Citation: K 89/99 17.04.2000 E. 3

3.- Das kantonale Gericht hat die vorliegend massge- benden Bestimmungen über die Versicherungspflicht von Aus- ländern und Ausländerinnen mit einer Aufenthaltsbewilligung nach Art. 5 ANAG (Art. 3 Abs. 1 KVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 und Art. 1 Abs. 2 lit. a KVV) sowie den Be- ginn der Versicherung bei rechtzeitigem (Art. 5 Abs. 1 KVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 letzter Satz KVV) und bei verspätetem Beitritt (Art. 5 Abs. 2 KVG) zutreffend darge- legt. Richtig sind sodann auch seine Ausführungen zur Re- gelung des Versichererwechsels bei Franchisenversicherungen (Art. 7 KVG in Verbindung mit Art. 94 Abs. 2 KVV). Darauf kann verwiesen werden. Nicht beigepflichtet werden kann der Vorinstanz dem- gegenüber insoweit, als sie davon ausgeht, der Umstand, dass die Versicherten mit der Bezahlung von Prämien und Kostenbeteiligungen im Rückstand sind, hindere die Wirksam- keit einer Kündigung. Denn gemäss BGE 125 V 266 ist Art. 9 Abs. 3 KVV, wonach der bisherige Versicherer säumige Ver- sicherte, die den Versicherer wechseln wollen, erst dann aus dem Versicherungsverhältnis entlassen darf, wenn die ausstehenden Prämien oder Kostenbeteiligungen vollständig bezahlt sind, gesetzwidrig. Zu diesem Schluss gelangte das Eidgenössische Versicherungsgericht, weil Art. 9 Abs. 3 KVV das in Art. 7 Abs. 1 und 2 KVG statuierte Recht auf den Wechsel des Versicherers einschränkt und damit den einer Vollzugsnorm gesetzten Rahmen überschreitet.