Citation: 6B_1097/2017 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Nach der Anklageschrift sei er mit seinem Personenwagen auf den Privatkläger zugefahren, so dass dieser nur mit einem Sprung auf die Motorhaube des fahrenden Fahrzeugs ein Anfahren habe verhindern können. Weil er weiter beschleunigt habe, sei der Privatkläger auf das Dach des Personenwagens geraten und hernach heruntergefallen. Die Vorinstanz stelle fest, es könne nicht rechtsgenüglich erstellt werden, dass er den Privatkläger angefahren bzw. diesen "aufgeladen" habe und auch nicht, ob der Privatkläger durch die Beschleunigung bzw. durch das Anfahren auf das Dach geschleudert worden sei. Die Vorinstanz werfe ihm vor, die Bremse gelöst, den Personenwagen anfahren gelassen zu haben und langsam mit einer Geschwindigkeit von maximal 9-10 km/h gefahren zu sein, als sich der Privatkläger auf dem Dach befunden habe, weswegen dieser über das Dach gerutscht und hinter dem Personenwagen wieder auf die Fahrbahn gefallen sei. Dergestalt sei der äussere Sachverhalt nicht von der Anklage gedeckt und er sei für einen nicht angeklagten Sachverhalt verurteilt worden. Den Inhalt der Anklageschrift umschreibt Art. 325 StPO. Gemäss Abs. 1 lit. f StPO ist möglichst kurz, aber genau die der beschuldigten Person vorgeworfene Tat zu bezeichnen. Sie muss aus der Anklage ersehen können, wessen sie angeklagt ist; sie darf nicht Gefahr laufen, erst an der Gerichtsverhandlung mit neuen Anschuldigungen konfrontiert zu werden (BGE 143 IV 63 E. 2.2 S. 65). Der Anklagevorwurf besteht in der Umschreibung eines realen Lebenssachverhalts (BGE 140 IV 188 E. 1.6 S. 191). Die Anklageschrift genügt offenkundig dem Anklagegrundsatz (Art. 9 StPO).