Citation: 6B_725/2020 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz geht gestützt auf die von ihr als glaubhaft gewürdigten Aussagen von C.________und B.________ davon aus, dass der Beschwerdeführer den Sachverhalt gemäss Lit. A der Anklageschrift vom 22. Mai 2018 erfüllt hat (angefochtenes Urteil S. 70). Gemäss der Anklageschrift habe C.________am Abend des 23. April 2013 um ca. 21 Uhr (vgl. in Ergänzung zur Anklageschrift zur Uhrzeit die Aussage von C.________, angefochtenes Urteil S. 20 und zu deren Würdigung S. 52 ff.) die Wohnung von B.________ an der G.________-Strasse, U.________ öffnen wollen. Als sie den Schlüssel ins Türschloss gesteckt habe, habe der Beschwerdeführer von innen die Türe ruckartig geöffnet, sie am Arm gepackt, zu Boden gedrückt und ihr eine Waffe gegen den Kopf gehalten. Er habe erkannt, dass es sich nicht um B.________ handle, ihr befohlen, sich nackt auszuziehen und ins Schlafzimmer zu gehen. Dort habe er die Hände von C.________mit Klebeband gefesselt, ihr die Augen verbunden, sie geknebelt und ihr befohlen, sich auf den Bauch auf das Bett zu legen. In der Folge habe er versucht, von hinten mit seinem Glied in die Vagina von C.________einzudringen. Sie habe sich gewehrt und ihm gesagt, sie sei bloss 17 Jahre alt (vgl. in Ergänzung zur Anklageschrift zum Grund für das Aufhören mit dem Vergewaltigungsversuch die Aussagen von C.________, angefochtenes Urteil S. 22 und zu deren Würdigung S. 52 ff.). Darauf habe er von ihr abgelassen bzw. sei es beim Versuch der Vergewaltigung geblieben. Anschliessend habe sie sich auf Geheiss des Beschwerdeführers auf den Rücken drehen müssen. Dann habe er sie gegen ihren Willen an den Brüsten angefasst und seinen Finger in ihre Vagina eingeführt. Weiter habe er C.________ gezwungen, ihre Postcard mitsamt Pincode herauszugeben. Zudem habe er sie genötigt, mit ihrem Mobiltelefon B.________ anzurufen, während er ihr die Waffe gegen den Kopf gehalten habe. B.________ habe um ca. 23.20 Uhr (vgl. in Ergänzung zur Anklageschrift zur Uhrzeit die Aussage von B.________, angefochtenes Urteil S. 30 und zu deren Würdigung S. 56 ff.) an der Wohnungstüre geklingelt, da sie ihren Schlüssel C.________ gegeben hatte. Der Beschwerdeführer habe die Türe geöffnet, sie in die Wohnung hineingezogen, bäuchlings zu Boden gedrückt und ihr eine Waffe an den Kopf gehalten. Anschliessend habe er sie gepackt, ihr befohlen aufzustehen und sich nackt auszuziehen, wobei er ihr verboten habe, sich umzudrehen. Er habe sie mit der Waffe im Rücken zum Kühlschrank geschoben, ihr die Augen verbunden und sie auf das Sofa gestossen. Die Pistole habe er dabei in der Hand gehalten. Anschliessend habe er sie mit Klebeband an Händen und Füssen gefesselt, sie über ihre Arbeitgeber ausgefragt, namentlich die Mitarbeiter D.________ und E.________. Dabei sei es um eine Geschichte mit einer halben Million Franken gegangen. Er habe sie gefragt, ob sie wisse, wer ihn geschickt habe und wen sie um Fr. 2'500.-- "verarscht" habe (vgl. in Ergänzung zur Anklageschrift zu den Details der Gespräche über den Arbeitgeber die Aussage von B.________, angefochtenes Urteil S. 31 bzw. zur Reihenfolge des Ablaufs bei der Fesselung S. 34 und zu deren Würdigung S. 56 ff. und S. 64 f.). Weiter habe er ihr die Waffe an den Kopf gehalten, die Bankkarten abgenommen und die Pincodes verlangt. Anschliessend habe der Beschwerdeführer mit den Bankkarten die Wohnung verlassen, mit dem Hinweis, er müsse sich mit seinem Auftraggeber besprechen (vgl. in Ergänzung zur Anklageschrift zum Auftraggeber die Aussage von B.________, angefochtenes Urteil S. 31, 34 und zu deren Würdigung S. 56 ff.), und sei er Geld abheben gegangen. Vom H.________ Privatkonto von B.________ habe er am 23. April 2013 um 23.55.07 Uhr Fr. 500.-- und mit der H.________ I.________ Card Fr. 1'000.-- (ohne Angabe der Uhrzeit) abgehoben. Vom Konto von C.________habe er am 23. April 2013 um 23.57.07 Uhr am Bankomaten der J.________ in U.________ Fr. 1'000.-- abgehoben. Als er zurückgekehrt sei, habe er seine Hose herunter gelassen und B.________ befohlen, ihn oral zu befriedigen, was sie gemacht habe. Er habe hierzu ihren Kopf gepackt, sein Glied zu ihrem Mund geführt und gesagt, sie solle den Mund aufmachen. Danach habe er ihr befohlen, sich auf ihn zu setzen und ihn "zu ficken". Er habe ihr die Handfesseln abgenommen, ein Kondom übergezogen und anschliessend B.________ auf sich gesetzt, sie mit seinen Armen um die Hüften herum festgehalten und abwechslungsweise ihre Brüste und Hüfte berührt und mit ihr gegen ihren Willen den Geschlechtsverkehr vollzogen. Dann habe er ihr befohlen, sich duschen zu gehen und sie zur Dusche geführt. Zum Duschen habe B.________ auf Anweisung des Beschuldigten die Augenbinde gelöst und anschliessend wieder angebracht. Auf ihr Klopfen an der Türe habe er sie nach dem Duschen wiederum zum Sofa gebracht und an Händen und Füssen gefesselt. Der Beschwerdeführer sei ein weiteres Mal aus der Wohnung gegangen, angeblich um sich mit seinem Auftraggeber zu besprechen. Am 24. April 2013 um 02.39.50 Uhr habe er vom H.________ Privatkonto von B.________ weitere Fr. 1'000.-- sowie mit der H.________ I.________ Card Fr. 1'000.-- (ohne Angabe der Uhrzeit) abgehoben. Der Beschwerdeführer sei nach Beendigung der sexuellen Übergriffe und Geldabhebungen gleichwohl noch längere Zeit in der Wohnung geblieben, was darauf hindeute, dass die Aussagen zuträfen, dass er B.________ ausführlich über ihren Arbeitgeber bzw. den Verbleib einer halben Million Franken ausfragte (angefochtenes Urteil S. 67). Er habe B.________ Fr. 1'000.-- des abgehobenen Geldes zurückgelassen, womit er die Summe, um die er von ihr "verarscht" worden sei, abgehoben und mitgenommen habe. Zusätzlich habe er ihr angegeben, er werde ihr das Geld zurückgeben, wenn er die Sache mit den Mitarbeitern ihrer Firma, D.________ und E.________, geregelt habe (angefochtenes Urteil S. 66). Der Beschwerdeführer habe B.________ sodann genötigt, während 10 Minuten nicht aus dem Fenster zu schauen und die Polizei nicht zu alarmieren, ansonsten werde er sie, ihre Eltern und ihr Pferd umbringen. Danach habe er ihr die Fesseln gelöst und sie erneut so gefesselt, dass sie ihre Fesseln selbst habe lösen können. Die Wohnung habe er um ca. 4. 00 Uhr am 24. April 2013 verlassen. B.________ habe sich aus Angst an die Weisungen des Beschwerdeführers gehalten und sich selbst bzw. C.________nach ca. 10 Minuten später befreit (Anklageschrift vom 22. Mai 2018, act. 006 und angefochtenes Urteil S. 52 ff.). Die Vorinstanz geht zugunsten des Beschwerdeführers davon aus, er habe eine unechte Schusswaffe verwendet, zumal diese nicht sichergestellt werden und keines der Opfer sich zur Echtheit der Waffe äussern konnte (angefochtenes Urteil S. 70 f.). Schliesslich habe der Beschwerdeführer B.________ in der Befragung vor der Staatsanwaltschaft am 14. März 2017 falsch angeschuldigt, indem er wahrheitswidrig angegeben habe, er habe mit ihr vereinbart, einen fingierten Einbruchdiebstahl in ihre Wohnung zu begehen. Bei der Ausführung der Tat am 23. April 2013 sei C.________unerwartet nach Hause gekommen, weshalb er und B.________ zusammen besprochen hätten, wie sie den Vorfall klärten. Sie hätten vereinbart, dass er beide Frauen fesseln und von deren Konto Geld abheben werde.