Citation: 5A_437/2024 E. 3.4.5

3.4.5. Am Ergebnis ändert nichts, wenn der Beschwerdeführer vorbringt, er habe (bereits) in der Replik vom 9. Mai 2022 (in Ziff. 50) ausgeführt: "Eine solche Übergabe bzw. Besitzanweisung fand jedoch nicht statt"; "wegen dieser schon vor langem vorgenommenen Verwahrung durch Herrn G.________ war sich Herr D.________ (im Juli 2019) nicht mehr bewusst, dass überhaupt ein physisches Aktienzertifikat existiert". Nach Auffassung des Beschwerdeführers hätte die Beschwerdegegnerin ihre Vorbringen in einer in Einzeltatsachen zergliederter Weise vorbringen müssen. Das Obergericht hat indes (anders als die Erstinstanz) festgehalten, dass das Nichtwissen von der Existenz des Aktienzertifikats eine gültige Besitzanweisung nicht ausschliesst; es hat diesem tatsächlichen Umstand (dem "Nicht[mehr]wissen") - auf welchen sich der Beschwerdeführer gerade beruft - in rechtlicher Hinsicht eine andere Bedeutung gegeben ("Sachverhalt... rechtlich anders zu würdigen"). Was der Beschwerdeführer vorbringt, läuft auf den Vorwurf der Verletzung von Art. 924 Abs. 1 ZGB hinaus, weil das Obergericht die Erheblichkeit von bestimmten tatsächlichen Umständen für die Anwendung der betreffenden Norm anders beurteilt hat. Ob darin eine Rechtsverletzung liegt, wie der Beschwerdeführer ebenfalls vorbringt, ist im Folgenden zu prüfen.