Citation: 6B_873/2022 E. 1.3.3

1.3.3. Das Bundesgericht liess im ersten Urteil 6B_914/2020 vom 26. April 2021 angesichts des noch jungen Alters des Beschwerdeführers echte Noven ausnahmsweise insofern zu, als es die Vorinstanz anwies abzuklären, ob sich die seit Februar 2019 laufende Psychotherapie, die seit Mai 2020 laufende Unterstützung bei der Ausbildung und beruflichen Integration durch eine Beiständin und die per August 2020 von der Invalidenversicherung vermittelte Lehrstelle als Gärtner bei einer Einrichtung für Arbeitsintegration positiv auf die Beurteilung der Rückfallgefahr und die im Zeitpunkt des ersten obergerichtlichen Urteils vom 3. Juli 2020 noch bestehende Sozialhilfeabhängigkeit ausgewirkt hätten. Es erwog, verschiedene Lebensumstände des Beschwerdeführers seien Änderungen unterworfen, die für die Beurteilung der Rückfallgefahr, aber auch mit Blick auf die Gründe der Sozialhilfeabhängigkeit und der Schulden bedeutsam sein könnten. Für die Einschätzung, ob resp. wie stark die öffentliche Sicherheit weiterhin gefährdet sei, müsse im Fall eines jungen Erwachsenen berücksichtigt werden, dass die Persönlichkeitsentwicklung zum Deliktszeitpunkt allenfalls noch nicht abgeschlossen sei. Die psychische Problematik des Beschwerdeführers werde seit Anfang 2019 therapeutisch angegangen. Er reiche zwei neue ärztliche Berichte ein, die sich zu den Diagnosen und ihrem biographischen Hintergrund sowie zum Verlauf und zu den vorläufigen Ergebnissen der psychotherapeutischen Behandlung äussern würden (Urteil 6B_914/2020 vom 26. April 2021 E. 1.6.3).