Citation: 1B_624/2021 E. 4.3

4.3. Der von der Vorinstanz geäusserte dringende Tatverdacht bezieht sich auf versuchte Gefährdung des Lebens (Art. 129 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) bzw. versuchte vorsätzliche Tötung (Art. 111 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) resp. versuchten Mord (Art. 112 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), mithin auf (mindestens ein) Verbrechen im Sinne von Art. 10 Abs. 2 StGB. Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht und die genannten Erwägungen der Vorinstanz nicht ausdrücklich. Er macht indessen geltend, es wäre nicht zu Problemen zwischen seiner Ex-Ehefrau und ihm gekommen, wenn ein Beistand des Sozialdienstes U.________ seine Ex-Ehefrau darauf hingewiesen hätte, dass ein vereinbarter Plan zur Wahrnehmung des Besuchsrechts betreffend den gemeinsamen Sohn zu befolgen sei. Dieses Vorbringen lässt aber die vorinstanzliche, überzeugend begründete Annahme des dringenden Tatverdachts nicht als bundesrechtswidrig erscheinen. Dies gilt selbst dann, wenn der Beistand - wie in der Beschwerde behauptet wird - trotz mehreren Schreiben und Telefonanrufen des Beschwerdeführers untätig geblieben sein sollte. Ein dringender Tatverdacht im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StPO ist somit gegeben.