Citation: 9C_271/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Die Vorinstanz erwog, aus der gegenüber der Arbeitslosenversicherung gemeldeten Vermittlungsfähigkeit von 100 % könne nicht geschlossen werden, die Versicherte sei mindestens 80 % arbeitsfähig gewesen. Dem könne nicht die gleiche Bedeutung wie einer effektiven Erwerbstätigkeit beigemessen werden. Zudem sei zu beachten, dass die Versicherte ihre Behinderung negiere und bagatellisiere. Eine solche Dissimulation sei auch beim Arbeitslosentaggeldbezug ab dem 23. Juli 2012 zu beobachten gewesen, habe sich die Versicherte trotz einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit zu 100 % vermittlungsfähig gehalten. Es bestünden keine Anhaltspunkte, dass von März 2010 bis März 2011 eine dauerhafte Wiedererlangung einer Erwerbstätigkeit von mehr als 80 % objektiv wahrscheinlich erscheine. Auch die verschiedenen kurzen Arbeitseinsätze nach dem Arbeitsverhältnis bei der B.________ AG sowie der gescheiterte Arbeitsversuch als externe Mitarbeiterin für die Bank D.________ AG liessen eine dauerhafte Wiedererlangung einer Arbeitsfähigkeit von mehr als 80 % unwahr scheinlich erscheinen. Die Versicherte sei bereits zu Beginn dieser Tätigkeit am 12. Juli 2011 nicht voll leistungsfähig gewesen. Die Bank D.________ AG habe ihr mit dem Schreiben vom 31. Mai 2012 die festgestellten Schwächen bestätigt, die aufgrund des Arbeitsverhält nisses sichtbar gewesen seien. Dass das Arbeitsverhältnis dennoch zehn Monate gedauert habe, sei auf die befristete Anstellung zurückzuführen, die nur in Ausnahmefällen vorzeitig aufgelöst werden könne.