Citation: 8C_11/2022 E. 6.2.2

6.2.2. Für dieses Ergebnis spricht auch Folgendes: Die Bejahung eines CRPS setzt praxisgemäss nicht voraus, dass die Diagnose von den Ärzten bereits innerhalb von sechs bis acht Monaten nach dem schädigenden Ereignis gestellt worden sein muss, um sie als unfallbedingt anzusehen. Entscheidend ist, dass anhand echtzeitlich erhobener medizinischer Befunde der Schluss gezogen werden kann, die betroffene Person habe innerhalb der Latenzzeit von sechs bis acht Wochen nach dem Unfall zumindest teilweise an den für ein CRPS typischen Symptomen gelitten (Urteil 8C_123/2018 vom 18. September 2018 E. 4.1.2 mit Hinweisen). Vorliegend ist nicht erstellt und wird vom Beschwerdeführer auch nicht behauptet, dass dies nach dem Unfall vom 5. September 2013 oder zumindest nach der letzten Operation des linken Handgelenks vom 14. Februar 2018 zugetroffen hätte.