Citation: 6B_1280/2022 E. 4.4.1

4.4.1. Schliesslich erachtet die Vorinstanz als erstellt, dass der Beschwerdeführer, wie in der Anklage umschrieben, eine mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Art. 19a Abs. 1 BetmG, teilweise i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG) begangen hat. Er habe den Konsum von Kokain und weiterer Betäubungsmittel (Heroin, LSD, Amphetamin, Ecstasy, 2CB und Marihuana) eingestanden und in verschiedenen Einvernahmen konkretisiert bzw. detailliert geschildert. Hinsichtlich des Kokains habe der Beschwerdeführer ausgesagt, dieses in den letzten zwei Monaten vor der Verhaftung "öfters" konsumiert zu haben. Am "Schluss könnte dies an einem Tag ein Gramm oder 0,25 Gramm oder 1,5 Gramm" sein, vor Mitte Dezember 2018 habe er "sehr selten" konsumiert. Heroin habe der Beschwerdeführer "selten" konsumiert, "wöchentlich oder zweiwöchentlich" bzw. "wöchentlich bis monatlich". Haschisch oder Marihuana habe er "ab und zu", "täglich ein- bis zweimal" konsumiert, vor Mitte Dezember 2018 "eher wenig". Ferner habe er in den zwei Monaten vor der Verhaftung "selten" LSD eingenommen. GHB und GBL habe er "eher selten" genommen, Amphetamin "zum Schluss dann vermehrt" (Dezember 2018 bis Februar 2019). Das Geständnis, welches der Beschwerdeführer in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung bestätigt habe, stimme mit den Befunden gemäss IRM-Gutachten vom 4. April 2019 überein, so die Vorinstanz. Dieses decke einen Zeitraum von Mitte Dezember 2018 bis Ende Februar 2019 ab und belege einen Konsum von Opiaten, mindestens teilweise von Gassen-Heroin. Es sei im Untersuchungszeitraum von einem schwachen Opiat-Konsum, hingegen von einem starken bis sehr starken Kokainkonsum und einem schwachen bis mittelstarken Amphetamin und MDMA-Konsum auszugehen. Für den Zeitraum ab Mitte Dezember 2018 bis 22. Februar 2019 sei somit ein geringer, monatlicher Konsum von Heroin, ein täglicher Konsum von 0,25 bis 1,5 Gramm Kokain und ein wöchentlicher Konsum von Amphetamin erstellt. In Bezug auf den weiter zurückliegenden Konsum von Heroin, Marihuana sowie LSD, GHB und GBL sei der Beschwerdeführer auf seine Zugeständnisse zu behaften. Ebenfalls unter dem Aspekt der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes wird dem Beschwerdeführer vorgeworfen, am 22. und 23. Februar 2019 verschiedene Betäubungsmittel (Heroin, Kokain, Haschisch und Amphetamin) zum Eigenkonsum auf sich getragen bzw. an seinem früheren Wohnort aufbewahrt zu haben. Der Beschwerdeführer habe die Anklagevorwürfe gegenüber der Staatsanwaltschaft sowie der Erstinstanz eingestanden. Das Geständnis stimme mit den bei ihm sichergestellten Betäubungsmitteln überein. Soweit er in der Berufungsverhandlung einen Freispruch beantragt und ausgesagt habe, er sei sich nicht sicher, ob die 1,1 Gramm Kokain dem Brutto- oder Nettogewicht entsprochen hätten, sei der Beschwerdeführer nicht zu hören. Der Anklagevorwurf sei erstellt. Es bestehe auch kein Zweifel daran, dass er gewusst habe, was er zum Eigenkonsum auf sich getragen bzw. aufbewahrt habe.