Citation: 1C_56/2023 E. 5.4.4

5.4.4. Auch die von den Beschwerdeführenden monierte Unterschreitung des Gebäude- bzw. Brandschutzabstands ist darauf zurückzuführen, dass der Ersatzbau an gleicher Stelle wie das abgebrannte Wohnhaus errichtet werden soll. Die regionale Feuerschau hat sich mit dem Thema Brandschutz auseinandergesetzt; deren Entscheid vom 14. Juli 2020 bildet integrierenden Bestandteil der Baubewilligung. In diesem wurde angeordnet, aufgrund der unterschrittenen Schutzabstände müsse die Aussenwandkonstruktion zum Gebäude der Beschwerdeführenden 1 hin gemäss Variante F des Anhangs zu Ziff. 2.4 der Brandschutzrichtlinie 15-15 der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen erstellt werden. Dachgesimse und Untersichten in diesem Bereich seien zudem "feuerwiderstandsfähig EI30 aus Baustoffen der RF1" auszuführen. Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, beschreibt die erwähnte Variante F gemäss der - frei im Internet zugänglichen und von den Beschwerdeführenden selbst auszugsweise im kantonalen Beschwerdeverfahren eingereichten - Brandschutzrichtlinie 15-15 eine Ersatzmassnahme, die sich bei einem Gebäudeabstand von unter 2 m eignet und einseitig, d.h. vorliegend nur beim Ersatzbau, vorzunehmen ist. Diese Ersatzmassnahme wurde von einer kantonalen Fachbehörde angeordnet und damit zugleich für ausreichend befunden. Zwar haben die Beschwerdeführenden im vorinstanzlichen Verfahren tatsächlich ein Brandschutzgutachten beantragt. Sie begründeten diesen Antrag jedoch im Wesentlichen mit dem Argument, die Unterschreitung eines Gebäudeabstands von 4 m ohne beidseitige bauliche Massnahmen sei gemäss den Brandschutzvorschriften in jedem Fall unzulässig. Dies trifft nach dem Dargelegten aber nicht zu, weshalb die Vorinstanz in willkürfreier antizipierter Beweiswürdigung auf die Einholung eines Gutachtens verzichten durfte (vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3 mit Hinweis). Andere Gründe, weshalb ein Brandschutzgutachten hätte eingeholt werden müssen bzw. auf die Meinung der Fachbehörde nicht abgestellt werden kann, tragen die Beschwerdeführenden nämlich nicht vor. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, weshalb die Vorinstanz zusätzliche Abklärungen zum Brandschutz hätte tätigen müssen. Ihr ist weder eine Gehörsverletzung noch eine unvollständige Sachverhaltsabklärung anzulasten. Zudem durfte sie die Unterschreitung des Gebäudeabstands mangels entgegenstehender überwiegender Interessen willkürfrei in Anwendung des Wiederaufbaurechts bewilligen.