Citation: 5A_797/2023 E. 4.4.1

4.4.1. Der Arrest wird vom Gericht am Betreibungsort oder am Ort, wo sich die zu verarrestierenden Vermögensgegenstände befinden, bewilligt, wenn der Gläubiger glaubhaft macht, dass (erstens) seine Forderung besteht, (zweitens) ein Arrestgrund vorliegt und (drittens) Vermögensgegenstände vorhanden sind, die dem Schuldner gehören (Art. 272 Abs. 1 SchKG). Die Einsprache soll den vom Arrest Betroffenen (Schuldner oder Dritte) nachträglich rechtliches Gehör gewähren (BGE 148 III 377 E. 2.1). Im Einspracheverfahren überprüft das Gericht nicht den Arrestbewilligungsentscheid, sondern entscheidet aufgrund aller Vorbringen erneut über die Arrestbewilligung. Massgebend ist die Situation, wie sie sich im Zeitpunkt des Entscheids über die Einsprache präsentiert (Urteile 5A_739/2022 vom 12. Oktober 2023 E. 2.3; 5A_126/2023 vom 13. Juni 2023 E. 6.2.3). Gegenstand der Arresteinsprache bilden somit die Arrestvoraussetzungen nach Art. 272 SchKG (BGE 148 III 377 E. 2.1; 140 II 466 E. 4.2.3).