Citation: 2C_112/2019 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer beanstandet insbesondere den Schluss der Vorinstanz auf das Bestehen einer Parallelbeziehung als offensichtlich unrichtig und rügt zudem, die Vorinstanz habe sein rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt, indem sie die Abnahme der von ihm angebotenen Beweise (Dokumente, Zeugnis der Mutter seiner Kinder und heutigen Ehefrau) in antizipierter Beweiswürdigung verweigert habe. Mit diesem Vorbringen dringt er nicht durch. Gerichte verletzen den Anspruch auf rechtliches Gehör nicht, wenn sie auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichten, weil sie aufgrund der bereits abgenommenen Beweise ihre Überzeugung gebildet haben und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen können, dass ihre Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 144 II 427 E. 3.1.3 S. 435; 141 I 60 E. 3.3 S. 64; 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f.). Es ist nicht willkürlich anzunehmen, dass die erneute Befragung der heutigen Ehefrau über ihre Beziehung zum Beschwerdeführer nur geringen Beweiswert gehabt und die Überzeugung der Vorinstanz nicht geändert hätte. Dies gilt umso mehr, als seine heutige Ehefrau am Erfolg des Ansinnens des Beschwerdeführers ein manifestes Eigeninteresse hatte, hängt doch das Gesuch um Aufenthaltsbewilligung für sie selbst und ihre Kinder direkt vom Bestand der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers ab. Der Beschwerdeführer zeigt sodann nicht auf, inwiefern die zum Beweis angebotenen Dokumente die Ernsthaftigkeit der Trennung des Beschwerdeführers von seiner heutigen Ehefrau während der Ehejahre mit seiner Ex-Frau oder seine Unkenntnis der dritten Schwangerschaft belegen sollen. Darauf braucht im Zusammenhang mit dem verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör nicht näher eingegangen zu werden (Art. 106 Abs. 2 BGG). Der Schluss der Vorinstanz auf eine Parallelbeziehung drängt sich im Lichte der gesamten Faktenlage nach der allgemeinen Lebenserfahrung auf und ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden.