Citation: 2C_221/2023 E. 7.7

7.7. Auch der Widerruf als solcher erweist sich als zumutbar: Der Beschwerdeführer hat seine Heimat mit 16 Jahren verlassen, ist lediglich als 20-jähriger für ein Jahr Militärdienst zurückgekehrt. Er hat mithin seine prägenden Jahre dort verbracht und ist dort sozialisiert worden. Er ist mit der Sprache nach wie vor vertraut und sein soziales Umfeld in der Schweiz beschränkt sich auf seine Familie, wobei seine Ex-Ehefrau ebenfalls aus dem heimatlichen Kulturkreis stammt. Mit Kultur und gesellschaftlichen Gepflogenheiten dürfte er folglich weiterhin vertraut sein. Daran ändert nichts, dass er pauschal vorbringt, das Land sei ihm fremd geworden und er finde sich dort nicht mehr zurecht. Mit seinen 47 Jahren ist es ihm auch zumutbar, sich ein neues soziales Netz aufzubauen, falls er dieses nicht mehr in der Verwandtschaft finden sollte. Seine in der Schweiz gezeigte berufliche Flexibilität hinsichtlich der ausgeübten Tätigkeiten und seine Erfahrungen als Chauffeur werden ihm auch im Heimatland hilfreich sein. Auch sonst macht er keine besonderen Schwierigkeiten in Bezug auf die Wiedereingliederung in sein Heimatland geltend und sind solche auch nicht ersichtlich (BGE 138 II 229 E. 3.1 mit Hinweisen; Urteil 2C_994/2022 vom 22. Juni 2023 E. 6.6). Insgesamt ist die Wiedereingliederung im Heimatland für ihn zwar nicht einfach, aber möglich und zumutbar.