Citation: 5A_13/2009 09.02.2009 E. 6

6.1 Mit Bezug auf die Verhältnismässigkeit der vormundschaftlichen Massnahme hat die Vorinstanz erwogen, eine Beistandschaft komme angesichts der Lebensumstände und des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin nicht in Frage. Eine Vertretungsbeistandschaft sei nur dann zu errichten, wenn eine Person in einer einzelnen Angelegenheit nicht selbst handeln könne (vgl. Art. 367 Abs. 2 ZGB). Die Verwaltungsbeistandschaft sei ausgeschlossen, da die Beschwerdeführerin über kein Vermögen verfüge. Laut dem Gutachten nehme die Beschwerdeführerin ihre Einschränkungen nicht selbst wahr. Sie sei der Ansicht, dass sie keine Hilfe und Pflege brauche und alleinstehend wohnen könne. Die geplante Unterbringung in einem Heim lehne sie ab. Nur mit der Anordnung der Vormundschaft könne das bestehende Wohnproblem gelöst werden. Der Vormund habe die Möglichkeit, eine adäquate Platzierung zu organisieren. Entscheidend sei somit, dass der Vormund - im Gegensatz zu einem Beistand - nötigenfalls auch gegen den Willen der Beschwerdeführerin für diese handeln, Handlungen verbieten, bzw. deren Genehmigung verweigern könne, wenn die Beschwerdeführerin wie angekündigt ihre Zusammenarbeit unterlassen sollte, womit wegen der zu erwartenden Krankheitsuneinsicht zu rechnen sei. Alle Arten der Beistandschaften seien nicht geeignet, zumal diese ein Mindestmass an Kooperationsbereitschaft voraussetzten, die gemäss Gutachten fehle. 6.2 Die Beschwerdeführerin geht in ihren Ausführungen auf die zutreffenden Erwägungen des angefochtenen Entscheides nicht rechtsgenügend ein (E. 1.3). Sie vertritt einfach die Ansicht, dass vor einer Anordnung der Vormundschaft eine Beistandschaft (auf eigenes Begehren) ins Auge gefasst werden sollte. Sie setzt sich aber nicht mit der Erwägung auseinander, wonach eine solche Massnahme nicht auf ihren Fall zugeschnitten ist. Der vorinstanzlichen Feststellung zu fehlender Kooperationsbereitschaft setzt sie lediglich ihre gegenteilige Behauptung entgegen mit der Ergänzung, sie habe sich nur gegen die Errichtung der Vormundschaft wehren wollen. Soweit ihre Ausführungen überhaupt den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG entsprechen, sind sie nicht geeignet, die Schlussfolgerung der Vorinstanz, die Vormundschaft gemäss Art. 369 Abs. 1 ZGB gelte als einzige adäquate vormundschaftliche Massnahme, als unverhältnismässig erscheinen zu lassen.