Citation: 6B_593/2023 E. 5.3.5

5.3.5. Selbst wenn die Richtigkeit des Zweitgutachtens nicht zweifelhaft wäre, würde es keine klaren Fehler im Erstgutachten aufzeigen. Wie dargelegt, berücksichtigten die Erstgutachter alle relevanten Akten und gelangten gestützt darauf zu ihrer Diagnose. Der Zweitgutachter stellt diese Diagnose zwar in Frage, dies jedoch unter der Annahme, dass der nicht erstellte Übergriff auf den Beschwerdeführer im November 2016 stattgefunden hat. Unabhängig davon, dass er von diesem Übergriff angesichts der rechtskräftigen Einstellungsverfügung nicht hätte ausgehen dürfen, gelangt der Zweitgutachter letztlich gestützt auf die gleichen Gegebenheiten zu einer anderen diagnostischen Beurteilung als die Erstgutachter (vgl. E. 5.3.3). Damit zeigt das Zweitgutachten keine klaren Fehler des früheren Gutachtens auf, sondern gelangt unter sonst gleichen Voraussetzungen zu einer abweichenden Bewertung bezüglich des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers. Dies reicht nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht aus, um die Beweisgrundlage des zu revidierenden Urteils zu erschüttern.