Citation: 6B_290/2015 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt sinngemäss eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung und eine bundesrechtswidrige Anwendung von Art. 90 Abs. 2 SVG. Die Vorinstanz lege den Videobeweis willkürlich aus und schliesse ohne nähere Begründung auf mangelhafte Sichtverhältnisse, dichten Verkehr und eine daraus resultierende erhöhte abstrakte Gefährdung der Lastwageninsassen. Sein Beweisantrag, das Bremsverhalten des Lastwagens und des von ihm gefahrenen Personenwagens zu vergleichen, sei willkürlich verweigert worden. Nicht berücksichtigt habe die Vorinstanz, dass die linke Fahrspur frei und der Streckenabschnitt übersichtlich gewesen sei. In rechtlicher Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz habe die von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien zur Abgrenzung einer einfachen von einer schweren Verkehrsregelverletzung nicht auf den konkreten Fall angewandt. Es habe keine erhöht abstrakte Gefährdung bestanden. Er sei jederzeit in der Lage gewesen abzubremsen, ohne eine Kollision zu verursachen. Sein Wagen habe einen wesentlich kürzeren Bremsweg, weshalb die Vorinstanz angesichts der geringfügigen Unterschreitung des einzuhaltenden Mindestabstands von 12 statt 13 Metern zu Unrecht eine einfache Verkehrsregelverletzung verneint habe. Zudem hätte er im Falle einer Kollision lediglich sich selbst und nicht die Insassen des Lastwagens gefährdet. Auch fehle es am subjektiven Tatbestand. Ihm könne wegen des zu dichten Auffahrens während 11 und 17 Sekunden über Strecken von 250 und 400 Metern kein bedenkenloses und besonders rücksichtsloses Verhalten im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG vorgeworfen werden.