Citation: 1A.220/2002 10.02.2003 E. 3

Die Beschwerdeführerinnen rügen in mehrfacher Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. 3.1 Zum einen werfen sie dem Verwaltungsgericht vor, es habe die von ihnen beantragte Kontrolle der Verfassungs- und Gesetzmässigkeit der NISV nicht vorgenommen. Wie bereits oben (E. 1.2) dargelegt wurde, beschränkte sich jedoch der Streitgegenstand vor Verwaltungsgericht auf die Frage der Legitimation der Beschwerdeführerinnen; die materielle Rechtmässigkeit der geplanten Anlage und damit auch die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte der NISV stand somit nicht in Frage. Zwar spielen die Grenzwerte der NISV indirekt auch bei der Beurteilung der Legitimation eine Rolle (vgl. oben, E. 2.1). Im vorliegenden Fall ist jedoch die zu erwartende Strahlung der umstrittenen Anlage am Wohnort der Beschwerdeführerinnen derart gering und im Vergleich zur bereits vorhandenen Hintergrundstrahlung vernachlässigbar, dass das Verwaltungsgericht die Legitimation verneinen konnten, ohne die Immissionsgrenzwerte der NISV für Richtfunkanlagen näher prüfen zu müssen. 3.2 Die Beschwerdeführerinnen rügen weiter, das Verwaltungsgericht habe die geltend gemachten Ansprüche aus Art. 679 und 684 ZGB nicht abgeklärt. Auch hier verkennen sie den Streitgegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens: Zu prüfen waren nicht privatrechtliche Ansprüche der Beschwerdeführerinnen, sondern nur, ob der Regierungsrat ihnen die Rekursberechtigung gegen die angefochtene Ausnahmebewilligung zu Unrecht aberkannt hatte.