Citation: 5A_866/2022 E. 2.1.1

2.1.1. In tatsächlicher Hinsicht hat die Vorinstanz festgestellt, dass aufgrund der unbestritten gebliebenen Darlegung der Beschwerdeführerin sowie der beigebrachten Belege (insbesondere des Ausdrucks der von der Post standardmässig erstellten Fotografie des Paketumschlags mit der Sendungsnummer) kein Zweifel bestehe, dass die Beschwerdeführerin das Paket, welches am 2. März 2022 beim Obergericht eintraf, am 24. Februar 2022 und damit am letzten Tag der Berufungsfrist, versehen mit der korrekten Adresse der Berufungsinstanz, bei der Post aufgegeben hatte. Fest steht weiter, dass die Post das am Postschalter aufgegebene Paket nicht als von der Beförderung ausgeschlossene Sendung refüsiert, sondern zunächst zur Spedition entgegengenommen und bearbeitet hatte, später aber mit dem Vermerk "Adresse fehlt/unleserlich" als Retoure bzw. Rücksendung (gestützt auf die AGB "Postdienstleistungen" für Geschäftskunden, Version 2022, Ziff. 2.6.1: "Empfänger nicht ermittelbar") an die Beschwerdeführerin retournierte. Die Adressetikette hatte sich bei deren Bearbeitung oder beim Transport durch die Post abgelöst.