Citation: 6B_120/2015 E. 2.5

2.5. Der Beschwerdeführer beanstandet in formeller Hinsicht, B.________ und C.________ hätten als Zeuginnen anstatt als Auskunftspersonen einvernommen werden müssen. Der Einwand des Beschwerdeführers scheitert bereits deshalb, weil er diesen erst vor Bundesgericht vorbrachte, obschon er die Möglichkeit gehabt hätte, den angeblichen Verfahrensmangel bereits im Verfahren vor dem Kantonsgericht geltend zu machen (vgl. BGE 138 I 1 E. 2.2 S. 4; 130 III 66 E. 4.3 S. 75 f.; je mit Hinweisen). Er ist jedoch auch in der Sache nicht begründet. Art. 178 und Art. 179 StPO legen fest, wer als Auskunftsperson einzuvernehmen ist. Die Polizei befragt eine Person, die nicht als beschuldigte Person in Betracht kommt, als Auskunftsperson (Art. 179 Abs. 1 StPO). In der Konfrontationseinvernahme wurde C.________, entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers, als Zeugin einvernommen und entsprechend belehrt. B.________ stellte einen Strafantrag gegen den Beschwerdeführer. Als Strafantragstellerin war sie als Auskunftsperson einzuvernehmen (Art.178 lit. a StPO i.V.m. Art. 118 Abs. 1 und 2 StPO; Andreas Donatsch, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 2. Aufl. 2014, N. 25 zu Art. 178 StPO). Anschliessend zog sie ihren Strafantrag zurück. Der Rückzug erfolgte lediglich, um den Beschwerdeführer vor den Folgen des Strafverfahrens zu schützen und nicht, da die ursprünglichen Aussagen falsch gewesen wären. Gründe, welche für eine Unverwertbarkeit der Einvernahmen oder deren Wiederholung sprechen würden, sind nicht ersichtlich.