Citation: 8C_964/2008 01.09.2009 E. A

Die 1972 geborene M.________ arbeitete seit Juni 2001 teilzeitlich bei der Firma B.________ AG als Verkäuferin in einem Tankstellen-Shop und war dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 19. Juni 2002 prallte der Lenker eines nachfolgenden Kleinlasters in einen Personenwagen, der in das Motorrad der vor einer Strassenverkehrskreuzung wartenden Versicherten katapultiert wurde. Der erstbehandelnde Arzt stellte am 20. Juni 2002 Verspannungen der Halswirbelsäule (HWS) ohne neurologische Ausfälle und ohne radiologisch nachweisbare Frakturen fest und diagnostizierte ein HWS-Schleudertrauma (Bericht des Dr. med. Z.________, Allg. Medizin FMH, vom 4. August 2002). Eine Untersuchung im Zentrum X.________ (Bericht vom 16. August 2002) ergab eine aktuell alarmierende Situation bei progredienter Symptomatik trotz durchgeführter Physiotherapie und Einnahme von Analgetika, weshalb eine stationäre Rehabilitation dringend indiziert war. Laut Austrittsbericht der Klinik U.________ vom 3. Oktober 2002, wo sich die Versicherte vom 27. August bis 24. September 2002 aufhielt, konnte das HWS-Distorsionstrauma mit chronisch progredienter Zervikozephalgie, neuropsychologischen Störungen (Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit, Leseschwierigkeiten), Tinnitus (Ohrenpfeifen) und Schwankschwindel subjektiv nicht erheblich verbessert werden. Nach weiteren ambulanten medizinischen Massnahmen kam die Klinik K.________ (Dr. med. G.________, Chefarzt, Rheumatologie FMH, European board certificate) zum Schluss, die Patientin sei konservativ weitgehend austherapiert (Bericht vom 12. Dezember 2002). Nachdem die von Dr. med. G.________ angeordneten interventionellen Massnahmen im Bereich der HWS nicht den gewünschten Erfolg brachten, fielen nur noch alternative oder psychotherapeutische Verfahren in Betracht (Berichte der Klinik K.________ vom 11. und 28. Februar 2003 und des Zentrums X.________ vom 14. März 2003). Mit der danach durchgeführten Behandlung des Zentrums R.________ (Berichte vom 2. Juni und 8. Juli 2003) den stützenden psychiatrischen Gesprächen beim Dienst P.________ (Berichte der Frau Dr. med. T.________, Oberärztin, vom 15. Oktober 2003 sowie 1. März und 13. Juli 2004) und der von pract. med. H.________ (Aerztegemeinschaft mit Dr. med. Z.________) angewandten Neuraltherapie (Berichte vom 29. März, 11. Mai und 7. Juli 2004) konnte keine Verbesserung des Gesundheitszustandes erreicht werden. Ein vom 29. September bis 26. Oktober 2004 dauernder Aufenthalt in der Klinik E.________ ergab gemäss Austrittsbericht vom 8. November 2004 ein chronisches zerviko-okzipitales, intermittierend linksbetontes zerviko-brachiales Schmerzsyndrom, lage- und bewegungsabhängige Schwankschwindelsensationen, Lichtüberempfindlichkeit und Tinnitus beidseits sowie eine mittelgradig depressive Episode mit somatischen Symptomen mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit im erlernten Beruf als Coiffeuse. Der Empfehlung der Klinik E.________ folgend übernahm die SUVA für die nächsten sechs Monate (vgl. Berichte des Dr. med. W.________, Kreisarzt, SUVA, vom 23. und 24. November 2004) weitere ambulante Physio- und Psychotherapie sowie ergänzend eine Maltherapie. Am 9. August 2005 meldete der Dienst P.________ schwere Rückfälle mit Exacerbation der Schmerzen bei unveränderter Symptomatik (depressives Zustandsbild und neuropsychologische Störungen) und nach wie vor bestehender vollständiger Arbeitsunfähigkeit. Gemäss dem davor von der SUVA in Absprache mit der Versicherten und der Motorfahrzeughaftpflichtversicherung des Unfallverursachers bestellten neurologischen Fachgutachten des Spitals V.________, Neurologisch-Neurochirurgische Poliklinik, vom 11. August 2005 zeigten sich bei bildgebend auszuschliessender struktureller Ursache klinisch-neurologisch keine sensomotorischen radikulären Ausfälle; es imponierte eine deutliche Schmerzhaftigkeit und Einschränkung der Beweglichkeit im HWS-Bereich; die einseitigen Kopfschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen entsprachen einer Migräne mit Aura; weitere medizinische Untersuchungen und Massnahmen waren nicht indiziert, jedoch war eine zusätzliche neuropsychologische und psychiatrische Abklärung notwendig, bei aktuell bestehender Arbeitsfähigkeit von 70 % als Tankstellenwartin oder in vergleichbaren Beschäftigungen. Mit Verfügung vom 8. November 2005 stellte die SUVA die bislang erbrachten Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) auf den 30. November 2005 ein und verneinte mangels adäquaten Kausalzusammenhangs der geltend gemachten Beschwerden mit dem Unfall vom 19. Juni 2002 einen Anspruch auf Invalidenrente und Integritätsentschädigung, woran sie auch nach Eingabe einer Einsprache und eines Berichts des Dr. med. A.________, Spezialarzt FMH für Otorhyinolaryngologie, Hals- und Gesichtschirurgie, vom 9. Dezember 2006 festhielt (Einspracheentscheid vom 17. Januar 2007).