Citation: 5P.155/2000 19.10.2000 E. 1

1.- Das Obergericht erwog, zwar sei die Auffassung der Beschwerdeführerinnen, die Girozahlung sei rechtzeitig erfolgt, wenn der Zahlungsauftrag am letzten Tag der Frist der Post übergeben werde, auch in der Literatur (Studer/Rüegg/Eiholzer, Der Luzerner Zivilprozess, Luzern 1994, N. 6 zu § 83) vertreten worden, doch hätten die Gerichte des Kantons Luzern ihre anderslautende Praxis stets beibehalten und hielten in den gerichtlichen Vorschussverfügungen mit aller Deutlichkeit fest, dass für die Rechtzeitigkeit der Girozahlungen auf das Valuta-Datum abgestellt werde. Das Bundesgericht habe bezüglich Art. 32 OG eine Zeitlang die selbe Ansicht vertreten; auch nachdem es seine Praxis geändert habe, sei die luzernische Praxis nicht beanstandet worden.