Citation: 6B_855/2023 E. 2.8.2

2.8.2. Ein Geständnis kann bei der Beurteilung des Nachtatverhaltens zugunsten des Täters berücksichtigt werden, soweit es auf Einsicht in das begangene Unrecht oder auf Reue schliessen lässt oder der Täter dadurch zur Tataufdeckung über den eigenen Tatanteil beiträgt (vgl. BGE 121 IV 202 E. 2d/cc; Urteile 6B_1508/2021 vom 5. Dezember 2022 E. 2.2; 6B_1368/2020 vom 30. Mai 2022 E. 3.3; 6B_199/2022 vom 25. April 2022 E. 4.3.6; 6B_368/2020 vom 24. November 2021 E. 2.3.3). Hat ein Geständnis die Strafverfolgung nicht erleichtert oder ist die beschuldigte Person nur aufgrund einer erdrückenden Beweislage oder gar erst nach Ausfällung des erstinstanzlichen Urteils geständig geworden, ist eine Strafminderung nicht angebracht (vgl. Urteile 6B_1508/2021 vom 5. Dezember 2022 E. 2.2; 6B_1368/2020 vom 30. Mai 2022 E. 3.3; 6B_1388/2021 vom 3. März 2022 E. 1.3.2; 6B_694/2020 vom 17. Juni 2021 E. 4.3.2; 6B_523/2018 vom 23. August 2018 E. 2.3.2; je mit Hinweisen).