Citation: H 370/00 05.08.2002 E. 3

3.- a) Die vorinstanzlich bestätigte Rentenbemessung ist korrekt. Zum besseren Verständnis ist anzumerken, dass dem kantonalen Gericht bei der Rekapitulation der Bemessungsgrundlagen ein sinnentstellender Fehler unterlaufen ist. Entgegen den Erwägungen im angefochtenen Entscheid beträgt der vom individuellen Konto des U.________ an dessen erste Ehefrau weggesplittete Beitrag nicht Fr. 248'502.-, sondern Fr. 48'502.-. Die Ausgleichskasse ist bei ihrer Berechnung richtigerweise von der letztgenannten Zahl ausgegangen. b) Die Versicherte erhofft sich von der sinngemäss verlangten Berücksichtigung von Betreuungsgutschriften für die Pflege ihres Vaters, welcher im gemeinsamen Haushalt mit ihr gelebt hat, eine Annäherung der monatlichen Rentenbeträge von Ehefrau und Ehemann auf Fr. 1500.- bzw. Fr. 1513.-. Gemäss dem mit der 10. AHV-Revision am 1. Januar 1997 in Kraft getretenen Art. 29septies Abs. 1 AHVG haben Versicherte, welche im gemeinsamen Haushalt Verwandte in auf- oder absteigender Linie oder Geschwister mit einem Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung der AHV oder IV für mindestens mittlere Hilflosigkeit betreuen, Anspruch auf Anrechnung einer Betreuungsgutschrift (Satz 1). Sie müssen diesen Anspruch jährlich schriftlich anmelden (Satz 2). Wird der Anspruch auf Betreuungsgutschrift nicht innert fünf Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres angemeldet, in welchem eine Person betreut wurde, so wird die Gutschrift für das betreffende Jahr nicht mehr im individuellen Konto vermerkt (Art. 29septies Abs. 5 AHVG). Der Vater der Versicherten ist am 5. März 1990 verstorben. Es bestand somit keine Möglichkeit, den Anspruch auf Betreuungsgutschriften innert den gesetzlich vorgesehenen Fristen geltend zu machen, weshalb offen bleiben kann, ob die übrigen Voraussetzungen auf Anrechnung von Betreuungsgutschriften - insbesondere das Bestehen eines Anspruchs der betreuten Person auf eine Hilflosenentschädigung der AHV oder IV für mindestens mittlere Hilflosigkeit - erfüllt gewesen wären. c) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich weder Ausgleichskasse noch Gericht über die gesetzlichen Vorschriften zur Rentenberechnung hinwegsetzen können, weshalb - entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde offenbar vertretenen Auffassung - auch keine Möglichkeit besteht, die Altersrente der Versicherten ermessensweise auf Fr. 1500.- pro Monat festzusetzen.