Citation: 6B_452/2019 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt im Wesentlichen, die Aussagen der Beschwerdeführerin enthielten massgebliche Widersprüche, insbesondere zum Kerngeschehen (vgl. angefochtenes Urteil, E. III. B. 6. S. 25 ff.). Die inhaltlich widersprüchlichen Aussagen zeichneten sich ausserdem durch oft sehr vage, detailarme und ausweichende Antworten aus und enthielten Lügensignale in beträchtlichem Ausmass. Der Inhalt ihrer Aussagen stimme insgesamt und namentlich zum Kerngeschehen nicht mit wesentlichen objektiven Beweisergebnissen überein und müsse als insgesamt unglaubhaft beurteilt werden. Der unauflösbare Widerspruch zwischen ihren Aussagen und dem Ergebnis der Beweiswürdigung in zentralen Punkten des Anklagesachverhaltes, wie dem von der Beschwerdeführerin bestrittenen Geschlechtsverkehr mit ihrem Freund, der verschwiegenen Einnahme der "Pille danach" am 28. Dezember 2015, den unglaubhaften Aussagen zu Beginn, Ende und Art der Geschlechtsakte sowie weiteren sexuellen Handlungen, insbesondere auch mit den glaubhaft bestätigten Erektionsstörungen des Beschwerdegegners und schliesslich das allgemeine Aussageverhalten der Beschwerdeführerin liessen unüberwindbare Zweifel daran bestehen, dass sich der Anklagesachverhalt abgespielt habe. Der Beschwerdegegner sei nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" vom Vorwurf der sexuellen Handlungen zum Nachteil der Beschwerdeführerin freizusprechen (angefochtenes Urteil, E. III. B. 6.12 S. 58 f.).