Citation: 6B_243/2022 E. 2.5.2

2.5.2. Der Tatbestand der Misswirtschaft gemäss Art. 165 Ziff. 1 StGB sah sowohl unter dem zur Tatzeit als auch zum Urteilszeitpunkt geltenden Recht als Sanktion eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe vor. Nach dem bis zum 31. Dezember 2017 geltenden Art. 34 Abs. 1 aStGB betrug die Geldstrafe, soweit es das Gesetz nicht anders bestimmte, höchstens 360 Tagessätze. Der neue Art. 34 StGB, nach welchem die Geldstrafe mindestens drei und höchstens 180 Tagessätze beträgt, verschärft das Sanktionensystem insofern, als es den Anwendungsbereich der Geldstrafe einschränkt und denjenigen der Freiheitsstrafe entsprechend ausdehnt (BGE 147 IV 241 E. 4.3; Urteil 6B_382/2021 vom 25. Juli 2022 E. 2.3). Auf dem Gebiet der Hauptstrafe ist vorliegend das neue Recht nicht milder, sodass grundsätzlich das alte Recht anwendbar ist.