Citation: 6B_291/2022 E. A

Die A.________Ltd. beauftragte im November 2010 die E.________ AG als Kreditvermittlerin und überwies dieser USD 1 Mio. als "Vorschuss". Die E.________ AG war zur Rückzahlung des "Vorschusses" verpflichtet, sollte die Kreditvermittlung nicht gelingen. Mit Urteil des Handelsgerichts Zürich vom 16. August 2017 (HG150272-O) wurde die E.________ AG gestützt auf ein kausales Schuldbekenntnis, welchem die als Mäklervertrag qualifizierte Kreditvermittlung zugrunde lag, verpflichtet, der A.________Ltd. den Betrag von USD 1'050'000.-- zu bezahlen. Das Handelsgericht kam zum Schluss, dass es sich beim im Voraus geleisteten Honorar um den Mäklerlohn handle, der erst bei Vermittlung eines Kreditvertrages geschuldet sei. Da unbestrittenermassen kein neuer Kreditvertrag abgeschlossen worden sei, sei auch kein Mäklerlohn geschuldet. Eine gegen dieses Urteil angehobene Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil vom 6. Februar 2018 ab (Verfahren 4A_504/2017).