Citation: 6B_1060/2022 E. 1.2

1.2. Im Einzelnen macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz habe ihn zwar vom Vorwurf der mehrfachen Vergewaltigung freigesprochen, ihn jedoch wegen sexueller Nötigung verurteilt. Dies sei widersprüchlich. Mit Blick auf die Vergewaltigung halte die Vorinstanz fest, es sei nicht festzustellen, ab wann die Privatklägerin Gefallen am Geschlechtsverkehr gefunden habe, da ein sekundenweises Zerlegen dieses dynamischen Vorgangs lebensfremd wäre. Dann nehme die Vorinstanz jedoch selbst eine Trennung vor und gehe davon aus, dass vor dem einvernehmlichen Geschlechtsverkehr eine sexuelle Nötigung stattgefunden habe. Es sei kaum denkbar, dass die Privatklägerin eine sexuelle Nötigung erduldet hätte, um direkt anschliessend einvernehmlichen Geschlechtsverkehr samt eigenem Orgasmus zu erleben. Ihre Desinteresseerklärung erwecke den Eindruck, sie habe sämtliche sexuelle Handlungen gewollt. Weiter rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz halte lapidar fest, er habe verstanden, dass die Privatklägerin die Handlungen nicht gewollt habe. Zwar habe die Privatklägerin ausgesagt, sie habe die sexuellen Handlungen nicht gewollt. Doch habe sie auch ausgesagt, sie habe es zugelassen, weil es sowieso nichts bringe, wenn sie nein sage. Sodann behauptet der Beschwerdeführer, die Vorinstanz stelle zur Begründung der Schuldsprüche wegen sexueller Nötigung und Nötigung einzig auf die Aussagen der Privatklägerin ab. Deren Aussagen seien aber widersprüchlich. Obwohl er zahlreiche Widersprüche aufgezeigt habe, sei die Vorinstanz nicht darauf eingegangen. So habe die Privatklägerin fälschlicherweise eine Freiheitsberaubung behauptet. Zur Frage, wie es zu den ersten sexuellen Handlungen gekommen sei, habe sie unterschiedliche Versionen präsentiert. Sie habe ausgesagt, der Beschwerdeführer habe sie am Musikfestival B.________ gezwungen, in ein Taxi zu steigen, ihr Handy gestohlen und sie mit einem heissen Feuerzeug am Bein verbrannt. Diese Vorwürfe hätten sich nicht erhärtet. Es habe sich auch nicht beweisen lassen, dass der Beschwerdeführer die Privatklägerin gegen den Kopf getreten habe. Ferner habe sich nicht beweisen lassen, dass der Beschwerdeführer ihr mit Prügeln gedroht habe, wenn sie nicht esse, was er für sie gekocht habe. Die Vorinstanz lasse ausser Acht, dass die Privatklägerin durch die Chat-Nachrichten des Beschwerdeführers nicht eingeschüchtert gewesen sei; vielmehr habe sie mit gleicher Münze zurückgegeben. Schliesslich trägt der Beschwerdeführer vor, die Privatklägerin sei von ihrer Mutter und ihrem neuen Freund zur Strafanzeige gedrängt worden.