Citation: 1C_281/2024 E. 5.2

5.2. Diese Auslegung von § 292 PBG/ZH erachtet die Beschwerdeführerin als willkürlich. Sie moniert, keine kantonale Bestimmung schreibe vor, dass eine Gaube nicht mehr als Dachaufbaute zu qualifizieren sei, wenn sie auf der Höhe des Firstes und nicht unterhalb desselben ansetze. Selbst die Vorinstanz führe aus, zumindest bei Schrägdächern würden Dachaufbauten in der Regel unterhalb des Firstes enden. Dies impliziere die Möglichkeit, dass Dachaufbauten bei Schrägdächern durchaus auf der Höhe des Firstes respektive am First selber enden könnten. Ihre Ansicht unterlegen sie mit einem Bild aus der Literatur (FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., S. 1487). Bereits aus dem verwendeten Bild selbst wird aber ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin aus dieser Argumentation nichts zu Gunsten ihres geplanten Bauvorhabens ableiten kann. Zwar setzt die (Schlepp) gaube auf dem Bild tatsächlich auf dem First an, anders als die geplante Dachkonstruktion stösst sie jedoch weder bis zur Fassadenflucht vor bei gleichzeitiger Durchbrechung der Trauflinie, noch reicht sie bis an die Stirnseite des Gebäudes. Insgesamt erscheint die abgebildete Schleppgaube, obschon sie am First ansetzt, eindeutig als auf das Dach aufgesetzt, was bei der vorliegenden Konstruktion gerade fehlt. Wie die Beschwerdegegnerschaft ausführt, findet sich zudem auch im Leitfaden der Stadt Zürich kein als zulässig erachtetes Beispiel einer Dachaufbaute, die mit der geplanten Dachkonstruktion nur annährend vergleichbar wäre (Vorstoss bis zur Fassadenflucht mit Durchbrechen der Trauflinie bei gleichzeitiger Ansetzung am Hauptgiebel). Auf diesen Umstand muss aber nicht weiter eingegangen werden, da der Stadt Zürich bei der Qualifikation einer Dachaufbaute, wie bereits gesehen, kein Spielraum zusteht.