Citation: 9C_164/2023 E. 8.3

8.3. Zu keinem anderen Ergebnis führt der Hinweis des Beschwerdeführers auf das (zum Steuerrecht ergangene) Urteil 2C_298/2019 vom 18. August 2020 (in: ASA 89 S. 461 [Zusammenfassung]), welches ebenfalls einen Hotelier betraf, der in derselben Ortschaft, in welcher er das Hotel betrieb, Wohnungen vermietete. Der diesem Entscheid zugrunde liegende und der hier zu beurteilende Sachverhalt unterscheiden sich in wesentlichen Punkten, namentlich was die Art und den Umfang der mit der Vermietung zusammenhängenden Tätigkeiten anbelangt (soweit das vom Beschwerdeführer angerufene Urteil darüber überhaupt Aufschluss gibt und nicht weitere Abklärungen erforderlich waren). Während im Fall des Beschwerdeführers die Vermietung von etwa 30 Wohnungen einschliesslich der Erbringung verschiedener damit zusammenhängender Dienstleistungen an die Mieterinnen und Mieter zur Diskussion steht, ging es damals um die Vermietung von nur gerade vier Wohnungen und war von damit verknüpften weiteren Leistungen keine Rede. In E. 4.2 des erwähnten Urteils erwog das Bundesgericht, dass die vier Wohnungen bei einer Vermietung an Dauermieter, ohne dass auf längere Sicht ein Verkauf geplant sei, nicht dem Geschäftsvermögen zuzurechnen sein dürften, aber anders zu entscheiden wäre bei einer Vermietung an Feriengäste, zumindest wenn die Vermietung im Rahmen der Tätigkeit als Hotelier (als Annexbetrieb) erfolgen würde (Vermarktung und Abrechnung der Mietentgelte über den Hotelbetrieb; allenfalls auch Angebot weiterer Hotelleistungen an die Mieter, d.h. weitgehende Gleichbehandlung von Mietern und anderen Hotelgästen). Einen abschliessenden Entscheid konnte es allerdings nicht fällen, weil unklar blieb, wie die Vermietung der Wohnungen organisiert war, und der Sachverhalt insoweit nicht liquid war (damalige E. 4.3). Aufgrund der sehr unterschiedlichen Ausgangslage (abgesehen von der in E. 8.3 am Anfang erwähnten Parallele) ist das in der damaligen E. 4.2 als entscheidend betrachtete Kriterium der Vertragsdauer hier irrelevant. Es nützt dem Beschwerdeführer deshalb nichts, darauf zu verweisen, dass er die Wohnungen ausschliesslich an Dauermieter mit einer Mindestvertragsdauer von einem Monat und nicht an Feriengäste vermiete. Wie in E. 8.2 dargelegt, sprechen bei ihm bereits die grosse Anzahl der vermieteten Wohnungen und das damit verbundene Dienstleistungsangebot klar dafür, dass die Vermietung als Annexbetrieb zum von ihm geführten Hotel zu betrachten und deshalb von selbstständiger Erwerbstätigkeit auszugehen ist.