Citation: 6B_477/2019 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Abstandsmessung sei nicht verwertbar. Die Polizei habe für die Messung ein ziviles Polizeifahrzeug mit Solothurner Kontrollschildern verwendet. Die Kontrollschilder seien nirgends rechtmässig angemeldet gewesen. Der Umstand, dass das entsprechende Fahrzeug im Kanton Basel-Landschaft auf eine "BL-Nummer" eingelöst gewesen sei, vermöge daran nichts zu ändern. Für die gewählte Vorgehensweise gebe es keine gesetzliche Grundlage. Die Polizei habe eingestanden, dass das Vorgehen lediglich auf einer mündlichen Abmachung der Polizei Basel-Landschaft mit der Motorfahrzeugkontrolle des Kantons Solothurn beruhe. Eine mündliche Abmachung könne jedoch eine fehlende gesetzliche Grundlage nicht ersetzen. Somit sei das Legalitätsprinzip verletzt. Die Polizei Basel-Landschaft habe durch die Verwendung falscher Kontrollschilder zudem gegen Art. 97 Abs. 1 lit. a SVG verstossen. Somit sei die Beweiserhebung nicht nur ohne gesetzliche Grundlage, sondern auch in strafbarer Weise erfolgt. Da es sich beim Vorwurf der groben Verkehrsregelverletzung nicht um eine schwere Straftat handle, seien die erhobenen Beweise gemäss Art. 141 Abs. 2 StPO unverwertbar.