Citation: 1B_667/2020 E. 3.7

3.7. Dass das Obergericht bei dieser Sachlage derzeit von einer deutlich ungünstigen Rückfallprognose für schwer wiegende Gewaltstraftaten ausgeht, ist folglich bundesrechtskonform. Neben den offensichtlich massiven Drogen- und Alkoholproblemen des Beschuldigten und seinem angeschlagenen psychischen Gesundheitszustand fällt dabei der Umstand ins Gewicht, dass auch der Eindruck der ersten Untersuchungshaft im März 2020 ihn offenbar nicht davon abzuhalten vermochte, bereits wenige Wochen nach seiner Haftentlassung und über mehrere Monate hinweg erneut schwerwiegend zu delinquieren. Auch die Ansicht des Obergerichtes, für mehrere dem Beschuldigten zur Last gelegte Verbrechen und schwere Vergehen bestehe eine erdrückende Beweislage im Sinne der oben (E. 2.1) dargelegten Bundesgerichtspraxis, hält vor dem Bundesrecht stand. Diesbezüglich kann auf die willkürfreien Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden, zumal der Beschwerdeführer sich nur bei einem Teil der untersuchten Vorfälle überhaupt näher zum bisherigen Beweisergebnis äussert.