Citation: 1P.93/2003 29.04.2003 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, das Obergericht habe sich eines Ausscheidungsverfahrens bedient, das den Grundsätzen des schweizerischen Strafrechtes widerspreche, indem es von mehreren Verdächtigen alle bis auf ihn als Täter ausgeschlossen habe. Der Umstand, dass alle anderen Verdächtigen als "nicht wahrscheinliche Täter" bezeichnet würden, mache ihn nicht automatisch zum Täter. Das Kassationsgericht habe in der Anwendung dieses fragwürdigen Ausscheidungsverfahren, mit welchem er als Täter überführt worden sei, zu Unrecht keinen Nichtigkeitsgrund wegen aktenwidrigen tatsächlichen Annahmen oder willkürlicher Beweiswürdigung gesehen. 2.2 Die Rüge geht an der Sache vorbei. Das Kassationsgericht hat diese vom Beschwerdeführer bereits bei ihm unter dem (unzutreffenden) Titel der aktenwidrigen tatsächlichen Annahme erhobene Rüge (zu Recht) als Willkürrüge betrachtet und ist darauf nicht eingetreten, da sie nicht in einer den Anforderungen des kantonalen Prozessrechts genügenden Weise begründet gewesen sei. Ohne sich damit auseinander zu setzen und darzulegen, inwiefern dieser Nichteintretens-Entscheid verfassungswidrig sein soll, wiederholt der Beschwerdeführer bloss die schon dem Kassationsgericht vorgetragene Willkürrüge. Darauf ist nicht einzutreten. 2.3 Es ist offensichtlich nicht von vornherein unhaltbar, einen Tatverdächtigen durch die Entkräftung des Verdachts gegen alle Mitverdächtigen der Tat zu überführen. Das Obergericht ist somit nicht schon in Willkür verfallen, weil es diese Methode bei der Beweiswürdigung berücksichtigte. Wie andere Methoden auch hätte sie zwar zu einem unhaltbaren Ergebnis führen können, etwa wenn sie vom Obergericht unsorgfältig angewandt worden wäre, indem es z.B. den Kreis der Verdächtigen unzutreffend festgelegt oder unzutreffende Aus- und Einschlussgründe angenommen hätte. Solche konkreten Vorwürfe erhebt der Beschwerdeführer indessen nicht, weshalb seine Rüge nicht geeignet ist, einen Willkürvorwurf zu begründen. Selbst wenn auf die Beschwerde einzutreten wäre, wäre ihr daher kein Erfolg beschieden.