Citation: 8C_721/2007 09.06.2008 E. 4

4.1 Die von den Psychiatern kontrovers diskutierte Frage, ob das invalidisierende psychische Krankheitsbild in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 1. Februar 2004 und dessen Folgen steht, kann nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit beantwortet werden. Eine Rückweisung der Sache zu weiteren Abklärungen erübrigt sich aber; selbst wenn gestützt auf weitere Abklärungen der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen wäre, fehlte es - wie die nachstehende Erwägung zeigt - an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs (Urteil U 183/93 vom 12. September 1994, publ. in: SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67), die im vorliegenden Fall nach BGE 115 V 133 zu beurteilen ist. 4.2 Gemäss Angaben des Versicherten in der "Unfallmeldung UVG" des Krankenheims Q.________ vom 10. Februar 2004, der Unfallbeteiligten und eines Zeugen im Rapport der Polizei vom 15. Februar 2004 sowie des "SI-Berichts" der Motorfahrzeughaftpflichtversicherung vom 11. Mai 2004, bemerkte der Beschwerdeführer, dass der auf einer Dorfstrasse entgegenkommende Personenwagenlenker ohne anzuhalten nach links abbiegen wollte, wobei er sein Motorrad vor der Kollision noch abzubremsen und etwas nach rechts zu steuern vermochte. Das im Einsprache- und Gerichtsverfahren wiederholt geltend gemachte Vorbringen, der Versicherte habe bei der Kollision den Helm verloren und sei ungeschützt auf Kopf und Rücken gestürzt, findet in den Akten keine Stütze. Selbst wenn von diesem Sachverhalt ausgegangen würde, ist der Unfall vom 1. Februar 2004 mit der Vorinstanz als mittelschweres Unfallereignis zu qualifizieren (vgl. Sachverhalt und Kasuistik im Urteil U 193/01 vom 24. Juni 2003 E. 4.2, publ. in RKUV 2003 Nr. U 489 S. 360). Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140), müssten demnach für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 140). Dies trifft nach den Erwägungen des kantonalen Gerichts nicht zu. Der Beschwerdeführer bringt letztinstanzlich nichts vor, was eine davon abweichende Beurteilung rechtfertigte. Der angefochtene Entscheid ist daher im Ergebnis zu bestätigen.