Citation: 1B_51/2015 E. 4.4

4.4. In Nachachtung der dargelegten Normen und Grundsätze haben die mit der Haftprüfung befassten Instanzen komplizierende und verfahrensverlängernde Vorkehren tunlichst zu vermeiden. Eine das Beschleunigungsgebot in Haftsachen tangierende prozessuale Anordnung kann namentlich vorliegen, wenn der Inhaftierte im Rahmen eines bereits hängigen Haftprüfungsverfahrens darauf verwiesen wird, er habe wegen veränderter Umstände ein neues Haftentlassungsgesuch zu stellen (vgl. BGE 137 IV 177 E. 2.2 S. 179 f.; 136 I 274 E. 1.3 S. 276 f.; 128 II 355 E. 1.2.5 S. 359 f.; 125 II 217 E. 3c S. 224). Falls im Haftbeschwerdeverfahren die Haftgründe bestritten und unklar sind, darf und soll die Beschwerdeinstanz - gestützt auf Art. 225 f. i.V.m. Art. 389 Abs. 3 StPO und unter Wahrung des rechtlichen Gehörs der Verfahrensbeteiligten - eine Ergänzung der haftrelevanten Akten anordnen (Urteil des Bundesgerichtes 1B_291/2013 vom 17. September 2013 E. 3.4; vgl. Marc Forster, in: Basler Kommentar StPO, 2. Aufl., Basel 2014, Art. 225 N. 4, 7; Daniel Logos, in: Code de procédure pénale suisse, Commentaire Romand, Basel 2011, Art. 226 N. 11; Lieber, a.a.O., Art. 389 N. 8).