Citation: 5A_82/2009 27.04.2009 E. 3.4

3.4.1 Ferner rügt die Beschwerdeführerin eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung. Dazu führt sie aus, das Obergericht habe die erneute Veränderung des Einkommens mit Vollendung des 65. Altersjahrs des Beschwerdegegners unberücksichtigt gelassen. Tatsache sei jedoch, dass der Beschwerdegegner ab diesem Zeitpunkt zusätzlich zu seiner aktuellen Rente der Pensionskasse von Fr. 4'108.60 eine AHV-Rente von Fr. 2'210.-- beziehen werde. Somit werde der Beschwerdegegner ab Eintritt ins AHV-Alter über Renteneinkünfte von insgesamt Fr. 6'318.60 verfügen. Vor diesem Hintergrund müsste der von der Vorinstanz auf Fr. 400.-- reduzierte Unterhaltsbeitrag - sollte das Bundesgericht auf die Abänderungsklage des Beschwerdegegners eintreten - ab diesem Zeitpunkt auf Fr. 1'101.45 erhöht werden. 3.4.2 Den Vorbringen der Beschwerdeführerin kann nicht gefolgt werden. Entgegen ihrer Behauptung hat das Obergericht berücksichtigt, dass der Beschwerdegegner mit Vollendung des 65. Altersjahrs zusätzlich zur Rente aus beruflicher Vorsorge einen Anspruch auf eine AHV-Rente haben wird. Das Obergericht beziffert diese in Zukunft zu erwartende AHV-Rente mit Fr. 2'210.--. Der Beschwerdegegner erhalte daher mit Eintritt ins AHV-Rentenalter eine Rente aus beruflicher Vorsorge und AHV von gesamthaft Fr. 5'369.--. Verglichen mit der im Zeitpunkt der Ehescheidung prognostizierten höheren Rente von gesamthaft Fr. 7'805.-- sei somit von einer erheblichen Einkommensverminderung auszugehen, weshalb auch über die ordentliche Pensionierung des Beschwerdegegners hinaus von einer dauerhaften Verschlechterung der Verhältnisse gesprochen werden müsse. Mit diesen obergerichtlichen Überlegungen setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Zudem verkennt sie, dass mit Eintritt in das Rentenalter die dem Beschwerdegegner momentan gewährte Überbrückungsrente wegfallen wird. Somit wird der Beschwerdegegner ab diesem Zeitpunkt - entgegen der unsubstantiierten Behauptung der Beschwerdeführerin - nicht eine Rente von gesamthaft Fr. 6'318.--, sondern von lediglich Fr. 5'369.-- beziehen. Vor diesem Hintergrund ist eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung des Obergerichts weder rechtsgenüglich behauptet noch ersichtlich. 3.5 Weiter erblickt die Beschwerdeführerin eine Verletzung von aArt. 153 ZGB darin, dass das Obergericht den Unterhaltsbeitrag ab Zeitpunkt des Eintritts ins ordentliche Rentenalter nicht in Relation zum Verhältnis des erwarteten Überschusses im Scheidungszeitpunkt zum tatsächlichen Überschuss mit 65 Jahren reduziert habe. Wie bereits ausgeführt (E. 3.4.2), berücksichtigt die Beschwerdeführerin den Wegfall der Überbrückungsrente nicht und geht folglich von einem unzutreffenden Rentengesamteinkommen von Fr. 6'318.-- aus. Damit stimmen auch die Ausführungen und Berechnungen zum Überschuss des Beschwerdegegners ab Erhalt der AHV-Rente nicht, weshalb auf dieses Vorbringen nicht weiter eingegangen werden muss.