Citation: 8C_372/2023 E. 5.3

5.3. Was die Rechtmässigkeit der Kündigung in materiellrechtlicher Hinsicht anbelangt, legte das kantonale Gericht die Vorkommnisse in ihrem zeitlichen Ablauf seit August 2020 ausführlich dar. Es zeigte auf, dass die kritisierte Ausweitung der Maskentragpflicht auf den Unterricht per 26. Oktober 2020 als Massnahme zur Verhinderung einer Weiterverbreitung des Coronavirus und Aufrechterhaltung des Präsenzbetriebs gestützt auf die Verordnung vom 19. Juni 2020 über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Verordnung besondere Lage; AS 2020 2213 ff.) rechtmässig war. Dass sich die Beschwerdeführerin im Unterricht kritisch zur Maskentragpflicht äusserte, ein entsprechendes Video einer Arbeitsmedizinerin zeigte und niemanden zum Tragen einer Maske "nötigte", ist, wie bereits in E. 5.2.3 hiervor erwähnt, unbestritten. Die Vorinstanz stellte daher willkürfrei fest, dass die Beschwerdeführerin die angeordnete Massnahme trotz Verwarnung bzw. Dienstanweisung vom 28. Oktober 2020 nicht (genügend) umsetzte, sondern vielmehr in Frage stellte, wodurch sie ihre Dienst- und Treuepflicht verletzte. Die unterlassene Durchsetzung der Maskentragpflicht ist, wie das kantonale Gericht nachvollziehbar aufzeigte, entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht von der Meinungsäusserungsfreiheit geschützt. Zudem haben Staatsangestellte Äusserungen und Handlungen zu unterlassen, die ihre Treue und loyale Pflichterfüllung in Frage stellen. Die Beschwerdeführerin vermag nach Gesagtem nicht aufzuzeigen, inwiefern die Schlussfolgerung der Vorinstanz willkürlich sein soll, wonach sie durch ihr Verhalten und ihre diesbezügliche Uneinsichtigkeit das Vertrauensverhältnis mit der Arbeitgeberin schwer beeinträchtigt und schliesslich zusammen mit der fehlenden Gesprächsbereitschaft ganz zerstört habe, was einen sachlichen Kündigungsgrund darstelle. Ins Leere zielt sodann auch der Einwand einer missbräuchlichen Kündigung, legte doch das kantonale Gericht überzeugend dar, dass es sich nicht um eine Rachekündigung wegen des Gesuchs um Begründung der vorsorglichen Einstellung im Amt handelte, sondern um eine Kündigung infolge Verletzung der Treuepflicht und daraus resultierendem Vertrauensverlust. Bei dieser Ausgangslage durfte es - ohne in Willkür zu verfallen - vom Vorliegen eines sachlich zureichenden Grunds für eine ordentliche Kündigung im Sinne des kantonalen Personalrechts und von deren Verhältnismässigkeit ausgehen.