Citation: 6B_678/2021 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz geht in tatsächlicher Hinsicht davon aus, der Beschwerdegegner 2 habe die Liegenschaft Nr. xxx in U.________ am 11. Februar 2009 zu einem Preis von Fr. 900'000.-- auf seinen Namen gekauft. Das Eigentum sei am 9. Juni 2009 auf ihn übergegangen und die Hypothek der Bank H.________ über einen Betrag von Fr. 735'000.-- habe auf seinen Namen gelautet. Die Vorinstanz gelangt sodann zum Schluss, der Beschwerdegegner 2 habe zumindest in Kauf genommen, dass der Fehlbetrag in der Höhe von Fr. 165'000.-- zwischen der Hypothek und dem Kaufpreis von der D.________ AG oder dem Privatkläger finanziert worden sei. Es habe ihm klar sein müssen, dass der von ihm mittels Hypothek aufgebrachte Betrag nicht zur Deckung des vollständigen Kaufpreises ausreichen würde. Da er nach seinen eigenen Angaben gewusst habe, dass der Kauf in irgendeiner Form in Verbindung mit der D.________ AG gestanden habe, habe er zumindest davon ausgehen müssen, dass der fehlende Betrag von jener oder dem Privatkläger zur Verfügung gestellt worden sei (angefochtenes Urteil S. 82 f.). In rechtlicher Hinsicht nimmt die Vorinstanz an, der Beschwerdegegner 2 habe ohne Zweifel seiner Aufsichtspflicht als Verwaltungsrat zuwidergehandelt, indem er die Liegenschaft in U.________ erworben habe, ohne dabei genau zu wissen, ob die D.________ AG dafür Kosten zu tragen gehabt habe. Dies gelte vor allem mit Blick darauf, dass jene keinerlei Sicherheit für ihr finanzielles Engagement gehabt habe. Insofern könnte sich der Beschwerdegegner 2 eventualvorsätzlich der ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Satz 1 StGB zum Nachteil der D.________ AG schuldig gemacht haben. Diese einfache ungetreue Geschäftsbesorgung wäre indes nach dem zum Zeitpunkt der Tat geltenden aArt. 97 Abs. 1 lit. c StGB i.V.m. Art. 158 Ziff. 1 Satz 1 StGB im März 2016 verjährt gewesen. In Bezug auf die qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung nimmt die Vorinstanz an, die von diesem Tatbestand vorausgesetzte Bereicherungsabsicht erfordere einen direkten Vorsatz ersten Grades, andernfalls verbliebe kein klarer Anwendungsbereich für die Bestimmung. Ein Dolus directus ersten Grades hinsichtlich der Bereicherungsabsicht sei indes weder angeklagt noch sei ein solcher rechtsgenüglich erstellt. Das teilweise naive und geradezu blinde Vertrauen des Beschwerdegegners 2 in die Tätigkeiten seiner Ehefrau sei durchaus nachvollziehbar und glaubhaft. Sein Handeln im Fall des Grundstückskaufes könne mit Blick auf die Bereicherung höchstens als eventualvorsätzlich eingestuft werden. Die Bereicherung sei jedoch kaum das eigentliche Handlungsziel gewesen. Angesichts dessen sei das Vorliegen des subjektiven Tatbestandes in jedem Fall zu verneinen (angefochtenes Urteil S. 83 ff.).