Citation: 5A_592/2017 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, inwiefern das Kantonsgericht diese Kriterien in willkürlicher Weise angewandt hätte. Unter gelegentlicher Einstreuung des Wortes "willkürlich", aber weitgehend appellatorisch bringt sie vor, das Kantonsgericht habe keine vertiefte Prüfung vorgenommen, ohne jedoch substanziiert darzulegen, was in willkürlicher Weise nicht geprüft worden wäre. Ihr Hauptargument, sie habe insofern klar den grösseren Nutzen an der Wohnung, als ihr Ehemann im Haushalt seiner Eltern untergekommen sei, während sie eine neue Wohnung suchen müsste, verfängt nicht; rechtsprechungsgemäss verzichtet derjenige Ehegatte, der vorläufig aus der ehelichen Liegenschaft auszieht, nicht auf deren Zuteilung (vgl. Urteil 5A_78/2012 vom 15. Mai 2012 E. 3.1). Die weiteren Ausführungen in der Beschwerde (Frage des Vorliegens einer Scheinehe; Frage der Bleibemöglichkeit in der Schweiz; eingereichte Strafanzeigen; vorübergehender Aufenthalt des Bruders in der Wohnung) tun nichts zur Sache und wurden denn auch nicht zur Grundlage des angefochtenen Entscheides gemacht. Weiterungen hierzu erübrigen sich. Hingegen nimmt die Beschwerdeführerin zu den einschlägigen und nachvollziehbaren Erwägungen der Vorinstanz keine Stellung, weshalb ihre Willkürrüge unsubstanziiert bleibt. Die Kernerwägung des Kantonsgerichtes geht dahin, dass der Ehemann seit 25 Jahren in der Wohnung lebt und sie auch komplett eingerichtet hat, während die Ehefrau nur wenige Monate dort gelebt hat und ihre Sachen immer noch unausgepackt im Keller verstaut sind, so dass der Auszug für sie leicht zu bewerkstelligen ist. Offensichtlich ist vor diesem Hintergrund der Ehefrau ein Auszug eher zuzumuten als dem Ehemann und Willkür ist nicht im Ansatz ersichtlich, geschweige denn dargetan.