Citation: I 210/01 15.02.2002 E. 3

3.- Der Beschwerdeführer hat den die Eingliederungsmassnahme bedingenden Unfall am 18. April 1995 erlitten. Seither vermochte er bis zum Beginn des Taggeldanspruches am 22. Mai 2000 nie mehr voll erwerbstätig zu sein. Bei Beginn dieses Anspruchs lag die von ihm zuletzt voll ausgeübte Tätigkeit somit mehr als zwei Jahre zurück. Massgebend für die Bestimmung der Taggeldhöhe ist daher das Erwerbseinkommen, das er durch seine vor der Invalidisierung erbrachten Abwarts- und Reinigungsdienste unmittelbar vor Beginn des Taggeldanspruchs hätte erzielen können, wenn er nicht invalid geworden wäre (nicht veröffentlichtes Urteil S. vom 12. Juli 1990, I 57/90, Erw. 3). a) Mangels entsprechender Hinweise in den Akten braucht die Frage nicht weiter geprüft zu werden, ob der Versicherte im Zeitpunkt unmittelbar vor Beginn des Taggeldanspruchs eine andere - unselbstständige - Erwerbstätigkeit aufgenommen hätte (vgl. Art. 2 Abs. 2 EOV in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 IVV), wenn er nicht seit 18. April 1995 an der gesundheitlichen Beeinträchtigung leiden würde. b) Nachdem der Versicherte per Ende September 1993 seine bis dahin mit einem Jahreseinkommen von knapp Fr. 56'000.- ausgeübte unselbstständige Erwerbstätigkeit als SBB-Wagenreiniger aufgegeben hatte, um ab 1. Oktober 1993 selbstständig erwerbend Abwarts- und Reinigungsdienste anzubieten, bezog er ab Dezember 1993 Sozialhilfe. Dabei steht in verbindlicher Weise (vgl. Erw. 2b hievor) fest, dass er aus dieser Tätigkeit im Kalenderjahr (1994) vor dem Eintritt der Invalidität (18. April 1995) gemäss Steuermeldung vom 5. Juli 1996 ein Jahreseinkommen von Fr. 2'059.- erzielte und entsprechend diesem Einkommen für das Jahr 1994 nur den AHV/IV/EO-Mindestbeitrag von Fr. 360.- (zuzüglich Verwaltungskostenbeitrag) zu entrichten hatte. Gestützt auf diese Ausgangslage ist ausgeschlossen, dass sich das Einkommen des Beschwerdeführers aus seiner selbstständigen Erwerbstätigkeit (selbst unter optimistischer Mitberücksichtigung von allfälligen Geschäftsentfaltungsmöglichkeiten) hypothetisch bis zur Entstehung des Taggeldanspruches (22. Mai 2000) auf ein massgebendes Erwerbseinkommen von Fr. 33'840.- (Fr. 94.- mal 30 Tage mal 12 Monate) hätte ausweiten können. Zumindest ist nicht ersichtlich, dass sich eine solche Entwicklung mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (AHI 1999 S. 222 Erw. 4d) verwirklicht hätte. Es ist daher im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle den Taggeldansatz pro Kalendertag mit Verfügung vom 25. Juli 2000 auf den gemäss Art. 24 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16a Abs. 1 EOG geltenden Mindestansatz von Fr. 94.- festgesetzt hat (vgl. Wegleitung über die Berechnung und Auszahlung der Taggelder sowie ihre beitragsrechtliche Erfassung des BSV [WTG], Anhang I mit den ab 1. Juli 1999 gültigen Tagesansätzen). Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist unbegründet. Insbesondere ist unerheblich, ob der Versicherte mit seiner selbstständigen Erwerbstätigkeit erfolgreich war. Aus dem Umstand, dass er aus seiner selbstständigen Tätigkeit kein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen vermochte, und daran - trotz Fürsorgeabhängigkeit - vor Eintritt der Invalidität während gut 18 Monaten festhielt, kann nicht geschlossen werden, er sei nach Beendigung der unselbstständigen Erwerbstätigkeit bei den SBB nicht mehr voll erwerbstätig gewesen. Diese Behauptung steht im Widerspruch zu seinen eigenen Angaben gegenüber der IV-Stelle vom 29. Oktober 1998, wonach er vor Eintritt der Behinderung bis zu 18 Stunden pro Tag gearbeitet habe. Wie die Vorinstanz zutreffend erkannte, musste die IV-Stelle gestützt auf die vorliegenden Akten davon ausgehen, dass es sich bei der selbstständigen Erwerbstätigkeit um eine vollzeitliche handle, zumal es die letzte war, die der Beschwerdeführer ohne wesentliche Behinderung durch einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden hatte ausüben können.