Citation: 1C_301/2022 E. 2

Die Beschwerdeführenden fordern das Bundesgericht auf, sich zur Frage zu äussern, ob ein erneutes Baubewilligungsverfahren erforderlich sei, wenn die Beschwerdegegnerin den Korrekturfaktor zur Anwendung bringen möchte. Die vorliegend strittige Baubewilligung wurde am 7. Juli 2020 erteilt und berücksichtigt die Strahlung der adaptiven Antennen ohne Anwendung eines Korrekturfaktors nach dem sogenannten "worst case"-Szenario. Dies bedeutet, dass deren Strahlung wie bei konventionellen Antennen nach dem maximalen Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung und basierend auf (umhüllenden) Antennendiagrammen zu beurteilen ist, die für jede Senderichtung den maximal möglichen Antennengewinn berücksichtigen (vgl. Urteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 6.3.2 mit Hinweisen). Der Nachtrag zur Vollzugsempfehlung des BAFU betreffend "Adaptive Antennen" erfolgte am 23. Februar 2021 und damit nach Bewilligungserteilung; er fand auf die hier interessierende Mobilfunkantenne keine Anwendung. Streitgegenstand ist somit die dem vorliegenden Verfahren zugrunde liegende Baubewilligung, bei welcher der Korrekturfaktor nicht angewendet wird. Das Bundesgericht hat im Urteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 die vorinstanzlich vertretene Rechtsauffassung, wonach eine "Aktivierung" des Korrekturfaktors in einem zusätzlichen Baubewilligungsverfahren mit Einsprachemöglichkeiten zu prüfen sei, nicht beanstandet (Urteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 6.3.2 in fine; bestätigt in den Urteilen 1C_527/2021 vom 13. Juli 2023 E. 3.7; 1C_45/2022 vom 9. Oktober 2023 E. 4.5). Folglich wird gegebenenfalls in einem späteren Baubewilligungsverfahren zu klären sein, ob für die streitbetroffene Anlage die Anwendung eines Korrekturfaktors gemäss Ziff. 63 Abs. 2 und 3 Anhang 1 NISV zugelassen werden darf. Diese Frage liegt jedoch ausserhalb des Streitgegenstands des vorliegenden Verfahrens. Auch auf die von den Beschwerdeführenden erstmals mit ihrer Replik vorgebrachte Kritik am Korrekturfaktor und die damit zusammenhängenden Rügen ist demnach - soweit diese nicht ohnehin unbeachtlich ist (vgl. E. 1.2 hiervor) - nicht einzugehen.