Citation: I 61/03 22.09.2003 E. 4

4.1 Im ersten Leistungsbegehren vom 31. Januar 2001 hatte der Beschwerdeführer um die Gewährung beruflicher Massnahmen ersucht, was mit Verfügung vom 3. September 2001 verweigert worden war. Bei der erneuten Anmeldung vom 1. Februar 2002 ersuchte er dann um berufliche Massnahmen und um Zusprechung einer Rente. 4.2 Verwaltung und Vorinstanz stellen sich auf den Standpunkt, es sei keine den Invaliditätsgrad beeinflussende Änderung der gesundheitlichen Situation nachgewiesen bzw. glaubhaft gemacht, weshalb auf die erneute Anmeldung nicht einzutreten bzw. die gegen die Nichteintretensverfügung erhobene Beschwerde abzuweisen sei. 4.3 Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Die dargelegten, von Verordnungsgeber und Rechtsprechung entwickelten Regeln zur Behandlung von Neuanmeldungen nach Erlass einer rechtskräftigen leistungsablehndenden Verfügung beziehen sich nämlich ihrem hievor angeführten Sinn und Zweck nach nur auf gleichlautende Leistungsgesuche, wohingegen dem Versicherten bei Geltendmachung eines andersartigen Leistungsanspruchs, mithin eines anderweitigen Versicherungsfalles, die Rechtsbeständigkeit der früheren Leistungsverweigerung nicht entgegengehalten werden kann (SVR 1999 IV Nr. 21 S. 64 mit Hinweis). Vielmehr hat die Verwaltung - und im Beschwerdefall das Gericht - ein neuerliches, jedoch andersartiges (vom Gegenstand der vorangegangenen Ablehnungsverfügung nicht erfasstes) Leistungsbegehren in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht einer umfassenden Prüfung zu unterziehen. Die IV-Stelle ist demzufolge bei der gegebenen Sach- und Rechtslage auf die Anmeldung vom 1. Februar 2002 zu Unrecht nicht eingetreten.