 1.5 Das Bundesgericht ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 25 Abs. 6 IRSG). Es befasst sich jedoch nur mit Fragen, die Streitgegenstand des Verfahrens der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bilden (BGE 130 II 337 E. 1.4 S. 341, mit Hinweisen). 1.6 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann gerügt werden die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens (Art. 80i Abs. 1 lit. a IRSG; Art. 104 lit. a OG). Die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids kann die Beschwerdeführerin 1 nicht geltend machen (Art. 104 lit. c OG). Da als Vorinstanz eine richterliche Behörde entschieden hat, ist das Bundesgericht an deren Feststellung des Sachverhalts gebunden, soweit sie diesen nicht offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt hat (Art. 105 Abs. 2 OG).