Citation: 9C_369/2015 E. 3.3.4

3.3.4. Soweit der Beschwerdeführer die Verwertbarkeit von ABI-Begutachtungsergebnissen unter Verweis auf das bundesgerichtliche Verfahren 8C_599/2014 generell anzweifelt, kann er aus dem betreffenden, am 18. Dezember 2015 erlassenen Urteil nichts zu seinen Gunsten ableiten. Darin wurde vielmehr festgehalten, dass die Befangenheit einer sachverständigen Person grundsätzlich nicht mittels der Schilderung einzelner angeblich negativer Erfahrungen anderer versicherter Personen mit dieser Gutachtensperson in früheren Fällen begründet werden kann. Dies gilt jedoch dann nicht, wenn substanziiert dargetan wird, wie sich aus der (angeblichen) Fehlleistung eines Experten in früheren Fällen auf eine Befangenheit dieses Experten im konkreten Fall schliessen lässt. Was statistische Erhebungen hinsichtlich der von Gutachterstellen attestierten Arbeitsunfähigkeiten anbelangt, sind zum einen, so das Bundesgericht im Weiteren, die Daten eines einzelnen Instituts ohne Vergleichsdaten im Vornherein uninteressant. Zum anderen betreffen die vom Bundesamt für Sozialversicherungen von den Gutachterstellen jährlich geforderten Angaben über ihre Geschäftstätigkeit stets die gesamte Gutachterstelle, erlauben also keine Rückschlüsse auf einzelne Experten. Da rechtsprechungsgemäss indessen stets nur die einzelne Gutachtensperson, nicht aber eine Gutachterstelle befangen sein kann, ist ohne Daten zur Tätigkeit des einzelnen Experten der Beweis einer systematischen Benachteiligung der versicherten Personen durch diesen Experten nicht zu erbringen (E. 6 des erwähnten Urteils).