Citation: 4A_614/2014 E. 5.7.2

5.7.2. Die Beschwerdeführerin verweist vielmehr auf die Literatur ( MÜLLER-CHEN, a.a.O., N. 17 zu Art. 49 CISG; SCHNYDER/STRAUB, a.a.O., N. 30 zu Art. 47 CISG), wonach sich eine Nachfristansetzung erübrige, wenn der Verkäufer die Erfüllung verweigere oder eine weitere Vertragsverletzung vorliege. In den zitierten Literaturstellen geht es aber nicht um die Notwendigkeit einer Nachfristansetzung, sondern um die Beendigung der Bindung des Käufers vor Ablauf der angesetzten Nachfrist. Dass im Fall einer Erfüllungsverweigerung nach Ansetzung der Nachfrist diese nicht abgewartet werden muss, ergibt sich bereits aus dem Wortlaut von Art. 49 Abs. 1 lit. b CISG. Da es an einer rechtsgenüglichen Nachfristansetzung fehlt, kann die Beschwerdeführerin aus den zitierten Literaturstellen nichts zu ihren Gunsten ableiten.