Citation: 6B_593/2023 E. 5.3.1

5.3.1. Der Beschwerdeführer kritisiert zunächst die vorinstanzliche Einschätzung, wonach der Zweitgutachter bei der Erstellung seines Gutachtens nicht über die gesamten Gerichtsakten verfügt und damit nicht sämtliche Umstände gekannt habe. Jedoch vermag er mit seinen Einwänden keine Willkür in der vorinstanzlichen Beurteilung aufzuzeigen. Die Vorinstanz legt zutreffend dar, dass sich das Zweitgutachten gemäss den Angaben des Sachverständigen unter dem Titel "Quellenangabe" auf zwei eingehende psychiatrische Explorationen durch den Sachverständigen von insgesamt sechs Stunden und die ihm von den BVD zur Verfügung gestellten Akten stütze (kantonale Akten, pag. 81; Beschluss S. 11). Dem Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach es üblich sei, dass in Bezug auf gewisse Gutachten weitere Akten ediert würden, ist die vorinstanzliche Feststellung entgegen zu halten, dass sich in den Gerichtsakten kein Einsichtsgesuch finde (Beschluss S. 11). Soweit der Beschwerdeführer argumentiert, er selbst verfüge über die gesamten Gerichtsakten und hätte diese dem Sachverständigen aushändigen können, ist zu erwidern, dass der Sachverständige dies in der Quellenangabe hätte offenlegen müssen. Da sich dort keine entsprechende Angabe findet, kann davon ausgegangen werden, dass keine Aktenübergabe durch den Beschwerdeführer erfolgte. Kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer nicht geltend macht, er habe dem Sachverständigen Akten übergeben, sondern einzig darauf hinweist, es sei nicht bekannt, ob der Sachverständige von ihm Akten erhalten habe. Dies reicht nicht aus, um Willkür aufzuzeigen. Soweit der Beschwerdeführer einen Widerspruch darin erkennen will, dass die Vorinstanz zunächst festhält, es sei unklar, welche Akten dem Zweitgutachter effektiv zur Verfügung gestanden seien, und zum Schluss gelangt, es sei davon auszugehen, dass dieser nicht über die gesamten Gerichtsakten verfügt und somit nicht sämtliche Umstände gekannt habe, ist ihm nicht zu folgen. Unbestritten ist, dass unklar ist, welche Akten dem Zweitgutachter von den BVD zur Verfügung gestellt wurden. Hingegen zeigt die Vorinstanz anhand der gutachterlichen Ausführungen willkürfrei auf, dass der Sachverständige nicht über die gesamten Gerichtsakten verfügt haben kann, da er betreffend die angeblichen Angriffe gegen den Beschwerdeführer im November 2016 und April 2017 festhielt, aus den ihm vorliegenden Unterlagen bleibe unklar, wie die diesbezüglichen Verfahren weiter verlaufen seien; der Beschwerdeführer gebe an, dass diese eingestellt worden seien, "dies aus gutachterlicher Sicht vermutlich da Aussage gegen Aussage gewesen sei" (kantonale Akten, pag. 160), bzw. aus den Unterlagen gehe nicht hervor, inwieweit die Vorwürfe des Beschwerdeführers letztendlich abgeklärt worden seien (kantonale Akten, pag. 162; Beschluss S. 11). Wie die Vorinstanz in der Folge schlüssig aufzeigt, ergibt sich aus den Gerichtsakten ohne Weiteres, weshalb die Verfahren betreffend die angeblichen Angriffe gegen den Beschwerdeführer eingestellt wurden (vgl. Beschluss S. 13 f.; E. 5.3.2). Daraus schliesst sie ohne in Willkür zu verfallen, dass der Zweitgutachter bei seiner Begutachtung nicht über alle (Gerichts-) Akten, insbesondere nicht über die Akten betreffend die eingestellten Verfahren, verfügte und nicht sämtliche Umstände kannte. Auf die in diesem Zusammenhang erhobenen weiteren, teilweise unzulässigen appellatorischen Einwände des Beschwerdeführers braucht nicht eingegangen zu werden.