Citation: I 732/99 04.05.2000 E. 5

5.- a) Vorinstanz und Verwaltung haben für die Bemes- sung des vom Beschwerdeführer ohne Invalidität erzielbaren Einkommens in seinem angestammten Beruf als angelernter Gipser auf den für im Gipsergewerbe tätige Berufsarbeiter mit mehrjähriger Erfahrung (Kat. B) gesamtarbeitsvertrag- lich festgelegten Mindestlohn von Fr. 4419.- monatlich im Jahre 1997 abgestellt, was inkl. 13. Monatslohn einem Vali- deneinkommen von rund Fr. 4780.- entspricht. Es liegt nichts dafür vor, dass dieser Tariflohn geringer wäre als die in der Gipserbranche durchschnittlich, effektiv bezahl- ten Löhne und somit der gesamtarbeitsvertragliche Normal- lohn für die Festlegung des Valideneinkommens nicht reprä- sentativ wäre. b) aa) Für die Bemessung des Invalideneinkommens sind Vorinstanz und Verwaltung davon ausgegangen, dass dem Be- schwerdeführer auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unter Be- rücksichtigung seiner asthmatisch bedingten Einschränkung auf Arbeiten ohne oder mit minimer Staubexposition ein breiter Fächer von geeigneten Verweisungsberufen offen steht: Lagermitarbeiter, interner oder Auto-Kurier, Kassa- tätigkeit im Verkauf, Kontroll-, Überwachungs- oder Sor- tierarbeiten, Tätigkeit in der Spedition oder Verpackung, eventuell auch im Gastgewerbe. Soweit dem Beschwerdeführer entsprechende Arbeitsstellen aufgrund seines Status als Asylbewerber aus fremdenpolizeilichen Gründen nicht zugäng- lich sind, ist die gescheiterte Arbeitsvermittlung nicht auf gesundheitlich bedingte, sondern auf invaliditätsfremde Schwierigkeiten zurückzuführen und daher für die Belange der Invalidenversicherung unbeachtlich. Die Vorinstanz hat anhand der Tabellengruppe A der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 1996 (LSE 1996) einen durchschnittlichen Bruttolohn (inkl. 13. Monatslohn) für mit einfachen und repetitiven Aufgaben (Anforderungsniveau 4) beschäftigte Männer von Fr. 4671.- monatlich ermittelt. Da dieser Tabellenlohn auf einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden basiert, hat die Vorinstanz ihn auf eine be- triebsübliche Arbeitszeit von 41,9 Wochenstunden um- sowie die Nominallohnentwicklung im Jahre 1997 aufgerechnet. Für den Zeitpunkt der angefochtenen Verfügungen ergab sich so ein hypothetischer Invalidenlohn von Fr. 4898.- monatlich. Davon hat die Vorinstanz einen Abzug von 10 % vorgenommen, so dass ein massgebliches Invalideneinkommen von rund Fr. 4400.- monatlich resultierte. Diese Bemessung des trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise noch rea- lisierbaren Einkommens nach Massgabe der statistischen Tabellenlöhne ist rechtsprechungskonform (BGE 124 V 322 f. Erw. 3b). bb) Der Beschwerdeführer rügt die Höhe des Abzuges. Dieser sei auf 25 % festzusetzen. Nach der Rechtsprechung ist bei der Ermittlung des Invalideneinkommens der Umstand zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, welche nicht mehr voll leistungsfähig sind, das durchschnittliche Lohnniveau im fraglichen Wirtschaftszweig häufig nicht erreichen. Ob ein sogenannter "leidensbedingter Abzug" gerechtfertigt ist und allenfalls in welcher Höhe, ist anhand der gesamten Um- stände des Einzelfalles zu prüfen. Es kommt nicht generell und in jedem Fall ein Abzug von 25 % zur Anwendung (RKUV 1999 Nr. U 343 S. 413 Erw. 4b/cc; AHI 1998 S. 177 Erw. 3a). Im vorliegenden Fall ist zu beachten, dass der Be- schwerdeführer für die erwähnten Verweisungstätigkeiten voll arbeitsfähig ist und einer solchen während der be- triebsüblichen Normalarbeitszeit nachgehen könnte, ohne dass ein potentieller Arbeitgeber auf gesundheitliche Ein- schränkungen seines Leistungsvermögens Rücksicht nehmen müsste. Diesen Verhältnissen hat die Vorinstanz mit einer Kürzung des Tabellenlohnes um 10 % angemessen Rechnung getragen.