Citation: 4A_171/2022 E. 3.2

3.2. Das Bundesgericht hat schon verschiedentlich betont, dass es im Zusammenhang mit Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO Sache der kantonalen Behörden ist, die Angemessenheit anwaltlicher Bemühungen zu beurteilen. Es übt grosse Zurückhaltung, wenn das kantonale Sachgericht den Aufwand als übersetzt bezeichnet und entsprechend kürzt, und es greift nur ein, wenn die Festsetzung des Honorars ausserhalb jeden vernünftigen Verhältnisses zu den vom Anwalt geleisteten Diensten steht und in krasser Weise gegen das Gerechtigkeitsgefühl verstösst (BGE 141 I 124 E. 3.2; Urteile 5D_118/2021 vom 15. Oktober 2021 E. 5.1.4; 4D_37/2018 vom 5. April 2019 E. 2; 5A_209/2016 vom 12. Mai 2016 E. 2.2; 5A_157/2015 vom 12. November 2015 E. 3.2.1). Zu betonen ist ferner, dass die Beschwerde an das Bundesgericht gegen die Bemessung der Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsbeistands nicht dazu dient, das kantonale Verfahren in der Sache neu aufzurollen. Insbesondere ist es nicht höchstrichterliche Aufgabe, die einzelnen Posten der anwaltlichen Honorarnote auf ihre Gebotenheit zu überprüfen, die verschiedenen Rechtsschriften und deren Länge auf ihre Notwendigkeit zu untersuchen oder den vom Rechtsbeistand geltend gemachten Aufwand ermessensweise in Relation zur Bedeutung der Streitsache oder zur Schwierigkeit des Falls zu setzen. Ein Eingreifen des Bundesgerichts fällt praktisch nur bei einer Verletzung des Willkürverbots nach Art. 9 BV in Betracht (Urteile 5D_11/2022 vom 25. März 2022 E. 4.2; 5A_1002/2018 vom 8. August 2019 E. 2.2; 4D_37/2018 vom 5. April 2019 E. 2; 5A_10/2018 vom 17. April 2018 E. 3.2.2.2; 5D_14/2017 vom 19. Juli 2017 E. 2.2; 4A_382/2015 / 4A_404/2015 vom 4. Januar 2016 E. 4.1 f.; je mit weiteren Hinweisen). Dabei liegt Willkür nicht schon dann vor, wenn die Vorinstanz einen Kostenpunkt der Honorarnote falsch gewürdigt oder ein Bemessungskriterium falsch gewichtet hat; stets ist erforderlich, dass der Gesamtbetrag der zugesprochenen Entschädigung im Ergebnis offensichtlich unvernünftig erscheint (Urteile 5D_11/2022 vom 25. März 2022 E. 4.2; 4D_37/2018 vom 5. April 2019 E. 2; 5A_10/2018 vom 17. April 2018 E. 3.2.2.2; 4A_382/2015 / 4A_404/2015 vom 4. Januar 2016 E. 4.2).