Citation: 1C_326/2021 E. A

A.________ wurde am 19. September 2016 der Führerausweis auf Probe für Motorfahrzeuge der Kategorie B (Motorwagen mit einem Gesamtgewicht von nicht mehr als 3'500 kg) ausgestellt. In der Folge erhielt er die Berechtigung zum Lenken von Motorfahrzeugen der Kategorien C/CE und C1/C1E (Motorwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3'500 kg). Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern (SVSA) entzog ihm mit Verfügung vom 15. Dezember 2017 den Führerausweis auf Probe für einen Monat wegen einer mittelschweren Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften und verlängerte die Probezeit bis zum 18. September 2020. Mit Verfügung vom 17. August 2020 entzog das SVSA A.________ den Führerausweis der Kategorien C/CE und C1/C1E mit sofortiger Wirkung. Es warf ihm vor, trotz wiederholter Mahnungen den Nachweis für die Absolvierung der periodischen medizinischen Kontrolluntersuchung nicht erbracht zu haben, die für Lenker dieser Kategorien nötig sei. A.________ holte die ihm eingeschrieben zugestellte Verfügung nicht bei der Poststelle ab. Am 30. August 2020 führte er eine Fahrzeugkombination der Kategorie C/CE. Er geriet in eine Verkehrskontrolle und erfuhr so von der Sperre. Am 1. September 2020 begab er sich zur medizinischen Kontrolluntersuchung. Das SVSA hob am 2. September 2020 gestützt auf das Arztzeugnis die Sperre auf und erteilte ihm wieder den Führerausweis für die Kategorien C/CE und C1/C1E. Am 16. Oktober 2020 eröffnete das SVSA wegen des Vorfalls vom 30. August 2020 ein Administrativverfahren auf Annullierung des Führerausweises auf Probe. Bereits am 14. Oktober 2020 erklärte die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern A.________ mit Strafbefehl für den Vorfall vom 30. August 2020 schuldig wegen fahrlässigen Fahrens ohne Berechtigung. Dieser Strafbefehl erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Daraufhin annullierte das SVSA mit Verfügung vom 16. Dezember 2020 den Führerausweis auf Probe. Weiter hielt es fest, ein neuer Lernfahrausweis könne frühestens nach einem Jahr ab Erhalt der Verfügung und nur aufgrund eines verkehrspsychologischen Gutachtens erteilt werden, das die Fahreignung bejahe und nicht älter als drei Monate sei.