Citation: 5A_498/2023 E. 3.3

3.3. Nach dem Gesagten übersieht der Beschwerdeführer, dass sich die Vorinstanz nicht mit der Frage der Obhutszuteilung, sondern nur mit den beiden Gutachten befasst. Ob der Beschwerdeführer allein daran im kantonalen Beschwerdeverfahren überhaupt ein Rechtsschutzinteresse hatte, kann dahingestellt bleiben. Vor Bundesgericht wehrt sich der Beschwerdeführer jedenfalls nicht dagegen, dass das Obergericht seinen Antrag um Zuteilung der alleinigen Obhut als unzulässig einstuft. Auch sonst stellt er keine (ausdrücklichen oder sinngemässen) Begehren in der Sache. Inwiefern er in dieser Situation trotzdem ein im Sinne von Art. 76 Abs. 1 Bst. b BGG schutzwürdiges Interesse daran hat, dass sich das Bundesgericht - gewissermassen in Fortsetzung der Vorgehensweise der Vorinstanz - allein mit der Frage befasst, ob das Gutachten G.________ im kantonalen Verfahren hätte berücksichtigt werden müssen, tut der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Denn losgelöst von jeglichen Sachbegehren ist die Frage theoretischer Natur und ohne praktische Relevanz: Selbst wenn das Bundesgericht die Beschwerde guthiesse, würde sich nichts am angefochtenen Entscheid ändern, auf das Begehren um Zuteilung der alleinigen Obhut nicht einzutreten.