Citation: 8C_613/2022 E. A

Die 1983 geborene A.________ war bei der B.________ AG als Pizzabäckerin angestellt und bei der SWICA Versicherungen AG (nachfolgend: SWICA) obligatorisch unfallversichert. Am 3. Februar 2018 verletzte sie sich an einer Treppenstufenkante am linken Fu ssgelenk (Perforation mit einer Eisenstange). Laut Austrittsbericht des Spitals C.________ vom 29. März 2018 wurde A.________ in der Notfallpraxis behandelt. In der Folge verschloss der Hausarzt die zunächst offen gelassene Wunde, die jedoch zehn Tage später wieder aufbrach und im weiteren Verlauf wegen einer Wundheilungsstörung zahlreiche Behandlungen nach sich zog. Die SWICA erbrachte Versicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld. Zur Beurteilung der weiteren Leistungspflicht gab die SWICA bei der Gutachterstelle D.________ eine Expertise in Auftrag, die diese am 30. September 2020 in den Fachrichtungen Orthopädie, Psychiatrie und Neurologie erstattete. Zudem äusserte sich die Gutachterstelle D.________ am 30. März 2021 erneut zur Sache. Mit Verfügung vom 14. April 2021 stellte die SWICA rückwirkend gestützt auf die gutachterlichen Einschätzungen die Leistungen per 29. Oktober 2020 ein. Zur Begründung führte sie aus, die Selbstverletzung von A.________ habe Komplikationen verursacht, die weitere Heilbehandlungen notwendig gemacht hätten. Die aktuellen Beschwerden stünden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht in kausalem Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 3. Februar 2018. Die dagegen erhobene Einsprache wies die SWICA mit Entscheid vom 15. Oktober 2021 ab.