Citation: 2C_746/2020 E. 2.4

2.4. Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen im bundesgerichtlichen Verfahren lediglich insoweit vorgebracht werden, als der angefochtene Entscheid hierzu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Nur weil das Verwaltungsgericht die rechtliche Einschätzung des Beschwerdeführers nicht geteilt hat, gibt das angefochtene Urteil nicht bereits Anlass dazu, im bundesgerichtlichen Verfahren die Beweismittel zu ergänzen. Hierfür müsste die Vorinstanz materielles Recht derart angewendet haben, das bestimmte Sachumstände neu und erstmals - durch den angefochtenen Entscheid - Rechtserheblichkeit erhielten (vgl. Urteile 2C_9/2020 vom 29. Juni 2020 E. 2.4; 2C_270/2020 vom 14. April 2020 E. 2.4). Letzteres ist hier nicht der Fall. Die in der Beschwerde angerufenen Berichte des Staatssekretariates für Migration vom 7. Februar 2020 und der Schweizerischen Flüchtlingshilfe vom 10. April 2020 sowie 26. Juni 2020 und die dazu gemachten Ausführungen des Beschwerdeführers sind vor diesem Hintergrund im Folgenden nicht zu berücksichtigen. Diese Dokumente wurden nämlich im angefochtenen Urteil nicht genannt. Auch wurde nicht hinreichend dargelegt, dass diese Dokumente dem Verwaltungsgericht bei Erlass des angefochtenen Urteils vorlagen und zu Unrecht unberücksichtigt geblieben wären.