Citation: 7B_52/2022 E. 2.3.1

2.3.1. Die Vorinstanz hält in tatsächlicher Hinsicht fest (Art. 105 Abs. 1 BGG), fünf Mitarbeiter der C.________ AG hätten sich im Hinblick auf das Verhalten des Beschwerdeführers negativ geäussert und ihn u.a. als aufbrausend, schnell laut werdend, unberechenbar, unkontrolliert, nicht konfliktfähig und verbal angriffig beschrieben. D.________ habe nach eigenen Angaben Gespräche mit dem Beschwerdeführer vermieden. E.________, damalige Personalverantwortliche und Mitglied der Geschäftsleitung, habe angegeben, in Bezug auf die Person des Beschwerdeführers sehr ängstlich zu sein. F.________ sei dem Beschwerdeführer wegen seiner aufbrausenden Art aus dem Weg gegangen und durch sein Verhalten eingeschüchtert gewesen. G.________ habe angegeben, dass sie Angst habe, wenn sich der Beschwerdeführer vor ihr aufbaue und sie sich einen gewaltfreien Arbeitsplatz wünsche. Das durch die Mitarbeiterinnen beschriebene negative Verhalten des Beschwerdeführers soll gemäss Vorinstanz gegen Ende des Arbeitsverhältnisses stetig zugenommen haben. So habe E.________ angegeben, dass sich der Beschwerdeführer eineinhalb bis zwei Jahren vor seiner Entlassung ins Negative verändert habe. D.________ habe ausgeführt, bis Anfang Juli 2016 keine Probleme mit dem Beschwerdeführer gehabt zu haben, was sich danach aber geändert habe. H.________ gegenüber sei der Beschwerdeführer bis vor einem halben Jahr nicht negativ aufgefallen. Diese Aussagen sind gemäss Vorinstanz prima vista glaubwürdig und werden vom Beschwerdeführer nicht bestritten. Sie würden das Bild eines Mitarbeiters zeichnen, der aufgrund seiner aufbrausenden und unkontrollierten Art für Unruhe und Furcht bei anderen Mitarbeitern im Betrieb gesorgt habe. Dies habe dazu geführt, dass teilweise kein konstruktiver Austausch mehr habe stattfinden können, da sich Mitarbeiter von ihm abgewandt hätten und ihm aus dem Weg gegangen seien. Hinzu komme die Problematik, dass sowohl I.________, die Strafanzeige gegen den Beschwerdeführer erstattet habe, wie auch dieser bei der C.________ AG arbeiteten, was - im Hinblick auf das Vorgefallene - so kaum habe weitergeführt werden können. Die Personalverantwortliche habe sich diesbezüglich dahingehend geäussert, dass sich die C.________ AG wegen dieser Problematik noch nicht zu helfen wisse und die kommende Tage und Wochen sicherlich Aufschluss geben würden, was intern in Bezug auf die Anstellungsverhältnisse ablaufen werde. Die Vorinstanz kommt nach einer Gesamtwürdigung der Umstände zum Schluss, dass das Arbeitsverhältnis seitens der C.________ AG nicht deshalb aufgelöst worden sei, weil gegen den Beschwerdeführer ein Strafverfahren eingeleitet worden sei. Vielmehr vermöchten die guten fachlichen Fähigkeiten des Beschwerdeführers seine (stetig zunehmenden) sozialen Defizite nicht aufzuwägen. Dazu sei es sehr problematisch gewesen, dass sowohl der Beschwerdeführer wie auch I.________, die Strafanzeige gegen ihn erstattet habe, bei der C.________ AG hätten zusammen weiterarbeiten sollen. Dies sei schlicht nicht vorstellbar gewesen und habe die C.________ AG folglich gezwungen, entsprechend zu handeln. Es trifft gemäss Vorinstanz zwar zu, dass die C.________ AG im Schreiben vom 29. Juli 2016 das Strafverfahren als Grund für die zunächst vorgenommene Freistellung des Beschwerdeführers genannt habe. Es könne damit nicht ausgeschlossen werden, dass die C.________ AG das Strafverfahren (vordergründig) als Anlass für die Freistellung und anschliessende Kündigung respektive Aufhebung des Arbeitsverhältnisses genommen habe. Dies ändere jedoch nichts daran, dass die Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht aufgrund des Strafverfahrens erfolgt sei. Bezeichnenderweise sei die Auflösung des Arbeitsverhältnisses bereits einen knappen Monat nach der vorläufigen Freistellung erfolgt, womit der eigentliche Zweck einer Freistellung in der vorliegenden Situation, nämlich die Aufklärung der Vorwürfe, augenscheinlich verfehlt bzw. gar nicht angestrebt worden sei. Wäre der Beschwerdeführer tatsächlich aufgrund des Strafverfahrens freigestellt worden und hätte die C.________ AG ihn weiterbeschäftigen wollen, hätte sie mindestens die nächsten Schritte im Strafverfahren abwarten müssen, zumal der Beschwerdeführer am Tag der Freistellung die Untersuchungshaft habe bereits wieder verlassen können. Die Vorinstanz verneint das Vorliegen eines adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Verlust der Arbeitsstelle des Beschwerdeführers und dem Strafverfahren. Sie erwägt zudem, dass der Beschwerdeführer eine Aufhebungsvereinbarung mit Angabe des Kündigungsdatums unterschrieben habe. Dies könne nicht anders als ein "Einverständnis zur Aufhebung des Arbeitsvertrags" gewertet werden, habe der Beschwerdeführer der Auflösung des Arbeitsverhältnisses per 30. November 2016 doch zugestimmt. Dass nun nachträglich Schadenersatz gefordert werde, müsse als treuwidrig bezeichnet werden.