Citation: 2C_541/2019 E. 4.6

4.6. Angesichts der sowohl in Deutschland und der Schweiz gegen den Beschwerdeführer verhängten längeren Freiheitsstrafen kann nicht von einem Verhalten gesprochen werden, das zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hätte. Die ihm in der Schweiz vorgeworfene Straftat stellt auch nicht lediglich einen (untergeordneten) Verstoss gegen die öffentliche Ordnung (bspw. untergeordnete ausländer- oder ordnungsrechtliche Delinquenz; kurzer, unverschuldeter Sozialhilfebezug usw.) dar. Erschwerend fällt zudem ins Gewicht, dass es sich um einen Wiederholungstäter handelt. Auch wenn er sich seit seiner Festnahme, soweit ersichtlich, nichts mehr hat zu Schulden kommen lassen, besteht weiterhin ein Rückfallrisiko, das angesichts der Schwere der ihm vorgeworfenen Straftaten nicht leicht hinzunehmen ist. Das Interesse der Kinder am Verbleib des Vaters in der Schweiz, seine Bemühungen, eine enge Beziehung in affektiver und wirtschaftlicher Hinsicht zu seinen Kindern aufzubauen, die relativ lange Aufenthaltsdauer in der Schweiz vermögen insofern in einer Gesamtbetrachtung das öffentliche Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers nicht aufzuwiegen. Im Hinblick auf das Kindeswohl berücksichtigt die Vorinstanz zu Recht, dass die Kinder in ihrem vertrauten Umfeld bei der Mutter bleiben können, welche sie hauptsächlich betreut. Im Übrigen kann auf die von der Vorinstanz erfolgten zutreffenden Erwägungen verwiesen werden (E. 4.3.7, E. 4.4 und 5.1 der Vorinstanz).