Citation: 8C_9/2007 26.02.2008 E. 4

Umstritten ist zunächst der für den Einkommensvergleich massgebende Zeitpunkt. Die IV-Stelle berechnete die beiden Vergleichseinkommen bezogen auf das Jahr 1998, während das kantonale Gericht zum Schluss kam, es sei auf das Jahr 2002 abzustellen. Das Bundesgericht prüft diese Frage, welche rechtlicher Natur ist, frei. 4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Entscheidend für die Festlegung des massgebenden Zeitpunkts ist somit, wann der Rentenanspruch (gegebenenfalls) entstehen konnte. 4.2 Der Rentenanspruch entsteht nicht, solange Eingliederungsmassnahmen durchgeführt werden und die versicherte Person dafür ein Taggeld bezieht (Art. 22 Abs. 2 Satz 2 IVG; BGE 126 V 241 E. 5 S. 243 f. mit Hinweisen). Nach der Anmeldung vom 18. Juli 1997 fanden jedoch während längerer Zeit keine diesbezüglichen Aktivitäten der IV-Stelle statt. Vielmehr stellte sie dem Versicherten mit Schreiben vom 2. Juli 1998 (Vorbescheid) die Verweigerung jeglicher Leistungen in Aussicht. Ein erster Abklärungsbericht im Hinblick auf allfällige Eingliederungsmöglichkeiten wurde schliesslich im Juli 1999, zwei Jahre nach der Anmeldung, verfasst. In dieser Konstellation standen Taggelder - einschliesslich allfälliger Wartetaggelder (vgl. zu diesem Zusammenhang BGE 121 V 190 E. 4d S. 193 f.) - nicht zur Diskussion. Damit konnte der Rentenanspruch grundsätzlich im Juni 1998, ein Jahr nach dem Beginn der geltend gemachten erneuten Arbeitsunfähigkeit wegen eines Unfalls beim Inline-Skating, entstehen. Die IV-Stelle hat daher zu Recht auf diesen Zeitpunkt hin einen Einkommensvergleich durchgeführt.