Citation: 4A_473/2020 E. B

Am 4. Januar 2019 belangte die Klägerin den Beklagten auf Zahlung von CHF 50'000.-- zuzüglich Akzessorien und auf Beseitigung des Rechtsvorschlages. Mit Entscheid vom 5. Dezember 2019 hiess die Gerichtspräsidentin des Regionalgerichts Oberland die Klage im Umfang von CHF 50'000.-- nebst Zins zu 5 % seit 30. Januar 2018 gut und beseitigte den Rechtsvorschlag. Weitergehend, namentlich im Bezug auf die Betreibungskosten, wies sie die Klage ab. Die Gerichtspräsidentin erachtete den Darlehensvertrag, die Hingabe der Darlehensvaluta und die Kündigung für unbestritten. Die Verrechnungsforderung sei ungenügend substanziiert und nicht ausgewiesen. Mit Entscheid vom 12. August 2020 wies das Obergericht des Kantons Bern die vom Beklagten dagegen erhobene Berufung ab. Die Behauptung des Klägers, er habe die CHF 50'000.-- nicht erhalten, sei neu und damit nicht zu hören. Es erachtete den relevanten Sachverhalt als hinreichend erstellt und wies die Beweisanträge, namentlich die Ausfertigung eines Gutachtens über den Wert der angeblich geleisteten Arbeiten, als verspätet ab. Sodann verwarf es sämtliche Einwände des Klägers gegen den Bestand des Darlehensvertrags sowie die Pflicht zur Rückzahlung des Darlehensbetrags. Auch bestätigte es die Beurteilung der Erstinstanz, die vom Beklagten geltend gemachte Verrechnungsforderung für angeblich erbrachte Leistungen sei weder hinreichend substanziiert noch ausgewiesen, und wies die dagegen vom Beklagten erhobenen Einwände als unbegründet ab.