Citation: 8C_479/2021 E. 6.2

6.2. Wie die IV-Stelle letztinstanzlich allerdings zu Recht einwendet, ist in der hier vorliegenden Konstellation der genaue Zeitpunkt des Eintritts des Gesundheitsschadens gar nicht massgebend. Denn die Beschwerdeführerin machte zu keiner Zeit geltend, und es bestehen auch keine Anhaltspunkte dafür, dass sie bei ihrer Berufswahl der Detailhandelsfachfrau EFZ im Jahr 2012 eingeschränkt gewesen wäre. Ins Gewicht fällt dabei zweifellos, dass sie die obligatorische Schulzeit in den regulären Primar- und Realschulen absolvieren konnte. Auch in der 10. Klasse einer Hauswirtschaftsschule waren ihre Leistungen durchschnittlich. Der Verweis von dieser Schule im März 2012 erfolgte, weil sie ihr Freund dort unerlaubterweise auf ihrem Zimmer besucht hatte.