Citation: 1C_606/2020 E. 3.2

3.2. Mit ihren Vorbringen zeigen die Beschwerdeführer nicht auf, inwiefern die Vorinstanz den Sachverhalt im Sinne von Art. 97 BGG unrichtig festgestellt oder kantonales Recht willkürlich angewendet haben soll (vgl. oben E. 2). Insbesondere bestreiten sie nicht, dass sie an der Verhandlung vom 19. Februar 2020 teilgenommen haben, der Entscheid der Baurekurskommission am 23. April 2020 versandt und ihnen die Sendung am 24. April 2020 an ihrem Wohnort angezeigt worden war, sie einen Rückbehalt der Post veranlasst und die Sendung auch während dessen Laufzeit nicht abgeholt haben. Vielmehr bestätigen sie diese Ausführungen mit dem der Beschwerde beigelegten Ausdruck der Sendungsverfolgung. Die Beschwerdeführer machen indes auch vor Bundesgericht geltend, aufgrund der strikten Einhaltung der damals geltenden Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie nicht in der Lage gewesen zu sein, die Sendung zu empfangen. Diesbezüglich hat die Vorinstanz erwogen, die Beschwerdeführer hätten nicht nachgewiesen, zum Zeitpunkt der Zustellung der Abholungseinladung in einer Quarantäne-Situation oder anderweitig daran gehindert gewesen zu sein, die Sendung entgegenzunehmen oder durch eine Vertretung entgegennehmen zu lassen. Mit den vor Bundesgericht vorgebrachten leichten Atemwegsbeschwerden ab der letzten Aprilwoche im Jahr 2020, der Abwesenheit einer von insgesamt drei empfangsberechtigten Personen und dem der Beschwerde beigelegten Dokument des Bundesamts für Gesundheit, wonach das Haus nur noch verlassen werden soll, wenn es zwingend erforderlich sei, vermögen sie nicht das Gegenteil aufzuzeigen. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführer ausführen, im Zeitpunkt der Zustellung der Sendung der Baurekurskommission einige "notwendige Lieferungen erhalten" zu haben und daher nicht in der Lage gewesen zu sein, die hier interessierende Sendung entgegenzunehmen, und sie sich bei der Post noch nach dem Absender dieser Sendung erkundigt und später einen Postrückbehaltungsauftrag veranlasst haben. Soweit die Beschwerdeführer schliesslich vorbringen, ihnen habe die Sendung nicht zugestellt werden können, weil sich die Baurekurskommission gegen die im Zuge der Pandemie eingeführte Möglichkeit entschieden habe, wonach bei einer eingeschriebenen Sendung der Postbote selber unterschreiben könne, kann ihnen ebenfalls nicht gefolgt werden: Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt, muss der Postbote dazu eine empfangsberechtigte Person antreffen. Ansonsten füllt er - wie vorliegend geschehen - eine Abholungseinladung aus. Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zum Schluss kam, für die Verhinderung der Zustellung der eingeschriebenen Sendung liege kein Entschuldigungsgrund vor und sie das Gesuch um Wiedereinsetzung in die verpasste Frist abwies. Eine formelle Rechtsverweigerung, wie sie die Beschwerdeführer im Rahmen ihrer Stellungnahme geltend machen, ist darin nicht zu sehen.