Citation: 1C_463/2023 E. A

Der französische Staatsangehörige A.________ ersuchte am 23. September 1974 beim damaligen Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) um Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung bzw. um erleichterte Einbürgerung. Mit Schreiben vom 18. April 1975 teilte die Polizeiabteilung des EJPD A.________ mit, Einbürgerungsbewerber seien gemäss Art. 17 des damals geltenden Bundesgesetzes über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts vom 29. September 1952 (aBüG; AS 1952 1087) verpflichtet, ihre bisherige Staatsangehörigkeit nach Möglichkeit aufzugeben. A.________ wurde im Schreiben gebeten, der Polizeiabteilung des EJPD eine vorformulierte, dem Schreiben beigelegte Erklärung zuzustellen, woraufhin über das Einbürgerungsgesuch entschieden werden könne. Am 2. Mai 1975 unterzeichnete A.________ die Erklärung mit folgendem Wortlaut: "Der Unterzeichnete verpflichtet sich, spätestens innert Jahresfrist seit erfolgter Einbürgerung zu versuchen, auf dem französischen Konsulat die Verzichtserklärung abzugeben oder wenn dies nicht möglich sein sollte, das Entlassungsgesuch zu stellen." A.________ wurde am 14. Mai 1975 erleichtert eingebürgert. Mit Schreiben vom 11. Oktober 1976 erinnerte die Polizeiabteilung des EJPD A.________ daran, dass er ein Gesuch um Entlassung aus dem französischen Bürgerrecht stellen müsse, nachdem er sich dazu am 2. Mai 1975 verpflichtet habe. Am 20. Mai 1977 teilte A.________ der Polizeiabteilung des EJPD mit, er habe beim französischen Konsulat ein entsprechendes Gesuch eingereicht. Im August 1977 wurde A.________ aus dem französischen Bürgerrecht entlassen.