Citation: 9C_484/2014 E. 2.3.1

2.3.1. Vom Freizügigkeitsfall nach Art. 2 Abs. 1 FZG zu unterscheiden ist der (Teil-) Liquidationstatbestand. Diesbezüglich dürfen versicherungstechnische Fehlbeträge abgezogen werden, sofern dadurch nicht das Altersguthaben nach Art. 15 BVG geschmälert wird (vgl. Art. 19 FZG [sowohl in der bis Ende 2011 als auch ab 1. Januar 2012 geltenden Fassung]; Art. 53d Abs. 3 BVG [in Kraft seit 1. Januar 2005] in Verbindung mit Art. 23 Abs. 2 FZG, vgl. auch Art. 89a Abs. 6 Ziff. 9 ZGB; BGE 138 V 303 E. 3.1 und 3.2 S. 306 f.; 125 V 421 E. 4b/bb S. 425). Dabei kann auf die Austrittsleistung auch dann, wenn auf die formelle Durchführung einer (Teil-) Liquidation verzichtet wird (vgl. etwa Art. 6 des Teil- und Gesamtliquidationsreglements Vorsorgewerk vom 22. April 2010 [nachfolgend: Liquidationsreglement Vorsorgewerk]), ein allfälliger versicherungstechnischer Fehlbetrag angerechnet werden (vgl. Art. 8 Abs. 1 BV; BGE 135 V 113 E. 2.1.6 S. 118 f. [unter Berücksichtigung der bis Ende 2004 geltenden Bestimmungen]). Somit ist im Rahmen einer Teil- oder Gesamtliquidation eine Abweichung von Art. 17 FZG zulässig ( WALSER, a.a.O., N. 4 zu Art. 17 FZG).