Citation: 8C_228/2022 E. 5.2.2

5.2.2. Gemäss § 12 Satz 1 AnwT setzt in Zivil- und Verwaltungssachen jede urteilende Instanz, bei Kollegialbehörden deren Präsidentin oder Präsident, die der unentgeltlichen Rechtsvertretung aus der Gerichts- oder Staatskasse auszurichtende Entschädigung auf Grund einer Rechnung der Anwältin oder des Anwaltes fest. Es trifft zu, dass die Beschwerdestelle SPG den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 14. April 2021 als unentgeltlichen Rechtsbeistand eingesetzt hatte. Da die Beschwerdeführer indessen gemäss dem Entscheid der Beschwerdestelle SPG vom 5. August 2021 materiell obsiegten (vgl. Sachverhalt lit. A), schrieb diese das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege als gegenstandslos ab. Somit war die den Beschwerdeführern zugesprochene Parteientschädigung nicht aus unentgeltlicher Rechtsvertretung geschuldet, weshalb die Nichteinforderung einer Kostennote beim Rechtsvertreter der Beschwerdeführer nicht gegen § 12 AnwT verstiess.