Citation: 6B_468/2015 E. A

X.________ vermittelte dem Betreiber des Cabaret A.________ mehrere Frauen aus der Dominikanischen Republik. Er schloss mit ihnen jeweils mehrere Arbeitsverträge für die Dauer von je einem Monat für das besagte Cabaret ab. Darin wurden ein Bruttolohn inkl. Ferienentschädigung und Spesen festgelegt sowie die üblichen Abzüge aufgeführt, woraus ein Nettolohn von Fr. 2'300.-- resultierte. Ausdrücklich festgehalten wurde ausserdem, dass die Leistung der Arbeitnehmerin aus "Streaptease Integral" bestehe, sie die Gäste nicht zum Alkoholkonsum anhalten dürfe und andere als die im Vertrag vorgesehenen Leistungen nicht verlangt werden dürften. Aufgrund dieser Verträge erhielten die betreffenden Frauen ein Einreisevisum und eine Aufenthaltsbewilligung L, mit der sie für die Vertragsdauer berechtigt waren, als Tänzerinnen in der Schweiz zu arbeiten. Nach der Ankunft im Cabaret eröffnete dessen Betreiber den Frauen jeweils, dass sie nicht die vertraglich vereinbarte Gage erhalten und ihnen stattdessen Umsatzbeteiligungen an den durch sie motivierten Getränkekonsumationen der Gäste ausbezahlt würden. In der Folge übten die Frauen zwischen ihren Tanzauftritten die im schriftlichen Arbeitsvertrag nicht vereinbarte Tätigkeit der Animation zum Getränkekonsum aus. Gemäss Anklage soll X.________ davon schon bei der Vermittlung der Arbeitsverträge gewusst haben. Insbesondere sei er jeweils als Übersetzer dabei gewesen, wenn der Cabaret-Betreiber die Frauen über die wirklichen Konditionen ihres Arbeitsverhältnisses informierte. Somit habe er den Tänzerinnen eine Erwerbstätigkeit ohne die entsprechende Bewilligung verschafft und sich dadurch der mehrfachen qualifizierten Widerhandlung gegen das Ausländergesetz im Sinne von Art. 116 Abs. 1 lit. a und b sowie Abs. 3 lit. a des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (Ausländergesetz, AuG; SR 142.2) schuldig gemacht.