Citation: 2C_1009/2021 E. D

Mit Eingabe vom 28. April 2021 gelangte die A.________ GmbH an das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und erhob auch dort eine Rechtsverweigerungsbeschwerde. Sie beantragte, die B.________ AG sei anzuweisen, die Vergabe der Planung und des Baus des Fussballstadions "Torfeld Süd" auszuschreiben; eventualiter sei diese anzuweisen, umgehend über die Ausschreibung der Planung und des Baus des Fussballstadions zu verfügen. Zur Begründung machte die A.________ GmbH im Wesentlichen geltend, die B.________ AG habe ihr Begehren zu Unrecht nicht behandelt; zumindest hätte eine Verfügung erlassen werden müssen. Die B.________ AG unterstehe dem Submissionsrecht, weil das Stadionprojekt zu mehr als 50 % durch öffentliche Gelder subventioniert werde; die Planung sowie der Bau des Stadions seien folglich ausschreibungspflichtig. Als potentielle Mitbewerberin sei die A.________ GmbH legitimiert, Beschwerde zu erheben. Mit Urteil vom 27. Oktober 2021 trat das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau auf die Rechtsverweigerungsbeschwerde nicht ein. Zusammengefasst verneinte es die Beschwerdelegitimation der A.________ GmbH, da diese - bei einer allfälligen Ausschreibung der Planungs- und Bauarbeiten - keine realistische Chance auf den Zuschlag gehabt hätte. Als Eventualbegründung erwog das Verwaltungsgericht zusätzlich, dass die Beschwerde auch in materieller Hinsicht abzuweisen sei, da in der Angelegenheit ohnehin kein Submissionsrecht zur Anwendung gelange und die B.________ AG deshalb keine Verfügung hätte erlassen können.