Citation: 4A_605/2023 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz hielt zunächst fest, dass auf das mit Eingabe vom 15. Oktober 2023 erweiterte Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin von vornherein nicht einzutreten sei, soweit dieses materielle Anträge enthalte. Eine Klageänderung sei in der Hauptverhandlung nach Art. 230 Abs. 1 lit. b ZPO nur noch zulässig, wenn sie auf neuen Tatsachen oder Beweismitteln beruhe. Da im zu beurteilenden Fall der Aktenschluss schon längst eingetreten sei, müsste es sich dabei um ausnahmsweise zulässige Noven im Sinne von Art. 229 Abs. 1 ZPO handeln. Dass dies der Fall wäre, habe die Beschwerdeführerin nicht dargetan und sei auch nicht ersichtlich. Im Gegenteil stütze sie etwa ihre neue Forderung auf Bezahlung von Fr. 154'588.69 - soweit überhaupt nachvollziehbar - auf Beilagen zur Klage und damit keineswegs auf Noven. Hinzu komme, dass über die Auskunftspflicht der Beschwerdegegnerin bereits ein rechtskräftiges Teilurteil ergangen sei, sodass in dieser Hinsicht eine abgeurteilte Sache im Sinne von Art. 59 Abs. 2 lit. e ZPO vorliege. Für die Vollstreckung dieses Teilurteils sei das Obergericht sodann nicht zuständig (§ 27 Abs. 3 lit. a GOG/ZG i.V.m. Art. 339 ZPO). Bei den Ziffern 4 und 6 des neuen "Rechtsbegehrens" handle es sich um prozessuale Anträge. Diese seien beide abzuweisen. Soweit die Beschwerdeführerin beantrage, es sei ihr nach "Feststellung der ordnungsgemässen und vollständigen Auskunftserteilung" nochmals eine Frist zum Einreichen einer unbeschränkten Replik anzusetzen, entbehre dieser Antrag jeder Grundlage; ihm liege die irrige Auffassung der Beschwerdeführerin zugrunde, die erste Phase der Stufenklage betreffend Auskunftserteilung sei erst dann abgeschlossen, wenn das urteilende Gericht die Vollständigkeit der erteilten Auskunft festgestellt habe. Zu den Gründen, weshalb auf die Durchführung einer Vergleichsverhandlung zu verzichten sei, könne auf die Ausführungen des Abteilungspräsidenten in den beiden Schreiben vom 4. und 29. September 2023 verwiesen werden, wo entsprechende Anträge der Beschwerdeführerin bereits zweimal abgewiesen worden seien.