Citation: 6B_520/2020 E. 7.5

7.5. Nicht zu beanstanden ist das angefochtene Urteil schliesslich auch, soweit die Vorinstanz keine gutachterliche Bewertung der in Frage stehenden Marken in Auftrag gegeben hat (vgl. Beschwerde S. 29). Was der Beschwerdeführer in diesem Kontext vorbringt, namentlich sein Hinweis, das Gutachten M.________ leide an einem Mangel, zumal das methodenkritische Gutachten K.________ die von jenem angewandte Methode zur Markenbewertung als untauglich ansehe (Beschwerde S. 7), führt zu keinem anderen Ergebnis. Die Vorinstanz hat sich für ihren Entscheid nicht auf das Gutachten M.________ abgestützt, sondern hat die Rechtsfrage in den Vordergrund gestellt, ob ein allfälliger Markenwert hätte bilanziert werden dürfen (angefochtenes Urteil S. 32, vgl. ferner S. 81, 103, 113 ff., 116, 132 f., 146 ff., 194 f.). Es folgt insofern dem methodenkritischen Gutachten K.________, das zum Schluss gelangt, ein bilanzierendes Unternehmen könne sich nicht damit begnügen, die Bewertung nach der betriebswirtschaftlichen Methode vorzunehmen, sondern müsse in Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften prüfen, ob die Voraussetzungen der Aktivierung und Bewertung überhaupt erfüllt seien. Soweit jenes die Marke nicht bilanzieren könne, stelle diese aus bilanzieller Sicht ein "Non-Valeur" dar (methodenkritisches Gutachten K.________ S. 9). Nach dem methodenkritischen Gutachten ergibt sich im Übrigen auch aus dem Gesamtkontext des Gutachtens M.________, dass der Sachverständige die Marke "H.________" nicht nur aus betriebswirtschaftlichen Gründen, sondern auch aufgrund rechtlicher Überlegungen als "Non-Valeur" erachtet hat (methodenkritisches Gutachten K.________ S. 12). Eventualiter weist die Vorinstanz zudem zu Recht darauf hin, dass selbst bei Annahme einer Werthaltigkeit der Marken davon auszugehen wäre, dass der bilanzierte Wert nicht dem tatsächlichen Wert entsprach, zumal angesichts der personellen Verflechtungen ein Erwerb nicht zu Marktbedingungen vorliege (angefochtenes Urteil S. 114; vgl. methodenkritisches Gutachten K.________ S. 24 ff.). Soweit somit nach Auffassung der Vorinstanz nicht die mangelnde Werthaltigkeit der Marken aus betriebswirtschaftlicher Sicht massgeblich ist, sondern die Rechtsfrage, ob die Voraussetzungen für die Aktivierung und Bewertung der Marken erfüllt waren und diese mithin bilanziert werden durften (angefochtenes Urteil S. 113), ist nicht ersichtlich, inwiefern ein Anlass für die Einholung eines Obergutachtens bestanden haben soll. Die Vorinstanz durfte auf jeden Fall ohne Willkür annehmen, dass die vorhandenen Beweismittel zur Beurteilung des Sachverhalts ausreichend waren (angefochtenes Urteil S. 21). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die kantonalen Instanzen hätten die der Finanzplanung des Parteigutachtens N.________ zugrunde liegenden Unterlagen nicht berücksichtigt, ist er nicht zu hören, zumal die Unterlagen nicht in den Akten liegen und die Richtigkeit der Bewertungsgrundlagen nicht überprüft werden kann (vgl. methodenkritisches Gutachten K.________ S. 16 f.).