Citation: 9C_737/2022 E. 1.3.3

1.3.3. Als Eventualbegründung hat das Bundesverwaltungsgericht gegenüber der GmbH Folgendes erwogen: Soweit die Gesellschaft weiter geltend mache, die im Anschreiben vom 14. August 2018 genannte Verfügung vom gleichen Tag sei nicht beigelegen, mache sie eine mangelhafte Eröffnung der Verfügung geltend. Jedoch sei ihr entgegenzuhalten, dass sie sich nach Treu und Glauben sofort nach Erhalt der Sendung der EZV am 14. August 2018 bei dieser hätte erkundigen müssen, wie es sich mit dem Inhalt der Sendung verhalte. Trotz allenfalls mangelhafter Eröffnung habe demnach die Beschwerdefrist am 17. August 2018 zu laufen begonnen und am 17. September 2018 geendet. Die am 19. November 2018 bei der Oberzolldirektion eingereichte Beschwerde habe sich somit als verspätet erwiesen. Für eine allfällige Wiederherstellung der Frist habe es bereits an einem entsprechenden Gesuch der GmbH und damit am Vorliegen der formellen Voraussetzung gemangelt, zudem seien Gründe für eine solche Wiederherstellung nicht ersichtlich gewesen. Es habe sich nicht um ein unverschuldetes Hindernis gehandelt, welches die Gesellschaft von der rechtzeitigen Erhebung der Beschwerde vor der Oberzolldirektion abgehalten habe, sondern um ein Versehen ihres Rechtsvertreters, welches sie sich anrechnen lassen müsse. Die gegen die Nichteintretensverfügung der Oberzolldirektion gerichtete Beschwerde der GmbH sei somit abzuweisen.