Citation: 6B_526/2020 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz erwägt, dem Beschwerdegegner sei zwei Stunden nach dem Vorfall Blut und Urin entnommen worden. Laut dem Bericht des Instituts für Rechtsmedizin St. Gallen habe er eine provokative Stimmung und ein unruhiges Verhalten aufgewiesen. Er sei als deutlich merkbar unter dem Einfluss von zentralnervös wirkenden Substanzen beurteilt worden. Aus den toxikologischen Analyseergebnissen, den ärztlichen Befunden und den polizeilichen Beobachtungen zum Ereigniszeitpunkt lasse sich eine zentral-nervöse Beeinträchtigung ableiten. Angesichts der maximalen Blutalkoholkonzentration von 1,52 Gewichtspromille sowie dem Mischkonsum von Kokain und Cannabis vor dem Ereignis sei von einer leicht- bis mittelgradig verminderten Zurechnungsfähigkeit auszugehen. Diese sei verschuldensmindernd zu berücksichtigen. Anstatt ein mittelschweres bis schweres Verschulden sei deswegen ein Verschulden im unteren mittleren Bereich anzunehmen.