Citation: 1C_325/2018 E. 5.3

5.3. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, wieso ihm das AREG nach den vorstehend dargelegten Grundsätzen Gelegenheit zur Äusserung hätte geben müssen. Weder bringt er vor, es hätten Stellungnahmen oder Aktenergänzungen im erwähnten Sinn vorgelegen, noch macht er geltend, ausnahmsweise sei er berechtigt gewesen, sich zum Entwurf der raumplanungsrechtlichen Teilverfügung des AREG vom 6. Juni 2013 bzw. zu dessen rechtlicher Würdigung zu äussern. Er erläutert auch nicht, über welche Stellungnahmen oder Aktenergänzungen im erwähnten Sinn ihn das AREG hätte informieren bzw. hinsichtlich welcher derartiger Akten es ihm hätte Akteneinsicht gewähren sollen. Dies ist auch nicht ersichtlich. Mit der raumplanungsrechtlichen Teilverfügung verweigerte das AREG im Rahmen des koordinierten Baubewilligungsverfahrens in Verfügungsform und in für den Gemeinderat verbindlicher Weise die erforderliche Zustimmung zur Bewilligung der beiden nachträglichen Baugesuche zum Wohnhaus und zum Stall (vgl. insb. Art. 87 bis Abs. 2 des damals geltenden Baugesetzes vom 6. Juni 1972 des Kantons St. Gallen [BauG/SG; sGS 731.1]; Art. 112 des am 1. Oktober 2017 in Kraft getretenen neuen Planungs- und Baugesetzes vom 5. Juli 2016 des Kantons St. Gallen [PBG/SG; sGS 731.1]; Art. 25 Abs. 2 RPG). Die Teilverfügung bildete integrierender Bestandteil des Bauentscheids des Gemeinderats vom 1. Juli 2013 (Gesamtbauentscheid) und wurde dem Beschwerdeführer, wenn auch erst im zweiten Anlauf, zusammen mit diesem Entscheid eröffnet. Dies entsprach den Regeln des koordinierten Verfahrens (vgl. Art. 4 lit. f des damals geltenden Gesetzes vom 18. Juni 1998 über die Verfahrenskoordination in Bausachen des Kantons St. Gallen [VKoG/SG; sGS 731.2]; Art. 133 lit. f PBG/SG) und trug dem Gebot der formellen Koordination nach Art. 25a Abs. 2 lit. d RPG Rechnung. Obschon sich der Entscheid des Gemeinderats zwangsläufig auf die Teilverfügung des AREG stützte, handelte es sich bei dieser somit nicht um eine Stellungnahme oder eine Aktenergänzung im erwähnten Sinn (vgl. E. 5.2), hinsichtlich derer dem Beschwerdeführer im Verfahren der Gemeinde das rechtliche Gehör zu gewähren gewesen wäre. Auf die (ebenfalls negativen) Stellungnahmen des Tiefbauamts vom 8. Mai 2013 und des Amts für Energie und Wasser vom 13. Mai 2013 kam es angesichts der fehlenden kantonalen Zustimmung gemäss Art. 25 Abs. 2 RPG nicht mehr an, weshalb nicht weiter untersucht zu werden braucht, inwiefern insoweit ein Äusserungsrecht bestanden hätte.