Citation: 1C_300/2022 E. 3.1

3.1. Unter den Parteien ist unbestritten, dass die 30-tägige Beschwerdefrist gegen den Entscheid des Departements Bau, Verkehr und Umwelt vom 21. Februar 2022 am 24. März 2022 endete (§ 44 Abs. 1 des Gesetzes des Kantons Aargau vom 4. Dezember 2007 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG/AG; SAR 271.200]). Nach § 28 Abs. 1 VRPG/AG gilt für die Berechnung der Fristen, deren Unterbruch und die Wiederherstellung gegen die Folgen der Säumnis die Schweizerische Zivilprozessordnung. Verweist das kantonale Verfahrensrecht auf die ZPO, gelten diese Bestimmungen als subsidiäres kantonales Verfahrensrecht. Dies hat zur Folge, dass das Bundesgericht deren Anwendung bloss auf Willkür hin prüft (BGE 144 I 159 E. 4.2). Nach der hier anwendbaren Bestimmung der ZPO kann das Gericht auf Gesuch einer säumigen Partei eine Nachfrist gewähren oder zu einem Termin erneut vorladen, wenn die Partei glaubhaft macht, dass sie kein oder nur ein leichtes Verschulden trifft (Art. 148 Abs. 1 ZPO [SR 272]). Gemäss Art. 148 Abs. 2 ZPO ist ein entsprechendes Gesuch innert 10 Tagen seit Wegfall des Säumnisgrundes einzureichen. Es ist unbestritten, dass das Gesuch der Beschwerdeführenden vom 28. März 2022 um Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist rechtzeitig innert der von Art. 148 Abs. 2 ZPO statuierten Frist von 10 Tagen eingereicht wurde. Zu beurteilen bleibt damit einzig, ob die Vorinstanz einen Anspruch der Beschwerdeführenden auf Wiederherstellung der 30-tägigen Beschwerdefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 VRPG/AG i.V.m. Art. 148 Abs. 1 ZPO verneinen durfte, obwohl deren Rechtsvertreter während den letzten Tagen der Beschwerdefrist unbestrittenermassen am Coronavirus erkrankt war.