Citation: 6B_790/2022 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz verneint eine Verletzung der Begründungspflicht. Sie stellt fest, der Einstellungsverfügung lasse sich insbesondere entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin 1 den Tatverdacht der versuchten schweren Körperverletzung als nicht anklagegenügend erstellbar erachtet habe, da sich dieser lediglich auf die ihrer Auffassung nach vagen bzw. unglaubhaften Aussagen des Beschwerdeführers und dessen Vaters stütze. Die Vorinstanz folgert, der Beschwerdeführer sei anhand der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung ohne Weiteres in der Lage gewesen, ein Rechtsmittel zu ergreifen und dieses ausführlich zu begründen. Der blosse Umstand, dass die Beschwerdegegnerin 1 der Argumentation des Beschwerdeführers materiell nicht gefolgt sei, verletze dessen Anspruch auf rechtliches Gehör nicht. Diese Schlussfolgerung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Eine Verletzung der Begründungspflicht ist nicht ersichtlich. Damit erweist sich die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe sein Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verletzt, indem sie die Einstellungsverfügung geschützt habe, obgleich die Beschwerdegegnerin 1 die Begründungspflicht missachtet habe, als unbegründet.