Citation: 8C_1/2024 E. 4.1

4.1. Vor Bundesgericht ist unbestritten, dass die Beurteilung des Dr. med. I.________ vom 21. März 2023 die Anforderungen an den Beweiswert einer versicherungsinternen Aktenbeurteilung erfüllt. Das kantonale Gericht schloss gestützt darauf, bei gegebener Aktenlage sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der am 4. April 2021 erlittene Meniskusriss vorwiegend auf die bereits im Jahre 2014 erlittene Verletzung zurückzuführen sei. Für die aus dem damaligen Unfall beim Volleyballspiel resultierenden Gesundheitsschäden habe offenbar die Helsana die Heilbehandlungsleistungen erbracht. Aus der Logik der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Entlastungsbeweises folge, dass es sich beim Erfordernis der "Abnützung und Erkrankung" um das ergänzende Gegenstück zu einem spezifischen Ereignis handeln müsse (BGE 146 V 51 E. 8.2.3). Da hier der Vorzustand ausschliesslich auf der traumatischen Pathogenese des Gesundheitsschadens von 2014 und der daran anschliessenden Entwicklung beruhe, sei der Meniskusriss Folge einer unfallbedingten Ursache und nicht auf "Abnützung oder Erkrankung" zurückzuführen. "Damit [sei] der Entlastungsbeweis gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG ausgeschlossen". Dass die aktuell zur Diskussion stehenden Beschwerden allenfalls eine indirekte Spätfolge der ursprünglich im Dezember 2014 erlittenen Kniedistorsion darstellen könnten, vermöge die Leistungspflicht der Beschwerdeführerin ebenso wenig auszuschliessen. Deshalb sei die Beschwerdeführerin zu verpflichten, für das Ereignis vom 4. April 2021 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.