Citation: 1P.607/2001 11.01.2002 E. 3

3. (Eröffnung)." Zur Begründung führte er im Wesentlichen an, die Dichte, mit der die Untersuchungsbehörde den Angeschuldigten über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu unterrichten habe, hänge vom Stand des Verfahrens ab: Zu Beginn des Verfahrens genüge eine mehr summarische Information, während ihm im Stadium der Anklageerhebung die Vorwürfe in allen Einzelheiten bekannt gegeben werden müssten. Vorliegend sei angesichts des aktuellen Verfahrensstandes die durch die EMRK gebotene Informationspflicht erfüllt; der Beschwerdeführer habe aufgrund des bisherigen Verfahrens, der Eingaben an das Haftgericht sowie der durchgeführten Einvernahmen hinreichend Kenntnis der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen. Ein weiter gehender Anspruch bestehe nicht. Was die Akteneinsicht betreffe, so könne dem Antrag teilweise entsprochen werden. Hingegen habe die Prüfung der übrigen Unterlagen - namentlich Akten im Zusammenhang mit den an verschiedene deutsche Staatsanwaltschaften gestellten Rechtshilfebegehren - noch nicht abgeschlossen werden können. Da bisher weder die Angeschuldigten noch allfällige weitere beteiligte Personen hätten dazu befragt werden können, bestehe weiterhin Kollusionsgefahr, weshalb die Einsichtnahme in diese Unterlagen zur Zeit zu verweigern sei. Die Anklagekammer der Obergerichts des Kantons Bern wies die Beschwerde und den Rekurs von X.________ gegen diese untersuchungsrichterliche Verfügung am 30. August 2001 ab.