Citation: 6B_1083/2022 E. 3.2.3

3.2.3. Zusammengefasst sei somit eine Freiheitsstrafe von 26 Monaten auszufällen, davon 14 Monate als teilweise Zusatzstrafe zum Urteil vom 20. Juni 2017, der Rest als selbständige zu kumulierende Strafe. Die aus der rechtskräftigen Grundstrafe und der Zusatzstrafe gebildete hypothetische Gesamtstrafe betrage retrospektiv konkurrierend somit 38 Monate (Grundstrafe: 24 Monate + Zusatzstrafe: 14 Monate). Diese Gesamtstrafe müsse unbedingt ausgesprochen werden, zumal sich eine weitere Reduktion der Strafe für die Betrugsdelikte angesichts der Deliktssumme, des Tatzeitraums und der Strafen der Mitbeschuldigten nicht rechtfertige. Zudem zeigten beide Deliktsserien (Betrug und Ausnützung einer Notlage) erschwerend auf, dass der Beschwerdeführer bereit sei, andere zu seinem Vorteil bzw. zu seiner Befriedigung auszunutzen. Sein Alter und seine gesundheitlichen Schwierigkeiten würden keine weitere Strafminderung erlauben. Da der Beschwerdeführer kurz nach der teilbedingten (Vor) strafe durch das Strafgericht einschlägig weiter delinquiert habe, bestehe ferner kein Anlass, den Vollzug des selbständigen Strafanteils wegen der Ausnützung einer Notlage von 12 Monaten aufzuschieben. Daran ändere nichts, so die Vorinstanz, dass sie diese Vorstrafe am 20. Juni 2017 reduziert habe. Der "kriminelle Rückfall" des Beschwerdeführers stehe einer günstigen Prognose und somit einem Aufschub des selbständigen Strafanteils deutlich entgegen, zumal der Beschwerdeführer keine Einsicht in sein übergriffiges Verhalten gegenüber Frauen gezeigt habe.