Citation: 2C_736/2020 E. 4.2

4.2. Weil der Beschwerdeführer im Wesentlichen im Jahr 2015 bis zu seiner Verhaftung am 21. August 2015 diverse Male Kokain an verschiedene Abnehmer verkaufte, übergab oder zum Verkauf anbot, wurde er vom Obergericht des Kantons Zürich zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt. Dieses Strafmass liegt weit über der Grenze von einem Jahr, welche für das Vorliegen eines Widerrufsgrunds nach Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit. b AuG massgeblich ist (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.1 S. 32). Die Gesamtmenge reinen Kokains, das der Beschwerdeführer verkaufte, anbot oder besass, betrug 70,32 Gramm. Durch sein Verhalten hat der Beschwerdeführer die öffentliche Gesundheit als hochwertiges Rechtsgut mehrfach und in einer qualifizierten Weise schwerwiegend gefährdet. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass qualifizierte Drogendelikte gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB zu den Anlasstaten gehören, die zwingend zu einer Landesverweisung führen. Auch wenn diese Bestimmung hier nicht direkt anwendbar ist, weil die Tat vor deren Inkrafttreten begangen wurde, unterstreicht sie die Schwere der Gesetzesverletzung (BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34). Aus migrationsrechtlicher Sicht stellt bereits eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten einen schwerwiegenden Verstoss gegen die Rechtsordnung dar (vgl. BGE 139 I 145 E. 3.4 S. 152 f.). Insgesamt ist beim Beschwerdeführer ausländerrechtlich von einem schweren Verschulden auszugehen.