Citation: 6B_895/2016 E. A

Am 29. Januar 2012, um ca. 03.10 Uhr, verursachte X.________ mit einem Personenwagen einen Selbstunfall mit Sachschaden. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland bestrafte X.________ mit Strafbefehl vom 11. Mai 2012 wegen fahrlässigen Fahrens in fahrunfähigem Zustand, Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit, mehrfacher fahrlässiger, respektive vorsätzlicher Verletzung der Verkehrsregeln sowie pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall mit einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 100.-- und Fr. 1'500.-- Busse. Nach der Anklageschrift vom 11. Juli 2014 wurde ihr "fahrend übel und schwindlig" und im weiteren Verlauf der Fahrt "gar schwarz vor Augen". Sie habe um 20.00 Uhr ein Antidepressivum, das bekanntermassen die Fahrfähigkeit beeinträchtigen und u.a. zu Übelkeit und Schwindel führen könne, sowie Alkohol eingenommen, der mit dem Medikament wechselwirkend eine Fahrunfähigkeit zusätzlich begünstige. Sie habe die Fahrt fortgesetzt, obwohl sie Warnsymptome eines Schwindelanfalls mit Übelkeit wahrgenommen habe, eines gesundheitlichen Problems, dessen sie sich von früheren Anfällen in der Art, wiederkehrend einmal pro Monat bis zweimal pro Woche, die teilweise bis zur Ohnmacht (Kollaps) führten, bewusst gewesen sei. Sie hätte dies entsprechend deuten und hätte handeln können und müssen, was sie infolge pflichtwidriger [recte] Unachtsamkeit nicht getan habe. Sie habe sich überdies in übermüdetem Zustand befunden. Sie habe nicht angehalten und sei in der Folge in einer Rechtskurve von der Fahrbahn nach links abgekommen und ungebremst in drei massive Blumenkisten gefahren, habe eine beleuchtete Bauabsperrung durchbrochen und sei auf einer Holzpalisade aufgebockt zum Stillstand gekommen. Sie habe die Unfallstelle verlassen und sei nach Hause gegangen. Aufgrund der Umstände (Unfall bei Nacht, keine erkennbare Unfallursache) hätte die Polizei eine Atemalkoholkontrolle und eine Blutprobe angeordnet, was sie wusste oder zumindest annehmen musste.