Citation: 9C_567/2016 E. 5.1

5.1. Das kantonale Gericht ist in seinem Entscheid zum Ergebnis gelangt, das erstmalige unrichtige Handeln der Beschwerdeführerin sei in der ursprünglichen Zusprache von Ergänzungsleistungen ab Januar 2010 zu erblicken. Im Rahmen der Verfügung vom 30. Juli 2012 sei ihr der Anfall der Erbschaft effektiv bekannt gewesen, zumal kurz zuvor eine weitere generelle Überprüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Beschwerdegegnerin stattgefunden habe; ebenso sei der Beschwerdeführerin in diesem Zeitpunkt bewusst gewesen, dass es zu einer Rückforderung kommen würde. Am 30. Juli 2012 habe sie die EL-Zusprache ab 1. Januar 2010 denn auch unter Berücksichtigung der Erbschaft korrigiert und eine Rückforderung verfügt, werde die Erbschaft in der Berechnungsbegründung doch explizit als Grund für die rückwirkende Neuberechnung angeführt. Unter diesen Umständen sei eine weitere Rückforderung wegen der im Dezember 2009 angefallenen Erbschaft bei Erlass der Verfügungen vom 2. Juli 2015 als längst verwirkt zu betrachten. Auf Grund des Umstands, dass die Beschwerdegegnerin bereits ab 1. Januar 2009 hätte Hilflosenentschädigung beanspruchen können, ihr diese infolge verspäteter Anmeldung aber erst seit 1. September 2014 ausgerichtet werde, sei ihr im Rahmen der EL-Berechnung indessen ein entsprechendes Verzichtseinkommen anzurechnen. Die Beschwerdeführerin könne daher im Zeitraum von März 2011 (Berücksichtigung der fünfjährigen Verwirkungsfrist gemäss Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG ab Datum des Einspracheentscheids vom 1. März 2016) bis Juni 2015 im betreffenden Umfang ausbezahlte Ergänzungsleistungen - vorbehältlich des EL-Mindestanspruchs nach Art. 26 ELV - zurückfordern. Der Rückforderungsanspruch belaufe sich dergestalt gesamthaft auf Fr. 33'680.-. Da die Beschwerdegegnerin somit vom 1. Januar 2012 bis 30. Juni 2015 grundsätzlich Anrecht auf Ergänzungsleistungen gehabt habe, entfalle eine Pflicht zur Rückerstattung der in dieser Zeit vergüteten Krankheits- und Behinderungskosten.