Citation: 8C_985/2009 23.04.2010 E. A

Y.________, geboren 1966, arbeitete seit 28. Oktober 2006 als Pizzaiolo mit einem Pensum von 100 % für die Firma V.________ AG und war bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend: Helsana oder Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am Abend des 4. Dezember 2006 lenkte der über einen Lernfahrausweis verfügende Versicherte den auf seine Ehegattin zugelassenen Mazda 121 in ihrer Begleitung. Auf der mit einer Lichtsignalanlage gesteuerten Kreuzung wollte er - nach der Umschaltung der Ampel auf grünes Licht - an erster Stelle einer Fahrzeugkolonne von der Strasse A.________ her kommend auf die Strasse B.________ einbiegen, als ein von links herannahender beladener Lastwagen mit Anhänger nicht mehr rechtzeitig abzubremsen vermochte, das Rotlicht-Signal überfuhr und mit der linken Fronthälfte in die Fahrerseite des Mazda 121 prallte. Am Personenwagen, welcher sich durch den Aufprall um 180 Grad drehte, entstand Totalschaden. Der Versicherte musste von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug geborgen werden. Er und seine Ehegattin, welche einen Schock und eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) erlitten hatte, wurden mit der Ambulanz ins Spital N.________ gebracht. Von dort wurde der Versicherte umgehend weiterverlegt ins Spital L.________, wo Hinweise auf eine Commotio cerebri ausgeschlossen und im Lokalstatus ein durchgehend anhaltender Wert auf der Glasgow Coma Scale (GCS) von 15 festgestellt sowie ein allseits orientierter Patient beschrieben wurden. Neben einer Rippenserienfraktur links II-VIII wurde ein Hämatopneumothorax links diagnostiziert. Der Hämatopneumothorax wurde operativ durch Einlage einer Bülau-Drainage behandelt. Nach dem stationären Spitalaufenthalt vom 4. bis 17. Dezember 2006 blieb der Versicherte arbeitsunfähig. Der nachbehandelnde Hausarzt Dr. med. V.________ berichtete im März 2007, dass ihn der Versicherte noch etwa alle vierzehn Tage konsultiere, dass die Behandlung medikamentös und mit Physiotherapie fortgesetzt werde und dass ein Rehabilitationsaufenthalt geplant sei. Wegen eines chronifizierten Schulter-Arm-Syndroms linksbetont, eines Verdachts auf Symptomausweitung sowie infolge einer "vorbestehenden Depression bei psychosozialer Belastungssituation" veranlasste Dr. med. V.________ am 4. Juni 2007 eine Spitaleinweisung in die Rehabilitationsklinik des Spitals S.________. Laut Bericht vom 10. Juli 2007 bestätigte diese Klinik anlässlich einer ambulanten Untersuchung des Versicherten in der Schmerzsprechstunde im Wesentlichen die Einweisungsdiagnosen des Hausarztes und schloss nach einer psychiatrischen Untersuchung zusätzlich auf eine posttraumatische Belastungsstörung. Mit Verfügung vom 30. Oktober 2007 stellte die Helsana die bisher erbrachten gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld) per 30. November 2007 ein und hielt nach weiteren medizinischen Abklärungen - insbesondere nach einer Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) im Zentrum X.________ - am verfügten folgenlosen Fallabschluss fest (Einspracheentscheid vom 27. Februar 2009).