Citation: 5C.266/2000 08.01.2001 E. 2

2.- Die Beklagte macht geltend, das Obergericht habe verkannt, dass es sich bei der ihr zugesprochenen Scheidungsrente um eine unabänderliche Rente für verlorene Anwartschaften oder andere Vermögensrechte handle. Sie rügt im Besonderen eine Verletzung der Beweislastregel (Art. 8 ZGB), weil ihr zu Unrecht der Beweis auferlegt worden sei, dass die gesprochene Rente unabänderlich sei. Das Obergericht ist indessen in tatsächlicher Hinsicht davon ausgegangen, dass aufgrund des erst- und zweitinstanzlichen Urteils im Scheidungsverfahren die gesprochene Dauerrente von Fr. 500.-- vollumfänglich Unterhaltsersatz darstelle und dies von der Beklagten, da sie nichts anderes behauptet habe, nicht in Zweifel gezogen worden sei. Da das Obergericht die Art der Rente nicht in Anwendung der Beweislastregel festgestellt hat, ist der Vorwurf einer Verletzung von Art. 8 ZGB von vornherein unbehelflich (BGE 119 II 114 E. 4c S. 117; Vogel, Grundriss des Zivilprozessrechts, 6.A. 1999, 10. Kap. Rz 27 u. 28, m.H.). Soweit die Beklagte im Weiteren rügt, das Obergericht habe verschiedene Tatsachen, die gegen das Vorliegen einer Unterhaltsersatzrente sprechen würden, nicht berücksichtigt, sind ihre Vorbringen unzulässig. Art. 8 ZGB schreibt nicht vor, mit welchen Mitteln der Sachverhalt abzuklären ist und wie die Beweise zu würdigen sind; die Schlüsse, die das kantonale Gericht in tatsächlicher Hinsicht aus Beweisen und konkreten Umständen zieht, sind im Berufungsverfahren nicht überprüfbar (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223).