Citation: 8C_63/2015 E. 1.2

1.2. Der Beschwerdeführer liess in der vorinstanzlichen Beschwerdeschrift - und damit an sich rechtzeitig (BGE 122 V 47 E. 3b/bb S. 56; Urteil 8C_842/2009 vom 26. Januar 2010 E. 4.1) - den Antrag stellen, es sei eine "mündliche Parteiverhandlung" durchzuführen. Zur Begründung wurde angegeben: "Der Antrag auf mündliche Verhandlung erfolgt deswegen, damit der Beschwerdeführer selber mündlich darlegen kann, soweit er sich danach nach bald 2 ½ Jahren! noch erinnern kann, wie oft er beim RAV war und wie oft er zurückgewiesen wurde." Sein Begehren ging damit nicht über einen blossen Beweisantrag hinaus, weshalb das kantonale Gericht ohne weiteres darauf schliessen durfte, dass es ihm nicht um die Durchführung einer Verhandlung mit Publikums- und Presseanwesenheit ging. Dies bestätigt er indirekt auch mit seinen letztinstanzlichen Vorbringen, wonach anlässlich der Verhandlung "der entsprechende Mitarbeiter des RAV hätte befragt werden" und "man vor Gericht den strittigen Punkt über die Verweigerung der Annahmen" hätte klären können. Aus der Tatsache, dass der Antrag auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung nicht in der Form eines Beweisantrags (sondern als Verfahrensantrag) gestellt worden war, kann er nichts anderes ableiten. Massgebend ist, dass es ihm dabei inhaltlich einzig um eine Befragung seiner Person und - wie letztinstanzlich geltend gemacht - eine Einvernahme des RAV-Mitarbeiters zur Klärung der Frage gegangen ist, ob der Versicherte nach dem 2. März 2012 bei der Behörde vorgesprochen hatte und von dieser abgewiesen worden war. Das kantonale Gericht verletzte unter diesen Umständen mit dem Absehen von der beantragten Verhandlung die sinngemäss vom Versicherten angerufenen, in Art. 6 Ziff. 1 EMRK gewährleisteten Verfahrensgarantien nicht. Von einer Rechtsverweigerung kann keine Rede sein.