Citation: 9C_221/2018 E. 5.2.2

5.2.2. Sodann interpretierten die beiden Experten das im Rahmen der Observation vom 8. bis 22. Oktober 2015 beobachtete Verhalten der Beschwerdeführerin unterschiedlich. Während der psychiatrische Experte des ABI differentialdiagnostisch eine Simulation, d.h. ein bewusstes Vortäuschen einer Krankheit in Betracht zog, erblickte der Privatgutachter darin typische Symptome einer psychogenen Störung, welche trotzdem nicht der Kontrolle der Explorandin unterlägen und von ihr als somatische, nämlich als Unfallfolge erlebt würden. Diese Diskrepanz ist indessen nicht von entscheidender Bedeutung. Zum einen brachte die Vorinstanz den Ausschlussgrund der Simulation (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.2 S. 287 f.) nicht zum Tragen. Zum anderen hat sie die einzelnen Indikatoren geprüft, und zwar unter Einbezug beider Gutachten, wobei sie jeweils begründete, weshalb sie auf dieses und nicht auf jenes abstellte. Unter diesen Umständen kann nicht von einer unzulässigen Parallelüberprüfung (vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3 S. 53) gesprochen werden. Im Übrigen äussert sich die Beschwerdeführerin nicht zur Indikatorenprüfung im angefochtenen Entscheid, womit es sein Bewenden hat (Art. 42 Abs. 2 BGG).