Citation: 1C_122/2020 E. 4.3

4.3. Der bezüglich der Mauer an der östlichen Grenze der Bauparzelle massgebliche § 126 Abs. 1 Anhang PBG stellt gemäss der Vorinstanz nur auf das gewachsene und nicht (auch) auf das tiefer gelegte Terrain ab. § 126 Anhang LU PBG hat folgenden Wortlaut: § 126 Grenzabstand bei Mauern, Einfriedungen, Böschungen und Gewächsen 1 Stützmauern, freistehende Mauern und Einfriedungen, die nicht mehr als 1,5 m über das gewachsene Terrain hinausragen, dürfen an die Grenze gestellt werden. Übersteigen sie dieses Mass, sind sie um das Doppelte ihrer Mehrhöhe, höchstens aber 4 m, von der Grenze zurückzusetzen. Vorbehalten bleibt Absatz 2. 2 Für Stützmauern und freistehende Mauern, die mehr als 2 m über das gewachsene Terrain hinausragen, sind die Abstandsvorschriften für Bauten massgebend. Das gilt auch für Einfriedungen, die keinen Durchblick gewähren. 3 Für Böschungen und Aufschüttungen sind diese Bestimmungen sinngemäss anzuwenden. 4 Vorbehalten bleiben abweichende, öffentlich beurkundete Vereinbarungen der Nachbarn. 5 Der Grenzabstand bei Gewächsen richtet sich nach den Vorschriften des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch. Die Bestimmung nimmt im Wortlaut von Absatz 1 und 2 auf das gewachsene und nicht auch auf ein tiefer gelegtes Terrain Bezug. Die Auslegung der Vorinstanz kann sich auf den Wortlaut der Bestimmung abstützen und erweist sich in dieser Hinsicht als willkürfrei.