Citation: 8C_377/2023 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz prüfte in der Folge, ob seit dem 1. August 2016 eine Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eingetreten ist. Sie kam zum Schluss, dass dieser nach Abschluss der Eingliederung im April 2019 die Aufnahme einer Tätigkeit im angestammten kaufmännischen Bereich bei einer wohlwollenden Arbeitgeberin auf dem ersten Arbeitsmarkt zu mindestens 70 % zumutbar gewesen sei. Mithin habe durch die intensiven Eingliederungsbemühungen der IV eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit um mindestens 20 % erreicht werden können. Jedenfalls gebe die Aktenlage "eine höhere Arbeitsunfähigkeit als 30 % einfach auch beim besten Willen nicht schlüssig [her]", wobei sich dies zum Nachteil der beweisbelasteten Beschwerdeführerin auswirke. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung verneinte die Vorinstanz sodann einen leidensbedingten Abzug. Sie erwog wiederum, für das Validen- und das Invalideneinkommen seien dieselben Tabellenlöhne beizuziehen, weshalb ein Invaliditätsgrad von (maximal) 30 % resultiere, entsprechend dem Grad der Arbeitsunfähigkeit. Mithin sei nach Abschluss der beruflichen Eingliederung im April 2019 ein Rentenanspruch zu verneinen.