Citation: U 71/05 09.08.2006 E. 3

Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob das Geschehnis vom 20. Februar 2001 die Merkmale der Ungewöhnlichkeit und der Plötzlichkeit erfüllt und mithin ein Unfall im Rechtssinne vorliegt. 3.1 Das kantonale Gericht hat die Rechtsgrundlagen bezüglich des Unfallbegriffs zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass sich der mangelhafte Nachweis eines die Merkmale des Unfalles erfüllenden Ereignisses nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen lässt. Diesen kommt im Rahmen der Beweiswürdigung für oder gegen das Vorliegen eines unfallmässigen Geschehens in der Regel nur die Bedeutung von Indizien zu (RKUV 2003 Nr. U 485 S. 260 Erw. 5 [Urteil G. vom 22. April 2003, U 307/01 und U 308/01], 1990 Nr. U 86 S. 51 Erw. 2). 3.2 Im angefochtenen Entscheid wird richtig ausgeführt, dass die Versicherte vorliegend den äusseren, allenfalls schädigenden Faktoren (Elektrosmog) während längerer Zeit ausgesetzt war und diese nicht plötzlich auf sie einwirkten. Mit dem Erfordernis der Plötzlichkeit ist rechtsprechungsgemäss zwar nicht notwendig verbunden, dass die schädigende Einwirkung auf einen blossen Augenblick beschränkt sei, wohl aber muss sie plötzlich eingesetzt haben und eine einmalige gewesen sein (EVGE 1943 S. 69; Urteil M. vom 1. Dezember 2005, U 245/05, Erw. 1.1). Da unter den gegebenen Umständen somit bereits das Element der Plötzlichkeit fehlt, ist das Vorliegen eines Unfallereignisses zu verneinen. Die abweichende Meinung des Dr. med. B.________, welcher in seinem Bericht vom 21. Juni 2002 von einer traumatischen Alopezie ausgeht, vermag daran nichts zu ändern (vgl. Erw. 3.1 hiervor). Bei dieser Sachlage kann mit der Vorinstanz offen gelassen werden, ob die übrigen Voraussetzungen für die Annahme eines Unfalles im Rechtssinne erfüllt sind.