Citation: 8C_518/2022 E. 3.1

3.1. Nach Art. 1a Abs. 1 UVG - in der hier anwendbaren, bis 31. Dezember 2022 gültig gewesenen Fassung - sind die in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmer, einschliesslich der Heimarbeiter, Lehrlinge, Praktikanten, Volontäre sowie der in Lehr- oder Invalidenwerkstätten tätigen Personen, obligatorisch nach den Bestimmungen des UVG versichert. Die unfallversicherungsrechtlichen Entscheide, welche in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG erfolgten (vgl. SVR 2018 UV Nr. 19 S. 66, 8C_571/2017 E. 2), basieren - wie das kantonale Gericht zutreffend darlegte - auf der AHV-rechtlichen Abgrenzung von selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit (vgl. dazu Urteil 9C_70/2022 und 9C_76/2022 vom 16. Februar 2023 E. 6 mit Hinweisen, zur Publikation vorgesehen). Es wird im Unfallversicherungsrecht nämlich als Arbeitnehmer nach Art. 1a Abs. 1 UVG betrachtet, wer eine unselbstständige Erwerbstätigkeit im Sinne der Bundesgesetzgebung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ausübt (Art. 1 UVV). Wird eine Person in der AHV als unselbstständig erwerbstätig behandelt, gilt sie, von wenigen Ausnahmen abgesehen (Art. 1a und Art. 2 UVV), auch in der Unfallversicherung als Arbeitnehmerin (GABRIELA RIEMER-KAFKA/OLIVIA KADERLI, in: Hürzeler/Kieser [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, UVG, 2018, N. 15 zu Art. 1a UVG; vgl. auch SVR 2022 AHV Nr. 15 S. 40, 9C_353/2021 E. 3.2.2 mit Hinweisen).