Citation: 1C_27/2021 E. 5.1

5.1. Sodann ging die Vorinstanz davon aus, die von den Beschwerdeführern beantragte Verschiebung der Mantellinie um 1,5 m über eine Länge von ca. 10 m beeinträchtige schützenswerte Interessen des Beschwerdegegners. Zwar seien die Auswirkungen auf sein Grundstück insoweit beschränkt, als der vorgesehene Ausbau im Bereich des Erdgeschosses aufgrund des Gefälles bzw. der Situierung der Reiheneinfamilienhäuser an das Untergeschoss seines Hauses grenze. Jedoch ermögliche die Verlegung der Mantellinie auch eine Vergrösserung des Balkons bis zum Ende der Abgrenzungsmauer zwischen den beiden zusammengebauten Einfamilienhäusern, was durchaus Auswirkungen auf die nachbarliche Privatsphäre habe. Die Reiheneinfamilienhäuser seien im Gestaltungsplangebiet so gegliedert und situiert, dass die Einsehbarkeit von einem Haus zum anderen trotz fehlenden Abstands verhindert bzw. zumindest stark eingeschränkt werde, was auch einen gewissen Schutz vor Immissionen schaffe. Diese Ordnung werde durch die geplante Verlegung der Mantellinie im Grenzbereich zum Grundstück des Beschwerdegegners durchbrochen. Für diesen bestünden zudem kaum Möglichkeiten, bei seinem Sitzplatz auf der Ebene des Erdgeschosses gegenüber dem Grundstück der Beschwerdeführer mit zusätzlichen Massnahmen für Abgrenzungen zu sorgen. Die von der Gemeinde im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten photographischen Visualisierungen liessen erkennen, dass die vorgesehene Verlegung der Mantellinie auf die Aussicht vom Grundstück des Beschwerdegegners gewisse, wenn auch eher beschränkte Auswirkungen habe.