Citation: 8C_1021/2009 03.11.2010 E. 5

5.1 Gemäss angefochtenem Entscheid waren (spätestens) im Zeitpunkt des folgenlosen Fallabschlusses per Ende Januar 2008 keine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen mehr feststellbar. "Die leichte Bewegungseinschränkung am rechten Fuss [sei] unbestrittenermassen zumindest Teilursache des Unfallereignisses." Da diesbezüglich keine Behandlungsmassnahmen mehr notwendig seien und diese Einschränkung auch keine Arbeitsunfähigkeit begründe, seien "die Restbeschwerden für das vorliegende Verfahren nicht mehr relevant." Gestützt auf die Angaben der SUVA-Ärztin Dr. med. G.________ seien die geklagten Beschwerden an der Lendenwirbelsäule (LWS) bei L5/S1 entgegen des Gutachtens des Instituts Y.________ nicht auf eine unfallbedingte strukturelle Läsion zurückzuführen. Eine allfällige Commotio cerebri sei laut letztgenanntem Gutachten folgenlos abgeheilt. Weder eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS), eine äquivalente Verletzung oder ein Schädel-Hirntrauma noch das häufig bei solchen Verletzungen auftretende typische bunte Beschwerdebild seien mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Unfallfolgen festgestellt worden. Soweit die Versicherte nach dem 31. Januar 2008 über nicht objektiv ausgewiesene Beschwerden geklagt habe, sei die Unfalladäquanz nach der sog. "Psycho-Praxis" (BGE 115 V 133 ) zu prüfen. Diese sei unter den gegebenen Umständen mit der CSS zu verneinen. Demzufolge habe die CSS den Fall zu Recht per Ende Januar 2008 folgenlos abgeschlossen. 5.2 Das kantonale Gericht hat zutreffend dargelegt, dass für die Anwendbarkeit der sog. "Schleudertrauma-Praxis" (BGE 134 V 109) rechtsprechungsgemäss ausschlaggebend ist, ob sich innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden zumindest HWS- oder Nackenbeschwerden - oder bei einem allenfalls hier zur Diskussion stehenden Schädel-Hirntrauma (vgl. BGE 134 V 109 E. 6.2.2 S. 117 mit Hinweisen) auch Kopfschmerzen - manifestieren (SVR 2007 UV Nr. 23 S. 75, U 215/05 E. 5). Daran hat auch nach der jüngsten Präzisierung dieser Praxis (BGE 134 V 109) nichts geändert (Urteil 8C_574/2009 vom 9. Dezember 2009 E. 5.3.1 mit Hinweisen). Die Vorinstanz führte weiter aus, zwar erscheine es auf Grund des Unfallmechanismus mit Kopfanprall als denkbar, dass die Versicherte eine schleudertraumaähnliche Verletzung und/oder eine Commotio cerebri bzw. ein leichtes Schädel-Hirntrauma erlitten habe, doch seien einzelne für eine solche Verletzung typische Beschwerden in Form von Kopf- und Nackenschmerzen erstmals im Bericht des Dr. med. S.________ vom 25. Februar 2005 und somit ausserhalb der geforderten Latenzzeit dokumentiert. Deshalb seien die über den folgenlosen Fallabschluss hinaus geklagten organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beeinträchtigungen nicht nach der Schleudertrauma-, sondern nach der Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) zu prüfen und deren Unfalladäquanz folglich zu verneinen. 5.3 Dieser Auffassung kann bei gegebener Aktenlage, wie nachfolgend darzulegen ist, nicht gefolgt werden. Denn für die Beantwortung der Frage, ob die Adäquanzprüfung nach der für Folgen eines Schleudertraumas oder einer diesem adäquanzrechtlich äquivalenten Verletzung in BGE 117 V 359 entwickelten und in BGE 134 V 109 präzisierten Weise zu erfolgen hat, muss die Zuordnung der geklagten Beschwerden insoweit geklärt sein, bevor entschieden werden kann, nach welcher Methode sich die Adäquanzprüfung richtet. Davon kann nur abgesehen werden, wenn sich zeigt, dass die Adäquanzkriterien selbst unter Annahme der für einen Versicherten in aller Regel günstigeren Variante nach BGE 134 V 109 nicht erfüllt sind (SVR 2009 UV Nr. 29 S. 101, 8C_669/2008 E. 4.2).