Citation: 6B_789/2024 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz verweist für die Berechnung der Übertretungsbusse im angefochtenen Urteil auf das erste Berufungsurteil vom 5. Dezember 2017, in welchem sie für die Strafzumessung in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO auf die ihres Erachtens zutreffenden Erwägungen im erstinstanzlichen Urteil verwies (vgl. Urteil des Obergerichts Appenzell Ausserrhoden vom 5. Dezember 2017, S. 114 f.). Das Obergericht erwog im Urteil vom 5. Dezember 2017, es sei an das Verschlechterungsverbot gebunden (Urteil, a.a.O., E. 4.5 S. 114). Die vom Kantonsgericht ausgesprochene Strafe sei angemessen und keinesfalls zu hoch. Eine Korrektur müsse - wenn schon - in Richtung einer schärferen und sicher nicht einer milderen Strafe erfolgen (Urteil, a.a.O., S. 115). Alleine einer besseren Begründung wegen hebt das Bundesgericht das angefochtene Urteil nicht auf, solange die Strafzumessung im Ergebnis bundesrechtskonform ist (BGE 127 IV 101 E. 2c; Urteile 6B_1081/2022 vom 29. August 2023 E. 1.2; 6B_1153/2021 vom 29. März 2023 E. 2.3.2; je mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hätte demnach substanziiert darlegen müssen, weshalb sich das geltend gemachte methodisch nicht korrekte Vorgehen zu seinen Ungunsten auswirkte. Dies ist angesichts der grossen Anzahl Übertretungen (die Zusatzbusse von Fr. 10'000.-- betrifft 42 Übertretungen, insgesamt wurden mit der Gesamtbusse von Fr. 20'000.-- 66 Übertretungen sanktioniert, vgl. Urteil des Obergerichts Appenzell Ausserrhoden vom 5. Dezember 2017, S. 112) und der vorinstanzlichen Ausführungen zum Verschlechterungsverbot nicht ersichtlich. Die ausgesprochene Gesamtbusse von Fr. 20'000.-- hält sich innerhalb des Strafrahmens von Art. 28 Abs. 1 lit. a TSchG. Offenbleiben kann daher, ob die Vorinstanz mit Verweis auf das erstinstanzliche Urteil für die Gesamtbusse zu Recht von einem Strafrahmen von bis zu Fr. 40'000.-- ausgeht, dies obschon im vorinstanzlichen Verfahren nur eine mit einer Busse von maximal Fr. 40'000.-- bedrohte Widerhandlung gegen aArt. 47 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 50 TSG zu beurteilen war (vgl. Urteil des Obergerichts Appenzell Ausserrhoden vom 5. Dezember 2017, S. 112).