Citation: 6B_1060/2019 E. 3.2.3

3.2.3. Der Beschwerdeführer stützt seine Rüge auf den von ihm behaupteten Sachverhalt, wonach ihn der Beschwerdegegner 1 rechtwinklig und mit gestrecktem Bein oberhalb des Knies getroffen und dadurch den Tibiakopfbruch verursacht habe. Dieser deckt sich nicht mit den vorinstanzlichen willkürfreien Feststellungen. Letztere sind für das Bundesgericht verbindlich (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen sind der Beschwerdegegner 1 wie auch der Beschwerdeführer vor dem Zusammenstoss "flach hineingegangen". Dass der Beschwerdegegner 1 dem Beschwerdeführer mit gestrecktem Bein in das Knie gerammt sei und damit einen Tibiakopfbruch bewirkt habe, lässt sich gemäss Vorinstanz nicht mit genügender Sicherheit feststellen. An welcher Stelle des Beins der Beschwerdegegner 1 den Beschwerdeführer getroffen hat, konnte die Vorinstanz nicht mehr eruieren, nachdem der Beschwerdeführer, der Trainer des Beschwerdeführers und der Beschwerdegegner 1 unterschiedliche Angaben gemacht haben. Jedenfalls wollte der Beschwerdegegner 1 den Ball spielen bzw. er spielte ihn. Die Aktion des Beschwerdegegners 1 hat gemäss Vorinstanz einzig dem Ball gegolten. Beide Spieler haben sich im Kampf um den Ball befunden und haben innert kürzester Zeit in einer dynamischen Situation über ihr jeweiliges Einsteigen entscheiden müssen. Der Beschwerdegegner 1 hat gemäss verbindlicher Feststellung der Vorinstanz weder absichtlich noch aggressiv gehandelt. Sein Vorgehen wurde vom Schiedsrichter zwar als grobes Spiel qualifiziert und mit einer gelben Karte geahndet. Ein gegen den Beschwerdeführer gerichtetes, gewolltes, unfaires oder gefährliches Fehlverhalten konnte indessen nicht erstellt werden. Der vorliegende Sachverhalt präsentiert sich damit anders als in dem vom Beschwerdeführer angerufenen BGE 145 IV 154. Das Vorgehen des Beschwerdegegners 1 stellt gesamthaft gesehen keine Regelverletzung dar, welche eine strafrechtliche Verurteilung rechtfertigen würde. Der Vorfall ist noch zum sportartspezifischen Risiko zu zählen. Der Freispruch des Beschwerdegegners 1 vom Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung ist bundesrechtskonform.