Citation: 5A_195/2019 E. 3

Die Aufsichtsbehörde hat erwogen, die Frist zur Erhebung des Rechtsvorschlags sei am 4. Oktober 2018 abgelaufen. Das Betreibungsamt bringe vor, aus Identifikationsgründen würden keine telefonischen Rechtsvorschläge entgegengenommen. Die Aufsichtsbehörde hat dazu festgehalten, ein mündlicher Rechtsvorschlag sei zwar zulässig, doch treffe den Schuldner die Beweislast, falls wie vorliegend durch das Betreibungsamt kein telefonisch erhobener Rechtsvorschlag vermerkt worden sei. Diesen Nachweis könne der Beschwerdeführer nicht erbringen. Ein sinngemässer schriftlicher Rechtsvorschlag sei einem vom Beschwerdeführer auf den 28. September 2018 datierten Schreiben zu entnehmen. Das Schreiben sei am 8. Oktober 2018 beim Betreibungsamt eingegangen. Das Datum der Übergabe an die Post sei nicht ersichtlich. Da das Schreiben mit A-Post versandt worden sei, könne davon ausgegangen werden, dass es nicht vor Freitag, 5. Oktober 2018, der Post übergeben worden sei. Der Rechtsvorschlag sei somit verspätet. In Bezug auf das Gesuch um Fristwiederherstellung hat die Aufsichtsbehörde erwogen, es sei davon auszugehen, dass das Hindernis spätestens am 5. Oktober 2018 (Erhebung Rechtsvorschlag) weggefallen sei. Das Fristwiederherstellungsgesuch hätte somit bis am 15. Oktober 2018 erfolgen müssen. Das Gesuch vom 21. Dezember 2018 sei demnach verspätet. Allerdings habe es das Betreibungsamt versäumt, den Rechtsvorschlag mit einer Verfügung abzuweisen und den Beschwerdeführer auf die Möglichkeit eines Fristwiederherstellungsgesuchs hinzuweisen. Die Aufsichtsbehörde ist deshalb auf das Gesuch dennoch eingetreten. Der Beschwerdeführer mache geltend, es sei ihm infolge Krankheit nicht möglich gewesen, den Rechtsvorschlag fristgerecht zu erheben. Er habe ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 8. Oktober 2018 eingereicht (Arbeitsunfähigkeit zu 100 % vom 3. bis 12. Oktober 2018). Die Aufsichtsbehörde hat dazu erwogen, es gebe keine Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage gewesen wäre, einen Dritten zu beauftragen, Rechtsvorschlag für ihn zu erheben. Es liege somit kein unverschuldetes Hindernis vor.