Citation: 6B_916/2023 E. 3.1

3.1. Unter dem Titel "Gesamtheitliche Beweiswürdigung" erwägt die Vorinstanz, dass entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers keine klassische Aussage-gegen-Aussage Situation vorliege. Nebst seinen Aussagen und jenen der Beschwerdegegnerin 2 lägen die Angaben von deren Mitbewohnerin C.________ und ihrem Freund D.________, zudem der IRM-Bericht und der Webverlauf bzw. die vom Beschwerdeführer auf seinem Mobiltelefon getätigten Suchabfragen und damit objektive Beweismittel vor. Mit Blick auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 liege es in der Natur der Sache, dass sie keine Angaben zum eigentlichen Kerngeschehen machen könne. Sie habe gemäss ihrer Aussage geschlafen und von den angeklagten sexuellen Handlungen des Beschuldigten nichts mitbekommen. Ihre Aussagen das Rahmengeschehen betreffend sei mit der Erstinstanz davon auszugehen, dass die Angaben etliche Realkennzeichen aufweisen würden und konstant, widerspruchsfrei, in sich logisch und deshalb bereits für sich alleine glaubhaft seien. Anzeichen für Lügen, Übertreibungen oder Aggravierungen bestünden keine. Ein Motiv für eine Falschbelastung sei nicht ersichtlich. Ergänzend erwägt die Vorinstanz, die Angaben der Beschwerdegegnerin 2 wirkten erlebnisbasiert. In der zweitinstanzlichen Einvernahme habe sie das Rahmengeschehen gleichbleibend und weitestgehend mit denselben Details wie bei den früheren Befragungen geschildert. Erinnerungslücken habe sie unumwunden eingestanden. Besonders eindrücklich erscheine die selbstkritische Reflexion ihres Verhaltens beim Tatgeschehen. Zudem deckten sich die Aussagen in sämtlichen wesentlichen Punkten mit denjenigen von C.________ und D.________. Damit einhergehend bestätigt die Vorinstanz die erstinstanzliche Einschätzung, wonach die Aussagen von C.________ und D.________ den Alkoholkonsum, den Zustand der Beschwerdegegnerin 2 sowie deren Verhalten gegenüber dem Beschwerdeführer betreffend, übereinstimmten und nachvollziehbar erschienen und keine Gründe oder Hinweise für falsche Angaben ersichtlich seien. In den Aussagen des Beschwerdeführers seien indes mehrere Lügensignale und eine deutliche Tendenz zur Verharmlosung des Zustandes der Beschwerdegegnerin 2 und seines eigenen Verhaltens erkennbar. Der Grund für die Widersprüche und die Abweichungen von den Erstaussagen liege auf der Hand. Dem Beschwerdeführer sei nicht entgangen, dass seine Version eines einvernehmlichen "One-Night- Stands" nicht stimmig erscheine, nachdem er mit der stark alkoholisierten und sich in einem sehr schlechten Zustand befindlichen Beschwerdegegnerin 2 kein einziges Gespräch geführt habe. Weitere Umstimmigkeiten fänden sich in seinen Aussagen zum Kerngeschehen, namentlich zu den angeblichen Annäherungen der Beschwerdegegnerin 2 unmittelbar vor und deren Verhalten während des Geschlechtsverkehrs. Auch die Erklärungen des Beschwerdeführers für die Gründe des Abbruchs des Geschlechtsverkehrs überzeugten nicht, wohingegen sich dieser Abbruch mit dem plötzlichen Erwachen der Beschwerdegegnerin 2 in Einklang bringen lasse. Schliesslich habe der Beschwerdeführer auch keine Hemmungen gezeigt, falsche Angaben zu machen. So habe er namentlich und unmittelbar nach dem Vorfall zweimal ausdrücklich nach den Suchbegriffen "fuck+sleeping+girl" gesucht und nicht, wie behauptet, bloss angezeigte Vorschläge angeklickt.