Citation: 2C_230/2024 E. A

A.a. A.________ (geb. 1982) ist Staatsangehöriger von Tunesien. Er reiste am 15. März 2015 erstmals illegal in die Schweiz ein, ersuchte am 25. März 2015 um Asyl und wurde mit Verfügung des Staatssekretariats für Migration SEM vom 15. Mai 2015 aus der Schweiz weggewiesen, nachdem dieses auf sein Asylgesuch nicht eintrat. Die Verfügung erwuchs am 29. Mai 2015 unangefochten in Rechtskraft. Am 1. Juni 2015 verfügte das SEM ein Einreiseverbot für die Schweiz, Liechtenstein und den Schengenraum vom 10. Juni 2015 bis 9. Juni 2018 gegen A.________. Am 10. Juni 2015 wurde er nach Frankreich ausgeschafft. A.b. Am 8. Oktober 2016 reiste A.________ trotz Einreiseverbot in die Schweiz ein. Daraufhin wies ihn das SEM mit Verfügung vom 25. Oktober 2016 erneut aus der Schweiz nach Frankreich, den zuständigen Dublin-Staat, weg. Die Verfügung erwuchs am 31. Oktober 2016 unangefochten in Rechtskraft. Das Einreiseverbot wurde mit Verfügung vom 10. November 2016 bis 31. Oktober 2019 verlängert. Am 22. November 2016 wurde A.________ nach Frankreich ausgeschafft. A.c. Am 4. März 2022 reiste A.________ in die Schweiz ein und stellte am 6. März 2022 ein zweites Asylgesuch. Dieses wurde vom SEM mit Verfügung vom 10. Oktober 2022 abgewiesen. Gleichzeitig ordnete das SEM die Wegweisung von A.________ aus der Schweiz und dem Schengen-Raum sowie deren Vollzug nach Haftende an. Die Verfügung erwuchs am 10. November 2022 unangefochten in Rechtskraft. Bereits im Mai 2022 lehnten die französischen Behörden die Rückübernahme von A.________ ab. A.d. A.________ befand sich ab dem 5. Juli 2022 in Untersuchungshaft, hernach im vorzeitigen Strafvollzug. Mit Urteil des Bezirksgerichts U.________ vom 20. Januar 2023 wurde A.________ unter anderem wegen gewerbsmässigen, teilweise bandenmässigen Diebstahls zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten als teilweise Zusatzstrafe zum Urteil der Staatsanwaltschaft V.________ vom 26. Mai 2022 verurteilt und für zehn Jahre des Landes verwiesen. Der Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Am 2. April 2024 endete der ordentliche Strafvollzug. A.e. Am 1. Februar 2023 bestätigten die tunesischen Behörden die Staatsangehörigkeit von A.________. Am Ausreisegespräch vom 19. April 2023 erklärte A.________, nicht nach Tunesien, sondern nach Frankreich ausreisen zu wollen, da er dort eine Aufenthaltsbewilligung und seine Familie habe. Nach medizinischen Abklärungen wurde am 1. Dezember 2023 ein Flug nach Tunesien für den 18. Januar 2024 gebucht. Dieser wurde jedoch abgesagt, da nicht rechtzeitig ein Ersatzreisepapier beschafft werden konnte. Gemäss Mitteilung des Migrationsamt des Kantons Aargau vom 5. März 2024 waren die tunesischen Behörden nunmehr bereit, A.________ ein Ersatzreisepapier auszustellen. In der Folge wurde er am 7. März 2024 erneut für einen Flug angemeldet, der am 20. April 2024 stattfinden sollte.