Citation: 7B_429/2024 E. 2.3

2.3. Dieser Auffassung kann jedoch von vornherein nicht gefolgt werden. Der Beschwerdeführer hält selbst fest, dass die Staatsanwaltschaft das Gesuch zum "formal letztmöglichen Zeitpunkt" gestellt habe. Dass angeblich "im Lichte von Art. 6 Ziff. 3 lit. b EMRK die Stellung eines Haftverlängerungsantrags zu einem möglichst frühen Zeitpunkt favorisiert werde", wie von ihm behauptet, ändert nichts daran, dass sich die Staatsanwaltschaft bei der Stellung ihres Haftverlängerungsantrags an die gesetzlichen Fristen gehalten hat. Wie die Vorinstanz festhält, erhielt der Beschwerdeführer bzw. dessen Verteidiger die kompletten Verfahrensakten rechtzeitig in digitaler Form und die ihm gesetzlich garantierten drei Tagen zur Stellungnahme wurden unbestrittenermassen eingehalten. Somit liegt keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör bzw. auf wirksame Verteidigung vor, unbeachtlich der Anzahl der Bundesordner des vorliegenden Verfahrens. Dies gilt im Übrigen umso mehr, als der Beschwerdeführer wusste, wann die Untersuchungshaft abläuft und mit der Frage einer Verlängerung der Untersuchungshaft rechnen konnte bzw. musste. Die Rügen erweisen sich als unbegründet, soweit darauf überhaupt einzutreten ist (Art. 42 Abs. 2 BGG).