Citation: 8C_283/2023 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz unterbreitete den Parteien vor der Begutachtung den von ihr ausgearbeiteten Fragenkatalog zur Stellungnahme respektive Ergänzung. Am 15. April 2021 wies sie die von der Beschwerdeführerin beantragten Zusatzfragen bis auf eine Anpassung zurück, da es sich um einen rein abstrakten Fragenkomplex handle. Nach Erstattung der Gerichtsexpertise erhielten die Parteien Gelegenheit, sich auch dazu zu äussern (Verfügung vom 5. September 2022). Davon machten beide Seiten am 9. Dezember 2022 Gebrauch. Die Beschwerdeführerin hielt dabei fest, eine von ihr erwartete fachärztliche Stellungnahme sei noch nicht eingetroffen. Sie habe zunehmend Zweifel daran, ob überhaupt noch damit gerechnet werden könne. Deshalb erfolge die Eingabe ohne die erwähnte Stellungnahme. Sollte diese dennoch eintreffen, so werde deren Nachreichung vorbehalten, wofür gegebenenfalls nochmals eine Fristerstreckung von 30 Tagen beantragt würde. Inhaltlich verlangte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen, es seien dem Gutachter Zusatzfragen zu stellen. Dieser habe seine Meinung ergänzend zu begründen und durch wissenschaftliche Studien zu belegen. Mit Verfügung vom 9. Januar 2023 orientierte das kantonale Gericht die Parteien, über allenfalls für nötig befundene Verfahrensschritte werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden; ordne es keine solchen an, so werde der Endentscheid den Verfahrensbeteiligten zu gegebener Zeit schriftlich mitgeteilt. Im Urteil vom 28. Februar 2023 erkannte das kantonale Gericht im Rahmen seiner (antizipierten) Beweiswürdigung, angesichts der eindeutigen und nachvollziehbaren Ausführungen des Gerichtsgutachters bestehe kein Bedarf für ergänzende Auskünfte oder Verdeutlichungen.