Citation: 1C_179/2021 E. A

A.________ ist Eigentümerin der mit einem Wohnhaus überbauten, in der Wohnzone W2 gelegenen Liegenschaft KTN 615 in V.________. Am 16. bzw. 29. Dezember 2016 reichte sie ein Baugesuch für eine Balkonerweiterung im Erd- und Obergeschoss des Wohnhauses an der Nord- und Westfassade ein. Mit Beschluss vom 15. Mai 2017 verweigerte der Gemeinderat U.________ die Baubewilligung. Sowohl der Regierungsrat des Kantons Schwyz mit Entscheid vom 12. Dezember 2017 als auch das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit Entscheid vom 30. Mai 2018 bestätigten den Bauabschlag für dieses Projekt. Am 10. Juli 2018 reichte A.________ ein neues Baugesuch für eine Balkonerweiterung an der Nordfassade des Wohnhauses ein, das sie am 24. Juli 2018 ergänzte. Der Gemeinderat erteilte am 15. Oktober 2018 die Baubewilligung. Dagegen erhob u.a. B.________ Beschwerde, welche der Regierungsrat mit Entscheid vom 12. März 2019 insoweit guthiess, als er die Baubewilligung mit einer einschränkenden Auflage versah. Im Übrigen wies er die Beschwerde ab. Die dagegen von B.________ erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht am 25. Juli 2019 gut und hob den Regierungsratsbeschluss sowie den mitangefochtenen Gemeinderatsbeschluss im Sinne der Erwägungen auf. Am 8. Oktober 2019 reichte A.________ ein neues Baugesuch für eine Balkonvergrösserung an der Nordfassade ein, das sie am 26. November 2019 nochmals änderte. Gegen die Publikation und öffentliche Auflage des Baugesuchs im Amtsblatt erhob B.________ am 31. Oktober 2019 Einsprache. Das Amt für Raumentwicklung des Kantons Schwyz erklärte am 18. März 2020, es bestehe keine kantonale Zuständigkeit für das Bauvorhaben, weshalb auf die Einsprache aus kantonaler Sicht nicht eingetreten werde. Die bemängelten Punkte seien Sache der Gemeindebaubehörde. Der Gemeinderat beschloss am 6. April 2020, dass das Bauvorhaben mit Auflagen bewilligt werde. Die Bauausführung habe sich an die genehmigten Projektpläne vom 8. Oktober 2019 bzw. vom 26. November 2019 zu halten. Jede Änderung bedürfe einer Genehmigung der Baubewilligungsbehörde. Die Einsprache von B.________ werde im Sinne der Erwägungen abgewiesen. Die dagegen von B.________ erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat am 15. September 2020 ab, soweit er darauf eintrat. Dagegen erhob B.________ am 13. Oktober 2020 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Dieses hiess die Beschwerde am 22. Februar 2021 gut und hob den Regierungsratsbeschluss vom 15. September 2020 sowie den mitangefochtenen Gemeinderatsbeschluss vom 6. April 2020 auf. Zur Begründung führte das Verwaltungsgericht aus, die geplante Balkonerweiterung an der Nordfassade halte den kleinen Grenzabstand nicht ein, weshalb die Baubewilligung zu verweigern sei.