Citation: 4A_447/2018 E. 5.4.4

5.4.4. Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, die Beschwerdegegnerin habe eine Forderung in der Höhe von Fr. 56'580.-- anerkannt mit dem Hinweis, dies sei der marktübliche Preis. Damit habe die Beschwerdegegnerin zum Ausdruck gebracht, dass sie die Forderung dem Grunde nach nicht bestreite, sondern lediglich im Quantitativ. Indem die Vorinstanz eine über diesen Betrag hinausgehende Forderung der Beschwerdeführerinnen wegen " fehlenden Kalkulationsgrundlagen " zur Festsetzung des marktüblichen Preises abweise, missachte sie die Wirkungen einer teilweisen Forderungsanerkennung. An der von den Beschwerdeführerinnen zitierten Stelle in der Klageantwort unter dem Titel "Flächenspriessung unter Decken und Kragplatten" führt die Beschwerdegegnerin aus: "Die Beklagte [Beschwerdegegnerin] hat aber aus Kulanz sowie im Bestreben, die Nachtragsforderungen der Klägerin [Beschwerdeführerinnen] zu bereinigen, im Nachtrag 11 einer Kostenübernahme von Fr. 56'580.-- zugestimmt (22'632 m2 zu Fr. 2.50, marktüblicher Preis) ". Die Beschwerdegegnerin hat damit zwar einen marktüblichen Preis von Fr. 2.50 für die Unterspriessung von Decken und Kragplatten anerkannt. Die Beschwerdeführerinnen legen aber nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, auf welche der drei von ihnen unterschiedenen Positionen (Längeres Schalen, Ein- und Ausbau Notspriessungen und Vorhalten Notspriessungen) sich dieser marktübliche Preis von Fr. 2.50 bezieht. Die Beschwerdeführerinnen selbst haben betreffend keiner dieser Positionen einen marktüblichen Preis von Fr. 2.50 behauptet. Jedenfalls kann aus der Formulierung in der Klageantwort nicht abgeleitet werden, die Beschwerdegegnerin hätte betreffend allen drei Positionen je einen marktüblichen Preis von Fr. 2.50 anerkannt.