Citation: 8C_161/2024 E. 6.1.2

6.1.2. Fachärztin D.________ diagnostizierte am 16. Mai 2021 unter anderem eine rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradig, eine emotional instabile und histrionische Persönlichkeitsstörung sowie eine Angst- und Panikstörung und attestierte eine 20 bis 40%ige Arbeitsfähigkeit. Sie berichtete, dass der persönliche Alltag der Beschwerdeführerin als alleinerziehende Mutter eines Kleinkindes im gesamten bisherigen Behandlungsverlauf von verschiedensten Konfliktfeldern durchzogen sei. Eine erneute Beziehungsaufnahme mit ihrem dritten Ehemann, von dem sie zuvor seit Monaten getrennt gewesen sei, sei mit dramatischer Ausgestaltung erneut gescheitert. Mit dem letzten Arbeitgeber habe sie einen Rechtskonflikt ausgetragen. Sie sei zudem in eine neue Wohnung umgezogen, gefolgt von einer Wohnungskündigung durch die Hausverwaltung nach heftigen Konflikten mit anderen Hausmietern sowie mit der Hausverwaltung. Aus den Einträgen der behandelnden Psychiaterin im Jahr 2020 lässt sich zudem entnehmen, dass die Mutter-Sohn-Beziehung von Überforderung und die berufliche Laufbahn von einem Misserfolg nach dem anderen gekennzeichnet seien. Vorausgehend sei die Beschwerdeführerin in der Schule gemobbt worden.