Citation: 7B_610/2023 E. 3.6

3.6. Sollte sich im Rahmen der Rückweisung herausstellen, dass eine erneute Datentriage unumgänglich ist, rechtfertigen sich schliesslich noch die folgenden Erwägungen. Die Vorinstanz wird diesfalls die im Rahmen der ursprünglichen Triageverhandlungen verwendeten Suchbegriffe, die sich zusammen mit den damaligen Fundstellen (inkl. Datenschlüssel) bei den Akten befinden (act. 56 und act. 65 des Entsiegelungsverfahrens GM190007-M), analog anzuwenden haben. Zusätzliche Suchbegriffe sind zu unterlassen, da es vorliegend nur um die Nachbildung der bereits rechtskräftigen Entsiegelungsverfügung gehen wird. Andernfalls würden potenziell mehr Daten ausgesondert, als im Rahmen des bereits rechtskräftig Entschiedenen. Sollte die erneute Triage mit den gleichen Suchbegriffen aufgrund der Verwendung eines anderen forensischen Datenaufbereitungsprogramms wider Erwarten zu mehr Treffern führen, als dies bei der ursprünglichen Triageverhandlung der Fall war, so werden die entsprechenden Dateien selbstredend auszusondern sein, sofern sie nach Ansicht der Vorinstanz tatsächlich einen gesetzlich geschützten Inhalt aufweisen. Die Beschwerdeführerin dürfte diese Daten ohnehin nicht sichten (Art. 264 Abs. 1 lit. a und d StPO). Insoweit würde auch nicht vom rechtskräftigen Entsiegelungsentscheid vom 20. April 2021 abgewichen werden, da dieser gerade die Aussonderung von Anwalts- und Verteidigerkorrespondenz ausdrücklich vorsah.