Citation: 6B_789/2022 E. 3.1

3.1. In diesem Zusammenhang stellt die Vorinstanz folgende Erwägungen an: Anlässlich der Kontrolle durch das Grenzwachtkorps der Eidgenössischen Zollverwaltung seien im Fahrzeug des Beschwerdeführers an verschiedenen Orten Bündel mit Bargeld, teilweise in Zip-Beuteln verpackt, in der Höhe von insgesamt Fr. 15'890.-- sowie EUR 120.-- gefunden worden. Aus jedem der vier Geldbündel seien fünf Geldscheine als Stichprobe entnommen und mittels Ionenmobilitätsspektrometrie untersucht worden. Der entsprechende Bericht habe bei allen Scheinen der Geldbündel 1, 3 und 4 (durchschnittliche Stärkewerte von 3.18 bis 4.11) und bei 60% der Scheine des Geldbündels 2 (durchschnittlicher Stärkewert 2.87) eine Kontamination mit Kokain ergeben. Einzig gestützt auf dieses Ergebnis - so die Vorinstanz - lasse sich jedoch nicht ableiten, dass es sich um Geld deliktischer Herkunft handle. Es müssten weitere Indizien für eine deliktische Herkunft des Geldes vorliegen. In der Folge prüft die Vorinstanz das Vorliegen solcher Umstände und führt aus, ein Drogenkonsum des Beschwerdeführers sei nicht ersichtlich und werde von diesem auch bestritten. Eigenkonsum scheide daher als Ursache für eine Kontamination der Geldscheine aus. Auffallend sei jedoch, dass sowohl die Hände als auch die Stirn des Beschwerdeführers nicht unerheblich mit Kokain kontaminiert gewesen seien, obwohl er anlässlich seiner Einvernahme angegeben habe, Kokain weder gesehen noch konsumiert zu haben. Auffällig sei sodann die Stückelung des Bargeldes in kleinere Einheiten, wie sie im Betäubungsmittelhandel üblich sei. Auch die Art des Transports der Geldbündel, zum Teil versteckt und in Zip-Beuteln, erscheine durchaus auffällig und ungewöhnlich. Es sei jedenfalls nicht ersichtlich, warum das Geld teilweise in Zip-Beuteln transportiert worden sei, wenn nicht, um die Verunreinigung mit Betäubungsmitteln vor Drogenspürhunden zu verbergen. Auch diese Umstände seien als Indizien für eine deliktische Herkunft des Geldes zu werten. Des Weiteren erwägt die Vorinstanz, die Angaben des Beschwerdeführers zur Herkunft des Geldes erschienen unglaubwürdig und teilweise widersprüchlich. So habe er anlässlich der polizeilichen Einvernahme angegeben, dass er das Portemonnaie mit den Fr. 12'000.-- vergessen habe und sich das Geld ca. zwei Wochen im Fahrzeug befunden habe. Dass ein Geldbeutel mit einem Bargeldbetrag von ca. zwei Monatslöhnen einfach vergessen bzw. nicht mehr gefunden werde, erscheine an sich unglaubwürdig. Zudem habe sich die Geldbörse auf dem Rücksitz unter der umgeklappten Rückenlehne befunden, also an einem Ort, wo sie nicht zufällig hinein gerutscht, sondern aktiv bewegt worden sei. Der Beschwerdeführer habe sodann auch nicht glaubhaft machen können, dass das Bargeld aus gleichwertigen Gegenleistungen (angeblicher Verkauf von Folienlegegeräten und CBD-Stecklingen, Bargeldbetrag zur Bezahlung der Reparatur eines Mountainbikes) stamme. Er sei bereits bei der polizeilichen Einvernahme darauf hingewiesen worden, dass er Belege und Quittungen für die Rechtmässigkeit des Bargeldes vorlegen müsse. Dies habe er trotz vorheriger Zusage nicht getan. Hinsichtlich der am 19. Oktober 2021 eingereichten Unterlagen habe die Staatsanwaltschaft am 27. Oktober 2021 um Bekanntgabe der genauen Kontaktdaten der betroffenen Personen gebeten. Am 29. Oktober 2021 habe der Beschwerdeführer Bankauszüge eingereicht, ohne jedoch wie verlangt die Kontaktdaten zu spezifizieren. Hinsichtlich dieser Unterlagen habe die Staatsanwaltschaft zutreffend ausgeführt, dass diese keine ausreichenden Angaben zu den Personalien der Kunden enthielten und die Auszüge auch aus anderen Gründen zweifelhaft seien. So seien beispielsweise die Angaben des Beschwerdeführers zum Verkauf des Folienlegegerätes nicht schlüssig, zumal er von einem Verkauf an einen "Spanier" spreche, die Quittung aber auf einen "B.________" ausgestellt sei. Sodann weiche der in der Einvernahme genannte Preis (ca. Fr. 6'000.--) doch erheblich von der diesbezüglichen angeblichen Quittung über Fr. 7'200.-- ab. Auch der in der Quittung angegebene Verkaufspreis von Fr. 3'200.-- für 1'800 Stecklinge entspreche nicht dem Stückpreis von Fr. 1.80. Sodann stimmten die in den Quittungen genannten Barbeträge nicht mit den vorgefundenen Bargeldbeträgen überein. Insgesamt fehlten nicht nur betragsmässig nachvollziehbare Quittungen, sondern auch Angaben zu den Vertragsparteien, bei denen weitere Abklärungen hätten vorgenommen werden müssen. Darüber hinaus stünden die Angaben des Beschwerdeführers, alles akribisch zu sammeln bzw. Belege für das Bargeld im Umschlag zu haben, im Widerspruch zu seinen späteren Angaben, bei Verkäufen nicht konsequent Quittungen auszustellen, diese nicht akribisch schriftlich zu dokumentieren bzw. einen Teil der Quittungen nach Abwicklung eines Verkaufs zu entsorgen. Sodann erschienen die Angaben, für eine Fahrradreparatur eigens von Luzern nach Dornbirn in Österreich gereist zu sein und dafür Fr. 2'400.-- in bar mitgenommen zu haben, nicht glaubwürdig. Insbesondere seien die entsprechenden Kosten um ein Vielfaches niedriger gewesen und vom Beschwerdeführer ohnehin mit Debitkarte bezahlt worden. Zudem habe der Beschwerdeführer zu Protokoll gegeben, dass es für ihn nicht in Ordnung gewesen wäre, wenn der Service des Fahrrades in der Schweiz knapp Fr. 2'000.-- gekostet hätte. Dennoch habe er für einen Service in Österreich Fr. 2'400.-- mitgeführt. Schliesslich wäre, würde das Bargeld von verschiedenen Käufern bzw. vom Bankomaten (zur Bezahlung der Fahrradreparatur) stammen, kaum mit einer durchgehend hohen und gleichmässigen Kontamination zu rechnen. Gestützt auf diese Überlegungen gelangt die Vorinstanz zum Schluss, die deliktische Herkunft des Geldes sei ebenso zu bejahen wie das Fehlen einer gleichwertigen Gegenleistung. Die Voraussetzungen einer Einziehung nach Art. 70 Abs. 2 StGB seien gegeben.