Citation: 8C_320/2018 E. 5.2

5.2. Zu überprüfen bleibt, ob die vorinstanzliche Annahme einer aktuell vollen Arbeitsfähigkeit gestützt auf das Gutachten vor Bundesrecht standhält. Nach eingehender Befassung, unter anderem anhand der Montgomery and Asberg Depression Rating Scale (MADRS) zur psychometrischen Beurteilung depressiver Symptome, vermochte Dr. med. E.________ keine beziehungsweise nur sehr gering ausgeprägte objektivierbare psychopathologische Befunde auszumachen. Ein klinisch relevantes depressives Syndrom sei (insbesondere bei Fehlen der Eingangskriterien der dauerhaften Hemmung der Psychomotorik, der wesentlichen Verminderung der affektiven Schwingungsfähigkeit und einer ausgeprägten sozialen Inaktivität) nicht erkennbar gewesen, ebenso wenig wie ein somatisches Syndrom, das im Kontext mit einer depressiven Symptomatik bestehen könne. Die schizoiden Persönlichkeitszüge hätten keinen Krankheitswert und minderten die Ressourcen nicht. Es bestünden - krankheitsfremd - vielfältige psychosoziale Faktoren, die die ausgeprägte Diskrepanz zwischen objektiver Befundlage und subjektiver Einschätzung erklärten. Auch mit den von seiner Auffassung abweichenden Stellungnahmen des behandelnden Psychiaters sowie des Hausarztes setzte sich Dr. med. E.________ eingehend auseinander. Gemäss Gutachten bestand keine Arbeitsunfähigkeit, was nicht einfach aus der Diagnose gefolgert oder unter Hinweis auf eine zu vermutende Überwindbarkeit begründet wurde. Der Gutachter nahm auf die vormals einschlägigen Foerster-Kriterien (BGE 130 V 352 E. 2.2.3 S. 354 f.) Bezug im Sinne einer Bestätigung des Ergebnisses und nicht zwecks dessen Herleitung. Damit enthält das Gutachten die für die Beurteilung erforderlichen Angaben, auch wenn es nicht in allen Teilen den mit BGE 141 V 281 definierten Vorgaben an ein strukturiertes Beweisverfahren folgte (vgl. BGE 143 V 409 E. 5.2 S. 418). Die gestützt darauf ergangene vorinstanzliche Feststellung einer vollen Arbeitsfähigkeit nach Remission der depressiven Episode und Ausschluss einer eigentlichen Persönlichkeitsstörung ist nicht offensichtlich unrichtig. Daran ändert nichts, dass auch das kantonale Gericht keine eingehende Prüfung der einzelnen Indikatoren vorgenommen hat (vgl. BGE 143 V 409 E. 5.2 i.f. S. 418).