Citation: 9C_466/2017 E. 5.2

5.2. Was sodann die guten Behandlungsmöglichkeiten und die gute medikamentöse Compliance betrifft, auf welche das kantonale Gericht weiter Bezug genommen hat, trat nach Aussage des behandelnden Psychotherapeuten Dr. phil. E.________ in den Jahren 2014/15 eine gesundheitliche Stabilisierung ein. Diese habe es dem Versicherten ermöglicht, seine Tagesstruktur sinnvoller auch in beruflichen Tätigkeiten umzusetzen (Bericht vom 20. November 2015). Indes war der Beschwerdeführer offenkundig bereits vorher fähig, sich zumindest teilweise in den Arbeitsprozess zu integrieren (E. 5.1). Davon kann umso mehr ausgegangen werden, wenn mittlerweile eine adäquate medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung besteht, wie dies die Vorinstanz willkürfrei (E. 1) festgestellt hat. Die Eingliederungsabklärung im B._________ ergab denn auch, dass der Beschwerdeführer trotz seiner unstrukturierten und unordentlichen Arbeitsweise imstande sei, im administrativen und handwerklich-technischen Bereich eine verwertbare Arbeitsleistung zu erbringen (Schlussbericht vom 25. Februar 2015, S. 6). Inwiefern diese Angaben nicht nachvollziehbar sein sollen, ist - entgegen den Ausführungen in der Beschwerde - nicht ersichtlich. Der Umstand, dass aufgrund der krankheitsbedingten Absenzen (Grippe) keine abschliessende Empfehlung abgegeben werden konnte, vermag daran nichts zu ändern. Schliesslich überzeugt auch der Einwand nicht, der Beschwerdeführer habe seine Lehrstelle an der Hotelfachschule nur mit der Unterstützung seines Coaches gefunden, zumal von keiner Seite in Abrede gestellt wird, dass er bei seinen früheren Anstellungen (E. 5.1 in fine) noch keine professionelle Hilfe in Anspruch nahm. Wohl mag es für die Ausbildung an der Hotelfachschule hilfreich sein, dass der Versicherte seit April 2015 auf ein Coaching zurückgreift. Dieses wurde aber aus medizinischer Sicht nicht als Voraussetzung für eine erstmalige Ausbildung genannt (vgl. Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes vom 4. August 2016). Rückschlüsse auf einen Zusammenhang zwischen der ADHS und dem Fehlen einer erstmaligen Berufsausbildung können daraus folglich nicht gezogen werden. Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob die Ausbildung im Hotelfach eine erfolgreiche Eingliederung sicherstellen kann, was die Vorinstanz in ihrer Eventualbegründung verneint hat. Die Beschwerde ist unbegründet.