Citation: U 300/99 26.06.2000 E. 3

3.- a) Vorinstanz und SUVA gehen gestützt auf die medizinische Aktenlage davon aus, dass der Beschwerdeführer in seinem angestammten Beruf als Lastwagenchauffeur nicht mehr arbeitsfähig sei, dass ihm jedoch eine ganztägige knieschonende Tätigkeit als Fahrer eines Schmierwagens mit automatischem Getriebe zumutbar wäre. Auch die Nebenerwerbstätigkeit als Hauswart könne der Versicherte - allenfalls mit Verlangsamung - uneingeschränkt ausüben, sodass er keine unfallbedingte Erwerbseinbusse erleide. b) Dieser optimistischen Beurteilung der Erwerbsfähigkeit kann indessen nicht gefolgt werden. Zutreffend ist, dass der Beschwerdeführer als Lastwagenchauffeur nicht mehr arbeitsfähig ist und dass die Ärzte im massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheids grossmehrheitlich eine ganztägige Tätigkeit als Chauffeur auf einem Fahrzeug mit automatischer Kupplung als zumutbar erachten (vgl. Berichte des Dr. med. B.________ vom 14. Juli 1995 und der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung durch Dr. med. S.________ vom 7. Juni 1995). Die VBZ wäre denn auch bereit gewesen, auf den Versicherten Rücksicht zu nehmen und ihm ein Schmierfahrzeug mit automatischem Getriebe zur Verfügung zu stellen, dies jedoch unter der unabdingbaren Voraussetzung, dass er in dieser Tätigkeit voll einsatzfähig wäre (Berichte der Telefongespräche mit Frau Z.________, Leiterin Sozialdienst, VBZ, vom 5. und 7. Juli 1995). Damit er keine massgebliche Einkommenseinbusse erleiden würde, müsste der Beschwerdeführer demzufolge das Schmierfahrzeug im vollen Pensum mit Schichtarbeiten verrichten und nebstdem auch die Hauswartstelle vollumfänglich versehen können. Diese Anforderungen kann der Versicherte aber gestützt auf die medizinischen Beurteilungen entgegen der Auffassung von Vorinstanz und SUVA nicht erfüllen. Der Einsatz auf dem Schmierfahrzeug setzt nämlich einen Fahrer voraus, welcher der Arbeitgeberin Gewähr bietet, dass er den Dienst mit den für einen Gesunden üblichen wenigen Absenzen versieht. Ein solcher Fahrer ist der Versicherte, auch wenn nur somatisch bedingte Beschwerden berücksichtigt werden, nicht. Diese Restbeschwerden werden ärztlicherseits nicht negiert (vgl. kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 7. Juni 1995), und die Klinik D.________ attestierte am 27. März 1995, also in einem Zeitpunkt, in welchem die Diskussion über den Einsatz des Beschwerdeführers auf dem Schmierfahrzeug bereits eingesetzt hatte oder zumindest unmittelbar bevorstand, lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 75 %. Der Berechnung der Einkommenseinbusse des Beschwerdeführers können demzufolge nicht - wie dies SUVA und Vorinstanz getan haben - ein vollumfänglicher Einsatz auf dem Schmierfahrzeug mit Schichtarbeit und erst noch eine Nebenerwerbstätigkeit als Hauswart zu Grunde gelegt werden. Vielmehr hat die SUVA zu prüfen, welche anderen Tätigkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt für den Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der somatischen Restbeschwerden in Frage kommen, gestützt darauf den Einkommensvergleich vorzunehmen und über allfällige Leistungen an den Beschwerdeführer neu zu verfügen.