Citation: 4A_592/2019 E. 1.2.3

1.2.3. Die Beschwerdeführerin stellt folgende Frage in den Raum: "Ab Juni 2010 mandatierte D.________ den Beschwerdegegner mit seiner persönlichen Rechtsvertretung. Die Kosten dieser Rechtsvertretung stellte der Beschwerdegegner stets der Beschwerdeführerin in Rechnung. Dies obwohl zwischen der Beschwerdeführerin und dem Beschwerdegegner kein Mandatsverhältnis bestand. Darf ein Rechtsvertreter, welcher vom Verwaltungsrat einer Gesellschaft in Rechtsfragen, welche ausschliesslich nur für ihn (den Verwaltungsrat) persönlich von Interesse sind und nicht für die Gesellschaft, seine Aufwendungen der Gesellschaft in Rechnung stellen?" (Hervorhebung im Original) Damit wirft die Beschwerdeführerin eine hypothetische (Folge-) Frage auf, die sich im vorliegenden Verfahren gar nicht stellte und vom Obergericht auch nicht beantwortet wurde. Sie unterstellt darin nämlich (was sie in ihrer Beschwerdeschrift auch ausdrücklich einräumt), dass der als Rechtsvertreter handelnde Beschwerdegegner vom alleinigen Verwaltungsratsmitglied D.________ mit dessen persönlicher Beratung betraut wurde und ein Auftragsverhältnis zwischen dem Beschwerdegegner als Beauftragtem und D.________ als Auftraggeber bestand. Die Beschwerdeführerin möchte vom Bundesgericht beantwortet haben, ob ihr bei dieser Ausgangslage Aufwendungen in Rechnung gestellt werden durften (und wie der Umstand, dass sie die Vergütung geleistet hat, unter bereicherungsrechtlichen Gesichtspunkten zu beurteilen ist). Die Vorinstanz entschied indes gegenteilig und kam zum Ergebnis, dass D.________ bei der Mandatierung des Beschwerdegegners in seiner Funktion als Verwaltungsratsmitglied der Beschwerdeführerin gehandelt und das Mandatsverhältnis daher zwischen dieser sowie dem Beschwerdegegner bestanden habe. Mithin ging es im vorinstanzlichen Verfahren um die zurechnungsrechtliche Frage, ob die Gesellschaft oder deren Organ Vertragspartei beziehungsweise Auftraggeberin des dem Beschwerdegegner erteilten Mandats ist. Dass sich in diesem Zusammenhang eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt, behauptet die Beschwerdeführerin nicht. Abgesehen davon kommt auch der von ihr formulierten Frage keine grundsätzliche Bedeutung zu; in der Sache zielt diese auf die falsche Anwendung von auftragsrechtlichen Grundsätzen über die Vergütungspflicht (vgl. Art. 394 Abs. 3 OR und hierzu etwa BGE 127 III 421 E. 3c) auf den konkreten Fall, ohne dass ihr allgemeine Tragweite zukäme. Die Beschwerde in Zivilsachen ist nicht zulässig.