Citation: 5A_342/2024 E. 3.2

3.2. Im Kontext der beantragten vorsorglichen Massnahme erwog das Kantonsgericht, für die Glaubhaftmachung genüge es nicht, dass etwas "nicht völlig abwegig" erscheine. Ausserdem habe sich diese Aussage des Zivilgerichts bloss auf die Lärmmessungen der Beschwerdeführer betreffend die Nordweide und nicht auch auf diejenigen der Nordwest- und Südwestweiden bezogen. Darüber hinaus habe das Zivilgericht zutreffend erwogen, dass nicht klar sei, wie die Messwerte der Beschwerdeführer zustande gekommen seien. Die Beschwerdeführer, welchen die Beweislast obliege, hätten sich nicht damit auseinandergesetzt. Zudem hätten sie als Kläger ein Interesse daran, möglichst hohe Lärmimmissionen zu messen, unabhängig davon, ob sie lärmsensible Personen seien oder nicht. Unter diesen Umständen könnten die Messwerte der Beschwerdeführer betreffend die Nord-, Nordwest- und Südwestweiden nicht als glaubhaft bezeichnet werden. Daran ändere nichts, dass die im Lärmtagebuch festgehaltene Anzahl Weidetage angeblich mit den Aussagen der Beschwerdegegner übereinstimme. Weiter erwog das Kantonsgericht, selbst wenn davon ausgegangen würde, dass die Messwerte der Süd- und der Nordweide aufgrund des privaten Gutachtens bezüglich der Südweide und dem Umstand, dass die Nordweide gemäss dem Zivilgericht klein und dem Haus der Beschwerdeführer sehr nahe gelegen ist, glaubhaft seien, könnten dennoch keine vorsorglichen Massnahmen in Bezug auf diese Weiden angeordnet werden. Die Beschwerdeführer hätten die Rechtsbegehren betreffend die vorsorglichen Massnahmen gleich wie die Begehren in der Hauptsache bzw. mit Verweis auf diese formuliert. Die Südweide befinde sich jedoch auf dem gleichen Grundstück wie die Südwestweide und die Nordweide auf dem gleichen Grundstück wie die Nordwestweide, ohne dass die Abgrenzung zwischen Süd- und Südwestweide bzw. Nord- und Nordwestweide klar wäre, wobei das in E. 5.3.2 für die Süd- und Südwestweide Gesagte analog für die Nord- und Nordwestweide, welche sich auf dem Grundstück Art. zzz befänden, gelte. Daher könne ein nächtliches Verbot der Glocken begrenzt auf die Nord- und/oder die Südweide nicht zum Dispositiv erhoben werden. Bei diesem Ergebnis bräuchten die weiteren Voraussetzungen für die Anordnung von vorsorglichen Massnahmen nicht geprüft zu werden (E. 7.3 des angefochtenen Entscheids).