Citation: 5A_624/2023 E. 6.1

6.1. Strittig ist weiter, ob die eingetretenen Änderungen in der durch das Gericht genehmigten Vereinbarung bereits berücksichtigt worden sind. Dabei ist anzunehmen, dass die Parteien einer für sie voraussehbaren Änderung bereits Rechnung getragen haben (vgl. vorne E. 4.1). Voraussehbar ist die Änderung, wenn ihr Eintritt mit Bestimmtheit oder grosser Wahrscheinlichkeit feststeht; es muss eine Prognose mit genügender Sicherheit gestellt werden können (BGE 138 III 289 E. 11.1.1; 120 II 4 E. 5d [zu aArt. 153 ZGB]; Urteil 5A_496/2019 vom 2. Juni 2021 E. 5). Von welchem Vorstellungen die Ehegatten beim Abschluss der Vereinbarung ausgegangen sind, ist Tatfrage (BGE 105 II 166 E. 2 [zu aArt. 153 ZGB]; Urteil 5A_501/2014 vom 15. Dezember 2014 E. 2.3.1). Von eben diesen Grundsätzen ging die Vorinstanz aus, wie sich aus E. 2.7 auf S. 11 des angefochtenen Urteil ergibt. Vergebens bringt die Beschwerdeführerin demgegenüber vor, das Kantonsgericht habe ein falsches Beweismass angewandt, weil es auf S. 15 seines Urteils zum Schluss kam, die Veränderung sei entgegen ihrer Auffassung nicht "mit Sicherheit" vorhersehbar gewesen. Wie sich aus der Formulierung des angefochtenen Urteils ergibt, bezog sich die Vorinstanz an der fraglichen Stelle auf ein Vorbringen der Beschwerdeführerin, das sie zurückwies. Eine weitergehende Aussage lässt sich hieraus nicht konstruieren.