Citation: 6B_576/2020 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 10 Abs. 2 und Abs. 3 StPO; Beschwerde S. 4 ff., zusammenfassend S. 10 ff.). Er macht geltend, das Urteil werde wesentlich auf das widerrufene Geständnis sowie eine Reihe von Indizien gestützt. Es zeigten sich jedoch Lücken und Ungereimtheiten. Die Aussagen in den ersten beiden Einvernahmen seien sehr knapp gehalten. Er habe zugegeben, was ihm konkret vorgeworfen worden sei. Es entspreche einem allgemeinen Verhalten, unter dem Eindruck der Untersuchungshaft auch falsche Angaben zu machen, um rasch wieder die Freiheit zu erlangen. Er habe sich Ende Mai 2014 an den Staatsanwalt wegen Herzstechens gewandt. Dies sowie Schlafstörungen gehörten durchaus zu den rein physischen Begleiterscheinungen einer Haftpsychose. Das Geständnis sei aufgrund einer klaren inhaltlichen Absprache seines damaligen Verteidigers Rechtsanwalt C.________ mit dem Staatsanwalt zustande gekommen. Der Polizeibeamte habe ihm erklärt, wie sich dies (d.h. weitere Untersuchungshandlungen) "auf die Dauer der Untersuchungshaft auswirken kann, wird Ihnen gerne Ihr Anwalt erklären" (Beschwerde S. 6). Dies sei als Beeinflussung des Aussageverhaltens zu qualifizieren. Er sei weiter in Untersuchungshaft verblieben. Es sei zu weiteren massiven Beeinflussungen gekommen, so habe ihn am 11. Juli 2014 der Polizeibeamte gefragt, "ob er bereit wäre an der EV [i.e. Einvernahme) vom 22.7.2014 die Wahrheit in Bezug auf die gefakten Einnahme-Rechnungen zu sagen". Der Polizeibeamte habe ihm weiter erläutert, "dass es auch in seinem Interesse liegt, diesen Fall abschliessen zu können [...]" (Beschwerde S. 6). Dies müsse unter dem Gesichtspunkt des "fair trial" als verpönter Druckversuch gewertet werden. Es sei offensichtlich darum gegangen, auf den Aufwand zur Erhebung von Beweisen zu verzichten. Wie die Vorinstanz zutreffend bemerke, habe er sich "mit erdrückenden Beweisen konfrontiert (gesehen), was ihn letztlich zum Geständnis bewogen hat" (Urteil S. 20). Allerdings seien diese Beweise in Wirklichkeit gar nicht vorhanden gewesen. Der Inhalt dieser sogenannten Geständnisse sei eingehend zwischen Rechtsanwalt C.________ und ihm (dem Beschwerdeführer) besprochen und vermutungsweise auch "eingeübt" worden. Rechtsanwalt C.________ habe die Akten gekannt und geglaubt, ihm durch Überreden zum Geständnis zu verhelfen.