Citation: 5A_461/2021 E. A

A.a. Die Konkubinatspartner A.A.________ und B.________ zogen am 1. April 2020 in eine gemeinsame Wohnung in U.________ (TG). Am 10. April 2020 kam ihre gemeinsame Tochter C.A.________ zur Welt. Am 19. August 2020 verliess B.________ die Wohnung und zog zu ihrem Vater nach V.________ (TG). Am 30. September 2020 verbot die Kantonspolizei Thurgau A.A.________ gestützt auf § 56 ff. des Polizeigesetzes des Kantons Thurgau (RB 551.1) den Kontakt zu B.________. A.b. Mit Gesuch vom 1. Oktober 2020 gelangte B.________ an das Bezirksgericht Münchwilen und beantragte die Verlängerung des Kontaktverbots. Gleichentags verlängerte der Einzelrichter des Bezirksgerichts das Kontaktverbot bis zur rechtskräftigen Erledigung des zivilrechtlichen Verfahrens. Ausserdem setzte er A.A.________ Frist bis zum 23. Oktober 2020, um eine allfällige Stellungnahme einzureichen. Nach durchgeführtem Schriftenwechsel verbot der Einzelrichter am 9. Februar 2021 A.A.________, mit B.________ in irgendeiner Form Kontakt aufzunehmen; ferner wurde A.A.________ untersagt, sich im Umkreis von 50 Metern zur Wohnung von B.________ aufzuhalten. Die Verbote wurden mit der Strafandrohung nach Art. 292 StGB verknüpft. Schliesslich setzte der Einzelrichter B.________ Frist bis zum 8. Mai 2021, um die Klage in der Hauptsache einzureichen. A.c. Gegen den Entscheid des Einzelrichters erhob A.A.________ am 22. Februar 2021 "Beschwerde" beim Obergericht des Kantons Thurgau und beantragte, es seien der angefochtene Entscheid sowie das bestehende Kontakt- und Rayonverbot mit sofortiger Wirkung aufzuheben; eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung mit "Offizialanwalt". Das Obergericht nahm die Eingabe als Berufung entgegen und hiess diese mit Entscheid vom 20. April 2021 teilweise gut (Dispositiv-Ziff. 1). Neu umschrieb das Obergericht das Kontaktverbot wie folgt (Dispositiv-Ziff. 2) : "[A.A.________] wird verboten, mit [B.________] in irgendeiner Form Kontakt aufzunehmen. Wenn er mit ihr zwingend Kontakt aufnehmen muss, um den persönlichen Verkehr mit dem gemeinsamen Kind, C.A.________, geboren 10. April 2020, zu koordinieren, gilt das Verbot der Kontaktaufnahme nicht. Der Kontakt ist aber auf Belange bezüglich des gemeinsamen Kindes zu beschränken." An der Strafandrohung nach Art. 292 StGB hielt das Obergericht fest. Zusätzlich setzte es B.________ Frist bis zum 21. Juni 2021 zur Prosequierung der Klage, verbunden mit der Androhung, dass die vorsorglichen Massnahmen bei unbenutztem Ablauf dieser Frist dahinfallen.