Citation: 1P.539/2002 06.12.2002 E. A

Mit Strafanzeige vom 29. Mai 2002 beschuldigte D.________ die Ehegatten B.________ und A.________, gepfändete Einkünfte dem Zugriff ihrer Gläubiger entzogen zu haben. Dabei machte er vor allem geltend, das Verhalten der Beschuldigten erfülle den Tatbestand des Verstrickungsbruchs (Art. 169 StGB) sowie denjenigen des Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen (Art. 292 StGB). Gestützt auf diese Strafanzeige ersuchte der Bezirksamtmann-Stellvertreter Rheinfelden die am angegebenen Wohnsitz der Angeschuldigten in Frankreich zuständigen Justizbehörden am 18. Juni 2002 um Rechtshilfe. Er bat einerseits um Sicherstellung der Unterlagen (Bankunterlagen von drei Bankkonten) für die (behauptete) Erteilung einer "résidence principal[e]" in der Gemeinde X.________ (Frankreich) und zum (angeblichen) Kauf einer Liegenschaft durch die Beschuldigten in dieser Gemeinde. Des Weiteren stellte er die Frage, welche Angaben den dortigen Behörden über die Gesellschaft "Y.________ Société, Produits de Boulangerie" bekannt seien und ob diese im Handelsregister eingetragen sei.