Citation: 4A_35/2021 E. 6.14

6.14. In der Berufung hatte die Klägerin geltend gemacht, der Totalunternehmervertrag habe für die TV- und HiFi-Anlagen einen Fixpreis (Globalpreis) von Fr. 745'000.-- vorgesehen. Gemäss dem angefochtenen Entscheid hat sie im kantonalen Verfahren aber nur an einer Stelle in der Replik von einer Pauschale gesprochen, an anderer Stelle aber von einer Offerte über Fr. 745'000.--, beziehungsweise von einem Budget in dieser Höhe, das im Globalpreis von Fr. 19 Mio. enthalten sei. Dies spreche gegen die Vereinbarung eines Globalpreises. Die Beschwerdeführerin rügt, die verwendeten Bezeichnungen widersprächen einem objektiven Verständnis als Pauschalpreis nicht. Willkür in der Beweiswürdigung lässt sich so nicht aufzeigen. Der Einwand, aus der im Gerichtsverfahren gewählten Terminologie könnten keine Rückschlüsse auf das damalige objektive Verständnis der Parteien gezogen werden, ist zwar zutreffend, da nachträgliches Parteiverhalten bei der Auslegung nach dem Vertrauensprinzip nicht von Bedeutung ist; es kann aber - im Rahmen der Beweiswürdigung - auf einen tatsächlichen Willen der Parteien schliessen lassen (BGE 144 III 93 E. 5.2.3; 132 III 626E. 3.1). Eine Verletzung von Art. 18 OR ist nicht ersichtlich.