Citation: 8C_81/2007 19.02.2008 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht hat in eingehender Würdigung der medizinischen und lärmtechnischen Unterlagen eine ausschliessliche oder vorwiegende Verursachung des Gehörschadens durch die Arbeit bei der Bahn X.________ verneint. Der Versicherte habe während dieser Zeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht in stark lärmbelastender Umgebung gearbeitet, wie Dr. med. J.________ gemeint habe. Dr. med. M.________ spreche lediglich von der Möglichkeit einer chronischen Berufslärmschwerhörigkeit, während Dr. med. G.________ eine solche mit überzeugender Begründung verneine. Von ergänzenden Abklärungen sah die Vorinstanz ab, da die Akten mit Blick auf die streitigen Belange ein schlüssige Bild vermitteln würden. 4.2 Der Beschwerdeführer rügt im Wesentlichen, die Vorinstanz habe zu Unrecht in antizipierter Beweiswürdigung auf die Abnahme weiterer Beweismittel verzichtet und damit seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Soweit er geltend macht, entgegen der Annahme des kantonalen Gerichts sei er nicht überwiegend im schallisolierten Wageninnern tätig gewesen, sondern habe während mindestens sechs Jahren im Bahnhof aussen an den Wagen bei entsprechendem Lärmpegel gearbeitet, vermag er damit keine unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsabklärung zu begründen. Wie den Erwägungen des vorinstanzlichen Entscheids zu entnehmen ist, wurde durchaus mitberücksichtigt, dass der Versicherte zwischenzeitlich auch im Gleisfeld arbeitete. Dies ergab sich insbesondere aus den Aussagen des Versicherten und des Personalleiters Service am Zug gemäss Besprechungsprotokoll vom 13. und 14. Oktober 2005. In der durchschnittlichen Lärmbelastung eines Wagenreinigers von 80 dB wurden gemäss Lärmtabelle "Konzessionierte Eisenbahnen" Belastungen bei Arbeiten im Gleisfeld mit Zugsverkehr berücksichtigt. Es kann daher nicht gesagt werden, die Lärmtabelle enthalte keine Position, welche der effektiven Tätigkeit bei der Bahn X.________ entsprechen würde. Gestützt darauf kann geschlossen werden, dass bei den Verrichtungen des Versicherten die gehörgefährdenden Grenzwerte nicht erreicht wurden. Etwas anderes wird auch in der Beschwerdeschrift nicht behauptet. Vielmehr wird lediglich pauschal eine höhere Lärmbelastung geltend gemacht. Die Feststellung der Vorinstanz, der Versicherte habe nicht in stark lärmbelasteter Umgebung gearbeitet, ist weder aktenwidrig noch beruht sie auf einem unzureichend abgeklärten Sachverhalt. Der Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör durch das Unterbleiben weiterer Abklärungen ist daher nicht verletzt worden. Dr. med. G.________ lagen bei seiner Beurteilung die Angaben über die konkrete Lärmbelastung im beruflichen Umfeld vor, während Dr. med. J.________ davon keine Kenntnis hatte. Der behandelnde Arzt ging von der unzutreffenden Annahme von Arbeiten im Gleisbau aus. Gleismonteure sind gemäss Lärmtabelle "Konzessionierte Eisenbahnen" einer durchschnittlichen Belastung von 95 dB ausgesetzt. Insofern besteht auch kein unlösbarer Widerspruch zwischen den Beurteilungen der beiden Fachärzte. Fehlt es somit am Nachweis einer mehr als 50%igen (Art. 9 Abs. 1 UVG), geschweige denn mindestens 75%igen (Art. 9 Abs. 2 UVG) beruflichen Einwirkung, erweist sich der angefochtene Entscheid als rechtens.