Citation: 5D_193/2014 E. 2.4

2.4. Zusätzlich wenden die Beschwerdeführer ein, beim Kostenentscheid habe das Obergericht das Unterliegen der Beschwerdegegner hinsichtlich ihrer Anträge auf Löschung bzw. Ablösung des Fusswegrechts ausser Acht gelassen. Auch dies sei willkürlich. Dieser Einwand betrifft einzig die obergerichtlichen Prozesskosten. Die Beschwerdegegner haben die fraglichen Anträge vor Obergericht erstmals gestellt, weshalb es auf sie nicht eingetreten ist. Es wäre zwar denkbar gewesen zu berücksichtigen, dass die Beschwerdegegner im Berufungsverfahren mit ihren neuen Anträgen unterlegen sind und dementsprechend die obergerichtlichen Kosten anders zu verteilen als diejenigen für das erstinstanzliche Verfahren. Dass eine andere Lösung als die getroffene möglich erscheint, begründet jedoch noch keine Willkür. Bei der Gewichtung und Bewertung, inwiefern eine Partei obsiegt hat oder unterlegen ist, besteht ein gewisser Spielraum. Dies gilt insbesondere in Fällen wie dem vorliegenden, in denen nicht die Bezahlung einer bestimmten Geldsumme eingeklagt war. Eine Bestimmung der anteilsmässigen Prozessgewinn- bzw. -verlustanteile kann diesfalls mit Schwierigkeiten verbunden sein, so dass ein gewisser Schematismus vor dem Willkürverbot standhält.