Citation: 8C_678/2021 E. 3.1.1

3.1.1. Die Vorinstanz stellte nach einlässlicher Würdigung der medizinischen Aktenlage insbesondere gestützt auf das Gutachten der Klinik D.________ vom 6. Juni 2018 fest, bei der Beschwerdeführerin seien aus orthopädisch-somatischer Sicht weder Beschwerden noch Funktionseinschränkungen feststellbar. Spätestens sechs Monate nach dem Unfall seien die Rippenserienfrakturen sowie die Folgen des Lungeneingriffs ohne Einschränkung der Leistungsfähigkeit vollständig abgeheilt. Der neurologische Teilgutachter habe unter Berücksichtigung der erhobenen Befunde mit den Hirnparenchym-Schädigungen keine höhergradigen kognitiven Leistungsminderungen und keine erheblichen klinisch-neurologischen Ausfälle festgestellt. Nebst der bildgebend erklärbaren rechtsseitigen Geruchswahrnehmungsstörung seien Schädigungen peripherer sensibler Nerven im Bereich des Thorax gegeben, was jedoch nicht als Hinweis für ein dort lokalisiertes neuropathisches Schmerzsyndrom angesehen worden sei. Die subjektive Schlafstörung sei weder neurologisch noch pulmologisch/pneumologisch erklärbar. Die durch ein organisches Psychosyndrom verursachten kognitiven Defizite seien seit März 2015 nicht mehr objektivierbar, weshalb dieses die Leistungsfähigkeit nicht tangiere. Eine die Arbeitsfähigkeit beeinflussende psychische oder neuropsychologische Beeinträchtigung sei gutachterlicherseits verneint worden. Was die Zeit vor der Begutachtung betreffe, so die Vorinstanz weiter, habe die Beschwerdeführerin anlässlich der Untersuchung am Institut O.________ am 24. November 2014 - und somit bereits vor Ablauf des Wartejahres am 1. August 2015 - angegeben, dass sie keine kognitiven Defizite mehr verspüre. Die Tests hätten in allen Bereichen die Aufmerksamkeit betreffend in der Norm liegende Leistungen gezeigt mit gänzlich unauffälligem Verhalten während der Therapie (Bericht des lic. phil. F.________, Neuropsychologe, und des Dr. rer. nat. G.________, Fachpsychologe Neuropsychologie, Leitender Psychologe, vom 27. November 2014). Hinsichtlich der geltend gemachten Schlafstörungen ergebe sich aus den Untersuchungen im September 2015 am Zentrum für Schlafmedizin der Klinik H.________, dass die Beschwerdeführerin ein mehrphasisches Schlafmuster aufweise. Die nächtlichen Durchschlafstörungen liessen sich jedoch durch entsprechende Verhaltensmassnahmen vermeiden (Bericht vom 28. September 2015). Eine wesentliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit lasse sich aus der Schlafstörung nicht herleiten. Für die Zeit bis zur Begutachtung (August 2015 bis November 2017) sei aufgrund der Stellungnahmen des Neurologen Dr. med. I.________, beratendener Arzt der AXA, vom 6. Oktober 2016 und des Hausarztes Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 9. Juni 2015 von einer 80-%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Die Tätigkeit als Case-Managerin sei weiterhin zumutbar.