Citation: 4A_371/2023 E. 6.17

6.17. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe zu Unrecht nicht berücksichtigt, dass für die Gewährung des verzinslichen Darlehens in Höhe von Fr. 20'000'000.-- gemäss dem Vertrag 2 eine Sicherheit zu Gunsten des Beschwerdegegners bestellt werden sollte. Dieses Indiz könne nicht damit übergangen werden, dass sich die vereinbarte Sicherheit nachträglich als formungültig herausgestellt habe. Es trifft zu, dass die Parteien die Bestellung einer Sicherheit vereinbarten, die sich gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen aufgrund fehlender öffentlicher Beurkundung als formungültig erwies. Auch ist der Beschwerdeführerin insoweit zuzustimmen, als bei der Auslegung zu berücksichtigen ist, dass die Parteien eine Sicherheit für das verzinsliche Darlehen bestellen wollten. Die Vorinstanz musste aber allein aus diesem Indiz nicht ableiten, es fehle an einem animus societatis bzw. es liege keine einfache Gesellschaft vor. Die Vorinstanz hat insbesondere zu Recht berücksichtigt, dass sich der Beschwerdegegner - zusätzlich zum Darlehenszins und zur Gewinnbeteiligung - auch umfassende Mitsprache- und Mitwirkungsrechte ausbedungen hat und dass es sich beim verzinslichen Darlehen nicht um den einzigen vorgesehenen Beitrag des Beschwerdegegners gehandelt hat.