Citation: 2C_396/2014 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer befindet sich seit dem 26. Februar 2012 im stationären Massnahmevollzug und hat keine weitere Straftaten mehr begangen. Diesem Wohlverhalten kommt allerdings eine geringere Bedeutung zu als einem solchen in Freiheit (vgl. ZÜND/HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, EuGRZ 2013, S. 1 ff. Rz. 41). Sein Verhalten im Massnahmenvollzug wird ambivalent beurteilt. Der Beschwerdeführer musste gemäss dem Bericht über den Behandlungsverlauf von seinem Eintritt am 3. Juli 2012 bis zum 6. Juni 2013 14 Mal diszipliniert werden. Immerhin haben sich die Verfehlungen mit der Zeit reduziert und das Massnahmezentrum attestiert ihm den guten Willen, um sein Leben in den Griff zu bekommen. Der aktuelle Therapiebericht vom 17. März 2014 gelangt nicht zu grundlegend neuen Erkenntnissen, sondern hält als Prognose fest, dass die Persönlichkeitsstörung und die Suchtproblematik eine anhaltende Risikodisposition für delinquente Rückfälle des Beschwerdeführers darstellen. Wie bereits erwähnt (E. 1.3), ist dieser Bericht im bundesgerichtlichen Verfahren aber ohnehin nicht verwendbar.