Citation: 4A_306/2013 E. 4.1

4.1. Sie verneinte dies mit einer doppelten Begründung, die jede für sich den Nichteintretensentscheid selbständig zu stützen vermag: In der Hauptbegründung erwog sie, Art. 85a SchKG wolle dem Betriebenen, der sich nach Zugang des Zahlungsbefehls nachlässig verhalte, ein zusätzliches Verteidigungsmittel geben, so wenn er die Frist für den Rechtsvorschlag oder die Aberkennungsklage verpasst habe. Es stehe aber nicht im Belieben des Schuldners, die Frist für den Rechtsvorschlag oder die Aberkennungsklage bewusst verstreichen zu lassen, um nach Gutdünken irgendwann später im Betreibungsverfahren gestützt auf Art. 85a SchKG zu klagen. Umso weniger komme ein bewusster Rückzug einer zuständigenorts rechtsgültig anhängig gemachten Aberkennungsklage zwecks späterer Wiedereinbringung als negative Feststellungsklage in Frage. Als Quasi-Wiederherstellungsbehelf für einen aus welchen Gründen auch immer erfolgten Rückzug einer rechtsgültig anhängig gemachten Aberkennungsklage stehe der Notbehelf von Art. 85a SchKG nicht zur Verfügung. In der Eventualbegründung führte die Vorinstanz das Nichteintreten auf verspätete Geltendmachung zurück. Mit der erst in der Berufungsantwort eventualiter vorgebrachten negativen Feststellungsklage nach Art. 85a SchKG berufe sich der Beschwerdeführer auf ein neues Klagefundament, zu dessen formell- und materiellrechtlichen Voraussetzungen er sich im erstinstanzlichen Verfahren überhaupt nicht geäussert habe. Das könne im Berufungsverfahren nur berücksichtigt werden, wenn dies ohne Verzug vorgebracht und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz habe vorgebracht werden können. Das sei hier offensichtlich nicht der Fall und werde vom Beschwerdeführer auch nicht behauptet.