Citation: 8C_320/2023 E. 5.1

5.1. Inwiefern das kantonale Gericht bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellungen getroffen oder die zu beachtenden Beweiswürdigungsregeln verletzt haben sollte, ist nicht erkennbar. Dies gilt zunächst hinsichtlich des psychiatrischen Teilgutachtens. Die Untersuchung gestützt auf die ICF-APP (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit), welche für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit praxisgemäss herangezogen werden darf (SVR 2015 IV Nr. 10 S. 27, 8C_398/2014 E. 4.3.2), ergab keinerlei Auffälligkeiten. Dass der Gutachter entgegen den Einschätzungen der Ärzte der psychiatrischen Institution C.________ und der ab 2019 behandelnden Dr. med. D.________ und M. Sc. E.________ sowie des Hausarztes zum Schluss gelangte, es stünden invaliditätsfremde Faktoren (unter anderem eine Spielsucht sowie Probleme mit seiner Ehefrau beziehungsweise häusliche Gewalt) im Vordergrund, welche bei der Beurteilung der Gesundheitsbeeinträchtigung auszuklammern sind (BGE 141 V 281 E. 4.3.3), vermag für sich allein gesehen keine hinreichenden Indizien gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens zu begründen. Es wird beschwerdeweise zudem insbesondere nicht aufgezeigt und lässt sich nicht ersehen, dass der Gutachter von den behandelnden Ärzten benannte wichtige objektive Aspekte ausser Acht gelassen oder die Schwere des Leidens, die er nach Massgabe der dabei rechtsprechungsgemäss zu beachtenden Kriterien zu beurteilen hatte, gerade auch in Bezug auf die Bedeutung der psychosozialen Faktoren und die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung, verkannt hätte. Daran kann nichts ändern, dass der Bericht von Dr. med. D.________ und M. Sc. E.________ recht umfassend ausgefallen sei und deren Einschätzung der Arbeitsfähigkeit derjenigen des Gutachters diametral widerspreche, wie der Beschwerdeführer vorbringt. Nachdem eine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit gemäss Gutachten nach Verneinung einer Persönlichkeitsstörung bei remittierter depressiver Störung nicht ausgewiesen war, konnten überdies weitergehende Ausführungen im Rahmen eines strukturierten Beweisverfahrens praxisgemäss unterbleiben (BGE 143 V 418 E. 7.1; 143 V 409 E. 4.5.3; Urteil 8C_153/2021 vom 10. August 2021 E. 5.4.1). Ein aggravatorisches Verhalten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stand dabei nicht im Raum. Schliesslich entkräftete das kantonale Gericht den Einwand des Beschwerdeführers, dass aufgrund zu kurzer Dauer der Exploration auf die Unzuverlässigkeit des Gutachtens zu schliessen wäre. Inwiefern es damit Bundesrecht verletzt haben sollte, ist nicht erkennbar (SVR 2023 IV Nr. 55 S. 191, 8C_130/2023 E. 4.4.4; Urteile 8C_767/2019 vom 19. Mai 2020 E. 3.4; 8C_756/2016 vom 29. Dezember 2016 E. 3.3.2). Dass die Vorinstanz auf das psychiatrische Teilgutachten abgestellt hat, ist somit insgesamt nicht zu beanstanden. Bei diesem Ergebnis vermag der Beschwerdeführer auch mit seinem Einwand nicht durchzudringen, das kantonale Gericht habe sich bloss wegen nachträglicher, aber (mangels kritischer Prüfung der Expertise) unzulänglicher Absegnung des nicht rechtsgenüglichen Gutachtens durch die Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) darauf abstützen können. Damit steht für das Bundesgericht verbindlich fest, dass die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt ist.