Citation: H 427/99 22.03.2001 E. 4

4.- a) Was die rechtzeitige Geltendmachung des Schadenersatzes betrifft, so hat das kantonale Gericht zutreffend auf die am 20. März 1997 vom Betreibungsamt Y.________ ausgestellten definitiven Pfändungsverlustscheine abgestellt und die Schadenersatzverfügung vom 13. Februar 1998 als rechtzeitig betrachtet. Tatsächlich sind als Beweismittel für die Annahme einer früheren Schadenskenntnis weder das vom Beschwerdeführer erneut geltend gemachte Schreiben vom 11. Februar 1997 noch die Pfändungsurkunde vom 11. September 1996 geeignet, da sie nach den verbindlichen Feststellungen (vgl. Erw. 2b hievor) des kantonalen Gerichts keine objektiven Umstände darstellen, die es rechtfertigen würden, eine frühere Schadenskenntnis anzunehmen und vom Regelzeitpunkt der Ausstellung eines definitiven Pfändungsverlustscheines abzuweichen (ZAK 1991 S. 127 Erw. 2a, 1988 S. 299). Nichts zu ändern vermögen daher die Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, zu welchen bereits die Vorinstanz mit überzeugender Begründung Stellung bezogen hat. b) Wie das kantonale Gericht des Weitern verbindlich festgestellt hat (vgl. Erw. 2b hievor), lieferte die X.________ AG in den Jahren 1993 bis 1996 die paritätischen Sozialversicherungsbeiträge nicht mehr vollständig ab. Damit verstiess sie während Jahren gegen die Beitragszahlungs- und -abrechnungspflicht und missachtete dadurch Vorschriften im Sinne von Art. 52 AHVG. Dieses Verschulden der Arbeitgeberin hat die Vorinstanz zu Recht dem Beschwerdeführer als grobfahrlässiges Verhalten angerechnet. Es kann in diesem Zusammenhang auf die einlässlichen Erwägungen des kantonalen Gerichts verwiesen werden, namentlich was den Einwand betreffend den Liquiditätsengpass angeht. Die Vorinstanz ist zutreffenderweise zum Schluss gekommen, dass nicht ersichtlich ist, worauf sich die Hoffnungen des Beschwerdeführers auf eine baldige Sanierung gestützt haben, nachdem das Konkursverfahren gegen den Hauptkunden der X.________ AG am 25. Juni 1996 mangels Aktiven eingestellt wurde und somit auch keine Konkursdividende mehr zu erwarten war. Das kantonale Gericht ist daher zu Recht von einem grobfahrlässigen Verhalten des Beschwerdeführers ausgegangen. c) Schliesslich ist der Einwand unbehelflich, wonach auch andere Arbeitgeberorgane für den Schaden mitverantwortlich seien, da die Ausgleichkassen - im Hinblick auf die solidarische Rechtsnatur der Haftung mehrerer Arbeitgeberorgane - befugt sind, sich die Haftpflichtigen auszuwählen (vgl. Erw. 1 hievor).