Citation: 5A_409/2020 E. 2

Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens ist zunächst, ob der Beschwerdegegner gegenüber der von ihm unterzeichneten Schuldanerkennung vom 9. Juli 2019 Einreden und Einwendungen aus dem Grundverhältnis vorbringen kann. Das Obergericht hat dies bejaht. Die Beschwerdeführerin sieht darin eine Verletzung von Art. 17 OR, von Art. 2 und 8 ZGB sowie von Art. 82 SchKG (unten E. 3). Sodann ist die Beurteilung der erhobenen Einwendung, nämlich der nicht erfüllten Gegenleistung bzw. des nicht erfüllten Vertrages, strittig. Das Regionalgericht hat die Einwendung als glaubhaft gemacht beurteilt und das Obergericht hat diese Schlussfolgerung nicht als willkürlich erachtet. Die Beschwerdeführerin wirft dem Obergericht Willkür bei der Beweiswürdigung vor (unten E. 4).