Citation: 2P.85/2004 14.01.2005 E. 3

Auch die anderen Verfassungsrügen des Beschwerdeführers erweisen sich als unbegründet. Es liegt keine verfassungswidrige Ungleichbehandlung (Art. 8 Abs. 1 BV) vor, sei es nun gegenüber sog. Anlegern der letzten Stunde oder gegenüber Anlegern in legalen Börsenspekulationen. Dagegen spricht schon die Sonderstellung des Beschwerdeführers gegenüber der Y.________ Management. Ebenso wenig verletzt der angefochtene Entscheid die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV). Zwar trifft den Beschwerdeführer eine betragsmässig bedeutende (Nach-)Besteuerung, die für ihn schwerwiegende und langfristige finanzielle Auswirkungen haben könnte. Sie beruht indessen nur auf finanziellen Bezügen und Forderungen, die unmittelbar und uneingeschränkt seiner Verfügungsgewalt unterstanden. Davon betrugen seine Bezüge in bar während sechs Jahren beinahe 1,1 Mio Fr. Diese erfolgten, soweit sie seine persönlichen Kapitaleinlagen von nur Fr. 53'000.-- übertrafen, auf Kosten der zum grossen Teil von ihm selbst angeworbenen Mitanleger. Weitere Schulden sind dem Beschwerdeführer einerseits durch die gegen ihn verfügten Strafsteuern entstanden, nachdem er seine gesamten Vermögenserträge bei der Y.________ Management (inkl. die effektiven Bezüge) vollumfänglich undeklariert gelassen hatte; andererseits muss er dem Staat in monatlichen Raten Fr. 83'000.-- zurückerstatten, die er zwischen 1993 und 1995 an ungerechtfertigter Arbeitslosenunterstützung erwirkt hat. Gesamthaft liegt somit weder eine Verletzung der Eigentumsgarantie noch ein Verstoss gegen den Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit vor. In verfahrensrechtlicher Hinsicht sind alle Rügen des Beschwerdeführers klarerweise unbegründet. Ein Verstoss gegen das rechtliche Gehör (insbesondere das Begründungsgebot) ist nicht ersichtlich. Ebenso wenig bestehen irgendwelche Anzeichen der Voreingenommenheit oder Befangenheit von Mitgliedern des Verwaltungsgerichts (vgl. Art. 30 Abs. 1 BV). Im Übrigen gelangt Art. 6 EMRK im Nachsteuerverfahren nicht zur Anwendung (vgl. u.a. StE 1997 B 92.51 4 E. 2; ASA 65 386 E. 1b; je mit weiteren Hinweisen).