Citation: 1C_489/2015 E. 4.3

4.3. Aus denselben Erwägungen ging die Vorinstanz nicht über das Erforderliche hinaus, wenn sie die Begrenzung der am Betriebsstandort zulässigen Privatautos als nicht hinreichend erachtete. Solches könnte wohl dazu führen, dass weniger Personen mit dem Auto zur Arbeit fahren würden, hätte aber auf die Emissionen des Betriebs keine Auswirkung. Eine wirksame Kontrolle wird durch die namentliche Bekanntgabe der am Betriebsstandort tätigen Personen erleichtert. Die Anordnung scheint insbesondere deshalb nachvollziehbar, weil es am Betriebsstandort angesichts von inner- und ausserhalb des Gebäudes zu erledigender Arbeiten zeitweise nicht einfach sein dürfte, die Übersicht über die anwesenden und tatsächlich für die Beschwerdeführerin tätigen Personen zu behalten. Nicht nachvollziehbar ist hingegen, weshalb dem Beschäftigungsgrad der am Betriebsstandort zulässigen Personen nicht Rechnung getragen wurde. Wenn beispielsweise zwei Personen zu 50 % arbeiten, aber nicht gleichzeitig am Betriebsstandort anwesend sind, so erhöht dies die zonenwidrigen Emissionen des Betriebs selbst im Vergleich zu einer Vollzeitarbeitskraft nicht. Wesentlich und damit erforderlich erscheint im Ergebnis einzig, dass nicht gleichzeitig mehr Personen als zulässig anwesend sind. Eine darüber hinausgehende Beschränkung der Beschwerdeführerin in der Organisation ihres Betriebs ist nicht verhältnismässig. Es muss ihr überlassen bleiben, ob sie die als zulässig erachteten Vollzeitstellen auf Teilzeitstellen aufteilen will. Die Kontrolltätigkeit der Behörden wird dadurch nicht erschwert, solange die betreffenden Personen im Voraus der Bauabteilung der Gemeinde bekannt gegeben werden. Dies kann beispielsweise in Form von Einsatztabellen geschehen, aus welchen klar ersichtlich ist, welche Person wann am Betriebsstandort arbeitet. Die Rüge der Beschwerdeführerin ist in diesem Punkt begründet und Ziff. 1 lit. e des Wiederherstellungsentscheids neu wie folgt zu formulieren: "Das Betriebsgebäude an der Maurmöslistrasse 20/22 darf gleichzeitig höchstens von fünf Personen (inkl. Betriebsinhaber) genutzt werden. Diese Massnahme ist bis am 31. Dezember 2016 umzusetzen. Die Namen der Personen, die Anwesenheitszeiten und die amtlichen Kennzeichen ihrer Fahrzeuge sind der Bauabteilung der Gemeinde jährlich bis am 10. Januar sowie im Fall von Änderungen zu melden."