Citation: 1B_225/2009 18.08.2009 E. 1

Im Verfahren gegen X.________ und A.________ wegen SVG-Widerhandlungen stellte X.________ am 7. Juli 2009 den Antrag, dass ihm ein Pflichtverteidiger beigeordnet werde. Der Gerichtspräsident 4 des Gerichtskreises X Thun wies dieses Gesuch mit Entscheid vom 9. Juli 2009 ab. Er hielt u.a. fest, dass weder das Beweisthema noch die mögliche Rechtsfolge komplex seien. Die Sach- und Rechtsfragen seien daher auch für einen Laien überblickbar. X.________ erhob gegen diesen Entscheid Rekurs und stellte dabei ein Ablehnungsgesuch gegen den Gerichtspräsidenten 4 des Gerichtskreises X Thun. Die Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Bern wies mit Beschluss vom 29. Juli 2009 sowohl den Rekurs als auch das Ablehnungsgesuch ab und kam zum Schluss, dass zur Zeit kein Ausstandsverfahren im Sinne von Art. 30 Ziff. 11 StrV an die Hand zu nehmen sei. Zur Begründung führte die Anklagekammer zusammenfassend aus, der Gerichtspräsident habe zutreffend erkannt, dass die Voraussetzungen für die Anordnung einer amtlichen Verteidigung nicht erfüllt seien. Was der Rekurrent dagegen vorbringe, nämlich dass das Verfahren gegen A.________ eingestellt worden sei, sei aktenwidrig. Auf der gleichen Behauptung basiere auch das Ablehnungsgesuch, weshalb es - zusammen mit dem Rekurs - abzuweisen sei.