Citation: 4A_575/2023 E. B

Gestützt auf die genannten Schiedsklauseln leiteten die Beschwerdeführerinnen am 15. Oktober 2019 bzw. 17. Dezember 2019 je ein Schiedsverfahren gegen die Beschwerdegegnerin ein. In der Folge wurden die beiden Verfahren vereinigt. Sie verlangten von der Beschwerdegegnerin rund USD 11'223'000.-- nebst Verzugszins zu 5 % (Rückerstat tung der gezogenen Garantien) und Schadenersatz wegen Schlecht- bzw. Nichterfüllung. Die Beschwerdegegnerin erhob Widerklage über anfänglich rund USD 23 Millionen nebst Zins zu 1.5 % pro Monat, die sie im Laufe des Verfahrens auf rund USD 80 Millionen erhöhte (Capacity Payments und Termination Payments). Die Parteien einigten sich auf die Ernennung von Frank Spoorenberg als Einzelschiedsrichter. Dieser wurde am 6. Januar 2020 vom ICC Gerichtshof bestätigt. Mit Endentscheid vom 25. Oktober 2023 wies der Einzelschiedsrichter die Klageforderungen der Beschwerdeführerin 1 mit Ausnahme von USD 2'266'588.28 nebst Zins zu 5 % pro Jahr ab (Dispositiv-Ziffern 2-8). Die Klageforderungen der Beschwerdeführerin 2 wies er mit Ausnahme von USD 20'000.-- und USD 7'177'500.-- ab (Dispositiv-Ziffern 9-23). Er erklärte die Kündigungen der LTA's für ungültig und hiess die Widerklage gegenüber der Beschwerdeführerin 1 im Umfang von EUR 201'467.92 und rund USD 21'457'000.-- sowie gegenüber der Beschwerdeführerin 2 im Umfang von EUR 339'438.30 und rund USD 34'589'000.--, je nebst Zins zu 1.5 % pro Monat, gut, im Übrigen wies er die Widerklageforderungen ab (Dispositiv-Ziffern 24-43).