Citation: 5A_608/2023 E. 4.2.1

4.2.1. Die Untersuchungsmaxime (Art. 446 Abs. 1 i.V.m. Art. 440 Abs. 3 ZGB) schreibt dem Gericht vor, den Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen. Die Untersuchungspflicht des Gerichts reicht so weit und dauert so lange, bis über die Tatsachen, die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlich sind, hinreichende Klarheit besteht. Verfügt das Gericht über genügende Grundlagen für eine sachgerechte Entscheidung, kann es auf weitere Beweiserhebungen verzichten (BGE 130 III 734 E. 2.2.3). Wo das Gericht in Würdigung von Beweisen zur Überzeugung gelangt, die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen seien bewiesen oder widerlegt, liegt Beweiswürdigung vor. Daher hat der Beschwerdeführer zunächst aufzuzeigen, dass das Gericht den Sachverhalt unvollständig und damit willkürlich festgestellt hat. Ausserdem sind diejenigen Tatsachen zu behaupten, die das Gericht festzustellen bzw. abzuklären unterlassen hat. Schliesslich obliegt es der beschwerdeführenden Partei darzutun, inwiefern die behaupteten Tatsachen für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sind (zum Ganzen: Urteil 5A_724/2015 vom 2. Juni 2016 E. 4.5, nicht publ. in: BGE 142 I 188).