Citation: 8C_93/2020 E. A

A.________, geboren 1959, war seit 31. Oktober 2016 über die Personalvermittlung B.________ bei der C.________ als Elektromonteur beschäftigt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 5. November 2016 zog er sich eine Knieverletzung beidseits zu. Er war stehend, sich an einem Griff haltend, in einem Bus unterwegs, der nach dem Anfahren plötzlich wieder brüsk bremsen musste. A.________ suchte am 8. November 2016 seinen Hausarzt Dr. med. D.________, Allgemeine Medizin FMH, auf. Dieser stellte eine Druckdolenz an beiden Knien fest und bescheinigte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Der nachbehandelnde Rheumatologe Dr. med. E.________ verordnete eine konservative Behandlung. Am 24. Februar 2017 operierte Dr. med. F.________, orthopädische Chirurgie und Traumatologie, das rechte Knie (Innenmeniskushinterhorn-Teilentfernung). Gemäss kreisärztlicher Beurteilung des Prof. Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom 13. März 2017 lagen indessen bildgebend (MRT vom 15. Dezember 2016) keinerlei Anhaltspunkte dafür vor, dass die Läsion traumatisch verursacht worden wäre. Er ging davon aus, dass sich A.________ am 5. November 2016 eine Kniedistorsion zugezogen habe, deren Folgen spätestens 6 Wochen danach ausgeheilt gewesen seien. Gestützt darauf schloss die Suva den Fall hinsichtlich der Beschwerden am rechten Knie per 24. Februar 2017 ab (Verfügung vom 16. März 2017). Am 27. Juni 2017 unterzog sich A.________ einem operativen Eingriff auch am linken Knie (Innen- und Aussenmeniskus-Hinterhornresektion), der jedoch nicht den gewünschten Erfolg brachte. Dr. med. F.________ plante daher eine weitere Operation zur Korrektur einer Beinachsenfehlstellung. Die Suva legte das Dossier erneut ihrer Abteilung Versicherungsmedizin, Dr. med. H.________, Facharzt für Radiologie, vor. Seiner Auffassung nach waren die festgestellten Mensikusläsionen und die Arthrose keine Folgen des Unfalls vom 5. November 2016, sondern wurden allein durch die Fehlstellung verursacht. Diese sei jedoch unfallfremd. Mit Verfügung vom 31. Oktober 2017 stellte die Suva ihre Leistungen hinsichtlich der Schädigung am linken Knie per 18. Oktober 2017 ein. Die gegen die Verfügungen vom 16. März 2017 und vom 31. Oktober 2017 erhobenen Einsprachen wies die Suva mit Entscheid vom 27. September 2018 ab. Zur Begründung führte sie an, dass sich der Versicherte am 5. November 2016 keine strukturellen Verletzungen zugezogen habe. Der Unfall habe lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes mit Meniskusschädigungen und Chondropathie sowie Varusfehlstellung beidseits geführt. Der Status quo sine sei sechs Wochen danach wieder hergestellt gewesen. Insbesondere lehnte sie auch eine weitergehende Leistungspflicht aus Rückfall zu einem Ereignis vom 11. Oktober 1997 ab (nach einem Handballspiel festgestellte Verletzung des linken Knies).