Citation: 8C_292/2022 E. 6.3

6.3. Hinreichend dargelegt wird im psychiatrischen Gutachten schliesslich, weshalb bei der Beschwerdeführerin weder eine relevante depressive Symptomatik noch eine Traumafolgestörung oder eine chronische Schmerzstörung vorliegen. Wohl wurde im BDI ein Wert erreicht, welcher nach gutachterlicher Aussage formal für eine schwere depressive Episode gesprochen hätte, und zeigte sich die Beschwerdeführerin in der Begutachtung zum depressiven Pol hin verschoben. Indessen legte Dr. med. C.________ in nicht zu beanstandender Weise dar, das tadellose Auftreten der Explorandin sowie deren Verhalten, etwa die im Jahr vor der Begutachtung unternommene Reise nach Peru, sprächen klar gegen eine relevante depressive Symptomatik (vgl. SMAB-Gutachten, S. 69 und 71). Hielt der medizinische Sachverständige alsdann fest, es fehle auch an einem Anhaltspunkt für eine Traumafolgestörung oder eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), nachdem die Beschwerdeführerin zwischen 1990 und 2018 praktisch durchgehend am Berufsleben teilgenommen habe, so ist nicht nachvollziehbar, weshalb diese im Übrigen gänzlich unbestrittene Tatsache, wie die Beschwerdeführerin meint, keinen Eingang in die Begutachtung hätte finden sollen (vgl. E. 6.2 hievor). In Anbetracht dessen konnte auch eine speziell auf eine PTBS ausgerichtete Testung ohne Weiteres unterbleiben, liegt doch die Entscheidung darüber, welche Tests angebracht sind, ohnehin im alleinigen Ermessen der medizinischen Fachperson (statt vieler: Urteile 8C_573/2020 vom 6. Januar 2021 E. 6.2.1 und 8C_370/2020 vom 15. Oktober 2020 E. 5.2; je mit Hinweis).