Citation: 9C_429/2024 E. 3

Die Vorinstanz hat als massgebliche Vergleichszeitpunkte für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung die rechtskräftige Verfügung vom 29. September 2010 und die Verfügung vom 8. November 2023 definiert. Als Grundlagen dieser Verfügungen hätten, so stellte das Gericht weiter fest, das ABI-Gutachten vom 22. März 2010 sowie das IME-Gutachten vom 29. November 2022 gedient. Nach Wiedergabe der Diagnosen und der Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen der beiden Expertisen hat die Vorinstanz weiter erwogen, das IME-Gutachten werde den von der Rechtsprechung formulierten Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Stellungnahme gerecht. Dass die Beschwerdegegnerin darauf abgestellt habe, sei von der Beschwerdeführerin mit Ausnahme der Frage einer Veränderung des Gesundheitszustandes - ausweislich der Akten zu Recht - nicht beanstandet worden, womit dieses grundsätzlich geeignet sei, den Beweis für den anspruchserheblichen medizinischen Sachverhalt zu erbringen. Den Angaben des psychiatrischen Gutachters der IME, Prof. Dr. med. B.________, Facharzt für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie FMH, folgend hat das kantonale Gericht eine Veränderung des vorliegend massgeblichen psychischen Gesundheitszustandes im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG im Vergleich zwischen der Begutachtung durch Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom ABI aus dem Jahre 2010 und derjenigen durch Prof. Dr. med. B.________ und damit zwischen den beiden Referenzzeitpunkten verneint. Ebenso hat es die Möglichkeit einer Rentenrevision aus anderen Gründen abschlägig beurteilt. Verneint hat die Vorinstanz schliesslich auch ein Zurückkommen auf die rentenablehnende Verfügung vom 29. September 2010 gestützt auf die Rückkommenstitel der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG).