Citation: 5A_310/2010 19.11.2010 E. 5.5

5.5.1 Für die Berechnung des Vermögensertrages ging das Obergericht von einem längeren Anlagehorizont aus und berücksichtigte einen Kapitalzins von 2,5%. 5.5.2 Dagegen wendet die Beschwerdeführerin ein, es bestehe - sofern die Unterhaltsbeiträge in Rentenform zugesprochen würden - stets ein gewisses Risiko, dass die Unterhaltsbeiträge vom Beschwerdeführer nicht oder nicht mehr im vollen Umfang bezahlt würden. Zudem sei das Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers nicht gesichert, zumal er bereits einmal arbeitslos gewesen sei. Deshalb müsse es ihr möglich bleiben, gegebenenfalls auf ihr Vermögen zurückzugreifen. Es sei folglich von einem kurzen Anlagehorizont und damit einem tieferen Kapitalzins als 2.5%, nämlich von höchstens 1.8%, auszugehen. 5.5.3 Die Beschwerdeführerin liefert keine konkreten Anhaltspunkte, die ihre Befürchtungen stützen würden. Die alleinige Möglichkeit einer allfälligen zukünftigen Arbeitslosigkeit rechtfertigt zudem nicht die Annahme eines kürzeren Anlagehorizonts. Ist damit von einem längeren Anlagehorizont auszugehen, ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz mit der Annahme eines Kapitalzinses von 2.5% ihr Ermessen überschritten haben soll. Dies umso mehr, als es sich bei der Bemessung eines künftigen Vermögensertrages naturgemäss um eine blosse Schätzung handeln kann und die Beschwerdeführerin in ihrer Vermögensanlage frei ist. 5.6 Hat damit das Obergericht bei der Eigenversorgungskapazität der Beschwerdeführerin bis zum Eintritt in ihr AHV-Alter Fr. 1'875.-- berücksichtigt, ist dies im Ergebnis nicht zu beanstanden.