Citation: 1B_386/2021 E. A

Am 2. März 2021 verlor A.________ in Buttwil/AG als Lenker die Kontrolle über sein Motorfahrzeug wegen überhöhter Geschwindigkeit von rund 200 km/h bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Dabei verursachte er einen Verkehrsunfall, bei dem er und seine beiden Mitfahrerinnen verletzt wurden. Vorher hatte er sich mit zwei weiteren Fahrzeuglenkern in Seengen getroffen und mit diesen vereinbart, mit ihren drei Fahrzeugen gemeinsam zum Horben (Anhöhe bei Beinwil mit Schloss und Restaurant) zu fahren. Gemäss Aussage eines Anwohners fuhren sie um ungefähr 21.00 Uhr gleichzeitig in rasanter Weise ab. In der Folge eröffnete die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten gegen A.________ ein Strafverfahren wegen qualifizierter grober Verletzung der Verkehrsregeln. Konkret wirft sie A.________ im Wesentlichen vor, massiv zu schnell mit dem Auto gefahren zu sein sowie dadurch einen Verkehrsunfall mit Verletzungsfolge verschuldet und sich zu früh vom Unfallort entfernt zu haben. Am 4. März 2021 liess die Staatsanwaltschaft das Mobiltelefon von A.________ sicherstellen. Dieser verlangte gleichentags dessen Siegelung. Am 17. März 2021 beantragte die Staatsanwaltschaft beim Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau die Entsiegelung. Sie begründete dies im Wesentlichen damit, auf dem Mobiltelefon könnten sich für das Strafverfahren einschlägige Beweise wie telefonische Absprachen oder Filmaufnahmen befinden. Insbesondere gebe es Hinweise darauf, dass zwischen zwei oder allen drei Fahrzeuglenkern vor der Abfahrt aus Seengen ein Rennen vereinbart worden sei, was strafrechtlich von Belang wäre. Dagegen wehrte sich A.________. Mit Verfügung vom 9. Juni 2021 ermächtigte das Zwangsmassnahmengericht die Staatsanwaltschaft, das fragliche Mobiltelefon zu entsiegeln und alle Audionachrichten, Voicemail, Anrufprotokolle, Nachrichten, Fotos und Videos (ausser Spielfilme und Musik) zu durchsuchen und auszuwerten, wobei die Erkenntnisse als Beweismittel verwendet werden dürften.