Citation: 4A_204/2022 E. 3.3

3.3. Was den an verschiedenen Stellen der Beschwerdeschrift erhobenen Vorwurf der Willkür anbelangt, übergeht die Beschwerdeführerin, dass eine Gesetzesverletzung als solche noch keine Willkür bedeutet. Selbst wenn zuträfe, dass das Obergericht Art. 42 Abs. 2 OR, Art. 58 sowie Art. 247 Abs. 1 ZPO unrichtig angewandt oder der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht Folge geleistet hätte, wie dies die Beschwerdeführerin behauptet, wäre darin allein keine Missachtung des Willkürverbots zu sehen. Die Beschwerdeführerin hätte darlegen müssen, dass das angefochtene Urteil geradezu offensichtlich unhaltbar ist, und zwar nicht nur in der Begründung, sondern auch im Ergebnis (BGE 140 III 16 E. 2.1). Dies hat sie unterlassen.