Citation: 5C.135/2004 30.09.2004 E. 2

Die Kläger werfen dem Appellationsgericht weiter vor, verschiedene Vorbringen mit Schweigen übergangen zu haben, so namentlich den Umstand, dass die Skulptur als bei der U.________ AG eingelagert inventarisiert gewesen sei, dass die Beklagte bei der Inventarisierung nicht kooperiert habe und deswegen verurteilt worden sei, was dann zum Auffinden von Manquants geführt habe, dass die Kläger auf die Auskünfte von V.________ hätten abstellen müssen, dass die Werkkarte für die Skulptur im Nachhinein angefertigt worden sei, dass die Beklagte die Skulptur erst im Jahr 1997 und zudem mit widersprüchlichen Herkunftsangaben zuhanden des offiziellen Werkverzeichnisses gemeldet habe und dass der Kläger 1 die Skulptur in den Räumlichkeiten der Galerie in A.________ nie gesehen habe. Soweit die Kläger diesbezüglich eine Verletzung von Art. 8 ZGB behaupten, verkennen sie die Tragweite des daraus fliessenden Anspruchs auf Beweisführung: Als Korrelat zur Beweislast gibt Art. 8 ZGB der beweisbelasteten Partei das Recht, zum ihr obliegenden Beweis zugelassen zu werden. Als Verletzung dieses Beweisführungsanspruchs kann mit Berufung gerügt werden, die Vorinstanz habe eine Behauptung für unbewiesen erklärt, ohne die Beweisanträge der beweisbelasteten Partei zu berücksichtigen (Münch, a.a.O., N. 4.62; vgl. auch Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, S. 142 f.). Dass sie entsprechende Beweisanträge gestellt hätten und diese nicht abgenommen worden wären, machen die Kläger nicht geltend, weshalb ihr Vorbringen ins Leere stösst. Unbegründet ist sodann die Rüge, der rechtserhebliche Sachverhalt sei nicht richtig bzw. unvollständig festgestellt worden, verweisen doch die Kläger ausschliesslich auf ihre erstinstanzlichen Eingaben, ohne darzutun, inwiefern sie an diesen Tatsachenbehauptungen vor Appellationsgericht in prozesskonformer Weise festgehalten haben. Einzig im Zusammenhang mit dem Vorbringen, bei der Übertragung von Kunstgegenständen an die Tochtergesellschaften seien Papiere ausgestellt worden (Rz. 62), verweisen die Kläger auf ihre Eingabe an das Appellationsgericht (Appellationsantwort, Rz. 51). Diesbezüglich wäre eine Sachverhaltsergänzung grundsätzlich möglich (Art. 64 Abs. 2 OG); indes haben beide Auskunftspersonen übereinstimmend ausgesagt, dass bei der Übergabe an die Galerie in A.________ nicht immer Dokumente bzw. Zertifikate ausgestellt wurden.