Citation: I 445/04 24.02.2005 E. 2

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Parteientschädigung im kantonalen Beschwerdeverfahren. Während die Vorinstanz von einem teilweisen Obsiegen zu einem Achtel ausgeht, vertritt der Versicherte die Auffassung, in der Hauptsache obsiegt zu haben. 2.1 Die im Rahmen von Art. 85 Abs. 2 lit. f AHVG entwickelten Grundsätze zur Bemessung der Parteientschädigung haben unter der Herrschaft des ATSG weiterhin Geltung, denn die in Art. 61 lit. g zweiter Satz ATSG genannten Kriterien waren schon vor In-Kraft-Treten dieses Gesetzes bei der Festsetzung des Ersatzes der Kosten der Prozessführung und Vertretung zu beachten. Rechtsprechungsgemäss beurteilt sich die Frage des Obsiegens in einer materiellen Betrachtungsweise, bezugnehmend auf die im Beschwerdeverfahren gestellten Anträge. Nach der Praxis ist auch bei bloss teilweisem Obsiegen ein Anspruch auf Entschädigung zu gewähren (BGE 117 V 407; Kieser, ATSG-Kommentar, Art. 61 Rz 99), wobei bei einem Teilerfolg (gemessen am Ergebnis der Anfechtung des vorinstanzlichen Entscheids) grundsätzlich Anspruch auf eine reduzierte Parteientschädigung besteht (BGE 117 V 407, 108 V 111; Leuzinger-Naef, Bundesrechtliche Verfahrensanforderungen betreffend Verfahrenskosten, Parteientschädigung und unentgeltlichen Rechtsbeistand im Sozialversicherungsrecht, SZS 1991, S. 182). Die Bedeutung der Streitsache im Besonderen beurteilt sich nach den Gegebenheiten des konkreten Falles (SVR 2000 IV Nr. 11 S. 33 Erw. 3c). Dazu kann auch der materielle Ausgang des vom Rechtsuchenden angestrebten Prozesses gehören. Ebenfalls kann das wirtschaftliche Interesse an der Sache mit berücksichtigt werden (BGE 114 V 88. Erw. 4c, ZAK 1989 S. 254 Erw. 4c.). Da weder der Arbeitsaufwand eines Rechtsvertreters noch die Wichtigkeit und Schwierigkeit einer Streitsache davon abhängig ist, ob ein Rechtsbegehren konkret oder allgemein gefasst und dementsprechend ganz oder teilweise gutgeheissen wird, hat die Rechtsprechung Art. 85 Abs. 2 lit. f Satz 3 AHVG stets dahin ausgelegt, dass auch der Beschwerdeführer, der nur einen wesentlichen Teilerfolg erzielt, mindestens Anspruch auf eine entsprechende Teilentschädigung seiner Parteikosten hat. Auch dort wo das Quantitativ einer Leistung streitig ist, rechtfertigt daher eine "Überklagung" eine Reduktion der Parteientschädigung nur, wenn das ziffernmässig bestimmte Rechtsbegehren den Prozessaufwand beeinflusst hat (BGE 117 V 407 Erw. 2c; EVGE 1967 S. 215 Erw. 3a). Bildet der invalidenversicherungsrechtliche Rentenanspruch an sich den Anfechtungs- und Streitgegenstand, rechtfertigt demgemäss der Umstand allein, dass der Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren abweichend von dem auf eine ganze oder höhere Teilrente gerichteten Rechtsbegehren keine ganze oder eine geringere Teilrente als beantragt zugesprochen erhält, noch keine Reduktion der Parteientschädigung (unveröffentlichtes Urteil M. vom 24. Februar 1997 [I 243/96]).