Citation: 9C_289/2017 E. 6.5.4

6.5.4. Gestützt auf das ZMB-Gutachten vom 13. Januar 2015 kann somit - auch unter Berücksichtigung der übrigen medizinischen Berichte und Gutachten sowie der anderen Unterlagen - keine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten im Lichte der massgeblichen Indikatoren gemäss der Rechtsprechung zu den anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen und vergleichbaren psychosomatischen Leiden erfolgen. Weil schliesslich keine Anhaltspunkte für das Vorliegen von Ausschlussgründen bestehen, welche einer Leistungszusprechung von vornherein entgegenstehen würden (BGE 141 V 281 E. 2.2 S. 287 f.), kann auf die Durchführung ergänzender medizinischer Abklärungen nicht verzichtet werden. Da dem ZMB-Gutachten aber grundsätzlich Beweiswert zukommt, ist keine umfassende neue medizinische Beurteilung nötig. Es genügt, dass die ZMB-Gutachter, insbesondere die psychiatrische Gutachterin - nach vorgängiger Verifizierung der Diagnose (vgl. E. 4.4) - ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Lichte der von der Rechtsprechung (unter Berücksichtigung der medizinischen Empirie [vgl. BGE 141 V 281 E. 5.1.1 S. 304 f.]) entwickelten Indikatoren überprüfen und das Ergebnis der Neuevaluierung darlegen. Im Besonderen ist auszuführen und zu begründen, ob bei der Versicherten eine therapieresistente depressive Störung vorliegt. Zudem sind die der Versicherten zugänglichen Ressourcen vor allem auch mit Blick auf die Ausübung einer Teilzeittätigkeit zu prüfen und darzulegen. Gestützt auf die Ergebnisse dieser ergänzenden Abklärungen wird das kantonale Gericht neu zu entscheiden haben.