Citation: 5P.194/2005 04.10.2005 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer beanstandet vorab, dass das Obergericht es unterlassen habe, eine hinreichende und überzeugende Begründung dafür zu liefern, weshalb bezüglich des Honorars der Liquidatorin im Zusammenhang mit der Versteigerung von zwei Nachlassliegenschaften zwischen der Rechnungsstellung der B.________ AG (Fr. 12'918.--) einerseits und deren Aufwand gemäss Arbeitsrapporten (rund Fr. 8'000.--) andererseits eine Differenz von rund Fr. 5'000.-- bestehe. Die Bemerkung des Obergerichts, der diese Differenz betreffende Aufwand sei in der Abrechnung über die Grundstückgewinnsteuer enthalten, genüge in keiner Weise. Denn es werde nicht gesagt, unter welchem Titel - als Aktivum oder als Passivum - und wo genau in der Abrechnung der fragliche Aufwand enthalten sei. Ebenso wenig werde erklärt, wodurch und inwiefern sich der Anlagewert der Liegenschaften erhöht habe, und schliesslich würden auch keine Gründe dafür genannt, weshalb die Grundstückgewinnsteuer für die Erben geringer ausgefallen sein soll. 2.2 Die Vorbringen des Beschwerdeführers laufen auf die Rüge hinaus, das Obergericht sei seiner Begründungspflicht nicht nachgekommen. Bei der sich aus dem verfassungsrechtlichen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) ergebenden Pflicht der Behörde, ihren Entscheid zu begründen, geht es darum, dass der Betroffene sich über dessen Tragweite ein Bild machen und ihn in voller Kenntnis der Sache gegebenenfalls anfechten kann; es besteht kein Anspruch auf ausführliche Begründung, namentlich nicht darauf, dass auf jede Einwendung eingegangen wird (BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236 mit Hinweisen). 2.3 Das Teilungsamt, auf dessen Stellungnahme vom 18. Mai 2004 das Obergericht verweist, hatte zur Differenz von Fr. 5'000.-- bemerkt, die B.________ AG habe aus steuerrechtlichen Gründen verschiedene Aufwendungen für die amtliche Liquidation in die Abrechnung über die Grundstückgewinnsteuer einbezogen, wobei diese Kostenverlagerung zugunsten der Erben vorgenommen worden sei; es sei dadurch steuertechnisch eine Erhöhung des Anlagewertes ausgewiesen worden, was wiederum zu geringeren Grundstückgewinnsteuern geführt habe. Diese Ausführungen hat das Obergericht als schlüssig und nachvollziehbar bezeichnet. Damit ist es der Begründungspflicht in hinreichendem Masse nachgekommen. Es hat die wesentlichen Gründe für die beanstandete Differenz von Fr. 5'000.-- aufgezeigt, so dass der Beschwerdeführer sich ein Bild von deren Ursachen machen konnte.