Citation: 6B_1395/2021 E. 7.4

7.4. Der Beschwerdeführer wurde als mutmasslicher Inhaber bzw. effektiv Berechtigter der anlässlich der Hausdurchsuchung vom 10. Juni 2015 beschlagnahmten Unterlagen (vgl. kantonale Akten, a.a.O., Ordner 5/19, act. 2419 und 2439) nicht auf sein Recht, die Siegelung zu verlangen, aufmerksam gemacht. Dies ergibt sich aus den Akten, insbesondere aus den Protokollen der durchgeführten Einvernahmen (vgl. kantonale Akten, a.a.O., act. 2401 ff., 2425 ff. und 2435 ff.). Der Beschwerdeführer wurde anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 12. Juni 2015 über die Hausdurchsuchung und Beschlagnahme vom 10. Juni 2015 bei seiner Lebenspartnerin informiert (vgl. kantonale Akten, a.a.O., act. 2419). Er erhielt zudem anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 3. Juli 2015 Kenntnis über die beschlagnahmten Gegenstände (vgl. kantonale Akten, a.a.O., act. 2439). Zu berücksichtigen ist, dass der Beschwerdeführer bei den genannten Einvernahmen anwaltlich vertreten war. Er ist aus diesem Grund nicht als "juristischer Laie" im Sinne der oben genannten Rechtsprechung zu betrachten (vgl. oben E. 7.3.2.2). Sein Rechtsvertreter musste Art. 248 StPO sowie die entsprechende Rechtsprechung kennen und wissen, dass ihm ein Siegelungsrecht zustand, das er ab Kenntnis der Sicherstellungen sofort geltend machen musste. Eine Siegelung wurde indessen (bis heute) nicht verlangt. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz zum Schluss gelangen, der Beschwerdeführer habe auf sein Siegelungsrecht verzichtet. Mit der vorinstanzlichen Erwägung, der Beschwerdeführer könne von vornherein kein eigenes rechtliches Interesse an einer Siegelung geltend machen, indem er ausführe, die fraglichen Unterlagen bloss für "C.________" aufbewahrt zu haben (vgl. angefochtenes Urteil S. 54), setzt er sich nicht begründet auseinander. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.