Citation: 8C_619/2024 E. 5

Die Vorinstanz hielt fest, gemäss dem ersten Gutachten eines kosovarischen Sachverständigen vom 10. August 2023 hätten die Wohnung mit einer Fläche von 65.1 m2 und die zwei landwirtschaftlichen Grundstücke mit einer Fläche von 1539 m2 bzw. von 1069 m2 einen Marktwert von insgesamt EUR 130'320.- (Wohnung: EUR 52'080.-; landwirtschaftliche Grundstücke: EUR 46'170.- bzw. EUR 32'070.-) ausgewiesen. Das zweite Gutachten eines anderen kosovarischen Sachverständigen vom 13. Januar 2024 beziffere den Marktwert mit insgesamt EUR 93'828.- (Wohnung: von EUR 39'319.-; landwirtschaftliche Grundstücke: EUR 32'319.- bzw. EUR 22'449. -). Im Rahmen einer schlüssigen Begründung, auf die grundsätzlich verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG), legte die Vorinstanz sodann dar, dass entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers zumindest auf das neuere Gutachten abgestellt werden könne. Zwar sei auch dieses nur rudimentär begründet, es enthalte jedoch eine detailliertere Beurteilung und mache auch konkrete Angaben zu den massgebenden Kriterien bzw. zur angewandten Methode. Weiter überzeuge das Gutachten auch insoweit, als es die geographischen, sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Standorts Pristina darlege. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers habe der Gutachter sodann auch die fehlende Baubewilligung der Wohnung bzw. des Gebäudes in seine Bewertung einbezogen; im Rahmen seiner diesbezüglichen Ergänzung vom 13. Januar 2024 habe er auch keinen Anlass gesehen, von seiner ursprünglichen Bewertung abzuweichen. Die angeblich drohende behördliche Rückbauverfügung sei nicht belegt. Im Übrigen bestehe offenbar trotz der baurechtlichen Situation eine Nachfrage nach Wohnungen der fraglichen Art, wie der Beschwerdeführer durch den nach seinen Angaben vor zehn Jahren erfolgten Kauf gezeigt habe. Handänderungen seien daher durchaus möglich. Der Schätzwert der Wohnung von EUR 39'060.- könne demzufolge übernommen werden. Zum gleichen Schluss gelangte das kantonale Gericht bezüglich der beiden landwirtschaftlichen Grundstücke. Auch mit Blick auf die Preise, die laut Beschwerdeführer im Kanton Appenzell Ausserrhoden für Landwirtschaftsland bezahlt würden, bestehe kein Anlass, an der gutachterlichen Schätzung zu zweifeln, zumal das erste Gutachten von einem noch höheren Quadratmeterpreis ausgegangen sei. Die unentgeltliche Überlassung an Dritte belege keine Wertlosigkeit, sondern eine offenbar bestehende Nutzungsnachfrage, die ein Indiz für eine Veräusserbarkeit der Grundstücke sei. Von der beschwerdeweise beantragten Einholung eines Gerichtsgutachtens sei abzusehen, zumal ein solches wegen der im Vergleich zu Zivil- und Strafrechtssachen generell weniger gut ausgebauten internationalen Rechtshilfe in Verwaltungssachen und mangels entsprechender Staatsverträge zwischen der Schweiz und dem Kosovo auch nicht mit vernünftigem Aufwand zu erhalten wäre. Die Ausgleichskasse habe die Neubeurteilung des EL-Anspruchs und allfälliger Rückforderungen demnach auf der Grundlage des Verkehrswerts der Grundstücke von insgesamt EUR 93'828.- vorzunehmen.