Citation: 1C_84/2023 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz kommt zwar ebenfalls zum Ergebnis, die maximalen Gesamthöhen seien mit dem neuen Gestaltungsplan eingehalten, geht aber von einem anderen Berechnungsansatz aus als der Stadtrat Sursee. Sie hält fest, das kantonale Recht unterscheide zwischen Gebieten mit und ohne Gestaltungsplanpflicht. Folglich würden die zulässigen Abweichungen bei der Gesamthöhe und der Überbauungsziffer separat geregelt. In Gebieten mit Gestaltungsplanpflicht sei § 75 Abs. 1 PBG/LU massgebend; in Gebieten ohne Gestaltungsplanpflicht komme § 75 Abs. 2 PBG/LU zur Anwendung. Eine Kumulation von § 75 Abs. 1 PBG/LU und § 75 Abs. 2 PBG/LU sei nicht zulässig. Im vorliegend zu beurteilenden Fall kämen sowohl für die Überbauungsziffer als auch die Gesamthöhe die maximal zulässigen Abweichungen nach § 75 Abs. 1 PBG/LU zur Anwendung. Diese seien mit dem neuen Gestaltungsplan eingehalten. Die maximal zulässige Gesamthöhe in Gebieten mit Gestaltungsplanpflicht betrage somit 19 m (16 m [Art. 7 Abs. 5 BZR] plus 3 m [§ 75 Abs. 1 PBG/LU]). Im neuen Gestaltungsplan werde mit Blick auf eine Erhöhung der Überbauungsziffer die Gesamthöhe um 5 m herabgesetzt, weshalb sich die maximale Gesamthöhe auf 14 m belaufen dürfe. Die im neuen Gestaltungsplan vorgesehenen maximalen Gesamthöhen der Neubauten (11.85 m) und die bestehende Gesamthöhe des Chalets (12.49 m) würden damit eingehalten. Vernachlässigbar sei bei diesem Ergebnis, dass sich der Stadtrat Sursee bei der Berechnung der maximalen Gesamthöhe fälschlicherweise auf § 75 Abs. 2 PBG/LU gestützt habe. Aus dem gleichen Grund bedürfe es keiner weiteren Auseinandersetzung mit der Fussnote 23 in Anhang 6 des BZR, welche auf § 75 Abs. 2 PBG/LU verweise.