Citation: 2C_501/2024 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführer machen geltend, die Beschwerdeführerin habe nach Ablauf der Nachzugsfrist im Dezember 2016 in der Türkei bleiben müssen, um bis im Jahr 2019 die gemeinsamen Kinder zu betreuen und bis im Jahr 2021 ihren im Jahr 2018 verunfallten Vater zu pflegen. Somit seien der fristgerechten Beantragung des Ehegattennachzugs die Kinderbetreuung und die Pflegebedürftigkeit des Vaters der Beschwerdeführerin im Weg gestanden. Die Vorinstanz erwog, die Gesuchstellung sei mehr als vier Jahre nach Eintritt der Volljährigkeit des jüngsten Kindes erfolgt, was die Kinderbetreuung als wichtigen familiären Grund klar entfallen lasse. Ferner habe der Vater der Beschwerdeführerin laut dem eingereichten Arztzeugnis ab dem Jahr 2021 seinen Alltag wieder eigenständig bestreiten können, womit sich das im Juli 2023 eingereichte Nachzugsgesuch auch mit Blick auf die Situation des Vaters als verspätet erweise. Im Übrigen sei nicht erstellt, dass keine Pflegealternativen bestanden hätten.