Citation: 6B_691/2022 E. 5.3.3

5.3.3. Sodann orientiert sich die Vorinstanz am Modell von EUGSTER/ FRISCHKNECHT (Strafzumessung im Betäubungsmittelhandel, in: AJP 3/2014, S. 327 ff.). Sie hält fest, der Beschwerdeführer sei am oberen Ende der Hierarchiestufe 4 anzusiedeln. Er habe das Vertrauen der Bande genossen. So sei er etwa befugt gewesen, Depotwohnungen alleinverantwortlich zu mieten und zu betreiben. Was das objektive Tatverschulden betrifft, sei daher im Einklang mit EUGSTER/FRISCHKNECHT eine Einsatzstrafe von 3 bis 5 Jahren angezeigt. Dies ist angesichts der erheblichen Heroinmenge nicht zu beanstanden. Daran ändert auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf das Urteil 6B_164/2013 vom 11. April 2013 nichts. In Bezug auf das subjektive Tatverschulden stellt die Vorinstanz das wohl ausschliesslich finanzielle Motiv des Beschwerdeführers in den Vordergrund. Er habe mit Blick auf die Kaufkraft in U.________ einen äusserst respektablen Gaunerlohn erhalten. Durch seine Tätigkeit für die Bande habe er mehr verdient, als ihm auf legalem Weg möglich gewesen wäre. Der Beschwerdeführer habe kein Heroin und wenig Kokain konsumiert. Das objektive Tatverschulden des Beschwerdeführers stuft die Vorinstanz als mittelschwer ein und erachtet eine Einsatzstrafe von 42 Monaten als angemessen. Was die Geldwäscherei anbelangt, geht die Vorinstanz von einem "eher untergeordneten Verschulden" aus. Zwar seien die vom Beschwerdeführer ins Ausland verschobenen Geldbeträge nicht gering, doch bestehe ein enger Zusammenhang mit dem Betäubungsmittelhandel. Für die mehrfache Geldwäscherei erhöht die Vorinstanz die Strafe um 6 Monate. Bei den Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz fällt gemäss Vorinstanz negativ ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer diese beging, um in der Schweiz qualifizierte Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu begehen. Dies wiege im Hinblick auf das Verschulden nicht mehr leicht. Sie veranschlagt dafür eine Erhöhung um einen Monat. Die Vorinstanz wertet die Vorstrafenlosigkeit zu Recht neutral (BGE 136 IV 1 E. 2.4). Gleiches gilt für sein Wohlverhalten im Strafvollzug (vgl. dazu Urteil 6B_738/2014 vom 25. Februar 2015 E. 3.4). Zu Gunsten des Beschwerdeführers berücksichtigt die Vorinstanz, dass er keine Berufsausbildung habe und offenbar nicht genügend Geld für sich und seine Familie. Zudem hält sie ihm zugute, dass er teilweise geständig und reuig war. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers bewegt sich die Vorinstanz damit innerhalb ihres erheblichen Ermessensspielraums. In Anbetracht der insgesamt eher entlastend zu wertenden Täterkomponenten reduziert sie die hypothetische Gesamtstrafe von 49 Monaten um 1 Monat und gelangt so zu einer Freiheitstrafe von 48 Monaten oder 4 Jahren. Bei diesem Strafmass ist der beantragte teilbedingte Strafvollzug nicht möglich (Art. 43 Abs. 1 StGB). Nicht bestritten ist die Busse von Fr. 300.--, welche die Vorinstanz für die Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes aussprach.