Citation: 8C_8/2020 E. 4.4

4.4. Zusammenfassend ist der Vorinstanz beizupflichten, dass das MEDAS-Gutachten vom 5. Februar 2015 die Beweisanforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage (hierzu siehe BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 135 V 465 E. 4.4 S. 470) erfüllt, weshalb sie zu Recht darauf abstellte. Aus dem Argument des Versicherten, seit dem Unfall von 29. Oktober 2012 sei er zu 100 % arbeitsunfähig, kann nicht ohne Weiteres gefolgert werden, seine andauernden Beschwerden seien auch im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 30. April 2013unfallbedingt gewesen. Denn dies liefe auf einen unzulässigen "post hoc ergo propter hoc"-Schluss (zu deutsch: danach, also deswegen) hinaus (BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.). Zudem muss der obligatorische Unfallversicherer den Beweis des Wegfalls der natürlichen Unfallkausalität nicht durch den Nachweis unfallfremder Gründe erbringen. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens dahingefallen sind (Urteil 8C_530/2019 vom 20. November 2019 E. 6.2.5), was hier nach dem Gesagten zutrifft. Da von weiteren medizinischen Abklärungen keine entscheidrelevanten Ergebnisse zu erwarten sind, verzichtete die Vorinstanz darauf zu Recht (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368 f., 136 I 229 E. 5.3 S. 236).