Citation: 6P.130/2004 03.02.2005 E. 6

Das Ziel der Nichtigkeitsbeschwerde besteht für den Betroffenen darin, einen günstigeren Entscheid zu erlangen. Der Beschuldigte kann deshalb ein Urteil nur bezüglich solcher Punkte anfechten, die ihn beschweren. Andernfalls fehlt ein Rechtsschutzinteresse (Hans Wiprächtiger, Prozessieren vor Bundesgericht, 2. Auflage, Basel 1998, N 6.37). Die schweren Fällen von Art. 19 Ziff. 2 BetmG können - aufgrund der Tatsache, dass die hierfür geltende erhöhte Strafdrohung in Ziff. 1 statuiert wird - nur in Verbindung mit letzterer Bestimmung angewandt werden. Der gewählte Schuldspruch ist daher nicht missverständlich. Dass die Vorinstanz im Dispositiv die (zwangsläufige) Anwendung von Art. 19 Ziff. 1 BetmG nicht erwähnte, hat für den Beschwerdeführer unter diesen Umständen keinen materiellen oder anders gearteten Nachteil zur Folge. Soweit der Beschwerdeführer pauschal vorbringt, aus dem vorinstanzlichen Entscheid gehe nicht hervor, weswegen Art. 19 Ziff. 1 BetmG erfüllt sei, ist seine Beschwerde unbegründet. Die Vorinstanz erörtert über mehrere Seiten, durch welches Verhalten der Beschwerdeführer und seine Mittäter den Tatbestand erfüllt haben. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.