Citation: 6B_140/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt dazu, der Beschwerdeführer habe zwar die deutsche Sprache, in der während der Fahrt kommuniziert wurde, nur rudimentär verstehen können. Er habe jedoch selbst ausgesagt, dass D.________ ihm übersetzt habe, was gesprochen worden sei und dass er den Hintergrund des Treffens mit dem Beschwerdegegner 2 schon vorher gekannt habe. Insbesondere habe er zu Protokoll gegeben, dass D.________ dafür bekannt gewesen sei, anderen Leuten Geld zurückzuholen; darum (und um die Telefonnummer von G.________) sei es auch bei der fraglichen Fahrt gegangen. Auch habe er angegeben, diese Sache nicht wie ein Taxifahrer gemacht zu haben, sondern weil D.________ ein enger Kollege sei. Folglich sei er alles andere als ahnungslos gewesen, sondern habe vor Antritt vom Zweck der Fahrt gewusst und beim Vorhaben bewusst mitgemacht. In dem Moment, als er auf Anweisung seines Kollegen Richtung Weissenstein abgebogen sei, statt die Fahrt wie ursprünglich vereinbart Richtung Solothurn fortzusetzen, habe der Beschwerdeführer gewusst, dass dies klar gegen den Willen des Beschwerdegegners 2 geschehe und einzig den Zweck habe, die von D.________ gestellten Forderungen durchzusetzen. Dieser Schluss dränge sich auch deshalb auf, weil der Beschwerdeführer bemerkt habe, dass die Stimmung umgeschlagen sei, D.________ plötzlich drohend und aggressiv aufgetreten sei, den Beschwerdegegner 2 angeschrien und dieser Angst gehabt habe. Dies habe der Beschwerdeführer selbst so ausgeführt und angefügt, er denke, der Beschwerdegegner 2 habe nicht Freude gehabt, als Serbe mit zwei Albanern nach Oberdorf zu fahren. Er habe auch realisiert, dass D.________ das Mobiltelefon des Beschwerdegegners 2 in Besitz genommen und dieser, nachdem sie Richtung Oberdorf abgebogen seien, mehrfach verlangt habe, das Auto verlassen zu können. Da er trotzdem weitergefahren sei, sei er dem Tatentschluss von D.________, den Beschwerdegegner 2 der Freiheit zu berauben, beigetreten und habe als Fahrzeuglenker seinerseits einen wesentlichen Tatbeitrag geleistet, indem er diesem verunmöglicht habe, den Wagen zu verlassen. Er habe mit direktem Vorsatz gehandelt.