Citation: U 197/99 24.09.2001 E. 3

3.- Streitig und zu prüfen ist, ob die angegebenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit dem versicherten Verkehrsunfall vom 20. Februar 1990, allenfalls auch mit dem Sturz auf einer Treppe vom 19. Mai 1990, in einem anspruchsrelevanten Kausalzusammenhang stehen und die Beschwerde führende SUVA demzufolge über den 23. Januar 1992 hinaus die gesetzlich vorgesehenen Versicherungsleistungen zu erbringen hat. a) Die Grundlagen für die Übernahme von Heilbehandlungskosten durch die Unfallversicherung (Art. 10 UVG) sowie die Zusprechung von Taggeldern (Art. 16 UVG), Invalidenrenten (Art. 18 UVG) und Integritätsentschädigungen (Art. 24 UVG) hat das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid richtig wiedergegeben, worauf verwiesen wird. Zutreffend dargelegt hat es des Weitern auch die Begriffe der für die Leistungspflicht der Unfallversicherung vorausgesetzten natürlichen (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) und adäquaten (BGE 125 V 461 f. Erw. 5a mit Hinweisen) Kausalität eines versicherten Unfallereignisses für eine darauf zurückgeführte gesundheitliche Schädigung. Richtig ist insbesondere, dass das Vorhandensein eines natürlichen Kausalzusammenhangs als Tatfrage - auch bei Beschwerdebildern ohne organisch nachweisbare Befunde nach Schleudertraumata der Halswirbelsäule (BGE 119 V 335) - mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein muss, während die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht genügt (BGE 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Um die Beantwortung einer Rechtsfrage geht es demgegenüber bei der Adäquanz von Unfallfolgen (BGE 117 V 382 Erw. 4a mit Hinweis). b) Hinsichtlich der bei der Würdigung medizinischer Berichte allgemein geltenden Grundsätze und ihres beweisrechtlichen Stellenwerts kann ebenfalls auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. In BGE 125 V 352 ff. Erw. 3b findet sich überdies eine Zusammenfassung der vom Eidgenössischen Versicherungsgericht in Ergänzung zum massgebenden Prinzip der freien Beweiswürdigung (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweisen) erarbeiteten Richtlinien für die beweismässige Auswertung bestimmter Formen medizinischer Unterlagen (Gerichtsexpertisen, von Unfallversicherern eingeholte Gutachten externer Spezialärzte, Berichte versicherungsinterner Ärzte, Parteigutachten, hausärztliche Stellungnahmen).