Citation: 5A_739/2022 E. 8.3.2

8.3.2. In der Sache - d.h. ausserhalb des unbegründeten Vorwurfs, keine prozesskonformen Rügen vorgetragen zu haben - beschränkt sich der Beschwerdeführer darauf, darzulegen, weshalb die Voraussetzungen für die Ausdehnung der Schiedsklausel aufgrund der Rechtsscheinshaftung erfüllt seien. Er geht nicht auf die Erwägungen des Obergerichts ein, sondern stellt diesen in rein appellatorischer Art und Weise seine eigene Sicht der Dinge gegenüber. So führt er beispielsweise in Bezug auf die Zurechnung des Rechtsscheins lapidar aus, diese sei festgestellt worden (von wem? wann?), zumal das Schiedsgericht ausgeführt habe, dass "diese" (wohl die verschiedenen Gesellschaften) "nach aussen einheitlich" auftraten. Dies genügt den strengen Begründungsanforderungen (s. E.) nicht. Lediglich der guten Ordnung halber sei Folgendes ergänzt: Soweit sich der Beschwerdeführer auf Art. 3 Abs. 1 ZGB (Gutglaubensschutz) bezieht und die darin statuierte Vermutung für sich in Anspruch nimmt, verkennt er offensichtlich die rechtliche Ausgangslage, denn die Rechtsscheinhaftung erfordert - entgegen den in diesem Punkt zu Missverständnissen Anlass gebenden Formulierungen des Regional- und des Obergerichts - nicht blosse Gutgläubigkeit, sondern ein schutzwürdiges Vertrauen, dessen Schutz aus Art. 2 Abs. 2 ZGB (bzw. Art. 5 Abs. 3 BV) abgeleitet wird (vgl. BGE 149 III 12 E. 3.2). Damit zielt die Rüge der Willkür in der Anwendung von Art. 3 Abs. 1 ZGB ins Leere.