Citation: 1C_379/2017 E. 5.4

5.4. Weiter wendet die Beschwerdeführerin dem Sinne nach ein, bei der Waldfeststellung sei auf den bundesrechtlichen Waldbegriff und die nach Art. 2 Abs. 4 WaG durch kantonales Ausführungsrecht bestimmten Waldkriterien abzustellen. Die Vorinstanz stütze sich bei der Beurteilung des Zusammenwuchses der Baumkronen auf die Richtlinien anderer Kantone und lasse ausser Acht, dass im Kanton Aargau § 1 Abs. 3 AWaV die Waldgrenze definiere, wenn eine Strasse oder Mauer innerhalb des Waldsaumes liege. Diese Regelung der Waldgrenze könne nicht durch einen allfälligen Kronen- oder Wurzelzusammenwuchs ausser Kraft gesetzt werden. Da vorliegend der Waldsaum innerhalb der Strasse liege, bilde der Strassenraum die Waldgrenze. Die Bäume, die nördlich der Strasse auf einer bis zu 1,2 m breiten und ca. 40 m langen Fläche gewachsen seien, hätten daher keinen Wald, sondern eine isolierte Baumgruppe gebildet. Dies werde dadurch bestätigt, dass gemäss Art. 18 der technischen Verordnung vom 10. Juni 1994 des eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport über die amtliche Vermessung (TVAV, SR 211.432.21) schmale, bestockte Flächen entlang von Bächen und vereinzelt auch in der Flur «übrige bestockte Flächen» seien. Obwohl die Bäume nördlich des Wegs mangels Unterhalt etwas höher geworden seien, bildeten sie entgegen der Meinung der Vorinstanz keinen Einwuchs, da die Strasse nicht erlaubt habe, dass beim Waldrand die Bestockung immer weiter in die Wiese hineingewachsen sei.