Citation: 5P.155/2006 27.07.2006 E. 4

4.1 Ferner rügt die Beschwerdeführerin, auf den Bericht von Dr. D.________ vom 22. November 2005 habe nicht abgestellt werden dürfen, denn der Bericht sei widersprüchlich und auf ihr Begehren aus dem Recht gewiesen worden. Es ist richtig, dass das Verwaltungsgericht in E. 6 S. 17 dem Antrag der Beschwerdeführerin gefolgt ist und dieser Bericht trotzdem in E. II./5. erwähnt wird. Für die Beurteilung des Obhutsentzugs hat das Verwaltungsgericht indessen nicht darauf, sondern namentlich auf die Berichte des PZH vom 19. Oktober 2005 und 16. Dezember 2005 abgestellt (E. III./8b S. 19/20). Inwiefern durch dieses Versehen gegen die Verfassung verstossen worden sein soll, wird von der Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich dargetan. Darauf kann nicht eingetreten werden. 4.2 Ebenfalls nicht eingetreten werden kann auf den Antrag der Beschwerdeführerin, ein unabhängiges Fachgutachten in Auftrag zu geben, legt doch die Beschwerdeführerin nicht dar, diesen Antrag im kantonalen Verfahren gestellt zu haben. Das Ersuchen ist unzulässig, denn im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde sind neue tatsächliche und rechtliche Vorbringen grundsätzlich unzulässig (BGE 128 I 354 E. 6). Das gilt auch für die Beweisanträge zum Beizug der Akten des Heims H.________, zur Befragung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dieses Heims und zur Einvernahme der Beiständin des Kindes als Zeugin. 4.3 Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin, Art. 8 EMRK sei verletzt worden, weil sie kein selbst bestimmtes Leben mehr mit ihrem Kind verbringen könne. Die Zwangsverbeiständung verstosse krass gegen Art. 8 BV und Art. 14 EMRK. Sie sei nicht geisteskrank und das Kind bedürfe weder der Fürsorge noch der Unterbringung in einem Heim. Die Behörden seien überfordert, weil sie nicht gewillt sei, "jedweden schädlichen" Vorschlag zu akzeptieren. Die Einweisung des Kindes in das Heim H.________ verletze Art. 8 EMRK. Zudem liege darin eine Diskriminierung einer angeblich psychisch behinderten Person nach Art. 8 BV und Art. 14 EMRK. Die Kurzbesuche genügten nicht, um die Mutter-Kind-Beziehung hinreichend zu festigen, und die Besuchstage seien willkürlich festgelegt worden. Eine Heimeinweisung dürfe nur dann angeordnet werden, wenn konkrete Beweismittel vorhanden seien, dass das Kind psychisch oder physisch misshandelt werde. Weder bei der Beschwerdeführerin noch beim Vater des Kindes bestünden Indizien, dass sie nicht fähig seien, ihr gemeinsames Kind zu betreuen. Die Wegnahme des Kindes verletze Art. 8 EMRK, weil massiv ins Familienleben zwischen der Beschwerdeführerin und ihrer Tochter eingegriffen werde. Diese Ausführungen stellen samt und sonders appellatorische Kritik an der Beweiswürdigung des Verwaltungsgerichts dar oder beschlagen der Berufung vorbehaltene Rechtsfragen. Das Verwaltungsgericht hat ausführlich begründet, warum die Beschwerdeführerin - zur Zeit - nicht in der Lage ist, ihre Tochter zu betreuen und ihr die Obhut über das Kind entzogen werden muss. Das Verwaltungsgericht hat auch einlässlich ausgeführt, wieso es die Besuche auf drei Halbtage pro Woche beschränkt hat. Damit setzt sich die Beschwerdeführerin überhaupt nicht auseinander. Mit den vorgenannten Einwendungen wird in keiner Weise dargetan, inwiefern die kantonalen Richter Tatsachenfeststellungen getroffen hätten, die vor der Verfassung nicht Stand halten sollen. Darauf wie auch auf die in keiner Weise begründeten - sondern bloss behaupteten - Verletzungen der BV und der EMRK kann nicht eingetreten werden.