Citation: 5A_872/2021 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer erachtet diese Beurteilung als krass willkürlich im Sinne von Art. 9 BV. Ausserdem liege eine Verletzung des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 BV (insbesondere der Begründungspflicht) und eine Verletzung der Rechtsweggarantie (Art. 29a BV) bzw. eine Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 BV) vor. Zusammenfassend führt er aus, die Vorinstanz verfange sich in einem unauflösbaren Widerspruch. So führe sie einerseits aus, dass die getroffenen Massnahmen dann nicht dahinfielen, wenn das Scheidungsgericht zwar im Hauptpunkt scheide, über die Scheidungsfolgen aber, die auch Gegenstand der Eheschutzmassnahmen sind, noch nicht befinde und dass dies auch im internationalen Verhältnis gelte. Andererseits führe sie aus, Eheschutzmassnahmen setzten den Bestand einer Ehe voraus und daher hätte die Erstinstanz gar nicht auf das Abänderungsbegehren eintreten dürfen. Die Vorinstanz hätte sich mit dem Kernthema des vorliegenden Verfahrens auseinandersetzen müssen, nämlich, ob das serbische Scheidungsurteil keinen nachehelichen Unterhalt angeordnet hat, weil die Parteien darauf verzichtet hätten, weshalb aus diesem Grund die Festsetzung eines vorsorglichen Unterhalts gemäss Eheschutzurteil dahinfallen müsse. Stattdessen habe sich die Vorinstanz auf den Standpunkt gestellt, dies sei obsolet, weil bereits die Erstinstanz auf die Klage gar nicht hätte eintreten sollen. Das Kernthema bleibe gänzlich unbehandelt. Folge man der vorinstanzlichen Auffassung, frage sich, wie der Beschwerdeführer sein Kernanliegen denn überhaupt verfahrenstechnisch hätte bewerkstelligen sollen. Er sei durch das serbische Scheidungsurteil nicht beschwert, weshalb er für das Verfahren betreffend Ergänzung des ausländischen Scheidungsurteils nicht legitimiert gewesen sei. Er sei daher "zwischen Stuhl und Bank gefallen". Die Vorinstanz habe ihm in willkürlicher Weise verunmöglicht, überhaupt einen Richter zu finden.