Citation: 8C_689/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdegegner habe als Geschäftsführer der Firma B.________ AG keinen massgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft gehabt. Mangels Eintragung als Geschäftsführer im Handelsregister mit Kollektivunterschrift zu zweien, wie im Arbeitsvertrag unter Ziffer 9 vorgesehen gewesen wäre, habe er die Gesellschaft nach aussen nicht vertreten und für sie keine Verbindlichkeiten eingehen können. Die fehlende Zeichnungsberechtigung sei im vorliegenden Fall ein gewichtiges Indiz für den fehlenden massgeblichen Einfluss des Beschwerdegegners auf die Willensbildung der Unternehmung. Ferner seien im Funktionsbeschrieb (gültig ab 1. November 2017) zwar sehr weitreichende Kompetenzen umschrieben worden, es gebe aber keine Hinweise darauf, dass der Beschwerdegegner im Innenverhältnis die Geschicke der AG je relevant gelenkt habe. Dass die gelebten Verhältnisse nicht den ursprünglich im Arbeitsvertrag und Funktionsbeschrieb vorgesehenen Kompetenzen entsprochen hätten, zeige auch das Arbeitszeugnis, wonach die effektiv ausgeführten Arbeiten eher technischer Natur sowie untergeordnete Managementaufgaben gewesen seien. Soweit der Verwaltungsrat der Gesellschaft den Beschwerdegegner vom 1. April 2017 bis Ende November 2019 als verantwortlichen Geschäftsführer mit sämtlichen Pflichten und Kompetenzen für die eigenständige Führung des Unternehmens bezeichnet habe, finde dies in den Akten keine Stütze. Da er klarerweise nicht zum obersten betrieblichen Entscheidungsgremium gehört habe, sei er vom Anspruch auf Insolvenzentschädigung nicht auszunehmen.