Citation: 2C_77/2017 E. A

A.A.________ und B.A.________ überwiesen am 13. September 2004 (Valutadatum) Fr. 400'000.-- an C.________. Als Zweck dieser Zahlung gaben sie "AKTIENKAUF D.________" an. Am 26. September 2004 unterzeichneten A.A.________ und C.________ ein Dokument, welches sie als Darlehensvertrag bezeichneten. Laut diesem Dokument gewährte A.A.________ für eine Dauer von maximal fünf Jahren C.________ ein Darlehen in der Höhe von Fr. 400'000.--, das zu einem Satz von 2.5% zu verzinsen war. Der Zins sollte erst bei Rückzahlung des Darlehens zahlbar werden. Überdies räumte der Vertragstext A.A.________ das Recht ein, "innerhalb oder nach Ablauf der Frist das Darlehen in 8 % Aktien der E.________ (4'000 Aktien der E.________ zum vereinbarten Kaufpreis von Fr. 100.--) umzuwandeln, unabhängig vom dannzumal gültigen Kaufpreis". Bei E.________ handelte es sich um die F.________ Holding AG. Diese Gesellschaft war von einer Investorengruppe gegründet worden, um sämtliche Aktien an der D.________ AG zu übernehmen. C.________ erwarb derweil von zwei Aktionären der F.________ Holding AG namens G.________ und H.________ eine wirtschaftliche Beteiligung an der F.________ Holding AG von ungefähr 20 %. Das rechtliche Eigentum an den Aktien der F.________ Holding AG verblieb bei den beiden Aktionären. In der Folge schlossen C.________ und A.A.________ am 14. Januar 2005 einen als Treuhandvertrag bezeichneten Vertrag. Darin vereinbarten die Parteien Folgendes: "Der Aktionär [C.________] verpflichtet sich: - das Darlehen aus dem Jahre 2004 in Höhe von Fr. 400'000.-- in Aktien der F.________ Holding AG umzuwandeln und im Auftrage des Treuhandgebers zu verwalten. Die Differenz zum Umwandlungspreis in Höhe von Fr. 4'000.-- wird vom Schuldner dem Treuhandgeber erstattet. Mit dieser Wandlung entfallen die Zinsansprüche des Darlehensgebers, resp. neu des Treuhandgebers [A.A.________]. - Die Aktien haben einen Kaufpreis von Fr. 110.-- - 3'600 Aktien zum Wert nominal von CHF 100 der Gesellschaft F.________ Holding AG, U.________ (im folgenden "Aktien" genannt) auf seinen Namen zu halten. Er verwaltet diese Aktien im Auftrag des Treuhandgebers, dem auch der Ertrag zusteht." Von Dezember 2005 bis April 2006 wurde das Aktienkapital der F.________ Holding AG in mehreren Schritten von ursprünglich Fr. 100'000.-- auf schliesslich Fr. 5'681'600.-- erhöht. A.A.________ und offenbar auch C.________ blieben auch nach diesen Kapitalerhöhungen nur indirekt, d.h. rein vertraglich, an der F.________ Holding AG beteiligt. Sie erwarben also weiterhin kein rechtliches Eigentum an Aktien von der F.________ Holding AG. Am 19. April 2006 schlossen A.A.________ und C.________ einen weiteren, als Aktienverkaufsvertrag bezeichneten Vertrag, der den Verkauf von 3'600 Aktien von A.A.________ an C.________ vorsah. Der Kaufpreis der Aktien wurde auf je Fr. 768.--, insgesamt also Fr. 2'764'800.-- festgelegt. Im gleichen Zeitraum (Frühjahr 2006) veräusserte C.________ seine treugeberischen Ansprüche gegen die zwei Aktionäre von der F.________ Holding AG. Diese verkauften ihrerseits ihre Aktien. Im Rahmen des Verkaufs sämtlicher Aktien der F.________ Holding AG wurde offenbar ein weit über dem nominellen Aktienkapital von Fr. 5'681'600.-- liegender Preis gelöst.