Citation: 5P.367/2006 21.03.2007 E. 5

5.1 Des Weiteren wirft die Beschwerdeführerin dem Kantonsgericht vor, es habe einfach übergangen, dass die zuständige kantonale Landwirtschaftsbehörde für den Betrieb des Beschwerdegegners maximale Direktzahlungen von jährlich Fr. 65'000.-- ausgewiesen habe. In Verletzung des Willkürverbots und unter Missachtung von Offizial- und Untersuchungsmaxime sei diese stattliche Einnahmemöglichkeit gar nicht berücksichtigt und lediglich auf die aktuellen Subventionsbezüge abgestellt worden. 5.2 Gestützt auf die Beitragsverfügung der Ausgleichskasse vom 11. Mai 2005 ist das Kantonsgericht von einem Einkommen des Beschwerdegegners aus Landwirtschaft von monatlich Fr. 1'767.-- ausgegangen. Dem Vorbringen zu möglichen höheren Direktzahlungen hat es entgegengehalten, die Beschwerdeführerin habe nicht dargelegt, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssten, um Zahlungen in der geltend gemachten Höhe auszulösen. Die Beschwerdeführerin wendet unter Hinweis auf die Offizial- und Untersuchungsmaxime ein, es könne von ihr nicht verlangt werden, dass sie den Betrieb des Beschwerdegegners unter subventionsrechtlichen Gesichtspunkten analysiere und detailliert aufzeige, wie dieser die maximal möglichen Subventionen erhältlich machen könne. Der hier letztlich in Frage stehende Kinderunterhalt unterliegt in der Tat dem Untersuchungsgrundsatz (BGE 129 III 417 E. 2.1.1 S. 420), und dieser verpflichtet den Richter, von sich aus alle Elemente in Betracht zu ziehen, die entscheidwesentlich sind, und unabhängig von den Anträgen der Parteien Beweise zu erheben. Diese Pflicht ist indessen nicht ohne Grenzen und entbindet die Parteien nicht von einer aktiven Mitwirkung am Verfahren, indem sie Hinweise zum Sachverhalt machen oder Beweise bezeichnen (dazu BGE 128 III 411 E. 3.2.1 S. 412 f.). Dass das Kantonsgericht auf das Vorbringen der Beschwerdeführerin zur Möglichkeit, Direktzahlungen von Fr. 65'000.-- zu erwirken, nicht näher eingegangen ist und seinem Entscheid diesen Betrag nicht zugrunde gelegt hat, ist nach dem Gesagten nicht willkürlich. Die Beschwerdeführerin legt übrigens auch in der vorliegenden Beschwerde nicht dar, woraus der genannte Betrag sich ergeben soll. Nach der von ihr angerufenen Abrechnung der kantonalen Landwirtschaftsbehörde vom 24. November 2005 wurden im Jahr 2005 Direktzahlungen von Fr. 10'759.-- und Naturschutzbeiträge von Fr. 382.-- ausgerichtet. Den weiteren bei den Akten liegenden Berechnungsblättern des Landwirtschaftsamtes für die vorangegangen Jahre (2000 bis 2004) ist eine "maximale Direktzahlung des Betriebes aufgrund der SAK" von zwischen Fr. 37'755.-- und Fr. 52'856.-- zu entnehmen.