Citation: 6B_1439/2021 E. 3.5.3

3.5.3. Die Vorinstanz prüft das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls richtigerweise auch unter dem Aspekt des Non-Refoulement-Gebots i.S.v. Art. 66d StGB, stellt die Situation des Ausländers in seiner Heimat doch einen massgebenden Gesichtspunkt dar (vgl. Urteile 6B_45/2020 vom 14. März 2022 E. 3.4.1; 6B_651/2018 vom 17. Oktober 2018 E. 8.3.3). Die Vorinstanz führt aus, die generelle wirtschaftliche und politische Situation im Irak stehe der Landesverweisung derzeit nicht entgegen. Der Beschwerdeführer sei seit 2018 auch bereits mehrfach und freiwillig vorübergehend in den Irak zurückgekehrt und bringe nicht vor, er oder seine Familie wären dort in Gefahr. Sein Vorbringen, wonach er aufgrund der Tätigkeit seines Bruders für eine amerikanische Firma verfolgt werde, hätten bereits die zuständigen Schweizer Behörden bei der Behandlung des Asylgesuchs des Beschwerdeführers im Jahr 2009 als "Sachverhaltskonstrukt" qualifiziert. Dagegen bringt der Beschwerdeführer lediglich vor, es sei offen, ob er überhaupt gegen seinen Willen in den Irak ausgewiesen werden könne, womit er den Begründungsanforderungen vor Bundesgericht nicht zu genügen vermag (Art. 42 Abs. 2 BGG). Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz definitive Vollzugshindernisse i.S.v. Art. 66d StGB zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheids verneint.