Citation: 1A.42/2003 05.03.2003 E. 1

1.1 Nach Art. 55 Abs. 1 IRSG entscheidet das Bundesamt über die Auslieferung des Verfolgten. Gestützt auf das IRSG ergangene Verfügungen erstinstanzlicher Bundesbehörden unterliegen, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht (Art. 25 Abs. 1 IRSG). Zwischenverfügungen sind ebenfalls mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbar, wenn diese gegen die Endverfügung zulässig ist und sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (e contrario Art. 101 lit. a OG i.V.m. Art. 5 Abs. 1 und 2 sowie Art. 45 Abs. 1 VwVG). Ansonsten sind Zwischenverfügungen nur durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar (Art. 45 Abs. 3 VwVG). 1.2 Unterliegt somit der Auslieferungsentscheid der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, ist die hier angefochtene, während des Auslieferungsverfahrens ergangene Zwischenverfügung des Bundesamtes für Justiz ebenfalls mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kann. Der Beschwerdeführer kann mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Auslieferungsentscheid geltend machen, seine Verfahrensrechte seien in bundesrechts- bzw. verfassungswidriger Weise beschnitten worden, indem seinem Vertreter eine zu kurze Frist angesetzt worden sei, um zum Auslieferungsbegehren sachgerecht Stellung nehmen und ihn damit effektiv verteidigen zu können. Der nicht wiedergutzumachende Nachteil könnte somit nur in der Verlängerung des Verfahrens bestehen, wenn das Bundesamt nach einer allfälligen Rückweisung durch das Bundesgericht das Verfahren ergänzen und neu entscheiden müsste. Da die Beschwerde indessen ohnehin offensichtlich unbegründet ist, kann offen bleiben, ob dies unter den gegebenen Umständen einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 45 Abs. 1 VwVG darstellt. 1.3 Es ist unerfindlich, inwiefern das Bundesamt sein Ermessen überschritten haben soll, indem es die Vernehmlassungsfrist des Verteidigers auf immerhin gut vier Wochen begrenzte. Die Verteidigung ist ebenso wie die Behörden gehalten, in einem Haftfall mit der gebotenen Beschleunigung zu handeln und sich - auch in Bezug auf allfällige Absprachen mit den deutschen Verteidigern des Beschwerdeführers - entsprechend zu organisieren. Auch für die Anfechtung des Auslieferungsentscheides wird ihm, ungeachtet der Komplexität der Sache, bloss eine nicht erstreckbare Rechtsmittelfrist von 30 Tagen zustehen.