Citation: I 773/06 21.03.2007 E. 3

Die Frage, in welchem Ausmass eine versicherte Person im Gesundheitsfall erwerbstätig wäre, ist eine Tatfrage. Entsprechende, auf eine Würdigung konkreter Umstände gestützte vorinstanzliche Feststellungen sind für das Bundesgericht im Rahmen von Art. 105 Abs. 2 OG verbindlich (Urteil I 693/06 vom 20. Dezember 2006 E. 4.1). Die Annahme des kantonalen Gerichts, die Versicherte würde ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ab Mai 2005 zu 70 % in ihrer angestammten Tätigkeit als Verwaltungsassistenin/Dolmetscherin arbeiten, ist weder offensichtlich unrichtig noch das Ergebnis der Beweiswürdigung eines unvollständig festgestellten Sachverhalts. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, eine Erhöhung des Arbeitspensums wäre 2001, als ihr Sohn das 16. Altersjahr vollendete, aus gesundheitlichen Gründen gar nicht möglich gewesen, handelt es sich hiebei um ein unzulässiges neues tatsächliches Vorbringen (Art. 105 Abs. 2 OG; BGE 121 II 97 E. 1c S. 99, BGE 120 V 481 E. 1b 485). Abgesehen davon bestand gemäss Dr. med. U.________, welcher sie seit 1996 behandelte, erst seit 2002 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (Arztbericht vom 3. Januar 2005). Im Weitern kann offen bleiben, ob auch der Wegfall der Kinderalimente bei der Festsetzung des erwerblichen Arbeitspensums im Gesundheitsfall zu berücksichtigen ist, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht wird. Laut Scheidungsurteil vom 29. Oktober 1996 waren diese Unterhaltszahlungen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, vorbehältlich früherer voller Erwerbsfähigkeit und längstens bis die Erstausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann, geschuldet. Die beiden Kinder der Versicherten erreichten im April 2000 und im April 2003 das 18. Altersjahr. Ob bereits damals der Alimentenanspruch erlosch oder in welchem späteren Zeitpunkt geht aus den Akten nicht hervor und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht belegt. Das Vorbringen, der 1985 geborene Sohn habe seine Ausbildung zwischenzeitlich beendet, betrifft den Zeitraum nach Erlass des Einspracheentscheides vom 3. Mai 2005 und hat somit in diesem Verfahren unberücksichtigt zu bleiben (BGE 131 V 353 E. 2 S. 354). Dies gilt, soweit zulässig (Art. 105 Abs. 2 OG), auch in Bezug auf die Behauptung, die 1982 geborene Tochter wohne zu Hause und sei aus gesundheitlichen Gründen von der finanziellen Unterstützung der Mutter abhängig. Die Anwendung der gemischten Methode bei einem Anteil der Erwerbstätigkeit von 0,7 durch das kantonale Gericht ist somit nicht zu beanstanden. Die übrigen Bemessungsfaktoren, insbesondere eine Arbeitsunfähigkeit von höchstens 50 % in der angestammten Tätigkeit, sind zu Recht nicht bestritten. Der angefochtene Entscheid ist somit rechtens.