Citation: 8C_360/2018 E. 6.2.3

6.2.3. Entgegen der Ansicht des Versicherten hat die Vorinstanz den Grundsatz des fairen Verfahrens nach Art. 6 Abs. 1 EMRK, dessen Gewährleistung sich nach sämtlichen Umständen des Einzelfalls beurteilt (vgl. etwa Urteil 2C_204/2015 vom 21. Juli 2015 E. 3.1 mit Hinweis), nicht verletzt. So konnte er im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens in angemessener Weise replizieren. Daran ändert nichts, dass das Gericht seinen Rechtsvertreter dazu angehalten hat, die beabsichtigte Replik, welche angesichts ihres Umfangs und der dazu gehörenden Beilagen offensichtlich als weitschweifig zu qualifizieren ist, angemessen zu kürzen (vgl. zur Qualifizierung als weitschweifig etwa die Urteile 5A_544/2017 vom 3. April 2018 E. 1.4 [114 Seiten Beschwerde ans Bundesgericht], 2C_1065/2016 vom 12. Januar 2017 E. 1 [50 Seiten Beschwerde ans Bundesgericht], 2C_204/2015 vom 21. Juli 2015 E. 3.2 [55 Seiten Beschwerde an Vorinstanz], oder 8C_973/2012 vom 4. März 2013 E. 2 [72 Seiten Beschwerde ans Bundesgericht]). Die IV-Stelle hat sowohl auf eine Vernehmlassung zur Beschwerde und auf eine Stellungnahme zu einer Eingabe des Versicherten als auch auf eine Teilnahme an der Verhandlung vom 28. November 2017 verzichtet. Angesichts dieser konkreten Umstände ist nicht ersichtlich, weshalb eine derart ausführliche Replik notwendig sein sollte (vgl. Urteil 2C_204/2015 vom 21. Juli 2015 E. 3.2 mit Hinweis). Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Abs. 1 EMRK bedeutet denn auch nicht, dass sich eine Partei in alle Einzelheiten verlieren darf; sie muss bloss Gelegenheit erhalten, zu sämtlichen Punkten in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht Stellung zu nehmen (Urteil 6B_726/2011 vom 15. März 2012 E. 1.3 [publiziert in Pra 2012 Nr. 47 S. 329], wonach die Beschränkung eines Plädoyers im Strafverfahren auf 20 Minuten geschützt wurde; vgl. auch Urteil 2C_204/2015 vom 21. Juli 2015 E. 5.4.1, wonach auch bei komplizierten Sachverhalten und komplexen Rechtsverhältnissen eine Beschränkung auf das Wesentliche erwartet werden darf). Schliesslich ist zu beachten, dass sich der Rechtsvertreter des Versicherten mit der Einreichung einer gekürzten Replik innert angesetzter Frist und Befragung des Versicherten anlässlich der Verhandlung vom 28. November 2017 einverstanden erklärte und angab, dieses weitere Vorgehen entspreche seinem Vorschlag.