Citation: 6B_157/2018 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz hält zunächst fest, das erstinstanzliche Gericht habe die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers nach umfangreicher Aussagewürdigung als nicht glaubhaft eingestuft und sich auf die Aussagen des Beschwerdegegners gestützt mit der Begründung, dieser habe im Vergleich zum Beschwerdeführer detailliert und in sich stimmig sowie autonom und spontan ausgesagt. Hinweise auf Übertreibungen gebe es keine und ebenso wenig Anhaltspunkte dafür, dass er den Beschwerdeführer zu Unrecht belasten wolle. Schliesslich sei nicht zu übersehen, dass die Aussagen des Beschwerdegegners sich auch mit den äusseren Gegebenheiten deckten sowie mit den Akten übereinstimmten. Demgegenüber seien die Aussagen des Beschwerdeführers ausweichend, wenig konstant und von Schutzbehauptungen geprägt. Widersprüche seien zahlreich und seine Aussagen seien voller Gegenangriffe und Denunziationen, was ihre Glaubhaftigkeit weiter schmälere. Insgesamt sei die Darstellung des Beschwerdeführers in zentralen Punkten nicht nachvollziehbar, unlogisch und deshalb schlichtweg unglaubhaft, weshalb alles in allem auf die das Tatgeschehen weitaus plausibler erklärende Sachverhaltsschilderung des Beschwerdegegners abzustellen sei. Diese erstinstanzliche Beweiswürdigung erachtet die Vorinstanz als umfassend und sorgfältig, die daraus gezogenen Schlüsse als nachvollziehbar und überzeugend. Ergänzend führt sie aus, der Beschwerdegegner habe den Sachverhalt von der ersten bis zur letzten Einvernahme weitgehend widerspruchsfrei und nachvollziehbar geschildert. In seinen Aussagen fänden sich zahlreiche Realkennzeichen. Nicht nur die Schilderung des Kernsachverhalts sei präzise und nuanciert, sondern auch die zahlreichen Nebensächlichkeiten und Details, die er beiläufig zu Protokoll gegeben habe, deuteten auf einen realen Erlebnishintergrund. Eindrücklich sei ferner, dass der Beschwerdegegner weder den Beschwerdeführer noch die übrigen involvierten Personen übermässig belaste, ihr Verhalten teilweise sogar entschuldige und ausserdem ein Selbstverschulden eingestehe. Des weiteren differenziere er zwischen dem "Verschuldungsgrad" der verschiedenen Personen und erhebe nicht einfach pauschale Anschuldigungen. Die Aussagen des Beschwerdegegners erschienen authentisch und glaubhaft, woran die nur sehr vereinzelten Ungenauigkeiten in seinen Schilderungen nichts zu ändern vermöchten. Insbesondere seine Angabe, er habe die am 5. August 2014 um 15.51 Uhr an den Beschwerdeführer verfasste SMS soweit er wisse bei sich im Auto geschrieben, lasse sich zwar tatsächlich nicht stimmig in den zeitlichen Ablauf der Geschehnisse einfügen, sei aber ein blosses Detail, das für sich genommen nicht geeignet sei, die Glaubhaftigkeit der ansonsten äusserst kohärenten Aussagen des Beschwerdegegners ernstlich zu erschüttern. Demgegenüber seien die Aussagen des Beschwerdeführers in verschiedener Hinsicht nachweislich unwahr und mit den übrigen Akten nicht im Einklang zu bringen. So habe er beispielsweise lange Zeit vehement glauben machen wollen, eine italienische Transportfirma habe den Audi S5 vom Parkplatz abgeholt und das Fahrzeug befinde sich mittlerweile auf einer Raststätte irgendwo in der Schweiz. Dies, obschon sich später herausstellte, dass sich der fragliche Wagen bereits an der Wohnadresse seines Bruders befand. Nachweislich unwahr sei auch seine Aussage gewesen, wonach er sein Mobiltelefon auf dem Weg von Zürich in Richtung St. Gallen aus dem Auto geworfen habe, denn bei der polizeilichen Anhaltung am 27. Oktober 2014 habe es sichergestellt werden können. Nebst weiteren nachweislich tatsachenwidrigen Angaben des Beschwerdeführers (wie hinsichtlich seines angeblichen Überraschungsurlaubs bei seiner Verlobten oder der vermeintlichen Falschgeldzahlung) seien auch seine Aussagen rund um das Benzingeld, das der Beschwerdegegner C.________ für dessen Fahrdienste gezahlt haben soll, unwahr bzw. zumindest in Widerspruch mit den übereinstimmenden Aussagen des Beschwerdegegners und von C.________ selbst. Es erübrige sich, auf weitere Falschaussagen des Beschwerdeführers hinzuweisen, insoweit könne auf die detaillierteren Ausführungen der Erstinstanz verwiesen werden. Bereits das Gesagte zeige jedoch hinreichend deutlich, dass der Beschwerdeführer zentrale Aspekte des Tatgeschehens bewusst falsch dargestellt habe, was die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen in Frage stelle und Zweifel an dem von ihm dargestellten Sachverhalten aufkommen lasse. Dieser Schluss werde durch sein übriges Aussageverhalten bestärkt. Beispielhaft seien drei Punkte zu nennen: Erstens habe er von Anfang an auf zahlreiche Fragen ausweichend reagiert und zum Beispiel die Namen der am Vorfall des 5. August 2014 beteiligten Personen lange Zeit nicht preisgegeben, obschon diese ihn gemäss seiner Sachverhaltsdarstellung ja eigentlich hätten entlasten oder ihn jedenfalls in dieser hätten bestärken können. Zweitens fänden sich in seinen Aussagen zahlreiche Widersprüche (die die Vorinstanz alsdann einzeln aufzeigt; vgl. Urteil, S. 11 f.), und drittens seien seine Ausführungen gespickt von Anschuldigungen und persönlichen Angriffen gegen den Beschwerdegegner und die Polizei. Zusammenfassend erhelle, das die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschwerdeführers erheblich in Zweifel gezogen werden müsse. Sein gesamtes Aussageverhalten, insbesondere die zahlreichen Falschaussagen sowie die erheblichen Widersprüche innerhalb des von ihm dargestellten Tatgeschehens liessen keinen anderen Schluss zu, als dass seine Sachverhaltsvariante nicht zutreffe. Diese Folgerung werde durch den gewichtigen Umstand bestärkt, dass seine Sachverhaltsdarstellung das objektive Tatgeschehen schlichtweg nicht plausibel zu erklären vermöge (was die Vorinstanz wiederum detailliert anhand diverser Punkte darlegt; vgl. Urteil, S. 12 f.). An diesen Feststellungen vermöchten die Aussagen der weiteren einvernommenen Personen, die am Tatgeschehen beteiligt gewesen seien, nichts zu ändern. Die Angaben von C.________ würden keine ernsthaften Zweifel am angeklagten Sachverhalt wecken, zumal sie in nicht unwesentlichen Bereichen von denjenigen des Beschwerdeführers abwichen. Gleiches gelte für die Aussagen des zweiten Kollegen des Beschwerdeführers. Ebenfalls keine begründeten Zweifel ergäben sich aus dem von der Verteidigung im Berufungsverfahren erneut vorgebrachten Umstand, dass die Überwachungskamera an der E.________-Tankstelle in B.________ keine Bilder vom Beschwerdegegner und von C.________ aufgezeichnet habe. Denn es sei ohne weiteres möglich, dass die beiden einen anderen Weg zum Einkaufszentrum gefahren seien.