Citation: 7B_22/2024 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hält den Siegelungsantrag des Beschwerdeführers für ungültig. Sie erwägt, um die Siegelung gültig zu verlangen, müsse ein Siegelungsgrund glaubhaft gemacht werden, wozu immerhin die Anrufung eines spezifischen Siegelungsgrundes verlangt werde. Der Beschwerdeführer habe jedoch, als er am 25. April 2023 bei der Hausdurchsuchung die Siegelung verlangt habe, auf die Angabe eines Siegelungsgrundes verzichtet, obschon aus dem ihm übergebenen Formular "Orientierung über das Siegelungsrecht und Erklärung zur Siegelung" ersichtlich sei, dass eine Begründung verlangt werde. So habe er auf das Formular unter dem Aufdruck "Der/die Unterzeichnete verlangt die Siegelung folgender Gegenstände/Aufzeichnungen" lediglich "sämtliche beschlagnahmten Gegenstände" geschrieben, aber den Platz nach "Begründung" offengelassen. Da er von den Strafverfolgungsbehörden rechtzeitig und - auch für einen juristischen Laien - inhaltlich rechtsgenüglich über das Siegelungsrecht informiert worden sei, sei der Siegelungsantrag ungültig. Deshalb sei auf das Entsiegelungsbegehren der Staatsanwaltschaft nicht einzutreten und festzustellen, dass die Staatsanwaltschaft befugt sei, die sichergestellten Gegenstände und Aufzeichnungen zu durchsuchen.