Citation: 5P.129/2001 23.05.2001 E. 2

2.- a) Das Obergericht hat festgehalten, dass der Beschwerdeführer bei Einleitung der Abänderungsklage im September 1998 ein monatliches Einkommen von Fr. 5'200.-- erzielt habe, d.h. den Betrag, mit dem nach den Feststellungen der kantonalen Instanz bei der Scheidung gerechnet worden war. Im Jahre 1999 sei der Verdienst mit Fr. 4'646.-- im Monat zwar tiefer gewesen, doch sei zu berücksichtigen, dass sich zusätzlich ein Nebenverdienst erzielen lasse. In der Klage vom 30. September 1998 habe der Beschwerdeführer seinen Lohn auf Fr. 3'714.-- (einschliesslich Anteil 13. Monatslohn und Gratifikation) beziffert. Konfrontiert mit dem Lohnausweis habe er erklärt, der 1998 erzielte Lohn von Fr. 5'200.-- monatlich gehe auf Überstunden zurück, die aber nicht "garantiert" seien. Indessen habe der Arbeitgeber bestätigt, dass auch 1999 Überstunden ausbezahlt worden seien. Das Obergericht hält dafür, dass der Beschwerdeführer auch in Zukunft Mehrarbeit leisten könne und dass damit von ihm keine ungebührlich hohe Arbeitsleistung erwartet werde. Es sei nämlich anzunehmen, dass er nur unter Berücksichtigung von "Überstunden" ein Vollpensum versehe. Bei den Akten liege kein Arbeitsvertrag, aus welchem die Normalarbeitszeit ersichtlich wäre, und der Beschwerdeführer habe im arbeitslosenversicherungsrechtlichen Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug selber behauptet, sein Pensum bei der Firma X.________ schwanke zwischen 60 und 100 %. Ausserdem müsse angenommen werden, dass der Beschwerdeführer auch noch einen Nebenverdienst bei der W.________ AG in Liquidation erzielt habe. Zwar lege er eine Bestätigung vor, wonach er weder Geschäftsinhaber gewesen sei noch Lohn bezogen habe. Diese Erklärung könne aber nicht losgelöst von seiner Aussage gewürdigt werden, dass er beim Aufbau des genannten Unternehmens geholfen habe, was auch aus einem Zeitungsbericht über die Geschäftseröffnung hervorgehe. Es würde jeder Logik widersprechen, wenn der Beschwerdeführer seine Spezialkenntnisse im Teppichhandel beim Aufbau eines entsprechenden kommerziellen Unternehmens ohne Gegenleistung erbracht hätte. b) Der Beschwerdeführer wendet gegen diese Beurteilung ein, es stehe nicht in seinem Belieben, bei der X.________ AG Überstunden zu leisten, und es sei unzulässig, aus den Angaben im arbeitslosenversicherungsrechtlichen Verfahren den Schluss zu ziehen, er erfülle auch heute noch kein Vollpensum. Unhaltbar sei weiter, dass die Bestätigungen, wonach er bei der W.________ AG kein Einkommen erzielt habe, einfach übergangen worden seien. Eine willkürliche, gegen Art. 9 BV verstossende Sachverhaltsfeststellung liegt nur vor, wenn die Behörde ihrem Entscheid Feststellungen zugrunde legt, die mit den Akten in klarem Widerspruch stehen (dazu BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40; 118 Ia 28 E. 1b S. 30, mit Hinweisen). Davon kann hier nicht die Rede sein: Es ist zunächst in der Tat unglaubwürdig, wenn der Beschwerdeführer für den Aufbau eines Teppichhandelsgeschäfts ohne jegliches Salär gearbeitet haben will. Alsdann ist es nicht willkürlich anzunehmen, der Beschwerdeführer, der 1998 einen Verdienst von Fr. 5'200.-- zu erzielen vermochte, wäre auch später noch in der Lage gewesen, diesen Lohn beizubehalten, ohne dass ihm eine ungebührlich hohe Arbeitsleistung abverlangt würde. Das Obergericht hat dabei darauf abgestellt, dass sein Arbeitspensum schon bisher Schwankungen unterworfen war. Darin liegt keine Aktenwidrigkeit. Die kantonale Instanz konnte sich nicht nur auf die Änderungen der Lohnhöhe, für die eine plausible Erklärung fehlt, sondern auch darauf stützen, dass der Beschwerdeführer in einem früheren Verfahren selber erklärt hatte, sein Pensum bewege sich zwischen 60 und 100 %.