Citation: 9C_557/2023 E. 4.3.4

4.3.4. Schliesslich ist auf die Rügen im Zusammenhang mit der Beweiskraft des Gutachtens vom 17. Januar 2022 einzugehen. Diesbezüglich verweist die Beschwerdeführerin insbesondere auf das seitens der behandelnden Gynäkologin diagnostizierte Cancer-related Fatigue-Syndrom. Hinsichtlich der am neuropsychologischen Gutachten geübten Kritik erübrigen sich Weiterungen, denn es ist nach ständiger Rechtsprechung Aufgabe des psychiatrischen Facharztes, die Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung allfälliger neuropsychologischer Defizite einzuschätzen (Urteile 9C_282/2023 vom 28. August 2023 E. 4.2.8; 9C_752/2018 vom 12. April 2019 E. 5.3). Nicht stichhaltig ist sodann der Vorwurf, dem Cancer-related Fatigue-Syndrom sei in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden. Die konkreten funktionellen Auswirkungen dieses seitens der Gynäkologin festgestellten Sachverhalts sind im Gutachten vom 17. Januar 2022 berücksichtigt, was genügt. Eine einlässlichere Diskussion des Cancer-related Fatigue-Syndroms war nicht geboten (vgl. Urteil 9C_315/2020 vom 22. September 2020 E. 3.2).