Citation: H 185/02 05.06.2003 E. 3

3.1 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1 mit Hinweis; Erw. 1.2 hievor). Im vorliegenden Fall ist die Höhe der AHV-Beiträge für die Jahre 1999 bis 2001 zu beurteilen. Die gesetzliche Grundlage für die Beitragsberechnung der Nichterwerbstätigen findet sich in Art. 10 AHVG in Verbindung mit Art. 28-30 AHVV. Art. 29 AHVV, der die Regelung von Beitragsjahr und Bemessungsgrundlagen zum Inhalt hat, wurde auf den 1. Januar 2001 geändert; während die bis Ende 2000 gültig gewesene Fassung ordentlicherweise die Vergangenheitsbemessung und ausserordentlicherweise, so etwa im Fall des Beginns der Beitragspflicht, die Gegenwartsbemessung vorsah, ist nach heute geltendem Recht bezüglich der Renteneinkommen generell die Gegenwartsbemessung anzuwenden. Auf die für die Beitragsperioden 1. Januar bis 31. Dezember 1999 und 1. Januar bis 31. Dezember 2000 zu entrichtenden Beiträge findet demnach Art. 29 AHVV in der bis 31. Dezember 2000 gültig gewesenen Fassung Anwendung. 3.2 Nach unbestritten gebliebener Darstellung der AHV-Zweigstelle der Stadt X.________ vom 28. August 2001 begann die Beitragspflicht der Beschwerdeführer am 1. Januar 1998, weil die Militärversicherung ab diesem Zeitpunkt keine Taggelder mehr erbrachte, auf denen die AHV/IV/EO-Beiträge bereits entrichtet worden wären. Bei der Berechnung der Beitragshöhe für das Jahr 1999 ist demnach vom Renteneinkommen im Jahre 1998 auszugehen, weil dieses das Vorjahr zur ersten ordentlichen Bemessungsperiode darstellt; das Vorgehen von Vorinstanz und Verwaltung ist insoweit nicht zu beanstanden. Die Jahre 1999 und 2000 bilden die erste ordentliche Bemessungsperiode. Nach dem für diese Zeit anwendbaren System der Vergangenheitsbemessung ist für die Beiträge des Jahres 2000 daher ebenfalls das Renteneinkommen des Jahres 1998 massgebend (vgl. Käser, Unterstellung und Beitragswesen in der obligatorischen AHV, 2. Aufl., Bern 1996, S. 231 ff. Rz 10.34 ff.), sodass sich der angefochtene Entscheid auch diesbezüglich als rechtmässig erweist. Die Beiträge für das Jahr 2001 dagegen bemessen sich gemäss der ab 1. Januar 2001 geltenden Rechtslage - nach dem System der Gegenwartsbemessung - aufgrund der in diesem Jahr erzielten Einkünfte. Die Verfügungen für die Beitragsperiode vom 1. Januar bis zum 30. April 2001 für H.________ und vom 1. Januar bis 31. Dezember 2001 für T.________ hätten demnach ausgehend vom Renteneinkommen, welches den Ehegatten im Jahre 2001 zufloss, bestimmt werden müssen. Die Sache ist daher an die Verwaltung zurückzuweisen, damit sie die nötigen Abklärungen betreffend Einkommen und Vermögen im Jahre 2001 durchführen und über die Beitragshöhe neu verfügen kann.