Citation: 1C_299/2008 10.02.2009 E. A

X.________ trat 1985 als Angestellter der Einwohnergemeinde Interlaken in den Dienst der Ortspolizei und war seit dem 1. März 2001 Leiter der Uniformpolizei. Am 4. März 2002 wurde gegen ihn ein polizeiliches Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Veruntreuung von Parkuhrengeldern eröffnet. Mit Bericht vom 17. Juni 2002 stellte die Treuhandgesellschaft Y.________ AG fest, der Gemeinde Interlaken seien zwischen Juni 2000 und April 2002 Einnahmen aus der Bewirtschaftung ihrer Parkuhren in der Höhe von CHF 295'733.83 entgangen. Mit Verfügung vom 11. September 2002 eröffnete das Untersuchungsrichteramt IV Berner Oberland gegen X.________ ein Strafverfolgungsverfahren. Am 18. März 2002 wurde X.________ beurlaubt und am 6. Mai 2002 freigestellt. Mit Verfügung vom 12. Februar 2003 kündigte die Gemeinde das Anstellungsverhältnis per 31. Mai 2003. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern wies die von X.________ gegen die Kündigung gerichtete Beschwerde mit Urteil vom 5. November 2003 ab. Dieses Urteil blieb unangefochten. Das Kreisgericht XI Interlaken-Oberhasli sprach X.________ mit Urteil vom 7. Mai 2004 von der Anschuldigung des gewerbsmässigen Diebstahls frei. Dieses Urteil erwuchs ebenfalls in Rechtskraft. Am 20. April 2006 verfügte die Gemeinde, X.________ habe ihr Schadenersatz im Betrag von CHF 60'000.-- zu entrichten. Zur Begründung führte sie an, X.________ sei für die Kontrolle der Einnahmen aus Parkgebühren und für die Verwaltung der Schlüssel zur Bewirtschaftung der Parkuhren und der Geldkassetten zuständig gewesen. Er habe diese Pflichten grobfahrlässig verletzt und dadurch die für den Schadenseintritt massgebende Ursache gesetzt. Der Regierungsstatthalter hiess die Beschwerde von X.________ mit Entscheid vom 8. August 2007 gut und hob die angefochtene Verfügung der Gemeinde auf. In der Begründung hielt er fest, X.________ habe zwar nicht immer mit genügender Sorgfalt gehandelt, doch sei sein Verhalten nicht als grobfahrlässig einzustufen. Damit entfalle eine Anspruchsvoraussetzung für die Schadenersatzforderung der Gemeinde. Die Gemeinde beschwerte sich gegen den Entscheid des Regierungsstatthalters beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Mit Urteil vom 26. Mai 2008 hiess dieses die Beschwerde teilweise gut, hob den Entscheid des Regierungsstatthalters auf und verpflichtete X.________, der Gemeinde einen reduzierten Schadenersatzbetrag von CHF 44'400.-- zu entrichten. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab. Das Verwaltungsgericht bejahte den Vorwurf der Grobfahrlässigkeit, vertrat aber die Ansicht, die geltend gemachte Schadenersatzforderung von CHF 60'000.-- sei wegen Mitverschulden der Gemeinde zu kürzen.