Citation: 1C_678/2023 E. 3.4

3.4. Es greift jedenfalls zu kurz, das Ansinnen der Beschwerdeführenden bloss deshalb als unbegründet abzutun, weil gestützt auf Art. 29 Abs. 2 BV und die dazu ergangene Rechtsprechung generell kein Recht darauf bestehe, Kopien grossformatiger Baupläne zu erstellen. Massgebend sind jeweils die Umstände des Einzelfalls (vgl. ALBERTINI, a.a.O., S. 252; DUBACH, a.a.O., S. 167; WALDMANN/OESCHGER, a.a.O., N. 69 und 84 zu Art. 26 VwVG). Bereits in BGE 108 Ia 5 wurde die Weigerung, Kopien grossformatiger Pläne herzustellen, deshalb als rechtskonform beurteilt, weil dies für die Behörde - nach den damaligen Umständen - einen unverhältnismässigen Aufwand zur Folge gehabt hätte (a.a.O., E. 2c). Nichts anderes ergibt sich aus BGE 116 Ia 325, wo ein Anspruch auf Herstellung von Kopien grundsätzlich bejaht wurde (a.a.O., Regeste und E. 3d/aa). Es bedarf im konkreten Fall einer sachgemässen Prüfung, ob die Herstellung von grossformatigen Kopien tatsächlich zu einem unverhältnismässigen Aufwand für die Behörde führt (ALBERTINI, a.a.O., S. 252 mit Hinweis). Eine Gutheissung der Beschwerde hätte somit entgegen der vorinstanzlichen Auffassung gerade nicht zur Folge, dass generell und in allen zukünftigen Fällen - unbesehen der konkreten technischen Ausstattung der jeweiligen Behörde und der Angebotssituation von Kopiergeschäften vor Ort - ein absoluter Anspruch auf Herstellung von Kopien grossformatiger Baupläne bestünde.