Citation: 1C_185/2010 27.10.2010 E. 2.4

2.4.1 Die Beschwerdeführer führen weiter aus, das Verwaltungsgericht genüge seiner Begründungspflicht nicht, weil es nicht erkläre, worin der planerische Charakter dieser Zonenordnung liege und welche legitimen Ziele man damit verfolge. 2.4.2 Das Verwaltungsgericht hat unter anderem erwogen, dass es sich bei der Unterteilung der Wohnzonen in Gebiete, in denen lediglich Ein- und Zweifamilienhäuser zulässig seien, nicht um eine unzulässige Einführung einer im Gesetz nicht vorgesehenen Zonenart handle. Vielmehr gehe es um die Differenzierung der Nutzung innerhalb einer bestimmten Zone, nämlich der Wohnzone. In der Stadt St. Gallen seien im Rahmen der Schaffung der neuen Bauordnung die Bauklassen für Ein- und Zweifamilienhäuser abgeschafft worden. Dabei habe sich gezeigt, dass diese Änderung weitreichende Folgen gehabt habe. Es seien erhebliche Probleme aufgetreten, und in Einzelfällen hätten Projekte für Mehrfamilienhäuser in Einfamilienhausgebieten bewilligt werden müssen, obwohl die entsprechenden Neubauprojekte nicht in die bestehende Struktur eingegliedert gewesen seien. Die Problematik der Abschaffung der Bauklasse für Ein- und Zweifamilienhäuser und vor allem deren Auswirkungen auf die städtebaulichen und gestalterischen Aspekte seien offenbar bei der Revision der Bauordnung unterschätzt worden (Bericht des Stadtrats St. Gallen vom 19. Februar 2009 über das Vorgehen zur Erfüllung des Motionsauftrags der "Motion Rückkehr zur Einfamilienhauszone", in: www.stadt.sg.ch). Auch die Vorinstanz habe in einem kürzlich publizierten Entscheid (GVP 2008 Nr. 101) erwogen, dass die Abschaffung der Ein- und Zweifamilienhauszonen in der Stadt St. Gallen zu einem Nutzungsdruck und einer unerwünschten Verdichtung führen könne. Die Beschränkung der Bauweise auf Ein- und Zweifamilienhäuser regle die Nutzung des Bodens, ebenso wie die Einführung von Gebäudemassen, Geschosszahlen und Ausnützungsziffern. Es lasse sich nicht sagen, Sinn und Zweck von Art. 11 Abs. 2 BauG/SG lasse die Unterteilung der Wohnzone in Gebiete mit verschiedenen Bauklassen, namentlich Ein- und Zweifamilienhäuser, unzulässig erscheinen. Allein das Gebot der sparsamen Verwendung von Bauland rechtfertige ohne klare gesetzliche Grundlage eine derartige Einschränkung der kommunalen Planungsautonomie nicht. 2.4.3 Damit kommen die von den Beschwerdeführern erwähnten Gesichtspunkte im angefochtenen Urteil in ausreichender Weise zur Sprache, weshalb die Begründungspflicht gewahrt ist. Die Rüge der Gehörsverletzung geht auch in diesem Punkt fehl.