Citation: 7B_563/2024 E. 1.3.2

1.3.2. Auch die Vorbringen betreffend Genugtuungsanspruch verfangen in der Gesamtbetrachtung nicht. Der Beschwerdeführer verkennt, dass nicht jede Beeinträchtigung des Opfers zur Zusprechung einer Genugtuung führt (Urteil 6B_7/2011 vom 15. Februar 2011 E. 3). Er blieb beim Vorfall unverletzt und einen eigentlichen seelischen Schmerz macht er nicht geltend. Er belässt es bei der unsubstanziierten und unbelegten Behauptung, dass er aus Angst in einen anderen Kanton umgezogen sei und im vorliegenden Verfahren Schutzmassnahmen beantragt habe. Symptome, die auf eine dauerhafte, signifikante Beeinträchtigung seiner physischen oder psychischen Gesundheit schliessen lassen, nennt er dagegen keine. Sollte sich der Vorfall so abgespielt haben, wie vom Beschwerdeführer geschildert, wäre zwar nachvollziehbar, dass sein seelisches bzw. psychisches Wohlbefinden dadurch gestört wurde. Das Erleben eines einfachen Schocks allein reicht für die Zusprechung einer Genugtuung jedoch nicht aus - dies im Übrigen selbst dann nicht, wenn die betroffene Person Opfer eines versuchten Mordes und einer Gefährdung des Lebens geworden ist (vgl. Urteil 6B_768/2018 vom 13. Februar 2019 E. 3.3). Dass der Beschwerdeführer eine darüber hinausgehende schwere psychische Beeinträchtigung im Sinne der zitierten Rechtsprechung erlitten hätte, ist nicht hinreichend dargetan. Es ist demnach nicht ersichtlich, dass der streitige Vorfall eine Genugtuungsforderung begründen könnte, die den Beschwerdeführer zur Beschwerde in Strafsachen berechtigen würde.