Citation: 6B_830/2022 E. 2.1

2.1. Weiter wendet sich der Beschwerdeführer gegen den Schuldspruch wegen versuchten qualifizierten Raubes betreffend den Vorfall vom 28. März 2012 (Restaurant). Die Vorinstanz habe in ihrem ersten Urteil gestützt auf die Akten noch festgestellt, es sei ihm schlicht egal gewesen, ob die von B.________ mitgeführte Waffe über Munition verfügt habe bzw. geladen gewesen sei oder nicht. Es habe ihn offensichtlich nicht interessiert, ansonsten er sich bei B.________ erkundigt hätte. Im neuen Entscheid der Vorinstanz würden diese Feststellungen nun gänzlich fehlen. Dieses Vorgehen sei aktenwidrig und im Ergebnis willkürlich. Gestützt auf die Akten sei vielmehr nach wie vor davon auszugehen, dass es ihm egal gewesen sei, ob die Waffe des Mittäters über Munition verfügt habe bzw. geladen gewesen sei oder nicht, da es ihn nicht interessiert habe. Gemäss dem bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid und in Anbetracht aller Umstände sei sein Handeln somit nicht als eventualvorsätzlich, sondern als pflichtwidrig unvorsichtig und damit als bewusst fahrlässig zu taxieren. Deshalb dürfe er nicht nach Art. 140 Ziff. 2 StGB schuldig gesprochen werden. Ausserdem verletze die Vorinstanz auch hier das Gebot der Bindungswirkung, indem sie erwäge, er habe implizit in den Tatplan eingewilligt, eine Schusswaffe i.S.v. Art. 140 Ziff. 2 StGB, d.h. eine geladene Waffe, zum Zwecke des Raubes mitzuführen. Das Bundesgericht habe festgehalten, dass nicht einmal der Einsatz der geladenen Schusswaffe dem gemeinsamen Tatplan entsprochen habe. Gemäss den Gesetzen der Logik könne er nicht in einen gar nicht existierenden Tatplan einwilligen (Beschwerde S. 7 ff.).