Citation: 8C_224/2019 E. 4.4

4.4. Rechtsprechungsgemäss sind bei der Invaliditätsbemessung die beiden Vergleichseinkommen so konkret wie möglich zu bestimmen (vgl. etwa Urteil 8C_53/2019 vom 9. Mai 2019 E. 5.3). Dabei gilt auch bezüglich der Frage, was für eine Tätigkeit eine versicherte Person ohne den Unfall ausgeübt hätte, der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. Urteil 8C_612/2014 vom 28. April 2015 E. 4.2.2.1). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429 mit diversen Hinweisen). Der Beschwerdeführer macht geltend, er hätte ohne gesundheitliche Beeinträchtigung an einer öffentlichen Primarschule im Kanton Zürich unterrichtet. Die Vorinstanz lehnte jedoch eine Bemessung des Valideneinkommens gestützt auf die konkreten Angaben des Personalamts des Kantons Zürich ab, da eine entsprechende Validenkarriere nicht feststehe, und zog die Zahlen der LSE bei. Entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen ist jedoch für ein Abstellen auf die konkreten Zahlen nicht nötig, dass eine entsprechende Validenkarriere feststeht; vielmehr genügt es, dass sie von allen möglichen hypothetischen Karrieren als die wahrscheinlichste erscheint. Dies trifft auf die vom Versicherten geltend gemachte mögliche Anstellung an einer Primarschule im Kanton Zürich zu. Es sind keine überzeugende Gründe ersichtlich, weshalb der im Kanton Zürich wohnhafte Versicherte ohne Unfall einen tieferen Lohn bei einer Anstellung an Privatschulen oder öffentlichen Schulen anderer Kantone hätte akzeptieren sollen. Somit ist für die Bemessung des Valideneinkommens von den konkreten Angaben des Personalamts des Kantons Zürich auszugehen. Gemäss diesen hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2012 einen Verdienst von Fr. 96'672.- erzielt.