Citation: 6B_1178/2018 E. 2.4

2.4. Basierend auf den willkürfreien und für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, indem sie den Beschwerdeführer wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln schuldig spricht. Die Pflicht, die Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuzuwenden, ist eine für die Verkehrssicherheit objektiv wichtige Vorschrift, deren Missachtung eine erhebliche Gefährdung der Verkehrssicherheit nach sich zieht. Es steht fest, dass der Beschwerdeführer durch Blick zum Beifahrer sowie Übergabe der Trinkflasche nach rechts seine Aufmerksamkeit nicht der Strasse und dem Verkehr zuwandte, sondern unbemerkt auf die Gegenfahrbahn geriet, sodass das ihm auf dieser entgegen kommende Fahrzeug abbremsen und ausweichen musste. Aufgrund dieses Brems- und Ausweichmanövers erkennt die Vorinstanz zu Recht eine konkrete, ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer und erachtet den Tatbestand von Art. 90 Abs. 2 SVG unabhängig von einer abstrakten Gefahr durch den von der Strasse abgewandten Blick sowie einer erschwerten Bedienung des Fahrzeugs durch Übergabe der Trinkflasche folgerichtig als erfüllt. Vor dem Hintergrund der konkreten Gefahr geht auch der Einwand des Beschwerdeführers guter Witterungs-, Sicht- und Verkehrsverhältnisse fehl. Nicht zu beanstanden ist weiter, dass die Vorinstanz das Verhalten des Beschwerdeführers, welcher zumindest so lange unaufmerksam war und so weit über die Strassenmitte fuhr, dass es ohne Brems- und Ausweichmanöver des entgegenkommenden Fahrzeugs - welches der Beschwerdeführer gänzlich ausblendet - zu einer Frontalkollision gekommen wäre, als rücksichtslos wertet.