Citation: 5P.449/2000 26.01.2001 E. 4

4.-Als willkürlich beanstandet die Beschwerdeführerin einzig, der Appellationshof habe in ihrem Existenzminimum die Steuern lediglich mit einen Betrag von Fr. 320.-- berücksichtigt, obwohl vor Appellationsinstanz ein solcher von Fr. 1'187.-- ausgewiesen gewesen sei. Der Appellationshof hat den von der Beschwerdeführerin vorgetragenen Sachverhalt in einem internen Aktenvermerk eingeräumt und ausserdem bemerkt, dass das Gesuch des Beschwerdegegners um Abänderung des Unterhaltsbeitrages bei Berücksichtigung der effektiven Steuern hätte abgewiesen werden müssen. In der Tat ergibt die Berücksichtigung der effektiven Steuern von Fr. 1'187.-- ein Existenzminimum der Beschwerdeführerin von Fr. 3'373.--, folglich ein Gesamtexistenzminimum von Fr. 7'784.-- und damit einen Überschuss von Fr. 1'720.-- (Fr. 9'504.-- ./. Fr. 7'784.--), wovon Fr. 60.-- der Beschwerdeführerin gutzuschreiben sind. Damit beläuft sich ihr Anspruch auf insgesamt Fr. 4'233.-- (Fr. 3'373.-- + Fr. 860.--), den sie im Umfang von Fr. 3'063.-- durch Eigenverdienst deckt. Der Unterhaltsanspruch gegenüber dem Beschwerdegegner betrüge somit Fr. 1'170.-- (Fr. 4'233.-- ./. Fr. 3'063.--), so dass das Gesuch des Beschwerdegegners um Abänderung des Unterhaltsbeitrages für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens effektiv hätte abgewiesen werden müssen. Der angefochtene Entscheid erweist sich folglich als im Ergebnis willkürlich (BGE 122 I 257 E. 5 S. 262; 124 I 208 E. 4a, je mit Hinweisen).