Citation: 2C_236/2024 E. 6.1

6.1. Nach Art. 12 lit. a BGFA haben Anwälte ihren Beruf sorgfältig und gewissenhaft auszuüben. Diese Verpflichtung hat für die gesamte Berufstätigkeit Geltung und erfasst neben der Beziehung zum eigenen Klienten sowohl die Kontakte mit der Gegenpartei als auch jene mit den Behörden und weiteren Dritten (vgl. Urteile 2C_164/2023 vom 25. März 2024 E. 4.5.1 [nicht publ. in: BGE 150 II 308]; 2C_985/2021 vom 16. November 2022 E. 4.2; 2C_97/2007 vom 8. Juni 2007 E. 2.2; BRUNNER / HENN / KRIESI, Anwaltsrecht, 2015, S. 84). Art. 12 lit. a BGFA dient als Generalklausel (BGE 144 II 473 E. 4.1; Urteile 2C_579/2023 vom 29. August 2024 [zur Publikation vorgesehen] E. 7.1; 2C_164/2023 vom 25. März 2024 E. 4.2 [nicht publ. in: BGE 150 II 308]). Verletzt ein Verhalten eine konkrete Berufsregel (vgl. Art. 12 lit. b-j und Art. 13 BGFA), braucht regelmässig nicht mehr geprüft zu werden, ob dem Anwalt zugleich eine Missachtung der allgemeinen Sorgfaltspflicht vorzuwerfen ist (Urteile 2C_985/2021 vom 16. November 2022 E. 4.2; 2C_742/2021 vom 28. Dezember 2021 E. 4.4).