Citation: 8C_196/2018 E. 3.2.3

3.2.3. Schliesslich ist der Vorinstanz auch insofern zu folgen, als sie die von Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in seinem Bericht vom 27. Oktober 2014 attestierte mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom, welche die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab Juni 2013 zu 50 % eingeschränkt habe, als reaktives Geschehen ohne invalidisierenden Krankheitswert (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.1 S. 125) beurteilte. Sie zeigte auf, dass der behandelnde Psychiater die attestierte depressive Erkrankung auf psychosoziale Faktoren zurückführte und sich aus den Akten kein Hinweis ergibt, dass sich die depressive Episode mit somatischem Syndrom verselbstständigt hätte. Hinzu kommt, dass Dr. med. C.________ in seinem Bericht vom 19. Oktober 2015 erklärte, der Gesundheitszustand seines Patienten sei stationär und im Vordergrund stünden die körperlichen Beschwerden. Damit ist nicht von einer wesentlichen Verbesserung der psychischen Beschwerden im weiteren Verlauf bis zur Begutachtung auszugehen, was vorausgesetzt wäre, um einen vorübergehenden Leistungsanspruch zu begründen. Die vorinstanzliche Feststellung, es sei auch für die Zeit zwischen Juni 2013 und der Begutachtung von einer Arbeitsunfähigkeit von 20 % auszugehen, ist demnach nicht als offensichtlich unrichtig zu beanstanden.