Citation: 1C_170/2022 E. 5.3

5.3. Das Verwaltungsgericht erwog, dass das Baurekursgericht zu Recht zum Schluss gelangt sei, Art. 17 BZO beschlage den Regelungstatbestand von a§ 25 ABV/ZH nicht: Mit Art. 17 BZO habe der kommunale Gesetzgeber Besondere Gebäude bis zu einer bestimmten Grösse hinsichtlich der Überbauungsziffer und der Abstände (zusätzlich) privilegieren, nicht aber die in den kantonalen Abstandsvorschriften enthaltene Privilegierung Besonderer Gebäude einschränken wollen. Da der Zwischenbau als Besonderer Gebäudeteil das Mass von 5 % der Überbauungsziffer überschreite, entfielen zwar die zusätzlichen Privilegien von Art. 17 BZO, nicht aber die in den kantonalen Abstandsvorschriften vorgesehenen Privilegien für Besondere Gebäude. Das kommunale Recht sehe hinsichtlich des Mehrlängenzuschlags bei Besonderen Gebäuden keine abweichende Regelung vor, weshalb für die Bestimmung des Grenzabstands a§ 25 ABV/ZH zur Anwendung gelange. Die Beschwerdeführerin vermag mit ihren Ausführungen keine Willkür bei der Anwendung der Gebäudeabstandsvorschriften zu begründen. Die Beurteilung der Vorinstanz zum Verhältnis zwischen Art. 17 BZO und a§ 25 ABV/ZH ist mit dem Wortlaut der Bestimmungen vereinbar; auch die Ausführungen des Verwaltungsgerichts zum Regelungszweck erscheinen nicht unhaltbar.