Citation: 2C_836/2021 E. 3.2

3.2. Gemäss Beschwerdeführer sei eine Gehörsverletzung darin auszumachen, dass die Vorinstanz für den Widerruf der Niederlassungsbewilligung EU/EFTA eine völlig neue und überraschende Begründung ins Feld führe, welche nie Thema gewesen sei. Damit verliere er eine Überprüfungsinstanz, setze sich die Vorinstanz mit dem neuen Widerrufsgrund inhaltlich nicht auseinander und habe er keine Möglichkeit gehabt, zur neu angeführten Begründung Stellung zu nehmen. Diese Kritik erweist sich als unbegründet: Es mag zutreffen, dass die Vorinstanz, anders als zuvor das Amt für Migration und das Justiz- und Sicherheitsdepartement, auf den Widerrufsgrund einer Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe abgestellt hat (vorstehende E. 2.3; nachstehende E. 6.1.1). Es kann indes keine Rede davon sein, dass diese "Begründungsänderung" völlig neu und überraschend gewesen wäre. Der Beschwerdeführer wurde auch aufgrund seiner Straffälligkeit mehrfach ausländerrechtlich verwarnt und diese war mit Grund dafür, dass die Unterinstanzen von einem schwerwiegenden Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG ausgegangen waren. Dem Beschwerdeführer musste zudem angesichts der Verwarnung vom 17. Juli 2015 klar sein, dass er mit seiner Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von über einem Jahr grundsätzlich bereits einen Widerrufsgrund gesetzt hatte und dass - trotz Absehens der Aufenthaltsbeendigung damals - ein Zurückkommen darauf bei erneuter Straffälligkeit im Raum stand (dazu im Detail nachstehende E. 6.1). In diesem Zusammenhang ist sodann auch nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz, wie der Beschwerdeführer weiter rügt, ihre Begründungspflicht verletzt hätte. Jedenfalls konnte der Beschwerdeführer das angefochtene Urteil sachgerecht ans Bundesgericht weiterziehen.