Citation: 9C_376/2016 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer, der sich mit seiner Argumentation nicht verstanden fühlt, versucht erneut darzulegen, dass die Neuregelung fehlerhaft sei. Seiner Auffassung nach führt sie dazu, dass er Beiträge auf nicht erzieltem Einkommen bezahlen muss und damit als Selbstständigerwerbender schlechter gestellt ist als Unselbstständigerwerbende. Er macht geltend, steuerlich in Abzug gebracht werden im Sinne des Art. 9 Abs. 4 AHVG könnten die Beiträge, die der AHV im Verlaufe des Geschäftsjahres zugeflossen seien, unabhängig davon, ob es sich um definitiv veranlagte oder um Akonto-Beiträge handle (bei ihm im Jahr 2012: Fr. 303.45 statt die in Anwendung der Formel aus Rz. 1170 WSN aufgerechneten Fr. 1'814.85). Irrelevant sei dabei das Jahr, für welches Beiträge entrichtet würden; massgebend sei allein der Valuta-Tag der Belastungsanzeige. Steuerrechtlich zulässig seien nur Abzüge, wenn dafür Belege vorhanden seien, dies nach der Regel "Keine Buchung ohne Beleg". Würde Art. 9 Abs. 4 AHVG von den "steuerrechtlich maximal zulässigen" Abzügen sprechen, wäre das Vorgehen nach Rz. 1170 WSN korrekt. Diesfalls müssten die Beiträge allerdings anhand eines selbst erstellten künstlichen Beleges verbucht werden. Es sei unmöglich, die Beiträge anhand von Rz. 1170 WSN im Voraus zu berechnen: Erstens stehe das reine Erwerbseinkommen erst fest, wenn die Steuerbehörde es veranlagt habe (nach Vornahme allfälliger Korrekturen); es könne nicht auf das selbst deklarierte Erwerbseinkommen abgestellt werden. Zweitens verhalte sich die (vom Bruttogewinn ausgehende, rückwärts berechnete) prozentuale Formel aus Rz. 1170 WSN rekursiv, d.h. das Resultat lasse das reine Erwerbseinkommen ändern, was sich wiederum auf die Beiträge auswirke. Mathematisch lasse sich der Beitrag nicht im Voraus bestimmen und man wäre auf Schätzungen angewiesen, was nicht angehe.