Citation: 8C_605/2021 E. 4.1

4.1. Die AXA reichte im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren eine Aktenbeurteilung ihres beratenden Arztes, Dr. med. G.________, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH, vom 21. April 2021 ein. Dr. med. G.________ vertritt darin die Auffassung, die anlässlich der Notfallkonsultation vom 23. August 2019 diagnostizierte beginnende Bursitis olecrani sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf eine unfallfremde Vorschädigung bzw. einen pathologischen Vorzustand zurückzuführen. Alle Indizien würden für eine traumatische Aktivierung einer vorbestehenden chronischen Bursitis olecrani sprechen, die durchaus schon "seit Jahren oder Jahrzehnten vorbestanden" habe und "zumeist klinisch stumm" gewesen sei. Die Symptomatik der langsam progredienten Flüssigkeitsansammlung bis zur Punktion elf Tage später (am 2. September 2019) habe sich nach der Cortisoninjektion innert weniger Wochen beruhigt, so dass von einer vorübergehenden Verschlimmerung einer Vorerkrankung ausgegangen werden könne. Die Einschätzung des Dr. med. F.________ vom 16. September 2020 hinsichtlich des Zeitpunkts der Leistungseinstellung (31. Oktober 2019) sei nachvollziehbar und logisch. Der Beschwerdeführer habe sich allerdings nicht wie vereinbart vier Tage nach der Injektion zur Nachkontrolle eingefunden, was für einen guten Verlauf spreche. Deshalb sei der Status quo sine "prinzipiell" bereits am Tag der geplanten Kontrolle, am 6. September 2019, erreicht gewesen. Die Vorinstanz erkannte dem Aktenbericht des Dr. med. G.________ vollen Beweiswert zu. Die Stellungnahme werfe keine auch nur geringen Zweifel auf, so dass darauf abzustellen und in antizipierender Beweiswürdigung von weiteren Abklärungen abzusehen sei. Da sich der genaue Zeitpunkt des Status quo sine nicht auf den Tag genau feststellen lasse, sei die Leistungseinstellung per 31. Oktober 2019 nicht zu beanstanden.