Citation: 8C_102/2019 E. 5.3

5.3. Hinsichtlich der gerügten Gehörsverletzung durch den Beschwerdegegner ist festzuhalten, dass rechtsprechungsgemäss eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten kann, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus - im Sinne einer Heilung des Mangels - selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Gehörs von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn sie zu einem prozessualen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 133 I 201 E. 2.2 S. 204, 132 V 387 E. 5.1 S. 390 mit Hinweis). Da die Vorinstanz über volle Kognition verfügte und zudem einen zweiten Schriftenwechsel veranlasste, ist eine allfällige - hier jedenfalls nicht schwerwiegende - Verletzung des rechtlichen Gehörs durch den Beschwerdegegner als geheilt anzusehen.