Citation: I 567/05 09.06.2006 E. 2

2.1 In seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde wendet sich das kantonale Amt einzig gegen die vorinstanzliche Auffassung, wonach der auf den 1. Oktober 2003 in Kraft getretene § 19a des kantonalen Sozialhilfegesetzes intertemporalrechtlich anwendbar sei. Ansonsten sind sich die Parteien mit der Vorinstanz zu Recht darin einig, dass die Voraussetzungen für eine Drittauszahlung an die Sozialhilfestelle nach Art. 85bis Abs. 1 und 2 lit. b IVV grundsätzlich erfüllt sind. 2.2 Die übergangsrechtliche Frage nach der zeitlichen Wirkung von § 19a SHV, in welchem die Parteien materiell übereinstimmend ein - wie von Art. 85bis Abs. 2 lit. b IVV gefordert - "eindeutiges Rückforderungsrecht infolge der Rentennachzahlung" erblicken, beschlägt die Anwendung kantonalen Rechts. Im Rahmen der vorfrageweisen Prüfung einer kantonalrechtlichen Norm - welche so lange stattfinden kann, als nicht ein als Tatbestand wirkender Entscheid der hauptfrageweise zuständigen kantonalen Behörde vorliegt (vgl. BGE 123 V 33 Erw. 5 c/cc) - ist indessen zu beachten, dass mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nur die fehlerhafte Anwendung von Bundesrecht gerügt werden kann (Art. 104 lit. a OG). Der einfache Rechtsfehler, begangen in der Anwendung kantonalen Rechts, bildet als solcher keine Bundesrechtsverletzung. Eine solche liegt erst vor, wenn das kantonale Recht in willkürlicher Weise angewendet wird (vgl. BGE 123 V 33 Erw. 5c/cc mit Hinweisen). Davon kann indessen bei der vorinstanzlichen Betrachtungsweise nicht die Rede sein, zumal das Eidgenössische Versicherungsgericht in BGE 123 V 28 ff. Erw. 3 die intertemporalrechtliche Anwendbarkeit des Art. 85bis IVV bezogen auf die Nachzahlung einer Rente für einen vor dessen In-Kraft-Treten liegenden Zeitraum mit praktisch gleichlautender Argumentation bejaht hat. 2.3 Demnach muss es mit der vorinstanzlichen Anwendung von § 19a SHG auch auf die Drittauszahlung von bereits vor dem 1. Oktober 2003 entstandenen Rentenansprüchen sein Bewenden haben. An diesem Ergebnis ändert - entgegen der offenbar vom Beschwerde führenden Amt vertretenen Auffassung - nichts, dass die geschiedene Ehefrau des Rentenberechtigten einer Drittauszahlung an die Sozialhilfestelle nicht unterschriftlich zugestimmt hat. Eine Einwilligung der selbst nicht rentenberechtigten Ehegattin ist nirgends vorgesehen. 2.4 Betraglich wird der der Sozialhilfestelle von der kantonalen Rekurskommission zugesprochene - und damit auch der der geschiedenen Ehefrau des Rentenberechtigten noch verbleibende - Drittauszahlungsanspruch von keiner Seite in Frage gestellt. Deshalb und vor allem auch im Hinblick auf Art. 114 Abs. 1 OG (vgl. Erw. 1.2 hievor) ist darauf nicht näher einzugehen.