Citation: 1C_741/2021 E. A

Am 1. April 2020, um 16:45 Uhr, fuhr A.________ mit einem Motorfahrzeug in Ebikon auf der Sedelstrasse stadtauswärts. Auf der Höhe der Liegenschaft "Greterhof" bremste das vordere Motorfahrzeug am Fussgängerstreifen wegen vortrittsberechtigter Fussgänger. Das von A.________ gesteuerte Motorfahrzeug kollidierte in der Folge mit dem Vorderfahrzeug. Der behandelnde Arzt diagnostizierte beim Lenker des Vorderfahrzeuges ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS) sowie der Brustwirbelsäule (BWS), weshalb er dessen Arbeitsunfähigkeit zu 100 % vom 1. bis 13. April 2020 feststellte. Die Beifahrerin des Vorderfahrzeuges erlitt eine kleine Riss-Quetschwunde an der Oberlippen-Schleimhaut, als sie beim Aufprall mit dem Gesicht gegen das vor ihr gehaltene Mobiltelefon stiess. Die zuständige Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern verurteilte A.________ mit Strafbefehl vom 30. Juni 2020 wegen Nichtbeherrschens des Fahrzeuges (mangelnde Aufmerksamkeit) mit Kollisionsfolge in Anwendung von Art. 32 (richtigerweise 31) Abs. 1, Art. 34 Abs. 4 und Art. 90 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01) sowie Art. 4 (richtigerweise 3) Abs. 1 und Art. 12 Abs. 1 der Verkehrsregelverordnung (VRV; SR 741.11) zu einer Busse in der Höhe von CHF 300.--. Der Strafbefehl erwuchs unangefochten in Rechtskraft.