Citation: 6B_1440/2019 E. 5.2.2

5.2.2. Die Vorinstanz führt ergänzend zum erstinstanzlichen Urteil aus, der Beschwerdeführer sei seit 25 Jahren drogenabhängig und arbeite seit dem Jahr 2004 nur noch unregelmässig. Seit 2011 sei er von der Fürsorge abhängig. Seine Ehen seien geschieden worden, sein einziger Sohn sei nach dem Tod seiner Mutter ohne Kenntnis des Beschwerdeführers in einem Heim fremdplatziert worden. Seinen finanziellen Verpflichtungen, wie auch der Pflicht zur Zahlung von Alimenten, komme er nicht nach. Er verfüge über kein stabiles soziales Netz, lebe alleine am Rande der Gesellschaft, gebe sich primär mit Landsleuten ab und verfüge über keine Tagesstruktur. Seine familiären Bindungen seien lose. Die Intensität der Beziehung zu seinem Sohn sei stark unterdurchschnittlich und zu den übrigen Angehörigen in der Schweiz bloss durchschnittlich. Bei einer Rückkehr in seine Heimat werde er nicht in den Militärdienst eingezogen, da die Dienstpflicht mit 41 Jahren ende. Er habe über 20 Jahre in der Türkei gelebt. Er sei dort sozialisiert worden und mit Sprache wie Sitten vertraut. Bei einer Rückkehr seien keine Integrationsprobleme zu erwarten. In der Türkei gebe es zwar keine mit dem schweizerischen Recht vergleichbare Sozialhilfe. Jedoch würden Sozialleistungen für Bedürftige über einen Förderungsfonds für soziale Hilfe und Solidarität gewährt, wobei die Leistungsgewährung von Amtes wegen geprüft werde. Er sei zwar psychisch krank, eine psychotherapeutische Behandlung sei in der Türkei aber ohne Probleme möglich, zumal solche Behandlungen auch dort weit verbreitet seien. In der Türkei gebe es eine obligatorische Krankenversicherung, wobei der Staat bei niedrigen Einkommen dafür aufkomme. In der Gesamtbetrachtung und nach der Abwägung der zur Diskussion stehenden Interessen sei kein Härtefall zu erkennen. Der Beschwerdeführer habe kaum Bezugspunkte zur Schweiz, obwohl er sich seit 25 Jahren hier aufhalte. Im Gegensatz dazu stehe das öffentliche Sicherheitsinteresse an der Landesverweisung, da er wiederholt im Drogenbereich kriminell geworden sei. Auch der von ihm begangene Sozialhilfemissbrauch sei von allgemeiner Schädlichkeit. Er habe mit den Betäubungsmitteldelikten die Gesundheit vieler Menschen gefährdet.