Citation: 6B_1354/2017 E. 3.3

3.3. Nach Ziff. 20.3.4.1 der Regeln der Guten Abgabepraxis für Heilmittel vom 14. September 2009 (Version 1; vgl. E. 1.4 hiervor) mit dem Titel "Beschriftung der abgegebenen Arzneimittel" müssen bei Abgabe in Originalpackungen auf den abgegebenen Arzneimitteln die Mindestangaben Name und Vorname des Patienten, Datum sowie Abgabebetrieb vorhanden sein. Gegebenenfalls sind auch Dosierungshinweise, Einnahmevorschriften und spezielle Lagerungsvorschriften anzugeben. Mit der Nichteinhaltung dieser Bestimmungen erachtet die Vorinstanz implizit auch die Sorgfaltspflicht nach Art. 3 i.V.m. Art. 29 HMG verletzt und eine weitergehende Auseinandersetzung mit möglichen Gesundheitsgefahren erübrigt sich (E. 1.3 hiervor mit Hinweis). Wenn der Beschwerdeführer dessen ungeachtet geltend macht, aufgrund der Vertrautheit des Patienten mit den Arzneimitteln habe die fehlende Beschriftung für diesen zu keiner abstrakten Gefahr geführt, wiederholt er ferner lediglich seinen im kantonalen Verfahren vertretenen Standpunkt. Diesen hat die Vorinstanz trotz fehlender Notwendigkeit geprüft und etwa mit Hinweisen auf die Verwechslungsgefahr schlüssig verworfen. Zwar trifft zu, dass infolge Unachtsamkeit selbst ein beschriftetes Arzneimittel verwechselt werden kann. Die Verwechslungsgefahr ist bei nicht vorhandener Beschriftung aber zweifelsohne grösser.