Citation: 7B.211/2006 02.02.2007 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführerin macht zunächst eine Verletzung von Art. 10 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG geltend, weil die Vorinstanz übergangen habe, dass der erstinstanzliche Beschwerdeentscheid vom gleichen Richter gefällt worden sei, welcher auch den Forderungsstreit zwischen ihr und der Gläubigerin entschieden habe. Nach der erwähnten Bestimmung dürfen die Mitglieder der Aufsichtsbehörden keine Amtshandlungen vornehmen in Sachen, in denen sie aus anderen als den in Art. 10 Abs. 1 Ziff. 1-3 SchKG genannten Gründen befangen sein könnten. Gegenstand der betreibungsrechtlichen Beschwerde können allerdings einzig Verfügungen des Betreibungsamtes sein (Art. 17 Abs. 1 SchKG), und auf dem Beschwerdeweg kann der Bestand der in Betreibung gesetzten Forderung nicht in Frage gestellt werden (BGE 113 III 2 E. 2b S. 3). Der Prozessgegenstand von Beschwerdeverfahren und Zivilverfahren gleichen sich überhaupt nicht (vgl. BGE 120 Ia 82 E. 6c S. 84, E. 6f S. 88). Die Befürchtung der Beschwerdeführerin, das Beschwerdeverfahren könne vom Bezirksgerichtspräsidenten als unterer Aufsichtsbehörde nicht unvoreingenommen geführt werden, ist daher bei objektiver Betrachtung nicht erheblich. Unter diesen Umständen liegt keine Bundesrechtsverletzung vor, wenn die obere Aufsichtsbehörde die behauptete Verletzung von Art. 10 SchKG verneint hat. Soweit die Beschwerdeführerin sich in diesem Zusammenhang auf kantonales Zivilprozessrecht beruft, kann sie nicht gehört werden, da mit Beschwerde gemäss Art. 19 SchKG die Verletzung von kantonalem Recht nicht gerügt werden kann (Art. 79 Abs. 1 OG). 4.2 Weiter bringt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, die obere Aufsichtsbehörde habe übergangen, dass sie "gar nicht mehr vorgeladen" sei, weil eine (frühere) Vorladung vom 28. März 2006 vom Betreibungsamt selber in Wiedererwägung gezogen worden sei. Die Ausführungen gehen an der Sache vorbei. Die Beschwerdeführerin übergeht, dass Gegenstand des angefochtenen Beschwerdeentscheides die mit der Androhung der Ediktalzustellung verbundene Abholungsaufforderung des Betreibungsamtes vom 3. Juli 2006 ist, welche die Beschwerdeführerin angefochten hat. 4.3 Soweit die Beschwerdeführerin bestreitet, dass erfolglose Zustellversuche vorausgegangen seien, kann sie nicht gehört werden. Die vorinstanzliche Feststellung, dass seit Ende Mai 2006 insgesamt sieben erfolglose Versuche zur Zustellung der Konkursandrohung am Geschäftssitz der Beschwerdeführerin bzw. Wohnort des einzigen Verwaltungsrates vorgenommen worden seien, ist für das Bundesgericht verbindlich (Art. 79 Abs. 1 OG). Soweit die Beschwerdeführerin behauptet, die Vorinstanz habe im Rahmen der Sachverhaltsfeststellungen ihren Anspruch auf das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt, sind ihre Vorbringen unbehelflich, da im Beschwerdeverfahren gemäss Art. 19 SchKG ein Verstoss gegen verfassungsmässige Rechte nicht gerügt werden kann (Art. 43 Abs. 1 i.V.m. Art. 81 OG; BGE 122 III 34 E. 1 S. 35). 4.4 Die Beschwerdeführerin legt vor dem Hintergrund der kantonalen Sachverhaltsfeststellungen nicht dar, inwiefern die obere Aufsichtsbehörde Bundesrecht verletzt habe, wenn sie angenommen hat, sie (die Beschwerdeführerin) entziehe sich beharrlich der Zustellung der Konkursandrohung, und geschlossen hat, das Betreibungsamt habe der Beschwerdeführerin am 3. Juli 2006 mit der Aufforderung zur Abholung der Konkursandrohung die Ediktalzustellung gemäss Art. 66 Abs. 4 Ziff. 2 SchKG androhen dürfen. Insoweit kann auf die nicht substantiierte Beschwerde nicht eingetreten werden (Art. 79 Abs. 1 OG). 4.5 Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin, dass ihr die obere Aufsichtsbehörde wegen mutwilliger Beschwerdeführung die Verfahrenskosten auferlegt habe. Sie setzt nicht auseinander, inwiefern die obere Aufsichtsbehörde ihr Ermessen gesetzwidrig (vgl. Art. 19 Abs. 1 SchKG) ausgeübt habe, wenn sie angenommen hat, die Beschwerdeführerin habe mit ihrer Beschwerde kein ernsthaftes und sachbezogenes Anliegen verfolgt, sondern im Wesentlichen die Verfahrensverzögerung bezweckt, so dass mutwillige Beschwerdeführung im Sinne von Art. 20a Abs. 1 SchKG vorliege. Auf die Rüge kann nicht eingetreten werden (Art. 79 Abs. 1 OG). 4.6 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.