Citation: U 418/06 29.03.2007 E. A

Der 1959 geborene D.________ war seit 1987 bei der Firma Q.________ AG als Mitinhaber als Landschaftsgärtner tätig und in dieser Eigenschaft ursprünglich bei der ALPINA (später bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft) obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert. Am 30. Oktober 2000 erlitt er bei Gartenunterhaltsarbeiten einen Unfall, bei welchem er von einer Leiter in eine steile Böschung und von dort über eine rund zwei Meter hohe Mauer auf einen mit Steinplatten belegten Boden stürzte. Gemäss Arztzeugnis UVG vom 24. November 2000 erlitt er eine Hirnerschütterung (Commotio cerebri III), eine Hand-/Armverletzung (Trümmerfraktur distaler Radius rechts) sowie eine Adduktorenzerrung rechts. Nach dem Unfall bestand eine kurze Amnesie; geklagt wurden insbesondere auch starke Schmerzen in der Leiste rechts. Vom 30. bis 31. Oktober 2000 befand sich D.________ im Spital X.________ zur Überwachung. Am 31. Oktober 2000 begab er sich ins Spital Y.________, wo die Handverletzung am 3. November 2000 operativ versorgt wurde. Gemäss Austrittsbericht des Spitals Y.________ konnte der Versicherte am 8. November 2000 bei reizlosen Wundverhältnissen nach Hause entlassen werden. Der behandelnde Arzt Dr. med. I.________ schrieb ihn ab 30. Oktober 2000 bis 1. März 2001 zu 100 %, ab 1. März bis 9. April 2001 zu 70 % und anschliessend bis auf weiteres zu 50 % arbeitsunfähig. Eine neurologische Untersuchung bei Dr. med. S.________, Spezialarzt FMH für Neurologie, ergab bezüglich des Schulter-/Armsyndroms links den Verdacht auf radikuläre Reizsymptomatik bedingt durch eingeengte Neuroforamina der Etagen C5/C6 und C6/C7 (Bericht vom 9. März 2001). Eine Ultraschalluntersuchung im Spital Y.________ am 6. Juli 2001 ergab keine pathologischen Befunde in der rechten Leiste. Auch eine chirurgische Abklärung im Spital Y.________ am 25. Oktober 2001 zeigte keine eindeutigen Befunde in Bezug auf die Schmerzen im Bereich der rechten Leiste. Ein von der ALPINA in Auftrag gegebenes Gutachten bei Dr. med. G.________, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 10. Juli 2002 (im Folgenden: Gutachten G.________) hält fest, dass sowohl die Commotio cerebri wie auch die Radiusfraktur folgenlos ausgeheilt seien, während im Zusammenhang mit der Beckenkontusion rechts (Status nach Zerrung der Adduktoren) ein unspezifischer Schmerz persistiere und im Weiteren ein linksseitiges Schulter-/Armsyndrom unklarer Ätiologie bestehe. Eine ebenfalls von der ALPINA veranlasste Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (im Folgenden: EFL) bei Dr. med. B.________, Spez. Arzt FMH Innere Medizin, Spez. Arzt FMH Physikal. Medizin u. Rehabilitation, Spez. Rheumaerkrankungen, ergab gemäss Bericht vom 7. Juli 2003, dass der Versicherte an den Folgen eines chronischen degenerativen unteren Halswirbel- sowie eines unspezifischen, teils degenerativen lumbothorakalen Wirbelsäulenübergangssyndroms leide. Mit Verfügung vom 28. November 2003 stellte die ALPINA die Taggeld-Leistungen per 31. August 2002 und die Übernahme der Kosten für die Heilbehandlung per Ende 2002 ein, verneinte den Anspruch auf eine Invalidenrente und sprach dem Versicherten wegen einer vorhersehbaren Arthroseentwicklung im rechten Handgelenk eine Integritätsentschädigung von 10 % zu. Im Rahmen des Einspracheverfahrens liess der Versicherte ein Gutachten des Prof. Dr. med. E.________, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 16. März 2004 (im Folgenden: Gutachten E.________) einreichen, in welchem die Unfallkausalität aller klinisch fassbaren Befunde bejaht wird. Mit Einspracheentscheid vom 12. Januar 2005 hielt die Zürich Versicherungs-Gesellschaft (im Folgenden: Zürich), welche ab 1. Januar 2004 als Unfallversicherer an die Stelle der ALPINA getreten war, an der Verfügung fest.