Citation: 6B_720/2018 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Die Anklage umschreibe weder in zeitlicher, örtlicher noch sachlicher Hinsicht die ihm zur Last gelegten Drogengeschäfte in hinreichend konkreter Weise. So genüge es in Bezug auf den am schwersten ins Gewicht fallenden Vorwurf nicht, wenn die Anklage festhalte, er habe an das Ehepaar A.________ / B.________ in der Zeitspanne August 2008 bis August 2009 wiederholt Heroin verkauft; vielmehr müsse die Anklage das genaue Datum der einzelnen Verkäufe enthalten. Auch mit Bezug auf die Verkäufe an die weiteren Personen sei die zeitliche Umschreibung ungenügend. Mangelhaft sei die Anklage auch betreffend die örtlichen Angaben. Schliesslich fehle in der Anklage die Angabe des Reinheitsgrades. Er wisse nicht, ob die Staatsanwaltshaft von einer mittleren, besonders reinen oder gestreckten Qualität ausgehe. Um eine ausreichende Verteidigung zu ermöglichen, hätte die Staatsanwaltschaft ihre Berechnungen zum Reinheitsgrad in der Anklageschrift offenlegen müssen. Ebenso mache es eine Zeitangabe von einem Jahr (August 2008 bis August 2009) der Verteidigung unmöglich, ein allfälliges Alibi vorzulegen.