Citation: 2P.86/2006 09.10.2006 E. 1

1.1 Bestreitet eine zur Veranlagung herangezogene Person die Steuerhoheit des Kantons, muss grundsätzlich in einem Vorentscheid rechtskräftig über ihre Steuerpflicht entschieden werden, bevor das Veranlagungsverfahren fortgesetzt werden darf (BGE 125 I 54 E. 1a S. 55 mit Hinweis). Vorliegend ist ein solcher Vorentscheid über die Steuerhoheit (sog. Steuerdomizilentscheid) angefochten. Bei Beschwerden auf dem Gebiet der interkantonalen Doppelbesteuerung muss der kantonale Instanzenzug nicht ausgeschöpft werden (Art. 86 Abs. 2 OG). Insofern können vor Bundesgericht auch neue Tatsachen und Beweismittel vorgebracht werden (RDAF 2004 II S. 281, 2P.179/2003 vom 17. Juni 2004, E. 1.2 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer ist als Steuerpflichtiger legitimiert, staatsrechtliche Beschwerde zu führen (Art. 88 OG). 1.2 Die Beschwerde richtet sich gegen die Kantone Basel-Stadt und Wallis; mit ihr wird explizit indes nur der Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Basel-Stadt angefochten, nicht auch die Veranlagungen der Steuerverwaltung des Kantons Wallis ab dem Steuerjahr 2004 (wie deren offenbar rechtskräftige Veranlagungsverfügung 2004 vom 29. Juni 2005); in Bezug auf den Kanton Wallis beantragt der Beschwerdeführer lediglich eine Feststellung zu dessen allfälliger Steuerhoheit ab dem 1. Januar 2004 und den Folgejahren mit der Begründung, die Steuerhoheit des Kantons Wallis bisher nicht anerkannt zu haben. Damit kann der insofern rudimentären Beschwerde zumindest sinngemäss das Begehren entnommen werden, die Doppelbesteuerung ab dem Steuerjahr 2004 gegebenenfalls auch gegenüber dem Kanton Wallis zu beseitigen. Im Übrigen kann mit der Doppelbesteuerungsbeschwerde gegen die Steuerveranlagung bzw. den Steuerdomizilentscheid des zweitverfügenden Kantons auch die bereits rechtskräftige Steuerveranlagung des erstverfügenden Kantons angefochten werden (vgl. Art. 89 Abs. 3 OG). Die staatsrechtliche Beschwerde hat sodann zwar grundsätzlich kassatorischen Charakter (BGE 125 I 104 E. 1b S. 107; 125 II 86 E. 5 S. 96), und es kann mit ihr nur die Aufhebung des angefochtenen Entscheids verlangt werden. Eine Ausnahme von diesem Grundsatz besteht aber bei einer Verletzung des Doppelbesteuerungsverbots (vgl. etwa RF 56/2001 S. 340, 2P.119/2000, E. 1b), so dass die Anträge des Beschwerdeführers auch insofern zulässig sind.