Citation: 2C_113/2021 E. 5.2.4

5.2.4. Das Bundesgericht hat vorliegend jedoch nicht in die (vorinstanzliche) Sachverhaltsfeststellung einzugreifen, weil eine Unterscheidung aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen nicht entscheidrelevant ist. Art. 51 AVaKGVG FR hält unter der Überschrift "Schutz- und Werterhaltungsmassnahmen" Folgendes fest: Der Eigentümer ist gehalten, der Gebäudeversicherung vor Ausführung von geplanten Arbeiten für die Werterhaltung und den Schutz Meldung zu erstatten (Abs. 1; mit Verweis auf Art. 56 und Art. 58 aKGVG FR). Die Kosten, die durch die erforderlichen Massnahmen zur Erhaltung der nicht zerstörten Gebäudeteile verursacht wurden, gehen zu Lasten der Gebäudeversicherung, sofern sie die angeordneten und bewilligten Arbeiten nicht überschreiten (Abs. 2; mit Verweis auf Art. 4 Abs. 2 und Art. 58 Abs. 2 aKGVG FR). Vorliegend hat der Beschwerdeführer das Notdach ohne vorgängige Bewilligung der Beschwerdegegnerin bzw. KGV erstellt (wofür er nun Kosten bzw. eine Entschädigung im Umfang von Fr. 112'651.-- geltend macht), obwohl anlässlich der Ortsbesichtigung vom 19. Juli 2016 die konkret zu treffende Schutzmassnahme und die damit verbundenen Kosten noch offen waren und seitens der KGV ein Kostenvoranschlag verlangt wurde. Der Beschwerdeführer hat es versäumt, für die Erstellung des Notdachs die (vorgängige) Bewilligung der KGV einzuholen. Mit seinem eigenmächtigen Vorgehen verletzte er Art. 51 AVaKGVG FR, weshalb diejenigen Kosten, welche Fr. 35'000.-- überschreiten, so oder anders zu seinen Lasten gehen. Die entsprechende Sachverhaltsrüge erweist sich somit als nicht rechtserheblich.