Citation: 6B_300/2016 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, das angefochtene Urteil verletze auch Bundesrecht, wenn die Modalitäten der Darlehensgewährung als eigenständig angeklagte Pflichtverletzung verstanden würden. Denn die Vorinstanz nehme zu Unrecht an, der Alleinaktionär der Privatklägerin, B.________, habe die Darlehensgewährung nicht genehmigt. Nach der Rechtsprechung sei das Vermögen einer Einmann-Aktiengesellschaft für den Alleinaktionär nur fremd, soweit er in das Aktienkapital und/oder in die gesetzlichen Reserven eingreife. Soweit dies nicht der Fall sei, könne der Alleinaktionär als Verwaltungsrat der Gesellschaft straffrei Dispositionen zum Nachteil der Gesellschaft vornehmen. Dies gelte auch für den im Auftrag des Alleinaktionärs handelnden treuhänderisch eingesetzten Verwaltungsrat. Zudem könne ein Vertragsschluss zwischen der Gesellschaft und dem treuhänderisch eingesetzten Verwaltungsrat durchaus vom Alleinaktionär genehmigt werden. Wenn ein Alleinaktionär einen Verwaltungsrat treuhänderisch einsetze, bilde der Alleinaktionär einerseits permanent eine Universalversammlung, andererseits sei er faktischer Verwaltungsrat. In dieser Funktion als faktisches Organ könne er eine Ausführungshandlung des treuhänderisch eingesetzten Verwaltungsrats sowohl in Auftrag geben als auch - und zwar auch nachträglich - genehmigen. Ausführungshandlungen könnten in einer solchen Situation auch von der Generalversammlung genehmigt werden, zumal der Katalog von Art. 698 Abs. 2 Ziff. 1 bis 5 OR nicht abschliessend sei. Dies gelte namentlich für den Beteiligungserwerb bzw. das Eingehen eines nachrangigen Darlehens. Im zu beurteilenden Fall liege zudem insofern eine Sondersituation vor, als der Alleinaktionär das Geschäft, indem er der Privatklägerin das Geld zur Verfügung gestellt habe, überhaupt erst ermöglicht habe. Daraus könne ohne Weiteres auch eine Handlungsvollmacht zum Abschluss des Darlehensvertrages gesehen werden. Zudem liege bei wirtschaftlich-faktischer Betrachtungsweise, wenn der treuhänderisch eingesetzte Verwaltungsrat im Auftrag des Alleinaktionärs handle, ein Darlehensvertrag mit einem Dritten und nicht mit einem Vertreter der Gesellschaft vor, so dass kein Insichgeschäft gegeben sei. Bei dieser Sichtweise schliesse auf Seiten der Gesellschaft der faktische Verwaltungsrat den Vertrag ab, auf der anderen Seite der treuhänderische Verwaltungsrat. Ein Darlehensvertrag mit einem Dritten erfordere keine Schriftform. Die nachträgliche Genehmigung eines solchen Vertrages durch den Alleinaktionär bedürfe daher ebenfalls keines schriftlichen Beschlusses. Die Vorinstanz gehe mithin zu Unrecht davon aus, dass der Alleinaktionär der Privatklägerin, B.________, den Darlehensvertrag nicht habe genehmigen können (Beschwerde S. 10 ff.).