Citation: 2A.585/2006 04.01.2007 E. 3.3

3.3.1 Das Vorgehen des Beschwerdeführers (Erwirken einer Aufenthaltsbewilligung durch Heirat einer Schweizer Ehegattin trotz kultureller und sprachlicher Verschiedenheit und nachfolgende Scheidung unmittelbar nach Erhalt der Niederlassungsbewilligung mit anschliessender Heirat einer Landsmännin und Familiennachzugsgesuch für diese und vorhandene Kinder aus dem Heimatland) entspricht einem bekannten Verhaltensmuster (vgl. Pra 2005 Nr. 100 S. 716, 2A.346/2004, E. 3.3 mit Hinweisen). In solchen Konstellationen ist der Widerruf der Niederlassungsbewilligung regelmässig gerechtfertigt (siehe auch Urteile 2A.423/2006 vom 26. Oktober 2006; 2A.10/2005 vom 2. Mai 2005; 2A.17/2005 vom 18. Januar 2005; 2A.659/2004 vom 19. November 2004; 2A.551/2003 vom 21. November 2003). 3.3.2 Im vorliegenden Fall hat die Ausländerbehörde die Niederlassungsbewilligung erteilt, obwohl sie wusste, dass die Berufung auf die Ehe mit der Schweizerin angesichts des Umstandes, dass die Ehegatten seit langem getrennt gelebt hatten und eine Scheidungsklage der Ehefrau bloss mangels Zeitablaufs abgewiesen worden war, möglicherweise rechtsmissbräuchlich war. Die Behörde hatte aber keine Kenntnis von der Existenz der beiden Kinder, die während der Ehe gezeugt worden waren; dabei kann dahingestellt bleiben, ob es sich um eine eigentliche Parallelehe gehandelt hatte (vgl. dazu Pra 2005 Nr. 100 S. 716, 2A.346/2004, E. 3.3; siehe auch Urteil 2A.551/2003 vom 21. November 2003, E. 2.3). Hätte der Beschwerdeführer das Amt für Ausländerfragen darüber informiert, wäre die Niederlassungsbewilligung zweifellos nicht erteilt worden. 3.3.3 Was in der Beschwerde vorgebracht wird, ist nicht geeignet, zu einem anderen Ergebnis zu führen. Dem Beschwerdeführer wird nicht zum Vorwurf gemacht, dass er ausserhalb seiner Ehe Kinder gezeugt, sondern dass er deren Existenz verschwiegen und damit die Niederlassungsbewilligung erschlichen hat. Im Übrigen ist der Widerruf der Bewilligung nicht unverhältnismässig. Der Familie ist zuzumuten, in der gemeinsamen Heimat zu leben. Die in der Schweiz erworbenen beruflichen Fähigkeiten werden dem Beschwerdeführer auch dort von Nutzen sein. Dass er allenfalls wirtschaftliche Nachteile erleiden wird, hat er sich selbst zuzuschreiben und ändert an der Zulässigkeit des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung nichts.