Citation: 6B_1028/2023 E. 3.4

3.4. Als unbegründet erweist sich zunächst das Vorbringen des Beschwerdeführers, es fehle betreffend beider Anklagepunkte an einer ehrverletzenden Äusserung, da es sich um Kritik an der strafrechtlich nicht geschützten Seite des Ansehens des Geschädigten als CEO der Familiengesellschaft gehandelt habe. Nach der konstanten bundesgerichtlichen Rechtsprechung tangiert der Vorwurf, jemand habe vorsätzlich eine strafbare Handlung begangen, grundsätzlich die sittliche Ehre, auch wenn der Vorwurf im Bereich der sozialberuflichen Tätigkeiten geäussert wird (vgl. BGE 145 IV 462 E. 4.2.2 mit Hinweisen; E. 3.3.4 hiervor). Demnach tangieren auch die vorliegend angeklagten Äusserungen des Beschwerdeführers, mit denen er den Geschädigten strafbarer Handlungen bezichtigt, nicht nur die berufliche Ehre des Geschädigten, sondern seinen Ruf, ein ehrbarer Mensch zu sein.