Citation: I 201/02 19.03.2003 E. 2

2.1 In medizinischer Hinsicht hat sich das kantonale Gericht hauptsächlich auf ein zuhanden des Unfallversicherers verfasstes Gutachten vom 16. März 2000 gestützt. Darin diagnostizierten die Ärzte der Rheuma- und Rehabilitationsklinik Z.________ einen Status nach Halswirbelsäule-Distorsionstrauma nach Beschleunigungsmechanismus mit zervikozephalem und zervikobrachialem Schmerzsyndrom, anhaltender Haltungsinsuffizienz und muskulärer Insuffizienz, wahrscheinlich persistierender neuropsychologischer Restsymptomatik, Status nach Schulterkontusion sowie Adipositas. Aus psychiatrischer Sicht hatte Dr. med. O.________ am 28. September 1999 eine Anpassungsstörung mit vorwiegend depressiv-ängstlicher Symptomatik festgestellt, Status nach depressiver Episode und stationärer Behandlung, Status nach vorübergehender Essstörung (Bulimia nervosa) bei sonstiger psychischer Störung, Verdacht auf beginnendes anhaltendes somatoformes Schmerzsyndrom mit psychischen und physischen Faktoren sowie minimale neuropsychologische Restsymptomatik im Sinne leichter kognitiver Störungen. Dabei wurde die Arbeitsfähigkeit aus rein somatischer Sicht mit 80 % und in Zukunft noch als steigerungsfähig beurteilt, aus psychiatrischer Sicht hingegen auf 50 % eingeschätzt. Übereinstimmend mit der medizinischen Beurteilung wurde davon ausgegangen, die Versicherte sei in der Lage, ohne einen gesundheitlich unzumutbaren Einsatz leisten zu müssen und ohne einen Soziallohn zu beziehen, in ihrer ausgeübten Tätigkeit ein 50%iges Pensum zu erfüllen. In erwerblicher Hinsicht stellte die Vorinstanz insbesondere fest, gemäss den Angaben der Crédit Suisse sei die Beschwerdeführerin in einem Teilzeitarbeitsverhältnis von 80 % angestellt, erfülle aber in der Regel ein Pensum von 50 %. Für die zu 80 % ausgeübte, krankheitsbedingt einfachere Tätigkeit beziehe sie ein Jahresgehalt von Fr. 42'215.-, wobei der 30%ige Ausfall noch vollumfänglich vergütet werde. Ungeachtet davon, dass ein Teil des Lohnes durch Taggelder der Unfallversicherung finanziert werde, würde die Versicherte bei Ausübung eines 100%igen Pensums ein Jahreseinkommen von Fr. 52'768.- erzielen, wobei das Invalideneinkommen demnach Fr. 26'384.- betrage (50 % von Fr. 52'762.-). Verglichen mit dem unstrittig gebliebenen Valideneinkommen von Fr. 70'000.- ergebe sich somit eine Erwerbseinbusse von Fr. 43'616.- bzw. ein Invaliditätsgrad von 62,3 %. 2.2 Wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren bringt die Beschwerdeführerin erneut vor, gemäss Abrechnung des Unfallversicherers, welcher jeweilige Taggelddifferenzen bezahlt habe, ergebe sich für die Zeitspanne nach dem 1. März 2000 eine medizinisch attestierte Arbeitsunfähigkeit von 70 % bis 100 %. Das Invalideneinkommen setze sich somit aus Lohn für tatsächlich erbrachte Arbeitsleistung und aus Taggeldern des Unfallversicherers zusammen, was in einem Schreiben der Crédit Suisse vom 8. September 2000 unberücksichtigt geblieben sei. Ziehe man als Invalideneinkommen die Salärzahlung der Arbeitgeberin nach Abzug der UVG-Taggelder von Fr. 21'201.54 in Betracht, ergebe dies einen Invaliditätsgrad von 69 % bis maximal 77 %, je nach Einbezug der ungedeckten 20 % der UVG-Taggelder als Soziallohnkomponente oder Rückforderungsanspruch bei der Haftpflichtversicherung. Die Beschwerdeführerin macht zudem geltend, die Vorinstanz habe auf unvollständige und alte medizinische Akten abgestellt, so namentlich auf die Gutachten der Rheumaklinik Z.________ vom 21. Oktober 1998 und 16. März 2000. 2.3 Diese Argumentation ist nicht stichhaltig und die Beschwerdeführerin bringt in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts vor, was den kantonalen Entscheid in Frage stellen könnte. Insbesondere ist die von Dr. med. K.________ und H.________ in den Unfallscheinen attestierte Arbeitsunfähigkeit von 70 % bis 100 % nicht massgebend, nachdem jedenfalls feststeht, dass die Versicherte im Jahr 2000 in einem Teilzeitarbeitsverhältnis von 80 % und bei einem effektiven Arbeitspensum von 50 % eine leichtere Tätigkeit ausgeübt hat und dabei eine Gesamtentschädigung von Fr. 42'215.- erzielen konnte. Dass sich dieser Betrag teilweise aus UVG-Taggeldern zusammensetzte, ist unerheblich, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat. Aus dem selben Grund kann auch die vorgeschlagene Berechnung des Invaliditätsgrades gestützt auf ein Invalideneinkommen von lediglich Fr. 21'201.54 nicht in Betracht kommen. Da sich die Verwaltungsverfügung vom 22. Mai 2000 hauptsächlich auf das Gutachten der Rheuma- und Rehabilitationsklinik Z.________ vom 16. März 2000 stützte, vermag schliesslich die Rüge nicht zu überzeugen, die Vorinstanz habe in ihrem Entscheid auf alte Arztzeugnisse abgestellt, sodass hinsichtlich der verbleibenden Arbeitsfähigkeit keine Gründe bestehen, von der vorinstanzlichen Beurteilung abzuweichen. Insbesondere erfassen die mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichten ärztlichen Verlaufsberichte von Dr. med. H.________ vom 8. Oktober 2000 und 14. Mai 2001 einen für die Verfügung nicht massgebenden Zeitraum und müssen in diesem Verfahren somit unberücksichtigt bleiben. Zu Recht wurde unter diesen Umständen der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente verneint.