Citation: 7B_220/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz wies den Antrag auf amtliche Verteidigung mit Präsidialverfügung vom 26. April 2022 unter Hinweis auf die bereits im Untersuchungsverfahren und im erstinstanzlichen Verfahren von verschiedenen Instanzen gefällten Entscheide betreffend die amtliche Verteidigung mit der Begründung ab, dass es sich vorliegend um einen Bagatellfall handle, bei dem weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht besondere Schwierigkeiten ersichtlich seien. Im Nachgang zur Verfügung vom 26. April 2022 reichte der Beschwerdeführer der Vorinstanz das Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle MEDAS Bern ein und führte aus, gestützt auf das Gutachten halte er sich für nicht prozessfähig. Daraufhin hielt die Obergerichtspräsidentin in einem Schreiben vom 22. Juni 2022 fest, dass sich aus dem Gutachten keine Hinweise auf eine Prozessunfähigkeit ergeben würden, weshalb keine amtliche Verteidigung angezeigt sei.