Citation: 6B_791/2019 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin rügt, die Staatsanwaltschaft habe nach ihrer Anzeige keine Untersuchungshandlungen durchgeführt, bevor sie das Verfahren rund dreieinhalb Jahre später eingestellt habe. Sie begründe die Einstellung einzig mit der Würdigung von Zeugenaussagen im Zivilverfahren, wonach nichts auf ein im Sommer 2010 errichtetes Testament hinweise, und lehne weitere Befragungen mit dem blossen Hinweis ab, eine solche Vorkehr vermöge die Beweislage nicht zu verändern. Es sei nicht mit dem Untersuchungsgrundsatz und dem Verfolgungszwang vereinbar, das Vorverfahren abzuschliessen, ohne die beschuldigten Personen und Auskunftspersonen/Zeugen einvernommen zu haben. Ebensowenig sei es statthaft, auf die Akten eines Zivilprozesses mit anderem Thema zu verweisen. Denn dort gehe es darum, ob das Vermächtnis vom 7. November 2008 (Legat von 10 Mio. Franken an die Beschwerdeführerin) oder die dispositive gesetzliche Erbfolge zur Anwendung komme. Während die Beschwerdeführerin im Zivilprozess dafür halte, dass durch die Vernichtung des "Widerrufstestaments" vom 17. März 2010 und die Nichtvernichtung des Legatstestaments vom 7. November 2008 Letzteres wirksam werden sollte, machten die Beschwerdegegner 3 und 4 dort geltend, das nichtvernichtete Legatstestament sei aufgrund des (später vernichteten) Widerrufstestaments bleibend unwirksam geworden. Im vorliegenden Verfahren gehe es, anders als im Zivilprozess, darum, ob der Erblasser in den letzten Wochen seines Lebens - im Zusammenhang mit der Vernichtung des Widerrufstestaments vom 17. März 2010 - ein letztes Testament errichtet habe. Die Vorinstanz antizipiere zu Unrecht, es bestünden keinerlei Hinweise auf ein im Juni oder Juli 2010 errichtetes Testament, mit welchem die Beschwerdeführerin zulasten der Quote der Söhne des Erblassers begünstigt worden sei.