Citation: I 291/99 17.01.2000 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad. a) Gemäss Bericht der Klinik X.________ vom 3. Oktober 1995 war der Beschwerdeführer aufgrund seines Unfalls vom 16. Januar 1995 vorübergehend für 3 Monate zu 50 % arbeits- unfähig gewesen. Hernach sei bei fehlender Neurologie ein Arbeitsversuch indiziert. Es bestehe ein Verdacht auf funk- tionelle Überlagerung, weshalb der Patient so schnell wie möglich wieder in den Arbeitsprozess integriert werden sollte. Hiezu schlägt die Klinik eine Abklärung in der Re- habilitationsklinik Y.________ vor. Dr. med. S.________, Allgemeine Medizin FMH, schätzt die Arbeitsunfähigkeit als Hilfsschlosser im Bericht vom 5. September 1996 ab 6. Juni 1995 bis auf weiteres auf 100 %. Leichte Arbeit sei zu 50 % möglich, aber der Patient sei zu wenig differenziert für Umschulungen. In einem Bericht vom 16. Dezember 1996 hält die Klinik X.________ die bisherige Arbeit zu 50 %, später zu 100 % zumutbar und ergänzt, in körperlich leichten Tätigkeiten sei der Beschwerdeführer voll arbeitsfähig. "Wir glauben an eine deutliche funktionelle Überlagerung", weshalb der Patient in Bellikon genauer untersucht werden sollte. Diesen Bericht erstellte die Klinik X.________, ohne den Ver- sicherten nochmals persönlich gesehen zu haben. In einem Gutachten vom 12. Juni 1997 schloss Dr. med. V.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, jegliche funktionelle Überlagerung wie auch sonstige psy- chische Leiden aus. Das Beschwerdebild des Exploranden sei aus organisch-somatischem Blickwinkel zu beurteilen. b) Die erwähnten medizinischen Akten enthalten mehrere Widersprüche. Zunächst bestehen Differenzen bezüglich der Arbeitsfähigkeit in noch zumutbaren Tätigkeiten zwischen der Klinik X.________ und Dr. S.________. Während die Klinik den Beschwerdeführer in leichten Arbeiten für voll einsatzfähig hält, schätzt Dr. S.________ die Arbeitsfähig- keit selbst in angepassten Tätigkeiten auf höchstens 50 %. Auf die Angaben der Klinik kann aus mehreren Gründen nicht unbesehen abgestellt werden. Zunächst wurde die von ihr vermutete funktionelle Überlagerung mit dem Gutachten von Dr. V.________ widerlegt. Sodann hat sie ihren kurz gehal- tenen Bericht vom 16. Dezember 1996 ohne Untersuchung des Beschwerdeführers verfasst. Bereits im ersten Bericht vom 3. Oktober 1995 wie auch in demjenigen vom 16. Dezember 1996 hat die Klinik X.________ eine Abklärung in der Reha- bilitationsklinik Y.________ empfohlen, ohne dass die Ver- waltung diesem Vorschlag Folge geleistet hätte. Damit blei- ben Unklarheiten hinsichtlich der noch verbliebenen Ar- beitsfähigkeit bestehen. Der Beizug der SUVA-Akten vermag die aufgezeigten Widersprüche nicht zu beheben, denn die SUVA hatte einzig unfallbedingte Leiden zu entschädigen, weshalb sich die entsprechenden Akten vor allem mit der Frage der Kausalität befassen. Gemäss Bericht der Klinik X.________ vom 3. Oktober 1995 bestanden aber wahrschein- lich schon vor dem Sturz vom 16. Januar 1995 Diskusprotru- sionen, welche für den Anspruch auf eine Invalidenrente relevant sein könnten. Daher ermöglichen die vorhandenen Akten keine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Unter diesen Umständen ist die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie die verbliebene Arbeitsfähigkeit des Versicherten in noch zumutbaren Tätigkeiten in der Rehabilitationsklinik Y.________ oder einer anderen geeigneten Institution abkläre und hernach erneut über sein Rentengesuch verfüge. Die IV-Stelle wird dabei auch die neu ins Recht gelegten Unterlagen über die Hospitalisation vom