Citation: 2C_478/2023 E. 4.4.2

4.4.2. Von Bedeutung ist ausserdem seine seit dem Jahr 2018 bestehende Ehe mit einer Schweizerin sowie das gemeinsame Kind, das im Mai 2020 zur Welt kam. Es ist unter den Verfahrensbeteiligten unbestritten, dass die eheliche Beziehung gelebt wird und intakt ist sowie die Beziehung zu seiner Ehefrau und zu seinem Kind eng erscheint (vgl. E. II.5.2.3.3 des angefochtenen Urteils). Das persönliche Interesse des Beschwerdeführers nach der Entlassung aus dem Strafvollzug wieder in der ehelichen Gemeinschaft sowie mit seinem Kind zusammenleben zu können, ist offensichtlich. Der Schweizer Ehefrau und dem Sohn mit schweizerischer Staatsangehörigkeit ist es grundsätzlich nicht zumutbar, zwecks Aufrechterhaltung des (ehelichen) Zusammenlebens mit dem Beschwerdeführer in dessen Heimat zu übersiedeln. Dem Beschwerdeführer ist auch zuzustimmen, dass es herausfordernd sein wird, die Beziehung zu seiner Ehefrau und seinem Kind über die Distanz zu leben. Indessen ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer am 21. Oktober 2015 - und damit noch vor dem Eheschluss am 16. Juli 2018 - bereits aufgrund seiner Straffälligkeit ausländerrechtlich verwarnt wurde. Die Heirat erfolgte nur kurz vor Fällung des erstinstanzlichen Urteils vom 25. Oktober 2018 wegen schwerer Körperverletzung, welche der Beschwerdeführer bereits im August 2016 begangen hatte. Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau mussten daher im Zeitpunkt der Eheschliessung damit rechnen, dass Ersterer möglicherweise nicht in der Schweiz verbleiben kann und damit ein zukünftiges eheliches Zusammenleben in der Schweiz allenfalls unmöglich sein wird (vgl. auch Urteile 2C_980/2018 vom 23. April 2019 E. 6.3.4; 2C_787/2018 vom 11. März 2019 E. 3.5). Insgesamt gelangt die Vorinstanz daher zu Recht zum Schluss, dass die Beziehung des Beschwerdeführers zu seiner Ehefrau und seinem Kind das persönliche Interesse am weiteren Verbleib in der Schweiz nur leicht zu erhöhen vermag.