Citation: 8C_229/2022 E. 4.2.1

4.2.1. Die Beschwerdeführer wenden im Wesentlichen ein, die Vorinstanz habe die Begründungspflicht bzw. ihren Gehörsanspruch verletzt, weil sie bloss auf ihre Rechtsprechung gemäss AGVE 2005 S. 285 verwiesen habe. Diese sei zudem veraltet und überholt. In jenem Fall seien seit der Vereinbarung zwischen der Gemeinde und dem Sozialhilfeempfänger betreffend dessen Verpflichtung zur Arbeitssuche und der Leistungskürzung weniger als zwei Monate vergangen. Vorliegend seien zwischen den Kürzungsandrohungen vom 3. April 2017 bzw. 31. Mai 2018 bis zur Leistungskürzung vom 7. April 2021 vier Jahre vergangen. Damit habe die zeitlichen Konnexität gefehlt. Die Vorinstanz habe Art. 12 BV verletzt, weil sie gestützt auf AGVE 2005 S. 285 und nicht bezogen auf den Einzelfall entschieden habe. Die Sozialkommission Birr hätte den Beschwerdeführern die Leistungskürzung nach § 13b Abs. 1 SPG nochmals androhen müssen. Sie habe das Legalitätsprinzip nach Art. 5 Abs. 1 BV verletzt, indem sie ohne Einhaltung der gesetzliche Grundlagen verfügt habe. Zudem hätte sie ihnen vor der Leistungskürzung das rechtliche Gehör einräumen müssen, wie sich aus dem Handbuch Soziales des Kantons Aargau ergebe. Folglich seien Art. 5 Abs. 3 und Art. 29 Abs. 2 BV sowie Art. 6 EMRK verletzt worden.