Citation: 2A.34/2002 22.05.2002 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, gegenüber einem Schweizer Bürger könne die Bewilligung zum Familiennachzug nicht rückgängig gemacht und gestützt darauf einem minderjährigen Ausländer die Aufenthaltsbewilligung entzogen werden. Auch wendet er sich gegen die Feststellung des Verwaltungsgerichts, die Kinder seien im Verfahren durch ihn vertreten gewesen. Ein eigentliches Vertretungsverhältnis liege auf Grund der Regelung von Art. 17 ANAG nicht vor. 2.2 Gemäss Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG haben ledige Kinder von Ausländern, die in der Schweiz niedergelassen sind, Anspruch auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung ihrer Eltern, wenn sie mit diesen zusammen wohnen und noch nicht 18 Jahre alt sind. Der Gesetzgeber hat das Nachzugsrecht ausländischer Kinder von Schweizer Bürgern nicht geregelt (BGE 125 II 585 E. 2c S. 589; 118 Ib 153 E. 1b S. 156). Das Bundesgericht hat in BGE 118 Ib 153 E. 1b S. 156 festgehalten, dass aus Gründen der Rechtsgleichheit die Regelung von Art. 17 Abs. 2 ANAG analog auch auf ausländische Kinder von Schweizer Bürgern anzuwenden ist. Inwiefern diese Lückenfüllung - wie vom Beschwerdeführer behauptet - unzulässig sein sollte, ist nicht ersichtlich. Es sprechen keine ernsthaften, sachlichen Gründe dafür, dass der Beschwerdeführer als eingebürgerter Schweizer, der seine ausländischen Kinder nachziehen will, auf Grund des Gleichbehandlungsgebotes besser gestellt sein sollte als ein niedergelassener Ausländer in gleicher Lage, zumal es in beiden Fällen um das Nachzugsrecht ausländischer Kinder geht, denen das Bundesrecht keinen selbständigen Anspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung einräumt. Die Kinder des Beschwerdeführers konnten auf Grund der Regelung von Art. 17 Abs. 2 ANAG denn auch nur durch ihn zu einer Aufenthaltsberechtigung in der Schweiz gelangen. Insofern ist - entgegen dem entsprechenden Einwand in der Beschwerde - nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz den Kindern das Verhalten des Beschwerdeführers (der das Nachzugsgesuch vom 7. August 2000 in eigenem Namen stellen liess) bzw. dasjenige seines Rechtsvertreters angerechnet hat (vgl. BGE 112 Ib 473 E. 3c/d S. 476 f.).