Citation: 2C_608/2021 E. B

Mit Zuschlagsverfügung vom 4. Februar 2021 erteilte die Vergabebehörde den Auftrag der ARGE B.________ zum Preis von Fr. 1'572'377.55. Dagegen erhob die zweitplatzierte A.________ AG am 18. Februar 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Sie beanstandete unter anderem, ein Mitglied der ARGE B.________ habe in der Vergangenheit gegen die Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrags verstossen. Die Anbieterin hätte deshalb vom Vergabeverfahren ausgeschlossen werden müssen. B.a. Mit Eingabe vom 22. März 2021 nahm die ARGE B.________ im verwaltungsgerichtlichen Verfahren Stellung und führte aus, gegen ein Mitglied der Arbeitsgemeinschaft sei in der Vergangenheit ein Verstoss festgestellt worden, die Sache sei jedoch geregelt und es habe inzwischen einen Eigentümerwechsel und eine Änderung der Firma stattgefunden. Mit Eingabe vom 15. April 2021 hielt die A.________ AG an ihrer Auffassung fest, wonach gegen mindestens ein Mitglied der ARGE B.________ ein Lohnbuchkontrollverfahren im Zusammenhang mit Verfehlungen der letzten 60 Monate hängig sei, was einen Ausschlussgrund darstelle. Das Verwaltungsgericht habe die betreffenden Abklärungen vorzunehmen und hierfür die entsprechenden Akten bei der Paritätischen Landeskommission der Schweizerischen Elektrobranche beizuziehen sowie einen Zwischenbericht einzufordern. B.b. Mit Urteil vom 24. Juni 2021 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab. Mit Blick auf die Einhaltung der Bestimmungen zum Arbeitsschutz und zu den Arbeitsbedingungen erwog es im Wesentlichen, zwar reiche die A.________ AG zwei Arbeitsverträge und Lohnabrechnungen als Beweise ein, um aufzuzeigen, dass bei zwei Mitarbeitenden des Unternehmens D.________ AG in der Vergangenheit die Vorgaben des Gesamtarbeitsvertrags nicht eingehalten worden seien. Indessen habe das Verwaltungsgericht kürzlich im Verfahren U 20 75 mit Urteil vom 22. Dezember 2020 festgehalten, dass die Tatsache eines hängigen Verfahrens vor der Paritätischen Landeskommission der Schweizerischen Elektrobranche nicht automatisch zum Ausschluss der betroffenen Anbieterin vom Vergabeverfahren führe.