Citation: 6B_1364/2016 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt die Voreingenommenheit der am Strafentscheid vom 31. August 2016 beteiligten Kantonsrichter A.________ und B.________. Diese hätten bereits am Entscheid vom 29. August 2014 mitgewirkt, weshalb sie die Vorgaben der BV und der EMRK im Hinblick auf die Garantie eines fairen Prozesses und eines unbefangenen Entscheids nicht erfüllten. Wie sich aus den Akten und dem angefochtenen Entscheid ergeben, wurde dem Beschwerdeführer die voraussichtliche personelle Zusammensetzung der Strafkammer des Kantonsgerichts St. Gallen am 25. Mai 2016 bekanntgegeben. Einwände dagegen hätte der Beschwerdeführer nach der Mitteilung vom 25. Mai 2016 sofort geltend machen müssen, wenn er der Auffassung war, die Zusammensetzung des Spruchkörpers sei konventions- und verfassungswidrig bzw. es bestünden Ausstandsgründe gegen einzelne Richter (Art. 58 Abs. 1 StPO). Das erst im bundesgerichtlichen Verfahren gestellte Ausstandsbegehren gegen den Kantonsrichter A.________ ist folglich verspätet. Darauf ist nicht einzutreten. Auf das im kantonalen Verfahren gestellte Ausstandsbegehren gegen den Kantonsrichter B.________ ist die Strafkammer des Kantonsgericht St. Gallen bereits am 16. Juni 2016 nicht eingetreten. Gegen diesen Zwischenentscheid wäre die Beschwerde ans Bundesgericht zulässig gewesen (Art. 92 Abs. 1 BGG). Heute kann der Beschwerdeführer diese Frage nicht mehr aufwerfen (Art. 92 Abs. 2 BGG).