Citation: 1C_211/2013 E. 1

Die Plafonierung des Zweitwohnungsbaus gemäss Art. 75b BV stellt eine Bundesaufgabe dar, die der Schonung der Natur und des heimatlichen Landschaftsbildes dient. Die nach Art. 12 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) beschwerdebefugten Organisationen im Bereich des Natur- und Heimatschutzes - zu denen auch die Helvetia Nostra gehört - können daher Baubewilligungen wegen Verletzung von Art. 75b BV und seiner Übergangs- und Ausführungsbestimmungen anfechten (BGE 139 II 271 E. 11 S. 276 ff.) Das Verwaltungsgericht Graubünden hat demnach (wie die Gemeinde) die Einsprachebefugnis der Beschwerdeführerin zu Unrecht verneint. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts und die Nichteintretensverfügung der Gemeinde Disentis/Mustér vom 3. Dezember 2012 sind daher aufzuheben. Da das Baubewilligungsverfahren noch auf Ebene der Gemeinde hängig ist, ist die Sache an die Gemeinde Disentis/Mustér zurückzuweisen. Sollte X.________ ein modifiziertes Baugesuch einreichen, müsste der Helvetia Nostra im Einspracheverfahren dazu das rechtliche Gehör gewährt werden.