Citation: 5A_519/2022 E. 2.1

2.1. Soweit dem Familiengericht das Unterlassen von Abklärungen vorgeworfen wird, wendet sich die Beschwerdeführerin nicht gegen den oberinstanzlichen Entscheid, welcher allein das Anfechtungsobjekt bildet (vgl. Art. 75 Abs. 1 BGG) und in welchem dieser Vorwurf an die Adresse der Erstinstanz ebenfalls formuliert wurde. Entsprechend gehen auch die betreffenden Gehörsrügen an der Sache vorbei. Gleiches gilt aber auch für das Vorbringen, es sei logisch nicht möglich, Abklärungen zu fordern und gleichzeitig deren Notwendigkeit zu verneinen: Das Obergericht hat im Unterschied zum Familiengericht nicht die Behauptung in Zweifel gezogen, wonach der Ehemann der biologische Vater sei, sondern ausgehend von den Tatsachenvorbringen darauf geschlossen, dass der biologische Vater mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht ausfindig gemacht werden könnte, und davon ausgehend direkt die rechtliche Wertung zwischen der bestehenden Situation und derjenigen als Ein-Eltern-Kind vorgenommen. Schliesslich verfängt in diesem Kontext das Argument nicht, es bedeute eine Verletzung von Art. 8 BV, wenn D.________, was aber gegenwärtig nur auf Spekulation beruhe, Anspruch auf vertiefte Abklärungen betreffend Vaterschaft hätte, nicht aber C.________: Abgesehen davon, dass Grundrechte und insbesondere Art. 8 BV keine unmittelbare Drittwirkung zwischen Privatpersonen entfalten (BGE 137 III 59 E. 4.1) und diese Norm auch nicht abstrakt angerufen werden kann, sondern sich die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang konkret mit den einschlägigen zivilrechtlichen Normen auseinandersetzen müsste (vgl. BGE 107 Ia 277 E. 3a S. 280 f.; 143 I 217 E. 5.2 S. 219; Urteile 5P.40/2003 vom 27. Mai 2003 E. 4; 5D_8/2016 vom 3. Juni 2016 E. 3; 5A_362/2016 vom 20. Februar 2017 E. 6.3; 5A_252/2017 vom 21. Juni 2017 E. 5; 5A_98/2016 vom 25. Juni 2018 E. 3.3; 5A_384/2018 vom 21. September 2018 E. 3, nicht publ. in BGE 144 III 381; 5A_118/2022 vom 15. März 2022 E. 4), besteht in Bezug auf die beiden Kinder nicht die gleiche Ausgangslage; das Obergericht hat angesichts der Vorbringen der Mutter, C.________ sei aufgrund einer Vergewaltigung an der Fasnacht von U.________ gezeugt worden, wobei sie keine näheren Angaben zum mutmasslichen Erzeuger machen konnte, befunden, dass Abklärungen in Bezug auf die wahre Vaterschaft aussichtslos wären.