Citation: 5A_705/2022 E. 4.3

4.3. Einen ehebedingten Nachteil bzw. eine ehebedingte gesundheitliche Einschränkung und eine dadurch bewirkte teilweise nacheheliche Arbeitsunfähigkeit versucht die Beschwerdeführerin mit einer äusserst intensiven Freizeit- und Reisetätigkeit mit dem Beschwerdegegner zu begründen. Sie hätten sich bewusst gegen Kinder entschieden, dafür jeden Winter Skiferien in Zermatt verbracht und ihre teilweise 3-4 Monate dauernden Ferienaufenthalte hätten sie u.a. in die USA und Karibik sowie nach Südamerika, Indonesien, Thailand, Mexiko, Kanada, Namibia, Botswana, Simbabwe, Südafrika, Swasiland, Spanien und Australien geführt. Sodann seien sie sehr viel mit dem Motorrad in der Schweiz und dem nahen Ausland unterwegs gewesen und sie hätten auch ein kleines Ferienhäuschen umgebaut. Daneben sei sie immer einer Erwerbstätigkeit nachgegangen und habe darüber hinaus den Haushalt geführt. All dies habe bei ihr zu gesundheitlichen Problemen und schliesslich zu einem Burnout geführt, welches bis heute anhalte. Abgesehen davon, dass all diese Tatsachenvorbringen - mit welchen teilweise das Gegenteil des im angefochtenen Urteil festgestellten Sachverhaltes behauptet wird, namentlich in Bezug auf die angeblich alleinige Haushaltsführung - ausschliesslich in appellatorischer und damit in prozessual ungenügender Form vorgetragen werden, zeigt die Beschwerdeführerin ohnehin nicht auf, inwiefern die ausgedehnten Urlaube und die weiteren Freizeitaktivitäten, an welchen auch der Beschwerdegegner teilgenommen hat, zu einem Burnout geführt haben sollen. Dies ist aber so oder anders ohne Relevanz, weil mit den auf dem Gutachten basierenden willkürfreien Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Urteil feststeht, dass die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsfähig ist und somit keine irgendwie gearteten Nachteile gegeben sind.