Citation: 6B_1058/2023 E. 1.2.3

1.2.3. Die Aussagen der Beschuldigten lassen sich wie folgt zusammenfassen: Demnach habe der Beschwerdegegner 2 in der Bar dem mit seiner Freundin tanzenden D.________ einen Ellenbogenstoss ins Gesicht versetzt. Dieser habe darauf nichts erwidert, da er in Schockstarre verfallen sei resp. sich beruhigt habe. Vor dem Lokal sei es dann zu einer Rempelei zwischen D.________ sowie dem Beschwerdegegner 2 und dessen Freunden gekommen. Der Beschwerdegegner 2 sei auf D.________ zugegangen, sie hätten sich an den Schultern gepackt und seien zu Boden gefallen. Dann seien sie aufgestanden und die Sache sei erledigt gewesen. Von keiner Seite habe es Schläge oder Tritte gegeben. Soweit sich der Beschwerdeführer überhaupt geäussert habe, habe er lediglich geschildert, dass er den Beschwerdegegner 2 draussen nochmals gesehen habe. Geschlagen habe er nicht und mit der Rempelei habe er nichts zu tun. Danach seien sie nach Hause gegangen. Die Aussagen der Beschuldigten seien nicht glaubhaft, so die Vorinstanz. Soweit sie überhaupt relevante Inhalte aufwiesen, seien sie widersprüchlich, wenig schlüssig, detailarm und ungenau. Eigentliche Handlungsstränge seien kaum erkennbar und nicht mit äusseren Umständen verflochten. Die Beschuldigten hätten weder das "Packen" noch das "Stolpern" oder "Umfallen" näher umschrieben. Bei einer wahrheitsgemässen, erlebnisbasierten Aussage wäre zumindest zu erwarten, dass die einzelnen Geschehnisse aufgrund der Schilderungen logisch konsistent erscheinen würden. Die Aussagen der Beschuldigten zum Kernsachverhalt blieben aber oberflächlich und monoton. Auffallend dagegen sei, dass sie die Vorgeschichte in der Bar ausführlicher geschildert hätten als den eigentlichen Vorfall. Während der Beschwerdegegner 2 und die Zeugen von einem "Geschubse" zwischen ihm und D.________ berichtet hätten, hätten die Beschuldigten einen Ellenbogenschlag ins Gesicht von D.________ behauptet. Sodann wolle dieser auf den Ellenbogenschlag hin nichts unternommen haben, wohingegen der Beschwerdegegner 2 einen Schubser in der Bar eingeräumt habe. Die Beschuldigten hätten augenscheinlich versucht, den Beschwerdegegner 2 zu belasten bzw. in ein schlechtes Licht zu rücken und gleichzeitig D.________ als Opfer darzustellen. Die von ihnen präsentierte Sachverhaltsvariante wirke zudem auswendig gelernt und erscheine nicht realistisch. So namentlich, dass nur der Beschwerdegegner 2 und D.________ in eine Rempelei verwickelt gewesen sein sollen, obwohl Letzterer zahlenmässig unterlegen gewesen sei. Gleiches gelte für die Behauptung, dass niemand zugeschlagen habe. Die schweren Verletzungen des Beschwerdegegners 2 könnten sicher nicht von einer Rempelei herrühren.