Citation: 2C_520/2017 E. 1.3

1.3. Wie es sich damit verhält, braucht im Rahmen des Eintretens, bei dem es genügt, einen Anspruch in vertretbarer Weise geltend zu machen, indessen nicht abschliessend entschieden zu werden. Der Beschwerdeführer ist mit sieben Jahren in die Schweiz eingereist. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) geht davon aus, dass nicht alle Einwanderer - unabhängig von der Dauer ihres Aufenthalts - zwangsläufig auch über ein Familienleben im Sinne von Art. 8 EMRK verfügen. Diese Bestimmung schütze auch das Recht, Beziehungen zu anderen Menschen bzw. der Aussenwelt herzustellen und zu pflegen, weshalb aufenthaltsbeendende Massnahmen gegen Personen mit langjährigem Aufenthalt einen Eingriff in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK (bzw. Art. 13 BV) bilden und sich im Rahmen einer Interessenabwägung nach dessen Ziffer 2 rechtfertigen müssen (vgl. die Urteile 2C_1086/2015 vom 22. Juli 2016 E. 1.2.2; 2C_725/2014 vom 23. Januar 2015 E. 5; 2C_512/2013 vom 17. Februar 2013 E. 3.1; ZÜND/HUGI YAR, a.a.O., N. 14 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des EGMR). Auf die frist- und grundsätzlich formgerecht eingereichte Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist somit einzutreten.