Citation: 4A_595/2021 E. 7.4.2

7.4.2. Der Beschwerdeführer rügt weiter, die Vorinstanz verkenne, dass der Zeuge R.________ sehr wohl Aussagen über "ein im Jahre 1993 begründetes Treuhandverhältnis" machen könne und dies auch detailliert und glaubhaft getan habe. Es sei willkürlich, wenn die Vorinstanz annehme, ein von 1993 bis 2014 andauerndes Treuhandverhältnis könne einem Zeugen nur bekannt werden, wenn er Vorgänge beim Abschluss des Treuhandverhältnisses direkt wahrgenommen habe. 7.4.2.1. Die Vorinstanz hielt fest, der Beschwerdeführer mache geltend, er habe in der Replik ausgeführt, zwischen den Parteien sei eine umfassende Treuhandschaft vereinbart worden, wonach der Beschwerdegegner auch gegenüber den Schweizerischen Steuerbehörden als Eigentümer der Aktien der E.________ AG habe auftreten sollen. Dazu seien R.________ als Zeuge (der in seiner Befragung das Bestehen einer Treuhandschaft bestätigt habe) und die Parteibefragung des Beschwerdeführers offeriert worden. Aus der steuerlichen Deklaration der Aktien durch den Beschwerdegegner - so die Vorinstanz weiter - könne kein Treuhandverhältnis abgeleitet werden. Der Beschwerdeführer tue auch nicht dar, inwiefern aus den direkten Wahrnehmungen des Zeugen R.________ (der in die 2000 und 2001 erfolgten Aktienverkäufe involviert gewesen sei) auf ein im Jahre 1993 begründetes Treuhandverhältnis geschlossen werden müsste. Dass der Zeuge R.________ ausgeführt habe, der Beschwerdeführer habe sich "vielleicht bzw. glaublich" einmal dahingehend geäussert, die der M.________ Trust reg. verkauften 26 % der Aktien (um deren Gegenwert es im vorliegenden Prozess nicht gehe) habe der Beschwerdegegner für den Beschwerdeführer gehalten, reiche nicht aus, um das vom Beschwerdeführer behauptete Treuhandverhältnis zu substanziieren oder gar als erstellt zu betrachten. 7.4.2.2. Soweit der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz lehne seine Befragung unzulässigerweise ab, indem sie zu seinem Nachteil spekulativ vorwegnehme, welche Angaben von ihm in der Parteibefragung zu erwarten gewesen wären, geht seine Rüge fehl. Er konnte sich in den vorinstanzlichen Verfahren nicht damit begnügen, pauschal zu behaupten, die steuerliche Deklaration der Aktien durch den Beschwerdegegner sei Teil einer umfassenden Treuhandschaft zwischen ihm und dem Beschwerdegegner gewesen. Er übergeht erneut, dass das Beweisverfahren substanziierte Behauptungen voraussetzt. Was die Befragung des Zeugen R.________ betrifft, tut er nicht hinreichend dar, inwiefern aus dessen Wahrnehmungen auf einen im Jahr 1993 begründeten Treuhandvertrag geschlossen werden müsste. Die Rüge des Beschwerdeführers basiert im Wesentlichen auf der Argumentation, ein (allfälliges) Treuhandverhältnis betreffend die Aktien Nrn. 49-74 belege auch ein Treuhandverhältnis betreffend die Aktien Nrn. 75-100. Diesbezüglich kann auf die Ausführungen in E. 7.1.2 hiervor verwiesen werden. Fehl geht auch der Vorwurf der Aktenwidrigkeit betreffend die vorinstanzlichen Ausführungen, wonach ein Abschluss eines Treuhandvertrags in einem späteren Zeitpunkt (als 1993) seinerseits nie behauptet worden sei. Dies ist so zu verstehen, dass der Beschwerdeführer nie etwas anderes behauptet hat, als dass die Beauftragung des Beschwerdegegners zum treuhänderischen Erwerb von Aktien im Rahmen des behaupteterweise seit 1993 bestehenden umfassenden Treuhandverhältnisses erfolgte. Die Vorinstanz hat aber - entgegen dem Beschwerdeführer - nicht aktenwidrig festgestellt, dass solche Beauftragungen nicht behauptet worden seien. Mit der Beauftragung des Beschwerdegegners zum treuhänderischen Erwerb der 34 Aktien von F.________ bzw. der H.________ AG im Jahre 1995 hat sie sich entsprechend auch ausführlich auseinandergesetzt (vgl. hiernach E. 7.6.1).