Citation: U 284/05 04.09.2006 E. 3

Die SUVA hat das Gesuch um Ausrichtung einer Integritätsentschädigung abgelehnt, nachdem sich der Versicherte wegen Einwendungen gegen die Person des zur Untersuchung des Integritätsschadens vorgesehenen Kreisarztes geweigert hatte, die unbestrittenermassen erforderliche aktualisierte Erfassung der Folgen des Unfalls von 1997 vornehmen zu lassen. Das kantonale Gericht hat den Einspracheentscheid in diesem Punkt geschützt. Letztinstanzlich lässt der Beschwerdeführer die vormaligen Einwendungen nicht mehr erneuern, sondern den Standpunkt vertreten, das kantonale Gericht hätte den Sachverhalt von Amtes wegen abklären bzw. den Unfallversicherer verpflichten müssen, eine "neutrale medizinische Begutachtung" durchführen zu lassen. Mit Blick auf die Regeln über die zeitliche und inhaltliche Begrenzung des Prozessgegenstandes (vgl. BGE 130 V 502 Erw. 1.1, 140 Erw. 2.1) kommt der Untersuchungsgrundsatz im Verfahren gerichtlicher Instanzen indes nur soweit zum Tragen, als auch die Verwaltung die entsprechenden Sachverhaltselemente hätte erheben können und müssen. Die gegen die Verfügung vom 23. Januar 2004 gerichtete Einsprache vom 27. Januar 2004 enthält keine substantiierten Einwendungen gegen die Person des von der SUVA zur Beurteilung des Integritätsschadens vorgesehenen Arztes. Blieb es insoweit dabei, dass der fehlende Nachweis eines aktuellen Integritätsschadens dem Verhalten des Versicherten anzulasten war, so durfte die Verwaltung die entsprechende Leistung - nach durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren (Art. 43 Abs. 3 ATSG) - ablehnen (vgl. Urteile S. vom 6. Mai 2004, I 90/04, Erw. 4 [zusammengefasst in: HAVE 2004 S. 242] und D. vom 14. Januar 2003, K 123/01, Erw. 2.2 [zusammengefasst in: HAVE 2003 S. 156]). Dem Beschwerdeführer bleibt es unbenommen, gegenüber dem Versicherer seine nunmehrige Abklärungsbereitschaft kundzutun.