Citation: 2C_553/2021 E. 4.4.4

4.4.4. Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, dass durch die Ermittlung von Kennzahlen lediglich die Vergangenheit berücksichtigt werde. Die finanzielle Situation einer Gemeinde stehe jedoch auch in grosser Abhängigkeit von künftigen, mittelfristigen Aufwendungen und Erträgen. Die Beurteilung der Unzumutbarkeit der Belastung und der Ausschöpfung der Eigenfinanzierungsmöglichkeiten bedinge eine Zukunftsbetrachtung. Dass die Vorinstanz die künftige Entwicklung nicht beachte, sei willkürlich. Der Beschwerdeführerin ist nicht zu folgen: Es mag aus betriebswirtschaftlichen Überlegungen zwar zutreffen, dass die Finanzlage im Grundsatz unter Einbezug der künftigen Ertragslage zu beurteilen ist. Die Beschwerdeführerin lässt jedoch ausser Acht, dass sie einen Einzelbeitrag jederzeit erneut beantragen kann. Einem sich verschlechternden kommunalen Gesamthaushalt kann der Regierungsrat auch in Zukunft noch Rechnung tragen. Deshalb erweist es sich nicht als willkürlich, für die Beurteilung der Anspruchsvoraussetzungen für das Jahr 2014 primär auf die aktuelle finanzielle Situation im Sinne einer Momentaufnahme abzustellen. Insoweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang anhand der "Discounted Free Cash Flow"-Methode (nachfolgend: DCF-Methode) aufzuzeigen versucht, dass in Zukunft ihre Mittel ausgeschöpft sind, stösst ihre Darlegung ins Leere. Mit der DCF-Methode wird in erster Linie der Ertragswert eines Unternehmens ermittelt. Eine Aussage über die angemessene Ausschöpfung der Eigenfinanzierungsmöglichkeiten einer Gemeinde lässt sich mit Hilfe dieser Methode nur bedingt treffen. Insbesondere werden damit die bestehende Steuerbelastung sowie der Spielraum für eine künftige Verschuldung oder Steuerfusserhöhung nicht berücksichtigt.