Citation: 8C_11/2021 E. 3

In seinem Rückweisungsentscheid 8C_450/2018 vom 16. Oktober 2018 beanstandete das Bundesgericht unter anderem, der medizinische Sachverhalt erweise sich insoweit als ungenügend abgeklärt, als das von der IV-Stelle eingeholte psychiatrische Gutachten des Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 9. Juni 2017 nicht in Kenntnis der neuropsychologischen Expertise des lic. phil. E.________, Fachpsychologe für Neuropsychologie, vom 20. Juli 2017 erging (E. 5.5 des zitierten Urteils). Die Vorinstanz ordnete in der Folge zur Klärung des medizinischen Sachverhalts ein Gerichtsgutachten durch Dr. med. C.________ an. Dessen Expertise vom 27. April 2020 mass sie volle Beweiskraft bei. Danach leide die Beschwerdeführerin an einer ausgeprägten Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS; ICD-10 F90.0). Für angepasste (nicht an strenge Zeitvorgaben orientierte projektbezogene) Tätigkeiten (möglichst mit Vertrauensarbeitszeit und gleichzeitiger supportiver Leistungskontrolle) bestehe mindestens ab Juni 2015 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 IVG) eine Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit im Längsschnitt von maximal 30 %. Dabei liess die Vorinstanz offen, ob diese psychiatrisch begründete Einschränkung auch aus rechtlicher Sicht zu berücksichtigen sei, da so oder anders kein Rentenanspruch bestehe. Denn ausgehend von einem für ein Vollzeitpensum errechneten Valideneinkommen per 2016 von Fr. 113'617.10 und einem gestützt auf statistische Werte (Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2014 des Bundesamtes für Statistik, Tabelle T17, Berufsgruppe 26 [Jurist/innen, Sozialwissenschaftler/innen und Kulturberufe; Fr. 7892.-]) bestimmten Invalideneinkommen von mindestens Fr. 69'367.20 resultiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von maximal 38 %.