Citation: 4A_259/2023 E. 3.2.3

3.2.3. Sodann sei unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin die bestellten Waren am 30. Juli 2019 bezahlt habe und dass die Beschwerdeführerin davon einen Betrag von CHW 10'300.-- zurückerstattet habe für unstreitig nicht gelieferte 24 Flaschen Wein. Dafür, dass der Rest der Bestellung geliefert und der Vertrag damit erfüllt sei, wie sie behaupte, sei die Beschwerdeführerin beweispflichtig. Indes gelinge ihr dieser Beweis nicht, indem sie pauschal und damit ungenügend auf diverse Urkunden und polizeiliche Einvernahmen verweise. Auch eine E-Mail vom 2. Oktober 2019 sowie die Behauptung, dass CHW 10'300.-- für nicht gelieferten Wein zurückerstattet worden sei, erbringe keinen Beweis der Vertragserfüllung. Der E-Mail fehle der eindeutige Bezug zur strittigen Bestellung und die teilweise Rückerstattung sei unbestritten. Hinsichtlich der zu befragenden Zeugen lege die Beschwerdeführerin nicht näher dar, welche Aussagen von wem zu welchen Behauptungen sie als Beweis offeriere. Es sei somit davon auszugehen, dass die Waren nicht geliefert worden seien und die Beschwerdeführerin ihre Schuld trotz Fälligkeit nicht erfüllt habe. In der Folge sei die Beschwerdegegnerin korrekterweise vom Vertrag zurückgetreten und dieser rückabzuwickeln. Die Beschwerdeführerin schulde den bezahlten Betrag abzüglich des zurückerstatteten Teils, d.h. CHW 67'100.-- und Fr. 5'959.80.