Citation: 9C_621/2015 E. 2

Die Vorinstanz erwog, auch wenn die Beitrittserklärung und die ursprüngliche Versicherungspolice nicht mehr vorhanden seien, liessen die Umstände auf eine Versicherteneigenschaft des Beschwerdeführers bei der Beschwerdegegnerin schliessen. Insbesondere habe seine Ehefrau am 15. November 2000 sowohl für sich selbst wie auch für ihn einen Antrag auf Änderung der Franchise gestellt und ihn damit gestützt auf die eheliche Vertretungsbefugnis (Art. 166 ZGB) persönlich verpflichtet. Auch hätten der Beschwerdeführer oder die ihn solidarisch verpflichtende Ehefrau von September 2003 bis Februar 2007 sämtliche Prämien bezahlt. Die für Prämienausstände in den Jahren 2007 bis 2011 erhobenen Betreibungen hätten jeweils unwidersprochen mit einem Verlustschein geendet, was nach Treu und Glauben als grundsätzliche Anerkennung der Schuldpflicht verstanden werden könne. Allerdings gehe aus den Akten nicht hervor, dass die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer gemahnt und ihm eine Zahlungsaufforderung zugestellt habe. Mangels Überprüfbarkeit des Mahnverfahrens könne die Beseitigung des Rechtsvorschlages nicht bestätigt werden. Die Beschwerdegegnerin habe ein solches Verfahren durchzuführen, bevor sie erneut die Betreibung einleiten könne.