Citation: 1C_402/2023 E. 5

Während das Verfahren noch vor dem Obergericht hängig war, erhob der Beschwerdeführer am 28. Juni 2023 eine Rechtsverzögerungsbeschwerde ans Bundesgericht (Verfahren 1C_327/2023). Im Rahmen des Schriftenwechsels stellte das Obergericht dem Bundesgericht mit Schreiben vom 19. Juli 2023 den am gleichen Tag ergangenen, hier angefochtenen Beschluss zu, ohne sich zu den Vorbringen des Beschwerdeführers zu äussern. Das Bundesgericht schrieb in der Folge die Beschwerde in jenem Verfahren mit Verfügung vom 5. September 2023 als gegenstandslos geworden ab. In der hier zu beurteilenden Beschwerde hält der Beschwerdeführer an seiner Rüge der Rechtsverzögerung fest. Art. 29 Abs. 1 BV verleiht jeder Person einen Anspruch auf Beurteilung ihrer Sache innert angemessener Frist. Ob die Verfahrensdauer angemessen ist, beurteilt sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalls. Zu berücksichtigen sind namentlich die Komplexität des Falls, das Verhalten der Verfahrensbeteiligten und die Behandlung des Falls durch die Behörden sowie die Bedeutung des Ausgangs des Verfahrens für den Betroffenen (BGE 144 I 318 E. 7.1; 135 I 265 E. 4.4; je mit Hinweisen). Massgebend ist, ob das Verfahren in Anbetracht der auf dem Spiel stehenden Interessen zügig durchgeführt worden ist und die Gerichtsbehörden insbesondere keine unnütze Zeit haben verstreichen lassen (BGE 127 III 385 E. 3a). Der Beschwerdeführer erhob seine Strafanzeige gegen den Beschwerdegegner am 16. April 2019. Bis zum Entscheid über die Ermächtigung durch das Obergericht vergingen damit mehr als vier Jahre. Angesichts des Verfahrensthemas, das sich auf die Frage beschränkt, ob minimale Hinweise auf ein strafbares Verhalten bestehen, ist diese Dauer unangemessen. Daran ändert auch nichts, dass die Akten umfangreich sind und im Rückblick schwer nachvollziehbar ist, was genau mit den einzelnen, vom Beschwerdeführer bezeichneten Aktenstücken geschehen ist.