Citation: 2C_140/2021 E. 3.6.6

3.6.6. Den Anforderungen an einen Sonderbeitrag, wie sie seit dem Leiturteil aus dem Jahr 1923 feststehen, vermag das netzbasierte System des Strassenbeitrags offenkundig nicht zu genügen. Indem sich jeder Grundeigentümer in das örtliche Strassennetz einzukaufen hat, ist weder das quantitative noch das qualitative Element erfüllt (vorne E. 3.5.4). Es fehlt jede Form von Individualäquivalenz (vorne E. 3.2), indem höchstens ein loser Zusammenhang zwischen einem (möglicherweise fiktiven) Sondervorteil und der Gesamtanlage besteht. Ohne dass dies hier abschliessend beurteilt werden muss, erinnert die öffentlich-rechtliche Abgabe, die im Netzbeitragssystem erhoben wird, an eine kommunale Kostenanlastungssteuer, wo bereits eine abstrakte Nutzennähe bzw. abstrakte Kostennähe ausreicht, um die subjektive Steuerpflicht zu begründen (vorne E. 3.6.1). Gemäss § 132 Abs. 2 KV/BL ist es den Gemeinden des Kantons Basel-Landschaft benommen, "weitere Steuern" (wie etwa eine Kostenanlastungssteuer) zu erheben, soweit keine Ermächtigung seitens des kantonalen Gesetzgebers vorliegt (vorne E. 3.1). Eine derartige gesetzliche Grundlage ist weder ersichtlich noch wird sie überhaupt behauptet. Die streitbetroffene Gemeinde ist damit nicht befugt, kommunale Kostenanlastungssteuern zu erheben.