Citation: 6B_64/2024 E. 1.5.2

1.5.2. In der Folge nimmt die Vorinstanz richtigerweise eine Abwägung zwischen den (gewichtigen) privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz und den öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung vor, die sich - wenn auch nicht systematisch - an der Verhältnismässigkeitsprüfung gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK orientiert. Hierzu und mit Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung erwägt sie, dass sich das Bundesgericht bei der Abwägung zwischen privaten und öffentlichen Interessen äusserst streng zeige, wenn Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu beurteilen seien. Drogenhandel führe in der Regel zu einer Landesverweisung, weil die öffentlichen Interessen an der Beendigung regelmässig überwiegen würden. Der Gefährdung der Öffentlichkeit durch den Beschwerdeführer und damit dem Interesse an der Landesverweisung müsse angesichts der umgesetzten Drogenmenge, des vollzogenen und geplanten Betäubungsmittelhandels und der nicht ungetrübten Legalprognose grosses Gewicht beigemessen werden, sodass dieses die entgegenstehenden privaten Interessen überwiege. Auch mit Blick auf das FZA erweise sich die Landesverweisung als verhältnismässig, weil beim Beschwerdeführer eine "gewisse" Rückfallgefahr bestehe.