Citation: 6B_496/2020 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz hält zur Strafart zunächst folgendes fest: Zu den Vermögensdelikten, worunter auch die Misswirtschaft und die unterlassene Buchführung fielen, sei anzumerken, dass einzeln betrachtet bei gewissen Delikten grundsätzlich der Geldstrafe gegenüber einer Freiheitsstrafe Vorrang zukomme. Jedoch seien als massgebliche Kriterien für die Wahl der Sanktionsart neben den für die Strafzumessung wesentlichen Kriterien wie die Schwere der Rechtsgutverletzung, das Verschulden des Täters und seine Vorstrafen auch die Zweckmässigkeit, die Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie die präventive Effizienz zu berücksichtigen. Die Betrugsfälle "D.________", "F.________" sowie "E.________" seien teilweise parallel im Zeitraum von Herbst 2015 bis Frühling 2016 abgelaufen und stellten eine intensive, zusammenhängende Delinquenz dar. Die der Unterlassung der Buchführung und der Misswirtschaft zugrunde liegende kriminelle Energie habe sich analog zu den Betrugsfällen gestaltet, wo «Geschäftsideen» und Fantasiefirmen vorgeschoben worden seien, um Geld hereinzuholen, welches anschliessend ebenfalls gleichsam auf nicht nachvollziehbare Weise verdunstet sei. Die Delikte seien zudem nicht nur sachlich, sondern auch zeitlich eng miteinander verknüpft. Unter diesen Umständen sei von einer Geldstrafe keine hinreichend abschreckende Wirkung zu erwarten und eine Freiheitsstrafe vorzusehen. Für die qualifiziert grobe Verkehrsregelverletzung und die mehrfache grobe Verkehrsregelverletzung sei es angesichts der massiven vorbestehenden Delinquenz des Beschwerdeführers in diesem Bereich zweckmässig, eine Freiheitsstrafe auszusprechen. Hinsichtlich des Vergehens gegen das Waffengesetz sei der Beschwerdeführer Ersttäter und es sei kein deliktischer Zusammenhang mit den übrigen Delikten erkennbar, weswegen einer Geldstrafe Vorrang zu geben sei.