Citation: 4A_483/2024 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin informierte das Bundesgericht mit Schreiben vom 21. Oktober 2024 (Postaufgabe am 22. Oktober 2024) darüber, dass sie ein Start-up Unternehmen sei und derzeit nicht über die finanziellen Mittel verfüge, um Gerichts- oder Rechtskosten zu tragen. Sie bat sodann um Anleitung für die "angemessenen nächsten Schritte unter diesen Umständen". Es ist nicht Sache des Bundesgerichts, einer Verfahrenspartei Rechtsauskünfte zur Erlangung der unentgeltlichen Rechtspflege zu erteilen, was auf deren einseitige Bevorteilung hinauslaufen kann. Die Nachfrist zur Bezahlung des Kostenvorschusses kann durch Bezahlung dieses Vorschusses oder durch Stellung eines (hinreichend begründeten und belegten) Gesuches um unentgeltliche Rechtspflege gewahrt werden. Die Fristwahrung durch Stellung eines Gesuches um unentgeltliche Rechtspflege ist mit anderen Worten nur dann möglich, wenn das Gesuch tauglich und korrekt begründet und mit ausreichenden Belegen zur wirtschaftlichen Situation der Partei versehen ist (Urteile 4D_35/2019 vom 5. September 2019 E. 3 mit Hinweisen). Juristische Personen können grundsätzlich weder die unentgeltliche Prozessführung noch eine Verbeiständung beanspruchen, denn sie sind gegebenenfalls nicht arm oder bedürftig, sondern bloss zahlungsunfähig oder überschuldet und haben in diesem Fall die gebotenen gesellschafts- und konkursrechtlichen Konsequenzen zu ziehen (BGE 143 I 328 E. 3.1; 131 II 306 E. 5.2.1; 119 Ia 337 E. 4b). Ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege kann für eine juristische Person diskutiert werden, wenn ihr einziges Aktivum im Streit liegt und neben ihr auch die wirtschaftlich Beteiligten mittellos sind, wobei der Begriff der wirtschaftlich Beteiligten weit zu verstehen ist und neben den Gesellschaftern auch die Organe der juristischen Person oder gegebenenfalls interessierte Gläubiger umfasst (BGE 143 I 328 E. 3.1; 131 II 306 E. 5.2.2). Die Beschwerdeführerin hat mit ihren Vorbringen im Schreiben vom 21./22. Oktober 2024 die genannten kumulativen Voraussetzungen, unter denen diskutiert werden kann, einer juristischen Person ausnahmsweise die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, in keiner Weise behauptet und belegt. Es musste ihr klar sein, dass sie mit dem blossen Hinweis darauf, dass sie ein Start-up Unternehmen und derzeit nicht in der Lage sei, Gerichts- und Rechtskosten zu tragen, kein Gesuch stellte, das geeignet war, die bereits abgelaufene Frist bzw. die ihr inzwischen angesetzte Nachfrist für die Leistung des Kostenvorschusses zu hemmen. Soweit ihr Schreiben vom 21./22. Oktober 2024 als Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zu verstehen ist, ist darauf nicht einzutreten.