Citation: 4A_80/2017 E. 6.3.1

6.3.1. Das TAS stützte sich auf diese Grundlagen, wenn es ausführte, die vom Beschwerdeführer beantragte zusätzliche Analyse würde dieser gar nicht brauchen, wenn es ihm gelänge, genügend Zweifel an den Ergebnissen des B.________ Labors zu wecken. In der Tat hätte die Beschwerdegegnerin in diesem Fall den ihr obliegenden Beweis gemäss Art. 3.1 IWF ADP nicht erbracht, weshalb sich eine weitere Beweisabnahme (zur Begründung des Gegenbeweises) bereits aus diesem Grund erübrigt hätte. Kern der Argumentation des TAS ist nun aber, dass der Beschwerdeführer keine genügenden Zweifel an der Analyse des B.________ Labors begründen konnte. Es erwog, das Labor habe die für Ipamorelin geltenden Identifikationskriterien gemäss den Technischen Dokumenten TD2015IDCR der WADA und den ISL eingehalten, womit die Vermutung gelte, dass Ipamorelin entdeckt worden sei. Da Ipamorelin keine Substanz mit Schwellenwert ("not a threshold substance ") nach den WADA-Kriterien sei, könne eine Probe unabhängig von der gefundenen Konzentration als positiv nachgewiesen werden. Was die vom Beschwerdeführer diskutierte Messungenauigkeit (MU) anbelange, hätten sowohl Prof. D.________ von der Deutschen Sporthochschule Köln wie Prof. C.________ vom B.________ Labor ausgeführt, dass dieser Parameter nicht relevant sei bei der qualitativen Bestimmung von Substanzen ohne Schwellenwert wie Ipamorelin und in den WADA-Dokumenten nur verwendet werde im Zusammenhang mit der quantitativen Bestimmung von Substanzen, für die dort ein Schwellenwert bestimmt sei. Es sei unbestritten, dass ein Labor für den Nachweis von Ipamorelin das Technische Dokument TD2015MRPL der WADA befolgen müsse, welches sich mit dem MRPL befasse. Diesen Anforderungen sei das B.________ Labor nachgekommen, und es habe dargelegt, dass die geschätzte Grenze ("estimated limit") für den Nachweis von Ipamorelin bei 0.1 ng/mL liege. Diesen Wert habe der Beschwerdeführer nur in unsubstanziierter Weise bestritten.