Citation: 6B_388/2021 E. 3.4

3.4. Der vom Beschwerdeführer ausgemachte Rechtsverstoss ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz erwägt zur Zulässigkeit der Gesamtfreiheitsstrafe, bei sämtlichen der verübten Sexualstraftaten sei auf eine Freiheitsstrafe zu erkennen, da für diese Delikte aufgrund der angemessenen Strafhöhen (jeweils nur) eine Freiheitsstrafe ausgesprochen werden könne (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.3 S. 42 mit Verweis auf das jeweilige Tatverschulden). Die Vorinstanz bringt damit zum Ausdruck, dass aufgrund der Schwere des jeweiligen Tatverschuldens die hypothetischen Einzelstrafen für die drei Sexualdelikte, deren Strafandrohungen alternativ auf Geldstrafe oder Freiheitsstrafe lauten (vgl. Art. 187 Ziff. 1, Art. 189 Abs. 1 und Art. 191 StGB), jeweils mindestens so hoch sind, dass sie über dem überschneidenden Sanktionsbereich liegen, in dem sowohl Geld- als auch Freiheitstrafe noch in Betracht kommen. Durch diese Feststellung, wonach für das Delikt der sexuellen Handlungen mit Kindern eine Einzelstrafe in dieser Höhe auszufällen wäre, in Verbindung mit den einschlägigen Ausführungen zu den Tat- und Täterkomponenten dieses Delikts und unter Berücksichtigung der dafür tatsächlich festgesetzten Straferhöhung kommt das dem Delikt der sexuellen Handlungen mit Kindern im Rahmen der Gesamtstrafenbildung zugemessene Gewicht hinreichend zum Ausdruck, auch wenn die Vorinstanz die hypothetische Einzelstrafe nicht explizit (sondern nur gedanklich) beziffert (so auch Urteil 6B_1149/2020 vom 17. April 2023 E. 4.3.1). Dass die Vorinstanz daneben nicht aufführt, wie hoch die Mindestgrenze ist, ab der nur noch eine Freiheitsstrafe verhängt werden kann, ändert daran nichts, ergibt sich das doch unmittelbar aus dem Gesetz, nämlich für die aktuell geltende Grenze von 180 Tagessätzen Geldstrafe bzw. sechs Monaten Freiheitsstrafe aus Art. 34 Abs. 1 StGB und für die im vorliegenden Fall - wie der Beschwerdeführer richtig erwähnt - aufgrund der Tatverübung im April 2016 einschlägige altrechtliche Grenze von 360 Tagessätzen bzw. zwölf Monaten Freiheitsstrafe aus Art. 2 Abs. 1 und 2 i.V.m. aArt. 34 Abs. 1 StGB. Das der Straftat der sexuellen Handlungen mit Kindern beigemessene Gewicht erscheint bei der vorinstanzlichen Strafzumessung auch nicht als willkürlich überhöht. Die vom Beschwerdeführer betonten unterschiedlichen Maximalstrafrahmen haben sich in der auszusprechenden Strafe nicht zwingend proportional widerzuspiegeln, insbesondere in dem in Relation zur Maximalstrafhöhe noch tiefen Bereich der hier verhängten Strafen. Wie dies ebenso der Beschwerdeführer bemerkt, liegt mit der etwas gewichtigeren Bewertung der subjektiven Tatschwere der sexuellen Handlungen mit Kindern ("im unteren bis mittleren Bereich" im Vergleich zu "noch im unteren Bereich" bei der sexuellen Nötigung) immerhin ein Grund für eine verhältnisweise etwas stärkere Bestrafung dieses Delikts vor. Eine Einzelstrafe im Bereich von knapp über 12 Monaten Freiheitsstrafe erweist sich davon abgesehen in Anbetracht sämtlicher tat- und täterbezogenen Umständen noch nicht als unverhältnismässig hoch. Sie steht insbesondere auch nicht mit der von der Vorinstanz letztlich asperationsweise veranschlagten Straferhöhung von (noch) sechs Monaten in unvereinbarem Widerspruch. Die Vorinstanz begründet diesen bedeutenden Abschlag damit, die Erhöhung bezwecke nicht, in quantitativer Hinsicht eine zusätzliche Tat zu berücksichtigen, sondern (lediglich) die zusätzliche, von der sexuellen Nötigung nicht erfasste Gefährdung der seelischen und sexuellen Entwicklung des kindlichen Opfers abzubilden (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.4.3 in fine S. 44). Das trifft zu. Obgleich der ungestörten seelischen und sexuellen Entwicklung von Kindern ein hoher Stellenwert beizumessen ist, erscheint in der gegebenen Konstellation einer sogenannten echten Idealkonkurrenz, in der keine Handlungsmehrheit zu bestrafen, sondern die zusätzliche Gefährdung eines Rechtsguts zu berücksichtigen ist (vgl. BGE 124 IV 154 E. 3a; Urteil 6B_173/2016 vom 8. Dezember 2016 E. 1.3.1), die von der Vorinstanz festgelegte (moderate) Straferhöhung nicht als unangemessen. Die Strafzumessung der Vorinstanz erweist sich hinsichtlich der kritisierten Punkten in der Begründung als knapp, indes - wie sich zeigt - noch als in der Sache anfecht- und überprüfbar und nicht unverhältnismässig. Entgegen dem Beschwerdeführer liegt weder ein Verstoss gegen die Begründungspflicht noch eine Ermessensverletzung vor. Seine Rüge ist unbegründet. Auf die übrigen Aspekte der Strafzumessung braucht mangels dagegen erhobener Rügen nicht näher eingegangen zu werden.