Citation: I 1074/06 20.12.2007 E. 4

Strittig ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. Während die Vorinstanz im Ergebnis den einen Rentenanspruch verneinenden Einspracheentscheid der IV-Stelle vom 21. März 2005 bestätigte, weil die Versicherte trotz aller geklagter Beschwerden nach medizinischer Aktenlage in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei und aus dem Einkommensvergleich kein anspruchsbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40 % resultiere, rügt die Beschwerdeführerin letztinstanzlich einzig, die Verwaltung habe in medizinischer Hinsicht mit Blick auf eine allfällige psychogene Einschränkung der Arbeitsfähigkeit den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig ermittelt. 4.1 Das kantonale Gericht hat mit zutreffender Begründung, worauf verwiesen wird, gestützt auf die einschlägigen medizinischen Beurteilungsgrundlagen in tatsächlicher Hinsicht für das Bundesgericht verbindlich festgestellt, dass der Versicherten unter Berücksichtigung aller subjektiv geklagter Befindlichkeitsstörungen bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50 mit Hinweisen) und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht (BGE 123 V 230 E. 3c S. 233, 117 V 275 E. 2b S. 278, 394 E. 4b S. 400, je mit Hinweisen; AHI 2001 S. 282 f. E. 5a/aa, I 11/00) die uneingeschränkte erwerbliche Verwertung einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zumutbar ist. 4.2 Die Beschwerdeführerin legt nicht dar und macht nicht geltend, die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung sei offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen erfolgt (E. 2.1 hievor). Das kantonale Gericht hat sich mit den vor Bundesgericht erneut geltend gemachten Einwänden gegen das Abstellen auf das Gutachten des Psychiaters Dr. med. E.________ und des Psychologen H._______ vom 27. Mai 2004 im angefochtenen Entscheid ausführlich auseinandergesetzt. In nachvollziehbarer und überzeugender Weise hat die Vorinstanz begründet, weshalb unter den gegebenen Umständen auf das eben genannte psychiatrische Gutachten abzustellen ist, auch wenn diesen Experten bei der Exploration das namentlich bekannt gewesene orthopädische Gutachten des Dr. med. N.________ vom 19. August 2003 nicht vorlag. 4.3 Das kantonale Gericht hat die medizinische Aktenlage umfassend und ausführlich gewürdigt. Es hat über den in zeitlicher Hinsicht massgebenden, bei Erlass des Einspracheentscheides verwirklichten Sachverhalt (BGE 130 V 445 E. 1.2 S. 446 mit Hinweisen) hinaus auch den im erstinstanzlichen Verfahren eingereichten Bericht des - erst seit anfangs März 2005 (also kurz vor Erlass des Einspracheentscheides vom 21. März 2005) - behandelnden Psychiaters Dr. med. G.________ vom 21. Juni 2005 berücksichtigt. Die Vorinstanz ist in Anwendung der Praxis zu den somatoformen Schmerzstörungen (BGE 131 V 49 und 130 V 352) zu Recht zur Überzeugung gelangt, dass eine psychogene Einschränkung der Leistungsfähigkeit zu verneinen ist, weil der vorhandene psychische Gesundheitsschaden keine rechtserhebliche Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermag, da keine selbstständige, vom Schmerzsyndrom losgelöste psychische Komorbidität vorliegt. Daran ändert entgegen der sinngemäss vertretenen Auffassung der Beschwerdeführerin nichts, falls die nebst der somatoformen Schmerzstörung im Wesentlichen diagnostizierte depressive Episode - abweichend vom psychiatrischen Gutachten statt bloss als "leicht" - als "mittelgradig" (gemäss den Dres. med. I.________ und G.________) qualifiziert wird (vgl. Urteile I 513/06 vom 10. Mai 2007 E. 3.2 und I 261/06 vom 4. Januar 2007 E. 4.1 i.f. und 4.2). Nach übereinstimmender Einschätzung aller beteiligter Psychiater steht fest, dass erhebliche psychosoziale Belastungsfaktoren vorhanden sind, welche als invaliditätsfremde Gesichtspunkte (BGE 130 V 352 E. 2.2.5 S. 355 mit Hinweisen) aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht unbeachtlich sind. 4.4 Im Rahmen der freien Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E. 2.1 S. 395, 125 V 351 Erw. 3a S. 352) durfte das kantonale Gericht unter anderem dem Grundsatz Rechnung tragen, dass Berichte der behandelnden Ärzte auf Grund deren auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen sind (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353), was nicht nur mit Blick auf den allgemein praktizierenden Hausarzt und den behandelnden Spezialarzt zutrifft, sondern erst recht für den schmerztherapeutisch tätigen Arzt gilt, welcher angesichts des besonderen Vertrauensverhältnisses zunächst den geklagten Schmerz bedingungslos zu akzeptieren hat (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 655/05 vom 20. März 2006, E. 5.4 mit Hinweisen). Bei der Zumutbarkeitsbeurteilung wird das Mass des Forderbaren jedoch weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50 mit Hinweisen). Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 E. 4b [I 362/99] mit Hinweisen auf BGE 124 V 90 E. 4b S. 94 und 122 V 157 E. 1d S. 162). Nach dem Gesagten ist die vorinstanzliche Feststellung in tatsächlicher Hinsicht, wonach der Versicherten - auch unter Berücksichtigung ihres psychischen Leidens - die erwerbliche Verwertung einer angepassten Tätigkeit bei voller Arbeitsfähigkeit zumutbar ist, nicht zu beanstanden.