Citation: I 108/03 24.07.2003 E. 2

2.1 Die sorgfältige Würdigung der medizinischen Unterlagen durch die Vorinstanz, auf welche zu verweisen ist, überzeugt. Mit dem kantonalen Gericht ist auf das Gutachten der MEDAS vom 17. Juni 2001 abzustellen und die darin enthaltene Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit gegenüber abweichenden ärztlichen Einschätzungen als massgebend vorzuziehen. Der Vorinstanz ist auch zuzustimmen, dass die Diagnosestellung anhand eines anerkannten Klassifikationssystems wünschbar ist. Immerhin ist aber ein Arztbericht, der eine Diagnose nennt, ohne die entsprechende ICD-10-Klassifizierung zu verwenden, nicht von vornherein "nicht verwendbar". Wenn das Vorliegen entsprechender krankheitswertiger gesundheitlicher Beeinträchtigungen auf Grund der Gesamtheit der medizinischen Akten feststeht, ist es durchaus denkbar, dass ein ärztlicher Bericht, der es zwar an der Bezugnahme auf ein Klassifikationssystem mangeln lässt, in anderer Hinsicht entscheidrelevante Aufschlüsse, etwa zu Ausmass und Tragweite der Einschränkungen, zu erteilen vermag. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin erschüttern die Schlüssigkeit des angefochtenen Entscheides nicht. So tragen die Nebendiagnosen (wie Adipositas und arterielle Hypertonie [hoher Blutdruck]) gemäss nachvollziehbarer Beurteilung der Ärzte der MEDAS nicht wesentlich zur Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bei. Hinsichtlich des Arguments, die Einschätzung des therapeutisch tätigen Psychiaters Dr. S.________ sei für eine verlässliche Stellungnahme zur verbleibenden Arbeitsfähigkeit unerlässlich, ist sodann mit dem kantonalen Gericht festzuhalten, dass die Zustandsbeschreibungen, wie sie Dr. S.________ im Arztbericht vom 5. September 2000 formulierte, in der im MEDAS-Gutachten verwendeten Diagnose (mittelgradige depressive Episode) aufgehen und von einer Nichtberücksichtigung der psychiatrischen Anamnese somit keine Rede sein kann. Insgesamt kann gesagt werden, dass die vorliegenden gutachterlichen Feststellungen eine taugliche Entscheidungsgrundlage abgeben und kein Anlass zur Anordnung ergänzender Abklärungen besteht. 2.2 Da des Weitern die in allen Teilen korrekte erwerbliche Umsetzung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit, wie sie die Vorinstanz vorgenommen hat, zu Recht unbeanstandet geblieben ist, bleibt es dabei, dass die Beschwerdeführerin auf Grund einer Invalidität von 47 %, wie das kantonale Gericht in Abweichung von der entsprechenden Feststellung der IV-Stelle festhielt, Anspruch auf eine Viertelsrente hat. Der angefochtene Entscheid ist rechtens. Die Beschwerdeführerin weist auf eine Tendenz ihres Leidens zur Verschlimmerung hin. Die Verwaltung wird eine Neuprüfung der Angelegenheit in die Hand nehmen, wenn es der Versicherten gelingt, in einem Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 3 IVV).