Citation: 9C_497/2016 E. 5.4.2

5.4.2. Wie die Vorinstanz richtig erwogen hat, führt die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeiten zu verrichten, nicht automatisch zu einer Verminderung des hypothetischen Invalidenlohns. Vielmehr ist der Umstand allein, dass nurmehr leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschwere Tätigkeiten umfasst (Urteile 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4; 9C_386/2012 vom 18. September 2012 E. 5.2). Mit der vom kantonalen Gericht anerkannten Beschränkung des Pensums und der entsprechenden Reduktion des hypothetischen Invalideneinkommens ist auch der vermehrte Pausenbedarf des Beschwerdeführers angemessen berücksichtigt. Eine zusätzliche Anrechnung im Rahmen eines leidensbedingten Abzugs käme einer unzulässigen Doppelberücksichtigung derselben Einschränkung gleich. Darauf, dass kein Abzug wegen Teilzeitarbeit vorzunehmen ist (SVR 2014 IV Nr. 37 S. 130, 8C_7/2014 E. 9.2), hat das kantonale Gericht bereits hingewiesen. Die Medikamenteneinnahme - namentlich die Einnahme von Tramal - rechtfertigt ebenfalls keinen Abzug. Abgesehen davon, dass der diesbezügliche Medikamentenspiegel gemäss der Expertise des ABI unter dem Referenzwert lag, zogen die Gutachter allfällige negative Folgen wie eine vermehrte Müdigkeit explizit in Betracht, kamen indessen zum Schluss, die Medikation werde vom Beschwerdeführer gut toleriert und könne durchaus mittel- und längerfristig eingesetzt werden. Dem Umstand, dass der Beschwerdeführer bisweilen unter Einfluss von Tramal nicht am Strassenverkehr teilnehmen kann, wurde dadurch angemessen Rechnung getragen, dass ihm die angestammte Tätigkeit als Kurierfahrer nicht mehr zumutbar ist. Was schliesslich die vom Beschwerdeführer in Aussicht gestellte Operation und einen damit zusammenhängenden mehrwöchigen Arbeitsausfall anbelangt, rechtfertigt ein solch lediglich vorübergehender, zeitlich klar abgegrenzter Arbeitsausfall keinen Leidensabzug.