Citation: 5A_598/2020 E. 3

In der Sache selbst werden - abgesehen von einem abstrakten Hinweis auf Art. 10 Abs. 2 BV im Zusammenhang mit der Behauptung der Beschwerdeführerin, eine Elterntherapie würde für sie eine akute Gesundheitsgefährdung bedeuten - keinerlei Verfassungsrügen erhoben. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich auf appellatorische Ausführungen und die Beschwerde bleibt somit unbegründet. Nur der Vollständigkeit halber sei festgehalten, dass die Anordnung einer Elterntherapie im Interesse des Kindes grundsätzlich möglich (vgl. Urteile 5A_457/2009 vom 9. Dezember 2009 E. 4; 5A_615/2011 vom 5. Dezember 2011 E. 4; 5A_852/2011 vom 20. Februar 2012 E. 6; 5A_522/2017 vom 22. November 2017 E. 4.7.3) und vorliegend angesichts des in den kantonalen Entscheiden ausführlich dargestellten elterlichen Konfliktes auch angezeigt ist. Insbesondere geht der Einwand, das Besuchsrecht könne ja ausgeübt werden, insofern an der Sache vorbei, als die Beschwerdeführerin gemäss ihren Berufungsbegehren dem Vater noch vor Obergericht nur ein begleitetes Besuchsrecht von wenigen Stunden einräumen wollte, und der im Hinblick auf die geltend gemachte angebliche persönliche Unzumutbarkeit einer Therapie erfolgende Hinweis auf das Kontaktverbot kann insofern nicht mehr topisch sein, als dieses seit langem aufgehoben ist. Insgesamt wird nicht ersichtlich, inwiefern eine Gesprächstherapie auf Elternebene, in welcher nach den Erwägungen des angefochtenen Entscheides die gemeinsame Vorgeschichte aufgearbeitet und unter Berücksichtigung der Interessen der Tochter Spielregeln für das weitere Zusammenwirken gefunden werden sollen, dem Kindeswohl abträglich sein könnte, zumal sich der Konflikt der Eltern namentlich auch auf das Besuchsrecht bezieht.