Citation: 9C_851/2018 E. 4.2.2

4.2.2. Dr. med. E.________ von der Psychiatrie F.________ attestierte im Bericht vom 10. Januar 2017 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Indessen blieben dabei die hier anwendbaren Standardindikatoren (vgl. E. 3.2) unberücksichtigt. Zudem setzte er sich auch nicht eingehend mit den Einschätzungen des Dr. med. B.________ auseinander, die - entgegen seiner Darlegung - im Lichte der rechtlichen Vorgaben nachvollziehbar sind (vgl. E. 4.1). Der Beschwerdeführer rügt denn auch die entsprechenden Feststellungen im angefochtenen Entscheid nicht als offensichtlich unrichtig. Im Übrigen weist die medizinische Folgenabschätzung notgedrungen eine hohe Variabilität auf und trägt unausweichlich Ermessenszüge (BGE 140 V 193 E. 3.1 S. 195; 137 V 210 E. 3.4.2.3 S. 253). Die psychiatrische Exploration eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte - wie hier (E. 4.1) - lege artis vorgegangen ist (Urteile 8C_629/2017 vom 29. Dezember 2017 E. 4.3 und 9C_77/2015 vom 27. März 2015 E. 5.4, je mit Hinweisen).