Citation: 2C_397/2019 E. 4.3.4

4.3.4. Fehl geht schliesslich auch die Rüge, die Vorinstanz habe keine Risikoprognose zur missbräuchlichen Verwendung einer Waffe durchgeführt. Die Vorinstanz hat festgestellt, dass er seine (impulsive) Aggressivität nicht unter Kontrolle habe und deshalb von einem ausreichenden Mass an Wahrscheinlichkeit der Drittgefährdung im Sinne von Art. 8 Abs. 2 lit. c WG auszugehen sei. Diese Würdigung wird auch nicht dadurch entkräftet, dass der Beschwerdeführer im legalen Besitz verschiedener Waffen ist, die weder zu Beanstandungen Anlass gegeben hätten noch gegen den Journalisten der Sendung B.________ eingesetzt worden seien. Die Vorinstanz durfte in diesem Zusammenhang insbesondere auch die in der Vergangenheit gegen ihn ausgesprochenen strafrechtlichen Verurteilungen berücksichtigen. Aktenkundig ist, dassein Eintrag im Strafregister wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln vom 11. Februar 2010 im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um Erteilung des Waffenerwerbsscheins bestanden hatte (Art. 105 Abs. 2 BGG). Zudem hat das Bundesgericht die Verurteilung des Beschwerdeführers wegen versuchten Betrugs bestätigt (vgl. Urteil 6B_997/2017 vom 3. Mai 2018). Wenn zwar diese Verurteilungen nicht direkt einschlägig sind für die Beurteilung einer möglichen Drittgefährdung durch die Verwendung von Waffen, so offenbaren sie jedoch eine Tendenz des Beschwerdeführers, es mit der Wahrung der Rechtsordnung nicht besonders ernst zu nehmen. Da im Zeitpunkt des Urteils der Vorinstanz der Schuldspruch wegen versuchten Betrugs definitiv geworden war, dringt der Beschwerdeführer auch nicht mit der Rüge durch, die durch die EMRK bzw. den UNO-Pakt II garantierte Unschuldsvermutung sei verletzt worden.