Citation: 9C_878/2015 E. 2

Laut den von der Vorinstanz zutreffend dargelegten Gesetzesbestimmungen übernimmt die obligatorische Krankenversicherung u.a. die Kosten für die Leistungen, die der Diagnose oder Behandlung einer Krankheit und ihrer Folgen dienen (Art. 24 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 KVG), sofern die Leistungen wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sind (Art. 32 Abs. 1 KVG). Als Krankheit gilt jede Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalls ist und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat (Art. 3 Abs. 1 ATSG). Darauf wird verwiesen. Wie das kantonale Gericht sodann richtig festgehalten hat, zählt Anhang 1 der Verordnung über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Krankenpflege-Leistungsverordnung; KLV) vom 29. September 1995 die ärztlichen Leistungen auf, welche vorbehaltlos, unter gewissen Voraussetzungen oder überhaupt nicht zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gehen. Eine Leistungspflicht besteht gemäss Ziff. 3 des Anhangs (Gynäkologie, Geburtshilfe) für die künstliche Insemination mittels intrauteriner Insemination für höchstens drei Behandlungszyklen pro Schwangerschaft. In dem zur Publikation in BGE 142 bestimmten Urteil 9C_435/2015 vom 10. Mai 2016 hat sich das Bundesgericht mit der Frage befasst, ob die Leistungspflicht der Krankenversicherung für die künstliche Befruchtung an eine Altersgrenze der Frau gebunden sei. Dabei hat es festgestellt, dass das Gesetz keine Altersgrenze kennt. Weiter hat es dargelegt, die medizinischen Aussagen zur Frage, ab welchem Alter eine Frau nicht mehr fähig ist, ein Kind zu zeugen, gingen auseinander. Deswegen und weil es nicht Aufgabe des Bundesgerichts sei, eine solche Limite festzulegen, ist diese Frage im Einzelfall anhand klinischer Gesichtspunkte, die auf die jeweilige Versicherte zugeschnitten sind, zu beurteilen.