Citation: 6B_602/2017 E. A

X.________ war im Zeitpunkt der zu beurteilenden Straftaten als Leiter Beschaffungen beim Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt (JSD) tätig und trug in dieser Funktion die Gesamtverantwortung für die Beschaffung aller grösseren Sachgüter und Dienstleistungen. Die Anklage wirft ihm vor, er habe sich Ende 2013 im Rahmen von zwei Submissionsverfahren der ungetreuen Amtsführung schuldig gemacht. Im Einzelnen wird ihm zur Last gelegt, er habe es bei der Beschaffung eines Infomobils für die Kantonspolizei Basel-Stadt anlässlich der Werksabnahme vom 28./29. November 2013 bei der Herstellerfirma A.________ GmbH in B.________ unterlassen, eine Nachbesserung zur Einhaltung des zulässigen Maximalgewichts zu verlangen, obwohl er anhand der Gewichtsbilanz festgestellt habe, dass dieses für die geforderte Zulassung in der Kategorie B zu schwer gewesen sei. Er habe lediglich im Hinblick auf die Vorführung des Infomobils bei der Motorfahrzeugkontrolle veranlasst, dass bei dem zu schweren Fahrzeug vorübergehend ein Teil der Ausstattung und Ausrüstung ausgebaut werde. X.________ wird weiter vorgeworfen, er habe bei der Ausschreibung für die Beschaffung von 620 Körperschutzwesten für das Polizeikorps im offenen Submissionsverfahren nach GATT/WTO zunächst die Firma C.________ GmbH telefonisch erfolglos zu überzeugen versucht, für ihre Schutzwesten ein direktes Angebot einzureichen und nicht über ihre Vertriebspartnerin in der Schweiz D.________ GmbH zu offerieren, da er gegenüber deren Verantwortlichen aufgrund früherer Differenzen eine Aversion gehabt habe. Dabei habe er sinngemäss auch den Eindruck erweckt, es drohe der Verlust sämtlicher künftiger Aufträge der Kantonspolizei, wenn nicht sogar des ganzen Kantons. Nachdem die C.________ GmbH sich dennoch dafür entschieden habe, ihr Angebot über die D.________ GmbH einzureichen, habe X.________ aufgrund seiner Ressentiments gegenüber dieser Firma den Zuschlag an diese verhindert. Er habe mittels verschiedener Vorkehrungen dafür gesorgt, dass die von ihm favorisierte E.________ AG zum Zug gekommen sei, obwohl die Weste der D.________ GmbH in der Gesamtschau besser abgeschnitten habe. Zudem habe er die Weste der D.________ GmbH aufgeschnitten, sie in ihre Einzelteile zerlegt und nach dem Zuschlag der E.________ AG zugänglich gemacht, damit diese ihr Modell entsprechend habe abändern können.