Citation: 1C_87/2023 E. 3.3

3.3. Aus den Akten der Gemeinde ergibt sich, dass die am 24. September 2020 bei der Gemeinde eingereichten Gesuchsunterlagen (vgl. Eingangsstempel) mit Schreiben der Gemeinde vom 30. September 2020 an die Baugesuchszentrale des Kantons (ARE/TG) übermittelt wurden. Während der öffentlichen Auflage machte der Beschwerdeführer geltend, die Unterlagen seien unvollständig. Daraufhin reichte die Beschwerdegegnerin am 21. Dezember 2020 ein "Ausführungskonzept mit Terminannahmen" unter Beilage verschiedener Pläne (Beilagen 1-5) sowie eine Aushubdeklaration mit zugehörigem Beschrieb nach. Diese Unterlagen (mit Eingangsstempel "21. Dez. 2020") wurden am 22. Dezember 2020 dem ARE/TG übermittelt (vgl. Akten ARE/TG). Dem Beschwerdeführer wurde gemäss Einspracheentscheid Einsicht in die vollständigen Baugesuchsunterlagen gewährt. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass ihm das Übermittlungsschreiben vom 22. Dezember 2020 vorenthalten worden wäre, befindet sich dieses doch ebenfalls in den Gemeindeakten. Selbst wenn dies jedoch der Fall gewesen wäre, hätte der Beschwerdeführer spätestens am 9. September 2021, bei der Einsichtnahme in die Rekursakten, vom Übermittlungsschreiben Kenntnis nehmen können, befindet es sich doch in den vom ARE/TG eingereichten Akten. Unter diesen Umständen ist dem Verwaltungsgericht beizupflichten, dass entweder keine oder allenfalls eine geringfügige Verletzung des Akteneinsichtsrechts vorliegt, die im Rekursverfahren geheilt worden wäre. Es gibt insbesondere keinerlei Anhaltspunkte, dass dem Beschwerdeführer Gesuchsunterlagen vorenthalten worden wären.