Citation: 1P.403/2004 10.11.2004 E. 2

Das Kantonsgericht verurteilte den Beschwerdeführer wegen einer Widerhandlung gegen das Jagdgesetz. Es sah es als erwiesen an, dass der Beschwerdeführer Tiere aus einem Banngebiet hinausgetrieben habe, damit sie ausserhalb dieses Gebietes gejagt werden konnten. Der Beschwerdeführer sei am Abend des 23. September 2001 von Salgesch her kommend in Ulrichen angekommen, wo er seinen Vater A.________ getroffen habe, der zusammen mit den Jagdkollegen B.________, C.________ und D.________ sowie zwei weiteren dort eine Ferienwohnung gemietet hätte. Der Beschwerdeführer sei am 24. September 2001 um 04.10 Uhr aufgestanden, mit dem Auto nach Münster gefahren und anschliessend in Richtung des Banngebietes gelaufen. Gegen 04.30 Uhr habe er das Banngebiet betreten. Auf dem Weg ins Banngebiet und im Gebiet selber hätten er und sein Vater sowie einige seiner Jagdkollegen sich telefonisch gegenseitig über ihre jeweiligen Standorte informiert. Der Wildhüter sei an diesem Morgen ebenfalls in der Nähe des Banngebietes unterwegs gewesen. Er habe von einem Felsvorsprung aus gegen 10.00 Uhr beobachtet, wie die Hirsche im Banngebiet unruhig geworden und ins offene Gelände geflüchtet seien. Dabei sei ein Hirsch direkt auf ihn zugekommen, erschrocken und mit anderem Rotwild ins offene Jagdgebiet geflüchtet, wo gleich hintereinander vier Schüsse gefallen seien. Der Wildhüter habe rund eine Stunde später den Beschwerdeführer aus dem Banngebiet laufen sehen und ihn angehalten. Die Erklärungen des Beschwerdeführers, er habe das Banngebiet nur zur Wildbeobachtung und zum Pilzesammeln betreten, erwiesen sich als Schutzbehauptungen. Für die Behauptung, der Hilfswildhüter sei mit seinem Hund zusammen im Banngebiet gewesen und habe die Tiere getrieben, lägen in den Akten keine Anhaltspunkte vor.