Citation: I 743/06 14.12.2007 E. 5

Im angefochtenen Entscheid liess es das kantonale Gericht offen, ob hinsichtlich der medizinisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit auf die Zeugnisse der behandelnden Ärzte, Dr. med. B.________ und Prof. Dr. med. E.________, abzustellen ist, welche eine 50%ige Einschränkung attestieren, oder ob dem Arzt der IV-Stelle gefolgt wird, welcher von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgeht. Gestützt auf die Unterlagen und teilweise in antizipierter Beweiswürdigung gelangte das Verwaltungsgericht zum Ergebnis, der Invaliditätsgrad sei nicht aufgrund einer Zumutbarkeitsbeurteilung zu ermitteln, sondern unter Berücksichtigung des vom Beschwerdeführer tatsächlich erzielten Verdienstes zu bestimmen. Es traf aber - mit Ausnahme der erwähnten Parteieinvernahme - keine eigenen Beweismassnahmen. Es wies die Sache auch nicht zur diesbezüglichen Feststellung an die Verwaltung zurück, obwohl gemäss Akten keine Abklärungen über den tatsächlich erzielten Verdienst getroffen worden waren. Vielmehr stellte es über den im Entscheid als "tatsächlich erzielt" bezeichneten Verdienst eigene Berechnungen an und bezifferte diesen - unter anderem auf Grund einer anlässlich der Verhandlung vom 1. Mai 2006 gemachten Aussage - auf Fr. 90'480.-. Die Betroffenen hatten keine Gelegenheit, sich zum für das Verwaltungsgericht entscheidrelevanten Sachverhalt und den angeführten Indizien zu äussern. Die nunmehr letztinstanzlich aufgelegten Lohnausweise bieten ein starkes Indiz dafür, dass die Schätzung der Vorinstanz zu hoch liegt. Demnach hatte der Beschwerdeführer in den Jahren 2003 bis 2005 durchschnittlich Fr. 77'703.- verdient. Verglichen mit dem unbestritten gebliebenen Valideneinkommen von Fr. 143'810.- für das Jahr 2003 resultiert ein rentenberechtigender Invaliditätsgrad von 46%. Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich, die Sache zum Erlass eines neuen Entscheides an das Versicherungsgericht zurückzuweisen. Es wird über die zumutbare Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und die Frage, was dieser im Zeitpunkt eines möglichen Rentenbeginns und darüber hinaus tatsächlich verdient hat, bzw. hätte verdienen können, zu befinden haben.