Citation: 8C_633/2018 E. 4.3

4.3. Das Sozialhilfegesetz des Kantons Luzern (SHG, SRL Nr. 892), in Kraft seit 1. Januar 2016, regelt die Sozialhilfe des Kantons und der Einwohnergemeinde sowie deren Verhältnis zu den anderen Trägern der Sozialhilfe (§ 1 SHG). In den §§ 53 ff. SHG wird speziell die Sozialhilfe für Personen aus dem Asylbereich geregelt, insbesondere wird der Kostenträger (Kanton oder Einwohnergemeinde) definiert. Der Kanton trägt die Kosten der Sozialhilfe für Asylsuchende, vorläufig aufgenommene Personen und Schutzbedürftige, soweit sie nicht vom Bund erstattet werden (§ 53 Abs. 5 SHG). Halten sich vorläufig aufgenommene Personen mehr als zehn Jahre in der Schweiz auf, ist für die persönliche und wirtschaftliche Sozialhilfe die Einwohnergemeinde zuständig (§ 53 Abs. 6 SHG). In den §§ 56 ff. befinden sich sodann Bestimmungen zum administrativ-rechtlichen Verfahren für Personen, die um persönliche und wirtschaftliche Sozialhilfe ersuchen. § 59 SHG regelt die jeweiligen Zuständigkeiten für das Einspracheverfahren (der Gemeinderat beziehungsweise die zuständige Dienststelle). In den Fällen, in denen der Gemeinderat Vorinstanz war, ist er befugt gegen Rechtsmittelentscheide des GSD Verwaltungsgerichtsbeschwerde einzureichen (§ 59 Abs. 2 SHG). Hier geht es allerdings nicht um ein Verfahren zwischen einer oder mehreren bestimmten Personen und dem zuständigen Gemeinwesen. Wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid sinngemäss und in der Vernehmlassung richtig ausführte, kommt deshalb auch nicht das verwaltungsrechtliche Einsprache- und Beschwerdeverfahren nach § 59 SHG zum Tragen.