Citation: 2C_1077/2018 E. 5.3.1

5.3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, keinerlei Beziehungen mehr zum Kosovo zu unterhalten; die Schweiz sei heute seine Heimat. Seit vier Jahren habe er sich nicht mehr im Kosovo aufgehalten. Die gegen ihn angeordnete aufenthaltsbeendende Massnahme bilde einen unverhältnismässigen Eingriff in das Familienleben mit seiner Gattin und seinen Kindern. Diese Vorbringen über das Verhältnis zum Heimatstaat decken sich in wesentlichen Punkten nicht mit den Aussagen des Ehepaars im Rahmen ihrer polizeilichen Befragung vom 16. Oktober 2017: Der Beschwerdeführer hat 8 Jahre in Prizren gelebt und die dortige Grundschule besucht. Sitten, Kultur, Sprache und Gebräuche seines Heimatlands sind ihm nach wie vor bekannt, lebt seine Familie hier doch in erster Linie unter sich. In die schweizerischen Werte und Verhältnisse vermochte er sich nur sehr beschränkt einzugliedern, was seine wiederholte Straffälligkeit belegt. Früher will der Beschwerdeführer sich zudem öfters im Kosovo aufgehalten haben; seine Eltern verfügen dort auch noch über ein leerstehendes Haus. Ein Onkel mütterlicherseits und ein Bruder des Vaters halten sich im Kosovo auf. Soweit der Beschwerdeführer die Beziehung zu diesen als eher schwierig bezeichnet, ist es ihm zumutbar, das Verhältnis zu ihnen zu verbessern. Den Beschwerdeführer verbindet mit seiner Heimat somit mehr als nur die blosse Staatsbürgerschaft.