Citation: 1B_389/2021 E. 2.1.6

2.1.6. Zu einem dritten Sachverhaltskomplex, "Vortat W", erörterte die Staatsanwaltschaft Folgendes: Es hätten ca. 30-40 "Joint Venture-Mixed Companies" mit der C.________ existiert. Eine davon sei die Gesellschaft W.________ gewesen, bei welcher die Gesellschaft X.________ die Minderheitsaktionärin gewesen sei. Die "Joint Venture-Mixed Companies" hätten zum einen Teil privaten Gesellschaften und zum anderen Teil der C.________ gehört, wobei die Privaten die Minderheitsaktionäre gewesen seien und die C.________ die Mehrheitsaktionärin, jeweils mit 60 %. Ab 2013/2014 hätten die Minderheitsaktionäre (Fa. X.________) der "Joint Venture Mixed-Mixed Company" (Fa. W.________) ein Darlehen in USD gewähren müssen, um die operationelle Geschäftstätigkeit der Fa. W.________ zu gewährleisten, so dass die Minderheitsaktionäre weiter Nachzahlungen und Dividenden erhalten hätten. Zur Sicherung ihres Darlehens seien den Minderheitsaktionären durch die C.________ Forderungen aus Handelsverträgen (Öllieferungen) mit Dritten abgetreten worden. Da die C.________ nur eine begrenzte Anzahl gut bewerteter Handelsverträge gehabt habe, hätten die Minderheitsaktionäre Schmiergelder an Kaderleute der C.________ bezahlt, u.a. an U.________, um eine gute Absicherung für ihr Darlehen zu erhalten. An U.________ seien Bestechungsgelder von USD 3 Mio. in Aussicht gestellt und (2014/ 2015) bezahlt worden, um der Fa. X.________ zu helfen, den Deal mit der C.________ einzufädeln. Davon seien an Y.________, den Finanzdirektor der C.________, USD 1,5 Mio. geflossen. Auch an die Gebrüder Z.________ seien in diesem Zusammenhang Bestechungsgelder bezahlt worden.