Citation: 1C_409/2014 E. A

A.a. Am 24. April 2007 erteilte der Bauausschuss der Gemeinde Bäretswil A.________ die Bewilligung für den Neubau dreier Einfamilienhäuser, eines Landhauses, eines Zwei- und eines Vierfamilienhauses sowie zweier Tiefgaragen auf der Parzelle aKat.-Nr. 7733. Gleichzeitig hielt er fest, dass der Fluchtweg aus den beiden Terrassenhäusern ungenügend sei und verfügte, vor der Baufreigabe seien entsprechend revidierte Pläne zur Bewilligung einzureichen. Aus unbekannten Gründen wurde in der Folge die Baufreigabe erteilt, obwohl keine angepassten Pläne eingereicht worden waren. A.________ erstellte die genannten Bauten und unterteilte das Baugrundstück aKat.-Nr. 7733 in die Parzellen Kat.-Nrn. 7998, 7999, 8000, 8001, 8002 und 8005. Mit Präsidialverfügung vom 19. November 2009 ordnete der Ressortleiter Hochbau der Gemeinde Bäretswil an, dass die Untergeschosse der Terrassenhäuser aufgrund fehlender sicherer Fluchtwege bis zur Behebung dieses Mangels nicht mehr benutzt werden dürften. Zugleich wurde A.________ eine Frist bis zum 18. Dezember 2009 angesetzt, um die entsprechenden baulichen Sicherheitsvorkehrungen zu planen und bewilligen zu lassen. Mit Präsidialverfügung vom 11. Januar 2011 erteilte der Ressortleiter Hochbau A.________ unter Auflagen und Bedingungen die Bewilligung für den Bau der Fluchtwege für die zwei Terrassenhäuser. Einen von A.________ hiergegen erhobenen Rekurs hiess das Baurekursgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom 9. Mai 2012 infolge sachlicher Unzuständigkeit des Ressortleiters gut und hob die Präsidialverfügung auf. Der zuständige Bauausschuss bewilligte am 22. Juni 2012 ebenfalls unter Auflagen und Bedingungen die Projektänderung. Dieser Beschluss wurde von A.________ nicht angefochten. Er sieht in Bezug auf das Zweifamilienterrassenhaus als feuerpolizeiliche Vorkehrung insbesondere vor, dass die Kellerräume des Terrassenhauses mit einem verlängerten Korridor durch die Tiefgarage und einer Aussentreppe versehen werden. Dieses Bauvorhaben wurde weder publiziert noch mittels eines Baugespannes ausgesteckt. A.________ begann Ende Mai 2013 mit dem Bau des Fluchtweges. Am 5. Juli 2013 erhoben B.________ und C.________, denen die Parzelle Kat.-Nr. 8000 gehört, beim Bauamt Bäretswil eine "Baueinsprache mit anfechtbarer Verfügung" und ersuchten um Erlass eines Baustopps. Zur Begründung führten sie aus, das Bauprojekt sei weder öffentlich ausgeschrieben noch mittels eines Baugespanns ausgesteckt worden. Es unterschreite den Grenzabstand und erweise sich deshalb auch als materiell baurechtswidrig. Mit Schreiben vom 19. Juli 2013 teilte ihnen das Bauamt Bäretswil Folgendes mit: "Wie wir Ihnen schon anlässlich Ihres Besuches auf dem Bauamt am 2. Juli 2013 mitgeteilt haben, handelt es sich bei den Bauarbeiten um die Erfüllung der feuerpolizeilichen Auflagen des Beschlusses des Bauausschusses vom 22. Juni 2012 resp. des Beschlusses des Bauausschusses vom 24. April 2007. Bitte beachten Sie sodann auch, dass nachwievor ein Nutzungsverbot der Tiefgarage besteht." Eine Rechtsmittelbelehrung enthielt dieses Schreiben nicht. A.b. B.________ und C.________ gelangten ans Baurekursgericht und beantragten, die Verfügung vom 19. Juli 2013 des Bauamts sei aufzuheben und dieses sei anzuweisen, ein ordentliches Baubewilligungsverfahren, eventualiter ein Anzeigeverfahren betreffend Auflagenerfüllung, durchzuführen. Das Baurekursgericht bejahte mit Entscheid vom 4. Dezember 2013 zunächst den Verfügungscharakter des Schreibens des Bauamts vom 19. Juli 2013. Anschliessend erwog es, die lokale Baubehörde hätte korrekterweise ein ordentliches Baubewilligungsverfahren durchführen und den Baubewilligungsbeschluss vom 22. Juni 2012 B.________ und C.________ eröffnen müssen. Dies sei aber nicht entscheidend. B.________ und C.________ hätten nämlich erst in ihrer Rekursreplik, mithin drei Monate nach Kenntnisnahme, die Aufhebung der Baubewilligung vom 22. Juni 2012 verlangt. Angesichts des klar verspäteten Antrags erübrige sich eine Wiederholung des Baubewilligungsverfahrens. Im Ergebnis sei der Rekurs deshalb abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. A.c. Eine dagegen von B.________ und C.________ erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 4. Juni 2014 teilweise gut. Es hielt fest, dass entgegen der Ansicht des Baurekursgerichts bereits aus der Rekursschrift - und nicht erst aus der Rekursreplik - hervorgegangen sei, dass sich das Rechtsmittel inhaltlich gegen die Baubewilligung vom 22. Juni 2012 richte. Zudem fügte es an, es sei davon auszugehen, dass die Bewilligung B.________ und C.________ im Juli 2013 zur Kenntnis gelangt sei und diese mit ihrem Rechtsmittel rechtzeitig reagiert hätten.