Citation: 2C_261/2024 E. 4.5.5

4.5.5. Neben dem persönlichen Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz, das sich aus seiner sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Integration ableitet, fällt das in der Schweiz gepflegte intakte Familienleben mit seiner Ehefrau und dem jüngeren Sohn ins Gewicht. Daraus ergibt sich ein sehr erhebliches Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz. Die Vorinstanz berücksichtigte in diesem Zusammenhang indessen zutreffend, dass der Beschwerdeführer und seine Ehefrau aufgrund der ausländerrechtlichen Verwarnung im Jahr 2011 und des Strafverfahrens für die Delikte zwischen 2008 und 2013 nicht unbesehen auf einen Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz hoffen durften (Urteile 2C_501/2023 vom 11. Oktober 2024 E. 7.5.2; 2C_367/2023 vom 19. Juli 2024 E. 3.5; Urteil der Grossen Kammer des EGMR J eunesse gegen Niederlande vom 3. Oktober 2014 [Nr. 12738/10] § 108). Der Beschwerdeführer kritisiert diesen Gesichtspunkt, ohne sich mit der bundesgerichtlichen Praxis und der parallelen Rechtsprechung des EGMR auseinanderzusetzen (vgl. das Urteil Jeunesse, a.a.O., § 108, mit Hinweisen). Sofern mit der Aufenthaltsbeendigung eine Trennung zum jüngeren Sohn einhergehen sollte, bleibt die Möglichkeit, die familiäre Beziehung im Rahmen von Besuchen und - allenfalls mit zunehmendem Alter - mit modernen Kommunikationsmitteln aufrecht zu erhalten (Urteile 2C_501/2023 vom 11. Oktober 2024 E. 7.5.2; 2C_410/2021 vom 4. November 2021 E. 4.5.2; 2C_818/2018 vom 25. November 2019 E. 4.4-4.7).