Citation: 1C_492/2023 E. 3.5

3.5. Für die Frage des Spielraums ist massgebend, ob die Bau- bzw. Rechtsmittelbehörde der Bauherrschaft konkrete Vorgaben macht (Urteil 1C_560/2023 vom 16. Mai 2024 E. 1.3.5). Ein Beispiel dafür liefert der Entscheid des Baurekursgerichts: Es ergänzte die Gesamtverfügung der Baudirektion um die Auflage, das strassenseitige Fensterband an der Nordostfassade sei nicht öffenbar auszugestalten. Der vom Baurekursgericht ausgemachte Mangel - aus den Unterlagen gehe nicht hervor, ob das Fenster öffenbar sei, weshalb nicht davon ausgegangen werden könne, dass eine lärmschutzrechtliche Ausnahmebewilligung auch für das Fensterband erteilt worden sei - wird mit dieser Auflage behoben, ohne dass es diesbezüglich eines weiteren Entscheids bedürfte. Die Gesamtverfügung enthält ebenfalls klar definierte Auflagen, wie die Beschwerdegegnerschaft zu Recht vorbringt. Ähnliches gilt mit Bezug auf das geforderte Baumschutzkonzept und den Brandschutz. Selbst wenn man davon ausginge, bezüglich des Baumschutzkonzepts, des Brandschutzes und der strassenpolizeilichen Aspekte der Umgebungsgestaltung verbleibe der Bauherrschaft kein Gestaltungsspielraum mehr und der detaillierte Umgebungsplan sei ohnehin erst nach Baubeginn einzureichen, blieben vor Baubeginn Entscheide über die Kanalisationseingabe (vgl. Urteil 1C_479/2022 vom 17. April 2023 E. 1.3), die Schutzraumbau- bzw. Ersatzbeitragspflicht, die Detailkonstruktionen samt definitiver Material- und Farbwahl (welche die Baubehörde explizit nicht erst nach Baubeginn verlangt) sowie über das Konzept betreffend Baurealisierung zu fällen. Zumindest betreffend die letztgenannten Aspekte des Bauvorhabens verbleibt ein Spielraum.