Citation: U 20/07 17.03.2008 E. 4

4.1 Vorinstanz und Beschwerdegegnerin gingen aufgrund der Stellungnahmen des SUVA-Arztes Dr. med. B.________ (FMH für Chirurgie), davon aus, dass die Schulterbeschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis zurückzuführen sind. Dieser Arzt begründet dies damit, dass die Schulter durch das Ereignis nicht betroffen gewesen sei und der Versicherte sich erst sieben Monate nach dem Unfall - zu einem Zeitpunkt, in dem er längst wieder voll arbeitsfähig gewesen sei - über Beschwerden in der Schulter beklagt habe. Die im Jahre 2003 - mithin mehr als sieben Jahre nach dem Unfall - nachgewiesene Läsion der Supraspinatussehne sei überwiegend wahrscheinlich degenerativer Genese. 4.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Schulterproblematik sei durch den Unfall verursacht. Er beruft sich dabei einerseits auf den Bericht des Dr. med. S.________, vom 23. Juni 2003, andererseits auf das Gutachten des Dr. med. J.________, Zürich, vom 16. März 2006 sowie auf die ergänzende Stellungnahme desselben Arztes vom 12. Juli 2006. Diese beiden Ärzte gehen davon aus, dass in den ersten Tagen nach dem Unfall Schulterbeschwerden aufgetreten sind und dass eine Brückensymptomatik vorgelegen hat. Während Dr. med. S.________ diese Annahme lediglich auf die Angaben des Versicherten abstützt, verweist Dr. med. J.________ auf die Krankengeschichte des erstbehandelnden Arztes, Med. pract. E.________. Dieser notierte am 28. August 1995, mithin vier Tage nach dem Unfall: "Ellbogen re: Weiterhin Schmerzen Ausstrahlung in die Schulter". Unter dem 21. März 1996 findet sich der Eintrag "Schulterbereich re: Weiterhin reichlich Druckdolenz und Verspannung", unter dem 1. Oktober 1996 "jetzt jedoch Auftreten eines Hals-Schulter-Armsyndromes re, zeitweise auch bis in das Bein (bis Knöchel) ausstrahlend". Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, ergibt sich aus diesen echtzeitlichen Angaben - entgegen der Interpretation des Dr. med. J.________ - dass sich der Versicherte unmittelbar nach dem Unfall nicht über Schulterbeschwerden beklagt hat. Auch der Eintrag vom 28. August 1995 kann nicht dahingehend ausgelegt werden, dass zu diesem Zeitpunkt bereits eine Schulterproblematik vorgelegen hätte, zumal der erstbehandelnde Arzt - als Verfasser der Notiz vom 28. August 1995 - am 15. März 2001 selber festhielt, laut Krankengeschichte habe der Beschwerdeführer keine den Schulterbeschwerden entsprechenden Verletzungen erlitten, sondern nur solche an Ellbogen, Rippen und Hüften. 4.3 Traten die Schulterbeschwerden erst am 21. März 1996 und damit mit einer Latenzzeit von rund sieben Monaten auf, so vermögen die auf einem abweichenden Geschehensablauf beruhenden Stellungnahmen der Dres. med. S.________ und J.________ keine Zweifel an der Einschätzung des Dr. med. B.________ zu begründen. Somit ist die gestützt auf diese Einschätzung getroffene Feststellung der Vorinstanz, die Schulterproblematik sei überwiegend wahrscheinlich nicht durch den Unfall verursacht, nicht zu beanstanden. Anzumerken ist, dass auch der erstbehandelnde Arzt eine Unfallkausalität der Schulterbeschwerden stets verneint hat.