Citation: 5A_832/2023 E. 3

Das Obergericht ist auf die Beschwerde mangels genügender Begründung nicht eingetreten. Die Beschwerdeführer würden sich mit dem Inhalt der angefochtenen Steigerungs- und Spezialanzeigen nicht auseinandersetzen. Ihre Vorbringen bezögen sich sinngemäss allenfalls auf den Verwertungsaufschub gemäss Art. 123 SchKG oder den Rechtsstillstand nach Art. 61 SchKG. Für entsprechende Gesuche wäre das Betreibungsamt und nicht die Aufsichtsbehörde zuständig. In einer Eventualerwägung hat das Obergericht erwogen, dass die Argumentation der Beschwerdeführer auch im Hinblick auf Art. 123 und Art. 61 SchKG nicht zu überzeugen vermöge. Sie behaupteten nicht, sie könnten die in Betreibung gesetzten Schulden durch Ratenzahlungen innert nützlicher Frist begleichen, sondern beriefen sich auf ihre prekäre finanzielle Lage. Sodann sei zu bezweifeln, dass eine "schwere Krankheit" des Beschwerdeführers 1 vorliege. Zudem sei der Beschwerdeführer 1 in der Lage, seine Interessen selbst wahrzunehmen und er werde im Verwertungsverfahren durch seine Ehefrau begleitet. Die anderen Gründe, mit denen die Beschwerdeführer die Notwendigkeit eines Verwertungsaufschubs begründeten, wie die Bindung an die Liegenschaft oder die schwere finanzielle Lage, könnten weder unter Art. 123 SchKG noch unter Art. 61 SchKG berücksichtigt werden. Die Gewährung einer längeren Räumungsfrist komme nicht in Betracht, da sie mit den Interessen der Gläubiger unvereinbar sei. Die Beschwerdeführer hätten sich ausserdem spätestens seit der Auflösung der einfachen Gesellschaft am 12. Dezember 2022 über die baldige Verwertung im Klaren sein müssen und hätten genügend Zeit gehabt, um eine neue Wohnung zu suchen.