Citation: 8C_688/2021 E. 5.5

5.5. Schliesslich beruft sich der Beschwerdeführer auf einen Aufklärungsmangel insbesondere im Zusammenhang mit der Ausdehnung der Operation, der die Annahme eines medizinischen Unfallereignisses rechtfertige. Da die Vorinstanz von einem Behandlungsfehler ausgehe, hätte sie auch einen Aufklärungsmangel bejahen müssen, zumal eine Einwilligung in eigentliche Behandlungsfehler nicht möglich sei. Darauf ist mit der Vorinstanz zu erwidern, dass er gemäss den Aufklärungsunterlagen präoperativ insbesondere über die medizinischen und chirurgischen Risiken des Eingriffs (namentlich über die Möglichkeit einer Rückenmarksverletzung) aufgeklärt worden war, dass alternative Methoden (ventraler statt dorsaler Zugang) mit ihm diskutiert worden waren und dass er auch einer allfälligen Erweiterung des Eingriffs zugestimmt hatte. Abgesehen davon lässt nach der Rechtsprechung selbst eine allenfalls mangelhafte Aufklärung über den geplanten Eingriff mit möglicher Erweiterung desselben die vorgenommene Behandlung als solche nicht als ungewöhnlich im Sinn des Unfallbegriffs erscheinen (Urteil 8C_858/2014 vom 24. April 2015 E. 3.4, in: SVR 2015 UV Nr. 17 S. 63).