Citation: 8C_284/2023 E. 7.3.2

7.3.2. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann jedoch auch nicht auf die (lediglich den privaten Sektor abbildende) Tabelle TA1_tirage_skill_level zurückgegriffen werden. Aufgrund der möglichen Verwertung der Restarbeitsfähigkeit im Bereich der Versicherungsmedizin steht ihm nicht nur der private, sondern auch der öffentliche Sektor offen. Sachgerechter erscheint daher die Anwendung der Tabelle T1_tirage_skill_level, die die monatlichen Bruttolöhne beider Sektoren abbildet. Massgebend ist die Tabelle der LSE 2018 (vgl. Urteil 8C_350/2022 vom 9. November 2022 E. 6.1.1 mit Hinweisen). Da der Beschwerdeführer seine langjährige Erfahrung im Rahmen von Medizinalberufen, z.B. im Bereich der Versicherungsmedizin, unmittelbar verwerten kann, ist bei der Anwendung dieser Tabelle schliesslich nicht auf das Kompetenzniveau 3, sondern auf das Kompetenzniveau 4 (Tätigkeiten mit komplexer Problemlösung und Entscheidungsfindung, welche ein grosses Fakten- und theoretisches Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen) abzustellen. Wie es sich mit der vom Beschwerdeführer bestrittenen Führungserfahrung verhält, bedarf mangels Entscheidrelevanz keiner weiteren Erörterung; die Anwendung des Kompetenzniveaus 4 setzt angesichts der soeben erwähnten Umschreibung durch das BFS eine solche nicht zwingend voraus. Ausgehend vom Wirtschaftszweig 86-88 (Gesundheits- u. Sozialwesen) ergibt sich ein monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) von Fr. 9'000.-, was bei Anpassung an die betriebsübliche Arbeitszeit (41.6 Stunden pro Woche gemäss Tabelle des BFS T 03.02.03.01.04.01, Q, 86-88 [Gesundheits- und Sozialwesen]) und die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2021 (Index 2018: 101.8; Index 2021: 103.3 gemäss Tabelle T1.1.15 des BFS, Q, 86-88 [Gesundheitswesen, Heime und Sozialwesen]) zu einem Invalideneinkommen von rund Fr. 113'975.- führt. Im Vergleich mit dem Valideneinkommen von rund Fr. 231'333.- resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 117'358.- und damit ein Invaliditätsgrad von rund 51 %, womit der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat (Art. 28 Abs. 2 IVG). Die Beschwerde ist demnach teilweise gutzuheissen.