Citation: 9C_235/2018 E. 2.2.1

2.2.1. In BGE 131 V 4 erkannte das Bundesgericht, die Schadenersatzforderung nach Art. 52 AHVG unterliege nebst der Festsetzungsverjährung auch der "Vollstreckungsverwirkung". Hierzu äussere sich Art. 52 Abs. 3 AHVG nicht. Sinn und Zweck von Art. 52 AHVG werde eine "Vollstreckungsverwirkungsfrist" von zehn Jahren - analog Art. 137 Abs. 2 OR - am besten gerecht (a.a.O. E. 3.4 S. 7 f. mit ausführlicher Begründung). Ob und inwieweit die Voraussetzungen für eine Änderung dieser Rechtsprechung (vgl. dazu etwa BGE 143 V 269 E. 4 S. 277 mit Hinweis) gegeben sind, kann - insbesondere auch mit Blick auf die bereits in BGE 131 V 4 berücksichtigten Materialien (Parlamentarische Initiative Sozialversicherungsrecht, vertiefte Stellungnahme des Bundesrates vom 17. August 1994, BBl 1994 V 921 ff., 983 f.) - offen bleiben; ebenso die Frage nach der (absoluten oder relativen) Natur der "Vollstreckungsverwirkung" von Schadenersatzforderungen nach Art. 52 AHVG.