Citation: 2C_782/2018 E. 4.2.3

4.2.3. Die von der Beschwerdeführerin gerügte Feststellung der Vorinstanz, dass ihre Erklärung während der ausländerrechtlichen Verfahren "sehr plakativ" gewesen seien, ist ebenfalls nicht offensichtlich unhaltbar: Die Beschwerdeführerin hat praktisch nur Parteibehauptungen aufgestellt, ohne diese jeweils rechtsgenügend zu belegen; dies obwohl die Eheleute wussten, dass die Behörden das Vorliegen einer Umgehungsehe vermuteten. Es wäre in dieser Situation an ihnen gewesen, möglichst viele Unterlagen und Beweise einzureichen, um die durch die verschiedenen Indizien begründete Annahme zu widerlegen, dass eine Ausländerrechtsehe vorliegt. Weder hat die Beschwerdeführerin sich auf Erklärungen von Freunden, Nachbarn oder Familienangehörigen berufen, noch hat sie eine Erklärung der Trauzeugen ins Recht gelegt bzw. deren Anhörung (über die Botschaft) beantragt oder Telefonrechnungen eingereicht, um zu belegen, dass die ehelichen Beziehungen bisher über die Grenzen hinweg weiter gepflegt worden sind, was deutlich für einen beiderseitigen Ehewillen gesprochen hätte. Zu berücksichtigen ist auch der Umstand, dass die Ehegattin die Verfügung des Amtes für Migration des Kantons Zug allein angefochten hat und ihr Gatte in den Rekurs- und Beschwerdeverfahren nicht als (Mit-) Beschwerdeführer aufgetreten ist und damit dem Ausgang des Verfahrens gegenüber - nachdem festgestellt worden war, dass eine Umgehungsehe vorliege -, eine relativ grosse Gleichgültigkeit an den Tag gelegt hat.