Citation: I 674/03 21.04.2004 E. 3

Zu prüfen ist ferner, ob und bejahendenfalls in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin durch ihr Leiden in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. 3.1 In seinem Gutachten vom 1. Februar 2002 diagnostizierte Dr. med. M.________ einen Status nach Verkehrsunfall am 30. Juni 1999 mit Halswirbelsäulendistorsion mit einem auch aktuell noch bestehenden rechtsbetonten, mässigen mittleren und oberen Cervicalsyndrom, leichten bis mässigen cervico-cephalen Beschwerden und leicht ausgeprägten kognitiven Störungen sowie einem vorbestehenden Oligo/ Poliarthritisschub im Juli 1999. Er verneinte eine Arbeitsfähigkeit der Versicherten in ihrer angestammten Tätigkeit als Reinigerin/Postsortiererin. In einer angepassten Beschäftigung mit wechselnd sitzender/ stehender Körperhaltung ohne Kopfzwangshaltungen und ohne arbeitsmässige Belastung des Schultergürtels ging er jedoch von einem Leistungsvermögen von 75 % aus. 3.2 Gegen diese Beurteilung bringt die Beschwerdeführerin vor, zusätzlich an einer im IV-Abklärungsverfahren nicht genügend berücksichtigten Polyarthritis zu leiden. Dem kann nicht gefolgt werden. Bereits die Dres. med. H.________ und F.________ der Klinik R.________ hatten in ihrem Austrittsbericht vom 26. Juni 2000 zwar u.a. eine Polyarthritis diagnostiziert, ab 29. Mai 2000 indessen eine Arbeitsaufnahme in der bisherigen Tätigkeit im Reinigungsdienst in gewohntem Umfang empfohlen. Die Dres. med. T.________ und G.________ stellten in ihrem Bericht vom 10. Dezember 2001 ebenfalls die Diagnose einer seronegativen Oligoarthritis, fanden radiologisch indes keine objektivierbaren entzündlichen ossären, sondern lediglich diskrete beginnende degenerative Veränderungen in den Fingergelenken beidseits. Am 1. Februar 2002 attestierte Dr. med. T.________ der Beschwerdeführerin denn auch eine Arbeitsfähigkeit als Raumpflegerin von 50 % sowie in einer geeigneten Tätigkeit von 100 %. Wie die Versicherte sodann selber zugesteht, war Dr. med. M.________ sich des arthrotischen Krankheitsbildes durchaus bewusst. Auf Grund ihrer Erklärungen ihm gegenüber - unter "Persönliche Anamnese" im Gutachten wiedergegeben - hatte sie zwar vor dem Unfall an Arthritis im Bereich der rechten Hand gelitten, weshalb sie auch während ca. eines Monats krank geschrieben worden sei. Seit etwa Juni 2001 habe sie diesbezüglich indessen keine Probleme mehr gehabt. Die Gelenke seien nicht mehr gereizt und auch die Schwellungen seien abgeklungen. Im Lichte dieser Ausführungen stellte Dr. med. M.________ anlässlich seiner Untersuchung fest, dass im Zeitpunkt des Unfalles als unfallfremder Faktor zwar eine, möglicherweise einen ungünstigen "Co-Faktor" bei der Verletzung darstellende Polyarthritis bestanden habe, welche aber in der Zwischenzeit vollständig abgeklungen sei. Wenn die Angaben der Ärzte des Spitals Y.________ und diejenigen des Dr. med. M.________ zeitlich zwar nicht ganz kongruent erscheinen, so wird aus ihnen dennoch klar, dass die Beschwerdeführerin im vorliegend für die Beurteilung des Sachverhaltes - und damit auch der gesundheitlichen Verhältnisse - massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses (vom 1. November 2002; BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) in einer leidensadaptierten Tätigkeit jedenfalls zu 75 % arbeitsfähig war. Daran nichts zu ändern vermögen namentlich die Stellungnahmen des Dr. med. E.________ vom 21. Dezember 2001 sowie 10. Februar 2002, wonach die Versicherte für den Reinigungsdienst nicht mehr bzw. nurmehr im Umfang von ca. 20 - 25 % geeignet sei, enthalten sie doch insbesondere keine Einschätzung des Leistungsvermögens in einer den Leiden angepassten leichteren körperlichen Tätigkeit. Nichts anderes ergibt sich alsdann aus einem weiteren Bericht des Dr. med. E.________ vom 19. Oktober 2003, äussert er sich darin doch ebenfalls mit keinem Wort zur Arbeitsfähigkeit und kann darauf, da beinahe ein Jahr nach Erlass der Verfügung erstellt, ohnehin nicht abgestellt werden. Zudem ist in Bezug auf Angaben von Hausärzten der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte mitunter wegen ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen. Ihren Stellungnahmen kann deshalb nicht der gleiche Beweiswert zuerkannt werden wie denjenigen der zur neutralen Expertise durch die Verwaltung beauftragten Ärzte (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc mit Hinweisen). Von zusätzlichen Beweiserhebungen in medizinischer Hinsicht sind - entgegen der Betrachtungsweise der Beschwerdeführerin - keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b mit Hinweisen auf BGE 124 V 94 Erw. 4b und 122 V 162 Erw. 1d). Nachstehend ist mithin von einer Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit von 75 % auszugehen.