Citation: 4D_32/2023 E. 3

Die Vorinstanz qualifizierte das Vertragsverhältnis der Parteien als gemischten Vertrag (Werkvertrag/Auftrag), da die Architekturleistungen nicht einzig das Ausarbeiten von Bauplänen umfassten, sondern weitere Leistungen, wie mehrere Kostenschätzungen und einen Energienachweis. Gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung stellte sie für die Vergütungsfrage einheitlich auf Auftragsrecht ab. Mithin müsse die Beschwerdeführerin die anspruchsbegründenden Tatsachen behaupten und beweisen, dass ihr tatsächlich geleisteter Aufwand zur Ausführung des Auftrags notwendig und angemessen war. Das setze nachvollziehbare Angaben zu den erbrachten Arbeiten und die dafür aufgewendeten Arbeitsstunden voraus. Unter Hinweis auf entsprechende Urteile des Bundesgerichts präzisierte sie, ungenügend seien namentlich blosse tabellenförmige Zusammenstellungen, an welchen Daten welche Mitarbeiter wie viele Stunden eingesetzt worden seien. Notwendig seien hinlängliche Angaben zu den erbrachten Arbeiten. Nach der Beurteilung der Vorinstanz kam die Beschwerdeführerin ihrer Substantiierungslast namentlich hinsichtlich der Darlegung, wie viel Stunden sie für welche Leistungen erbracht habe, nicht nach. Der tatsächliche Aufwand für die einzelnen Arbeitsergebnisse lasse sich aufgrund der Ausführungen der Beschwerdeführerin und der eingereichten Unterlagen, d.h. den Plänen und der Arbeitszeiterfassung der Mitarbeiter, nicht hinreichend feststellen. Daraus werde nicht ersichtlich, wer wann welche Leistungen für die Beschwerdegegner erbracht habe. Sie wies demnach die Klage ab mangels hinreichender Substanziierung der erbrachten Architekturleistungen, für welche Honorar verlangt wurde.