Citation: 6B_1280/2022 E. 6.2.2

6.2.2. Alsdann erhöht die Vorinstanz die hypothetische Einsatzstrafe aufgrund des mehrfachen Vergehens gegen das BetmG um zwei Monate resp. um sieben Tage für jede der angeklagten neun Taten. Sie geht von einem leichten objektiven Tatverschulden aus, welches sie aufgrund der subjektiven Tatkomponente leicht relativiert. Der Beschwerdeführer habe direkt vorsätzlich gehandelt, aber sich in einer finanziell schwierigen Lage befunden. Ausserdem sei er selbst von Betäubungsmitteln abhängig gewesen. Mit Bezug auf den Vorwurf des Fahrens in fahrunfähigem Zustand erachtet die Vorinstanz angesichts des engen Zusammenhangs zur Betäubungsmittelkriminalität und der einschlägigen Vorstrafen ebenfalls eine Freiheitsstrafe für notwendig. Der Beschwerdeführer habe unter Einfluss von Kokain einen Personenwagen auf einer Strecke von rund 13 Kilometern gelenkt. Dies abends auf einer stark befahrenen Strecke nach Einbruch der Dunkelheit. Sein Verschulden wirke damit nicht mehr leicht, wenngleich die genau konsumierte Menge unbekannt sei. Merklich straferhöhend würden sich eine einschlägige Vorstrafe und das Delinquieren während der Probezeit auswirken. Demgegenüber sei das Geständnis des Beschwerdeführers erheblich strafmindernd zu berücksichtigen. Insgesamt rechtfertige sich eine Erhöhung der Einsatzstrafe um einen Monat.