Citation: 7B.240/2004 14.01.2005 E. 5

5.1 Der Auffassung der kantonalen Aufsichtsbehörde ist nicht beizupflichten: In BGE 130 III 396 - wo es ebenfalls um eine von einer Krankenkasse angehobene Betreibung gegangen war - hat die erkennende Kammer entschieden, die Zustellung des Rechtsöffnungsentscheids dürfe nicht fingiert werden. Der Rechtsvorschlag bewirke die Einstellung der Betreibung und mit der Rechtsöffnung werde auch dort, wo die Krankenkasse den Rechtsvorschlag als Rechtsöffnungsinstanz selbst beseitigen könne, ein neues Verfahren in die Wege geleitet (E. 1.2.3 S. 399 f.). Dass die strittige Verfügung der Versicherung Y.________ dem Beschwerdeführer zu einem früheren Zeitpunkt als dem von ihm genannten 11. Oktober 2004 ausgehändigt worden sei, stellt die Vorinstanz nicht fest. Damit ist davon auszugehen, dass die 30-Tage-Frist zur Erhebung einer Einsprache erst an diesem Tag ausgelöst wurde und die Beseitigung des Rechtsvorschlags am 18. Oktober 2004, dem Zeitpunkt der Einreichung des Fortsetzungsbegehrens, demnach noch nicht in Rechtskraft erwachsen sein konnte (vgl. BGE 130 III 396 E. 1.3 S. 400). 5.2 Waren nach dem Gesagten die Voraussetzungen für die Fortsetzung der Betreibung nicht erfüllt, verletzt die Zulassung des betreffenden Begehrens und die vom Betreibungsamt am 3. November 2004 erlassene Verfügung (Ansetzung der Frist zur Erhebung allfälliger Einreden gemäss Art. 81 Abs. 2 SchKG) Bundesrecht. Diese ist daher aufzuheben.