Citation: 5P.397/2006 01.05.2007 E. 3.4

3.4.1 Der Beschwerdeführer rügt schliesslich, dass das Kantonsgericht überhaupt nicht begründet habe, wieso kein Ende der Unterhaltspflicht vor Eintritt des Rentenalters der Beschwerdegegnerin in Betracht fallen könne; mit der Dauer seiner Unterhaltspflicht setze sich der angefochtene Entscheid gar nicht auseinander. Dies stelle eine materielle (gemeint wohl: formelle) Rechtsverweigerung in Form der Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, da er einen Anspruch auf eine Begründung und auf eine Beurteilung des von ihm in diesem Zusammenhang gestellten Antrags habe. 3.4.2 Bei der sich aus dem verfassungsrechtlichen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) ergebenden Pflicht der Behörde, ihren Entscheid zu begründen, geht es darum, dass der Betroffene sich über dessen Tragweite ein Bild machen und ihn in voller Kenntnis der Sache gegebenenfalls anfechten kann; es besteht kein Anspruch auf ausführliche Begründung, namentlich nicht darauf, dass auf jede Einwendung eingegangen wird (BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236 mit Hinweisen). Aus den Erwägungen zum Bedarf der Beschwerdegegnerin und zu ihren Einkommensmöglichkeiten ergibt sich mit hinreichender Deutlichkeit, weshalb das Kantonsgericht keinen Grund für eine Reduzierung der Unterhaltsbeiträge für die Zeit vor Erreichen des AHV-Alters sah. Eine sachgerechte Anfechtung des kantonsgerichtlichen Entscheids war dem Beschwerdeführer auch in diesem Punkt möglich. Die Rüge der Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV ist daher unbegründet.