Citation: 6B_226/2025 E. 4.3

4.3. Das Verhältnis des Beschwerdeführers zu seinem früheren amtlichen Verteidiger und die Frage der wirksamen Verteidigung brauchen hier nicht erschöpfend beurteilt zu werden. Als entscheidend erweist sich, dass der Beschwerdeführer gemäss den von der Vorinstanz dargestellten und von ihm nicht bemängelten Gegebenheiten die Möglichkeit gehabt hätte, mit dem ihm bestellten amtlichen Verteidiger Kontakt zu halten. Es steht ausser Frage, dass der Beschwerdeführer wusste, wer sein amtlicher Verteidiger war. Selbst wenn das gegenseitige Vertrauensverhältnis zerrüttet gewesen und dies auf ein Fehlverhalten des amtlichen Verteidigers zurückzuführen wäre, wie der Beschwerdeführer der Meinung ist, hätte er es in der Hand gehabt, Kenntnis vom Gang des Berufungsverfahrens via seinen amtlichen Verteidiger zu erhalten. Insbesondere angesichts der an ihn gerichteten E-Mail des amtlichen Verteidigers vom 25. Oktober 2023, mit der Letzterer ihn über den von der Vorinstanz in Aussicht gestellten abschlägigen Berufungsentscheid informierte (vgl. angefochtener Beschluss E. I.3.2 S. 13 in fine), wäre es für den Beschwerdeführer nahegelegen, sich mit Blick auf den Ausgang des Berufungsverfahrens an den amtlichen Verteidiger zu wenden. Gründe, aufgrund derer eine solche Kontaktaufnahme bzw. eine Beantwortung des Kontaktaufnahmeversuchs des amtlichen Verteidigers ausser Betracht gefallen wäre, sind in der Beschwerde nicht angeführt. Namentlich rügt der Beschwerdeführer nicht, eine Kommunikation mit dem amtlichen Verteidiger sei nicht möglich gewesen, sondern er erwähnt nur, er habe (unter anderem) dahingehende Kritik im kantonalen Verfahren schon erhoben. Die fragliche Kritik erneuert und substanziiert er vor Bundesgericht indes nicht. Für eine solche Kritik bzw. die Annahme, der amtliche Verteidiger habe die Kommunikation verweigert und der Beschwerdeführer habe daher von ihm nichts in Erfahrung bringen können, fehlt es denn auch an der Grundlage angesichts des aus dem angefochtenen Beschluss hervorgehenden, vom Beschwerdeführer nicht in Abrede gestellten Prozesssachverhalts. Diesem ist zu entnehmen, dass der amtliche Verteidiger sowohl im erst- als auch zweitinstanzlichen Gerichtsverfahren diverse Male versucht hat, mit dem Beschwerdeführer in Kontakt zu treten, und es der Beschwerdeführer war, der darauf nicht reagiert und sich insoweit seinem amtlichen Verteidiger verweigert hat (vgl. angefochtener Beschluss E. I.3.1 f. S. 10-12). Der Beschwerdeführer kann unter diesen Umständen nicht für sich beanspruchen, unverschuldet ausser Stande gewesen zu sein, gegen den angefochtenen Beschluss vom 22. April 2024 fristgerecht Beschwerde vor Bundesgericht einzureichen. Die verspätete Beschwerdeerhebung hat er vielmehr sich selbst bzw. seiner verweigernden Haltung gegenüber seinem amtlichen Verteidiger zuzuschreiben. Für eine Wiederherstellung der Beschwerdefrist besteht damit kein Raum.