Citation: 8F_12/2021 E. 1.1

1.1. Dazu erwog das kantonale Gericht, bei den Tonaufnahmen handle es sich rechtsprechungsgemäss um interne Dokumente, für welche grundsätzlich kein Anspruch auf Einsicht bestehe; allerdings könne das Gericht zum Beizug solcher Dokumente verpflichtet sein, wenn dies im Einzelfall zur Überprüfung der Grundlagen und Schlussfolgerungen eines Sachverständigengutachtens angezeigt erscheine. Alsdann führte es näher aus, weshalb die Voraussetzungen für einen solchen Beizug vorliegend nicht erfüllt seien. Zur vom Beschwerdeführer angerufenen, zwischenzeitlich auf den 1. Januar 2022 in Kraft gesetzten Änderung des Art. 44 ATSG hielt es fest, diese sehe zwar in Abs. 6 neu vor, dass Tonaufnahmen, sofern die versicherte Person es nicht anders bestimme, in die Akten des Versicherungsträgers aufgenommen werden müssten; dies gelte indessen nur für sich nach der Inkraftsetzung verwirklichende Geschehensabläufe. Hinsichtlich des geltend gemachten Verstosses gegen das Gebot von Treu und Glauben stellte das kantonale Gericht fest, anders als vom Beschwerdeführer dargetan, sei er weder daran gehindert worden, eigene Tonaufnahmen zu erstellen, noch sei ihm die Aushändigung der von den Gutachtern erstellten Tonaufnahmen zugesichert worden. Daraus schloss das Gericht auf das Fehlen einer Zusicherung, welche einen Vertrauensschutz begründen könnte.