Citation: 1B_30/2019 E. 2

Der Beschwerdeführer macht geltend, ihm drohe ein Eingriff in seine Privatgeheimnisse. Die Entsiegelung verletze seine Persönlichkeitsrechte. Die entsiegelten Kalendereinträge bezögen sich "auf Besprechungen und Telefonate, welche er als Privatmann" durchgeführt habe, "um Sachverhalte zu besprechen, die der Privat- oder gar Intimsphäre zuzuordnen" seien. Zusätzlich verletze die Entsiegelung auch die Persönlichkeitsrechte von "unbeteiligten Drittparteien". Seit eine neue Führung die Geschicke der FIFA bestimme, sei es zu einer "regelrechten Flut von Entlassungen gekommen". In einer Unternehmenskultur, die geprägt sei "vom Streben nach Machterhaltung der obersten Führung", würden "bereits kleinste Vorwände verwendet, um missliebige Mitarbeiter loszuwerden". In einem Zeitungsinterview vom November 2018 habe sich der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter denn auch über massenhafte Entlassungen bei der FIFA beklagt. Aus den von der Vorinstanz entsiegelten Auszügen aus dem elektronischen Geschäftskalender der FIFA liessen sich "direkt oder indirekt Rückschlüsse über die Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und aktuell noch bei der FIFA beschäftigten Mitarbeitern" ziehen. Er gelte bei der aktuellen FIFA-Leitung als "persona non grata", weshalb es "für aktuell noch Angestellte der FIFA verheerende Folgen" haben könnte, falls "ihnen eine Verbindung zum Beschwerdeführer nachgewiesen" würde. "Selbst allfällig bereits bekannte Termine" würden durch die Entsiegelung "in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und von der neuen FIFA-Führung neu hinterfragt" werden. Er, der Beschwerdeführer, fühle sich "moralisch verpflichtet, alles Mögliche zu unternehmen, um zu verhindern, dass ehemalige Arbeitskollegen und -kolleginnen durch das gegen ihn zu Unrecht geführte Strafverfahren zu Schaden kommen". Die drohende Entlassung dieser Personen stelle "offensichtlich einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil i.S.v. Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG dar". Zusätzlich könnten "aus den Metadaten der einzelnen Kalendereinträge eventuell zusätzliche Erkenntnisse gewonnen werden, welche nicht auf den ersten Blick zu erkennen" seien. Auch könne "nicht ausgeschlossen werden", dass die Bundesanwaltschaft "weitere Kalendereinträge in das vorliegende Verfahren beizuziehen gedenkt und aus dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens einen präjudiziellen Charakter diesbezüglich ableitet".