Citation: 8C_481/2018 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer lässt vorbringen, ein Schwebezustand, der eine Vorleistungspflicht der Arbeitslosenversicherung im Sinne von Art. 70 Abs. 2 lit. b ATSG und Art. 15 Abs. 2 AVIG in Verbindung mit Art. 15 Abs. 3 AVIV begründe, sei sehr wohl zu bejahen. Denn die Suva verneine für die Zeit nach dem 12. April 2017 einen Anspruch auf Unfalltaggelder und das Beschwerdeverfahren gegen den entsprechenden Einspracheentscheid sei nach wie vor hängig. Demgemäss bestehe rückwirkend ab 16. August 2017 Anspruch auf ein volles Taggeld der Arbeitslosenversicherung. Sinn und Zweck der Vorleistungspflicht sei es, Lücken im Erwerbsersatz zu vermeiden. Die Auffassung der Vorinstanz lasse sich damit nicht vereinbaren. Die Vorleistungspflicht sei entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin auch nicht auf Sachverhalte beschränkt, in denen eine Rentenprüfung stattfinde bzw. bei einem anderen Sozialversicherer explizit eine Rente beantragt worden sei.