Citation: 2A.80/2006 24.03.2006 E. 3

Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung erweist sich im vorliegenden Fall auch als verhältnismässig. Der Beschwerdeführer ist in Togo aufgewachsen und im Alter von 27 Jahren als Asylbewerber in die Schweiz eingereist. Er hält sich zwar seit dreizehn Jahren in unserem Land auf und hat offenbar nicht zu Klagen Anlass gegeben. Allerdings ist zu bedenken, dass der Beschwerdeführer während diesem Zeitraum zu einem grossen Teil nur in der Schweiz verbleiben konnte, weil er sich rechtsmissbräuchlich auf nur formell bestehende Ehen mit Schweizer Bürgerinnen berief und die Fremdenpolizeibehörden nicht pflichtgemäss über die effektiven familiären Verhältnisse orientierte. Von einer Verwurzelung des Beschwerdeführers in der Schweiz kann jedenfalls nicht die Rede sein. Ins Gewicht fällt zudem, dass die heutige Ehefrau und Mutter der drei gemeinsamen Kinder, die die Schweiz nach erfolglosem Asylverfahren zu verlassen hat, ebenfalls aus Togo stammt und dass der Beschwerdeführer mit den dortigen kulturellen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten nach wie vor vertraut ist. Die drei gemeinsamen Kinder sind im Übrigen noch in einem anpassungsfähigen Alter. Für die in Togo geborene Tochter A.________, die seit Oktober 1997 beim Beschwerdeführer in der Schweiz lebt, mag eine Rückkehr ins Heimatland nicht einfach sein. Das vierzehnjährige Mädchen ist in der Schweiz schulisch und sozial gut integriert. Die französische und die heimatliche Sprache sind ihm indessen nicht fremd. Zudem lebt auch seine leibliche Mutter, mit der es weiter Kontakt pflegt, immer noch in Togo. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass es ihm gelingen wird, sich dort wieder einzuleben. Eine Rückkehr ins Heimatland erweist sich somit auch für die in die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers einbezogene Tochter als zumutbar. Hinweise darauf, dass die dieser Würdigung zugrunde liegenden Feststellungen offensichtlich unrichtig wären, sind nicht ersichtlich und gehen namentlich auch nicht aus den Vorbringen des Beschwerdeführers hervor.