Citation: 2C_447/2023 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG i.V.m. Art. 8 Ziff. 1 EMRK (und Art. 13 Abs. 1 BV). Entgegen den Erwägungen der Vorinstanz bestehe zwischen ihm und seinen Söhnen nicht bloss eine besonders enge affektive, sondern auch eine hinreichend enge wirtschaftliche Verbundenheit. Die Vorinstanz habe zu Unrecht nicht beachtet, dass sich eine enge wirtschaftliche Beziehung zwischen dem von einer Fernhaltemassnahme betroffenen Elternteil und seinen Kindern nicht zwingend in Geldleistungen manifestieren müsse. Da er seine Söhne an mindestens sechs Tagen im Monat betreue, sei - so der Beschwerdeführer - das Gewicht der Unregelmässigkeit seiner Unterhaltsleistungen erheblich zu relativieren. Ausserdem hätte die Vorinstanz ihrer Beurteilung eine zukunftsgerichtete Betrachtungsweise zugrunde legen, d.h. darauf abstellen müssen, ob aufgrund der mutmasslichen Entwicklung der Erwerbssituation des Zahlungspflichtigen damit gerechnet werden kann, dass er seiner Unterhaltspflicht in Zukunft nachkommen wird. Der Beschwerdeführer hält hierzu fest, dass er seit dem erstinstanzlichen Entscheid eine biografische Kehrtwende durchlebt und sein Leben wieder weitgehend im Griff habe. Er verfüge über eine gesicherte Festanstellung, die es ihm ermögliche, seinen laufenden finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und seine Schulden in kleinen Raten abzuzahlen. In der Vergangenheit sei er mit seinem rasant wachsenden Schuldenberg überfordert gewesen. Dass er seiner Unterhaltspflicht unregelmässig nachkam, sei nicht Folge eines egoistischen Lebensstils, sondern von Hilflosigkeit und Unvermögen, was ihm angesichts seiner Suchterkrankung nur sehr begrenzt zum Vorwurf gemacht werden könne.