Citation: 1P.606/2001 31.01.2002 E. 1

Das Bezirksgericht Lenzburg führte in seinem Urteil vom 4. Januar 2001 aus, die Anklagebehörde werfe dem Beschwerdeführer vor, er habe am frühen Morgen des 2. Oktober 1999 auf der Autobahn A1 die "allgemeine Höchstgeschwindigkeit im Bereich der 120er-Signalisation im Gemeindegebiet Brunegg um 27 km/h, im Bereich der anschliessenden 100er-Signalisation bei Birrhard um 41 km/h überschritten" und sich damit im ersten Fall einer (einfachen) Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG , im zweiten Fall einer groben Verletzung gemäss Art. 90 Ziff. 2 SVG schuldig gemacht. Es hielt fest, den Untersuchungsakten sei zu entnehmen, dass das Polizeifahrzeug auf der Höhe Brunegg auf den vom Beschwerdeführer gelenkten Personenwagen habe aufschliessen können und unter gleich bleibendem Abstand mit der ersten Messung - im Bereich der 120 km/h betragenden Höchstgeschwindigkeit - begonnen habe. In der Folge sei auf einer Strecke von 2499 m eine erste Nachfahrkontrolle mit Geschwindigkeitsmessgerät und Rechner (Multagraph) vorgenommen worden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit habe 147 km/h betragen. Die zweite Messung, die anlässlich des Wechsels in den Bereich der mit 100 km/h signalisierten Höchstgeschwindigkeit im Gemeindegebiet Birrhard erfolgt sei, habe auf einer Nachfahrstrecke von 1553 m eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 141 km/h ergeben. Das Bezirksgericht erachtete die Einwendungen, welche der Beschwerdeführer gegen die Nachfahrkontrolle erhoben hatte, als unbegründet und bezeichnete die Messungen als beweiskräftig. Hinsichtlich des festgestellten Sachverhaltes erklärte es, angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer die beiden Geschwindigkeits-Überschreitungen nacheinander begangen habe und eine zweite Messung ohne den Wechsel der zulässigen Höchstgeschwindigkeit nicht erfolgt wäre, sei er lediglich aufgrund der zweiten Messung, d.h. der Missachtung der signalisierten Höchstgeschwindigkeit um 41 km/h, zu verurteilen.