Citation: 4A_293/2023 E. A

A.________ (Versicherte, Beschwerdeführerin) ist im Rahmen ihres Arbeitsverhältnisses über eine Kollektivtaggeldversicherung zwischen ihrer Arbeitgeberin und der B.________ AG (Versicherung, Beschwerdegegnerin) gegen Arbeitsunfähigkeit bei Krankheit versichert. Am 4. November 2021 meldete die Arbeitgeberin, die Versicherte sei ab 1. Oktober 2021 wegen Krankheit zu 100 % arbeitsunfähig. Ab diesem Zeitpunkt reichte die Versicherte durchgehend Arztzeugnisse ein, die eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bescheinigten. Die Versicherung richtete ab 1. Oktober 2021 bis 30. November 2022 Taggelder aus. Nachdem die Versicherte einem Aufgebot zu einer fachärztlichen Untersuchung keine Folge geleistet hatte, teilte die Versicherung ihr mit Schreiben vom 4. Januar 2023 mit, aufgrund ihres unentschuldigten Fernbleibens am Untersuchungstermin vom 22. Dezember 2022 werde kein Taggeld mehr ausgerichtet.