Citation: 9C_479/2020 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht stellte fest, es sei möglich, dass die Beschwerdeführerin Leistungen für ihre Mutter erbracht und diese als Dank bzw. Lohn dafür auf ihre Darlehensforderung gegenüber der Tochter verzichtet habe. Aufgrund der Akten sei allerdings anzunehmen, dass die Leistungen jahrelang unentgeltlich angeboten und angenommen geworden seien; erst am 8. Juli 2009 sei über Zeitaufwände für bis zu sieben Jahre zurückliegende Leistungen (vom 1. Januar 2002 bis zum 31. Dezember 2009) Rechnung gestellt worden. Damit werde der Nachweis für eine vereinbarte Entgeltlichkeit und damit eine rechtliche Verpflichtung zur Vergütung nicht erbracht. Auch steuerlich habe die Beschwerdeführerin (lediglich) den Darlehensverzicht ihrer Mutter in Höhe von Fr. 100'000.- als Vermögenszuwachs deklariert. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, eine Rechtspflicht zur Bezahlung der von der Beschwerdeführerin in der Zeit vom 1. Januar 2002 bis zum 31. Dezember 2009 mutmasslich erbrachten Leistungen sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Die Voraussetzungen für eine Rückforderung gestützt auf Art. 25 Abs. 1 ATSG seien erfüllt, da die Verwaltung vom Vermögensverzicht der Erblasserin erst nachträglich Kenntnis erlangt habe. Demnach sei die Rückforderung von Ergänzungsleistungen für die Jahre 2012 und 2013 in Höhe von total Fr. 7704.- zu Recht erfolgt.