Citation: 5A_94/2007 31.05.2007 E. 2

Die Beschwerdeführerin rügt in verschiedener Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. 2.1 Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 115 Ia 11 E. 2b mit Hinweisen; 116 Ia 99 E. 3b; 118 Ia 17 E. 1c;127 I 54 E. 2b S. 56). 2.2 Von vornherein nicht eingetreten werden kann auf die Rüge, das rechtliche Gehör des Vaters oder der Vormundschaftsbehörde sei verletzt worden, denn die Beiständin vertritt diese beiden nicht, und diese haben nicht Beschwerde geführt. Die Beiständin war anlässlich der Verhandlung vom 4. Januar 2007 nicht Prozessvertreterin von X.________, sondern hatte damals als Beiständin bloss die Aufgabe, einen Pflegeplatz zu suchen (Beschluss vom 3. Juli 2006) und den Entscheid, X.________ der Pflegefamilie T.________ zuzuführen, zu vollstrecken (Entscheid vom 4. Dezember 2006). Die Prozessermächtigung erfolgte erst am 5. März 2007. Sie kann sich daher nicht darüber beklagen, anlässlich der Vorladung vom 22. Dezember 2006 und der Verhandlung vom 4. Januar 2007 sei das rechtliche Gehör von X.________ verletzt worden. Wie sie selber ausführt, hätte damals einzig der Vater von X.________ als sorgeberechtigte Person die Interessen von X.________ im Verfahren rechtswirksam wahrnehmen können. Dieser und X.________ selber haben sich aber nicht beschwert, so dass darauf nicht weiter einzugehen ist. Die Beiständin hatte zudem aus eigenem Recht keinen Anspruch, an der Verhandlung vom 4. Januar 2007 "sich ausführlich zur ganzen Situation" zu äussern.