Citation: 8C_379/2024 E. A

A.________, geboren 1969, leistete 1990 unter anderem vom 5. Februar bis 2. Juni und 1994 vom 26. August bis 16. September Militärdienst. Am 9. November 1998 wurde bei ihm eine beidseitige Hochtonsenke bei 6000 Hz von 35 dB rechts und 40 dB links mit stärker störendem Tinnitus und daraus resultierender eingeschränkter Schiesstauglichkeit festgestellt. Am 10. Juni 1999 wurde er wegen der Gehörschädigung für schiessuntauglich erklärt. Mit E-Mail vom 15. Mai 2005 erkundigte sich A.________ im Hinblick auf seine Entlassung aus dem Militärdienst per 30. Juni 2005 beim damaligen Bundesamt für Militärversicherung, ob und wie er auch nach seiner Entlassung einen Anspruch auf Versicherungsleistungen wegen seiner Gehörschädigung geltend machen könne. Im Januar 2017 meldete er sich wegen eines dekompensierten Tinnitus beidseits nach zwei Knalltraumata während des Militärdienstes 1990 und 1994 sowie einer Hyperakusis nach einem erneuten akuten Lärmtrauma durch Böllerschüsse am 31. Dezember 2016 bei der Suva, Abteilung Militärversicherung (im Folgenden: Suva-MV oder Beschwerdegegnerin) an. Am 7. Juli 2017 teilte ihm die Suva-MV mit, dass sie die Kosten für die Heilbehandlung der Hochtonperzeptionsstörung übernehme, für den subjektiven Tinnitus jedoch mangels adäquater Kausalität der beiden Lärmtraumata von 1990 und 1994 keine Haftung bestehe. Gestützt auf ein Gutachten von Prof. Dr. med. B.________, Fachärztin für Oto-Rhino-Laryngologie am Spital C.________, vom 31. Dezember 2019 hielt die Suva-MV mit Verfügung vom 1. Mai 2020 an der Ablehnung der Haftung für den Tinnitus fest. Auf Einsprache von A.________ hin holte die Suva-MV unter anderem eine ergänzende Stellungnahme von Prof. Dr. med. B.________ ein (Expertise vom 21. November 2022). Mit Einspracheentscheid vom 21. März 2023 wies sie die Einsprache ab.