Citation: 5D_103/2016 E. 6.3

6.3. Im Berufungsverfahren äusserten sich die Beschwerdeführer zum Klagebegehren der Beschwerdegegnerin offenbar erneut unklar. Das Kantonsgericht hat angenommen, die Beschwerdeführer machten geltend, die drei Felsbrocken würden entfernt werden, falls das Gericht die Verbreiterung der Einfahrt gestatte, d.h. die Beschwerdeführer zur Entfernung der Grünhecke verurteile. Da diese Verurteilung erfolgt sei, seien die Beschwerdeführer bereits aus diesem Grund zu verpflichten, die drei Felsbrocken in der Linkskurve zu entfernen (E. 3c S. 18 f. des angefochtenen Urteils). Hinzu komme, so hat das Kantonsgericht weiter festgehalten, dass die ohnehin schmale Zufahrtsstrasse durch die Positionierung der drei Felsbrocken zusätzlich verengt werde. Die Durchfahrt dürfte deshalb zumindest erschwert sein, was auch auf den von der Beschwerdegegnerin eingereichten Fotos ersichtlich und gemäss Art. 737 Abs. 3 ZGB unzulässig sei. Die Beschwerdeführer seien deshalb zu verpflichten, die drei Felsbrocken in der Linkskurve zu entfernen (E. 3c S. 19 f. des angefochtenen Urteils mit Hinweis die Fotodokumentation, Vi-act. D/4 03.01-03-04). Die Gutheissung des Klagebegehrens betreffend Felsbrocken beruht somit auf zwei selbstständigen und voneinander unabhängigen Begründungen, die die Beschwerdeführer beide anfechten müssen, soll ihre Beschwerde zulässig sein (BGE 142 III 364 E. 2.4 S. 368). Die Beschwerdeführer erheben denn auch Verfassungsrügen gegen den Urteilsgrund, der sich auf eine Art bedingter Anerkennung des Klagebegehrens stützt (S. 13 f.), wie auch gegen den Urteilsgrund, mit dem über das Begehren materiell befunden wird (S. 14 f. der Beschwerdeschrift).