Citation: 4A_171/2019 E. 7

Die Beschwerdeführer argumentieren ferner wie bereits im kantonalen Verfahren, die Beschwerdegegner hätten die jährlichen Zahlungen von 2000 bis 2012 unwidersprochen entgegengenommen und somit durch Stillschweigen die jährlichen Abrechnungen anerkannt. In jedem Jahr sei ein Konsens über die Auszahlungen aus der Betriebszweiggemeinschaft erzielt worden. Das Obergericht erwog zu diesem Thema, ob die Beschwerdeführer den Beschwerdegegnern eine schriftliche Abrechnung zugestellt und die Beschwerdegegner den Zahlungen widersprochen hätten, könne offen bleiben, da "auch eine konkludente Erklärung für eine rechtliche Verbindlichkeit den geforderten Erklärungsinhalt und -willen aufweisen" müsse. Ein solcher Erklärungsinhalt und -wille liege hier nicht vor. Aufgrund der gesamten Umstände könne "bei der Entgegennahme der Zahlungen durch die [Beschwerdegegner], selbst wenn sie unwidersprochen geblieben wären, nicht von einem Erklärungsinhalt und -willen ausgegangen werden, es habe sich um definitive Abrechnungen und abschliessende Zahlungen mit Saldowirkung gehandelt". Die Ausführungen zeigen, dass die Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht davon ausging, keine der Parteien habe das Stillschweigen der Beschwerdegegner als Willenserklärung (Anerkennung der "Saldowirkung") verstanden. Dies äussert sich insbesondere darin, dass im Entscheid in diesem Zusammenhang auf den Beizug des BBZ E.________ durch die Beschwerdeführer hingewiesen wird, also auf nachträgliches Parteiverhalten (Erwägung 6.2.1). Als tatsächliche Feststellung ist dieser Punkt aber der bundesgerichtlichen Überprüfung entzogen (Erwägung 3.3), zumal die Beschwerdeführer dazu keine Willkürrüge erheben, geschweige denn eine solche hinreichend begründen. Da die Beschwerdeführer somit selber nicht davon ausgingen, die Zustellung der Abrechnungen und das Stillschweigen der Beschwerdegegner stellten eine Vereinbarung über die Höhe der geschuldeten Beträge für das betreffende Jahr dar, können sie sich aber auch nicht darauf berufen, dass sie das Verhalten der Beschwerdegegner in diesem Sinne hätten verstehen dürfen und müssen (siehe BGE 105 II 16 E. 3.a). Die Beschwerde erweist sich somit auch in diesem Punkt als unbegründet.