Citation: U 40/03 12.08.2003 E. 5.2

5.2.1 Der Verkehrsunfall vom 18. April 1999 ist im Rahmen der Einteilung, wie sie rechtsprechungsgemäss für die Belange der Adäquanzbeurteilung massgeblich ist (BGE 117 V 366 Erw. 6a), unbestrittenermassen dem mittleren Bereich zuzuordnen. Zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs wäre daher erforderlich, dass ein einzelnes unfallbezogenes Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder die nach der Praxis relevanten Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 117 V 367 f. Erw. 6a und b). 5.2.2 Obgleich dem Unfallereignis eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abzusprechen ist, fehlt es bei objektiver Betrachtungsweise jedenfalls an besonders dramatischen Begleitumständen. Ferner sind weder die Kriterien der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen noch einer ärztlichen Fehlbehandlung gegeben. Was Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit anbelangt, welche in Berücksichtigung der psychischen und physischen Komponenten zu prüfen sind, ging der Beschwerdeführer bis am 6. Juni 1999 uneingeschränkt seiner Tätigkeit als Zimmermann nach. Vom 7. Juni bis 12. September 1999 wurde ihm zeitweise eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, zeitweise eine solche von 50 % attestiert. Ab dem 13. September 1999 war er bis auf weiteres zu 50 % arbeitsunfähig. Am 14. August 2000 begann der Versicherte seine dreijährige Umschulung zum Koch. Während Frau Dr. phil. O.________ in ihrem Gutachten vom 20. März 2001 aus neuropsychologischer Sicht eine Einschränkung der aktuellen Tätigkeit als Kochlehrling von 10 bis 20 % attestierte, kam der Neurologe Dr. med. F.________ in seinem Gutachten vom 24. Januar 2002 zum Schluss, dass im angestammten Beruf keine Arbeitsfähigkeit mehr bestünde, wohingegen der Versicherte als Koch wahrscheinlich uneingeschränkt zu arbeiten vermöchte. Obwohl es sich angesichts dieser Sachlage um einen Grenzfall handelt, ist das Kriterium von Grad und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit namentlich vor dem Hintergrund der höchstrichterlichen Praxis (vgl. u.a. RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff.; Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG, Zürich 2003, 3. Aufl., S. 66 f.) mit der Vorinstanz mangels besonders ausgeprägten Ausmasses zu verneinen, zumal der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben die ihm ab 13. September 1999 attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % - zumindest vorübergehend - primär aus unfallfremden familiären Gründen (Scheidungsverfahren etc.) nicht verwertete (Berichte des SUVA-Inspektors vom 17. September und 12. November 1999; Aktennotiz vom 9. November 1999). Ebenfalls nicht gegeben ist ferner die ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, fand die letzte hausärztliche Kontrolle doch am 10. September 1999 statt und erfolgten später - mit Ausnahme einer bei einem Magnetopathen aufgenommenen Therapie (Bericht des SUVA-Inspektors vom 12. November 1999), welche indes ohnehin nicht zu den ärztlichen Behandlungen zu zählen ist - lediglich noch spezialärztliche Untersuchungen sowie Abklärungen zu Prozesszwecken. Für die Kriterien der Dauerschmerzen sowie des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen bestehen sodann entgegen der Betrachtungsweise des Beschwerdeführers keine Anhaltspunkte. 5.3 Da die massgeblichen Kriterien demnach weder kumuliert noch für sich in besonderer Schwere vorliegen, ist die Adäquanz der geklagten Beschwerden zu verneinen. Der vorinstanzliche Entscheid ist damit im Ergebnis rechtens.