Citation: 9C_38/2022 E. 4.3

4.3. Als weiteren Grund, weshalb auf die Expertise vom 10. November 2019 nicht abgestellt werden könne, nennt der Beschwerdeführer (wie bereits im kantonalen Verfahren), dass die psychiatrische Gutachterin pract. med. C.________ voreingenommen gewesen sei; von Anfang an habe sie sich ihm gegenüber misstrauisch verhalten und damit ein neutrales, sachliches und unbelastetes Explorationsgespräch verunmöglicht. Umstände, welche den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit der pract. med. C.________ objektiv zu begründen vermöchten, wurden im angefochtenen Urteil indessen zu Recht verneint: Solche können insbesondere nicht darin erblickt werden, dass pract. med. C.________ unter anderem auch schilderte, wie sie das Verhalten des Versicherten (einschliesslich seiner Darstellung der Deutschkenntnisse) wahrnahm. Im Rahmen der klinischen Untersuchung hat sich die Gutachtensperson, welche die Angaben des Exploranden nicht vorbehaltlos als richtig annehmen darf, auch zum beobachteten Verhalten und zur Plausibilität der geklagten Beschwerden zu äussern sowie allfällige Widersprüche aufzuzeigen (Urteile 9C_699/2019 vom 17. Februar 2020 E. 3.2 und 8C_390/2017 vom 9. November 2017 E. 4.1). So musste pract. med. C.________ insbesondere auch begründen, aufgrund welcher Faktoren sie auf Aggravation schloss, wobei sich in diesem Zusammenhang kritische Bemerkungen gegenüber dem Begutachteten kaum vermeiden lassen (vgl. Urteil 9C_846/2007 vom 11. März 2008 E. 3.3). Da sich die entsprechenden Ausführungen im psychiatrischen Teilgutachten allesamt als sachbezogen erweisen, hält der Vorwurf der Voreingenommenheit nicht stand.