Citation: 2C_751/2021 E. 3.1

3.1. Die Ehe der Beschwerdeführerin dauerte vom 31. Mai bis zum 19. Juli 2019 und damit rund sieben Wochen. Die Aufenthaltsbewilligung wurde ihr am 12. Juli 2019 erteilt; ihr Ehegatte verstarb am 19. Juli 2019. Die Beschwerdeführerin hält sich erst seit dem 9. Mai 2019 in der Schweiz auf. Ihr Gatte befand sich unmittelbar vor der Heirat wegen seines Krebsleidens vom 18. April bis 8. Mai 2019 in einer Klinik; die Beschwerdeführerin war bei ihrer Einreise über den Gesundheitszustand ihres künftigen Gatten informiert, auch wenn sein Ableben schneller erfolgte als erwartet. Der Schluss des Verwaltungsgerichts, dass in Würdigung aller Umstände (Kenntnis der Krebskrankheit, nur relativ oberflächliche Bekanntschaft vor der Heirat [drei Ferienbesuche seit 16. September 2017], sprachlich eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten und nur siebenwöchige Ehedauer) nicht davon gesprochen werden könne, es sei mit dem Tod des Ehemanns ein in der Schweiz aufgebautes, existenzprägendes Eheleben zerstört worden, ist nicht zu beanstanden, auch wenn in der Zeit der sieben Wochen ein normales bzw. durch die Krebserkrankung "speziell intensives Eheleben" geführt worden sein sollte, wie die Beschwerdeführerin geltend macht.