Citation: 1C_109/2022 E. 4.4.2

4.4.2. Hinsichtlich den Ausnahmebewilligungen hat der Umstand, wonach potenzielle Benutzende der Strasse vorab eine Bewilligung beantragen müssen, über welche der Gemeinderat entscheidet, nicht zur Folge, dass die unmittelbare Anwendbarkeit des Reglements entfallen würde. Ist nach einem Ersuchen, welches im Belieben des Antragsstellenden steht, die Ausnahmebewilligung erteilt worden, sind keine weiteren konkretisierenden Anordnungen durch die Behörden mehr notwendig. Das Reglement ist hinsichtlich der Anfechtbarkeit wie eine Verfügung zu behandeln (vgl. BGE 139 V 143 E. 1.2; Urteil 1C_652/2017 vom 20. August 2018 E. 2.2 mit Hinweis). Ohnehin zeichnen sich Allgemeinverfügungen mit offenem Adressatenkreises dadurch aus, dass sie für viele Betroffene erst später Wirkung entfalten, wie z.B. für ortsfremde Autofahrende.