Citation: 6B_884/2013 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz erwägt, CS-Sprays fielen (aufgrund des Reizstoffes CS [2-Chlorbenzylidenmalonsäuredinitril]) im Gegensatz zu Pfeffersprays unter das Waffengesetz. Als der Beschwerdeführer Mitte 2006 den Spray gekauft habe, sei der Besitz ohne Berechtigung nach Art. 33 WG (in der bis zum 11. Dezember 2008 geltenden Fassung) nicht strafbar gewesen. Seit 12. Dezember 2008 werde der Besitz vom Waffengesetz erfasst. Im Zeitpunkt der Hausdurchsuchung am 10. Mai 2010 sei der Besitz des Sprays tatbestandsmässig im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG gewesen. Der Beschwerdeführer sei eine an Waffen interessierte Person mit den entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen. Er müsse sich entgegenhalten lassen, nicht jede Vorsicht aufgewendet zu haben, zu welcher er verpflichtet gewesen wäre. Er habe jegliche Sorgfaltspflicht bei der Unterscheidung eines erlaubten Pfeffersprays von einem verbotenen CS-Spray unterlassen. Den entsprechenden Tatbestand habe er fahrlässig erfüllt (Entscheid S. 19 ff.).