Citation: U 135/05 07.07.2005 E. 4

4.1 Die Vorinstanz hat das Dahinfallen der Unfallkausalität sämtlicher gesundheitlicher Folgen des Unfalles vom 27. August 2001 mit Wirkung ab 21. Januar 2002 gestützt auf das von ihr eingeholte Gutachten von Dr. med. C.________ vom 15. Juli 2004 sowie des dazu erstatteten Ergänzungsgutachtens vom 2. November 2004 bejaht. Sie hat diesem Gutachten wie auch dem Ergänzungsgutachten für die ausschlaggebende Kausalitätsfrage volle Beweiskraft zuerkannt, weil sie bezüglich Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit und Schlüssigkeit den aus dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG; Art. 19 VwVG in Verb. mit Art. 40 BZPO) fliessenden beweisrechtlichen Anforderungen an die Beweiskraft von Gutachten genügten. Daran ändere insbesondere nichts, dass der Gutachter das Erreichen des status quo ante erst auf Ende des Jahres 2004 festgelegt habe, weil er bei der Beantwortung der entsprechenden Expertenfrage ausschliesslich auf die subjektiven Angaben des Versicherten und nicht auf die erhobenen, objektiven Befunde abgestellt habe. 4.2 Die Beweiskraft eines medizinischen Gutachtens hängt nach der Rechtsprechung (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen) unter anderem davon ab, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände, Entwicklungen und Zusammenhänge einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten so begründet sind, dass der Rechtsanwender sie kritisch prüfend nachvollziehen kann (U. Meyer-Blaser, Das medizinische Gutachten aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht, in: A.M. Siegel/D. Fischer (Hrsg.), Die neurologische Begutachtung, Schweizerisches medico-legales Handbuch Bd. 1, Zürich 2004, S. 97; ders., Sozialversicherungsrecht und Medizin, in: H. Fredenhagen, a.a.O., S. 25). Die Begründung der von einem Gutachter aus den verwerteten Vorakten und den von ihm selbst erhobenen Befunden gezogenen Schlussfolgerungen - regelmässig als "Beurteilung" bezeichnet - ist der essentielle Teil jedes Gutachtens. Hier hat der Gutachter die Gedankengänge im Einzelnen darzulegen, aufgrund derer er zu seinen Schlussfolgerungen gelangt. Die anschliessende Beantwortung der einzelnen Expertenfragen muss anhand der begründeten Schlussfolgerungen nachvollzogen werden können. Für den Beweiswert eines Gerichtsgutachtens ist daher ausschlaggebend, ob die Schlussfolgerungen des Gutachters nach den Gesetzen der Logik anhand der Begründung überzeugend und widerspruchsfrei nachvollzogen werden können. Jeder Widerspruch zwischen den vom Gerichtsgutachter dargelegten sowie den von ihm angeführten Grundlagen und den gezogenen Schlussfolgerungen stellt deren Schlüssigkeit in Frage und weckt Zweifel an ihrer Richtigkeit. Auf ein nicht schlüssiges Gerichtsgutachten darf das Gericht in seiner Beweiswürdigung indes nicht abstellen. Im Gegenteil; liegen gewichtige, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien vor, welche die Überzeugungskraft des Gutachtens ernstlich erschüttern, verstösst der Richter gegen das Willkürverbot (Art. 9 BV), wenn er seinen Entscheid dennoch in ausschlaggebender Weise darauf stützt (BGE 129 I 57 f. Erw. 4, 128 I 86 Erw. 2 mit Hinweisen, 118 Ia 146 Erw. 1c mit Hinweisen).