Citation: 8C_530/2017 E. 5.1.5

5.1.5. Dr. med. L.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Kreisarzt, Versicherungsmedizin Suva, schloss in seiner Kurzbeurteilung vom 12. Januar 2016 auf eine vorübergehende Verschlimmerung der vorbestehenden Enthesiopathie bei Zustand nach Prellung; der Status quo sine sei spätestens im Zeitpunkt der Erstellung des MRI vom 28. April 2015 erreicht, unfallbedingt betrage die Arbeitsunfähigkeit 0 %. In seinem ausführlichen Bericht vom 9. März 2016 hielt Dr. med. L.________ fest, da das rechte Ellbogengelenk, das rechte Schultergelenk und die rechte Flanke in den Notfallberichten gar nicht erwähnt würden, sei eine relevante Gewalteinwirkung anlässlich des Ereignisses vom 12. Dezember 2014 auszuschliessen; angesichts der im Austrittsbericht vom 22. Dezember 2014 aufgeführten Nebendiagnosen sei davon auszugehen, dass der Versicherte allumfassend und ganzheitlich untersucht und beurteilt worden sei, so dass nicht gesagt werden könne, nur die internistische Problematik mit dem Niereninfarkt habe im Vordergrund gestanden und alle übrigen Begleiterkrankungen seien vernachlässigt worden. Eine schmerzhafte Ellbogenproblematik tauche erstmals anlässlich der Besprechung vom 18. Februar 2015 auf und werde wie selbstverständlich als posttraumatisch bezeichnet, obwohl von einer zweimonatigen symptomfreien Brückenzeit ausgegangen werden müsse. Dr. med. E.________ schildere in seinen Berichten die klassische Symptomatik eines Tennisellbogens. Frau Dr. med. I.________ beschreibe die bildgebenden Befunde mit den typischen Zeichen einer verschleissbedingten Veränderung der Strecksehnenaponeurose, eines verschleissbedingten entzündlichen Reizzustandes des Ligamentum collaterale radii, der Plica und des vor dem Olecranon gelegenen Schleimbeutelgewebes. Damit interpretiere Frau Dr. med. I.________ das Ganze als morphologischen Ausdruck einer reaktiven Entzündung mit verschleissbedingten Veränderungen des Ellbogengelenkes; von einer traumatisch bedingten strukturellen Veränderung sei genauso wenig die Rede wie von einer traumatisch bedingten Rissbildung oder anderweitigen unfallspezifischen Folgen. Sowohl aus den Berichten des Dr. med. E.________ als auch jenen von Frau Dr. med. G.________ sei nicht ersichtlich, aus welchem Grund die typische klassische Symptomatik einer überlastungsbedingten Ansatzerkrankung als Unfallfolge angesehen werde. Frau Dr. med. G.________ halte in ihren Berichten vom 11. Mai und 8. Juni 2015 eine andere Ursache, nämlich ein sogenanntes Supinatorlogen-Syndrom, für möglich. Zusammenfassend resultiere mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine richtungsgebende Verschlimmerung des Vorzustandes durch das Ereignis vom 12. Dezember 2014 und der Status quo sine sei spätestens bei Erstellung des MRI vom 28. April 2015 eingetreten.