Citation: 6B_402/2022 E. 1.5

1.5. Hinsichtlich der Erfüllung des subjektiven Tatbestandes der schweren Körperverletzung bringt der Beschwerdeführer vor, in der akuten Stresssituation, in welcher er sich aufgrund des Angriffs befunden habe, habe er sich keine Gedanken über die mittelbaren Folgen seiner Abwehrhandlung machen können. Es sei ihm einzig darum gegangen, den Beschwerdegegner 2 handlungsunfähig zu machen. Die eingetretenen schwerwiegenden Körperverletzungen habe er dabei nicht vorausgesehen und diese auch nicht in Kauf genommen. Die Vorinstanz hält diesbezüglich im Wesentlichen fest, der Beschwerdeführer habe aufgrund der Heftigkeit und Anzahl der Schläge damit rechnen müssen, dass er dem Beschwerdegegner 2 lebensgefährliche Verletzungen oder eine bleibende Schädigung zufügen könnte. Diese Erwägungen sind nicht zu beanstanden. Bei den von der Vorinstanz festgestellten, ausserordentlich wuchtigen Faustschlägen gegen den Kopf waren die dem Beschwerdegegner 2 zugefügten Verletzungen nicht aussergewöhnlich. Bei der Kopfregion handelt es sich um einen besonders sensiblen Bereich des menschlichen Körpers. Kopfverletzungen, insbesondere Verletzungen der Hirnregion, können gravierende Folgen nach sich ziehen (vgl. Urteile 6B_553/2021 vom 17. August 2022 E. 3.3; 6B_526/2020 vom 24. Juni 2021 E. 1.4; 6B_529/2020 vom 14. September 2020 E. 3.2.2). Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers genügt es nicht, dass keine qualifizierenden Begleitumstände für eine besonders gefährliche Ausführung der Tathandlung vorliegen oder ihm keine besondere Hinterhältigkeit oder Gesinnung zur Last gelegt wird, um eine eventualvorsätzliche Begehung zu verneinen. Für die Erfüllung des Tatbestandes der schweren Körperverletzung setzt die bundesgerichtliche Rechtsprechung nicht voraus, dass neben den eigentlichen Schlägen gegen den Kopf ein aggravierendes Moment, etwa eine besondere Heftigkeit der Tritte, die Wehrlosigkeit des Opfers, die Traktierung mit weiteren Gegenständen oder die Einwirkung mehrerer Personen, hinzutreten muss (Urteile 6B_553/2021 vom 17. August 2022 E. 3.3; 6B_526/2020 vom 24. Juni 2021 E. 1.4; 6B_529/2020 vom 14. September 2020 E. 3.2.2; mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat mit äusserster Heftigkeit zwei oder dreimal gegen den Kopf des Beschwerdegegners 2 geschlagen und hatte die Absicht, ihn unschädlich zu machen. Die Vorinstanz verfällt bei der dargelegten Ausgangslage nicht in Willkür, wenn sie dem Beschwerdeführer vorwirft, er habe die lebensgefährlichen Verletzungen und bleibende Schädigung im Sinne von Art. 122 Abs. 2 StGB zumindest in Kauf genommen. Die geltend gemachte Verletzung von Bundesrecht ist zu verneinen.