Citation: 1P.571/2001 24.09.2001 E. 2

2.- a) Der Beschwerdeführer behauptet vorab eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör, weil der angefochtene Entscheid ungenügend begründet sei. Er beruft sich dabei nicht auf kantonale Verfahrensvorschriften, sondern direkt auf die Bundesverfassung. Die Frage einer allfälligen Missachtung der unmittelbar aus Art. 29 Abs. 2 BV (bzw. Art. 4 aBV) abgeleiteten verfahrensrechtlichen Mindestgarantien prüft das Bundesgericht mit freier Kognition (BGE 125 I 417 E. 7a S. 430). b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass eine Behörde die Vorbringen der vom Entscheid in ihrer Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann (BGE 123 I 31 E. 2c S. 34). Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Das bedeutet indessen nicht, dass sich diese ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (in BGE 127 I 6 nicht publizierte E. 2d; BGE 112 Ia 107 E. 2b S. 110, mit Hinweisen). c) Der angefochtene Entscheid erfüllt diese Anforderungen. Der Haftrichter hat sowohl den allgemeinen Haftgrund des dringenden Tatverdachts als auch das Bestehen von Flucht- und Kollusionsgefahr geprüft und bejaht. Dass er dabei teilweise auf seine früheren Entscheide verwiesen hat, verletzt nach der - im Übrigen auch vom Beschwerdeführer selber - zitierten Rechtsprechung Art. 29 Abs. 2 BV nicht. Aus den Erwägungen geht insgesamt klar hervor, aus welchen Gründen der Haftrichter die Fortsetzung der Untersuchungshaft angeordnet hat. Die Begründung ermöglichte dem Beschwerdeführer eine sachgerechte Anfechtung des Urteils. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt somit nicht vor.