Citation: 2C_377/2020 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer bringt vor, aufgrund der - nach seiner Auffassung - gelebten und intakten Ehe habe er Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 7 lit. d und lit. e FZA in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a Anhang I FZA. Seiner Auffassung ist nicht zu folgen. Gestützt auf den vorinstanzlich erstellten Sachverhalt (vgl. E. 3 hiervor) ergibt sich, dass sich das Zusammenleben zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau in einer Wohngemeinschaft erschöpft, der gegenseitige Wille zur ehelichen Gemeinschaft fehlt und seit dessen Erlöschen auch nicht wieder aufgelebt ist. Folglich gelangt die Vorinstanz zu Recht zur Auffassung, dass das formelle Eheband ausschliesslich (noch) dazu dient, den Aufenthalt des Beschwerdeführers sicherzustellen. Der Beschwerdeführer bringt keine überzeugenden Anhaltspunkte vor, in deren Lichte sich die Berufung auf die formelle Ehe nicht als rechtsmissbräuchlich erweist. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer weiterhin im Familienbetrieb seiner Ehefrau arbeitet, vermag - mangels Aussagekraft für den gegenseitigen Ehewillen (vgl. E. 3.4.2 i.f. hiervor) - auch die Rechtsmissbräuchlichkeit nicht in Frage zu stellen. In diesem Zusammenhang kann daher auch dahingestellt bleiben, ob das fortbestehende wirtschaftliche Interesse an der Arbeitsleistung des Beschwerdeführers ein Motiv für die Ehefrau bilde, dessen Aufenthaltsbeendigung nicht weiter zu fördern.