Citation: 6B_347/2019 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin wendet sich schliesslich im Eventualstandpunkt gegen die Verpflichtung zur Leistung von Schadenersatz an den Beschwerdegegner. Sie macht geltend, dieser habe seine Zivilforderung vor der Vorinstanz weder genügend beziffert noch hinreichend begründet. Die Zivilforderung müsse daher bereits aus diesem Grund auf den Zivilweg verwiesen werden. Im Weiteren bringe sie vor, sie habe im kantonalen Verfahren u.a. Zahlungen an den Beschwerdegegner im Umfang von CHF 227'950.-- zur Verrechnung gebracht. Die Feststellung der Vorinstanz, wonach der Beschwerdegegner lediglich Zahlungen im Gesamtbetrag von CHF 58'600.-- anerkenne, sei aktenwidrig. Der Beschwerdegegner habe sich vor der Vorinstanz nicht detailliert zu Bestand und Umfang seiner Schadenersatzforderung geäussert. Er habe lediglich erklärt, dass er auch Zahlungen des Ehemanns der Beschwerdeführerin akzeptieren würde und dass bereits erfolgte Zahlungen anzurechnen seien. Die von ihr (sc. der Beschwerdeführerin) nach ihrer Selbstanzeige am 19. Oktober 2009 geleisteten Zahlungen und die Tilgung der Schadenersatzforderung in diesem Umfang habe er nicht substantiiert bestritten, sondern lediglich ausgeführt, dass die ersten acht Zahlungen in seiner Schadenersatzforderung bereits berücksichtigt seien. Er habe damit anerkannt, dass er auch diese Zahlungen im Gesamtbetrag von CHF 169'350.-- erhalten habe. Es sei somit unbestritten, dass er nach der Selbstanzeige einen Betrag von CHF 227'950.-- erhalten habe und dieser an die Schadenersatzforderung angerechnet werden müsse. Da der Beschwerdegegner die nach der Selbstanzeige erhaltenen Zahlungen nicht bestritten habe, müsse sie die Erfüllung der Forderung im besagten Umfang auch nicht beweisen. Die Vorinstanz hätte mithin auch die Zahlungen vom 8. Dezember 2009 im Betrag von CHF 20'000.--, vom 23. Dezember 2009 im Betrag von CHF 22'000.--, vom 8. Februar 2010 im Betrag von CHF 20'000.--, vom 9. Februar 2010 im Betrag von CHF 4'000.--, 12. März 2010 im Betrag von CHF 24'000.--, vom 1. April 2010 im Betrag von CHF 22'000.-- sowie die von ihrem Ehegatten am 26. Mai 2010 geleistete Zahlung im Betrag von CHF 40'000.-- an die Schadenersatzforderung anrechnen müssen. Damit belaufe sich die Schadenersatzforderung ausgehend von einem Gesamtschaden von CHF 598'256.90 auf CHF 370'306.90 zuzüglich Zins (Beschwerde S. 15 ff.). Die Beschwerdeführerin wendet sich im Weiteren dagegen, dass die Vorinstanz die Zahlungen, welche dem Beschwerdegegner vor der Selbstanzeige zugekommen seien, nicht zur Verrechnung zugelassen habe. Die erste ihr zur Last gelegte Veruntreuung datiere vom 24. Mai 2005. Das Strafverfahren habe deutlich gezeigt, dass sie mit den veruntreuten Gelder versucht habe, Löcher zu stopfen. Es habe auch ihrem Willen entsprochen, dass die nach der ersten Veruntreuung zulasten des Beschwerdegegners geleisteten Zahlungen der Rückzahlung der veruntreuten Beträge gedient habe. Diese Zahlungen hätten sich gesamthaft auf CHF 920'000.-- belaufen. Zuzüglich der nach der Selbstanzeige geleisteten Zahlungen von rund CHF 228'000.-- habe der Beschwerdegegner insgesamt CHF 1'148'000.-- erhalten. Zähle man den von der Vorinstanz als Schadenersatz zugesprochenen Betrag von rund CHF 500'000.-- hinzu, ergebe sich ein Gesamtguthaben des Beschwerdegegners von CHF 1'648'000.--, welcher Betrag den ersten Saldo auf dem "Unterkonto B.________" von CHF 1'540'000.-- bei weitem übersteige. Eine vollständige Beurteilung des Zivilanspruchs sei bei dieser Sachlage unverhältnismässig aufwendig, so dass die Forderung des Beschwerdegegners auf den Zivilweg verwiesen werden müsse (Beschwerde S. 19 f.).