Citation: 9C_53/2019 E. 4.1

4.1. Die psychiatrischen Gutachten des Dr. med. B.________ (vom 29. Januar 2014) und der Dr. med. C.________ (vom 26. Juni 2017) wurden beide von der IV-Stelle in Auftrag gegeben und sind als gleichwertig zu erachten, hat doch keines den Stellenwert eines Obergutachtens. Während Dr. med. B.________ aufgrund der von ihm erhobenen Befunde eine Arbeitsfähigkeit unter den Bedingungen der freien Wirtschaft verneint hat, hielt Dr. med. C.________ sowohl die Arbeit als Koch als auch eine Verweisungstätigkeit für voll zumutbar. Angesichts dieser diametral entgegengesetzten Stellungnahmen zweier Fachärzte zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers war es ohne Beizug eines weiteren psychiatrischen Berichts nicht möglich, mit überzeugender Begründung der einen Auffassung den Vorzug zu geben, auch wenn die Expertise des Dr. med. B.________ gemäss Feststellungen der Vorinstanz insofern an einem Mangel leidet, als er kein Drogenscreening durchgeführt hat. Dieser Fehler allein genügt indessen nicht, um dem Gutachten jegliche Beweiskraft abzusprechen. Die Vorinstanz hat damit zwar eine Begründung dafür abgegeben, weshalb auf die Aussagen der Dr. med. C.________ abzustellen sei; dass die Ausführungen des Dr. med. B.________ demgegenüber jeglichen Beweiswert verloren haben sollen, ist damit jedoch nicht erklärt. Angesichts der unterschiedlichen fachärztlichen Diagnosen und Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit, die sich nicht mittels Beweiswürdigung erklären und allenfalls beseitigen lassen, wäre das kantonale Gericht zur Anordnung einer zusätzlichen psychiatrischen Expertise gehalten gewesen. Indem es dies unterlassen hat, hat es sich eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) vorwerfen zu lassen.