Citation: 6B_684/2020 E. 1.5.2

1.5.2. Der Beschwerdeführer argumentiert zudem, er sei es leid, ständig mit der Verwahrung bedroht zu werden. Er sieht darin "psychische Folter". Ihm sei es lieber, wenn er nun Klarheit über die Frage erhalte. Auf Klärung der Rechtslage habe er einen verfassungsmässigen Anspruch (Beschwerde Ziff. 1.7 S. 7). Dem kann ebenfalls nicht gefolgt werden. Die Frage einer Verwahrung stellt sich erst nach der Aufhebung der therapeutischen Massnahme infolge Aussichtslosigkeit (vgl. Art. 62c Abs. 4 StGB). Dem Beschwerdeführer kann im jetzigen Zeitpunkt weder eine Garantie gegeben werden, dass es bei einem späteren Abbruch der Massnahme infolge Aussichtslosigkeit zu keiner Verwahrung kommt, noch wäre eine sofortige Verwahrung trotz der noch unausgeschöpf-ten Therapiemöglichkeiten in seinem Interesse. Dass ein Entscheid über eine allfällige Verwahrung derzeit nicht möglich ist, liegt daher in der Natur der Sache. Mit der Verlängerung der stationären therapeutischen Massnahme wird dem Beschwerdeführer die Möglichkeit zur Verbesserung seiner Legalprognose geboten, womit eine Verwahrung gerade vermieden werden soll.