Citation: 4C.363/2000 03.04.2001 E. A

A.- Die in Y.________ bei Solothurn domizilierte X.________ AG ist ein Familienunternehmen, das von C.________ gegründet wurde. Später traten seine Söhne D.________ und E.________ in das Unternehmen ein, dessen Aktienkapital von Fr. 200'000.-- in je 100 Namenaktien der Kategorien A und B eingeteilt ist. Mit Erbvertrag vom 23. März 1982 trat der Firmengründer seinem Sohn D.________ 99 Aktien der Kategorie A und seinem Sohn E.________ 99 Aktien der Kategorie B ab. Die übrigen beiden Aktien verblieben einstweilen im Besitz des Ehepaars C.________. Die zwei abgetretenen Aktienpakete wurden damals auf je drei Millionen Franken bewertet. Am 28. Februar 1992 starb E.________ und am 9. August 1992 C.________. Die Nachkommen von E.________, seine damals noch nicht volljährigen Söhne A.________ und B.________, kamen als Erben in den Besitz der 99 Namenaktien. Der Eigentumsübergang wurde auf den Titeln bescheinigt und die von ihrer Mutter vertretenen Söhne verlangten am 3. September 1992 die Eintragung in das Aktienbuch der Gesellschaft. Diese verweigerte am 27. August 1993 ihre Zustimmung unter Berufung auf die Statuten, die für den Fall der Aktienübertragung durch Erbgang an nicht im Betrieb arbeitende Personen ein Kaufsrecht der übrigen Aktionäre vorsehen. Darauf verpflichteten sich A.________ und B.________ mit Erb- und Erbverzichtsvertrag vom 22. Dezember 1993, ihre Aktien ihrem Onkel D.________ zu verkaufen. Der Vertrag bestimmt zudem, dass der wirkliche Wert der Aktien im Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung in einem Gerichtsverfahren festgestellt werde und die Parteien die Schweizerische Treuhand-Gesellschaft (STG) als gerichtliche Expertin für die Feststellung des Wertes der Aktien anerkennen. Darüber hinaus wurde vereinbart, dass die Expertisekosten von den Parteien je zur Hälfte getragen und die übrigen Kosten nach dem Verfahrensausgang aufgeteilt werden sollten. Schliesslich wurde festgehalten, D.________ biete pro Aktie Fr. 27'500.--, wogegen die Brüder A.________ und B.________ Fr. 30'000.-- pro Aktie verlangten. Anlässlich der Aussöhnungsverhandlung vom 21. September 1994 stellten A.________ und B.________ die entsprechenden Begehren. An dieser Verhandlung einigten sie sich zudem mit den Beklagten, der X.________ AG und D.________, darauf, dass vorgängig des Rechtsschriftenwechsels von der STG ein Gutachten über den Wert der 200 Namenaktien erarbeitet werde. Das Gutachten wurde am 4. September 1995 erstattet. Die STG ermittelte darin einen wirklichen Wert der Unternehmung von 8,9 Millionen Franken, bzw. von Fr. 44'500.-- pro Aktie. Die zusätzlichen Fragen der Parteien beantwortete die STG in einem Ergänzungsgutachten vom 29. Februar 1996. Sie bestätigte den Wert, zu dem sie im Hauptgutachten gelangt war.