Citation: U 555/06 10.12.2007 E. A

Die 1954 geborene H.________ war seit 1. Oktober 1991 als Kanzleiangestellte beim Gericht X.________ tätig und bei der Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Winterthur) unfallversichert. Am 5. Dezember 1998 erlitt H.________ eine Auffahrkollision, als sie vor einem Fussgängerstreifen anhalten musste und der nachfolgende Automobilist in ihr Auto prallte. Der erstbehandelnde Dr. med. P.________, Chirurgie FMH, diagnostizierte im Arztschein zur Bagatellunfall-Meldung UVG vom 29. Januar 1999 eine Kniekontusion links. Nachdem anlässlich weiterer Untersuchungen eine rezidivierende Patellaluxation links, eine vordere Kreuzbandläsion links sowie eine mediale Meniskusläsion links festgestellt worden waren, nahm er am 12. März 1999 eine Teilmeniskektomie sowie den Ersatz des vorderen Kreuzbandes vor. Am 24. Februar 2000 stellte Dr. med. A.________, Röntgeninstitut Y.________, erstmals akut stark zunehmende Hüftschmerzen rechts fest. Dr. med. P.________ nahm am 27. Juni 2000 einen weiteren operativen Eingriff vor (Resektion des Hydrops und Entfernung der zwei Schrauben am medialen Tibiakopf). Mit Schreiben vom 8. November 2001 ersuchte Dr. med. O.________, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, die Winterthur um Kostengutsprache für eine Craniosakraltherapie, welche H.________ wegen eines Panvertebralsyndroms, das sie auf den Unfall zurückführe, angefangen habe. Mittels MRI der Lendenwirbelsäule stellte Dr. med. A.________ am 6. März 2002 degenerative Dehydrationen und dorsale Protrusionen der Bandscheiben L3/L4 und L4/L5 fest, welche zu Beeinträchtigungen auf der linken Seite führten. Mit Verfügung vom 6. Januar 2004 lehnte die Winterthur eine Leistungspflicht hinsichtlich der Rückenbeschwerden ab, da diese nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 5. Dezember 1998 stünden. H.________ liess vorsorglich Einsprache erheben. Nach weiteren Untersuchungen, insbesondere nach Feststellung einer breitbasigen Diskushernie L4/L5 mit links rezessaler Einengung und Kompromittierung der abgehenden Nervenwurzel L5, kleinvolumiger Diskusprotrusionen auch L3/L4 und L2/L3 sowie mässiger Spondylarthrosen vor allem L3 bis S1 am 28. Januar 2005, lehnte die Winterthur mit Verfügung vom 5. April 2005 ihre Leistungspflicht hinsichtlich der Rückenschmerzen mit der gleichen Begründung erneut ab. An ihrem Standpunkt hielt sie nach Einholung einer Stellungnahme des beratenden Arztes Dr. med. U.________ vom 15. Juni 2005 mit Einspracheentscheid vom 22. Juni 2005 fest.