Citation: 9C_865/2018 E. 4.3.1

4.3.1. Was die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde anbelangt, verneinte die Vorinstanz einen besonderen Schweregrad unter Hinweis darauf, dass der Gutachter Dr. med. D.________ beim Versicherten lediglich Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen mit Weitschweifigkeit, Gedankensprüngen und erhöhten Antwortlatenzen festgestellt habe und daneben eine leichte Ablenkbarkeit sowie einen verflachten Affekt, aber keine depressive Stimmung im engeren Sinn. Der Beschwerdeführer wendet ein, das kantonale Gericht stelle damit auf einen durch Dr. med. D.________ anlässlich der Untersuchung am 3. März 2018 aufgenommenen Ist-Zustand ab; es lasse ausser Acht, dass er wiederholt an einer stark depressiven Grundstimmung mit Suizidgefahr gelitten habe und deswegen mehrmals in stationärer Behandlung gewesen sei. Anders als der Beschwerdeführer annimmt, ist der Vorinstanz nicht entgangen, dass der Krankheitsverlauf von Schwankungen (im Sinne eines phasenweisen Auftretens depressiver Episoden) geprägt ist, ergibt sich dies doch bereits aus der gestellten Diagnose, welche auch dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegt. Weiter setzte sich Dr. med. D.________ mit den in den Akten dokumentierten depressiven Episoden mittelgradiger Ausprägung eingehend auseinander. Er zeigte auf, wie es jeweils bei nicht ausreichend durchgeführter psychopharmakologischer Behandlung zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes kam. Seiner Auffassung nach gehen "die Einschränkungen in Bezug auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit überwiegend zu Lasten der festgestellten kontinuierlich verlaufenden psychiatrischen Gesundheitsstörung ("double depression") ", wobei "die Belastbarkeit auch in Phasen ohne auffällig dekompensierte depressive Episoden deutlich reduziert" sei. Bei dieser Sachlage ist im Ergebnis nicht willkürlich, dass die Vorinstanz auf nicht besonders ausgeprägte Befunde geschlossen hat.