Citation: 2C_140/2021 E. 3.6.2

3.6.2. Die Unterscheidung von (Kostenanlastungs-) Steuern und Kausalabgaben ist im Kanton Basel-Landschaft insofern von besonderer Bedeutung, als die Gemeinden dieses Kantons zwar Kausalabgaben, nicht aber rein kommunale Steuern erheben dürfen, solange der Kanton sie hierzu nicht ermächtigt (vorne E. 3.1). Damit liegen insbesondere auch Kostenanlastungssteuern ausserhalb der Kompetenz der Gemeinden. Solche fallen, wenn überhaupt, in die Kompetenz des Kantons (hinten E. 3.6.6). Im Bereich der Kausalabgaben ist darüber hinaus Folgendes von Bedeutung: Die Kosten der Errichtung der öffentlichen Anlage werden über eine einmalig zu erhebende Abgabe abgegolten, während die Kosten des Betriebs und des Unterhalts solcher Anlagen über periodische Benutzungsgebühren gedeckt werden. Was den erstmaligen Anschluss an öffentliche Anlagen oder deren spätere Verbesserung betrifft, steht es den Gemeinden gemäss bundesgerichtlicher Praxis frei, ob sie die Kosten mithilfe von Gebühren (zu den Benützungsgebühren insb. Urteil 2C_1001/2020 vom 9. März 2021 E. 3.2.1) oder aber mittels Beiträgen auf die abgabepflichtige Person überwälzen (Urteile 2C_67/2015 vom 12. November 2015 E. 3.2; 2C_759/2014 vom 6. Februar 2015 E. 6.2; 2P.73/2003 vom 1. September 2003 E. 3.3; zur Abgrenzung der beiden Abgaben: BGE 106 Ia 241 E. 3b; 92 I 450 E. 2).