Citation: 6B_817/2022 E. 3

Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerde geltend, sie habe im Dezember 2021 Zivilklage gegen den Beschuldigen erhoben. Nach gescheiterten Schlichtungsverhandlungen sei am 22. Juni 2022 Klage am Bezirksgericht Winterthur eingereicht worden. Ziel der Klage sei es, die immer noch andauernde Persönlichkeitsverletzung durch die noch aufgeschalteten Online-Artikel auf dem Zivilweg mittels Unterlassungsklage zu unterbinden. Darüber hinaus mache sie in der Zivilklage eine Genugtuung in Höhe von Fr. 10'000.-- geltend. Auf die Geltendmachung eines Schadenersatzanspruchs sei in der Klage vorerst verzichtet worden, weil die Persönlichkeitsverletzung weiterhin andauere und deshalb eine konkrete Schadensberechnung schwierig sei (Beschwerde S. 6 f.). Obschon die subjektive Unbill sehr schwer wiege, werde die Durchsetzbarkeit des Genugtuungsanspruchs durch die Nichanhandnahmeverfügung gefährdet, da sich der beurteilende Zivilrichter dadurch hinsichtlich der objektiven Schwere beeinflussen lassen könnte. Dies gelte grundsätzlich auf für die beim Bezirksgericht Winterthur hängige Unterlassungsklage. Schliesslich könne sich der Entscheid auch auf einen zukünftigen Schadenersatzanspruch auswirken (Beschwerde S. 9). Der angefochtene Beschluss könne daher konkrete Auswirkungen auf den von ihr angestrengten Zivilprozess und ihre noch geltend zu machenden Ansprüche haben, weshalb ein rechtlich geschütztes Interesse im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG gegeben sei (Beschwerde S. 10).