Citation: 4C.362/2002 10.11.2003 E. 4

Der Kläger beanstandet schliesslich die Abweisung seiner Forderung für Farbfeldmalerei in Höhe von Fr. 11'502.--. 4.1 Nach den Erwägungen der Vorinstanz kann sie ihrem Entscheid nur behauptete Tatsachen zu Grunde legen, die grundsätzlich in der Rechtsschrift selber aufzustellen sind oder auf die klar verwiesen werden muss. Aus den Rechtsschriften selbst ergibt sich nach den Feststellungen der Vorinstanz nur, dass insgesamt acht Wände übermalt wurden, die eine Fläche von insgesamt 40 m2 ausmachen. Den Rechtsschriften nicht zu entnehmen ist danach hingegen, mit welchen Materialien die acht Wände bestrichen wurden und welche Wand wie viel mal bestrichen wurde. Auch ergibt sich daraus nach den Erwägungen im angefochtenen Urteil nicht, welche konkreten Arbeiten im Rahmen der Realisierung des Werkes ausgeführt wurden und wie viel Zeit dies jeweils in Anspruch nahm. 4.2 Der Kläger leitet aus einer Offertanfrage vom 22. April 1999 ab, dass er seine Sachdarstellung hinreichend substanziiert habe. Soweit er damit sinngemäss behauptet, das kantonale Gericht habe diese Offertanfrage auch ohne entsprechende Tatsachenbehauptung in den Rechtsschriften berücksichtigen müssen, rügt er eine Verletzung kantonalen Prozessrechts, was im vorliegenden Verfahren nicht zulässig ist (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Der aus Art. 8 ZGB abgeleitete Beweisführungsanspruch setzt aber voraus, dass die beweisbelastete Partei im kantonalen Verfahren form- und fristgerecht Beweisanträge gestellt hat (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223; 114 II 289 E. 2a S. 290; 97 II 193 E. 3 S. 196 f.). Da von der verbindlichen Feststellung im angefochtenen Urteil auszugehen ist, wonach sich aus den Rechtsschriften nur ergibt, dass acht Wände mit einer Fläche von insgesamt 40 m2 übermalt wurden, ist der Schluss mangelnder Substanziierung nicht zu beanstanden. Der bundesrechtliche Beweisführungsanspruch des Klägers ist unter diesen Umständen nicht verletzt.