Citation: 4A_303/2013 E. 4.4

4.4. Der Vorinstanz kann keine Verletzung von Bundesrecht vorgeworfen werden, indem sie festgestellt hat, dass sich die vom Beschwerdegegner geltend gemachte Forderung einzig auf den Kaufvertrag vom 19./20. April 2007 stützt. Es kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden und es ist auch nicht ersichtlich, welche Verpflichtungen der Beschwerdeführer aus dem ersten Kaufvertrag abzuleiten versucht, ist er doch mit der Kaufpreiszahlung seiner Aktienhälfte seinen Verpflichtungen nachgekommen und der Verkäufer gegenüber Z.________ vom Vertrag zurückgetreten. Erst mit dem zweiten Kaufvertrag ist dem Beschwerdeführer hinsichtlich der zweiten Hälfte der Aktien der B.________ Holding AG Winterthur - welche allein vorliegend strittig ist - die Stellung eines Käufers zugekommen, die er nicht erlangt hätte, wenn er aufgrund seiner Solidarhaftung aus dem ersten Kaufvertrag Z.________'s Anteil hätte bezahlen müssen. Durch die Bezahlung der ersten Kaufpreisrate, die im zweiten Kaufvertrag vereinbart wurde, wurden dem Beschwerdeführer unbestrittenermassen die 1'250 Namenaktien der B.________ Holding AG Winterthur übertragen, womit er, wie die Vorinstanz willkürfrei festgestellt hat, den zweiten Kaufvertrag, der als selbstständiger Kaufvertrag über die zweite Aktienhälfte anzusehen ist, bestätigt hat. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass die Parteien nebst der Rechtswahl im ersten Kaufvertrag auch im zweiten Kaufvertrag vom 19./20. April 2007 eine Rechtswahl getroffen haben. Nach Art. 116 Abs. 1 IPRG untersteht der Vertrag dem von den Parteien gewählten Recht. Die Rechtswahl muss ausdrücklich sein oder sich eindeutig aus dem Vertrag oder aus den Umständen ergeben (Art. 116 Abs. 2 Satz 1 IPRG). Gemäss den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz haben die Parteien in Ziffer 10 des zweiten Vertrags die Anwendung des schweizerischen materiellen Rechts vereinbart. So haben die Parteien auch vereinbart, dass die 1'250 Namenaktien gemäss Ziffer 8 des Vertrags vom 19./20. April 2007 "gemäss schweizerischem Recht innerhalb von 10 Arbeitstagen seit Zahlungseingang" der ersten Rate zu erfolgen hat. Der Beschwerdeführer bringt nicht vor, dass diese Rechtswahl ungültig oder nicht ausdrücklich wäre. Er stützt sich zur Begründung seiner Rügen, wonach auf den vorliegenden Streitfall deutsches Gesellschaftsrecht hätte Anwendung finden sollen, einzig auf den ersten Kaufvertrag vom 7. November 2006, womit seine Vorbringen bereits von vornherein ins Leere gehen; der Beschwerdeführer verkennt, dass es sich vorliegend einzig um die Erfüllung des Kaufvertrags vom 19./20. April 2007 handelt, worin er als einzige Kaufpartei aufgeführt ist. Es kann mithin offen gelassen werden, ob die beiden Kaufparteien des ersten Vertrags eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts gebildet hätten. So ist denn auch nicht ersichtlich, inwiefern der zweite Kaufvertrag irgendwelche gesellschaftsrechtlichen Fragen aufwerfen sollte, weshalb deutsches Gesellschaftsrecht hätte zur Anwendung gelangen sollen. Dem Eventualantrag des Beschwerdeführers auf Rückweisung an die Vorinstanz kann demnach nicht entsprochen werden. Folglich ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass soweit es im Zusammenhang mit der vom Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner vorgeworfenen absichtlichen Täuschung auf sein Wissen über die tatsächlichen Vorgänge ankommt, sein Wissensstand vom 20. April 2007 massgebend ist.