Citation: 2C_224/2015 E. 4.2

4.2. Der letzten Verurteilung vom 9. Dezember 2013 zu einer Frei-heitsstrafe von 15 Monaten (bedingt) lag eine qualifizierte Verletzung des Betäubungsmittelgesetzes zugrunde (Tatzeit 2007 und Juni 2010 bis Juni 2011); dabei brachte er durch seinen Handel mit insgesamt 121 Gramm Konkaingemisch die Gesundheit einer Vielzahl von Personen in Gefahr, auch wenn er bei einem Reinheitsgrad von 17 % letztlich "bloss" 20,57 Gramm reines Kokain in Umlauf gesetzt haben will. Der Beschwerdeführer verfügte zum Tatzeitpunkt über eine Arbeit und erwarb Betäubungsmittel zum Weiterverkauf im Umfang von rund Fr. 6'000.--. Er bezweckte damit, seinen Lebensstandard und jenen seiner Familie zu verbessern, ohne dass er oder diese sich in einer Notlage befunden hätten oder er selber als drogenabhängig im eigentlichen Sinne hätte gelten können (Beschaffungskriminalität). In den polizeilichen Einvernahmen erklärte der Beschwerdeführer, dass er auch grössere Mengen Kokain verkauft hätte, wenn er ausserhalb seines Bekanntenkreises Abnehmer gefunden hätte. Im Juni 2009 ist er verurteilt worden, weil er gegenüber einem Polizisten gewalttätig geworden war (Geldstrafe). Seinen wiederholten Führerausweisentzügen lagen teilweise krasse Geschwindigkeitsüberschreitungen (auch innerorts) zugrunde, wobei der Beschwerdeführer ernsthafte Gefahren für die Sicherheit Dritter schuf und diese billigend in Kauf nahm (Flucht vor Polizei). Trotz des Entzugs des Führerausweises lenkte er weiterhin regelmässig Motorfahrzeuge, wobei er sich um das entsprechende Verbot nicht weiter kümmerte bzw. sich dadurch nicht beirren liess (vgl. zur ausländerrechtlichen Behandlung von SVG-Delikten: das Urteil 2C_361/2014 vom 22. Oktober 2015 E. 3.2).