Citation: 6B_147/2022 E. 2.3.2

2.3.2. In rechtlicher Hinsicht schliesst sich die Vorinstanz zunächst der vom Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren nicht bemängelten rechtlichen Würdigung des Verhaltens des Fahrers D.________ als qualifiziert grobe Verletzung der Verkehrsregeln an, die das Bezirksgericht Dielsdorf in dem diesem gegenüber erlassenen (rechtskräftigen) Urteil getroffen habe. Hinsichtlich des Verhaltens des Beschwerdeführers hält die Vorinstanz fest, der Fahrer habe zweifellos vom Filmen gewusst und sei damit einverstanden gewesen, habe er doch zu Beginn der Aufnahme direkt in die Kamera geblickt und den Beschwerdeführer später aufgefordert, noch etwas mehr aufzunehmen ("nimm no echli"). Weiter folgert sie aus verschiedenen Beweisumständen - dem zu Beginn vom Fahrer geäusserten "tschecke mers out"; dem Fakt, dass es sich um eine Probefahrt mit einem Fahrzeug gehandelt habe, das den Beschwerdeführer begeistert und über dessen technische Eigenheiten er einiges gewusst habe; den Tatsachen, dass der Beschwerdeführer das Fahrzeug entgegen genommen habe und er zu Beginn der Beschleunigung bereits für das Filmen bereit gewesen sei; und aus seiner Reaktion während und nach der Beschleunigung -, dass der Fahrer den BMW M4 bezüglich dessen Beschleunigungsfähigkeit habe testen, dies auf Video habe festhalten wollen und der Beschwerdeführer dies gewusst habe und damit einverstanden gewesen sei. Ebenfalls folgert sie, der Beschwerdeführer habe gewusst bzw. mindestens in Kauf genommen (recte: damit gerechnet), dass der Fahrer den BMW M4 zu Testzwecken maximal und damit weit über die zulässige Höchstgeschwindigkeit hinaus beschleunigen würde. Unter Berücksichtigung insbesondere der Reaktion des Beschwerdeführers während des Geschehens sowie seiner Kameraführung schliesst die Vorinstanz ausserdem, der Beschwerdeführer habe die tatsächlich erfolgte massive Geschwindigkeitsüberschreitung nicht nur wahrgenommen, sondern diese seinerseits gewollt bzw. in Kauf genommen. Laut Vorinstanz sei der Beschwerdeführer daher nicht einfach Beifahrer gewesen, sondern er habe zumindest die Tatentschlossenheit des Fahrers bestärkt und diesen zur Straftat motiviert, indem er die Fahrt, die Geschwindigkeit und den Fahrer gefilmt und diesen so davon abgehalten habe, von seinem Vorhaben allenfalls wieder abzurücken. Nach der allgemeinen Lebenserfahrung sei davon auszugehen, dass der Fahrer gerade im Wissen darum, dass er gefilmt werde, seinen Geschwindigkeitsexzess aus Furcht, als Versager dazustehen, nicht abbreche. Im Ergebnis befindet die Vorinstanz, aus der Gesamtheit der Beweismittel sei ohne unüberwindliche Zweifel zu schliessen, dass das Verhalten des Beschwerdeführers einen unterstützenden, ermutigenden Effekt auf den Haupttäter bzw. dessen Tatentschluss gehabt habe. Der (objektive) Gehilfenschaftstatbestand sei damit erfüllt. Indem der Beschwerdeführer die wesentlichen Grundzüge der Haupttat (Geschwindigkeitsexzess bzw. massive Geschwindigkeitsüberschreitung zu Testzwecken) bereits zu Beginn der Filmaufnahme vorausgesehen und mit der Erfüllung des Straftatbestands zumindest der groben, wenn nicht gar der qualifiziert groben Verletzung der Verkehrsregeln gerechnet habe, sei auch in subjektiver Hinsicht Gehilfenschaft gegeben (vgl. angefochtenes Urteil E. IV.4.3 S. 48).