Citation: 1C_231/2020 E. 2.6

2.6. § 106 Abs. 2 PBG erlaubt die Verknüpfung von Baubewilligungen mit Auflagen, und nach § 78 PBG darf unter anderem das Ortsbild durch Bauten nicht beeinträchtigt werden und haben sich diese störungsfrei in ihre Umgebung einzuordnen. Das Verwaltungsgericht konnte diese kantonalen Bestimmungen willkürfrei als ausreichende gesetzliche Grundlage für die hier einschlägigen Bestimmungen des kommunalen Baureglements beurteilen. Es ist zudem nicht willkürlich, für das Verbot von Rollläden in Verbindung mit Attrappenfensterläden und den Zwang zu funktionsfähigen Fensterläden mit einer Farbvorgabe grundsätzlich eine Grundlage im kommunalen Baureglement zu erkennen. Dieses verlangt für die fragliche Dorfzone D2 ausdrücklich eine Einordnung neuer Bauten in das bestehende Dorfbild und nennt dazu namentlich die Farbgebung sowie nach Möglichkeit das Erfordernis der Ausstattung mit Fensterläden. Die Beschwerdeführerin ist zwar der Ansicht, das Baureglement sehe die Anbringung von Fensterläden gerade nicht zwingend vor. Es ist aber nicht unhaltbar, sondern im Gegenteil eine logische Folge der gesetzlichen Formulierung "nach Möglichkeit", die Bestimmung so auszulegen, dass der Verzicht auf Fensterläden die Ausnahme zu bleiben hat und besonderer Rechtfertigung bedarf. Der damit übereinstimmende angefochtene Entscheid verfügt daher über eine genügende gesetzliche Grundlage.