Citation: 2C_601/2014 E. 3.5

3.5. Indessen kann diese Frage offen bleiben, da Art. 50 AuG auf den vorliegenden Fall ohnehin nicht anwendbar ist: Nach Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt auf Gesuche, die vor dem Inkrafttreten des AuG (am 1. Januar 2008) eingereicht worden sind, das bisherige Recht anwendbar. Die Beschwerdeführerin besass eine Aufenthaltsbewilligung bis August 2007 und ersuchte vor deren Ablauf um Verlängerung. Art. 50 AuG ist auf die Beschwerdeführerin somit nicht anwendbar. Anders verhält es sich nur, wenn die ausländische Person im Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Rechts noch über einen Aufenthaltstitel verfügt, der infolge der Eheschliessung erteilt worden ist (Urteil 2C_869/2010 vom 19. April 2011 E. 1.2 und 2.3). Das ist hier aber nicht der Fall: Seit Ablauf der Bewilligung beruht der Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Schweiz einzig auf prozessualen Gründen.