Citation: 6B_372/2018 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, dass durch das Aufstellen des Radargerätes und die Durchführung der Radarmessung auf fremdem kantonalen Boden die verfassungsmässig verankerte Zuständigkeitsordnung der Kantone durch die Kantonspolizei Bern vorsätzlich und rechtsmissbräuchlich, jedenfalls aber schwerwiegend, verletzt worden sei, weshalb die Geschwindigkeitsmessung in richtiger Anwendung von Art. 141 StPO als Beweis unverwertbar sei. Bei der Radarkontrolle habe es sich um eine Routinekontrolle gehandelt, die in Abwesenheit der Polizeibeamten und ohne Dringlichkeit durchgeführt worden sei. Das Aufstellen eines Radarmessgerätes auf fremdem kantonalem Boden stelle einen stärkeren hoheitlichen Eingriff in die Zuständigkeitsordnung eines anderen Kantons dar, als wenn der Beschuldigte nach einer Verfolgung, welche bereits auf dem Hoheitsgebiet der verfolgenden Polizeibeamten begonnen habe, auf fremdem kantonalen Boden angehalten werde. Damit unterscheide sich der vorliegend zu beurteilende Fall massgeblich von demjenigen Sachverhalt, der dem von der Vorinstanz zitierten Bundesgerichtsentscheid 142 IV 23 zugrunde liege. Den Zuständigkeitsregeln komme im Sinne von Art. 141 Abs. 2 StPO Gültigkeitscharakter zu. Der einzige erhobene Beweis der Strafverfolgungsbehörden könne daher nicht zu Lasten des Beschwerdeführers verwertet werden, zumal der Beschwerdeführer vorliegend keine schwere Straftat im Sinne dieser Bestimmung begangen habe, denn grobe Verkehrsregelverletzungen stellten nach Lehre und Rechtsprechung keine Fälle schwerer Kriminalität dar, da als Strafe für eine grobe Verkehrsregelverletzung nicht ausschliesslich eine Freiheitsstrafe angedroht werde.