Citation: 8C_91/2013 E. 3.3.1

3.3.1. Das kantonale Sozialversicherungsgericht darf sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen, sondern muss sich auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 75 E. 6 i.f. mit Hinweis). Ist die Angemessenheitsprüfung der Verwaltungsverfügung durch das kantonale Sozialversicherungsgericht bundesrechtlicher Natur (BGE 137 V 71 E. 5.2 S. 74), hat es von Bundesrechts wegen bei der Prüfung der administrativen Ermessensbetätigung die verschiedenen, den Vollzugsorganen der Invalidenversicherung im Rahmen der Bestimmung des Umfanges des Tabellenlohnabzuges offenstehenden Lösungen in Betracht zu ziehen und zu beurteilen, ob ein höherer oder tieferer Abzug aus stichhaltigen Gründen angemessener erscheint, ohne jedoch sein eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen der Verwaltung zu setzen (BGE 137 V 71 E. 5.2 i.f. S. 74 f.).