Citation: 6B_552/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, der Beschwerdeführer habe sowohl die prägende Kindheits-, Jugend- und Adoleszenzphase in seiner Heimat verbracht als auch einen grossen Teil seiner Ausbildungen dort abgeschlossen. Er sei im Alter von 21 Jahren vor rund 7,5 Jahren in die Schweiz gekommen, weshalb noch nicht von einer sehr langen Aufenthaltsdauer gesprochen werden könne. Obwohl seine berufliche und wirtschaftliche Integration gelungen sei und er über gute Sprachkenntnisse verfüge, könne nicht von besonders intensiven, über eine normale Integration hinausgehenden Beziehungen ausgegangen werden. Die Vorinstanz erachtet zudem die Wiedereingliederungsmöglichkeiten des Beschwerdeführers in seinem Heimatland Slowenien angesichts des Umstands, dass seine Eltern dort lebten, er mit der dortigen Kultur und Sprache vertraut sei, ihm auch beruflich keine Hürden gestellt würden und er insgesamt über einen starken Bezug zu seinem Heimatland verfüge, als gut. Weiter betrachtet die Vorinstanz unter dem Blickwinkel von Art. 8 EMRK und Art. 13 BV die familiären Verhältnisse des Beschwerdeführers. Dabei erwägt sie, der Beschwerdeführer verfüge über eine nahe, echte und tatsächlich gelebte familiäre Beziehung zu seiner Ehefrau, welche das Schweizer Bürgerrecht besitze und mit welcher er seit 2015 verheiratet sei. Sie würden sich auf Bosnisch und Deutsch unterhalten, die Ehefrau spreche kein Slowenisch. Die beiden hätten zwei gemeinsame Töchter im Alter von 5 Jahren und wenigen Monaten. Die Vorinstanz erachtet es für die Ehefrau unter den gegebenen Umständen als kaum zumutbar, den Beschwerdeführer für die Dauer der Landesverweisung mit den Töchtern in dessen Heimatland zu begleiten. In ihrer Interessenabwägung bringt die Vorinstanz vor, es würden keine ausserordentlichen Umstände vorliegen, welche es erlauben würden, die privaten Interessen des Beschwerdeführers höher zu gewichten als die öffentlichen Interessen an einer zeitlich beschränkten Landesverweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz. Nachdem kein schwerer persönlicher Härtefall vorliege und eine zeitlich beschränkte Entfernung und Fernhaltung des Beschwerdeführers aus der Schweiz auch vor dem Schutz des Privat- und Familienlebens i.S.v. Art. 13 BV und Art. 8 EMRK standhalte, sei der Beschwerdeführer des Landes zu verweisen. Schliesslich führt die Vorinstanz aus, selbst bei Annahme eines Härtefalls sei der Beschwerdeführer des Landes zu verweisen, da das öffentliche Interesse der Schweiz an der Wegweisung das Interesse des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz klar überwiege.