Citation: 2C_501/2018 E. 3.5

3.5. Vorliegend fehlt es nun nicht bloss an einer in zeitlicher Hinsicht prekären Situation, die hauptsächlicher Ursprung der Rechtsprechung zur Fristwahrung bei einem Briefkasteneinwurf ist. Es gibt namentlich keinen Poststempel, der den Zeitpunkt der ersten Erfassung durch die Post nur kurze Zeit (in der Regel einen Tag) nach Ablauf der für die Prozesshandlung einzuhaltenden Frist dokumentierte und geeignet wäre, die Plausibilität des behaupteten Einwurfzeitpunkts zu untermauern (vgl. zu diesem möglichen Aspekt der Beweiswürdigung Urteil 2F_21/2017 vom 24. November 2017 E. 2.3). Es gibt allein den Eingangsstempel des Verwaltungsgerichts vom 7. Mai 2018, der aber nicht vereinbar ist mit dem von der Beschwerdeführerin Vorgetragenen. Das Verwaltungsgericht hat in seiner Vernehmlassung erklärt, dass es den fraglichen Briefkasten werktags mindestens einmal (d.h. täglich) zu leeren pflegt. Die Beschwerdeführerin hat von der ihr eingeräumten Möglichkeit, bis am 11. Juli 2018 zur Darstellung des Verwaltungsgerichts betreffend die Betreuung seines Briefkastens bzw. zu entsprechenden Belangen Stellung zu nehmen, erst am 14./15. Juli 2018 Gebrauch gemacht. Die um mehrere Tage verspätete Stellungnahme kann nicht berücksichtigt werden. Es ist von einer täglichen Leerung des verwaltungsgerichtlichen Briefkastens auszugehen. Zwar könnte die in die Beschwerdeschrift kopierte Datum- bzw. Zeitangabe des iPhone ihres Kollegen (als einziges für die Version der Beschwerdeführerin sprechendes Indiz) für einen Briefkasteneinwurf zum behaupteten Zeitpunkt sprechen. Ist aber von einer täglichen Leerung des fraglichen Briefkastens durch das Verwaltungsgericht auszugehen, erscheint die Möglichkeit eines Briefeinwurfs bereits am 20. März 2018 gering. Unter Berücksichtigung aller Umstände sind die Vorbringen der die Beweislast tragenden Beschwerdeführerin nicht geeignet, die Rechtzeitigkeit der Prozesshandlung mit hinreichender Gewissheit darzutun (eine blosse Wahrscheinlichkeit, selbst eine überwiegende, würde nicht genügen, s. vorne E. 3.1).