Citation: 2A.513/2004 21.09.2004 E. 3

3.1 Das Verwaltungsgericht geht in seinem Urteil von der dargestellten Rechtsprechung zur missbräuchlichen Berufung auf die Ehe aus. In tatsächlicher Hinsicht hat es Folgendes festgestellt: Die Ehegatten leben seit November 2000 getrennt und pflegen keinen Kontakt mehr. Ferner hat der Ehemann dem Migrationsamt bereits im Mai 2001 mitgeteilt, er wolle die Annullierung der Ehe, und anfangs 2003 bestätigt, es bestehe keine Hoffnung, dass die eheliche Gemeinschaft wieder aufgenommen werde. Zudem lebt der Ehemann mit einer neuen Lebenspartnerin zusammen, mit der er ein Kind hat und ein weiteres erwartet. Ergänzend kann auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG). Hinweise darauf, dass diese Feststellungen offensichtlich unrichtig wären, sind nicht ersichtlich und gehen namentlich auch aus den Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht hervor. Aufgrund der Dauer und der Umstände der Trennung sowie der Tatsache, dass der Ehemann eine neue Lebensgemeinschaft begründet hat, kann die Beschwerdeführerin nicht ernsthaft damit rechnen, das eheliche Zusammenleben werde zu irgend einem Zeitpunkt nochmals aufgenommen. Im Übrigen macht sie weder Umstände noch eigene Bemühungen geltend, die darauf schliessen liessen, dass ihrerseits konkret Hoffnung auf Versöhnung bestünde. 3.2 Bei gesamter Betrachtung aller Indizien musste sich für das Verwaltungsgericht der Schluss aufdrängen, dass keine Aussichten auf Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft mehr bestanden. Wenn sich die Beschwerdeführerin unter den dargelegten Umständen dennoch auf die Ehe beruft, um die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu erwirken, handelt sie rechtsmissbräuchlich. Die Vorinstanz hat daher mit dem angefochtenen Entscheid Bundesrecht nicht verletzt.