Citation: 8C_342/2023 E. 4

Die Vorinstanz erachtete das Gutachten des BEGAZ vom 29. Oktober 2020 als grundsätzlich beweiskräftig. Dennoch folgte sie der gutachterlich festgelegten Arbeitsfähigkeit von 40 % nicht. Stattdessen stellte sie auf die Einschätzung des RAD-Arztes Dr. med. D.________ vom 12. Januar 2021 ab, wonach von einer Arbeitsfähigkeit von 50 bis 60 % auszugehen sei. Gestützt auf diese Beurteilung stellte das kantonale Gericht fest, in angepasster Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 55 %. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ermittelte es sodann ein ohne Gesundheitsschaden hypothetisch erzielbares Valideneinkommen von Fr. 69'569.- und - unter Verneinung eines Abzugs vom Tabellenlohn - ein Invalideneinkommen von Fr. 30'372.-, was einen Invaliditätsgrad von 56 % und damit einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente ab Mai 2019 ergab.