Citation: I 473/06 10.09.2007 E. 6.2

6.2.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie und Frau R.________ von der Gemeindepsychiatrie seien zwar bei dieser Abklärung anwesend gewesen, hätten aber keine Gelegenheit gehabt, das Protokoll von Frau W.________ einzusehen und Missverständnisse korrigieren zu lassen. Dies mindere wesentlich dessen Beweiskraft in den Punkten, mit denen sie nicht einverstanden sei. 6.2.2 Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Abklärungsberichten für die Beurteilung der Leistungsansprüche zukommt, ist es zumindest wünschenswert, dass die an Ort und Stelle erfassten Angaben der versicherten Person (oder ihrem gesetzlichen Vertreter) zur Durchsicht und Bestätigung vorgelegt werden. Eine entsprechende Rechtspflicht besteht indessen nicht. Es genügt, wenn ihnen im Rahmen des Einspracheverfahrens Gelegenheit gegeben wird, sich zu den Ergebnissen der Abklärung im Haushalt zu äussern (Art. 42 Satz 2 ATSG; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 618/04 vom 20. September 2006, E. 6.2, erwähnt in SZS 2007 S. 61; vgl. auch BGE 130 V 61 betreffend Art. 69 Abs. 2 und Art. 73bis Abs. 1 IVV in der bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Fassung). Die Versicherte hatte Gelegenheit, einspracheweise zum Abklärungsbericht vom 8. Februar 2005 Stellung zu nehmen, weshalb keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vorliegt.