Citation: 2C_241/2018 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, der rechtserhebliche Sachverhalt bezüglich häuslicher Gewalt sei vorinstanzlich nicht festgestellt worden, was willkürlich sei. Insbesondere sei nicht festgestellt worden, welche Beschimpfungen, Gewalt oder Unterdrückung die Vorinstanz als gegeben erachte. Weiter habe die Vorinstanz bezüglich Nachweis der häuslichen Gewalt statt des Beweismasses der Glaubhaftmachung den strikten Beweis verlangt. Die Würdigung der Vorinstanz, wonach nicht klar sei, ob für die psychische Erkrankung der Beschwerdeführerin die Ehe in der Schweiz ursächlich sei, sei aktenwidrig. Jedenfalls sei die Beschwerdeführerin gesund in die Schweiz eingereist. Die Verschmutzung der Wohnung durch den Ehemann sei durch die eingereichten Fotos ebenfalls glaubhaft gemacht. Umgekehrt sei derjenige Sachverhalt, welcher von der Vorinstanz festgestellt worden sei, in willkürlicher Weise festgestellt worden. Die Beschwerdeführerin habe unter anderem an der polizeilichen Einvernahme vom 3. Mai 2013 die Unterdrückung und die psychische Gewalt durch den Ehemann geschildert. Auch habe ihr der Ehemann kein Geld gegeben und sie habe einen erheblichen Teil ihres Lohnes (Fr. 680.-- von Fr. 1'500.--) für die Miete abgeben müssen. Dass der Vorwurf der Anschwärzung durch den Ehemann gemäss Vorinstanz ungenügend substanziiert worden sei, sei aktenwidrig. Auch die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach die Beschwerdeführerin angesichts des seltenen Kontakts mit dem Ehemann die psychische Gewalt nicht überzeugend dargelegt habe, sei willkürlich, denn systematische Unterdrückung sei auch bei seltenem Kontakt möglich und die Beschwerdeführerin habe sich in grosser Abhängigkeit vom Ehemann befunden. Insgesamt rügt die Beschwerdeführerin eine willkürliche Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung. Bei willkürfreier Sachverhaltsfeststellung liegt aus Sicht der Beschwerdeführerin häusliche Gewalt vor, sodass ein Aufenthaltsrecht gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG bestehe.