Citation: 4A_15/2013 E. 4.2.2

4.2.2. Der offenbare Missbrauch eines Rechtes findet keinen Rechtsschutz (Art. 2 Abs. 2 ZGB). Wann ein solcher Missbrauch vorliegt, ist anhand der konkreten Umstände des Einzelfalles zu bestimmen, wobei die von der Lehre und Rechtsprechung entwickelten Fallgruppen des Rechtsmissbrauchs zu beachten sind (BGE 135 III 162 E. 3.3.1 S. 169; 129 III 493 E. 5.1 S. 497 mit Hinweisen). Zu diesen Fallgruppen gehört die Geltendmachung eines Rechts, wenn sie im Widerspruch zu einem früheren Verhalten steht und dadurch erweckte berechtigte Erwartungen enttäuscht (BGE 129 III 493 E. 5.1 S. 497; 128 III 375 E. 4.5; 125 III 257 E. 2a; Urteil 4A_623/2012 vom 15. April 2013 E. 2.4.3; je mit Hinweisen). Die Ausführungen des Beschwerdeführers vermögen keinen Rechtsmissbrauch auszuweisen. Hierfür bedürfte es des Wissens um die konkret vorgeworfene pflichtwidrige Handlung, also die Darlehensgewährung, und in der Folge deren ausdrückliche oder stillschweigende Tolerierung. Dass die Klägerinnen konkret von der Darlehensgewährung wussten - was vom Kantonsgericht aufgrund der Beweisabnahmen verneint worden war - hatte der Beschwerdeführer aber bereits vor der Vorinstanz nicht behauptet und bringt er auch vor Bundesgericht nicht vor. Der allgemeine Hinweis auf einen Widerspruch zwischen dem Zweck der U.________ AG (Investition in die W.________ AG) und dem Vorwurf einer Pflichtwidrigkeit durch Darlehensgewährung genügt nicht, um ein venire contra factum proprium zu begründen.