Citation: 2C_796/2022 E. A

A.a. A.________ (geb. 1986) ist russischer Staatsangehöriger tschetschenischer Ethnie. Er ersuchte am 5. Juli 2009 zusammen mit seiner damaligen Ehefrau und den beiden gemeinsamen Kindern in der Schweiz um Asyl. Am 16. November 2012 lehnte das Bundesamt für Migration (heute: Staatssekretariat für Migration [SEM]) die Asylgesuche ab und wies die Familie aus der Schweiz weg. Die hiergegen erhobene Beschwerde sowie ein Wiedererwägungsgesuch der mittlerweile fünfköpfigen Familie blieben erfolglos. A.b. A.________ reiste in der Folge am 10. August 2016 freiwillig in sein Heimatland zurück; seine Ehefrau und die drei gemeinsamen Kinder (geb. 2007, 2009 und 2013) verblieben in der Schweiz. Am 30. Juli 2019 hat das Regionalgericht U.________ die Ehe in Abwesenheit des Ehemanns geschieden; die alleinige elterliche Sorge und Obhut über die drei gemeinsamen Kinder sprach es der Mutter zu. Die Ex-Frau und die drei Kinder erhielten im Februar 2020 Asyl. A.c. Nach eigenen Angaben reiste A.________ Anfang März 2020 wieder in die Schweiz ein, wo er am 3. Juni 2020 erneut um Asyl ersuchte. Da er am 30. März 2018 bereits in Polen Asyl beantragt hatte, trat das SEM auf das Asylgesuch aufgrund der staatsvertraglichen Zuständigkeit Polens für die Durchführung des Asylverfahrens nicht ein und wies ihn nach Polen weg. Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Bundesverwaltungsgericht am 23. Juli 2020 ab. Zwei Wiedererwägungsgesuche blieben erfolglos; der Vollzug der Wegweisung nach Polen blieb indes ausgesetzt, da A.________ eine Beschwerde beim "Committee Against Torture" (CAT) eingereicht hatte. A.d. Am 8. September und am 25. Oktober 2021 ersuchte A.________ beim Amt für Bevölkerungsdienste des Kantons Bern (ABEV), genauer beim Migrationsdienst (MIDI), im Rahmen eines umgekehrten Familiennachzugs um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 8 EMRK und Art. 3 Abs. 1 der Konvention vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107).