Citation: 6B_1200/2021 E. 2.5

2.5. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdegegner habe ab dem 31. Dezember 2012 die Umbaukosten für seine Privatliegenschaft "U.________" über das von der Beschwerdeführerin zur Verwaltung des Mehrfamilienhauses des Beschwerdegegners in V.________ geführte Kontokorrentkonto abgewickelt, wobei das Konto ab diesem Zeitpunkt stets einen Minussaldo aufgewiesen habe. Der Beschwerdegegner habe damit faktisch Mittel der Beschwerdeführerin für persönliche Zwecke verwendet. Deren Forderung sei jedoch ohne Abschreiber bilanziert gewesen, womit letztlich keine Verwendung der Aktiven eingetreten sei. Eine Wertberichtigung oder Rückstellung sei nicht nötig gewesen und der Beschwerdegegner sei erwiesenermassen während der gesamten Umbauphase in der Lage gewesen, den jeweiligen Minussaldo zu decken. Es sei davon auszugehen, dass er jederzeit zur Rückzahlung bereit gewesen wäre, wenn er dazu aufgefordert worden wäre. Daran ändere nichts, dass er die Rückzahlung von einer Vereinbarung mit F.________ ausgehend erst nach Abschluss der Umbauarbeiten zu leisten beabsichtigt habe. Das Vermögen der Beschwerdeführerin sei damit in seinem wirtschaftlichen Wert zu keinem Zeitpunkt vermindert gewesen. Eine Bereicherungsabsicht sei bei dieser Ausgangslage ebenfalls von vornherein zu verneinen. Ob F.________ dem Vorgehen des Beschwerdegegners zugestimmt habe und ob dieser wissentlich und willentlich eigenmächtig gehandelt habe, könne unter diesen Umständen offenbleiben.