Citation: 6B_92/2009 18.06.2009 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Beweiswürdigung und als Folge daraus eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung. Im Ergebnis verletze das angefochtene Urteil den aus der Unschuldsvermutung abgeleiteten Grundsatz "in dubio pro reo" (Beschwerde S. 14 ff.). 2.2 Art. 9 BV gewährleistet den Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Auf dem Gebiet der Beweiswürdigung ist die Kognition des Bundesgerichts auf Willkür beschränkt. Willkür in der Beweiswürdigung liegt vor, wenn die Behörde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen oder auf einem offenkundigen Fehler beruhen (BGE 134 I 140 E. 5.4). Dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung des Beschwerdeführers nicht übereinstimmt oder eine andere Lösung oder Würdigung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, genügt praxisgemäss für die Begründung von Willkür nicht (Urteil 6P.180/2004 vom 13. März 2005 E. 4.1, nicht publ. in: BGE 131 IV 100; 127 I 54 E. 2b). Gemäss der in Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK verankerten Maxime "in dubio pro reo" ist bis zum gesetzlichen Nachweis der Schuld zu vermuten, dass die einer strafbaren Handlung angeklagte Person unschuldig ist (BGE 129 I 49 E. 4; 127 I 38 E. 2 mit Hinweisen). Als Beweiswürdigungsregel besagt die Maxime, dass sich das Strafgericht nicht von der Existenz eines für die beschuldigte Person ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, dass sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Inwiefern dieser Grundsatz verletzt sein soll, prüft das Bundesgericht nur unter dem Gesichtspunkt der Willkür, das heisst, es greift nur ein, wenn das Sachgericht die beschuldigte Person verurteilte, obgleich bei objektiver Würdigung des Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche bzw. schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an deren Schuld fortbestehen (BGE 127 I 38 E. 2a; 120 Ia 31 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 6B_923/2008 vom 2. Februar 2009 E. 2). Wird eine willkürliche Beweiswürdigung gerügt, reicht es nicht aus, wenn der Beschwerdeführer zum Beweisergebnis frei plädiert und darlegt, wie seiner Auffassung nach die vorhandenen Beweise richtigerweise zu würdigen gewesen wären, wie er dies in einem appellatorischen Verfahren mit freier Rechts- und Tatsachenüberprüfung tun könnte. Er muss gemäss ständiger Rechtsprechung vielmehr aufzeigen, inwiefern die angefochtene Beweiswürdigung die Verfassung dadurch verletzen sollte, dass sie im Ergebnis offensichtlich unhaltbar wäre (vgl. BGE 129 I 49 E. 4; 128 I 81 E. 2; 127 I 38 E. 3c). 2.3 Was der Beschwerdeführer gegen die Beweiswürdigung der Vorinstanz vorbringt, ist nicht geeignet, Willkür respektive eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" darzutun. Mit seinen Ausführungen stellt der Beschwerdeführer der vorinstanzlichen Begründung weitgehend lediglich seine eigene Sicht der Dinge gegenüber, ohne näher zu erörtern, inwiefern der Entscheid schlechterdings unhaltbar sein sollte. Seine Vorbringen erschöpfen sich insoweit in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil. Soweit seine Rügen im Übrigen nicht an der Sache vorbeigehen (vgl. etwa seine Kritik an der Bezugnahme der Vorinstanz auf die Unfallstatistik [Beschwerde S. 15] oder seinen Hinweis auf die Aussagen der Beteiligten, welche ihn grundsätzlich als kompetenten und vorsichtigen Kursleiter beschreiben [Beschwerde S. 17]), wird im Rahmen der Erwägungen zur Fahrlässigkeit (nachfolgend E. 3) darauf zurückzukommen sein, bringt der Beschwerdeführer doch einen Grossteil seiner Einwände sowohl unter dem Titel der Verletzung des Willkürverbots als auch unter jenem der falschen Anwendung von Art. 12 Abs. 3 StGB respektive von Art. 117 StGB vor. 2.4 Der Beschwerdeführer macht weiter eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend. Er hält fest, die erste Instanz habe nur ein rudimentäres Handprotokoll der Aussagen des SLF-Sachverständigen Dr. B.________ angefertigt, und dieser habe sich in unzulässiger Weise geweigert, zum eingereichten Privatgutachten Stellung zu beziehen. Zudem - so hebt der Beschwerdeführer hervor - hätte zwingend ein amtliches Obergutachten in Auftrag gegeben werden müssen (Beschwerde S. 14 und S. 20 f.). 2.5 Vorliegend kann offen bleiben, ob der Beschwerdeführer diese Rügen überhaupt rechtzeitig erhoben hat, da sie jedenfalls nicht stichhaltig sind. Die Einvernahme des Sachverständigen Dr. B.________ vor der ersten Instanz vom 17. Januar 2008 ist ausführlich (maschinengeschrieben) protokolliert, und dieser hat dabei auch zum Privatgutachten, welches ihm vorgängig zur Kenntnis gebracht worden ist, Stellung genommen (erstinstanzliche Akten act. 22, insb. S. 5). Des Weiteren hat die Vorinstanz eingehend begründet, weshalb sie das eingeholte SLF-Gutachten von Dr. B.________ im Bereich der Schnee- und Lawinenkunde als überzeugend eingestuft hat (angefochtenes Urteil S. 11). Sie konnte daher ohne Verletzung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV in antizipierter Beweiswürdigung von der Einholung eines Obergutachtens absehen, da hiervon kein weiterer Erkenntnisgewinn zu erwarten gewesen wäre.