Citation: 2C_573/2014 E. 4.1.1

4.1.1. Der Beschwerdeführer wurde in der Schweiz zweimal im Zusammenhang mit Gewaltdelikten strafrechtlich verfolgt: Das Strafgericht Locarno verurteilte ihn am 16. April 1998 wegen Vorbereitungshandlungen zu einem bewaffneten Raubüberfall zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von 18 Monaten sowie einer bedingt vollziehbaren Landesverweisung von fünf Jahren. In der Folge wurde der Beschwerdeführer rückfällig: Er schoss am 11. Februar 2011 aus nächster Nähe auf einen Landsmann, was mit einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren und einer Busse von Fr. 500.-- wegen versuchter schwerer Körperverletzung, Tätlichkeiten und mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffengesetz geahndet wurde. Das Verschulden des Beschwerdeführers wog dabei schwer: Da er davon ausgegangen war, dass sein Opfer schlecht über ihn geredet haben könnte, feuerte er ohne Weiteres auf dieses und verletzte es am Bein. Das Strafgericht unterstrich zu Recht, es sei nicht zu dulden, dass Meinungsverschiedenheiten mit der Schusswaffe ausgetragen würden - auch nicht wenn der Betroffene sich wie der Beschwerdeführer auf einen anderen kulturellen Hintergrund berufe. Dass kein schwererer Schaden eingetreten sei, sei - so das Strafgericht - als glückliche Fügung lediglich dem Zufall zu verdanken.