Citation: 4A_579/2018 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdeführerin übergeht mit ihrem primären Einwand, sie wohne mittlerweile in der Schweiz, weshalb der Arrestgrund von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG nicht mehr gegeben sei, dass ein Gericht im Arrestprosequierungsprozess im Sinne von Art. 279 SchKG einzig die materielle Begründetheit der Arrestforderung überprüft und es nicht in seiner Kompetenz liegt, die Aufhebung des Arrestes festzustellen. Die Rüge wäre bereits deshalb abzuweisen. Im Übrigen kann gegen die Arrestlegung gemäss Art. 278 SchKG zwar Einsprache innert 10 Tagen nach deren Kenntnisnahme beim Gericht erhoben werden, dessen Entscheid mit Beschwerde nach der ZPO anfechtbar ist, wobei neue Tatsachen geltend gemacht werden können (Art. 278 Abs. 3 SchKG). Hingegen ist es gemäss klarer Rechtslage und ständiger Rechtsprechung entgegen dem Standpunkt der Beschwerdeführerin nicht möglich, fristunabhängig in analoger Anwendung von Art. 268 Abs. 1 ZPO geänderte Umstände geltend zu machen, um den Arrest aufheben zu lassen (vgl. BGE 138 III 636 E. 4.3.2; Urteile 5A_563/2017 vom 26. Oktober 2017 E. 3.3.2; 5A_853/2013 vom 23. Mai 2014 E. 3.3; 5A_508/2012 vom 28. August 2012 E. 3.1). Denn gemäss Art. 335 Abs. 2 ZPO richtet sich die Vollstreckung eines Entscheids auf Geldzahlung nach den Bestimmungen des SchKG, womit eine Heranziehung der ZPO sich grundsätzlich verbietet. Wenn sich die Beschwerdeführerin darauf beschränkt, diese Rechtsprechung mit der vollständigen Wiedergabe einer Anmerkung zu einem aktuellen unpublizierten Urteil zu kritisieren, erfüllt sie die Anforderungen an eine rechtsgenügliche Rüge mangels sachbezogener Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Urteils nicht (vgl. BGE 142 III 364 E. 2.4 S. 368; 140 III 264 E. 2.3 S. 266, 115 E. 2 S. 116; 4A_174/2017 vom 1. September 2017 E. 4.4.2.4). Ohnehin kann die Beschwerdeführerin aus der besagten Urteilsanmerkung, die sich auf rein dogmatische Ausführungen zur angeblich mangelhaften Differenzierung zwischen einem ordentlichen und provisorischen Verfahren beschränkt (siehe PETER HANSJÖRG, BlSchK 2018, S. 95 zu Urteil 5A_563/2017 vom 26. Oktober 2017 E. 2-3.3.3), nichts zu ihren Gunsten ableiten.