Citation: 7B_97/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, die Beschwerdeführerin habe in ihrer kantonalen Beschwerde zwischen Ehrverletzungen durch Vorwürfe moralisch verwerflichen Handelns einerseits und durch den Vorwurf strafbaren Handelns andererseits unterschieden. Ihr Strafantrag vom 25. Februar 2022 enthalte aber keine Hinweise darauf, dass sie den beiden Beschuldigten habe vorwerfen wollen, sie hätten sie (wahrheitswidrig) einer Straftat bezichtigt. Insbesondere halte sie den beiden Beschuldigten nicht vor, sie als "behindertenfeindlich" bezeichnet zu haben. Damit sei die Nichtanhandnahme der beiden Strafverfahren insoweit berechtigt. Sofern die Beschwerdeführerin schliesslich auch noch behaupte, die Beschuldigten würden ihr (anderweitig) moralisch verwerfliches Verhalten vorwerfen, könne ihr nicht gefolgt werden: Die Behauptung, die Beschwerdeführerin spreche von ihrem Sohn wie von einem Monster, sei nicht ehrverletzend. Die übrigen als ehrverletzend beanstanden Passagen der Gefährdungsmeldung seien sachlich formuliert und würden "übliche Darstellungen von Bedenken" nicht übersteigen. Die Beschuldigten würden die Beschwerdeführerin insbesondere nicht verächtlich herabsetzen und enthielten keinen Vorwurf, wonach die Beschwerdeführerin ihren Sohn vernachlässige. Aus diesen Gründen sei nicht weiter auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin über das Wissen bzw. den fehlenden guten Glauben der Beschuldigten einzugehen und nicht zu beanstanden, dass die Staatsanwaltschaft keine Strafuntersuchung an die Hand genommen habe.