Citation: 1C_314/2022 E. 5.2

5.2. Die Beurteilung adaptiver und herkömmlicher Antennen nach gleichen Grundsätzen führt dazu, dass der Effizienzgewinn der neuen Technologie dem Schutz vor nichtionisierender Strahlung zu Gute kommt. Dies resultiert daraus, dass adaptive Antennen so betrachtet werden, als ob sie die maximale Sendeleistung gleichzeitig in alle möglichen Senderichtungen abstrahlen würden, obwohl sie dazu nicht in der Lage sind. Denn werden gleichzeitig mehrere Beams abgestrahlt, wird die Sendeleistung, die der Basisstation zur Verfügung steht, auf die verschiedenen Beams aufgeteilt (Urteil 1C_101/2021 vom 13. Juli 2023 E. 3.5; zum umhüllenden Antennendiagramm von adaptiven Antennen, das sämtliche möglichen Beams abdeckt, vgl. E. 7.3.1 hiernach). Aus diesem Grund hat das Bundesgericht die "worst case"-Betrachtung nicht beanstandet (Urteile 1C_45/2023 vom 16. Januar 2024 E. 6.2; 1C_45/2022 vom 9. Oktober 2023 E. 4.4; 1C_101/2021 vom 13. Juli 2023 E. 3.5; 1C_694/2021 vom 3. Mai 2023 E. 4; 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 6). Soweit die Beschwerdeführenden vorbringen, die Gleichbehandlung von adaptiven und konventionellen Antennen verletze das Vorsorgeprinzip, führe zu einer Bevorzugung der Bauherrschaft und verstosse gegen die Bestimmungen der NISV, kann ihnen daher nicht gefolgt werden. Dies gilt auch insoweit, als sie ausführen, die Beschwerdegegnerin hätte um eine Ausnahmebewilligung ersuchen müssen, da die geplante Anlage von geltendem Recht bzw. Ziff. 63 Anhang 1 NISV (Stand am 1. Juni 2019) abweiche (vgl. bereits Urteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 6.2.2). Die von den Beschwerdeführenden im Zusammenhang mit dem "worst case"-Szenario vorgetragene Kritik ist unberechtigt.