Citation: 1C_263/2021 E. 3.3

3.3. Bei Auffahrunfällen besteht die ernsthafte Gefahr, dass die durch den Stoss auf das Heck bewirkte hohe Rückwärtsbeschleunigung auf die Halswirbelsäule der Betroffenen (selbst bei blossem Zurückprallen des Hinterkopfes und Nackens auf die Kopfstütze) zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden (insbes. zu einem sog. "Schleudertrauma") führen kann (BGE 135 II 138 Erw. 2.3; Urteile des Bundesgerichts 1C_156/2010 vom 26. Juli 2010 E. 5 und 1C_366/2011 vom 20. Juli 2012 E. 3.3). Im vorliegenden Fall kam es nicht nur zu einem erheblichen Sachschaden, nachdem das Fahrzeug Honda Jazz, auf das der Beschwerdeführer mit seinem Auto aufgefahren war, nach dem Unfall nicht mehr fahrbar war. Vielmehr musste die Lenkerin des Fahrzeugs Honda Jazz nach dem Unfall in Spitalpflege verbracht werden. Nicht zu entlasten vermag den Beschwerdeführer, dass er gemäss seinen eigenen Angaben mit seinem 3'500 kg schweren Lieferwagen mit einem viel leichteren Fahrzeug kollidierte. Im Gegenteil verlangt die Lenkung eines schwereren Fahrzeuges gerade auch entsprechend zusätzliche Vorsicht und Anpassung der Geschwindigkeit, um trotz des höheren Gewichts rechtzeitig anhalten zu können. Die Vorinstanz ist daher zutreffend von einer mittelschweren Verkehrswiderhandlung ausgegangen, da aufgrund der Auffahrkollision zumindest nicht von einer geringen Gefahr für die Sicherheit anderer auszugehen ist, sodass die Frage, ob ein geringes Verschulden vorliegt, offen gelassen werden kann.