Citation: 2C_701/2020 E. 4.7.3

4.7.3. Hinsichtlich des Zeugnisses des Hausarztes vom 16. Januar 2019 ist festzuhalten, dass dieses sehr knapp ausfällt. Auch geht aus dieser Beurteilung nicht hervor, wann der Beschwerdeführer den Hausarzt letztmals konsultiert hat. Der Bericht hält im Wesentlichen fest, dass es dem Beschwerdeführer immer noch nicht besser gehe und er vor dem Militärdienst psychisch nicht auffällig gewesen sei. Näher begründet wird diese Einschätzung nicht. Sie steht jedoch im Widerspruch zur Beurteilung des Fachoffiziers des Psychologisch-Pädagogischen Dienstes der Armee, der in seinem Abklärungsbericht vom 15. Juli 2016 gestützt auf die Aussagen des Beschwerdeführers zum Schluss gelangt ist, dass dieser bereits zu Beginn der RS eine leicht depressive Symptomatik aufgewiesen habe (vgl. E. 4.6.1 hiervor). Sodann wurde bereits ausgeführt, dass aufgrund dieses Arztzeugnisses am 20. März 2019 eine erneute Beurteilung der Situation des Beschwerdeführers durch den Militärärztlichen Dienst erfolgte, die im Ergebnis gleich ausfiel wie jene vom 18. Juli 2018 (vgl. E. 4.5.1 hiervor). Wenn die Vorinstanz vor diesem Hintergrund die Aussagekraft des Berichts des Hausarztes relativiert hat, kann ihr keine willkürliche Beweiswürdigung vorgeworfen werden. Dies insbesondere auch deshalb nicht, weil es nach der Rechtsprechung zulässig ist, bei Berichten von Hausärzten der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte, namentlich aufgrund des besonderen Vertrauensverhältnisses zu ihren Patienten, in Zweifelsfällen eher zu deren Gunsten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc, mit Hinweisen; vgl. auch E. 6.5 des angefochtenen Entscheids). Hinweise darauf, dass die Vorinstanz den Berichten der behandelnden Ärzte des Beschwerdeführers, wie er behauptet, grundsätzlich jegliche Glaubhaftigkeit abgesprochen habe, was unter Umständen eine Verletzung des Willkürverbots dargestellt hätte (vgl. Urteil 4P.254/2005 vom 21. Dezember 2005 E. 4.2), liegen nicht vor.