Citation: C 143/05 02.08.2005 E. 4

4.1 Mit der Vorinstanz, auf deren einlässliche Begründung verwiesen wird, hätte der Beschwerdeführer bei zumutbarer Aufmerksamkeit erkennen müssen, dass die Entschädigung, welche auf der Grundlage einer Vollzeitbeschäftigung und nicht eines 50%-Pensums ausgerichtet wurde, offensichtlich zu hoch ausgefallen war. Indem er die Taggelder jeweils entgegennahm, ohne die Verwaltung je auf die Fehlerhaftigkeit der Abrechnungen hinzuweisen oder wenigstens eine Begründung für die offenkundig zu hohen Betreffnisse einzuholen, ist ihm vorzuhalten, dass er nicht das Mindestmass an Aufmerksamkeit aufgewendet hat, welches jedem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter den gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen (BGE 110 V 181 Erw. 3d mit Hinweisen). Somit liegt eine nicht leicht wiegende Pflichtwidrigkeit vor, welche die Berufung auf den guten Glauben ausschliesst. 4.2 Den Vorbringen des Beschwerdeführers ist, soweit sie nicht bereits im kantonalen Prozess entkräftet wurden, Folgendes entgegenzuhalten. Der Versicherte hat in den sechs Monaten vor Beginn der vom 1. September 1995 bis 31. Juli 1997 dauernden Rahmenfrist für den Leistungsbezug bei einem halben Pensum monatlich Fr. 1'750.- verdient (vgl. Arbeitgeberbestätigung der Firma M.________ AG, vom 12. September 1995 über die vom 6. März bis 31. August 1995 bezogenen Löhne von 6 x Fr. 1'750.- = Fr. 10'500.-). Davor war er vom 29. November 1994 bis 21. Februar 1995 vollzeitig als kaufmännischer Angestellter/Sachbearbeiter bei der Schweizerischen Nationalbank angestellt gewesen, wobei er in den Monaten September bis Dezember 1994 jeweils Fr. 5'481.35, im Januar 1995 Fr. 5'536.15 und im Februar 1995 Fr. 4'152.15 verdient hatte. Nach Lage der Akten ist davon auszugehen, dass die Verwaltung wegen der starken Lohnschwankungen für die Bemessung des versicherten Verdienstes (von Fr. 3542.-) auf die letzten zwölf Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug abstellte (vgl. Art. 37 Abs. 3 AVIV in der bis 30. Juni 2003 gültig gewesenen Fassung). Der Beschwerdeführer räumt denn auch ein, es sei ihm durch die Verwaltung erklärt worden, für die Ermittlung des versicherten Verdienstes finde eine "Mischrechnung" der erheblich differierenden Löhne statt (undatiertes, am 30. März 1998 bei der Verwaltung eingegangenes Schreiben "Stellungnahme Erlassgesuch..."). Laut der Taggeldabrechnung vom 31. Oktober 1995 wurde (ausgehend von einem versicherten Verdienst von Fr. 3'542.- bei 22 kontrollierten Tagen und einer entsprechenden Anzahl entschädigungsberechtigter Taggelder) ein Anspruch von Fr. 2'860.- brutto oder Fr. 2'715.55 netto (= Auszahlungsbetrag) ermittelt. Es springt ins Auge, dass damit der für den Monat Oktober 1995 errechnete Betrag um fast Fr. 1'000.- über dem (bei einem 50%-Pensum) in den letzten sechs Monaten vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug effektiv erzielten monatlichen Verdienst lag. Sodann wusste der Beschwerdeführer auf Grund seiner eigenen Angabe im Taggeldgesuch vom 1./7. September 1995, wonach für ihn wegen der Ausbildung zum Sportheilpraktiker nur eine 50%-Anstellung in Frage kam, dass er nur mit einer entsprechend gekürzten Arbeitslosenentschädigung rechnen konnte. Dass die erbrachte Leistung offenkundig rechtsfehlerhaft bemessen wurde, hätte der kaufmännisch versierte Beschwerdeführer folglich ohne Weiteres bemerken müssen, weil ausgehend vom effektiv bezogenen Taggeld (Fr. 2'860.-) die Arbeitslosenentschädigung bei Suche einer Vollzeitbeschäftigung (ohne Ausbildung) zwangsläufig das Doppelte, Fr. 5'720.-, betragen hätte. Dieser Betrag liegt nun aber um mehrere hundert Franken über demjenigen den der Beschwerdeführer bei der Schweizerischen Nationalbank als Vollzeitangestellter in der Zeit von September 1994 bis Februar 1995 monatlich im Durchschnitt (Fr. 5'269.-) verdient hatte.