Citation: 8C_392/2015 E. 3.4.2

3.4.2. Die Einwände sind begründet. Der Beschwerdeführer hat im Verwaltungsverfahren am 27. Februar 2014 eine Stellungnahme zur vorgesehenen Begutachtung der Medizinischen Gutachterstelle B.________ eingereicht. Darin hat er erwähnt, dass ihm gegenüber am 30. und 31. Januar 2014 eine fürsorgerische Unterbringung wegen psychischer Störung verfügt worden sei und er sich hierauf bis 24. Februar 2014 in der Psychiatrischen Klinik C.________ aufgehalten habe. Er legte die entsprechenden Verfügungen bei. In diesen begründen die Fachärzte der Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie die angeordnete Massnahme namentlich mit einer schizoiden Persönlichkeitsstörung mit dissozialen Zügen und Hinweisen für wahnhaftes Erleben sowie mit einer akuten Fremdgefährdung durch Morddrohung gegenüber dem behandelnden Arzt und Drohung mit Amoklauf gegen verschiedene Ärzte. Das kantonale Gericht hat festgestellt, der psychiatrische Experte der Medizinischen Gutachterstelle B.________ habe die fürsorgerische Unterbringung berücksichtigt. Das findet indessen im Gutachten keine Stütze. Der psychiatrische Experte erwähnt lediglich "Ängste, nach vorübergehender Inhaftierung wegen angeblicher Bedrohung 02/204 neuerlich von der Exekutive abgeholt zu werden". Der Hinweis auf eine Inhaftierung ist nicht nur unzutreffend. Er gibt vor allem weder Auskunft über die Gründe der - wohlverstanden - medizinisch begründeten Einweisung noch über die Diagnosen, welche hiezu geführt haben, und deren Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Es kann sodann offen bleiben, ob es sich bei dem vom Beschwerdeführer erst letztinstanzlich aufgelegten Arztbericht vom 17. Februar 2014 um ein unzulässiges Novum handelt. Denn aufgrund der Vorbringen des Versicherten wären Verwaltung und Vorinstanz ohnehin gehalten gewesen, die medizinischen Berichte über die fürsorgerische Unterbringung in der psychiatrischen Klinik einzuholen und sich damit auseinanderzusetzen. Insoweit ist die Abklärungspflicht verletzt worden und das psychiatrische Gutachten unvollständig. Die Sache ist an die Verwaltung zurückzuweisen, damit diese die notwendigen Abklärungen nachhole und neu verfüge. Soweit sich überdies aus der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts zu anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (Urteil 9C_492/2014 vom 3. Juni 2015, zur Publikation vorgesehen) erweiterte Anforderungen an die Begutachtung ergeben, werden diese durch die Verwaltung zusätzlich zu berücksichtigen sein. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.