Citation: 8C_347/2010 28.07.2010 E. A

W.________, geboren 1963, meldete der "La Suisse" Unfall-Versicherungs-Gesellschaft (heute: Helsana Versicherungen AG; nachfolgend: Helsana) am 27. Mai 2004, dass er am 10. Januar 2002 einen Auffahrunfall erlitten und sich dabei eine Verletzung an Nacken und Halswirbelsäule zugezogen habe; er sei deswegen seit dem 27. April 2004 arbeitsunfähig. Gemäss privatem Unfallprotokoll hatte sich der Unfall am 24. Oktober 2001 ereignet. Den eingeholten Berichten der vom Versicherten angeführten Ärzte liess sich entnehmen, dass W.________ erstmals am 8. Februar 2002 bei Dr. med. A.________, Gastroenterologie FMH, über wiederkehrende cervico-cephale Kopfschmerzen mit verminderter Leistungsfähigkeit und Schlafstörungen geklagt und offenbar vor etwa drei Jahren eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) erlitten habe, weswegen er jedoch nicht konsultiert worden sei und dementsprechend auch keine Abklärungen getätigt habe (Stellungnahme vom 30. Juni 2004); Dr. med. B.________, Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 2. Juni 2004, dass die Erstbehandlung bei ihm am 27. April 2004 stattgefunden habe, und diagnostizierte ein HWS-Distorsionstrauma. Der Versicherte habe damals nur minimale Beschwerden gehabt und daher erst etwa ein halbes Jahr nach dem Unfall einen Arzt aufgesucht. Gemäss Berichten der Klinik X.________, wo W.________ auf Zuweisung des Dr. med. B.________ im Mai 2004 abgeklärt wurde, seien nach Angaben des Patienten ein halbes Jahr nach dem Auffahrunfall Nackenbeschwerden und leichte Kopfschmerzen aufgetreten, welche sich kontinuierlich gesteigert hätten; zudem klagte er über Konzentrations- und Schlafstörungen (Psychosomatischer Dienst, Stellungnahme vom 26. Mai 2004). Dr. med. C.________, Rheumatologie FMH, erhob nach der Untersuchung in der interdisziplinären Schmerzsprechstunde den Befund eines zervikocephalen und zervikospondylogenen Syndroms und führte die Symptome auf degenerative HWS-Veränderungen zurück, während er einen Zusammenhang mit dem erlittenen Verkehrsunfall zufolge der Latenzzeit von fünf bis sechs Monaten als fraglich erachtete (Bericht vom 28. Mai 2004). Am 5. Oktober 2004 lehnte die Helsana ihre Leistungspflicht ab. Diese Verfügung blieb unangefochten. Im April 2008 gelangte W.________ erneut an die Helsana und ersuchte am 6. Mai 2008 um "Revision und Wiedererwägung" der Verfügung vom 5. Oktober 2004. Dabei berief er sich auf eine zwischenzeitlich im Kantonsspital Y.________ durchgeführte Magnetresonanzuntersuchung (MRI; Bericht vom 19. Januar 2008) und machte geltend, dass er zum Zeitpunkt des Verkehrsunfalls vom 24. Oktober 2001 in einem Methadon-Programm gestanden habe, welches bis anfangs 2002 gedauert habe. Erst danach hätte er die Kopf- und Nackenschmerzen verspürt. Mit Verfügung vom 6. Juni 2008 und Einspracheentscheid vom 29. Dezember 2008 lehnte die Helsana ihre Leistungspflicht erneut ab.