Citation: 8C_247/2017 E. 3.2.5

3.2.5. Fehlt einer Partei die Legitimation zur Geltendmachung der Verletzung des Willkürverbots, schliesst dies die Rüge der Verletzung anderer verfassungsmässiger Rechte, die nach ihrem Gehalt einer Partei unmittelbar eine rechtlich geschützte Position verschaffen, nicht aus. So kann der Betroffene die Verletzung von Parteirechten rügen, deren Missachtung einer formellen Rechtsverweigerung gleichkommt (sog. "Star"-Praxis). Unzulässig sind Vorbringen, die im Ergebnis wiederum auf eine materielle Überprüfung des angefochtenen Entscheids abzielen, wie die Behauptung, die Begründung sei unvollständig oder zu wenig differenziert bzw. die Vorinstanz habe sich nicht oder in willkürlicher Weise mit den Argumenten der Partei auseinandergesetzt und Beweisanträge in offensichtlich unhaltbarer antizipierter Beweiswürdigung abgelehnt (BGE 137 II 305 E. 2. S. 308; 133 I 185 E. 6.2 S. 199; Urteil 2D_13/2007 vom 14. Mai 2007 E. 2.3 mit Hinweisen). Zulässig ist hingegen die Rüge der vollständig fehlenden Begründung (SEILER, a.a.O., N. 9 f. zu Art. 115 BGG mit Hinweisen auf BGE 135 I 265 E. 1.3 S. 269). Die IV-Stelle erhebt die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht im Sinne einer formellen Rechtsverweigerung. Es wird nicht geltend gemacht, dass der vorinstanzliche Entscheid einer Begründung entbehre. Die Rüge der IV-Stelle zielt vielmehr auf eine materielle Überprüfung des angefochtenen Entscheids ab, was jedoch wie dargelegt unzulässig ist. Demnach ist in diesem Punkt auf die Verfassungsbeschwerde ebenfalls nicht einzutreten. Selbst wenn die Rüge zulässig gewesen wäre, hätte sie sich als unbegründet erwiesen. Die Vorinstanz hat ihren Entscheid begründet und insbesondere auch mit Bezug auf den geltend gemachten Schaden die Schadensberechnung der Vaudoise als nachvollziehbar erachtet. Sie hat dabei die entscheidenden Überlegungen genannt und der IV-Stelle eine sachgerechte Anfechtung ermöglicht, weshalb die Ausführungen im angefochtenen Entscheid den von der Rechtsprechung an die Begründung gestellten Anforderungen genügen (BGE 142 III 433 E. 4.3.2 S. 436 mit Hinweisen).