Citation: 6B_999/2023 E. 1.6

1.6. Aus dem angefochtenen Entscheid ergibt sich, dass der Geschädigte, C.________, E.________ und G.________ im Strafverfahren wegen Raufhandels am 27. April 2017 einen Vergleich mit jeweiligem Rückzug des Strafantrags sowie Verzicht auf Schadenersatz und Genugtuung abschlossen, worauf das Strafverfahren wegen Raufhandels eingestellt wurde (angefochtenes Urteil S. 8; Urteil 6B_1424/2020 vom 31. Januar 2022 E. 1.5.2). Der Beschwerdeführer stört sich daran, dass C.________ für die ihm in der ersten Phase der Auseinandersetzung mit dem Besenstiel gegen den Kopf versetzten Schläge strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen wurde. Zu den Gründen hierfür schweigt er sich jedoch aus. Er behauptet insbesondere nicht, er habe gegenüber C.________ rechtzeitig und formgültig einen Strafantrag wegen Tätlichkeiten (vgl. Art. 126 Abs. 1 StGB) oder einfacher Körperverletzung (vgl. Art. 123 Ziff. 1 StGB) gestellt. Auch begründet er nicht, weshalb die Tat von Amtes wegen zu verfolgen gewesen wäre (vgl. Art. 122 und 123 Ziff. 2 StGB). Ohnehin kennt das Strafrecht keine Verschuldenskompensation (vgl. etwa Urteile 7B_292/2022 vom 4. April 2024 E. 4.2.3; 6B_1161/2021 vom 21. April 2023 E. 15.8.2 mit Hinweis). Gegen eine zu Unrecht erfolgte Nichtanhandnahme oder Einstellung des Verfahrens gegen C.________ hätte sich der Beschwerdeführer mit den ihm im entsprechenden Verfahren zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln zur Wehr setzen müssen. Unbegründet ist daher auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf das in Art. 8 BV und Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO verankerte Gleichbehandlungsgebot.