Citation: 4A_164/2007 09.08.2007 E. A

Die X.A.________, Minneapolis/USA (Klägerin 1/Gesuchstellerin 1) schloss am 16. August 1995 mit der Y.________ (Beklagte 1/ Gesuchgegnerin 1) einen Kaufvertrag über 200'000 metrische Tonnen Getreide. Im Auftrag der X.B.________ SA, Genf (Klägerin 2/ Gesuchstellerin 2), ersuchte die Z.________ AG, Zürich (Beklagte 3/ Gesuchgegnerin 3), die W.________, Dhaka/Bangladesh (Beklagte 2/Gesuchgegnerin 2), zur Sicherung dieses Vertrags zugunsten der Beklagten 1 eine Garantie über USD 820'000.-- auszustellen. Zu denselben Bedingungen gewährte die Beklagte 3 der Beklagten 2 eine Rückgarantie. A.a Der Streit über die Erfüllung des Kaufvertrags zwischen der Beklagten 1 und der Klägerin 1 entschied ein Schiedsgericht mit Urteil vom 21. März 2002. Darin wurde die Klägerin 1 berechtigt erklärt, die Bankgarantie in der Höhe von USD 820'000.-- zurück zu erhalten. Dieses Urteil wurde durch den First Court in Dhaka am 6. Januar 2003 genehmigt und zum Urteil des Gerichts erklärt. Die Klägerin 2 versuchte darauf vergeblich, die Bankgarantie von der Beklagten 1 zurück zu erhalten. Am 22. April 2003 informierte die Beklagte 3 die Klägerin 2, dass die Beklagte 2 um Erfüllung oder Verlängerung der Rückgarantie ersucht habe. A.b Die Klägerin 2 untersagte der Beklagten 3 am 25. April 2003, die Rückgarantie zu erfüllen. Diese antwortete, sie werde die Zahlung nur aufgrund einer richterlichen Verfügung verweigern, worauf die Klägerin 2 an das erstinstanzliche Gericht von Genf gelangte und eine superprovisorische Verfügung erwirkte. Mangels Zuständigkeit wurde die Verfügung vom befassten Gericht in der Folge wieder aufgehoben. Die Beklagte 2 verlangte darauf in regelmässigen Zeitabständen die Bezahlung der Rückgarantie mit dem Hinweis, die ihrerseits ausgestellte Garantie sei von der Beklagten 1 abgerufen worden.