Citation: 8C_38/2021 E. 4.4.1

4.4.1. Abschliessend hat das kantonale Gericht erkannt, die Prüfung der Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 E. 4.1.3 führe aus rechtlicher Sicht zu keinem vom Gutachten des Dr. med. G.________ abweichenden Ergebnis. Das Krankheitsgeschehen könne nicht als besonders schwerwiegend bezeichnet werden. Abgesehen von der Persönlichkeitsstörung bestehe keine andere psychische oder körperliche Erkrankung. Dr. med. G.________ sei zum Schluss gelangt, dass die Beschwerdeführerin allfällige Defizite zu bewältigen vermöge. Sie sei zwar mehrfach ambulant und stationär in psychiatrischen Kliniken behandelt worden, indessen habe sich jeweils der Gesundheitszustand deutlich gebessert. So habe der zweite Aufenthalt in der Klinik F.________ zu einer weitgehenden Genesung der rezidivierenden depressiven Störung geführt. Diese Erfolge sprächen gegen einen therapeutisch nicht mehr behandelbaren chronischen Gesundheitszustand. In diesem Zusammenhang sei nachvollziehbar, wenn Dr. med. G.________ den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin insgesamt als stets stabil geblieben bezeichnet habe. Ressourcenhemmend sei zwar zu berücksichtigen, dass die beruflichen Eingliederungsmassnahmen erfolglos geblieben seien. Indessen falle das hohe Aktivitätsniveau der Beschwerdeführerin auf. Nach ihren Angaben sei sie sportlich aktiv, sie gehe laufen und besuche zwei- bis dreimal pro Woche ein Fitness-Studio oder gehe im See schwimmen. Sie kaufe die Lebensmittel ein, koche für sich etwas Schönes und besorge den Haushalt auch im Übrigen ohne Hilfe. Sie treffe sich mit dem ehemaligen Freund sowie mit Verwandten im Ausland. Das kantonale Gericht ist zum Schluss gelangt, dass gestützt auf das psychiatrische Gutachten des Dr. med. G.________ vom 1. Oktober 2019 die Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 zuverlässig beurteilt werden könnten. Aus rechtlicher Sicht sei keine dauernde Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % auszumachen.