Citation: I 198/99 21.03.2000 E. 2

2.- a) Streitig ist, ob im Zeitraum zwischen dem 2. Dezember 1994 (Gewährung der ganzen Invalidenrente) und dem 19. September 1997 (revisionsweise Aufhebung der Inva- lidenrente) eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnis- sen eingetreten ist, welche die vollständige Aufhebung der Invalidenrente rechtfertigt. b) Der Verfügung vom 2. Dezember 1994 war ein Invali- ditätsgrad von 100 % zu Grunde gelegt worden. Aus den im Rahmen des Revisionsverfahrens eingeholten Arztberichten geht hervor, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwer- deführerin gebessert habe, das Operationsresultat tadellos und die Versicherte als Hausfrau und als Hausangestellte wieder zu 100 % arbeitsfähig sei (Berichte des Prof. Dr. E.________ vom 18. November 1996 und 21. August 1997, Schreiben des Prof. Dr. E.________ vom 15. Mai 1997). Im Verfahren vor der Rekurskommission legte die IV-Stelle für Versicherte im Ausland ein Gutachten zu den Akten, welches bei der Tätigkeit als Hausfrau von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % und bei jener als Hausangestellte von einer solchen von 50 % ausgeht (Bericht der Frau Dr. B.________ vom 24. Juni 1998). Frau H.________ attestierte der Beschwerdeführerin ebenfalls eine Arbeitsfähigkeit von 50 % als Hausangestellte (Zeugnis vom 22. Oktober 1997). Darauf ist abzustellen. Auf Grund dieser Arztberichte ist eine eindeutige Bes- serung des Gesundheitszustandes der Versicherten ausgewie- sen und demzufolge eine Änderung in den tatsächlichen Ver- hältnissen eingetreten. Vorliegend ist somit zu prüfen, ob die IV-Stelle für Versicherte im Ausland die Invalidenrente zu Recht auf den 1. November 1997 aufgehoben oder ob die Beschwerdeführerin nach diesem Zeitpunkt weiterhin Anspruch auf Leistungen hat. c) Die Versicherte war von 1964 bis zu ihrer Brustope- ration mit einem Unterbruch von März 1970 bis September 1973 in der Schweiz erwerbstätig (vgl. Auszüge aus dem Individuellen Konto). Es ist deshalb davon auszugehen, dass sie ohne gesundheitliche Probleme auch weiterhin erwerbs- tätig wäre. Demzufolge kann die Aufteilung in 87 % Erwerbs- tätigkeit und 13 % Haushaltsarbeit auch der vorliegenden Invaliditätsbemessung zu Grunde gelegt werden. d) Gemäss übereinstimmenden Arztberichten ist die Ver- sicherte in ihrer Tätigkeit als Hausfrau nicht mehr einge- schränkt. Diesbezüglich ist keine Beeinträchtigung mehr gegeben. e) aa) Die Beschwerdeführerin rügt zu Recht, dass die Vorinstanz bei der Bemessung des Invaliditätsgrades bezüg- lich der Erwerbstätigkeit anstelle des vorzunehmenden Ein- kommensvergleichs unzulässigerweise direkt vom Grad der Arbeitsunfähigkeit auf den Invaliditätsgrad geschlossen hat (BGE 114 V 312 Erw. 3). bb) Die IV-Stelle des Kantons Z.________, welche für die IV-Stelle für Versicherte im Ausland das Revisions- verfahren durchführte, hat ihrer Bemessung des Invalidi- tätsgrades ein hypothetisches Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) von Fr. 33'840.- bzw. unter Berücksich- tigung der Nominallohnerhöhung ein solches von Fr. 34'579.- zu Grunde gelegt. Allerdings ist aus den Akten nicht ersichtlich, wie sie das Valideneinkommen ermittelt hat. Richtigerweise hätte die IV-Stelle des Kantons Zürich auf den zuletzt bezogenen Lohn von Fr. 49'033.- für das Jahr 1993 (Auskunft des Amtes für Kinder- und Jugendeinrichtun- gen der Stadt Z.________ vom 9. März 1994) abstellen müs- sen. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung in der Höhe von 1.3 % für 1994, 1.4 % für 1995 und 1.3 % für 1996 (Die Volkswirtschaft, 1998 Heft 1, Anhang S. 28, Tabelle B 10.2) ergibt dies für das Jahr 1997 ein Validen- einkommen von Fr. 51'020.-. cc) Für die Festlegung des zumutbaren Einkommens mit Gesundheitsschaden (Invalideneinkommen) kann mit der Vor- instanz von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % ausgegangen werden. Da die Beschwerdeführerin seit Herbst 1993 keiner ausserhäuslichen Tätigkeit mehr nachgegangen ist, muss auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung 1996 des Bundes- amtes für Statistik zurückgegriffen werden. Die Versicherte war fast ausschliesslich als Hausan- gestellte tätig gewesen. Die von den Ärztinnen attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % bezieht sich denn auch auf die Tätigkeit als Hausangestellte (Bericht von Frau Dr. B.________ vom 24. Juni 1998; Zeugnis von Frau H.________ vom 22. Oktober 1997). Als Hausangestellte für Reinigungsarbeiten betrug der statistisch ermittelte Lohn, basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Wochenstunden, im Jahr 1996 Fr. 3'503.- (Die Schweizerische Lohnstrukturerhebung 1996, S. 25, Tabelle TA 7, Tätigkeit Ziff. 35, Anforderungsniveau 4). Aufgerechnet auf die branchenüblichen 42 Arbeitsstunden pro Woche (Auskunft des Amtes für Kinder- und Jugendein- richtungen der Stadt Zürich vom 9. März 1994; vgl. auch die durchschnittliche Wochenarbeitszeit für Dienstleistungen, Die Volkswirtschaft, 1998 Heft 1, Anhang S. 27, Tabelle B 9.2) und bei einem Arbeitspensum von 50 % macht dies unter Berücksichtigung der Nominallohnerhöhung von 1.3 % im Jahr 1996 (Die Volkswirtschaft, 1998 Heft 1, Anhang S. 28, Tabelle B 10.2) einen Monatslohn von Fr. 1'862.- bzw. einen Jahreslohn von Fr. 22'344.- aus. Gemäss Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts kann bei gesundheit- lich beeinträchtigten Personen, die nur reduziert arbeiten können und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen, bei der Ermittlung des Invali- deneinkommens eine Reduktion vorgenommen werden (unveröf- fentlichtes Urteil O. vom 27. März 1996 [I 38/96]; vgl. auch BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb, AHI 1999 S. 181 Erw. 3b, 1998 S. 177 Erw. 3a). In Würdigung der gesamten Umstände rechtfertigt sich ein Abzug von 10 %. Dies ergibt für das Jahr 1997 ein Invalideneinkommen von Fr. 20'109.-. Demzu- folge liegt die Beeinträchtigung bezüglich der Erwerbs- tätigkeit bei 60.6 %. f) Der Invaliditätsgrad der Versicherten beträgt nach dem Gesagten knapp 53 % (0.87 x 60.6 % + 0.13 x 0 %). Sie hat deshalb ab 1. November 1997 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.