Citation: U 607/06 23.10.2007 E. 4

Letztinstanzlich schliesst die Versicherte eine Beschwerdeverursachung durch die Diskushernie aus und macht geltend, sämtliche Schmerzen seien mit den, von Prof. Dr. med. S.________ im Rahmen der Untersuchung vom 30. Oktober 2006 erstmals erkannten, ligamentär-chronischen Entzündungen im gesamten Beckenbereich erklärbar, welche wiederum mit dem Unfallereignis in Verbindung zu bringen seien. 4.1 Prof. Dr. med. S.________ hat sich bei seiner Untersuchung darauf konzentriert, das Beschwerdebild manuell zu erfassen. Ohne die bildgebenden Dokumente umfassend einzusehen, bejahte er den Kausalzusammenhang mit einer angeblich sämtliche Beschwerden erklärenden ligamentär-chronischen Entzündung des gesamten Beckengürtels und besonders des Beckenbodens, links stärker als rechts. 4.2 Traumatisiert worden ist, neben dem vorliegend nicht weiter interessierenden Kreuzbein, jedoch lediglich das Bewegungssegment im Steissbein. Darin scheint Prof. Dr. med. S.________ indessen keinen Widerspruch zu erkennen, führt er doch aus, das Steissbein sei (lediglich) als Zentrum und Ausgangspunkt der von dort ausstrahlenden Schmerzen anzusehen. Wie er allerdings zu dieser Schlussfolgerung gelangt, ist nicht nachvollziehbar, zumal er dem Steissbein selbst nur eine untergeordnete Rolle im Beschwerdebild zuspricht und an anderer Stelle festhält, die manualdiagnostische Belastung des Beckenbodens führe u.a. immer zu einer Ausstrahlung in die Region des Steissbeins, und nicht etwa umgekehrt. Dr. med. E.________, Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA, weist in diesem Zusammenhang in der Stellungnahme vom 17. Januar 2007 darauf hin, sämtlichen Arten von Steissbeinkontusionen sei anerkanntermassen gemein, dass der Schmerz jeweils von einem Bewegungssegment des Steissbeins oder der umgebenden Weichteile ausgehe mit entsprechend klarer Lokalisation und Abhängigkeit, nicht jedoch - wie vorliegend von Prof. Dr. med. S.________ manualdiagnostisch festgestellt - zu einer Druckschmerzhaftigkeit an zahlreichen Sehnenansätzen und in Muskeln, welche nichts mit dem Steissbein zu tun hätten, führe. Soweit sodann Prof. Dr. med. S.________ die unmittelbar nach dem Unfall aufgetretene Schmerzsymptomatik und die Befundsituation zum Untersuchungszeitpunkt für deckungsgleich erachtet und dies als Indiz oder allenfalls gar als Beweis für das Vorliegen eines Kausalzusammenhangs zum Unfall verstanden haben will, sind ihm die Aussagen der Beschwerdeführerin anlässlich der ersten Befragung durch die SUVA zum Unfallhergang vom 4. Juli 2005 entgegen zu halten, wonach neben Schmerzen im Kreuz- und Steissbein auch solche in der rechten, nicht etwa der von Prof. Dr. med. S.________ als am stärksten entzündet bezeichneten linken Hüfte aufgetreten seien. 4.3 Die von Dr. med. E.________ wegen fehlender genauer Analyse einer möglichen Verletzung und ausgebliebener Konsultation sämtlicher bildgebender Dokumente, namentlich des Kernspintomogramms, in Frage gestellte Diagnose entzündlicher Veränderungen von diversen Ligamenten im Beckenbodenbereich gemäss Gutachten des Prof. Dr. med. S.________ vermag daher so oder anders keinen Kausalzusammenhang zwischen dem zu einer Kontusion des Kreuz- und Steissbeins führenden Unfall und den im Übrigen nicht nur den gesamten Beckenbereich, sondern auch den Nacken und die Beine erfassenden Beschwerden zu begründen. Ebenso wenig bietet der Bericht Grundlage für weitere Abklärungen. Der vorinstanzliche Entscheid ist zu bestätigen.