Citation: 5A_685/2023 E. 3.4.2

3.4.2. Wie sich den kantonalen Akten entnehmen lässt, hat der Beschwerdegegner sich in der Berufung vom 30. März 2023 zum Einkommen der Beschwerdeführerin geäussert. Für das Jahr 2019 kam er zum Schluss, diese habe "bei einem Pensum von 25 % Einnahmen von fast Fr. 40'000, somit am Tag durchschnittlich Fr. 707" erwirtschaftet (S. 7 f.; das Zitat stammt von S. 8). Die Beschwerdeführerin hat hierauf erwidert, dies finde in den Akten keine Stütze. Die vom Beschwerdegegner behaupteten Tageseinnahmen seien völlig überrissen. Zwar habe die Beschwerdeführerin einmal an einem Tag Fr. 1'000.-- verdienen können. Dies sei aber eine absolute Ausnahme gewesen. Sodann würden die Kassabücher, auf die der Beschwerdegegner sich offenbar beziehe, die Brutto- und nicht die Nettoeinnahmen wiedergeben. Ausserdem seien die an einem bestimmten Tag fakturierten Einnahmen zumeist nicht an nur einem Tag erzielt worden. Massgebend seien ohnehin die durchschnittlichen Jahresgewinne (i.d.R. der letzten drei Jahre), die sich aus den von den Parteien gemeinsam unterzeichneten Steuererklärungen ergeben würden. Hierzu hat die Beschwerdeführerin eine Parteibefragung beantragt (Berufungsantwort vom 4. Mai 2023, S. 10 ff.).