Citation: 1C_19/2022 E. 4.10

4.10. Zwar dürfen gemäss der Rechtsprechung kommunale Baureglemente zum Schutz vor ideellen Immissionen in Wohngebieten nur Mobilfunkanlagen zulassen, die der lokalen Versorgung dienen und dazu verlangen, dass die Anlagen von ihren Dimensionen und ihrer Leistungsfähigkeit her der in reinen Wohnzonen üblichen Ausstattung entsprechen (BGE 138 II 173 E. 5.4; Urteil 1C_167/2018 vom 8. Januar 2019 E. 2 mit Hinweisen). Jedoch kann entgegen der Meinung der Beschwerdeführenden diese Rechtsprechung betreffend die in Wohnzonen zugelassene Beschränkung der Sendeleistungen von Mobilfunkanlagen nicht auf Vorschriften bezüglich minimaler Sendeleistungen übertragen werden. Solche Vorschriften wären unzulässig, weil sie nicht der Verringerung ideeller Beeinträchtigungen dienen könnten, zumal erfahrungsgemäss Mobilfunkanlagen mit hoher Sendeleistung grössere Ängste bzw. ideelle Beeinträchtigungen auslösen können als Anlagen mit geringer Sendeleistung (vgl. Urteil 1C_167/2018 vom 8. Januar 2019 E. 3.2).