Citation: 8C_55/2024 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin rügt im Wesentlichen eine fehlerhafte Rechtsanwendung und eine willkürliche Beweiswürdigung durch das kantonale Gericht. Als Folge der Krebserkrankungen und Krebsbehandlungen habe sich unter anderem häufige Müdigkeit und Abgeschlagenheit eingestellt. Dabei handle es sich wohl um eine Cancer-related Fatigue (CrF), die sich limitierend auf die Leistungsfähigkeit auswirke. Die Vorinstanz habe die medizinischen Abklärungen als ausreichend erachtet, den Auswirkungen der CrF auf die Leistungsfähigkeit in willkürlicher Beweiswürdigung keine Beachtung geschenkt und dem RAD-Bericht vollen Beweiswert zuerkannt. Erst die Einholung eines verwaltungsexternen polydisziplinären Gutachtens in den Fachbereichen Neuropsychologie, Onkologie und Orthopädie könne hier jedoch Klarheit bringen. Jedenfalls würden die Voraussetzungen fehlen, um auf die RAD-Einschätzungen abzustellen. Daneben sei das kantonale Gericht in willkürlicher Weise davon ausgegangen, dass trotz des Vorliegens neuropsychologischer Beschwerden uneingeschränkt auf den Haushaltsabklärungsbericht abzustellen sei. Obwohl die Beschwerdeführerin unter erheblichen somatischen Beschwerden leide, sei des Weiteren kein höherer Leidensabzug berücksichtigt worden. Schliesslich seien die Eingliederungsmassnahmen zu reaktivieren, zumindest so lange, bis die Beschwerdeführerin in der Lage sei, das theoretisch ausgewiesene Leistungspotential mittels Eigenanstrengung wieder auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten.