Citation: 6B_3/2021 E. A

A.a. A.________ war seit Dezember 2015 Gesellschafterin und Geschäftsführerin der B.________ GmbH. Weil diese Gesellschaft trotz Aufforderung des Handelsregisteramts keine Geschäftsführerin mit Wohnsitz in der Schweiz bezeichnet hatte, löste das Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden die B.________ GmbH mit Entscheid vom 26. Juni 2017 gestützt auf Art. 731b OR auf und ordnete deren Liquidation an. Am 6. November 2017 stellte das Kantonsgericht das Konkursverfahren mangels Aktiven ein. A.b. Am 7. August 2018 erstatteten C.________, D.________ und E.________, alle vertreten durch Rechtsanwalt F.________, Strafanzeige gegen A.________. Ihr wurde unter anderem vorgeworfen, sie habe als Arbeitgeberin Sozialversicherungsbeiträge von Angestellten nicht korrekt abgerechnet und die Überschuldung der B.________ GmbH in strafrechtlich relevanter Weise herbeigeführt. Auch habe sie gegenüber Handelsregister- und Sozialversicherungsbehörden falsche Angaben gemacht. Ferner warfen die Anzeigeerstatter A.________ vor, sie habe von G.________ sel. ein Darlehen erwirkt, indem sie dieser eine scheinbar gute finanzielle Situation vorgespiegelt habe. A.c. Mit Verfügung vom 8. September 2020 stellte die Staatsanwaltschaft des Kantons Appenzell Ausserrhoden das in der Folge eingeleitete Strafverfahren gegen A.________ wegen Vergehen und Übertretungen des AHVG (SR 831.10), BVG (SR 831.40), UVG (SR 832.20) und AVIG (SR 837.0), Misswirtschaft und weiterer Konkursdelikte, Veruntreuung, Betrug, ordnungswidriger Führung der Geschäftsbücher sowie Widerhandlungen gegen das UWG (SR 241) vollumfänglich ein. Sie auferlegte A.________ die Verfahrenskosten im Umfang von einem Drittel, bestehend aus Fr. 300.-- Untersuchungskosten sowie Fr. 1'172.70 für ihre amtliche Verteidigung. Ausserdem wurde A.________ verpflichtet, den Rechtsvertreter der Privatklägerschaft, Rechtsanwalt F.________, ausseramtlich mit Fr. 2'240.15 zu entschädigen, einem Drittel seines ausgewiesenen Honoraranspruchs.