Citation: 6B_980/2009 16.03.2010 E. A

A.a X.________ wird vorgeworfen, in der Nacht vom 11. zum 12. Mai 2004 ihre Tochter A.________, geboren am 12. März 1998, getötet zu haben, indem sie den Brustkorb der mutmasslich im Bett schlafenden A.________ durch körperliche Gewalt derart stark zusammendrückte, dass A.________ keine Luft mehr bekam und erstickte. A.b Das Strafgericht des Kantons Zug sprach X.________ am 27. März 2008 vom Vorwurf des Mordes frei. Es kam zum Schluss, dass sich ihre Täterschaft nicht rechtsgenüglich nachweisen lässt. A.c Das Obergericht des Kantons Zug sprach X.________ mit Teilurteil vom 10. März 2009 im Rahmen eines Schuldinterlokuts der vorsätzlichen Tötung (Art. 111 StGB) schuldig. Es ordnete gleichentags ein Sachverständigengutachten zur Schuldfähigkeit von X.________ an und entschied, dass die Sanktion in einem separaten Urteil bestimmt werde. Es versetzte X.________ in Sicherheitshaft. A.d Gegen dieses Teilurteil erhob X.________ entsprechend einer darin enthaltenen Rechtsmittelbelehrung Beschwerde in Strafsachen. Die Strafrechtliche Abteilung des Bundesgerichts trat darauf mit Entscheid 6S.291/2009 vom 25. Juni 2009 mangels Vorliegens eines Endurteils nicht ein. Bereits mit Urteil 1B_114/2009 vom 15. Juni 2009 hatte die I. öffentlich-rechtliche Abteilung des Bundesgerichts eine Beschwerde von X.________ betreffend Entlassung aus der Sicherheitshaft abgewiesen. A.e X.________ lehnte es wiederholt ab, sich psychiatrisch begutachten zu lassen und zu diesem Zweck Explorationsgespräche mit dem vom Gericht bestellten Sachverständigen zu führen. Dieser erklärte auf entsprechende Anfrage des Obergerichts, dass ohne Exploration seriöse Aussagen über eine psychische Störung und über die Schuldfähigkeit von X.________ im Zeitpunkt der inkriminierten Tat nicht möglich seien. Auf eine Begutachtung wurde daher verzichtet.