Citation: 2C_996/2018 E. 2.3.1

2.3.1. Das Verwaltungsgericht begründet das Nichteintreten auf das Begehren, die Kosten für die Massnahmen und das Verfahren des Veterinäramts seien nicht der Beschwerdeführerin, sondern der Association aufzuerlegen, damit, dass diesbezüglich kein rekursfähiger Entscheid vorliege; die entsprechenden Dispositiv-Ziffern der Verfügung des Veterinäramts hätten der Beschwerdeführerin noch keine konkrete Zahlungspflicht auferlegt; es sei ausdrücklich auf eine noch zu erlassende separate Verfügung verwiesen worden. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die die Kostentragung regelnden Dispositiv-Ziffern in der Verfügung des Veterinäramts vom 25. August 2015 seien genügend klar, die geschuldete Summe habe durch eine einfache Rechnung ermittelt werden können. Im Nichteintreten auf die Frage der Kostenauflage sieht sie eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV (Rechtsverweigerung) und von Art. 29a BV (Rechtsweggarantie). Es ist nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin davon ausging, mit den Ziff. III bis V in der Verfügung vom 25. August 2015 sei ihre Kostentragungspflicht in einer Weise verbindlich festgelegt worden, dass dagegen Rekurs geführt werden könne, obwohl das Quantitative noch offen war. Das Verwaltungsgericht verweist auf eine konstante Praxis, wonach ein Rekurs (bzw. eine Beschwerde) nicht gegeben sei, um eine bloss dem Grundsatz nach festgelegte Kostenauflage anzufechten; erforderlich sei das Vorliegen einer Verfügung über die konkret bezifferte Zahlungspflicht (E. 2.2 - 2.4). Diese Auffassung liegt auf der Linie der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen Endentscheiden und Zwischenentscheiden und der Anfechtbarkeit von letzteren; im Zusammenhang mit Zahlungspflichten liegt nur dann ein abschliessender Entscheid vor, wenn auch die Höhe der Kosten weitgehend feststeht (vgl. BGE 134 II 124 E. 1.3 S. 127). Vorliegend stand zum Zeitpunkt der Ausgangsverfügung vom 25. August 2015, mit welcher die Kostentragungspflicht der Beschwerdeführerin im Grundsatz festgestellt wurde, nicht fest, in welcher Höhe Kosten anfallen würden; der Hund war zu jenem Zeitpunkt noch für unbestimmte Zeit in Quarantäne und konnte erst im Oktober 2015 ausgeflogen werden. Das Veterinäramt hat die abschliessende Rechnung erst am 6. Mai 2016 erstellt, nachdem die Gesundheitsdirektion das Rekursverfahren am 29. April 2016 abgeschrieben hatte. Aus der Korrespondenz von Mai 2016 zwischen der Beschwerdeführerin und dem Veterinäramt nach Eröffnung der Abschreibungsverfügung der Gesundheitsdirektion (Rechnungsstellung durch das Veterinäramt vom 6. Mai, Schreiben der Beschwerdeführerin an das Veterinäramt vom 16. Mai, Antwort des Veterinäramts vom 20. Mai sowie Schreiben des Vertreters der Beschwerdeführerin an das Veterinäramt vom 31. Mai) ergibt sich klar, dass auch aus Sicht der Beschwerdeführerin eine rekursfähige Rechnungsstellung an sie noch ausstehend war. Unter den gegebenen Umständen verletzt das Nichteintreten des Verwaltungsgerichts in diesem Punkt schweizerisches Recht, namentlich das Willkürverbot, den Anspruch auf rechtliches Gehör oder die Rechtsweggarantie, nicht.