Citation: 6B_1464/2019 E. 2.4

2.4. Für das Bundesgericht verbindlich und gutachterlich steht fest, dass der Beschwerdeführer dem Opfer ausser Kontrolle 38 Stich- und Schnittverletzungen zufügte, davon drei an der Leber und eine am Hals, nahe der arteria carotis interna. Aufgrund seines relevanten Blutverlusts befand sich das Opfer in einem lebensgefährlichen Zustand und wäre ohne sofortige notärztliche Versorgung verstorben. Die Vorinstanz begründet überzeugend, dass das Risiko des Todeseintritts bei den unzähligen, wahllos verteilten sowie unkontrolliert ausgeführten Messerstichen insbesondere in Brust und Bauch als hoch einzustufen ist und der Beschwerdeführer nicht darauf vertrauen konnte, dass sich dieses nicht verwirklichen werde. Weiter stellt sie mehrfach fest und der Beschwerdeführer beanstandet nicht, dass er gar weiter auf das Opfer eingestochen hätte, wenn er nicht von Passanten davon abgehalten worden wäre. Davon unbesehen, dass sich der Beschwerdeführer mit diesen und den bereits wiedergegebenen vorinstanzlichen Erwägungen zum Schuldspruch wegen versuchter vorsätzlicher Tötung (vgl. E. 2.2 hiervor) nicht auseinandersetzt, erweist sich seine Rüge als unbegründet. Unter den genannten Umständen kann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht ernsthaft vorgebracht werden, dass seine Tat bloss als schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB zu qualifizieren sei. Ebenso wenig bestand für die Vorinstanz begründeter Anlass, den Beschwerdeführer wegen des privilegierten Tatbestands des Totschlags nach Art. 113 StGB zu bestrafen. Seine Behauptungen einer belastenden Beziehung und einer heftigen Gemütsbewegung belegt er nicht und diese wären ohnehin nicht geeignet, eine Rechtsverletzung darzutun. Denn selbst wenn sich der Beschwerdeführer in einem solchen Zustand befunden hätte, könnte er sich nicht darauf berufen. Ein entsprechender Zustand müsste entschuldbar sein. Schon die erste Instanz legte dar, weshalb sich der Beschwerdeführer die Beziehungsprobleme selbst zuzuschreiben hatte (vgl. kant. Akten, act. 031). Da auch die Vorinstanz nachvollziehbar erkennt, der Beschwerdeführer habe seine Gefühlslage durch sein kontrollierendes und eifersüchtiges Verhalten selbst verursacht (vgl. E. 2.2 hiervor sowie E. 3.2 hiernach) und ferner auch er vor Bundesgericht vorbringt, er habe die Ablehnung durch seine Ehefrau provoziert, wäre sein Zustand nicht entschuldbar (vgl. zur Entschuldbarkeit beim Totschlag BGE 119 IV 202 E. 2a und b S. 203 ff.). Somit verstösst die vorinstanzliche rechtliche Würdigung der Tat des Beschwerdeführers vom 12. November 2015 als versuchte vorsätzliche Tötung nicht gegen Bundesrecht.