Citation: 4A_367/2013 E. 2.1

2.1. Die Parteien sind sich uneinig über die Anwendung der Arbeitszeitregelung für das Lokpersonal bei Arbeitsübergaben nach Ziff. 2.10 der bereichsspezifischen Arbeitszeitregelung des Lokpersonals der Q.________ AG (nachfolgend: BAR), im Besonderen über den Anspruch auf "Überlappungszeit" und seine Voraussetzungen. Ziff. 2.10 BAR lautet wie folgt: "Überlappungszeiten bei Arbeitsübergabe ergeben sich, wenn der Arbeitsantritt des übernehmenden Lokomotivführers zeitlich früher festgelegt ist als das Arbeitsende des übergebenden Lokomotivführers. Hiefür ist die nötige Zeit einzuräumen. Die Überlappungszeit beträgt gesamthaft 10 Minuten. Überlappungszeiten sind dann vorzusehen, wenn das Triebfahrzeug aus betrieblichen Gründen durchgehend besetzt sein muss. Massgebend für das Festlegen von Arbeitsantritt und Arbeitsschluss ist der Referenzpunkt. Dieser wird vom Geschäftsbereich Verkehr festgelegt." Zwischen den Parteien streitig sind die Begriffe "Überlappungszeit", "Arbeitsübergabe" und "Referenzpunkt". Die Beschwerdeführer sind der Ansicht, es sei bei jeder Arbeitsübergabe Überlappungszeit einzuräumen. Die Überlappungszeit des übernehmenden Lokomotivführers beginne 5 Minuten vor Ankunft des Zuges und ende für den übergebenden Lokomotivführer 5 Minuten nach Ankunft des Zuges. Dies sei während zehn Jahren so gehandhabt worden. Im Jahr 2011 änderte die Beschwerdegegnerin die Arbeitszeitregelung und teilte neu 5 Minuten vor Abfahrt für übernehmende und 5 Minuten nach Ankunft für übergebende Lokomotivführer als Arbeitszeit ein. Die Beschwerdegegnerin ist der Ansicht, Überlappungszeit müsse nach Ziff. 2.10 Abs. 2 BAR nur gewährt werden, wenn das Triebfahrzeug aus betrieblichen Gründen durchgehend besetzt sein müsse.