Citation: 8C_150/2023 E. 4.1

4.1. Unbegründet ist insbesondere sein Einwand, das kantonale Gericht hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf das neurologische ZIMB-Gutachten abgestellt, wenn dieses im vorinstanzlichen Verfahren bereits bekannt gewesen wäre. Wohl kommt der nämlichen, im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Expertise, wie der Beschwerdeführer weiter und an sich zu Recht darlegt, voller Beweiswert zu, solange keine konkreten Indizien gegen deren Zuverlässigkeit sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4; 135 V 465 E. 4). Die prozessuale Revision verlangt aber darüber hinaus, dass ein neu erhobener Befund für die Zeit vor dem fraglichen Rechtsakt (also: dem Urteil vom 29. März 2022) zwingend eine andere Ermessensausübung des Arztes bzw. des kantonalen Gerichts zur Folge hat (vgl. E. 2.2 hievor). Im konkreten Fall stellte der neurologische ZIMB-Sachverständige Dr. med. D.________ fest, der Beschwerdeführer leide an Schmerzen im Bereich der Kniescheibe, an Taubheitsgefühlen am medialen distalen Oberschenkel, am medialen Kniegelenk links, am medialen Unterschenkel links sowie am medialen Fussrand links (Diagnose: "Chronische posttraumatische und postoperative mediale Knieschmerzen links mit neuropathischem Schmerzsyndrom im Versorgungsgebiet des N. saphenus links und dessen R. infrapatellaris [ICD-10 S82.0, M17.2]"). Die Schmerzen im Knie, so der Gutachter weiter, seien in Ruhe vorhanden und verstärkten sich deutlich bei Belastung, vor allem beim Gehen und Treppensteigen. Nach ca. 15 Minuten Gehen auf ebenem Gelände würden sie als sehr intensiv empfunden, sodass der Beschwerdeführer mit dem linken Kniegelenk einknicke. Um dies zu verhindern sowie zwecks Reduktion der Beschwerden bewege er sich an zwei Unterarmgehstöcken (ZIMB-Gutachten, S. 82).