Citation: 9C_590/2023 E. 3.1

3.1. Nach einem Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts sind sowohl dieses als auch die kantonalen Instanzen an die rechtliche Beurteilung, mit der die Rückweisung begründet wurde, gebunden. Wegen dieser Bindung der Gerichte ist es ihnen wie auch den Parteien, abgesehen von allenfalls zulässigen Noven, verwehrt, der Beurteilung des Rechtsstreits einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen, die im Rückweisungsentscheid ausdrücklich abgelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen worden waren (Urteil 4A_121/2023 vom 29. November 2023 E. 3, zur Publikation vorgesehen; BGE 143 IV 214 E. 5.3.3; 135 III 334 E. 2 und 2.1). Diese Bindungswirkung ergibt sich aus ungeschriebenem Bundesrecht (BGE 143 IV 214 E. 5.3.3; 135 III 334 E. 2.1). Die Erwägungen in Rückweisungsentscheiden von Vorinstanzen des Bundesgerichts, auf die im Dispositiv verwiesen wird, sind für die Behörde, an welche die Sache zurückgewiesen wird, bei Nichtanfechtung verbindlich; sie haben, soweit sie zum Streitgegenstand gehören, an der formellen Rechtskraft teil. Diese Bindungswirkung gilt auch für die Vorinstanz bei erneuter Befassung mit der Sache, es sei denn, der Sachverhalt hätte sich seit der aufgehobenen Verfügung geändert oder es hätten sich aus dem Rückweisungsverfahren neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne der prozessualen Revision ergeben. Das Bundesgericht kann hingegen höchstens dann an den Rückweisungsentscheid einer kantonalen Instanz gebunden sein, wenn und soweit der Entscheid selbständig anfechtbar war bzw. gewesen wäre (unter vielen: Urteile 9C_554/2018 vom 10. Januar 2019 E. 1.4, 9C_865/2017 vom 4. Juni 2018 E. 5.2.1; 9C_87/2016 vom 23. November 2016 E. 3.1, je mit Hinweisen).