Citation: 4P.333/2006 15.03.2007 E. 1

1.1 X.________ klagte am 16. Mai 2006 beim Gerichtskreis IV Aarwangen-Wangen gegen Y.________ namentlich auf Bezahlung von Fr. 150'000.--; diesen Betrag hatte ihr Ehemann dem Beklagten im Jahre 1970 zum Erwerb und zur Überbauung eines Grundstücks übergeben. Zudem ersuchte sie gestützt auf Art. 77 ZPO BE um unentgeltliche Prozessführung und einen amtlichen Anwalt. Mit Verfügung vom 11. September 2006 wies der Gerichtspräsident 2 des Gerichtskreises IV dieses Gesuch ab (Dispositiv-Ziffer 3), auferlegte X.________ in Anwendung von Art. 79 Abs. 4 ZPO BE die Gerichtskosten im Gesuchsverfahren (Ziffer 4) und stellte das Verfahren in der Hauptsache gemäss Art. 79 Abs. 3 ZPO BE bis zur endgültigen Erledigung des Gesuchs ein (Ziffer 5). 1.2 Am 25. September 2006 rekurrierte X.________ an das Obergericht des Kantons Bern, Appellationshof, 1. Zivilkammer; sie beantragte, die Dispositivziffern 3, 4 und 5 der Verfügung vom 11. September 2006 aufzuheben sowie festzustellen, dass ihre Klage nicht aussichtslos sei und die übrigen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung erfüllt seien. 1.3 Mit Entscheid vom 6. November 2006 wies der Appellationshof den Rekurs betreffend unentgeltliche Prozessführung im Wesentlichen mit der Begründung ab, die Klage habe wegen Eintritts der Verjährung kaum Aussicht auf Erfolg. 1.4 Gegen dieses Urteil hat X.________ am 11. Dezember 2006 beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde eingereicht. Sie beantragt, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und ihr für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege sowie Verbeiständung zu gewähren. Sie rügt die Verletzung von Art. 9, 29 Abs. 3 und 30 Abs. 1 BV sowie Art. 11 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Bern vom 6. Juni 1993 (KV BE). 1.5 Antragsgemäss hat der Abteilungspräsident am 10. Januar 2007 der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt. Das Obergericht hat auf eine Stellungnahme in der Sache verzichtet.