Citation: 5A_716/2018 E. 4.3

4.3. Zuletzt wirft die Beschwerdeführerin dem Kantonsgericht vor, es habe unterlassen, die in den Akten bereits vorhandenen Belege und Unterlagen in seine Würdigung einzubeziehen. Trotz bestehender Mitwirkungspflicht sei damit der Untersuchungsgrundsatz verletzt. Tatsächlich sei dem Kantonsgericht die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin aus zahlreichen Verfahren bekannt, so auch aufgrund der nach wie vor hängigen Hauptsache. Die KESB habe noch mit Verfügung vom 27. März 2017 [recte: 2018] und damit nur 30 Tage vor Einreichung der Beschwerde sowie - so ist die Beschwerdeführerin zu verstehen - des hier strittigen Gesuchs wegen ihrer Bedürftigkeit auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet. Damit sei die Mittellosigkeit der Beschwerdeführerin auch vorliegend glaubhaft. Für das Rechtsmittelverfahren ist die unentgeltliche Rechtspflege neu zu beantragen (so ausdrücklich Art. 119 Abs. 5 ZPO; vgl. auch BGE 128 I 225 E. 2.4.2), was die Beschwerdeführerin denn auch getan hat. Damit wird für dieses Verfahren ein neues Gesuch und ein neuer Entscheid über die unentgeltliche Rechtspflege nötig (Urteil 4A_540/2017 vom 1. März 2018 E. 4.2). Für das neu einzureichende Gesuch bestehen grundsätzlich dieselben formellen Anforderungen wie für das Gesuch vor der ersten Instanz, also insbesondere auch bezüglich der Mitwirkungspflicht bei der Abklärung der Mittellosigkeit (Urteil 5A_267/2013 vom 10. Juni 2013 E. 4.4). Die Beschwerdeführerin geht damit fehl, wenn sie sich mit Blick auf "die Akten" bzw. verschiedener nicht näher bezeichneter Verfahren von ihrer Mitwirkungspflicht entbunden sieht. Grundsätzlich prüfenswert ist demgegenüber das Vorbringen, die Erstinstanz habe nur einen Monat vor Einreichung des hier strittigen Gesuchs auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet (vgl. dazu Urteil 5A_267/2013 vom 10. Juni 2013 E. 6.2). Wie es sich hiermit verhält, braucht allerdings nicht geklärt zu werden: Auch in diesem Fall ist ein pauschaler Hinweis auf die Vorakten jedenfalls ungenügend (vgl. ALFRED BÜHLER, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. I, 2012, N. 137 zu Art. 119 ZPO) und ist die Beschwerdeführerin im bundesgerichtlichen Verfahren dazu verpflichtet, klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, inwieweit die Vorinstanz die Verfassung verletzt haben soll (vgl. vorne E. 3.1 und die dortigen Hinweise). Dieser Pflicht kommt sie mit dem unspezifischen Vorbringen, das Kantonsgericht hätte gestützt auf die "aktenkundigen Angaben und Belege" bzw. "die Akten" zu einem anderen Ergebnis gelangen müssen, nicht nach. Das Vorgehen des Kantonsgerichts ist damit auch insoweit nicht zu beanstanden.