Citation: 1C_665/2015 E. 3.5.2

3.5.2. Die Verfassung des Kantons Schwyz sieht die teilweise Ungültigerklärung von Initiativen nicht ausdrücklich vor (vgl. DANIEL MOECKLI, Die Teilgültigerklärung und Aufspaltung von Volksinitiativen, ZBl 115/2014 S. 579 ff., S. 585). Nach der Rechtsprechung gebietet der Grundsatz der Verhältnismässigkeit aber auch ohne besondere gesetzliche Grundlage, eine Initiative nicht als Ganzes für ungültig zu erklären, wenn nur ein Teil davon rechtswidrig ist und vernünftigerweise anzunehmen ist, die Unterzeichner der Initiative hätten den gültigen Teil auch unterzeichnet, wenn er ihnen allein unterbreitet worden wäre. Dies ist dann der Fall, wenn der verbleibende Teil der Initiative nicht von untergeordneter Bedeutung ist, sondern noch ein sinnvolles Ganzes im Sinne der ursprünglichen Stossrichtung ergibt, sodass die Initiative nicht ihres wesentlichen Gehaltes beraubt wird (BGE 139 I 292 E. 7.2.3 S. 298 f. mit Hinweisen; STEINMANN, a.a.O., N. 14 zu Art. 34 BV; PIERRE TSCHANNEN, in: Basler Kommentar BV, 2015, N. 26 zu Art. 34 BV; MOECKLI, a.a.O., S. 586 f.; je mit weiteren Nachweisen).