Citation: 2C_294/2023 E. 7.1

7.1. Die Vorinstanz führte aus, die Dauer, bis ein Schaf durchnässt sei, könne zwar je nach Art seiner Wolle unterschiedlich lang sein, doch mache die Tierschutzgesetzgebung nirgends einen Unterschied in Bezug auf die Schafrasse. Situationen, die Schutz vor extremer Witterung erfordern, würden nachweislich auch bei sogenannten robusten Rassen auftreten, weshalb auch Robustrassentiere präventiv eines adäquaten Schutzes vor extremer Witterung bedürften. Es trifft zu, dass die Tierschutzgesetzgebung in Bezug auf den Witterungsschutz nicht zwischen verschiedenen Schafrassen unterscheidet. Im Übrigen stehen die Ausführungen der Vorinstanz im Einklang mit der Fachinformation 7.3, S. 2, und mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Urteil 2A.532/2004 vom 31. März 2005 E. 3.5 [in Bezug auf Rinder]). Für Land- und Engadinerschafe gelten keine Besonderheiten. Der Beschwerdeführer macht denn auch namentlich nicht geltend, bei seinen Schafen bestehe im Gegensatz zu anderen Rassen nicht die Gefahr, dass sie durch zu langes Liegen auf einem durchnässten Boden auskühlen bzw. durch zu langes Stehenbleiben erschöpfen könnten. Da der Boden auf der Weide in der fraglichen Zeit teilweise durchnässt war, ist die vorinstanzliche Rechtsanwendung in dieser Hinsicht nicht zu beanstanden.