Citation: 9C_522/2019 E. 6.3

6.3. Schliesslich fragt sich, ob die zur Diskussion stehende Rechtsauffassung des kantonalen Sozialversicherungsgerichts, wonach die Führung des eigenen Haushalts kein Aufgabenbereich sein kann, was bei allen alleinlebenden Personen der Fall ist, sich mit dem Gleichbehandlungsgebot und dem Diskriminierungsverbot nach Art. 8 Abs. 1 und 2 BV vereinbaren liesse. Die Konsequenz wäre jedenfalls, dass bei den anderen (nicht voll erwerbstätigen) Versicherten mit einem Aufgabenbereich bei der Bemessung der Unmöglichkeit, sich in diesem zu betätigen, alle Arbeiten, welche "übliche Tätigkeit im Haushalt" sind, ausser Acht zu bleiben hätten, was im Gesetz keine Stütze findet und auch aus Gründen der Praktikabilität abzulehnen ist.