Citation: 1C_168/2020 E. 3.2

3.2. Unter Berufung auf diese Rechtsprechung kam die Vorinstanz zum Ergebnis, der verlangte Rückbau der Poolüberdachung sei angemessen bzw. verhältnismässig. Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, die Interessen an der Beseitigung seien gewichtig, weil die Poolüberdachung als Hochbaute von beachtlicher Grösse und Höhe erheblich in unüberbautes Gebiet hineinrage und selbst im geöffneten Zustand die beiden grössten und höchsten Elemente sichtbar blieben. Sodann könne die Überdachung auch als gedeckte Sitzfläche genutzt werden, was gegenüber dem offenen Schwimmbecken zu einer massgeblichen Nutzungserweiterung führe. Der fragliche Perimeter sei anlässlich der jüngsten Revision der Nutzungsplanung in der Landwirtschaftszone belassen worden, weshalb dieser Zone eine hohe Legitimität zukomme. Die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einer Duldung der Poolüberdachung könnten daher die öffentlichen Interessen an der Entfernung der Überdachung nicht überwiegen. Daran änderten auch die finanziellen Interessen des Beschwerdeführer nichts, selbst wenn von Erstellungskosten in der Höhe von Fr. 100'000.-- ausgegangen würde. Gleiches gelte bezüglich der vom Beschwerdeführer befürchteten Kündigung der Hypothek im Fall eines verlangten Rückbaus, weil er bösgläubig versucht habe, vollendete Tatsachen zu schaffen. Dass die örtliche Baubehörde möglicherweise bereits früher gegen die baurechtswidrige Poolüberdachung hätte intervenieren können, ändere nichts daran, dass die für eine Beseitigung sprechenden öffentlichen Interessen genügend Gewicht hätten, um eine Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zu rechtfertigen.