Citation: 2C_574/2019 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer behauptet, er habe erstmals am 7. Juni 2019 erfahren, dass gegen ihn wegen dem Vorwurf der Scheinehe ermittelt werde, und er habe hierzu im bisherigen Verfahren nicht Stellung nehmen können. In Bezug auf den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung trifft dies jedoch offensichtlich nicht zu: Er wusste spätestens im Dezember 2017 vom Verdacht einer Scheinehe, als ihm das Migrationsamt zum beabsichtigten Bewilligungswiderruf unter ausdrücklichem Hinweis auf diesen Verdacht das rechtliche Gehör gewährte. Er konnte folglich bereits vor dem Entscheid des Migrationsamts erstmals zu diesem Vorwurf Stellung nehmen. Sofern sich seine Rüge auf ein gegen ihn eröffnetes Strafverfahren beziehen sollte, ist er darauf hinzuweisen, dass dies nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist. Weiter macht er geltend, es habe keine individuelle Prüfung seines Falles stattgefunden. Entgegen seiner Behauptung hat sich das Migrationsamt keineswegs auf "Copy-Paste-Ausführungen" beschränkt, sondern die im Fall des Beschwerdeführers vorliegenden Indizien für eine Scheinehe zusammengetragen und unter Bezugnahme auf die in solchen Fällen anwendbaren Kriterien einen Entscheid gefällt. Es ist zulässig und mit Blick auf die Rechtssicherheit sinnvoll, dass die gemäss Rechtsprechung möglichen Indizien für eine Scheinehe jeweils gleichlautend formuliert werden. Der darauf folgenden Prüfung des Einzelfalls steht dies nicht entgegen. Auch die vom Beschwerdeführer beanstandete Verweigerung der Einsicht in die Akten ähnlich gelagerter Fälle stellt keine Gehörsverletzung dar. Mit seinen appellatorischen Ausführungen vermag der Beschwerdeführer kein berechtigtes Interesse an der Einsicht in Verfahrensakten von mit seinem Verfahren nicht verbundenen Fällen darzutun.