Citation: 2C_514/2014 E. 3.5

3.5. Der Beschwerdeführer rügt sodann, es sei zu wenig berücksichtigt worden, dass er selber drogenabhängig gewesen sei. Die Vorinstanz hat dies jedoch nicht verkannt. Gewiss ist das Verschulden schwerer zu gewichten, wenn jemand aus rein finanziellen Motiven Betäubungsmittelhandel betreibt, ohne selber drogenabhängig zu sein. Das bedeutet aber nicht, dass nicht auch von einem drogenabhängigen Täter eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgehen kann (vgl. Urteile 2C_210/2014 vom 17. März 2014 E. 3.3.2; 2C_718/2013 vom 27. Februar 2014 E. 3.3). Gerade wenn die Drogensucht Ursache der Delinquenz ist, besteht ein erhebliches Risiko weiterer Delinquenz, solange die Abhängigkeit nicht endgültig überwunden ist (vgl. Urteile 2C_408/2013 vom 15. November 2013 E. 4.2; 2C_236/2013 vom 19. August 2013 E. 6.4). Dass dies der Fall wäre, hat die Vorinstanz nicht festgestellt; sie hat auf das Strafurteil verwiesen, wonach der Beschwerdeführer noch unter Beweis zu stellen haben werde, ob er auf die Einnahme von Drogen zu verzichten vermöge. Der Beschwerdeführer hat diesen Beweis vor der Vorinstanz nicht erbracht; vor Bundesgericht bringt er zwar vor, er habe in den vergangenen Monaten unter Beweis gestellt, dass er seine Drogensucht überwunden habe. Dies wird aber weder substanziiert noch belegt. Zudem kann - wie die Vorinstanz mit Recht festgehalten hat - die Drogensucht nicht für alle Delikte verantwortlich gemacht werden, so namentlich nicht für die SVG-Delikte oder die mit dem Urteil vom 27. Mai 2013 ebenfalls sanktionierten Delikte der Widerhandlung gegen das Waffengesetz (wegen unerlaubten Besitzes von Munition) und der Pornographie.