Citation: 5A_105/2024 E. 3.4

3.4. Damit bleibt lediglich der Vorwurf, der Beschwerdeführer habe auf die E-Mail vom 20. Dezember 2023 nicht reagiert. Nach Art. 139 Abs. 1 ZPO ist die elektronische Zustellung einer Verfügung nur mit dem Einverständnis der betroffenen Person zulässig, und ist der Versand mit einer elektronischen Signatur gemäss Bundesgesetz vom 18. März 2016 (SR 943.03) zu versehen. Keine dieser Voraussetzungen war vorliegend erfüllt. Sodann ist nicht ersichtlich, dass eine elektronische Zustellung nach Massgabe des HZÜ65 oder des Vertrags zwischen der Schweiz und der Türkei über den Rechtsverkehr in Zivil- und Handelssachen vom 1. Juni 1933 zulässig sein könnte. Selbst wenn der Versuch des Obergerichts, elektronisch mit dem Beschwerdeführer in Kontakt zu treten, nicht per se unzulässig war, handelt es sich nicht um eine zulässige Form einer gerichtlichen Zustellung, weshalb aus der ausgebliebenen Reaktion auf die E-Mail vom 20. Dezember 2023 wiederum nichts zu Ungunsten des Beschwerdeführers abgeleitet werden kann.