Citation: 9C_600/2018 E. 4.5

4.5. Auch die weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers sind nicht geeignet, den Beweiswert des ABI-Gutachtens zu schmälern. Insbesondere setzte sich der psychiatrische Experte mit den Unfallereignissen und der nicht eingetretenen Beschwerdefreiheit auseinander. Dabei ging er davon aus, diese hätten (zusammen mit den somatischen Problemen) zu Verunsicherung und Enttäuschung geführt, verneinte jedoch "deutlich schwere Belastungen mit einer deutlichen Relevanz, um sich negativ auf die Gesundheitsentwicklung auszuwirken" (Gutachten S. 23). Auch erwähnte der Experte die aktenanamnestisch beschriebene Aggressivität. Er stellte anlässlich der Begutachtung fest, dass der Explorand doch recht klagend gewesen sei und etwas wenig frustrationstolerant gewirkt habe, er habe sich aber doch auch zusammennehmen können, eine Willensanstrengung aufbringen und kooperativ verhalten können (Gutachten S. 19 und S. 23 f.). Ebenso befasste sich der neurologische Gutachter mit den erlittenen Hirntraumata. Dabei würdigte er auch die vom Beschwerdeführer geklagten Kopfschmerzen und zeigte auf, weshalb diese keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit haben (Gutachten S. 33 f.).