Citation: 2C_792/2022 E. 5.6

5.6. Aus der Bestimmung, wonach die Zulassungsbedingungen zu den Berufsprüfungen der Genehmigung durch das SBFI unterliegen (Art. 28 Abs. 2 BBG), folgt, dass vom SBFI genehmigte Zulassungsbedingungen nur mit Genehmigung des SBFI abgeändert werden können. Im Unterschied zur Prüfungsordnung wird die Wegleitung zur Prüfungsordnung nicht vom SBFI genehmigt. Soweit die Wegleitung der Prüfungsordnung widerspricht, muss sie daher unbeachtlich bleiben. Aus der Art der in den lit. a bis e von Ziffer 3.31 der Prüfungsordnung geregelten Voraussetzungen für die Zulassung zur Berufsprüfung ergibt sich ohne Weiteres, dass diese Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein müssen. Zu den Prüfungen zugelassen werden kann demnach nur, wer zusätzlich zu den anderen Voraussetzungen eine Erfahrung in der Leitung von Gruppen von mindestens 200 Stunden in den letzten 3 Jahren nachweist (Ziffer 3.31 lit. e der Prüfungsordnung). Weder Ausbildungsstunden noch Wanderungen mit Einzelgästen lassen sich als "Erfahrung in der Leitung von Gruppen" qualifizieren. Soweit die Wegleitung vorsieht, dass maximal 30 Stunden für Touren mit Einzelgästen und 20 Stunden, die im Rahmen einer von der Comex anerkannten Ausbildung geleistet worden sind, angerechnet werden, widerspricht sie daher der Prüfungsordnung. Die Vorinstanz hat folglich kein Bundesrecht verletzt, indem sie auf die genehmigte Prüfungsordnung abgestellt und einzig Erfahrungen in der Leitung von Gruppen berücksichtigt hat.