Citation: 2C_1055/2019 E. B

Auf Ersuchen der Erbengemeinschaft beurteilte die Einwohnergemeinde U.________/LU am 9. September 2015 den ihr vorgelegten Entwurf zu einem objektiv-partiellen Erbteilungsvertrag. Dieser sah im Wesentlichen vor, dass A.A.________ die drei Grundstücke zum Übernahmepreis von Fr. 580'000.-- käuflich erwerben werde. Die Auskunft der Belegenheitsgemeinde lautete folgendermassen (Kürzungen und Auszeichnungen durch das Bundesgericht) : "Gemäss § 4 Abs. 1 Ziff. 1 GGStG ist die Besteuerung bei Eigentumswechsel durch Erbgang (Erbfolge, Erbteilung, Vermächtnis) unter Vorbehalt von § 17 Abs. 3 aufzuschieben. Der Aufschub der Grundstückgewinnsteuer ist möglich, wenn der Käufer die Grundstücke zu den Anlagekosten einbilanziert und diese auch zum Geschäftsvermögen gehören. Diese Bestätigung fehlt im Entwurf des Erbteilungsvertrages vom 15.07.2015. Erfolgt die Einbilanzierung als Geschäftsvermögen zum Kaufpreis, ist der Grundstückgewinn zwingend beim Veräusserer zu veranlagen. Im vorliegenden Fall beträgt der Übernahmepreis Fr. 580'000.--. Die Anlagekosten betragen Fr. 109'000.--. Der Grundstückgewinn von Fr. 471'000.-- ist demzufolge zu versteuern und würde ca. Fr. 79'800.-- betragen." Mit Erbteilungsvertrag vom 22. November 2015 veräusserte die Erbengemeinschaft die Grundstücke, wie beabsichtigt, zum Preis von Fr. 580'000.-- an A.A.________ als Selbstbewirtschafterin. Am 25. November 2015 meldeten die Parteien das Rechtsgeschäft beim Grundbuch an, worauf es zum Eintrag kam. Die Übernehmerin buchte die Grundstücke mit Fr. 580'000.-- ein.