Citation: 1C_102/2022 E. 8.3

8.3. Unter Berufung auf diese von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze kam die Vorinstanz zum Ergebnis, die angeordnete Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands durch die Entfernung der streitbetroffenen Nebenbauten sei verhältnismässig. Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, der Holzunterstand und das Gartenhäuschen stellten eine erhebliche Verletzung des Grundsatzes der Trennung des Baugebiets vom Nichtbaugebiet dar. Das öffentliche Interesse an der Wiederherstellung des zonenkonformen Zustands sei deshalb unabhängig von der Grösse der Bauten als gewichtig einzustufen. Dem öffentlichen Interesse am Rückbau der Nebenbauten und der Rekultivierung des Bodens stünden im Wesentlichen finanzielle Interessen sowie Praktikabilitätsinteressen an der nahen Lagerung von Holz gegenüber, die nicht erheblich ins Gewicht fielen. Die eigenständigen Neubauten mit Grundflächen von 9,5 m2 und 10,7 m2 stellten keine unbedeutende Abweichungen vom Erlaubten dar. Ob der Beschwerdeführer bei der Erstellung des Gartenhäuschens gutgläubig gewesen sei, könne offenbleiben, da auch im Falle der Gutgläubigkeit gewichtige öffentlichen Interessen an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands die privaten Interessen bei Weitem überwiegen würden. Der rechtmässige Zustand sei daher grundsätzlich wiederherzustellen. Aus den Akten sei ersichtlich, dass der Holzunterstand auf dem vorbestehenden befestigten Vorplatz errichtet worden sei. Die Verpflichtung, die überbauten Flächen nach dem Rückbau der Nebenbauten zu begrünen, sei dahingehend zu verstehen, dass sie nur für jene Flächen gelte, die nicht über eine bereits bewilligte anderweitige Bodenbedeckung verfügen, wie dies für den Holzunterstand offenbar der Fall sei. Dagegen sie die Verpflichtung zur Begrünung der bebauten Flächen beim Gartenhaus nicht zu beanstanden.