Citation: 1B_66/2020 E. 4.5

4.5. Auch in diesem Zusammenhang ist keine Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung ersichtlich: Die Auffassung des Obergerichtes, im vorliegenden Fall hänge die strafrechtliche Beurteilung stark von güterrechtlichen Sachverhaltsfragen ab, die Gegenstand des Scheidungsverfahrens bilden, ist sachlich vertretbar. Die Sistierung beruht hier auf einem objektiven Grund. Auch die Beschwerdeführerin räumt ein, dass es "hier vor allem um Güterrecht geht". Von einem bloss "losen" Zusammenhang zwischen dem Zivil- und dem Strafverfahren kann jedenfalls nicht die Rede sein. Das Scheidungsverfahren war im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides im Übrigen bereits seit knapp anderthalb Jahren gerichtshängig; es erscheint unterdessen (nach ca. zweieinhalb Jahren) prozessual schon weit fortgeschritten.