Citation: 6B_246/2021 E. 2.3

2.3. Es steht fest und ist unbestritten, dass im Zeitpunkt, in dem der Beschwerdeführer das Messer behändigte, keine Notwehrsituation bestand. Der Beschwerdeführer macht jedoch geltend, er habe sich im Zeitpunkt des Zustechens im Unterarmgriff des Geschädigten und damit sehr wohl in einer Notwehrlage befunden. Dieser Ansicht kann jedoch nicht gefolgt werden: Nach den insoweit nicht substanziiert bestrittenen vorinstanzlichen Feststellungen versetzte der Beschwerdeführer dem Geschädigten eine Kopfnuss und einen Faustschlag, ehe er von diesem in den Unterarmgriff genommen wurde. Der Unterarmgriff des Geschädigten stellte somit keinen unrechtmässigen Angriff, sondern eine ihrerseits durch Notwehr gerechtfertigte Abwehr gegen einen Angriff des Beschwerdeführers dar. Gegen eine solche durch Notwehr gerechtfertigte Abwehr besteht aber kein Notwehrrecht. Somit verletzte es kein Bundesrecht, dass die Vorinstanz eine Notwehrlage verneinte.