Citation: 8C_154/2024 E. 4

Die Vorinstanz liess offen, ob mit Verfügung vom 18. Mai 2011 implizit auch der Rentenanspruch rechtskräftig abgelehnt worden ist und ob es sich damit beim Gesuch vom Juli 2019 in formeller Hinsicht um eine Neu- oder Erstanmeldung handelt. Denn sie kam zum Schluss, dass der Rentenanspruch selbst im Falle einer Qualifikation als Neuanmeldung allseitig geprüft werden müsse, nachdem die Verwaltung auf das Gesuch eingetreten sei. Sodann stellte sie fest, dem neurologisch-neuropsychologischen Gutachten von Dr. med. C.________ und Dipl.-Psych. B.________ vom 28. und 2. Mai 2021 (inkl. interdisziplinäre Gesamtbeurteilung vom 18. Mai 2021) habe sie bereits im Urteil vom 11. Mai 2022 vollen Beweiswert beigemessen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin biete der im Rechtsmittelverfahren von ihr eingereichte neuropsychologische Bericht des Dr. phil. E.________, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, Klinik F.________, vom 21. November 2023 keinen Anlass, darauf zurückzukommen. Das psychiatrische Gutachten des Dr. med. D.________ vom 5. November 2022 samt seiner Stellungnahme vom 9. Januar 2023 sei ebenfalls uneingeschränkt beweiskräftig. Gestützt darauf sei insgesamt und für den ganzen Beurteilungszeitraum von einer maximal 30%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Mangels einer zumindest 40%igen Arbeitsunfähigkeit sei damit das Leistungsbegehren bereits aufgrund des nicht bestandenen Wartejahres abzuweisen. Selbst wenn vom Bestehen des Wartejahrs ausgegangen werde, resultiere für den 1. Januar 2020 (Zeitpunkt des potentiell frühestmöglichen Rentenbeginns), bei einer gewichteten Einschränkung im erwerblichen Bereich (80 %) von 34,92 % und von 0 % im Aufgabenbereich Haushalt (20 %), ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von gerundet 35 %. Die leistungsablehnende Verfügung vom 10. Juli 2023 sei folglich nicht zu beanstanden.