Citation: 4A_277/2023 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, hinsichtlich des Rechtsbindungswillens der Beschwerdegegnerin per 4. Oktober 2018 beruhe die vorinstanzliche Behauptung, die Beschwerdegegnerin habe mit Ziff. 8 des AKV 2018 nur eine unverbindliche Absichtserklärung abgeben wollen, auf einer offenkundig unrichtigen Sachverhaltsfeststellung (Art. 97 BGG). Beide Parteien hätten Ziff. 8 des AKV 2018 übereinstimmend (zumindest) als verbindliche Kaufpflicht der Beschwerdegegnerin verstanden, bis Ende Juli 2019 25 Aktien der G1.________ Holding AG zum Preis von Fr. 4'250'000.-- zu kaufen. Der Schluss der Vorinstanz, die Parteiaussage von F.________ sei glaubhaft, sei willkürlich. So könne insbesondere die Aussage, er habe Ziff. 8 des AKV 2018 entgegen des Wortlauts nur als unverbindliche Absichtserklärung verstanden, nicht willkürfrei als glaubhaft qualifiziert werden. Das von F.________ behauptete Verständnis der Klausel stimme auch nicht mit dessen nachvertraglichen Verhalten überein, sondern widerspreche diesem diametral.