Citation: 8C_538/2019 E. 4.2

4.2. Weiter erwog die Vorinstanz, bei einer Barauszahlung des Lohnes habe die betreffende Person umso mehr dafür zu sorgen, dass der Lohnfluss und das Arbeitsverhältnis nachgewiesen werden könnten. So sei es zumutbar, den Lohn oder mindestens Teile davon zeitnah zum Erhalt auf ein Bankkonto einzuzahlen, Arbeitsrapporte zu schreiben und sich nicht zuletzt darum zu kümmern, dass der Lohn in das IK eingetragen sowie eine Anmeldung bei den notwendigen Sozialversicherungen vorgenommen werde. Zu diesen Vorkehren wäre der Beschwerdeführer erst recht deshalb gehalten gewesen, weil er selbst vorbringe, für das Chaos in der Buchhaltung der Arbeitgeberin nicht verantwortlich zu sein. Im Übrigen trage rechtsprechungsgemäss die sich als versichert betrachtende Person die Beweislast dafür, dass die Löhne tatsächlich bezahlt worden seien. Zusammenfassend sei eine entlöhnte Tätigkeit nach Würdigung sämtlicher Umstände nicht überprüfbar. Eine Versicherungsdeckung für das Ereignis vom 29. Februar 2016 habe deshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht bestanden. Auf die vom Beschwerdeführer offerierten Zeugenbeweise könne in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden, zumal er nicht einmal den Namen seines Vorgesetzten gekannt habe. Zu den verschiedenen bei den Akten liegenden Zeugenbestätigungen hielt die Vorinstanz in allgemeiner Weise fest, diesen Urkunden sei im Beweisverfahren mit einer gewissen Zurückhaltung zu begegnen. Damit könne bestenfalls nachgewiesen werden, dass sich der Verfasser der Urkunde im Sinne dieser Urkunde geäussert habe. Eine tatsächlich erfolgte Lohnzahlung und eine effektiv ausgeübte Tätigkeit könnten dadurch nicht nachgewiesen werden. Schliesslich bejahte die Vorinstanz einen Rückkommenstitel in Form einer prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und eine Rückerstattungspflicht des Beschwerdeführers.