Citation: 5A_633/2024 E. 7.3

7.3. Der Beschwerdeführer beanstandet sodann, dass die Aufgaben des Beistands nicht auf die Verwaltung bestimmter Vermögenswerte beschränkt worden sei. Er wirft dem Obergericht vor, sich nicht mit seinen Vorbringen auseinandergesetzt zu haben, und verweist darauf, dass er das Recht habe, sein Vermögen selbst zu verbrauchen und es nicht vererben zu müssen. Es sei nicht Sache der Behörden, den Beschwerdeführer umzuerziehen und sicherzustellen, dass dieser sein Geld nicht "unvernünftig" ausgebe. Das Erwachsenenschutzrecht diene nicht dem Schutz von Dritten oder des Gemeinwesens sondern dem Schutz der betroffenen Person und der nach landläufiger Auffassung unvernünftige Umgang mit Geld sei kein Grund für die Errichtung einer Beistandschaft. Ebenso wenig könne eine solche zur moralischen Umerziehung oder zur Unterbindung von unangepasstem oder eigensinnigem Verhalten dienen. Sollte der Beschwerdeführer mit dem Hinweis, das Obergericht sei nicht auf seine Ausführungen eingegangen, eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend machen wollen, erwiese die Beschwerde sich insoweit als ungenügend begründet (vgl. vorne E. 2.1; Urteil 5A_85/2021 vom 26. März 2021 E. 6.2). Weitergehend missachtet der Beschwerdeführer, dass das Obergericht die Beistandschaft als notwendig ansah, weil der Beschwerdeführer seine Angelegenheiten nicht zu meistern in der Lage ist (vgl. vorne E. 5.1). Ausserdem hat die Vorinstanz die Beistandschaft auf den voraussichtlichen künftigen finanziellen Bedarf des Beschwerdeführers abgestimmt (vgl. E. 7.1 hiervor). Es kann damit keine Rede davon sein, dass der Beschwerdeführer umerzogen, zu einem angepassten Verhalten angehalten oder zum Vererben seines Geldes gezwungen werden soll. Ohnehin setzt der Beschwerdeführer sich einmal mehr mit den Überlegungen der Vorinstanz nicht auseinander (vgl. vorne E. 2.1). Auch bleibt unklar, weshalb die (unzutreffenden) Überlegungen des Beschwerdeführers nur zu einer (bestimmten) Beschränkung der Aufgaben des Beistands, nicht jedoch zu einer Aufhebung der Beistandschaft führen sollten.