Citation: 8C_1044/2009 30.03.2010 E. 4

Das kantonale Gericht legte seiner Ermittlung des Invaliditätsgrades eine Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdegegners von 30 % in einer behinderungsangepassten Tätigkeit zugrunde. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Aussage zur Restarbeitsfähigkeit des Versicherten im Bericht des Spitals X.________ vom 27. Dezember 2007, auf den sich das kantonale Gericht stütze, sei widersprüchlich und missverständlich. Der Formulierung lasse sich nicht entnehmen, ob eine Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von 70 % oder 30 % gemeint sei. 4.1 Aus den medizinischen Unterlagen ergibt sich zum Gesundheitszustand und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten zunächst, dass dieser am 14. Januar 2007 einen Myokardinfarkt erlitt und im Spital X.________ stationär behandelt wurde. Die Ärzte diagnostizierten im Bericht vom 27. Februar 2007 eine koronare Zweigefässerkrankung mit Myokardinfarkt und mit akutem In-Stentverschluss am 17. Januar 2007, welcher erfolgreich habe rekanalisiert werden können. Zusätzlich liege eine leichte valvuläre Herzkrankheit bei leichter Mitralinsuffizienz und einer möglicherweise vorhandenen Dysfunktion des Papilarmuskels vor. Nach Verschlechterung des Gesundheitszustandes war der Versicherte vom 19. bis 27. Juli 2007 erneut im Spital X.________ hospitalisiert. Im Kurzaustrittsbericht vom 27. Juli 2007 gaben die Ärzte an, in der Koronarangiografie habe man eine rasche Progression der koronaren Zweigefässerkrankung festgestellt. Es habe sich eine signifikante Instent-Restenose des proximalen RIVA, eine Stenose ab Abgang RD1 sowie proximal und eine signifikante Stenose der hochproximalen Cx gezeigt. Diese Stenosen hätten erfolgreich angegangen werden können. Die Arbeitsunfähigkeit betrage vorerst bis zum 17. August 2007 100 %. Im Verlauf werde die Arbeitsunfähigkeit über die kardiologische Ambulanz neu beurteilt. Im Verlaufsbericht vom 27. Dezember 2007 hielten die Ärzte des Spitals X.________ schliesslich fest, seit der Koronarintervention im Juli 2007 gehe es dem Versicherten subjektiv deutlich besser ohne Wiederauftreten der retrosternalen Schmerzen unter Belastung. Noch vor dem Eingriff hätten lediglich zwei Stockwerke bewältigt werden können mit anschliessender Pause und retrosternalem Druck. Zurzeit seien vier Stockwerke problemlos zu bewältigen mit lediglich Auftreten einer leichten Dyspnoe. Zur Arbeitsfähigkeit gaben sie an: "Bei weiterhin mittelschwer eingeschränkter systolischer Pumpfunktion und fahrradergonomisch eingeschränkter Leistungsfähigkeit ist im Alltag bezüglich Arbeitsfähigkeit von einer eingeschränkter Arbeitstätigkeit von 30 % mit nur leichter körperlicher Belastung auszugehen". Aufgrund des jungen Alters und der Bereitwilligkeit des Versicherten hätten sie auch an eine Umschulung gedacht.