Citation: 8C_285/2007 13.12.2007 E. A

A.a Die 1965 geborene Z.________ stiess am 8. Juli 1999 mit dem Kopf gegen eine Hinweistafel auf einem Parkplatz. Der am Folgetag konsultierte Hausarzt Dr. med. U.________, Allgemeine Medizin FMH, stellte eine allgemein stark eingeschränkte Beweglichkeit der HWS fest und diagnostizierte ein Cervikalsyndrom mit Kopfschmerz und Trümmel. Laut Arztzeugnis UVG vom 25. Oktober 1999 war die Versicherte ab 24. Juli 1999 wieder voll arbeitsfähig, und die ärztliche Behandlung endete am 25. September 1999. Ab 9. Mai 2001 begab sich Z.________ wegen Nacken- und Schulterproblemen sowie Verkrampfungen erneut in ärztliche Behandlung. Sie machte geltend, es handle sich um Folgen des Unfalls vom 8. Juli 1999. Die Elvia Versicherungen als zuständiger obligatorischer Unfallversicherer nahm Abklärungen bei Dr. med. U.________ vor, zog weitere ärztliche Berichte bei und holte Stellungnahmen des beratenden Arztes Dr. med. G.________, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 18. September 2001 sowie 8. Januar 2002 ein. Anschliessend verneinte die Elvia mit Verfügung vom 18. Januar 2002 ihre Leistungspflicht für die im Mai 2001 aufgetretenen Beschwerden. Zur Begründung wurde erklärt, es fehle an einem kausalen Zusammenhang mit dem versicherten Unfallereignis vom 8. Juli 1999. A.b Ab dem 11. September 2000 war Z.________ als Kassiererin bei der Firma X.________ angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 28. Dezember 2001 erlitt sie einen Auffahrunfall, als sie ihr Auto bis zum Stillstand abbremste, um dem Lenker eines anderen Fahrzeuges die Einfahrt aus einer Tankstelle zu ermöglichen, worauf der nachfolgende Personenwagen in das Heck des von der Versicherten gelenkten Fahrzeugs prallte. Im Bericht des Spitals Y.________ über die ambulante Behandlung vom 29. Dezember 2001 wurden eine HWS-Distorsion diagnostiziert und Schmerzen im Nacken- und Brustbereich festgestellt. Die Röntgenuntersuchung ergab unauffällige Befunde und keine Hinweise auf eine frische Fraktur. In der Folge wurden Schmerz- und Physiotherapien durchgeführt (Arztzeugnis UVG von Dr. med. S.________, Anästhesiologie FMH, vom 18. Januar 2002). Am 8. April 2002 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung, welche bei einem Status nach HWS-Distorsion Schmerzbefunde im Nackenbereich mit Ausstrahlung in die Schädelkalotte ergab; die bereits durch Dr. med. S.________ ab 26. Februar 2002 auf 50% festgelegte Arbeitsfähigkeit wurde bestätigt. Die vom Kreisarzt empfohlene neurologische Untersuchung zeigte keine Hinweise auf hirnorganische Störungen; die im EEG zur Darstellung gelangenden dysrythmischen Wellensymptome wurden vom untersuchenden Neurologen als Hinweis auf eine leichte Kopfwehveranlagung interpretiert (Bericht Dr. med. C.________, Neurologie FMH, vom 17. Juni 2002). Auf Veranlassung des (neu) behandelnden Arztes Dr. med. A.________, Allgemeine Medizin FMH, wurde später eine weitere neurologische Untersuchung durchgeführt (Bericht Dr. med. F.________ vom 31. Oktober 2002). Die dabei vom Neurologen angeregte radiologische Abklärung erfolgte im Institut für Radiologie des Zentrums N.________ am 7. November 2002. In der Folge holte die SUVA einen Bericht des behandelnden Psychotherapeuten T.________ vom 18. Dezember 2002 ein, gab eine biomechanische Kurzbeurteilung in Auftrag, welche am 21. Januar 2003 erstellt wurde, und liess am 28. Februar 2003 eine zweite kreisärztliche Untersuchung durchführen. Auf einen ins Auge gefassten operativen Eingriff wurde nach diversen Abklärungen zumindest vorläufig verzichtet (Bericht PD Dr. med. M.________ vom 3. Juni 2004). Nachdem bei der SUVA zwei weitere Berichte von Fachärzten für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten sowie für Angiologie eingegangen waren, liess die SUVA in Absprache mit dem Vertreter der Versicherten und zusammen mit dem Haftpflichtversicherer bei Dr. med. A.________, Neurologie FMH, ein Gutachten erstellen. Der Gutachter zog zur Erstellung seines Gutachtens die Ergebnisse einer ORL-ärztlichen (PD Dr. med. L.________), einer neurochirurgischen (PD Dr. med. M.________) und einer neuropsychologischen Untersuchung (lic. phil. H.________) bei. Zwischenzeitlich war das Arbeitsverhältnis der Versicherten bei der Firma X.________ per 31. März 2004 aufgelöst worden. Nachdem sich die Versicherte zum vorgenannten Gutachten hatte vernehmen lassen, verfügte die SUVA am 6. Mai 2005 die Einstellung der Versicherungsleistungen per 31. Mai 2005. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 10. Oktober 2005 fest.