Citation: 8C_504/2015 E. 3.2

3.2. Sämtliche Einwendungen des Beschwerdeführers vermögen am vorinstanzlichen Entscheid nichts zu ändern. Insbesondere kann aus der Argumentation, den Experten der Medizinischen Abklärungsstelle (nachfolgend: MEDAS), seien für die Erstellung ihres Gutachtens vom 10. November 2005 schon alle wesentlichen Informationen zum degenerativen Vorzustand zur Verfügung gestanden, nichts zu seinen Gunsten gewonnen werden. Es kann offen bleiben, welche Aktenstücke ihnen damals bereits bekannt gewesen waren, denn Tatsache bleibt, dass sie dem Vorzustand und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Lokomotivführer zunächst nicht die notwendige Beachtung beigemessen hatten. Dies holten sie erst mit ihrem Aktenbericht vom 23. Oktober 2009 nach, in welchem festgehalten wird, dass - entgegen der Annahme im MEDAS-Gutachten vom 10. November 2005 - eine lediglich vorübergehende Verschlimmerung eines schmerzhaften degenerativen Vorzustandes am Bewegungsapparat vorliege, während die psychischen Störungen - nach wie vor - überwiegend wahrscheinlich als Unfallfolgen zu betrachten seien. Entgegen der Rüge des Beschwerdeführers kann es sodann mit Blick darauf, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (30. September 2006) keine somatischen Unfallfolgen mehr bestanden haben und die Adäquanzprüfung hinsichtlich der psychischen Beschwerden negativ ausgefallen ist, auch nicht als willkürlich bezeichnet werden, dass die Verwaltung und die Vorinstanz sein Tätigkeitsprofil im von ihm nach dem Unfall gegründeten Betrieb nicht weiter abgeklärt haben. Soweit der Versicherte geltend macht, die Vorinstanz habe willkürlich auf die Aktenbeurteilung der MEDAS vom 23. Oktober 2009 abgestellt, welche vom Gutachten der Klinik D.________ vom 31. Mai 2012 abweiche, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Die Gutachter der Klinik D.________ bezeichnen nämlich ihre Einschätzung, aufgrund der MR-tomographischen Befunde aus den Jahren 2003 und 2011 könnte die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit (durch die rheumatologischen Beschwerden) ohne das Unfallereignis etwa vier bis fünf Jahre nach dem Unfallereignis eingetroffen sein, ausdrücklich als Spekulation. Der Beschwerdeführer kann daraus nicht ableiten, der status quo ante sei somit ebenfalls erst vier bis fünf Jahre nach dem Unfall eingetreten. Das Bestehen einer (von der Klinik D.________ auf 5 bis 10 % bezifferten) Integritätseinbusse ist - wie vom kantonalen Gericht dargelegt - nicht nachvollziehbar, weil es laut Gutachten der Klinik D.________ an einer objektivierbaren strukturellen Unfallverletzung fehlt. Hingegen wurden bildgebend degenerative Veränderungen festgestellt. Dem Versicherten kann nicht beigepflichtet werden, soweit er letztere unter Hinweis auf das Gutachten der Klinik D.________ als unfallbedingte strukturelle Schädigungen qualifizieren will. Schliesslich bringt der Beschwerdeführer auch keine stichhaltigen Argumente gegen die vorinstanzliche Adäquanzprüfung vor. Lediglich das für die Adäquanzbeurteilung massgebende Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung ist erfüllt, jedoch nicht in besonders auffallender oder ausgeprägter Weise. Den differenzierten und überzeugenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid, auf die verwiesen wird, kann vollumfänglich beigepflichtet werden.