Citation: 4A_665/2018 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz hat verneint, dass die Beschwerdegegnerin von ihrem Recht zur Einberufung einer ordentlichen Gesellschafterversammlung für die beiden Geschäftsjahre 2015 und 2016 rechtsmissbräuchlich Gebrauch macht. Sie hat mit der ersten Instanz berücksichtigt, dass die in der Einladung aufgeführten Traktanden 1 - 11 vorwiegend unübertragbare Befugnisse der Gesellschafterversammlung betreffen und eine konkrete Schädigung durch bestimmte Informationen in dieser Hinsicht von der Beschwerdeführerin nicht substanziiert behauptet wurde. Diese Würdigung vermag die Beschwerdeführerin nicht als willkürlich auszuweisen mit der Behauptung, es sei "sachimmanent", dass sie entsprechende Informationen nicht im Detail substanziieren könne, da sie schon damit Geschäftsgeheimnisse offen legen würde. Sie verkennt im Übrigen, dass die von ihr als offensichtlich bezeichnete Absicht der Schädigung und der Konkurrenzierung seitens der Beschwerdegegnerin Gegenstand des von ihr eingeleiteten Ausschlussverfahrens bilden und bis zur gerichtlichen Klärung nicht als gesichert angesehen werden können. Wenn die Vorinstanz daher den Nachweis verlangte, welche konkreten Informationen die Beschwerdegegnerin zum Nachteil der Beschwerdeführerin nutzen könnte, hat sie Bundesrecht offensichtlich nicht willkürlich angewendet. Dass das Ausschlussverfahren schon eine geraume Zeit dauert, ändert daran nichts.