Citation: 2C_102/2024 E. 4.1.2

4.1.2. Unbestritten ist, dass der Gemeinderat Schenkon im erstinstanzlichen Verfahren das aus dem rechtlichen Gehör fliessende Äusserungsrecht der Beschwerdeführerin verletzt hatte, indem er das Hausverbot und das telefonische Kontaktverbot ohne Einbezug der Beschwerdeführerin erlassen hatte. Die Vorinstanz erachtete mit Blick auf die dargelegten Grundsätze (E. 4.1.1) die Gehörsverletzung vorliegend als geheilt (vgl. angefochtenes Urteil E. 6.4), was entgegen den Einwänden der Beschwerdeführerin nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerdeführerin übersieht, dass ausnahmsweise und unter strengen Voraussetzungen selbst eine schwere Verletzung des rechtlichen Gehörs geheilt werden kann (E. 4.1.1 hiervor; vgl. Urteil 2C_856/2013 vom 10. Februar 2014 E. 3.2 f.). Die Voraussetzungen sind hier erfüllt: Erstens hat die Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör nachträglich vollumfänglich wahrnehmen können. Sie konnte sich vor einer Beschwerdeinstanz mit umfassender Kognition äussern und machte von dieser Möglichkeit in einem ausgedehnten Schriftenwechsel Gebrauch. Zweitens ging die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass eine Rückweisung zu einer unnötigen Verzögerung des Verfahrens und zu einem formalistischen Leerlauf geführt hätte. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz erwägt, dass kein anderer Entscheid des Gemeinderats Schenkon zu erwarten gewesen wäre. Es ist davon auszugehen, dass eine Rückweisung nur zu einer unnötigen Verlängerung des Verfahrens geführt hätte, ohne der Beschwerdeführerin in der Sache einen Vorteil zu verschaffen. Schliesslich kam die Massnahme entgegen der Beschwerdeführerin nicht völlig überraschend, wurde sie doch bereits im Mai 2021 darauf aufmerksam gemacht, dass der behördliche Kontakt auf den schriftlichen Weg beschränkt würde, falls sie ihr Verhalten nicht änderte (vgl. Sachverhaltsabschnitt lit. A.b. hiervor). Die Vorinstanz durfte damit eine Heilung der Gehörsverletzung annehmen, ohne damit (ihrerseits) gegen Art. 29 Abs. 2 BV zu verstossen.