Citation: 8C_439/2017 E. 4.2

4.2. Im Rahmen des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) ging die Vorinstanz beim Valideneinkommen gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin für das Jahr 2015 von Fr. 98'200.70 aus. Für das Invalideneinkommen stellte sie auf den Durchschnittslohn (Zentralwert) für Männer für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1 der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung [LSE] 2012, Tabelle TA1, Privater Sektor Schweiz) ab. Umgerechnet auf die gesamtwirtschaftlich betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit 2015 von 41.7 Stunden und unter Aufrechnung der Nominallohnentwicklung 2013 bis 2015 ergab dies einen Jahreslohn von Fr. 66'688.-. Während die Suva einen leidensbedingten Abzug von 5 Prozent gewährt und einen Invaliditätsgrad von 35 Prozent errechnet hatte, erachtete das kantonale Gericht einen Abzug vom Tabellenlohn von 10 Prozent als angebracht. Der höhere Tabellenlohnabzug rechtfertige sich aufgrund der über die quantitative Belastungsbeschränkung hinausgehenden qualitativen Einschränkungen. Zusätzlich sei zu berücksichtigen, dass der Durchschnittslohn der Männer seit der LSE 2012 im Kompetenzniveau 1 im Verhältnis zur Nominallohnentwicklung spürbar höher sei als derjenige der Männer in der LSE 2010 im Anforderungsniveau 4. Dies sei offenbar mit einer erhöhten Gewichtung von Schwerarbeiterlöhnen über alle Sektoren zu begründen. Da der Versicherte keine schweren Tätigkeiten mehr ausüben könne, sei diesem Umstand mit einem zusätzlichen Abzug Rechnung zu tragen. Überdies sei auch das fortgeschrittene Alter des Versicherten zu berücksichtigen. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von gerundet 39 Prozent.