Citation: K 87/05 18.10.2006 E. 1

1.1 Wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat, beurteilt sich die grundsätzliche Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Unfalls vom 11. Dezember 1992 nach dem bis 31. Dezember 1995 in Kraft gestandenen Bundesgesetz über die Krankenversicherung vom 13. Juni 1911 (KUVG). Dieses sah kein Versicherungsobligatorium vor. Von Gesetzes wegen bestand über den Zeitpunkt der Beendigung der Mitgliedschaft hinaus keine Leistungspflicht der Krankenkassen (SVR 1998 KV Nr. 5 S. 13 Erw. 3 mit Hinweisen). Die versicherte Person konnte grundsätzlich nur für jene Zeitspanne Leistungen beanspruchen, während der sie bei der betreffenden Krankenkasse versichert war. 1.2 Gemäss den Allgemeinen Versicherungsbedingungen AVB für die Versicherungsabteilungen C, UEV + ULV, Ausgabe 1.1.1992 (AVB), erlischt die Versicherung unter anderem bei Aufgabe des Wohnortes im Tätigkeitsgebiet der Artisana (Schweiz) sowie bei Austritt aus der kollektivversicherten Firma. 1.3 Scheiden Versicherte aus dem Kreis der von einer Kollektivversicherung erfassten Personen aus oder fällt der Kollektivversicherungsvertrag dahin, so haben sie das Recht, in die Einzelversicherung der Kasse überzutreten, wenn sie in deren Tätigkeitsgebiet wohnen oder dem Betrieb, Beruf oder Berufsverband angehören, auf den die Kasse ihre Tätigkeit beschränkt. Die Kassen sind verpflichtet, den Übertretenden im Rahmen der Einzelversicherung den bisherigen Umfang der Leistungen zu wahren (Art. 5bis Abs. 4 KUVG). Als Aufgabe des Wohnortes gilt die Verlegung des zivilrechtlichen Wohnsitzes nach einem ausserhalb des Tätigkeitsgebietes der Kasse liegenden Ort (Art. 5 Abs. 1 der Verordnung III über die Krankenversicherung, Vo III). Ferner bestimmte Art. 11 der Verordnung II über die Krankenversicherung (Vo II), dass das Recht zum Übertritt in die Einzelversicherung befristet werden kann (Abs. 1) und dass bei fristgerechter Anmeldung zum Übertritt in die Einzelversicherung die Kasse verpflichtet ist, diesen rückwirkend auf den Zeitpunkt des Ausscheidens aus der Kollektivversicherung zu gewähren. Dasselbe gilt, wenn der Versicherte infolge eines Verschuldens der Kasse sein Recht auf Übertritt nicht innert der vorgesehenen Frist geltend machen kann (Abs. 2). Gemäss Art. 12 der Verordnung haben die Kassen dafür zu sorgen, dass die Versicherten beim Ausscheiden aus der Kollektivversicherung schriftlich über ihr Recht zum Übertritt in die Einzelversicherung aufgeklärt werden. 1.4 Nach Art. 4.4.1 der AVB für die Taggeldversicherungen sowie Art. 2.12.3 der AVB für die Krankenpflegeversicherungen haben Mitglieder, die aus dem Kreis der von der Kollektivversicherung erfassten Personen ausscheiden, das Recht, in die Einzelversicherung überzutreten, sofern sie im Tätigkeitsgebiet der Artisana wohnen und sich innert 30 Tagen resp. einem Monat seit Orientierung durch die Artisana schriftlich zum Übertritt anmelden.