Citation: 6B_285/2019 E. 2.2.4

2.2.4. Mit Bezug auf den Vorwurf der Veruntreuung, welche die Beschwerdeführerin in der Bezahlung einer angeblich fiktiven Rechnung über Fr. 5'000.-- vom 27. März 2013 erblickt, erwägt die Vorinstanz, die Rechnung sei mit "Kunde Raiffeisen; diverse Übersetzungsarbeiten für Aufträge Tessin und Westschweiz für die Zeit von August 2012 - März 2013" betitelt gewesen. Dazu passe, dass die Rechnungsstellerin gemäss Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 im Rahmen einer geplanten Auftragsakquisition für die Raiffeisenbanken Mailings in's Italienische und Französische übersetzt habe, um alle Regionalbanken anzusprechen. Die Rechnungsstellerin habe bestätigt, dass sie unter der Führung der Beschwerdegegnerin 2 Übersetzungen, vorwiegend für die Raiffeisenbank, gemacht und dafür auch im Internet recherchiert habe. Demnach seien die berechneten Fr. 5'000.-- für einen längeren Zeitraum gewesen und dies sei sozusagen ein Pauschalbetrag. Die Vorinstanz verfällt nicht in Willkür, wenn sie diese Erklärung als glaubhaft und die Zahlung als geschäftsmässig begründet beurteilt. Ihr ist zuzustimmen, dass insofern irrelevant ist, ob der spätere Geschäftsführer der Beschwerdeführerin über die Zahlung informiert war und dieser zugestimmt hat. Von einer fiktiven Rechnung, wie die Beschwerdeführerin behauptet, kann jedenfalls nicht gesprochen werden. Vor diesem Hintergrund durfte die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. dazu BGE 144 II 427 E. 3.1.3; 141 I 60 E. 3.3; 138 V 125 E. 2.1; 136 I 229 E. 5.3; Urteil 6B_850/2018 vom 1. November 2018 E. 1.1.3; je mit Hinweisen) auf die Befragung des Geschäftsführers zu dieser Thematik verzichten. Überhaupt ist unklar, welche Angaben er zu den weitgehend vor seinem Amtsantritt stattgehabten Arbeiten der Übersetzerin hätte machen können.