Citation: 4C.226/2001 21.11.2001 E. 3

3.- Eine Verpflichtung der Kläger zur Zusammenarbeit beim Aufbau des Vermögensverwaltungsgeschäfts ergibt sich nach Auffassung der Vorinstanz auch nicht durch Auslegung des Optionsvertrags. Selbst in dem von den Klägern vor dem Abschluss des Optionsvertrags verfassten Memo sei keine Pflicht der Kläger festgehalten worden, irgendwelche Leistungen für die P.________ AG zu erbringen. Es sei nur vorgesehen worden, dass sich bei einer bestimmten Mitwirkung der Beteiligungsanteil erhöhe. Schliesslich könne auch aufgrund der vor Abschluss des Optionsvertrags verfassten "Strategiepapiere" nicht geschlossen werden, die Kläger hätten sich mündlich oder konkludent zur Mitwirkung im erwähnten Sinne verpflichtet. Die Rügen, welche die Beklagten gegen diese Erwägungen vorbringen, sind unbehelflich. Zur Behauptung, das Handelsgericht hätte sich nicht der "Schenkungsthese" anschliessen dürfen, kann auf das bereits Gesagte verwiesen werden. Unzutreffend ist sodann der von den Beklagten erhobene Vorwurf, das Handelsgericht habe die von den Klägern verfassten Papiere nicht als Auslegungsmittel benützt. Das Handelsgericht hat diese Papiere bei der Auslegung durchaus berücksichtigt, jedoch nicht im Sinne der Beklagten. Unerheblich ist schliesslich der Hinweis auf die angeblich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts bestehende Pflicht des Gerichts zur Inhaltskorrektur von Verträgen bei qualifizierter Störung der Äquivalenz. Die Beklagten gehen, wie bereits dargelegt, von unzutreffenden tatsächlichen Voraussetzungen aus, wenn sie - unter Berufung auf die "Schenkungsthese" - eine solche Störung annehmen.