Citation: 8C_59/2024 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz kam nach Würdigung des BEGAZ-Gutachtens vom 7. Januar 2021 und der Stellungnahmen des orthopädischen Gutachters Dr. med. B.________ vom 11. März 2021 und 18. Januar 2022 zum Schluss, die Einschätzung einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab April 2020 in einer rückenadaptierten Tätigkeit sei nicht plausibel. Insbesondere bestehe ein Widerspruch zwischen der Beurteilung vom 11. März 2021 und derjenigen vom 18. Januar 2022. Die IV-Stelle habe daher zu Recht nicht auf das BEGAZ-Gutachten abgestellt. Demgegenüber könne der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des RAD-Arztes Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, gefolgt werden, wonach von einer lediglich vorübergehenden Verschlechterung des Gesundheitszustands im Kontext der erfolgten neuerlichen Operationen auszugehen sei. Demnach bestehe in einer leidensangepassten Tätigkeit ab April 2020 eine maximal 30%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Das kantonale Gericht erwog, für die beiden Vergleichseinkommen sei auf statistische Einkommenszahlen abzustellen, weshalb auf einen Einkommensvergleich verzichtet werden könne. Mangels eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades sei die Befristung des Rentenanspruchs per 30. Juni 2020 (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) nicht zu beanstanden.