Citation: 2C_406/2021 E. B

Am 5. Juni 2018 veranlagte die Steuerverwaltung des Kantons Bern A.A.________ und B.A.________ für das Jahr 2015 abweichend von der Steuererklärung auf ein im Kanton Bern steuerbares Einkommen von Fr. 415'544.-- bei den Kantons- und Gemeindesteuern sowie auf Fr. 435'945.-- bei der direkten Bundessteuer. Die Abweichung beruhte hauptsächlich darauf, dass sie einen am 28. Dezember 2015 getätigten Einkauf von B.A.________ in die Pensionskasse C.________ im Umfang von Fr. 250'000.-- nicht zum Abzug zuliess. Gegen die beiden Veranlagungsverfügungen gerichtete Einsprachen hiess die Steuerverwaltung mit Entscheiden vom 4. Dezember 2018 teilweise gut; den Abzug von Fr. 250'000.-- für den Einkauf in die 2. Säule verweigerte sie jedoch weiterhin. Im Einspracheverfahren hatte sie A.A.________ und B.A.________ angekündigt, die Sonderveranlagung vom 20. Mai 2015 betreffend die Kapitalleistung der B.________ zu revidieren, falls sie den Abzug für den Einkauf nicht gewähre. Die weiteren kantonalen Rechtsmittel blieben erfolglos (Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 10. Dezember 2019; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. April 2021).