Citation: 6B_685/2017 E. 5.5

5.5. Schliesslich moniert der Beschwerdeführer, eine Strafminderung von zwei Jahren unter dem Titel "verschuldensunabhängige Tatkomponenten" (Versuch) sei viel zu wenig und damit unzulässig. Werde ihm direkter Tötungsvorsatz unterstellt, sei von einem Rücktritt vom nicht beendeten Versuch nach Art. 23 Abs. 1 StGB auszugehen. Er hätte zur Verwirklichung des Tatplans seinem Opfer ohne Weiteres zusätzliche Verletzungen zufügen und sicherstellen können, dass der Tod auch eintritt. Das habe er offensichtlich nicht getan. Das Obergericht geht von einem (spätestens) mit dem Zufügen der zweiten Schnittverletzung bzw. mit Durchschneiden der Kehle vollendeten (Mord-) Versuch aus (zweite Tatbestandsvariante in Art. 22 Abs. 1 StGB; E. 2.2 hiervor). Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, inwiefern diese Beurteilung bundesrechtswidrig sein soll, womit es sein Bewenden hat (Art. 42 Abs. 2 BGG). Eine Strafmilderung nach Art. 23 Abs. 1 StGB fällt somit ausser Betracht.