Citation: 8C_57/2024 E. 3.2

3.2. Hervorzuheben ist, dass sich bei der Bemessung des Invalideneinkommens, wenn die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität nicht auf ihren angestammten Beruf zurückgreifen kann, das Abstellen auf den Totalwert im Kompetenzniveau 2 gemäss der vom Bundesamt für Statistik (BfS) herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (nachfolgend: LSE) nur dann rechtfertigt, wenn sie über besondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt. Das betrifft beispielsweise Führungserfahrung, zusätzliche formale Weiterbildungen oder andere während der Berufsausübung erworbene besondere Qualifikationen. Andernfalls ist der im Kompetenzniveau 1 ausgewiesene Wert massgeblich (statt vieler: SVR 2023 UV Nr. 35 S. 12, 8C_456/2022 E. 5.3.1; 2022 UV Nr. 47 S. 188, 8C_156/2022 E. 7.2; Urteile 9C_728/2023 vom 4. März 2024 E. 4.2; 8C_754/2023 vom 6. Juni 2024 E. 5.4.2; 8C_645/2022 vom 16. Februar 2023 E. 5; je mit Hinweisen).