Citation: 5P.40/2003 27.05.2003 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung der in Art. 21 BV garantierten Kunstfreiheit; bei der Güterabwägung hätte sich die Vorinstanz für die Kunstfreiheit entscheiden müssen, die dem Persönlichkeitsschutz vorgehe. Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung der Art. 28 ff. ZGB ergangen. Freilich sind die rechtsanwendenden Instanzen gehalten, die zivilrechtlichen Normen über den Persönlichkeitsschutz verfassungskonform auszulegen (vgl. etwa BGE 111 II 209 E. 3c S. 213 f. betr. Pressefreiheit). Will der Beschwerdeführer geltend machen, die Vorinstanz habe (mangels verfassungskonformer Auslegung) Bundesrecht verletzt, hat er dies jedoch mit Berufung vorzutragen (Art. 43 Abs. 1 OG). Steht die Berufung offen, was vorliegend zutrifft, fällt die staatsrechtliche Beschwerde für die betreffenden Vorbringen wegen des Prinzips der absoluten Subsidiarität ausser Betracht (Art. 84 Abs. 2 OG). Ebenso wenig kann mit ihr vorgebracht werden, die Kunstfreiheit gehe dem Persönlichkeitsschutz in einem absoluten Sinn vor, wie dies der Beschwerdeführer sinngemäss tut ("Art. 21 BV prävaliert gegenüber Art. 28 ZGB"): Die Rüge, die darauf hinausläuft, eine Bestimmung auf Gesetzesstufe sei verfassungswidrig, ist von vornherein nicht zu hören. Bundesgesetze sind für das Bundesgericht und die anderen rechtsanwendenden Behörden massgeblich (Art. 191 BV). Insofern ist es unzulässig, sich hinsichtlich der Anwendung von Bundesgesetzen direkt auf ein Grundrecht zu berufen (vgl. BGE 107 Ia 277 E. 3a S. 280 f. betr. Pressefreiheit). Auf die betreffende Rüge ist folglich nicht einzutreten.