Citation: 6B_553/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz stellt fest, der Beschwerdeführer und der Mitbeschuldigte B.________ hätten sich gemeinsam entschlossen, das Opfer auszurauben. Sie hätten dieses zunächst abwechslungsweise mit Faustschlägen traktiert, um ihm gewaltsam sein Mobiltelefon und weitere Wertsachen abzunehmen, als es sich nicht gefügig gezeigt habe. Sie hätten demnach - jedenfalls konkludent - bei der Entschlussfassung und Ausführung des Raubes in massgebener Weise zusammengewirkt, so dass beide als "Hauptbeteiligte" erscheinen würden. Weiter sei davon auszugehen, dass sie dem Opfer ca. fünf Fusstritte gegen den Kopf und Körper verpassten, wobei nicht erstellt sei, ob das Opfer vom Beschwerdeführer und/oder vom Mitbeschuldigten getreten worden sei. Fest stehe aber, dass die beiden gemeinsam geflüchtet seien, was bedeute, dass der Beschwerdeführer bei "Verabreichung" der Fusstritte noch immer aktiv am Geschehen beteiligt gewesen sei und sich nicht etwa bereits vom Tatort entfernt hätte. Es lägen auch keinerlei Hinweise vor, wonach er sich in irgendeiner Weise von dieser Aktion distanziert hätte. Vielmehr habe er bis zur Voll- und Beendigung der Tat mitgemacht. Sollte der Beschwerdeführer die Fusstritte nicht selber ausgeführt haben, sei deshalb davon auszugehen, dass er sich dem Plan des Mitbeschuldigten, auch noch mit Füssen auf das Opfer einzutreten, im Verlauf der Tatausführung angeschlossen und sich diesen zu eigen gemacht habe. Dafür spreche nicht zuletzt, dass er damit einverstanden gewesen sei, gemeinsam mit dem Mitbeschuldigten das Opfer zunächst mit Fäusten zu traktieren, mithin diesen mit brachialer Gewalt zur Herausgabe des Raubgutes zu bringen. Von einem dem Beschwerdeführer nicht zurechenbaren Exzess könne keine Rede sein. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer die Fusstritte in mittäterschaftlicher Tatbegehung anzurechnen seien. Mit ihrem körperlichen gewalttätigen Einwirken hätten der Beschwerdeführer und der Mitbeschuldigte dem Opfer die folgenden Verletzungen zugefügt: eine Schwellung des Weichteilgewebes am Haaransatz der Stirn, nicht wegdrückbare, rote resp. hellrote Hautverfärbungen an der rechten Wange vom Kieferwinkel bis an den Kehlkopf sowie an der rechten Halsseite, mehrere oberflächige Hautabtragungen am Rücken, am linken Unterarm und am linken Schienbein.