Citation: 9C_508/2010 30.08.2010 E. 3

3.1 Die Vorbringen des Versicherten beschränken sich gutenteils auf eine andere Würdigung der medizinischen Unterlagen. Die bis zum Verfügungserlass vom 17. September 2009 ergangenen ärztlichen Beurteilungen stimmen darin weitestgehend überein, dass der Beschwerdeführer zwar in der angestammten Tätigkeit als Velomechaniker wie auch anderen, körperlich mittelschweren bis schweren und feinmotorischen Arbeiten nicht mehr arbeitsfähig ist, hingegen keine Gesundheitsschädigung vorliegt, welche auch eine angepasste Tätigkeit als unzumutbar erscheinen lassen würde. Dies bestätigten sowohl die Ärzte an der medizinischen Poliklinik des Spitals A.________ (Gutachten vom 26. August 2005 und 6. Dezember 2007; Schreiben vom 15. Februar 2008) als auch die Neurologen am Spital A.________ (Fachgutachten vom 27. Juni 2008) und die Dres. med. S.________ und C.________. Soweit sich anlässlich der kardiologischen Kontrolle bei Dr. med. U.________, Innere Medizin und Kardiologie FMH, vom 14. Mai 2008, eine verminderte Leistungsfähigkeit zeigte, konnte diese nicht auf eine kardiologische Problematik zurückgeführt werden (sondern auf weniger Training und reproduzierbare Thoraxschmerzen unter Belastungen). Weil die während der beruflichen Abklärung gezeigte Arbeitsfähigkeit von lediglich 20 % (Abschlussbericht vom 9. Mai 2007) somit nicht durch schlüssig festgestellte ärztliche Diagnosen erklärbar war, verletzte die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie hierauf nicht näher einging. 3.2 Die nach dem Verfügungserlass vom 17. September 2009 datierende Beurteilung des Hausarztes Dr. med. H.________ vom 8. Juni 2010 muss als unzulässiges Novum unberücksichtigt bleiben (Art. 99 Abs. 1 BGG). Selbst wenn die Ausführungen des Hausarztes - welche mit Blick auf den möglichen Interessenkonflikt zwischen Behandlungs- und Beurteilungsaufgabe besonders vorsichtig zu würdigen wären - beachtet werden könnten, vermöchten sie nicht zu einer anderen Beurteilung zu führen. Dr. med. H.________ konnte bezüglich der koronaren Situation keinen Befund anführen, welcher eine andauernde Einschränkung schlüssig belegen würde und auch die von ihm attestierte Einschränkung aufgrund einer neu diagnostizierten Polyneuropathie überzeugt nicht. Zum einen wäre eine neu aufgetretene Beeinträchtigung nur relevant, soweit sie bereits vor dem Verfügungserlass die Arbeitsfähigkeit in anspruchsrelevantem Ausmass beeinträchtigt hätte (was aus dem Bericht nicht hervorgeht), zum anderen hielt Dr. med. H.________ fest, eine weiterführende Abklärung der Polyneuropathie im Labor sei bis anhin noch nicht erfolgt (da sich der Versicherte nicht mehr gemeldet habe). Der am 27. Juni 2008 von den Ärzten am Spital A.________ geäusserte Verdacht auf Polyneuropathie konnte somit bis dahin offenbar nicht erhärtet werden (vgl. auch Schreiben des Dr. med. B.________, Neurologie FMH, vom 3./17. Juni 2008). Die vorinstanzliche Beweiswürdigung, soweit sie überhaupt rechtsgenüglich beanstandet worden ist, hält in allen Teilen vor Bundesrecht Stand; auf die entsprechenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid kann verwiesen werden (Art. 109 Abs. 2 BGG). 3.3 Aus medizinischer Sicht sind dem Beschwerdeführer leichte bis mittelschwere Tätigkeiten vollumfänglich zumutbar, die nicht mit repetitivem Bücken oder Heben, Stossen, Ziehen und Greifen von Lasten von mehr als zwei bis drei Kilogramm, ausschliesslichem Stehen oder häufigem Treppensteigen sowie ausgesprochen feinmotorischen Tätigkeiten verbunden sind. Die Beschwerdegegnerin hielt gestützt auf die Ausführungen der Dres. med. S.________ und C.________ vom 18. Mai 2009 fest, dass der Versicherte seine Arbeitsfähigkeit etwa in einer Überwachungs- oder Botentätigkeit oder im Telefondienst verwerten könne. Wenn die Vorinstanz die verbleibende Arbeitsfähigkeit ohne Weiterungen als verwertbar erachtete, verletzte sie auch im Lichte der relativ hohen Hürden, welche das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat (vgl. hiezu Urteil 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009 E. 4.2 mit Hinweisen), kein Bundesrecht, wenn sie einen iv-rechtlich erheblichen fehlenden Zugang des Beschwerdeführers zum Arbeitsmarkt verneinte. Was schliesslich den leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn betrifft, erwog die Vorinstanz, dass selbst ein Abzug in Höhe von 25 % keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad ergäbe. Das Bundesgericht hat dem nichts beizufügen.