Citation: 5P.250/2006 21.12.2006 E. 1

Das Obergericht ist davon ausgegangen, dass in Scheidungssachen die Verfahrens- und Parteikosten des Appellationsverfahrens nach Massgabe von Obsiegen und Unterliegen und damit gestützt auf § 112 Abs. 1 der Aargauer Zivilprozessordnung (ZPO) zu verlegen seien. Alsdann hat es festgehalten, dass der Beschwerdeführer mit seiner Appellation vollständig unterlegen sei, während die Beschwerdegegnerin bezüglich der ihr persönlich zugesprochenen Unterhaltsbeiträge teilweise und bezüglich der Kinderunterhaltsbeiträge vollständig obsiegt habe. Es rechtfertige sich unter diesen Umständen, die zweitinstanzlichen Verfahrenskosten zu drei Vierteln dem Beschwerdeführer und zu einem Viertel der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, wobei sie zufolge der den beiden gewährten unentgeltlichen Rechtspflege unter Vorbehalt der Rückforderung allerdings in diesem Sinne einstweilen vorzumerken seien, und den Beschwerdeführer zu verpflichten, der Beschwerdegegnerin die Hälfte ihrer zweitinstanzlichen Parteikosten zu zahlen.