Citation: 9C_133/2023 E. 4.3

4.3. Sofern die Vorinstanz ihr Urteil auch für die Jahre ab 2019 für verbindlich halten sollte, könnte ihr nicht gefolgt werden. Gegenstand des Steuerdomizil- bzw. Steuerhoheitsverfahrens ist die Feststellung der subjektiven Steuerpflicht respektive der kantonalen Veranlagungszuständigkeit für eine oder allenfalls mehrere, aber auf jeden Fall bestimmte Steuerperioden (vgl. MAYHALL-MANNHART/BEUSCH, in: Interkantonales Steuerrecht, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 2. Aufl. 2021, § 40 N. 19). Für die Zukunft respektive für künftige Steuerperioden kann ein Steuerdomizilentscheid von vornherein keine Rechtskraft entfalten, zumal die für die subjektive Steuerpflicht relevanten Tatsachen gar noch nicht feststehen (vgl. Urteil 2C_211/2019 vom 06. April 2022 E. 7.3). Vor diesem Hintergrund sollten die mit dem Steuerdomizilverfahren befassten Behörden die betroffenen Steuerperioden konkret bezeichnen, jedenfalls wenn sich nicht bereits aus den Umständen klar ergibt, welche Steuerperioden erfasst sind. Offene Formulierungen, wie sie die kantonalen Instanzen im vorliegenden Fall verwendet haben ("Steuerperioden ab 2015"), sollten vermieden werden.