Citation: 8C_52/2010 02.07.2010 E. 7.2

7.2.1 Ob bei der Beurteilung der adäquaten Kausalität - bei fehlendem ungewöhnlichem äusseren Faktor - analog der Rechtsprechung zur Adäquanz von psychischen Fehlentwicklungen nach Unfällen vorzugehen ist (BGE 115 V 133) oder ob die Adäquanz in diesen Fällen - wie bei der Adäquanzbeurteilung bei mit Berufskrankheiten einhergehenden psychischen Störungen - danach zu beurteilen ist, ob die unfallähnliche Körperschädigung oder Geschehnisse in deren Zusammenhang nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet sind, psychische Störungen der aufgetretenen Art zu verursachen (BGE 125 V 456 E. 5d und e S. 464; vgl. Urteile U 171/03 vom 24. Januar 2004 E. 3, U 132/04 vom 27. Oktober 2004 E. 6.4 und U 318/03 vom 28. Mai 2004 E. 2.4), kann vorliegend offen gelassen werden, da beide Kausalitätsbeurteilungen zum selben Resultat führen: 7.2.2 Nachdem keinerlei Kräfte von aussen auf den Versicherten einwirkten und er ohne Unterbruch weiter arbeiten konnte, ist bei einer analogen Anwendung der Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1), entgegen den Ausführungen in der Beschwerde, von einem leichten Ereignis auszugehen, was nach der Rechtsprechung zur Verneinung der Adäquanz führt (BGE 115 V 133 E. 6a S. 139). 7.2.3 Die erlittene Supraspinatus- und Subscapularissehnenruptur (Operationsbericht des Spitals Z.________ vom 23. Februar 2004) ist sodann zweifelsohne nach der allgemeinen Lebenserfahrung und dem gewöhnlichen Lauf der Dinge nicht geeignet, eine psychische Störung in Form einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Störung zu verursachen, zumal dem Versicherten weiterhin ein weites Betätigungsfeld offen stand und sogar betriebsinterne leidensadaptierte Tätigkeiten angeboten worden waren, weshalb die Vorinstanz die Leistungsablehnung der SUVA für die psychischen Beschwerden zu Recht bestätigt hat.