Citation: 8C_407/2022 E. 5.3

5.3. In Bezug auf den Verlauf der Arbeitsfähigkeit hat die Vorinstanz schliesslich die Angaben des orthopädischen Sachverständigen Dr. med. D.________ vom 21. Januar 2021 übernommen und festgestellt, beim Beschwerdeführer habe ab 7. August 2015 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten bestanden. Vom 24. September 2015 bis 5. Oktober 2016 sei er vollumfänglich arbeitsunfähig gewesen. Anschliessend sei ihm vom 6. Oktober 2016 - unterbrochen durch zwei kürzere Hospitalisierungen mit jeweils 100%iger Arbeitsunfähigkeit (vom 24. Januar bis 6. März 2017 und vom 11. Juni bis 5. Juli 2018) - wiederum die Ausübung einer leidensadaptierten Tätigkeit zu 50 % zumutbar gewesen. Ab 15. Januar 2020 gelte die attestierte Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer angepassten Tätigkeit. Inwieweit diese Feststellungen offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig sein sollen, ist weder ersichtlich noch (substanziiert) dargelegt. Vor diesem Hintergrund kann der Beschwerdeführer insbesondere aus der Aussage des orthopädischen Gutachters, überwiegend wahrscheinlich habe vom 7. August 2014 bis 5. Juli 2018 ein instabiler Zustand mit immer wieder erforderlichen Eingriffen, Hospitalisationen und Rehaaufenthalten und damit "nicht verwertbarer Arbeitsfähigkeit" vorgelegen, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Denn die Frage, ob die verbleibende Restarbeitsfähigkeit von August 2014 bis Juli 2018 unverwertbar war, ist nicht vom Arzt oder von der Begutachtungsperson, sondern seitens der rechtsanwendenden Behörden (Verwaltung bzw. Gericht) zu beantworten (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2). Wenn die Vorinstanz gestützt auf die im Übrigen unbestritten den Beweisanforderungen genügenden (vgl. E. 3.1 hievor) Ausführungen in der Verlaufsbeurteilung vom 21. Januar 2021 von der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit ausgegangen ist, liegt darin keine Rechtsverletzung. Dies gilt umso mehr, als die durch die stationären Behandlungen bedingten vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeiten jeweils weniger als drei Monate andauerten. Wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat, sind sie damit unerheblich (vgl. Art. 88a Abs. 2 Satz 1 IVV).