Citation: 6B_556/2024 E. 9.4.2

9.4.2. Im Weiteren erweist sich der Hinweis des Beschwerdeführers auf die im Rahmen der Strafzumessung beurteilte Prognose als nicht stichhaltig. Aufgrund der unterschiedlichen Zielsetzungen von Straf- und Ausländerrecht ergibt sich im ausländerrechtlichen Bereich ein strengerer Beurteilungsmassstab (vgl. BGE 140 I 145 E. 4.3; Urteile 6B_64/2024 vom 19. November 2024 E. 1.7; 6B_265/2024 vom 21. Oktober 2024 E. 2.6.3; je mit Hinweisen). Der teilweise Aufschub des Strafvollzugs nach Art. 43 StGB setzt nicht eine günstige, sondern nur das Fehlen einer ungünstigen Prognose voraus (vgl. BGE 134 IV 1 E. 4.2.2; Urteile 6B_64/2024 vom 19. November 2024 E. 1.7; 6B_1234/2023 vom 11. Juli 2024 E. 3.8.4; je mit Hinweisen). Demgegenüber kann ausländerrechtlich gerade bei schweren Straftaten, wozu die vom Beschwerdeführer begangene Vergewaltigung zu zählen ist, bereits ein geringes Rückfallrisiko für eine Landesverweisung genügen.