Citation: 8C_620/2017 E. 5.1

5.1. Prof. Dr. med. D.________ hält in seinem Gutachten vom 1. Dezember 2015 fest, er könne die Einschätzung von Frau Dr. med. H.________, Fachärztin für Radiologie, Radiologie Zentrum I.________, wonach es sich gemäss dem MRI vom 19. August 2014 um Faserrisse des Musculus psoas handeln könne, nicht teilen und auch kein zusätzliches schmales Hämatom zwischen Muskel und Wirbelkörper feststellen; seiner Ansicht nach lägen vielmehr Veränderungen vor, welche mit den degenerativen Veränderungen der LWS einhergehen würden. Auch könne er die Schlussfolgerung des Dr. med. K.________, Leitender Arzt, Institut für Medizinische Radiologie, Spital L.________, nicht nachvollziehen und keine eigentliche Muskelatrophie erkennen; die sichtbare Vorwölbung der Bauchdecke im rechten Unterbauch sei in erster Linie Ausdruck einer Inguinalhernie. Gestützt darauf kommen Dr. med. F.________ und Frau Dr. med. G.________ in ihrer bidisziplinären Beurteilung vom 23. Februar 2016 zum Schluss, dass das Ereignis vom 13. August 2014 aus neurologischer und chirurgischer Sicht zu keinen strukturellen Läsionen im Unterbauch oder an der Wirbelsäule geführt habe und deshalb davon ausgegangen werden könne, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Unfallfolgen im Beschwerdebild des Versicherten keine Rolle mehr spielten. In den fachspezifischen Beurteilungen wird dies detaillierter begründet. So führen Dr. med. F.________ und Dr. med. M.________, Facharzt für Neurologie, Leiter Fachgruppe Neurologie, Kompetenzzentrum Versicherungsmedizin, Suva, aus, das Schmerzsyndrom am Unterbauch rechts und die angegebene Sensibilitätsstörung der Leistenregion seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ein Ilioinguinalis-Syndrom zurückzuführen; da erst mit deutlicher Latenz zum Trauma über die dadurch verursachten Beschwerden berichtet worden sei und weder die Art noch Schwere des Unfalls geeignet gewesen seien, ein solches Syndrom zu verursachen, sei ein Zusammenhang zwischen dem Ilioinguinalis-Syndrom und dem Ereignis vom 13. August 2014 nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Ein Zusammenhang zu der nachgewiesenen kleinen Leistenhernie sei möglich. Frau Dr. med. G.________ hält in ihrer fachspezifischen Einschätzung fest, von ärztlicher Seite seien nach dem Ereignis vom 13. August 2014 weder Kontusionsmarken noch Blutergüsse festgestellt worden und der Unfall habe weder an der Wirbelsäule noch im Bereich der Weichteile oder der Bauchdecke strukturell nachweisbare Veränderungen verursacht. Weiter führt sie aus, die Inguinalhernie rechts sei mit Sicherheit nicht unfallkausal, sondern krankheitsbedingt und eine vorübergehende Irritation der Nerven ilioinguinalis und iliohypogastricus durch die Abdominalkontusion könne grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden; diesbezüglich resultiere jedoch keine Arbeitsunfähigkeit und eine vollständige Regredienz der Gefühlsstörungen sei nach neun bis zwölf Monaten zu erwarten. Diese Schlussfolgerungen wie auch die gesamten Beurteilungen sind nachvollziehbar und begründet (vgl. dazu auch die vorinstanzliche Erwägung 4). Der Versicherte bringt dagegen jedoch verschiedene Einwände vor, welche nachfolgend geprüft werden.