Citation: 9C_565/2015 E. 2.2

2.2. In ihrem Entscheid vom 2. Juni 2015 verwies die Vorinstanz für die Gewichtung der beiden Bereiche (Erwerb 30 %, Haushalt 70 %) auf ihre Argumentation im Entscheid vom 13. August 2013. Danach hätte die Beschwerdeführerin bereits in den Jahren vor April 2004 (Zeitpunkt, ab welchem eine Einschränkung der Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen ausgewiesen ist) ein höheres Pensum innehaben können; familiäre Pflichten wären dieser Ausweitung jedenfalls nicht entgegengestanden. In der (rechtskräftigen) Verfügung vom 1. Dezember 2005 sei ebenfalls eine im Gesundheitsfall ausgeübte Erwerbstätigkeit von 30 % festgehalten worden, was die Beschwerdeführerin in den Einwänden vom 17. Dezember 2005 nicht beanstandet habe. Bei dieser Sachlage scheine nachvollziehbar, dass die Abklärungsperson im Jahr 2008 ebenfalls von einem 30%-Pensum ausgegangen sei. Die Vorinstanz ergänzte, es seien keine objektiven Anhaltspunkte dafür gegeben, dass das von der Versicherten anlässlich der Haushaltabklärungen von 2005 und 2008 angegebene hypothetische Pensum von 30 % im Gesundheitsfall nicht weiterhin gelten sollte. Zudem handle es sich dabei um eine "Aussage der ersten Stunden", der in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht beigemessen werde als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können.