Citation: 6B_538/2024 E. 7.1

7.1. Die Vorinstanz hält fest, I.________ habe den Beschwerdeführer am 28. Juni 2020 gegen 8:00 Uhr angesprochen, woraufhin der Beschwerdeführer I.________ mit einer Klingenlänge von 4 bis 5 cm in die linke Flanke gestochen und eine blutende Wunde verursacht habe. Nach dem Stich sei es zu einer mehrminütigen, wechselseitigen verbalen und tätlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden gekommen. Die Polizei, die anlässlich der Auflösung einer illegalen Party vor Ort gewesen sei, habe die Auseinandersetzung beobachtet. Während der Auseinandersetzung habe I.________ sein Hemd um den Arm gewickelt und eine Glasflasche zur Hand genommen. Als I.________ auch noch seinen Gurt ausgezogen habe und damit auf den Beschwerdeführer losgegangen sei, habe die Polizei interveniert. Nach der Auseinandersetzung habe I.________ das Oberteil gewechselt und habe sein blutiges T-Shirt weggeworfen. Aufgrund der Stichverletzung habe sich I.________ in der Folge an einen Polizisten gewandt, der im ersten Moment keine Verletzung habe feststellen können, da er nicht an der richtigen Stelle geschaut habe. Kurz darauf sei I.________ wiederum auf den Polizisten zugegangen. Aufgrund des verschlechterten Gesundheitszustandes habe der Polizist I.________ aufgefordert, das Oberteil auszuziehen, wobei schliesslich die Stichwunde bemerkt worden sei, die zu diesem Zeitpunkt kaum noch geblutet habe. In der Folge sei I.________ von der Sanitätspolizei verarztet und anschliessend ins Inselspital gebracht worden. Als Folge des Messerstichs habe I.________ einen 3 bis 4 cm tiefen Stich im Brustkorb hinten links, seitlich unterhalb des Schulterblatts, aufgewiesen. Weiter habe bei ihm eine nicht interventionsbedürftige Luftbrust (Pneumothorax) ohne akute Lebensgefahr vorgelegen, wobei durch einen solchen Messerangriff gegen den Brustkorb auch lebensbedrohliche Verletzungen, wie z.B. ein Spannungspneumothorax oder Verletzungen von Blutgefässen, der Lunge oder des Herzens, hätten verursacht werden können. Indem der Beschwerdeführer im Rahmen eines dynamischen, unkontrollierbaren Geschehens mit einem Messer mit einer Klingenlänge von 4 bis 5 cm mit einer seitlichen Schwenkbewegung gegen den Brustkorb von I.________ im linken Rückenbereich eingewirkt habe, habe er lebensbedrohliche bzw. dauerhaft schädigende Verletzungen zumindest in Kauf genommen.