Citation: 4C.155/2004 06.07.2004 E. C

Mit eidgenössischer Berufung stellt die Klägerin die Rechtsbegehren, das Urteil des Appellationshofs des Kantons Bern vom 30. Januar 2004 sei aufzuheben und die Beklagte sei gestützt auf Art. 64 Abs. 2 OG zu verpflichten, der Klägerin einen Betrag von Fr. 533'130.20 nebst Zins zu 5% seit 16.10.2000 zu bezahlen; eventualiter sei der Prozess gestützt auf Art. 64 Abs. 1 OG zur Aktenergänzung und zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurück zu weisen. Die Klägerin vertritt den Standpunkt, die Beklagte habe ihr die Generalplanung des Bundesprojekts "le palais de l'Equilibre" übertragen. Sie bringt unter dem Titel "Rüge der falschen Vertragsauslegung" vor, sie habe sich nach der mündlichen Eröffnung des GIC-Beschlusses vom 24. Juni 1999 als Generalplanerin bzw. sogar Totalunternehmerin verstehen dürfen und sei von der Beklagten während der gesamten Zeit der Vertragsverhandlungen in diesem Glauben belassen worden. Mit der "Rüge der Unvollständigkeit des Sachverhaltes" behauptet sie, der exakte Vertragsinhalt sei durch die Vorinstanz nie eingehend geprüft worden, und mit der "Rüge der falschen Subsumtion" macht sie geltend, das Vertragsverhältnis zwischen den Parteien sei den Bestimmungen des Werkvertrags zu unterstellen. Schliesslich bestreitet sie, dass ihr Schreiben vom 14. Juni 2000 als Kündigung verstanden worden sei. Die Beklagte beantragt, auf die Berufung sei nicht einzutreten; eventuell sei sie abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.