Citation: U 183/06 18.04.2007 E. 5

Nach dem Gesagten fehlt es an einer unfallbedingten organisch nachweisbaren Ursache für die persistierende Symptomatik. Zu beurteilen bleibt, ob sich ein Leistungsanspruch aus dem Unfall vom 14. Januar 2003 über den 31. März 2005 hinaus aufgrund der festgestellten psychischen Problematik ergibt. Das kantonale Gericht hat hiebei ohne weitere Ausführungen zum natürlichen Kausalzusammenhang die Adäquanz geprüft. Nach SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 3c ist dies nicht zu beanstanden. 5.1 Die Vorinstanz hat sich zunächst mit der Frage auseinandergesetzt, ob die Versicherte beim Unfall vom 14. Januar 2003 eine Verletzung erlitten hat, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis bei der Adäquanzprüfung (vgl. E. 3 hievor) rechtfertigt. Dies entspricht dem rechtsprechungsgemässen Vorgehen bei organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103; SVR 2007 UV Nr. 8 S. 27, E. 2.2, U 277/04). Das kantonale Gericht hat diese Frage verneint. Dass das Unfallereignis zu einem Schädel-Hirntrauma im Sinne von BGE 117 V 369 geführt hat, macht die Versicherte, nach Lage der Akten zu Recht, nicht geltend. Sie stellt sich vielmehr, wie schon vorinstanzlich, auf den Standpunkt, sie habe ein Schleudertrauma resp. eine äquivalente Verletzung der HWS erlitten. Das kantonale Gericht führt hiezu im angefochtenen Entscheid aus, eine entsprechende Einwirkung auf die HWS sei aufgrund des Unfallhergangs, der Art und Weise der danach aufgetretenen Beschwerden und der ärztlichen Stellungnahmen nicht überwiegend wahrscheinlich. 5.2 Die vorinstanzliche Beurteilung beruht auf einer sorgfältigen Würdigung der Sach- und Rechtslage. Dass der Unfall vom 14. Januar 2003 mit einer Krafteinwirkung auf die HWS verbunden war, welche überhaupt ein Schleudertrauma oder eine vergleichbare Verletzung hätte hervorrufen können, erscheint mit Blick auf den aktenkundigen Unfallablauf fraglich. Der Hausarzt schloss denn auch lediglich auf Kontusionen nebst einer Bänder-Muskelzerrung. Sowohl der SUVA-Kreisarzt, der die Versicherte wiederholt untersucht hat, als auch Prof. Dr. med. E.________ im neurologischen Gutachten vom 10. Oktober 2004 verneinen sodann ausdrücklich eine beim Unfall vom 14. Januar 2003 erlittene Schleuder- resp. Distorsionsverletzung der HWS. Nach der überzeugenden Beurteilung des Kreisarztes gilt dies selbst dann, wenn es es beim Aufprall des Kopfes schlimmstenfalls zu einer leichten Abknickverletzung gekommen sein sollte. Zu Recht wird im kantonalen Entscheid weiter erwähnt, dass das Beschwerdebild, welches für die der Schleudertrauma-Praxis zugrunde liegenden Verletzungsmuster typisch ist (vgl. BGE 117 V 359 E. 4b S. 360, 369 E. 4b S. 382), hier anfänglich nur teilweise und im Übrigen, soweit überhaupt, erst mit einiger zeitlicher Verzögerung aufgetreten ist. 5.3 Soweit in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingewendet wird, der Kopf der Versicherten sei beim Zusammenprall mit dem flüchtenden Mann durch Kopfstoss nach hinten geschleudert worden, was die HWS geschädigt habe, findet dies in den Akten keine Stütze. Vielmehr gab die Beschwerdeführerin am 18. März 2003 gegenüber dem Kreisarzt an, sie sei beim Zusammenstoss am Brustkasten und an der rechten Gesichtshälfte getroffen worden. Schon der Umstand, dass der Aufprall demnach auf Kopf und Brustkasten erfolgte, spricht gegen die behauptete "erhebliche Akzeleration des Kopfes mit Bezug auf den Rumpf" mit entsprechender Krafteinwirkung auf die HWS. Die weiteren Ausführungen, mit welchen ein entsprechender Unfallmechanismus geltend gemacht wird, stellen letztlich ebenfalls nur Behauptungen und Mutmassungen dar, welche sich auch mittels der beantragten ergänzenden Abklärungen nicht zuverlässig stützen liessen. Es ist daher mit dem kantonalen Gericht von solchen Beweismassnahmen abzusehen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162 mit Hinweis). 5.4 Im Weiteren wird geltend gemacht, die Aussage des Kreisarztes zu einer maximal leichten Abknickverletzung sei Prof. Dr. med. E.________ "nicht präsent". Was damit gemeint sein soll, wird aus der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht klar. Sollte damit geltend gemacht werden, Prof. Dr. med. E.________ sei die Aussage des Kreisarztes nicht bekannt gewesen, träfe dies nicht zu. Der entsprechende kreisärztliche Untersuchungsbericht vom 16. Juni 2003 lag dem Neurologen nämlich gemäss ausdrücklicher Erwähnung im Gutachten vom 10. Oktober 2004 vor. Die letztinstanzlich aufgelegte hausärztliche Krankengeschichte rechtfertigt ebenfalls keine andere Betrachtungsweise. Dies gilt namentlich auch für die darin enthaltene Angabe, die Versicherte habe am 24. Februar 2003 über ein leichtes Schwankgefühl und Schwindel geklagt. Die entsprechende Äusserung erfolgte erst mehrere Wochen nach dem Unfall vom 14. Januar 2003, und der Hausarzt sah sich weder durch diese noch durch die weiteren in der Folge geklagten Beschwerden veranlasst, eine Verletzung im Sinne der Schleudertrauma-Praxis ernsthaft in Betracht zu ziehen. Es kann im Übrigen, und ohne dass auf die weiteren, grossenteils bereits beschwerdeweise vorgetragenen Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde noch im Einzelnen einzugehen wäre, auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden.