Citation: 8C_75/2014 E. 6.2.1

6.2.1. Fallbezogen ist nicht erkennbar, inwiefern die Bezugnahme auf die Unterstützungsrichtlinien zu unbilligen Lösungen führen sollte. Vielmehr ermöglicht sie, die in den SKOS-Richtlinien nicht abschliessend beantwortete Frage, ob bei kieferorthopädischen Behandlungen von Kindern und Jugendlichen im Rahmen der wirtschaftlichen Hilfe Kostenbeiträge zu sprechen sind, nach identischen Massstäben zu beurteilen. Sie dient daher einer rechtsgleichen Behandlung aller Gesuchstellenden. Auch ist nicht zu beanstanden, dass sich die Unterstützungsrichtlinien hinsichtlich der entsprechenden Kostenbeteiligung an den schulzahnärztlichen Kriterien orientieren bzw. daran anknüpfen. Vorinstanzlich wurde in diesem Zusammenhang richtig erwogen, dass es mit der in den SKOS-Richtlinien enthaltenen Voraussetzung der Notwendigkeit der Zahnbehandlung durchaus vereinbar ist, auf die schulzahnmedizinischen Vorgaben und damit im Ergebnis darauf abzustellen, ob eine schwerwiegende, die Gesundheit beeinträchtigende Fehlstellung vorliegt. Es erscheint mit dem kantonalen Gericht sachgerecht, jedenfalls aber nicht willkürlich, die sozialhilferechtlich massgebliche Erforderlichkeit einer Zahnstellungskorrektur davon abhängig zu machen, ob ohne Behandlung eine gesundheitliche Beeinträchtigung droht oder nicht.