Citation: 8C_344/2010 25.10.2010 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die mit Verfügung vom 10. März 2009 vorgenommene Aufhebung der Übergangsrente sei nicht zulässig, sondern stelle vielmehr die Abänderung einer bereits rechtskräftig auf Dauer zugesprochenen Rente dar. 4.2 Mit Verfügung vom 26. Juni 2003 wurde der Beschwerdeführerin ab 1. Juli 2003 eine Übergangsrente gemäss Art. 30 UVV zugesprochen. Diese Verfügung vom 26. Juni 2003 brachte klar zum Ausdruck, dass der Beschwerdeführerin keine unbefristete, sondern einen Übergangsrente ausgerichtet wurde. Dies ergibt sich einerseits aus dem unterstrichenen und fettgedruckten Titel auf Seite 2 der Verfügung wie auch andrerseits aus Ziffer 6 unten auf derselben Seite, in der auch der Wortlaut von Art. 30 UVV wiedergegeben wurde. Die Beschwerdeführerin war in jenem Zeitpunkt bereits seit 1. März 2000 anwaltlich vertreten, ihr mussten also Inhalt und Tragweite der Verfügung vom 26. Juni 2003, die mangels Einsprache unangefochten in Rechtskraft erwuchs, bekannt sein. 4.3 Es ist nicht statthaft, bei der Festlegung einer allfällig definitiven Rente die Voraussetzungen zur Ausrichtung einer Übergangsrente nachträglich in Frage zu stellen. Dies hätte die Beschwerdeführerin vielmehr in einer ihr seinerzeit offen stehenden Einsprache gegen die Verfügung vom 26. Juni 2003 tun müssen. Jedoch erhob die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin gegen die Verfügung betreffend Übergangsrente vom 26. Juni 2003 keine Einsprache. Immerhin kann darauf hingewiesen werden, dass die IV-Stelle in jenem Zeitpunkt von einem Invaliditätsgrad von 30 % ausging. Somit erschien ein allfälliger Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen in jenem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen. 4.4 Die Beschwerdegegnerin hob die Übergangsrente per Ende August 2008 auf. Es steht fest und ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin in diesem Zeitpunkt keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen der Invalidenversicherung hatte; durch das Urteil 9C_386/2007 vom 29. August 2007 war zwar nicht formell, jedoch faktisch über solche Massnahmen entschieden. Somit durfte die Beschwerdegegnerin die Übergangsrente unter Prüfung des Anspruches auf eine definitive Invalidenrente aufheben (vgl. Art. 30 Abs. 1 UVV und BGE 129 V 283). 4.5 Rechtsprechungsgemäss kann der Versicherungsträger bei der erstmaligen Zusprechung von Dauerleistungen seine grundsätzliche Leistungspflicht neu überprüfen, ohne dass der Entscheid durch die faktische Erbringung vorübergehender Leistungen oder durch rechtskräftige Verfügungen, welche vorübergehende Leistungen oder eine Integritätsentschädigung zusprechen, präjudiziert wird (Urteil 8C_22/2010 vom 28. September 2010 E. 4.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin war somit berechtigt, für die Festlegung der definitiven Rente aus Unfallversicherung eine Überprüfung der Voraussetzungen für deren Ausrichtung ohne Bindungswirkung an die Höhe der Übergangsrente vorzunehmen. Sie muss sich dabei auch nicht auf eine Revision gemäss Art. 17 ATSG, auf eine Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit nach Art. 53 Abs. 2 ATSG oder auf eine prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG berufen. 4.6 Die Vorinstanz hat das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfallereignis vom 23. Januar 1999 und den von der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des massgebenden Einspracheentscheides vom 10. Juli 2009 geklagten Beschwerden verneint. Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, was dieses Ergebnis in Frage stellen könnte. Im Übrigen ist zu bemerken, dass selbst bei Annahme eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhanges und unter der Annahme, dass alle geltend gemachten Beschwerden unfallkausal seien, doch höchstens ein Invaliditätsgrad von 7 %, wie im Urteil 9C_386/2007 vom 29. August 2007 festgelegt, gegeben wäre, der gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG keinen Anspruch auf eine Rente begründen würde. Der Entscheid der Vorinstanz vom 3. März 2010 wie auch der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin sind somit zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen.