Citation: 1C_208/2016 E. 7.1

7.1. Aus dem Text der Initiative und ihrer Begründung ergibt sich, dass nach der Hochjagd zur Bestandesregulierung keine Sonderjagd mehr stattfinden soll. Sie verlangt, dass die Abschusspläne bereits während der Hochjagd vollumfänglich erfüllt werden. Die Vorinstanz bemerkt zu Recht, dass vor diesem Hintergrund eine blosse Ersetzung der bisherigen Sonderjagd durch eine Regiejagd mit der Initiative nicht zu vereinbaren wäre. Sie scheint indessen zu übersehen, dass die von der Initiative angestrebte Änderung von Art. 11 KJG sich nur auf die private Jagd bezieht und nicht auf die Regiejagd. Das Ziel der Initiative liegt darin, die moralisch, ethisch und jagdlich verwerflichen Szenen, die bei der Sonderjagd aufgetreten sind, inskünftig zu vermeiden. Bei einer Regiejagd sollten sich solche Vorkommnisse weitgehend vermeiden lassen. Entgegen der vorinstanzlichen Auffassung schliesst die Initiative jedenfalls eine Regiejagd in beschränktem Umfang nicht aus. Weiter fällt in Betracht, dass nach den angeführten Feststellungen (E. 6.1 hiervor) die Bestandesregulierung durch geeignete Anpassungen des Jagdregimes weitgehend während der ordentlichen Jagd erfolgen kann. Die zur Erfüllung der Jagdpläne nach Abschluss der ordentlichen Jagd noch erforderliche Regiejagd sollte daher einen deutlich geringeren Umfang aufweisen, der mit der bisherigen Sonderjagd nicht vergleichbar ist. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz kann nicht gesagt werden, dass eine solche beschränkte Regiejagd durch den Text und den Zweck der Initiative ausgeschlossen wird.