Citation: 8C_605/2023 E. A

A.a. A.________, geboren 1974, arbeitete bis Dezember 2005 als Kurierfahrerin. Am 23. Februar 2006 meldete sie sich erstmals wegen Rückenbeschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Bern (fortan: IV-Stelle oder Beschwerdegegnerin) übernahm unter anderem eine Umschulung zur Kauffrau mit eidg. Fähigkeitszeugnis, brach jedoch die berufliche Eingliederungsmassnahme nach Einleitung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens mangels Erfüllung der Mitwirkungspflicht mit Verfügung vom 8. November 2010 ab. Seit April 2013 war A.________ bei der B.________ AG in der Zustellung teilerwerbstätig. Ab Oktober 2016 litt sie zunehmend an Kniebeschwerden. Nach der Neuanmeldung vom 3. April 2017 sprach die IV-Stelle A.________ für die Dauer von Oktober 2017 bis Januar 2020 bei einem Invaliditätsgrad von 71 % bzw. anschliessend von 13 % eine befristete ganze Invalidenrente zu (Verfügung vom 27. August 2021). A.b. Am 6. Januar 2023 sandte die Gemeinde U.________ (Abteilung Soziales) diverse medizinische Berichte zum Gesundheitszustand von A.________ an die IV-Stelle, worauf diese mit Vorbescheid vom 18. Januar 2023 ankündigte, auf das neue Leistungsbegehren mangels Glaubhaftmachung einer Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse seit 27. August 2021 nicht einzutreten. Daran hielt sie nach Einholung eines Berichtes des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) fest (Verfügung vom 30. Mai 2023).