Citation: 6B_1115/2022 E. 5.4.3

5.4.3. Im Übrigen bringt der Beschwerdeführer keine konkrete Kritik an der vorinstanzlichen Interessenabwägung vor. Seine weiteren Vorbringen beschränken sich vielmehr auf die Erörterung seiner eigenen, von der vorinstanzlichen Beurteilung abweichenden Sichtweise, die zudem teilweise erneut aus blossen Wiederholungen seiner Darlegungen im Berufungsverfahren besteht, ohne eine für die Gesamtbeurteilung bedeutende Ermessens- oder sonstige Rechtsverletzung darzutun. Die Interessenabwägung der Vorinstanz ist insgesamt denn auch nicht zu beanstanden, sondern hält vor Bundes- und Konventions- bzw. Völkerrecht stand. Die Vorinstanz hat alle nach der Strassburger Rechtsprechung massgebenden Interessenfaktoren (vgl. E. 5.1.3 oben) entweder bei der Prüfung des Härtefalls (erste kumulative Voraussetzung), die ebenfalls bereits eine Abwägung erfordert, oder bei der eigentlichen Interessenabwägung (im engeren Sinne; zweite kumulative Voraussetzung) hinreichend berücksichtigt. Auf die entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz kann vollumfänglich verwiesen werden.