Citation: 2C_837/2019 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz ging davon aus, der Beschwerdeführer habe ab dem 1. Januar 2009 bis und mit dem 1. Oktober 2011 eine Kanzleigemeinschaft mit Rechtsanwalt D.________ betrieben (C.________). Seit 2007 - und auch noch während der Zeit der Kanzleigemeinschaft - habe Rechtsanwalt D.________ die E.________ AG beziehungsweise deren Geschäftsführer und Inhaber B.________ in steuerlichen Angelegenheiten beraten. Als Freundschaftsdienst für seinen abwesenden Kanzleipartner D.________ habe der Beschwerdeführer in den Räumlichkeiten der gemeinsamen Kanzlei am 1. Juni 2010 von F.________ für B.________ bestimmtes Bargeld im Wert von rund Fr. 1'000'000.-- entgegen genommen, und das Geld anschliessend nach Ausstellung einer Quittung in einem Bankschliessfach deponiert. Wie der Beschwerdeführer gewusst habe, sei das Geld zur Tilgung eines Darlehens bestimmt gewesen, das F.________ zuvor von B.________ bzw. der E.________ AG gewährt worden sei. Im Übrigen habe der Beschwerdeführer über das Darlehen und das von D.________ für die E.________ AG geführte Beratungsmandat nichts Näheres gewusst. D.________ habe dem Beschwerdeführer jedoch vor der Übergabe der Bargeldmillion versichert, dass das Bargeld ordentlich verbucht und steuerlich deklariert worden sei. Im November 2010 habe die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern wegen des Verdachts von Wirtschaftsdelikten eine Strafuntersuchung gegen B.________ und F.________ eröffnet; am 29. November 2010 sei der Beschwerdeführer von B.________ mit der Wahrung seiner Interessen in diesem Verfahren betraut worden. Wie der Beschwerdeführer am 7. April 2011 anlässlich zweier Einvernahmen erfahren habe, habe die Strafuntersuchung insbesondere Liegenschaftsgeschäfte zum Gegenstand gehabt, die B.________ als Geschäftsführer der E.________ AG mit F.________ als Geschäftsführer der Personalvorsorgestiftung der G.________-Gruppe getätigt habe. Es habe der Verdacht bestanden, dass die Personalvorsorgestiftung in diesem Zusammenhang durch überteuerte Käufe ungeeigneter Liegenschaften um einen zweistelligen Millionenbetrag betrogen worden sei. Während des Verfahrens - und insbesondere anlässlich zweier Einvernahmen vom 19. Juni 2012 - hätten die Strafverfolgungsbehörden das F.________ von B.________ bzw. der E.________ AG gewährte Darlehen ausdrücklich mit den betrügerischen Geschäften in Verbindung gebracht. Obschon sich spätestens dann abgezeichnet habe, dass der Beschwerdeführer zu den Vorgängen vom 1. Juni 2010 als Zeuge würde aussagen müssen, habe er die Verteidigung B.________s vorderhand weitergeführt: Am 21. Juni 2012 habe er für die E.________ AG die Aufhebung der zwischenzeitlich von der Staatsanwaltschaft angeordneten Kontensperre verlangt; ausserdem habe er am 26. Juni 2012 das Begleitschreiben zu einer schriftlichen Stellungnahme B.________s verfasst, welche dieser zur Position 'Darlehen Diverse' in der Buchhaltung der E.________ AG abgegeben habe. Am 29. Juni 2012 habe er sodann für B.________ und die E.________ AG beim Obergericht des Kantons Bern eine 27-seitige Beschwerdeschrift gegen die von der Staatsanwaltschaft verfügte Kontensperre eingereicht, und sich darin detailliert mit den gegen B.________ erhobenen Vorwürfen auseinandergesetzt. Schliesslich habe er für seinen Klienten am 2. Juli 2012 an zwei Einvernahmen teilgenommen, bei denen die Übergabe der Bargeldmillion im Juni 2010 ausdrücklich zur Sprache gekommen sei. Während der am Morgen durchgeführten Einvernahme F.________s habe er die Niederlegung seines Mandats als Strafverteidiger angekündigt; am Nachmittag habe er jedoch noch seinen Mandanten an die Einvernahme begleitet. Gleichentags habe er zudem ein Schreiben für ihn aufgesetzt, das die Sperrung der privaten Bankkonten zum Gegenstand gehabt habe, und schliesslich tags darauf in dem vor Obergericht hängigen Beschwerdeverfahren Unterlagen nachgereicht. Ebenfalls am 3. Juli 2012 habe er der Staatsanwaltschaft schriftlich mitgeteilt, das Mandat für B.________ sofort niederzulegen.