Citation: 5A_604/2007 23.10.2007 E. 2

Eine mündige oder entmündigte Person darf wegen Geisteskrankheit, Geistesschwäche, Trunksucht, anderen Suchterkrankungen oder schwerer Verwahrlosung in einer geeigneten Anstalt untergebracht oder zurückbehalten werden, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht anders erwiesen werden kann (Art. 397a Abs. 1 ZGB). 2.1 Nach den verbindlichen tatsächlichen Feststellungen des Obergerichts leidet die Beschwerdeführerin nach Auffassung des von der ersten Instanz beigezogenen Sachverständigen an einer ..., welches vor allem darin bestehe, dass die Beschwerdeführerin vermutlich weiterhin wahnhafte religiöse Auffassungen habe und aktuell der Auffassung sei, ein Wohnrecht bei ihrer Mutter zu haben, die eine Verbrecherin sei. Anlässlich ihrer letzten Hospitalisation von Mitte Oktober 2002 bis Mitte Februar 2003 lautete die Diagnose auf "...". Nach den Ausführungen im angefochtenen Beschluss kann der Beschwerdeführerin die notwendige Fürsorge und Betreuung nur in einer Anstalt gewährt werden, wobei die gewählte Klinik als geeignet bezeichnet wird. Nach Auffassung des Gutachters und der behandelnden Ärztin der Klinik besteht für die Beschwerdeführerin bei einer Entlassung Selbstgefährdung; ferner wird auch erhebliche Fremdgefährdung (der Mutter der Beschwerdeführerin) bejaht, da sich die Beschwerdeführerin darauf fixiert hat, die Wohnung der betagten Mutter zu erben, bzw. zu übernehmen. Die Mutter fühlte sich von ihrer Tochter bedroht (act. S. 3 f.).