Citation: 6B_104/2023 E. 3.4.1

3.4.1. Die Vorinstanz weist bei der Bestimmung der Strafart unter anderem auf das Tatverschulden hin. Während sie das Tatverschulden für die den Pornografietatbestand erfüllenden Handlungen hinsichtlich der von ihr ausgesprochenen Zusatzstrafen als nicht mehr leicht einschätzt, erblickt sie in Bezug auf die selbstständige Strafe ein mittelschweres Tatverschulden. Dabei geht die Vorinstanz über den gesamten Deliktszeitraum sowohl im Hinblick auf den Inhalt der konsumierten Darstellungen als auch hinsichtlich der Art und Weise des Vorgehens von einem gleichbleibenden Verhalten des Beschwerdegegners aus. Weshalb die Vorinstanz angesichts dieser gleichbleibenden Grundlagen, auf die sie sich bei ihrer Würdigung im Wesentlichen stützt, das Tatverschulden dennoch jeweils widersprüchlich einschätzt, erklärt sie nicht. Dieser Widerspruch kann auch nicht auf die von der Vorinstanz aufgrund der Methodik der retrospektiven Konkurrenz unternommenen (zeitlichen) Unterteilungen zurückgeführt werden, scheint die Vorinstanz in diesem Zusammenhang weder der Anzahl an konsumierten Dateien noch den daraus resultierenden, unterschiedlich langen Untersegmenten des Deliktszeitraums weitere Beachtung zu schenken, zumal gerade ihre strengste Würdigung, wonach das Tatverschulden im Hinblick auf die selbstständige Strafe als mittelschwer einzuschätzen sei, sich auf die kleinste Menge an konsumierten Aufzeichnungen sowie auf das kürzeste Untersegment des Deliktszeitraums bezieht und angesichts des Strafrahmens von Art. 197 Abs. 5 Satz 2 StGB durchaus nahelegen würde, dass eine Freiheitsstrafe geboten erscheint. Aufgrund dieser Widersprüchlichkeiten erschliesst sich die Schlussfolgerung der Vorinstanz, das Tatverschulden im Hinblick auf die vom Beschwerdegegner begangenen Pornografiehandlungen könne keine Freiheitsstrafe rechtfertigen, denn auch nicht. Schliesslich erweist sich die vorinstanzliche Begründung zur Bestimmung der Strafart auch als unvollständig. Neben dem auf widersprüchlicher Würdigung beruhenden Tatverschulden berücksichtigt sie lediglich die Frage nach der Zweckmässigkeit einer Freiheitsstrafe, die sie mangels Vorstrafen des Beschwerdegegners verneint. Zu den Auswirkungen der Strafe auf die Täterschaft und auf ihr soziales Umfeld sowie zur Wirksamkeit der Strafe unter dem Blickwinkel der Prävention äussert sie sich derweil nicht und legt auch nicht dar, inwiefern diese vorliegend nicht relevant wären. Die Vorinstanz vermag demnach nicht darzulegen, weswegen in sämtlichen Einzelfällen der Pornografie eine Geldstrafe geboten sei, erweist sich doch ihre Begründung zur Strafart als widersprüchlich sowie lückenhaft und im Lichte der Rechtsprechung als nicht nachvollziehbar. Die Vorinstanz kommt ihrer Begründungspflicht nach Art. 50 StGB im Hinblick auf die Wahl der Strafart somit nicht nach.