Citation: 1P.484/2003 08.01.2004 E. 3.2

3.2.1 Das Verwaltungsgericht hat erwogen, dass die Geländer auf dem Flachdach zwar dem Grundsatz nach nicht Gegenstand des Baugesuchs vom 20. Juni 2000 (welches zur heute umstrittenen Bauverweigerung führte) waren, wohl aber insofern, als die Materialwahl und die Gestaltung der Geländer zuvor nie abschliessend beurteilt worden seien. Dies ergebe sich aus der Baubewilligung vom 28. April 1997, wo vom Bauherrn verlangt worden sei, für die Farb- und Materialgestaltung der Fassaden, Treppen und Geländer dem Gemeindeammannamt ein Konzept zur Genehmigung einzureichen. Das im Beschwerdeverfahren ebenfalls umstrittene Geländer auf dem Flachdach sei somit 1997 keineswegs vorbehaltlos bewilligt worden. 3.2.2 In diesem Zusammenhang fällt zunächst auf, dass die Gestaltung der Geländer in der Tat nicht Gegenstand des Baugesuchs vom 20. Juni 2000 war. Das Thema wurde erst von den Einsprechern aufgegriffen. Der Beschwerdeführer liess sich aber in seiner Stellungnahme vom 8. August 2000 zur Einsprache ohne Vorbehalt auf die Thematik ein und führte wörtlich aus: "Das Geländer wird wie besprochen und bewilligt ausgeführt" (kommunale act. 12). Die genaue Bedeutung dieser Aussage erschliesst sich erst aus weiteren Akten (siehe dazu die nachfolgenden Erwägungen). Mit ihr wird aber jedenfalls anerkannt, dass der bestehende Zustand vorläufig ist und angepasst werden soll. In der staatsrechtlichen Beschwerde wird nicht geltend gemacht, das Verwaltungsgericht hätte auf diesen Punkt nicht eintreten dürfen. Mit seinen Ausführungen hat das Verwaltungsgericht eine nachvollziehbare Begründung dafür geliefert, weshalb die Gestaltung der Balkon- bzw. Terrassengeländer im Beschwerdeverfahren überprüft werden durften. Der Beschwerdeführer war denn auch durchaus in der Lage, diese Argumentation sachgerecht anzufechten. Von einer Verletzung der Begründungspflicht kann keine Rede sein. Von dieser Feststellung zu unterscheiden ist die Frage, ob die vom Verwaltungsgericht gegebene Begründung dem Willkürverbot standhält.