Citation: 1P.371/2004 21.09.2004 E. 3

Weiter rügt die Beschwerdeführerin die Verletzung der verfassungsrechtlichen Begründungspflicht. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss die Begründung eines Entscheids so abgefasst sein, dass der Betroffene versteht, weshalb das Gericht gegen seinen Antrag entschieden hat bzw. darauf nicht eingetreten ist, und den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Hierfür müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Die Begründung kann sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 112 Ia 107 E. 2b S. 110 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall ist die Begründung sehr kurz und enthält keine Hinweise auf die einschlägigen Bestimmungen des Solothurner Prozessrechts. Immerhin geht aus ihr hervor, dass auf die Beschwerde nicht eingetreten wird, weil der Kostenvorschuss nicht bis am 21. Mai 2004 an die Gerichtskasse eingezahlt und das Fristerstreckungsgesuch des Vertreters verspätet eingereicht wurde. Dies genügt - zumindest für eine anwaltlich vertretene Partei -, um die Tragweite des Entscheids verstehen, seine Rechtmässigkeit überprüfen und diesen sachgerecht anfechten zu können. Eine Verletzung der verfassungsrechtlichen Begründungspflicht liegt deshalb nicht vor. Die Beschwerdeführerin rügt sodann die Begründung als willkürlich, weil das Verwaltungsgericht den Kostenvorschuss als "nicht bezahlt" anstatt als "verspätet bezahlt" bezeichnet habe. Diese Rüge ist offensichtlich unbegründet, ergibt sich doch aus dem Zusammenhang mit dem vorangehenden Satz der Begründung, dass sich die Aussage, der Kostenvorschuss sei nicht geleistet worden, auf das Datum des Fristablaufs, d.h. den 21. Mai 2004, bezieht.