Citation: 8C_102/2021 E. 3

Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, somatischerseits habe sich die Vaudoise auf die Beurteilungen ihres beratenden Arztes Dr. med. D.________, Facharzt Chirurgie FMH, Spez. Allgemeinchirurgie und Traumatologie FMH, vom 8. Mai und 21. August 2019 sowie vom 14. April 2020 gestützt. Diese erfüllten die Voraussetzungen an medizinische Berichte und seien beweiswertig, da Dr. med. D.________ sämtliche medizinischen Akten zur Verfügung gestanden hätten. Entgegen dem Beschwerdeführer seien aufgrund des MRI vom 21. Oktober 2019 leichtgradige degenerative Veränderungen an seiner HWS und Lendenwirbelsäule (LWS) erstellt. Überzeugend sei die Einschätzung des Dr. med. D.________ vom 14. April 2020, dass von einer bloss vorübergehenden und nicht richtunggebenden Verschlimmerung der Vorzustände auszugehen und der Status quo sine drei bis vier Monate nach dem Unfall vom 18. März 2019 erreicht worden sei. Diese Einschätzung stehe auch im Einklang mit den Berichten des Spitals C.________, vom 26. März und 4. April 2019, wonach bereits kurze Zeit nach dem Unfall psychische Beschwerden im Vordergrund gestanden hätten. Erstellt sei zudem, dass bei Leistungseinstellung per 18. Juli 2019 keine HWS-Beschwerden mehr vorgelegen hätten. Hinsichtlich der lumbalen Beschwerden sei davon auszugehen, dass die vorübergehende Verschlimmerung - bei Fehlen unfallbedingter Wirbelkörperfrakturen oder struktureller Läsionen an der Wirbelsäule - rechtsprechungsgemäss nach unfallmedizinischer Erfahrung drei bis vier Monate gedauert habe. Somit sei aus somatischer Sicht vier Monate nach dem Unfall vom 18. März 2019, d.h. spätestens am 18. Juli 2019, der Status quo sine erreicht gewesen. Gleiches gelte für den medizinischen Endzustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG, da von der Behandlung der somatischen Beschwerden keine namhafte Besserung mehr zu erwarten gewesen sei. Entgegen der Vaudoise sei bei der Beurteilung der adäquaten Unfallkausalität der vom Beschwerdeführer geklagten Leiden nicht die Schleudertraumpraxis, sondern die Praxis zu den psychischen Unfallfolgen unter Ausschluss der psychischen Aspekte anzuwenden. Der Autounfall vom 18. März 2019 sei als mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu qualifizieren. Da kein Adäquanzkriterium erfüllt sei, sei die adäquate Unfallkausalität der gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers zu verneinen, weshalb die Vaudoise die Leistungen zu Recht per 18. Juli 2019 eingestellt habe.