Citation: 1C_900/2013 E. 3.3

3.3. Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden. Vorausgesetzt ist, dass die Person, die sich auf Vertrauensschutz beruft, berechtigterweise auf diese Grundlage vertrauen durfte und gestützt darauf nachteilige Dispositionen getroffen hat, die sie nicht mehr rückgängig machen kann; schliesslich scheitert die Berufung auf Treu und Glauben dann, wenn ihr überwiegende öffentliche Interessen gegenüberstehen (BGE 129 I 166 E. 4.1 S. 170 mit Hinweisen). Die an der Einspracheverhandlung erfolgte Zustimmung zum Antrag der Beschwerdeführerin 1 erfolgte mit Hinweis auf das geänderte Konzept der Buslinie in Richtung Schlierbach, d.h. die vorgesehene Einstellung der Verbindung St. Erhard-Schlierbach. Ob die Beschwerdeführerin auf diese Zusage vertrauen durfte, kann offen bleiben: Es ist nämlich nicht ersichtlich, dass sie im Vertrauen auf diese Zusage nachteilige Dispositionen getroffen hätte: Im Schreiben vom 30. November 2011 hielt sie ausdrücklich an ihrer Einsprache gegen das Strassenprojekt fest. Sie äusserte Interesse am Erwerb des durch den Verzicht auf die Bushaltestelle frei werdenden Landes, ohne sich bereits vertraglich zu binden.