Citation: U 513/06 09.01.2008 E. 4.2

4.2.1 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird zunächst vorgebracht, es sei ein medizinisches Obergutachten einzuholen, zumal auch die Vorinstanz festgestellt habe, dass die Expertise des Zentrums Z.________ widersprüchlich sei. Die Beschwerdeführerin übersieht, dass sich diese Feststellung einzig auf die im Gutachten des Zentrums Z.________ vorgenommene Aufschlüsselung nach unfallbedingten und unfallfremden Faktoren bezieht, was hier für die Belange der Adäquanzbeurteilung nicht von entscheidender Bedeutung ist. 4.2.2 Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, das Ereignis vom 6. November 2000 sei zumindest als mittelschwerer Unfall zu qualifizieren. Die im angefochtenen Entscheid angesprochene Kasuistik (vgl. Urteil U 193/01 vom 24. Juni 2003 E. 4.2, publ. in: RKUV Nr. U 489 S. 360) betrifft im Wesentlichen Heckauffahrkollisionen auf Personenwagen, die vor einem Fussgängerstreifen oder einer Rotlichtsignalanlage stillstehen. Solche Unfälle beurteilt das Bundesgericht regelmässig als mittelschwere, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegende oder gar als banale Ereignisse. Hier liegt indessen eine Frontalkollision von zwei bewegten Fahrzeugen mit einer Drehung im Gegenuhrzeigersinn des von der Versicherten gelenkten Personenwagens vor (vgl. unfallanalytisches Gutachten vom 27. Februar 2004), weshalb die zitierte Kasuistik nicht ohne weiteres zur Beurteilung der Frage, welchem Schwerebereich der Unfall vom 6. November 2000 zuzuordnen ist, herangezogen werden kann. Unter den gegebenen Umständen, sowie mit Blick auf die eher hohe Geschwindigkeitsänderung (Delta-v = 26 bis 32 km/h), welcher der Körper der Versicherten ausgesetzt war, ist die Kollision vom 6. November 2000 als mittelschwerer Unfall zu qualifizieren. 4.2.3 Das Kriterium der besonderen Schwere oder Art der Verletzung hat im Bereich der Schleudertraumapraxis als erfüllt zu gelten, wenn die Unfallverletzung in besonderer Weise geeignet ist, eine intensive, dem so genannten typischen Beschwerdebild (BGE 119 V 335 E. 1 S. 338, 117 V 359 E. 4b S. 360) entsprechende Symptomatik zu bewirken (vgl. BGE 117 V 359 E. 7b S. 369 oben). So können pathologische Zustände nach HWS-Verletzungen bei erneuter Traumatisierung ausserordentlich stark exacerbieren (vgl. Urteil U 39/04 vom 26. April 2006 E. 3.4.2, publ. in: SVR 2007 UV Nr. 1 S. 1). Art und Schwere eines HWS-Schleudertraumas können aber auch durch die Körperhaltung im Zeitpunkt der mechanischen Einwirkung beeinflusst werden (vgl. Urteil U 16/97 vom 16. Januar 1998 E. 3c, publ. in: RKUV 1998 Nr. U 297 S. 245; vgl. auch Urteil U 193/01 vom 24. Juni 2003 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen, publ. in: RKUV 2003 Nr. U 489 S. 357). Solche Umstände werden hier jedoch nicht geltend gemacht und sind aufgrund der Akten auch nicht ersichtlich. 4.2.4 Hinsichtlich des Kriteriums der geltend gemachten ungewöhnlichen Dauer der ärztlichen Heilbehandlung ergibt sich aus den Vorbringen der Beschwerdeführerin einzig, dass sie vorwiegend medikamentöse Behandlung in Anspruch nahm, was für sich allein, als auch im Gesamtzusammenhang betrachtet keine auf eine spezifische Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung zu betrachten ist. Daraus kann jedenfalls nicht der Schluss gezogen werden, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zumindest implizit vorgebracht wird, es läge eine ärztliche Fehlbehandlung vor, welche die unmittelbaren Unfallfolgen erheblich verschlimmerte. Der geltend gemachte schwierige Heilverlauf mit erheblichen Komplikationen betrifft einzig die nicht als unfallbedingt zu betrachtende Diskushernie auf Höhe der Halswirbelkörper 5/6, welche am 25. Januar 2001 einem, wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, erfolgreich verlaufenem chirurgischen Eingriff unterzogen wurde. Was schliesslich den Grad und die Dauer der Arbeitsunfähigkeit anbelangt, ist auf die Praxis hinzuweisen, wonach bei der Beurteilung dieses Kriteriums grundsätzlich vom Teilzeitpensum auszugehen ist, welches unmittelbar vor dem Unfall ausgeübt worden ist (Urteil U 478/05 vom 6. Februar 2006 E. 8.6.1). Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, sie hätte ohne den Unfall und dessen Folgen ihr davor ausgeübtes Teilzeitpensum ausgeweitet, wird nicht substanziiert begründet, und es ergeben sich aus den Akten auch keine Anhaltspunkte dafür. Insgesamt betrachtet ist die vorinstanzliche Adäquanzbeurteilung jedenfalls nicht zu beanstanden.