Citation: 1B_412/2016 E. 3.10

3.10. Die Vorinstanz erwägt zum Haftgrund der Kollusionsgefahr Folgendes: Ein Teil des Beweismaterials habe von der Bundesanwaltschaft bisher noch nicht ausgewertet werden können. Auch seien noch ergänzende Beweiserhebungen nötig. Das auszuwertende Datenmaterial sei sehr umfangreich. Die elektronischen Dateien umfassten mehr als ein Terabyte. Davon seien u.a. mehr als 547 Videodateien in einem ersten Schritt als untersuchungsrelevant eingestuft worden. Bei der Auswertung dieses Materials werde es darum gehen, beteiligte Personen zu identifizieren und allenfalls zu befragen sowie weiterführende Erkenntnisse zu gewinnen. Ebenso seien weitere Einvernahmen und Konfrontationen durchzuführen. Bei einer Haftentlassung bestehe die erhöhte Gefahr, dass der Beschuldigte Mitbeteiligte warnen, sich mit den fraglichen Personen absprechen bzw. mögliche Gewährspersonen beeinflussen könnte. Zudem richte sich die Strafuntersuchung nicht nur gegen den Beschwerdeführer, sondern auch noch gegen weitere Mitbeschuldigte aus seinem unmittelbaren Umfeld. Es sei von einem die schweizerische Landesgrenze überschreitenden Netzwerk von Beteiligten auszugehen. Auch die Schwere der untersuchten Straftaten spreche für die Annahme eines Haftgrundes. Und schliesslich sei von einer hohen Kollusionsbereitschaft des Beschwerdeführers auszugehen. Insbesondere habe er am 31. Mai und 23. Juni 2016 versucht, über entlassene bzw. eintretende Mithäftlinge Kassiber aus dem Untersuchungsgefängnis hinaus bzw. hinein zu schmuggeln.