Citation: 2C_379/2015 E. 2.4

2.4. Zusammenfassend zeigt sich, dass der Wortlaut von Art. 28 Abs. 3 StHG durch Häufung unbestimmter Rechtsbegriffe offen gehalten und einer "flexiblen" Auslegung zugänglich gemacht wurde. Aufgrund der Offenheit des Tatbestandes, der im Dienste einer flexiblen Anwendung steht, obliegt es den Kantonen, die Grenzen des kantonalrechtlichen Tatbestandes zu ziehen. Der Bundesgesetzgeber weist ihnen hierbei einen recht weit gehaltenen Gestaltungsspielraum zu (vorne E. 1.3.4; vgl. Urteil 2C_420/2009 vom 4. Dezember 2009 E. 2.1). Eine bundesrechtliche Grenze findet sich von vornherein in Art. 28 Abs. 6 StHG. Danach sind andere Ausnahmen von Art. 27 StHG unzulässig. Stellt das kantonale Recht erhöhte Anforderungen an die Verwaltungsgesellschaften dar, so handelt es sich dabei nicht um eine Ausnahme von Art. 27, sondern vielmehr um eine Einschränkung von Art. 28 Abs. 3 StHG. Aufgrund dessen, dass diese letzte Norm den Kantonen einen Rechtssetzungsspielraum verschafft, ist gegen engere kantonalrechtliche Grenzen solange nichts einzuwenden, als die prägenden Wesenszüge des bundesrechtlichen Instituts gewahrt bleiben.