Citation: 2C_963/2013 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz hat erwogen, der Beschwerdeführer sei mit seiner ehemaligen schweizerischen Ehegattin eine Scheinehe eingegangen. Dabei stützte sich das Verwaltungsgericht auf zahlreiche auf eine Ausländerrechtsehe hinweisende Indizien: Nach erfolglosem Asylgesuch hätte der Beschwerdeführer ohne Heirat die Schweiz verlassen müssen. Die Heirat mit der zehn Jahre älteren, im Rotlichtmilieu als Masseuse erwerbstätigen Schweizerin erfolgte nach bloss kurzer Bekanntschaft und erscheint mit der heimatlichen Kultur des Beschwerdeführers als schwer vereinbar. Die Ehegatten verfügten zudem über keine gemeinsame Sprache und verständigten sich mit Hilfe eines Wörterbuchs oder eines Übersetzers bzw. mit den Händen. Sie machten widersprüchliche Ausführungen betreffend den Ort des Kennenlernens sowie den Verlauf der Ehe und fielen durch mangelnde Kenntnis betreffend den Ehepartner bzw. dessen Familie auf. Sie haben nie gemeinsam Bangladesh bzw. das Ursprungsland der Ehefrau besucht und verfügten in der Schweiz nicht über einen gemeinsamen Freundeskreis. Im sozialen Umfeld des Beschwerdeführers in Bangladesh war im Übrigen nicht bekannt, dass dieser in der Schweiz verheiratet war. Weiter wusste der Beschwerdeführer nichts vom Hirnschlag, den die Ehefrau bloss einen Monat nach der Erteilung seiner Niederlassungsbewilligung erlitten hatte, obwohl es sich dabei um ein gravierendes Ereignis handelte und sich seine Ehefrau deshalb zur Erholung vier Monate bei ihrer Mutter in der Dominikanischen Republik aufhielt. Nach ihrer Rückkehr im Januar 2009 wohnten die Ehegatten unbestrittenermassen nicht mehr an der gleichen Adresse, am 6. Februar 2009 unterzeichneten sie die Scheidungsvereinbarung, am 13. Juni 2009 wurde die Ehe rechtskräftig geschieden und am 12. November 2009 ging der Beschwerdeführer mit einer Landsfrau die Ehe ein. Dass die Vorinstanz aufgrund einer Gesamtbetrachtung der vorliegenden Indizien zum Schluss kam, der Beschwerdeführer sei eine Ausländerrechtsehe eingegangen und habe das Bestehen einer echten Ehe bis zur Erteilung der Niederlassungsbewilligung bloss vorgetäuscht, ist nicht zu beanstanden. Die Ausführungen des Beschwerdeführers erschöpfen sich darin, die aufgelisteten Indizien zu banalisieren und geltend zu machen, dass sie für den Nachweis einer Scheinehe nicht genügten. Er bringt jedoch nichts vor, was die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen als willkürlich erscheinen liesse oder deren Würdigung zu erschüttern vermöchte. Ferner durfte die Vorinstanz ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs in vorweggenommener Beweiswürdigung (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3 S. 148) auf eine erneute Befragung der ehemaligen Ehefrau verzichten. Ob der Beschwerdeführer die Ehe mit seiner heutigen Ehefrau bereits eingegangen ist, als er noch mit seiner schweizerischen Ehegattin verheiratet war, konnte offen gelassen werden, da die Vorinstanz bereits ohne diesen Aspekt die Ehe des Beschwerdeführers mit der ehemaligen schweizerischen Ehefrau willkürfrei als Scheinehe qualifizierte. Der Beschwerdeführer hat der zuständigen Ausländerbehörde somit wesentliche Tatsachen verschwiegen, um sich in der Schweiz ein Anwesenheitsrecht zu verschaffen. Hätte die Ausländerbehörde vom Bestehen einer Scheinehe bzw. schon nur von den Plänen des Beschwerdeführers, sich von der schweizerischen Ehegattin zu trennen und sich scheiden zu lassen, Kenntnis gehabt, wäre ihm die Niederlassungsbewilligung nicht erteilt worden. Der Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 lit. a AuG wurde damit zu Recht als erfüllt erachtet. Die verfügte ausländerrechtliche Massnahme erweist sich auch als verhältnismässig (BGE 135 II 377 E. 4.3 ff. S. 381 ff.; vgl. auch Art. 96 Abs. 1 AuG). Diesbezüglich sowie für alles Weitere kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG).