Citation: 4P.142/2006 25.09.2006 E. 3

Die Beschwerdeführerin rügt in einem zweiten Punkt, es sei offensichtlich willkürlich, dass das Obergericht festgestellt habe, ein zentraler Grund sei nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdeführerin mit ihren Abklärungen bis in die erste Juniwoche bzw. bis zum 6. Juni 2004 zugewartet habe. Insbesondere bringt sie vor, das Obergericht verfalle schlicht in Willkür, wenn es keinen zentralen Grund sehen wolle, weshalb die Termine erst in der ersten Juniwoche stattgefunden hätten. Die schwerwiegenden Vorwürfe würden einen heiklen Bereich betreffen und eine vertiefte, seriöse Abklärung mit Koordination und Wahrnehmung der notwendigen Termine erfordern. Es dürfe nicht unberücksichtigt bleiben, dass es sich bei der Beschwerdeführerin um eine Grossfirma handle, bei welcher die administrativen Wege länger seien als beispielsweise bei einer KMU. Das Obergericht hat nicht beweismässig festgestellt, dass überhaupt kein Grund dafür vorliege, dass die Beschwerdeführerin mit ihren Abklärungen bis in die erste Juniwoche bzw. bis am 6. Juni 2004 zugewartet hat. Dies wohl schon deshalb, weil sich immer irgendwelche Gründe anführen liessen, weshalb eine gebotene Handlung nicht sofort vorgenommen wurde. Die Frage, ob irgendwelche Gründe vorliegen, ist denn auch nicht bedeutend für den Entscheid, ob die Abklärungen rechtzeitig vorgenommen wurden und demnach die fristlose Kündigung nicht als verwirkt zu betrachten wäre. Vielmehr müsste ein wesentlicher Grund vorliegen. Dementsprechend hat das Obergericht denn auch festgestellt, es sei kein zentraler Grund für das Zuwarten ersichtlich. Ob ein zentraler, mithin ein wesentlicher Grund vorliegt, der es rechtfertigt, dass die Beschwerdeführerin mit ihren Abklärungen zugewartet hat, stellt indes eine Rechtsfrage dar, die dem Bundesgericht in der vorliegenden berufungsfähigen Streitsache mit Berufung zu unterbreiten ist (Art. 43 OG). Die subsidiäre staatsrechtliche Beschwerde steht dazu nicht offen (Art. 84 Abs. 2 OG; BGE 129 I 173 E. 1.1 S. 174; 120 II 384 E. 4a). Daher ist auf die vorliegende Rüge nicht einzutreten.