Citation: I 550/04 22.02.2005 E. 5

Die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung auf erwerbliche Tätigkeiten sind mittels Einkommensvergleich zu ermitteln (Art. 16 ATSG; Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis Ende 2002 gültig gewesenen Fassung). Wie das kantonale Gericht in nach Lage der Akten zutreffender Weise erkannt hat, beruhen die von der Verwaltung angenommenen Vergleichseinkommen auf falschen Prämissen, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. 5.1 Die Vorinstanz hat das ohne invalidisierende Gesundheitsschädigung mutmasslich erzielte Einkommen (Valideneinkommen) für das Jahr 1999 (Rentenbeginn als massgebender Vergleichszeitpunkt; vgl. BGE 129 V 222) auf Fr. 47'428.- festgesetzt. Ausgangspunkt hiefür bildeten die vor dem Unfall vom 6. Oktober 1997 im Jahr 1996 geleisteten 1765 Arbeitsstunden, welche Zahl mit dem von der Arbeitgeberin für das Jahr 1998 angegebenen Stundenlohn multipliziert sowie - nach Massgabe der Lohnabrechnung pro Dezember 1996 - um prozentuale Zuschläge für Ferienentschädigung und 13. Monatslohn resp. Gratifikation erhöht wurde. Einen Anstieg des Lohnes von 1998 auf das Jahr 1999 hat das kantonale Gericht mit Blick auf die statistisch ausgewiesene Nominallohnentwicklung im Baugewerbe verneint. Das Vorgehen der Vorinstanz ist in allen Teilen rechtmässig und sachgerecht. Was hiegegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgetragen wird, führt zu keiner anderen Betrachtungsweise. Eine einigermassen kontinuierliche Lohnentwicklung, welche gegebenenfalls auf ein höheres Valideneinkommen folgern liesse, ergibt sich aus den Arbeitgeberberichten und dem IK-Auszug nicht. Namentlich besteht kein begründeter Anlass, von einer höheren als der vom kantonalen Gericht angenommenen Arbeitsstundenzahl auszugehen. Weiter erscheint eine bevorstehende Anstellung mit einem festen (und höheren) Jahresarbeitspensum in Anbetracht der gesamten Umstände ebenso wenig wahrscheinlich wie ein wesentlicher Anstieg des Stundenlohnes. Sodann trifft es zwar zu, dass das vom kantonalen Gericht angenommene Valideneinkommen unter dem statistischen Durchschnitt im Baugewerbe liegt. Dies ist aber offensichtlich darauf zurückzuführen, dass der Versicherte jeweils weniger als die den Tabellenlöhnen zugrunde gelegten Stunden pro Jahr gearbeitet hat. Dass hiefür bereits gesundheitliche Gründe verantwortlich waren, wird nicht geltend gemacht und ergibt sich auch nicht aus den Akten. 5.2 Für die Bemessung des trotz gesundheitsbedingter Einschränkung zumutbarerweise noch erzielbaren Einkommens (Invalideneinkommen) hat die Vorinstanz mangels erneuter Aufnahme einer Erwerbstätigkeit durch den Beschwerdeführer zulässigerweise die statistischen Durchschnittslöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb). Den hiefür nach der Rechtsprechung zu beachtenden Grundsätzen hat das kantonale Gericht in allen Teilen Rechnung getragen, indem es vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert bei einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Wochenstunden) der mit einfachen und repetitiven Arbeiten (Anforderungsniveau 4) im gesamten privaten Sektor beschäftigten Männer im Jahr 1998 von Fr. 4268.- (LSE 1998, S. 25 Tabelle TA1) ausgegangen ist und diesen Wert auf die betriebsübliche Arbeitszeit im Jahr 1999 von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft, Heft 12/2004, S. 94 Tabelle B 9) umgerechnet sowie der von 1998 auf 1999 eingetretenen Nominallohnentwicklung bei Männern von 0,1 % (Lohnentwicklung 2002, S. 32 Tabelle T1.1.93) angepasst hat, was bei dem noch zumutbaren Arbeitspensum von 40 % zu einem Jahreseinkommen (x 12) von Fr. 21'429.70 führt. Einer zu erwartenden behinderungsbedingten Verdiensteinbusse sowie allfälligen weiteren lohnmindernden Faktoren kann nach der Rechtsprechung durch einen prozentualen Abzug vom Tabellenlohn Rechnung getragen werden (BGE 126 V 79 Erw. 5b mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat diesen Abzug auf 20 % festgesetzt. Die Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 47'428.- (Erw. 5.1 hievor) und des Invalideneinkommens von demnach Fr. 17'143.75 (Fr. 21'429.70 ./. 20 %) ergibt einen Invaliditätsgrad von 64 % (zur Rundung: BGE 130 V 121). Damit besteht (jedenfalls bis 31. Dezember 2003 [In-Kraft-Treten der 4. IV-Revision]) Anspruch lediglich auf die zugesprochene halbe Rente. Ob die Kürzung des Tabellenlohnes höher anzusetzen ist, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht, kann offen bleiben, da der Invaliditätsgrad auch bei Anrechnung des maximal möglichen Abzuges von 25 % (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc) die für eine ganze Rente erforderlichen 66 2/3 % (Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis Ende Dezember 2003 in Kraft gestandenen Fassung) nicht erreicht.