Citation: 6B_718/2016 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erwägt im Wesentlichen, dass der Beschwerdegegner 2 keine Sorgfaltspflicht verletzt habe. Das Gerüst sei regelkonform erstellt worden. Infolge der unerlaubten Entfernung von zwei Deckenspriessen habe sich ein erlaubtes Restrisiko verwirklicht. Vom Beschwerdegegner 2 zu verlangen, er hätte ein teureres und aufwendiger aufgebautes Gerüst auswählen müssen, welches jedes grobe Fehlverhalten Dritter ausschliesse, ginge zu weit. Das gelte umso mehr, als dem Beschwerdeführer und den weiteren im Schacht tätigen Arbeitern bekannt gewesen sei, dass Änderungen am Gerüst nur von der Bauleitung vorgenommen werden dürfen. Auch könne dem Beschwerdegegner 2 nicht vorgeworfen werden, er habe das Gerüst nicht ausreichend beschildert. Dass eine unbekannt gebliebene Drittperson unbefugterweise und mit der dafür notwendigen Gewalteinwirkung die mit Nägeln befestigten Deckenspriessen entfernen könnte, sei für den Beschwerdegegner 2 nicht voraussehbar gewesen. Mit der Möglichkeit eines derart groben Fehlverhaltens habe er nicht rechnen müssen.