Citation: 5A_324/2022 E. 2.1

2.1. Für das Verfahren vor den kantonalen Aufsichtsbehörden gelten die bundesrechtlichen Minimalvorschriften von Art. 20a Abs. 2 SchKG. Im Übrigen regeln gemäss Art. 20a Abs. 3 SchKG die Kantone das Verfahren. Das kantonale Verfahrensrecht entscheidet insbesondere, inwiefern im Beschwerdeverfahren vor der oberen Aufsichtsbehörde neue Tatsachen vorgebracht werden können (Urteile 5A_342/2020 vom 4. März 2021 E. 4.4; 5A_15/2016 vom 14. April 2016 E. 2.4; COMETTA/MÖCKLI, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 40g zu Art. 20a SchKG; JENT-SØRENSEN, Das kantonale Verfahren nach Art. 20a Abs. 3 SchKG: ein Relikt und die Möglichkeit der Vereinheitlichung, in: BlSchK 2013 S. 103 f.). Noven müssen jedoch mindestens in dem Umfang vorgebracht werden können, wie dies noch vor Bundesgericht möglich wäre (Urteil 5A_57/2016 vom 20. April 2016 E. 3.2.1 mit Hinweisen).