Citation: 2A.399/2004 24.03.2005 E. 2

2. Eventualiter seien die Ziffern 2 bis 14 der Verfügung der Eidgenössischen Bankenkommission vom 7. Juni 2004 in Sachen Klaro GmbH, Sennwald, betreffend unerlaubter Entgegennahme von Publikumseinlagen/Liquidationen aufzuheben und es sei wie folgt zu verfügen: 2.1 Es sei auf die Liquidation der Klaro GmbH, Sennwald, zu verzichten und es sei eine unabhängige Fachstelle lediglich damit zu beauftragen, die von der Klaro GmbH entgegengenommenen Prämien an die Prämienzahler zurückzuerstatten, wobei den Beschwerdeführern ein umfassendes Mitwirkungsrecht einzuräumen sei. 2.2 Es sei nicht die Transliq AG als Fachstelle einzusetzen, sondern eine andere unabhängige Fachstelle. 2.3 Die gemäss Ziffer 4 der Verfügung der Eidgenössischen Bankenkommission angeordnete Verfügungssperre sei auf diejenigen Vermögenswerte der Klaro GmbH zu beschränken, welche direkt oder indirekt durch die AmoFin-Prämienzahlungen alimentiert worden sind. Insbesondere sei die Verfügungssperre aufzuheben betr. der auf die Trans-American Investment Banking Institute Inc., Carmichael CA (USA), und die USCIBA Inc. lautenden Konti und Depots. 2.4 Es seien nur diejenigen Kontoverbindungen und Depots, die auf die Klaro GmbH lauten oder an denen diese wirtschaftlich berechtigt ist, zu sperren, welche direkt oder indirekt durch AmoFin-Prämiengelder alimentiert worden sind. 2.5 Es sei den im Handelsregister eingetragenen Organen, X.________ und Y.________, nur insoweit zu untersagen, Rechtshandlungen über die Klaro GmbH auszuüben, als diese direkt oder indirekt mit den entgegengenommenen AmoFin-Prämien zusammenhängen. 2.6 Es sei den im Handelsregister eingetragenen Organen, namentlich X.________ und Y.________, die Vertretungsbefugnis nur insofern zu entziehen, als sie nicht berechtigt sind, über die gemäss obenstehenden Ziffern gesperrten Gelder weiter zu verfügen und weiter Publikumsgelder entgegenzunehmen. Nur in diesem Umfang seien auch ihre Unterschriftsberechtigung und Vollmachten aufzuheben. 2.7 Das Handelsregisteramt des Kantons St. Gallen sei anzuweisen, den gemäss Ziffer 10 der Verfügung der Eidgenössischen Bankenkommission vorgenommenen Eintrag zu löschen. 2.8 Der vom Liquidator bzw. einer unabhängigen Fachstelle von der Klaro GmbH zu beziehende Kostenvorschuss sei zu beziffern. 2.9 Die Verfahrenskosten gemäss Ziffer 14 der Verfügung der Eidgenössischen Bankenkommission seien als zu hoch zu taxieren und auf ein verhältnismässiges Mass zu reduzieren." X.________ und die KlaroGmbH machen geltend, keine Publikumseinlagen entgegengenommen, sondern sich nur im Rahmen eines Auftrags zur Erwirtschaftung der versprochenen Leistung verpflichtet zu haben. Die umstrittenen Gelder wiesen keinen Anlagecharakter auf, seien nicht als Darlehen oder Hinterlegungen erfolgt und würden nicht verzinst. Gegebenenfalls seien nur der Bereich "Klaro Finance" zu schliessen und die "AmoFin"-Verträge unter Beizug der bisherigen Geschäftsführer rückabzuwickeln. Die angeordnete Totalliquidation erweise sich als unverhältnismässig. Die TransliqAG sei auf jeden Fall als Liquidatorin auszuwechseln, da sie durch ihr "unprofessionelles Verhalten" beim Schliessen der verschiedenen Devisenhandelsposten einen erheblichen Schaden verursacht habe. B.c Am 15. Juli 2004 wies der Abteilungspräsident das mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verbundene Gesuch um aufschiebende Wirkung bzw. um Anordnung von vorsorglichen Massnahmen im Sinne der Erwägungen ab (keine Liquidationshandlungen, indessen sichernde und werterhaltende Massnahmen im In- und Ausland gemäss Ziff. 12 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids); gleichzeitig erklärte er, dass über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung später entschieden und vorerst von der Erhebung eines Kostenvorschusses abgesehen werde.