Citation: 1C_318/2018 E. 2.5

2.5. In BGE 139 II 95 hat das Bundesgericht für die Frage der Verwertung unrechtmässig erhobener Beweise eine Unterscheidung zwischen jenen Verwaltungsverfahren getroffen, die auf eine konkrete Untersuchung der Fahreignung gerichtet sind, und solchen, bei denen dies nicht der Fall ist. Es stellte in diesem Sinne den damals zur Diskussion stehenden Führerausweisentzug auf unbestimmte Zeit nach einer schweren Widerhandlung (Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG) dem Führerausweisentzug wegen fehlender Fahreignung (Art. 16d SVG) gegenüber. Geht es darum, ob eine neue Widerhandlung begangen worden ist, muss danach zur Sicherstellung der Koordination das im Strafverfahren geltende Beweisverwertungsverbot auch im Verwaltungsverfahren zur Anwendung gelangen, was im konkreten Fall ausschloss, das Ergebnis einer rechtswidrig angeordneten Drogenkontrolle zu berücksichtigen (a.a.O., E. 3.4.3 S. 104 f.). Beim Führerausweisentzug wegen fehlender Fahreignung verhält es sich anders. Das Bundesgericht wies ausdrücklich darauf hin, dass das Beweismittel zur Prüfung der Frage, ob sich die Einleitung eines Verfahrens zur Abklärung der Fahreignung rechtfertige, berücksichtigt werden kann. Das öffentliche Interesse am Schutz der Verkehrsteilnehmer überwiegt in dieser Hinsicht (a.a.O., E. 3.5). Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers ist die Rechtsprechung nicht unklar. Im von ihm erwähnten Urteil 1C_357/2014 vom 18. November 2014 ist das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht eingetreten, es hat sich somit zur Sache gar nicht geäussert.