Citation: 2C_374/2014 E. 3.4

3.4. Ein anderes Ergebnis rechtfertigt sich auch nicht, wenn der vorliegende Fall mit demjenigen verglichen wird, in dem unselbständig Erwerbstätige steuerlich abziehbare Kosten für die berufliche Nutzung eines Arbeitszimmers geltend machen (vgl. oben E. 2.4.1). Ein solcher Abzug ist nur dann anzunehmen, wenn das Zimmer regelmässig und überwiegend für die berufliche Arbeit genutzt wird. In Anlehnung an diese Praxis würde sich die Ausscheidung eines Privatanteils hier erst dann aufdrängen, wenn ein (Behandlungs-) Zimmer der Praxis regelmässig und in überwiegendem oder zumindest beträchtlichem Umfang für private Zwecke (insbesondere Übernachtungen) so genutzt würde, dass die berufliche Verwendung im Ausmass der privaten Nutzung vermindert würde. Das ist hier jedoch nicht der Fall (vgl. oben E. 3.3.1).