Citation: 1C_451/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Die ersten Beziehungsprobleme sind nach Ansicht der Vorinstanz bereits im April 2010 aufgetreten, als der Beschwerdeführer mit einem Pflegepraktikum begonnen habe. Seine Ex-Ehefrau habe mit seiner Arbeitsaufnahme grosse Mühe gehabt, da sie es bevorzugt hätte, wenn er weiterhin mehr Zeit für sie und ihre beruflichen und privaten Projekte aufgewendet hätte. Da die verschiedenen pflegerischen Ausbildungen des Beschwerdeführers zeitintensiv gewesen seien und er hierfür vereinzelt auch im Alterspflegeheim übernachtet habe, sei nicht mehr viel Zeit für die Beziehung übrig geblieben, was zu Spannungen in der Ehe und auch zu einer gewissen Entfremdung der Eheleute geführt habe. Die Vorinstanz führt weiter aus, dass sich durch die Ausbildungen des Beschwerdeführers ein weiteres Konfliktfeld eröffnet habe, da seine Ex-Ehefrau eine starke Befürworterin der Alternativmedizin sei und deswegen die Schulmedizin vehement ablehne. Sie habe die berufliche Tätigkeit des Beschwerdeführers deshalb wiederholt kritisiert, was zu einer Zunahme der Streitigkeiten geführt habe. Schliesslich habe auch die finanzielle Situation der Eheleute wiederholt Anlass zu Streit gegeben. Die Ex-Ehefrau sei der Auffassung gewesen, der Beschwerdeführer wende zu viel Geld für seine Familie in Pakistan auf. Im Gegensatz dazu sei es für diesen selbstverständlich und notwendig gewesen, seine Familie zu unterstützen.