Citation: 2C_751/2019 E. 2.2

2.2. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist gemäss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG unzulässig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausländerrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt. Nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses (vgl. BGE 138 II 501 E. 1.1 S. 503; 134 V 138 E. 3 S. 144; 134 II 192 E. 1.3 S. 195; 133 III 645 E. 2.2 S. 647 f.) ist sie, wenn sie gegen Sachentscheide unzulässig ist, auch ausgeschlossen gegen Entscheide verfahrensrechtlicher Natur (Nichteintretensentscheide oder Entscheide, die solche zum Gegenstand haben). Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil erwogen, dem Beschwerdeführer stehe angesichts des definitiven Scheiterns seiner Ehe und seines nur rund zweieinhalbjährigen Aufenthalts weder aus Art. 8 Ziff. 1 EMRK noch aus Art. 13 BV ein Aufenthaltsanspruch zu. Ein aus Art. 50 AIG abgeleiteter nachehelicher Aufenthaltsanspruch falle schon deswegen ausser Betracht, weil der Beschwerdeführer und seine geschiedene Exgattin übereinstimmend erklärt hätten, in der Schweiz nie ein eheliches Zusammenleben aufgenommen zu haben, woran auch allfällige psychische Probleme der geschiedenen Exgattin nichts zu ändern vermöchten. Mit den Ausführungen, wonach die psychischen Probleme der geschiedenen Exgattin zweifelsohne einen wichtigen Grund für ein Getrenntleben im Sinne von Art. 49 AIG darstellen würden, unter dem Gesichtspunkt der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) zu berücksichtigen sei, dass längere Trennungszeiten gleich wie bei schweizerischen Ehepaaren eine heilsame Wirkung hätten und der ausländische Ehegatte durch das Erfordernis des Zusammenlebens nicht der Willkür des anderen Ehepartners ausgeliefert werden solle, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, inwiefern die Voraussetzungen für einen auf Art. 50 AIG gestützten Aufenthaltsanspruch erfüllt sein sollten. Er übersieht zum Vornherein, dass Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG (in der ursprünglichen, am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Fassung [AS 2007 5437]) für einen nachehelichen Aufenthaltsanspruch sowohl eine Ehegemeinschaft von mindestens drei Jahren wie auch eine erfolgreiche Integration voraussetzt; dass die zweite Voraussetzung der erfolgreichen Integration erfüllt wäre, wird in der Beschwerdeschrift mit keinem Wort thematisiert. Wichtige Gründe für einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz (Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AIG) erschöpfen sich in der angeblich psychischen Erkrankung der Ehefrau. Eine unzutreffende Anwendung des AIG in temporaler Hinsicht ist nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer hat somit nicht in vertretbarer Weise geltend gemacht, gestützt auf Art. 50 AIG über einen Anspruch auf eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu verfügen (vgl. zu dieser prozessualen Anforderung oben, E. 2.1), weshalb auf die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht einzutreten ist.