Citation: 8C_369/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Im Ergebnis schützte das kantonale Gericht den Einspracheentscheid des Beschwerdegegners gleichwohl. Im Sinne einer Eventualbegründung erwog es, gemäss der Beschwerdeführerin sei die Schliessung des Lokals in W.________ aufgrund der Nichtverlängerung des Mietvertrags und der Ausweisung aus den Geschäftsräumlichkeiten erfolgt. Damit sei der Arbeitsausfall nicht auf wirtschaftliche Gründe im Sinne von Art. 32 Abs. 1 lit. a AVIG zurückzuführen. Vielmehr gehöre eine mit Räumungs- und Umzugsarbeiten verbundene Betriebsaufgabe zum normalen Betriebsrisiko des Arbeitgebers gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. a AVIG. Aufgrund der vertraglichen Befristung des Mietverhältnisses bis zum 31. März 2021 sei dies auch vorhersehbar gewesen. Der Arbeitsausfall in der Abrechnungsperiode Mai 2021 sei damit nicht mehr auf die Pandemie zurückzuführen gewesen, womit die Voraussetzungen einer Revision nach Art. 17 Abs. 2 ATSG erfüllt seien. Im Folgenden prüfte das kantonale Gericht, ob die Beschwerdeführerin allenfalls einen Kurzarbeitsentschädigungsanspruch für das neu übernommene Lokal in U.________ geltend machen könne. Dies verneinte es mit der Begründung, dass es sich bei Letzterem nicht um eine Betriebsabteilung handle. Sowohl die Rückforderung der Kurzarbeitsentschädigung für die Abrechnungsperiode Mai 2021 als auch die Verweigerung für die Abrechnungsperiode Juni 2021 sei deshalb zu Recht erfolgt.