Citation: 2D_9/2021 E. 1.2

1.2. Mit Schreiben vom 11. Februar 2020 ersuchte der Steuerpflichtige die Veranlagungsbehörde um vollständigen Erlass dieser Steuern. Er begründete sein Gesuch damit, dass er die Nachzahlung vollumfänglich an das Sozialamt der Gemeinde B.________/AR habe abtreten müssen. Die Veranlagungsbehörde wies das Gesuch ab, wobei sie ausschliesslich über den Erlass der Staats- und Gemeindesteuern befand (Entscheid vom 23. März 2020). Die Einsprache des Steuerpflichtigen blieb erfolglos (Einspracheentscheid vom 24. Juni 2020). Auch dabei äusserte die Veranlagungsbehörde sich nur zu den Staats- und Gemeindesteuern. Dagegen gelangte der Steuerpflichtige am 31. Juli 2020 an das Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden, welches die Beschwerde mit Entscheid ERV 20 72 vom 12. Januar 2021, beschränkt auf die Staats- und Gemeindesteuern, abwies. Die Begründung in der Sache ging hauptsächlich dahin, dass der Steuerpflichtige weder nachgewiesen noch überhaupt geltend gemacht habe, dass die übrigen Gläubiger einen (Teil-) Verzicht ausgesprochen hätten. Das Erlassgesuch scheitere daher an der fehlenden Opfersymmetrie (Art. 222 Abs. 2 Satz 2 des Steuergesetzes [des Kantons Appenzell Ausserrhoden] vom 21. Mai 2000 [StG/AR, bGS 621.11]).