Citation: 8C_829/2023 E. 7.1

7.1. Aus Art. 19 Abs. 1 UVG kann entgegen der Vorinstanz nichts zu Gunsten des Beschwerdegegners abgeleitet werden. Denn diese Norm statuiert einzig, dass der Rentenanspruch erst entstehen kann, wenn u.a. allfällige IV-Eingliederungsmassnahmen abgeschlossen sind. Dass der obligatorische Unfallversicherer deren Ergebnis zu übernehmen hätte, folgt daraus nicht. Dies ergibt sich auch aus der Rechtsprechung, wonach er über den Rentenanspruch bereits befinden kann, wenn dieser durch (allenfalls) noch vorzunehmende berufliche Eingliederungsmassnahmen nicht beeinflusst werden kann, beispielsweise weil - wie hier - auch ohne diese kein rentenbegründender Invaliditätsgrad gegeben ist (Urteile 8C_366/2021 vom 10. November 2021 E. 6.7, 8C_265/2009 vom 5. Oktober 2009 E. 5.3 und U 90/01 vom 21. Oktober 2002 E. 2.3).