Citation: U 218/04 03.03.2005 E. 3

Das kantonale Gericht hat erwogen, auf Grund der ärztlichen Berichte müsse die Versicherte mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bei der Auffahrkollision vom 18. September 2000 ein Schleudertrauma (HWS-Distorsion) erlitten haben. Dies äussere sich darin, dass sie unter Nacken- und Kopfschmerzen, einer schmerzhaft eingeschränkten Kopfbeweglichkeit, ausgeprägten reaktiven Verspannungen des Muskelapparates, Schwindel, Schlafstörungen, Tinnitus und Konzentrationsschwierigkeiten leide. Dabei handle es sich um das typische bunte Beschwerdebild, welches in der Regel als Folge eines Schleudertraumas auftrete. Anderseits bestünden gewisse degenerative Veränderungen im HWS-Bereich. Den medizinischen Unterlagen lasse sich aber nicht mit genügender Wahrscheinlichkeit entnehmen, ob die geklagten Beschwerden ausschliesslich darauf zurückzuführen oder ob sie allein unfallbedingt seien. Sollte keines von beiden zutreffen, stellte sich die Frage, inwieweit der Unfall den krankhaften Vorzustand verschlimmert oder dessen frühzeitiges Ausbrechen begünstigt habe. Auch hiezu fänden sich keine Aussagen in den Akten. Ebenfalls fehle eine schlüssige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Sinngemäss könne schliesslich nicht mit genügender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass der Unfall vom 18. September 2000 eine Teilursache für die geklagten Beschwerden der rechten Hand sei. Es sei daher eine pluridisziplinäre Begutachtung in neurologischer, rheumatologischer, orthopädischer und psychiatrischer Hinsicht notwendig. Ein Abklärungsbedarf ergebe sich auch aus der Tatsache, dass bisher keine medizinische Gesamtbeurteilung stattgefunden habe. Dies gelte umso mehr mit Blick auf die vorbestandenen degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule. Auf die Beurteilung des beratenden Neurologen Dr. med. M.________ der Mobiliar vom 30. April 2001 könne nicht abgestellt werden. Seine Begründung gegen eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit ab 1. Januar 2001 überzeuge nicht. Das interdisziplinäre Gutachten habe die verschiedenen Beschwerdebilder und deren Ursachen mit genügender Wahrscheinlichkeit festzulegen sowie sich zur Arbeitsunfähigkeit, soweit auf den Unfall vom 18. September 2000 zurückführbar, zu äussern.