Citation: 6S.284/2004 16.05.2005 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer rügt zudem, dass die Vorinstanz keine Massnahme nach Art. 44 StGB angeordnet hat. Er macht insbe-sondere geltend, sie habe undifferenziert das Negative hervor-gehoben, und der eigentliche Zweck einer Heilbehandlung, nämlich die Verminderung der Deliktsgefahr, bleibe praktisch unreflektiert. Gegen-über dem eine Massnahme ablehnenden neuen Gutachten der Integ-rierten Psychiatrie Winterthur vom 20. Januar 2004 (act. 44/6) sei festzuhalten, dass er sein Alkoholproblem mit einer länger andauern-den abstinenten Lebensführung überwinden wolle, dass er schon früher zu einer Antabuseinnahme bereit gewesen und dass er willens sei, sich einer - geeigneten - Therapie zu unterziehen (Beschwerde-schrift S. 6-8). 2.2 Ist der Täter trunksüchtig und steht die von ihm begangene Tat damit im Zusammenhang, so kann der Richter seine Einweisung in eine Trinkerheilanstalt oder, wenn nötig, in eine andere Heilanstalt anordnen, um die Gefahr künftiger Verbrechen oder Vergehen zu verhüten. Der Richter kann auch ambulante Behandlung anordnen. Art. 43 Ziff. 2 StGB ist entsprechend anwendbar. Der Richter holt, soweit erforder-lich, ein Gutachten über den körperlichen und geistigen Zustand des Täters sowie über die Zweckmässigkeit der Behandlung ein (Art. 44 Ziff. 1 StGB). Die Vorinstanz durfte ohne Verletzung von Bundesrecht von der Anordnung einer Massnahme nach Art. 44 StGB absehen. Es kann auf ihre sorgfältigen und ausführlichen Erwägungen verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG, angefochtenes Urteil S. 45-47). Im Vordergrund steht dabei das oben erwähnte Gutachten vom 20. Januar 2004, das zum klaren Schluss kommt, eine erneute Anordnung einer Massnahme gemäss Art. 44 StGB sei nicht sinnvoll. Es kommt dazu, dass bereits eine früher angeordnete ambulante Therapie vom Beschwerdeführer Ende August 2001 abgebrochen worden war. Es kann daher keine Rede davon sein, dass die Vorinstanz "undifferenziert das Negative" hervorgehoben hat. Der Beschwerdeführer ist als nicht ausreichend therapiewillig anzusehen, nachdem bei seiner Akoholproblematik Ver-drängungstendenzen auszumachen sind (angefochtenes Urteil S. 43), er sich während formell noch laufender Therapie erneut stark betrun-ken und alkoholisiert ans Steuer eines Fahrzeugs gesetzt beziehungs-weise noch während der Fahrt Alkohol konsumiert hat (angefochtenes Urteil S. 47) und sich auch keiner intensiven Gesprächstherapie unterziehen will (Beschwerdeschrift S. 7). Die Nichtigkeitsbeschwerde ist somit auch in diesem Punkt abzu-weisen, soweit darauf einzutreten ist.