Citation: U 204/04 25.04.2005 E. 2

2.1 Das kantonale Gericht ist in sorgfältiger und einlässlicher Würdigung der (noch vorhandenen) medizinischen Unterlagen zum Schluss gelangt, dass die heutigen Beschwerden des Versicherten nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 11. Juni 1974 stehen. Diesen überzeugenden Erwägungen ist vollumfänglich beizupflichten. Soweit die vom Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen serbischer Ärzte überhaupt auf den Arbeitsunfall von 1974 Bezug nehmen, beschränken sie sich auf die Feststellung, den Beschwerden sei ein Unfall vorausgegangen, oder auf die Bemerkung, die beim Arbeitsunfall erlittenen Verletzungen hätten zur Entwicklung der Krankheit beigetragen. Die am 2. Mai 2003 auf Veranlassung der SUVA im diagnostischen Zentrum HRAM Belgrad durchgeführte Magnetresonanz-Computertomographie-Konsultation wurde am 26. Mai 2003 durch Kreisarzt Dr. med. R.________ ärztlich beurteilt. Der Facharzt führte aus, die Untersuchung der Lumbal-WS habe geringgradige, mehrsegmentale Diskopathiebefunde mit dem entsprechenden dorso-medialen Diskusherniennachweis ergeben. Ausserdem bestünden Spondylarthroseveränderungen in den entsprechenden WK-Abschnitten. Die radiologische Beurteilung ergebe gesamthaft die Befunde einer Polydiskopathie. Ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den aktuell erhobenen Befunden im Bereich der WS und den Verletzungen vom 11. Juni 1974 bestehe nicht. Auch Dr. med. S.________, der am 5. September 2003 gestützt auf die Akten und Röntgenbilder eine ärztliche Beurteilung vornahm, legte dar, dass ein Kausalzusammenhang der geltend gemachten diffusen Beschwerden mit der leichten Commotio vom 11. Juni 1974 sowohl neurologisch als auch orthopädisch unwahrscheinlich sei. An der Wirbelsäule zeigten sich nur altersentsprechende Veränderungen. Ein echtes POS im Sinne eines hirnorganischen Schadens sei unwahrscheinlich; dafür habe es schon im Grundfall keine Anhaltspunkte gegeben. Auch die Visus-Störungen, die Verminderung des Gehörs und die Enuresis nocturna hätten selbstverständlich nichts mit dem Unfall von 1974 zu tun. Da demzufolge - wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat - ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Arbeitsunfall und den aktuellen Beschwerden nicht rechtsgenüglich nachgewiesen ist und der Versicherte die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat, ist eine Leistungspflicht der SUVA zu Recht verneint worden. 2.2 Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen, teilweise bereits im kantonalen Verfahren vorgebrachten Einwendungen ändern an diesem Ergebnis nichts. Für weitere medizinische Abklärungen seitens der SUVA bestand vor der Ausreise des Versicherten Ende 1974 kein Anlass, nahm er doch Mitte November 1974 die Arbeit wieder vollumfänglich auf und ergaben damalige Untersuchungen keine objektivierbaren Befunde. Nach der Untersuchung im diagnostischen Zentrum HRAM Belgrad am 2. Mai 2003 und der schlüssigen Beurteilung des Ergebnisses durch zwei Fachärzte sind von weiteren medizinischen Abklärungen heute keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb zu Recht davon abgesehen wurde.