Citation: K 10/04 14.10.2004 E. 5

5.1 Was die Beurteilung der (Rest-)Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht betrifft, kann mit der Vorinstanz nicht auf die verschiedenen Berichte des Hausarztes abgestellt werden. Im kantonalen Entscheid wird hiezu richtigerweise auf die nach der Rechtsprechung gebotene Zurückhaltung bei der Würdigung hausärztlicher Stellungnahmen (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc mit Hinweisen) verwiesen. Hinzu kommt, dass sich der Arzt zu dieser Frage unterschiedlich geäussert hat. Die übereinstimmende Auffassung von Krankenversicherer und Vorinstanz über die verbliebene Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers stützt sich namentlich auf den Bericht vom 25. Juli 2001 über die kreisärztliche Abschlussuntersuchung im Unfallversicherungs-Verfahren und das von der SKBH eingeholte Gutachten des Dr. med. S.________, Facharzt für Innere Medizin FMH, vom 8. Mai 2002. In beiden Berichten wird ein uneingeschränktes Rendement für leichte bis mittelschwere Arbeiten bestätigt. In Bezug auf den Bericht des Kreisarztes vom 25. Juli 2001 ist festzuhalten, dass darin einzig die verbliebenen Folgen der beim Unfall vom 9. Mai 2000 erlittenen Verletzung am rechten Handgelenk zu beurteilen waren. Der Versicherte sieht sich indessen auch durch - unbestrittenermassen bestehende und nicht auf den besagten Arbeitsunfall zurückzuführende - Beschwerden in Rücken und Knie eingeschränkt. Diese Leiden sind im MEDAS-Gutachten vom 5. Februar 2003 mitberücksichtigt worden, und die Experten sind zum Ergebnis gelangt, dass dem Versicherten mit leichter körperlicher Belastung verbundene Tätigkeiten (lediglich) im Umfang eines 50%-Pensums zumutbar sind. 5.2 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich die gutachterlichen Stellungnahmen zur Restarbeitsfähigkeit für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten widersprechen. Dabei vermag die Einschätzung des Dr. med. S.________ insofern nicht zu überzeugen, als er trotz der seit Jahren bestehenden Symptomatik im Rückenbereich und im linken Knie die Restarbeitsfähigkeit gleich einschätzt wie die SUVA, welche nur die Auswirkungen der unfallbedingten Schädigung am rechten Handgelenk zu berücksichtigen hatte. Anderseits lässt das MEDAS-Gutachten vom 5. Februar 2003 ebenfalls keine abschliessende Beurteilung zu. Es wird darin zwar auch rückwirkend zum Gesundheitszustand des Versicherten in dem hier namentlich interessierenden Zeitraum ab der Verfügung der SKBH vom 23. Mai 2002 Stellung genommen. Die MEDAS-Experten unterscheiden aber, dem Charakter der Invalidenversicherung als einer finalen Versicherung Rechnung tragend, bei der Beurteilung der verbleibenden funktionellen Leistungsfähigkeit nicht zwischen unfallbedingten und den hier interessierenden, in einer Krankheit bestehenden Gesundheitsschäden (Erw. 3 in fine hievor). Zuverlässig sagen lässt sich somit einzig, dass dem Versicherte gesundheits-, namentlich auch krankheitsbedingt keine körperlich schweren Tätigkeiten wie die angestammte eines Bauarbeiters dauerhaft mehr zumutbar sind, weshalb grundsätzlich ein Berufswechsel ins Auge zu fassen ist. Welche alternative Tätigkeiten er in Anbetracht der krankheitsbedingten Beeinträchtigung in welchem Umfang ausüben kann, lässt sich hingegen bei der gegebenen Aktenlage nicht sagen. Die sich stellende Frage, ob der Beschwerdeführer nach einer angemessenen Anpassungszeit in einem anderen Betätigungsfeld zumutbarerweise ein den Anspruch auf Taggeld ausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen vermag (vgl. Erw. 2.2 in fine hievor), kann somit erst nach ergänzenden Abklärungen beantwortet werden.