Citation: 6B_238/2013 E. 6.7.1

6.7.1. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, sie habe sich bei der Abklärung der Beziehungen der einzelnen Geschäftspartner der Beschuldigten zu kriminellen Organisationen einzig mit der Frage befasst, ob diese Personen in Italien (rechtskräftig) gemäss Art. 416bis CPI verurteilt wurden. Auf eine weitergehende Prüfung werde jeweils lapidar mit der tatsächlichen Feststellung verzichtet, die jeweiligen Kunden seien reine Zigarettenschmuggler gewesen beziehungsweise einzig gemäss Art. 416 CPI verurteilt worden. Weitergehende Feststellungen insbesondere zu den Fragen, ob und gegebenenfalls vor welchem Hintergrund und in welcher Höhe die Kunden der Beschuldigten die kriminellen Organisationen an ihren Gewinnen beteiligten, liessen sich dem angefochtenen Entscheid trotz zahlreicher Vorbringen in der Anklageschrift etc. nicht entnehmen. In Bezug auf die Unterstützung der Camorra durch die Beschuldigten sei beweismässig von Bedeutung, ob die neapolitanischen Grossisten sich die Möglichkeit des Zigarettenschmuggels durch einen Anschluss an einen camorristischen Clan und die Ausrichtung einer Gewinnbeteiligung an die führenden Camorra-Familien erkauft und sich insofern funktional in eine kriminelle Organisation im Sinne von Art. 260ter StGB eingegliedert haben. Damit und mit den diesbezüglichen Aussagen setze sich die Vorinstanz nicht auseinander (Beschwerde S. 31 ff. Ziff. 2.2.4).