Citation: 2C_47/2024 E. 4.6

4.6. Die Vorinstanz hat im Wesentlichen, teilweise mit Verweis auf den Entscheid des Staatsrates, erwogen, es sei von Art. 5 Abs. 1 VR auszugehen, wonach die Bewilligung für ein Elektrofahrzeug nur erteilt werde, wenn der Gesuchsteller auf den Transport mit einem Elektrofahrzeug dringend angewiesen und eine andere Transportart unzumutbar sei. Grössere Warenmengen würden sowieso von den Warenlieferanten (Grossisten) direkt an die Talstation der Sunnegga-Bahn oder an die Boutique im Dorfzentrum geliefert. Der Transport mit dem Elektrofahrzeug betreffe nur kleinere und Kleinstmengen, welche auch mit einem Handwagen, Velo oder zu Fuss ausgeführt werden könnten. Insbesondere Boutiquen und Souvenirshops werde für den Warentransport generell kein Elektrofahrzeug bewilligt. Für schwerere, nicht durch den Warenlieferanten abgedeckte Transporte, könne auf Transportunternehmen im Dorf zurückgegriffen werden. Die Ausserverkehrsetzung des Elektrofahrzeugs sei geeignet, das öffentliche Interesse, nämlich ein autofreies Zermatt und die Gewährleistung der Sicherheit der Fussgänger und anderen Fahrzeuge, zu erreichen. Diesbezüglich sei die getroffene Massnahme auch erforderlich. Kleinere Artikel und Warenmengen wie auch kurzfristige Lieferungen könne die Beschwerdeführerin mit Handwagen oder Velo mit Anhänger selbst durchführen, weshalb die Ausserverkehrsetzung auch zumutbar sei. Jedenfalls überwiege das vorliegende öffentliche Interesse das entgegenstehende private Interesse der Beschwerdeführerin. Die Einschränkung der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) sei deshalb verhältnismässig.