Citation: 8C_396/2022 E. 4.1

4.1. In ihrer rentenverweigernden Verfügung hielt die IV-Stelle fest, der Beschwerdegegner sei seit September 2016 in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Bei Ablauf der Wartefrist im September 2017 habe er seine bisherige Tätigkeit als Selbstständigerwerbender nicht mehr ausüben können. Leidensangepasste Tätigkeiten seien ihm jedoch in einem Pensum von 50 % zumutbar gewesen. Ab Januar 2019 sei die Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten sodann auf 60 % gestiegen. Zur Berechnung der Valideneinkommen stützte sich die IV-Stelle auf den Durchschnittswert der im IK-Auszug des Beschwerdegegners aufgeführten Einkommen der Jahre 2012 (Fr. 32'300.-), 2013 (Fr. 32'700.-) und 2014 (Fr. 46'200.-), welche sie an die Nominallohnentwicklung bis 2017 und 2019 anpasste. Für das Jahr 2017 resultierte dies in einem Valideneinkommen von Fr. 37'776.-, für das Jahr 2019 in einem solchen von Fr. 38'494.-. Die Invalideneinkommen bestimmte die IV-Stelle anhand der LSE-Tabellenlöhne des BFS (Totalwert der Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Männer der LSE 2016 bzw. der LSE 2018), was für das Jahr 2017 beim zumutbaren Pensum von 50 % ein Invalideneinkommen von Fr. 33'551.- und für das Jahr 2019 unter Annahme eines Pensums von 60 % ein Invalideneinkommen von Fr. 41'026.- ergab. Einen leidensbedingten Abzug verneinte die IV-Stelle, womit die Einkommensvergleiche in nicht rentenbegründende Invaliditätsgrade von 11 % (2017) bzw. von 0 % (2019) mündeten.