Citation: 8C_638/2020 E. A

A.a. Die 1967 geborene A.________ meldete sich im April 2006 wegen einer Erschöpfungsdepression zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden klärte den Sachverhalt in medizinischer sowie beruflicher Hinsicht ab und gewährte der Versicherten verschiedene Integrations- und Eingliederungsmassnahmen, während deren Dauer sie vom 8. September 2008 bis 28. Februar 2010 Taggelder ausbezahlte. Mit Verfügung vom 31. Mai 2010 sprach sie der Versicherten befristet ab 2. September 2006 bis 7. September 2008 eine ganze und ab 1. März 2010 unbefristet eine Dreiviertelsrente zu. A.b. Im Rahmen eines im April 2013 von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahrens kam die Verwaltung nach weiteren Abklärungen und nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit einem als "Mitteilung: Unveränderte Invalidenrente" bezeichneten Schreiben vom 16. Juni 2014 zum Schluss, die Versicherte habe nach wie vor Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. A.c. Am 20. Oktober 2017 beantragten die psychiatrischen Dienste im Namen der Versicherten die Invalidenrente zu erhöhen. In dem am 29. November 2017 ausgefüllten Fragebogen zur Revision der Invalidenrente gab die Versicherte an, seit circa Frühling 2017 vermehrt unter Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Zwängen, Panikattacken, Ängsten, erhöhter Müdigkeit, sozialem Rückzug, Bedrücktheit und Stimmungsschwankungen zu leiden. Gemäss Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste vom 21. Dezember 2017 litt sie hauptsächlich an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10: F33.3), differentialdiagnostisch an einer akuten vorübergehenden psychotischen Störung (ICD-10: F23). Sie sei vom 23. August bis 17. November 2017 vollständig arbeitsunfähig gewesen, ab Klinikaustritt könne sie in einem geschützten Rahmen maximal zu 50 % arbeitstätig sein. In einem weiteren Bericht vom 27. März 2019 führten die psychiatrischen Dienste aus, aufgrund der Persönlichkeitsstruktur (ängstlich-vermeidend), der chronischen depressiven Symptomatik mit teilweise psychotischen Symptomen, Zwangsgedanken und -handlungen sowie aufgrund der Symptomatik nach posttraumatischer Belastungsstörung mit dissoziativem Erleben könne die Versicherte nur eine Tätigkeit im geschützten Rahmen zu 50 % ausüben. Im öffentlichen Arbeitsmarkt sei sie nicht einsetzbar. Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) hielt in seinen Beurteilungen vom 6. Mai 2018 und 20. Juni 2019 fest, der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit hätten sich seit Erlass der Verfügung vom 31. Mai 2010 nicht wesentlich verändert. Im Vorbescheidverfahren liess die Versicherte unter anderem die Stellungnahme der psychiatrischen Dienste vom 6. August 2019 zu den Akten reichen. Mit Verfügung vom 3. Dezember 2019 sprach ihr die IV-Stelle ab 1. Oktober 2017 bis 28. Februar 2018 eine befristete ganze und ab 1. März 2018 wiederum eine Dreiviertelsrente zu.