Citation: 1D_1/2017 E. 7.4.3

7.4.3. Im Einbürgerungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung haben die Parteien freilich bei der Sachverhaltsermittlung mitzuwirken, soweit sie besser als die Behörden in der Lage sind, bestimmte Tatsachen darzulegen und zu beweisen. Dazu gehören insbesondere Aktivitäten, die für eine hinreichende soziale Integration sprechen. Bei der Befragung der Nachbar- oder Einwohnerschaft handelt es sich aber, im Unterschied etwa zu dokumentarisch belegbaren Mitgliedschaften in Vereinen oder zu Aktivitäten an Dorffesten, nicht um Beweise, für deren Abnahme die Behörden weniger gut in der Lage wären als die Gesuchsteller. Im Gegenteil erhöhen neutrale Abklärungen durch die Behörden unter Umständen die Glaubwürdigkeit im Vergleich zu vom Einbürgerungswilligen selbst eingeholten oder eingereichten Unterlagen (zum Ganzen: BGE 141 I 60 E. 5.2 S. 68 mit Hinweis).