Citation: 1C_382/2016 E. B

Mit Gesuch vom 17. Februar 2014 beantragte die A.________ AG die Bewilligung für den Bau eines dreistöckigen Gebäudes auf Parzelle 125 mit 16 bewirtschafteten Zweitwohnungen im Stockwerkeigentum, einem Restaurationsbetrieb sowie einer Tiefgarage (Projekt "D.________ Lodge"). Der Grundriss des Projekts orientiert sich am bestehenden Gebäude, mit einer Erweiterung des Gebäudevolumens auf der Nord- und der Südseite; dadurch soll die zonenwidrig genutzte Fläche um rund 30 % nach aussen auf 2'264 m2erweitert werden. Die Zufahrt von der Kantonsstrasse zur Tiefgarageneinfahrt soll über die Parzelle 124 erfolgen. Die Gesuchstellerin reichte ein Gutachten betreffend bewirtschaftete Zweitwohnungen der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit (SGH-Gutachten) vom 16. Oktober 2013 nach. Mit Schreiben vom 18. November 2014 beantragte sie gewisse Projektergänzungen und reichte weitere Unterlagen ein (Energienachweis, hydrogeologisches Gutachten; Bewilligung des Tiefbauamtes Graubünden vom 9. Oktober 2014 zum Bau der Zufahrt von der Kantonsstrasse auf Parzelle 125 über Parzelle 124). Gegen das Vorhaben erhob der Verein Pro Natura, Schweizerischer Bund für Naturschutz (nachfolgend: Pro Natura), Einwände und beantragte, das Vorhaben nicht oder nur unter Auflagen zu bewilligen.