Citation: 4A_104/2008 08.05.2008 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz leitete ihren Schluss, C.________ habe alle ihm zustehenden Urheberrechte an der Bahnhofsuhr willentlich an die SBB übertragen, daraus ab, dass dieser nach den Aussagen der Beschwerdeführerinnen anlässlich der Instruktionsverhandlung nicht sich selbst, sondern die SBB als alleinige Inhaberin der Urheberrechte an der SBB-Bahnhofsuhr angesehen habe. Zusätzliche Indizien für den tatsächlichen Übertragungswillen von C.________ ergäben sich aus dessen Verhalten. Er sei im Wissen um die Tätigkeit der Beklagten untätig geblieben und habe keinerlei Unwillen gegen diese gezeigt. So habe er seit dem Jahre 1987 Kenntnis von der Tätigkeit der Beklagten gehabt, selber eine Uhr von der Beklagten am Handgelenk getragen, sich in einem Interview, längere Zeit nach der Einführung der Uhr auf dem Markt, positiv über diese geäussert und sich über eine ihm von der Uhrenfabrik geschenkte Uhr gefreut. Dabei treffe die Behauptung der Klägerinnen, C.________ sei sich seiner Rechte nicht bewusst gewesen, nicht zu. Vielmehr sei erstellt, dass er sich zum Entstehungsprozess der SBB-Bahnhofsuhr und der von ihm in diesem Zusammenhang erbrachten Leistung sowie zur Berechtigung am Ergebnis seiner Tätigkeit geäussert habe.