Citation: 6B_566/2021 E. 5.4

5.4. Indem der Beschwerdeführer verschiedentlich darauf hinweist, die Vorinstanz hätte in Anwendung von "in dubio pro reo" auf seine Version des Sachverhaltes abstellen müssen, soweit diese für ihn milder sei, vermag er keine Verletzung dieses Grundsatzes zu belegen. Das Prinzip "in dubio pro reo" verlangt nicht, dass das Sachgericht bei sich widersprechenden Aussagen auf die für die beschuldigte Person günstigere abzustellen hätte. Der Grundsatz enthält mitunter keine Anweisung, welche Schlüsse aus den vorhandenen Beweismitteln zu ziehen sind und kommt erst zur Anwendung, wenn nach abgeschlossener Beweiswürdigung weiterhin relevante Zweifel am angeklagten Tatsachenfundament bestehen (vgl. E. 4.2 oben). Um im bundesgerichtlichen Verfahren eine Verletzung von "in dubio pro reo" nachzuweisen, genügt es sodann von vornherein nicht, wenn der Beschwerdeführer den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz lediglich seine Aussagen und seine Sicht der Dinge gegenüberstellt. Damit zeigt er nicht auf, inwiefern der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt auch im Ergebnis schlechterdings unhaltbar und damit willkürlich sein soll. Dies trifft namentlich auf die Rüge des Beschwerdeführers zu, er hätte vom Vorwurf der Ausfuhr der 435 Gramm Kokain aus der Schweiz und der Einfuhr nach Österreich freigesprochen werden müssen. Denn nur weil jemand in der Schweiz wohne und jemandem in Österreich Drogen verkauft haben solle, sei gerade der Export und Import nicht nachgewiesen. Darüber hinaus trifft dies auch auf die Vorbringen zu, es sei weder abwegig noch ausgeschlossen, dass das von ihm verkaufte Klebeband dann ohne sein Wissen für die Verpackung des Heroins verwendet worden sei. Auf diese appellatorische Kritik ist nicht einzutreten. Demnach ist die Rüge der Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" unbegründet.