Citation: 1P.107/2001 25.06.2001 E. 7

7.- Die Beschwerdeführerin macht schliesslich eine Verletzung der Eigentumsgarantie im Sinne von Art. 26 Abs. 1 BV geltend. Sie begründet den unrechtmässigen Eingriff in dieses Grundrecht damit, dass mit dem im Jahre 1995 bewilligten Projekt eine rechtswidrige Baute bewilligt worden sei, die massive Verlängerung bzw. Vergrösserung des Bibliothekkomplexes das klobige Erscheinungsbild der nachbarlichen Bibliotheksbaute noch weiter verstärke und damit den Stilbruch der Bibliotheksbaute im Vergleich zum "B.________-Vaterhaus" zusätzlich vergrössere. Die Eigentumsgarantie gewährleistet sowohl den Wert als auch die Substanz des Eigentums (Karl Spühler, a.a.O., S. 153). Die Beschwerdeführerin legt nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern das gerügte Ausmass und die Ästhetik der Baute ihr Eigentum schmälert. Selbst wenn die verlängerte Bibliotheksbaute von ihrem Grundstück aus sichtbar ist, liegt darin noch keine Verletzung der Eigentumsgarantie. Damit erübrigt sich auch ein Augenschein zwecks Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. Der diesbezügliche Antrag der Beschwerdeführerin ist daher abzuweisen.