Citation: I 537/01 03.07.2002 E. 3

3.- Die Vorinstanz hat in Würdigung dieser Aktenlage festgestellt, bei der Versicherten bestehe keine gesundheitlich bedingte Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit; sie hat dabei massgebend auf die Gutachten der Dres. med. L.________ und H.________ abgestellt. Dieser Würdigung kann im Grundsatz und im Ergebnis gefolgt werden. Die Dres. med. L.________ und H.________ erstatteten ihre Gutachten gestützt auf die Vorakten, die Angaben der Versicherten, die eigenen Untersuchungen sowie zusätzliche Berichte des Dr. med. T.________ und des Dr. phil. C.________. Aus den dabei gewonnenen Ergebnissen wurden schlüssige und nachvollziehbare Folgerungen gezogen. Die Gutachten erfüllen, wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat, die von der Rechtsprechung formulierten Anforderungen an ein beweiskräftiges Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis). Was die Beschwerdeführerin gegen deren Schlüssigkeit vorbringt, ist nicht stichhaltig. Soweit die Beschwerdeführerin einwendet, Dr. med. K.________ habe angegeben, die verbliebenen Beschwerden liessen sich pathologisch-anatomisch nicht vollständig erklären, was jedoch bei Schleudertraumapatienten häufig der Fall sei, die Gutachterin Frau Dr. med. L.________ habe aber den Schmerzen keine Beachtung geschenkt und der Unfall werde bagatellisiert, ist dem entgegenzuhalten, dass bei der Beweiswürdigung vorliegend insbesondere zwei Aspekte nicht ausser Acht gelassen werden dürfen. a) Zum einen trifft es zwar zu, dass invalidisierende Beschwerden bei einem Schleudertrauma der HWS oder schleudertraumaähnlichen Verletzungen unter Umständen auch ohne organisch direkt nachweisbare Schädigung gegeben sein können. Dies ist darauf zurückzuführen, dass nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung bei solchen Verletzungen auch ohne klar ausgewiesene pathologische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten können (BGE 117 V 363 Erw. 5d/aa mit Hinweisen). Indes bedarf es auch in Fällen ohne organisch nachweisbare Beschwerden, dass die geklagten Beschwerden medizinisch einer fassbaren gesundheitlichen Beeinträchtigung zugeschrieben werden können; auch hier bilden zuallererst die medizinischen Fakten, wie die fachärztlichen Erhebungen über Anamnese, objektiven Befund, Diagnose, Verletzungsfolgen, unfallfremde Faktoren, Vorzustand usw. die massgeblichen Grundlagen der Beurteilung. Das Vorliegen solcher Verletzungen und insbesondere ihrer Folgen muss somit durch zuverlässige ärztliche Angaben gesichert sein. Unter diesen Umständen ist es durchaus nachvollziehbar, wenn Frau Dr. med. L.________ gestützt auf ihre umfassenden Untersuchungen und insbesondere auch auf Grund der Feststellungen, dass trotz der angegebenen Schmerzen die Körperbewegungen der Versicherten harmonisch ohne Schonbewegung erfolgten, die Beweglichkeit der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule nur minim eingeschränkt war und auch in der Schulterregion sämtliche Bewegungen möglich waren, zum Schluss kam, die Schmerzen würden von der Versicherten überbewertet und auf Grund ihres Gesundheitszustandes sei ihr eine vollständige Arbeitsfähigkeit zumutbar. Dies deckt sich mit den Ergebnissen der Begutachtung durch Dr. med. H.________, welcher zwar eine Fixierung auf das Unfallgeschehen infolge krankheitsfremder Faktoren, eine Traumatisierung in der Kindheit sowie Status nach Angstreaktion, indes keine daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit feststellen konnte, und Dr. phil. C.________, der keine nennenswerten Hinweise auf psychoorganische Störungen fand und feststellte, es liessen sich testpsychologisch Symptome wie schlechtere Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnisleistung kaum nachweisen, indes könnten leichte bis mittelstarke Aggravationstendenzen nicht ausgeschlossen werden. Auch vermögen weder der Austrittsbericht der Dres. O.________ und E.________, Fachklinik für Neurologische Rehabilitation, noch die diversen Berichte des Dr. med. K.________ die Begutachtungen in Zweifel zu ziehen. Im erwähnten Austrittsbericht konnte ebenfalls das von der Versicherten geklagte Beschwerdebild neurologisch nicht objektiviert werden; zudem wurde der Bericht schon am 28. Mai 1999 verfasst und bereits dann eine Arbeitsfähigkeit von zunächst 50 % angestrebt. Dr. med. K.________ attestierte zwar fortwährend eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, machte dazu aber unklare und zum Teil widersprüchliche Angaben. So war die Versicherte gemäss Bericht vom 23. Dezember 1998 in ihren alltäglichen Verrichtungen deutlich eingeschränkt und nur vermindert arbeitsfähig. Gemäss Bericht vom 3. Februar 2000 führt er aus, die Versicherte könne in eingeschränktem Ausmass den Haushalt führen, gab aber keine genaue Arbeitsunfähigkeit als Hausfrau an und verneinte eine ausserhäusliche Tätigkeit ohne jeglichen Hinweis auf mögliche Verweisungstätigkeiten und ohne jeden Bezug zu noch möglichen Verrichtungen, weshalb seine Ausführungen im Vergleich mit den Gutachten nicht überzeugen. b) Zum anderen impliziert schliesslich eine gesundheitliche Beeinträchtigung, seien es nun Schmerzen unklarer Genese oder eine Funktionsbeeinträchtigung, mit entsprechender medizinischer Behandlung nicht ohne weiteres eine relevante Arbeitsunfähigkeit. Vielmehr muss auf Grund der medizinischen Feststellungen die Frage beurteilt werden, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigungen, bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 102 V 165; AHI 2001 S. 228 Erw. 2b mit Hinweisen) und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht (BGE 123 V 233 Erw. 3c, 117 V 278 Erw. 2b, 400, je mit Hinweisen), noch zugemutet werden können. Dies wurde vorliegend, wie dargelegt, in schlüssiger Weise dahingehend beantwortet, dass die Erwerbslosigkeit der Versicherten in ihren schwierigen sozialen und finanziellen Verhältnissen gründet, eine Arbeitsunfähigkeit auf Grund ihres Gesundheitszustandes aber nicht gegeben ist.