Citation: 1C_519/2020 E. 4.5

4.5. Die Beschwerdeführerin kritisiert zudem die ihrer Ansicht nach unzureichenden Rechtsfolgen, die das Kantonsgericht an die Verletzung des Rechts auf Teilnahme am Augenschein vom 6. September 2018 knüpfte. Das Kantonsgericht hielt diesbezüglich fest, an jenem Augenschein hätten die Beschwerdegegner, Vertreter des kommunalen Bau- und Umweltdepartements sowie der Dienststelle rawi teilgenommen und es seien dabei Sachverhaltsfeststellungen getroffen worden. Der Ausschluss der Beschwerdeführerin habe deren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Dieser Mangel könne allerdings geheilt werden, da es selbst den Sachverhalt und die Rechtsanwendung frei überprüfen könne und zudem nicht zu erwarten sei, dass eine Wiederholung des Augenscheins zu einem anderen Ergebnis führen würde. Diese Gehörsverletzung sei jedoch ebenfalls im Kostenpunkt zu berücksichtigen. Führt die Entscheidinstanz einen Augenschein durch, um einen streitigen, nicht abgeklärten Sachverhalt festzustellen, so müssen die am Verfahren Beteiligten aufgrund von Art. 29 Abs. 2 BV dazu eingeladen werden (Urteil 1C_603/2018 vom 13. Januar 2020 E. 2.2 mit Hinweisen). Dass die Beschwerdeführerin somit zum Augenschein vom 6. September 2018 hätte eingeladen werden müssen, ist unbestritten. Mit Blick auf die Frage der Heilung des Verfahrensmangels durch das Kantonsgericht ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin unter anderem geltend macht, es fehlten ausreichende Feststellungen zu Art und Umfang der ursprünglichen Baute. Auch bringt sie vor, das Bienenhaus sehe aufgrund seiner Ausstattung überhaupt nicht wie ein solches aus und verfüge insbesondere über eine Isolation. Hätte sie am Augenschein teilnehmen können, so wäre sie in der Lage gewesen, diese Aspekte zunächst mit eigenen Augen zu beurteilen und in einem weiteren Schritt zu verlangen, dass sie fotografisch festgehalten werden. Dies war ihr indessen verwehrt. Dennoch verwarf das Kantonsgericht ihre Einwände und hielt fest, das Bienenhaus befinde sich nach Abschluss des freiwilligen Rückbaus durch die Beschwerdegegner wieder in seinem ursprünglichen Zustand. Auch stellte es auf die Ausführungen des Stadtrats ab, wonach dieser am Augenschein weder eine Kochnische noch eine Wärmedämmung festgestellt habe. Da das Kantonsgericht nicht nur die im Zusammenhang mit dem Augenschein stehenden Sachverhaltsrügen abwies, sondern es darüber hinaus auch ablehnte, selbst einen Augenschein unter Teilnahme der Beschwerdeführerin durchzuführen, konnte es unter diesen Umständen die Verletzung deren Anspruchs auf rechtliches Gehör nicht heilen. Die der Beschwerdeführerin eingeräumte Gelegenheit, sich nachträglich zu den in ihrer Abwesenheit am Augenschein erstellten Fotos zu äussern, kann die Teilnahme daran nicht ersetzen (Urteil 8C_166/2012 vom 26. Juli 2012 E. 3.4, in: SVR 2013 UV Nr. 1 S. 1). Der angefochtene Entscheid ist bereits aus diesem Grund aufzuheben.