Citation: 9C_248/2017 E. 5.2.2

5.2.2. Das kantonale Gericht erkannte, gemäss rheumatologischer Teilexpertise der ABI GmbH (Untersuchung vom 15. Juli 2015) sei die Versicherte ohne Hilfsmittel in das Untersuchungszimmer eingetreten. Beim Be- und Entkleiden hätten bis auf eine leichte Schonung der rechten Schulter keine Einschränkungen beobachtet werden können. Zur Prüfung der peripheren Gelenke habe die Gutachterin festgehalten, die Beschwerdeführerin demonstriere eine deutlich eingeschränkte aktive Schultergelenksbeweglichkeit beidseits. Eine passive Beweglichkeitsprüfung habe sie wegen befürchteter Schmerzen verweigert. Im Gegensatz zu den demonstrierten deutlichen Einschränkungen der linken Schulter habe sie diese bei unbewussten Handlungen völlig frei bewegen können. Auch rechts liesse sich bei unbewussten Bewegungen eine deutlich bessere, wenn auch leicht eingeschränkte Schultergelenksbeweglichkeit beobachten. Im Bereich der Hände fänden sich keine Hinweise für arthritische oder arthrotische Veränderungen. Nach dem Gesagten erhellt, dass sich der Gesundheitszustand im Bereich der Schultern im Vergleich zum Abklärungsbericht vom 8. Oktober 2009 verbessert hat. Die Versicherte ist zumindest ab dem Begutachtungszeitpunkt wieder in der Lage, sich selber an- und auszuziehen und die Schultern mit einer leichten Einschränkung rechts frei zu bewegen. Da die Schulterproblematik damals im Bereich An- und Auskleiden zu Einschränkungen führte und die Versicherte regelmässig auf Hilfe Dritter angewiesen war, ist die Verbesserung in dieser Hinsicht geeignet, den Grad der Hilflosigkeit und damit den Umfang des Anspruchs zu beeinflussen. Hinzu kommt, dass die ABI-Gutachter im Rahmen der Untersuchung und unter Berücksichtigung der Observationsunterlagen keine offensichtliche körperliche Behinderung feststellen konnten. Das Untersuchungszimmer konnte die Beschwerdeführerin ohne Hilfsmittel betreten. 2009 war ihr das Verlassen der Wohnung ohne Begleitung und Gehhilfe nicht möglich. Mithin ist auch im Bereich der lebenspraktischen Begleitung (Fortbewegung) von einer Verbesserung auszugehen, weshalb ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 2 ATSG zu bejahen ist.