Citation: C 366/00 28.08.2001 E. 2

2.- a)Vorliegend versandte die Vorinstanz am Freitag, 16. Juni 2000 die Verfügung mit fristgebundener Aufforderung zur Verbesserung der Beschwerde. Die Versicherte erlangte jedoch infolge ihres Nervenzusammenbruchs und dem damit verbundenen stationären Aufenthalt in der Psychiatrischen Klinik X.________ ab Montag, 19. Juni 2000 keine Kenntnis von dieser Verfügung. Erst mit Zustellung des vorinstanzlichen Entscheides erfuhr sie davon. Es stellt sich somit die Frage, ob die Beschwerdeführerin zu Recht Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhob oder aber gehalten gewesen wäre, beim kantonalen Gericht ein Gesuch um Fristwiederherstellung einzureichen. b) Beim Eidgenössischen Versicherungsgericht kann Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben werden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 97, 98 lit. b-h und 98a OG, welche sich auf Sozialversicherungsrecht des Bundes stützen (Art. 128 OG). Für die Annahme einer bundesrechtlichen Verfügungsgrundlage genügt es, wenn der dem kantonalen Verfahren zu Grunde liegende materiellrechtliche Streitgegenstand dem Bundessozialversicherungsrecht angehört (BGE 126 V 143). Zwischen- und Endentscheide kantonaler Gerichte in Bundessozialversicherungsstreitigkeiten, welche sich auf kantonales Verfahrensrecht stützen, können demnach mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Eidgenössischen Versicherungsgericht angefochten werden, unabhängig davon, ob in der Sache selbst Beschwerde erhoben wird. Unzulässig ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde jedoch, wenn eine andere vorgängige Beschwerde oder Einsprache möglich ist (Art. 129 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 102 lit. d OG). Unter diesem Begriff sind lediglich ordentliche Rechtsmittel zu verstehen; liegt demnach ein letztinstanzlicher, noch nicht rechtskräftiger, grundsätzlich mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbarer kantonaler Entscheid vor, so sind die kantonalen ausserordentlichen Rechtsmittel, wie etwa ein Revisionsbegehren, subsidiär (BGE 98 V 119; nicht publizierte Erw. 3b von BGE 111 V 51). c) Der vorinstanzliche Entscheid stützt sich ausschliesslich auf kantonales Verfahrensrecht, nachdem die in diesem Zusammenhang massgebliche bundesrechtliche Verfahrensvorschrift (Art. 103 AVIG) keine entsprechenden Regelungen enthält. Da es jedoch in der Sache selbst um einen Anspruch gestützt auf die Arbeitslosenversicherung des Bundes geht, ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Eidgenössische Versicherungsgericht grundsätzlich gegeben. Nach dem Gesagten war die Beschwerdeführerin nicht verpflichtet, den Rechtsbehelf eines Gesuches zur Fristwiederherstellung an die Vorinstanz zu erheben, sondern kann dies vorliegend direkt mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend machen.