Citation: I 114/99 07.05.2001 E. 4

4.- a) Die Beschwerdeführerin wurde zweimal durch die MEDAS St. Gallen polydisziplinär untersucht. Im ersten Gutachten vom 15. März 1994 wurde eine Verminderung der Arbeitsfähigkeit um 40 %, höchstens 50 % festgestellt und darauf hingewiesen, dass es vom therapeutischem Standpunkt aus wünschbar sei, wenn die Versicherte baldmöglichst an einem Arbeitsort platziert werde, wo sie zunächst halbtags eine nicht einseitig belastende, leichtere Tätigkeit ausüben könne. Diese Schlussfolgerungen der Gutachter sind einleuchtend und nachvollziehbar. Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geben keinen Anlass, sie in Frage zu stellen. Im (zweiten) Gutachten der MEDAS vom 10. November 1997 wird in Kenntnis der vorangehenden medizinischen Akten sowie nach Durchführung weiterer Abklärungen schwergewichtig eine psychiatrische Diagnose erhoben. Nachdem sich eine depressive Entwicklung bereits 1994 gezeigt habe, sei es infolge der Subarachnoidalblutung im Mai 1997 psychisch zu einer völligen Dekompensation gekommen. Wegen dieser schweren psychischen Störung sei für jegliche Tätigkeit eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit gegeben. Auch diese Beurteilung ist schlüssig und nachvollziehbar. b) Die Vorinstanz stellt fest, dass vollständige Arbeitsunfähigkeit nicht erst Mitte Mai 1997, sondern bereits früher eingetreten sei. Zwar bestätigte Dr. med. P.________ am 25. August 1995, dass er die Beschwerdeführerin auf Zuweisung des Hausarztes seit dem 29. Juni 1994 ambulant psychiatrisch betreue, jedoch äussert er sich entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht zur Arbeitsunfähigkeit. Verwaltung und Vorinstanz begründen die Rentenerhöhung auf den 1. Dezember 1995 damit, dass die Berufsberaterin anlässlich eines Gesprächs am 19. September 1995 vollständige Arbeitsunfähigkeit festgestellt habe. Dem ist beizupflichten, schloss die Berufsberaterin doch aufgrund des Krankheitsbildes schon damals jegliche berufliche Eingliederungsmassnahme aus, so dass ab diesem Zeitpunkt eine rentenwirksame Verschlechterung des Gesundheitszustandes angenommen werden kann. Zwar ist diese Beurteilung nicht durch einen Arzt erfolgt, doch lässt sie sich mit den vorhandenen Akten in Einklang bringen. Wenn die IV-Stelle die Rentenanpassung gestützt auf Art. 88a IVV auf den 1. Dezember 1995 vornahm, so ist dies nicht zu beanstanden. Die Verfügungen vom 20. Mai 1998 sind somit in Ordnung.