Citation: 6B_576/2020 E. 3.6

3.6. Im Strafverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz (Art. 6 Abs. 1 StPO). Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst die Pflicht der Behörde, alle erheblichen und rechtzeitigen Vorbringen der Parteien zu würdigen und die ihr angebotenen Beweise abzunehmen, wenn diese zur Abklärung des Sachverhalts tauglich erscheinen (BGE 141 I 60 E. 3.3). Über Tatsachen, die unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind, wird nicht Beweis geführt (Art. 139 Abs. 2 StPO). Das Gehörsrecht ist nicht verletzt, wenn die Strafbehörden in vorweggenommener (antizipierter) Beweiswürdigung annehmen können, ihre Überzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (BGE 144 II 427 E. 3.1.3; 141 I 60 E. 3.3). Die Rüge unzulässiger antizipierter Beweiswürdigung prüft das Bundesgericht als Tatfrage nur unter dem Aspekt der Willkür (Art. 97 Abs. 1 BGG; Urteil 6B_159/2021 vom 8. Dezember 2021 E. 2.3.3 mit Hinweisen). Diese Rüge bedarf der qualifizierten Begründung im Sinne von Art. 106 Abs. 2 BGG, andernfalls darauf nicht einzutreten ist (oben E. 1; BGE 146 IV 88 E. 1.3.1; Urteil 6B_1182/2020 vom 4. Januar 2022 E. 3.2). Die gegen die Beweiserhebungen wie gegen die Beweiswürdigung vorgebrachten Einwände überzeugen in keiner Weise. So trägt der Beschwerdeführer vor, er habe keine Garantenstellung gehabt, sodass sich aus der möglichen reinen Duldung von Drogenanlagen in seinem Haus in strafrechtlicher Hinsicht nichts zu seinen Ungunsten ableiten lasse; das gelte auch für die Wahrnehmung eines erhöhten Stromverbrauchs (Beschwerde S. 8). Dabei wirft der Beschwerdeführer dem ermittelnden Polizeibeamten und der Anklagebehörde vor, nicht genügend untersucht zu haben, und hält dazu etwa fest, es wäre für die Anklagebehörde ein Leichtes gewesen, ihre Behauptungen rechtsgenüglich zu substanziieren, indem sie bei mehreren Rechnungen vorzugsweise betreffend Einfamilienhäuser Erkundigungen eingezogen hätten, ob er Schreinerarbeiten verrichtet habe, mithin sei nicht erstellt, dass sämtliche oder zumindest mehrere Rechnungen gefälscht worden sein sollen (Beschwerde S. 10). Diese Vorbringen sind appellatorisch.