Citation: 1C_325/2013 E. 3.3

3.3. Bei der vorn in Ziff. 3.2 geschilderten Sachlage braucht die Frage, ob sich die Beschwerdegegnerin gegebenenfalls auf einen Rechtfertigungsgrund berufen könnte, nicht beantwortet werden. Es muss auch nicht auf die diesbezüglichen Einwände in der Beschwerde eingegangen werden. Festzuhalten ist aber immerhin, dass die Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer amtlichen Funktion berechtigt, ja verpflichtet war, auf die Anfrage der aktuell mit der Frage des Kindesschutzes resp. der Obhut innerhalb der betreffenden Familie befassten Vormundschaftsbehörde hin auf eine aus ihrer Sicht mögliche Gefährdung des Kindeswohls hinzuweisen. Bei summarischer Betrachtung kann nicht gesagt werden, die fraglichen Äusserungen seien nicht sachbezogen, gingen eindeutig über das Notwendige hinaus, seien unnötig verletzend oder aber wider besseres Wissen erfolgt. Das würde für das Vorliegen eines Rechtfertigungsgrundes sprechen (vgl. BGE 123 IV 97 E. 2c/aa S. 98). Abschliessend muss dies aber, wie erwähnt, nicht beurteilt werden.