Citation: 8C_717/2017 E. 5.2

5.2. In den Akten findet sich zwar ein "Visum" des medizinischen Dienstes der IV-Stelle (Dr. med. I.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH) vom 16. September 2003. Ob und inwieweit sich dieser Arzt mit dem Dossier befasste, ist nicht dokumentiert. Dass die Vorinstanz diesen - jeden weiteren Hinweis entbehrenden - Vermerk über die erfolgte Sichtung durch den medizinischen Dienst genauso wenig wie die erwähnten hausärztlichen Berichte als schlüssige Einschätzung des Gesundheitszustandes und der darin gründenden Einschränkung des Leistungsvermögens erachtete, ist nicht zu beanstanden. Damit liegt weder eine Verletzung der Beweiswürdigungsregeln vor noch ist der daraus gezogenen Schluss, dass eine (vorab psychisch bedingte) volle Arbeitsunfähigkeit nicht ausgewiesen gewesen sei, offensichtlich unrichtig. Ebenso wenig kann der Vorinstanz angesichts der offenkundigen Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes eine Bundesrechtsverletzung vorgeworfen werden, wenn sie unter diesen Umständen einen Wiedererwägungsgrund bejahte.