Citation: 1C_505/2020 E. 6.4

6.4. Der Beschwerdegegner gibt zu bedenken, dass zur Zeit der Abtretung weder eine quartierplanliche Festlegung noch ein gesichertes Strassenbauprojekt bestanden habe. Den Rechtsvorgängern der Beschwerdeführenden sei es nicht um die Erweiterung der G.________strasse gegangen, sondern darum, trotz der damals mangelhaften Erschliessung eine Baubewilligung für ihr Neubaugesuch zu erlangen, ohne vorgängig einen zeit- und kostenaufwändigen Quartierplan ausarbeiten zu müssen. Dieses Ziel hätten sie erreicht, hätten sie doch bauen und ihr Haus während mehr als 60 Jahren entsprechend nutzen können. Insofern liege keine vertragswidrige Nutzung der Flächen vor, auch wenn der Ausbau der G.________strasse nicht nach den ursprünglichen Plänen erfolgt sei, sondern die streitbetroffenen Flächen als öffentliche Parkflächen und damit immerhin als Strassenland Verwendung gefunden hätten. Wenn im Übrigen die Stadt von Anfang an richtig gehandelt hätte, so hätte sie die Baubewilligung mangels hinreichender Erschliessung verweigert. Im Übrigen bestreitet der Beschwerdegegner, dass hinreichende Gründe für den Aufschub i.S.v. § 58 Abs. 1 lit. a AbtrG vorlagen. Seit Inkrafttreten des PBG am 1. Juli 1978 hätte die Stadt einen Quartierplan auch von Amtes wegen einleiten können (§ 147 PBG); dazu hätte sie aufgrund der baulichen Entwicklung im Quartier (u.a. öffentliche Tennisanlage) auch allen Anlass gehabt. Der langjährige Quartierplanaufschub sei daher spätestens seit 1978 nicht mehr hinreichend begründet, so dass er den Lauf der Verjährung nicht mehr habe hindern können. Hinzu komme, dass mit der 1969 in Kraft getretenen Freihaltezone auf der Westseite der G.________strasse der dort ursprünglich in Betracht gezogene Ausbau auch rechtlich ausgeschlossen worden sei. Erachte man dagegen mit den Beschwerdeführenden den Aufschub des Quartierplans als hinreichenden Grund i.S.v. § 58 Abs. 1 lit. a AbtrG, so sei die Abtretungsfläche durch den Einbezug in die Quartierplanmasse gemäss § 138 Abs. 1 PBG nicht zweckentfremdet worden, weil die Grundstücke der Beschwerdeführenden erstmals durch den Quartierplan hinreichend erschlossen seien und die 1957 erteilte Baubewilligung damit erschliessungsrechtlich legalisiert werde.