Citation: 5A_749/2024 E. 3.2

3.2. Was die Beschwerdeführerin dem angefochtenen Entscheid entgegenhält, vermag den eingangs beschriebenen Begründungsanforderungen kaum zu genügen. Soweit die Beschwerdeführerin einfach vor Obergericht erhobene Beanstandungen wiederholt, ohne sich mit den diesbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Dies gilt etwa für ihre erneute Kritik an der Steuerforderung, die das Steueramt nicht korrekt ermittelt habe, und an der betreibungsamtlichen Schätzung des Fahrzeugs, die viel zu tief ausgefallen sei. Die Reklamationen betreffend den Betrag von Fr. 100.--, den das Betreibungsamt bei der monatlichen Existenzminimumberechnung laut Vorinstanz für die Stellensuche einsetzte, haben mit dem Gegenstand des vorliegenden Verfahrens von vornherein nichts zu tun. Auch hinsichtlich der Frage, ob ihr das streitgegenständliche Auto zum Privatgebrauch zu belassen ist, begnügt sich die Beschwerdeführerin wie schon im kantonalen Beschwerdeverfahren mit der pauschalen Beteuerung, dass sie das Fahrzeug benötige, um ihren betagten, in Österreich lebenden Vater notfalls unterstützen zu können. Sie legt jedoch nicht ansatzweise dar, inwiefern das Obergericht Bundesrecht verletzt, wenn es die blosse Möglichkeit, dereinst vielleicht einmal auf ein Auto angewiesen zu sein, bei der Beurteilung der Pfändbarkeit des Autos als Privatfahrzeug nicht berücksichtigt. Zu Recht erinnert der angefochtene Entscheid daran, dass für die Beurteilung der Pfändbarkeit von Vermögensgegenständen des Schuldners auf den Zeitpunkt der Pfändung abzustellen ist (BGE 111 III 55 E. 2 mit Hinweisen). Dies gilt insbesondere auch für die Pfändbarkeit eines Fahrzeugs (s. Urteil 5A_57/2016 vom 20. April 2016 E. 4.3.1). Im Streit darüber, ob ihr Fahrzeug als unpfändbares Berufswerkzeug im Sinne von Art. 92 Abs. 1 Ziff. 3 SchKG gelten müsse, insistiert die Beschwerdeführerin, dass die Stellensuche ohne eigenes Fahrzeug unmöglich sei und sie zwingend ihr Auto vorweisen müsse, da es um Angehörigen-Abklärungen, Patientenbetreuung, Praxisbetreuungen etc. gehe. Mit der vorinstanzlichen Erkenntnis, wonach sie angesichts ihres ärztlich attestierten Gesundheitszustandes kaum kurzfristig mit der Stellensuche beginnen könne, mag sie sich ebenso wenig beschäftigen wie mit den weiteren Erwägungen, weshalb sie eine Stelle im fraglichen Bereich auch ohne eigenes Fahrzeug finden könnte. Unbehelflich sind auch ihre Behauptungen, sie könne aufgrund ihrer Long-Covid-Erkrankung nicht bergauf gehen, wovon die Strecke zum und vom Bahnhof betroffen sei, und den öffentlichen Verkehr ausserdem aufgrund von Panikattacken nicht benutzen. Mit diesen Einwänden ergänzt die Beschwerdeführerin den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt, ohne die hierfür erforderlichen Rügen (s. vorne E. 2.2) zu erheben. Dasselbe gilt für den Einwand, das Obergericht gehe fälschlicherweise von einer ganzen IV-Rente aus und übersehe, dass sie nur eine Teilrente von 40 % beziehungsweise höchstens 50 % bekomme und deshalb auf eine ihren Bedürfnissen angepasste Stelle und auf ihr Auto angewiesen sei. Ins Leere läuft schliesslich auch die verschiedentlich vorgetragene Beanstandung, dass ihrer gesundheitlichen Situation und den beruflichen Konsequenzen nicht ausreichend Rechnung getragen worden sei und der angefochtene Entscheid anders ausgefallen wäre, wenn das Obergericht bei den behandelnden Ärzten Rückfragen gestellt hätte. Dass sie solcherlei im kantonalen Verfahren beantragt hätte und damit bundesrechtswidrig nicht gehört worden wäre, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend, noch legt sie dar, inwiefern das Obergericht Bundesrecht verletzt haben soll, indem es nicht von sich aus weitere Abklärungen über mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen unternahm.