Citation: 4A_205/2019 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz befasste sich vorab mit dem Einwand der Beschwerdeführerin, nicht sie - sondern der Verein D.________ - sei passivlegitimiert. Sie hielt fest, die Erstinstanz habe nachvollziehbar erwogen, die anlässlich der Hauptverhandlung vorgebrachte Be-hauptung der Beschwerdeführerin - der Verein und nicht sie, habe das Freizügigkeitsguthaben erhalten - sei gemäss Art. 229 ZPO verspätet vorgebracht worden. Die Verweise auf ihre Klageantwort seien nicht einschlägig. Zumindest eine ausdrückliche Behauptung hinsichtlich der Geldübergabe an den Verein lasse sich diesen Stellen nicht entnehmen. Ihre Argumentationslinie stehe auch im Widerspruch zu ihrer Behauptung, wonach die Klägerin ihr angeboten habe, die Gelder zur Deckung eines angeblich von dieser bewusst verursachten "Totalverlusts" bei einem Börsengeschäft zu verwenden. Hinzu komme, dass sich, weil es allein darauf ankomme, ob beim Ansprecher ein Schaden eingetreten sei, eine Schadenersatzpflicht der Beschwerdeführerin nach Art. 41 OR auch ergeben könne, wenn der Vermögensvorteil nicht bei ihr, sondern bei einem Dritten eingetreten sei.