Citation: C 256/02 01.05.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung für die Zeitspanne vom 9. Januar bis 30. September 2001. Die Vorinstanz hat zutreffend festgestellt, dass der Beschwerdeführer vor und während dieser Periode aktiv am Aufbau der Firma A.________ AG mitgewirkt hat (Statutenerstellung am 9. Januar 2001; Handelsregistereintrag am 18. Januar 2001; Miete von Geschäftsräumen, Einschuss von Darlehen) und für diesen Betrieb als Präsident des Verwaltungsrats mit Einzelunterschrift eingetragen wurde. Ab Februar 2001 hat er dort ein Pensum absolviert, das nahe an eine Vollbeschäftigung herankam. Eine derart hohe Auslastung hätte ihm nicht erlaubt, daneben anderweitig noch eine Vollzeitstelle zu versehen. Zudem waren seine Arbeitsbemühungen qualitativ (viele telefonische Blindanfragen bei potentiellen Arbeitgebern) und quantitativ (mit Ausnahme von März 2001 höchstens 3 Bewerbungen pro Monat) fortlaufend ungenügend. Dies belegt, dass er in erster Linie an der Weiterführung seiner selbstständigen Tätigkeit und nicht am Finden einer Anstellung interessiert war. Unter solchen Umständen ist die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers in der Tat zu verneinen. Gemäss ständiger Rechtsprechung ist es nicht Aufgabe der Arbeitslosenversicherung, die bei Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit anfänglich normalerweise noch fehlenden Einnahmen mit der Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung zu überbrücken (ARV 2002 S. 55 Erw. 2b, 2000 Nr. 5 S. 26 Erw. 2a). An diesem Ergebnis vermögen die gegenteiligen Willensbeteuerungen des Versicherten nichts zu ändern. Im Übrigen müsste der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung auch deshalb verneint werden, weil der Beschwerdeführer als Verwaltungsratspräsident mit Einzelunterschrift eine arbeitgeberähnliche Stellung in der A.________ AG inne hielt. Damit war er einerseits vom Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung ausgeschlossen (Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG) und kam anderseits sein Gesuch um Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung angesichts der Tatsache, dass er seine arbeitgeberähnliche Position in der hier streitigen Zeitspanne durchgehend beibehielt, rechtsprechungsgemäss (BGE 123 V 234, insbesondere 237 Erw. 7) einer missbräuchlichen Umgehung der Vorschriften über die Kurzarbeitsentschädigung gleich.