Citation: 8C_600/2021 E. 4.3

4.3. Im Gutachten vom 8. März 2018 hielten die Experten des ZMB fest, dass keiner der von ihnen festgestellten Gesundheitsschäden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit durch die Unfallereignisse von 1993 oder 2001 verursacht worden sei. Auch die heutige Gonarthrose links sei höchstens möglicherweise Folge des Unfalls von 2001. Den Unfall von 2006 erachteten sie als lediglich möglicherweise kausal für die Beschwerden am rechten Knie. Dabei sei es lediglich möglicherweise unfallbedingt zu einer Verschlimmerung gekommen, wobei der Status quo sine aus organischer Sicht drei Monate nach dem Unfall eingetreten sei. Ferner seien sowohl die am ehesten mittelgradige depressive Episode in den Jahren 2007 und 2008 als auch die subklinische Restsymptomatik kausal auf das Ereignis aus dem Jahr 2006 zu beziehen. Aus rein psychiatrischer Sicht ergäben sich daraus aber kein dauerhafter Integritätsschaden und keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Im Weiteren verneinten die Gutachter, dass es sich bei den Beschwerden an Rücken, rechtem OSG, Becken, Hüfte, Schultern und Ellbogen beidseits mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um indirekte Folgen der bei den Unfällen von 1993, 2001 oder 2006 erlittenen Verletzungen handelt. Zum Ereignis von 2015 führten sie aus, es könnten keine unfallkausalen Gesundheitsschäden gefunden werden. Unfallkausal ergäben sich keine Hinweise auf eine strukturelle Veränderung. Der Unfall vom 8. September 2015 sei lediglich geeignet gewesen, während maximal sechs Monaten vorübergehende Beschwerden zu verursachen. Auch die Gutachter des ZMB berichteten von Aggravations- und Verdeutlichungstendenzen (s. nachfolgend E. 5.1.3).