Citation: 6P.112/2005 17.11.2005 E. 9

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 20 StGB. Das Unrechtsbewusstsein könne nicht alleine mit dem Umstand begründet werden, er habe sich für den Vollzug des Geschlechtsverkehrs als zu jung erachtet. Auf Rechtsirrtum im Sinne von Art. 20 StGB kann sich nur berufen, wer zureichende Gründe zur Annahme hat, er tue überhaupt nichts Unrechtes. Anderseits genügt zum Ausschluss eines Rechtsirrtums das unbestimmte Empfinden, dass das in Aussicht genommene Verhalten gegen das verstösst, was Recht ist (BGE 128 IV 202 E. 2; 104 IV 217 E. 2). Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz hat der Beschwerdeführer gewusst, dass er etwas Unrechtes tut. Damit besteht für die Anwendung der Bestimmung über den Rechtsirrtum kein Raum.