Citation: 6B_897/2017 E. 2.2.3

2.2.3. Die vom Beschwerdeführer angeführte verkehrspsychologische Abklärung der charakterlichen Fahreignung durch das Strassenverkehrsamt führt zu keinem anderen Ergebnis. Es ist unbestritten, dass er bis dato zum Führen eines Motorfahrzeugs berechtigt und soweit erkennbar auch befähigt war. Der Beschwerdeführer muss daher trotz vermindertem Risikobewusstsein im Strassenverkehr, reduzierter Anpassungsfähigkeit und Frustrationstoleranz die Höhe der Gefahr für die Fussgänger erkannt haben. Dies nicht zuletzt angesichts seiner Fahrpraxis von sechs Jahren. Der leichten Alkoholisierung von 0.45 Promille 45 Minuten nach der Tat hat der Gutachter nachvollziehbar keinen strafrelevanten Gehalt beigemessen. Wenn der Beschwerdeführer diese auf mindestens zwei Promille im Fahrzeitpunkt zurückrechnet, ergeht er sich in Spekulationen. Es vermag ihn auch nicht zu entlasten, dass ihm der verkehrspsychologische Gutachter nunmehr die Fahreignung abspricht. Diese Einschätzung erfolgte offensichtlich ex post und in Kenntnis der vorliegend beurteilten Ereignisse. Unerfindlich ist ferner, inwiefern die Tatsache, dass die Vorinstanz das verkehrspsychologische Gutachten nicht anwendet bzw. nicht zur Kenntnis nimmt, ein neues Gutachten erfordern soll. Im Übrigen scheint der Beschwerdeführer zu verkennen, dass das Bundesgericht die vorerwähnten (Tat) fragen nur unter dem Gesichtspunkt der Willkür prüft (oben E. 2.1.2). Gleiches gilt, wenn die Vorinstanz ein psychiatrisches Gutachten ablehnt, weil sich im Dossier des Strassenverkehrsamts bereits mehrere Gutachten zur Fahreignung befinden, was entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden ist.