Citation: 8C_396/2020 E. 5.2

5.2. Inwiefern die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen und Schlussfolgerungen zur Erheblichkeit der neu entdeckten Tatsachen offensichtlich unrichtig beziehungsweise bundesrechtswidrig wären, ist ebenfalls nicht erkennbar. Im Einzelnen fiel für das kantonale Gericht diesbezüglich insbesondere in Betracht, dass die im Strafverfahren erkannte deliktische, sehr lukrative Tätigkeit im Rahmen der Vermittlung fingierter Versicherungsverträge unter Akquirierung einer grossen Kundschaft, verbunden mit entsprechender Reisetätigkeit, nicht zu vereinbaren sei mit den beim RAD im Juli 2010 geklagten Beschwerden über eine gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Hoffnungslosigkeit, Antriebsverminderung, erhöhte Ermüdbarkeit, Konzentrationsstörungen sowie dem sozialen Rückzug und der dort wegen entsprechender Insuffizienz im Alltagsleben attestierten 70%igen Arbeitsunfähigkeit. Der Einwand, das kantonale Gericht habe bei seiner Beurteilung der Revisionsvoraussetzungen zu Unrecht Freizeitaktivitäten wie den Abschluss eines Fitnessabonnements oder private Reisen ins Ausland als massgeblich erachtet, ist unbehelflich. Dass die Vorinstanz die Revision unter den gegebenen Umständen materiell als gerechtfertigt erachtete, ist nicht zu beanstanden.