Citation: 9C_732/2019 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Beschwerdegegnerin wäre bereits nach Eingang des Schreibens vom 22. März 2016 gehalten gewesen, den Anspruch auf eine Kinderrente zu überprüfen. Damit dringt sie nicht durch: B.________ hatte bis Ende März 2016 erst drei Monatssaläre verdient, d.h. insgesamt Fr. 6450.- (3 x Fr. 2150.-). Dass der Verwaltung zu diesem Zeitpunkt der Lehrvertrag vom 22. August 2013 mit den voraussichtlichen Lehrlingslöhnen, insbesondere für das zweite und dritte Lehrjahr, und die Bestätigung des Bildungsamtes des Kantons Zürich vorlagen, wonach sich das Lehrverhältnis infolge der Repetition des zweiten Ausbildungsjahres bis am 25. August 2017 verlängern werde, begründet keine zumutbare Kenntnis über eine unrechtmässige Leistungsausrichtung. Dafür massgeblich ist allein das während der Ausbildung tatsächlich erzielte Einkommen (vgl. E. 2.2). Es steht fest, dass das Erwerbseinkommen des B.________ erst Ende Jahr 2016 mit Fr. 30'950.- (9 x Fr. 2150.- + 4 x Fr. 2900.-) den Betrag der maximalen vollen Altersrente überstieg. Vorher konnte und musste die Beschwerdegegnerin weder dem Grundsatz nach noch im Ausmass Kenntnis über einen Rückerstattungsanspruch haben. Damit begann die relative Verwirkungsfrist nach Art. 25 Abs. 2 ATSG nicht vor diesem Zeitpunkt zu laufen. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach die mit der Verfügung vom 18. August 2017 geltend gemachte Rückforderung rechtzeitig erfolgt sei, ist daher bundesrechtskonform.