Citation: 9C_573/2023 E. 8.2

8.2. In ihrer Beschwerde macht die IV-Stelle eine Verletzung der Begründungspflicht im Sinne von Art. 61 Abs. 1 lit. h ATSG geltend. Sie hält eine Rückweisung an das kantonale Gericht zur Neubeurteilung nach Art. 45 Abs. 1 Satz 2 ATSG für gerechtfertigt, weil es nicht geprüft habe, ob ihr die exorbitanten Kosten des monodisziplinären Gutachtens einfach tel quel auferlegt werden durften. Deren Höhe entspreche in etwa dem in der aktuellen Vereinbarung betreffend die Erstellung von polydisziplinären Gutachten zwischen der IV und Gutachterstellen für ein Gutachten unter Einbezug von Allgemeiner Innerer Medizin und notabene 5 Disziplinen vorgesehenen Pauschalpreis von Fr. 16'371.- (inkl. Mehrwertsteuer; Anhang 2 "Tarif zur Vergütung der polydisziplinären medizinischen Gutachten" [Stand: 1. Februar 2023], Tarifziffer 290.4.1). Diese Diskrepanz lasse sich nicht erklären, auch nicht mit dem Umstand, dass der gerichtliche Sachverständige der Strafdrohung (Art. 307 und 309 lit. a StGB) unterstehe, was sich rechtsprechungsgemäss in der Sorgfalt und damit im Arbeitsaufwand niederschlagen könne.