Citation: 4A_372/2019 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer bringt zur Begründung seiner Rüge der Verletzung von Art. 56 OR vor, die Vorinstanz habe zu Unrecht, nämlich trotz bestehender Zweifel, den Entlastungsbeweis des Tierhalters als erbracht betrachtet. Er führt aus, es sei insbesondere nicht festgestellt, weshalb die Durchgänge zwischen der Kuh- und Pferdeweide geöffnet waren. Ebenfalls möglich sei, dass die Pferde die Weide über den Ausgang zum Hof verliessen, weil der Zaun am Vorabend schlicht nicht geschlossen worden sei. Zudem würden die Pferde keine auf eine Durchbrechung der Zäune hindeutenden Verletzungen aufweisen. Da überdies nicht erstellt sei, dass die Pferde in Panik flüchteten, sei auch nicht klar, ob ein Zaun mit der erforderlichen Höhe die Pferde nicht doch hätte aufhalten können. Der Beschwerdeführer schlussfolgert, vor diesem Hintergrund könne jedenfalls nicht ohne erhebliche Zweifel auf eine Entlastung des Beschwerdegegners zufolge fehlendem Kausalzusammenhang zwischen seiner Pflichtverletzung und dem eingetretenen Schaden geschlossen werden.