Citation: 6B_135/2018 E. 3.5

3.5. Gemäss Art. 139 Abs. 1 StPO setzen die Strafbehörden zur Wahrheitsfindung alle nach dem Stand von Wissenschaft und Erfahrung geeigneten Beweismittel ein, die rechtlich zulässig sind. Die Vorinstanz geht somit zu Unrecht von einem Numerus clausus der zulässigen Beweismittel im Strafverfahren aus (Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts [BBl 2006 1182 Ziff. 2.4.1.1]; WOHLERS, a.a.O., N. 3 zu Art. 139 StPO). Der Beschwerdeführer hat die eidesstattlichen Erklärungen aber ohnehin nicht im Sinne von Beweismitteln eingereicht. Er führt zutreffend aus, dass sich den genannten Erklärungen hinreichende Anhaltspunkte entnehmen lassen, die eine erneute Befragung der Verfahrensbeteiligten als notwendig erscheinen lassen. Dass die genannten Personen teilweise bereits mehrfach einvernommen wurden, ändert daran nichts. Nicht nachvollziehbar ist sodann die Auffassung der Vorinstanz, der Widerruf von Aussagen im Berufungsverfahren sei nicht glaubhaft. Die beschuldigte Person hat keinen Einfluss auf das Verhalten der Zeugen und es kann ihr daher auch nicht angelastet werden, wenn diese erst im Berufungsverfahren ihre Aussagen widerrufen. Das vorinstanzliche Urteil ist daher auch aufgrund der nicht berücksichtigten eidesstattlichen Erklärungen aufzuheben.