Citation: 6B_980/2022 E. 1.4.1

1.4.1. Die Beschwerdeführerin wendet ein, die Vorinstanz lasse einen wesentlichen Gesichtspunkt ausser Acht. Obwohl sie sich auf die erstinstanzlichen Erwägungen beziehe, setze sie eine tiefere Einsatzstrafe als die erste Instanz fest. Insofern berücksichtige sie nicht, dass sie den Beschwerdegegner in einem zusätzlichen Punkt (Rekrutierung von fünf und nicht nur von vier Personen) schuldig spreche (Beschwerde S. 3-5). Diese Vorbringen sind unbegründet. Der Vorinstanz entgeht nicht, dass der Beschwerdegegner fünf (und nicht vier) Personen aktiv für den IS angeworben resp. rekrutiert hat, sondern bezieht dies ausdrücklich sowie ausführlich in die Bemessung der Strafe mit ein (Urteil S. 101 f. E. 3.5.2.2). Die Beschwerdeführerin scheint zu übersehen, dass die Vorinstanz, als Berufungsinstanz, eine neues Urteil auszufällen (vgl. Art. 408 StPO) und die Strafe somit nach eigenem Ermessen festzusetzen hat. Im Übrigen verweist sie nicht auf die erstinstanzlichen Ausführungen. Vielmehr nimmt sie im Rahmen ihrer eigenen Erwägungen punktuell auf diese Bezug, wobei sie ihnen lediglich teilweise zustimmt.