Citation: 2C_790/2018 E. 2.3

2.3. Die Gemeinde U.________ ist in der Verordnung vom 26. November 1991 über die Beiträge der Grundeigentümer (VBG; SR Gemeinde U.________ 703.100) dieser Verpflichtung nachgekommen. Nach Art. 2 Abs. 1 sind Grundeigentümer, deren Grundstück durch den Neubau, den Ausbau oder die Korrektion von Strassen, Wegen und Plätzen sowie durch die Anlage von Kanalisationen und Wasserleitungen eine Wertvermehrung erfahren, zur Leistung von Beiträgen an die der Gemeinde dadurch erwachsenden Kosten verpflichtet. Die Beiträge dürfen den Vorteil, der dem Grundstück erwächst, nicht übersteigen (Abs. 2). Nachteile, die dem Grundstück durch das Erschliessungswerk entstehen, sind mit den Vorteilen zu verrechnen (Abs. 3). Nach Art. 3 VBG gilt ein Mehrwert dann als erzielt, wenn mit den Baumassnahmen ein Grundstück an das öffentliche Verkehrs-, Kanalisations- oder Wasserleitungsnetz angeschlossen oder sein Anschluss erleichtert wird, die Nutzungsmöglichkeiten eines Grundstücks verbessert oder die dafür erforderlichen privaten Aufwendungen vermindert werden, für Benützer und Besucher der Zugang zu einer Liegenschaft leichter oder sicherer oder die Verkehrslage von Liegenschaften mit Geschäfts- oder Publikumsverkehr verbessert wird. Nach Art. 4 i.V.m. Art. 5 Abs. 4 VBG werden in der Industriezone für die Berechnung der Beitragshöhe die ganzen Grundstücksflächen einbezogen. Nach Art. 6 Abs. 3 werden die Kosten für die Erschliessungswerke i.S.v. Art. 2 VBG zu 100 % auf die Grundeigentümer überwälzt.