Citation: 8C_78/2016 E. 9

Weiter wirft die Beschwerdeführerin der Vorinstanz sinngemäss vor, bei der Annahme eines Erwerbsanteils von bloss 20 % im Rahmen der gemischten Methode verkannt zu haben, dass sie ohne gesundheitliche Probleme wegen der Krankheit des Ehemannes ohnehin zur Aufnahme einer Vollzeitstelle gehalten gewesen wäre. Es fehlt eine vorinstanzliche Würdigung der Gesamtsituation der Beschwerdeführerin bezüglich der im Gesundheitsfall (mithin hypothetisch) ausgeübten erwerblichen Tätigkeit aufgrund der konkreten (persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen) Umstände im Lichte der allgemeinen Lebenserfahrung (vgl. BGE 125 V 146 E. 2c S. 150; Urteile 9C_645/2015 E. 2.3 f., I 52/90 vom 23. August 1990 E. 4a), und zwar insbesondere mit Blick auch auf den weiteren Verlauf bis zum massgeblichen Zeitpunkt der Verfügung vom 15. Januar 2010(BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 320). Eine Rückweisung zur weiteren Abklärung dieser Frage erübrigt sich indessen, wie folgende Erwägungen zeigen. Der Ehemann der Beschwerdeführerin meldete sich am 20. Mai 2003 bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an. Mit Verfügung vom 26. April 2005 sprach ihm diese ab 1. Juni 2003 eine ganze Invalidenrente zu (Invaliditätsgrad 100 %), was sie mit Einspracheentscheid vom 25. August 2005 bestätigte. In diesem Lichte hätte sich die Ausweitung der Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin aus finanziellen Gründen bereits vor dem ersten Unfall (8. Juli 2005) aufgedrängt. Im letztgenannten Zeitpunkt waren ihre beiden Kinder 12 und 14 Jahre alt, so dass sie der intensivsten Betreuungsphase entwachsen und weitgehend selbstständig waren. Bei Kindern dieses Alters ist es nicht ungewöhnlich, dass Mütter bereits wieder ganztags erwerbstätig sind und für die Betreuung der Kinder, soweit sie nicht durch den Schulbesuch beschäftigt sind, allenfalls die Dienste einer Drittperson in Anspruch nehmen (vgl. auch Urteil I 373/02 vom 2. September 2003 E. 7.1). Wenn die Beschwerdeführerin gemäss den nicht offensichtlich unrichtigen vorinstanzlichen Feststellungen nicht bereits damals ihre 20%ige Erwerbstätigkeit ausweitete, erscheint es nicht als überwiegend wahrscheinlich, dass sie es später getan hätte. Im Ergebnis ist es somit nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz davon ausging, dass die Versicherte im Gesundheitsfall eine 20%ige Erwerbstätigkeit und eine 80%ige Haushaltstätigkeit ausgeübt hätte und dementsprechend für die Ermittlung des Invaliditätsgrades die gemischte Methode zur Anwendung brachte. Darüber hinaus ist der von der Vorinstanz gestützt hierauf ermittelte rentenausschliessende Invaliditätsgrad von 28 % unbestritten, weshalb es damit sein Bewenden hat.