Citation: I 27/00 21.02.2001 E. 2

2.- a) Im Gutachten des ZMB vom 23. Oktober 1997 diagnostizierten die Ärzte - mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit - eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit sekundärer Verhaltensstörung bei narzisstischer Persönlichkeit, Status nach Kontusion des rechten Unterschenkels distal und lateral und wiederholten operativen Eingriffen an den Nervi peronaeus communis in der Kniekehle und peronaeus superficialis am Unterschenkel lateral rechts, ein komplexes Schmerzsyndrom des rechten Unterschenkels bei partieller Deafferentierung im Bereich des Nervus peronaeus superficialis und von Hautästen des Nervus cutaneus surae lateralis sowie einen Verdacht auf Narbenentrapement im Bereich der Neurolysenstelle des Nervus peronaeus communis in der rechten Kniekehle und ein chronisches Lumbovertebralsyndrom rechts ohne radikuläre Irritations- und Ausfallsymptome. Die Arbeitsfähigkeit als Bauhandlanger wurde auf 30 % geschätzt, da körperlich belastende Tätigkeiten mit repetitivem Lasten heben und körperlichen Zwangshaltungen nicht mehr zumutbar seien. Für körperlich adaptierte, wechselbelastende Tätigkeiten bestand nach Auffassung der Gutachter unter Mitberücksichtigung der psychischen Beeinträchtigungen eine Arbeitsfähigkeit von 50 %, entsprechend einem vierstündigen Einsatz täglich; bei diesem reduzierten Pensum sei eine volle Leistung zumutbar. In affektiver und kognitiver Hinsicht sei der Versicherte nicht derart beeinträchtigt, dass ihm eine Willensanstrengung zur Überwindung des Leidens nicht zumutbar wäre. Gemäss Gutachten des Dr. med. L.________ vom 3. Februar 1997 ergaben sich aus orthopädischer Sicht keine sicheren Befunde, welche die Arbeitsfähigkeit wesentlich einschränken würden. b) Gestützt auf die ärztlichen Angaben ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer eine leichtere angepasste Tätigkeit zu 50 % möglich und zumutbar wäre. Der Versicherte hält dem entgegen, sein Gesundheitszustand habe sich seit der Erstellung des Berichts des ZMB verschlechtert. Er sei immer noch regelmässig in medizinischer Behandlung und habe sich im Februar 2000 stationär behandeln lassen müssen. Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Verfügungserlasses gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis). Für die Zeit von der Erstellung des Gutachtens des ZMB vom 23. Oktober 1997 bis zum Erlass der Verfügungen vom 14. April 1998 ist eine relevante gesundheitliche Verschlechterung weder auf Grund der Akten ausgewiesen noch vom Beschwerdeführer glaubhaft geltend gemacht. Da die Stellungnahmen der Ärzte des ZMB ein klares Bild über die noch zumutbare Leistungsfähigkeit für den für die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt geben, ist auf die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragte Einholung eines unabhängigen Gutachtens zu verzichten.