Citation: 1C_18/2023 E. 7.5

7.5. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz zu Recht festgestellt, es sei aufgrund des Zeitablaufs nicht mehr möglich, genau zu bestimmen, von welchem Betrieb wieviel PER in den Untergrund gelangt sei. In dieser Situation und unter Berücksichtigung des Ermessens, welches den zuständigen Behörden bei der Festsetzung der Kostenanteile zusteht, ist nicht zu beanstanden, dass für die Berechnung einerseits die Anzahl Betriebsjahre und andererseits die bekannten bzw. geschätzten Mengen an verwendetem PER berücksichtigt worden sind. Die Beschwerdeführerin erhebt denn auch keine konkrete Kritik an diesen grundsätzlichen Gegebenheiten und an der Berechnungsmethode. Sie macht jedoch geltend - wie bereits bezüglich ihrer Qualifizierung als Verursacherin -, die Jahre vor der VKTS-Kontrolle von 2013 dürften bei der Berechnung nicht mitberücksichtigt werden. Dieses Argument überzeugt nicht, da die Prüfprotokolle des VKTS, wie bereits erwähnt (vgl. oben E. 5.4), kein mängelfreies Stapelbecken zertifizieren. Weiter bringt sie vor, die anderen Betriebe hätten im Vergleich erheblich grössere Mengen PER verwendet. Diese - von der Vorinstanz nicht bestrittene - Gegebenheit wurde jedoch in der Berechnung bereits berücksichtigt: Die verwendeten Mengen PER flossen bezüglich der Beschwerdeführerin mit einem Faktor 1 in die Berechnung ein, während bei den anderen Betrieben der Faktor 3 oder der Faktor 5 eingesetzt wurde. Auch ihre Kritik bezüglich der Nichtberücksichtigung des Umstands, dass sie moderne Maschinen und Systeme verwendet habe, ist unbegründet: Diese Maschinen und Systeme haben es ihr erlaubt, tiefere Mengen an PER für ihren Reinigungsbetrieb zu verwenden, was bereits in der Berechnung berücksichtigt wurde. Insgesamt haben die kantonalen Instanzen ihr Ermessen bei der Fest-legung des Kostenanteils der Beschwerdeführerin auf 9 % weder überschritten noch missbraucht. Die diesbezüglich erhobene Rüge der Beschwerdeführerin erweist sich deshalb ebenfalls als unbegründet.