Citation: 2C_921/2022 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz gelangt in dieser Hinsicht zum Schluss, dass vorliegend keine Fragen aufgeworfen werden, welche sich unter gleichen oder ähnlichen Umständen jederzeit wieder stellen können und deren rechtzeitige Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre. Im Ergebnis ist diese Beurteilung nicht zu beanstanden und was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, überzeugt nicht: Zusammengefasst führte das Bundesamt für Gesundheit in seiner Verfügung vom 13. November 2020 aus, dass der Umgang mit einem neuen Gamma Knife, das 192 geschlossene hoch radioaktive Cobalt-60 Quellen verwende, aufgrund von vorteilhafteren Alternativen nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik entspreche und eine Rechtfertigung gemäss Art. 8 des Strahlenschutzgesetzes vom 22. März 1991 (StSG; SR 814.50) i.V.m. Art. 3 der Strahlenschutzverordnung vom 26. April 2017 (StSV; SR 814.501) deshalb nicht mehr gegeben sei (s. dort E. 3.3.8). Selbst wenn vor diesem Hintergrund mit der Beschwerdeführerin davon auszugehen wäre, dass sich die Frage der Rechtfertigung für den Einsatz eines Gamma Knife unter vergleichbaren Voraussetzungen jederzeit wieder stellen könnte, handelt es sich dabei nicht um eine Frage, deren rechtzeitige Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre. Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, hat sich die Beschwerdeführerin vorliegend mit dem Abschluss des Kaufvertrags für das Gamma Knife noch vor dem Erstkontakt mit der Bewilligungsbehörde selbst in die Situation gebracht, dass sie den Abschluss des Verfahrens nicht ohne sofortige Aufnahme der Geschäftstätigkeit mit einem alternativen Gerät abwarten konnte. Daraus kann somit gerade nicht geschlossen werden, dass aufgrund der zu erwartenden Verfahrensdauer im Urteilszeitpunkt ein aktuelles Interesse der beschwerdeführenden Partei regelmässig entfallen würde. Auch der Umstand, dass die Vorbereitung des Bewilligungsverfahrens zeit- und kapitalintensiv sei, führt noch nicht dazu, dass eine rechtliche Überprüfung einer Bewilligungsverweigerung vor Bundesverwaltungsgericht kaum je rechtzeitig möglich wäre. Vielmehr handelt es sich dabei um unternehmerische Risiken. Es ist somit nicht ersichtlich, dass Bewilligungsverweigerungen im Bereich des Strahlenschutzes faktisch einer gerichtlichen Überprüfung entzogen würden, wenn hier keine Ausnahme vom Erfordernis des aktuellen Rechtsschutzinteresses angenommen werde.