Citation: 8C_420/2023 E. 4.2

4.2. Am 1. Januar 2022 trat die Änderung des IVG (Weiterentwicklung der IV) in Kraft. Ebenfalls am 1. Januar 2022 in Kraft getreten ist Art. 26bis Abs. 3 IVV, wonach vom statistisch bestimmten Invalideneinkommen 10 % für Teilzeitarbeit abgezogen werden, wenn die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein kann. In zeitlicher Hinsicht sind - vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen - grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1; 144 V 210 E. 4.3.1; je mit Hinweisen). Rentenansprüche, die vor dem 1. Januar 2022 entstanden sind, werden somit nach dem im damaligen Zeitpunkt gültigen Recht beurteilt. Gemäss dem zur Publikation vorgesehenen Urteil 8C_435/2023 vom 27. Mai 2024 E. 4.4 ist sodann in Anwendung der allgemeinen Grundsätze des intertemporalen Rechts bei der Beurteilung von Leistungsansprüchen wegen Gesundheitsschäden und Invalidität, die nach dem 1. Januar 2022 andauern, das an diesem Datum in Kraft getretene neue Recht anzuwenden. Die Vorinstanz prüfte den Abzug vom Tabellenlohn einzig unter dem Blickwinkel der in E. 4.1 dargelegten allgemeinen Rechtsprechungsgrundsätze. Im Hinblick auf das soeben erwähnte Urteil 8C_435/2023 vom 27. Mai 2024 E. 4.4 hätte sie den Leistungsanspruch ab dem 1. Januar 2022 jedoch in Anwendung des ab diesem Zeitpunkt geltenden neuen Rechts prüfen müssen. Da Art. 26bis Abs. 3 IVV in der Fassung vom 1. Januar 2022 den Teilzeitabzug von 10 % nur für Versicherte mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit von 50 % oder weniger vorsieht, der Beschwerdeführer aber gemäss der verbindlichen und unbestrittenen Feststellung der Vorinstanz in einer Verweistätigkeit zu 80 % arbeitsfähig ist, kommt ein Abzug gestützt auf die genannte Bestimmung jedoch nicht in Betracht. Ob das revidierte Recht daneben bei der Ermittlung des Invalideneinkommens - zufolge weitergehenden Korrekturbedarfs - einen zusätzlichen Abzug vom Tabellenlohn zuliesse, hat das Bundesgericht bislang noch nicht entschieden (explizit ablehnend Rz. 3414 des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022). Die Frage kann hier offenbleiben, wie sich aus dem Folgenden ergibt.