Citation: 4P.239/2002 05.03.2003 E. 1

1.1 Am 21. Juni 2001 klagte der Verband Y.________ (Beschwerdegegner) gegen die Stiftung X.________ (Beschwerdeführerin) vor Bezirksgericht Brugg auf Zahlung von Fr. 6'396.35 nebst 5 % Zins seit 9. Dezember 1999 und von Fr. 70.-- Betreibungskosten sowie auf Beseitigung des Rechtsvorschlags in der Betreibung. Der Beschwerdegegner forderte sein Honorar für die im Auftrag der Beschwerdeführerin erfolgte Schätzung des Verkehrswerts des Schlossguts Z.________. Eine Klageantwort wurde nicht eingereicht. Der Gerichtspräsident des Bezirksgerichts Brugg schützte die Klage am 12. März 2002. 1.2 Mit Urteil vom 19. September 2002 wies das Obergericht des Kantons Aargau die Appellation der Beschwerdeführerin ab. Es wies die aus der fehlerhaften Bezeichnung der beklagten Partei abgeleitete Einrede mangelnder Passivlegitimation ab und berichtigte die Parteibezeichnung aufgrund der Akten. Ferner liess es gestützt auf § 321 Abs. 3 ZPO/AG die neuen Behauptungen der Beschwerdeführerin nicht zu, weil diese im erstinstanzlichen Verfahren säumig geblieben war. Im Übrigen wären die neuen Vorbringen nach Auffassung des Obergerichts ohnehin untauglich, um das erstinstanzliche Urteil zu Fall zu bringen. 1.3 Die Beklagte führt staatsrechtliche Beschwerde und beantragt dem Bundesgericht die Aufhebung des Urteils des Obergerichts. Das Obergericht stellt in seiner Vernehmlassung den Antrag, auf die staatsrechtliche Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei diese abzuweisen. Der Beschwerdegegner schliesst auf Abweisung der staatsrechtlichen Beschwerde.