Citation: 1C_109/2022 E. 4.3.1

4.3.1. Gemäss Vorinstanz treffe dies auf das fragliche Reglement aber nicht zu, da dieses die bestehende Verkehrsanordnung (Verbot für Motorwagen, Motorräder und Motorfahrräder) gar nicht ändere. Ohnehin zeichne sich das Reglement durch eine grosse Vielfalt und Heterogenität von Personenkreisen aus, die nicht abschliessend feststehen würden und zu denen inskünftig weitere hinzukommen könnten, sowie von Tätigkeiten, für welche ein ausnahmsweises Befahren der Strassen auf Gesuch hin gewährt werden könne. Es richte sich also an eine Vielzahl individuell nicht bestimmbarer Adressatinnen und Adressaten und erweise sich insoweit als "generell". Zwar würden konkrete Anforderungen normiert, welche zur Erteilung einer Ausnahmebewilligung berechtigten, indes werde aber hinsichtlich der Vielzahl möglicher Personen, welche allenfalls einen Anspruch auf eine Ausnahmebewilligung geltend machen könnte, weder konkrete Rechte noch Pflichten geregelt. Es fehle folglich an einem wesentlichen Merkmal einer Allgemeinverfügung. Allfällige im Reglement vorgesehene Pflichten (z.B. Art. 10 Winterfahrverbot auch für Bewilligungsinhaberinnen und -inhaber; Art. 16 Allgemeine Bedingungen und Auflagen) griffen weder abstrakt noch konkret und seien nicht direkt anwendbar, was eine Allgemeinverfügung auch kennzeichne, sondern entfalteten ihre Bedeutung erst nach Erteilung der Fahrbewilligung und seien an diese geknüpft. Die Fahrbewilligung setze jedoch ein Gesuch voraus, welches vom Gemeinderat gewährt werden müsse. Eine allfällige Erteilung bzw. Verweigerung könne mit Beschwerde angefochten werden. Im Rahmen einer Beschwerde könnten beispielsweise auch die mit der Bewilligung verbundenen Nebenbestimmungen gerügt werden.