Citation: 8C_1/2016 E. 4.3

4.3. Soweit der Beschwerdeführer der Vorinstanz vorwirft, sie habe selber im Internet Abklärungen zum unter dem Diagnosecode ICD-10:R52.1 aufgeführten chronischen unbeeinflussbaren Schmerz getätigt und diese ohne Beizug eines medizinischen Sachverständigen und ohne dass sich die Parteien dazu hätten äussern können, ausgewertet, erweist sich der Einwand als unbehelflich. Die Annahme eines Gesundheitsschadens setzt eine fachärztlich gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (vgl. BGE 131 V 49 E. 2.1 S. 50). Die Sachverständigen haben die Diagnose zudem so zu begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285 f. mit Hinweisen). Zur Abklärung der Frage, welche Bedeutung der vom Gutachter verwendeten R-Kodierung nach ICD-10 zukommt (zur Bedeutung der Z-Kodierung nach ICD-10 vgl. SVR 2012 IV Nr. 22 S. 95, 8C_302/2011 E. 2.3; 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.2.2.2), bedarf es keiner Stellungnahme eines Sachverständigen. Die Frage kann im Prinzip von jedermann durch Recherchen im Internet oder Konsultation der Klassifikation (vgl. WELTGESUNDHEITSORGANISATION, Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, ICD-10-GM 2010, 2011, S. 603 ff.) beantwortet werden. Inwiefern die Vorinstanz dabei zu unzutreffenden Schlüssen gekommen wäre, legt der Beschwerdeführer nicht substanziiert dar. Eine allfällige Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör sowie der Grundsätze des fairen Verfahrens konnte daher ohnehin keinen Einfluss auf die vorinstanzlichen Feststellungen zur vom Psychiater erhobenen Diagnose haben (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG).