Citation: P 64/04 08.05.2006 E. 2

2.1 Nach der Rechtsprechung ist von der Fiktion auszugehen, dass eine Postsendung mit Zustellnachweis, wenn der Adressat nicht persönlich angetroffen und daher eine Abholungseinladung in seinen Briefkasten oder sein Postfach gelegt wird, spätestens nach Ablauf der Abholfrist von sieben Tagen gemäss den von der Post gestützt auf Art. 11 des Postgesetzes vom 30. April 1997 erlassenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen "Postdienstleistungen" als zugestellt gilt (BGE 127 I 31, 123 III 493, 119 II 149 Erw. 2, 119 V 94 Erw. 4b/aa, je mit Hinweisen). Es besteht für die Verfahrensbeteiligten im Prozess die aus dem Grundsatz von Treu und Glauben abzuleitende Pflicht, dafür zu sorgen, dass ihnen Gerichtsurkunden zugestellt werden können (BGE 116 Ia 92 Erw. 2a mit Hinweisen). Bei Personen, die sich während eines hängigen Verfahrens für längere Zeit von dem den Behörden bekannt gegebenen Adressort entfernen, ohne für die Nachsendung zu sorgen und ohne der Behörde zu melden, wo sie nunmehr zu erreichen sind, bzw. ohne einen Vertreter zu beauftragen, nötigenfalls während ihrer Abwesenheit zu handeln, haben eine am bisherigen Ort versuchte Zustellung als erfolgt gelten zu lassen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Zustellung eines behördlichen Aktes während der Abwesenheit mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist (BGE 118 V 190 Erw. 3a, 117 V 132 Erw. 4a mit Hinweis). 2.2 Aufgrund des laufenden Verfahrens musste der Beschwerdeführer mit der Zustellung einer Verfügung oder eines Entscheids rechnen. Davon ist er selber ausgegangen, wie sich aus seinem bei der Vorinstanz am 17. November 2004 eingetroffenen Schreiben vom 12. November 2004 ergibt, worin er festhält, die Abholungseinladung sei verfallen und der Brief an das kantonale Gericht zurückgegangen, weshalb er den Inhalt und allfällige Termine nicht kenne. Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dringen nicht durch. Über den Umstand, dass es ihm gemäss eigenen Angaben nicht möglich gewesen war, Post zu empfangen, hätte der Beschwerdeführer die Vorinstanz in Kenntnis setzen und einen Vertreter bezeichnen müssen, der Postzustellungen rechtsgültig hätte entgegennehmen können. Anhaltspunkte dafür, dass er krankheitshalber nicht in der Lage gewesen war, diesen Obliegenheiten nachzukommen, bestehen nicht und werden auch nicht geltend gemacht. Mit dem kantonalen Gericht ist daher von der Fiktion auszugehen, dass die Zustellung des vorinstanzlichen Schreibens vom 21. Oktober 2004 als erfolgt zu gelten hat. 2.3 Hinsichtlich der Rechtsfolgen hat das kantonale Gericht erwogen, nachdem der Beschwerdeführer innerhalb der gesetzten Frist weder die den geltend gemachten Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege begründenden Unterlagen, noch eine verbesserte Beschwerdeschrift eingereicht habe, sei auf das Rechtsmittel nicht einzutreten. Auf die nicht zu beanstandenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid, welchen nichts beizufügen ist, wird verwiesen.