Citation: 5A_495/2013 E. 3.5

3.5. Die Vorinstanz prüfte die Unterhaltsfrage neu. Sie berichtigte einige Positionen des Bedarfs der Parteien und befand, dass es der Beschwerdeführerin nicht zuzumuten sei, ihre Erwerbstätigkeit über das heutige 80 %-Pensum hinaus auszudehnen (vorstehend E. 2). Auf die eigentlich massgebende Frage des zuletzt gelebten ehelichen Standards ging die Vorinstanz dann aber nicht ein. Zwar spricht die Vorinstanz im Zusammenhang mit dem als Berechnungsgrundlage verwendeten Betrag von Fr. 4'350.-- auch von "gebührendem Unterhalt". Wie vorstehend aufgezeigt wurde (E. 2.1), stellt dieser Wert aber nichts anderes dar, als das um einen Vorsorgebeitrag erweiterte Existenzminimum der Beschwerdeführerin. Der Überschuss verbleibt beim Beschwerdegegner. Die Vorinstanz hat vorliegend also offensichtlich keine Überschussteilung im Sinne der erläuterten Rechtsprechung (vorstehe nd E. 3.3) vorgenommen. Sie hat aber auch keine konkreten Feststellungen zur letzten gemeinsamen Lebenshaltung der Parteien - welche bei mittleren und guten finanziellen Verhältnissen regelmässig deutlich höher liegt, als der blosse Bedarf - getroffen, auf deren Grundlage sich der nacheheliche Unterhalt hätte berechnen lassen können. Die Beschwerdeführerin rügt damit zurecht, dass die Vorinstanz ihren "gebührenden Unterhalt" nicht ermittelt habe. Vor diesem Hintergrund erweist sich die Unterhaltsfestsetzung durch die Vorinstanz als bundesrechtswidrig.