Citation: 4A_56/2021 E. 6.2

6.2. In Erwägung II.4b des angefochtenen Entscheids gab die Vorinstanz zwar die Ausführungen der ersten Instanz zusammenfassend wieder, wonach die Beschwerdeführerin eine Krankentaggeldversicherung abgeschlossen habe, die aber nach Auffassung der Erstinstanz nicht als gleichwertig mit dem Gesetz betrachtet werde, sodass die Beschwerdeführerin nicht von der Lohnfortzahlungspflicht gemäss Art. 324a Abs. 1 und Abs. 2 OR befreit werde. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin übernahm die Vorinstanz diese erstinstanzlichen Ausführungen nicht und machte diesbezüglich keine eigenen Sachverhaltsfeststellungen. Die Vorinstanz trat nämlich mangels hinreichender Begründung der Berufung (oben Erwägung 5.3) nicht auf die Themen der Lohnfortzahlungspflicht bei Krankheit und der Krankentaggeldversicherung ein. Entsprechend fehlen auch jedwelche vorinstanzliche Feststellungen zum behaupteten Versicherungsverhältnis. Da die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich eine Sachverhaltsergänzung verlangt (Erwägung 2.2), fehlt es damit an der Sachverhaltsbasis für die Beurteilung der von der Beschwerdeführerin erhobenen Rechtsrüge der fehlenden Passivlegitimation. Auf die Rüge ist damit nicht einzutreten.