Citation: 1C_678/2023 E. 2.2

2.2. In ihrem Rekurs vom 23. Februar 2022 rügten die Beschwerdeführenden u.a. eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör. Das Bauamt habe sich geweigert, zuhanden ihres Rechtsvertreters grossformatige Kopien anzufertigen oder ihn selbst entsprechende Plankopien in Auftrag geben zu lassen. Stattdessen sei ihm nur gestattet worden, auf dem Kopiergerät des Bauamts die grossformatigen Baupläne in A3-formatigen Abschnitten zu kopieren, die danach mit Klebeband hätten zusammengefügt werden müssen. Dies habe das Planstudium erschwert und die Prüfung der Übereinstimmung des Bauvorhabens mit den "primären Bauvorschriften" verunmöglicht. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach kein Anspruch auf Kopien von grossformatigen Plänen bestehe, sei aufgrund des technischen Fortschritts und angesichts der im Überfluss vorhandenen Kopiergeschäfte überholt. Zudem sei der Anspruch auf Aktenzustellung in Lehre und Rechtsprechung mittlerweile mehr oder weniger unbestritten, wenn eine Partei anwaltlich vertreten sei. Die Baupläne hätten daher dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden zumindest ausgehändigt werden müssen zur selbständigen Herstellung von Kopien im Originalformat. Nachdem das Baurekursgericht die Rüge - und den Rekurs insgesamt - abschlägig beurteilte, trugen die Beschwerdeführenden die Gehörsüge dem Verwaltungsgericht vor.