Citation: 4P.293/2001 12.03.2002 E. 1

1.- Nach ständiger Rechtsprechung ist ein Entscheid im Sinne von Art. 9 BV willkürlich, wenn er mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls in Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen wäre (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41 und 54 E. 2b; 126 III 438 E. 3 S. 440; 125 II 10 E. 3a S. 15). Die Beschwerdeführerin rügt als Verstoss gegen das Willkürverbot, dass das Obergericht im angefochtenen Entscheid ihre Behauptungen zu den Auslagen, die sie für den Beschwerdegegner getätigt haben will, als nicht hinreichend substanziiert beurteilt hat. Sie vertritt die Ansicht, sie habe im Rahmen des limitiert durchgeführten Beweisverfahrens vor erster Instanz den ihr auferlegten Beweis mit den Klagebeilagen 12 - 15 sehr wohl erbracht. Das Obergericht hat diese Unterlagen im angefochtenen Urteil gewürdigt und ist zum Schluss gekommen, dass die beiden Rechnungen (Klagebeilagen 12/13 und 14/15) insbesondere diverse Positionen Autospesen im Totalbetrag von Fr. 2'200.-- enthalten, die sich keinem bestimmten Sachverhalt zuordnen liessen; zudem sei ein sachlicher Zusammenhang mit den Bemühungen für den Beschwerdegegner an der "Medica 1991", die vom 20. - 23. November 1991 in Düsseldorf stattgefunden habe, auch für andere - teils auf die Zeit zwischen dem 16. Januar und dem 6. Mai 1992 entfallende - Rechnungspositionen nicht ersichtlich; schliesslich könne nicht nachvollzogen werden, wie die Beschwerdeführerin die Anteile des Beschwerdegegners an den behaupteten Auslagen ermittelt habe. Der Beschwerde ist nicht zu entnehmen, inwiefern der Schluss des Obergerichts willkürlich sein sollte (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; vgl. dazu BGE 127 III 279 E. 1c mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin bestreitet jedenfalls die Feststellung im angefochtenen Entscheid nicht, dass sie mit diversen Exponaten an der Messe vertreten war, von denen nur ein Teil die Produkte des Beschwerdegegners betrafen. Da sie sich damit begnügte, die einzelnen Positionen teils in vollem Betrag und teils in reduziertem Umfang dem Beschwerdegegner zu belasten, ohne darzulegen, inwieweit diese Auslagen im Zusammenhang mit anderen Geschäftskontakten standen, erweist sich der Schluss des Obergerichts als nicht willkürlich, dass sich die spezifisch für den Beschwerdegegner getätigten Auslagen nach den vorliegenden Beweisen nicht feststellen lassen.