Citation: 2C_612/2023 E. B

B.a. Am 7. Juni 2021 ersuchte A.________ um Bewilligung des Familiennachzugs für ihren Ehemann B.________. B.b. Am 10. Dezember 2021 erhob die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen gegen A.________ Anklage wegen mehrfachen gewerbsmässigen Betrugs, mehrfachen Betrugs, mehrfachen versuchten Betrugs, Diebstahl, Sachentziehung, Erpressung, mehrfacher Nötigung sowie Zechprellerei (begangen zwischen 2013 und 2020); neben einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten beantragte die Staatsanwaltschaft einen Landesverweis von A.________ für die Dauer von neun Jahren. Die Anklageschrift ging beim Migrationsamt Schaffhausen am 2. März 2022 ein (Art. 105 Abs. 2 BGG). B.c. Am 22. Dezember 2021 leitete das Migrationsamt ein Verfahren betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung von A.________ bzw. Rückstufung auf eine Aufenthaltsbewilligung ein. Gleichzeitig sistierte das Migrationsamt das Familiennachzugsverfahren bis zum Abschluss des Widerrufs- bzw. Rückstufungsverfahrens. B.d. Am 4. März 2022 teilte das Migrationsamt A.________ mit, dass aufgrund des laufenden Strafverfahrens auch das Widerrufs- bzw. Rückstufungsverfahren sistiert werde. B.e. Am 22. März 2022 erklärte A.________, sie habe gegen die Sistierung des Widerrufs- und Rückstufungsverfahrens keine Einwände, sei jedoch mit der Sistierung des Familiennachzugsverfahrens nicht einverstanden. B.f. Mit Verfügung vom 14. April 2022 sistierte das Migrationsamt das Familiennachzugsverfahren bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Urteils in der Strafsache. Den gegen diese Verfügung am 6. Mai 2022 erhobenen Rekurs wies der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen mit Verfügung vom 17. Januar 2023 ab. Die hiergegen erhobene Beschwerde vom 6. Februar 2023 hiess das Obergericht des Kantons Schaffhausen mit Entscheid vom 10. Oktober 2023 gut, hob den Beschluss des Regierungsrats vom 17. Januar 2023 auf, und wies das Migrationsamt an, das Familiennachzugsverfahren umgehend fortzusetzen.