Citation: 4A_574/2013 E. 2.2

2.2. Nach Auffassung der Beschwerdeführerin habe die Vorinstanz zu Unrecht nicht festgestellt, dass zwischen den Parteien eine mündliche Gewinnbeteiligungsabrede bestanden habe, die von einem übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen getragen sei. Dies ergebe sich aus dem Vorschlag einer Austrittsvereinbarung vom 6. November 2008 (Klagebeilage 4), welche die Beschwerdegegnerin selber entworfen habe und in der die Beschwerdeführerin nicht lediglich als Mitarbeiterin, sondern primär als "Partnerin" bezeichnet werde. Die Beschwerdegegnerin halte darin sodann wörtlich fest: "Frau A.________, Mitarbeiterin und Partnerin der B.________ GmbH, tritt per 31. Mai aus der Gesellschaft aus." Dieser Passus stelle kein Vergleichsangebot dar, sondern sei eine Feststellung über die Art der Zusammenarbeit der Parteien. Darin bestätige die Beschwerdegegnerin ihren wirklichen Willen zum offenbar mündlich getroffenen Konsens, dass zwischen den Parteien nicht lediglich ein arbeitsrechtliches, sondern darüber hinaus eine partnerschaftliche Zusammenarbeit bestanden habe. Indem die Vorinstanz über den beschriebenen, von der Beschwerdegegnerin geäusserten, wirklichen Willen hinweg gehe, lege sie ihrem Urteil einen unrichtig festgestellten Sachverhalt im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG zugrunde. Die fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung sei offensichtlich und verletze somit das Willkürverbot gemäss Art. 9 BV.