Citation: 6B_1050/2017 E. 1.4.1

1.4.1. Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung beanstandet der Beschwerdeführer ausdrücklich nicht. Soweit er seiner Rüge der Verletzung von Bundesrecht dennoch einen anderen als den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde legt, verhält er sich widersprüchlich. Auf seine Kritik zur vorinstanzlichen Schlussfolgerung, nach welcher er das Überholmanöver im vollen Bewusstsein um die hohe Gefahr einer tödlicher Frontalkollision durchgeführt habe, ist mangels Begründung nicht einzugehen (vgl. E. 1.3.1 hiervor). Ohnehin betrifft diese vorinstanzliche Schlussfolgerung das Wissenselement des subjektiven Tatbestands, welches für die Abgrenzung zwischen Eventualvorsatz und bewusster Fahrlässigkeit nicht entscheidend ist (vgl. E. 1.3.2 hiervor). Auch die weiteren nicht explizit als Willkürrüge vorgebrachten, aber von der Vorinstanz abweichenden Darstellungen des Beschwerdeführers sind unerheblich. So lässt sich seine eigene Interpretation der Aussagen von D.________, wonach die Sicht auf entgegenkommende Fahrzeuge trotz starken Nebels gut möglich gewesen sei, nicht nachvollziehen und vermag an der Feststellung der Vorinstanz keine Willkür zu begründen. Die Vorinstanz stellt den Sachverhalt sorgfältig fest und sie begründet insbesondere auch ihre Schlussfolgerung, dass die Sichtverhältnisse sehr schlecht waren und die Sichtweite im Zweifel für den Beschwerdeführer 50 Meter betrug, eingehend. Gerade auch mit den Aussagen von D.________ setzt sie sich vertieft auseinander und bezeichnet diese als glaubhaft. Nach deren Aussagen sei die Sicht schlecht gewesen und die Sichtweite habe gar nur zwei bis drei Wagenlängen betragen (vgl. angefochtenes Urteil, E. 3.4.3.5.3.5 S. 18 f. sowie kant. Akten, act. 190 und 519). Dass der Beschwerdeführer nach seinem Dafürhalten die Kollision hätte verhindern können, wenn er dem Opfer nach rechts statt nach links ausgewichen wäre oder seinen Blick während des Überholmanövers nach vorne auf die Gegenfahrbahn statt auf den Tachometer und die zu überholenden Fahrzeuge gerichtet hätte, sind spekulative Behauptungen und durch die überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz widerlegt (vgl. E. 1.4.2 hiernach). Das sorgfaltswidrige Verhalten des Beschwerdeführers während des bereits in die Wege geleiteten Überholmanövers und seine Entscheidung, dem entgegenkommenden Motorrad auf die linke Seite auszuweichen, ändern nichts an der vorinstanzlichen Feststellung, dass der Eintritt des Erfolges überwiegend oder gar ausschliesslich von Glück und Zufall abhing. Auch die Einwände des Beschwerdeführers zu den Standorten der weiteren beteiligten Verkehrsteilnehmer im Zeitpunkt der Kollision sind mangels erwiesener Ausweichmöglichkeit unbehelflich. Diese mussten auch nicht abschliessend geklärt werden, da für die vorinstanzliche Prüfung, ob der Eintritt des Erfolges durch Fahrgeschick vermeidbar gewesen wäre, nicht erst die Situation im Kollisionszeitpunkt massgeblich war.