Citation: 7B_217/2022 E. 1.4.1

1.4.1. Die subjektive Wahrnehmung der Beschwerdeführerin, wonach sie in ihrem Sicherheitsgefühl erschüttert worden sei (vgl. E. 1.3 hiervor), reicht nicht aus zur Annahme einer schweren Verletzung, die eine Genugtuung rechtfertigen würde. Es genügt nämlich nicht, dass die Folgen des Ereignisses aus Sicht der Betroffenen (d.h. subjektiv) schwer wiegen. Vielmehr muss die Persönlichkeitsverletzung auch objektiv als schwer qualifiziert werden können (vgl. Urteile 6B_1302/2022 vom 3. April 2023 E. 1.3; 6B_810/2020 vom 14. September 2020 E. 1.3; vgl. oben E. 1.2). Weshalb eine "erzwungene Liftfahrt", die gemäss Angaben der Beschwerdeführerin lediglich ca. 30 Sekunden gedauert habe (vgl. pol. Einvernahmeprotokoll S. 5), generell (d.h. objektiv) geeignet sein soll, eine schwere seelische Unbill im Sinne der dargelegten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu bewirken, legt die Beschwerdeführerin nicht hinreichend dar und ist im Übrigen nicht ohne Weiteres ersichtlich. Damit einhergehend vermag die Beschwerdeführerin nicht darzulegen, inwiefern ihr vorliegend eine Genugtuung zustehen könnte.