Citation: H 276/99 19.05.2000 E. 2

2.- a) Die Beschwerdeführerin bringt in erster Linie vor, die Beschwerdegegnerin habe die Nachtragsverfügungen im vorinstanzlichen Verfahren einzig mit der Begründung an- gefochten, die Beiträge für die Jahre 1997 bis 1999 dürften wegen ihres Mutterschaftsurlaubs und der Teilzeitarbeit nicht aufgrund des Durchschnittseinkommens 1995/96 erhoben werden. Das ermittelte Durchschnittseinkommen von Fr. 59'200.- sei dabei unbestritten geblieben. Streitgegen- stand des kantonalen Beschwerdeverfahrens bildete somit einzig die Frage, nach welcher Methode die beitragspflich- tigen Einkommen für die Jahre 1997 bis 1999 festzulegen seien. Gemäss Rügeprinzip, das auch im Sozialversicherungs- recht gilt, hätte sich die Vorinstanz auf die Prüfung die- ser Frage beschränken müssen. Indem sie diese Schranke ih- rer Zuständigkeit nicht beachtet habe, habe sie sich auf- sichtsrechtliche Kompetenzen angemasst, die ihr nicht zu- stünden. Der vorinstanzliche Entscheid sei daher schon aus diesem Grunde aufzuheben. b) Dieser Betrachtungsweise kann nicht beigepflichtet werden. Wohl prüft nach der Rechtsprechung die Beschwerde- instanz den Streitgegenstand bestimmende, aber nicht bean- standete Elemente nur, wenn hiezu auf Grund der Vorbringen der Parteien oder anderer sich aus den Akten ergebender An- haltspunkte hinreichender Anlass besteht. Indes hat das Eidgenössische Versicherungsgericht in einem neueren Urteil klargestellt, dass der Umstand, dass lediglich einzelne Elemente des streitigen Rechtsverhältnisses beanstandet werden, nicht bedeutet, dass die unbestrittenen Teilaspekte in Rechtskraft erwachsen und demzufolge der richterlichen Überprüfung entzogen sind. Die Beschwerdeinstanz prüft vielmehr von den Verfahrensbeteiligten nicht aufgeworfene Rechtsfragen und nimmt allenfalls selber zusätzliche Abklä- rungen vor, oder veranlasst solche (BGE 125 V 417 Erw. 2c und d mit Hinweisen). Im Lichte dieser Rechtsprechung hat die Vorinstanz kein Bundesrecht im Sinne von Art. 104 lit. a OG verletzt, wenn sie das an sich unbestrittene Durch- schnittseinkommen der Jahre 1995/96 in die Prüfung mitein- bezogen hat.