Citation: 1D_5/2017 E. 3.2

3.2. Das Verwaltungsgericht führte aus, eine stabile Berufssituation und eine finanzielle Unabhängigkeit sei nicht gegeben. Trotz mehrfacher Aufforderung seitens der Gemeinde seien kaum sachdienliche Unterlagen zur beruflichen Situation des Beschwerdeführers und gar keine betreffend seine gegenwärtige Tätigkeit (einschliesslich Verdienst und berufliche Perspektiven) beigebracht worden. Beim Einbürgerungsgespräch habe er erklärt, bei der X.________ in Ausbildung zu sein und einen Lehrvertrag mit der Y.________ GmbH zu haben. In seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde werde eine Lehre bei der Z.________ erwähnt, ohne dass dafür jedoch Belege vorlägen. Die Aussagen seien unvollständig und widersprüchlich, ein Lehrvertrag sowie Lohnausweise oder sonstige Angaben zum Lohn fehlten. Auch sozial sei er ungenügend integriert. Er gestalte seine Freizeit ausserhalb seiner Wohngemeinde, kenne keine Vereine und könne auch keine lokalen Freunde und Bekannte nennen. Er pflege in- und ausserhalb seiner Wohngemeinde keinen Kontakt zu Schweizerinnen und Schweizern. Aus dem Protokoll zum Einbürgerungsgespräch ergebe sich weiter, dass er eine Vielzahl von Fragen nicht oder nicht richtig habe beantworten können, so zur Gründung der Schweiz, zum Rütli, zu geschichtlichen Ereignissen, zur Staatsform, zu den drei politischen Ebenen und den drei Gewalten, zu Abstimmungsthemen, zu Namen von Bundesratsparteien, zur Bedeutung der Sterne im Walliser Wappen, zur AHV, zum Roten Kreuz und zum Sitz des Bundesgerichts. Dagegen habe er das Risottofest in Gondo gekannt, zudem einige Berge, jedoch nur zwei Nachbargemeinden, die Kantons- und Bundeshauptstadt und das Wappen der Gemeinde. Das Verwaltungsgericht erachtete die Einbürgerungsvoraussetzungen insgesamt wegen ungenügender Integration und mangelhaften staatsbürgerlichen Kenntnissen als nicht erfüllt. Es liess offen, ob darüber hinaus auch die sprachlichen Kenntnisse ungenügend seien.