Citation: 1B_378/2022 E. 3

Untersuchungshaft ist gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist (allgemeiner Haftgrund) und ernsthaft zu befürchten ist, dass sie sich durch Flucht dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion entzieht (Fluchtgefahr; lit. a). Überdies muss die Haft verhältnismässig sein (vgl. Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 BV, Art. 197 Abs. 1 lit. c und d sowie Art. 212 Abs. 2 lit. c StPO). Das zuständige Gericht ordnet anstelle der Untersuchungshaft eine oder mehrere mildere Massnahmen an, wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft erfüllen (Art. 237 Abs. 1 StPO). Die Vorinstanz erachtete sowohl den dringenden Tatverdacht als auch den Haftgrund der Fluchtgefahr sowie die Verhältnismässigkeit der Haftanordnung als gegeben. Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht "im Grundsatz" nicht, obschon er sich entschieden gegen die Vorwürfe der versuchten vorsätzlichen Tötung und der versuchten schweren Körperverletzung wehrt. Auch die Verhältnismässigkeit der Haftanordnung wird vom Beschwerdeführer nicht angefochten. Er macht jedoch geltend, die Vorinstanz habe den besonderen Haftgrund der Fluchtgefahr zu Unrecht bejaht. Zudem sei sein Anspruch auf rechtliches Gehör, das Beschleunigungsgebot in Haftsachen sowie Art. 5 Ziff. 4 EMRK verletzt worden.