Citation: 4A_419/2023 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer zeigt keine Willkür (Art. 9 BV) auf, wenn er vorbringt, die vorinstanzliche Begründung leide an einem inneren Widerspruch, indem daraus implizit hervorgehe, dass die Anordnung eines Gerichtsgutachtens durch die Erstinstanz angezeigt gewesen sei, andererseits davon abgewichen werde. Er verkennt mit seinen Vorbringen, dass die Vorinstanz nicht unbesehen auf das Gerichtsgutachten abzustellen, sondern dieses im Rahmen ihrer Beweiswürdigung zusammen mit den weiteren Beweismitteln zu würdigen hatte. Der Vorinstanz kann auch nicht vorgeworfen werden, dass sie sich im Rahmen der Beweiswürdigung auf die Prüfung der im Recht liegenden Beweise beschränkte, so unter anderem verschiedene Fachartikel, hat das Gericht bei Anwendung der Verhandlungsmaxime (Art. 55 Abs. 1 ZPO) die Beweiserhebung doch nicht von Amtes wegen vorzunehmen. Mit der allgemeinen Behauptung, die vorliegenden Publikationen böten keinen verlässlichen Überblick über Lehre und Literatur, zeigt der Beschwerdeführer zudem keine Willkür auf. Entgegen dem, was er anzunehmen scheint, hat das Gericht überdies die (Rechts-) Frage, ob eine Sorgfaltspflichtverletzung im Sinne von Art. 398 Abs. 1 und 2 OR vorliegt, selber zu beurteilen (vgl. BGE 133 III 121 E. 3.1). Ebenso wenig ist der Vorinstanz eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) vorzuwerfen, indem sie das tiermedizinische Gutachten würdigte und die darin zitierten Studien und deren Aussagekraft im Hinblick auf den klägerischen Vorwurf der Sorgfaltspflichtverletzung prüfte. Der Umstand, dass die Vorinstanz den klägerischen Standpunkt hinsichtlich der Beweiskraft des Gutachtens nicht teilte, bedeutet keine Gehörsverletzung. Ebenso wenig kann ihr vorgeworfen werden, sie habe den "Beweisantrag negiert", indem sie daraus eigene Schlüsse zog und entgegen den klägerischen Vorbringen die Verletzung einer anerkannten Regel der tiermedizinischen Wissenschaft als nicht nachgewiesen erachtete. Der Beschwerdeführer vermag nicht aufzuzeigen, dass es ihm verunmöglicht worden wäre, seinen Standpunkt in das Verfahren einzubringen.