Citation: 2C_131/2021 E. 4.2

4.2. Im Falle eines Rückweisungsentscheids des Bundesgerichts hat die mit der Neubeurteilung befasste kantonale Instanz nach ständiger Rechtsprechung die rechtliche Beurteilung, mit der die Zurückweisung begründet wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu legen. Wegen dieser Bindung der Gerichte (auch des Bundesgerichts) ist es diesen wie auch den Parteien, abgesehen von allenfalls zulässigen Noven, verwehrt, der Beurteilung des Rechtsstreits einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen, die im Rückweisungsentscheid ausdrücklich abgelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen worden sind (BGE 135 III 334 E. 2 und 2.1; Urteil 2C_666/2021, 2C_721/2021 vom 2. Februar 2022 E. 2.3). Wie weit die Gerichte und Parteien an die erste Entscheidung gebunden sind, ergibt sich aus der Begründung der Rückweisung. Diese gibt - falls wie vorliegend im ersten Rechtsgang der Sachverhalt unvollständig festgestellt wurde - den Rahmen für die neuen Tatsachenfeststellungen als auch für die neue rechtliche Begründung vor. Fragen, die vor Bundesgericht bereits entschieden wurden, können nicht nochmals überprüft werden (BGE 135 III 334 E. 2 und 2.1; Urteil 2C_890/2018 vom 18. September 2019 E. 3.3). Ebenso wenig kann der neue Sachentscheid auf eine Begründung abgestützt werden, welche im Rückweisungsentscheid sinngemäss verworfen wurde. Setzt sich eine Behörde über die bundesgerichtlichen Vorgaben hinweg, verfällt sie in Willkür und begeht eine materielle Rechtsverweigerung, was ohne Weiteres zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führt (Art. 9 BV; Urteile 2C_389/2013 vom 26. Oktober 2013 E. 2.2.1; 2C_304/2013, 2C_305/2013 vom 22. Oktober 2013 E. 2.1).