Citation: 6B_897/2017 E. 2.2.1

2.2.1. Der Beschwerdeführer bestreitet weder, dass er bewusst und ohne zu bremsen mit mindestens 45 km/h auf die beiden Jogger zufuhr, noch, dass er mit dem Ausweichmanöver bis zur letzten Sekunde wartete. Ein erfolgversprechendes Bremsmanöver war zu diesem Zeitpunkt kaum mehr möglich und scheint für den Beschwerdeführer nach eigenen Angaben nie eine Option gewesen zu sein. Zwar ist ihm zu glauben, dass er die Jogger nicht im Sinne eines direkten Vorsatzes töten wollte. Wenn aber die Vorinstanz unter den dargestellten Umständen annimmt, der Beschwerdeführer habe mit einer Kollision rechnen müssen, bei welcher Menschen schwer verletzt oder getötet werden könnten, ist dies nachvollziehbar. Gleiches gilt angesichts der gefahrenen Geschwindigkeit und des Beginns des Ausweichmanövers lediglich zwei Sekunden vor dem Aufprall für die Annahme, wonach er jegliche Einflussmöglichkeit auf das Geschehen aufgegeben und insbesondere nicht habe vorhersehen können, wie sich die beiden Jogger verhalten würden, um einer Kollision zu entgehen. Die Vorinstanz verfällt auch nicht in Willkür, wenn sie zum Schluss gelangt, der Beschwerdeführer habe nicht mehr darauf vertrauen können, die Kollision mit fahrerischem Können zu vermeiden und es sei lediglich dem Zufall sowie der Reaktion der Jogger zu verdanken, dass niemand gestorben sei. Ebenso ist ihr zuzustimmen, dass die Art und Weise wie der Beschwerdeführer auf die Jogger zugefahren ist, von grosser Gleichgültigkeit diesen gegenüber zeugt und nicht nachvollziehbar ist. Seine Fahrweise erscheint als besonders krass, zumal auch ein nachvollziehbares Motiv für das Verhalten nicht ersichtlich ist. Wie die Vorinstanz gleichfalls zutreffend erwägt, hatten die Fussgänger keinerlei Abwehrchance, was nicht zuletzt daraus erhellt, dass ein Ausweichen - zumindest des Geschädigten - ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt war. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach der Beschwerdeführer nicht nur das Kollisionsrisiko, sondern auch die potenziell tödlichen Folgen der Situation erkannt haben musste und in Kauf nahm, ist unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie annimmt, der Beschwerdeführer habe nicht lediglich bewusst fahrlässig gehandelt.