Citation: U 64/07 23.01.2008 E. 4

Entgegen der Auffassung der Vorinstanz verletzte die Beschwerdeführerin die Offizialmaxime (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 1 UVG) nicht, wenn sie von der beantragten Einholung eines neuropsychologischen Gutachtens absah, denn zusätzliche medizinische Abklärungen drängten sich zum Zeitpunkt des Einspracheentscheids nicht auf, nachdem den Akten keine Anhaltspunkte für neuropsychologische Funktionsstörungen von erheblichem Gewicht zu entnehmen waren. Im Rahmen der am 31. März und 8. April 2004 von Dr. med. S.________ durchgeführten neurologischen Untersuchungen gab der Versicherte an, seit den beiden Unfällen (nicht bei der SUVA versicherter Snowboardunfall vom 25. Februar 2002 und versicherter Autounfall vom 29. März 2003) hätten sich Defizite der kognitiven Funktionen bemerkbar gemacht, wobei insbesondere das Kurzzeitgedächtnis und das Konzentrationsvermögen beeinträchtigt seien. Der Neurologe vermerkte dazu, dass bei Persistenz der intellektuellen Minderleistungen eine umfassende neuropsychologische Untersuchung durchgeführt werden sollte. Frau lic. phil. A.________, bei welcher der Beschwerdegegner seit Mitte Oktober 2004 in psychotherapeutischer Behandlung stand, führte im Bericht vom 9. Mai 2005 aus, der Versicherte habe zwar zu Beginn der Therapie über eine verminderte Konzentrationsfähigkeit geklagt, welche in den Therapiestunden jedoch nicht habe beobachtet werden können. Im Herbst 2004 habe er eine Ausbildung zum Sozialpädagogen begonnen, die neue Anforderungen intellektueller Art an ihn gestellt und ihn unter Leistungsdruck gebracht habe. Er habe sich aber gut an die Situation gewöhnt und seither nie mehr Konzentrationsschwierigkeiten geäussert. Mangels Vorliegens kognitiver Defizite sei keine Indikation für neurologische Abklärungen gegeben. Diese Auffassung teilte in der Folge auch der Kreisarzt der SUVA. Nachdem von den mit dem Versicherten befassten Spezialisten keine relevanten neurologischen Befunde erhoben wurden, hält die vorinstanzliche Rückweisung der Sache an die SUVA zwecks Einholung einer neuropsychologischen Begutachtung nicht stand.