Citation: 2C_533/2021 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz hat dazu erwogen, dass Unterhaltsbeiträge an den Ehegatten nur abgezogen werden könnten, wenn dieser von der steuerpflichtigen Person geschieden sei oder gerichtlich oder tatsächlich getrennt von ihr lebe. Dies ergebe sich aus dem klaren Wortlaut von Art. 33 Abs. 1 lit. c DBG. Auch Unterhaltsleistungen zugunsten der Kinder seien erst abzugsfähig, wenn der gemeinsame Haushalt aufgehoben respektive die Ehe getrennt sei. Vor diesem Zeitpunkt fielen diese Beiträge unter Art. 163 ZGB und stellten sie Lebenshaltungskosten dar, die nach Art. 34 lit. a DBG nicht abziehbar seien. Die Einführung des Betreuungsunterhalts nach Art. 285 Abs. 2 ZGB per 1. Januar 2017 habe an dieser Situation nichts geändert.