Citation: 1C_569/2019 E. A

Am 20. März 1984 bewilligte der Stadtrat Uster die Errichtung eines Mehrfamilienhauses samt Unterniveaugarage auf dem heutigen Grundstück Kat.-Nr. B6822 (nachfolgend: Grundstück A). Der Eigentümerschaft des benachbarten Grundstücks Kat.-Nr. B3328 (nachfolgend: Grundstück B) wurde das Recht eingeräumt, für die Zu- und Wegfahrt zu einer auf ihrem Grundstück zu erstellenden Einstellgarage die Zufahrtsrampe zur Unterniveaugarage auf dem Grundstück A mitzubenutzen. In der Folge wurde die Unterniveaugarage auf Grundstück A abweichend von den bewilligten Plänen und den gesetzlichen Vorschriften erstellt, unter anderem in Unterschreitung des Mindestabstands zum Grundstück B. Nachdem der Stadtrat Uster entschieden hatte, auf die Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands sei aus Gründen der Verhältnismässigkeit zu verzichten, entschied die Baurekurskommission III des Kantons Zürich am 14. Juni 1989 auf Rekurs hin, auf die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands könne nur teilweise verzichtet werden. Hingegen seien gewisse Bauteile abzubrechen, wobei auch deren Entfernung erst bzw. nur dann erforderlich sei, wenn das Ausmass der Verhältnismässigkeit eines Abbruchs aufgrund eines allfälligen Baugesuchs der benachbarten Grundeigentümer erkennbar sei. Die Baurekurskommission verpflichtete die Eigentümerschaft des Grundstücks A, im Grundbuch einen entsprechenden Beseitigungsrevers zu Gunsten des Grundstücks B anmerken zu lassen. Die gegen den Entscheid der Baurekurskommission erhobenen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1P.271/1990 vom 13. Juli 1990).