Citation: 8C_98/2019 E. 5.2.2

5.2.2. Nach der Vorinstanz liessen sich damit keine auch nur geringen Zweifel an der versicherungsinternen Einschätzung begründen. Nach dem Unfall seien - bei schmerzhafter, aber ansonsten nicht eingeschränkter Beweglichkeit - keine ossären Läsionen oder Fehlstellungen beziehungsweise Prellmarken, Hämatome oder Schwellungen festgestellt worden. Dies sprach für das kantonale Gericht - abgesehen von den durch die Kontusion verursachten Beschwerden - gegen eine unfallbedingte Schädigung der linken Schulter. Ein Widerspruch gegenüber den echtzeitlichen Berichten über die Notfallversorgung in der Klinik D.________ sowie über die bildgebenden Untersuchungen (CT beziehungsweise MRT) der linken Schulter im Röntgeninstitut L.________ am 18. März und am 14. April 2016 ist darin nicht auszumachen. Die von Dr. med. G.________ festgestellten Befunde liessen sich nach der von Frau Dr. med. E.________ angeführten medizinischen Wissenschaft nicht auf den erlittenen Unfall zurückführen. Anders zu urteilen wäre, so die Vorinstanz, nur unter Annahme der von den behandelnden Ärzten geäusserten Theorie, dass die Versicherte auf den ausgestreckten Arm gestürzt sei beziehungsweise sich beim versuchten Abwehren des Sturzes eine Abduktionsverletzung an der Schulter zugezogen habe. Dieser Unfallmechanismus wäre grundsätzlich geeignet gewesen, die festgestellten Schädigungen an der Rotatorenmanschette zu verursachen. Ein solcher war nach der Vorinstanz jedoch auszuschliessen. Die von der Versicherten vorgebrachte Version widerspreche sowohl ihren Schilderungen anlässlich der Notfallkonsultation, wonach sie auf die linke Körperseite gefallen sei, als auch dem Umstand, dass dort keine äusseren Verletzungen wie insbesondere Schürfwunden, etwa an der Hand, festgestellt worden seien. Zudem wären in diesem Fall entsprechende Verletzungen an der Schulter bildgebend sichtbar gewesen, die jedoch wie erwähnt ebenfalls fehlten. Bei der geltend gemachten Ellbogenverletzung handle es sich gemäss dem vertrauensärztlichen Radiologen und Frau Dr. med. E.________ nicht um eine Fraktur und damit auch nicht um einen unfallbedingten Gesundheitsschaden. Er vermöge daher die Theorie der Abduktion des Arms ebenfalls nicht zu stützen. Schliesslich sei die von Dr. med. G.________ anlässlich seiner zweiten Operation festgestellte SLAP-I-Läsion nach der im versicherungsinternen Gutachten angeführten medizinischen Literatur definitionsgemäss degenerativ bedingt und bilde daher keinen Anhaltspunkt für eine unfallbedingte Schulterverletzung.