Citation: 4P.108/2003 31.07.2003 E. 3

3.1 Das Obergericht führte zusammengefasst aus, die Beschwerdeführerin habe die Zuständigkeit des Schiedsrichters zur Entscheidung über einzelne Abrechnungen wiederholt stillschweigend anerkannt. Zudem habe die Beschwerdeführerin gegenüber der Mitteilung, dass der Schiedsrichter bei Nichteinhaltung der Termine zur Einreichung der Schlussabrechnung nach den notwendigen Besprechungen einen Entscheid fälle, ursprünglich keinerlei Einwendungen erhoben. Vielmehr habe sie daraufhin dem Schiedsrichter die Abrechnungen eingereicht. Aus diesem Verhalten leitete das Obergericht ab, dass die Parteien die Schiedsvereinbarungen tatsächlich so verstanden haben, dass sie dem Schiedsrichter die Kompetenz einräumen, auch über die finanziellen Ansprüche im Zusammenhang mit der Abwicklung der strittigen Bauverträge zu entscheiden. Dieses subjektive Verständnis gehe einer normativen Vertragsauslegung vor. 3.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass sie die Kompetenz des Schiedsrichters bezüglich Streitigkeiten über Werklohnforderungen gewollt habe. Es treffe zwar zu, dass die Beschwerdeführerin sich in früheren Fällen nicht gegen Entscheide des Schiedsrichters in Entschädigungsfragen zur Wehr gesetzt habe. Dies lasse aber nicht darauf schliessen, dass die Beschwerdeführerin die Zuständigkeit des Schiedsrichters bezüglich des Werklohns gewollt habe. Vielmehr habe sie einzelfallweise auf ihr zustehende Rechte verzichtet, weil es ihr unverhältnismässig erschienen habe, kleine Teilstreitigkeiten vor ein ordentliches Gericht zu ziehen. 3.3 Mit diesen Ausführungen rügt die Beschwerdeführerin sinngemäss eine willkürliche Beweiswürdigung des Obergerichts, ohne jedoch darzulegen, inwiefern diese unhaltbar sein soll, was auch nicht ersichtlich ist. Auf die Rüge ist daher mangels einer rechtsgenüglichen Begründung nicht einzutreten.