Citation: 5A_152/2007 24.09.2007 E. 3.2

3.2.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe zu Unrecht die Erheblichkeit der Änderung seiner Verhältnisse verneint, obwohl sich sein Überschuss im Vergleich zum Zeitpunkt des Scheidungsurteils 1993 um 23 % reduziert habe. Dabei habe die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen in unangemessener Weise ausgeübt. 3.2.2 Die Frage der Erheblichkeit der Änderung wird vom Bundesrecht beantwortet. Gemäss Art. 286 Abs. 2 ZGB setzt das Gericht den Kinderunterhaltsbeitrag auf Antrag eines Elternteils oder des Kindes neu fest oder hebt ihn auf, wenn sich die Verhältnisse erheblich verändert haben (sog. nachträgliche Abänderung, vgl. Wullschleger, FamKomm Scheidung, Überschrift bei N. 4 zu Art. 286 ZGB). Erheblich ist eine Veränderung der Verhältnisse, wenn sie die nach Art. 285 ZGB massgebenden Parameter der Beitragsbemessung betrifft und im Hinblick auf die Bemessung des Unterhaltsbeitrages bezüglich Dauer und Ausmass von Gewicht ist (Wullschleger, a.a.O., N. 5 zu Art. 286 ZGB). Ob die Änderung erheblich ist, beurteilt sich nach richterlichem Ermessen im Sinne von Art. 4 ZGB unter Würdigung aller massgeblichen Gesichtspunkte bezüglich Dauer wie Höhe des Beitrages (Breitschmid, Basler Kommentar, N. 11 zu Art. 286 ZGB). 3.2.3 Da vorliegend ausschliesslich die Verfassungsbeschwerde gegeben ist (vgl. oben E. 1.2 und 1.3) kann das vorinstanzliche Ergebnis nur unter Willkürgesichtspunkten geprüft werden. Das der Vorinstanz zustehende Ermessen bei der Beurteilung der Erheblichkeit der Verhältnisänderung (vgl. oben E. 3.2.1) ist dabei bezüglich der Beibehaltung des Unterhaltsbeitrages von monatlich Fr. 700.-- bis zur (neurechtlichen) Mündigkeit von K.________ am 27. Juli 2006 nicht willkürlich ausgeübt worden. Nach diesem Datum ist der Unterhaltsbeitrag von der Vorinstanz auf Fr. 300.-- herabgesetzt worden. Die vom Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang erhobene Sachverhaltsrüge (Reduktion des Freibetrages von Fr. 1'700.-- auf Fr. 1'200.--) zielt ins Leere. Denn entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers wurde vom Obergericht auch der Barbedarf (erweiterter Grundbetrag) des ca. zweijährigen ausserehelichen Kindes B.________ in der Höhe von rund Fr. 610.-- mitberücksichtigt. Das Obergericht hat dieser weiteren finanziellen Belastung des Beschwerdeführers nämlich bei der Verteilung des Freibetrages Rechnung getragen. Es hat dabei ausgeführt, dass sich die Situation des Unterhaltsschuldners durch diese zusätzliche finanzielle Belastung zwar verschlechtere, er jedoch in der Lage sei, für den Unterhalt beider Kinder aufzukommen.