Citation: 5A_137/2024 E. 3.1.3

3.1.3. Weiter steht ausser Frage, dass das Konkursamt über die eingegebene Forderung verfügt hat und sich die vorliegende (negative) Kollokationsklage gegen diese Zulassung im Kollokationsplan richtet. Das Konkursamt sah keinen Anlass für das Vorgehen nach Art. 63 KOV, um die Forderung für die Sanierungskosten im Kollokationsplan lediglich (pro memoria) vorzumerken (was die negative Kollokationsklage ausschliesst; Art. 63 Abs. 3 KOV); es nahm an, dass kein Administrativverfahren schon vor Konkurseröffnung in Gang gesetzt worden sei, welches mit Bezug auf den Verfahrensgegenstand die Funktion eines Kollokationsverfahrens übernimmt. Der Beschwerdeführer selber wirft dem Obergericht nicht vor, die Vorgabe im Kollokationsplan und insoweit die Verfahrensvorschriften verkannt zu haben. Vielmehr führt er selber aus, dass ein Verwaltungsverfahren auf Erlass einer Verfügung über die (Schluss-) Kosten noch gar nicht eingeleitet worden sei (u.a. unter "Erste Rüge/Zweiter Eventualstandpunkt"). Ohnehin wäre eine allfällige Verfügung des Konkursamtes, welche in Missachtung von Art. 63 KOV ergeht, nach Art. 17 SchKG anfechtbar (und nicht etwa nichtig nach Art. 22 SchKG; BGE 93 III 84 E. 1; 86 III 20 E. 1; LORANDI/CAMPONOVO, Die Kollokation öffentlich-rechtlicher Forderungen [...], AJP 1993 S. 1478). Der Beschwerdeführer hat indes keine betreibungsrechtliche Beschwerde, sondern Kollokationsklage erhoben. Es bleibt dabei, dass das Obergericht in verfahrensmässiger Hinsicht über die Forderungen entscheiden durfte, ohne in Willkür zu verfallen.