Citation: 1P.253/2005 11.05.2005 E. 2

Untersuchungshaft kann im Kanton Freiburg u.a. angeordnet werden, wenn der Angeschuldigte eines Vergehens oder Verbrechens dringend verdächtig ist und nach den Umständen ernstlich zu befürchten ist, er würde in Freiheit weitere schwere Straftaten begehen (Art. 110 Abs. 1 der Freiburger Strafprozessordnung vom 14. November 1996; StPO). Liegt ausser dem allgemeinen Haftgrund des dringenden Tatverdachts Fortsetzungsgefahr vor, steht einer Inhaftierung auch unter dem Gesichtswinkel der persönlichen Freiheit von Art. 10 Abs. 2 BV und von Art. 5 Ziff. 1 lit. c EMRK grundsätzlich nichts entgegen (BGE 125 I 361 E. 4c; 123 I 268 E. 2c). Diesfalls kann der Beschwerdeführer auch aus den Bestimmungen zum Schutz des Privat- und Familienlebens, auf die er sich beruft (Art. 13 BV, Art. 8 Ziff. 1 EMRK, Art. 17 Ziff. 1 UNO-Pakt II), nichts zu seinen Gunsten ableiten. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer dringend verdächtig ist, die ihm vorgeworfenen Straftaten begangen zu haben. Umstritten ist einzig, ob Fortsetzungsgefahr bestehe.