Citation: 2C_656/2018 E. 2.5.1

2.5.1. Die dem Bundesgericht eingereichte Beschwerdeschrift setzt sich mit den tatsächlichen und rechtlichen Grundlagen des angefochtenen Urteils nicht ernsthaft auseinander. Wegen der fehlenden freien Kognition in Tatfragen (BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445) und der Beschränkung der Überprüfung der vorinstanzlichen Beweiswürdigung auf Willkür (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9), reicht es nicht aus, in einer Beschwerdeschrift dem Bundesgericht einfach die eigene Sichtweise über das Geschehene darzulegen oder die eigene Beweiswürdigung zu erläutern (BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356; Urteile 8C_616/2014 vom 25. Februar 2015 E. 1.2; 9C_779/2010 vom 30. September 2011 E. 1.1.2, nicht publ. in: BGE 137 V 446, aber in: SVR 2012 BVG Nr. 11 S. 44), zu erfüllen sind vielmehr die an eine Sachverhaltsrüge (Art. 97 BGG in Verbindung mit Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG) aufgestellten Anforderungen (BGE 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62; 133 IV 286 E. 6.2 S. 288). Die eigene Darstellung der Ereignisse in der Beschwerdeschrift kann nicht berücksichtigt werden. Hinsichtlich der ausformulierten Sachverhaltsrügen trifft es nicht zu, dass die Vorinstanz den Sachverhalt deswegen offensichtlich unrichtig festgestellt hat, weil sie sich zur derzeitigen politischen Lage in Sri Lanka nicht geäussert hat. Weder dem angefochtenen Urteil noch der Beschwerdeschrift noch der Eingabe vom 8. Oktober 2018 lässt sich entnehmen, dass konkrete und auf den Einzelfall bezogene Anhaltspunkte einer gewissen Schwere für eine Verletzung von Art. 25 Abs. 3 BV und Art. 3 EMRK in das vor- oder erstinstanzliche Verfahren eingebracht worden wären, weshalb kein Anlass dafür bestand, die Situation des Beschwerdeführers als Tamile in Sri Lanka weiter abzuklären (Urteil 2C_80/2017 vom 8. September 2017 E. 3.2.5). Solche konkreten und auf den Einzelfall bezogene Anhaltspunkte hätte der Beschwerdeführer im Übrigen auch noch in das bundesgerichtliche Verfahren einbringen können (BGE 137 II 305 E. 3.2 S. 309, E. 3.3 S. 310; Urteil 2C_791/2016 vom 26. September 2016 E. 3.3), was nicht erfolgt ist. Nach ständiger Rechtsprechung begründet die allgemeine, in einem spezifischen Land vorherrschende soziale, humanitäre oder wirtschaftliche Situation ohne Hinweise auf eine konkrete Gefährdung der Einzelperson (wie etwa gemäss Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte [EGMR] Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008 [Nr. 37201/06], §§ 142-146; Urteil Jabari gegen Türkei vom 11. Juli 2000 [Nr. 40035/98], §§ 33-42), von Extremsituationen abgesehen, jedenfalls keinen Grund für die Eröffnung des sachlichen Anwendungsbereichs des konventionsrechtlich garantierten Refoulementverbots (Urteile des EGMR M.Y.H. et al. gegen Schweden vom 9. Dezember 2013, [Nr. 50859/10], § 56; A.A.M. gegen Schweden vom 3. April 2014 [Nr. 68519/10], § 62). Ebensowenig wurde geltend gemacht, der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers würde eine Rückreise verunmöglichen. Auf die allgemein gehaltenen Ausführungen zur Situation von Tamilen in Sri Lanka und zum Suizidversuch des Beschwerdeführers kann nicht weiter eingegangen werden (Art. 25 Abs. 3 BV und Art. 3 EMRK in Verbindung mit Art. 106 Abs. 2 BGG). Mangels konkreter Hinweise auf eine Gefährdung gilt heute eine Rückkehr nach Sri Lanka auch für Tamilen als zumutbar (vgl. Urteile 2C_387/2014 vom 3. März 2015 E. 4.3 und E. 4.4; 2C_873/2012 vom 28. März 2013 E. 4). Dass der Beschwerdeführer bzw. seine Eltern seinerzeit im Jahre 1995 vorläufig aufgenommen worden waren, kann deshalb nicht ausschlaggebend sein. Die Vorinstanz war denn auch nicht verpflichtet, deswegen einen Bericht des SEM zur Lage in seinem Heimatstaat einzuholen.