Citation: 2C_679/2022 E. A

Der nigerianische Staatsangehörige A.________ (geb. 1977) reiste erstmals am 30. Juli 2003 in die Schweiz ein und stellte ein Gesuch um Asyl. Das damalige Bundesamt für Migration (heute: Staatssekretariat für Migration) trat auf dieses Gesuch nicht ein. Danach war A.________ unbekannten Aufenthalts. Im Dezember 2005 heiratete er in Nigeria eine Schweizerin und reiste daraufhin im Rahmen des Familiennachzugs am 21. Mai 2006 in die Schweiz ein, woraufhin er eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Am 6. Mai 2010 wurde die Ehe mit der Schweizerin geschieden und in der Folge seine Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert. A.a. Am 14. Mai 2013 heiratete A.________ eine in der Schweiz niedergelassene deutsche Staatsangehörige, worauf er am 25. Juni 2013 eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zum Verbleib bei seiner Ehefrau erhielt. Eine aufgrund von Hinweisen im Frühjahr 2018 durchgeführte Untersuchung wegen Verdachts auf eine Scheinehe ergab, dass sich die deutsche Ehefrau von A.________ vom 13. Mai 2017 bis zum 29. September 2018 in Nigeria aufgehalten hatte. Das Migrationsamt des Kantons Zürich stellte daraufhin mit Verfügung vom 27. März 2019 fest, dass die Niederlassungsbewilligung der Ehefrau von A.________ erloschen sei. A.b. Mit Verfügung vom 30. Juli 2019 wies das Migrationsamt ein Gesuch von A.________ um Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA ab und wies ihn aus der Schweiz weg. Die dagegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben erfolglos. Das Bundesgericht schrieb mit Urteil 2C_78/2021 vom 26. Januar 2022 eine am 25. Januar 2021 in diesem Zusammenhang eingereichte Beschwerde als gegenstandslos ab, da sich sowohl A.________ als auch seine deutsche Ehefrau im Oktober 2021 nach Deutschland abgemeldet und ihren Wohnsitz in der Schweiz aufgegeben hatten. Mit Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 3. Januar 2022 wurde die Ehe von A.________ und seiner Ehefrau geschieden.