Citation: 1C_451/2022 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführenden machen geltend, dass in Sumvitg eine Planungszone in Kraft ist, welche die im Rahmen der Ortsplanungsrevision zu vollziehende Redimensionierung der Bauzonen sicherstellen soll. Hierbei sei der Auszonungsbedarf äusserst gross. Auch liege die Parzelle Nr. 4915 klar am äussersten Rand eines peripher liegenden Weilers und werde damit offensichtlich von der Planungszone erfasst. Der Planungsstand sei nicht derart fortgeschritten, dass sich dieser Sachverhalt geändert hätte. Indem die kommunale Baubehörde das Baugesuch nicht der Planungszone unterstellt und nicht sistiert habe, greife sie der Planung vor. Dies verstosse gegen Art. 27 RPG i.V.m. Art. 21 KRG/GR. Zudem datiere die Nutzungsplanung vom 26. Oktober 1999 (Genehmigung) und sei somit 23 Jahre alt. Entsprechend seien die Interessen, die der Verkleinerung der überdimensionierten Bauzonen im Rahmen der Revision der Ortsplanung entgegenstünden, gering. Indem die Gemeinde die Baubewilligung erteilt habe, bevor die bereits in die Wege geleitete Überprüfung der Bauzone auf dem gesamten Gemeindegebiet abgeschlossen war, habe sie gegen Art. 21 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 15 Abs. 1 und 2 RPG verstossen, wie das Bundesgericht kürzlich in ähnlich gelagerten Fällen entschieden habe.