Citation: 5A_945/2023 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin erblickt im Vorgehen der Vorinstanz eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV), des Verbots des überspitzten Formalismus als besondere Form der Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 BV), des Willkürverbots (Art. 9 BV), des Rechtsgleichheitsgebots (Art. 8 BV), des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege (Art. 29 Abs. 3 BV) und des Anspruchs auf ein faires Verfahren (Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 und Art. 13 EMRK). Schliesslich habe die Vorinstanz auch den Sachverhalt unrichtig festgestellt, indem sie zum Schluss gekommen sei, dass die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege habe. Sie begründet ihre Rügen zusammengefasst wie folgt: Zunächst widerspricht die Beschwerdeführerin der vorinstanzlichen Auffassung, sie habe ihre finanzielle Situation nicht schlüssig belegt. Sie habe ausgeführt, dass sich an ihrer finanziellen Situation nichts geändert habe, dass sie nach wie vor von der Sozialhilfe lebe und dass ihr die Mittel fehlten, um den Prozess selber zu finanzieren. Im Rahmen der Berufung werde die finanzielle Situation der Beschwerdeführerin sodann ausführlich dargelegt und betont, dass die Beschwerdeführerin nicht in der Lage sei, ein Arbeitseinkommen zu generieren. Weiter moniert die Beschwerdeführerin, dass die Vorinstanz die sich aus den Akten offensichtlich ergebende Mittellosigkeit nicht beachtet habe. Es sei für die Vorinstanz ein leichtes gewesen, diese Verweise aus den Akten zu entnehmen. Auf die erstinstanzlichen Akten habe die Beschwerdeführerin in ihrem Gesuch explizit verwiesen und deren Edition beantragt. Praxisgemäss lasse die Vorinstanz einen solchen Verweis genügen. Die Ungleichbehandlung erweise sich als willkürlich. Die Vorinstanz habe den Verweis auf die erstinstanzlichen Akten geradezu ignoriert, was nicht angehe, zumal die beschränkte Untersuchungsmaxime gelte. Mindestens aber hätte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin eine kurze Frist (gemäss Art. 132 ZPO) für die Einreichung von ergänzenden Akten ansetzen müssen. Der Standpunkt der Vorinstanz erweise sich umso stossender, weil die Beschwerdeführerin bereits wiederholt wegen Verfügungen des erstinstanzlichen Bezirksgerichts in derselben Sache an die Vorinstanz gelangt sei und auch in diesen Fällen um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht habe; auch das Bundesgericht habe der Beschwerdeführerin bereits die unentgeltliche Rechtspflege gewährt. Der verlangte Kostenvorschuss sei überdies massiv zu hoch.