Citation: 6S.70/2004 28.01.2005 E. A

X.________ und A.________ entführten am 16. Mai 2000 den 7-jährigen Knaben B.________ mit einem gestohlenen Fahrzeug an seinem Wohnort in Zürich und brachten ihn nach Hellbühl (LU). Die beiden waren im Besitze von Handgranaten, welche sie - sofern nötig - eingesetzt hätten. Weiter verfügte X.________ über eine Maschinenpistole "Zastava" samt Magazin und Munition. Zwei sich in Ex-Jugoslawien aufhaltende Mittäter verlangten vom Vater des Entführten für die Freilassung B.________s telefonisch mehrmals ein Lösegeld von Fr. 1,2 Mio. Am 20. Mai 2000 teilten die beiden A.________ mit, dass sie die Geldsumme erhalten hätten. Daraufhin liessen A.________ und X.________ B.________ bei einem Shopping-Center in Emmenbrücke (LU) frei. Am 3. Mai 2000, kurz nach Mitternacht, überfielen X.________ und A.________ im Hotel C.________ in Zürich zwei russische Hotelgäste, wobei ein Opfer durch Schüsse von X.________ verletzt wurde. Am 10. Mai 2000 verübten X.________ und A.________ einen Raubüberfall auf einen Tankstellen-Shop in Rothenburg (LU). Dabei bedrohten sie die Verkäuferin und deren Ehemann mit Schusswaffen und erbeuteten Fr. 7'720.--. Am folgenden Tag überfielen sie am selben Ort ein Ehepaar in dessen Wohnung, wobei die Opfer wiederum mit Schusswaffen dazu gezwungen wurden, Wertgegenstände, Bargeld, Ausweise, eine Bankkarte und einen Schlüssel herauszugeben. Ende 1999 und Mitte April 2000 reiste X.________ trotz bestehender Landesverweisung in die Schweiz ein und hielt sich hier bis zu seiner Verhaftung am 20. Mai 2000 auf.