Citation: 6B_186/2024 E. 4.3

4.3. Die Polizei stellte in der noch nicht in Gang gesetzten Spülmaschine ein Küchenmesser mit einer Klingenlänge von 18 cm sicher. Auf dessen Klinge wurden Gewebeanhaftungen festgestellt, die ausschliesslich dem Ehemann zugerechnet werden konnten. Von dessen Griff wurde ein DNA-Einzelprofil gesichert, das nach Auffassung der Spurensicherung der Beschwerdeführerin zuzuordnen sei. DNA einer anderen Person wurde weder auf der Klinge noch auf dem Griff des Messers nachgewiesen. Gemäss Vorinstanz ist dieses Küchenmesser ohne Zweifel die Tatwaffe, zumal die Klingengrösse mit der Stichwunde und den Löchern in den Kleidern des Ehemanns übereinstimme. In diesem Zusammenhang pflichtet die Vorinstanz der Verteidigung bei, dass die DNA-Spuren der Beschwerdeführerin auf dem Küchenmesser kein zwingendes Verdachtsmoment seien, da solche Spuren auf dem eigenen Küchenmesser zu erwarten seien. Die Vorinstanz gibt aber durchaus überzeugend zu bedenken, dass die Wahrscheinlichkeit einer Selbstverletzung und eine Dritttäterschaft eingeschränkt wird, nachdem auf dem Griff nur die DNA der Beschwerdeführerin habe sichergestellt werden können. Zudem bestünden keine Hinweise, dass sich eine Drittperson Zutritt zur Wohnung verschafft haben könnte.