Citation: 8C_475/2022 E. 4.2

4.2. Weiter rügt die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe in willkürlicher Weise erkannt, dass das Gutachten der SMAB AG vom 19. Oktober 2012 keine Beweiskraft habe, weil es sich nicht mit den Erkenntnissen im MEDAS Gutachten vom 20. Februar 2009 auseinandergesetzt habe. Die Unverwertbarkeit der Expertise vom 20. Februar 2009 sei zu diesem Zeitpunkt vielmehr auch den SMAB-Gutachtern bekannt gewesen, weshalb kein Anlass bestanden habe, sich damit zu befassen. Das Gutachten der ZMB vom 10. Februar 2020 sei sodann in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin widersprüchlich und inkonsistent. Während das orthopädische Teilgutachten davon ausgehe, dass die Beschwerdeführerin nur halbtags (entsprechend einem 50%-Pensum) leichte Tätigkeiten verrichten könne, sei im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung von einer Arbeitsfähigkeit im Umfang von 70 % ausgegangen worden. Eine Begründung fehle, weshalb im Verlaufsgutachten rund vier Jahre nach der ersten Begutachtung im ZMB die Arbeitsfähigkeit anders eingeschätzt werde, obwohl sich der Gesundheitszustand gemäss den Gutachtern nicht oder nur leicht verändert habe. Warum die Einschätzung aus dem Jahr 2016 keine Gültigkeit mehr habe, werde im Gutachten nicht erläutert, weshalb auch aus diesem Grund eine neue Expertise einzuholen sei.