Citation: 5P.148/2003 22.07.2003 E. 3

Nach Auffassung des Obergerichts könne zudem nicht gesagt werden, dass der Erblasser auch nach der Unterzeichnung des Erbvertrages im Jahr 1992 weiterhin so bedrängt worden sei, dass er den Vertrag nicht innert Jahresfrist hätte aufheben und dies den Beschwerdegegnern mitteilen können. Soweit das Obergericht auch hier Aussagen nicht berücksichtigt, weil die betreffenden Zeugen nicht über eigene Wahrnehmungen berichten könnten, ist diese pauschale Beweiswürdigung willkürlich (vgl. E. 2.1 oben). Zudem ist zu beachten, dass zwar die Zeugen keine konkreten Angaben über Druckversuche der Beklagten gegenüber dem Erblasser machen konnten, ihre Aussagen jedoch in die gleiche Richtung weisen: So geben beispielsweise sowohl Zeuge K.________ wie auch Zeuge F.________ übereinstimmend an, der Erblasser habe Angst vor seinen Brüdern gehabt.