Citation: 5A_107/2023 E. 3.4

3.4. In ihrer Replik bestreitet die Beschwerdeführerin die Optimierung ihres Lohnes. Dass der Arbeitgeber die Lohnabrechnung teilweise entgegen dem Arbeitsvertrag unsorgfältig erstelle, könne ihr nicht angelastet werden. Zudem sei von Arbeitsbeginn an klar gewesen, dass die Beschwerdeführerin für die Kinder finanziell werde aufkommen müssen. Vom einem allfällig ausbezahlten 13. Monatslohn hätte sie so oder so nichts, da dieser jedenfalls vollumfänglich den Kindern zugute komme. Man könne ihr, der Beschwerdeführerin, nicht unterstellen, dass sie auf einen 13. Monatslohn verzichte; sie liebe die Kinder über alles und wünsche sich, dass es ihnen gut gehe und sie finanziell abgesichert seien. Sie habe die Arbeitsstelle auf rein freundschaftlicher Basis angeboten erhalten. Erst viel später sei J.________ ihr neuer Lebenspartner geworden.