Citation: 4A_659/2020 E. 7.2.2

7.2.2. Eine willkürliche Anwendung kantonalen Rechts liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begründung, sondern auch dessen Ergebnis unhaltbar ist (BGE 141 I 70 E. 2.2 mit Hinweisen), was die beschwerdeführende Person in ihrer Beschwerde aufzuzeigen hat (BGE 131 I 217 E. 2.1; 123 III 261 E. 4a). Der streitwertabhängigen Honorierung wohnt begriffsgemäss eine gewisse Pauschalisierung des abzugeltenden Aufwandes inne. Wäre unabhängig vom Streitwert in jedem Fall nicht mehr und nicht weniger als der tatsächliche Stundenaufwand zu vergüten, würde ein Streitwerttarif von vornherein keinen Sinn machen. Immerhin kann er nicht verabsolutiert werden, darf doch das Honorar auch bei vermögensrechtlichen Angelegenheiten nicht ausserhalb jeden vernünftigen Verhältnisses zur Wichtigkeit und Schwierigkeit der Sache sowie zu der damit für den Anwalt verbundenen Verantwortung und der von ihm in gebotener Weise aufgewendeten Zeit stehen (zit. Urteil 4A_171/2017 E. 5.2; Urteil 4A_667/2010 vom 5. April 2011 E. 4.4.1; je mit Hinweisen). Unabhängig von der Begründung, ist der Entscheid jedenfalls im Ergebnis nicht willkürlich. Angesichts des sehr hohen Streitwerts und der bereits dargelegten grundsätzlichen Bedeutung des Falls für die Parteien, auch für die Beschwerdegegnerin, war auch die Verantwortung ihrer Anwälte entsprechend hoch. Die Beschwerdegegnerin weist zudem zutreffend darauf hin, dass zwar keine Hauptverhandlung stattfand, diese jedoch sehr kurzfristig coronabedingt abgesagt werden musste, sodass der Vorbereitungsaufwand bereits angefallen war.