Citation: 6B_916/2023 E. 3.2

3.2. Zusammenfassend erachtet es die Vorinstanz damit als erstellt, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 am Samstagabend des 25. Juli 2020 um ca. 23.00 Uhr mit ihrer Mitbewohnerin C.________ und deren Freund D.________ mit dem Tram nach Bern begab, nachdem sie bereits zuvor Wein, Havanna und Shots mit Wodka konsumiert gehabt hätten. In Bern hätten sie weitere alkoholische Getränke konsumiert und sich zwischen 02.00 und 03.00 Uhr auf den Heimweg begeben. Nachdem sie sich zu Fuss auf den Weg hätten machen wollen, habe der Beschwerdeführer die "ziemlich betrunkene" Beschwerdegegnerin 2 und deren Kollegen angesprochen und sich bereit erklärt, sie nach U.________ zu fahren. Die Fahrt habe einmal unterbrochen werden müssen, weil die Beschwerdegegnerin 2, die sich nur wenig am Gespräch beteiligt habe, meinte, sich übergeben zu müssen. Am Zielort hätten die drei Kollegen den Beschwerdeführer in die Wohnung der Beschwerdegegnerin 2 und deren Mitbewohnerin C.________ eingeladen, um noch etwas zu trinken. Auf dem Weg dorthin bzw. in den 3. Stock habe C.________ die für alle sichtlich betrunkene Beschwerdegegnerin 2 stützen müssen, wobei nicht auszuschliessen sei, dass es dabei zu Berührungen zwischen den Parteien gekommen sei. Hierbei habe es sich indes nicht um Annäherungsversuche der Beschwerdegegnerin 2 gegenüber dem Beschwerdeführer gehandelt. Die Beschwerdegegnerin 2 habe sich noch schlechter gefühlt als zuvor und sich sogleich zu Bett begeben. Ihre beiden Kollegen und der Beschwerdeführer hätten ihr Wasser und einen Eimer gebracht. Kurz danach habe sie sich übergeben. Auf dem Weg vom Bad zurück ins Schlafzimmer habe sie gestützt werden müssen. Der Beschwerdeführer habe ihr kalte Tücher übergeben, während C.________ sie, eventuell unter Mitwirkung des Beschwerdeführers, abgeschminkt und bis auf den Slip und das T-Shirt entkleidet habe. Schliesslich sei die Beschwerdegegnerin 2 in ihrem Bett eingeschlafen, währenddessen die anderen drei Personen sich im Wohnzimmer aufgehalten hätten. Als sich C.________ und D.________ um ca. 03.00 Uhr ebenfalls zu Bett begeben hätten, hätten sie dem Beschwerdeführer angeboten, sich einige Stunden auf dem Sofa im Wohnzimmer auszuruhen. Die Türe des Zimmers der Beschwerdegegnerin 2 sei einen Spalt breit offen gestanden. Zwischen 04:00 und 04:30 Uhr habe sich der Beschwerdeführer unbemerkt in das Zimmer begeben, wo die Beschwerdegegnerin 2 - u.a. wegen des übermässigen Alkoholkonsums - in Bauchlage tief geschlafen habe. Der Beschwerdeführer habe ihren Slip zur Seite geschoben und sei mit seinem Penis vaginal von hinten und ungeschützt in sie eingedrungen. Nach einer Weile sei die Beschwerdegegnerin 2 erwacht, habe den vaginal eingeführten Penis wahrgenommen und sich auf den Rücken gedreht, woraufhin der Beschwerdeführer sich erhoben habe und weggelaufen sei. Die aus dem Tiefschlaf gerissene, nach wie vor alkoholisierte Beschwerdegegnerin 2 habe sich auf die Toilette begeben und den Beschwerdeführer auf dem Weg dorthin gefragt, "ob er gekommen sei", was dieser verneint und woraufhin sich die Beschwerdegegnerin 2 wieder zum Schlafen ins Bett gelegt habe. Der Beschwerdeführer habe sich zurück auf das Sofa begeben und gegen 07:30 Uhr die Wohnung verlassen.