Citation: 5P.158/2004 21.06.2004 E. A

Auf Grund einer Gefährdungsmeldung von Anfang Juli 2002 erliess die Sozialkommission X.________ (Vormundschaftsbehörde) am 30. August 2002 an J.A.________ und M.A.________ eine Weisung betreffend ihre beiden Kinder A.A.________, geb. 1994, und B.A.________, geb. 1998. Am 21. August 2002 reichte M.A.________ beim Gerichtskreis XII Frutigen-Niedersimmental ein Eheschutzgesuch ein. Am 10. Oktober 2002 erliess die Sozialkommission X.________ eine Verfügung, gemäss welcher die beiden Kinder vorläufig, bis zum definitiven Entscheid im Eheschutzverfahren, bei der Mutter in Thun platziert wurden. Dem Vater wurde ein Besuchsrecht eingeräumt. Im Eheschutzverfahren stellte der zuständige Gerichtspräsident am 21. Oktober 2002 die Kinder vorläufig unter die Obhut der Mutter. Gegen die Verfügung der Sozialkommission vom 10. Oktober 2002 führte J.A.________ Beschwerde an das Regierungsstatthalteramt Niedersimmental, welches das Verfahren am 11. November 2002 als gegenstandslos abschrieb. Einen Weiterzug der Beschwerde wies der Appellationshof des Kantons Bern am 18. Februar 2003 mit der Begründung ab, da die Verfügung der Vormundschaftsbehörde nur für eine kurze Zeit - nämlich bis zum definitiven Entscheid des Eheschutzrichters - Bestand habe, bestehe kein Rechtsschutzinteresse an deren Anfechtung. Gegen diesen Entscheid gelangte J.A.________ mit Berufung, die als staatsrechtlicher Beschwerde entgegen genommen wurde, an das Bundesgericht, welche dieses mit Urteil vom 25. August 2003 guthiess und den angefochtenen Entscheid aufhob (5C.78/2003).