Citation: 5A_517/2015 E. 1

Angefochten ist ein Kostenentscheid der oberen kantonalen Instanz (Art. 75 Abs. 1 BGG). Soweit die dort strittig gebliebenen Begehren Fr. 30'000.-- übersteigen, ist die auf den Kostenpunkt beschränkte Beschwerde in Zivilsachen auch dann möglich, wenn die Kostenfrage den betreffenden Streitwert nicht erreicht (BGE 137 III 47 E. 1.2.3 S. 48). Vorliegend war allerdings nicht mehr die Hauptfrage, sondern nur noch die Kostenfrage Gegenstand des kantonsgerichtlichen Entscheides, weshalb sich der Streitwert direkt an den strittigen Kosten bemisst (Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG; Urteile 4A_384/2015 vom 24. September 2015 E. 1.2 und 4D_54/2013 vom 6. Januar 2014 E. 1.2, je mit weiteren Hinweisen). Auch die Beschwerdeführer gehen davon aus, dass die Streitwertgrenze von Fr. 30'000.-- gemäss Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG nicht erreicht ist (Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- und verlangte Parteientschädigung von Fr. 3'916.65). Sie behaupten jedoch das Vorliegen einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinn von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG. Eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung liegt vor, wenn ein allgemeines Interesse besteht, dass eine umstrittene Frage höchstrichterlich geklärt wird, um eine einheitliche Anwendung und Auslegung des Bundesrechts herbeizuführen und damit Rechtssicherheit herzustellen (BGE 135 III 397 E. 1.2 S. 399; 137 III 580 E. 1.1 S. 583; 139 III 182 E. 1.2 S. 185). Ein erhöhtes Interesse besteht dann, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass die entsprechende Frage je dem Bundesgericht unterbreitet werden kann, infolge der Streitwertgrenze äusserst gering ist (BGE 134 III 267 E. 1.2.3 S. 271). Das Kantonsgericht hat bei seinem Kostenentscheid Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO zur Anwendung gebracht. Art. 107 ZPO regelt, wie sich schon aus der Marginalie ergibt, die ermessensweise Kostenverteilung. Dies gilt insbesondere für die als Auffangstatbestand (vgl. Botschaft, BBl 2006 7298) gedachte lit. f, welche mehrere unbestimmte Rechtsbegriffe enthält ("besondere Umstände", "unbillig"), die vom Sachrichter mit seinem Ermessen zu füllen sind. Die Beschwerdeführer halten denn auch selbst fest, das Kantonsgericht habe seinen Kostenentscheid ermessensweise gefällt. Die Ausübung des Ermessens erfolgt aber stets einzelfallweise und kann daher keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung darstellen. Das zulässige Rechtsmittel ist somit die subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 BGG), bei welcher - wie es schon ihr Name sagt - einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden kann (Art. 116 BGG). Hierfür gilt das strenge Rügeprinzip (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 117 BGG).