Citation: 2C_648/2019 E. 2.2

2.2. Das Verwaltungsgericht hat unter Verweis auf die einschlägige bundesgerichtliche Rechtsprechung erwogen, dass die Wiederverheiratung der Eltern am 25. August 2016 keinen neuen Fristenlauf auslöse. Massgebend sei die Entstehung des Familienverhältnis zum Vater und damit die Geburt des Beschwerdeführers am 25. August 1999. Die fünfjährige Nachzugsfrist habe deshalb mit Inkrafttreten des Ausländergesetzes vom 16. Dezember 2005 (AuG; seit 1. Januar 2019 AIG; SR 142.20) am 1. Januar 2008 zu laufen begonnen (Art. 126 Abs. 3 AuG), sich mit dem zwölften Geburtstag des Beschwerdeführers auf ein Jahr verkürzt und sei am 25. August 2012 abgelaufen. Es spiele keine Rolle, dass sich die Mutter nach ihrer Einreise grundsätzlich selber auf die Nachzugsfristen berufen könne, weil die Eltern als Einheit zu betrachten seien und die Mutter sich die vom Vater versäumten Fristen entgegenhalten lassen müsse. Das Gesuch des Beschwerdeführers sei deshalb nicht fristgerecht erfolgt (vgl. E. 4.2 des angefochtenen Urteils). Weiter hat sich die Vorinstanz eingehend mit dem nachträglichen Familiennachzug nach Art. 47 Abs. 4 AuG und dem Anspruch auf Achtung des Familienlebens nach Art. 13 Abs. 1 BV bzw. Art. 8 Ziff. 1 EMRK auseinandergesetzt und erwogen, dass keine wichtigen familiären Gründe für den Nachzug des im Gesuchszeitpunkt bereits über 17-jährigen (und heute fast 20-jährigen) Beschwerdeführers ersichtlich seien (vgl. E. 4.3 und E. 5 des angefochtenen Urteils).