Citation: 1A.90/2004 26.08.2004 E. 2

2.1 Gemäss Art. 80h lit. b IRSG ist zur Beschwerde berechtigt, wer persönlich und direkt von einer Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Art. 111 Abs. 1 IRSG ermächtigt den Bundesrat, Ausführungsbestimmungen zu erlassen. In Art. 9a lit. a der Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV, SR 351.11) regelte der Bundesrat Einzelheiten im Zusammenhang mit der Beschwerdelegitimation. Diese Bestimmung bezeichnet bei der Erhebung von Kontoinformationen namentlich den Kontoinhaber als persönlich und direkt betroffen im Sinne von Art. 80h IRSG. Nach der Rechtsprechung ist im Bereich der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen eine natürliche oder juristische Person zu Rechtsmitteln legitimiert, wenn sie von der verlangten Rechtshilfemassnahme unmittelbar betroffen wird, ohne dass sie ein rechtlich geschütztes Interesse geltend machen müsste. Ein schutzwürdiges Interesse liegt indessen nicht schon dann vor, wenn jemand irgendeine Beziehung zum Streitobjekt zu haben behauptet. Vielmehr ist zur Bejahung der Legitimation erforderlich, dass der angefochtene Entscheid den Beschwerdeführer in stärkerem Masse berührt als die Allgemeinheit der Bürger; d.h. es ist eine vom einschlägigen Bundesrecht erfasste spezifische Beziehungsnähe vorausgesetzt. Das Bundesgericht anerkennt deshalb die Legitimation jeder natürlichen oder juristischen Person, die von einer Rechtshilfemassnahme unmittelbar berührt wird, verneint dagegen die Beschwerdebefugnis von Personen, die nur mittelbar von der angefochtenen Verfügung betroffen sind (BGE 123 II 153 E. 2a und b mit Hinweisen). Bei der Erhebung von Kontoinformationen wird der Inhaber des Kontos von der Rechtshilfemassnahme unmittelbar betroffen, weshalb ihn die Rechtsprechung als legitimiert betrachtet (BGE 127 II 198 E. 2d S. 205 mit Hinweisen). Weitere Personen gelten dagegen nicht als legitimiert, vor allem nicht jene, die zwar in den Kontounterlagen erwähnt werden, aber nicht Inhaber des betroffenen Kontos sind (BGE 123 II 153 E. 2b S. 157 mit Hinweisen). Der nur wirtschaftlich an einer juristischen Person Berechtigte ist ausnahmsweise dann zur Beschwerde befugt, wenn die juristische Person aufgelöst worden ist und deshalb nicht mehr handlungsfähig ist (BGE 123 II 153 E. 2c S. 157). Es ist Sache des wirtschaftlich Berechtigten, die Auflösung der juristischen Person mit amtlichen Dokumenten zu beweisen (Urteile 1A.10/2000 vom 18. Mai 2000 E. 1e; 1A.131/1999 vom 26. August 1999 E. 3b; Zimmermann, a.a.O., S. 352 Fn. 2088). 2.2 Die Beschwerdeführer 2 und 3 sind nicht Kontoinhaber. Sie sind an der F.________Ltd. auch nicht wirtschaftlich berechtigt. Sie sind im ausländischen Verfahren angeschuldigt. Als solche sind sie jedoch nicht ohne weiteres zur Beschwerde berechtigt. Gemäss Art. 21 Abs. 3 IRSG können Personen, gegen die sich das ausländische Strafverfahren richtet, Verfügungen nur anfechten, wenn eine Rechtshilfemassnahme sie persönlich und direkt betrifft und sie ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung haben. Diese Bestimmung stimmt inhaltlich mit Art. 80h lit. b IRSG überein. Die Beschwerdebefugnis des im ausländischen Strafverfahren Angeschuldigten ist somit nicht weiter. Um zur Beschwerde legitimiert zu sein, muss sich eine Zwangsmassnahme in der Schweiz unmittelbar gegen ihn richten (BGE 116 Ib 106 E. 2a). Die Zwangsmassnahme richtet sich im vorliegenden Fall gegen die F.________Ltd.. Die Beschwerdeführer 2 und 3 sind davon nicht unmittelbar betroffen. Die Rekurskammer hat deshalb ihre Beschwerdelegitimation zu Recht verneint. Der Beschwerdeführer 1 ist wirtschaftlich an der F.________Ltd. berechtigt. Er behauptet jedoch nicht einmal, dass diese aufgelöst worden sei und damit nicht mehr selber handeln könne. Auch seine Beschwerdebefugnis ist deshalb zu verneinen. Seine Stellung als Angeschuldigter im ausländischen Verfahren genügt nicht, um ihm die Beschwerdelegitimation zu verschaffen. Es kann dazu auf das oben Gesagte verwiesen werden. Der angefochtene Entscheid ist auch insoweit nicht zu beanstanden.