Citation: 4A_148/2024 E. 3.3.2

3.3.2. Die Beschwerdeführerin hat diesen Einwand bereits vorinstanzlich vorgetragen. Die Vorinstanz hat hierzu erwogen, das Argument sei nicht leicht zu verstehen. Die beiden Auftraggeberinnen hätten sich für die gesetzlichen Vorgaben für die Leitung je der anderen nicht interessiert und auch nicht interessieren müssen. Dies bedeute aber nicht, dass damit das gemeinsame Interesse an der Planung und Bauleitung durch die gemeinsam beauftragten Ingenieure entfiele. Dem hält die Beschwerdeführerin nichts Konkretes entgegen. So begründet sie etwa nicht, inwiefern die aus den gesetzlichen Vorgaben abgeleiteten Weisungsrechte hinsichtlich der eigenen Leitung die Planung und Bauleitung des gemeinsamen Grabens oder die Weisungsbefugnis der anderen Partei hinsichtlich ihrer Leitung überhaupt zu beeinflussen vermöchten. Zudem ist auch nicht ausgeschlossen, dass die Parteien durch zumindest konkludente Vereinbarung die Entscheide in Verfolgung der je eigenen Interessen an der eigenen Leitung im Rahmen der Geschäftsführung auch nur einer Partei vorbehalten haben. Dies steht der gemeinsamen Zweckverfolgung als gleichberechtigte Parteien nur insoweit entgegen, als es sich um Grundlagengeschäfte hinsichtlich der gemeinsamen Planung und Bauleitung handeln würde (Art. 535 Abs. 1 OR; vgl. Urteil 4A_533/2014 vom 29. April 2015 E. 2.3.1), was die Beschwerdeführerin aber nicht substanziiert aufzuzeigen vermag.