Citation: 5A_817/2015 E. 2.2

2.2. Das Obergericht hat zusammengefasst erwogen, aus der Beschwerde vom 12. Mai 2015 gehe nicht hervor, dass der Beschwerdeführer die Verfügung vom 20. Februar 2015 (Beseitigung des Rechtsvorschlages) nicht erhalten habe. Er halte vielmehr einfach fest, er wisse nicht weshalb das Betreibungsamt den Rechtsvorschlag ohne rechtskräftigen Entscheid beseitige. Auf die Ausführungen des Betreibungsamtes im Amtsbericht vom 16. Mai 2015, wonach der Beschwerdeführer gemäss Rechtskraftbescheinigung vom 27. April 2015 keine Einsprache erhoben habe, sei keine Reaktion des Beschwerdeführers erfolgt. Damit stehe nicht fest, dass der Beschwerdeführer auch nur implizit behauptet habe, besagte Verfügung nicht erhalten zu haben. Naheliegend sei vielmehr, dass er diese Äusserung auf eine andere Betreibung bezog, zumal er seinen Aussagen zufolge mit mehreren Betreibungen konfrontiert sei. Es sei davon auszugehen, dass sich die besagte Äusserung auf das damals noch vor dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau hängige, die Betreibung Nr. yyy betreffende Beschwerdeverfahren bezogen habe; in dieser Betreibung sei der Rechtsvorschlag wegen Einsprache des Beschwerdeführers tatsächlich noch nicht beseitigt gewesen sei. Es sei daher nicht verständlich, weshalb die erste Instanz eine derartige Auslegung der Beschwerde vorgenommen habe, ohne den Beschwerdeführer vorgängig zur Verbesserung der Beschwerde aufzufordern. Anzumerken sei ferner, dass die Vorinstanz die Begründung ihres Entscheids nicht mit einem Amtsbericht ergänzen könne. Entgegen ihren darin gemachten Ausführungen könne es nicht darauf ankommen, ob aus dem Zustellungsnachweis ersichtlich sei, um was für ein Dokument es sich handle. Dies sei selbst bei eingeschriebener Post, d.h. bei einem Versand mit Empfangsbestätigung, nicht der Fall. Zudem stelle sich diese Frage erst und ausschliesslich dann, wenn der Empfänger geltend mache, mit besagter Sendung eine andere als die im Streit liegende Verfügung erhalten zu haben; dies sei vorliegend nicht der Fall. Das Obergericht befasst sich alsdann mit der im konkreten Fall zur Anwendung gelangten Zustellung per "A-Post Plus" und hat dazu ausgeführt, im bundesgerichtlichen Urteil 2C_430/2009 vom 14. Januar 2009 sei das mittels des elektronischen Suchsystems "Track & Trace" der Schweizerischen Post festgelegte Datum der Einlage einer A-Post-Plus-Sendung in den Briefkasten als für die Auslösung einer Rechtsmittelfrist verbindlich eingestuft worden. Daran werde bis heute festgehalten. Die Beschwerdegegnerin habe den Track & Trace-Auszug der Sendung Nr. zzz zu den Akten gereicht, woraus sich ergebe, dass die Verfügung vom 20. Februar 2015 am 23 Februar 2105 bei der Poststelle U.________ aufgegeben und am 24. Februar 2015 dem Beschwerdeführer zugestellt worden sei. Das Obergericht stellt sodann fest, der Beschwerdeführer habe keinen Grund genannt, welcher die Vermutung der konkreten Postzustellung umzustossen vermöge. Damit habe die Zustellung der den Rechtsvorschlag aufhebenden Verfügung vom 20. Februar 2015 als rechtsgültig erfolgt zu gelten.