Citation: 2A.179/2002 30.04.2002 E. 1

Der aus Togo stammende Y.________ reiste nach eigenen Angaben am 31. Januar 2000 ohne Identitätspapiere in die Schweiz ein und stellte gleichentags ein Asylgesuch. Mit Verfügung vom 5. Oktober 2001 stellte das Bundesamt für Flüchtlinge fest, dass Y.________ die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle. Demzufolge lehnte es sein Asylbegehren ab und verfügte seine Wegweisung aus der Schweiz, unter Ansetzung einer Ausreisefrist auf den 4. Dezember 2001. Die Schweizerische Asylrekurskommission wies die gegen die Verfügung des Bundesamtes erhobene Beschwerde mit Urteil vom 13. Dezember 2001 ab, wobei sie ausdrücklich prüfte und bestätigte, dass der Vollzug der Wegweisung im Sinne der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig und für den Betroffenen zumutbar sei; zudem verneinte sie die Voraussetzungen der Anordnung einer Ersatzmassnahme (E. 6, S. 7 ff. des Urteils vom 13. Dezember 2001). Gestützt auf dieses Urteil setzte das Bundesamt für Flüchtlinge am 17. Dezember 2001 eine neue Ausreisefrist an (15. Februar 2002). Die Schweizerische Asylrekurskommission trat mit Urteil vom 10. Januar 2002 auf die gegen diese neue Fristansetzung erhobene Beschwerde nicht ein, und am 16. Januar 2002 lehnte das Bundesamt es ab, gestützt auf die erwähnte Beschwerde die Ausreisefrist nochmals zu erstrecken. Am 24. Februar 2002 wurde Y.________ in Untersuchungshaft genommen, und mit Strafbescheid vom 15. März 2002 verurteilte ihn das Untersuchungsamt Altstätten unter anderem wegen Diebstahls und mehrfachen Hausfriedensbruchs zu einer bedingten Gefängnisstrafe und zu einer Busse von Fr. 250.--. Bereits am 8. März 2002 hatte das Ausländeramt des Kantons St.Gallen gegen ihn mit Wirkung ab 16. März (vorgesehener Zeitpunkt der Entlassung aus der Untersuchungshaft) die Ausschaffungshaft angeordnet. Da sich Y.________ geweigert hatte, am 17. März 2002 den für den Ausschaffungsvollzug organiserten Flug anzutreten, stellte das Ausländeramt der Verwaltungsrekurskommission, Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht (Einzelrichter, als kantonaler Haftrichter), das Gesuch, Y.________ sei für drei Monate bzw. bis zur Ausschaffung in Haft zu belassen. Der Haftrichter bestätigte am 19. März 2002 nach mündlicher Verhandlung die Haftanordnung vom 8. März 2002 und genehmigte die Ausschaffungshaft bis längstens 15. Juni 2002 (Versand des schriftlich begründeten Entscheids am 21. März 2002). Mit vom 18. April (zur Post gegeben am 17. April) 2002 datierten Schreiben in englischer Sprache gelangte Y.________ an den kantonalen Haftrichter; er erklärte, gegen dessen Entscheid Beschwerde (appeal) führen zu wollen. Der Haftrichter liess das Schreiben zwecks allfälliger Behandlung als Verwaltungsgerichtsbeschwerde am 19. April 2002 dem Bundesgericht zukommen (Eingang 22. April 2002). Gestützt darauf ist ein Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eröffnet worden. Der Haftrichter beantragt, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde - sofern es sich überhaupt um eine solche handle - sei abzuweisen. Das Ausländeramt stellt den Antrag, auf die Eingabe nicht einzutreten; sofern die Eingabe als Verwaltungsgerichtsbeschwerde akzeptiert werde, sei sie abzuweisen. Das Bundesamt für Ausländerfragen hat sich nicht vernehmen lassen. Innert der ihm hiefür angesetzten Frist ist eine ergänzende Stellungnahme des Beschwerdeführers in deutscher Sprache eingegangen (datiert vom 28. April, Postaufgabe 29. April 2002).