Citation: 6B_532/2020 E. A

Die Staatsanwaltschaft Baden warf B.________ vor, das Fabrikations- resp. Geschäftsgeheimnis verletzt (Art. 162 StGB) und dem Bundesgesetz über den unlauteren Wettbewerb (UWG, SR 241) zuwidergehandelt zu haben (Art. 23 Abs. 1 und Art. 5 lit. a UWG). Im Hinblick auf eine Übernahme der Firma A.________ AG habe er nach Unterzeichnung einer Vertraulichkeitserklärung Zugang zu vertraulichen Informationen erhalten. Der Verkauf der Firma habe sich nicht realisiert. Stattdessen habe B.________ ein eigenes Unternehmen, die C.________ AG, gegründet. Für dieses habe er mit der A.________ AG einen über drei Jahre laufenden Mietvertrag betreffend die Infrastruktur (Produktionsanlagen und Räumlichkeiten) abgeschlossen. Infolge diverser Differenzen habe B.________ namens der C.________ AG den Mietvertrag per 31. Dezember 2016 gekündigt und die Produktionsstätte geräumt. Im Rahmen einer Tätigkeit für eine Drittfirma habe er sodann unbefugtermassen Daten u.a. über Kundenbeziehungen und Know-how der A.________ AG an Dritte übergeben. Diese seien dadurch in die Lage versetzt worden, innert kurzer Zeit einen Konkurrenzbetrieb aufzubauen. Zudem habe B.________ ihm anvertraute Arbeitsergebnisse wie Offerten, Berechnungen und Pläne unbefugt verwertet.