Citation: 5A_233/2022 E. 7.7.3

7.7.3. Auch diese Rüge erweist sich als unbegründet. Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Entscheid ausdrücklich auf die von der Beschwerdeführerin angegebene Stelle in der erstinstanzlichen Klageantwort vom 20. Juni 2016 bezogen und ist zum Schluss gelangt, dass die Beschwerdeführerin ihren prozessualen Obliegenheiten mit ihrem dortigen Hinweis auf "Investitionen [...] in betriebsnotwendige Gerätschaften für den Zeitraum 2014-2016" in der Höhe von Fr. 181'400.-- nicht hinreichend nachgekommen ist. Zwar hat die Beschwerdeführerin gleichzeitig auf eine beigelegte Liste verwiesen. Eine Verletzung von Bundesrecht vermag die Beschwerdeführerin damit aber nicht aufzuzeigen. Einerseits ist der Behauptungs- und Substanziierungslast nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Prinzip in den Rechtsschriften nachzukommen und der Verweis auf eine Beilage nur ausnahmsweise hinreichend (Urteil 4A_401/2021 vom 11. Februar 2022 E. 4.3). Vor allem aber geht die Einreichung einer derartigen (von unbekannter Hand erstellten und nicht unterzeichneten) Liste über angebliche Investitionen naturgemäss nicht über eine einfache Parteibehauptung hinaus. Dass die Beschwerdeführerin für diese Investitionen einen Beweis angeboten hätte, der von den Vorinstanzen zu Unrecht nicht berücksichtigt worden wäre oder der Beschwerdegegner solche Ansprüche entgegen der Feststellung der Vorinstanz anerkannt hätte, zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf. Namentlich lässt sich ein konkretes Anerkenntnis des Beschwerdegegners der von der Beschwerdeführerin angegebenen Stelle (Rz. 69 der vom Beschwerdegegner eingereichten erstinstanzlichen Replik) nicht ansatzweise entnehmen, hat der Beschwerdegegner dort doch gegenteils ausdrücklich geltend gemacht, dass die eingereichte Liste zum Nachweis solcher Aufwände in keinster Weise geeignet und daher bestritten ist. Sodann kann das blosse Anbringen eines Vorbehalts zur Stellung von Anträgen zum Ermitteln von wertvermehrenden Investitionen und des dadurch geschaffenen Mehrwertes einem effektiv gestellten und spezifizierten Beweisantrag nicht gleichgesetzt werden. Im Übrigen hat die Vorinstanz zutreffend darauf hingewiesen, dass Unterhaltsaufwendungen von monatlich Fr. 1'350.-- bereits im Rahmen der Beurteilung der Forderung auf Herausgabe der Erträgnisse (dazu vorne E. 7.3) berücksichtigt wurden.