Citation: 1P.57/2004 02.06.2004 E. D

Am 14. August 2000 - im Anschluss an das erstinstanzliche Strafurteil - hat Paul Grossrieder bei der Strafkammer ein Gesuch um Entschädigung für die seelische Unbill, den entstandenen Erwerbsausfall und die Kosten (u.a. für die Verteidigung) infolge der erstandenen Untersuchungshaft und des Strafverfahrens im Totalbetrag von rund Fr. 750'000.-- eingereicht; darüber hinaus forderte er für den Fall der Nichtwiedereinstellung durch den Staat einen Betrag von rund Fr. 1'420'000.-- als zukünftigen Erwerbsausfall. Paul Grossrieder ergänzte sein Entschädigungsgesuch am 17. März 2003 anlässlich der Wiederaufnahme des sistierten Verfahrens sowie mit seiner Stellungnahme zu den eingeholten Vernehmlassungen am 5. Juni 2003 und weitern Eingaben. Die Strafkammer des Kantons Freiburg hiess das Entschädigungsgesuch teilweise gut, reduzierte die Entschädigungen aufgrund des Verhaltens von Paul Grossrieder um 5 %, sprach diesem schliesslich zulasten des Staates eine Entschädigung von Fr. 163'309.35 (inkl. Mehrwertsteuerbeträge, zuzüglich Zinsen) zu, auferlegte die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.-- zur Hälfte dem Kläger und sprach diesem keine Parteientschädigung zu. Die zugesprochene Entschädigung setzt sich - nach Kürzung - im Wesentlichen aus den folgenden Beträgen (ohne Zinsen und Mehrwertsteuerbeträge) zusammen: - Fr. 19'000.-- für seelische Unbill - Fr. 22'280.90 für Lohnausfall - Fr. 429.80 als Rückerstattung von Pensionskassenbeiträgen - Fr. 1'009.65 als Entschädigung für den Drogenhund - Fr. 112'071.50 als Entschädigung für Anwaltskosten.