Citation: 9C_616/2021 E. 5.2

5.2. Anders als die Einwände in der Beschwerde suggerieren, ist der Umstand, dass ein Entscheid der IV-Stelle unter gegebenen Voraussetzungen für die Einrichtungen der beruflichen Vorsorge verbindlich ist, nicht Ausdruck einer bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Vielmehr ist die grundsätzliche (Urteil 9C_340/2016 vom 21. November 2016 E. 5.1) Orientierung an den entscheidenden Feststellungen der Organe der Invalidenversicherung (vgl. E. 2.2 hievor) in den Art. 23 ff. BVG positivrechtlich ausdrücklich verankert (Urteil 9C_414/2007 vom 25. Juli 2008 E. 2.2 mit Hinweis u.a. auf BGE 115 V 208, 215 und 118 V 35 E. 2 f.; vgl. auch die von der Beschwerdeführerin zitierte E. 3.1 von BGE 130 V 270). Sind die Voraussetzungen für eine Bindungswirkung gegeben, schliesst dies freilich nicht aus, dass unter bestimmten Voraussetzungen der Beginn der Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG und der im Sinne von Art. 23 lit. a BVG massgebende Zeitpunkt dennoch auseinanderfallen können. Zu denken ist etwa an einen Sachverhalt, bei dem ein Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit nur so lange gedauert hat, dass die Schwelle der Wesentlichkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG i.V.m. Art. 29ter IVV überschritten ist (vgl. dazu Urteil 8C_567/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 3.4 mit Hinweisen), nicht aber auch jene zum Unterbruch des zeitlichen Konnexes (vgl. dazu BGE 144 V 58 E. 4.4).