Citation: 5A_812/2009 26.01.2010 E. 3

Das Obergericht führte aus, dass der Beschwerdeführer sein Rechtsöffnungsbegehren auf den Kreditvertrag stütze, mit welchem die Bank Y.________ ihm und der Beschwerdegegnerin einen Landkredit von Fr. 250'000.-- gewährt habe. Die Parteien hätten gegenüber der Bank Y.________ zwar eine Solidarhaftung begründet, die Beschwerdegegnerin habe jedoch mit der Unterzeichnung des Kreditvertrags gegenüber dem Beschwerdeführer keine Schuldanerkennung ausgesprochen. Der Solidarschuldner, welcher gegenüber dem Gläubiger mehr als seinen Anteil leiste, könne gegenüber den Mitschuldnern Rechtsöffnung nur verlangen, wenn er selbst einen entsprechenden Rechtsöffnungstitel gegen die Mitschuldner habe, allenfalls wenn er einen Titel des ursprünglichen Gläubigers vorlege, der auch das interne Verhältnis der solidarisch Haftenden regle. Fehle eine solche Regelung bezüglich des internen Verhältnisses, bilde das entsprechende Dokument für den zahlenden Solidarschuldner auch gestützt auf Art. 148 OR keinen Titel für den Rückgriff auf die Mitschuldner. Vorliegend regle der Kreditvertrag das interne Verhältnis der Parteien nicht. Daher könne dem Beschwerdeführer gestützt auf den Kreditvertrag für die in Betreibung gesetzten Zins- und Amortisationszahlungen nicht Rechtsöffnung erteilt werden. Daran ändere nichts, dass die Parteien Miteigentümer zu je ½ des betreffenden Grundstücks seien, da dies nicht zwingend die hälftige Kostentragung zur Folge habe. Auch vermöge Art. 649 Abs. 1 ZGB betreffend den Grundsatz der anteilsmässigen Verteilung der Kosten und Lasten auf die Miteigentümer keine Schuldanerkennung der Beschwerdegegnerin zu begründen. Über einen anderen Rechtsöffnungstitel verfüge der Beschwerdeführer nicht.