Citation: 6B_590/2015 E. 2.5

2.5. Die Beschwerdeführerin beanstandet, die Feststellung im angefochtenen Entscheid, sie habe wissen müssen, wie die Arbeitsbedingungen bei der Salonbetreiberin C.________ sein würden, sei willkürlich. Es bestünden zumindest nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" erhebliche und unüberwindbare Zweifel daran, dass sie gewusst habe, in welche Arbeitsbedingungen und Zwangslage sich die Beschwerdegegnerin 2 begibt. Die Vorinstanz hält fest, die Beschwerdeführerin habe um die Arbeitsbedingungen im Salon am D.________-Weg gewusst. Sie begründet ihre Schlussfolgerung wie folgt: Die Beschwerdeführerin arbeite seit 2003 selbst als Prostituierte. Anfangs sei sie während fünf Jahren in einem Studio angestellt gewesen. Zum Tatzeitpunkt habe sie ihr eigenes Studio am D.________-Weg gehabt. Sie sei mit den dort vorherrschenden Verhältnissen bestens vertraut gewesen, habe sie doch ausführlich darüber Auskunft geben können, wer wo und für wen wie lange gearbeitet habe. Dabei sei unerheblich, ob die Beschwerdegegnerin 2 die erste illegale Prostituierte der Salonbetreiberin C.________ gewesen sei. Die Vorinstanz stellt ohne in Willkür zu verfallen fest, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer eigenen Umstände zumindest in den Grundzügen wusste, welche Bedingungen die Beschwerdegegnerin 2 in der Schweiz erwarten würden und sie ebenso wusste, dass die Prostituierten - unabhängig davon, ob sie illegal in der Schweiz weilten oder nicht - einen erheblichen Teil der Einkünfte dem Salonbetreiber abzuliefern haben (Urteil S. 9). Inwiefern die vorinstanzliche Würdigung geradezu willkürlich sein könnte, legt die Beschwerdeführerin nicht substanziiert dar. Ihr Einwand, sie habe die Arbeitsbedingungen der Beschwerdegegnerin 2 in der Schweiz nicht gekannt, erschöpft sich in einer unzulässigen appellatorischen Kritik. Darauf ist nicht einzutreten.