Citation: 9C_768/2018 E. 5.2.1

5.2.1. Wie bereits das Verwaltungsgericht einlässlich aufgezeigt hat, stellt die Einholung des psychiatrischen Gutachtens des Dr. med. B.________ vom 19. Juni 2017 durch die Beschwerdegegnerin, nachdem die ZMB-Expertise vom 5. April 2016 (samt Ergänzung vom 10. Januar 2017) schon vorlag, keine unzulässige "second opinion" dar. Zum einen hatte der - bereits damals anwaltlich vertretene - Versicherte im Zeitpunkt der Anordnung der diesbezüglichen Begutachtung keinerlei Einwendungen dagegen vorgebracht. Werden entsprechende Rügen erst nach Vorlage des fraglichen Gutachtens erhoben, sind sie nach dem Grundsatz von Treu und Glauben als verspätet einzustufen (vgl. BGE 143 V 66 E. 4.3 S. 69; 138 V 271 E. 1.1 S. 274 f.) und es kann darauf nicht näher eingegangen werden. Anzufügen ist, dass die erneute psychiatrische Begutachtung aus den vorinstanzlich dargestellten Gründen, namentlich infolge der in Bezug auf die Beweiskraft des ZMB-Gutachtens bestehenden Mängel, auch sachlich geboten war. Weiterungen dazu erübrigen sich.