Citation: 8C_571/2020 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz stützte sich bei ihrem Entscheid im Wesentlichen auf das nach dem Rückweisungsurteil des Bundesgerichts vom 23. Januar 2019 eingeholte psychiatrische Gutachten der Dr. med. F.________ vom 7. Januar 2020. Diese diagnostizierte eine posttraumatische Belastungsstörung, nicht mehr vollständig ausgeprägt, eine anhaltende leicht bis mittelschwere depressive Episode sowie akzentuierte zwanghafte Persönlichkeitszüge. Die Beschwerdegegnerin habe beim Unfallereignis - so die Gutachterin - eine PTBS erlitten; die Symptomatik sei klar und unzweifelhaft dokumentiert. Angesichts der nachgewiesenen fortbestehenden Symptomatik, deren Kontinuität seit dem Unfallereignis sowie der nachvollziehbaren Zuordnung anteilig zum Ereignis und zu den bekannten anderen Belastungsfaktoren bestehe aktuell noch eine Beeinträchtigung aufgrund des Überfalls. Es gebe keine Hinweise dafür, dass die Beschwerdegegnerin bereits vor diesem Ereignis unter psychischen Beschwerden gelitten habe. Der Status quo sine sei nicht erreicht und werde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht erreicht. Die PTBS und die Restsymptome, die depressive Episode, seien noch leicht bis mittelschwer ausgeprägt. Im Zentrum der Einschränkungen aufgrund der psychischen Unfallfolgen stehe die Durchhaltefähigkeit, woran die Fatigue einen relevanten Anteil habe. Vor dem Ausfall aufgrund der Polyarthritis im Frühjahr 2019 sei die Beschwerdeführerin maximal in der Lage gewesen, ein 50 %-Pensum auszuüben, wobei die Gutachterin den Anteil der Unfallfolgen auf etwa hälftig einschätzte. Die ausgeübte Tätigkeit als Fachfrau Gesundheit entspreche einer gut angepassten Tätigkeit. Eine weitere Heilbehandlung über den 31. Dezember 2015 hinaus sei sodann weder notwendig, zweckmässig noch geeignet gewesen, den Gesundheitszustand namhaft zu verbessern; sie sei jedoch notwendig gewesen, um den erreichten Zustand und die Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten und eine Verschlimmerung zu verhindern. Die Gutachterin hielt schliesslich fest, es liege eine dauernde erhebliche Schädigung der psychischen Integrität in Form einer leichten bis mittelschweren psychischen Störung vor, wobei anteilig Belastungen durch Einschränkungen infolge der Polyarthritis und durch die Erkrankung des Ehemannes zu berücksichtigen seien. Sie gehe von einer hälftigen Aufteilung des Integritätsschadens von 35 % gemäss Suva-Tabelle 19 aus, mithin von einem Integritätsschaden von 17,5 %.