Citation: 9C_149/2022 E. 6.3

6.3. Der Einwand des Beschwerdeführers ist berechtigt, dass im vorinstanzlichen Verfahren der Untersuchungsgrundsatz gilt und entgegen dem vorinstanzlichen Urteil hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten keine erhöhten Begründungsanforderungen bestehen (vgl. Art. 61 lit. b und c ATSG). Einer Beschwerde führenden Person obliegt jedoch im kantonalen Verfahren gleichwohl eine Begründungs- und Substanziierungspflicht, auch wenn an die Begründung einer Beschwerde keine allzu strengen Anforderungen zu stellen sind (vgl. Urteil 9C_278/2021 vom 8. September 2021 E. 4.6; SUSANNE BOLLINGER, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 25 und 37 zu Art. 61 ATSG). Mit Blick darauf schadet vorliegend nicht, dass die Vorinstanz von falschen Anforderungen hinsichtlich der Beschwerdebegründung ausgegangen ist. Denn sie hat trotzdem jede einzelne Einwendung des Beschwerdeführers untersucht und nachvollziehbar dargelegt, weshalb damit eine Verletzung der massgeblichen Bestimmungen der Verfassung und des Ergänzungsleistungsrechts nicht vorliegt. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers musste das kantonale Gericht keine weitergehende Prüfung vornehmen, denn es hat den angefochtenen Einspracheentscheid nicht losgelöst, der geltend gemachten Vorbringen unter schlechthin aller in Frage kommenden Aspekte zu prüfen (BGE 110 V 48 E. 4a).