Citation: 8C_263/2008 20.08.2008 E. 3.3.3

3.3.3.1 Die Vorinstanz hat den Sturz vom 11. März 2005 aus einer Höhe von ca. 4 Metern dem mittelschweren Bereich zugeordnet, was in Übereinstimmung mit der Praxis zu vergleichbaren Ereignissen steht (vgl. Sachverhalt und E. 4.3.1 f. des Urteils U 239/06 vom 12. April 2007 mit Hinweis auf die im Urteil U 169/97 vom 27. April 1998, publ. in: RKUV 1998 Nr. U 307 S. 448, erwähnte Kasuistik). Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind, müssten demnach für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein. 3.3.3.2 Der Sturz vom 11. März 2005 war weder besonders eindrücklich noch von besonders dramatischen Umständen begleitet. 3.3.3.3 Gemäss BGE 134 V 109 bestimmt rechtslogisch die Annahme eines Schleudertraumas der HWS (resp. einer der weiteren, adäquanzrechtlich gleich behandelten Verletzungen) lediglich, dass die Schleudertrauma-Praxis anzuwenden ist. Hingegen genügt die Diagnose einer HWS-Distorsion (oder einer anderen, adäquanzrechtlich gleich zu behandelnden Verletzung) für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können (SVR 2007 UV Nr. 26 S. 86, U 339/06, E. 5.3; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04, E. 5.2.3 mit Hinweisen). Diese können beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen Körperhaltung und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen (SVR 2007 UV Nr. 26 S. 86, U 339/06, E. 5.3; RKUV 2003 Nr. U 489 S. 357, U 193/01, E. 4.3 mit Hinweisen). Auch erhebliche Verletzungen, welche sich die versicherte Person neben dem Schleudertrauma, der äquivalenten Verletzung der HWS oder dem Schädel-Hirntrauma beim Unfall zugezogen hat, können bedeutsam sein (BGE 134 V 109 E. 10.2.2 S. 127 f.). Solche Umstände liegen hier insoweit vor, als der Versicherte neben der leichten traumatischen Hirnverletzung Frakturen am linken Unterarmknochen sowie am Knöchel des rechten Fussgelenks erlitten hat. Zudem leidet er an Kopfschmerzen und Antriebsminderung. Die diagnostizierte MTBI war jedoch nicht besonderes schwerwiegend, wie sich ohne weiteres aus den ärztlichen Unterlagen ergibt. Insgesamt ist das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung, allerdings ohne besondere Ausprägung, zu bejahen. 3.3.3.4 Eine fortgesetzte spezifische, belastende ärztliche Behandlung ist den Akten nicht zu entnehmen. Die Fraktur am Knöchel des rechten Fussgelenks erforderte lediglich die Anlegung einer Orthese ("Vacupedschuh"; vgl. Bericht der Orthopädischen Universitätsklinik des Spitals Y.________ vom 17. März 2005) und heilte folgenlos aus (vgl. Bericht des Spitals E.________ vom 28. September 2005). Hinsichtlich der Fraktur des linken Unterarmes stellte Dr. med. A.________ bereits am 6. Juli 2005 eine gute Durchbauung des Knochens fest; er empfahl bei noch nicht vollständiger Kraftentwicklung weiterhin Physiotherapie. Die vom Patienten angegebene schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit des linken Handgelenks war laut Austrittsbericht der Klinik F.________ vom 10. Januar 2006 nicht hinreichend objektivierbar, weshalb keine weitere Behandlung mehr notwendig war. Dasselbe gilt hinsichtlich der geltend gemachten Kopfschmerzen, welche offenbar keine medizinische Behandlung erforderlich machten. Was schliesslich die Antriebsminderung anbelangt, ist auf das psychosomatische Konsilium der Klinik F.________ vom 6. Dezember 2005 hinzuweisen, wonach ebenfalls kein therapierbarer Befund erhoben werden konnte. 3.3.3.5 Den Akten sind weiter weder erhebliche Beschwerden, noch eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, noch ein schwieriger Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen zu entnehmen. 3.3.3.6 Was schliesslich das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen anbelangt, weist der Beschwerdeführer einzig auf einen im September 2005 erfolgten Arbeitsversuch bei der Firma X.________ hin, welcher lediglich zwei bis drei Stunden dauerte (vgl. Austrittsbericht der Klinik F.________ vom 10. Januar 2006). Weitere Anstrengungen, sich in das Arbeitsleben wieder einzugliedern, sind nicht ersichtlich. Aus dem geltend gemachten Umstand, dass die Invalidenversicherung offenbar ein Gesuch um berufliche Eingliederungsmassnahmen abgelehnt hat, ist im vorliegenden Zusammenhang nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers abzuleiten. 3.3.4 Insgesamt betrachtet ist ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 11. März 2005 und der im Austrittsbericht der Klinik F.________ vom 10. Januar 2006 diagnostizierten leichten traumatischen Hirnverletzung (MTBI), Spannungskopfschmerz sowie Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Gefühlen und Sozialverhalten (Antriebsminderung) zu verneinen. Der vorinstanzliche Entscheid ist damit im Ergebnis insoweit zu bestätigen.