Citation: 2C_750/2022 E. 1.1

1.1. Die A.________ ag, die ihren Sitz in der Steuerperiode 2018 in U.________/AR hatte, hatte ihre Steuererklärung für die Steuerperiode 2018 nicht fristgerecht eingereicht, weswegen die kantonale Steuerverwaltung Appenzell Ausserrhoden die A.________ ag am 23. Juli 2019 ein erstes Mal mahnte und sie darauf hinwies, dass bei Nichteinreichen der Steuererklärung eine Ermessensveranlagung vorgenommen werde. Die A.________ ag reichte in der Folge weder die Steuererklärung ein, noch stellte sie ein Fristerstreckungsgesuch. Am 10. September 2019 mahnte die kantonale Steuerverwaltung die A.________ ag daher erneut. Aufgrund eines Fristerstreckungsgesuchs gewährte die kantonale Steuerverwaltung mit Mitteilung vom 8. Oktober 2019 der A.________ ag sodann eine Fristverlängerung zur Einreichung der Steuererklärung 2018 bis Ende Dezember 2019. Nach diverser Korrespondenz zwischen der kantonalen Steuerverwaltung und dem Rechtsvertreter der A.________ ag schickte dieser der kantonalen Steuerverwaltung mit Schreiben vom 30. April 2020 schliesslich einen "Fahrplan 2020" zu und schlug darin (u.a.) vor, die Frist zur Einreichung der hier betroffenen Steuererklärung 2018 der Beschwerdeführerin bis zum 31. Dezember 2020 zu erstrecken. Mit E-Mail vom 4. Mai 2020 genehmigte die kantonale Steuerverwaltung diese Fristerstreckung und machte gleichzeitig ausdrücklich darauf aufmerksam, dass bei Nichteinreichen der Steuererklärung innert Frist eine Ermessensveranlagung drohe. Mit einem neuen "Fahrplan 2021" vom 11. bzw. 19. Januar 2021 gewährte die kantonale Steuerverwaltung der A.________ ag erneut verlängerte Fristen zur Einreichung der Steuererklärungen 2018. Die Einreichefrist für die Steuererklärung 2018 der A.________ ag wurde gemäss "Fahrplan 2021" neu auf den 28. Februar 2021 festgelegt. Ein erneutes Fristverlängerungsgesuch des Rechtsvertreters der A.________ ag mit E-Mail vom 19. Januar 2021 beantwortete die Steuerkommissärin mit E-Mail vom 20. Januar 2021 abschlägig. Sie stellte klar, dass die im Fristenfahrplan aufgeführten Fristen als allerletzte Fristen gelten und nicht mehr erstreckt werden könnten; die bereits erfolgten Mahnungen seien nicht zurückgezogen worden.