Citation: 9C_726/2017 E. 4.1.4

4.1.4. Schliesslich sei aktenwidrig, dass die Versicherte zur Zeit der ABI-Begutachtung keine Psychopharmaka eingenommen habe. Dies sei auch nicht durch Laboruntersuchungen belegt. Aktenkundig ist, dass sich die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Begutachtung durch die ABI nicht in regelmässiger psychiatrischer Behandlung befand. Gemäss Bericht der behandelnden Psychiaterin med. prakt. E._________ vom 12. September 2016 stand die Versicherte bei ihr nur phasenweise in Therapie, erstmals von 2004 bis 2007 und hernach erneut seit 2012. Seit 2012 habe die Patientin verschiedene Antidepressiva erhalten, im Berichtszeitpunkt habe sie einzig Surmontiltropfen zum Schlafen rezeptiert. Eine Überprüfung des Medikamentenspiegels durch die ABI ist nicht ersichtlich. Wie das kantonale Gericht zutreffend ausführte, erübrigte sich eine solche angesichts der übereinstimmenden Angaben von Versicherter und behandelnder Psychiaterin.