Citation: 2C_372/2023 E. 1.2

1.2. Auf dem Gebiet des Ausländerrechts ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nur zulässig, wenn auf die angestrebte Bewilligung ein bundes- oder völkerrechtlicher Anspruch besteht (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Wird wie hier nach einer rechtskräftigen Aufenthaltsbeendigung ein Gesuch um eine neue Aufenthaltsbewilligung gestellt, müssen im Zeitpunkt von deren Erteilung die dannzumal geltenden Bewilligungsvoraussetzungen erfüllt sein (Urteile 2C_141/2021 vom 13. April 2021 E. 1.2; 2C_883/2018 vom 21. März 2019 E. 4.1). Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten, wenn die betroffene Person in vertretbarer Weise dartun kann, dass aktuell ein potenzieller Rechtsanspruch auf die neue Bewilligung besteht; ob die jeweiligen Voraussetzungen tatsächlich gegeben sind, ist Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 147 I 89 E. 1.1.1; 139 I 330 E. 1.1). Die Beschwerdeführerin beruft sich auf die Beziehung zu ihrer Schweizer Tochter, die nach dem rechtskräftigen Widerruf ihrer Niederlassungsbewilligung geboren wurde. Sie macht damit in vertretbarer Weise einen potenziellen Bewilligungsanspruch aus dem Recht auf Achtung des Familienlebens nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV geltend (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.2; Urteil 2C_273/2023 vom 30. Mai 2024 E. 1.2.4).