Citation: 5A_318/2021 E. 4.4

4.4. Soweit der Beschwerdeführer hinsichtlich seines weiteren Verbleibs in der Pflegefamilie den Willen berücksichtigt haben will, den er nach eigenem Bekunden nach der Eröffnung des angefochtenen Entscheids gebildet hat, ist er im hiesigen Verfahren nicht zu hören. Tatsachen, die erst nach Erlass des angefochtenen Entscheids entstanden sind, sind im bundesgerichtlichen Verfahren als echte Noven von vornherein unzulässig (BGE 139 III 120 E. 3.1.2 mit Hinweis). Im Übrigen unterstellt das Obergericht dem Beschwerdeführer nicht, hinsichtlich der Obhutsfrage einen gefestigten, stabilen Willen gehabt zu haben. Im Gegenteil lässt auch der angefochtene Entscheid deutlich die innere Zerrissenheit und den Loyalitätskonflikt erkennen, mit denen der Beschwerdeführer zu kämpfen hat. Ohnehin stellt die Vorinstanz aber klar, dass der Wille bzw. Wunsch des Kindes allein für den Entscheid über die Rückplatzierung nicht den Ausschlag geben kann. Diese Erkenntnis stellt der Beschwerdeführer zu Recht nicht in Abrede. Ebenso wenig setzt er sich mit den weiteren vorinstanzlichen Feststellungen auseinander, denen zufolge die seelische Verbindung zu seinen Eltern intakt ist und ihm die Nähe zu seinen Eltern fehlt, noch bestreitet er, dass diese Umstände für die Frage der Zurücknahme des Kindes entscheidend sind. Auch auf die Erklärung des Obergerichts, weshalb die mit der Rückkehr zur Mutter verbundenen Belastungen hinzunehmen seien, geht der Beschwerdeführer nicht ein. Bloss zu behaupten, der Verlust der bei der Pflegefamilie gewonnenen Stabilität würde seine weitere Entwicklung ernstlich gefährden, genügt nicht. Eine Verletzung von Art. 310 Abs. 3 ZGB ist weder dargetan noch ersichtlich.