Citation: 9C_596/2016 E. 3

Die Vorinstanz erwog, das polydisziplinäre Gutachten des ZMB vom 1. April 2014, wonach als Diagnosen (gemäss ICD-10) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine atypische Depression, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (F32.8/33.8), eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung ausgeprägten Grades (F45.40) sowie vulnerable (akzentuierte) Persönlichkeitszüge (Z73.1) vorlägen, entspreche den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entscheidgrundlage. Somit könne grundsätzlich darauf abgestellt werden. In Bezug auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit - die Gutachter attestierten eine Restarbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten Tätigkeit von insgesamt 40 % ab 1. April 2014 (Gutachtensdatum) - wich das kantonale Gericht indes von der Expertise ab und ging von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit aus, weil die psychischen Beschwerden keinen invalidisierenden Charakter aufwiesen. Was die depressive Störung betreffe, sei die Therapieresistenz (noch) nicht erstellt un d in Bezug auf die somatoforme Schmerzstörung liesse die Beurteilung der massgeblichen Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 den Schluss auf eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht zu.