Citation: 6B_1088/2022 E. 5.2.1

5.2.1. Die Vorinstanz erwägt bezüglich der Tatausführung, die Beschwerdeführerin habe B.A.________ am Abend des 5. April 2018 unter einem Vorwand in die Familienwohnung gelockt und ihm ein von ihr präpariertes toxisches Getränk vorgesetzt. Die Art der kurz vorher erfolgten Beschaffung der verwendeten Medikamente lasse keinen anderen Schluss zu, als dass die Tat mindestens über mehrere Tage geplant und somit keine spontane Aktion gewesen sei. Unbesehen, ob die Beschwerdeführerin ihn bereits mit der Verabreichung des vergifteten Getränks habe töten wollen, habe sie diesen jedenfalls am nächsten Morgen noch im sedierten Zustand angegriffen und ihn mit einem Kabel bis zum Tod strangulieren wollen, woran sie einzig durch die sie aufhaltenden Töchter gehindert worden sei. Indem sie B.A.________ geplant mittels einer List und der Verwendung eines extra zu diesem Zweck erhältlich gemachten Medikamentencocktails in den Zustand der Wehrlosigkeit versetzt habe, um den Wehrlosen anschliessend mit einem Kabel zu erwürgen, habe sie hinterlistig, perfide und grausam gehandelt. Die Tatausführung sei somit im Sinne von Art. 112 StGB besonders verwerflich gewesen (angefochtenes Urteil S. 28).