Citation: 9C_6/2025 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht erwog, die Beschwerdeführerin habe die Maklertätigkeit in der C.________ GmbH für ihre eigenen Miteigentumsanteile ausgeführt und als Maklerin für die Miteigentumsanteile ihres Ehemannes (d.h. des Beschwerdeführers) fungiert. Zwar bewirke ihre Anstellung bei der C.________ GmbH noch keine wirtschaftliche Verbundenheit mit derselben, doch habe sich insofern ein enger faktischer (persönlicher und wirtschaftlicher) Bezug ergeben, als die Beschwerdeführerin vom Ehemann und Organ sowie Eigentümer der C.________ GmbH als einzige Angestellte der C.________ GmbH beschäftigt worden sei. Eine Gleichlagerung der Interessen der Beschwerdeführer unter sich und im Verhältnis zur C.________ GmbH resultiere daraus, dass sich der Maklervertrag auf ihre je hälftigen Miteigentumsanteile bezogen und der Verkauf die Zahlung des Maklerlohnes an die vom Beschwerdeführer beherrschte C.________ GmbH zur Folge gehabt habe. Eine wirtschaftliche Verbundenheit der C.________ GmbH und des Beschwerdeführers als deren Organ und Eigentümer sei ohne Weiteres gegeben. Angesichts der engen wirtschaftlichen und persönlichen Verflechtung sowie der Gleichlagerung der Interessen der Vertragsparteien könne die von den Beschwerdeführern an die C.________ GmbH bezahlte Provision nicht als anrechenbare Aufwendung abgezogen werden. Die C.________ GmbH gelte nicht als "Drittperson" im Sinne von Art. 137 Abs. 1 lit. e StG/SG. Ebenso wenig sei hinreichend dargetan, dass das Maklergeschäft mit einem unabhängigen Dritten in gleicher Weise vereinbart worden wäre, denn der Geschäftszweck der C.________ GmbH bestehe gerade im Kauf und Verkauf bzw. der Vermittlung von Immobilien und die Beschwerdeführerin habe die entsprechende Tätigkeit in der C.________ GmbH im hier massgebenden Zeitpunkt effektiv ausgeübt.