Citation: 9C_290/2022 E. 4.3

4.3. Unbegründet ist sodann die Rüge, die IV-Stelle resp. die Vorinstanz hätten in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG) auf die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens, welches auch die Fachrichtung Rheumatologie beinhalte, verzichtet. Der Versicherte legt in keiner Weise dar, dass sich vorliegend spezifisch rheumatologische Fragestellungen ergeben, die allenfalls eine Abklärung in dieser Fachrichtung rechtfertigen würden. Zum Einwand der fehlenden Durchführung einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) bleibt festzuhalten, dass bei zuverlässiger ärztlicher Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der Regel keine Notwendigkeit besteht, die Arbeitsfähigkeit durch eine EFL zu überprüfen. Ausnahmsweise kann eine EFL erforderlich sein, wenn mehrere involvierte Ärzte eine solche angesichts eines multiplen und schwierig einzuschätzenden Krankheitsbildes ausdrücklich befürworten (Urteil 9C_266/2021 vom 28. Juli 2021 E. 5.1.2 in fine). Dass dies vorliegend der Fall wäre, macht der Beschwerdeführer zu Recht nicht geltend.