Citation: 5P.401/2002 09.12.2002 E. 3.3

3.3.1 Die Beschwerdeführerin rügt, der Beschwerdegegner habe sie von April bis September 2001 mehrmals getroffen, um sie zurückzugewinnen. Vom Kind habe er in diesem Zeitraum keine Notiz genommen. Als der Beschwerdegegner gemerkt habe, dass sie sich von ihm endgültig trennen werde, habe er ihr mehrmals (auch nachts) aufgelauert, sie massiv bedroht und damit das zuweilen anwesende Kind sehr verängstigt. Nach begleiteten Besuchen im Dezember 2001 und im Januar 2002 sei das Kind jeweils total verstört gewesen. Der Beschwerdegegner wolle sich nicht als Vater um seinen Sohn kümmern. Das Kind fühle sich bei ihr und ihrem neuen Lebenspartner wohl, mit dem sie seit Beginn des Novembers 2002 einen gemeinsamen Haushalt aufbaue. Mit der stabilen Beziehung zum neuen Partner sei die Identitätsfindung des Sohnes gewährleistet. 3.3.2 Auch diese Rügen beruhen weitgehend, insbesondere was die neue Partnerschaft der Beschwerdeführerin betrifft, auf Tatsachenschilderungen, zu denen im angefochtenen Urteil nichts steht. Deshalb kann auf sie insoweit nicht eingetreten werden (dazu E. 2). Unzulässig sind die Rügen aber auch deshalb, weil sie überdies am angefochtenen Entscheid vorbei zielen: Das Obergericht hat darin bloss bestätigt, dass einer Beschwerde gegen den Entscheid über das Besuchsrecht der Vormundschaftsbehörde vom 15. Juli 2002 keine aufschiebende Wirkung zukommen soll. Indem die Beschwerdeführerin von den Streitigkeiten zwischen ihr und dem Beschwerdegegner und von dessen Versagen als Vater berichtet, schildert sie bloss ihre eigene Sichtweise und setzt sich nicht mit dem angefochtenen Urteil auseinander (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 120 Ia 369 E. 3a). Sodann verliert sie kein Wort darüber, dass es für Kinder von grossem Wert ist, auch zum jeweils anderen Elternteil persönlichen Kontakt zu pflegen. Dieser spielt für die Identitätsfindung eines über drei Jahre alten Kindes eine bedeutende Rolle (BGE 120 II 229 E. 4a S. 235; allgemein BGE 122 III 404 E. 3a S. 407; 126 III 219 E. 2b S. 221). Es dient gewiss dem Wohl des Kindes, wenn es vom neuen Lebenspartner der Beschwerdeführerin gut aufgenommen wird. Doch spielt dies für das hier massgebliche Verhältnis zwischen dem Beschwerdegegner und dem Kind keine Rolle.