Citation: 2C_456/2020 E. 5.1

5.1. Im vorliegenden Fall stand der Beschwerdegegnerin unbestrittenermassen das Recht zu, die auf die Nachbarparzelle des von ihr gekauften Grundstücks übertragene Ausnützungsziffer im Falle, dass sie für den Ausbau ihres Hauses eine höhere Ausnützungsziffer benötigt, unentgeltlich auf dieses Grundstück rückübertragen zu lassen. Die streitbetroffenen Anwaltskosten wurden im Zusammenhang mit einem Zivilverfahren zur Durchsetzung dieses Rechts aufgewendet. Entscheidend für die steuerliche Abzugsfähigkeit dieser Aufwendungen als Unterhalts- bzw. Liegenschaftsverwaltungskosten ist nach dem Gesagten, ob diese Aufwendungen der Sicherung des Grundeigentums bzw. der Grundeigentumsnutzung dienten (vgl. E. 4.1 hiervor). Die Beschwerdegegnerin erwarb das Eigentum an der streitbetroffenen Parzelle am 30. August 2004 (vgl. Ziff. I./2 des angefochtenen Urteils und Ziff. I./2 der im Verfahren vor der Steuerrekurskommission eingereichten Stellungnahme der kantonalen Steuerverwaltung vom 22. Mai 2017; zur Möglichkeit der Berücksichtigung dieser Tatsache vgl. Art. 105 Abs. 2 BGG). Erst ab diesem Zeitpunkt konnte sie über die Parzelle verfügen. Dieser Zeitpunkt ist folglich als steuerlich massgebender Erwerbszeitpunkt zu betrachten (vgl. - freilich zum für die steuerliche Zugehörigkeit massgebenden Zeitpunkt des Grundeigentumserwerbs - Urteil 2C_133/2018 vom 21. Februar 2018 E. 2.2.3). In diesem Zeitpunkt wies die Parzelle zwar isoliert betrachtet infolge der Übertragung der Ausnützungsziffer auf die Nachbarparzelle einen geringeren Wert als beim Abschluss des Kaufvertrages vom 5. August 2004 auf. Der massgebliche objektive Nutzungswert der Parzelle bezogen auf die nutzungsberechtigte, steuerpflichtige Beschwerdegegnerin war aber seinerzeit aufgrund der vom Verkäufer mit der Zusatzvereinbarung vom 13. August 2004 eingegangenen Verpflichtung, die Ausnützungsziffer bei entsprechendem Bedarf der Beschwerdegegnerin unentgeltlich auf die Parzelle zurückzuübertragen, nicht geringer als der Wert, den die Parzelle ohne die erfolgte Übertragung der Ausnützungsziffer auf die Nachbarparzelle aufgewiesen hätte.