Citation: 8C_38/2022 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer folgt der Vorinstanz, soweit sie davon ausgeht, dass die IV-Stelle bis zum Vorliegen des medizinischen Gutachtens vom 2. November 2018, respektive der schriftlichen Antwort der Dr. med. C.________ vom 24. November 2018 auf die gestellten Zusatzfragen, keine sichere Kenntnis über die neuen erheblichen Tatsachen erlangt habe. Er rügt hingegen, die weiteren Erwägungen des kantonalen Gerichts zur angeblichen Rechtzeitigkeit der prozessualen Revision seien nicht tragfähig. Genügend sichere Kenntnis sei nämlich bereits mit Eingang der gutachtlichen Antwort vom 24. November 2018 auf die Ergänzungsfragen der IV-Stelle vorgelegen. Deshalb sei die 90-tägige Revisionsfrist in diesem Zeitpunkt ausgelöst worden. Die weitere Befassung des RAD und des IV-Rechtsdienstes mit den Akten ändere nichts daran. Die von der IV-Stelle verfügte Einstellung der Rente und Rückforderung der ausgerichteten Rentenleistungen aufgrund einer prozessualen Revision seien folglich nach Ablauf der dafür zur Verfügung stehenden Revisionsfrist - und hiermit verspätet - erfolgt. Das angefochtene Gerichtsurteil müsse aufgehoben werden.