Citation: 6S.12/2003 27.03.2003 E. A

Das Untersuchungsrichteramt für Wirtschaftsdelikte des Kantons Solothurn führte gegen Y.________ ein umfangreiches Strafverfahren. Ihm wurde als ungetreue Geschäftsbesorgung zum Nachteil der A.________ AG in Solothurn vorgeworfen, er habe als Beauftragter der A.________ AG pflichtwidrig veranlasst, dass diese sich am 7. November 1996 mit einer halben Million Franken am Aktienkapital der B.________ AG, bei der er Verwaltungsrat gewesen sei, beteiligt habe. Dabei habe er sich und den beiden anderen Verwaltungsräten der B.________ AG unentgeltlich eine einjährige Option auf den Kauf von einem Drittel der Aktien der B.________ AG zu einem im voraus festgelegten Preis von einem Franken über dem Nominalwert eingeräumt. Gemäss einer von einer Drittperson erstellten Aktennotiz erklärte X.________, der mit Y.________ geschäftlich in Verbindung stand, am 21. März 1998 vor zwei anwesenden Personen, Y.________ habe ihm seinerzeit gesagt, "sollte die Sache mit der B.________ AG flöten gehen, die A.________ AG würde davon nichts merken, das könne er ohne weiteres vertuschen". X.________ erklärte gemäss der Aktennotiz weiter, "er X.________ würde dies vor Gericht bezeugen". Von dieser Aktennotiz erhielt der Untersuchungsrichter am 3. April 1998 Kenntnis.