Citation: 5A_963/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, aus den Ausführungen der Beschwerdeführerin werde nicht klar, was für ein Einkommen sie derzeit erziele. Zu ihren Einkünften aus ihrer selbständigen Erwerbstätigkeit mache sie überhaupt keine Angaben. Damit seien die Einkommensverhältnisse nicht ausreichend behauptet, geschweige denn belegt. Auch zu ihrem aktuellen Vermögen mache sie keinerlei Angaben und reiche auch keine Belege ein. Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin müsse sich daher vorhalten lassen, dass sie prozessual nachlässig vorgegangen sei, indem sie die geltend gemachte Mittellosigkeit nicht schlüssig begründet und keine Belege betreffend ihre selbständige Erwerbstätigkeit (insbesondere Bilanzen und Erfolgsrechnungen) und ihr Vermögen (insbesondere aktuelle Kontoauszüge) eingereicht habe. Aus der ihr am 3. Juli 2023 gewährten Stundung für ausstehende Gerichtskosten von Fr. 2'661.-- könne die Beschwerdeführerin auch nichts zu ihren Gunsten ableiten. Zum einen ergebe sich aus dem eingereichten Schreiben der Zentralen Inkassostelle der Gerichte nicht, weshalb die Stundung erfolgte. Zum anderen sei sie mehr als drei Monate vor Einreichung der Berufung erfolgt, sodass sie ohnehin nicht dazu tauge, die Mittellosigkeit im Oktober 2023 zu belegen.