Citation: I 884/05 15.03.2006 E. 2

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente. 2.1 Gemäss übereinstimmenden Arztberichten leidet der Beschwerdeführer an einem chronischen zervikospondylogenen Syndrom bei medianer Diskushernie C5/6 mit leichter Kompression und Verformung des zervikalen Myelons sowie an einem chronischen lumbospondylogenen Syndrom bei rechtsseitiger Diskushernie L4/5 und medianer Diskushernie L5/S1. Wiederholt wird auch auf eine ausgeprägte Haltungsinsuffizienz, muskuläre Dysbalance, Dekonditionierung und Fehlhaltung hingewiesen. Da der Hausarzt Dr. med. K.________, Facharzt Innere Medizin FMH, speziell Rheumaerkrankungen, den Beschwerdeführer ab 18. November 2002 in seiner bisherigen Tätigkeit als zu 100% arbeitsunfähig erachtet, ist ein möglicher Rentenbeginn in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG auf November 2003 zu terminieren. Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns abzustellen und in der Folge zu prüfen, ob sie sich bis zum Erlass des Einspracheentscheides - welcher rechtsprechungsgemäss den Zeitpunkt definiert, bis zu welchem Rechts- und Sachverhaltsänderungen zu beachten sind BGE 129 V 4 Erw. 1.2, vgl. auch 121 V 366 Erw. 1b) - wesentlich verändert haben (BGE 129 V 222). 2.2 Das kantonale Gericht hat sich eingehend mit den gesamten medizinischen Akten auseinandergesetzt. Es ist dabei zur überzeugenden Erkenntnis gelangt, dass aufgrund der vorliegenden Arztberichte eine zuverlässige Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers möglich ist. Gemäss den Ärzten der Klinik B.________ (Bericht vom 18. März 2003) und insbesondere des im Hinblick auf die Feststellung der Leistungsfähigkeit des Versicherten in Auftrag gegebenen Gutachtens des Zentrums X.________ vom 7. November 2003 ist diesem eine behinderungsangepasste, das heisst leichte bis knapp mittelschwere Tätigkeit aus rheumatologischer Sicht ganztags zumutbar. Keine Berücksichtigung findet bei dieser Einschätzung die von allen Untersuchenden durchgehend festgestellte Selbstlimitierung. Wie die Vorinstanz auch richtig festgestellt hat, entspricht das Gutachten des Zentrums X.________ den an ein solches gestellten Kriterien, wogegen die anderslautenden Einschätzungen des Dr. med. K.________, welcher auch in einer angepassten Tätigkeit eine erhebliche Einschränkung postuliert, nicht zu überzeugen vermögen. Daran kann auch der im kantonalen Verfahren neu vorgelegte "Bericht über ein ärztliches Gespräch vom 21. Juli 2005" des Dr. med. G.________ nichts ändern. Zum einen äussert sich dieser Arzt nicht über den Sachverhalt, wie er sich im November 2003 bis Juni 2004 präsentierte (vgl. Erwägung 2.1 hievor). Im Bericht erwähnt er "eine volle Arbeitsunfähigkeit, gemäss seinen (des Dr. med. K.________) Zeugnissen ab dem 25.05.05.". Da der Sachverhalt nur bis zum Erlass des Einspracheentscheides vom 8. Juni 2004 zu beurteilen ist, sind eventuelle spätere Verschlechterungen im Gesundheitszustand und der damit verbundenen Arbeitsfähigkeit vorliegend nicht zu beachten. Zum andern ist aus der Formulierung der vom Arzt abschliessend vermerkten Anregung klar ersichtlich, dass die Arbeitsfähigkeit aus objektiv zumutbarer Warte klar besser ist. Der durch eine wiederholt festgestellte Selbstlimitierung verursachte dekonditionierte Zustand des Beschwerdeführers ist bei der Beurteilung der Invalidität, welche definitionsgemäss auf Dauer beruht (Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit; Art. 8 ATSG), ausser Acht zu lassen, da sie mit einer zumutbaren Willensanstrengung innert wenigen Wochen verbessert werden kann. Auch das Schreiben der Dr. med. S.________, Assistenzärztin an der Klinik B._______, vom 8. September 2005 kann hinsichtlich der Beurteilung des bis Juni 2004 eingetretenen Sachverhalts keine neuen Erkenntnisse bringen. Zudem ist die aus rheumatologischer Sicht attestierte Arbeitsfähigkeit von 50% für leichte bis mittelschwere Arbeiten mit keinem Wort begründet, weshalb auch dieses Schreiben zu keinen neuen Erkenntnissen führen kann. Damit ist die Erwerbsunfähigkeit auf Grund einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten leichten bis mittelschweren Tätigkeit zu bestimmen.