Citation: 6B_537/2014 E. 2.3

2.3. Die Ausführungen des Beschwerdeführers beschränken sich im Wesentlichen auf die behauptete Mangelhaftigkeit der Signalisation auf dem infrage stehenden Streckenabschnitt. Die fragliche Signalisation habe seinen Irrtum hervorgerufen beziehungsweise ihn in der Auffassung, er befinde sich auf einer Einspurstrecke, bestärkt. Auch die übrigen Verkehrsteilnehmer würden regelmässig und konsequent auf dem mittleren Fahrstreifen fahren. Insofern unterlägen auch sie demselben Irrtum wie er selber. Die Signalisation sei derart mangelhaft, dass man einem Irrtum unterliegen müsse. Diese Argumentation verfängt nicht. Der Beschwerdeführer setzt dabei ohne weiteres voraus, dass er sich in einem Irrtum befand. Dies widerspricht jedoch der verbindlichen Feststellung der Vorinstanz, wonach der Beschwerdeführer die Strecke gut kannte, er sich nicht irrte und ihm bewusst war, dass der rechte Fahrstreifen geradeaus in Richtung St. Gallen führte. Inwiefern diese vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung willkürlich sein sollte, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf. Richtigerweise führt er aus, die mangelhafte Signalisation, mit welcher er seinen Irrtum begründet, wäre unter dem Titel der Vermeidbarkeit zu prüfen. Es erübrigen sich jedoch Ausführungen zur Vermeidbarkeit, wenn der Irrtum verneint wird. Der Beschwerdeführer bemängelt weiter, dass beide Vorinstanzen aus seiner Aussage, er habe beim Rechtsvorbeifahren besondere Vorsicht walten lassen, Vorsatz in Bezug auf Art. 90 Abs. 2 SVG abzuleiten versuchten. Dabei sei er sich der Regelwidrigkeit nicht einmal bewusst gewesen. Auf diese Weise werde unbeschadet vom objektiven auf den subjektiven Tatbestand geschlossen (Beschwerde, S. 10). Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz bejaht den Vorsatz nicht einzig gestützt auf die erwähnte Aussage. Vielmehr stellt sie fest, dass der Beschwerdeführer in Kenntnis der Verkehrssituation und des Rechtsüberholverbots auf der rechten Spur an den links fahrenden Fahrzeugen vorbeifuhr. Mit dem Überholmanöver habe er andere Verkehrsteilnehmer einer Gefährdung ausgesetzt und damit vorsätzlich eine für die Verkehrssicherheit objektiv wichtige Vorschrift verletzt (Urteil, S. 10). In Bezug auf das Überholen des einen Lastwagens hält die Vorinstanz lediglich ergänzend fest, aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer besonders vorsichtig am Fahrzeug vorbeigefahren sei, könne geschlossen werden, dass ihm die Gefährlichkeit des Manövers bewusst gewesen sei. Inwiefern die Bejahung des Vorsatzes insgesamt willkürlich sein soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Seine Beanstandungen erweisen sich als unzulässige appellatorische Kritik. Was der Beschwerdeführer mit Hinweis auf die nach seinem Dafürhalten unterschiedlichen beziehungsweise teilweise unterschiedlichen Fahrziele geltend macht (Beschwerde, S. 7), überzeugt ebenfalls nicht. Damit vermag er die vorinstanzlichen Feststellungen, wonach der rechte und mittlere Fahrstreifen mit St. Gallen gekennzeichnet waren, keine Einspurstrecke für Schaffhausen vorlag und unterschiedliche respektive teilweise unterschiedliche Fahrziele nicht signalisiert waren, nicht in Frage zu stellen. Insgesamt sind die Ausführungen des Beschwerdeführers nicht geeignet, aufzuzeigen, inwiefern das vorinstanzliche Beweisergebnis willkürlich sein sollte. Die Beschwerde genügt den Begründungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht, weshalb darauf nicht einzutreten ist.