Citation: 2C_115/2021 E. 3.2.2

3.2.2. Die rechtsanwendenden Behörden hätten - so die Beschwerdeführerin weiter - den Anspruch der fremdbetreuten Kleinkinder auf einen "ganz besonderen Schutz" zu beachten (Art. 11 BV und Art. 3 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes [KRK; SR 0.107]). Art. 40 EpG biete keine ausreichende gesetzliche Grundlage "für Eingriffe in die physische oder psychische Unversehrtheit von Personen und schon gar nicht in die Unversehrtheit von Kindern". Der Bund habe im Bereich der Bekämpfung übertragbarer Krankheiten seine umfassende derogatorische Gesetzgebungskompetenz weitgehend ausgeschöpft; die Kantone hätten "grundsätzlich in diesem Bereich keine Gesetzgebungskompetenz mehr". Die kritisierte Massnahme (Maskenpflicht Kitapersonal) sei "weder erforderlich, noch geeignet, um das angestrebte Ziel zu erreichen"; vor allem sei die Einschränkung "aber für die grundrechtlich speziell geschützte Personengruppe der Kleinkinder [...]" unzumutbar.