Citation: 8C_335/2022 E. A

A.a. Die 1955 geborene A.________ stand im Jahr 1995 bei der B.________ AG in einem Arbeitsverhältnis und war dadurch obligatorisch bei der damaligen Berner Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG (inzwischen: Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG; nachfolgend: Allianz) unfallversichert. Gemäss Unfallmeldung vom 12. Oktober 1995 stolperte A.________ am 28. September 1995 beim Einkaufen über einen Stein, knickte mit dem rechten Fuss um und fiel auf die linke Körperseite. In der Folge klagte sie über Rückenschmerzen. Der Unfallversicherer erbrachte Taggelder und übernahm die Kosten der Heilbehandlung. Nach Abklärungen in medizinischer Hinsicht stellte die Allianz die Versicherungsleistungen mit Verfügung vom 24. November 1997 ab 14. November 1995 ein. Ausserdem forderte sie ebenfalls mit Verfügung vom 24. November 1997 die aus ihrer Sicht zu Unrecht erbrachten Taggeldleistungen für die Dauer vom 14. November 1995 bis 30. September 1997 zurück. A.________ erhob Einsprache, woraufhin der Unfallversicherer bei Prof. Dr. med. C.________, Wirbelsäulen- und Rückenmarkschirurgie, ein Gutachten vom 8. Februar 2000 sowie eine ergänzende Stellungnahme vom 22. Mai 2000 einholte. Mit Einspracheentscheid vom 11. Dezember 2000 hob die Allianz die Verfügung vom 24. November 1997 auf und anerkannte ihre Leistungspflicht ab 14. November 1995. Ebenfalls hob sie die Rückforderungsverfügung vom 24. November 1997 auf. Am 14. November 2001 sprach der Unfallversicherer A.________ eine Invalidenrente (Invaliditätsgrad: 59 %) ab 1. November 2001 zu und anerkannte einen Integritätsschaden von 15 %. A.b. Auf der Grundlage der Aktenbeurteilung ihres beratenden Arztes Dr. med. D.________, Facharzt für Rheumatologie, vom 29. Januar 2019 zog die Allianz die Verfügung vom 14. November 2001 in Wiedererwägung und stellte die Versicherungsleistungen auf den 31. Juli 2019 hin ein. Als Begründung hielt sie fest, gemäss Dr. med. D.________ sei seit längerer Zeit von einem Status quo sine auszugehen. Auf die Rückforderung der für August 2019 bereits ausbezahlten Rente verzichtete sie (Verfügung vom 31. Juli 2019). Daran hielt der Unfallversicherer mit Einspracheentscheid vom 15. Juni 2021 fest.