Citation: 5A_270/2022 E. 3.4.3

3.4.3. Was die weiter vorgetragene Gesetzesverletzung betrifft, setzen die Beschwerdeführer sich nur teilweise mit den Überlegungen des Obergerichts zu den Aufgaben der Beiständin auseinander. Dabei unterlegen sie ihren Ausführungen auch insoweit einen Sachverhalt, der von der vorinstanzlichen Feststellung, wonach es nach der Entlassung des Kindes aus der Rehabilitationsklinik zu keiner Beruhigung der Situation gekommen sei, abweicht. Wie dargelegt gelingt es ihnen indes nicht, die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz in Frage zu stellen (vgl. vorne E. 3.3). Unbesehen darum gehen die Beschwerdeführer in ihren Überlegungen von einem falschen Verständnis der strittigen Massnahme aus: Verfügungen sind - vorbehältlich des hier nicht zum Tragen kommenden Vertrauensschutzes - nach ihrem wirklichen rechtlichen Bedeutungsgehalt und nicht nach dem zuweilen nicht sehr treffend verfassten Wortlaut zu verstehen (BGE 147 V 369 E. 4.2.1; Urteil 2C_119/2021 vom 1. Juni 2021 E. 3.2). Zur Ermittlung ihres Bedeutungsgehaltes sind die Begründung des fraglichen Aktes und die Gesamtumstände heranzuziehen (BGE 148 III 1 E. 2.4.3; 131 II 13 E. 2.3; Urteil 2C_950/2012 vom 8. August 2013 E. 4.2, in: ZBl 115/2014 S. 679). Auch der von den Beschwerdeführern beanstandete Teil der Aufgabe der Beiständin ("als Ansprechperson in allen anfallenden Fragen und Anliegen der Betroffenen [d.h. C.A.________], der Eltern sowie der involvierten [schulischen, psychologischen, ärztlichen, therapeutischen etc.] Fachstellen / Fachpersonen zu amten") ist daher vor dem Hintergrund der angeordneten Beistandschaft zu verstehen. Entsprechend bezieht sich die Aufgabe der Beiständin auch hier auf die streitbetroffene Beistandschaft und damit einzig auf Fragen und Anliegen, welche die konkrete Gefährdung des Kindeswohls von C.A.________ betreffen. Selbstverständlich ist dabei zwar zu beachten, dass sich deren Krankheit bzw. das Verhalten von C.A.________ und den Beschwerdeführern im Zusammenhang mit dieser Krankheit auf diverse Lebensbereiche des Kindes und der Eltern auswirkt. Keinesfalls aber sind davon Aspekte erfasst, die C.A.________ überhaupt nicht und nur die Beschwerdeführer betreffen. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet, soweit darauf einzutreten ist.