Citation: 2C_244/2022 E. 12.6.1

12.6.1. Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, ihnen könne kein Organisationsverschulden vorgeworfen werden, da im Rahmen der Untersuchung der WEKO "Publikation Arzneimittel" (RPW 2008 S. 385 ff.) die Qualitätssicherungsarbeiten bezüglich Arzneimittelpublikation als kartellrechtlich unproblematisch qualifiziert worden seien; eine Koppelung (Art. 7 Abs. 2 lit. f KG) sei verneint worden. Deshalb hätten sie davon ausgehen dürfen, dass vorliegend die Qualitätskontrolle der in den INDEX-Datenbanken und im Compendium zu publizierenden Medikamenteninformationen ebenfalls unproblematisch seien und keine Koppelung im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. f KG darstellten. Sie rügen in diesem Sinne eine Verletzung von Bundesrecht.