Citation: 5A_566/2018 E. 5.1

5.1. All diese Erörterungen der Beschwerdeführer sind unbehelflich. Denn sinngemäss stellt das Obergericht fest, dass die Vertragsparteien zum Zeitpunkt des Erbvorbezugs und der Einräumung des Wohnrechts davon ausgingen, dass die Beschwerdegegnerin sowohl die Garage als auch den streitigen Zugang zum Lift im Kellergeschoss des Hausteils E.________strasse xxx mitbenutzen darf. Nicht anders lässt sich die vorinstanzliche Erwägung verstehen, wonach den Parteien des Abtretungsvertrages "von Anfang an klar gewesen sein" musste, dass der Aufzug in dem erst nachträglich erstellten Hausteil E.________strasse yyy nur deswegen bis in das Kellergeschoss des Hausteils E.________strasse xxx geführt worden sein konnte, damit der Hausteil E.________strasse yyy durch einen Innenzugang erschlossen werden kann. Laut Vorinstanz ist auszuschliessen, dass die damaligen Vertragsparteien unter den gegebenen Umständen der Beschwerdegegnerin verwehren wollten, künftig über den Innenzugang und den Aufzug zu ihrem Hausteil zu gelangen, und davon auszugehen, dass die Parteien einen solchen Willen bei der Bestellung des Wohnrechts vielmehr ausdrücklich festgehalten hätten, wenn dies ihre Meinung gewesen wäre. Dasselbe gilt hinsichtlich des Streits um die Garage für die vorinstanzliche Erkenntnis, wonach sich die Vertragsparteien anlässlich der Begründung des Wohnrechts angesichts der tatsächlichen Gegebenheiten ausdrücklich hätten äussern müssen, wenn sie nicht gewollt hätten, dass die Beschwerdegegnerin die Garage im Sinne einer Einrichtung benutzt, die beiden Hausteilen zur Verfügung steht (s. E. 4.1). Der Sache nach gelangt die Vorinstanz mit diesen Erwägungen im Wege der Vertragsauslegung zu Schlussfolgerungen über die stillschweigend erklärten Willensinhalte der Parteien. Ihre (mittelbaren) Feststellungen über den mutmasslichen Vertragswillen stützen sich auf die konkreten Umstände des Abtretungsvertrages vom 12. November 2003, namentlich auf die Begleitumstände des Vertragsabschlusses, die persönlichen Verhältnisse der Parteien und die Interessenlage, in der sich diese mit Bezug auf die zu gestaltende Vertragsbeziehung befunden haben (Jäggi/Gauch/Hartmann, Zürcher Kommentar, Art. 18 OR, 4. Aufl. 2014, N 346 ff., N 385 ff. zu Art. 18 OR). Das Bundesgericht überprüft diese objektivierte Vertragsauslegung (Jäggi/ Gauch/Hartmann, a.a.O., N 347 und 356 zu Art. 18 OR) als Rechtsfrage frei. Es ist aber an die Feststellungen der Vorinstanz über die äusseren Umstände sowie das Wissen und Wollen der Beteiligten grundsätzlich gebunden (BGE 138 III 659 E. 4.2.1 S. 666 f.; 131 III 606 E. 4.1 S. 611; je mit Hinweisen). Für diesbezügliche Beanstandungen gelten die beschriebenen strengen Rügeanforderungen (s. E. 2).