Citation: 8C_560/2014 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin rügt die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung. Insbesondere stütze sich diese wesentlich auf die Angaben medizinischer Fachpersonen. Solche könnten jedoch selten den mangelnden Nachweis eines Unfalles ersetzen. Hingegen habe keine Befragung der beteiligten angeschuldigten Personen stattgefunden, was unbedingt erforderlich gewesen wäre. Das kantonale Gericht habe die Offizialmaxime verletzt, weil sie die zwei beschuldigten Männer nicht angehört habe und damit lediglich auf die Aussagen von Drittpersonen abgestellt, die Direktbeteiligten jedoch nicht befragt habe. Zudem würden Widersprüche der Beschwerdegegnerin hinsichtlich des Hergangs vorliegen, weshalb aus rechtlicher Sicht von einem unbewiesenen Sachverhalt auszugehen sei. Weiter vertritt sie die Ansicht, es spreche nicht für eine stattgefundene Vergewaltigung, dass die Versicherte am Ferienort weder die Polizei noch einen Arzt aufgesucht habe. Das kantonale Gericht habe die vorhandenen Sachverhaltselemente einseitig gewürdigt und nicht umfassend ermittelt, weshalb sie Recht verletzt habe.