Citation: 1P.276/2006 08.09.2006 E. 1

X.________ verdächtigt Ärzte und Pflegepersonen der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, sich ihm gegenüber anlässlich seines fürsorgerischen Freiheitsentzugs zwischen dem 24. November und 21. Dezember 2004, insbesondere am 8. Dezember 2004, verschiedener Delikte, wie der schweren Körperverletzung, schuldig gemacht zu haben. Am 31. Dezember 2004 erstattete er deswegen bei der Stadtpolizei Zürich mündlich und am 9. März 2005 bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat schriftlich Strafanzeige. Ausgangspunkt der Strafanzeigen ist ein Vorfall vom 8. Dezember 2004. Nach Darstellung des Anzeigers habe er sich an jenem Nachmittag unter der Dusche befunden, als er vom Angezeigten Y.________, welcher die Nasszellen desinfizieren sollte, aufgefordert wurde, die Dusche zu verlassen. Weil er diese Anweisungen nicht sofort befolgt habe, habe ihm der Angezeigte viermal in rascher Folge das Desinfektionsmittel direkt ins Gesicht gesprüht, wobei insbesondere das linke Auge getroffen worden sei. Er sei erst am 11. Dezember 2004 in der Augenklinik untersucht worden, obschon dies sofort hätte geschehen müssen. Die Augenärzte hätten eine Rötung und Reizung der Augenbindehaut sowie Nervenschäden in der Bindehaut festgestellt. Ihm sei die nötige Hilfe, insbesondere die sofortige Hospitalisierung, verweigert worden, was die Schädigung des Auges möglicherweise vergrössert habe. Am 9. Mai 2005 überwies die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat die Akten an die Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Zürich mit dem Antrag, auf die Anzeige sei nicht einzutreten, da nach summarischer Prüfung der vorhandenen Akten kein deliktsrelevanter Verdacht vorliege.