Citation: 1C_456/2022 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer macht dagegen im Wesentlichen geltend, seine Beschwerde vor dem Verwaltungsgericht sei nicht verspätet gewesen, da ein Eröffnungsfehler vorliege. Das BJD habe die Lärmsanierungsverfügung vom 20. September 2021 fälschlicherweise ihm persönlich und nicht seinem Rechtsvertreter eröffnet. Er führt aus, das bernische Amt für Gemeinden und Raumordnung (nachfolgend: AGR) und das solothurnische Amt für Umwelt (nachfolgend: AfU) des BJD hätten das Lärmsanierungsverfahren für die beiden an der Kantonsgrenze liegenden Schiessstände von Niederönz (BE) und Aeschi (SO) gemeinsam eröffnet und geführt; die diesbezüglichen Publikationen in verschiedenen regionalen und kantonalen Anzeigern bzw. Amtsblättern hätten die Information enthalten, dass schriftliche Stellungnahmen an eine der beiden Vollzugsbehörden (AGR oder AfU) gerichtet werden könnten. Sein Rechtsvertreter habe das Mandat im April 2021 übernommen und dem bernischen AGR angezeigt. Diese Mandatsanzeige müsse somit auch für das solothurnische Verfahren Geltung haben. Im Übrigen habe die solothurnische Behörde von der Mandatsübernahme gewusst, seien ihr doch die Kopien von verschiedenen Schreiben des AGR zugestellt worden. Er rügt eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung, mehrere Verletzungen des rechtlichen Gehörs, eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben und des Verbots des überspitzten Formalismus sowie die Verletzung der Koordinationspflicht nach Art. 25a RPG (SR 700) und von § 13 Abs. 4 des Gesetzes des Kantons Solothurn vom 15. November 1970 über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen (VRPG/SP; SR/SO 124.11).