Citation: 5P.179/2006 14.08.2006 E. 4

4.1 Der kantonale Rekursrichter weist darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin zur Zeit als Serviceangestellte bei einem Beschäftigungsgrad von 25 % einen Nettolohn von monatlich Fr. 1'000.-- erziele, was für das Gastgewerbe schon eher viel sei. Die Beschwerdegegnerin gebe zwar an, ihre Tätigkeit am heutigen Arbeitsort nicht ausbauen zu können, sei aber bereit, sich nach einer Halbtagsstelle umzusehen. Auch der erstinstanzliche Richter habe ein Arbeitspensum von 50 % für angemessen gehalten, und der Beschwerdeführer selbst habe ein solches früher ebenfalls als vernünftig erklärt. Der kantonale Rekursrichter ist der Ansicht, dass eine ausgedehntere Erwerbstätigkeit jedenfalls nicht angebracht sei, wenn die Beschwerdegegnerin sich mit einer unabdingbaren Weiterbildung und einer wohlüberlegten Suche nach einer Lebensstellung eine Chance auf einen bescheidenen beruflichen Aufstieg solle wahren können. Offen bleibe, mit welchem Lohn die Beschwerdegegnerin vorerst werde rechnen können. Es lasse sich vertreten, das gegenwärtige Einkommen als Basis zu nehmen und auf einen Beschäftigungsgrad von 50 % umzurechnen, zumal auch der Durchschnittslohn für einfache Tätigkeiten im Gesundheits- und Sozialwesen in dieser Grössenordnung liege. Möglich und zumutbar scheine damit ein Verdienst von höchstens Fr. 2'000.-- netto im Monat. 4.2 Schon im kantonalen Verfahren hatte der Beschwerdeführer verlangt, dass der Beschwerdegegnerin ein Monatseinkommen von Fr. 2'800.-- angerechnet werde. Wie dem angefochtenen Entscheid zu entnehmen ist, beruht dieser Betrag auf der Auffassung des Beschwerdeführers, der Beschwerdegegnerin sei ein Beschäftigungsgrad von 80 % zuzumuten. Die Ausführungen in der vorliegenden Beschwerde zielen insofern an der Sache vorbei, als der kantonale Rekursrichter von einer Erwerbstätigkeit von 50 % ausgegangen ist und sich bei einer Umrechnung des von ihm zugrunde gelegten Salärs auf 80 % sogar ein Betrag von über Fr. 2'800.-- ergäbe. Mit dem vom kantonalen Richter festgelegten Beschäftigungsgrad setzt sich der Beschwerdeführer in keiner Weise auseinander, und er legt denn auch nicht dar, inwiefern der angefochtene Entscheid in dieser Hinsicht willkürlich sein bzw. gegen Art. 8 BV verstossen soll (vgl. Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Dass sich in den von ihm erwähnten Raststätten ein Erwerbseinkommen von Fr. 2'800.-- bei einem Beschäftigungsgrad von 50 % erzielen liesse, macht der Beschwerdeführer im Übrigen selbst nicht geltend. 4.3 Nach dem Gesagten ist auch die Rüge der Missachtung des Gehörsanspruchs unbegründet: 4.3.1 Art. 29 Abs. 2 BV verleiht dem von einem Verfahren Betroffenen ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht. Der Betroffene soll in den Punkten, die geeignet sind, den zu erlassenden in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheid zu beeinflussen, unter anderem erhebliche Beweise beibringen können (BGE 129 II 497 E. 2.2 S. 504 f. mit Hinweisen). Die genannte Bestimmung hindert den Sachrichter jedoch nicht daran, einem beantragten Beweismittel auf Grund einer vorweggenommenen Beweiswürdigung, weil er seine Überzeugung bereits aus anderen Beweisen gewonnen hat und davon ausgeht, dass weitere Abklärungen am massgeblichen Beweisergebnis nichts mehr zu ändern vermöchten, die Tauglichkeit abzusprechen (vgl. BGE 130 III 591 E. 5.4 S. 602; 129 III 18 E. 2.6 S. 24 f.). Verfassungswidrig ist das Übergehen des Beweisantrags in einem solchen Fall einzig dann, wenn die vorweggenommene Beweiswürdigung willkürlich ist (BGE 128 I 81 E. 2 S. 86; 120 Ia 31 E. 4b S. 40 mit Hinweisen). 4.3.2 Zum Beweis seines Vorbringens, in einer Autobahnraststätte liessen sich für die Beschwerdegegnerin mindestens Fr. 2'800.-- im Monat verdienen, hatte der Beschwerdeführer im Eheschutzverfahren G.________, Geschäftsführer der Raststätten "E.________" und "F.________", als Zeuge angerufen. Das Beweisbegehren hat er in seiner Rekursantwort vom 27. Februar 2006 erneuert. In Anbetracht der Tatsache, dass der kantonale Rekursrichter nicht wie der Beschwerdeführer von einem Beschäftigungsgrad von 80 %, sondern von einem solchen von nur 50 % ausgegangen ist, ist sein Entschluss, den angerufenen Zeugen - in vorweggenommener Beweiswürdigung - nicht einzuvernehmen, nicht zu beanstanden, zumal der von ihm angenommene Basislohn sogar höher liegt als der vom Beschwerdeführer für eine Tätigkeit in einer Raststätte geltend gemachte.