Citation: 9C_379/2018 E. 3.1

3.1. Während Administrativgutachter Dr. med. B.________ - wie erwähnt - kein psychisches Leiden mit Krankheitswert festgestellt hat, leidet die Beschwerdeführerin laut Bericht der Klinik C.________ an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, sowie an einer Persönlichkeitsstörung und ist zu 50 % arbeitsunfähig. Diese fachärztliche Stellungnahme kann in die Beurteilung miteinbezogen werden, da sie nur wenige Wochen nach Verfügungserlass erstattet wurde und sich daraus Rückschlüsse für den Zeitraum bis Verfügungserlass ergeben können (vgl. BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140, 121 V 362 E. 1b S. 366; Urteil 8C_674/2014 vom 5. Mai 2015). Indessen ist der Bericht der Klinik C.________ nicht geeignet, die für das Bundesgericht grundsätzlich verbindliche Feststellung des medizinischen Sachverhalts durch die Vorinstanz (E. 1 hievor) zu erschüttern. Zwar stellen die Ärzte der Klinik C.________ im Gegensatz zum Gutachter Dr. med. B.________ eine Diagnose und attestieren der Versicherten damit verbunden eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit von 50 %. Dabei ist jedoch nicht zu verkennen, dass die Klinik C.________ betreffend die depressive Störung zumindest teilweise auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin abstellt, worauf sie im Bericht selbst hinweist, indem sie die objektiven fachlichen Einschätzungen des Gutachters Dr. med. B.________ erwähnt, alsdann jedoch die Angaben der Versicherten zur Entwicklung der depressiven Symptomatik in den Vordergrund stellt. Dass aus der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Stellungnahme zur Arbeitsunfähigkeit durch die Klinik C.________ auf eine im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG offensichtlich unrichtige (willkürliche: BGE 140 V 22 E. 7.3.1 S. 39, 135 II 145 E. 8.1 S. 153) oder anderweitig bundesrechtswidrige (Art. 95 lit. a BGG) Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz geschlossen werden müsste, vermag die Versicherte nicht hinreichend zu begründen und lässt sich auch nicht erkennen. 3.2 Ferner nimmt die Versicherte Vergleiche zwischen Gutachten und Bericht der Klinik C.________ vor, kritisiert die Darlegungen des Psychiaters Dr. med. B.________ und die gestützt darauf im angefochtenen Entscheid getroffenen Feststellungen tatsächlicher Natur. Insoweit erschöpfen sich die Vorbringen in der Beschwerde in einer im Rahmen der dem Bundesgericht zustehenden Überprüfungsbefugnis (E. 1 hievor) unzulässigen Kritik an der Beweiswürdigung der Vorinstanz, weshalb darauf nicht einzugehen ist. Nach der Rechtsprechung ist sodann ein Experte oder eine Begutachtungsstelle nicht verpflichtet, nach den in der Beschwerde genannten Qualitätsleitlinien für eine Begutachtung vorzugehen, was auch die Versicherte anerkennt. Weitere Einwendungen betreffen ebenfalls das Gutachten des Dr. med. B.________ indem diesem vorgeworfen wird, bei der Abklärung der Versicherten und Abfassung der Expertise nicht lege artis vorgegangen zu sein. Der Vorinstanz wird Willkür entgegengehalten, weil sie darüber hinweg gesehen habe, dass der Experte sich nicht ausdrücklich mit den ihm vorgelegenen medizinischen Akten auseinandergesetzt hat. Wenn das kantonale Gericht zum Schluss kommt, der Gutachter habe über Angaben zur Krankengeschichte verfügt und diese in seine Beurteilung einbezogen, ohne im Einzelnen festzuhalten, um welche Unterlagen es sich handelt, kann nicht von einer willkürlichen Beweiswürdigung gesprochen werden. Frühere Stellungnahmen anderer Ärzte sind in Bezug auf den Grad der Arbeitsunfähigkeit nur bedingt von Interesse und vermögen das Abstellen der Vorinstanz auf die Einschätzung des Administrativgutachters Dr. med. B.________ jedenfalls nicht als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Bei der Annahme der Klinik C.________, die Beschwerdeführerin sei lediglich im Ausmass von 50 % einer Vollzeitbeschäftigung arbeitsfähig, handelt es sich um eine abweichende Einschätzung, die nicht unabhängig von subjektiven Gesichtspunkten erfolgt ist, da sie von den gegenwärtigen Verhältnissen ausgeht (Arbeit in einem Kiosk und für eine Reinigungsfirma mit einem Pensum von insgesamt rund 40 %). Wenn im Bericht der Klinik C.________ abschliessend mit Rücksicht auf die kombinierte Persönlichkeitsstörung der Versicherten eine lediglich hälftige Arbeitsfähigkeit attestiert wird die abhängig vom Krankheitsverlauf langsam gesteigert werden könne, kann daraus nicht auf eine willkürliche oder anderweitig bundesrechtswidrige Beweiswürdigung des kantonalen Gerichts geschlossen werden, welches dem Gutachten des Dr. med. B.________ den Vorzug gegeben hat. Ein Verstoss gegen Bundesrecht kann umso mehr ausgeschlossen werden, als gerade bei diagnostisch kaum oder nur mit Mühe zu erfassenden psychischen Beschwerdebildern die fachärztlichen Schätzungen der Arbeits- und Leistungsfähigkeit zwischen Gutachtern, behandelnden Psychiatern und andern beteiligten Fachärzten erfahrungsgemäss häufig divergieren. Schliesslich ist der Hinweis in der Beschwerde auf ein offenbar unbeachtet gebliebenes Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen schon deswegen unbehelflich, weil Verwaltungsverordnungen für die Gerichte nicht verbindlich sind (vgl. BGE 119 V 255 E. 3a S. 259 mit Hinweisen).