Citation: I 301/01 12.02.2003 E. 3

3.1 Seit 1. März 2001 hat die Beschwerdegegnerin eine Stelle inne, welche die telefonische Vereinbarung von Kundenkontakten beinhaltet. Die Arbeitgeberin gab an, sie sei auch für alle in diesem Zusammenhang anfallenden Korrespondenzen und Abklärungen verantwortlich, weshalb sie sehr oft am Bildschirm arbeiten müsse; hiefür sei beidseitiges Sehen unbedingt erforderlich (Bestätigung vom 11. Juni 2001). Dr. med. B.________ führte im Bericht vom 4. Dezember 2000 aus, die Versicherte gebe an, seit Monaten am rechten Auge zunehmend schlechter zu sehen; der Optiker habe keine neue Brille zur Verbesserung erstellen können. Sie sei vor allem beim Arbeiten am PC und beim Lesen behindert; das Lesen gehe zunehmend schlechter, sie habe damit vermehrt Mühe. Durch die Staroperation könne die Arbeitsfähigkeit dauernd und wesentlich verbessert sowie erhalten werden, zumal keine Nebenbefunde vorlägen, die den Eingliederungserfolg gefährdeten. 3.2 Hieraus kann die Versicherte indessen nichts zu ihren Gunsten ableiten. Auf die pauschale Aussage des Dr. med. B.________, die Staroperation könne die Arbeitsfähigkeit wesentlich verbessern und erhalten, kann nicht abgestellt werden, da er vor allem die von der Versicherten angegebenen Beschwerden wiedergab, ohne schlüssig und nachvollziehbar darzulegen, welche konkreten Einschränkungen aus ärztlich-objektiver Sicht bei Büro- und Computerarbeiten bestehen sollen. Es ist vorliegend nicht ersichtlich, inwiefern das einseitige Augenleiden die Versicherte in der Ausübung des Büroberufes hätte dermassen behindern können, dass ihre Erwerbsfähigkeit im Sinne von Art. 12 Abs. 1 IVG wesentlich beeinträchtigt worden wäre. Dies umso weniger, als die Katarakt naturgemäss ein progressives Leiden ist, das ihr genügend Zeit lässt, sich auf die Behinderung einzustellen (vgl. AHI 2000 S. 296 Erw. 4b). Damit stellt die Kataraktoperation, welcher sich die Versicherte unterzogen hat, keine Eingliederungsmassnahme der Invalidenversicherung dar und die Verwaltung hat deren Übernahme zu Recht verweigert.