Citation: 9C_186/2013 E. 3.2.2

3.2.2. Auch die weiteren Einwände gegen das Gutachten des Dr. med. L.________, soweit sie nicht als unzulässige appellatorische Kritik an der Beweiswürdigung unberücksichtigt bleiben (BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356), vermögen keine Bundesrechtswidrigkeit darzutun. Namentlich die bereits im kantonalen Verfahren erhobene, von der Vorinstanz mit zutreffender Begründung entkräftete und letztinstanzlich wiederholte Rüge, der fehlende Beizug einer das Brasilianische Portugiesisch sprechenden Dolmetscherin habe zu Verständigungsschwierigkeiten geführt, dringt nicht durch. Nicht nur hatte die Portugiesisch sprechende Übersetzerin explizit festgehalten, es gebe keine Verständigungsprobleme (Stellungnahme von Dr. med. L.________ vom 4. Januar 2012), sondern es ist auch unglaubwürdig, dass die Beschwerdeführerin, welche in Brasilien ein Gymnasium besucht und anschliessend ein Jurastudium begonnen hatte, die Dolmetscherin nicht ausreichend verstanden hat. Unbehelflich ist ferner der Einwand, die Expertise des Dr. med. L.________ sei in beweismässiger Hinsicht wie ein Privatgutachten zu würdigen, weil es von der Verwaltung eingeholt wurde (vgl. hiezu Urteil 8C_257/2012 vom 7. Mai 2012 E. 5.1 und 5.2 mit weiteren Hinweisen). Dass sich Dr. med. L.________ betreffend den Zeitraum vor der Begutachtung nur retrospektiv äussern konnte, liegt in der Natur der gutachterlichen Tätigkeit und ist dem Beweiswert der Expertise nicht abträglich.