Citation: 5A_703/2021 E. 1.2.2

1.2.2. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, die Verfahrensparteien seien übereinstimmend von einem Fr. 30'000.-- übersteigenden Streitwert ausgegangen, die gegenteilige Auffassung der Vorinstanz verletze daher die Dispositionsmaxime, ohne dass das rechtliche Gehör gewahrt worden sei und ohne hinreichende Begründung. Dies sei willkürlich. Die Vorinstanz habe auch nicht gewürdigt, dass die Pflanzen bei einem Rückschnitt höchstwahrscheinlich eingehen würden. Es wäre also auf den Wert der Pflanzen abzustellen gewesen, wobei gerichtsnotorisch sei, dass Pflanzen mit einem Alter von über 20 Jahren zehntausende Franken Wert hätten. Bereits die Pflanzen alleine wiesen einen Wert von weit über Fr. 30'000.-- auf, erstreckten sie sich doch über eine Länge von über 25 Metern. Zusätzlich sei auf die Wertveränderungen der beteiligten Grundstücke abzustellen. Diese befänden sich in einem Quartier mit Einfamilienhäusern, welches von hoher Durchgrünung und grosser Privatsphäre der einzelnen Liegenschaften geprägt sei. Die Liegenschaften wiesen Seesicht auf und befänden sich in der steuergünstigen und äusserst gefragten Gemeinde V.________; sie wiesen Marktwerte im hohen siebenstelligen bzw. achtstelligen Bereich auf. Eine auch nur geringe Beeinträchtigung der Privatsphäre derartiger Liegenschaften wirke sich auf den Marktwert in einer Grössenordnung von weit über Fr. 30'000.-- aus. Die Ausführungen der Vorinstanz stützten sich auf keine nachvollziehbare Begründung und seien willkürliche Annahmen. Es sei gerichtsnotorisch, dass sich jegliche Beeinträchtigung der Privatsphäre einer solchen Liegenschaft im hohen fünf- bzw. sechsstelligen Bereich auf deren Marktwert auswirke.