Citation: 6B_3/2021 E. 4.4.2

4.4.2. Nicht durchzudringen vermag die Beschwerdeführerin auch mit ihrem Vorwurf, die Vorinstanz hätte nicht davon ausgehen dürfen, dass sie G.________ sel. ein Darlehen über Fr. 21'300.-- nicht zurückbezahlt habe, da dies eine "reine Vermutung" sei und sie immer bestritten habe, dass es das Darlehen überhaupt gegeben habe. Damit verkennt sie, dass das Bundesgericht keine Appellationsinstanz ist, die Sachverhaltsfeststellungen in freier Weise prüft und vor der Tatsachen erneut frei vorgetragen werden könnten (vgl. BGE 146 IV 297 E. 1.2; 144 IV 50 E. 4.1). Indem die Beschwerdeführerin den verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen (Art. 105 Abs. 1 BGG) lediglich ihre eigene Sicht des Geschehens gegenüberstellt, erschöpft sie sich in appellatorischer Kritik, ohne Willkür darzutun (vgl. E. 4.3.1 hiervor). Grundsätzlich berechtigt sind die Einwände in der Beschwerde, die Vorinstanz äussere sich nicht dazu, inwiefern die Beschwerdeführerin rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Strafverfahrens wegen Betrugs verursacht haben soll, indem sie dieses Darlehen nicht zurückbezahlte. Wohl löste die Kündigung des Darlehens am 29. Juni 2017 durch die Darlehensgeberin eine zivilrechtliche Pflicht der Beschwerdeführerin aus, dieser den Darlehensbetrag von Fr. 21'300.-- zurückzuerstatten (vgl. Art. 312 i.V.m. Art. 318 OR). Die Vorinstanz begründet aber nicht, weshalb die Verletzung dieser Rückzahlungspflicht nach der Kündigung des Darlehens widerrechtlich im Sinne von Art. 41 OR wäre. Dies ist auch nicht ersichtlich. Da das Vermögen kein absolutes subjektives Rechtsgut darstellt, sind reine Vermögensschädigungen nur widerrechtlich, wenn sie auf einen Verstoss gegen eine Verhaltensnorm zurückgehen, welche dem Schutz vor Schädigungen von der Art der eingetretenen dient (BGE 146 IV 211 E. 3.2; 144 I 318 E. 5.5; 141 III 527 E. 3.2; je mit Hinweisen). Auch ist die fehlende Rückzahlung eines Darlehens für sich allein nicht geeignet, einen hinreichenden Verdacht auf Betrugshandlungen zu erwecken. Das Strafverfahren wurde durch Vorwürfe in der Strafanzeige ausgelöst, die sich in der Folge nicht erhärteten. Die Staatsanwaltschaft stellte in der Einstellungsverfügung vom 8. September 2020 fest, dass keine Anhaltspunkte für ein arglistiges Verhalten der Beschwerdeführerin vorliegen und es nicht ersichtlich sei, inwiefern die Darlehensgeberin von dieser getäuscht worden sei. Damit kann die Kostenauflage nicht mit dem verbindlich feststehenden, nicht zurückbezahlten Darlehen an G.________ sel. begründet werden. Ebenfalls lässt sich die Kostenauflage an die Beschwerdeführerin nicht darauf stützen, dass diese "weitere unrechtmässige Handlungen" begangen habe. Soweit die Vorinstanz damit nicht nur die widerrechtlichen Verletzungen von Beitragspflichten des AHVG und BVG meint, die eine Kostenauflage rechtfertigen (E. 4.4.1 hiervor), verweist sie auf eine Eingabe der Privatklägerschaft vom 30. Juli 2020. Dieses vor Erlass der Einstellungsverfügung verfasste Schreiben, in welchem sich die Privatkläger zur in Aussicht gestellten Einstellung äussern, kann bereits seiner Natur nach keine in tatsächlicher Hinsicht unbestrittenen oder klar nachgewiesenen Umstände enthalten, die eine Auflage der Kosten des Strafverfahrens begründen könnten. Es ist nicht ersichtlich und die Vorinstanz führt nicht aus, inwiefern die von der Privatklägerschaft erhobenen strafrechtlichen Vorwürfe in tatsächlicher Hinsicht klar nachgewiesen wären und trotz rechtskräftiger Einstellung des Verfahrens eine Kostenauflage zulasten der Beschwerdeführerin rechtfertigen würden.