Citation: U 487/06 11.09.2007 E. 5.2

5.2.1 Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind nicht stichhaltig. Auch wenn es zutreffen mag, dass Vorinstanz und Verwaltung (zu Unrecht) davon ausgingen, die Versicherte sei haupt- statt nebenberuflich als Raumpflegerin erwerbstätig gewesen, ändert sich am Ergebnis nichts. Die vollzeitlich bei der Firma H.________ AG, Diagnostik-Instrumente, ausgeübte Tätigkeit beinhaltete leichte, vorwiegend sitzend zu verrichtende Arbeiten (Kabel löten; vgl. Unfallmeldung vom 17. Januar 2002 und Angaben der Versicherten vom 13. Oktober 2004). War die Versicherte als Raumpflegerin, in welchem Beruf auch schwere körperliche Arbeiten zu erledigen sind, vollständig arbeitsfähig, gilt dies erst recht für eine leichte Tätigkeit. Weiter trifft nicht zu, dass die Vorinstanzen den Sachverhalt allein aufgrund der Angaben des SUVA-Kreisarztes beurteilten. Vielmehr ergab die Beweiswürdigung der medizinischen Unterlagen ein schlüssiges und stimmiges Bild des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit. So hielt Dr. med. P.________ im Bericht vom 21. Oktober 2004 fest, das obere Sprunggelenk rechts sei normal beweglich. Die Epithelisierung der Wunde sei noch nicht vollständig, aber innert der nächsten zwei Wochen zu erwarten. Ab sofort bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 %, welche stufenweise verteilt über die nächsten zwei Wochen auf 100 % gesteigert werden könne. Dr. med. T.________ stellte fest, die mit Hauttransplantat behandelte Wunde sei vollständig verheilt. Zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit verwies er auf die Stellungnahme des Dr. med. P.________ (Bericht vom 18. Dezember 2004). Gemäss Bericht des SUVA-Kreisarzt vom 3. März 2005 fand sich funktionell ein gutes Ergebnis am Sprunggelenk rechts. Die objektivierbaren klinischen Befunde ständen nicht in Übereinstimmung mit den angegebenen Beschwerden. Die Hautnervenläsion allein reiche zur Erklärung der Beschwerden nicht aus. Aufgrund der objektivierbaren Befunde sei eine Steigerung auf eine vollständige Arbeitsfähigkeit gerechtfertigt. Angesichts dieser Aktenlage bestand kein Anlass, von Amtes wegen weitere Abklärungen hinsichtlich des körperlichen Gesundheitszustands zu tätigen. Es war vielmehr Sache der Versicherten, ihren Einwand, sie leide weiterhin an unfallbedingten behandlungsbedürftigen Beschwerden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, im Rahmen der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht zu substantiieren (vgl. BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158, je mit Hinweisen; vgl. Auch BGE 130 I 180 E. 3.2 S. 183). 5.2.2 Was den psychischen oder geistigen Gesundheitszustand anbelangt, kann der vorinstanzlichen Auffassung hingegen nicht ohne Weiteres gefolgt werden. Zwar sind im Unfallschein UVG, wonach die Versicherte ab 19. November 2004 in Behandlung bei Dr. med. B.________, Psychiatriezentrum U.________, stand, nach dem 14. Januar 2005 keine weiteren Einträge vermerkt. Zu diesem Zeitpunkt war die Versicherte jedoch aus psychiatrischer Sicht noch vollständig arbeitsunfähig gewesen, was darauf hindeutet, dass die Behandlung nicht abgeschlossen war. Laut Bericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. M.________ vom 3. März 2005 gab die Versicherte an, psychiatrisch behandelt zu werden und Psychopharmaka einzunehmen. Es bestand zudem keine Übereinstimmung zwischen den vorgetragenen Beschwerden und dem objektivierbaren Befund. Unter diesen Umständen ist fraglich, ob nicht doch von Amtes wegen weitere Abklärungen hätten vorgenommen werden müssen. Diese Frage kann aber letztlich offen bleiben. Mit der SUVA (Einspracheentscheid vom 4. Mai 2005) ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 15. Januar 2002 und dessen Folgen mit allfälligen, die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden psychischen Beschwerden nicht gegeben. Der Sturz vom 15. Januar 2002 (Ausrutschen auf vereistem Boden) ist in die Kategorie der leichten Unfälle einzuteilen, weshalb praxisgemäss die Adäquanz ohne Weiteres zu verneinen ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 483 mit Hinweis auf BGE 115 V 133 E. 6a S. 139; Urteil U 503/05 vom 17. August 2006, E. 3.1 und 3.2). 5.3 Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass über den 14. Januar 2005 keine unfallbedingten behandlungsbedürftigen Beschwerden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit mehr vorlagen. Auf die beantragte Zusprechung einer Invalidenrente ist daher nicht weiter einzugehen. Dasselbe gilt hinsichtlich des in der Begründung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemachten Anspruchs auf eine (abgestufte) Übergangsrente. Im Übrigen fallen berufliche Eingliederungsmassnahmen entgegen den Äusserungen der Beschwerdeführerin nicht in den Zuständigkeitsbereich des Unfallversicherers.