Citation: 6P.44/2004 27.07.2004 E. 6

Der Beschwerdeführer macht in verschiedener Hinsicht eine Verletzung der EDNA-Verordnung geltend. 6.1 Die EDNA-Verordnung dient als gesetzliche Grundlage für den auf den 1. Juli 2000 in Kraft gesetzten und bis zum 31. Dezember 2004 befristeten Probebetrieb des DNA-Profil-Informationssystems, welches den gesamtschweizerischen und - im Rahmen der Rechtshilfe - auch internationalen Vergleich von DNA-Profilen zur Identifizierung verdächtiger Personen sowie zur Beweisführung im Strafverfahren ermöglicht. Die genannte Verordnung soll durch das Bundesgesetz über die Verwendung von DNA-Profilen im Strafverfahren und zur Identifizierung von unbekannten und vermissten Personen (DNA-Profil-Gesetz) abgelöst werden (vgl. dazu BBl 2001 S. 29 ff.). 6.2 Die EDNA-Verordnung regelt die Organisation und Abläufe der Erstellung, Registrierung und Abgleichung von DNA-Profilen. Dagegen stellt sie keine Vorschriften über die Würdigung der mit DNA-Untersuchungen gewonnenen Beweise auf (vgl. Art. 2 EDNA-Verordnung). Ob bzw. in welchem Umfang der Beschwerdeführer Verletzungen dieser Verordnung mit Nichtigkeitsbeschwerde rügen kann, erscheint daher fraglich, kann aber offen bleiben. Die DNA-Unter-suchungen sind vorliegend vorschriftsgemäss durchgeführt worden (vgl. vorstehend E. 2.4). Die Rügen des Beschwerdeführers erweisen sich mithin auf jeden Fall als unbegründet.