Citation: 1P.290/2002 20.12.2002 E. 5

5.1 Hauptstreitpunkt ist die Entschädigung für die Beeinträchtigung des mit dem Kran bewirtschaftbaren Lagerplatzes. Nach den bereits dem Verwaltungsgericht vorgelegten Berechnungen der Beschwerdeführerin soll dessen Verkleinerung um 9% pro Tag zwei zusätzliche Kranzüge bzw. 10 Min. Mehraufwand bedingen, was zu folgendem Schaden führe: 1 Kranstunde (inkl. Kranführer und Hilfsarbeiter) Fr. 217.-- Zeitaufwand pro Tag 0.17 h Betriebszeit Werkhof 200 Tage pro Jahr Kapitalisierungszinsfuss 5% 217 x 0.17 x 200 x 100 : 5 = Fr. 147'560.-- + 7.6% Mehrwertsteuer (Fr. 11'214.60) = Fr. 158'775.--. Diese Berechnung wird in einem von der Beschwerdeführerin beigebrachten Schreiben des Leiters Unternehmensberatung des Schweizerischen Baumeisterverbandes, Y.________, als realistisch bezeichnet. 5.2 Das Verwaltungsgericht begnügt sich damit, diese Rechnung in einzelnen Punkten in Frage zu stellen, indem es etwa den Ansatz von Fr. 217.-- pro Kranstunde in Zweifel zieht und ausführt, die Rechnung sei "rein hypothetischer Natur" und stehe in keinem Zusammenhang zur betrieblichen Realität. Der gesamte Flächenverlust von 3% sei minimal, und der Kran werde in seiner Reichweite nicht eingeschränkt; dieser sei fix montiert und werde zudem nur bei Bedarf bedient; die Fr. 217.-- entsprächen daher nicht den betrieblichen Kosten. 5.3 Diese Begründung ist einerseits nicht stichhaltig: Es ist unmassgeblich, dass der Verlust an mit dem Kran bewirtschaftbarer Fläche nur 3% des gesamten Werkhofareals ausmacht; unter dem Gesichtspunkt der Betriebserschwernis ist vielmehr massgebend, wie die Beschwerdeführerin zu Recht darlegt, dass die mit dem Kran bedienbare Lagerfläche nach ihrer unwiderlegten Berechnung um 9% abgenommen hat. Zum anderen vermag sie höchstens Zweifel daran zu erwecken, ob die Forderung von Fr. 158'775.-- begründet ist. Dies genügt den verfassungsmässigen Anforderungen an die Urteilsbegründung nicht. Dem angefochtenen Urteil ist nicht zu entnehmen, weshalb die der Beschwerdeführerin als Inkonvenienzentschädigung für die Verringerung des mit dem Kran bewirtschaftbaren Lagerplatzes zugesprochenen Fr. 20'000.-- entgegen den Einwänden der Enteigneten dem Grundsatz der vollen Entschädigung entsprechen. Dies kann daher durch das Bundesgericht als Rechtsmittelinstanz nicht überprüft werden. Das Verwaltungsgericht hat damit seine Begründungspflicht verletzt, die Rüge ist begründet.