Citation: 2C_152/2020 E. 4.1.3

4.1.3. Bezüglich Begründung der Ermessensveranlagung ist von Art. 131 Abs. 2 DBG auszugehen, wonach die Veranlagungsverfügung als begründet gilt, wenn die Abweichungen von der Steuererklärung bekannt gegeben werden. Sowohl die Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen (Urteil 2C_372/2016 / 2C_374/2016 vom 7. Juni 2016 E. 3.3.4) als auch der Einspracheentscheid müssen praxisgemäss keiner höheren Anforderung genügen; Art. 135 Abs. 2 DBG, wonach der Einspracheentscheid zu begründen ist, geht diesbezüglich vom selben Verständnis aus wie Art. 131 Abs. 2 DBG (Urteil 2C_596/2012 vom 19. März 2013 E. 4.1). In dem vom Beschwerdeführer zitierten Urteil 2C_1077/2012 / 2C_1078/2012 vom 24. Mai 2014 war der steuerbare Umsatz zwecks Mehrwertsteuerveranlagung nach Ermessen zu schätzen, was im Vergleich zur Schätzung des unselbständigen Erwerbseinkommens relativ komplex ist, müssen doch verschiedene, geeignete Kriterien herangezogen werden, um den Umsatz zu berechnen. In diesem, und selbst in diesem Zusammenhang hat das Bundesgericht festgehalten, dass die Ermessensveranlagung keinen allzu hohen Anforderungen bezüglich Berechnungsgrundlage und Begründungsdichte genügen und lediglich zumindest ansatzweise validierbar sein muss (Urteil 2C_1077/2012 / 2C_1078/2012 vom 24. Mai 2014 E. 3.7).