Citation: 5A_140/2020 E. 1.2

1.2. Dem Wortlaut des Begehrens nach will die Beschwerdeführerin, dass das Bundesgericht auf ihr Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege eintritt. Nachdem das Obergericht auf die Beschwerde nicht eingetreten ist und sich folglich mit der Sache, d.h. dem Vorliegen der Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht befasst hat, könnte das Bundesgericht nicht reformatorisch entscheiden. Indes sind Rechtsbegehren wie alle Prozesshandlungen nach Treu und Glauben auszulegen (vgl. BGE 105 II 149 E. 2a; Urteil 5A_818/2019 vom 31. Januar 2020 E. 2). In diesem Sinn lässt sich das Rechtsbegehren ohne Weiteres dahin gehend verstehen, dass das Obergericht auf ihre Beschwerde hätte eintreten müssen.