Citation: 1P.85/2001 24.08.2001 E. 2

2.- Das Bezirksgericht Lenzburg hielt es für erwiesen, dass der Beschwerdeführer am 11. Oktober 1999, um ca. 00.41 Uhr, mit seinem Personenwagen auf der Autobahn die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 62 km/h überschritten habe. Es stützte sich dabei vor allem auf das Ergebnis der Nachfahrmessung sowie auf die Aussagen der beiden Polizeibeamten, welche diese Messung vorgenommen hatten. Der Beschwerdeführer wandte in seiner gegen das Urteil des Bezirksgerichts erhobenen Berufung ein, die Aussagen der Polizeibeamten seien unglaubwürdig. Sodann könne durch die von ihm bei H.________ eingeholte Expertise vom 29. Juni 2000 (im Folgenden: Expertise H.________) "klar belegt werden", dass die Aussagen der Polizeibeamten unrichtig seien. Aufgrund der in der Berufung angeführten Tatsachen ergebe sich, dass die Polizeibeamten "entweder ein anderes Fahrzeug gemessen" oder eine "nicht ordnungsgemässe Messung durchgeführt" hätten, bei der "nicht die Geschwindigkeit des Berufungsklägers, sondern einzig die Geschwindigkeit des aufholenden Polizeifahrzeuges gemessen" worden sei. Dafür, dass die Messung nicht sein Fahrzeug betroffen habe, spreche die Tatsache, dass weder er noch seine beiden Mitfahrer auf der fraglichen Fahrt ein Polizeifahrzeug gesehen hätten. Das Obergericht erachtete diese Einwendungen als nicht stichhaltig und kam zum Schluss, es sei mit dem Bezirksgericht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer am 11. Oktober 1999 mit seinem Personenwagen auf der Autobahn die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 62 km/h überschritten habe.