Citation: 5A_28/2020 E. 3.2.1

3.2.1. Das Kantonsgericht befasst sich zuerst mit den Rügen, welche die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Erziehungsfähigkeit des Beschwerdegegners erhob. So sei nicht zu beanstanden, dass das Bezirksgericht die Auskünfte der Spitex F.________ und von Dr. med. G.________ vom 2. bzw. 13. Oktober 2015 berücksichtigte, da es sich damit einen zeitlichen Gesamtüberblick habe verschaffen können und auch aktuellere fachliche Beurteilungen berücksichtigt worden seien. In ihrem Bericht vom 6. Juli 2018 beschreibe Dr. med. G.________ C.________s physischen und psychischen Gesundheitszustand als gut, den Entwicklungsstand des Kindes als altersentsprechend und den Umgang des Vaters mit der Tochter als liebevoll adäquat. Dass die Ärztin die Patientenakten nicht physisch vor sich hatte, stehe der Berücksichtigung ihrer Aussagen nicht entgegen. Es sei anzunehmen, dass die Ärztin dem Gericht mitgeteilt hätte, wenn sie die gestellten Fragen nicht mit der gebotenen Sorgfalt wahrheitsgetreu hätte beantworten können. Auch Dr. med. H.________ komme im Wesentlichen zum selben Schluss wie seine Berufskollegen. Nachdem er C.________ erst seit dem 11. April 2018 (und bis zum 8. Juli 2018) an vier Terminen behandelte, laufe der Vorwurf der Beschwerdeführerin, dass das Kind während mehr als einem Jahr (vom 28. Februar 2017 bis 10. April 2018) kinderärztlich nicht betreut worden sei, ins Leere. Das gestörte Essverhalten und die Müdigkeit, deretwegen C.________ bei diesem Arzt in Behandlung gewesen sei, könnten viele Gründe haben und seien nicht als wesentliche Verschlechterung von C.________s Gesundheitszustand anzusehen. Nicht gelten lässt die Vorinstanz schliesslich die Rüge, dass das Bezirksgericht unkritisch die Aussagen von Dr. med. I.________ übernommen habe, dessen Patient der Beschwerdegegner seit dem 2. Juni 2014 sei und der vom 21. August 2017 bis zum 4. April 2018 auch C.________ zehn Mal betreffend Infekt der oberen Atemwege, Hautexanthem und Gewichtsproblematik behandelt habe. Dieser Arzt habe auf Wunsch des Beschwerdegegners die Fragen beantwortet, die das Bezirksgericht Dr. med. H.________ unterbreitet hatte. Selbst wenn dem Bericht nicht die Qualität eines Beweismittels beigemessen werde, seien die dagegen vorgebrachten Einwände pauschaler Natur geblieben; auf die schriftlichen Ausführungen sei mithin abzustellen.