Citation: 1P.420/2002 08.01.2003 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer rügt, das Verfahrensgericht habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verletzt. Das Verfahrensgericht habe die Frage des Eigentums an den Aktien offen gelassen und sich nicht mit den Vorbringen des Beschwerdeführers dazu auseinandergesetzt. Damit habe es seinen Anspruch, mit seinen rechtlichen Vorbringen gehört zu werden und einen begründeten Entscheid zu erhalten, missachtet. 3.2 Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Der Bürger soll wissen, warum die Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat. Die Begründung eines Entscheids muss deshalb so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Das bedeutet indessen nicht, dass sich diese ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 I 97 E. 2b mit Hinweisen). 3.3 Die Rüge ist unbegründet. Das Verfahrensgericht ist unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung von der zutreffenden Fragestellung ausgegangen und hat geprüft, ob der Anspruch des Beschwerdeführers liquid sei. Es hat die Frage (S. 9) verneint, da nicht geklärt sei, ob der tatsächliche Wert der P.________ AG noch gleich sei wie im Zeitpunkt des Kaufvertrages. Damit hat es seinen Entscheid hinreichend begründet. Der Beschwerdeführer war in der Lage, ihn sachgerecht anzufechten. Im Ergebnis ist es nicht zu beanstanden, wenn das Verfahrensgericht die Frage des Eigentums an den Aktien offen gelassen hat. Denn - wie dargelegt (E. 2.3) - wäre unter den gegebenen Umständen der Herausgabeanspruch des Beschwerdeführers auch dann nicht liquid, wenn man sein Eigentum an den Aktien aufgrund seiner Vorbringen bejahen wollte. Stellen sich, wie hier, nicht von vornherein eindeutig zu beantwortende Rechtsfragen, ist es sachgerecht, wenn die Untersuchungsbehörde die vorzeitige Herausgabe ablehnt und den Entscheid dem Richter vorbehält, der nach Art. 59 Ziff. 1 Abs. 1 StGB vor einer Einziehung die Herausgabe an den Verletzten - unter Würdigung sämtlicher Vorbringen - in jedem Fall noch einmal zu prüfen hat.