Citation: 8C_627/2020 E. 4.1.2

4.1.2. Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der physisch bedingten ärztlichen Behandlung, welches der Beschwerdeführer im Gegensatz zur Vorinstanz bejaht, ist nicht allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen. Wie in der Beschwerde zutreffend angeführt wird, sind auch Art und Intensität der Behandlung von Bedeutung sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer vorliegen (vgl. Urteil 8C_137/2014 vom 5. Juni 2014 E. 7.3). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz die konkreten Umstände nicht zu wenig gewürdigt. Angesichts der Tatsache, dass nach drei innerhalb von acht Monaten durchgeführten Operationen keine weiteren medizinischen Eingriffe mehr stattfanden und sich die nachfolgende Therapie auf manualtherapeutische Interventionen und eine medikamentöse Behandlung beschränkte, liegt keine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung im Sinne der Rechtsprechung vor. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer über die Jahre durch verschiedene Institutionen untersucht wurde und diverse Behandlungsansätze verfolgt wurden, zumal einzig der Abklärung des Beschwerdebildes dienende Vorkehren nicht die Qualität einer Heilmethodik in diesem Sinne zukommen (Urteil 8C_729/2012 vom 4. April 2013 E. 8.3).