Citation: 1P.29/2005 16.03.2005 E. 2.4

2.4.1 Das Obergericht hat sodann die verschiedenen Partei- und Zeugenaussagen einzeln gewürdigt. Dabei hat es jeweils berücksichtigt, in welcher Beziehung die befragten Personen zu den Parteien stehen und keineswegs verkannt, dass verschiedene Zeuginnen nicht unabhängig sind, weil sie mit den Parteien verwandt oder befreundet sind. Es hat deren Aussageverhalten unter diesem Gesichtspunkt geprüft. Im Rahmen der Gesamtwürdigung - mit Blick auf die ärztlichen Befunde und den aktenkundigen zeitlichen Ablauf der Ereignisse - ist es sodann zum Schluss gelangt, dass der Beschwerdeführer der Körperverletzung schuldig zu sprechen sei. 2.4.2 Der Beschwerdeführer übt auch diesbezüglich vor allem appellatorische Kritik. Er zieht aus den Umständen, auf die der angefochtene Entscheid abstellt, lediglich andere Schlussfolgerungen als das Obergericht. Damit ist aber nicht dargetan, dass die Beweiswürdigung des Obergerichtes willkürlich wäre. Der Beschwerdeführer vermag insbesondere nicht aufzuzeigen, dass der Entscheid von Tatsachen ausginge, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch ständen. Es reicht nicht, dass der Beschwerdeführer seine eigene Sicht zur Streitsituation dartut. Er beschränkt sich hauptsächlich darauf, die Aussage seiner Nachbarin, welche zugleich die Schwester einer Freundin seiner Tochter ist, als glaubhaft und "deshalb auch geeignet, den anders lautenden Vorwurf der Beschwerdegegnerin und deren Freundin in Zweifel zu ziehen" zu bezeichnen. Mit den weiteren Umständen setzt er sich nicht auseinander. Allgemeine Überlegungen dazu, wie sich der Sachverhalt ebenfalls zugetragen haben könnte, ohne eingehende Begründung dafür, in welcher Hinsicht der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweiswürdigungsregel verletzt sein soll, genügen den gesetzlichen Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht. Es ist in keiner Weise zu beanstanden, dass das Obergericht erhebliche Zweifel verneinte und sich von der Schuld des Beschwerdeführers überzeugt zeigte. Dieser vermag mit der Rüge, der Grundsatz "in dubio pro reo" sei verletzt, nicht durchzudringen.