Citation: 1C_594/2022 E. A

Die argentinischen Behörden führen mehrere Strafverfahren gegen diverse Personen wegen krimineller Vereinigung und Geldwäscherei. Sie gehen davon aus, dass der ehemalige argentinische Präsident Néstor Carlos Kirchner und die ehemalige argentinische Präsidentin Cristina Elisabeth Fernandez de Kirchner eine kriminelle Vereinigung zur Sammlung von Bestechungsgeldern führten. In diesem Zusammenhang sei die Herkunft unrechtmässig erlangter Vermögenswerte durch verschiedene Geschäftstransaktionen verschleiert worden. Eine dieser Transaktionen sei der Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der argentinischen Gesellschaft C.________ SA für USD 34 Mio. gewesen. Der Kaufpreis sei bar bezahlt worden. Im Kaufvertrag sei ein Kaufpreis von lediglich USD 8 Mio. angegeben gewesen. Als Verkäufer sei A.________ aufgetreten. Einer der Angeklagten, D.________, habe am 7. Dezember 2012 USD 1 Mio. auf ein Konto von A.________ bei der Bank E.________ SA, USD 1,5 Mio. auf ein weiteres Konto von A.________ bei der Bank F.________ AG sowie USD 2,5 Mio. auf ein Konto der B.________ Ltd. (im Folgenden: B.________ Ltd.) bei der Bank E.________ SA überwiesen. In diesem Zusammenhang gelangten die argentinischen Behörden mit Rechtshilfeersuchen vom 30. Oktober 2018 und Ergänzung vom 16. Juni 2020 an die Schweiz und ersuchten unter anderem um die Sperre der Konten von A.________ und der B.________ Ltd. sowie um die Herausgabe der betreffenden Kontounterlagen. Das Bundesamt für Justiz (BJ) übertrug der Bundesanwaltschaft das Ersuchen zum Vollzug. Mit Verfügung vom 5. Juni 2020 verpflichtete die Bundesanwaltschaft die Bank F.________ AG, die Bankunterlagen betreffend ein auf A.________ lautendes Konto und betreffend weitere Konten mit Bezug zu A.________ herauszugeben sowie alle ihn betreffenden Vermögenswerte zu sperren. Dasselbe ordnete sie mit zwei Verfügungen vom 3. Juli 2020 gegenüber der Bank E.________ SA betreffend die von dieser geführten Konten von A.________ und die B.________ Ltd. an. Nachdem die beiden Banken die Vermögenssperren vollzogen, die angeforderten Kontounterlagen eingereicht und A.________ sowie die B.________ Ltd. eine Stellungnahme zum Rechtshilfeersuchen eingereicht hatten, entsprach die Bundesanwaltschaft mit drei separaten Schlussverfügungen vom 25. November 2020 dem (ergänzten) Rechtshilfeersuchen. Dagegen erhoben A.________ und die B.________ Ltd. Beschwerde ans Bundesstrafgericht. Dieses vereinigte mit Entscheid vom 2. November 2022 die drei Verfahren und wies die Beschwerden ab.