Citation: 9C_261/2008 19.11.2008 E. 3

Die Vorinstanz stellte verbindlich fest und es ist im Übrigen auch nicht umstritten, dass der Versicherte wegen seiner Grunderkrankung (insulinpflichtiger Diabetes mellitus) und deren Folgen (Teilamputationen an den Füssen) Spezialschuhe benötigt. Streitig ist einzig, ob der Beschwerdeführer einen ausnahmsweisen Anspruch auf Versorgung mit einem zweiten Paar Massschuhe vor Ablauf der ordentlichen Gebrauchsdauer von zwei Jahren hat. 3.1 Das kantonale Gericht erwog, in keinem ärztlichen Bericht werde die Notwendigkeit des Tragens von Massschuhen erwähnt. Verschiedene Ärzte erachteten orthopädische Serienschuhe mit massgebetteten Einlagen als ausreichend. Aus dem Umstand, dass ihm die IV im November 2006 ohne medizinisch ausgewiesene Notwendigkeit Massschuhe zugesprochen habe, könne der Versicherte nichts zu seinen Gunsten ableiten. Selbst wenn eine Versorgung mit Massschuhen aus ärztlicher Sicht ausgewiesen wäre, könnten solche vor Ablauf von zwei Jahren nicht zugesprochen werden, zumal die vom Versicherten geltend gemachten hygienischen Gründe nicht genügten. Eine erneute Zusprechung vor Ablauf von zwei Jahren komme nur in Frage, wenn die (Mass-) Schuhe aus orthopädischen Gründen nicht mehr getragen werden könnten. Dies sei nicht der Fall, da der Versicherte trotz den von ihm selbst geschilderten und ärztlich bestätigten Veränderungen an den Füssen (und Abnutzungen an den Schuhen) die ihm im November 2006 zugesprochenen Schuhe nach wie vor trage und explizit ein zweites Paar beantrage. 3.2 Demgegenüber rügt der Versicherte, Vorinstanz und IV-Stelle seien von einem unzutreffenden Sachverhalt ausgegangen und hätten "angesichts der offensichtlichen Unklarheiten" hinsichtlich seiner Versorgungsbedürfnisse zu Unrecht auf weitere Abklärungen verzichtet. Neben einer Venenoperation am linken Bein vom 28. Juli 2006 habe er sich am 25. Oktober 2006 einer Amputation des linken Vorderfusses unterziehen müssen, weshalb eine Neubeurteilung der Versorgungssituation erforderlich gewesen wäre. Soweit die Ärzte am Spital X.________ eine Versorgung mit (adaptierten) Serienschuhen als ausreichend bestätigt hätten, gehe diese Einschätzung auf ein Missverständnis im Zuge eines Ärztewechsels an jenem Spital zurück.