Citation: 4A_278/2014 E. A

B.________ AG (Klägerin, Beschwerdegegnerin) ist eine Aktiengesellschaft, deren statutarischer Zweck die Erbringung von Dienstleistungen aller Art für die Versicherungsindustrie umfasst. Die A.________ AG (Beklagte, Beschwerdeführerin) bezweckt den Betrieb des Rückversicherungsgeschäfts für ihre Muttergesellschaft, die C.________ mit Sitz in Mexiko. Als Versicherungsgesellschaft hat die Beklagte nach Massgabe von Art. 23 des Bundesgesetzes betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen vom 17. Dezember 2004 (VAG; SR 961.01) einen verantwortlichen Aktuar zu bestellen. Mit Verfügung vom 1. Dezember 2010 genehmigte die hierfür zuständige eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) die Ernennung von D.________ zum verantwortlichen Aktuar. D.________ stand zu dieser Zeit in einem Arbeitsverhältnis zu E.________, Zürich. Die Übernahme der Funktion des verantwortlichen Aktuars erfolgte auf Basis des Mandatsverhältnisses zwischen der Beklagten und E.________. D.________ kündigte das Arbeitsverhältnis mit E.________ auf den 31. Mai 2011 und ging per 1. Juli 2011 ein neues mit der Klägerin ein. Er blieb danach jedoch weiter bis zum 19. Oktober 2011 als verantwortlicher Aktuar der Beklagten im Register der Finma eingetragen. Über die Weiterführung des Amtes kam zwischen D.________ und der Beklagten trotz Verhandlungen kein schriftlicher Vertrag zustande. Gleichwohl verlangte D.________ für die Zeitspanne vom 1. Juni 2011 bis zum 19. Oktober 2011 die Bezahlung eines Honorars. Mit Rechnungen vom 30. September 2011 bzw. 31. Oktober 2011 verlangte die Klägerin von der Beklagten die Zahlung von Fr. 14'704.40 bzw. Fr. 1'296.-- (je inkl. MWST) für die von D.________ erbrachten Dienstleistungen, was von der Beklagten abgelehnt wurde. Am 27. Januar 2012 stellte die Klägerin unter dem Titel "Final Invoice" eine letzte Rechnung über Fr. 100'759.57, welche ebenfalls unbezahlt blieb. Am 4. April 2012 betrieb die Klägerin die Beklagte über diesen Betrag. Die Beklagte erhob Rechtsvorschlag. D.________ trat vor Prozessanhebung sämtliche behaupteten Forderungen gegen die Beklagte mit Wirkung ab 30. September 2011 an die Klägerin ab.