Citation: I 777/02 10.03.2003 E. 5

Zu prüfen bleibt, ob das kantonale Gericht zu Recht die Wiederherstellung der Frist abgelehnt hat. 5.1 Nach Art. 24 Abs. 1 VwVG kann Wiederherstellung der Frist erteilt werden, wenn der Gesuchsteller oder sein Vertreter unverschuldet abgehalten worden ist, innert der Frist zu handeln, binnen zehn Tagen nach Wegfall des Hindernisses ein begründetes Begehren um Wiederherstellung einreicht und die versäumte Rechtshandlung nachholt. 5.2 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann ein Wiederherstellungsgrund nicht darin gesehen werden, dass die Frist zur Verbesserung der Beschwerde während des Fristenstillstandes angesetzt wurde. Weiter wird geltend gemacht, die am 23. Juli 2002 eingereichte Beschwerdeschrift sei durch das Sozialamt erstellt worden. Da es sich dabei um eine Amtsstelle handle, habe der Beschwerdeführer in guten Treuen davon ausgehen können, dass das Rechtsmittel formgerecht eingereicht werde. Auch dieses Vorbringen ist unbehelflich. Das Verfassen einer Eingabe durch einen der Beschwerdeinstanz nicht angezeigten und nicht bevollmächtigten Vertreter oder Rechtsbeistand entband - ungeachtet dessen, ob es sich dabei um eine Amtsstelle handelte oder nicht - den Beschwerdeführer nicht von der Obliegenheit, selber für behördliche Zustellungen in dem von ihm eingeleiteten Verfahren erreichbar zu sein oder hiefür eine Vertretung zu bestellen, welche in seiner Abwesenheit Postsendungen entgegennehmen und nötigenfalls für ihn handeln konnte. Ein unverschuldetes Hindernis, welches den Beschwerdeführer von fristgerechtem Handeln abhielt, lag daher nicht vor. Wenn das kantonale Gericht die Wiederherstellung ablehnte, ist dies somit ebenfalls, und ohne dass auf die von der Vorinstanz zusätzlich aufgeworfene Frage der fristgerechten Einreichung des Wiederherstellungsgesuches eingegangen werden muss, zu bestätigen.