Citation: 6B_130/2021 E. 2.4.3

2.4.3. Der Partei, welche zum Beweis einer tatsächlich bestehenden Forderung eine Urkunde fälscht, fehlt es an der unrechtmässigen Bereicherungsabsicht im Sinne von Art. 146 StGB. Die Verbesserung ihrer Beweislage stellt jedoch einen unrechtmässigen Vorteil im Sinne von Art. 251 StGB dar (Urteil 6B_1005/2013 vom 10. Februar 2014; vgl. auch BGE 128 IV 265 E. 2.2). Als unrechtmässiger Vorteil genügt grundsätzlich jede Besserstellung (MARKUS BOOG, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2019, N. 193 zu Art. 251 StGB; Urteil 6B_1315/2019 vom 3. Juni 2020 E. 2.2 mit Hinweisen). Die Frage nach der Vorteilsverschaffungsabsicht nach Art. 251 StGB ist autonom und unabhängig von der fehlenden Anklage wegen Betrugs, in Anwendung des Rechts von Amtes wegen (Art. 106 Abs. 1 BGG), zu beurteilen, sofern das angefochtene Urteil die notwendigen Sachverhaltsfeststellungen (Art. 105 Abs. 1 BGG) enthält (Urteil 6B_1236/2018 vom 28. September 2020 E. 1.6.2 i.f.).