Citation: 8C_72/2023 E. 4.1

4.1. In Bezug auf die Verfügung der IV-Stelle vom 14. Dezember 2020 erwog das kantonale Gericht, diese habe mit der Aufhebung der Invalidenrente per 1. November 2012 eine rückwirkende Korrektur eines ihres Erachtens unrechtmässigen Leistungsbezugs vorgenommen. Auf welchen Rückkommenstitel sie sich berufe, gehe aus der Verfügung nicht hervor. Eine Wiedererwägung der rentenzusprechenden Verfügung vom 28. Januar 2005 bzw. der rentenbestätigenden Mitteilung vom 5. März 2008 gestützt auf Art. 53 Abs. 2 ATSG komme nicht in Betracht. Die Gutachter der SMAB und pract. med. D.________ hätten zwar das Gutachten des Dr. med. B.________ vom 19. August 2004 nicht nachvollziehen können. Dies mache die darauf beruhende rentenzusprechende Verfügung jedoch nicht zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG, da immerhin auch behandelnde Ärzte mit der Beurteilung des Dr. med. B.________ übereingestimmt hätten und bei medizinischen Gutachten immer auch Ermessenselemente mitspielten. Im Weiteren prüfte das kantonale Gericht die Voraussetzungen einer materiellen Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG. Als zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer relevanten Änderung des Invaliditätsgrades legte es die Verfügungen vom 28. Januar 2005 und vom 14. Dezember 2020 fest. Weiter kam das kantonale Gericht zum Schluss, dass hinsichtlich der Ergebnisse der in drei Phasen in den Jahren 2012 bis 2014 durchgeführten Observation kein Verwertungsverbot bestehe und auch die Interessenabwägung nicht gegen deren Verwendung spreche. Gestützt auf die Gutachten der SMAB und des pract. med. D.________ bejahte das kantonale Gericht sodann eine rentenrelevante Verbesserung des Gesundheitszustands im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG, da der Beschwerdeführer jedenfalls seit der Zeit der Observation gesundheitlich nicht mehr beeinträchtigt gewesen sei. Pract. med. D.________ habe sodann auch eine Verschlechterung des Gesundheitszustands in der Zeit nach der Begutachtung durch die SMAB nachvollziehbar verneint, und sei weiterhin von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Wie die IV-Stelle festgehalten habe, so die Vorinstanz, wäre es dem Beschwerdeführer schliesslich auch zumutbar gewesen, die Besserung seines Gesundheitszustands zu melden. Da infolge der Meldepflichtverletzung Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV anwendbar sei, sei die am 14. Dezember 2020 verfügte Rentenaufhebung per 1. November 2012 zu bestätigen.