Citation: 2A.38/2000 01.05.2000 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer trägt vor, die Ausweisung sei unverhältnismässig: Zwar habe er wiederholt gegen die Rechtsordnung verstossen, doch wiege sein Verschulden nicht schwer. Nach der Verwarnung durch die Fremdenpolizei habe er sich "merklich gebessert"; heute sei er überdies sowohl beruflich wie privat in der Schweiz gut integriert. Hier habe er sich niedergelassen, gehe einer regelmässigen Arbeit nach und pflege einen intensiven Kontakt zu seiner Familie. b) Bestritten wird zu Recht nicht, dass die formellen Voraussetzungen für eine Ausweisung nach Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG erfüllt sind, ist der Beschwerdeführer doch mehrmals wegen eines Verbrechens bzw. Vergehens gerichtlich bestraft worden. Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, greift zudem subsidiär der Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG Platz. aa) Der Beschwerdeführer ist seit 1994 immer wieder straffällig geworden. Zwar handelt es sich, wenn von der Verurteilung wegen sexueller Nötigung abgesehen wird, nicht um allzu gravierende Delikte. Doch häuften sich im Laufe der Jahre die Anzeigen und strafrechtlichen Verurteilungen. Ausserdem hatte sich der Beschwerdeführer nicht an die Bedingungen eines Arbeitslosen-Beschäftigungsprogramms gehalten; und er kam darüber hinaus auch mit der Arbeitslosenversicherungskasse in Konflikt (S. 4 des angefochtenen Entscheides). bb) Ins Gewicht fällt sodann, dass sich der Beschwerdeführer trotz ausdrücklicher Verwarnung durch die Fremdenpolizei nicht von weiteren Straftaten hat abhalten lassen und rückfällig geworden ist. Unbeeindruckt davon, dass von ihm in Zukunft ein klagloses Verhalten gefordert wurde, missachtete der Beschwerdeführer nach kurzer Zeit erneut Vorschriften des Strassenverkehrsgesetzes. Später führte er u.a. ein Motorfahrzeug in angetrunkenem Zustand und wurde auch noch wegen Inumlaufsetzens von Falschgeld verurteilt. Mit Blick auf den unmissverständlichen Wortlaut der Verfügung vom 25. Oktober 1995 erscheint die These des Beschwerdeführers, er habe davon ausgehen müssen, die Verwarnung der Fremdenpolizei beziehe sich ausschliesslich auf gravierende Verstösse gegen die Rechtsordnung (S. 9 f. der Beschwerde) als haltlose Schutzbehauptung. Sein bisheriges Verhalten erlaubt keine gute Prognose, zu welchem Schluss auch das Bezirksgericht Frauenfeld in seinem Urteil vom 15. September 1999 gekommen ist. Es ist zu befürchten, dass der Beschwerdeführer immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt geraten wird. Nach dem Gesagten besteht ein gewichtiges öffentliches Interesse, den Beschwerdeführer von der Schweiz fernzuhalten. c) Den öffentlichen Interessen sind die privaten Interessen an einem Verbleib gegenüberzustellen. Der Beschwerdeführer reiste 1990 im Alter von 14 Jahren in die Schweiz ein und hat hier einen Teil seiner Schulzeit verbracht. Seine Familie (Ehefrau, Eltern und Geschwister) lebt ebenfalls hier, weshalb ihn eine Ausweisung zweifellos hart treffen wird. Zu berücksichtigen ist andererseits, dass der Beschwerdeführer nicht in der Schweiz geboren ist. Er hat die ganze Kindheit und einen Teil seiner Jugend in Mazedonien verbracht, weshalb er sich dort rasch wieder ein soziales Umfeld aufbauen kann: Wie seine engen Kontakte zu Landsleuten zeigen (vgl. S. 9 des angefochtenen Entscheides bzw. S. 11 der Beschwerdeschrift), hat er sich der Kultur seines Heimatlandes nicht entfremdet und beherrscht auch dessen Sprache nach wie vor. Ferner hat der Beschwerdeführer in der Schweiz keine berufliche Laufbahn begonnen, deren zwangsweise Beendigung durch die fremdenpolizeilichen Behörden allenfalls eine besondere Härte darstellen könnte. Die Beschwerdeführerin, welche bei Ausweisung ihres Ehemannes den Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung verliert (Art. 17 ANAG), lebt noch keine drei Jahre in der Schweiz. Sie stammt ebenfalls aus Mazedonien, weshalb auch ihr eine Rückkehr dorthin zuzumuten ist und die Möglichkeit der Weiterführung der Ehe insoweit nicht beeinträchtigt wird. Eine Verletzung von Art. 8 EMRK wird mit Grund nicht behauptet. d) Trotz nachteiliger Auswirkungen der Ausweisung bzw. Wegweisung auf die persönliche Situation der Beschwerdeführer erscheint die Massnahme auf Grund der dargelegten konkreten Umstände nicht unverhältnismässig. Der angefochtene Entscheid verstösst somit nicht gegen Bundesrecht (vgl. E. 1b).