Citation: 9C_51/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Sodann verkennt der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz den Widerspruch im Gutachten von Dr. med. D.________ nicht grundsätzlich darin gesehen hat, dass einerseits die Gesundheitsstörung seit der Kindheit und Jugend bestehen soll, eine (100%ige) Arbeitsunfähigkeit jedoch erst ab Verlust des letzten Arbeitsplatzes im Jahre 2011 eingetreten sein soll. Vielmehr hat das kantonale Gericht als diskrepant beurteilt, dass der Experte auf der einen Seite von einer seit Kindheit und Jugend bestehenden Störung ohne wesentliche Veränderungen des Gesundheitszustandes im Sinne einer einschneidenden Verbesserung oder richtungsgebenden Verschlechterung im Verlauf sprach und dann jedoch im Zusammenhang mit dem Beginn und Verlauf der verminderten Arbeitsfähigkeit von "spätestens seit Juni 2011" ausging (vgl. vorinstanzliche Erwägung 4.3.3 S. 8). Dass bei im Wesentlichen unveränderter Gesundheitsstörung im Jahre 2011 unvermittelt eine vollständige Arbeitsunfähigkeit eingetreten sein soll, erscheint tatsächlich nicht nachvollziehbar. Weiterungen erübrigen sich.