Citation: 8C_355/2018 E. 4

4. Die Vorinstanz erwog, der Kreisarzt Dr. med. univ. C.________ habe im Bericht vom 5. April 2017 den unspezifischen Befund einer frozen shoulder (adhäsive Kapsulitis) erhoben. Unterschieden werde gemäss seinen Darlegungen die primäre oder idiopathische Schultersteife von der sekundären Form, wobei die Ursache der primären Form, mit der ein intrinsischer Prozess einhergehe, unbekannt sei. Die sekundäre Form könne posttraumatisch, bei einem Zervikalsyndrom postoperativ oder auch nach Hemiplegien auftreten. Ausserdem könne sie bei intraartikulären Erkrankungen des Schultergelenks, beispielsweise einer Intervallläsion sowie Läsionen der Rotatorenmanschette entstehen. Hier gebe es nach dem Ereignis keine Hinweise auf unfallspezifische Befunde, namentlich auf ein stattgehabtes Trauma. Gegenüber der zwei Tage nach dem Sturz aufgesuchten Hausärztin habe der Versicherte Schmerzen an der rechten Schulter, des rechten Knies, Nackenschmerzen sowie Schmerzen am Ellenbogen geltend gemacht, da er auf einem nassen Plattenboden ausgerutscht und auf die rechte Körperseite gefallen sei. Prellmarken oder Abschürfungen an Hand oder Ellbogen oder zumindest eine Schwellung, wie sie bei einem solchen Pathomechanismus zu erwarten gewesen wären, seien nicht dokumentiert. Ebenso wenig hätten bildgebend (MRI vom 20. Oktober 2016) unfallspezifische Befunde erhoben werden können. Hingegen seien vorbestehende Beschwerden der grossen Gelenke in Form von seronegativen Polyarthralgien bekannt gewesen. Als Prädispositionsfaktor liege beim Versicherten zudem eine Dupuytren'sche Kontraktur vor. Überdies befinde er sich in der für eine idiopathische adhäsive Kapsulitis typischen Altersgruppe. In diesem Kontext sei eine durch ein Trauma erlittene frozen shoulder nicht überwiegend wahrscheinlich.