Citation: 5A_159/2014 E. 3.3.4

3.3.4. Das Scheidungsurteil, in welchem die Unterhaltsdauer festgelegt worden ist, basierte vorliegend auf einer Vereinbarung der Parteien, welche die Beschwerdeführerin am 23. Februar 1995 eigenhändig unterzeichnete. Sie hat also aktiv an der Festsetzung des Endtermins ihres Unterhaltsanspruchs mitgewirkt. Damit hätte sie wissen können und müssen, dass die Unterhaltsbeiträge nicht mehr geschuldet waren. Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz befand, sie könne sich nicht auf die Gutglaubenseinrede gemäss Art. 64 OR berufen, zumal sie keinen plausiblen Grund habe nennen können, weshalb ihr der Beschwerdegegner über den vereinbarten Termin hinaus hätte Unterhalt zahlen sollen.