Citation: 6B_1427/2020 E. 6.4

6.4. Die Erstgutachterin kommt zum Ergebnis, die wichtigen deliktbegünstigenden Faktoren seien trotz jahrelanger Therapie höchstens wenig verändert worden. Deshalb müsse man von einem hohen Rückfallrisiko für erneute Straftaten ausgehen (betr. Prognoseinstrumente Beschluss S. 54 f.). Dabei sei das Risiko für Drogendelikte oder Delikte im Zusammenhang mit Waffenbesitz sicherlich besonders hoch. Aber auch das Risiko für gewalttätiges Verhalten, also (schwere) Körperverletzung oder (versuchte) vorsätzliche Tötung sei sehr hoch und liege sicherlich weit über dem Durchschnitt der Gruppe dieser Gewaltstraftäter. Die Gefahr bestehe in erster Linie aufgrund der schweren kombinierten Persönlichkeitsstörung (ebenfalls Beschluss S. 55). Eine Rückversetzung in die stationäre Massnahme sei nicht zweckmässig und eine Massnahme im Sinne von Art. 63 StGB reiche angesichts der Schwere der Störung (Beschluss S. 51 f.) nicht aus. Der Beschwerdeführer sei nicht bereit, Auflagen einzuhalten, und eine zuverlässige Kooperation mit therapeutischem Personal lehne er ab. Der Vollzugsverlauf und der Verlauf der bedingten Entlassung seien als sehr negativ zu beurteilen (Beschluss S. 47-50).