Citation: U 94/06 10.11.2006 E. 4

Als unbegründet erweist sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde, auch soweit geltend gemacht wird, das Taggeld sei in analoger Anwendung von Art. 24 Abs. 3 UVV spätestens mit Wirkung ab September 2004 neu festzusetzen, weil der Beschwerdeführer in diesem Zeitpunkt voraussichtlich die Ausbildung zum Physiotherapeuten abgeschlossen hätte. Abgesehen davon, dass bei der Bemessung des Taggeldes mögliche künftige Lohnänderungen grundsätzlich unberücksichtigt bleiben (Maurer, Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 326), kann die geltend gemachte Berufsentwicklung nicht als überwiegend wahrscheinlich betrachtet werden. Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer sich für eine entsprechende Ausbildung interessiert und sich anscheinend für den Vorbereitungskurs der AKAD im Hinblick auf eine Ausbildung an der Schule für Physiotherapie am Spital T.________ angemeldet hat. Dass er den Vorkurs absolviert und die für den Eintritt in die Physiotherapieschule obligatorische Schlussprüfung bestanden hat, ist indessen nicht erstellt und wird auch nicht behauptet. Es bestehen sodann keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen von der Ausbildung zum Physiotherapeuten und einer künftigen Tätigkeit in diesem Beruf absehen musste. Nach den in den Akten enthaltenen Arztberichten vermag der Beschwerdeführer wegen der Schwindelbeschwerden den bisherigen Beruf als Dachdecker nicht mehr auszuüben; dagegen bestand schon kurz nach dem Unfall eine praktisch volle Arbeitsfähigkeit in anderen Tätigkeiten. Es bestehen zudem klare Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer aus unfallfremden Gründen von der zunächst vorgesehenen Ausbildung zum Physiotherapeuten abgesehen hat. Bereits im Dezember 1999 hatte er der SUVA mitgeteilt, er denke an eine vierjährige Ausbildung in Sozialwissenschaft an einer Schule in England. Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 19. Oktober 2000 gab er an, mittelfristig ein Studium an einer englischen Universität anzustreben. Seine beruflichen Ziele waren in der fraglichen Zeit somit keineswegs klar. Jedenfalls kann nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass er die geltend gemachte Ausbildung an der Physiotherapieschule effektiv angetreten und auch erfolgreich abgeschlossen hätte. Der angefochtene Entscheid ist daher auch in diesem Punkt zu bestätigen.