Citation: 5A_464/2015 E. 1.1

1.1. Angefochten ist ein Endentscheid über 127 Kollokationsklagen gemäss Art. 250 Abs. 2 SchKG. Da bei ihnen nicht der Rang, sondern die Höhe oder Existenz von Forderungen aus Bundeszivilrecht zur Beurteilung stand, liegt eine Zivilsache vor (Art. 72 Abs. 1 BGG; BGE 135 III 545 E. 1 S. 547). Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert bei der Kollokationsklage bemisst sich nach der Dividende, die auf den bestrittenen Betrag entfallen würde, also nach dem möglichen Prozessgewinn (vgl. BGE 138 III 675 E. 3.1 S. 676 mit Hinweisen). Aus dem Urteil des Obergerichts ergibt sich, dass 62 Kollokationsklagen den für die Beschwerde in Zivilsachen erforderlichen Streitwert von Fr. 30'000.-- (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) nicht erreichen. Gemäss Art. 52 BGG werden mehrere in einer vermögensrechtlichen Sache von der gleichen Partei oder von Streitgenossen und Streitgenossinnen geltend gemachte Begehren zusammengerechnet, sofern sie sich nicht gegenseitig ausschliessen. Diese Bestimmung greift Platz, wenn die Begehren im kantonalen Verfahren effektiv vereinigt wurden und zu einem einzigen Entscheid führten. Bei der subjektiven Klagenhäufung muss zudem eine Streitgenossenschaft im Sinne von Art. 24 Abs. 2 BZP (SR 273) vorliegen. Nach Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP können mehrere Personen in der gleichen Klage als Kläger auftreten oder als Beklagte belangt werden, wenn gleichartige, auf einem im Wesentlichen gleichartigen tatsächlichen und rechtlichen Grund beruhende Ansprüche den Streitgegenstand bilden. Die in Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP weiter genannte Voraussetzung, dass die Zuständigkeit des Bundesgerichts für jeden einzelnen Anspruch begründet ist, ist auf den Direktprozess zugeschnitten und spielt für die Beschwerde in Zivilsachen keine Rolle (zum Ganzen Urteil 4A_530/2012 vom 17. Dezember 2012 E. 1). Das Obergericht hat die 127 Kollokationsklagen in einem einzigen Urteil behandelt. Inhaltlich ist und war bereits vor Obergericht einzig die Frage der Rechtzeitigkeit der Leistung der Sicherheit für die Parteientschädigungen zu beurteilen. Der Streitwert der einzelnen Verfahren ist somit zusammenzurechnen (vgl. auch Urteil 5A_64/2014 vom 13. Mai 2014 E. 1.3). Die Beschwerde in Zivilsachen ist folglich grundsätzlich zulässig. Die Voraussetzungen der ebenfalls erhobenen subsidiären Verfassungsbeschwerde sind nicht gegeben (Art. 113 BGG). Das Obergericht hat in seiner Rechtsmittelbelehrung für die 62 Verfahren, in denen der Streitwert der Beschwerde in Zivilsachen nicht erreicht ist, auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde verwiesen (unter Vorbehalt des Vorliegens einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung; Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG). Dem Beschwerdeführer ist dadurch jedoch kein Nachteil erwachsen, da er seine Beschwerde in Zivilsachen auf alle 127 Verfahren bezieht.