Citation: 1C_437/2022 E. 2.2

2.2. Gegenstand der streitigen Schlussverfügung ist die rechtshilfeweise Herausgabe von Kontenunterlagen. Das Bundesstrafgericht ist auf die vorinstanzliche Beschwerde hiegegen nicht eingetreten. Es erwog im Wesentlichen, was folgt: Weder seien die Beschwerdeführer direkt betroffene Konteninhaber, noch machten sie geltend, sie seien an der F.________ SA (in Liquidation) wirtschaftlich berechtigt; sie hätten dies im Gegenteil bestritten. Zwar stellten sie sich auf den Standpunkt, in BGE 125 II 356 werde all jenen Personen eine selbständige Legitimation zur Beschwerde gegen eine Schlussverfügung zuerkannt, die zuvor in einer "spontanen Übermittlung" von Beweismitteln erwähnt wurden. Dieser Ansicht sei jedoch nicht zu folgen. In BGE 125 II 356 (E. 3a S. 361) werde zunächst der Grundsatz erwähnt, dass die unaufgeforderte Übermittlung von demjenigen beanstandet werden kann, der auch zur Beschwerde gegen die Schlussverfügung legitimiert ist. Das Bundesgericht verweise sodann auf BGE 125 II 247 E. 6a (S. 247 f.). Dort werde aber gerade hervorgehoben, dass ein Rechtschutzinteresse zur Anfechtung der Schlussverfügung bestehen müsse. Die drei von der Schlussverfügung und der vorausgegangenen unaufgeforderten Übermittlung betroffenen Personen seien (gemäss BGE 125 II 356) "schon als Konteninhaber legitimiert" gewesen. Es sei im vorliegenden Fall auch keine Rechtsschutzlücke zu erkennen. Grundsätzlich beschwerdelegitimiert gewesen seien namentlich Personen, die sich als wirtschaftlich Berechtigte der F.________ SA (in Liquidation) ausgewiesen hätten. Wer hingegen in den herauszugebenden Unterlagen lediglich erwähnt werde, habe nicht automatisch ein Beschwerderecht. Es genüge auch nicht, dass sich die ausländische Strafuntersuchung gegen einen Rechtsuchenden richtet oder die Rechtshilfemassnahme ein ausländisches Strafverfahren fördert.