Citation: 2C_476/2023 E. 5.6.1

5.6.1. Soweit die Beschwerdeführerin rügt, es seien bei der Euthanasierungsanordnung vom 23. Dezember 2021 keine milderen Massnahmen geprüft worden, obwohl bereits ein tierärztlicher Bericht vom 5. Dezember 2021 solche angeregt habe, vermag sie keine Willkür aufzuzeigen. Um zu prüfen, ob mildere Mittel zur Verfügung standen bzw. ob die Massnahme notwendig war, ist auf den Zeitpunkt der ursprünglichen Entscheidung und den zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Wissensstand abzustellen (vgl. BGE 149 I 191 E. 7.3 mit Hinweisen; Urteil 2C_214/2023 vom 7. Mai 2024 E. 9.3.2). Aus der Verfügung des Veterinäramts vom 23. Dezember 2021 geht hervor, dass mildere Mittel - wie etwa eine (erneute) Sedierung oder eine Resozialisierung des Pferdes - geprüft wurden. Das Veterinäramt schloss, dass eine Korrektur des lebensgefährlichen Verhaltens höchst unwahrscheinlich sei. Vielmehr sei zu befürchten, dass sich das auffällige Verhalten mit zunehmenden Alter des Pferdes noch verschlimmere. Die geprüften Alternativmassnahmen wurden zum damaligen Zeitpunkt nicht als erfolgsversprechend eingeschätzt. Soweit sich die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang zudem auf die Untersuchungsmaxime nach § 7 VRG/ZH beruft, legt sie nicht dar, inwiefern die Vorinstanz die kantonale Bestimmung verletzt haben könnte. Eine Verletzung des Willkürverbots ist nicht dargetan.