Citation: 2A.456/2002 11.12.2002 E. 1

1.1 Auf dem Gebiet der Fremdenpolizei ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unzulässig gegen die Erteilung oder Verweigerung von Bewilligungen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einräumt (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG). Gemäss Art. 4 ANAG entscheidet die zuständige Behörde, im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland, nach freiem Ermessen über die Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung. Der Ausländer hat damit grundsätzlich keinen Anspruch auf Erteilung bzw. Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung, es sei denn, er oder seine in der Schweiz lebenden Angehörigen könnten sich auf eine Sondernorm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrags berufen, die ihm einen Anspruch auf eine solche Bewilligung einräumt (BGE 127 II 60 E. 1a S. 62 f.; 126 II 425 E. 1 S. 427; je mit Hinweisen). 1.2 Gemäss Art. 17 Abs. 2 dritter Satz ANAG haben ledige Kinder unter 18 Jahren Anspruch auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung ihrer Eltern, wenn sie mit diesen zusammen wohnen. Ferner garantiert Art. 8 EMRK - und analog dazu Art. 13 BV - den Schutz des Familienlebens. Gestützt darauf ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde des um die fremdenpolizeiliche Bewilligung ersuchenden Ausländers oder seiner hier anwesenden nahen Verwandten zulässig, wenn diese über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht (insbesondere eine Niederlassungsbewilligung) in der Schweiz verfügen und die familiäre Beziehung tatsächlich gelebt wird und intakt ist (BGE 126 II 377 E. 2b/aa S. 382, mit Hinweisen). In Bezug auf fremdenpolizeiliche Bewilligungen lassen sich hingegen aus Art. 11 BV und der UN-Kinderrechtekonvention keine weitergehenden Ansprüche entnehmen (vgl. BGE 126 II 377 E. 5 S. 388 ff.). Auch gewährt Art. 14 BV keinen darüber hinausgehenden Anspruch auf Familiennachzug, wobei die Abgrenzung zu Art. 13 Abs. 1 BV unklar ist (vgl. dazu René Rhinow, Die Bundesverfassung 2000, S. 113 f.; Ulrich Häfelin/Walter Haller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 5. Auflage, S. 118; Detlev Ch. Dicke, Kommentar zur Bundesverfassung, N 58 ff. zu Art. 54 aBV). Der Beschwerdeführer A.________ verfügt über die Niederlassungsbewilligung. Seine nachzuziehenden Kinder sind ledig und noch nicht 18 Jahre alt; damit haben sie grundsätzlich einen Anspruch auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung ihres Vaters. Die Beziehung ist intakt und wird im Rahmen des Möglichen, und soweit dies vernünftigerweise verlangt werden kann, gelebt. Angefochten ist ein Entscheid des Verwaltungsgerichts, der kantonal letztinstanzlich die Verweigerung des Familiennachzugs durch die Fremdenpolizei bestätigt. Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher einzutreten.