Citation: 6B_405/2013 E. 1.4.1

1.4.1. Das angefochtene Urteil hält in mehrfacher Hinsicht nicht vor Bundesrecht stand. Die vorinstanzlichen Ausführungen zu der Organisation der B.________ AG und den damit verbundenen Aufgaben- und Verantwortungsbereichen der einzelnen Mitarbeiter lassen sich anhand der Akten nicht überprüfen. Dies ist nur mittels des Organisations- und Geschäftsreglements, der Gesellschaftsstatuten sowie des Arbeitsvertrages und Pflichtenheftes des Beschwerdeführers möglich, die sich nicht bei den Akten befinden. Das Organigramm und das Funktionendiagramm (FD) verschaffen zwar einen groben Überblick über die Organisationsstruktur der B.________ AG, vermögen jedoch mangels Verbindlichkeit und Genauigkeit keine strafrechtlich relevante Garantenstellung des Beschwerdeführers zu belegen. Sie geben insbesondere keine Auskunft darüber, ob der Verwaltungsrat überhaupt zur Delegation der Geschäftsführung befugt war und in welchem Umfang eine solche stattgefunden hat. Soweit dies aufgrund der bei den Akten befindlichen Unterlagen überprüfbar ist, hält die Vorinstanz zutreffend fest, dass nicht der Beschwerdeführer, sondern C.________ als "Chef Betrieb Sportanlagen" für die Pistensicherheit und die Pistenfahrer verantwortlich war (Ziff. 7.2 FD; Anhang 10 [Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz] zum Personalreglement; Arbeitsvertrag C.________). Hingegen ergibt sich nicht, dass der Beschwerdeführer als Vorsitzender der Geschäftsleitung eine beherrschende Stellung im Sinne eines obersten Geschäftsherrn innerhalb der B.________ AG inne hatte, die es ihm ermöglicht und ihn verpflichtet hätte, sorgfaltswidrige Handlungen der Pistenfahrer oder von C.________ zu unterbinden (vgl. BGE 96 IV 155 E. II.4.a S. 174 f.; Urteil 6B_817/2009 vom 28. Januar 2010 E. 3.2.2; je mit Hinweisen). Dass er als Vorsitzender der Geschäftsleitung (CEO) direkter Vorgesetzter von C.________ war (sh. Arbeitsvertrag von C.________), genügt nicht. Gemäss Funktionendiagramm bestimmt der Verwaltungsrat der B.________ AG die Unternehmenspolitik und -ziele und erlässt das Geschäftsreglement (Ziff. 1.1 und 1.2 FD). Er ist verantwortlich für die Anstellung der Geschäftsleitung und regelt die Kompetenzabgrenzungen der verschiedenen Geschäftsbereiche (Ziff. 5.1 FD; vgl. auch Art. 716a Abs. 1 Ziff. 1, 2, 4 und 5 OR). Die Geschäftsleitung und nicht deren Vorsitzender führt das operative Geschäft und entscheidet in Personalfragen (Ziff. 4.1 und 4.3 FD). Sie erlässt die Sicherheitspolitik und -strategie (Ziff. 7.2 FD; Anhang 10 PersonalR), für deren Umsetzung und Einhaltung nebst Sicherheitsmassnahmen die Vorgesetzten ("Chef Technik", "Chef Sportanlagen" und "Chef Betrieb/Zubringer") innerhalb ihres Verantwortungsbereichs zuständig sind (Ziff. 7.1 FD; Anhang 10 PesonalR). Dem Beschwerdeführer kam als CEO nur hinsichtlich Medienkontakten eigenständige Entscheidungsbefugnis zu (Funktionendiagramm Ziff. 1.4 FD). Aus dem öffentlich zugänglichen Handelsregistereintrag der B.________ AG ist ersichtlich, dass seit Gründung der Gesellschaft alle zeichnungsberechtigten Personen nur über eine Kollektivunterschrift zu zweien verfügten und dass eine der unterzeichnenden Personen der Präsident oder Vizepräsident des Verwaltungsrates sein musste. Eine Überwachungsfunktion oder Weisungsbefugnis des Beschwerdeführers hinsichtlich der Mitglieder der Geschäftsleitung ist infolge deren Aufgabenaufteilung ebenso wenig erkennbar wie eine Garantenstellung und damit einhergehende Handlungspflicht im Hinblick auf das pflichtwidrige Verhalten der Pistenfahrer.