Citation: 2C_561/2022 E. 13.1

13.1. Nach Auffassung der Beschwerdeführerinnen ist die Sanktion in mehrfacher Hinsicht falsch berechnet worden. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 3 SVKG seien für die Sanktionsbemessung ausschliesslich die Umsätze auf den relevanten Märkten zu berücksichtigen. Somit seien die Umsätze auf den abgegrenzten Bereitstellungsmärkten massgebend. Stattdessen habe die Vorinstanz in rechtswidriger Weise auf den mit "Swisscom TV" und C.________ gegenüber den Endkunden erzielten Umsatz abgestellt. Diese Umsätze würden aber nicht nur das Sportangebot umfassen, sondern auch alle anderen TV-Inhalte sowie alle anderen Sportangebote wie Tennis, Motorsport oder Golf. Insbesondere sämtliche nicht sportbezogenen Inhalte des C.________-Programms seien vom Umsatz auszunehmen. Im Weiteren, so die Beschwerdeführerinnen weiter, seien die Umsätze aus den Geschäftsjahren 2010 bis 2012 massgebend. Wenn überhaupt lägen überdies lediglich leichte Kartellrechtsverstösse vor und der angewendete Dauerzuschlag von 70 % gehe zu weit, da die beanstandeten Verhaltensweisen nicht Ende, sondern bereits Mitte des Jahres 2013 geendet hätten. Auch die Erhöhung des errechneten Sanktionsbetrags um 20 % sei bundesrechtswidrig, da nicht mehrere Tatkomplexe bestünden und somit keine wiederholten Verstösse gegen das Kartellgesetz vorlägen. Ferner vertreten die Beschwerdeführerinnen die Ansicht, dass mildernde Umstände vorlägen und die Sanktion in Anbetracht der Umsätze von C.________ unverhältnismässig sei.