Citation: 6B_1354/2021 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer vertritt die Ansicht, dass das Gericht bei der Bildung der hypothetischen Gesamtstrafe an den ordentlichen Strafrahmen der konkret schwersten Straftat, vorliegend also an denjenigen der Veruntreuung (gemäss Urteil des Bezirksgerichts Baden vom 6. August 2013), gebunden sei. Dies ergebe sich aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und aus Art. 391 Abs. 2 StPO. Er führt sodann aus, die von der Vorinstanz gebildete hypothetische Gesamtstrafe von 74 Monaten übersteige die von Art. 138 Abs. 1 StGB vorgesehene Obergrenze von fünf Jahren Freiheitsstrafe um 14 Monate, ohne dass die Voraussetzungen für eine Strafrahmenerweiterung gegeben wären. Sie verstosse damit gegen Art. 49 StGB und begründe diesen Schritt im Übrigen in keiner Weise. Ausserdem ermögliche dieses Vorgehen der Vorinstanz, die ihm eigentlich zugebilligten Strafreduktionen, nämlich die Strafmilderung gemäss Art. 48 lit. e StGB und diejenige wegen Verletzung des Beschleunigungsgebots, nicht anwenden zu müssen. Damit lasse sich die Vorinstanz von sachlich nicht gerechtfertigten Argumenten leiten und begehe einen Ermessensmissbrauch.