Citation: 5A_549/2019 E. 5.1

5.1. An der Sache vorbei geht zunächst der im Zusammenhang mit den Betreuungskosten für E.________ erhobene Vorwurf, das Kantonsgericht habe ohne nähere Überprüfung einfach auf die Aussage der Mutter abgestellt, wonach der Arbeitstag ihres Partners 13 Stunden umfasse und er somit keine Betreuungsanteile übernehmen könne, obwohl bei einem solchen Arbeitspensum, selbst unter Berücksichtigung der Mittagspause, die gesetzlichen Limiten gemäss Arbeitsgesetz überschritten würden. Der Beschwerdeführer stellt nicht in Frage, dass der Lebenspartner der Beschwerdegegnerin offenbar einem Vollzeiterwerb nachgeht. Mithin kann dieser - unabhängig davon, ob die konkret geleistete Stundenzahl allenfalls über ein normales Vollzeitpensum hinausgeht - die Tochter E.________ an Wochentagen nicht betreuen. Eine interfamiliäre Eigenbetreuung während den Arbeitszeiten der Beschwerdegegnerin kann somit nicht zur Debatte stehen; insofern ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden. Mit Blick auf Alternativmöglichkeiten bei der Fremdbetreuung rügt der Beschwerdeführer, dass in willkürlicher Weise und in Verletzung der strengen Untersuchungsmaxime in Bezug auf die Grossmutter nur oberflächlich und in Bezug auf den Grossvater gar nicht abgeklärt worden sei, inwieweit diese E.________ betreuen könnten; es sei einfach davon ausgegangen worden, diese würden selbst noch arbeiten. Dieses Vorbringen ist insofern obsolet, als Grosseltern nicht zum kostenlosen Hüten angehalten werden könnten, wie in der Vernehmlassung zu Recht eingewendet wird. Zwar ist diese Dienstleistung zugunsten der Grosskinder (und mittelbar zugunsten der eigenen Kinder) weit verbreitet und auch sozial erwünscht; in diesem Sinn wurde die Sache denn auch zu betreffenden Abklärungen zurückgewiesen. Solche Hütedienstleistungen beruhen indes auf Freiwilligkeit; Grosseltern trifft - abgesehen von reminiszenten Normen wie Art. 328 Abs. 1 ZGB - keinerlei Verpflichtung zu finanzieller Unterstützung oder gar zur Erbringung von Naturalleistungen gegenüber Grosskindern. Vor diesem Hintergrund ist es ausgehend von der Feststellung, dass die Grosseltern beidseits nicht zur Verfügung stünden, sei dies nun aufgrund von Erwerbsarbeit oder aus anderen Gründen, an sich nicht zu beanstanden, wenn das Kantonsgericht die Betreuungskosten von E.________ berücksichtigt hat. Allerdings hätte es die Fremdbetreuungskosten nicht zum Grundbedarf der Beschwerdegegnerin schlagen dürfen. Vielmehr gehören sie zum Barbedarf des betreffenden Kindes (BGE 144 III 481 E. 4.3 S. 487; Urteile 5A_708/2017 vom 13. März 2018 E. 4.9; 5A_435/2019 vom 19. Dezember 2019 E. 4.3.2; 5A_311/2019 vom 11. November 2020 E. 7.2; 5A_737/2018 vom 3. Februar 2021 E. 4).