Citation: 5A_29/2019 E. 2

Der verlangte Ausstand des obergerichtlichen Instruktionsrichters wird mit dem absurden Argument begründet, durch die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege werde im familiären Verhältnis zwischen Vater und Tochter seelischer Schaden angerichtet. Sachgerichtete Gründe - d.h. solche, die sich einem der in Art. 47 Abs. 1 ZPO gesetzlich vorgesehenen Ausstandsgründe zuordnen lassen - werden nicht genannt, weshalb die Beschwerde insoweit unbegründet bleibt und auf sie nicht eingetreten werden kann. Der Vollständigkeit halber sei festgehalten, dass die Mitwirkung in einem früheren Verfahren zwischen den gleichen Parteien für sich genommen keinen Ausstandsgrund bildet (BGE 129 III 445 E. 4.2.2.2 S. 466 f.; 143 IV 69 E. 3 S. 74) und Art. 47 Abs. 2 lit. a ZPO die Antwort geben wird auf die Frage, ob der Richter, welcher die unentgeltliche Rechtspflege verweigert hat, beim Entscheid in der Sache wird mitwirken können. Ferner kann ein Ausstandsbegehren nicht institutionell, d.h. gegen ein Gericht, eine Abteilung oder einen Spruchkörper erhoben werden; vielmehr sind substanziiert vorgetragene Ausstandsgründe in Bezug auf konkrete Personen vorzubringen (vgl. BGE 105 Ib 301 E. 1a S. 302 f.; Urteile 1B_86/2011 vom 14. April 2011 E. 3.3.1; 2C_305/2011 vom 22. August 2011 E. 2.7; 5A_205/2017 vom 11. Mai 2017 E. 3).