Citation: 9C_181/2016 E. 3.4

3.4. Im MEDAS-Hauptgutachten wie auch in der ergänzenden Stellungnahme des Neurologen wurde nachvollziehbar dargelegt, dass beim Versicherten nach neu aufgetretenen Rückenschmerzen MRSA-Bakterien nachgewiesen und eine Dekolonisation durchgeführt wurde, und dass dennoch Infektionsherde in wenig durchbluteten Skelettarealen, auch vertebral, persistieren und so eine chronische Ostitis resp. Osteomyelitis bewirken könnten. Weiter leuchtet ein, dass in diesem Fall die vom Versicherten geklagten Schmerzen objektivierbar wären. Dieser Auffassung stimmte im Wesentlichen auch der Regionale Ärztliche Dienst zu (Stellungnahme vom 18. Juli 2014). Der MEDAS-Neurologe hielt in diesem Zusammenhang eine weiterführende Diagnostik für notwendig; auf deren Durchführung verzichtete er nur deshalb, weil dies den "Rahmen des Gutachtensauftrags sprengen" würde. Fraglich ist, ob die Vorinstanz resp. die Verwaltung (in Anwendung des Untersuchungsgrundsatzes; Art. 61 lit. c und Art. 43 Abs. 1 ATSG) weitere Abklärungen hätte treffen müssen oder ob sie (in antizipierender Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94) darauf verzichten durfte, weil das MEDAS-Teilgutachten der Frau Dr. med. C.________ als Grundlage für die vorinstanzliche Feststellung betreffend die Arbeitsfähigkeit genügt.