Citation: 4C.175/2004 31.08.2004 E. 3

Die Beklagte hält auch vor Bundesgericht an der Einrede der Verjährung fest. Sie anerkennt indessen, dass die Verjährung bloss eingetreten wäre, wenn die zweijährige, nicht aber die fünfjährige Verjährungsfrist gelten würde. Entscheidend ist damit die Frage, ob im vorliegenden Fall die fünfjährige Frist nach Art. 128 OR oder die zweijährige nach Art. 46 VVG zur Anwendung gelangt. Rechtsgrund der eingeklagten Forderung ist eine Vertragsverletzung der Beklagten. Es wird Schadenersatz aus Vertragsverletzung nach Art. 97 OR geltend gemacht. Beim verletzten Vertrag handelt es sich um einen Arbeitsvertrag, womit Art. 128 Ziff. 3 OR zur Anwendung gelangt. Daran vermag nichts zu ändern, dass die Vertragsverletzung darin bestand, dass die Arbeitgeberin nicht für den versprochenen Versicherungsschutz sorgte. Bezüglich der Verjährung der Forderung des Arbeitnehmers gegenüber der Arbeitgeberin kann es nur auf den Rechtsgrund dieses Anspruchs ankommen, weshalb die fünfjährige Verjährungsfrist von Art. 128 Ziff. 3 OR gilt, wie beide kantonalen Gerichte zureffend entschieden haben. Die Berufung erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.