Citation: 2C_809/2015 E. 5.5.4

5.5.4. Die Beschwerdeführer rügen, die Edition der Unterlagen von 34 Jahren sei nicht unverhältnismässig. Ein solcher Betrachtungszeitraum sei schon deshalb erforderlich, weil Investitionen in das Leitungsnetz eine Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren hätten. Die Überprüfung des Kostendeckungsprinzips setze zudem buchhalterisches Fachwissen voraus, so dass ein Sachverständigengutachten unabdingbar sei. 5.5.4.1. Die Überprüfung des Kostendeckungsprinzips darf nicht aufgrund allgemeiner Angaben erfolgen; vielmehr erfordert sie eine konkrete Prüfung der Buchhaltung des betreffenden Gemeinwesens (Urteile 2C_226/2015 vom 13. Dezember 2015 E. 5.3; 2C_768/2007 vom 29. Juli 2008 E. 6.3; vgl. auch zit. Urteil 2C_404/2010 E. 6.7 betreffend die Gemeinde Wangen/SZ). Auf die von den zuständigen Behörden erstellten und genehmigten Jahresrechnungen eines Gemeinwesens kann aber grundsätzlich abgestellt werden, solange keine Anzeichen für Unregelmässigkeiten bestehen. Soweit diese eine zuverlässige Beurteilung erlauben, ist die Einholung eines Gutachtens erlässlich. Die Gerichte sind grundsätzlich selber in der Lage, anhand solcher Unterlagen die Einhaltung des Kostendeckungsprinzips zu beurteilen (vgl. Urteile 2C_322/2010 vom 22. August 2011 E. 3-6, in: RDAF 2013 I 463, ZBl 113/2012 S. 442; 2C_817/2008 vom 27. Januar 2009 E. 9). 5.5.4.2. Zutreffend ist, dass die Einhaltung des Kostendeckungsprinzips bei Anschlussgebühren nicht aufgrund eines zu kurzen Zeitraums beurteilt werden kann, da einerseits die Investitionen einen längerfristigen Zeithorizont haben und oft unregelmässig anfallen und anderseits eine starke Schwankung der Abgabenhöhe vermieden werden muss (zit. Urteil 2C_322/2010 E. 3; Urteil 2P.209/2003 vom 23. März 2004 E. 4.1, in: RDAF 2005 I 604). Als ausreichend beurteilt wurden Betrachtungszeiträume von 18 Jahren (zit. Urteil 2C_322/2010 E. 4) oder 20 Jahren (Urteil 2C_1020/2011 vom 16. November 2012 E. 5.2), als ungenügend ein solcher von zwei Jahren (zit. Urteil 2C_322/2010 E. 6). Der hier von der Vorinstanz herangezogene Vergleichszeitraum von 14 Jahren erscheint als hinreichend, zumal die Beschwerdegegnerin auch eine - wenn auch nicht im Einzelnen belegte - Betrachtung über einen längeren Zeitraum vorgelegt hat, die grundsätzlich vergleichbare Zahlen ergibt, so dass keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der 14-jährige Vergleichszeitraum relevante Verzerrungen verbergen würde. 5.5.4.3. Insgesamt hat die Vorinstanz den Anspruch der Beschwerdeführer auf Beweisführung nicht verletzt.