Citation: 5A_181/2016 E. 2.3.2

2.3.2. Im konkreten Fall ist nicht ersichtlich, aufgrund welcher möglichen Gebühren und Auslagen ein Vorschuss von insgesamt Fr. 150.-- für eine Betreibungsforderung von Fr. 100.-- angemessen sein sollte. Dem Umstand, dass das Betreibungsamt gegen den Beschwerdeführer bereits eine Reihe von Betreibungen durchführen musste und er daher (sinngemäss) nicht als "zahlungsfähig" oder "kreditwürdig" erscheint, kann durch die Einholung eines Kostenvorschusses statt einer gleichzeitigen Rechnungsstellung begegnet werden. Die Vorschusspflicht gilt für jede einzelne Amtshandlung (u.a. FRITZSCHE/WALDER, Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. I, 1984, § 15 Rz. 10). Sodann unterliegt die Bemessung des Kostenvorschusses der Berichtigung, wenn der Vorschuss sich bei genauer Festlegung des Vorgehens bzw. zur Deckung des bevorstehenden Aufwandes als ungenügend erweist (BGE 85 III 81 E. 3 S. 85/86). Mit dieser Möglichkeit kann das vom Betreibungsamt befürchtete Kostenrisiko gerade eingegrenzt werden. Die Höhe des Kostenvorschusses mit Blick auf "ungenügende Zahlungsfähigkeit oder Kreditwürdigkeit" des Betreibungs gläubigers festzulegen, anstelle der vom Betreibungsamt konkret vorzunehmenden Amtshandlung, lässt sich mit Art. 68 Abs. 1 SchKG nicht vereinbaren und ist nicht zulässig.