Citation: 5A_994/2023 E. 8.1

8.1. Die Beschwerde betrifft sodann die Leistungsfähigkeit der Beschwerdegegnerin. Gemäss den unbestrittenen Feststellungen der Vorinstanz ist die Beschwerdegegnerin Alleinaktionärin der R.________ AG. Die Gesellschaft betreibt eine Modeboutique an der S.________strasse in U.________ und hat neben der Beschwerdegegnerin einige weitere Personen angestellt. Im Jahre 2012 hat die Beschwerdegegnerin mit dieser Beschäftigung einen jährlichen Lohn von rund Fr. 60'000.-- erzielt, im Jahr 2015 einen solchen von etwa Fr. 40'000.-- und in den Jahren 2016 bis 2019 durchschnittlich einen solchen von Fr. 30'000.--. Der durchschnittliche Reingewinn der Gesellschaft betrug von 2015 bis 2018 jährlich in etwa Fr. 2'000.--, der ordentliche Ertrag sank in diesem Zeitraum von Fr. 505'326.-- auf Fr. 354'914.--. Das Kantonsgericht rechnete der Beschwerdegegnerin bis am 31. Dezember 2021 hiervon ausgehend ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 2'665.-- (Erwerbseinkommen sowie Reingewinn der Gesellschaft) und ab dem 1. Januar 2022 bei einem Pensum von 100 % ein hypothetisches Einkommen von Fr. 4'400.-- im Monat an. Bei dessen Berechnung ging sie vom vorhergehenden tatsächlichen Verdienst der Beschwerdegegnerin aus, den diese bei einem Beschäftigungsgrad von 60 % erzielt habe.