Citation: I 647/00 04.10.2001 E. 3

3.- a) Die IV-Stelle hat bei beiden Arbeitgebern der Beschwerdeführerin zwecks Ermittlung des Valideneinkommens je eine schriftliche Auskunft zu den beiden Fragen eingeholt, ob die Versicherte in ihrem angestammten Beruf als Dentalhygienikerin auch ein volles Arbeitspensum arbeiten könnte und mit welchem Salär ein solches entlöhnt würde. Die beiden Arbeitgeber antworteten wie folgt: Dr. med. dent. B.________: "-Lohn 100% Fr. 9'000.-- brutto -grösseres Arbeitspensum in meiner Praxis wäre möglich.. " Dr. med. dent. A.________: "Ja. 50% Bruttolohn 4'505. 90 Fr. 100% Bruttolohn 8'700. 00 Fr." Die IV-Stelle hat den von Dr. med. dent. A.________ für eine Vollzeittätigkeit als Dentalhygienikerin angegebenen, monatlichen Bruttolohn von Fr. 8700.- (x 13) als Valideneinkommen genommen und dieses dementsprechend auf Fr. 113'100.- pro Jahr festgesetzt. Indessen hat die Beschwerdeführerin nachgewiesen, dass sie bei diesem Zahnarzt bei einer Verdoppelung ihres bisherigen Arbeitspensums von 50 % auf 100 % nur deshalb mit einer unproportionalen Lohneinbusse von Fr. 311. 80 monatlich (Fr. 8700.- statt Fr. 9011. 80) rechnen müsste, weil diesfalls in dieser Zahnarztpraxis ihre Auslastung als Dentalhygienikerin nicht mehr voll gewährleistet wäre. Bei ihrem zweiten Arbeitgeber, Dr. med. dent. B.________, könnte sie demgegenüber auch bei einem vollen Arbeitspensum das zehnfache des bisher für ein 10 %-Arbeitspensum erzielten Monatslohnes von Fr. 900.-, d.h. Fr. 9000.- erzielen. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin bei beiden Zahnärzten im Gesundheitsfall eine Erhöhung ihres bisherigen Teilpensums von 50 % auf 60-70 % (Dr. med. dent. A.________) bzw. von 10 % auf 30-40 % (Dr. med. dent. B.________) mit je proportionaler Erhöhung ihres bisherigen Lohnes hätte realisieren können. Es ist deshalb nicht gerechtfertigt, abweichend von der dargelegten Grundregel für die Ermittlung des Valideneinkommens nicht an den in den beiden bisherigen Arbeitsverhältnissen erzielten effektiven Lohn sondern nur an den im einen von beiden bei vollem Arbeitspensum erzielbaren (tieferen) Lohn anzuknüpfen. Das massgebende, jährliche Valideneinkommen ist daher ausgehend von der effektiven bisherigen Entlöhnung wie folgt zu berechnen: Fr. 4505. 90 + Fr. 900. = Fr. 5405. 90 x 13 = Fr. 70'276. 70 : 60 x 100 = Fr. 117'128.-. b) Nicht streitig ist das erzielbare (und effektiv erzielte) Invalideneinkommen von Fr. 70'200.- pro Jahr. Aus der Gegenüberstellung der beiden massgebenden Vergleichseinkommen resultiert ein Invaliditätsgrad von 40,07 %, sodass der rentenbegründende Mindestansatz von 40 % erreicht und ganz leicht übertroffen ist. c)Es steht fest, dass auch die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin während der ab dem Unfalltag (30. Juli 1995) laufenden Wartefrist von einem Jahr gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG mehr als 40 % betrug, weshalb der Anspruch auf eine Viertelsrente am 1. Juli 1996 entstanden ist (Art. 29 Abs. 2 IVG; BGE 121 V 272 ff. Erw. 6).