Citation: 1P.124/2001 15.06.2001 E. A

A.- Das Kantonale Untersuchungsrichteramt St. Gallen (Abteilung Wirtschaftsdelikte) führt eine Strafuntersuchung gegen R.________ wegen des Verdachts von Vermögensdelikten. Am 3. Juli 2000 erliess der Kantonale Untersuchungsrichter M.________ eine Verfügung, mit welcher er die Beschlagnahme des Erlöses von zwei Zahlungsgarantien der W.________ Bank AG vom 19. Juli 1988 in Höhe von DM 720'808.44 bzw. DM 347'159.36 (total DM 1'067'967.80) auf einem auf die Firma X.________ (...) lautenden Konto bei der Z.________ Bank anordnete. Zur Begründung wurde ausgeführt, die beiden genannten sowie drei weitere auf den Namen der Fa. X.________ ausgestellte Original-Zahlungsgarantien seien von den deutschen Behörden im Rahmen von Strafverfahren ge- gen R.________ und weitere Angeschuldigte beschlagnahmt wor- den. Sie hätten "als Sicherheit für Anlagen dienen" sollen, welche von Anlegern "bei der Fa. S.________ ('L.________') getätigt" worden seien. R.________ müsse diese Gelder unmit- telbar nach Auszahlung an die Fa. X.________ an die Anleger zurückerstatten, sofern diese ihre Gelder nicht schon ander- weitig erhalten hätten. R.________ habe geltend gemacht, dass sie "Einlagen von einer nicht genau bezifferten Anzahl von Anlegern aus ihrem Privatvermögen zurückbezahlt" habe, weshalb ihr ein Teil des Geldes zustehe. Es bestehe jedoch der dringende Verdacht, dass die Rückzahlung "nicht aus dem Privatvermögen, sondern mit neuen Anlagegeldern (Schneeball- system) erfolgt" sei. Dieser Sachverhalt sei unter anderem Gegenstand der hängigen Strafuntersuchung.