Citation: 5A_109/2018 E. 8.3.3

8.3.3. Zunächst übersieht der Kläger, dass das seit 29. Oktober 2009 und damit vor Inkrafttreten der eidgenössischen ZPO rechtshängige erstinstanzliche Verfahren in Anwendung der damals gültigen kantonalen ZPO durchzuführen war (Art. 404 Abs. 1 ZPO). Das galt auch für die Fortsetzung des erstinstanzlichen Verfahrens nach dem oberinstanzlichen Rückweisungsentscheid vom 26. März 2013 (Urteil 4A_258/2012 vom 8. April 2013 E. 2.1). Soweit der Kläger geltend macht, das Obergericht habe Bestimmungen der eidgenössischen ZPO falsch angewendet, indem es das Vorgehen des Kantonsgerichts (beweiswürdigende Berücksichtigung bei unberechtigter Verweigerung der Mitwirkung [Art. 164 ZPO]; Zulassung zum Beweis [Art. 152 ZPO]) geschützt habe, zielen seine Vorwürfe an der Sache vorbei, zumal die angerufenen Bestimmungen der ZPO im erstinstanzlichen Verfahren nicht anwendbar waren. Im Gegensatz zum materiellen Bundesrecht prüft das Bundesgericht die Anwendung kantonalen Rechts nicht von Amtes wegen und, unter Vorbehalt gesetzlicher Ausnahmen (Art. 95 lit. c-e BGG), nur auf Verletzung verfassungsmässiger Rechte - insbesondere Willkür - hin (BGE 140 III 385 E. 2.3). Hierfür gilt das strenge Rügeprinzip (E. 3.1 oben). Die Vorbringen des Klägers, die sich nicht mit den einschlägigen Bestimmungen des kantonalen Rechts (§ 163 Abs. 1 ZPO/ZG) auseinandersetzen, genügen den Begründungsanforderungen offensichtlich nicht. Namentlich zeigt er nicht auf, gestützt auf welche kantonal- oder verfassungsrechtliche Bestimmung das Kantonsgericht gehalten gewesen wäre, nach der Editionsverfügung vom 11. September 2013 eine weitere Verfügung hinsichtlich der streitgegenständlichen Steuererklärungen zu erlassen. Auf die diesbezüglichen Einwendungen ist nicht einzutreten.