Citation: I 437/06 25.01.2007 E. 5.1

5.1.1 Das BSV bringt vor, die der ursprünglichen Rentenzusprechung zugrunde liegende Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit beruhe vor allem auf einer psychischen Erkrankung, welche Folge belastender, zum Teil invaliditätsfremder Faktoren (schlechte Integration, Fluchtproblematik, unbefriedigende Berufssituation) gewesen sei. Mit der Rückreise ins Land L.________ seien diese Faktoren weggefallen, weshalb anzunehmen sei, dass sich die gesundheitlichen Beschwerden gebessert hätten. Dies komme darin zum Ausdruck, dass der Versicherte nun die hohe psychische Anforderungen stellende Funktion eines politischen Führers zu erfüllen vermöge. Eine solche Tätigkeit sei einer Beschäftigung im Erwerbsleben gleichzusetzen. Die IV-Stelle schliesst sich dieser Auffassung in der letztinstanzlich eingereichten Vernehmlassung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde an. 5.1.2 Die Rekurskommission der AHV/IV erwog, die vom BSV angenommene Steigerung der Leistungsfähigkeit und Veränderung der erwerblichen Situation sei nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Ohne ergänzende Abklärungen sei nicht schlüssig zu beurteilen, ob die Voraussetzungen einer Rentenrevision vorlägen. 5.1.3 Der Beschwerdegegner bestreitet, dass sich sein Gesundheitszustand gebessert habe. Er sei zwar politisch aktiv gewesen, nie aber in der Funktion eines politischen Führers.