Citation: 5P.396/2004 01.03.2005 E. 4

4.1 Unter Hinweis auf die Aussagen des Zeugen S.________, aus denen für 2001 ein Einkommen des Beschwerdegegners von mindestens Fr. 90'000.--, d.h. von deutlich mehr als von diesem selbst angegeben, abzuleiten sei, bezeichnet die Beschwerdeführerin die Feststellung des Obergerichts, der Beschwerdegegner habe im ersten Jahr seiner Tätigkeit am neuen Arbeitsplatz bloss einen höchst bescheidenen Gewinn erzielt, als willkürlich. Was hierzu weiter vorgebracht wird, stellt eine rein appellatorische Kritik dar und ist im Übrigen von vornherein nicht geeignet, die Annahme des Obergerichts, es sei von einem gegenwärtigen (hypothetischen) Einkommen von Fr. 9'500.-- im Monat (d.h. Fr. 114'000.-- im Jahr) auszugehen, in Frage zu stellen. 4.2 Das Obergericht hat sich eingehend mit der Frage befasst, von welchem Einkommen des Beschwerdegegners die Parteien im Scheidungsverfahren ausgegangen seien, und gelangte zum Schluss, es müssten netto rund Fr. 12'000.-- gewesen sein. In diesem Zusammenhang weist es darauf hin, dass die Beschwerdeführerin selbst in der Klageantwort den Beschwerdegegner zunächst bei dessen Angabe behaftet habe, es sei damals von einem Einkommen von Fr. 11'600.-- bis Fr. 12'500.-- ausgegangen worden. Die kantonale Appellationsinstanz hält ferner dafür, es erübrige sich, weitere Beweismittel, wie die von der Beschwerdeführerin angerufenen Lohnausweise für 1999 und 2000 und die betreffende Steuererklärung, einzuholen, da wohl allenfalls nachgewiesen werden könnte, dass das Einkommen des Beschwerdegegners bereits damals nicht mehr so hoch gewesen sei, jedoch damit nichts für die Beantwortung der Frage gewonnen wäre, wovon die Parteien, ungeachtet der effektiven Verhältnisse, im Scheidungsverfahren tatsächlich ausgegangen seien. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es müsse vom unteren Betrag der vom Beschwerdegegner genannten Einkommensspanne, d.h. von Fr. 11'600.--, ausgegangen werden und es sei bereits im Vorfeld der Scheidung bekannt gewesen, dass der Beschwerdegegner im Anwaltsbüro L.________ weniger verdiene, was zu einer Reduktion der ursprünglich diskutierten Unterhaltsbeiträge geführt habe. Soweit die Vorbringen der Beschwerdeführerin überhaupt eine Auseinandersetzung mit den Erwägungen des Obergerichts enthalten, genügen sie den an die Begründung einer Willkürbeschwerde gestellten Anforderungen in keiner Weise. Es ist darauf deshalb nicht einzutreten.