Citation: 4A_199/2020 E. 2.3.2

2.3.2. Ob die weitgehend appellatorische Kritik des Beschwerdeführers überhaupt die erhöhten Anforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG erfüllt, ist fraglich. Jedenfalls ist sie offensichtlich unbegründet. Hinsichtlich der öffentlichen Verhandlung hält Art. 256 Abs. 1 ZPO fest, dass das Gericht im summarischen Verfahren auf die Durchführung einer solchen verzichten kann, sofern das Gesetz nichts anderes bestimmt. Nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK hat zwar jede Person ein Recht darauf, dass über Streitigkeiten mit Bezug auf ihre zivilrechtlichen Ansprüche und Verpflichtungen von einem unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht in einem fairen Verfahren, öffentlich und innerhalb angemessener Frist verhandelt wird. Der Beschwerdeführer verkennt jedoch, dass Art. 6 Ziff. 1 EMRK keine Anwendung auf Verfahren findet, in welchen nicht über den dem Streit zugrunde liegenden Anspruch entschieden wird (BGE 141 I 97 E. 5.1 mit Hinweisen; vgl. zur unentgeltlichen Rechtspflege Urteil 2C_443/2012 vom 27. November 2012 E. 4.4) Zudem gilt die Verpflichtung zur Durchführung einer öffentlichen Verhandlung nicht absolut. Eine Ausnahme vom Grundsatz der Öffentlichkeit ist nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte etwa gegeben, wenn eine Streitsache keine Tat- oder Rechtsfragen aufwirft, die nicht adäquat aufgrund der Akten und der schriftlichen Parteivorbringen gelöst werden können (vgl. Urteile 5D_192/2013 vom 30. April 2014 E. 4.3.1; 5A_208/2011 vom 24. Juni 2011 E. 5.2 mit Hinweisen). Auch bei einer restriktiven Handhabung dieser Ausnahme ist vorliegend nicht ersichtlich, welche Fragen im Rahmen einer öffentlichen Verhandlung hätten angemessener behandelt werden können. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz begründete der Beschwerdeführer in seiner kantonalen Beschwerde auch mit keinem Wort, weshalb eine öffentliche Verhandlung durchgeführt werden sollte. In seiner Beschwerde scheint er davon auszugehen, dass die Parteien stets und ausnahmslos einen Anspruch auf eine öffentliche Verhandlung haben, was - wie soeben ausgeführt - nicht zutrifft. Der Beschwerdeführer vermag keine Verletzungen von weiteren verfassungsmässigen Rechten darzutun. Dass seine Behauptung, wonach faktisch stets nur er - und nicht die C.________ GmbH - am Verfahren beteiligt gewesen sei, als plausibel erscheint, begründet keine Willkür im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (zum Willkürbegriff vgl. etwa BGE 144 I 113 E. 7.1). Es ist unbestritten, dass nicht der Beschwerdeführer, sondern die C.________ GmbH formell als Vertragspartnerin des Beklagten auftrat, dass die mit der Klage eingereichte Vollmacht von ihr ausgestellt wurde, und dass ihr Geschäftsführer am Schlichtungsverfahren teilgenommen hat. Zwar kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer von Anfang an faktisch der einzige Vertragspartner des Beklagten war. Dies bedeutet indes nicht, dass der vorinstanzliche Schluss, wonach die fragliche Forderung an den mittellosen Beschwerdeführer abgetreten wurde, um unentgeltlich prozessieren zu können, offensichtlich unhaltbar ist. Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer beantragten Beweise erwog die Vorinstanz einerseits - zu Recht -, dass die vom Beschwerdeführer erstmals im Beschwerdeverfahren eingereichten Beweismittel unbeachtlich seien. Andererseits verwies sie hinsichtlich der beantragten Zeugeneinvernahme und Parteibefragung auf die in Art. 254 ZPO im summarischen Verfahren vorgesehene Beweismittelbeschränkung. Wie bereits erläutert (s. oben, E. 2.2), darf in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die falsche Anwendung dieser Rechtsnorm nicht gerügt werden. Indem sie in Anwendung von Art. 254 Abs. 1 ZPO nur Urkunden zuliess, verletzte die Vorinstanz jedenfalls nicht den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör. Inwiefern der angefochtene Entscheid Art. 29 Abs. 1 und 3 sowie Art. 29a BV verletzen soll, wird in der Beschwerde nicht dargelegt.