Citation: 8C_196/2020 E. 6.2

6.2. Dem psychiatrischen PMEDA-Teilgutachten des Dr. med. D.________ ist nicht zu entnehmen, ob sich der Experte mit der medizinischen Anamnese, insbesondere mit dem MEDAS-Gutachten vom 19. April 1996 auseinandergesetzt hat, wird dieses doch nicht erwähnt. Auf konkrete Frage hin wird im Gutachten im Rahmen der konsensualen Schlussbeurteilung ausdrücklich angeführt, dass aus Sicht der Experten eine Besserung des Gesundheitszustandes im Vergleich zu den - nicht näher bezeichneten - Vorberichten denkbar sei. Ebenso gut könne es sich auch lediglich um eine andere Bewertung des medizinischen Sachverhalts bei objektiv gleichen gesundheitlichen Verhältnissen handeln. Eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für die eine der beiden Möglichkeiten liege nicht vor. Damit entbehrt die vorinstanzliche Feststellung, Dr. med. D.________ habe in seinem Gutachten gezeigt, dass im Vergleich zum Zeitpunkt der Begutachtung im Jahre 1996 eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten sei, der aktenmässigen Grundlage. Im angefochtenen Entscheid wird auch nicht dargelegt, welche Befunde sich geändert haben sollen, wird im PMEDA-Gutachten ein entsprechender Vergleich doch nicht vorgenommen. Zudem wird weder im Gutachten noch im angefochtenen Entscheid vom 30. August 2017 angeführt, welche - und allenfalls inwiefern - die anlässlich der Observation festgestellten Aktivitäten im Widerspruch zu den aktuellen Befunden und Diagnosen stehen, beziehungsweise inwiefern sich diese gegenüber den Befunden und Feststellungen im MEDAS-Gutachten von 1996 verbessert hätten. Diesbezüglich gilt es in Erinnerung zu rufen, dass dem Beschwerdeführer damals immerhin eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert worden war. Ein gänzliches Fehlen von irgendwelchen Aktivitäten wäre also auch nicht zu erwarten gewesen.