Citation: 1C_511/2023 E. 4.5

4.5. Vorliegend ist unstreitig, dass der Kanton Schwyz den Gewässerraum des Silhlsees noch nicht ausgeschieden hat. Dieser umfasst daher gemäss Abs. 2 lit. c ÜbBst GSchV übergangsweise einen Streifen von 20 m entlang des Sihlsees. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, der Regierungsrat habe in einem Merkblatt vom 31. Oktober 2017 ausdrücklich festgelegt, dass der Sihlsee als künstlich angelegtes Gewässer gelte und deshalb auf eine Gewässerraumfestlegung verzichtet werden könne, ist sie nicht zu hören. Denn rechtsprechungsgemäss ist es Aufgabe der Nutzungsplanung, den definitiven Gewässerraum auszuscheiden und festzulegen, wie der daran angrenzende Uferstreifen zu nutzen ist (BGE 140 II 437 E. 6.2). Was der Regierungsrat im Jahr 2017 in einem Merkblatt festgehalten hat, ist für die vorliegende Beurteilung daher nicht relevant.