Citation: 8C_481/2020 E. 4.1.3

4.1.3. Der Bericht vom 19. November 2019 erging nicht nur nach der bis 24. Mai 2019 von der IV-Stelle gewährten Frist zur Einreichung weiterer Dokumente zur Glaubhaftmachung der behaupteten gesundheitlichen Verschlechterung, sondern auch nach Erlass der Verfügung vom 6. November 2019. Der Vergleichszeitraum für die Frage, ob eine rentenrelevante Veränderung des Sachverhalts glaubhaft ist, erstreckt sich grundsätzlich bis zur Prüfung und Beurteilung des Gesuchs, d.h. bis zum Erlass der Verfügung betreffend die Neuanmeldung (BGE 130 V 71 E. 2.3 S. 73 und E. 3.2.4 S. 77; 64 E. 2 und 3 S. 66). Für die beschwerdeweise Überprüfung einer Nichteintretensverfügung ist somit der Sachverhalt, wie er sich der Verwaltung bot, resp. die Aktenlage bei Erlass dieser Verfügung massgeblich (BGE 130 V 64 E. 5.2.5 S. 68; Urteil 8C_256/2019 vom 23. August 2019 E. 1.3 mit Hinweis). Selbst wenn sich der Bericht vom 19. November 2019 auf den Sachverhalt im Verfügungszeitpunkt bezogen haben mochte, fällt insofern eine Ergänzung der Aktenlage im Rahmen des auf eine Nichteintretensverfügung folgenden Beschwerdeverfahrens ausser Betracht. Somit ist dem vorinstanzlichen Standpunkt zu folgen, dass der Bericht vom 19. November 2019 unbeachtlich zu bleiben hat (vgl. Art. 87 Abs. 3 IVV). Innert Frist eingereicht wurden hingegen die Berichte der Klinik B.________ vom 15. März und 15. Mai 2019 (mit Beilagen weiterer Arztberichte und Abklärungen), die die Vorinstanz denn auch in ihre Würdigung miteinbezogen hat.