Citation: 5A_671/2019 E. 1.2

1.2. Der vom Kantonsgericht geschützte Entscheid der KESB hat die Notwendigkeit einer Erwachsenenschutzmassnahme festgehalten, das Vorliegen eines Vorsorgeauftrages verneint, eine Beistandschaft angeordnet und einen Beistand ernannt. Die Erwachsenenschutzmassnahmen enden in jedem Fall mit dem Tod der betroffenen Person. Bezüglich der Beistandschaft hält das Gesetz dies ausdrücklich fest (Art. 399 Abs. 1 ZGB; PHILIPPE MEIER, Droit de la protection de l'adulte, Zürich 2016, Rz. 915). Beim Vorsorgeauftrag findet sich zwar keine entsprechende ausdrückliche Regelung; dass er mit dem Tod der betroffenen Person endet, ergibt sich aber aus der Natur des Vorsorgeauftrags als Massnahme zum Schutz der betroffenen Person, nicht deren Nachlasses. Soll der Beauftragte einen Auftrag und eine Vertretungsmacht über den Tod des Betroffenen hinaus haben, richtet sich dies nach Art. 35 Abs. 1 und Art. 405 Abs. 1 OR (MARC WOHLGEMUTH, in: Fountoulakis/Affolter-Fringeli/Biderpost/Steck (Hrsg.), Fachhandbuch Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, Zürich 2016, Rz. 4.108). Bezüglich der Frage, ob ein Vorsorgeauftrag vorliegt, ist die Sache folglich gegenstandslos geworden. Das Gleiche gilt, wie dargelegt, bezüglich der Errichtung der Beistandschaft und der Ernennung der Beiständin, weil diese Massnahmen mit dem Tod der betroffenen Person enden (Art. 399 Abs. 1 und Art. 421 Ziff. 2 ZGB). Die Beschwerde ist folglich bezüglich der materiellen Anträge als gegenstandslos geworden abzuschreiben.