Citation: 6B_788/2007 21.02.2008 E. 3

Der Beschwerdeführer macht geltend, es bestünden ernsthafte Zweifel an seiner Schuldfähigkeit, weshalb diese nach Art. 20 StGB hätte abgeklärt werden müssen. Aufgrund der Akten erscheint der Beschwerdeführer zwar als unzuverlässiger, schwieriger Mensch, und seitens der mit ihm verwandtschaftlich verbundenen Privatkläger wurden denn auch Zweifel an seiner geistigen "Normalität" geäussert und die Hoffnung vorgebracht, er würde sich "medizinisch" helfen lassen. Von seinem Umfeld wahrgenommene Verhaltensauffälligkeiten sind jedoch keine zwingenden Hinweise auf eine schwere Persönlichkeitsstörung, welche die Schuldfähigkeit beeinträchtigen könnte. Insofern ist das Vorgehen des Obergerichts, welches über die Notwendigkeit, die Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers gutachterlich abklären zu lassen, auf Grund des an der Hauptverhandlung von ihm gewonnen persönlichen Eindrucks befinden wollte, ohne weiteres nachvollziehbar und folgerichtig. Dass der Beschwerdeführer von dieser ihm zustehenden Möglichkeit, das Obergericht an der Hauptverhandlung von der Notwendigkeit der Einholung eines Gutachtens über seine Schuldfähigkeit zu überzeugen, keinen Gebrauch machte, hat er selber zu vertreten. Das Obergericht hat Art. 20 StGB nicht verletzt, indem es - allein auf Grund der Akten - auf eine Begutachtung des Beschwerdeführers verzichtete.