Citation: 2C_207/2020 E. 3.1

3.1. Ausländische Ehegatten haben Anspruch auf Familiennachzug, soweit sie mit dem in der Schweiz niederlassungsberechtigten Partner zusammenwohnen (werden) (Art. 43 Abs. 1 lit. a AIG); vorausgesetzt ist weiter, dass eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist, dass sie nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind, dass sie sich in der am Wohnort gesprochenen Landessprache verständigen können und dass die nachziehende Person keine jährlichen Ergänzungsleistung bezieht oder wegen des Familiennachzugs beziehen könnte (Art. 43 Abs. 1 lit. b, c, d und e AIG). Vorbehalten bleiben jene Fälle, in denen der Anspruch auf Familiennachzug rechtsmissbräuchlich angerufen wird. Dies ist namentlich der Fall, wenn durch Vorspiegelung einer Ehegemeinschaft die ausländerrechtlichen Vorschriften umgangen werden sollen (sog. Scheinehe; Art. 51 Abs. 2 lit. a AIG in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG).