Citation: 9C_710/2018 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe den Begriff der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit falsch angewandt und Bundesrecht verletzt, indem sie von der Medas-Beurteilung abgewichen sei. Das Gutachten vom 9. November 2016 entspreche sowohl den mit BGE 141 V 281 definierten versicherungsmedizinischen Massstäben als auch den rechtlichen Beweisanforderungen und sei damit beweiskräftig. Aus diesem Grund müsse die darin formulierte Arbeitsfähigkeitsschätzung übernommen werden; eine davon losgelöste juristische Parallelüberprüfung sei unzulässig. Dieser Auffassung ist entgegenzuhalten, dass die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung die Arbeitsfähigkeit - mit Blick auf die normativ vorgegebenen Kriterien - je aus ihrer Sicht beurteilen (BGE 141 V 281 E. 5.2.1 S. 306 mit Hinweisen; vgl. zur Aufgabenverteilung zwischen Rechtsanwender und Arzt im Allgemeinen: BGE 140 V 193). Anders als der Beschwerdeführer behauptet, war die Vorinstanz deshalb keineswegs verpflichtet, die ärztliche Einschätzung tel quel zu übernehmen. Sie ist korrekt vorgegangen, als sie geprüft hat, ob und in welchem Umfang die gutachterlichen Feststellungen anhand der Indikatoren nach BGE 141 V 281 auf eine rechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen.