Citation: 1C_244/2020 E. 5.2.5

5.2.5. Die Zahl von etwa 95 täglichen Fahrten aus dem Betrieb der geplanten Post-Zustellstelle wird in der privaten Verkehrsstudie im Einzelnen begründet. Diesen Annahmen haben sich das TBA und die Vorinstanz angeschlossen. Im Hinblick auf die ehemalige Schreinerei hat das TBA die Fahrtenzahl demgegenüber hauptsächlich ausgehend von der vorhandenen Parkplatzzahl abgeschätzt. Insoweit sind das TBA und die Vorinstanz von der Prognose der privaten Verkehrsstudie abgewichen. Es ist sachlich vertretbar, wenn die Fahrtenzahl bei der geplanten Post-Zustellstelle nach anderen Kriterien als bei der ehemaligen Schreinerei hergeleitet worden ist. Die besondere Berechnungsweise für die geplante Post-Zustellstelle ist angesichts der erheblichen Zahl von Dienstfahrzeugen für die Zustelltouren nachvollziehbar. Die Beschwerdeführerinnen tun nicht substanziiert dar, dass die von der Vorinstanz übernommenen Detailannahmen in der privaten Verkehrsstudie betreffend die Fahrtenzahl bei der geplanten Post-Zustellstelle unhaltbar sein sollen (vgl. oben 1.4). Es hilft ihnen folglich nicht weiter, wenn sie mit einer eigenen Berechnung in Analogie zu jener des TBA für die ehemalige Schreinerei eine Zahl von 112 Fahrten bei der Post-Zustellstelle behaupten. Die Vorinstanz musste auch nicht dem Antrag der Beschwerdeführerinnen nachkommen, wonach die Fahrtenzahl des geplanten Betriebs von Amtes wegen zu erheben sei (vgl. zur Zulässigkeit der antizipierten Beweiswürdigung oben E. 4.7).