Citation: 5A_236/2023 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin legt in ihren weitschweifigen Erörterungen dar, weshalb das Obergericht die finanzielle Tragbarkeit der Übernahme des Grundstücks in U.________ (ZH) in ihr Alleineigentum zu Unrecht als bestrittene und in der Folge unbelegte Tatsache erachte. Sie tadelt die vorinstanzliche Beweiswürdigung als willkürlich und beklagt sich auch über die Verletzung diverser Bestimmungen des Prozess- und des materiellen Rechts sowie der Bundesverfassung. In der Sache stellt sie sich namentlich auf den Standpunkt, Art. 205 Abs. 2 ZGB schreibe für die Zuweisung des Miteigentums an einen Ehegatten gar nicht vor, dass ein Tragbarkeitsnachweis vorliegen muss oder sonst irgendwelche speziellen Belege vorzulegen sind; auch eine bestimmte Form oder die Beibringung zu einem besonderen Zeitpunkt würden vom Gesetz "klar nicht verlangt" und seien auch nicht erforderlich, da es sich um eine reine Vollzugsfrage handle. Unter prozessualen Gesichtspunkten argumentiert die Beschwerdeführerin unter anderem, die Höhe der Entschädigung für die Übernahme ins Alleineigentum könne erst im Zeitpunkt der Zuweisung festgelegt werden, weshalb der übernahmewillige Ehegatte nicht schon in den Rechtsschriften aufzeigen müsse, dass er den von ihm gewünschten Miteigentumsanteil übernehmen kann; dies könne er zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, da der Wert der zu übernehmenden Liegenschaft nicht feststehe. Entsprechend verletze das Obergericht Bundesrecht, wenn es Noven in der Hauptverhandlung nur noch unter den Voraussetzungen von Art. 229 ZPO als zulässig erachte und ihr, der Beschwerdeführerin, vorhalte, diese Voraussetzungen nicht dargetan zu haben. Im Übrigen müsse das Gericht eine für vermögensrechtliche Scheidungsfolgen notwendige Urkunde bis zur Urteilsberatung berücksichtigen, wenn es die Parteien - wie hier geschehen - gestützt auf Art. 277 Abs. 2 ZPO zur Nachreichung von fehlender Urkunden auffordere. Was es mit all diesen Beanstandungen auf sich hat, kann offenbleiben. Das zeigen die nachfolgenden Erwägungen.