Citation: 1C_356/2022 E. 2.5

2.5. Im vorinstanzlichen Verfahren gab die Gemeinde Trimmis in ihrer Vernehmlassung an, ihr kommunales Baugesetz unterscheide zwischen öffentlichen und privaten Erschliessungsanlagen, wobei gemäss Art. 73 BauG nur gemeindeeigene Anlagen öffentliche Erschliessungsanlagen seien. Der in Art. 63 Abs. 1 BauG verwendete Begriff der Gemeindestrassen beziehe sich gemäss dem eindeutigen Wortsinn auf gemeindeeigene Erschliessungsanlagen und erfasse daher die gemäss dem GEP auf der Bauparzelle geplante private Erschliessungsstrasse nicht. Dies entspreche dem Zweck von Art. 63 Abs. 1 BauG, weil bei privaten Strassen zur Feinerschliessung für wenige Grundstücke ein beidseitiger Strassenabstand von 5 m nicht gerechtfertigt sei. Ein solcher Abstand würde bei einer Strassenbreite von 3,5 m zu einem 13,5 m breiten Korridor führen, was den raumplanerischen Zielen des haushälterischen Umgangs mit dem Boden und der Siedlungsentwicklung nach innen widersprechen würde.