Citation: 2C_1055/2019 E. 3.2.2

3.2.2. Die Vorinstanz ist freilich unter Heranziehung des Urteils 2C_708/2010 vom 28. Januar 2011 zum Ergebnis gelangt, die streitbetroffenen Grundstücke hätten im Rahmen des Erwerbs durch die Übernehmerin einen zweistufigen Weg zurückgelegt. Zunächst seien sie vom Geschäftsvermögen der Erbengemeinschaft in das Privatvermögen der Übernehmerin und dann von dort, nach einer "logischen Sekunde", in das Geschäftsvermögen der Übernehmerin gelangt. Diese Sichtweise hält einer näheren Prüfung nicht stand. Wie ausgeführt, hängt die Zuweisung eines Alternativguts zum Privat- oder Geschäftsvermögen einer selbständig erwerbenden Person allem voran von der technisch-wirtschaftlichen Funktion ab, die dem Gut zukommt (vorne E. 2.3.1). Ein Grundstück gehört mithin - trotz möglicherweise gegenläufiger Verbuchung und entgegengesetzter Auffassung der steuerpflichtigen Person - dem Geschäftsvermögen an, soweit und solange es ganz oder zumindest vorwiegend der selbständigen Erwerbstätigkeit dient (insbesondere zur Privatentnahme bzw. Privateinlage vorne E. 2.3.2). Wie dargelegt, hat die Vorinstanz in diesem Zusammenhang für das Bundesgericht verbindlich festgestellt, dass die Übernehmerin die drei unter dem Schutz des bäuerlichen Bodenrechts befindlichen Grundstücke als Selbstbewirtschafterin übernahm und als Geschäftsvermögen behandelte. Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass die technisch-wirtschaftliche Funktion der drei Grundstücke ohne Unterbruch in der Nutzung als Produktionsfaktor für den Betrieb des landwirtschaftlichen Gewerbes lag. Ein Übergang der Grundstücke vom Geschäftsvermögen der Erbengemeinschaft in das Privatvermögen der Übernehmerin scheitert schon an den betriebswirtschaftlichen Gegebenheiten, auch wenn dieser Zustand nur eine "logische Sekunde" angedauert haben soll.