Citation: 5A_561/2024 E. 6.1.3

6.1.3. Der Beschwerdeführer rügt, ihm ein hypothetisches Einkommen anzurechnen, sei willkürlich. Die Vorinstanz stelle die Rechtmässigkeit der Unternehmensübertragung in Frage. Unbestritten sei, dass die Übertragung rechtlich korrekt stattgefunden habe und dass der Beschwerdeführer damit sämtliche Entscheidungsbefugnisse für das Unternehmen rechtlich verbindlich seiner Mutter übertragen habe. Eine anderslautende Interpretation sei willkürlich. Es sei willkürlich, wenn man dem Beschwerdeführer, einem Ingenieur ohne Unternehmererfahrung, unterstelle, ohne Weiteres in der Lage zu sein, ein Unternehmen zu führen, seiner Mutter, einer Unternehmerin mit umfangreicher betriebswirtschaftlicher Expertise, die eine Arbeitserlaubnis in der Schweiz erhalten habe, aber unterstelle, dazu nicht in der Lage zu sein. Indem der Beschwerdeführer nicht mehr als selbständig Erwerbender, sondern als Angestellter arbeite, habe er eine Lohnsicherheit, auch wenn der Kunde abspringe. Indem die Vorinstanz dieses Risiko trotz erfolgtem Verkauf des Unternehmens weiterhin dem Beschwerdeführer anrechne, stelle sie den Sachverhalt widersprüchlich und willkürlich fest. Aus dem Übertragungsvertrag gehe klar hervor, dass er keine Kontrolle mehr über das Unternehmen habe und die finanzielle Unterstützung durch die Mutter mit persönlichen Verpflichtungen und nicht mit unternehmerischen Entscheidungen zusammengehangen habe. Die Übertragung an die Mutter sei eine legitime finanzielle Entscheidung gewesen, die durch die teilweise Rückzahlung der Schulden des Beschwerdeführers, den Schutz vor Inkasso bis zu einer verlängerten Frist, die Verringerung des Risikos des möglichen Verlusts seines Arbeitsplatzes und die anerkannte Geschäftskompetenz seiner Mutter unterstützt worden sei. Die Vorinstanz treffe entgegen den vorliegenden Akten falsche Annahmen, welche zu einer willkürlichen und damit rechtswidrigen Feststellung des Sachverhalts führten.