Citation: 7B.148/2000 22.08.2000 E. 3

3.- a) Die Entbindung des Beschwerdegegners von der Pflicht zur Barzahlung ist nach dem Ausgeführten bundesrechtswidrig. Der angefochtene Entscheid ist daher aufzuheben. b) Der Beschwerdeführer hatte schon bei der unteren Aufsichtsbehörde verlangt, dass das Konkursamt des Amtes X.________ angewiesen werde, den zur Deckung des vollen Steigerungspreises noch fehlenden Betrag von Fr. 35'000.-- nachzufordern. Der Amtsgerichtspräsident III von Luzern-Land hat dem Begehren in diesem Sinne stattgegeben. aa) Die Einforderung des Zuschlagspreises ist Sache des (Betreibungs-)Amtes, das die Steigerung durchgeführt und den Zuschlag erteilt hat. Falls der Ersteigerer nicht rechtzeitig zahlt, hat dieses denn auch den Zuschlag rückgängig zu machen und eine neue Versteigerung anzuordnen (Art. 143 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 156 Abs. 1 SchKG). Der Beschwerdeführer hätte seine Beschwerde daher gegen das Betreibungsamt des Kantons Nidwalden (und nicht gegen das Konkursamt des Amtes X.________) richten müssen. Dieser Mangel ist von der die Oberaufsicht ausübenden erkennenden Kammer (Art. 15 SchKG) von Amtes wegen zu berichtigen. bb) Somit ist das Betreibungsamt des Kantons Nidwalden anzuweisen, dem Beschwerdegegner B.________ - nach Massgabe des hier sinngemäss heranzuziehenden Art. 136 (am Ende) SchKG - Frist anzusetzen, um den noch ausstehenden Betrag samt Zins zu 5 % (vgl. Art. 143 Abs. 2 SchKG) zu zahlen. Sollte der Beschwerdegegner der Zahlungsaufforderung nicht nachkommen, hätte das Amt nach Art. 143 SchKG zu verfahren und namentlich den Zuschlag rückgängig zu machen. In Anbetracht der von der Vorinstanz festgehaltenen Umstände ist indessen davon abzusehen, das Betreibungsamt zu einer (sofortigen) Auszahlung an den Beschwerdeführer anzuhalten. Mit einer solchen Anordnung würde in unzulässiger Weise in ein anderes Betreibungsverfahren eingegriffen.