Citation: 9C_447/2022 E. 3.2

3.2. In Nachachtung des bundesgerichtlichen Rückweisungsurteils holte das kantonale Gericht diverse medizinische Berichte ein. Gestützt auf diese kam es zum Schluss, der streitige sachliche Konnex sei zu verneinen, da auch durch die neuen Berichte vor dem 18. Juni 2013 keine psychisch begründete Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % erstellt sei. Wie die Beschwerdeführerin an sich zutreffend geltend macht, greift dieser Schluss zu kurz, ist doch eine solche Arbeitsunfähigkeit rechtsprechungsgemäss gerade keine zwingende Voraussetzung für das Bestehen einer relevanten Wechselwirkung (vgl. E. 2.1 hievor). Dies vermag aber nichts daran zu ändern, dass sich aus den neu eingeholten Akten für die vorliegend entscheidende Frage einer solchen Wechselwirkung zwischen dem bekanntermassen bereits vor dem 18. Juni 2013 bestehenden psychischen Leiden und den jedenfalls echtzeitlich als somatisch imponierenden Beschwerden kein relevanter Erkenntnisgewinn ergibt. Somit ist ein sachlicher Konnex zwischen den vor dem 18. Juni 2013 attestierten Arbeitsunfähigkeiten und der späteren Invalidität weiterhin nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt.