Citation: 6B_138/2022 E. 2.2.3

2.2.3. Gleichfalls bundesrechtskonform ist die vorinstanzliche Würdigung des Verhaltens des Beschwerdeführers gemäss Dossier 3 der Anklage als Gehilfenschaft zu einem schweren Fall von Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 lit. a BetmG. Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, hat der Beschwerdeführer dem Kurier einen sicheren Ort zur Wiedererlangung des Kokains in dessen Körper und zur Weitergabe an B.________ zur Verfügung gestellt und damit einen untergeordneten Tatbeitrag im Sinne von 25 StGB zum Besitz, zur Beförderung und späteren Weitergabe einer erheblichen Menge Kokain geleistet. Er hat damit die Haupttat des Kuriers gefördert. Dabei musste er wissen und er hat mindestens in Kauf genommen, dass das besagte Kokain an eine Vielzahl von Personen abgegeben werden würde, handelte es sich doch fast um ein Kilogramm 75%-iges Kokain. Vor Vorinstanz erhob die Verteidigung denn auch keine Einwände gegen die Qualifikation dieses Verhaltens als Gehilfenschaft zur mehrfachen Widerhandlung gegen das BetmG in einem schweren Fall. Entgegen ihrer Auffassung ist es im Übrigen nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auch mit Bezug auf den Vorwurf der Gehilfenschaft von einem einheitlichen Tatentschluss ausgeht. Diese liegt mit den Fällen gemäss Ziffer 1 und 2 der Anklage zeitlich relativ eng zusammen und der Beschwerdeführer hat mit dem Dienst zugunsten von B.________ letztlich seinen eigenen Konsum finanziert. Für die Beherbergung des Kuriers hat er sich mit 20 Gramm Kokain entschädigen lassen. Abgesehen davon ist die Schwelle zum schweren Fall angesichts der Betäubungsmittelmenge mit Bezug auf den Vorwurf der Gehilfenschaft ohnehin erfüllt.