Citation: 9C_218/2024 E. 6.4

6.4. Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts kommt einer Veranlagung bei periodischen Steuern nur für die betreffende Periode Rechtskraft zu; die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse können daher in einem späteren Veranlagungszeitraum durchaus anders gewürdigt werden (BGE 140 I 114 E. 2.4.3; Urteile 2C_827/2021 vom 28. September 2022 E. 5.4; 2C_427 / 2C_428/2014 vom 13. April 2015 E. 4.1). Rechtsprechungsgemäss führt eine solche Änderung der Würdigung unter dem Blickwinkel des Anspruchs auf Behandlung nach Treu und Glauben (Art. 9 BV) nicht dazu, dass die Veranlagungsbehörde den Beschwerdeführern eine Anpassungsfrist hätte einräumen müssen (vgl. Urteil 2C_107/2017 vom 6. Dezember 2017 E. 3.3). In Bezug auf die Argumentation der Beschwerdeführer, sie seien nicht in der Lage, bei einer Besteuerung nach dem Soll-Prinzip die Steuerschulden zu begleichen, ist in Übereinstimmung mit dem angefochtenen Entscheid festzuhalten, dass eine solche Frage nicht Teil des Veranlagungsverfahrens bildet.