Citation: 8C_600/2021 E. 5.4.1

5.4.1. Bezüglich des Gutachtens des ZMB rügt der Beschwerdeführer vorab eine Verletzung der Begründungspflicht durch die Vorinstanz und damit eine Gehörsverletzung (Art. 29 Abs. 2 BV). Im Rahmen der aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV fliessenden Begründungspflicht ist es nicht erforderlich, dass sich die Behörde mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 142 II 49 E. 9.2; 136 I 185 E. 2.2.1). Zwar ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen, dass die Ausführungen im angefochtenen Urteil zum Gutachten des ZMB knapp ausgefallen sind, da die Vorinstanz lediglich erklärte, dass seine Vorbringen (zur Aggravation, zu Temperaturdifferenzen an den Händen, zu absolvierten Trainings, zur Beinlängendifferenz, zur Handbeschwielung und zum Gebrauch von Gehstöcken oder zu Beschwerden an einzelnen Körperteilen) weder im Einzelnen noch gesamthaft geeignet seien, die Schlussfolgerungen der ZMB-Expertise in Frage zu stellen. Ob diese Begründung den Anforderungen des Gehörsanspruchs noch zu genügen vermag, erscheint zwar zweifelhaft, braucht aber letztlich nicht entschieden zu werden. Denn selbst wenn eine Gehörsverletzung vorläge, würde die Aufhebung des angefochtenen Urteils und die Rückweisung an die Vorinstanz hier zu einem formalistischen Leerlauf und zu einer unnötigen Verzögerung führen, die mit dem Interesse des Beschwerdeführers an einer beförderlichen Beurteilung der Sache unvereinbar wäre (Urteil 4D_76/2020 vom 2. Juni 2021 E. 4.2, nicht publ. in: BGE 147 III 440; BGE 147 IV 340 E. 4.11.3; 142 II 218 E. 2.8.1; 137 I 195 E. 2.3.2).