Citation: 6B_760/2015 E. 1.5

1.5. Die erste Instanz kam nach ausführlicher Wiedergabe des Gutachtens (erstinstanzlicher Entscheid S. 46 ff., 56 f.) zum Ergebnis, dass der Beschwerdeführer zweifellos eine kombinierte Behandlung benötige, da das Zusammenwirken der Persönlichkeitsstörung mit dem Alkoholkonsum zu Situationen führe, in welchen er höchst gefährlich werde. Für die Sicherheit der Allgemeinheit sei es wesentlich, dass die beiden Problemkreise (Persönlichkeitsstörung und Alkohol) behandelt würden. Es sei auch im Interesse des Beschwerdeführers selbst, dass er nicht mehr in eine solche Situation komme. Angesichts der nach wie vor bestehenden hohen Rückfallgefahr und der eindeutigen Massnahmenbedürftigkeit ordnete die erste Instanz gemäss Art. 19 Abs. 3, Art. 59 und Art. 60 StGB eine stationäre Psychotherapie und eine stationäre alkoholspezifische Behandlung an (erstinstanzliches Urteil S. 58). Die Vorinstanz geht unter Berufung auf das Gutachten davon aus, dass der Beschwerdeführer an einer schweren kombinierten Persönlichkeitsstörung leidet, zusätzlich ein schädlicher Gebrauch von Alkohol vorliegt, die Rückfallgefahr hoch und die Massnahmenbedürftigkeit klar gegeben ist, wobei nur eine Behandlung im stationären Rahmen in Frage kommt (angefochtener Entscheid S. 29). In Anbetracht dieser Umstände und der zu bejahenden minimalen Therapiewilligkeit des Beschwerdeführers sind nach der Auffassung der Vorinstanz die Voraussetzungen für die Anordnung einer stationären Massnahme im Sinne von Art. 59 StGB sowie einer suchtspezifischen Behandlung im Sinne von Art. 60 StGB erfüllt (angefochtener Entscheid S. 31).