Citation: 4C.256/2006 12.10.2006 E. A

A.a Ya.________ und Yb.________ (Kläger) sind Eigentümer der mit einem Einfamilienhaus überbauten Parzelle Nr. "..." in A.________. Im Juni 1999 verursachte ein Blitzschlag am bergseitigen Hang des Grundstücks einen Geländeriss. Dies hatte zur Folge, dass anlässlich der Schneeschmelze im Frühjahr 2000 das Erdreich ins Rutschen kam und eine grössere Menge von Humus und Geröll bis zur hinteren Wand des Wohnhauses getragen wurde. Nachdem das Kreisamt Schiers unter Beizug von Fachleuten der Elementarschadenkasse des Kantons Graubünden den Schaden aufgenommen hatte, beauftragten die Kläger dipl. Ing. HTL B.________ mit der Ausarbeitung eines Projekts zur Hangsicherung. Dieser rechnete für die notwendigen baulichen Massnahmen einschliesslich Projektierung und Bauleitung mit Baukosten von Fr. 50'000.--. Die Baumeisterarbeiten wurden in der Folge der Firma C.________ AG in D.________ übertragen, welche am 8. Mai 2000 mit den Arbeiten begann und eine erste Mauer erstellte. Da diese den Anforderungen offenbar nicht genügte, wurde sie bis auf die unterste Blocksteinreihe wieder abgerissen und neu erstellt. Am 20. Mai 2000 wurden die Arbeiten abgeschlossen. Am 13. Juni 2000 stellte die C.________ AG Rechnung über insgesamt Fr. 35'060.25. B.________ stellte für seine Bemühungen am 22. September 2000 Fr. 5'647.05 in Rechnung. Die Kläger leisteten keine Zahlungen, da sie weder mit den Leistungen des Ingenieurs noch mit jenen der Bauunternehmung zufrieden waren. Sie beauftragten den diplomierten Gärtnermeister E.________ mit der Begutachtung des von der C.________ AG erstellten Werkes. Der Experte kam in seinem Bericht vom 8. September 2000 zum Schluss, die Ausführung des Werkes in der vorliegenden Qualität könne nicht akzeptiert werden; die Abnahme des Werkes müsse wegen wesentlicher Mängel entsprechend der Bestimmung von Art. 161 SIA-Norm 118 zurückgestellt und dem Ingenieur und dem Unternehmer eine angemessene Frist zur Vornahme der Korrekturen angesetzt werden. Das Gutachten wurde dem Ingenieur und der C.________ AG zugestellt. Während der Erstere die Expertise zurückwies, nahm Letztere dazu nicht Stellung, sondern liess den Klägern am 11. Oktober 2000 eine Mahnung zukommen. A.b Am 12. Oktober 2000 beauftragten die Kläger Rechtsanwalt X.________ mit der Wahrung ihrer Interessen gegenüber der C.________ AG und B.________. Der Beauftragte meldete die Streitsache am 25. November 2000 zur Vermittlung an, bezog nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung den Leitschein und prosequierte die Klage mit Prozesseingabe vom 19. Januar 2001 an das Bezirksgericht Prättigau/Davos. Es wurde beantragt, die beiden Beklagten seien unter ausdrücklichem Nachklagevorbehalt zu verpflichten, den Klägern Fr. 30'000.-- zu bezahlen; eventualiter sei festzustellen, dass die Kläger den Beklagten im Zusammenhang mit der im Streite liegenden Hangsicherung keinerlei Werklohn bzw. kein Honorar schuldeten. Die Beklagten beantragten Abweisung der Klage und erhoben Widerklage über Fr. 34'660.25. Da bezüglich letzterer kein Vermittlungsverfahren stattgefunden hatte, wurde sie zurückgezogen. Am 21. Mai 2001 leitete die C.________ AG ein eigenes Verfahren ein, mit dem von den Klägern Fr. 34'660.25 gefordert wurde. Der Bezirksgerichtspräsident verfügte die Zusammenlegung der beiden Verfahren und beauftragte dipl. Ing. ETH F.________ mit der Ausarbeitung einer Expertise. Der Gutachter kam in seinem Bericht vom 9. Januar 2002 zum Schluss, das Projekt von Ing. B.________ sei zweckmässig und nicht zu beanstanden, hingegen sei die Bauausführung in verschiedenen Punkten mangelhaft; es sei mit Sanierungskosten von Fr. 20'000 bis 25'000.-- zu rechnen. Mit Schreiben vom 8. März 2002 entzogen die Kläger Rechtsanwalt X.________ das Mandat mit sofortiger Wirkung. Der Fall wurde daraufhin von Rechtsanwalt G.________ weitergeführt. Mit Urteil vom 14. November 2002 hiess das Bezirksgericht die Klage der Kläger gegen die C.________ AG im Umfang von Fr. 17'525.-- gut, die Klage gegen B.________ wies es ab. Die Klage der C.________ AG gegen die Kläger wurde im geltend gemachten Umfang von Fr. 34'660.25 gutgeheissen. Dem Prozessausgang entsprechend auferlegte das Gericht die Kosten von Fr. 13'476.90 zu drei Vierteln den Klägern und zu einem Viertel der C.________ AG. Die Kläger wurden zudem verpflichtet, die Beklagten aussergerichtlich zu entschädigen. Gegen dieses Urteil erklärten sowohl die Kläger als auch die C.________ AG Berufung an das Kantonsgericht Graubünden. Anlässlich der Einigungsverhandlung vom 23. April 2003 schlossen die Parteien einen Vergleich. Betreffend die Kosten sah dieser vor, dass die Kosten des Kreisamtes Schiers und des Bezirksgerichts Prättigau/Davos zur Hälfte den Klägern und zu je einem Viertel der C.________ AG und Ing. B.________, die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 1'500.-- den beiden Ersteren auferlegt wurden. Die Kläger hatten zudem die C.________ AG aussergerichtlich mit Fr. 9'037.25 zu entschädigen.