Citation: 6B_644/2016 E. 1.4.1

1.4.1. Der Beschwerdeführer führt aus (Beschwerde, S. 9 f.), die Beschwerdegegnerin 2 habe anlässlich ihrer zweiten Befragung auf die Frage, ob sie noch wisse, was sie bei der ersten Einvernahme gesagt habe, mit "nein" geantwortet. Gleichzeitig habe sie aber angegeben, damals die Wahrheit gesagt zu haben. Dies deute darauf hin, dass sie seinerzeit Dinge berichtet habe, die sie in Wirklichkeit nicht erlebt habe, andernfalls sie sich noch an den Kern ihrer Aussagen hätte erinnern können. So führe denn auch das Glaubhaftigkeitsgutachten aus, dass erlebte Traumata als Ganzes nicht vergessen gingen, aber mit der Zeit in ihrer Genauigkeit nachliessen und im Detaillierungsgrad abnähmen. Die Vorinstanz verfalle in Willkür, wenn sie diese Beurteilung des Gutachters negiere, obschon sie das Glaubhaftigkeitsgutachten insgesamt als schlüssig bewerte.