Citation: 1P.660/2006 19.02.2007 E. A

A.a X.________ wurde vom Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivil- und Strafrecht, am 2. März 2005 der versuchten vorsätzlichen Tötung und der versuchten schweren Körperverletzung für schuldig erklärt und mit acht Jahren Zuchthaus bestraft. Der Verurteilte wurde gestützt auf Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in eine Heil- oder Pflegeanstalt eingewiesen und der Strafvollzug gemäss Art. 43 Ziff. 2 Abs. 1 StGB aufgeschoben. Am 16. März 2005 ersuchte die Stelle Massnahmevollzug der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion des Kantons Basel-Landschaft das Massnahmezentrum St. Johannsen um Prüfung, ob und wann die Aufnahme von X.________ zum Massnahmevollzug möglich sei. Das Massnahmezentrum St. Johannsen lehnte die Aufnahme von X.________ ab. Im Schreiben vom 28. September 2005 begründete es seinen Entscheid damit, dass die Bereitschaft von X.________, eine Therapie durchzuführen und seine Lebensführung zu ändern, gering sei und er die begangenen Straftaten nach wie vor abstreite, so dass eine auf die Straftat bezogene Therapie ohnehin nicht möglich sei. Mit Schreiben vom 23. November 2005 lehnte das Therapiezentrum Im Schache die Aufnahme von X.________ ebenfalls aufgrund mangelnder Therapiewilligkeit ab. Mit Schreiben vom 25. November 2005 teilte die Stelle Massnahmevollzug dem Kantonsgericht, Abteilung Zivil- und Strafrecht, mit, dass die stationäre Massnahme nicht durchgeführt werden könne und ein mit einer ambulanten Therapie verbundener Strafvollzug eher realisierbar sei. Der Beschwerdeführer beantragte dem Kantonsgericht am 6. Januar 2006, die ausgesprochene Freiheitsstrafe sei nach wie vor zu Gunsten einer stationären Massnahme aufzuschieben; eventualiter sei die Freiheitsstrafe zu vollziehen und eine ambulante Massnahme während des Strafvollzugs anzuordnen. Der Staatsanwalt liess sich am 12. Dezember 2005 und am 12. Januar 2006 vernehmen und wiederholte den im Strafverfahren gestellten Antrag, anstelle einer stationären Massnahme die Verwahrung gemäss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB anzuordnen. Mit Verfügung vom 3. April 2006 hob die Stelle Massnahmevollzug den Vollzug der stationären Massnahme wegen Undurchführbarkeit auf und ersuchte das Kantonsgericht, einen Entscheid gemäss Art. 43 Ziff. 3 StGB (Vollzug der Grundstrafe und/oder Anordnung einer anderen Massnahme) zu treffen. Das Kantonsgericht gab dem Gesuch des Beschwerdeführers um Erteilung der unentgeltliche Rechtsverbeiständung in diesem Verfahren statt. A.b Am 3. August 2005, somit im Verlauf der therapeutischen Abklärungen, stellte X.________, vertreten durch Advokat Christoph Dumartheray, bei der Justiz-, Polizei- und Militärdirektion ein Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung bis zum Eintritt in eine Therapieanstalt. Zur Begründung führte er aus, dass sich der Antritt des stationären Massnahmevollzugs verzögere und er nicht in der Lage sei, seine Interessen in diesem Zusammenhang selber zu wahren. Das Gesuch wurde am 22. September 2005 abgewiesen. Die dagegen erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft am 22. November 2005 ebenfalls ab und verweigerte gleichzeitig die unentgeltliche Rechtspflege im Beschwerdeverfahren. Gegen den Entscheid des Regierungsrats beschwerte sich X.________ beim Kantonsgericht und beantragte zugleich die unentgeltliche Rechtspflege im Gerichtsverfahren. Mit prozessleitender Verfügung vom 8. Februar 2006 wies die Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht des Kantonsgerichts dieses Gesuch wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab. Dagegen erhob X.________ Einsprache. Das Kantonsgericht vereinigte das Einsprache- und Beschwerdeverfahren und wies beide Rechtsmittel mit Urteil vom 14. Juni 2006 ab. Zur Begründung der Beschwerdeabweisung führte das Gericht im Wesentlichen aus, dass für die Abklärung der Therapiebereitschaft im Massnahmevollzug kein Rechtsbeistand erforderlich sei. Da das Begehren des Beschwerdeführers aussichtslos gewesen sei, habe der Regierungsrat das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren zu Recht abgewiesen. Mit derselben Begründung bestätigte das Kantonsgericht seinen abweisenden Entscheid bezüglich der unentgeltlichen Rechtspflege im gerichtlichen Verfahren.