Citation: 9C_296/2022 E. 5.2

5.2. Wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren rügt die Beschwerdeführerin, dass sich der psychiatrische Gutachter weder in der Expertise vom 4. Januar 2021 noch in der Stellungnahme vom 18. Oktober 2021 mit der ihrer Auffassung nach entscheidenden, in den Einschätzungen der behandelnden Psychologin (mitunterzeichnet durch den delegierenden Psychiater) festgehaltenen Diagnose einer komplexen Traumafolgestörung auseinandergesetzt habe. Die Kompetenz des Dr. med. B.________ im Hinblick auf diese Diagnose sei zu hinterfragen, weil er in seinen Ausführungen durchwegs lediglich auf die Kriterien der einfachen posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) verwiesen habe.