Citation: 8C_331/2022 E. 6.9

6.9. Nach dem Gesagten erscheint es weder willkürlich noch sonstwie bundesrechtswidrig, wenn die Vorinstanz ein stimmiges Gesamtbild für die Annahme einer rechtlich relevanten psychischen Funktionseinbusse verneinte. Denn mit Blick auf die lediglich leichte Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und das bestehende therapeutische Potential sowie vor dem Hintergrund des nicht wesentlich eingeschränkten Aktivitätsniveaus ist der Beweis für eine Arbeitsunfähigkeit - trotz allfälliger geringer Wechselwirkungen zwischen dem Augenleiden und der depressiven Symptomatik sowie eingliederungsanamnestisch ausgewiesenem Leidensdruck - nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3 mit Hinweisen). Da von weiteren medizinischen Abklärungen nach willkürfreier Einschätzung der Vorinstanz keine entscheidrelevanten Resultate zu erwarten waren, durfte diese davon absehen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5; Urteil 8C_754/2021 vom 21. Dezember 2021 E. 7.3).