Citation: 2C_979/2015 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer ist zu diversen Strafen verurteilt worden, davon zu einer längerfristigen im Sinne von Art. 62 lit. b AuG. Seine Delikte wiegen zwar nicht alle besonders schwer, trotzdem ist er Wiederholungstäter (mehrfach der einfachen Körperverletzung schuldig gesprochen), und er hat sich auch von einer ausdrücklichen migrationsrechtlichen Verwarnung und Androhung der Ausweisung nicht davon abhalten lassen, ein Gewaltdelikt zu begehen (bei denen selbst ein geringes Rückfallrisiko nicht hingenommen werden muss [BGE 130 II 176 E. 4.2 - 4.4]). Bei der Tatbegehung zeigte er eine "hohe Gewaltbereitschaft" (angefochtener Entscheid S. 14), indem er "rücksichtslos, ja brutal" gegen einen Türsteher vorging, diesem "diverse Faustschläge und mehrere Knietritte gegen den Kopf" zufügte und damit u.a. bei seinem Opfer einen Schädelbruch verursachte (Anklageschrift S. 2). Zwar waren im Zeitpunkt der Fällung des hier angefochtenen Urteils seit der Tatbegehung fast sechs Jahre vergangen und hat sich der Beschwerdeführer in diesem Zeitraum relativ wohl verhalten - eine Strafanzeige vom 27. September 2012 wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz hat offenbar noch zu keiner Verurteilung geführt (angefochtener Entscheid S. 15), wobei die vorinstanzliche Beurteilung auch ohne diese Verzeigung nicht zu beanstanden wäre -, doch ist dieser Zeitablauf darauf zurückzuführen, dass das Strafverfahren (offenbar wegen vorangegangener Verhandlungen im Zivilpunkt) relativ lange gedauert hat; die Migrationsbehörden haben nach dem Vorliegen des rechtskräftigen Strafurteils dann sehr rasch reagiert (vorne lit. B). Zudem ist der positiven Entwicklung des Beschwerdeführers bereits im Strafurteil Rechnung getragen worden (Anklageschrift S. 4 oben) und besteht im ausländerrechtlichen Verfahren kein Raum, die Angemessenheit einer Sanktion oder die Länge der ausgesprochenen Freiheitsstrafe zu relativieren (vgl. Urteile 2C_368/2015 vom 15. September 2015 E. 3.2.1; 2C_1111/2014 vom 24. Juli 2015 E. 3.2.1; 2C_114/2013 vom 10. September 2013 E. 3.2.1).