Citation: 6B_1085/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Zur strittigen Opfermitverantwortung erwägt die Vorinstanz, die Überprüfung der falschen Angabe sei für die Onlinehändler insbesondere deswegen, da B.________ in der Vergangenheit an der angegebenen Wohnadresse wohnhaft gewesen sei, nur mit besonderer Mühe möglich gewesen. Da mit dem Warenwert für die bestellten Parfüms von F.________ AG von gesamthaft Fr. 251.80 ein Alltagsgeschäft vorgelegen habe, sei F.________ AG nicht verpflichtet gewesen, die Bestelladresse zu verifizieren, andere besondere Abklärungen zu treffen oder eine Bonitätsprüfung vorzunehmen. Ausserdem sei davon auszugehen, dass die F.________ AG auch bei einer Bonitätsprüfung der Täuschung unterlegen wäre. Die Onlineanbieterin habe sich auf die Kundenangaben in der Bestellung verlassen können, ohne dabei die Gefahr zu laufen, grundlegendste Vorsichtsmassnahmen zu missachten. F.________ AG könne kein Vorwurf der Mitverantwortung durch Leichtfertigkeit gemacht werden.