Citation: I 520/00 28.01.2002 E. 2

2.- Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer voraussichtlich dauernd eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit ausübt. Fraglich und zu prüfen ist dagegen, ob er aus invaliditätsbedingten Gründen auf ein persönliches Motorfahrzeug angewiesen ist. a) Die Vorinstanz hat dies verneint mit der Begründung, nach den Erhebungen der IV-Stelle könne der Arbeitsweg vom Domizil zum rund 51 km entfernt liegenden Arbeitsort mit dem Auto in zirka 44 Minuten zurückgelegt werden. Bei Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel betrage die Fahrzeit dagegen im günstigsten Fall 78 Minuten auf dem Hin- und 89 Minuten auf dem Rückweg mit jeweils vier Umsteigevorgängen. Dabei seien die zu Fuss zurückzulegenden Strecken von der Wohnung zur Bushaltestelle und von der Haltestelle ins Büro noch nicht miteingerechnet. Insoweit allein die Fahrzeit bei Benützung eines eigenen Motorfahrzeuges um etwa die Hälfte oder eineinhalb Stunden täglich reduziert werde, sei davon auszugehen, dass auch ein gesunder Versicherter diese Wegstrecke üblicherweise mit dem Auto zurücklegen würde, weshalb es am Erfordernis der invaliditätsbedingten Notwendigkeit gebreche. b) Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Für die Beurteilung der Frage, ob die Verwendung eines Motorfahrzeuges invaliditätsbedingt ist, kommt es nicht darauf an, ob auch ein Nichtinvalider den Arbeitsweg mit einem persönlichen Motorfahrzeug zurücklegen würde. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat eine in diesem Sinne lautende Verwaltungsweisung (Rz 10.01.6*-10. 04.6* der bundesamtlichen Wegleitung über die Abgabe von Hilfsmitteln in der Invalidenversicherung in der ab August 1993 bis 31. Januar 2000 gültig gewesenen Fassung) als bundesrechtswidrig erklärt (SVR, a.a.O., S. 102 Erw. 3c). Entscheidend ist vielmehr, wie der Ansprecher selber als gesunde Person den Weg bewältigen würde. Wie es sich damit verhält, d.h. ob der Beschwerdeführer für die Fahrt zur Arbeit auch ohne Gesundheitsschaden ein persönliches Motorfahrzeug benutzen würde, kann jedoch im vorliegenden Fall offengelassen werden. Den Akten ist nämlich zu entnehmen, dass er die steile Strasse zu seiner Wohnung mit dem Rollstuhl nicht überwinden kann (vgl. Protokoll der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung über die Hausbegehung vom 16. April 1999). Zudem kann ihm wegen seiner Behinderung die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel - gerade auch mit Blick auf das mehrmalige Umsteigen - nicht zugemutet werden. Daraus erhellt, dass er zufolge seiner Invalidität auf das Motorfahrzeug angewiesen ist, weshalb er nach der hiervor dargelegten Rechtsprechung (Erw. 1) Anspruch auf Amortisationsbeiträge im Sinne von Art. 8 HVI hat.