Citation: 2A.49/2004 07.05.2004 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer wurde am 17. Oktober 2002 vom Kantonsgericht Schaffhausen wegen mehrfacher einfacher Körperverletzung, Angriffs, bandenmässigen Diebstahls, unvollendeten Versuchs des Diebstahls, Sachbeschädigung, Drohung, mehrfachen Hausfriedensbruchs, Gewalt und Drohung gegen Beamte sowie wegen mehrfacher Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch zu zehn Monaten Gefängnis bedingt verurteilt. Damit ist bereits ein Ausweisungsgrund gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG gegeben, was der Beschwerdeführer nicht in Abrede stellt. 3.2 Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid offengelassen, ob eine Ausweisung allein wegen dieser Verurteilung verhältnismässig wäre. Hinzu kommt nun aber, dass der Beschwerdeführer keine zwei Monate nach diesem Urteil einen Raubüberfall begangen hat. Im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids des Obergerichts hatte der Beschwerdeführer seine Täterschaft gestanden und war von der Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen wegen dieses Raubüberfalls Anklage gegen ihn erhoben worden. Das Obergericht bezog daher im angefochtenen Entscheid diese Tat in seine Erwägungen ein, was der Beschwerdeführer zu Recht nicht beanstandet. Seit dem Entscheid des Obergerichts vom 12. Dezember 2003 hat nun das Kantonsgericht Schaffhausen den Beschwerdeführer mit Urteil vom 21. Januar 2004 des qualifizierten Raubes, der Geiselnahme, des Diebstahls, der Sachbeschädigung, des Hausfriedensbruchs und der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes schuldig erklärt und ihn in eine Arbeitserziehungsanstalt eingewiesen. Der Vertreter des Beschwerdeführer hat dieses Urteil als Beilage zu seiner vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht und die Einweisung des Beschwerdeführers in eine Arbeitserziehungsanstalt positiv gewürdigt. Es ist daher davon auszugehen, dass das Urteil des Kantonsgerichts vom 21. Januar 2004 in Rechtskraft erwachsen ist. Auch die Einweisung in eine Arbeitserziehungsanstalt stellt einen Ausweisungsgrund im Sinne von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG (vgl. BGE 125 II 521 E. 3 S. 524 ff.) dar.