Citation: 1C_253/2022 E. 5.4.3

5.4.3. Ebenfalls keinen Anlass zu Beanstandungen gibt die Feststellung der Vorinstanz, die realisierte Materialisierung und Ausgestaltung der Trockenmauer sei von keinem besonderen ökologischen Wert. Die Beschwerdeführenden beschränken sich auch in diesem Zusammenhang auf eine appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil, wenn sie behaupten, es dürfe als bekannt vorausgesetzt werden, dass Trockensteinmauern wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere bedeuten würden. Ausserdem legte das BAFU in seiner Stellungnahme an das Bundesgericht nachvollziehbar dar, dass die Mauer ein Hindernis für die ehemalige allseitige Vernetzung darstelle, die ohne die Mauer möglich gewesen sei. Diese allseitige Vernetzungsfunktion der Pufferzone sei im Grenzgebiet des Flachmoores von nationaler Bedeutung äusserst wichtig. Im Gegensatz zur Mauer diene das Gebiet der Pufferzone auch Kleintieren aus dem Feuchtgebiet als Unterschlupf. So würden sich beispielsweise Amphibien wie Frösche nicht in der Trockenmauer, jedoch in geeigneten Strukturen wie Ast- oder Steinhaufen in der Pufferzone verstecken. Dementsprechend sei aus ökologischer Sicht die Vernetzungsfunktion der Pufferzone im Gebiet des Flachmoors von nationaler Bedeutung als vorrangig zu bezeichnen. Diese werde jedoch durch die Mauer beeinträchtigt. Dass - wie die Beschwerdeführenden in ihrer Replik einwenden - allenfalls andernorts in der Gemeinde Amphibienkorridore eingerichtet wurden, steht dabei nicht im Widerspruch zu der Feststellung des BAFU, dass auch der betreffende Bereich der Pufferzone für Amphibien von Bedeutung sei. Die Vorinstanz verfiel folglich nicht in Willkür, wenn sie der Trockensteinmauer keinen besonderen ökologischen Wert beigemessen hat.