Citation: 8C_578/2014 E. 4.2.4

4.2.4. Die Durchführung einer medizinischen Abklärungsmassnahme in der Muttersprache des oder der Versicherten oder unter Beizug eines Übersetzers ist in erster Linie eine Frage der richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. Es geht in erster Linie um die Teilnahme der versicherten Person am Verfahren im Sinne der Mitwirkung bei der Erstellung der tatsächlichen Entscheidungsgrundlagen im Hinblick auf die beantragten Leistungen. Mithin lässt sich aus dem verfassungsmässigen Gehörsanspruch nach Art. 29 Abs. 2 BV nicht direkt etwas ableiten in Bezug auf die Durchführung medizinischer Abklärungsmassnahmen unter sprachlichem Gesichtswinkel (SVR 2005 IV Nr. 12 S. 51, I 245/00 E. 4.2.1; Urteil I 28/06 vom 26. April 2006 E. 3.1).