Citation: 7B_732/2023 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz legt ausführlich dar, woraus sie den für ihre rechtlichen Schlüsse massgebenden Sachverhalt zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und der Gesundheitsversorgung in Serbien erstellt. Demnach leidet der Beschwerdeführer an einer erektilen Dysfunktion, einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit Stadium IIa links, Diabetes mellitus Typ 2 sowie am Restless-Legs-Syndrom. Dabei würdigt sie nicht weniger als sieben Berichte und ein Schreiben des Inselspitals Bern vom 11. August 2020 bis zum 23. September 2022 zum Zustand des Beschwerdeführers, drei Berichte bzw. ein Schreiben des Hausarztes an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers sowie die Aussagen des Beschwerdeführers selbst, wobei sie auf die Berichte des Hausarztes zufolge deren stark subjektiven Färbung und der fehlenden Angaben von sachlichen Gründen nicht abstellt. Namentlich besteht gemäss Vorinstanz und entgegen den Ausführungen des Hausarztes kein hohes Risiko, dass der Beschwerdeführer ein Bein verliere, zumal die periphere arterielle Verschlusskrankheit mit geeigneten Massnahmen aufgehalten werden könne und sich der Beschwerdeführer erst im Stadium IIa von vier möglichen Krankheitsstadien befinde. Dabei erachtet die Vorinstanz eine adäquate Behandlung des Beschwerdeführers gestützt auf Angaben aus einem Bericht des Staatssekretariats für Migration vom 17. Mai 2017 sowie auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (E-1083/2018 vom 22. Januar 2020 E. 10.4.4) als möglich, zumal der Beschwerdeführer vorwiegend Eigeninitiative (Rauchstopp, mehr Bewegung, Gewichtsreduktion) an den Tag legen und gesund lebe müsse und eine Behandlung mit Medikamenten gewährleistet werden könne. Namentlich sei keine hochspezialisierte Intensivbehandlung erforderlich und stellten die geschilderten Krankheitsbilder auch keine akute medizinische Notlage dar, die nicht in der Heimat des Beschwerdeführers behandelt werden könne. Die Vorinstanz erachtet die relevanten gesundheitlichen Aspekte mit hinreichender Deutlichkeit als erstellt und geht in antizipierter Beweiswürdigung davon aus, ein Gutachten würde daran nichts ändern. Der Beschwerdeführer wurde mit dieser Begründung in die Lage versetzt, das vorinstanzliche Urteil sachgerecht anzufechten. Die Vorinstanz verletzt mit der Abweisung des Antrages auf Einholung eines Gutachtens bei den vorliegenden gängigen Krankheitsbildern den Anspruch auf rechtliches Gehör nicht.