Citation: 6B_1332/2016 E. 4.4.2

4.4.2. Die Staatsanwaltschaft und der Beschwerdeführer machen dem Beschwerdegegner 2 als Platzbetreiber zum Vorwurf, die Anlage mangelhaft unterhalten zu haben. Das Wachstum der Gebüsche habe zu einem "veränderten Sicherheitsstandard" geführt (Anklageschrift S. 3) und der Beschwerdegegner 2 hätte "besser [...] für den Unterhalt der Büsche/Bäume sorgen" müssen (Beschwerde S. 43 f.). Der Vorwurf ist unbegründet. Die fraglichen Gebüsche wurden bereits beim Bau des Golfplatzes gepflanzt und haben sich seither nicht wesentlich verändert (Entscheid S. 25). Dass diese Sachverhaltsfeststellung willkürlich wäre (Art. 9 BV), macht der Beschwerdeführer nicht geltend, weshalb sie für das Bundesgericht massgebend ist (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Durfte der Beschwerdegegner 2 davon ausgehen, dass der Golfplatz im Zeitpunkt der Eröffnung den Sicherheitsanforderungen genügte, und hat die fragliche Stelle während den folgenden Betriebsjahren keine wesentliche Änderung erfahren, kann dem Beschwerdegegner 2 eine Sorgfaltspflichtverletzung im Sinne eines mangelhaften Unterhalts nicht vorgeworfen werden. Ebenso wenig kann ihm aus dem gleichen Grund vorgeworfen werden, nachträglich keine Netze aufgestellt zu haben. Die Situation wäre möglicherweise anders zu beurteilen, wenn nach der Eröffnung des Platzes Sicherheitsmängel zu Tage getreten wären (sei es, dass diese von Anfang an bestanden oder sich erst im Laufe der Zeit durch veränderte Bedingungen einstellten). In diesem Fall hätte der Beschwerdegegner 2 geeignete Massnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit ergreifen müssen und eine entsprechende Unterlassung hätte die Frage nach seiner Haftung aufgeworfen. Wiederholte Zwischenfälle, die einen Sicherheitsmangel offenbart hätten, stellt die Vorinstanz aber nicht fest. Im Gegenteil kam es zwischen den Abschlägen Nr. 7 und 9 seit Eröffnung des Golfplatzes zu keiner weiteren gefährlichen Situation. Indem der Beschwerdeführer dies als unbelegte Schutzbehauptung des Beschwerdegegners 2 kritisiert (Beschwerde S. 45), zeigt er keine Willkür sowie keine Verletzung von Bundes- und Konventionsrecht auf.