Citation: 2C_1030/2020 E. 5.3.3

5.3.3. Mit der in der Verfügung vom 18. Dezember 2017 angeordneten Bedingung verfolgte das kantonale Migrationsamt nach dem Gesagten ein gewichtiges öffentliches Interesse (vgl. E. 5.3.2 hiervor), das im Übrigen auch konventionsrechtlich anerkannt ist (Schutz der öffentlichen Ordnung bzw. des allgemeinen ordre public sowie wirtschaftliches Wohl des Landes; vgl. dazu MARAUHN/THORN, in: Dörr/Grote/Marauhn [Hrsg.], EMRK/GG Konkordanzkommentar, 2. Aufl. 2013, Kap. 16 Rn. 89 und 92 f.) Nachdem die Beschwerdeführerin sich schon seit Dezember 2015 in der Schweiz aufhielt und sie bis im Dezember 2017 trotz mehrfacher Aufforderungen des Migrationsamts keinerlei Anstrengungen zum Erlernen einer Landessprache erkennen liess (vgl. Bst. A.b und A.c hiervor), erscheint die im Dezember 2017 an sie gerichtete Aufforderung, binnen eines halben Jahres Deutschkenntnisse des Referenzniveaus A1 nachzuweisen, ohne Weiteres als geeignetes, erforderliches und zumutbares Mittel, um die für eine gelungene gesellschaftliche und wirtschaftliche Integration erforderlichen sprachlichen Grundlagen sicherzustellen (vgl. angefochtenes Urteil, E. 3.2.3).