Citation: 8C_207/2020 E. 4.2

4.2. Vorliegend ist die IV-Stelle unbestrittenermassen auf das Neuanmeldungsgesuch vom 17. Oktober 2017 eingetreten. Mit Verfügung vom 13. Dezember 2016 wurde das Leistungsgesuch trotz gutachterlich attestierter vollständiger Arbeitsunfähigkeit abgewiesen, da die invalidenversicherungsrechtlichen Voraussetzungen nach damaliger Rechtsprechung nicht erfüllt waren. Diese Rechtsprechung ist mit BGE 143 V 409 und 418 am 30. November 2017 geändert worden. Zwar rechtfertigt eine Praxisänderung grundsätzlich keine Änderung formell rechtskräftiger Entscheide über Dauerleistungen (BGE 144 III 285 E. 3.4 S. 295 f. mit Hinweisen). Ist aber - wie vorliegend - die anspruchserhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse glaubhaft gemacht, hat die Verwaltung auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend zu prüfen (SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121, 8C_746/2013 E. 2; Urteile 8C_541/2019 vom 23. Dezember 2019, E. 5.3, 8C_454/2018 vom 16. November 2018 E. 4.1).