Citation: 1A.112/2006 19.09.2006 E. 2.5

2.5.1 Sodann macht die Beschwerdeführerin geltend, die kantonalen Behörden hätten es unter Verletzung der Untersuchungsmaxime unterlassen, Abklärungen darüber zu treffen, ob ausser einem Erwerbsausfallschaden ein Haushaltschaden eingetreten sei. 2.5.2 Aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin sich an den Haushaltarbeiten beteiligte. Im Gegenteil wurde in der Verfügung des Kantonalen Sozialdienstes vom 7. November 2000 über das Gesuch um Vorschussleistungen ausdrücklich vermerkt, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin für den gemeinsamen Haushalt verantwortlich war. Auch aus den bei den Akten liegenden IV-Unterlagen ergibt sich nicht, dass der Haushalt (teilweise) von der Beschwerdeführerin geführt worden wäre. Den kantonalen Instanzen kann daher nicht vorgeworfen werden, dass sie die Möglichkeit eines Haushaltschadens nicht von sich aus in Betracht zogen und die Beschwerdeführerin nicht zur Darlegung des Haushaltschadens aufforderten (vgl. E. 2.4.2 hiervor), zumal diese im Opferhilfe-Verfahren anwaltlich vertreten war (vgl. in diesem Sinn auch das Bundesgerichtsurteil 1A.93/2004 vom 2. September 2004 E. 4.5). Eine unvollständige Sachverhaltsermittlung oder eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 16 Abs. 2 OHG) liegt auch insoweit nicht vor.