Citation: 5A_219/2025 E. 2

Das Obergericht hat festgehalten, die Berufungsschrift enthalte keine konkreten Begehren in Bezug auf die Kinderunterhaltsbeiträge; der Vater mache einfach geltend, über keinerlei Vermögen zu verfügen, so dass es für ihn unmöglich sei, Unterhalt für die Vergangenheit zu bezahlen. Daraus könne geschlossen werden, dass er verlange, für die Zeit bis Ende Dezember 2024 sei auf die Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen zu verzichten, womit diesbezüglich ein ausreichender Antrag vorliege. Indes verkenne er, dass fehlendes Vermögen kein Grund sei, von der Verpflichtung zu Unterhaltszahlungen befreit zu werden. Das vom Bezirksgericht berechnete Einkommen für die Zeit von Februar 2023 bis Dezember 2024 sowie der Bedarf während dieser Zeit werde vom Vater nicht beanstandet. Entsprechend habe es bei den vom Bezirksgericht festgesetzten Unterhaltsbeiträgen von Fr. 1'422.-- bzw. ab August 2024 von Fr. 1'320.-- zu bleiben. Die Berufung sei in diesem Punkt abzuweisen. Das Obergericht hat weiter erwogen, in Bezug auf die Unterhaltsbeiträge von Fr. 1'428.-- ab Januar 2025 mache der Vater geltend, dass diese sein Budget übersteigen würden, da er noch keine Arbeit gefunden habe und die Arbeitslosengelder tiefer seien als Fr. 4'000.--. Bei diesen Ausführungen sei unklar, zu welchem tieferen Unterhaltsbeitrag er verpflichtet werden möchte; aus der Berufungsschrift gehe weder hervor, welches konkrete Einkommen er angerechnet haben wolle, noch ob er die vom Bezirksgericht ermittelten Bedarfszahlen bestreite. Mangels eines ausreichenden Antrages könne daher auf die Berufung betreffend die Unterhaltsbeiträge ab Januar 2025 nicht eingetreten werden. Ohnehin könnte diesem Teil der Berufung selbst bei konkreten Anträgen kein Erfolg beschieden sein: Dass es dem Vater im ersten Monat seit Erhalt des erstinstanzlichen Entscheides noch nicht gelungen sei, das vom Bezirksgericht angerechnete hypothetische Einkommen von Fr. 4'000.-- pro Monat zu erzielen, lasse den erstinstanzlichen Entscheid nicht als unrichtig erscheinen. Sollte es ihm längerfristig nicht gelingen, dieses Einkommen zu generieren, könne er ein Abänderungsgesuch stellen.