Citation: 8C_9/2007 26.02.2008 E. 5.1

5.1.1 Das Valideneinkommen entspricht gemäss der Legaldefinition von Art. 16 ATSG (inhaltlich übereinstimmend mit dem bis Ende 2002 gültig gewesenen Art. 28 Abs. 2 IVG) demjenigen Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Das kantonale Gericht hat hierzu festgehalten, der Beschwerdeführer habe sich - nach der gesundheitlich bedingten Aufgabe seiner Tätigkeit als Koch - durch die Arbeit als Discjockey selbst eingegliedert. Wenn er sein Pensum auf rund 50 % beschränkt habe, sei dies nicht auf die gesundheitlichen Einschränkungen zurückzuführen, sondern beruhe auf Marktgründen. Diese Feststellung ist tatsächlicher Natur (vgl. BGE 132 V 393 E. 4.2 S. 401 unten). Sie hat nicht als offensichtlich unrichtig zu gelten, zumal sie durch die Vorbringen in der vorinstanzlichen Beschwerdeschrift gestützt wird, und ist deshalb für das Bundesgericht verbindlich. Damit hat die Vorinstanz sinngemäss festgestellt, dass der Beschwerdeführer auch ohne Behinderung nicht mehr als Koch, sondern mit dem tatsächlich absolvierten Pensum von - gemessen an einer "normalen" Vollzeitbeschäftigung - rund 50 % als Discjockey tätig gewesen wäre. Diese Aussage, welche sich auch aus den Ausführungen des kantonalen Gerichts in E. 5c ableiten lässt, stimmt im Grundsatz, wenn auch nicht vollumfänglich bezüglich des Pensums, mit der Darstellung des Versicherten überein und lässt sich jedenfalls nicht als offensichtlich unrichtig bezeichnen. 5.1.2 Weil das kantonale Gericht den Einkommensvergleich auf das Jahr 2002 bezog, hatte es keinen Anlass, das Valideneinkommen für das Jahr 1998 zu bestimmen. Die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen sind diesbezüglich zu ergänzen. Der Beschwerdeführer lässt in der Beschwerdeschrift darauf hinweisen, dass sich seine jährlichen Einkommen aus der Tätigkeit als Discjockey vor dem 1997 erlittenen Unfall auf Fr. 74'207.- im Jahr 1993, Fr. 68'321.- im Jahr 1994, Fr. 53'159.- im Jahr 1995 und Fr. 30'834.- im Jahr 1996 beliefen. Diese Werte werden durch die der Vorinstanz eingereichten Unterlagen bestätigt. Angesichts der erheblichen Schwankungen ist rechtsprechungsgemäss (AHI 1999 S. 240 E. 3b mit Hinweisen, I 377/98; SVR 2008 IV Nr. 4 S. 9 E. 2.2 S. 10, I 732/06) auf einen Zeitraum von mehreren Jahren abzustellen. Der hypothetische Verdienst im Gesundheitsfall für das Jahr 1998 ist daher ausgehend vom Durchschnitt der genannten Beträge festzusetzen, welcher sich auf Fr. 56'630.- beläuft. Wird diese Summe noch der allgemeinen Lohnentwicklung von 1994 (im Sinne eines "mittleren Verfalls") bis 1998 angepasst (Bundesamt für Statistik, Lohnentwicklung 1999, S. 29, T1.1.93 [Männer], persönliche Dienstleistungen: Index 1994 102.2, Index 1998 105.1), resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 58'237.-.