Citation: 6B_1087/2022 E. 5.3

5.3. Die Beweiswürdigung der Vorinstanz, dass die Beschwerdeführerin ihre Aussagen letztlich aggraviert hat und diese daher nicht glaubhaft sind, ist im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz verfällt nicht in Willkür, wenn sie davon ausgeht, die Beschwerdeführerin habe anlässlich ihrer Einvernahme vom 6. April 2018 ein normales Eheleben - auch mit Geschlechtsverkehr - geschildert (angefochtenes Urteil S. 17). Entscheidend ist die erste Schilderung der Beschwerdeführerin, nicht der Ablauf des Intimlebens. Die Beschwerdeführerin rügt, sie habe anlässlich der polizeilichen Befragung im Februar 2018 ausgesagt, dass der Beschwerdegegner im Januar 2018 "Sex mit Gewalt gewollt" habe (Beschwerde S. 7), bzw. anlässlich der ersten Befragung betreffend den Vorfall vom Januar 2018 ausgeführt, der Beschwerdegegner habe versucht, den Geschlechtsverkehr trotz ihrer Gegenwehr zu vollziehen (Beschwerde S. 7). Selbst wenn die Beschwerdeführerin anfänglich sexuelle Gewalt erwähnt hat, so war dies beiläufig und ohne Details. Dies ändert nichts daran, dass sie in den folgenden Einvernahmen den Beschwerdeführer diesbezüglich immer stärker und mit wechselnden Aussagen belastete. Bei dieser Sachlage konnte die Vorinstanz die Glaubhaftigkeit der Aussage der Beschwerdeführerin ohne Willkür verneinen. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.