Citation: U 452/04 20.12.2005 E. 3

Das kantonale Gericht hat die Adäquanz zu Recht anhand der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen geprüft (BGE 115 V 133), traten doch die zum typischen ("bunten") Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS (oder eines Schädel-Hirntraumas) zu zählenden Beeinträchtigungen im Vergleich zur ausgeprägten psychischen Problematik des Versicherten schon bald völlig in den Hintergrund (vgl. Erw. 1 hievor in fine; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437 [Urteil U 164/01]): So diagnostizierte Hausarzt Dr. K._________ in seinem Bericht vom 9. Juni 2001, mithin bereits rund sieben Wochen nach dem Arbeitsunfall u.a. eine panvertebrale Schmerzausdehnung, ein zunehmendes neuropsychologisches Beschwerdebild sowie eine ebenfalls zunehmende depressive Entwicklung mit somatoformen Störungen. Im Austrittsbericht der Klinik R._________ vom 28. August 2001 war noch von einer "leichten bis mittelschweren depressiven Episode" die Rede, während im Austrittsbericht derselben Klinik vom 5. Juni 2002 eine weitere Verschlechterung des depressiven Zustandsbilds festgestellt wurde, "so dass aktuell mindestens eine mittelschwere depressive Episode zu diagnostizieren" sei, nebst einer somatoformen Schmerzstörung. Die Ärzte der Klinik R._________ empfahlen im zweiten Bericht eine stationäre Weiterbehandlung in der Psychiatrischen Klinik X.________, während die ambulante Psychotherapie bei der Psychiaterin Dr. E.________ bereits im fünften Monat nach dem Unfall angelaufen war. Auch der Neurologe Dr. H.________ betonte in seiner Stellungnahme vom 19. Dezember 2002 die zentrale Rolle, welche der psychiatrischen Behandlung im vorliegenden Fall zukommt. In den Berichten der behandelnden Psychiaterin Dr. E.________ vom 22. Februar 2003 und der Klinik G.________ vom 20. Mai 2003 wurde dem Beschwerdeführer eine "schwere" depressive Episode bescheinigt. Anlässlich der psychiatrischen Untersuchung durch Dr. M.________ vom 15. September 2003 erschien der Versicherte "wie ein Moribunder" und war affektiv weder fassbar noch erreichbar; seine Verhaltensweisen erinnerten teilweise an ein Ganser-Syndrom (Bericht vom 21. September 2003). Aufgrund der gesamten medizinischen Akten kam der psychischen Problematik schon praktisch unmittelbar nach dem Unfall, spätestens aber mit der vollständigen Einstellung jeglicher Erwerbstätigkeit ab 31. Mai 2001 eindeutige Dominanz zu. Damit konnten die physischen Beschwerden auch im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfallereignis bis zum Beurteilungszeitpunkt (Verfügung der SUVA vom 26. August 2002/ Einspracheentscheid vom 2. Dezember 2003) gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen.