Citation: 6B_1079/2022 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer beanstandet, mangels einer effektiven Verteidigung zu Beginn des Verfahrens seien seine Aussagen vom 13. und 25. April 2018 sowie diejenigen des Beschwerdegegners 2 vom 18. April 2018 unverwertbar. Angesichts der Vorgespräche von zwölf Minuten vor der ersten Einvernahme vom 13. April 2018 und von fünf Minuten vor der Fortsetzung der Einvernahme am 25. April 2018 habe sich der frühere amtliche Verteidiger nicht hinreichend instruieren lassen und ihn auch nicht hinreichend beraten können. Zwölf Minuten seien nicht ausreichend, um als Rechtsanwalt einen Überblick zu gewinnen, mit dem Klienten eine erste Verteidigungsstrategie zu etablieren und den Klienten zu instruieren. Dies müsse verstärkt gelten, wenn eine Einlassung erfolgen solle und wichtige Zeugeneinvernahmen (Geschädigte etc.) anstünden. Er sei damit ohne wirksame Verteidigung in seine eigenen Einvernahmen vom 13. und 25. April 2018 gegangen und auch die Einvernahme des Beschwerdegegners 2 vom 18. April 2018 sei unvorbereitet gewesen. Das Verfahren sei nicht fair gewesen, da er bis zum Anwaltswechsel keinen Zugang zu einem wirksamen Verteidiger gehabt habe, dies trotz der Schwere der Anklage.