Citation: 2A.575/2002 17.03.2003 E. A

T.________, geboren am 27 November 1969, Staatsangehöriger von Bosnien-Herzegowina, hielt sich in den Jahren 1990 und 1991 als Saisonnier in der Schweiz auf. Am 1. Juli 1991 heiratete er die Schweizerin H.________, worauf ihm eine Aufenhaltsbewilligung erteilt wurde, letztmals verlängert bis zum 1. Juli 1999. Am 26. Oktober 1994 wurde T.________ vom Bezirksamt Gaster wegen Führens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand zu zwei Wochen Gefängnis bedingt sowie zu einer Busse von Fr. 850.-- verurteilt. Das Strafamtsgericht Biel sprach T.________ am 13. November 1996 wegen Gehilfenschaft zum vollendeten Versuch der Erpressung schuldig und verurteilte ihn zu acht Monaten Gefängnis, bedingt aufgeschoben auf drei Jahre, sowie zu einer Landesverweisung von fünf Jahren, bedingt aufgeschoben auf drei Jahre. Am 11. August 1997 ersuchte T.________ um Erteilung der Niederlassungsbewilligung. Mit Schreiben vom 20. Oktober 1997 teilte ihm das Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen mit, dass die in der Zwischenzeit getätigten Abklärungen ergeben hätten, dass sein bisheriges Verhalten verschiedentlich Anlass zu berechtigten Klagen gegeben habe. Das Justiz- und Polizeidepartement sei daher nicht bereit, ihm die Niederlassungsbewilligung zu erteilen. Hingegen werde seine Jahresaufenthaltsbewilligung um ein Jahr verlängert. Falls er hinsichtlich der Verweigerung der Niederlassungsbewilligung eine rekursfähige Verfügung wünsche, bitte das Departement um Mitteilung innert 14 Tagen. Diese Frist liess T.________ ungenutzt verstreichen. Am 2. Dezember 1997 erklärte die Gerichtskommission Sargans T.________ wegen Führens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand und grober Verkehrsverletzung schuldig und verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe von fünf Monaten. Gleichzeitig wurden die mit dem Urteil des Strafamtsgerichts Biel vom 13. November 1996 ausgesprochene Gefängnisstrafe von acht Monaten und die Landesverweisung von fünf Jahren für vollziehbar erklärt. Gegen dieses Urteil erhob T.________ Berufung an das Kantonsgericht St. Gallen. Am 22. Februar 1998 erlitt T.________ einen Unfall. Seither geht er keiner Arbeit mehr nach. Am 20. August 1998 wurde die kinderlos gebliebene Ehe zwischen T.________ und H.________ geschieden. Das Kantonsgericht St. Gallen hiess am 25. September 1998 die Berufung gegen das Urteil der Gerichtskommission Sargans vom 2. Dezember 1997 teilweise gut und schob den Vollzug der Freiheitsstrafe von fünf Monaten Gefängnis unter Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren auf. Eine gegen dieses Urteil erhobene Nichtigkeitsbeschwerde hiess das Bundesgericht am 23. Februar 1999 teilweise gut und wies die Sache zur Neubeurteilung an das Kantonsgericht St. Gallen zurück, welches am 7. Dezember 1999 T.________ erneut wegen Führens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand und grober Verkehrsverletzung für schuldig erkannte und ihn zu fünf Monaten Gefängnis unter Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren Gefängnis verurteilte. Gleichzeitig bestätigte es den Vollzug der mit Urteil des Strafamtsgerichts Biel vom 13. November 1996 ausgesprochenen Gefängnisstrafe von acht Monaten sowie der Landesverweisung von fünf Jahren. Am 5. Februar 2000 trat das Bundesgericht auf eine gegen dieses Urteil erhobene Nichtigkeitsbeschwerde nicht ein. Am 6. April 2001 bestrafte der "presidente della Corte delle Assise correzionali di Mendrisio" T.________ wegen Einführens von Falschgeld sowie Führens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand mit vier Monaten Gefängnis, bedingt aufgeschoben auf vier Jahre. Gleichzeitig wurde der durch das Bezirksamt Gaster am 26. Oktober 1994 für bedingt erklärte Strafvollzug von zwei Wochen Gefängnis widerrufen und der Vollzug der Strafe angeordnet.