Citation: I 835/05 29.08.2006 E. 3

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Invalidenrente. 3.1 Nach Auffassung von Vorinstanz und Verwaltung ist der haupt-sächlich an Knie- und Bauchbeschwerden leidende Beschwerdeführer (Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Somatisierungs-störung [F 45.0], beidseitige Kniebeschwerden, multiple Gelenk-schmerzen ohne morphologisches Korrelat, anhaltende Bauchbe-schwerden nach Bauchoperation am 23. Oktober 2000, bleibende Streckhemmung im rechten Ringfingerendglied nach operativer Ver-sorgung eines knöchernen Strecksehnenausrisses und einer Ring-fingerendgliedfraktur [Gutachten der MEDAS vom 27. September 2004]) aus physischer und psychischer Sicht für wechselbelastende Tätigkeiten, bei welchen vorwiegend geringe Gewichte bis zu 5 kg auf ebenem Gelände getragen oder gehoben werden müssen, zu 100 % arbeitsfähig. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, welche Kellnern, Ge-schäftsführung in Restaurants und gewerbsmässiges Pizzabacken umfasste, sei dem Beschwerdeführer auf Grund der psychischen Störung nur zu sechs Stunden pro Tag zumutbar. 3.2 Diese Zumutbarkeitsbeurteilung, welche sich im Wesentlichen auf das einleuchtend und nachvollziehbar begründete - im Lichte der rechtsprechungsgemässen Beweisanforderungen (BGE 125 V 352 ff. Erw. 3, 122 V 160 f. Erw. 1c und d, je mit Hinweisen) vorinstanzlich zu Recht als beweiskräftig und überzeugend eingestufte - MEDAS-Gutachten stützt, ist, entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers, nicht zu beanstanden. Soweit der Hausarzt Dr. med. S.________ in seinen Berichten und Stellungnahmen (u.a. vom 19. Mai 2003 und 3. Februar 2005) sowie in seinem im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens abgegebenen Zeugnis vom 9. Mai 2005 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestierte, ist dem mit der Vorinstanz keine über-wiegende Beweiskraft beizumessen. Er setzte sich vor allem im zeit-lich jüngsten Zeugnis vom 9. Mai 2005 nicht kritisch mit den geklagten Beschwerden auseinander und leitete hieraus die nicht näher begrün-dete oder schlüssig dargelegte 100%-ige Arbeitsunfähigkeit ab (vgl. zudem zur Beweiswürdigung von hausärztlichen Berichten im Allgemeinen: BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc mit Hinweisen). Es ist verständlich, dass Dr. med. S.________ als Hausarzt die ihm von seinem Patienten geklagten multiplen Schmerzen und Bescherden wiedergibt, was aber für die sozialversicherungsrechtliche Leistungs-prüfung keine hinreichende Beurteilungsgrundlage bilden kann (Ver-schiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsfunktion, vgl. BGE 124 I 175 Erw. 4; AHI 2001 S. 112 ff.; Urteile P. vom 2. August 2006 [U 58/06] und G. vom 13. März 2006 [I 676/05]). 3.3 Mit Blick auf die Beurteilung der Auswirkungen des psychischen Beschwerdebildes auf die Arbeitsfähigkeit geht aus den Ausführungen der MEDAS-Gutachter zudem deutlich hervor, dass hinsichtlich der diagnostizierten Somatisierungsstörung keine Gründe vorliegen, die ausnahmsweise (vgl. BGE 130 V 353 ff. Erw. 2.2.3 mit Hinweisen) für die Unüberwindlichkeit der Schmerzbeeinträchtigung sprechen wür-den, zumal die Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit unter Berücksichtigung, dass der Versicherte aus psychiatrischer Sicht am Arbeitsplatz "stabile Bezugspersonen" benötigt, nicht eingeschränkt ist. Es ist also vielmehr davon auszugehen, dass dem Beschwerde-führer die Überwindung seiner Schmerzen und die Verwertung der verbleibenden Arbeitskraft zumutbar ist. Da die medizinische Situation für den zu überprüfenden Zeitraum bis zum Erlass des Einspracheent-scheids vom 4. März 2005 umfassend geklärt worden ist, besteht keine Veranlassung zu der subeventualiter beantragten Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zwecks Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen.