Citation: 5P.382/2001 04.03.2002 E. 4

4.- Die Verletzung des Beschleunigungsgebotes (Art. 29 Abs. 1 BV; Art. 6 Ziff. 1 EMRK) begründet der Beschwerdeführer damit, das Scheidungsverfahren habe vor dem Amtsgericht und vor dem Obergericht je zwei Jahre gedauert. Da das letztinstanzliche kantonale Gericht in der Sache entschieden hat, hätte der Beschwerdeführer beantragen müssen, die verfassungswidrige Rechtsverzögerung sei festzustellen. Zudem müsste an dieser Feststellung ein Rechtsschutzinteresse (Art. 88 OG) bestehen. Nach Wegfall des aktuellen Interesses besteht auch konventionsrechtlich kein Anspruch auf Feststellung, dass die gerügte Rechtsverletzung stattgefunden hat (BGE 123 II 285 E. 4a S. 287; unveröffentlichte Urteile der I. öffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts vom 24. Januar 1996 i.S. B.; E. 1 und 4 [1P. 531/1995], und der III. Kammer des eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 14. Februar 2000, i.S. A. [I 25/99]). Daher ist auf die staatsrechtliche Beschwerde insoweit nicht einzutreten.