Citation: 2C_375/2020 E. A

A.A.________ (geb. 1983) ist Staatsangehöriger von Nordmazedonien. Am 11. November 2013 heiratete er in der Schweiz die Schweizer Bürgerin B.A.________ (geb. 1968), worauf er im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Am 30. Juni 2014 reichte B.A.________ beim Bezirksgericht Kriens ein Eheschutzgesuch ein und beantragte die Aufhebung des gemeinsamen ehelichen Haushalts. Anlässlich der Gerichtsverhandlung vom 2. September 2014 erklärte A.A.________, damit nicht einverstanden zu sein. Mit Entscheid vom 15. Oktober 2014 berechtigte das Bezirksgericht Kriens die Ehegatten A.________ weiterhin und für unbestimmte Zeit getrennt zu leben. In der Folge nahmen B.A.________ und A.A.________ die Haushaltsgemeinschaft wieder auf und teilten dem Bezirksgericht Kriens mit Schreiben vom 6. November 2014 mit, dass sie den Trennungsentscheid annullieren und ihre Trennung "zurückziehen" wollen. Am 13. November 2014 informierte sie der zuständige Bezirksrichter schriftlich darüber, dass das Verfahren betreffend Eheschutzmassnahmen abgeschlossen worden sei und eine Annullierung nicht möglich sei. Zudem müsse der rechtskräftige Entscheid auch dem Amt für Migration des Kantons Luzern weitergeleitet werden. Die im Entscheid getroffenen Anordnungen würden jedoch bei einem erneuten Zusammenwohnen der Ehegatten automatisch wieder aufgehoben. Allenfalls müssten B.A.________ und A.A.________ dem Amt für Migration mitteilen, dass sie das Zusammenleben wieder aufgenommen hätten.