Citation: 6B_1368/2020 E. 3.4.2

3.4.2. Weiter überschreitet die Vorinstanz ihr Ermessen nicht, wenn sie den Umstand, dass es beim Versuch der schweren Körperverletzung geblieben ist und die Beschwerdeführerin nicht schwer verletzt wurde, mit sechs Monaten nur vergleichsweise leicht strafmindernd berücksichtigt. Nach der Rechtsprechung hängt der Umfang der Reduktion der Strafe bei einem Versuch unter anderem von den tatsächlichen Folgen der Tat und der Nähe des tatbestandsmässigen Erfolgs ab (BGE 127 IV 101 E. 2b; 121 IV 49 E. 1b; Urteile 6B_249/2021 vom 13. September 2021 E. 5.3; 6B_776/2020 vom 5. Mai 2021 E. 3.1; nicht publ. in BGE 147 IV 249). Die Vorinstanz legt nachvollziehbar dar, dass der Beschwerdeführer keine Kontrolle über die Folgen des Messereinsatzes hatte und jederzeit mit Ausweich- oder Abwehrbewegungen der Beschwerdegegnerin 2 rechnen musste. Da nur leicht schwerere oder anders verlaufende Schnitte oder Stiche an Hals und Rücken die Beschwerdegegnerin 2 lebensgefährlich hätten verletzen können, geht die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass das Ausbleiben einer schweren Körperverletzung nur vom Zufall abhing. Auch waren die der Beschwerdegegnerin 2 tatsächlich zugefügten Verletzungen entgegen der Beschwerde nicht so leicht, dass die Vorinstanz die Strafe in grösserem Ausmass hätte mindern müssen.