Citation: 1B_463/2022 E. A

Das Strafgericht Basel-Stadt verurteilte A.________ am 6. November 2020 zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren wegen mehrfachen gewerbsmässigen Betrugs sowie weiterer Delikte und sprach gegen ihn eine Landesverweisung von acht Jahren aus. A.________ erhob dagegen beim Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt Berufung. Er befindet sich seit dem 1. November 2018 in Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft und war zudem schon in einer frühen Phase der Strafuntersuchung vom 6. März 2013 bis zum 7. April 2014 inhaftiert. Mit Eingabe vom 23. Mai 2022 verlangte A.________ seine Haftentlassung. Mit Verfügung vom 9. Juni 2022 wies die Präsidentin des Appellationsgerichts das Haftentlassungsgesuch ab. Eine von A.________ dagegen gerichtete Beschwerde hiess das Bundesgericht mit Urteil 1B_363/2022 vom 25. Juli 2022 gut, soweit es darauf eintrat, und wies die Sache zur neuen Beurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurück. In den Erwägungen legte es unter anderem dar, dass die Vorinstanz das Rechtsverweigerungsverbot verletzt hatte, weil sie sich für unzuständig erklärt hatte, die Rügen der Verletzung von Art. 3 EMRK und des Beschleunigungsgebots zu behandeln. Mit Verfügung vom 10. August 2022 wies die erneut mit der Sache befasste Präsidentin des Appellationsgerichts das Haftentlassungsgesuch wiederum ab. Sie erwog, die kritisierten Haftbedingungen würden Art. 3 EMRK nicht verletzen. Eine Verzögerung des Verfahrens vor zweiter Instanz sei zudem nicht ersichtlich. Auch im gesamten Verfahren lägen keine schwerwiegenden Versäumnisse vor, die eine Haftentlassung rechtfertigen würden. Schliesslich drohe noch lange keine Überhaft, weshalb die Haft insoweit verhältnismässig sei.