Citation: 8C_287/2024 E. A

A.a. Die 1993 geborene A.________ verlor bei einer Bombenexplosion in Sri Lanka im Jahr 2009 ihr linkes Auge. Am 17. Januar 2018 reiste sie in die Schweiz ein und im November 2019 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Hilfsmittel) an. Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 7. Januar 2020 verneinte die IV-Stelle Bern einen Anspruch auf das verlangte Hilfsmittel (Kunstauge), da die versicherungsmässigen Voraussetzungen fehlten. A.b. Mit Gesuch vom 2. Oktober 2020 beantragte A.________ erneut Leistungen der Invalidenversicherung (berufliche Integration/Rente). Die IV-Stelle holte unter anderem ein polydisziplinäres Gutachten der medaffairs AG vom 13. Dezember 2021 ein. Mit Verfügung vom 14. März 2022 verneinte sie bei einem Invaliditätsgrad von 20 % einen Rentenanspruch und mit Verfügung vom 25. März 2022 gewährte sie der Versicherten ab 1. Oktober 2019 eine Hilflosenentschädigung wegen einer Hilflosigkeit leichten Grades. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern hiess die Beschwerde gegen die Rentenverfügung vom 14. März 2022 teilweise gut und wies die Sache zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurück. Die Verfügung vom 25. März 2022 betreffend Hilflosenentschädigung bestätigte es. A.c. Mit Verfügung vom 24. Oktober 2022 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch der A.________ auf berufliche Eingliederungsmassnahmen, weil sich die Versicherte als nicht arbeitsfähig betrachtete. Sodann holte die IV-Stelle ein ophthalmologisches Gutachten des Dr. med. B.________, Klinikdirektor und Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde C.________, vom 24. April 2023 ein. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren lehnte sie das Rentenbegehren mit Verfügung vom 28. August 2023 erneut ab, dieses Mal mit der Begründung, der Versicherungsfall sei vor der Einreise der A.________ in die Schweiz eingetreten.