Citation: 1B_494/2021 E. 6.2

6.2. Gemäss Art. 5 Abs. 1 StPO nehmen die Strafbehörden die Strafverfahren unverzüglich an die Hand und bringen sie ohne unbegründete Verzögerung zum Abschluss. Diese Konkretisierung des in Art. 29 Abs. 1 BV verankerten Grundsatzes auf Beurteilung innert angemessener Frist ist nicht nur für die Strafverfolgungsbehörden verbindlich, sondern auch für die Gerichte (Urteil 1B_103/2017 vom 27. April 2017 E. 3.2 mit Hinweis). Für die Beurteilung, ob eine Verletzung des Beschleunigungsgebots vorliegt, sind die Umstände des Einzelfalles massgeblich (BGE 143 IV 373 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Von Bedeutung sind insbesondere der Umfang und die Komplexität der Sache (BGE 135 I 265 E. 4.4 S. 277 mit Hinweis).