Citation: 9C_839/2015 E. 3.3

3.3. Mangels eigener Untersuchung handelt es sich bei den Ausführungen der RAD-Ärztin nicht um Stellungnahmen im Sinn von Art. 49 Abs. 2 IVV, sondern - lediglich - um Empfehlungen zur weiteren Bearbeitung des Leistungsbegehrens aus medizinischer Sicht (Art. 59 Abs. 2bis IVG und Art. 49 IVV; Urteil 9C_405/2015 vom 18. Januar 2016 E. 5.1 mit Hinweisen). Solche RAD-Berichte vermögen sich einzig dazu zu äussern, ob der einen oder anderen ärztlichen Ansicht zu folgen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen ist. Angesichts der gesundheitlichen Veränderungen und der Differenzen zwischen den Beurteilungen der RAD-Ärztin einerseits und des Dr. med. C.________ anderseits hätten es Vorinstanz und IV-Stelle indes nicht bei den RAD-Aktenbeurteilungen vom 3. März und 23. Mai 2014 bewenden lassen dürfen. Unter Berücksichtigung der erheblichen Verschlechterung der Gonarthrose mit nachfolgend indizierter Teilprothesen-Operation und der weiteren von Dr. med. C.________ festgehaltenen gesundheitlichen Veränderungen - bei unbestritten gleich gebliebenem psychischen Gesundheitszustand - kann nicht gesagt werden, dass es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts ging, welche auch in Form einer reinen Aktenbeurteilung erfolgen kann (z.B. Urteile 9C_405/2015 vom 18. Januar 2016 E. 5.1 und 9C_335/2015 E. 3.1 f. mit Hinweisen namentlich auf BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470). Namentlich kann aus dem Operationserfolg allein nicht unbesehen darauf geschlossen werden, es sei ohne Weiteres der vorherige Zustand wiederhergestellt. Da die vorhandenen medizinischen Akten keine hinreichend zuverlässige Grundlage bieten, um darüber zu befinden, ob die Arbeitsfähigkeit des Versicherten ab 1. Dezember 2013 40 % betrug (wovon Vorinstanz und IV-Stelle ausgehen) oder sich auf 60 % belief (wie dies Dr. med. C.________ attestierte), sind die bestehenden Differenzen durch ergänzende gutachterliche Abklärungen zu klären, welche die Beschwerdegegnerin in Nachachtung der ihr obliegenden Untersuchungspflicht in die Wege zu leiten und hernach über den Leistungsanspruch des Versicherten neu zu befinden hat.