Citation: 1C_573/2019 E. A

Die A.________ AG ist Eigentümerin der in der Landwirtschaftszone gemäss Art. 32 des Raumplanungsgesetzes vom 6. Dezember 2004 für den Kanton Graubünden (KRG/GR; BR 801.100) gelegenen Parzelle 30950 in der heutigen Gemeinde Churwalden. Auf der Parzelle steht die Quellfassung mit Brunnenstube und Kontrollschächten für das X.________ Mineralwasser. Die Baubewilligung dazu erteilte die damalige Gemeinde Malix am 21. Januar 1991. Die Quelle ist auch im Generellen Erschliessungsplan als Punktobjekt "gefasste Quelle" verzeichnet. Durch die Strassenparzelle 30387 getrennt, liegen westlich bzw. hangaufwärts insbesondere die überwiegend der Wohnzone 2 zugewiesenen, überbauten Parzellen 30935, 30934, 30933, 30399, 30400, 30401 und 31003. Sie werden über die hangwärts bzw. westlich gelegene Strassenparzelle 30398 erschlossen. Nach Angaben der Gemeinde Churwalden befinden sich diese und weitere Parzellen in der Umgebung seit 1971 bzw. 1980 in einer Bauzone. Die Baubewilligungen für die erwähnten Parzellen datieren nach Angaben der Gemeinde Churwalden aus den Jahren 1979, 1980, 1988 und 1998. Am 29. Oktober 2015 verabschiedete der Vorstand der Gemeinde Churwalden eine Teilrevision des kommunalen Erschliessungs- und Gebührengesetzes (EGG Churwalden) zuhanden der Gemeindeversammlung vom 3. Dezember 2015. Das revidierte EGG Churwalden wurde von der Gemeindeversammlung am 3. Dezember 2015 beschlossen. Der neue Art. 40a EGG Churwalden soll es der Gemeinde Churwalden ermöglichen, quellschutzbedingte Mehrkosten für Massnahmen an bestehenden Bauten und Anlagen, die nicht den Vorschriften des Quellschutzreglements entsprechen sowie die Kosten für die fachgerechte Entfernung und Ausserbetriebnahme von nicht mehr benutzten Anlagen den Nutzungsberechtigten der Quelle aufzuerlegen. Am 25. Februar 2016 schied der Gemeindevorstand der Gemeinde Churwalden detaillierte Grundwasserschutzzonen im Sinne von Art. 20 des Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20) aus und erliess den Schutzzonenplan 1:1000 "Grundwasserschutzzonen für die Quelle X.________" sowie das Schutzzonenreglement "Grundwasserschutzzonen für die Quelle X.________". Die Regierung des Kantons Graubünden genehmigte den Schutzzonenplan und das Schutzzonenreglement am 28. Juni 2016. Die neu ausgeschiedene Grundwasser- und Quellschutzzone im Sinne von Art. 37 KRG/GR überlagert sowohl die Parzelle 30950, auf der die Quellfassung für das X.________ Mineralwasser steht, als auch die durch die Strassenparzelle 30387 getrennten, westlich bzw. hangaufwärts liegenden, überbauten Parzellen 30935, 30934, 30933, 30399, 30400, 30401 und 31003. Auch die weiter westlich bzw. hangaufwärts von den Strassenparzellen 30398 und 30352 befindlichen (Bau-) Parzellen 30484, 30458 und 30481 und östlich der Strassenparzelle 30352 die noch unbebaute (Bau-) Parzelle 30335 werden teilweise davon erfasst. Am 5. Oktober 2017 verpflichtete der Vorstand der Gemeinde Churwalden die A.________ AG dazu, die quellschutzbedingten Mehrkosten für die X.________-Quelle zu tragen. Sie auferlegte ihr eine Akontozahlung von Fr. 231'901.--. Die A.________ AG erhob dagegen am 27. November 2017 Einsprache an den Vorstand der Gemeinde Churwalden. Dieser wies am 29. März 2018 die Einsprache ab.