Citation: 4P.266/2004 01.02.2005 E. 2

Die Beschwerdeführerin bringt in ihrer Beschwerde nochmals die Indizien vor, welche dafür sprechen sollen, dass der Miteigentumsanteil nicht Vertragsgegenstand war. Sie rügt in diesem Zusammenhang unter anderem eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör. Das Obergericht führt aus, die Beschwerdeführerin zähle als Beweis für einen übereinstimmenden Willen insgesamt dreizehn Umstände auf. Es hält diese Vorbringen indessen, selbst wenn sie erwiesen wären, nicht für geeignet, den Nachweis eines übereinstimmenden Willens zu erbringen. 2.1 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts umfasst der in Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistete Anspruch auf rechtliches Gehör für die entscheidende Behörde die Pflicht, die ihr rechtzeitig und formgültig angebotenen Beweismittel abzunehmen, es sei denn, diese beträfen eine nicht erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, die streitige Tatsache zu beweisen (BGE 122 II 464 E. 4a S. 469; 119 Ia 136 E. 2d S. 139, je mit Hinweisen). Die Behörde kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichten, wenn sie ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen durfte, eine weitere Beweiserhebung würde ihre Überzeugung nicht beeinflussen (BGE 130 II 425 E. 2.1 S. 429; 129 I 151 E. 4.2 S. 157; 124 I 208 E. 4a S. 211, je mit Hinweisen). Der Gehörsanspruch ist jedoch verletzt, wenn einem Beweismittel von vornherein jede Erheblichkeit abgesprochen wird, ohne dass hierfür sachliche Gründe angegeben werden können (BGE 114 II 289 E. 2a S. 291). Ob die kantonalen Instanzen diese Grundsätze verletzt haben, prüft das Bundesgericht nur unter dem Gesichtswinkel der Willkür, da insoweit nicht der Umfang des verfassungsrechtlichen Anspruchs auf rechtliches Gehör, sondern lediglich eine Frage der Beweiswürdigung zu beurteilen ist (BGE 124 I 208 E. 4a S. 211; 117 Ia 262 E. 4c S. 269, je mit Hinweisen). 2.2 Das Obergericht hat die dreizehn Behauptungen der Beschwerdeführerin nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern als wahr unterstellt und den Beweis eines übereinstimmenden Willens trotzdem für gescheitert erachtet. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs kann darin nicht gesehen werden. Waren die Behauptungen nicht geeignet, den von der Beschwerdeführerin gewünschten Beweis zu erbringen, konnte das Obergericht ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs im Rahmen der antizipierten Beweiswürdigung auf die Beweisabnahme verzichten.