Citation: 4A_541/2013 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz erwog, in Figur 3 der D3 sei die Bauweise eines Klebebandes mit einer durchgängigen Haftkleberbeschichtung offenbart; diese sei über die gesamte Fläche mit einer Abdeckfolie bedeckt. Die Folie weise aber ausdrücklich eine Perforierung auf, die im Gebrauch offensichtlich dazu vorgesehen sei, davon entweder nur den oberen oder nur den unteren Abschnitt zuerst zu entfernen. Damit werde das Merkmal der nur teilweisen Abdeckung durch eine Abdeckfolie nahegelegt, weil der Fachmann erkennen könne, dass er die durchgängige Haftkleberbeschichtung gemäss Figur 3 ohne Weiteres auch im Zusammenhang mit einer Anordnung einer Abdeckfolie nur auf einer Seite gemäss der unmittelbar daneben wiedergegebenen Figur 2 einsetzen könne. Die in Figur 3 der Entgegenhaltung dargestellte Perforation der Abdeckfolie sei ein klarer Hinweis, dass die Ausführungsbeispiele der Figuren 2 und 3 durch den Fachmann im gleichen Kontext gesehen und verstanden würden. Ausgehend von der Variante der Figur 3, so die Vorinstanz, würde der Fachmann aufgrund der Variante der Figur 2 unmittelbar erkennen, dass der in Figur 3 zum Abreissen entlang der Längsperforation vorgesehene Teil der einseitig behandelten Abdeckfolie ohne Weiteres bereits in der Produktion weggelassen und der verbleibenden Teil dieser Abdeckfolie durch eine beidseitig behandelte Folie ersetzt werden könne. Das sich so ergebende Band weise eine durchgehende Haftkleberbeschichtung auf, von der nur ein Teil mit der Abdeckfolie abgedeckt sei und entspreche daher dem Gegenstand von Anspruch 1, wenn nach diesem nur eine vollflächige Beschichtung als erfindungsgemäss zu betrachten wäre.