Citation: 1C_505/2020 E. 7.4

7.4. Zur Verjährungseinrede führte das Verwaltungsgericht aus, die Praxis, die Verjährung öffentlich-rechtlicher Forderungen nicht von Amtes wegen zu prüfen, wenn der Staat Schuldner sei, diene dem Schutz der Privaten. Hier liege allerdings kein Fall vor, in dem der Staat und eine Privatperson sich in einem Zweiparteienverfahren gegenüberstünden. Die Rückforderung werde im Rahmen der Überarbeitung des Quartierplans als Begehren nach § 155 PBG eingebracht. Im Quartierplanverfahren habe der Gemeindevorstand die Interessen aller Eigentümer und Eigentümerinnen gleich zu berücksichtigen und mit den öffentlichen Interessen in Einklang zu bringen. Daraus könne zwar nicht ohne Weiteres geschlossen werden, dass der Gemeindevorstand die Verjährungseinrede erheben müsse. Dagegen sei die Verjährungseinrede des Beschwerdegegners zu beachten: Als Quartierplangenosse sei er unmittelbar von den Festsetzungen des Quartierplans betroffen und daher zu allen Einreden befugt, die ihm einen Nutzen brächten. Diese Erwägungen sind unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden; hierfür kann auf das oben (E. 5) zur Anerkennung Gesagte verwiesen werden.