Citation: 9C_652/2013 E. 4.3

4.3. Nach den nicht zu beanstandenden vorinstanzlichen Erwägungen ist somit nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigung nach der Geburt ihrer Tochter erneut eine Tätigkeit als Direktionssekretärin oder -assistentin ausgeübt hätte. Die vorinstanzliche Beurteilung erscheint auch deshalb plausibel, weil die - bereits in einem religiös geprägten Elternhaus aufgewachsene - Versicherte nicht nur in den letzten Jahren im Bereich der Sozialdiakonie Weiterbildungen absolvierte, sondern sich auch in ihrer Freizeit im kirchlichen Bereich engagierte (z.B. Mitwirkung im Kirchenchor). Diese Umstände schliessen für sich allein zwar nicht aus, dass gesundheitliche Gründe für den per 1. Januar 1996 erfolgten beruflichen Wechsel eine Rolle gespielt haben könnten. Sie unterstreichen aber die von der Beschwerdeführerin im März 2005 gegenüber der IV-Abklärungsperson gemachten Aussagen, wonach ihr das kirchliche Arbeitsumfeld besser entspreche als die - zeitweilig - ausgeübte Tätigkeit als Direktionssekretärin oder -assistentin (in die sie nicht zurück wolle). In die gleiche Richtung zielt auch der gegenüber der Abklärungsperson geäusserte Wunsch, im Bereich der Erwachsenenbildung tätig zu werden. Nicht zuletzt wechselte sie aktenkundig bereits per 1. April 1994 ihre Tätigkeit innerhalb der damaligen Arbeitgeberfirma und war bis zur Geburt ihrer Tochter nicht mehr als Direktionssekretärin tätig. Ebenso wenig verstösst es gegen Bundesrecht, wenn Vorinstanz und Beschwerdegegnerin davon ausgegangen sind, die Beschwerdeführerin wäre nach ihrer Ehescheidung und dem Selbstständigwerden der Tochter - nunmehr vollzeitlich - im kirchlichen oder einem ähnlichen Bereich tätig geblieben. Wie der Berufsberater der IV am 13. März 2012 zutreffend ausführte, ist nach der langjährigen Tätigkeit auf einem Pfarramt "wenig wahrscheinlich", die Versicherte hätte ohne Gesundheitsbeeinträchtigung an die frühere Erwerbskarriere anknüpfen können, weil es ihr nunmehr an dem für die Tätigkeiten als Direktionsassistentin oder -sekretärin und allgemein in Kommunikations-, Informations- und Administrationsabteilungen von Unternehmen erforderlichen Fachwissen fehle.