Citation: U 66/03 23.01.2004 E. 3

3.1 Die vom Versicherten nach dem Unfallereignis geklagten Beschwerden entsprechen, zumindest teilweise, dem auch nach einem Schleudertrauma der HWS typischerweise auftretenden Leidensbild. Für die Gesundheitsstörungen konnte mit bildgebenden Methoden kein auf den Unfall zurückzuführendes organisches Substrat gefunden werden. Dass der Vorfall vom 8. August 1997 zu einem Schädel-Hirn-Trauma im Sinne einer "Mild head injury" resp. commotio cerebri geführt hat, ist aber auch ohne organischen Nachweis unter den beteiligten Ärzten nicht umstritten (Bericht Dr. med. F.________, Spezialarzt für Neurologie FMH, vom 21. April 1998; kreisärztlicher Untersuchungsbericht des Dr. med. K.________ vom 21. Oktober 1998; Berichte des Spitals Y.________, Medizinische Klinik, vom 18. und 26. November 1998 sowie des Dr. med. L.________, Psychiatrie und Psychotherapie vom 13. Oktober 1999 und 25. Juni 2000; MEDAS-Gutachten vom 6. Juni 2001). Dies wird auch in der kreisärztlichen Beurteilung des Dr. med. I.________ vom 3. November 1999 und den Stellungnahmen der Frau Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom Ärzteteam Unfallmedizin der SUVA, vom 11. Mai 2000 und 15. Februar 2002 nicht entschieden in Frage gestellt. Bei dieser medizinischen Aktenlage kann dem kantonalen Gericht nicht gefolgt werden, soweit es im angefochtenen Entscheid ein beim Unfall erlittenes Schädel-Hirn-Trauma rundweg verneint. 3.2 Dr. med. F.________ erklärt das Leidensbild des Beschwerdeführers mit einem postcommotionellen Syndrom nach sogenannter "Mild head injury" (Bericht vom 21. April 1998). Zum selben Ergebnis gelangte der den Versicherten behandelnde Dr. med. L.________, Psychiatrie und Psychotherapie (Berichte vom 13. Oktober 1999 und 25. Juni 2000). Die Beurteilung dieser Ärzte wird sodann bestätigt im MEDAS-Gutachten vom 6. Juni 2001. Darin wird, ausgehend von einer im August 1997 erlittenen commotio cerebri, ein organisches Psychosyndrom nach Schädel-Hirn-Trauma mit vorwiegender depressiver Symptomatik (postcommotionelles Syndrom) als die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beeinträchtigendes Leiden diagnostiziert. An dieser Einschätzung hielt der psychiatrische Konsiliararzt auf Ergänzungsfrage der SUVA mit Zusatzbericht vom 28. Dezember 2001 fest. Gestützt auf diese ärztlichen Stellungnahmen befürwortet der Beschwerdeführer die Beurteilung der Adäquanz nach den bei Schleudertrauma der HWS ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle geltenden, auch bei Schädel-Hirn-Trauma mit vergleichbaren Folgen anwendbaren Grundsätzen. Danach ist - anders als im Falle einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall (BGE 115 V 33) - bei der Prüfung der unfallbezogenen Kriterien auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten zu verzichten, weil es hier nicht entscheidend ist, ob Beschwerden eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 117 V 367 Erw. 6a und 382 f. Erw. 4b). 3.3 Das kantonale Gericht hat, der psychiatrische Beurteilung der Frau Dr. med. H.________ vom Ärzteteam Unfall der SUVA vom 15. Februar 2002 folgend, das Vorliegen eines organischen Psychosyndroms nach Schädel-Hirn-Trauma verneint, den adäquaten Kausalzusammenhang gemäss BGE 115 V 33 geprüft und für nicht gegeben erachtet.