Citation: B 27/03 21.09.2004 E. 3

Es steht aufgrund der Akten fest und ist unbestritten, dass der enge sachliche Zusammenhang gegeben ist, da die ab Oktober 2000 zu einer vollständigen Invalidität führende Arbeitsunfähigkeit auf denselben Gesundheitsschaden zurückzuführen ist, welcher beim Beschwerdeführer bereits ab Juli 1994 eine teilweise Arbeitsunfähigkeit verursacht hat. Streitig und zu prüfen ist hingegen, ob auch ein enger zeitlicher Konnex gegeben ist. 3.1 Die Vorinstanz verneinte das Vorliegen eines zeitlichen Zusammenhanges mit der Begründung, der Beschwerdeführer sei in der Zeit vom 1. Mai 1998 bis 23. Oktober 2000 als Pfarrer zu 100 % arbeitsfähig gewesen. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird demgegenüber die Auffassung vertreten, der Beschwerdeführer habe nie mehr eine volle Arbeitsfähigkeit erlangt, weil er nur an einer weniger hektischen und weniger arbeitsintensiven Stelle in einer ländlichen Gegend und insofern nur unter ganz besonderen Rahmenbedingungen wieder habe erwerbstätig sein können. Da er nie mehr in der Lage gewesen sei, die zuvor in X.________ im Kanton Zürich ausgeübte Tätigkeit zu 100 % aufzunehmen, sei ein Unterbruch des zeitlichen Zusammenhanges zu verneinen. 3.2 Aus den medizinischen Unterlagen geht hervor, dass Prof. Dr. med. W.________, Psychiatrische Klinik Z.________ (Bericht vom 4. Juni 1998), und Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH für Innere Medizin (Bericht vom 7. April 1998), in der Zeit vom 1. Mai 1998 bis 23. Oktober 2000 eine Einschränkung im bisherigen Tätigkeitsbereich verneinten und dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit als Pfarrer attestierten, wobei Letzterer die Suche einer weniger hektischen Stelle empfahl. Dr. med. G.________, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, welcher grundsätzlich ebenfalls von einer vollen Arbeitsfähigkeit als Pfarrer ausging, führte in seinem Bericht vom 5. November 2002 aus, dass der Beschwerdeführer aus medizinischen Gründen von der sehr anspruchsvollen und belastenden Tätigkeit in der grossen Zürcher Gemeinde X.________ in die bündnerische Landgemeinde Y.________ gewechselt habe, da die Belastung am neuen Arbeitsort deutlich geringer gewesen sei; aus medizinischen Gründen habe er die Stelle in Y.________ annehmen müssen, da er für die Tätigkeit eines Pfarrers im Kanton Zürich nie mehr zu 100 % arbeitsfähig geworden sei. 3.3 Es steht somit fest, dass die Ärzte den Beschwerdeführer in der Zeit vom 1. Mai 1998 bis 23. Oktober 2000 für voll arbeitsfähig hielten, ohne dies - entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers - an ganz besondere Rahmenbedingungen zu knüpfen. Dabei mag es aufgrund der Akten zwar zutreffen, dass die Pfarrtätigkeit in Y.________ weniger belastend war als jene in X.________ und der Beschwerdeführer mit dem Antritt dieser Stelle der Empfehlung der Dres. med. B.________ und G.________, eine weniger hektische Tätigkeit zu suchen, nachgekommen ist. Indessen ist dies ohne Bedeutung im Hinblick auf den für die Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhanges allein entscheidenden Umstand, ob der Beschwerdeführer wieder eine volle Arbeitsfähigkeit erlangt hat, was nach den gesamten Umständen des Einzelfalles zu beurteilen ist (BGE 123 V 264 Erw. 1c, 120 V 117 Erw. 2c/aa und bb mit Hinweisen). Denn entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung ist eine Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit zu bejahen, wenn der Beschwerdeführer - namentlich auch nach den Verhältnissen, wie sie sich arbeitsrechtlich offenbaren (Urteil I. vom 28. Mai 2002, B 73/00; vgl. auch Urteil B. vom 12. November 2003, B 12/03, Erw. 3.2) - in der Lage war, im Rahmen der neu angetretenen Stelle als Pfarrer von Y.________ eine volle Leistung zu erbringen (vgl. auch Erw. 5.2 des Urteils L. vom 2. Dezember 2002, B 1/02, mit Zusammenfassung in SZS 2003 S. 507). Dies war offensichtlich der Fall, trat doch in der Zeit, in welcher der Beschwerdeführer in Y.________ arbeitete, keine Einbusse im Leistungsvermögen in Erscheinung, etwa durch einen Leistungsabfall mit entsprechender Feststellung, Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle (vgl. Urteil B. vom 5. Februar 2003, B 13/01, Erw. 4.2). Bei dieser Sachlage steht fest, dass der Beschwerdeführer die Arbeitsfähigkeit über eine längeren Zeitraum wiedererlangt hat, womit der zeitliche Zusammenhang unterbrochen worden ist, wie die Vorinstanz zutreffend entschieden hat.