Citation: 2C_324/2021 E. 2.2

2.2. Das Verwaltungsgericht hat erwogen, das Vorliegen des Widerrufsgrundes von Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG (SR 142.20) werde nicht infrage gestellt. Streitig sei, ob der Beschwerdeführer 1 ein Verschulden am Sozialhilfebezug treffe. Er spreche gut Deutsch, sei jung, gesund und voll arbeitsfähig. Dennoch sei ihm der Berufseinstieg in den vergangenen drei Jahren nicht gelungen. Von Februar bis März 2019 habe er ein Beschäftigungsprogramm absolviert. Am 7. August 2019 habe er eine Deutschprüfung auf dem Niveau B1 absolviert und mit Bravour bestanden. Im September bis Oktober 2019 habe er einen Deutschkurs auf dem Niveau B2 besucht. Per 2. Dezember 2019 habe er sich zum Interkulturellen Übersetzer für Einsätze bei der Basisbeschäftigung ausgebildet. Danach habe er versucht, eine Lehrstelle anzutreten. Nach einer Schnupperlehre vom 17. bis 19. Februar 2020 bei der X.________ habe er die Lehrstelle allerdings wegen einer möglichen Mehlstauballergie nicht antreten können. Vor diesem Hintergrund könne die Abhängigkeit von der Sozialhilfe nicht als unverschuldet gelten, auch wenn der Beschwerdeführer 1 seiner sozialhilferechtlichen Schadensminderungspflicht nachgekommen sei. Nachdem der Beschwerdeführer 1 im Dezember 2018 wegen seines Fürsorgebezugs ermahnt worden sei, habe die schnellstmögliche Lösung von der Sozialhilfe im Zentrum gestanden und nicht ein massgeschneiderter Berufseinstieg. Er hätte sich deshalb aktiv um eine Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt bemühen müssen. Aus den Akten gehe allerdings - mit Ausnahme der X.________ - keine einzige Bewerbung hervor. Auch der Beschwerdeführer 2 habe bis heute keinen Nachweis für aktuelle Bewerbungsbemühungen erbracht. Die Loslösung von der Sozialhilfe liege klar im Einflussbereich der Beschwerdeführer, namentlich des uneingeschränkt arbeitsfähigen Beschwerdeführers 1. Die Verwarnung erweise sich deshalb als verhältnismässig und stehe im Einklang mit Art. 8 EMRK (vgl. E. 5 des angefochtenen Urteils).