Citation: 8C_157/2020 E. 2.3

2.3. Nach Abschluss des Schriftenwechsels ordnete das kantonale Gericht den Beizug der Akten der Invalidenversicherung an. Dieser Aufforderung leistete die IV-Stelle des Kantons Thurgau Folge, was das Gericht den Parteien zur Kenntnis brachte. Der Beschwerdeführerin ist darin beizupflichten, dass ihr von der Vorinstanz keine Frist angesetzt wurde, um zu den neuen Beweismitteln Stellung zu nehmen. In diesem Vorgehen ist jedoch keine Verletzung ihres Ge hörsanspruchs zu erkennen. So hat die Vorinstanz ihrer Informationspflicht genügt, indem sie die Parteien über die Aktenergänzung ins Bild setzte. Insofern wäre es daher an der - im Übrigen schon damals rechtlich vertretenen - Beschwerdeführerin gewesen, um Akteneinsicht nachzusuchen. Denn grundsätzlich hat eine Partei ein Gesuch um Akteneinsicht zu stellen, damit überhaupt die Einsichtnahme gewährt oder verweigert werden kann (BGE 132 V 387 E. 6.2 S. 391 mit Hinweisen). Ein solches Gesuch wurde im vorinstanzlichen Verfahren unbestrittenermassen nicht gestellt, obwohl dies der Beschwerdeführerin ohne weiteres möglich gewesen wäre, falls sie nicht ohnehin bereits von den IV-Akten Kenntnis hatte. Somit vermag die Rüge einer Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht zu verfangen.