Citation: U 177/05 10.04.2006 E. A

F.________, geboren 1962, war als Spengler bei der Firma W.________ AG angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 4. Juni 2002 erlitt er einen Verkehrsunfall, als ein entgegen kommender alkoholisierter Fahrzeuglenker auf die Gegenfahrbahn geriet und mit seinem Personenwagen in die vordere linke Seite des von F.________ gesteuerten Wagens stiess. Dabei zog sich der Versicherte eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) sowie eine Schulterkontusion links zu. Wegen Kopf- und Nackenschmerzen begab er sich in das Spital U.________, wo er am folgenden Tag bei problemlosem klinischem Verlauf zur Nachkontrolle durch den Hausarzt entlassen wurde. Der behandelnde Arzt Dr. med. Y.________, Allgemeine Medizin FMH, ordnete eine Untersuchung durch Dr. med. R.________, Facharzt für Neurologie FMH, an, welcher einen neurologisch weitgehend unauffälligen Befund feststellte (Bericht vom 11. Juni 2002). Anlässlich eines persönlichen Gesprächs auf der Agentur der SUVA vom 25. Juni 2002 gab der Versicherte an, sein Gesundheitszustand habe sich deutlich gebessert; er verspüre noch gewisse bewegungs- und belastungsabhängige Schmerzen, werde die angestammte Tätigkeit am 1. Juli 2002 aber wieder voll aufnehmen. Ein am 15. Juli 2002 unternommener Arbeitsversuch scheiterte wegen Kopfschmerzen und Schwindelgefühlen sowie Schmerzen in der linken Schulter, worauf Dr. med. Y.________ eine intensive Physiotherapie anordnete. Am 21. Oktober 2002 berichtete Dr. med. B.________, Zentrum D.________, die Behandlung habe zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden bis hin zur praktischen Beschwerdefreiheit am 30. August 2002 geführt. Auf den 1. September und 1. Oktober 2002 vorgesehene Arbeitsaufnahmen mit einem Pensum von 100 % seien indessen gescheitert, zunächst weil der Versicherte konditionell noch zu wenig vorbereitet gewesen sei, später weil ihm ungeeignete Arbeit (Tätigkeit auf Gerüsten) zugewiesen worden sei. Die SUVA holte bei der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik (Prof. Dr. med. A.________/Dr. sc. techn. M.________) eine am 6. August 2002 erstattete biomechanische Kurzbeurteilung ein und ordnete nach einer kreisärztlichen Untersuchung vom 8. Oktober 2002 eine stationäre Abklärung und Behandlung in der Klinik H.________ an. Diese fand in der Zeit vom 4. Dezember 2002 bis zum 24. Januar 2003 statt. Im Austrittsbericht der Klinik vom 5. Februar 2003 wurden die Diagnosen eines zervikalen und zervikozephalen Schmerzsyndroms links sowie einer Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Gefühlen und Sozialverhalten gestellt. Eine Fortsetzung der Physiotherapie wurde als nicht erforderlich erachtet und die Arbeitsfähigkeit auf 50 % ab 3. März 2003 und 100 % ab 14. April 2003 festgesetzt. Mit Verfügung vom 3. April 2003 teilte die SUVA dem Versicherten mit, über das Taggeld werde auf dieser Grundlage abgerechnet. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie gestützt auf eine Stellungnahme von Dr. med. X.________, Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA, vom 4. August 2003 mit der Begründung ab, dass keine organischen Unfallfolgen nachweisbar seien, das Beschwerdebild schon früh durch eine psychische Fehlentwicklung bestimmt gewesen sei und die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen den weiter bestehenden Beschwerden und dem Unfall vom 4. Juni 2002 nicht gegeben sei (Einspracheentscheid vom 8. August 2003).