Citation: 8C_337/2017 E. A

Die 1956 geborene A.________ arbeitete als selbständige Masseurin. Seit 18. November 2005 ist sie nicht mehr erwerbstätig. Am 27. Juni 2006 meldete sie sich unter Hinweis auf Osteoporose, Migräne, Weichteilrheuma und Diskushernien bei der IV-Stelle Luzern zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle verneinte mit Verfügung vom 7. April 2008 den Anspruch auf eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 21 %. Mit Entscheid vom 2. November 2009 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern (heute: Kantonsgericht Luzern) die dagegen erhobene Beschwerde ab. Am 19. Januar 2010 meldete sich A.________ unter Hinweis auf ein Lumbovertebralsyndrom, Osteoporose, ektatische koronare Herzkrankheit, Polymyalgia rheumatica, Migräne accompagnée, Osteochondrose, Bluthochdruck, Schleudertrauma erneut zum Leistungsbezug an. Darauf trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 15. März 2010 nicht ein. Das Verwaltungsgericht hiess die gegen diese Verfügung gerichtete Beschwerde mit Entscheid vom 27. Oktober 2010 gut und wies die Sache zur materiellen Prüfung und neuem Entscheid an die IV-Stelle zurück. Die IV-Stelle traf daraufhin medizinische und erwerbliche Abklärungen und verfügte am 25. Oktober 2012 die Abweisung des Leistungsbegehrens mangels erheblicher Verschlechterung des Gesundheitszustands. Das Verwaltungsgericht hiess die dagegen eingereichte Beschwerde teilweise gut, hob die angefochtene Verfügung auf und wies dies Sache zu weiteren Abklärungen und neuer Verfügung an die Verwaltung zurück. In der Folge holte die IV-Stelle ein polydisziplinäres Gutachten der MEDAS Interlaken Unterseen GmbH (im Folgenden: MEDAS) vom 3. Juni 2014 ein und nahm weitere medizinische Abklärungen vor, nachdem die Versicherte wegen einer akuten Aortendissektion Typ A am 11. Juli 2015 notfallmässig hatte operiert werden müssen. Wie mit Vorbescheid angekündigt, verfügte die IV-Stelle am 30. Mai 2016, dass A.________ ab 1. Oktober 2015 eine ganze Invalidenrente zustehe; zuvor bestehe kein Rentenanspruch.