Citation: 4C.369/2005 08.02.2006 E. 7

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Monteur nach den Feststellungen der Vorinstanz entgegen den Ausführungen der Beklagten nicht davon ausging, die Erstinstallation sei "lege artis" erfolgt, sondern vielmehr erkannte, dass die Geräte flexibel hätten angeschlossen sein müssen, um eventuelle Druckschläge auszugleichen. Unter diesen Umständen verletzt es kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz dem Monteur als Pflichtverletzung anlastet, das Gerät ohne vorherige Rücksprache mit den Klägern wieder starr angeschlossen zu haben. Hätte sich der Monteur pflichtgemäss verhalten, wäre der Schaden nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge nicht eingetreten. Ein allfälliges Verschulden des Erstinstallateurs ist für die Haftung der Beklagten nicht massgeblich, da mehrere Schädiger untereinander dem Geschädigten gegenüber solidarisch haften (Art. 50 Abs. 1 OR). Entgegen den Ausführungen der Beklagten ist für ihre Haftbarkeit nicht vorausgesetzt, dass sie zur Erstinstallation eine zusätzliche Schadensursache hinzugefügt hat. Es genügt vielmehr, dass der Monteur keine Anstrengungen unternahm, die von ihm erkannte Schadensursache zu beheben, wie dies seinen vertraglichen Pflichten im Rahmen des Servicevertrages entsprochen hätte.