Citation: 2C_1170/2012 E. 3.5.1

3.5.1. Allerdings leben die Ansprüche nach Art. 42 ff. AuG auf einen dauerhaften Aufenthalt in der Schweiz nach Wegfall des öffentlichen Interesses an der Fernhaltung nicht ohne Weiteres wieder auf. Das Einreiseverbot verunmöglicht der betroffenen Personen - unter Vorbehalt von Art. 67 Abs. 5 AuG - jeglichen Aufenthalt in der Schweiz. Die Massnahme wiegt daher schwerer als die Nichterteilung einer Bewilligung für einen dauerhaften Aufenthalt, was in die Interessenabwägung einzufliessen hat (vgl. BGE 120 Ib 6 E. 4a S. 12 f.). Zudem kann es je nach den Umständen sinnvoll sein, von der betroffenen Person zunächst eine weitere Bewährung im Rahmen von bewilligungsfreien Besuchsaufenthalten zu verlangen und erst danach einen Daueraufenthalt zu bewilligen (Urteil 2C_36/2009 vom 20. Oktober 2009 E. 3.4).