Citation: 8C_873/2009 14.12.2009 E. 6

Die Berufung der Versicherten auf Art. 27 ATSG (Aufklärung und Beratung; vgl. nicht publ. E. 8.3 f. des Urteils BGE 135 V 339, BGE 131 V 472) ist unbehelflich. Gestützt auf Art. 43 ATSG klärte die IV-Stelle ihre Arbeits(un)fähigkeit durch Einholung von Arztberichten und eines Gutachtens ab. Vor Abschluss dieses Abklärungsverfahrens bis zum Verfügungserlass am 20. Februar 2008 war die IV-Stelle gar nicht in der Lage, der Versicherten verbindliche Angaben über ihre Arbeits(un)fähigkeit zu machen, was auch dieser klar sein musste. Demnach war das von der Versicherten gerügte diesbezügliche "Stillschweigen" der IV-Stelle bis zum Verfügungserlass gar nicht geeignet, bei ihr ein berechtigtes Vertrauen auf das Bestehen einer bestimmten Arbeits(un)fähigkeit auszulösen. Die IV-Stelle hat mithin Art. 27 ATSG nicht verletzt, wie die Vorinstanz im Ergebnis richtig erkannt hat.