Citation: 6B_741/2016 E. 4.2

4.2. Dem Beschwerdeführer wurde die Verhinderung oder Blockierung der Durchfahrt verboten. Im Übrigen war die Frage der Durchfahrt zivilrechtlich zu klären. Gemäss Art. 2 Abs. 2 ZGB soll der offenbare Missbrauch eines Rechts keinen Rechtsschutz finden. Ob eine Berechtigung missbräuchlich ausgeübt wird, hängt stets von den Umständen des Einzelfalles ab. Typische Fallgruppen sind das fehlende Interesse (unnütze Rechtsausübung, sog. Schikaneverbot), das krasse Missverhältnis der Interessen, das widersprüchliche Verhalten, die rechtsmissbräuchliche Berufung auf Formmängel und die zweckwidrige Verwendung eines Rechtsinstituts (Urteil 5A_898/2015 vom 11. Juli 2016 E. 3.4). Das Verbot erging im Rahmen eines Gerichtsurteils und war hinreichend bestimmt. Es liess sich ohne weiteres korrekt im Sinne des gerichtlichen Gestaltungswillens verstehen und befolgen. Der Sachverhalt legt ein schikanöses Verhalten des Beschwerdeführers nahe. Hinsichtlich der behaupteten prekären örtlichen Verhältnisse kann auf die gemeinsame Unterhaltspflicht verwiesen werden (oben Bst. A).