Citation: 5A.7/2006 20.06.2006 E. 3

3.1 Nach Art. 40 OG in Verbindung mit Art. 72 BZP ist bei diesem Verfahrensausgang über die Prozesskosten mit summarischer Begründung auf Grund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes zu entscheiden. Bei der Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen ist somit in erster Linie auf den mutmasslichen Ausgang des Prozesses abzustellen. Lässt sich dieser im konkreten Fall nicht feststellen, so sind allgemeine prozessrechtliche Kriterien heranzuziehen: Danach wird jene Partei kosten- und entschädigungspflichtig, welche das gegenstandslos gewordene Verfahren veranlasst hat oder in welcher die Gründe eingetreten sind, die dazu geführt haben, dass der Prozess gegenstandslos geworden ist (BGE 118 Ia 488 E. 4a S. 494. f.). 3.2 Die Erfolgsaussichten der Verwaltungsgerichtsbeschwerde für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sind als ausreichend zu bezeichnen. In der Beschwerde an das Departement rügte der Beschwerdeführer hinsichtlich der Befragung seiner Ehefrau kein rechtliches Gehör und auch keine Möglichkeit zur Konfrontation erhalten zu haben. Zu diesen Vorwürfen wird im angefochtenen Entscheid ausgeführt, es sei dem Beschwerdeführer bzw. dessen Anwalt am 15. August 2005 mitgeteilt worden, es liege eine Aussage vor, wonach die Ehe nach der Heirat nur ein Jahr gut verlaufen sei. Der Anwalt des Beschwerdeführers wurde in diesem Schreiben aber nicht darüber informiert, dass die Ehefrau einvernommen worden war. Es wurden ihm weder das Protokoll der Befragung noch eine Zusammenfassung der Aussage ausgehändigt noch ihm mitgeteilt, dass die Angaben von einer Auskunftsperson stammten. Damit aber war der Beschwerdeführer entgegen der Ansicht des Departementes nicht in der Lage, "zu allen wesentlichen von der Ex-Ehefrau geäusserten Punkten" Stellung zu nehmen, ebenso wenig Ergänzungsfragen an die Auskunftsperson zu stellen. Es ist entgegen der Ansicht des Departementes auch nicht ersichtlich, inwiefern die Rüge der Gehörsverweigerung im verwaltungsinternen Beschwerdeverfahren zu spät erhoben worden wäre. Angesichts der klaren Gehörsverweigerung im Verfahren der Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung kann nicht gesagt werden, das verwaltungsinterne Beschwerdeverfahren sei aussichtslos. Das belegt nicht zuletzt auch die Tatsache, dass dem Beschwerdeführer im Nachhinein die unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren gewährt worden ist. Damit hat die Schweizerische Eidgenossenschaft den Beschwerdeführer für das vorliegende Verfahren zu entschädigen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 156 Abs. 2 OG).