Citation: 4A_73/2024 E. 4.8

4.8. Die Beschwerdeführerin beanstandet die erwähnte Randziffer 288 des Schiedsspruchs allerdings auch als gehörsverletzende "überraschende Rechtsanwendung". Sie will aus der beanstandeten Erwägung ableiten, der Einzelschiedsrichter habe den Parteien eine "Art Grundlagenirrtum" unterstellt und Anhang XIII wegen dieses Irrtums als rechtsunwirksam erachtet, was die Parteien aber nie vorgebracht hätten. Dem kann nicht gefolgt werden. Die Annahme eines Grundlagenirrtums lässt sich dieser Erwägung nicht entnehmen, womit eine überraschende Rechtsanwendung von vornherein ausscheidet. Der Einzelschiedsrichter prüfte in den Randziffern 285-289 des Schiedsspruchs, ob der Beschwerdeführerin gestützt auf Anhang V-Addendum 1 in Verbindung mit Anhang XIII der einklagte Kommissionsanspruch zusteht, was er verneinte. Die Frage, ob seine Begründung für die Verneinung dieses Anspruchs in allen Einzelheiten, namentlich in der Bezugnahme auf Anhang XIII, richtig ist, beschlägt nicht das rechtliche Gehör. Damit erweist sich auch die fünfte und letzte Gehörsrüge der Beschwerdeführerin als unbegründet.