Citation: 7B_554/2023 E. 3.4

3.4. Die Staatsanwaltschaft führt die Strafuntersuchung insbesondere wegen des Verdachtes der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB). Es handelt sich dabei um ein Verbrechen, das mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren bedroht ist. Die mutmassliche Deliktssumme ist erheblich. Die Ansicht der Vorinstanz, die Bedeutung der untersuchten Straftat rechtfertige die Edition und Entsiegelung, hält vor Art. 197 Abs. 1 lit. d StPO stand. Der Beschwerdeführer legt auch nicht nachvollziehbar dar, welche konkreten Asservate, deren Entsiegelung die Vorinstanz bewilligt hat, offensichtlich nicht untersuchungsrelevant wären. Soweit auf gewissen - von ihm nicht näher bezeichneten - Bankunterlagen allfällige Namen von Patientinnen und Patienten ersichtlich wären, wie er behauptet, fiele damit deren Untersuchungsrelevanz nicht ohne Weiteres dahin. Auch eine Verletzung von Art. 197 Abs. 1 lit. c StPO ist in diesem Zusammenhang nicht dargetan. Da es sich beim Beschwerdeführer um die beschuldigte Person handelt, drängt sich in diesem Zusammenhang auch kein besonders restriktiver Massstab auf (vgl. Art. 197 Abs. 2 StPO). Ob sich aus Geheimnisschutzgründen (Arzt- bzw. Patientengeheimnis) eine Unkenntlichmachung allfälliger Patientennamen als "mildere Massnahme" aufdrängen könnte, ist unter dem Gesichtspunkt des Geheimnisschutzes zu prüfen (vgl. nachfolgend, E. 4).