Citation: 1C_502/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Die Vorinstanz führt hierzu aus, aus der Arealüberbauungsbewilligung vom 2. November 1993 gehe hervor, dass bei allfälligen Abparzellierungen und späteren Baugesuchen für die Berechnung der Ausnützungsziffer die gesamte Perimeterfläche von 6'233 m2 massgebend bleibe. Dies gelte es auch im Zusammenhang mit dem vorliegend umstrittenen Bauprojekt zu beachten, zumal in Bezug auf die erwähnte Bestimmung der Arealüberbauungsbewilligung nie ein Widerruf erfolgt sei bzw. die Parzelle Nr. 1579 nie formell aus der Arealüberbauung "entlassen" worden sei. Bestehe für das gesamte Areal eine Ausnützungsreserve, komme diese grundsätzlich den einzelnen Grundstücken nach Massgabe ihrer Fläche im Verhältnis zur Fläche des gesamten Areals zugute. Mit Arealüberbauungen werde regelmässig eine punktuelle bauliche Verdichtung in einzelnen Bereichen des Areals zugunsten von Verdünnungen an anderen Orten desselben Areals angestrebt. Die hieraus resultierende arealüberbauungstypische, qualifizierte Überbauungsstruktur sei grundsätzlich auch bei der Ausschöpfung der Ausnützungsreserven zu wahren. Im vorliegenden Fall sei es jedoch angezeigt, von dieser Regel ausnahmsweise abzuweichen, da die bis anhin unüberbaute Parzelle Nr. 1579 der Arealüberbauung nicht als Verdünnung bzw. Ausgleichsfläche diene, sondern gänzlich "aussen vor" gelassen worden sei. Mit dem aktuellen Bauprojekt werde das der Arealüberbauung zugrunde liegende Konzept betreffend Bebauung, Erschliessung, gemeinschaftliche Anlagen, haushälterische Bodennutzung etc. in keiner Art und Weise tangiert. Insofern sei nicht zu beanstanden, wenn die für die Arealüberbauung vorhandene Ausnützungsreserve vorab der Parzelle Nr. 1579 zugeteilt werde. Dies gelte jedenfalls insofern, als die Gesamtausnützung innerhalb des Perimeters nicht überschritten werde (Verbot der mehrfachen Ausnützung einer Parzelle) und die Parzelle auch nach der Regelbauweise entsprechend überbaut werden könnte (ein Ausnützungsbonus für Arealüberbauungen gemäss § 41 Abs. 2 BNO i.V.m. § 39 Abs. 4 lit. c BauV/AG rechtfertige sich für die Parzelle mangels Einbindung ins Gesamtkonzept nicht).