Citation: 2C_1009/2019 E. 2.2.2

2.2.2. Die Vorinstanz geht eingehend der Frage nach, ob das Bundesgericht in den beiden Leitentscheiden auch die Hypothese 2 habe beurteilen wollen. Sie leitet die angebliche Ungewissheit wohl aus BGE 143 II 382 E. 5.3.2 S. 394 her, der folgendermassen lautet: "Die zweite vom Bundesgericht diskutierte Fallgestaltung betrifft eine neue Hypothek, die bei einem anderen Kreditgläubiger eingegangen wird". Für das Verständnis dieser Wendung ist zu berücksichtigen, dass dem Bundesgericht zwei Fälle vorlagen, die zwar beide die Hypothese 3 zum Inhalt hatten, im einen Fall aber unter dem Aspekt der Anlagekosten und im andern unter dem Gesichtspunkt des Schuldzinsenabzugs zu prüfen waren. Wie den beiden untereinander harmonisierten, teils sprachlich übersetzten und vom selben Spruchkörper gleichentags gefällten Entscheiden, die beide zur amtlichen Publikation führten, entnommen werden kann, ging es dem Bundesgericht darum, die gestellte Frage unter den wichtigsten denkbaren Hypothesen zu prüfen, um ein in sich stimmiges Bild zu schaffen. Entsprechend äusserte das Bundesgericht sich auch zu den Hypothesen 1 und 2, wenngleich diese nicht streitbetroffen waren. Da aber ein Gesamtbild angestrebt wurde, greift es zu kurz, wenn den Erwägungen zu den Hypothesen 1 und 2 der Charakter von blossen obiter dicta beigemessen wird.