Citation: 1C_170/2022 E. 6.1.4

6.1.4. Unbegründet ist auch die Gehörsrüge im Zusammenhang mit der angeblichen Riegelwirkung der Neubauten samt Erker. Die Vorinstanz hat geprüft, ob das Bauvorhaben die Inventarobjekte und ihre Wahrnehmung von Drittstandorten aus aufgrund seines grösseren Volumens und seiner Gestaltung (insbesondere Erker) beeinträchtigt. Diese Fragestellung deckt sich im Wesentlichen mit derjenigen der Riegelwirkung. Im Übrigen erstreckt sich die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) abgeleitete Begründungspflicht auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte, d.h. die Behörde ist nicht gehalten, sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinanderzusetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich zu widerlegen (BGE 142 II 49 E. 9.2; 137 II 226 E. 3.2; 136 I 229 E. 5.2).