Citation: 7B_943/2024 E. 2

Die Beschwerdeführerin ist die Mutter von B.A.________, bei welchem bei der Geburt das Down-Syndrom (Trisomie 21) diagnostiziert wurde. Im Rahmen des hängigen Eheschutzverfahrens zwischen ihr und C.A.________ erstellte die Beschuldigte im Auftrag des Regionalgerichts Bern-Mittelland ein Gutachten zur Regelung der gemeinsamen elterlichen Sorge, der Obhut und des Kontaktrechts betreffend das gemeinsame Kind. Die Beschwerdeführerin wirft der Beschuldigten in diesem Kontext vor, sich zahlreicher Tatbestände strafbar gemacht zu haben. Die Vorinstanz legt im angefochtenen Beschluss ausführlich dar, dass und inwiefern die Antragsfrist hinsichtlich der behaupteten Ehrverletzungsdelikte vor dem 4. Mai 2023 bzw. spätestens am 13. Dezember 2022 zu laufen begonnen habe. Die Frist von drei Monaten sei nicht gewahrt. Ohnehin könnten die Vorwürfe, welche die Beschwerdeführerin gegenüber der Beschuldigten erhebe, dem Gutachten nicht entnommen werden. Es werde weder explizit noch implizit dargestellt, dass die Beschwerdeführerin eine schlechte Mutter sei. Darüber hinaus stellten die gutachterlichen Feststellungen der Beschuldigten, die Beschwerdeführerin habe die Diagnose ihres Sohns nie akzeptiert und schätze die Bildungsmöglichkeiten ihres Sohnes falsch ein, kein unehrenhaftes Verhalten dar und wirkten nicht rufschädigend. Auch die Vorwürfe der Verletzung des Amtsgeheimnisses, des Amtsmissbrauchs sowie des falschen Gutachtens erwiesen sich - so die Vorinstanz - als unbegründet.