Citation: 8C_700/2019 E. 4.3

4.3. Das kantonale Gericht stellte des Weiteren fest, dass der Versicherte als Erstausbildung den Beruf eines Primarlehrers gewählt habe. Er habe den Lehrgang am kantonalen Lehrerseminar I.________ im Frühling 1986 abbrechen müssen, weil erstmals seine Essstörung aufgetreten sei. Erst Jahre später habe er eine KV-Ausbildung absolvieren können. Die Vorinstanz rechnete dem Versicherten deshalb als Einkommen, das er hypothetisch als Gesunder verdienen würde (Valideneinkommen), den Verdienst eines Primarlehrers mit entsprechenden Dienstjahren in der Höhe von Fr. 127'680.- an. Hinsichtlich des Lohnes, das der Versicherte nach Eintritt der Gesundheitsschädigung verdienen könnte (Invalideneinkommen), war nach der Vorinstanz nicht auf den bestehenden Arbeitsvertrag abzustellen. Mit Blick auf die mehrfachen Stellenwechsel seit der letzten Rentenverfügung könne die aktuelle Arbeitssituation nicht als stabil bezeichnet werden. Sie ermittelte das Invalideneinkommen daher gestützt auf die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE). Sie zog dabei, mit Blick auf die angestammte Tätigkeit, den statistischen Verdienst für praktische Tätigkeiten (Kompetenzniveau 2) im Bereich Informationstechnologie und Informationsdienstleistungen (LSE 2016, TA1, Ziff. 62-63) bei und errechnete für ein 50 %-Pensum ein Jahreseinkommen von Fr. 39'375.-. Aus dem Vergleich der beiden Einkommen resultierte ein Invaliditätsgrad von 69 %.