Citation: 4C.12/2004 08.04.2004 E. 1

Gegenstand der Berufung ist einzig die Frage, ob die Beklagte den Kläger am 12. März 2002 fristlos entlassen hat. Dazu wird im angefochtenen Urteil Folgendes festgehalten: Die an jenem Tag erfolgte Äusserung von E.________, der Kläger könne ja gehen, wenn es ihm nicht passe, stelle keine unzweideutige Kündigung dar, zumal der Kläger selbst erklärt habe, er komme solange nicht mehr zur Arbeit, bis er den Lohn überwiesen erhalten habe. Auch die Aufforderung der Arbeitgeberin zur Abgabe der Schlüssel impliziere für sich allein keine fristlose Kündigung, da auf der Baustelle auch ohne den Kläger habe weiter gearbeitet werden müssen. Das Vorliegen einer fristlosen Entlassung ist nach der Vorinstanz aber trotzdem zu bejahen, weil E.________ vom Gesichtspunkt des Klägers aus eine unklare Rechtslage geschaffen habe. Das Beweisverfahren habe ergeben, dass die Arbeitgeberin die Situation nicht durch Aufforderung des Arbeitnehmers zur Arbeit bereinigt und geklärt habe. Deshalb sei der Schluss des Arbeitsgerichts nicht willkürlich, dass der Kläger habe davon ausgehen dürfen bzw. müssen, er sei am 12. März 2002 fristlos entlassen worden. Was die Beklagte mit der Berufung gegen diese Erwägung des Obergerichts vorbringt, erschöpft sich weitgehend in einer Kritik an den tatsächlichen Feststellungen und der Beweiswürdigung des Obergerichts bzw. den Feststellungen und der Beweiswürdigung des Arbeitsgerichts, soweit sie vom Obergericht in Abweisung der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde der Beklagten als nicht willkürlich beurteilt worden sind. Auf diese Rügen kann im Berufungsverfahren nicht eingetreten werden (Art. 55 Abs. 1 lit. c und Art. 63 Abs. 2 OG; BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 277).