Citation: 1A.63/2000 12.04.2000 E. 1

1.- Nach Ansicht der Beschwerdeführerin ist die Leistung von Rechtshilfe mangels genügender Sachverhaltsdarstellung im Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft Konstanz vom 18. August 1999 unzulässig. a) Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid die Anforderungen an die Sachverhaltsdarstellung, die gemäss Art. 14 des vorliegend massgebenden Europäischen Übereinkommens über die Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. April 1959 (EUeR; SR 0.351. 1) und der dazu bestehenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu beachten sind, zutreffend wiedergegeben. Beizufügen ist einzig, dass die deutschen Behörden die Rechtshilfe nicht zur Verfolgung eines Abgabebetrugs, sondern eines betrügerischen Verhaltens im Zusammenhang mit der Eintreibung bereits feststehender Abgaben verlangen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin sind daher an die Sachverhaltsdarstellung nicht die erhöhten Anforderungen zu stellen, die bei der Verfolgung eines Abgabebetrugs erfüllt sein müssen (BGE 116 Ib 96 E. 4c S. 103). b) Die Beschwerdeführerin kritisiert die Darstellung im Rechtshilfeersuchen zunächst als widersprüchlich und offensichtlich unrichtig, weshalb auf sie nicht abgestellt werden könne. Der Vorwurf entbehrt der Grundlage. Gemäss einem Schreiben der Bank X.________ war S.B.________ wohl am 17. August 1999 nicht Inhaber des Kontos Nr. 598616, was den deutschen Behörden von der Bezirksanwaltschaft Zürich mitgeteilt wurde. Diese Tatsache steht mit der Darstellung im Rechtshilfeersuchen, nach der S.B.________ am 22. Juli 1997 Inhaber des genannten Kontos gewesen sei, als 2 Mio. DM darauf überwiesen wurden, jedoch nicht zwingend im Widerspruch. Denn das fragliche Konto konnte ja in der Zwischenzeit von ihm auf eine andere Person übertragen worden sein. Tatsächlich ergibt sich aus den Akten der Bank X.________, dass das am 21. Juli 1997 von S.B.________ und M.B.________ eröffnete Gemeinschaftskonto am 8. Januar 1999 aufgehoben und als alleiniges Konto von M.B.________ weitergeführt wurde. c) Die weiteren Einwände der Beschwerdeführerin, die Sachverhaltsdarstellung sei lückenhaft oder es lägen für die von den deutschen Behörden erhobenen Beschuldigungen keine hinreichenden Verdachtsmomente vor, sind ebenfalls unbegründet. Einerseits gehen aus der Darstellung im Rechtshilfeersuchen die S.B.________ zur Last gelegten Handlungen genügend klar hervor. Es kann insoweit auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG). Anderseits bedarf es vorliegend wie bereits erwähnt keines Nachweises von Verdachtsmomenten, wie sie beim Abgabebetrug verlangt werden.