Citation: 8C_298/2016 E. 5.2

5.2. Ob zwischen dem Schreckereignis und den psychischen Störungen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, ist eine Wertungsgesichtspunkten unterliegende Rechtsfrage, die das Bundesgericht an sich frei prüft (Art. 106 BGG; BGE 132 III 715 E. 2.2 S. 718). Rechtspolitischer Zweck der Adäquanz bildet die Begrenzung der Haftung (BGE 129 V 177 E. 3.3 S. 181 f.). Es soll aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall entschieden werden, ob ein Gesundheitsschaden billigerweise noch dem Haftpflichtigen zugerechnet werden kann (vgl. BGE 129 V 177 E. 4 S. 183). Die Prüfung der Adäquanz eines natürlichen Kausalzusammenhangs bedingt gewisse tatsächliche Grundlagen (ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 57 f.). An die Begründung sind daher entsprechende Anforderungen zu stellen.