Citation: 5A_335/2024 E. B

Mit Eingabe vom 10. April 2024 wandte sich die Beschwerdeführerin zufolge der betreffenden Rechtsmittelbelehrung an das Bezirksgericht Meilen und ersuchte um Prüfung und Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung; sie machte geltend, die fürsorgerische Unterbringung beruhe auf Zwang und sei nicht nötig, wenn eine Person überzeugt werden könne, sich freiwillig zur Behandlung in die Klinik zu begeben. Das Bezirksgericht Meilen leitete die Eingabe zuständigkeitshalber an das Bezirksgericht Winterthur weiter, welches am 12. April 2024 bei der Beschwerdeführerin telefonisch nachfragte, ob damit eine Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung der Tochter beabsichtigt sei; diese hielt fest, dass sie nichts gegen den Aufenthalt ihrer Tochter in der Klinik D.________ habe, aber sich daran störe, dass dafür eine fürsorgerische Unterbringung angeordnet worden sei, weil die Tochter auch freiwillig in die Klinik eingetreten wäre. In einem weiteren Telefonat und einem Schreiben hielt die Beschwerdeführerin fest, es brauche keine Verhandlung und kein Gutachten, denn es gehe nicht um die Unterbringung in der Klinik, sondern um die Frage, ob hierfür die fürsorgerische Unterbringung als Zwangsmassnahme notwendig gewesen sei. Mit Verfügung vom 29. April 2024 stellte das Bezirksgericht Winterthur fest, dass der am 8. April 2024 ärztlich erlassene Unterbringungsentscheid in formeller Hinsicht korrekt sei, und trat auf die Beschwerde in materieller Hinsicht mangels einer aus den Ausführungen der Beschwerdeführerin ersichtlichen Beschwer nicht ein. Es begründete im Einzelnen wie folgt: Nachdem die Notwendigkeit einer psychiatrischen Behandlung und die Zweckmässigkeit des Klinikaufenthaltes nicht bestritten sei, bilde die materiell-rechtliche Beurteilung der fürsorgerischen Unterbringung nicht Gegenstand der Beschwerde, so dass auf eine Anhörung der Betroffenen und auf ein Gutachten verzichtet werden könne. Vielmehr werde beschwerdeweise vorgebracht, dass sich die Betroffene freiwillig in die Klinik begeben hätte und die Voraussetzung der Unfreiwilligkeit nicht gegeben sei. Indes dürfe eine Person fürsorgerisch untergebracht werden, wenn die in Art. 426 ZGB genannten Voraussetzungen gegeben seien, was vorliegend zutreffe. Der ärztliche Unterbringungsentscheid entspreche diesen materiellen und im Übrigen auch allen formellen Erfordernissen. Ohnehin aber mangle es der Beschwerdeführerin an einer Beschwer, da sie das Vorliegen der materiellen Voraussetzungen für eine Unterbringung nicht bestreite.