Citation: 1C_483/2021 E. 3.2.1

3.2.1. Nutzungspläne, die sich auf ein konkretes Bauvorhaben beziehen, werden in der Rechtsprechung mitunter als projektbezogene Nutzungspläne bezeichnet. Projektbezogene Nutzungspläne treten dabei in erster Linie als Sondernutzungspläne in Erscheinung, die in einem bestimmten Perimeter von den allgemeingültigen Vorgaben im fraglichen Gebiet abweichende Vorschriften festlegen (vgl. BGE 145 II 176 E. 4.2; Urteil 1C_47/2020 vom 17. Juni 2021 E. 6.2). Ein projektbezogener (Sonder-) Nutzungsplan kann Elemente eines baurechtlichen Vorentscheids mit den Wirkungen einer eigentlichen Baubewilligung enthalten. Deren Rechtmässigkeit kann im anschliessenden Baubewilligungsverfahren grundsätzlich nicht mehr überprüft werden (vgl. BGE 145 II 176 E. 4.2; 131 II 103 E. 2.4.1; Urteil 1C_47/2020 vom 17. Juni 2021 E. 6.2). Dieses Prinzip der Einmaligkeit des Rechtsschutzes hat zur Folge, dass von Bundesrechts wegen gegebenenfalls bereits im Rahmen des Planungsverfahrens zu überprüfen ist, ob jene Elemente eines Plans einer Bewilligung zugänglich sind, die als baurechtliche Vorentscheide wirken (vgl. BGE 131 II 103 E. 2.4.1 [betreffend UVP-pflichtige Vorhaben]; Urteil 1C_47/2020 vom 17. Juni 2021 E. 6.2).