Citation: 2C_714/2020 E. 4.2.1

4.2.1. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer 1 in den Jahren 2001 bis 2004 verschiedene Verurteilungen in Deutschland erwirkt hat. Ins Gewicht fallen insbesondere eine im Jahr 2002 erfolgte Verurteilung zu drei Jahren und acht Monaten Freiheitsstrafe wegen schweren Bandendiebstahls in vier Fällen und versuchten Diebstahls sowie eine weitere Verurteilung aus dem Jahr 2004 zu sechs Monaten Freiheitsstrafe wegen gemeinschaftlichen Diebstahls (vgl. Urteil 2C_220/2012 vom 5. September 2012 E. 1.2). Das Bundesgericht ging damals von einem gewichtigen öffentlichen Interesse an seiner Wegweisung aus, zumal das mit der Tat befasste deutsche Strafgericht eine erhebliche kriminelle Energie festgestellt hatte und er trotz dieser Verurteilung nur gerade zwei Jahre später erneut einen gemeinschaftlichen Diebstahl begangen hatte (vgl. Urteil 2C_220/2012 vom 5. September 2012 E. 2.2.1). Nach Rechtskraft des Bundesgerichtsurteils und nachdem zuvor ein zweijähriges Einreiseverbot für den Schengenraum gegen ihn verhängt worden war, verliess der Beschwerdeführer im Dezember 2012 die Schweiz (vgl. vorne Sachverhalt A.b). Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, liegen die Delikte, die zum Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung führten, heute weit zurück, und der Beschwerdeführer 1 hält sich seit mehr als sieben Jahren seit Rechtskraft des Widerrufsentscheids bzw. seiner Ausreise im Ausland auf. Damit würde einzig gestützt auf den Zeitablauf ein grundsätzlicher Anspruch auf Neubeurteilung seines Aufenthaltsanspruchs bestehen, was die Vorinstanz auch korrekt festhält (vgl. E. 2.3.1 des angefochtenen Urteils). Zu berücksichtigen ist indessen - neben dem Zeitablauf - auch das Verhalten des Beschwerdeführers 1 seit seiner Ausreise (vgl. E. 3.3 und 3.5 hiervor).