Citation: 1B_418/2018 E. A

Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland eröffnete am 26. September 2017 gegen A.________ und B.________ eine Strafuntersuchung wegen Sachbeschädigung (Farbsprayereien), begangen in der Zeit vom 22. Juli 2017 bis September 2017. Gleichentags ordnete sie eine Hausdurchsuchung am Wohnort der beiden Beschuldigten an, die am frühen Morgen des 17. Oktobers 2017 durchgeführt wurde. Am 1. Februar 2018 wurde A.________ gestützt auf Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO mit Wirkung ab 4. Januar 2018 Rechtsanwalt Braunschweig als amtlicher Verteidiger beigeordnet. Dieser beantragte am 27. April 2018 die Feststellung, dass vor den Beweiserhebungen vom 17. Oktober 2017 ein Fall von notwendiger Verteidigung vorgelegen habe, weshalb die erhobenen Beweise (Ergebnisse der Hausdurchsuchung und Einvernahmeprotokoll vom 17. Oktober 2017 sowie allfällige Folgebeweise) als unverwertbar zu erklären und aus den Akten zu entfernen seien. Ferner seien die Untersuchungshandlungen, insbesondere die Einvernahme, in Anwesenheit der Verteidigung zu wiederholen. Mit Verfügung vom 1. Mai 2018 stellte die Staatsanwaltschaft fest, es liege nach wie vor ein Fall von gebotener Verteidigung gemäss Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO und nicht ein solcher von notwendiger Verteidigung gemäss Art. 130 StPO vor, und verneinte ein Beweisverwertungsverbot. Dagegen erhob A.________ am 14. Mai 2018 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Bern und verlangte, die Verfügung der Staatsanwaltschaft sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass ab dem 17. Oktober 2017 bzw. vor der Hausdurchsuchung von jenem Datum bis zum 3. Januar 2017 [recte: 2018] die Voraussetzungen der notwendigen Verteidigung erfüllt gewesen seien. Das Einvernahmeprotokoll vom 17. Oktober 2017, die Ergebnisse der Hausdurchsuchung sowie allfällige Folgebeweise und damit verbundene Schlussfolgerungen seien als unverwertbar zu erklären sowie in geeigneter Form aus den Akten zu weisen, eventuell zu schwärzen, und bis zum Abschluss des Verfahrens separat unter Verschluss zu halten. Mit Beschluss vom 10. August 2018 hiess das Obergericht die Beschwerde teilweise gut und hob die Verfügung der Staatsanwaltschaft auf. Es ordnete an, dass das Protokoll der Einvernahme von A.________ vom 17. Oktober 2017 aus den Akten zu entfernen und bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens unter separatem Verschluss zu halten und danach zu vernichten sei. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.