Citation: 2C_95/2021 E. 3.1

3.1. Insoweit die Beschwerdeführer vorab geltend machen, sie hätten mangels Gewerbsmässigkeit keinen Beruf im Sinne des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe (Medizinalberufegesetz, MedBG; SR 811.11; Stand der Fassung: 1. Januar 2018) ausgeübt, ist ihnen nicht zu folgen. Für den Geltungsbereich des sechsten Kapitels des Medizinalberufegesetzes zur Berufsausübung und Bewilligungspflicht ist bloss erforderlich, dass eine ärztliche Tätigkeit in eigener fachlicher Verantwortung ausgeübt wird (vgl. Dumoulin, in: Ayer/Kieser/Poledna/Sprumont [Hrsg.], Medizinalberufegesetz [MedBG], Kommentar, 2009, N. 13 zu Art. 34; Fellmann, in: Ayer/Kieser/Poledna/Sprumont [Hrsg.], Medizinalberufegesetz [MedBG], Kommentar, 2009, N. 13 und N. 15 ff. zu Art. 40; vgl. auch E. 4.2 des angefochtenen Urteils; Art. 33a ff. MedBG). Diese Voraussetzung ist vorliegend zweifellos gegeben, da der beschwerdeführende Arzt seine ärztliche Tätigkeit im Rahmen des Betriebs der ebenfalls beschwerdeführenden Gesellschaft in eigener fachlicher Verantwortung ausübt. Nicht zutreffend ist die Auffassung der Beschwerdeführer, die Berufspflichten gemäss Art. 40 MedBG kämen nur zur Anwendung, wenn die ärztliche Tätigkeit als eigentlicher Beruf - mithin zur Erzielung eines Erwerbseinkommens - ausgeübt werde (vgl. Donzallaz, Traité de droit médical, Volume II, Le médecin et les soignants, 2021, N. 4847 ff.). Es ist nicht massgebend, dass die Beschwerdeführer ihren Angaben nach mit dem Praxisbetrieb in U.________ kein Einkommen erzielt hätten. Der Anwendungsbereich der Berufspflichten im Sinne von Art. 40 MedBG ist eröffnet.