Citation: 4A_163/2022 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerin äussert sich in ihrer Beschwerdeschrift nicht zur Voraussetzung der Unabhängigkeit im Sinne von Art. 91 lit. a BGG, da sie irrtümlich davon ausgeht, dass es sich beim angefochtenen Entscheid um einen Endentscheid nach Art. 90 BGG handelt. Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin kommt damit ihrer Begründungspflicht nicht rechtsgenüglich nach (Erwägung 1). Da unter den vorliegenden Umständen des konkreten Einzelfalls auch nicht offensichtlich ist, dass durch die Vorabentscheidung keine Gefahr widersprüchlicher Urteile entstünde, liegt kein anfechtbares Teilurteil vor. Unabhängig davon macht es den Anschein, dass unter den vorliegenden Umständen die Unabhängigkeit im Sinne von Art. 91 lit. a BGG nicht gegeben wäre: Während die Beschwerdeführerin offenbar Ansprüche aus dem ihrer Ansicht nach berechtigten Vertragsrücktritt geltend macht und Mietzinsausstände sowie Kreditorenausstände fordert, stellen sich die Beschwerdegegner auf den gegenteiligen Standpunkt. Sie erklären, dass der Vertragsrücktritt unzulässig gewesen sei und sie so zu stellen seien, als ob sie nie eine vertragliche Bindung eingegangen wären (Rückerstattung des bereits Geleisteten, u.a. Mietzinsen, Investitionen und weitere Leistungen). Es scheint, dass sich unter den vorliegenden Umständen Klage und Widerklage gegenseitig ausschliessen, indem die Gutheissung der einen, die Abweisung der anderen zur Folge hätte. In einer solchen Konstellation, bei der Klage und Widerklage in einem unlösbaren Zusammenhang stehen, fehlte es an der Unabhängigkeit nach Art. 91 lit. a BGG.