Citation: 1P.354/2006 17.11.2006 E. 3

3. KEF." Der Antrag auf Erlass eines Baustopps wird dagegen mit keiner Silbe erwähnt. Dies wäre aber zu erwarten gewesen, wenn der Beschwerdeführer tatsächlich einen solchen - seiner Natur nach dringlichen - Antrag gestellt hätte, über den bis zum 17. September 2006 noch nicht entschieden worden war. 4.4 Nach dem Gesagten musste der Verwaltungsgerichtspräsident die Eingabe von 5. September 2006 - auch im Lichte der nachfolgenden Eingabe vom 17. September 2006 - nicht als Antrag auf Erlass eines Baustopps verstehen. Mangels eines entsprechenden Antrags war er nicht verpflichtet, eine Zwischenverfügung zu erlassen. Schon aus diesem Grund erweist sich der Vorwurf der Rechtsverweigerung als unbegründet. Es kann daher offen bleiben, ob das Verwaltungsgericht bzw. dessen Präsident angesichts des weit fortgeschrittenen Verfahrens befugt gewesen wäre, den Endentscheid abzuwarten, falls der Beschwerdeführer am 5. September 2006 tatsächlich einen Antrag auf Erlass eines Baustopps gestellt hätte, oder ob über diesen Antrag sofort per Zwischenverfügung hätte entschieden werden müssen.