Citation: 1P.314/2000 07.07.2000 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer hält das Abstellen auf die Aussagen des Beschwerdegegners für willkürlich, weil dieser an seiner ersten Befragung ausgesagt habe, ein Mann habe ihn in die Toilette gedrängt, er habe sich aber befreien und in der Folge den Zug nach Lörrach nehmen können. Erst an der zweiten Befragung habe er den Beschwerdeführer massiv belastet. Dieser Widerspruch mache ein Abstellen auf die Aussage des Beschwerdegegners problematisch, umso mehr, als dieser geistig retardiert, naiv und gutgläubig sei. Diese Behinderung erkläre nicht, weshalb er erst an der zweiten Befragung von den angeblichen sexuellen Übergriffen erzählt habe. Es sei ganz offensichtlich, dass beim Beschwerdegegner eine "Überlagerung" eines früheren (homo-)sexuellen Übergriffes stattgefunden habe, dessen Opfer er geworden sei. b) In Bezug auf die Beweiswürdigung beschränkt sich der Beschwerdeführer darauf, seine Sicht der Dinge darzulegen. Entgegen seiner unzutreffenden Behauptung hat sich das Appellationsgericht, wie zuvor schon das Strafgericht, eingehend mit dem Umstand auseinandergesetzt, dass der Beschwerdegegner erst an der zweiten Befragung von den erlittenen sexuellen Übergriffen berichtete, und in plausi- bler und nachvollziehbarer Weise dargelegt, weshalb dies die Glaubhaftigkeit dieser Anschuldigungen nicht schmälert (E. 5 S. 11 f.). Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was geeignet wäre, diese Folgerung als offensichtlich unhaltbar nachzuweisen. Das genügt den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG an die Begründung einer Willkür- rüge nicht, weshalb darauf nicht einzutreten ist. c) Durfte somit das Appellationsgericht ohne Willkür auf die Aussagen des Beschwerdegegners abstellen, brauchte es keine weiteren Beweise mehr abzunehmen und konnte den Antrag auf die Einholung eines Glaubwürdigkeitsgutachtens über diesen ohne Verfassungsverletzung ablehnen. Wie oben in E. 3b dargelegt, hat sich das Appellationsgericht entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers durchaus mit den Widersprüchen zwischen der ersten und der zweiten Aussage des Beschwerdegegners auseinandergesetzt und ist damit seiner Begründungspflicht nachgekommen. Die Gehörsverweigerungsrüge ist unbegründet.