Citation: 4A_19/2023 E. A

A.a. Die A.________ AG (Beklagte, Beschwerdeführerin) mit Sitz in der Schweiz bezweckt den Handel mit Rohstoffen aller Art und gehört zum russischen Bergbau- und Montankonzern A.________. Der Hauptsitz der A.________ OAO, einer russischen Aktiengesellschaft, befindet sich in Moskau. Am 23. April 2010 schloss die Beklagte mit der in der Schweiz domizilierten C.________ GmbH einen Kaufvertrag ab, worin sich Letztere zur Lieferung von Metallprodukten und die Beklagte zur Annahme der Ware, zur Vergütung des Kaufpreises und zum Export der Ware aus dem Zollgebiet der Russischen Föderation verpflichtete (nachfolgend: Stahlhandelsvertrag). In Ziffer 11 des Stahlhandelsvertrags findet sich folgende Schieds- und Rechtswahlklausel: "11. ARBITRATION AND GOVERNING LAW 11.1 Any disputes, discrepancies or claims arising out of this Contract or in connection hereto, including those related to execution, breach, termination, or invalidity of the Contract, shall be settled between the Parties by way of negotiations. 11.2 Should the disputes, discrepancies or claim be not settled within sixty (60) calendar days from the date of receipt of the written claim or proposition to settle the dispute and/or discrepancy, such disputes, discrepancies or claims shall be transferred for the settlement to the Court of Arbitration under A.________ OAO, Moscow for consideration by the same to be settled in accordance with its Regulations in force as of the date when the application for the dispute resolution is submitted. 11.3 This Contract shall be governed and construed in accordance with the current substantial law of the Russian Federation, excluding the conflicts of law rules, and in accordance with the UN Convention on the Contracts of International Sales of Goods (Vienna, 11. April 1980)." Gemäss Art. 1 der Schiedsordnung des "Court of Arbitration under A.________ OAO" ("Schiedsgericht unter A.________ OAO"), die beim Abschluss des Stahlhandelsvertrags in Kraft war, handelte es sich dabei um ein ständiges Schiedsgericht, das in Übereinstimmung mit dem russischen Gesetz Nr. 102-FZ über die Schiedsgerichte in der Russischen Föderation vom 24. Juli 2002 (nachfolgend: Gesetz Nr. 102-FZ) errichtet wurde und Streitfälle zwischen juristischen Personen behandelte. Am 3. Oktober 2013 wurde die Schiedsordnung dahingehend geändert, dass das "Schiedsgericht unter A.________ OAO" nur noch Streitfälle zwischen "Unternehmen von A.________ OAO" behandelte. In einem Rundschreiben vom 3. Oktober 2013 wies der Generaldirektor der A.________ OAO darauf hin, dass infolge dieser Änderung in Verträgen mit Unternehmen, die nicht zur "Unternehmensgruppe der A.________ OAO" gehörten, keine entsprechende Schiedsklausel mehr aufgenommen werden solle. Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass die C.________ GmbH nicht der "Unternehmensgruppe der A.________ OAO" angehörte. Im Weiteren ist unbestritten, dass das "Schiedsgericht unter A.________ OAO" infolge einer Gesetzesänderung vom 29. Dezember 2015 und mangels einer staatlichen Bewilligung seit dem 1. November 2017 nicht mehr existiert und nicht mehr befugt ist, Schiedsverfahren durchzuführen. A.b. Am 15. Juli 2015 wurde über die C.________ GmbH der Konkurs eröffnet. Die in London domizilierte B.________ Limited (Klägerin, Beschwerdegegnerin) wurde als Konkursgläubigerin mit einer Forderung von Fr. 75'996'109.79 in der 3. Klasse kolloziert und liess sich in der Folge die "Kaufpreisforderung gegenüber A.________ AG über USD 327'642'985.00 [...] zzgl. 5 % Verzugszins seit 19.10.2013" gestützt auf Art. 260 Abs. 1 SchKG abtreten.