Citation: 5P.28/2002 13.06.2002 E. A

V.________ verstarb am 10. Januar 2000. Sie hinterlässt als gesetzliche Erben die beiden Töchter W.________ und X.________ sowie, an Stelle der vorverstorbenen Tochter Y.________, die Enkelin Z.________. Der Gerichtspräsident von Kulm eröffnete am 19. Januar 2000 den von der Erblasserin mit ihrem Ehemann am 27. Februar 1969 abgeschlossenen Erbvertrag sowie ihr handschriftliches Testament vom 10. Juli 1998. Mit Letzterem verfügte V.________, ihr Vermögen den beiden Töchtern zukommen zu lassen. Z.________ erhob am 20. März 2000 gegen das Testament Einsprache im Sinne von Art. 559 Abs. 1 ZGB und machte vorsorglich dessen Ungültigkeit sowie eine Verletzung ihres Pflichtteils geltend. Der Gerichtspräsident von Kulm nahm mit Verfügung vom 24. März 2000 davon Vormerk und hielt fest, dass kein Erbenschein ausgestellt und die Erbschaft noch nicht ausgeliefert werde.