Citation: 6B_1048/2016 E. 1.3.2

1.3.2. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die Ablehnung ihrer Beweisanträge, namentlich um vollständige Aktenedition bei der B.________-Bank sowie um Einvernahme der Witwe und eines Zeugen, werde nicht angemessen begründet. Soweit sie hierfür die aus ihrer Sicht mangelhafte Begründung der Staatsanwaltschaft rügt, verkennt sie, dass einzig der vorinstanzliche Einstellungsbeschluss Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet. Insoweit ist auf die Rüge nicht einzugehen. Im Übrigen ist sie unbegründet. Aus dem angefochtenen Beschluss ergibt sich ohne Weiteres, weshalb die Vorinstanz die Ermittlungen als hinreichend betrachtet. Sie erwägt, die Staatsanwaltschaft begründe detailliert, dass allfällige Urkundenfälschungen, namentlich unwahre Angaben über die wirtschaftlich Berechtigten im Formular A, soweit sie nicht verjährt wären, aufgrund der bereits eingeholten Akten und der erhaltenen Auskünfte nicht erkennbar seien. Dies gelte insbesondere hinsichtlich der C.________ SA, welche als wirtschaftlich Berechtigte an zwei weiteren Firmen bezeichnet werde. Die C.________ SA sei keine Offshore-Gesellschaft, sondern eine börsenkotierte Firma und damit ein selbstständiges Wirtschaftssubjekt gewesen. Es habe daher kein Grund bestanden, an der formellen Rechtslage gemäss den Formularen A zu zweifeln, zumal im Treuhandsektor erfahrungsgemäss sorgfältig auf formelle Korrektheit geachtet werde. Da zudem der Bezug der Firma zur Familie A.________ im Formular A offengelegt worden sei, fehle es an der für die Erfüllung der Urkundenfälschung notwendigen Täuschungsabsicht. Es habe auch kein Anlass bestanden, an der wirtschaftlichen Berechtigung der Witwe zu zweifeln, soweit sie in den entsprechenden Formularen als Berechtigte ausgewiesen worden sei. Es sei nicht aussergewöhnlich, dass diese ein persönliches Sondervermögen gebildet haben könne. Daraus lasse sich jedenfalls nicht schliessen, der Verstorbene habe sein Privatvermögen systematisch auf die Ehefrau übertragen, um es den Erben zu entziehen. Selbst wenn dies aber der Fall wäre, bedeute es nicht, dass die Angaben zur wirtschaftlichen Berechtigung der Witwe falsch wären. Es sei nicht zu beanstanden, dass die Staatsanwaltschaft erwäge, der ursprüngliche Verdacht auf eine Falschbeurkundung habe sich aufgrund der edierten Akten nicht erhärtet, sondern verflüchtigt. Gleiches gelte für den Verdacht mangelnder Sorgfalt bei Finanzgeschäften, soweit der Vorwurf nicht ebenfalls verjährt sei. Die Staatsanwaltschaft lege auch dar, dass aufgrund der Akten keine Anhaltspunkte für Veruntreuung oder Betrug bestünden. So erwäge sie, es sei nicht ersichtlich, wie die für eine Veruntreuung erforderliche Ausgangslage zustande gekommen sein soll. Die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie habe sich aufgrund der durch die Vermögensverschleierung herbeigeführten Zwangslage auf die Erbteilungsvereinbarung eingelassen, begründe keinen hinreichenden Betrugsverdacht. Angesichts der gegenüber der Verfahrenseröffnung wesentlich erweiterten Aktenlage seien die Neueinschätzung der Verdachtslage und die Verfahrenseinstellung zulässig. Die Anhandnahme des Verfahrens verpflichte die Staatsanwaltschaft nicht zur Fortsetzung und Anklageerhebung, wenn sich die Verdachtsmomente verflüchtigt hätten. Da die Verfahrenseinstellung somit nicht auf Zweifeln an der Beweisbarkeit der Vorwürfe beruhe, sei der Grundsatz "in dubio pro duriore" nicht verletzt. Die Staatsanwaltschaft sei auch ihrer Untersuchungspflicht genügend nachgekommen. Sie sei nicht verpflichtet gewesen, allen erdenklichen Straftaten nachzugehen, für welche sich keine Hinweise gefunden hätten. Nach dem vorstehend Gesagten hat die Vorinstanz die wesentlichen Überlegungen dargelegt, von denen sie sich hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid stützt. Dies genügt unter dem Gesichtspunkt der Begründungspflicht zur Wahrung des rechtlichen Gehörs (BGE 141 III 28 E. 3.2.4 S. 41; 139 IV 179 E. 2.2 S. 183; 138 IV 81 E. 2.2 S. 84; je mit Hinweisen). Es war der Beschwerdeführerin denn auch ohne Weiteres möglich, sich über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft zu geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterzuziehen. Ob die Begründung in der Sache zutrifft, ist demgegenüber eine Frage der Beweiswürdigung, zu deren Rüge die Beschwerdeführerin indes nicht befugt ist.