Citation: 1C_335/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Ob ein zonenkonformer landwirtschaftlicher Haupt- oder Nebenerwerbsbetrieb besteht, ist im Einzelfall zu beurteilen (vorne E. 3.1). Die Eignung zur Führung eines Landwirtschaftsbetriebs stellt dabei nur einen Faktor dar, welcher alleine die gefordert längerfristige Existenz des Betriebes nicht sicherstellt. Die Vorinstanz hat dementsprechend nebst der fehlenden Ausbildung auch andere Indizien berücksichtigt, welche auf eine Freizeitlandwirtschaft hindeuten. So wies sie darauf hin, dass kein Betrieb im Sinne der Landwirtschaftsgesetzgebung vorliege und keine Berechtigung zum Bezug von Direktzahlungen bestehe. Auch das fortgeschrittene Alter des Beschwerdeführers schliesse den Bezug von Direktzahlungen aus (vgl. Art. 3 Abs. 1 lit. b der Verordnung vom 23. Oktober 2013 über die Direktzahlungen an die Landwirtschaft [Direktzahlungsverordnung, DZV; SR 910.13]) und ist durchaus ein Argument gegen eine langfristige Rentabilität des Betriebes. Gleiches gilt für die hauptberufliche Tätigkeit seines Sohnes, hängt doch davon ab, wie viel Zeit dieser für die Landwirtschaft aufbringen kann bzw. ob Hilfskräfte hinzugezogen werden müssen, was zusätzliche Kosten verursacht (vgl. 1C_516/2016 vom 5. Dezember 2017 E. 5.3). Ob der Betrieb, wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht, tatsächlich ohne Einnahmen aus Direktzahlungen längerfristig rentabel wäre, kann mangels eines eingereichten Betriebskonzepts nicht beurteilt werden.