Citation: I 625/06 11.02.2008 E. 5

5.1 Die Ermittlung des Invaliditätsgrades durch die kantonale Rekurskommission erfolgte in Anwendung des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens im Sinne von BGE 128 V 29 S. 30 E. 1 (vgl. auch BGE 104 V 135 E. 2c S. 137 in Verbindung mit BGE 130 V 343), womit sich der Beschwerdeführer ausdrücklich einverstanden erklärt hat. Bezüglich der vom Bundesgericht frei zu prüfenden Rechtsfrage nach der richtigerweise zum Zuge kommenden Invaliditätsbemessungsmethode kann das vorinstanzliche Vorgehen nicht als Rechtsverletzung betrachtet werden, steht doch fest und ist unbestritten, dass sich die Einkommensverhältnisse des Beschwerdeführers zumindest für die Zeit vor dem Auftreten seines Augenleidens nicht zuverlässig bestimmen oder schätzen lassen, womit allein das ausserordentliche Verfahren des erwerblich gewichteten Betätigungsvergleichs (BGE 128 V 29 E. 1 S. 30) Gewähr für eine zuverlässige Invaliditätsbemessung bietet. 5.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird vorgebracht, auch bei einer zeitlich reduzierten Tätigkeit würden die mit der Führung einer Zahnarztpraxis verbundenen (Fix-)Kosten in unveränderter Höhe anfallen, was zu einem höheren als dem von der Vorinstanz ermittelten Invaliditätsgrad führe. Mit dieser Argumentation wird die richtige Durchführung des ausserordentlichen Invaliditätsbemessungsverfahrens in Frage gestellt, was als Rechtsfrage vom Bundesgericht frei überprüft wird. Zunächst ist festzuhalten, dass die kantonale Rekurskommission diesen schon im kantonalen Verfahren erhobenen Einwand nicht etwa ausser Acht gelassen hat. Vielmehr ist sie auf den vom Beschwerdeführer vertretenen Standpunkt eingegangen und hat ausführlich dargelegt, weshalb den mit dem Betrieb der Zahnarztpraxis verbundenen Kosten keine Rechnung getragen wird. Im Einzelnen hat sie es als zumutbar erachtet, dass der Beschwerdeführer mit einem oder mehreren andern Zahnärzten eine Gemeinschaftspraxis gründet, womit der auf ihn entfallende Aufwand entsprechend seiner reduzierten Tätigkeit vermindert werden könne. Als weitere Möglichkeit würde sich ihrer Ansicht nach auch eine Vermietung der Praxisräume anbieten. Angesichts der Grösse und des Raumangebotes der Praxis erscheint diese Beurteilung plausibel und auch hinsichtlich der zu erwartenden Patientenzahl ergeben sich keine Bedenken, wäre der Beschwerdeführer doch auch ohne Eintritt seines Gesundheitsschadens auf einen hinreichenden Kundenstamm angewiesen. Im Übrigen sind auch die geltend gemachten Praxisauslagen nicht differenziert ausgewiesen. Eine Rechtsverletzung kann der Vorinstanz daher nicht vorgehalten werden. Ebenso wenig liegt eine offensichtlich unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung vor. Der eventualiter beantragten Einholung eines Gutachtens "über den Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers als selbständigerwerbender Zahnarzt mit eigener Zahnarztpraxis" bedarf es nicht, zumal sich eine Expertise von vornherein nicht direkt zum Invaliditätsgrad zu äussern hätte.