Citation: 1C_185/2010 27.10.2010 E. 2.2

2.2.1 Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des Betroffenen auch tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die grundsätzliche Pflicht der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Der Rechtsuchende soll wissen, warum die Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat, weshalb die Begründung des Entscheids so abgefasst sein muss, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Demgegenüber ist nicht erforderlich, dass sich die Behörde ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand des Rechtsuchenden auseinandersetzt. Vielmehr kann sie sich auf die für ihren Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und in der Begründung bloss diejenigen Argumente aufführen, die tatsächlich ihrem Entscheid zugrunde liegen (BGE 133 III 439 E. 3.3 S. 445; 130 II 530 E. 4.3 S. 540; 129 I 232 E. 3.2 und 3.4 S. 236 ff.; 126 I 97 E. 2b S. 102 f.). 2.2.2 Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren war einzig die Frage zu entscheiden, ob das Baudepartement zu Recht die Zonenkonformität des geplanten Mehrfamilienhauses in der Wohnzone für Ein- und Zweifamilienhäuser bejaht hatte. Indem das Verwaltungsgericht dies verneinte, brachte es auch zum Ausdruck, dass das Bauvorhaben der Beschwerdeführer nicht bewilligungsfähig sei. Es brauchte daher entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer die Frage, ob das von den Beschwerdeführern geplante Mehrfamilienhaus in der Zone WE2 verboten werde könne, obwohl es sämtliche Regelbauvorschriften, welche die Gemeinde für diese Zone aufgestellt habe, erfülle, nicht mehr einer einlässlichen Erörterung zu unterziehen. Die Rüge der Verletzung der Begründungspflicht erweist sich damit in diesem Punkt als unbegründet.