Citation: 6B_595/2021 E. 1.2

1.2. Der Beschwerdeführer verkennt die Tragweite und Funktion bundesgerichtlicher Rückweisungsentscheide in mehrfacher Hinsicht. Er machte in seiner ersten Beschwerde in Strafsachen geltend, sein Anspruch auf Konfrontation mit der Geschädigten sei verletzt, weshalb nicht auf deren Aussagen abgestellt werden könne. Das Bundesgericht behandelte diese Rüge im Rückweisungsentscheid vom 5. Mai 2017 ausführlich und erachtete sie als unbegründet. Es gelangte zum Schluss, dass der Beschwerdeführer bereits im Vorverfahren ausreichend Gelegenheit gehabt habe, sein Fragerecht auszuüben und die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Opfers in Frage zu stellen. Sein Konfrontationsanspruch sei nicht verletzt (Urteil 6B_542/2016 vom 5. Mai 2017 E. 2.4). Soweit der Beschwerdeführer nun in seiner Beschwerde in Strafsachen rügt, das Opfer sei mit Ausnahme der erstinstanzlichen Einvernahme nie mit ihm in rechtsgenügender Weise konfrontiert worden, und argumentiert, die Einvernahmen von Januar 2013 und 14. Januar 2016 könnten zufolge Verletzung des Teilnahmerechts und seines Anspruchs auf notwendige Verteidigung (zu seinen Lasten) nicht verwertet werden, ist er nicht zu hören. Das Bundesgericht hat sich zur Frage der Verletzung des Konfrontationsanspruchs im Rückweisungsentscheid abschliessend geäussert. Dass der Beschwerdeführer anders als in seiner ersten Beschwerde in Strafsachen nun geltend macht, er habe darum ersucht, persönlich an den Einvernahmen des Opfers teilzunehmen (vgl. Beschwerde S. 34; Urteil 6B_542/2016 vom 5. Mai 2017 E. 2.4 erster Absatz), ändert nichts an der Bindungswirkung des Rückweisungsentscheids. Die Verletzung seines Teilnahmerechts gemäss Art. 147 Abs. 1 StPO rügte der Beschwerdeführer im ersten bundesgerichtlichen Verfahren nicht, obwohl ihm dies zumutbar gewesen wäre. Nach der Rechtsprechung kann er diese Rügen nun nicht mehr vorbringen. Dass sich die Vorinstanz mit seinen Einwänden auseinandersetzt (vgl. Urteil S. 20), führt zu keiner anderen Beurteilung. Folglich kann auf die Vorbringen des Beschwerdeführers in Zusammenhang mit der Frage der Verwertbarkeit der Einvernahmen der Geschädigten bis und mit jenen anlässlich der ersten Berufungsverhandlung nicht eingetreten werden (vgl. Beschwerde S. 31 ff.). Bezüglich Letzterer ist festzuhalten, dass das Bundesgericht entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers die Frage der Verwertbarkeit der Einvernahme des Opfers nicht offen liess, sondern im Rahmen der Prüfung der gerügten Verletzung des Konfrontationsanspruchs festhielt, auf die Einwände des Beschwerdeführers zur Konfrontation im erstinstanzlichen Verfahren und vor Berufungsgericht müsse (grundsätzlich) nicht eingegangen werden, weil der Konfrontationsanspruch bereits im Vorverfahren gewahrt wurde. Hingegen äusserte sich das Bundesgerichts mangels entsprechender Rüge nicht zu einer allfälligen Verletzung des Teilnahmerechts gemäss Art. 147 Abs. 1 StPO.