Citation: 6P.113/2005 25.03.2006 E. 2

Der Beschwerdeführer macht geltend, sowohl er selbst als auch weitere Beschuldigte beziehungsweise Appellanten hätten vor dem Obergericht die Kassation des Urteils des Kreisgerichts beantragt. Das Obergericht habe sich in der Begründung seines Urteils zwar eingehend mit den geltend gemachten Kassationsgründen, unter anderem mit der Frage der Befangenheit eines Kreisrichters, befasst, doch enthalte das Urteilsdispositiv nichts bezüglich der Kassationsanträge. Der Beschwerdeführer sieht darin eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV durch Rechtsverweigerung beziehungsweise Rechtsverzögerung (Beschwerde S. 13). Die Rüge ist offensichtlich unbegründet. Massgebend ist, dass sich das Obergericht (unstreitig) mit sämtlichen vom Beschwerdeführer und von weiteren Beschuldigten geltend gemachten Kassationsgründen befasst und die diesbezüglichen Vorbringen unter anderem des Beschwerdeführers als unbegründet erachtet hat (angefochtenes Urteil S. 36-60). Dass dies nicht auch im Dispositiv des angefochtenen Entscheids zum Ausdruck gebracht wird, stellt entgegen der nicht näher begründeten Auffassung des Beschwerdeführers keine Rechtsverweigerung beziehungsweise Rechtsverzögerung dar. Dass und inwiefern allenfalls Vorschriften des kantonalen Prozessrechts willkürlich angewendet worden seien, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Die Beschwerde ist daher auch in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.