Citation: 6B_796/2017 E. 3.2

3.2. Begeht der Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen und ist deshalb zu erwarten, dass er weitere Straftaten verüben wird, so widerruft das Gericht gemäss Art. 46 Abs. 1 StGB die bedingt aufgeschobene Strafe oder den bedingt aufgeschobenen Teil der Strafe. Die Begehung eines Verbrechens oder Vergehens während der Probezeit führt nur zum Widerruf des Strafaufschubs, wenn die Bewährungsaussichten wegen der neuen Straffälligkeit negativ eingeschätzt werden müssen (BGE 134 IV 140 E. 4.3 S. 143). Die Vorinstanz legt eingehend dar, warum nicht davon auszugehen ist, dass der Vollzug der dreimonatigen Freiheitsstrafe ausreicht, um den Beschwerdeführer von der Begehung weiterer Delikte abzuhalten. Insbesondere verweist sie auf die einschlägigen Vorstrafen, welche praktisch alle widerrufen werden mussten. Obwohl der Beschwerdeführer bereits 24 Tage in Untersuchungshaft verbracht habe, sei er während der Probezeit erneut straffällig geworden. Dies zeige, dass er sich auch von einer Freiheitsstrafe nicht habe beeindrucken lassen. Wie die Verurteilung wegen Fahrens ohne Führerausweis zeige, hätten auch die bisherigen Administrativverfahren keine Wirkung gezeigt. Es sei folglich nicht davon auszugehen, dass ihm der Vollzug einer dreimonatigen Freiheitsstrafe eine genügende Lehre sein werde. Auf diese zutreffenden Erwägungen kann verwiesen werden. Mit der ungünstigen Legalprognose setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Gemäss seiner Argumentation wäre einzig der Normalvollzug geeignet, ihn vom Begehen weiterer Straftaten abzuhalten. Da die Frage der Vollzugsform jedoch nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist, erübrigen sich weitere Ausführungen dazu. Seine Einwände lassen den Entscheid der Vorinstanz nicht als bundesrechtswidrig erscheinen. Der Widerruf ist nicht zu beanstanden.