Citation: 8C_411/2022 E. 3.2

3.2. Die IV-Stelle hatte das Gutachten der SMAB AG vom 21. Juli 2021 im Rahmen des Revisionsverfahrens betreffend Invalidenrente eingeholt. In ihrem "Verlaufsprotokoll Eingliederungsberatung" hielt sie am 21. Oktober 2021 fest, dass sie eine Rentenaufhebung vorsehe, weshalb das Dossier in die Eingliederungsberatung überwiesen worden sei. Vor diesem Hintergrund wies das kantonale Gericht treffend darauf hin, dass vor einer allfälligen Herabsetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente grundsätzlich Eingliederungsmassnahmen durchzuführen seien (vgl. BGE 145 V 209 E. 5.1). Im Sinn dieser bundesgerichtlichen Rechtsprechung entschied die IV-Stelle im Anschluss an die Eingliederungsgespräche vorab über einen allfälligen Anspruch auf Arbeitsvermittlung (d.h. vor Erlass einer Verfügung betreffend Invalidenrente). Sie legte in ihrer Verfügung vom 2. Dezember 2021 zwar kurz dar, dass sich der Gesundheitszustand gemäss Gutachter der SMAB AG verbessert habe und stellte auf deren Arbeitsfähigkeitsschätzung ab. Sie thematisierte jedoch nicht die Frage, ob es sich dabei um einen Revisionsgrund handelt und äusserte sich entsprechend auch nicht zum Schicksal der Invalidenrente. Sie hielt fest, sie werde über den Rentenanspruch separat verfügen. Inhalt des Verwaltungsakts vom 2. Dezember 2021 war einzig die Abweisung des Leistungsbegehrens in Bezug auf die Arbeitsvermittlung. Das kantonale Gericht wäre gehalten gewesen, sich im angefochtenen Urteil einzig mit dem Anspruch auf Arbeitsvermittlung zu befassen, ohne bereits verfrüht über den Revisionsgrund im Zusammenhang mit der Rente zu entscheiden, wie der Beschwerdeführer zu Recht moniert. Auf die entsprechenden vorinstanzlichen Erwägungen ist somit nicht einzugehen, da die Frage nach dem Revisionsgrund im vorliegenden Verfahren für die Arbeitsvermittlung nicht anspruchsrelevant ist.