Citation: 9C_563/2024 E. 1.3

1.3. Dagegen gelangte der Steuerpflichtige am 19. Juli 2024 an das Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Mit einzelrichterlichem Urteil ERV 24 42 wies dieses die Beschwerde ab. Das Obergericht hielt in tatsächlicher Hinsicht fest, dass der Steuerpflichtige eine Schuld gegenüber der Credit Suisse (Schweiz) AG von Fr. 30'000.- habe, dies aufgrund eines Covid-19-Überbrückungskredits. Das Obergericht verwies dazu auf Schriftstücke vom 1. Januar 2021, 1. Januar 2022 und 8. März 2022, wobei es erwog, dass die Schuld den Steuerpflichtigen persönlich treffe. Mithin sei von keiner Bedeutung, dass über die C.________ GmbH mit Sitz in B.________/AR, deren Alleingesellschafter der Steuerpflichtige war, durch Entscheid des Einzelrichters des Kantonsgerichts von Appenzell Ausserrhoden am 20. April 2023 der Konkurs eröffnet worden sei. Aus dem Betreibungsregister gingen sodann Forderungen des Kantons Luzern in der Höhe von Fr. 487.30 und Fr. 970.- hervor, worauf nicht näher einzugehen sei. So oder anders bestünden - neben den gesuchsbetroffenen Steuern - weitere Schulden, wobei die andere Gläubigerin keinen Forderungsverzicht leiste. Entsprechend käme der Erlass der streitbetroffenen Steuern vor allem dieser anderen Gläubigerin zugute, weshalb ein Steuererlass ausscheide (Art. 3 Abs. 2 der Verordnung des EFD vom 12. Juni 2015 über die Behandlung von Gesuchen um Erlass der direkten Bundessteuer [Steuererlassverordnung; SR 642.121]).