Citation: 5A_949/2015 E. 1.3

1.3. Hingegen ist der für die Beschwerde in Zivilsachen gemäss Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG erforderliche Streitwert von Fr. 30'000.-- nach der Feststellung im angefochtenen Entscheid und auch nach Darstellung der Beschwerdeführerin nicht erreicht. Die Beschwerdeführerin behauptet allerdings eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG. Eine solche setzt voraus, dass ein allgemeines Interesse besteht, dass eine umstrittene Frage höchstrichterlich geklärt wird, um eine einheitliche Anwendung und Auslegung des Bundesrechts herbeizuführen und damit Rechtssicherheit herzustellen (BGE 139 III 209 E. 1.2 S. 210; 141 III 159 E. 1.2 S. 161). Nachdem die Frage, ob der kantonale Gesetzgeber die Beurteilung eines Zivilanspruches in das summarische Verfahren verweisen darf, in BGE 139 III 38 (im Zusammenhang mit dem Exmissionsverfahren) bereits beurteilt worden ist - übrigens auch mit Bezug auf den Kanton Schwyz -, lässt sich mit Fug fragen, ob es einer erneuten "Klärung" der gleichen Frage bedarf, zumal die Beschwerdeführerin angesichts dieser publizierten Rechtsprechung auch mit Verfassungsrügen (namentlich wegen Verletzung des Willkürverbotes, Art. 9 BV) ans Ziel gelangen könnte. Indes geht das Kantonsgericht (angefochtener Entscheid, S. 4) davon aus, dass eine andere Fallkonstellation vorliege, zumal das Bundesgericht bei früheren Fällen privatrechtlicher Baueinsprachen aus dem Kanton Schwyz nie habe durchblicken lassen, dass eine Bundesrechtswidrigkeit vorliegen könnte. Was das letzte Argument anbelangt, ist festzuhalten, dass das Bundesgericht nur prüft, was von einer Partei vorgebracht und ausreichend begründet worden ist (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 134 III 102 E. 1.1 S. 104 f.; 140 III 115 E. 2 S. 116). Deshalb lässt sich aus bisherigen Entscheiden in Bezug auf den Kanton Schwyz nicht ableiten, das Bundesgericht habe die Zulässigkeit des Summarverfahrens für die privatrechtliche Baueinsprache gewissermassen gebilligt, indemes "mit keinem Wort habe durchblicken lassen", dass die gewählte Verfahrensart unzulässig sein könnte. Entgegen der Behauptung des Kantonsgerichts (angefochtener Entscheid, S. 4) wurden diesbezüglich insbesondere auch im Nichteintretensentscheid 5A_93/2015 vom 27. Mai 2015 keine Andeutungen gemacht. Im Übrigen ist auf das parallele Verfahren 5A_948/2015 hinzuweisen, welches das gleiche Bauvorhaben, aber die privatrechtliche Baueinsprache anderer Eigentümer betrifft. Dort hat das Kantonsgericht in Bezug auf die privatrechtliche Baueinsprache, welche es als eine ausschliesslich vom kantonalen Recht beherrschte eigene Verfahrenskategorie sieht, Grundsätze aufstellt, an welchen es explizit auch in Zukunft festhalten will (vgl. im Übrigen auch den Beschluss ZK2 2014 9 und 10. vom 20. Juli 2015 E. 6b/cc). Mithin besteht Anlass zu definitiver Klärung. Für Einzelheiten kann auf die Begründung im Urteil 5A_948/2015 heutigen Datums verwiesen werden.