Citation: 6B_1156/2021 E. 5.3.2

5.3.2. Die Vorinstanz berücksichtigte auch die Vorbringen des Beschwerdeführers hinsichtlich der Schuldensanierung (vgl. E. 3.3 hievor) und seines Austritts aus der J.________-Vereinigung. Soweit er - wie bereits anlässlich der Hauptverhandlung im erstinstanzlichen Verfahren - wiederholt, seine kranke Mutter in W.________ pflegen zu müssen, legt er nicht dar, weshalb diese Aufgabe nicht der mit seiner Familie ebenfalls in W.________ wohnhafte Bruder übernehmen kann. Zudem fand sich gemäss erstinstanzlichem Urteil auch in der Korrespondenz des Beschwerdeführers aus der Untersuchungshaft kein einziges Wort zu seiner Mutter. Bei der abschliessenden Interessenabwägung überwog gemäss angefochtenem Urteil das öffentliche Interesse an der Landesverweisung die privaten Interessen des ausländischen Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz (vgl. E. 5.2.3), zumal er ja bereits bei seiner Ehegattin in Deutschland Wohnsitz genommen hat. Finanziell habe er in der Schweiz nie richtig Fuss gefasst. Mit Ausnahme seiner hier lebenden Mutter könne der Beschwerdeführer keinen Bezug zur Schweiz geltend machen. Die ins Gewicht fallende erhebliche Delinquenz und die hohe Rückfallgefahr würden gegen den Verbleib in der Schweiz sprechen. Andererseits beherrsche der Beschwerdeführer die türkische Sprache und habe zuletzt längere Zeit bei seinem kranken Vater in der Türkei verbracht. Die Übersiedlung in die Türkei sei auch unter humanitären Gesichtspunkten vertretbar.