Citation: 2C_1061/2016 E. 3.5

3.5. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben darin erblickt, dass ihm die Niederlassungsbewilligung 2001, 2005 und 2010 "erteilt bzw. verlängert" wurde und er folglich nicht davon habe ausgehen können, dass ihm die Delikte von 2001 erst im Jahr 2015 vorgeworfen würden, kann ihm nicht gefolgt werden. Der Beschwerdeführer wurde für die im Jahr 2001 begangenen Delikte erst im Jahr 2011 rechtskräftig verurteilt. Daher bestand für die Migrationsbehörde bis zu diesem Zeitpunkt kein Anlass, die (inzwischen erloschene) Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers zu widerrufen bzw. die Kontrollfrist nicht zu verlängern. Dass sie die Verurteilung jedoch im Rahmen eines neuen Gesuchs um Aufenthaltsbewilligung berücksichtigt hat, ist mit Blick auf Art. 51 AuG nicht zu beanstanden und verstösst in keiner Weise gegen den Grundsatz von Treu und Glauben.