Citation: 7B_783/2023 E. 6.4.1

6.4.1. Schliesslich moniert die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz nehme wegen der langen Verfahrensdauer nur einen Strafabschlag von fünf Monaten vor. Diese minimale Reduktion sei mit Blick auf Art. 5 StPO klar gesetzeswidrig. Stattdessen wäre der siebeneinhalbjährigen Verfahrensdauer angemessen Rechnung zu tragen gewesen. Problematisch sei vor allem der Umstand, dass die Erstinstanz gegen Art. 84 Abs. 4 StPO verstossen habe. Ausserdem habe sie, die Beschwerdeführerin, aufgrund des derart in die Länge gezogenen Strafverfahrens eine mittelgradige Depression erlitten, was bei der Täterkomponente hätte Beachtung finden müssen.