Citation: 5C.57/2000 13.04.2000 E. B

B.- In Gutheissung einer Klage der Ehefrau und einer Widerklage des Ehemannes sprach das Bezirksgericht Baden (3. Abteilung) am 7. April 1998 gestützt auf Art. 142 aZGB die Scheidung der Ehe aus. Es lehnte das Begehren der Klägerin um Zusprechung einer Rente im Sinne von Art. 151, allenfalls Art. 152 aZGB ab. Hingegen wies es die Bank L.________ an, vom Freizügigkeitskonto 1 des Beklagten den Betrag von Fr. 197'323. 65 auf ein von der Klägerin zu eröffnendes Freizügigkeitskonto zu überweisen. Ferner verpflichtete es den Beklagten, der Klägerin aus Güterrecht Fr. 800'403. 05 zu zahlen. Gegen dieses Urteil appellierte die Klägerin an das Obergericht des Kantons Aargau, worauf der Beklagte Anschlussappellation erhob. Das Obergericht (2. Zivilkammer) hiess die Appellation am 22. September 1999 teilweise gut und änderte das bezirksgerichtliche Urteil dahin ab, dass es der Klägerin eine Kapitalabfindung von Fr. 130'000.-- zur Abgeltung ihrer Ansprüche aus Art. 151 Abs. 1 aZGB zusprach, den auf ihr künftiges Freizügigkeitskonto zu überweisenden Betrag auf Fr. 322'710. 55 erhöhte und den ihr aus Güterrecht zustehenden Betrag auf Fr. 1'027'576. 20 heraufsetzte. Die Anschlussappellation wurde abgewiesen. Die Erhöhung der verschiedenen der Klägerin zugesprochenen Leistungen beruht darauf, dass das Obergericht die Angaben des Beklagten zu seinem Vermögen als unglaubwürdig betrachtet hat. Es ist davon ausgegangen, dass der Beklagte noch immer über das gleiche Vermögen verfüge wie am 11. November 1993, dem für die güterrechtliche Auseinandersetzung massgebenden Stichtag, dass er dieses jedoch zum Teil weggeschafft habe, um die Ansprüche der Klägerin zu schmälern.