Citation: I 730/01 10.06.2002 E. 3

3.- Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist unerheblich, dass die IV-Stelle in der Vernehmlassung zur Beschwerde der Versicherten auf einen Invaliditätsgrad von lediglich 30 % geschlossen und eine reformatio in peius der Verfügung vom 11. August 1999 beantragt hat. Ein solcher Antrag ist zwar an sich zulässig, weil die Rekursbehörde an die Begehren der Parteien nicht gebunden ist und zu deren Gunsten oder Ungunsten hinausgehen kann (Art. 85 Abs. 2 lit. d AHVG in Verbindung mit Art. 69 IVG). Dem Antrag kommt jedoch nicht der Charakter eines förmlichen Rechtsbegehrens zu (BGE 106 V 249; vgl. auch Gygi, a.a.O., S. 192 f.). Daraus, dass die Vorinstanz dem Antrag auf reformatio in peius nicht gefolgt ist, vermag die IV-Stelle daher keine für die Beschwerdebefugnis relevante Beschwer abzuleiten. Im Übrigen hätte die Versicherte im Falle einer reformatio in peius praxisgemäss die Möglichkeit gehabt, die Beschwerde zurückzuziehen (BGE 122 V 167 Erw. 2a mit Hinweisen).