Citation: 6P.113/2005 25.03.2006 E. 5

5.1 Das Obergericht sprach den Beschwerdeführer wegen des Ereignisses vom 10./11. November 2001 der schweren Körperverletzung zum Nachteil von C.________, des unvollendeten Versuchs der schweren Körperverletzung zum Nachteil von A.________ und B.________ sowie der Unterlassung der Nothilfe zum Nachteil von C.________ schuldig, alles mittäterschaftlich begangen mit anderen Personen. Das Obergericht geht in tatsächlicher Hinsicht davon aus, dass der Beschwerdeführer nach der Ankunft auf dem Parkplatz vor der Discothek in der Nacht vom 10./11. November 2001 die Velostange, die er am 4. November 2001 in den Kofferraum des VW Golf des Beschuldigten Y.________ gelegt hatte und welche sich seither dort befand, an den Mitbeschuldigten U.________ übergab (welcher damit nach eigenem Eingeständnis auf einen Wachmann einschlug). Es stützt sich dabei auf die Aussagen der Beschuldigten Y.________ und U.________ (angefochtenes Urteil S. 166 f.). Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht willkürliche Beweiswürdigung vor (Beschwerde S. 17 f.). Er hatte stets bestritten, dass er U.________ eine Velostange übergeben beziehungsweise dass er überhaupt etwas mit dieser Velostange zu tun gehabt habe. Er weist darauf hin, dass die Frage, ob er U.________ die Velostange übergeben habe, von Bedeutung sei, da es um seinen effektiven Tatbeitrag und damit verbunden um die Strafzumessung gehe (Beschwerde S. 18). 5.2 Aus den Aussagen des Beschuldigten Y.________, auf welche das Obergericht in diesem Zusammenhang verweist (kant. Akten Bd. 4 p. 1167, 1182, 1191), ergibt sich indessen nach einem insoweit zutreffenden Einwand in der Beschwerde (S. 17) nicht, dass der Beschwerdeführer die Velostange nach dem Eintreffen in Pont-de-Thielle am 10./11. November 2001 an U.________ übergeben habe. Aus den Aussagen des Beschuldigten Y.________ in der polizeilichen Einvernahme vom 4. Dezember 2001, die im Auftrag der Untersuchungsbehörde durchgeführt wurde (kant. Akten Bd. 4 p. 1163 ff.), sowie in der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 27. März 2002 (kant. Akten Bd. 4 p. 1173 ff) ergibt sich in den vom Obergericht in diesem Zusammenhang zitierten Passagen bloss, dass der Beschwerdeführer am 4. November 2001 eine Velostange in den Kofferraum des VW Golf des Beschuldigten Y.________ gelegt hatte (p. 1167) und dass diese Velostange sich neben anderen Gegenständen am 10./11. November 2001 immer noch im Wagen befand (p. 1182) beziehungsweise dass der Beschwerdeführer ihm, Y.________, gesagt habe, er habe diesen Gegenstand in der Hand gehabt und nach der Schlägerei dem Securitas-Mann nachgeworfen (p. 1182 unten). In den Aussagen des Beschuldigten Y.________, auf welche das Obergericht verweist, ist mithin nicht davon die Rede, dass der Beschwerdeführer die Velostange an den Mitbeschuldigten U.________ übergeben habe. 5.3 Die Feststellung des Obergerichts, dass der Beschwerdeführer die Velostange an den Mitbeschuldigten U.________ übergab, kann indessen ohne Willkür auf die Aussagen des Letzteren in der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 1. Februar 2002 (kant. Akten Bd. 6 p. 1599 ff.) gestützt werden, auf welche das Obergericht ebenfalls verweist. U.________ sagte aus, er habe das fragliche Eisen, das sich im Auto befunden habe, vom Beschwerdeführer erhalten (p. 1610 f.). Was in der Beschwerde (S. 17 f.) dagegen vorgetragen wird, ist appellatorische Kritik, die zur Begründung der Willkürrüge nicht genügt. Weshalb U.________ den Beschwerdeführer wider besseres Wissen belasten sollte, ist im Übrigen nicht ersichtlich, zumal U.________ eingestand, dass er mit dem fraglichen Gegenstand auf einen Wachmann eingeschlagen hatte (p. 1610, 1612). 5.4 Dass der Beschwerdeführer nicht im Fahrzeug, in dessen Kofferraum sich die Velostange neben andern Schlaginstrumenten befand, sondern in einem anderen Fahrzeug nach Pont-de-Thielle fuhr, spricht entgegen einem weiteren Einwand in der Beschwerde (S. 18) offensichtlich nicht gegen die festgestellte Übergabe der Velostange an U.________. 5.5 Die staatsrechtliche Beschwerde ist daher auch in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.