Citation: U 402/00 08.03.2001 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, der Invaliditätsgrad entspreche im vorliegenden Fall der tatsächlichen Erwerbseinbusse. a) Nach Art. 28 Abs. 2 IVG ist beim Einkommensvergleich als Invalideneinkommen dasjenige Einkommen einzusetzen, welches der Versicherte nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht wiederholt festgestellt hat, bildet der von einem Versicherten tatsächlich erzielte Verdienst für sich allein betrachtet grundsätzlich kein genügendes Kriterium für die Bestimmung der Erwerbsunfähigkeit, d.h. des Invaliditätsgrades. Das Mass der tatsächlichen Erwerbseinbusse stimmt mit dem Umfang der Invalidität vielmehr nur dann überein, wenn - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse eine Bezugnahme auf den allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch erübrigen, der Versicherte eine Tätigkeit ausübt, bei der anzunehmen ist, dass er die ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und wenn das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint (BGE 126 V 76 Erw. 3b/aa mit Hinweisen). b) Im vorliegenden Fall bestehen insofern stabile Arbeitsverhältnisse, als der Beschwerdeführer seit 1968 im gleichen Betrieb als Altpapiersortierer tätig ist. Auch kann er insoweit als eingegliedert gelten, als ihm nach Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit eine etwas leichtere Halbtagsarbeit zugewiesen wurde. Nach den Angaben des Arbeitgebers ist er jedoch auch im Rahmen dieser Tätigkeit in der Leistungsfähigkeit beeinträchtigt und bezieht teilweise Soziallohn. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer am bisherigen Arbeitsplatz nicht bestmöglich eingegliedert ist. Nach ärztlicher Auffassung vermag er am bisherigen Arbeitsplatz höchstens halbtags zu arbeiten, was vorab darauf zurückzuführen ist, dass er die Tätigkeit als Altpapiersortierer ausschliesslich stehend und praktisch ohne Bewegungsmöglichkeit zu verrichten hat. Eine andere Tätigkeit kann ihm vom Betrieb nicht angeboten werden. Aus medizinischer Sicht wäre ihm aber eine leichte wechselbelastende Tätigkeit in Industrie, Gewerbe und Administration unter gewissen Einschränkungen (ohne häufiges Leitern- und Gerüstbesteigen, keine schweren Lasten tragen) auch ganztags zumutbar. Zu diesem Schluss sind entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht nur Kreisarzt Dr. med. S.________ und das Ärzteteam Unfallmedizin der SUVA (Dr. med. T.________), sondern auch der behandelnde Arzt Dr. med. A.________ gelangt, welcher in einem Bericht an die SUVA vom 29. Dezember 1998 ausführt, während die Annahme einer 50 %igen (halbtägigen) Arbeitsfähigkeit beim bisherigen Arbeitgeber situationsgerecht sei, wäre beim Auffinden einer leichteren Arbeit wahrscheinlich auch eine volle Erwerbstätigkeit möglich. Aufgrund dieser ärztlichen Angaben ist mit SUVA und Vorinstanz davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung einer behinderungsangepassten leichteren Tätigkeit (Kontroll- und Überwachungstätigkeiten in Industrie und Gewerbe, leichte industrielle Produktions- und Montagetätigkeiten, leichte Archiv- oder Magazinarbeiten, Portierdienste etc.) ganztags möglich wäre. Die Aufnahme einer entsprechenden Tätigkeit wäre ihm aufgrund der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht (BGE 113 V 28 Erw. 4a) zumutbar. Weil er damit ein höheres Einkommen zu erzielen vermöchte, verbietet es sich, bei der Invaliditätsbemessung auf die effektive Erwerbseinbusse abzustellen.