Citation: 9C_98/2014 E. 5.2

5.2. Von einer Rückweisung zur Einholung eines psychiatrischen Gutachtens ist abzusehen. Denn es würde keine wesentlichen neuen Erkenntnisse liefern (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94). Woran die Beschwerdeführerin leidet, ist im Wesentlichen klar und im Grunde unbestritten. Bestritten wird in der Beschwerde nur, dass die Beschwerdeführerin im Zustand, wie sie ist, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen, also etwas mehr als 60 % des Valideneinkommens (Fr. 53'308.- gemäss Feststellungsblatt vom 12. März 2012), guten Willen vorausgesetzt, verdienen könnte. Nicht nur aufgrund des RAD-Untersuchungsberichts, sondern primär auch aufgrund der ADHS-Abklärungen durch das Psychiatriezentrum X.________ vom 13. September 2008 bis 30. Juli 2009 ist die Frage, ob die Beschwerdeführerin trotz der erwähnten Störungen ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen erzielen kann, klar zu bejahen. Von einer invalidisierenden Psychopathologie in Form einer schweren Erwachsenen-Aufmerksamkeitsstörung kann danach nicht die Rede sein. Denn alle für eine unselbstständige Hilfsarbeit erforderlichen Funktionen sind im Wesentlichen erhalten. Auch ist das Leiden therapierbar, wobei die Beschwerdeführerin früher nicht daran gehindert war, normale Löhne zu erzielen (vgl. IK-Auszug vom 15. Juni 2011: Fr. 47'120.- im Jahr 1995). Nähme sie die Pflicht zur Schadenminderung wahr, könnte sie ein rentenausschliessendes Einkommen von etwas mehr als 60 % von Fr. 53'308.- (Fr. 31'985.-) erzielen (Art. 28 Abs. 2 IVG; Prozentvergleich, BGE 114 V 310 E. 3a S. 313).