Citation: 6B_661/2020 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer rügt die Begründungspflicht als verletzt. Er macht geltend, die Vorinstanz begründe nicht hinreichend, inwiefern seine Beschwerde aussichtslos sein soll. Der pauschale Verweis der Vorinstanz auf die Erwägungen zur Sache sei nicht statthaft. Die Abweisung einer Beschwerde decke sich nicht mit der Frage der Aussichtslosigkeit. Weiter rügt der Beschwerdeführer die Rechtsweggarantie von Art. 29a BV als verletzt. Dazu führt er aus, der Weiterzug einer Vollzugsverfügung der Vollzugsbehörde an eine gerichtliche Instanz müsse möglich sein, insbesondere, da die Vorinstanz die einzige kantonale Gerichtsinstanz sei. Schliesslich werde mit der Abweisung seines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege und Vertretung sein Recht auf eine effektive Verteidigung (Art. 24 f. JStPO, Art. 132 ff. StPO und Art. 29 Abs. 3 BV) verletzt. Seine Beschwerde könne nicht von vornherein als aussichtslos taxiert werden, zumal die Vorinstanz selbst festhalte, sowohl die Massnahmefähigkeit als auch die Massnahmewilligkeit seien fraglich. Seiner Ansicht nach sei offensichtlich, dass die Massnahme nach knapp drei Jahren keine Wirkung mehr entfalte und aufgrund seiner Weigerungshaltung auch objektiv nicht mehr entfalten könne. Dies habe er der Vorinstanz in seiner Beschwerde vom 20. März 2020 detailliert aufgezeigt. Dass die Vorinstanz zu einem anderen Schluss komme als der Beschwerdeführer, bedeute nicht automatisch, dass die von ihm vertretene Position von vornherein aussichtslos gewesen sei. Ergänzend hält der Beschwerdeführer fest, das neue psychiatrische Gutachten sei ihm nur fünf Tage nach Zustellung des vorinstanzlichen Entscheids zur Kenntnis gebracht worden. Darin werde in erster Linie nicht eine Platzierung des Beschwerdeführers gegen seinen Willen empfohlen, sondern eine sozialpädagogische Begleitung und berufliche Eingliederung. Die Aufrechterhaltung der Haft sei damit zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung weder zweckmässig noch verhältnismässig gewesen.