Citation: 6B_75/2014 E. 2.5.4

2.5.4. Unzutreffend ist, dem Beschwerdeführer sei als Privatkläger die unentgeltliche Rechtspflege bereits im erstinstanzlichen Verfahren gewährt worden. Die Vorinstanz weist zu Recht darauf hin, dass Rechtsanwalt C.________ ausschliesslich als amtlicher Verteidiger ernannt wurde und der Vertreter des Beschwerdeführers auch nur dieses amtliche Mandat übernommen hat. Die insoweit eindeutige Verfügung des a. o. Gerichtspräsidenten blieb durch den stets anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer unangefochten. Auf die erstmals vor Bundesgericht erhobene Rüge, sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege sei formell nicht behandelt worden, ist mangels Erschöpfung des Rechtswegs nicht einzutreten. Nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz - wie gesetzlich ausdrücklich vorgesehen (vgl. Art. 427 Abs. 1 StPO, Art. 432 Abs. 1 StPO) - zwischen den Anwaltskosten im Strafpunkt und im Zivilpunkt unterscheidet, auch wenn eine exakte Abgrenzung sich als schwierig erweisen kann (vgl. BGE 139 IV 102 E. 4.4 f.). Wird die Zivilklage auf den Zivilweg verwiesen, kann die Privatklägerschaft im Adhäsionsverfahren nicht als obsiegende Partei im Sinne von Art. 432 Abs. 1 StPO gelten. Ausschliesslich mit der Zivilklage zusammenhängende Anwaltskosten oder anderweitige Auslagen, die einzig den Zivilpunkt betreffen, sind im Falle der Verweisung der Zivilklage auf den Zivilweg daher nicht im Strafverfahren zu entschädigen. Die Privatklägerschaft muss ihre diesbezüglichen Aufwendungen mit der Zivilforderung geltend machen (vgl. BGE 139 IV 102 E. 4.4 f.; Mizel/Rétornaz, a.a.O., N. 2 zu Art. 433 StPO; Schmid, Handbuch, a.a.O., N. 1830 S. 841). Ob und inwieweit eine solche Differenzierung bei einem Beschuldigten, der im Strafverfahren gleichzeitig Geschädigter ist und sich als Privatkläger konstituiert, sinnvoll und möglich ist, kann vorliegend offenbleiben. Zum einen hat der Beschwerdeführer den Umfang des Zeitaufwandes, den die Vorinstanz als Aufwendungen der Privatklägerschaft veranschlagt, nicht beanstandet; zum anderen muss die Vorinstanz über den Genugtuungsanspruch des insoweit im Sinne von Art. 428 Abs. 1 StPO i.V.m. Art 433 Abs. 2 StPO obsiegenden Beschwerdeführers und damit auch über die Entschädigungsfolgen neu entscheiden. Inwieweit er hinsichtlich der nicht angefochtenen Verweisung seines Schadenersatzanspruchs kosten- und entschädigungspflichtig ist, bildet nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.