Citation: 2A.283/2006 05.12.2006 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, die Unabhängige Beschwerdeinstanz habe den Sachverhalt offensichtlich unvollständig bzw. unrichtig festgestellt. Sie habe die Aussage des Beschwerdegegners fälschlicherweise auf die kassenpflichtigen Medikamente im Generellen und nicht lediglich auf die als Scheininnovationen kritisierten neuen Medikamente bezogen. Überdies sei sie davon ausgegangen, das Problem der Scheininnovationen berühre gar nicht die Frage der Wirksamkeit, sondern vielmehr diejenige der Wirtschaftlichkeit der Medikamente. 4.2 Diese von der Beschwerdeführerin erhobenen Rügen beziehen sich indessen nicht auf die eigentlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz, sondern auf deren Würdigung. Der Sachverhalt an sich ist unbestritten. Strittig ist jedoch, wie er mit Blick auf das anwendbare Recht zu würdigen ist. Die Beschwerdeführerin macht denn in diesem Zusammenhang auch ausdrücklich geltend, die Vorinstanz habe den Kontext der fraglichen Aussagen ausser Acht gelassen und damit das Wesen des Sachgerechtigkeitsgebots verkannt bzw. eine unbehelfliche Interpretation des Berichts vorgenommen. Damit handelt es sich im Grunde genommen um die Rüge, die Unabhängige Beschwerdeinstanz habe die Tragweite des anwendbaren Rechts verkannt. Auf diese Frage ist unter rechtlichen Gesichtspunkten zurückzukommen. Massgebliche Mängel bei den Sachverhaltsfeststellungen sind hingegen nicht ersichtlich.