Citation: 1C_231/2022 E. 1

A.________ erstattete bei der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland Strafanzeige gegen B.________, Abteilungsleiter der Bewährungs- und Vollzugsdienste des Kantons Zürich. Er ersuchte dabei um Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen den Angezeigten und/oder "zumindest" gegen sich selbst. Er wirft dem Angezeigten vor, seine vom Anzeiger gegen sich selbst eingereichten Strafanzeigen nicht weitergeleitet zu haben. Die Staatsanwaltschaft überwies die Sache der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich zum Entscheid über die Ermächtigung zur Durchführung einer Strafuntersuchung. Mit Beschluss vom 8. April 2022 erteilte die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich der Staatsanwaltschaft die Ermächtigung zur Strafverfolgung nicht. Zur Begründung führte sie zusammenfassend aus, dass kein Anfangsverdacht für ein strafbares Verhalten des Angezeigten bestehe. Dem Anzeiger scheine es mit der Anzeige wohl darum zu gehen, die Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen sich selbst sowie eine strafrechtliche Verurteilung zu erreichen, um in ein Gefängnis bzw. in eine Vollzugsanstalt versetzt zu werden. Offenbar sei er mit der Betreuungssituation an seinem aktuellen Wohnort im Pflegezentrum nicht zufrieden.