Citation: 6B_1149/2020 E. 3.2.1

3.2.1. 3.2.1.1. Zur Begründung seiner Kritik an Art und Menge der gehandelten Ware führt er aus, es sei unbekannt, welche Substanzen in welcher Menge an K.________ und alsdann L.________ übergeben worden seien und ebenfalls, welche Substanzen in welcher Menge Letzterer davon an Dritte weiterveräussert habe. Nur weil 95 % der bei L.________ sichergestellten Ware verbotene Stoffe gemäss dem Sportförderungsgesetz darstellten, könne nicht geschlossen werden, es habe sich bei der aus dem Lager von H.________ bezogenen und an L.________ übertragenen Ware im Umfang von 95 % des in bar bezahlten Einkaufspreises um dem Sportförderungsgesetz unterstehende verbotene Stoffe gehandelt. Die Subsumtion von in Bezug auf Wirkstoff und Menge unbekannten Substanzen unter das Sportförderungsgesetz sei willkürlich, verstosse insbesondere gegen den Grundsatz "in dubio pro reo", und verletze daher Bundesrecht. 3.2.1.2. Die Vorinstanz stellt fest, dass im Lager von L.________ nicht nur Substanzen im Sinne des Sportförderungsgesetzes, sondern auch solche, welche unter das Heilmittelgesetz fallen, sichergestellt worden seien. Der Anteil der Substanzen gemäss dem Sportförderungsgesetz belaufe sich auf 95 % der gesamten Menge der sichergestellten Stoffe. Weil die genauen Mengenverhältnisse des Geschäfts vom 29. Januar 2015 bzw. 7. Februar 2015 nicht mehr eruiert werden könne, erachtet die Vorinstanz es in Übereinstimmung mit der Erstinstanz als zulässig, für die Beurteilung dieses Geschäfts das Verhältnis der noch vorhandenen Substanzen heranzuziehen. Sie subsumiert daher den vom Beschwerdeführer bezahlten Einkaufspreis von Fr. 85'000.-- im Umfang von 95 % und damit im Betrag von Fr. 80'750.-- unter das Sportförderungsgesetz (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.2.6 S. 40 ff., insbesondere S. 42). 3.2.1.3. Dieser Schluss ist unter Willkürgesichtspunkten nicht zu kritisieren. Gemäss dem vom Beschwerdeführer nicht beanstandeten und für das Bundesgericht daher verbindlichen Sachverhalt steht fest, dass der Beschwerdeführer nach Besprechung mit I.________ am 29. Januar 2015 Ware aus dem Lager von H.________ bezogen hat (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.2.2 und E. 5.2.4 S. 36 ff.). Bei beiden der letztgenannten Personen handelt es sich um Akteure aus dem illegalen Dopingmittelhandel (vgl. die separaten Strafverfahren gemäss Anklageschrift Ziff. 1.1 und 3.1 sowie die Urteile 6B_335/2020, 6B_600/2020 und 6B_734/2020 vom 7. September 2020). Erwiesen ist weiter, dass die besagte Ware am 7. Februar 2015 an L.________ übertragen wurde, dieser bis zu seiner Verhaftung einen Teil davon schon weiterverkauft hatte und bei ihm anlässlich der Durchsuchung Substanzen im Verkehrswert von Fr. 71'730.-- noch aufgefunden werden konnten, wovon 95 % unter das Sportförderungsgesetz und der Rest unter das Heilmittelgesetz fallen (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.2.6 S. 40 ff.). Bei diesem Beweisergebnis, d.h. aufgrund der Verbindung von I.________ und H.________ in den Dopingmittelhandel und der bei L.________ sichergestellten, unter das Sportförderungsgesetz fallenden Stoffe, kann zunächst willkürfrei angenommen werden, dass das vom Beschwerdeführer mit diesen Personen durchgeführte Geschäft vom 29. Januar 2015 bzw. 7. Februar 2015 in erheblichem Mass verbotene Waren gemäss dem Sportförderungsgesetz betraf, mindestens jedenfalls im Umfang der bei L.________ sichergestellten Stoffe. Dass die Vorinstanz dieses Mass anhand des Verhältnisses der unter das Sportförderungsgesetz und unter das Heilmittelgesetz fallenden Waren, so wie es bei den sichergestellten Waren bestand, näher konkretisiert und insoweit über die bei L.________ aufgefundene Menge hinausgeht, ist ihr nicht als Willkürverletzung vorzuwerfen. Diese Vorgehensweise bedeutet, dass die an L.________ übergebene, unter das Sportförderungsgesetz und das Heilmittelgesetz fallende Ware bis zu dessen Verhaftung im jeweils gleichen proportionalen Umfang durch Weiterverkäufe, die er wie erwähnt eingestanden hat, abgenommen hat, was zumindest möglich erscheint. Anhaltspunkte dafür, dass er in einem erheblich grösseren Umfang Substanzen gemäss dem Heilmittelgesetz veräussert hätte und der diesbezügliche Anteil an den empfangenen Substanzen folglich ursprünglich viel grösser, der Anteil an Stoffen gemäss dem Sportförderungsgesetz dementsprechend kleiner gewesen wäre, sind weder vom Beschwerdeführer dargetan noch erkennbar. Die von der Vorinstanz im Sinne einer Schätzung auf der Grundlage der feststehenden Parameter vorgenommene Konkretisierung der gehandelten Dopingmittelmenge ist vertretbar und jedenfalls nicht willkürlich. Insbesondere liegt auch ein Verstoss gegen den Grundsatz "in dubio pro reo", dem in seiner Funktion als Beweiswürdigungsmaxime keine über das Willkürverbot hinausgehende Bedeutung zukommt (vgl. BGE 146 IV 88 E. 1.3.1), nicht vor. Die Rüge ist unbegründet.