Citation: 4P.314/2004 24.02.2005 E. 1

1.1 Frau X.________ wurde am 6. Oktober 1997 in Luzern auf einem Fussgängerstreifen durch das Fahrzeug von B.________ angefahren. Am 14. Dezember 1999 erhob sie gegen B.________ und dessen Haftpflichtversicherung beim Amtsgericht Luzern-Stadt eine Schadenersatzklage in Höhe von Fr. 391'274.65 zuzüglich Zins. Am 23. Dezember 1999 erteilte das Obergericht des Kantons Luzern als Rekursinstanz X.________ bis zu einem Streitwert von Fr. 200'000.-- die teilweise unentgeltliche Rechtspflege, indem es sie von der Pflicht zur Leistung von Vorschüssen gegenüber Gericht und Anwalt befreite und ihrem Anwalt Kostengutstand leistete. Am 8. Januar 2001 verstarb X.________. Sie hinterliess als gesetzliche Erbinnen zwei Töchter, Y.________ und Z.________ (Erbinnen der X.________; Beschwerdeführerinnen 1). Diese erklärten in der Folge ihren Eintritt in den Prozess. Mit Klageänderung vom 18. Januar 2002 beantragten die Beschwerdeführerinnen 1, es seien ihnen Fr. 156'810.65 nebst Zins zuzusprechen. Mit Urteil vom 26. Juni 2003 sprach das Amtsgericht Luzern-Stadt ihnen Fr. 10'355.-- samt Zins zu. Im Mehrbetrag wies es die Klage ab und verurteilte die Beschwerdeführerinnen 1 zur Tragung sämtlicher Prozesskosten. 1.2 Gegen dieses Urteil erhoben die Beschwerdeführerinnen 1 am 14. August 2003 Appellation beim Obergericht des Kantons Luzern. Sie beantragten die Aufhebung des angefochtenen Urteils, die Zusprechung von Fr. 156'865.-- zuzüglich Zins sowie die Verurteilung der Gegenpartei zur Tragung sämtlicher - auch der vorinstanzlichen - Kosten. Die Beschwerdeführerinnen 1 verlangten die Ausscheidung der bis Mai 2002 aufgelaufenen Prozesskosten, da X.________ bis zum Streitwert von Fr. 200'000.-- die unentgeltliche Rechtspflege erteilt worden sei; für die bis zu diesem Zeitpunkt aufgelaufenen Anwaltskosten hätten sie als Rechtsnachfolgerinnen nicht aufzukommen. Mit Urteil vom 13. Oktober 2004 hiess das Obergericht die Appellation teilweise gut und sprach den Beschwerdeführerinnen 1 Fr. 61'853.65 nebst Zins zu (Dispositivziffer 1). Die Beschwerdeführerinnen 1 wurden zur Tragung der gegnerischen Anwaltskosten in Höhe von Fr. 6'109.25 (ein Fünftel der Kosten für das Verfahren vor dem Amtsgericht) und Fr. 11'504.55 (Verfahren vor Obergericht) sowie zur Tragung aller übrigen Prozesskosten verurteilt (Dispositivziffer 2). Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen 1 war sowohl im Verfahren vor Amtsgericht als auch in jenem vor Obergericht A.________, (Beschwerdeführer 2). 1.3 Gegen das Urteil des Obergerichts erheben die Beschwerdeführerinnen 1 und der Beschwerdeführer 2 staatsrechtliche Beschwerde. Sie beantragen die Aufhebung von Ziffer 2 des Urteilsdispositivs sowie die Rückweisung der Sache "an die Instanzen des Kantons Luzern" zur Neubeurteilung; eventualiter beantragen sie die Feststellung, dass die Anwaltskosten der Beschwerdeführerinnen 1 im kantonalen Verfahren bis Mai 2002 von der unentgeltlichen Rechtspflege erfasst und vom Kanton Luzern zu tragen seien. Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege (Art. 29 Abs. 3 BV) und des Willkürverbots sowie einen Verstoss gegen Treu und Glauben (Art. 9 BV). Das Obergericht schliesst auf Abweisung der Beschwerde.