Citation: 5A_845/2018 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz hat festgehalten, dass die internationale Zuständigkeit zur Eröffnung eines Sanierungsverfahrens nicht ausdrücklich geregelt ist; sie hat sich von den internen örtlichen Zuständigkeitsregeln leiten lassen (u.a. SCHNYDER, Internationales Insolvenzrecht [...], in: Gottwald (Hrsg.), Aktuelle Entwicklungen des europäischen und internationalen Zivilverfahrensrechts, 2002, S. 405). Eine Erörterung der Auffassung, welche das Obergericht im Fall der Verlegung des Wohnsitzes des Schuldners während der Nachlassstundung ins Ausland entwickelt hat, sowie der fehlenden perpetuatio fori im konkreten Fall bedürfte indes einer eingehenden Prüfung, mit welcher die (gemäss vorinstanzlicher Erwägung) von der Lehre (HUNKELER/WOHL, a.a.O.) abweichende Auffassung zu beurteilen wäre (vgl. auch RODRIGUEZ, Zuständigkeiten im internationalen Insolvenzrecht, 2016, Rz. 334, 363 f., unter Hinweis auf Art. 53 [i.V.m. Art. 191] SchKG und Art. 64 Abs. 1 lit. b ZPO; GILLIÉRON, Commentaire de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, Bd. IV, 2003, N. 17 zu Art. 293).