Citation: 5P.57/2006 30.05.2006 E. 4

Gegen die Abweisung seines Gesuchs um unentgeltliche Vertretung wendet der Beschwerdeführer ein, die Notwendigkeit einer Vertretung sei zu bejahen (S. 17 ff. und S. 22 f. der Beschwerdeschrift). Die Frage stellt sich nur für das Rekursverfahren, zumal der Bezirksrat dem Beschwerdeführer einen unentgeltlichen Rechtsvertreter bestellt hatte. Der Beschwerdeführer gibt die Rechtsprechung zu Art. 29 Abs. 3 BV richtig wieder. Danach hat er Anspruch auf unentgeltliche Vertretung, wenn seine Interessen in schwerwiegender Weise betroffen sind und die Sache in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, denen er auf sich alleine gestellt nicht gewachsen wäre (BGE 130 I 180 E. 2.2 S. 182). Die obergerichtliche Verneinung derartiger Schwierigkeiten (E. 3 S. 4 des angefochtenen Beschlusses), die den Beizug eines Rechtsvertreters notwenig machten, hält der Verfassungsprüfung stand. Es ist aktenkundig, dass im Verhältnis zwischen dem Beschwerdeführer und den vormundschaftlichen Behörden wiederholt um den jährlichen Ertrag des Kindesvermögens gestritten wird und dass das Obergericht dem Beschwerdeführer mehrfach die Grundlagen auseinandergesetzt hat, die für Auszahlungen aus dem Kindesvermögen massgebend sind (vgl. die Beschlüsse vom 18. September 2002 und vom 25. Januar 2005). In der Sache geht es um die Prüfung eines Kontoauszugs und einer Liegenschaftsabrechnung, zu der der Beschwerdeführer als selbstständiger Handwerker in der Lage ist. Das Rekursverfahren stellt zudem in formeller Hinsicht keine besonderen Anforderungen. Die Abweisung des Antrags auf unentgeltliche Vertretung im (hier: kostenlosen) Rekursverfahren verletzt kein Bundesverfassungsrecht. Weitergehendes ergibt sich weder aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK (BGE 119 Ia 264 E. 3; 126 I 194 E. 3a S. 195 f.) noch aus § 87 ZPO/ZH (Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, Ergänzungsband, Zürich 2000, N. 2-5 zu § 87 ZPO).