Citation: 1P.104/2004 10.05.2004 E. 5

Der Beschwerdeführer erachtet es aufgrund des Aussageverhaltens des Beschwerdegegners anlässlich der Fotokonfrontationen - nämlich in Bezug auf die Speicherung des Bildes in seinem Unterbewusstsein und hinsichtlich der Kenntnis des Beschwerdeführers - als verfassungsrechtlich unzulässig, dass der Zeuge gerichtlich nicht einvernommen worden ist. Er macht geltend, das Gericht hätte sich ein persönliches Bild machen und insbesondere abklären müssen, ob es sich bei der Bezeichnung des Beschwerdeführers als Täter nicht um ein stures Festhalten an der einmal vorgenommenen Anschuldigung handle. Das Kassationsgericht hat zur Forderung, der Beschwerdegegner hätte durch ein Gericht einvernommen werden müssen, nicht ausdrücklich Stellung genommen und in diesem Zusammenhang lediglich auf das Urteil des Obergerichts verwiesen. Das Obergericht hielt fest, dass eine Vorladung unterbleiben konnte, weil nicht ersichtlich sei, wie sich das Gericht allein aufgrund der Anwesenheit des Opfers ein Bild über ihn hätte machen sollen (Ziff. 2.3.9, S. 13 f.). Der Beschwerdeführer zitierte diese Aussage in seiner Nichtigkeitsbeschwerde, ohne indes einen Nichtigkeitsgrund zu rügen (Nichtigkeitsbeschwerde S. 7 f.). Damit hat er den kantonalen Instanzenzug in dieser Hinsicht nicht ausgeschöpft, weshalb in diesem Punkte auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.