Citation: 5A_400/2023 E. 4.1

4.1. Das Obergericht erklärt, dass sich an der vom Bezirksgericht dargelegten Notwendigkeit der Androhung einer Ungehorsamsstrafe nichts geändert habe, wie der Streit um die Ausdehnung des Besuchsrechts auf Übernachtungen im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen und der darauf folgende Stillstand im Verlauf dieses Verfahrens zeigen würden. Dass die Strafanzeige nie zur Anwendung gekommen sei, weil die Regelung immer eingehalten wurde, spreche zumindest nicht gegen, sondern indirekt für ihre Wirksamkeit. Dass sie nur gegenüber der Beschwerdeführerin ausgesprochen wurde, sei sodann keine Schuldzuweisung, sondern spiegle die mit der Obhutszuteilung verbundene ungleiche Situation der Parteien in Bezug auf den Kontakt zum Kind und die daraus fliessenden unterschiedlichen Rechte und Pflichten. Dem angefochtenen Entscheid ist zu entnehmen, dass selbst die Kindesvertreterin eine Strafandrohung für notwendig hält, ungeachtet der Bedenken wegen der damit verbundenen Belastung für D.B.________. Im Übrigen dürften sich diese Bedenken vor allem auf den jetzt umstrittenen zukünftigen Ausbau der Kontakte beziehen, was D.B.________ mitbekomme und was sie belaste. Diesen Bedenken sei indes nicht mit einem gänzlichen Verzicht auf den Ausbau, sondern mit einer grosszügigen Ausgestaltung dieser Erweiterung des Umgangsrechts Rechnung zu tragen.