Citation: 6B_1005/2017 E. 4.1.4

4.1.4. Die für den vorinstanzlichen Vollzugsentscheid ausschlaggebenden Vorstrafen sind in der Tat nur teilweise einschlägig, was Körperverletzungsdelikte betrifft: Der Beschwerdeführer wurde mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 18. Oktober 2013 wegen einfacher Körperverletzung und Drohung zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen verurteilt. Im Raum stehen darüber hinaus nur noch ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 17. Juni 2015 wegen mehrfachen Fahrens in fahrunfähigem Zustand, Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch und einer Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes (Geldstrafe von 50 Tagessätzen) sowie ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 29. Juli 2015 wegen Führens eines Motorfahrzeugs ohne Berechtigung und Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch (Geldstrafe von 30 Tagessätzen). Dennoch hat die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen (vgl. E. 4.1.1 a.E.) nicht überschritten oder missbraucht. Die rasche Abfolge der zur Verurteilung gelangten Delikte rechtfertigt den Schluss auf eine allgemein erhebliche Uneinsichtigkeit, mithin Wiederholungsgefahr auch hinsichtlich von Körperverletzungsdelikten. Daran ändern die vom Beschwerdeführer relevierten Umstände der Tat sowie betreffend Resozialisierung und bereits erstandener Haft nichts. Die Vorinstanz durfte somit auch aus den überwiegend nicht einschlägigen Vorstrafen eine grundsätzlich ungünstige Prognose ableiten und deswegen einen vollständigen Aufschub der Freiheitsstrafe verweigern.