Citation: 6B_748/2021 E. 1.2.2

1.2.2. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dass ein schwerer persönlicher Härtefall vorliegt. Sie erwägt, der Beschwerdeführer lebe seit rund 28 Jahren in der Schweiz und spreche Schweizerdeutsch. Er sei grösstenteils in der Schweiz sozialisiert worden. Ausserdem verfüge er aktuell über eine Arbeitsstelle. Die Eltern, die beiden Brüder und der Freundeskreis des Beschwerdeführers seien in der Schweiz. Gegen den Beschwerdeführer spreche, dass angesichts seiner wiederholten Delinquenz nicht von einer besonders guten Integration in der Schweiz gesprochen werden könne. Zudem sei er immer wieder arbeitslos gewesen. Mit Blick auf eine Eingliederung des Beschwerdeführers in seinem Heimatland berücksichtigt die Vorinstanz, dass er Albanisch spreche, gesund, verhältnismässig jung, ledig und kinderlos sei. Wohl habe er abgesehen von Ferienaufenthalten nie längere Zeit im Kosovo gelebt und gearbeitet. Es sei aber davon auszugehen, dass er aufgrund seiner Sprachkenntnisse und Berufsausbildung Arbeit im Kosovo finden und sich integrieren könne. In Bezug auf das soziale Umfeld bemerkt die Vorinstanz, dass gemäss den Angaben des Beschwerdeführers dessen Grosseltern im Kosovo lebten. Er verfüge damit zwar nicht über ein ausgeprägtes, aber doch über ein gewisses familiäres Beziehungsnetz im Kosovo. Die Darstellung des Beschwerdeführers, wonach er im Kosovo wegen eines lange zurückliegenden Vorfalls mit seiner damaligen Freundin und deren Familie in Todesgefahr sei, qualifiziert die Vorinstanz als Schutzbehauptung. Er sei in der Vergangenheit mehrmals in den Kosovo gereist, ohne dass ihm etwas zugestossen wäre.