Citation: 2C_701/2022 E. 6.4

6.4. Bezüglich des Schutzes des Familienlebens (Art. 8 EMRK) und der damit einhergehenden Interessenabwägung hat die Vorinstanz im Wesentlichen erwogen, dass das öffentliche Interesse an der Vermeidung einer weiteren Schuldenwirtschaft hoch sei. Der Beschwerdeführer sei zudem nach all den Jahren, die er in der Schweiz verbracht habe, mangelhaft integriert, habe nur rudimentärste Deutschkenntnisse und keine Kontakte oder Freundschaften zu Schweizer Bürgern. Dem stehe das private Interesse am Familienleben gegenüber. Da die Tochter ein Jahr nach der Wegweisungsverfügung des Beschwerdeführers und der Sohn erst nach dessen Ausreise geboren sei, hätten die Beschwerdeführer von Anfang an um das Risiko wissen müssen, das Familienleben allenfalls auf Distanz leben zu müssen. Das derzeitige Familienmodell werde bereits seit vier Jahren so gelebt, der Beschwerdeführer besuche seine Familie regelmässig in der Schweiz und die Kinder würden aufgrund ihres jungen Alters keine andere Form des Zusammenlebens kennen. Daher sei die Kontaktpflege der Familie weiterhin durch wechselseitige Besuche zumutbar. Gesamthaft überwiege das öffentliche Fernhalteinteresse die privaten Interessen der Beschwerdeführer und die Fernhaltemassnahme erweise sich als verhältnismässig.