Citation: 6F_11/2023 E. 2.2

2.2. Gemäss Art. 39 Abs. 1 BGG haben die Parteien dem Bundesgericht ihren Sitz oder Wohnsitz anzugeben. Gemäss Art. 44 Abs. 2 BGG können Mitteilungen, die nur gegen Unterschrift des Adressaten oder der Adressatin überbracht werden, auch von "anderen berechtigten Personen" entgegengenommen werden (vgl. Art. 87 und Art. 85 Abs. 2 und Abs. 3 StPO). Die gesetzlich vorgeschriebenen Zustellungsformen tragen dem Umstand Rechnung, dass Verfügungen oder Entscheide, die der betroffenen Person nicht eröffnet worden sind, grundsätzlich keine Rechtswirkungen entfalten und der Beweis der ordnungsgemässen Eröffnung sowie deren Datums der Behörde obliegt, die hieraus rechtliche Konsequenzen ableiten will. Sie haben ausschliesslich Beweisfunktion. Eine Zustellung ist damit trotz einer allfälligen Verletzung der Formen der Zustellung auch dann gültig erfolgt, wenn die Kenntnisnahme des Empfängers auf andere Weise bewiesen werden kann und seine zu schützenden Interessen (Informationsrecht) gewahrt werden (BGE 145 IV 252 E. 1.3.1 f.; BGE 144 IV 57 E. 2.3 und 2.3.2 [zu Art. 85 Abs. 2 StPO]; 142 IV 125 E. 4.3; Urteile 6B_1434/2021 vom 8. Juni 2022 E. 2.4.2; 6B_390/2013 vom 6. Februar 2014 E. 2.3.2 mit weiteren Hinweisen [jeweils zu Art. 85 Abs. 2 StPO]). Eine allfällige Verletzung von Art. 44 Abs. 2 BGG zeitigt vorliegend weder rechtliche Konsequenzen (Fristablauf) noch macht der Gesuchsteller eine Verletzung seines Informationsrechts bzw. sich hieraus ergebende Nachteile geltend. Solche sind denn auch nicht ersichtlich. Gemäss der Sendungsverfolgung der Post wurde das Urteil des Bundesgerichts vom 24. Februar 2023 am 20. März 2023 an die "Empfangsperson B.________" in U.________ zugestellt. Bei dieser handelt es sich offenbar um eine mitarbeitende Person der Klinik in U.________, in der sich der Gesuchsteller, wie erwähnt, derzeit aufhält und wohin ihm die Post gemäss Sendungsverfolgung der Post anhand eines Nachsendeauftrages nachgesandt wird. Auch der Gesuchsteller geht davon aus, dass das Bundesgerichtsurteil von einer in der Klinik in U.________ angestellten Person in Empfang genommen worden ist. Alsdann ergibt sich anhand seines am 14. April 2023 gestellten Gesuchs um Fristwiederherstellung, dass er nachweislich Kenntnis vom Urteil des Bundesgerichts vom 24. Februar 2023 erhalten hat und damit in der Lage war, seine Rechte wahrzunehmen.