Citation: 6B_763/2020 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer anerkennt, dass die Vorinstanz aufgrund des Privatgutachtens einen Amtsbericht einholte, und macht eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" sowie die nicht korrekte Feststellung des Sachverhalts geltend, da es letztlich darum gehe, ob bewiesen sei, dass er die strittigen Bilder und Videodateien effektiv besessen und konsumiert habe. Der alleinige Besitz genüge nicht. Es könne nicht sein, dass erst ein Gutachten erstellt werden müsse, nur um polizeiliche Akten zu verstehen und allfällige Fehlinterpretationen erkennen zu können (Beschwerde S. 10). "Um die objektiven als auch subjektiven Tatbestandselemente der Pornografie zweifelsfrei zu beweisen, hätte die Vorinstanz mindestens ein unabhängiges Gutachten einholen müssen. [...] Wird ein Sachverhalt trotz unüberwindbarer Zweifel zulasten der beschuldigten Person ausgelegt und wird der Zweifel nicht durch ein unabhängiges Gutachten aus dem Weg geräumt, ist die Sachverhaltsfeststellung unter Verletzung des Gebots in dubio pro reo erfolgt" (Beschwerde S. 11). Der Beschwerdeführer verkennt den Gehalt von Art. 10 Abs. 3 StPO. Ob ein Sachverhalt als "pornografisch" zu qualifizieren ist, ist als Rechtsfrage vom Gericht zu beurteilen und bedarf als solche keiner Begutachtung (vgl. bereits Urteil S. 32). Die Vorinstanz beurteilt einzig die in der Anklage genannten Dateien. Dabei ist nicht ersichtlich, inwiefern der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweislastmaxime (vgl. Urteil 6B_272/2020 vom 9. Juni 2021 E. 2.3.2) betroffen sein sollte. Geht es nicht um eine Beweis-, sondern um eine Rechtsfrage, nämlich den normativen Beurteilungsspielraum des Gerichts, greift der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweiswürdigungsregel nicht; ebensowenig findet er Anwendung auf die Frage, welche Beweismittel zu berücksichtigen und wie sie gegebenenfalls zu würdigen sind (Urteil 6B_257/2020 vom 24. Juni 2021 E. 4.8.1). Unter dem Gesichtspunkt der Beweiswürdigungsmaxime besagt der Grundsatz, dass sich das Gericht nicht von der Existenz eines für die beschuldigte Person ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Der Grundsatz ist verletzt, wenn das Gericht an der Schuld hätte zweifeln müssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Dies prüft das Bundesgericht unter der Voraussetzung einer qualifizierten Anfechtung (Art. 106 Abs. 2 BGG) auf Willkür hin (BGE 145 IV 154 E. 1.1; 138 V 74 E. 3; 124 IV 86 E. 2a; Urteil 6B_272/2020 vom 9. Juni 2021 E. 2.3.2). Wie sich nachfolgend ergibt, beurteilt die Vorinstanz die aufgeworfenen Frage willkürfrei.