Citation: 6S.337/2001 03.06.2002 E. A

A.- Am 26. Juni 1998 um ca. 10.45 Uhr läuteten zwei Beamte der Stadtpolizei Zürich an der Wohnungstüre von R. X.________, um im Auftrag der Bezirksanwaltschaft Zürich eine Hausdurchsuchung vorzunehmen. Nachdem R. X.________ die Türe geöffnet hatte, zeigten die Beamten ihren Dienstausweis, stellten sich mit Namen vor und kündigten sich mit "Polizei" an. R. X.________ fragte darauf in gebrochen deutscher oder spanischer Sprache, was man von ihm wolle. Da der Hausdurchsuchungsbefehl auf den Namen der Ehefrau von R. X.________ ausgestellt war, teilte der eine Beamte mit, er wolle Frau X.________ sprechen. R. X.________ liess die Beamten nicht eintreten und er gab, als einer der beiden Beamten seinen Fuss in die spaltbreit geöffnete Türe hielt, Druck von innen auf die Türe. Seiner hinter ihm stehenden Ehefrau flüsterte er etwas zu und äusserte sich gegenüber den Beamten dahingehend, dass er hier der Chef sei. Er griff hinter sich zu einem Tischchen, wo sich ein Dolch befand; dieser wurde jedoch von seiner Frau entfernt. Seiner Frau rief er zu, sie solle ihm die Pistole holen ("dammi la pistola"). Darauf forderten die beiden Beamten über Funk Verstärkung an und verhafteten R. X.________. Am 9. Juni 1998 fand R. X.________ in einem Zürcher Tram einen Bussenblock, welchen eine Verkehrsbeamtin der Stadtpolizei Zürich dort liegen gelassen hatte. Weil sich das Ehepaar X.________ bereits seit längerer Zeit darüber ärgerte, dass A. B.________, ein in der Nachbarschaft ansässiger Garagist, für seine Kunden regelmässig Parkplätze in der blauen Zone beanspruchte, füllte E. X.________ mit dem Einverständnis ihres Mannes einen Beanstandungsrapport aus dem gefundenen Bussenblock aus. Daraus geht hervor, dass in besagter blauer Zone keine Plätze für andere Lenker und Wagen reserviert werden dürfen. Sie unterzeichnete den Rapport mit "C. D.________"; der Angeschuldigte befestigte den "polizeilichen" Rapport an der Windschutzscheibe des Fahrzeugs von A. B.________ mit der Absicht, diesem Angst vor einer polizeilich auszufällenden Busse zu machen.