Citation: 2C_591/2018 E. 2.3

2.3. Der Anspruch einer Partei, im Rahmen eines Gerichtsverfahrens zu replizieren, bildet einen Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). Die Partei ist vom Gericht nicht nur über den Eingang einer Eingabe zu orientieren, sondern sie muss auch die Möglichkeit zur Replik haben (BGE 137 I 195 E. 2.3.1 S. 197; 132 I 42 E. 3.3.3 S. 47 mit Hinweisen, Urteil 2D_39/2018 vom 18. Dezember 2018 E. 3.1). Es steht in erster Linie der Partei und nicht dem Richter zu, darüber zu befinden, ob neu beigebrachte Unterlagen es rechtfertigen, dass hierzu Stellung genommen wird. In diesem Sinne besteht aufgrund von Art. 29 Abs. 2 BV ein eigentliches Replikrecht, und zwar in sämtlichen Gerichtsverfahren, d.h. selbst in jenen, die nicht in den Anwendungsbereich von Art. 6 Ziff. 1 EMRK fallen (BGE 139 I 189 E. 3.2 S. 191 f. mit Hinweisen; 133 I 98 E. 2.1). Hält eine Partei eine Stellungnahme zu einer zur Kenntnis zugestellten Vernehmlassung für erforderlich, so hat sie diese umgehend zu beantragen bzw. einzureichen (BGE 138 III 252 E. 2.2 S. 255; 132 I 42 E. 3.3.4 S. 47). Das Gericht hat mit dem Entscheid so lange zuzuwarten, bis es annehmen darf, der Adressat habe auf eine Eingabe verzichtet (BGE 133 I 100 E. 4.8 S. 105; Urteil 2C_876/2016 vom 17. Juli 2017 E. 2.2; je mit Hinweisen). Die Rechtsprechung bejaht in der Regel eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, wenn das Gericht weniger als zehn Tage nach Mitteilung der Eingabe entscheidet (Urteile 8C_229/2017 vom 25. Januar 2018 E. 4.1; 2C_469/2014 vom 9. Dezember 2014 E. 2.2; je mit Hinweisen). Die Rekurskommission EDK/GDK prüft als richterliche Behörde und letzte kantonale Instanz im Sinne von Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG (BGE 136 II 470 E. 1.1 S. 472 ff.; vgl. E. 1.1 hiervor) nach den sinngemäss anwendbaren Vorschriften des VGG (SR 173.32) die Anwendung von interkantonalem Recht (Art. 10 Abs. 2 IVAA; Art. 9 des Reglements vom 6. September 2007 über die Rekurskommission der EDK und der GDK; Art. 15 VO Ausland; Art. 24 des Reglements der GDK vom 23. November 2006 für die interkantonale Prüfung von Osteopathinnen und Osteopathen in der Schweiz). Der Beschwerdeführer kann sich für dieses gerichtliche Verfahren auf das Replikrecht berufen (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 133 I 100 E. 4.3 ff. S. 102 ff.; vgl. E. 2.3 hiervor).