Citation: 2C_379/2015 E. 2.5.2

2.5.2. Die als verletzt angerufene Norm (Art. 79 Abs. 1 StG/SH) entspricht beinahe wörtlich der harmonisierungsrechtlichen Vorgabe (vorne E. 1.4.2), weshalb sie an sich durch Art. 28 Abs. 3 StHG abgedeckt und einer Normenkontrolle entzogen ist ("immunisierende" Wirkung von Art. 190 BV; vorne E. 1.3.3). Sie eröffnet den Kantonen aber einen beträchtlichen Rechtssetzungsspielraum (vorne E. 2.4). Im hier interessierenden Zusammenhang ist daran zu denken, dass die Kantone die reine Vermögensverwaltung, die von keinerlei Geschäftstätigkeit begleitet ist, offenbar unterschiedlich beurteilen: Die Ausgestaltung als reine Vermögensverwaltungsgesellschaft scheint beispielsweise von den Kantonen Basel-Landschaft (FRANTISEK J. SAFARIK, in: Nefzger/Simonek/Wenk, a. a. O., N. 6 zu § 64 StG/BL) und Aargau (DIETER WEBER, in: Klöti-Weber/Siegrist/Weber, a. a. O., N. 12 zu § 79 StG/AG) als ausreichend betrachtet zu werden, um als Gesellschaft im Sinne von Art. 28 Abs. 3 StHG zu gelten, nicht so aber etwa von den Kantonen Bern (CHRISTOPH LEUCH/HANSPETER WITSCHI, in: Christoph Leuch/Peter Kästli/Markus Langenegger [Hrsg.], Praxiskommentar zum Berner Steuergesetz, Band 1, 2. Aufl. 2014, N. 8 zu Art. 99 StG/BE) und Zürich (RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a. a. O., N. 6 zu § 74 StG/ZH; insbesondere zum ausländischen Streubesitz).