Citation: 8C_195/2023 E. 4.1

4.1. Im ersten Urteil vom 8. März 2021 betreffend die Verfügung vom 16. April 2020 gelangte das kantonale Gericht gestützt auf den Abklärungsbericht vom 13. Dezember 2019 zum Schluss, dass bei der damals drei Jahre und drei Monate alten Beschwerdeführerin im Vergleich zu gleichaltrigen gesunden Minderjährigen kein anspruchserheblicher Mehrbedarf an Dritthilfe in den alltäglichen Lebensverrichtungen bestehe. Eine persönliche Überwachung komme gemäss Anhang III des Kreisschreibens des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH; gültig ab 1. Januar 2015) bei Kindern unter sechs Jahren in der Regel nicht in Betracht, wobei die erforderlichen regelmässigen Blutzuckerkontrollen das übliche Mass der Überwachung eines dreijährigen Kindes auch nicht in anspruchsrelevantem Ausmass übersteigen würden. Aufgrund verschiedener aktenkundiger Widersprüche, u.a bezüglich der Bestimmung der Insulindosis und des Zeitaufwands für die Berechnung der Kohlenhydratwerte der Mahlzeiten, könne jedoch nicht beurteilt werden, ob eine ständige und besonders aufwendige Pflege notwendig sei. Dies sei von der IV-Stelle erneut abzuklären.