Citation: C 58/00 30.10.2000 E. 3

3.- Entscheidend für die in Frage stehende Vermittlungsfähigkeit sind nicht in erster Linie die Arbeitsbemühungen des Beschwerdeführers, sondern - wie in Erw. 1 dargelegt - vielmehr seine Chancen, von einem Arbeitgeber für die konkret zur Verfügung stehende Zeit von rund acht Wochen angestellt zu werden. Diesbezüglich ist der Meinung der kantonalen Amtsstelle beizupflichten, wonach der Beschwerdeführer lediglich eine "Überbrückungstätigkeit" anstrebte. Die Chancen, für diese beschränkte Zeit angestellt zu werden, sind auch im Gastgewerbe, wo der Beschwerdeführer vor allem eine Beschäftigung suchte, gering, zumal er weder über eine entsprechende Ausbildung noch über grosse Berufserfahrung verfügt (vgl. ARV 1991 Nr. 3 S. 22). Wohl machte der Beschwerdeführer anlässlich seiner telefonischen Stellungnahme vom 17. Februar 1998 geltend, er habe sich zwar ab 1. Juli 1997 nur um befristete Stellen bemüht, nach Erhalt eines Briefes der Arbeitslosenkasse und entsprechender Orientierung durch eine Rechtsberatungsstelle ab 23. Juli 1997 jedoch Dauerstellen gesucht. Diese Argumentation wiederholt er sinngemäss in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. In Anbetracht des unbestrittenen Sachverhaltes - insbesondere des geplanten und bezahlten Kurses sowie des bereits abgeschlossenen Praktikumvertrages - stellt dieser Einwand jedoch eine Schutzbehauptung dar. In diesem Zusammenhang können - wie dies das kantonale Gericht getan hat - auch die Arbeitsbemühungen des Beschwerdeführers gewürdigt werden, die - wie im vorinstanzlichen Entscheid dargelegt - in der Tat nicht auf ernsthaftes Interesse an einer Dauerstelle schliessen lassen. Nicht weiter hilft dem Beschwerdeführer denn auch der Einwand der falschen Information durch das RAV, ist er doch trotz Ausführungen dazu im vorinstanzlichen Entscheid nicht näher substanziiert und gehen auch aus den Akten keine entsprechenden Anhaltspunkte hervor. Selbst wenn der Versicherte vor einem Jahr in, gemäss seiner Aussage, "gleicher" Situation Arbeitslosenentschädigung erhalten hätte, könnte er daraus für die hier in Frage stehende Zeit nichts ableiten. Aus dem Gesagten folgt, dass die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers in der streitigen Periode ab 1. Juli bis 22. August 1997 und somit ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung zu Recht verneint worden sind.