Citation: 8C_456/2013 E. 4.2.3

4.2.3. Der Beschwerdeführer rügt weiter, Dr. med. S.________ habe anlässlich seiner Untersuchungen nicht gewusst, dass er starke Beruhigungsmittel eingenommen habe, um überhaupt zur Begutachtung gehen zu können, weshalb dessen Einschätzung auf einem Irrtum beruhe. Beim im Vordergrund stehenden Beschwerdebild der Angstsymptomatik in Verbindung mit einer Persönlichkeitsstörung konnte diese Medikation aber offenbar keine Rolle spielen, denn der psychiatrische Experte stützte sein Attest einer vollen Arbeitsfähigkeit auf den Umstand, dass der Versicherte einen "relativ unproblematischen Alltag führte" (Stellungnahme des Dr. med. S.________ vom 6. November 2011). Dies leitete er massgeblich aus den Schilderungen des Beschwerdeführers zu dessen verschiedenen Aktivitäten in der unmittelbaren Vergangenheit vor seinen Untersuchungen ab (neue Beziehung zu einer Frau, Beschäftigung im Garten, Vorstandsarbeit in einem Verein etc.). Konzentrationsstörungen verneinte der Untersucher im Übrigen explizit. Deshalb stellte sich die Frage, ob die Unkonzentriertheit Folge einer depressiven Erkrankung oder eine Nebenwirkung der Medikamente sein könnte, gar nicht. Der Beschwerdeführer behauptet in diesem Zusammenhang denn auch nicht, dass die depressive Symptomatik sich erneut verstärkt hätte.