Citation: 5A_31/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Dem angefochtenen Entscheid zufolge sprach die Beschwerdegegnerin mit der Schulleiterin anlässlich des besagten Telefonats unbestrittenermassen darüber, dass C.________ Bauchschmerzen habe und nicht zum Vater gehen mochte; der Vater habe ihn schon am Nacken gepackt. Während des Gespräches sei der Vater in der Schule eingetroffen, worauf die Beschwerdegegnerin mit ihm habe sprechen wollen. Laut der Telefonnotiz der Beschwerdegegnerin habe er erklärt, dass er einen Gesprächstermin mit der Schulleiterin habe und seine zwei Töchter, C.________s Halbschwestern, um 16.30 Uhr eintreffen würden, um anschliessend gemeinsamen nach V.________ (LU) zu fahren. Sie seien so verblieben, dass die Schwestern C.________ zu beruhigen versuchen würden und die Beschwerdeführerin nicht angerufen werden sollte, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Gemäss der Aktennotiz des Anwalts der Beschwerdeführerin habe B.________ das Büro der Schulleiterin verlassen, um mit der Beschwerdegegnerin zu telefonieren. Anschliessend habe die Beschwerdegegnerin gegenüber F.________ angeordnet, dass die Kinder mit dem Vater mitgehen würden und die Schule die Beschwerdeführerin an diesem Tag nicht mehr telefonisch kontaktieren dürfe. Die Vorinstanz lässt offen, ob C.________ auf Anordnung der Beschwerdegegnerin zum Vater musste. Jedenfalls sei umgesetzt worden, was die Beschwerdegegnerin zuvor mit superprovisorischem Entscheid vom 2. Juni 2023 bereits angeordnet hätte. Ein Grund, der bei objektiver Betrachtung den Anschein der Befangenheit erweckt, sei hierin nicht zu sehen. Der Ausgang des Verfahrens sei offen, die Anordnung an die Schule, die Beschwerdeführerin am fraglichen Abend nicht mehr zu kontaktieren, habe der Deeskalation dienen sollen. Diese Absicht sei angesichts des hochstrittigen Verfahrens nachvollziehbar und begründe keinen Anschein der Befangenheit. Nach der Beurteilung der Vorinstanz ist der Beschwerdeführerin auch kein Nachteil dadurch erwachsen, dass die Beschwerdegegnerin ihr die Telefonnotiz betreffend das Gespräch mit F.________ erst sieben Werktage später zustellte. Die Beschwerdeführerin habe zur Aktennotiz Stellung nehmen können und gestützt darauf einen Ausstandsgrund geltend gemacht. Eine Verzögerung, die einen Befangenheitsgrund begründen würde, liege nicht vor; das rechtliche Gehör sei gewahrt worden. Das Kantonsgericht kommt zum Schluss, dass das Telefonat mit F.________, die darin getätigten Aussagen sowie der Umstand, dass die Telefonnotiz den Parteien erst sieben Werktage später zuging, keinen Anschein der Befangenheit zu erwecken vermöchten.