Citation: I 164/99 20.03.2000 E. 1

1.- Im angefochtenen Entscheid werden die massgebenden gesetzlichen Bestimmungen zu den Voraussetzungen, unter welchen die Invalidenversicherung bei Lähmungen und anderen Ausfällen von motorischen Funktionen Physiotherapie als me- dizinische Massnahme übernimmt (Art. 12 IVG und Art. 2 IVV) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. Nicht beigepflichtet werden kann dem kantonalen Ge- richt demgegenüber insoweit, als es, im Wesentlichen unter Hinweis auf BGE 100 V 37, ausführt, dass ein Versicherter mit Paraplegie, welcher zur Erhaltung der Funktionstüchtig- keit, von der seine Erwerbsfähigkeit abhängt, dauernd phy- siotherapeutischer Behandlung bedürfe, grundsätzlich die Voraussetzungen erfülle, welche Art. 2 Abs. 3 IVV an die Gewährung fortdauernder stabilisierender Massnahmen zur Be- wahrung der Erwerbsfähigkeit in Lähmungsfällen stellt. Denn nach neuerer, in AHI 1999 S. 125 bestätigter Rechtsprechung liegt, wenn therapeutische Vorkehren dauernd notwendig sind, um Rezidiven vorzubeugen und den Status quo einiger- massen zu bewahren, ein im Sinne der Rechtsprechung statio- närer, nicht aber stabiler Zustand vor, so dass in diesem Falle Physiotherapie auch im Rahmen einer Querschnittsläh- mung nicht als medizinische Eingliederungsmassnahme im Sin- ne von Art. 12 IVG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 3 IVV qua- lifiziert werden kann.