Citation: 8C_552/2019 E. 5.4

5.4. Weiter rügt die ÖKK, Art. 37 Abs. 1 UVG sei nicht anwendbar, da die Verpuffung ungewollt eingetreten sei und sich der Unfall vor dem Suizidversuch ereignet habe. Auch dieser Einwand ist unbehelflich, da alle objektiven Umstände für einen geplanten Suizid (-versuch) sprechen und es keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass der Versicherte von seinem Vorhaben zurückgetreten wäre. Zudem vermöchte der Umstand, dass die Explosion nicht wie geplant erfolgte, nichts daran zu ändern, dass das von ihm beabsichtigte Geschehen (eine Explosion) eingetreten ist. Denn nach der Rechtsprechung muss sich im Rahmen der absichtlichen Gesundheitsschädigung der Vorsatz der versicherten Person resp. die Unfreiwilligkeit nicht auf die zur gesundheitlichen Schädigung führenden Handlung sondern auf die Herbeiführung des Gesundheitsschadens beziehen (BGE 143 V 285 E. 4.2.1 S. 290 mit Hinweisen). Die Subsumtion als Suizid (-versuch) im Sinne von Art. 37 Abs. 1 UVG ist nicht zu beanstanden.