Citation: 6B_85/2017 E. 3.1

3.1. Die Beschwerde richtet sich im Weiteren gegen den Freispruch des Beschwerdegegners von der Anklage der ungetreuen Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung zum Nachteil der Stiftung A.________ im Zusammenhang mit den Abgeltungen für die Tätigkeit als Stiftungsrat (Anklageziffer III). Die Vorinstanz stellt zunächst fest, der Beschwerdegegner und E.________ hätten vom Konto der Stiftung B.________ bei der Bank K.________ gemeinsam in 35 Bezügen insgesamt CHF 518'750.-- in bar abgehoben, die sie für die Ausrichtung von Sitzungsgeldern und Stiftungsratshonoraren verwendeten. Sie hätten sich in der Zeit vom 5. November 2003 bis 6. März 2008 für ihre Tätigkeit als Stiftungsräte für jede Sitzung der Stiftung A.________ ein Taggeld von CHF 4'000.-- und ein Jahreshonorar von CHF 10'000.-- sowie verschiedene Vermögensverwaltungsgebühren ausbezahlt. Insgesamt seien CHF 164'000.-- an den Beschwerdegegner, CHF 142'000.-- an E.________ und CHF 212'750.-- an D.________ ausbezahlt worden. Sämtliche Bezüge seien nachträglich mit den durch die Gesellschaft I.________ in Rechnung gestellten Forderungen verrechnet bzw. von diesen Rechnungen in Abzug gebracht worden. Die Vorinstanz nimmt in Bezug auf den Tatbestand der Urkundenfälschung an, der Beschwerdegegner und E.________ hätten die Gelder direkt vom Konto der Stiftung B.________ bezogen. Es sei weder der Stiftung A.________ ein Betrag belastet worden noch habe die Stiftung B.________ eine entsprechende Forderung gegen jene geltend gemacht. Da die durch die Stiftung B.________ entschädigten Aufwendungen für die Tätigkeit der Stiftungsräte bei der Stiftung A.________ nicht bei dieser, sondern bei der Stiftung B.________ angefallen seien, sei nicht zu beanstanden, dass diese Auslagen bzw. Aufwendungen in der Buchhaltung sowie in den Bilanzen und Erfolgsrechnungen der Stiftung A.________ nicht erfasst worden seien. Damit fehle es am objektiven Tatbestand der Urkundenfälschung. Eine - nicht angeklagte - Urkundenfälschung liege im Übrigen auch nicht mit Bezug auf die Stiftung B.________ vor, zumal diese als hinterlegte Stiftung in T.________ bis mindestens 2007 von der Buchführungspflicht befreit gewesen sei. In Bezug auf den Anklagepunkt der ungetreuen Geschäftsbesorgung gelangt die Vorinstanz zum Schluss, es könne dahingestellt bleiben, ob die Sitzungsgelder, Honorare und Boni einer gemeinnützigen Stiftung angemessen und deren Bezüge zweckkonform gewesen seien, da die Aufwendungen nicht zu Lasten der Stiftung A.________, sondern der Stiftung B.________ erfolgt seien. Folglich sei nicht die Stiftung A.________, sondern allenfalls die Stiftung B.________ am Vermögen geschädigt worden. Der objektive Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung sei somit hinsichtlich der Stiftung A.________ nicht erfüllt. In subjektiver Hinsicht läge bei der gegebenen Konstellation zudem keine Schädigungs- und Bereicherungsabsicht zu deren Nachteil vor (angefochtenes Urteil S. 28 f.).