Citation: 8C_627/2019 E. 5.4.1

5.4.1. Ob besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Ereignisses vorliegen, beurteilt sich sodann objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person (BGE 140 V 356 E. 5.6.1 S. 366). An dessen Erfüllung sind deutlich höhere Anforderungen gestellt, weisen doch sämtliche der als mittelschwer qualifizierten Unfälle bereits eine gewisse Eindrücklichkeit auf (nicht publ. E. 3.5.1 des Urteils BGE 137 V 199). Es sind keine Umstände ersichtlich, mit denen sich dieses Kriterium begründen liesse. Daran vermag auch der Unfallhergang nichts zu ändern, da die beim Unfall entwickelten Kräfte bereits bei der Einteilung in die Kategorien leicht, mittelschwer und schwer berücksichtigt werden (RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 61). Entgegen der Darstellung in der Beschwerde sind auch in Bezug auf die Verletzungen keine dramatischen Begleitumstände ersichtlich. Eine Gefahr der inneren Verblutung bestand nach Aktenlage nicht. Der Bericht des Dr. med. F.________, leitender Arzt an der Klinik für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates vom 3. Januar 2013 zu Handen der Strafuntersuchungsbehörden besagt lediglich, dass die Frakturen an Ober- und Unterschenkel nahe an Hauptgefässen lagen. Das Kriterium wurde zu Recht verneint.