Citation: 2C_568/2021 E. 5.2.4

5.2.4. Die schwerwiegendste Verurteilung des Beschwerdeführers zu 26 Monaten Freiheitsstrafe liegt schon länger zurück (2009). Auch seit der Begehung der verfahrensauslösenden Delikte (2013) ist nunmehr einige Zeit vergangen. Seither machte sich der Beschwerdeführer jedoch erneut mehrfach und in nicht geringfügiger Weise strafbar: Gemäss dem Urteil des Regionalgerichts Emmental-Oberaargau vom 29. Mai 2020 delinquierte der Beschwerdeführer zuletzt am 1. September 2017 (falsche Anschuldigung und Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz) sowie zwischen ca. Juni 2015 bis Juni 2018 (Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz). Hierfür wurde er unter anderem zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten verurteilt. Es besteht namentlich die Gefahr, dass der Beschwerdeführer auch in Zukunft unter Alkoholeinfluss Gewaltdelikte begehen oder durch Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz eine konkrete Unfallgefahr für Dritte herbeiführen könnte. Diese Einschätzung entspricht der Begutachtung des Forensisch-Psychiatrischen Dienstes vom 13. Mai 2019, welche die Legalprognose gestützt auf die bisherige Rückfälligkeit in Kombination mit der jahrelangen Alkoholabhängigkeit als "deutlich belastet" beurteilte (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.3.4).