Citation: I 750/02 21.02.2003 E. 3

3.1 Verwaltung und Vorinstanz haben als massgeblichen Zeitpunkt für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers den Zeitpunkt des Verfügungserlasses vom 26. März 2002 bezeichnet. Bei der Beurteilung haben sie auf den Bericht der Klinik V.________ vom 30. Oktober 2000 und das Gutachten derselben Klinik vom 18. Dezember 2001 abgestellt. Im letzteren wurde folgende Diagnose gestellt: chronisches lumbospondylogens und zervikozephales Syndrom bei/mit Wirbelsäulen-Fehlform und -Fehlhaltung, degenerativen Wirbelsäulenveränderungen mit Chondrosen der Segmente HWK2/3 und HWK3/4, geringgradigen Spondylarthrosen zerviko-thorakal, mässigen Spondylarthrosen lumbosakral, Diskusprotrusion L4/5 mit Kompression des Duralschlauches und leichter Verlagerung und Beeinträchtigung der L5-Wurzel links im Rezessusbereich, muskulärer Dysbalance, anamnestisch Status nach lumboradikulärem Syndrom S1 im Jahre 1997; leichtgradige Epicondylitis radialis und ulnaris rechts. Als Maurer sei der Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig. Für eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit mit Gewichtsbelastungen bis maximal 12,5 kg sei er zu 100 % arbeitsfähig. Zwangshaltungen wie nach vorne geneigtes Stehen oder Sitzen und Überkopfarbeiten sollten nicht durchgeführt werden. Ungeeignet seien auch repetitive Rotationsbewegungen im Bereich der Lendenwirbel- oder Halswirbelsäule sowie Arbeiten in Hockestellungen. 3.2 Der Beschwerdeführer beruft sich nun darauf, Dr. H.________ habe ihn Mitte April 2002 untersucht und festgestellt, dass für sein chronisches Schmerzsyndrom im Bereich der Lendenwirbelsäule ein fassbares anatomisches Substrat nicht vorliege, so dass davon auszugehen sei, dass in einem gewissen Rahmen eine Symptomausweitung mit psychischer Überlagerung stattgefunden habe. Auch habe er die Arbeitsfähigkeit nur auf 50 % beziffert. Darin, dass für das Leiden nicht rein somatische Gründe verantwortlich sein dürften, stimme er mit der Beurteilung von Dr. B.________, Arzt für Innere Medizin FMH, speziell Rheumaerkrankungen, Chur, vom 5. November 2001 überein. Die Beurteilung durch Dr. H.________ habe zwar nach Verfügungserlass stattgefunden, habe aber einen Zustand festgehalten, der schon vorher bestanden habe. Ob und allenfalls wieweit der Befund des Dr. H.________ einen Zustand des Beschwerdeführers betrifft, der schon vor Verfügungserlass bestanden hat, kann offen bleiben. Selbst wenn er dies täte, stellt sich die Frage, ob dieser Befund, der teilweise mit der Meinung von Dr. B.________ übereinstimmt, den Bericht und das Gutachten der Klinik V.________, auf welche sich Verwaltung und Vorinstanz abgestützt haben, zu erschüttern vermag. Dem ist keineswegs so. Beide Ärzte, Dr. B.________ und Dr. H.________, erheben direkt keine Diagnose hinsichtlich der Psyche des Beschwerdeführers, wozu sie mangels Fachausbildung auch gar nicht kompetent wären, sondern vermuten mangels eines fassbaren pathologisch-anatomischen Substrates, dass "hier andere als rein somatische Faktoren verantwortlich sein könnten" (Dr. B.________) bzw. eine psychische Überlagerung vorliege (Dr. H.________). Die Klinik V.________ hat ihren Befund aber durchaus erklären können und zwar gestützt auf ihre frühere Untersuchung vom 30. Oktober 2000, anlässlich welcher der Beschwerdeführer vom Psychiater Dr. X.________ auch in Bezug auf seine Psyche untersucht worden war, wie auch gestützt auf die Abklärung anlässlich der Begutachtung. Sie hat dabei eine sehr differenzierte Diagnose gestellt und auch die funktionelle Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers geprüft und dabei seine Leistungsbereitschaft aufgrund einer Reihe von Beobachtungen als nicht zuverlässig bezeichnet mit deutlicher Selbstlimitierung. Das Gutachten vom 18. Dezember 2001, das alle Anforderungen an ein entsprechendes Beweismittel stellt, erscheint als schlüssig, weshalb darauf abzustellen ist. Weitere Abklärungen sind nicht erforderlich, da davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b).