Citation: 1C_99/2023 E. 1.2

1.2. Gemäss Art. 89 Abs. 1 BGG ist zur Beschwerde legitimiert, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit dazu erhalten hat (lit. a), durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist (lit. b) und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat (lit. c). Diese Regelung ist in erster Linie auf Privatpersonen zugeschnitten, doch kann sich auch das Gemeinwesen darauf stützen, falls es durch einen angefochtenen Entscheid gleich oder ähnlich wie ein Privater oder aber in spezifischer Weise in der Wahrnehmung einer hoheitlichen Aufgabe betroffen wird und nicht bloss das allgemeine Interesse an der richtigen Rechtsanwendung geltend macht. Die Beschwerdebefugnis zur Durchsetzung hoheitlicher Anliegen setzt eine erhebliche Betroffenheit in wichtigen öffentlichen Interessen voraus (BGE 141 II 161 E. 2.1; 140 I 90 E. 1.2.2; 138 II 506 E. 2.1.1 mit Hinweisen). Sodann ermächtigt Art. 57 USG (SR 814.01) die Gemeinden, gegen Verfügungen der kantonalen und der Bundesbehörden in Anwendung des USG die Rechtsmittel des eidgenössischen und kantonalen Rechts zu ergreifen, sofern sie dadurch berührt werden und ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung haben. Das Bundesgericht bejaht die Beschwerdebefugnis von Gemeinwesen zum Schutz gegen drohende Lärm- oder Schadstoffimmissionen, die einen Grossteil der Einwohnerinnen und Einwohner unmittelbar betreffen können (Urteile 1C_30/2018 vom 11. Mai 2018 E. 3.3 und 1C_480/2010 vom 23. Februar 2011 E. 1.1; vgl. auch BGE 131 II 753 E. 4.3.3). Die beschwerdeführende Gemeinde hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen. Das Gemeindegebiet liegt in unmittelbarer Nähe des geplanten Halbanschlusses und des Abschnitts der Nationalstrasse N02, für welchen als Folge des umstrittenen Projekts eine Zunahme des Verkehrs prognostiziert wurde. Die Beschwerde dient dem Schutz vor drohenden Lärm- und Schadstoffimmissionen, die einen Grossteil der Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde unmittelbar betreffen können. Damit ist die beschwerdeführende Gemeinde in wichtigen öffentlichen Interessen erheblich betroffen und nach Art. 89 Abs. 1 BGG zur Beschwerde legitimiert.