Citation: 2C_408/2015 E. 3.2.2

3.2.2. Entgegen der Vorbringen des Beschwerdeführers besteht im ausländerrechtlichen Verfahren sodann kein Raum, die Angemessenheit einer Sanktion oder die Länge der ausgesprochenen Freiheitsstrafe zu relativieren (vgl. Urteile 2C_368/2015 vom 15. September 2015 E. 3.2.1; 2C_1111/2014 vom 24. Juli 2015 E. 3.2.1; 2C_114/2013 vom 10. September 2013 E. 3.2.1). So ist ihm zweifelsohne zugute zu halten, dass er im Strafverfahren kooperiert und sich sehr einsichtig gezeigt hat, sodass die Dauer des Verfahrens abgekürzt werden konnte. Allerdings sind die Reue, das Geständnis (bezüglich des Handels mit Marihuana) und das positive Nachtatverhalten als strafmindernde Gründe im Urteil und im - gleichwohl hohen - Strafmass von 30 Monaten bereits berücksichtigt (vgl. Urteile 2C_634/2011 vom 27. Juni 2012 E. 4.1; 2C_797/2011 vom 12. Juni 2012 E. 2.2; 2C_66/2009 vom 1. Mai 2009 E. 3.2 mit Hinweisen). Mit Blick auf die vorinstanzlichen Erwägungen zur Rückfallgefahr ist zwar zutreffend, dass im ausländerrechtlichen Verfahren insbesondere bei Gewalt-, aber auch bei Betäubungsmitteldelikten, die sich auch gegen die körperliche Integrität von Menschen richten, ein selbst geringes Rückfallrisiko nicht hingenommen wird (vgl. Urteile 2C_1115/2012 vom 11. Juni 2013 E. 4.2; 2C_864/2012 vom 21. September 2012 E. 2.2.1). Ob beim Beschwerdeführer bereits deswegen und in Anbetracht der sachverhaltlich erstellten "äusserst positiven" Prognose des Strafgerichts von einer mit Blick auf die lange Anwesenheitsdauer hinreichend grossen Rückfallgefahr ausgegangen werden kann, wie dies die Vorinstanz annimmt, erscheint gleichwohl fraglich (vgl. Urteil 2C_1033/ 2013 vom 4. Juli 2014 E. 3 und 4). Gegen den Beschwerdeführer spricht unter diesem Gesichtspunkt allerdings, dass er sich nach einer langen Aufenthaltszeit von rund 20 Jahren in der Schweiz am Drogenhandel beteiligte, dass diese Delikte nicht lange zurückliegen (Tatzeitpunkt 2011; Verurteilung 2013; Probezeit bis Januar 2015), und ebenso, dass die deliktischen Tätigkeiten nicht aus eigenem Antrieb, sondern erst mit der Verhaftung im Jahr 2011 beendet werden konnten (Untersuchungshaft vom 9. Juni 2011 bis zum 12. März 2012). Wenn die Vorinstanz die vom Strafgericht festgestellten positiven Verhaltensweisen des Beschwerdeführers anführt, ihnen aber vor diesem Hintergrund und angesichts der Beteiligung des Beschwerdeführers an einer (mengen- und bandenmässig) qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz nicht das entscheidende Gewicht beimisst, so kann ihre Einschätzung nicht als Verletzung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes gelten. Die vorinstanzlichen Erwägungen verstossen sodann - sofern die diesbezüglichen Rügen in der Beschwerde überhaupt als hinreichend belegt angesehen werden können (hiervor E. 1.3) - weder gegen die Grundsätze des fairen Verfahrens und des Anspruch auf rechtliches Gehör noch gegen das Willkürverbot (Art. 29 Abs. 1 und 2 BV, Art. 9 BV).