Citation: 5A_47/2017 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer rügt im Zusammenhang mit dem faktischen Übergehen seiner Vorbringen, wonach die Mutter rechtsmissbräuchlich gehandelt habe, eine Verletzung des Willkürverbotes (Art. 9 BV). Er macht geltend, dass die Mutter zur Begründung selbst festgehalten habe, wenn es nach ihr gegangen wäre, wäre sie nicht in den Tessin gezogen, sie habe auf ihre Kinder geschaut, damit diese frei und normal leben könnten (HV-Protokoll, S. 14), sie stelle sich ihre Zukunft mit den Kindern alleine vor (HV-Protokoll, S. 16). Das Bezirksgericht hatte ausgehend von diesen Aussagen der Mutter und den weiteren Feststellungen, wonach sie keinen Bezug zu Bellinzona hat (sie hat dort nie gelebt, keine Verwandte, keinen Partner und ist dort auch nicht arbeitstätig) und sich ihre Familie in V.________ befindet, weshalb die Kinder mit dem Wegzug nicht nur den Vater, sondern auch die Grosseltern bzw. die Grossmutter verloren hätten, festgehalten, es scheine, als liege der einzige Grund des Wegzugs darin, den persönlichen Kontakt der Kinder zum Vater zu vereiteln, was mit dem Kindeswohl nicht vereinbar sei (erstinstanzliches Urteil, S. 13). Im Zusammenhang mit der Wegzugsfrage bzw. den sich aus dem zivilrechtlich unerlaubten Wegzug (vgl. Art. 301a Abs. 1 und Abs. 2 lit. b ZGB) ergebenden Konsequenzen hat das Obergericht diese Feststellungen nicht in seinen Entscheid überführt und die betreffenden Ausführungen des Vaters als unbeachtlich angesehen. Willkürlich ist eine getroffene oder unterlassene Sachverhaltsfeststellung freilich erst dann, wenn dies konkrete Auswirkungen hat, d.h. wenn sich der auf dieser Basis getroffene Entscheid auch im Ergebnis als willkürlich erweist (vgl. E. 1). Dies ist vorliegend nicht der Fall (vgl. E. 5 und 6.3).