Citation: I 423/00 13.11.2000 E. 1

1.- a) Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität unmittelbar bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen, zu verbessern, zu erhalten oder ihre Verwertung zu fördern. Dabei ist die gesamte noch zu erwartende Arbeitsdauer zu berücksichtigen. Nach Art. 4 Abs. 1 IVG gilt als Invalidität die durch einen körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit. Von hier nicht zur Diskussion stehenden Ausnahmen abgesehen setzt Erwerbsunfähigkeit und damit Invalidität Arbeitsunfähigkeit voraus (BGE 115 V 133 Erw. 2, 105 V 141 Erw. 1b; ZAK 1985 S. 224 Erw. 2b). Eine Person ist nach der Rechtsprechung nur dann unmittelbar von einer Invalidität bedroht, wenn eine solche in absehbarer Zeit einzutreten droht; diese Voraussetzung ist nicht erfüllt, wenn der Eintritt einer Erwerbsunfähigkeit zwar als gewiss erscheint, der Zeitpunkt ihres Eintritts aber ungewiss ist (BGE 124 V 269 Erw. 4 mit Hinweisen). b) Die Eingliederungsmassnahme der Umschulung (Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG) wird in Art. 17 IVG näher geregelt. Nach Abs. 1 dieser Bestimmung besteht ein Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder wesentlich verbessert werden kann.