Citation: 2C_585/2017 E. 3.4

3.4. Wie das Bundesgericht erkannt hat, erweist sich die Unterscheidung von Subventionen und öffentlich-rechtlichen Beiträgen im Sinne von Art. 18 Abs. 2 lit. a MWSTG einerseits und mehrwertsteuerlich relevantem Entgelt andererseits regelmässig als schwierig (Urteil 2C_826/2016 vom 6. April 2018 E. 2.5; zum alten Mehrwertsteuerrecht: Urteil 2A.273/2004 vom 1. September 2005 E. 2.3, in: ASA 76 S. 248). Zwar verweist Art. 39 Mehrwertsteuerverordnung vom 27. November 2009 (MWSTV; SR 641.201) zur Definition der unter Art. 18 Abs. 2 lit. a MWSTG fallenden Mittelflüsse auf die Legaldefinitionen des Subventionsgesetzes. Das bedeutet nun aber nicht, dass die Behörden, die das Mehrwertsteuerrecht anwenden, in ihrer rechtlichen Würdigung eines möglicherweise unter Art. 18 Abs. 2 lit. a MWSTG fallenden Sachverhalts gebunden wären durch die Beurteilung anderer Behörden, welche diese unter Gesichtspunkten des Subventionsrechts, geschweige denn unter solchen des Vergaberechts vorgenommen haben. Die rechtlichen Einschätzungen anderer Behörden können zwar Indizien für die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse zwischen den Parteien enthalten (Urteil 2C_826/2016 vom 6. April 2018 E. 3.5.2; zur vergleichbaren Situation bei Verträgen des Privatrechts: BOSSART/CLAVADETSCHER, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, MWSTG/LTVA, 2015, N. 15 zu Art. 18 MWSTG; MOLLARD/OBERSON/TISSOT BENEDETTO, Traité TVA, 2009, S. 201). Dennoch ist es unumgänglich, im Einzelfall aufgrund der konkreten Umstände zu entscheiden, ob ein Leistungsverhältnis im Sinne des Mehrwertsteuergesetzes vorliegt.