Citation: I 668/02 07.01.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch. 2.1 Dr. med. X.________, Facharzt für Innere Medizin, diagnostiziert in seinem Bericht vom 5. September 1998 ein lumbospondylogenes Syndrom links bei Diskushernie L4/5, engem Rezessus und Verkürzung der Wurzel L5 rechts, eine Mikrohämaturie bei Verdacht auf rezidivierende Urolithiasis, Status nach Inguinalhernienoperation beidseits, Varikozellen rechts sowie eine soziale Problematik. Der Beschwerdeführer sei seit 1. Februar 1997 bis auf weiteres 100 % arbeitsunfähig. In seiner angestammten Tätigkeit sei er nicht mehr eingliederungsfähig und dürfte auch für andere Arbeiten kaum mehr eingesetzt werden können. Bezüglich der Ausführung nichtrückenbelastender Tätigkeiten sei eine Abklärung angebracht. Rheumaklinik und Institut für physikalische Medizin und Rehabilitation, Spital A.________ (nachfolgend: Rheumaklinik), halten im Gutachten vom 10. August 1999 ein lumbospondylogenes Syndrom bei leichter Fehlform der Wirbelsäule und bei degenerativen Veränderungen der unteren Lendenwirbelsäule mit Osteochondrose L5/S1 und linksseitiger foraminaler Diskushernie L5/S1, leichten Spondylarthrosen L5/S1 und medianer Diskusprotrusion L4/5, eine linksseitige Periarthropathia coxae, Status nach beidseitiger inguinaler Herniotomie 1993 sowie anamnestisch Verdacht auf Nephrolithiasis als Ursache der 1996 und 1997 nachgewiesenen Mikrohämaturie fest. Allerdings hätten die Laborbefunde keine Hinweise auf eine Mikrohämaturie mehr ergeben. Bei regelmässiger Durchführung der vom Beschwerdeführer erlernten, aber bis anhin nicht befolgten gymnastischen Übungen sowie Respektieren der Rückendisziplin, d.h. des richtigen Umgangs mit dem Rücken, könne eine gute Prognose erwartet werden. Infolge der degenerativen Veränderungen seien Arbeiten, welche die Wirbelsäule stark belasten würden, wie etwa das Heben schwerer Gegenstände, Arbeiten in halbgebückter Haltung oder Einwirkungen von Ganzkörperschwingungen im Sitzen, ungünstig; diesbezüglich bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Andere, rückenschonende Tätigkeiten seien voll zumutbar. Dr. med. X.________ schliesst sich in seinem Bericht vom 17. November 2000 den Einschätzungen der Rheumaklinik an, indem er angibt, an der im Gutachten festgestellten Arbeitsfähigkeit habe sich nichts geändert. Der Gesundheitszustand sei stationär und ergänzende medizinische Abklärungen seien nicht angezeigt. Arbeitsunfähigkeit sei keine mehr gegeben. 2.2 Entgegen der Ansicht des Versicherten kann vollumfänglich auf das Gutachten der Rheumaklinik abgestellt werden. Denn einerseits entspricht dieses Gutachten sämtlichen Anforderungen der Rechtsprechung (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) und erging insbesondere auf Grund früherer Untersu-chungen und Hospitalisation in der Rheumaklinik (vgl. Berichte vom 28. April, 18. Juni und 14. Juli 1997 sowie vom 28. Dezember 1998) bzw. in anderen Abteilungen desselben Spitals (vgl. Berichte der Urologischen Klinik vom 23. Mai 1996, der Notfallstation vom 27. Januar 1997 sowie der Chirurgischen Klinik vom 7. Mai 1996). Andererseits ist es überzeugend, so dass der Hausarzt, Dr. med. X.________, welcher zuvor noch eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestierte, sich den Einschätzungen der Spitalärzte anschloss. Was den Ein-wand betrifft, wonach die ärztlichen Berichte veraltet seien, ist darauf hinzu-weisen, dass der letzte vom November 2000 datiert und einen stationären Ge-sundheitszustand sowie die fehlende Notwendigkeit weiterer medizinischer Ab-klärungen festhält. Zudem ist der Zeitablauf zwischen Eingang des letzten Arzt-berichts und Verfügungserlass zu einem grossen Teil auf die verzögerte bzw. letztendlich gar nicht erfolgte Stellungnahme des Rechtsvertreters des Versi-cherten auf den Vorbescheid zurückzuführen. Im Übrigen werden abgesehen vom Zeitablauf keine Gründe geltend gemacht, weshalb sich eine neue Begut-achtung aufdrängen würde. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass Vorinstanz und Verwaltung keine weiteren medizinischen Abklärungen anord-neten. Somit ist gestützt auf das Gutachten vom 10. August 1999 und den Be-richt vom 17. November 2000 für die Ermittlung des Invaliditätsgrades von einer Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten von 100 % auszugehen.