Citation: 9C_494/2018 E. 3

Die Vorinstanz erwog, der am 16. September 2015 erstatteten Expertise der Medexperts AG komme Beweiswert zu. Die Gutachter hätten schlüssig und nachvollziehbar dargelegt, dass der Versicherte aus kardiologischer Sicht in seiner Arbeitsfähigkeit zu 50 % eingeschränkt sei. Psychiatrisch leide der Beschwerdeführer an einer leichten bis mittelgradigen depressiven Störung sowie an einer akzentuierten Persönlichkeit mit histrionischen Zügen. Diese Diagnosen hätten jedoch gemäss den Gutachtern und auch nach Durchführung des strukturierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 409 und 418; 141 V 281) keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Das kantonale Gericht würdigte die übrigen medizinischen Akten und führte aus, dass die Berichte der behandelnden Ärzte keine Zweifel an den gutachterlichen Einschätzungen hätten aufkommen lassen. Es stellte fest, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich somit seit der erstmaligen Rentenzusprache im Februar 2014 wesentlich verbessert. In Anlehnung an das Gutachten der Medexperts AG sei dem Versicherten die angestammte Arbeit als selbstständiger Schneider wie auch eine angepasste Tätigkeit wieder im Umfang von 50 % zumutbar. Anhand eines Prozentvergleichs ermittelte die Vorinstanz einen Invaliditätsgrad von 50 % und erachtete die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit als zumutbar.