Citation: 8C_155/2017 E. 6.2

6.2. Richtig ist, dass eine sportliche Aktivität allein als Anlass des für die Verletzung angeblich ursächlichen Bewegungsablaufs für die Bejahung des mit Blick auf den äusseren Faktor praxisgemäss erforderlichen gesteigerten Gefahrenpotenzials nicht genügt (SVR 2014 UV Nr. 30 S. 100, 8C_147/2014 E. 3.3). Gemäss unwidersprochener Darstellung der Beschwerdeführerin führte sie im interessierenden Moment eine grosse Sprungkombination durch die Diagonale durch. Diese beinhalte mehrere Sprünge nacheinander mit jeweiliger Steigerung des Kraftaufwandes und der Körperleistung gegen Mitte der Kombination. Dort, beim Absprung zum "grand jeté", was als "grosses hohes Werfen" übersetzt werden könne, habe sie einen plötzlichen und heftigen Schmerz im rechen Mittelfuss verspürt. Von einem gleichmässigen Bewegungsablauf wie etwa beim Joggen kann damit nicht gesprochen werden. Der vom kantonalen Gericht vertretenen Betrachtungsweise, es sei nicht ersichtlich, inwiefern dem von der Versicherten bisher zweifellos vielfach geübten Absprung allein mit der ihr zur Verfügung stehenden Körperkräften ein erhebliches Gefährdungspotential zukäme, ist nicht zuzustimmen. Vielmehr ist hier, ähnlich wie beim Squat-Jumping (SVR 2014 UV Nr. 29 S. 97, 8C_40/2014 E. 3.1), bei einer qualifizierten Partnerübung im Rahmen eines Selbstverteidigungskurses (SVR 2014 UV Nr. 30 S. 100, 8C_147/2014 E. 3.5) oder beim abwechslungsweisen einbeinigen Hüpfen im Rahmen eines Fitnesstrainings (SVR 2016 UV Nr. 5 S. 13, 8C_295/2015 E. 4), von einer Gefahrenlage auszugehen, welche die Annahme eines mitwirkenden äusseren Faktors im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 9 Abs. 2 UVV unterstützt (SVR 2014 UV Nr. 29 S. 97, 8C_40/2014 E. 3.1). Das kantonale Gericht hat des Weiteren in Betracht gezogen, dass die Übung zum normalen Trainingsprogramm der Beschwerdeführerin gehört habe. Das Bundesgericht hat jedoch die Annahme der für die Qualifikation als unfallähnliches Geschehen erforderlichen Gefahrenlage auch nicht ausgeschlossen im Fall der Fitness-Instruktorin, die sich beim Squat-Jump verletzt hatte, obwohl dieser zu ihren alltäglichen, gewohnten Lebensvorrichtungen zählte (SVR 2014 UV Nr. 29 S. 97, 8C_40/2014 E. 3.2).