Citation: 8C_6/2022 E. 5.2

5.2. Soweit das kantonale Gericht argumentiert, es habe sich im Urteil vom 25. Mai 2020 mit der abweichend von der Einschätzung des psychiatrischen Gutachters Dr. med. B.________ (Expertise vom 20. Mai 2019) bereits in der Stellungnahme vom 13. September 2019 von Dr. med. D.________ gestellten Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung auseinandergesetzt, kann daraus für die Eintretensfrage im Neuanmeldungsverfahren nichts abgeleitet werden. Massgebend ist, dass im April 2020 eine Lungenembolie aufgetreten ist und die behandelnde Psychiaterin im Nachgang dazu, in ihrem Bericht vom 22. Dezember 2020, durchaus Anhaltspunkte für eine zwischenzeitliche Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes lieferte, indem sie auf abnehmende Kompensationsmöglichkeiten aufmerksam machte, was im Verlauf des Jahres 2020 namentlich zu mehreren depressiven Einbrüchen und vermehrtem Alkoholkonsum geführt haben soll (nachdem Dr. med. B.________ am 20. Mai 2019 noch von einer weitgehenden Alkoholabstinenz und von fehlenden depressiven Symptomen ausgegangen war). Die diagnostische Einordnung, insbesondere die Frage, ob tatsächlich eine posttraumatische Belastungsstörung bzw. eine Verstärkung der Symptome innerhalb dieser Erkrankung vorliegen könnte, ist im Rahmen der Beurteilung, ob eine gesundheitliche Verschlechterung glaubhaft gemacht ist, nicht ausschlaggebend.