Citation: 1C_245/2021 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Beschwerdegegner hätten 2017/2018 Renovationsarbeiten durchgeführt, die den Trittschallschutz verschlechtert hätten. Es handle sich somit um einen erneuten Umbau i.S.v. Art. 32 Abs. 3 LSV, der zur Anwendbarkeit der strengeren Mindestanforderungen gemäss SIA-Norm 181, Ausgabe 2006, führe. In diesem Zusammenhang rügt sie eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung und eine Verletzung des rechtlichen Gehörs: Der Bericht Strobel (Messung vom 10. April 2019) habe für das Wohn- und Esszimmer Werte von 55 dB (Senderaum Wohnzimmer) bzw. 54 dB (Senderaum Esszimmer) ermittelt; dies bedeute eine Verschlechterung von 1-2 dB gegenüber den vom Gutachter Thoms am 20. Oktober 2017 gemessenen Werten (Wohnzimmer: 54 dB; Esszimmer: 52 dB). Beim (nicht umstrittenen) Senderaum Hauswirtschaft betrage die Abweichung sogar 3 dB. Diese Messergebnisse liessen nur den Schluss zu, dass die Umbauarbeiten 2018 die Trittschallsituation verschlechtert hätten. Die Beschwerdegegner hätten einen bauakustisch relevanten Umbau in Jahre 2018 denn auch ausdrücklich anerkannt. Auf diese Vorbringen der Beschwerdeführerin sei das Verwaltungsgericht in Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht eingegangen. Es habe auch den Hinweis der Beschwerdeführerin (in ihrer Replik vom 19. Oktober 2020) auf einen Mauerdurchbruch ignoriert, der in der Auflistung der Architektin nicht enthalten gewesen sei. Dieser sei geeignet gewesen, den Trittschall negativ zu beeinflussen, auch wenn es sich nicht um einen direkten Trennbauteil handle.