Citation: 2C_298/2019 E. 4.2

4.2. Das Bundesgericht hat in seiner Rechtsprechung zur Abgrenzung der privaten Vermögensverwaltung zur Liegenschaftenhändlertätigkeit durchgehend daran festgehalten, dass die blosse Vermietung eigener Liegenschaften keine selbstständige Erwerbstätigkeit darstellt, und zwar auch dann nicht, wenn das Vermögen umfangreich ist, professionell verwaltet wird, und kaufmännische Bücher geführt werden (Urteil 2C_890/2018 vom 18. September 2019 E. 5.4 m.H.). Dies muss auch hier gelten. Allein aus dem Umstand, dass der Verkauf von drei Wohnungen noch während des Baus des Mehrfamilienhauses C.________ als Liegenschaftenhandel einzustufen ist, ergibt sich noch nicht, dass auch die Vermietung der übrigen nicht selbst bewohnten, sondern vermieteten Wohnungen als selbstständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist und dementsprechend die Wohnungen dem Geschäftsvermögen des Beschwerdeführers und seines Bruders zuzuordnen sind. Damit ist indessen hier, wo es um einen Hotelier geht, welcher im gleichen Ort, in dem die infrage stehenden vier Wohnungen im Rahmen der Errichtung des Mehrfamilienhauses C.________ erstellt wurden, ein Hotel führt, noch nicht darüber entschieden, ob die Vermietung der Wohnungen nicht doch seiner Tätigkeit als Hotelier zuzurechnen ist und dementsprechend die Wohnungen seinem Geschäftsvermögen zuzurechnen sind. Werden die Wohnungen an Dauervermieter vermietet und ist auf längere Sicht kein Verkauf geplant, dürften die Wohnungen nicht dem Geschäftsvermögen zuzurechnen sein. Vermietet der Beschwerdeführer hingegen die Wohnungen nicht an Dauervermieter, sondern an Feriengäste, so erscheint eine Qualifizierung als Geschäftsvermögen nicht ausgeschlossen. Zumindest dann, wenn die Wohnungen im Rahmen der Tätigkeit des Beschwerdeführers als selbstständiger Hotelier vermietet werden (Vermarktung und Abrechnung der Mietentgelte für Wohnungen über den Hotelbetrieb; allenfalls auch Angebot weiterer Hotelleistungen an Mieter der Wohnungen, d.h. weitgehende Gleichbehandlung von Mietern und anderen Hotelgästen), wäre die Vermietung wohl - als Annexbetrieb des vom Beschwerdeführer geführten Hotels - dessen selbstständiger Erwerbstätigkeit zuzurechnen und dementsprechend wären die Wohnungen seinem Geschäftsvermögen zuzurechnen.