Citation: 1P.879/2005 26.01.2006 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer wirft dem Präsidenten der Abteilung Zivil- und Strafrecht des Kantonsgerichts vor, seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt zu haben, indem er sich im angefochtenen Entscheid für eine Haftverlängerung entschieden habe, ohne nachvollziehbar zu begründen, weshalb er anders entscheide als die Ermittlungsbehörden vor dem erstinstanzlichen Urteil, welche ihn aus der Untersuchungshaft entlassen hätten. 2.2 Aus dem aus Art. 29 Abs. 2 BV abgeleiteten Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich für den Richter die Pflicht, seinen Entscheid zu begründen. Er muss wenigstens kurz die wesentlichen Überlegungen darlegen, von denen er sich dabei hat leiten lassen, sodass der Betroffene den Entscheid in voller Kenntnis der Sache anfechten kann. Dabei muss sich der Richter nicht mit allen tatsächlichen Behauptungen und rechtlichen Einwänden auseinandersetzen. Er kann sich vielmehr auf die für seinen Entscheid erheblichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 I 97 E. 2b; 123 I 31 E. 2c; 122 IV 8 E. 2c; 121 I 54 E. 2c je mit Hinweisen). 2.3 Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, dem angefochtenen Entscheid fehle eine Begründung, sondern behauptet vielmehr, diese sei nicht nachvollziehbar. Ob eine Urteilsbegründung fehlerhaft ist oder nicht, ist indessen eine Frage der materiellen Beurteilung, nicht des rechtlichen Gehörs. Legt ein Richter, was vorliegend ohne weiteres der Fall ist, in der Urteilsbegründung die für den Entscheid erheblichen Überlegungen dar, so hat er damit seiner verfassungsmässigen Begründungspflicht Genüge getan, gleichgültig darum, ob diese haltbar sind oder nicht. Die Gehörsverweigerungsrüge ist offensichtlich unbegründet.