Citation: H 6/02 09.09.2002 E. 4

Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, die Schadenersatzforderung der Ausgleichskasse sei verwirkt. Wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, fallen die zumutbare Kenntnis des Schadens und der Eintritt desselben in der Regel mit der Einstellung des Konkurses mangels Aktiven zusammen, wenn der Konkurs weder im ordentlichen noch im summarischen Verfahren durchgeführt wird. Massgebend ist der Publikationszeitpunkt der Konkurseinstellung im schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB; BGE 128 V 12 Erw. 5a, 126 V 443, je mit Hinweisen). Zur Wahrung der Frist zur Geltendmachung der Schadenersatzforderung ist die rechtzeitige Postaufgabe massgebend (BGE 119 V 95 Erw. 4c). Unbestrittenermassen erfolgte die Publikation im SHAB vorliegend am 5. März 1999, weshalb die einjährige Verwirkungsfrist des Art. 82 Abs. 1 AHVV am 5. März 2000 endete. Nachdem der Beschwerdeführer die Schadenersatzverfügung gemäss eigenen Angaben am 6. März 2000 erhalten hat, musste diese mindestens einen Tag vorher und damit innerhalb der Frist der Post übergeben worden sein. Die vorherigen Korrespondenzen zwischen dem Beschwerdeführer und der Ausgleichskasse, die Mahnungen und Betreibungen genügen rechtsprechungsgemäss nicht, um den Lauf der Verwirkungsfrist auszulösen. Aus BGE 123 V 12 kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. In diesem Urteil ging es um die Festlegung des Zeitpunktes, in welchem der Schaden entstanden war (welcher nicht notwendigerweise mit der Kenntnis des Schadens durch die Ausgleichskasse übereinstimmen muss), und zwar im Hinblick darauf, dass davon die Passivlegitimation eines Belangten abhing, der fast zeitgleich den Privatkonkurs erklärt hatte. Zur hier streitigen Frage, wann die Verwirkungsfrist nach Art. 82 Abs. 1 AHVV zu laufen beginnt, äussert sich das Urteil überhaupt nicht.