Citation: 1C_244/2013 E. 3.1

3.1. Das Verwaltungsgericht hat erwogen, bei der Anwendung der Ästhetikgeneralklausel komme der Gemeinde ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu, allerdings nur dann, wenn sie - spätestens in der Rekursvernehmlassung - belege, dass sie von ihrem Beurteilungsspielraum auch effektiv Gebrauch gemacht und in pflichtgemässer Abwägung aller erheblichen Interessen und Argumente entschieden habe. Unterlasse sie dies, habe das Baurekursgericht den Sachverhalt uneingeschränkt zu prüfen. Vorliegend habe die Gemeinde in der Rekursvernehmlassung ausführlich zu den Einwendungen des Beschwerdeführers Stellung genommen. Das Baurekursgericht habe daher das Ermessen der Gemeinde zu Recht respektiert und seine Kognition nicht in rechtsverletzender Weise unterschritten. Der Beschwerdeführer rügt dies als willkürlich. Er habe in seiner Rekursschrift gerügt, die einzigartige Lage des Hauses B direkt an der Zonengrenze sei mit den Anforderungen der ästhetischen Generalklausel von § 238 Abs. 2 PBG nicht vereinbar. Die Gemeinde habe sich in der Rekursvernehmlassung mit diesem Einwand nicht auseinandergesetzt, auch dann nicht, als er in der Replik diesen Punkt noch einmal vertieft habe. In seiner Rekursschrift bringt der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang bloss vor, die Lage des Hauses B an der Zonengrenze sei "einzigartig". Eine explizite Begründung dafür, dass die Errichtung einer Baute an dieser Stelle unzulässig sein soll, bringt er erst in seiner Replik ans Baurekursgericht vor. Er kann unter diesen Umständen dem Gemeinderat nicht mit Erfolg vorwerfen, sich mit seinem Einwand nicht auseinandergesetzt zu haben, das Bauvorhaben sei unter dem Gesichtspunkt von § 238 Abs. 2 PBG nicht bewilligungsfähig. Die Rüge ist unbegründet.