Citation: 8C_882/2017 E. 3.3.1

3.3.1. Die vorinstanzliche Feststellung eines in psychischer Hinsicht wesentlich verbesserten Gesundheitszustands durch den Wegfall der im Gutachten der MEDAS vom 30. Mai 2007 noch attestierten PTBS (mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um etwa 20 %) basiert auf den Darlegungen des psychiatrischen ABI-Experten Dr. med. B.________. Dieser führte aus, die Diagnose einer PTBS könne im heutigen Untersuchungszeitpunkt nicht mehr bestätigt werden. Es liege nunmehr einzig eine leichte depressive Episode vor. Die Gutachter hielten konsensual im Rahmen der medizinischen Gesamtwürdigung dementsprechend eine verbesserte psychische Gesundheit fest. Wie die Vorinstanz feststellte, stimmt dies insoweit mit der Stellungnahme des behandelnden Psychiaters Dr. med. C.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, in seinem Bericht vom 22. April 2016 überein, als er ebenfalls von einem verbesserten Gesundheitszustand berichtete und die Diagnose-Kriterien für eine PTBS (ICD-10 F43) als nicht mehr erfüllt ansah. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin befasste sich Dr. med. B.________ im ABI-Gutachten sodann hinlänglich mit der Entwicklung der vorliegenden rezidivierenden depressiven Störung, wobei anlässlich beider Begutachtungen eine gegenwärtig leichte depressive Episode (ICD-10 F33.0) diagnostiziert wurde. Dies ist aber insoweit nicht von Belang, als nicht ein verbessertes depressives Leiden ausschlaggebend für die Bejahung eines Revisionsgrunds seitens der Vorinstanz war, sondern der Wegfall weiterer im Gutachten der MEDAS attestierten Leiden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Die komplizierte protrahierte Trauerreaktion (ICD-10 F38.8), die verminderte mentale Leistungsfähigkeit dominiert von Aufmerksamkeits- und exekutiver Dysfunktionen, insbesondere aber die nicht vollständig remittierte PTBS (ICD-10 F43.1), lagen im Zeitpunkt der ABI-Begutachtung nicht mehr vor, was Dr. med. B.________ nachvollziehbar begründete. Die Vorinstanz durfte daher gestützt auf das ABI-Gutachten eine revisionsrechtlich bedeutsame Verbesserung der gesundheitlichen Verhältnisse annehmen.