Citation: 6B_153/2022 E. 1.4

1.4. Es steht fest und ist unbestritten, dass ein Angriff mit einer 314 Gramm schweren Eisenkette, welche gegen den Kopf der geschädigten Person geführt wird, als Angriff mit einem gefährlichen Gegenstand im Sinne von Art. 123 Abs. 2 StGB zu qualifizieren ist. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers schliesst dies indessen nicht aus, den Angriff gleichzeitig als versuchte schwere Körperverletzung zu werten. Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, musste ihm bewusst sein, dass Schläge mit einer solchen Eisenkette gegen die Kopfregion des Geschädigten zu bleibenden Entstellungen oder dauerhaften Schädigungen führen können. Dass der Beschwerdeführer den Geschädigten mit der Kette auch wirklich treffen wollte, ergibt sich zudem aus dem Umstand, dass er nicht von ihm abgelassen hat, nachdem er das erste Mal tatsächlich getroffen hat. Er musste zwingend damit rechnen, mit einem Treffer ein wichtiges Organ wie etwa ein Auge zu verletzen oder eine andere, unter Umständen lebensgefährliche, Verletzung zu verursachen. Es verstösst somit nicht gegen Bundesrecht, dass die Vorinstanz angenommen hat, der Beschwerdeführer habe durch seinen Angriff mit der Kette ein schwere Körperverletzung des Geschädigten in Kauf genommen.