Citation: 7B_280/2022 E. 2.5.1

2.5.1. Die Vorinstanz nimmt Bezug auf die einschlägige bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Messerstichen gegen den Oberkörper eines Menschen. Sie hält fest, der Beschwerdeführer habe die Beschwerdegegnerin 2 mit einem Messer mit einer ca. 9.5 cm langen Klinge angegriffen. Er habe sie zu Boden geworfen und mehrere kraftvolle Messerstiche gegen ihren Brustbereich geführt. Er habe die Absicht gehabt, die Beschwerdegegnerin 2 zu töten. Die Messerstiche habe er einzig mit diesem Ziel ausgeführt, weshalb mit der Erstinstanz ein direkter Vorsatz anzunehmen sei. Da die Beschwerdegegnerin 2 überlebte, erkennt die Vorinstanz auf versuchte Tötung. Sie ergänzt, dass die multiplen Verletzungen diverser medizinischer Behandlungen bedurft und zu einer mehrwöchigen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdegegnerin 2 geführt hätten. Dass sie die Tat überlebt habe, sei nur ihrer vehementen Abwehr und dem Eingreifen ihrer Schwester zu verdanken.