Citation: 1P.286/2006 22.08.2006 E. A

X.________ wurde mit Strafbefehl Nr. 2006/12 vom 17. Januar 2006 vom Einzelrichteramt des Kantons Zug wegen Übertretung des Strassenverkehrsgesetzes (Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit) mit einer Busse bestraft. Gemäss Rechtsmittelbelehrung konnte gegen diesen Strafbefehl innert zehn Tagen beim Einzelrichteramt des Kantons Zug Einsprache erhoben werden. Die Mutter von X.________ nahm den Strafbefehl am 19. Januar 2006 in Empfang. Am 6. März 2006 erhob X.________ gegen den Strafbefehl Einsprache und stellte gleichzeitig ein Gesuch um Wiederherstellung der Einsprachefrist. Zur Begründung des Fristwiederherstellungsgesuchs machte er geltend, er sei vom 19. Januar bis zum 2. Februar 2006 in den Ferien gewesen und habe nicht mit der Zustellung des Strafbefehls gerechnet. Gegen den Strafbefehl brachte er vor, es sei nicht erwiesen, dass er bezüglich des beanzeigten Vorfalls vom 6. April 2005 Fahrzeuglenker gewesen sei. Mit Verfügung Nr. 2006/29/E vom 12. April 2006 wies der zuständige Einzelrichter das Fristwiederherstellungsgesuch ab und stellte die Rechtskraft des Strafbefehls Nr. 2006/12 fest. Er begründete seinen Entscheid damit, dass die Mutter des Gesuchstellers zur Entgegennahme von Gerichtsurkunden unbestrittenermassen befugt war, der Gesuchsteller als vom Strafverfahren Betroffener mit der Zustellung einer Gerichtsurkunde rechnen musste und das Versäumnis weder auf höhere Gewalt noch auf andere entschuldbare Gründe zurückgeführt werden könne.