Citation: 2A.493/2005 25.08.2005 E. 3

3.1 Das Verwaltungsgericht geht in seinem Urteil von der dargestellten Rechtsprechung zur missbräuchlichen Berufung auf die Ehe aus. Für die Beurteilung der Chancen zur Wiederaufnahme einer ehelichen Beziehung hat es zwar hauptsächlich das eindeutige Schreiben der Ehefrau vom 31. Juli 2004 an das Ausländeramt erwähnt. Es hat aber durchaus auch ausdrücklich oder, soweit sie sich unbestritten aus den Akten ergeben, stillschweigend auf die weiteren Umstände abgestellt, die in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen sind: Nach relativ kurzer Ehedauer haben sich die Ehegatten im Januar 2004 getrennt. Im Hinblick auf die Auflösung des ehelichen Zusammenlebens haben sie bereits im Juni 2003 rückwirkend auf die Eheschliessung die Gütertrennung vereinbart. Das im September 2003 eingereichte Scheidungsbegehren wurde zwar im gleichen Monat wieder zurückgezogen, aber trotzdem haben sich die Ehegatten danach für das Getrenntleben entschieden und seither nicht mehr zusammengewohnt. Ergänzend kann auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG). Hinweise darauf, dass diese Feststellungen offensichtlich unrichtig wären, sind nicht ersichtlich und gehen namentlich auch nicht aus den Vorbringen des Beschwerdeführers hervor. Sein Einwand, das Verhältnis zu seiner Ehegattin habe sich so weit normalisiert, dass er sie "monatlich sehe und regelmässig Kontakt halte", ändert am festgestellten Erlöschen des Willens zur Führung einer Lebensgemeinschaft nichts. Aufgrund der Dauer und der Umstände der Trennung sowie der Tatsache, dass die Ehe für die Ehegattin offensichtlich definitiv gescheitert ist, kann der Beschwerdeführer nicht ernsthaft damit rechnen, das eheliche Zusammenleben werde zu irgend einem Zeitpunkt nochmals aufgenommen. Dass im Moment keine Scheidungsklage hängig ist, liegt wohl daran, dass die für ein einseitiges Scheidungsbegehren erforderliche zweijährige Trennungsfrist noch nicht abgelaufen ist. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer in einer Rekursergänzung vom 25. Februar 2005 selber eingeräumt, er habe einsehen müssen, dass die Ehe nicht mehr zu retten sei. Umstände oder eigene Bemühungen, die darauf schliessen liessen, dass konkret Hoffnung auf Versöhnung bestünde, macht er keine geltend. 3.2 Bei gesamthafter Betrachtung aller Indizien musste sich für das Verwaltungsgericht der Schluss aufdrängen, dass keine Aussichten auf Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft mehr bestanden. Wenn sich der Beschwerdeführer unter den dargelegten Umständen dennoch auf die Ehe beruft, um die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu erwirken, handelt er rechtsmissbräuchlich (E. 2.2 hiervor). Die Vorinstanz hat mit dem angefochtenen Urteil Bundesrecht nicht verletzt.