Citation: 9C_611/2016 E. 3

Die Vorinstanz verglich diejenigen ärztlichen Berichte, die der rentenaufhebenden Verfügung vom 23. Mai 2014 zugrunde lagen mit jenen, auf denen die Verfügung vom 15. März 2016 basierte. Gestützt darauf erwog sie, die MEDAS-Gutachter hätten schlüssig dargelegt, dass sich der Gesundheitszustand aus somatischer Sicht nicht massgebend verändert habe. Aus psychiatrischer Sicht habe der Sachverständige aufgrund der diagnostizierten kombinierten Persönlichkeitsstörung, der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom, und der "psychischen und Verhaltensstörung" durch Konsum von Opioiden und Zolpidem eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Darauf könne aus revisionsrechtlicher Hinsicht jedoch nicht abgestellt werden. Zum einen habe der Experte den Eintritt der Arbeitsunfähigkeit auf "spätestens Mai 2014" festgelegt, was gegen eine seit dem 23. Mai 2014 (rentenaufhebende Verfügung) eingetretene Veränderung spreche. Zum anderen enthalte das MEDAS-Gutachten keine differenzierte und nachvollziehbare Begründung für die im Vergleich zum Gutachten vom 28. November 2013 abweichend beurteilte Psychopathologie bzw. Arbeitsfähigkeit. Damit liege allenfalls eine unerhebliche unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts vor. Schliesslich vermöge auch der Bericht der behandelnden Dr. med. D.________ vom 19. August 2015 keine massgebende Gesundheitsveränderung zu belegen. Ein Revisionsgrund liege nicht vor, und auch aus erwerblicher Sicht habe sich nichts geändert, womit weiterhin kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe.