Citation: 8C_285/2024 E. 6.1.3

6.1.3. Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, mit der MRT-Untersuchung vom 10. Juni 2021 seien intrakranielle Verletzungen abgeklärt worden. Neben solchen Verletzungen komme für posttraumatische Riechstörungen aber auch eine Abscherung der Fila olfactoria beim Durchtritt durch die Lamina cribrosa in Betracht. Es handle sich dabei um die häufigste Ursache für Riechstörungen im Zusammenhang mit traumatischen Hirnverletzungen im weiteren Sinne. Der Suva-Arzt verkenne dies, wenn er eine unfallkausale Anosmie deshalb ausschliesse, weil die Bildgebung keine cerebrale strukturelle Unfallfolge gezeigt habe. Ihm fehle als Unfallchirurg auch das entsprechende Fachwissen eines HNO-Arztes. Bereits ein leichtes Schädelhirntrauma führe im Übrigen zu einer signifikanten Prävalenz einer Anosmie. Aufgrund der Hirnbewegungen im Zusammenhang mit einem Schädelhirntrauma könnten Schäden an den Nervenfasern am Austrittsort zum Schädelknochen auftreten, was zu einer Beeinträchtigung der neuralen Sensorik im olfaktorischen System und zu einer Anosmie führe. Zur Untermauerung seiner Thesen zitiert der Beschwerdeführer verschiedene medizinische Studien. Er bringt weiter vor, er habe vor dem Unfall einen regelrechten Geruchssinn gehabt. Eine plötzlich auftretende Anosmie sei typisch bei Schädelhirntraumata. In den medizinischen Akten bestünden denn auch keine Hinweise auf eine vorbestehende oder unfallfremd verursachte Anosmie. Eine Covid-Erkrankung etwa sei mehrfach ausgeschlossen worden.