Citation: 1C_463/2020 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer beruft sich in seiner Beschwerde zu Recht nicht auf einen generellen (verfassungsmässigen) Anspruch auf die Aufrechterhaltung des Gemeingebrauchs an einer öffentlichen Sache - vorliegend des Untergrunds - im bisher erlaubten Umfang: wie oben ausgeführt, besteht kein solcher Anspruch (vgl. oben E. 4.3). Er macht jedoch zunächst in genereller Weise geltend, die einzuführende Bewilligungspflicht sei nicht durch ein öffentliches Interesse gerechtfertigt und stützt sich dabei auf Art. 36 Abs. 2 BV. Dabei übersieht er, dass diese Bestimmung nur im Zusammenhang mit der Einschränkung eines Grundrechts angerufen werden kann (vgl. den Randtitel des Artikels ["Einschränkungen von Grundrechten"] sowie ASTRID EPINEY, in: Basler Kommentar, Bundesverfassung, 2015, N. 7 zu Art. 36). Soweit der Beschwerdeführer sich jedoch auf das in Art. 5 Abs. 2 BV verankerte, generelle Erfordernis eines öffentlichen Interesses am staatlichen Handeln berufen wollte, ist im Folgenden zu prüfen, ob ein irgendwie geartetes öffentliches Interesse an der einzuführenden generellen Bewilligungspflicht erkennbar ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich das Bundesgericht bei der Prüfung dieser Frage Zurückhaltung auferlegt, dies umso mehr, als den Kantonen bezüglich der Nutzung öffentlicher Sachen ein grosser Entscheidungsspielraum offen steht (vgl. oben E. 4.2).