Citation: 5P.398/2000 21.12.2000 E. 3

3.- Die Beschwerdeführer verweisen zu Recht darauf, dass in der vorliegenden Zivilsache, die dem Bundesgericht fraglos nicht mit Berufung unterbreitet werden kann, die Verletzung der derogatorischen Kraft bzw. des Vorrangs des Bundesrechts mit Nichtigkeitsbeschwerde vorzubringen ist (Art. 68 Abs. 1 lit. a OG; zuletzt: BGE 122 I 351 E. 1c S. 353), dergegenüber die staatsrechtliche Beschwerde nachgeht (Art. 84 Abs. 2 OG). Mit dieser machen sie geltend, es liege alternativ ein Willkürtatbestand nach Art. 9 BV und eine Verletzung der Art. 46 und Art. 49 BV vor, sollte das Vorgehen des Obergerichts wider Erwarten nicht den - mit Nichtigkeitsbeschwerde gerügten - Tatbestand der Verletzung des Vorrangs des Bundesrechts erfüllen. Soweit die Beschwerdeführer aus Art. 46 und Art. 49 BV lediglich die derogatorische Kraft des Bundesrechts ableiten und eine Verletzung dieses Grundsatzes rügen, kann auf ihre staatsrechtliche Beschwerde nicht eingetreten werden. Der Nichtigkeitsgrund gemäss Art. 68 Abs. 1 lit. a OG erfasst direkt den entsprechenden Verfassungsgrundsatz, wie er bisher aus Art. 2 aÜbBest. BV sich ergeben hat und heute in Art. 49 Abs. 1 BV verankert ist (vgl. Poudret/Sandoz-Monod, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, II, Bern 1990, N. 3.1 zu Art. 68 OG). Neben der Nichtigkeitsbeschwerde kann deshalb nicht dieselbe Verfassungsbestimmung mit staatsrechtlicher Beschwerde als verletzt gerügt werden (Poudret/ Sandoz-Monod, N. 9 zu Art. 68 OG). Gleiches gilt, soweit die Beschwerdeführer nicht bloss eine Missachtung des Vorrangs des Bundesrechts geltend machen, sondern dessen qualifizierte Missachtung im Sinne von Willkür rügen (Art. 84 Abs. 2 OG; Poudret/Sandoz-Monod, N. 2.2 S. 627 f.; vgl. auch N. 1.6.3 und N. 2.2 zu Art. 43 OG).