Citation: 4P.227/2002 03.03.2003 E. 2

2.1 Gemäss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Willkürlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 128 II 259 E. 5 S. 280 f., mit Hinweis). Die Beschwerdeschrift hat eine kurz gefasste Darlegung darüber zu enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie der angefochtene Entscheid verletzt (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit möglich belegte Rügen. Es genügt nicht, wenn die Beschwerdeführer einfach behaupten, der angefochtene Entscheid verstosse gegen das Willkürverbot; vielmehr haben sie aufzuzeigen, inwiefern der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist. Das Bundesgericht prüft nur die in der Beschwerde rechtsgenüglich vorgebrachten Rügen (BGE 127 I 38 E. 3c mit Hinweisen). Soweit in einer staatsrechtlichen Beschwerde Willkür in der Ermittlung des Sachverhalts geltend gemacht wird, ist zu beachten, dass dem Sachrichter in der Beweiswürdigung ein breiter Ermessensspielraum zusteht; die Beschwerdeführer haben daher darzulegen, inwiefern das kantonale Gericht sein Ermessen missbraucht (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40 mit Hinweisen), insbesondere offensichtlich unhaltbare Schlüsse gezogen, erhebliche Beweise übersehen oder willkürlich ausser Acht gelassen habe (BGE 116 Ia 85 E. 2b; 101 Ia 298 E. 5 S. 306, je mit Hinweisen). 2.2 Die Beschwerdeführer rügen, das Obergericht sei in Willkür verfallen, denn es habe das von den Beschwerdeführern im Verfahren vor Bezirksgericht eingereichte Formular "Milchkontingentierung" nicht beachtet. Aus diesem würde sich klar ergeben, dass ein Teil des Milchkontingentes auf dem Zupachtland gelegen habe. Zudem habe das Gericht ausser Acht gelassen, dass im Verkaufsprospekt die entfallende Kontingentsmenge mit rund 58'000 kg angegeben werde, und zwar im klaren Wissen darum, dass die gesamte Kontingentsmenge 71'383 kg betrug; dies sei sogar vom Beschwerdegegner noch bestätigt worden. Auch wenn das Obergericht die von den Beschwerdeführern angeführten Beweise nicht ausdrücklich in den Erwägungen erwähnt hat, ist dies alleine noch kein Hinweis darauf, dass diese bei der Würdigung völlig ausser Acht gelassen wurden. Damit eine willkürliche Beweiswürdigung vorliegen würde, müsste das Gericht seinen grossen Ermessensspielraum offensichtlich missbraucht haben, oder es müsste ein geradezu unhaltbares Beweisergebnis vorliegen. Das Obergericht hat zur Frage Stellung genommen, ob das Zupachtland für die erstmalige Festsetzung und die Erhaltung des Milchkontingentes entscheidend war und hat auch die entsprechenden Beweise ausdrücklich oder implizit gewürdigt. Die Beschwerdeführer zeigen nicht auf und es ist auch nicht ersichtlich, dass diese Würdigung der Beweise zu einem unhaltbaren Ergebnis führte, und somit willkürlich ist.