Citation: 1G_4/2018 E. 3

In E. 3.5 des Urteils 1B_87/2018 vom 9. Mai 2018 hat das Bundesgericht zusammenfassend erwogen, entgegen der Auffassung und den Anträgen des Beschwerdeführers (d.h. des Gesuchstellers) bestehe ein überwiegendes öffentliches Interesse daran, dass die akkreditierten Gerichtsberichterstatter über den Inhalt des gegen den Sohn eines Bundesrats geführten Strafverfahrens öffentlich berichteten. Dies erlaube es auch, die konkreten Straftatbestände und das Strafmass zu benennen, da nur so eine wirksame Justizkontrolle durch die Öffentlichkeit erreicht werden könne. Dem Persönlichkeitsschutz des Beschwerdeführers könne mittels Auflagen seitens des Bezirksgerichts an die zugelassenen akkreditierten Gerichtsberichterstatter Rechnung getragen werden (mit Hinweis auf BGE 137 I 209 E. 4.4 S. 213 und 143 I 194 E. 3.6.3 S. 208). Zwar könne eine Anonymisierung aufgrund der Bekanntgabe des Nachnamens des Beschwerdeführers in der bisherigen Presseberichterstattung nicht mehr vollumfänglich gewährleistet werden. Mittels klarstellender Auflagen zu Beginn der Hauptverhandlung könne aber das Bezirksgericht sicherstellen, dass keine weiteren persönlichen Daten wie insbesondere Vorname, Alter und Wohnort publiziert und keine Bildaufnahmen veröffentlicht würden.