Citation: 5A_584/2024 E. 5

In der einen Eingabe vom 8. September 2024 hält der Beschwerdeführer fest, Ferien bei Papa würden das Kindeswohl fördern, wie viele neuere Bundesgerichtsurteile festhielten. Das Obergericht gehe davon aus, dass keine Kindeswohlgefährdung bestehe, und schreibe auf S. 31 selbst, dass er betreuungsfähig sei. Es gebe auch keine Krisensituation und keinen Kontaktunterbruch, er würde jeden Sonntag per Videocall mit dem Kind sprechen, bis die Mama den Stecker ziehe. Es müssten keine Ängste abgebaut werden und er sei die Hauptbezugsperson des Kindes gewesen. Diese Kurzausführungen enthalten weder Willkürrügen in Bezug auf die umfassende Sachverhaltsdarstellung noch eine sachgerichtete Auseinandersetzung mit den rechtlichen Erwägungen im 50-seitigen angefochtenen Entscheid. Insbesondere wird in E. 3.2.4.8 des angefochtenen Entscheides ausführlich begründet, dass nach dem langen physischen Kontaktunterbuch der schrittweise Aufbau physischer Kontakte notwendig ist, ohne dass sich der Beschwerdeführer damit sachgerichtet auseinandersetzen würde; mit der blosse Aussage, er habe mit dem Kind ja Videocalls, lässt sich jedenfalls keine Rechtswidrigkeit im Zusammenhang mit dem als notwendig befundenen schrittweisen Auf- und Ausbau des physischen Kontaktes mit dem erst fünfjährigen Kind dartun. In der anderen Eingabe vom 8. September 2024 wird behauptet, das Rayonverbot ausserhalb der Besuchszeiten sei eine reine Schikane. Aus frühreren Verfahren ist bekannt, dass angesichts des Verhaltens des Beschwerdeführers solche Verbote für das Schulgelände galten. Vorliegend ist jedoch weder aus dem erst- noch aus dem oberinstanzlichen Entscheid ein Rayonverbot ersichtlich. Dieses Thema steht mithin ausserhalb des möglichen Anfechtungsgegenstandes. Die Eingabe vom 10. September 2024 bezieht sich auf die elterliche Sorge. Der Beschwerdeführer beschränkt sich dabei auf die Aussage, seit dem 9. Januar 2023 sei ihm diesbezüglich das rechtliche Gehör nicht mehr gewährt worden und das Obergericht habe ihn ausgetrickst, indem es davon ausgegangen sei, dass er seine Mittellosigkeit in seinen Gesuchen um unentgeltliche Rechtspflege nicht glaubhaft gemacht habe. Die Thematik der unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. dazu Urteil 5A_578/2024 vom 12. September 2024 und dortige Verweise) steht jedoch ausserhalb des vorliegend zulässigen Anfechtungsgegenstandes und die Frage der elterlichen Sorge war nicht Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens, was auf S. 15 f. des angefochtenen Entscheides denn auch explizit und zutreffend festgehalten ist. Wann und in welcher Weise ihm das rechtliche Gehör im vorliegenden Verfahren verweigert oder nicht umfassend gewährt worden wäre, legt der Beschwerdeführer mit keinem Wort dar. Ohnehin ist aus der Darstellung der Prozessgeschichte im angefochtenen Entscheid ersichtlich, dass er sich auch im Berufungsverfahren unzählige Male geäussert hat. In der Eingabe vom 11. September 2024 äussert sich der Beschwerdeführer wiederum zum "sofortigen Ferienrecht", ohne dass er sich mit den ausführlichen Erwägungen im angefochtenen Entscheid, wieso nach dem langen physischen Kontaktunterbuch der schrittweise Aufbau physischer Kontakte notwendig ist, sachgerichtet auseinandersetzen würde. Die aktenwidrige Behauptung, die Eingewöhnungsphase sei abgeschlossen, ist als Begründung jedenfalls untauglich. Die Eingabe vom 1. Oktober 2024 enthält die Aussage, Vorladungen an im Ausland lebende Personen seien wegen der Souveränität des ausländischen Staates immer nur Einladungen und die Verpflichtung, Besuche in der Schweiz wahrzunehmen, könne durch Deutschland nur unterstützt werden, wenn der Entscheid anerkannt werde. Dass und inwiefern Vorladungen nicht korrekt zugestellt worden wären, legt der Beschwerdeführer nicht dar, und die Auswirkungen bzw. die Anerkennungsfähigkeit des angefochtenen Entscheides begründen keinen Rügegrund betreffend dessen Inhalt. In der Eingabe vom 7. Oktober 2024 macht der Beschwerdeführer geltend, die festgelegten begleiteten Besuchszeiten würden an den Möglichkeiten des Besuchstreffs und an seinen persönlichen Reisemöglichkeiten scheitern und seien um eine Stunde zu verschieben. Dabei handelt es sich um eine in appellatorischer Form erhobene unbelegte Behauptung, welche folglich nicht gehört werden kann. Abgesehen davon ist im Dispositiv des angefochtenen Entscheides explizit festgehalten, dass die Uhrzeiten der begleiteten Besuche bei Bedarf angepasst werden können, jedoch die maximale Besuchsdauer einzuhalten ist. In keiner der Eingaben verliert der Beschwerdeführer ein Wort darüber, was er unter einem Ferienrecht gemäss "einem üblichen Besuchsrecht" versteht bzw. inwiefern dieses über das vom Obergericht gewährte Ferienrecht von insgesamt 4 Wochen bis zum 10. Altersjahr und von insgesamt 6 Wochen ab dem 10. Altersjahr hinausgehen soll. Schliesslich werden in diversen Eingaben Art. 8 Abs. 2, Art. 9, Art. 10 Abs. 2 und Art. 14 BVV (gemeint: BV) aufgezählt; mit den pauschalen Aussagen des Beschwerdeführers (er sehe sein Recht auf Familie verletzt; er fühle sich schikaniert und diskriminiert; armen Menschen werde das rechtliche Gehör wegen Zahlungsunfähigkeit verweigert) ist nicht substanziiert, inwiefern die angeführten verfassungsmässigen Rechte verletzt sein sollen.