Citation: 6B_1208/2020 E. 12.1

12.1. Der Beschwerdeführer macht sodann auch hinsichtlich des Schuldspruchs wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung in Bezug auf die dem Mitangeklagten C.________ von der Q.________ AG ausgerichteten Zahlungen für die Vergabe von Druckaufträgen eine willkürliche Feststellung des Sachverhalts geltend. Diese Geldleistungen hätten nicht zu einer Erhöhung der Druckkosten geführt, unabhängig davon, ob sie als Beratungshonorare oder als Provisionen zu qualifizieren seien. Die B.________ AG habe daher keinen Schaden erlitten. Zudem seien ihm (sc. dem Beschwerdeführer) diese Zahlungen, welche nach seiner Auffassung dem damaligen Rechtsverständnis entsprochen hätten, nicht bekannt gewesen. Die Anklage stütze sich auf ein dem Mitangeklagten C.________ sowie ihm selbst in Kopie zugestellten E-Mail eines Mitarbeiters, der eine Unternehmensbewertung erstellt habe, und auf eine Fussnote in dessen hundertseitigem Anhang, in welcher die Provisionen erwähnt worden seien. Angesichts der zahllosen E-Mails, die ihn täglich erreicht hätten, und des Umstands, dass ein weiterer Mitarbeiter im Revisionsbericht der B.________ AG 2005 die Rechtskonformität der Bilanz 2004 bestätigt habe, habe für ihn kein Anlass für eine Intervention bestanden. Der Mitangeklagte C.________ habe insgesamt eine angemessene, auf jeden Fall nicht unübliche Entschädigung erhalten. Damit sei die Gesellschaft nicht geschädigt und der Mitangeklagte C.________ nicht bereichert worden. Jedenfalls habe er (sc. der Beschwerdeführer) insofern nicht mit Vorsatz gehandelt. Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, dass der Auftraggeber der Zahlungen O.________ von der Staatsanwaltschaft nie befragt worden sei (Beschwerde S. 187 ff., 198 ff.).