Citation: 8C_128/2019 E. 4.4

4.4. Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz das psychiatrische asim-Teilgutachten zu Recht als lückenhaft, widersprüchlich und insgesamt im Ergebnis nicht beweistauglich erkannt. Da die interdisziplinären Schlussfolgerungen des einzigen, im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten asim-Gutachtens auf einer eingehenden Konsensdiskussion beruhen (vgl. E. 4.1 i.f.) und folglich (auch) auf der unvollständigen und widersprüchlichen Grundlage des psychiatrischen asim-Teilgutachtens basieren, liegen hier konkrete Indizien vor, die gegen die Zuverlässigkeit des asim-Gutachtens insgesamt sprechen. Fehlt es an schlüssigen medizinischen Ausführungen, die eine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 208 erlauben würden, ist der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie ein den Grundsätzen von BGE 141 V 281 entsprechendes beweistaugliches polydisziplinäres Gerichtsgutachten einhole. Dabei wird auch die Frage zu beantworten sein, ob - und gegebenenfalls in welchem Ausmass - die Versicherte seit Mai 2014 aus gesundheitlichen Gründen in der Arbeitsfähigkeit tatsächlich eingeschränkt war.