Citation: 8C_447/2023 E. 4

In Würdigung der Aktenlage mass die Vorinstanz - wie zuvor auch die Beschwerdegegnerin - dem Bericht des RAD-Arztes Dr. med. C.________ vom 12. Dezember 2017 über die orthopädisch/handchirurgische Untersuchung vom 16. November 2017, dessen ergänzender Stellungnahme vom 27. März 2018 sowie der Aktenbeurteilung des RAD-Arztes Dr. med. I.________, Facharzt für Chirurgie, vom 3. Oktober 2020 vollen Beweiswert zu. Sie legte dar, dass weder aufgrund der Berichte der behandelnden Ärzte noch des von der Suva eingeholten bidisziplinären Gutachtens des Spitals H.________ vom 5. September 2022 Indizien vorlägen, die gegen die RAD-Beurteilungen sprechen würden, weshalb auf weitere Abklärungen verzichtet werden könne. Die Beschwerdeführerin sei demzufolge in einer angepassten Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig. Die retrospektive Entwicklung der Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten, so das kantonale Gericht im Weiteren, sei naturgemäss mit Unsicherheiten behaftet. Diesbezüglich könne nicht auf die Angabe des Dr. med. I.________ vom 3. Oktober 2020 abgestellt werden, wonach die Beschwerdeführerin in angepasster Tätigkeit bis 16. August 2017 vollständig arbeitsunfähig und unmittelbar daran anschliessend 100 % arbeitsfähig gewesen sei. Diese Beurteilung sei lebensfremd und widerspreche sämtlichen früheren Angaben, einerseits denjenigen der Berichte des Schmerzzentrums des Spitals F.________ vom 2. Oktober 2017 und 23. Januar 2018, anderseits der Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. C.________ vom 27. März 2018. Aus diesen Berichten lasse sich "aggregiert" schliessen, so die Vorinstanz, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2017 in einer angepassten Tätigkeit nach Belastungsprofil vollumfänglich arbeitsunfähig gewesen sei und die Arbeitsfähigkeit aufgrund der Teilremission der CRPS-Symptomatik an der linken Hand sowie der langsamen Steigerung des ab Oktober 2017 möglichen 20%-Pensums ab dem 1. Dezember 2017 50 % und nach Abschluss der Eingliederungsmassnahmen 100 % betragen habe. Ausgehend von diesem Verlauf der Arbeits (un) fähigkeit ermittelte das kantonale Gericht den Invaliditätsgrad anhand der Einkommensvergleichsmethode und bejahte im Gegensatz zur Beschwerdegegnerin den Anspruch auf eine befristete ganze Rente ab 1. Januar 2017 bis 28. Februar 2018 und auf eine halbe Rente ab 1. März 2018 bis zum Beginn der Eingliederungsmassnahmen im August 2018 bzw. in Koordination mit den Taggeldzahlungen.