Citation: 5D_131/2022 E. 3.4

3.4. Nach dem Gesagten ist der Kanton Appenzell Ausserrhoden verpflichtet, ein kantonales Rechtsmittel zur Verfügung zu stellen, um den Anforderungen des BGG gerecht zu werden (BGE 139 III 252 E. 1.6; Urteil 5A_697/2016 vom 25. November 2016 E. 2.4). Nach konstanter Praxis gehen die Akten in Fällen wie dem vorliegenden zur weiteren Behandlung an das Obergericht zurück (BGE 139 III 252 E. 1.6; Urteil 5A_697/2016 vom 25. November 2016 E. 2.4 mit Hinweisen). Zwar ist der Kanton und nicht das Gericht verpflichtet, ein kantonales Rechtsmittel zu ermöglichen. Praktisch lässt sich dies aber, soweit bereits das Obergericht als Erstinstanz geurteilt hat, nicht anders handhaben, als dass das Obergericht in anderer Besetzung die Rechtsmitteleingabe beurteilt und einen zweitinstanzlichen Entscheid fällt (Urteile 4A_520/2020 vom 28. Januar 2021 E. 3.4; 5A_697/2016 vom 25. November 2016 E. 2.4; je mit Hinweisen).