Citation: 4A_661/2018 E. 2.3.2

2.3.2. Die Beschwerdeführerin wendet ein, die Vorinstanzen seien der gerichtlichen Fragepflicht "im Sinne von Art. 56 ZPO" nicht nachgekommen. Wenn diese zur Auffassung gelangten, sie habe die präzise Subsumtion unter den "offensichtlich anwendbaren Tatbestand von Art. 146 StGB" unterlassen, hätten ihr als nicht anwaltlich vertretener Partei ergänzende Fragen gestellt werden müssen. Das Obergericht führe selbst aus, die für eine Subsumtion unter Art. 146 StGB erforderliche Sachdarstellung lasse sich "bestenfalls mittels Interpretation und Ergänzung" herleiten. Eine solche Ergänzung wäre - so die Beschwerdeführerin - bei Ausübung der gerichtlichen Fragepflicht, wie sie "nach Art. 56 ZPO zwingend erforderlich war", aber ohne Weiteres möglich gewesen.