Citation: 5A_285/2020 E. 2

Der angefochtene Entscheid wurde der Beschwerdeführerin am 13. März 2020 zugestellt. Die 30-tägige Beschwerdefrist von Art. 100 Abs. 1 BGG begann somit am 14. März 2020 zu laufen (Art. 44 Abs. 1 BGG) und endete am 12. April 2020, wobei sie sich, weil dies der Ostersonntag war, auf den nächsten Werktag, d.h. Osterdienstag 14. April 2020 verlängerte (Art. 45 Abs. 1 BGG). Die erst am 21. April 2020 der Post übergebene Beschwerde ist somit verspätet. Zwar beruft sich die Beschwerdeführerin auf den "Fristenstillstand (Coronavirus) " und meint damit offensichtlich die Verordnung über den Stillstand der Fristen in Zivil- und Verwaltungsverfahren zur Aufrechterhaltung der Justiz im Zusammenhang mit dem Coronavirus (SR 173.110.4). Indes sieht diese Verordnung keinen generellen Fristenstillstand vor, sondern Art. 1 Abs. 1 hält einzig fest, dass der Stillstand bereits am 21. März 2020 eintritt, soweit nach dem anwendbaren Verfahrensrecht des Bundes oder des Kantons Fristen über die Ostertage stillstehen. Mithin beschränkt sich die Verordnung darauf, die Osterferien vorzuverlängern, soweit das einschlägige Verfahrensrecht solche überhaupt vorsieht (Urteil 5A_413/2020 vom 29. Mai 2020 E. 2.5). Vorliegend geht es um einen Entscheid betreffend vorsorgliche Massnahmen, bei deren Anfechtung gerade kein Fristenstillstand über die Ostertage zum Tragen kommt (Art. 46 Abs. 1 lit. a i.V.m. Abs. 2 BGG). Entsprechend ist auch die genannte Verordnung nicht anwendbar und es bleibt dabei, dass die Beschwerdefrist am 14. April 2020 auslief.