Citation: 6B_986/2017 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt zunächst, die Vorinstanz habe im Zusammenhang mit den gegen ihn erhobenen Vorwürfen der ungetreuen Amtsführung gemäss Art. 314 StGB und des Sich bestechen lassens gemäss Art. 322ter StGB zu Unrecht angenommen, er habe als Beamter gehandelt. Er sei nicht Angestellter des Bundes gewesen, sondern habe in einem Mandatsverhältnis zum BAFU gestanden. Eine Beamtenstellung habe auch nicht in funktioneller Hinsicht vorgelegen. Er habe nicht die alleinige Leitung des Projekts DaZu innegehabt, sondern sei lediglich Co-Projektleiter gewesen, wobei seine Aufgaben klar definiert gewesen seien. In Bezug auf die Beschaffung und Vergabe von IT-Aufträgen habe er über keine Kompetenzen verfügt. Er habe lediglich bei Drittfirmen Offerten einholen können, welche anschliessend von einem Evaluationsteam ausgewertet bzw. über welche entweder in der Linie oder in der Projektoberleitung diskutiert und entschieden worden sei. Er habe somit weder tatsächlich noch faktisch Entscheide betreffend IT-Beschaffungen oder betreffend die Vergabe im freihändigen Verfahren treffen oder in massgeblicher Weise beeinflussen können. Die Entscheidungen und damit auch die Verantwortung habe stets bei BAFU-internen Stellen, insbesondere bei der Projektoberleitung gelegen, welchen er nicht angehört habe. In rechtlicher Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, er habe keine öffentlichen Aufgaben zu erfüllen gehabt. Insbesondere seien ihm keinerlei hoheitliche Befugnisse übertragen worden. Die Vorinstanz betrachte sämtliche irgendwie gearteten Beiträge von Hilfspersonen im Zusammenhang mit der Beschaffung von personellen Ressourcen als funktionale Amtstätigkeit. Das Vergabewesen sei aber keine öffentliche, staatstypische Handlung, denn die Tätigkeit von beauftragten privaten Dritten habe keine Aussenwirkung, so dass das Vertrauen der Allgemeinheit in die Sachlichkeit der Verwaltung durch allfällige Vorteilsleistungen nicht erschüttert werde. Dies gelte in Bezug auf ihn umso mehr, zumal Aufgaben im Zusammenhang mit der Beschaffung gar nicht zu seinem Aufgabenbereich gehört hätten (Beschwerde S. 10 ff., 16 ff.). Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, die Voraussetzungen für die Annahme einer funktionalen Beamtenstellung seien auch in subjektiver Hinsicht nicht erfüllt. Er sei sich zu keinem Zeitpunkt bewusst gewesen, dass er als Co-Projektleiter und externer Berater faktisch eine öffentliche Aufgabe ausgeübt habe solle. Er sei auch nie von Seiten seiner Vorgesetzten darauf hingewiesen worden, dass er als funktioneller Beamter gelten könnte. Die Vorinstanz habe daher den Vorsatz zu Unrecht bejaht (Beschwerde S. 19 f.).