Citation: 9C_696/2022 E. 3.1

3.1. Im Wesentlichen macht er geltend, zwar sei es bis vor rund zwanzig Jahren üblich gewesen, bei Trennungen und Scheidungen die Kinder unter die elterliche Sorge und die Obhut nur eines Elternteils - meist der Mutter - zu stellen. Diese Situation habe sich inzwischen grundlegend verändert. Art. 276 Abs. 2 ZGB sehe in seiner seit 2017 geltenden Fassung vor, dass die Eltern gemeinsam, jeder nach seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt des Kindes sorgen und insbesondere für die Kosten von Betreuung, Erziehung, Ausbildung und Kindesschutzmassnahmen aufkommen würden. Seit 2017 seien die Eltern auch nach einer Trennung oder Scheidung gleich verpflichtet, gleichberechtigt und entsprechend auch gleich zu behandeln. All diesen Veränderungen trage die vom Verwaltungsgericht gestützte gerichtliche Praxis nicht Rechnung.