Citation: 1B_281/2010 16.12.2010 E. A

Das Strafgericht Basel-Landschaft verurteilte den von Advokat Alain Joset als unentgeltlichem und notwendigem Verteidiger vertretenen X.________ am 30. November 2009 in Abwesenheit u.a. wegen gewerbsmässiger Hehlerei zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 2 ½ Jahren. Am 9. Dezember 2009 erklärte X.________ Appellation, am 11. Dezember 2009 die Staatsanwaltschaft Anschlussappellation. A.a Am 27. Januar 2010 ersuchte X.________ das Kantonsgericht um unentgeltliche und notwendige Vertretung durch Advokat Alain Joset. Am 29. Januar 2010 forderte der Präsident der Abteilung Zivil- und Strafrecht des Kantonsgerichts Basel-Landschaft X.________ auf, bis zum 18. Februar 2010 seine aktuellen Einkommens- und Vermögensverhältnisse darzustellen und zu belegen. Am 10. Februar 2010 teilte Advokat Joset dem Kantonsgericht mit, er habe seit dem 9. Juli 2008 keinen Kontakt mehr zu seinem Mandanten und sei daher ausserstande, dessen finanzielle Verhältnisse zu dokumentieren. A.b Am 15. Februar 2010 wies der Präsident der Abteilung Zivil- und Strafrecht des Kantonsgerichts das Gesuch um Bewilligung der notwendigen und unentgeltlichen Verteidigung ab. Er erwog, das Rechtsmittel sei aussichtslos, weshalb die notwendige Verteidigung nicht bewilligt werden könne. Damit bestehe nach § 19 Abs. 1 der Strafprozessordnung des Kantons Basel-Landschaft vom 3. Juni 1999 (StPO) auch keine Grundlage für die Bewilligung der unentgeltlichen Verteidigung, wobei die dafür erforderliche Mittellosigkeit ohnehin nicht erstellt sei. Er setzte X.________ Frist bis zum 15. März 2010 an für die Leistung eines Kostenvorschusses von 2'000 Franken unter der Androhung, dass bei Nichtleistung auf die Appellation nicht eingetreten würde. Am 18. März 2010 erhob X.________ beim Bundesgericht Beschwerde gegen diese Verfügung mit den Anträgen, sie aufzuheben und den Präsidenten der Abteilung Zivil- und Strafrecht des Kantonsgerichts anzuweisen, ihm die notwendige Verteidigung durch Advokat Joset zu bewilligen. A.c Mit Entscheid 1B_75/2010 vom 15. Juli 2010 wies das Bundesgericht die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. Es erwog, die Rüge, der Kostenvorschuss werde wegen des unbekannten Aufenthalts des Appellanten indirekt vom Verteidiger eingefordert, sei, soweit überhaupt genügend substanziiert, unbegründet. Für die Einforderung eines Kostenvorschusses bestehe eine klare gesetzliche Grundlage; vorbehalten bleibe die unentgeltliche Prozessführung wegen Mittellosigkeit. Soweit deren Verweigerung angefochten werde, könne darauf indessen wegen mangelnder Substanziierung der Rüge nicht eingetreten werden. Für die Rüge, der angefochtene Entscheid verletze seinen Anspruch auf notwendige Verteidigung, fehle es dem Beschwerdeführer am erforderlichen aktuellen Rechtsschutzinteresse. Er habe die Beschwerde nach Ablauf der für die Leistung des Kostenvorschusses angesetzten Frist eingereicht, weshalb das Kantonsgericht auf die Beschwerde so oder so nicht eintreten werde.