Citation: 1P.352/2004 16.07.2004 E. A

Am 4. Februar 2004 erstatteten die Eheleute A.Y.________ und B.Y.________ bei der Kantonspolizei Zürich Anzeige gegen X.________. Sie warfen ihm vor, er habe seine 1991 geborene Stieftochter Z.________ sexuell missbraucht, indem diese seinen Penis habe massieren müssen und er ihr einen Finger in die Vagina eingeführt habe. Die Bezirksanwaltschaft V für den Kanton Zürich eröffnete in der Folge gegen X.________ eine Strafuntersuchung wegen Verdachts sexueller Handlungen mit einem Kind. Der Angeschuldigte, welcher die ihm vorgeworfenen Handlungen bestreitet, wurde am 6. Februar 2004 festgenommen und mit Verfügung der Haftrichterin des Bezirkes Bülach vom 9. Februar 2004 in Untersuchungshaft versetzt. Er stellte am 15. März 2004 ein Gesuch um Haftentlassung. Mit Entscheid vom 22. März 2004 hiess der Haftrichter das Gesuch gut, verfügte die unverzügliche Haftentlassung des Angeschuldigten und ordnete folgende Ersatzmassnahme an: "Dem Angeschuldigten wird jegliche direkte und indirekte Kontaktaufnahme mit der Geschädigten Z.________ am und auch ausserhalb des Wohnortes der Geschädigten verboten. Allfällige direkte oder indirekte Kontakte dürfen nur nach vorgängiger Absprache mit dem Beistand der Geschädigten, Dr. C.________, über den Beistand der Geschädigten erfolgen." Der Angeschuldigte ersuchte den Haftrichter mit Schreiben vom 22. Mai 2004 um Aufhebung dieser Massnahme. Die Bezirksanwaltschaft stellte in ihrer Vernehmlassung vom 25. Mai 2004 Antrag auf Abweisung des Aufhebungsgesuchs und Weiterführung der Ersatzanordnung. Mit Verfügung vom 28. Mai 2004 hiess der Haftrichter den Antrag der Bezirksanwaltschaft auf Weiterführung der Ersatzanordnung gut und untersagte dem Angeschuldigten somit weiterhin jegliche direkte oder indirekte Kontaktaufnahme mit Z.________.