Citation: U 481/05 05.04.2006 E. 2

Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiegegen (erneut) eingewendet wird, ist einesteils unerheblich, andernteils unbegründet: Dass die Beschwerdeführerin "durch den Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule" erlitten und "seither an den dafür typischen Beschwerden" leiden soll, berührt als solches den adäquaten Kausalzusammenhang nicht. Ein "Grenzfall zu den schweren Unfällen" hat sich eindeutig nicht ereignet; vielmehr handelt es sich um ein Unfallgeschehen, das schlimm hätte enden können, indessen, worauf es einzig ankommt, einen glimpflichen Verlauf genommen hat, indem die Beschwerdeführerin selber aus der intakt gebliebenen Fahrgastzelle aussteigen konnte, ohne dass auf ihren Körper mehr als geringfügige Kräfte eingewirkt hätten, wie das unfallanalytische Gutachten des B.________, Ingenieur HTL, vom 26. April 2000 schlüssig ergab. Aus dem gleichen Grund kann auch von einer besonderen Eindrücklichkeit nicht die Rede sein, hatte sich doch das dem gut dokumentierten Unfallablauf inhärente akute Gefährdungspotenzial gerade nicht verwirklicht. Das Wertungskriterium ungewöhnlich langer (ärztlicher) Behandlungsdauer ist, wenn es überhaupt mit der Vorinstanz zu bejahen ist, jedenfalls nicht in ausgeprägtem Masse erfüllt, sowenig wie die Dauerbeschwerden, hinsichtlich deren die Akten verschiedentlich Phasen von Besserungen ausweisen. Was schliesslich das Kriterium der langdauernden Arbeitsunfähigkeit anbelangt, kann dieses ebenfalls nicht bejaht werden. Denn die Beschwerdeführerin war nie über längere Zeit ganz oder zumindest hälftig arbeitsunfähig; die geringgradig, überwiegend mit 20 % bis 30 % quantifizierte Einschränkung in der Tätigkeit als Ärztin, zeitlich begrenzte Phasen schmerzbedingter Arbeitsaussetzungen oder die Unmöglichkeit, Notfalldienst zu leisten, erfüllen das Kriterium nicht. In diesem Zusammenhang kann auch die durch die Haushaltsexpertin W.________, Fachstelle für monetäre Haushaltbewertung, im Gutachten vom 27. März 2000 ermittelte Beeinträchtigung im Haushalt von 58 % keine Rolle spielen, dies schon deswegen nicht, weil die Beschwerdeführerin für ihre Erwerbstätigkeit als angestellte Ärztin, und nicht für ihre Betätigung im Haushalt als Aufgabenbereich oder die sich daraus ergebende Doppelbelastung, unfallversichert war (Art. 28 Abs. 2 Satz 2 UVV; Urteil C. vom 13. Juni 2000 Erw. 3c, U 281/99).