Citation: 4A_443/2015 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz verweist auf Klagebeilagen, so etwa auf die Klagebeilagen 6 bis 8 (S. 30). Der in den vorinstanzlichen Erwägungen festgestellte Sachverhalt muss ergänzt werden, um zu erkennen, dass diese Beilagen Kopien von Prospekten enthalten, in denen auf mehreren Seiten je mehrere Waren angeboten werden und die auf der ersten Seite oben je den Vermerk (in kleiner Schrift) enthalten "gültig vom 15. bis 27.7.2013", "gültig vom 21.10. bis 9.11.2013" bzw. "gültig bis Ende Februar 2014". In Bezug auf diese Beilagen hält die Vorinstanz fest, die Beschwerdeführerin verwende im Zusammenhang mit "Tiefstpreisgarantie" und ("übrigens auch"!) beim Logo "Best Price" ein Sternchen, wobei sich auf jeder ungeraden Katalogseite unten der Vermerk finde: "weitere Informationen zu unseren Best-Price-Artikeln finden Sie auf der zweitletzten Seite". Diese zweitletzte Seite enthalte dann die eigentliche Erläuterung zur "Tiefstpreisgarantie" der Beklagten - die allerdings im Entscheid nicht wiedergegeben wird. Die Vorinstanz kommt aufgrund dieser nicht aus sich verständlichen Tatsachenfeststellung zum Schluss, es seien vorliegend die Grundsätze der Blickfangwerbung anwendbar, denn aufgrund des Gesamteindrucks sei es wenig wahrscheinlich, dass der durchschnittliche Baumarktkunde im Rahmen der vielfältigen Angebote und Ablenkungsmöglichkeiten "im Baumarkt selbst oder beim Durchblättern des Werbekatalogs auf die fraglichen Sternchen/Hinweise der Beklagten achten dürfte".