Citation: 6F_36/2021 E. 5.2

5.2. Das Gesuch um Beigabe eines Strafverteidigers wird im Hinblick auf besondere (aussagepsychologische) Kenntnisse des nach dem Willen des Gesuchstellers einzusetzenden Rechtsvertreters erhoben. Solche besondere Sachkunde käme im Rahmen des geltend gemachten Revisionsgrundes indes nicht zum Tragen (vgl. E. 3.1). Im bundesgerichtlichen Verfahren ist es zudem grundsätzlich Sache der rechtsuchenden Person, für ihre allfällige Vertretung besorgt zu sein. Die Beigabe eines Anwalts kommt nach Art. 41 Abs. 1 BGG nur in Betracht, wenn die betroffene Person offensichtlich nicht imstande ist, ihre Sache selbst zu führen. Dies trifft auf den Gesuchsteller nicht zu. Der Umstand, dass das Gesuch den formellen Erfordernissen nach Art. 42 Abs. 2 BGG nicht entspricht resp. dass es in der Sache auf eine freie Neubeurteilung des rechtskräftigen Urteils vom 1. September 2021 statt auf gesetzliche Revisionsgründe abzielt, begründet keine Unfähigkeit zur Prozessführung im Sinn von Art. 41 BGG (vgl. Urteil 6B_457/2020 vom 20. Juli 2020 E. 5).