Citation: 2C_985/2022 E. 2.2

2.2. Vorliegend hat die Vorinstanz im Verfahren Nr. 60/2022/2 festgehalten, dass das aktuelle Rechtsschutzinteresse während des laufenden Beschwerdeverfahrens dahin gefallen sei und dass die Voraussetzungen für einen ausnahmsweisen Verzicht auf dieses Erfordernis nicht erfüllt seien. In der Folge hat sie das Verfahren als gegenstandslos geworden abgeschrieben. Im Verfahren Nr. 60/2021/41 hat das Obergericht vom Erfordernis des aktuellen Rechtsschutzinteresses abgesehen und ist auf die Beschwerde eingetreten. Sodann hat es festgehalten, dass die beanstandete Maskentragpflicht in der Form der Allgemeinverfügung habe erlassen werden dürfen. Ebenso hat es die Zuständigkeit des Kantonsärztlichen Dienstes zum Erlass der strittigen Allgemeinverfügung gestützt auf das massgebende kantonale Recht (Verordnung über den Vollzug der eidgenössischen Epidemiengesetzgebung vom 20. Dezember 2016 [EPV/SH, SHR 818.101] und Verordnung zum Gesundheitsgesetz vom 26. Februar 2013 [GesV/SH; SHR 810.102]) bejaht. Materiell hat die Vorinstanz die zur Diskussion stehende Maskentragpflicht zwar als Eingriff von wesentlicher Intensität in die Grundrechte der betroffenen Kinder (Art. 10 Abs. 2 und Art. 11 BV) qualifiziert. Sie ist indessen zum Schluss gelangt, dass dieser Eingriff auf einer genügenden gesetzlichen Grundlage beruhe, im öffentlichen Interesse liege und verhältnismässig sei.