Citation: 8C_590/2014 E. 3

Letztinstanzlich ist nur noch der Invaliditätsgrad ab dem 1. Februar 2011 streitig. Die Beschwerde führende IV-Stelle beanstandet dabei das vom kantonalen Gericht ermittelte Valideneinkommen, währenddem es das von der Vorinstanz auf Fr. 31'966.-- bezifferte zumutbare Invalideneinkommen ausdrücklich anerkennt. Das kantonale Gericht hat gestützt auf ein (drittes) bidisziplinäres Gutachten der Dres. med. D.________, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin FMH, und E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 14. Dezember 2010 festgestellt, der Versicherte sei ab dem Zeitpunkt der Begutachtung, mithin seit dem 25. Oktober 2010, zu 60 % arbeitsfähig. Hingegen sei ihm seit Ablauf des Wartejahres im Juli 2006 wegen der wiederholten Operationen und den nachfolgenden Heilungs- und Erholungsphasen auch in adaptierten Tätigkeiten keine Arbeit zumutbar gewesen. Weiter erwog es, der Beschwerdegegner habe während fünfzehn Jahren bei der B.________ AG gearbeitet. Ob das Arbeitsverhältnis aus gesundheitlichen oder aus wirtschaftlichen Gründen aufgelöst worden sei, könne dahingestellt bleiben, da davon auszugehen sei, dass der Versicherte als Gesunder wieder eine entsprechend entlöhnte Beschäftigung gesucht hätte. Gestützt auf diese Feststellungen ermittelte die Vorinstanz das Valideneinkommen aus dem Durchschnitt der Lohnangaben gemäss Arbeitgeberbescheinigung vom 4. November 2005 für die Jahre 2000 bis 2002 und der bis zum Rentenbeginn im Jahre 2006 eingetretenen Nominallohnentwicklung. Dieses wurde auf Fr. 80'720.-- beziffert. Verglichen mit dem Invalideneinkommen resultierte eine Einkommenseinbusse von 60 % und damit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Die Beschwerdeführerin argumentiert, in den im Fragebogen für den Arbeitgeber vom 4. November 2005 angegebenen Lohnzahlungen seien auch die jeweils ausgezahlten Kinderzulagen enthalten. Diese seien jedoch nicht AHV-pflichtig und könnten daher bei der Bestimmung des Valideneinkommens nicht berücksichtigt werden.