Citation: 8C_9/2017 E. 4.1.4

4.1.4. Die nach dem Fahrradunfall vom 23. April 2007 notwendig gewordene Heilbehandlung zog sich über Jahre hinweg dahin. Ein Rentenbeginn konnte dementsprechend erst auf den 1. Oktober 2013 festgelegt werden. Damals erzielte der Beschwerdeführer schon lange kein Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit mehr, ist er doch nach vorgezogener Auflösung des Arbeitsverhältnisses schon seit dem 1. Februar 2008 Altersrentenbezüger und geht keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Der Entschluss, sich früher als zunächst beabsichtigt pensionieren zu lassen, ist nach seiner glaubhaften Darstellung nicht schon vor dem Unfall vom 23. April 2007 gefasst worden, sondern erst, nachdem er versucht hatte, seine frühere Arbeit wieder aufzunehmen, und dabei persönlich zur Erkenntnis gelangt war, dass er den dortigen Anforderungen körperlich nicht mehr zu genügen vermochte. Davon abweichend hat die Vorinstanz erkannt, dass der Pensionierungsentscheid schon vor dem versicherten Unfallereignis vom 23. April 2007 festgestanden habe. Diese Annahme scheint insofern zweifelhaft, als sie jedenfalls durch die von ihr zum Beleg genannten Schreiben des Beschwerdeführers bzw. seines Rechtsvertreters vom 26. Dezember 2007 und 14. Januar 2009 (recte: 2008) nicht gestützt wird. Wie es sich im Einzelnen damit verhält, kann jedoch offen bleiben. Denn wesentlich ist, dass im Zeitpunkt des Rentenbeginns und der damit erforderlich gewordenen Invaliditätsbemessung seit Jahren schon kein Erwerbseinkommen mehr vorlag, welches zuverlässig über ein mutmassliches Valideneinkommen hätte Aufschluss geben können. Damit befand sich der Beschwerdeführer faktisch in der gleichen Lage wie ein Versicherter, der nach einem Unfall altershalber keine Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen hat. Daher bestand ein sachlicher Grund für das Abstellen auf die LSE bei der Invaliditätsbemessung, welche der Situation des Beschwerdeführers Rechnung trägt. Dessen Argumentation, wonach er gegenüber Versicherten ungleich behandelt werde, welchen noch vor Erreichen des Altersrentenalters eine Invalidenrente nach UVG zugesprochen wird, verfängt nicht, liegen doch unterschiedliche Sachverhalte vor, welche auch verschiedene Auswirkungen auf die jeweilige Invaliditätsbemessung zur Folge haben können. Inwiefern sich dies mit dem Rechtsgleichheitsgebot nicht vereinbaren lassen oder gegen das Diskriminierungsverbot verstossen sollte, ist nicht ersichtlich. Der angefochtene kantonale Entscheid ist - soweit er die Bestimmung des Valideneinkommens durch die Beschwerdegegnerin im Ergebnis bestätigt - nicht zu beanstanden.