Citation: 5C.32/2006 28.02.2006 E. 3

Mit Bezug auf das angefochtene verwaltungsgerichtliche Urteil ist als Eintretensvoraussetzung zu prüfen, ob dieses einen Endentscheid im Sinn von Art. 48 Abs. 1 OG darstellt. 3.1 Ein Endentscheid liegt vor, wenn der kantonale Richter über den im Streit stehenden Anspruch materiell entschieden oder dessen Beurteilung aus einem Grund abgelehnt hat, der endgültig verbietet, dass derselbe Anspruch nochmals geltend gemacht wird, weshalb er insoweit materiell rechtskräftig wird (BGE 126 III 445 E. 3b S. 446 f.; 127 III 433 E. 1b S. 435, 474 E. 1a S. 475 f.). In diesem Sinn stellen insbesondere Entscheide über vorsorgliche Massnahmen im Rahmen einer Ehescheidung (BGE 126 III 261 E. 1 S. 163), aber auch solche zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft keine Endentscheide dar (BGE 115 II 297 E. 2 S. 299; 127 III 474 E. 2 S. 476 ff.). 3.2 Das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht beschränkte sich auf die beiden Fragen, ob die Vormundschaftsbehörde zu Recht die Einholung eines Gutachtens angeordnet und die Kontakte zwischen Vater und Kind auf begleitete Besuche beschränkt hat (angefochtener Entscheid, S. 4 unten). Mit Bezug auf die Fremdplatzierung des Kindes und insbesondere auch hinsichtlich des Entzuges der elterlichen Sorge fällte das Verwaltungsgericht keinen materiellen Entscheid; vielmehr erliessen die kantonalen Instanzen mit der Anordnung eines Gutachtens, das als Grundlage für die spätere Beurteilung der genannten materiellen Fragen dienen soll, eine prozessleitende Verfügung. Diesbezüglich liegt kein berufungsfähiger Endentscheid im Sinn von Art. 48 Abs. 1 OG vor. Ebenso wenig ist die Besuchsrechtsregelung ein materieller Endentscheid im erwähnten Sinn, soll doch diese gemäss der vormundschaftlichen Verfügung vom 4. November 2004 nur bis zum Vorliegen des Gutachtens gelten (angefochtener Entscheid, S. 7 Mitte). Wird aber im Zusammenhang mit dem Entscheid über die Fragen der Obhut und der elterlichen Sorge auch das Besuchsrecht neu gestaltet, ist die angefochtene Regelung vorsorglicher Natur und damit ein Zwischenentscheid, der nur unter den - vorliegend nicht gegebenen - Voraussetzungen von Art. 50 OG berufungsfähig wäre. 3.3 Nach dem Gesagten beschränkt sich das verwaltungsgerichtliche Urteil auf die Beurteilung einer prozessleitenden Verfügung bzw. einer vorsorglichen Regelung, weshalb es keinen Endentscheid darstellt und als Folge nicht berufungsfähig ist. Auf die Berufung kann deshalb auch insoweit nicht eingetreten werden, als sie sich gegen die Besuchsrechtsregelung richtet.