Citation: 2C_77/2017 E. 5.1.1

5.1.1. Während sich die grundsätzliche Steuerbarkeit des Reinvermögenszugangs aus Art. 7 Abs. 1 StHG ergibt, lassen sich dieser Bestimmung zumindest ihrem Wortlaut nach keine Vorgaben dazu entnehmen, wie er umfangmässig abzugrenzen ist (zur vergleichbaren Problematik der Festsetzung des Eigenmietwerts im Lichte von Art. 7 Abs. 1 StHG siehe BGE 143 I 137 E. 3.3 S. 141; 131 I 377 E. 2.2 S. 381; 124 I 145 E. 3 S. 152 ff.). Naheliegend wäre es, für die Bewertung des (Brutto-) Vermögenszugangs auf den Verkehrswert der Aktien im Wandlungszeitpunkt abzustellen, wie dies beispielsweise für die Zuteilung echter Mitarbeiterbeteiligungen (ausser gesperrte oder nicht börsenkotierte Optionen) in Art. 7d Abs. 1 StHG ausdrücklich vorgeschrieben ist. Als Verkehrswert gilt im Steuerrecht der objektive Marktwert eines Vermögenswerts, mithin also der Preis, den ein unbe-fangener Käufer unter normalen Umständen zu zahlen bereit gewesen wäre. Der Verkehrswert ist dementsprechend keine mathematisch exakt bestimmbare Grösse, sondern ein Schätz- oder Vergleichswert (BGE 128 I 240 E. 3.2.1 S. 249; Urteile 2C_504/2009 vom 15. April 2010 E. 3.3; 2C_800/2008 vom 12. Juni 2009 E. 2.1 in: StE 2010 B 52.42 Nr. 6, StR 64/2009 S. 910).