Citation: 2C_248/2019 E. 2.4.1

2.4.1. Insbesondere ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz (wie in der Beschwerde behauptet wird) im Wesentlichen nur auf den Stand der Integration während der ehelichen Gemeinschaft oder unmittelbar nach deren Auflösung abgestellt hätte. Wie die Beschwerdeführerin selbst zugesteht, hat nämlich die Vorinstanz als Beleg für die genannten Feststellungen namentlich ein Schreiben der Sozialen Dienste V.________ vom 12. November 2015 herangezogen. Zwar macht die Beschwerdeführerin geltend, die Vorinstanz habe übergangen, dass zwischen der Abfassung des genannten Schreibens und dem Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Urteils eine Vertiefung der Integration erfolgt sei. Hinsichtlich allfälliger Integrationsbemühungen und -fortschritte in diesem Zeitraum ist der Beschwerdeführerin allerdings entgegenzuhalten, dass sie ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen ist: Auch wenn die Behörden den Sachverhalt von Amtes wegen möglichst zuverlässig abklären müssen, wird der Untersuchungsgrundsatz durch die Mitwirkungspflicht der Parteien relativiert (vgl. Art. 90 AIG). Diese Pflicht kommt naturgemäss bei Tatsachen zum Tragen, die eine Partei besser kennt als die Behörden und die ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vertretbarem Aufwand erhoben werden können (BGE 138 II 465 E. 8.6.4 S. 496 f.). Zu solchen Tatsachen zählen vorliegend namentlich Umstände, welche für eine Vertiefung der Integration der Beschwerdeführerin seit dem 12. November 2015 sprechen. Es ist nicht ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren in substantiierter Weise entsprechende Umstände geltend gemacht und damit insofern ihre Mitwirkungspflicht erfüllt hätte. Es ist im Übrigen auch nicht erkennbar, dass die Vorinstanz Beweismittel, welche nach dem Schreiben der Sozialen Dienste V.________ vom 12. November 2015 entstanden sind, in Bezug auf die Frage nach dem Stand der Integration offensichtlich unrichtig gewürdigt bzw. ausser Acht gelassen hat.