Citation: 1P.753/2001 24.04.2002 E. 1

Das Kantonsgericht erachtete den folgenden Sachverhalt als erstellt: Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau hätten die 1981 geborene A.________ seit deren frühester Kindheit betreut, indem sie das Kind tageweise, über Wochenenden oder ferienhalber oft bei sich in der Wohnung gehabt hätten. Es habe ein Vertrauensverhältnis des Kindes zu diesem Ehepaar bestanden. Der Beschwerdeführer habe A.________ von Mitte 1988 bis Mitte 1990 regelmässig unter den Kleidern an den Brüsten und im Genitalbereich betastet bzw. ausgegriffen. In der Zeit von Mitte 1988 bis Mitte 1991 habe sie auf seine Aufforderung hin jeweils mit der Hand sein steifes Glied halten und mindestens einmal auch in den Mund nehmen müssen. Von Mitte 1990 bis Mitte 1991 habe der Beschwerdeführer mit A.________ mindestens zweimal im Monat den Beischlaf vollzogen. Ab 1993 bis im Frühsommer 1995 habe er sie in einer unbekannten Zahl von Fällen weiterhin regelmässig an den Brüsten und zwischen den Beinen ausgegriffen. Sodann habe er im Sommer 1995 einmal über dem Pullover die Brüste der damals knapp 15 Jahre alten B.________ betastet. Das Kantonsgericht stützte sich vor allem auf die Aussagen von A.________ und B.________ sowie auf das Geständnis des Beschwerdeführers. Dieser hatte nach seiner Verhaftung vom 11. März 1997 zunächst die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bestritten. Ende März/Anfang April 1997 legte er vor der Polizei und vor dem Untersuchungsrichter ein Geständnis ab. Anfang August 1997 widerrief er das Geständnis. Seither stellt er in Abrede, die ihm vorgeworfenen sexuellen Verfehlungen begangen zu haben.