Citation: 2C_350/2023 E. 4.1

4.1. Die Qualifikation eines Beherbergungsbetriebs als Apparthotel setzt unter anderem voraus, dass die Wohneinheiten im Umfang von mindestens 65 % der darauf entfallenden Wertquoten dauernd hotelmässig bewirtschaftet werden (Art. 10 lit. b BewG). Um die Benutzung als Apparthotel dauerhaft aufrechtzuerhalten, auferlegt die Gesetzgebung der Bewirtschafterin oder dem Bewirtschafter die Pflicht zur Bewirtschaftung und der Eigentümerin oder dem Eigentümer die Pflicht, ihre bzw. seine Wohnung zu diesem Zweck zur Verfügung zu stellen (vgl. Art. 14 Abs. 1 BewG; Art. 7 Abs. 2 und Art. 11 Abs. 2 lit. g der Verordnung vom 1. Oktober 1984 über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland [BewV; SR 211.412.411]). Diese Verpflichtung ist öffentlichrechtlich und gilt dauerhaft, vorbehältlich eines allfälligen Widerrufs der Auflage. Sie kann durch privatrechtliche Vereinbarungen nicht wegbedungen werden (BGE 132 II 171 E. 2.1; 130 II 290 E. 2.3). Um der Bewirtschaftungspflicht nachkommen zu können, muss die Betreiberin bzw. der Betreiber des Apparthotels mit den Wohnungseigentümerinnen und -eigentümern einen Bewirtschaftungs- oder Mietvertrag abschliessen. Dieser Mietvertrag ist grundsätzlich privatrechtlicher Natur. Da er aber der Umsetzung der öffentlichrechtlichen Auflage dient, ist dessen Inhalt verbindlich in die (Grundsatz-) Bewilligung aufzunehmen und ist eine allfällige Änderung oder Aufhebung von der Bewilligungsbehörde zu genehmigen (vgl. BGE 130 II 290 E. 2.3). Damit ist öffentlichrechtlich sichergestellt, dass der ursprünglich genehmigte Mietvertrag eingehalten wird, da die Nichteinhaltung gemäss Art. 25 BewG zum Widerruf der Bewilligung führen würde (BGE 130 II 290 E. 2.3).