Citation: 5A_838/2019 E. 4.1.5

4.1.5. Daran vermöge der Einwand der Beschwerdeführerin, wonach sie als Baurechtsnehmerin [ recte: Baurechtsgeberin] das Risiko für eine Unternutzung des Grundstücks nicht tragen könne, nichts zu ändern. Denn die Beschwerdeführerin habe die Baupläne für die im Zeitpunkt des Vertragsschlusses vom Beschwerdegegner geplante Überbauung unbestritten mitunterzeichnet. Unabhängig davon, ob die Beschwerdeführerin dazu rechtlich verpflichtet gewesen sei oder ob es sich dabei um ein freiwilliges Zeichen des Einverständnisses gehandelt habe, sei die Beschwerdeführerin über das Bauvorhaben des Beschwerdegegners im Bild gewesen. Davon abgesehen dürfte eine erhebliche Unternutzung insbesondere bei Gewerbeliegenschaften tatsächlich selten und das Risiko für den Baurechtsgeber entsprechend gering sein.