Citation: 2C_537/2022 E. 5.3.2

5.3.2. Was die drei Studien aus den Jahren 2001, 2002 und 2004 betrifft, die Swissmedic ihrer Verfügung vom 14. Juli 2015 zugrunde gelegt, aber die Vorinstanz nicht zu den Akten genommen und gewürdigt habe, ist Folgendes zu erwägen: Die Vorinstanz hat den Sachverhalt von Amtes wegen frei zu prüfen (vgl. Art. 110 BGG; vgl. auch Art. 49 lit. b VwVG i.V.m. Art. 84 Abs. 1 HMG). Sie hatte im Lichte des Vorbringens der Beschwerdeführerin, wonach insbesondere die "Studie Rao et al." aus dem Jahr 2012 die Wirksamkeit des Arzneimittels belege, zu Recht zunächst diese Studie geprüft (vgl. E. 7.2 des angefochtenen Urteils), bevor sie auf weitere Studien aus den Jahren 2005, 2012 und 1998 einging (vgl. E. 7.3-7.7 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdeführerin macht zu Recht nicht geltend, die drei Studien aus den Jahren 2001, 2002 und 2004 wiesen die Wirksamkeit ihres Arzneimittels nach, zumal Swissmedic gerade unter Bezugnahme auf diese Studien die Zulassung des Arzneimittels einschränkte (vgl. auch Urteil 2C_844/2020 vom 12. Juni 2020 E. 3.5). Vor diesem Hintergrund durfte die Vorinstanz, nachdem sie die zeitlich neueren Studien beurteilt hatte, ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen, dass ihre Überzeugung durch die drei weiteren, aber älteren Studien nicht geändert würde. Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV liegt nicht vor.