Citation: 6B_328/2008 15.08.2008 E. 1

Der Beschwerdeführer macht geltend, ergänzende Sachverhaltsfeststellungen hätten nicht stattgefunden. Der neu festgestellte Sachverhalt erscheine somit willkürlich (Art. 9 BV). 1.1 In seinem Rückweisungsentscheid beanstandete das Bundesgericht, dass das verletzungsverursachende Kerngeschehen nicht in einem für eine Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung ausreichenden Umfang feststand. Klar war einzig, dass O.________ "wegen" einer ruckartigen Armbewegung des Beschwerdeführers zu Fall kam. Ungeklärt war hingegen der Anlass für die abrupte Armbewegung sowie, ob es zu einem Handgemenge kam oder ob die Einwirkung bloss einseitig war. Ebenso offen blieb, ob die Bewegung reflexartig war, oder ob es sich um ein bewusstes Weg- oder Umstossen mit erkennbarer Gefahr von Verletzungsfolgen handelte. Im ersten Urteil wurde nur festgehalten, dass der Beschwerdeführer eine notwendige Ursache für die Verletzung gesetzt hatte. Mangels Feststehen der genauen Tatumstände konnte der Fahrlässigkeitsvorwurf nicht überprüft werden. Die Angelegenheit wurde daher zur ergänzenden Sachverhaltsfeststellung zurückgewiesen (vgl. Urteil 6B_146/2007 vom 24. August 2007, E. 3). 1.2 Dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend präzisierte die Vorinstanz bei ihrer erneuten Befassung den Sachverhalt einzig anhand des Untersuchungsergebnisses. Dies ist entgegen dem Beschwerdeführer nicht zu beanstanden. Im bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid wurden keine zusätzlichen Beweismassnahmen, sondern lediglich Sachverhaltsergänzungen verlangt. Diese waren notwendig, weil es dem Bundesgericht vorliegend verwehrt war, den Sachverhalt von sich aus aufgrund der Akten zu ergänzen (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 133 IV 293). In vertiefter Würdigung der polizeilichen Befragung vom 10. März 2003, der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 11. Juni 2003 sowie der Vorbringen des Beschwerdeführers anlässlich der ersten Berufungsverhandlung hielt die Vorinstanz folgenden Sachverhalt für überzeugend nachgewiesen: Auf die Frage des Beschwerdeführers nach dem Grund der Aufregung habe O.________ weiter geschrien und mit den Armen herumgefuchtelt. Dabei habe er den Beschwerdeführer einmal am Gesicht getroffen. Während Letzterer seine Freundin aufforderte, den Wagen wegzufahren, habe O.________ erneut "mit den Armen in Richtung seines Kopfes geschwenkt". Der Beschwerdeführer habe sich darauf "gekehrt" und "hei" gerufen. Beim Wenden müsse er den Mann touchiert haben, so dass dieser zu Boden gefallen sei. Die Bewegung, welche zum Fall von O.________ geführt hatte, präzisierte der Beschwerdeführer in der untersuchungsrichterlichen Einvernahme so, dass er den linken Arm erhoben und sich heftig nach hinten gedreht habe. In Bezug auf die Behinderung bestätigte die Vorinstanz ihre Erkenntnisse aus dem ersten Urteil. Angesichts des auffälligen Verhaltens, der Sprachbehinderung sowie der motorischen Störungen O.________ sei die Behauptung des Beschwerdeführers, die Behinderung nicht erkannt zu haben, vollkommen unglaubwürdig. 1.3 Mit diesen Feststellungen hat die Vorinstanz das verletzungsrelevante Kerngeschehen in dem vom Bundesgericht geforderten Umfang präzisiert. Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, erschöpft sich in rein appellatorischer Kritik. Er schildert lediglich seine Wahrnehmung der Konfrontation (Angriffsthese; Reflexbewegung; Tragweite der Berührung etc.), ohne Willkür in der vorinstanzlichen Beweiswürdigung aufzuzeigen. Die Feststellung, wonach der Beschwerdeführer die Behinderung von O.________ erkannt haben musste, wurde vom Bundesgericht bereits im ersten Urteil nicht beanstandet (vgl. Urteil 6B_146/2007 vom 24. August 2007, E. 2.). Sie steht im vorliegenden Verfahren nicht mehr zur Diskussion. Soweit sich der Beschwerdeführer gegen die Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz wendet, kann daher auf seine Beschwerde nicht eingetreten werden.