Citation: 1P.136/2000 28.04.2000 E. A

A.- Mit Verfügung vom 29. Oktober 1999 stellte das Untersuchungsrichteramt Chur das aufgrund einer Strafanzeige von A.________ gegen X.________ wegen Betrugs etc. eröffnete Strafverfahren ein. Mit Eingabe vom 22. November 1999 beschwerte sich die "W. Kunz, Inkassobüro Zürich GmbH" beim Kantonsgericht von Graubünden im Namen von A.________ gegen die Einstellungsverfügung. Am 15. Dezember 1999 trat die Beschwerdekammer des Kantonsgerichtes auf die Beschwerde nicht ein. Es erwog, anders als im Untersuchungsverfahren, in welchem nach Art. 76a Abs. 3 der Strafprozessordnung vom 8. Juni 1958 (StPO) nur Rechtsanwälte und vom Justiz- und Polizeidepartement dazu ermächtigte Praktikanten zugelassen seien, verzichte das Gesetz für das gerichtliche Verfahren auf diese Voraussetzung. Nach Art. 102 Abs. 2 StPO müssten indessen freigewählte Verteidiger handlungsfähig sein, in bürgerlichen Ehren und Rechten stehen und einen guten Leumund besitzen. Da diese Voraussetzungen nur natürliche Personen erfüllen könnten, ergebe sich aus dieser Bestimmung eindeutig, dass nur solche als Vertreter vor Gericht zugelassen seien. Auf die vorliegende, von einer GmbH und damit einer juristischen Person für eine Geschädigte eingereichte Beschwerde könne daher nicht eingetreten werden.