Citation: 4A_492/2016 E. 3.3.3

3.3.3. Vor diesem Hintergrund verfängt der Einwand des Beschwerdeführers nicht, die Parteien hätten die Zuständigkeit der Kammer zur Beilegung von Streitigkeiten der FIFA zugunsten des TAS mit der Schiedsklausel im First Private Employment Contract ausgeschlossen, die auch für dessen Ergänzung durch den Second Private Employment Contract gilt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich bei verbandsinternen Entscheidungsorganen nicht um Schiedsgerichte handelt und deren Entscheidungen lediglich einfache Willensäusserungen der beteiligten Vereine - und nicht etwa Rechtsprechungsakte - darstellen (BGE 119 II 271 E. 3 S. 275 f.; Urteile 4A_222/2015 vom 28. Januar 2016 E. 3.2.3.1; 4A_374/2014 vom 26. Februar 2015 E. 4.3.2.1). Dies gilt auch für die erwähnte FIFA-Kammer (vgl. BGE 136 III 345 E. 2.2.1 S. 349), wie im Übrigen auch der Beschwerdeführer anerkennt. Dies spricht auch im Rahmen der Auslegung der im First Private Employment Contract enthaltenen Schiedsklausel für das Verständnis, wonach die Parteien mit der gewählten Formulierung die Zuständigkeit anderer rechtsprechender Instanzen neben dem TAS - und nicht etwa allfällige verbandsinterne Verfahren - ausschliessen wollten. Die isolierte Auslegung nach dem Wortlaut der Schiedsklausel, wie sie in der Beschwerde vertreten wird, greift auch aus anderen Gründen zu kurz: Das Schiedsgericht berücksichtigte zutreffend die weiteren Umstände des Vertragsschlusses, so insbesondere, dass im First Private Employment Contract drei Vertragsparteien aufgeführt sind und diese beabsichtigten, auch C.________ GmbH, auf welche die massgebenden FIFA-Reglemente - so insbesondere Artikel 22 (b) des FIFA-Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern - unbestrittenermassen nicht anwendbar sind, der Schiedsgerichtsbarkeit des TAS zu unterstellen. Unter Berücksichtigung des ebenfalls am 28. August 2008 abgeschlossenen First Standard Employment Contracts zwischen dem Beschwerdeführer und dem Beschwerdegegner, in dessen Schiedsklausel die Zuständigkeit der Organe der FIFA ausdrücklich erwähnt wird, konnte das Schiedsgericht daher rechtsfehlerfrei schliessen, dass die Schiedsklausel im First Private Employment Contract nach Treu und Glauben dahingehend zu verstehen ist, dass damit für arbeitsrechtliche Streitigkeiten zwischen dem Beschwerdeführer und dem Beschwerdegegner die verbandsinternen Verfahren vor einem Schiedsentscheid des TAS nicht ausgeschlossen werden sollten. Das TAS ging demnach zu Recht davon aus, dass es nicht unmittelbar über den Rechtsstreit zwischen den Parteien zu entscheiden habe, sondern als Berufungsinstanz nach Durchführung eines verbandsinternen Verfahrens vor der FIFA-Kammer zur Beilegung von Streitigkeiten. Der angefochtene Entscheid ist unter dem Blickwinkel von Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG nicht zu beanstanden.