Citation: 9C_270/2018 E. 5.2.1

5.2.1. Praxisgemäss ist es Sache der Ausgleichskassen, selbständig zu beurteilen, ob ein Einkommensbestandteil als massgebender Lohn oder als Kapitalertrag qualifiziert werden muss. Der in Art. 23 AHVV enthaltenen Ordnung entspricht es, dass sich die Ausgleichskassen in der Regel an die bundessteuerrechtliche Betrachtungsweise halten. Soweit es vertretbar ist, soll eine verschiedene Betrachtungsweise der Steuerbehörde und der AHV-Verwaltung um der Einheit und Widerspruchslosigkeit der gesamten Rechtsordnung willen vermieden werden. Die Parallelität zwischen sozialversicherungs- und steuerrechtlicher Qualifikation ist nicht leichthin preiszugeben (BGE 141 V 634 E. 2.5 S. 638 mit Hinweisen). Eigene nähere Abklärungen rechtfertigen sich vor allem, wenn sich ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldung ergeben (nicht publ. E. 2.2.2 in fine von BGE 140 V 241, 9C_897/2013, mit Hinweis auf BGE 134 V 250 E. 3.3 S. 253 f.).