Citation: 2C_508/2019 E. 4.6

4.6. Im Hinblick auf die Schwere der Tat (Gewaltdelikt eines durchtrainierten früheren Kickboxers) ist es nicht zu beanstanden, wenn das Verwaltungsgericht davon ausgegangen ist, dass derzeit das öffentliche Sicherheitsinteresse den privaten Interessen des Beschwerdeführers und seiner Familie vorgeht, selbst wenn dieser aufgrund seines Aufenthalts in der Heimat, die Familie und die Kinder aus der früheren Beziehung nicht mehr finanziell wird unterstützen können. Zwar ist der Beschwerdeführer - abgesehen von seiner Straffälligkeit - relativ gut in der Schweiz integriert, doch ändert dies nichts an der Zulässigkeit der zeitlich beschränkten vorübergehenden aufenthaltsbeendenden Massnahme zum Schutz der Bevölkerung vor weiteren potentiellen Gewaltdelikten. Soweit der Beschwerdeführer sich für seinen weiteren Verbleib auf BGE 139 I 145 ff. beruft, übersieht er, dass in der Interessenabwägung jeder Einzelfall für sich zu beurteilen ist, was zu jeweils unterschiedlichen Resultaten führen kann (bspw. handelt es sich hier - anders als im Urteil 139 I 145 E. 3.8 - um einen Wiederholungstäter, der sich durch seine Beziehungen zur Familie und trotz seiner Integration nicht von einer schweren Straftat hat abhalten lassen).