Citation: 1C_403/2022 E. 4.8

4.8. Diese Angabe des BAFU ist nachvollziehbar, weil die Beschwerdegegnerin für das neue OMEN 6 von einer Richtungsabschwächung von insgesamt 4,6 (bzw. 4,5) dB (horizontal 1,1 dB + vertikal 3,4 dB) ausging, während der Berechnung des Baurekursgerichts eine kleinere gesamte Richtungsabschwächung von 3,9 dB zu Grunde lag (horizontal 1,3 dB und vertikal 2,6 dB gemäss der Angabe der Beschwerdeführenden), was eine grössere Feldstärke erklärt. Unabhängig davon ging die Vorinstanz davon aus, die horizontale Richtungsabschwächung könne aus dem bei den Akten befindlichen ausgedruckten kleinformatigen Diagramm nur mit Messunsicherheiten abgelesen werden. Dies bestätigte das BAFU, weshalb es ein Antennendiagramm in elektronischer Form beizog und gestützt darauf eine horizontale Richtungsabschwächung von 1,42 dB ermittelte. Die Beschwerdeführenden liessen sich zu dieser Angabe des BAFU während der ihnen dazu gestellten Frist nicht vernehmen. Demnach besteht für das Bundesgericht kein Anlass, von dieser Angabe des BAFU als Fachbehörde des Bundes abzuweichen (vgl. Urteil 1C_703/2020 vom 13. Oktober 2022 E. 8.4.3). Der Sachverhalt kann insoweit ergänzt werden (Art. 105 Abs. 2 BGG). Ausgehend von einer horizontalen Richtungsabschwächung von 1,42 dB bzw. über 1,3 dB kann beim neuen OMEN 6 gemäss der vom BAFU bestätigten Berechnung des Baurekursgerichts eine Überschreitung des Anlagegrenzwerts von 6 V/m auch dann ausgeschlossen werden, wenn von einer vertikalen Richtungsabschwächung von 2,6 dB ausgegangen würde.