Citation: 4A_307/2020 E. 7.4.3

7.4.3. Die vorinstanzliche Auslegung, wonach es sich nicht um Teilzahlungen handle, verletzt kein Bundesrecht. Die Vorinstanz erwog zu Recht, aus dem Zahlungsplan ergebe sich zwar eine Verknüpfung von Zahlungen und Baufortschritt, nicht aber, dass es sich bei den einzelnen Meilensteinen um einzelne Teilwerke handle, für die eine Teilpauschale vereinbart worden wäre. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht geltend macht, kann eine Teilzahlung nur dann vorliegen, wenn klar ist, dass die entsprechende Zahlung effektiv dem Wert des bisher Geleisteten entspricht. Hinsichtlich des Wortlautes wird zwar in Ziffer 2.7 des Werkvertrags einmal von " vereinbarten Teil- bzw. Akontozahlungen " gesprochen. Im Zahlungsplan wird aber ausschliesslich der Begriff " Akontozahlungen " verwendet. Hätten die C.________ AG und die Beschwerdegegnerin eine Mischform zwischen Teil- und Akontozahlungen festlegen wollen, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, wäre zu erwarten, dass die Vertragsparteien dies eindeutig und ausdrücklich festlegen. Weiter zeigt die Beschwerdeführerin auch nicht hinreichend auf, dass die Vertragsparteien die Meilensteine im Zahlungsplan " für ihre Zwecke im gesamten Kontext genügend umschrieben " hätten, wenn sie pauschal auf Baubeschriebe und ein Bauprogramm verweist, das Bestandteil des Werkvertrags gebildet habe. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die G.________ GmbH die Zahlungsgesuche zu prüfen und mit einer Empfehlung an die Beschwerdegegnerin weiterzuleiten hatte. Eine solche Prüfung ändert jedenfalls nichts daran, dass die Meilensteine im Zahlungsplan bloss rudimentär umschrieben sind. Die Beschwerdeführerin legt denn auch nicht dar, inwiefern die G.________ GmbH anhand der Meilensteine im Zahlungsplan und der (primär mittels Fotografien erfolgten) Prüfung hätte sicherstellen sollen, dass die Zahlungen dem Wert des bisher Geleisteten entsprochen hätten.