Citation: 7B_984/2023 E. 2.2

2.2. Nach der Rechtsprechung ist die Wiederholungsgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO zur Wahrung des Interesses an der Verhütung weiterer schwerwiegender Delikte nicht verfassungs- und grundrechtswidrig. Vielmehr normiert Art. 5 Ziff. 1 lit. c EMRK ausdrücklich die Notwendigkeit, Beschuldigte an der Begehung strafbarer Handlungen zu hindern, somit Spezialprävention, als Haftgrund (zum Ganzen BGE 146 IV 136 E. 2.2 und Urteil 7B_188/2023 vom 24. Juli 2023 E. 5; je mit Hinweisen). Über eine solche Gefahrenabwehr hinaus kann die Anordnung von strafprozessualer Haft wegen Wiederholungsgefahr dem Verfahrensziel der Beschleunigung dienen, indem verhindert wird, dass sich der Strafprozess durch immer neue Delikte kompliziert und in die Länge zieht (vgl. Urteile 1B_187/2022 vom 5. Mai 2022 E. 3.2; 6B_747/2016 vom 27. Oktober 2016 E. 3.3.1; 6B_834/2016 vom 16. August 2016 E. 2.2).