Citation: C 37/00 16.03.2000 E. 3

3.- a) Die Vorinstanz lehnte das Gesuch für die Gewäh- rung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes mangels hinrei- chender Substanziierung ab. Der Beschwerdeführer habe zwar innert - zweimal verlängerter - Frist das Formular "Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung" eingereicht. Doch habe er es unterlassen, die verlangten Angaben der Gemeindebe- hörde einzuholen, eine Abrechnung der Arbeitslosenkasse oder der Fürsorgebehörde und den Mietvertrag einzureichen. b) Der Beschwerdeführer rügt aktenwidrige tatsächliche Annahmen der Vorinstanz, es liege keine Abrechnung der Ar- beitslosenkasse vor und es könnten die Einkommens- und Ver- mögensverhältnisse einerseits und die monatlichen Ausgaben andererseits nicht hineichend festgestellt werden. Bei den Akten liege eine Abrechnung der Arbeitslosenkasse, aus wel- cher sich ergebe, dass der Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung am 30. Juli 1999 geendet ha- be. Das Beharren auf einem Stempel der Gemeinde sei ein überspitzter Formalismus. Sodann sei aktenmässig belegt, dass der Gesuchsteller von seiner schweizerischen Ehefrau getrennt lebe und deshalb quellensteuerpflichtig sei. Unbe- rücksichtigt gelassen habe die Vorinstanz zudem, dass dem Beschwerdeführer im parallel verlaufenden Ehescheidungspro- zess die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden sei, obschon seine finanziellen Verhältnisse im damaligen Zeitpunkt noch eher besser gewesen seien. Die Behauptung, die Bedürftigkeit sei zu wenig belegt, widerspreche daher der Aktenlage diametral. Sofern das kantonale Gericht er- gänzende oder weitere Angaben als unerlässlich betrachte, wäre sie verpflichtet gewesen, eine angemessene Nachfrist anzusetzen. Sodann verletze die Vorinstanz die Beweisre- geln, wenn sie verlange, dass der Beweis des Nichtvorlie- gens eines Einkommens zu führen sei. c) Der Vorinstanz ist darin beizupflichten, dass vor- liegend die prozessuale Bedürftigkeit nicht hinreichend be- legt ist. Dass der Beschwerdeführer einkommenslos sei soll, ergibt sich aus den Akten entgegen seiner Darstellung nicht. Vielmehr bestehen Hinweise dafür, dass er Mittel aus der kantonalen Arbeitslosenhilfe beziehen könnte (vgl. Mit- teilungssatz der Meldung der Arbeitslosenkasse GBI vom 3. August 1999), worauf im angefochtenen Entscheid deutlich hingewiesen wird ("eine Abrechnung der Arbeitslosenkasse oder der Fürsorgebehörden"). Unbelegt ist auch die Behaup- tung des Beschwerdeführers, er unterliege der Quellensteu- erpflicht. Über beide Punkte könnte die Gemeindebehörde Auskunft geben, weshalb schon aus diesen Überlegungen nicht zu beanstanden ist, dass auf einer Bestätigung der Angaben durch die Gemeinde beharrt wird. Ein überspitzter Formalis- mus liegt darin nicht. Nicht belegt sind unbestrittenermas- sen die Mietzinskosten, aber auch die behaupteten Auslagen für Telefon und Fernsehen. Soweit die Vorinstanz die geltend gemachte prozessuale Bedürftigkeit daher zwar zu Recht als nicht belegt behan- delt, ohne indessen diesbezüglich zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, namentlich auch ohne den Beschwerdeführer zur näheren Substanziierung aufzufordern, hat sie aber den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig festgestellt (Art. 105 Abs. 2 OG; nicht veröffentlichtes Urteil K. vom 14. April 1998 [U 6/98]), weshalb Ziff. 1 der Verfügung vom 13. Januar 2000 aufzuheben ist.