Citation: 6B_145/2024 E. 2.3.3

2.3.3. In rechtlicher Hinsicht argumentiert die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe - nachdem er dem Pony den Hufrehebeschlag im Nachgang zum 14. März 2018 ohne Rücksprache mit dem Tierarzt eigenmächtig entfernt habe - die tierärztliche Anweisung der Tierklinik F.________ vom 27. Juli 2018 bis zur Nachkontrolle vom 7. September 2019 [recte: 2018] nicht umgesetzt, sondern diesem eigenmächtig nur Hufschuhe angezogen (angefochtenes Urteil E. II.10.1.3 S. 16 und E. II.14 S. 20). Der Beschwerdeführer habe das kranke, an chronischer Hufrehe leidende Tier nicht unverzüglich gemäss den Anweisungen der Tierärzte professionell behandelt oder behandeln lassen. Indem er - entgegen den tierärztlichen Anweisungen/Empfehlungen - dem Pony die Hufrehebeschläge eigenmächtig entfernt und sich auch nach der Kontrolle durch das AVET über die klaren Anweisungen von Dr. med. vet. H.________, das Pony an allen vier Hufen zu beschlagen, hinweggesetzt habe, habe er es unterlassen, dem Pony diejenige Behandlung zukommen zu lassen, welche es damals dringend benötigt und nach tierärztlicher Sicht den Bedürfnissen des Tiers entsprochen bzw. zu einer Verbesserung der Gesundheit bzw. des Wohlergehens des Ponys geführt hätte. Durch das eigenmächtige Verhalten des Beschwerdeführers sei das Wohlergehen des Ponys beeinträchtigt und seine Würde missachtet worden. Die Nichtbeachtung der klaren tierärztlichen Anweisungen stelle eine Vernachlässigung dar. Der objektive Tatbestand von Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG sei ohne Weiteres erfüllt. Dem Beschwerdeführer seien die tierärztlichen Anweisungen bestens bekannt gewesen. Dennoch habe er sich eigenmächtig über diese hinweggesetzt und eigene, aus tierärztlicher Sicht im konkreten Fall nicht geeignete Behandlungsmethoden angewandt. Damit habe er zumindest in Kauf genommen, dass das Pony B.________ in seinem Wohlergehen beeinträchtigt und dessen Würde missachtet werde. Der subjektive Tatbestand von Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG sei damit ebenfalls erfüllt (angefochtenes Urteil S. 20 f.).