Citation: 1C_363/2024 E. 3.2

3.2. Die streitbetroffene Gebühr betrifft eine in einem Beschwerdeverfahren vor dem Grossen Rat erhobene Verwaltungsgebühr, ähnlich einer Gerichtsgebühr. Gerichtsgebühren sind Kausalabgaben, die ihren Grund in der Inanspruchnahme einer staatlichen Leistung haben (BGE 145 I 52 E. 5.2; 143 I 227 E. 4.3.1; 124 I 241 E. 4a; je mit Hinweisen). Zwar hat die Rechtsprechung die Anforderungen bezüglich der gesetzlichen Bestimmung der Abgabenhöhe namentlich bei Gerichtsgebühren gelockert, deren Höhe sich anhand der verfassungsmässigen Grundsätze der Kostendeckung und der Äquivalenz überprüfen lässt (BGE 145 I 52 E. 5.2.1; 143 I 227 E. 4.2.1 S. 233; je mit Hinweisen). Indes ist immer eine gesetzliche Grundlage erforderlich, auch wenn gegebenenfalls eine relativ offene formell-gesetzliche Delegationsnorm an den Verordnungsgeber genügt (vgl. BGE 145 I 52 E. 5.3 mit Hinweisen; zum Ganzen: Tschannen/Müller/Kern, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl. 2022, N. 1655; Marcel Bolz, Die gesetzliche Grundlage für staatliche Gebühren, in: Das Legalitätsprinzip in Verwaltungsrecht und Rechtsetzungslehre, 2017, S. 129 ff.).