Citation: 1C_203/2017 E. B

Dagegen führten verschiedene juristische und natürliche Personen, darunter die Pfarrei Wünnewil-Flamatt und A.________, Beschwerde beim Kantonsgericht Freiburg. Mit Urteil vom 7. März 2017 fällte dieses in der Sache das folgende Urteil: "I. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. Der Entscheid der RUBD vom 22. Juli 2015 ist aufzuheben, soweit dieser bestimmt, dass in Art. 7 GBR (betreffend den Ortsbildschutzperimeter) ein Satz mit dem Hinweis einzufügen sei, dass "die spezielle (recte: speziellen) Zonenvorschriften nur nach strenger Anwendung der Vorschriften zum Ortsbildschutz gelten" (vgl. Ziff. 1 des Entscheides in Verbindung mit dessen Erwägung IV, Ziff. 4.2). Anstelle dieses Satzes ist in Art. 7 GBR betreffend den Ortsbildschutzperimeter ein Satz mit dem folgenden Inhalt einzufügen: "Die speziellen Zonenvorschriften gelten vorbehältlich der Vorschriften zum Ortsbildschutz". Im Übrigen wird der angefochtene Entscheid bestätigt." Zur Begründung wird im Wesentlichen ausgeführt, die von der Direktion eingeführte ergänzende Formulierung werde ihrer geäusserten Absicht nicht gerecht; sie habe einzig klarstellen wollen, dass die Vorschriften zum Ortsbildschutz überlagernd zu den einzelnen Zonennutzungsvorschriften gälten. Die gewählte Formulierung gehe darüber hinaus und verlange eine strenge Anwendung der Bestimmungen zum Ortsbildschutz. Das stehe damit im Widerspruch, dass nach der Rechtsprechung Ausnahme- und Polizeivorschriften grundsätzlich weder extensiv noch restriktiv, sondern nach ihrem Sinn und Zweck im Rahmen der allgemeinen Regeln zutreffend auszulegen seien. Anstelle der missglückten Formulierung sei der neue, vom Kantonsgericht formulierte Wortlaut in Art. 7 GBR aufzunehmen.