Citation: 5A_148/2015 E. A

Zwischen A.________ (geb. 1946) und B.________ (geb. 1947) ist seit dem 8. Juni 2010 ein Scheidungsverfahren hängig. Am 18. Januar 2011 fand die erste Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Winterthur statt. Eine Vereinbarung über die Scheidungsfolgen widerriefen beide Seiten innert erstreckter Frist. In der Folge fanden aussergerichtliche Vergleichsverhandlungen statt. Nachdem diese erfolglos blieben, wurden die Parteien auf den 20. Februar 2012 zur Fortsetzung der Hauptverhandlung vorgeladen. Der Ehemann blieb dieser Verhandlung unentschuldigt fern. Am 27. April 2012 erliess das Bezirksgericht eine Beweisauflageverfügung. A.________ benannte innert mehrfach erstreckter Frist ihre Beweismittel. Aufgrund eines verspäteten weiteren Fristerstreckungsgesuchs von B.________ stellte das Bezirksgericht fest, dass von seiner Seite innert mehrfach erstreckter Frist keine Beweisantretungsschrift beim Gericht eingegangen ist. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, mit Urteil vom 20. August 2012 ab. Am 12. September 2012 erliess das Bezirksgericht die Beweisabnahmeverfügung. Die Parteien wurden auf den 15. Januar 2013 vorgeladen. Aus gesundheitlichen Gründen seitens B.________ wurde dieser Termin mehrmals verschoben bis es anfangs August 2013 zur Beweisverhandlung kam. Nach dieser Verhandlung, welche zu keiner Einigung führte, bat B.________ um erneute Vergleichsverhandlungen. Mitte Mai 2014 wurde den Parteien Gelegenheit geboten, letzte offene Punkte zu klären. Mit Urteil vom 5. Juni 2014 schied das Bezirksgericht die Ehe (Ziff. 1) und verpflichtete B.________ zur Bezahlung von nachehelichem Unterhalt (Ziff. 2-4). Es ordnete die öffentliche Versteigerung der im gemeinschaftlichen Eigentum der Parteien stehenden Liegenschaft an (Ziff. 5), regelte die Verwendung des Erlöses (Ziff. 5) und verpflichtete B.________, die bis zur Versteigerung hinsichtlich der Liegenschaft anfallenden Kosten zu bezahlen (Ziff. 6). Nebst einer güterrechtlichen Ausgleichszahlung für Fahrzeuge von Fr. 3'900.-- (Ziff. 7) sollte jede Partei behalten, was sie derzeit besass oder auf ihren Namen lautete (Ziff. 8). Ferner verpflichtete das Bezirksgericht B.________ zu einer Entschädigungszahlung nach Art. 124 ZGB im Umfang von Fr. 5'248.10 (Ziff. 9) und regelte die Kosten (Ziff. 10-12).