Citation: 9C_696/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz berufe sich zwar in ihrem Entscheid auf die Zulässigkeit eines gewissen Schematismus sowie von PraktikabiIitätsüberlegungen (vgl. dazu ausführlich oben E. 2.1). Sie erwähne jedoch selbst, dass ein solcher Schematismus unzulässig sei, wenn die Regelung generell zu einer deutlich höheren Belastung oder zu einer systematischen Ungleichheit gegenüber bestimmten Kategorien von Steuerpflichtigen führe. Gerade dies sei aber aufgrund der durch das Verwaltungsgericht geschützten Praxis der Fall, führe sie doch bei gemeinsamer elterliche Sorge und alternierender Obhut zu einer deutlich höheren Steuerlast und einer systematischen Ungleichbehandlung zuungusten des Alimente zahlenden Elternteils.