Citation: 1P.248/2000 26.02.2001 E. 6

6.- Das Geschworenengericht hatte in seinem Urteil festgehalten, Prof. K.________ habe keine Begründung für seine Ansicht genannt, wonach R.X.________ im Zeitpunkt, als ihr gemäss Anklage ein zweites Mal Arsen verabreicht worden sein soll, bewusstlos gewesen sei. Das Kassationsgericht erachtete die Feststellung des Geschworenengerichts, Prof. K.________ habe seine These nicht begründet, als aktenwidrig. Es vertrat jedoch die Ansicht, diese Aktenwidrigkeit habe sich nicht auf den Entscheid ausgewirkt. Auch wenn Prof. K.________ eine (oder mehrere) Begründungen für die (nach seiner Meinung gegebene) Bewusstlosigkeit genannt habe, habe das Geschworenengericht in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen von Prof. B.________ abstellen dürfen, wonach sich der Zustand schrittweise über Benommenheit, Apathie bis letztlich zur Bewusstlosigkeit verschlechtert habe und wonach auch ein sehr schwer benommener Mensch noch in der Lage sei, selbstständig zu schlucken. Im Ergebnis sei daher die Schlussfolgerung nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer macht geltend, das Kassationsgericht habe das Willkürverbot nach Art. 9 BV verletzt, weil es angenommen habe, die erwähnte Aktenwidrigkeit im Urteil des Geschworenengerichts habe sich nicht auf den Schuldspruch ausgewirkt. Die Rüge ist unbegründet. Willkür im Sinne von Art. 9 BV bzw. der bisherigen Praxis zu Art. 4 aBV liegt vor, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offenkundigen Versehen beruht oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 126 I 168 E. 3a S. 170; 125 II 10 E. 3a S. 15, 129 E. 5b S. 134; 124 I 208 E. 4a S. 211, je mit Hinweisen). Das Kassationsgericht legte dar, aus welchen Gründen sich seiner Ansicht nach die aktenwidrige Feststellung nicht auf den Entscheid des Geschworenengerichts ausgewirkt habe. Die betreffenden, oben angeführten Überlegungen sind sachlich vertretbar. Eine Verletzung des Willkürverbots liegt nicht vor.