Citation: 9C_326/2023 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz stellt fest, das in der Schweiz befristet von Anfang 2017 bis Ende 2019 heilmittelrechtlich zugelassene Arzneimittel B.B.________ sei hierzulande im Jahr 2020 vom Markt genommen worden, in Österreich aber unter der Bezeichnung B.A.________ weiterhin erhältlich. Als Behandlungsalternative stehe eine in der Schweiz praktizierte operative Methode (offene Strangexzision) zur Verfügung. Diese bringe auch mit Blick auf die vom Beschwerdeführer geltend gemachte längere Heilungszeit, die Infektionsgefahr und die Wiederholbarkeit der Operation keine erheblich grösseren Risiken mit sich, so dass eine zweckmässige Behandlung in der Schweiz gewährleistet sei. Während die angeführten Risiken der Operation von keinem der behandelnden Ärzte bestätigt würden, ergebe die vertrauensärztliche Beurteilung, dass eine Behandlung mit B.B.________/B.A.________ mit nicht unerheblichen Risiken (Nebenwirkungen wie schwere Allergien, Fingernekrosen, Sehnen- und Hautschäden) verbunden sei. Die Vorteile der kürzeren Rehabilitation und einfachen Nachbehandlung sowie des deutlich höheren Patientenkomforts veränderten das Risikoprofil im Verhältnis zu demjenigen einer Operation nicht wesentlich.