Citation: 9C_299/2023 E. 4.1.3

4.1.3. Eine schlechterdings unhaltbare Auslegung von Art. 11b Abs. 1 HG/BE liegt insbesondere nicht darin, dass das Verwaltungsgericht eine mit dem Erfordernis einer ausschliesslichen Selbstnutzung zum Wohnen nicht zu vereinbarende minimale Geschäftstätigkeit bereits durch die blosse Verwendung der Wohnadresse als Briefkastendomizil der GmbH angenommen hat: Es könne nicht darauf ankommen, ob eine inhaltliche geschäftliche Tätigkeit vorgenommen worden sei, sondern einzig darauf, dass die GmbH ihren Sitz an demselben Ort habe. Wohl liesse sich die Vernachlässigung des reinen Briefkastendomizils bei der Beurteilung des konkreten Sachverhalts ebenfalls vertreten. Indes genügt eine andere mögliche - und gegebenenfalls sogar überzeugendere - Auslegungsart nicht, um den angefochtenen Entscheid als willkürlich zu qualifizieren. Im Übrigen gebricht es am ebenfalls kumulativ notwendigen Element der persönlichen Nutzung, wenn eine im Handelsregister eingetragene juristische Person an der nämlichen Adresse ihr Domizil hat. Der Beschwerdeführer muss sich hier die Publizitätswirkung des Handelsregistereintrags entgegenhalten lassen.