Citation: 2C_562/2017 E. 6.1.1

6.1.1. Beim ersten ging es um einen Streit mit einem Nachbarn. Dieser hatte sich wiederholt wegen Lärmbelästigungen durch die Kinder des Beschwerdeführers beschwert. Am 17. März 2015 begegnete der Beschwerdeführer, der das Haus verlassen wollte, seinem heimkehrenden Nachbarn im Treppenhaus, wobei es zu einem Wortgefecht und Beleidigungen kam. Der Nachbar folgte dem Beschwerdeführer vor das Haus, wo sich der Streit fortsetzte. Der Beschwerdeführer versetzte dem Nachbarn hierauf plötzlich zwei wuchtige und gezielte Faustschläge gegen das linke Auge, worauf dieser zu Boden stürzte und seinen Fall mit dem linken Ellbogen abzufedern versuchte (einfache Körperverletzung). In der Folge packte der Beschwerdeführer den "komatös" am Boden liegenden Nachbarn am Kragen, versetzte ihm mindestens drei bis fünf Faustschläge ins Gesicht und mindestens einen Fusstritt gegen den Oberkörper und/oder den Kopf, wobei der nach wie vor benommene Nachbar versuchte, die Schläge mit den Armen abzuwehren und aufzustehen (einfache Körperverletzung). Der Beschwerdeführer liess es nicht hierbei bewenden: Er trat anschliessend mit seinem rechten schwarzen halbhohen Arbeitsschuh mit harter, profilierter Gummisohle einmal wuchtig gegen das linke Auge des Geschädigten, wobei er mit dem Fuss ausholte und mit der Schuhspitze ins Gesicht des Nachbarn trat. Dieser fiel nach hinten auf den Boden und blieb dort mehr als eine Minute benommen liegen (versuchte schwere Körperverletzung). Danach behändigte der Beschwerdeführer eine Eisenstange, um damit auf den Nachbarn einzuschlagen. Hierzu kam es indessen nicht mehr, da dessen Eltern herbeigeeilt waren. In Folge der Körperverletzungen war der Nachbar drei Wochen arbeitsunfähig. Mit den Tritten gegen den Kopf des Nachbarn nahm der Beschwerdeführer schwerere Verletzungen (Hirnblutung und neurologische Ausfälle) in Kauf.