Citation: H 164/00 12.10.2000 E. 3

3.- a) Werden Beiträge nicht innert fünf Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, für welches sie geschuldet sind, durch Verfügung geltend gemacht, so können sie nicht mehr eingefordert werden (Art. 16 Abs. 1 Satz 1 AHVG). Bei dieser Beitragsfestsetzungsfrist handelt es sich nicht um eine Verjährungs-, sondern um eine Verwirkungsfrist (BGE 121 V 7 Erw. 3c, 115 V 186 Erw. 2b; ZAK 1992 S. 315 Erw. 4a; SVR 2000 AHV Nr. 16 S. 49 Erw. 5). Für Beiträge, die aufgrund einer Nachsteuerveranlagung festgesetzt werden, beginnt die Frist mit dem Ablauf des Kalenderjahres, in welchem die Nachsteuer rechtskräftig veranlagt wurde (Art. 16 Abs. 1 Satz 2 AHVG). Mit dem fristgerechten Erlass einer Beitragsverfügung wird die Verwirkung ein für allemal ausgeschlossen (ZAK 1992 S. 316 Erw. 4a). b) Die angefochtenen Verfügungen vom 18. April 1995 betreffen die für die Jahre 1990 und 1991 geschuldeten Beiträge. Die jeweilige Verwirkungsfrist für die Festsetzung dieser Beiträge konnte demnach gemäss Art. 16 Abs. 1 AHVG ungeachtet eines späteren Beginns des Fristenlaufs infolge Nachsteuerveranlagung frühestens fünf Jahre nach Ablauf der Kalenderjahre 1990 bzw. 1991, mithin Ende 1995 bzw. 1996, ablaufen, sodass sie durch die Verfügungen vom 18. April 1995 ohne weiteres gewahrt wurde. Der Einwand des Beschwerdeführers, die Forderungen seien "verjährt", ist somit unbehelflich; die Vorinstanz hat eine Verwirkung der Beiträge zu Recht verneint.