Citation: 6B_793/2015 E. 2

Die Staatsanwaltschaft führt Beschwerde in Strafsachen. Sie beantragt, das Urteil des Appellationsgerichts sei wegen willkürlicher Sachverhaltsfeststellung aufzuheben, und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Vorinstanz hätte bei willkürfreier Würdigung feststellen müssen, dass den Beschwerdegegnern bei Kenntnis der tatsächlichen Vermögenssituation kein Vermögensfreibetrag gewährt worden wäre und die Sozialhilfe Basel-Stadt weniger Unterstützungsleistungen erbracht hätte. Die Eigentumsverhältnisse und der Wert des vom Beschwerdegegner geerbten Grundstücks würden nicht angefochten, jedoch verkenne die Vorinstanz, dass kein gebundener Anspruch auf Anerkennung eines Vermögensfreibetrages bei der Berechnung der Sozialhilfe bestehe. Die SKOS-Richtlinien enthielten lediglich Empfehlungen, und bei dem zugunsten der Beschwerdegegner angenommenen Freibetrag von Fr. 10'000. - handle es sich um einen nach unten variablen Maximalwert. Dass die Beschwerdegegner der Sozialhilfe Basel-Stadt das Grundstück in Montenegro verschwiegen haben, stelle eine Verletzung der Meldepflicht dar, die zu einer Kürzung der Unterstützungsleistungen geführt hätte.