Citation: 4C.217/2006 15.08.2007 E. A

A.a B.________, C.________, A.________ und die inzwischen in Konkurs gefallene D.________ AG schlossen am 22. April 1993 einen Gesellschaftsvertrag und bildeten die einfache Gesellschaft E.________ in F.________. Zweck der Gesellschaft war eine grössere Überbauung mit Eigentumswohnungen in F.________. Gemäss Ziff. 3 des Gesellschaftsvertrags führte A.________ die Geschäfte der einfachen Gesellschaft. Unter die Geschäftsführung fielen insbesondere die Abwicklung und Verbuchung des gesamten Zahlungsverkehrs mit Kollektivunterschrift. Ziff. 5 des Gesellschaftsvertrags verlangte für die Beschlussfassung grundsätzlich Einstimmigkeit; mangels Einigung bei der ersten Sitzung sollte in einer innert fünf Tagen neu stattfindenden Sitzung nach Mehrheitsbeschluss entschieden werden; vorbehalten blieben gewisse einstimmig zu fassende Beschlüsse. A.b Am 18. Oktober 1994 schlossen die X.________ AG (vormals X.Y.________ AG) und die einfache Gesellschaft E.________ einen Generalunternehmer-Werkvertrag über die Wohnüberbauung E.________ an der Strasse E.________ in F.________ ab; dieser bestand auch aus den "Allgemeinen Bedingungen für Generalunternehmer-Werkverträge" (AVB) und neun Anhängen. Soweit der Bauherr seine vertraglichen Aufgaben nicht selbst wahrnahm, hatte er einen internen oder externen Projektleiter zu bestellen, der ihn im Rahmen des Bauvorhabens rechtsgültig vertrat (Ziff. 3.2 AVB). Die Vertretungsbefugnis des Projektleiters des Bauherrn umfasste alle für die Erfüllung des Werkvertrags notwendigen Kompetenzen, insbesondere die Genehmigung der Schlussabrechnung (Ziff. 3.3 lit. f AVB). Projektleiter war G.________ (c/o X.________ AG). A.c Ebenfalls am 18. Oktober 1994 trafen die einfache Gesellschaft E.________ und die X.Z.________ AG (vormals X.________ AG) eine Vereinbarung (Baukommissions-Vereinbarung). Nach deren Ziff. 1.2 wollte die einfache Gesellschaft von den herkömmlichen Bauherrenaufgaben weitgehend entlastet sein und beauftragte deshalb die X.________ AG mit der Wahrnehmung ihrer Interessen im Rahmen der getroffenen Projektorganisation. Gemäss Ziff. 2.1 dieser Vereinbarung wurde eine Baukommission gebildet aus Vertretern der einfachen Gesellschaft E.________, B.________ (Mitglied 1, Stv. H.________) und C.________ (Mitglied 2, Stv. A.________), sowie I.________ (Mitglied 3, Stv. K.________) als Vertreter der X.________ AG, L.________, Projektmanager des Generalunternehmers (X.Y.________ AG, Mitglied 4) und G.________, Projektleiter des Bauherrn (Mitglied 5). Ziff. 2.1 Abs. 2-5 der Baukommissions-Vereinbarung lautete wie folgt: "Die Aufgaben der Baukommission sind im Pflichtenheft (Anhang 2) beschrieben. Die Baukommission wird von der GESELLSCHAFT (einfache Gesellschaft E.________) ermächtigt, alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit diesem Bauvorhaben für sie verbindlich zu entscheiden. Entscheide werden von den Mitgliedern 1-3 einstimmig beschlossen. Kann keine Einstimmigkeit erzielt werden, ist der Entscheid von der Einfachen Gesellschaft nach den für diese geltenden Grundlagen zu treffen. Die Mitglieder 4 und 5 haben kein Stimmrecht. Jedes Mitglied der Baukommission ist berechtigt, von der Versammlung einen Stellvertreter zu ernennen. Der Projektleiter (siehe Ziff. 2.2) ist beauftragt und bevollmächtigt, die Interessen der Baukommission gegenüber dem Generalunternehmer wahrzunehmen." Im letzten Abs. 6 von Ziff. 2.1 der Baukommissions-Vereinbarung wurden die Entschädigungen der Mitglieder der Baukommission für ihre Tätigkeit geregelt. Anhang 2 der Vereinbarung umschrieb die Pflichten und Aufgaben der Baukommission wie folgt: "Die Baukommission (BK) besteht aus den Herren B.________, C.________ und I.________ oder dessen Stellvertreter. Die BK ist identisch mit der Bauherrschaft. ... 1.2 Beschlüsse und Genehmigung Beschlüsse und Genehmigungen erfolgen einstimmig. - Baubeginn und Beginn der nächsten Etappe inkl. Zeitpunkt - Abschluss einer Phase und Freigabe der nächsten - Baubeschrieb; Ausführungspläne Msst. 1:50; Farb- und Materialkonzept - Projektänderungen - Varianten in allen Phasen - Vergebung und deren Aufträge - Total- und Generalunternehmervertrag - Berichterstattung - Verkaufspreise" Ziff. 2.2 der Baukommissions-Vereinbarung handelte vom Projektleiter; deren Abs. 1 und 2 lauteten wie folgt: "Als Projektleiter wird Herr G.________ ernannt. Er vertritt den Bauherrn im Rahmen der Entscheide und Vorgaben der Baukommission rechtsgültig gegenüber dem Generalunternehmer. Die Aufgaben und Kompetenzen des Projektleiters sind im Pflichtenheft (Anhang 3) beschrieben." Der letzte Abs. 3 von Ziff. 2.2 der Baukommissions-Vereinbarung regelte die Entschädigung des Projektleiters. Im Anhang 3 zur Vereinbarung wurden die Pflichten und Aufgaben des Projektleiters "Projektsteuerung" und als Hauptaufgaben (Ziff. 2.1) u.a. genannt: "- Veranlasst die Gesamtabnahme (inkl. Dokumentation für Betrieb und Instandhaltung) und übernimmt das Werk in Zusammenarbeit mit den Käufern. - Veranlasst und kontrolliert die Bauwerks- und Anlagedokumentation, die Schlussabrechnung und die Garantiearbeiten." A.d Am 11. Juni 1997 richtete die X.Y.________ AG ein Schreiben an die einfache Gesellschaft E.________ "Vereinbarung Bauabrechnung/Schlussrechnung". Sie bezog sich auf eine Besprechung vom Vortag und hielt deren Ergebnis wie folgt fest: "- Die Bauabrechnung im Betrag von Fr. 13'675'673.75 wird anerkannt - Der Bonus für die Kostendachunterschreitung inkl. Zins für die 9. Akontozahlung beträgt Fr. 274'326.25 - Die daraus folgende Schlussrechnung beträgt Fr. 13'950'000.00, abzüglich bereits geleistete Zahlungen von Fr. 13'119'200.00, das ergibt ein Schlussguthaben zu unseren Gunsten von Fr. 830'800.00. Die revidierte Schlussrechnung wird Ihnen in den nächsten Tagen zugestellt." Unter der Rubrik "Einverstanden: F.________, 16. Juni 1997" hatten C.________, B.________ und H.________ unterschrieben. A.e Am 14. Juni 2001 fusionierten die Unternehmen der X.________-Gruppe; die Firma lautete neu X.________ AG.