Citation: 6B_328/2021 E. 1.3

1.3. Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzliche Beweiswürdigung vorträgt, erschöpft sich in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid. Die Vorinstanz stellt fest, der 75-jährige Beschwerdegegner 2 sei dem Beschwerdeführer körperlich unterlegen gewesen, was Letzterer gewusst habe. Sie geht willkürfrei davon aus, der Beschwerdeführer habe mit einer gewissen Vehemenz gegen die Tür gedrückt, auf jeden Fall so fest, dass dies den Sturz des Beschwerdegegners 2 zur Folge hatte. Dass der Beschwerdegegner 2 aufgrund der Druckausübung des Beschwerdeführers gegen die Tür nach hinten fiel, bestreitet der Beschwerdeführer nicht substanziiert. Ebenso wenig legt er rechtsgenügend dar, weshalb der Sturz für ihn in der konkreten Situation nicht voraussehbar war. Die Vorinstanz sprach den Beschwerdeführer der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 StGB schuldig. Nach dieser Bestimmung macht sich auf Antrag strafbar, wer gegen jemanden Tätlichkeiten verübt, die keine Schädigung des Körpers oder der Gesundheit zur Folge haben (vgl. Art. 126 Abs. 1 StGB). Eine Tätlichkeit liegt nach der Rechtsprechung vor bei einer das allgemein übliche und gesellschaftlich geduldete Mass überschreitenden physischen Einwirkung auf einen Menschen, die keine Schädigung des Körpers oder der Gesundheit zur Folge hat. Körperliche Schmerzen sind für eine Tätlichkeit nicht vorausgesetzt (BGE 134 IV 189 E. 1.2; Urteile 6B_366/2021 vom 26. Januar 2022 E. 3.1.2; 6B_551/2020 vom 24. September 2020 E. 3.3.2). Dass der Beschwerdeführer Verletzungen des Beschwerdegegners 2 in Kauf nahm, ist daher keine Tatbestandsvoraussetzung von Art. 126 StGB, sondern es genügt, dass er durch das Drücken gegen die Tür physisch auf den Beschwerdegegner 2 einwirkte, was dessen Sturz zur Folge hatte.