Citation: 4A_384/2024 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführer verweisen auf das Urteil des Bundesgerichts 4A_331/2007 vom 19. Dezember 2007 E. 2.4. Danach hat ein Informationsanspruch gestützt auf Treu und Glauben von vornherein keinen Raum, soweit die Parteien vertragliche Informationsansprüche vereinbart oder bewusst zu vereinbaren unterlassen haben. Sie sind der Ansicht, wollte man der Vorinstanz folgen, bedeutete dies letztlich bei allen Vertragsverhältnissen, bei denen eine Partei Ansprüche gegen die andere behaupte und bei denen ein Informationsungleichgewicht bestehe, einen materiell-rechtlichen Informationsanspruch auf Basis einer analogen Anwendung von Art. 322a Abs. 2 OR bzw. Art. 322c Abs. 2 OR anzunehmen und zwar hinsichtlich aller Auskünfte und Unterlagen, die das Informationsdefizit womöglich auszugleichen vermöchten. Dies würde letztlich in einem allgemeinen Informationsanspruch münden, den das schweizerische Privatrecht nicht kenne (vgl. BGE 132 III 677 E. 4.2.1).