Citation: 8C_106/2024 E. 3.2.2

3.2.2. Weiter kritisiert die Beschwerdeführerin das neuropsychologische Teilgutachten der MEDAS. Dieses weise gemäss dem von ihr eingeholten Bericht des Prof. Dr. med. D.________, Fachpsychologe Neuropsychologie und neurologischer Gutachter SIM, diverse Mängel auf. Insbesondere sei der von der Gutachterin singulär eingesetzte Leistungsvalidierungstest nicht geeignet, Aggravationen nachzuweisen. Mit diesen Vorbringen setzte sich bereits die Vorinstanz eingehend auseinander. Sie hielt fest, die neuropsychologische Gutachterin habe aufgrund des auffälligen Ergebnisses des einen Validierungstests nicht direkt auf eine Aggravation geschlossen. Vielmehr habe sie gemäss ihrer Stellungnahme vom 29. November 2021 wegen des problematischen Leistungsverhaltens der Beschwerdeführerin und der nicht verwertbaren Ergebnisse mit dem psychiatrischen Teilgutachter der MEDAS Rücksprache genommen. Dieser habe aus psychiatrischer Sicht auf eine Mischung aus unbewusster Verdeutlichung und bewusster Aggravation geschlossen. Das kantonale Gericht stellte klar, dass die Gutachter der MEDAS die Leistungseinschränkung der Beschwerdeführerin nicht ausschliesslich auf Aggravation zurückführten. Ebenso wenig sei die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ausschliesslich auf Grundlage der Ergebnisse der neuropsychologischen Teilbegutachtung erfolgt. Vielmehr seien der psychische Gesundheitsschaden und deren Folgen in erster Linie anhand des psychiatrischen Befunds, der psychiatrischen Anamnese und der Aktenlage bewertet worden. Die Untersuchung durch Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, habe signifikante Unterschiede zwischen der subjektiven Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die Beschwerdeführerin und dem objektiven psychiatrischen Befund ergeben, was durch die Ergebnisse der neuropsychologischen Testung lediglich bestätigt worden sei. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass die Stellungnahme des Prof. Dr. med. D.________ vom 10. März 2021 die Beurteilung der MEDAS-Gutachter nicht in Zweifel zu ziehen vermöge. Inwiefern diese vorinstanzliche Beweiswürdigung willkürlich (vgl. E. 1.2 hiervor) sein soll, legt die Beschwerdeführerin nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Ihre Vorbringen erschöpfen sich in appellatorischer Kritik am angefochtenen Urteil, auf die nicht weiter einzugehen ist.