Citation: 6B_1028/2019 E. 1.2

1.2. Die vorinstanzliche Verfahrensleitung hat die Verfügung vom 23. Mai 2019 dem Beschwerdeführer persönlich wie auch dem amtlichen Verteidiger zugestellt (vorinstanzliche Akten pag. 652 ff.). Darin wird dem Beschwerdeführer Gelegenheit gegeben, zum Gesuch um Entlassung aus dem Mandat Stellung zu nehmen. Dieses Gesuch hatte Rechtsanwalt B.________ nach Instruktion durch den Beschwerdeführer gestellt und ging in Kopie an den Beschwerdeführer. Inwiefern in der vorinstanzlichen Zustellung eine Rechtsverletzung liegen sollte, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf. Mitteilungen an Parteien, die einen Rechtsbeistand bestellt haben, werden rechtsgültig an diesen zugestellt (Art. 87 Abs. 3 StPO). Hat eine Partei persönlich zu einer Verhandlung zu erscheinen oder Verfahrenshandlungen selbst vorzunehmen, so wird ihr die Mitteilung direkt zugestellt (Art. 87 Abs. 4 StPO; vgl. auch Art. 109 f. StPO). Dabei kann offenbleiben, ob die letztgenannte Bestimmung hier einschlägig ist. Ein Prozessrechtsverhältnis wäre in diesem Fall zu bejahen (BGE 141 II 429 E. 3.1 S. 431 f.; 138 III 225 E. 3.1 S. 227 f.; Urteil 6B_110/2016 vom 27. Juli 2016 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 142 IV 286; je mit Hinweisen). Die genannte Verfügung ging nicht nur an den Beschwerdeführer, sondern auch an die Verteidigung. Es ist weder dargelegt noch ersichtlich, inwiefern sich diese doppelte Zustellung zu Lasten des Beschwerdeführers ausgewirkt haben soll. Dass der amtliche Verteidiger die Frist zur Stellungnahme instruktionswidrig hätte verstreichen lassen oder ihm in diesem Zusammenhang sonst eine mangelnde Sorgfalt vorzuwerfen wäre, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Solches geht auch nicht aus den Akten hervor. Ins Leere stösst deshalb auch die Behauptung, "vor der Verhandlung mehrfach hospitalisiert" und deshalb nicht in der Lage gewesen zu sein, Postsendungen abzuholen. Sie ist nicht nur ungenügend substanziiert, sondern auch neu. Ob es sich dabei um ein unzulässiges Novum handelt, kann offenbleiben (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG).