Citation: 4A_347/2024 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, bei einer publikumswirksamen Medienkampagne sei der Schaden in der Regel nicht ziffernmässig nachweisbar. Sie habe in ihrer Replik ausdrücklich behauptet, ihr Schaden auf dem schweizerischen Markt betrage einstweilen Fr. 245'385.--. Damit sei sie ihrer Behauptungs- und Substantiierungslast nachgekommen. Ihre Schadensschätzung stütze sich auf den serbischen Vergleichsmarkt ab und beruhe zudem auf einer Ipsos-Marktstudie. Danach hätten 11 % der befragten Personen angegeben, die Angebote der Beschwerdeführerin als Folge der Medienkampagne nicht mehr nutzen zu wollen. Entsprechend sei sie von einer Umsatzeinbusse von 11 % ausgegangen. Die Vorinstanz hätte dies aufgrund von Art. 42 Abs. 2 OR berücksichtigen müssen.