Citation: I 956/06 30.01.2007 E. 4

4.1 Laut Feststellungen der Vorinstanz leidet der Beschwerdeführer seit 1991 an Morbus Addison (Nebennierenrinden-Insuffizienz), einer Krankheit, welche die Arbeitsfähigkeit nicht einschränkt. Des Weiteren hat das kantonale Gericht gestützt auf die Berichte des Dr. med. L.________ vom 21. April 2004 und des Dr. med. B.________ vom 22. April 2004 (Datum des Versands durch die IV-Stelle) dargelegt, dass der Beschwerdeführer zwar eine tägliche medikamentöse Behandlung benötige, seine Erkrankung einer beruflichen Ausbildung in der freien Wirtschaft jedoch nicht entgegenstehe. Hingegen bestünden beim Versicherten Einschränkungen im geistig-intellektuellen Bereich, welche die Absolvierung einer ordentlichen Berufsausbildung erheblich erschwerten. Die Vorinstanz weist alsdann darauf hin, dass keine ärztliche Beurteilung die vorhandenen Einschränkungen wie Antriebsarmut oder geringe Intelligenz auf einen Gesundheitsschaden zurückführe. Schliesslich habe der Beschwerdeführer unter Beweis gestellt, dass ein Einsatz in der freien Wirtschaft grundsätzlich möglich ist, indem er vom 1. Februar bis 31. August 2002 (sowie eigenen Angaben zufolge wiederum von Februar bis August 2003) in der Firma Z.________ gearbeitet habe. 4.2 Nach den verbindlichen Feststellungen des kantonalen Gerichts (Erw. 2 hievor) steht fest, dass der Beschwerdeführer auf Grund des Morbus Addison bei einer Berufsausbildung nicht eingeschränkt ist. Zur Frage, ob er infolge eines psychischen oder neurologischen Leidens bei einer seinen Fertigkeiten angepassten beruflichen Ausbildung beeinträchtigt ist, enthält der angefochtene Entscheid keine Feststellungen, obwohl sich in den Akten verschiedentlich ernst zu nehmende Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung finden, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht geltend gemacht wird. Vielmehr beschränkt sich die Vorinstanz darauf, auf das Fehlen einer entsprechenden fachärztlichen Stellungnahme, sei es aus psychiatrischer oder neurologischer Sicht, hinzuweisen und in der Folge diese Frage unter Berufung auf die Arbeitssituation des Versicherten, u.a. die Einsätze in der Firma Z.________, zu verneinen. 4.3 Indem der angefochtene Entscheid keine tatsächliche Feststellung zur Frage enthält, ob der Beschwerdeführer infolge eines psychischen oder neurologischen Leidens im Hinblick auf eine erstmalige berufliche Ausbildung erheblich eingeschränkt ist, hat die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig festgestellt, weshalb das Bundesgericht nicht daran gebunden ist. Entgegen der Auffassung des kantonalen Gerichts ist der Umstand, dass der Versicherte offenbar in der Lage war, als Ungelernter während Monaten eine Arbeit bei der Firma Z.________ zu verrichten, hinsichtlich der hier interessierenden Frage nach allfälligen gesundheitlichen Einschränkungen bei einer Berufsausbildung nicht entscheidend. Im Bericht des beruflichen Trainingszentrums X.________ vom 10. Mai 2005 über die vom 4. bis 22. April 2005 dauernde berufliche Vorabklärung wurden u.a. eine neuropsychologische und eine psychiatrische Beurteilung empfohlen. Der Bericht ist von einer Psychologin unterzeichnet und nimmt Bezug auf Aussagen des beratenden Mediziners des beruflichen Trainingszentrums X.________. Sodann enthält auch der Abklärungsbericht der Stiftung Y.________ vom 17. Juni 2005 Hinweise darauf, dass beim Versicherten ein psychischer Gesundheitsschaden bestehen könnte. Damit die Frage, ob der Beschwerdeführer an einer neurologischen oder psychischen Krankheit leidet, welche die Möglichkeit, eine erstmalige Berufsausbildung zu absolvieren, erheblich beeinträchtigt, beantwortet werden kann, sind zusätzliche medizinische Abklärungen unabdingbar. Die Sache ist zu diesem Zweck an die IV-Stelle zurückzuweisen. Gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung wird sie über den Anspruch auf Leistungen für die erstmalige berufliche Ausbildung neu befinden.