Citation: 4A_18/2023 E. 5.3.2

5.3.2. Dass dem Beschwerdeführer durch das potentiell haftungsbegründende Verhalten der Beschwerdegegnerin konkrete vermögensmässige Nachteile im eben dargestellten Sinn entstanden wären, behauptet dieser nicht. Er macht insbesondere nicht geltend, dass der hypothetische Verkehrswert des Automobils ohne die angebliche Softwaremanipulation höher wäre respektive dass er ohne diese Manipulation einen höheren Wiederverkaufspreis hätte erzielen können. Ebenso wenig beruft er sich (zumindest vor Bundesgericht) auf merkantilen Minderwert im Sinne der Rechtsprechung (vgl. BGE 145 III 225 E. 4.2.2), auf Reparatur- oder Nachrüstungskosten oder auf sonstige Folgekosten wie einen erhöhten Kraftstoffverbrauch (vgl. Urteil 4A_113/2017 vom 6. September 2017 E. 4.3.3 und 4.3.3.1-4.3.3.3). Schon gar nicht ist vorinstanzlich festgestellt, dass das Fahrzeug nur eingeschränkt funktioniert hätte oder von behördlichen Zulassungsbeschränkungen tangiert gewesen wäre und der Beschwerdeführer aus diesem Grund notwendige Auslagen zwecks Verkehrszulassung oder Beschaffung eines für ihn erforderlichen Ersatzfahrzeugs hätte tätigen müssen. Ob anfänglich effektiv ein latentes "Risiko der Ausserverkehrssetzung des Fahrzeugs" bestanden hat, wie der Beschwerdeführer behauptet, die Beschwerdegegnerin aber bestreitet, kann dahingestellt bleiben. Denn es steht fest, dass sich ein solches "Risiko der Ausserverkehrssetzung" jedenfalls nicht verwirklicht hat. Aus dem angefochtenen Urteil ist im Gegenteil zu schliessen, dass der Wagen für die Zwecke des Beschwerdeführers stets uneingeschränkt tauglich war.