Citation: 5A_459/2023 E. 2.4

2.4. Zudem macht der Beschwerdeführer die Verletzung des rechtlichen Gehörs und des Willkürverbotes geltend. Seiner Ansicht nach hat die Vorinstanz sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege auf veralteten Grundlagen beurteilt, insbesondere die Investition der A.________ GmbH in eine Textilfabrik in der Türkei vor 20 Jahren. Das einzige Vermögen der Familie bestehe in einer Liegenschaft in V.________, welche einen Steuerwert von Fr. 482'000.-- aufweise. Da die Vorinstanz dagegen keine Einwände erhoben habe und zudem im Rahmen der Untersuchungsmaxime fragepflichtig sei, erweise sich die Abweisung seines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege als willkürlich. Aus seinen Darlegungen geht nicht hervor, weshalb sich der Beschwerdeführer in seinem Gesuch um unentgeltlichen Rechtspflege zu den komplexen finanziellen Verhältnissen seiner Familie nicht geäussert hat. Dies gilt um so mehr, als die Vorinstanz ihn in vorangegangenen Verfahren bereits mehrfach auf seine diesbezüglichen Pflichten hingewiesen hat. In einem solchen Fall kommt die richterliche Fragepflicht nicht zur Anwendung (BÜHLER, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2012, N. 109 zu Art. 119). Da er seine Mittellosigkeit gegenüber der Vorinstanz nicht glaubhaft gemacht hat, kann der Beschwerdeführer dies nicht im vorliegenden Verfahren nachholen. Damit ist auf seine teils schwer verständlichen Ausführungen nicht einzugehen. Entgegen seiner Behauptung hat die Vorinstanz bei der Beurteilung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege nicht auf die Investitionen in eine Textilfabrik abgestellt, sondern vom Beschwerdeführer lediglich verlangt, bei der Offenlegung der finanziellen Verhältnisse auch zu diesem Vorgang Stellung zu nehmen. Der Vorinstanz kann daher keine Verletzung von Bundesrecht oder verfassungsrechtlicher Bestimmungen vorgeworfen werden, weil sie das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege mangels Glaubhaftmachung seiner Mittellosigkeit abgewiesen hat.