Citation: 8C_331/2022 E. 6.3

6.3. Richtig ist, dass sich die Vorinstanz mit keinem Wort zum Indikator "Eingliederungserfolg oder -resistenz" geäussert hat. Der Sachverhalt ist entsprechend zu ergänzen (vgl. E. 1 hiervor). Dem psychiatrischen Gutachten ist in diesem Zusammenhang zu entnehmen, dass sich die Beschwerdeführerin bisher völlig eigenständig um ihre berufliche Wiedereingliederung bemüht habe. Nachdem es der Beschwerdeführerin ab Beginn 2018 gesundheitlich besser gegangen sei, habe sie eine Stelle im Spital C.________ gefunden. Da jedoch während der Einarbeitungszeit ein 80 %-Pensum anstatt des vereinbarten 40 %-Pensums gefordert worden sei, sei es zu einer Überforderung der Beschwerdeführerin mit Verschlechterung der psychischen Symptomatik gekommen. Die Beschwerdeführerin habe die Stelle in der Probezeit gekündigt. Seit Februar 2019 arbeite sie in einem 30 %-Pensum in einer Käserei. Aus dem Bericht der behandelnden Psychiaterin vom 18. Oktober 2021 ergibt sich sodann, dass dieses Arbeitsverhältnis in der Zwischenzeit aufgelöst wurde. Fortan arbeitete sie als Sachbearbeiterin in einem 50-60 %-Pensum in einem KMU, wobei es sich gemäss der behandelnden Ärztin um einen Nischenarbeitsplatz handelt. Die Beschwerdeführerin erbringe nach ihrer Einschätzung eine effektive Leistung von 40-50 %. Sie habe über die letzten Jahre selbst ein berufliches Belastungstraining absolviert und es habe sich gezeigt, dass sie mit einer Arbeit in einem 40-50 %-Pensum am Limit sei. Aus diesen Ausführungen ergibt sich, dass sich die Beschwerdeführerin stets um die berufliche Wiedereingliederung bemüht hat. Damit hat sie ein hohes Pflichtbewusstsein und eine hohe Arbeitsmotivation an den Tag gelegt, was für vorhandene Ressourcen spricht. Selbst wenn sie sich tendenziell überfordern sollte, ist damit eine Eingliederungsresistenz zu verneinen.