Citation: 2P.86/2002 21.05.2002 E. 3

Im Übrigen wäre die staatsrechtliche Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen, wenn auf die Rügen der Beschwerdeführerinnen eingetreten werden könnte: Im vorliegenden Zusammenhang fällt einzig eine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) in Betracht. Gegen dieses verfassungsmässige Recht verstösst ein Entscheid nicht bereits dann, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst, wenn er geradezu unhaltbar ist (vgl. BGE 123 I 1 E. 4a S. 5; 118 Ia 28 E. 1b S. 30). Diese Voraussetzung ist hier offensichtlich nicht erfüllt: Zum einen hat die Erziehungsdirektion den Einwänden, welche die Beschwerdeführerinnen bezüglich der Sachverhaltsdarstellung gegen den Amtsbericht des Regionalen Schulinspektorats Emmental-Oberaargau vom 6. September 2001 vorgebracht haben, im angefochtenen Entscheid weitestgehend Rechnung getragen (vgl. E. 2d/aa); selbst aus Sicht der Beschwerdeführerinnen können dessen Tatsachenfeststellungen deshalb insoweit nicht offensichtlich unhaltbar sein. Zum anderen ist der Entscheid auch in der Sache selbst nicht willkürlich: Die Erziehungsdirektion hat in Übereinstimmung mit den Beschwerdeführerinnen angenommen, der Schulweg wäre beim Besuch von Kindergarten und Primarschule im benachbarten Affoltern um ca. 300 - 500 Meter kürzer (rund 2 km statt 2,3 - 2,5 km), etwas bequemer und könnte zusammen mit Kindern aus der Nachbarschaft zurückgelegt werden. Es ist nicht offensichtlich unhaltbar, wenn sie darin keine wesentliche Erleichterung im Sinne von Art. 7 Abs. 2 VSG gesehen hat, welche eine Abweichung vom Grundsatz erlauben würde, wonach jedes Kind die öffentliche Schule an seinem Aufenthaltsort besucht (Art. 7 Abs. 1 VSG).