Citation: 4A_376/2023 E. 2

Eine Beschwerde an das Bundesgericht muss innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht erhoben werden (Art. 100 Abs. 1 BGG). Nach Art. 44 Abs. 1 BGG beginnen Fristen, die durch eine Mitteilung oder den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst werden, am folgenden Tag zu laufen. Die Frist ist u.a. eingehalten, wenn die Eingabe am letzten Tag der Frist der Schweizerischen Post übergeben wird (Art. 48 Abs. 1 BGG). Der angefochtene Entscheid vom 2. Juni 2023 wurde gemäss der Sendungsverfolgung der Post am 6. Juni 2023 an die Beschwerdeführerin versandt und dieser am Folgetag ins Postfach zur Abholung am Schalter avisiert. Nach Art. 44 Abs. 2 BGG gilt die Sendung damit spätestens am siebten Tag, nachdem die Abholungeinladung in das Postfach gelangte, mithin am. Juni 2023, als zugestellt, da die Beschwerdeführerin mit der Zustellung eines Entscheids an ihre Adresse rechnen musste, nachdem sie ein Berufungsverfahren eingeleitet hatte. Es ist für die Bestimmung des Zustellzeitpunkts des angefochtenen Entscheids unerheblich, dass die Beschwerdeführerin die Sendung bis am 17. Juni 2023 am Postschalter in Empfang nehmen konnte und an diesem Tag in Empfang nahm. Die Frist für eine Beschwerde an das Bundesgericht gegen den Entscheid des Obergerichts lief demnach am. Juli 2023 ab. Mit der Postaufgabe der Beschwerde am 17. Juli 2023 wurde diese Frist offensichtlich nicht gewahrt. Auf die Beschwerde ist demnach wegen verspäteter Einreichung nicht einzutreten (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG).