Citation: 4C.363/2006 13.03.2007 E. B

Am 3. September 2001 meldete die Klägerin beim Kreisamt Val Müstair einen Forderungsstreit gegen die Beklagten zur Vermittlung an und prosequierte die Klage mit Prozesseingabe vom 21. Mai 2002 an das Bezirksgericht Inn. Sie stellte das Rechtsbegehren, die Beklagten seien unter solidarischer Haftung zur Bezahlung von Fr. 1'174'567.06 zuzüglich Zins zu verurteilen. Die Klägerin warf den Beklagten insbesondere vor, sie hätten als Organe der G.________ CH pflichtwidrig anderen Konzerngesellschaften (insbesondere der G.________ I) Mittel zukommen lassen, sie hätten pflichtwidrig beschlossen, die operative Tätigkeit der G.________ CH per 30. Juni 1992 einzustellen, sie hätten in Verletzung von Art. 725 OR versäumt, per 30. Juni 1991 die Bilanz zu deponieren, und sie hätten nicht dafür gesorgt, dass die G.________ CH eine unabhängige Revisionsstelle gehabt habe. Nach Durchführung des Schriftenwechsels vereinbarten die Parteien am 3./5. Oktober 2003, den hängigen Zivilprozess an das Kantonsgericht Graubünden zu prorogieren. Das Kantonsgericht führte einen zweiten Schriftenwechsel durch und ordnete eine Expertise an.