Citation: 6B_609/2018 E. C

X.________, vertreten durch RA Duri Bonin, erklärte am 1. Juni 2017 Berufung und reichte die Begründung ein. C.a. Die Staatsanwaltschaft beantragte am 13. Juni 2017, die Berufung abzuweisen, und verzichtete auf Anschlussberufung und Beweisanträge sowie auf eine persönliche Vertretung vor Schranken. Die Privatklägerschaft erhob am 4. Juli 2017 weder Anschlussberufung noch Beweisanträge und teilte mit, dass sie sich am Berufungsverfahren nicht beteiligen wolle. Das Kantonsgericht teilte am 9. Januar 2018 RA Duri Bonin mit, dass eine mündliche Verhandlung durchgeführt werde (Art. 405 StPO), dass die Staatsanwaltschaft nicht vorgeladen werde und X.________ zur Person, zur Anklage und zu den Ergebnissen des Vorverfahrens befragt werde (Art. 379 i.V.m. Art. 341 Abs. 3 StPO). Das Kantonsgericht lud X.________ und RA Duri Bonin am 29. Januar 2018 auf den 24. April 2018 zur Verhandlung vor. RA Duri Bonin teilte mit Schreiben vom 17. April 2018 dem Kantonsgericht mit, "dass das Mandatsverhältnis zwischen Herrn X.________ und mir beendet ist". C.b. An der mündlichen Verhandlung des Kantonsgerichts St. Gallen vom 24. April 2018 erklärte X.________, er mache keine Aussagen. Er las ein mehrseitiges Papier vor. Darin behauptete er eine "Sprunghaftigkeit" seiner Eltern, insbesondere mit ihrer Thailand-Idee. Die Demenz seiner Eltern sei für ihn nicht erkennbar gewesen. Der Vater habe sich für kerngesund gehalten. Er könne nur spekulieren, weshalb sein Vater das Geld nicht selber bei der Bank abgeholt habe, und äusserte sich zu eigenen widersprüchlichen Aussagen. Der Vater habe nicht ins Heim gewollt. Daher sei der "Thailand-Plan" wieder aktuell geworden; er finde diese Interpretation auf jeden Fall plausibler, als die Spekulation des [erstinstanzlichen] Gerichts. Bitte prüfen Sie, ob der Strafantrag richtig gestellt worden ist. Die Vollmacht habe nämlich die Beiständin unterschrieben. Die Handlungsfähigkeit seiner Eltern sei nicht eingeschränkt gewesen. Deshalb sei die KESB nicht gesetzliche Vertreterin. Der Strafantrag sei ein höchstpersönliches Recht. Er beantragte, "dass mir ein Verteidiger gegeben wird. Mir fehlt das Geld, selbst einen solchen zu bezahlen". Die elektronische Eingabe von RA Duri Bonin vom 23. März 2018 sei zu beachten. Das Gerichtsverfahren sei zu wiederholen [mit Eingabe vom 23. März 2018 ist die Berufungsbegründung gemeint]. C.c. Das Kantonsgericht wies das Gesuch um amtliche Verteidigung sowie die Berufung ab und bestätigte den Entscheid des Kreisgerichts.