Citation: 6B_334/2019 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführer rügen eine bundesrechtswidrige Anwendung von Art. 70 Abs. 1 und 2 StGB, Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung sowie eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör. Entgegen der Vorinstanz habe es nie einen Verkauf von Anleihen an den Beschuldigten gegeben. Sie hätten diesem auch nie persönlich Vermögen übergeben. Ihr Vermögen sei über die Anwaltskanzlei, mit welcher sie einen Hinterlegungsvertrag abgeschlossen hätten, an den Beschuldigten gelangt. Sie seien ohne vorherigen Kontakt mit dem Beschuldigten im Zusammenhang mit der Hinterlegung ihrer Vermögenswerte geschädigt worden. Die über die Anwaltskanzleien an sie zurückgeflossenen Vermögenswerte hätten der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands gedient. Die eingereichten Unterlagen, d.h. die Depotanzeige der Bank I.________ vom 17. Februar 2009 und die Bestätigung von Rechtsanwalt H.________ vom 27. Januar 2011, würden beweisen, dass Letzterer Vermögenswerte für sie aufbewahrt habe. Es treffe daher nicht zu, dass sie im vorinstanzlichen Verfahren keine Angaben zum Hinterlegungsvertrag gemacht hätten. Zwecks Klärung der Hintergründe der Zahlungsflüsse hätten sie zudem die Einvernahme der involvierten Rechtsanwälte beantragt, welche ausführliche Angaben zur Abwicklung des Hinterlegungsvertrages und zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands hätten machen können. Die Vorinstanz habe ihre Anträge auf Einvernahme der involvierten Anwälte aktenwidrig mit der Begründung abgewiesen, die Beweisanträge seien in einem anderen Zusammenhang gestellt worden. Die von der Vorinstanz willkürlich verweigerte Zeugenbefragung habe zu der von der Vorinstanz selbst angeführten Lücke in der Sachverhaltsfeststellung geführt. Der von der Vorinstanz behauptete "Verkauf" von Anleihen durch den Beschwerdeführer 2 an den Beschuldigten sei unbewiesen und zudem ein Novum. Worauf sich die Vorinstanz hierfür stütze, sei nicht ersichtlich. Beweise für einen Kaufvertrag im Sinne von Art. 187 ff. OR lägen nicht vor. Es gebe auch keinen Beweis, dass die Zero-Bonds, welche der Beschuldigte im Jahre 2007 in Singapur verwertet habe, vom Beschwerdeführer 2 stammen würden. Die Vorinstanz erwähne nur die Gattung (gleiches Ausstellungsdatum und gleiche Laufzeit), nicht hingegen die für den direkten Nachweis ("paper trail") unerlässliche Angabe der Serie und der Nummern der einzelnen Stücke. Weiter seien weder der Kauf der Wertpapiere bei den österreichischen Banken oder die physische Aushändigung der Urkunden noch der anschliessende Weiterverkauf der Wertpapiere unrechtmässig oder mit der schweizerischen Rechtsordnung unvereinbar gewesen. Der Beschwerdeführer 2 sei gemäss Art. 641 ZGB berechtigt gewesen, von den Banken die Wertpapiere, für welche er den vollen Kaufpreis bezahlt habe, herauszuverlangen. Dies sei als sog. Tafelgeschäft im Sinne von Art. 966 Abs. 1 OR zu qualifizieren. Über die ihm physisch ausgehändigten Stücke habe er nach seinem Belieben verfügen dürfen. Die fraglichen Handlungen seien objektiv nicht verboten gewesen. Vermögenswerte, die aus einem objektiv legalen Rechtsgeschäft stammen würden, seien als gleichwertige Gegenleistungen im Sinne von Art. 70 Abs. 2 StGB zu qualifizieren. Alle von den österreichischen Banken und dem Beschwerdeführer 2 angefochtenen Haftungsbescheide wegen der Vorschreibung von Kapitalertragssteuern für die Depotentnahmen von Nullkuponanleihen seien wegen Verkennung der Rechtslage durch die österreichische Finanzverwaltung vom österreichischen Verwaltungsgerichtshof aufgehoben worden. Mit der späteren Kassierung durch den Verwaltungsgerichtshof sei selbst das von der Vorinstanz erwähnte österreichische Strafurteil obsolet geworden. Die Vorinstanz habe es unterlassen, diesem Umstand entsprechend Rechnung zu tragen.