Citation: I 389/99 15.12.2000 E. 1

1.- a) Die Vorinstanz hat die massgeblichen Grundsätze über die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen (BGE 122 V 21 Erw. 3a mit Hinweisen) sowie die Kognition des Sozialversicherungsrichters im nachfolgenden Beschwerdeverfahren, falls die Verwaltung auf ein Wiedererwägungsgesuch eintritt, die Wiedererwägungsvoraussetzungen prüft und erneut einen ablehnenden Sachentscheid fällt, zutreffend dargelegt (BGE 119 V 183 f. Erw. 3a, 117 V 12 f. Erw. 2a, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 119 V 479 Erw. 1b/cc). Darauf kann verwiesen werden. Richtig ist zudem die Wiedergabe der Bestimmungen über den Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen (Art. 8 Abs. 1 IVG), namentlich bestehend in der Abgabe von Hilfsmitteln (Art. 8 Abs. 3 lit. d in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 IVG sowie Art. 2 Abs. 1 und 2 HVI), worunter insbesondere Hebebühnen und Treppenlifts sowie die Beseitigung oder Abänderung von baulichen Hindernissen im und um den Wohn-, Arbeits-, Ausbildungs- und Schulungsbereich fallen, soweit damit die Überwindung des Weges zur Arbeits-, Ausbildungs- oder Schulungsstätte oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich (Ziff. 13.05* HVI-Anhang in der seit 1. Januar 1993 geltenden Fassung) bzw. sofern damit die Überwindung des Arbeitsweges zur Ausübung einer existenzsichernden Tätigkeit ermöglicht wird (Ziff. 13.05* HVI-Anhang in der bis 31. Dezember 1992 gültig gewesenen Fassung). Gleiches gilt sodann für die Ausführungen des kantonalen Gerichts zu dem von der Rechtsprechung entwickelten und in Art. 2 Abs. 5 HVI verankerten Rechtsgrundsatz der Austauschbefugnis (BGE 120 V 292 Erw. 3c, 111 V 213 Erw. 2b, 107 V 89; ZAK 1988 S. 182 Erw. 2b, 1986 S. 527 Erw. 3a; Meyer-Blaser, Zum Verhältnismässigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht, Diss. Bern 1985, S. 87 ff.). b) Anwendung findet vorliegend ferner Art. 21bis Abs. 1 IVG, wonach die Invalidenversicherung dem Versicherten Amortisationsbeiträge gewähren kann, wenn er ein Hilfsmittel, auf das er Anspruch hat, auf eigene Kosten angeschafft hat. Der Bundesrat kann nähere Vorschriften erlassen und die Höhe der Beiträge festsetzen (Art. 21bis Abs. 3 IVG). Gestützt auf diese Delegationskompetenz, welche der Bundesrat in Art. 14 lit. a IVV an das Eidgenössische Departement des Innern subdelegiert hat, wurden durch dieses in Art. 8 HVI Ausführungsbestimmungen zu Art. 21bis IVG erlassen. Gemäss Art. 8 Abs. 1 HVI hat ein Versicherter, der ein Hilfsmittel nach der im Anhang aufgeführten Liste selber anschafft, Anspruch auf Ersatz der Kosten, die der Versicherung bei eigener Anschaffung oder Kostenübernahme entstanden wären. Das mit dieser Bestimmung eingeführte System der Kostenvergütung als Abgabeform für vom Versicherten selbst angeschaffte Hilfsmittel ist gesetzlich nicht vorgesehen. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat daher entschieden, dass für den Kostenvergütungsanspruch des Versicherten entscheidend ist, ob das von ihm beanspruchte Hilfsmittel zufolge Invalidität notwendig und seine Ausführung einfach und zweckmässig ist (Art. 2 Abs. 4 HVI). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, hat die Invalidenversicherung die vollen Kosten des Hilfsmittels zu übernehmen. Dient das verlangte Hilfsmittel teilweise invaliditätsfremden Zwecken oder ist es mit unverhältnismässigen Kosten verbunden, kann die Invalidenversicherung die Leistung nach Massgabe der Kosten für ein vom Versicherten wegen der Invalidität benötigten, einfach und zweckmässig beschaffenen Hilfsmittel herabsetzen. Die Verwaltung kann erforderlichenfalls einen Abzug vornehmen, welcher mehr als 10 oder 20 % der Kosten des verlangten Hilfsmittels ausmacht. Dagegen darf die Invalidenversicherung ihre Leistungen nicht von vornherein auf einen blossen Kostenbeitrag beschränken. Nur in diesem Sinne kann das vom Eidgenössischen Departement des Innern in der Hilfsmittelliste gemäss HVI-Anhang eingeführte System von Kostenbeiträgen der Invalidenversicherung als gesetzmässig betrachtet werden. Geldleistungen anstelle einer Abgabe zu Eigentum oder einer leihweisen Abgabe des Hilfsmittels sind nämlich weder in Art. 21 IVG noch in Art. 21bis IVG ausdrücklich vorgesehen (BGE 123 V 19 Erw. 3, 114 V 93 Erw. 3a).