Citation: 2C_831/2021 E. 3.1

3.1. Nach Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn die Ausländerin oder der Ausländer zu einer längerfristigen Strafe verurteilt worden ist. Dies ist praxisgemäss der Fall, wenn die Strafe die Dauer von einem Jahr überschreitet; dabei spielt keine Rolle, ob die Sanktion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (BGE 139 I 16 E. 2.1; Urteil 2C_976/2020 vom 19. Oktober 2021 E. 5.4). Grundsätzlich verbietet es Art. 63 Abs. 3 AIG, einen Widerruf mit einem Delikt zu begründen, für welches ein Strafgericht bereits eine Strafe oder Massnahme verhängt hat, jedoch von einer Landesverweisung abgesehen hat. Das Strafurteil vom 14. März 2019 bezieht sich jedoch auf einen Sachverhalt, welcher sich vor dem 1. Oktober 2016 ereignet hat, womit Art. 63 Abs. 3 AIG nicht anwendbar ist (BGE 146 II 321 E. 5.1). Diese Voraussetzung der längerfristigen Strafe ist folglich vorliegend mit dem Strafurteil vom 14. März 2019 (vgl. oben Sachverhalt A) erfüllt, womit ein Widerrufsgrund vorliegt. Dies wird vom Beschwerdeführer anerkannt.