Citation: 9C_772/2023 E. 3.2.2

3.2.2. Insbesondere systematische Auslegungsgesichtspunkte würden darüber hinaus aber deutlich machen, dass diese Verbindung eine qualifizierte zu sein habe. Das gelte insbesondere, wenn die steuerpflichtige Person mit der vom Kanton nicht subventionierten (Teil-) Nutzung des in Frage stehenden Grundstücks gewinnorientiert tätig sei und mit steuerlich nicht privilegierten Anbietern in den Wettbewerb trete. Dem Grundsatz der Wettbewerbsneutralität sei auch im Zusammenhang mit Ausnahmen von der Steuerpflicht bei der Handänderungssteuer Rechnung zu tragen. Entsprechend sei Art. 12 lit. h HG/BE dahin auszulegen, dass keine (zusätzliche) wirtschaftliche Privilegierung staatlich subventionierter Personen erfolgen solle, wenn diese mit dem in Frage stehenden Grundstück nicht ausschliesslich ihre durch kantonale Mittel unterstützte Aufgabe verfolgen, sondern in nicht untergeordnetem Umfang (auch) eine gewinnorientierte privatwirtschaftliche Tätigkeit ausüben und diesbezüglich in den Wettbewerb mit anderen Marktteilnehmern treten würden.