Citation: 6B_1027/2021 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt die vorinstanzliche Anordnung eines lebenslänglichen Tätigkeitsverbots nach Art. 67 Abs. 3 lit. d Ziff. 2 StGB. Er macht geltend, ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot stelle einen schwerwiegenden Eingriff in seine verfassungsmässigen Rechte der persönlichen Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV) sowie der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 Abs. 2 BV) dar und würde den Grundsatz der Verhältnismässigkeit nach Art. 36 Abs. 3 und Art. 5 Abs. 2 BV verletzen. Bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit eines Tätigkeitsverbots sei nicht einzig der enge Rahmen der Ausnahmeregelung nach Art. 67 Abs. 4bis StGB massgebend, sondern weiterhin die grundlegenden Vorgaben nach Art. 36 Abs. 3 und Art. 5 Abs. 2 BV. Das Tätigkeitsverbot sei sodann nicht geeignet und nicht erforderlich, ihn vom Herunterladen, Konsumieren und Weiterverbreiten von kinderpornografischem Material abzuhalten. Seine Tätigkeit als Kampfkunstlehrer von Minderjährigen habe keine Berührungspunkte mit dem Herunterladen und Weiterverbreiten der Dateien. Das Tätigkeitsverbot sei auch nicht geeignet und nicht erforderlich, einen sexuellen Übergriff auf Minderjährige zu verhindern, da bei ihm keine pädophilen Präferenzen bestehen würden. Schliesslich sei das Tätigkeitsverbot auch nicht zumutbar, weil er ansonsten zu einer beruflichen Neuorientierung gezwungen wäre. Eine Rückkehr in sein früheres berufliches Tätigkeitsfeld, der Informatikbranche, sei indes wenig realistisch.