Citation: 1C_635/2023 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz hält in Anlehnung an den Sachverhalt des Strafbefehls fest, zur Beurteilung des räumlichen Charakters am Standort des Messgeräts sei nicht nur auf einen kurzen Strassenabschnitt, sondern auf das ganze umliegende Gebiet abzustellen. Der Beschwerdeführer habe in Basel zunächst die Freiburgstrasse befahren und dort auf der rechten Seite eine Häuserzeile passiert. Angesichts dieser einseitig dichten Bebauung sei nicht erkennbar, inwiefern diesem Abschnitt nicht das Erscheinungsbild eines Innerortsbereichs zukomme. Danach sei er auf die Schwarzwaldallee eingebogen. Von dort sei er über eine Brücke zur nächsten Verzweigung gelangt. Diese sei wegen mehreren Fahrspuren mit unterschiedlichen Fahrzielen, Lichtsignalanlagen sowie einer einmündenden Querstrasse, wo auch Fussgängerstreifen vorhanden seien, und die oberhalb verlaufende Autobahnbrücke, sehr unübersichtlich. Inwiefern dieser Bereich eindeutig Ausserortscharakter aufweisen solle, sei ebenfalls nicht ersichtlich. Dasselbe gelte auch für den Bereich zwischen der letzten Verzweigung und dem Messgerät. Zum Zeitpunkt der Geschwindigkeitsmessung habe der Beschwerdeführer die linke Spur in Richtung Autobahn befahren. Die Schwarzwaldallee sei dort zweispurig und die Fahrbahn richtungsgetrennt. Die linke Einspurtafel zeige an, dass mit Verbleib auf der linken Fahrbahn diverse Ziele wie Luzern, Bern, Zürich und Delémont via Autobahn erreicht werden könnten. In der unmittelbaren Nähe zum Messgerät befinden sich eine zuführende und eine wegführende Strasse; anschliessend folge auf der rechten Strassenseite eine hohe und auf der linken Seite eine niedrige Betonwand mit einem aufgesetzten Metallzaun. Entlang der Signalstrasse stehe ein grosses Gewerbegebäude. Auch ab der vorletzten Verzweigung bis zum Standort des Messgeräts sei daher nicht von einem offensichtlich fehlenden Innerortscharakter auszugehen.