Citation: 6B_660/2016 E. 2.1

2.1. Wer in einem gerichtlichen Verfahren als Zeuge, Sachverständiger, Übersetzer oder Dolmetscher zur Sache falsch aussagt, einen falschen Befund oder ein falsches Gutachten abgibt oder falsch übersetzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft (Art. 307 Abs. 1 StGB). Die Verurteilung wegen falschen Zeugnisses setzt somit voraus, dass die Täterin in einem gerichtlichen Verfahren als Zeugin eine gültige Aussage gemacht hat und dass diese falsch ist. Die Beschwerdeführerin ist im Untersuchungsverfahren vor der Jugendanwaltschaft gegen ihren Sohn als Zeugin einvernommen worden. Dabei handelt es sich um ein gerichtliches Verfahren, in welchem sie unzweifelhaft gelogen hat, als sie aussagte, sie habe am Tag nach dem Brand mit ihrem Sohn und ihrer Tochter in D.________ in einem Café zu Mittag gegessen.