Citation: 1A.198/2000 19.12.2000 E. A

A.-Die Staatsanwaltschaft Mannheim/D führt eine Strafuntersuchung gegen den deutschen Staatsangehörigen X.________ wegen Zoll- und Steuerabgabehinterziehung mittels inhaltlich falscher Urkunden. a) Dem Verfolgten wird vorgeworfen, er habe zwischen 23. Juli 1996 und 30. April 1998 als Geschäftsführer der Firma A.________ AG, Siliziummetall mit Ursprungszeugnis (Form. A) aus China zollfrei in die Schweiz eingeführt. Die in loser Schüttung importierte Ware sei anschliessend (in praktisch unverändertem Zustand) mit unwahrer schweizerischer Ursprungserklärung in die Bundesrepublik Deutschland weiterexportiert worden. Auf diesem Wege seien dem deutschen Fiskus sogenannte Eingangsabgaben ("Zoll-Euro", "Anti-Dumping-Zoll" sowie Einfuhrumsatzsteuer) in der Höhe von mehr als DEM 30,37 Mio. vorenthalten worden. b) Die Fa. A.________ AG habe von der Eidgenössischen Oberzolldirektion auf 1. Juni 1996 eine Ausfuhrermächtigung sowie die Bewilligung zur Ausstellung von Ursprungsnachweisen (sog. "Warenverkehrsbescheinigung EUR 1" sowie "Ursprungserklärung") erhalten. Die Einfuhrzollabfertigungen sowie Handling, Reexpedition und Ausfuhrabfertigungen seien im Auftrag der A.________ AG durch die Speditionsfirma B.________ AG, erfolgt. Bei den Zolldeklarationen habe der Verfolgte jeweils unwahre (inhaltlich falsche) schweizerische Ursprungszeugnisse verwendet bzw. verwenden lassen.