Citation: 8C_756/2022 E. 5.2

5.2. Als Bauarbeiter der B.________ AG, ein gemäss Suva dem LMV Bauhauptgewerbe unterstellter Betrieb, was der Beschwerdegegner nicht bestreitet, erzielte dieser im Jahr 2019 einen Stundenlohn von Fr. 25.90 (exklusive Ferien- und Feiertagsentschädigungen sowie 13. Monatslohn). Diese Entschädigung entsprach der Lohnklasse C des LMV ab 1. Januar 2019. Die Suva ging in ihrem Berechnungsblatt, das ihr als Entscheidgrundlage diente, davon aus, dass der Beschwerdegegner im Jahr 2021 (möglicher Beginn eines Rentenanspruchs: 1. Mai 2021) Fr. 60'289.- verdient hätte (Fr. 26.35 pro Stunde x 176 Stunden x 13). Dabei zog sie den Stundenansatz des für die Prüfung der Unterdurchschnittlichkeit hier massgebenden Basislohnes des LMV der Lohnklasse C ab 1. Januar 2020 heran. Dieses (hypothetische) Einkommen entspricht somit den Mindestvorgaben des LMV des Bauhauptgewerbes, weshalb es rechtsprechungsgemäss grundsätzlich nicht als unterdurchschnittlich bezeichnet werden kann, selbst wenn es unter dem LSE-Lohnniveau (Tabelle TA1_tirage_skill_level, 2018, Kompetenzniveau 1, Männer) im Baugewerbe (Ziff. 41-43) liegt. Insbesondere ist hier aufgrund der sehr kurzen Dauer des Arbeitsverhältnisses und der fehlenden Berufserfahrung im Baugewerbe hierzulande auch der in Urteil 8C_759/2017 vom 8. Mai 2018 (am Ende von E. 3.2.2) aufgeworfenen Frage nicht weiter nachzugehen. Von einer Parallelisierung der Einkommen ist mithin abzusehen. Ebensowenig besteht hier entgegen der Vorinstanz Anlass dazu, um vom Grundsatz abzuweichen, wonach für die Bemessung des Valideneinkommens am zuletzt erzielten Verdienst anzuknüpfen ist (BGE 145 V 141 E. 5.2.1). Indem das kantonale Gericht für die Ermittlung des Valideneinkommens vom Zentralwert der Hilfsarbeiterlöhne ausgegangen ist, hat es mit Blick auf das Gesagte Bundesrecht verletzt. Der Suva folgend ist von einem Wert von Fr. 60'289.- auszugehen.