Citation: 5A_144/2023 E. 4.3.1

4.3.1. Die Festsetzung des ehelichen Unterhalts erfolgt wie jene des Kindesunterhalts (vgl. BGE 147 III 265) und des nachehelichen Unterhalts (vgl. BGE 147 III 293) nach der sog. zweistufig-konkreten Methode (auch zweistufige Methode mit Überschussverteilung genannt; BGE 147 III 301 E. 4). Demnach werden die Einkommen und die Bedürfnisse (d.h. der gebührende Unterhalt) beider Ehegatten festgestellt; sodann werden die verfügbaren Mittel vor dem Hintergrund des ermittelten Bedarfs verteilt. Der gebührende Unterhalt steht mithin in Relation zu den verfügbaren Mitteln; er beläuft sich je nach den konkreten Verhältnissen auf das betreibungs- oder familienrechtliche Existenzminimum, gegebenenfalls zuzüglich eines Überschussanteils (BGE 147 III 293 E. 4.1; ausführlich BGE 147 III 265 E. 7).