Citation: 1B_397/2022 E. 3

Erklärt das Bundesgericht einen Rechtsstreit als gegenstandslos, entscheidet es mit summarischer Begründung über die Prozesskosten aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 72 BZP). Bei der Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen ist somit in erster Linie auf den mutmasslichen Ausgang des Prozesses abzustellen. Dabei geht es nicht darum, die Prozessaussichten im Einzelnen zu prüfen und dadurch weitere Umtriebe zu verursachen. Vielmehr muss es bei einer knappen Beurteilung der Aktenlage sein Bewenden haben. Auf dem Weg über den Kostenentscheid soll nicht ein materielles Urteil gefällt und unter Umständen der Entscheid in einer heiklen Rechtsfrage präjudiziert werden (BGE 142 V 551 E. 8.2; Urteil 1B_268/2022 vom 5. Juli 2022 E. 1.2; je mit Hinweisen). Lässt sich der mutmassliche Ausgang eines Verfahrens im konkreten Fall nicht ohne Weiteres feststellen, ist auf allgemeine zivilprozessrechtliche Kriterien zurückzugreifen. Danach wird in erster Linie jene Partei kosten- und entschädigungspflichtig, die das gegenstandslos gewordene Verfahren veranlasst oder bei der die Gründe eingetreten sind, die zur Gegenstandslosigkeit des Verfahrens geführt haben (Urteile 1B_290/2022 vom 23. November 2022 E. 3; 1B_268/2022 vom 5. Juli 2022 E. 1.2; je mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall ist die Vorinstanz von einem konkreten Risiko eines Interessenskonflikts ausgegangen, da der Beschwerdeführer von B.C.________ und D.C.________ gemeinsam beauftragt worden sei, den Hintergrund diverser Banktransaktionen abzuklären, die auch Gegenstand der Strafuntersuchung gewesen seien. Sollte B.C.________ seine Ehefrau im Strafverfahren hinsichtlich gewisser Transaktionen belasten, könnte der Beschwerdeführer ihn dabei nach Ansicht der Vorinstanz aufgrund seiner Treuepflichten gegenüber D.C.________ nicht unterstützen, obschon er als Strafverteidiger dazu verpflichtet wäre. Diese Begründung erscheint jedenfalls prima facie überzeugend. Um mit seiner Beschwerde durchzudringen, hätte der Beschwerdeführer insbesondere darlegen müssen, dass - trotz des unbestrittenen vorbestehenden Mandatsverhältnisses mit B.C.________ und D.C.________ und auch bei vorausschauender Betrachtung (vgl. Urteil 1B_457/2021 vom 28. Oktober 2021 E. 2.1 mit Hinweisen) - kein Interessenskonflikt und auch kein konkretes Risiko eines solchen bestanden habe. Bei dieser für den Beschwerdeführer ungünstigen Ausgangslage kann indes nicht davon ausgegangen werden, dass die Beschwerde mutmasslich gutgeheissen worden wäre. Die Gerichtskosten sind demnach dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 66 Abs. 1 BGG). Es sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen (vgl. Art. 68 Abs. 3 BGG).