Citation: 5P.431/2006 22.12.2006 E. 2

Gegen den letztinstanzlichen Entscheid, das Kind nicht aus der Anstalt zu entlassen, steht die eidgenössische Berufung wegen Verletzung von Bundesrecht offen (Art. 43 Abs. 1 und Art. 44 lit. d OG). Die Beschwerdeführerinnen rügen den Anspruch des Kindes auf Protokollierung der Verhandlung als verletzt und berufen sich in dieser Hinsicht auf Art. 29 Abs. 2 BV. Art. 314 Ziff. 1 ZGB gewährt dem betroffenen Kind einen Anspruch darauf, dass die Verhandlung protokolliert wird (Breitschmid, Basler Kommentar ZGB I, 3. Aufl. 2006, N. 2 zu Art. 314/314a ZGB). Im vorliegenden Fall hätte eine Verletzung dieses Anspruchs als Verletzung von Bundesrecht mit eidgenössischer Berufung angefochten werden können (Art. 44 lit. d OG), weshalb auf die insoweit subsidiäre staatsrechtliche Beschwerde nicht eingetreten werden kann (Art. 84 Abs. 2 OG). Gleich verhält es sich, soweit die Beschwerdeführerinnen die im Bundesrecht begründete Offizial- bzw. Untersuchungsmaxime als verletzt rügen (Breitschmid, Basler Kommentar ZGB I, 3. Aufl. 2006, N. 5 zu Art. 314/314a ZGB.) oder geltend machen, die Anstalt sei nicht geeignet.