Citation: 7B_672/2024 E. 3.2

3.2. Dem kann nicht gefolgt werden: Mit Eingabe vom 26. Februar 2024 hat der Beschwerdeführer kein förmliches Ausstandsgesuch gestellt, sondern nach der (in diesem Punkt unbestrittenen) Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz lediglich den Leiter des Straf- und Massnahmenvollzugs gefragt: "Sind Sie vorbefasst, voreingenommen und haben deshalb den Fall abzugeben?" Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, kann von einer anwaltlich vertretenen Partei erwartet werden, dass sie, wenn sie den Ausstand der betroffenen Person bewirken will, diesen ausdrücklich beantragt und begründet. Es ist daher von Bundesrechts wegen nicht zu beanstanden, dass der betroffene Leiter des Straf- und Massnahmenvollzugs die Eingabe vom 26. Februar 2024 nicht als Ausstandsgesuch aufgefasst hat. Wenn die Vorinstanz mit Verweis auf Art. 58 Abs. 1 StPO davon ausgeht, dass spätere Ausstandsbegehren verspätet erfolgt seien, ist sie nicht in Willkür verfallen: Gemäss Satz 1 dieser Bestimmung hat eine Partei, die den Ausstand einer in einer Strafbehörde tätigen Person verlangen will, der Verfahrensleitung ohne Verzug ein entsprechendes Gesuch zu stellen, sobald sie vom Ausstandsgrund Kenntnis hat. Da der Beschwerdeführer nicht in Abrede stellt, dass er am 26. Februar 2024 Kenntnis des angeblichen Ausstandsgrundes hatte, erweist sich seine Rüge als unbegründet.