Citation: 8C_547/2022 E. 3

In medizinischer Hinsicht erwog die Vorinstanz im Wesentlichen, das polydisziplinäre (allgemeinmedizinische/internistische, neurologische, rheumatologische/orthopädische und psychiatrische) MEDAS-Gutachten vom 26. März 2021 mit Ergänzung vom 14. Januar 2022 sei voll beweiswertig. Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien bei der Beschwerdeführerin eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit deutlichen ängstlich vermeidenden Anteilen und zusätzlich histrionischen Zügen (ICD-10 F61) sowie Migräne ohne Aura (ICD-10 G43.0) gestellt worden. Aus allgemeinmedizinischer-internistischer und orthopädischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit. Aus neurologischer Sicht liege eine 30%ige Einschränkung in einer Verweisungstätigkeit vor. Aus psychiatrischer Sicht sei eine Verweisungstätigkeit zu 80 bis 100 % möglich. Insgesamt sei der Beschwerdeführerin laut dem MEDAS-Gutachten eine angepasste Tätigkeit seit 1. Juni 2019 zu 70 % zumutbar. Weiter begründete die Vorinstanz einlässlich, weshalb die Einwände der Beschwerdeführerin dieses Gutachten nicht zu entkräften vermöchten.