Citation: 5C.260/2002 06.03.2003 E. 2

Das Bundesgericht ist im Berufungsverfahren an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden, sofern sie nicht offensichtlich auf einem Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zu Stande gekommen sind (Art. 63 Abs. 2 OG) oder zu ergänzen sind (Art. 64 OG). Ansonsten gelten Vorbringen, die über die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil hinausgehen, als unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 115 II 484 E. 2a S. 485; 126 III 187 E. 2a S. 188). Insofern sind die von der Klägerin in der Berufungsschrift vorgebrachten Ergänzungen des Sachverhaltes nicht zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere in Bezug auf den Vorwurf, der Beklagte habe sich an der Klägerin in sittlicher Hinsicht vergangen, sowie für die Hinweise auf die psychologischen Berichte, sofern sich eine Würdigung nicht aus dem angefochtenen Entscheid ergibt. Ausserdem ist für Kritik an der Beweiswürdigung des Sachrichters, soweit nicht Vorschriften des Bundesrechts in Frage stehen, die Berufung nicht gegeben (BGE 117 II 609 E. 3c S. 613; 128 III 390 E. 4.3.3 S. 398).