Citation: 9C_279/2022 E. 5.2.1

5.2.1. Zum strittigen Invalideneinkommen erwog das kantonale Gericht, unter Beachtung des weiterhin gültigen medizinischen Belastungsprofils sei der Versicherten nach wie vor auch jede andere kaufmännische Tätigkeit zumutbar mit einer generellen Leistungsminderung von 20 %. Qualitativ sei die Versicherte nach wie vor dergestalt eingeschränkt, dass stark stressbelastende, taktgebundene oder Tätigkeiten mit starker Veränderung des Schlaf-Wach-Rhytmus und solche mit hohen Anforderungen an die konzentrative Belastbarkeit und mit besonderer Verantwortung nicht zumutbar seien. Angesichts ihrer Ausbildung im Bürobereich und der Erfahrung als Bewirtschafterin Immobilien sei ein Einsatz im Grundstücks- und Wohnungswesen realistisch. Hier bringe die Versicherte Vorkenntnisse mit, weshalb ihr das Erzielen eines Einkommens gemäss Kompetenzniveau 2 (praktische Tätigkeiten wie Datenverarbeitung und Administration) zumutbar sei. Komplexe praktische Tätigkeiten (Kompetenzniveau 3) seien dagegen eher stressbelastet und taktgebunden und erforderten regelmässig auch eine höhere konzentrative Belastbarkeit. Ein Abzug vom Tabellenlohn rechtfertige sich nicht, werde doch den Einschränkungen mit dem verminderten Pensum (80 %) und dem Kompetenzniveau 2 (anstelle von 3, welches ohne Einschränkungen zur Anwendung gelangen würde) ausreichend Rechnung getragen.