Citation: 2C_718/2013 E. 2.4.3

2.4.3. Schliesslich lässt sich aus dem Umstand, dass zu Italien keine Beziehungen im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK ersichtlich sind, nicht schliessen, es müssten deswegen Beziehungen zur Schweiz gegeben sein. Der Beschwerdeführer räumt denn auch ein, [lediglich] "im Rahmen seiner Möglichkeiten" intensive Beziehungen in sozialer und "insbesondere gesellschaftlicher Hinsicht" geknüpft zu haben. Worin diese bestünden, bleibt indessen offen. Gegenteils stellt er klar, er könne "keine persönliche Beziehung zu einer bestimmten Person in der Schweiz vorweisen". Ungeachtet der langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz fehlen wahrnehmbare Beziehungen zu Land und Leuten. Mit Blick auf die für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz muss davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer sein Leben weit überwiegend im Spannungsfeld zwischen Drogenmilieu und Strafvollzug verbringt. Ob unter diesen Umständen überhaupt ein Eingriff in den Anspruch auf Achtung des Privatlebens vorliegt, ist fraglich, kann aber offen bleiben, da die Voraussetzungen für einen Eingriff in den Anspruch (Art. 8 Ziff. 2 EMRK) ohnehin erfüllt wären (dazu nachfolgend).