Citation: 5A_677/2022 E. 4.4.3

4.4.3. Die Beschwerdeführerin wendet ein, in tatsächlicher Hinsicht sei unbestritten, dass die Vermietung der Wohnung in der Zeit von Dezember 2016 bis Februar 2017 stattgefunden habe. Ebenso unbestritten sei, dass es sich beim Mieter um den Ex-Ehemann der Beschwerdeführerin und Vater des Beschwerdegegners handelte. Zudem sei die Liegenschaft im Alleineigentum des Beschwerdegegners gestanden. Aus diesen unbestrittenen tatsächlichen Umständen könne vernünftigerweise nur abgeleitet werden, dass der Beschwerdegegner bereits ab Dezember 2016 Kenntnis von der Vermietung an seinen Vater gehabt haben müsse. Dies habe das Obergericht verkannt. Somit habe die Verjährungsfrist ab Dezember 2016 zu laufen begonnen und die Verjährung sei im Zeitpunkt der Einreichung des Schlichtungsgesuchs am 26. Februar 2018 abgelaufen gewesen. Im Schlichtungsgesuch sei nicht ansatzweise ein Anspruch aus Geschäftsführung ohne Auftrag im Zusammenhang mit der Vermietung an C.________ vermerkt. Zumindest in den Grundzügen habe der Beschwerdeführer bereits im Schlichtungsgesuch die Vermietung an seinen Vater erwähnen müssen, allenfalls unter Auslassung einer konkret bezifferten Forderungssumme. Dies alles habe er unterlassen. Damit habe er die Verjährung nicht wirksam unterbrochen. Die Forderung gemäss Rechtsbegehren Nr. 4 sei verjährt und entsprechend abzuweisen.