Citation: 9C_253/2015 E. 4

Der vom Beschwerdeführer vertretenen Auffassung ist beizupflichten. Im Gutachten der Klinik C.________ vom 10. April 2006 ist neben dem chronischen panvertebralen Schmerzsyndrom zervikal betont mit Status nach Rückenkontusion am 3. November 2003, einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und dissoziativen Anteilen separat die Diagnose Angst und Depression gemischt (ICD-10 F41.2) aufgeführt. Dabei handelt es sich um eine eigenständige psychiatrische Diagnose, die nicht im Rahmen der rechtlichen Beurteilung aufgeteilt werden kann. Dass diese Diagnose im Zusammenhang mit der somatoformen Schmerzstörung stehen soll, wie die Vorinstanz annimmt, erschliesst sich aus dem psychosomatischen Gutachten nicht. Dieses enthält keine Aussagen, welche die vorinstanzliche Schlussfolgerung in irgendeiner Form stützen würden. Die vom kantonalen Gericht für seine These vorgetragenen Argumente überzeugen nicht. Namentlich ist nicht erkennbar, inwiefern die im angefochtenen Entscheid als relativ leicht bezeichneten Ängste des Beschwerdeführers (Bewegungsangst, phobischer Schwankschwindel und eine hypochondrisch-ängstliche Selbstbeobachtung) in sehr engem Zusammenhang mit der Schmerzstörung stehen sollen, geht es doch bei dieser um ein psychogenes Schmerzempfinden und nicht um Symptome einer Angst oder einer (leichten) Depression. Ob die Symptomatik zum Zeitpunkt der Rentenzusprechung eher leicht war, ist angesichts der gestellten Diagnose (Angst und Depression gemischt) unerheblich. Soweit die Vorinstanz ohne schlüssige Anhaltspunkte in den medizinischen Unterlagen zur Ansicht gelangt ist, dieser Diagnose komme keine eigenständige Bedeutung zu, sondern sie gehe gleichsam in der somatoformen Schmerzstörung auf und sei dementsprechend auch rechtlich gleich zu behandeln, hat sie Bundesrecht verletzt.