Citation: 8C_707/2021 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin rügt, Art. 18 Abs. 1 des Suva-Prämientarifs, wonach für die Zuteilung von Betrieben oder Betriebsteilen zu einer Risikogemeinschaft die Betriebsmerkmale ausschlaggebend seien, jedoch die administrativen Tätigkeiten nicht berücksichtigt würden, stelle eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung dar, welche ihren Betrieb diskriminiere. Zwar habe die Suva die im Geschäftsgang der Beschwerdeführerin im Vordergrund stehende Bürotätigkeit zumindest als prämienmindernden Faktor berücksichtigt. Seit Jahren mache die Beschwerdeführerin jedoch geltend, richtigerweise als "administrativer Betrieb" qualifiziert zu werden, jedenfalls nicht als Betrieb der Klasse 49A. Der Betrieb der Beschwerdeführerin sei vielmehr einzureihen "wie beispielsweise eine Verwaltungsabteilung des Bundes oder auch ein Architekturbüro". Der "byzantinisch anmutende Prämientarif [sei] für Nichteingeweihte überaus schwer verständlich". Die Komplexität könne kein Freipass für unsachgemässe Lösungen und das Gleichheitsgebot verletzende Regelungen sein. Die Einreihung ihres Betriebes als Strassentransportunternehmung sei offenkundig sachwidrig.