Citation: 6B_922/2024 E. 3.3.2

3.3.2. Auch eine Verletzung des Anklagegrundsatzes liegt nicht vor. Der Beschwerdeführer scheint aus den Augen zu verlieren, dass es um eine Übertretung geht, die mit einer Busse von Fr. 40.-- sanktioniert wurde. Je schwerer ein Tatvorwurf wiegt, desto höhere Anforderungen sind an die Umschreibungsdichte der Anklage zu stellen. Entsprechend gilt bei Übertretungen das Anklageprinzip nur eingeschränkt. Es genügt, wenn die Übertretungen so bezeichnet werden, dass die beschuldigte Person nicht im Unklaren sein kann, was Gegenstand des Strafverfahrens bildet (Urteile 6B_183/2017 vom 24. November 2017 E. 5.3; 6B_702/2016 vom 19. Januar 2017 E. 1.2), eine Substanziierung der einzelnen Handlungen ist nicht nötig (NIGGLI/ HEIMGARTNER, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Auflage 2023, N. 49 zu Art. 9 StPO).