Citation: 1C_480/2021 E. 1.5

1.5. Die Beschwerdeführer berufen sich auf Art. 2 lit. a IRSG (SR 351.1). Sie sind der Auffassung, im ukrainischen Strafverfahren werde Art. 6 EMRK schwerwiegend verletzt. Das Verfahren werde für eine private Auseinandersetzung zwischen L.________ und dem Beschwerdeführer 1 instrumentalisiert. Zudem erfülle das Rechtshilfeersuchen die gesetzlichen Anforderungen nicht. Die im ausländischen Strafverfahren beschuldigten Personen müssen glaubhaft machen, dass sie objektiv und ernsthaft eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte im ersuchenden Staat zu befürchten haben (BGE 130 II 217 E. 8.1 mit Hinweisen). Die in der Beschwerde vorgebrachten Hinweise auf eine sich angeblich grösstenteils unter der Kontrolle von L.________ befindliche ukrainische Justiz und nicht hinreichend belegte bzw. nachvollziehbare Behauptungen betreffend korrupte Behörden und eine selektive Strafverfolgung reichen nicht aus, um eine derartige Befürchtung objektiv zu rechtfertigen. Soweit der Beschwerdeführer 1 als beschuldigte Person konkret einzelne angebliche Verfahrensfehler geltend macht, erreichen diese nicht den Grad einer schwerwiegenden Verletzung von Art. 6 EMRK. Das Bundesstrafgericht hat zu Recht festgehalten, dass solche Verfahrensfehler im ersuchenden Staat geltend zu machen sind. Im Übrigen hat die Ukraine die EMRK ratifiziert, sodass auch eine Individualbeschwerde an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte EGMR möglich wäre. Auf die diesbezüglichen Ausführungen im angefochtenen Entscheid kann verwiesen werden (a.a.O., E. 7). Dasselbe gilt in Bezug auf die Anforderungen an die Darstellung des Sachverhalts im Rechtshilfeersuchen (a.a.O., E. 6). Die in der Beschwerde angeführten Gründe, weshalb von einem besonders bedeutenden Fall auszugehen sei, überzeugen nicht. Für das Bundesgericht besteht deshalb kein Anlass, die Sache an die Hand zu nehmen. Die Einräumung einer Nachfrist zur Ergänzung der Beschwerdebegründung gemäss Art. 43 BGG fällt damit ausser Betracht.