Citation: 1C_740/2013 E. 6.4

6.4. Die Beschwerdeführer bestreiten zwar den Verstoss gegen § 64 Abs. 1 KBV nicht, erachten ihn hingegen nicht als gravierend. Sie machen geltend, dass ihnen die sich über zwei Geschosse erstreckenden Lukarnen keine ausnützungsmässigen Vorteile verschafften, da sie in Respektierung von § 64 Abs. 1 KBV anstatt vertikal auch horizontal hätten angeordnet werden können. Mit dieser Argumentation übersehen die Beschwerdeführer, dass für das zweite Dachgeschoss auch horizontal angeordnete Lukarnen unzulässig sind, da nach dem zitierten Gesetzeswortlaut von § 64 Abs. 1 KBV dieses Geschoss möglichst giebelseitig belichtet werden soll. Damit wird zwar dessen Nutzung als Wohnraum nicht vollständig ausgeschlossen, jedoch erheblich eingeschränkt. Die Vorinstanz ist daher nicht in Willkür verfallen, wenn sie den Verstoss gegen § 64 Abs. 1 KBV vor allem mit Blick auf die Ausnützung als schwerwiegend qualifizierte. Die Bedeutung dieser Norm liegt indessen, wie ihre Einordnung unter den Gestaltungsvorschriften zeigt, auch im ästhetischen Bereich. Sie verbietet im oberen Bereich des Dachs Aufbauten und Einschnitte, weil hier Aufbauten besonders auffallen und das Aussehen eines Gebäudes entsprechend erheblich verunstalten können. Wird dieses Verbot nicht nur durch eine Lukarne auf der Höhe des zweiten Dachbodens verletzt, sondern durch eine solche, die sich über das erste und zweite Dachgeschoss erstreckt und damit zweigeschossig wirkt, erscheint dieser Verstoss angesichts des durch das grosse Volumen entstehenden Blickfangs als schwerwiegend. Im Ergebnis ist daher die vorinstanzliche Gewichtung des Verstosses nicht zu beanstanden.