Citation: 2C_528/2020 E. 3.2

3.2. Was das öffentliche Interesse am Widerruf betrifft, so ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen, dass dieses als äusserst gross zu qualifizieren ist. Der Beschwerdeführer fügte seinem Ende März 2012 geborenen Sohn zwischen April und August 2012 Rippenbrüche, einen Schädelbruch sowie eine Blutung unter der harten Hirnhaut, körpernahe und körperferne Schienbeinbrüche, den Bruch eines Mittelfussknochens, Hautabschürfungen sowie Weichteilschwellungen im Halsbereich zu. Zudem verabreichte er ihm mindestens einmal Valium und Temesta in jeweils nicht genau feststellbarer Menge. Dies aus Überforderung und mit dem Ziel, den Säugling ruhigzustellen. Er hat damit schwere Gewaltdelikte zulasten seines wenige Wochen bzw. Monate alten und völlig wehrlosen Sohnes begangen, der unter seiner Sorge und Obhut stand. Zudem hat er mit der versuchten schweren Körperverletzung eine Anlasstat nach Art. 121 Abs. 3 BV begangen und mit der ausgesprochenen Strafe von 44 Monaten Freiheitsstrafe ein sehr hohes Strafmass erwirkt. Dies wird vom Beschwerdeführer nicht substanziiert infrage gestellt.