Citation: 4A_58/2023 E. 6.5.2

6.5.2. Die Rüge ist haltlos. Der Beschwerdeführer vermag keine Willkür im obigen Sinne darzutun. Er macht im Wesentlichen Ausführungen zu den Umständen seiner Kündigung (lange Arbeitsdauer, kurz vor der Pensionierung, Abbau von Überstunden). Diese Umstände betreffen aber eine allfällige Missbräuchlichkeit der Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch die Arbeitgeberin, die im Übrigen von ihm in einem separaten Verfahren geltend gemacht worden ist. Vorliegend geht es aber um die von ihm behauptete Arbeitsunfähigkeit im Zeitraum vom 24. August 2020 bis zum 30. November 2020. Diesbezüglich ist nicht ersichtlich, inwiefern die Umstände der Kündigung den Beschwerdeführer von dem ihm obliegenden Nachweis der Arbeitsunfähigkeit dispensieren sollten. Dies gilt auch, soweit er einwendet, die Beschwerdegegnerin habe erstmals im Prozess geltend gemacht, der Hausarzt hätte ihn zu einem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie schicken müssen. Auch dies entbindet den Beschwerdeführer jedenfalls nicht davon, die von ihm behauptete Arbeitsunfähigkeit mit dem Regelbeweismass nachzuweisen, zumal eine echtzeitliche Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit durch einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie auch auf Initiative des Beschwerdeführers möglich gewesen wäre.