Citation: 2C_113/2023 E. 5.8

5.8. Der Beschwerdeführer hat seine Heimat mit 21 Jahren verlassen. Er hat mithin seine prägenden Jahre dort verbracht und ist dort sozialisiert worden. Er ist mit der Sprache nach wie vor vertraut und sein soziales Umfeld in der Schweiz beschränkt sich auf seinen heimatlichen Kulturkreis, sodass er auch mit Kultur und gesellschaftlichen Gepflogenheiten weiterhin vertraut ist. Bei seiner Einreise in die Schweiz gab er an, seine Eltern, ein Bruder und vier Schwestern würden in Sri Lanka leben. Der Vater ist 2016 gestorben. Anlässlich dessen Beerdigung reiste der Beschwerdeführer das einzige Mal zurück nach Sri Lanka. Wie lange der Aufenthalt dauerte, ist unbekannt. Untergekommen ist er bei mehreren Verwandten und Bekannten. Da nichts Gegenteiliges aktenkundig ist und vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht wird (vgl. Art. 90 AIG), ist entgegen der Vorinstanz davon auszugehen, dass er nach wie vor Verwandte und Bekannte im Heimatland hat. Damit verfügt er über Bezugspersonen, die ihm bei der sozialen und beruflichen Integration behilflich sein können. Zudem ist er in einem reduzierten Pensum arbeitsfähig und wird auf seine Kontakte und Arbeitserfahrung in der heimischen Kirchgemeinde zurückgreifen können. Insgesamt dürfte die Wiedereingliederung im Heimatland für ihn zwar herausfordernd sein, dennoch erweist sie sich als zumutbar.