Citation: 8C_100/2022 E. 6.1

6.1. Auslöser der streitgegenständlichen Disziplinarmassnahme war das Verhalten des Beschwerdeführers im Polizeidienst vom 9. April 2017. Unstreitig ist, dass er die Untersuchungsgefangene im Rahmen seines Überwachungsauftrags fotografierte. Die Vorinstanz sah es als unglaubwürdig an, er habe dies getan, um sie im Falle eines Fluchtversuchs identifizieren zu können. Wäre er aus rein erkennungsdienstlichen Gründen an ihrem Aussehen interessiert gewesen, hätte er sich nicht künstlich verrenkt und heimlich fotografiert, sondern den Pflegedienst oder den Vorgesetzten zwecks Erhalt eines Lichtbilds kontaktiert. Zudem sei es nicht nötig gewesen, die Untersuchungsgefangene zu verunglimpfen und das Fotografieren gegenüber dem Spitalpersonal mit der Ausrede des Spielens auf dem Mobiltelefon zunächst abzustreiten. Inwiefern die Beweiswürdigung des kantonalen Gerichts, wonach es sich dabei um eine Schutzbehauptung handelt, willkürlich sein soll (vgl. E. 2.2 hiervor), ist weder dargetan noch ersichtlich.