Citation: 6B_138/2022 E. 1.3

1.3. Die vorstehend zusammengefassten Erwägungen der Vorinstanz sind schlüssig. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, belegt keine Willkür. Soweit die Verteidigung mit Bezug auf den Anklagesachverhalt 1 (E. 1.2.1) die Anzahl Treffen in Frage stellt und von höchstens 40 ausgeht, verkennt sie, dass der Beschwerdeführer die vorinstanzlich festgestellte Anzahl Treffen mehrfach eingeräumt hat. Dabei ist - entgegen ihrer Auffassung - nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer seitens der Polizei in unzulässiger Weise getäuscht oder unter Druck gesetzt worden wäre. Die Verteidigung zeigt auch nicht auf, dass die zwischen Januar 2016 und Januar 2017 eingestandene Anzahl Treffen und die jeweils erhaltene Drogenmenge unhaltbar wären, oder dass der Beschwerdeführer etwas zugegeben hätte, was nicht der Wahrheit entspricht. Wenn sie von höchstens ein bis zwei Gramm und das nicht wöchentlich ausgeht, plädiert sie ebenfalls frei zum vorinstanzlichen Beweisergebnis, ohne Willkür darzutun. Auch eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo", was das Bundesgericht im Rahmen der Beweiswürdigung nur unter Willkürgesichtspunkten prüft, liegt nicht vor. Der Beschwerdeführer verkennt im Übrigen die Bedeutung des Grundsatzes "in dubio pro reo", wenn er annimmt, es sei jedenfalls von der für ihn günstigsten Sachverhaltsvariante auszugehen. Der Grundsatz verlangt nicht, dass bei sich widersprechenden Beweismitteln unbesehen auf den für die beschuldigte Person günstigeren Beweis abzustellen ist. Die Entscheidungsregel kommt nur zur Anwendung, wenn relevante Zweifel verbleiben, nachdem die Beweiswürdigung als Ganzes erfolgt ist (Urteil 6B_824/2016 vom 10. April 2017 E. 13.1, nicht publiziert in BGE 143 IV 214 mit Hinweisen). Der im Anklage-Fall 2 umschriebene Sachverhalt, d.h. die Vermittlung von 110 Gramm Kokain, davon 50 Gramm am 9. Dezember 2016, ist seitens des Beschwerdeführers nicht mehr bestritten. Darauf ist nicht einzugehen. Mit Bezug auf den Fall 3 gemäss Anklage bringt der Beschwerdeführer ebenfalls nichts vor, was die vorinstanzlichen Annahmen als willkürlich erscheinen liesse. Dies betrifft namentlich sein Wissen darum, dass der Drogenkurier die Betäubungsmittel noch in sich trug, als er diesen beherbergte. Die Verteidigung räumt gar ein, dass der Beschwerdeführer den Kurier im Fahrzeug fragte, wie viel er mitgebracht habe. Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar anzunehmen, dass der Kurier, was der Beschwerdeführer wusste, das Kokain noch in sich trug und beim Beschwerdeführer ausscheiden wollte. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer selber aussagte, der Kurier habe nach einem Abführmittel gefragt und er habe für seine Dienste zwei Fingerlinge erhalten.