Citation: 1A.155/2001 11.09.2001 E. 2

2.- Zum andern erachtet der Gesuchsteller den Ablehnungsgrund von Art. 23 lit. c OG als gegeben, weil Tatsachen vorlägen, welche die abgelehnten Gerichtspersonen als befangen erscheinen lassen. Allein der Umstand, dass das Bundesgericht infolge eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte einen früheren Entscheid nach Art. 139a OG in Revision zu ziehen hat, ist nicht geeignet, Befangenheit der betroffenen Gerichtspersonen zu begründen oder den Anschein der Befangenheit zu erwecken. So gilt denn ein Richter, dessen Entscheid im Rechtsmittelverfahren aufgehoben wird, im Hinblick auf die Neubeurteilung der Sache grundsätzlich nicht als befangen oder voreingenommen (BGE 116 Ia 28, 114 Ia 50 S. 58, 113 Ia 407 S. 409). Für die Annahme oder den Anschein der Befangenheit oder Voreingenommenheit bedürfte es vielmehr besonderer Umstände. Solche sind im vorliegenden Verfahren nicht ersichtlich. Allein die Tatsache, dass das Urteil vom 3. November 1999 im Verfahren nach Art. 36a OG getroffen und die damalige Verwaltungsgerichtsbeschwerde demnach als offensichtlich unbegründet bezeichnet wurde, vermag im Hinblick auf das Revisionsverfahren keinen Anschein der Unparteilichkeit zu erwecken. Die damalige richterliche Überzeugung steht einer unvoreingenommenen Beurteilung des Revisionsgesuches im Lichte des Urteils des Gerichtshofes nicht entgegen.