Citation: 2C_356/2017 E. 5.4

5.4. Die Ausführungen der Beschwerdeführer überzeugen nicht: Vorweg ist festzuhalten, dass das von den Beschwerdeführern behauptete Vorgehen in der Tat als sehr ungewöhnlich erscheint: Die Übergabe eines grösseren Barbetrages an eine Drittunternehmung zur Weiterleitung in ein Land, in welchem eine entwickelte Finanzindustrie besteht, entspricht offenkundig nicht den üblichen Gegebenheiten; solche Vorgänge betreffend meistens Zahlungsempfänger in Entwicklungs- oder Schwellenländern, in denen mangels ausgebauter Infrastruktur im Finanzwesen Bargeld das einzig sinnvolle Zahlungsmittel darstellt. Auffallend ist auch die Höhe der für diese Dienstleistung der F.________ S.A. geltend gemachten Gebühr. Weshalb die Beschwerdeführer ein solches kostenintensives Vorgehen gewählt haben wollen, können sie nicht schlüssig aufzeigen. Wie es sich damit verhält, muss an dieser Stelle jedoch nicht abschliessend geklärt werden. Entscheidend ist, dass die Konnexität zwischen den geltend gemachten Zahlungen an die F.________ S.A. und den angeblichen Darlehenszinsen von den Beschwerdeführern nicht dargetan werden konnte: Durch die bewusste Unterbrechung der Papierspur zwischen den Beschwerdeführern und der angeblichen Darlehensgeberin lässt sich der Verlauf der Zahlung nicht nachverfolgen. Wohl ist den Beschwerdeführern insofern zuzustimmen, dass es ihnen frei steht, welcher Zahlungsmodalitäten sie sich bedienen. Indessen ist ihnen entgegenzuhalten, dass sie auch die entsprechenden Folgen bzw. die beweisrechtlichen Nachteile und Lasten zu tragen haben, wenn sich eine Zahlung aufgrund der gewählten Methode nicht mehr einem bestimmten Zahlungsgrund zuordnen lässt. Zu Recht hat die Vorinstanz in diesem Zusammenhang auch erhöhte Anforderungen an den Nachweis der behaupteten abzugsfähigen Zahlungen ins Ausland gestellt: Da eine schweizerische Steuerbehörde wenn überhaupt nur mit hohem Aufwand selber feststellen kann, ob die Mutter der Beschwerdeführerin die hier streitigen Zinszahlungen tatsächlich erhalten (und dementsprechend in Korea auch als Einkommen versteuert) hat, ist sie auf schlüssige Belege der Beschwerdeführer angewiesen, welche nicht nur die Zahlung an sich bestätigen, sondern zudem erkennen lassen, dass die Zahlung auch wirklich dem angegebenen Zweck diente. Solche schlüssigen Unterlagen sind hier weder in Bezug auf die Zahlungen an die F.________ S.A. (s. oben) noch in Bezug auf die behauptete direkte Barübergabe an die Mutter ersichtlich: Die von den Beschwerdeführern ausdrücklich angerufene Zusammenstellung samt angeblicher Bestätigung eines Zahlungserhalts ist im koreanischen Hangul-Alphabet verfasst und allfällige Unterschriften sind weder als solche erkennbar, geschweige denn wurden sie beglaubigt. Auch eine beglaubigte Übersetzung wurde von den Beschwerdeführern weder im kantonalen noch im bundesgerichtlichen Verfahren beigebracht, so dass der Inhalt dieses Dokuments letztlich unbekannt bleibt. Gleiches gilt im Wesentlichen für die übrigen Unterlagen zu diesem Thema, welche das Bundesgericht in den kantonalen Akten aufgefunden hat: Auch die Authentizität dieser fremdsprachigen Unterlagen lässt sich mangels Lesbarkeit des Originals nicht nachvollziehen. Auf den beiden - von der Beschwerdeführerin selbst - auf Deutsch verfassten Quittungen für die Schuldzinszahlungen der Perioden 2008 und 2009 ist nicht erkennbar, von wem diese Unterlagen unterschrieben wurden bzw. ob es sich bei den darauf angebrachten koreanischen Schriftzeichen überhaupt um eine Unterschrift handelt. Auffallend ist indes, dass die Schriftzeichen auf den beiden Dokumenten nicht miteinander identisch sind. Sodann kann auch keine Rede davon sein, dass die Vorinstanz das rechtliche Gehör der Beschwerdeführer verletzt hätte oder überspitzt formalistisch vorgegangen wäre, als sie die fehlenden Übersetzungen und Beglaubigungen beanstandet hat: Es ist vielmehr selbstverständlich, dass fremdsprachige Dokumente einer beglaubigten Übersetzung bedürfen, damit ein Gericht ihren Beweiswert prüfen und würdigen kann. Gleiches gilt für die Beglaubigung von Unterschriften, insbesondere wenn diese - wie im vorliegenden Fall - nicht als solche erkennbar sind.