Citation: 5A_901/2022 E. 3

Im Übrigen genügt die Beschwerde auch den Begründungsanforderungen (Art. 42 Abs. 2 BGG) nicht. Das Obergericht hat die von der Beschwerdeführerin aufgeworfene Frage ausdrücklich offengelassen. Das Obergericht hat die Berufung abgewiesen, weil nicht bekannt sei, ob alle Erben der Erblasserin ausgeschlagen hätten oder die Erbschaft offensichtlich überschuldet sei, die Beschwerdeführerin vor Bezirksgericht das Tatsächliche dazu nicht vorgetragen habe und bei der gegebenen Ausgangslage das Bezirksgericht keine Erbenermittlung von Amtes wegen habe vornehmen müssen. Angesichts dieser Erwägungen müsste die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht darlegen, weshalb sich die von ihr aufgeworfene Frage überhaupt stellt. Dazu müsste sie aufzeigen, dass die Erwägungen des Obergerichts zur Abweisung der Berufung entweder irrelevant oder falsch sind und dass die aufgeworfene Frage im einen oder im anderen Fall in der Folge beantwortet werden müsste. Die Beschwerdeführerin legt jedoch nichts Entsprechendes dar. Sie macht bloss in allgemeiner Weise geltend, die Dreimonatsfrist von Art. 594 ZGB sei für einen Gläubiger schwierig einzuhalten, und sie sei nach der Ausschlagung durch eine Erbin davon ausgegangen, dass alle Erben ausgeschlagen hätten oder die Ausschlagung zu vermuten sei. Dies genügt weder den allgemeinen Begründungsanforderungen an eine Beschwerde gemäss Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG noch den Anforderungen an die Begründung, weshalb sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG - als Zulässigkeitsvoraussetzung der Beschwerde in Zivilsachen bei vermögensrechtlichen Angelegenheiten, die den erforderlichen Streitwert nicht erreichen - stellen soll (Art. 42 Abs. 2 Satz 2 BGG), wie dies die Beschwerdeführerin geltend macht. Genügt die Eingabe den Begründungsanforderungen an eine Beschwerde in Zivilsachen nicht, so genügt sie erst recht den strengeren Rügeanforderungen der subsidiären Verfassungsbeschwerde nicht (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG). Unter diesen Umständen kann offenbleiben, ob anstelle der Beschwerde in Zivilsachen die subsidiäre Verfassungsbeschwerde das zutreffende Rechtsmittel wäre und ob die obergerichtliche Qualifizierung der Angelegenheit als solche vermögensrechtlicher Natur - wobei das Obergericht entgegen Art. 112 Abs. 1 lit. d BGG den Streitwert nicht ermittelt hat - zutreffend erscheint und wie der Streitwert zu ermitteln wäre.