Citation: 5A_436/2016 E. 3.2

3.2. In BGE 135 III 378 wurden die massgebenden Rechtsgrundsätze dargelegt, die sich wie folgt zusammenfassen lassen: Die Feststellungsklage ist zulässig, wenn die klagende Partei ein Interesse an der sofortigen Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens eines Rechtsverhältnisses hat. Das Feststellungsinteresse kann tatsächlicher oder rechtlicher Art, muss jedoch erheblich sein. Ein schutzwürdiges Interesse an der Feststellungsklage besteht grundsätzlich, wenn die Ungewissheit der Rechtsbeziehungen zwischen den Parteien durch die gerichtliche Feststellung behoben werden kann und die Fortdauer der Ungewissheit der klagenden Partei nicht zumutbar ist. Das Interesse fehlt, wenn eine Leistungs-, Gestaltungs- oder Unterlassungsklage zur Verfügung steht. Eine Streitsache muss dem Gericht grundsätzlich in ihrer Gesamtheit auf dem dafür vorgesehenen Rechtsweg unterbreitet werden. Es steht keinesfalls im Belieben des Gläubigers, der über eine Leistungsklage verfügt, dem Gericht einzelne Rechtsfragen auf dem Weg der Feststellungsklage zu unterbreiten, wie wenn er ein Rechtsgutachten einholte (E. 2.2 S. 379 ff.).