Citation: 9C_577/2022 E. 5.2

5.2. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist damit jedoch noch nicht geklärt, dass es sich um (beitragspflichtigen) massgebenden Lohn handelt. Vielmehr bleibt Lichte der in E. 3.3 dargelegten Rechtsprechung zu prüfen, ob und gegebenenfalls inwieweit die Grundlage für die Übernahme der privaten Lebenshaltungskosten durch die A.________ AG das Arbeits- oder das Gesellschaftsverhältnis bildete. Diesbezüglich hat das kantonale Gericht festgestellt, dass der Lohn von B.B.________ zwischen 2014 und 2017 (2014: Fr. 360'172.35 Bruttojahreslohn, 2015 - 2017: Fr. 410'000.- Bruttojahreslohn) klar über den marktüblichen Ansätzen für eine in einem (Thurgauer) Kleinunternehmen mit Führungsaufgaben betraute Person gelegen hatte und mit Blick auf die Löhne der übrigen Angestellten verhältnismässig war. Diese Feststellung ist für das Bundesgericht verbindlich, zumal sie unbestritten bleibt (vgl. E. 1 hiervor). Sodann fällt ins Gewicht, dass die Steuerverwaltung des Kantons Thurgau sich ausdrücklich mit der Zuordnung der in Frage stehenden geldwerten Leistungen auseinandergesetzt und diese dem Gewinn der A.________ AG zugerechnet hat (vgl. abgeänderte Steuerveranlagungen für die Jahre 2014 bis 2017 vom 30. September 2019). Nachdem die Zuordnung auch aus steuerrechtlicher Sicht von Bedeutung war, ist dieser grundsätzlich Folge zu leisten, ausser es bestünden ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldung. Solche Zweifel sind weder ersichtlich noch werden sie dargetan. Bei einem Lohn in angemessener Höhe - respektive wie vorliegend sogar über den marktüblichen Ansätzen - bleibt kein Raum für ein Abweichen von der steuerrechtlichen Qualifikation (vgl. E. 3.4 hiervor). Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass Privatbezüge charakteristisch sind für Gesellschafter, nicht aber für blosse Arbeitnehmende (Urteil 9C_89/2017 vom 19. Mai 2017 E. 5.3.1 in fine).