Citation: 1C_367/2022 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz hielt fest, das Baurekursgericht habe zu Recht darauf hingewiesen, dass zwischen den Vorgaben der Grundordnung und jenen des Gestaltungsplans hinsichtlich der Dachgestaltung kein unmittelbarer Konflikt bestehe, weil letzterer unter bestimmten Voraussetzungen die Realisierung von Flachdächern in Kernzonen erlaube. Seit der Revision der BZO im Jahr 2012 seien gemäss Vorinstanz Flachdachbauten in der Kernzone zulässig, wenn ein Fachgutachten diesen eine besonders gute Einordnung und Gestaltung bescheinige. Da bereits die Grundordnung bei gutachterlich bestätigter, besonders guter Einordnung und Gestaltung Flachdächer zulasse, führe die Zulassung von Flachdachbauten unter den identischen Voraussetzungen entgegen der Auffassung des Baurekursgerichts nicht zu einer Entleerung des Sinngehalts. Dass der Gestaltungsplan durch die Verweisung auf das Richtprojekt primär auf Flachdachbauten ausgerichtet sei - das Baurekursgericht spreche von einer "faktischen" Festschreibung der Flachdachbauten - ändere daran nichts. Weiter erwog das Verwaltungsgericht, der Gestaltungsplan schliesse die Erstellung von Satteldächern nicht aus. Denkbar wäre mithin im Rahmen seiner Vorgaben auch die Erstellung von Mehrfamilienhäusern mit den vom Baurekursgericht als zwingendes Gestaltungselement von Bauten in der Kernzone erachteten Satteldächern. Dass mit der Realisierung von Satteldächern eine geringere Ausnutzung des Areals einherginge und ein entsprechendes Projekt von den privaten Beschwerdeführenden "schwerlich als dem Richtprojekt gleichwertige Lösung eingestuft werden dürfte", wie das Baurekursgericht annehme, vermöge daran nichts zu ändern.