Citation: 5D_102/2020 E. 5.4.2

5.4.2. Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, das Obergericht habe im Gesuch um Verlängerung der provisorischen Nachlassstundung vom 22. Juni 2017 die Ausführungen zum erwarteten Zufluss an Liquidität (durch Verkauf einer Spenglerei und neu aufgefundene Debitoren) ausser Acht gelassen. Wenn man das Gesuch gesamthaft betrachte, so bedeute das "Geradestehen" aus Sicht des Beschwerdeführers klarerweise, den Liquiditätsengpass zu überbrücken. Er habe nicht von Schenkung gesprochen, sondern davon, privat geradezustehen, bis die Liquidität der Gesellschaft wiederhergestellt sei. Dies ergebe sich auch aus der Parteibefragung vor Bezirksgericht. Das Obergericht habe einen isolierten Satz aus dem Gesuch herausgenommen und damit die Beweise willkürlich gewürdigt. Seine Aussage an der Hauptverhandlung sei unbeachtet geblieben. Das Vorbringen, das Gesuch um Verlängerung der provisorischen Nachlassstundung vom 22. Juni 2017 müsse gesamthaft gewürdigt werden, genügt für eine Willkürrüge nicht. Der Beschwerdeführer zeigt nicht präzise auf, inwiefern das Obergericht dieses Dokument willkürlich gewürdigt haben soll. Dass eine andere Interpretation als vom Obergericht vorgenommen, ebenfalls denkbar ist, begründet keine Willkür. Daran ändert auch der Hinweis auf die Aussage des Beschwerdeführers an der Hauptverhandlung nichts (Protokoll vom 7. Februar 2019, S. 11), wo er aussagte, der Sachwalter habe im ersten Gespräch gesagt, er werde die Debitoren eintreiben, da entstünden dann wieder flüssige Mittel. Wenn das Obergericht auf diese Aussage nicht eingegangen ist, ist dies unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden. Einerseits kann ihr nicht zwingend entnommen werden, dass der Beschwerdeführer davon ausging, seine Beiträge zurückbezahlt zu erhalten. Andererseits hat der Beschwerdeführer an der genannten Stelle auch ausgesagt, es habe sich erst danach herausgestellt, dass einfach keiner mehr bezahlt habe und alle Debitoren blockiert gewesen seien. Ob die Beiträge des Beschwerdeführers ganz oder teilweise geflossen sind, bevor oder nachdem er um die Blockierung der Debitoren (d.h. darum, dass auf diese Weise keine flüssigen Mittel mehr eingehen würden) wusste, ist nicht erstellt und der Beschwerdeführer bringt dazu nichts vor.