Citation: 1C_56/2021 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz hat dem Bauvorhaben der Beschwerdeführerin - nämlich der Aufstockung des bestehenden Mehrfamilienhauses um ein Attikageschoss - unter anderem in Anwendung von § 357 Abs. 1 PBG/ZH den Bauabschlag erteilt. Sie hat gestützt auf die geltende Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Pfäffikon festgestellt, dass das bestehende Gebäude die zulässige Gebäudehöhe von 8 Metern um 0,54 Meter überschreite. Die Aufstockung führe indessen trotz der geforderten materiellen Betrachtungsweise (vgl. dazu Urteil 1C_231/2017 vom 1. März 2018 E. 4.4 ff.) nicht zu einer weitergehenden Abweichung im Sinne von § 357 Abs. 1 Satz 2 PBG/ZH. Demnach könnte das Bauvorhaben der Beschwerdeführerin nach Auffassung der Vorinstanz gestützt auf § 357 Abs. 1 PBG/ZH bewilligt werden, sofern ihm keine überwiegenden öffentlichen oder privaten bzw. nachbarlichen Interessen entgegenstehen würden. Die Vorinstanz hat in diesem Sinne eine Interessenabwägung vorgenommen und dabei - wie nach § 357 Abs. 1 PBG/ZH geboten - auch die nachbarlichen Interessen berücksichtigt. Sie hat in die Abwägung unter anderem das vom Beschwerdegegner vorgebrachte Wegfallen von Aussicht - insbesondere in die Alpen - miteinbezogen und die Interessen der Nachbarschaft als gewichtiger bezeichnet als das Interesse der Bauherrschaft an der Ausschöpfung der baulichen Möglichkeiten auf ihrem Grundstück. Damit erweise sich das Bauvorhaben im Lichte von § 357 Abs. 1 PBG/ZH als nicht bewilligungsfähig, was zur Aufhebung der angefochtenen Baubewilligung führe.