Citation: 1C_248/2013 E. 3.3

3.3. Damit ergibt sich zusammenfassend, dass der Beschwerdeführer dem BFM zunächst wesentliche Tatsachen zur Beendigung seiner Beziehung zu seiner damaligen Ehefrau - das laufende Scheidungsverfahren - vorenthalten hat und es ihm danach nicht gelungen ist, plausibel darzutun, dass die Ehe aus Gründen, die nach der Einbürgerung entstanden, innert weniger Monate scheiterte. Insbesondere seine Version, er habe mit seiner Frau wegen einer nach der Einbürgerung aufgetretenen Erkrankung keinen Geschlechtsverkehr mehr haben können, was ihn zu einem Seitensprung verleitet habe, der wiederum zur Zerrüttung seiner Ehe geführt habe, erscheint - insbesondere auch was die zeitliche Verortung dieser Probleme auf die Zeit nach der Einbürgerung betrifft - unglaubhaft. Es ist ihm daher nicht gelungen, die nahe liegende tatsächliche Vermutung, die Ehe habe sich entgegen der gemeinsamen Erklärung vom 17. März 2004 bereits damals in einer Krise befunden, zu entkräften. Das Bundesverwaltungsgericht hat kein Bundesrecht verletzt, indem es die Nichtigerklärung seiner Einbürgerung schützte, die Rüge ist unbegründet.