Citation: 2A.486/2005 23.02.2006 E. 2

Gegenstand der Beschwerde bildet die Frage, ob die Leistungen aus den beiden Todesfallversicherungen bei den begünstigten Eltern und Erben des verstorbenen Versicherungsnehmers als Einkommen besteuert werden durften. 2.1 Die Versicherungsleistungen betrugen gemäss Policen im Todesfall Fr. 343'000.-- und Fr. 800'000.--, wobei das Kapital jährlich um Fr. 38'111.20 bzw. Fr. 40'000.-- abnehmen sollte; die Versicherungen waren bis zum 15. Juni 1996 resp. 1. November 2007 befristet. Zusätzlich versichert war die Erwerbsunfähigkeit. Bei den Versicherungen handelt es sich damit um temporäre Todesfallversicherungen mit jährlich abnehmender Versicherungssumme; es geht um reine Risikoversicherungen, die keinen Rückkaufswert haben, da der Eintritt des versicherten Ereignisses ungewiss ist (vgl. Art. 90 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag [VVG; SR 221.229.1]; BGE 130 I 205 E. 7.6.3, 7.6.4 S. 217 f., mit Hinweisen). Art. 34 Abs. 3 der Allgemeinen Bedingungen für Lebenversicherungen (AVB) der Basler (Ausgabe 1987) sieht denn auch einen Rückkaufswert nur bei "zusätzlichen" temporären Todesfallversicherungen bei gleichzeitigem Rückkauf der Gesamtversicherung vor; eine solche Zusatzversicherung liegt hier nicht vor. 2.2 Die beiden streitigen Versicherungspolicen waren der Zürcher Kantonalbank, später der Schweizerischen Kreditanstalt für einen Betriebs- und Investitionskredit verpfändet. Die Prämien wurden nach den unbestrittenen Feststellungen der Vorinstanz der Erfolgsrechnung der vom Erblasser betriebenen Zahnarztpraxis belastet und die betreffenden Aufwendungen von den Steuerbehörden dementsprechend als geschäftsmässig begründet zum Abzug zugelassen (vgl. Peter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, Therwil/Basel 2001, N. 45 zu Art. 27 DBG). Die Versicherungen dienten damit primär geschäftlichen und nicht persönlichen Interessen. Die daraus erwachsenden Ansprüche gehörten unter diesen Umständen zum Geschäftsvermögen.