Citation: 8C_396/2020 E. 4

Das kantonale Gericht stellte fest, dass die Rentenzusprechung mit Verfügung vom 16. Juni 2011 aus psychiatrischen Gründen erfolgt sei. Die zusätzlich bestehende Epilepsie-Problematik habe immerhin die angestammte Tätigkeit als Galvaniseur sowie weitere gefährliche Tätigkeiten nicht mehr zugelassen. Angesichts der im Strafverfahren ans Licht gelangten neuen Tatsachen - Vermittlung von Versicherungsverträgen mit Provisionszahlungen zu Gunsten des Versicherten in der Höhe von Fr. 672'267.- in der Zeit vom 28. Oktober 2008 bis 4. Juni 2009 - sei die Annahme einer 70 %igen Arbeitsunfähigkeit durch den RAD anlässlich der Untersuchung vom 1. Juli 2010 geradezu abwegig gewesen. Damit lägen erhebliche neue Tatsachen vor, die eine prozessuale Revision rechtfertigten. Die 90-tägige Frist sei dabei eingehalten worden. Zufolge der Meldepflichtverletzung, so die Vorinstanz weiter, sei eine rückwirkende Aufhebung des Rentenanspruchs zulässig gewesen. Die Entstehung einer Rentenberechtigung (auch zu einem späteren Zeitpunkt) schloss sie gestützt auf das SMAB-Gutachten aus.