Citation: 2C_940/2020 E. 7.4

7.4. Der Entzug der Niederlassungsbewilligung trifft den Beschwerdeführer sicher hart. Die Ausreise nach Bosnien und Herzegowina kann ihm indessen zugemutet werden. Sollte er die nach der Haftentlassung in Aussicht gestellte Therapie erfolgreich absolvieren, stünde er sowohl in der Schweiz als auch in seiner Heimat vor der Herausforderung, sein Leben ausserhalb des gewohnten Umfelds neu zu gestalten. Der Aufbau einer beruflichen Zukunft und eines sozialen Netzes wäre an beiden Orten mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Der Beschwerdeführer ist in Bosnien und Herzegowina aufgewachsen und lebte bis zum Alter von 29 Jahren dort. Zumindest während des Beginns seines Aufenthalts in der Schweiz, bis ins Jahr 2009, verbrachte er auch regelmässig seine Ferien in Bosnien und Herzegowina. Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit den Verhältnissen in seiner Heimat weiterhin vertraut ist, auch wenn er in den letzten Jahren nicht mehr dahin zurückgekehrt sein sollte und sich die Vorinstanz zu seinen dortigen familiären Verhältnissen nicht geäussert hat. Den Akten (Art. 105 Abs. 2 BGG) ist zu entnehmen, dass er dort Angehörige hat, zu welchen er Kontakt aufnehmen kann.