Citation: 1B_1/2020 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid die Frage der Kollusionsgefahr einlässlich geprüft und zusammenfassend festgehalten, aufgrund der Schwere des Tatvorwurfs, der zentralen Bedeutung der Aussagen des Geschädigten sowie möglicher weiterer Auskunftspersonen und der ungeklärten Beziehungen zwischen den Involvierten bestehe ausgeprägte Kollusionsgefahr. Der Beschwerdeführer wendet dagegen insbesondere ein, es sei nicht bekannt, dass er in der Zeit nach der Entlassung aus der ersten Haft bis zu seiner erneuten Verhaftung versucht hätte, Kollusionshandlungen zu tätigen. Dieser Einwand stellt die Beurteilung der Vorinstanz nicht in Frage. Wie diese zutreffend ausgeführt hat, bietet der Umstand, dass keine derartigen Versuche bekannt sind, angesichts der dem Beschwerdeführer im jetzigen Verfahrensstadium bekannten Informationen und der erwähnten Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr nicht hinreichend Gewähr für eine ungestörte Wahrheitsfindung. Dasselbe gilt, soweit der Beschwerdeführer beteuert, sein Anreiz für Kollusionshandlungen sei denkbar gering, da die schwerste Straftat aufgeklärt sei und er um den fehlenden Strafantrag wisse. Auch wenn der Mitbeschuldigte B.________ eingeräumt hat, dem Geschädigten mit einem Messer in den Bauch gestochen zu haben, besteht gegen den Beschwerdeführer der dringende Verdacht, dass er zum Nachteil des Geschädigten eine versuchte schwere Körperverletzung begangen haben könnte, mithin ein Verbrechen, für das abstrakt eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren angedroht ist (vgl. Art. 122 StGB). Der Geschädigte hat im Weiteren bislang nicht auf einen Strafantrag verzichtet. In Bezug auf die von Amtes wegen verfolgten qualifizierten einfachen Körperverletzungen im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 StGB ist zudem kein solcher Antrag erforderlich. Es ist deshalb nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer nur einen geringfügigen Anreiz haben sollte, zu kolludieren.