Citation: 6B_649/2019 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz verweist zunächst auf die Erwägungen der Staatsanwaltschaft und pflichtet diesen bei. Ob sich die Beschwerdeführerin mit diesen Erwägungen genügend auseinandersetze, könne angesichts des Verfahrensausgangs offen bleiben. Materiell befasst sich die Vorinstanz grundsätzlich bloss mit der Frage des Vorsatzes, wobei sie sich im Wesentlichen auch hier darauf beschränkt, die Erwägungen der angefochtenen Einstellungsverfügung zu wiederholen. Die Staatsanwaltschaft führe zutreffend aus, dass diejenige Person, die das Glyphosat rund um die Gewächshäuser verwendet hätte, tatsächlich habe Unkraut vernichten wollen, ansonsten diese Flächen nicht mit dem Mittel behandelt worden wären. Hätte der Täter die CBD-Pflanzen vernichten wollen, wären diese wohl direkt mit einem Mittel besprüht worden. Ein Laie könne nicht wissen, dass CBD-Pflanzen das Glyphosat über den Boden oder über die Luft aufnehmen und davon Schaden nehmen könnten. Es sei zudem nicht geklärt, wie die Pflanzen das Glyphosat aufgenommen hätten, weshalb gerade einem Laien kein Vorsatz bezüglich einer allfälligen Sachbeschädigung unterstellt werden könne. Auch eine eigentliche Aufklärung der Beschwerdegegner 2 und 3 hinsichtlich des Einsatzes von Herbiziden habe sicher nicht stattgefunden. Ein solches Gespräch werde seitens der Beschwerdegegner 2 und 3 bestritten. Umso weniger könne eine allfällige Drittperson zwischen dem Einsatz von Glyphosat und dem Pflanzenschaden im Gewächshaus einen Zusammenhang herstellen. Erstellt sei zwar, dass der Pächter der betroffenen Wiese, G.________, im Sommer 2016 im Auftrag der D.________ AG oder von C.A.________ die Flächen bei den Treibhäusern gegen Unkraut behandelt und dabei Glyphosat eingesetzt habe. Es müsse allerdings auch bei dieser Person von einer fehlenden Kenntnis über allfällige Auswirkungen auf die Hanfpflanzen der Beschwerdeführerin ausgegangen werden. Wenn überhaupt läge Fahrlässigkeit, nicht aber Eventualvorsatz vor.