Citation: 6B_97/2022 E. 2.4

2.4. Was der Beschwerdeführer gegen diese Erwägungen vorbringt, verkennt über weite Strecken die Sachverhaltsbindung des Bundesgerichts (Art. 105 Abs. 1 BGG). So stützt sich der Beschwerdeführer vorab auf sachverhaltliche Details, die vorinstanzlich so nicht festgestellt worden sind, bzw. auf Sachverhaltselemente, die neu und damit im bundesgerichtlichen Verfahren unbeachtlich sind (Art. 99 Abs. 1 BGG), so insbesondere Einzelheiten aus seiner Krankengeschichte. Eine Ausnahme von der bundesgerichtlichen Sachverhaltsbindung macht er nicht bzw. jedenfalls nicht hinreichend begründet geltend. Die Vorinstanz hat die nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK notwendige Interessenabwägung in der E. V. 2.3 des angefochtenen Entscheids ausführlich und sorgfältig vorgenommen. Soweit der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe das Kindeswohl nicht hinreichend berücksichtigt, ist ihm zu widersprechen: Die Vorinstanz hat die Härten, die für die Kinder mit einer Verweisung des Vaters aus der Schweiz verbunden wären, sehr wohl berücksichtigt und auch gewichtet, bei der Interessenabwägung aber das mehrfache, erhebliche Delinquieren höher gewichtet und damit das öffentliche Interesse an einer Fernhaltung des Beschwerdeführers aus der Schweiz als überwiegend eingestuft. Dies ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Dass die Vorinstanz im Rahmen der verbindlich festgestellten Tatsachen Interessenfaktoren in die Abwägung einbezogen hat, die sie nicht hätte einbeziehen dürfen, oder aber im Gegenteil Interessenfaktoren nicht einbezogen hat, die sie hätte einbeziehen müssen, macht der Beschwerdeführer nicht bzw. nicht hinreichend substanziiert geltend. Auch im Ergebnis erscheinen die detaillierten Erwägungen der Vorinstanz nicht als unverhältnismässig, womit sich die Rüge, die Vorinstanz habe eine konventions- bzw. bundesrechtswidrige Interessenabwägung vorgenommen, als unbegründet erweist.