Citation: 8C_1021/2009 03.11.2010 E. 7

7.1 Unabhängig von der unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (vgl. E. 6 hievor), haben Verwaltung und Vorinstanz zu Unrecht den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den über den folgenlosen Fallabschluss per 31. Januar 2008 hinaus geklagten Rückenbeschwerden gestützt auf die Aktenbeurteilung der SUVA-Ärztin Dr. med. G.________, FMH für Innere Medizin, vom 23. Juli 2007 verneint. Laut Gutachten des Instituts Y.________ sind aus neurologischer Sicht jedenfalls die Rückenschmerzen sowie das Bewegungsdefizit des rechten Fusses mindestens teilursächlich auf die beim Unfall vom 25. Februar 2004 zugezogenen Verletzungen zurückzuführen. Die Vorinstanz hat demgegenüber auf die Aktenbeurteilung der Dr. med. G.________ abgestellt. Die SUVA-Ärztin verneinte bezüglich der Rückenbeschwerden jeglichen Zusammenhang mit dem Unfall und setzte sich damit - ohne über die fachärztlichen Kompetenzen des begutachtenden Neurologen Dr. med. H.________ zu verfügen und ohne nachvollziehbare Begründung - über die Erkenntnisse gemäss Gutachten des Instituts Y.________ hinweg. Soweit Dr. med. G.________ in ihrer Aktenbeurteilung vom 23. Juli 2007 wiederholt zum Ausdruck brachte, die lumbalen Rückenschmerzen seien nicht unmittelbar nach dem Unfall, sondern "erst im Verlauf" aufgetreten, widerspricht diese Aussage den klaren Tatsachen. Bereits anlässlich der radiologischen Erstuntersuchung am Unfalltag wies Dr. med. T.________ ausdrücklich auf den dringenden Verdacht einer Fraktur der Massa lateralis des Os sacrum (Kreuzbein) links hin. Diese Untersuchung wäre nicht durchgeführt und die entsprechende Verdachtsdiagnose nicht erhoben worden, wenn die Versicherte nicht unmittelbar seit dem Unfall an korrelierenden lumbalen Rückenschmerzen gelitten hätte. Diese Tatsache ergibt sich auch aus der Beschreibung des Unfallmechanismus der Beschwerdeführerin anlässlich der polizeilichen Befragung vom 18. März 2004, wonach infolge der grossen kollisionsbedingten Krafteinwirkung mit erheblicher Deformation der Fahrgastzelle "beide Beine [gestaucht wurden] bis hoch zur Hüfte." Obwohl der seit 14. Oktober 2004 behandelnde Rheumatologe Dr. med. S.________ bereits am 25. Februar 2005 darauf hinwies, dass die am 21. Oktober 2004 bei LWK5/S1 bildgebend dargestellte Osteochondrose mit ausgeprägter Höhenreduktion und schmaler circumferenter Protrusion des Discus intervertebralis "sicher vorbestehend" und damit unfallfremd sei, steht aktenkundig fest, dass die Versicherte diesbezüglich bis zur unfallbedingten Traumatisierung symptomfrei war. 7.2 Stehen die geklagten lumbalen Rückenschmerzen nach Aktenlage und insbesondere gestützt auf das Gutachten des Instituts Y.________ mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall, bleibt die Beschwerdegegnerin hiefür bis zum Nachweis des Erreichens des Status quo sine vel ante leistungspflichtig (Urteil U 484/06 vom 15. Mai 2008 E. 2.3 mit Hinweisen). "Im cranialen Randbereich der linken Massa lateralis sacralis weisen sowohl die Corticalis als auch die subcorticale Spongiosa diskrete Irregularitäten, Inhomogenitäten und Unschärfen auf", welche laut radiologischem Untersuchungsbericht vom 25. Oktober 2004 weder sicher "einem Status nach Fraktur vor acht Monaten" zugeordnet noch als überwiegend wahrscheinlich unfallfremd bezeichnet werden konnten, welche jedoch gemäss Gutachten des Instituts Y.________ eine plausible Teilursache für die seit dem Unfall geklagten unteren Rückenbeschwerden darstellen. Der noch am Unfalltag bildgebend erhobene Befund des dringenden Verdachtes auf eine Fraktur der Massa lateralis des Os sacrum links und die Beurteilung des Gutachtens des Instituts Y.________ lassen somit - entgegen der Vorinstanz - über eine ausschliesslich vorübergehende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes (Osteochondrose) hinaus (vgl. SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1, 8C_677/2007 E. 2.3.2 mit Hinweisen) mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf eine weitergehende, zumindest teilursächlich unfallbedingte strukturelle Läsion im Bereich der Massa lateralis des Os sacrum links schliessen. Die damit zusammenhängenden Einschränkungen der Gesundheit stellen folglich natürlich kausale Unfallrestbeschwerden dar, für welche die CSS grundsätzlich leistungspflichtig ist.