Citation: 6B_51/2009 28.05.2009 E. 4.5

4.5.1 Die Beweiswürdigung der Vorinstanz lässt sich auch mit Bezug auf Art und Menge der veräusserten Drogen sowie den Erlös willkürfrei vertreten, zumal diese, wo sich das umgesetzte Heroin in quantitativer Hinsicht nicht eruieren liess, eine unbekannte Menge Heroingemisch annahm. So auch im Anklagepunkt 4.7, wo die Vorinstanz, entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers 1, nicht von den angeklagten 2 kg, sondern von einer unbekannten Menge Heroingemisch ausging. 4.5.2 Die Vorinstanz hat zum Beispiel ausgeführt, der Beschwerdeführer 2 habe dem Unbekannten 2 im Mai 2005 drei Mengeneinheiten Heroingemisch für Fr. 22'000.- die Einheit verkauft (ad. Anklagepunkt 4.6). Sie stützt sich dabei auf verschiedene Kurzmitteilungen zwischen dem Beschwerdeführer 2 und dem Unbekannten 2 einerseits und A.________ und dem Beschwerdeführer 2 andererseits. Danach habe der Beschwerdeführer 2 dem Unbekannten 2 am Mittag des 8. Mai 2005 ein Muster mit Heroingemisch zum Test übergeben, woraufhin dieser beim Beschwerdeführer 2 vom übergebenen Heroingemisch bestellt habe. Am 8. Mai 2005, um 14:58 Uhr, habe der Beschwerdeführer 2 A.________ gefragt, ob er jemandem drei "Quadratmeter" vom "krummen/ schrägen Parkett" für 22 geben solle und angefügt, dass der Abnehmer ein "Brett" genommen habe, um es sich anzusehen und ihm bis am Abend eine Antwort zu geben. Mit "Abnehmer" sei dabei der Unbekannte 2 gemeint gewesen. "Krummes/schräges Parkett" würde in der fraglichen Kurzmitteilung gestrecktes Heroin bedeuten. Mit "für 22" sei offensichtlich der Preis festgelegt worden. Da im Anklagepunkt 4.10 Fr. 83.- für Fr. 83'000.- verwendet wurde, sei wohl mit 22 effektiv 22'000 gemeint gewesen. Weil in den übrigen Fällen als Währung von Preisen immer Franken angegeben wurden, sei anzunehmen, dass der Beschwerdeführer 2 den fraglichen Preis vorliegend in Franken bezifferte. Ferner ergebe sich aus dem Kontext der besagten Kurzmitteilung, dass "3 m²" ein Codewort für drei Mengeneinheiten darstellen müsse. Aus der Mitteilung vom 11. Mai 2005, er habe es ihm "mit 22 gegeben und habe 60", müsse gefolgert werden, dass Fr. 22'000.- nicht als Gesamtpreis, sondern als Preis für eine Mengeneinheit Heroingemisch verwendet wurde. Der Beschwerdeführer 2 habe offenkundig drei Mengeneinheiten für je Fr. 22'000.- verkauft und beanspruche Fr. 6'000.- als Provision für sich. Diese Erklärungen der Vorinstanz sind nachvollziehbar und unter dem Blickwinkel einer Willkürprüfung nicht zu beanstanden. Bei den wiedergegebenen Telefongesprächen und Kurzmitteilungen zwischen dem Unbekannten 2 und dem Beschwerdeführer 2 geht es, entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführer, erwiesenermassen um eine Drogentransaktion, wobei offensichtlich eine Geheimsprache verwendet wurde. Nicht unhaltbar ist die Annahme, bei den erwähnten "drei Quadratmeter" handle es sich um drei Einheiten einer Drogenmenge und beim Begriff "für 22" um den Preis pro Einheit in Tausendern, d.h. Fr. 22'000.-. Dass diesbezüglich auch andere Interpretationen der Geheimsprache denkbar gewesen wären, lässt die Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz noch nicht willkürlich erscheinen.