Citation: 5P.454/1999 07.02.2000 E. 5

5.-Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin als willkürlich, dass ihr im angefochtenen Entscheid ein hypothetisches Einkommen von Fr. 2'175. -- pro Monat angerechnet werde. Im angefochtenen Urteil wird in diesem Zusammenhang ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin ab März 1998 eine Erwerbstätigkeit im Umfang von 20% ausgeübt und diese ab Januar 1999 auf zirka 50% gesteigert habe. Einer jungen Frau ohne Betreuungspflichten könne nach einer gewissen Übergangszeit eine volle Erwerbstätigkeit zugemutet werden. Mit der Bezahlung einer monatlichen Rente von Fr. 500. -- und Übernahme der Krankenkassenprämien bis Ende Oktober 1998 habe der Beschwerdegegner ihren Anspruch ungefähr abgedeckt, der ihr bei einer halben Beschäftigung zugestanden wäre. Nach Aufgabe des Getrenntlebens hätte sie Zeit gehabt, ihre Sprachkenntnisse und damit ihre Arbeitsmarktchancen zu verbessern. Ab November 1998 sei ihr deshalb eine mindestens 80%-ige Erwerbstätigkeit zuzumuten gewesen, zumal sie nicht dargetan habe, dass eine Beschäftigung in diesem Umfang zu finden unmöglich sei; sie habe weder eine Bestätigung ihres Arbeitgebers, dass eine Erhöhung des Beschäftigungsgrades nicht möglich sei, noch Unterlagen über Bemühungen um anderweitige Beschäftigung beigebracht. Bei einem Nettoeinkommen von Fr. 2'500. -- bei voller Beschäftigung sei deshalb von einem zumutbaren Einkommen von gerundet Fr. 2'175. -- auszugehen. Auch in diesem Zusammenhang setzt sich die Beschwerdeführerin nicht mit der Begründung des Obergerichtes auseinander. Insbesondere bestreitet sie die Darstellung des Obergerichts nicht, dass sie keine Bestätigung des Arbeitgebers bzw. Unterlagen über anderweitige gescheiterte Bemühungen beigebracht habe. Sie behauptet nicht einmal, dass sie ihre Erwerbstätigkeit beim derzeitigen Arbeitgeber nicht steigern könnte. Vielmehr beschränkt sie sich darauf vorzubringen, dass sie ihre Erwerbstätigkeit bereits ausgedehnt habe und seit Januar 1999 monatlich Fr. 1'173. 45 verdiene. Bei der Arbeitsuche habe sie es schwer, weil sie aus einem fremden Kulturkreis stamme, der Sprache nicht kundig sei und keinen Beruf erlernt habe. Es wäre deshalb Sache ihres Ehemannes gewesen, ihr entsprechende Stellen zu vermitteln. Mit diesen appellatorischen Beanstandungen wird nicht dargetan, weshalb der angefochtene Entscheid völlig unhaltbar und damit willkürlich sein soll, so dass auch insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).