Citation: 1C_375/2014 E. 2.4

2.4. Das Verwaltungsgericht erwog, der Beschwerdeführer erkläre das Scheitern der Ehe mit der krankhaften Eifersucht seiner Ex-Ehegattin. Nach seiner Darstellung habe sie wegen dieser Eifersucht in einer psychiatrischen Klinik behandelt werden müssen und auch er selbst habe eine ärztliche Behandlung benötigt. Diese Erklärung erscheine indessen nicht plausibel. Soweit der Beschwerdeführer konkrete Angaben mache, beziehe er sich auf die Zeit nach dem 1. Mai 2006. An diesem Tag habe die Ex-Ehefrau einen Suizidversuch unternommen, weil der Beschwerdeführer ihr mitgeteilt habe, dass er sich von ihr trennen wolle. Es sei somit dieser durch den Trennungsentscheid ausgelöste Akt und nicht eine krankhafte Eifersucht gewesen, die zur Hospitalisierung geführt habe. Auch wenn das spätere Durchsuchen seiner Effekten und der Beizug einer Privatdetektei als überzogen erschienen, könne ein solches Verhalten vor diesem Hintergrund nicht als Ausdruck einer krankhaften Eifersucht gewertet werden. Die Behauptung, er selbst habe wegen der krankhaften Eifersucht seiner Ex-Ehefrau ärztlich behandelt werden müssen, belege der Beschwerdeführer nicht. Im Übrigen sei das Misstrauen der Ex-Ehefrau durchaus gerechtfertigt gewesen. Im Juni 2006 habe sie bei den persönlichen Effekten des Beschwerdeführers einen Briefumschlag mit einem undatierten Liebesbrief gefunden. In diesem Umschlag sei gemäss ihrer Aussage auch ein Foto gelegen, das eine ungefähr 30-jährige blonde Frau auf einem Bett sitzend und in den Armen des Beschwerdeführers zeige. Gemäss der Auskunft der Ex-Ehefrau, die einige der mitfotografierten Gegenstände erkannt habe, stamme das Foto vom April 2006. Ein weiteres Foto, das die Ex-Ehefrau angeblich in der Agenda des Beschwerdeführers gefunden habe, zeige dieselbe junge Frau auf einem blumengeschmückten Doppelbett liegend. Gemäss Aufdruck auf der Rückseite stamme das Foto vom September 2003. Die Frau werde auch in einem Bericht der Privatdetektei erwähnt, welche die Ex-Ehefrau damit beauftragt habe, den Beschwerdeführer während seines Kosovo-Aufenthalts im Juli 2006 auf eine mögliche aussereheliche Beziehung zu überprüfen. Gemäss dem Bericht sei der Beschwerdeführer bei seiner Rückreise am Flughafen von Pristina mit einer blonden Frau erschienen, die eindeutig mit jener auf den erwähnten Fotos identisch sei, und habe sich dort von ihr innig verabschiedet. Ein Mitarbeiter der Privatdetektei habe zudem eine aus dem Heimatdorf des Beschwerdeführers stammende Person getroffen, die angegeben habe, die besagte Frau lebe im Haus des Vaters des Beschwerdeführers und würde im Dorf die "unverheiratete Frau" des Beschwerdeführers genannt. Im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht habe der Beschwerdeführer angegeben, es handle sich bei der jungen Frau um seine Cousine D.________. Als Beilage habe er Fotos eingereicht, die sie zusammen mit ihrem Ehemann und ihrem Kind zeigen sollten. Er sei daraufhin mit Verfügung vom 27. November 2009 aufgefordert worden, die Personalien und die Wohnadresse dieser Cousine, von ihrem Ehemann und dem Kind bekannt zu geben und deren Personalien sowie die Verwandtschaftsverhältnisse mit beglaubigten Auszügen aus den Reisepässen und den öffentlichen Registern zu belegen. Alles, was der Beschwerdeführer daraufhin eingereicht habe, sei ein Bestätigungsschreiben einer D.________ vom 12. November 2009, eine schlechte Kopie eines Studentenausweises sowie eine amtliche Bestätigung der kosovarischen Gemeinde Shterpce vom 18. Januar 2010, wonach eine D.________, geboren am 10. Januar 1988, und ein E.________, geboren am 7. Oktober 1983 erklärt hätten, dass sie seit dem Jahr 2007 in einer faktischen Lebensgemeinschaft lebten. Neben einer groben Verletzung seiner Mitwirkungspflicht sei dem Beschwerdeführer diesbezüglich vorzuhalten, dass diese D.________ schon deshalb nicht die auf den von der Ex-Ehefrau edierten Fotos abgebildete Frau sein könne, weil sie gemäss der erwähnten amtlichen Bestätigung im Jahr 1988 geboren und somit im Jahr 2003, als der Grossteil der edierten Fotos aufgenommen wurde, erst 15 Jahre alt gewesen sei. Die Frau auf den Fotos sei jedoch mindestens zehn Jahre älter. Schliesslich habe sich im Verfahren um Bewilligung des Nachzugs der aktuellen Ehefrau des Beschwerdeführers gezeigt, dass diese aufs Haar der jungen Frau auf den Fotos gleiche.