Citation: 1B_493/2020 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer sei "offensichtlich schwer krank" (sogenannte manisch-schizoaffektive Störung) und leide an starken und akuten Wahnvorstellungen und Realitätsverkennungen. Zwischen Mai und August 2019 habe er in aggressiver Grundstimmung verschiedene Behörden und Amtsstellen aufgesucht und mehrere Personen beschimpft bzw. massiv bedroht. Gegenüber Behörden des Kantons Zug habe der Beschuldigte schriftlich damit gedroht, er werde "die Arbeit von Leibacher fertig machen". Damit habe er ausdrücklich Bezug auf ein Schwerverbrechen genommen, bei dem am 27. September 2001 ein Täter unter anderem 14 Personen im Kantonsratssaal von Zug erschoss. Mehreren Mitarbeitern einer psychiatrischen Einrichtung habe er "klar und deutlich angedroht", sie würden es "mit dem Leben bezahlen", wenn ihm nicht innert vier Tagen ein Check über Fr. 170'000.-- ausgestellt werde. Einer in der Strafjustiz tätigen und einer zweiten Person habe er angedroht, er werde ihnen "Schraubenzieher in jedes Ohr stecken" und sie danach "köpfen". Bei seiner Verhaftung im August 2019 habe der Beschwerdeführer eine Axt, ein Teppichmesser, ein spitzes Küchenmesser, zwei Schlagringe sowie ein zugespitztes Holzstück mit sich geführt. Der Verfahrensleitung des erstinstanzlichen Strafgerichtes habe er unter anderem mitgeteilt, dass die für das Strafurteil verantwortlichen Gerichtspersonen nun ebenfalls auf seiner "Abschussliste" stünden und es für sie "keine Gnade" geben werde. In einem Schreiben an die Mitglieder der Beschwerdeabteilung des Zuger Obergerichtes habe er erneut den Fall "Leibacher" erwähnt und mitgeteilt, dass er "nur zwei Möglichkeiten" sehe: " (1) ihr tötet mich, oder (2) ich töte euch Alle"; das Wort "Alle" habe er fünfmal unterstrichen. Auch an die Strafabteilung des Obergerichtes habe er Schreiben mit Todesdrohungen gerichtet (vgl. angefochtener Entscheid, S. 6 E. I/5.3, S. 7 E. II/2.1, S. 19 f. E. III/6.6).