Citation: 6B_1172/2016 E. 1.6.2

1.6.2. Wegen übler Nachrede wird unter anderem bestraft, wer jemanden bei einem andern eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt (Art. 173 Ziff. 1 StGB). Wird die beschuldigte Person zum Wahrheits- und Gutglaubensbeweis zugelassen (Art. 173 Ziff. 3 StGB) und gelingt es ihr, den einen oder anderen Beweis zu erbringen, ist sie nicht strafbar (Art. 173 Ziff. 2 StGB). Gemäss Art. 28 Abs. 1 ZGB kann, wer in seiner Persönlichkeit widerrechtlich verletzt wird [...], das Gericht anrufen. Eine Verletzung ist widerrechtlich, wenn sie nicht durch Einwilligung des Verletzten, durch ein überwiegendes privates oder öffentliches Interesse oder durch Gesetz gerechtfertigt ist (Art. 28 Abs. 2 ZGB).