Citation: 5A_723/2017 E. 8.3.1

8.3.1. Das Obergericht hat den Kostenentscheid mit Blick auf das Äquivalenzprinzip geprüft. Zum einen sei der Streitwert und damit das Streitinteresse bzw. der wirtschaftliche Nutzen der Leistung des Gerichts sehr bedeutsam. Zum anderen betreffe der Streit kein alltägliches, sondern ein entlegenes, anspruchsvolles Rechtsgebiet, wobei der Fall erhebliche Schwierigkeit aufweise und der Sachverhalt äusserst komplex sei; zudem habe ausländisches Recht herangezogen werden müssen und seien zahlreiche Dokumente in englischer Sprache eingereicht worden. Die erstinstanzliche Gerichtsgebühr (von Fr. 1'987'895.--) sei zwar "am ober (st) en Rand des Zulässigen", aber nicht unverhältnismässig bzw. unvernünftig hoch, so dass sich keine Ermässigung aufdränge.