Citation: 1C_42/2018 E. 5.2

5.2. In tatsächlicher Hinsicht ist gestützt auf den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt davon auszugehen, dass das in direkter Nachbarschaft befindliche denkmalgeschützte Riegelhaus und die entsprechenden Ökonomigebäude sich prägend auf die unmittelbare Umgebung des Baugrundstücks auswirken und die weitere Umgebung aus überwiegend locker aufgereihten Bauern- und Einfamilienhäusern mit grosszügigen Zwischenbereichen und teils grösseren Scheunen besteht, wobei die Gebäude A und B gegenüber den umliegenden Wohnbauten volumenmässig erheblich grösser sind. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz willkürfrei annehmen, das strittige Bauprojekt würde aufgrund der Konzentration von drei voluminösen Wohnbauten auf engem Raum und der entsprechend kleinen ländlichen Freiflächennutzungen einen störenden Gegensatz zur Umgebung schaffen. Bezüglich der Empfindlichkeit der näheren Umgebung ist zu berücksichtigen, dass gemäss der zutreffenden Angabe der Vorinstanz - und entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin - die Bauten auf den Grundstücken östlich des Baugrundstücks im kantonalen Inventar KOBI nicht nur als Gebäude mit prägenden Firstrichtungen, sondern auch als prägende oder strukturbildende Gebäude eingetragen sind. Südlich des Baugrundstücks liegt ein Bauernhof mit einem denkmalgeschützten Riegelhaus von überregionaler Bedeutung. Demnach durfte die Vorinstanz unabhängig von den nördlich des Baugrundstücks errichteten Einfamilienhäusern namentlich unter Berücksichtigung der Wohnbauten auf den südlich und östlich an das Baugrundstück angrenzenden Parzellen die besondere Empfindlichkeit der Umgebung bejahen. Dies wird dadurch bestätigt, dass das ISOS in Bezug auf das Usserdorf die Erhaltungsziele "Erhalten der Substanz, Anordnung und Gestalt der Bauten und Freiräume bewahren" nennt und das kantonale Inventar bezüglich der Gemeinde Maschwanden ausführt, das Schwergewicht der Schutzbestrebungen liege bei der Erhaltung der wertvollen Altbausubstanz innerhalb des bestehenden, lockeren Siedlungsgefüges mit den typischen ländlichen Freiflächennutzungen (Vorgärten, Zier- und Nutzgärten in den Zwischen- und Hinterbereichen) und den Grünräumen mit schönem Baubestand, weshalb beim Auffüllen von Baulücken mit grosser Sorgfalt bezüglich kubischer Gestaltung und Materialwahl vorzugehen sei. Vor diesem Hintergrund durfte die Vorinstanz in vertretbarer Weise davon ausgehen, die geplante Überbauung schaffe bei einer Gesamtbetrachtung zur umliegenden Überbauung mit besonderer Qualität und Schutzobjekten einen krassen Widerspruch, weshalb gemäss ihrer Rechtsprechung gestützt auf § 238 PBG eine Reduktion des von der BZO grundsätzlich zugelassenen Volumens verlangt werden durfte.