Citation: 6B_863/2017 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, dass der Beschwerdeführer die Strecke gut kannte. Insbesondere habe er gewusst, dass nach der Rechtskurve ein Fussgängerstreifen folgte und dass an einem Samstagnachmittag vor Weihnachten Fussgänger und andere Autofahrer im Dorf unterwegs seien. Ebenfalls seien ihm das Tempolimit, die Gefährlichkeit von Überholmanövern sowie die schwerwiegenden Folgen eines Verkehrsunfalles bekannt gewesen. Die sichtbare Strecke sei für das Überholen von drei Fahrzeugen in einem Zug mit einer Geschwindigkeit von mindestens 93 km/h völlig ungenügend gewesen. Die naheliegende Möglichkeit eines Verkehrsunfalles sei für ihn erkennbar gewesen. Er sei als Neulenker mit wenig Fahrpraxis und einem leistungsstarken Fahrzeug unterwegs gewesen und habe nicht darauf vertrauen können, einen Unfall mit Fahrgeschicklichkeit abwenden zu können. Die Gefährlichkeit seines Handelns habe er gekannt. Mit dem Überholmanöver sei er ein äusserst hohes Risiko eingegangen. Gemäss einem Zusatzgutachten des Dynamic Test Center vom 3. November 2015sei es ihm gänzlich unmöglich gewesen, auf ein entgegenkommendes Fahrzeug oder auf Fussgänger auf dem Fussgängerstreifen zu reagieren. Er habe fundamentalste Verkehrsregeln ausser Acht gelassen und die Sorgfaltspflicht schwer verletzt. Seine Tathandlung habe nicht in einer kurzen Unaufmerksamkeit gelegen. Es sei ihm wichtiger gewesen, die Stärke seines Autos und sein fahrerisches Können unter Beweis zu stellen, als offensichtliche Gefahren für andere Personen zu vermeiden. Für das waghalsige Überholmanöver habe es keinen objektiven Grund gegeben. Er sei ein derart hohes Risiko eingegangen, dass er nicht für sich in Anspruch nehmen könne, mit dem Eintritt des Erfolges nicht gerechnet zu haben oder überzeugt gewesen zu sein, diesen vermeiden zu können. Er habe damit nicht fahrlässig, sondern eventualvorsätzlich gehandelt.