Citation: 2C_981/2022 E. 7.2.2

7.2.2. Anders als in den bisher vom Bundesgericht entschiedenen Konstellationen ist zudem, wie ebenfalls bereits dargelegt, nach den Feststellungen der Vorinstanz nicht etwa absehbar, dass ein rentabler Betrieb des Hotels in Zukunft nicht möglich wäre. Mit den Appartments wurden bis 2011 Gewinne von total über Fr. 20 Mio. erzielt und bei einer Betrachtung des gesamten Zeitraums seit Erlass der Bewirtschaftungsauflage verbleibt auch unter Berücksichtigung der getätigten Unterhaltsaufwendungen von rund Fr. 8.2 Mio. sowie der in den Jahren 2012 bis 2022 entstandenen Verluste von total rund Fr. 3.9 Mio. ein durchaus erheblicher Gesamtgewinn von rund Fr. 8 Mio. Zudem erscheint durchaus nicht ausgeschlossen, dass nach Vornahme der wegen des entstandenen Investitionsstaus erforderlichen Arbeiten im Hotelbetrieb wiederum nachhaltig Gewinne erzielt werden können. Dass dies nicht möglich sein wird, haben die Beschwerdeführer jedenfalls (z.B. durch die Einholung eines Fachgutachtens, welches die erforderlichen Investitionen und die zukünftigen Gewinnerwartungen einander gegenüberstellt) im Verfahren vor Vorinstanz weder substanziiert behauptet noch nachgewiesen. Das bedeutet, dass die Eigentümer der bewirtschaftungspflichtigen Wohnungen trotz der in den Jahren 2012 bis 2022 erwirtschafteten Verluste jedenfalls nach heutigem Wissensstand nicht damit konfrontiert sind, auch nach Vornahme der erforderlichen Erneuerungsarbeiten bei einer Gesamtbetrachtung (d.h. unter Einbezug der in der Vergangenheit erzielten Gewinne und der nunmehr erforderlichen Investitionen) in Zukunft dauerhaft mit einem markanten Kostenüberschuss aus den Wohnungen rechnen zu müssen und/oder diese nur noch unzureichend nutzen zu können. Dagegen lag den BGE 130 II 290 und 132 II 171 eine Fallkonstellation zu Grunde, in welcher feststand, dass ein Apparthotel mit gemieteten bewirtschaftungspflichtigen Einheiten zu den bisherigen Konditionen nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden konnte, und eine für den wirtschaftlichen Betrieb notwendige Anpassung der Mietverträge für die Eigentümer - bei sehr beschränkter Eigennutzungsmöglichkeit - in einem dauerhaften Kostenüberschuss aus ihrem Eigentum resultierte. So war erstellt, dass die Anpassung des Mietverhältnisses bei den betroffenen Eigentümern einerseits einen Kostenüberschuss im Verhältnis von mehr als 3 zu 1 zur Folge hatte, und dass andererseits zudem auch die Eigennutzung der Wohnungen durch die Eigentümer insbesondere in der Hauptsaison entweder stark eingeschränkt oder mit erheblichen (zusätzlichen) Mehrkosten verbunden war (vgl. BGE 132 II 171 E. 2.2).