Citation: 4A_24/2021 E. 6.8.2

6.8.2. Die Beschwerdeführer vermögen auch diesbezüglich mit ihren Rügen nicht durchzudringen. Die vorinstanzlichen Ausführungen sind vor dem Hintergrund zu sehen, dass es an den Beschwerdeführern gewesen wäre, substanziierte Behauptungen dazu zu machen, weshalb sie bei korrekter Information auf eine Investition verzichtet hätten. Die vorinstanzlichen Erwägungen, dass gerade auch in ein ungewisses Potential des N.________ investiert worden sei, sind jedenfalls nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz stellt damit auch nicht ihre Feststellungen betreffend Pflichtverletzung in Frage, sondern sie zeigt vielmehr auf, dass selbst bei korrekten prospektähnlichen Mitteilungen nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden könnte, dass kein vernünftiger Investor investiert hätte. Gerade deshalb forderte sie zu Recht, die Beschwerdeführer hätten substanziiert darlegen müssen, weshalb sie bei korrekter Information in den prospektähnlichen Mitteilungen auf eine Investition verzichtet hätten. Auch ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz festhält, es könne - mangels konkreter Begründung - nicht davon ausgegangen werden, dass aufgrund des Beratungsvertrages bzw. der Beratungskosten auf eine Investition gänzlich verzichtet worden wäre. Selbst wenn die Beratungskosten sehr hoch gewesen sein mögen, lässt sich daraus nicht ein gänzlicher Investitionsverzicht ableiten. Es ist im Übrigen auch nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz hinsichtlich der Würdigung des Beratungsvertrages in Willkür verfallen wäre. Nichts ändert, dass der Preis der Aktien fixiert und nicht verhandelbar gewesen sein soll. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass überhaupt keine Aktien gezeichnet worden wären.