Citation: 4C.229/2004 09.08.2004 E. 4.2

Die Klägerin rügt, die Vorinstanz habe übersehen, dass gemäss Art. 634a Abs. 1 OR nicht die Konkursmasse, sondern ausschliesslich der Verwaltungsrat berechtigt sei, eine nachträgliche Leistung von Einlagen auf nicht voll liberierten Aktien zu beschliessen. Auch im Zeichnungsschein sei ein Beschluss des Verwaltungsrats ausdrücklich vorbehalten gewesen. Da ein solcher Beschluss nicht vorliege, fehle die Grundlage einer Forderung gegen die Klägerin. Die Konkursmasse sei gemäss Art. 687 Abs. 2 OR nur bei Namenaktien berechtigt, den Zeichner zur Nachliberierung aufzufordern. Diese Bestimmung gelte aber nicht auch für Inhaberaktien.