Citation: 8C_292/2022 E. 5.2

5.2. Wie im angefochtenen Urteil dargelegt, begründete das SMAB die Nichtherausgabe der Testergebnisse zutreffend mit dem Schutz vor Missbrauch durch unkontrollierte Weiterverbreitung. Würden wesentliche Inhalte des FPI veröffentlicht, so wäre der fragliche Test, welcher weltweit angewandt werde, unbrauchbar. Durch die Übermittlung der eigentlichen Fragebögen sei kein Erkenntnisgewinn zu erwarten, ausser, dass die Testverfahren damit einem unberechtigten Personenkreis zugänglich gemacht würden (Stellungnahmen vom 31. Mai und 7. Juni 2021). Diese Begründung ist nachvollziehbar. Hinzu kommt, dass rechtsprechungsgemäss kein Anspruch auf Einsicht in die schriftlichen Aufzeichnungen über Testergebnisse oder andere interne Dokumente der begutachtenden Fachperson besteht, ausser es erscheint im Einzelfall zur Überprüfung der Grundlagen und Schlussfolgerungen eines Sachverständigengutachtens angezeigt (statt vieler: Urteile 8C_787/2021 vom 23. März 2022 E. 9.2.2 und 9C_718/2019 vom 13. August 2020 E. 4.2.4; je mit Hinweisen). Ein solches besonderes Einzelinteresse hat das kantonale Gericht vorliegend zu Recht verneint, woran sämtliche Vorbringen in der Beschwerde nichts ändern. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör fällt somit ausser Betracht. Hinweise auf eine Befangenheit des psychiatrischen Gutachters ergeben sich keine.