Citation: 9C_190/2023 E. 6.5

6.5. Ebenfalls abzuweisen sind die durch die Beschwerdeführerin zusätzlich geltend gemachten weiteren mit dem Kinderabzug zusammenhängenden Abzüge. Wie die Vorinstanz in zutreffender Weise ausführt, ist für den Abzug für Alleinstehende (nach Art. 40 Abs. 2 StG/BE sowie mit Kind nach Art. 40 Abs. 3 lit. c StG/BE), den Ausbildungs- (nach Art. 40 Abs. 3 lit. b StG/BE), den zusätzlichen Versicherungs- (nach Art. 38 Abs. 1 lit. g Ziff. 4 StG/BE) und den Vermögensabzug (nach Art. 64 Abs. 1 lit. b StG/BE) vorausgesetzt, dass der Kinderabzug zulässig ist (vgl. CHRISTOPH LEUCH/REGINA SCHLUP GUIGNARD, in: Praxis-Kommentar zum Berner Steuergesetz, 2014, N. 14, 28, 30 und 42 zu Art. 40 StG/BE). Dasselbe gilt für die Besteuerung zum tieferen Verheirateten-/Elterntarif (nach Art. 42 Abs. 1 StG/BE). Da die Verweigerung des Kinderabzugs vorliegend nicht unhaltbar ist, ist es folgerichtig, dass die daran geknüpften Ausbildungs-, Alleinstehenden-, Versicherungs- und Vermögensabzüge verweigert wurden und auch die Besteuerung zum tieferen Tarif nicht gewährt wurde. Infolge der kantonalen Verknüpfung gilt dies auch für den Versicherungsabzug (nach Art. 38 Abs. 1 lit. g Ziff. 4 StG/BE), obwohl es sich bei letzterem Abzug um einen allgemeinen Abzug und nicht um einen Sozialabzug handelt (vgl. Art. 9 Abs. 2 lit. g StHG).