Citation: 1P.557/2001 17.12.2001 E. 2

Der Beschwerdeführer macht geltend, aufgrund eines Zeitungsartikels über den erstinstanzlichen Prozess, der am 17. August 2000 in "Le Temps" erschienen sei, hätten sowohl das Kantonsgericht wie auch er Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Amtsgeheimnisverletzung eingereicht. Zum Kreis der möglichen Täter seien auch die Mitglieder des Kantonsgerichtes zu zählen sowie jene Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft, die mit den Akten des Falles betraut waren. Sofern sich herausstellen würde, dass einer der mit der Berufung befassten Kantonsrichter Urheber der angezeigten Amtsgeheimnisverletzung (zum Nachteil des Beschwerdeführers) gewesen wäre, läge ein Umstand vor, der geeignet sei, Misstrauen in die richterliche Unparteilichkeit zu erwecken. Dabei könne es "nicht darauf ankommen, wie gross die Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Befangenheit" wäre. Es sei daher "ohne Belang, ob nur die betreffenden Richter oder aber 50 bis 100 Personen" (wie von den kantonalen Behörden geltend gemacht) mit den fraglichen Akten in Kontakt kamen. Ausserdem vertritt der Beschwerdeführer die Auffassung, dass "auch der durch das ausserordentliche Medienecho hervorgerufene öffentliche Erwartungsdruck die Unvoreingenommenheit des Kantonsgerichtes beeinträchtigt haben könnte". Der angefochtene Entscheid verletze daher Art. 30 Abs. 1 BV sowie Art. 6 Ziff. 1 EMRK.