Citation: 8C_391/2023 E. 5

Die Beschwerdeführerin wendet zunächst ein, das kantonale Gericht habe sich in Verletzung des Gehörsanspruchs nicht mit ihren Argumenten auseinandergesetzt. Diesbezüglich ist ihr entgegenzuhalten, dass die aus Art. 29 Abs. 2 BV folgende Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen, nicht bedeutet, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen widerlegen muss. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und in voller Kenntnis der Sache ein Rechtsmittel ergreifen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 148 III 30 E. 3.1; 145 III 324 E. 6.1; 142 II 49 E. 9.2; BGE 137 II 266 E. 3.2; BGE 136 I 229 E. 5.2). Die Vorinstanz legte eingehend dar, weshalb sie dem Gutachten der ABI trotz abweichender medizinischer Einschätzungen der behandelnden Ärzte Beweiswert zuerkannte (vgl. E. 6 sogleich). Ebenso begründete sie hinreichend, weshalb im Verwaltungsverfahren vor der IV-Stelle eine anwaltliche Vertretung nicht erforderlich war (vgl. diesbezüglich E. 7 hiernach). Inwiefern es der Beschwerdeführerin vor diesem Hintergrund nicht möglich gewesen sein soll, das vorinstanzliche Urteil sachgerecht anzufechten, legt sie nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt nicht vor.