Citation: 6P.29/2007 27.04.2007 E. 11

11.1 Soweit der Schuldspruch der Misswirtschaft wegen der Tatvariante des leichtsinnigen Gewährens von Kredit nicht zu beanstanden ist, muss nicht geprüft werden, ob auch die weitere Bankrotthandlung der ungenügenden Kapitalausstattung erfüllt ist. 11.2 Unbegründet ist die Beschwerde schliesslich auch, soweit der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe zu Unrecht den subjektiven Tatbestand bejaht. Ob beim Tatbestand der Misswirtschaft der objektive und subjektive Tatbestand so eng miteinander verknüpft sind, dass bei Vorliegen der objektiven Merkmale ohne weiteres auch die subjektiven erfüllt sind, wie die Vorinstanz annimmt (angefochtenes Urteil S. 8), mag dahinstehen. Darin liegt jedenfalls keine falsche Auffassung der Begriffe des Vorsatzes und der groben Fahrlässigkeit, welche für den Tatbestand der Misswirtschaft ausreicht (BGE 115 IV 38 E. 2; vgl. auch Herren, a.a.O., S. 120 ff.). Dass das Aufstocken des Darlehens unter den gegebenen Verhältnissen mindestens ein krasse Sorgfaltspflichtverletzung darstellt, ist jedenfalls nicht zu beanstanden. Was der Beschwerdeführer hiegegen einwendet, führt zu keinem anderen Ergebnis. Namentlich durfte er nach den verbindlichen tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz nicht davon ausgehen, er werde das Darlehen aufgrund seines nicht liquiden Vermögens zur gegebenen Zeit zurückzahlen können (staatsrechtliche Beschwerde S. 10 f.). Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.