Citation: 1A.177/2001 20.11.2001 E. 1

1.-a) Die Beurteilung von Auslieferungsersuchen Grossbritanniens richtet sich nach dem Europäischen Auslieferungsübereinkommen vom 13. Dezember 1957 (EAUe, SR 0.353. 1) sowie dem Zweiten Zusatzprotokoll zum EAUe vom 17. März 1978, dem beide Staaten beigetreten sind (SR 0.353. 12). Soweit die genannten völkerrechtlichen Vereinbarungen gewisse Fragen nicht abschliessend regeln (vgl. BGE 123 II 279 E. 2d S. 283), ist das schweizerische Landesrecht anwendbar, namentlich das Bundesgesetz über internationale Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. März 1981 (IRSG, SR 351. 1) und die dazugehörende Verordnung vom 24. Februar 1982 (IRSV, SR 351. 11; vgl. Art. 1 Abs. 1 lit. a IRSG). b) Der Auslieferungsentscheid des Bundesamtes für Justiz vom 21. September 2001 kann mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden (Art. 55 Abs. 3 i.V.m. Art. 25 Abs. 1 IRSG). Der Beschwerdeführer ist durch den Entscheid persönlich und direkt berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung, so dass er zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 21 Abs. 3 IRSG). c) Nicht eingetreten werden kann auf die Beschwerde, soweit sie sich gegen den Auslieferungshaftbefehl vom 26. Juni 2001 richtet. Dieser bildet nicht Gegenstand des angefochtenen Auslieferungsentscheides vom 21. September 2001. Eine vom Verfolgten gegen den Auslieferungshaftbefehl erhobene Beschwerde hat die Anklagekammer des Bundesgerichtes bereits mit Urteil vom 27. Juli 2001 abgewiesen (vgl. Art. 48 Abs. 2 IRSG, Verfahren 8G.37/2001). d) Zulässige Beschwerdegründe sind sowohl die Verletzung von Bundesrecht und internationalem Staatsvertragsrecht, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, als auch die Rüge der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. Der Vorbehalt von Art. 105 Abs. 2 OG trifft hier nicht zu (Art. 104 lit. a - b OG; BGE 117 Ib 64 E. 2b/bb S. 72). Soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegeben (und die staatsrechtliche Beschwerde daher ausgeschlossen) ist, kann auch die Verletzung verfassungsmässiger Individualrechte bzw. der EMRK mitgerügt werden (BGE 122 II 373 E. 1b S. 375). e) Das Bundesgericht prüft die bei ihm erhobenen Rügen grundsätzlich mit freier Kognition. Es ist aber nicht verpflichtet, nach weiteren der Auslieferung allenfalls entgegenstehenden Gründen zu forschen, die aus der Beschwerde nicht hervorgehen (BGE 122 II 373 E. 1c S. 375; 117 Ib 64 E. 2c S. 73; 112 Ib 576 E. 3 S. 586, je mit Hinweisen). f) Die Beschwerdeschrift ist mit der Stellungnahme des Verfolgten vom 31. August 2001 an das Bundesamt für Justiz (im Auslieferungsverfahren) inhaltlich identisch. Insofern setzt sich die Beschwerde mit der Begründung des angefochtenen Entscheides nicht auseinander. Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, kann jedoch offen bleiben, ob und inwieweit die formal eingereichte Laienbeschwerde insofern überhaupt zulässig erschiene. g) Das Bundesgericht ist auf Grund von Art. 25 Abs. 6 IRSG, der als Spezialbestimmung der allgemeinen Vorschrift von Art. 114 Abs. 1 OG vorgeht, nicht an die Begehren der Parteien gebunden. Es hat daher die Möglichkeit, den angefochtenen Entscheid gegebenenfalls zugunsten oder zuungunsten des Beschwerdeführers zu ändern (BGE 122 II 373 E. 1c S. 375; 117 Ib 64 E. 2c S. 73). h) Die Beschwerde gegen die Auslieferung hat gemäss Art. 21 Abs. 4 lit. a IRSG von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung.