Citation: 1B_125/2020 E. 3.5

3.5. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers greift die kantonale Haftbeschwerdeinstanz dem erkennenden Strafgericht nicht in bundesrechtswidriger Weise vor, wenn sie (in Nachachtung der oben dargelegten Rechtsprechung) mit der gebotenen Zurückhaltung geprüft hat, welche freiheitsentziehende Sanktion dem Beschuldigten im Falle einer Verurteilung konkret droht. In den beiden Anklageschriften wird ihm mehrfacher gewerbsmässiger Betrug, gewerbsmässige Hehlerei, mehrfache Teilnahme an (gewerbsmässigem) Check- und Kreditkartenmissbrauch, einfache Körperverletzung, die Verabreichung gesundheitsgefährdender Stoffe an Kinder, mehrfache Veruntreuung, mehrfacher Diebstahl, betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage, mehrfache Drohung, versuchte Nötigung, mehrfache Urkundenfälschung, versuchte Anstiftung zu falschem Zeugnis sowie mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen. Gewerbsmässiger Betrug kann mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren sanktioniert werden (Art. 146 Abs. 2 StGB). Die Vorinstanz erwägt, laut Anklageschriften liege der durch die Betrugsfälle verursachte Vermögensschaden bei ca. Fr. 500'000.--. Neben allfälligen strafreduzierenden Faktoren (vgl. Art. 47-48 a StGB) wird das Strafgericht namentlich auch die einschlägigen Vorstrafen des Beschwerdeführers, sein Verhalten während der letzten Probezeit oder die Bestimmungen über die Strafschärfung bei Gesetzeskonkurrenz (Art. 49 StGB) mitzuberücksichtigen haben. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft die Beurteilung durch die Kammer des Strafgerichtes beantragt habe, welche (nach den anwendbaren prozessualen Bestimmungen) auch Freiheitsstrafen von über fünf Jahren ausfällen könne. Das Appellationsgericht geht davon aus, dass die Staatsanwaltschaft hier eine Freiheitsstrafe von "deutlich mehr als fünf Jahren beantragen" werde. Jedenfalls sei "mit einer Freiheitsstrafe von weit mehr als 2 ½ Jahren zu rechnen". Die Annahme der kantonalen Strafbehörden, dem Beschwerdeführer drohe eine Freiheitsstrafe von deutlich mehr als 31 Monaten Dauer, hält vor dem Bundesrecht stand. Er beanstandet in diesem Zusammenhang auch keine willkürlichen tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz.