Citation: 1C_51/2023 E. 4.2

4.2. Bei der im Rahmen von Art. 5 Abs. 2 WaG vorzunehmenden Interessenabwägung führte die Vorinstanz im Wesentlichen das Folgende aus: Entgegen der Auffassung der Dienststelle rawi könne auch ein privates Interesse des Beschwerdeführers, sein eigenes Grundstück mit einem neuen Bauprojekt zu überbauen, im Einzelfall einen wichtigen Grund i.S.v. Art. 5 Abs. 2 WaG darstellen. Vorliegend ermögliche das bestehende Wohnhaus und die darauf anwendbare Bestandesgarantie i.S.v. § 178 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Luzern vom 7. März 1989 (PBG/LU; SRL Nr. 735) jedoch bereits eine entsprechende Wohnnutzung auf dem Grundstück. Hinzu komme, dass die Dimension des geplanten Bauvorhabens bedeutend grösser als das bestehende Wohnhaus sei und insofern auch die Auswirkungen auf den Wald weit grösser wären. Der Beschwerdeführer zeige aber nicht auf, weshalb er einen so gewichtigen Bedarf an einer weiteren Wohneinheit von so grossem Ausmass haben sollte, welcher die gegenteiligen öffentlichen Interessen zu überwiegen vermöchte. Das Vorliegen eines gewichtigen privaten Interesses wurde deshalb verneint. Die Vorinstanz äusserte sich sodann zu den vom Beschwerdeführer geltend gemachten öffentlichen Interessen an der Rodung. Nach der Vorinstanz kann der Schutz der darunterliegenden Strasse durch den bestehenden Wald im Süden der Parzelle nach wie vor erreicht werden. Der Beschwerdeführer dringe daher mit seinem Argument, dass die Rodung und Realisierung der Überbauung aufgrund zusätzlicher Hangsicherungsmassnahmen die Sicherheit der darunterliegenden Strasse verbessere, nicht durch. Sie weist zudem darauf hin, dass der Grundeigentümer geeignete Massnahmen zu treffen habe, wenn von seinem Wald ein Sicherheitsrisiko ausgehe, damit der Wald seine Funktion wieder erfüllen könne. Es könne nicht angehen, dass der Wald nicht unterhalten und gepflegt werde, um so die Voraussetzungen einer Rodungsbewilligung zu schaffen, die primär der Realisierung eines Bauprojekts diene. Des Weiteren relativierte die Vorinstanz ein öffentliches Interesse daran, bereits eingezonte Parzellen möglichst optimal nutzen zu können, weil auch eine bauliche Verdichtung grundsätzlich innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen zu erfolgen habe. Schliesslich würden laut der Vorinstanz der Rodung bedeutsame öffentliche Interessen entgegenstehen, da der Wald in Anbetracht der Steilheit des Geländes nach wie vor eine wichtige Funktion zu erfüllen habe.