Citation: 2C_220/2023 E. 5.3

5.3. Wenn die Beschwerdeführerin im Übrigen in pauschaler Weise und ohne jeden Hinweis auf eine konkrete Gefährdung vorbringt, im Kosovo werde eine Scheidung schlecht aufgenommen, als junge, kinderlose Frau werde sie im Kosovo sozial marginalisiert werden und die Beschäftigungsmöglichkeiten im Kosovo seien sehr begrenzt, begründet dies keinen nachehelichen Härtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AIG. Eine konkrete, starke Gefährdung bzw. konkrete erhebliche Konsequenzen im Falle ihrer Rückkehr in den Kosovo legt die Beschwerdeführerin damit nicht dar. Zudem ist aufgrund des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin nur wenige Wochen mit ihrem Ehemann zusammen gelebt und die Ehe nur wenige Monate gedauert hat, offensichtlich, dass der behauptete Härtefall in keinem Zusammenhang mit dieser Ehe steht. Vielmehr erscheint klar, dass die Beschwerdeführerin deshalb einen Härtefall geltend macht, weil sie die wirtschaftlich vorteilhafteren Rahmenbedingungen in der Schweiz in Anspruch nehmen möchte. Letzteres begründet jedoch keinen Härtefall im Sinne der genannten Bestimmungen (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.1; 137 II 345 E. 3.2; Urteil 2C_376/2021 vom 9. Dezember 2021 E. 5.2 f.). Gesundheitliche Probleme, welche einer Rückkehr in den Kosovo im Wege stehen würden, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend.