Citation: 8C_844/2017 E. 3.2.3

3.2.3. Nach ständiger Rechtsprechung stellt die Frage, ob ein behinderungsbedingt oder ein anderweitig begründeter Leidensabzug vorzunehmen ist, eine Rechtsfrage dar, die das Bundesgericht frei überprüft (BGE 137 V 71 E. 5.1 S. 72; 132 V 393 E. 3.3 S. 399). Die Vorinstanz hat erwogen, dass die von den Sachverständigen der MEDAS festgestellte Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich 25 % wegen der gastroenterologischen Probleme (häufiger Stuhlgang) in Bezug auf eine zumutbare Bürotätigkeit vollständig abgedeckt sei. Dies treffe auch für die weiteren Einschränkungen zu, wonach der Versicherte keine über 300 Meter liegenden Strecken mehr gehen könne. Das fortgeschrittene Alter werde vom Bundesgericht zwar als Abzugsgrund anerkannt, die entsprechenden Voraussetzungen lägen hier jedoch nicht vor, zumal die durchschnittliche Arbeitsfähigkeit von 75 % für Erwerbstätigkeiten im Bereich des Kompetenzniveaus 2 der LSE 2012 lägen, welche Arbeiten ohne Kaderfunktion oder im untersten Kader beinhalteten und daher keinen nachteiligen Einfluss auf den mutmasslichen Lohn hätten.