Citation: 4A_523/2017 E. A

A.a. C.________ schloss mit der B.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) am 12. Juli 1993 eine Kollektiv-Unfallversicherung für nicht dem UVG unterstellte Personen mit Wirkung ab 1. Juli 1993 ab. Versichert war neben ihm selbst auch seine Ehefrau A.________ (Klägerin, Beschwerdeführerin). Die Police (Nr. xxx) sah für A.________ u.a. einen Anspruch auf eine Versicherungssumme von Fr. 70'000.-- bei Invalidität vor. A.b. Am 9. März 1995 zog sich A.________ bei einem Sturz über ihren Hund in U.________ eine mediale Oberschenkelhalsfraktur zu. Am folgenden Tag musste sie sich einer Operation unterziehen, wobei eine Totalarthroplastik (Totalgelenkersatz) ihres rechten Hüftgelenks durchgeführt und ihr eine Hüftgelenkstotalendoprothese implantiert wurde. A.c. Am 17. März 1995 erstattete A.________ der B.________ AG eine Unfallmeldung. A.d. Mit Schreiben vom 21. März 1997 teilte die B.________ AG C.________ u.a. Folgendes mit: "Aufgrund der vorhandenen Angaben hat unser beratender Arzt die medizinisch-theoretische Invalidität - unter Berücksichtigung einer möglichen Verschlimmerung in den nächsten Jahren - auf 20 % (= 1/3 des Beinwertes) eingestuft. Nimmt man die Integritätsschaden-Tabelle der SUVA zum Vergleich, kann man dort einen Wert von 20 % für eine Endoprothese (bei gutem Erfolg) entnehmen, dies entspricht 40 % des Beinwertes. (...) Es kann eine Invaliditätsentschädigung von 24 % (40 % des Beinwertes von 60 % zugesprochen werden." A.e. Am 27. März 1997 unterzeichneten C.________ und A.________ die ihnen als Beilage zum Schreiben vom 21. März 1997 zugesandte "ERLEDIGUNGS-VEREINBARUNG für - Invalidität Bein rechts". Darin bestätigten sie, aus der Police Nr. xxx-1 für die Folgen des Unfalls vom 9. März 1995 den Betrag von Fr. 16'800.-- "als Abfindung sämtlicher Ansprüche vereinbart zu haben". Gestützt auf diese Erledigungsvereinbarung richtete die B.________ AG A.________ eine Invaliditätsentschädigung von Fr. 16'800.-- aus. A.f. Gegen Ende des Jahres 2008 beklagte A.________ gelegentliche Leistenbeschwerden rechts. Am 20. Oktober 2008 verspürte sie bei einem Misstritt an einem Randstein einen einschiessenden Schmerz in der glutealen Muskulatur (Gesässmuskel). Als Folge davon wurde sie notfallmässig untersucht und beraten. A.g. Am 17. Februar 2009 erstattete A.________ der B.________ AG eine "Rückfall-Meldung mit Antrag auf Kostengutsprache" zum Unfall vom 9. März 1995. Nach zwei Operationen bestätigte ein behandelnder Arzt eine Erhöhung der Invaliditätsbewertung von 40 % des Beinwertes auf 60 % des Beinwertes. A.h. Mit Schreiben vom 26. Oktober 2012 machte C.________ gegenüber der B.________ AG wegen mittlerweile auf 60 % des Beinwerts erhöhter Invalidität seiner Ehefrau eine Entschädigung von zusätzlich Fr. 46'200.-- aus dem Unfallereignis vom 9. März 1995 geltend. Die B.________ AG lehnte eine Zahlung unter Hinweis auf die Erledigungsvereinbarung vom 21. März 1997 ab. Die Erhöhung der Invalidität rechnete sie dem Unfallereignis aus dem Jahr 2008 (Misstritt) zu und überwies A.________ unter Abzug des bereits ausbezahlten Betrags von Fr. 16'800.-- einen Betrag von Fr. 4'200.--.