Citation: 8C_605/2021 E. 7.2

7.2. Zur Ursache des Sulcus-ulnaris-Syndroms bestehen ebenso divergierende Auffassungen der beratenden Ärzte und der behandelnden Fachpersonen. Dr. med. G.________ und Dr. med. F.________ gehen davon aus, ein iatrogener operativer Ursprung sei "eher wahrscheinlich" bzw. ein Zusammenhang mit dem Anschlagen des Ellenbogens müsse verneint werden. Dr. med. D.________, der die Dekompression und Verlagerung des Nervus ulnaris am 5. Oktober 2020 vorgenommen hatte, wie auch pract. med. H.________ führen die Schädigung hingegen auf Vernarbungen im Nachgang zum Unfall bzw. zur Bursektomie vom 3. März 2020 zurück. Unter allen Ärzten dürfte zwar Einigkeit bestehen, dass das Nervus-ulnaris-Syndrom nicht direkt durch Anschlagen des Ellenbogens an der Hausmauer entstanden ist. Damit ist jedoch entgegen der Darlegung des Dr. med. F.________ noch nicht geklärt, ob die Schädigung im Zusammenhang mit der durch den Unfall entstandenen oder zumindest aktivierten Bursitis bzw. den deshalb zur gegebenen Zeit notwendig gewordenen Interventionen steht. Indem die Vorinstanz geringe Zweifel an der Beurteilung des Dr. med. G.________ (der seinerseits die Einschätzung des Dr. med. F.________ bestätigt) verneinte, setzte sie somit bundesrechtswidrig zu hohe Anforderungen an die Bejahung des geringen Zweifels.