Citation: 4A_230/2022 E. 6.1

6.1. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin vermöge die erstinstanzlichen Erwägungen nicht zu erschüttern, wonach alle Befragten unisono und doch nicht stereotyp das gleiche Bild gezeichnet hätten; nämlich dasjenige einer Unternehmensführerin, die unangefochten und versiert bei der E.________ AG an den Hebeln der Macht gesessen sei. Es bestehe kein Zweifel, dass die Beschwerdeführerin zugleich Kopf und Herz der E.________ AG gewesen sei und sich die Verwaltungsräte ihr untergeordnet hätten. Ungeachtet des missverständlichen Handelsregistereintrags, der sie bloss als Prokuristin ausweise, sei sie als Organ der E.________ AG anzusehen und darüber hinaus als ganz überwiegend hauptverantwortliche Person. Zudem habe sie betreffend den Zahlungsverkehr der F.________-Gruppe nicht bloss weisungsgebundene Tätigkeiten ausgeübt, sondern die gesamten Zahlungsflüsse orchestriert. Zur Rolle der Beschwerdeführerin bei den konkreten Geschäften mit H.________ S.p.A. und I.________ S.p.A. habe die Erstinstanz festgehalten, aufgrund der übereinstimmenden Aussagen mehrerer Zeugen, sei es eindeutig sie gewesen, die bei der E.________ AG bei sämtlichen Maschinenhandelsgeschäften die Fäden gezogen habe. Die Beschwerdeführerin gehe auf die diesbezügliche erstinstanzliche Beweiswürdigung nicht hinreichend ein.