Citation: 4A_297/2019 E. 4.2

4.2. Diese Beweiswürdigung ist nicht willkürlich. Es ist offensichtlich, dass eine Partei nach Treu und Glauben nicht erwarten kann, es gebe ein Anlagevehikel, das für sie Null-Risiko enthalte, gleichzeitig aber 12 % Gewinn abwerfe. Darauf läuft die von der Beschwerdeführerin vertretene Vertragsauffassung aber hinaus. Denn bei ihrem Standpunkt, ein Verlust wäre versichert gewesen, hätte eine Versicherung das volle Risiko getragen; und bei der Auffassung, die Beschwerdegegnerin habe zugesichert, die Investition zurückzuerstatten, hätte es die Beschwerdegegnerin getragen. Insbesondere vor diesem Hintergrund konnte die Vorinstanz die E-Mail vom 31. März 2011 willkürfrei in dem von ihr dargelegten Sinn auslegen. Wenn die Beschwerdeführerin sich zu den dort verwendeten Formulierungen wie "Anlage eine kurze Laufzeit hat" oder "dass wir unsere Versprechen einhalten" äussert und diese anders verstanden haben will, ist das blosse appellatorische Kritik. Die Beschwerdeführerin beruft sich sodann auf ein Aussageprotokoll von F.________, Teamleiter bei der Beschwerdegegnerin in Basel, aus einem in Köln durchgeführten Strafverfahren. Dieses zeige die Methodik der Beschwerdegegnerin, wie diese ihre Kunden zum Kauf der Fondsanteile bewegt habe. So habe F.________ unter anderem angegeben, wesentlicher Bestandteil seiner Argumentation sei auch die Versicherung des Produkts durch die G.________ AG gewesen. Dies habe seinem Kenntnisstand aus den Mitteilungen von E.________ entsprochen. Damit unterschlägt die Beschwerdeführerin einen Teil des von ihr selber an der angegebenen Stelle zitierten Protokolls. Der Zeuge sagte nämlich auch aus, E.________ habe ihm mitgeteilt, es handle sich um ein risikoaverses Produkt. Dass der Beschwerdeführerin aber - fälschlicherweise - gesagt worden war, es handle sich um ein risikoarmes Produkt, gab auch E.________ selber gemäss den Feststellungen der Vorinstanz zu. Risikoarm bedeutet aber nicht Null-Risiko. Ein Erfüllungsanspruch würde aber Letzteres voraussetzen. Soweit sich die Beschwerdeführerin schliesslich auf die Aussage des Zeugen zur Laufzeit der Anlage bezieht, ist nicht ersichtlich, dass diese für die Frage, ob ein Erfüllungsanspruch bestand, entscheidend sein könnte. Mit dem Hinweis auf die Aussage von F.________ lässt sich offensichtlich keine willkürliche Beweiswürdigung begründen. Schliesslich behauptet die Beschwerdeführerin hinsichtlich der 10 % Fondsanteile einen "Rückkauf durch die Beschwerdegegnerin ", was "der Umsetzung ihrer Zusicherungen entsprochen " habe. Die Vorinstanz hat aber keinen Rückkauf durch die Beschwerdegegnerin festgestellt, sondern vielmehr gerade das Gegenteil, dass nämlich gemäss Jahresbericht 2011 des Fonds dieser selber 10 % Anteile zurückgekauft habe. Dass diese Feststellung willkürlich wäre, legt die Beschwerdeführerin mit ihren Hinweisen erneut nicht dar.