Citation: 1A.102/2001 09.11.2001 E. 3

3.- a) Aufgrund der rechtskräftigen Waldfeststellung steht fest, dass die Strassenparzelle 215 im hier streitigen Teil (im Bereich der Parzellen Nr. 180 und 184) zum Waldareal zählt. b) Unstreitig ist auch, dass weder für die Erstellung der Strasse (vermutlich im Jahre 1968) noch für deren Einbezug in die verschiedenen Erschliessungspläne der Gemeinde (1975 und 1992) eine Rodungsbewilligung erteilt wurde. Zwar ist ein Rodungsgesuch der Gemeinde Laax hängig; hierüber konnte jedoch bisher nicht entschieden werden, weil - mit Ausnahme der St. Gallischen Kantonalbank - die betroffenen Waldeigentümer das Rodungsgesuch nicht unterschrieben haben (vgl. Art. 5 Abs. 2 der kantonalen Waldverordnung vom 2. Dezember 1994). c) Gemäss Art. 12 WaG bedarf der Einbezug von Wald in eine Nutzungszone einer Rodungsbewilligung. Dies gilt selbst dann, wenn es - wie im vorliegenden Fall - darum geht, die Zonenplanung an die seit über 30 Jahren bestehenden tatsächlichen Verhältnisse anzupassen. Auch wenn die Wiederaufforstung des betroffenen Gebiets bzw. die Beseitigung der bestehenden Strasse nicht mehr verlangt werden kann (vgl. BGE 105 Ib 265 E. 3 S. 267 f. und E. 6b und c S. 271 f.), d.h. der bestehende waldrechtswidrige Zustand toleriert werden muss, handelt es sich doch formal noch um Waldareal. Die endgültige Entlassung aus dem Waldareal verändert somit den Status Quo und bedarf deshalb der Rodungsbewilligung. Hiervon gingen auch alle kantonalen Instanzen aus.