Citation: 6B_1179/2013 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erwägt zutreffend, dass mit Lohnausweisen und Lohnabrechnungen, die gegenüber der Kreditgeberin zur Behauptung der eigenen Zahlungsfähigkeit verwendet werden, keine Falschbeurkundung begangen werden kann (angefochtener Entscheid E. III.D.2a/dd S. 68). Sie führt im Weiteren aus, dass die Verfälschung von Lohnausweisen und Lohnabrechnungen indessen den Tatbestand von Art. 251 Ziff. 1 StGB erfüllt (angefochtener Entscheid E. III.D.2a/dd S. 68/69). In diesen Erwägungen liegt entgegen einem Einwand in der Beschwerde (Rz. 15) kein Widerspruch. Der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB macht sich unter anderen schuldig, wer in der Absicht, jemanden am Vermögen oder an andern Rechten zu schädigen oder sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen, eine Urkunde fälscht oder verfälscht oder eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet oder beurkunden lässt. Die Urkundenfälschung im engeren Sinne erfasst das Herstellen einer unechten Urkunde. Eine Urkunde ist unecht, wenn deren wirklicher Urheber nicht mit dem aus ihr ersichtlichen Aussteller übereinstimmt beziehungsweise wenn sie den Anschein erweckt, sie rühre von einem anderen als ihrem tatsächlichen Urheber her (BGE 137 IV 167 E. 2.3.1 mit Hinweisen). Urkundenfälschung im engeren Sinne ist auch das Verfälschen einer Urkunde. Diese Tatbestandsalternative erfüllt, wer eine von einem anderen hergestellte Urkunde eigenmächtig inhaltlich abändert und so den Anschein erweckt, der ursprüngliche Aussteller habe der Urkunde den neuen Inhalt gegeben. Der Aussteller der abgeänderten Urkunde und der aus ihr selbst ersichtliche Aussteller stimmen nicht überein. Die Urkunde ist unecht (Urteil 6S.781/1998 vom 22. Januar 1999 E. 3b; MARKUS BOOG, Basler Kommentar, StGB II 3. Aufl. 2013, Art. 251 StGB N. 46). Die Falschbeurkundung (Urkundenfälschung im weiteren Sinne) betrifft demgegenüber die Errichtung einer echten, aber unwahren Urkunde, bei welcher der wirkliche und der in der Urkunde enthaltene Sachverhalt nicht übereinstimmen. Die Falschbeurkundung erfordert eine qualifizierte schriftliche Lüge. Eine solche wird angenommen, wenn der Urkunde eine erhöhte Glaubwürdigkeit zukommt und der Adressat ihr daher ein besonderes Vertrauen entgegenbringt. Dies ist der Fall, wenn allgemein gültige objektive Garantien die Wahrheit der Erklärung gegenüber Dritten gewährleisten (BGE 132 IV 12 E. 8.1 mit Hinweisen). Diese Voraussetzung ist bei Lohnausweisen und Lohnabrechnungen nicht gegeben. Das Erstellen inhaltlich unwahrer Lohnausweise und Lohnabrechnungen erfüllt daher nicht den Tatbestand der Falschbeurkundung (BGE 118 IV 363 E. 2b; Urteile 6B_827/2010 vom 24. Januar 2011 E. 4.5.3; 6S.733/1996 vom 14. April 1997 E. 2c/aa). Im Zusammenhang mit Lohnabrechnungen und Lohnausweisen können indessen die Tatbestandsvarianten der Urkundenfälschung und der Urkundenverfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB durch Herstellung einer unechten Urkunde begangen werden (Urteile 6S.74/2006 vom 3. Juni 2006 E. 2.4; 6B_711/2011 vom 31. Januar 2012 E. 1.4.1; siehe auch BGE 123 IV 17 E. 2e; 118 IV 254 E. 4). Solche gefälschten und verfälschten Lohnabrechnungen und Lohnausweise wurden im vorliegenden Fall unter anderem zur Erlangung von Hypothekarkrediten verwendet (siehe angefochtener Entscheid E. III.C.2b/bb S. 29, E. III.D.2a/dd S. 69/70).