Citation: 1C_185/2010 27.10.2010 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführer machen geltend, es verstosse gegen das Gleichbehandlungsgebot, wenn den Beschwerdeführern verboten werde, in dieser Zone ein Mehrfamilienhaus zu errichten, der Gemeinderat Uznach aber in seiner Vernehmlassung ausführe, ein Terrassenhaus in der Zone WE2 könne bewilligt werden und sei auch bewilligt worden. 4.2 Das Gleichbehandlungsgebot nach Art. 8 Abs. 1 BV und das Willkürverbot nach Art. 9 BV sind eng miteinander verbunden. Ein Entscheid ist willkürlich, sofern er nicht auf ernsthaften sachlichen Gründen beruht oder sinn- und zwecklos ist. Er verletzt das Rechtsgleichheitsgebot, wenn er rechtliche Unterscheidungen trifft, für die ein vernünftiger Grund in den tatsächlichen Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder Unterscheidungen unterlässt, die sich aufgrund der Verhältnisse aufdrängen, wenn also Gleiches nicht nach Massgabe seiner Gleichheit gleich und Ungleiches nicht nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird. Vorausgesetzt ist, dass sich die ungerechtfertigte Gleich- bzw. Ungleichbehandlung auf eine wesentliche Tatsache bezieht. In dieser Hinsicht erscheint ein Verstoss gegen die Rechtsgleichheit als eine besondere Form der Willkür (vgl. BGE 131 I 394 E. 4.2 S. 399 mit Hinweisen). 4.3 Soweit die Beschwerdeführer eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes geltend machen, ist diese Rüge unbegründet. Wie der Gemeinderat Uznach in seiner Stellungnahme geltend macht, beruhen die Bewilligungen von Terrassenhäusern in der eingeschossigen Wohnzone für Ein- und Zweifamilienhäuser (WE1) und in der viergeschossigen Wohn-Gewerbe-Zone (WG4) auf Art. 33 Abs. 2 BauR/Uznach, welcher Terrassenhäuser in diesen Zonen explizit zulässt. Als Terrassenhäuser gelten nach Art. 33 Abs. 1 BauR/Uznach Reihen- oder Zeilenbauten, die stufenartig an Hanglagen erstellt werden und mehr als zwei talwärts orientierte Geschosse oder Stufen aufweisen. Damit sind die Verhältnisse bei Mehrfamilienhäusern und Terrassenhäusern keineswegs identisch und damit auch nicht direkt vergleichbar. Die privaten Beschwerdegegner weisen im Übrigen zu Recht darauf hin, dass die Beschwerdeführer nie behauptet hätten, ihr Bauvorhaben sei als Terrassenhaus zu bewilligen. 4.4 Die Beschwerdeführer bringen schliesslich vor, sie hätten nicht nur Anspruch auf Gleichbehandlung innerhalb der Gemeinde, sondern auch innerhalb des Kantons, wo in den vergangenen 30 Jahren Mehrfamilienhäuser in der Ein- und Zweifamilienzone in Anwendung der langjährigen Rechtsprechung regelmässig bewilligt worden seien. Die Praxisänderung verstosse somit auch gegen den in Art. 8 Abs. 1 BV gewährleisteten Rechtsgleichheitsgrundsatz. Das Gleichheitsprinzip und der Grundsatz der Rechtssicherheit verlangen, dass an einer eingelebten Praxis in der Regel festgehalten wird. Sie stehen aber einer Praxisänderung nicht entgegen, sofern diese auf sachlichen Gründen beruht (BGE 134 V 359 E. 8.1 S. 366; 127 I 49 E. 3c S. 52; je mit Hinweisen). Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid und in seinen Stellungnahmen zu Recht vorgebracht, dass es nicht dargetan sei, dass im Kanton St. Gallen eine langjährige gefestigte Praxis bestanden habe, Mehrfamilienhäuser in Wohnzonen für Ein- und Zweifamilienhäuser zuzulassen. Eine solche ergibt sich auch nicht aus den Akten. Die Beschwerdeführer bringen ansonsten nichts vor, was auf das Vorhandensein einer solchen eingelebten Praxis schliessen lassen würde. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts stellt demnach zum vornherein keine Praxisänderung dar, von welcher im Lichte des Gleichheitsprinzips und des Grundsatzes der Rechtssicherheit nur unter bestimmten Voraussetzungen abgewichen werden dürfte. Es liegt kein Verstoss gegen das Gleichbehandlungsgebot oder das Willkürverbot vor.