Citation: 2C_1077/2017 E. 4.2

4.2. Die Annahme der Vorinstanz, dass vorliegend von einer Scheinehe auszugehen ist, stützt sich auf zahlreiche Indizien. Verwiesen wird im angefochtenen Urteil unter anderem auf die vagen Aussagen der Eheleute A.________ und B.________ zu den Umständen ihres angeblichen Kennenlernens auf Sizilien und den damit zusammenhängenden Verdacht, dass die Ehe auf ein Arrangement durch den Cousin des Beschwerdeführers (und gleichzeitigen Arbeitgeber von B.________) zurückzuführen sein könnte; weiter auf die Weigerung von B.________, die Namen von Freundinnen zu benennen, die sie bei ihrer Reise nach Sizilien begleitet haben, auf die fehlenden sprachlichen Verständigungsmöglichkeiten zu Beginn der Beziehung und auf die fehlenden Kenntnisse der Eheleute übereinander, welche insbesondere anlässlich der ersten Befragungen im Jahr 2011 zu Tage getreten sind. Die Annahme der Vorinstanz stützt sich überdies auf das fehlende Interesse des Beschwerdeführers an seinen Schwiegereltern, den Altersunterschied von neun Jahren, die Beziehung von B.________ zu ihrem Landsmann C.________ und das Zusammenleben mit diesem, sowie das Fehlen gemeinsamer Fotos in der Wohnung der Eheleute. Die Vorinstanz schliesst aus all diesen Indizien, es könne keinen Zweifel daran geben, dass die Ehe nie tatsächlich gelebt worden sei und ausschliesslich ausländerrechtliche Zwecke verfolgt habe.