Citation: 6B_379/2015 E. 3

Gemäss Art. 356 Abs. 4 StPO gilt eine Einsprache als zurückgezogen, wenn die Einsprache erhebende Person der Hauptverhandlung fernbleibt und sich auch nicht vertreten lässt. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer die Vorladung erhalten hat und dennoch nicht an der Hauptverhandlung erschienen ist. Er beruft sich auf Art. 101, 201 Abs. 2c und 205 Abs. 2 StPO und macht geltend, da das Gericht gewisse Gesuche von ihm vorgängig abgelehnt habe, habe er mitgeteilt, er werde nicht kommen, "da es gar keinen Sinn hat" (Beschwerde S. 2). Das Vorbringen ist unbegründet. In der Vorladung vom 15. September 2014 wurde er ausdrücklich über die Rechtslage orientiert. Er wusste somit, dass er verpflichtet war, der Vorladung Folge zu leisten (Art. 205 Abs. 1 StPO), und ihm war auch bekannt, dass die Einsprache als zurückgezogen gilt, wenn er unentschuldigt zur Verhandlung nicht erscheint (KA act. 133 f.). Die Abweisung seiner Gesuche konnte er mit den entsprechenden Rechtsbehelfen anfechten. Davon, dass er infolge der Abweisung seiner Gesuche eine hinreichende Entschuldigung gehabt hätte, um der Verhandlung fernzubleiben, kann keine Rede sein. Das Gericht hat ihm denn auch mit Verfügung vom 24. Oktober 2014 mitgeteilt, dass an der Verhandlung vom 5. Dezember 2014 festgehalten werde (KA act. 148). Der Vorwurf, das Verhalten des Gerichts komme einer "Erpressung" gleich, ist abwegig. Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.