Citation: 8C_62/2024 E. 4.2.2

4.2.2. Die Steigerung der Arbeitsfähigkeit seit 2015, die die Gutachter aufzeigen, geht auch aus den Angaben des Beschwerdeführers und der Arbeitgeberin hervor, wonach der Beschwerdeführer ab Februar 2015 anfänglich im Schnitt ein bis zwei Stunden (Fragebogen vom 8. Juni 2015) und später zwei bis drei Stunden gearbeitet habe (Bericht der Arbeitgeberin vom 11. August 2016). Sodann konnte im Rahmen der Observation vom April/Mai 2017 eine erhebliche Steigerung des Arbeitspensums dokumentiert werden. Aus dem Observationsbericht vom 31. Mai 2017 ergibt sich, dass der Beschwerdeführer zwischen dem 10. April und dem 24. Mai 2017 an vier unterschiedlichen Wochentagen überwacht worden ist und sich an allen vier Tagen bei der B.________ aufgehalten hat oder für diese mit Fahrzeugen unterwegs war. Dabei hat er an drei von vier Tagen länger als vier Stunden gearbeitet: am 10. April 2017 während mindestens 6 Stunden, am 25. April während mindestens 7 Stunden, am 12. Mai 2017 während mindestens 6 3/4 Stunden und am 24. Mai 2017 während mindestens 3 1/2 Stunden. Zwar trifft es zu, dass der Beschwerdeführer sich am 24. Mai 2017 während rund eineinhalb Stunden im nichteinsehbaren Bereich der Garage aufgehalten hat, so dass nicht bekannt ist, ob er den ihm zur Verfügung stehenden Ruheraum aufgesucht oder Arbeiten in der Garage verrichtet hat. Selbst wenn ersteres zutreffen sollte, vermöchte dies die vorinstanzliche Feststellung einer erheblich gesteigerten Arbeitsfähigkeit im Ergebnis nicht zu erschüttern. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist die Vorinstanz somit nicht in Willkür verfallen, indem sie dem ABI-Gutachten Beweiskraft zumass, welches eine Präsenz von vier bis sechs Stunden als zumutbar und möglich erachtete, und gestützt darauf eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit bejahte. Damit hat die Vorinstanz einen Revisionsgrund zu Recht bejaht.