Citation: 9C_470/2015 E. 4.3

4.3. Des Weiteren stellt die Beschwerdeführerin infrage, ob es sich bei der diagnostizierten rezidivierenden depressiven Störung überhaupt um ein verselbstständigtes, von psychosozialen Belastungssituationen zu unterscheidendes Leiden handle. Wie schon das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat, stellte Dr. med. C.________ zwar auch "medizinal-fremde" Gründe fest, die eine Umsetzung der Arbeitsfähigkeit erschweren könnten. So seien beim Versicherten seit geraumer Zeit ein Vermeidungsverhalten mit sekundärem Krankheitsgewinn und selbstlimitierenden Faktoren vermehrt wirksam. Er betonte aber, auch unter Ausklammerung dieser psychosozialer Einflüsse bestehe eine Minderung der Arbeitsfähigkeit von 50 %, die aus der rezidivierenden depressiven Störung hergeleitet werden könne. Somit kann keine Rede davon sein, der Gutachter erhebe im Wesentlichen nur Befunde, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung fänden bzw. gleichsam in ihnen aufgingen (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299). Daran ändert nichts, dass gemäss Bericht des Psychiatriezentrums E.________ vom 18. September 2013 psychosoziale Faktoren (familiäre Probleme) zweimal zu vorübergehenden Verschlechterungen des Gesundheitszustands geführt hätten.