Citation: 8C_13/2024 E. 6.3.3

6.3.3. Angesichts der diametral entgegengesetzten gutachterlichen Ergebnisse (vollständige bzw. fehlende Arbeitsfähigkeit) und des soeben Dargelegten rechtfertigt sich die Einholung eines weiteren psychiatrischen Gutachtens im Sinne des Eventualantrags der Beschwerdeführerin. Auch wenn eine weitere Begutachtung eventuell in das gleiche Dilemma bezüglich eines nicht verlässlich diagnostizierbaren krankheitswertigen Leidens anhand der klassifikatorischen Angaben führt, wie med. pract. F.________ befürchtete, besteht zum jetzigen Zeitpunkt dennoch die Möglichkeit, durch weitere Abklärungsmassnahmen einen Sachverhalt zu ermitteln, welcher zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen. Ein Zustand der Beweislosigkeit liegt (noch) nicht vor. Zusammenfassend beruht das angefochtene Urteil auf einem in medizinischer Hinsicht offensichtlich unrichtig, da unvollständig festgestellten Sachverhalt, was den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 und 61 lit. c ATSG) verletzt. Die Beschwerdegegnerin veranlasste bereits eine (monodisziplinäre) psychiatrische Expertise. Es ist angezeigt, die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie ein psychiatrisches Gerichtsgutachten einhole und anschliessend über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu entscheide.