Citation: U 275/06 25.01.2007 E. 4

Der Hinweis der Beschwerdegegnerin in der vorinstanzlichen Beschwerdeantwort, die Diagnose des behandelnden Arztes Dr. med. F.________ im Zeugnis vom 4. Februar 1994 (Distorsion der HWS [frontales Schleudertrauma]) sei von den nachfolgenden Ärzten ohne unfallanalytische Reflexion übernommen worden, ein Schleudertrauma-Mechanismus sei aber auf Grund der echtzeitlichen Akten zumindest in Frage zu stellen, ist nicht unberechtigt. Es handelte sich beim Unfall vom 16. Januar 1994 nicht um eine Auffahr-, eine Streif- oder allenfalls um eine seitliche Frontalkollision, sondern um eine Frontalkollision von vorne. Der Unfall traf den Beschwerdeführer somit nicht völlig unvorbereitet, und die kollisionsbedingten Kräfte wirkten sich nicht in gleicher Weise auf den Körper aus wie bei einem eigentlichen Schleudertrauma der HWS, wo der Kopf zunächst nach hinten flektiert wird (vgl. Debrunner/Ramseier, Die Begutachtung von Rückenschäden in der schweizerischen obligatorischen Unfallversicherung, Bern 1990, S. 53).