Citation: 4P.314/2004 24.02.2005 E. 2

Nach Art. 88 OG steht das Recht, staatsrechtliche Beschwerde zu führen, Bürgern (Privaten) und Korporationen bezüglich solcher Rechtsverletzungen zu, die sie durch allgemeinverbindliche oder sie persönlich treffende Erlasse oder Verfügungen erlitten haben. Dabei kann nur eine Verletzung in rechtlich geschützten eigenen Interessen gerügt werden; zur Verfolgung bloss tatsächlicher Vorteile oder zur Geltendmachung allgemeiner öffentlicher Interessen ist die staatsrechtliche Beschwerde nicht gegeben. Die eigenen rechtlichen Interessen, auf die sich der Beschwerdeführer berufen muss, können entweder durch kantonales oder eidgenössisches Gesetzesrecht oder aber unmittelbar durch die Bundesverfassung geschützt sein (BGE 129 I 217 E. 1). Die Beschwerdeführerinnen 1 sind durch die verweigerte Ausscheidung der bis Mai 2002 aufgelaufenen Prozesskosten betroffen. Ihr Interesse liegt in der Verringerung der eigenen Prozesskosten. Die Beschwerdeführerinnen 1 sind daher zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert (Art. 88 OG), womit auf deren Rechtsmittel einzutreten ist. Die Legitimation des Beschwerdeführers 2 ist hingegen zweifelhaft, macht er doch primär nicht eigene, sondern die Interessen seiner Klientschaft an einer Verringerung ihrer Prozesskosten geltend. Da auf die Beschwerde ohnehin einzutreten ist, kann die Frage indessen - insbesondere auch im Hinblick auf den Verfahrensausgang - offen bleiben.