Citation: 6B_360/2021 E. 1.1

1.1. Die Beschwerdeführerin rügt, die ihr vorgeworfenen Unterlassungen hätten nicht den Tatbestand der schweren Körperverletzung (Art. 122 Abs. 3 StGB), sondern jenen der einfachen Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 2 Abs. 3 StGB) erfüllt. Es dürfe nicht von einer schweren Schädigung der psychischen Gesundheit des Opfers ausgegangen werden, weil dazu kein psychologisches Gutachten erstellt worden sei. Die einzelnen Taten respektive Verletzungen seien überwiegend als einfache Körperverletzungen an der Grenze zu Tätlichkeiten zu qualifizieren. Die Schmerzen des Opfers seien nicht geeignet, die in Art. 122 StGB geforderte Verletzungsschwere zu erreichen. Zudem sei sie nicht bei allen Taten des Lebenspartners respektive Kindsvaters zugegen gewesen.