Citation: 6B_1388/2019 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, es sei nicht zu beanstanden, dass das Bezirksgericht angesichts der Schwierigkeiten, die dem Beschwerdeführer bei einem Vollzug der Wegweisung in der Türkei drohen, und gestützt auf das tatsächlich gelebte Familienleben und die Integration in der Schweiz einen Härtefall i.S.v. Art. 66a Abs. 2 StGB bejahe. Ein Verlust des Aufenthaltsrechts in der Schweiz würde sehr tief in die Lebensgestaltung des seit mehr als 50 Jahren in der Schweiz lebenden Beschwerdeführers eingreifen. Die Auswirkungen einer Landesverweisung auf sein Famlienleben seien schwerwiegend und eine Reintegration im Heimatstaat erscheine kompliziert. Angesichts der Verurteilung zu einer unbedingten Gesamtfreiheitsstrafe von 30 Monaten wegen qualifizierter Wiederhandlungen gegen das BetmG sei das öffentliche Interesse an einer Landesverweisung des Beschwerdeführers als gross zu bewerten. Das Bundesgericht zeige sich bei Straftaten von Ausländern gegen das BetmG hinsichtlich Landesverweisungen zwecks Verhinderung neuer Straftaten zur Gewährung der öffentlichen Sicherheit grundsätzlich rigoros. Dem Beschwerdeführer müsse angesichts der erneuten einschlägigen Delinquenz nur kurze Zeit nach der ersten Verurteilung und während laufender Probezeit eine schlechte Prognose in Bezug auf sein künftiges Wohlverhalten gestellt werden. Sowohl die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz als auch die öffentlichen Interessen an dessen Landesverweisung erschienen gewichtig, wobei letztere - gerade mit Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung - höher zu gewichten seien.