Citation: 1A.113/2004 16.06.2005 E. 2

Nach Art. 103 lit. a OG ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Ficht - wie hier - nicht der Verfügungsadressat, sondern ein Dritter die Verfügung an, so wird zur Abgrenzung gegenüber der unzulässigen Popularbeschwerde verlangt, dass der Beschwerdeführer durch den angefochtenen Entscheid stärker als jedermann betroffen sei und in einer besonderen, beachtenswerten Beziehung zur Streitsache stehe. Das Interesse des Dritten an der Aufhebung oder Änderung der Verfügung kann rechtlicher oder auch bloss tatsächlicher Natur sein, doch muss es sich um eigene, persönliche Interessen des Beschwerdeführers handeln; auf öffentliche Interessen allein oder die Interessen anderer Dritter kann er sich nicht berufen. Das Interesse des Beschwerdeführers gilt als schutzwürdig, wenn seine tatsächliche oder rechtliche Situation durch den Ausgang des Verfahrens unmittelbar beeinflusst werden kann, d.h. wenn er durch das Beschwerdeverfahren einen materiellen oder ideellen Nachteil von sich abwenden oder aus diesem einen praktischen Nutzen ziehen kann (vgl. zum Ganzen etwa BGE 121 II 176 E. 2a, 123 II 376 E. 2, 125 I 7 E. 3a, je mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung). In der vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird zur Legitimation der Beschwerdeführenden dargelegt, diese seien Eigentümer der unmittelbar an das Baugrundstück angrenzenden Parzelle, auf welcher ihr Wohnhaus steht. Ferner gehöre die Cholrisistrasse, welche zu beiden Grundstücken führe, ebenfalls den Eheleuten A.________. Die Benutzung des Schopfes auf dem Grundstück Kat. Nr. 422 habe daher sowohl erschliessungs- als auch immissionsmässige Auswirkungen auf das Grundstück der Beschwerdeführer. Zwischen der Schopfbaute und dem Grundeigentum der Beschwerdeführer bestehe somit eine besondere räumliche Beziehung. - In der Replik wird ergänzend vorgebracht, der Schopf mit der Doppelgarage werde über Boden der Beschwerdeführer, nämlich über die Cholrisistrasse erschlossen, ohne dass der Beschwerdegegner über eine entsprechende Dienstbarkeit verfüge. Die Cholrisistrasse führe unmittelbar am Wohnhaus der Beschwerdeführer vorbei. Zusätzlicher Verkehr habe für die Beschwerdeführer mehr Lärm, Staub und Schmutz, also eine bedeutende Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität zur Folge. Stärkerer Verkehr bedeute aber auch höhere Unterhaltskosten für die Strasse. Ausserdem sei der Schopf für die Beschwerdeführer gut wahrnehmbar und einsehbar. Das Schopf-Untergeschoss aus Beton und das Schopf-Obergeschoss aus Holz "störten auch optisch". Mit diesen Vorbringen vermögen die Beschwerdeführenden ihre Legitimation jedoch nicht zu belegen. 2.1 Aus den Akten ergibt sich, dass die beiden weit vom Siedlungsgebiet entfernten, am Nordhang des Vorderberges liegenden Häuser der Parteien zwar unmittelbar benachbart sind, der seitab stehende Schopf aber vom Wohnhaus der Beschwerdeführer aus praktisch nicht sichtbar ist und auch sonst nur wenig in Erscheinung tritt. Im Protokoll der im regierungsrätlichen Verfahren durchgeführten Augenscheinsverhandlung vom 28. Oktober 2002 wird denn auch festgestellt, dass sich der Schopf in einer Geländesenkung befinde und wegen der Vertiefung, den Bäumen sowie dem Wohnhaus auf Parzelle Nr. 422 kaum einsehbar sei. Er wirke, auch aufgrund der äusseren Gestaltung, in der Landschaft nicht störend. Der umstrittene Schopf führt somit für die Beschwerdeführenden weder zu Schattenwurf noch zu sonstigem Lichtentzug und auch zu keinerlei Beeinträchtigung der Aussicht. Die Beschwerdeführer können ebenfalls kein Interesse an der Freihaltung des Geländes in unmittelbarer Nähe ihres Wohnhauses geltend machen (vgl. BGE 104 Ib 245 E. 7d S. 256), da wie erwähnt das Wohnhaus des Beschwerdeführers neben dem ihren steht und den weiter entfernten Schopf abdeckt. Da eine gewerbliche Nutzung des Schopfes untersagt ist, ist zudem auszuschliessen, dass von diesem Lärm-, Geruchs- oder Staubeinwirkungen ausgehen könnten oder er sonst wie eine Gefahrenquelle bilden könnte. Die rein örtliche Nähe vermag daher noch keine besondere, beachtenswerte Beziehung der Beschwerdeführenden zum Streitgegenstand zu begründen. 2.2 Was die im Eigentum der Beschwerdeführenden stehende Zufahrtsstrasse anbelangt, ist den Akten zu entnehmen, dass dem Eigentümer der Parzelle Nr. 422 ein unbeschränktes Fuss- und Fahrwegrecht an dieser eingeräumt worden ist. Soweit die Beschwerdeführer zusätzlichen und mit der Dienstbarkeit nicht mehr vereinbaren Mehrverkehr seitens der Dienstbarkeitsberechtigten geltend machen wollen, sind solche Vorbringen im Rahmen der öffentlichrechtlichen Verwaltungsgerichtsbeschwerde unzulässig. Im Übrigen ist die Behauptung der Beschwerdeführer, dass sich der Verkehr verstärken werde, falls der Schopf nicht abgebrochen würde, nicht nachvollziehbar. Allein der Umstand, dass ein zusätzlicher Einstellraum zur Verfügung steht, heisst noch nicht, dass tatsächlich mehr Fahrzeuge abgestellt würden, und ebenso wenig, dass diese auch häufig verkehren würden. Zudem könnte es dem Eigentümer der Einfamilienhausparzelle Kat. Nr. 422 offensichtlich nicht verwehrt werden, auch ohne weitere Garage ein zusätzliches Fahrzeug anzuschaffen und dieses auf den vorhandenen Abstellflächen zu parkieren. Der Abbruch des Schopfes vermöchte somit eine Zunahme des Verkehrs auf dem Zufahrtssträsschen ohnehin nicht zu verhindern. 2.3 Die Beschwerdeführenden vermögen demnach mit ihren Ausführungen nicht darzutun, dass sie aus dem Abbruch des Schopfes einen unmittelbaren praktischen Nutzen ziehen oder dank diesem einen materiellen oder ideellen Nachteil von sich abwenden könnten. Liegt ihrer Beschwerdeführung daher kein eigenes schutzwürdiges Interesse zugrunde, so können sie ein solches auch nicht aus dem - rein öffentlichen - Interesse an der richtigen Durchsetzung des Bundesverwaltungsrechts ableiten. Die Beschwerdeführenden sind mithin zur Einreichung einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde in der Sache selbst nicht legitimiert.