Citation: U 82/05 13.03.2006 E. 5

Somit stellt sich einzig die Frage der Kosten im vorinstanzlichen Verfahren. 5.1 Gerichtskosten waren keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Die Zusprechung einer Parteientschädigung an die gemäss Nichteintretensentscheid unterliegende Versicherte machte das kantonale Gericht davon abhängig, dass sich diese wegen rechtswidrigen Verhaltens des obsiegenden Sozialversicherungsträgers zur Prozessführung veranlasst sah. Diese Betrachtungsweise ist unter dem Gesichtspunkt des Bundesrechts nicht zu beanstanden. Weiter erwog die Vorinstanz, der SUVA sei keine Rechtsverzögerung oder -verweigerung und somit auch kein rechtswidriges Verhalten, welches die Auferlegung einer Parteientschädigung begründen könnte, anzulasten. Ob eine Rechtsverzögerung oder -verweigerung vorlag, ist für die Kostenfrage im vorinstanzlichen Verfahren auch bei Gegenstandslosigkeit der Beschwerde von Interesse. Denn diesfalls setzt der bundesrechtliche Anspruch auf eine Parteientschädigung namentlich voraus, dass sich eine solche aufgrund der Prozessaussichten, wie sie sich vor Eintritt der Gegenstandslosigkeit darboten, rechtfertigt (SVR 2004 ALV Nr. 8 S. 22 Erw. 3.1 [Urteil B. vom 20. August 2003, C 56/03]). 5.2 Feststeht, dass die Versicherte die SUVA ab 5. Dezember 2002 wiederholt dazu angehalten hat, das bis 30. Juni 2001 bezogene Taggeld rückwirkend nach Massgabe einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit zu erhöhen. Zu beachten ist aber, dass der Unfallversicherer der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 5. November 2004 mitgeteilt hat, diesem Begehren werde stattgegeben. Damit war die SUVA in dem von ihr verlangten Sinne tätig geworden, und es bestand jedenfalls zu diesem Zeitpunkt kein Anlass mehr für die gerichtliche Feststellung einer Rechtsverweigerung oder -verzögerung. Hieran ändert nichts, dass sich die Parteien in der neu aufgeworfenen Frage der Anrechnung eines Eigenverdienstes noch uneins waren. Was den Zeitraum nach der Mitteilung vom 5. November 2004 betrifft, ist festzustellen, dass der Unfallversicherer auf die mit Schreiben der Versicherten vom 15. November 2004 erhobenen Einwendungen gegen die Berücksichtigung eines Eigenverdienstes zwar erst (kurz) nach Ablauf der von der Versicherten gesetzten Frist, aber insgesamt angemessen rasch reagiert hat, indem er am 2. Dezember 2004 eine neue Überentschädigungsberechnung ohne Eigenverdienst vornahm und das nunmehr ungekürzte Taggeld auszahlte. Dies gilt erst recht, wenn berücksichtigt wird, dass die SUVA zugleich die von der Versicherten neu verlangte Berechnung des Verzugszinses vornahm und diesen ebenfalls überwies. Eine Rechtsverweigerung oder -verzögerung ist deshalb mit der Vorinstanz hier ebenfalls zu verneinen. Die Beschwerde wäre demnach, wenn darauf einzutreten gewesen und sie auch nicht gegenstandslos geworden wäre, mutmasslich abgewiesen worden. Der Versicherten wurde somit zu Recht keine Parteientschädigung zugesprochen.