Citation: 6B_442/2019 E. 1.1

1.1. Der schweren Körperverletzung macht sich schuldig, wer vorsätzlich einen Menschen lebensgefährlich verletzt (Art. 122 Abs. 1 StGB), wer vorsätzlich den Körper, ein wichtiges Organ oder Glied eines Menschen verstümmelt oder ein wichtiges Organ oder Glied unbrauchbar macht, einen Menschen bleibend arbeitsunfähig, gebrechlich oder geisteskrank macht, das Gesicht eines Menschen arg und bleibend entstellt (Abs. 2) oder vorsätzlich eine andere schwere Schädigung des Körpers oder der körperlichen oder geistigen Gesundheit eines Menschen verursacht (Abs. 3). Der Beschwerdeführer macht geltend, keine der in Art. 122 StGB umschriebenen Tatfolgen sei gegeben. So könne von einer Arbeitsunfähigkeit keine Rede sein; die Privatklägerin sei in ihrer angestammten Tätigkeit als Raumpflegerin selbständigerwerbend tätig. Für die Zeit vom 7. März 2014 bis Ende Juli 2014 sei sie ärztlich arbeitsunfähig geschrieben gewesen. Eine Arbeitsunfähigkeit von weniger als fünf Monaten könne nicht als langdauernd gewertet werden. Die Privatklägerin habe sich überdies keinen intensiven medizinischen Behandlungen unterziehen müssen, sei wegen des Vorfalls nicht im Spital gewesen und habe nicht an starken Schmerzen gelitten. Die aktuelle, höchstens geringfügige Beeinträchtigung der rechten Hand und linken Schulter sei keine schwere Schädigung im Sinne des betreffenden Tatbestands. Im Kopfbereich, dem Ziel der Einwirkung, sei keine Beeinträchtigung eingetreten. Die Vorinstanz lasse überdies ausser Acht, dass Möglichkeiten zur medizinischen Behandlung nicht ausgeschöpft seien, mit der die angeblichen körperlichen Einschränkungen behoben werden könnten.