Citation: 6B_696/2024 E. 2.2.3

2.2.3. Die Vorinstanz ergänzt, die Ehefrau habe bei der verwertbaren delegierten Einvernahme vom 9. Juni 2021 ihren Strafantrag zurückgezogen und erklärt, sie vergebe dem Beschwerdeführer. Gemäss Vorinstanz kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Ehefrau vom Beschwerdeführer beeinflusst worden ist. Dafür sprächen namentlich die Aussagen des Beschwerdeführers nach seiner Festnahme. So habe er am 7. Juni 2021 zu Protokoll gegeben, er habe am Vortag mit dem Vater der Ehefrau telefoniert, um sich über sie zu beschweren. Darauf habe der Vater versprochen, er werde mit ihr sprechen und dafür sorgen, dass sich alles wieder beruhige. Gemäss Vorinstanz führte der Beschwerdeführer weiter aus, er hoffe, dass der Vater Einfluss auf die Ehefrau nehme. An der erstinstanzlichen Hauptverhandlung habe die Ehefrau in Bezug auf den Tatvorwurf ihr Zeugnisverweigerungsrecht gemäss Art. 168 Abs. 1 lit. a StPO geltend gemacht und zu Protokoll gegeben, sie sei wieder mit dem Beschwerdeführer zusammen. An der Berufungsverhandlung habe die Ehefrau angegeben, der Beschwerdeführer habe sie weder geschlagen noch gewürgt. Weiter habe sie am 3. Juli 2024 schriftlich bestätigt, dass sie den Beschwerdeführer zu Unrecht beschuldigt habe, sie angegriffen zu haben. Die an der Berufungsverhandlung gestellte Frage, wie es zu den Verletzungen gekommen sei, habe die Ehefrau dann aber nicht beantworten wollen.