Citation: 2C_267/2024 E. 4.4

4.4. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, verfängt nicht: Soweit er geltend macht, er halte sich nun wiederum seit rund vier Jahren in der Schweiz auf, sei hier arbeitstätig, spreche Deutsch und sei voll integriert, weshalb das öffentliche Interesse am Bewilligungswiderruf gering sei, ist (wie bereits durch die Vorinstanz) darauf hinzuweisen, dass sein Aufenthalt in der Schweiz seit seiner Einreise mit einer gefälschten italienischen Identitätskarte auf einer Täuschung der Behörden beruht. Ein solcher Aufenthalt und die Aufenthaltsdauer sind deshalb erheblich zu relativieren (vgl. diesbezüglich aus der neueren Rechtsprechung Urteile 2C_482/2022 vom 29. September 2023 E. 5.7; 2C_357/2022 vom 30. August 2022 E. 4.5.1; 2C_860/2020 vom 23. Februar 2021 E. 6.3). Einer guten Integration in der Schweiz kommt bei der Verhältnismässigkeitsprüfung nur geringes Gewicht zu, wenn sich der Ausländer dank einem Aufenthaltstitel in der Schweiz integrieren konnte, den er durch Täuschung der Behörden erworben hat. Andernfalls würde das täuschende Verhalten belohnt, was nicht angeht und worin ebenfalls ein öffentliches Interesse an der Aufenthaltsbeendigung liegt (vgl. Urteil 2C_357/2022 vom 30. August 2022 E. 4.5.1 f. mit Hinweisen). Als kosovarischer Staatsangehöriger bzw. als Drittstaatenangehöriger hatte und hat der Beschwerdeführer nämlich keinen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz. Ausserdem stellt im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung die Steuerung und Kontrolle der Zuwanderung sowie die Erhaltung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen der schweizerischen und der ausländischen Wohnbevölkerung ein weiteres öffentliches Interesse zugunsten des Widerrufs der Aufenthaltsbewilligung dar (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.7; Urteile 2C_432/2023 vom 8. April 2024 E. 4.3; 2C_357/2022 vom 30. August 2022 E. 4.5.1; 2C_692/2021 vom 23. Mai 2022 E. 4.3). Entgegen dem Beschwerdeführer überwiegt vorliegend das öffentliche Interesse am Widerruf der Aufenthaltsbewilligung und der Wegweisung das private Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz und dessen Aufenthaltsbeendigung und Wegweisung ist verhältnismässig.