Citation: 2C_553/2023 E. 4.1

4.1. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA muss als Ganzes verhältnismässig sein (vgl. Art. 96 AIG; Art. 8 Ziff. 2 EMRK). Bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit zu berücksichtigen sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile (BGE 139 I 145 E. 2.4; 139 I 31 E. 2.3.3; 139 I 16 E. 2.2.1; Urteil 2C_836/2021 vom 20. September 2023 E. 5.5). Verlangt ist eine Abwägung der sich gegenüberstehenden individuellen Interessen des Betroffenen und seiner Angehörigen, ihre Beziehung - trotz Straffälligkeit - weiter im Land leben zu können, und der öffentlichen Interessen daran, dass der straffällige Ausländer die Schweiz aus Sicherheitsgründen verlässt. Diese müssen jene in dem Sinne überwiegen, dass sich der Eingriff in das Privat- und Familienleben als notwendig erweist (BGE 144 I 266 E. 3.7; 144 I 91 E. 4.2; 142 II 35 E. 6.1; 140 I 145 E. 3.1; Urteil 2C_499/2023 vom 24. Januar 2024 E. 5.1).