Citation: 1C_405/2022 E. A

A.________ leidet an einer bipolaren affektiven Störung. Sie wurde innert kurzer Zeit (im Mai und Juni 2020) zweimal mittels fürsorgerischer Unterbringung stationär in die Klinik B.________ AG (B.________) eingeliefert. In der darauffolgenden teilstationären Behandlung von Juli bis August 2020 wechselte die bipolare affektive Störung von einer manischen Episode mit psychotischen Symptomen in eine leichte bis mittelgradige depressive Episode. Seit dem 3. September 2020 befindet sich A.________ in ambulanter Behandlung bei Dr. med. C.________, welcher bei ihr am 6. Oktober 2020 eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode, diagnostizierte. Die IV-Stelle der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Aargau erstattete dem Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau am 14. April 2021 eine Meldung gemäss Art. 66c des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1958 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) und äusserte darin Zweifel an der Fahreignung von A.________. Mit Verfügung vom 26. April 2021 entzog das Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau A.________ vorsorglich den Führerausweis und verpflichtete diese, sich auf eigene Kosten einer verkehrsmedizinischen Begutachtung beim Kantonsspital Aarau, Verkehrsmedizin, zu unterziehen. Einer allfälligen Beschwerde entzog es die aufschiebende Wirkung.