Citation: 4A_35/2021 E. 6.16

6.16. Soweit die Beschwerdeführerin zu Leistungen von XY84a________ angibt, diese seien Bestandteil der am 11. Juli 2003 entschiedenen Projekterweiterung, welche durch den Circa-Preis zuzüglich der anerkannten Kosten aus Zusatzaufträgen gedeckt sei, anerkennt sie damit, dass sie Teil einer Projekterweiterung waren. Für diese gilt der Circa-Betrag nicht. Die Beschwerdeführerin beanstandet, die Vorinstanz habe die Rüge, es sei nicht einmal eine Konkurrenzofferte eingeholt worden, mit dem lapidaren Hinweis abgefertigt, das lasse den Preis nicht überhöht erscheinen, ohne zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin die Angemessenheit des verrechneten Preises dargelegt habe. Der Einwand sticht nicht. Die Vorinstanz erkannte, die Klägerin habe höchste Qualität verlangt, für welche die Schliesssysteme der XY84________-Gruppe zweifellos bekannt seien. Dies erhellt, warum die Vorinstanz dem Fehlen einer Vergleichsofferte keine Bedeutung beimass und wird von der Beschwerdeführerin nicht als offensichtlich unhaltbar ausgewiesen. In Bezug auf Kosten der XY84b________ AG betreffend die Lieferung und den Einbau eines Safes macht die Beschwerdeführerin geltend, da der Safe unbestrittenermassen nicht geliefert worden sei, seien nur die Kosten für den Safe und nicht Transport- und Montagekosten im Umfang von Fr. 5'970.-- geschuldet. Nach den Feststellungen der Vorinstanz wurde indessen der Safe nicht abgerufen, weil die Klägerin keine Zahlung an die Beschwerdegegnerin leistete. Gemäss der Beschwerdegegnerin liege der Safe bei der XY84b________ AG bereit und könne von der Klägerin abgerufen werden. Für die Vorinstanz war wichtig, dass im Angebot der XY84b________ AG der Safe samt Transport und Montage enthalten war. Welche finanziellen Konsequenzen es zeitigt, wenn ein bestellter Safe nicht abgeholt wird, kann nicht allgemein entschieden werden, sondern richtet sich nach der getroffenen Vereinbarung. Zu dieser äussert sich die Beschwerdeführerin aber nicht im Einzelnen. Selbst wenn es sich bei der Aussage, es sei leicht vorstellbar, dass die XY84b________ AG auf dieser Sicherheitsstufe den Safe samt Transport und Montage nur im Package angeboten habe, um eine reine Spekulation der Vorinstanz handeln sollte, ändert das nichts daran, dass die Klägerin bei der geplanten Abwicklung der Geschäfte den Gesamtbetrag bezahlen und den Safe dafür erhalten sollte. Will sie nachträglich auf den Einbau verzichten, ist es an ihr darzulegen, dass dies aufgrund der getroffenen Vereinbarung möglich und mit geringeren Kosten verbunden wäre, als die von der Beschwerdegegnerin in Rechnung gestellten. Zudem hätte sie die Beschwerdegegnerin entsprechend instruieren müssen oder in der Beschwerde zumindest darlegen, weshalb keine entsprechende Instruktion notwendig war. Da sie nicht aufzeigt, dass sie von der XY84b________ AG den Einbau des Safes verlangt hätte, gehen ihre Ausführungen, die XY84b________ AG sei ihren vertraglichen Pflichten nicht nachgekommen, an der Sache vorbei.