Citation: 5A_407/2023 E. D

D.a. A.________ (Beschwerdeführerin) gelangt mit Beschwerde in Zivilsachen vom 26. Mai 2023 (eingegangen am 30. Mai 2023) an das Bundesgericht. Sie beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST), Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheids vom 20. April 2023 des Obergerichts bezüglich der Abweisung der Berufung aufzuheben (Rechtsbegehren 1.1). C.________ sei für die Dauer des Verfahrens unter die alleinige Obhut der Beschwerdeführerin zu stellen und der gesetzliche Wohnsitz von C.________ sei im Sinne von Art. 25 Abs. 1 ZGB für die Dauer des Verfahrens bei der Beschwerdeführerin zu erklären (Rechtsbegehren 1.2). B.________ (Beschwerdegegner) sei zu berechtigen und zu verpflichten, C.________ für die Dauer des Verfahrens an jedem zweiten Freitagnachmittag nach der Schule bis am Sonntagabend, 19 Uhr, sowie die Hälfte der Schulferien und der Feiertage auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen (Rechtsbegehren 1.3). Eventualiter, d.h. für den Fall, dass die Zuteilung der elterlichen Obhut an den Beschwerdegegner bestätigt würde, beantragt die Beschwerdeführerin eine detaillierte Besuchsrechtsregelung (Rechtsbegehren 4). Weiter beantragt die Beschwerdeführerin für den Fall der Gegenstandslosigkeit des Verfahrens 5A_574/2022, der vorsorgliche Entzug ihres Rechts auf Bestimmung des Aufenthalts des Kindes sowie die vorsorgliche Unterbringung der Tochter beim Beschwerdegegner seien aufzuheben (Rechtsbegehren 2). Sodann sei Dispositiv-Ziffer 2 des Entscheids des Obergerichts vom 20. April 2023 bezüglich der Abweisung der Berufung vom 6. März 2023 aufzuheben (Rechtsbegehren 3). Ferner stellt die Beschwerdeführerin den Antrag um Anordnung einer superprovisorischen und vorsorglichen Massnahme gemäss Art. 104 BGG, wonach den Parteien gestützt auf Art. 307 Abs. 3 i.V.m. Art. 134 Abs. 1 ZGB, eventualiter Art. 315a Abs. 1 ZGB, die Weisung zu erteilen sei, C.________ für die Dauer des Verfahrens in der Tagesschule E.________ beschulen zu lassen (Rechtsbegehren 5). Schliesslich ersucht die Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung für das bundesgerichtliche Verfahren (Rechtsbegehren 7.1) und es seien ihr keine Gerichtskosten aufzuerlegen (Rechtsbegehren 7.2). D.b. Mit Verfügung vom 31. Mai 2023 hat der Präsident der urteilenden Abteilung das Gesuch um superprovisorischen Erlass vorsorglicher Massnahmen abgewiesen. D.c. Mit Stellungnahme vom 14. Juni 2023 beantragt der Beschwerdegegner die Abweisung des Gesuchs um vorsorgliche Massnahmen. Ausserdem stellt er ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Einsetzung seiner Rechtsanwältin als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das bundesgerichtliche Verfahren. Der Kindesvertreter von C.________ schliesst mit Eingabe vom 12. Juni 2023 auf Nichteintreten auf das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen. Zudem stellt er ein Gesuch um Einsetzung als unentgeltlicher Verfahrensvertreter im Sinn von Art. 314a bis ZGB. Das Obergericht hat auf eine Vernehmlassung zum Gesuch um vorsorgliche Massnahmen verzichtet. D.d. Das Bundesgericht hat die kantonalen Akten sowie antragsgemäss die Akten des Beschwerdeverfahrens 5A_574/2022 beigezogen, indes keine Vernehmlassungen in der Sache eingeholt.