Citation: 6B_109/2018 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz scheint damit den Beschwerdegegner 2 als Vertreter im Sinne von Art. 158 Ziff. 2 StGB zu betrachten und einen Missbrauch der ihm eingeräumten Vertretungsvollmacht anzunehmen. Sie verneint aber einen durch die Pflichtverletzung entstandenen Vermögensschaden mit der Begründung, die Staatsanwaltschaft habe "eine erhebliche Gefährdung des Werts der Liegenschaft der Beschwerdeführer in der angefochtenen Verfügung einlässlich begründet aus (geschlossen). Damit setzten sich die Beschwerdeführer nicht auseinander, weshalb auf ihre diesbezüglich bloss pauschale Kritik wiederum nicht einzutreten ist" (vorinstanzlicher Entscheid, E. 4. b) cc)). Die Vorinstanz verkennt, dass sie Rechtsmittelbehörde mit umfassender Kognition ist (Art. 393 Abs. 2 StPO) und damit den Sachverhalt und die Rechtsanwendung (im Umfang der angefochtenen Punkte) in umfassender Weise zu würdigen hat. Indem sie die Kognition in unzulässiger Weise beschränkt, verweigert sie den Beschwerdeführern das rechtliche Gehör (vgl. BGE 131 II 271 E. 11.7.1 S. 303 f.; Urteil 6B_72/2014 vom 27. November 2014 E. 3.4.2; je mit Hinweisen). Die Vorinstanz verkennt weiter, dass die Beschwerdeführer den behaupteten Schaden schon in ihrer ursprünglichen Strafanzeige unter anderem damit begründeten, das Ziel ihrer Einsprache sei es gewesen, ihre Abwehransprüche gegen die vom Nachbargrundstück ausgehenden unzulässigen Immissionen zu wahren. Mit dem eigenmächtigen Rückzug der Einsprache sei es ihnen nun verwehrt, ihre Ansprüche durchzusetzen, so dass ihre Liegenschaft wegen der anhaltenden Verkehrs-, Staub- und Lärmimmissionen eine Werteinbusse erleide. Wie es sich damit genau verhält, wurde in der Untersuchung nicht abgeklärt. Stattdessen verweist die Vorinstanz darauf, dass die "hauptsächlichen Ziele der Einsprecher in den öffentlich-rechtlichen Vertrag aufgenommen" wurden, und die Beschwerdeführer nicht aufzeigten, "inwiefern die Bauherrschaft trotzdem zu ihren Lasten unverhältnismässige Gewinne erzielt hätte" (vorinstanzlicher Entscheid, E. 4b) cc)). Mit dieser Argumentation lässt sich der Eintritt eines Vermögensschadens bzw. einer Vermögensgefährdung jedenfalls nicht verneinen.