Citation: 5D_181/2023 E. 3

Das Obergericht hat erwogen, es gehe der Beschwerdeführerin einzig um den Eintrag im Betreibungsregister. In der vorliegenden Konstellation könne sie durch ein Gesuch an das Betreibungsamt gemäss Art. 8a Abs. 3 lit. d SchKG sicherstellen, dass Dritten von der Betreibung keine Kenntnis mehr gegeben wird. Mit der unentgeltlichen Rechtspflege sollen nur objektiv vernünftige Prozesse finanziert werden. Die Beschwerdeführerin wolle vorliegend einen kostspieligen Zivilprozess führen, obschon sie ihre Ziele mit einem kostengünstigen Verfahren beim Betreibungsamt erreichen könne. Mit der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege würde ihr die Verwirklichung von Interessen ermöglicht, die diesem Institut fremd seien. Das keinen Mehrwert versprechende und unvernünftige Verhalten der Beschwerdeführerin sei rechtsmissbräuchlich, weshalb keine unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren sei. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren wies das Obergericht sodann infolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab.