Citation: 4A_463/2022 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer habe sämtliche seit dem 13. Februar 2020 fälligen Krankentaggelder eingeklagt und damit den Streitgegenstand fixiert. An der Vergleichsverhandlung sei es um den Umfang des Anspruchs auf Krankentaggelder gegangen. Die Beschwerdegegnerin habe in der Klageantwort ausgeführt, die Klage sei abzuweisen. Dies habe sie damit begründet, dass der Beschwerdeführer seinen Leistungsanspruch verwirkt habe, indem er nicht an den psychiatrischen Untersuchungen teilgenommen habe. Ausserdem habe die Beschwerdegegnerin geltend gemacht, dass es keinen krankheitsbedingten Erwerbsausfall gebe und dass die Arbeitsunfähigkeit unbewiesen sei. Die Vorinstanz stellte fest, an der Vergleichsverhandlung hätten sich die Parteien darauf geeinigt, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer in Abgeltung der Taggeldansprüche Fr. 40'000.-- bezahlt. Im Vergleich stehe, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer bis Ende Januar 2021 unpräjudiziell Fr. 40'000.-- bezahlt und damit alle Ansprüche des Beschwerdeführers bis zum 31. Januar 2021 abgegolten sind. Gemäss Vorinstanz kann dies nur so verstanden werden, dass sämtliche damals eingeklagten Taggelder vom Vergleich erfasst sind. Die zwischen den Parteien bestehende Unsicherheit über den Bestand und Umfang der geschuldeten Taggelder über den vom Beschwerdeführer definierten Zeitraum sei mit dem gerichtlichen Vergleich behoben worden. Für die Beschwerdegegnerin sei nicht erkennbar gewesen, dass der Beschwerdeführer nur einen Vergleich für die Zeit vom 17. Juni 2020 bis 31. Januar 2021 habe abschliessen wollen. Der Wortlaut des Vergleichs könne nur so verstanden werden, dass sämtliche eingeklagten Taggelder erfasst sind. Der vom Beschwerdeführer angerufene Irrtum beziehe sich auf einen strittigen Punkt, um dessentwillen die Parteien eine endgültige Lösung angestrebt hätten.