Citation: 8C_424/2018 E. 6.2

6.2. Hinzuweisen ist einzig darauf, dass gemäss Art. 18 Abs. 1 IVG (Arbeitsvermittlung) arbeitsunfähige (Art. 6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes (lit. a) oder auf begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (lit. b) haben. Die IV-Stelle veranlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (Art. 18 Abs. 2 IVG). Aus diesem Wortlaut ergibt sich ohne Weiteres, dass die Verwaltung auch dann Arbeitsvermittlung zu gewähren hat, wenn die Voraussetzungen auf einen Anspruch auf Invalidenrente nicht bestehen. Vorliegend hatte die IV-Stelle denn auch trotz abgelehnten Rentenanspruchs (Verfügung vom 27. Februar 2017) ab 16. Mai 2017 erneut Massnahmen im Sinne von Art. 18 IVG veranlasst. Der Beschwerdeführer übersieht mit seinen Vorbringen, dass die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt im Rahmen der Rentenbeurteilung nicht verglichen werden kann mit der Arbeitsvermittlung gemäss Art. 18 IVG, deren Anspruch sich einzig auf den aktuellen und somit real existierenden Arbeitsmarkt bezieht. Unter anderem ist auch gestützt auf diesen Umstand der prozessuale Antrag auf Vereinigung der Verfahren 8C_424/2018 und 8C_423/2018 abzuweisen.