Citation: 9C_495/2023 E. 4.3

4.3. Hinsichtlich des geltend gemachten erheblichen psychischen Gesundheitsschadens in der Zeit vor Februar 2021 trifft es zu, dass sich das psychiatrische Teilgutachten des ABI hierzu nicht äussert, einen solchen mithin nicht ausschliesst. Das kantonale Gericht hat indessen gestützt auf das Gutachten der Medas Interlaken vom 18. Mai 2020 und des im Herbst 2020 durchgeführten Arbeitsversuchs erwogen, vor Februar 2021 habe aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von maximal 25 % (welcher Wert unbestrittenermassen nicht zu einer rentenbegründenden Erwerbseinbusse führt) bestanden. Frühere Atteste einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit seien auch vom behandelnden Psychiater nicht aktenkundig. Auch diese Feststellungen erweisen sich nicht als offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig: Zwar trifft es zu, dass das kantonale Gericht im Rahmen eines obiter dictums des Urteils vom 24. März 2021 das Gutachten der Medas Interlaken vom 18. Mai 2020 als ungenügende Grundlage für einen abschliessenden Entscheid bezeichnete. Es begründete dies indessen damit, dass sich dieses Gutachten zu wenig mit den Stellungnahmen der behandelnden Ärzten somatischer Ausrichtung auseinandersetzte. Inwiefern dadurch der psychiatrische Teil des Gutachtens entwertet würde, ist nicht nachvollziehbar, zumal weder geltend gemacht noch ersichtlich ist, dass eine psychiatrische Fachperson dem Beschwerdeführer für die Zeit vor Februar 2021 eine durch einen psychischen Gesundheitsschaden begründete, länger andauernde höhere Arbeitsunfähigkeit als eine solche von 25 % attestiert hätte.