Citation: 9C_287/2018 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz mass dem Gutachten der asim vom 12. Oktober 2015 unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Beweiswert und zur Beweiswürdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269; 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3 S. 352) "grundsätzlich volle Beweiskraft" zu. Sie wies indessen darauf hin, es könne der Expertise insoweit nicht gefolgt werden, als Dr. med. C.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, eine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands ab 2011 postuliere. Zur Begründung führte das kantonale Gericht aus, praxisgemäss stellten neue Diagnosen - wie die ängstlich vermeidende, selbstunsichere Persönlichkeitsstörung im vorliegenden Fall - keinen Revisionsgrund dar. Entscheidend sei vielmehr, ob sich die gesundheitlichen Verhältnisse überwiegend wahrscheinlich in anspruchserheblicher Weise geändert hätten. Dies sei hier nicht der Fall, habe der RAD mit Stellungnahme vom 18. März 2016 doch nachvollziehbar ausgeführt, die von der asim diagnostizierte Persönlichkeitsstörung sei eine Zusammenfassung der bisher als neurotische Störung bezeichneten Symptomatik. Sowohl im Gutachten des ABI wie auch in der Expertise der asim würde zudem ein depressives Geschehen beschrieben, wobei der Psychiater des ABI von einer leichten bis mittelgradigen depressiven Episode und die Psychiaterin der asim von einer rezidivierenden depressiven Störung, aktuell mittelgradig, ausgegangen seien. Letztere habe zwar plausibel dargelegt, dass die aufgrund der Persönlichkeitsstörung ohnehin eingeschränkten Copingstrategien der Beschwerdeführerin durch das fortschreitende Alter, die erlittenen Schicksalsschläge ("insbesondere dem Tode des Ehemannes") und der Zunahme körperlicher Erkrankungen weiterhin vermindert seien. Diesbezüglich gelte es aber zu berücksichtigen, dass der Ehemann bereits im Jahre 2004 verstorben sei. Dieser Schicksalsschlag tauge somit nicht zum Beleg einer Verschlechterung des Gesundheitszustands im massgebenden Vergleichszeitraum zwischen den beiden Verfügungen vom 4. November 2008 und vom 7. Juli 2017. Auch die Ausführungen der Psychiaterin der asim in ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 23. September 2016 überzeugten nicht. Insbesondere lege sie nicht nachvollziehbar dar, inwiefern der Schweregrad der einzelnen Episoden im Verlauf zugenommen habe. Auch die angeblich kürzeren Abstände zwischen diesen seien nicht erstellt. Was schliesslich den im Gutachten der asim beschriebenen eingeschränkten Lebensstil betreffe, sei festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin bereits anlässlich der Begutachtung im ABI anamnestisch ausgeführt habe, sie könne schon seit Jahren nicht mehr alleine aus dem Haus gehen. Ihr Lebensstil sei somit bereits damals in gleicher Weise eingeschränkt gewesen.