Citation: 6B_149/2017 E. 4.5.2

4.5.2. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz laste ihm an, er habe seinen Kindern als Strafe Joghurt zu essen gegeben, was diese nicht vertragen hätten. Dieses Verhalten sei jedoch nicht angeklagt (Beschwerde S. 28 Ziff. 35). Bei der rechtlichen Würdigung der Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe den Kindern als Strafe Joghurt zu essen gegeben, im Wissen darum, dass sie es nicht verdauen könnten und erbrechen müssten (Urteil S. 74 f. E. 8.c) bb). Der Vorwurf, die Kinder als Strafe zu zwingen, Lebensmittel zu essen, die sie nicht vertragen, ist weder ausdrücklich in der Anklageschrift umschrieben, noch lässt er sich ihr implizit entnehmen bzw. kann auch nicht als Konkretisierung der in ihr umschriebenen Handlungen verstanden werden. Vielmehr erweitert die Vorinstanz damit den angeklagten Sachverhalt in Verletzung des Anklagegrundsatze. Die Rüge erweist sich insofern als begründet. Die vorinstanzliche Verurteilung wegen Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht ist diesbezüglich wegen Missachtung des Anklagegrundsatzes aufzuheben (vgl. im Übrigen aber E. 7).