Citation: 8C_411/2015 E. 5.1

5.1. Die BEFAS hat in ihrem Schlussbericht vom 26. Februar 2013 eine angepasste Tätigkeit zu einem 80 %-Pensum als zumutbar erachtet. Die Reduktion um 20 % wird "zwecks Vorbeugung von überlastungsbedingten Zustandsverschlechterungen auch unter behinderungsgerechten Arbeitsverhältnissen" sowie unter Berücksichtigung einer "allenfalls etwas eingeschränkte (n) psychische (n) Belastbarkeit, bei allgemeiner Verunsicherung mit Zukunftsängsten und erhöhter Tagesmüdigkeit während Phasen mit Schlafstörung" gewährt. Die Kreisärztin, Fachärztin für Chirurgie, attestierte anlässlich ihrer Abschlussuntersuchung vom 17. April 2013 - in Unkenntnis des BEFAS-Berichts - für behinderungsangepasste Tätigkeiten eine volle zumutbare Arbeitsfähigkeit. In ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 8. Mai 2014 weist sie darauf hin, dass Dr. med. D.________, Facharzt für physikalische Medizin und Rehabilitation, spez. Rheumatologie, BEFAS, praktisch den gleichen Befund erhoben habe wie sie und sich die Umschreibungen der zumutbaren Tätigkeit entsprechen würden. Die abweichende Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit hält sie nicht für begründet. Denn die Reduktion um 20 % zwecks Vermeidung von überlastungsbedingten Zuständen sei angesichts der im BEFAS-Bericht festgehaltenen Diskrepanzen im Verhalten des Versicherten sowie der aktuellen Medikation (1g Dafalgan nach Bedarf) nicht nachvollziehbar. Der behandelnde Dr. med. E.________, Facharzt für Chirurgie, speziell Handchirurgie, äussert sich in seinem Bericht vom 26. Februar 2013 nicht zur zumutbaren Arbeitsfähigkeit; er stellt lediglich fest, in der bisherigen Tätigkeit als Zugbegleiter sei der Versicherte nicht mehr arbeitsfähig.