Citation: 1B_629/2021 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer bestreitet zwar seine Hafterstehungsfähigkeit. Er setzt sich mit den Ausführungen der Vorinstanz zum Begriff und zur Prüfung der Hafterstehungsfähigkeit sowie der von ihr zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung jedoch nicht weiter auseinander, ebenso wenig mit ihren Feststellungen zur Gefährdung seiner Gesundheit durch den Freiheitsentzug sowie ihrer Rechtsgüter- bzw. Interessenabwägung. Auch zum Gutachten von Dr. med. B.________, auf das sich die Vorinstanz stützt und das Grundlage ihrer Beurteilung bildet, äussert er sich nicht. Er macht stattdessen ungeachtet der Beurteilung des Gutachters und der Vorinstanz geltend, er sei in einem miserablen, elenden und erbärmlichen Gesundheitszustand, der ihn als "gebrochenen Mann" erscheinen lasse und bei einer Fortdauer der Haft eine besondere und ernsthafte Gefahr für seine Gesundheit und/oder sein Leben begründe. Damit sei eine Unterbrechung der Haft im Sinne von Art. 92 StGB angezeigt bzw. deren Fortdauer (auch insoweit) unverhältnismässig. Er verweist dabei auf Berichte des Spitals Thurgau vom 16. April und 6. Mai 2021 sowie einen Bericht des Kantonsspitals Frauenfeld vom 10. November 2021.