Citation: U 23/06 06.09.2006 E. 2

2.1 Die an das Unfallereignis vom 9. Februar 2004 anschliessende Krankengeschichte ist über den hier strittigen Fallabschluss auf Ende Mai 2004 hinaus bestens dokumentiert. Mit Blick auf die Beurteilungen der aus verschiedenen Fachrichtungen stammenden Ärzte, worunter die Verlaufs- und Operationsberichte des Spitals X.________, die Berichte des Dr. med. O.________ (vom 29. April 2004), des Dr. med. E.________ (vom 29. April 2004) und des SUVA-Kreisarztes Dr. med. U.________ (vom 24. Mai 2004), hat die Vorinstanz zu Recht fest-gestellt, dass es dem Beschwerdeführer ab 1. Juni 2004 möglich und zumutbar gewesen wäre, seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit gesund-heitsbedingt wieder zu 100 % auszuüben. 2.2 Dr. med. O.________ konnte Ende April 2004 neurologisch keine sicheren Ausfälle feststellen. Wenn überhaupt, führte er damals aus, bestünde eine leichte Störung der motorischen Nervenleitgeschwindigkeit des rechten N. peronäus an der Poplitea, die vielleicht auf eine leichte Nervenkompression durch einen Verband zurückgeführt werden könne (Bericht vom 23. April 2004). Er bestätigte diese Beurteilung in seiner Stellungnahme an das kantonale Gericht vom 26. September 2005 und betonte sodann, dass es nicht angehe, sei-ner als - vagen - Möglichkeit formulierten Einschätzung für die Beur-teilung des weiteren Verlaufes übermässiges Gewicht einzuräumen. Dr. med. H.________ kam ihrerseits anlässlich der Untersuchung vom 25. Januar 2006 zum Schluss, es könne keine relevante Läsion des N. peronäus rechts mehr festgestellt werden. Aktuell bestehe einzig noch eine Sensibilitätsstörung im Versorgungsgebiet des N. peronaeus profundus rechts. Auch im Lichte dieser Beurteilung fehlt es an stichhaltigen Anhaltspunkten dafür, dass, wenn überhaupt, nicht eine bloss völlig untergeordnete, sondern eine die Arbeitsfähigkeit vermin-dernde Nervenschädigung als Folge des gemeldeten Unfalles (oder der damit verbundenen Heilbehandlung, vgl. Art. 6 Abs. 3 UVG) einge-treten ist. 2.3 SUVA-Kreisarzt Dr. med. U.________ führte in seinem Bericht vom 24. Mai 2004 aus, im Bereich des rechten Unterschenkels fänden sich bei klinisch ausgezeichneten Verhältnissen keinerlei Hinweise auf eine entzündliche Veränderung respektive auf eine Dystrophie. Dieser Befund spricht in klarer Weise gegen das Vorliegen einer Algodystro-phie mit oder ohne Nervenverletzung (Synonym: complex regional pain syndrom [CRPS I: ohne Nervenverletzung; CRPS II: mit Nerven-verletzung]), wie sie von Dr. med. S.________, Chefarzt Anästhesie, im Bericht vom 23. März 2005 diagnostiziert und von Dr. med. H.________ bei der Untersuchung im Januar 2006 als mögliche Diagnose zur Diskussion gestellt wurde. (vgl. zum allgemeinen klinischen Erscheinungsbild und dem natürlichen Verlauf einer Algo-dystrophie: Waldburger/Gobelet/ Rigoni/Robert/Magistris, Klinische Erscheinungsformen, Verlauf und Prognose, in: Algodystrophie [Hrsg. Bär/Felder/Kiener], Luzern/Basel 1998, S. 39 ff.). Der Vollständigkeit halber sei hier darauf hingewiesen, dass gemäss Kiener/Kiessling, Begutachtungsfragen bei Algodystrophie, in: Algodystrophie [Hrsg. Bär/Felder/Kiener], Luzern/ Basel 1998, S. 90, für eine Leistungspflicht der Unfallversicherung u.a. eine kurze Latenzeit zwischen Unfall und Auftreten der Algodystrophie von bis maximal 6 bis 8 Wochen vor-ausgesetzt wird.