Citation: 5A_968/2021 E. 5.3

5.3. Zur Begründung der Berufung trägt die Beschwerdeführerin sodann vor, zwar habe sie tatsächlich bestimmte Ausführungen aus dem erstinstanzlichen Verfahren vor Obergericht wiederholt. Dies erkläre sich durch das mangelnde Eingehen der Erstinstanz auf ihre Vorbringen. Die Ausführungen seien vorsorglich für den Fall der Heilung der Gehörsverletzung erfolgt. Weitergehend versucht die Beschwerdeführerin anhand ihrer Ausführungen in der Berufungsschrift aufzuzeigen, weshalb sie sich inhaltlich sehr wohl ausreichend mit dem erstinstanzlichen Erkenntnis auseinandergesetzt habe und die Berufung daher ausreichend begründet sei. Sofern die Vorinstanz dies anders sehe, begehe sie erneut eine Rechtsverweigerung. Es mag sich bereits fragen, wie die Berufung sich in der Sache "argumentativ und rechtsgenüglich" mit dem erstinstanzlichen Urteil auseinandersetzen kann, wenn das Kantonsgericht - so die Darstellung der Beschwerdeführerin selbst - unter Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör die Klage diesbezüglich gar nicht inhaltlich behandelt hat. Unbesehen hierum ist freilich festzuhalten, was folgt: Das Obergericht hat wie ausgeführt im Sinne einer Alternativerwägung festgehalten, die Berufung sei mit Blick auf die geltend gemachten Willensmängel unbegründet. Diese Begründung allein vermag den angefochtenen Entscheid zu stützen. Dennoch setzt die Beschwerdeführerin sich damit nicht auseinander. Die Beschwerde ist insoweit ungenügend begründet (BGE 142 III 364 E. 2.4 mit zahlreichen Hinweisen). Ungenügend begründet ist im Übrigen auch hier der Vorwurf der Gehörsverletzung (vgl. vorne E. 2.2).