Citation: 9C_591/2016 E. 6.1.6

6.1.6. Gleiches gilt des Weitern, wie hiervor unter Bezugnahme auf die einschlägige Rechtsprechung aufgezeigt (vgl. E. 3.2.2 und 3.3), für die Optimierung der Nutzung durch Errichtung neuer, zur Vermietung bestimmter Mehrfamilienhäuser. Ein auf Wertvermehrung gerichtetes Tätigwerden, etwa durch Einzonung, Parzellierung und Überbauung von Liegenschaften, kann zwar bei der vorzunehmenden Gesamtwürdigung ein Indiz unter mehreren für eine Erwerbstätigkeit sein, sprengt aber als solches den Rahmen einer blossen bzw. gewöhnlichen Verwaltung eigenen, privaten Vermögens nicht (vgl. Urteile 2C_1204/2013 vom 2. Oktober 2014 E. 2.4 und 3.3.1, in: StE 2015 B 23.1 Nr. 82, und 2C_1276/2012 vom 24. Oktober 2013 E. 4.3.1, in: RF 69/2014 S. 50). Dies aus der Überlegung heraus, dass auch die private Vermögensverwaltung eine zielgerichtete Vorgehensweise zur Optimierung des Ertrags beinhaltet bzw. beinhalten kann. Der Privatperson muss es ebenfalls erlaubt sein, von ihrem Eigentum im Rahmen der Rechtsordnung vollumfänglich Gebrauch zu machen (vgl. Urteil 2C_1048/2013 vom 25. August 2014 E. 3.4 am Ende). Die private Vermögensverwaltung kann demnach in ihrer Qualität und Komplexität der getroffenen Lösungen durchaus der gewerbsmässigen Vermögensanlage entsprechen. Mit anderen Worten charakterisiert sich die blosse bzw. gewöhnliche private Vermögensverwaltung nicht zwingend durch ein unkoordiniertes, situatives Handeln. Das Bundesgericht hat in diesem Sinne denn auch schon erkannt, dass es sich selbst bei einer Liegenschaft mit rund dreissig Wohnungen um private Vermögensverwaltung handelt, wenn sich der Eigentümer - ohne Verkaufsbemühungen - darauf beschränkt, die Wohnungen zu verwalten, um daraus ein regelmässiges Einkommen zu erzielen (Urteil 2A.488/1998 vom 26. Juli 1999 E. 3b am Ende). Die Vermietung eigener Liegenschaften wird nicht allein dadurch zu einem Geschäftsbetrieb, weil das zu verwaltende Vermögen umfangreich ist, sodass der Eigentümer beispielsweise eine kaufmännische Buchhaltung führt (BGE 110 Ib 17 E. 3a S. 21; Urteil 2A.52/2003 vom 23. Januar 2004 E. 2.5 am Ende mit Hinweis, in: StE 2004 A 21.14 Nr. 15).