Citation: 6A.35/2003 16.10.2003 E. 3

3.1 Das verkehrspsychologische Gutachten vom 20. Dezember 2002 kommt zum Schluss, dass die charakterliche Eignung des Beschwerdeführers für das Lenken eines Motorfahrzeugs nicht gegeben ist. Die Gutachter empfehlen die Anordnung einer verkehrspsychologischen Beratung des Beschwerdeführers während eines halben Jahres und die Festsetzung einer Probezeit von derselben Dauer. Gestützt auf dieses Gutachten teilte das Departement des Innern dem Beschwerdeführer am 14. Januar 2003 mit, es werde der Sicherungsentzug des Führerausweises, verbunden mit der gesetzlichen Minimaldauer der Probezeit von einem Jahr ins Auge gefasst. Mit seiner Stellungnahme vom 7. Februar 2003 erklärte der Beschwerdeführer, dass er den Sicherungsentzug unter den konkreten Umständen für unverhältnismässig halte. Am 19. Februar 2003 verfügte das Departement des Innern den Sicherungsentzug des Führerausweises und setzte die Probezeit, gerechnet ab Datum der Verfügung, auf ein Jahr fest. Mit der darauf erhobenen Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragte der Beschwerdeführer, die Probezeit von einem Jahr sei ab dem 23. Oktober 2002, dem Datum der provisorischen Abnahme des Führerausweises durch die Polizei, zu rechnen. 3.2 Das Verwaltungsgericht weist die Beschwerde mit der folgender Begründung ab: Die verfügende Behörde habe ihren Entscheid auf Grund der Prognose zu fällen, welche Zeitspanne nach ihrem Dafürhalten erforderlich erscheine, damit der Betroffene seine Fahreignung wieder gewinnen könne. Sie habe dabei ein erhebliches Ermessen. Zwar gingen die Sachverständigen von einem halben Jahr aus. Berücksichtige man aber auch die verkehrssicherheitsrelevante Biographie des Beschwerdeführers - sieben Administrativmassnahmen seit 1995 -, sei festzustellen, dass das Departement das ihm zustehende Ermessen nicht verletzt habe, als es von einer Probezeit von einem Jahr ausgegangen sei, die knapp vier Monate des provisorischen Entzugs aber nicht berücksichtigt habe. Vor dem Hintergrund der zahlreichen strassenverkehrsrechtlich relevanten Vorfälle, die den automobilistischen Leumund des Beschwerdeführers belasten, liege eine Probezeit von sechzehn Monaten im Bereich des dem Departement zustehenden Ermessens. 3.3 Vor Bundesgericht ist allein die Berechnung des Fristenlaufs für die Probezeit Gegenstand des Verfahrens; der Sicherungsentzug als solcher ist nicht mehr umstritten. Der Beschwerdeführer bringt im Wesentlichen vor, was er bereits im kantonalen Verfahren rügte. Ausserdem dürfe die Vorinstanz ihr Ermessen nicht an die Stelle desjenigen der verfügenden Behörde setzen.