Citation: 9C_733/2018 E. 3.1

3.1. Mit Bezug auf das seitens der Ausgleichskasse festgelegte Ende des Waisenrentenanspruchs (31. Juli 2017) führte die Vorinstanz aus, es sei spiegelbildlich zur Rechtsprechung zum Beginn einer Ausbildung (BGE 141 V 473) auf den Zeitpunkt abzustellen, ab dem der Versicherte keine Leistungen mehr zu erbringen hat. Die Vorlesungen an der Universität B.________ hätten am 27. Mai 2017 geendet. Daran habe sich ein zentraler Prüfungsblock vom 19. Juni bis 22. Juli 2017 angeschlossen. Der Beschwerdeführer habe seine letzte schriftliche Klausur am 4. Juli 2017 abgelegt. Ab diesem Datum habe er für das Studium keine Leistungen mehr erbringen müssen; er habe deshalb nicht mehr in Ausbildung im Sinne von Art. 25 Abs. 5 AHVG in Verbindung mit Art. 49bis Abs. 1 AHVV gestanden. Ab 1. September 2017 habe der Versicherte ein Praktikum bei der C.________ AG absolviert. Daneben habe er ein Fernstudium an einer Universität im Ausland aufgenommen. Mit Blick auf das vollzeitliche Praktikum und den dabei erzielten Lohn von Fr. 4'500.- im Monat entfalle nach Art. 49bis Abs. 3 AHVV ein Waisenrentenanspruch. 3.2 Dieser Auffassung ist beizupflichten. Die in der Beschwerde vertretene Ansicht, die Bachelor-Ausbildung habe bis zur Diplomverleihung am 30. September 2017 gedauert, weshalb auch die Rente bis zu diesem Zeitpunkt auszurichten sei, ist nicht stichhaltig. Würde dieser Auffassung gefolgt, wäre das Ende des Waisenrentenanspruchs - abgesehen vom gesetzlich umschriebenen Alter des Rentenbezügers - von einem mehr oder weniger zufälligen, vom Zweck der Rente, die Ausbildung zu fördern (BGE 139 V 122 E. 4.3 S. 126), losgelösten Datum der Diplomierung abhängig, was nicht dem Gedanken der Waisenrente entspräche.