Citation: 4A_583/2017 E. 3.5

3.5. In Ziffer 10 ihrer Rechtsbegehren verlangt die Beschwerdegegnerin die Feststellung, dass "dem Schiedsbeklagten gegen die Schiedsklägerin aus dem mit dem Mandatsvertrag vom 2. Juli 1997 begründeten Vertragsverhältnis bzw. aus Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Abwicklung der Vertragsbeendigung keine Ansprüche zustehen". Die Schiedsvertragsparteien haben die Schiedsvereinbarung zwar in dem Sinne eng formuliert, als sie ausdrücklich nur "Streitigkeiten, die sich aus diesem Vertrag ergeben sollten" dem Schiedsgericht unterbreiten. Die Schiedsvereinbarung ist indes nach Treu und Glauben so zu verstehen, dass davon auch Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Zustandekommen des Mandatsvertrags vom 2. Juli 1997 und insbesondere auch Streitigkeiten über dessen Beendigung bzw. über Ansprüche im Zusammenhang mit der Abwicklung dessen Beendigung erfasst werden. Soweit der Beschwerdeführer Forderungen im Zusammenhang mit der Abwicklung der Vertragsbeendigung stellt, hat das Schiedsgericht seine Zuständigkeit im Ergebnis zu Recht bejaht.