Citation: U 197/99 24.09.2001 E. 2

2.- a) Auf Grund der Feststellungen des erstbehandelnden Dr. med. S.________ ist davon auszugehen, dass die heutige Beschwerdegegnerin anlässlich des Verkehrsunfalles vom 20. Februar 1990 ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule erlitten hat. Diese Annahme jedenfalls wurde ausser im Bericht des Neurologen Dr. med. J.________ vom 20. März 1990 aus ärztlicher Sicht nie in Frage gestellt. b) Die Beschwerdegegnerin klagt über persistierende Nackenschmerzen mit Ausstrahlungen in die linke Schulterregion und über belastungsabhängige Schmerzen mit Gefühlsstörungen und Kraftverlust im linken Arm sowie vor allem im Ring- und Kleinfinger der linken Hand. Zudem berichtet sie von einer subjektiv empfundenen Abnahme der Leistungsfähigkeit. In den ärztlichen Berichten ist von unterschiedlich lokalisierten chronischen Kopfschmerzen, von neurologischen Ausfällen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Schwindelerscheinungen sowie von Nervosität, Angstgefühlen, Müdigkeit, geringer Belastbarkeit, Stressempfindlichkeit und Depressionen die Rede. Während Dr. med. A.________ am 9. August 1991 eine zusätzlich aufgetretene psychische Komponente erwähnt, hat zuvor laut Bericht vom 15. Juli 1991 auch schon Kreisarzt Dr. med. C.________ eine psychische Überlagerung angenommen. Unter Berufung auf Aussagen von Verwandten und Bekannten macht die Beschwerdegegnerin schliesslich eine nach dem Unfall vom 20. Februar 1990 beobachtete Wesensveränderung geltend. Der Neurologe Dr. med. L.________, welcher die Versicherte unter anderm auch im Hinblick auf die Folgen eines am 19. Mai 1990 erfolgten Sturzes zu Hause auf der Kellertreppe untersucht hat, erwähnt in seinem Bericht vom 29. Mai 1990 Schmerzen in der Nierengegend und in der linken Gesässhälfte sowie Schlafstörungen mit nächtlichem Erwachen wegen Taubheitsgefühl im Rücken und in allen Extremitäten.