Citation: 8C_429/2020 E. 4.2.2

4.2.2. Bezüglich der Anwendbarkeit von Art. 12a AVIV verfängt der Einwand des Beschwerdeführers nicht, die Vorinstanz sei fälschlicherweise davon ausgegangen, dass er sich nur auf Stellvertretungen beworben habe (s. E. 4.1). Zutreffend ist sodann die Feststellung der Vorinstanz, dass die Vikariate nicht in die Schulferienzeiten fielen. Daran ändert mit Blick auf das eben Gesagte nichts, dass der Beschwerdeführer angeblich auch während der Schulferien gewisse Vor- oder Nachbereitungsarbeiten erledigte. Schliesslich zählte die Vorinstanz den Lehrerberuf zu Recht nicht zu den Berufen gemäss Art. 13 Abs. 4 ATSG in Verbindung mit Art. 12a und 8 AVIV, in denen häufige Wechsel oder befristete Anstellungen üblich sind. Nach der Rechtsprechung ist den in Art. 8 AVIV definierten Berufsgruppen eigen, dass ihre Arbeit durch unregelmässige, kurz- oder längerfristige Einsätze mit (möglichen) Arbeitsausfällen zwischen zwei Engagements gekennzeichnet ist und die Tätigkeit mitunter aufgrund ihres produktions- und projektbezogenen Charakters nicht immer planbar ist; demnach bringt die Unregelmässigkeit der Tätigkeiten naturgemäss Beschäftigungslücken mit sich oder kann sie zumindest mit sich bringen (BGE 137 V 126 E. 4.4 S. 131). Dem Lehrerberuf kommt demgegenüber kein produktions- und projektbezogener Charakter zu, vielmehr wird er gewöhnlich im Rahmen einer Festanstellung ausgeübt. Insofern unterscheidet er sich von den in Art. 8 AVIV beschriebenen Berufsgruppen. Dass der Beschwerdeführer nur befristete Einsätze als Vikar leisten konnte, hängt mithin nicht mit den Eigenschaften der Berufskategorie zusammen.