Citation: 2P.123/2005 13.09.2005 E. 2

Die staatsrechtliche Beschwerde hätte indessen selbst dann keine Aussicht auf Erfolg, wenn der angefochtene Entscheid einer materiellen Prüfung unterzogen werden könnte: 2.1 Wie die Beschwerdeführerin anerkennt, kann der Kanton Bern bei fehlendem Bedarf gänzlich auf eine Lehrkraft verzichten (vgl. Art. 10 Abs. 3 des Gesetzes über die Anstellung der Lehrkräfte [LAG]). Es muss deshalb auch zulässig sein, das Pensum einzelner Lehrer veränderten Bedürfnisse anzupassen und gegebenenfalls - soweit die geltenden Dienstvorschriften hierfür Raum lassen - zu reduzieren. Dass die streitige Reduktion des Beschäftigungsgrads (bzw. der Pensengarantie) gegen die einschlägigen kantonalen Bestimmungen verstösst, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Sie beruft sich allein auf die Besitzstandsgarantie von Art. 30 LAG, welche nach dem angefochtenen Verwaltungsgerichtsentscheid bloss für die Überführung in die neue Gehaltsordnung bei Inkrafttreten des Gesetzes galt und nicht vor Massnahmen der hier in Frage stehenden Art schützt. Da Art. 30 LAG Teil der Übergangsbestimmungen bildet, hat diese Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichts Einiges für sich; sie ist jedenfalls nicht unhaltbar und wird denn von der Beschwerdeführerin auch nicht substantiiert kritisiert. 2.2 Angesichts des Novenverbots (vgl. BGE 118 Ia 20 E. 5a S. 26) ist zweifelhaft, ob sich die Beschwerdeführerin vorliegend überhaupt auf den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) berufen könnte. Es ist aber ohnehin nicht ersichtlich, inwiefern die verfügte Reduktion des Pensums gegen verbindliche Zusicherungen der Behörden verstossen sollte und inwiefern die Beschwerdeführerin gestützt hierauf unwiderrufliche Dispositionen getroffen hätte (vgl. BGE 121 II 473 E. 2c S. 479). 2.3 Schliesslich liegt auf der Hand, dass die Beschwerdeführerin durch die streitige Massnahme empfindlich in ihren finanziellen Interessen getroffen wird, auch was die Altersvorsorge anbelangt. Es steht aber zugleich ausser Frage, dass sie wegen der drohenden Einkommensverringerung nicht - wie zumindest angetönt - künftig auf Leistungen der Sozialhilfe angewiesen sein wird; gemäss eigenen Angaben reduziert sich ihr Monatsgehalt von ursprünglich 9'000 Franken für ein Vollpensum im schlechtesten Fall um 2'700 Franken. Mithin kann dem Verwaltungsgericht, welches die im Spiele liegenden finanziellen Interessen (der öffentlichen Hand einerseits und der Beschwerdeführerin als betroffene Lehrkraft andererseits) im Rahmen der Prüfung der Verhältnismässigkeit gewürdigt hat, auch insoweit keine Verletzung des Willkürverbots vorgeworfen werden.