Citation: 1C_185/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwog, sowohl die Stadt- und Dorfbild-Schutzzone wie auch die Stadt- und Dorfbild-Schonzone hätten grundsätzlich sogenannte historische Ensembles zum Gegenstand, also Gebäudegruppen, Strassenzüge oder Aussenanlagen, die gesamthaft als schützenswert eingestuft würden. Eine Schutzzone eigne sich damit grundsätzlich für den Schutz eines parzellenübergreifenden, mehr oder weniger umfangreichen Gebietsausschnitts, zu dem neben dem eigentlichen Schutzobjekt auch dessen Umfeld gehören könne. Bei der Stadt- und Dorfbild-Schonzone nach basel-städtischem Recht handle es sich nicht um eine überlagernde Schutzzone, bei der die darunterliegende Grundzone durch entsprechenden Zonenbeschluss definiert werden müsste. Gemäss § 38 des Bau- und Planungsgesetzes des Kantons Basel-Stadt vom 17. November 1999 (BPG/BS; SG 730.100) und § 13 Abs. 2 des Gesetzes des Kantons Basel-Stadt vom 20. März 1980 über den Denkmalschutz (DschG/BS; SG 497.100) sei die Schonzone sowohl eine Schutzzone im Sinne von Art. 17 Abs. 1 RPG (SR 700) wie auch eine Bauzone im Sinne von Art. 15 RPG. Die Besonderheit der Schonzone liege darin, dass das Mass der baulichen Nutzung und die Proportionen der Gebäude nicht durch Vorschriften oder Pläne festgelegt, sondern durch die bestehende Bebauung bestimmt würden.