Citation: 9C_672/2019 E. 5.5

5.5. In Bezug auf das neurologische Teilgutachten bringt der Versicherte vor, es erschliesse sich nicht im Ansatz, welche erhobenen Befunde die Arbeitsfähigkeit in wie weit beeinträchtigen. Ebenfalls sei die gestellte Diagnose nicht aussagekräftig. Aus der Gesamteinschätzung der ABI-Gutachter ergibt sich, dass der Beschwerdeführer im August 2016 einen zerebrovaskulären Insult mit Halbseitensymptomatik rechts und Quadrantenanopsie nach rechts oben erlitt, wobei eine ischämische Läsion allerdings bildgebend (MRI) nicht nachgewiesen werden konnte. Die ABI-Experten stellten in neurologischer Hinsicht noch ein residuelles diskretes Hemisyndrom rechts fest. Somit ist durchaus ersichtlich, welches neurologische Leiden beim Versicherten noch vorhanden ist. Dr. med. C.________, Facharzt für Neurologie, berichtete in seiner Teilexpertise, dass die wesentlichen motorischen, sensorischen und kognitiven Funktionen intakt seien. Der Beschwerdeführer weise bei guten kognitiven Fähigkeiten allerdings einen erhöhten Pausenbedarf auf. Bei den Auswirkungen der geklagten Einschränkungen könne eine Verdeutlichungstendenz festgehalten werden. Eine angepasste Tätigkeit zeichne sich aus ohne Multitasking, ohne erheblichen Zeitdruck sowie ohne Schichtdienst. Der Neurologe führte damit - durchaus nicht sehr ausführlich, jedoch nachvollziehbar - aus, wie sich die neurologische Problematik auswirkt.