Citation: 1C_121/2022 E. 4.4

4.4. Obige Erwägung ist auch relevant für die Beurteilung des Vorwurfs der Rechtsverweigerung, den die Beschwerdeführerin gegenüber der Vorinstanz erhebt. Soweit das Kantonsgericht erwogen hat, die Beschwerdegegnerin sei nicht verpflichtet, im Verfahren um Informationszugang weitergehende Fragen zu beantworten, ist dies, wie gezeigt, zumindest im Ergebnis nicht zu beanstanden. Wie ausgeführt, lässt sich eine solche Pflicht gestützt auf die kantonale Rechtslage willkürfrei verneinen, weshalb darin auch keine Rechtsverweigerung liegen kann. Dasselbe gilt für die Forderung der Beschwerdeführerin zur Erstellung zusätzlicher Aktenverzeichnisse. Auch wenn solche für die Konkretisierung des Zugangsgesuchs der Beschwerdeführerin allenfalls nützlich wären, durfte die Vorinstanz ohne Willkür eine diesbezügliche Verpflichtung der Beschwerdegegnerin verneinen, womit keine Rechtsverweigerung vorliegt. Dies gilt umso mehr, wenn das Gesuch der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin, das diesem Verfahren zugrunde liegt, genauer analysiert wird: In ihrer anderthalbseitigen Eingabe vom 10. Februar 2020 hat die Beschwerdeführerin nämlich zum einen um die Beantwortung konkreter Fragen gebeten; zum anderen hat sie die Beschwerdegegnerin darum ersucht, ihr "sämtliche Unterlagen in Verbindung mit Planung, Erstellung und zukünftigem Betrieb des Hafenbeckens 3 verfügbar zu machen". Sie bat um Zustellung eines "entsprechende[n] Aktenverzeichnis[ses], damit [sie] hiernach bezeichnen könne[n], welche Dokumente [sie] einsehen möchte[n]". Dieses Rechtsbegehren durfte - kantonal letztinstanzlich durch das Kantonsgericht - so verstanden werden, dass Gegenstand des Verfahrens (noch) nicht die Einsicht in konkrete Aktenstücke war, sondern die Zustellung eines umfassenden Aktenverzeichnisses sowie die Beantwortung von Fragen. Eine Rechtsverweigerung ist darin nicht zu erblicken.