Citation: 4A_185/2017 E. 1.1

1.1. Nach Art. 99 Abs. 2 BGG sind neue Begehren unzulässig. Die Neuheit eines Begehrens bezieht sich auf den Streitgegenstand: Dieser kann vor Bundesgericht nur noch eingeschränkt (minus), aber nicht ausgeweitet (plus) oder geändert (aliud) werden (BGE 136 V 362 E. 3.4.2). Vor der Vorinstanz beantragte die Beschwerdeführerin, den Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 sei zu befehlen, die Arealfläche "bis spätestens Donnerstag, 24. November 2016" ordnungsgemäss geräumt und gereinigt zu verlassen. Da diese Frist abgelaufen ist, verlangt die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht in ihrem Hauptbegehren die Räumung "per sofort". Ob die Beschwerdeführerin mit diesem Hauptbegehren den Streitgegenstand einschränkte und das Begehren daher zulässig wäre, braucht hier nicht beurteilt zu werden, da die Beschwerde ohnehin abgewiesen werden muss. In ihrem Eventual- und Subeventualbegehren beantragt die Beschwerdeführerin sodann die Räumung der Arealfläche "bis spätestens Dienstag, 31. Oktober 2017". Dies weil per diesem Datum die maximale Erstreckungsfrist von sechs Jahren für Geschäftsräume nach Art. 272b Abs. 1 OR abgelaufen sein würde. Vor der Vorinstanz beantragte die Beschwerdeführerin eine solche Räumung auf einen zukünftigen Zeitpunkt gestützt auf den behaupteten Ablauf der maximalen Erstreckungsfrist nicht. Mit diesem Begehren änderte die Beschwerdeführerin daher den Streitgegenstand und stellt ihren Räumungsantrag auf eine neue Grundlage, was nach Art. 99 Abs. 2 BGG unzulässig ist. Darauf ist nicht einzutreten. Unabhängig davon ist dazu zu bemerken, dass die Parteien bei einer Erstreckungsvereinbarung, wie hier eine vorliegt, nach Art. 272b Abs. 2 OR nicht an die gesetzliche Maximaldauer nach Art. 272b Abs. 1 OR gebunden sind und mithin das Mietverhältnis für mehr als vier bzw. sechs Jahre erstrecken können (Peter Higi, Zürcher Kommentar, 4. Aufl. 1996, N. 14 zu Art. 272b OR).