Citation: 1P.167/2001 10.07.2001 E. 6

6.- Der Beschwerdeführer macht ferner geltend, der Kassationshof habe ihm den Beweis für die Richtigkeit des Widerrufs von M.________ auferlegt und damit gegen die Unschuldsvermutung als Beweislastregel verstossen. Wie bereits dargelegt, kann sich der Beschwerdeführer im Revisionsverfahren nicht auf die Unschuldsvermutung berufen (oben E. 4a), weshalb auf die Rüge nicht einzutreten ist. Der Vorwurf trifft im Übrigen auch keineswegs zu. Der Kassationshof hat den Widerruf des M.________ geprüft und ist in willkürfreier Beweiswürdigung zum Ergebnis gelangt, er sei unglaubhaft (oben E. 5b). Damit war dieser als Revisionsgrund geltend gemachte Widerruf von vornherein nicht geeignet, die Grundlagen des Urteils der 1. Strafkammer des Obergerichts vom 4. November 1999 zu erschüttern. Der Kassationshof konnte unter diesen Umständen ohne Verfassungsverletzung davon ausgehen, der vorgebrachte Revisionsgrund sei nicht belegt im Sinne von Art. 370 Abs. 1 StrV/BE. 7.- Die staatsrechtliche Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang hat der Beschwerdeführer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG). Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege kann nicht entsprochen werden, da die Beschwerde von vorneherein aussichtslos war (Art. 152 Abs. 1 OG).