Citation: 9C_41/2024 E. 8.2

8.2. Man könnte sich zwar die Frage stellen, ob der Zweck und die Tätigkeiten der Stiftungen noch wirtschaftlich angemessen sind oder die Grenze zur absonderlichen Rechtsgestaltung überschritten ist, wenn Konzerngesellschaften Betrieb und Pflege von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen teilweise an Stiftungen auslagern. Eine Steuerumgehung läge indessen erst vor, wenn zudem anzunehmen wäre, dass die gewählte Rechtsgestaltung missbräuchlich lediglich deshalb getroffen wurde, um Steuern einzusparen, die bei sachgemässer Ordnung der Verhältnisse geschuldet wären (sog. subjektives Element), und wenn das gewählte Vorgehen tatsächlich zu einer erheblichen Steuerersparnis führen würde, sofern es von der Steuerbehörde hingenommen würde (sog. effektives Element; vgl. Urteil 9C_635/2023 vom 3. Oktober 2024 E. 16.2, zur Publikation vorgesehen; BGE 149 II 53 E. 5.2.1; 148 II 233 E. 5.2). Diese Voraussetzungen sind hier nicht erfüllt. Es steht nicht fest, dass die gewählte Gestaltung steuerlich motiviert war. Zudem ist ungewiss, ob die Gestaltung überhaupt geeignet ist, die Umsatzabgabebelastung für die Konzerngesellschaften effektiv zu schmälern. Denn es ist jedenfalls nicht ausgeschlossen, dass die Käufe und Verkäufe im Rahmen der beiden Mitarbeiterbeteiligungspläne von Konzerngesellschaften vermittelt worden waren, die ihrerseits - anders als die Stiftungen - die Voraussetzungen von Art. 13 Abs. 3 lit. b Ziff. 2 oder lit. d StG erfüllten.