Citation: 2A.537/2004 31.08.2005 E. 3

Allerdings kann sich derjenige nicht auf das irreführende oder missverständliche Verhalten der Behörde berufen, der den Irrtum erkannt hat und rechtzeitig hätte reagieren können (BGE 127 II 198 E. 2c S. 205; 121 II 214 E. 3b S. 218). Im vorliegenden Fall bestehen jedoch keine Anhaltspunkte, dass sich der Beschwerdeführer des teilweise definitiven Charakters der "provisorischen" Veranlagungen bewusst war. Es ist vielmehr anzunehmen, dass er durch das Wort "provisorisch" zur Annahme verleitet wurde, die Veranlagung sei eine provisorische. Das legen seine Ausführungen im kantonalen Verfahren nahe. Der Beschwerdeführer wurde in dieser Auffassung zusätzlich bestätigt, indem die Wehrpflichtersatzverwaltung unbestrittenermassen bereits in den Vorjahren jeweils keine Zivilschutz-Diensttage anrechnete und erst auf Intervention des Beschwerdeführers - auch im Anschluss an die definitive Veranlagung - die Berichtigung vornahm. Unter diesen Umständen kann sich die Behörde nach dem Vertrauensprinzip nicht auf den teilweise definitiven Charakter der "provisorischen" Veranlagungsverfügungen berufen.