Citation: 2A.378/2000 24.11.2000 E. 3

3.- Das Verwaltungsgericht ist im angefochtenen Urteil zur Auffassung gelangt, es liege eine Scheinehe vor. Gestützt auf die bisherige Aktenlage nennt es verschiedene Indizien, welche gegen eine Lebensgemeinschaft der Beschwerdeführerin mit R.S.________ sprechen. Es erwähnt vorab, die Beschwerdeführerin sei die Ehe eingegangen, obschon beim Ehemann Anzeichen für eine Alkoholabhängigkeit bestünden; dies nachdem sie ausdrücklich erklärt habe, sie wolle ihn nicht bei sich haben, wenn er betrunken sei und hasse es, wenn er getrunken habe. Weiter hätte die Beschwerdeführerin keine Aufenthaltsbewilligung erhalten, wenn sie sich nicht verheiratet hätte. Die beantragte Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung sei ihr am 26. September 1997 verweigert worden; im Kanton St. Gallen hätte sie auch keine Kurzaufenthalterbewilligung als Tänzerin erhalten können. Die Vorinstanz weist zusätzlich auf die verhältnismässig kurze Dauer der Bekanntschaft der Ehegatten hin und wertet das Verhalten von R.S.________ anlässlich der Trauung, wie es die zuständige Zivilstandsbeamtin geschildert hatte, negativ. Dieser sei "ziemlich" betrunken gewesen, habe während der Zeremonie "immerzu gelacht und vor sich hin geredet". Beim Lesen des "Trauungstextes habe er nach jedem zweiten Satz in die Hände geklatscht und bravo gerufen". Für eine Scheinehe spreche auch, dass die Ehegatten nur bruchstückhafte Angaben über die persönlichen und beruflichen Verhältnisse des anderen machen könnten; zudem liessen die Umstände, unter denen sich die beiden kennen gelernt hätten, auf eine arrangierte Heirat schliessen. Es hätten denn auch keine Verwandten der Eheleute der Trauung beigewohnt und die Beschwerdeführerin könne die Namen der Trauzeugen nicht nennen. Sie erkläre weiter, die eheliche Wohnung liege an der X.________strasse in Y.________. Dabei handle es sich jedoch um ein einzelnes Zimmer mit einem Benutzungsrecht für Küche und sanitäre Anlagen. Der Ehemann sei jeweilen bei Kontrollen nicht dort angetroffen worden; demgegenüber sei er in Z.________ gesehen worden. Im Übrigen hätten die Ehegatten den Güterstand der Gütertrennung vereinbart.