Citation: 9C_186/2013 E. 3.2.1

3.2.1. Nicht durchzudringen vermag die Beschwerdeführerin zunächst mit der letztinstanzlich wiederholten Rüge, das Gutachten des Dr. med. L.________ vom 25. Juli 2011 sei eine unzulässige "second opinion". Nachdem sie bis zum Abschluss der Arbeitsvermittlung im September 2010 die von pract. med. R.________ prognostizierte Steigerung der Arbeitsfähigkeit nicht erreicht hatte, schlug der RAD-Arzt Dr. med. G.________ die Einholung eines klärenden Berichts des Dr. med. B.________ vor. In der Folge bemühte sich die IV-Stelle offenbar erfolglos um einen solchen Bericht. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung, wonach die dokumentierten Bemühungen der Verwaltung (Protokolleintrag vom 20. September 2010, Schreiben vom 10. November und 15. Dezember 2010) überwiegend wahrscheinlich dargetan seien, ist bundesrechtskonform. Auf Anraten des RAD (Dr. med. G.________, Stellungnahme vom 9. März 2011) gab die IV-Stelle hierauf die psychiatrische Begutachtung bei Dr. med. L.________ in Auftrag. Dass sich die Verwaltung mit Blick auf den zu diesem Zeitpunkt nicht entscheidreifen medizinischen Sachverhalt veranlasst sah, im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 ATSG) zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, ist nicht zu beanstanden. Entgegen der Beschwerdeführerin war sie jedoch nicht verpflichtet, ein Verlaufsgutachten bei der Integrierten Psychiatrie X.________ einzuholen. Denn es liegt im Ermessen der Verwaltung, darüber zu entscheiden, mit welchen Mitteln die Sachverhaltsabklärung zu erfolgen hat (Susanne Leuzinger-Naef, Die Auswahl der medizinischen Sachverständigen im Sozialversicherungsverfahren [Art. 44 ATSG], in: Soziale Sicherheit - SozialeUnsicherheit, Riemer-Kafka/Rumo-Jungo [Hrsg.], 2010, S. 414). Von einer unzulässigen "second opinion" (hiezu BGE 136 V 156 E. 3.3 S. 158) kann unter diesen Umständen nicht gesprochen werden.