Citation: 1C_270/2014 E. 4.3

4.3. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung geht der Grundsatz der Gesetzmässigkeit der Verwaltung in der Regel der Rücksicht auf die gleichmässige Rechtsanwendung vor. Der Umstand, dass das Gesetz in anderen Fällen nicht oder nicht richtig angewendet worden ist, gibt den Bürgern grundsätzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend vom Gesetz behandelt zu werden. Ausnahmsweise wird jedoch ein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht anerkannt, wenn die zu beurteilenden Fälle in den erheblichen Sachverhaltselementen übereinstimmen, dieselbe Behörde in ständiger Praxis vom Gesetz abweicht und zudem zu erkennen gibt, auch inskünftig nicht gesetzeskonform entscheiden zu wollen (vgl. BGE 139 II 49 E. 7.1 S. 61; 136 I 65 E. 5.6 S. 78; Urteil des Bundesgerichts 1C_398/2011 vom 7. März 2012 E. 3.6; je mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, der Grundsatz der Gleichbehandlung werde verletzt, weil die Gemeinde Zaunanalagen im übrigen Gemeindegebiet dulde, ist ihm entgegen zu halten, dass er mit seinen allgemeinen und unbelegten Angaben sowie seinen nicht näher bezeichneten, erstmals im bundesgerichtlichen Verfahren eingereichten Fotografien einer Zaunanlage nicht aufzuzeigen vermag, dass die vergleichsweise angerufenen Einfriedungen in tatsächlicher und rechtlicher Sicht mit seiner Zaunanlage vergleichbar sind und eine entsprechende generelle Praxis der Gemeinde Klosters-Serneus besteht. Demnach kann der Beschwerdeführer keine Gleichbehandlung im Unrecht verlangen. Zudem anerkennt der Beschwerdeführer selber, dass der hier zu beurteilende Fall nicht mit dem von ihm angerufenen Damhirschgehege identisch oder zumindest ähnlich ist, zumal es bei dieser Einfriedung um eine zonenkonforme, landwirtschaftliche Nutzung geht. Was der Beschwerdeführer weiter zur Begründung der Rechtsungleichheit vorbringt, vermag nicht zu überzeugen und ist nicht geeignet, die verwaltungsgerichtlichen Erwägungen verfassungswidrig erscheinen zu lassen.