Citation: 2P.130/2002 13.12.2002 E. 2

2.1 Gemäss § 25 des Zürcher Wasserwirtschaftsgesetzes vom 2. Juni 1991 (WWG) bezweckt die öffentliche Wasserversorgung die Bereitstellung und Lieferung von Trinkwasser in einwandfreier Qualität, unter genügendem Druck und in ausreichender Menge zu Trink-, Brauch- und Löschzwecken. Dabei ist es Sache der Gemeinden, die Wasserversorgung innerhalb ihres Gemeindegebietes sicherzustellen und in einem Erlass zu regeln (§ 27 Abs. 1 und Abs. 5 WWG). Das Wasserwirtschaftsgesetz sieht weiter vor, dass Grundeigentümer, deren Grundstücke durch den Bau öffentlicher Wasserleitungen einen besonderen Nutzen erfahren, den Gemeinden Erschliessungsbeiträge leisten. Für die Benützung der öffentlichen Wasserversorgungsanlagen haben die Gemeinden kostendeckende Anschluss- und/oder Benützungsgebühren zu erheben, wobei anstelle von Erschliessungsbeiträgen auch nur Anschluss- und/oder Benützungsgebühren erhoben werden können (§ 29 WWG). § 45 des Zürcher Einführungsgesetzes vom 8. Dezember 1974 zum Gewässerschutzgesetz bestimmt sodann, dass die Gemeinden für die Benützung der öffentlichen Abwasser- und Abfallbeseitigungsanlagen kostendeckende Gebühren erheben, welche - nach Abzug allfälliger Bundes- und Staatsbeiträge - die verbleibenden Kosten für Bau, Betrieb, Unterhalt, Verzinsung und Abschreibung der Anlagen sowie die übrigen Kosten der Abwasserbeseitigung decken. 2.2 Die Gemeinde Langnau am Albis setzt die dargestellten kantonalen Bestimmungen im Wasserreglement vom 9. Dezember 1993 (WR) um. Gemäss dessen Art. 44 sollen Bau und Betrieb der Wasserversorgungsanlagen selbsttragend sein, wobei die Gemeinde zur Finanzierung insbesondere Beiträge der öffentlichen Hand, Erschliessungsbeiträge der Grundeigentümer sowie Benützungs- und Anschlussgebühren der Wasserbezüger vorsehen kann (Art. 44 WR). Diese Gebühren sind grundsätzlich so zu bemessen, dass sie die Aufwendungen für den Betrieb und Unterhalt sowie die Verzinsung und Abschreibung der Anlagen decken (Art. 46 WR). Art. 49 Abs. 1 WR bestimmt, dass für jeden Anschluss eines "Objekts" an das Wasserleitungsnetz eine Anschlussgebühr von einem Prozent der Gebäudeversicherungssumme, mindestens jedoch 1'000 Franken, zu bezahlen sind. Für Objekte in abgelegenen Gebieten, namentlich in Oberrängg, Rängg, Tobel, Sihlhof, Risleten, Hasengarten und Waldi sowie für Einzelobjekte, deren Versorgung mit Trink- und Löschwasser ausserordentliche Aufwendungen verursacht, beträgt die Anschlussgebühr 2 Prozent der Gebäudeversicherungssumme; in Albis und Mittelalbis wird eine Gebühr von 3 Prozent erhoben (Art. 49 Abs. 2 WR). Für den Bezug von Trinkwasser wird ein jährlicher Wasserzins (Grund- und Verbrauchsgebühr) erhoben (Art. 52 in Verbindung mit Art. 57 WR). Von den Gebäude- bzw. Grundeigentümern können überdies Mehrwertbeiträge an die Kosten erhoben werden, welche für die Erstellung der Hauptleitungen anfallen (Art. 47 WR).