Citation: 1C_511/2023 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz prüfte im angefochtenen Entscheid, ob die Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands und die damit verbundene Eigentumsbeschränkung im Licht von Art. 36 BV zulässig seien. Dies bejahte sie sowohl mit Bezug auf die gesetzliche Grundlage und das öffentliche Interesse als auch bezüglich der Verhältnismässigkeit. Sie erwog, die Abweichung vom Erlaubten sei keinesfalls geringfügig. Der unbewilligte Vorplatz mit Parkplätzen und die Treppe im Nordostbereich samt Mauer befänden sich mit 6.50 m bis 7.50 m (im Nordbereich) vollständig bzw. überwiegend in der Seeuferlinie von 20 m. Das öffentliche Interesse an der Freihaltung des Gewässerraums sei bei nicht standortgebundenen Anlagen auch dann zu bejahen, wenn dieser Raum schon teilweise überbaut sei. Weiter erachtet die Vorinstanz die Beschwerdeführerin als bösgläubig, weil ihr bereits im ursprünglichen Baubewilligungsverfahren schriftlich mitgeteilt worden sei, dass Bauten und Anlagen einen Mindestabstand von 20 m ab der Grenze der Wasserzone einzuhalten hätten und die Beschwerdeführerin daraufhin per E-Mail mitgeteilt habe, "auf Container-PP und Besucher-PP" im Gewässerraum werde verzichtet. Die Vorinstanz geht sodann davon aus, das private Interesse der Beschwerdeführerin am Erhalt der strittigen Umgebungsgestaltung sei rein finanzieller Natur. Das Interesse am Rückbau überwiege daher ihr privates Interesse am Erhalt der rechtswidrig errichteten Anlagen.