Citation: 5P.464/2002 24.03.2003 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Auf Grund der formellen Natur dieses Anspruchs (BGE 119 Ia 136 E. 2b S. 138; 126 I 19 E. 2d/bb S. 24) ist dieser Beschwerdegrund vorab zu behandeln. 2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe sich im Jahr 1990 um die Betreuung seines Sohnes gekümmert und deshalb nur zu 50 % gearbeitet. Ohne auf dieses Vorbringen einzugehen und die dazu offerierten Beweise abzunehmen, habe das Handelsgericht diesen Umstand bei der Festsetzung des Jahreseinkommens 1990 nicht berücksichtigt. Der Beschwerdeführer verkennt das Vorgehen des Handelsgerichts: Dieses ist gestützt auf die im vorliegenden Fall anwendbaren allgemeinen Versicherungsbedingungen zum Schluss gekommen, der Erwerbsunfähigkeitsgrad bemesse sich durch Vergleich des effektiven, vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit erzielten, Einkommens mit dem Erwerbseinkommen, das die versicherte Person danach aus zumutbarer Erwerbstätigkeit noch erziele oder erzielen könnte. Ausgangspunkt sei also das effektiv erzielte Valideneinkommen. Ob diese Betrachtungsweise des Handelsgerichts zutreffend ist, stellt eine Rechtsfrage dar, die vom Bundesgericht im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nicht überprüft werden kann (BGE 125 III 435 E. 2a/aa S. 437). Gestützt auf die rechtliche Argumentation des Handelsgerichts hat jedenfalls keine Veranlassung zur Berücksichtigung der Betreuungspflichten des Beschwerdeführers und der damit verbundenen Annahme eines (höheren) hypothetischen Valideneinkommens bestanden. Das Handelsgericht hat folglich auch keinen Grund gehabt, auf die Vorbringen des Beschwerdeführers näher einzugehen oder Beweise abzunehmen. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt somit nicht vor. Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang noch eine Verletzung des Beweisantretungsanspruchs gemäss der Zivilprozessordnung des Kantons Aargau geltend macht, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, da das Vorbringen den Anforderungen an die Begründung einer staatsrechtlichen Beschwerde nicht genügt (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 125 I 492 E. 1b S. 495; 127 III 279 E. 1c S. 282). 2.2 Die Beschwerdegegnerin beanstandet ebenfalls die Berechnung des Valideneinkommens und bringt vor, das Handelsgericht hätte die Mehraufwendungen auf Grund des Fussbruchs des Beschwerdeführers nicht berücksichtigen dürfen. Auch hier stellen die Kriterien, nach welchen das Handelsgericht das Valideneinkommen berechnet, eine Rechtsfrage dar und können daher im vorliegenden Verfahren nicht überprüft werden. Damit kann offen bleiben, ob dieses Vorbringen der Beschwerdegegnerin nicht ohnehin ein unzulässiges Nova darstellt (BGE 118 III 37 E. 2a S. 39).