Citation: 1C_339/2023 E. 3.5

3.5. Die Rechnungspositionen, die gemäss der Beschwerdeführerin in Anwendung von Art. 32d Abs. 5 USG dem Kanton aufzuerlegen seien, betreffen Arbeiten der H.________ GmbH und der D.________ AG im Zusammenhang mit der historischen und der ersten Etappe der technischen Untersuchung. Aus dem Bericht der D.________ AG vom 10. Mai 2006 folgt, dass die Standorte Nrn. 22.004.0122B und 22.004.0182B in dieser ersten Phase der Voruntersuchung gemeinsam untersucht wurden. Auch wenn in diesem Zeitpunkt formell zwei (mutmasslich) belastete Standorte vorlagen, ist in der Zielsetzung der Untersuchung von nur einem Betriebsstandort die Rede. Im Rahmen der Untersuchung wurde der Betriebsstandort aufgrund altlastenrelevanter Tätigkeiten weiter in acht Betriebsbereiche unterteilt, und es wurden Bodenluftmessungen und Grundwasserproben auf dem gesamten Grundstück vorgenommen. Die Ergebnisse der Proben bewogen die D.________ AG dazu, für die Beurteilung des Standorts "eine Aufteilung der Parzelle in einen nördlichen und südlichen Teil" sowie die Entlassung des nördlichen Teils des Grundstücks aus dem Kataster zu beantragen. Dies führte schliesslich dazu, dass der Standort Nr. 22.004.0122B im Jahr 2006 vom Amt für Umwelt aus dem Kataster der belasteten Standorte entlassen wurde. Bei dieser Ausgangslage - gemeinsame Untersuchung der beiden formell im Kataster eingetragenen Standorte auf ein und demselben Betriebsgelände und Grundstück, wobei sich der Verdacht der Belastung durch umweltgefährdende Stoffe mit Bezug auf einen der beiden Standorte bestätigt hat - rechtfertigt es sich nicht, die Untersuchungskosten des unbelasteten Standorts gestützt auf Art. 32d Abs. 5 USG dem Gemeinwesen aufzubürden, wie die Vorinstanz zu Recht annahm. Die Beschwerdeführerin ist nicht besserzustellen, als wenn das Amt für Umwelt zunächst das gesamte Betriebsgelände als zusammenhängende Fläche bzw. formell einen einzigen belasteten Standort im Kataster eingetragen und diesen Perimeter alsdann gestützt auf die Untersuchungsergebnisse auf die südliche Grundstückfläche eingegrenzt hätte. Dies auch deshalb nicht, weil sich die Abgrenzbarkeit der beiden ursprünglichen Standorte - mangels Nachweises von Chlorkohlenwasserstoffen im zwischen den beiden Standorten liegenden Grundwasservorkommen - wie gesehen erst im Zuge der ersten Phase der Voruntersuchung erhärtete und damit für die Annahme einer je auf den nördlichen und südlichen Grundstückteil beschränkten Ausdehnung der Verschmutzung im Zeitpunkt des Katastereintrags kein begründeter Anlass bestand. Ausgangspunkt beim erstmaligen Katastereintrag hätte damit im Sinne der Praxis das gesamte Werkgelände bilden müssen.