Citation: 4A_12/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hält aber selbst fest, dem Bericht des Spitals D.________ (vom 28. Juli 2015) könnten eigene Beobachtungen der behandelten Fachpersonen entnommen werden. Allerdings decke der Beobachtungszeitraum lediglich fünf Wochen ab, weshalb gestützt darauf allein kein psychiatrisches Gerichtsgutachten, welches den Gesundheitszustand sowie die Arbeitsunfähigkeit zwischen dem 22. Mai 2015 und dem 31. Mai 2016 abbilden sollte, erstellt werden könne. Diese Begründung ist rechtlich nicht schlüssig, denn sie impliziert, ein Gerichtsgutachten sei nur anzuordnen, wenn es den Gesundheitszustand sowie die Arbeitsunfähigkeit während des gesamten Zeitraums zwischen dem 22. Mai 2015 und dem 31. Mai 2016 abbilden könnte. Da auch eine teilweise Gutheissung der Klage denkbar ist, genügt es indessen, wenn aufgrund eines für die Beschwerdeführerin positiv ausfallenden Gutachtens die Anspruchsvoraussetzungen nur für einen Teil der streitigen Zeitspanne nachgewiesen werden könnten. Zudem übersieht die Vorinstanz, dass ein für die Beschwerdeführerin positives Gutachten, auch wenn es nur einen bestimmten Zeitraum abdeckt, allenfalls den Beweiswert der übrigen Dokumente beeinflussen könnte, zumal unter Umständen selbst blosse Parteibehauptungen zusammen mit - durch Beweismittel nachgewiesenen - Indizien den Beweis zu erbringen vermögen (BGE 141 III 433 E. 2.6). Auf diese Frage geht der angefochtene Entscheid nicht ein.