Citation: 2A.286/1999 13.01.2000 E. 2

2.- a) Der Entscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen über die rundfunkrechtliche Konformität einer Sendung kann mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden (Art. 65 Abs. 2 RTVG). Dabei richtet sich die Beschwerdebefugnis ausschliesslich nach Art. 103 OG; sie ergibt sich nicht bereits aus der Beteiligung am vorinstanzlichen Verfahren (BGE 123 II 115 E. 2a S. 117; 121 II 359 E. 1a S. 361, 454 E. 1a S. 455). Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann demnach nur führen, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges eigenes Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. Der Beschwerdeführer muss stärker als jedermann betroffen sein und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache stehen (vgl. BGE 121 II 176 E. 2a S. 177 f., mit Hinweisen). Zudem muss er am Verfahren vor der Unabhängigen Beschwerdeinstanz beteiligt gewesen und mit seinen Anträgen ganz oder teilweise unterlegen sein (formelle Beschwer); hiervon ist abzusehen, wenn er sich daran in unverschuldeter Weise nicht beteiligen konnte (BGE 118 Ib 356 E. 1a S. 359, mit Hinweisen). b) aa) Der angefochtene Entscheid richtet sich gegen die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft. Er berührt diese als Konzessionärin des Bundes in ihrer durch Art. 55bis Abs. 3 aBV (bzw. Art. 17 nBV) garantierten Autonomie, weshalb sie ohne weiteres ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Dezember 1998 i.S. SSR, in Praxis 1999 Nr. 109 S. 597 ff. unvollständig veröffentlichte E. 2a, mit Hinweis auf die entsprechende nichtpublizierte Praxis). bb) Der ACS und der TCS werden durch die Feststellung, ihre Nennung habe eine verbotene politische Werbung gebildet, in schutzwürdigen eigenen Interessen betroffen, da damit in ihre Zusammenarbeit mit der SRG eingegriffen und die vereinbarte Erwähnung ihrer Mitwirkung an den "Verkehrsinformationen" in Frage gestellt wird. Zwar waren die Automobilverbände am Verfahren vor der Beschwerdeinstanz nicht direkt beteiligt, doch muss wegen dessen Natur (Programmkontrolle gegenüber dem Veranstalter) und der Tatsache, dass sie als Dritte daran unverschuldet nicht teilnehmen konnten, das Erfordernis der formellen Beschwer hier entfallen (vgl. BGE 118 Ib 356 E. 1b S. 359, mit Hinweis). Auf die frist- und formgerecht eingereichten Beschwerden ist deshalb einzutreten. c) Der Popularbeschwerdeführer (vgl. Art. 63 Abs. 1 lit. a RTVG) ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen einen Entscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz nur legitimiert, soweit er dadurch in schutzwürdigen eigenen Interessen im Sinne von Art. 103 lit. a OG betroffen wird bzw. wenn er geltend macht, die Beschwerdeinstanz sei in Missachtung der Bestimmungen über die Popularbeschwerde auf diese nicht eingetreten (vgl. BGE 123 II 115 E. 2a u. c, mit Hinweisen). Die Popularbeschwerdeführer wären vorlie- gend nicht befugt gewesen, einen negativen Entscheid der Beschwerdeinstanz anzufechten; es kommt ihnen im Verfahren vor Bundesgericht deshalb keine Parteistellung zu. Da die Beschwerdeführer jedoch die Aufhebung eines gestützt auf ihre Eingabe ergangenen positiven Entscheids der Unabhängigen Beschwerdeinstanz verlangen, sind ihre Vernehmlassungen als Stellungnahme weiterer Beteiligter im Sinne von Art. 110 Abs. 1 OG entgegenzunehmen (vgl. Praxis 1999 Nr. 109 E. 3 S. 598).