Citation: 2A.234/2004 17.01.2005 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer hat seine Anteile an der A.________AG und der D.________GmbH über dem Nennwert auf die E.________AG übertragen, wobei der Kaufpreis als Darlehen stehen gelassen wurde. Bezüglich dieser beiden Beteiligungen ist die erste Voraussetzung für die Annahme einer steuerbaren Transponierung - die Übertragung zu einem über dem Nominalwert liegenden Preis gegen eine Gutschrift auf einem Aktionärsdarlehenskonto - mithin erfüllt. Weil zudem unbestritten ist, dass es sich bei den übertragenen Beteiligungen um Privatvermögen des Beschwerdeführers handelte, stellt sich lediglich die Frage, ob dessen Einfluss als Minderheitsaktionär der E.________AG ausreichte, um eine "Beherrschung" im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Transponierung darzustellen; eine solche ist grundsätzlich erforderlich, damit von einer internen Vermögensumschichtung anstelle einer Veräusserung ausgegangen werden kann. Die Vorinstanz hat vorliegend darum eine Transponierung bejaht, weil die Aktionäre bei der Übertragung ihrer Beteiligungen auf die Holding planmässig zusammengewirkt hätten. 4.2 Das Bundesgericht war in seiner Rechtsprechung zur Transponierung zunächst nur mit Fällen konfrontiert, wo jeweils ein einzelner Steuerpflichtiger eine massgebliche Beteiligung in eine ihm allein gehörende Holding einbrachte (vgl. etwa BGE 101 Ib 44). In der Folge konnte es immerhin klarstellen, dass eine beherrschende Stellung des Steuerpflichtigen bei der Holding genügt, um unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Veräusserung der übertragenen Beteiligung auszuschliessen und den erzielten Erlös zum steuerbaren Ertrag im Sinne von Art. 21 Abs. 1 lit. c BdBSt zu machen (vgl. Urteil A.95/1983, in: ASA 55 S. 206, E. 5a). In einem weiteren Schritt entschied das Bundesgericht alsdann, dass die erforderliche Beherrschung der Holding auch gegeben sein kann, wenn mehrere Aktionäre, die jeder nur über eine Minderheitsbeteiligung verfügen, zur Verfolgung gemeinsamer Interessen zusammenwirken (BGE 115 Ib 238 E. 6c S. 246); ein solches gemeinsames Vorgehen kann etwa auf familiären Beziehungen oder einem Aktionärsbindungsvertrag beruhen (Urteil 2A.207/1998 vom 28. September 1999, E. 2b i.f.). An die Eigenschaften der übertragenen Anteile stellt die höchstrichterliche Rechtsprechung indessen keine besonderen Anforderungen; insbesondere muss die Beteiligung weder im Umfang noch bezüglich der Möglichkeiten der Einflussnahme, welche sie dem Aktionär bietet, von besonderer Bedeutung sein (Urteil 2A.513/1995, in: ASA 68 S. 422, E. 2c; vgl. auch Urteil 2A.368/ 1991, in: StR 49/1994 S. 587, E. 5b). 4.3 Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass alle vier Anteilsinhaber der vier Gesellschaften bei deren Übertragung auf die Holding gemeinsam vorgegangen sind. Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, lässt diese Feststellung keineswegs (offensichtlich) unrichtig erscheinen (vgl. E. 1.2; Art. 105 Abs. 2 OG), sondern bekräftigt sie vielmehr: Der Beschwerdeführer erklärt nämlich selbst ausdrücklich, der Mehrheitsaktionär und Geschäftsführer der betroffenen Gesellschaften habe die Verträge zwischen der Holding und den übrigen drei Anteilsinhabern (welche ihrerseits als leitende Angestellte für die Gesellschaften tätig waren) vorbereitet. Er habe sie überzeugt, ihre Beteiligungen - wie er selbst - an die gemeinsam gegründete Holding zu veräussern. Mithin ist letztlich unbestritten, dass die vier Aktionäre zusammen entschieden haben, ihre Beteiligungen gemeinsam zu den gleichen Bedingungen zu verkaufen. Dass sie insoweit zusammengewirkt haben, reicht aus, zumal sie die Holding, auf welche sie die Beteiligungen übertragen haben (gleich wie die veräusserten Gesellschaften) gänzlich kontrollierten: Ihnen gehörten zusammengenommen 100 Prozent der Anteile und sie stellten zusätzlich sämtliche vier Verwaltungsräte der Holding. Angesichts dieses gemeinsamen Vorgehens aller Beteiligten ist unerheblich, dass der Beschwerdeführer für sich allein genommen nur über eine Minderheitsbeteiligung verfügte; Gleiches gilt für den Umstand, dass der Anstoss für das Geschäft offenbar vom Mehrheitsaktionär gekommen ist. Unbeachtlich ist weiter auch, aus welchen Gründen sich die einzelnen Aktionäre zur Teilnahme entschlossen haben, ist doch das Motiv für die Einbringung der Beteiligung nicht entscheidend; die Besteuerung als Beteiligungsertrag infolge einer Transponierung ist eine direkte Folge der Vermögensumstrukturierung als solchen, ohne dass es auf die Beweggründe dafür ankäme (vgl. Urteil 2A.368/1991, in: StR 49/1994 S. 587, E. 5a). Schliesslich spricht auch nicht etwa gegen ein relevantes Zusammenwirken der Anteilsinhaber, dass die Transaktion - offenbar weil der Anrechnungswert für die übertragenen Beteiligungen unter den entsprechenden Gestehungskosten lag - bei T.________ einen Verlust zeitigte. Es lässt im Gegenteil das Zusammengehen der Beteiligten umso klarer erkennen, hätte doch T.________ für sich alleine kaum ein verlustreiches Geschäft getätigt. 4.4 Nach dem Gesagten sind sämtliche Voraussetzungen für die Annahme einer steuerbaren Transponierung erfüllt. Der aus der Differenz zwischen den Nominalwerten und dem Einbringungspreis resultierende Beteiligungsertrag ist in betraglicher Hinsicht unbestritten und wurde gemäss den vorliegenden Akten zu Recht auf 529'500 Franken bestimmt. Im Übrigen sind die Beschwerdeführer nach ihrer Selbstdeklaration veranlagt worden, weshalb sich eine weitere Überprüfung des steuerbaren Einkommens erübrigt.