Citation: 9C_1010/2008 09.03.2009 E. 2

Die Beschwerdeführerin berief sich im vorinstanzlichen Verfahren darauf, dass bei der Y.________/USA im Sommer 2002 Bilanzfälschungen grossen Stils aufgedeckt worden seien. Am 31. März 2003 habe ein Untersuchungsausschuss einen Bericht vorgelegt. In der Folge seien die Jahresrechnungen der Gesellschaft ab 2000 berichtigt worden. Eine Neubewertung der Optionen 1999 im März 2003 habe ergeben, dass die Optionen von Anfang an als non-valeurs zu betrachten waren. Kenntnis davon, dass die Bewertung der Optionen 1999 auf falschen Zahlen beruhte, habe die Beschwerdeführerin erst im März 2003 erhalten. Mit Schreiben vom 22. Dezember 2004, das als Revisionsgesuch betrachtet werden kann, beantragte die Beschwerdeführerin alsdann von der Ausgleichskasse die Rückerstattung der zu viel bezahlten Beiträge. Ein mündliches Gesuch wurde den Angaben der Beschwerdeführerin zufolge bereits am 16. März 2004 gestellt. Nach den Feststellungen des kantonalen Gerichts handelte es sich dabei allerdings bloss um eine Ankündigung anlässlich der Arbeitgeberkontrolle vom 16./17. März 2004. Ob ein Rückerstattungsgesuch bereits im März 2004 oder erst im Dezember 2004 gestellt wurde, braucht nicht näher geprüft zu werden. Denn selbst wenn auf das frühere Datum abzustellen wäre, müsste das Revisionsgesuch als verspätet betrachtet werden, nachdem die Gesellschaft laut ihren eigenen Ausführungen schon seit März 2003 Kenntnis von der nach ihrer Ansicht von Anfang an unrichtigen Bewertung der ausgegebenen Optionen hatte. Die Frist von 90 Tagen zur Einreichung des Revisionsgesuches gemäss Art. 67 Abs. 1 VwVG war in jedem Fall abgelaufen, weshalb die Ausgleichskasse dieses mittels Nichteintreten hätte erledigen müssen. Die Stichhaltigkeit des geltend gemachten Revisionsgrundes braucht zufolge Fristversäumnisses nicht geprüft zu werden.