Citation: 6B_641/2021 E. 2.3.1

2.3.1. Im Weiteren bestreitet der Beschwerdeführer die Verhältnismässigkeit der Massnahme. Deren mögliche Länge von fünf oder mehr Jahren sei angesichts der Freiheitsstrafe von drei Jahren unverhältnismässig und verstosse gegen Art. 5 Ziff. 1 EMRK, da der Freiheitsentzug ohne Bezug zum Delikt verlängert werde. Selbst der Gutachter gehe ausserdem davon aus, dass die bei ihm diagnostizierte Persönlichkeitsstörung schwer therapierbar sei. Ob diese tatsächlich behoben werden könne, könne der Gutachter nicht beurteilen. Zur Eindämmung einer potenziellen Rückfallgefahr sei eine ambulante Behandlung ausreichend. Er befinde sich inzwischen seit zwei Jahren in Haft und habe sich wohl verhalten. Hätte er eine stationäre Behandlung nötig, wäre er schon längst auffällig geworden.