Citation: 8C_351/2018 E. 3.2.1

3.2.1. Entgegen der Ansicht des kantonalen Gerichts lässt sich allerdings gestützt auf die Argumentation des Vertrauensarztes die Notwendigkeit von weiteren Physiotherapiesitzungen über Juni 2017 hinaus zur Erhaltung der Erwerbsfähigkeit nicht verneinen. Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG setzt einen stationären Gesundheitszustand voraus (vgl. E. 2.2.3 hiervor), der hier unbestrittenermassen vorliegt. Die Frage, ob die Physiotherapie vor dem Fallabschluss eine Verbesserung des Gesundheitszustandes zu bewirken vermochte, stellt sich in diesem Zusammenhang gar nicht. Auch die Hinweise auf die Literatur ("Viel hilft viel" sei wissenschaftlich nicht ausgewiesen und die Wirksamkeit spezifischer Physiotherapie sei nur in der Akutphase bis zwölf Monate nach dem Ereignis belegt), die der Vorinstanz offenbar die Zweifel an der vertrauensärztlichen Einschätzung genommen haben, führen im zu beurteilenden Fall nicht weiter (vgl. im Übrigen zum Beweiswert versicherungsinterner ärztlicher Feststellungen: BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229; 135 V 465 E. 4.4 S. 469 mit Hinweisen; Urteil 8C_305/2018 vom 23. Januar 2019 E. 3.5). Die in die Behandlung involvierten Fachpersonen gelangten zudem just durch die konkrete Erfahrung im Umgang mit der Schulterinstabilität zur Erkenntnis, dass eine weniger als dreimal wöchentlich durchgeführte Physiotherapie zur Erhaltung des Ist-Zustandes nicht ausreicht. Pract. med. E.________ berücksichtigt somit nicht, dass die Physiotherapiefrequenz zur Erhaltung des Ist-Zustandes bereits erprobt und damit bekannt ist.