Citation: 2C_299/2017 E. 4.6

4.6. Unter Würdigung aller Umstände erscheint es derzeit noch vertretbar, wenn das Verwaltungsgericht das öffentliche Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers nach wie vor höher gewichtet als die auf dem Spiel stehenden privaten Interessen an seiner dauerhaften Anwesenheit in der Schweiz. Vor seiner Ausschaffung im Jahr 2010 hat das Verhalten des Beschwerdeführers zu erheblichen Klagen Anlass gegeben. Trotz wiederholter strafrechtlicher Verurteilungen und ausländerrechtlicher Verwarnungen delinquierte er weiter und sogar schwerer, wurde er doch zu einer fast achtjährigen Freiheitsstrafe in einem für die öffentliche Ordnung und Sicherheit besonders sensiblen Bereich verurteilt (vgl. zur strengen Praxis des Bundesgerichts bei Betäubungsmitteldelinquenz aus rein finanziellen Motiven BGE 139 I 31 E. 2.3.3. S. 35). Aufgrund der Art und Schwere der von ihm begangenen Rechtsgüterverletzungen sind die Anforderungen an die in Kauf zu nehmende Rückfallgefahr gering (vgl. E. 4.4 hiervor). Ferner kann nicht gänzlich unberücksichtigt bleiben, dass gegen den Beschwerdeführer im Jahr 2010 ein unbefristetes Einreiseverbot ausgesprochen wurde. Zwar wäre ein solches Verbot heute grundsätzlich nicht mehr denkbar, da Art. 67 Abs. 3 AuG die Höchstdauer für die Einreisesperre auf fünf Jahre beschränkt. Wie die Vorinstanz jedoch richtig bemerkt, bildet die Fünfjahresdauer die Untergrenze bei Anlasstaten gemäss dem heutigen Art. 66a StGB, zu denen die vom Beschwerdeführer begangenen qualifizierten Betäubungsmitteldelikte gehören. Diese Neuregelung findet zwar nicht auf den Beschwerdeführer Anwendung; hingegen darf die darin zum Ausdruck kommende Wertung bei der Interessenabwägung berücksichtigt werden (vgl. Urteil 2C_1003/2016 vom 10. März 2017 E. 5.2). Auch wenn dem Beschwerdeführer seit seiner Ausschaffung im Jahr 2010 nichts Negatives zur Last gelegt werden kann, erscheint die Zeitspanne mit Blick auf das vorausgegangene Verhalten als (noch) zu kurz, um das öffentliche Interesse an seiner Fernhaltung entscheidend in Frage zu stellen.