Citation: 6B_1204/2016 E. 3.3.1

3.3.1. Wer die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerorts derart massiv überschreitet wie der Beschwerdeführer, handelt in der Regel vorsätzlich oder mindestens grobfahrlässig (vgl. BGE 123 II 37 E. 1 f.; Urteil 6B_292/2013 vom 15. Juli 2013 E. 2.7 mit Hinweisen). Es ist nicht ersichtlich, weshalb dies vorliegend anders sein soll. Wie die Vorinstanz willkürfrei feststellt, war dem Beschwerdeführer der Innerortscharakter des befahrenen Strassenabschnitts bewusst (oben E. 1.2). Sie wertetet sein Verhalten daher zu Recht als rücksichtslos und geht nachvollziehbar von einer eventualvorsätzlichen Geschwindigkeitsüberschreitung aus. Aus ihrer Begründung erhellt zudem, dass sie ihm lediglich keinen direkten Gefährdungsvorsatz unterstellt. Dies ist für die Erfüllung des Tatbestands aber nicht erforderlich; die Inkaufnahme der Gefahr genügt. Soweit der Beschwerdeführer seine gegenteilige Auffassung damit begründet, dass er sich in einem Bereich mit zulässiger Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h gewähnt habe, entfernt er sich vom vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt, ohne Willkür darzutun (oben E. 1.2). Er zeigt zudem nicht auf, welche besonderen Umstände sein Verhalten subjektiv ausnahmsweise in einem milderen Licht erscheinen liessen. Solche sind namentlich nicht darin zu erblicken, dass die Messung lediglich 100 Meter vor dem Signal "Ende der zulässigen Höchstgeschwindigkeit" erfolgte. Verkehrsregeln sind im Bereich ihrer Gültigkeit resp. Signalisation einzuhalten. Diese war zudem von weitem erkennbar. Ebenso wenig entlastet es den Beschwerdeführer, dass die Messung in einem atypischen Innerortsbereich stattfand. Gerade auf solchen Strecken ist die Einhaltung der signalisierten Höchstgeschwindigkeit besonders unerlässlich. Auch gute Witterungs-, Strassen- und Verkehrsverhältnisse stellen keine besonderen Umstände im Sinne der Rechtsprechung dar (Urteil 6B_33/2015 vom 5. Mai 2015 E. 1.2 mit Hinweisen).