Citation: 2C_344/2023 E. 2.3.3

2.3.3. Sodann reichen die Beschwerdeführenden unter Berufung auf Art. 99 Abs. 1 BGG verschiedene Unterlagen zum Schuldenabbau der Beschwerdeführerin ein, wobei sie geltend machen, der Schuldenabbau sei vor Bundesgericht zu berücksichtigen, insofern er durch das vorinstanzliche Urteil veranlasst worden sei. Es trifft zu, dass das Verwaltungsgericht in seiner rechtlichen Würdigung erstmals auch auf die aktuelle finanzielle Situation der Beschwerdeführerin (und nicht nur die Verschuldung und Straffälligkeit des Beschwerdeführers im Rahmen seines 2018 beendeten Aufenthalts) abstellte. Das Migrationsamt begründete seine Verfügung vom 21. Oktober 2022 lediglich mit der Verschuldung des Beschwerdeführers und nicht auch derjenigen der Beschwerdeführerin. In dieser Hinsicht gab erst der angefochtene Entscheid Anlass, entsprechende Beweismittel beizubringen. Die diesbezüglich eingereichten Beweismittel sind zu berücksichtigen, soweit sie vor dem angefochtenen Urteil entstanden sind. Das betrifft namentlich die Lohnabrechnungen der Beschwerdeführerin bis und mit April 2023 und die Berechnung des Existenzminimums vom 9. Mai 2023, sowie den Kontoauszug des Betreibungsamts V.________ soweit sich dieser auf Zahlungen von vor dem Datum des angefochtenen Urteils bezieht. Demgegenüber (als echte Noven) nicht zu berücksichtigen sind die Lohnabrechnung von Mai 2023 sowie auf dem erwähnten Kontoauszug vermerkte Zahlungen, die nach dem angefochtenen Urteil (12. Mai 2023) vorgenommen wurden.