Citation: 9C_648/2019 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen mit Verweis auf den Bundesgerichtsentscheid 9C_572/2015 vom 22. Juni 2016 insbesondere vor, die chirurgische Behandlung einer sehr ausgeprägten bilateralen Hypoplasie (tuberösen Brust) sei eine krankenkassenpflichtige Leistung. Die Brust sei für das ästhetische Empfinden bedeutsam. Die sexuelle Integrität der Versicherten werde dadurch beeinträchtigt. Tubulären Brüsten, welche ausserhalb der Norm lägen, sei Krankheitswert anzuerkennen. Es sei daher entscheidend, ob tubuläre Brüste oder Hängebrüste bestünden. Es liege bei der Beschwerdeführerin eine tubuläre Brust und eine grosse Abweichung von der Norm vor, die dem entgegenstehenden vorinstanzlichen Feststellungen seien willkürlich. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, sie leide unter der Form ihrer Brüste. Für sie sei schwer zu verkraften, dass bei der Zwillingsschwester die Behandlung - bei praktisch gleichem Befund - bezahlt worden sei.