Citation: 1C_442/2019 E. 2.4

2.4. Für die Festlegung der Bauzonen ist Art. 15 RPG nicht allein massgebend. Die Bauzonenausscheidung hat eine auf die erwünschte Entwicklung des Landes ausgerichtete Ordnung der Besiedlung zu verwirklichen (Art. 1 Abs. 1 Satz 2 RPG). Sie stellt eine Gestaltungsaufgabe dar und unterliegt einer gesamthaften Abwägung und Abstimmung aller räumlich wesentlichen Gesichtspunkte und Interessen (vgl. Art. 1 und Art. 3 RPG, Art. 3 RPV [SR 700.1]; BGE 122 I 294 E. 3e S. 300; 117 Ia 302 E. 4b S. 307). Die verschiedenen Planungsziele und Planungsgrundsätze gemäss Art. 1 und 3 RPG stellen Wertungsgesichtspunkte dar, die im Einzelfall der Harmonisierung bedürfen, wobei auch weitere öffentliche und private Interessen zu berücksichtigen sind (vgl. BGE 134 II 97 E. 3.1 S. 99 f.; Urteil 1C_157/2014 vom 4. November 2015 E. 3.3, in: ZBl 117/2016 S. 444). Das Bundesgericht überprüft Interessenabwägungen als Rechtsfrage grundsätzlich frei (vgl. BGE 145 II 70 E. 3.2 S. 75).