Citation: I 495/04 08.02.2005 E. 3.1

3.1.1 Bis zu ihrer Heirat im Jahre 1978 hat die Versicherte, welche über keine berufliche Ausbildung verfügt, im Sommer im Landwirtschaftsbetrieb ihrer Eltern sowie im Winter als Serviceangestellte gearbeitet. Nach ihrer Heirat war sie, auch nach der Geburt ihrer zwei Kinder in den Jahren 1980 und 1982, weiterhin stundenweise im Service tätig, ab 1985 während ca. eines Tages pro Woche sowie gelegentlichen Samstag- und Sonntagabendeinsätzen ("Abklärungsbericht für Hausfrauen" vom 31. Januar 1990; Auszug aus dem individuellen Konto [IK]). Ab März 1994 nahm sie eine Stelle als Serviceaushilfe im Restaurant Q.________ im Umfang von bedarfsweise einem bis zwei Tagen wöchentlich an (Pensum von rund 20 %; vgl. Arbeitgeberbericht vom 17. Februar 2003; Einspracheentscheid vom 4. Mai 2004 [S. 2 unten f.]). Zusätzlich zu dieser Tätigkeit begann sie ab Januar 1999 während vier bis fünf Stunden in der Woche Reinigungsarbeiten für das Postbüro O.________ zu verrichten (Pensum von durchschnittlich 11,75 %; vgl. Arbeitgeberbericht vom 31. Januar 2003; Einspracheentscheid vom 4. Mai 2004 [S. 3 oben]) sowie ab 23. August 2000 während ca. 20,66 Stunden wöchentlich als Mitarbeiterin Office bei der Firma Y.________ zu arbeiten (Pensum von 50,4 %; vgl. Arbeitgeberbericht vom 4. Februar 2003; Einspracheentscheid von 4. Mai 2004 [S. 3 oben]). Sowohl ihre Tätigkeit im Restaurant Q.________ als auch diejenige bei der Firma X.________ gab sie gesundheitsbedingt per Ende März 2003 (Kündigungsschreiben des Restaurants Q.________ vom 10. Januar 2003) bzw. auf Ende August 2003 (vorzeitige Pensionierung; vgl. Schreiben der Firma X.________ vom 22. Juli 2003) auf. 3.1.2 Anlässlich einer 1990 durchgeführten Abklärung der Haushaltsverhältnisse hatte die Beschwerdeführerin gegenüber der Abklärungsperson angegeben, ohne Invalidität mindestens im bisherigen Rahmen (durchschnittlich acht Stunden wöchentlich) ausser Haus tätig zu sein ("Abklärungsbericht für Hausfrauen" vom 31. Januar 1990). Im Abklärungsbericht Haushalt vom 31. Oktober 2003 wurde bezüglich der Statusfrage festgehalten, dass die Versicherte ohne Behinderung die bis anhin ausgeübten ausserhäuslichen Tätigkeiten bei gleicher zeitlicher Präsenz ausführen würde. In ihrer Stellungnahme vom 19. Dezember 2003 präzisierte der IV-Abklärungsdienst, dass die Statusfrage der Beschwerdeführerin während des Gesprächs mit einfachen Worten erklärt worden sei und die Abklärungsperson den Eindruck gehabt habe, diese seien auch verstanden worden. Gemäss den damaligen Angaben der Versicherten würde sie bei guter Gesundheit weiterhin einer erwerblichen Beschäftigung im bisherigen Rahmen nachgehen, was einem Pensum von 81,12 % entspreche. Daneben habe sie Haushaltsarbeiten zu erledigen sowie den grossen Garten (elf Gartenbeete und sechs Obstbäume) zu bewirtschaften. In ihrer Einsprache, der vorinstanzlichen Beschwerde wie auch vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht brachte die Versicherte demgegenüber vor, bis zu ihrer Heirat stets voll, danach zufolge der Kinder sowie anschliessend aus gesundheitlichen Gründen nurmehr reduziert gearbeitet zu haben. Nachdem die Kinder nun längst erwachsen seien und keine Betreuung mehr benötigten, würde sie aktuell - auch aus finanziellen Motiven - ohne gesundheitliche Beeinträchtigung zu 100 % erwerbstätig sein. 3.2 Aus der medizinischen Aktenlage erhellt, dass die involvierten Ärzte eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit von mehr als 20 % übereinstimmend erst für die Zeit ab der Hüftoperation vom 16. April 2002 bescheinigen (Berichte des Dr. med. W.________ vom 5. Februar 2003 und des Dr. med. B.________ vom 1. März 2003, Gutachten des Dr. med. A.________ vom 18. September 2003). Aus dem Umstand allein, dass die Versicherte bereits seit längerer Zeit an Hüftbeschwerden leidet (vgl. den Bericht des Dr. med. S.________, Rheumatologie FMH, vom 19. Dezember 1989), kann noch nicht auf eine dauerhafte Einschränkung des Arbeitsvermögens vor dem operativen Eingriff geschlossen werden. Vielmehr zeigt der berufliche Werdegang der Beschwerdeführerin mit dem steten Ausbau ihrer Teilzeittätigkeiten (1994: Q.________; 1999: Firma X.________; 2000: Firma Y.________) deutlich auf, dass sie mit dem Heranwachsen und der zunehmenden Unabhängigkeit der Kinder ihr Arbeitspensum sukzessive bis auf zuletzt rund 82 % erhöhte. Der Grund dafür, dass sie nicht einer Vollzeittätigkeit nachgegangen war, dürfte angesichts dieser Verhältnisse nicht primär auf erhebliche gesundheitliche Probleme, sondern entweder auf mangelnde Gelegenheit zur Pensumssteigerung zurückzuführen oder aber, zumal die Versicherte einen grossen, pflegeintensiven Garten und einen Dreipersonenhaushalt betreut, aus freiwilligen Stücken erfolgt sein. Gerade für letztere Annahme spricht im Übrigen die Tatsache, dass die wirtschaftliche Situation angesichts des als Monteur tätigen Ehemannes sowie des als Käser arbeitenden, noch bei seinen Eltern lebenden 1982 geborenen Sohnes nicht zwingend eine Erhöhung des bisherigen Pensums der Versicherten erforderlich gemacht hätte. Vor diesem Hintergrund erscheint die im Abklärungsbericht Haushalt vom 31. Oktober 2003 wiedergegebene, in der Stellungnahme des IV-Abklärungsdienstes vom 19. Dezember 2003 ausdrücklich bestätigte Aussage der Versicherten zur Statusfrage plausibel und nachvollziehbar, zumal es einer Erfahrungstatsache entspricht, dass spätere, anders lautende Erklärungen oftmals von Überlegungen sozialversicherungsrechtlicher Natur beeinflusst sein können (AHI 2000 S. 197 Erw. 2d; Erw. 3 des in RKUV 2001 Nr. U 437 S. 342 ff. auszugsweise publizierten Urteils C. vom 18. Juli 2001, U 430/00; Urteil Z. vom 2. September 2003, I 77/03, Erw. 3.2.3; vgl. auch BGE 121 V 47 Erw. 2a mit Hinweisen). Der Einwand, dass die Beschwerdeführerin sich bereits anlässlich einer Besprechung mit ihrem Rechtsvertreter vom 24. November 2003 - von sich aus - für eine 100 %-Tätigkeit ausgesprochen habe, vermag daran, wie bereits das kantonale Gericht zutreffend erkannt hat, mangels Beweisbarkeit nichts zu ändern. Auf die Abnahme weiterer Beweise, namentlich im Rahmen des vor- wie letztinstanzlich beantragen Parteiverhörs, konnte und kann nach dem Gesagten verzichtet werden, vermöchten daraus doch keine neuen Erkenntnisse zu resultieren (antizipierte Beweiswürdigung; in einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis). Es ist somit von einer ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zu insgesamt 82 % ausgeübten Erwerbstätigkeit auszugehen (zum Gesamtpensum in masslicher Hinsicht vgl. die in Erw. 3.1.1 hievor dargelegten Einzelpensen).