Citation: 4A_335/2024 E. A

Die A.________ AG (Beschwerdeführerin) und die B.________ AG (Beschwerdegegnerin) sind beide im Import und Vertrieb von FFP2-Masken tätig. Am 30. April 2021 vereinbarten die Parteien im Rahmen einer schriftlichen Übereinkunft, sich nicht gegenseitig zu konkurrenzieren. Anlässlich zweier persönlicher Treffen der Verantwortlichen vom 19. Mai und 15. Juni 2021 wurden gegenseitige Lieferungen von Hygienemasken besprochen. Am 4. Juli 2021 folgte eine E-Mail des Verantwortlichen der Beschwerdegegnerin, worin dieser sein Gegenüber bei der Beschwerdeführerin um Bestätigung einer gegenseitigen Lieferung von jeweils 896'000 FFP2-Masken ersuchte. Eine Bestätigung blieb indes aus. Die Beschwerdegegnerin lieferte am 8. Juli 2021 im Auftrag der Beschwerdeführerin 896'000 FFP2-Masken an einen Dritten. Mit E-Mail vom 17. September 2021 bestellte der Verantwortliche der Beschwerdeführerin in deren Namen bei der Beschwerdegegnerin weitere 448'000 FFP2-Masken, neuerlich zur Lieferung an einen Dritten. Die Lieferung erfolgte vertragsgemäss und fristgerecht. Die Rechnungen blieben, auch auf mehrfache Mahnung, unbezahlt, worauf die Beschwerdegegnerin die Betreibung einleitete. Die Beschwerdeführerin ihrerseits lieferte der Beschwerdegegnerin zwischen dem 27. Oktober und dem 3. Dezember 2021 insgesamt 660'600 Masken des Typs "GM-02" und 194'560 Masken des Typs "GM-03". Zudem stellte sie der Beschwerdegegnerin 500'000 Masken des Typs "GM-03" und 1 Mio. Masken des Typs "GM-02" in Rechnung.