Citation: 9C_833/2017 E. 5.3

5.3. Weder aus dem Gerichtsgutachten noch aus dem angefochtenen Entscheid ergibt sich, dass dem Beschwerdeführer nur noch ein Teilzeitpensum zumutbar sei, wobei die qualitativen Einschränkungen zur zeitlichen Einschränkung hinzuträten. Die Vorinstanz stellte fest, "im Rahmen des von den Gutachtern formulierten Anforderungsprofils" betrage die Arbeitsfähigkeit 70 % (vgl. E. 3 hiervor). Soweit sie in ihrer E. 6.4 auf ein "Pensum von 70 %" Bezug nimmt, mag ihre Formulierung missverständlich sein. Gemeint ist aber offensichtlich der quantitative Aspekt der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (vgl. oben E. 2.1). Folgerichtig wird denn auch ein Teilzeitabzug, wie ihn der Beschwerdegegner für sich reklamiert, im vorinstanzlichen Entscheid nicht thematisiert (E. 6.6 der angefochtenen Erkenntnis). Dass der Versicherte bei der Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit von 70 % auf eigentliche Teilzeitarbeit angewiesen wäre, ergibt sich auch nicht aus den Akten. So wird aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht im Gerichtsgutachten festgehalten, eine angepasste Tätigkeit sei "grundsätzlich ganztags mit zwei Stunden vermehrten Pausen pro Tag zumutbar". Aus psychiatrischer Sicht wird die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (in einer angepassten Tätigkeit mit relativ flexibler Zeiteinteilung und der Möglichkeit, die Arbeit alleine durchzuführen) mit einer Beeinträchtigung der Kompetenz- und Wissensanwendung begründet. Ist aber eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit mit gesundheitlich bedingt eingeschränkter Leistungsfähigkeit möglich, rechtfertigt sich ein Abzug vom Tabellenlohn unter dem Titel Beschäftigungsgrad rechtsprechungsgemäss nicht (vgl. etwa Urteil 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.3 mit Hinweisen).