Citation: 5A_63/2009 20.08.2009 E. 3

Die Beschwerdeführerin sieht in diesen Erwägungen Art. 139 ZGB, Art. 124 ZGB und Art. 125 ZGB verletzt. Sie macht sinngemäss geltend, sie habe im kantonalen Verfahren die finanziellen Verhältnisse genügend substantiiert behauptet und belegt. Die dargelegten Tatsachen und Begleitumstände würden zudem unmittelbar aus den Akten des Ehescheidungs- und Präliminarverfahrens hervorgehen, deren Beizug sie mit der Appellation beantragt habe. Die geltend gemachten Tatsachen und Indizien habe das Obergericht vollständig ignoriert, obwohl sie bei der durch das Bundesrecht in Art. 139 Abs. 1 ZGB vorgeschriebenen freien Beweiswürdigung hätten gewürdigt werden müssen. So hätte unter anderem insbesondere die Tatsache, dass sich der Beschwerdegegner erstmals im Scheidungsverfahren darauf berief, den Betrag von Fr. 250'000.-- von der Beschwerdeführerin angeblich nicht zurückerhalten zu haben, als Indiz zur Beweiswürdigung beigezogen werden müssen. Zudem habe die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin bis zu ihrer Rückkehr ins Heimatland Ägypten kein Erwerbseinkommen erzielte und das Vorbringen, wonach diese als Schneiderin in Kairo ein nur sehr geringes Einkommen erzielen könne, keinen Eingang im Verfahren vor Obergericht gefunden. Zudem ergebe sich eine unrichtige Anwendung von Art. 125 ZGB daraus, dass sich der gebührende Unterhalt nicht nach dem Bedarf des Ansprechers, sondern anhand der Differenz zwischen dessen Eigenversorgungskapazität nach der Ehescheidung und dem zuletzt gelebten Unterhalt berechne. Im Weiteren enthält die Beschwerde Ausführungen betreffend den Prozessablauf vor den kantonalen Instanzen, die Beziehung der Parteien zur mündigen Tochter, die Verstossung der Beschwerdeführerin und die freundschaftliche Beziehung der Beschwerdeführerin zu A.________.