Citation: 1C_565/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Entgegen der Rüge des Beschwerdeführers hat auch die Vorinstanz festgehalten, dass er anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 13. Februar 2022 die Durchsuchung seines Mobiltelefons zunächst ablehnte und der Sichtung vor Ort erst zustimmte, als ihn der Beschwerdegegner nach telefonischer Rücksprache mit der Beschwerdegegnerin darüber informierte, dass das Mobiltelefon ohne sein Einverständnis sichergestellt werde (vgl. E. 3d/aa des angefochtenen Entscheids). Die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid stimmen damit insoweit mit den Vorbringen des Beschwerdeführers überein, weshalb der Vorinstanz in diesem Zusammenhang keine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung vorgeworfen werden kann. Unbestritten ist sodann, dass aufgrund der Angaben des Zugbegleiters zum Zeitpunkt der Einvernahme der Verdacht bestand, der Beschwerdeführer habe diesen anlässlich der Billettkontrolle beschimpft und mit seinem Mobiltelefon gegen seinen Willen gefilmt. Wie die Vorinstanz bundesrechtskonform ausführte, stellte das Mobiltelefon daher zum damaligen Verfahrenszeitpunkt aufgrund der genannten Verdachtsmomente ein taugliches Beweismittel zur Klärung der angezeigten Strafvorwürfe dar und wären - soweit ersichtlich - auch die weiteren Voraussetzungen für eine Beweismittelbeschlagnahme (Art. 263 Abs. 1 lit. a StPO) grundsätzlich erfüllt gewesen. Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers stand insbesondere der Umstand, dass gegen ihn zum Zeitpunkt der Einvernahme noch keine Strafuntersuchung förmlich eröffnet wurde, der Zulässigkeit der Beweismittelbeschlagnahme nicht entgegen, da eine solche bereits im polizeilichen Ermittlungsverfahren (Art. 306 ff. StPO) zulässig ist und dieses zudem formlos durch die Ermittlungstätigkeit der Polizei (Art. 300 Abs. 1 lit. a StPO) eröffnet wird (BOMMER/GOLDSCHMID, in: Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, N. 12 zu Art. 263 StPO). Wäre es zu einer Beschlagnahme des Mobiltelefons gekommen, wäre indessen aufgrund der Anordnung einer Zwangsmassnahme mit der Beschlagnahmeverfügung auch eine Strafuntersuchung förmlich zu eröffnen gewesen (Art. 309 Abs. 1 lit. b StPO).