Citation: 6B_567/2017 E. 1.2.4

1.2.4. Angesichts der beschränkten Sichtverhältnisse und des ihm bekannten Strassenverlaufs mit der folgenden Rechtskurve ist es ebenso wenig zu beanstanden, wenn die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe mit seiner Fahrweise das Risiko gesucht. Eine Verletzung der Begründungspflicht ist nicht ersichtlich. Es ist nicht entscheidend, dass er sich im Unterschied zu den von ihm zitierten Fällen kein Rennen mit einem anderen Strassenbenützer lieferte und niemanden beeindrucken wollte. Ebenso wenig bedarf es eines fortgesetzt verkehrswidrigen Verhaltens, wobei sich dem angefochtenen Entscheid diesbezüglich nichts entnehmen lässt. In diesem Zusammenhang ist namentlich zu beachten, dass etwa die Fahrer der überholten Fahrzeuge aufgrund der eingeschränkten Sicht nicht mit den erlaubten 80 km/h, sondern bloss mit 60-70 km/h unterwegs waren, was das beim Beschwerdeführer ermittelte Tempo von zwischen 102 km/h und 133 km/h als höchst unangemessen und gefährlich erscheinen lässt. Dies gilt selbst dann, wenn er das entgegenkommende Fahrzeug nach dem Überholen des ersten Autos gesehen haben sollte, wie er behauptet. Dass er trotz der - selber geltend gemachten - Möglichkeit, auf seine Fahrbahn auszuweichen, massiv beschleunigt hat, belegt eine riskante Fahrweise. Die Beschleunigung ist zudem nicht einzig mit der erkannten Gefahr des Gegenverkehrs und dem daraus folgenden Versuch der Unfallvermeidung plausibel erklärbar, sondern ebenso gut mit anderen Umständen, etwa dem Wissen um die bald folgende ausgedehnte Rechtskurve. Der Beschwerdeführer räumt dies selber ein, wenn er ausführt, seine Betrachtungsweise sei ebenfalls vernünftig. Damit ist aber die Annahme der Vorinstanz, wonach er das entgegenkommende Fahrzeug nicht rechtzeitig gesehen und nicht deshalb beschleunigt hat, nicht willkürlich (oben E. 1.1). Ob der Beschwerdeführer zwischendurch an den Abbruch des Manövers dachte, ist ohne Belang und lässt sich als innere Tatsache ohnehin nicht sicher beweisen. Da indes entsprechende Hinweise fehlen, ist die Hypothese plausibel. Mit seinem Vorbringen, wonach er nur während der letzten drei Sekunden des Überholmanövers mit mindestens 133 km/h unterwegs gewesen sei, zeigt er nicht auf, dass der festgestellte Sachverhalt unvollständig wäre. Davon geht auch die Vorinstanz aus.