Citation: 6B_1088/2022 E. 4.3.8

4.3.8. Insofern die Beschwerdeführerin schliesslich die Nichtberücksichtigung entlastender Motive durch die Vorinstanz und eine unzutreffende Gesamtwürdigung betreffend Mordqualifikation als willkürlich beanstandet (Beschwerde S. 30 f.), kann ihr ebenfalls nicht zugestimmt werden. Die Vorinstanz weist im angefochtenen Urteil zutreffend darauf hin, dass für die Mordqualifikation eine Gesamtwürdigung der äusseren und inneren Umstände der Tat entscheidend sei (angefochtenes Urteil S. 27). Dies steht in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 144 IV 345 E. 2.1.2 S. 347; 141 IV 61 E. 4.1 S. 65; je mit Hinweisen). Im Rahmen dieser Gesamtwürdigung berücksichtigt die Vorinstanz durchaus entlastende Motive, nämlich die "äusserst konfliktbehaftete Ehe der Parteien mit häufigen, heftigen Streitereien" (vgl. angefochtenes Urteil S. 18 und 30). Dass unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden ist, wenn die Vorinstanz die Kausalität allfälliger tätlicher Übergriffe von B.A.________ auf die Beschwerdeführerin vor der Tat für ihren Tatentschluss verneint, wurde bereits dargelegt (vgl. oben E. 4.3.4). B.A.________ wollte die Beschwerdeführerin verlassen und hatte sich bereits eine neue Unterkunft eingerichtet. Die Vorinstanz geht diesbezüglich zutreffend davon aus, dass die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte, seit Jahren bestehende Drucksituation zum Tatzeitpunkt bereits beendet war (angefochtenes Urteil S. 24). Die vorinstanzliche Gesamtwürdigung der äusseren und inneren Umstände der Tat erweist sich nach dem Gesagten nicht als schlechterdings unhaltbar und damit willkürlich.