Citation: 2C_680/2015 E. 2.1

2.1. Gemäss Art. 23 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 13. Dezember 2002 über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz, BBG; SR 412.10) kann, wer überbetriebliche Kurse und vergleichbare Angebote durchführt, von den Lehrbetrieben oder den Bildungsinstitutionen eine angemessene Beteiligung an den Kosten verlangen. Organisationen der Arbeitswelt, die überbetriebliche Kurse und vergleichbare Angebote durchführen, können zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen von Betrieben, die nicht Mitglied der Organisation sind, eine höhere Kostenbeteiligung verlangen. Art. 21 Abs. 2 der Verordnung vom 19. November 2003 über die Berufsbildung (Berufsbildungsverordnung, BBV; SR 412.101) sieht diesbezüglich vor, dass die Beteiligung der Betriebe an den Kosten für überbetriebliche Kurse die Vollkosten nicht übersteigen darf. Diese Regelung konkretisiert das verfassungsrechtliche Kostendeckungsprinzip im Abgaberecht (vgl. BGE 140 I 176 E. 5.2 S. 180, m.w.H.). Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass in den Jahren 2007 und 2008 insgesamt acht Lernende der Beschwerdeführerin an den überbetrieblichen Kursen von Y.________ teilgenommen haben. Sodann wehrt sich die Beschwerdeführerin auch nicht grundsätzlich gegen die Kostenbeteiligungspflicht. Sie erachtet jedoch die verlangten Beiträge als übersetzt; dies insbesondere im Vergleich mit der geringeren Kostentragungspflicht von Y.________-Mitgliedern.