Citation: 5A_975/2022 E. 3.3

3.3. Die Einwendungen des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit der Bindungstoleranz der Mutter und der Kommunikationsfähigkeit der Eltern zielen an den Erwägungen des Kantonsgerichts vorbei; denn sollten diese beiden Kriterien in dem vom Beschwerdeführer behaupteten Umfang nicht erfüllt sein, könnten die Betreuungsanteile von vornherein nicht im beantragten Umfang angeordnet werden. Der Vorwurf, das Kantonsgericht habe nicht genügend untersucht, inwiefern eine Ausdehnung der Betreuungsanteile neue Konfliktfelder eröffnen würde, genügt den an Sachverhaltsrügen gestellte Begründungsanforderungen nicht. Mit den Erwägungen, wonach dem Kindeswohl am meisten gedient sei, wenn nach den zahlreichen Verfahren Ruhe einkehre, und stabile soziale Verhältnisse gegen eine Erweiterung der Betreuungsanteile sprächen, setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Insgesamt zeigt er nicht auf und ist nicht ersichtlich, dass das Kantonsgericht grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgewichen ist, dass es Tatsachen berücksichtigt hat, die für den Entscheid im Einzelfall keine Rolle hätten spielen dürfen, oder dass es umgekehrt Umstände ausser Betracht gelassen hat, die zwingend hätten beachtet werden müssen. Ebenso weist er den angefochtenen Entscheid nicht als offensichtlich unbillig oder als in stossender Weise ungerecht aus (vgl. E. 1.3). Der Vorwurf, das Kantonsgericht habe mit seinem Entscheid Art. 298 Abs. 3ter und Art. 274 ZGB verletzt, ist unbegründet.