Citation: 5A_702/2014 E. 3.6.3

3.6.3. Gemäss Art. 891 Abs. 2 (i.V.m. Art. 899 Abs. 2) ZGB bietet das Pfandrecht Sicherheit für die Forderung "mit Einschluss der Vertragszinsen, der Betreibungskosten und der Verzugszinsen". Zinsen gehören demnach kraft Gesetz zum Umfang der pfandgesicherten Forderung. Beim Fahrnispfandrecht ist (anders als beim Grundpfand: Art. 818 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB) eine Beschränkung der gesicherten Forderung auf wenige Jahre zudem nicht vorgesehen; das Fahrnispfand haftet für sämtliche Vertragszinsen (BGE 102 III 89 E. 3b S. 93 f.; BAUER, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 4. Aufl. 2011, N. 42 zu Art. 891; Steinauer, Les droits réels, Bd. III, 4. Aufl. 2012, Rz. 3174, 3174a; ZOBL, Berner Kommentar, Art. 888-906 ZGB, 1996, N. 66, 70 zu Art. 891). Zu Recht bestätigt die Beschwerdeführerin selber, dass nebst der Forderung auch die Zinsen pfandgesichert sein können; zudem wurde diese Pfandsicherung vertraglich (im "General Pledge and Assignment") vorgesehen. Das Darlehen, welches die Beschwerdegegnerin am 11. Dezember 2008 an D.________ (gestützt auf das "Lombard Facility/General Agreement") als Lombardkredit gewährte, ist verzinslich; unbestritten ist auch, dass die Zinsen nach den Regeln des Vertrags bestimmbar sind (vgl. ferner Art. 314 Abs. 1 OR). Sodann steht fest, dass die Beschwerdegegnerin als Pfandgläubigerin im Widerspruchsverfahren die pfandgesicherte Forderung einschliesslich der Zinsen beziffert hat (vgl. BRUNNER/REUTTER, a.a.O., S. 124). Selbst mit Blick auf die von der Beschwerdeführerin angeführte Literatur ist nicht dargelegt, inwieweit die geltend gemachte Höhe des Lombardzinssatzes ausserhalb dessen sein soll, womit die Parteien des Pfandvertrages rechneten (vgl. Bauer, a.a.O., N. 55 zu Art. 884). Die Beschwerdeführerin stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass alle nach dem Stichtag des Arrestvollzugs entstandenen Zinsen keine Pfandsicherung beanspruchen könnten bzw. die pfandgesicherte Forderung mit dem Arrestvollzug "eingefroren" werde. Dieser Einwand geht - wie sich aus dem Folgenden ergibt - fehl.