Citation: 2C_596/2023 E. 5.4

5.4. Zu beachten ist ferner, dass die aktuelle Betreuungssituation und die damit einhergehende Intensivierung der Beziehung zwischen den Beschwerdeführern auf die Einreise der Beschwerdeführerin 1 und der anschliessenden Unterbringung in die Residenz D.________ zurückzuführen ist, womit ein fait accompli geschaffen wurde. Dieses kann bei der rechtlichen Beurteilung des Aufenthaltsanspruchs jedoch keine Berücksichtigung finden (vgl. BGE 149 I 207 E. 5.6; Urteile 2C_121/2022 vom 24. November 2022 E. 7.5; 2C_5/2017 vom 23. Juni 2017 E. 3.5; 2C_131/2016 vom 10. November 2016 E. 4.5 mit Hinweis). Es konnte von der Vorinstanz nicht festgestellt werden, dass bereits vor der Übersiedlung der Beschwerdeführerin 1 ein enges Verhältnis, geschweige denn ein besonderes Abhängigkeits verhältnis, bestanden hätte (vorstehend E. 4.2). Dass die Beschwerdeführer nun aufgrund der räumlichen Nähe die Beziehung durch Besuche pflegen können, ist einzig Folge des von den Beschwerdeführern geschaffenen fait accompli. Das aktuelle Verhältnis geht zudem kaum über eine normale Eltern-Kind-Beziehung hinaus. Die Nichterteilung der Aufenthaltsbewilligung würde denn auch lediglich die Fortführung des früheren Zustandes bei gegebener räumlichen Trennung bedeuten. Die Beschwerdeführer können daraus jedenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten. Nicht gefolgt werden kann den Beschwerdeführern zudem, soweit sie diesbezüglich vorbringen, dass im Falle eines früheren Umzugs der Familie nach Australien dort ein enges Abhängigkeitsverhältnis begründet worden wäre; solche theoretischen Argumente zielen von vornherein ins Leere.