Citation: 1C_472/2015 E. A

A.________ ist Geschäftsführer und Verwaltungsratspräsident der B.________AG, die mit Waffen (insbesondere historischen), Munition und Ausrüstungsgegenständen handelt. Er wohnt auf Mallorca, hält sich zeitweise aber auch in seiner Liegenschaft an der Strasse X in U.________ auf. In jener Liegenschaft befinden sich auch die Geschäftsräume der B.________AG. Mit Verfügung vom 23. Oktober 2014 ermächtigte das Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli die Kantonspolizei Bern, die Wohnung von A.________ an der Strasse X in U.________ zwischen dem 27. und dem 31. Oktober 2014 zwecks vorsorglicher Sicherstellung aller vorhandenen Feuerwaffen zu betreten und zu durchsuchen. Zur Begründung führte es aus, dass A.________ mehrfach und in grober Weise gegen die Waffengesetzgebung verstossen habe, weshalb eine gegenwärtige und erhebliche Gefahr für die öffentliche Ordnung gegeben sei. Die Kantonspolizei machte von der Betretungsermächtigung Gebrauch und stellte alle vorhandenen Feuerwaffen sicher. Am 25. November 2014 erhoben A.________ und die B.________AG Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Sie beantragten, es sei die Widerrechtlichkeit der Betretungsermächtigung festzustellen, die sichergestellten Gegenstände seien zurückzugeben und eine Genugtuung von Fr. 500.-- sei auszurichten. Eventualiter seien die sichergestellten Gegenstände unter Beizug einer fachkundigen Person zu inventarisieren und zu lagern. Mit Urteil vom 22. Juli 2015 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. Die Betretungsermächtigung erachtete es im Wesentlichen deshalb nicht als widerrechtlich, weil aufgrund der mehrfachen Verletzung des Bundesgesetzes vom 20. Juni 1997 über Waffen, Waffenzubehör und Munition (Waffengesetz, WG; SR 514.54) von einer dringlichen und qualifizierten Gefährdung polizeilicher Schutzgüter auszugehen gewesen sei. Auf die weiteren Rechtsbegehren trat es mit der Begründung nicht ein, sie gingen über den Streitgegenstand hinaus. Insbesondere falle die Beschlagnahme der Waffen in die Kompetenz der Kantonspolizei und seien allfällige Entschädigungsansprüche in einem separaten Staatshaftungsprozess geltend zu machen.