Citation: 5A_121/2022 E. 5.3

5.3. Willkür macht die Beschwerdeführerin insoweit geltend, als die Vorinstanz formaljuristisch darauf abstelle, dass die Verfahrensbeiständin den Termin für die Begutachtung habe vereinbaren müssen. In "sachverhaltswidriger" Weise verkenne das Obergericht die schwerwiegenden traumatischen Folgen dieser Terminvereinbarung und den damit verbundenen Eingriff in die Privatsphäre der Beschwerdeführerin. " Sachverhaltswidrig" sei auch die Feststellung, es hätten keine weiteren Termine mit dem Gutachter stattfinden können. Die KESB selbst habe der Beschwerdeführerin mitgeteilt, es würden keine weiteren Besuche des Gutachters geben. Vorab ist nicht erkennbar, welches Beweismittel die Vorinstanz verkannt haben soll, das gegen eine Terminvereinbarung gesprochen hätte bzw. bereits im Vorfeld der Vereinbarung des Begutachtungstermins hätte darauf hindeuten können, dass ein solcher für die Beschwerdeführerin traumatisch sein könnte. Alleine das Angebot einer Alternative zu dieser konkreten Begutachtung stellt keinen Hinweis für eine potentielle Traumatisierung dar, sollte von diesem Angebot abgewichen werden. Es liegen auch sonst keine Hinweise dafür vor, inwieweit die Feststellung der Notwendigkeit einer entsprechenden Terminvereinbarung willkürlich sein soll. Sodann ergibt sich allein aus dem (behaupteten) Umstand, dass die KESB keinen weitere Begutachtungstermin vorgesehen hat, von vornherein nichts zum Grund für dieses Vorgehen. Das Vorbringen, die Behörde habe von weiteren Terminen abgesehen, ist damit nicht geeignet, die Feststellung als willkürlich erscheinen zu lassen, es hätten keine weiteren Termine stattfinden können. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.