Citation: 5A_889/2017 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz Willkür bei der Feststellung des Sachverhalts vor. Es sei notorisch, dass nachts das Geläut viel besser zu hören sei als tragsüber, da der Alltagslärm (Immissionen des Verkehrs, der in der Nähe gelegenen Baustellen und des Flugbetriebs etc.) wegfallen würde. Das Kantonsgericht hätte deshalb für die eingeklagte Zeit von 20.00 Uhr bis 07.00 Uhr nicht auf die Feststellungen des Augenscheins abstellen dürfen, welcher am 21. September 2016 vormittags von 09.00 Uhr bis 10.20 Uhr stattgefunden habe. Vielmehr hätte das Kantonsgericht daraus auf eine erhöhte Lärmbelastung in der Nacht schliessen müssen. Weiter wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz vor, auf die unbewiesene Behauptung des Beschwerdegegners abgestellt zu haben, wonach er ein sachliches Interesse daran habe, den Tieren Glocken umzuhängen, weil die noch nicht weidgewohnten Jungtiere dazu tendieren würden, die Umzäunung zu durchbrechen, und das Auffinden von Tieren ohne akustische Unterstützung sehr aufwendig und ineffizient wäre. Zutreffend sei, dass das Geläut von Glocken und Treicheln tagsüber an der fraglichen Lage dem Ortsgebrauch ent spreche. Nachts gehöre Viehglockengeläut nicht zu den örtlichen Gegebenheiten. Der Beschwerdegegner sei der einzige Landwirt, der auf seinen Grundstücken weidenden Tieren auch nachts Treicheln, Schellen oder Glocken anderer Art umhänge.