Citation: C 115/01 13.05.2002 E. 4

4.- Aufgrund der Akten und der nicht von vornherein als unglaubwürdig erscheinenden Darlegungen in den Beschwerdeschriften lässt sich ein Verschulden der Versicherten im Zusammenhang mit Bewerbung und Nichtzustandekommen der Anstellung nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit annehmen. Den verschiedenen Schilderungen zu entnehmen ist, dass die Arbeitgeberin nach dem Vorstellungsgespräch offenbar grosses Interesse an einer Anstellung gehabt hat, dass ein Arbeitsvertrag jedoch wegen des Scheiterns des Schnuppertages nicht zustande gekommen ist. Diesbezüglich kann in Anbetracht der Aussagen der Beschwerdeführerin nicht einfach - wie in der Verfügung vom 17. Januar 2000 gemacht - gesagt werden, die Versicherte hätte ausreichend Zeit gehabt, die Betreuung der Kinder zu regeln. Auch genügt es für die Annahme eines Verschuldens nicht, die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie habe absagen müssen, weil die von ihr organisierte Betreuungsperson ihrerseits abgesagt habe, als nicht sehr glaubwürdig zu qualifizieren. Die Beschwerdeführerin hat zudem gemäss eigenen Aussagen Alternativen angeboten, dies nicht nur für ein Wochenende, sondern auch für einen andern Werktag. Wohl ist der Vorinstanz darin zuzustimmen, dass die Beschwerdeführerin bereits bei der Anmeldung zur Arbeitsvermittlung und auch am Vorstellungsgespräch gesagt habe, für sie komme nur Nachtschicht ab 17.00 Uhr in Frage. Gerade bei der zur Diskussion stehenden Stelle wäre dies aber kein Problem gewesen, werden doch von den Nachtwachen nur zwei Tage Tagesdienst pro Jahr verlangt, was - wie die Beschwerdeführerin bestätigte - mit Vorankündigung kein Problem gewesen wäre. Die Bemerkung bezüglich offener Fragen in der Stellungnahme vom 24. November 1999 schliesslich, aus welcher die Vorinstanz die Vermutung ableitet, die Beschwerdeführerin sei wegen der vereinzelten Tagesdienste nicht bereit gewesen, die zugewiesene Stelle anzunehmen, bezog sich im Kontext nicht auf die Annahme der Stelle an sich, sondern nur auf die Reaktion auf die Absage des Schnuppertages, wonach die Versicherte entweder zu kommen habe oder es nichts anderes gebe. Unter diesen Umständen kann nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit von einem für die Nichtanstellung kausalen und schuldhaften Verhalten der Beschwerdeführerin ausgegangen werden. Weitere Beweiserhebungen zu diesem Punkt scheiden in Anbetracht der Art der streitigen Frage und des Zeitablaufs aus. Der Tatbestand der Nichtannahme einer zugewiesenen zumutbaren Arbeit ist daher nicht erfüllt.