Citation: 1C_358/2020 E. A

Die A.________ AG (früher: C.________ AG) stellte am 21. Juni 2016 das Baugesuch für die Lagerung und Aufbereitung von mineralischen Stoffen auf dem Grundstück Nr. 877, Gemeinde Stans, mit Ausbau der Zufahrtsstrasse. Parzelle Nr. 877 war bis dahin der Industriezone zugeteilt. Das Baugesuch wurde am 29. Juni 2016 im Amtsblatt veröffentlicht. Während der Auflagefrist gingen zahlreiche Einwendungen ein. An der Einwendungsverhandlung vom 21. März 2017 konnte keine Einigung gefunden werden. Drei Stimmberechtigte beantragten am 18. Mai 2017 in der Form einer allgemeinen Anregung zuhanden der Gemeindeversammlung, diese solle den Gemeinderat beauftragen, die Umzonung der Parzelle Nr. 877 in die Gewerbezone einzuleiten und zur Beschlussfassung vorzulegen. Am 10. Juli 2017 entschied der Gemeinderat, diesen Antrag für die Gemeindeversammlung im November 2017 zu traktandieren. Der Gemeindepräsident sistierte am 11. Juli 2017 das Baubewilligungsverfahren bis zur Rechtskraft des Entscheids der Stimmberechtigten an der geplanten Gemeindeversammlung über den Antrag. Die A.________ AG erhob hiergegen Beschwerde an den Regierungsrat des Kantons Nidwalden. Dieser hielt mit Präsidialentscheid vom 6. Oktober 2017 fest, dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukomme. Die Gemeindeversammlung vom 22. November 2017 nahm den Antrag auf Teilrevision der Nutzungsplanung über das Industriegebiet "Galgenried" unter Einbezug der Nachbarparzelle Nr. 1606 an. Der Regierungsrat schrieb die Beschwerde gegen den Sistierungsentscheid vom 11. Juli 2017 am 23. Januar 2018 zufolge Gegenstandslosigkeit ab. Der Gemeinderat Stans beschloss am 27. November 2017, eine Planungszone für die Dauer von drei Jahren (mit Wirkung ab öffentlicher Auflage) über die Industriezone Galgenried (Parzellen Nrn. 877 und 1606) zur Überführung von der Industrie- in die Gewerbezone zu erlassen. Dieser Beschluss wurde am 6. Dezember 2017 im Amtsblatt veröffentlicht.