Citation: 8C_483/2024 E. 5

Die Vorinstanz stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts wie bereits die IV-Stelle auf das psychiatrisch-orthopädische Gutachten der Neuroinstitut St. Gallen GmbH. In diesem wurden die Diagnosen einer remittierten depressiven Episode, eines chronischen Schmerzes bei Störung des Stütz- und Bewegungsapparates, einer Persönlichkeitsakzentuierung mit leistungsorientiert-zwanghaften Anteilen, einer Belastungs- und Bewegungseinschränkung im Bereich des linken Kniegelenks, einer Belastungseinschränkung des linken Fusses u.a. bei Verdacht auf ein Morton-Neurom, eines Status nach im Mai 2021 gestellter Erstdiagnose einer Epicondylitis humeri ulnaris links sowie eines belastungsabhängig vermehrten cervicocephalen Schmerzsyndroms ohne Radikulopathie gestellt. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit stellten die Gutachter fest, dass der Beschwerdeführer aufgrund der klinischen und bildtechnischen Befunde in der biomechanischen Funktion des linken Kniegelenks und des linken Fusses und dadurch in der Steh- und Gehfähigkeit eingeschränkt sei. Aus orthopädischer Sicht könne er seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit spätestens seit dem 7. Dezember 2015 nicht mehr wettbewerbsfähig ausüben. Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit betrage daher 0 %. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe dagegen eine quantitativ uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit von 100 %. Ein psychiatrisches Leiden von Krankheitswert habe zum Untersuchungszeitpunkt nicht vorgelegen. Der Beschwerdeführer sei daher aus psychiatrischer Sicht sowohl in der zuletzt ausgeübten als auch in der angestammten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig, wobei während der psychologischen Behandlung von Juni 2022 bis Februar 2023 eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit eingetreten sein könnte, deren Ausmass mangels echtzeitlicher Befunde nicht valide bestimmt werden könne. Dies vorausgeschickt, gelangte die Vorinstanz im Rahmen einer umfassenden Auseinandersetzung mit den medizinischen Akten und den Vorbringen des Beschwerdeführers zum Schluss, das Gutachten sei beweiskräftig. Der medizinische Sachverhalt sei vollständig ermittelt, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung auf weitere Abklärungen oder die Einholung eines Gerichtsgutachtens verzichtet werden könne. Die von der IV-Stelle vorgenommene Invaliditätsbemessung werde vom rechtskundig vertretenen Beschwerdeführer nach Lage der Akten zu Recht nicht beanstandet, weshalb sich weitere diesbezügliche Erörterungen erübrigten und die Verfügung vom 17. November 2023 zu bestätigen sei.