Citation: 6B_56/2020 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz geht angesichts der Mehrheit der Delikte von einem ordentlichen Strafrahmen für den Angriff von 7 1/2 Jahren aus. Sie wertet das objektive und subjektive Tatverschulden als mittelschwer an der Grenze zu schwer. Anlass für die Rache des Beschwerdeführers sei ein banaler Grund gewesen. Zwar habe sich dieser im Vorfeld der Auseinandersetzung mit den Brasilianern nicht bewaffnet bzw. sei sein Versuch, sich mit einem Strassenpfosten zu bewaffnen, erfolglos gewesen, doch habe er im Verlaufe der Auseinandersetzung, abgesehen von den Fäusten, mit dem vom Mitbeschuldigten E.________ mitgeführten Hammer A.G.________ mindestens zweimal auf den Rücken bzw. aufs Gesäss eingeschlagen. Massgeblich sei, dass der Angriff nicht im Affekt erfolgt sei. Der Beschwerdeführer sei Auslöser der Auseinandersetzung gewesen und habe auch den Angriff lanciert. Sein Verhalten sei aggressiv, rücksichtslos sowie von Brutalität und Entschlossenheit, sich zu rächen, geprägt gewesen. Schliesslich sei der Beschwerdeführer auch geflüchtet, ohne sich um die im Rahmen der Auseinandersetzung offensichtlich schwer verletzte Person zu kümmern. Im Rahmen der Würdigung der Täterkomponenten, welche sie insgesamt als neutral wertet, berücksichtigt die Vorinstanz sodann, dass der Beschwerdeführer seine Teilnahme am Angriff relativ rasch, wenn auch in verharmlosender Weise, zugegeben, die ihm bekannten Namen der weiteren Beteiligten genannt habe und an den Vertuschungshandlungen nach der Tat nicht aktiv beteiligt gewesen sei. Negativ wertet die Vorinstanz, dass das Strafverfahren mehrfach wegen seinen Verstössen gegen das SVG habe erweitert werden müssen. Ferner seien Einsicht in das Unrecht seiner Tat und Reue nicht ersichtlich. Hingegen falle die lange Dauer des Verfahrens, welche durch die Flucht des Mitbeschuldigten F.________, die Komplexität des Sachverhalts sowie personelle Änderungen auf Seiten der Strafverfolgungsbehörde verursacht und durch die Dauer zwischen erstinstanzlichem Entscheid und Urteilsbegründung noch weiter verlängert worden sei, entlastend ins Gewicht. Ebenfalls positiv zu werten seien die nach der Tat abgeschlossene Berufsbildung sowie die geordneten finanziellen und beruflichen Verhältnisse des Beschwerdeführers. Insgesamt erachtet die Vorinstanz für den Angriff nach Art. 134 StGB eine Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 3 Monaten als angemessen. Für die Widerhandlung gegen das Waffengesetz und das Strassenverkehrsgesetz setzt die Vorinstanz, soweit sie nicht bloss mit einer Busse zu sanktionieren seien, eine Geldstrafe fest. Bei der Bildung der Gesamtstrafe für die Widerhandlungen gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB hält sie fest, dass die Freiheitsstrafe wegen des Angriffs mangels Gleichartigkeit nicht berücksichtigt werden könne (angefochtenes Urteil S. 76 ff.).