Citation: 4A_111/2016 E. 4.6

4.6. Wird eine Teilklage auf mehrere, voneinander unabhängige Ansprüche gestützt, kann der Kläger zwar möglicherweise bei geringem Kostenrisiko unterschiedliche Ansprüche gerichtlich abklären lassen. Trotzdem ist eine solche Teilklage zulässig, wie das Bundesgericht bereits entschieden hat (Urteile 4A_519/2012 vom 30. April 2013 E. 4; 4A_194/2012 vom 20. Juli 2012 E. 1). Die Problematik des proportional geringen Kostenrisikos besteht denn auch bei einer Teilklage, die sich auf einen einzigen Anspruch stützt. In einem solchen Fall steht es der beklagten Partei stets frei, widerklageweise die Feststellung des Nichtbestands des ganzen behaupteten Anspruchs bzw. des Schuldverhältnisses oder der verschiedenen behaupteten Ansprüche zu beantragen (vgl. etwa Urteil 4A_80/2013 vom 30. Juli 2013 E. 6.4). Ist das Gericht der Ansicht, die Teilklage könne möglicherweise bereits alleine gestützt auf eine der mehreren geltend gemachten Anspruchsgrundlagen gutgeheissen werden, so kann das Gericht das Verfahren auch entsprechend beschränken (Art. 125 lit. a ZPO) und zunächst den entsprechenden Anspruch abklären. Der Beschwerdeführer hat vor dem Bezirksgericht Bülach sogar selbst (erfolglos) beantragt, das Beweisthema sei zunächst auf die umstrittene Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Gewinnbeteiligung 2006 zu beschränken. Selbst wenn die Kosten für das Gutachten somit als unnötig qualifiziert würden, wäre es mit Art. 108 ZPO nicht vereinbar, den Beschwerdeführer als deren (alleinigen) Verursacher zu betrachten. Wäre das Gericht nämlich der Ansicht gewesen, die Einholung eines Gutachtens sei unnötig, so hätte es davon absehen können. Das Gutachten wurde zudem von beiden Parteien und nicht vom Beschwerdeführer alleine beantragt. Die Vorinstanz hat somit Art. 108 ZPO verletzt, indem sie die Kosten für das Gutachten als unnötige Prozesskosten und den Beschwerdeführer als deren Verursacher qualifiziert hat. Die Beschwerde erweist sich insofern als begründet.