Citation: 5P.155/2000 19.10.2000 E. 5

5.- Schliesslich rügen die Beschwerdeführerinnen, das angefochtene Urteil verletze das Gebot der Rechtsgleichheit. Auch im Falle einer Bareinzahlung am letzten Tag der Frist oder bei Bezahlung mittels Postcheck erfolge die Gutschrift erst nach Ablauf der Frist. Für die unterschiedliche Behandlung des Postgiromandats und der übrigen postalischen Zahlungsarten gebe es damit keine vernünftigen und sachlichen Gründe, zumal die Post beim Giroauftrag ebenfalls ab dem Zeitpunkt der Belastung auf dem Konto des Auftraggebers über den Betrag verfügen könne. Die Ungleichbehandlung der Postgirozahlung führe dazu, dass dem Betroffenen nicht mehr die ganze Frist zur Verfügung stehe, und dass er zudem als einziger das Risiko einer nicht von ihm beeinflussbaren Verspätung trage. Eine Gleichbehandlung von Giromandat und Bareinzahlung drängt sich nach dem in E. 2b Gesagten nicht zwingend auf. Im Übrigen gelten für alle Personen, welche sich in der Position eines Kostenvorschusspflichtigen unter Geltung von § 83 ZPO/LU befinden, die gleichen Regeln. Die Beschwerdeführerinnen machen nicht geltend, das Obergericht habe in gleich gelagerten Fällen die Belastung des Schuldnerkontos am letzten Tag der Frist genügen lassen. Sodann erfolgte die Wahl des Zahlungsverfahrens freiwillig. Es war den Beschwerdeführerinnen unbenommen, sich einer anderen Zahlungsmodalität zu bedienen, welche ihnen eine Ausnützung der ganzen Zahlungsfrist erlaubt hätte; dass ihnen dies unzumutbar oder gar unmöglich gewesen sei, behaupten sie nicht. Die Rüge der Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes ist somit unbegründet.