Citation: 5A_555/2023 E. 4

In formeller Hinsicht bringt der Beschwerdeführer vor, das Obergericht habe sein rechtliches Gehör verletzt (Rz. 32), in Verletzung von Art. 316 ZPO weder eine mündliche Verhandlung noch einen zweiten Schriftenwechsel durchgeführt (Rz. 33) und in Verletzung von Art. 318 Abs. 1 lit. c ZPO einen reformatorischen Entscheid gefällt (Rz. 34). Die Mutter hatte bereits im erstinstanzlichen Verfahren die Genehmigung der Auswanderung des Kindes nach Mexiko verlangt (Rechtsbegehren Ziff. 6 des Eheschutzgesuches, vgl. angefochtener Entscheid S. 3), so dass die Auswanderungsfrage nicht erst im zweitinstanzlichen Verfahren ein Thema war. Dass das Bezirksgericht - in Verletzung von Art. 301a ZGB (dazu E. 5) - die Auswanderungsfrage gewissermassen beiseite geschoben und sich einfach auf den Standpunkt gestellt hat, eine alternierende Obhut in der Schweiz sei das Beste für C.________, führt nicht dazu, dass das Obergericht die spezifische Streitfrage nicht hätte entscheiden dürfen, sondern die Angelegenheit an das Bezirksgericht hätte zurückweisen müssen. Im Übrigen hatte im Rechtsmittelverfahren keine Partei eine Anhörung oder einen zweiten Schriftenwechsel verlangt (vgl. Berufungsanträge, angefochtener Entscheid S. 7 ff.). Inwiefern Verfassungsverletzungen vorliegen sollen, wenn das Obergericht angesichts des umfassenden erstinstanzlichen Aktenmaterials und der beidseitig eingereichten Berufungsschriften und jeweiligen Berufungsantworten die Sache als spruchreif angesehen hat, wird (mit den im Übrigen weitestgehend appellatorischen) Ausführungen nicht dargetan.