Citation: 1C_241/2022 E. 2.4

2.4. Das Verwaltungsgericht hat ausdrücklich festgehalten, der Sekundarschulgemeinde komme das Recht zu, Aufgaben der wahlleitenden Behörde an den Stadtrat Dübendorf zu delegieren. § 18 GPR sieht in diesem Sinne vor, dass die Schulgemeinden die Aufgaben der Wahlleitung ganz oder teilweise einer politischen Gemeinde übertragen können, die in ihrem Gebiet liegt oder in deren Gebiet sie liegen. Umstritten ist einzig, ob hier eine rechtsgültige Delegation vorliegt, was die Beschwerdeführerin bejaht, das Verwaltungsgericht dagegen verneint. Das Verwaltungsgericht hält zur Begründung im Wesentlichen fest, in den Akten liege einzig ein Beschluss des "Büros der Oberstufenschule", dessen Zusammensetzung unklar bleibe. Die Zuständigkeit für die Delegation liege jedoch bei der Gesamtbehörde. Dass die Schulpflege den Beschluss des Büros zur Kenntnis genommen habe, ändere nichts. Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, dass der Delegationsbeschluss des Büros von der Oberstufenschulpflege Dübendorf-Schwerzenbach durch die Kenntnisnahme implizit genehmigt worden sei. Ihrer Auffassung nach können nach § 39 GG Behördenbeschlüsse auch durch stillschweigende Zustimmung erfolgen. Laut Abs. 1 dieser von ihr zitierten Bestimmung kann eine Behörde beschliessen, wenn die Mehrheit ihrer Mitglieder anwesend ist. Abs. 2 sieht vor, dass die Behörde ihre Entscheide nach gemeinsamer Beratung als Kollegium trifft (Satz 1); in Ausnahmefällen kann sie auf dem Zirkularweg entscheiden (Satz 2).