Citation: 2C_1033/2014 E. 3.2.1

3.2.1. Es ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen und trifft zweifelsohne zu, dass die Ehe während ungeregeltem Aufenthalt bei abgewiesenem Asylgesuch nur ein Indiz für eine Scheinehe sein kann, aber nicht muss. Auch dass für die Befragungsprotokolle je zwei Dolmetscher erforderlich waren bzw. der Umstand, dass eine vertiefte Verständigung zwischen den Ehegatten in einer gemeinsamen Sprache damit schwierig gewesen sein dürfte, bildet nur ein Indiz für eine Ausländerrechtsehe und kann für sich nicht entscheidend sein. Vorliegend wurden gemäss den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen indessen äusserst umfangreiche Kontrollen vorgenommen, um abzuklären, ob die Gatten tatsächlich zusammengezogen waren. Während der 17 polizeilichen Besuche, die auf die Arbeitszeiten der Gattin Rücksicht nahmen, konnte diese nie in der angeblich gemeinsamen ehelichen Wohnung an der U.________strasse 13 (Stadt X.________) angetroffen werden, die darüber hinaus für einen gemeinsamen Haushalt kaum geeignet erschien. Im Oktober 2010 gaben die Ehegatten an, eine neue, bedarfsgerechte Wohnung V.________ 16 gefunden zu haben, wobei nach den Sachverhaltsfeststellungen unklar ist, ob sie sich dort für wenige Tage aufhielten oder überhaupt nie (vgl. hernach E. 4.2). Bei weiteren sieben Kontrollen an einem neuen Wohnort an der W.________strasse 191 (ebenfalls Stadt X.________) konnten die Gatten nicht zusammen angetroffen werden, wobei sie stark unterschiedliche Angaben zum Bezugszeitpunkt der behaupteterweise neuen ehelichen Wohnung äusserten und die Wohnung zeitweilig als Garderobe für ein benachbartes Restaurant genutzt wurde. Die Gattin kannte weder den Arbeitgeber noch die aktuellen Arbeitszeiten des Beschwerdeführers, ebenso wenig konnte sie sich wenige Monate nach Eheschluss noch erinnern, wann dieser etwa erfolgte. Umgekehrt wusste der Beschwerdeführer zu grossen Teilen nicht, zu welchen Zwecken und wie lange sich seine Gattin jeweils im Ausland aufhielt. Wenn die Vorinstanz hieraus schliesst, dass die Wohnungen an der U.________strasse bzw. der W.________strasse 191 hauptsächlich durch den Beschwerdeführer allein benutzt wurden, so kann dies nicht als unhaltbar gelten. Gestützt auf diese Indizien für einen Umgehungstatbestand lag es - wie dies das Verwaltungsgericht korrekt ausführt - am Beschwerdeführer, von sich aus Umstände vorzubringen und zu belegen, um den echten Ehewillen glaubhaft zu machen (Urteil 2C_177/2013 vom 6. Juni 2013 E. 3.4 in fine).