Citation: 6B_65/2023 E. 3.2.3

3.2.3. Die Vorinstanz prüft den Strafmilderungsgrund infolge langen Zeitablaufs im Sinne von Art. 48 lit. e StGB, der in jedem Fall zu berücksichtigen ist, wenn zwei Drittel der Verjährungsfrist verstrichen sind (BGE 140 IV 145 E. 3.1). Sie lässt die Frage der anwendbaren Verjährungsfrist offen und stellt unabhängig von der Dauer der Verjährungsfrist, dass seit dem Ende der strafbaren Handlungen im Mai 2015 rund siebeneinhalb Jahre verstrichen seien. Die Belastung des Beschwerdeführers durch das Verfahren habe lange angehalten. Er habe sich in dieser Zeit wohl verhalten. Angesichts des vergleichsweise geringfügigen Delikts erscheine diese Zeit verhältnismässig lange. Das Strafbedürfnis sei daher leicht vermindert. So sei unabhängig vom Ablauf von zwei Dritteln der Verjährungsfrist eine leichte Strafminderung von 10 Tagessätzen angemessen.