Citation: 4C.358/1999 03.01.2000 E. 1

1.- a) In seiner Eingabe an das Bezirksgericht führt der Beklagte aus, es hätten verschiedene Forderungen auf dem Verkaufsobjekt gelastet, zu deren Begleichung er den Kaufpreis verwendet habe, unter anderem ".. Fr. 155'779.50 zur Deckung des Hypothekarkredits von Fr. 165'000.-- (Fr. 150'000.-- durch Kurt Suter/Fr. 15'000.-- durch die Piato AG) sowie Guthaben der Piato AG und Forderungen von Kurt Suter aus ev. Betrug in Zusammenhang mit Falschbeurkundung der tatsächlichen Baukosten gegen Übergabe des gesplitteten Schuldbriefs von Fr. 120'000.-- an die Käufer". Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht brachte der Beklagte vor, er habe mit dem strittigen Betrag offene Rechnungen der Klägerin getilgt. b) In der Berufung an das Kantonsgericht stellt sich der Beklagte auf den Standpunkt, er habe mit seinen Vorbringen in der Eingabe an das Bezirksgericht sinngemäss die Verrechnung mit Forderungen erklärt, die ihm selbst gegen die Klägerin zustanden. Daher sei er nicht verpflichtet, den Betrag der Klägerin auszuhändigen. Das Kantonsgericht führt in seinem Entscheid als Hauptbegründung an, der Beklagte habe die Verrechnung nicht rechtsgenüglich erklärt. Nach Auffassung des Beklagten ist diese Begründung bundesrechtswidrig. Das Kantonsgericht stelle in Bezug auf die Verrechnung überhöhte Anforderungen an die Behauptungspflicht der Parteien und vereitle dadurch Bundesrecht.