Citation: 1C_371/2019 E. 4.2

4.2. Das Baurekursgericht setzte sich in seinem Entscheid detailliert und kritisch mit dem von den kommunalen Behörden eingeholten Gutachten und den Vorbringen der damaligen Rekurrierenden (d.h. der Beschwerdegegner im vorliegenden Verfahren) auseinander. Es hielt fest, nur weil diese Bäume in den 1960er Jahren möglicherweise häufig gepflanzt worden seien, würden sie noch nicht zu wichtigen Zeitzeugen. Auch sei heute nicht mehr ersichtlich, wie die beiden Bäume den im Gutachten angetönten historischen Charakter des Quartiers mitprägen sollten; beim Augenschein habe sich kaum eine historische Baute gezeigt. Weiter sei nachvollziehbar, wenn die Rekurrierenden bestritten, dass die zwei Bäume Intimität für die Eigentümer und einen angenehmen Raum unter ihren Kronen schaffen würden. Letztlich seien diese Umstände für die Frage der Schutzwürdigkeit der zwei Ahornbäume aber zweitrangig. Anlässlich des Augenscheins hätten sich zwei gesunde Bäume gezeigt, die allerdings - wie die Gutachten richtigerweise festhielten - nicht sehr gehegt und gepflegt worden seien. Die zwei kolchischen Ahornbäume seien mehrstämmig und als zwei Bäume im Kataster erfasst. Aufgrund ihrer Nähe zueinander ergäbe sich jedoch bloss eine grosse Krone. Diese sei dafür umso eindrücklicher und überrage sämtliche in der Umgebung befindlichen Häuser. Zur eindrücklichen Wahrnehmbarkeit der beiden Bäume trage auch der gute Platz direkt an der Strassenkreuzung bei, aus welcher letztlich die im Gutachten erwähnte wohltuende Prägung der Kreuzung resultiere. Auch wenn diese Beschreibung auf praktisch jeden noch bestehenden, grösseren grünen Baum an einer Kreuzung zutreffe, sei vorliegend nur die Beschreibung dieser zwei Bäume ausschlaggebend und diese habe sich anlässlich des Lokaltermins bestätigt: Gerade aufgrund ihres Alters und der daraus resultierenden eindrücklichen Grösse der beiden Bäume sowie ihrer guten Positionierung in der Nähe einer öffentlichen Strassenkreuzung, an welcher sie aus allen vier Himmelsrichtungen gut sichtbar seien, lasse sich das im Gutachten attestierte markante Erscheinungsbild bejahen. Die Bäume seien standhaft und gesund und es sei ihnen eine prägende Wirkung für das Quartier- und Strassenbild zu attestieren. Damit gälten sie im Sinn des Gesetzes als wertvoll und seien grundsätzlich schutzwürdig.