Citation: 5A_78/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz äussert sich zum Einwand der Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin habe nicht das vereinbarte Schiedsgericht angerufen. Gemäss der ins Deutsche übersetzten Ziffer 9.2 [recte: Ziffer 9.1] des Liefervertrags (s. Sachverhalt Bst. A) würden alle Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten "vor Schiedsgericht der Russischen Föderation" ausgetragen. Laut einem von der Beschwerdegegnerin beigebrachten Memorandum von Rechtsanwalt C.________ gebe es in Russland für Handelssachen ein separates staatliches System von "Wirtschaftsgerichten"; erste Instanz sei das "Wirtschaftsgericht eines Subjekts der Russischen Föderation", Berufungsinstanz das "Arbitrageberufungsgericht" und Kassationsinstanz das "Wirtschaftsgericht eines Bezirks". Das Kantonsgericht folgert daraus, dass die mit der Sache befassten Gerichte staatliche russische (Handels-) Gerichte sind. Die Beschwerdeführerin argumentiere, dass angesichts der Bezeichnung als "Schiedsgericht" kein staatliches Gericht vereinbart sein könne. Sie erkläre aber nicht, weshalb sie trotz der Umschreibung des vereinbarten Gerichts als Schiedsgericht "der Russischen Föderation" davon habe ausgehen dürfen, dass ein privates Gericht vereinbart sei. Ebenso wenig mache sie geltend, sie sei mit dem russischen Justizsystem nicht vertraut und ihr sei nicht bewusst gewesen, dass das bezeichnete Gericht eine staatliche Gerichtsbehörde ist. Soweit die Beschwerdeführerin mit Bezug auf die fehlende nähere örtliche Bezeichnung die Frage aufwerfe, weshalb gerade das staatliche Gericht von Moskau vereinbart sein soll, fehle es an Ausführungen dazu, dass das vereinbarte "Schiedsgericht der Russischen Föderation" nicht bestimmbar gewesen sein soll. Weiter kommt die Vorinstanz auf die Vorbringen zu sprechen, mit denen die Beschwerdeführerin die Authentizität des Liefervertrages in Frage stellt. Nachdem zwei Versionen - eine in russischer und eine in spanischer Sprache - die erwähnte Klausel enthielten, sei davon auszugehen, dass es sich um die von den Parteien vereinbarte Version handelt, zumal die Beschwerdeführerin nicht erläutere, welche Fassungen bestehen und weshalb mehrere Versionen existieren sollen. Als Ergebnis hält das Kantonsgericht fest, die Beschwerdeführerin vermöge im Rechtsöffnungsverfahren nicht überzeugend darzulegen, dass eine Schiedsklausel bzw. ein (privates) Schiedsgericht als Gerichtsstand vereinbart wurde, weshalb im Sinne von Art. 25 Bst. a i.V.m. Art. 26 Bst. b IPRG von der Begründetheit der Zuständigkeit der russischen Gerichte auszugehen sei.