Citation: 4A_194/2022 E. 4.4.3

4.4.3. Die Beschwerdeführerin stellt schliesslich Folgendes in den Raum: Es sei richtig, dass in Art. 8 des Vermittlungsvertrags auf das "CAS-Verfahren" verwiesen werde (genau genommen: das "Verfahren des Sportschiedsgerichts TAS-CAS"). Dies bedeute aber weder, dass die Parteien ein Schiedsverfahren vereinbart hätten - sie hätten damit auch "eine Mediation" meinen können -, noch dass es das TAS sei, welches als Schiedsgericht fungieren solle. Denn "das CAS-Verfahren - sei es ein Schiedsverfahren oder eine Mediation - [könne] auch von jedem anderen Schiedsgericht angewandt werden". Diese Argumentation erscheint - wenn nicht spitzfindig, so doch - reichlich gesucht und ist überdies appellatorisch. Sie vermag jedenfalls nicht den schiedsgerichtlichen Schluss umzustossen, wonach nicht nur aus dem Vertragswortlaut, sondern auch aus verschiedenen Umständen auf den klaren und unzweideutigen Willen der Parteien zu schliessen sei, unter Ausschluss der ordentlichen Gerichtsbarkeit ein Sportschiedsgericht (konkret: das TAS) über bestimmte, aus dem Vermittlungsvertrag resultierende Streitigkeiten entscheiden zu lassen. Dies ist unter schweizerischem Recht in der Tat ausschlaggebend für die Gültigkeit respektive das Zustandekommen einer Schiedsklausel, wie das TAS zutreffend erkannt hat (BGE 147 III 107 E. 3.1.2).