Citation: 1B_163/2009 15.06.2009 E. 2

Am 26. März 2007 erliess das Kantonale Untersuchungsamt gegen X.________ einen Strafbescheid, worin er der mehrfachen Gehilfenschaft zu unlauterem Wettbewerb schuldig gesprochen wurde. Dagegen erhob X.________ Einsprache. Am 17./18. Dezember 2008 verschickte das Kantonale Untersuchungsamt an X.________ und an weitere acht Angeschuldigte die Parteimitteilung gemäss Art. 179 und Art. 180 StP. X.________ wird die Anklageerhebung beim Gericht wegen Vergehens gegen das Bundesgesetz über den unlauteren Wettbewerb in Aussicht gestellt. Gleichzeitig wurden seinem anwaltlichen Vertreter die Akten des Strafverfahrens teilweise im Original zugestellt. Die übrigen Strafverfahrensakten waren auf eine beiliegende CD gescannt. Die erwähnte Parteimitteilung wurde am 18. Februar 2009 vom Kantonalen Untersuchungsamt in Bezug auf ein einzelnes nicht vollständig eingescanntes Aktenstück ergänzt. Mit Schreiben vom 19. Februar 2009 ersuchte der Anwalt von X.________ um Zustellung sämtlicher Originalakten in die Anwaltskanzlei. Das Kantonale Untersuchungsamt lehnte dieses Ersuchen mit Verfügung vom 23. Februar 2009 ab. Es erwog, dass das Zustellen von CDs der eingescannten Akten und die Einräumung der zusätzlichen Möglichkeit, sämtliche Akten des Strafverfahrens auf dem Untersuchungsamt einzusehen, mit der Möglichkeit, Akten zu kopieren, ein bewährtes und akzeptiertes Vorgehen bei Wirtschaftsstraffällen von vergleichbarem Umfang sei. Gegen diese Verfügung erhob X.________ Beschwerde, welche die Anklagekammer des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 15. April 2009 abwies, soweit sie darauf eintrat.