Citation: 4P.281/2005 22.02.2006 E. 2

2.1 Das Kantonsgericht ging davon aus, es könne offen bleiben, ob die beklagtischen Beilagen 3, 4, 5 und 8 zu Recht aus den Akten gewiesen wurden. Zur Begründung führte das Kantonsgericht sinngemäss an, die Beklagte habe mit diesen Belegen beweisen wollen, dass die von der Klägerin beanstandeten Schilder ausgetauscht worden seien und sie im Februar 2003 die Kunden brieflich aufgefordert habe, nur noch neue Schilder zu verwenden. Anhand von Rechnungen der Beklagten solle zudem dargetan werden, dass die Uhren der Beklagten gegenüber ihren Kunden ausdrücklich als "made in China"-Uhren verkauft worden seien. Die beanstandeten Schilder seien jedoch im Januar 2004 noch immer verwendet worden. Ausserdem sei nicht relevant, welche Informationen die Beklagte auf ihren Rechnungen anbrachte, solange diese Informationen nicht an die Kunden der Souvenir- und Uhrenhändler weitergegeben würden. 2.2 Die Beschwerdeführerin macht sinngemäss geltend, es sei offensichtlich unhaltbar, die Beschwerdeführerin deshalb nicht zum Beweis zuzulassen, dass sie ihre Kunden aufgefordert habe die Schilder zu ersetzen, weil im Januar 2004 noch einzelne alte Schilder gefunden worden seien. Demnach sei dem Kantonsgericht eine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung und eine daraus folgende Verletzung des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 BV vorzuwerfen. 2.3 Der Gehörsanspruch gemäss Art. 29 Abs. 2 BV gibt dem Betroffenen einen Anspruch darauf mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden (BGE 126 I 7 E. 2b S. 10 f.; 118 Ia 17 E. 1c). 2.4 Ob die Beschwerdeführerin ihre Abnehmer aufgefordert hatte, nur noch Schilder mit der mit der Aufschrift "tiq® Time Corporation Baar/ Switzerland" zu verwenden, ist unerheblich, weil diese zur Anpreisung von Uhren ausländischer Herkunft irreführend sind (vgl. Urteil zur konnexen Berufung, E. 3) und die Beschwerdeführerin nicht nachweisen konnte, dass die Klägerin der Verwendung dieser Schilder zugestimmt hatte. Demnach hat das Kantonsgericht den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör nicht verletzt, wenn das Gericht zur Frage, ob die Beschwerdeführerin ihre Abnehmer zum Austausch der Schilder aufgefordert hatte, keine Beweise abnahm.