Citation: 5A_401/2022 E. 5.2.1

5.2.1. Die Beschwerdeführer werfen der Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht vor, zu Unrecht davon auszugehen, dass es ein hinreichendes Bild auf ein krankheitsbedingtes Verhalten der Erblasserin ab 2006 gegeben habe. Selbst die Zeugin M.________, die überhaupt nicht im Verdacht stehe, zugunsten der Beschwerdeführer auszusagen und die wegen der Alzheimer-Krankheit ihrer Mutter mit dem Thema bekannt gewesen sei, habe erst für die Zeit ab 2010 von deutlichen Demenzanzeichen der Erblasserin berichtet. Gleiches gelte für den Zeugen Z.________. Die Vorinstanz unterstelle dem Hausarzt die Aussage, die Erblasserin habe 2006 an Demenz gelitten, was eine Geistesschwäche insinuiere. Dieser habe aber von einer dementiellen Entwicklung gesprochen, die ab ungefähr 2006 manifest geworden sei, wobei er erläutert habe, dass eine Demenz nicht von einem Tag auf den andern komme. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz widerspreche dem Beweisergebnis und erweise sich insofern als willkürlich. Dies gelte auch für den Schluss, die Erblasserin habe im Zeitpunkt der Testamentserrichtung an Demenz gelitten. Dies sei erst später der Fall gewesen. Die Vorinstanz übergehe, dass die Erblasserin 2009 und im April 2010 zwei leichte Schlaganfälle erlitten haben "dürfte", die aber nicht zu einer Arztkonsultation oder gar einer Heimeinweisung geführt hätten.