Citation: 5A_401/2022 E. 6.3.3

6.3.3. In diesen Ausführungen vermögen die Beschwerdegegner nicht zu erkennen, inwiefern die Vorinstanz willkürliche Annahmen getroffen haben soll. Es habe der zunehmenden Demenz der Erblasserin und des zunehmenden Einflusses der Beschwerdeführerin bedurft, damit die seit Jahren beabsichtigten Coups hätten vollendet werden können, und zwar ohne jede Gegenleistung. Es gehe nicht um die Einfachheit des Testaments. Nachdem die Erblasserin im Dezember 2005 die Hilfe des Treuhänders beansprucht und dennoch nicht verstanden habe, worum es gehe und was sie verfügen solle, sei auszuschliessen, dass sie Jahre später noch in der Lage gewesen sein soll, selbständig zu testieren und vor allem ihren Willen auszudrücken. Alles sei immer im Kontext von allem einzuordnen. Neu behaupteten die Beschwerdeführer, die Erblasserin habe das Testament wohl per Post versandt. Die Beschwerdegegner hätten vergebliche Beweisofferten unterbreitet, um zu erhellen, wie das Testament zur Aufbewahrung auf das Notariat gelangt sei, die Beweise seien nicht abgenommen worden. Unklar sei, wer denn die Transporte des Testaments organisiert und durchgeführt haben soll, wenn nicht die Beschwerdeführerin. Die Erblasserin jedenfalls nicht.