Citation: 6B_1167/2023 E. 1.2.2

1.2.2. Gestützt auf diese Feststellungen erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer lebe in stabilen Verhältnissen und verfüge über ein regelmässiges Einkommen. Gleichzeitig sei er vermögenslos und hoch verschuldet. Die Auferlegung einer Ersatzforderung in der Höhe von Fr. 500'000.-- stelle vor diesem Hintergrund eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung dar. Die erste Instanz habe die ausgesprochene Ersatzforderung indes - mit Blick auf die unrechtmässige Aneignung von Vermögenswerten in der Höhe von Fr. 730'000.-- - bereits nicht unwesentlich reduziert. Daher gelte es, zwischen dem sozialethischen Gebot, dass sich strafbares Verhalten nicht lohnen solle, und der Vermeidung einer ernsthaften Gefährdung der Wiedereingliederung nach Art. 71 Abs. 2 StGB, ein Gleichgewicht zu finden. Von einer Gefährdung der Wiedereingliederung sei indessen im Falle des Beschwerdeführers nicht auszugehen, zumal es ihm trotz hoher Verschuldung - die zur Diskussion stehende Ersatzforderung aussen vor gelassen - gelungen sei, seit mehreren Jahren erfolgreich ein eigenes Geschäft zu führen. Damit generiere er ein Einkommen, das zwar angesichts seiner Funktion eher bescheiden ausfalle, sein Existenzminimum jedoch deutlich übersteige. Darüber hinaus sei zu berücksichtigen, dass er seinen sowie den Lebensunterhalt seiner Familie nicht alleine bestreiten müsse. Seine Ehefrau, die ebenfalls bei der B.________ AG angestellt sei und sich trotz geringeren Pensums einen weitaus höheren Lohn auszahlen lasse, steuere einen Grossteil des Familieneinkommens bei. Zwar würde sich die finanzielle Situation des Beschwerdeführers durch die Auferlegung einer Ersatzforderung zweifelsfrei weiter verschlechtern, jedoch bestünden keine konkreten Anhaltspunkte dafür, inwiefern dadurch seine bislang gelungene Wiedereingliederung gefährdet wäre. Die Vorinstanz setzt sich auch mit der Frage einer allfälligen Uneinbringlichkeit auseinander und erwägt, zwar sei durchaus fraglich, ob der Beschwerdeführer die Ersatzforderung angesichts seiner bevorstehenden Pensionierung sowie der übrigen angehäuften Schulden vollständig werde abbezahlen können. Allerdings erscheine nicht ausgeschlossen, dass er später an neues Vermögen komme, indem er beispielsweise sein Geschäft über die Pensionierung hinaus weiterführe. Sodann stehe der Umstand, dass die Einbringlichkeit der Ersatzforderung nicht gesichert erscheine, der Auferlegung einer solchen nicht gemeinhin entgegen. Zusammenfassend hält die Vorinstanz fest, der Auferlegung einer Ersatzforderung würden weder Gründe der Resozialisierung noch deren fragliche Einbringlichkeit entgegenstehen, sodass weder darauf zu verzichten, noch eine Reduktion vorzunehmen wäre. Aufgrund des Verschlechterungsverbots sei es der Vorinstanz zudem verwehrt, über die erstinstanzlich auf Fr. 500'000.-- festgelegte Ersatzforderung hinauszugehen.