Citation: 6B_1338/2019 E. 1.2.1

1.2.1. Die Vorinstanz erachtet, nicht zuletzt gestützt auf dessen eigene Angaben, als erstellt, dass der Beschwerdeführer dem Geschädigten ins Gesicht schlug. Sie geht im Zweifel davon aus, dass der Schlag mit der blossen Faust - nicht wie in der Anklage geschildert mit einer Flasche - erfolgte. Der Geschädigte erlitt Knochenbrüche und Verletzungen am Kopf, namentlich eine Gehirnerschütterung, einen Bruch des Augenhöhlenbodens und der medialen linken Augenhöhlenwand, einen lateralen Nasenbeinbruch, eine Rissquetschwunde an der Nasenwurzel sowie eine Prellung des linken Jochbeins. Die Verletzungen hatten eine rund fünfwöchige Arbeitsunfähigkeit und eine stationäre Behandlung des Verletzten einschliesslich einer Operation in einer Augenklinik zur Folge, was unbestritten ist. Gemäss Gutachten war eine bleibende Schädigung des Auges, namentlich des Sehnervs, ohne Weiteres möglich. Angesichts der augenscheinlichen Schwere des mitten ins Gesicht, insbesondere aufs Auge, erfolgten Schlages resp. der dadurch erlittenen Verletzungen habe der Beschwerdeführer eine schwere Körperverletzung des Geschädigten, im Besonderen bleibende Schädigungen, für möglich halten müssen, so die Vorinstanz. Er habe unvermittelt und ohne Vorwarnung zugeschlagen und dem Geschädigten keine Möglichkeit gelassen, dem Schlag auszuweichen oder zumindest eine Abwehrhaltung einzunehmen. Das Risiko einer schweren Verletzung müsse dem Beschwerdeführer bewusst gewesen sein, auch wenn er behaupte, im Moment des Schlages nicht daran gedacht zu haben. Dass er dennoch mit der beschriebenen Härte zugeschlagen habe, zeige, dass er sich mit dieser Gefahr abgefunden und damit eine schwere Körperverletzung in Kauf genommen habe.