Citation: 2C_948/2019 E. 2.3.4

2.3.4. Der Beschwerdeführer 1 wendet ein, dass er als Student nicht die nötigen Mittel gehabt habe, um seine Familie nachzuziehen. Er habe nur in geringem Umfang einer Arbeit nachgehen können. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss ein Nachzugsbegehren im Rahmen von Art. 44 AIG auch dann rechtzeitig gestellt werden, wenn es zu diesem Zeitpunkt nur beschränkte Aussichten auf Erfolg hat (vgl. die Urteile 2C_888/2011 vom 20. Juni 2012 E. 2.4, mit Hinweis auf BGE 137 II 393 E. 3.3 S. 397, und 2C_174/2012 vom 22. Oktober 2012 E. 3). Dies gilt auch für Studenten; sie sind diesbezüglich nicht zum Vornherein anders zu behandeln als andere Personen, die bloss über eine Aufenthaltsbewilligung verfügen. Der Beschwerdeführer hat es mit dem Entschluss, in der Schweiz zu studieren, in Kauf genommen, von seiner Familie getrennt zu leben und diese allenfalls nicht nachziehen zu können. Im konkreten Fall betrug die Regelstudienzeit vier Semester, was es ihm erlaubt hätte, eine Arbeit zu finden und sich rechtzeitig um den Familiennachzug zu bemühen. Sinn und Zweck der Fristenregelung ist es, dass die Integration in der Schweiz möglichst frühzeitig erfolgt (Urteil 2C_888/2011 vom 20. Juni 2012 E. 3.1; vgl. auch die nachstehende E. 3.2).