Citation: 9C_534/2018 E. 3

Das kantonale Gericht erwog im Wesentlichen, dem psychiatrischen Gutachten der med. pract. E.________ vom 25. Februar 2016 komme Beweiswert zu. Der Expertin zufolge bestehe beim Beschwerdeführer eine kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten (ICD-10: F81.3) mit Einschränkungen hinsichtlich kognitiver Fähigkeiten und Fertigkeiten (Informationsaufnahme, komplexe exekutive Funktionen). Hinzu komme eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (bzw. differenzialdiagnostisch akzentuierte Persönlichkeitszüge) mit infantilen (histrionischen) und ängstlichen (vermeidenden) Zügen (ICD-10: F61.0). Aufgrund der persönlichkeitsstrukturellen Besonderheiten seien die Stresstoleranz, die emotionale Belastbarkeit und die sozialen Kompetenzen leichtgradig eingeschränkt. In der angestammten Tätigkeit als Büropraktiker sei die Leistungsfähigkeit laut Gutachten aufgrund erhöhten Pausenbedarfs, erhöhter Ermüdbarkeit und Fehlerquote sowie eines verminderten Arbeitstempos um 30 % reduziert. In einer angepassten Tätigkeit (ohne Anforderungen an gute kognitive Funktionen [Informationsverarbeitung], an selbständiges Arbeiten oder gute allgemeine schulische Fertigkeiten sowie Stresstoleranz, emotionale Belastbarkeit oder soziale Kompetenzen) sei die Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Aus gutachterlich-psychiatrischer Sicht kämen einfache, angelernte, repetitive Tätigkeiten, z.B. am Fliessband, in Frage. Gemäss - nach vorinstanzlicher Einschätzung ebenfalls beweiswertiger - ergänzender Stellungnahme vom 19. Januar 2018 ergäben sich aus den Berichten des Zentrums F.________ vom 17. November 2016 sowie der Stiftung G.________ vom 9. November 2016 weder neue Aspekte noch neue medizinische Erkenntnisse, die eine Änderung der gutachterlich-psychiatrischen Einschätzung zur Folge hätten. Es bestünden zudem keine Zweifel an der Objektivität der Gutachterin. Schliesslich habe die IV-Stelle vor Abschluss der Eingliederungsmassnahmen über die Rentenfrage entscheiden dürfen, da gemäss gutachterlicher Einschätzung beim Beschwerdeführer bereits vor deren Durchführung kein rentenbegründender Invaliditätsgrad bestanden habe.