Citation: 1C_260/2016 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanzen gingen davon aus, dass die gemessenen Ammoniakkonzentrationen nicht gesundheitsgefährdend seien, lägen sie doch deutlich tiefer als der Grenzwert für das gefährlichere Stickstoffdioxid (NO2) von 30 μg/m3 im Jahresmittel gemäss Anh. 7 LRV. Das AWEL wies ergänzend darauf hin, dass Kaltluftabflüsse nur an wärmeren Tagen im Sommerhalbjahr auftreten; für das Vorliegen einer übermässigen Geruchsbelastung wäre es nötig, dass die Gerüche während eines Jahres an mindestens 15 % bzw. während eines Monats an mindestens 40 % der Zeit von den Probanden als unangenehm wahrgenommen werden (Entwurf Geruchsempfehlung BAFU 2015 S. 27). Eine solche Belastungsdauer könne selbst dem vom Beschwerdeführer 3 erstellten Geruchsprotokoll für die Zeit vom 28. August 2011 bis 2. Oktober 2012 nicht entnommen werden. Eine zusätzliche Sonderbeurteilung durch Befragung der Anwohner sei nicht sinnvoll, weil im geruchsbelasteten Kaltluftabflussbereich nur wenige Wohnhäuser liegen und für eine aussagekräftige Auswertung mindestens 20 Personen erforderlich wären.