Citation: 6B_301/2022 E. 3.5.2

3.5.2. Angeklagt sind sexuelle Handlungen zum Nachteil des Beschwerdeführers in der Zeit von ca. Oktober 2016 bis ca. Ende Juli 2017, "längstens aber bis am 8. Mai 2018". Aus dem erstinstanzlichen Urteil und den Akten geht jedoch hervor, dass der Beschwerdegegner 1 nach Ende Juli 2017 nicht mehr der Gruppe "blau" des Beschwerdeführers zugeteilt war. Gemäss dem Bezirksgericht war gestützt auf die glaubhaften Aussagen der Zeugin H.________ ein Übergriff ab August 2017 nicht mehr möglich, da es dem Beschwerdegegner 1 in Anbetracht der Organisationsstruktur, gemäss welcher sich jeweils zwei Aufseher im Schlafraum befanden, nicht möglich gewesen sei, unbemerkt von der Gruppe "orange" in die Gruppe "blau" bzw. vom oberen Stock in den Aufenthaltsraum der Gruppe "blau" im Untergeschoss zu gelangen und dort die ihm vorgeworfenen Handlungen zu vollziehen. Aus diesem Grund schränkte bereits das Bezirksgericht den Tatzeitraum auf die Zeit bis Ende Juli 2017 ein (vgl. erstinstanzliches Urteil E. 3.5.4.3 S. 49 f.; E. 3.6 S. 51). Was daran sowie an der vorinstanzlichen Feststellung, der Beschwerdeführer sei im mutmasslichen Tatzeitpunkt zwei Jahre alt gewesen, willkürlich sein könnte, ist weder rechtsgenügend dargetan (vgl. Beschwerde S. 18) noch ersichtlich. Im Übrigen gab die Zeugin H.________ an, die Ausgelernten hätten die Aufsicht über die Kinder beim Mittagsschlaf gehabt. Der Beschwerdegegner 1 habe als Lehrling in der Zeit von Juli 2016 bis Juli 2017 lediglich in Ausnahmefällen den Mittagsschlaf der Gruppe "blau" überwacht (erstinstanzliches Urteil S. 49 f.).