Citation: 6B_642/2015 E. 2.1.2

2.1.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, gestützt auf Art. 428 Abs. 1 StPO dürften ihm, wenn überhaupt, höchstens 50 % der Gerichtskosten auferlegt werden. Im Zivilpunkt habe er vollumfänglich obsiegt. Dieser Punkt sei für ihn genauso wichtig wie die Frage der Verurteilung des Beschwerdegegners. Die Rüge ist unbegründet. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). Wenn eine Partei in einem Punkt obsiegt, im andern unterliegt, so ist für die Bemessung des auf sie entfallenden Kostenanteils von entscheidender Bedeutung, welchen Arbeitsaufwand die Beurteilung der einzelnen Punkte notwendig machte. Die Beurteilung des Schuldpunktes erforderte offensichtlich einen deutlich grösseren Aufwand als die Behandlung des Zivilpunktes. Dass dieser für den Beschwerdeführer angeblich ebenso wichtig ist, ist unerheblich. Zudem hat der Beschwerdeführer im Zivilpunkt entgegen seiner Behauptung nicht vollumfänglich obsiegt. Seine Berufung wurde in diesem Punkt lediglich teilweise gutgeheissen. Die Vorinstanz hat die Zivilforderung des Beschwerdeführers entgegen dessen Berufungsantrag nicht gutgeheissen, sondern die Sache an die erste Instanz zurückgewiesen, damit diese umgehend über die Forderung entscheide. Damit ist im Zeitpunkt der Ausfällung des angefochtenen Urteils unter anderem offen, ob dem Beschwerdeführer überhaupt eine Genugtuung zugesprochen wird und ob diese gegebenenfalls entsprechend dem Begehren des Beschwerdeführers Fr. 5'000.-- beträgt.