Citation: 6B_1074/2023 E. 1.3.1

1.3.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz setze sich nicht mit den Auswirkungen der diagnostizierten psychiatrischen Erkrankungen der Beschwerdegegnerin 2 - einer rezidivierenden depressiven und dissoziativen Störung sowie einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ - auf deren Wahrnehmung und Aussageverhalten auseinander. Er zeigt jedoch nicht auf, welche Auswirkungen dies sein sollen. Insbesondere behauptet er nicht, die diagnostizierten Störungen würden die Wahrnehmung des Erlebten beeinträchtigen oder etwa zu Wahnvorstellungen führen. Er bringt lediglich vor, Menschen mit dissoziativer Störung könnten Aktivitäten über längere Zeiträume vergessen und emotional instabilen Personen falle es schwer, Gefühle und Impulse zu kontrollieren. Damit macht er nichts geltend, was Anlass böte, an der Richtigkeit der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 zu den geschilderten Übergriffen zu zweifeln. Erst Recht zeigt der Beschwerdeführer damit nicht auf, dass die Vorinstanz die Beweise willkürlich gewürdigt hätte, indem sie die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 zum Kerngeschehen als glaubhafter beurteilt als seine und darauf abstellt. Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers berücksichtigt die Vorinstanz sehr wohl die Aggravationstendenzen der Beschwerdegegnerin 2 mit Bezug auf sein allgemeines Verhalten ihr gegenüber und das Zusammenleben. Ebenso wenig hat die Vorinstanz die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2, wonach sie während zehn Jahren regelmässig missbraucht worden sei, für bare Münze genommen. Gleichwohl durfte sie mit Bezug auf den hier strittigen Vorwurf willkürfrei auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 abstellen. Der Beschwerdeführer belässt es im Wesentlichen dabei, die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 aus den verschiedenen Einvernahmen zusammenzufassen und aus seiner Sicht zu würdigen. Auch damit begründet er keine Willkür. So etwa, wenn er darauf hinweist, in der ersten Einvernahme habe die Beschwerdegegnerin 2 Details des angeblichen Übergriffs geschildert, wohingegen sie diesen gemäss der zweiten Einvernahme erst im Nachhinein bemerkt haben wolle. Die Beschwerdegegnerin 2 sagte auch in dieser Einvernahme, wenn auch auf Nachfrage, aus, sie habe dem Beschwerdeführer gesagt, sie wolle keinen Geschlechtsverkehr. Sodann ist nachvollziehbar, dass die Beschwerdegegnerin 2 gemäss ihrer zweiten Aussage - und ihr folgend die Vorinstanz - aus der verschmutzten (nassen und klebrigen) Unterwäsche den Schluss zog, dass es zu einem Sexualkontakt gekommen war. Wenn der Beschwerdeführer einwendet, die Verschmutzung könne auch auf unwillkürliches Wasserlassen zurückgehen, vermag er damit den gegenteiligen Schluss der Vorinstanz nicht als willkürlich auszweisen. Entgegen seiner Darstellung lässt sich zudem aus keiner der beiden Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 schliessen, dass sie sich gegen den Übergriff gewehrt hätte. Ferner muss ihre laienhafte Aussage, wonach bei Migräne der Tag für sie "nicht existiere", nicht dahingehend interpretiert werden, dass sie sich an überhaupt nichts erinnern könnte oder gar nichts mitbekäme. Die Vorinstanz erwägt nachvollziehbar, dass die Beschwerdegegnerin 2 die intimen Handlungen am Rande bzw. oberflächlich mitbekam, sich aber migränebedingt nicht dagegen zur Wehr setzen konnte.