Citation: C 147/03 16.10.2003 E. 4

Die Beschwerdeführerin beruft sich wie schon im kantonalen Verfahren auf Treu und Glauben. Sie habe aufgrund der durch die Zahlungen der Arbeitslosenkasse zur Verfügung stehenden Mittel Ausgaben getätigt, die sie sonst nicht gemacht hätte. Welche Dispositionen es im Einzelnen betreffe, lasse sich nicht mehr genau eruieren. «Jedenfalls wäre sie und ihre Familie bei Nichtzahlens der Taggelder im Rahmen der zweiten Rahmenfrist nicht noch vom 23. Juli bis 16. August 1999 in den Ferien nach Brasilien gereist, deren alleinige Flugkosten sich auf Fr. 3636.- beliefen.» Zumindest um diesen Betrag sei die Rückforderung zu reduzieren. Es wird ein Schreiben der G.________ AG, vom 18. Juni 1999 ins Recht gelegt, worin die Buchung eines Fluges von Zürich nach Rio de Janeiro und zurück bestätigt wird. 4.1 Ob die Beschwerdeführerin ohne die Auszahlung von Arbeitslosenentschädigung ab 4. März 1998 oder bei Ausrichtung von Leistungen bemessen nach einem versicherten Verdienst von Fr. 2329.- resp. Fr. 4658.- statt Fr. 5638.- im Sommer 1999 nicht mit ihrem Ehemann und ihrer einjährigen Tochter nach Brasilien in die Ferien geflogen wäre, beurteilt sich aufgrund der gesamten Umstände im damaligen Zeitpunkt. Zu berücksichtigen sind neben den persönlichen, familiären und beruflichen Verhältnissen insbesondere die finanzielle Situation.