Citation: 2C_90/2019 E. 6.1

6.1. Die Vorinstanz kommt mit Verweisung auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Recht zum Schluss, dass weder das verhängte Strafmass noch der Umstand, dass es sich um eine einmalige Verfehlung handelt, grundsätzlich der Löschung des Beschwerdeführers aus dem Anwaltsregister entgegenstehen (vgl. E. 5 des angefochtenen Urteils; vgl. auch Urteile 2D_15/2014 vom 19. Mai 2014; 2C_183/2010 vom 21. Juli 2010; 2A.79/2005 vom 22. Juli 2005). Mit Blick auf die Frage, ob das Delikt, das der Beschwerdeführer begangen hat, mit dem Anwaltsberuf noch vereinbar ist, erwägt sie Folgendes: Die unbefugte Entgegennahme von Publikumseinlagen nach Art. 46 Abs. 1 lit. a BankG sei mit einem Vermögensdelikt vergleichbar. Die Schädigung der Anleger sei erheblich. Durch seine Weiterleitungsdienste per Post und Fax sowie das Dulden seiner Faxnummer auf den Darlehensverträgen habe er das Vertrauen der Anleger gefördert. Sodann habe er der späteren Geschäftsführerin einen fiktiven Schweizer Wohnsitz verschafft und derart erst deren Eintrag ins Handelsregister ermöglicht. Damit habe der Beschwerdeführer zumindest eventualvorsätzlich und eigennützig gehandelt. Einsicht und Reue habe er in keinem Zeitpunkt des Strafverfahrens gezeigt. Insgesamt verfüge ein Anwalt, der wegen eines gegen Anleger- und Publikumsinteressen gerichteten Verhaltens rechtskräftig verurteilt sei, nicht mehr über das nötige Vertrauen der Rechtssuchenden und der Öffentlichkeit. Selbst wenn nicht sämtliche seiner Handlungen der typischen Anwaltstätigkeit zuzuordnen wären, stünden sie in unmittelbarem Konnex zu seiner Anwaltskanzlei und seien geeignet, das Vertrauen der Klienten in seine Seriosität und Ehrenhaftigkeit ernsthaft zu erschüttern (vgl. E. 6.1 und E. 6.3 des angefochtenen Urteils). In Bezug auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit berücksichtigt die Vorinstanz die Tatschwere, die kurze Dauer des Strafregistereintrags gemäss Art. 371 Abs. 3bis StGB (Ablauf der Probezeit am 12. Oktober 2019), das Alter des Beschwerdeführers (Jahrgang 1947), seine finanzielle Situation und sein Wohlverhalten seit dem Jahr 2009. In Abwägung dieser Interessen überwiege das öffentliche Interesse an der Löschung aus dem Anwaltsregister (vgl. E. 7 des angefochtenen Urteils).