Citation: 2C_881/2019 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer bestreitet, dass der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung verhältnismässig bzw. im Interesse einer demokratischen Gesellschaft erforderlich sei (Art. 8 Ziff. 2 EMRK). Zu Unrecht: Der Beschwerdeführer ist zwar bereits im Alter von elf Jahren in die Schweiz eingereist, weshalb von einer langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz und von einem zweifelsohne grossen Interesse an einem weiteren Verbleib in der Schweiz auszugehen ist. Zu Gute zu halten ist dem Beschwerdeführer auch, dass er eine Landessprache spricht, sich mittlerweile beruflich etabliert hat und wirtschaftlich unabhängig ist. Mit Urteil des Bezirksgerichts Baden vom 2. Juni 2015 wurde der Beschwerdeführer jedoch wegen mehrfacher qualifizierter Widerhandlungen gegen das BetmG zu einer langjährigen Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt; diese Betäubungsmitteldelikte hat er als Erwachsener und nicht etwa als Jugendlicher begangen. Die Vorinstanz ist von einem sich im Strafmass von sechseinhalb Jahren Freiheitsstrafe wiederspiegelnden (vgl. Art. 47 des Schweizerisches Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937 [StGB; SR 311.0]), äusserst schwerwiegenden Verstoss gegen die Rechtsordnung ausgegangen, was der Beschwerdeführer nicht in Abrede stellt. Zudem steht gemäss Vorinstanz auch die auf den ersten Blick erfolgreiche berufliche und wirtschaftliche Integration eng mit seiner deliktischen Tätigkeit in Verbindung. Mit seinen Ausführungen dazu, dass es sich beim begangenen Delikt nicht um ein Gewaltdelikt handle, verkennt der Beschwerdeführer, dass das Bundesgericht, in Übereinstimmung mit der Praxis des EGMR, Drogendelikte aus rein finanziellen Motiven als schwere Straftaten einstuft, die ein sehr hohes öffentliches Interesse an der Ausreise eines verurteilten Straftäters begründen (oben, E. 2.2). Dem Umstand, dass der Beschwerdeführer unter dem Druck der zudem erst kürzlich erfolgten bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug am 16. Januar 2018 keine weiteren Straftaten begangen hat, kommt keine ausschlaggebende Bedeutung zu (BGE 139 II 121 E. 5.5.2 S. 128). Ob dem Beschwerdeführer eine gute Legalprognose auszustellen ist, fällt deswegen nicht massgeblich ins Gewicht, weil bei nicht unter das FZA fallenden Staatsangehörigen auch generalpräventive Gesichtspunkte berücksichtigt werden dürfen (oben, E. 2.2). Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer nach wie vor im Kulturkreis seines Heimatstaates verwurzelt ist, primär Umgang mit Landsleuten pflegt, seine erst im Jahr 2013 eingereiste Ehefrau aus demselben Heimatstaat stammt und sich ihre gemeinsame Tochter noch im anpassungsfähigen Alter befindet, ist ihnen eine Rückkehr in ihren Heimatstaat Kosovo zumutbar und vermag das durch das äusserst schwerwiegende Drogendelikt begründete öffentliche Interesse an einer Ausreise des Beschwerdeführers auch die geltend gemachten drohenden (wirtschaftlichen) Nachteile für die Familie zu überwiegen, zumal der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift selbst angibt, schon während seiner Inhaftierung hätten auch seine Brüder die Geschäfte in der Schweiz zumindest zufriedenstellend ohne ihn führen können. Erstmals ins Recht gelegte Beweismittel kann das Bundesgericht ebensowenig entgegennehmen (Art. 99 Abs. 1 BGG) wie Umstände berücksichtigen, die auf eigenen Sachverhaltsdarstellungen beruhen, die die Vorinstanz nicht festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Für alles Weitere kann auf das vorinstanzliche Urteil verwiesen werden, welches zutrifft (Art. 109 Abs. 3 BGG). Die aufenthaltsbeendende Massnahme beruht zusammenfassend auf einer gesetzlichen Grundlage, liegt im überwiegenden öffentlichen Interesse und erweist sich als verhältnismässig im engeren Sinn, weshalb von einer rechtmässigen Einschränkung von Art. 8 EMRK auszugehen ist. Erweist sich eine aufenthaltsbeendende Massnahme als verhältnismässig, kann zudem keine ausländerrechtliche Verwarnung ausgesprochen werden (Art. 96 AIG). Mit dem instanzabschliessenden Urteil wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.