Citation: 8C_1057/2008 20.03.2009 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat gestützt auf eine einlässliche und überzeugende Würdigung der medizinischen Akten erkannt, es liege keine körperliche Beeinträchtigung vor, welche die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit oder in Verweisungstätigkeiten einschränke. Es stützt sich dabei namentlich auf das Gutachten der Rheumatologischen Klinik des Spitals X.________ vom 18. September 2006. In der Beschwerde wird nichts vorgebracht, was diese Beurteilung in Frage stellen könnte. Die Versicherte beschränkt sich im Wesentlichen darauf, weitere medizinische Abklärungen zu beantragen, ohne aber darzutun, dass in rechtsfehlerhafter Weise auf solche ergänzenden Beweismassnahmen verzichtet wurde. Der Bericht des Spitals Y.________ vom 16. Februar 2006, auf welchen im Weiteren verwiesen wird, wurde im Gutachten vom 18. September 2006, auf welches die Vorinstanz abstellt, berücksichtigt. Inwiefern dabei fehlerhaft vorgegangen worden sein soll, wird in der Beschwerde nicht nachvollziehbar begründet. Geltend gemacht wird sodann, gemäss dem Schlussbericht der Abklärungsstelle Z.________ vom 1. Oktober 2007 habe die Versicherte bei einem Einsatz in der Zeit vom 16. Juli bis 15. Oktober 2007 eine nur 50%ige Leistung gezeigt. Dieser Einsatz wurde indessen von der Arbeitslosenkasse veranlasst, welche nicht die gleichen Abklärungsziele verfolgt wie die Invalidenversicherung. Abgesehen davon lässt sich dem Schlussbericht vom 1. Oktober 2007 auch nicht entnehmen, dass ärztliche Untersuchungen zu der besagten Einschätzung geführt haben. Diese beruht offenbar einzig auf dem Einsatz, den die Versicherte im Abklärungszeitraum gezeigt hat, und auf den von ihr geklagten Beschwerden. Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung zur Frage der Arbeitsfähigkeit wird damit nicht in Frage gestellt. 3.2 Im Gutachten des Spitals X.________ vom 18. September 2006 wurde auf eine somatoforme Störung bei depressiver Reaktion geschlossen. Die IV-Stelle nahm dies zum Anlass, die Versicherte psychiatrisch begutachten zu lassen. Gemäss Expertise des Dr. med. dipl. psych. W.________, Psychiatrie und Psychotherapie, vom 10. April 2007 (mit Ergänzung vom 16. Juli 2007) leidet die Beschwerdeführerin an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung ohne eine ausgeprägte komorbide, insbesondere affektive Begleitsymptomatik, und ohne Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Die Vorinstanz hat, ausgehend von diesen fachärztlichen Aussagen, die Zusatzkriterien, welche für die Frage der invalidisierenden Wirkung einer solchen Schmerzstörung zu berücksichtigen sind (BGE 131 V 49 1.2 S. 50 f.; nachfolgend E. 3.2.2), geprüft und verneint. 3.2.1 Die Versicherte erneuert zunächst den Einwand, die psychiatrische Begutachtung hätte unter Mitwirkung eines professionellen Dolmetschers erfolgen müssen. Weiter wird inhaltliche Kritik an den Aussagen des Experten erhoben. Das kantonale Gericht hat erwogen, unter den gegebenen Umständen habe genügt, dass die von der Versicherte selber beigezogene Verwandte übersetzte. Es hat sodann dargelegt, weshalb es das Gutachten vom 10. April 2007 (mit Ergänzung) auch inhaltlich als überzeugend erachtet. Dieser Beurteilung ist zu folgen (Art. 109 BGG). Die Vorbringen in der Beschwerde rechtfertigen keine andere Betrachtungsweise. Namentlich bestehen keine zuverlässigen Anhaltspunkte dafür, dass eine ungenügende Übersetzung zu Falschinterpretationen des Experten geführt hat. Auch sind weitere medizinische Abklärungen zum psychiatrischen Gesundheitszustand nicht angezeigt. 3.2.2 Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet auch eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Ob eine Ausnahme von dieser Vermutung vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50 f. mit Hinweisen). Das kantonale Gericht hat die besagten Zusatzkriterien verneint. In der Beschwerde wird geltend gemacht, dies sei in Bezug auf das Kriterium des sozialen Rückzugs in allen Belangen des Lebens zu Unrecht erfolgt. Dass alleine dieses Kriterium zur Bejahung der invalidisierenden Wirkung der Schmerzstörung genügen würde, erscheint indessen fraglich, zumal das Hauptkriterium einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer (vgl. BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50) zweifelsfrei nicht erfüllt ist. Zu beachten ist sodann, dass das kantonale Gericht zwar auf gewisse Rückzugstendenzen erkannt hat, aber auch davon ausgegangen ist, die Versicherte habe einen geregelten Tagesablauf und kümmere sich gemeinsam mit ihrem Ehemann um den Haushalt. Dies wird in der Beschwerde nicht grundsätzlich bestritten. Geltend gemacht wird, der - selber teilinvalide - Ehemann habe sich zu einem wesentlichen Anteil um den Tagesablauf der Versicherten und um den Haushalt sowie um die sozialen Kontakte zu kümmern. Selbst wenn dies als ausreichend betrachtet würde, um das Kriterium selber als erfüllt anzusehen, genügte es aber nicht, um bei der notwendigen Gesamtbetrachtung die invalidisierende Wirkung der Schmerzstörung zu bejahen. 3.3 Die Versicherte macht schliesslich geltend, es hätte eine berufliche Abklärung durchgeführt werden müssen. Inwiefern dies bei der gegebenen vollen Arbeitsfähigkeit Erkenntnisse brächte, welche einen Leistungsanspruch zu stützen vermöchten, ist aber nicht ersichtlich.