Citation: 7B_1232/2024 E. 6.3.2

6.3.2. Weiter durfte die Vorinstanz berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer für 10 Jahren des Landes verwiesen wurde, was den potentiellen Fluchtanreiz erheblich zu steigern vermag. Dabei ist von Bedeutung, dass sowohl die Freiheitsstrafe von 8 Jahren als auch die Landesverweisung zweitinstanzlich ausgesprochen wurden. Zwar steht dagegen die Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht offen. Angesichts der in tatsächlicher Hinsicht auf eine Willkürprüfung beschränkten Kognition des Bundesgerichts (Art. 97 und 105 BGG) ist allerdings zu beachten, dass es nach einer Verurteilung durch die Berufungsinstanz infolge der eingeschränkten Anfechtungsmöglichkeit in Sachverhaltsfragen regelmässig schwieriger wird, ein milderes Urteil zu erreichen. Die zweitinstanzliche Verurteilung dürfte dem Beschwerdeführer die reelle Gefahr einer langjährigen Freiheitsstrafe und der Landesverweisung nochmals deutlich vor Augen geführt haben, was den Fluchtanreiz erheblich erhöht bzw. konkretisiert. Vor diesem Hintergrund erweisen sich seine Einwände, mit welchen er die Fluchtgefahr bestreitet, als unbehelflich. Seine Bleibeperspektive erscheint angesichts des zweitinstanzlichen Urteils als gering.