Citation: 7B_732/2023 E. 3.3

3.3. Dem Beschwerdeführer ist nicht beizupflichten, wenn er geltend macht, die Vorinstanz spiele das für ihn bestehende Gesundheitsrisiko bei einer Rückkehr in seine Heimat herab. Die Vorinstanz gibt im angefochtenen Urteil die aktuellen Erkrankungen des Beschwerdeführers und deren Stadium gestützt auf zahlreiche Berichte des Inselspitals Bern sachlich wieder, welche anders als der Hausarzt weder von einer in Aussicht stehenden Beinamputation noch von weiteren Stents sprechen. Wenn sie daraus den Schluss zieht, derzeit drohten keine solchen medizinischen Eingriffe, ist darin keine Willkür zu erkennen. Willkür lässt sich auch nicht damit begründen, dass die Vorinstanz die medizinischen Berichte des Hausarztes relativiert, soweit dieser zu medizinischen Fragen den Berichten des Inselspitals Bern entgegenstehende Angaben macht, welcher einer objektiven Grundlage entbehren. Dies gilt, soweit er blosse Mutmassungen anstellt (so etwa, der Beschwerdeführer werde sein Bein in Serbien mit Sicherheit verlieren) oder sich zu Fragen nicht medizinischer Natur äussert (so etwa zur Gesundheitsversorgung in Serbien), ohne hierfür Quellen anzugeben. Die Behauptungen des Beschwerdeführers, sein Gesundheitszustand habe sich seit dem Jahr 2018 deutlich verschlechtert, bzw. die Medikamente und die Behandlung würden ausgetestet, sind rein appellatorischer Natur und finden in den Akten keine Stütze. Die Vorinstanz führt hierzu aus, die periphere arterielle Verschlusskrankheit sei in der Schwere zurückgestuft worden (a.a.O. S. 24 f.: Stadium IIb im Jahr 2020, Stadium IIa im Jahr 2022) und sei durch Eigendisziplin im Lebenswandel und Medikamente gut behandelbar (a.a.O. S. 27). Ebenso wenig ist Willkür darin zu erkennen, dass die Vorinstanz gestützt auf einen Bericht des SEM sowie ein einschlägiges Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (siehe oben E. 2.3) davon ausgeht, die Gesundheitsversorgung in Serbien sei intakt, und sie keine Hinweise für eine Verschlechterung des serbischen Gesundheitssystems sieht, jedenfalls soweit die Behandlung der weder in der Art noch der Schwere aussergewöhnlichen Gesundheitsprobleme des Beschwerdeführers betroffen ist. Nicht ersichtlich ist weiter, was der eingereichte Zeitungsartikel oder die zugunsten des Beschwerdeführers gefärbten Aussagen der eigenen Kinder oder die angebliche Notwendigkeit von Schmiergeldern an der grundsätzlichen vorinstanzlichen Würdigung zur serbischen Gesundheitsversorgung im Ergebnis zu ändern vermöchten. Jedenfalls bezieht die Vorinstanz sowohl die potentielle Diskriminierung des Beschwerdeführers als albanisch stämmige Person wie auch die Korruption in ihre Würdigung ein. Auf den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt zur Landesverweisung ist abzustellen.