Citation: 2C_35/2019 E. 4.5

4.5. Berücksichtigt man nach dem Gesagten das der Beschwerdeführerin in Aussicht gestellte Einkommen von brutto Fr. 2'200.--, so ergibt sich auch bei der Bedarfsberechnung der Vorinstanz ein Überschuss. Damit erweist sich die Annahme der Vorinstanz, beim Nachzug der Beschwerdeführerin in die Schweiz bestehe die konkrete Gefahr der Sozialhilfeabhängigkeit, als bundesrechtswidrig. Infolgedessen ist der Beschwerdeführerin im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Sollte sich jedoch herausstellen, dass die Beschwerdeführerin - entgegen ihren Zusicherungen - nicht in der Lage ist, die erforderlichen Erwerbseinkünfte zu erzielen, und sollten die Eheleute dennoch auf Sozialhilfe angewiesen sein, obliegt es dem kantonalen Migrationsamt, die Aufenthaltsbewilligung in Anwendung von Art. 44 Abs. 1 AIG nicht mehr zu verlängern.