Citation: 4A_589/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz legte im angefochtenen Entscheid Ziff. 7 des Kooperationsvertrags aus und kam zum Ergebnis, dass gemäss dem klaren Wortlaut der Bestimmung die kündigende Partei nach der Kündigung ihre Kommissionsansprüche hinsichtlich zukünftiger Geschäfte verliere, soweit diese nicht auf bereits vor diesem Zeitpunkt unterzeichneten Verträgen basierten ("Upon termination [...] the terminating Party voids his right to any commission for future businesses. Commissions will continue to be due for contracts already signed with customers for products as per Annex 1"). Gemeint seien damit offensichtlich Kommissionsansprüche, die nach der Kündigung (und nicht erst nach Ablauf des Vertrags) nicht mehr in die Berechnung des "Lohnanspruchs" miteinzubeziehen seien. Davon sei in der Klageantwort auch der Beschwerdeführer ausgegangen, ehe er in der Duplik und im Berufungsverfahren das Gegenteil behauptet habe, was er jedoch nicht überzeugend zu begründen vermöge. Nachdem der Beschwerdeführer den Vertrag bereits am 18. Oktober 2011 gekündigt habe, seien die auf dem Contract vom 22. Februar 2012 basierenden Geschäfte bzw. Kommissionen bei der Berechnung des "Lohnanspruchs" von vornherein nicht mehr zu berücksichtigen.