Citation: 2C_432/2023 E. 3.4

3.4. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer ist sodann aus dem Umstand der "Inländerdiskriminierung" nicht darauf zu schliessen, dass die Nachzugsfrist vorliegend nicht anzuwenden wäre. Die Familiennachzugsregelung des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedsstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) bewirkt zwar für Schweizer Staatsangehörige gegenüber Angehörigen von FZA-Vertragsstaaten eine "Inländerdiskriminierung", weil diese unter den Voraussetzungen von Art. 3 Anhang I FZA Familienangehörige nachziehen können, ohne an eine Frist gebunden zu sein. Wie das Bundesgericht jedoch bereits mehrfach festgehalten hat, entspricht dies dem Willen des Gesetzgebers (Urteile 2C_654/2021 vom 6. Mai 2022 E. 3.6.3; 2C_323/2018 vom 21. September 2018 E. 5 mit zahlreichen Hinweisen).