Citation: 9C_471/2007 21.02.2008 E. A

A.a B.________, geboren 1942, absolvierte ein Studium als Bauingenieur ETH. Ein Diplom erlangte er nicht, da er wegen Krankheit seines Vaters das elterliche Baugeschäft übernehmen musste. In der Folge arbeitete er bis zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus wirtschaftlichen Gründen im Jahre 1998 in dieser Unternehmung und bezog anschliessend Taggelder der Arbeitslosenversicherung. Vom 5. September 2001 bis 28. Februar 2002 war B.________ teilzeitlich (mit einem 50 %-Pensum) als Bauleiter bei der Firma Q.________ AG, Bauunternehmung, angestellt. Zusätzlich arbeitete er seit dem Jahre 1983 als Schätzer bei der Gebäudeversicherung, versah das Amt des Verwaltungsratspräsidenten der Wasserversorgung, erstellte Einsatzpläne für die Feuerwehren und amtete als Schiesskommissär beim Heer. Am 25. März 2002 meldete er sich unter Hinweis auf Gehörminderung an beiden Ohren bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Hilfsmittel; Hörgerät) an. Die IV-Stelle Luzern sprach ihm nach medizinischen Abklärungen die leihweise Abgabe von zwei Hörgeräten zu (Mitteilung vom 19. September 2002). A.b Mit neuer Anmeldung vom 25. August 2003 ersuchte B.________ die Invalidenversicherung wegen Behinderungen an den Halswirbeln und Bandscheiben, bestehend seit Juni 2002, um Zusprechung einer Rente. Die IV-Stelle führte erwerbliche Abklärungen durch, holte einen Bericht ein des Dr. med. J.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 12. September 2003 (dem ein Operationsbericht des Dr. med. S.________, Neurochirurgie FMH, Klinik X.________, vom 1. April 2003 sowie Schreiben desselben Arztes vom 5. September 2002, 12. Februar, 14. April und 6. Mai 2003, ein Bericht des Dr. med. K.________, Praxis für Anästhesie, Klinik X.________, vom 21. September 2002 und eine Beurteilung des Zentrums Y.________ [Dr. med. W.________, FMH für Radiologie], vom 31. Juli 2002 beilagen). Weiter holte sie einen Bericht des Dr. med. S.________ vom 18. September 2003 ein, zog die Akten der Arbeitslosenkasse bei, bat Dr. med. J.________ um einen Verlaufsbericht vom 1. März 2004 (dem wiederum Berichte des Zentrums Y.________ vom 18. Dezember 2003, des Dr. med. S.________ vom 14. Oktober 2003 sowie der Praxis für Anästhesie, Klinik X.________, vom 21. September 2002 und 12. November 2003 beilagen). Nach Eingang eines Verlaufsberichtes des Dr. med. S.________ vom 31. März 2004 verfügte die IV-Stelle am 20. Dezember 2004 und 4. März 2005 die Zusprechung einer Viertelsrente ab 1. Dezember 2004 bzw. vom 1. Juli 2003 bis 30. November 2004 bei einem Invaliditätsgrad von 48 %. Gegen beide Verfügungen erhob B.________ Einsprache (am 27. Dezember 2004 bzw. 29. März/2. Mai 2005). Mit Schreiben vom 21. März 2005 meldete B.________ der IV-Stelle, die Gebäudeversicherung habe das Arbeitsverhältnis per 30. April 2005 gekündigt; zudem hätten die Beschwerden in den Händen zugenommen. Die IV-Stelle holte einen Verlaufsbericht des Zentrums Y.________ vom 6. April 2005 ein, führte weitere erwerbliche Abklärungen durch und bat das Zentrum Y.________ um einen zusätzlichen Bericht vom 21. August 2005. Mit Schreiben vom 23. September 2005 teilte B.________ der IV-Stelle mit, er sei an Darmkrebs erkrankt und müsse nächstens operiert werden. Die IV-Stelle hiess die Einsprache des B.________ vom 27. Dezember 2004 teilweise gut und verfügte am 28. Oktober 2005 die Zusprechung einer halben Rente bei einem Invaliditätsgrad vom 55 % ab 1. Juli 2003. Auf die Einsprache vom 29. März 2005 trat sie nicht ein.