Citation: 9C_342/2024 E. 5.2.1

5.2.1. Als Beweislastregel bedeutet die Unschuldsvermutung, dass es Sache der Anklagebehörde ist, die Schuld der angeklagten Person zu beweisen, und nicht diese ihre Unschuld nachweisen muss. Im Zweifelsfall ist zugunsten der angeklagten Person zu entscheiden. Ob der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweislastregel verletzt ist, prüft das Bundesgericht mit freier Kognition (vgl. BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.3; 127 I 38 E. 2a; 120 Ia 31 E. 2c; Urteil 2C_298/2020 vom 9. Oktober 2020 E. 3.2.1 mit Hinweisen).