Citation: 1C_244/2020 E. 3.6.4

3.6.4. Beim vorliegend betroffenen Betriebslärm sticht keine Lärmquelle mit besonders hohem Pegel hervor. Deshalb ist die separate Beurteilung einer einzelnen Lärmquelle nach derzeitigem Kenntnisstand nicht gerechtfertigt. Ferner mag es zutreffen, dass die fraglichen gewerblichen Aktivitäten - wie Verkehrs- und Parkierungslärm und Lärm aus dem Güterumschlag - in einer Lärmphase keine konstanten Lärmpegel verursachen, sondern jeweils mehr oder weniger lärmhaltige Vorgänge umfassen. Gerade für den Güterumschlag sowie für tonhaltige und impulshaltige Geräusche werden Pegelkorrekturen vergeben. Auch wenn Aufwachreaktionen nicht auszuschliessen sind, sprengen die Lärmphasen dieses Betriebslärms bei geeigneten schalldämmenden Massnahmen nicht zwingend den Rahmen einer gesamthaft geringfügigen (entsprechend dem Niveau Planungswerte) oder störenden (entsprechend dem Niveau Immissionsgrenzwerte) Lärmbelastung (vgl. zu diesen Entsprechungen BGE 146 II 17 E. 6.4 mit Hinweisen). Im Ergebnis sind Fälle der vorliegenden Art nicht mit der in BGE 138 II 331 beurteilten Situation vergleichbar. Die Schutzziele des USG stehen nicht entgegen, dass der umstrittene Betriebslärm anhand der Vorgaben von Anhang 6 LSV beurteilt wird.