Citation: 1C_444/2022 E. 4.5.1

4.5.1. Das Bebauungsplangebiet Alpenstrasse Ost ist fast vollständig überbaut, und zwar - entlang der Alpen- und Gotthardstrasse - mit sechs- bis siebengeschössigen Bauten. Einzig auf den strassenabgewandten Seiten (Innenhof und entlang der SBB-Gleise) finden sich niedrigere zweigeschossige Bauten. Drei von fünf bestehenden Bauten im Bebauungsplanperimeter sind inventarisiert; zudem befinden sich die Fassaden entlang der Alpenstrasse in einer Ortsbildschutzzone. Wie die Vorinstanzen überzeugend festgehalten haben, besteht daher kaum Spielraum für eine Anpassung oder gar für eine Aufhebung des Bebauungsplans im Bereich der Bauparzelle. Städtebaulich muss vor allem sichergestellt werden, dass sich die Überbauung der Parzelle Nr. 1787 den Fassaden der bestehenden Bauten anpasst; dabei legte die Stadtbildkommission besonderen Wert auf eine einheitliche Traufhöhe (Kommissionsberichte vom 1. Dezember 2016 und vom 2. März 2017). Als Kopfbau am Bahnhofsplatz muss sich die Überbauung überdies an den Höhen der gegenüberliegenden Baute (Alpenstrasse 15) und des Bahnhofs orientieren. Werden diese Ziele durch den bestehenden Bebauungsplan erreicht, besteht insoweit kein Anpassungsbedarf. Zwar ist der Beschwerdeführerin zuzustimmen, dass eine moderne Bebauungsplanung weitere Aspekte umfassen müsste (z.B. attraktive Fussgängerverbindungen, Aufenthaltsmöglichkeiten, Baumpflanzungen). Es ist allerdings weder dargelegt noch ersichtlich, inwiefern solche Elemente auf der Bauparzelle Nr. 1787 realisiert werden könnten.