Citation: 8C_633/2020 E. 5.2

5.2. Soweit er sich erneut auf den Bericht des Dr. med. C.________ vom 10. Juni 2010 stützt, setzt er sich mit der vorinstanzlichen Begründung, weshalb auf diesen zur Prüfung der Rentenfrage nicht abgestellt werden könne, nicht auseinander. Es ist denn auch nicht offensichtlich, inwiefern die dort festgehaltenen Einschränkungen angesichts der unbestrittenen MS-bedingten Verschlechterung bis zum massgeblichen Zeitpunkt des Einspracheentscheids (31. Juli 2019) noch zutreffen sollten. Dasselbe gilt bezüglich des Berichts von Dr. med. D.________ vom 7. Februar 2017, so dass der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Im Übrigen ist hinsichtlich der geltend gemachten Wechselwirkungen zwischen den Unfallfolgen und den krankheitsbedingten Einschränkungen festzuhalten, dass die MEDAS-Experten in ihren Schlussfolgerungen keine solchen bestätigten. Vielmehr führten sie als Folge des Unfalls einzig die OSG-Beschwerden an. Mithin ergibt sich die unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit alleine aus den im orthopädischen Teilgutachten attestierten Einschränkungen. Auf die konkrete Frage der Suva, wie sich die Krankheits- und Unfallfolgen beeinflussen oder verstärken würden, verwiesen die Experten auf Ziff. III. C. ihres Gutachtens, der keine gegenseitige Beeinflussung von unfall- und krankheitsbedingten Einschränkungen zu entnehmen ist. Daran ändert auch der Verweis auf S. 94 f. des MEDAS-Gutachtens vom 18. Juli 2018 nichts. Auch wenn der neurologische Teilgutachter auf S. 94 sehr limitierte Ressourcen bezüglich der MS-assoziierten Einschränkungen konstatierte und auf S. 95 festhielt, nach dem Unfall seien letztlich die Ressourcen nicht mehr vorhanden gewesen, den Weg der Eingliederung weiter zu beschreiten, lassen diese Passagen nicht darauf schliessen, er habe eine wechselseitige Beeinflussung festgestellt. Zudem haben diese Aussagen in der Konsensbeurteilung keinen Niederschlag gefunden. Weiter ist mit der Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass der neuropsychologische Experte einen Einfluss der Schmerzen auf die kognitive Leistungsfähigkeit bloss als möglich bezeichnet, was nicht genügt. Wie bereits die Vorinstanz festgestellt hat, ist der Einwand, es bestehe hinsichtlich der Multiplen Sklerose eine stabile Symptomatik, aktenwidrig, da die entsprechende Aussage im MEDAS-Gutachten sich auf einen Vergleich des Zustandes vom Februar 2017 mit jenem im Dezember 2017 beschränkt. Abschliessend bleibt darauf hinzuweisen, dass vorliegend die Krankheit und der Unfall verschiedene Körperteile betreffen, was für eine Trennung der jeweiligen Folgen spricht (vgl. RKUV 2006 Nr. U 570 S. 74 E. 2.2, U 357/04). Nach dem Gesagten ist mit der Vorinstanz erstellt, dass im massgebenden Zeitpunkt (31. Juli 2019) als unfallbedingte Folgen lediglich die OSG-Beschwerden vorlagen und keine massgeblichen wechselseitigen Beeinflussungen oder Verstärkungen zwischen unfall- und krankheitsbedingten Leiden gegeben sind. Folglich können die unfallbedingten von den unfallfremden Beeinträchtigungen getrennt werden, so dass kein Anwendungsfall von Art. 36 UVG vorliegt und die Auswirkungen des Unfalls auf die Arbeitsfähigkeit alleine gestützt auf das orthopädische Teilgutachten zu erfolgen hat.