Citation: 1C_315/2020 E. 5.3

5.3. Wer ein belastetes Grundstück erwirbt, wird grundsätzlich Zustandsstörer. Allerdings bedarf die Veräusserung eines im Kataster eingetragenen Grundstücks der Bewilligung der Behörde nach Art. 32d bis Abs. 3 USG. Solange diese nicht erteilt worden ist, bleibt das Eigentum beim Verkäufer. Immerhin ist es denkbar, dass der Käufer aufgrund der vertraglichen Vereinbarung das Grundstück schon vor dem Eigentumsübergang nutzen kann und aus diesem Grund - neben dem Eigentümer - Zustandsstörer wird (vgl. zu dieser - von der Beschwerdeführerin selbst vertretenen - These unten E. 10). Im Übrigen kann die Käuferin ein eigenes Interesse an der Durchführung der Untersuchungen haben, um die Bewilligungsvoraussetzungen gemäss Art. 32d bis Abs. 3 lit. a oder b herbeizuführen. Dies spricht dafür, ihr auch die Möglichkeit zu geben, ein Kostenverteilungsgesuch zu erwirken, wenn sie die Untersuchungen bezahlt hat.