Citation: 6B_1493/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Zunächst verneint die Vorinstanz einen schweren persönlichen Härtefall zu Recht. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers lässt sich Gegenteiliges nicht allein mit der langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz begründen (oben E. 3.1.2). Dies gilt auch für die enge Beziehung zu nahen Familienangehörigen, welche die Vorinstanz keineswegs verkennt. Wie sie aber zutreffend erwägt, bilden die Schwester des Beschwerdeführers und deren Ehemann bzw. Familie nicht Teil seiner nach Art. 8 EMRK primär geschützten Kernfamilie. Der Beschwerdeführer kann daraus nichts für sich ableiten, zumal er keine besonderen, über ein normales Mass hinausgehende Beziehungen oder Abhängigkeiten dieser Personen oder von diesen Personen behauptet. Der Beschwerdeführer bringt auch nichts vor, was die vorinstanzlichen Feststellungen zum Fehlen persönlicher Beziehungen über die genannten Familienangehörigen hinaus als willkürlich ausweisen würde. Er bestreitet nicht, sich von früheren Kontakten zurückgezogen zu haben, wobei die Vorinstanz diese schlüssig im Drogenmilieu verortet. Es genügt nicht zu behaupten, es sei dennoch von einer sozialen Integration auszugehen. Der Beschwerdeführer bestreitet auch nicht, dass er trotz 30-jähriger Landesanwesenheit nur gebrochen Deutsch spricht sowie, dass er über keine abgeschlossene Ausbildung verfügt, obwohl er bereits im Alter von 17 Jahren in die Schweiz migrierte. Soweit er vorbringt, stets arbeitstätig gewesen zu sein, begründet dies jedenfalls keine besondere Integration. Unter dem Aspekt der Achtung des Privatlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK sind aber besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende private Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur erforderlich, was der Beschwerdeführer ausser Acht lässt. Mit Bezug auf die im vorliegenden Verfahren beurteilten Straftaten trifft zwar zu, dass die Vorinstanz das Verschulden als leicht bis mittelschwer beurteilt. Der Einwand, wonach deshalb von keiner schweren Delinquenz auszugehen sei, geht dennoch fehl, handelt es sich beim dem Beschwerdeführer zur Last gelegten Delikt doch um ein Verbrechen. Auf die Ausführungen zu seiner Stellung innerhalb des Betäubungsmittelhandels und zum Ausmass der Gefährdung individuell-konkreter Rechtsgüter ist hier nicht einzugehen. Die Vorinstanz begründet auch die Möglichkeit einer Reintegration des Beschwerdeführers in Sri Lanka überzeugend, wobei sie seine gesundheitliche Situation gebührend berücksichtigt. Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer bis zu seinem 17. Lebensjahr in Sri Lanka lebte, mit der dortigen Kultur und Sprache vertraut ist und dort über eine nahe Familienangehörige - die Mutter - verfügt, ist ihm eine Rückkehr möglich und zumutbar. Der Beschwerdeführer begründet Gegenteiliges weder mit Bezug auf seine Gesundheit noch auf die behauptete und von den Asylbehörden verworfene Verfolgung aufgrund der angeblichen Tätigkeit für die Organisation B.________. Die Vorinstanz hält zutreffend fest, dass dem Beschwerdeführer kein reales Risiko einer unmenschlichen Behandlung und keine persönliche Gefährdungssituation droht bzw. dass solches nicht dargetan ist. Entgegen seiner Darstellung wäre er in der Heimat auch nicht auf sich allein gestellt.