Citation: 1B_486/2018 E. 9.2

9.2. Die Vorinstanz erwägt in diesem Zusammenhang Folgendes: Mit den rechtskräftig beurteilten Gewaltverbrechen lägen Anlasstaten im Sinne von Art. 64 Abs. 1 StGB vor. Im forensisch-psychiatrischen Gutachten vom 22. Dezember 2017 werde festgestellt, dass der Beschwerdeführer trotz mehrjähriger therapeutischer Behandlung nach wie vor an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit dissozialen, emotional-instabilen und narzisstischen Anteilen leide. Das Risiko für weitere Gewaltverbrechen (vgl. Art. 62c Abs. 4 StGB) sei laut Gutachterin als sehr hoch einzustufen. Der Beschwerdeführer habe eine "deliktsbegünstigende Einstellung" und bewege sich "mindestens in der Nähe eines kriminellen Milieus". In Bezug auf den Missbrauch psychotroper Substanzen mit enthemmender Wirkung sei er nicht einsichtig. Da er eine stationäre Behandlung (Art. 59 StGB) dezidiert ablehne, sei eine entsprechende Therapiefortsetzung nicht aussichtsreich und ein Therapieerfolg sehr fraglich. Folglich erscheine eine Rückversetzung in die therapeutische stationäre Massnahme nicht zweckmässig. Eine ambulante Behandlung (Art. 63 StGB) genüge hier nicht, um dem Rückfallrisiko für schwere Delikte wirksam zu begegnen. Das Kantonsgericht stuft die Rückfallgefahr für schwere Gewaltverbrechen als sehr hoch ein. Zwar lägen noch zwei ältere psychiatrische Gutachten vor, und die drei Expertisen seien nicht zu übereinstimmenden Ergebnissen gelangt. Im vorliegenden Haftprüfungsverfahren sei für die massgebliche Risikoprognose jedoch auf das oben genannte aktuelle forensisch-psychiatrische Gutachten abzustellen. Aus den beigezogenen Rechtshilfeakten ergebe sich kein Prozesshindernis für das hängige massnahmenrechtliche Nachverfahren. Ebenso wenig fehle es im Nachverfahren an einer Zuständigkeit der Strafbehörden des Kantons Basel-Landschaft (Art. 62c Abs. 1 lit. a und Abs. 4 StGB). Es sei mit hinreichender Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass das hängige gerichtliche Nachverfahren zu einer Massnahme führe, welche die Sicherstellung des Beschwerdeführers erfordere.