Citation: 8C_636/2022 E. 6.2.2

6.2.2. Soweit der Beschwerdeführer rügt, es hätte ein "Prozentvergleich" vorgenommen werden müssen, kann ihm nicht gefolgt werden. Er zeigt dabei nicht auf, inwiefern die vorinstanzlichen Feststellungen, wonach er bei einer verbleibenden Tätigkeitsdauer von noch rund 15 Jahren über die erforderlichen Fähigkeiten für den Wechsel in eine unselbstständige Tätigkeit verfüge und er zudem seine Praxisräumlichkeiten bereits verloren habe, offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig sein sollen. Unter diesen Umständen ist die Vorinstanz unter Anwendung des Grundsatzes der Schadenminderungspflicht zu Recht davon ausgegangen, dass die Aufnahme einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit zumutbar erscheint, entsprechend auf die Tabellenlöhne abzustellen und damit ein Einkommensvergleich vorzunehmen ist (vgl. dazu Urteil 8C_738/2021 vom 8. Februar 2023 E. 3.5.2 mit Hinweisen). Aus dem Einwand des Beschwerdeführers, wonach die Vorinstanz einen leidensbedingten Tabellenlohnabzug von mindestens 10 % hätte gewähren müssen, vermag er nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Selbst bei einem maximal zulässigen Abzug von 25 % und damit einem Invalideneinkommen von Fr. 24'732.- ergäbe sich kein anspruchsbegründender Invaliditätsgrad (27 %).