Citation: 4A_154/2018 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erachtete die Behauptung der Beschwerdeführerin, das Rohöl habe wegen langer Lagerung und mehrfachen Aufheizens in der Zeit des Gläubigerverzugs zwischen dem 4. November 2014 und dem 31. Dezember 2014 an Qualität verloren, als unbewiesen. Sie kam zu diesem Schluss nach Würdigung der vorliegenden Akten, namentlich der Ergebnisse von Messungen sowie einer Bestätigung der "Société Générale de Surveillance", welche sich ausschliesslich auf die durchschnittliche Qualität zwischen Februar 2011 und Februar 2012 bezog. Um einen Qualitätsverlust während der Dauer des Verzugs nachzuweisen, hätte die Beschwerdeführerin nach den Erwägungen der Vorinstanz ihre entsprechenden Messungen vielmehr bei Beginn und bei Ende des Verzugs vornehmen müssen. Da die Beschwerdeführerin auch keinen substanziierten Beweisantrag zur Begutachtung einer allfälligen Qualitätsverminderung während der Dauer des Verzugs gestellt hätte, hielt die Vorinstanz, die geltend gemachte Qualitätsverminderung für nicht nachgewiesen Sie fügte an, es sei im Übrigen wenig wahrscheinlich, dass in der kurzen Verzugsdauer von weniger als zwei Monaten eine massgebliche Qualitätseinbusse eingetreten sei.