Citation: 4A_535/2019 E. 4.2.1

4.2.1. Sie macht geltend, die Ermittlung des wirklichen Willens sei Tatfrage, und deshalb immer das Ergebnis eines Beweisverfahrens und nicht einer blossen Auslegung des Vertragstextes. Die Vorinstanz habe aber den von ihr zugrunde gelegten Vertragszweck (umfassende Finanzierungs- und Geschäftsfreiheit des Beschwerdegegners) allein aufgrund einer Auslegung des Vertragstextes ermittelt. Dass die Vorinstanz eine normative Vertragsauslegung vorgenommen habe, zeige sich besonders deutlich dort, wo sie entgegen dem Bezirksgericht zum Ergebnis komme, dass das Interventionsverbot lediglich ausserhalb eines konkret eingeleiteten Verfahrens auf Pfandverwertung gelten könne und dabei auf den Grundsatz von Treu und Glauben abgestellt habe.