Citation: 6B_1234/2023 E. 3.8.2

3.8.2. Der Beschwerdeführer moniert, die Formulierung der Vorinstanz in E. II.4.6.1, wonach er "erneut wegen qualifiziertem Betäubungsmittelhandel verurteilt" worden sei, suggeriere, dass die Jugendstrafe eine ähnliche BetmG-Widerhandlung beinhalte wie diejenige, die zum vorliegenden Verfahren geführt habe. Diese Kritik ist insofern berechtigt, als die vorgenannte Formulierung - bei isolierter Betrachtung - eine Vorstrafe des Beschwerdeführers im Anwendungsbereich von Art. 19 Abs. 2 BetmG oder Art. 20 Abs. 2 BetmG impliziert, was jedoch nicht zutrifft: Dieser wurde in der Vergangenheit noch nie wegen einer BetmG-Widerhandlung strafrechtlich zur Verantwortung gezogen. Unter Berücksichtigung der weiteren Ausführungen eben dieser Erwägung sowie der vorausgehenden und nachfolgenden Erwägung (E. II.4.6 und E. II.4.6.2) erschliesst sich jedoch unmissverständlich, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer lediglich die erneute Straffälligkeit zur Last legt, wobei sich nur die vorliegende Anlasstat auf eine BetmG-Widerhandlung bezieht, wohingegen die von ihm als Jugendlicher im Alter von annähernd 16 Jahren begangenen Straftaten andere Rechtsgebiete (strafbare Handlungen gegen das Vermögen, gegen die sexuelle Integrität, gegen Leib und Leben sowie gegen die Freiheit) beschlagen (Urteil S. 5 f. E. II.1.2; kantonale Akten, SE GD 5/2).