Citation: I 386/02 20.01.2003 E. 5

5.1 Was die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Arbeitsfähigkeit betrifft, stellt der Beschwerdeführer in Frage, ob ihm die Tätigkeit als Kleingerätemonteur überhaupt möglich sei. Die IV-Stelle habe es versäumt, konkrete und substanziierte Nachweise von Erwerbsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dem ist entgegenzuhalten, dass sich diesbezüglich die Verhältnisse gegenüber der Situation im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 30. Oktober 1997 nicht verändert haben. Hinzu kommt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob ein Invalider unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob er die ihm verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (BGE 110 V 275 Erw. 4a und b; AHI 1998 S. 291 Erw. 3b). Dieser Arbeitsmarkt bietet sehr wohl Stellen an, welche der ärztlich attestierten Arbeitsfähigkeit entsprechen. Im Gegensatz zum 64jährigen Versicherten, dessen Invaliditätsgrad im vom Beschwerdeführer erwähnten Fall W. vom 4. April 2002 (I 401/01) zu beurteilen war, war der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 4. Oktober 2001 - auf welchen es rechtsprechungsgemäss für die Beurteilung ankommt (BGE 121 V 366 Erw. 1b) - 57 Jahre alt und hatte zudem eine von der Invalidenversicherung finanzierte Umschulung absolviert. Es kann daher nicht gesagt werden, angesichts des fortgeschrittenen Alters sei ihm die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit als Kleingerätemonteur nicht mehr zumutbar. In diesem oder einem ähnlichen Tätigkeitsbereich vermöchte er ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen, wie Vorinstanz und Verwaltung mit zutreffender Begründung dargetan haben. 5.2 Gegen die Ermittlung des Validen- und das gestützt auf die Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE; Anforderungsniveau einfacher und repetitiver Tätigkeiten) errechnete Invalideneinkommen durch das kantonale Gericht bringt der Beschwerdeführer keine Einwände vor. Auch aus den Akten sind keinerlei Anhaltspunkte ersichtlich, wonach diese unzutreffend wären. Beim Valideneinkommen von Fr. 69'467.- handelt es sich um jenen Verdienst, den der Versicherte gemäss Schreiben der E.________ AG vom 3. Dezember 1999 in diesem Jahr hätte erzielen können, wenn er weiterhin dort angestellt wäre, angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2001. Da der Versicherte nach Eintritt des Gesundheitsschadens zwar zeitweise noch Arbeitseinsätze geleistet, dabei aber keine ihm an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, können für die Bestimmung des Invalideneinkommens nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne beigezogen werden (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb). Nicht gefolgt werden kann dem Versicherten, soweit er von einer Restarbeitsfähigkeit von 50 % ausgehen und das Invalideneinkommen entsprechend gekürzt haben will. Eine solche Einschränkung lässt sich aufgrund der medizinischen Unterlagen nicht begründen (vgl. Erw. 4). Nach der Rechtsprechung kann vom gestützt auf Tabellenlöhne ermittelten Invalideneinkommen ein Abzug vorgenommen werden. Bei dessen Ermittlung ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände des Einzelfalles nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen (BGE 126 V 80 Erw. 5b/bb). Vom gemäss LSE ermittelten Invalideneinkommen von Fr. 56'864.- hat das kantonale Gericht einen Abzug von 25 % getätigt. Dabei handelt es sich um den nach der Rechtsprechung höchstmöglichen Abzug (vgl. BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc). Das dermassen reduzierte Invalideneinkommen beläuft sich auf Fr. 42'648.-. Verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 69'467.- resultiert ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 38,6 %.