Citation: 1C_544/2013 E. 3.1

3.1. In diesem Zusammenhang erhebt er zunächst mehrere Sachverhaltsrügen. Er bezweifelt, dass es sich beim Chly Rhy je um einen natürlichen Seitenarm des Rheins gehandelt habe; jedenfalls sei er in der Zürcher Kantonskarte von 1667 nicht verzeichnet. Vermutlich sei dieses Gewässer bei einem früheren Bewässerungsprojekt entstanden. Dafür spreche seine Lage, die geringe Höhendifferenz und der Umstand, dass der "Chly Rhy" heute nicht mehr durchströmt sein. Der Beschwerdeführer bestreitet auch, dass es sich (jedenfalls ausserhalb des Einmündungsbereichs) um künstliche Aufschüttungen handle, die beseitigt werden müssten. Das Verwaltungsgericht legte ausführlich die historische Entwicklung des Chly Rhy dar. Es ging davon aus, dass es sich um einen Seitenarm des Rheins handelte, der in einer langgezogenen Innenkurve vom Hauptstrom abzweigte und am Ende der Rietheimer Ebene wieder in den Rhein einmündete. Der Einlauf des Chly Rhy sei um die 1920er Jahre zugeschüttet und damit der ständige Durchlauf unterbrochen worden. Seither werde er nur noch bei Hochwasser von unten her geflutet und beginne, aufgrund des fehlenden Durchflusses, zu verlanden. Weitere künstliche Aufschüttungen seien bis in die 1970er Jahre erfolgt; insbesondere im Einmündungsbereich im Zusammenhang mit dem in den 1960er Jahren geplanten Bau eines Flusskraftwerks. Hinzu kämen natürliche Verlandungen durch Sandeintrag bei Hochwasseraufstau von unten. Die Feststellung, dass es sich beim Chly Rhy um einen früheren Seitenarm des Rheins handelte (wofür bereits der Name spricht), wurde mit zahlreichen historischen Karten aus den Jahren 1811, 1821, 1833-63, 1849, 1880, 1940 und 1948 belegt. Dagegen gibt es keinerlei Hinweise für die vom Beschwerdeführer vermutete künstliche Schaffung des Chly Rhys zu Bewässerungszwecken. Unter diesen Umständen ist die Sachverhaltsfeststellung des Verwaltungsgerichts nicht zu beanstanden, unabhängig davon, ob der Chly Rhy in seiner heutigen Lage bereits im 17. Jahrhundert bestand oder nicht. Die künstlichen Aufschüttungen belegte das Verwaltungsgericht mit Hinweisen auf in den Akten liegende Berichte und Pläne. Mit diesen setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander und legt nicht dar, inwiefern sie bzw. die vom Verwaltungsgericht daraus gezogenen Schlüsse offensichtlich unrichtig sein sollten. Nach dem Gesagten ist von der Sachverhaltsfeststellung des Verwaltungsgerichts auszugehen (Art. 105 BGG), wonach mit der geplanten Beseitigung der künstlichen Aufschüttungen im Einlauf- und Einmündungsbereich und der Wiederanbindung des Chly Rhy an den Rhein der ehemalige Seitenarm des Rheins wiederhergestellt wird.