Citation: 9C_474/2023 E. 4.1.4

4.1.4. Zur Häufigkeit und Dauer seiner Aufenthalte am Wochenendort macht der Beschwerdeführer vor Bundesgericht die folgenden Angaben: Er reise grundsätzlich jeden Freitag mit dem Auto nach Hause und gehe am Montagmorgen wieder von dort zur Arbeit, was drei Übernachtungen nach sich ziehe. Weitere Übernachtungen am Familienort würden unter der Arbeitswoche immer dann anfallen, wenn er in Y.________ eine Vorstandssitzung habe, er an Proben oder an Monopoly-Spielabenden teilnehme, wenn es einen Jassabend gebe oder die Chilbi Y.________ zu organisieren sei. Es könne auch zu Ausnahmen kommen, dass er nicht am Freitagabend nach Y.________ reise, namentlich wenn er am Samstag arbeiten müsse, es ein Betriebsfest gebe oder er direkt vom Arbeitsort aus an einen Drittort reise, ins Trainingslager des Hockeyclubs oder ins Probeweekend der Guggenmusik, welche beide im Berner Oberland stattfinden würden. So komme er auf ca. 50% der Übernachtungen in Y.________ und 50% auswärts. Da er aber die Ferien in Y.________ verbringe, seien die heimischen Nächtigungen in der Überzahl. Das sind Angaben, die von den verschiedenen, in den unterschiedlichen kantonalen Verfahrensphasen gemachten Aussagen (vgl. oben E. 3.2.4) noch einmal abweichen. Würden sie hier der Beurteilung betreffend Häufigkeit und Dauer des Aufenthalts am Wochenendort (vgl. oben E. 2.4.2, 2.7.1 u. 2.7.2) mit freier Kognition zugrunde gelegt, so ist unsicher, ob sie einen dortigen Lebensmittelpunkt objektiv zu stützen vermöchten, zumal Aufenthalte an Drittorten praxisgemäss zulasten des Familien- und nicht des Wochenaufenthaltsortes gehen (vgl. Urteile 2C_762/2019 vom 18. November 2019 E. 3.2.4; 2C_296/2018 vom 6. Juni 2018 E. 2.2.3). Wie es sich damit verhält, kann jedoch offen bleiben, da sich die Fragen im bundesgerichtlichen Verfahren anders stellen (vgl. direkt nachfolgend E. 4.2) als vor einer kantonalen Rechtsmittelinstanz mit freier Kognition.