Citation: 7B_921/2023 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz hält zusammengefasst fest, siegelungsfähig seien lediglich Gegenstände und Aufzeichnungen, die einer Durchsuchung im Sinne von Art. 246 ff. StPO zugänglich seien und schützenswerte Geheimnisse enthalten könnten. Dies sei bei den sichergestellten Reisepässen, dem SIM-Kartenhalter (ohne SIM) und dem Schlüsselbund nicht der Fall, weshalb sich der Siegelungsantrag bereits unter diesem Gesichtspunkt als pauschal und undifferenziert erweise. Was die weiteren Gegenstände betreffe, sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer im Rahmen seines Siegelungsgesuchs das Aussageverweigerungsrecht, die fehlende Untersuchungsrelevanz sowie das Vorliegen persönlich schützenswerter Daten als Siegelungsgrund vorgebracht habe. Weder beim Aussageverweigerungsrecht noch bei der fehlenden Untersuchungsrelevanz handle es sich um einen Siegelungsgrund im Sinne von aArt. 248 Abs. 1 StPO. Der blosse Hinweis auf "persönlich schützenswerte Daten" erweise sich sodann als sehr vage und pauschal. Konkrete Siegelungsgründe bzw. Geheimnisschutzinteressen habe der Beschwerdeführer im Rahmen des Siegelungsgesuchs nicht vorgebracht. Für eine Glaubhaftmachung der Siegelungsgründe, so die Vorinstanz weiter, wäre zu erwarten gewesen, dass zumindest sinngemäss dargelegt werde, um was für konkrete Geheimhaltungsinteressen (Anwaltsgeheimnis, Arztgeheimnis, Intimsphäre etc.) es sich handle. Eine solche summarische Begründung des Siegelungsbegehrens sei dem Beschwerdegegner bzw. der anlässlich des Siegelungsantrags ebenfalls anwesenden (damaligen) Verteidigerin zuzumuten gewesen. Weshalb es dem Gesuchsgegner nicht möglich gewesen sein sollte, die im Rahmen des Entsiegelungsverfahrens geltend gemachten Geheimnisschutzinteressen bereits anlässlich des Siegelungsantrags zumindest stichwortartig zu benennen, sei nicht ersichtlich.