Citation: 9C_220/2024 E. 7.3

7.3. Weiter ist der Beschwerdeführer der Auffassung, die Vorinstanz habe zu Unrecht auf ein schweres Verschulden bei ihm geschlossen, da die Annahme der Ausstellung fiktiver Rechnungen unhaltbar und die Verwendung von Offshore-Gesellschaften weder moralisch verwerflich noch rechtlich unzulässig sei; von einem Lügengebäude könne entgegen der Vorinstanz keine Rede sei. Gänzlich ausser Acht lasse die Vorinstanz zudem die Rolle seines Treuhänders, obwohl er ausdrücklich auf dessen Tatbeitrag hingewiesen habe. Zu bedenken sei entgegen der Vorinstanz überdies, dass sein Verhalten letztlich zu keinem Steuerausfall geführt habe. Schliesslich habe die Vorinstanz zwar die ihm von der Steuerverwaltung auferlegte Busse wegen einer von ihr festgestellten Verletzung des Beschleunigungsgebots um 10% reduziert; angesichts der Schwere der Verletzung hätte sie indessen allein deshalb die Strafe nochmals um 20% reduzieren müssen. Wie bereits erwähnt steht fest, dass der Beschwerdeführer mit dem Ziel der Steuerverkürzung fiktive Rechnungen ausgestellt hat. Dabei hat die Vorinstanz im Übrigen nicht die Einschaltung von Offshore-Gesellschaften als solche zu seinen Lasten gewürdigt, sondern im Zusammenhang mit der Ausstellung der fiktiven Rechnungen hervorgehoben, dass es sich um vom Beschwerdeführer selbst beherrschte Gesellschaften handelte, die steuerbefreit und nicht buchführungspflichtig waren. Dies ist entgegen dem Beschwerdeführer keineswegs zu beanstanden, schuf er doch auf diese Weise Voraussetzungen, die eine Kontrolle durch die Steuerverwaltung, welche Leistungen durch die von ihm im Namen der Entwicklungsgesellschaften ausgestellten Rechnungen abgegolten werden sollten, massiv erschwerten. Es ist daher auch entgegen den Beschwerdeführern nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz geschlossen hat, der Beschwerdeführer habe damit ein eigentliches, schwer überprüfbares Lügengebäude erstellt. Bei alledem drängte es sich für die Vorinstanz auch nicht etwa auf, einen allfälligen Tatbeitrag des Treuhänders des Beschwerdeführers weiter zu untersuchen, zumal aus den geschilderten Verhaltensweisen des Beschwerdeführers unabhängig davon klar zu schliessen ist, dass er selbst in erheblichem Umfang zur Errichtung eines Lügengebäudes beitrug und mit dessen Hilfe eine Verkürzung seiner Steuern erwirkte; davon dass im Ergebnis keine Steuerverkürzung eingetreten sei, kann entgegen den Beschwerdeführern im Übrigen keine Rede sein. Zu beanstanden ist schliesslich auch nicht, dass die Vorinstanz wegen der langen Verfahrensdauer eine Reduktion der Busse um je 10% bzw. kumuliert 20% vorgenommen hat. Damit hielt sie sich im Rahmen des ihr zustehenden Ermessensspielraums. Diesen überprüft das Bundesgericht lediglich unter dem Gesichtspunkt der Ermessensüberschreitung bzw. des -missbrauchs. Entsprechend greift es nur ein, wenn die Vorinstanz die Busse willkürlich niedrig oder hoch angesetzt hat (vgl. BGE 144 IV 136 E. 9.1; 143 IV 130 E. 2.2; Urteile 2C_298/2020 vom 9. Oktober 2020 E. 11.3; 2C_257/2018 / 2C_308/2018 vom 11. November 2019 E. 4.5.1). Inwiefern hier die Busse willkürlich hoch festgelegt worden sein soll, wird in der Beschwerde nicht, jedenfalls nicht ausreichend substanziiert dargelegt, so dass es auch insoweit beim angefochtenen Entscheid bleibt.