Citation: 1B_331/2017 E. 1.3

1.3. Der Beschwerdeführer kann als Beschuldigter jederzeit einen Verteidiger bestellen, wobei er mit dieser Aufgabe wegen des Anwaltsmonopols nur einen Rechtsanwalt (Art. 127 Abs. 5 StPO) betrauen kann. Ob er nach Art. 127 Abs. 5 StPO i.V.m. § 11 des St. Galler Anwaltsgesetzes vom 11. November 1993 auch einen Rechtsagenten beiziehen könnte, weil ihm nur eine Übertretung vorgeworfen wird, braucht hier nicht entschieden zu werden, da B.________ weder über ein Anwaltspatent noch eine Berufsausübungsbewilligung als Rechtsagent verfügt. Fehlen dem Beschwerdeführer - was ausgewiesen scheint - die für den Beizug eines Anwaltes erforderlichen finanziellen Mittel, hat er, soweit das für die Wahrung seiner Rechte erforderlich ist, Anspruch auf amtliche Verteidigung (Art. 132 Abs. 1 lit. a StPO). Damit ist sichergestellt, dass der Beschwerdeführer seine Rechte im Strafverfahren gegen ihn gehörig wahrnehmen kann, auch wenn sein Stiefvater nicht als Verteidiger zugelassen wurde. Es ist somit nicht ersichtlich, inwiefern ihm durch den angefochtenen Entscheid ein nicht wiedergutzumachender Nachteil rechtlicher Natur erwachsen könnte. Es ist im Übrigen auch nicht ersichtlich, dass ihm überhaupt ein nennenswerter Nachteil erwachsen könnte, hat doch die Leitende Staatsanwältin ausdrücklich erklärt, dass der Beschwerdeführer seinen Stiefvater als Rechtsbeistand zu Einvernahmen mitbringen kann (vgl. ihre Vernehmlassung vom 7. August 2017, und selbstredend ist es diesem auch unbenommen, Rechtsmitteleingaben zu verfassen, die der Beschwerdeführer nur zu unterschreiben braucht. Auch wenn er nicht als Verteidiger zugelassen wurde, kann B.________ seinem Stiefsohn in diesem Bagatellstrafverfahren (vgl. Art. 132 Abs. 3 StPO) praktisch wie ein Verteidiger zur Seite stehen.