Citation: 8C_286/2023 E. 5.2

5.2. Streitgegenstand ist die verfügte Prämienrechnung der Suva vom 9. Februar 2022 in Höhe von Fr. 9'238.-. In der entsprechenden Verfügung wurden nicht verschiedene materielle Rechtsverhältnisse geregelt, die einer Teilrechtskraft zugänglich wären. Die Einsprache der Beschwerdegegnerin richtete sich gegen diese Rechnung, indem deren Stornierung verlangt wurde. In der Einspracheergänzung vom 19. April 2022 wurde beantragt, die Rechnungsverfügung aufzuheben und von der Nachzahlung der Sozialversicherungsbeiträge abzusehen. Daraus ergibt sich klar, dass die Beschwerdegegnerin mit der Forderung der Beschwerdeführerin nicht einverstanden ist. Die Höhe der Rechnung konnte daher nicht in Teilrechtskraft erwachsen, auch wenn die Beschwerdegegnerin den Betrag nicht explizit gerügt hat und sich die Suva im Einspracheentscheid vom 20. Juni 2022 nicht mit der Berechnung der Prämienhöhe befasste. Die Höhe einer Forderung kann nicht in Teilrechtskraft erwachsen, wenn die Forderung bzw. der Anspruch an sich bestritten wird. Das von der Suva ins Feld geführte Urteil BGE 119 V 347 ist nicht einschlägig, da die dort in Frage stehende Verfügung der Suva einerseits eine Rente und andererseits eine Integritätsentschädigung betraf. Eine Verfügung im Bereich der Unfallversicherung ist rechtsprechungsgemäss hinsichtlich des Entscheids über den Anspruch auf Integritätsentschädigung einerseits und über den Anspruch auf Invalidenrente andererseits der Teilrechtskraft zugänglich (BGE 144 V 354 E. 4.3 mit Hinweisen; vgl. auch SVR 2023 UV Nr. 17 S. 54, 8C_281/2022 E. 4.2.2). Vorliegend geht es indessen um den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Prämien für Arbeitnehmende der Beschwerdegegnerin. Nach dem Gesagten trat die Vorinstanz auf das Eventualbegehren der Beschwerdegegnerin betreffend korrekte Berechnung der Differenzlohnsumme zu Recht ein.