Citation: 4A_506/2024 E. 6

Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdegegner habe auch die Verletzung organschaftlicher Pflichten substanziiert geltend gemacht. Ob der Beschwerdeführer zusätzlich in einem Arbeitsverhältnis zur D.________ AG gestanden habe, könne offenbleiben, da er auch diesfalls organschaftliche Pflichten verletzt haben könne. Der Beschwerdegegner habe auch den (hypothetischen) Kausalzusammenhang zwischen dem Schaden und den Unterlassungen des Beschwerdeführers hinreichend substanziiert behauptet. Die Erstinstanz hätte die Klage nicht mangels Substanziierung abweisen dürfen. Eine Rückweisung könne indessen unterbleiben, da die Streitsache spruchreif sei. Es könne offenbleiben, ob der Beschwerdeführer seine organschaftlichen Pflichten im Zusammenhang mit der Bauleitung verletzt habe. Wie der Beschwerdegegner zu Recht einwende, hafte der Beschwerdeführer persönlich gegenüber der D.________ AG für den Schaden, den er mit seinem Geschäftsleitungsentscheid - diese im Prozess vor dem Handelsgericht Zürich nicht ordnungsgemäss zu vertreten - verursacht habe. Der von ihm getroffene Entscheid, sich nicht gegen die Klage zur Wehr zu setzen, habe zur Folge gehabt, dass das Handelsgericht lediglich auf die "schlüssigen und unbestrittenen Darstellungen" des Beschwerdegegners abgestellt habe und von sich aus keine rechtshemmenden, -hindernden oder -aufhebenden Tatsachen ausserhalb der Klageschrift habe berücksichtigen können. Er habe eine wesentliche Ursache gesetzt, die zur Gutheissung der Klage geführt habe. Hätte er sich - wie im Verfahren vor dem Bezirksgericht Willisau - zur Wehr gesetzt, wäre die Klage voraussichtlich abgewiesen worden. Wie der Beschwerdeführer zu Recht vorbringe, sei er als Bauleiter nicht in dem vom Beschwerdegegner verstandenen Ausmass für die Instruktion, Anweisung und Kontrolle des Subunternehmers H.________ und von dessen Arbeitnehmer verantwortlich gewesen. Die D.________ AG habe sich lediglich zur Kontrolle der Qualität und Quantität der Arbeiten verpflichtet. Zudem habe sie die Haftung für unsachgemässe Vertragserfüllung durch die Subunternehmer ausgeschlossen. Sie habe davon ausgehen dürfen, dass diese über das notwendige Fachwissen zur Ausführung der ihnen übertragenen Aufgaben verfügten. Es habe nicht zu ihren Aufgaben gehört, die Subunternehmer fachlich zu instruieren und sie dauernd zu überwachen, zumal es sich um einfache Arbeitsvorgänge gehandelt habe. Dem Beschwerdeführer sei hinsichtlich der Kontrolle der Qualität und Quantität der Arbeiten lediglich eine übergeordnete Kontroll- und Aufsichtspflicht zugekommen. Es stehe fest, dass der Beschwerdeführer seinen übergeordneten Kontroll- und Aufsichtspflichten nachgekommen sei. Folglich wäre die D.________ AG nicht zur Zahlung von Schadenersatz verpflichtet worden, wenn sie sich gegen die beim Handelsgericht Zürich angehobene Klage zur Wehr gesetzt hätte. Der Beschwerdeführer - als alleiniger Geschäftsführer der D.________ AG - habe dies nicht getan. Diese Unterlassung habe dazu geführt, dass das Handelsgericht Zürich die D.________ AG mit Urteil vom 5. Oktober 2018 rechtskräftig verpflichtet habe, dem Beschwerdegegner den Ersatz eines Schadens zu bezahlen, für den sie bei gehöriger Bestreitung voraussichtlich nicht gehaftet hätte. Diese Unterlassung sei für den bei der D.________ AG entstandenen Schaden kausal gewesen. Der Beschwerdeführer habe schuldhaft gehandelt, weil es für ihn ohne Weiteres möglich gewesen wäre, die bereits vor dem Bezirksgericht Willisau vorgetragenen Einwendungen auch im Verfahren vor dem Handelsgericht Zürich einzubringen.