Citation: 8C_179/2020 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz erwog, die Zuordnung der Funktion "Betreuerin" sei mit Blick auf das Funktionsprofil 7031 mit Ziellohnklassen 12 und 13 sachgerecht und ohne Willkür erfolgt, was die Gegenüberstellung der Stellenbeschreibungen der Beschwerdeführerin mit der Funktion "Betreuer/in" verdeutliche, zumal kein funktionsidentischer Abschluss erforderlich sei. Hinsichtlich der geltend gemachten geschlechtsspezifischen Lohndiskriminierung im Verhältnis zu B.________ sei unbestritten, dass dieser bei seiner Anstellung jährlich rund Fr. 4500.- mehr verdient habe als die Beschwerdeführerin. Dieser sei im Jahr 2001 im Alter von 35 Jahren als "Betreuer/Liegenschaftsverwalter" in die LK 11/08 eingestuft worden. Zu diesem Zeitpunkt habe er über einen kaufmännischen Abschluss und über 16 Jahre Berufserfahrung verfügt. Während seiner Anstellung habe er sich 2007 zur Migrationsfachperson weitergebildet. Demgegenüber sei die Beschwerdeführerin im Mai 2012 im Alter von 37 Jahren als "Gesundheitsverantwortliche/ Betreuerin" und ab Juli 2012 als "Betreuerin" (zunächst befristet) und ab 2014 unbefristet angestellt und in die LK 12/04 eingestuft und per 1. Januar 2017 in die LK 12/06 befördert worden. Sie habe bei der Anstellung über eine universitäre Ausbildung (Diplom in Journalistik und Kommunikationswissenschaft sowie ein/en Lizentiat/Master in Sozialanthropologie), nach Abschluss ihrer Ausbildung über drei Jahre Berufserfahrung und davor über eine mehrjährige Erfahrung in studienbegleitenden Nebenjobs verfügt. Mit Blick auf die Ausrichtung der Betreuungsfunktion im Sinne der "Alltagsbewältigung" sei ein universitärer Hintergrund nicht notwendig gewesen und habe daher lohnmässig nicht im gewünschten Ausmass berücksichtigt werden können. Angesichts der klar längeren Berufserfahrung von B.________ sei ihr im Zeitpunkt der Anstellung im Vergleich um Fr. 351.60 tieferer Monatslohn objektiv begründet. Zudem habe dieser eine Zusatzfunktion als Stellvertreter oder Platzhalter des Leiters der Durchgangsstation bei dessen Abwesenheit innegehabt. Berücksichtigt werden könne hinsichtlich der anfänglichen Lohneinreihung von B.________ auch der Umstand, dass er bei Stellenantritt zusätzlich mit Aufgaben als Liegenschaftsverwalter betraut worden sei, weshalb die Beschwerdeführerin und B.________ nur teilweise gleichartige Arbeit ausgeübt hätten.