Citation: 2C_755/2022 E. 1.2

1.2. Die kantonale Steuerverwaltung reagierte nicht auf dieses Gesuch und veranlagte stattdessen die A.________ AG am 27. Oktober 2020 nach Ermessen. Bei der direkten Bundessteuer setzte die kantonale Steuerverwaltung den steuerbaren Gewinn auf Fr. 350'000.-- fest und erhob einen Steuerbetrag von Fr. 29'750.--. Bei den Staats- und Gemeindesteuern setzte sie den im Kanton Appenzell Ausserrhoden steuerbaren Gewinn auf Fr. 56'300.-- und das im Kanton Appenzell Ausserrhoden steuerbare Kapital auf Fr. 1'153'000.-- fest und erhob einen Steuerbetrag von Fr. 4'559.50. Gegen die Veranlagungen erhob die A.________ AG am 27. November 2020 Einsprache. Mit Einspracheentscheid vom 7. Januar 2021 trat die kantonale Steuerverwaltung auf diese Einsprache mangels Einreichung der Steuererklärung oder anderweitigen Unrichtigkeitsnachweises nicht ein. Eine Beschwerde hiergegen wies das Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden mit Urteil vom 5. Juli 2022 ab.