Citation: 9C_580/2021 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht hat dem estimed-Gutachten vom 3. Mai 2019 Beweiskraft zuerkannt. Gestützt hierauf hat es in der angestammten Tätigkeit als Serienapparatemonteur auf eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und in leidensangepasster Tätigkeit auf eine Leistungsfähigkeit von 80 % geschlossen. Den Anspruch auf Arbeitsvermittlung hat die Vorinstanz mit der Begründung abgewiesen, die hierfür leistungsspezifische Invalidität müsse sich dahingehend auswirken, dass diese selbst Probleme bei der Stellensuche verursache. Derartige spezifische Einschränkungen seien vorliegend ohne Weiteres zu verneinen, weshalb eine Arbeitsvermittlung nach Art. 18 IVG nicht in die Zuständigkeit der Beschwerdegegnerin falle. Hinsichtlich des Anspruchs auf Umschulung hat das kantonale Gericht ausgeführt, zwar erleide der Beschwerdeführer ohne zusätzliche berufliche Ausbildung eine dauernde Erwerbseinbusse von 20 %. Jedoch wirke sich die festgestellte Leistungsbeeinträchtigung in jeder angepassten Tätigkeit aus. Eine Umschulung des Beschwerdeführers zur Erzielung eines höheren Einkommens würde demnach zu einer Besserstellung führen, zumal sich aus dem nicht weiter bestrittenen Einkommensvergleich der IV-Stelle bei einem Pensum von 100 % ein im Wesentlichen identisches Validen- und Invalideneinkommen ergebe. Da kein Anspruch auf die bestmöglichen Vorkehrungen bestehe, habe die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf Umschulung zu Recht verneint. Sonstige Umstände, die eine Selbsteingliederung zu verhindern oder erschweren vermöchten, seien nicht ersichtlich.