Citation: I 337/03 06.11.2003 E. A

Mit Verfügung vom 25. Juni 1992 lehnte die IV-Stelle des Kantons Thurgau ein Gesuch der 1968 geborenen L.________ um berufliche Eingliederungsmassnahmen ab. Zur Begründung erklärte die Verwaltung, die für den Anspruch vorausgesetzte Invalidität sei weder gegeben noch unmittelbar drohend. Die Versicherte hatte nach einem Selbstunfall mit einem Auto am 2. September 1989 (Rutschen auf nasser Strasse, Kollision mit Leitplanke) und einem Motorradunfall am 12. August 1990 (Sturz mit Helm auf den Hinterkopf nach Kollision mit einem Auto in relativ langsamer Fahrt) insbesondere über chronische Kopfschmerzen geklagt. Am 17. Juni 1996 erlitt L.________ als Pilotin eines privaten Kleinflugzeugs bei einer missglückten Landung erneut einen Unfall. Dabei zog sie sich gemäss den medizinischen Akten eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) zu. Die IV-Stelle holte Angaben der Arbeitgeberinnen Z.________ AG vom 28. April 1997 und P.________ AG vom 6. Mai 1997 ein und zog die den Unfall betreffenden Akten der Unfallversicherung bei. Zudem nahm sie medizinische Abklärungen vor. Anschliessend sprach sie der Versicherten mit Verfügung vom 9. Februar 2000 für die Zeit ab 1. Juni 1997 eine halbe Invalidenrente zu. Auf Beschwerde hin hob die AHV/IV-Rekurskommission des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 30. August 2000 diese Verfügung auf und wies die Sache zur weiteren Abklärung (Veranlassung einer interdisziplinären Begutachtung) an die IV-Stelle zurück. Diese gab bei der Klinik X.________ ein Gutachten in Auftrag, welches am 17. Juli 2001 erstattet wurde. Anschliessend sprach die Verwaltung der Versicherten mit Verfügung vom 10. Oktober 2002 wiederum eine halbe Rente ab 1. Juni 1997 zu.