Citation: 1B_516/2018 E. 2.4

2.4. In Bezug auf die Fluchtgefahr führt die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer sei deutscher Staatsangehöriger und habe im gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Bezugspunkte zur Schweiz. Hinzu komme, dass er angesichts des Deliktbetrags von mehreren Millionen Euro mit einer empfindlichen Strafe zu rechnen habe. Die drohende Freiheitsstrafe stelle einen erheblichen Fluchtanreiz dar. Diese Einschätzung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Soweit der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, er hege keine Fluchtambitionen, wofür auch der Umstand spreche, dass er sich in Spanien "lückenlos" an die angeordneten Ersatzmassnahmen gehalten habe, hat ihm die Vorinstanz zu Recht entgegengehalten, in jenem Zeitpunkt sei er sich über die drohenden Sanktionen offensichtlich noch nicht im Klaren gewesen. Diese Vermutung bestätigte die Aussage des Beschwerdeführers, die in Aussicht gestellte Sanktion von sieben bis acht Jahren Freiheitsentzug sei für ihn ein Schock gewesen. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass sich der Beschwerdeführer, trotz seiner anderslautenden Ausführungen, der zu erwartenden Sanktion zu entziehen versuchen könnte. Unbehelflich ist weiter auch sein Einwand, seine Familie sei gewillt, für ihn Spanien zu verlassen und zu ihm in die Schweiz zu ziehen. Von diesem Argument musste sich die Vorinstanz ebenfalls nicht überzeugen lassen, allein schon deshalb, weil seine Angehörigen offenbar nicht Schweizer Staatsangehörige sind und es deshalb nicht auf der Hand liegt, dass sie in der Schweiz überhaupt eine ausländerrechtliche Bewilligung erhalten würden. Abgesehen davon bestehen bei dieser Bereitschaft seiner Familie, ihr bisheriges, langjähriges Umfeld zu verlassen, ernsthafte Anhaltspunkte dafür, wonach sie womöglich bereit wäre, mit dem Beschwerdeführer ins Ausland zu fliehen, z.B. nach Deutschland. In diesem Fall würde der Beschwerdeführer als deutscher Staatsangehöriger nicht in die Schweiz ausgeliefert, wodurch das umfangreiche Strafverfahren nicht weitergeführt und abgeschlossen werden könnte.