Citation: 4A_476/2024 E. 5.2.3

5.2.3. 5.2.3.1. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe zu Unrecht festgestellt, dass für die Rechnung vom 15. Oktober 2013 keine Akontoabrede gelte. Gemäss Ziff. 3 der Vereinbarung 2007 liege eine Akontoabrede für das Projektleitungshonorar vor. Davon sei auch die Beschwerdegegnerin ausgegangen und habe deshalb nur Beträge in Rechnung gestellt, von denen sie annahm, dass sie dem nach Projektabschluss in Rechnung zu stellenden Projektleitungshonorar entsprechen könnten. So habe die Beschwerdegegnerin in ihren Rechnungen vom 22. November 2010, 10. November 2011, 5. September 2012, 15. Oktober 2013, 26. September 2014 und 2. Juni 2015 selbst den Vermerk Akontozahlung angebracht. Es sei daher nicht ersichtlich, weshalb die Parteien für jede einzelne Leistung eine Akontoabrede hätten treffen müssen. Vielmehr gelte die in Ziff. 3 der Vereinbarung 2007 getroffene Akontoabrede für alle Zahlungen betreffend Projektleitungshonorar und erfasse damit auch die Rechnung vom 15. Oktober 2013. In dieser Rechnung seien klassische Projektleitungstätigkeiten aufgeführt und die Beschwerdegegnerin habe nicht glaubhaft dargelegt, auf welcher vertraglichen Grundlage sie die aufgeführten Leistungen, die sie als "immobilien-treuhänderische Leistungen" bezeichnet habe, für die Beschwerdeführerin erbracht habe. Zudem habe sie das Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach sie ihr nie Einzelaufträge erteilt habe, nicht bestritten. Die Vorinstanz stelle ausschliesslich auf die Rechnungsverbuchung durch I.________ Bauleitungen ab. Damit verkenne sie, dass die Verbuchungen der I.________ Bauleitungen nicht ausschlaggebend sein könnten, um den relevanten Parteiwillen beim Abschluss der Vereinbarung 2007 festzustellen. Dieser Parteiwille sei allein für die Frage massgebend, ob sich Ziff. 3 der Vereinbarung 2007 auf die am 15. Oktober 2013 fakturierten Leistungen erstrecke. 5.2.3.2. Die Beschwerdeführerin dringt mit ihren Vorbringen nicht durch. Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass es sich bei den in der Rechnung vom 15. Oktober 2013 fakturierten Leistungen nicht um Leistungen des Projektleitungshonorars handelt. Sie ist vielmehr (zumindest implizit) davon ausgegangen, dass es sich bei den fakturierten Leistungen um eine vom Projektleitungshonorar selbständige Forderung handelt. Dementsprechend spielt es auch keine Rolle, ob die Parteien für das Projektleitungshonorar eine Akontoabrede vereinbart haben. Insoweit geht die Beschwerdeführerin mit ihren Ausführungen auch an den Erwägungen der Vorinstanz vorbei. Die Vorinstanz hat sich für die Annahme einer selbständigen Forderung auf verschiedene Umstände gestützt (konkret: die in der Rechnung aufgeführten Leistungen, der in der Rechnung im Gegensatz zu den übrigen Rechnungen fehlende Hinweis auf eine Akontozahlung, der Aufbau der Rechnung, sowie die Verbuchung dieser Rechnung). Soweit die Beschwerdeführerin den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt nicht ohnehin in unzulässiger Weise ergänzt, vermag sie sodann nicht aufzuzeigen, inwiefern dieses Beweisergebnis der Vorinstanz nicht nur in der Begründung sondern auch im Ergebnis offensichtlich unhaltbar und damit willkürlich sein soll. Die Rüge erweist sich somit als unbegründet, soweit sie überhaupt zulässig ist.