Citation: 8C_627/2020 E. 4.1.4

4.1.4. In Bezug auf den geltend gemachten schwierigen Heilungsverlauf und die erheblichen Komplikationen, ist unbestritten, dass es für die Bejahung dieses Kriteriums besonderer Gründe bedarf, welche die Genesung bis zum Fallabschluss beeinträchtigt oder verzögert haben (SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81, U 479/05 E. 8.5; Urteil 8C_123/2018 vom 18. September 2018 E. 5.2.2.2). Der Umstand, dass trotz verschiedener Therapien keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte, genügt allein nicht (Urteil 8C_632/2018 vom 10. Mai 2019 E. 10.3). Den vorinstanzlichen Ausführungen hierzu stimmt der Beschwerdeführer ausdrücklich zu. Danach ist es nach der ersten Operation aufgrund einer Wundnekrose am 11. Februar 2011 zu einem zweiten operativen Eingriff (mit komplikationslosem Verlauf) gekommen und am 3. August 2011 wurde eine Grundgelenksarthrodese durchgeführt. Weitere Komplikationen verneinte das kantonale Gericht zu Recht. Der Beschwerdeführer beruft sich in diesem Zusammenhang darauf, im weiteren Verlauf sei eine Amputation des Daumens im Raum gestanden. Er betont nochmals, er nehme mittlerweile seinen gesamten Arm als Fremdkörper wahr, sich aufgrund der Schonhaltung desselben eine Epicondylitis gebildet habe und die Schmerzen in den Oberarm ausstrahlten. Zur diskutierten Amputation des Daumens ist anzumerken, dass hierfür zu keinem Zeitpunkt eine medizinische Notwendigkeit bestanden hat, sondern diese einzig als mögliche Behandlungsoption aufgrund der Unbeweglichkeit des Daumens und der ausgeprägten Kälteüberempfindlichkeit angesprochen wurde (Bericht des Spitals H.________ vom 20. September 2012). Der behandelnde Prof. Dr. med. I.________ führte hierzu aus, ein nicht beweglicher und nicht ganz gefühlvoller Daumen sei sicherlich besser als kein Daumen, weshalb er einer Amputation desselben nicht unbedingt leichten Herzens zustimmen würde (Bericht des Spitals H.________ vom 24. Oktober 2012). Was die in der Beschwerde beschriebene Verschlechterung im Verlauf angeht, ist auf das bereits Dargelegte zur erheblichen psychischen Überlagerung zu verweisen. Die psychische Beschwerdekomponente ist bei der Adäquanzprüfung auszuklammern. Es liegen keine Umstände vor, die zur Bejahung dieses Kriteriums führen könnten.