Citation: 9C_345/2019 E. 5.2.3

5.2.3. In der Beschwerde wird ausgeführt, die vorinstanzliche Feststellung, die beruflichen Eingliederungsmassnahmen seien wegen ihrem ungenügenden Eingliederungswillen gescheitert, sei offensichtlich unrichtig. Die Berentung der Beschwerdeführerin erfolgte bei einer 50%igen Arbeitsfähigkeit (vgl. Gutachten vom 16. September 2004). Im Rahmen des Revisionsverfahrens attestierten ihr die Gutachter alsdann aufgrund einer gesundheitlichen Verbesserung eine solche von 80 % (Expertisen vom 15. Oktober 2013 und 7. Juni 2017). Dennoch leistete die Beschwerdeführerin während der Arbeitsintegration kein Pensum von mehr als 44 %. Auffällig ist auch der Verlauf der beruflichen Massnahmen: Zunächst präsentierte sich eine positive Entwicklung, bei der die Beschwerdeführerin Ende Mai 2015 in einem 44%-Pensum weitgehend ein Leistungsniveau erreichte, das jenem des ersten Arbeitsmarktes entsprach. Nachdem jedoch ein Praktikum bei ihrer ehemaligen Arbeitgeberin nicht möglich war, reduzierte sie ihr Pensum, und ihre Leistungen lagen fortan deutlich unter den Anforderungen des ersten Arbeitsmarkts. Von den Gutachtern wird dies einer Verdeutlichungstendenz mit teils auch aggravierender Beschwerdedarstellung und mit teilweise bewusstseinsnahen Anteilen zugeschrieben. Die geklagten Beschwerden seien mit dem guten Funktionsniveau im Alltag (soziale Aktivitäten, ehrenamtliche Tätigkeit, familiäre Beziehungen) kaum vereinbar. Bei dieser Aktenlage ist es nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz die beruflichen Massnahmen aufgrund ungenügendem Eingliederungswillen als gescheitert beurteilte.