Citation: 6B_552/2019 E. 3.4

3.4. Der angefochtene Entscheid enthält Anhaltspunkte, dass der objektive und subjektive Tatbestand der Sachbeschädigung nach Art. 144 Ziff. 1 StGB in Bezug auf die bei der Liegenschaftsräumung entsorgten Gegenstände erfüllt sein könnten. Auch wenn die Vorinstanz die von ihr als wahrscheinlich erachtete Entsorgung des Hausrats wohl versehentlich nur im Zusammenhang mit dem Vorwurf des Diebstahls erwähnt, ist gerade diese Handlung für den Vorwurf der Sachbeschädigung entscheidend. Denn der Tatbestand von Art. 144 Abs. 1 StGB beinhaltet das Zerstören von fremdem Eigentum. Dabei gilt es festzuhalten, dass die Vorinstanz selbst eventualvorsätzliches Handeln nicht ausschliesst (angefochtener Entscheid S. 8). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass es Aufgabe der Strafverfolgungsbehörden ist, die für eine Tat relevanten Umstände - darunter die Sachverhaltselemente des subjektiven Tatbestands - abzuklären (Art. 7 Abs. 1 StPO). Daher darf die Vorinstanz vom Beschwerdeführer keinen Nachweis betreffend den Vorsatz der Sachbeschädigung verlangen. Nachdem die Vorinstanz vorbehaltlos auf die Beschwerde eingetreten ist, kann die entsprechende Passage des angefochtenen Urteils (S. 7 unten) auch nicht dahingehend umgedeutet werden, dass die Beschwerde den Begründungsanforderungen nach Art. 385 Abs. 1 StPO nicht genügt hätte. Die vorinstanzliche Einstellung des Strafverfahrens betreffend Sachbeschädigung verletzt Bundesrecht. In Bezug auf den Tatbestand des Diebstahls kann aufgrund des staatlichen Verfolgungszwangs (Art. 7 Abs. 1 StPO) ebenfalls kein Nachweis vom Beschwerdeführer verlangt werden, welche Gegenstände bei der Räumung in der Liegenschaft bzw. bei der Rückgabe nach der Zwischenlagerung vorhanden waren. Vielmehr ist es Sache der Strafverfolgungsbehörden, dies gestützt auf die vom Beschwerdeführer eingereichte Liste fehlender bzw. beschädigter Gegenstände zu ermitteln. Nachdem mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht der ganze Hausrat eingelagert, sondern entsorgt wurde, erscheint es folgerichtig, einen Diebstahl nicht a priori auszuschliessen. Dies gilt umso mehr, als sich unter den vermissten Gegenständen Wertsachen (Schmuck) befinden und eine Vernichtung aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn macht. In Bezug auf die Vorwürfe des Diebstahls und der Sachbeschädigung kann somit nicht von klarer Straflosigkeit im Sinne von Art. 319 Abs. 1 StPO ausgegangen werden.