Citation: 2C_1055/2019 E. 2.1

2.1. Das Steuerrecht des Kantons Luzern folgt im Bereich der Besteuerung von Grundstückgewinnen dem dualistischen System. Gewinne aus der Veräusserung von Grundstücken, die dem Geschäftsvermögen angehören, unterliegen daher grundsätzlich der Einkommens- oder Gewinnsteuer (§ 1 Abs. 1 des Gesetzes [des Kantons Luzern] vom 31. Oktober 1961 über die Grundstückgewinnsteuer [GGStG/LU; SRL 647]). Allerdings sind Gewinne, die sich bei der Veräusserung eines land- und/oder forstwirtschaftlichen Grundstücks ergeben, selbst dann mit der Grundstückgewinnsteuer zu erfassen, wenn das Grundstück dem Geschäftsvermögen angehört (Art. 12 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 4 StHG e contrario; § 1 Abs. 2 Ziff. 1 GGStG/LU; Urteil 2C_437/2018 vom 25. März 2020 E. 4.4). Als land- und/oder forstwirtschaftlich gelten Grundstücke für die Zwecke der harmonisierten Steuern von Kantonen und Gemeinden jedoch nur, falls sie dem Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) unterstehen (BGE 138 II 32 E. 2.3.1 S. 36 ff.; zuletzt: Urteil 2C_255/2019 vom 9. März 2020 E. 2.2.1). Einer Veräusserung gleichgestellt ist im dualistischen System namentlich auch die Überführung eines Grundstücks vom Privatvermögen in das Geschäftsvermögen derselben Person (Art. 12 Abs. 2 lit. b StHG; § 3 Abs. 1 Ziff. 6 GGStG/LU; Urteil 2C_164/2009 / 2C_165/2009 vom 13. August 2009 E. 6.1).