Citation: 1B_412/2021 E. 2.2

2.2. Zusammengefasst erwog das ZMG, die konkret gewählte Siegelungsmethode stelle keine rechtskonforme Siegelung nach Art. 248 Abs. 1 StPO dar, da nicht gewährleistet gewesen sei, dass niemand vor der Entsiegelung Kenntnis von den auf dem Mobiltelefon gespeicherten Daten nimmt. Infolgedessen habe das Mobiltelefon als nicht gesiegelt zu gelten, weshalb auf das Entsiegelungsgesuch grundsätzlich nicht einzutreten sei. Die Vorinstanz prüfte in der Folge weiter, ob die unterlassene Siegelung ein Beweisverwertungsverbot nach Art. 141 Abs. 2 StPO nach sich zieht. Nach einer entsprechenden Interessenabwägung bejahte sie dies und wies das Entsiegelungsgesuch ab, soweit darauf einzutreten sei.