Citation: 6B_199/2018 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, zwar wäre der Raubüberfall wohl auch für Aussenstehende in der inkriminierten Weise durchführbar gewesen. Die Annahme, dass die Räuber über Insiderwissen verfügt hätten und dass dieses von der Beschwerdegegnerin 1 stamme, dränge sich aber auf und sei insgesamt erstellt. Ausser ihr habe niemand Verbindungen zu den Räubern und diese hätten übereinstimmend, aber wahrheitswidrig ausgesagt, die Beschwerdegegnerin 1 nicht zu kennen. Sie und der Beschwerdegegner 2 hätten zudem gemäss Auswertung ihrer Mobiltelefone nachweislich direkten Kontakt zu den Räubern gehabt, wobei verdächtig sei, dass sie nach deren Verhaftung einzelne Daten, insbesondere Kontaktdaten und Mitteilungen an die Räuber, gelöscht hätten. Dies verstärke den Verdacht einer Verwicklung in den Raubüberfall. Aufgrund der Telefonauswertung sei ferner davon auszugehen, dass sich der Beschwerdegegner 2 jeweils kurz vor und nach der Tat mit den Haupttätern getroffen habe. Dies begründe aber vor allem den Verdacht einer Mitwirkung bei der Beutesicherung, was indes nicht angeklagt sei. Zwar dürfte der Beschwerdegegner 2 von einer Involvierung der Haupttäter sowie seiner Lebensgefährtin in den Raub gewusst haben, konkrete Beteiligungshandlungen an der Vorbereitung oder Ausführung der Tat seien aber nicht nachweisbar. Dass er seine deliktischen Erfahrungen geteilt habe, bleibe ebenso Spekulation, wie die Annahme, dass er Insiderwissen an die Haupttäter weitergegeben habe. Wenngleich dieses von der Beschwerdegegnerin 1 stammen müsse, könnten es die Haupttäter auch ohne Mitwirkung des Beschwerdegegners 2 erlangt haben, etwa anlässlich regelmässiger Treffen. Er sei daher im Zweifel freizusprechen. Dies gelte ebenso für die Beschwerdegegnerin 1, da auch insoweit ein Informationsfluss zu den Haupttätern nicht erstellt sei. Selbst wenn sie aber vom Geld im Tresor gesprochen hätte, lasse sich daraus nicht zwingend ableiten, sie habe den Haupttätern einen Tipp für den Überfall geben wollen. Es sei durchaus denkbar, dass sie von diesen oder ihrem Lebensgefährten ohne ihr Wissen ausgehorcht worden sei. Gleiches gelte für den Sicherheitscode, welchen die Ladenmitarbeiter untereinander zuweilen per SMS geteilt hätten. Zwar habe die Beschwerdegegnerin 1 trotz ihrer Verhaftung nie geltend gemacht, möglicherweise ausspioniert worden zu sein. Eine solche Behauptung sei aber auch nicht zu erwarten gewesen, da sie ansonsten ihren Lebensgefährten belastet und eingeräumt hätte, dass das Insiderwissen von ihr stammte. Da die Behörden eine Ahnungslosigkeit der Beschwerdegegnerin 1 kaum geglaubt hätten, sei ihre beste Verteidigungsstrategie unabhängig von Schuld oder Unschuld das Bestreiten einer Verbindung zwischen ihr und der Tat sowie den Räubern und ein Löschen verdächtiger Daten gewesen. Insgesamt sei zwar erstellt, dass zumindest einer der beiden Beschuldigten, oder aber am wahrscheinlichsten beide zusammen die Haupttäter vorsätzlich mit dem nötigen Wissen versorgt hätten. Dies lasse sich aber nicht rechtsgenüglich nachweisen.