Citation: 5A_444/2019 E. 1

Dem Exmissionsverfahren liegt unbestrittenermassen ein Streitwert von Fr.9'450.-- zugrunde und die Beschwerdeführer anerkennen, dass selbst wenn von einem Mietverhältnis auszugehen wäre - sie behaupten auch, ein Wohnrecht zu besitzen -, der für die Beschwerde in Zivilsachen erforderliche Mindeststreitwert nicht erreicht ist (Art. 74 Abs. 1 lit. a und b BGG). Sie behaupten deshalb eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung (Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG), nämlich dahingehend, dass Zwangsmassnahmen unzulässig seien, wenn erhebliche Gegenansprüche aus Güterrecht bestünden und diese gegenläufige Verpflichtung "verzahnt" sei. Dieser Gedankengang läuft schon deshalb ins Leere, weil das Obergericht auf die Berufung betreffend Widerklage nicht eingetreten ist und das Bundesgericht mit heutigem Datum im parallelen Beschwerdeverfahren ein Nichteintretensurteil gefällt hat. Im Übrigen wäre weder dargetan noch ersichtlich, worin eine Rechtsverletzung bestehen soll, wenn das Obergericht befunden hat, die Widerklage wäre für das Exmissionsgesuch ohne Relevanz, und schon gar nicht ist erkennbar, inwiefern diesbezüglich eine verallgemeinerungsfähige Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung vorliegen könnte (vgl. zum betreffenden Rechtsbegriff BGE 133 III 645 E. 2.4 S. 649; 140 III 191 E. 1.3 S. 194).