Citation: 2A.543/2000 07.12.2000 E. 2

2.- a) Zu Recht hat das Haftgericht die Eingabe von M.________ als Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Hafturteil gewertet. Weder im Zeitpunkt, in dem das fragliche Schreiben verfasst wurde (17. November 2000), noch in jenem, in dem es beim Haftgericht eingegangen ist (27. November 2000), war die Frist von einem Monat seit der Haftüberprüfung (am 2. November 2000), nach welcher ein Haftentlassungsgesuch eingereicht werden kann (vgl. Art. 13c Abs. 4 ANAG), abgelaufen. Hingegen ist die 30-tägige Frist für die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht (vgl. Art. 106 OG) gewahrt. b) Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet nur die Rechtmässigkeit der Ausschaffungshaft, nicht auch die Wegweisungsfrage (vgl. BGE 121 II 59 E. 2b S. 61). Auf die entsprechenden Vorbringen ist daher nicht weiter einzugehen. Der Beschwerdeführer ist rechtskräftig des Landes verwiesen. Der Vollzug dieser Massnahme erscheint nicht undurchführbar (vgl. Art. 13c Abs. 5 lit. a ANAG). Die angeordnete Haft ist daher rechtmässig, wenn auch einer der in Art. 13b Abs. 1 ANAG genannten Haftgründe besteht. c) Das Verwaltungsgericht hat die Ausschaffungshaft gestützt auf Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG genehmigt. Danach kann ein Ausländer in Haft genommen werden, wenn konkrete Anzeichen befürchten lassen, dass er sich der Ausschaffung entziehen will, insbesondere weil sein bisheriges Verhalten darauf schliessen lässt, dass er sich behördlichen Anordnungen widersetzt ("Untertauchensgefahr"). Diese Voraussetzung ist vorliegend erfüllt: Die Identität des Beschwerdeführers steht nicht fest. Er verfügt über keine gültigen Ausweispapiere, ist mittellos und hat keine familiären Beziehungen in der Schweiz. Er ist strafrechtlich verurteilt worden, was nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts als Indiz für Untertauchensgefahr gewertet werden kann (BGE 122 II 49 E. 2a S. 51). In seiner hier zu beurteilenden Eingabe erklärt er, nicht nach Angola zurückkehren zu wollen. Er schlägt zwar vor, in die Niederlande zu seiner Familie auszureisen, um mit dieser zusammen in Deutschland - anscheinend zum zweiten Mal - um Asyl zu ersuchen; wie er in diesen Ländern auf rechtmässige Weise einreisen möchte, legt er aber nicht dar. Unter diesen Umständen bietet der Beschwerdeführer keine Gewähr dafür, dass er sich ohne Haft zu gegebener Zeit, d.h. bei Vorliegen der Reisepapiere, für den Ausschaffungsvollzug zur Verfügung halten wird (vgl. BGE 122 II 49 E. 2a S. 50 f.). Die Untertauchensgefahr wurde deshalb zu Recht bejaht. d) Immerhin rechtfertigt sich der Hinweis darauf, dass es den Behörden im Rahmen der Organisation des Vollzugs der Landesverweisung unbenommen ist, nicht nur die Machbarkeit einer Ausschaffung nach Angola, sondern eventuell auch einer solchen in ein Drittland wie den Niederlanden oder Deutschland zu prüfen.