Citation: 5A_373/2021 E. A

A.a. Die A.________ AG sowie die Erbinnen der am 8. August 2018 verstorbenen B.________ geb. A.________ sel., d.h C.B.________, D.A____, E.A.________, F.A.________ und G.A.________, sind je zur Hälfte Miteigentümerinnen des Grundstücks Gbbl. Nr. 1163, T.________, U.________strasse xxx in V.________. An diesem Grundstück hatten deren Rechtsvorgänger der Bank Y.________ mit Baurechtsvertrag vom 11. Oktober 1985 mit Wirkung ab 1. April 1986 für die Dauer von 100 Jahren ein selbständiges und dauerndes Baurecht eingeräumt; dieses wurde als Gbbl. Nr. 1740 im Grundbuch aufgenommen. Vereinbart war ein indexierter Baurechtszins von Fr. 2'000'000.-- pro Jahr. A.b. Am 22. Februar 1988 begründete die Bank Y.________ auf dem Baurechtsgrundstück sechs Stockwerkeinheiten, von welchen sie gleichentags drei Einheiten (Gbbl. Nrn. 1749, 1750 und 1751) an die Bank X.________ verkaufte. Die für das vorliegende Verfahren relevante Ziff. 11 des Kaufvertrags lautet wie folgt: "[Die Beschwerdegegnerin erklärt], den Baurechtsvertrag, welcher am 11. Oktober 1985 beurkundet und am 9. September 1986 unter SP Nr. 2828 ins Grundbuch eingetragen worden ist, zu kennen. Mit dem Erwerb von insgesamt 50/100 Miteigentum (Stockwerkeigentum) an diesem Baurecht tritt die Käuferin neben der Verkäuferin (beide mit hälftiger Beteiligung) mit Rechten und Pflichten, Nutzen und Gefahr, in diesen Vertrag ein. Durch diesen Vertragseintritt ist die Käuferin verpflichtet, die Hälfte des Baurechtszinses, u.s.w., mit Abrechnung Wert Antrittstag, zu übernehmen." Mit Verwaltungsvertrag vom 29. März 1988 übernahm die X.________ die Verwaltung der Liegenschaft. In Ziff. 2.5 des Vertrags hielten die Stockwerkeigentümer (Bank Y.________ und X.________ folgendes fest: "Der Verwaltung obliegt, die gemeinschaftlichen Kosten und Lasten (Ausnahme bildet der Baurechtszins) auf die Miteigentümer zu verteilen, diesen Rechnung zu stellen und deren Beiträge einzuziehen, sowie die vorhandenen Geldmittel zu verwalten und bestimmungsgemäss zu verwenden." A.c. Am 17. Dezember 2014 veräusserte die X.________ ihre drei Stockwerkeinheiten an die Z.________ AG mit Sitz in W.________. Sie übertrug der Erwerberin die Pflicht zur Bezahlung der auf die drei Stockwerkeinheiten entfallenden Baurechtszinsen. A.d. In der Folge behaupteten die A.________ AG und die Erbinnen als Eigentümerinnen des baudienstbarkeitsbelasteten Grundstücks (nachfolgend: Grundeigentümerinnen), die X.________ sei trotz Veräusserung ihrer Stockwerkeinheiten Schuldnerin der Hälfte des Baurechtszinses geblieben. Gestützt darauf klagte die X.________ am 28. April 2016 beim Bezirksgericht Zürich gegen diese und beantragte die Feststellung, dass sie ihnen ab dem Zeitpunkt der Eintragung der Z.________ AG im Grundbuch keinen Baurechtszins schulde, auch nicht solidarisch mit Dritten. Mit Entscheid vom 3. November 2020 gab das Bezirksgericht den Begehren statt, auferlegte den Grundeigentümerinnen Gerichtskosten von Fr. 400'000.--, verpflichtete diese, der X.________ den von dieser geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 350'000.-- zu ersetzen und ihr eine Parteientschädigung von Fr. 480'000.-- zu bezahlen. A.e. Die Grundeigentümerinnen stellten im Zeitraum vom 4. Februar 2016 bis 17. September 2018 mehrere Schlichtungsgesuche gegen die Bank Y.________ und ersuchten um Feststellung, dass die Bank für den gesamten Baurechtszins für die gesamte Laufzeit des Baurechts persönlich hafte. Am 21. März 2019 reichten sie Klage ein. Während des hängigen Verfahrens einigten sich die Parteien auf einen Vergleich. Mit öffentlich beurkundeter Vereinbarung vom 28. Oktober 2020 übertrug die Bank Y.________ ihre drei Stockwerkeinheiten an die Grundeigentümerinnen, welche jene gegen Bezahlung von Fr. 23 Mio. aus allen Verpflichtungen aus dem Baurechtsvertrag vom 11. Oktober 1985 entliessen. Ausserdem trat die Bank Y.________ den Grundeigentümerinnen "sämtlich bestehenden Ansprüche, Forderungen und Rechte gegenüber der X.________ aus dem X.________ Kaufvertrag ab, insbesondere den Anspruch von Y.________ gegen der X.________ gemäss Ziff. 11, deren letzter Satz wie folgt lautet: 'Durch diesen Vertragseintritt ist die Käuferin verpflichtet, die Hälfte des Baurechtszinses, u.s.w., mit Abrechnung Wert Antrittstag, zu übernehmen'. Y.________ hat X.________ entsprechend zu notifizieren und sichert zu, dass bis zum Abschluss dieser Vereinbarung keine Absprachen mit der X.________ getroffen wurden, welche die Gültigkeit der erwähnten Ziff. 11 oder den Bestand des Anspruchs von Y.________ gegenüber der X.________ gemäss Ziff. 11 beeinträchtigen. Dabei sind sich die Parteien einig, dass die Errichtung der StWE Einheiten, der Mechanismus der Bezahlung des Baurechtszinses, das Verhalten und die Stellungnahmen von Y.________ im Zusammenhang mit dem Zivilverfahren und dem Gerichtsverfahren zwischen den Baurechtsgebern und X.________ keine solchen Absprachen darstellen und nicht als solche ausgelegt werden können."