Citation: 1A.189/2000 21.03.2001 E. 9

9.- Das Verwaltungsgericht hat festgestellt, dass der Verkehr von und zur Kehrichtverbrennungsanlage zu keinen wahrnehmbar erhöhten Lärmimmissionen führt und damit die Kriterien von Art. 9 LSV einhält. Dies gilt insbesondere auch hinsichtlich jener Strassen, von denen heute bereits übermässige Immissionen ausgehen (vgl. Art. 9 lit. b LSV). Die Beschwerdeführer wenden dagegen nur ein, die Verkehrszahlen seien ungenügend ermittelt, was wie erwähnt (E. 7d) nicht zutrifft. Ferner machen sie geltend, das Verfahren hätte sistiert werden müssen, weil im Zeitpunkt der vorinstanzlichen Entscheide die Empfindlichkeitsstufen gemäss Art. 43 LSV noch nicht rechtskräftig festgelegt gewesen seien. Das Verwaltungsgericht hat dazu mit Recht erwogen, die Frage der massgeblichen Empfindlichkeitsstufe könne offen bleiben, da der vom Vorhaben verursachte Verkehr keine wahrnehmbaren Zusatzbelastungen bewirke. Mit der inzwischen am 21. Mai 2000 vorgenommenen definitiven Zuordnung der Empfindlichkeitsstufen durch die Stimmberechtigten von Thun ist der Einwand der Beschwerdeführer überdies gegenstandslos geworden.