Citation: 4A_501/2021 E. 10.3

10.3. Die Beklagte richtet sich schliesslich gegen die Erhöhung der Grundgebühr durch die Vorinstanz. Eine Erhöhung um rund die Hälfte wäre nur in einem Ausnahmefall möglich. Ein solcher liege nicht vor. Der Fall sei zwar komplex und aufwändig, der kantonale Gesetzgeber habe aber Erhöhungen der Grundgebühr um mehr als einen Drittel explizit den Ausnahmefällen vorbehalten. Zu denken sei dabei an grosse Streitgenossenschaften, komplexe Beweisverfahren etc. Dies habe vorliegend nicht vorgelegen. Insbesondere hätten die Parteien auf die Durchführung einer Hauptverhandlung verzichtet. Die Vorinstanz wende § 4 Abs. 2 GebV OG willkürlich an.