Citation: 8C_118/2019 E. 7

Eine offensichtlich unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts für den Zeitpunkt der Verfügung vom 29. Juni 2017 (mit Rentenzusprechung für die Zeit vom 1. Juli 2014 bis 30. Juni 2016) oder eine sonstige Bundesrechtsverletzung durch die Vorinstanz ist nicht erkennbar. Der im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Bericht ihres Hausarztes vom 22. August 2017, auf den sich die Beschwerdeführerin beruft, enthält eine Aktenzusammenfassung mit kurz gehaltenen Notizen zu den letzten Konsultationen. Es geht daraus hervor, dass ihn die Versicherte am 21. März und am 4. Mai 2017 aufsuchte wegen Beschwerden, die er als Zervikobrachialsyndrom links interpretierte und mit Physiotherapie behandeln liess. Gemäss einem Eintrag vom 9. Mai 2017 habe sie zwischenzeitlich einen Orthopäden konsultiert. Aktuell - also am 22. August 2017 - sei die Beschwerdeführerin aufgrund persistierender Schulterschmerzen beidseits mit den objektiven Befunden gemäss Sonographie vom 30. Mai 2017 auch in einer angepassten Tätigkeit nicht arbeitsfähig. Dass das kantonale Gericht mit den am 21. März 2017 erstmals dokumentierten Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in die linke Schulter eine am 29. Juni 2017, Zeitpunkt der Verfügung, bereits seit drei Monaten andauernde rentenrelevante Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit (oben E. 4) als nicht ausgewiesen erachtete, ist nicht zu beanstanden. Gleiches gilt auch insoweit, als sich die Vorinstanz von weiteren Abklärungen zur Arbeitsfähigkeit, soweit diese noch zu berücksichtigen gewesen wäre, in antizipierter Beweiswürdigung keine bessere Erkenntnis versprach. Daran ändert nichts, dass am 30. Mai 2017 sonographisch eine Partialruptur der Supraspinatussehne links und am 4. September 2017 (nach Verfügungserlass) die gleiche Verletzung auch rechts festgestellt wurde.