Citation: 1B_132/2017 E. 2.4

2.4. Der Schuldner, der zum Schaden seiner Gläubiger sein Vermögen zum Scheine vermindert, namentlich Vermögenswerte beiseiteschafft oder verheimlicht, wird, wenn gegen ihn der Konkurs eröffnet oder gegen ihn ein Verlustschein ausgestellt worden ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 163 Ziff. 1 StGB). Unter den gleichen objektiven Tatbestandsbedingungen (Verlustschein oder Konkurseröffnung) trifft denjenigen die identische Strafdrohung, der zum Schaden seiner Gläubiger sein Vermögen vermindert, indem er namentlich Vermögenswerte unentgeltlich veräussert oder ohne sachlichen Grund anfallende Rechte ausschlägt bzw. auf Rechte unentgeltlich verzichtet (Art. 164 Ziff. 1 StGB).