Citation: 2C_870/2016 E. 6.1.3

6.1.3. Der Beschwerdeführer hat aus nichtigem Grund (Schliessen des Lokals) Leib und Leben ihm unbekannter Dritter in unmittelbare Gefahr gebracht und danach kaum Einsicht oder Reue gezeigt. Im Gegenteil: Am 28. April 2013 war er - noch während des hängigen ersten Verfahrens - an einer weiteren Auseinandersetzung beteiligt. In diesem Zusammenhang wurde er am 1. Juli 2015 erstinstanzlich wegen Raufhandels und einfacher Körperverletzung (mittels eines gefährlichen Gegenstands [Einschlagen mit einem Halbliter-Bierhumpen auf den Kopf eines Dritten]) zu einer weiteren Freiheitsstrafe von zwölf Monaten verurteilt. Dieser Entscheid ist zwar noch nicht rechtskräftig, doch bestreitet der Beschwerdeführer den Schlag mit dem Bierhumpen gegen den Kopf seines Widersachers nicht. Er macht einzig - wie schon bei seiner früheren Tat - geltend, in Notstandshilfe bzw. in einer Notwehrsituation gehandelt zu haben. Unter diesen Umständen darf sein entsprechendes Verhalten bei der Einschätzung einer allfälligen Rückfallgefahr und der Beurteilung des öffentlichen Sicherheitsinteresses ausländerrechtlich berücksichtigt werden, auch wenn das Strafmass allenfalls noch eine Änderung erfahren sollte.