Citation: 9C_672/2019 E. 5.1

5.1. Lic. phil. B.________, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP und Neuropsychologe, untersuchte den Versicherten während zwei Stunden und führte diverse Testverfahren durch. Im Rahmen seiner Untersuchung konnte der Neuropsychologe Befunde erheben und eine mittelschwere kognitive Störung unklarer Genese diagnostizieren. Der Beschwerdeführer rügt zwar zu Recht den Umstand, dass lic. phil. B.________ einerseits festhielt, er könne keine valide Aussage zur Arbeitsfähigkeit machen, aber im Anschluss dennoch ausführte, jedenfalls würden keine objektivierbaren und reproduzierbaren Befunde vorliegen, die eine Arbeitsunfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht begründen könnten. Die gutachterliche Aussage ist jedoch mit Blick auf die übrigen Schlussfolgerungen im Teilgutachten und die polydisziplinäre Gesamteinschätzung trotz dieses Widerspruchs im Ergebnis ohne Weiteres klar: Zu einer Arbeitsfähigkeitsschätzung schien sich lic. phil. B.________ nicht in der Lage gesehen zu haben. Als Begründung führte er aus, dass das von ihm durchgeführte Screeningverfahren zur Validität keine eindeutigen Resultate gezeigt habe, die eine Verdeutlichungstendenz negieren würden. Er könne zur Frage der Arbeitsfähigkeit keine valide Aussage machen, da die Konsistenz der neuropsychologischen Resultate nicht eindeutig gegeben sei. Die Ergebnisse aus der neuropsychologischen Untersuchung fanden Eingang in die Gesamteinschätzung und wurden dort offenkundig auch diskutiert. So subsumierten die ABI-Gutachter die Diagnose der neuropsychologischen Teilexpertise unter dem Titel Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, was zeigt, dass diese grundsätzlich geeignet scheint, eine Einschränkung zu begründen, diese jedoch nicht beziffert werden konnte.