Citation: 8C_719/2023 E. 5.1

5.1. Das kantonale Gericht bejahte zunächst die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung der Verfügung vom 21. November 2016, da sich die IV-Stelle zur Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin unzulässigerweise auf die Aktenbeurteilungen des RAD-Arztes Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 14. September 2015 sowie vom 22. Februar 2016 gestützt habe. Zur Begründung wies es darauf hin, dass der RAD-Arzt am 14. September 2015 zwar von einer vollen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen sei, diesbezüglich jedoch ausschliesslich auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin abgestellt habe. Auch in der Beurteilung vom 22. Februar 2016 sei er, gestützt auf die Berichte der Klinik D.________ vom 18. Dezember 2015 und vom 4. Februar 2016, von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen. Im Bericht vom 18. Dezember 2015 sei die 100%ige Arbeitsunfähigkeit jedoch ebenfalls einzig mit der "Schmerzsituation" der Beschwerdeführerin begründet worden. Gemäss Bericht vom 4. Februar 2016 habe die Beschwerdeführerin sodann über eine deutliche Stabilisierung des Zustandes berichtet. Demgegenüber sei Dr. med. C.________ am 22. Februar 2016 weiterhin von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen, ohne auf die angegebene Stabilisierung des Gesundheitszustands einzugehen. Nicht nachvollziehbar sei vor diesem Hintergrund auch, dass er eine Revision erst "Ende Jahr" für angezeigt gehalten habe. Indem die IV-Stelle auf seine Stellungnahmen abgestellt habe, habe sie den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Damit sei die Verfügung vom 21. November 2016 zweifellos unrichtig und der Rentenanspruch ex nunc et pro futuro umfassend zu prüfen.