Citation: 6B_1068/2022 E. 2.4.3

2.4.3. Soweit der Beschwerdeführer der Vorinstanz in diesem Zusammenhang vorwirft, es sei aktenwidrig und willkürlich, wenn sie von einer ernsthaften Gefahr für weitere Gewaltdelikte ausgehe, ist dies ebenso unbegründet wie sein Einwand, die Bedeutung, welche die Vorinstanz dem THC- und Alkoholkonsum beimesse, lasse sich medizinisch und gutachterlich nicht abstützen (Beschwerde S. 9 f.). Dem forensisch-psychiatrischen Gutachten ist zu entnehmen, dass bei einem Vollzug in der FPA Pöschwies bzw. einer damit vergleichbaren Anstalt oder einer Massnahmeninstitution das Risiko für unmittelbar drohende Gewaltdelikte als niedrig zu beurteilen wäre, aber auch für Delikte, die eine schwere körperliche Schädigung des Opfers zufolge haben könnten. Hingegen wäre bei einer Entlassung aus der Massnahme zum jetzigen Zeitpunkt das Risiko für Gewaltdelikte, die eine schwere körperliche Schädigung des Opfers nach sich ziehen könnten, als hoch zu beurteilen, dies insbesondere auch, falls es zu Alkohol- und Drogenrückfällen kommen sollte. Ein allfälliger relevanter Suchtmittelkonsum würde erneut zur Akzentuierung der problematischen PersönIichkeitsanteile des Beschwerdeführers führen und auch die bisherigen therapeutischen Fortschritte sehr rasch zunichtemachen. Daher sei die Einhaltung einer Alkohol- und Drogentotalabstinenz, inklusive von Cannabis, unerlässlich (kantonale Akten, pag. 841). Damit ergibt sich aus dem Gutachten einerseits, dass vom Beschwerdeführer in Freiheit zurzeit ein hohes Risiko für schwere Gewaltdelikte ausgeht, weshalb nicht zu beanstanden ist, wenn die Vorinstanz das Risiko als ernsthaft bezeichnet. Andererseits hält der Sachverständige ausdrücklich fest, dass die Abstinenz von Alkohol und Drogen für die Bewährung des Beschwerdeführers unerlässlich sei (siehe auch kantonale Akten, pag. 833, 847, 959). Schliesslich legt er im Gutachten auch anschaulich und nachvollziehbar dar, welchen Einfluss der Alkohol- und Drogenkonsum auf die psychische Störung des Beschwerdeführers hat und weshalb es notwendig ist, dass er abstinent bleibt. Folglich erweist sich dessen Einwand, die Vorinstanz verlange von ihm zu Unrecht eine totale Alkohol- und Drogenabstinenz, obwohl der Konsum von Alkohol nicht verboten sei, als unbegründet (Beschwerde S. 9 f.). Der Beschwerdeführer vermag mit der Wiedergabe seiner gegenüber dem Sachverständigen getätigten Aussage, wonach er (im Falle einer bedingten Entlassung) sicherlich nicht täglich kiffen und von harten Drogen sowie hartem Alkohol wie Schnaps die Finger lassen würde, nicht darzulegen, dass die vorinstanzliche Annahme, er wolle in Zukunft von Cannabis und Alkohol nicht totalabstinent leben, absurd sei (vgl. Beschwerde S. 10). Als übertrieben und unbegründet erweist sich ferner der Vorwurf, die Vorinstanz erwarte, dass der Beschwerdeführer den Vollzug als Heiliger verlasse (Beschwerde S. 8 f.). Auch ergibt sich aus dem vorinstanzlichen Beschluss und dem Gutachten hinreichend, weshalb der Beschwerdeführer therapiebedürftig ist und welcher Art der Behandlung er bedarf (vgl. Beschwerde S. 9; Beschluss S. 25; kantonale Akten, pag. 799 ff., 833 ff., 845 f., 959 f.).