Citation: 8C_544/2018 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht hat im Wesentlichen festgestellt, dass die in der Stiftung C.________ dauernd untergebrachten Kinder von 07.00 bis 21.00 Uhr durch Mitarbeiter der Stiftung selber betreut würden. Danach komme eine Person der Spitex für die Nachtwache, die jedoch nicht für eine einzelne Person oder einzelne Aufgaben zuständig sei, sondern dieselben Aufgaben erledige wie tagsüber die Mitarbeiter der Stiftung C.________. Daraus ergebe sich, so die Vorinstanz, dass die Betreuung der Kinder durch Fachpersonal der Stiftung selber sichergestellt werden könne. Insoweit sei auf die Frage der fachlichen Qualifikation des Personals nicht weiter einzugehen, müsse doch in Anbetracht der kantonalen Betriebsbewilligung als Sonderschule zumindest genügend Personal mit der erforderlichen Ausbildung vorhanden sein. Wie die telefonische Auskunft bei der Stiftung ergeben habe, komme die Kinderspitex nicht mehrmals am Tag zur individuellen Betreuung des Beschwerdeführers, sondern decke lediglich ab 21.00 Uhr die Nachtwache für die ganze Gruppe von Kindern ab. Gemäss Rechtsprechung (in BGE 136 V 209 nicht publizierte E. 11.1 des Urteils 8C_81/2010 vom 7. Juli 2010) stelle es keine medizinische Massnahme im Sinne der Invalidenversicherung dar, wenn Pflegepersonen der Kinderspitex an zwei Nächten pro Woche Leistungen erbrächten, zu deren Vornahme die Eltern in den übrigen fünf Nächten selbstständig in der Lage seien. Dies müsse - so das kantonale Gericht - auch gelten, wenn die Fachpersonen bzw. die Angestellten eines Heimes selber in der Lage seien, die Betreuung zu gewährleisten. Reine Entlastungsdienste wie die geleistete Nachtwache zur Entlastung des Personals der Stiftung C.________ stellten daher keine medizinische Massnahme im Sinne der Invalidenversicherung dar.