Citation: 1C_25/2022 E. 5

Der Beschwerdeführer wendet unter Verweisung auf BGE 142 V 26 E. 5.1 ein, Ausführungsvorschriften dürften dem Bürger keine neuen, nicht schon aus dem Gesetz folgenden Pflichten auferlegen, und zwar selbst dann nicht, wenn diese Ergänzungen mit dem Zweck des Gesetzes in Einklang stünden. Dies sei jedoch vorliegend der Fall, weil bisher keine gesetzliche Grundlage für die Bodentrocknung bzw. für Weidebeschränkungen bei schutzwürdigen, aber noch nicht formell geschützten Naturschutzflächen bestanden habe. Im Übrigen stelle die Trocknungspflicht eine positive Leistung dar, für die Art. 18c Abs. 1 NHG keine genügende gesetzliche Grundlage biete (mit Hinweis auf NINA DAJCAR, Kommentar NHG, N. 15 zu Art. 18c NHG).