Citation: 4A_606/2019 E. A

Mit Vertrag vom 29. April 2008 ("Contrat de vendange") verpflichteten sich A.A.________ und B.A.________ (Beschwerdeführer) als Verkäufer, der C.________ AG (Beschwerdegegnerin) als Käuferin für die Dauer von vorerst zehn Jahren die gesamte Traubenernte von 82 durch sie bewirtschaftete und im Anhang aufgelistete Rebparzellen mit einer Fläche von rund 86'000 m2 zu liefern. Für die Kaufpreise und -konditionen wurde der offizielle Tarif des Branchenverbandes der Walliser Weine für anwendbar erklärt. Art. 5 des Vertrages lautet wie folgt: "Si l'une des deux parties n'observe pas le présent contrat, elle versera à l'autre partie une indemnité de récolte annuelle, calculée sur la moyenne des récoltes des trois dernières années." In der Folge entstand zwischen den Vertragsparteien Streit in Bezug auf die Ernte 2010. Die C.________ AG machte geltend, A.A.________ und B.A.________ hätten ihr im besagten Jahr nicht das gesamte Traubengut abgeliefert. A.A.________ und B.A.________ bestritten diesen Vorwurf. Sie wandten unter anderem ein, sie hätten 2010 mehrere der ursprünglichen Parzellen wegen Kündigung des jeweiligen Pachtverhältnisses sowie teils gleichzeitiger Übernahme durch D.________ nicht mehr bearbeiten können. Weiter sei die Ernte witterungsbedingt sowie infolge Pilzbefalls im fraglichen Jahr ausserordentlich schlecht ausgefallen.