Citation: 7B_417/2023 E. 3.5.2

3.5.2. Der Beschwerdeführer macht grundsätzlich zu Recht geltend, dass er und die weiteren Beschuldigten sowie die bekannten mutmasslichen Opfer zu einem grossen Teil bereits wiederholt befragt wurden und zwei der Beschuldigten seit über einem Jahr die Aussage verweigern. Entgegen der von ihm vertretenen Rechtsauffassung ändert dies vorliegend jedoch nichts an der Tatsache, dass die Vorinstanz die Anordnung der Haft zu Recht geschützt hat. Wie die Vorinstanz in Würdigung der bereits erfolgten Einvernahmen sowie der aktenkundigen Chat-Protokollen von Konversationen mit Beteiligung des Beschwerdeführers nachvollziehbar darlegt, besteht aufgrund der gegenwärtigen Aktenlage der dringende Verdacht, dass er nicht nur, wie von ihm eingestanden, als Fahrer, sondern auch an der aktiven Vermittlung der mutmasslichen Opfer an Freier involviert war. Der Beschwerdeführer stellt dieser vorinstanzlichen Beweiswürdigung zwar in Bezug auf jede von der Vorinstanz erwähnte Person eine alternative Betrachtungsweise gegenüber. Damit gelingt es ihm allerdings nicht, eine willkürliche Beweiswürdigung durch die Vorinstanz darzutun. Vielmehr durfte diese in ihrer Beurteilung bereits aufgrund des im angefochtenen Entscheid genannten und aktenkundigen Chatprotokolls zwischen dem Beschwerdeführer und dem Mitbeschuldigten D.________ willkürfrei davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer über die bereits eingestandene Vermittlung von J.________ auch noch weitere mutmassliche Opfer aktiv an Freier vermittelte. Mit Blick auf die Schwere der Tatvorwürfe und der dem Beschwerdeführer im Falle einer Verurteilung drohenden empfindlichen Strafe, ist die vorinstanzliche Auffassung, es bestehe die konkrete Gefahr, dass er in Freiheit kolludierend auf die mutmasslichen Opfer einwirken könnte, nicht zu beanstanden. Entgegen den Einwänden des Beschwerdeführers drängt sich dieser Schluss bereits aufgrund des von ihm gegenüber J.________ gezeigten Verhaltens auf. Insoweit steht nach den unbestrittenen und verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) fest, dass der Beschwerdeführer konkret versuchte, auf ihr Aussageverhalten Einfluss zu nehmen. Gleiches tat er nach den ebenfalls unbestrittenen vorinstanzlichen Feststellungen gegenüber dem Mitbeschuldigten D.________. Wie der Beschwerdeführer richtig vorbringt, erfolgte diese Einflussnahme mittels Textnachricht vom 18. Februar 2022 zwar im Zusammenhang mit einem anderen Strafverfahren. In Übereinstimmung mit den nachvollziehbaren Erwägungen der Vorinstanz ist jedoch festzuhalten, dass dieser Umstand dennoch aufzeigt, dass der Beschwerdeführer in der Vergangenheit bereits wiederholt versuchte, zu seinen Gunsten Einfluss auf den Fortgang der ihn betreffenden Strafverfahren zu nehmen.