Citation: 6B_223/2024 E. 8

Der Beschwerdeführer wendet ein, das Berufungsverfahren bzw. die Berufungsverhandlung sei nicht gesetzeskonform durchgeführt worden, dies insbesondere deshalb, weil er nicht persönlich befragt und angehört worden sei. Auch mit dieser Kritik dringt er nicht durch. Zwar ist das Berufungsverfahren nach Art. 405 Abs. 1 StPO in der Regel mündlich und bedingt die Anwesenheit der Parteien (BGE 147 IV 127 E. 2.1). Ausnahmsweise, in einfach gelagerten Fällen, kann die beschuldigte Person jedoch von der Teilnahme an der Verhandlung dispensiert und ihr gestattet werden, ihre Anträge schriftlich einzureichen und zu begründen (vgl. Art. 405 Abs. 2 Satz 2 StPO). Wie schon vor Bezirksgericht (Einzelgericht) wurde der Beschwerdeführer auch vor Obergericht antragsgemäss vom persönlichen Erscheinen an der Verhandlung dispensiert (Urteil S. 5; vgl. vorstehend E. 7). Weshalb vorliegend eine sachgerechte Beurteilung mit ausschliesslich schriftlichen Anträgen, selbst bei bestrittenem Sachverhalt, weder möglich noch zulässig gewesen sein soll, ist in Anbetracht namentlich des nicht komplexen Sachverhalts und der Beweislage weder dargetan noch ersichtlich. Das bisherige Prozessverhalten des Beschwerdeführers deutet im Übrigen darauf hin (vgl. u.a. kantonale Akten, act. 70, act. 180, act. 190/192, act. 207, 208, 210, act. 221, 225, 226, 231, 235, 236), dass er eine persönliche Befragung im kantonalen Gerichtsverfahren selber als entbehrlich erachtete bzw. eine solche womöglich gar zu vermeiden suchte. Insofern erscheint sein Verhalten - mit Blick auf die nunmehr vor Bundesgericht vorgetragene Rüge - nicht ganz widerspruchsfrei zu sein.