Citation: 9C_70/2017 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht hat die Beschwerde abgewiesen und sämtliche Einwände des Beschwerdeführers gegen die mit dem Einspracheentscheid bestätigten Beitragsverfügungen vom 4. Juli 2016 für die Jahre 2009 bis 2012 verworfen. So erachtete es die Tatsache, dass zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Reverses noch keine gesetzliche Grundlage für die Erhebung von Beiträgen vorgelegen habe, als unerheblich. Es fänden sich im Gesetz, in den Materialien oder der Rechtsprechung keine Hinweise darauf, dass vor 1984 abgeschlossene Reverse für die Frage der Beitragspflicht verbindlich wären. Für die Beitragsveranlagung 2009 bis 2012 kämen demnach auch für den Beschwerdeführer und seine sich aus steuer- und AHV-rechtlicher Sicht im Geschäftsvermögen befindliche Liegenschaft B.________ die im Zeitpunkt der jeweiligen Beitragsperiode gültigen Normen zur Anwendung. Entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers liege vor diesem Hintergrund weder ein Verstoss gegen das Rückwirkungsverbot noch gegen das Gebot von Treu und Glauben vor. Echte Rückwirkung läge nur vor, wenn vom Beschwerdeführer persönliche Beiträge für einen Zeitraum vor dem für ihn massgeblichen Stichtag (1. Januar 1984) gefordert würden; ob von unechter Rückwirkung, d.h. der Anwendung neuen Rechts auf Dauersachverhalte, die schon unter der Herrschaft des alten Rechts entstanden und bei Inkrafttreten des neuen Rechts noch andauern, auszugehen ist, könne offen bleiben. Unechte Rückwirkung sei grundsätzlich zulässig, es sei denn, die betroffene Person habe im Vertrauen auf die Weitergeltung des bisherigen Rechts Dispositionen getroffen, die sich ohne Nachteil nicht wieder rückgängig machen lassen. In solchen Fällen sei den Betroffenen eine angemessene Übergangszeit zu gewähren. Eine entsprechende Übergangszeit wäre 2009, rund 25 Jahre nach der vom Beschwerdeführer genannten Gesetzesänderung, längst abgelaufen gewesen. Dass bis 2009 nie AHV-Beiträge auf dem Ertrag aus der Liegenschaft B.________ erhoben wurden, sei darauf zurückzuführen, dass die Ausgleichskasse mangels Steuermeldung keine Kenntnis von einem Ertrag aus der Vermietung der Liegenschaft hatte. Von einem Verzicht auf die entsprechenden Beiträge könne keine Rede sein.