Citation: 6S.142/2005 03.06.2005 E. 2

Die Vorinstanz hat das Wiederaufnahmegesuch mit einlässlicher Begründung, auf die hier in Anwendung von Art. 36a Abs. 3 OG ver-wiesen werden kann, abgewiesen. Sie geht davon aus, die Ausfüh-rungen des Beschwerdeführers und seiner heutigen Ehefrau seien alles in allem eher zu wirr, als dass sie über ihre Beziehung und über den Beginn des angeblichen Konkubinatsverhältnisses etwas Detail-liertes auszusagen vermöchten (angefochtener Entscheid S. 11 lit. b). Die Vorinstanz kommt in tatsächlicher Hinsicht zum Schluss, die Behauptung des Beschwerdeführers, das angebliche Konkubinats-verhältnis habe die von der EMRK und der Rechtsprechung des Bundesgerichts verlangte Intensität bereits zum Zeitpunkt des Urteils von 1998 erreicht, scheine bereits aufgrund seiner Dauer von höch-stens zehn Monaten als unwahrscheinlich, auch wenn es rund anderthalb Jahre später in eine Eheschliessung gemündet habe. Es sei vom Beschwerdeführer nicht dargetan, dass er und seine spätere Ehefrau bereits 1998 einen gemeinsamen Haushalt geführt oder sonst eine intensive Partnerschaft gepflegt hätten, liege doch lediglich ein gemeinsamer Mietvertrag aus dem Jahr 2002 im Recht. Insbesondere auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer seine Beziehung zu seiner späteren Ehefrau seinerzeit im Rahmen des Ermittlungs-verfahrens nicht auf den Tisch gelegt habe, spreche gegen eine intensive Partnerschaft. Gesamthaft gesehen sei das Bestehen einer engen Beziehung, wie sie für die Anwendung von Art. 8 EMRK eine Voraussetzung bilde, für den Zeitpunkt der Verurteilung weder nachgewiesen noch glaubhaft gemacht (angefochtener Entscheid S. 15/16 lit. bb). An anderer Stelle wird im angefochtenen Entscheid unter Hinweis auf die Ausführungen des Bezirksgerichts festgestellt, die spätere Ehefrau des Beschwerdeführers habe im September 1998 noch mit ihrem damaligen Ehemann zusammengewohnt (angefoch-tener Entscheid S. 5). Diese Feststellungen im angefochtenen Entscheid sind für das vorliegende Verfahren verbindlich (Art. 277bis Abs. 1 Satz 2 BStP). Wenn man davon ausgeht, ist die 1998 ausgesprochene Landesverweisung und damit auch die Abweisung des Wiederauf-nahmegesuches bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Die Be-schwerde ist als offensichtlich unbegründet abzuweisen.