Citation: U 458/00 24.10.2001 E. 4

4.- Zu prüfen bleibt, ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden im rechten Knie und dem Autounfall vom 9. März 1991 besteht. a) Der Versicherte stützt sich in seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf die Berichte des Dr. med. P.________, Facharzt für Chirurgie, und des Dr. med. M.________, Facharzt für Chirurgie, welche beide bestätigen, dass die seit 1995 erneut geklagten Kniebeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kausal zum Unfall von 1991 sind. Die beiden Ärzte begründen ihre Einschätzung mit der initial längere Zeit andauernden Behandlung, den vom Versicherten geklagten Brückensymptomen, der Plica lateralis sowie dem in früheren Berichten erwähnten Hämarthros (Berichte des Dr. med. P.________ vom 27. Februar 1996 sowie des Dr. med. M.________ vom 1. Februar 1999). b) Die Behandlung nach dem Unfall vom 9. März 1991 war nach zwei Monaten abgeschlossen, was keine lange Dauer darstellt. Bereits am 15. April 1991 hatte der Beschwerdeführer seine Arbeit teilweise, ab 29. April 1991 wieder voll aufgenommen. Nach Abschluss der Behandlung am 14. Mai 1991 suchte er Dr. med. P.________ erst am 5. Januar 1995 erneut auf. In den dazwischen liegenden fast vier Jahren hatte der Versicherte zwar Beschwerden. Doch können diese deshalb nicht als für das Bestehen der Kausalität beweiskräftige Brückensymptome gelten, weil sie weder zu Behandlungsbedürftigkeit noch Arbeitsunfähigkeit führten. Bezüglich des Hämarthros ist zu erwähnen, dass das Radiologische Institut des Spitals X.________ anlässlich der Untersuchung nach dem Unfall keinen Kniegelenkserguss feststellte (Bericht vom 9. März 1991). Selbst Dr. med. P.________ gab an, es habe "nie ein schwerer Kniegelenkserguss" bzw. "bezüglich des Kniegelenks ... am 11.3.1991 eine diskrete Ergussbildung" vorgelegen (Berichte vom 13. Mai 1991 und 11. Mai 1995). Zudem ging Dr. med. T.________, Oberarzt, Chirurgische Klinik, Spital X.________, welcher den Versicherten ebenfalls eingehend untersucht hatte und die von Dr. med. P.________ diagnostizierte Plica lateralis rechts dahingehend präzisierte, dass diese indolent und beidseitig vorhanden sei, nicht davon aus, dass der Meniskusschaden Folge des Unfalles von 1991 sei (Bericht vom 14. Juni 1995). Gemäss Dr. med. E.________, welcher die Arthroskopie mit Meniskektomie am 24. März 1998 vornahm, ist es auf Grund des bei der Arthroskopie vorgefundenen Befundes unmöglich zu sagen, ob die Meniskusläsionen auf den Unfall von 1991 zurückzuführen sind (Bericht vom 4. Januar 1999). Damit ist ein natürlicher Kausalzusammenhang nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt.