Citation: 8C_249/2023 E. 4.3.1

4.3.1. Das kantonale Gericht weist an sich zutreffend darauf hin, dass jener Tätigkeit ein starker Indizwert zukomme, welche bei Eintritt des Gesundheitsschadens tatsächlich - und unter Umständen seit längerer Zeit - ausgeübt worden sei (vgl. dazu MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, N. 10 zu Art. 28a mit Hinweisen). Allerdings ist nicht nachvollziehbar, was in diesem Zusammenhang aus der Rechtsprechung zur Zumutbarkeit der (Wieder-) Aufnahme einer Erwerbsarbeit bei Trennung beziehungsweise Scheidung gewonnen werden könnte. Diese besagt im Wesentlichen, dass jeder Ehegatte die wirtschaftliche Eigenständigkeit anzustreben hat (vgl. das im angefochtenen Entscheid zitierte Urteil BGE 147 III 308). Hiegegen ist nach der ständigen Bundesgerichtspraxis (vgl. BGE 133 V 477 E. 6.3 und 133 V 504 E. 3.3) für die Wahl der Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich im Aufgabenbereich, gemischte Methode) allein massgebend, wie gross der Anteil der Tätigkeit der Versicherten als Gesunde im Erwerbsbereich oder im Haushalt nach deren hypothetischer Verhaltensweise sei, nicht aber wie weit es ihr im hypothetischen Gesundheitsfall objektiv zugemutet werden könnte, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Indem die Vorinstanz von letzter Prämisse ausgegangen ist, erweist sich ihre Beweiswürdigung, namentlich ihre Schlussfolgerungen aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin während Jahren bei der römisch-katholischen Kirchgemeinde in einem Pensum von 60 % berufstätig gewesen war, von vornherein als unhaltbar. Es erstaunt jedenfalls nicht, dass das kantonale Gericht, wie die Beschwerdeführerin insgesamt vorbringt, sämtliche Aspekte, die auch für eine vollzeitliche Beschäftigung als Mesmerin sprechen könnten, zu ihren Ungunsten wertete.