Citation: 5D_213/2015 E. 3.9

3.9. Weiter weist das Kantonsgericht darauf hin, dass der Klient der Beschwerdeführerin nachweislich in sehr prekären Verhältnissen lebe. Die Verpflichtung zu nachelehelichen Unterhaltszahlungen - wiewohl zeitlich stark limitiert und im Umfang äusserst moderat - treffe ihn hart. Gerade angesichts seiner sehr bescheidenen finanziellen Möglichkeiten und der von der Frau von Anfang an auf Fr. 400.-- beschränkten Alimentenforderung mute eine Kostennote von über Fr. 16'000.-- vor Bezirksgericht bzw. immer noch fast Fr. 15'000.-- vor Kantonsgericht exorbitant hoch an und stehe zum Interesse des Klienten an einer Vermeidung oder Reduktion seiner Unterhaltspflicht und zu den nicht allzu gravierenden Konsequenzen im Fall vollständigen Unterliegens in keiner vernünftigen Relation.