Citation: 4A_248/2018 E. B

Am 17. September 2015 gelangte der Kunde an das Handelsgericht des Kantons Zürich mit dem Rechtsbegehren, die Bank sei zu verpflichten, ihm EUR 1 Mio. zu bezahlen, nebst Zins zu 5 % ab 16. Januar 2015. Er wies darauf hin, dass es sich um eine Teilklage handle und dass sein gesamter Schaden je nach Standpunkt EUR 10'005'377.40 oder EUR 9'835'899.30 betrage. Er brachte im Wesentlichen vor, die Beklagte habe ihre Pflichten verletzt, indem sie ihn in ein "Gesamtkonzept" mit komplexer Vermögens- und Investitionsstruktur und hoher Risikoexposition gelenkt habe, während er weder über die nötige Fachkunde noch die praktische Erfahrung verfügt habe. Die entsprechenden Anlagevorschläge hätten auch nicht zu seinem persönlichen Profil gepasst. Im Eventualstandpunkt machte der Kläger geltend, die Beklagte habe ihre Beratungs- und Abmahnungspflichten zu verschiedenen Zeitpunkten Ende 2014/anfangs 2015 verletzt. Im Subeventualstandpunkt brachte er vor, die Beklagte habe ihre Risikoaufklärungspflichten verletzt. Die Beklagte beantragte die Abweisung der Klage und erhob Widerklage mit dem Begehren, der Kläger sei zu verpflichten, ihr Fr. 586'620.10 zuzüglich Zins zu 5 % seit 14. Februar 2015 zu bezahlen. Sie verlangte damit die Bezahlung des Negativ-Saldos auf den Privatkonti des Klägers. Das Handelsgericht des Kantons Zürich wies die Klage mit Urteil vom 16. März 2018 ab und hiess die Widerklage gut. Es verpflichtete den Kläger, der Beklagten Fr. 586'620.08 nebst Zins zu 5% seit 14. Februar 2015 zu bezahlen. Das Gericht erwog, es sei schweizerisches Recht anwendbar, wobei der Kläger Schadenersatz aus einem als Anlageberatung zu qualifizierenden Vertragsverhältnis beanspruche. Das Gericht verneinte sodann in Bezug auf die Devisengeschäfte die Haftung der Beklagten aus unterlassener Information und eine Pflichtverletzung im Zusammenhang mit der Aufhebung des Mindestkurses EUR/CH durch die SNB. Die Widerklage stützte das Gericht in der Erwägung, die Verwertung der Faustpfänder sei vertragskonform erfolgt und der Kläger hafte für den verbleibenden Negativsaldo.