Citation: 9C_56/2023 E. 2.2.5

2.2.5. Im Sinne eines Zwischenfazits war der Entscheid über die Konkurseröffnung damit zu keinem Zeitpunkt ausser Kraft gesetzt, sondern durchwegs formell rechtskräftig. Folglich war es der Steuerpflichtigen bzw. deren Organen ab dem 17. März 2020, 09.15 Uhr, ohne Unterbruch benommen, in eigenem Namen und für Rechnung der Steuerpflichtigen prozessuale Schritte zu unternehmen. Die Prozessführungsbefugnis lag stets bei der Konkursverwaltung. Dieser war das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht nicht bekannt. Die Vorinstanz hat hierzu auf das Schreiben des Konkursamtes vom 7. Oktober 2022 verwiesen (Sachverhalt, lit. B.f). Die Steuerpflichtige bestreitet die Richtigkeit dieses Schreiben zwar, sie tut dies aber in appellatorischer Weise, ohne die verfassungsrechtliche Unhaltbarkeit der Beweiswürdigung aufzuzeigen (Art. 106 Abs. 2 BGG; vorne E. 1.3). Entsprechend hat es bei den vorinstanzlichen Feststellungen zu bleiben (Art. 105 Abs. 1 BGG; vorne E. 1.4). Spiegelbildlich blieb das Bundesverwaltungsgericht in Unkenntnis über den eröffneten Konkurs (was zu den Folgen gemäss Art. 207 Abs. 2 SchKG hätte führen können; hinten E. 2.4). Es wäre Aufgabe und Pflicht der Steuerpflichtigen bzw. des Geschäftsführers gewesen, die jeweilige Behörde über das vor der anderen Behörde hängige Verfahren zu informieren.