Citation: 6B_169/2007 21.09.2007 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, er habe nicht interne Betriebsabläufe zu organisieren, sondern nur für die Einhaltung der Gefahrgutvorschriften zu sorgen. Ein fahrlässiges Verhalten sei nicht gegeben. Der Vorwurf scheitere jedenfalls an der Voraussehbarkeit der Tatbestandsverwirklichung, weil er mit einem Fehlverhalten seiner Mitarbeiter nicht habe rechnen müssen. 4.2 Gemäss Art. 11 GGBV haben die Gefahrgutbeauftragten unter anderem die Einhaltung der Vorschriften über die Beförderungen gefährlicher Güter zu überwachen (Abs. 1 lit. a) und inbesondere die Verfahren zu überprüfen, mit denen die Einhaltung der Vorschriften zur Identifizierung der beförderten gefährlichen Güter sichergestellt werden soll (Abs. 2 lit. b). 4.3 Die Vorinstanz stellt fest, dass die Weisungen und Checklisten des Beschwerdeführers hauptsächlich interne Transporte der Firma T.________ betrafen. Für den Fall, dass die Transporte durch Dritte ausgeführt werden, bestand offensichtlich kein ausreichendes Prüfverfahren. Insbesondere waren die Mitarbeiter nicht genügend instruiert, welche Papiere bei einem internationalen Transport weiterzuleiten sind, was der Beschwerdeführer selbst einräumte. Der Informationsfluss zwischen der nationalen und internationalen Disposition war nicht gewährleistet. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, hätte aber sichergestellt werden müssen, dass derjenige, der das gefährliche Gut übernimmt, weiss, worum es sich handelt. Den gesetzlichen Sicherheits- und Dokumentationspflichten war insoweit nicht Genüge getan. Wohl trifft zu, dass der Gefahrgutbeauftragte nur stichprobeweise zu überwachen hat, ob die Vorschriften eingehalten werden. Doch die Sicherstellung einer abstrakten Verfahrensprüfung im Sinne von Art. 11 Abs. 2 lit. a GGBV gehört klar zu seinen Aufgaben, welcher er vorliegend nicht ausreichend nachgekommen ist. 4.4 Der Einwand des Beschwerdeführers, er werde für Unterlassungen der Mitarbeiter verantwortlich gemacht, geht fehl. Die Verantwortlichkeit bezieht sich nur darauf, dass er die ihm obliegenden Aufgaben als Gefahrgutbeauftragter (Art. 24 GGBV i.V.m. Art. 11 GGBV) bzw. die Sicherheits- und Dokumentationspflichten (Art. 21 lit. b SDR) mangelhaft wahrgenommen hat. Darin liegt der Fahrlässigkeitsvorwurf. Die Frage, ob die Gefahr der vorschriftswidrigen Beförderung des Sprengstoffes vorhersehbar gewesen wäre bzw. die Vorhersehbarkeit wegen Mitverschuldens eines Dritten entfalle, stellt sich nicht. Denn mit der Missachtung der Pflichten sind die beiden Übertretungstatbestände als abstrakte Gefährdungsdelikte verwirklicht, ohne dass es auf einen weitergehenden Gefährdungserfolg ankäme. Die Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist abzuweisen.