Citation: U 265/02 19.04.2004 E. 4

Streitig ist die Unfallkausalität der Anfang August 1998 als Rückfall angemeldeten Kniebeschwerden nach Knieverletzung bei einem Treppensturz am 27. Januar 1997. 4.1 Die Vorinstanz hat hauptsächlich auf den kreisärztlichen Bericht von Dr. med. O.________ vom 5. Oktober 2000 abgestellt. Daraus geht hervor, dass im Sommer 1998 seitens der Klinik X.________ lediglich die unspezifische Diagnose vorderer Knieschmerzen gestellt werden konnte. Im Verlaufe der weiteren Abklärungen wurden orthopädisch-mechanische oder rheumatologisch-entzündliche Ursachen für die geklagten Kniebeschwerden angenommen und die diffusen Schmerzen vermutungsweise auf eine Symptomausweitung des Beschwerdebildes zurückgeführt. Insbesondere hielt der Kreisarzt fest, die von der Klinik Y.________ gestützt auf die MRI-Befundberichte vom 4. Oktober 1999 und vom 5. April 2000 gestellte Diagnose eines wesentlichen Knorpeldefekts sei vom leitenden Radiologen der Klinik X.________, PD Dr. med. H.________, in der Folge klar verworfen worden. Daraus zog Dr. med. O.________ den Schluss, es liege kein objektivierbares Substrat für die geklagten Kniebeschwerden vor, weshalb ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Unfall vom 27. Januar 1997 und dem im August 1998 angemeldeten Rückfall als unwahrscheinlich zu betrachten sei. 4.2 Im vorinstanzlichen Verfahren berief sich die Beschwerdeführerin hauptsächlich auf einen am 16. Mai 2001 von Dr. med. A.________ erstellten Bericht, wonach die Unfallkausalität der Kniebeschwerden weiterhin als ungeklärt zu gelten habe. Denn einerseits sei von der Klinik Y.________ eine traumatische Genese der erheblichen Knieschmerzen angenommen worden und andererseits hätten die bildgebenden Untersuchungen keine erheblichen posttraumatischen Veränderungen am linken Knie gezeigt. Das kantonale Gericht stellte indessen fest, auf Grund der Aktenlage könne im Befund von PD Dr. med. H.________ kein Widerspruch zu der von Dr. med. C.________ in der Klinik Y.________ vorgenommenen Beurteilung gesehen werden, da letzterer Arzt von einer Falschbeurteilung des bildgebenden Materials ausgegangen war. 4.3 Den Ausführungen der Vorinstanz kann nicht beigepflichtet werden, soweit sie im Wesentlichen den Standpunkt vertritt, Dr. med. C.________ sei nach Betrachtungsweise von PD Dr. med. H.________ von einer Falschbeurteilung des bildgebenden Materials ausgegangen. In seinen Ausführungen vom 10. April 2000 hatte sich Dr. med. C.________ ausdrücklich auf eine MRI-Untersuchung des linken Knies vom 4. April 2000 gestützt, in welcher das Röntgeninstitut der Klinik Z.________ den Befund "diffuser Knorpelabbau retropatellär" erhoben hatte. Aus dem entsprechenden Bericht vom 5. April 2000 konnte entgegen der von der SUVA in ihrer vorinstanzlichen Beschwerdeantwort vertretenen Auffassung somit wohl entnommen werden, es bestünden Hinweise auf eindeutige Knorpelschäden. Zudem hatte Dr. med. C.________ in seinem Bericht vom 27. März 2000 die Durchführung der sodann am 4. April 2000 wiederholten MRI-Untersuchung als ausschlaggebend betrachtet. Dass er die gestellte Diagnose eines wesentlichen Knorpeldefekts in seinen früheren Berichten nicht durchgehend erwähnt hatte, ist somit nicht entscheidend. Schliesslich ist aus dem Bericht von PD Dr. med. H.________ vom 11. September 2000 nicht die Feststellung einer Falschbeurteilung des bildgebenden Materials durch Dr. med. C.________ zu entnehmen, sondern lediglich die Annahme des leitenden Radiologen der Klinik X.________, auf den axialen Aufnahmen müsse die tatsächliche Knorpeldichte unterschätzt worden sein, da die sagittalen Aufnahmen einen normalen Knorpel und im Verlauf der Untersuchungen keine Befundänderung gezeigt hatten. 4.4 Angesichts der Widersprüchlichkeit der Aussagen von Dres. med. C.________ und H.________ kann die Genese des Gesundheitsschadens - entgegen der Auffassung von SUVA und Vorinstanz - nicht abschliessend beurteilt werden. Die Ausführungen von Dr. med. A.________, der in seinem Bericht vom 16. Mai 2001 festgestellt hatte, die Unfallkausalität der neu vorgebrachten Kniebeschwerden hätte weiterhin als ungeklärt zu gelten, erweisen sich daher als zutreffend. Die Akten sind folglich dem Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin entsprechend an die SUVA zurückzuweisen, damit sie die erforderlichen Abklärungen zur Frage des ursächlichen Zusammenhangs zwischen dem Unfall vom 27. Januar 1997 und den im August 1998 als Rückfall gemeldeten Beschwerden nachholt. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Erhebungen wird sie über einen allfälligen, über den Monat August 1997 hinausgehenden Anspruch der Beschwerdeführerin auf Versicherungsleistungen zu befinden haben.