Citation: 5A_373/2021 E. 5.2.1

5.2.1. Soweit die Auslegung des Kaufvertrags vom 22. Februar 1988 in Frage steht, gelten grundsätzlich die allgemeinen obligationenrechtlichen Regeln der Vertragsauslegung (BGE 145 III 365 E. 3.2.1; 139 III 404 E. 7.1). Ziel der Auslegung ist in erster Linie, den übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen festzulegen (sog. subjektive Vertragsauslegung, Art. 18 Abs. 1 OR; BGE 144 III 327 E. 5.2.2.1; 144 III 93 E. 5.2.2; 138 III 659 E. 4.2.1; Urteil 4A_169/2021 vom 18. Januar 2022 E. 3.2.1). Das Obergericht hat festgehalten, ein tatsächlicher übereinstimmender Parteiwille, wie Ziff. 1 des Kaufvertrags zu verstehen sei, könne nicht festgestellt werden (E. 4.3.1 des angefochtenen Entscheids). Diese Feststellung bleibt unangefochten.