Citation: 6B_1216/2021 E. A

Die Staatsanwaltschaft Solothurn wirft A.________ vor, er habe ca. von Oktober/November 2013 bis zum 13. Februar 2015 in dem von B.________ bewohnten Zimmer bzw. einmal auch im Pikettzimmer des Wohnheims an ihr mehrere sexuelle Handlungen vorgenommen bzw. diese von ihr vornehmen lassen. Dabei habe er das Abhängigkeitsverhältnis von B.________ zu ihm ausgenützt; sie habe sich nicht getraut, "Nein" zu sagen. A.________ sei die Hauptbezugsperson von B.________ gewesen, die ihm blind vertraut habe. Ferner habe A.________ ab ca. März/April 2014 bis Februar 2015 B.________ an seinem Wohndomizil unter Ausnützung des Abhängigkeitsverhältnisses bzw. ab Februar 2015 bis März 2016 unter Ausnützung ihrer emotionalen Abhängigkeit von ihm im Wohnzimmer und in den Schlafzimmern ein bis dreimal pro Woche, nach dem gemeinsamen Baden in der Badewanne, an ihren Brüsten und ihrer Scheide gestreichelt, die Finger in die Scheide eingeführt und sich von ihr mit der Hand den Penis bis zum Samenerguss reiben lassen. Darüber hinaus soll es in den vorgenannten Zeiträumen zwischen zwei und fünf Mal dazu gekommen sein, dass B.________ den Penis von A.________ in den Mund genommen und er dabei ihren Kopf auf und ab bewegt habe. Schliesslich habe A.________ drei Mal versucht, den Geschlechtsverkehr mit ihr zu vollziehen, indem sie sich zwei Mal vor das Bett habe stellen müssen und er dabei von hinten versucht habe, in ihre Scheide einzudringen, was jedoch nicht geklappt habe. Weiter habe er im November/Dezember 2015 die emotional von ihm abhängige B.________ auf der Empore einer Kirche dazu gebracht, seinen Penis mit den Händen zu reiben. Schliesslich habe sich A.________ im März 2016 auf den Rücken gelegt und B.________ aufgefordert, sich auf ihn zu setzen, was jedoch ebenfalls nicht zur Penetration geführt habe. B.________ habe sich nicht getraut, "Nein" zu den sexuellen Handlungen zu sagen.