Citation: 5A_153/2023 E. 3.3

3.3. Bei summarischer Betrachtung erscheint es als wahrscheinlich, dass die Beschwerde hätte gutgeheissen werden müssen. Die Beschwerdeführerin wurde vor Obergericht zur angeblichen Zahlung nicht angehört. Sie erscheint damit als wahrscheinlich berechtigt, Bankbestätigungen einzureichen, aus denen sich ergibt, dass die Zahlung bei ihr nicht eingegangen ist (Art. 99 Abs. 1 BGG). Das Obergericht hat sich hinsichtlich der Zahlung an die Beschwerdeführerin demgegenüber offenbar einzig auf die von der Beschwerdegegnerin eingereichten E-Banking-Zahlungsbelege (recte eher: Zahlungsaufträge) verlassen, auf denen der Status mit "In Verarbeitung" angegeben ist, womit unklar bleibt, ob die Zahlungsaufträge nicht beispielsweise an mangelnder Deckung durch das belastete Konto scheitern könnten. Auf die Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin hätte sodann voraussichtlich nicht eingegangen werden können, da sie diese erst lange nach der ihr angesetzten Frist (30. März 2023) eingereicht hat. Das Obergericht hat sich in der Sache nicht vernehmen lassen.