Citation: 6S.130/2005 01.03.2006 E. 2

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe Art. 6 Abs. 2 EMRK (Unschuldsvermutung) sowie Art. 63 StGB (Beschleunigungsgebot) verletzt (Beschwerde S. 3 Ziff. 3). Soweit er eine Verletzung der Unschuldsvermutung rügt, ist darauf nicht einzutreten. Diese Rüge kann nur mit staatsrechtlicher Beschwerde vorgebracht werden. Auf die Beschwerde könnte in diesem Punkt auch nicht eingetreten werden, wenn sie als staatsrechtliche Beschwerde entgegengenommen würde. Einerseits ist das Urteil des Obergerichts insoweit nicht letztinstanzlich, und anderseits erschöpft sich die Beschwerde in unzulässiger appellatorischer Kritik an der Beweiswürdigung durch die kantonalen Richter (vgl. Beschwerde S. 4 - 13 Ziff. 7). Willkür gemäss Art. 9 BV liegt nur vor, wenn der angefochtene Entscheid im bemängelten Punkt offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 129 I 8 E. 2.1). Davon, dass der Beschwerdeführer in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise dargelegt hätte, inwieweit die kantonalen Richter in Willkür verfallen wären, kann nicht die Rede sein.