Citation: 2C_515/2014 E. 2.3

2.3. Die Rüge, die Vorinstanz habe den Sachverhalt deswegen offensichtlich unrichtig festgestellt, weil sie in tatsächlicher Hinsicht von einer drohenden Wegweisung des Beschwerdeführers ausging, erweist sich zum Vornherein als unbegründet. Zu seinem ausländerrechtlichen Aufenthaltsstatus hielt die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer ohne Familiennachzug über keine Möglichkeit zum Erhalt einer Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz verfüge, was der Beschwerdeführer nicht bestreitet. Demzufolge konnte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, dass dem Beschwerdeführer auch im Jahr 2011 eine Wegweisung aus der Schweiz drohte. Der Beschwerdeführer erhebt sodann die Rüge, die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung beruhe auf einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, weil die Echtheit des von ihm angeblich abgeschlossenen "Vertrag um Aufenthalts Bewilligung B" nicht weiter abgeklärt worden sei. Auch dieser Einwand erweist sich im Ergebnis als unbegründet. Zum einen ergibt sich aus den Erwägungen des Appellationsgerichts nicht klar, ob dieses tatsächlich von der Echtheit dieses Schreibens ausgegangen ist. Zum andern hat der Beschwerdeführer nicht aufgezeigt, inwiefern im Falle der Richtigkeit dieser Rüge ein anderes Ergebnis in der Sache möglich sein könnte (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. dazu SCHOTT, in: Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 21 ff. zu Art. 97 BGG). Aufgrund der Erwägungen im angefochtenen Entscheid ist denn auch davon auszugehen, dass die Vorinstanz angesichts des Vorlebens des Beschwerdeführers und der widersprüchlichen Angaben von ihm und seiner Frau auf eine Scheinehe geschlossen hätte, auch wenn sich die erwähnte Vereinbarung nicht als echt erwiesen hätte. Als unbegründet erweist sich die Rüge, die Vorinstanz habe willkürlich festgestellt, dass die Eheleute bei der Befragung durch die Migrationsbehörden widersprüchliche Angaben getätigt hätten. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass die Aussagen zu ihrer Vorgeschichte Widersprüche enthalten; das appellatorische Unterbreiten von Gründen dafür - der Beschwerdeführer habe über keine Aufenthaltsbewilligung mehr verfügt, auf Grund einer fehlenden Visumspflicht habe er als Tourist zeitweise in die Schweiz einreisen können, weshalb ein wenn auch zeitlich unterbrochenes Zusammenleben möglich gewesen sei - vermag keine Willkür (Art. 9 BV) aufzuzeigen. Dasselbe gilt für die unterschiedlichen Aussagen der Eheleute zur religiösen Trauung. Obwohl der Beschwerdeführer und seine Gattin übereinstimmend aussagten, es habe eine Ziviltrauung und kein Fest stattgefunden, ist nicht ersichtlich, weshalb die Vorinstanz bei der Feststellung, die Gattin habe in Abweichung zum Beschwerdeführer ausgesagt, es habe eine religiöse Trauung stattgefunden, in Willkür verfallen sein soll. Die Rüge erweist sich als unbegründet, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann (Art. 106 Abs. 2 BV).