Citation: 6B_213/2010 02.07.2010 E. 2.3

2.3.1 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers lässt sich weder aus der Begründung noch aus dem Dispositiv des angefochtenen Urteils der Schluss ziehen, er sei in Abweichung vom erstinstanzlichen Urteil im Anklagepunkt 1.5.2 für schuldig befunden worden. Vielmehr verweist die Vorinstanz in Bezug auf den Tatkomplex 1.5.2 bis 1.5.5 auf die als detailliert und überzeugend eingestufte Sachverhaltsfeststellung der ersten Instanz und bestätigt deren Urteil und damit auch den Freispruch im Anklagepunkt 1.5.2 ausdrücklich (vgl. angefochtenes Urteil S. 7). 2.3.2 Soweit der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe zu Unrecht von einer psychiatrischen Begutachtung des Belastungszeugen abgesehen, dringt er mit seiner Beschwerde ebenfalls nicht durch. Die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Aussagen ist primär Sache der Gerichte. Nach der Rechtsprechung drängt sich eine Glaubwürdigkeitsbegutachtung durch eine sachverständige Person in der Regel sachlich erst auf, wenn das Gericht aufgrund besonderer Umstände auf zusätzliches medizinisches oder psychologisches Fachwissen angewiesen ist. Dies ist etwa der Fall, wenn Anzeichen bestehen, dass die betreffende Person wegen einer ernsthaften geistigen Störung, Drogensucht oder sonstiger Umstände in ihrer Wahrnehmungs-, Erinnerungs- oder Wiedergabefähigkeit beeinträchtigt und zur wahrheitsgemässen Aussage nicht fähig oder nicht willens sein könnte. Dem Gericht steht bei der Beantwortung der Frage, ob aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalles der Beizug eines Sachverständigen zur Glaubwürdigkeitsbegutachtung notwendig ist oder nicht, ein Ermessensspielraum zu (BGE 129 I 49 E. 4; 129 IV 179 E. 2.4). Selbst wenn N.________, wie vom Beschwerdeführer vorgebracht, früher Psychopharmaka einnahm, Drogen konsumierte und unter Psychosen litt, muss dies keine unmittelbaren Folgen auf sein Aussageverhalten haben. Vorliegend begründet die Vorinstanz überzeugend, weshalb sie auf die Einholung eines Glaubwürdigkeitsgutachtens verzichtete. Sie betont, aus den protokollierten Aussagen ergebe sich, dass N.________ ohne weiteres in der Lage gewesen sei, die gestellten Fragen klar und vernünftig zu beantworten. Mit dieser Einschätzung verletzt die Vorinstanz das ihr bei der Beurteilung der Notwendigkeit einer Begutachtung zustehende Ermessen nicht. 2.3.3 Die Vorinstanz legt dar, weshalb sie die Aussagen von N.________ als glaubhaft und damit den eingeklagten Sachverhalt als erstellt bewertet. Insbesondere konnte sie - auch ohne erneute Einvernahme - willkürfrei folgern, der Beschwerdeführer habe N.________ unter Druck und in Angst versetzt, was dessen Aussageverhalten plausibel erkläre. Die in diesem Zusammenhang vom Beschwerdeführer erhobenen Rügen sind nicht stichhaltig. Mit seinen Ausführungen übt er weitgehend appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid, indem er darlegt, wie die Beweise im Allgemeinen und die Aussagen von N.________ im Speziellen aus seiner Sicht zu würdigen gewesen wären, ohne aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz in Willkür verfallen sein sollte. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung ist es des Weiteren nicht von Relevanz, dass der von N.________ als Drogenlieferant beschuldigte Y.________ freigesprochen wurde (Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 25. Juni 2008; bestätigt durch das in Rechtskraft erwachsene Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 28. August 2009). In der erstinstanzlichen Urteilsbegründung in Sachen Y.________ wird ausdrücklich auf das gegen den Beschwerdeführer ergangene erstinstanzliche Urteil Bezug genommen, ohne dieses inhaltlich in Frage zu stellen. Insbesondere spielt es für die Feststellung, dass der Beschwerdeführer Kokain lagerte, keine Rolle, von wem die Drogen stammten (vgl. zum Ganzen Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 25. Juni 2008, S. 71 ff.). Ohnehin aber haben diese in Sachen Y.________ gefällten Urteile keine Bindungswirkung für das vorliegende Verfahren. Die Vorinstanz begründet, wie dargelegt willkürfrei, weshalb sie die den Beschwerdeführer belastenden Aussagen von N.________ als glaubhaft einstuft. Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde verletzt sie ihre Begründungspflicht nicht, indem sie sich mangels Entscheiderheblichkeit nicht mit den in Sachen Y.________ ergangenen Entscheiden auseinandersetzt.