Citation: 8C_512/2022 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer macht sinngemäss im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz habe eine Verschlechterung in psychiatrischer Hinsicht zu Unrecht ohne weitere Abklärungen ausgeschlossen. Dass seine behandelnde Ärztin die ihrer Auffassung nach eingetretene Veränderung nicht umschrieben habe, treffe nicht zu, vielmehr habe das kantonale Gericht ihren Bericht vom 6. Dezember 2020 nur verkürzt, unter Weglassung der entsprechenden Ausführungen seiner Ärztin, wiedergegeben. Die Verschlechterung sehe sie vor allem in den Spätfolgen des Unfalls mit den erforderlichen operativen Eingriffen begründet, wobei zwischenzeitlich zusätzlich ein vollständiger sozialer Rückzug festzustellen sei, nachdem er nunmehr auch seine innerfamiliären Kontakte aufgegeben habe. Dass anlässlich der Abklärung durch das ABI die psychischen Beschwerden noch nicht im Vordergrund gestanden und lediglich eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 20 % bewirkt hätten, während gemäss seiner behandelnden Psychiaterin aktuell eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe, könne nicht mit dem Argument entkräftet werden, seine Ärztin habe ihn bereits seit jeher als voll arbeitsunfähig eingeschätzt. Die Beschwerdegegnerin habe auch in psychiatrischer Hinsicht lediglich auf die Stellungnahme eines fachfremden RAD-Arztes abgestellt, was für eine zuverlässige Beurteilung nicht genüge.