Citation: H 277/99 05.06.2001 E. 2

2.- a) Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid zutreffend festgestellt, dass mit dem Übergang vom Ehepaarrenten- zum Individualrentenkonzept (welcher einer der Schwerpunkte der am 1. Januar 1997 in Kraft getretenen 10. AHV-Revision vom 7. Oktober 1994 bildete) die Ausrichtung zweier in ihrer Höhe grundsätzlich übereinstimmender Altersrenten an die beiden Ehegatten bei unter neuem Recht eingetretenen Versicherungsfällen ausser Betracht fiel (ersatzlose Aufhebung von altArt. 22 AHVG; lit. c Abs. 1 erster Satz der Übergangsbestimmungen zur jüngsten AHV- Revision). Im Rahmen der individuellen Rentenberechnung (Ermittlung des massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommens) sind - entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung - das aufgewertete Gesamteinkommen sowie die Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften gemäss ausdrücklicher gesetzlicher Regelung von Art. 30 Abs. 2 AHVG durch die Anzahl der (jeweils anrechenbaren) Beitragsjahre zu teilen. Als solche gelten grundsätzlich die zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dem 31. Dezember vor Eintritt ins Rentenalter zurückgelegten Beitragsjahre (Art. 29bis Abs. 1 AHVG). Zufolge des unterschiedlichen Rentenalters nach Art. 21 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit lit. d Abs. 1 der Übergangsbestimmungen der 10. AHV-Revision war somit 1999 im - hier bei beiden Ehegatten gegebenen - Falle vollständiger Beitragsdauer in der Regel bei Frauen eine Division durch 41 und bei Männern eine solche durch 44 vorzunehmen. Es ist indessen fraglich, ob vorliegend tatsächlich ein derartiger Regelfall gegeben ist, gilt es doch zu beachten, dass die dem Beschwerdeführer nach dessen Eintritt ins Rentenalter (d.h. ab 1. November 1998) ausgerichtete (und unter Berücksichtigung ungesplitteter Einkommen ermittelte) Altersrente (mit Zusatzrente für die Ehefrau) die unmittelbar davor bezogene, ab März 1993 zugesprochene halbe einfache Invalidenrente (ebenfalls mit Zusatzrente für die Ehefrau) ablöste. b) Gemäss Art. 33bis Abs. 1 AHVG ist für die Berechnung der an die Stelle der IV-Rente tretenden Altersrente auf die für die Berechnung der Invalidenrente massgebende Grundlage abzustellen, falls dies für den Berechtigten vorteilhafter ist. Diese Rentenberechnung ist laut im Rahmen der 10. AHV-Revision neu eingefügtem Abs. 1bis der genannten Vorschrift bei verheirateten Personen anzupassen, wenn die Voraussetzungen für die Teilung und die gegenseitige Anrechnung der Einkommen erfüllt sind. Im Falle der Neufestsetzung einer Altersrente zufolge Eintritt des zweitrentenberechtigten Ehegatten ins Rentenalter bleiben die im Zeitpunkt der erstmaligen Rentenberechnung geltenden Berechnungsvorschriften massgebend, wobei die auf Grund dieser Bestimmungen neu festgesetzte Rente in der Folge auf den neuesten Stand zu bringen ist (Art. 31 AHVG). Nach dem Gesagten ist in Fällen wie dem vorliegenden (Eintritt des zweitrentenberechtigten Ehegatten ins Rentenalter nachdem die einfache Invalidenrente des anderen Gatten bereits durch eine Altersrente abgelöst worden ist; Plafonierung bei 150 % des Höchstbetrages der vollen Altersrente) mit Bezug auf die dem erstrentenberechtigten Ehegatten nach Eintritt des Mutationsgrundes zustehende Altersrente in der Weise eine Vergleichsrechnung vorzunehmen, als die Rente einerseits auf der IV-, anderseits auf der AHV-Grundlage integral neu berechnet werden muss, worauf die für die erstrentenberechtigte Person günstigere Variante Berücksichtigung findet. Es ist nämlich durchaus möglich, dass sich die seinerzeit (bei der Ablösung der einfachen Invalidenrente durch die Altersrente) schlechtere (oder wie hier: nicht vorteilhaftere) IV-Basis nunmehr (im Hinblick auf die Teilung und gegenseitige Anrechnung der während der Ehejahre erzielten Einkommen gemäss Art. 29quinquies Abs. 3 lit. a AHVG) als günstiger erweist (vgl. auch Informationen des BSV zur Einführung der 10. AHV-Revision, Bulletin Nr. 3 vom 12. Februar 1997, Ziff. 1.2.2.2). Die Ausgleichskasse wird die nach der Aktenlage unterbliebene Vergleichsrechnung nachzuholen und alsdann über den jeweiligen (plafonierten) Altersrentenanspruch des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau ab 1. April 1999 neu zu verfügen haben.