Citation: 5C.56/2005 15.07.2005 E. A

X.________ lebte und arbeitete als Maschinenzeichner in Zürich. Seine Ferien verbrachte er regelmässig im Wallis. Ab 1999 hielt er sich dauernd in Y.________ auf, woselbst er bereits im Juni 1994 von A. F.________ eine 3 ½-Zimmer-Wohnung gemietet hatte. Die Wohnung befand sich im Gebäude des Hotels H.________, das die Ehegatten A. und B. F.________ als Familienbetrieb führten (Einzelfirma). X.________ hatte Anteil am Leben der Familie F.________. Er wusste auch um die finanziellen Schwierigkeiten des Hotelbetriebs. Am 21. November 1997 schlossen X.________ und die Ehegatten F.________ einen Darlehensvertrag. X.________ gewährte ein Darlehen von Fr. 300'000.--für eine feste Dauer von fünf Jahren. Nach Ablauf der Frist verlängerte sich der Vertrag unter Vorbehalt seiner Kündigung jeweils um ein Jahr. Die Ehegatten F.________ verpflichteten sich, das Darlehen mit 3.5 % zu verzinsen. Der Zins wurde mit der Miete verrechnet, die X.________ für die 3 ½-Zimmer-Wohnung an A. F.________ zahlen musste. Die Restschuld an Miete betrug damit noch Fr. 300.-- im Jahr. Die Mittel für das Darlehen entnahm X.________ seinem Guthaben der beruflichen Vorsorge, das er vorgängig aufgelöst hatte und im Betrag von Fr. 300'000.-- auf ein Konto von B. F.________ und für den Rest von knapp Fr. 72'000.-- auf ein eigenes Konto überweisen liess. X.________ und A. F.________ unterzeichneten am 29. Dezember 2001 ein "Absichtserklärung" genanntes Schriftstück. X.________ erklärte und bestätigte darin "seinen festen und freien Willen, sein Darlehen ... zweckgebunden für die betriebliche Führung in der Einzelfirma Hotel H.________ ... zu belassen und bei der Umwandlung der bestehenden Einzelfirma ... in eine Hotel H.________ AG in Form von Aktien zur Verfügung zu stellen". Die genauen vertragsspezifischen Bedingungen bei der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft sollten in einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden.