Citation: 5A_62/2023 E. 6.2.4

6.2.4. Ausserdem bestreitet die Beschwerdeführerin die vom Kantonsgericht vorgenommene Interessenabwägung. Soweit sie wiederum beteuert, dass die Beschwerdegegner gar keine Wasserleitung bauen wollten, es um ein zweites Durchleitungsrecht gehe und eine Baubewilligung nach Art. 24 RPG erforderlich sei, ist darauf nicht mehr zurückzukommen. Die Beschwerdeführerin führt indes noch aus, das Kantonsgericht gehe selber davon aus, dass es zwei Alternativen gebe (das Anteilsrecht an der langfristig nicht mehr genügend Wasser für alle Berechtigten führenden Quelle und/oder die Erstellung einer Regenwassernutzungsanlage) und folglich nicht auf eine Notlage geschlossen werden könne, selbst wenn die Alternativen dem Durchleitungsrecht qualitativ unterlegen seien. Das Argument greift zu kurz. Um mit diesem durchzudringen, müsste die Beschwerdeführerin aufzeigen, dass der dem Grundstück der Beschwerdegegner zustehende Anteil am aus der Quelle fliessenden Wasser zusammen mit einer Regenwassernutzungsanlage genügen würde, um den Wasserbedarf zu decken. Diesbezügliche Ausführungen unterlässt sie jedoch, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.