Citation: 1C_261/2022 E. 5

Die Wiedereinbürgerung setzt gemäss Art. 18 Abs. 1 aBüG voraus, dass die Bewerberin oder der Bewerber die Voraussetzungen von Art. 21 oder 23 aBüG erfüllt (lit. a), mit der Schweiz verbunden ist (lit. b), die schweizerische Rechtsordnung beachtet (lit. c) und die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz nicht gefährdet (lit. d). Gemäss Art. 21 Abs. 1 aBüG kann innert zehn Jahren ein Gesuch um Wiedereinbürgerung stellen, wer aus entschuldbaren Gründen die nach Art. 10 aBüG erforderliche Meldung oder Erklärung unterlassen und dadurch das Schweizer Bürgerrecht verwirkt hat. Ist die Bewerberin oder der Bewerber mit der Schweiz eng verbunden, so kann sie oder er das Gesuch um Wiedereinbürgerung auch nach Ablauf der Frist stellen (Art. 21 Abs. 2 aBüG). Vorliegend ist unbestritten, dass die Meldung der Adoption aus entschuldbaren Gründen unterblieben ist und die Beschwerdeführerin eng mit der Schweiz verbunden ist; gemäss Feststellung der Vorinstanz lebt sie seit 1987 in der Schweiz und spricht sowohl deutsch als auch italienisch. Das Bundesverwaltungsgericht durfte die materiellen Kriterien der Wiedereinbürgerung nach Art. 18 Abs. 1 lit. a und b aBüG als erfüllt betrachten.