Citation: 9C_435/2016 E. 3

Die Argumente des Versicherten sind allesamt nicht geeignet, eine Bundesrechtsverletzung zu begründen. Zunächst ist für die Beurteilung der Schwere einer Erkrankung sowie für deren Therapierbarkeit und somit auch für die entscheidende Frage nach der invalidisierenden Wirkung des depressiven Leidens irrelevant, ob dieses als depressive Episode oder als depressive Störung bezeichnet wird (Urteil 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.3). Sodann und vor allem verfängt das Argument der langen Krankheitsdauer bereits deshalb nicht, weil ausweislich der Akten die Therapieoptionen klar noch nicht ausgeschöpft worden sind, obwohl nach (fach-) ärztlicher Prognose eine adäquate Therapie den Gesundheitszustand des Versicherten verbessern würde (vgl. Berichte der Dres. med. D.________ und E.________, psychiatrische Klinik F.________, vom 31. März 2015, sowie des behandelnden Dr. med. G.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 30. April 2015) und gemäss Beurteilung des psychiatrischen Gutachters Dr. med. B.________ von einer optimierten Therapie sogar eine volle Arbeitsfähigkeit erwartet werden könnte. Nachdem trotz positiver fachärztlicher Prognose im hier massgebenden Zeitraum von einer Ausschöpfung der Therapiemöglichkeiten keine Rede sein kann und ein invalidisierender Gesundheitsschaden bereits aus diesem Grund ausser Betracht fällt (hiezu auch Urteil 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 7.2.1), braucht nicht weiter geprüft zu werden, ob die mit der selbständigen Erwerbstätigkeit als Konstrukteur in den Jahren 2011 und 2012 erzielten Einkünfte des Beschwerdeführers Rückschlüsse auf seine Arbeits (un) fähigkeit zulassen. Aus demselben Grund stellt sich auch die Frage nicht, ob die (psycho-) sozialen Ursachen mittelbar invaliditätsbegründend gewesen sein könnten. Dass psychokognitive Beeinträchtigungen dem Therapieerfolg abträglich sein könnten, findet in den Akten keine Stütze. Gutachter B.________ hielt im Gegenteil ausdrücklich fest, es seien "beim Exploranden keine Tatbestände festzustellen, welche gegen eine Wiederherstellung und Erhaltung der vollen Arbeitsfähigkeit sprechen". Auch die übrigen Rügen vermögen nicht darzutun, inwiefern die (antizipierte) vorinstanzliche Beweiswürdigung Bundesrecht verletzt. Eine (stationäre) Abklärung der Leistungsfähigkeit fällt jedenfalls so lange ausser Betracht, als noch gar nicht feststeht, ob überhaupt ein therapieresistenter Gesundheitsschaden vorliegt.