Citation: I 21/04 16.06.2004 E. 4

4.1 Die Vorinstanz führt in ihrem Entscheid vom 29. Dezember 2003 aus, das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten sei umfassend, schlüssig und überzeuge in seiner Schlussfolgerung. Somit genüge es den Anforderungen der Rechtsprechung. Es sei, da aktueller, dem Gutachten von Dr. med. C.________ vorzuziehen. Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, das MEDAS-Gutachten, insbesondere das psychiatrische und das rheumatologische Konsilium, weise offensichtliche Mängel und Widersprüche auf. 4.2 Das psychiatrische Konsilium wurde gemäss der vorinstanzlich eingeholten Beweisauskunft von Dr. med. R.________ vom 28. Januar 2003 in italienischer Sprache durchgeführt. Dabei wurde kein psychiatrisches Leiden diagnostiziert, das die Arbeitsfähigkeit des Versicherten einschränkt. Die vom Beschwerdeführer angeführten Personen haben keine direkte Diagnosen hinsichtlich dessen Psyche erhoben. Da sie ausserdem nicht über eine entsprechende spezifische Fachausbildung verfügen, ist im Rahmen der Beweiswürdigung der Aussage des Psychiaters/Psychotherapeuten FMH Dr. med. R.________ ein höherer Beweiswert zuzubilligen. Dessen Stellungnahme wird den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige spezialärztliche Aussage (Erw. 3.3. hiervor am Ende) gerecht, sodass zusätzliche Abklärungen in dieser Hinsicht nicht erforderlich sind. 4.3 Der Rheumatologe Dr. med. C.________ beurteilte in seinem Gutachten die aktuelle, gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers gestützt auf eine umfassende, persönliche Untersuchung mit ausführlicher Anamnese, aktuellen Röntgenbildern (16./21. Juni 1999) sowie unter Einbezug der bis dahin erfolgten fachärztlichen Abklärungen der Jahre 1998/1999. Er stellte folgende Diagnosen: chronisches Zervikovertebralsyndrom; chronische Lumbalgie bei Verdacht auf Facettengelenksymptomatik beidseits und kleiner foraminaler Diskushernie L4/5 links; Omarthrose und AC-Gelenksarthrose mit Impingementsyndrom der Supraspinatussehne links; Coxarthrose rechtsbetont; Generalisierungstendenz mit linksbetonten Weichteilschmerzen; Verdacht auf depressive Entwicklung mit Somatisierungsstörung; chronische Bauchschmerzen unklarer Aetiologie und Polyglobulie. Seiner Prognose zufolge war tendenziell eher eine Verschlechterung, respektive keine relevante Verbesserung der somatischen Beschwerden zu erwarten. Dr. med. C.________ bescheinigte dem Versicherten im angestammten Beruf als Gipser eine volle Arbeitsunfähigkeit, in einer angepassten Tätigkeit erklärte er ihn als zu 50% arbeitsunfähig (Bericht vom 1. Juli 1999). Dr. med. M.________, der von der MEDAS konsiliarisch beigezogene Rheumatologe FMH, stellte im Bericht vom 14. Juni 2001 ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom links, ein chronisches cervikovertebrales Syndrom, eine manifeste Omarthrose und AC-Gelenkarthrose links mit Status nach rezidivierender Impingement Symptomatik der Supraspinatussehne links und eine latent beginnende Coxarthrose, rechtsbetont, fest. Sein Ergebnis beruht auf den Vorakten, einer eingehenden klinischen Untersuchung des Beschwerdeführers und den ihm zur Verfügung gestellten Röntgenbildern aus dem Jahre 1998. Der Arzt bestätigt die 100%ige Arbeitsunfähigkeit des Versicherten bezüglich der Tätigkeit als Gipser, attestiert ihm jedoch für jede körperlich leichte, möglichst wechselbelastende Arbeit aus somatischer Sicht volle Arbeitsfähigkeit. Beide Bewertungen erscheinen insgesamt als schlüssig und nachvollziehbar. Im Vergleich zur Expertise von Dr. med. C.________ lassen die Feststellungen von Dr. med. M.________ u.a. auf eine Verbesserung der physischen Beschwerden im Halswirbelsäulen- und Schulterbereich sowie bezüglich der Fibromyalgie schliessen. In seinem Bericht setzt sich Dr. med. M.________ jedoch nicht eingehend mit dem Gutachten C.________ auseinander. So bleibt unklar, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zwischenzeitlich verbessert hatte und wie diesfalls der - entgegen der Prognose von Dr. med. C.________ - positive Krankheitsverlauf zu erklären ist, oder ob Dr. med. M.________ den Beurteilungen durch Dr. med. C.________ prinzipiell widerspricht. Gemäss Aktenlage wurden zudem die von Dr. med. C.________ erstellten Röntgenbilder dem MEDAS-Gutachter nicht vorgelegt. Dieser war somit nicht in der Lage, die Aussagen des Dr. med. C.________ gestützt auf sämtliche Grundlagen in seine Beurteilung einzubeziehen. Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich nicht, der Stellungnahme des Dr. med. M.________ vollumfänglich den Vorrang einzuräumen und der entgegenstehenden Auffassung des Dr. med. C.________ jegliche Beweiskraft abzusprechen.