Citation: 1A.187/2005 09.12.2005 E. 1.3.5

1.3.5. Damit wird ein genügender Rechtsschutz gewährt. Bereits im Rekurs an die Vorinstanz konnten auch der Beschwerdeführer 1 bzw. seine Erben, soweit sie durch die Rechtshilfemassnahmen direkt und persönlich betroffen sind und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung haben, die Voraussetzungen der Rechtshilfe bestreiten. Die Vorinstanz hat dazu Stellung genommen. Das Gleiche gilt für das vorliegende Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Damit ist Art. 13 EMRK, der das Recht auf eine wirksame Beschwerde gewährleistet, Genüge getan. Diese Bestimmung verwehrt es den Vertragsstaaten nicht, Anforderungen an die Beschwerdelegitimation zu stellen. Bei der Einrichtung des Rechtswegs nach Art. 13 EMRK kommt ihnen ein Ermessensspielraum zu (MARK E. VILLIGER, Handbuch der Europäischen Menschenrechtskonvention, 2. Aufl., Zürich 1999, S. 424 N. 647). Mit Art. 21 Abs. 3 und Art. 80h lit. b IRSG hat der Gesetzgeber die Beschwerdelegitimation so eingeschränkt, dass einerseits ein ausreichender Rechtsschutz gewährt, anderseits aber auch dem Gebot der raschen Erledigung der Ersuchen (Art. 17a IRSG) Rechnung getragen wird (BGE 122 II 130 E. 2b S. 132). Würde man die Beschwerdelegitimation - entgegen dem Gesetzeswortlaut - so weit öffnen, wie das die Beschwerdeführer verlangen, würde das zu einer starken Erhöhung der Zahl der Beschwerden und damit zu einer erheblichen Verlangsamung des Rechtshilfeverfahrens führen, was der wirksamen internationalen Kriminalitätsbekämpfung abträglich wäre. Dies wollte der Gesetzgeber mit Art. 80e ff. IRSG, welche am 1. Februar 1997 in Kraft getreten sind, gerade verhindern (Urteile 1A.228/2003 vom 10. März 2004 E. 3.3.1; 1A.265/2000 vom 28. November 2000 E. 2c/aa, mit Hinweisen).