Citation: 1C_111/2022 E. 3.4

3.4. Gemäss dem Beschwerdeführer hat die Vorinstanz in willkürlicher Weise der günstigen Prognose des behandelnden Psychiaters bzw. seiner Fachansicht zur Wiedererteilung des Führerausweises unter weniger strengen Auflagen nicht Rechnung getragen. Weder im verkehrsmedizinischen Gutachten vom 3. November 2020 noch im angefochtenen Urteil wurde verkannt, dass der behandelnde Psychiater die Angaben des Beschwerdeführers zu seiner Alkoholabstinenz seit dem Wegfallen der relevanten Stressfaktoren als glaubhaft bewertet hat. Die kantonalen Behörden haben - wie das Gutachten vom 3. November 2020 - die günstige Prognose des behandelnden Psychiaters insoweit berücksichtigt, als sie der Wiedererteilung des Führerausweises nach der belegten einjährigen Alkoholabstinenz zugestimmt haben. Es liegt keine willkürliche Beweiswürdigung vor, wenn die Vorinstanz unter Einbezug der EtG-Werte für die vorangehende Zeit und insbesondere für das erste Halbjahr 2019 (vgl. oben E. 3.2) die Fahreignung nur mit gewissen Bedenken bzw. unter dem Vorbehalt einer Fortführung von Abstinenzkontrollen bejaht hat. Unter diesen Umständen ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz - entsprechend dem Gutachten vom 3. November 2020 - der fachärztlichen Beurteilung des behandelnden Psychiaters lediglich teilweise gefolgt ist. Es bestand auch kein Anlass, sich in diesem Zusammenhang näher mit den Darlegungen des behandelnden Psychiaters zu befassen. Ebenso wenig mussten im Einzelnen die Berichte des Hausarzts oder die erhobenen Blut- und Leberwerte erörtert werden.