Citation: 1C_162/2009 03.02.2010 E. 3

Gemäss Art. 11 USG werden Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen und Strahlen durch Massnahmen bei der Quelle begrenzt (Emissionsbegrenzungen) (Abs. 1). Unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (Abs. 2). Die Emissionsbegrenzungen werden verschärft, wenn feststeht oder zu erwarten ist, dass die Einwirkungen unter Berücksichtigung der bestehenden Umweltbelastung schädlich oder lästig werden (Abs. 3). Die zitierte Vorschrift wird durch Art. 7 f. der Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) konkretisiert. Da ortsspezifische Unterschiede bezüglich der Bedürfnisse im Bereich des Lärmschutzes bestehen, verfügen die mit den örtlichen Verhältnissen betrauten Instanzen bei der Beurteilung der Zumutbarkeit von Vorsorgemassnahmen gegen Emissionen von Parkplatzanlagen über einen gewissen Spielraum. Im Rahmen dieses Spielraums können die kantonalen und kommunalen Behörden den ortsüblichen Standard näher umschreiben (Urteil des Bundesgerichts 1A.62/1997 vom 24. Oktober 1997 E. 3b). Lehre und Rechtsprechung anerkennen allerdings einen sogenannten Bagatellbereich, in welchem gestützt auf das Vorsorgeprinzip nach Art. 11 Abs. 2 USG keine Massnahmen zu treffen sind. Emissionen können so geringfügig sein, dass sich keinerlei Massnahmen der Vorsorge rechtfertigen (BGE 117 Ib 28 E. 6c S. 34; Alain Griffel, Die Grundprinzipien des schweizerischen Umweltrechts, 2001, S. 72 f. Rz. 86 f.; Schrade/Loretan, in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 1998, N. 35 zu Art. 11 USG). Die rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz sind zutreffend. Insoweit ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden.