Citation: 4C.363/1999 08.12.2000 E. 5

5.- Der Beklagte erhob im kantonalen Verfahren die Einrede der Verrechnung. Das Baubewilligungsverfahren sei wegen Nichtzutreffens der klägerischen Zusagen betreffend die Überbaubarkeit und Erschliessung des Grundstücks verzögert worden, und da die Grundstückspreise zwischenzeitlich gefallen seien, sei dem Beklagten ein entsprechender Ausfall entstanden. Die Vorinstanz behaftete den Beklagten bei seiner in diesem Zusammenhang gemachten Aussage, wegen der Bodenpreiserosion sei bereits Ende Januar 1996 nicht mehr zu erwarten gewesen, dass eine Bank zur Finanzierung des Kaufes bereit sein würde; sie schloss daraus, dass bereits im Schreiben des Beklagten vom 20. März 1996 eine Genehmigung des Kaufvertrages zu erblicken wäre. Die dagegen gerichteten Rügen des Beklagten sind nicht zu prüfen, da nach dem in E. 2b/bb Gesagten jedenfalls das Schreiben vom 28. Mai 1996 als Genehmigung zu betrachten ist und die fragliche Erwägung den Beklagten daher nicht beschwert. Die Vorinstanz wies den Minderungsanspruch ab, da bereits der Kaufvertrag die Möglichkeit einer Abwicklung erst nach dem 1. Dezember 1995 vorsehe, ohne eine Anpassung des Kaufpreises zu statuieren. Der Beklagte hält dem entgegen, die Minderung setze keine vertragliche Schadensregulierung voraus. Zudem rügt er die antizipierte Beweiswürdigung als unzulässig und ruft Art. 8 ZGB sowie zahlreiche kantonal- und bundesrechtliche Bestimmungen an, deren Bedeutsamkeit in diesem Zusammenhang er nicht erläutert. Auf die Rüge ist von vornherein nur einzutreten, soweit sie zulässig (vgl. E. 2a/aa) und genügend substanziiert ist. Bereits in E. 4 wurde die Ansicht der Vorinstanz, es liege kein Mangel wegen Verzögerung vor, geschützt. Mit dem Hinweis, der Vertrag sehe keine Kaufpreisanpassung vor, stellt die Vorinstanz lediglich klar, dass auch kein vertraglicher Anspruch auf Kaufpreisminderung besteht. Dies ist nicht zu beanstanden.