Citation: 5A_604/2024 E. 5.1.2

5.1.2. Bereits im kantonalen Verfahren hatte der Ehemann vorgebracht, dass nach neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung weder ein mehr als zehnjähriges Zusammenleben noch für sich genommen ein gemeinsames Kind eine Vermutung für eine lebensprägende Ehe mehr begründe. Beschwerdeweise macht er nun geltend, das eheliche Zusammenleben habe nur elf Jahre gedauert und die Ehefrau habe ihm keineswegs, wie dies nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung für eine lebensprägende Ehe nötig wäre, während Jahrzehnten den Rücken freigehalten. Sie sei immer selbst erwerbstätig gewesen, unter Fremdbetreuung des Sohnes in China, sodann aber auch in der Schweiz, und zwar in der gleichen Branche wie vorehelich in Russland; ihre Erwerbstätigkeit sei auch klar abgemacht gewesen. Entsprechend habe keine klassische Rollenverteilung bestanden.