Citation: 6B_1368/2020 E. 3.4.1

3.4.1. Die Strafzumessung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Diese begründet hinlänglich, wieso sie in Anbetracht dessen, dass der Beschwerdeführer mehrere Minuten mit einem Küchenmesser in der Hand auf die wehrlos am Boden liegende Beschwerdegegnerin 2 eingeschlagen hat, von einem erheblichen Verschulden ausgeht und zu einer Einsatzstrafe von 4 ¼ Jahren für die schwere Körperverletzung gelangt. Dabei stützt sie sich weder auf sachfremde Kriterien, noch lässt sie wesentliche schuldrelevante Komponenten ausser Acht. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, es liege geradezu "ein Kompendium so ziemlich aller Strafminderungsgründe, welche das StGB kennt", vor, und der Vorinstanz vorwirft, sie habe diverse wesentliche Strafminderungsgründe ignoriert, genügt seine Beschwerde über weite Strecken den Begründungsanforderungen nicht. Dies gilt etwa, wenn er geltend macht, er habe unter einer grossen seelischen Belastung im Sinne von Art. 48 lit. c StGB gehandelt, ohne sich mit den schlüssigen Argumenten der Vorinstanz auseinanderzusetzen, wonach er die Konfrontation mit der Beschwerdegegnerin 2 gesucht und zu dieser gar ein Messer mitgebracht habe. Die Vorinstanz nimmt zu Recht an, dass der Beschwerdeführer unter diesen Umständen nicht unter einer grossen seelischen Belastung stand, die über einen längeren Zeitraum herangereift wäre, und die eine Strafmilderung nach Art. 48 lit. c StGB nach sich ziehen müsste (vgl. BGE 147 IV 249 E. 2.3 mit Hinweisen). Auch hinsichtlich der Täterkomponente geht der Beschwerdeführer nicht auf die Erwägungen der Vorinstanz ein, sondern beschränkt sich auf die Behauptung, sein Vorleben sei ein weiterer Strafminderungsgrund, womit er auch diesbezüglich den Begründungsanforderungen nicht nachkommt. Entgegen seinem Vorbringen geht die Vorinstanz des Weiteren nicht davon aus, dass die Beschwerdegegnerin 2 ein Mitverschulden an der Tat trifft, das strafmindernd hätte berücksichtigt werden müssen.