Citation: 2D_29/2022 E. 1.2

1.2. Mit Beschwerden vom 21. April 2022 gegen den Erlassentscheid der Finanzdirektion vom 21. März 2022 gelangten die Steuerpflichtigen an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich. Das Verfahren führte zur Abweisung der Beschwerden, soweit darauf einzutreten war (Entscheid SB.2022.00019 / SB.2022.00020 vom 6. Juli 2022, versandt am 9. August 2022). Das Verwaltungsgericht erwog, dass die Steuerpflichtigen gemäss Steuererklärung zur Steuerperiode 2019 über ein Vermögen von Fr. 470'000.-- verfügten. Bei monatlichen Renteneinkünften von rund Fr. 12'000.-- und einem Existenzminimum von Fr. 4'800.-- ergebe sich ein Überschuss von Fr. 7'200.-- pro Monat. Die noch offenen Steuerbeträge liessen sich mithin innerhalb von rund 35 Monaten begleichen. Die Steuerpflichtigen hätten keine Steuerrücklagen geäufnet und sollen - was nicht abschliessend zu prüfen sei - im Beurteilungszeitraum andere Gläubiger bevorzugt behandelt haben. Den wirtschaftlichen Verhältnissen der Steuerpflichtigen könne mit Zahlungserleichterungen Rechnung getragen werden. Dementsprechend leitete das Verwaltungsgericht die Angelegenheit an die zuständigen Bezugsbehörden weiter, dies zur Prüfung der etwaigen Gewährung von Zahlungserleichterungen. Im Bereich der direkten Bundessteuer sprach es eine entsprechende Empfehlung aus.