Citation: 4A_141/2022 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, von gerichtlichen Gutachten aus den Sozialversicherungsverfahren dürfe nur aus wichtigen Gründen und in absoluten Ausnahmefällen abgewichen werden. Der Grundsatz der Einheit des Rechts werde verletzt, wenn der Zivilrichter ohne Not von der Sachverhaltsfeststellung und der Beurteilung ein und derselben Unfallfolgen von Gutachten aus dem Sozialversicherungsrecht, die durch ein zivilgerichtliches Gutachten bestätigt würden, abweiche. Die Abweichung dürfe nicht damit begründet werden, dass die Gutachten beim vorliegenden Krankheitsbild sich massgeblich auf Angaben der verletzten Person stützen müssten. Sodann schildert die Beschwerdeführerin, zu welchen Erkenntnissen die Gerichte bei willkürfreier Würdigung der Gutachten hätten kommen müssen.