Citation: 6B_881/2009 19.01.2010 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer stützt sein Begehren um Wiederaufnahme des Verfahrens auf ein Urteil der I. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts vom 3. Oktober 2008. In diesem erkennt das Bundesgericht, der Beschwerdegegner habe A.________ anlässlich der von ihm vorgenommenen kreisärztlichen Untersuchung vom 3. Oktober 1997 widerrechtlich eine Körperverletzung durch eine schwere Retraumatisierung mit signifikanter Schädigung der in Abheilung begriffenen Strukturen der rechten Schulter und damit eine zumindest richtungsweisende Verschlimmerung der vorbestehenden Schulterverletzung zugefügt (Urteil des BGer 8C_510/2007 vom 3.10.2008 E. 6.2 a.E. 7.7 und 9.2). Der Beschwerdeführer verweist in diesem Zusammenhang auf die bundesgerichtlichen Feststellungen, wonach der Beschwerdegegner nach seiner Funktion und beruflichen Stellung Facharzt im Bereich der Unfallmedizin sei und ausschliesslich Unfallpatienten, unfallähnliche Körperschädigungen und Berufskrankheiten diagnostisch beurteile und therapeutisch begleite. Er verfüge daher über besonders ausgeprägte traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen. Die diagnostische Unsicherheit des Hausarztes sei für den Beschwerdegegner als traumatologischer Facharzt augenfällig gewesen und er habe eine eigene Beurteilung der vom Hausarzt erstellten Röntgenbilder als notwendig erachtet. Das Bundesgericht gelangt zum Schluss, es wäre mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht zu der schweren Retraumatisierung der rechten Schulter von A.________ gekommen, wenn der Beschwerdegegner die forcierten Funktionstests unterlassen und er vorgängig die angeforderten Röntgenbilder studiert und selbst beurteilt oder aber eigene, neue Röntgenaufnahmen veranlasst hätte (Urteil des BGer 8C_510/2007 vom 3.10.2008 E. 6.2 a.E. 7.5.4 und 9.2). Der Beschwerdeführer macht geltend, diese Umstände seien dem Strafgericht bei seinem Entscheid vom 23. August 2004 nicht bekannt gewesen und bei der Beurteilung des Gutglaubensbeweis nicht berücksichtigt worden. Das Strafgericht habe sich weitgehend auf den Entscheid des Einzelrichteramtes abgestützt, der von einer unklaren Sachlage im Zusammenhang mit einer allfälligen Fehlbehandlung durch den Beschwerdegegner ausgegangen sei. Es sei ihm (dem Beschwerdeführer) letztlich vorgeworfen worden, dass er angesichts der bereits in objektiver Hinsicht unklaren Sachlage die Gewissheit einer eventualvorsätzlichen Körperverletzung ins Zentrum der Strafanzeige gestellt habe. Aus den neuen Feststellungen ergebe sich nun, dass er durchaus ernsthafte Gründe dafür gehabt habe, gegenüber dem Beschwerdegegner den Vorwurf eventualvorsätzlichen Handelns zu erheben. Die Vorinstanz habe somit das Vorliegen neuer erheblicher Tatsachen zu Unrecht verneint (Beschwerde S. 14 ff.; vgl. auch Revisionsgesuch, Akten des Wiederaufnahmeverfahrens, act. GD 1/1 S. 10 f.). 2.2 Die Vorinstanz nimmt an, bei den von der I. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts im Urteil vom 3. Oktober 2008 getroffenen Feststellungen handle es sich nicht um neue Tatsachen, sondern um eine eigenständige rechtliche Würdigung der auch der Berufungskammer des Strafgerichts Zug bereits bekannten Tatsachen. Für die Beurteilung der Frage, ob der Beschwerdeführer ernsthafte Gründe gehabt habe, seine ehrverletzende Äusserung für wahr zu halten, sei der Zeitpunkt massgebend, in welchem diese gemacht worden sei. Eine Neubeurteilung des Gutglaubensbeweises im Wiederaufnahmeverfahren sei daher ausgeschlossen. Im Übrigen habe die I. sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts lediglich eine Sorgfaltspflichtverletzung des Beschwerdegegners festgestellt, sich aber nicht zur Frage des subjektiven Tatbestandes in strafrechtlicher Hinsicht geäussert (angefochtener Beschluss S. 5).