Citation: 6P.114/2004 05.11.2004 E. 6

Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, er habe nicht damit ge-rechnet, dass A.________ beim Raub vom 21. März 1999 mit derartiger Gewalt vorgehen würde, weswegen die Vorinstanz ihm dessen Vorgehensweise zu Unrecht angerechnet habe. Sein eigenes Verhalten sei nicht als besonders gefährlich zu werten. Die Annahme von Mittäterschaft zur qualifizierten Tatbestandsvariante des Raubes nach Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB verletze daher Bundesrecht. 6.1 Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft so genannte innere Tatsachen, ist damit Tatfrage (BGE 130 IV 58 E. 8.5, mit Hinweisen) und kann daher im Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde nicht zur Entscheidung gestellt werden (Art. 273 Abs. 1 lit. b, Art. 277bis Abs. 1 BStP). Rechtsfrage ist demgegenüber, ob im Lichte der von der kantonalen Instanz festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz berechtigt erscheint. Das gilt grundsätzlich auch dann, wenn bei Fehlen eines Geständnisses des Täters aus äusseren Umständen auf jene inneren Tatsachen geschlossen werden muss. Es ist allerdings nicht zu übersehen, dass sich Tat- und Rechtsfragen insoweit teilweise überschneiden (BGE 119 IV 1 E. 5a und 242 E. 2 mit Hinweisen). Die kantonale Instanz hat deshalb, wenn es um die Frage des Even-tualdolus geht, die in diesem Zusammenhang relevanten Tatsachen so erschöpfend wie möglich festzustellen, damit erkennbar wird, aus welchen Umständen sie die Inkaufnahme der Tatbestandsver-wirklichung ableitet. Das Bundesgericht kann daher in einem gewissen Ausmass die richtige Bewertung dieser Umstände im Hinblick auf den Rechtsbegriff des Eventualvorsatzes überprüfen (BGE 130 IV 58 E. 8.5 mit Hinweisen). 6.2 Die Vorinstanz ging davon aus, dass der Beschwerdeführer um den skrupellosen Charakter von A.________ gewusst habe. Dazu führt sie unter anderem an, dass die beiden fünf Tage vor dem versuchten Raub zusammen auf der Flucht vor einer Polizeipatrouille gewesen seien und A.________ mindestens vier Schüsse auf die Verfolger abgegeben habe. Aus diesem Grund habe er in Kauf nehmen müssen, dass A.________ beim Auftreten von Schwierigkeiten massive Gewalt ausüben würde. Daher sei auch dem Beschwerdeführer als Mittäter die besondere Gefährlichkeit von A.________ anzurechnen. 6.3 Die Bewertung der Vorinstanz aufgrund der äusseren Umstände habe der Beschwerdeführer um die Gewaltbereitschaft seines Komplizen und das eventuelle Auftreten von Schwierigkeiten gewusst, ist nicht zu beanstanden. Insbesondere die Tatsache, dass der Beschwerdeführer die Gefährlichkeit seines Mittäters bereits erlebt hatte, lässt keinen anderen Schluss zu, als dass er dessen Vorgehen anlässlich der Tat in Kauf genommen hat. Es kann diesbezüglich auf die ausführliche Begründung der Vorinstanz verwiesen werden. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.