Citation: 4P.159/2006 24.10.2006 E. 4

4.1 Das Obergericht legt dar, der Beschwerdeführer habe einen zur Verrechnung gestellten Schaden wegen der behauptetermassen um zweieinhalb Monate verspäteten Eröffnung des Sportzentrums vor der ersten Instanz zwar erwähnt, aber nicht beziffert. Die erstmalige Bezifferung des Schadens im Appellationsverfahren (Fr. 131'326.10) stelle eine unzulässige Änderung des Rechtsbegehrens im Sinne von § 98 Abs. 2 ZPO/LU dar. 4.2 Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht diesbezüglich Aktenwidrigkeit und willkürliche Anwendung von § 98 ZPO/LU vor. Er führt aus, der im Rahmen der Widerklage eingeklagte Betrag von Fr. 160'000.-- setze sich aus Verzögerungsschaden wegen verspäteter Eröffnung, Mängeln sowie Planungs- und Bauleitungsfehlern zusammen. Wenn der Beschwerdeführer in der Appellation den Schaden für die verspätete Eröffnung mit Fr. 131'326.10 beziffert habe, stelle dies keine Klageänderung dar, bleibe doch das Rechtsbegehren unverändert. 4.3 Wie es sich damit verhält kann offen bleiben. Die Aufhebung eines Entscheides rechtfertigt sich nämlich nur, wenn er sich nicht nur in einzelnen Punkten seiner Begründung, sondern auch im Ergebnis als verfassungswidrig erweist (BGE 131 I 217 E. 2.1 S. 219; 129 I 8 E. 2.1 S. 9, je mit Hinweisen). Das Amtsgericht hat mit Bezug auf den behaupteten Verspätungsschaden festgehalten, der Beschwerdeführer habe lediglich einen Beweisantrag für den Verzug des Beschwerdegegners, nicht aber für den entstandenen Schaden gestellt. Selbst wenn das Obergericht verfassungswidrig von mangelnder Bezifferung des Schadens ausgegangen wäre, könnte der betreffende Betrag dem Beschwerdeführer daher nicht zugesprochen werden, legt er doch in der staatsrechtlichen Beschwerde nicht dar, diese bestrittene Schadensposition mit Beweisanträgen untermauert zu haben. Auf die Rüge ist nicht einzutreten.