Citation: 6B_1255/2023 E. 1.5

1.5. Als ebenso wenig begründet erweist sich die vom Beschwerdeführer gerügte Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo. Auf die Frage, welche Beweismittel zu berücksichtigen und wie sie gegebenenfalls zu würdigen sind, findet der In-dubio-Grundsatz keine Anwendung. Er kommt erst zum Tragen, nachdem alle aus Sicht des urteilenden Gerichts notwendigen Beweise erhoben und ausgewertet worden sind, das heisst, bei der Beurteilung des Resultats der Beweisauswertung (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.1; vgl. dazu Urteil 6B_160/2022 vom 5. Oktober 2022 E. 2.3.2 mit Hinweisen). Insoweit stellt der In-dubio-Grundsatz gerade keine Beweiswürdigungsregel dar. Im Falle einer uneinheitlichen, widersprüchlichen Beweislage muss das Gericht die einzelnen Gesichtspunkte gegeneinander abwägen und als Resultat dieses Vorgangs das Beweisergebnis feststellen. Dieses kann je nach Würdigung als gesichert erscheinen - sofern die Widersprüche bereinigt werden konnten - oder aber mit Unsicherheiten behaftet bleiben. Das Beweisergebnis kann aber auch deswegen zweifelhaft sein, weil es im Kontext der feststehenden Tatsachen verschiedene Deutungen zulässt und damit verschiedene Sachverhaltsalternativen in den Raum stellt (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.1 f. mit Hinweisen). Wenn zu einer entscheiderheblichen Frage beispielsweise divergierende Gutachten vorliegen, so muss der Richter ohne Rücksicht auf die Unschuldsvermutung prüfen, welcher Einschätzung er folgen will. Er darf nicht einfach der für den Beschuldigten günstigeren Expertise folgen. Das gilt sinngemäss für alle Arten von Beweisen (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.1; Urteile 6B_160/2022 vom 5. Oktober 2022 E. 2.3.2; 6B_595/2021 vom 24. Juni 2022 E. 5.3.1; je mit Hinweisen). Wenn der Beschwerdeführer geltend macht, die Vorinstanz schliesse aus der Randdatenerhebung, der Beschwerdeführer sei mit dem Mitbeschuldigten B.________ am Tatort ausgestiegen und habe mit ihm zusammen die ihnen vorgeworfenen Delikte begangen und verletze dabei den Grundsatz in dubio pro reo, da sie nicht von der für ihn günstigeren Sachlage ausgehe, geht sein Einwand unter Berücksichtigung der soeben dargelegten Rechtsprechung fehl. Gleiches gilt, wenn er vorbringt, es stelle eine mögliche Sachverhaltsalternative dar, dass der Beschwerdeführer nur der Fahrer gewesen sei und ein anderer zusammen mit B.________ die Taten verübt habe. Und ebenso, wenn er kritisiert, die Vorinstanz nehme die Aussage von H.________ undifferenziert entgegen und ziehe in ihrer Würdigung nur diejenigen Punkte heran, die eine Täterschaft stütze. Eine Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo ist entsprechend weder begründet dargetan noch ersichtlich.