Citation: 9C_476/2022 E. 8.2

8.2. Nicht stichhaltig ist weiter die Rüge, es würden seit 2012 keine qualitativ und vor allem quantitativ ausreichenden Stellenbemühungen der Mutter vorliegen. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass die Versicherte seit ihrem Austritt aus der Tagesstätte per Ende Mai 2019 tagsüber nicht alleine gelassen werden kann und es der Mutter somit gar nicht möglich gewesen ist, ihre Restarbeitsfähigkeit ausserhäuslich zu verwerten. Der vorinstanzlichen Auffassung folgend kann ihr deshalb nicht zum Vorwurf gereichen, dass sie sich seither um keine ausserhäusliche Erwerbstätigkeit bemühte. Was den Zeitraum davor anbelangt, war die Mutter nach dem Dargelegten mit der Pflege von bis zu sieben Pflegekindern zumindest teilweise einer Erwerbstätigkeit im Umfang von mindestens 50 % nachgegangen. Selbst wenn dem Einwand gefolgt würde, die Mutter hätte sich damals teilweise - qualitativ und/oder quantitativ - nur ungenügend um eine Anstellung bemüht, tangierte dies den massgebenden vorinstanzlichen Schluss nicht, mit der erneuten Aufnahme von Tageskindern im November 2018 habe sie ihren Willen gezeigt, wiederum einer Erwerbstätigkeit nachgehen zu wollen.