Citation: 2C_1061/2016 E. 3.2

3.2. Mit Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 22. November 2011 wurde der Beschwerdeführer wegen mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage zu einer Freiheitsstrafe von 25 Monaten verurteilt. Er hatte gemeinsam mit einem Angestellten einer türkischen Bank den Plan entwickelt, eine grössere Menge an Kreditkarten herzustellen, mit denen sie ausserhalb der Türkei Geld an Bankautomaten abheben wollten. Nachdem er die Einreise seines Kumpanen in die Schweiz organisiert hatte, tätigten beide im September 2001 mit den gefälschten Kreditkarten Geldbezüge zum Schaden der türkischen Bank. Um mit dem Abheben des Geldes schneller voranzukommen, zog der Beschwerdeführer weitere Personen hinzu, welche nach entsprechender Instruktion und gegen Provision Geldbezüge vornahmen. Insgesamt wurden dem Beschwerdeführer Geldbezüge im Gesamtbetrag von Fr. 816'000.-- zur Last gelegt. Angesichts seines massgeblichen Tatbeitrags, des Ausmasses der deliktischen Tätigkeit (grenzüberschreitend, Anstiftung weiterer Personen), welche aus reiner Profitgier erfolgte, und der Tatsache, dass er sogar seine Frau in seine Machenschaften einbezogen hatte, stufte das Kantonsgericht sein Verschulden als sehr schwer ein. Zwar trifft zu, dass das migrationsrechtliche Verschulden dadurch relativiert wird, dass die der verfahrensauslösenden Verurteilung zugrundeliegende Straftat im Jahr 2001 begangen wurde und somit schon über 15 Jahre zurückliegt. Allerdings ist auch zu beachten, dass sich der Beschwerdeführer in den darauffolgenden Jahren nicht durchgehend wohlverhalten hat. So wurde er im Jahr 2009 wegen Vernachlässigung von Unterhaltspflichten zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen und einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt. Aufgrund dieser Verurteilung verwarnte ihn das Migrationsamt im Februar 2010, wobei ihm für den Fall erneuter Straffälligkeit schwerer wiegende ausländerrechtliche Konsequenzen in Aussicht gestellt wurden. Trotz dieser Verwarnung kam es zu einer weiteren Verurteilung: Mit Strafbefehl vom 18. Dezember 2015 wurde er wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz zu einer unbedingten Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu je Fr. 110.-- verurteilt, nachdem anlässlich einer Hausdurchsuchung am 2. September 2015 bei ihm eine Faustfeuerwaffe mit Munition gefunden worden war. In Anbetracht dieser Ereignisse ist nachvollziehbar, wenn die Vorinstanz zum Schluss kommt, dass der Beschwerdeführer weiterhin Mühe bekundet, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten, und daher ein nicht unerhebliches Interesse an seiner Fernhaltung besteht.