Citation: 8C_424/2023 E. A

A.a. Der 1994 geborene, gelernte Forstwart A.________ war bei der B.________ AG als Flughelfer tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 19. September 2017 wurde er bei der Arbeit von einem vom Helikopter herabfallenden Baumstamm am Kopf und Rücken getroffen, wobei er ein Polytrauma erlitt. Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggelder). Da A.________ die bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben konnte, beantragte er am 21. März 2018 bei der Invalidenversicherung Eingliederungsmassnahmen. Am 28. März 2018 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis per 30. April 2018. Ein am 14. Mai 2018 begonnenes 50%iges Praktikum in einer Schreinerei scheiterte. Die Invalidenversicherung finanzierte ein Arbeits-/Belastbarkeitstraining vom 20. August 2018 bis 31. August 2019, wonach gemäss Abschlussbericht vom 7. August 2019 eine "Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt gegeben" sei. Die Invalidenversicherung lehnte die Übernahme der Kosten einer dreijährigen Ausbildung zum Physiotherapeuten in Deutschland mit Beginn im Herbst 2020 ab. A.b. Die Suva ging von einer vollen Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt ab dem 1. September 2019 aus, wobei gemäss kreisärztlicher Untersuchung des Dr. med. C.________, Facharzt für Chirurgie, vom 10. September 2019, die bisherigen Tätigkeiten als Forstwart und Flughelfer wegen der Rücken-/Wirbelsäulenverletzungen nicht mehr zumutbar seien. Tätigkeiten mit schweren Belastungen des Rückens (mehr als 20 kg) seien zu vermeiden (Bericht vom 10. September 2019). Eine Umschulung zum Baumpflegespezialisten mit eidgenössischem Fachausweis unterstützte die IV-Stelle nicht, da diese nicht leidensadaptiert sei. Gleichentags teilte die Suva A.________ mit, die Ausbildung zum Baumpflegespezialisten erfülle das vom Kreisarzt erstellte Zumutbarkeitsprofil. A.c. Im Sommer 2020 zog sich A.________ eine Verletzung am rechten Knie (Kreuzband) zu, welche am 13. August 2020 mittels VKB-Ersatzplastik operativ versorgt wurde. Am 27. November 2020 schloss er mit der D.________ GmbH einen Arbeitsvertrag als "Baumpflegespezialist mit eidgenössischem Fachausweis in Ausbildung" mit Arbeitsbeginn 1. Februar 2021 ab. A.d. Am 9. April 2021 verdrehte sich A.________ das bereits vorgeschädigte rechte Knie beim Hecken- und Baumschneiden. Im Bericht vom 15. Juni 2021 empfahl Kreisarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Neurologie, den Fallabschluss hinsichtlich des Unfalls vom 19. September 2017. Wegen der neuropsychologischen Beeinträchtigungen sei die Fähigkeit begrenzt, Tätigkeiten mit hohen kognitiven Ansprüchen auszuführen und Neues zu erlernen. Mittelschwere bis schwere körperliche Tätigkeiten (bis max. 20 kg) seien weiterhin zumutbar. Den Integritätsschaden auf neurologischem Gebiet schätzte er auf 20 %. Mit Verfügung vom 16. Juli 2021 verneinte die Suva einen Anspruch auf eine Invalidenrente (Invaliditätsgrad von 3 %) und sprach A.________ eine Integritätsentschädigung auf der Basis eines Integritätsschadens von 20 % zu. A.e. Am 15. August 2021 erlitt A.________ bei einer Bergwanderung eine Distorsion des rechten Knies mit einer Re-Ruptur der vorbestehenden VKB-Plastik bei hochgradigem Verdacht auf eine mediale Meniskusläsion. A.________ verletzte sich am 2. September 2021 erneut am rechten Knie. Bei den nachfolgenden Untersuchungen zeigte sich eine insuffiziente Situation im VKB-Bereich nach VKB-Ersatzplastik. Die gegen die Verfügung vom 16. Juli 2021 erhobene Einsprache wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2021 ab.