Citation: 6B_430/2012 E. 3.4.3

3.4.3. Die Vorinstanz erwägt unter Hinweis auf eine Meinungsäusserung in der Lehre ( NIKLAUS SCHMID, a.a.O., Art. 70-72 StGB N. 60), dass "die Abschöpfung von Erträgen aus deliktischen Vermögenswerten auf jene zu beschränken (ist), welche die Einziehungsbetroffenen mit dem Delikt bzw. Zufluss der deliktischen Vermögenswerte konkret anstrebten". Die Vorinstanz hält fest, von einer derartigen konkreten Absicht sei bei den Dritteinziehungsbetroffenen, d.h. bei den Beschwerdegegnern V.________, W.________, Y.________ und Z.________, jedoch nicht auszugehen, nachdem deren Gutgläubigkeit ausser Frage stehe (Urteil S. 114). Mit diesem Argument kann der gänzliche Verzicht auf Einziehung des durch den (Rück-) Verkauf der Aktien erzielten Gewinns nicht begründet werden. Die Gewinne, welche die Beschwerdegegner ohne eigenes Zutun durch den (Rück-) Verkauf der Aktien erzielten, stehen in einem engen Zusammenhang mit der Straftat des Beschwerdegegners X.________ (siehe E. 3.2 hievor). Kursgewinne sind, wie Dividenden, mit Aktien typischerweise verbunden. Sie unterliegen daher der Einziehung unabhängig davon, mit welcher Absicht der Einziehungsbetroffene die Aktien erwarb. Im Übrigen ist offensichtlich, dass die Beschwerdegegner die B.________ AG-Aktien in der Hoffnung auf eine Wertsteigerung erwarben, die sie bei Gelegenheit realisieren konnten.