Citation: 9C_538/2019 E. 4.3.1

4.3.1. Die Vorinstanz hielt einerseits fest, die B.________ AG sei zahlungsunfähig gewesen, anderseits führt sie aus, die Gesellschaft sei in den Jahren 2009 bis 2011 (August 2011) in der Lage gewesen, Lohnzahlungen von insgesamt Fr. 15'367'723.60 auszurichten. Diese Lohnzahlungen bis in das Jahr 2011 (und weiterer Vergütungen, wie etwa die Rückzahlung eines Darlehen von Fr. 100'000.- an einen anderen Verwaltungsrat Ende des Jahres 2009) belegen, dass die B.________ AG nach dem Eintritt des Beschwerdeführers als Verwaltungsrat (27. November 2008) den Betrieb noch über mehrere Jahre fortsetzen konnte. Die vorinstanzliche Feststellung zur Zahlungsunfähigkeit bezieht sich somit offensichtlich nicht auf die Situation der B.________ AG, als der Beschwerdeführer sein Mandat am 27. November 2008 aufgenommen hat, und diesem kann nicht gefolgt werden, die B.________ AG sei bereits Ende des Jahres 2008 "im Ergebnis zahlungsunfähig" gewesen. Dies gilt umso mehr, als auch in den bei den Akten liegenden Jahresrechnungen per 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2009 "nur" von Liquiditätsproblemen und einer angespannten Liquidationssituation die Rede ist; ebenso in der Zwischenbilanz per 30. Juni 2010. Per 30. Juni 2011 wird wohl davon gesprochen, dass die B.________ AG unbedingt zu neuen liquiden Mitteln kommen muss. (Komplette) Illiquidität wurde aber auch dannzumal nicht attestiert. Tatsache ist demgegenüber, dass die Konkurseröffnung vom 20. April 2012 infolge Insolvenz gemäss Art. 190 SchKG erteilt wurde.