Citation: I 741/06 31.01.2007 E. 4

Die Vorinstanz hat in einlässlicher Würdigung der medizinischen Unterlagen, insbesondere der vom Versicherten im kantonalen Verfahren aufgelegten Berichte des Universitäts-Kinderspitals beider X.________ vom 26. September 2005 und 8. Dezember 2005 festgestellt, dass die bisherigen und die noch geplanten medizinischen Massnahmen eine Funktionsverbesserung des rechten Beines, bei zwar stabilem, aber noch verbesserungswürdigem Zustand bezwecken würden. Die medizinischen Vorkehren könnten den ursprünglichen Defektzustand (Fehlstellung und Beinverkürzung nach Streptokokken-Infekt) zwar nicht vollumfänglich beseitigen, jedoch könnten durch sie die negativen Auswirkungen des Defekts im Alltag erheblich vermindert werden und würde ohne sie aller Voraussicht nach ein stabilisierter Zustand eintreten, durch welchen die spätere Erwerbsfähigkeit des Versicherten nachhaltig beeinträchtigt wäre. 4.1 Die vorinstanzliche Annahme, die anbegehrten medizinischen Massnahmen würden die berufliche Eingliederung des Versicherten verbessern, ist weder offensichtlich unrichtig, noch unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen getroffen worden, und daher für das Bundesgericht verbindlich (vgl. Erw. 2). 4.2 Soweit die Beschwerdeführerin die Klassifizierung des Berichtes der Universitäts-Kinderspitals beider X.________ vom 26. September 2005 als Gutachten in Frage stellt, trifft es zwar zu, dass Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund deren auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen sind (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie den behandelnden Spezialarzt (Urteil S. vom 20. März 2006, I 655/05 Erw. 5.4 mit Hinweisen). Es ist aber zu beachten, dass diese Berichte - wie alle anderen Beweismittel auch - im Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht der freien Beweiswürdigung unterliegen (Art. 61 lit. c in fine ATSG; vgl. dazu BGE 125 V 352 Erw. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a). 4.3 Während die Vorinstanz ihre Feststellungen auf den genannten, in sich schlüssigen und überzeugenden Bericht vom 26. September 2005 stützen kann, liegt keine davon abweichende fachärztliche Stellungnahme bei den Akten, welche die anderslautenden Schlussfolgerungen der Beschwerdeführerin untermauern könnten. Die letzte Eintragung des Regionalen ärztlichen Dienst der Invalidenversicherung im Verlaufsprotokoll datiert vom 17. August 2004. Der von der Beschwerdeführerin kritisierte Bericht wird im Übrigen vom Bericht des Universitäts-Kinderspitals beider X.________ vom 8. Dezember 2005 in allen Teilen bestätigt. Diesen Bericht hat ein anderer Facharzt, gegen den die Beschwerdeführerin keine Vorbehalte erhebt, verfasst. 4.4 Aufgrund des von der Vorinstanz rechtskonform festsgestellten Sachverhalts sind die Voraussetzungen, unter denen ein Minderjähriger Anspruch auf medizinische Massnahmen der Invalidenversicherung hat, erfüllt. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist damit unbegründet und abzuweisen.