Citation: 2C_649/2021 E. 5.2.3

5.2.3. Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass der Beschwerdeführer in seinem Gesuch um Akteneinsicht vom 23. September 2019 ausdrücklich auf eine "ASU-Kontamination" des Veranlagungsverfahrens hinwies und die Vermutung in den Raum stellte, dass auch das Kantonale Steueramt "eine hemmungslose, intensive, jedoch nicht parteiöffentliche" Kommunikation mit der ASU führe. Die Amtshilfe unter den Steuerbehörden ist in Art. 111 DBG sowie in Art. 39 Abs. 2 und Abs. 3 StHG ausdrücklich geregelt und insbesondere für den vorliegenden Zweck - die Veranlagung der Steuerperiode 2012 - ohne Weiteres zulässig. Deshalb ist es auch nicht problematisch, dass das Kantonale Steueramt von der Untersuchung der ASU Kenntnis hatte. Der Beschwerdeführer gestand im Schreiben vom 14. November 2019, in dem er auf die Akteneinsicht verzichtete, ausserdem selbst ein, dass er "aufgrund von Fragmenten Kenntnis von einer Kontamination der Verfahren durch die mutmasslich EMRK-widrige ASU/ESTV habe". Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, inwiefern der Steuerkommissär den Beschwerdeführer getäuscht haben sollte.