Citation: I 18/04 09.11.2004 E. 2

Streitig ist der Rentenanspruch für die Zeit ab Februar 2002. 2.1 Gestützt auf die Angaben der Versicherten anlässlich der Abklärung der Einschränkungen im Haushalt am 13. Juli 2001 ist die IV-Stelle davon ausgegangen, dass diese als Gesunde nach der Geburt der beiden Söhne, das heisst ab Januar 1999, aus finanziellen Gründen - mit Blick auf den Bezug eines Eigenheims - statt einer Vollzeit- noch eine 50%ige Erwerbstätigkeit ausüben würde. Die Beschwerdeführerin hat sodann im Vorbescheidverfahren geltend gemacht, dass sie ab Januar 2002 auch als Gesunde keine Teilzeiterwerbstätigkeit mehr in Betracht gezogen hätte. 2.2 Ob eine Versicherte als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist - was je zur Anwendung einer andern Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt -, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 150 Erw. 2c, 117 V 194 f. Erw. 3b mit Hinweisen; AHI 1997 S. 288 ff. Erw. 2b, 1996 S. 197 Erw. 1c, je mit Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss sind bei der rückwirkenden Rentenzusprechung rentenwirksame Änderungen bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu berücksichtigen (BGE 129 V 222, 128 V 174). 2.3 Unstreitig ist zunächst, dass die Beschwerdeführerin von Januar 1999 bis Januar 2002 zu 50 % erwerbstätig gewesen wäre. Was hingegen die Zeit ab Februar 2002 betrifft, wurden die Angaben der Versicherten weder im Verwaltungs- noch im vorinstanzlichen Verfahren näher begründet. Erst letztinstanzlich macht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin geltend, dass die beiden Kinder einer intensiven heilpädagogischen Betreuung bedürften, wobei eines von ihnen an einem Geburtsgebrechen leide und wegen eines Entwicklungsdefizits von etwa zwei Jahren verschiedene Therapien (Psychomotorik, Logopädie, Physiotherapie) benötige. Dies ist aktenmässig nicht dokumentiert, und es wird auch nicht dargelegt, mit welchem zusätzlichen Zeitaufwand die Versicherte für die Pflege zu Hause, die Begleitung der Kinder zu den entsprechenden Therapiesitzungen oder für Arztbesuche zu rechnen hat. Offen ist auch, ob die Mutter der Versicherten die Betreuung der Kinder angesichts der nun erforderlichen anspruchsvolleren Pflege noch übernehmen kann, wie dies ursprünglich geplant war. Die Sache ist diesbezüglich abklärungsbedürftig und daher an die Verwaltung zurückzuweisen. Diese wird prüfen müssen, wie sich die Verhältnisse seit Februar 2002 präsentieren. Dabei wird auch zu berücksichtigen sein, dass die Familie der Versicherten inzwischen in ein Eigenheim gezogen ist. 2.4 Schliesslich kann auf den Bericht über die Einschränkungen im Haushalt vom 13. Juli 2001 nicht mehr unbesehen abgestellt werden. Die sprachlichen Probleme der damals zweieinhalbjährigen Kinder dürften sich zum Zeitpunkt der Haushaltabklärung noch kaum abgezeichnet haben. Dazu kam der Umzug der Familie in ein Eigenheim. Wegen der (aufwändigeren und nur beschränkt delegierbaren) Kinderbetreuung sowie zufolge des Umzugs im Juni 2002 ist möglicherweise eine Anpassung der damaligen Gewichtung der verschiedenen Bereiche der Haushalttätigkeit erforderlich.