Citation: 1B_252/2018 E. A

Mit Strafbefehl vom 24. Januar 2018 verurteilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn A.________ wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 285 Ziff. 1 StGB) und Beschimpfung (Art. 177 StGB) zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 40 Tagen und einer unbedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen. Zudem widerrief sie den bedingten Vollzug der von der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn mit Strafbefehl vom 25. August 2016 verhängten Geldstrafe von 30 Tagessätzen. A.________ wird vorgeworfen, zwei Polizeibeamte tätlich angegriffen und beschimpft zu haben, als diese sie am 19. Juli 2017 zum Zwecke des Vollzugs einer Ersatzfreiheitsstrafe abholten. Gegen ihren Sohn, B.________, der sich an dieser Auseinandersetzung beteiligt haben soll, ist ebenfalls ein Strafverfahren hängig, in welchem er um amtliche Verteidigung nachsucht (Verfahren 1B_254/2018). A.________ erhob Einsprache gegen den Strafbefehl und beantragte, ihr Rechtsanwalt Boris Banga als amtlichen Verteidiger zu bestellen. Am 6. März 2018 wies die Staatsanwaltschaft das Gesuch von A.________ um amtliche Verteidigung ab. Am 18. April 2018 wies das Obergericht des Kantons Solothurn die Beschwerde von A.________ gegen diese Verfügung der Staatsanwaltschaft ab (Dispositiv-Ziffer 1), auferlegte ihr die Verfahrenskosten (Dispositiv-Ziffer 2), bestellte Rechtsanwalt Boris Banga für das Beschwerdeverfahren zum amtlichen Verteidiger (Dispositiv-Ziffer 3) und entschädigte diesen (Dispositiv-Ziffer 4).