Citation: U 209/04 25.11.2004 E. 2

Bezüglich des von der Verwaltung in Abrede gestellten ersten Unfallereignisses im Mai 2001 hält das kantonale Versicherungsgericht die durch Anrufung einer Zeugin untermauerte Schilderung der Versicherten, bei einem während der Arbeit erfolgten Sturz mit dem Ellbogen rechts aufgestossen zu sein, für glaubhaft. Es bezeichnet die in diesem Zusammenhang bisher getroffenen Abklärungen für unzureichend. Die Frage nach dem Unfallereignis muss nach Auffassung der Vorinstanz indessen nur für den Fall beantwortet werden, als dieses mit der Epikondylitis überhaupt in einen ursächlichen Zusammenhang gebracht werden kann, was indessen bei derzeitiger Aktenlage ebenso wenig zu beantworten sei. Diese Sichtweise ist nicht zu beanstanden. Insbesondere können die angeordneten Abklärungen nicht von vornherein als sinn- und zwecklos betrachtet werden. Daran ändert nichts, dass der im Anschluss an das behauptete Ereignis ausgebliebene Arztbesuch wie auch die fehlende Unfallmeldung einen Unfall eher als wenig wahrscheinlich erscheinen lassen. Die Befragung der angerufenen Zeugin oder weiterer Personen, wie etwa des Wirtshaus- oder des Personalverantwortlichen könnten Gegenteiliges belegen, wenngleich infolge des Zeitablaufs nicht ohne weiteres gesicherte Aussagen erwartet werden dürfen. Auch ist die Aussage der Beschwerdegegnerin, die Schmerzen im rechten Ellbogen seien innerhalb von rund drei Wochen abgeklungen und neue seien erst wieder im September 2001 aufgetreten, zwar ein gewichtiges Indiz für den fehlenden (natürlichen) Kausalzusammenhang zwischen dem behaupteten ersten Unfall und der erstmals am 17. September 2001 durch Dr. med. K.________ diagnostizierten Epikondylitis lateralis rechts (vgl. dazu Bär/Heinz/Ramseier, Epikondylitis, versicherungsmedizinische Aspekte, in: Hrsg. SUVA, Unfallmedizin, Heft Nr. 3/1987, S. 20 f.). Eine verlässliche medizinische Einschätzung dazu findet sich in den Akten indessen nicht: Wie die Vorinstanz zu Recht angemerkt hat, ist die Stellungnahme des Dr. med. V.________ vom 15. August 2002 äusserst knapp gehalten, und es ist unklar, inwieweit sie auf einer umfassenden medizinischen Anamnese beruht.