Citation: I 531/01 06.05.2002 E. 1

1.- Der Beschwerdeführer verlangt zunächst die Vornahme einer prozessualen Revision. Er behauptet, die erste Verfügung vom 15. September 2001 (recte wohl: 1995) sei unzutreffend gewesen. a) Nach einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts ist der Versicherungsträger verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer andern rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 126 V 24 Erw. 4b, 46 Erw. 2b, je mit Hinweisen). Revisionsrechtlich erheblich sind in diesem Zusammenhang nur Tatsachen, die zur Zeit der Erstbeurteilung (Verfügung) schon bestanden haben und die unverschuldeterweise unbekannt geblieben waren. Da dieser Rückkommensgrund dem für die Rechtsmittelinstanzen massgeblichen Prozessrecht nachgebildet ist - andernfalls den Verwaltungsverfügungen eine höhere Rechtsbeständigkeit zukäme als den Beschwerdeentscheiden der Gerichte - spricht man von "prozessualer Revision" (Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, S. 260 f.). Diese Möglichkeit ist auch in Art. 53 des noch nicht in Kraft getretenen Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechtes (ATSG) vom 6. Oktober 2000 (BBl 2000 5041 ff.) vorgesehen. b) Der Beschwerdeführer vermag keine neuen Tatsachen oder Beweismittel zu nennen, die im Verfügungszeitpunkt bereits bestanden hätten und unverschuldeterweise unbekannt geblieben wären. Nach ständiger Rechtsprechung bildet der Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung die zeitliche Grenze der gerichtlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen). Der vom Beschwerdeführer angeführte Bericht der medizinischen Abteilung T.________ des Spitals X.________ datiert vom 19. Dezember 1995 und konnte somit bei Erlass der Verfügung vom 15. September 1995 nicht berücksichtigt werden. Überdies enthält dieser Bericht keinerlei Hinweise darauf, dass eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % gegeben sei, wie der Beschwerdeführer geltend macht. Unzutreffend ist auch die Behauptung, die Beschwerdegegnerin habe es unterlassen, seine Lohnverhältnisse vor Erlass der Verfügung vom 15. September 1995 abzuklären, wurden doch bei der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers sehr wohl die entsprechenden Unterlagen eingeholt. Es ist diesbezüglich auf den Fragebogen für den Arbeitgeber und die vom seinerzeitigen Arbeitgeber gelieferten Angaben zu verweisen. Vom Arbeitgeber wurde dabei ein Gehalt ohne Gesundheitsschaden von Fr. 4350.- pro Monat bei dreizehn Monatslöhnen angegeben, was pro Jahr Fr. 56'550.- ergibt. Dieser im Jahr 1993 angegebene Wert entspricht unter Berücksichtigung der zwischenzeitlichen Nominallohnerhöhung einem Betrag von Fr. 57'800.- bei Erlass der Verfügung im Jahre 1995. Wenn der Beschwerdeführer letztinstanzlich erstmals vorbringt, sein Valideneinkommen im Jahre 1995 habe Fr. 64'866.- betragen, und sich dabei auf den Lohnausweis aus dem Jahr 1992 abstützt, so übersieht er, dass in dem von ihm angeführten Bruttolohn von Fr. 62'977.- noch Kinderzulagen von Fr. 8340.- enthalten sind, welche nicht zum AHV-pflichtigen Lohn gehören (vgl. Art. 6 Abs. 2 Buchstabe f AHVV). Dieser betrug im Jahre 1992 vielmehr lediglich Fr. 54'637.-. Somit erweist sich das von der Beschwerdegegnerin ermittelte Valideneinkommen für das Jahr 1995 als zutreffend. Auch hinsichtlich des Invalideneinkommens werden keine Argumente vorgebracht, welche geeignet wären, als Grundlage für eine prozessuale Revision der Verfügung vom 15. September 1995 zu dienen.