Citation: 6P.131/2003 01.03.2004 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, das Kantonsgericht habe hinsichtlich der Schuldsprüche wegen Diebstahls, begangen am 17. September 1998, sowie wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand und versuchter Vereitelung der Blutprobe den in Art. 249 BStP statuierten Grundsatz der freien Beweiswürdigung verletzt. Der Grundsatz der freien Beweiswürdigung gemäss Art. 249 BStP gehört zum eidgenössischen Recht im Sinne von Art. 269 Abs. 1 BStP (BGE 121 IV 64 E. 3). Das Vorbringen, eine Entscheidung verletze diesen Grundsatz, zählt daher zu den zulässigen Beschwerdegründen der Nichtigkeitsbeschwerde. Auf die Beschwerde ist demnach grundsätzlich einzutreten. 3.2 Art. 249 BStP bestimmt, dass die entscheidende kantonale Behörde in Bundesstrafsachen die Beweise frei würdigen soll und nicht an gesetzliche Beweisregeln gebunden ist. Die Bestimmung will sicherstellen, dass die Organe der Strafrechtspflege frei von Beweisregeln und nur nach ihrer persönlichen Ansicht aufgrund gewissenhafter Prüfung darüber entscheiden, ob sie eine Tatsache für bewiesen halten. Daraus folgt, dass die Bestimmung dem Richter nur verbietet, bei der Erhebung von Beweisen und der Würdigung erhobener Beweise gesetzlichen Regeln - z.B. Verwertungsverboten - zu folgen, die die eigene Prüfung und Bewertung der Überzeugungskraft von Beweismitteln ausschliessen. Eine Verletzung von Art. 249 BStP liegt mithin nur vor, wenn bestimmten Beweismitteln von vornherein in allgemeiner Weise die Beweiseignung abgesprochen wird oder wenn der Richter im konkreten Fall bei der Würdigung der Beweise im Ergebnis nicht seiner eigenen Überzeugung folgt (BGE 127 IV 172 ). 3.3 Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, die Vorinstanz habe einzelnen Beweismitteln in allgemeiner Weise die Beweiseignung abgesprochen und deshalb in der Folge unfrei und nicht der persönlichen Auffassung der beteiligten Richter entsprechend entschieden. Sie beanstandet lediglich die Beweiswürdigung durch die Vorinstanz - ein im Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde unzulässiges Vorbringen - und verkennt damit die Bedeutung der angerufenen Norm. Auf die Beschwerde ist in diesem Punkt nicht einzutreten.