Citation: I 268/04 26.11.2004 E. 2

Der Beschwerdegegner leidet als Folge des Unfalles vom 20. Dezember 1997 an einer anteromedialen Instabilität des linken Knies (vgl. Austrittsbericht der Klinik E.________ vom 15. Mai 2000), während unfallfremde gesundheitliche Probleme nicht zur Diskussion stehen. Mit Entscheid vom 26. März 2004, dessen Erwägungen mit dem hier angefochtenen, die Invalidenversicherung betreffenden Entscheid praktisch übereinstimmen, verpflichtete die Vorinstanz die SUVA, dem Versicherten eine Invalidenrente gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit von 100% zu bezahlen. Dieser Entscheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Streitig ist, ob dieser vom kantonalen Gericht auch für die Belange der Invalidenversicherung angenommene Invaliditätsgrad zu bestätigen ist. 2.1 Gemäss den Ausführungen von Dr. med. B.________ im Bericht der Untersuchung vom 16. August 1999 ist die sagittale Instabilität des linken Knies auch mit der Schiene wahrscheinlich im bestehenden Umfang bleibend. Tätigkeiten mit Schlägen und Vibrationen auf die linke Beinachse sind nicht mehr zumutbar, ebenso wenig das Begehen von Leitern, Treppen und unebenem Gelände. Das Tragen von Gewichten ist auf höchstens 12 bis 15 kg reduziert. Vorteilhaft sind Wechselbelastungen und vor allem sitzende Tätigkeiten. Bei günstigen Arbeitsbedingungen mit Wechselbelastung und optimalen Positionen ist ein ganztägiger Einsatz zumutbar. Laut Austrittsbericht der Klinik E.________ vom 15. Mai 2000 ist dem Versicherten eine vorwiegend sitzende leichte Tätigkeit ganztags zumutbar. Gemäss Gehtest ist eine Gehstrecke von 110 m an zwei Unterarmstöcken möglich. Tragende Tätigkeiten können wegen der Vorderarmstöcke nicht ausgeübt werden, während für sitzende Arbeitspositionen keine Einschränkung besteht. 2.2 Aus dem Bericht der BEFAS vom 11. August 2000, welcher auf vom 4. bis 21. Juli 2000 durchgeführten Abklärungen beruht, ergibt sich, dass dem Versicherten wegen der Gehstöcke jeglicher Materialtransport zum Arbeitsplatz verunmöglicht ist und dass auch keine ungünstigen Terrainverhältnisse wie Treppen, Leitern und unebene Böden in Frage kommen. Neben den Einschränkungen in der Einsetzbarkeit ist mit einer reduzierten Stundenleistung (70% bis 80%) zu rechnen. Die reduzierte Stundenleistung, die Arbeitsunterbrechung durch Entlastungshaltungen und die fehlende Einsetzbarkeit für bestimmte Tätigkeiten im Arbeitsablauf bewirkten eine Reduktion der normalen Tagesleistung bei angepassten Arbeiten von rund 40%. Eine Verwertbarkeit in der freien Wirtschaft sei nur theoretisch, wobei das Einkommen bei Fr. 2000.- liegen dürfte. Die Frage des kantonalen Gerichts, ob es auf dem für den Versicherten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt Stellen gebe, verneinte die BEFAS im Antwortschreiben vom 21. März 2003. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt sei an ihm wegen der eingeschränkten Leistung und den Erschwernissen durch den Materialtransport nicht interessiert. Ohne Behinderung habe sich dieser auf einfache Hilfstätigkeiten beschränkt. Viele davon würden wegen der Behinderung nunmehr entfallen, während industrielle Hilfsarbeiten wie Kontrollarbeiten, Blister einlegen und Montagearbeiten weiterhin ausgeführt werden können, sofern ein Arbeitsplatz gefunden werde und dabei eine geldwerte Leistung erzielt werden könne.