Citation: U 293/06 22.06.2007 E. A

W.________, geboren 1971, arbeitete als Servicefachangestellte im Restaurant X.________ der Firma Y.________ und war in dieser Eigenschaft obligatorisch bei der Basler Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Basler oder Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 31. März 1997 erlitt sie als Beifahrerin auf dem von ihrem damaligen Lebenspartner gelenkten Motorrad auf der San Bernardino Südrampe anlässlich einer Frontalkollision mit einem Personenwagen verschiedene Verletzungen. Nach der per Helikopter der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega erfolgten Einlieferung ins Spital Z.________ stellte Dr. med. L.________ röntgenologisch eine vordere Beckenringfraktur rechts, eine Sitz- und Schambeinastfraktur links, eine suprakondyläre intraartikuläre Femurtrümmerfraktur rechts, eine Malleolarfraktur Typ A links sowie eine Fibulaköpfchenfraktur links fest. Die Basler übernahm die Heilbehandlung und richtete ein Taggeld aus. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen sprach W.________ mit Wirkung ab 1. März 1998 eine ganze Invalidenrente zu (Verfügung vom 21. Oktober 1998). Im Auftrag der Invalidenversicherung erstattete Dr. med. H.________ am 5. Februar 2002 ein orthopädisches Gutachten (nachfolgend: orthopädisches Gutachten 1), wonach die Versicherte in einer angepassten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig sei. Die Arbeitsfähigkeit bei der ab 1. Januar 2001 ausgeübten Bürotätigkeit in der Auftragsbearbeitung der Firma S.________ AG" (nachfolgend: Firma S.________) betrage 50 %. Nach der Metallentfernung und möglichst nach Kraftaufbau (Rumpf und Oberschenkel) müsste, bei günstigem Verlauf, eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit in Bürotätigkeiten auf 75 % möglich werden. W.________ könne auf Grund ihrer Unfallverletzungen keine knienden Arbeiten und Arbeiten über Kopfhöhe, in Hockestellung, in gebückter, vorgeneigter Stellung sowie anhaltend stehend auszuübende Beschäftigungen oder Tätigkeiten mit grossem oder gar überwiegendem "Laufpensum" (z.B. Service) mehr ausführen. Am 12. März 2002 erfolgte die Metallentfernung und Narbenkorrektur durch Dr. med. B.________. Nachdem die Versicherte am 7. November 2003 eine Tochter geboren hatte, begutachtete Dr. med. H.________ W.________ erneut am 24. Februar 2004 - diesmal im Auftrag der Basler - und erstattete das entsprechende orthopädische Gutachten am 9. Mai 2004 (nachfolgend: orthopädisches Gutachten 2). Die Orthopädin setzte die Arbeitsfähigkeit bei regelmässig möglichem Haltungs-/Stellungswechsel und überwiegend sitzender Tätigkeit ohne Gewichtsbelastung als Büroangestellte im Zeitpunkt der Begutachtung auf 75 % fest, nach wiederum erfolgreichem Rumpfaufbau sei sogar eine volle Arbeitsfähigkeit zumutbar. Eine Bürotätigkeit in überwiegend gehender/stehender Position (Schaltertätigkeit etc.) sei hingegen ungünstig und auch nach erfolgreichem erneuten Muskelaufbau nur zu 50 % zumutbar. Die Invalidenversicherung sprach W.________ für die Dauer vom 14. August 2000 bis 13. August 2002 als berufliche Eingliederungsmassnahme die Umschulung zur Büroangestellten zu. Die Versicherte nahm statt dessen am 20. Juni 2000 eine Tätigkeit als Weinberaterin auf, weshalb die IV-Stelle die Invalidenrente mit Verfügung vom 10. August 2000 aufhob. Da W.________ diese Beratungstätigkeit nur vierzehn Tage ausübte, widerrief die IV-Stelle am 20. Oktober 2000 ihre Verfügung vom 10. August 2000 und richtete der Versicherten durchgehend weiterhin eine ganze Rente aus. Revisionsweise ermittelte die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 50 % und reduzierte die Leistungen mit Wirkung ab 1. September 2002 auf eine halbe Invalidenrente (Verfügung vom 10. Juli 2002). Am 17. August 2005 teilte sie W.________ mit, dass sie weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 50 % habe. Mit Verfügung vom 21. Februar 2005 sprach die Basler W.________ eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 31 % sowie eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 50 % (Fr. 48'600.‑‑) zu und hielt daran mit Einspracheentscheid vom 5. August 2005 fest, wobei gegen die verfügte Integritätsentschädigung einspracheweise keine Einwände erhoben wurden.