Citation: 8C_879/2014 E. 4

Mit Schreiben vom 2. Dezember 2010 hatte die SUVA ausdrücklich einen Rückfall anerkannt, nachdem am 26. Oktober 2010 eine kreisärztliche Untersuchung zur Abklärung der Kausalitätsfrage stattgefunden hatte. Die Kreisärztin hatte dabei die gesundheitlichen Störungen am rechten Fuss als Folgen des Ereignisses vom 15. September 2008 gesehen. Weder in der Verfügung vom 14. März 2012 noch im Einspracheentscheid vom 15. September 2012 wurde die Frage aufgeworfen, ob bezüglich des rechten Fusses ein Rückfall vorliege. Umstritten war lediglich, ob weiter ein Kausalzusammenhang zwischen Beschwerden und versichertem Unfall bestehe. Das kantonale Gericht hat den Streitgegenstand von Amtes wegen ausgeweitet und von sich aus einen Rückfall verneint, ohne die Parteien auf diese Fragestellung hinzuweisen und ihre diesbezüglichen Vernehmlassungen einzuholen. Es hat damit deren rechtliches Gehör verletzt. Ob dies alleine rechtfertigen würde, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und zu neuer Entscheidung an das kantonale Gericht zurückzuweisen kann offenbleiben. Wie zu zeigen sein wird, hat auch aus anderen Gründen eine Rückweisung zu erfolgen.