Citation: 1C_628/2020 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erwog, der Regierungsrat habe die Bauberechtigung der Beschwerdegegner zu Recht nicht geprüft. Gemäss § 77 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Schwyz vom 14. Mai 1987 (PBG; SRSZ 400.100) werde im öffentlich-rechtlichen Baubewilligungsverfahren kein Nachweis der zivilrechtlichen Bauberechtigung verlangt, über die im Streitfall die Zivilgerichte zu entscheiden hätten. Soweit Art. 120 Abs. 4 des Baureglements des Bezirks Küssnacht vom 1. November 2006 für das Baugesuch eine Unterschrift des Grundeigentümers verlange, handle es sich um eine Ordnungsvorschrift. Die Trennung zwischen dem öffentlich-rechtlichen Baubewilligungsverfahren und der Geltendmachung zivilrechtlicher Ansprüche sei mit der Teilrevision der Justizgesetzgebung vom 25. Oktober 2017 noch verdeutlicht worden, indem die während des Auflageverfahrens zu erhebende privatrechtliche Baueinsprache entfallen sei und zivilrechtliche Ansprüche des Grundeigentümers oder von Dritten losgelöst vom öffentlich-rechtlichen Baubewilligungsverfahren auf dem Zivilrechtsweg geltend zu machen seien. Gemäss § 80 Abs. 3 PBG sei das Einspracheverfahren, mithin das öffentlich-rechtliche Baubewilligungsverfahren, unabhängig von einem allfälligen Zivilprozess und ohne Verzug zu Ende zu führen.