Citation: 8C_590/2023 E. 4.2.3

4.2.3. Dies macht die Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 15. Februar 2017 (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; vgl. E. 4.2.1 hiervor) nicht minder deutlich. Daraus geht in Bezug auf die per 1. Januar 2022 ebenfalls neu eingeführte Beratung und Begleitung (Art. 14 quater IVG) hervor, diese könne nach einer Berufsberatung (Art. 15 IVG) gewährt werden, selbst wenn keine weitere Massnahme der Invalidenversicherung wie zum Beispiel eine erstmalige berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG) gesprochen werde (BBl 2017 2654). Anders gesagt besteht in Anbetracht dessen nach einer "vertieften Abklärung möglicher Berufsrichtungen", welche wie erwähnt Bestandteil der Berufsberatung bildet (vgl. Art. 4a Ingress IVV), durchaus (auch) die Möglichkeit, dass weitere Eingliederungsmassnahmen nicht mehr notwendig oder zielführend (vgl. Art. 4a Abs. 4 lit. a IVV) sind. Eine über den Wortlaut hinausgehende, die Umschulung (Art. 17 IVG) betreffende Auslegung drängt sich somit unter keinem Titel auf. Insgesamt hält die Behauptung des Beschwerdeführers, die "vertiefte Abklärung möglicher Berufsrichtungen" stelle stets eine Vorstufe zur Umschulung (oder zur erstmaligen beruflichen Ausbildung) dar, nicht stand.