Citation: 8C_589/2023 E. 4.3

4.3. Was die Beschwerdeführerin in weitgehender Wiederholung ihres bereits vorinstanzlich vorgetragenen Standpunktes dagegen einwendet, verfängt nicht. Das kantonale Gericht legte überzeugend dar, dass der Beschwerdeführerin auf dem massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt im Kompetenzniveau 1 ein genügend breites Spektrum an ihr zumutbaren, leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeiten zur Verfügung steht, in denen sich die qualitativen Einschränkungen im Zumutbarkeitsprofil nicht zusätzlich lohnrelevant auswirken. Aus den angerufenen Urteilen kann die Beschwerdeführerin nichts Gegenteiliges ableiten. Einerseits unterscheiden sich die ihnen zugrunde liegenden tatsächlichen Verhältnisse in wesentlichen Elementen (wie namentlich hinsichtlich Arbeitsfähigkeit, Zumutbarkeitsprofil sowie zusätzlicher quantitativer Einschränkungen der Leistungsfähigkeit). Andererseits kann ihnen nicht entnommen werden, welcher Abzug "richtig" wäre, da das Bundesgericht die Nichtgewährung eines Abzugs oder aber die Höhe des gewährten Abzugs lediglich auf eine Bundesrechtsverletzung bzw. Rechtsfehlerhaftigkeit hin überprüft. Daraus können entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht Schlüsse gezogen werden wie "Einschränkung auch bei leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten = Abzug mind. 10%", "Erhöhter Pausenbedarf und eingeschränkte Leistungsfähigkeit = Abzug 10%" usw. Im Weiteren vermögen rechtsprechungsgemäss in der Regel weder beschränkte Deutschkenntnisse noch eine fehlende berufliche Ausbildung einen leidensbedingten Abzug zu rechtfertigen, wenn - wie hier - der statistische Durchschnittslohn für einfache und repetitive Tätigkeiten im Kompetenzniveau 1 angewendet wird (vgl. dazu die Urteile 8C_799/2021 vom 3. März 2022 E. 4.3.3 und 8C_314/2019 vom 10. September 2019 E. 6.2, je mit Hinweisen). Gleiches gilt hinsichtlich des Alters der Beschwerdeführerin, werden doch Hilfsarbeiten auf dem massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt (BGE 146 V 16 E. 7.2.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 8C_269/2023 vom 6. Februar 2024 E. 5.3). Die geltend gemachte lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt schliesslich betrifft das Kriterium der Dienstjahre, dessen Bedeutung gemäss Rechtsprechung im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das zu berücksichtigende Anforderungsprofil ist (BGE 126 V 75 E. 5a/cc; Urteil 8C_215/2023 vom 1. Februar 2024 E. 5.2.2.1 mit Hinweis). Hinzu kommt, dass sich eine langjährige Abwesenheit vom Arbeitsmarkt rechtsprechungsgemäss ohnehin nicht zwingend lohnsenkend auswirkt (vgl. Urteile 8C_215/2023 vom 1. Februar 2024 E. 5.2.2.1 und 8C_342/2023 vom 7. Dezember 2023 E. 6.2.3, je mit Hinweis), weshalb die Beschwerdeführerin auch daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten kann.