Citation: 1C_129/2021 E. 3.5

3.5. Zur Diskussion steht die Gefahr bei allfälligen Lawinen durch das Dorfbachtobel (vgl. oben E. 3.3). Die Vorinstanz durfte ohne Weiteres von der besonderen Fachkunde der zuständigen Gefahrenkommission bei der Beurteilung dieser Lawinengefahr ausgehen. Vor Bundesgericht weisen die Beschwerdeführer auf ausgedehnte Schutzverbauungen zur Dämmung der Lawinengefahr hin. Sie behaupten aber nicht konkret, diese baulichen Schutzmassnahmen seien jünger als der erwähnte Entwurf des Gefahrenzonenplans vom 7. August 2018. Es liegt auf der Hand, dass die Gefahrenkommission bei dieser fachlichen Einschätzung die Wirkung von vorhandenen Schutz- und Wohnbauten auf dem Weg eines allfälligen Lawinenzugs berücksichtigt hat. Die Vorinstanz ist nicht in Willkür verfallen, wenn sie es gestützt darauf als ausgeschlossen erachtete, die fragliche Lawinengefahr mit baulichen Schutzmassnahmen in vertretbarem Umfang unter ein erhebliches Gefahrenniveau zu senken. Ihre Annahmen zur Gefahrenlage werden ebenso wenig entkräftet, wenn in den letzten Jahren keine Sperrung der Eggastrasse wegen Lawinengefahr erfolgt sein sollte, wie die Beschwerdeführer behaupten. Die Risikobewertung bei Naturgefahren stellt auf eine viel längere Wiederkehrperiode von Naturereignissen ab (vgl. die vom Bundesamt für Raumentwicklung und vom Bundesamt für Umwelt herausgegebene Empfehlung "Raumplanung und Naturgefahren", 2005, Ziff. 3.2 und 3.3, S. 16 ff.).