Citation: 8C_505/2021 E. 5.1

5.1. Das kantonale Gericht hat für die Bestimmung des Valideneinkommens richtigerweise nicht die zuletzt ausgeübte Tätigkeit (vgl. E. 3.2 hievor) als Sexarbeiterin herangezogen. Dabei handelte es sich um einen Arbeitsversuch, welchen die Beschwerdegegnerin nach eigenen Angaben als unzumutbar erachtete und daher so oder anders nicht mehr ausführen würde. Dementsprechend hielt sie bei der Begutachtung durch die medizinische Begutachtungsstelle C.________ fest, es seien sehr lange Arbeitstage gewesen. Sie habe kaum schlafen können und immer bereit sein müssen für die Kunden. Abgesehen davon sei sie bei der Arbeit von einem Kunden schwer misshandelt und vergewaltigt worden (Gutachten der medizinischen Begutachtungsstelle C.________, S. 7 und 12). Soweit in der Beschwerde die Frage aufgeworfen wird, ob die Beschwerdegegnerin ohne das Unfallereignis noch längere Zeit als Prostituierte gearbeitet hätte, ist dies nach dem Gesagten offenkundig zu verneinen.