Citation: I 449/04 10.02.2005 E. 3.3

3.3.1 Auch vor Erlass der zweiten Ablehnungsverfügung vom 19. Februar 2003 legte die IV-Stelle die medizinischen Akten Dr. med. F.________ vor. In dessen Stellungnahme vom 7. November 2002 werden als Diagnosen der Morbus Basedow und der Status nach Nephrektomie links angeführt. Der gute Gesundheitszustand nach der Nierenentfernung im Jahre 1992 habe sich kaum verändert. Trotz Intervention der Beschwerdeführerin, welche die Verwaltung auf weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen aufmerksam machte, lehnte die IV-Stelle ihre Leistungspflicht ab. 3.3.2 Im Arztbericht des Dr. V.________ vom 5. März 2002 attestiert dieser der Beschwerdeführerin nun eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und präzisiert, nach schweizerischen Vorstellungen entspreche dies einer 80%igen Arbeitsunfähigkeit. Einem Arztbericht vom 24. Juli 2000 lassen sich neben den bekannten Diagnosen auch diejenigen einer chronischen Pyelonepritis (Infektion der obern Harnwege mit Entzündung des Niereninterstitiums und Nierenbeckenkelchsystems), einer Microcalculosis, einer arteriellen Hypertonie, einer essentiellen Arrhythmie, einer chronischen Cholecystitis (Gallenblasenentzündung) und Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut) sowie einer chronischen Bronchitis entnehmen. Auf Nachfrage der IV-Stelle machte die Versicherte am 8. August 2002 zudem auf einen aktuellen Röntgenbefund aufmerksam, wonach sie an einer Skoliose und einer thoracolumbalen Spondylosis sowie an einer multilokalen Discopathie thoracal und lumbal (L1-L2) leide. Obwohl die Beschwerdeführerin die IV-Stelle im Anhörungsverfahren mehrfach auf diese Diagnosen aufmerksam machte, ging diese darauf weder in ihrer Verfügung noch in dem diese bestätigenden Einspracheentscheid ein. 3.4 Aufgrund der neu aufgeführten Diagnosen und der nunmehr attestierten Arbeitsunfähigkeit erscheint eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes glaubhaft. Auf jeden Fall bieten die sehr kurz gehaltenen Ausführungen des Dr. med. F.________ - welcher offenbar weiterhin einzig die früher in der Schweiz diagnostizierten Leiden (Nierenentfernung und Morbus Bechterew) als relevant erachtet - keine genügende Grundlage für die erneute Ablehnungsverfügung.