Citation: 4C.295/2003 22.06.2004 E. 3.2

3.2.1 Der Beklagte macht eine Verletzung seines Beweisführungsanspruchs nach Art. 8 ZGB geltend, weil es beide Vorinstanzen abgelehnt hätten, die von ihm angebotenen Zeugen zu befragen und eine Ergänzung seiner persönlichen Befragung durchzuführen. Auch hätten es die Vorinstanzen unterlassen, die Urkunden, welche seine Darstellung stützen, zu berücksichtigen. 3.2.2 Art. 8 ZGB gibt der beweispflichtigen Partei einen bundesrechtlichen Anspruch darauf, für rechtserhebliche Vorbringen zum Beweis zugelassen zu werden, wenn ihr Beweisantrag nach Form und Inhalt den Vorschriften des kantonalen Rechts entspricht. Nach der Rechtsprechung gewährleistet Art. 8 ZGB ebenfalls das Recht zum Gegenbeweis (BGE 129 III 18 E. 2.6 S. 24, mit Hinweisen). Auch dieser Beweisführungsanspruch schliesst aber die vorweggenommene Beweiswürdigung nicht aus, verbietet dem Gericht also nicht, einem beantragten Beweismittel die Erheblichkeit oder Tauglichkeit abzusprechen (BGE 129 III 18 E. 2.6 S. 25, mit Hinweisen). Zudem wird Art. 8 ZGB gegenstandslos, wenn die dem Hauptbeweis unterstellten Tatbestandsmerkmale beweismässig bereits feststehen (BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 277). Wie oben dargestellt, gelangte die Vorinstanz in Würdigung der Beweise zum Schluss, dass die Parteien einen Darlehensvertrag abgeschlossen und Zinsen in der Höhe der dem Kläger von der Bank belasteten Hypothekarzinsen vereinbart haben. Damit ist Art. 8 ZGB gegenstandlos. Gegen die beweismässigen Schlussfolgerungen der Vorinstanz steht dem Beklagten nur die staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung des Verbots willkürlicher Beweiswürdigung (Art. 9 BV) und wegen Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) offen (Art. 43 Abs. 1 Satz 2 und Art. 84 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 OG). Die Berufung ist insoweit offensichtlich unbegründet.