Citation: 1C_505/2020 E. 6.3

6.3. Die Beschwerdeführenden rügen eine willkürliche Auslegung von § 58 lit. b AbtrG, weil nur eine Verwendung von dauerndem Charakter die Rückforderung ausschliessen könne, nicht aber die vorliegende, nur provisorische Nutzung der abgetretenen Fläche, zunächst als Kiesplatz und später für öffentliche Parkplätze. Ohnehin habe keine dieser Nutzungen dem Abtretungszweck (Ausbau der G.________strasse auf 12 m) entsprochen. Völlig willkürlich und durch keinerlei Akten belegt sei die Argumentation, die Parteien hätten den Abtretungszweck nachträglich geändert. Anlässlich der Grundbuchanmeldung sei ausschliesslich auf den Beleg 1958 Nr. 54 und damit auf den Abtretungsvertrag vom 11. Dezember 1957 bzw. die öffentliche Beurkundung vom 13. März 1958 Bezug genommen worden. Der Strassenausbau sei lediglich auf einen Zeitpunkt nach der Landabtretung verschoben worden. Der Quartierplanrevers in der Baubewilligung vom 4. Oktober 1957 habe nur als Hinweis gedient, dass bei Wiederaufnahme des (damals sistierten) Quartierplanverfahrens weitere Verpflichtungen, Beschränkungen und Kosten auf die Grundeigentümer zukommen könnten. Der Umfang des Strassenausbaus im Bereich ihrer Parzellen sei indessen mit den Abtretungsverträgen abschliessend fixiert worden. Die Verjährungsfrist beginne erst mit der rechtskräftigen Festsetzung des Quartierplans zu laufen, weil zuvor noch nicht festgestanden habe, ob die abgetretenen Flächen noch (ganz oder teilweise) für den Strassenausbau benötigt würden. Bis dahin hätten sich "hinreichende Gründe" dafür anführen lassen, dass die Fahrbahn noch nicht verbreitert worden sei. Selbst wenn indessen die Verjährung eingetreten wäre, fehle es an der Verjährungseinrede, weil diese nur von der Stadt Zürich als Schuldnerin der Forderung erhoben werden könnte. Die Beschwerdeführenden verweisen auf die Praxis des Bundesgerichts, wonach die Verjährung öffentlich-rechtlicher Forderungen, wenn Private Gläubiger seien, nicht von Amtes wegen, sondern nur auf ausdrückliche Einrede des Staates hin zu berücksichtigen sei (BGE 101 Ib 348; Urteil 2C_245/2018 vom 21. November 2018 E. 4.1). Daran ändere sich auch nichts, wenn die Rückforderung im Rahmen eines Quartierplanverfahrens geltend gemacht werde. Die Mehrkosten von rund Fr. 72'150.-- des Beschwerdegegners seien lediglich die mittelbare Folge davon, dass die ungerechtfertigte Landabtretung wieder rückgängig gemacht werde. Hätte die Stadt Zürich von Anfang an richtig gehandelt und bereits 1957 nur soviel Land übernommen, wie für den Ausbau der G.________strasse tatsächlich benötigt werde, würden sich die finanziellen Folgen des Quartierplans heute genau gleich präsentieren wie im festgesetzten Kostenteiler. Folge man dagegen der Auffassung der Vorinstanzen, zöge der Beschwerdegegner einen finanziellen Nutzen aus der früheren ungerechtfertigten Landabtretung, was sich weder mit dem Rechtsgleichheitsgebot noch mit der Eigentumsgarantie rechtfertigen lasse. Abwegig und willkürlich seien schliesslich die Ausführungen des Verwaltungsgerichts, wonach die quartierplanrechtliche Behandlung der streitigen Fläche nicht als Zweckentfremdung zu qualifizieren sei, selbst wenn schliesslich eine ganz andere als die im Abtretungsvertrag vereinbarte Anlage innerhalb des Quartierplanperimeters gebaut werde.