Citation: 8C_301/2014 E. 3.1

3.1. Ausgehend vom Umstand, dass die Arbeitslosenentschädigungen für die Monate November und Dezember 2009 formlos ausgerichtet wurden, bemängelt das kantonale Gericht, dass die Arbeitslosenkasse mit Verfügung vom 4. Juni 2012 und Einspracheentscheid vom 23. Mai 2013 weder geprüft habe, ob das Zurückkommen auf dieses formlose Verwaltungshandeln aufgrund eines Revisions- oder Wiedererwägungsgrundes gemäss Art. 53 Abs. 1 oder 2 ATSG erfolgt sei, noch die ursprünglichen Leistungsverfügungen überhaupt förmlich aufgehoben habe. In den Erwägungen der Kasse habe keine Auseinandersetzung mit den Voraussetzungen der Rückkommenstitel stattgefunden. Die Aufhebung der ursprünglichen Leistungsverfügung sei auch nicht im Dispositiv der Verfügung bzw. des Einspracheentscheides angeordnet worden. Folglich liege "keine rechtskräftige Wiedererwägung bzw. Revision der gewährten Arbeitslosenentschädigung für die Monate November und Dezember 2009" vor. Da die Unrechtmässigkeit des Bezugs weder mit dem Einspracheentscheid noch mit der Verfügung festgestellt worden sei, fehle eine Voraussetzung für den Entscheid über die Rückforderung. Die Beschwerde sei gutzuheissen, weil die "Rückforderungsverfügung (...) zu Unrecht ergangen" sei.