Citation: I 275/02 18.03.2005 E. 4

Streitig und zu prüfen ist, wie sich diese Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in erwerblicher Hinsicht auswirkt. 4.1 Die Ermittlung des ohne gesundheitliche Beeinträchtigung mutmasslich erzielbaren Verdienstes (Valideneinkommen) hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Es ist daher in der Regel vom letzten Lohn auszugehen, welchen der Versicherte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt hat. Dabei ist grundsätzlich das durchschnittliche Lohnniveau in der betreffenden Branche und in der konkreten beruflichen Situation massgebend (Meyer-Blaser, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], in Murer/Stauffer Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zürich 1997, S. 205). In diesem Sinne ist die Vorinstanz vorgegangen, wenn sie gestützt auf den Eintrag im individuellen Konto (IK) des Beschwerdeführers vom durchschnittlichen Monatslohn im Jahr 1995 von Fr. 3353.- ausging, entsprechend einem Jahreseinkommen von Fr. 30'177.- (Fr. 3353.- x 9; einschliesslich Naturallohnpauschale). Da angesichts des erheblich tieferen Einkommens im Jahre 1994 (Fr. 28'080.- in zwölf Monaten, somit Fr. 2340.- im Monat) nicht mit einer kontinuierlichen, relevanten Lohnsteigerung bis ins Jahr 2000 habe gerechnet werden können, sah sie von einer Anpassung an die Nominallohnentwicklung ab. Weshalb der über eine Saisonbewilligung (Ausländerausweis A) verfügende Beschwerdeführer im Jahre 1994 während zwölf Monaten Sozialversicherungsbeiträge abgerechnet hat, ist nicht ersichtlich, zumal vom ehemaligen Arbeitgeber diesbezüglich keine Auskünfte erhältlich gemacht werden konnten. Aus diesem Umstand kann indessen nicht ohne weiteres geschlossen werden, es wären - anders als in den Jahren 1991 bis 1993 - ab 1994 keine Lohnanpassungen mehr erfolgt. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung in der Forstwirtschaft (Die Volkswirtschaft, 7/2002, Tabelle B10.2, S. 89; 1996: 0,8 %; 1997: 1,9 %; 1998: 0,2 %; 1999: -0,1 %; 2000: 1,9 %) ist daher von einem Einkommen von Fr. 31'616.80 auszugehen. Wie das kantonale Gericht sodann unter Hinweis auf das vom Schweizerischen Bauernverband herausgegebene Merkblatt über die Minimallöhne für Saisonangestellte im Jahr 2001 (Fr. 2700.- inkl. Kost und Logis) dargelegt hat, kann das vom Beschwerdeführer effektiv erzielte Einkommen nicht als unterdurchschnittlich betrachtet werden. Zu keinem anderen Schluss führen im Übrigen die Angaben des Zürcher Bauernverbandes über die Löhne 1999/2000 (monatlicher Bruttolohn inkl. Kost und Logis für wiederholt Einreisende von Fr. 2910.-). Soweit in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde - ohne nähere Begründung - geltend gemacht wird, es seien als Vergleichsbasis auch Saisonnierstellen anderer Branchen heranzuziehen, kann dem nicht gefolgt werden. 4.2 Die IV-Stelle hat das zumutbarerweise erzielbare Invalideneinkommen auf Fr. 21'233.30 festgesetzt, wobei sie sich auf Lohnangaben der von ihr geführten Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) stützte. Bei den angegebenen Stellen handelt es sich um Tätigkeiten in der Qualitätskontrolle, als Wagenparkbetreuer und Staplerfahrer. Der Beschwerdeführer bestreitet die Zumutbarkeit der Verweisungstätigkeiten. Bezüglich der Beschäftigung als Wagenparkbetreuer und Staplerfahrer pflichtete ihm die Vorinstanz bei und zog als Vergleichseinkommen stattdessen die statistischen Werte der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) bei. Dieses Vorgehen lässt sich nicht beanstanden. Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung für die Invaliditätsbemessung Tabellenlöhne herangezogen werden. Dabei ist auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abzustellen, wobei jeweils vom so genannten Zentralwert auszugehen ist. Zu berücksichtigen ist, dass den Auswertungen eine einheitliche Arbeitszeit von 40 Stunden in der Woche zugrunde liegt, während die effektive durchschnittliche Arbeitszeit im Jahre 2000 wöchentlich 41,8 Stunden beträgt. Vom so ermittelten Tabellenlohn kann unter bestimmten, von der Rechtsprechung umschriebenen Voraussetzungen ein Abzug vorgenommen werden, wobei dieser für sämtliche in Betracht fallenden Umstände (Leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) gesamthaft zu schätzen und unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallender Merkmale auf höchstens 25 % zu beschränken ist (BGE 126 V 79 Erw. 5b; bestätigt in AHI 2002 S. 62). Gemäss Tabelle A1 der LSE 1998 belief sich der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Arbeiten beschäftigten Männer im privaten Sektor im Jahre 1998 auf Fr. 4268.- (einschliesslich 13. Monatslohn), was umgerechnet auf die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden während neun Monaten ein Einkommen von Fr. 40'140.- und unter Mitberücksichtigung der allgemeinen Nominallohnentwicklung (1999: 0,3 %; 2000: 1,3 %) Fr. 40'784.- ergibt. Davon ist auch die Vorinstanz ausgegangen, weshalb nicht ersichtlich ist, was der Beschwerdeführer mit seinem Einwand meint, die Berechnungsgrundlage sei fehlerhaft, weil auf einem ganzjährigen Invalideneinkommen beruhend. Der Aufenthaltskategorie wird im Rahmen des Abzugs vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen sein. Dieser Betrag ist wegen der nur noch 50%igen Arbeitsfähigkeit zu halbieren, was Fr. 20'392.- ausmacht. Was den Abzug vom Tabellenlohn betrifft, fällt ein solcher unter dem Titel der leidensbedingten Einschränkung in Betracht, weil der Beschwerdeführer zufolge der nicht mehr uneingeschränkt möglichen Belastbarkeit beider Handgelenke auch im Rahmen einer angepassten leichteren Tätigkeit eingeschränkt ist. Berücksichtigt werden kann auch der Abzugsgrund der Teilzeitbeschäftigung. Weiter ins Gewicht fällt der Umstand, dass Saisonniers im Vergleich zum Total aller Arbeitnehmer deutlich schlechter entlöhnt werden. Die Vorinstanz hat den Abzug auf insgesamt 20 % festgesetzt. Dies erscheint in Würdigung der gesamten Umstände als angemessen. Beträgt das Invalideneinkommen somit Fr. 16'314.-, errechnet sich im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 31'616.80 ein Wert von 48,4 %. Diese Zahl ist auf die nächste ganze Prozentzahl abzurunden (BGE 130 V 121), was einen Invaliditätsgrad von 48 % ergibt.