Citation: 5A_300/2022 E. 3

Im Eventualstandpunkt äussert sich der Beschwerdeführer vorab zur Erlaubnis, den gewöhnlichen Aufenthalt des Kindes nach Australien zu verlegen. Dabei verkennt er, dass er nicht in appellatorischer Weise den Sachverhalt aus seiner eigenen Sicht schildern (die Mutter hintertreibe das Besuchsrecht und wolle nur deshalb nach Australien auswandern, um ihm das Kind zu entfremden) sowie eine falsche Anwendung von Art. 301a ZGB geltend machen und danach separat in abstrakter Weise eine Verletzung des Willkürverbotes rügen kann. Vielmehr bedeutet das in Art. 106 Abs. 2 BGG verankerte Rügeprinzip, dass er in konkreter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides substanziiert darlegen müsste, welche und inwiefern eine bestimmte Sachverhaltsfeststellung willkürlich (das Obergericht ist davon ausgegangen, dass die Mutter nach der Trennung in ihr Heimatland zurückkehren wolle, wo sie ihre Familienangehörigen habe und sich eine Arbeitsstelle verspreche, die mehr auf ihrem Interessengebiet liege, dass das Kind in der Schweiz noch nicht eingeschult und Englisch ohnehin seine Muttersprache sei) oder inwiefern Art. 301a ZGB in willkürlicher Weise angewandt worden sein soll (das Obergericht hat erwogen, dass die Mutter die Hauptbezugsperson des Kindes und dieses mit fünf Jahren nach wie vor stärker personen- als umgebungsbezogen sei, dass es in den ihm bereits aus Ferienbesuchen und Telefonaten bekannten Verwandtenkreis zu leben käme, dass der Beschwerdeführer keine Ausführungen zu einem eigenen Betreuungskonzept mache und dass für den Vorwurf, die Mutter wolle ihm das Kind entziehen, in den Akten keine Anhaltspunkte vorliegen würden). Indem der Beschwerdeführer keine konkreten Willkür- oder anderweitige Verfassungsrügen zu den betreffenden Sachverhaltsfeststellungen oder zur Rechtsanwendung macht, bleibt seine Beschwerde unsubstanziiert.