Citation: 5C.157/2001 02.07.2001 E. 4

4.- Die Ausführungen des Berufungsklägers zum menschenrechtlichen Schutz seines krankhaften Verhaltens, dem "Wahn- und Irrsinn" einer Klinikeinweisung und seiner Freiheit, sich zu Tode zu hungern, sind abwegig und nicht dazu geeignet, eine Verletzung von Art. 397a ZGB aufzuzeigen. Der Berufungskläger ist daran zu erinnern, dass die persönliche Freiheit des Einzelnen ganz allgemein dort ihr Ende findet, wo sie zu einer Beeinträchtigung der persönlichen Freiheit anderer führt. Zudem hat der Bundesgesetzgeber für die Gerichte verbindlich entschieden, dass eine Person auch gegen ihren Willen in einer geeigneten Anstalt untergebracht werden kann, wenn sie namentlich wegen Geistesschwäche, Suchterkrankungen oder schwerer Verwahrlosung fürsorgebedürftig ist und ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht anders erbracht werden kann.