Citation: 1C_77/2022 E. 4.3

4.3. Das Bundesgericht hat Gemeinwesen zur Beschwerde zugelassen, wenn sie ein Hoheitsrecht bzw. eine Zuständigkeit für sich beanspruchen (z.B. für die Wassernutzung: Urteil 2C_812/2011 vom 18. Januar 2012 E. 1.2). Nichts anderes kann gelten, wenn ein Gemeinwesen, wie hier, die Zuständigkeit für eine öffentliche Aufgabe bestreitet (vgl. zur Beschwerdelegitimation bei Zuständigkeitskonflikten auch Urteil 1C_255/2007 vom 17. Juli 2008 E. 1.2, in: ZBl 110/2009 S. 700, ferner BGE 135 II 156 E. 3.3; 117 Ib 111 E. 1b; je mit Hinweisen). Da die Beschwerdeführerin mit ihrer Klage ans Kantonsgericht zudem den Schutz ihrer Einwohner anstrebt, stehen wichtige öffentliche Interessen auf dem Spiel (vgl. BGE 136 I 265 E. 1.4; Urteil 1C_395/2012 vom 23. April 2013 E. 2.3; je mit Hinweisen; MICHAEL PFLÜGER, Die Legitimation des Gemeinwesens zur Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, 2013, Rn. 372). Dem angefochtenen Entscheid ist insofern zu entnehmen, dass dem Gütschbach, dem Bruchmattbach und den Gigelibächen insbesondere dort, wo sie durch überbautes Gebiet verlaufen, ein mitunter erhebliches Hochwasser-Gefährdungspotenzial zugeschrieben wird.