Citation: 8C_303/2008 20.10.2008 E. 4

Strittig und hier zu prüfen ist einzig, ob die erst zehn bis vierzehn Tage nach dem 24. März 2004 aufgetretene Verschlimmerung der Schwindelbeschwerden sowie die nach Anfang April 2004 erneut geäusserten Nacken-, Kopf- und Rückenschmerzen mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 24. März 2004 stehen. 4.1 Das kantonale Gericht gelangte nach umfassender Würdigung der vorhandenen Akten zur Überzeugung, die erst rund zehn Tage nach dem angeblich ursächlichen Ereignis vom 24. März 2004 verspürten Beschwerden stünden nicht in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit diesem Unfall, da innerhalb der praxisgemäss zu beachtenden Latenzzeit von höchstens 72 Stunden weder Kopf- noch Nackenschmerzen noch eine Verschlimmerung anderer vorbestehender Beschwerden aufgetreten seien. Komme dem zweiten Unfall mit Blick auf die nach dem 24. März 2004 entstandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen bzw. deren Verschlimmerung keine ursächliche Bedeutung zu, liege kein Anwendungsfall von Art. 100 Abs. 2 UVV vor. Die AXA habe demnach zu Recht einen Anspruch auf Leistungen nach UVG für die nach dem 24. März 2004 geklagten Befindlichkeitsstörungen verneint. 4.2 Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, die Rechtsprechung zur Latenzzeit dürfe nicht als starre Beweisregel angewandt werden. Der zweite Unfall sei "nur dreieinhalb Monate" (recte: mehr als viereinhalb Monate) nach dem ersten Unfall erfolgt, als sich der Versicherte noch nicht vollständig von den Folgen der ersten HWS-Distorsion erholt gehabt habe. Dies habe zu einer Verschlimmerung der aus dem ersten Unfall verbliebenen Restbeschwerden geführt. Die Anforderungen und die Präsenz als Geschäftsführer einer Bar an der am 17. Februar 2004 angetretenen neuen Arbeitsstelle hätten den Beschwerdeführer in einen gewissen Stresszustand versetzt, weshalb "er nicht sogleich nach dem zweiten Unfall bemerkt [habe], dass sich sein Zustand verschlechtert hatte." Die beratenden Ärzte der AXA Dres. med. M.________ und N.________ hätten den Verkehrsunfall vom 24. März 2004 zu Unrecht "bagatellisiert". Dabei sei das Fahrzeug des Versicherten frontal "mit rund 60 km/h in eine Schneemauer" hinein gerutscht. Die Reparatur des Sachschadens am Auto sei auf mehr als Fr. 6'000.- zu stehen gekommen, weshalb von einer höheren Aufprallgeschwindigkeit weit jenseits der "Harmlosigkeitsgrenze" ausgegangen werden müsse. Die nach dem 24. März 2004 aufgetretenen Beschwerden stünden in einem ursächlichen Zusammenhang mit diesem Ereignis, weshalb die AXA hiefür die gesetzlichen Leistungen nach UVG zu erbringen habe.