Citation: 9C_98/2024 E. A

Die 1970 geborene A.________ schloss mit der Allianz Suisse Lebensversicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Allianz) eine "Gemischte Lebensversicherung mit periodischen Prämien; Gebundene Vorsorge" mit Vertragsbeginn am 1. August 2014 ab (Police Nr. xxx, nachfolgend: Lebensversicherungsvertrag), mit welcher ein Erlebensfallkapital von Fr. 65'123.-, zahlbar per 1. März 2034, sowie ein Todesfallkapital von Fr. 65'123.-, zahlbar bei Tod vor dem 1. März 2034, versichert wurden. Zusätzlich wurde eine nicht indexierte Jahresrente bei Erwerbsunfähigkeit infolge Krankheit von Fr. 12'000.- einschliesslich Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit infolge Krankheit oder Unfall (Wartefrist 720 bzw. 90 Tage) versichert. Vom 6. Januar bis 3. März 2021 hielt sich die Versicherte in der Klinik B.________ zwecks psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung auf. Am 26. Januar 2021 hatte sie sich unter Hinweis auf ein Burnout respektive eine akute Depression mit Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit seit Mitte Oktober 2020 zum Leistungsbezug bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) angemeldet. Rund ein Jahr später beantragte A.________ bei der Allianz Leistungen bei Erwerbsunfähigkeit zufolge Depression. Nach der Einholung medizinischer Unterlagen teilte Letztere der Versicherten am 21. April 2022 mit, dass sie den Lebensversicherungsvertrag wegen Verletzung der Anzeigepflicht kündige.