Citation: 1C_320/2024 E. 2.4

2.4. Die Beschwerdegegnerin erachtet den erforderlichen Streitwert gestützt auf die bisherige Praxis und Rechtsprechung demgegenüber als nicht gegeben. In der Regel werde Streitigkeiten aus dem Arbeitszeugnis ein Wert in der Höhe eines Monatslohns beigemessen. Vorliegend habe das Bruttomonatsgehalt des Beschwerdeführers zum Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses etwa Fr. 9'360.-- betragen, wobei der relevante Monatslohn je nach Umständen variieren könne. Zu berücksichtigen seien u.a. die Erschwerung der beruflichen Zukunft. Vorliegend sei jedoch zu beachten, dass es sich nicht um ein negatives Arbeitszeugnis handle; vielmehr ziele der Beschwerdeführer darauf ab, aus einem guten Arbeitszeugnis ein sehr gutes zu machen. Da er von der Beschwerdegegnerin aber bereits ein gutes Arbeitszeugnis erhalten habe, dürften die vorliegend zu berücksichtigenden wirtschaftlichen Auswirkungen nur marginal sein, falls es denn überhaupt solche gebe. Zudem sei auch unter Berücksichtigung seiner beruflichen Funktion nicht davon auszugehen, dass er mit den erlangten Qualifikationen als Finanzmarktanalyst Schwierigkeiten bei der Stellensuche habe, insbesondere nicht für eine Tätigkeit bei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Solche Wechsel von der Bundesanwaltschaft zu Wirtschaftsprüfungsgesellschaften seien üblich. Weshalb der Beschwerdeführer angeblich auch jetzt noch keine neue Anstellung habe, könne "nicht kausal auf das (gute) Arbeitszeugnis zurückzuführen sein" und werde vom Beschwerdeführer auch nicht näher begründet. Weiter sei auch die Dauer des Arbeitsverhältnisses von Relevanz: Die Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers bei der Beschwerdegegnerin habe knapp 6 Jahre gedauert; somit liege kein besonders langes Arbeitsverhältnis vor, welches bei der Beurteilung des Streitwerts besonders mitberücksichtigt werden müsste. Zudem dürfte der Beschwerdeführer auf dem Arbeitsmarkt angesichts der für Arbeitnehmende weiterhin guten Lage gute Chancen haben, dies umso mehr mit einem (guten) Arbeitszeugnis. Darüber hinaus sei daran zu erinnern, dass er selbst am 30. November 2020, also vor fast vier Jahren, das Arbeitsverhältnis gekündigt habe.