Citation: 1P.9/2006 07.03.2006 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer rügt, das Kantonsgericht habe seine Aussagen willkürlich gewürdigt. Entgegen dem angefochtenen Urteil habe er nicht ausgesagt, mit Beschleunigung auf Y.________ (im Folgenden: Beschwerdegegner) zugefahren zu sein. Das Kantonsgericht hält fest, der Beschwerdeführer habe gemäss eigenen Angaben sein Fahrzeug beschleunigt, statt den Beschwerdegegner in langsamer Fahrt zu überholen, obwohl er gesehen habe, wie der Beschwerdegegner mitten auf der rechten Fahrspur der Strasse ging. Der Beschwerdeführer belegt seine Bestreitung mit seinen Aussagen vom 12. März 2003 vor der Kantonspolizei, wonach er den Beschwerdegegner auf der linken Fahrspur überholt habe. Er übersieht die im Urteil des Kantonsgerichts (S. 12) zitierte Stelle, wonach er anlässlich der gleichen Einvernahme ausgesagt hat, mit schätzungsweise 50 bis 60 km/h am Beschwerdegegner vorbeigefahren zu sein und bewusst beschleunigt zu haben (Einvernahmeprotokoll Kantonspolizei vom 12. März 2003, Seite 3). An anderer Stelle sagte er aus, er habe sein Fahrzeug leicht beschleunigt (Einvernahmeprotokoll Kantonspolizei vom 19. März 2003, Seite 2) bzw. "etwas Gas gegeben" (Einvernahmeprotokoll Untersuchungsrichter vom 25. März 2003, Seite 5). Die Darstellung des Kantonsgerichts, wonach der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben sein Fahrzeug beschleunigt habe, trifft zu. Die Willkürrüge geht deshalb fehl. 3.2 Der Beschwerdeführer führt aus, das angefochtene Urteil verletze das Willkürverbot, weil es für die Darstellung der Tatabfolge auf die Aussagen des Beschwerdegegners abstelle. Es sei unmöglich, dass sich der Beschwerdegegner auf der Strasse umgedreht und den Beschwerdeführer erkannt habe. Daher habe er nicht feststellen können, dass er sich in Lebensgefahr befand. Gemäss der Staatsanwaltschaft war der Beschwerdegegner nach dem Streit zu D.________ unterwegs, als sich der Beschwerdeführer mit einem Jeep Wrangler von hinten näherte. Weil der Motor aufheulte, der Lenker das Fahrzeug beschleunigte und - nach Wahrnehmung des Beschwerdegegners - direkt auf ihn zufuhr, hechtete der Beschwerdegegner auf das Schneebord am rechten Strassenrand (Überweisungs- und Zulassungsbeschluss vom 26. Juni 2003, Seite 5). Das Kantonsgericht erachtet diese Tatabfolge mit Aussagen des Beschwerdegegners, indirekter Zeugen und Spuren im Schnee als erstellt (angefochtenes Urteil, Seite 16 f.). Aufgrund der Würdigung der Indizien, insbesondere des vorausgegangenen Streits in der Bar, der Geschwindigkeit und Beschleunigung des Fahrzeugs (E. 3.1) und der Blutspuren und Abdrücke im Schnee (sogleich E. 3.3), beurteilt es die Aussagen des Beschwerdegegners als glaubwürdig. Es sieht diese Ansicht dadurch bestätigt, dass der Beschwerdegegner innert zwei Stunden nach dem Vorfall das Geschehene vier Personen inhaltlich gleich geschildert hat. Der Beschwerdeführer zeigt nicht, inwiefern diese Auffassung willkürlich wäre. Es ist auch nicht ersichtlich, wieso der Beschwerdegegner das Fahrzeug und die dadurch drohende Lebensgefahr zu nächtlicher Stunde nicht hätte bemerken und ihm ausweichen sollen. Auf die Rüge ist nicht einzutreten. 3.3 Der Beschwerdeführer bezweifelt, dass der Beschwerdegegner einen Hechtsprung in den Schnee am Strassenrand gemacht habe. Vielmehr sei er ohne sich umzudrehen zur Seite getreten, als er das Motorengeräusch gehört habe. Das Kantonsgericht hält in Würdigung einer Fotografie der betreffenden Stelle am Strassenrand und der Aussage des Polizeibeamten der Spurensicherung fest, dass dort im Schnee sowohl Blutspuren als auch der Abdruck eines Körpers erkennbar waren. Dies erkläre sich damit, dass der Beschwerdegegner bäuchlings im Schnee gelegen und im Gesicht stark geblutet habe (angefochtenes Urteil, Seite 17). Der Beschwerdeführer verweist auf seine Aussage, wonach der Beschwerdegegner keinen "Hechtsprung", sondern bloss ein "Hüpferchen" gemacht habe. Dieses Vorbringen ist eine unzulässige appellatorische Kritik (E. 2.1). Das Kantonsgericht hat im angefochtenen Urteil seine abweichenden Aussagen gewürdigt und überzeugend dargelegt, dass aufgrund der Indizien von einem Hechtsprung auszugehen ist. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf und es ist nicht ersichtlich, weshalb dies willkürlich wäre. Auf sein Vorbringen ist nicht einzutreten. 3.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, E.________ sei als Auskunftsperson nicht glaubwürdig. Das Kantonsgericht habe ihren Aussagen willkürlich zu grosses Gewicht beigemessen. Gemäss den nicht bestrittenen Ausführungen des Kantonsgerichts kannten sich E.________ und der Beschwerdeführer damals seit sieben Jahren. Er bezahlte ihr den Lebensunterhalt (angefochtenes Urteil Seite 9). Nach dem Vorfall auf der C.________strasse fuhr er zu seinem Chalet in F.________, wo er E.________ darüber berichtete (angefochtenes Urteil, S. 12). Nach dem Gesagten (E. 2.2) ist das Willkürverbot nur dann verletzt, wenn nicht nur die Begründung, sondern auch das Ergebnis des angefochtenen Entscheids unhaltbar ist. Der Beschwerdeführer müsste darlegen, dass und weshalb eine geringere Gewichtung der Aussagen von E.________ zu einem anderen Ergebnis führen würde. Dies unterlässt er jedoch. Eine Verletzung des Willkürverbots ist auch nicht ersichtlich: Ihre Aussage ist ein Beweiselement unter verschiedenen (angefochtenes Urteil Seite 22) und sie kann als indirekte Zeugin bloss darüber aussagen, was ihr der Beschwerdeführer im Anschluss an den Vorfall erzählt hat. Auf die Willkürrüge ist nicht einzutreten.