Citation: 6B_520/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Bei der Würdigung des Verhaltens von EE.________ im Rahmen des Betruges nimmt die Vorinstanz an, das Merkmal der Arglist ergebe sich in Bezug auf die Konkretisierung der Konventionalstrafe vom 2. Dezember 2002 aus den Gesamtumständen, wie etwa der Phase der Kreditanbahnung in Luxushotels und gehobenen Restaurants. Es habe seitens des Beschwerdeführers zu keinem Zeitpunkt der Wille oder eine reale Möglichkeit bestanden, einen Kredit von Fr. 14 Mio. zu vermitteln und parallel bzw. nachgelagert dazu, Aktien der MM.________ AG an EE.________ zu verkaufen. Eine die Arglist ausschliessende Opfermitverantwortung von EE.________ sei nicht gegeben. Es treffe zwar zu, dass das als naiv und leichtgläubig geschilderte Täuschungsopfer dem Beschwerdeführer hätte kritischer begegnen müssen. Doch lasse sich der Umstand, dass EE.________ trotz Erkundigung nach den kreditgebenden Banken nicht auf der Nennung von Namen beharrt habe, mit den Gesamtumständen, namentlich dem glaubwürdigen Auftreten des Beschwerdeführers, den Treffen an Orten in gehobener Atmosphäre sowie der Tatsache, dass der Beschwerdeführer durch eine in der Immobilienbranche tätige und mit ihm in geschäftlichen Beziehungen stehende Drittperson empfohlen worden sei, erklären. Zudem habe EE.________ durchaus eine gewisse, wenn auch nicht genügende, Vorsicht walten lassen, indem er etwa auf der Schriftlichkeit der Vereinbarungen bestanden habe, die allerdings nicht immer eingehalten worden sei. Schliesslich sei offensichtlich, dass EE.________ in Sachen Kreditvermittlung unerfahren gewesen sei, auch wenn er neben seiner Tätigkeit als Theologe einen Kurs "Erfolgreich selbständig werden" besucht und eine dreimonatige Ausbildung im Finanzbereich absolviert habe (angefochtenes Urteil S. 78 ff.).