Citation: 1C_62/2016 E. 2.2

2.2. Das Verwaltungsgericht stützte sich auf seine langjährige Praxis, wonach bei der Ermittlung des "gewachsenen Bodens" nicht auf die Terrainform vor urdenklicher Zeit abgestellt zu werden brauche. Der Zweck der Vorschrift - bei Neubauten auf das gewachsene Terrain abzustellen - liege darin, die Umgehung von Bauhöhenbeschränkungen durch Terrainveränderungen zu verhindern. Bei länger zurückliegenden Terrainumgestaltungen könne von einer Umgehung nicht die Rede sein. Es werde somit nur dann auf einen früheren Zeitpunkt abgestellt, wenn der Boden innert 10 Jahren vor dem Baugesuch in bewilligungspflichtigem Masse aufgeschüttet worden sei, ohne dass zuvor der neue Terrainverlauf in einem förmlichen Entscheid als künftig gewachsener Boden erklärt worden wäre. Länger zurückliegende Terrainveränderungen seien daher grundsätzlich als gewachsener Boden zu betrachten, es sei denn, es könnte nach so langer Zeit noch eine Umgehungsabsicht nachgewiesen werden. Das Verwaltungsgericht erwog, der Übersichtsplan des Ingenieurbüros Cavigelli von 2002 sei vor mehr als zehn Jahren erstellt worden und sei daher zu Recht von der Gutachterin als Ausgangspunkt für die Festlegung des massgeblichen Geländeterrains auf Bauparzelle 3690 herangezogen worden. Die Beschwerdeführer machten selbst nicht geltend, dass in der massgeblichen Zeitspanne 2002-2005 Geländeveränderungen vorgenommen worden seien. Die von ihnen eingereichten Pläne und Fotografien bezögen sich entweder auf die 70er Jahre (Erstellung des Werkhofs Carigiet) oder auf die Zeit nach 2006 (Bau Casa Iris) und seien daher zeitlich nicht massgebend.