Citation: 6B_185/2014 E. 2.4.2

2.4.2. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, dass die Vorinstanz die Aussagen der Passagiere aktenwidrig wiedergibt oder willkürlich würdigt. Entgegen seinem Vorbringen deuten die Schilderungen von D.________ nicht darauf hin, dass sich der Fahrradfahrer dem Anhänger näherte. Vielmehr sagte der Zeuge klar, der Anhänger habe sich dem Opfer genähert. Er stellte zwar fest, dass der Beschwerdeführer den Fahrradfahrer mit einem genügenden seitlichen Abstand überholt habe, ohne ihn dabei zu touchieren. Jedoch bezeichnete er "das Hinübergehen" des Busses als heikle Situation. Als der Bus wieder eingebogen sei, habe er den Fahrradfahrer noch nicht ganz überholt gehabt. Als dieser ins Schwanken gekommen und umgefallen sei, sei der hinterste Teil des Anhängers noch auf seiner Höhe gewesen (Untersuchungsakten, act. 2/10 Ziff. 56). Der Beschwerdeführer wendet zu Recht ein, da es bei der Unfallstelle keinen Gegenverkehr gebe, sei es entgegen der Vermutung des Zeugen nicht möglich, dass der Beschwerdeführer wieder rechts habe einbiegen müssen, weil ihm ein Fahrzeug entgegen gekommen sei. Dies spricht jedoch gerade für die Glaubhaftigkeit der Aussage von D.________. Er suchte eine Begründung dafür, dass der Beschwerdeführer wieder einbog, obwohl er den Fahrradfahrer noch nicht ganz überholt hatte. Die Aussage des Zeugen deutet darauf hin, dass er das Wiedereinbiegen bewusst wahrnahm, feststellte, dass dies den Fahrradfahrer in Bedrängnis brachte und überlegte, weshalb der Beschwerdeführer so früh wieder eingebogen war. Ferner gab der Zeuge an, er habe gesehen, wie der Fahrradfahrer [nach dem Hinüberkommen des Busses] zwischen diesem und dem Trottoir beziehungsweise Randstein geschwankt habe (Untersuchungsakten, act. 2/9 Ziff. 49). Auch daraus geht hervor, dass sich der Anhänger dem Opfer näherte und nicht umgekehrt. Dass der Zeuge erstmals zehn Monate nach dem Unfall einvernommen wurde und seine Erinnerungen möglicherweise bereits etwas verblasst waren, trifft zwar zu, ändert jedoch nichts daran, dass er das Überholmanöver nachvollziehbar und glaubhaft schilderte. Zudem wies er ausdrücklich darauf hin, bei welchen Angaben er nicht sicher war. Unzutreffend ist schliesslich der Einwand, die Aussagen des Zeugen, der Anhänger habe relativ stark geschwankt, werde durch die technische Unfallanalyse widerlegt. Der Gutachter hielt fest, im unfallrelevanten Bereich seien keine nennenswerten seitlichen Schwenker des Anhängers erkennbar. Dass lediglich eine Schwenkbewegung des Anhängers zum Unfall geführt habe, könne mit genügender Sicherheit ausgeschlossen werden (Untersuchungsakten, technische Unfallanalyse, act. 3/116 Ziff. 6 und act. 3/123 Ziff. 5.3). Letzteres behauptet der Zeuge nicht. Ob etwas nennenswert schwankt oder nicht, hängt von der subjektiven Wahrnehmung ab, für welche relevant ist, ob und wo man sich im Fahrzeug beziehungsweise Anhänger befindet. Jedenfalls sind die Aussagen des Zeugen mit den Ergebnissen der technischen Unfallanalyse vereinbar. Zusammengefasst vermag der Beschwerdeführer nicht darzulegen, dass die vorinstanzliche Würdigung der Aussagen von D.________ willkürlich ist. Dass man sie auch anders hätte würdigen können, genügt für die Annahme von Willkür nicht. Gleiches gilt hinsichtlich der Aussagen von C.________. Was der Beschwerdeführer gegen deren Würdigung durch die Vorinstanz vorbringt, überzeugt nicht. Zwar hat sich die Zeugin weniger bestimmt geäussert, als der Zeuge, und ausgeführt, sie könne nicht sagen, ob der Schwenker vom Anhänger oder vom Fahrradfahrer gekommen sei, bevor Letzterer umgefallen sei (vgl. Untersuchungsakten, act. 2/18 Ziff. 93). Jedoch gab sie an, sie denke, der Fahrradfahrer sei vom Anhänger eingeklemmt oder weggedrängt worden und dadurch umgefallen (Untersuchungsakten, act. 2/18 Ziff. 94). Bereits bei der Polizei sagte sie, sie habe gedacht, es sei ziemlich knapp, wie der Bus den Fahrradfahrer überholt habe. Es sei ihr vorgekommen, als habe der Anhänger einen Schwenker gemacht. Vielleicht habe sie auch das Fahrrad wahrgenommen, das nach der Kollision angefangen habe, zu schwanken. Den Radfahrer habe es nach der Kollision hin und her geschaukelt (Untersuchungsakten, act. 3/34 f. Ziff. 3 und 9). Damit erübrigt es sich, auf den Einwand einzugehen, der beschriebene Schwenker des Anhängers sei aufgrund der Unfallanalyse nicht möglich (siehe auch die vorstehenden Ausführungen bei D.________).