Citation: 1P.231/2002 10.06.2002 E. A

Y.________ war am 30. Juli 1999 auf einer Baustelle in Zürich als Hilfsarbeiter beschäftigt. Zusammen mit C.________ erhielt er frühmorgens vom zuständigen Polier, A.________, den Auftrag, im 6. Stockwerk des Gebäudes drei Gerüstbretter aus dem Lüftungsschacht zu entfernen. Um diesen Auftrag ausführen zu können, wurde zunächst einer der Absperrholmen, mit denen der Zugang dazu gesichert war, entfernt. Y.________ kletterte anschliessend in den Lüftungsschacht, um die Bretter zu entfernen. Dabei machte er einen Fehltritt oder verlor das Gleichgewicht und stürzte 30 m in die Tiefe bis auf den Grund des Schachtes im 4. Untergeschoss. Dabei zog er sich tödliche Verletzungen zu. Die Bezirksanwaltschaft Zürich eröffnete gegen A.________ eine Strafuntersuchung wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde. Am 17. April 2000 stellte sie das Verfahren ein. Ein von der Ehefrau des Verstorbenen, X.________, dagegen erhobenen Rekurs wies die Einzelrichterin des Bezirks Zürich am 17. Oktober 2000 ab. Das Obergericht des Kantons Zürich wies die Nichtigkeitsbeschwerde von X.________ am 18. März 2002 ab.