Citation: K 90/99 03.11.2000 E. 1

1.- Die Vorinstanz geht zu Recht davon aus, dass der von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Taggeldanspruch für das Jahr 1995 nach den Vorschriften des KUVG, ab dem Jahr 1996 aber nach jenen des KVG zu beurteilen ist. Dies gilt auch bezüglich der entsprechenden Verfahrensvorschriften (RKUV 1998 Nr. KV 37 S. 316 Erw. 3). Demzufolge hat das kantonale Gericht den für 1995 geltend gemachten Leistungsanspruch richtigerweise materiell entschieden, obwohl die Beschwerde vom 3. April 1996 als Rechtsverweigerungsbeschwerde zu qualifizieren ist (BGE 97 V 198 Erw. 3). Andererseits ist es unter der Herrschaft des KVG nicht mehr zulässig, eine Streitsache materiell zu entscheiden, wenn eine versicherte Person mit einer Rechtsverweigerungsbeschwerde an das Gericht gelangt (RKUV 2000 Nr. KV 131 S. 245 Erw. 2). Grundsätzlich hätte daher das kantonale Gericht vorliegend über den für die Zeit ab 1. Januar 1996 geltend gemachten Anspruch nicht materiell entscheiden dürfen; aus prozessökonomischen Gründen und in Anbetracht des Einverständnisses der Prozessparteien ist indessen nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz mit dem Anspruch für 1995 auch jenen für die Zeit ab 1. Januar 1996 beurteilt hat.