Citation: 6B_780/2024 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz verurteilt den Beschwerdeführer im Sinne von § 40 Abs. 1 AnwG/ZH. Danach macht sich strafbar, wer im Bereich des Anwaltsmonopols tätig ist, ohne dazu berechtigt zu sein. Sie erwägt hierzu, Art. 127 Abs. 5 StPO behalte die Verteidigung (der beschuldigten Person) im Strafprozess ausschliesslich Anwältinnen und Anwälten vor, unabhängig davon, ob die Verteidigung berufsmässig erfolge oder nicht. Die Berufsmässigkeit sei im Strafprozess bloss bei der Vertretung der Privatklägerschaft von Relevanz. Zu prüfen sei nicht, ob der Beschwerdeführer berufsmässig tätig geworden sei, sondern einzig, ob er als Verteidiger von B.________ aufgetreten sei. Dies sei zu bejahen. Der Beschwerdeführer habe namens und mit Vollmacht von B.________ eine Beschwerde an das Obergericht gegen eine Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts verfasst. Damit habe er eine klassische Aufgabe der Verteidigung wahrgenommen, wozu er mangels Eintrag in einem kantonalen Anwaltsregister nicht berechtigt gewesen sei. Er habe sich bewusst über die geltenden Vorschriften hinweggesetzt, die ihm aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Rechtsanwalt bestens bekannt gewesen seien (vgl. angefochtenes Urteil E. II.A.3 f. S. 6 f.; E. III.2 S. 10).