Citation: 5A_707/2017 E. 5.2

5.2. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz willkürfrei festgestellt, dass die Beschwerdeführerin nicht in der Lage ist, B.________ in geeigneter Weise zu schützen, namentlich dann nicht, wenn der Sohn G.________ bei ihr übernachtet. Soweit die Beschwerde überhaupt hinreichend begründet ist (Art. 42 Abs. 2 BGG und dazu BGE 140 III 86 E. 2 S. 86), bringt die Beschwerdeführerin nichts vor, was diese Einschätzung als bundesrechtswidrig erscheinen lässt. Namentlich irrt die Beschwerdeführerin, wenn sie meint, in ihrer Rolle als Grossmutter besser als eine "gewöhnliche" Pflegemutter gestellt zu sein. Die Tatsache, dass sie ihre Enkelin seit Geburt betreut hat (und es bisher zu keinen belegten Übergriffen auf B.________ gekommen ist), verschafft der Beschwerdeführerin keine den sorgerechtsberechtigten Eltern vergleichbare Stellung. Im Übrigen kann sich ein Obhutsentzug auch dann aufdrängen, wenn sich das Kind bei der Beschwerdeführerin wohler als in der neuen Pflegefamilie fühlt; ganz abgesehen davon, dass ein sechsjähriges Kind nicht in der Lage ist, die Gefahren abzuschätzen, die sich daraus ergeben, im Haushalt der Beschwerdeführerin zu leben. Die Obhutsregelung dient denn auch nicht dazu, vergangenes Wohlverhalten zu honorieren oder Fehlverhalten zu sanktionieren, sondern verfolgt einzig den Zweck, einer künftigen Kindeswohlgefährdung zuvorzukommen. Deshalb spielt es auch keine Rolle, dass die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit anerkannterweise eine gute Pflegemutter war und sich B.________ bei ihr sehr wohl fühlte. Mit den für den Umplatzierungsentscheid relevanten Fragen setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Auch widerspricht sie der Feststellung der Vorinstanz nicht, wonach es für sie nicht einfach ist zu verhindern, dass es auch in Zukunft zu Begegnungen zwischen ihrem Sohn G.________ und ihrer Enkelin kommt, wenn sich diese weiterhin in ihrem Haushalt aufhält (Art. 106 Abs. 2 BGG). Dass die Lösung dieses Konflikts nicht darin bestehen kann, B.________ in einem Zimmer einzuschliessen, versteht sich von selbst. Daran ändert sich auch nichts Wesentliches, wenn die Beschwerdeführerin heute behauptet, sich zusammen mit B.________ eingeschlossen zu haben, sodass das Kind nicht allein war. Schliesslich ist auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von veränderten Verhältnissen ausgegangen ist. Die Gefahr für B.________, die von G.________ ausgeht, hat sich erst nach erteilter bzw. verlängerter Pflegeplatzbewilligung gezeigt. Ebensowenig ist zu beanstanden, dass die Vorinstanz mit der KESB davon ausgegangen ist, dass in Pflegeverhältnissen eine Null-Toleranz-Politik gelten müsse, was mögliche sexuelle Übergriffe betrifft. Vielmehr folgte die Vorinstanz damit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. Urteil 5A_444/2016 vom 18. Mai 2017 E. 6.3). Offen bleiben kann, ob der Obhutsentzug auch deshalb geboten war, weil die Beschwerdeführerin durch zwei weitere ihrer leiblichen Kinder in jüngster Vergangenheit stark gefordert ist.