Citation: 9C_185/2022 E. 4.2

4.2. Vorweg ist Folgendes festzuhalten: Die Beschwerdeführerin scheint - auch beim Verweis auf das Urteil 9C_23/2019 vom 10. Mai 2019 - zu verkennen, dass die Überprüfung des Revisionsgrundes als Vorstufe der Prüfung des Rentenanspruchs im Rahmen der Neuanmeldung (Art. 17 Abs. 1 ATSG analog) eine Beurteilung des Gesundheitszustandes bis zum Erlass der Verfügung vom 6. Januar 2017 voraussetzte. Das Bundesgericht würdigte den medizinischen Sachverhalt bis zum Verfügungszeitpunkt vom 6. Januar 2017 mit Urteil 9C_328/2021 vom 3. Januar 2022 anlässlich der Beantwortung der Frage nach einer wesentlichen Veränderung abschliessend und verbindlich. Es schloss darauf, dass bis zum 6. Januar 2017 kein IV-relevanter Gesundheitsschaden vorgelegen habe (E. 5.3.2 in fine S. 8). Aufgrund einer aktenkundigen Chronifizierung ab Februar 2017 bejahte es einen Revisionsgrund im Vergleich zum Verfügungszeitpunkt vom 6. Januar 2017 (E. 5.3 f. S. 6 ff.). Für den Zeitraum bis zum 6. Januar 2017 schloss es damit (zumindest implizit) auch den Eintritt einer (für den Anspruch auf eine Invalidenrente) relevanten Arbeitsunfähigkeit und den Beginn des Wartejahres aus. Nachdem weder geltend gemacht wird noch ersichtlich ist, dass sich im Rahmen des neuerlichen Abklärungsverfahrens durch die Vorinstanz neue Tatsachen oder Beweismittel im Sinne einer prozessualen Revision ergeben hätten, welche die sachverhaltliche Grundlage des bundesgerichtlichen Rückweisungsurteils 9C_328/2021 vom 3. Januar 2022 erschütterten (E. 3.2 hiervor), bestand für das kantonale Gericht kein Raum, von der Würdigung des Bundesgerichts abzuweichen. Es blieb einzig zu klären, wie sich die ab Februar 2017 aktenkundige Chronifizierung auf die Arbeitsfähigkeit und damit auch auf das Wartejahr (das frühestens ab der Chronifizierung beginnen konnte) auswirkt. Hätte die Möglichkeit bestanden, dass die Chronifizierung vor Verfügungserlass am 6. Januar 2017 eingesetzt hatte, oder hätte dies bei Fällung des Urteils 9C_328/2021 am 3. Januar 2022 sogar festgestanden, so hätte das Bundesgericht die Abweisung des Rentengesuchs vom 6. April 2017 bereits mit besagtem Urteil entweder (im letzteren Fall) mangels eines Revisionsgrundes bestätigt oder (im ersteren Fall) die Sache zwecks Prüfung des Eintritts der Chronifizierung als Revisionsgrund zurückgewiesen. Mit Blick auf das Dargelegte hat die Vorinstanz daher kein Recht verletzt, indem sie erwogen hat, dass eine relevante Arbeitsunfähigkeit frühestens am 7. Januar 2017 angenommen werden könne (vorinstanzliche Erwägung 3.1 S. 8). Vielmehr ist sie damit den in Erwägung 3.2 hiervor aufgezeigten Grundsätzen nachgekommen.