Citation: 1B_225/2019 E. 1

Das Bezirksgericht Münchwilen sprach A.________ mit Entscheid vom 11. Dezember 2018 vom Vorwurf der Nötigung frei, auferlegte ihm die Untersuchungs- und Polizeikosten und wies seine Entschädigungs- und Genugtuungsforderungen sowie seinen Antrag auf "Bearbeitung sämtlicher während seiner Haft und danach eingereichten Strafanzeigen" ab. Am 21. Dezember 2018 ging beim Bezirksgericht Münchwilen die Berufungsanmeldung von A.________ ein. Am 17. beziehungsweise 21. Dezember 2018 meldeten auch die Staatsanwaltschaft Frauenfeld und die Privatklägerin die Berufung an. Nachdem das begründete Urteil des Bezirksgerichts Münchwilen den Parteien zugestellt worden war, erklärten die Staatsanwaltschaft und die Privatklägerin am 7. beziehungsweise 16. Januar 2019 die Berufung. Mit Schreiben vom 18. Januar 2019 räumte das Präsidium des Obergerichts des Kantons Thurgau A.________ eine nicht erstreckbare Frist von 20 Tagen ein, um Anschlussberufung zu erklären. Am 14. Februar 2019 erklärte A.________ sinngemäss Berufung und Anschlussberufung. Das Obergericht des Kantons Thurgau trat mit Entscheid vom 2. April 2019 auf die Berufung und Anschlussberufung von A.________ nicht ein. Zur Begründung führte es zusammenfassend aus, die am 14. Februar 2019 eingereichte Berufungserklärung sei verspätet. Sie könne auch nicht als Anschlussberufungserklärung entgegengenommen werden, da sie nicht fristgemäss erfolgt sei.