Citation: 8C_422/2007 04.09.2008 E. 4

Nach den zutreffenden Einwänden des Beschwerdeführers sind die vorinstanzlich als ausschlaggebend erachteten Gutachten der Dres. L.________ und E.________, wonach der Versicherte einzig an einer nicht invalidisierenden somatoformen Schmerzstörung und nicht näher bezeichneten Schulterschmerzen rechts leidet, nicht widerspruchsfrei. Die Neurochirurgin erachtete das auffällige Zittern wahrscheinlich als funktionelles Leiden, welches einer psychiatrischen Beurteilung im Rahmen des gesamten Krankheits-/Schmerzgeschehens bedürfe, wohingegen der Psychiater ein entsprechendes psychisches Leiden ausschloss. Weder die IV-Stelle noch das kantonale Gericht hielten es für notwendig, diesen Widerspruch in der Sachverhaltsabklärung, deren Ungereimtheit sich auch im Lichte der übrigen medizinischen Akten nicht beheben lassen, mittels weiterer Begutachtung zu lösen. Ebenso wurde ausgeblendet, dass die behandelnden Ärzte des Spitals B.________ in welchem sich der Beschwerdeführer vom 1. bis 29. März 2006 aufhielt, ausdrücklich eine ausführliche psychiatrische Beurteilung inklusive fremdanamnestischer Angaben und längerfristiger Beobachtung des Patienten, wie dies in den Diagnosemanualen gefordert werde, empfohlen haben. Damit hat das kantonale Gericht zusammenfassend den rechtserheblichen Sachverhalt wegen des Verzichts auf weitere Beweisvorkehren - aufgrund antizipierter Beweiswürdigung bei einer Sachverhaltsfeststellung mit unauflösbaren Widersprüchen - rechtsverletzend festgestellt (vgl. E. 2.2 hievor). Auch auf den vom Beschwerdeführer letztinstanzlich aufgelegten Bericht des Dr. A.________ kann nicht einfach abgestellt werden, da sich dieser Arzt nicht mit den Argumenten der anderen Neurologen auseinandergesetzt hat. Es kann daher offenbleiben, ob dieses Beweismittel im vorliegenden Verfahren überhaupt hat vorgebracht werden dürfen (Art. 99 Abs. 1 BGG). Die Sache ist daher zur Durchführung eines MEDAS-Gutachtens zwecks Abklärung der zumutbaren Arbeits- und Erwerbsfähigkeit und zu erneutem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.