Citation: 1D_1/2017 E. 3.1

3.1. Für die ordentliche Einbürgerung definiert das Bundesrecht die Anforderungen an die Eignung des Gesuchstellers (Art. 14 des Bundesgesetzes vom 29. September 1952 über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts [BüG; SR 141.0]) und an den Wohnsitz (Art. 15 BüG). Den Kantonen steht es frei, über die in Art. 38 Abs. 2 BV ausdrücklich als Mindestvorschriften bezeichneten Voraussetzungen des Bundes für die ordentliche Einbürgerung hinauszugehen (Urteil 1D_1/2014 vom 1. Oktober 2014 E. 3.6 mit Hinweisen, in: ZBl 116/2015 S. 105). Hinsichtlich der Eignung der Gesuchsteller gelten im Kanton Luzern gemäss § 13 des kantonalen Bürgerrechtsgesetzes vom 21. November 1994 (kBüG; SRL Nr. 2) folgende Voraussetzungen: 1 Ausländern und Ausländerinnen kann auf Gesuch hin das Gemeindebürgerrecht zugesichert werden, wenn sie zusätzlich zu den Voraussetzungen gemäss § 12 a. in die örtlichen Verhältnisse eingegliedert sind, b. mit den örtlichen Lebensgewohnheiten, Sitten und Gebräuchen vertraut sind und sie akzeptieren, c. die Rechtsordnung beachten, d. die innere und äussere Sicherheit der Schweiz nicht gefährden. § 12 kBüG legt die Voraussetzungen fest, unter denen Schweizer das Gemeinde- und Kantonsbürgerrecht erhalten. Danach ist unter anderem erforderlich, dass sie in der Einbürgerungsgemeinde einen guten Ruf geniessen (Abs. 1 lit. c).