Citation: 2C_152/2019 E. 8.3

8.3. Aus dem Gesagten folgt, dass vorliegend die zur Grundstückhändlerpauschale entwickelten Grundsätze zum Tragen kommen. Zwar wurde die Händlerpauschale in der Doktrin verschiedentlich jeweils nur im Zusammenhang mit Konstellationen thematisiert, bei welchen der Liegenschaftenhändler oder Generalbauunternehmer im Kanton der Liegenschaftsveräusserung mangels Betriebsstätte bloss über ein Spezialsteuerdomizil, nicht aber - wie vorliegend die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer als Betriebsstätte zu qualifizierenden Zweigniederlassung - über ein sekundäres Steuerdomizil verfügt (vgl. etwa OERTLI/ZIGERLIG, a.a.O., § 33 N. 117 f. und N. 122 f.). Das dürfte aber auf den Umstand zurückzuführen sein, dass nach bisheriger Rechtsprechung Wertzuwachsgewinne aus der Veräusserung von Liegenschaften des Handelsbestandes von Liegenschaftenhändlern sowie Generalbauunternehmern in Kantonen mit Betriebsstätten (zusammen mit den Buchgewinnen) quotenmässig auszuscheiden waren (vgl. hiervor E. 7) und sich damit das bei objektmässiger Zuteilung an den Belegenheitskanton auftretende Problem der gerechten Ausscheidung nicht stellte. Es lässt sich der Rechtsprechung und der Lehre nicht entnehmen, dass die Händlerpauschale bei Veräusserungsgewinnen in Betriebsstättenkantonen von Liegenschaftenhändlern oder Generalbauunternehmern im Fall einer objektmässigen Zuweisung des Wertzuwachsgewinnes zum Liegenschaftskanton ausgeschlossen wäre.