Citation: 4A_90/2019 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer moniert, das Obergericht habe den (Prozess-) Sachverhalt willkürlich festgestellt, wenn es zum Schluss gekommen sei, dass das Regionalgericht eine objektivierte Vertragsauslegung vorgenommen habe. Es bleibt unklar, inwiefern dieses Vorbringen für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein soll. Jedenfalls gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, die entsprechende obergerichtliche Feststellung als willkürlich auszuweisen: So führte das Regionalgericht unter der Überschrift "Auslegungsgrundsätze" ausdrücklich aus, "mangels eines unbestrittenen Beweises des übereinstimmenden tatsächlichen Parteiwillens" seien die Erklärungen der Parteien nach dem Vertrauensprinzip auszulegen. Es gab sodann die Aussagen verschiedener Personen zu den Hintergründen des Darlehensvertrags wieder und führte aus, dass angesichts der Interessenlage und des klaren Wortlauts eine kumulative Schuldübernahme vereinbart worden sei. Der aus diesen Ausführungen gezogene Schluss des Obergerichts, wonach das Regionalgericht nicht festgestellt hat, dass sich die Parteien tatsächlich geeinigt hätten, ist unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden. Daran ändert auch die Kritik des Beschwerdeführers nichts, der (einzig) auf folgende Erwägung des Regionalgerichts verweist: "Verstanden wurde die vereinbarte Solidarhaftung auch vom Beklagten [dem Beschwerdegegner] genau so, wie sie zu lesen ist: Er sei davon ausgegangen, dass er erst dann, wenn die C.________ AG nicht hätte bezahlen können, er selber hätte zahlen müssen [...]." Das Obergericht durfte willkürfrei davon ausgehen, dass das Regionalgericht mit dieser Einschätzung auf die Subsidiarität der Haftung des Beschwerdegegners Bezug nahm und nicht auf den tatsächlichen Willen, eine kumulative Schuldübernahme oder aber eine Bürgschaft zu begründen.