Citation: 8C_477/2020 E. 7.2

7.2. Weshalb das kantonale Gericht mit angefochtenem Entscheid in Bezug auf den revisionsrechtlich massgebenden Vergleichszeitraum (vgl. E. 6.1 hievor) den Gesundheitszustand und die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit gemäss Gerichtsgutachten mit den Ergebnissen des 1. ZMB-Gutachtens vom 28. Mai 2014 verglich, ist nicht nachvollziehbar. Denn die letzte umfassende Prüfung des Leistungsanspruchs beruhte hinsichtlich der medizinischen Sachverhaltsfeststellung auf dem 1. ABI-Gutachten vom 14. April 2009 (vgl. Sachverhalt lit. A.b). Diese bildete die Grundlage der von der Beschwerdegegnerin am 21. Juni 2010 verfügten - und letztinstanzlich vom Bundesgericht mit Urteil 8C_63/2011 vom 27. Mai 2011 bestätigten - Verneinung eines Rentenanspruchs. Laut 1. ABI-Gutachten war damals in Bezug auf die angestammte und jede andere, körperlich leichte bis mittelschwere, adaptierte Tätigkeit - trotz verbleibender Unfallrestfolgen - von einer uneingeschränkten Leistungsfähigkeit auszugehen (so auch laut Urteil 8C_63/2011 vom 27. Mai 2011 E. 6). Aus dem Vergleich dieser Leistungsfähigkeitsbeurteilung mit den zutreffenden vorinstanzlichen Feststellungen zur Arbeitsfähigkeit gemäss Gerichtsgutachten resultiert offensichtlich eine erhebliche Verschlechterung nicht nur des Gesundheitszustandes, sondern auch der gesundheitsbedingten Einschränkungen der Leistungsfähigkeit. So steht laut angefochtenem Entscheid gestützt auf das beweiskräftige Gerichtsgutachten fest, dass dem Versicherten im zu beurteilenden Zeitraum nach 2010 die angestammte Tätigkeit als Creative Manager und Geschäftsführer einer Werbeagentur nicht mehr zumutbar war. Die zwischenzeitlich eingetretene Verschlechterung des insbesondere psychischen Gesundheitszustandes zeigte sich auch daran, dass D.A.________ selig laut beweiskräftigem Gerichtsgutachten aus medizinischen Gründen 2013 die Fluglizenz als Privatpilot entzogen wurde (vgl. demgegenüber noch das Urteil 8C_63/2011 vom 27. Mai 2011 E. 4.4.1). Zudem folgten ab 2012 zahlreiche weitere operative Eingriffe und mehrere stationäre psychiatrische Behandlungen.