Citation: 9C_325/2015 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer ist in der besonderen Versicherungsform SanaCall nach KVG versichert. Er unterliess es, vor der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen das entsprechende Telefonportal anzurufen und den Behandlungsablauf abzusprechen. Er rügt nun, ein Anruf beim Zentrum für Telemedizin stelle per se kein valables alternatives Versicherungsangebot dar und die Sanktionierung gemäss Art. 8 des Reglements führe im Ergebnis zu einer unerwünschten Risikoentmischung sowie Entsolidarisierung zwischen den gewöhnlich Grundversicherten und jenen, die über das Modell "SanaCall" versichert seien. Da niemand in seriöser Absicht behaupten könne, dass die Grundversorgung einzig durch Telefongespräche abgedeckt sei, verstosse das Reglement in diesem Punkt gegen das Versicherungsobligatorium, wobei das Bundesgericht sich noch nicht zur Zulässigkeit reglementarischer Bestimmungen geäussert habe, die für den Fall von Obliegenheitsverletzungen die vollständige Leistungsverweigerung vorsehen würden.