Citation: 9C_836/2014 E. 3.3

3.3. Bereits im fachpsychiatrischen Gutachten der MEDAS vom 6. Januar 2003 betrachteten Frau Dr. med. O.________, Assistenzärztin, und Dr. med. P.________, Oberarzt, die Behandlung als noch nicht ausgeschöpft. Dabei hielten sie fest, dass die Medikation offenbar wegen Magenproblemen abgesetzt worden sei, wobei keine Diagnosen der MEDAS-Gutachter auf eine irgendwie geartete Erkrankung im Magenbereich hinwiesen. Im ZMB-Gutachten vom 12. Dezember 2006 wurde festgehalten, die medikamentöse Therapie sei zu überdenken. Dr. med. E.________ führte aufgrund der von ihm durchgeführten Begutachtung aus, dass der Versicherte angeblich in psychiatrischer Behandlung gestanden habe. Meistens habe er diese abgebrochen, weil ihm die Krankheitseinsicht fehlte oder er die therapeutischen Massnahmen für falsch hielt, diese sogar als gesundheitsschädigend betrachtete. Dr. med. K.________ schliesslich beanstandete zentral die Behandlung des Beschwerdeführers durch Dr. med. L.________ mit Ritalin. Aus diesen Angaben verschiedener Psychiater, die den Beschwerdeführer in der Vergangenheit begutachtet hatten, kann entgegen der von diesem vertretenen Auffassung nicht geschlossen werden, dass bei ihm eine adäquate medikamentöse und therapeutische Behandlung der depressiven Symptomatik stattgefunden habe. Dr. med. L.________ behandelte den Beschwerdeführer entgegen der klaren Kontraindikation, die von Dr. med. K.________ erläutert wird, mit Ritalin. Dabei gab er an, dem Versicherten mit der Therapie lediglich eine "Vita minima" zu ermöglichen. Eine solche "Vita minima" lässt sich aber kaum begründen, wenn der Beschwerdeführer gleichzeitig offensichtlich in der Lage ist, selber Auto zu fahren, auch wenn anscheinend nur für kurze Strecken. Diese Tatsache belegt, wie Dr. med. K.________ bemerkt, dass der Versicherte angesichts der damit verbundenen enormen motorischen und kognitiven Anforderungen über nicht unerhebliche Ressourcen verfügt, was kaum mit der von Dr. med. L.________ erwähnten "Vita minima" korrespondiert. Vielmehr erfordert das Lenken eines Motorfahrzeugs gerade in der Agglomeration Zürich, wo der Beschwerdeführer wohnhaft ist, mit Rücksicht auf den dichten Strassenverkehr besondere Aufmerksamkeit und Konzentration. Der Versicherte vermag nicht aufzuzeigen, dass er in der Vergangenheit das Erforderliche unternommen hat, um die depressive Symptomatik hinreichend behandeln zu lassen. Entgegen seiner Ansicht liegt bei ihm gerade keine Persönlichkeitsstörung vor. Diese Diagnose wurde von Dr. med. K.________ explizit verworfen, weshalb der Versicherte eine solche Störung nicht als Argument für die unterbliebene Behandlung der depressiven Symptomatik anführen kann. Soweit sich der Beschwerdeführer darauf berufen will, dass die Privatgutachterin Frau Dr. med. F.________ die psychiatrische Behandlung als "lege artis" durchgeführt betrachtete, so ist diese Auffassung doch singulär und stimmt nicht mit den gutachterlichen Feststellungen der MEDAS, des Zentrums D.________ und des Dr. med. K.________ überein. Im Übrigen wurde bereits im Rahmen des Urteils 9C_869/2011 vom 18. April 2012 in E.4.2 darauf hingewiesen, dass der Gutachter Dr. med. E.________ die Einschätzung von Frau Dr. med. F.________ mit überzeugenden Argumenten in Frage gestellt hat.