Citation: 5P.107/2004 26.04.2004 E. 4

Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, sie hätten im kantonalen Verfahren den Beizug der Gerichtsdossiers betreffend die Besitzesschutzverfahren und die Ungültigkeits- bzw. Herabsetzungsklage verlangt. Inwiefern der Verzicht auf den Beizug der Gerichtsakten bezüglich der Ungültigkeits- bzw. Herabsetzungsklage willkürlich sein soll, begründen sie nicht, so dass darauf nicht weiter eingegangen werden muss. Was die Akten der Besitzesschutzverfahren anbelangt, machen die Beschwerdeführer geltend, aus diesen hätte sich ergeben, dass mehrere Verträge, welche zu den angefangenen und in der Folge eingestellten Bauarbeiten geführt hätten, nicht vom Erblasser, sondern von einzelnen dazu nicht befugten Erben abgeschlossen worden seien. Das Kantonsgericht hat erwogen, die massgeblichen Tatsachen, soweit sie denn im vorliegenden Verfahren von Bedeutung seien, seien dem Appellationshof bekannt. Tatsächlich wurden die Verfahren vor diesem Gericht durchgeführt, so dass der Hinweis nicht willkürlich ist. Es kommt hinzu, dass für den Wiederaufbauentscheid des zuständigen Erbenvertreters und für die Aufsichtsbehörden nicht von entscheidender Bedeutung ist, wer genau welchen Vertrag abgeschlossen hat. Das Kantonsgericht durfte ohne Willkür annehmen, entscheidend sei der klare Wille des Erblassers, das abgebrannte Haus wieder aufzubauen sowie die wirtschaftlichen Überlegungen, welche für den Wiederaufbau bzw. für die Fertigstellung der angefangenen Baute sprechen.