Citation: 1P.811/2006 26.03.2007 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" und des Willkürverbots. Im Wesentlichen kritisiert er die Würdigung seiner eigenen Aussagen und jener des Fahrers sowie das Fehlen von Randdaten für die Telefongespräche am Tag des eigentlichen Drogentransports. 4.1 Gemäss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Nach der Praxis des Bundesgerichts liegt Willkür in der Rechtsanwendung vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 131 I 467 E. 3.1). Auf dem Gebiet der Beweiswürdigung steht den kantonalen Instanzen ein weiter Ermessensspielraum zu. Willkür in der Beweiswürdigung liegt vor, wenn die Behörde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen oder auf einem offenkundigen Fehler beruhen. Dabei genügt es nicht, wenn sich der angefochtene Entscheid lediglich in der Begründung als unhaltbar erweist. Eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 127 I 38 E. 2a, mit Hinweisen). Gemäss Art. 32 Abs. 1 BV gilt jede Person bis zu ihrer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig. Als Beweiswürdigungsregel besagt der daraus abgeleitete Grundsatz "in dubio pro reo", dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Bei der Frage, ob angesichts des willkürfreien Beweisergebnisses erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel hätten bejaht werden müssen und sich der Sachrichter vom für den Angeklagten ungünstigen Sachverhalt nicht hätte überzeugt erklären dürfen, greift das Bundesgericht nur mit Zurückhaltung ein, da der Sachrichter diese in Anwendung des Unmittelbarkeitsprinzips zuverlässiger beantworten kann (BGE 127 I 38 E. 2a; Urteil 1P.428/2003 vom 8. April 2004, E. 4.2). 4.2 Die Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen, soweit sie den Begründungsanforderungen gemäss Erwägung 2 genügen und darauf einzutreten ist, die Gesamtwürdigung der kantonalen Gerichte nicht in Frage zu stellen. Es ist bekannt, dass in Verfahren wegen Drogenhandels die Aussagen der Beteiligten nicht selten Widersprüche enthalten. Die kantonalen Gerichte haben die Aussagen des Fahrers im Wissen um diesen Umstand als erheblich erachtet. Gemäss dem angefochtenen Urteil hat der Beschwerdeführer zugegeben, dass er den Fahrer nach seiner Verhaftung am 2. Dezember 2002 anrief. Für den Nachweis der weiteren Anrufe an diesem Tag werden die Aussagen des Fahrers herangezogen. Aus verfassungsrechtlicher Sicht gelten die Telefonate zwischen dem Beschwerdeführer und dem Fahrer, die Treffen im Raum Zürich und im Kosovo, die Überführung des Mercedes am 16. Oktober 2002 und die Fahrten vom 19. November 2002 und vom 1./2. Dezember 2002 als bewiesen. Bei diesem Gesamtbild erübrigen sich Nachforschungen in den Akten des gegen den Fahrer geführten Strafverfahrens. Das entsprechende Gesuch um Aktenbeizug ist abzuweisen. Nach dem Gesagten und im Umfang der zulässigen Rügen ist es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass die kantonalen Gerichte keine vernünftigen Zweifel im Sinne des Grundsatzes "in dubio pro reo" zum Ausdruck brachten, sondern zur Überzeugung gelangten, der Beschwerdeführer sei schuldig.