Citation: 5C.157/2001 02.07.2001 E. 1

1.- a) Gegen Entscheide in Anwendung der Bestimmungen über die fürsorgerische Freiheitsentziehung ist die Berufung an das Bundesgericht zulässig (Art. 44 lit. f OG). Angefochten ist ein Endentscheid eines oberen kantonalen Gerichts, gegen den kein ordentliches kantonales Rechtsmittel zur Verfügung steht (vgl. Art. 127 ff. VRG/LU), so dass die Berufung grundsätzlich offen steht (Art. 48 Abs. 1 OG). b) Mit Berufung kann geltend gemacht werden, der angefochtene Entscheid beruhe auf einer Verletzung des Bundesrechts (Art. 43 Abs. 1 erster Satz OG). Das Bundesrecht ist verletzt, wenn ein in einer eidgenössischen Vorschrift ausdrücklich ausgesprochener oder daraus sich ergebender Rechtssatz nicht oder nicht richtig angewendet worden ist (Art. 43 Abs. 2 OG). Wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte kann demgegenüber nicht Berufung erhoben werden; diesbezüglich bleibt die staatsrechtliche Beschwerde vorbehalten (Art. 43 Abs. 1 zweiter Satz OG; BGE 116 II 92 E. 2). Soweit der Berufungskläger die Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend macht (so sinngemäss die Verletzung der Begründungspflicht als Konkretisierung des Anspruchs auf rechtliches Gehör [Art. 29 Abs. 2 BV; Jörg Paul Müller, Grundrechte in der Schweiz, 3. Aufl. , Bern 1999, S. 535 f.]), ist auf die Berufung daher nicht einzutreten. Zulässig sind jedoch Rügen, bundesrechtliche Vorschriften über das Verfahren der fürsorgerischen Freiheitsentziehung seien nicht verfassungs- oder konventionskonform angewendet worden; eine Missachtung der durch Bundesverfassung und EMRK gewährleisteten Verfahrensgarantien bedeutet zunächst eine Verletzung jener in das ZGB aufgenommenen Bestimmungen (BGE 118 II 249 E. 2 S. 250/251; 115 II 129 E. 5a S. 131; 123 III 445 E. 2b/bb S. 449; vgl. Mark E. Villiger, Handbuch der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), 2. Aufl. 1999, S. 52 RZ 68). Der Berufungskläger wirft dem Verwaltungsgericht insbesondere eine Verletzung von Art. 5 Ziff. 4 und Art. 14 EMRK vor. Die Vorwürfe können nicht gehört werden, da sie nicht ansatzweise begründet werden (zur Begründungspflicht von mit staatsrechtlicher Beschwerde [Art. 90 Abs. 1 lit. c OG] geltend gemachten Verletzungen der EMRK s. BGE 113 Ia 225 E. 2 S. 230 und Mark E. Villiger, a.a.O., S. 54 Rz 73; für entsprechende mit Berufung erhobenen Rügen gilt Art. 55 Abs. 1 lit. c OG [vgl. dazu BGE 116 II 745 E. 3 S. 748/749]). c) Ebenso wenig ist Bundesrecht durch Feststellungen über die tatsächlichen Verhältnisse verletzt (Art. 43 Abs. 3 OG). Das Bundesgericht ist deshalb an den Sachverhalt, wie ihn die Vorinstanz festgehalten hat, gebunden (Art. 63 Abs. 2 OG). Ausführungen des Berufungsklägers, die sich gegen die tatsächlichen Feststellungen richten, sind demnach unzulässig (BGE 126 III 59 E. 2a S. 65). Soweit er unter Bezugnahme auf Art. 397a ZGB die vorinstanzlichen Feststellungen zum Krankheitsbild und zu den Krankheitsursachen, zur Gefährdungssituation, zum Betreuungsbedürfnis und zu den Nachbetreuungsmöglichkeiten beanstanden will, ist die Berufung somit ausgeschlossen.