Citation: 1P.443/2002 25.09.2002 E. B

Am 14. September 2000 berief sich E.________ bei der Gemeinde Bonstetten auf das Vorliegen einer materiellen Enteignung sowie auf das Heimschlagsrecht und ersuchte um einen Entschädigungsvorschlag. Nach erfolglosen Einigungsversuchen leitete der Gemeinderat Bonstetten am 28. August 2001 das Schätzungsverfahren ein. Am 6. November 2001 entschied die Schätzungskommission II, dass die Unterschutzstellung keine materielle Enteignung zur Folge habe und dementsprechend dem Heimschlagsbegehren nicht stattgegeben werden könne. Am 11. März 2002 meldete E.________ für die Erbengemeinschaft beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich Rekurs gegen den Beschluss der Schätzungskommission II an. Der Abteilungspräsident ordnete mit Verfügung vom 19. März 2002 an, dass E.________ innert 30 Tagen die Vollmachten der übrigen Mitglieder der Erbengemeinschaft einzureichen habe. Bei Säumnis würde auf den Rekurs der Erbengemeinschaft nicht eingetreten. Weil aus der Rekursanmeldung die behauptete Mittellosigkeit nicht hervorging, verfügte der Abteilungspräsident im Weiteren, dass E.________ innert 30 Tagen die eigene Mittellosigkeit und diejenige der anderen Mitglieder der Erbengemeinschaft in geeigneter Form nachzuweisen habe. Bei Säumnis würde aufgrund der Akten entschieden. Auf Ersuchen hin gewährte das Verwaltungsgericht E.________ am 7. Mai eine einmalige Fristerstreckung um 30 Tage bis zum 12. Juni 2002. Am 12. Juni 2002 ersuchte E.________ um eine zweite Fristerstreckung um 30 Tage, weil wegen Abwesenheit von C.________ von diesem noch keine Vollmacht unterzeichnet werden konnte. Hingegen reichte er die Vollmachten der übrigen Mitglieder der Erbengemeinschaft ein. Mit Beschluss vom 17. Juni 2002 trat die 3. Abteilung des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich auf den Rekurs nicht ein und wies das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands ab. Die Gerichtskosten auferlegte das Verwaltungsgericht je zu einem Viertel den Miterben A.________, B.________, D.________ und E.________ unter solidarischer Haftbarkeit. Zur Begründung führte das Verwaltungsgericht zusammenfassend aus, dass die Mitglieder einer Erbengemeinschaft zusammen handeln oder einen Vertreter stellen müssten. Die Vollmacht von C.________ sei innert Frist nicht eingegangen. Es sei klar erkennbar gewesen, dass keine weitere Fristerstreckung erfolgen würde. Ausserdem seien auch keine Gründe ersichtlich, die ausnahmsweise eine weitere Fristerstreckung gebieten würden.