Citation: I 697/03 19.05.2004 E. 3

3.1 Nachdem eine dauernde volle Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf seit dem im Oktober 1996 erlittenen Unfall ausgewiesen und auf Grund des Gutachtens von Dr. med. K.________ und Dr. phil. O.________ vom 6. März 2000 von einer bis zu diesem Zeitpunkt gegebenen 100%igen Erwerbsunfähigkeit auszugehen ist, hat der Beschwerdeführer gemäss Art. 29 IVG Anspruch auf eine ganze Rente für die Zeit ab 1. Oktober 1997. 3.2 Ab Anfang September 2001 ist die Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit vollzeitlich mit einer Leistung von 60 % als zumutbar zu erachten. Angesichts dieser aus medizinischer Sicht eingetretenen, potenziell den Rentenanspruch beeinflussenden Änderungen ist der Invaliditätsgrad auf diesen Zeitpunkt hin neu festzusetzen. 3.2.1 Für die Bestimmung des Valideneinkommens im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist der durch die Vorinstanz für das Jahr 1997 ermittelte Verdienst von Fr. 55'900.- (13 x Fr. 4300.-) entsprechend der Entwicklung des Nominallohnindexes der im Baugewerbe tätigen Männer auf das Jahr 2001 umzurechnen (vgl. BGE 129 V 410 Erw. 4.2). Dieser Index veränderte sich in den Jahren 1997 bis 2001 von 104.7 auf 109.4 Punkte (Bundesamt für Statistik, Lohnentwicklung 2002, S. 32, Tabelle T1.1.93, Baugewerbe). Das Valideneinkommen (Wert 2001) beläuft sich damit auf Fr. 58'409.- (Fr. 55'900.- : 104.7 x 109.4). 3.2.2 Bei der Ermittlung des mit der behindungsbedingten Einschränkung durch eine zumutbare Erwerbstätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielbaren Verdienstes (Invalideneinkommen) ist mit der Vorinstanz vom Zentralwert des monatlichen Einkommens der im privaten Sektor mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer auszugehen. Dieser belief sich im Jahr 2000 auf Fr. 4437.- (standardisierter monatlicher Bruttolohn bei 12 Monatslöhnen und 40 Arbeitsstunden pro Woche). Unter Berücksichtigung der allgemeinen Lohnentwicklung von 2000 auf 2001 (+ 2,5 %; Bundesamt für Statistik, a.a.O., S. 32) und nach Hochrechnung auf die durchschnittliche betriebsübliche Wochenarbeitszeit im Jahr 2001 von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft 4/2004 S. 86 Tabelle B9.2) ergibt sich ein Betrag von Fr. 56'895.- pro Jahr. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 60 % resultiert ein Wert von Fr. 34'137.-, der nach Verminderung um den durch das kantonale Gericht vorgenommenen, als angemessen erscheinenden leidensbedingten Abzug von 15 % (vgl. zur Bemessung des Abzugs BGE 126 V 79 Erw. 5b und zu deren Überprüfung im Rechtsmittelverfahren BGE 126 V 81 Erw. 6) zu einem Invalideneinkommen von Fr. 29'016.- führt. In Gegenüberstellung zum Valideneinkommen von Fr. 58'409.- resultiert (nach Rundung des Ergebnisses auf die nächste ganze Prozentzahl, vgl. das noch nicht in der Amtlichen Sammlung publizierte Urteil R. vom 19. Dezember 2003, U 27/02) ein Invaliditätsgrad von 50 %, der einen Anspruch auf eine halbe Rente begründet. 3.3 Reduziert sich der Invaliditätsgrad in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise, ist der Zeitpunkt der Herabsetzung oder Aufhebung der bisher ausgerichteten Rente nach den für diese Konstellation analog geltenden (AHI 1998 S. 121 Erw. 1b) Regeln des Art. 88a IVV zu bestimmen, während Art. 88bis IVV nicht anwendbar ist (BGE 106 V 16 Erw. 3a; AHI 2001 S. 162 Erw. 3c am Ende). Die Herabsetzung der ganzen auf eine halbe Rente hat somit gemäss Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV drei Monate nach der rentenbeeinflussenden Verminderung des Invaliditätsgrades zu erfolgen. Im Zeitpunkt der MEDAS-Untersuchungen Anfang September 2001 war die verbesserte Situation gegeben, sodass sich die Annahme rechtfertigt, die Verminderung des Invaliditätsgrades sei im August 2001 eingetreten. Die Herabsetzung der Rente hat daher (gemäss Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV) per Ende November 2001 zu erfolgen. Dem Beschwerdeführer steht dementsprechend für die Zeit vom 1. Oktober 1997 bis 30. November 2001 eine ganze und ab 1. Dezember 2001 eine halbe Rente zu.