Citation: 8C_65/2022 E. 6.2

6.2. Als Hilfsköchin der B.________ GmbH, einem unbestrittenermassen dem LGAV des Gastgewerbes unterstellten Betrieb, verdiente die Beschwerdegegnerin mit einem Pensum von 80 % Fr. 2760.- monatlich; hochgerechnet auf ein 100%-iges Pensum ergibt dies Fr. 3450.- pro Monat. Gemäss dem für die Prüfung der Unterdurchschnittlichkeit hier massgebenden LGAV des Gastgewerbes für das Jahr 2015 betrug der Mindestlohn für Mitarbeiter ohne Berufslehre für ein vollzeitliches Pensum Fr. 3407.-. Ihr Valideneinkommen liegt somit über den Mindestvorgaben des LGAV des Gastgewerbes, weshalb es rechtsprechungsgemäss grundsätzlich nicht als unterdurchschnittlich bezeichnet werden kann, selbst wenn es unter dem LSE-Lohnniveau (Tabelle TA1_tirage_skill_level, Kompetenzniveau 1, Frauen) im Gastgewerbe liegt. Für eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen besteht kein Raum. Der vorinstanzliche Entscheid verletzt in diesem Punkt Bundesrecht. Damit bleibt es beim von der Beschwerdeführerin festgesetzten Valideneinkommen von Fr. 46'350.- und dem von ihr ermittelten Invaliditätsgrad von 40 %. Auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde braucht bei diesem Ergebnis nicht eingegangen zu werden. Die Beschwerde ist begründet.