Citation: 4A_491/2023 E. 6.1

6.1. Der Beschwerdeführer anerkennt, dass der objektive Tatbestand von Art. 40 VVG erfüllt ist. Hingegen sei es willkürlich anzunehmen, dass auch der subjektive Tatbestand erfüllt sei. Er habe nie beabsichtigt, die Beschwerdegegnerin mit Wissen und Willen zu täuschen, um einen Vermögensvorteil zu erlangen. Der Beschwerdeführer bestreitet, dass die Taggelder eine direkte Bedeutung für ihn gehabt hätten. Er habe sich nie um die Taggeldzahlungen gekümmert. Die Abrechnungen habe er nicht erhalten oder nicht angeschaut, "weil diese meist falsch oder unverständlich" gewesen seien. Auch während seiner Arbeitsunfähigkeit habe er sich über die Beschwerdeführerin seinen Lohn ausbezahlt. In den Jahren 2015 und 2016, in denen er ebenfalls Taggelder bezogen habe, habe er einen Lohn von Fr. 380'000.-- bezogen. Die Taggelder der Beschwerdegegnerin seien in den Umsatz der Beschwerdeführerin eingeflossen, für ihn hätten sie jedoch keine direkte Bedeutung gehabt. Damit zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, dass die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung geradezu unhaltbar wäre. Im Gegenteil leuchtet nicht ein, weshalb die Taggelder für ihn persönlich keine Bedeutung gehabt haben sollen, nur weil sie zuerst an die von ihm beherrschte Beschwerdeführerin geflossen sind, von der er seinen Lohn bezog.