Citation: 1C_522/2022 E. 6.3

6.3. Das Verwaltungsgericht setzte sich mit der Berechnung der Mindestbreite des Gewässerraums nach Art. 41a GSchG nicht auseinander. Aus einer Stellungnahme der Abteilung Landschaft und Gewässer des DBVU vom 26. Juni 2020 geht hervor, dass sich der Gewässerraum von 14 m aus § 127 Abs. 1 BauG ergibt. Nach dieser Bestimmung wird als Gewässerraum das Gewässer mit seinem Uferstreifen bezeichnet und beträgt die Breite des Uferstreifens bei eingedolten Gewässern 6 m (lit. c). Das Amt legte dar, mit einer Sohlenbreite des Süssbachs auch in seinem überdeckten Abschnitt von rund 2 m und einem beidseitigen Uferstreifen von 6 m Breite resultiere die von der Stadt Brugg umgesetzte Gewässerraumbreite von 14 m.