Citation: 8C_486/2017 E. 3

Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). Der Unfallversicherer haftet jedoch für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser nicht nur in einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht (BGE 129 V 177 E. 3 S. 181). Dabei spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2 S. 111 f.; 127 V 102 E. 5b/bb S. 103). Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar sind und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die hiebei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1 S. 251; 134 V 109 E. 7 ff. S. 118 ff.; vgl. auch BGE 117 V 359 E. 5 S. 361 ff.). Den objektiven Nachweis einer Unfallkausalität nicht zu erbringen vermag eine Untersuchung des kraniozervikalen Übergangs, insbesondere der Ligmenta Alaria, mittels einer funktionellen Magnetresonanztomographie (BGE 134 V 231 E. 5 S. 232 ff.). Dasselbe gilt auch für "upright-MRI" (vgl. Urteil 8C_238/2009 vom 3. November 2009 E. 3.2.2), dynamische Posturographien (vgl. Urteil 8C_416/2010 vom 29. November 2010 E. 3.4) und kinesiologische Elektromyographien (vgl. Urteil 8C_310/2011 vom 5. September 2011 E. 4.5.2).