Citation: 5A_966/2021 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung von Art. 9 Abs. 1 und 2, Art. 215, 216 und Art. 473 Abs. 2 ZGB sowie Art. 152 Abs. 1 ZPO, indem die Vorinstanz die streitbetroffene Liegenschaft vollumfänglich dem Nachlass der Erblasserin und nicht je zur Hälfte diesem Nachlass und dem noch ungeteilten Nachlass von E.A.________ zugewiesen hat. Vorliegend seien keine güterrechtliche Zuweisungen zwischen E.A.________ und D.A.________ nachgewiesen oder zu berücksichtigen. Entsprechend stehe in der güterrechtlichen Auseinandersetzung jedem Ehegatten eine hälftiger Anteil am Vorschlag zu. Bei der Liegenschaft sei mangels Behauptung und Nachweises von Eigengut von Errungenschaft auszugehen, womit die Erblasserin aus Güterrecht deren Hälfte erhalte. Von der anderen Hälfte erhalte sie gemäss Erbvertrag 3/16 zu Eigentum und 13/16 zur Nutzniessung. Entsprechend sei denn auch die Erbengemeinschaft des E.A.________ im Grundbuch eingetragen worden. Das Obergericht übergehe die entsprechenden Einträge ohne nähere Begründung. Im Weiteren weisen die Beschwerdeführer den Vorwurf zurück, ihre Erbquoten an der Liegenschaft im Nachlass ihres Vaters nicht rechtsgenüglich behauptet zu haben. In ihrer Klage hätten sie den Inhalt eines vorprozessualen Briefverkehrs wiedergegeben, der eine entsprechende Behauptung enthalte. Entgegen der Vorinstanz sei daher nicht ein blosser Verweis auf die entsprechende Stelle erfolgt. Dies sei zwar eine spezielle Art, eine Parteibehauptung vorzutragen, genüge aber den Anforderungen an eine solche ohne Weiteres. Das Obergericht habe sodann die Eingabe der Beschwerdeführer vom 3. Mai 2020 nicht berücksichtigt, obgleich es dem Berufungsverfahren bezüglich der fälschlichen Nichtberücksichtigung dieser Eingabe durch die Erstinstanz heilende Wirkung zugebilligt habe. In der fraglichen Eingabe hätten die Beschwerdeführer die Verhältnisse um die Liegenschaft unzweideutig dargetan. Unzutreffend verweise die Vorinstanz sodann zum Nachteil der Beschwerdeführer auf eine Stelle der Klage und weitere Eingaben, wo diese den gesamten Wert der Liegenschaft ihren Berechnungen zugrunde gelegt hätten. Das dortige Vorgehen sei richtig gewesen, weil die Nachlässe von E.A.________ und F.A.________ noch ungeteilt und die Erbquoten an diesen vor der Teilung des Nachlasses der Erblasserin erst noch festzulegen seien. In so komplexen Verhältnissen wie den vorliegenden (zwei vorangehende Nachlässe, konkursamtliche Liquidation sowie Ausschlagung eines Nachlasses) sei "die Pflicht des Gerichts zur korrekten Feststellung des Nachlasses" gegeben.