Citation: 4P.98/2002 16.07.2002 E. 3

Als widersprüchlich und damit willkürlich rügt die Beschwerdeführerin die Feststellung im angefochtenen Entscheid, der Beschwerdegegner 1 habe den Parteien des von ihm verurkundeten Rechtsgeschäftes gesagt, er selber nehme keine steuerliche Beratung vor. Der Appellationshof hat diesen Schluss insbesondere aus den Akten gezogen und schliesst aus den entsprechenden Schreiben, der Beschwerdegegner 1 habe den Auftrag zur Abklärung der steuerlichen Folgen nicht selber an die Hand genommen, sondern an die Beschwerdegegnerin 2 weitergeleitet. Inwiefern dieser Schluss willkürlich sein sollte, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen. Dass im Schenkungsvertrag eine steuerliche Belehrung erwähnt sei, hat der Appellationshof im Übrigen nicht übergangen, sondern gewürdigt. Er hat insbesondere festgestellt, die Formulierung lasse offen, ob der Notar nur auf die direkt aus dem verurkundeten Vertrag fliessenden Steuerfolgen aufmerksam machte oder auch auf die indirekten, insbesondere bei einer Weiterveräusserung. Diese Würdigung ist, entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin, nicht widersprüchlich. Die Willkürrüge ist somit unbegründet. Soweit die Beschwerdeführerin im Übrigen die bundesrechtliche Qualifikation der willkürfrei festgestellten Tatsachen beanstandet, kann darauf nicht eingetreten werden, da dies mit Berufung vorgebracht werden müsste (Art. 84 Abs. 2 OG).