Citation: 2C_44/2022 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, der Beschwerdeführer habe mehrfach und in schwerer Weise die sexuelle und physische Integrität seiner Ehefrau verletzt. Der Tathergang wiege besonders schwer. Der Beschwerdeführer habe seine persönliche Bedürfnisse, ausgelöst durch Wut und Eifersucht, rücksichtslos ausgeführt und sei auch nicht davor zurückgeschreckt, die Vergewaltigung mehrfach zu begehen. Es sei nicht auszuschliessen, dass er in einer ähnlichen Situation rückfällig werde. Eine hinreichend schwere und aktuelle Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung liege vor (vgl. E. 4.5 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, es bestehe keine Rückfallgefahr. Die Strafgerichte seien davon ausgegangen, dass bei ihm das Strafverfahren einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen habe, und hätten die Freiheitsstrafe deshalb bedingt ausgesprochen. Die Tat habe in einem hochspezifischen Beziehungskontext stattgefunden, den er mittlerweile analysiert und bearbeitet habe. Er sei psychisch stabil und sozial und beruflich integriert. Weiter sei er nach der Straftat bis heute nicht mehr straffällig geworden. Die Vorinstanz habe unzulässigerweise von der unbestrittenen Schwere der Rechtsgutverletzung auf die Rückfallgefahr geschlossen, ohne eine Gesamtwürdigung vorzunehmen. Der vorliegende Fall sei mit dem Sachverhalt vergleichbar, der dem Urteil 2C_486/2011 vom 13. Dezember 2011 zugrunde liege, als das Bundesgericht keine hinreichende Rückfallgefahr angenommen habe.