Citation: 6B_370/2024 E. C

Den bereits in Rechtskraft erwachsenen Schuldsprüchen und der Landesverweisung liegt folgender Sachverhalt zugrunde: C.a. Am 14. Juli 2021 zwischen 17:05 Uhr und 17:15 Uhr kollidierte A.________ in Frick auf der Gegenfahrbahn mit dem von B.________ gelenkten Lastwagen seitlich, wodurch an beiden Fahrzeugen ein Sachschaden entstanden ist. Trotz des verursachten Unfalls hat sie sich vom Unfallort entfernt und damit verhindert, dass die Polizei zeitnah eine Alkohol- oder Blutprobe oder andere entsprechende Voruntersuchungen durchführen konnte. Am selben Tag um ca. 19:15 Uhr verursachte A.________ beim Dinokreisel in Frick sowohl an ihrem eigenen Fahrzeug wie auch an jenem von C.________ einen Sachschaden und verliess den Unfallort, ohne das Eintreffen der Polizei abzuwarten. Im Anschluss an den Unfall beim Dinokreisel in Frick kam A.________ in Kaisten von der nassen Strasse ab und landete in einem an die Strasse angrenzenden Feld, wodurch ein Landschaden entstanden ist. C.b. Die 46-jährige ledige A.________ ist deutsche Staatsangehörige und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Sie ist am 1. Februar 2007 im Alter von 29 Jahren in die Schweiz eingereist. Ihre prägende Jugend- und Adoleszenzphase verbrachte sie in ihrer Heimat. Am 7. Februar 2007 erhielt sie eine Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B EU/EFTA). Mit Verfügung des Departements Volkswirtschaft und Inneres, Amt für Migration und Integration, vom 6. März 2012 wurde ihr aufgrund des damals gegen sie hängigen Strafverfahrens wegen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz und Führens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand die Niederlassungsbewilligung nicht erteilt, sondern die Aufenthaltsbewilligung um fünf Jahre bis März 2017 verlängert. Am 7. März 2017 wurde ihre Aufenthaltsbewilligung in eine Niederlassungsbewilligung (Ausweis C EU/EFTA) umgewandelt. Bezüglich ihrer wirtschaftlichen und beruflichen Integration ergibt sich Folgendes: A.________ hat in Deutschland eine Berufslehre zur Hotelfachfrau absolviert und war danach als Servicekraft in einem Kaffeeshop in Leipzig tätig, wobei sie auch über eine Ausbildung als Barista verfügt. In der Schweiz hat sie von 2018 bis Januar 2021 bei der D.________ AG gearbeitet. Zwischendurch war sie arbeitslos, konnte durch die Kinderbetreuung jedoch einen Nebenverdienst erzielen. Im darauffolgenden Jahr war sie zu 50 % selbstständig erwerbstätig, bezog daneben aber weiterhin Arbeitslosengeld. Zwischen Januar und Juli 2023 belief sich ihr als Kinderbetreuerin erwirtschafteter Verdienst auf Fr. 14'375.--. Sie erzielt zum Zeitpunkt des Urteils des Obergerichts ein Einkommen von monatlich rund Fr. 6'000.--, das sich aus dem durch die Kinderbetreuung erwirtschafteten Verdienst von monatlich Fr. 2'000.-- und der Zimmervermietung von monatlich Fr. 3'000.-- bis Fr. 4'000.-- zusammensetzt. A.________ zahlt ihre Hypothekarschulden im Umfang von Fr. 1'000.-- monatlich ab. Die Amortisation dauert noch drei Jahre fort. C.c. A.________ ist wie folgt vorbestraft: Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 20. April 2012 wurde sie wegen Führens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand mit qualifizierter Blutalkoholkonzentration (3.07 Promille) zu einer bedingten Geldstrafe von 100 Tagessätzen unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren und zu einer Busse von Fr. 800.-- verurteilt. Mit Urteil des Bezirksgerichts Bremgarten vom 1. März 2017 wurde A.________ wegen mehrfachen Führens eines Motorfahrzeuges in angetrunkenem Zustand mit qualifizierter Blutalkoholkonzentration (3.18 Promille) und weiterer Strassenverkehrsdelikte zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von vier Jahren und einer Busse von Fr. 500.-- verurteilt.