Citation: 8C_700/2020 E. 3.3.3

3.3.3. Dr. med. F.________, Suva Versicherungsmedizin, hielt in seiner orthopädischen Beurteilung vom 28. Mai 2019 fest, die Bilder der radiologischen Untersuchung vom 5. Januar 2018 seien als interstitielle Partialruptur der ansatznahen Subscapularissehne auf nahezu ganzer Breite interpretiert worden. Somit müsse von einer Läsion zwischen den Sehnenfasern ausgegangen werden, die mithin selber nicht geschädigt worden sein könnten. Daher könne eigentlich nicht von einer Partialruptur ausgegangen werden, sondern nur von einer Läsion des Sehnengewebes ohne Gewalteinwirkung, woraus sich ergebe, dass die Suscapularissehne eher degenerativ geschädigt worden sei. Ausführungen zur Auffassung des Prof. Dr. med. E.________ zur traumatischen Genese der Ruptur der Subscapularissehne erübrigten sich, da im vorliegenden Fall das Sehnengewebe interstitiell und damit nicht traumatisch geschädigt worden sein könne. Es sei bekannt, dass der Beschwerdeführer an einem Diabetes mellitus sowie einer pulmonalen Sarkoidose leide, weshalb auch nach Auffassung des Prof. Dr. med. E.________ als Ursache eine dadurch verursachte primäre Schultersteife in Frage komme. Dr. med. F.________ hielt weiter fest, die sieben Monate nach dem Ereignis eingetretene adhäsive Kapsulitis könne nicht in Zusammenhang mit dem Unfall gebracht werden. Somit müsse hier eher von einer oder von mehreren Erkrankungen verursachten primären Schultersteife ausgegangen werden, auch wenn Prof. Dr. med. E.________ beizupflichten sei, dass radiologisch am 5. Januar 2018 ein postkontusionell signalalteriertes AC-Gelenk ohne Atrophie der Muskulatur habe festgestellt werden können. Im Bericht vom 14. Januar 2020 präzisierte Dr. med. F.________ seine Auffassung, der Begriff "interstitielle Partialruptur" bezeichne einen klar definierten anatomischen respektive histologischen Begriff.