Citation: 2C_356/2021 E. 7.3.4

7.3.4. Nichts zu seinen Gunsten kann der Beschwerdeführer sodann aus einem allfälligen Fehlverhalten einzelner Vermächtnisnehmer ableiten. Vielmehr wäre er gehalten gewesen, insbesondere mit Blick auf die nach seinen Angaben konfliktbeladene Abwicklung des Nachlasses bzw. die erheblichen Spannungen zwischen den gesetzlichen Erben und der Erblasserin, weitere Eskalationen zu verhindern oder zumindest solche nicht zu fördern (vgl. BGE 130 II 270 E. 3.2.2; Urteile 2C_243/2020 vom 25. Juni 2020 E. 3.5.1; 2C_103/2016 vom 30. August 2016 E. 3.2.2). Mit seiner Äusserung, den Stundenansatz zu erhöhen, sollte gegen die Honorarforderung Widerstand aufkommen oder Rechenschaftsablegung verlangt werden, übte der Beschwerdeführer unnötig und ohne sachlichen Grund Druck auf die Erben und Vermächtnisnehmer, die Höhe seines Honorars nicht zu hinterfragen und auf eine Rechenschaftsablegung zu verzichten. Erschwerend kommt hinzu, wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, dass der Beschwerdeführer im Entwurf des Erbteilungsvertrags bereits den Vermächtnisnehmer nannte, von dem er Widerstand erwartete (vgl. E. 4.2 hiervor und E. 7.3 des angefochtenen Urteils), was geeignet war, zu einer weiteren Eskalation beizutragen. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Beschwerdeführer, wie er behauptet, die Erben und Vermächtnisnehmer laufend informiert und ihnen eine Auskunftserteilung nie verweigert habe.