Citation: 1B_347/2022 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht der Brandstiftung. Die Qualität des Videomaterials sei derart schlecht, dass sich gestützt darauf keine genauere Aussage über das Alter der darauf erkennbaren Person machen lasse. Insofern habe das Obergericht den Sachverhalt offensichtlich falsch festgestellt. Die sportliche Statur sei zudem kein Alleinstellungsmerkmal. Auf den Bericht der Polizisten könne nicht abgestellt werden, weil sie in der vergangenen Zeit mehrfach schlechte Erfahrungen mit ihm gemacht hätten und ihre These vom Störenfried gerne bestätigt sähen. Er habe nicht die gleiche Gangart wie die Person auf den Videos. Zudem handle es sich um ein reichlich unscharfes Kriterium. Es sei willkürlich, daraus zu schliessen, es handle sich um ihn. Schliesslich reichten auch die an der Hausdurchsuchung gefundenen Gegenstände nicht, um den dringenden Tatverdacht zu begründen. Der Bunsenbrenner habe offensichtlich zum Anzünden der Kohle einer Wasserpfeife gedient, mit der zusammen er verstaut gewesen sei. Auch der Besitz eines Kanisters mit Desinfektionsmittel erscheine in Pandemiezeiten nicht als aussergewöhnlich. Insbesondere bestünden auch keine Hinweise darauf, dass der Täter bei der Brandstiftung einen solchen verwendet oder getragen habe.