Citation: 8C_304/2015 E. 3.3

3.3. Die Frage kann aber offen bleiben. Gemäss Art. 1 Abs. 2 HVI gelten die Art. 3-9 sinngemäss für die Abgabe von Behandlungsgeräten, die einen notwendigen Bestandteil einer medizinischen Eingliederungsmassnahme im Sinne der Art. 12 und 13 IVG bilden und die nicht in der im Anhang enthaltenen Liste aufgeführt sind. Ausweislich der Akten standen - neben den im Jahre 2008 gewährten - keine weiteren medizinischen Eingliederungsmassnahmen zur Diskussion. Sodann übersieht der Beschwerdeführer, dass er gemäss Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 18. Januar 2011 hinsichtlich der schweren Fussheberparese rechts mit Spitzfuss orthopädisch-technisch bereits genügend versorgt gewesen war. Die mit Verfügung vom 3. September 2013 von der IV-Stelle gewährte propriozeptive Knöchelorthese konnte die herkömmliche nicht ersetzen, bot jedoch eine wertvolle Ergänzung für die Versorgung des Hängefusses (vgl. Bilder und Beschreibung im Kostenvoranschlag der Orthopädietechnik B.________ vom 22. November 2012). Hingegen diente die strittige Ausgleichsorthese allein der weitgehenden Wiederherstellung des körperlichen Erscheinungsbildes bei deutlich atrophierter Wadenmuskulatur rechts (vgl. Bilder und Beschreibung im Kostenvoranschlag der Orthopädietechnik B.________ vom 23. November 2012). Wie bereits im Bericht des SAHB Hilfsmittel-Zentrums vom 26. August 2013 korrekt festgehalten wurde, beziehen sich die Ziffern 2009 bis 2011 der KHMI sowohl auf Bein- als auch auf Armorthesen.