Citation: 8C_194/2023 E. 4.3

4.3. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die Klinik C.________ laut Bericht vom 15. August 2019 im Vergleich zur bildmorphologischen Voruntersuchung vom 8. Juli 2018 eine regrediente und nicht eine fortschreitende Bandscheibenprotrusion auf Höhe der Lendenwirbelkörper L4/5 festgestellt hatte. Der Hausarzt ordnete bei unverändert gebliebenen klinischen Befunden keine weiteren radiologischen Abklärungen an (Bericht vom 29. Mai 2021). Sodann ist auch aufgrund der weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers nicht nachzuvollziehen, inwieweit von einer zusätzlichen medizinischen Begutachtung zusätzliche Erkenntnisse zu erwarten wären. Er will sich, mit seinen Worten ausgedrückt, orthopädisch nicht von ihm fremden Personen untersuchen lassen. Ebenso ist nicht zu verstehen, dass er seinen Angaben gemäss gegenüber dem behandelnden Psychologen Beeinträchtigungen geschildert haben soll, die praktisch vollständig dem Symptomenkatalog einer depressiven Störung der ICD-10 entsprechen, gegenüber der psychiatrischen Sachverständigen selbst im Beisein eines Dolmetschers mehr oder weniger sämtliche Auskünfte verweigert hat. Zudem ist nicht nachvollziehbar, dass der psychiatrische Facharzt des Medizinischen Zentrums B.________ worauf die Vorinstanz zu Recht hinweist, anhand der psychischen und sozialen Befunde keine Diagnose zu begründen vermochte, wogegen der Psychologe desselben medizinischen Zentrums eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotisch anmutenden Symptomen (ICD-10 F33.3), festhielt. Es erstaunt denn auch nicht, dass sein Bericht vom 20. Mai 2022 keine die Angaben des Beschwerdeführers überprüften Befunde enthält, mit welchen die offenbar weitgehend vermutete Symptomatik und deren Schweregrad plausibel zu erklären wären. Der Psychologe belässt es im Wesentlichen dabei, eine deutliche psychiatrische Problematik bei fehlender Krankheitseinsicht und mit Anhaltspunkten für ein psychotisches Erleben festzuhalten. Insgesamt ist die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht zu beanstanden. Das polydisziplinäre Gutachten der ABI, namentlich auch die psychiatrische Teilexpertise, wonach der Beschwerdeführer uneingeschränkt arbeitsfähig ist, ist voll beweiskräftig. Von einem weitergehenden strukturierten Beweisverfahren im Sinne von BGE 141 V 281 kann daher abgesehen werden (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.3 und 418 E. 7.1).