Citation: 4A_35/2021 E. 6.20.2

6.20.2. Die Beschwerdeführerin rügt, aus der Aussage der Klägerin, ihr sei das Ausmass der eingesetzten Privatflugzeuge nicht bekannt gewesen, könne nicht abgeleitet werden, sie sei grundsätzlich damit einverstanden gewesen, dass die Subunternehmer ihre Monteure auf Kosten der Klägerin mit Privatflugzeugen zur Baustelle bringen würden. Die Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz schloss aus der Formulierung lediglich, die Klägerin sei durchaus darüber informiert gewesen, dass Flüge mit Privatflugzeugen durchgeführt wurden (was die Vorinstanz auch aus der unangefochtenen Feststellung der Erstinstanz ableitete, dass F.________ und J.________ diese Flüge auch benutzt hätten, deren Wissen und Billigung die Vorinstanz der Klägerin anrechnete). Auch die Rüge, aus vereinzelten Beherbergungen in Luxushotels lasse sich nicht ableiten, die Klägerin sei damit einverstanden gewesen, dass die Handwerker der Subunternehmer mit Privatflugzeugen transportiert und ihr dafür Kosten in der Höhe von annähernd einer Million Franken belastet würden, geht an der Sache vorbei, ging die Vorinstanz doch primär davon aus, die meisten Privatflüge hätten in Zusammenhang mit den Reisen vom Geschäftsführer und einem Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin nach London und zurück gestanden, so dass Kadermitarbeiter der Subunternehmer und zum Teil allenfalls auch Handwerker, die bei diesen Privatflügen mitgereist seien, den Preis nicht erhöht hätten.