Citation: 5A_918/2018 E. 3

Der Beschwerdeführer macht in erster Linie eine Verletzung von Art. 55 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 i.V.m. Art. 277 Abs. 1 ZPO geltend. Was die Dispositionsmaxime anbelangt, ist von vornherein keine Verletzung ersichtlich, hat doch die Ehefrau auf Abweisung der Berufung geschlossen. Was sodann die Verhandlungsmaxime anbelangt, hat sich die Ehefrau der Sichtweise des Beschwerdeführers offensichtlich nicht unterzogen, und es trifft auch nicht zu, dass sie seine Vorbringen zu wenig substanziiert bestritten hätte, stellte sie doch die Richtigkeit der Berechnungsweise des Beschwerdeführers ausdrücklich in Abrede, indem sie in genereller Hinsicht auf ihr Alter, die Erziehungspflichten gegenüber den gemeinsamen Kindern und die "sachgerechte und korrekte" Berechnung des Bezirksgerichts hinwies (Berufungsantwort, Ziff. 16) und indem sie spezifisch die Ausführungen des Beschwerdeführers bestritt und darauf hinwies, dass ihr Lohn bei G.________ mehr oder weniger dem vom Bezirksgericht angerechneten hypothetischen Einkommen entspreche, wobei auch ihre fehlende Ausbildung und die C-Bewilligung zu berücksichtigen seien, weshalb der vom Beschwerdeführer errechnete hypothetische Nettomonatslohn von Fr. 3'500.-- für eine Vollzeitstelle überhöht sei (Berufungsantwort, Ziff. 19). Ins Leere stösst im Zusammenhang mit den angerufenen Maximen der Verweis auf die Mindestlöhne bei G.________, welche sogar höher seien als das von ihm berechnete hypothetische Einkommen: Der Beschwerdeführer hatte im Berufungsverfahren nicht geltend gemacht, dass auf Mindestlöhne bei G.________ oder jedenfalls auf einen Mittelwert zwischen diesen und seinen eigenen Berechnungen abzustellen sei, und er hatte auch nirgends erwähnt, wie hoch diese Löhne wären. Die Ehefrau hatte zwar darauf hingewiesen, dass sie überraschend bei G.________ eine Temporäranstellung gefunden und einen festen Vertrag in Aussicht habe; von konkreten Zahlen war allerdings auch von ihrer Seite nicht die Rede, sondern wie gesagt hielt sie in der Berufungsantwort vielmehr fest, dass der effektive Lohn in etwa den erstinstanzlichen Annahmen in Bezug auf ein hypothetisches Einkommen entspreche.