Citation: 8C_546/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz stellte in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen fest, die aus psychischen Gründen arbeitsunfähige Beschwerdeführerin sei, wie aus dem vom Bundesgericht im Urteil 8C_416/2020 vom 2. Dezember 2020 als beweiskräftig erachteten asim-Gutachten vom 7. Juli 2017 hervorgehe, zur Planung und Strukturierung ihrer selbst vorgenommenen Aufgaben in der Lage. Erhebliche Defizite bestünden, wenn dies in einem Team erfolgen sollte. Die Fähigkeit zur Selbstfürsorge und -pflege sei nicht eingeschränkt; auch hinsichtlich Spontanaktivitäten und der Verkehrsfähigkeit liege keine Einschränkung vor. Weder bestünden Hinweise für eine Verschlechterung des Gesundheitszustands seit der asim-Begutachtung, noch werde eine solche geltend gemacht oder wäre sie aufgrund des vorhandenen psychischen Störungsbildes zu erwarten gewesen. Zur Beurteilung der Frage der Hilflosigkeit stützte sich das kantonale Gericht neben dem asim-Gutachten auf den Abklärungsbericht für die Hilflosigkeit vom 28. September 2020, dem es vollen Beweiswert zumass. Es erwog, hinsichtlich der alltäglichen Lebensverrichtungen könne keine Hilfe berücksichtigt werden. Für den Bereich der lebenspraktischen Begleitung erachtete es den eingesetzten Zeitaufwand für administrative Tätigkeiten, bei der Wohnungspflege, beim Kochen und bei der Wäsche von je 15 Minuten pro Woche als grosszügig bemessen und medizinisch nicht begründbar. Da der erforderliche Mehraufwand von zwei Stunden pro Woche jedenfalls nicht erreicht sei, so die Vorinstanz, könne die Verneinung der Notwendigkeit einer regelmässigen lebenspraktischen Begleitung jedoch ohne Weiterungen bestätigt werden. Weil auch die übrigen Voraussetzungen für eine Hilflosenentschädigung unbestrittenermassen nicht gegeben seien, bestehe kein entsprechender Anspruch und demzufolge auch kein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag.