Citation: 7B_948/2023 E. 1.2.2

1.2.2. Die Staatsanwaltschaft nimmt in einem bestimmten und von der Strafprozessordnung umschriebenen Bereich öffentliche Sicherheitsinteressen wahr (Urteile 7B_72/2024 vom 6. März 2024 E. 1; 6B_486/2021 vom 21. Juli 2021 E. 1.4; 6B_664/2013 vom 16. Dezember 2013 E. 1.3). Der Strafvollzug im Allgemeinen fällt nicht in ihre Verantwortung. Die kantonalen Vollzugsbehörden sind ihrerseits von der Beschwerde in Strafsachen ausgeschlossen (siehe BGE 145 IV 65 E. 1.2; 139 I 51 E. 2.3; 133 IV 121 E. 1.1-1.2). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind die Interessen "tangierter Behörden" in gewissen - die öffentliche Sicherheit betreffenden - vollzugsrechtlichen Fragen von der Staatsanwaltschaft zu wahren (vgl. BGE 145 IV 65 E. 1.2; Urteile 6B_133/2019 vom 12. Dezember 2019 E. 1.1; 6B_1203/2017 vom 1. November 2017 E. 2). Geht es beispielhaft um Vollzugsöffnungen bei gemeingefährlichen Tätern, betrifft dies die öffentliche Sicherheit. In diesem Rahmen anerkennt das Bundesgericht die Beschwerdebefugnis der Staatsanwaltschaft gestützt auf Art. 78 Abs. 2 lit. b in Verbindung mit Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 BGG (zum Ganzen: Urteil 6B_664/2013 vom 16. Dezember 2013 E. 1.2-1.3). Entsprechend gesteht das Bundesgericht auch in Fällen der Urlaubsgewährung im Strafvollzug (6B_133/2019 vom 12. Dezember 2019 E. 1.1) oder der bedingten Entlassung aus einer stationären Massnahme (BGE 139 I 51 E. 2.3) der Staatsanwaltschaft die Beschwerdelegitimation im bundesgerichtlichen Verfahren zu.