Citation: U 224/00 25.10.2000 E. A

A.- Der 1950 geborene A.________ arbeitete seit März 1983 als Hilfsmaler bei der Firma Z.________ AG und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 13. August 1994 wurde er bei der Rückreise aus den Ferien auf dem Weg zum Flughafen Opfer eines Verkehrsunfalls, bei dem er sich eine mehrfache Fraktur am rechten Arm sowie eine Kopfverletzung zuzog. Nach einer Wundversorgung im Spital von P.________ und der gleichentags erfolgten Rückreise in die Schweiz wurde im Kantonalen Spital X.________ eine drittgradig offene Ulna- und Olekranonfraktur festgestellt, welche mit Zuggurtung und Fixateur externe versorgt wurde. Am 19. August, 30. August und 14. September 1994 wurden Hauttransplantationen zur Behebung der Weichteildefekte durchgeführt. Wegen Radiusköpfchenluxation wurde am 21. Oktober 1994 eine Ulna-Osteosynthese und Ellenbogen-Gelenksrevision vorgenommen. Am 11. Januar 1995 erfolgte die Metallentfernung am Olekranon nebst einer Narbenkorrektur und am 28. April 1995 die Metallentfernung an der Ulna sowie eine Gelenksrevision. A.________ klagte weiterhin über Schmerzen im Bereich des rechten Ellenbogens, welche mit ambulanter Physiotherapie und vom 26. Juni bis 14. Juli 1995 stationär in der Klinik Y.________ angegangen wurden. Im Austrittsbericht vom 14. Juli 1995 stellte die Klinik eine erhebliche Funktionseinschränkung im rechten Ellenbogengelenk fest und schätzte die Arbeitsfähigkeit auf 50 % unter Hinweis darauf, dass eine Fortsetzung der physiotherapeutischen Behandlung nicht als sinnvoll erscheine, weil der Versicherte eine Behandlung des Gelenkes nicht zulasse. Ein Arbeitsversuch wurde von A.________ am 10. August 1995 bereits nach zwei Stunden abgebrochen; am 26. September 1995 wurde ihm das Arbeitsverhältnis auf den 31. Oktober 1995 gekündigt. Die SUVA richtete weiterhin ein auf einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % basierendes Taggeld aus und traf ergänzende Abklärungen. Nachdem das Kantonsspital S.________ schon am 26. Januar und 9. Februar 1995 die geltend gemachten Beschwerden nicht hatte objektivieren können, ergaben auch neurologische Untersuchungen im November 1995 keine gravierenden Befunde. Die vom Versicherten neu geklagten Sehstörungen liessen sich laut Bericht der Klinik für Augenkrankheiten des Kantonsspitals S.________ vom 24. November 1995 ebenfalls nicht objektivieren und nur im Rahmen einer psychogenen Überlagerung erklären. Der Sozialpsychiatrische Dienst, wo der Versicherte am 13. und 16. November 1995 untersucht worden war, stellte eine posttraumatische Belastungsstörung fest, welche psychotherapeutisch behandelt werden sollte. Der behandelnde Dr. med. T.________, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie, gelangte zur Diagnose einer dauernden Persönlichkeitsänderung als Folge einer posttraumatischen Belastungsstörung und ordnete eine stationäre Behandlung in der Kantonalen Psychiatrischen Klinik W.________ an, wo sich der Versicherte vom 11. September bis 7. November 1996 aufhielt. In ihrem Bericht vom 3. Dezember 1996 erhob die Klinik die Diagnose einer Anpassungsstörung und anhaltenden somatoformen Schmerzstörung bei andauernder Persönlichkeitsänderung nach posttraumatischer Belastungsstörung und stellte fest, zufolge fehlender Kooperation des Versicherten könne die bestehende Problematik weder psychiatrisch noch psychotherapeutisch angegangen werden; zudem habe A.________ zufolge gezielter, nicht krankheitsbedingter Aggressionen aus der Klinik gewiesen werden müssen. Am 10. Juni 1997 erliess die SUVA eine Verfügung, mit welcher sie die Unfallkausalität der psychischen Störungen verneinte und für die organischen Unfallfolgen bis zur Prüfung der Rentenfrage weiterhin ein Taggeld auf Grund einer 50 %igen Arbeitsunfähigkeit zusprach. Mit einer weiteren Verfügung vom 22. August 1997 kündigte sie dem Versicherten die Verrechnung zu Unrecht und wegen Überentschädigung zuviel ausgerichteter Taggelder im Gesamtbetrag von Fr. 51'842.80 an. Die gegen beide Verfügungen erhobenen Einsprachen wies sie mit Einspracheentscheid vom 3. April 1998 ab. Mit einer weiteren Verfügung vom 12. Mai 1998 sprach sie A.________ eine Invalidenrente auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 25 % ab 1. September 1997 sowie eine Integritätsentschädigung von Fr. 19'440.-, entsprechend einer Integritätseinbusse von 20 %, zu. Der Versicherte erhob auch gegen diese Verfügung Einsprache mit den Begehren, es sei ihm eine Invalidenrente von 100 % sowie eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von mindestens 50 % auszurichten. Auf Antrag des Einsprechers sistierte die SUVA das Verfahren bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Gerichtsurteils bezüglich des Einspracheentscheids vom 3. April 1998.