Citation: 9C_184/2022 E. 3.1

3.1. Im angefochtenen Urteil wurde erwogen, der Gesetzgeber habe den Anspruch auf eine Arbeitsvermittlung im Rahmen der 5. IV-Revision deutlich ausweiten wollen und betont, dass auch Hilfsarbeiter, die in einer leidensangepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig seien, einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung hätten, sofern sie die letzte Arbeitsstelle krankheitsbedingt hätten aufgeben müssen (BBl 2005 4524). Demgegenüber setze das Bundesgericht beim Anspruch auf Arbeitsvermittlung weiterhin zu Unrecht voraus, dass eine ihrem Anforderungsprofil entsprechend einsetzbare versicherte Person bei der Stellensuche mit zusätzlichen invaliditätsbedingten Einschränkungen konfrontiert sein müsse. Auf Grund des klaren gesetzgeberischen Willens könne der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht gefolgt werden; dem Beschwerdegegner stünden daher arbeitsvermittelnde Eingliederungsmassnahmen zu.