Citation: 2C_344/2023 E. 1.3

1.3. Insofern die Beschwerde den Familiennachzug der Tochter des Beschwerdeführers betrifft (der zusammen mit demjenigen ihres Vaters beantragt wurde), hängt deren Anspruch von demjenigen der Beschwerdeführenden ab: würde für ihren Vater - den Beschwerdeführer - in der Schweiz aufgrund seiner Ehe mit der Beschwerdeführerin ein Anspruch auf Anwesenheit bejaht, könnte sich auch für seine Tochter aus der früheren Ehe gestützt auf Art. 8 EMRK ein Recht auf Anwesenheit in der Schweiz ergeben; ob das ausländische Stiefkind aufgrund von Art. 8 EMRK tatsächlich einen Anspruch auf Zusammenleben mit dem allenfalls nachzugsberechtigen ausländischen Ehepartner hat, ist eine Frage der materiellen Beurteilung (vgl. hierzu BGE 137 I 284 E. 1.3; 2C_169/2018 vom 17. August 2018 E. 1.1; 2C_764/2009 vom 31. März 2010 E. 2.1.2 mit Hinweisen). Dies würde in der vorliegenden Konstellation gelten, zumal die Kindsmutter verstorben ist und der Beschwerdeführer der einzige überlebende Elternteil ist (vgl. zu dieser Konstellation das Urteil 2C_793/2011 vom 22. Februar 2012 E. 3.2).