Citation: 5A_253/2022 E. 7.3.3

7.3.3. Der Beschwerdeführer setzt sich nicht (ausreichend) mit den Ausführungen der Vorinstanz auseinander, sondern wirft dieser eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK) sowie des Rechtsmissbrauchsverbots (Art. 2 Abs. 2 ZGB) und des Grundsatzes von Treu und Glauben (Art. 2 Abs. 1 ZGB) vor, wobei sie im Ergebnis in Willkür (Art. 9 BV) verfalle. Dass er entgegen den Ausführungen der Vorinstanz entsprechende Vorbringen rechtzeitig in den Prozess eingebracht hätte, macht er hingegen nicht geltend. Auch setzt er sich nicht mit den Ausführungen der Vorinstanz auseinander, wonach der Gutachter nur zum entsprechenden Stichtag hin bereits bekannte Umstände in die Bewertung habe einbeziehen dürfen und dass der Beschwerdeführer mit den Fragen 1-6 (und auch betreffend die Bewertung anhand von Liquidationswerten) auf den Einbezug erst später bekannt gewordener Tatsachen abziele. Im Gegenteil räumt er selbst ein, dass die Umstände, die er berücksichtigt haben möchte, erst nachträglich bekannt wurden. Auf seine Rügen wäre daher grundsätzlich gar nicht einzutreten. Immerhin sei das Folgende ausgeführt: 7.3.3.1. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs bzw. der Begründungspflicht gemäss Art. 29 Abs. 2 BV meint der Beschwerdeführer darin zu erkennen, dass die Vorinstanz Ausführungen in der Berufung nicht gewürdigt habe. Er verweist zum Beleg, mit welchen Ausführungen sich die Vorinstanz nicht auseinandergesetzt habe, auf verschiedene Seiten bzw. Randziffern in seiner Berufung. Ausserdem habe die Vorinstanz zwar ein von ihm vorgebrachtes Argument erwähnt, daraus aber in Verletzung des rechtlichen Gehörs nichts zu seinen Gunsten abgeleitet. Mit den Verweisen auf seine Berufungsschrift vermag der Beschwerdeführer seine Begründungspflicht nicht zu erfüllen, weshalb auf seine Rügen von vornherein nicht eingetreten werden könnte. Ohnehin hat die Vorinstanz ihre Auffassung, weshalb das Gutachten nicht zu ergänzen und insbesondere auf die vom Gutachter ermittelten Fortführungswerte abzustellen ist, ausführlich begründet. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs bzw. der Begründungspflicht gemäss Art. 29 Abs. 2 BV ist daher nicht auszumachen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil die Vorinstanz die Argumente des Beschwerdeführers anders würdigt, als er dies gerne hätte, kann darüber hinaus von vornherein nicht vorliegen. 7.3.3.2. Der Beschwerdeführer erachtet das Verhalten der Beschwerdegegnerin als rechtsmissbräuchlich, folglich verstosse die Vorinstanz mit ihrem Entscheid gegen das Rechtsmissbrauchsverbot und den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 2 ZGB). Es seien daher die aktuellen Verkehrswerte heranzuziehen. Auf welche (aktuellen) Werte der Beschwerdeführer sich hier bezieht erschliesst sich jedoch nicht. Insbesondere ist daran zu erinnern, dass die Vorinstanz (verbindlich) festgestellt hat, der Beschwerdeführer beantrage selbst eine Bewertung zum 31. Dezember 2014 und er vor Bundesgericht nichts neues vorbringen kann (Art. 99 BGG). Ohnehin hat es bei den vorinstanzlichen Ausführungen betreffend Prozessvergleich sein Bewenden (E. 7.2.2). Seine Rüge - soweit überhaupt nachvollziehbar begründet - zielt daher ins Leere. Eine Verletzung des Rechts auf ein faires Verfahren liegt jedenfalls nicht vor, wenn das Verhalten der Beschwerdegegnerin bei der Würdigung des Verhaltens des Beschwerdeführers, nicht alles einzureichen, nicht mitberücksichtigt wird. 7.3.3.3. Betreffend eine Bewertung basierend auf Liquidationswerten sei lediglich ausgeführt, dass der Beschwerdeführer sich überhaupt nicht mit den vorinstanzlichen Ausführungen (der Gutachter begründe ausführlich, weshalb er von Fortführungswerten ausgehe und dieser habe die Bewertung per 31. Dezember 2014 nicht gestützt auf das heutige Wissen vornehmen dürfen) auseinandersetzt. Auf seine weiteren Ausführungen (insb. betreffend Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben, des rechtlichen Gehörs, des Rechtsmissbrauchs- und des Willkürverbots) ist daher nicht weiter einzugehen.