Citation: 6B_213/2010 02.07.2010 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer richtet sich mit seiner Beschwerde gegen die Verurteilung im Anklagepunkt 1.5.8. Er bringt vor, der Zeuge Z.________ habe bei seiner Einvernahme vor erster Instanz sämtliche im Untersuchungsverfahren erhobenen Anschuldigungen zurückgenommen. Es sei deshalb willkürlich, nicht von diesem aktenkundigen Rückzug auszugehen, zumal es gemäss dem Urteil des Kreisgerichts X Thun vom 17. November 2006 erstellt sei, dass Z.________ mindestens 250 Gramm Kokaingemisch aus den Niederlanden eingeführt habe, weshalb es ohne weiteres möglich sei, dass dieser auch die weiteren Mengen dort - und damit nicht von ihm - bezogen habe. Von erheblicher Bedeutung sei weiter, dass Z.________ ihn ursprünglich nicht einzig des Betäubungsmittelhandels, sondern auch einer als Nötigung eingeklagten angeblichen "Scheinhinrichtung" beschuldigt habe (Anklagepunkt 1.6.3). Insoweit aber sei er von der Vorinstanz freigesprochen worden, weshalb die Glaubwürdigkeit von Z.________ als Ganzes kritischer zu beurteilen gewesen wäre. Ferner sei die von der Vorinstanz aufgestellte Behauptung, wonach sich Z.________ vor ihm gefürchtet habe, in keiner Weise belegt. Bei willkürfreier Beweiswürdigung hätte ihn die Vorinstanz im Anklagepunkt 1.5.8 daher zumindest "in dubio pro reo" freisprechen müssen (Beschwerde S. 12 ff.). 3.2 Die Vorinstanz erachtet es als erwiesen, dass der Beschwerdeführer zwischen Januar und November 2002 dem als Zwischenhändler agierenden Z.________ eine mehrfach qualifizierte Menge Kokain übergab. Dieser verkaufte die Drogen an verschiedene Abnehmer und lieferte dem Beschwerdeführer den Erlös von jeweils Fr. 60.-- pro Gramm ab. Die Vorinstanz erwägt, Z.________ sei vom Kreisgericht X Thun mit Urteil vom 17. November 2006 wegen Verkaufs von 4,15 Kilogramm Kokain verurteilt worden, wobei die Frage ausdrücklich offen gelassen worden sei, von wem er die Drogen erworben habe. Der Beschwerdeführer könne daher aus dem genannten Urteil nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Vorinstanz hebt weiter hervor, Z.________ habe seine im Untersuchungsverfahren gemachten, den Beschwerdeführer belastenden Aussagen im Verfahren vor der ersten Instanz zwar zurückgezogen und behauptet, er habe alles erfunden. Aufgrund der gesamten Umstände sei jedoch davon auszugehen, dass die Angaben im Untersuchungsverfahren der Wahrheit entsprächen und der Rückzug der Aussagen aus Furcht vor dem Beschwerdeführer erfolgt sei (angefochtenes Urteil S. 7 f.). 3.3 Wie die Vorinstanz vorab zu Recht festhält, vermag der Beschwerdeführer aus dem Urteil des Kreisgerichts X Thun vom 17. November 2006 in Sachen Z.________ nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, da es das urteilende Gericht explizit offen liess, wo und von wem Z.________ die Drogen erwarb. Die Glaubwürdigkeit eines Zeugen ist, wie der Beschwerdeführer an sich zutreffend ausführt, integral zu beurteilen. Mehr Gewicht kommt jedoch der Frage der Glaubhaftigkeit der einzelnen Aussagen zu. Die Vorinstanz würdigt vorliegend die Aussagen des Zeugen Z.________ sorgfältig und begründet willkürfrei, weshalb sie dessen im Untersuchungsverfahren gemachten und den Beschwerdeführer des Betäubungsmittelhandels bezichtigenden Angaben im Gegensatz zum (ursprünglich) erhobenen Vorwurf der Nötigung ("Scheinhinrichtung") als glaubhaft qualifiziert. Insbesondere verfällt die Vorinstanz dabei nicht in Willkür, indem sie gestützt auf das von Z.________ anlässlich seiner Einvernahme vor der ersten Instanz gezeigte Verhalten schliesst, dieser habe seine Anschuldigungen aus Angst vor Repressalien des Beschwerdeführers zurückgezogen.