Citation: 6B_257/2013 E. 1.2

1.2. Zur Vorgeschichte stellt die Vorinstanz fest und ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegner zwei- oder dreimal telefonischen Kontakt hatten, bevor sie sich das erste Mal im Sommer 2010 im Kosovo trafen und verlobten. Die in der Schweiz lebende Beschwerdeführerin reiste im Oktober 2010 ein weiteres Mal in den Kosovo und besuchte ihren Verlobten während mehrerer Tage. In diesem Zeitpunkt sollen laut Anklage die ersten Übergriffe stattgefunden haben. Die Parteien blieben nach der Rückkehr der Beschwerdeführerin in die Schweiz telefonisch in Kontakt und trafen sich im November 2010 in Mazedonien. In der Folge organisierte die Beschwerdeführerin für den Beschwerdegegner ein Visum, worauf dieser in die Schweiz einreiste. Die Parteien heirateten am 7. Februar 2011 und bezogen zwei Tage später die eheliche Wohnung. Am 24. April 2011 erstattete die Beschwerdeführerin gegen den Beschwerdegegner Anzeige (Entscheid S. 6 f.). Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegner mehrmals Geschlechtsverkehr hatten. Strittig ist insbesondere, ob der Geschlechtsverkehr jeweils im gegenseitigen Einvernehmen erfolgte oder die Beschwerdeführerin zur Duldung des Beischlafs genötigt wurde. Strittig sind zudem die angeklagten Drohungen.