Citation: 1C_99/2023 E. 2.2.2

2.2.2. Dass für das kantonale Strassenbauprojekt WOV und das Ausführungsprojekt "N02 Halbanschluss Altdorf" je ein separates Genehmigungsverfahren durchgeführt wurde, war mit Blick auf die unterschiedlichen Zuständigkeiten von Bund und Kanton und die entsprechenden Verfahrensordnungen richtig (vgl. Urteile 1C_544/2008 vom 27. August 2009 E. 5 und 1C_99/2020, 1C_109/2020 vom 23. November 2023 E. 3.4, in: URP 2024 S. 45). Grundsätzlich nicht zu beanstanden ist sodann, dass je Verfahren die zuständige Behörde die Umweltverträglichkeit der beiden Teilprojekte untersuchte. Noch nicht beantwortet ist damit jedoch die Frage, ob der Regierungsrat und das UVEK sich bei der Prüfung der Umweltverträglichkeit im jeweiligen Verfahren auf die Untersuchung der Auswirkungen des jeweiligen Teilprojekts beschränken und wie in E. 2.2.1 hiervor beschrieben die Auswirkungen des jeweils anderen Teilprojekts ausklammern durften. Die Genehmigung des kantonalen Strassenbauprojekts WOV wurde der Plangenehmigung "N02 Halbanschluss Altdorf" vorgezogen. Die Genehmigung der WOV bildet nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Somit ist vorliegend nicht darüber zu befinden, ob die Umweltverträglichkeitsprüfung im Verfahren zur Genehmigung des Projekts WOV korrekt durchgeführt wurde. Zu prüfen ist jedoch, wie das UVEK als Plangenehmigungsbehörde des Ausführungsprojekts "N02 Halbanschluss Altdorf" damit umzugehen hatte, dass der Regierungsrat das kantonale Strassenbauprojekt WOV zuvor bereits genehmigt hatte, ohne die Auswirkungen des Ausführungsprojekts "N02 Halbanschluss Altdorf" auf die Umwelt zu berücksichtigen.