Citation: 8C_347/2017 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat erkannt, dass die Versicherte gemäss dem in allen Teilen beweiskräftigen Gutachten des Dr. med. B.________ vom 5. Dezember 2014 wegen der diagnostizierten paranoiden Persönlichkeitsstörung und der rezidivierenden depressiven Störung für jegliche Erwerbstätigkeit vollständig arbeitsunfähig sei. Laut dem grundsätzlich ebenfalls unbestritten beweistauglichen Bericht der IV-Stelle betreffend Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt vom 6. März 2015 habe die Versicherte nach umfassenden Erläuterungen der zuständigen Fachperson angegeben, "dass sie (zu) 50 % arbeitstätig sein müsste". Entgegen den Vorbringen der Versicherten sei nicht ersichtlich, dass diese Aussage falsch protokolliert worden sei. Ihrer Argumentation, sie würde, wäre sie gesund geblieben, zu 100 % erwerbstätig sein, weil sie, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können, monatlich Fr. 5'800.- benötige, könne nicht gefolgt werden. Zunächst sei festzuhalten, dass sich dieser Bedarf nicht verifizieren lasse. Weiter sei angesichts der lebensprägenden Ehe, aus der zwei Kinder hervorgegangen seien, und während der eine traditionelle Rollenteilung gelebt worden sei, nicht nachvollziehbar, weshalb die an sie zu leistenden - gerichtlich festgesetzten und auch tatsächlich geleisteten - Unterhaltszahlungen des getrennt lebenden Ehemannes von Fr. 3'000.- monatlich bei der Beurteilung der Statusfrage nicht berücksichtigt werden sollten. Insgesamt betrachtet habe die IV-Stelle zu Recht darauf hingewiesen, dass den sogenannten "Aussagen der ersten Stunde" in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht beizumessen sei, als den später erfolgten Darlegungen. Daher sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Versicherte auch in Berücksichtigung des Umstands, dass die Kinder aus ihrer Wohnung ausgezogen seien, ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen heute zu 50 % erwerbstätig sein würde.