Citation: 9C_621/2022 E. 5.6.3

5.6.3. Im Parallelverfahren betreffend die B.A.________ AG (Verfahren 9C_623/2022) ist die Vorinstanz zum Schluss gekommen, dass diese Gesellschaft eine Darlehensforderung gegen die M.________ AG im Nominalbetrag von Fr. 700'000.- (zuzüglich Zinsen und Kosten) unter Wert an G.________ verkauft habe, weswegen die Vorinstanz bei der B.A.________ AG den Betrag von Fr. 525'000.- (Fr. 700'000.- abzüglich Kaufpreis von Fr. 175'000.-) aufgerechnet hat (vgl. Urteil der Vorinstanz WBE.2021.75 vom 4. April 2022 E. 4.5 und 4.6). Dabei hat die Vorinstanz unterstellt, dass die Sanierung der M.________ AG über den unterpreislichen Verkauf der Liegenschaft durch die Beschwerdeführerin von langer Hand geplant gewesen sei, weswegen die von der B.A.________ AG verkaufte Forderung nie bzw. jedenfalls im relevanten Zeitraum nicht notleidend und die Abschreibung derselben nicht berechtigt gewesen sei. Wie die Vorinstanz selbst festhält, müssen die Geschehnisse, die dem vorliegenden und dem Parallelverfahren 9C_623/2022 zugrundeliegen, gesamthaft betrachtet werden (vgl. angefochtenes Urteil E. 4.3). Bei einer solchen Gesamtbetrachtung lassen sich die beiden Standpunkte, welche die Vorinstanz in den beiden Verfahren eingenommen hat, in guten Treuen aber nicht miteinander vereinbaren. Der Standpunkt der Vorinstanz im vorliegenden Verfahren, wonach der Verkauf der Liegenschaft gerade dazu gedient habe, die von G.________ aufgekaufte Forderung wieder werthaltig zu machen, erscheint zwar plausibler als die - eben dargestellte - Würdigung im Parallelverfahren betreffend die B.A.________ AG. Schliesslich stellt die Vorinstanz die Sanierungsbedürftigkeit der M.________ AG nicht infrage und hatte überdies nicht nur die B.A.________ AG, sondern hatten auch andere Gläubiger Forderungen weit unter Nominalbetrag via die Q.________ AG an G.________ verkauft. Mit der erforderlichen Gewissheit steht für das Bundesgericht allerdings lediglich fest, dass G.________ im Zusammenhang mit der Rückzahlung der von ihm erworbenen Forderung von Fr. 1'130'000.- eine geldwerte Leistung im Umfang von Fr. 525'000.- jedenfalls nicht doppelt, sondern höchstens entweder von der Beschwerdeführerin (infolge des unterpreislichen Verkaufs der Liegenschaft) oder von der B.A.________ AG (infolge des potenziell unterpreislichen Verkaufs der Darlehensforderung) zugeflossen ist.