Citation: 6B_792/2024 E. 3.4.2

3.4.2. Mit diesen - vom Beschwerdeführer unbestritten gebliebenen und folglich für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen (Art. 105 Abs. 1 BGG) - liegt entgegen dessen Vorbringen nicht "auf der Hand", dass die von der Polizei geschilderten Gefahrensituationen ein "gewisses" bzw. ein "besonders hohes Verkehrsaufkommen" bedingen, respektive bei bloss geringem Verkehrsaufkommen keine Gefahrensituation vorläge. Dies ergibt sich bereits daraus, dass die allgemein auf Autobahnen geltende Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf dem fraglichen Streckenabschnitt (konstant) auf 80 km/h herabgesetzt ist (vgl. Art. 4a Abs. 1 lit. d und Abs. 4 und 5 VRV), was vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt wird (Art. 42 Abs. 2 BGG). Von den allgemein geltenden Höchstgeschwindigkeiten kann gemäss Art. 108 Abs. 1 SSV (vom 5. September 1979 mit seitherigen Änderungen) zur Verfolgung der in dieser Bestimmung genannten Zwecke abgewichen werden und zwar zur Vermeidung oder Verminderung besonderer Gefahren im Strassenverkehr, zur Reduktion einer übermässigen Umweltbelastung oder aber zur Verbesserung des Verkehrsablaufs für bestimmte Strassenstrecken. Konkretisierend bestimmt Art. 108 Abs. 2 SSV (a.a.O), dass die allgemeinen Höchstgeschwindigkeiten (u.a.) herabgesetzt werden können, wenn eine Gefahr nur schwer oder nicht rechtzeitig erkennbar und anders nicht zu beheben ist (lit. a der genannten Bestimmung), oder aber auf Strecken mit grosser Verkehrsbelastung der Verkehrsablauf verbessert werden kann (lit. c der genannten Bestimmung). Vor der Festlegung von abweichenden Höchstgeschwindigkeiten wird durch ein Gutachten abgeklärt, ob die Massnahme nötig, zweck- und verhältnismässig ist oder ob andere Massnahmen vorzuziehen sind. Dabei wird insbesondere geprüft, ob die Massnahme auf die Hauptverkehrszeiten beschränkt werden kann (Art. 108 Abs. 4 SSV [a.a.O.]). Ergänzend ist auf die Weisungen zur Festlegung abweichender Höchstgeschwindigkeiten vom 13. März 1990 und dort Ziffer 4.1 hinzuweisen, wonach eine Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit aus Gründen der Verkehrssicherheit u.a. angezeigt ist, wenn eine Gefahr nur schwer oder nicht rechtzeitig erkennbar ist, was namentlich und unter dem expliziten Hinweis auf "Verflechtungsstrecken, komplexe Verzweigungen" der Fall ist, wenn die Strassenanlage vom Fahrzeugführer eine erheblich erhöhte Aufmerksamkeit erfordert.