Citation: I 553/06 10.05.2007 E. 4.3

4.3.1 Die Beschwerdeführerin brach ihre Schulausbildung in der Türkei ein Jahr vor der Matura ab und reiste 1987 mit 18 Jahren in die Schweiz ein, wo sie einen bereits hier lebenden türkischen Staatsangehörigen heiratete. Gemäss Bericht über die Abklärung an Ort und Stelle vom 10. Oktober 2001 arbeitete sie nach der Einreise Teilzeit und gebar 1989 das erste Kind. Obschon die Versicherte gegenüber der Abklärungsperson angab, sie würde ohne gesundheitliche Probleme 100 % arbeiten, habe sie - wie im Bericht festgehalten wurde - nie ein Vollzeitpensum ausgeübt und nur im Jahr 1990 ca. 36 Stunden pro Woche gearbeitet, was neben dem Kleinkind eine Überforderung gewesen sei. Seither sei sie nie mehr als 6 bis 14 Stunden pro Woche erwerbstätig gewesen und arbeite seit 1998 gar nicht mehr. Im Jahr 1994 erfolgte die Geburt des zweiten, 1999 diejenige des dritten Kindes. 4.3.2 Wie das kantonale Gericht in sorgfältiger Würdigung der Aktenlage darlegt, geht aus den IK-Auszügen lediglich für die Jahre 1990 und 1991 ein höheres Arbeitspensum als die dem Entscheid zu Grunde gelegten 34 % hervor, wohingegen nach 1991 und erst recht nach der Geburt des zweiten Kindes 1994 nur noch eine bescheidene Erwerbstätigkeit sowie die Auszahlung von Arbeitslosentaggeldern auszumachen ist. Wenn die Beschwerdeführerin diesbezüglich wiederum vorbringt, sie habe seit 1993 ernsthafte gesundheitliche Probleme und habe deswegen ihre Erwerbstätigkeit massiv reduzieren müssen, ist mit der Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass der Hausarzt der Versicherten, Dr. med. A.________, erstmals per 12. September 1998 eine Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit als Fabrikarbeiterin attestiert hatte (Bericht vom 6. Oktober 2000). Gleichzeitig wies Dr. med. A.________ auf die von Anfang an sehr belastende familiäre Situation in der Schweiz hin und erwähnte die Erstmanifestation einer Depression mit Hyperventilationsattacken und sehr wechselndem Verlauf ab 1993, was jedoch offensichtlich keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hatte. Wie das kantonale Gericht ebenfalls zutreffend dargelegt hat, monierte die Beschwerdeführerin in ihrer eigenen Stellungnahme zum Abklärungsbericht vom 19. Oktober 2001 lediglich die geschätzten Einschränkungen im Haushalt, nicht aber die vorgenommene Aufteilung zwischen Erwerbs- und Hausfrauentätigkeit, wohingegen eine 100%ige Erwerbstätigkeit im hypothetischen Gesundheitsfall erst in der Stellungnahme des Rechtsvertreters zum Vorbescheid vom 28. März 2002 geltend gemacht wurde. In Würdigung der gesamten Umstände, wozu auch die Betreuungsaufgaben gegenüber den drei Kindern sowie die finanziellen Verhältnisse der Familie gehören, ist nicht zu beanstanden, dass es die Vorinstanz als nicht überwiegend wahrscheinlich erachtet hat, dass die Beschwerdeführerin mehr als 34 %, was dem höchsten Arbeitspensum in den letzten Jahren entspricht, erwerbstätig wäre. Auf die einlässlichen und überzeugenden Erwägungen kann verwiesen werden. Die Invalidität ist daher zu Recht nach der gemischten Bemessungsmethode ermittelt worden.