Citation: 1P.271/2001 05.11.2001 E. 4

4.- Das Verwaltungsgericht hat dargelegt, dass bezüg- lich des Beschlusses der Kirchgemeindeversammlung keine Unregelmässigkeiten ersichtlich seien. Das Traktandum "Be- schlussfassung über die 440 Stellenprozente des Seelsorger- teams" sei hinreichend klar. Die Kirchgemeindemitglieder hätten sich anhand der Jahresrechnung über die Konsequenzen Rechenschaft geben können. Zudem sei in einem Informations- blatt über die einzelnen Stelleninhaber orientiert worden. Schliesslich habe die Beschwerdeführerin von der Möglich- keit, an der Versammlung Erklärungen und Berichtigungen anzubringen, keinen Gebrauch gemacht. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, dass diese Erwägungen vor der Garantie der politischen Rechte nicht standzuhalten vermöchten. Sie setzt sich mit der Begründung des Verwaltungsgerichts nicht näher auseinander. Vielmehr beanstandet sie einzig, dass die Stimmbürger der römisch- katholischen Kirchgemeinde über gewisse Hintergründe immer noch nicht im erforderlichen Ausmass orientiert worden seien. Dass diese Hintergründe unter dem Gesichtswinkel der freien Willensbildung und unverfälschten Stimmabgabe (Art. 34 Abs. 2 BV) - über die erforderliche Information über den Abstimmungsgegenstand als solchen hinaus - unab- dingbar waren, wird in der Beschwerdeschrift nicht näher ausgeführt und ist auch nicht ersichtlich. Schliesslich kann auf die allgemeinen Grundsätze zur Information im Vorfeld von Abstimmungen verwiesen wer- den. Danach müssen Abstimmungserläuterungen, soweit solche überhaupt verfasst und abgegeben werden, im Allgemeinen eher kurz gehalten werden und brauchen nicht sämtliche denkbaren Hintergründe aufzuzeigen, müssen indessen auch hinreichend vollständig sein und dürfen nicht für die Abstimmung wesent- liche Elemente beiseite lassen (vgl. ZBl 99/1989 S. 89 E. 4b). Dem Gemeinwesen kann in Einzelfällen hinsichtlich ungewöhnlicher Konstellationen eine Informationspflicht über das Vorgehen und das Verfahren zukommen (ZBl 102/2001 S. 188 E. 3c, 3d und 4i, mit Hinweisen). Eine solche Informations- pflicht kann indessen unter den gegebenen Umständen nicht angenommen werden, weil nicht ersichtlich ist, dass die Kirchgemeindemitglieder ohne die von der Beschwerdeführerin gewünschten Hintergründe ihren Willen nicht frei hätten bil- den und zum Ausdruck bringen können. Die vorliegende Beschwerde ist daher in diesem materiellen Punkte unbegründet und demnach abzuweisen, so- weit in Anbetracht der rudimentären Begründung überhaupt darauf eingetreten werden kann (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).