Citation: 4A_351/2021 E. A

Anlässlich einer umfassenden Renovation des Hotels X.________ schloss die B.________ AG (Beschwerdegegnerin) Anfang 2010 mit der A.________ AG (Beschwerdeführerin) einen Werkvertrag über die Erstellung von Heizungs-, Lüftungs- und Kälteanlagen gegen einen Pauschalwerkpreis von Fr. 1'000'000.--. Der Werklohn erhöhte sich im Verlauf der Ausführung aufgrund vergütungspflichtiger Nachträge. Die Beschwerdegegnerin leistete elf Abschlagszahlungen auf den Werklohn, weigerte sich aber, den mit der Schlussrechnung ermittelten Restbetrag von Fr. 157'438.70 zu bezahlen. Sie begründete dies mit diversen Werkmängeln, welche sie teilweise von Dritten beheben liess und deren Kosten sie mit dem Restbetrag verrechne. Ausserdem berief sie sich auf ein Leistungsverweigerungsrecht nach Art. 82 OR.