Citation: 7B_169/2024 E. 3.3.1

3.3.1. Die vorinstanzliche Einschätzung, das Übermassverbot sei trotz der anerkannten Wertdifferenz zwischen dem beschlagnahmten Vermögenswert des Miteigentumsanteils an der Liegenschaft und den dadurch gesicherten (möglichen) Forderungen nicht verletzt, hält der Überprüfung stand. Soweit sich der Beschwerdeführer überhaupt hinreichend mit den ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt, macht er geltend, unter Berücksichtigung seines zusätzlich offerierten Betrags von Fr. 250'000.-- wären Fr. 11'750.-- an Verfahrenskosten sichergestellt und es verbliebe ein möglicher ungedeckter Teil der Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 88'250.-- bzw. maximal Fr. 258'250.--. Diesem "ungedeckten Teil" stellt er dann den von ihm bzw. der Staatsanwaltschaft geschätzten - ganzen - Wert seines Liegenschaftsanteils gegenüber. Ob für die Beurteilung der Verhältnismässigkeit der Kostendeckungsbeschlagnahme (n) auf die neue, höhere Liegenschaftsbewertung vom 3. November 2022 abgestellt werden kann, kann hier offenbleiben. Der Beschwerdeführer berücksichtigt jedenfalls nicht, dass mit dem Beschlag ein und desselben Liegenschaftsanteils ein Gesamtbetrag von ca. Fr. 702'000.-- nicht nur zur Kostendeckung, sondern auch zur Deckung von Ersatzforderungen gesichert werden soll. Unwidersprochen bleibt gleichzeitig die vorinstanzliche Feststellung, wonach der Miteigentumsanteil unteilbar sei. Der Beschwerdeführer äussert sich denn auch nicht zur von der Staatsanwaltschaft angebotenen Prüfung von (weniger weitgehenden) Alternativen für die notwendige Sicherung der möglichen Forderungen. Ferner lässt er unerwähnt, dass er eigenen Angaben zufolge Mitte November 2022 Fr. 760'000.-- an Hypotheken amortisierte, mithin kurz nach der ersten Beschlagnahmeverfügung vom 5. September 2022 bzw. im Zeitraum der zweiten Beschlagnahmeverfügung vom 11. November 2022 diesen substanziellen Betrag offenbar nicht zur Sicherstellung allfälliger Verpflichtungen aus dem Strafverfahren gegen Entlassung seines Grundstückmiteigentumsanteils aus dem Beschlag zur Verfügung stellen wollte. Wie die Staatsanwaltschaft im vorinstanzlichen Verfahren zu Recht bemerkte, hätte sich bereits mit einem Teil dieses Betrags die "Ablösung" des hälftigen Miteigentumsanteils bewerkstelligen lassen. Wenn der Beschwerdeführer im Übrigen vorbringt, die Beschlagnahmung dauere bereits seit über sieben Jahren an, was einen erheblichen Eingriff in seine Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) darstelle, genügt dies den Begründungsanforderungen des bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahrens nicht. Dasselbe gilt für seine Behauptung, bei der Liegenschaft handle es sich um die Familienwohnung, womit sich die Grundbuchsperren auch zum Nachteil seiner Ehefrau auswirkten. Unter den gegebenen Umständen liegt mit der Vorinstanz kein klares Missverhältnis zwischen dem beschlagnahmten Vermögenswert und dem noch zu deckenden Anteil an den möglichen Gesamtkosten vor.