Citation: 7B.159/2005 15.11.2005 E. A

D.________ verkaufte am 30. November 1999 S.________ 50 Namenaktien der A.________ AG. Über die 50 Namenaktien wurde am 1. Dezember 1999 ein Aktienzertifikat ausgestellt, lautend auf S.________. Gleichentags übertrug S.________ das Aktienzertifikat auf seine Ehefrau ST.________. Die Erklärung auf dem Aktienzertifikat ("mit allen Rechten und Pflichten übertragen") wurde vom Verwaltungsrat visiert und vom Zedenten unterschrieben. Im Dezember 2000 leitete die zuständige Strafbehörde gegen S.________ ein Verfahren wegen mehrfacher Veruntreuung und Betrug ein und beschlagnahmte die genannten Aktien. Im Frühling 2001 erhob D.________ Zivilklage auf Herausgabe der Aktien. D.________ und die Ehegatten S.________ unterzeichneten am 14. Dezember 2001 eine Vereinbarung, wonach der Kaufvertrag vom 30. November 1999 nicht gültig zustande gekommen sei. ST.________ erklärte am 13. Dezember 2001 dem Besonderen Untersuchungsrichteramt schriftlich, sie trete das Aktienzertifikat an D.________ ab und weise das Besondere Untersuchungsrichteramt an, das Aktienzertifikat dem Rechtsvertreter von D.________ auszuhändigen. Das Besondere Untersuchungsrichteramt lehnte die Aufhebung der Beschlagnahme im Januar 2002 ab. Am 4. Februar 2005 pfändete das Betreibungsamt B.________ die genannten Aktien beim Besonderen Untersuchungsrichteramt. Die Pfändung erfolgte in den Betreibungen der Ehegatten G.________ gegen S.________. Deren Forderungen stammen aus einem S.________ im April bzw. Oktober 1999 erteilten Vermögensverwaltungsauftrag. Im November 2001 hatten die Ehegatten G.________ die Übertragung der genannten Aktien von S.________ an seine Ehefrau ST.________ gemäss Art. 285 ff. SchKG gerichtlich angefochten und beantragt, die Aktien in ihren Betreibungen gegen S.________ beim Besonderen Untersuchungsrichteramt pfänden zu lassen. Die Klage war am 19. Oktober 2004 in diesem Sinne gutgeheissen worden. Der Willensvollstrecker des inzwischen verstorbenen D.________ machte sein Eigentum an den gepfändeten Aktien geltend. Die Ehegatten G.________ bestritten den Anspruch. Mit Schreiben vom 6. April 2005 setzte das Betreibungsamt B.________ dem Willensvollstrecker Frist zur Klage auf Feststellung seines Anspruchs.