Citation: 2C_522/2020 E. A

C.A.________ (geboren 2008) besuchte im Schuljahr 2018/19 die 4. Klasse der Primarschule U.________. Anfangs Juli 2018 teilten die Eltern, A.A.________ und B.A.________, der Schule mit, ihre Tochter werde wegen einer Bronchitis nicht am für die Zeit vom 13.-17. August 2018 geplanten Klassenlager teilnehmen können. Der Schulleiter bat die Eltern am 3. Juli 2018 um ein entsprechendes Arztzeugnis, sollte C.A.________ nicht ins Lager mitkommen können. Während dieser Zeit werde sie den Unterricht in der Klasse von B.________ im Schulhaus C.________ besuchen. Er ersuchte die Eltern zudem, darum besorgt zu sein, dass sich C.A.________ am Montag, 13. August 2018, um 7.55 Uhr bei B.________ melde. Die Eltern legten ein von Dr. med. D.________ am 2. Juli 2018 für C.A.________ ausgestelltes Schullagerunfähigkeitszeugnis wegen Krankheit vor. Am Abend des 13. August 2018 informierte B.________ den Schulleiter, C.A.________ sei "nicht aufgetaucht". Auf dessen telefonische Nachfrage am Dienstag, 14. August 2018, um 8.50 Uhr hin brachte die Mutter vor, C.A.________ habe ja ein Arztzeugnis. Nachdem der Schulleiter die Mutter darauf aufmerksam gemacht hatte, dass dieses Zeugnis nur für das Lager gelte, stellte die Mutter in Aussicht, dass C.A.________ am Folgetag zur Schule kommen würde. Der Schulleiter informierte die Mutter, dass C.A.________ sofort zur Schule kommen müsse. Als C.A.________ um 10.15 Uhr noch nicht in der Schule war, telefonierte der Schulleiter erneut mit der Mutter. Sie vertrat die Auffassung, es sei abgemacht gewesen, dass C.A.________ am Nachmittag zur Schule gehe. In der Folge übernahm der Vater das Gespräch und gab an, C.A.________ bade gerade. Sie werde am Nachmittag zur Schule gehen. Um 13.30 Uhr erschien C.A.________ in der Schule. Da die Mutter auf den Stundenplan der angestammten Klasse von C.A.________ vertraute, erwartete die Mutter ihre Tochter um 15.10 Uhr vor dem Schulhaus. Weil C.A.________ weinte, wurde sie um 15.20 Uhr aus der Klasse entlassen, obschon der Unterricht bis 16.00 Uhr gedauert hätte. Am 17. August 2018 teilte der Schulrat den Eltern mit, ihre Tochter habe den Unterricht entgegen der Aufforderung im Schreiben vom 3. Juli 2018 am Montag und am Dienstagvormittag, 13. und 14. August 2018, nicht besucht. Der Schulrat gab ihnen Gelegenheit, sich innert 14 Tagen zu äussern, bevor er über eine Verwarnung oder eine Busse entscheide. Am 21. August 2018 sprach der Vater beim Präsidenten des Schulrats vor. Er machte geltend, vergessen zu haben, dass C.A.________ am 13. August 2018 bei B.________ hätte zur Schule gehen müssen. Das könne jedem passieren. Auf die Möglichkeit einer Busse hingewiesen, reklamierte er, alle anderen Kinder seien am 14. August 2018 um 15.10 Uhr nach Hause gegangen und der Schulleiter habe C.A.________ allein in das Schulzimmer eingeschlossen. Er könne auch ein Zeugnis beibringen, dass C.A.________ krank gewesen sei. Auf die Frage, ob C.A.________ am Montag krank gewesen sei, äusserte der Vater, sie sei "ein bisschen krank" gewesen und er habe die Kontrolle verloren. Der Vater bestätigte die protokollarische Zusammenfassung seiner Aussagen. In der Folge reichten die Eltern ein von Dr. med. D.________ am 22. August 2018 "gemäss anamnestischen Angaben" ausgestelltes Schulunfähigkeitszeugnis wegen Krankheit für den 13. und den 14. August 2018 ein.