Citation: 5P.400/2005 21.11.2005 E. 2

Das Obergericht ist auf die Berufung des Beschwerdeführers nicht eingetreten, weil dem Beschwerdeführer ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse fehle. Es stützt damit seinen Entscheid auf kantonales Verfahrensrecht, dessen verfassungswidrige Anwendung mit staatsrechtlicher Beschwerde gerügt werden kann (Art. 84 OG). Der Beschwerdeführer kann mit staatsrechtlicher Beschwerde ausschliesslich rügen, das Obergericht habe seine verfassungsmässigen Rechte verletzt, indem es auf seine Berufung nicht eingetreten sei. Diese Rüge erhebt der Beschwerdeführer auch und begründet sie. Er legt indessen nicht dar, welche kantonale Verfahrensbestimmung ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse als Voraussetzung für die kantonale Berufung vorschreibe und inwiefern das kantonale Verfahrensrecht diesbezüglich in verfassungswidriger Weise angewendet worden wäre. Indessen hat sich auch das Obergericht auf keine kantonale Verfahrensvorschrift berufen, sondern ohne nähere Erläuterungen die Rechtsprechung angewendet, welche auch das Bundesgericht auf staatsrechtliche Beschwerde hin in diesem Bereich zur Anwendung bringt. Es ist daher davon auszugehen, dass das Obergericht die kantonalen Bestimmungen über das Rechtsschutzinteresse im Bereich der Zwangsmedikation gleich auslegt wie das Bundesgericht im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde Art. 88 OG anwendet. Die fehlende Auseinandersetzung mit dem kantonalen Prozessrecht führt daher nicht zum Nichteintreten.