Citation: 6B_641/2021 E. 1.5.2

1.5.2. Die Vorinstanz unterteilt den Sachverhalt in die Fahrt bis zum Wald einerseits und die anschliessenden Geschehnisse im Wald andererseits. Dabei erläutert sie hinlänglich, welche Tatmittel sie in den einzelnen Sequenzen zu erkennen vermag und nimmt damit entgegen der Kritik des Beschwerdeführers eine phasenweise Würdigung vor. Zwar geht damit in gewissem Sinne auch eine Gesamtbetrachtung einher, indem sie festhält, der Beschwerdeführer habe insgesamt ein Klima der Einschüchterung geschaffen, das der Geschädigten ein Entfernen verunmöglicht habe. Dies bedeutet aber nicht, dass die vorinstanzlichen Erwägungen undifferenziert ausgefallen wären. Die Wirkung der ernsthaften Drohungen hielt im vorliegenden Fall für eine gewisse Zeit an, ebenso waren der psychische Druck und die Angstzustände von gewisser Dauer. Die einzelnen Nötigungsmittel sind daher nicht als Momentaufnahmen zu betrachten, sondern erstrecken sich zeitweise über mehrere Abschnitte des Geschehens, spielen zusammen und gehen ineinander über. Diesem Umstand trägt die Vorinstanz Rechnung, ohne dass sie dabei in eine pauschale Würdigung verfallen würde, die dem Sachverhalt nicht gerecht wird. Davon abgesehen legt sie treffend dar, dass aus dem Umstand, wonach sich B.________ in einzelnen Phasen theoretisch hätte entfernen können, nicht auf eine Einwilligung in das Vorgefallene geschlossen werden könne.