Citation: 7B_206/2022 E. 2.3.5

2.3.5. Ebenso wenig willkürlich ist die Feststellung, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 nach dem ersten Geschlechtsverkehr mit dem Verschluss der Atemwege, dem vergeblichen Anruf bei der Polizei und dem gescheiterten Fluchtversuch in einer ausweglosen Situation sah, in welcher sie in eine Art Schockstarre verfiel, widerstandsunfähig war und den Beschwerdeführer "einfach machen liess". Wenn die Vorinstanz für diese zweite Phase davon ausgeht, der Beschwerdeführer habe nach dem Unterbruch des ersten Geschlechtsverkehrs erneut einen Tatwillen zu einer zweiten Vergewaltigung fassen müssen und sich die Situation der Beschwerdegegnerin 2 wissentlich und willentlich zunutze gemacht, so ist dies ebenfalls vertretbar.