Citation: 9C_316/2018 E. 6.3

6.3. Die im November und Dezember 2017 versendeten Bewerbungsschreiben sind qualitativ deutlich besser. Ob diese - wie von der Vorinstanz angenommen - immer noch nicht genügen, kann offengelassen werden. Diese Schlussfolgerung scheint mit Blick auf die Fähigkeiten der erst im Juli 2017 in die Schweiz eingereisten Ehefrau sowie den arbeitsunfähigen und verbeiständeten Beschwerdeführer einerseits und die in Frage kommenden Tätigkeiten für die Ehefrau - Hilfsarbeiten, die keine speziellen Qualifikationen erfordern - andererseits zumindest fraglich. Selbst wenn jedoch die weiteren Bewerbungen im hier zu beurteilenden Zeitraum bis Ende Dezember 2017 als hinreichend qualifiziert würden, ergibt sich nichts für den Beschwerdeführer. Mit einer zweimonatigen Bewerbungsphase kann vorliegend die Vermutung der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit nicht widerlegt werden, dies angesichts der gewährten, aber ungenutzten Übergangsfrist von drei Monaten, welche die Ehefrau (vermutungsweise) benötigt, um eine Arbeit aufzunehmen. Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau haben keinen Anspruch darauf, dass ihnen nochmals eine Übergangsfrist eingeräumt oder diese verlängert wird, weshalb hier erst nachdem die Ehefrau sich während dreier Monate (Dauer der Anpassungszeit) ohne Erfolg beworben hat, überhaupt von der Unverwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könnte. Im Ergebnis ist somit der vorinstanzliche Entscheid insoweit zu bestätigen, wonach nach der Übergangsfrist zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ab 1. November 2017 eine fehlende Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit auf dem konkreten Arbeitsmarkt bis Dezember 2017 nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist.