Citation: 6P.10/2003 03.04.2003 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt ferner eine Verletzung des rechtlichen Gehörs und des Grundsatzes "in dubio pro reo", weil das Obergericht ihm die Reue und Einsicht ohne Anhörung und Beweisverfahren abgesprochen habe (Beschwerdeschrift S. 6 und 7). Der Beschwerdeführer konnte sich vor dem Kreisgericht persönlich äussern (pag. 2081 sowie 2189) und ist zur Appellationsverhandlung persönlich vorgeladen worden. Allerdings erschien er nicht (pag. 2425, 2456 und 2457). Der Verteidiger des Beschwerdeführers hat vor Obergericht auf einen mündlichen Parteivortrag verzichtet und sich in seinem schriftlich eingereichten Parteivortrag zur Frage von Einsicht und Reue geäussert. Beweisanträge zu diesem Punkt hat er nicht gestellt (pag. 2457 und 2467 ff.). Bei dieser Sachlage kann weder von einer Verletzung der Unschuldsvermutung noch des rechtlichen Gehörs die Rede sein. Der Beschwerdeführer legt denn auch nicht dar, welche Bestimmung des kantonalen Rechts oder des eidgenössischen Verfassungsrechts bei dieser Sachlage verletzt sein könnte. Die staatsrechtliche Beschwerde ist demnach in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.