Citation: 2C_30/2022 E. 4.6.2

4.6.2. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, er lebe seit beinahe zwei Jahrzehnten in der Schweiz, hat die Vorinstanz diesem Umstand Rechnung getragen. Dass seine Tochter in U.________ lebt, begründet kein Interesse des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz. Wie der Beschwerdeführer selbst vorbringt, ist sein soziales Netz in der Schweiz nicht sehr eng. Dass es ihm aufgrund seiner psychischen Probleme schwer falle, soziale Kontakte zu knüpfen, ändert daran nichts. Sein Vorbringen, das private Interesse würde sich durch die unbestrittenen gesundheitlichen Einschränkungen deutlich verstärken, begründet der Beschwerdeführer nicht hinreichend. Dass bei einer Wegweisung eine Dekompensation zu befürchten wäre, ergibt sich nicht aus den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen. Im Übrigen sind die schweizerischen Behörden gehalten, im Rahmen der konkreten Rückkehrmassnahmen alles ihnen Zumutbare vorzukehren, um medizinisch bzw. betreuungsrechtlich sicherzustellen, dass das Leben und die Gesundheit des Beschwerdeführers nicht beeinträchtigt wird; sie sind indessen nicht verpflichtet, im Hinblick auf eine psychisch kritische Situation in Abweichung von den gesetzlichen Vorgaben dem Ansinnen auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu entsprechen (BGE 139 II 393 E. 5.2.2; Urteil 2C_348/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 7.4.3). Das Vorbringen, in Algerien verfüge er weder über familiäre noch über soziale Kontakte, stösst ins Leere, nachdem die Vorinstanz diese Frage offengelassen hat. Die Rüge, die Vorinstanz habe die privaten Interessen des Beschwerdeführers zu wenig gewichtet, ist daher unbegründet.