Citation: 8C_776/2014 E. 3.2.2

3.2.2. 3.2.2.1. Die Frage nach der Höhe des im konkreten Fall grundsätzlich angezeigten Abzuges vom Tabellenlohn ist eine Ermessensfrage. Deren Beantwortung ist letztinstanzlicher Korrektur nur zugänglich, wo das kantonale Gericht das Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat, also bei Ermessensüberschreitung, -missbrauch oder -unterschreitung (vgl. zu diesen Rechtsbegriffen BGE 137 V 71 E. 5.1 S. 73 mit Hinweisen; BGE 132 V 393 E. 3.3 in fine S. 399). 3.2.2.2. Die Vorinstanz hat die Rechtsprechung, wonach das (fortgeschrittene) Alter bei Personen, die infolge gesundheitlicher Beeinträchtigungen aus der Berufskarriere herausgerissen werden, zusammen mit anderen konkreten Faktoren die Verwertung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt erschweren und damit einen abzugsrelevanten Umstand bilden kann, zutreffend dargelegt (vgl. auch SVR 2009 IV Nr. 27 S. 75, 9C_93/2008 E. 7.3). Sie hat erkannt, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der gesundheitlich bedingten Aufgabe des während über 35 Jahren ausgeübten Berufs als Offsetdrucker 55 Jahre alt gewesen war, womit ihm noch eine Aktivitätsdauer von 10 Jahren in einer den körperlichen Einschränkungen besser angepassten Erwerbstätigkeit verblieb. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Drucktechnologe sowie Abteilungsleiter und Ausbildner bestand kein Anlass für die Annahme, dass sich ein Wechsel in eine andere berufliche Tätigkeit lohnsenkend auswirken würde. Vielmehr war davon auszugehen, dass der Versicherte jedenfalls dem Anforderungsniveau 4 der LSE 2010 entsprechende, einfache und repetitive Tätigkeiten ohne Weiteres erfüllen könnte. Daher war unter dem Aspekt des Alters höchstens ein Tabellenlohnabzug von 5 % gerechtfertigt. 3.2.2.3. Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht stichhaltig. Es mag zutreffen, dass die von ihm nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Dezember 2011) gestützt auf die von der Invalidenversicherung gewährten beruflichen Eingliederungsmassnahmen erworbenen Computerkenntnisse bei der Ausübung von Hilfsarbeitertätigkeiten nicht hilfreich sind. Indessen ist mit der Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass er teilzeitlich ohne leistungsmässige Einschränkungen in der Informatikabteilung eines renommierten Unternehmens arbeitete und dabei einen Verdienst erzielte, der eher dem Anforderungsniveau 3 der LSE (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) entsprach. Unter diesen Umständen ist, auch mit Blick auf die Entwertung des als Offset-Drucker gewonnenen Erfahrungswissens, nicht einzusehen, inwiefern das kantonale Gericht das ihm zustehende Ermessen in Bezug auf die zu diskutierende Frage rechtsfehlerhaft ausgeübt hat.