Citation: 8C_4/2024 E. 4

Die Vorinstanz geht davon aus, dass hier der für eine erhebliche Sachverhaltsveränderung (im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG) massgebliche Referenzzeitpunkt auf den Erlass der ersten anspruchsverneinenden Verfügung vom 11. November 2009 falle (vgl. dazu BGE 133 V 108 E. 5.4), was letztinstanzlich unbestritten geblieben ist. Sie hält fest, Dr. med. B.________ habe sich in ihrer Stellungnahme vom 21. September 2022 zwar nicht explizit dazu geäussert, ob sich der Gesundheitszustand im Vergleich zum Zeitpunkt der Verfügung vom 11. November 2009 in relevanter Weise verändert habe. Deshalb könne die Frage nach dem Vorliegen einer neuanmeldungsrechtlich relevanten Änderung der tatsächlichen Verhältnisse nicht zuverlässig beantwortet werden. Die von der RAD-Ärztin angegebene 80%ige Arbeitsfähigkeit (auch) in der angestammten Tätigkeit (zuletzt im Entlastungsdienst zur Betreuung von Personen mit Einschränkungen) sei angesichts des von den asim-Fachpersonen im Jahr 2009 definierten Zumutbarkeitsprofils, das diverse Einschränkungen beinhalte, nicht ohne Weiteres nachvollziehbar. Auf ihre Einschätzung könne aber jedenfalls insoweit abgestellt werden, als sie (aktuell) in einer angepassten Beschäftigung eine 80%ige Arbeitsfähigkeit attestiert habe. Bei einer Invaliditätsbemessung anhand der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs und nach Gegenüberstellung der auf der Basis von Tabellenlöhnen ermittelten Vergleichseinkommen resultiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 27 %. Da sich somit auch unter Annahme einer lediglich in einer angepassten Erwerbstätigkeit noch vorhandenen 80%igen Arbeitsfähigkeit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad ergebe, könne offen bleiben, wie es sich mit der gesundheitlichen Entwicklung seit dem Jahr 2009 verhalte. Im Ergebnis habe die Verwaltung einen Rentenanspruch folglich zu Recht verneint.