Citation: 5A_580/2019 E. 3.4

3.4. Die erste wie die zweite kantonale Instanz haben sämtliche Gerichtskosten dem Ehemann auferlegt und diesen auch zu einer Parteientschädigung an die Ehefrau verpflichtet. Der Beschwerdeführer hält dies für willkürlich, da er im kantonalen Verfahren (in seinen Augen) zu 95 % obsiegt habe, und fordert, dass die Gerichtskosten der Ehefrau aufzuerlegen seien und sie ihm eine Parteientschädigung auszurichten habe. Nach den Ausführungen im angefochtenen Urteil (vgl. S. 26) hat der Ehemann im Berufungsverfahren nur die Höhe, nicht aber die Verteilung der erstinstanzlichen Kosten beanstandet. Er zeigt nicht auf, dass und inwiefern dies unzutreffend wäre und er bereits in der Berufung die erstinstanzliche Kostenverteilung angefochten hätte. Diesbezüglich ist sein Vorbringen somit neu und damit unzulässig (Art. 99 Abs. 1 BGG; zur materiellen Ausschöpfung des Instanzenzuges sodann BGE 143 III 290 E. 1.1 S. 292 f.). In Bezug auf die Kostenverlegung für das Berufungsverfahrens setzt sich der Ehemann nicht mit der Begründung des angefochtenen Entscheides auseinander bzw. argumentiert er an dieser vorbei, indem er auf die Frage des Obsiegens und Unterliegens abstellen will. Das Kantonsgericht hat eben gerade nicht Art. 106 Abs. 1 ZPO, sondern Art. 107 Abs. 1 lit. c und f ZPO zur Anwendung gebracht und ist bei der betreffenden Ermessensausübung davon ausgegangen, dass der Ehemann ungleich leistungsfähiger sei, indem er (nach Bezahlung der Unterhaltsbeiträge) über ein steuerbares Einkommen von rund Fr. 550'000.-- sowie ein steuerbares Nettovermögen von über Fr. 10 Mio. verfüge, während die Ehefrau einzig zu einem Drittel an einer Wohnung beteiligt sei.