Citation: U 234/03 03.05.2004 E. 2

Das kantonale Gericht ist davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer infolge des Sturzes im Winter 1964/1965 eine Commotio cerebri (heute als milde traumatische Hirnverletzung zu bezeichnen), jedoch keine strukturelle Gesundheitsschädigung in Form einer Schädelfraktur erlitten hatte. Die neu geklagten Beschwerden (Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen) beurteilte die Vorinstanz zu Recht nach den für einen Rückfall geltenden Regeln. 2.1 In seinem anlässlich einer MR-Untersuchung des Gehirns erstellten Bericht vom 14. März 2002 hielt Dr. med. A.________, Spezialarzt Neuroradiologie, fest, es seien strukturelle Veränderungen in der Form von für das Alter des Versicherten leicht prominenten Seitenventrikeln festgestellt worden. Die Wertung dieses Befundes habe aus klinischer Sicht zu erfolgen, wobei es sich jedoch durchaus um eine Normvariante handeln könne. Die Ärzte der Klinik B.________ Dr. phil. C.________ und Dr. med. Z.________ stellten in ihrem neuropsychologischen/neurologischen Bericht vom 28. März und 2. April 2002 die Diagnose einer leichten neuropsychologischen Funktionsstörung. Obwohl theoretisch die Möglichkeit bestehe, dass die seinerzeitige milde traumatische Hirnverletzung gewisse neuropsychologische Residuen zurückgelassen habe, stünden die in den letzten zehn Jahren stärker gewordenen Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie die seit zwei Jahren empfundenen Schwindelbeschwerden möglicherweise mit einer psychosomatischen Problematik im Zusammenhang. Dies ergebe sich hauptsächlich daraus, dass sich Hinweise auf eine Somatisierungstendenz auch bei der neuropsychologischen Untersuchung gezeigt hätten und diese Tendenz schon durch einen von Dr. med. W.________ am 29. April 1996 zuhanden der Rentenanstalt Swiss Life erstellten Bericht sowie durch einen weiteren Bericht des Spitals U.________ vom 29. Juli 1996 bestätigt werde. Unklar bleibe, ob die seither berichteten Störungen mit Kopfschmerzen beim Bücken auf den genannten Unfall zurückzuführen seien. Diesbezüglich attestierte Dr. med. W.________ am 17. Dezember 2001, seit der Commotio cerebri seien die Kopfschmerzen prägnant stark und müssten doch als posttraumatisches Residuum angesehen werden. Demgegenüber befanden Dr. phil. C.________ und Dr. med. Z.________, heute stünden eine Reihe von psychosomatischen leichten Beschwerden wie Herzrasen, Angstzustände, rheumatoforme Beschwerden und Schlafstörungen im Vordergrund; gerade die Diagnose einer Cephalea zeichne sich durch vielfältige Ursachen aus. Auch für die gefundenen Erweiterungen der Ventrikel kämen im Alter des Versicherten zahlreiche Ursachen in Frage, wobei es sich nach Dr. med. A.________ bei der festgestellten Eigenschaft wie erwähnt durchaus um eine Normvariante handeln könne. 2.2 Auf Grund dieser medizinischen Aktenlage ist die Vorinstanz der Beurteilung der SUVA gefolgt und davon ausgegangen, ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Gesundheitsstörungen und dem fraglichen Sturz sei zu verneinen. Als massgebend erachtete das kantonale Gericht, dass sich für die beklagten Beschwerden verschiedenste krankheitsbedingte Ursachen eingestellt haben konnten, während der typische posttraumatische Verlauf nach einem leichten Schädel-Hirn-Trauma gemäss medizinischer Wissenschaft eine Erholungszeit von lediglich sechs bis zwölf Wochen betragen hätte. Zudem waren auch nach Aussage des Beschwerdeführers die leichten Gedächtnisschwierigkeiten erst zwei Monate nach dem Unfall aufgetreten. Daraus schloss das Gericht, in den medizinischen Untersuchungen seien zwar Gesundheitsschäden festgestellt worden; diese konnten jedoch nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als natürliche Folgen des rund 37 Jahre zurückliegenden Unfalls betrachtet werden. 2.3 Dem vorinstanzlichen Entscheid ist beizupflichten. Was der Beschwerdeführer in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Gesamtwürdigung durch das kantonale Gericht vorbringt, vermag nicht durchzudringen. Der Einwand, seine Beschwerden dem psychosomatischen Bereich zuzuordnen, widerspreche medizinisch-klinischer Realität, entbehrt der aktenmässigen Grundlage. Denn einerseits gelangten nicht nur die Ärzte der Klinik B.________ zu diesem Schluss, sondern wurde dies bereits in einem von Dr. med. W.________ am 29. April 1996 erstellten Bericht hervorgehoben und in einem weiteren Bericht des Spitals U.________ vom 29. Juli 1996 bestätigt. Andererseits kann im Befund des Dr. med. Z.________ kein Widerspruch gegenüber seinen allgemein in einer Broschüre gemachten Aussagen erblickt werden. Entscheidend ist letztlich, dass es mit Blick auf die Vielzahl der als Beschwerdeursachen in Frage kommenden Faktoren (krankhafte Prozesse, altersbedingte Einschränkungen) nicht möglich ist, eine kausale Bedeutung des ursprünglichen Ereignisses zum heutigen Gesundheitszustand nachzuweisen. Diese Beweislosigkeit wirkt sich zu Lasten des Beschwerdeführers aus (BGE 117 V 264 Erw. 3b mit Hinweisen).