Citation: 5A_624/2023 E. 5.2

5.2. Das Kantonsgericht verweist auf die vom Bezirksgericht festgestellte Pflegebedürftigkeit des Beschwerdegegners und deren finanzielle Auswirkungen. Der Eintritt einer tiefgreifenden und dauernden Änderung sei im Grundsatz nicht bestritten. Soweit die Beschwerdeführerin vortrage, der Beschwerdegegner habe bereits im Oktober 2016 - mithin vor der Scheidung (vgl. vorne Bst. A.a) - nur noch als Hilfsmonteur und Handlanger tätig sein können, handle es sich um ein neues und unzulässiges Vorbringen. Ohnehin sei dieser Umstand nicht entscheidend: Der Beschwerdegegner habe auch in dieser Funktion noch ein zur Deckung der Unterhaltsbeiträge ausreichendes Einkommen erzielen können, wozu er heute nicht mehr in der Lage sei. Zudem scheine er bei der Scheidung noch selbständig gelebt zu haben, was heute nicht mehr möglich sei.