Citation: 8C_430/2023 E. 7.1

7.1. Die Beschwerdeführerin wendet weiter ein, selbst die Vorinstanz sei zum Schluss gekommen, es habe am 19. Oktober 2020 ein Telefongespräch stattgefunden, und nehme an, dass es bei der Sachbearbeiterin der Kasse, vermutlich Frau E.________, bezugnehmend auf die von ihr verfasste Notiz "B.________ ist nicht der GF; er ist der Sohn vom GF D.________" zu einem Irrtum gekommen sei. Es werde nun versucht, diesen Irrtum der Sachbearbeiterin der Beschwerdeführerin anzulasten, was vorliegend mit Nachdruck bestritten werde. Diese habe nämlich nichts anderes gemacht, als den Eintrag im Handelsregister wiederzugeben. Hierbei handle es sich um öffentlich zugängliche Daten, die von der Sachbearbeiterin der Kasse problemlos hätten überprüft werden können. Damit sei auch erstellt, wie die Falschauskunft von Frau E.________ gegenüber der Beschwerdeführerin trotz Widerspruch zu den Akten entstanden sei. Wenn nun die Vorinstanz darauf insistiere, die Beschwerdeführerin hätte sich trotzdem nicht darauf verlassen können, gehe sie fehl. Die Beschwerdeführerin habe sich aufgrund der konkreten Umstände im Zeitpunkt der KAE-Anfrage und insbesondere der bundesrätlich verordneten Lockerung der Anspruchsregeln in einer Situation befunden, in der sie sich auf die Angaben der Verwaltung habe berufen dürfen. Offenbar habe es diese unterlassen, Frau E.________ zu befragen. Wenn die Vorinstanz argumentiere, dass die Antragsformulare von B.________ unterzeichnet worden seien und davon auszugehen gewesen sei, er sei mit den Verhältnissen der Beschwerdeführerin vertraut gewesen, entspreche dies sicher der Realität. Dies dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Unterzeichnung und Einreichung der KAE-Antragsformulare ihrer verwirrenden Darstellung sowie der fachlichen Auskunft von Frau E.________ als Angestellte der Kasse geschuldet gewesen sei.