Citation: 4A_416/2024 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin rügt, die vorinstanzliche Auslegung von Art. 75 Abs. 3 ATSG verletze Bundesrecht. Die dort statuierte Ausnahme vom Regressprivileg des Arbeitgebers sei zwingend restriktiv auszulegen. Eine grosszügige Anwendung der Ausnahmebestimmung sei nicht mit dem Willen des historischen Gesetzgebers vereinbar. Dieser habe das Regressprivileg geschaffen, um zu verhindern, dass der die Berufsunfallversicherungsprämien bezahlende Arbeitgeber nicht ein zweites Mal (auf dem Regressweg) für den von ihm bereits prämienfinanzierten Schaden aufkommen müsse. Auf der komplett abgesperrten Baustelle, auf der sich der Unfall ereignete, habe kein Versicherungsobligatorium bestanden. Entsprechend sei die C.________ AG nicht im Sinne von Art. 75 Abs. 3 ATSG "obligatorisch haftpflichtversichert" gewesen.