Citation: 9C_294/2020 E. 4.2

4.2. Des Weiteren beruft sich die Beschwerdeführerin auf das Urteil U 546/06 vom 29. August 2007 im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren. Darin bejahte das Bundesgericht die adäquate Kausalität der Beschwerden anhand der Schleudertrauma-Praxis (BGE 117 V 359), weil das Kriterium von Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit in besonders ausgeprägter Weise gegeben sei (Urteil U 546/06 vom 29. August 2007 E. 3.5). Doch spricht dies nicht gegen die zweifellose Unrichtigkeit der Verfügung vom 15. Juni 2007. Denn im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren ist nicht von Belang, ob ein Leiden als natürlich und adäquat kausal im Sinne der Rechtsprechung zum UVG zu betrachten ist, und selbst wenn die Kausalität zu bejahen ist, bedeutet dies weder in der Invaliden- noch in der Unfallversicherung, dass das Leiden auch invalidisierend ist (Urteile 9C_273/2008 vom 15. Dezember 2008 E. 4.3; 9C_320/2008 vom 26. August 2008 E. 4.3.2; vgl. auch BGE 133 V 549 E. 6 S. 553 ff.).