Citation: 7B_390/2024 E. 4.2.6

4.2.6. Die Vorinstanz würdigt die Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach aus dem Therapiebericht von Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, folge, dass er nicht nach Thailand auswandern, sondern sich in der Schweiz niederlassen wolle. Dazu erwägt die Vorinstanz, dass der Therapiebericht den Wunsch des Beschwerdeführers, sich in Biel niederzulassen, unter dem Prüfpunkt 11 "Sozialer Empfangsraum im Hinblick auf Prognose" beurteile. Diesbezüglich stelle Dr. med. C.________ tatsächlich eine eher günstige Prognose. Allerdings ergebe sich aus dem gesamten Therapiebericht, dass Dr. med. C.________ vier Prüfpunkte der Dittmann-Liste als ungünstig, drei als eher ungünstig, zwei als neutral und nur drei als eher günstig beurteile. Insgesamt würden also auch bei dieser Einschätzung die ungünstigen und eher ungünstigen Prognosepunkte deutlich überwiegen. Zudem halte Dr. med. C.________ fest, das Risiko für weitere einschlägige Delikte sei nur geringgradig und nicht erheblich reduziert worden. Eine Opferempathie des Beschwerdeführers sei weiterhin nicht spürbar. In Bezug auf die aufgefundenen pornographischen Daten auf dem Laptop halte Dr. med. C.________ fest, beim Beschwerdeführer zeige sich kein richtiges Problembewusstsein. Er habe exkulpierend und bagatellisierend geltend gemacht, dass es sich nicht um illegale Fotografien handle. Die Vorinstanz schliesst aus dem Therapiebericht von Dr. med. C.________, entgegen den Ansichten des Beschwerdeführers könne keinesfalls von einer insgesamt günstigen Legalprognose in der Schweiz gesprochen werden. Eine Abkehr von der Empfehlung der Fachkommission KBSAG und den Erwägungen der Sicherheits-, Justiz- und Sportdirektion sei nicht gerechtfertigt. Auch der Therapiebericht vom 31. Juni 2023 lasse keinen anderen Schluss zu, zumal die Prüfpunkte insgesamt nach wie vor deutlich überwiegend mit "eher ungünstig" oder "ungünstig" beurteilt würden.