Citation: 7B_483/2023 E. 3.5

3.5. Die Beschwerdeführerin bestreitet vor Bundesgericht nicht, dass die U.________strasse innerorts von V.________ liegt und dass die Aufhebung der geltenden Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h erst 250 Meter nach der Kontrollstelle signalisiert war. Zudem stellt sie nicht in Abrede, dass sie innerorts durch dicht bebautes Gebiet, wo eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h galt, auf die U.________strasse bis zum Kontrollort gefahren ist (vgl. oben E. 3.4.1). Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin räumt die Vorinstanz nicht etwa ein, dass sich die Kontrollstelle nicht mehr im dicht bebauten Gebiet befinde. Zwar erwägt sie, dass es sich bei dieser Stelle nicht um ein Ortsbild wie in einem "klassischen Ortskern" handle. Indessen begründet sie eingehend und überzeugend, warum sie - mit der ersten Instanz - zum Schluss gelangt, dass sich der Kontrollort noch im dicht bebauten Gebiet der Ortschaft (wenn auch an dessen Rande) befindet. Dass die Vorinstanz teilweise vom "bebauten" und nicht von einem "dicht bebauten" Gebiet redet, ändert daran nichts, weil aus den übrigen vorinstanzlichen Erwägungen klar hervorgeht, dass sie vom Letzteren ausgeht. Bei ihrer Beurteilung stellt die Vorinstanz zutreffend nicht bloss auf ein kurzes Teilstück der Strasse ab, sondern auf das ganze umliegende Gebiet (vgl. BGE 127 IV 229 E. 3b; Urteile 6B_1445/2019 vom 17. April 2020 E. 2.1.3; 6B_464/2015 vom 8. Februar 2016 E. 2.1). Dabei berücksichtigt sie, dass auf der rechten Seite der Strasse (in Fahrrichtung) ein Gehweg und ein Gebäude sichtbar sind, dass sich auf der fraglichen Strecke vor der Messstelle diverse Liegenschaften befinden und kurz vor der Messstelle eine kleine Strasseneinmündung in eine Wohnsiedlung vorhanden ist. Zudem findet sich ein paar hundert Meter vor der fraglichen Stelle ein Füssgängerstreifen (vgl. oben E. 3.4.1, 3.4.3). Eine "Aktenwidrigkeit" dieser vorinstanzlichen Feststellungen ist weder rechtsgenüglich dargetan (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG) noch ersichtlich. Wenn die Vorinstanz bei der Würdigung der tatsächlichen Umstände zum Schluss gelangt, die Kontrollstelle habe (noch) im dicht bebauten Gebiet der Ortschaft gelegen, ist dieser Schluss unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden.