Citation: 4C.207/2006 27.09.2006 E. A

Anfangs der Siebzigerjahre erstellte W.A.________ zusammen mit R.M.________ die Liegenschaften X.________ Strasse 16, 18 und 20 in C.________. Die Häuser an der X.________ Strasse 18 und 20 standen zunächst im Eigentum von W.A.________; nach dessen Tod gingen sie auf die Erbengemeinschaft und später durch Erbteilung auf J.A.________ (Klägerin) über. Das Haus an der X.________ Strasse 16 stand zunächst im Eigentum von R.M.________; im Mai 1974 verkaufte R.M.________ das betreffende Grundstück an E.B.________ (Beklagter). Die drei Häuser verfügen über mehrere gemeinsame Anlagen (Parkplätze, Tiefgarage, Tank- und Heizungsraum etc.) und eine gemeinsame Haustechnik (Wasser, Abwasser, Elektrizität, Telefon- und Fernsehantennenleitungen etc.). Der jeweilige Eigentümer des Hauses X.________ Strasse 16 hat an die anfallenden Kosten der gemeinsamen Räume und technischen Einrichtungen einen Drittel, der jeweilige Eigentümer der Liegenschaften X.________ Strasse 18 und 20 zwei Drittel zu bezahlen. Auch die Hauswartung wurde praktisch von Beginn weg durch einen für alle Häuser zuständigen Hauswart gemeinsam besorgt. Diese Aufwendungen wurden ebenfalls jeweils zu einem Drittel vom Eigentümer des Hauses X.________ Strasse 16 und zu zwei Dritteln vom Eigentümer der Häuser X.________ Strasse 18 und 20 getragen. Ab 1990 kümmerte sich die Liegenschaftenverwaltung X.________ AG um die Abrechnung der gemeinsamen Hauswartskosten. Ab 1992 wurden dem Beklagten für seinen Anteil an den anfallenden Hauswartskosten durch die X.________ AG bzw. deren Nachfolgerin Y.________ AG keine Rechnung mehr gestellt, obwohl die Hauswartung im selben Rahmen weitergeführt wurde. Das Fehlen dieser Rechnungsstellung wurde erst im Februar 2002 bei der weiteren Rechtsnachfolgerin der Liegenschaftenverwalterin, der Z.________ AG, bemerkt. Diese berechnete die gesamten Hauswartskosten für die Jahre 1992 bis 2000 mit Fr. 132'820.80, was einem Anteil des Beklagten von Fr. 44'273.60 entspricht.