Citation: 7B_911/2024 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwägt im angefochtenen Entscheid, der Beschwerdeführerin drohe eine Strafe, die weit unter dem in Art. 132 Abs. 3 StPO vorgegebenen Schwellenwert liege. Es liege mithin ein Bagatellfall im Sinn von Art. 132 Abs. 3 StPO vor, der weder besondere rechtliche noch tatsächliche Schwierigkeiten biete, denen die Beschwerdeführerin nicht gewachsen sei. Es gehe um einen von der Beschwerdeführerin selbst recherchierten und veröffentlichten Online-Zeitungsartikel, für welchen ihr ein ehrverletzender Inhalt vorgeworfen werde. Sie beherrsche die deutsche Sprache gut und sei als Journalistin auch in intellektueller Hinsicht dem Strafverfahren gewachsen. Die mit ärztlichem Zeugnis geltend gemachte verminderte psychische Belastbarkeit und medikamentöse Therapie lasse ebenfalls noch keine die Verteidigung erforderliche Beeinträchtigung erkennen. Zudem sei nicht ersichtlich, inwiefern sich die Privatklägerin, die sich einen privaten Anwalt leiste, einen erheblichen Vorteil dadurch verschaffe. Auch aus diesem Umstand ergäben sich keine Hinweise dafür, dass die Beschwerdeführerin dem Verfahren ohne amtliche Verteidigung nicht gewachsen wäre.