Citation: 7B_874/2023 E. 2

Die Vorinstanz hält im angefochtenen Entscheid in der Hauptsache zusammengefasst fest, die streitigen Unterlagen seien im Rahmen der nationalen Rechtshilfe gemäss Art. 194 StPO und Art. 38 Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht vom 22. Juni 2007 (FINMAG; SR 956.1) beigezogen worden. Bei einem solchen Aktenbeizug handle es sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht um eine Zwangsmassnahme, weshalb der Rechtsbehelf der Siegelung von vornherein nicht zur Verfügung stehe. Dies gelte vorliegend umso mehr, als es sich bei diesen Unterlagen um eine behördliche Verfügung und einen behördlichen Untersuchungsbericht handle, deren Inhaberin die FINMA sei. Im Rahmen einer Eventualbegründung legt die Vorinstanz sodann dar, dass die allgemeinen Voraussetzungen für eine Entsiegelung erfüllt seien und insbesondere das Vorliegen geschützter Anwaltskorrespondenz im Siegelungsverfahren nicht hinreichend substanziiert worden sei. Die Beschwerdeführerin bringt vor, entgegen der Vorinstanz sei das Siegelungsverfahren vorliegend anwendbar. Zudem habe sie das Vorliegen geschützter Anwaltskorrespondenz hinreichend substanziiert. Was die Entsiegelungsvoraussetzungen in der Sache angeht, vertritt sie im Wesentlichen die Auffassung, sowohl die FINMA als auch ihre Untersuchungsbeauftragte Wenger Plattner habe in ihrer Verfügung respektive in ihrem Bericht durch das Anwaltsgeheimnis geschützte Informationen - den Untersuchungsbericht der C.________ AG - verwendet und nehme darauf Bezug. Entsprechend sei auch die Verfügung der FINMA respektive der Bericht ihrer Untersuchungsbeauftragen durch das Anwaltsgeheimnis geschützt. Das Vorliegen der weiteren Entsiegelungsvoraussetzungen bestreitet sie vor Bundesgericht dagegen nicht mehr. Ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf das Entsiegelungsgesuch der Beschwerdegegnerin eingetreten ist, kann dahingestellt bleiben. Die Beschwerde ist ohnehin abzuweisen, da - wie nachfolgend aufzuzeigen ist - die streitigen Unterlagen in jedem Fall zur weiteren Verwendung im Strafverfahren freizugeben sind.