Citation: I 677/03 28.05.2004 E. 2

Zu prüfen ist zunächst der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. 2.1 Umstritten ist dabei zur Hauptsache, ob und bejahendenfalls in welchem Ausmass krankheitsbedingt eine verminderte Arbeitsfähigkeit besteht. Der Versicherte macht eine Einbusse seines Leistungsvermögens seit Januar 2002 geltend. Zufolge der am 30. August 2002 erfolgten IV-Anmeldung könnten, selbst wenn frühere invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkeiten bestünden, Leistungen nur für die Zeit ab 1. August 2001 nachbezahlt werden (Art. 48 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit Art. 29 Abs. 2 Satz 1 IVG; ein Anwendungsfall von Art. 48 Abs. 2 Satz 2 IVG liegt nicht vor). Mit Blick auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG für die Entstehung des Rentenanspruchs erforderliche mindestens einjährige, durchschnittlich 40 % betragende Arbeitsunfähigkeit - der in Art. 29 Abs. 1 lit. a IVG normierte Tatbestand fällt ausser Betracht - erwiesen sich diesfalls die Verhältnisse ab August 2000 als massgeblich. 2.2 Dr. med. R.________, bei welchem der Beschwerdeführer seit anfangs 2002 in Behandlung steht, führte in seinem Bericht vom 20. September 2002 aus, dass auf Grund der seit 8. Januar 2002 bestehenden Rückenproblematik (lumboradikuläres Syndrom S1 links, Diskushernie mediolateral L5/S1 links und L4/5 rechts sowie Synovialzyste L5/S1 links) die bisherige Tätigkeit als TCN-Gehilfe zwar nicht mehr, eine leichte bis mittelschwere Arbeit mit Wechselbelastung der Wirbelsäule ohne regelmässiges Heben von Lasten über 20 kg indessen noch im Umfang von acht Stunden täglich unvermindert zumutbar sei. Keine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit enthält bei jedoch gleichlautender Diagnose der Untersuchungsbericht des Dr. med. K.________, Spital L.________, Abteilung für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin, vom 22. Januar 2002. Im Lichte dieser Aktenlage gelangten Vorinstanz und Verwaltung zum Schluss, dass der Beschwerdeführer seit Januar 2002 in einer leichten bis mittelschweren, seinen Leiden Rechnung tragenden Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig sei. Dem ist beizupflichten. 2.3 Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht wird, vermag an diesem Ergebnis nichts zu ändern. 2.3.1 Namentlich verkennt der Beschwerdeführer, dass es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten eine versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen). Das subjektive Empfinden der versicherten Person kann, insbesondere wenn es sich wie im vorliegenden Fall in keiner Weise mit der Auffassung der Ärzte deckt, für sich allein nicht massgebend sein. So dürfte ein Patient kaum je in der Lage sein, seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen einer objektiven Betrachtungsweise zu unterziehen und die ihm - auch nach Massgabe der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht - noch zumutbaren Tätigkeiten bzw. deren Ausmass selbstständig zu bestimmen. Zur Ermittlung der Arbeitsfähigkeit ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) somit regelmässig auf ärztliche Unterlagen angewiesen, von denen abzuweichen nur in begründeten Ausnahmefällen Anlass besteht, so etwa bei offenkundiger Fehlerhaftigkeit oder einander widersprechenden medizinischen Aussagen. Allein die persönlichen Angaben der versicherten Person zu der ihr noch verbliebenen Arbeitsfähigkeit vermögen, ohne entsprechende ärztliche Beurteilung, indes keine andere Betrachtungsweise herbeizuführen. Anzufügen bleibt in diesem Zusammenhang, dass der Versicherte sich trotz der von ihm im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren behaupteten vollständigen Arbeitsunfähigkeit gegenüber der Arbeitslosenversicherung stets als im Rahmen einer Vollzeitstelle vermittlungsfähig eingestuft hat. 2.3.2 Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten psychischen Störungen enthalten die im Einspracheverfahren erstmals aufgelegten Berichte des Dr. med. D.________ vom 30. Juni, 27. November 1997 und 21. Januar 1998 sowie der Frau Dr. med. P.________ vom 4. Juli 1997 zwar durchaus Hinweise auf entsprechende Krankheitssymptome. Da die Akten jedoch keine Anhaltspunkte für eine nach Januar 1998, insbesondere während der Dauer der Anstellungsverhältnisse sowie der kontrollierten Arbeitslosigkeit fortbestehende psychische Gesundheitsschädigung mit Krankheitswert aufweisen (vgl. dazu BGE 127 V 299 f. Erw. 5a mit Hinweisen), ist deren Vorhandensein im massgeblichen Zeitraum (Erw. 2.1 in fine hievor) jedenfalls nicht mit der erforderlichen überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, zumal weder Dr. med. R.________ in seinem Bericht vom 20. September 2002 noch der Beschwerdeführer selber in seiner IV-Anmeldung vom 30. August 2002 das Vorliegen derartiger Beschwerden erwähnten. Von zusätzlichen Beweiserhebungen in medizinischer Hinsicht, namentlich der Einholung weiterer Berichte der behandelnden Ärzte, sind nach dem Gesagten - entgegen der Betrachtungsweise des Beschwerdeführers - keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 Erw. 3.4 und 2002 Nr. U 469 S. 527 Erw. 2c, je mit Hinweisen). 2.4 Zu beurteilen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Arbeitsunfähigkeit. Für den Einkommensvergleich sind dabei die Verhältnisse im Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass des Einspracheentscheides zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222, 128 V 174; SVR 2003 IV Nr. 11 S. 33 Erw. 3.1.1 mit Hinweisen). Vorliegend würden angesichts der seit Januar 2002 verminderten Arbeitsfähigkeit gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 IVG frühestens ab 1. Januar 2003 Rentenleistungen ausgerichtet. Der Umstand, dass die Vorinstanz die Invaliditätsbemessung auf der Grundlage der bis Ende 2002 geltenden Einkommensverhältnisse vorgenommen hat, erscheint dabei nachvollziehbar und ist grundsätzlich nicht zu beanstanden. 2.4.1 Was das hypothetische Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) betrifft, ist auf die Angaben im Bericht der letzten Arbeitgeberin vom 6. September 2002 abzustellen, wonach der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden im Jahre 2002 Fr. 4430.- monatlich - oder Fr. 57'590.- (inkl. 13. Monatslohn) jährlich - verdient hätte. 2.4.2 Zur Bestimmung des trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist, da der Beschwerdeführer keiner Beschäftigung mehr nachgeht, mit der Vorinstanz die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) heranzuziehen (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1 mit Hinweisen). Dem Versicherten stehen verschiedene Hilfsarbeiterstellen offen, weshalb der Zentralwert und nicht eine branchenspezifische Zahl massgeblich ist. Gemäss Tabelle TA1 der LSE 2000 beträgt dieser für Männer, welche im privaten Sektor einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) verrichten, bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden Fr. 4437.- monatlich oder Fr. 53'244.- jährlich. In Berücksichtigung der für männliche Arbeitnehmer geltenden Nominallohnerhöhung von 2,4 % (2001) und 1,6 % (2002; Die Volkswirtschaft, 5/2004, S. 95, Tabelle B10.3; BGE 129 V 408) sowie einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2002 von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 94, Tabelle B9.2) ergibt sich daraus ein Einkommen von Fr. 57'748.-. Die Frage, ob und in welchem Ausmass davon ein Abzug zu machen ist, hängt rechtsprechungsgemäss von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad; BGE 126 V 79 f. Erw. 5b/aa). Der Abzug ist unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt jedoch höchstens 25 % beschränkt (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc). Da vorliegend einzig die Kriterien der leidensbedingten Einschränkung sowie der Nationalität des über eine Aufenthaltsbewilligung der Kategorie B (Jahresaufenthalter) verfügenden Beschwerdeführers zu Lohnnachteilen führen könnten, wobei auf Grund des letztgenannten Faktors im Vergleich zum Durchschnittslohn aller Schweizer und Ausländer (Total) mit einer Lohneinbusse von rund 10 % zu rechnen wäre (LSE 2000, S. 47, Tabelle TA12), trägt eine Herabsetzung des Tabellenlohnes um 15 % den konkreten Verhältnissen angemessen Rechnung. Das Invalideneinkommen beträgt somit Fr. 49'086.-. Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (Fr. 57'590.-/Fr. 49'086.-) resultiert ein - rentenausschliessender - Invaliditätsgrad von 15 % (zur Rundung vgl. das zur Publikation in der Amtlichen Sammlung bestimmte Urteil R. vom 19. Dezember 2003, U 27/02). Da keine Hinweise für relevante Änderungen der erwerblichen Verhältnisse bis zum Erlass des Einspracheentscheides vom 25. April 2003 bestehen (vgl. Erw. 2.4 hievor), hat es dabei sein Bewenden.