Citation: 6B_264/2016 E. 2.6

2.6. Allerdings verfällt die Vorinstanz in Willkür, indem sie bei der Festsetzung der Entschädigung der Beschwerdeführerin für das staatsanwaltliche Verfahren und das Beschwerdeverfahren kantonales Recht nicht anwendet bzw. die Entschädigungen pauschal festsetzt, obschon dies im kantonalen Verfahrensrecht nicht vorgesehen ist. Für das staatsanwaltliche Verfahren setzt sie die Entschädigung ermessensweise auf Fr. 600.-- und für das Beschwerdeverfahren auf pauschal Fr. 900.-- fest. Mit dem in § 177 Abs. 2 Gebührentarif vorgesehenen Stundenansatz von Fr. 230.-- - Fr. 330.-- entspricht dies einem als angemessen erachteten Aufwand von 1,8-2,6 Stunden (staatsanwaltliches Verfahren) bzw. von 2,7-3,9 Stunden (Beschwerdeverfahren). Der Vorinstanz ist zwar beizupflichten, dass der Tatvorwurf als leicht zu qualifizieren ist. Indessen wies das Bundesgericht bereits im Rückweisungsentscheid 6B_880/2015 vom 8. Dezember 2015 im Zusammenhang mit der Frage der Angemessenheit des Beizugs eines Anwalts darauf hin, dass mit Blick auf das Zusammenspiel von Halterhaftung und verschuldensabhängiger Verantwortlichkeit des Fahrzeuglenkers von einer gewissen Komplexität auszugehen ist und sich die Beschwerdeführerin mit der Frage auseinandersetzen musste, ob trotz Meldung der Fahrzeuglenkerdaten an die Polizei die Voraussetzungen für die Halterhaftung nach Art. 6 Abs. 5 OBG gegeben sind (E. 1.4.3). Angesichts dieser Erwägungen und dem damit einhergehenden Abklärungsaufwand sowie der Zeit für den Klienten- und Behördenkontakt sind die der Beschwerdeführerin zugesprochenen pauschalen Entschädigungen unhaltbar tief und stehen ausserhalb jeden vernünftigen Verhältnisses zu den von einer erfahrenen Anwältin zu leistenden Diensten. Damit ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. Bezüglich der Höhe der an die Beschwerdeführerin auszurichtenden Entschädigungen kann in Anwendung von Art. 107 Abs. 2 BGG ein reformatorischer Entscheid ergehen (BGE 137 II 313 E 1.3; 134 III 379 E. 1.3; 133 III 489 E. 3.1.; je mit Hinweisen). Eine Rückweisung an die Vorinstanz zur neuen Beurteilung erübrigt sich. Der von der Anwältin der Beschwerdeführerin geltend gemachte Aufwand von 9,3 Stunden für das staatsanwaltliche Verfahren und von 6,1 Stunden für das Beschwerdeverfahren je à Fr. 325.-- übersteigt das gemäss Rechtsprechung (BGE 138 IV 197 E. 2.3.5) angemessene Minimum deutlich (für die detaillierte Aufstellung der Leistungen vgl. Honorarnoten, kantonale Akten). Im Lichte der vorliegenden Umstände erscheint ein Aufwand von gesamthaft 10 Stunden und der Stundenansatz von Fr. 230.-- zuzüglich Mehrwertsteuer (§ 177 Abs. 1 Gebührentarif) als angemessen. Mangels entsprechender Substanziierung und angesichts der pauschalisierten Festsetzung des Aufwands entfällt ein zusätzlicher Ersatz von Auslagen.