Citation: 2C_1107/2018 E. 4.3.1

4.3.1. Mit der Vorinstanz und entgegen Auffassung der Beschwerdeführerin - die zwar einerseits ausführt, es handle sich bei der von ihr vorgenommenen Rückstellung nicht um eine Rückstellung für drohende Verluste aus einem schwebenden Geschäft, andererseits aber geltend macht, aufgrund der negativen Zinsentwicklung bestehe ein realistisches Szenario, dass die durch die Bank berechnete Verpflichtung u.U. vorzeitig zur Zahlung gelange - bestand hier kein Anlass für eine Rückstellung für drohende Verluste aus einem schwebenden Geschäft. Es erscheint zwar nicht als gänzlich ausgeschlossen, dass es zu einer Liquidation der Zinsswaps mit negativen Folgen für die Beschwerdeführerin hätte kommen können oder in Zukunft noch kommt. So sieht etwa die Vereinbarung vom 11. Mai 2015 vor, dass die Bank B.________ das Recht hat, den Vertrag ab 23. Januar 2025 jährlich zum Liquidationswert zu terminieren, sofern keine genügende Deckung vorhanden Ist, oder per sofort, wenn wichtige Gründe vorliegen. Nach den für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin indessen weder geltend gemacht noch nachgewiesen, dass die Bank B.________ sich ihr gegenüber 2015 auf das Vorliegen eines wichtigen Grundes im Sinn der Vereinbarung berufen hätte bzw. dass ein solches Verhalten per Stichtag 31. Dezember 2015 konkret gedroht hätte bzw. wahrscheinlich gewesen sei (wobei offenbleiben kann, wie hoch die Wahrscheinlichkeit hätte sein müssen; vgl. zur für eine Rückstellungsbildung erforderlichen Höhe der Wahrscheinlichkeit u.a. STENZ, a.a.O., Rz 24 ff. zu Art. 960e sowie BÖCKLI, a.a.O., S. 229 ff. Rz 1022 ff.). Gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz fehlen vielmehr jegliche Hinweise darauf, dass per Bilanzstichtag eine Kündigung des Zinsswaps durch die Bank B.________ gedroht hätte. Ebenso ist zwar vorstellbar, dass bei einem Verkauf der Liegenschaften, für welche die Beschwerdeführerin (bzw. die C.________ AG) Hypotheken aufgenommen hatte, deren Zinsverlauf mittels des Zinsswaps abgesichert wurde, ein potentieller Käufer nicht bereit sein könnte, Hypothek und Verpflichtung aus dem Zinsswap zu übernehmen (sofern die Gläubigerbank der Hypothek und die Bank B.________ einer Übernahme der Verträge überhaupt zustimmen würden). Die Beschwerdeführerin hat indessen den ihr obliegenden Nachweis (REICH/ZÜGER/BETSCHART, a.a.O., Rz 14 zu Art. 29) für einen solchen Sachverhalt, welcher gegebenenfalls Anlass für die Bildung einer Rückstellung wegen eines drohenden Verlusts aus einem schwebenden Geschäft hätte bilden können, weder im Veranlagungs- noch in den kantonalen Rechtsmittelverfahren erbracht, so dass auch insoweit die steuerliche Anerkennung einer Drohverlustrückstellung ausscheidet.