Citation: 6B_1052/2017 E. A

Die A.________ AG ist als Spezialitätenpharmaunternehmen auf die Entwicklung und Vermarktung von Medikamenten zur Behandlung seltener neuromuskulärer und mitochondrialer Krankheiten fokussiert. Die Aktie der A.________ AG ist an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange kotiert. Während der Aktienkurs im Jahr 2007 auf Fr. 135.-- stieg, fiel der Wert im Jahr 2013 auf einen Tiefstkurs von Fr. 1.09. Die Generalversammlung entschied sich jedoch gegen die Liquidation und für die Fortführung der Gesellschaft. Der Kurs der Aktie erholte sich anschliessend wieder. Die A.________ AG war Sponsor der im Juli 2009 begonnenen Phase-III-Studie für die Zulassung eines neuen Medikaments. Das Akronym der Studie lautete B.________. Es handelte sich um eine doppelt verblindete, randomisierte und placebokontrollierte Studie für den Nachweis der Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit des Wirkstoffs. Die von der A.________ AG unabhängige C.________ GmbH verwaltete die Daten der Studie und wertete sie aus. Am 6. Mai 2014 entblindete die C.________ GmbH im Auftrag der A.________ AG die Datenbank. Die Datenanalyse zeigte ein positives Studienresultat, worüber die C.________ GmbH die A.________ AG am Morgen des 7. Mai 2014 informierte. Die A.________ AG begann am 9. Mai 2014 mit der Ausarbeitung einer Medienmitteilung. Am 13. Mai 2014 gab die A.________ AG vorbörslich die positiven Ergebnisse der B.________-Studie bekannt. In der Folge schloss die Aktie der A.________ AG mit Fr. 4.44. Diese Kursveränderung lag jedoch unter den Erwartungen, weshalb entschieden wurde, die externe Kommunikation zu verstärken. Am 15. Mai 2014 veröffentlichte die A.________ AG eine weitere Medienmitteilung, in welcher sie ihre Präsenz an einer Investorenkonferenz in Amsterdam ankündigte. Am 20. Mai 2014 hielt die A.________ AG ihre Generalversammlung ab, über welche in einem Lokalfernsehsender gleichentags berichtet wurde. Der Wert der Aktie der A.________ AG stieg anschliessend kontinuierlich an. X.________ war zunächst Mitarbeiter der D.________ AG und später Hauptaktionär und Mitglied der Geschäftsleitung der E.________ AG. Diese beriet die A.________ AG anstelle der D.________ AG ab Herbst 2013 bei der Planung, Anschaffung, Budgetierung sowie umfassend im Betrieb der Informatiktechnologie und belieferte sie mit Hard- und Software. X.________ wird vorgeworfen, im Rahmen dieser Zusammenarbeit an vertrauliche Informationen über die A.________ AG gelangt zu sein. Diese Informationen habe er an den befreundeten Y.________ weitergegeben. Y.________ habe daraufhin in Erwartung einer Kurssteigerung am 8./9. Mai 2014 3'000 Aktien der A.________ AG zum Kurs von Fr. 3.85 und am 16. Mai 2014 20'000 Aktien der A.________ AG zum Kurs von Fr. 4.96 gekauft. Damit habe er für seine Verhältnisse grosse Investitionen getätigt. Y.________ habe die Aktien kurze Zeit später mit erheblichem Gewinn wieder verkauft. Die Bundesanwaltschaft erhob am 14. Februar 2017 Anklage beim Bundesstrafgericht gegen X.________ und Y.________ wegen Ausnützens von Insiderinformationen, mehrfach begangen als Primär- respektive Sekundärinsider.