Citation: U 368/05 21.12.2005 E. 3

3.1 In tatsächlicher Hinsicht ist davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin beim Tennisspiel in Richtung Netz rannte, um einen kurz gespielten Ball ihres Partners zu retournieren, wobei sie gemäss "Fragebogen Unfallbegriff" der Beschwerdeführerin (vom 6. Oktober 2003 einen "falsche(n) Tritt" tat. Beweismässig nicht erstellt ist, dass sie dabei eine unkoordinierte Bewegung in dem Sinne machte, dass ihr Bewegungsablauf durch etwas Programmwidriges oder Sinnfälliges, wie ein Ausgleiten, ein Stolpern oder ein reflexartiges Abwehren eines Sturzes etc., gestört wurde, was zur Bejahung des für das Vorliegen eines Unfalles im Rechtssinne erforderlichen Merkmals eines ungewöhnlichen äussern Faktors führen würde. Wie bereits die Vorinstanz zutreffend erkannte, ist insbesondere nicht rechtsgenüglich nachgewiesen, dass sie über eine Platzmarkierung ("weisse Mittellinie") gestolpert ist. Der Zeuge S.________ räumte ausdrücklich ein, dass er während des Spiels auf den Ball und nicht auf die Füsse seiner Partnerin konzentriert gewesen sei. Es war ihm daher nicht möglich, gestützt auf die eigene Wahrnehmung zu berichten, weshalb die Beschwerdeführerin bei ihrem Lauf ans Netz gestolpert sein soll. Ein Unfall im Rechtsinne fällt daher ausser Betracht. Auf Grund des aktenmässigen Geschehensablaufes überwiegend wahrscheinlich ist demgegenüber, dass die Beschwerdegegnerin beim Versuch, einen kurz ins Feld gespielten Ball zu erlaufen und zu retournieren einen das rechte Knie besonders strapazierenden (Ausfall-)Schritt hin zum Ball tat. Die entsprechende, gleichermassen heftige wie belastende Bewegung, (die für das Tennisspiel charakteristisch ist und bei sportlicher Spielweise auf sandiger Unterlage mit einer entsprechenden "Rutschbewegung" zum Ball hin kombiniert wird), birgt, wenn sie sich als "falscher Tritt" (Angabe vom 6. Oktober 2003) manifestiert, ein gesteigertes Gefährdungspotential in sich, welches sich hier realisierte. Mit der Vorinstanz ist damit das durch die Judikatur näher umschriebene Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors bei Änderungen der Körperlage (vgl. Erw. 2 hievor) erfüllt und insgesamt auf ein unfallähnliches Ereignis zu erkennen. 3.2 Der auf Rückweisung lautende Entscheid des kantonalen Gerichts hält auch insoweit vor Bundesrecht stand, als die Beschwerdeführerin angehalten wird, ergänzende Beweisvorkehren zur Frage zu tätigen, ob eine Körperschädigung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV eingetreten ist. Entgegen der Beschwerdegegnerin vermag insbesondere das Zeugnis des Prof. Dr. med. R.________, Zentrum H.________, vom 26. März 2004 den Nachweis eines Meniskusrisses (Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV) nicht zu erbringen. Darin wird einzig der dringende Verdacht einer medialen und lateralen Meniskusläsion rechts geäussert, indes ausdrücklich auf die "bilanzierende Kniearthroskopie mit Meniskusresektion" vom 6. April 2004 hingewiesen. Die Beschwerdegegnerin liess letztinstanzlich vorbringen, dass der entsprechende Eingriff unterblieb. Soweit sich im weiteren Verlauf des Verfahrens eine Körperschädigung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV nicht rechtsgenüglich beweisen liesse, würde sich dies zu Lasten der Beschwerdegegnerin auswirken, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (in BGE 129 V 73 nicht publizierte Erw. 5 mit Hinweisen auf BGE 117 V 264 Erw. 3b mit Hinweisen und Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 282).