Citation: 5C.20/2003 18.06.2003 E. A

Die Parteien sind ehemalige Nachbarn einer Terrassenhaussiedlung in X.________. K.________ ist seit 17 Jahren Eigentümer der Liegenschaft Weg W.________ 71. A.________ war ebenfalls seit 1985 Eigentümer der darunter liegenden Liegenschaft Weg W.________ 67. Er hat sein Haus zwar in der Zwischenzeit verkauft, sich aber verpflichtet, den bestehenden Wasserschaden im Wohnzimmer zu beheben, und er hat sich allfällige Ersatzansprüche zedieren lassen. Die einzelnen Terrassenhäuser am Weg W.________ stehen auf abparzellierten Grundstücken. Bedingt durch die Hanglage ragt jedes Gebäude auf das unterliegende Grundstück über. Die Terrasse von K.________ liegt deshalb über dem Wohnzimmer der ehemaligen Liegenschaft von A.________. Für die überragenden Bauteile bestehen Grunddienstbarkeiten in Form von Überbaurechten. Der Wasserschaden in Gestalt eines feuchten Flecks an der Decke des Wohnzimmers trat erstmals im Jahre 1997 auf und wurde nach dessen Austrocknung übermalt. Mitte 1999 trat er am selben Ort wieder auf. Bei der Suche nach der Schadenursache stellte man fest, dass rund 40 Löcher mit einem Durchmesser von je 4 - 5 mm in der PVC-Folie und dem oberen Teil der Dämmungsschicht bestanden. Diese führten dazu, dass Wasser von der Terrasse des K.________ in die Dämmungsschicht sickern konnte, wodurch diese nass wurde und schliesslich Feuchtigkeit bis in die Wohnzimmerdecke drang. Der Schaden von knapp Fr. 60'000.-- wurde auf Kosten von A.________ saniert.