Citation: 2C_730/2015 E. 3.2.2

3.2.2. Der Beschwerdeführer bringt vor, sein Verschulden relativiere sich dadurch, dass er sich in der Strafuntersuchung kooperativ verhalten und seine Tat sofort eingestanden habe. Das Strafgericht habe ihm eine günstige Prognose gestellt und der Vollzug sei im Umfang von 21 Monaten aufgeschoben worden. Er habe sich sodann seit 2011 nichts mehr zuschulden kommen lassen. Zwar ist dem Beschwerdeführer zugute zu halten, dass er im Strafverfahren kooperiert und sich einsichtig gezeigt hat; auch hat er die strafrechtlichen Handlungen aus eigenem Antrieb eingestellt. Allerdings sind das kooperative Verhalten, seine Reue und das Geständnis als strafmindernde Gründe im Urteil und im - gleichwohl hohen - Strafmass von 30 Monaten bereits berücksichtigt. Es besteht im ausländerrechtlichen Verfahren insofern regelmässig kein Raum, die Ausführungen des Strafgerichts zum Verschulden zu relativieren (vgl. Urteile 2C_408/2015 vom 2. November 2015 E. 3.2.2; 2C_634/2011 vom 27. Juni 2012 E. 4.1; 2C_797/2011 vom 12. Juni 2012 E. 2.2 mit Hinweisen). Weiter ist der Beschwerdeführer seit seiner Verurteilung im August 2013 nicht mehr straffällig geworden. Die Verurteilung liegt allerdings nicht weit zurück und er befand sich zunächst im Strafvollzug und danach in der Probezeit, ebenso ist - seit dem 1. September 2014 - das ausländerrechtliche Bewilligungsverfahren gegen den Beschwerdeführer hängig. Vor diesem Hintergrund vermag der Umstand allein, dass er sich seit der strafrechtlichen Verurteilung wohl verhalten hat, das öffentliche Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung nicht entscheidend zu relativieren. Ohnehin durfte das Verwaltungsgericht im Rahmen der Interessenabwägung bei schweren Betäubungsmitteldelikten auch generalpräventive Gesichtspunkte miteinbeziehen (BGE 130 II 176 E. 4.2 - 4.4 S. 185 ff.; Urteile 2C_743/2014 vom 13. Februar 2015 E. 3.2; 2C_963/2012 vom 1. April 2013 E. 5.4.1; 2C_817/2012 vom 19. Februar 2013 E. 2.1.2).