Citation: 1P.215/2004 26.05.2004 E. 3

Zur Hauptsache rügt der Beschwerdeführer eine willkürliche Beweiswürdigung sowie eine Verletzung der Unschuldsvermutung. 3.1 Das Bundesgericht greift auf staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung von Art. 9 BV hin nur ein, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offenkundigen Versehen beruht oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 124 I 208 E. 4a S. 211, 125 I 127 E. 6c/cc S. 135, je mit Hinweisen). In Bezug auf die Unschuldsvermutung nach Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK und den Grundsatz "in dubio pro reo" hält die Rechtsprechung fest, dass sich der Strafrichter nicht von einem für den Angeklagten ungünstigen Sachverhalt überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Die Maxime ist verletzt, wenn der Strafrichter an der Schuld des Beschuldigten hätte zweifeln müssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver Würdigung des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an dessen Schuld fortbestehen (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41, 124 IV 86 E. 2a S. 88, 120 Ia 31 E. 2c/d S. 37 f.). 3.2 Das Obergericht hat eine sehr eingehende und umfassende Beweiswürdigung vorgenommen. Es ist auf medizinische Ergebnisse, auf die Aussagen der Mutter der Beschwerdegegnerin und weiterer Zeugen eingegangen und hat, ausgehend von der so genannten Aussageanalyse, insbesondere die Aussagen des Opfers unter verschiedensten Aspekten geprüft und dem die Aussagen des Beschwerdeführers gegenübergestellt. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, genügt in weiten Teilen den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht und vermag den Vorwurf der Willkür nicht zu begründen. Er greift vereinzelte Punkte aus den Beweisergebnissen heraus, weist etwa hin auf die Feststellungen des IRM, auf widersprüchliches Aussageverhalten der Beschwerdegegnerin, deren Unglaubwürdigkeit, deren sexuelle Phantasie, deren Rachsucht sowie deren mögliche sexuelle Beziehungen mit Dritten, auf die Stellung seiner Ehefrau und seiner geschiedenen Ehefrau, auf einen Streit mit seiner Ehefrau bezüglich Zurechtrücken einer Bettdecke, auf ein männerfeindliches Klima der Untersuchung, auf suggestive Fragen der polizeilichen Befragung sowie auf ungeklärte Umstände eines ersten und letzten Geschlechtsverkehrs. Er setzt sich indessen mit der Beweiswürdigung und den sorgfältigen Erwägungen des Obergerichts nicht auseinander, übt weitgehend appellatorische Kritik und begnügt sich über weite Teile mit dem Vortragen von Hypothesen, von denkbaren Betrachtungsweisen und von seinen eigenen Beteuerungen. Damit aber vermag er die umfassende Beweiswürdigung nicht ernsthaft in Frage zu stellen und insbesondere weder einen Verstoss gegen das Willkürverbot noch gegen die Unschuldsvermutung zu belegen. Die Beschwerde erweist sich daher in materieller Hinsicht als unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.