Citation: 6B_1085/2023 E. 2.5

2.5. Ferner beanstandet die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall vom 4. Mai 2019, dass die Vorinstanz ihren Beweisantrag auf Erstellung eines verkehrstechnischen Gutachtens abgelehnt hat. In tatsächlicher Hinsicht ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin am 4. Mai 2019 in ihrem Personenwagen bei einem Signal "Kein Vortritt" abbog und es dabei zu einer seitlich-frontalen Kollision mit C.________, der Lenkerin des vortrittsberechtigten Fahrzeuges, kam. C.________ erlitt ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma sowie eine Stauchung der Halswirbelsäule. Die Beschwerdeführerin bringt vor, C.________ sei mit überhöhter Geschwindigkeit auf die Kreuzung zugefahren. Die Vorinstanz erwägt, aus den Aussagen der Beschwerdeführerin gehe konstant hervor, dass sie die Geschwindigkeit von C.________ falsch eingeschätzt habe. C.________ habe überzeugend ausgeführt, die Geschwindigkeit auf etwa 50-60 km/h reduziert zu haben, da vor der Einmündung drei Fahrzeuge ihre Fahrbahn gekreuzt hätten. Dass C.________ ihr Fahrzeug beschleunigt habe, sei aufgrund der Aktenlage nicht glaubhaft. Nach den Feststellungen der Polizei habe ein Linksabbieger die Fahrbahn von C.________ gekreuzt, weshalb diese nicht habe beschleunigen können. Auch erwähne die Beschwerdeführerin die angebliche Beschleunigung von C.________ an der Berufungsverhandlung nicht mehr. Dies deute auf eine angemessene Geschwindigkeit von C.________ hin. Damit hat die Vorinstanz nachvollziehbar dargelegt, weswegen nicht davon auszugehen ist, dass C.________ mit überhöhter Geschwindigkeit auf die Kreuzung zugefahren sei und von der Erstellung eines verkehrstechnischen Gutachtens abzusehen ist. Die Einwände der Beschwerdeführerin erschöpfen sich in appellatorischer Kritik und vermögen den erhöhten Begründungsanforderungen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) nicht zu genügen, weswegen darauf nicht einzutreten ist. Die geltend gemachte Verletzung von Bundesrecht ist zu verneinen.