Citation: 1A.221/2000 20.11.2000 E. 4

4.-Weiter wird vorgebracht, es drohe dem Beschwerdeführer in den USA eine "besonders grausame" Strafe, sodass eine Auslieferung "sicher eine Verletzung von Art. 3 EMRK und Art. 10 Abs. 3 BV" nach sich ziehe. Es stehe fest, dass er im Falle seiner Auslieferung an die USA "zu einer Gefängnisstrafe von 25 Jahren verurteilt" würde. Dies werde durch ein "Affidavit S.________ vom 10. August 2000" belegt und komme "im Alter des Beschwerdeführers (...) einer Todesstrafe gleich". Im betreffenden Affidavit (eidesstattliche Erklärung) vertritt der amerikanische Rechtsanwalt S.________ als Rechtsvertreter des Beschwerdeführers unter anderem die Auffassung, seinem Klienten drohe im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von 25 Jahren ("will be sentenced to as much a" [recte: as] "25 years incarceration"). In einer vom Beschwerdeführer eingereichten privaten Übersetzung wird die Aussage dahingehend interpretiert, dass er zu einer "bis zu 25jährigen Freiheitsstrafe" verurteilt werden könnte. Die fragliche Meinungsäusserung des amerikanischen Anwalts ist nach schweizerischem Recht als juristisches Parteigutachten zu betrachten. Jedenfalls folgt daraus weder ein Rechtshilfehindernis, noch ist sie für die amerikanischen Justizbehörden verbindlich. Ebensowenig rechtfertigt es sich, die Rechtshilfe deswegen an Auflagen oder Bedingungen hinsichtlich eines allfälligen zulässigen Strafmasses zu knüpfen (vgl. auch BGE 121 II 296 E. 4 - 5 S. 299 ff.).