Citation: 1C_771/2021 E. 2.3.3

2.3.3. Die Vorinstanz ging davon aus, der Fachbericht der kantonalen Denkmalpflege sei ausdrücklich Bestandteil des kommunalen Gesamtentscheids. Im Gesamtentscheid (Baubewilligung) wurden explizit die dort aufgeführten Bedingungen und Auflagen der Anhänge als Bestandteil des Gesamtentscheids deklariert. Dazu gehört der Fachbericht Denkmalpflege vom 14. September 2018. Dieser hält fest, das vorliegende, überarbeitete Projekt werde dem wertvollen Ortsbild weitgehend gerecht und werde als vertretbar beurteilt. Die Wiederherstellung oder Neuerstellung der Umgebungsmauer habe exakt nach dem Vorbild der bereits bestehenden Umgebungsmauer mit Zaun zu erfolgen. Die Vorinstanz hat daraus abgeleitet, dass kein Zweifel über die Wiederaufbaupflicht bestehe. Es sind keine Gründe ersichtlich, die gegen diese Betrachtungsweise der Vorinstanz sprechen würden. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Verpflichtung sei nicht klar ersichtlich gewesen, so spricht dagegen schon der Wortlaut des Gesamtentscheides wie auch jener des Fachberichts Denkmalpflege. Ebenso war für den Beschwerdeführer erkennbar, dass die Erstellung der Mauer ein wesentliches Kriterium für die verfügende Behörde bildete, um die Parkplätze zu bewilligen. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er habe eine Neuüberprüfung des Schutzstatus des Gebäudes auf seiner Parzelle verlangt und eine solche sei noch nicht erfolgt, so kann er dies nicht als Argument heranziehen, dass keine Verpflichtung zur Erstellung der Mauer bestehe. Wenn der Beschwerdeführer seinerzeit bei Erteilen der Baubewilligung mit der Auflage der Denkmalpflege nicht einverstanden gewesen wäre, weil keine Neuüberprüfung des Schutzstatus des Gebäudes stattgefunden habe, so hätte er dies im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens gegen den Gesamtentscheid geltend machen müssen. Dasselbe gilt auch für seine Rügen, die Rechtsgleichheit im Vergleich mit anderen Objekten im Quartier sei durch die Auflage verletzt. Erst im Rahmen des Vollstreckungsverfahrens betreffend den rechtskräftigen Entscheid der Baubewilligungsbehörde können solche Rügen nicht mehr vorgebracht werden. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz macht das Bundesgericht allenfalls dann, wenn der Beschwerdeführer die Verletzung von unverzichtbaren oder unverjährbaren Grundrechten geltend macht oder wenn die Nichtigkeit der ursprünglichen Verfügung zur Diskussion steht (vgl. BGE 119 Ib 492 E. 3c/cc; 129 I 410 E. 1.1; Urteil des Bundesgerichts 1C_488/2021 vom 9. Februar 2022 E. 3.1). Der Beschwerdeführer tut vor Bundesgericht nicht substanziiert dar, dass eine dieser Ausnahmen gegeben sein soll. Wenn die Einwohnergemeinde Thun, die Bau- und Verkehrsdirektion beziehungsweise die Vorinstanz keine solche Überprüfung vorgenommen haben, so liegt damit keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. Daher hat auch keine Auseinandersetzung mit den vom Beschwerdeführer erst letztinstanzlich neu eingereichten Beweismitteln stattzufinden, wobei diese ohnehin nach Art. 99 Abs. 1 BGG verspätet vorgelegt wurden.