Citation: 2C_636/2020 E. 3.2

3.2. Das Bundesgericht hatte kürzlich wiederholt Gelegenheit, das KTR/LB auf seine Rechtmässigkeit zu prüfen (vgl. Urteile 2C_198/2020 vom 23. Dezember 2021; 2C_519/2016 vom 4. September 2017). Dabei sah es sich auch mit der Frage konfrontiert, ob die Gemeinde in der Festsetzung der Pauschale der ganzen bzw. teilweisen Befreiung von Kindern und Jugendlichen von der Kurtaxe, die das kantonale Gesetz vorschreibt (vgl. Art. 18 Abs. 1 lit. c Gesetz über den Tourismus des Kantons Wallis vom 9. Februar 1996 [TG/VS; SGS 935.1]), sowie dem Rechtsgleicheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) gerecht geworden ist. Es hielt dazu fest, dass das KTR/LB zwar auf den ersten Blick das "Kinder- und Jugendlichenprivileg" bezüglich der Pauschalen zu übergehen scheint. Aus den Akten ergab sich jedoch, dass die Gemeinde die Kürzung nicht im Faktor "durchschnittliche Bettenzahl" (nachfolgend: Bettenfaktor), sondern im Faktor "durchschnittlicher Belegungsgrad" (durchschnittliche Übernachtungen mit Vollauslastung, vgl. Art. 6 Abs. 2 KTR/LB; nachfolgend: "Übernachtungsfaktor") vorgenommen hatte. Auf welche Weise die Freistellung herbeizuführen ist, lässt Art. 18 Abs. 1 lit. c TG/VS offen. Solange die Befreiung im Ergebnis gesetzeskonform zum Tragen kommt, liegt es in der Autonomie der Gemeinden, den Mechanismus festzulegen. Das Vorgehen der Gemeinde erschien jedenfalls nicht als unhaltbar. Auch eine rechtsungleiche Behandlung der Eigentümer von Ferienobjekten vermochte das Bundesgericht darin nicht zu erkennen (Urteil 2C_519/2016 vom 4. September 2017 E. 3.4.3).