Citation: 2C_1044/2019 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdeführerin legt dar, die Küche weise helle Farben auf und der Ess- und Aufenthaltsraum befinde sich im darüberliegenden Erdgeschoss. Das Erdgeschoss habe aufgrund der drei Aussenwände aus Glas einen sehr hohen Tageslichtanteil und gewähre einen ungehinderten Blick ins Freie. Der Gesundheitsschutz des Küchenchefs könne daher durch andere Massnahmen ausreichend gewährleistet werden. Ausserdem, so die Beschwerdeführerin weiter, sei der Einbau eines Kontaktfensters im Untergeschoss mit einer Fläche von einem Quadratmeter nicht zumutbar. Der Küchenchef könne nach einer Gehdistanz von ungefähr zehn Metern ein Kontaktfenster im Erdgeschoss mit einer Fläche von mindestens 80 m2 aufsuchen. Diesen Bereich des Restaurants müsse der Küchenchef ohnehin mehrmals stündlich begehen, um sich bei den Gästen des Restaurants über die Qualität der Speisen zu informieren. Selbst wenn der Küchenchef ausnahmsweise während eines Engpasses zu den Stosszeiten nicht mehrmals pro Stunde den Gang ins Erdgeschoss antreten könne, sei er insgesamt dennoch regelmässig dort anzutreffen. Letztlich ist nach Auffassung der Beschwerdeführerin zu berücksichtigen, dass die angeordnete bauliche Massnahme einen erheblichen Aufwand verursachte. Es müsste neben dem Fenster eine Terrain-Anböschung auf drei Seiten erstellt, ein Geländer zu deren Absicherung gebaut und eine Lösung für das sich ansammelnde Regenwasser gefunden werden. Die Baukosten beliefen sich auf Fr. 80'000.-- bis Fr. 90'000.--. Den Einbau eines Kontaktfensters erweise sich unter diesem Umständen als unverhältnismässig.