Citation: 4A_368/2020 E. 4.4

4.4. Die Beschwerdeführerin moniert mithin, die Vorinstanz habe zu Unrecht das Vorliegen einer Duldungsvollmacht verneint und damit eine Rechtsverletzung begangen. Eine sog. Duldungsvollmacht ist zu bejahen, wenn der Vertretene weiss, dass er gegen seinen Willen vertreten wird, er aber nicht dagegen einschreitet (BGE 141 III 289 E. 4.1 S. 291; 120 II 197 E. 2b/bb S. 201; Urteile 4A_76/2019 vom 15. Juli 2020 E. 5.4.3.1; 4A_562/2019 vom 10. Juli 2020 E. 5.1.2). Vorliegend erachtete es die Vorinstanz als erstellt, dass jene Änderungen, welche die Beschwerdegegner nicht selbst mündlich in Auftrag gegeben haben, ausschliesslich zwischen der Beschwerdeführerin und dem Bauleiter abgesprochen wurden. Ein entsprechender Wille der Beschwerdegegner, dem Bauleiter die Kompetenz einzuräumen, diese Bestellungsänderungen in Auftrag zu geben, habe nicht vorgelegen. Dass die Beschwerdegegner dagegen nicht einschritten, durfte ihnen gemäss der Vorinstanz indes nicht vorgeworfen werden, da sie aufgrund des äusserst rudimentären Leistungsverzeichnisses nicht hätten erkennen können, dass jene Arbeiten, welche der Bauleiter in Auftrag gab, Bestellungsänderungen und nicht bloss Konkretisierungen der in der Offerte umschriebenen Leistungspositionen darstellten. Mit dieser Begründung setzt sich die Beschwerdeführerin indes nicht auseinander. Insbesondere nicht mit dem zentralen Argument, die Beschwerdegegner hätten angesichts des rudimentären Leistungsverzeichnisses nicht erkennen können, dass Bestellungsänderungen vorgenommen wurden. Vielmehr behauptet sie pauschal, die Beschwerdegegner seien stets im Bilde gewesen, was auf der Baustelle gelaufen sei und hätten es wissentlich zugelassen, dass der Bauleiter für sie in sämtlichen Belangen wie ein berechtigter Vertreter aufgetreten sei. Damit genügt sie den Rügeanforderungen nicht (vgl. E. 1.1 hiervor).