Citation: 9C_266/2017 E. 3.4.3

3.4.3. Nach dem Gesagten vermögen die vom kantonalen Gericht herangezogenen Argumente keinen Abzug vom Tabellenlohn zu begründen. Einen über die in BGE 126 V 75 E. 5a/cc S. 78 f. genannten Kriterien hinausgehenden grundsätzlichen Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren, rechtfertigt sich nicht mit der Begründung der Vorinstanz, der Versicherte könne mit seinen Einschränkungen den Zentralwert nicht erreichen. Es ist nachvollziehbar, dass die versicherten Personen aufgrund ihres medizinischen Zumutbarkeitsprofils nicht mehr alle Tätigkeiten innerhalb eines Anforderungsniveaus (neu: Kompetenzniveau) ausüben können und die Möglichkeit besteht, dass diese den Zentralwert nicht erreichen. Dies führt jedoch nicht zu einem grundsätzlich vorzunehmenden leidensbedingten Tabellenlohnabzug. Denn jeder Anwendung statistischer Werte ist die Abstrahierung, d.h. die Ausblendung der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles, immanent (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 S. 188; Urteil 9C_200/2017 vom 14. November 2017 E. 4.3.2).