Citation: 9C_826/2016 E. 4.3

4.3. Liegt entgegen dem angefochtenen Entscheid keine mangelhafte Eröffnung der Verfügung vom 31. Juli 2015 vor, stellt sich die Frage nicht, ob eine solche es rechtfertigen würde, die Rechtmässigkeit der zweiten Verfügung vom 15. Dezember 2015 unabhängig von der ersten Verfügung vom 31. Juli 2015 zu prüfen, deren Rechtsbeständigkeit sich auf die gesamte Dauer der gewährten beruflichen Massnahme erstreckt (SVR 2011 IV Nr. 15 S. 40, 9C_782/2009 E. 2). Die vorinstanzlichen Erwägungen zur Frage, ob dem Beschwerdegegner anstelle der erstmaligen beruflichen Ausbildung nicht eine Umschulung zuzusprechen wäre, sind damit infolge Rechtskraft der ersten Verfügung obsolet. Wie die IV-Stelle zu Recht bemerkt, läuft der vorinstanzliche Entscheid im Ergebnis auf eine Wiedererwägung der Mitteilung vom 28. Juli und der formell rechtskräftigen Verfügung vom 31. Juli 2015 hinaus, wozu nur der Versicherungsträger, welcher die Verfügung erlassen hat, nicht aber das Gericht, befugt wäre (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG). Der angefochtene Entscheid, der die Rechtsbeständigkeit der Verfügung vom 31. Juli 2015 missachtet, ist bundesrechtswidrig.