Citation: 2C_846/2017 E. 4.3.2

4.3.2. In diesem Zusammenhang vorweg als unzutreffend erweist sich der Einwand des Beschwerdeführers, ein Vollzug der Wegweisung sei ohne seine Mitwirkung überhaupt nicht zu bewerkstelligen. Nach den Feststellungen der Vorinstanz bestehen durchaus Möglichkeiten, Wegweisungen nach Sri Lanka auch gegen den Willen der betroffenen Person zu vollziehen; dies kann namentlich mittels Sonderflügen geschehen (vgl. auch E. 3 hiervor). Fraglich kann daher einzig sein, ob triftige Gründe gegen einen Wegweisungsvollzug innert absehbarer Frist sprechen. Diesbezüglich bringt der Beschwerdeführer zwar vor, dass laut öffentlich zugänglichen Informationen in der Vergangenheit nur ein einziger Sonderflug nach Sri Lanka stattgefunden habe und die Durchführung eines weiteren Sonderflugs innert absehbarer Zeit nicht realisierbar sei. Worauf er sich bei dieser letzteren Einschätzung stützt, legt der Beschwerdeführer jedoch nicht substantiiert dar. Allein der Umstand, dass bislang noch kein Datum für die allenfalls zwangsweise Rückführung des Beschwerdeführers in seine Heimat bekannt ist, stellt jedenfalls noch keinen triftigen Grund dar, der einen Vollzug der Wegweisung innert absehbarer Frist als zweifelhaft erscheinen lässt. Vielmehr liegt es in der Natur der Sache, dass die Vorbereitung des Wegweisungsvollzugs bei fehlender Kooperation der betroffenen Person eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen und der konkrete Termin für die Rückführung bei der erstmaligen Anordnung von Haft nicht in jedem Fall bereits feststehen kann (vgl. BGE 130 II 56 E. 4.1.2 S. 60; Urteil 2C_610/2008 vom 2. September 2008 E. 2.2). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist vor diesem Hintergrund nicht entscheidend, dass ein Sonderflug mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht stattfinden wird, bevor die erstmalig angeordnete Ausschaffungshaft am 13. Dezember 2017 ausläuft. Soweit sämtliche Haftvoraussetzungen in diesem Zeitpunkt weiterhin erfüllt sind, besteht die Möglichkeit zur Verlängerung der Ausschaffungshaft. Diese hat der Gesetzgeber gerade wegen allfälliger Verzögerungen beim Vollzug der Wegweisung geschaffen (Art. 76 Abs. 3 AuG; vgl. BGE 133 II 1 E. 4.2 S. 3; Urteil 2C_610/2008 vom 2. September 2008 E. 2.2). Aus dem vorinstanzlichen Urteil gehen weiter keine Hinweise hervor, nach denen die Behörden im Rahmen der Vorbereitungen zur Rückschaffung des Beschwerdeführers auf Schwierigkeiten treffen würden, die das bei zwangsweisen Rückführungen übliche Mass übersteigen. Für eine Undurchführbarkeit des Vollzugs innert vernünftiger Frist im Sinne von Art. 80 Abs. 6 lit. a AuG sprechen damit keine triftigen Gründe, was die zuständigen Behörden freilich nicht davon entbindet, im Rahmen des Beschleunigungsgebots alle noch notwendigen Vorkehren für den Wegweisungsvollzug umgehend zu treffen (Art. 76 Abs. 4 AuG; vgl. dazu BGE 139 I 206 E. 2.1 S. 211; 124 II 49 E. 3a S. 50 f.; Urteile 2C_73/2017 vom 9. Februar 2017 E. 3.3; 2C_575/2016 vom 12. Juli 2016 E. 4.3).