Citation: 1C_505/2020 E. 6.2

6.2. Das Verwaltungsgericht hielt dem entgegen, die abgetretenen Flächen seien Bestandteil einer öffentlichen Strasse geworden und seien im Wesentlichen für Parkplätze und zu einem geringen Teil für ein Trottoir genutzt worden. Die Formulierung "zu Fahrbahn oder Trottoir" sei mit Blick auf das 1957 in Aussicht genommene Strassenprojekt gewählt worden. Gemäss den Verträgen hätte das genaue Ausmass der Abtretungsfläche erst nach Vollendung des Strassenausbaus durch das Vermessungsamt ermittelt und dann die Eigentumsübertragung erfolgen sollen (Ziff. 3). Die Parteien seien jedoch von dieser Reihenfolge abgewichen; in der Mutationsurkunde sei nur noch auf "den späteren Ausbau der G.________strasse" verwiesen worden. Unter diesen Umständen könne nicht angenommen werden, dass ein Ausbau, der vom ursprünglichen Strassenprojekt abweiche, eine Nichtnutzung oder Zweckentfremdung des abgetretenen Rechts darstelle. Dasselbe lasse sich aus dem mit der Bewilligung des Einfamilienhauses verfügten Quartierplanvorbehalt ableiten. Hilfsweise erwog das Verwaltungsgericht, dass der Rückforderungsanspruch verjährt wäre, wenn der bisherige Gebrauch der streitigen Fläche eine Nichtnutzung oder Zweckentfremdung im Sinn von § 58 AbtrG darstellen würde. Die Verjährungsfrist hätte spätestens zwei Jahre nach der Eigentumsübertragung zu laufen begonnen, so dass die Verjährung im Zeitpunkt der Rückforderung, nach fast sechzig Jahren, auf jeden Fall eingetreten wäre. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden sei die Verjährungseinrede des Beschwerdegegners beachtlich. Soweit die Beschwerdeführenden schliesslich geltend machten, die Verjährungsfrist nach § 58 Abs. 1 lit. a AbtrG habe noch nicht zu laufen begonnen, weil eine allfällige Nichtnutzung sich auf hinreichende Gründe stützen könne, sei zweifelhaft, ob dieser Einwand nach fast 60 Jahren noch vorgebracht werden könne. Jedenfalls aber käme als hinreichender Grund nur der Aufschub des Quartierplanverfahrens infrage. Dann aber sei es widersprüchlich, den Einbezug des Lands in die Quartierplanmasse als Nichtnutzung oder Zweckentfremdung zu bezeichnen, und zwar unabhängig von seiner realen Verwendung - es genüge, wenn die Fläche - wie hier - rechnerisch benötigt werde. Im Übrigen würden auch 14 m² real für das Trottoir der G.________halde benötigt.