Citation: 5A_142/2015 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer bringt vor, es sei willkürlich, ihn zu einer Reduktion der Mietkosten von Fr. 1'840.-- auf Fr. 1'300.-- zu verpflichten und seiner Ehefrau Fr. 2'500.-- zuzugestehen, seien doch nunmehr beide Personen alleinstehend und seien die Unterschiede zwischen U.________ und Zürich nicht so gross. Der Beschwerdeführer scheint nicht in Frage zu stellen, dass das Obergericht den bisherigen Mietzins in U.________ nach Auszug der Beschwerdegegnerin für den zurückbleibenden Beschwerdeführer als zu hoch angesehen hat; die Frage, ob die Zumutung einer Reduktion vor dem Willkürverbot standhält, stellt sich also nicht. Geltend gemacht wird hingegen, dass der Beschwerdegegnerin ausgehend vom Gleichbehandlungsgebot ein übersetzter Mietzins zugestanden wurde. Dass das Mietzinsniveau in Zürich höher ist, anerkennt auch der Beschwerdeführer. Ob es fast im Verhältnis eins zu zwei höher ist als in Schaffhausen, darf bezweifelt werden. Dem Sachgericht steht aber im Unterhaltsfragen ein grosses Ermessen zu. Willkür liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst, wenn sie mit der tatsächlichen Situation in krassem und offensichtlichem Widerspruch steht oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwider läuft (BGE 136 I 316 E. 2.2.2 S. 318 f.; 137 I 1 E. 2.4 S. 5). Dies trifft nicht zu. Es ist nicht geradezu willkürlich, einer berufstätigen Ärztin, welche in der Nähe zu ihrer Zürcher Praxis leben möchte,einen Mietzins von Fr. 2'500.-- zuzugestehen. An der Grenze zur Willkür ist hingegen, wenn das Obergericht bis März 2015 einen Mietzins von Fr. 6'100.-- im erweiterten Bedarf der Beschwerdegegnerin anerkannt hat: Infolge der Trennung verliess sie per Mai 2013 die gemeinsame Wohnung in U.________ und mietete für sich in Zürich eine Wohnung für Fr. 6'100.-- pro Monat. Das Obergericht erwog, dass sie im Zeitpunkt des Wohnungsbezuges am 1. Juli 2013 davon habe ausgehen dürfen, sich diesen Mietzins leisten zu können, habe sie damals doch nebst der Zürcher Praxis auch noch über diejenige in U.________ verfügt und sei eine Reduktion ihres Arbeitspensums noch kein Thema gewesen. Es sei ihr deshalb eine angemessene Übergangsfrist für den Bezug einer günstigeren Wohnung einzuräumen. Dabei sei zu berücksichtigen, dass sie für die Zeit nach der Aufgabe der Praxis in U.________ ein Einkommen behaupte, welches unter den Wohnungskosten liege. Sie hätte deshalb den Mietvertrag auf Ende März 2015 kündigen können und müssen. Der Beschwerdeführer macht zu Recht geltend, dass der erwähnte Mietzins angesichts des bisherigen gemeinsamen Mietzinses von Fr. 1'840.-- und des vom Obergericht für die damalige Zeit auf Fr. 10'950.-- bezifferten Einkommens der Beschwerdeführerin völlig unangemessen war. Zudem spricht das Obergericht im angefochtenen Entscheid selbst davon, dass die Beschwerdegegnerin im Zuge der Trennung mit Unterhaltspflichten gegenüber dem Ehemann habe rechnen müssen; Ergebnis des angefochtenen Entscheides ist aber, dass während der Zeit, für welche der Beschwerdegegnerin die übersetzten Mietkosten zugestanden werden, überhaupt kein Saldo mehr für Unterhaltsleistungen an den Beschwerdeführer übrig bleibt. Ebenso hielt das Obergericht fest, dass kein zeitlicher Druck bestand, in Zürich eine neue Wohnung zu beziehen, weil die Beschwerdegegnerin dort bereits über eine kleine Wohnung verfügte. Das Willkürverbot ist einzig vor dem Hintergrund nicht verletzt, als der Mietvertrag vor der Einleitung des Eheschutzverfahrens abgeschlossen wurde, mithin zu diesem Zeitpunkt ein Faktum darstellte, und die Anrechnung des Mietzinses von Fr. 6'100.-- nur für eine Übergangsphase gewährt wurde, nämlich bis die Einkommensreduktion manifest war zuzüglich Kündigungsfrist. Dass das Obergericht dabei nicht auf den Zeitpunkt des erstinstanzlichen Entscheides, sondern auf die zukünftige Einkommensreduktion abgestellt hat, hält angesichts der beschränkten Zeitdifferenz ebenfalls vor dem Willkürverbot stand.