Citation: I 499/04 06.06.2005 E. 5

Die vorinstanzliche Invaliditätsbemessung überzeugt nicht in allen Teilen. Vorab sind Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln (BGE 129 V 222). Dies trifft insofern nicht zu, als das kantonale Gericht beim Valideneinkommen auf die durchschnittlichen Geschäftsergebnisse 1995-1997 und beim Invalideneinkommen auf den entsprechenden Betrag für 1998-2000 abstellt. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass die durchschnittlichen Betriebsgewinne 1995-1997 und 1998-2000 auf den Zeitpunkt des Einkommensvergleichs (vgl. dazu BGE 129 V 222) an die Teuerung und die reale Einkommensentwicklung nach oben resp. unten anzupassen sind (ZAK 1990 S. 517 und RKUV 1993 Nr. U 168 S. 101 Erw. 3b in fine). Im Weitern legt das kantonale Gericht nicht schlüssig dar, weshalb beim hypothetischen Verdienst der Ehefrau des Versicherten auf den untersten Wert der Bandbreite von Fr. 3600.- bis Fr. 4000.- abzustellen ist. Die Begründung dafür, die Metzgerei liege in einer Randregion, kann in dieser pauschalen Form schon deshalb nicht genügen, weil Y.________ eine Stadt und, wie die IV-Stelle festhält, verkehrsmässig sehr gut erschlossen ist. Es kommt dazu, dass gemäss Schreiben der Metzger-Treuhand AG vom 16. April 2003 der monatliche Bruttolohn für weibliches Hilfspersonal (ohne Berufslehre) Fr. 3896.- beträgt. Dies lässt die von der Vorinstanz angenommenen Fr. 3600.- ebenfalls als zu tief erscheinen. Im Übrigen ist unklar, welche Arbeiten die Ehefrau des Versicherten im Einzelnen verrichtete. Es nicht auszuschliessen, dass sie mit der Erhöhung des Arbeitspensums von 10 % auf 50 % im Zuge der sich stärker bemerkbar machenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen ihres Ehemannes auch Aufgaben von ihm übernommen hat. Die erwähnten Kritikpunkte und aufgeworfenen Fragen gewinnen noch an Bedeutung, wenn berücksichtigt wird, dass der vom kantonalen Gericht ermittelte Invaliditätsgrad von 65,9 % nur wenig unter der Grenze von 66 2/3 % liegt.