Citation: I 635/02 20.06.2003 E. 2

2.1 Das kantonale Gericht führt aus, die Frage nach der Tätigkeit, welche die Beschwerdeführerin ohne Beeinträchtigung ausüben würde, lasse sich nicht einfach an der realen, bis zum Eintritt des Gesundheitsschadens eingetretenen Entwicklung ablesen, weil diese namhaft durch eine offensichtliche Überlastung bestimmt worden sei. Abgesehen von der mutmasslichen Aktivität sei auch von Bedeutung, dass eine Tätigkeit, welche nach objektiven Kriterien als gesundheitsschädigend und unzumutbar betrachtet werden müsse - die Vorinstanz spricht von "Raubbau-Validenkarriere" -, bei der Wahl der Methode zur Bestimmung des Invaliditätsgrades rechtlich nicht beachtet werden dürfe. Die für die Invaliditätsbemessung massgebende Gesamtbelastung ohne Invalidität sei nur in dem Rahmen massgebend, als sie quantitativ und qualitativ dem nach den Umständen Üblichen entspreche, wobei als Massstab auf die Lebenserfahrung abzustellen sei. Die zumutbare Gesamtarbeitszeit werde von betrieblichen, sozialen und insbesondere auch finanziellen Umständen beeinflusst, was bedeute, dass die Summe der Belastung von allen Umständen des Einzelfalls abhänge. Die Statusfrage beantworte sich nicht aus der Vergangenheit, das heisst in Fortführung der früher ausgeübten Tätigkeit, sondern aus der hypothetischen Tatsache, ob die Betroffene als Gesunde bei sonst gleichen persönlichen Verhältnissen erwerbstätig wäre oder nicht. Das kantonale Gericht kam in Anwendung dieser Kriterien zur Ansicht, bei einer Frau mit einem Haushalt und drei kleinen Kindern sei nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung als überwiegend wahrscheinlich anzunehmen, sie wäre ausschliesslich im Haushalt tätig. Es sei realitätsfremd anzunehmen, diese Frau "lasse ihre Kinder und den Haushalt ganztägig im Stiche". Eine Erwerbstätigkeit sei ihr jedenfalls in der Regel nicht zuzumuten. Auch eine nur teilweise ausserhäusliche Erwerbstätigkeit erscheine als unwahrscheinlich. 2.2 Die Beschwerdeführerin macht insbesondere geltend, das kantonale Gericht habe verkannt, dass sie aus finanziellen Gründen unbedingt erwerbstätig sein müsse. Der Ehemann habe als Schichtarbeiter einen Teil der Kinderbetreuung und der Haushaltstätigkeit übernommen; zur Zeit der Begutachtung durch Dr. med. C.________ sei er sogar arbeitslos gewesen. Unter Berücksichtigung sämtlicher konkreter Gegebenheiten wäre sie als Gesunde weiterhin voll erwerbstätig gewesen.