Citation: 1C_236/2023 E. 3.1.1

3.1.1. Der Beschwerdeführer macht konkret geltend, zum einen seien die in den vorangegangenen Verfahren eingereichten Beweismittel nicht rechtsgenüglich in die Beurteilung einbezogen worden und zum anderen sei zu Unrecht von der Abnahme weiterer Beweismittel abgesehen worden. Vielmehr hätten die Erst- und Vorinstanz lediglich auf das IRM-Gutachten abgestellt, obschon bekannt sei, dass eine "Knochenanalyse" kein zu 100% sicheres Resultat liefere. Sodann sei der eingereichten "Attestation de Perte de Pièces d'Identité", welche auch bezwecke, die Identität der betreffenden Person zu belegen, ein hoher Beweiswert einzuräumen. Dementsprechend sei das Dokument entgegen der Ansicht des SEM als Identitätsdokument i.S.v. Art. 1a lit. c Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1; SR 142.311) zu betrachten. Sobald eine asylsuchende Person ein offizielles Dokument vorlege, liege es an den Behörden, dessen Authentizität zu widerlegen. Der Beschwerdeführer verweist in diesem Zusammenhang auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus dem Bereich des Asylrechts (BVGE 2011/37 E. 5.4.5), wonach das SEM seine Begründungspflicht verletzt, wenn es nicht nachvollziehbar darlegt, aus welchen Gründen es zur Feststellung gelangt ist, eine Identitätskarte sei nicht authentisch.