Citation: 6B_423/2015 E. A

A.________ wurde im Zusammenhang mit einem Tötungsdelikt in Langenthal am 12. März 2012 festgenommen. Ihm wurde am 13. März 2012 Rechtsanwältin Y.________ und nach deren Entlassung am 16. September 2013 Rechtsanwältin X.________ als amtliche Verteidigerinnen beigegeben. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Emmental-Oberaargau, stellte am 29. Dezember 2014 das Verfahren gegen A.________ teilweise (betreffend vorsätzliche Tötung, eventuell Mord und Vergewaltigung) ein. Rechtsanwältin X.________ reichte für sich und für Rechtsanwältin Y.________ eine Honorarnote ein. Die amtlichen Verteidigerinnen stellten unter anderem einen Aufwand von 106.55 Stunden (Rechtsanwältin Y.________) respektive 12.4 Stunden (Rechtsanwältin X.________) zum Stundenansatz von Fr. 250.-- und Fr. 200.-- (jeweils zuzüglich MWSt.) in Rechnung. Die Staatsanwaltschaft sprach den amtlichen Verteidigerinnen eine Entschädigung von insgesamt Fr. 23'333.35 zu. Ihr Honorar bemass sie gestützt auf einen Stundenansatz von Fr. 200.-- (nebst MWSt.). Das Obergericht des Kantons Bern wies die von den Rechtsanwältinnen Y.________ und X.________ gegen die Festsetzung der Entschädigung für die amtliche Verteidigung erhobene Beschwerde am 20. März 2015 ab.