Citation: 7B.205/2002 13.01.2003 E. 2

2.1 Der Entscheid des Obergerichts, auf die Beschwerde nicht einzutreten, beruht auf der Feststellung, diese sei erst nach dem letzten Tag der Zehn-Tage-Frist von Art. 18 Abs. 1 SchKG, dem 22. Juli 2002 (Montag), eingereicht worden. Wohl habe der 22. Juli in den Betreibungsferien (15. Juli bis 31. Juli) gelegen, doch sei der Fristenlauf dadurch nicht beeinflusst worden. Eine während des Stillstandes unzulässige Betreibungshandlung im Sinne von Art. 56 SchKG liege im Falle eines Beschwerdeentscheids der Aufsichtsbehörde nur dann vor, wenn diese selbstständig in das Verfahren eingegriffen und dem Betreibungsbeamten die Vornahme einer Betreibungshandlung vorgeschrieben habe, nicht aber dann, wenn die Aufsichtsbehörde nur über die Begründetheit einer Beschwerde oder eines Rekurses entschieden habe. Der Abschreibungsentscheid des Gerichtspräsidenten von A.________ vom 27. Juni 2002 stelle keine Betreibungshandlung dar. Unter diesen Umständen komme Art. 63 SchKG betreffend Wirkung der Betreibungsferien auf den Fristenlauf nicht zur Anwendung. 2.2 Die Ausführungen der Vorinstanz entsprechen der Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. BGE 117 III 4 E. 3 S. 5 mit Hinweisen). Die Vorbringen in der vorliegenden Beschwerde sind unbehelflich: Mit dem Hinweis auf Flavio Cometta (Kommentar zum SchKG, Basel 1998, N 18 zu Art. 17) und dem dazu Ausgeführten verkennt der Beschwerdeführer, dass es hier nicht darum geht, gegen welche Vorkehren oder Unterlassungen - des Betreibungsamtes - Beschwerde an die Aufsichtsbehörde geführt werden kann. Ebenfalls ins Leere stösst die Rüge der Rechtsverweigerung: Eine Rechtsverweigerung im Sinne von Art. 19 Abs. 2 SchKG, zu deren Beurteilung die erkennende Kammer einzig zuständig wäre, kann nur dann vorliegen, wenn die angerufene kantonale Aufsichtsbehörde die eingereichte Beschwerde weder materiell erledigt noch durch Nichteintreten darüber befunden hat (dazu BGE 105 III 107 E. 5a S. 115 f.) Davon kann hier angesichts des angefochtenen Entscheids nicht die Rede sein.