Citation: 6B_1301/2021 E. A

Am frühen Morgen des 27. Dezember 2015 versuchte B.________ als Beamter der Stadtpolizei Zürich zusammen mit weiteren Polizisten A.________, der mit einem Messer in der Hand der Birmensdorferstrasse in Zürich entlang ging, anzuhalten und zu kontrollieren. Auf entsprechende polizeiliche Aufforderung hin hielt A.________ weder an noch legte er das Messer zu Boden. Stattdessen ging er damit schnellen Schrittes auf B.________ zu, wobei er "kill me, kill me!" rief. Daraufhin gab der Polizeibeamte C.________ zum Schutz seines Kollegen zwei Schüsse auf A.________ ab. Auch B.________ schoss zunächst zweimal auf A.________, bevor er rückwärts weichend mit dem Polizeifahrzeug "Limmat 3", welches mit der Front Richtung Stationsstrasse geparkt war, zusammenstiess. Es kam zu einem Gerangel zwischen ihm und A.________, welches sich vom Polizeifahrzeug weg in die Stationsstrasse verlagerte, wobei B.________ irgendwann zu Boden stürzte. Während der sehr rasch ablaufenden Geschehnisse gab er insgesamt elf Schüsse auf A.________ ab. Dieser zeigte auf die Schussabgaben keine Reaktion und setzte sich auch nach der anschliessenden Verhaftung und dem Eintreffen der Ambulanz zur Wehr. Er erlitt beim Vorfall sechs Rumpfläsionen (zwei Durchschüsse, einen tangentialen Weichteilausschuss und einen Steckschuss), einen Durchschuss am rechten Unterarm und sechs Läsionen am linken Arm (zwei Durchschüsse, einen tangentialen Weichteileinschuss und einen Streifschuss) sowie einen Knochenbruch der nasenwärts gelegenen Wand der linken Augenhöhle. Die teilweise lebensgefährlichen Verletzungen mussten notfallmässig operiert werden. Im Zeitpunkt des Vorfalls war A.________ aufgrund einer akut exazerbierten Schizophrenie schuldunfähig.