Citation: 6B_1232/2021 E. 1.3.1

1.3.1. Hinsichtlich des Schuldspruchs wegen einfacher Körperverletzung zum Nachteil von B.________ wird dem Beschwerdeführer in der Anklageschrift (Ziffer I.1) vorgeworfen, er habe am 23. Mai 2018 um ca. 16.00 Uhr, in U.________, B.________ mit der Faust gegen die rechte Wange geschlagen, wodurch dieser Nasenbluten erlitten und sich noch einige Tage (mindestens bis zum 25. Mai 2018) abends fast nicht mehr aus dem Haus getraut sowie noch einen Druck in der Nase und im Kopf verspürt habe. Die Vorinstanz erachtet den angeklagten Sachverhalt unter Einbezug der Täteridentifikation, der zeitlichen und örtlichen Verhältnisse, der Aussagen des Geschädigten und des Zeugen als erstellt (Urteil S. 31 ff.). In rechtlicher Hinsicht erwägt die Vorinstanz, beim Geschädigten könne mitnichten von einer bloss vorübergehenden, harmlosen Störung des gesundheitlichen Wohlbefindens ausgegangen werden. Vielmehr seien die erlittenen körperlichen und vor allem auch psychischen Folgen aufgrund des starken Nasenblutens, des Verbleibs im Spital über Nacht zwecks Überwachung sowie der längeren psychischen Beeinträchtigung als einfache Körperverletzung zu würdigen, auch wenn nicht verkannt werde, dass sich der Geschädigte in einer IV-Abklärung befunden habe. Ferner habe der Beschwerdeführer eventualvorsätzlich gehandelt (Urteil S. 34).