Citation: 1C_609/2018 E. 4.2

4.2. Weiter ging die Vorinstanz davon aus, auch bei Privatstrassen sei der gemäss kantonalem Strassengesetz zu Bauten einzuhaltende Mindestabstand von 4 m zu beachten. Dieser Abstand gelte jedoch nur gegenüber Neubauten, nicht aber für vor dem Inkrafttreten der Abstandsvorschriften errichtete Bauten. Dass gewisse ältere Liegenschaften unmittelbar an die Egglistrasse angrenzten, stehe daher deren Nutzung als Erschliessungsstrasse nicht entgegen. Die Vorinstanz habe (bereits) in ihrem Urteil vom 31. März 2010 entschieden, die genehmigte Linienführung mit den vorgesehenen Ausweichstellen reiche für die Erschliessung von rund 50 Wohneinheiten über die Egglistrasse aus. In diesem Urteil ging die Vorinstanz davon aus, den Sicherheitsbedürfnissen der Bewohner der Parzelle Nr. 309 werde hinreichend Rechnung getragen, weil die Fahrbahnfläche der Egglistrasse zur Hausecke auf dieser Parzelle wenigstens einen Abstand von 0,73 m aufweisen müsse. Damit verbleibe eine einspurige Fahrbahn mit minimaler Breite, die namentlich Lastwagen zu einer angepassten Geschwindigkeit von unter 30 km/h zwinge. Eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung werde von der Flurgenossenschaft befürwortet. Zudem dürfe die Beschwerdeführerin die von ihr beschafften Betonsteine so hinter der südlichen Bodenmarkierung platzieren, dass beide optisch den Verlauf des südlichen Fahrbahnrandes auch bei Schnee markierten. Damit seien die baulichen Mittel zur Sicherung ihrer Liegenschaft ausgeschöpft.