Citation: 2C_240/2007 20.09.2007 E. 2

2.1 Die Vorinstanz hat die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung damit begründet, dass der sich aus Art. 17 Abs. 2 ANAG ergebende Anspruch des Beschwerdeführers auf Erteilung bzw. Verlängerung der Niederlassungsbewilligung wegen Rechtsmissbrauchs (vgl. BGE 128 II 145 E. 2, mit Hinweisen) erloschen sei. Dies, weil die Heirat aus ehefremden Zwecken erfolgt und zu keinem Zeitpunkt die Begründung einer wirklichen Ehegemeinschaft gewollt gewesen sei. 2.2 Die Vorinstanz hat festgestellt, es bestünden - auch ohne die Erklärung der Ehefrau vom 28. September 2005, die bloss Auslöser für die Abklärung der tatsächlichen Verhältnisse bildete - genügend Indizien für das Bestehen einer Scheinehe. Sie verweist dazu auf die Erwägungen des Regierungsrates, welcher diesbezüglich festhielt, der Beschwerdeführer hätte - als Gastarzt ohne Lohn - ohne Heirat keine Aussicht auf eine Aufenthaltsbewilligung gehabt, was der Beschwerdeführer ausdrücklich zugesteht (Beschwerde S. 5); abgesehen vom Altersunterschied bei der Heirat (Beschwerdeführer 33, Ehefrau 68 Jahre alt und pflegebedürftig), hätten die Eheleute auch nicht in ehelicher Wohngemeinschaft gelebt; die beiden Eheleute hätten sodann widersprüchliche Angaben über die Umstände des Kennenlernens, den Anstoss zur Heirat, das Hochzeitsfest und die gemeinsamen ehelichen Aktivitäten gemacht. 2.3 Was der Beschwerdeführer zur Erklärung der von ihm grundsätzlich nicht bestrittenen unterschiedlichen Angaben vorbringt, erschöpft sich in einer blossen Darstellung seiner eigenen Sicht der Dinge und lässt die entsprechenden Feststellungen nicht als offensichtlich unrichtig (Art. 105 Abs. 2 BGG) erscheinen. 2.4 Auch eine Verletzung des Anspruches auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) ist nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer beanstandet, dass die Befragung seiner Ehefrau nicht in seiner Anwesenheit durchgeführt worden sei. Im vorliegenden Fall ging es nicht um die Befragung einer Drittperson, sondern um die Befragung der Ehepartner selber. Dass deren Aussagen nur dann für die gebotene zuverlässige Sachverhaltsermittlung taugen, wenn die Anhörung der Eheleute getrennt erfolgt, liegt auf der Hand. Die grundsätzliche Zulässigkeit der getrennten Befragung muss insbesondere in Fällen wie dem Vorliegenden gelten, in welchem die Ehefrau ihre ursprüngliche Erklärung, es liege keine eheliche Gemeinschaft vor und sie habe nie mit dem Beschwerdeführer zusammen gewohnt, widerrufen hat. Der verfassungsrechtliche Minimalanspruch auf rechtliches Gehör ist in diesem Fall ausreichend gewahrt, wenn den Betroffenen im Anschluss an die Befragung Gelegenheit geboten wird, zu den protokollierten Antworten des Ehepartners (schriftlich oder mündlich) Stellung zu beziehen (vgl. BGE 130 II 169 E. 2.3.5). Auf diese ihm eingeräumte Möglichkeit einer ergänzenden Stellungnahme hat der Beschwerdeführer jedoch sogar verzichtet (kant. act. 53). Zu Recht weist die Vorinstanz in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass die Ehefrau nach Darstellung des Beschwerdeführers ihre Erklärung aus Wut über die negativen Folgen der Heirat (nach ihren Angaben: Kürzungen betreffend Ergänzungsleistungen, Pensionskasse und AHV [kant.act. 49.1]) abgegeben haben soll, statt die Situation zuerst mit ihrem Ehemann zu besprechen. 2.5 Die Vorinstanz durfte unter diesen Umständen ohne Willkür und ohne Verletzung von Bundesrecht darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer mit seiner Ehefrau keine eheliche Gemeinschaft bildete und seine Berufung auf die Ehe rechtsmissbräuchlich sei. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung verletzt daher kein Bundesrecht.