Citation: 5F_22/2023 E. 3.2.2

3.2.2. Vor dem Gerichtshof hat der Gesuchsteller um eine angemessene Genugtuung sowie eine Entschädigung für seine Kosten und Auslagen ersucht. Der EGMR hat dieses Gesuch abgewiesen (vgl. vorne Bst. B), da es nicht fristgerecht eingereicht worden war (Urteil 69212/17 vom 9. Mai 2023 Ziff. 24-26). Der Beschwerdeführer hat nach dem Ausgeführten eine Entschädigung bereits im Verfahren vor dem EGMR beantragt; im vorliegenden Revisionsverfahren ist dies nicht mehr zulässig. Soweit der Beschwerdeführer daher eine Entschädigung für seine Anwaltskosten, die Kosten für seinen Lebensunterhalt und den Lebensunterhalt seines Sohnes sowie die Ausrichtung einer Pauschalzahlung beantragt (vgl. vorne Bst. C), ist auf das Gesuch nicht einzutreten. Da der Gerichtshof auf das dort eingereichte Entschädigungsgesuch zufolge Nichteinhaltens der Frist nicht eingetreten ist, kommt eine Revision sodann nur noch in Frage, soweit sie geeignet und erforderlich ist, um über die finanziellen Aspekte hinaus fortbestehende, konkrete nachteilige Auswirkungen der Konventionsverletzung im Rahmen des ursprünglichen Verfahrens zu beseitigen (BGE 137 I 86 E. 3.2.2; dazu sogleich E. 3.3).