Citation: 9C_834/2017 E. 3.1.3

3.1.3. Auch inwiefern eine zusätzliche psychiatrische Begutachtung neue Erkenntnisse über die funktionellen Einschränkungen zu liefern vermocht hätte, ist nicht ersichtlich. Die Formulierung der RAD-Ärztin, die lediglich im Rahmen einer zukünftigen Verlaufsbeurteilung auch eine psychiatrische Begutachtung oder eine praktische Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit empfahl, zeigt gerade auf, dass diese zur Erhebung der funktionellen Einschränkungen und zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht zwingend notwendig waren. Damit übereinstimmend hielten auch die Experten des BEGAZ eine psychiatrische Begutachtung - in Kenntnis der durch den neuropsychologischen Gutachter erhobenen Hinweise auf eine hirnorganische psychische Beeinträchtigung) - offenkundig nicht für notwendig (zur Verantwortung der Sachverständigen für die fachliche Güte und die Vollständigkeit der interdisziplinär erstellten Entscheidungsgrundlage siehe BGE 139 V 349 E. 3.3 S. 352 f.). Die Untersuchungen im medizinischen Zentrum C.________, auf die sich die Beschwerdeführerin schliesslich beruft, fanden erst nach Verfügungserlass statt. Der Bericht vom 24. Februar 2016 macht keine retrospektiven Angaben zum Gesundheitszustand der Versicherten im massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses (vgl. Urteil 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 6.3.1), weshalb er nicht geeignet ist, weiteren (dazumal bestehenden) Abklärungsbedarf aufzuzeigen.