Citation: 1C_62/2016 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführer bestreiten vor allem die Annahme des BAFU und der Vorinstanzen, dass die Einrichtungen in erster Linie von Hotelgästen genutzt würden. Sie befürchten eine weitergehende Nutzung als Gastronomie- und Barbetrieb mit grösserem Publikumsverkehr. Diesfalls drohe mehr als nur geringfügig störender Lärm, insbesondere durch die Nutzung der Aussenflächen (Terrassenbereiche von 61 m2 und 9.1 m2) und der Aussenparkplätze. Dem ist entgegenzuhalten, dass das Bauprojekt mit der Zweckbestimmung "Garni/Pensionshaus" bewilligt worden ist, d.h. als Kleinhotel, das Beherbergung, Frühstück, Getränke und höchstens kleine Speisen anbietet, aber ohne klassischen Restaurantbetrieb. Für die deklarierte Nutzung spricht vor allem die kleine Küchenfläche von nur 14.9 m2; an dieser Einschätzung ändert auch der im Untergeschoss vorhandene "Lagerraum Küche" von 20 m2 nichts, ist doch ein solcher Vorratsraum schon für Frühstück und Getränke erforderlich. Bei einer Nutzung vorwiegend durch Gäste des Kleinhotels (14 Zimmer mit 30 Betten) sind auch von den Aussenflächen keine erheblichen Immissionen zu erwarten. Sollte der Betrieb wider Erwarten ein grösseres hotelfremdes Publikum anziehen, wären die Lärmimmissionen zu diesem Zeitpunkt neu zu beurteilen und ergänzende Massnahmen anzuordnen, wie das Verwaltungsgericht zutreffend dargelegt hat. Eine über den Garni/Pensionsbetrieb hinausgehende Bewirtschaftung der Aussenflächen bedürfte zudem einer baurechtlichen Bewilligung. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen aber keine Anhaltspunkte für eine Abweichung von der deklarierten Nutzung vor (vgl. auch unten E. 5).