Citation: 2C_10/2022 E. 5.6

5.6. Aus der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung ergibt sich, dass der Familiennachzug nach den ersten beiden Gesuchen ausschliesslich daran gescheitert ist, dass die Beschwerdeführer nicht wie verlangt einen unterzeichneten Arbeitsvertrag für die Ehefrau vorlegen konnten oder entsprechende Verträge (aus wenig einleuchtenden Gründen) als Gefälligkeitsverträge nicht berücksichtigt wurden (vgl. Bst. A.b und A.c oben). Eine Prognose bezüglich der wahrscheinlichen finanziellen Entwicklung auf längere Sicht hat das Migrationsamt entgegen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung jeweils nicht vorgenommen und vielmehr überhöhte Anforderungen an den Nachweis eines zukünftigen Einkommens der Ehegattin gestellt (vgl. bereits Urteile 2C_639/2012 vom 13. Februar 2013 E. 4.5.2; 2C_685/2010 vom 30. Mai 2011 E. 2.3.1; bezüglich neuerer Urteile vgl. 2C_309/2021 vom 5. Oktober 2021 E. 6.1 ff.; 2C_574/2018 vom 15. September 2020 E. 4.1 f.; 2C_184/2018 vom 16. August 2018 E. 2.3 f.; vgl. auch E. 8 unten).