Citation: 1B_1/2020 E. 6.3

6.3. Die Beurteilung der Vorinstanz ebenfalls nicht in Frage zu stellen, vermag, dass der Beschwerdeführer, wie er weiter geltend macht, einen guten Leumund hat und bei seiner zweiten Verhaftung keinen Widerstand leistete. Dasselbe gilt, soweit er in Bezug auf den Geschädigten (weil zwischen ihm und diesem keine Beziehung bestehe) und den Mitbeschuldigten (da sich dieser in Untersuchungshaft befinde) sinngemäss Kollusionsgefahr bestreitet. Aufgrund der genannten Anhaltspunkte für das Bestehen einer solchen Gefahr kommt den geltend gemachten Umständen keine massgebliche Bedeutung zu. Unbehelflich sind schliesslich auch die weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers im vorliegenden Zusammenhang, insbesondere sein Hinweis auf die Verfahrensdauer bzw. das Verfahrensstadium. Wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid richtig festgehalten hat, müssen die Strafverfolgungsbehörden in der Anfangsphase einer Strafuntersuchung die Möglichkeit haben, allfällige weitere Mittäter oder Zeugen aufzuspüren, ohne dass bereits identifizierte, mutmassliche Täter diese warnen oder sich mit ihnen absprechen bzw. diese beeinflussen können (vgl. Urteil 1B_380/2019 vom 21. August 2019 E. 3.4 mit Hinweis). Auch insoweit ist daher weder willkürlich noch sonst bundesrechtswidrig, dass die Vorinstanz den besonderen Haftgrund der Kollusionsgefahr im gegenwärtigen Verfahrensstadium bejaht hat, und zwar umso mehr, als sie das Vorliegen einer Verfahrensverzögerung, welche die Rechtmässigkeit der Untersuchungshaft in Frage stellen würde (vgl. Urteil 1B_185/2018 vom 8. Mai 2018 E. 4.2), geprüft und verneint hat.