Citation: 1B_132/2009 18.06.2009 E. 4

Das Verfahrensgericht hat die Fortsetzungsgefahr in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesgerichts umschrieben (vgl. BGE 135 I 71 E. 2.2 und 2.3 S. 72) und darauf hingewiesen, dass aus der früheren deliktischen Tätigkeit und aufgrund persönlicher Anlagen auf Fortsetzungsgefahr geschlossen werden könne. Der Beschwerdeführer habe sich durch die Untersuchungshaft im November/Dezember 2007 von einer erneuten Deliktsbegehung nicht abhalten lassen und werde durch ein psychiatrisches Gutachten in Anbetracht des langjährigen Drogenkonsums und insbesondere im Falle eines erneuten Kokainkonsums als rückfallgefährdet betrachtet. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag die Annahme von Fortsetzungsgefahr nicht als verfassungswidrig erscheinen zu lassen. Es ist davon auszugehen, dass ihm gesamthaft grossangelegter Handel mit Betäubungsmitteln, insbesondere mit Kokain sowie Geldwäscherei in Millionenhöhe vorgeworfen wird. Der Beschwerdeführer stellt nicht in Abrede, dass er nach der Untersuchungshaft von November/Dezember 2007 erneut straffällig geworden ist. Es wird ihm indes nicht nur Konsum von Kokain vorgehalten, der für sich genommen für Dritte keine ernsthafte Gefahr darstellen mag. Er wird vielmehr verdächtigt, nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft seine deliktische Tätigkeit unmittelbar fortgesetzt und weiterhin mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben. Es besteht daher die konkrete Gefahr, dass der Beschwerdeführer aufgrund des langjährigen Drogenkonsums und der Rückfallsanfälligkeit im Falle der Entlassung aus der Haft den ihm vorgeworfenen Drogenhandel erneut und in ebenfalls grösserem Umfang wieder aufnehmen könnte. Es bedarf keiner weitern Ausführung, dass er diesfalls eine Gefahr für Leib, Leben oder Eigentum von Dritten im Sinne von § 77 Abs. 1 lit. c StPO begründen könnte. Bei dieser Sachlage erweist sich die Rüge, die Annahme von Fortsetzungsgefahr halte vor der Verfassung nicht stand, als unbegründet. In Anbetracht des Umstandes, dass ein einziger spezieller Haftgrund ausreicht, braucht nicht geprüft zu werden, ob auch Kollusionsgefahr gegeben sei. Schliesslich fallen bei der Annahme von Fortsetzungsgefahr Ersatzmassnahmen nach § 79 StPO ausser Betracht. Die vom Beschwerdeführer erwähnte ärztliche Betreuung oder regelmässige Meldung bei einer Amtsstelle ist nicht geeignet, ihn von der Begehung weiterer Delikte abzuhalten; Kontaktsperren zum Personenkreis des Strafverfahrens vermögen die Wiederaufnahme von Drogenhandel nicht zu verhindern. Damit erweist sich die Beschwerde auch in diesem Punkte als unbegründet.