Citation: 8C_777/2015 E. 3.5

3.5. Die Versicherte beruft sich auf das neurologische asim-Teilgutachten vom 24. Oktober 2012, worin ausgeführt wurde, dass eine chronische Borreliose aufgrund der Laboruntersuchungen aus dem Jahr 2005 mit hoher Wahrscheinlichkeit vorliege und klinisch im Verlauf mit Gelenkbeteiligung, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen und kognitiven Einschränkungen vereinbar sei. Dieser Einwand ist unbeheflich. Denn massgebend ist die Gesamtbeurteilung aller beteiligten asim-Fachgutachter vom 31. Dezember 2012. Hierin führten sie aus, eine Abgrenzung der aus psychiatrischer Sicht der affektiven Erkrankung zuzuordnenden Symptome gegenüber Symptomen, die gegebenenfalls dem stattgehabten Borrelien-Infekt zugeordnet werden könnten, sei kaum möglich. Eine Verursachung der aktuellen Beschwerden durch die affektive Störung erscheine (v.a. bei Fehlen einer Neuroborreliose) insgesamt plausibler als die Annahme eines Residualzustandes nach Borrelien-Infekt. Zusammenfassend könne der unspezifische Beschwerdenkomplex der Versicherten zwar ätiologisch nicht sicher zugeordnet werden, begründe aber zusammen mit der gesicherten affektiven Störung und der neurologisch festgestellten Schmerzsymptomatik eine Minderung der Leistungs- resp. Arbeitsfähigkeit. Eine Zuordnung des heute geklagten Beschwerdekomplexes zu der durchgemachten Borreliose erscheine bestenfalls möglich, aber nicht überwiegend wahrscheinlich.