Citation: 4A_226/2020 E. 9.2

9.2. Für eine anteilsmässige Aufteilung im Sinne der Beschwerdeführerin fehlen bereits die entsprechenden vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen. Die Beschwerdeführerin beruft sich darauf, die insgesamte Anlage sei aus mehreren Einzelmaschinen sowie diese verbindenden Teile zusammengesetzt gewesen und listet eine Vielzahl von Einzelpositionen auf. Wie bereits erwähnt (E. 1.4.2 hiervor), ergänzt sie damit den Sachverhalt unzulässig gegenüber dem von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt. Sodann ist auch nicht bekannt, wie die Beschwerdeführerin selber eingesteht, welchen objektiven Wert ein mängelfreier Füller/Rinser und welchen objektiven Wert der mangelhafte Füller/Rinser gehabt hat. Für den Fall, dass die Beschwerdegegnerin die von ihr ersatzweise eingesetzten Preise für den K.________-Füller nicht anerkenne, beantragt die Beschwerdeführerin die Rückweisung der Sache und die Einholung eines diesbezüglichen Gutachtens. Sie verkennt damit, dass dies voraussetzen würde, dass sie im Verfahren vor Bundesgericht mit Aktenhinweisen darlegt, im kantonalen Verfahren entsprechende Beweisanträge gestellt zu haben. Im Übrigen legt die Beschwerdeführerin nicht dar und es ist aus dem angefochtenen Entscheid auch nicht ersichtlich, dass sie die nun vorgebrachte Auffassung bereits vor Vorinstanz vorgebracht hätte. Damit das Bundesgericht auf eine Rüge eintreten kann, ist aber nicht nur erforderlich, dass der kantonale Instanzenzug formell durchlaufen wurde, sondern auch, dass die Rügen, die dem Bundesgericht unterbreitet werden, soweit möglich schon vor Vorinstanz vorgebracht wurden (sog. materielle Erschöpfung des Instanzenzugs; BGE 143 III 290 E. 1.1 S. 292 f. mit Hinweisen). Es muss daher nicht weiter darauf eingegangen werden, inwieweit die von der Beschwerdeführerin befürwortete Berechnungsmethode überhaupt sachgerecht wäre. Damit bleibt es bei der Berechnung des Minderwerts, wie sie die Vorinstanz vorgenommen hat.