Citation: 6B_401/2007 08.11.2007 E. 13

13.1 Der Präsident der Vorinstanz ordnete mit Verfügung vom 15. August 2007 in Gutheissung eines Gesuchs des Beschwerdeführers 2 dessen Haftentlassung per 24. August 2007 an. Der Beschwerdeführer 2 befand sich in jenem Zeitpunkt im vorzeitigen Strafvollzug. Gemäss § 58 Abs. 1 Ziff. 1 StPO/ZH darf Untersuchungshaft nur angeordnet werden, wenn der Angeschuldigte eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtigt wird und ausserdem auf Grund bestimmter Anhaltspunkte ernsthaft befürchtet werden muss, er werde sich der Strafverfolgung oder der zu erwartenden Strafe durch Flucht entziehen. Nach § 58 Abs. 3 StPO/ZH ist die Untersuchungshaft aufzuheben, wenn ihre Voraussetzungen nicht mehr bestehen. Sie darf nicht länger dauern als die zu erwartende Freiheitsstrafe. Diese Bestimmung ist auch anwendbar auf die Entlassung aus dem vorzeitigen Strafvollzug, der insoweit, wie die Untersuchungshaft, eine prozessuale Haft ist. Die Haftentlassung wird in der angefochtenen Verfügung im Wesentlichen damit begründet, dass die im vorinstanzlichen Urteil ausgefällte Freiheitsstrafe von 5 ¼ Jahren ungeachtet der von der Beschwerdeführerin 1 dagegen erhobenen Beschwerde an das Bundesgericht als die zu erwartende Strafe anzusehen sei und der Beschwerdeführer 2 aller Voraussicht nach per 24. August 2007 gemäss den einschlägigen Bestimmungen von der zuständigen Behörde bedingt entlassen würde, wenn er sich bereits im ordentlichen Strafvollzug befände, da er am 24. August 2007 2/3 der Freiheitsstrafe von 5 ¼ Jahren durch angerechnete Untersuchungshaft und vorzeitigen Strafvollzug verbüsst habe und auch die übrigen Voraussetzungen erfüllt seien. 13.2 Die Beschwerdeführerin 1 macht geltend, die von der Vorinstanz ausgefällte Freiheitsstrafe von 5 ¼ Jahren sei viel zu milde und könne aus diesem Grunde nicht als die zu erwartende Strafe angesehen werden. Zur Begründung bringt sie im Wesentlichen dieselben Argumente wie in ihrer Beschwerde gegen das vorinstanzliche Urteil vor.