Citation: 1C_121/2020 E. 5.1

5.1. Das PBG/ZH sieht in § 355 Abs. 1 vor, dass noch unter altem Recht eingeleitete Quartierplanverfahren unter gewissen Voraussetzungen hinsichtlich Inhalt und Verfahren dem neuen Recht unterstellt werden können (vgl. auch § 46 Abs. 1 der kantonalen Quartierplanverordnung vom 18. Januar 1978 [LS 701.13]). Für bereits festgesetzte oder genehmigte altrechtliche Quartierpläne bestimmt § 46 Abs. 2 der Quartierplanverordnung, dass diese unter gewissen Voraussetzungen durch Teilrevision dem neuen Recht unterstellt werden können. Die "Kann"-Formulierungen in § 355 Abs. 1 PBG/ZH und § 46 Abs. 2 der Quartierplanverordnung sprechen dafür, dass im Zeitpunkt des Inkrafttretens des PBG/ZH bereits festgesetzte Quartierpläne grundsätzlich weiterhin gültig blieben, sofern sie nicht aktiv an das neue Recht angepasst und diesem unterstellt wurden. Der im Zeitpunkt des Inkrafttretens des PBG/ZH bereits festgesetzte Quartierplan Nr. 458 "Rütihof" wurde nach dem Inkrafttreten des PBG/ZH nicht aktiv dem neuen Recht unterstellt. Das PBG/ZH setzte zwar neue Rahmenbedingungen für die kommunale Ortsplanung, eine auf das neue Recht gestützte kommunale Planung musste aber zuerst noch ausgearbeitet und beschlossen werden (vgl. §§ 342 ff. PBG/ZH). Der Beschwerdeführer weist daher zu Recht darauf hin, dass die im Quartierplan angeordneten Ausnützungsbeschränkungen trotz des Vorbehalts zugunsten künftiger Rechtsänderungen (vgl. Sachverhalt Lit. A) mit dem Inkrafttreten des PBG/ZH (noch) nicht dahingefallen sind. Etwas anderes wurde von der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid denn auch nicht behauptet und entspräche im Übrigen nicht der vom Beschwerdeführer belegten Praxis, wonach die Stadt Zürich anlässlich der Beurteilung von Bauprojekten im Quartierplangebiet um das Jahr 1980 verlangte, dass die im Quartierplan festgelegten Ausnützungsbeschränkungen beachtet werden.