Citation: I 620/06 06.07.2007 E. 6.2

6.2.1 Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat in AHI 1999 S. 177 E. 3b im Rahmen der Abzugsfrage erwogen, im privaten Sektor nehme die Bedeutung der Dienstjahre ab, je niedriger das Anforderungsprofil sei. Diese Erwägung stützte sich auf die gleichlautende Aussage in der LSE 1994 S. 21, worin zudem ausgeführt wurde, beim Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) lägen die Bruttolöhne nach 20 Dienstjahren "nur" 34 % höher als der Einstiegslohn. Diese Rechtsprechung wurde unter anderem in BGE 126 V 75 E. 5a/cc S. 79 und SVR 2005 UV Nr. 16 S. 52 E. 3.2.2, U 192/03, sowie zuletzt in den Urteilen I 770/06 vom 15. Juni 2007, E. 3.3, und I 435/06 vom 29. Dezember 2006, E. 5.2, bestätigt. Aus den gestützt auf die LSE-Tabelle TA10 vorgenommenen Berechnungen (E 6.1.2 hievor) kann der Versicherte nichts zu seinen Gunsten ableiten, da diese Tabelle nicht den relevanten privaten Sektor, sondern den privaten und öffentlichen Sektor (Bund) zusammen erfasst. 6.2.2 Weiter ist zu beachten, dass sich das Anfangseinkommen in einer neuen Firma in der Regel nicht isoliert nach der Anzahl Dienstjahre, sondern u.a. auch auf Grund der mitgebrachten Berufserfahrungen bestimmt (BGE 126 V 75 E. 5b/bb S. 80). Zudem ist eine lange Dienstdauer beim gleichen Arbeitgeber auf dem - hier massgebenden - hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; AHI 1998 S. 287 E. 3b mit Hinweisen) durchaus positiv zu werten, indem die durch die langjährige Betriebstreue ausgewiesene Zuverlässigkeit und Tüchtigkeit sich bei einem anderen Arbeitgeber im Anfangslohn niederschlägt (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 399/06 vom 11. August 2006, E. 4.2). Nach dem Gesagten kann der vorgenommene Abzug von 10 % nicht als rechtsfehlerhafte Ermessensausübung bezeichnet werden, weshalb der vorinstanzliche Entscheid im Ergebnis nicht zu beanstanden ist (E. 5.2 und 6.1.1 hievor).