Citation: 1B_60/2009 01.04.2009 E. 3

3.1 Des Weitern bestreitet der Beschwerdeführer das Vorliegen von Kollusionsgefahr. Er ist sodann der Auffassung, dass mit einer Pass- und Schriftensperre sowie einer Kontaktsperre oder mit einer Meldepflicht einer allfälligen Kollusionsgefahr wirksam begegnet werden könnte. 3.2 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Verhältnismässigkeit der Einschränkung der persönlichen Freiheit durch strafprozessuale Haft (Art. 10 Abs. 2, Art. 31 Abs. 1 BV, Art. 5 Ziff. 1 lit. c EMRK) genügt die theoretische Möglichkeit, dass der Angeschuldigte in Freiheit kolludieren könnte, nicht, um die Fortsetzung der strafprozessualen Haft zu rechtfertigen. Es müssen vielmehr konkrete Indizien für die Annahme von Verdunkelungsgefahr sprechen (BGE 132 I 21 E. 3.2 S. 23). Dazu gehören namentlich das bisherige Verhalten des Angeschuldigten im Strafprozess, seine persönlichen Merkmale, seine Stellung und seine Tatbeiträge im Rahmen des untersuchten Sachverhalts sowie seine Beziehungen zu den ihn belastenden Personen (BGE 132 I 21 E. 3.2.1 S. 23). 3.3 In der Haftverfügung wird die Kollusionsgefahr folgendermassen begründet: Der Beschwerdeführer (Angeklagte) sei weitgehend ungeständig. Er werde sich zusammen mit dem Mitangeklagten A.________ vor dem Geschworenengericht verantworten müssen. Dieses Verfahren werde nach dem Unmittelbarkeitsprinzip durchgeführt. Die im Untersuchungsverfahren einvernommenen Zeugen und Auskunftspersonen müssten nochmals befragt werden. Vor diesem Hintergrund sei zu befürchten, dass der Beschwerdeführer im Falle einer Haftentlassung versucht sein könnte, auf die bereits einvernommenen Personen, insbesondere die Belastungszeugen, einzuwirken. 3.4 Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was eine Kollusionsgefahr ausschliessen könnte. Selbst wenn der Mitangeklagte A.________ "faktisch gleichlautende Aussagen" gemacht haben sollte, wie der Beschwerdeführer behauptet, so ist eine Beeinflussung keineswegs auszuschliessen, sei dies mit Blick auf einen eventuellen Widerruf bereits erfolgter Aussagen, sei dies mit Blick auf den unmittelbaren Prozess vor dem Geschworenengericht, bei dem eine nochmalige Einvernahme bevorsteht. Bezüglich der weiteren Zeugen beschränkt sich der Beschwerdeführer auf die blosse Behauptung, es liege aus seiner Sicht keine Kollusionsgefahr vor. In diesem Punkt ist die Beschwerde rechtsungenüglich begründet (vgl. E. 1 hiervor). Auch ist nicht ersichtlich, inwiefern die beantragten Ersatzmassnahmen (Pass- und Schriftensperre, Kontaktsperre, Meldepflicht) in diesem Zusammenhang von Bedeutung sein könnten. In Anbetracht der Verfassungsmässigkeit der Fortdauer der Haft wegen Kollusionsgefahr kann, gleich wie in der angefochtenen Haftverfügung, offen bleiben, ob zusätzlich der Haftgrund der Fluchtgefahr gegeben wäre (vgl. dazu aber das in der Sache bereits ergangene Urteil des Bundesgerichts 1B_96/2008 vom 6. Mai 2008 E. 4).