Citation: 5A_880/2020 E. 2.3.1

2.3.1. Er führt aus, dass die Erwägungen der Vorinstanz, wonach für jede spätere Anpassung immer das gleiche Verfahren wie für die erstmalige Festlegung massgebend sei, vom Gesetzgeber definitiv nicht beabsichtigt gewesen sei. Vielmehr habe dieser für alle selbständigen (= ausserhalb eines eherechtlichen Verfahrens) erhobenen Klagen des Kindes aus sozialen Überlegungen pauschal die Verfahrensart des vereinfachten Verfahrens für anwendbar erklärt. Er wirft der Vorinstanz sodann vor, sich dem vom Zivilkreisgericht konstruierten, der Scheidungsklage nachgebildeten Abänderungsverfahren bzw. "Analogverfahren" zu den eherechtlichen Verfahren anzuschliessen. In diesem Verfahren werde dem nicht als Partei beteiligten Kind systemwidrig Parteistellung eingeräumt. Diese richterliche Lückenfüllung sei nicht nur unzulässig, sondern auch unnötig, da die Zivilprozessordnung ausdrücklich die selbständige Klage des Kindes vorsehe. Eine von der Judikatur kreierte zusätzliche analoge Verfahrensart anzuerkennen und sogar als einzig massgeblich zu deklarieren, verletze das Prinzip der Gewaltentrennung. Das Gesetz sieht ausdrücklich vor, dass für die Abänderung von in einem Scheidungsurteil festgesetzten Kindesunterhaltsbeiträgen das Abänderungsverfahren gilt (vgl. vorne E. 2.1). Soweit der Beschwerdeführer die Auffassung vertritt, dem ehelichen Kind stehe diese Möglichkeit zur Abänderung seines Unterhaltsbeitrags nicht zur Verfügung, entbehren seine Ausführungen jeglicher Grundlage. Der Vorwurf der richterlichen Lückenfüllung durch die Vorinstanz sowie der Verletzung des Prinzips der Gewaltentrennung ist verfehlt.