Citation: 5A_85/2021 E. 7.2.1

7.2.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Ehefrau habe die Ausbildung zur Krankenschwester in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) absolviert. Die Anerkennung der Ausbildung sei gestützt auf Art. 9 FZA (SR 0.142.112.681) ohne grossen Aufwand und innert vernünftiger Frist möglich. Der angefochtene Entscheid lasse demgegenüber völlig offen, welcher (erhebliche) finanzielle und zeitliche Aufwand mit der Anerkennung verbunden sein solle. Selbst ohne Berufserfahrung sei das Erwerbspotential der Beschwerdegegnerin als diplomierte Pflegefachfrau höher als bei einer ungelernten Tätigkeit in der Gastronomie oder der Pädagogik. In der gegebenen Situation komme auch eine Übernahme der Kosten für die Anerkennung der Ausbildung durch die Sozialhilfe in Betracht. Die Vorinstanz sei in Willkür (Art. 9 BV) verfallen und habe die Pflicht zur Klärung des Sachverhalts verletzt, indem sie die (höheren) Erwerbsmöglichkeiten der Beschwerdegegnerin im Pflegebereich nicht geprüft habe. Willkürlich sei auch die widersprüchliche Argumentation der Vorinstanz: Einerseits halte das Kantonsgericht fest, die Beschwerdegegnerin könne ohne Diplom ein ausreichendes Einkommen erzielen, andererseits komme es aber zum Schluss, diese könne ihren Lebensbedarf nicht selbst decken. Hierin liege ausserdem eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) im Teilgehalt der Begründungspflicht. Die Beschwerdegegnerin könne richtig berechnet bei reduziertem Pensum ein Einkommen von Fr. 6'000.-- erzielen.