Citation: 9C_168/2020 E. 5.3.1

5.3.1. Die Vorinstanz hat sich mit der Frage, ob der von der Expertise des Dr. med. B.________ abweichende Bericht vom 13. März 2019 nachvollziehbar begründet ist, nicht auseinandergesetzt. Diese Frage ist zu bejahen: Die Behandler äusserten sich insbesondere zu der vom Dr. med. B.________ diagnostizieren Neurasthenie und legten verständlich dar, weshalb diese Diagnose ihrer Einschätzung nach nicht gestellt werden könne, sondern vielmehr eine rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33) und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabilen, zwanghaften und histrionischen Anteilen (ICD-10 F61.0) vorliege (Bericht vom 13. März 2019, Seite 2 ff.). Weiter lässt sich dem Bericht eine ausführliche - auch retrospektive - Beurteilung der Arbeitsfähigkeit entnehmen (Seite 10 ff.), wobei Dr. med. C.________ und lic. phil. D.________ sich auch kritisch zu der von Dr. med. B.________ festgestellten bewusstseinsnahen Aggravation äusserten (Seite 10 f.).