Citation: 8C_91/2018 E. 6.2

6.2. Entgegen der vorinstanzlichen Betrachtungsweise gilt das Risiko für vermehrte krankheitsbedingte Absenzen praxisgemäss nicht als eigenständiges Abzugskriterium (vgl. Urteile 9C_765/2016 vom 27. Januar 2017 E. 5.3 in fine; 9C_380/2015 vom 17. November 2015 E. 3.2.1 mit Hinweisen). Die Suva weist in diesem Zusammenhang zu Recht darauf hin, dass der Beschwerdegegner bei Arbeitslosigkeit im privaten Alltag beschwerdefrei sei. Soweit in der Vergangenheit bei beruflichen Tätigkeiten ein Rezidiv aufgetreten sei, sei dies auf die nicht vollständige Einhaltung des ärztlichen Zumutbarkeitsprofils zurückzuführen. Davon ist auch das kantonale Gericht ausgegangen. Insoweit erscheint fraglich, ob bei Ausübung einer leidensadaptierten Tätigkeit mit einem erneuten Aufflackern des Handekzems zu rechnen ist. Daran ändert der Umstand nichts, dass gemäss arbeitsmedizinischer Beurteilung der Suva vom 24. April 2015 ein Rezidiv des beruflich bedingten Handekzems auch bei adaptierter Tätigkeit nicht vollständig ausgeschlossen werden kann. Das Rückfallsrisiko ist damit bloss theoretischer Natur. Im Übrigen begründet das Versicherungsgericht nicht und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdegegner selbst in adaptierten Tätigkeiten in seiner Flexibilität eingeschränkt sein soll.