Citation: 6B_618/2021 E. 1.5.2

1.5.2. Was die Rolle des Beschwerdeführers betrifft, würdigt die Vorinstanz zunächst die Aussagen von C.C.________, wonach der Beschwerdeführer an der Brandlegung beteiligt gewesen sei. Auf die glaubhaften Aussagen von C.C.________ sei nach wie vor abzustellen. Die Vorinstanz begründet ausführlich, dass C.C.________ im Neubeurteilungsverfahren als Zeuge einvernommen worden sei und bestätigt habe, für den Brand des Restaurants seien er, der Beschwerdeführer und E.E.________ verantwortlich. Er habe unterstrichen, dass der Beschwerdeführer seinen mobilen Gasofen zur Herbeiführung des Brands in das Restaurant transportiert habe. Die Vorinstanz berücksichtigt, dass es in den Aussagen von C.C.________ gewisse Widersprüche gebe und erklärt diese mit seinem Bestreben, sich und E.E.________ in einem möglichst guten Licht darzustellen. Indessen würden seine Angaben zum Kerngeschehen mit jenen nach dem Geständnis übereinstimmen. Es sei nicht ersichtlich, weshalb C.C.________ bei seinen Aussagen im Neubeurteilungsverfahren hätte lügen sollen. Wegen des Grundsatzes ne bis in idem hätte er ohne strafrechtliche Folgen aussagen können, der Beschwerdeführer sei bei der Brandlegung nicht dabei gewesen. Hingegen habe er im Neubeurteilungsverfahren unter der Strafandrohung von Art. 307 StGB gestanden und hätte bei einer Falschaussage ein weiteres Strafverfahren gegen sich riskiert, welches angesichts der Verurteilung mit Probezeit gravierende Folgen hätte haben können. Dies spreche dafür, dass C.C.________ wahrheitsgetreu ausgesagt habe. Zudem sei nicht ersichtlich, weswegen er durch eine falsche Zeugenaussage mit allfälligem Strafregistereintrag sein wirtschaftliches Fortkommen hätte gefährden sollen. Weiter sei nicht erkennbar, warum C.C.________ den Beschwerdeführer zu Unrecht hätte belasten sollen. Namentlich bestünden keine Anzeichen für eine Feindschaft zwischen den beiden. Weiteres Gewicht würden die Aussagen von C.C.________ erhalten, weil sich seine Ausführungen betreffend E.E.________ bewahrheitet hätten. Es erhelle auch aus diesem Grund nicht, weshalb C.C.________ den Beschwerdeführer im Gegensatz zu E.E.________ zu Unrecht hätte belasten sollen. Sodann würdigt die Vorinstanz die Aussagen von E.E.________ sowie der Zeugen. Sie verweist dazu auf ihre Erwägungen im ersten Urteil und bezeichnet diese als nach wie vor überzeugend. C.C.________ habe frühzeitig über seine Brandbeteiligung berichtet und nicht erst im Zusammenhang mit der versuchten Nötigung H.G.________'s zum Nachteil von E.E.________. Dabei habe er gegenüber seinem Vater, F.E.________ und J.________ angegeben, er habe das Restaurant in Brand gesteckt und der Beschwerdeführer sei dabei gewesen. Es sei nicht ersichtlich, weshalb C.C.________ dies wahrheitswidrig hätte tun sollen. Die Aussagen von I.________ stünden damit nicht in Wider_spruch. Dieser habe ausgeführt, C.C.________ habe gesagt, es seien mehrere Personen involviert gewesen. Dies entlaste den Beschwerdeführer nicht. Auch entlaste es ihn nicht, dass C.C.________ gegenüber G.G.________ nicht gesagt habe, der Beschwerdeführer sei dabei gewesen. Ob sich C.C.________ bei G.G.________ habe aufspielen wollen und sich deshalb als Alleintäter ausgegeben habe, könne offen bleiben. Hinweise darauf, dass die Zeugen von C.C.________ beeinflusst worden seien, gebe es nicht. Die Aussagen von F.E.________, D.C.________ und J.________ seien überzeugend. Sie stünden im Einklang mit der Aussage von I.________, wonach mehrere Personen involviert gewesen seien. Zudem stimmten sie mit der Aussage von E.E.________ überein, wonach C.C.________ und der Beschwerdeführer zusammen den Brand gelegt hätten. Deshalb sei davon auszugehen, C.C.________ habe den Beschwerdeführer bereits als Mittäter bezeichnet, als niemand damit gerechnet habe, dass die Brandursache je aufgeklärt würde. Es sei nicht ersichtlich, warum C.C.________ dies fälschlicherweise hätte tun sollen. In einem weiteren Schritt kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass die Aussagen des Beschwerdeführers und von K.________ zum mobilen Gasofen unglaubhaft und ungeeignet seien, die überzeugenden Aussagen von C.C.________ und D.C.________ in Zweifel zu ziehen. Sie geht nicht weiter auf den handskizzierten Plan ein, welchen der Beschwerdeführer im Neubeurteilungsverfahren einreichte. Im Einzelnen verweist die Vorinstanz auch hier auf ihr erstes Urteil und ergänzt dieses mit verschiedenen Bemerkungen. Sie unterstreicht, dass der Beschwerdeführer kaum Emotionen gezeigt habe, als er von den Anschuldigungen durch C.C.________ erfahren habe. Die Frage, ob er auf C.C.________ wütend sei, habe er verneint. Wäre er tatsächlich zu Unrecht beschuldigt worden und hätte er mit dem Brand des Restaurants gar nichts zu tun, wäre eine ganz andere Reaktion des Beschwerdeführers zu erwarten gewesen. Im Übrigen hätten sich seine Aussagen im Neubeurteilungsverfahren in pauschalem, vagem und wortkargem Bestreiten erschöpft. Es treffe zu, dass die Aussagen des Beschwerdeführers und von K.________ im Neubeurteilungsverfahren übereinstimmten. Allerdings sei offenkundig, dass sich die beiden während des laufenden Verfahrens über den mobilen Gasofen unterhalten hätten. Die diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdeführers seien unglaubhaft. So habe er an der polizeilichen Einvernahme vom 1. Juli 2013 lange vergeblich überlegt, wo der mobile Gasofen geblieben sein könnte. Demgegenüber sei dem Beschwerdeführer in der Einvernahme vom 21. März 2014 die Aussage von C.C.________ vorgehalten worden, wonach er seinen mobilen Gasofen aus seinem Chalet geholt und so den Brand gelegt habe. Hier habe er den Besitz eines mobilen Gasofens ohne Zögern verneint. Im Schlusswort des Neubeurteilungsverfahrens habe der Beschwerdeführer ausgeführt, der mobile Gasofen sei aus Kostengründen ausgewechselt worden. Damit bestünden mittlerweile drei Versionen. Deshalb kam die Vorinstanz zum Schluss, dass der Beschwerdeführer den mobilen Gasofen vor dem Brand im Restaurant nicht entsorgt habe. Auch die Aussagen von K.________ zum Schicksal des mobilen Gasofens überzeugten nicht und es sei nicht davon auszugehen, dass dieser vor dem Brand entsorgt worden sei. Unter diesen Umständen könne offen bleiben, ob die vor der Zeugeneinvernahme erfolgte Kontaktaufnahme von K.________ durch die Verteidigerin des Beschwerdeführers den Beweiswert der Aussagen schmälere.