Citation: 5A_182/2024 E. 8.2.2

8.2.2. Unbegründet ist hingegen der Einwand des Beschwerdeführers, dass er im Vergleich zu verheirateten Eltern einen höheren Überschuss zu leisten habe, weil die Mutter des Beschwerdegegners von der Überschussverteilung ausgeklammert bleibe. Das Bundesgericht legt in einem neueren Entscheid ausführlich dar, weshalb gerade der unterhaltspflichtige Elternteil selbst bundesrechtsrechtswidrig bevorteilt würde, wenn die Unterhaltsberechnung zwar ausschliesslich zwischen dem (bar-) unterhaltspflichtigen Elternteil und dem Kind stattfindet, für den anderen Elternteil, dem gar kein eigener Unterhaltsanspruch zusteht, allein zum Zweck der Aufteilung des beim Unterhaltsschuldner anfallenden Überschusses aber "virtuell" ein "grosser" Kopf eingesetzt wird (BGE 149 III 441 E. 2.6 f.). Wollte man der Argumentation in der Beschwerde folgen, so käme der Beschwerdeführer in den Genuss eines künstlich überhöhten Überschussanteils von insgesamt 4/5 (anstatt 2/3), weil der virtuelle Anteil der Mutter von 2/5 mangels eines diesbezüglichen Rechtsanspruchs beim Beschwerdeführer verbliebe. Dass sich die Mutter aufgrund ihrer deutlich höheren wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ab August 2030 am Barunterhalt des Beschwerdegegners gegebenenfalls beteiligen muss (s. vorne E. 8.2.1), ist erst recht kein Grund, dem Beschwerdeführer einen derart überhöhten Überschussanteil zuzugestehen.