Citation: 1P.554/2001 21.01.2002 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer bestreitet, dass der in den abgehörten Telefonaten auftretende "X.________" mit ihm identisch sei. Er habe deshalb vor Kassationsgericht gerügt, dass das Obergericht wie auch das Bezirksgericht die entsprechenden Tonbandaufnahmen, der zürcherischen Praxis folgend, selber hätten abhören müssen, den Akten aber kein Hinweis auf ein solches Vorgehen der beiden Gerichte zu entnehmen sei; er habe geltend gemacht, es sei daher davon auszugehen, dass die Gerichte sich die Aufnahmen nicht angehört hätten, worin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) liege. Das Kassationsgericht habe eine entsprechende Verfassungsverletzung zu Unrecht verneint. In der Argumentation des Kassationsgerichts, das Gericht müsse nirgends aufzeichnen, ob es die Tonbänder abgehört habe, aber es reiche nicht aus, wenn der Beschwerdeführer dies bloss behaupte, liege eine Verweigerung des rechtlichen Gehörs, ein überspitzter Formalismus, ein Verstoss gegen die sich aus § 32 Abs. 1 StPO und Art. 6 Ziff. 3 lit. b ergebende Dokumentationspflicht und eine Verletzung des Grundsatzes des "fair trial" nach Art. 6 EMRK. 3.2 Das Kassationsgericht negierte eine Pflicht der kantonalen Gerichte ihre Anhörung von Tonaufzeichnungen zu dokumentieren. Eine solche Pflicht ergebe sich weder aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör noch aus kantonalen Verfahrensvorschriften. Entsprechend lasse sich aus dem Umstand, dass sich den Akten kein Hinweis auf eine Anhörung entnehmen lasse, nicht auf deren Unterlassung schliessen. 3.3 Mit dieser Begründung hat das Kassationsgericht die vom Beschwerdeführer angerufenen Rechte und Grundsätze nicht verletzt. Der Beschwerdeführer beanstandete vor Obergericht nicht, dass das Bezirksgericht die richterliche Abhörung der Tonbänder nicht verurkundet habe. Ebenso wenig stellte er den ausdrücklichen Antrag auf Abhörung der Aufnahmen durch das Obergericht. Es bestand für dieses daher kein Anlass, die Abhörung im Verfahrensprotokoll zu verurkunden oder in der Urteilsbegründung speziell zu erwähnen. Unter diesen Umständen musste das Kassationsgericht aus der fehlenden obergerichtlichen Äusserung über die Abhörung der Tonbandaufnahmen nicht schliessen, dass das Obergericht sich diese nicht selber angehört hätte. Es hat daher eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör zu Recht verneint. Weitere Rügen hinsichtlich der Pflicht, sich die Tonbänder anzuhören, hat der Beschwerdeführer vor Kassationsgericht nicht vorgebracht, weshalb sie im vorliegenden Verfahren nicht zulässig sind (Art. 86 Abs. 1 OG). Diesen ist auch der Boden entzogen, wenn das Kassationsgericht zu Recht eine mangelnde Anhörung der Tonbänder verneinte. Die staatsrechtliche Beschwerde ist auch insoweit unbegründet, soweit darauf einzutreten ist.