Citation: 8C_744/2022 E. 4.2

4.2. In ihrer "psychiatrischen Stellungnahme zum Vorbescheid" vom 11. April 2022 hielten med. pract. B.________ und Dr. med. C.________, Klinik D.________, fest, der Beschwerdeführer leide aufgrund der Hirnschädigungen durch multiple Hirnblutungen unter einer Persönlichkeits- und Verhaltensstörung. Dies äussere sich darin, dass der Beschwerdeführer in seiner Konzentration und Impulskontrolle stark eingeschränkt sei. Die Situation habe sich im März 2022 dahingehend verschlechtert, dass er sich paranoid und aggressiv gegenüber seiner Familie und anschliessend auch gegenüber der anvisierten Polizei gezeigt habe. Diese Verschlechterung lasse sich am ehesten durch ein Fortschreiten der Hirnschädigung durch post-Blutungsprozesse (Hirnvernarbungen mit Wasseransammlung) und damit einhergehend mit einem veränderten Ansprechen auf die medikamentöse Einstellung erklären. Unter diesen Voraussetzungen könne sich der Beschwerdeführer nicht adäquat in der familiären Haushaltsführung beteiligen, obwohl er sich das wünsche. Ebenso wenig könne er sich adäquat (d.h. konzentriert und strukturiert) um sein minderjähriges Kind kümmern. Schon alltägliche Aufgaben wie Einkaufen und Kochen bedürften ein gewisses Mass an Strukturierung, welches der Beschwerdeführer leider nicht aufweisen könne. Er könne insbesondere nicht alleine aus dem Haus gehen und sei auf ständige Betreuung durch seine Familienangehörigen angewiesen. Auch die ZMB-Gutachter gingen von einer sehr schweren Störung der Persönlichkeit aus. Der Beschwerdeführer sei nicht in der Lage, sein Leben selbstständig zu planen und zu strukturieren. Ebenso beeinträchtigt seien die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit sowie die sozialen Fähigkeiten. Hier seien alle Bereiche gestört, auch die Fähigkeit zu familiären Beziehungen. Die Verkehrsfähigkeit sei in Bezug auf das Benutzen der öffentlichen Verkehrsmitteln aufgrund der Ängste nicht gegeben. Gemäss Angaben des Beschwerdeführers sei sogar die Selbstpflege eingeschränkt. Er werde dabei von seiner Ehefrau unterstützt. Auch die Medikamenteneinnahme müsse von ihr vollzogen werden, da der Beschwerdeführer ansonsten offenbar zu viele Medikamente auf einmal einnehme.