Citation: 9C_680/2018 E. 5.1

5.1. Im Alter von drei Jahren wurde beim Versicherten eine Spracherwerbsstörung mit Verdacht auf ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) diagnostiziert, deretwegen er schon früh eine logopädische Therapie besuchte. Die Auffälligkeiten zeigten sich anfänglich auf der Ebene der Sprachreproduktion sowie in rascher Ablenkbarkeit, geringer Ausdauer, geringer Frustrationstoleranz sowie impulsiven Verhaltensweisen (Bericht der logopädischen Abklärung am Spital E.________ vom 15. Juli 2005). Die von Dr. med. F.________, Facharzt FMH für Kinder- und Jugendmedizin, veranlasste Beurteilung des Entwicklungsstandes am Spital E.________ ergab Verhaltensauffälligkeiten im Sinne von Hyperaktivität, Distanzlosigkeit und Impulsivität (ICD-10 F90.0) mit/bei Erziehungsproblematik und eine Spracherwerbsstörung (Sprechstundenbericht Entwicklungsneurologie, Spital E.________, vom 5. September 2006). Der Versicherte sei in der Spielgruppe gut integriert und wenn er gegenüber anderen Kindern aggressiv werde, sei dies meistens reaktiv und wenn er sich sprachlich nicht gut ausdrücken könne. Als der Beschwerdeführer in den Kindergarten eintrat, fiel er durch die schwere Sprachentwicklungsstörung auf, welche seine Kommunikation stark einschränkte und zu Konflikten führte, sowie durch Probleme mit der sozialen Integration, indem er sich oft unangepasst und distanzlos verhielt (vgl. auch individuelle Lernvereinbarung vom 17. März 2007). Von logopädischer Seite wurde der Versicherte als sehr mitteilsam beschrieben. Er gehe rasch auf fremde Leute zu und beginne ein Gespräch, könne den Blickkontakt gut aufrechterhalten, habe manchmal aber Mühe, eine gewisse Distanz zu Fremden zu wahren (Bericht der Dipl. Logopädin G.________ vom 9. Juli 2007).