Citation: 5A_797/2023 E. 4.2

4.2. Nach Auffassung des Obergerichts ist es der Arrestgläubigerin gelungen, glaubhaft zu machen, dass der Arrestschuldner die Dritteinsprecherin nach wie vor vollständig beherrscht. Bei der Aktienübertragung vom Arrestschuldner auf dessen Ehefrau handle es sich um ein "Scheingeschäft". Effektiv sei der Arrestschuldner vielmehr weiterhin Alleineigentümer dieser Gesellschaft geblieben. Hingegen hat es das Obergericht - anders als das Bezirksgericht - abgelehnt, den Arrestschuldner als (zivilrechtlichen) Eigentümer des verarrestierten Grundstücks zu begreifen. Für die Annahme einer Sphären- und Vermögensvermischung durch ungenügende Beachtung der Selbständigkeit der juristischen Person gegenüber der beherrschenden Person gebe es keine hinreichenden Anhaltspunkte.