Citation: 8C_618/2022 E. 4.4

4.4. Zusammenfassend beruht der angefochtene Entscheid auf einem in medizinischer Hinsicht offensichtlich unrichtig (unvollständig) festgestellten Sachverhalt. Dies stellt eine Verletzung der Beweiswürdigungsregeln und des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 und 61 lit. c ATSG) dar. Es rechtfertigt sich daher, die Sache zur Einholung ergänzender medizinischer Auskünfte an den Beschwerdegegner zurückzuweisen. Dieser hat eine (ergänzende) vertrauensärztliche Stellungnahme einzuholen, welche den Krankheitsverlauf im zeitlichen Längsschnitt zu beachten hat und sich unter Berücksichtigung der erwähnten medizinischen Akten über die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit dem 9. Juni 2021 ausspricht. Gestützt darauf wird die Verwaltung die Vermittlungsfähigkeit für die strittige Zeitperiode festzulegen und neu zu verfügen haben. Auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde braucht bei diesem Ergebnis nicht weiter eingegangen zu werden.