Citation: 6B_789/2019 E. A

Die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich wirft B.________ mehrfache Nötigung zum Nachteil von A.________ vor. B.________, die mit A.________ in den Jahren 2006 bis 2012 eine heimliche, aussereheliche Beziehung unterhalten habe, aus der zwei Töchter (geb. 2010 und 2012) hervorgingen, soll A.________ zwischen April 2010 und Juni 2012 wiederholt erklärt haben, dass sie die aussereheliche Beziehung sowie die daraus entstandenen Kinder öffentlich machen und die Ehefrau von A.________, dessen Vater sowie allenfalls die Presse darüber informieren werde, wenn A.________ keine Geldzahlungen an sie leisten sollte. Aufgrund dieser Aussagen von B.________, namentlich um zu verhindern, dass seine Ehefrau, sein Vater oder die Öffentlichkeit über seine aussereheliche Beziehung und die daraus entstandenen Kinder informiert würden, habe A.________ diverse Zahlungen von insgesamt Fr. 200'300.-- an B.________ getätigt. Diese habe im Bewusstsein gehandelt, dass A.________ mindestens möglicherweise durch ihre Mitteilung, sie werde die aussereheliche Beziehung und die gemeinsamen Kinder publik machen, Zahlungen an sie leistet, was sie auch gewollt habe.