Citation: 1C_460/2012 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, dass die Forstbehörden nicht erst 2008, sondern schon bei früheren Ausholzaktionen (1980, 1987, 1990) eingeschritten wären, wenn es sich um Wald gehandelt hätte. Soweit aus den Akten ersichtlich, beantragte der Beschwerdeführer erstmals 2006 eine Schlagbewilligung; über die früheren Ausholzungen wurden die Forstbehörden nicht informiert. Es ist daher plausibel, dass sie davon keine Kenntnis hatten, zumal es sich um einen schmalen Korridor zwischen dem Wald im Südosten und den verbleibenden Bäumen im Südwesten handelt, der nicht ohne Weiteres ins Auge fällt. Im Übrigen stellte das Verwaltungsgericht auf die Situation vor 1980 ab. Für diesen Zeitraum sind keine Ausholzungen dokumentiert; die Luftbildaufnahmen 1979 und 1966 zeigen vielmehr einen geschlossenen Bewuchs. Wie das Verwaltungsgericht überzeugend dargelegt hat, bestand vor dem Bau des Weidstalls 1980 auch kein Bedürfnis für die Ausholzung des streitigen Gebiets, das eine direkte Verbindung zwischen dem Weidstall und dem südlichen Weidegebiet ermöglicht. Der Beschwerdeführer behauptet zwar, es seien schon zuvor regelmässig Ausholzungen vorgenommen worden; er hat diese jedoch nie zeitlich oder örtlich substanziiert.