Citation: 2C_771/2021 E. 6.1

6.1. Rechtsbegehren sind aussichtslos im Sinne von Art. 29 Abs. 3 BV, wenn deren Gewinnaussichten zur Zeit der Verfahrenseinleitung betrachtet deutlich geringer sind als die Verlustgefahren. Entscheidend ist, ob auch eine nicht bedürftige Partei sich vernünftigerweise zu einem Prozess entschliessen würde (BGE 135 I 1 E. 7.1; Urteil 2D_18/2021 vom 5. Mai 2021 E. 3.1). Für den vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt, bei dem der Beschwerdeführer aufgrund einer Erkrankung nachträglich auf eine wesentlich intensivere Betreuung angewiesen ist als bei der Begründung des Aufenthaltsrechts, ist nicht ausdrücklich festgehalten, was als (ausreichende) Unterhaltsgewährung gemäss Art. 3 Abs. 2 lit. a Anhang I FZA zu gelten hat und eine konsolidierte Rechtsprechung besteht ebenfalls nicht. Unter diesen Umständen konnte die Eingabe des Beschwerdeführers nicht als zum Vornherein aussichtslos gelten; er war für das Verfahren zudem auf die Hilfe eines Rechtsbeistands angewiesen (vgl. Urteil 2C_96/2021 vom 19. Oktober 2021 E. 7.2). Die Vorinstanz hat somit durch die Abweisung der Beschwerde betreffend bzw. des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege in den kantonalen Verfahren Art. 29 Abs. 3 BV verletzt.