Citation: 1P.379/2006 25.09.2006 E. 1

1.1 Die staatsrechtliche Beschwerde ist grundsätzlich kassatorischer Natur (BGE 131 I 137 E. 1.2 S. 139; 129 I 129 E. 1.2 S. 131 ff., je mit Hinweisen). Sollte sich die vorliegende Beschwerde als begründet erweisen, hätte die kantonale Instanz - unter Berücksichtigung der Ergebnisse des bundesgerichtlichen Verfahrens - neu zu entscheiden. Der Rückweisungsantrag ist deshalb überflüssig. 1.2 Die Beschwerdeführerin erhebt ausdrücklich staatsrechtliche Beschwerde. Wegen der Subsidiarität dieses Rechtsmittels (Art. 84 Abs. 2 OG) kann auf die Rüge der (willkürlich) falschen Anwendung von Bundesstrafrecht, insbesondere von Art. 18 StGB, nicht eingetreten werden. Ein solcher Vorwurf kann nur mit eidgenössischer Nichtigkeitsbeschwerde vorgebracht werden. 1.3 Der förmliche Beschwerdeantrag zielt auf die Aufhebung des angefochtenen Entscheids vom 12. April 2006 ab. In der Beschwerdebegründung bringt die Beschwerdeführerin allerdings auch eine Verfassungsrüge gegen den Umstand vor, dass die Staatsanwaltschaft, in Übereinstimmung mit dem Rekursentscheid vom 2. September 2005, die Untersuchung bezüglich der privaten Prodega-Einkäufe nicht vertieft hat. Die Beschwerdeführerin behauptet insofern, die Beweiswürdigung sei willkürlich. Gegen den Rekursentscheid vom 2. September 2005 hatte die Beschwerdeführerin innert Frist kein Rechtsmittel ergriffen, obwohl dort das Nichteintreten auf die Strafanzeige in diesem Punkt geschützt worden war. Es kann offen bleiben, ob jener Teilentscheid im Rahmen des vorliegenden Verfahrens noch anfechtbar wäre. Unter den Parteien ist bei dieser Sachfrage nicht die Tatsachenfeststellung, sondern die strafrechtliche Würdigung umstritten. Letztere kann die Beschwerdeführerin im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde ohnehin nicht zur Diskussion stellen (E. 1.2). 1.4 Nach der Praxis des Bundesgerichts ist der durch eine angeblich strafbare Handlung Geschädigte grundsätzlich nicht legitimiert, gegen die Einstellung des Strafverfahrens oder gegen das den Angeschuldigten freisprechendes Urteil staatsrechtliche Beschwerde zu erheben (BGE 131 I 455 E. 1.2.1 S. 458; 128 I 218 E. 1.1 S. 219). Unbekümmert um die fehlende Legitimation in der Sache selbst ist der Geschädigte aber befugt, mit diesem Rechtsmittel die Verletzung von Verfahrensrechten geltend zu machen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt. Das nach Art. 88 OG erforderliche rechtlich geschützte Interesse ergibt sich diesfalls nicht aus einer Berechtigung in der Sache, sondern aus der Berechtigung, am Verfahren teilzunehmen. Ist der Beschwerdeführer in diesem Sinne nach kantonalem Recht Partei, kann er die Verletzung jener Parteirechte rügen, die ihm nach dem kantonalen Verfahrensrecht oder unmittelbar aufgrund der Bundesverfassung zustehen (BGE 131 I 455 E. 1.2.1 S. 459; 129 II 297 E. 2.3 S. 301; 128 I 218 E. 1.1 S. 220). Zur Beschwerde in der Sache legitimiert ist der Geschädigte unter gewissen Voraussetzungen allerdings dann, wenn er Opfer im Sinne von Art. 2 OHG (SR 312.5) ist (BGE 131 I 455 E. 1.2.1 S. 459; 128 I 218 E. 1.1 S. 220). Das ist bei der Beschwerdeführerin nicht der Fall. 1.5 Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde - unter dem Vorbehalt gehörig begründeter Rügen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG) - grundsätzlich eingetreten werden kann.