Citation: 8C_214/2009 10.07.2009 E. 4

4.1 Die Beweiswürdigung im Allgemeinen, wie auch die antizipierte Beweiswürdigung (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94) als Teil derselben, betreffen Tatfragen (Urteil [des Bundesgerichts] 8C_831/2008 vom 29. Mai 2009 E. 2.3; ULRICH MEYER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 34 zu Art. 105 BGG, und MARKUS SCHOTT, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 29 zu Art. 95 BGG, je mit Hinweisen), die das Bundesgericht lediglich auf offensichtliche Unrichtigkeit und Rechtsfehlerhaftigkeit hin zu überprüfen befugt ist (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. E. 1 hiervor). Unter diesem Blickwinkel hält ein Verzicht der Vorinstanz auf weitere Beweisvorkehren aufgrund antizipierter Beweiswürdigung etwa dann nicht stand, wenn die Sachverhaltsfeststellung unauflösbare Widersprüche enthält (vgl. etwa BGE 124 II 103 E. 1a S. 105; Urteil 5P.119/2000 vom 24. Juli 2000 E. 4c/bb, nicht publ. in: BGE 126 III 431) oder wenn eine entscheidwesentliche Tatsache auf unvollständiger Beweisgrundlage beantwortet wird (vgl. BGE 132 III 83 E. 3.5 S. 88). Demgegenüber ändern blosse Zweifel an der Richtigkeit der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung an deren Verbindlichkeitswirkung gemäss Art. 105 Abs. 1 BGG nichts (vgl. die Hinweise im Urteil [des Bundesgerichts] 9C_539/2007 vom 31. Januar 2008 E. 2.2.2). 4.2 Der ausdrückliche Verzicht auf weitere medizinische Abklärungen durch die Vorinstanz ist unter den vorliegenden Umständen vom Bundesgericht nicht zu beanstanden, da von einer Rechtsfehlerhaftigkeit im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG nicht die Rede sein kann. Demgemäss bleibt für die von der Beschwerdeführerin verlangte Rückweisung der Angelegenheit an die IV-Stelle zur Einholung einer Expertise kein Raum. Nichts anderes ergibt sich im Übrigen auch aus dem Schreiben des Spitals L.________ vom 26. März 2009, wonach eine stationäre Begutachtung durchzuführen sei, damit die Arbeitsfähigkeit "genauer abgeschätzt" werden könne. Ob die Einreichung dieses Schreibens im letztinstanzlichen Verfahren angesichts des in Art. 99 Abs. 1 BGG verankerten Novenverbots überhaupt in prozessual zulässiger Weise erfolgt ist, kann unter diesen Umständen dahingestellt bleiben.