Citation: 1P.36/2002 29.04.2002 E. A

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft erhob am 15. Juni 2000 gegen A.________, X.________, B.________, C.________ und zwei weitere Personen Anklage wegen Vermögens- und Urkundendelikten. X.________ wurde Gehilfenschaft zum Betrug vorgeworfen. Es ging dabei um den in Ziff. 14 der Anklageschrift angeführten Fall des Betrugs zum Nachteil der Firma Z.________ AG. Diesem Anklagepunkt lag folgender Sachverhalt zugrunde: A.________, B.________ und C.________, welcher zu diesem Zeitpunkt bei der Bank Y.________ in Basel als Devisenhändler arbeitete, hätten im Frühling 1998 beschlossen, vom Konto der Firma Z.________ AG bei der Bank Y.________ eine Summe von drei Millionen US-Dollar auf ein Konto bei einer Bank in Österreich zu überweisen und anschliessend für sich abzuheben. Im Sommer 1998 habe A.________ seinen Kollegen X.________ gefragt, ob er als Kunde bei der Bank Y.________ anrufen könne, um eine derartige Transaktion zu veranlassen. Nachdem sich X.________ dazu bereit erklärt habe, sei der Text, den er am Telefon sagen sollte, gemeinsam geübt worden. Im Weiteren sei vereinbart worden, dass C.________ zuerst X.________ anrufe, um anzuzeigen, dass bei der Bank alles in Ordnung sei; daraufhin solle dieser den Anruf unter einer von C.________ bei der Bank Y.________ beschafften Kontrahentennummer, d.h. einer fest der Firma Z.________ AG zugeteilten Telefonnummer, vornehmen. X.________ habe diesen Anruf vereinbarungsgemäss getätigt und sich dabei als Herrn D.________ von der Firma Z.________ AG ausgegeben. Bei der Entgegennahme des Anrufs durch C.________ sei dessen Vorgesetzter E.________ zugegen gewesen. Dieser habe bemerkt, dass die Kennung der Kundin Z.________ AG auf dem Telefonapparat erschienen sei, und sei irrtümlicherweise davon ausgegangen, es handle sich um das bereits von Herrn D.________ angekündigte Geschäft, welches nun abgewickelt werden sollte. Der Betrag von drei Millionen US-Dollar sei gleichentags auf ein von B.________ organisiertes Konto bei einer Bank in Wien gutgeschrieben und dem Konto der Firma Z.________ AG belastet worden. Als sich herausgestellt habe, dass zum Zweck des Bezugs des Geldes ein Swift-Code benötigt werde, habe X.________ nochmals bei der Bank Y.________ unter dem Namen des Kundenvertreters und der Kontrahentennummer der Firma Z.________ AG angerufen, um diesen Code in Erfahrung zu bringen. Zur Auszahlung des Geldes sei es nicht gekommen, da die Bank in Wien Verdacht geschöpft habe, dass mit dieser Transaktion etwas nicht in Ordnung sei. Das Strafgericht des Kantons Basel-Landschaft gelangte in seinem Urteil vom 22. November 2000 zum Schluss, im Anklagepunkt 14 seien "alle Beteiligten mangels Arglist und damit mangels Erfüllung des objektiven Tatbestandes vom Vorwurf des Betrugs bzw. der Gehilfenschaft zum Betrug" freizusprechen. X.________, gegen den nur in diesem Punkt Anklage erhoben worden war, wurde vom Strafgericht vollumfänglich freigesprochen. Es auferlegte ihm jedoch einen Anteil von 5 % der Kosten (Fr. 1'800.--) und verweigerte ihm eine Parteientschädigung. X.________ appellierte gegen den Kostenentscheid des Strafgerichts. Das Obergericht des Kantons Basel-Landschaft wies die Appellation mit Urteil vom 23. Oktober 2001 ab.