Citation: 6B_236/2024 E. 1.3.1

1.3.1. Der Beschwerdeführer beschränkt sich im Wesentlichen darauf, einen abweichenden Sachverhalt zu behaupten. Dies ist etwa der Fall, wenn er seine freie Sicht beim Anhalten bestreitet und geltend macht, der Sachverhalt sei, hauptsächlich anhand von Mobiltelefon-Fotos und Google-Street-View-Aufnahmen, ungenügend erstellt. Indes begründet die Vorinstanz schlüssig, weshalb sie auf weitere Beweiserhebungen verzichtet. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was dies als willkürlich auswiese. Es kann auch nicht gesagt werden, dass sich die Vorinstanz auf die rechtliche Würdigung des Sachverhalts beschränkt hätte. Sie hat diesen vielmehr überzeugend erstellt. Insbesondere kommt sie nachvollziehbar zum Schluss, dass sich die Kollision auf der Kreuzung bei der Verkehrsinsel ereignet haben müsse (oben E. 1.2.1). Dies gilt unbesehen der Tatsache, dass die Polizei keine konkreten Messungen vorgenommen und die exakte Unfallendlage der beteiligten Fahrzeuge nicht auf dem Boden aufgezeichnet hat. Ebenso wenig schadet, dass die Beschädigungen am Fahrzeug des Beschwerdeführers nicht dokumentiert wurden, zumal die Kollision an sich unbestritten ist. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann aus dem Umstand, dass der Schuldspruch nach nur zwanzigminütiger Beratung zustande gekommen sein soll, nicht auf eine Voreingenommenheit der Vorinstanz geschlossen werden. Auch eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, des rechtlichen Gehörs oder der Unschuldsvermutung, was das Bundesgericht im Übrigen nur unter Willkürgesichtspunkten prüft (oben E. 1.1.1), ergibt sich daraus nicht. Nichts für sich ableiten kann der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass die Vorinstanz zur Darstellung der Sichtverhältnisse und Übersichtlichkeit vor Ort eine ältere Aufnahme von Google-Street-View heranzog. Er behauptet nicht, die Verkehrssituation oder Spurführung am Tattag sei eine grundsätzlich andere gewesen. Von einer gegen Art. 140 StPO verstossenden, täuschenden und daher unverwertbaren Beweiserhebung durch die Vorinstanz, indem sie den Beschwerdeführer auf Präsentation der Aufnahme gefragt habe, ob er darauf Sichthindernisse sehe, kann keine Rede sein. Ohnehin liessen sich die Strassen- und Sichtverhältnisse auch ohne Befragung des Beschwerdeführers hinreichend und objektiv erstellen, sodass es darauf nicht entscheidend ankommt. Dies gilt namentlich für seinen Blickwinkel und den Ort, an dem sich der Beschwerdeführer bei seinem Stopp resp. vor dem Einbiegen in die zu befahrende Strasse befunden haben muss. Daran ändert nichts, dass er eigene Fotos ins Recht legt, die eine angeblich nicht völlig freie Sicht zeigen sollen. Auch ein Augenschein war nicht erforderlich. Hingegen vermöchte es den Beschwerdeführer mit Blick auf seine Sorgfaltspflicht nicht zu entlasten, wenn seine Sicht etwa durch Teile des Fahrzeugs verdeckt gewesen sein sollte. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer dies im Verfahren nicht behauptet. Er hat lediglich ausgesagt, kein herannahendes Fahrzeug gesehen zu haben.