Citation: U 309/04 29.03.2005 E. 1

Anfechtungs- und Streitgegenstand (vgl. BGE 125 V 413) bildet letzt- wie bereits vorinstanzlich der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente. Im Rahmen der erweiterten Kognition (Art. 132 OG) steht dabei die Frage im Vordergrund, ob der kreisärztliche Bericht vom 9. Januar 2003 (über die am 19. Dezember 2002 geführte Untersuchung), welcher der Zusprechung einer Invalidenrente von 21 % (durch die SUVA) oder 23 % (gemäss kantonalem Entscheid) mit Wirkung ab 1. März 2003 (Art. 19 Abs. 1 UVG) zu Grunde liegt, die Annahme der Vorinstanzen als beweisrechtlich hinreichend gesichert erscheinen lässt, die unfallbedingten Schulterbeschwerden links (Art. 6 Abs. 1 UVG) würden den Beschwerdeführer nicht daran hindern, jede für ihn auf dem (öffentlichen oder privaten) Arbeitsmarkt in Frage kommende Tätigkeit auszuüben, bei welcher er nicht zu Überkopfarbeiten gezwungen würde und die linke Hand weitgehend unbehindert hilfsweise einsetzen könnte. Die Frage ist durch Vergleich des erwähnten kreisärztlichen Berichtes mit jenem vom 14. November 2001 zu verneinen: Kreisarzt Dr. med. S.________ bezeichnete den Beschwerdeführer anlässlich der Untersuchung vom 14. November 2001 nach gründlicher medizinischer Abklärung in Anbetracht der schwer beeinträchtigten Schulter als nicht arbeitsfähig. Nachdem die von ihm angeregte Akupunkturbehandlung keinen Erfolg gebracht hatte und von der in Betracht gezogenen operativen Revision wegen des Alters des Beschwerdeführers weiterhin abgesehen wurde, erhob Kreisarzt Dr. med. S.________ am 9. Januar 2003 "ein praktisch unverändertes Bild gegenüber der letzten Untersuchung". Auch wenn die Angabe, lockere Pendelbewegungen mit dem linken Arm seien schmerzfrei möglich - was am 14. November 2001 noch nicht der Fall war -, für eine gewisse Besserung ins Feld geführt werden kann, stehen der Annahme einer erheblichen Zunahme der Einsatz- und Gebrauchsfähigkeit der linken Extremität die (teilweise verschlimmerten) objektiven Befunde entgegen. Jedenfalls vermag es nicht zu überzeugen, dass Kreisarzt Dr. med. S.________ bei - nach seiner eigenen Beurteilung - im Wesentlichen unveränderten Verhältnissen nun von einer vollen Arbeitsunfähigkeit abrückte und zur Auffassung gelangte, der Beschwerdeführer könne nunmehr alle Tätigkeiten verrichten, bei denen sich der Einsatz der linken Hand als Hilfshand (unter Vermeidung von Überkopfarbeiten) beschränke. Diese Annahme ist in medizinischer Hinsicht zu wenig gesichert, weshalb die Einholung eines medizinischen Administrativgutachtens angezeigt ist.