Citation: 6B_199/2018 E. 1.3.1

1.3.1. Wie aus dem Vorgesagten erhellt, erachtet es die Vorinstanz als erstellt, dass das Insiderwissen zum Zugangscode, den örtlichen Verhältnissen und der einmal wöchentlichen Bereitstellung der Bareinnahmen von der Beschwerdegegnerin 1 stammen musste. Sie und ihr Lebenspartner waren zudem mit den Räubern befreundet, wobei letzterer augenscheinlich mehrmals wöchentlich Kontakt zu den Haupttätern hatte. Aus dem angefochtenen Urteil ist ferner ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin 1 und das gesamte, sich normalerweise zur Tatzeit am Tatort aufhaltende Dekorationsteam, welchem sie angehörte, just am Tattag aufgrund einer Weiterbildung ausser Haus waren. Sie verfügte damit nach Auffassung der Vorinstanz rechtzeitig über alle erforderlichen Kenntnisse, um den Raubüberfall so durchzuführen, wie er tatsächlich geschah. Unter den gegebenen Umständen erscheint die nicht weiter begründete vorinstanzliche Annahme, wonach die Haupttäter rein zufällig anlässlich eines Treffens mit dem Beschwerdegegner 2 oder - wiederum zufällig - von der Beschwerdegegnerin 1 in einem Chat sämtliche vorgenannten Informationen erhalten oder diese ausgespäht haben sollen, als bloss theoretische Möglichkeit. Dies gilt insbesondere für den regelmässig wechselnden Zugangscode, wobei weder die Vorinstanz noch augenscheinlich die Beschuldigten behaupteten, die Räuber hätten von der gelegentlichen Kommunikation des Codes per SMS zwischen den Ladenangestellten Kenntnis gehabt. Es leuchtet daher auch nicht ein, dass sie im Mobiltelefon der Beschwerdegegnerin 1 gezielt danach hätten suchen sollen. Die Vorinstanz hält ein Ausspähen durch die Haupttäter denn auch bloss für grundsätzlich denkbar und nimmt an, dass zumindest einer der beiden Beschuldigten, wohl aber am wahrscheinlichsten beide zusammen die Haupttäter vorsätzlich mit dem nötigen Wissen versorgt hätten. Entgegen ihrer Auffassung ist damit aber ein wesentlicher, vorsätzlicher Tatbeitrag der Beschuldigten zum inkriminierten Raubüberfall rechtsgenüglich erstellt. Bloss theoretische Zweifel, wie sie die Vorinstanz anführt, genügen nicht.