Citation: 8C_117/2017 E. 4.2

4.2. Infolge Vorliegens eines Revisionsgrundes hat das kantonale Gericht den Rentenanspruch zu Recht umfassend und ohne Bindung an frühere Beurteilungen geprüft (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10). Die Vorinstanz ist dabei von der im Gutachten der ABI vom 22. September 2015 attestierten Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 90% für die angestammte kaufmännische wie auch für eine andere körperlich leichte und wechselbelastende Tätigkeit ausgegangen und hat die Einstellung der Rentenleistungen aufgrund des unbestrittenen Einkommensvergleichs bestätigt. Sie hat darauf hingewiesen, dass die Versicherte gemäss Gutachten durch die chronische Schmerzstörung in ihrer Leistungsfähigkeit etwas eingeschränkt sei und dass Konzentrationsstörungen sowie Müdigkeit aufträten, weshalb etwas vermehrt Pausen notwendig seien. Im Weiteren hat das kantonale Gericht aufgezeigt, dass die ABI-Gutachter in der ergänzenden Stellungnahme vom 3. November 2015 an dieser psychiatrischen Beurteilung auch unter Berücksichtigung der geänderten Schmerzrechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 festgehalten haben. Im Abstellen auf die Begutachtung der ABI kann keine Bundesrechtswidrigkeit erkannt werden. Mit der Vorinstanz ist dem Gutachten vom 22. September 2015 sowie den ergänzenden Stellungnahmen vom 3. November 2015 und 5. Januar 2016 voller Beweiswert zuzuerkennen. Sie sind schlüssig und nachvollziehbar begründet und vermögen entgegen den erneut vorgetragenen Einwendungen der Beschwerdeführerin den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269; 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.; 125 V 351 E. 3a S. 352) zu genügen. Soweit die Versicherte wiederum rügt, die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei bezüglich der massgebenden Indikatoren ungenügend, ist darauf nicht näher einzugehen. Auch nach der neuen Rechtsprechung beurteilt sich der invalidisierende Charakter eines diagnostizierten Gesundheitsschadens nach dessen Auswirkung auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit, wobei von der grundsätzlichen "Validität" auszugehen ist. Abgesehen davon, dass die ABI-Gutachter die aus psychiatrischer Sicht attestierte Arbeitsunfähigkeit von 10% begründet und unter Berücksichtigung der massgebenden Indikatoren plausibel bestätigt haben, vermöchte auch eine andere Beurteilung der Indikatoren nicht zu einer höheren Arbeitsunfähigkeit zu führen. Schliesslich hat die Vorinstanz zu Recht dargelegt, dass die abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die behandelnden Ärzte und Psychiater die Beweiskraft des ABI-Gutachtens nicht in Zweifel zu ziehen vermöge, zumal keine neuen Befunde und Diagnosen vorgebracht würden, mit denen sich die Gutachter nicht auseinandergesetzt hätten. Diesbezüglich ist denn auch der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärztinnen und Ärzte wie auch Therapiepersonen mitunter im Hinblick auf ihre Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470).