Citation: 2C_676/2019 E. 4.1.1

4.1.1. Gemäss dem vorliegend anwendbaren Art. 1 Abs. 2 aBüG (in der Fassung vom 3. Oktober 2003 [AS 2005 5233] bzw. vom 19. Dezember 2008 [AS 2011 768], in Kraft bis 31. Dezember 2017; heute: Art. 1 Abs. 2 BüG) erwirbt das minderjährige ausländische Kind eines Schweizer Vaters, der mit der Mutter nicht verheiratet ist, durch die Begründung des Kindesverhältnisses zum Vater das Schweizer Bürgerrecht, wie wenn der Erwerb mit der Geburt erfolgt wäre. Der Erwerb des Schweizer Bürgerrechts erfolgt somit von Gesetzes wegen, durch die Begründung des Kindesverhältnisses, und nicht im Rahmen eines Einbürgerungsverfahrens. Das Argument der Beschwerdeführerinnen, die Beschwerdeführerin 1 bzw. ihr Ehemann hätte keine Einbürgerungsverfügungen erhalten, zielt somit ins Leere.