Citation: 1P.582/2003 25.03.2004 E. 3

3.1 Das Verwaltungsgericht zog Vergleichsfälle heran, um den Massstab zu eruieren, der in Bezug auf die in Frage stehenden Ästhetikvorschriften der kommunalen Praxis zugrunde liegt. Die Auseinandersetzung mit den Vergleichsfällen diente in erster Linie der Feststellung dieser Praxis (s. E. 5e des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdeführerin wirft - wie gesagt - dem Verwaltungsgericht vor, bestimmte Vergleichsfälle nicht in die Beurteilung einbezogen zu haben. Darauf bezieht sich der Willkürvorwurf. 3.2 Gemäss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Willkürlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 129 I 8 E. 2.1 mit Hinweisen).