Citation: 1C_323/2022 E. C

Der Schweizer Heimatschutz, vertreten durch den Bündner Heimatschutz, erhob gegen die Baubewilligung und den Einspracheentscheid der Gemeinde Sagogn am 19. Mai 2020 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Er beantragte die Aufhebung der Baubewilligung und des Einspracheentscheids betreffend den Aus- bzw. Umbau und die Umnutzung des Stalls (Assek.-Nr. 170A). Nicht strittig war demgegenüber der Abbruch des Wohnhauses (Assek.-Nr. 170) mit Ersatzneubau. Das Verwaltungsgericht hiess die Beschwerde mit Urteil vom 29. März 2022 gut und hob die betreffenden Dispositivziffern der Baubewilligung und des Einspracheentscheides auf. Es begründete dies im Wesentlichen damit, der Stall könne nicht als ortsbildprägende Baute qualifiziert und somit nicht gestützt auf Art. 9 Abs. 1 ZWG als Zweitwohnung genehmigt werden.