Citation: 5F_5/2022 E. 2.3

2.3. Die Anstrengungen der Gesuchstellerin sind umsonst. Dass die heute zitierten Inhalte aus ihrer Beschwerde vom 4. Oktober 2021 im Beschwerdeverfahren 5A_824/2021 überhaupt nicht wahrgenommen worden wären, mithin keine der für den Fall zuständigen Gerichtspersonen ihren damaligen Schriftsatz je vollständig gelesen und zur Kenntnis genommen hätte, will auch die Gesuchstellerin dem Bundesgericht wohl nicht unterstellen, muss sie doch wissen, dass mit solch pauschalen Behauptungen von vornherein nichts zu gewinnen wäre. Ihr Vorwurf geht vielmehr dahin, dass das Bundesgericht die Zulässigkeit ihrer Beschwerde im Ergebnis mit der (impliziten) Begründung verneine, sie äussere sich nicht im formellen Teil ihrer Beschwerdeschrift, das heisst im Abschnitt über die Eintretensvoraussetzungen, zur Anfechtbarkeit des Zwischenentscheids nach Art. 93 Abs. 1 BGG. Welche Bewandtnis es mit diesem Vorwurf hat, braucht hier nicht erörtert zu werden. Denn soweit das Bundesgericht die heute zitierten Passagen aus der Beschwerdeschrift bewusst als unerheblich ansah und deshalb nicht berücksichtigte, kommt der Revisionsgrund nach Art. 121 Bst. d BGG ohnehin nicht zum Tragen. Im Übrigen ist die Gesuchstellerin an die Rechtsprechung zu Art. 93 BGG zu erinnern. Demnach ist mangels hinreichender Begründung auf die Beschwerde nicht einzutreten, wenn sich die Beschwerde führende Partei überhaupt nicht dazu äussert, weshalb ein selbständig anfechtbarer Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG vorliegt, sie diese Eintretensfrage mithin schlechterdings übersieht (s. Urteil 5A_824/2021 vom 25. Januar 2022 E. 3.2 mit zahlreichen Hinweisen). Dass sie das Urteil des Obergerichts vom 1. September 2021 im Bewusstsein angefochten hätte, es mit einem Vor- oder Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG zu tun zu haben, macht die Gesuchstellerin in ihrem heutigen Revisionsgesuch nicht geltend. Ebenso wenig beruft sie sich darauf, an irgendeiner Stelle ihrer damaligen Beschwerdeschrift einen erkennbaren Bezug zu Art. 93 Abs. 1 BGG hergestellt zu haben - wenn nicht durch einen expliziten Hinweis auf die einschlägige Norm, so doch wenigstens durch die Verwendung gesetzlicher Begrifflichkeiten wie "Zwischenentscheid" oder "selbständig anfechtbar". Entgegen dem, was die Gesuchstellerin anzunehmen scheint, genügt es zur Begründung der selbständigen Anfechtbarkeit eines Zwischenentscheids nach Art. 93 Abs. 1 BGG nicht, wenn sie ohne jeglichen Bezug zu dieser Norm oder zu den darin verankerten Voraussetzungen im Rahmen der Begründung ihres Gesuchs um aufschiebende Wirkung die "massiven negativen Konsequenzen" einer befürchteten Veröffentlichung ins Spiel bringt (Rz. 11 Bst. d der Beschwerde) oder im Zusammenhang ihrer Rüge der willkürlichen Beweiswürdigung bzw. willkürlichen Anwendung von Art. 261 ZPO daran erinnert, dass eine geschehene Verletzung der Intim- und Privatsphäre nicht mehr "geheilt oder rückgängig gemacht werden" kann (Rz. 25 der Beschwerde).