Citation: 9F_19/2024 E. 3.1

3.1. Der Gesuchsteller macht mit Bezug auf das vorangegangene Revisionsurteil geltend, dass unerheblich sei, ob die Richter das Ausstandsgesuch für begründet halten oder nicht. Vielmehr sehe Art. 37 Abs. 1 und Abs. 3 BGG zwingend vor, dass Richter nicht über ihren eigenen Ausstand entscheiden dürfen. Diese Vorschrift sei vorliegend verletzt worden. Für Ausstandsbegehren gilt, dass die darum ersuchende Partei den Ausstand begründende Tatsachen glaubhaft zu machen hat (Art. 36 Abs. 1 Satz 2 BGG). Ausstandsbegehren, die primär mit früheren, zuungunsten der Partei ausgefallenen Erkenntnissen, an denen die abgelehnte Gerichtsperson mitgewirkt hat, oder sonstwie mit nicht nachvollziehbaren Motiven begründet werden, sind unzulässig. Am Entscheid darüber können die abgelehnten Gerichtspersonen mitwirken, ohne dass gemäss Art. 37 BGG vorzugehen wäre (vgl. dazu BGE 114 Ia 278 E. 1; Urteile 9D_8/2024 vom 10. Juni 2024 E. 2.1; 2F_12/2008 vom 4. Dezember 2008 E. 2.1, vgl. auch vorne E. 2.1 in fine). Vorliegend wurden keine den Ausstand begründenden Tatsachen glaubhaft gemacht, weshalb kein Ausstandsverfahren durchgeführt wurde, resp. auf das Ausstandsgesuch nicht eingetreten wurde, und die vom Gesuchsteller zwar für sich persönlich abgelehnten aber verfahrensmässig trotzdem zuständig gebliebenen Gerichtspersonen der III. öffentlich-rechtlichen Abteilung über das Revisionsverfahren entscheiden konnten.