Citation: 2C_41/2021 E. 6.3.4

6.3.4. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführer hat ferner keine Instanz anerkannt, dass sie ihren zivilrechtlichen Wohnsitz Ende 2015 in W.________ gehabt hätten. Abgesehen davon, dass der zivilrechtliche Wohnsitz nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist, gibt es keinen Grund zur Annahme, dass sich der zivilrechtliche Wohnsitz Ende 2015 nicht in U.________ befunden hätte. Denn auch der zivilrechtliche Wohnsitz nach Art. 23 Abs. 1 ZGB befindet sich am Mittelpunkt der Lebensinteressen einer Person, wie er sich aus der Gesamtheit der gegen aussen manifestierten und für Dritte erkennbaren Tatsachen ergibt (vgl. BGE 125 III 100 E. 3; 115 II 120 E. 3c; 97 II 1 E. 3; Urteile 5A_917/2018 vom 20. Juni 2019 E. 4.1; 9C_600/2017 vom 9. August 2018 E. 2.2). Die einwohneramtliche Anmeldung an einem Ort ist zwar eine solche Tatsache. Sie tritt aber in den Hintergrund, wenn andere Tatsachen zeigen, dass der Mittelpunkt der persönlichen, sozialen und beruflichen Interessen einer Person anderswo liegt (vgl. BGE 141 V 530 E. 5.2; 136 II 405 E. 4.3; 125 III 100 E. 3).