Citation: 8C_491/2023 E. 4.1.1

4.1.1. Die Vorinstanz hielt vorab fest, der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sei zwar vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 61 lit. c ATSG), wonach das Gericht für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen habe. Dieser Grundsatz gelte indessen nicht uneingeschränkt; er finde sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (mit Hinweis auf BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genüge den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht habe vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen als die wahrscheinlichste würdige (mit Hinweis auf BGE 144 V 427 E. 3.2).