Citation: 1B_352/2014 E. 4.2

4.2. Bei den dem Beschwerdegegner vorgeworfenen Verfahrensfehlern handelt es sich, selbst wenn von solchen auszugehen wäre, nicht um krasse Verstösse gegen das Verfahrensrecht. Sie können gegebenenfalls im Strafverfahren angemessen berücksichtigt werden, lassen aber nicht darauf schliessen, dass der Beschwerdegegner gegenüber dem Beschwerdeführer voreingenommen bzw. befangen wäre. Auch eine massgebliche persönliche Abneigung lässt sich daraus nicht ableiten. Zwar trifft es zu, dass das Verfahren erst verzögert eingeleitet und nur langsam vorangetrieben wurde, doch handelt es sich dabei weder um krasse Vorgänge noch ist ersichtlich, dass dies geschah, um dem Beschwerdeführer zu schaden, bzw. dass sich dies überhaupt einzig für ihn nachteilig ausgewirkt hätte. Ähnliches gilt für die angeblich ungenügende Möglichkeit der Teilnahme des Beschwerdeführers an der Befragung des Beschwerdegegners. Selbst wenn hierin ein Verfahrensfehler liegen würde, vermöchte er eine Befangenheit nicht zu belegen. Eine Korrektur kann im Übrigen immer noch im Strafverfahren erfolgen. Dasselbe trifft im Übrigen zu für den möglicherweise fragwürdigen Umstand, dass gegen den Beschwerdeführer ein Strafbefehl in Aussicht gestellt wurde, ohne dass vorweg gegen ihn formell ein Strafverfahren eingeleitet worden war. Das sind zwar eventuell nicht ganz unbedeutende prozessuale Mängel, die aber noch nicht derart krass sind, dass sie den Anschein einer Befangenheit zu erwecken vermöchten, und über deren Tragweite im Strafverfahren zu befinden ist.