Citation: 8C_734/2022 E. 5.1

5.1. Soweit sie den Beweiswert des ABI-Gutachtens bestreitet, sich dabei aber in der Sache gegen die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts wendet, indem sie die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit durch die behandelnden Ärzte als massgebend bezeichnet, so genügt dies offensichtlich den (qualifizierten) Begründungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht (vgl. E. 1 hiervor). Sodann ist unklar, was sie aus der am 25. März 2020 und damit vor der Auftragserteilung an die ABI-Gutachter getätigten Aussage des RAD-Arztes, Dr. med. G.________, zu ihren Gunsten ableiten will. Demnach sei es wegen des komplexen Krankheitsbildes schwierig, die verbliebene Arbeitsfähigkeit zu schätzen, insbesondere weil (auch) nach wie vor unklar sei, wie der somatische Gesundheitszustand zu beurteilen sei. Der Beweiswert des Gutachtens lässt sich damit nicht erschüttern.