Citation: 5A_62/2023 E. A

A.a. A.________ ist Eigentümerin des Grundstücks Nr. xxx, Grundbuch U.________, in V.________. Dieses umgibt die beiden aneinander grenzenden Grundstücke Nr. yyy und Nr. zzz vollständig. Alle drei Liegenschaften befinden sich in der Landwirtschaftszone. Das Grundstück Nr. zzz steht im hälftigen Miteigentum der B.________ und des C.________. Ihre Liegenschaft ist mit einem Einfamilienhaus überbaut; sie verfügt über keinen Anschluss an die Trinkwasserversorgung der Gemeinde V.________. Hingegen ist zugunsten des Grundstücks Nr. zzz und zulasten des Grundstücks Nr. xxx im Grundbuch ein Quellenanteilsrecht eingetragen. Streitig ist, ob die Quelle bzw. der Anteil davon die Wasserversorgung sicherzustellen vermag. A.b. Im Jahr 2015 ersuchten B.________ und C.________ den Gemeinderat V.________, das Grundstück an die Wasserversorgung anzuschliessen, welcher dem Gesuch zustimmte. A.________ wehrte sich dagegen, u.a. mit der Argumentation, es fehle an einer dienstbarkeits- oder enteignungsrechtlichen Grundlage für die Verlegung einer Wasserleitung auf ihrem Grundstück. A.c. Gestützt auf eine Klagebewilligung vom 18. April 2018 erhoben B.________ und C.________ am 16. Mai 2018 beim Kreisgericht See-Gaster Klage gegen A.________. Sie beantragten im Wesentlichen die Einräumung einer planmässig bestimmten Durchleitungsdienstbarkeit zugunsten des Grundstücks Nr. zzz und zulasten des Grundstücks Nr. xxx. Das Kreisgericht qualifizierte die beanspruchte Wasserleitung gemäss dem Bauprojektplan der D.________ AG vom 14. November 2016 unter Berücksichtigung des kommunalen Wasserreglements und der angedachten 60-prozentigen Kostenübernahme durch die politische Gemeinde als öffentliche Anlage, für welche die Rechtsordnung die Enteignung vorsehe und demnach gemäss Art. 691 Abs. 2 ZGB kein nachbarrechtliches Durchleitungsrecht beansprucht werden könne.