Citation: 6B_529/2010 09.11.2010 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer rügt, die Zivilforderung und die Genugtuung seien aufgrund des Selbstverschuldens des Beschwerdegegners vollumfänglich abzuweisen. Obwohl die Vorinstanz dem Beschwerdegegner ein wesentliches Selbstverschulden anlaste, kürze sie den Schadenersatzanspruch lediglich um die Hälfte. 4.2 Hat der Geschädigte in die schädigende Handlung eingewilligt, oder haben Umstände, für die er einstehen muss, auf die Entstehung oder Verschlimmerung des Schadens eingewirkt oder die Stellung des Ersatzpflichtigen sonst erschwert, so kann der Richter die Ersatzpflicht ermässigen oder gänzlich von ihr entbinden (Art. 44 Abs. 1 OR). 4.3 Dem Beschwerdegegner ist in Übereinstimmung mit der Vorinstanz ein Selbstverschulden anzulasten, weil er als erster gegen den Beschwerdeführer tätlich wurde. Es ist indessen nicht ersichtlich und der Beschwerdeführer legt auch nicht näher dar, weshalb er gänzlich von der Schadenersatz- und Genugtuungspflicht zu befreien wäre. Denn er wehrte sich mit unangemessenen Mitteln, indem er den Beschwerdegegner mit der Faust derart heftig in das Gesicht schlug, dass dieser zu Boden fiel und erhebliche Verletzungen erlitt. Dieses Ausmass der Gegenwehr hat der Beschwerdegegner nicht alleine zu vertreten. Die von der Vorinstanz vorgenommene Reduktion der Schadenersatzpflicht um die Hälfte auf Fr. 440.20 sowie die Bestätigung der bescheidenen Genugtuung von Fr. 200.--, je zuzüglich Zins, liegt innerhalb des ihr zustehenden Ermessensspielraums.