Citation: 6B_762/2013 E. 2.4.6

2.4.6. Die Rüge der Beschwerdeführerin, die vorinstanzliche Erwägung, suggestive Einflüsse könnten nicht ausgeschlossen werden, sei willkürlich (Beschwerde S. 15 f.), ist unbegründet. Die Vorinstanz hält zur Entstehungsgeschichte der Aussage fest, es sei auffallend, dass es erst im Laufe der Zeit zu gewissen Erinnerungen gekommen sei. So wolle die Beschwerdeführerin das Bild des Oralverkehrs lange verdrängt haben. Diese Erinnerung sei erst vor einem Jahr zum Vorschein gekommen, als sie mit ihrem damaligen Freund zusammen gewesen sei. Diese Situation sei dann auch in der Nacht in Träumen wieder vorgekommen. Bei der ersten Instanz habe die Beschwerdeführerin angegeben, hinsichtlich der Erinnerungen habe es Bruchstücke gehabt, wo etwas gefehlt habe. Auch habe es einen Teil gegeben, der ihr im Traum in Erinnerung gekommen sei. Doch sie wisse und müsse davon ausgehen, dass es auch passiert sei (Urteil S. 10). Ferner würdigt die Vorinstanz die weiteren Begleitumstände. Gemäss Angaben der Beschwerdeführerin habe sie sich vor dem Vorfall in einer schwierigen persönlichen Lage befunden und psychologische Beratung in Anspruch genommen. Zu dieser Zeit sei sie auch für vier Wochen zu einer Pflegefamilie gekommen. Die damalige Therapeutin der Beschwerdeführerin spreche von einer "massiven Pubertätskrise", erwähne zwar eine Eskalation der Situation Ende August 1999, beschreibe für die Zeit bis zum Abbruch der Therapie im Sommer 2000 allerdings keine weiteren Veränderungen oder Auffälligkeiten, die auf ein traumatisches Erlebnis schliessen liessen. Auch wenn die Beschwerdeführerin diesbezüglich ausführe, sie habe nichts über den Vorfall erzählt, erscheine es doch ungewöhnlich, dass weder einer ausgebildeten Person noch ihrer Freundin B.________ Veränderungen aufgefallen seien. Dies erstaune umso mehr, als die Beschwerdeführerin ausgesagt habe, sie sei in der Schule zwei bis drei Monate nach dem Vorfall aufgeklärt worden, was für sie schwierig gewesen sei (Urteil S. 11).