Citation: 5P.362/2004 15.11.2004 E. 4

4.1 Unter dem Titel "Manipulation" wendet sich die Beschwerdeführerin zunächst gegen Ziffer 4 des angefochtenen Entscheids. Das Kassationsgericht hat dort die gegen die erstinstanzliche Richterin erhobenen Vorwürfe im Zusammenhang mit der Referentenaudienz/Vergleichsverhandlung im Einzelnen wieder gegeben und anschliessend ausgeführt, der Vertreter der Beschwerdeführerin beschränke sich darauf, den Ablauf der erstinstanzlichen Verhandlung aus seiner Sicht zu schildern, ohne seine Sicht der Dinge zu belegen oder sich zumindest mit der gegenteiligen Darstellung im angefochtenen obergerichtlichen Entscheid hinreichend auseinander zu setzen. Das Obergericht sei nämlich zum Schluss gelangt, die erstinstanzliche Referentin habe den Fall nicht mit der Gegenanwältin telefonisch vorbesprochen und habe somit nicht gegen das Verbot des Berichtens verstossen. Weiter sei das Obergericht unter Verweis auf die Rechtsprechung zum Schluss gelangt, es sei üblich und zulässig, den Parteien eine vorläufige Beurteilung der Sach- und Rechtslage in Monologform zu präsentieren. Konkrete Hinweise, dass die Erstinstanz das Verfahren nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechend weiterführen würde oder die Referentin eine unsachliche innere Einstellung zu den Beteiligten oder zum Gegenstand des konkreten Verfahrens gehabt habe, seien nicht ersichtlich. Mit diesen Erwägungen setze sich die Beschwerde nicht auseinander. Insgesamt könne somit auf die Rüge infolge ungenügender Substanziierung nicht eingetreten werden. Mit der blossen Behauptung der Beschwerdeführerin in der staatsrechtlichen Beschwerde, es stimme nicht ansatzweise, dass sie ihre Vorwürfe nicht hinreichend substanziiert und belegt habe, genügt sie ihrer Begründungspflicht gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht (dazu: BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261/262 mit Hinweisen). Darauf ist nicht einzutreten. 4.2 Die Beschwerdeführerin betrachtet sich insbesondere deshalb als von der erstinstanzlichen Referentin manipuliert, weil diese ihr im Falle des Klagerückzugs versprochen habe, kostenmässig günstig zu fahren. Er, der Anwalt, habe diesem Angebot nicht gut widersprechen können, weil er seiner Mandantin diese "einmalige" Chance nicht habe verbauen wollen. Dass das Sonderangebot eine Lüge war, habe er nicht gewusst. Seine Passivität sei die direkte Folge der Täuschung gewesen. Das Kassationsgericht hat dazu unter anderem ausgeführt, das Obergericht habe sich ausführlich mit der Frage auseinander gesetzt, ob die Beschwerdeführerin (und auch ihr Vertreter) über die zu erwartenden Verfahrenskosten getäuscht worden sei. Es habe dies mit überzeugender Begründung, auf welche verwiesen werden könne, verneint. Auch vor dem Kassationsgericht werde im Übrigen nicht dargelegt, welche anderen - tieferen - Kostenfolgen der Beschwerdeführerin in Aussicht gestellt worden seien. Die Beschwerdeführerin räumt in der staatsrechtlichen Beschwerde ein, die Referentin habe sich zur Höhe der Kosten im Falle eines Rückzugs nicht geäussert und sie bzw. ihr Anwalt hätten sich auch nicht danach erkundigt. Sie rügt auch die Schlussfolgerung des Obergerichts, die verfügten erstinstanzlichen Kosten entsprächen der geltenden Gebührenordnung, nicht als willkürlich, sondern macht bloss geltend, nach ihrem Wissen seien die ausgeworfenen Kosten nach der Gebührentabelle nicht in Ordnung. Damit kommt sie ihrer Pflicht, im Einzelnen nachzuweisen, dass und inwiefern der angefochtene Entscheid ein verfassungsmässiges Recht verletzt, offensichtlich nicht nach. Auf die Rüge ist nicht einzutreten. Bei dieser Sachlage ist nicht mehr von Bedeutung, ob sich die Beschwerdeführerin bzw. ihr Anwalt im Zusammenhang mit der erstinstanzlichen Kostenregelung auch noch anderweitig widersprüchlich verhalten haben.