Citation: 1C_257/2022 E. 8.3

8.3. Die Beschwerdeführerin macht dagegen geltend, die eben dargelegte Begründung der Vorinstanz widerspreche im Kern der Informations- und Medienfreiheit, da mit ihr letztlich jegliche Informationen unter Verschluss gehalten werden könnten. Ausserdem sei nicht ersichtlich, inwiefern eine Schwärzung, insbesondere von schützenswerten Personendaten, zu einer inhaltlichen Verfälschung der Dossiers bzw. der darin enthaltenen Informationen führen sollte. Diese Einwände überzeugen nicht. Es können grundsätzlich nur jene Informationen geheim gehalten werden, bei denen ein überwiegendes öffentliches oder privates Interesse an der Geheimhaltung besteht (vgl. oben E. 4.3). Wenn jedoch für einen sehr grossen Teil der Akten solche überwiegenden Geheimhaltungsinteressen bestehen, käme es zu einer fast umfassenden Schwärzung der Akten. Dass die Vorinstanz eine teilweise Einsicht in dieser Situation ablehnt, ist nicht zu beanstanden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass in einer anderen Konstellation eine teilweise Einsicht nicht gewährt werden muss. Des Weiteren betreffen die in den streitgegenständlichen Dossiers enthaltenen Akten und Informationen alle die gleichen Vorabklärungen der Bundespolizei (vgl. oben E. 3); sie sind eng miteinander verknüpft. Ein Zugang zu geschwärzten Akten birgt die Gefahr, dass einige Dokumente aus diesem Zusammenhang gerissen werden. Dies führt zwar nicht zu einer inhaltlichen Verfälschung des Dossiers oder der darin enthaltenen Akten, aber zu einer Verfälschung der Zusammenhänge und der Informationen. Die Vorinstanz hat kein Bundesrecht verletzt, indem sie einen teilweisen Zugang ablehnte.