Citation: 9C_573/2022 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht hat zur Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit erwogen, dass es auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt Stellen gebe, die mit den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers vereinbar seien, sei unbestritten. Als Grund für die fehlende Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit komme einzig sein Alter in Betracht. Die medizinische Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit habe am 12. Mai 2021 festgestanden. Zu jenem Zeitpunkt sei der Beschwerdeführer rund 62 Jahre und drei Monate alt gewesen. Das Gericht hat sodann aufgezeigt, inwiefern die vom Beschwerdeführer herangezogenen Beispiele aus der Rechtsprechung nicht mit seiner Konstellation vergleichbar sind, und hat weitere Beispiele angeführt, bei denen die Verwertbarkeit von Versicherten in ähnlichem Alter wie dem Beschwerdeführer bejaht worden ist. In Würdigung dieser Grundlagen hat die Vorinstanz erwogen, dass das Alter des Beschwerdeführers allein nicht ausreiche, um die Verwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit zu verneinen. Hierzu müssten weitere Umstände hinzukommen, die eine solche Verwertbarkeit als unwahrscheinlich erscheinen liessen. Solche Umstände seien jedoch nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer habe Ausbildungen als Krankenpfleger und Sozialpädagoge absolviert. Zuletzt sei er vom 1. Mai 2017 bis 9. Oktober 2019 als Sozialpädagoge tätig gewesen, wobei er auch Arbeiten im Bereich der Körperpflege, Ausflugsbegleitung und Unterstützung in der Mobilität ausgeführt habe und insgesamt eine hauptsächlich stehende und gehende Tätigkeit ausgeübt habe. Gestützt auf die Aktenlage sei davon auszugehen, dass ihm diese Tätigkeit insbesondere deshalb nicht mehr möglich sei, weil sie neben den agogischen Arbeiten auch pflegerische Arbeiten enthalte. Eine rein agogische Tätigkeit wäre mit seinen gesundheitlichen Einschränkungen jedoch vereinbar. Es wäre dem Beschwerdeführer somit möglich, weiterhin auf einem seiner erlernten Berufe, der auch Teil seiner letzten Tätigkeit gewesen sei, zu arbeiten. Dabei könnte er aufgrund der 100%igen Arbeitsfähigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen. Die ihm verbleibende Aktivitätsdauer von rund zwei Jahren und neun Monaten bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionsalters sei zwar recht kurz, doch sei er grundsätzlich nicht auf eine Umschulung respektive Weiterbildung oder eine längere Einarbeitungszeit angewiesen. In Würdigung der gesamten Umstände sei dem Beschwerdeführer die Verwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit somit zumutbar.