Citation: 4P.91/2002 12.07.2002 E. 5

Wie das Kassationsgericht zutreffend erkannte, hat das Handelsgericht diesen Grundsätzen korrekt nachgelebt. Dieses hatte im Wesentlichen erwogen, es sei für den Ausgang des Prozesses sowohl hinsichtlich des Anspruchs auf Schadenersatz als auch auf Genugtuung entscheidend, ob der Beschwerdeführerin der Nachweis gelinge, dass der Unfall vom 10. Oktober 1997 für die verringerte Erwerbsfähigkeit kausal war. Da die Aktenlage eindeutig dagegen spreche, erscheine es unwahrscheinlich, dass die von der Beschwerdeführerin als Beweismittel angerufenen medizinischen Gutachten und Zeugeneinvernahmen oder ihre persönliche Befragung zu einem anderen Ergebnis führten. So seien den medizinischen Akten keine Anhaltspunkte für eine unfallbedingte Depression zu entnehmen. Gemäss dem zweiten IV-Gutachten und dem darauf fussenden Entscheid der IV hätten sich die festgestellten Seh- und Konzentrationsbeschwerden nicht in einer Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit niedergeschlagen. Auch für ein nach dem Unfall aufgetretenes Schädel-Hirntrauma und eine Bewusstseinstrübung seien den Akten keine Hinweise zu entnehmen: Das Spital Y.________ habe in seinem Bericht vom 2. Dezember 1997 eine Benommenheit der Beschwerdeführerin explizit verneint. Ein neues Gutachten, eine Zeugeneinvernahme oder eine persönliche Befragung der Beschwerdeführerin könnten vier Jahre nach dem Ereignis den Nachweis der Symptome nach dem Unfall nicht ersetzen. Aufgrund der SUVA- und IV-Entscheide und den zu den Akten gegebenen Gutachten sei eine unfallbedingte Verminderung der Arbeitsunfähigkeit nicht anzunehmen. Damit erscheine das Verfahren als aussichtslos.