Citation: I 373/02 02.09.2003 E. A

Die 1958 geborene B.________ ist verheiratet und Mutter dreier Töchter (D.________, geb. 1977, A.________, geb.1985, und O.________, geb. 1991). Von Mai 1984 bis Mai 1986 arbeitete sie als Näherin bei der Firma E.________ AG in Y.________. Ab 4. August 1986 bis 31. Oktober 1987 war sie bei der Firma C.________ AG in X.________ angestellt. Im Juni 1987 musste ihr wegen eines Krebsleidens das linke Auge operativ entfernt werden. Seit April 1988 ist sie während 4,45 Stunden pro Tag als Fliessbandarbeiterin bei der Firma J.________ tätig. Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Verfügungen vom 6. Januar 1992 wies die IV-Stelle des Kantons Aargau ihre Gesuche um Gewährung beruflicher Massnahmen und um Ausrichtung einer Invalidenrente ab. Im Rahmen der Verneinung des Rentenanspruchs brachte sie bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades die gemischte Bemessungsmethode zur Anwendung. Auf weitere Rentengesuche wurde mit Schreiben vom 18. Januar 1994 und mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 19. November 1997 nicht eingetreten. Am 21. September 1999 meldete sich B.________ bei der Invalidenversicherung erneut zum Rentenbezug an. Der Psychiater Dr. med. V.________, bei dem sie seit 18. Dezember 1998 in Behandlung war, diagnostizierte ein polysymptomatisches Zustandsbild, in dem Erschöpfung, Weinerlichkeit, Gespanntheit, Reizbarkeit, allgemeine Nervosität, Schlafstörungen, Schwitzen, starke Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und das Gefühl des Erstickens im Vordergrund stünden. Dieses Zustandsbild sei vor allem dem depressiv-ängstlichen Syndrom zuzurechnen. Die Versicherte sei mindestens zu 50 % arbeitsunfähig (Berichte vom 16. März 2000 und 19. Oktober 1999). Zur Abklärung der Verhältnisse zog die IV-Stelle weitere Arztberichte sowie einen Abklärungsbericht Haushalt vom 5. September 2000 bei. Mit Bericht vom 27. Juli 2001 stellte Dr. med. V.________ eine mässige Zunahme der Intensität der Symptome sowie eine Arbeitsunfähigkeit von 60 bis 70 % fest. Gestützt auf diese Unterlagen verneinte die IV-Stelle den Anspruch auf eine Invalidenrente. Zur Begründung wurde ausgeführt, die Versicherte würde als Gesunde zu 54 % ausserhäuslich und zu 46 % im Haushalt tätig sein. Für die Erwerbstätigkeit bestehe keine gesundheitliche Einschränkung, für die Haushaltstätigkeit eine solche von 19 %, was zu einem Invaliditätsgrad von 9 % führe (Verfügung vom 6. August 2001).