Citation: 4P.167/2006 18.12.2006 E. 4

Nach Art. 84 Abs. 2 OG ist die staatsrechtliche Beschwerde nur zulässig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht mit einem anderen Rechtsmittel gerügt werden kann. Diese Subsidiarität der staatsrechtlichen Beschwerde gilt insbesondere auch im Verhältnis zur Berufung (BGE 129 I 173 E. 1.1 S. 174; 120 II 384 E. 4a S. 385). Die Rüge falscher Anwendung von Bundesrecht ist in berufungsfähigen Streitsachen mit Berufung vorzubringen (Art. 43 OG), so dass die staatsrechtliche Beschwerde insoweit verschlossen bleibt. 4.1 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV und aus Art. 8 ZGB ergibt sich der Anspruch der Parteien, Beweise zu beantragen zu Tatsachen, die für den Ausgang des Verfahrens von Bedeutung sein können (BGE 108 Ia 293 E. 4c S. 294 mit Verweisen). Die Verletzung des Rechts auf den Beweis durch Nichtabnahme von form- und fristgerecht beantragten Beweisen zu rechtserheblichen, unbewiesenen Sachvorbringen ist in berufungsfähigen Fällen als Verletzung von Art. 8 ZGB mit Berufung zu rügen. Die antizipierte Beweiswürdigung muss hingegen mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden, sei es wegen Willkür in der Beweiswürdigung oder in der Anwendung kantonalen Rechts, sei es wegen Verweigerung des rechtlichen Gehörs, weil einem Beweismittel von vorneherein jede Erheblichkeit oder Tauglichkeit abgesprochen wird, ohne dass dafür sachliche Gründe angegeben werden können (BGE 114 II 289 E. 2a S. 291). Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, es habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt und das kantonale Prozessrecht, namentlich § 56 ZPO ZG (Beweiswürdigung), § 152 Abs. 1 ZPO ZG (Ablehnung von Beweisanträgen) und § 206 ZPO ZG (Beweisverfahren), willkürlich angewendet, indem es die von ihm offerierten form- und fristgerecht beantragten Beweise über rechtserhebliche, unbewiesene Tatsachen nicht abgenommen habe. In diesem Zusammenhang weist er ausdrücklich darauf hin, es gehe hier - entgegen den Ausführungen des Obergerichts - gerade nicht um eine antizipierte Beweiswürdigung. Er macht inhaltlich also eine Verletzung seines aus Art. 8 ZGB abgeleiteten Anspruchs auf Zulassung zum Beweis geltend. Diese Rüge ist mit Berufung zu erheben, was der Beschwerdeführer im Übrigen auch tut. Sollte er darüber hinaus tatsächlich rügen, die Beschränkung der Beweisabnahme sei willkürlich bzw. verletze wegen fehlender Begründung seinen Anspruch auf rechtliches Gehör, entbehrt die Beschwerde einer substantiierten Begründung, die den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Auch insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. 4.2 Soweit der Beschwerdeführer dem Obergericht eine willkürliche Auslegung des Kaufvertrags vom 4. Dezember 2001 vorwirft, rügt er ebenfalls eine Verletzung von Bundesrecht. Auch diese Rüge ist mit Berufung geltend zu machen.