Citation: 5A_763/2018 E. 2.2.4

2.2.4. 2.2.4.1. Ferner befasste sich das Obergericht mit dem von den Klägerinnen am 2. November 2017 mit der Berufungsreplik eingereichten Protokoll der Einvernahme vom 23. Oktober 2017 von K.________ als Auskunftsperson im Strafverfahren SUV_W.2016.67. Der Beizug dieser Akten sei novenrechtlich unzulässig und die Klägerinnen kämen ihren Begründungs- und Substanziierungspflichten nicht nach. Selbst wenn diese erfüllt gewesen wären, wäre eine Zeugeneinvernahme im Zivilprozess unerlässlich gewesen; einen Beweisantrag auf Einvernahme von K.________ hätten die Klägerinnen indes nicht gestellt. Schliesslich würden die Vorbringen der Klägerinnen im Zusammenhang mit den Aussagen von K.________ selbst bei novenrechtlicher Zulässigkeit und wahrgenommener Begründungs- und Substanziierungspflicht keine Relevanz ausweisen. 2.2.4.2. Dagegen wenden die Klägerinnen ein, das Protokoll sei mit der Berufungsreplik wenige Tage nach der Erstellung desselben und damit fristgerecht eingebracht worden. Sodann hätten die Klägerinnen die Aussagen von K.________ über acht Seiten hinweg detailliert aufgeführt. Ausserdem hätten sie über die gesamte Replikschrift hinweg substanziiert dargetan, weshalb die Aussagen relevant seien. Entgegen den Behauptungen des Obergerichts hätten die Klägerinnen bereits im erstinstanzlichen Verfahren erfolglos K.________ als Zeugen betreffend den Gesundheitszustand und die Finanzen des Erblassers offeriert. Die Aussagen als Auskunftsperson deckten sich mit den Sachverhaltspunkten, bei denen K.________ als Zeuge im Zivilprozess bereits im erstinstanzlichen Verfahren offeriert worden sei. Auch in dieser Hinsicht habe das Obergericht das Recht der Klägerinnen auf Beweis verletzt. Wären nämlich die Akten aus dem Strafverfahren als Beweis zugelassen worden, hätten die kantonalen Gerichte feststellen müssen, dass beide Beklagten bezüglich des Zugriffs auf das Konto des Erblassers sowohl zu dessen Lebzeiten als auch nach dessen Tod im hängigen Prozess Unwahrheiten erzählt hätten. 2.2.4.3. Die Klägerinnen führen aus, sie hätten bereits vor Bezirksgericht erfolglos die Anhörung von K.________ als Zeugen beantragt. Dabei sei es ihnen um die Bestätigung ihrer Behauptungen zum Gesundheitszustand und zu den Finanzen des Erblassers gegangen. Mithin wollten sie Tatsachen beweisen, die sich bereits vor Klageanhebung zugetragen hatten. Das Bezirksgericht hat diesem Beweisantrag nicht stattgegeben und die Klägerinnen behaupten nicht, im Berufungsverfahren geltend gemacht zu haben, der Verzicht auf Anhörung des beantragten Zeugen durch das Bezirksgericht verletze ihr Recht auf Beweis. Das sinngemässe Argument, sie hätten bereits vor Bezirksgericht einen Antrag auf Zeugenbefragung gestellt, weshalb ein solcher Antrag im Berufungsverfahren nicht notwendig gewesen sei, zielt an der Sache vorbei.