Citation: 8C_100/2007 26.09.2007 E. A

Der 1985 geborene G.________ leidet an einem angeborenen ADHS-Syndrom (Ziff. 404 GGV-Anhang) und bezog seit früher Kindheit Leistungen der Invalidenversicherung (heilpädagogische Frühförderung und medizinische Massnahmen). Nach dem Besuch der Primar- und Realschule wurde er von der Jugendanwaltschaft des Kantons Schaffhausen auf den 1. März 2001 in eine vom Verein ganzheitlicher Jugend- und Erwachsenenförderung X.________ (VEGX.________) betreute Pflegefamilie eingewiesen, wo er verschiedene Praktika absolvierte. Am 25. Februar 2004 meldete er sich erneut zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Er ersuchte um berufliche Massnahmen im Hinblick auf eine Anlehre als Koch in der Spitalküche Y.________ und die fortdauernde Betreuung durch die Institution VEGX.________. Die IV-Stelle Solothurn klärte in der Folge im Auftrag der IV-Stelle Schaffhausen den Sachverhalt ab und führte eine Berufsberatung durch. Am 1. August 2004 trat der Versicherte die Anlehre in Y.________ an. Nachdem das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) entgegen dem Antrag der IV-Stelle den Leistungsanspruch des G.________ verneinte, lehnte die IV-Stelle Schaffhausen das Begehren um Kostengutsprache für berufliche Massnahmen mit Verfügung vom 16. November 2004 und der Begründung ab, es mangle an einem invalidisierenden Gesundheitsschaden. Daran hielt sie auch auf Einsprache hin fest (Entscheid vom 24. Oktober 2005).