Citation: 9C_648/2017 E. 3.2.2

3.2.2. Im Weitern macht der Beschwerdeführer geltend, das Gutachten sei vor dem Hintergrund, dass alle anderen involvierten Ärzte eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit angenommen hätten, nicht schlüssig. Das von Dr. med. B.________ bescheinigte Fehlen jeglicher Beeinträchtigung des Leistungsvermögens sei im Lichte der übrigen ärztlichen Berichte nicht nachvollziehbar. 3.2.2.1. Diesem Vorbringen ist zu entgegnen, dass das Ergebnis der gutachtlichen Abklärungen, wonach eine eindeutige Erkrankung habe ausgeschlossen werden können, keineswegs in einem klaren Widerspruch zu den restlichen ärztlichen Beurteilungen steht. 3.2.2.2. Im Austrittsbericht der psychiatrischen Klinik D.________ vom 12. August 2013 wurden eine mittel- bis schwergradige depressive Episode ohne psychotische Symptome, gegenwärtig remittiert, eine unklare chronische Müdigkeit, differentialdiagnostisch chronic fatigue syndrome, eine somatische Ursache sowie eine komplexe systemisch bedingte Entwicklungsstörung diagnostiziert. Der Bericht des Spitals E.________ vom 4. Dezember 2013 enthält die Diagnose einer ausgeprägten Fatigue-Symptomatik, am ehesten im Rahmen einer Adoleszentenkrise, wobei betont wird, dass die Symptomatik des Versicherten für eine Depression und eine Fatigue-Problematik eher atypisch sei und aktuell eine Antriebslosigkeit im Vordergrund stehe. Im Bericht vom 13. Januar 2015 sprach Dr. med. C.________ von einem diagnostisch bisher ungeklärten Zustand mit einer extremen Müdigkeit, einer Hypersomnie, einer massiv reduzierten Belastungsfähigkeit und einer weit überdurchschnittlichen Erholungszeit nach geringen Anstrengungen. Am 2. März 2015 stellte der gleiche Arzt eine diagnostisch ungeklärte Fatigue-Symptomatik, vermutlich im Rahmen einer Adoleszentenkrise mit körperlichen und psychischen Symptomen, u. a. Hypersomnie und zeitweiser depressiver Symptomatik, sowie eine familiär bedingte psychosoziale Belastung über Jahre fest. Gestützt auf diese Berichte hielt der RAD-Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für Neurologie, in seiner Stellungnahme vom 26. März 2015 dafür, es sei kein Gesundheitsschaden im Sinne der Invalidenversicherung ausgewiesen; der Versicherte leide nicht an einer somatischen Erkrankung, die mittelschwere depressive Episode im Jahre 2013 sei remittiert und es bestehe ausschliesslich eine Müdigkeit ohne entsprechende Komorbiditäten, die sich im Rahmen von stationären Behandlungen kurzfristig gebessert habe. Wenn Dr. med. B.________ auf der Basis von eigenen Untersuchungen und in Würdigung der vorhandenen ärztlichen Berichte ebenfalls zum Schluss gelangte, beim Versicherten könne keine relevante Erkrankung festgestellt werden, die eine Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermöge, steht dies somit zumindest insofern weitgehend im Einklang mit der sonstigen medizinischen Aktenlage, als die Unsicherheit über die Art des Leidens des Beschwerdeführers von sämtlichen beteiligten Ärzten geteilt wird.