Citation: 2A.653/2005 09.03.2006 E. B

X.________ als Rektor der GSBA einerseits (b.509) sowie Y.________ und 24 weitere ehemalige Studierende der GSBA und Mitglieder der Graduate School of Business Administration Zurich Alumni Association andererseits (b.508) gelangten hiergegen an die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI). Diese hiess ihre Beschwerden am 25. August 2005 gut und stellte fest, dass der umstrittene Beitrag die Programmbestimmungen verletzt habe: Die GSBA sei als teure Schule dargestellt worden, die durch Äusserlichkeiten (aggressive und schön verpackte Werbung, Räumlichkeiten mit schöner Aussicht) besteche, deren Versprechen einer kritischen Betrachtung indessen nicht standhielten. Die Position der GSBA sei nicht sachgerecht dargestellt worden. Zu den schwerwiegenden und zentralen Vorwürfen von Z.________, die sich der "Kassensturz" zu Eigen gemacht habe, sei dem Rektor der Schule keine Gelegenheit gegeben worden, sich zu äussern; hinsichtlich der aufgelösten Zusammenarbeit mit der SUNY, der Zertifizierung des MBA-Lehrgangs mit Qualitätslabeln und der vermeintlichen Zusammenarbeit mit angesehenen Unternehmen habe es der "Kassensturz" in Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflichten unterlassen, für die Meinungsbildung des Publikums wesentliche Fakten zu nennen.