Citation: 6B_92/2021 E. 1.4.1

1.4.1. Unbegründet ist zunächst die Kritik des Beschwerdeführers an der Bemessung der hypothetischen Einsatzstrafe für die Schändungshandlungen zum Nachteil seiner Tochter. Insbesondere stellt es keine unzulässige Doppelverwertung dar, wenn die Vorinstanz berücksichtigt, dass die Tochter bei den vaginalen und analen Penetrationen kaum vorstellbare Schmerzen habe aushalten müssen, zumal der Beschwerdeführer über ein grosses Geschlechtsteil verfüge (vgl. Urteil S. 19). Entgegen dessen Vorbringen sind Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs im Tatbestand der Schändung nicht enthalten. Soweit er mit seinen Ausführungen die Qualifikation seines Geschlechtsteils in Frage stellen wollte, macht er weder geltend noch zeigt er auf, dass die entsprechende vorinstanzliche Feststellung willkürlich ist (vgl. Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 BGG). Auch erwähnt die Vorinstanz zu Recht nicht, dass der Beschwerdeführer seine Tochter weder mit Gewalt gedroht habe noch sonst in einer Weise grausam vorgegangen sei; entsprechendes Verhalten wäre verschuldenserhöhend zu berücksichtigen, dessen Unterlassen jedoch nicht verschuldensmindernd. Seinen Einwand, seine eigenen Missbrauchserfahrungen hätten die Vermeidbarkeit des Delikts beeinflusst, was die Vorinstanz beachten müsse, begründet der Beschwerdeführer nicht weiter. Im Übrigen berücksichtigt die Vorinstanz das belastete Vorleben des Beschwerdeführers, insbesondere den erfahrenen Missbrauch bei den Täterkomponenten (vgl. E. 1.4.5). Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt nicht vor. Zwar sind die Ausführungen zur subjektiven Tatschwere eher kurz, jedoch ergibt sich daraus hinreichend, dass und weshalb die Vorinstanz von einem eher mittleren bis schweren Verschulden ausgeht. Hierin liegt denn auch der Unterschied zum erstinstanzlichen Urteil, in welchem das Verschulden als schwer bis sehr schwer qualifiziert wurde. Aus dieser unterschiedlichen Bewertung ergibt sich sodann, dass die Vorinstanz entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers verschuldensmindernd einbezieht, dass er nicht planmässig vorging. Dass die Vorinstanz die hypothetische Einsatzstrafe angesichts des mittleren bis schweren Tatverschuldens des Beschwerdeführers auf 5 Jahre festsetzt, verletzt kein Bundesrecht. Sie ist in ihrer Strafzumessung nicht an die Einschätzung der ersten Instanz gebunden (vgl. Urteil 6B_778/2020 vom 13. April 2021 E. 2.4.1).