Citation: 5A_463/2014 E. 8.1

8.1. Zu prüfen ist zuerst der Vorwurf des Beschwerdeführers, der Verweis des Obergerichts auf die Erwägungen des erstinstanzlichen Urteils sei "nicht zulässig" und verletze sein rechtliches Gehör. Nach der Praxis des Bundesgerichts zu Art. 29 Abs. 2 BV ist es nicht ausgeschlossen, dass eine Rechtsmittelinstanz zur Begründung ihres Urteils auf die Erwägungen einer unteren Instanz verweist. Dies ist unter dem Gesichtspunkt der Verfassungsmässigkeit des angefochtenen Entscheids (E. 2) unbedenklich, soweit mit dem Rechtsmittel keine neuen und erheblichen Argumente vorgetragen wurden (BGE 103 Ia 407 E. 3a S. 410 f., bestätigt in Urteil 5P.439/2004 vom 10. März 2005 E. 3). Der Beschwerdeführer macht nun geltend, im Berufungsverfahren die Klage vom 3. Juli 2013 aufgelegt zu haben, mit der ihn die Beschwerdegegnerin vor dem Arbeitsgericht des Kantons Luzern auf Bezahlung des Lohnes bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses als Praxisangestellte belangt hatte. Dass seine Frau ihre Ansprüche aus Arbeitsvertrag erst nach dem erstinstanzlichen Urteil erstmals geltend machte, behauptet der Beschwerdeführer freilich nicht. Vor allem aber tut er nicht dar, inwiefern allein der Umstand, dass sie ihre Ansprüche gerichtlich durchsetzen wollte, das Urteil der ersten Instanz hätte in Frage stellen können. Der blosse Umstand, dass die Frau auf ihrem Lohnanspruch aus dem bisherigen, gekündigten Arbeitsverhältnis beharrte, bedeutet nicht zwingend, dass es ihr in der Folge möglich und zumutbar war, einer neuen, anderen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Weiter erinnert der Beschwerdeführer daran, dass er im Berufungsverfahren die Schulsituation der Kinder (Blockschulunterricht und Mittagstisch) dargestellt und darauf hingewiesen habe, dass die Beschwerdegegnerin in dieser Zeit ihren verschiedenen Hobbies nachgeht. Dass sich das Kantonsgericht mit dieser Thematik überhaupt nicht befasst hätte, kann jedoch nicht gesagt werden. Ein Element der erstinstanzlichen Beweiswürdigung ist nämlich die Aussage der Beschwerdegegnerin, dass eine Fremdbetreuung der Kinder durch Verwandte oder Bekannte nicht möglich sei und der Mittagstisch "nicht funktioniert" habe. Darauf geht der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht ein.