Citation: 2C_759/2018 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz erwog in Anwendung von § 10bis Abs. 2 VRG/SO zusammengefasst, das Fristwiederherstellungsgesuch sei verspätet erfolgt. Zudem habe der Beschwerdeführer selbst zu verantworten, dass die Frist zur Erhebung einer Beschwerde gegen den Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung verpasst worden sei. Vor dem erstinstanzlichen Entscheid sei ihm das rechtliche Gehör gewährt worden. Er habe also gewusst, dass beabsichtigt gewesen sei, ihm die Niederlassungsbewilligung zu entziehen. Entsprechend habe er die Möglichkeit gehabt, Vorkehrungen zu treffen, um eine allfällige Verfügung fristgerecht anfechten zu können. Die Behauptung des Beschwerdeführers, sein Vater habe sich um seine rechtlichen Angelegenheiten gekümmert und sei aufgrund einer Augenoperation unverschuldet vom rechtzeitigen Handeln abgehalten worden, sei unglaubhaft. Dem Beschwerdeführer sei vor dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung das rechtliche Gehör gewährt worden, wovon er selbständig Gebrauch gemacht habe. Er begründe nicht, warum ihm dies nicht auch mit Bezug auf die Anfechtung des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung möglich gewesen wäre. Angesichts des Umstands, dass es sich auch beim Vater in rechtlichen Angelegenheiten um einen Laien handle, habe für eine Vertretung auch kein Anlass bestanden. Selbst wenn dies aber der Fall gewesen wäre und sein Vater in rechtlichen Angelegenheiten für ihn gehandelt hätte, sei nicht hinreichend substanziiert, dass die geltend gemachte Augenoperation des Vaters und die damit verbundene Arbeitsunfähigkeit diesen daran gehindert hätten, ein Rechtsmittel zu ergreifen oder damit einen befähigten Anwalt zu mandatieren. Die Behauptung des Beschwerdeführers, die Verzögerungen seien auf das Verhalten seines vormaligen Anwalts zurückzuführen, sei als unsubstanziierte Parteibehauptung zu qualifizieren.