Citation: 1P.782/1999 22.03.2000 E. 2

2.- Die Beschwerdeführerin sieht darin eine formelle Rechtsverweigerung, dass das Verwaltungsgericht die Beschwerde an den Regierungsrat gegen das ihr ausgestellte Arbeitszeugnis nicht für zulässig erachtet und daher den Nichteintretensentscheid des Regierungsrats geschützt hat. Die Auslegung und Anwendung des zur Beurteilung dieser Frage massgebenden kantonalen Rechts prüft das Bundesgericht nur auf Willkür hin (BGE 125 I 161 E. 3c S. 164). a) Im angefochtenen Entscheid wird davon ausgegangen, dass nur öffentlichrechtliche Streitigkeiten mit Beschwerde dem Regierungsrat zur Beurteilung vorgelegt werden können, Zivilrechtsstreitigkeiten dagegen den Zivilgerichten zu unterbreiten sind. Da die Anstellung der Beschwerdeführerin beim Justizdepartement zivilrechtlicher Natur gewesen sei, habe sie ihre Ansprüche betreffend Arbeitszeugnis auf dem zivilprozessualen Weg geltend zu machen. Die Beschwerdeführerin kritisiert es als willkürlich, das Praktikumsverhältnis als zivilrechtlich zu qualifizieren, da das kantonale Recht eine solche Ausgestaltung gar nicht zulasse, sondern vielmehr zwingend für alle Bediensteten eine öffentlichrechtliche Anstellung vorsehe. b) Die Rüge der Beschwerdeführerin berührt zwei verschiedene Fragen. Zunächst scheint sie davon auszugehen, dass ihr Praktikumsverhältnis ohne weiteres dem öffentlichen Recht unterstehe, wenn eine privatrechtliche Ausgestaltung nicht zulässig sei. Diese Ansicht übersieht jedoch, dass ein öffentlichrechtliches Dienstverhältnis eine Begründung durch eine Verfügung voraussetzt. Eine solche Verfügung ist indessen im vorliegenden Fall nie ergangen. Vielmehr hat das Justizdepartement mit der Beschwerdeführerin einen Praktikumsvertrag abgeschlossen, in dem ausdrücklich erklärt wird, das Arbeitsverhältnis sei zivilrechtlicher Natur. Dieser Vertragsabschluss kann auch dann, wenn er gar nicht zulässig gewesen sein sollte, nicht ohne weiteres in eine Verfügung über die Begründung eines öffentlichrechtlichen Dienstverhältnisses umgedeutet werden. Es verhält sich hier anders als in dem von der Beschwerdeführerin zitierten Fall, in dem dem Arbeitsverhältnis zwar ein sog. Anstellungsvertrag zu Grunde lag, dieser aber die Rechtsnatur des Verhältnisses offen liess (VVGE 1976/77 Nr. 37). Jedenfalls ist der Schluss des Verwaltungsgerichts nicht willkürlich, die Tatsache, dass das Praktikumsverhältnis im vorliegenden Fall ausdrücklich durch einen privatrechtlichen Vertragsabschluss begründet worden sei, stehe einer Umdeutung in ein öffentlichrechtliches Dienstverhältnis nach dem Grundsatz von Treu und Glauben entgegen. Kann demnach das Vorliegen eines öffentlichrechtlichen Dienstverhältnisses ohne Willkür verneint werden, so ist auch die Feststellung der Unzulässigkeit der Beschwerde an den Regierungsrat gegen das umstrittene Arbeitszeugnis nicht willkürlich. Bei dieser Sachlage bedarf es an sich keiner weiteren Prüfung des von der Beschwerdeführerin hauptsächlich erhobenen Vorwurfs, das Praktikumsverhältnis hätte nach der damals geltenden Beamtenordnung vom 27. Oktober 1971 gar nicht privatrechtlich begründet werden dürfen. Beizufügen ist immerhin, dass die gegenteilige Ansicht des Verwaltungsgerichts keineswegs unhaltbar ist. Die Beschwerdeführerin weist zwar zu Recht auf die nicht in jeder Hinsicht logische Argumentation im angefochtenen Entscheid und die mangelnde Auseinandersetzung mit der bisherigen Praxis hin. Dies ändert jedoch nichts daran, dass sich mit guten Gründen die Meinung vertreten lässt, die frühere Beamtenordnung habe die Begründung privatrechtlicher Arbeitsverhältnisse nicht völlig ausgeschlossen, zumal eine klare gesetzliche Regelung fehlte. Zu diesem Ergebnis gelangte denn auch bereits der von der Beschwerdeführerin erwähnte frühere Entscheid des Verwaltungsgerichts, der das Anstellungsverhältnis einer Arztsekretärin an einem öffentlichen Spital als privatrechtlich qualifizierte (VVGE 1981/82 Nr. 38). c) Die von der Beschwerdeführerin erhobene Rüge der formellen Rechtsverweigerung erweist sich demnach als unbegründet. Auf ihre weitere Kritik am Entscheid des Verwaltungsgerichts ist nicht einzutreten, da sie nicht entscheiderhebliche Erwägungen betrifft.