Citation: 2C_391/2022 E. 1.2.4

1.2.4. Mit Entscheid vom 7. Juni 2023 hat das Landwirtschaftsamt Thurgau seinen Entscheid Nr. S55 vom 8. Dezember 2020 widerrufen. Zudem hat es fünf Ausnahmen vom Zerstückelungsverbot gemäss Art. 102 LwG bewilligt: Die Abtrennung von 327.52 Aren Wald mit drei Restflächen ab der Parzelle Nr. xxx, Grundbuch U.________, gemäss Mutation Nr. yyy, U.________; die Abtrennung von 284.32 Aren Wald mit zwei Restflächen ab der Parzelle Nr. xxx, Grundbuch U.________, gemäss Mutation Nr. yyy, U.________; die Abtrennung von 16.94 Aren Land in der Bauzone ab der Parzelle Nr. xxx, Grundbuch U.________, gemäss Mutation Nr. yyy, U.________; die Abtrennung von 67.17 Aren Land in der Bauzone ab der Parzelle Nr. xxx, Grundbuch U.________, gemäss Mutation Nr. yyy, U.________; die Abtrennung des Friedhofes im Ausmass von 14.91 Aren ab der Parzelle Nr. xxx, Grundbuch U.________, gemäss Mutation Nr. yyy, U.________. Ferner wurde angeordnet, die Anmerkung Nr. 1278.t761 betreffend Bodenverbesserung / Geschäft Nr. 798 - Zerstückelungsverbot auf den beiden abgetrennten Baulandflächen und dem Friedhof zu löschen. Es ist ein allgemeiner Grundsatz, dass es der erstverfügenden Behörde wegen des Devolutiveffekts grundsätzlich verwehrt ist, nach Einreichung eines Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, um selber neu zu entscheiden. Die Wiedererwägung der angefochtenen Verfügung durch diese Behörde während des hängigen Beschwerdeverfahrens ("lite pendente") führt - falls zulässig - ausserdem nur dann zur Gegenstandslosigkeit, wenn mit der Wiedererwägung den im Rechtsmittelverfahren gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich entsprochen worden ist (vgl. BGE 127 V 228 E. 2b; 103 V 109; vgl. Urteile 2C_733/2010 vom 16. Februar 2011 E. 3.2; 9C_683/2009 vom 16. September 2009 E. 2.2.3; je mit Hinweisen). Den im Rechtsmittelverfahren gestellten Rechtsbegehren wurde vorliegend nicht vollumfänglich entsprochen: Der Beschwerdeführer hat vor Bundesverwaltungsgericht beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Bewilligung einer Ausnahme vom Zerstückelungsverbot sei nicht zu erteilen. Mit dem Entscheid vom 7. Juni 2023 wurde der Entscheid vom 8. Dezember 2020 aufgehoben und es wurden fünf Ausnahmen vom Zerstückelungsverbot bewilligt. Der Wiedererwägungsentscheid des Landwirtschaftsamts vom 7. Juni 2023 führt daher nicht schon aus diesem Grund zur Gegenstandslosigkeit des vorliegenden Verfahrens. Ob er zulässig war, kann damit offen gelassen werden.