Citation: 6B_217/2022 E. 2.6.2

2.6.2. Abgesehen davon macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz gehe zu Unrecht davon aus, er habe damit rechnen müssen, dass der Beschwerdegegner 2 sich auf das Dach begeben würde. Nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" sei davon auszugehen, dass er gegenüber C.________ eine Weisung erlassen habe, gemäss welcher der Beschwerdegegner 2 weder das Gerüst noch das Dach hätte betreten dürfen. Dass der Beschwerdegegner 2 dennoch und entgegen den Anweisungen, seinem Ausbildungsstand und seinem gewöhnlichen Arbeitsort auf das Gerüst/Dach geklettert sei, müsse als derart unsinnig angesehen werden, dass damit vernünftigerweise nicht zu rechnen war. Er (der Beschwerdeführer) müsse darauf vertrauen können, dass sich seine Mitarbeiter grundsätzlich an seine Weisungen hielten, ansonsten eine arbeitsteilige Wirtschaft schlicht nicht denkbar sei. Indem die Vorinstanz offenlasse, ob er eine solche Weisung erteilt habe, verstosse sie gegen Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG.