Citation: 8C_625/2014 E. 2.2

2.2. Das kantonale Gericht begründete die Überbindung der Kosten einzig mit der Notwendigkeit eines Gerichtsgutachtens aufgrund der divergierenden ärztlichen Aussagen zur Unfallkausalität. Wie die Beschwerdeführerin zutreffend darlegt, hat die Vorinstanz damit die nach der jüngsten höchstrichterlichen Rechtsprechung bei der Kostenüberwälzung an den Versicherungsträger zu beachtenden Kriterien bundesrechtswidrig ausser Acht gelassen: Die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren waren hinreichend beweiswertig, weshalb der SUVA kein Untersuchungsmangel angelastet werden kann. Ebenso wenig bestand ein manifester Widerspruch zwischen den verschiedenen, aktenmässig belegten ärztlichen Auffassungen, ohne dass die SUVA diesen durch objektiv begründete Argumente entkräften konnte. Vielmehr legte die Beschwerdeführerin im Einspracheentscheid vom 6. Dezember 2012 (E. 3.3) sowie in ihrer vorinstanzlichen Beschwerdeantwort vom 7. Februar 2013 (E. 8.3 f.) überzeugend dar, dass sich einzig der behandelnde Dr. med. E.________ unstimmig äusserte. Im August 2012 hielt er zuhanden des Hausarztes fest, der Hauptbefund stehe in keinem Unfallzusammenhang und die Unfallfolge hätte ohne Begleitpathologie ausgeheilt sein müssen. Dr. med. E.________ war der Ansicht, die Labrumläsion mit Zystenbildung sowie der glenohumerale Knorpelschaden seien degenerativ bedingt, weshalb die weitere Behandlung durch den Krankenversicherer zu übernehmen sei Dementgegen führte er am 17. Oktober 2012, wiederum zuhanden des Hausarztes, unter versicherungsrechtlichem Blickwinkel aus, er befürworte eine Anfechtung der SUVA-Verfügung, da argumentiert werden könne, der Unfall habe zu einer richtungsweisenden Verschlimmerung des Gesundheitsschadens geführt, weshalb der Unfallversicherer auch in Annahme eines vorbestehenden Schadens leistungspflichtig bleibe. Entgegen der vorinstanzlichen Ansicht verstrickte sich damit einzig der behandelnde Arzt selbst in Widersprüche, weshalb im Rahmen der Beweiswürdigung nicht darauf abzustellen war, zumal das kantonale Gericht ebenfalls erwog, sein Bericht vom 17. Oktober 2012 sei wenig überzeugend, da er zuvor in demjenigen vom 18. August 2012 die Unfallkausalität der bestehenden Beschwerden klar verneint habe. Sind jedoch die Angaben des Dr. med. E.________ aufgrund der darin enthaltenen Ungereimtheiten nicht überzeugend und aussagekräftig, hätte das kantonale Gericht ohne Verletzung von Beweiswürdigungsregeln diese unberücksichtigt lassen und auf die schlüssigen Darlegungen des SUVA-Kreisarztes med. pract. D.________ abstellen können. Denn diese stehen in keinem Widerspruch zur weiteren medizinischen Aktenlage, worin sich nirgends die Ansicht einer richtungsweisenden Verschlimmerung des vorbestehenden Leidens findet - wobei der Kreisarzt eine solche richtungsgebende Verschlimmerung bereits in einem Schreiben vom 15. Oktober 2012 nachvollziehbar ausgeschlossen hatte - sodass keine Veranlassung bestand, an seinen fachärztlichen Äusserungen und an der Zuverlässigkeit seiner Schlussfolgerungen mit Blick auf den erreichten Status quo sine (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326, U 180/93 E. 3b) zu zweifeln. Die medizinische Situation war damit genügend geklärt. Die SUVA durfte demnach auf die Beurteilungen des Kreisarztes abstellen und diese als rechtsgenügliche Beweisgrundlage für ihren Entscheid ansehen (BGE 135 V 465 E. 4.7 S. 471). Die Überbindung der Kosten des erstinstanzlichen Gerichtsgutachtens lässt sich nach dem Gesagten nicht begründen.