Citation: 8C_372/2022 E. 3.1.3

3.1.3. Weiter hat die Vorinstanz nach Darstellung einschlägiger Kasuistik erkannt, A.________ könne im Rahmen seiner Tätigkeit für die Bahn C.________ AG nicht als Arbeitnehmer im unfallrechtlichen Sinne angesehen werden. Bei dem geplanten dreiwöchigen Einsatz zu einem Vollzeitpensum handle es sich zwar um etwas mehr als eine blosse Handreichung. Dessen Stellenwert sei jedoch nicht annähernd mit dem Fall der Schülerin gemäss BGE 115 V 55 vergleichbar, die über Jahre regelmässig einen wesentlichen Anteil der in einem Reitstall anfallenden Arbeiten übernommen habe. Eine künftige Erwerbsarbeit im Kontext des Einsatzes, wie sie bei einem Arbeitsversuch als Erwerbsmotiv gelten könne, sei nie zur Diskussion gestanden. Stattdessen habe A.________ weiterhin sein Gehalt von rund Fr. 180'000.- bei der Berufsbildungsschule B.________ bezogen, die ihn auf seinen Wunsch für die Dauer des vorgesehenen Sabbaticals beurlaubt habe, wobei die Eisenbahn gemäss eigenen Angaben sein Hobby und ihm Ausgleich zu keiner Erwerbstätigkeit gewesen sei. Gesamthaft erscheine wenig plausibel, dass er bestrebt gewesen sei, Kost (Kantine), Logis (Massenlager) und drei Freibillette bei der Bahn C.________ AG gegen sein hohes Gehalt einzutauschen. Das Sabbatical habe einzig und allein dem Zweck gedient, praktische Erfahrungen im Bereich der Eisenbahntechnik, die A.________ als Lehrer, aber auch persönlich besonders interessiert habe, zu sammeln. Eine spezifische berufliche Veränderung habe er nicht angestrebt. Daran ändere nichts, dass das Sabbatical unter dem Titel Intensivweiterbildung von der Berufsbildungsschule B.________ genehmigt worden sei.