Citation: I 761/05 15.02.2006 E. 1

Das kantonale Gericht hat zum streitigen Anspruch auf Fortsetzung der Ausbildung zur Lehrerin in English Language Teaching unter dem Titel Umschulung (Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG sowie Art. 17 IVG und Art. 6 Abs. 1 IVV) erwogen, gemäss Auskunft der aktuellen Arbeitgeberin (Privatschule X.________) würde der Versicherten kein höherer Lohn bezahlt, wenn sie die Ausbildung abschliesse und den Bachelor of Art in English Language Teaching (B.A. ELT) erlange. Dies sei zwar wünschenswert, jedoch nicht notwendig. Mit den bisher absolvierten sechs Modulen habe sie somit bereits das erreicht, was überhaupt möglich sei. Laut Auskunft der Privatschule X.________ und gemäss Abklärungen der Berufsberaterin der IV-Stelle verlangten auch die meisten anderen Privatschulen keinen speziellen Abschluss. Sie könnte somit auch an solchen Orten Unterricht erteilen, ohne den angefangenen Lehrgang zu beenden. Ebenfalls sei die Wahrscheinlichkeit eher als gering zu bezeichnen, mit einem Abschluss der Ausbildung eine Anstellung an einer staatlichen Schule zu finden. Voraussetzung hiefür seien auch im Bereich Frühenglisch sehr gute Deutschkenntnisse. Über solche verfüge die Versicherte aktenkundig nicht. Schliesslich verlangten öffentliche Schulen in der Regel ein staatlich anerkanntes Lehrerdiplom. Ein solches besitze die Versicherte unbestrittenermassen nicht. In Bezug auf das Unterrichten an staatlichen Schulen erweise sich die Fortsetzung der Ausbildung an der Fachhochschule Y.________ somit als nicht geeignet. Neben der Notwendigkeit fehle es aber auch an der Verhältnismässigkeit der Massnahme. Die Versicherte könnte die Ausbildung frühestens Ende September 2006 im Alter von 59 Jahren abschliessen. Bis zur Pensionierung verbliebe somit eine Arbeitsdauer von 4 1/2 Jahren. Dem stünden Kosten von mehr als Fr. 11'000.- zuzüglich Taggelder und Auslagen gegenüber.