Citation: 2C_648/2023 E. 5.3

5.3. Zunächst ist festzuhalten, dass aufgrund der anhaltenden Sozialhilfeabhängigkeit der Beschwerdeführerin und der negativen Prognose bezüglich der Gefahr der fortgesetzten Sozialhilfeabhängigkeit bei Nachzug des Beschwerdeführers ein erhebliches, öffentliches Interesse an der Verweigerung des Familiennachzugs des Beschwerdeführers besteht. Ausserdem heirateten die Beschwerdeführer zu einem Zeitpunkt, als der Beschwerdeführer über kein Aufenthaltsrecht in der Schweiz verfügte und die Beschwerdeführer aufgrund der erheblichen Sozialhilfeabhängigkeit der Beschwerdeführerin nicht davon ausgehen konnten, ihr Ehe- und Familienleben in der Schweiz pflegen zu können (vgl. Urteil 2C_891/2021 vom 6. Dezember 2022 E. 4.3.6). Vor diesem Hintergrund ist es zumutbar, wenn der Beschwerdeführer die familiären Beziehungen durch gelegentliche Besuche und mittels moderner Kommunikationsmittel aufrecht erhält. Das öffentliche Interesse an der Verweigerung des Familiennachzugs überwiegt deshalb vorliegend das entgegenstehende private Interesse am Nachzug des Beschwerdeführers. In diesem Sinne ist die Verweigerung des Nachzugs des Beschwerdeführers auch verhältnismässig. Die Verweigerung des Familiennachzugs, insbesondere die vorinstanzliche Anwendung von Art. 43 Abs. 1 lit. c AIG und mithin das angefochtene Urteil, erweisen sich nach dem Gesagten als bundesrechts- und konventionskonform.