Citation: 2C_1050/2016 E. 3.2

3.2. Richtig ist, dass das Migrationsamt des Kantons Zürich sich in seiner Verfügung zusätzlich auf Art. 62 lit. d AuG berufen hat (Widerruf einer Bewilligung wegen Missachtung einer mit dieser verbundenen Auflage [gelebte enge Beziehung zum Sohn]). Die Rekurs- und Beschwerdeinstanz sind hierauf nicht bzw. nicht vertieft eingegangen. Dies war aber auch nicht erforderlich: Die entsprechenden Ausführungen erwiesen sich nicht als entscheidrelevant, nachdem es nicht um den Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung, sondern um deren Nichtverlängerung trotz eines allfälligen Anspruchs auf deren Erteilung ging. Verfahrensgegenstand bildete die Frage, ob und inwiefern die Behörden gehalten waren, im Rahmen eines innerstaatlichen oder völkerrechtlichen Bewilligungsanspruchs das Anwesenheitsrecht des Beschwerdeführers zu verlängern. Das Verwaltungsgericht hat sich mit dessen Einwänden auseinandergesetzt, soweit sie geeignet waren, seine Beurteilung zu beeinflussen; dem Beschwerdeführer war es gestützt hierauf ohne Weiteres möglich, den entsprechenden Entscheid sachgerecht anzufechten. Nach der Praxis ist nicht erforderlich, dass die Behörde sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Sie kann sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken und muss einzig wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sie sich hat leiten lassen bzw. auf die sich ihr Entscheid stützt, was das Verwaltungsgericht getan hat (vgl. BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 S. 253 mit Hinweisen).