Citation: 5A_223/2023 E. 4.5

4.5. Die Beschwerdeführerin erachtet es ausserdem als willkürlich und bundesrechtswidrig, wenn das Obergericht die von ihr dargelegten Vorgänge, die zeitlich nach dem formellen Ausscheiden des Beschwerdegegners aus dem Verwaltungsrat der C.________ AG liegen, als Indizien für die Rechtsmissbräuchlichkeit der Betreibung gewertet hat. Vorliegend hat sie nach Massgabe des im Betreibungsbegehren formulierten Forderungsgrunds Schadenersatz aus der Tätigkeit des Beschwerdegegners als Organ der C.________ AG (ab 27. März 2017 [Wahlannahmeerklärung] bis 22. November 2018 [Streichung im Handelsregister]) geltend gemacht (vgl. E. 3.1). Wie das Obergericht zutreffend festhält und wogegen die Beschwerdeführerin keine Einwendungen erhebt, hat sie behauptete Ansprüche, welche die Zeit nach dem Ausscheiden des Beschwerdegegners aus dem Verwaltungsrat der C.________ AG betreffen (angeblich schenkungsweises Einbringen der Aktien der C.________ AG in die liechtensteinische G.________-Stiftung; Pläne, die von der Beschwerdeführerin der C.________ AG gewährten Darlehen "zum Verschwinden zu bringen"; behauptetes Vorhaben, die C.________ AG zu verkaufen), nicht in Betreibung gesetzt (vgl. E. 2.1). Folglich können die von der Beschwerdeführerin diesbezüglich vorgetragenen Tatsachenbehauptungen nicht für die Plausibilität des in Betreibung gesetzten Betrags herhalten. Unter diesen Umständen erscheint die vom Obergericht vorgenommene Wertung dieser Vorbringen nicht geradezu unhaltbar.