Citation: 6S.548/2006 23.02.2007 E. 3

Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Strafzumessung. Zu Unrecht werfe ihm die Vorinstanz im Zusammenhang mit dem Raubüberfall auf A.________ ein sehr schweres Verschulden vor. Seine positive Entwicklung seit der Tat hätte ebenso berücksichtigt werden müssen wie der Umstand, dass er 'wieder ins Zuchthaus gehen müsse'. 3.1 Gemäss Art. 63 StGB misst der Richter die Strafe innerhalb des anzuwendenden Strafrahmens nach dem Verschulden des Täters zu; er berücksichtigt dabei die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Schuldigen. Auch die Entwicklung des Täters seit der Tat ist unter diesem Gesichtspunkt zu würdigen (BGE 118 IV 337, E. 2c, S. 341). Der Umfang der Berücksichtigung verschiedener Strafzumessungsfaktoren liegt im Ermessen der kantonalen Behörde (BGE 127 IV 101 E. 2c; 124 IV 286 E. 4a). 3.2 Auch wenn sein Komplize Y.________ beim Raubüberfall die treibende Kraft war, wertet die Vorinstanz das Verschulden des Beschwerdeführers zu Recht als sehr schwer. Zusammen mit dem Mittäter sei er in das Alters- und Pflegeheimzimmer eingedrungen, habe seinen Pfefferspray versprüht und die 74-jährige Frau zur Herausgabe von Geld genötigt. Dabei sei das Opfer zu Boden gerissen und dort mindestens eine halbe Stunde festgehalten worden. Angesichts der grossen körperlichen Überlegenheit gegenüber dem betagten pflegebedürftigen Opfer verdiene die Tat keine Milde. Dass sein Mittäter noch brutaler auftrat und das Opfer sexuell nötigte, ändere an dieser Einschätzung nichts. Dessen Verschulden wurde denn auch als ausserordentlich schwer eingestuft und die Strafe um ein Jahr höher angesetzt. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, inwiefern die vorinstanzliche Verschuldenseinschätzung Bundesrecht verletzen soll. Selbst bei Annahme eines mittelschweren Verschuldens wäre die Strafe immer noch angemessen. Der ordentliche Strafrahmen liegt zwischen 2 und 20 Jahren Zuchthaus. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers trägt die Vorinstanz - teilweise unter Verweis auf das erstinstanzliche Urteil - seiner positiven Entwicklung seit der Tat deutlich strafmindernd Rechnung. Sie berücksichtigt insbesondere, dass er nunmehr über eine feste Anstellung verfügt, mit einer Kollegin zusammenwohnt, Sport treibt und keine harten Drogen mehr nimmt. Sie verneint jedoch eine erhöhte Strafempfindlichkeit. Jeder Strafvollzug habe für den verurteilten Täter und seine Angehörigen negative Auswirkungen. Auch diese Einschätzung ist von Bundesrechts wegen nicht zu beanstanden.