Citation: 5A_894/2017 E. 1.3.3

1.3.3. Nach der Rückweisung durch das Bundesgericht war das Kantonsgericht in seiner Entscheidbefugnis beschränkt. Es durfte den Beklagten im neu zu fällenden Urteil nicht zur Zahlung eines höheren als des im ersten Sachurteil auf Fr. 98'692.45 festgelegten Pflichtteils verurteilen (PETER REETZ, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.]. 3. Aufl. 2016, N. 53 a.E. der Vorbemerkungen zu den Art. 308-318 ZPO; FRANCESCA VERDA CHIOCCHETTI, in: Commentario pratico al Codice di diritto processuale civile svizzero, Trezzini et al. [Hrsg.], Volume 2, 2. Aufl. 2017, Osservazioni preliminari agli art. 308-334 CPC, N. 87). Soweit die Klägerin mit ihrer Beschwerde gegen das zweite Sachurteil des Kantonsgerichts mehr als die Zahlung eines Pflichtteils von Fr. 98'692.45 beantragt, sind ihre Begehren deshalb neu und unzulässig (Art. 99 Abs. 2 BGG; BGE 135 III 513 E. 8.3 S. 530).