Citation: 4A_501/2021 E. 10.2

10.2. Die Beklagte ist der Ansicht, die Vorinstanz habe den Streitwert falsch berechnet. Dieser betrage vielmehr Fr. 1'276'499.--. Die Klägerin habe unter verschiedenen Titeln Schadenersatz gefordert. Gemeinsam sei den Rechtsbegehren jedoch, dass sie nicht hätten gutgeheissen werden können, wenn der Klägerin [recte: Beklagten] der volle Werklohn zugesprochen worden wäre. Korrekterweise hätte die Vorinstanz Art. 94 Abs. 1 ZPO anwenden und auf die Hauptbegehren der Klage abstellen sollen, deren Streitwert den Streitwert des Hauptbegehrens der Widerklage übersteige. Entsprechend seien die Kostenentscheide des vorinstanzlichen Verfahrens zu korrigieren. Die Rüge geht fehl. Die Vorinstanz hat den Streitwert bereits in ihrem ersten Entscheid auf diese Weise berechnet. Die Beklagte machte in ihrer Beschwerdeantwort im bundesgerichtlichen Verfahren, das zum Rückweisungsentscheid führte (vgl. hiervor Sachverhalt lit. B.d.), mit keinem Wort Einwendungen gegen die vorinstanzliche Streitwertberechnung geltend. Sie kann entsprechende Ausführungen nicht erst jetzt nachholen (vgl. E. 4 hiervor). Nichts ändert, dass im ersten bundesgerichtlichen Verfahren die Klägerin Beschwerde erhoben hat. Es war der Beklagten als Gegenpartei unbenommen, in ihrer Beschwerdeantwort Einwendungen gegen den vorinstanzlichen Entscheid zu bringen; für den Fall, dass die Klägerin mit ihrer Beschwerde durchdringen sollte (BGE 136 III 502 E. 6.2; vgl. auch BGE 140 III 456 E. 2.2.2). Im Übrigen vermag sie ohnehin keine Verletzung von Bundesrecht darzutun. Dass sich neben dem Begehren der Widerklage auf Bezahlung des Werklohnes und dem Begehren der Klage auf Rückerstattung des Werkpreises auch die übrigen Begehren gegenseitig ausgeschlossen hätten, ist nicht ersichtlich. So wurden ihr denn auch die im Rahmen der Widerklage geltend gemachten Entsorgungskosten für Abfälle im Betrag von EUR 4'043.08 zugesprochen (vgl. hiervor Sachverhalt lit. B.c.b).