Citation: 7B_758/2023 E. A

Mit Strafbefehl vom 5. Oktober 2020 warf die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz A.________ folgenden Sachverhalt vor: "Die B.________ GmbH mit damaligem Sitz in 6430 Schwyz bezweckte gemäss Handelsregister hauptsächlich den Aufbau von Vertriebs- und Marketingstrukturen im Bereich Wellness-Produkte und -anlagen aller Art sowie den Bau, den Vertrieb, die Wartung und den Handel mit Wellnessanlagen. Der Beschuldigte war seit der Gründung der Gesellschaft am 18. November 2008 Gesellschafter und Geschäftsführer der B.________ GmbH mit Einzelunterschrift. Am 21. März 2018 wurde über die B.________ GmbH der Konkurs eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt war der Beschuldigte alleiniger Geschäftsführer der B.________ GmbH. Der Beschuldigte missachtete seine gesetzlichen Pflichten als Geschäftsführer zur korrekten, stets aktuellen Führung und Aufbewahrung der Buchhaltung der B.________ GmbH nach Art. 810 Abs. 2 Ziff. 3 und 5 OR i.V.m. Art. 957 Abs. 1 Ziff. 2 OR, indem er seit dem Jahr 2017 bis zur Konkurseröffnung am 21. März 2018 weder selbst eine vollständige Buchhaltung erstellte noch sich um die Erstellung einer solchen durch Dritte ernsthaft kümmerte. Für die Jahre 2017 und 2018 wurden keine Abschlüsse mehr erstellt und die Buchhaltung 2017 wurde nur noch zum Teil nachgebucht. Aus diesem Grund war der Vermögensstand der B.________ GmbH im Zeitpunkt der Konkurseröffnung vom 21. März 2018 nicht vollständig ersichtlich. Der Beschuldigte handelte vorsätzlich bzw. mindestens eventualvorsätzlich. Ihm war bewusst, dass die B.________ GmbH buchführungspflichtig war und dass er als Geschäftsführer dafür verantwortlich war, zu sorgen, dass die Buchhaltung geführt wird. Indem er dies unterliess, nahm er zumindest billigend in Kauf, dass der Vermögensstand der B.________ GmbH zum Zeitpunkt der Konkurseröffnung nicht oder nicht vollständig ersichtlich war." Die hierfür von der Staatsanwaltschaft zur Verfahrenserledigung mittels Strafbefehls vorgeschlagene Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 70.-- sowie Busse von Fr. 350.-- akzeptierte der Beschuldigte nicht und erhob Einsprache.