Citation: 2A.437/2003 25.09.2003 E. 2

2.1 Wer Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhebt, hat innert der nicht verlängerbaren Beschwerdefrist von 30 Tagen (Art. 106 Abs. 1 OG) eine Beschwerdeschrift einzureichen, die nebst den Rechtsbegehren insbesondere deren Begründung zu enthalten hat (Art. 108 Abs. 2 OG). Erforderlich ist eine sachbezogene Begründung; dies bedeutet, dass wenigstens rudimentär auf den massgeblichen Inhalt des vorinstanzlichen Entscheids einzugehen ist (vgl. BGE 118 Ib 134). 2.2 Wie sein Begehren um Einräumung einer Frist zur Beschwerdebegründung zeigt, ging der Beschwerdeführer selber davon aus, dass die Eingabe vom 15. September 2003 noch keine Beschwerdebegründung enthielt. In der Tat erweist sich das Schreiben faktisch als blosse Beschwerdeanmeldung. Wohl mag es - anders als im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde - zur Begründung einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegebenenfalls genügen, auf eine frühere Rechtsschrift zu verweisen. Vorliegend verhält es sich indessen so, dass das Verwaltungsgericht sich umfassend mit den Ausführungen in der Beschwerdeschrift vom 9. Juli 2003 auseinandergesetzt und die Einwendungen des Beschwerdeführers verworfen hat. Wer sich unter solchen Umständen damit begnügt, sich pauschal auf die der Vorinstanz vorgelegte Rechtsschrift zu berufen, kommt seiner Begründungspflicht nicht nach (BGE 113 Ib 287 mit Hinweisen). Vorliegend ist der Beschwerdeführer vom Abteilungspräsidenten rechtzeitig vor Ablauf der Beschwerdefrist auf die Mangelhaftigkeit der Rechtsschrift hingewiesen worden, sodass Gelegenheit bestand, den Mangel zu beheben. Der Vertreter des Beschwerdeführers im kantonalen Verfahren gelangte denn auch mit einer ergänzenden Eingabe vom 22. September 2003 an das Bundesgericht. Auch mit dieser Eingabe wird indessen der Begründungspflicht nicht Genüge getan: Ohne Bezugnahme auf den durch das angefochtene Urteil vorgegebenen Streitgegenstand (Widerruf der Niederlassungsbewilligung in Verbindung mit missbräuchlicher Berufung auf Art. 7 ANAG) wird - ausschliesslich - ein neuer Sachverhalt (der Beschwerdeführer sei auch Vater zweier 1994 geborener Kinder, deren Mutter Schweizerin sei) geschildert, der einzig (möglicherweise) unter dem Gesichtspunkt von Art. 8 EMRK in ausländerrechtlicher Hinsicht massgeblich sein könnte (Beziehung zu Kindern schweizerischer Nationalität). Nun sind neue tatsächliche Vorbringen im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde grundsätzlich unzulässig (Art. 105 Abs. 2 OG; vgl. zum sich daraus ergebenden Novenverbot BGE 125 II 217 E. 3a S. 221). So verhält es sich insbesondere im vorliegenden Fall, hat es doch der damals durch einen Rechtsanwalt vertretene Beschwerdeführer unterlassen, das Vaterschaftsurteil vom 24. Mai 2000 im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht beizubringen. Warum er davon abgesehen hat, ist angesichts der Bedeutung, welche er dem dadurch bekundeten Sachverhalt nunmehr beimisst, nicht nachvollziehbar; jedenfalls aber ist unerfindlich, wie das Verwaltungsgericht im Rahmen seiner Sachverhaltsabklärungen von sich aus auf diese verschwiegene Tatsache hätte stossen sollen. Die neue Tatsache könnte einzig in einem neu einzuleitenden Bewilligungsverfahren vorgebracht werden. Ob allerdings die höchstens im Rahmen eines Besuchsrechts zu pflegende Beziehung des Beschwerdeführers zu den zwei Kindern genügt, um ihm ein festes Anwesenheitsrecht in der Schweiz zu verschaffen, erscheint unter den gegebenen Umständen fraglich (Einbindung des Beschwerdeführers in seine heutige, grundsätzlich im Ausland lebende und assimilierte Familie; Berücksichtigung des zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung führenden missbräuchlichen Verhaltens). 2.3 Nach den vorstehenden Darlegungen ist daher weder am 15. noch am 22. September 2003 eine formgerechte, den minimalen Anforderungen von Art. 108 Abs. 2 OG genügende Beschwerdebegründung vorgelegt worden. Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann nicht eingetreten werden. Bloss ergänzend ist daher zu erwähnen, dass die Ausführungen im angefochtenen Urteil schlüssig erscheinen. Es sind keine Anzeichen für eine im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG fehlerhafte Sachverhaltsermittlung zu erkennen. Sodann steht die rechtliche Würdigung der tatsächlichen Verhältnisse im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Rechtsmissbrauch im Zusammenhang mit Art. 7 ANAG und zu Art. 9 Ziff. 4 lit. a ANAG. 2.4 Der Beschwerdeführer hat im Schreiben vom 15. September 2003 darauf hingewiesen, dass er mangels entsprechender Mittel keinen Anwalt beiziehen könne. Sollte er damit prozessuale Bedürftigkeit geltend machen und insofern auch um unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von der Bezahlung der Gerichtskosten) ersuchen wollen, könnte einem entsprechenden Gesuch schon wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht entsprochen werden. Entsprechend dem Verfahrensausgang sind ihm somit die bundesgerichtlichen Kosten aufzuerlegen (Art. 156 in Verbindung mit Art. 153 und 153a OG).