Citation: 4A_200/2020 E. 3.2.1

3.2.1. Die Beschwerdeführerin trägt vor, der Beschwerdegegner habe im Zusammenhang mit den von ihm freiwillig erbrachten Kulanzleistungen selbst einen Stundensatz von Fr. 39.90 herangezogen. Er habe damit anerkannt, dass der monetäre Wert von hauswirtschaftlichen Arbeiten im fraglichen Zeitraum diesem Frankenwert entsprochen habe. Die Vorinstanz halte zwar zutreffend fest, dass der Beschwerdegegner ohne Anerkennung einer Leistungspflicht die Kulanzleistungen erbracht habe. Daraus könne aber nicht abgeleitet werden, dass der Beschwerdegegner nicht anerkannt habe, dass hauswirtschaftliche Leistungen im fraglichen Zeitpunkt einem Frankenwert von Fr. 39.90 entsprechen würden. Es wäre geradezu grotesk, wenn einer Partei unterstellt würde, dass sie dann, wenn sie freiwillig eine Entschädigung leiste, einen höheren Ansatz vergüte, als sie dies im Fall einer eigentlichen Ersatzpflicht tun müsste.