Citation: 6B_888/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz geht zu Recht davon aus, dass auch die Kosten von Parteigutachten unter gewissen Umständen zu den zu entschädigenden Kosten zählen. Sie weist diesbezüglich zutreffend darauf hin, dass bei der Erstattung von Kosten von Parteigutachten Zurückhaltung angebracht ist (BGE 141 IV 369 E. 6.2 S. 373) bzw. dass Rechtsgutachten im Allgemeinen als nicht erstattungsfähig einzustufen sind (angefochtenes Urteil S. 27 f.). Eine Entschädigung kann sich allenfalls rechtfertigen, wenn sich ein Rechtsgutachten zum ausländischen Recht äussert und eine entscheiderhebliche Frage klärt (SCHMID/ JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017, N. 1812 und 1830 [inkl. Fn. 183]; WEHRENBERG/FRANK, in: Basler Kommentar, Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 17 zu Art. 429 StPO). Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie - zumindest implizit - davon ausgeht, die vom Beschwerdeführer 1 in Auftrag gegebenen Gutachten von Prof. K.________ und Prof. L.________ hätten sich als unnötig erwiesen, da sich diese nur zur Fragen des Schweizer Strafprozess- und materiellen Strafrechts geäussert hätten, mit denen sich das Gericht "ohnedies hätte befassen müssen" (vgl. angefochtenes Urteil S. 43). Dies hat keineswegs zur Folge, dass "jede Verteidigung in der Untersuchung und vor erster Instanz überflüssig" wäre (vgl. Beschwerde Ziff. 16 S. 7). Entscheidend ist, dass Rechtsgutachten über allgemeine strafprozess- und strafrechtliche Fragen nicht entschädigungspflichtig sind, da solche Fragen von einem (durchschnittlich erfahrenen) Verteidiger bzw. von einem Rechtsanwalt, der ein Strafverteidigungsmandat annimmt, selbst geklärt werden müssen (vgl. oben E. 2.2.1). Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.