Citation: 1A.301/2000 28.05.2001 E. A

A.-W.________ ist Eigentümer des in der Landwirtschaftszone gelegenen, nicht landwirtschaftlich genutzten Hauses auf der Unteren Scheidegg (Parz.-Nr. 767, Bezirk Schwende). Am 16. April 1991 stellte er das Baugesuch, das "Berghaus" umzubauen und zu erweitern. Dabei ging er von einer bestehenden Wohnfläche - verstanden als Bruttogeschossfläche - von je 26.72 m2 auf drei Etagen, insgesamt somit von 80.16 m2 aus. Die Wohnfläche im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sollten um je 19.82 m2, total 39.64 m2, erweitert werden. Die Nettoerweiterung betrug nach den Angaben des Gesuchstellers jedoch nur 12.92 m2, weil die bestehende Wohnfläche im Untergeschoss von 26.72 m2 auf die beiden Obergeschosse verlagert wurde. Den Baugesuchsunterlagen ist zu entnehmen, dass als Heizsystem eine Elektro-Speicherheizung geplant und zudem ein Holzheizungsraum im bisherigen Wohnraum im Untergeschoss vorgesehen waren. Mit Entscheid vom 22. Mai 1991 erteilte die damals zuständige Landesbaukommission für das Bauvorhaben gestützt auf Art. 24 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (aRPG; SR 700) und Art. 65 der Verordnung zum Baugesetz vom 17. März 1986 (BauV) die raumplanerische Bewilligung. Unter den dort angeführten Bedingungen und Auflagen gab sie die bestehende Wohnfläche mit 80.16 m2 (=100%), die zulässige Erweiterung nach Art. 65 BauV mit 20.02 m2 (=25%) und die Erweiterung gemäss Baueingabe mit 100. 20 m2 (= 125%) an. Die Bewilligung begründete sie im Wesentlichen damit, dass die geplante Erweiterung der bestehenden Wohnfläche einer teilweisen Änderung gleich komme. Die Identität des bestehenden Bauwerkes bleibe in der Hauptsache wesensgleich, und zwar sowohl bezüglich des Umfangs, der äusseren Erscheinung und Zweckbestimmung, als auch der Auswirkungen auf die Nutzungsordnung, die Erschliessung und die Umwelt. Dabei ging sie nicht von der in ihrem Entscheid angeführten Berechnung über die Erweiterung von 25% der bestehenden Wohnfläche aus, sondern bloss von 18%. Am 1. Juli 1991 erteilte der Bezirksrat Schwende für das Bauvorhaben die baupolizeiliche Bewilligung. Er hielt unter anderem fest, der mit "Holz-Heizung" bezeichnete Raum im Untergeschoss dürfe auf keinen Fall zu Wohnzwecken, als Aufenthaltsraum oder ähnliches genutzt werden. Es sei nur eine Nutzung als Heizungs-, Holz- oder Abstellraum zulässig. Dieser Raum wurde daher nicht in die Berechnung der Bruttogeschossfläche miteinbezogen.