Citation: 5D_183/2017 E. 4.3.2

4.3.2. Auch die Art und Weise, wie das Kantonsgericht das Recht anwendet, tadelt der Beschwerdeführer als willkürlich. Er beruft sich darauf, im Urteilszeitpunkt mit der Diagnose einer mittel- bis schwergradigen Depression zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben gewesen zu sein. Der angefochtene Entscheid erörtere nicht, ob ihm die Erzielung des hypothetischen Einkommens aufgrund dieser Diagnose ab 1. Oktober 2017 möglich sei. Indem die Vorinstanz die Diagnose "nicht offensichtlich" feststelle, verfalle sie in Willkür; dieses Sachverhaltselement sei bedeutsam, weil ihm, dem Beschwerdeführer, entgegen der klaren Gerichtspraxis ab 1. Oktober 2017 trotz weiterhin hundertprozentiger Arbeitsunfähigkeit ein hypothetisches Einkommen angerechnet werde. Nach der Meinung des Beschwerdeführers weicht die Vorinstanz bei der Anrechnung eines hypothetischen Einkommens vom Grundsatz der Zumutbarkeit ab; bei einer hundertprozentigen Arbeitsunfähigkeit sei es dem Beschwerdeführer nicht zumutbar, ein Monatseinkommen von Fr. 4'640.-- zu erzielen, weil er bereits seit August 2014 ausgesteuert sei und somit auch kein Ersatzeinkommen während seiner Arbeitsunfähigkeit erziele. Die Einwände sind schon deshalb unbehelflich, weil der Beschwerdeführer damit unterstellt, dass er auch über September 2017 hinaus "weiterhin" zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei. Diese Behauptung findet im angefochtenen Entscheid keine Stütze. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, inwiefern die Vorinstanz mit seiner gesundheitlichen Situation ab Oktober 2017 befasst gewesen wäre. Insbesondere macht er nicht geltend, dass die Vorinstanz diesbezügliche Arztberichte oder -zeugnisse übersehen hätte. Die im bundesgerichtlichen Verfahren neu eingereichten ärztlichen Atteste, mit denen der Beschwerdeführer seine Arbeitsunfähigkeit seit dem 4. September 2017 belegen will, betreffen Tatsachen, die sich erst nach dem angefochtenen Entscheid zugetragen haben. Solche echten Noven sind im bundesgerichtlichen Verfahren von vornherein unbeachtlich (BGE 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.). Mit Bezug auf die Rechtsfrage der Zumutbarkeit, eine entsprechend entlöhnte Erwerbstätigkeit aufzunehmen, übersieht der Beschwerdeführer, dass die Anrechnung eines hypothetischen Monatseinkommens von Fr. 4'640.-- dem angefochtenen Entscheid zufolge schon dem Urteil vom 17. Dezember 2014 zugrunde lag, dessen Abänderung hier umstritten ist (E. 4.2). Gegen diese vorinstanzliche Erkenntnis hat der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nichts einzuwenden. Vom Streitgegenstand her ist der vorliegende Abänderungsprozess also auf die Frage beschränkt, ob sich die Verhältnisse, auf denen das Urteil vom 17. Dezember 2014 beruhte, nachträglich in einer Weise verändert haben, die eine Anpassung erfordert (E. 4.1). Dass nur dauerhafte Veränderungen zu einer Abänderung führen können, bestreitet der Beschwerdeführer nicht. Gegen die vorinstanzliche Erkenntnis, dass seine gesundheitliche Situation nicht als dauerhafte Veränderung der Verhältnisse gelten kann, kommt er nach dem Gesagten nicht auf. Gibt die diagnostizierte psychische Erkrankung aber gar nicht Anlass zur Abänderung, so kann sich der Beschwerdeführer losgelöst von einem Abänderungsgrund im vorliegenden Prozess nicht darauf berufen, die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit sei ihm (neu) aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar.