Citation: 4A_200/2022 E. 4.3

4.3. Laut Vorinstanz äussern sich die ärztlichen Berichte und Zeugnisse von Dr. med. C.________ kaum zu den Auswirkungen der Diagnose auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Im ersten Bericht vom 13. Juli 2018 würden nur Fragen der Beschwerdegegnerin beantwortet. Im zweiten Bericht vom 7. Juni 2019 werde auf sechs Zeilen ausgeführt, dass es der Beschwerdeführerin physisch besser gehe und sie besser schlafe. Für eine geregelte Arbeit fehle ihr aber die Ausdauer, Belastbarkeit und Konzentration. Zeit- und Arbeitsdruck würden erneut körperliche Beschwerden auslösen. Nachdem die Beschwerdegegnerin die Arbeitsunfähigkeit ab 1. Juli 2018 bestritten habe, hätte es gemäss Vorinstanz an der Beschwerdeführerin gelegen, diese strittige Tatsache zu beweisen. Diesen Nachweis habe die Beschwerdeführerin nicht erbracht. Die Berichte vom 13. Juli 2018 sowie 7. Juni 2019 genügten nicht. Auch das Arztzeugnis von Dr. med. C.________ vom 4. September 2019 enthalte keine näheren Angaben zu den Gründen der attestierten Arbeitsunfähigkeit. Gemäss Vorinstanz stehen die ärztlichen Stellungnahmen, Berichte und Zeugnisse von Dr. med. C.________ auf der gleichen Stufe wie die Berichte von Prof. Dr. med. D.________ und Dr. med. E.________, die zum gegenteiligen Ergebnis kommen. Bei diesem Ausgang trage die Beschwerdeführerin die Folgen der Beweislosigkeit.