Citation: 1C_12/2023 E. A

Am 16. Dezember 2019 erteilte der Gemeinderat V.________ A.________ die Baubewilligung für den Einbau einer Wohnung und den Umbau der bestehenden Ladenfläche im Gebäude auf der Parzelle Nr. 1474 an der U.________strasse in V.________. Am 10. August 2020 bewilligte er zudem eine Projektänderung (Erstellung einer Aussentreppe und eine Erhöhung des Dachs). Mit superprovisorischer Verfügung vom 18. Mai 2021 ordnete der Gemeinderat die sofortige Einstellung aller Bauarbeiten an und forderte A.________ auf, für alle eigenmächtigen Projektänderungen ein nachträgliches Baugesuch einzureichen. Am 28. Juni 2021 bestätigte und ergänzte der Gemeinderat die Verfügung vom 18. Mai 2021. Am 12. Juli 2021 ordnete der Gemeinderat den Rückbau aller nicht bewilligter Bauteile an. Am 29. November 2021 hielt der Gemeinderat am angeordneten Baustopp fest, bewilligte A.________ indessen die Vornahme gewisser Massnahmen zur Bautrocknung und Schimmelbekämpfung. Am 4. April 2022 ordnete der Gemeinderat u. a. die vollständige Einstellung aller Bauarbeiten an und entzog einer allfälligen Beschwerde gegen die Verfügung die aufschiebende Wirkung. Am 9. Mai 2022 erhob A.________ Beschwerde gegen die Baueinstellung und ersuchte um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung. Am 13. September 2022 wies das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. Am 14. September 2022 erhob A.________ gegen diese Verfügung des BVU Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau und ersuchte, ihr aufschiebende Wirkung zu erteilen. Das BVU und der Gemeinderat widersetzten sich dem Gesuch und beantragten, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu entziehen. Am 30. November 2022 hiess der vorsitzende Verwaltungsrichter die Gesuche des BVU und des Gemeinderats gut, entzog der Beschwerde die aufschiebende Wirkung und bestätigte die Baueinstellung des Gemeinderats vom 4. April 2022.