Citation: 1C_37/2018 E. 7

Im vorinstanzlichen Verfahren machten die Beschwerdeführer geltend, die Tiefgarage sei zur anrechenbaren Geschossfläche zu zählen, weil anzunehmen sei, dass der Beschwerdegegner darin Fahrzeuge aus seinem Gewerbebetrieb abstellen und Abstellplätze an Dritte vermieten werde. Die Vorinstanz führte aus, in der Tiefgarage dürften keine Fahrzeuge aus dem Gewerbebetrieb des Beschwerdegegners abgestellt werden, weil dies eine Zweckänderung darstelle, für die ein Baubewilligungsverfahren erforderlich wäre. Die blosse Vermietung von Abstellplätzen (für private Zwecke) stelle keine gewerbliche Nutzung dar. Soweit Parkfelder in der Wohnzone als zonenkonform bewilligungsfähig seien, seien sie nach Art. 61 Abs. 2 lit. b aBauG nicht als nutzbare Geschossfläche anzurechnen. Der Beweisantrag auf Einholung der Steuerakten der Beschwerdegegner sei unbehelflich, weil Einnahmen aus der Vermietung von Abstellplätzen steuerliches Einkommen darstellten, aber bezüglich der gewerblichen Nutzung im Sinne des Baurechts keine Aussagen machten. Die Beschwerdeführer machen geltend, die Vorinstanz hätte die Frage der gewerblichen Nutzung durch die Einholung der Steuerunterlagen der Beschwerdegegner klären müssen, weil aus diesen Unterlagen hervorgehe, ob der Beschwerdegegner nach wie vor Einkommen als Lastwagenchauffeur im Bausektor mit eigenen Lastwagen erziele. Dies würde darauf schliessen lassen, dass er die Garage für seine gewerblichen Zwecke nutzen werde. Mit diesen Ausführungen widerlegen die Beschwerdeführer die vorinstanzliche Angabe nicht, dass die Beschwerdegegner die Garage gemäss der Baubewilligung nicht für gewerbliche Zwecke - wie z.B. für das Parkieren gewerblich genutzter Lastwagen - benutzen dürfen. Ob dennoch mit einer baurechtswidrigen Nutzung zu rechnen sei, ist daher bezüglich der strittigen Baubewilligung nicht erheblich, weshalb die Vorinstanz diesbezüglich keine Beweise erheben musste.