Citation: U 320/01 11.04.2002 E. 3

3.- a) Unbestritten ist, dass dem vor dem Unfall auf dem Bau arbeitenden Beschwerdegegner nur noch leichte körperliche Tätigkeiten zumutbar sind, die vorwiegend sitzend ausgeführt werden können und keine die Knie belastende Verrichtungen wie Treppensteigen oder Heben und Tragen von Gewichten über 5 kg erfordern. Nicht einig sind sich die Parteien bezüglich des zumutbaren zeitlichen Ausmasses solcher Tätigkeiten. Während die SUVA gestützt auf die Berichte der Abklärungsstelle Z.________ und der Dres. med. B.________ und C.________ von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit ausgeht, halten der Beschwerdegegner und die Vorinstanz gemäss der Schlussfolgerung des Gutachtens des Dr. med. D.________ die Ausübung einer dem Leiden angepassten Tätigkeit im Ausmass von lediglich 50 % als zumutbar. b) Die SUVA rügt zu Recht, dass Dr. med. D.________ seine Schlussfolgerung ungenügend begründet. Im Bericht der Abklärungs- und Ausbildungsstätte Z.________ wird eine vollständige Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht und aufgrund der praktischen Leistungsresultate des Beschwerdegegners bei allen knieschonenden Tätigkeiten angegeben. Diese Einschätzung beruht auf einer umfangreichen, vier Wochen dauernden Abklärung, während welcher der Beschwerdegegner entgegen den unrichtigen Ausführungen der Vorinstanz durch Dr. med. E.________, FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, eingehend untersucht und beurteilt, von einer fachkundigen Berufsberaterin betreut und begleitet wurde; er leistete auch arbeitsbezogene Probeeinsätze. Zum gleichen Ergebnis gelangt Dr. med. B.________ in seinem Abschlussbericht vom 19. Mai 1998. Dr. med. D.________ setzt sich in seinem Gutachten vom 13. Juni 2000 bei gleich lautenden objektiven und subjektiven Befunden sowie gleich lautendem Zumutbarkeitsprofil mit der Beurteilung durch das Team der Abklärungsstätte Z.________ und des Dr. med. B.________ nicht auseinander. Seine davon abweichende Einschätzung der Leistungsmöglichkeit auf 50 % erweist sich damit als nicht nachvollziehbar und vermag mithin diejenige der anderen Ärzte und Fachpersonen nicht zu erschüttern. Zu keinem anderen Ergebnis führen die zahlreichen Berichte des Dr. med. A.________, der die chirurgischen Eingriffe vorgenommen hatte und den der Beschwerdegegner danach in regelmässigen Abständen konsultierte. Er nimmt erstmals in seinem Bericht vom 16. Dezember 1998 an die Rechtsvertretung des Beschwerdegegners Stellung zur Arbeitsfähigkeit und setzt sie auf 50 % fest, ohne die zumutbaren körperlich leichten Tätigkeiten zu umschreiben. Zusammengefasst besteht kein Anlass, an der vollen Arbeitsfähigkeit für die genannten Tätigkeiten zu zweifeln. c) Die von der SUVA eingesetzten Vergleichseinkommen und der gestützt darauf ermittelte Invaliditätsgrad von 25 %, welcher den erwerblichen Folgen des unfallbedingten Gesundheitsschadens angemessen Rechnung trägt, sind nicht zu beanstanden und werden denn auch zu Recht von keiner Seite in Frage gestellt.