Citation: 5A_530/2022 E. 2.3.2

2.3.2. Mit dieser Rüge zielt die Beschwerdeführerin letztlich am Kern der Sache vorbei. Zum einen hat die Vorinstanz die Krankengeschichte und die gestellten Diagnosen grundsätzlich wiedergegeben (E. 4.4.1.1 des angefochtenen Entscheids), wenn auch die Wiedergabe nicht ganz vollständig sein mag. Zum anderen hat die Vorinstanz erwogen, die Berichte aus dem Jahr 2016, auf die sich vor Bundesgericht zur Darlegung ihrer Krankengeschichte auch die Beschwerdeführerin beruft, seien nicht mehr aktuell und liessen keine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin (zum Zeitpunkt des Eheschutzgesuchs) zu. Dies ist der letztlich entscheidende Punkt. Selbst die Beschwerdeführerin anerkennt vor Bundesgericht, dass die Berichte aus dem Jahr 2016 nicht mehr aktuell sind. Dass die Vorinstanz aus der (unstrittigen) Krankengeschichte nicht direkt auf das (aktuelle) Vorliegen der Arbeitsunfähigkeit bzw. deren Glaubhaftmachung geschlossen hat, ist unter Willkürgesichtspunkten jedenfalls nicht zu beanstanden, auch wenn die Beschwerdeführerin in dieser Krankengeschichte die "Wurzel" ihrer Arbeitsunfähigkeit sieht, die auch heute noch Bestand habe. Daran ändert nichts, dass die erste Instanz aus der Darlegung der Krankengeschichte abgeleitet haben soll, die Beschwerdeführerin habe glaubhaft machen können, dass in mittelbarer Zukunft die Möglichkeit und Zumutbarkeit einer Einkommenssteigerung nicht vorliegt.