Citation: 8C_113/2023 E. 3.2.2

3.2.2. Der Beschwerdeführer wirft Vorinstanz und Verwaltung vor, nicht geprüft zu haben, ob er ohne die behinderunsgerechte Erschliessung des Wohnhauses der Eltern sein Grundrecht auf Familie und Achtung des Familienlebens (Art. 14 BV und Art. 8 EMRK) noch in zumutbarer Weise ausüben könne. Unter anderem macht er im Wesentlichen geltend, der Aufenthalt im Haus seiner Eltern sei ohne das beantragte Hilfsmittel nicht mehr möglich. So könne er die Toilette im Erdgeschoss nicht benützen, weil sie nicht rollstuhlgängig sei und wegen der engen Platzverhältnisse auch nicht umgebaut werden könne, wobei ein Umbau deutlich teurer käme als die beantragte Liftanpassung. Besuche tagsüber bei den Eltern wären demnach ohne behinderungsgerechten Zugang zum Obergeschoss auf eine minimale Zeit beschränkt; verunmöglicht wäre hingegen das Übernachten, da es im Erdgeschoss nur Küche und Wohn-/Esszimmer gebe. Die Vorinstanz habe übersehen, dass er seinen Lebensmittelpunkt weiterhin bei den Eltern habe, weil er sich dort am besten erholen könne und den Kontakt mit den anderen Angehörigen zu Hause pflege. Die Kosten-Nutzen-Abwägung habe in seinem Fall besonderes Gewicht. So habe er nach seinem Umzug ins Heim nicht nur einen neuen Wartungsvertrag für den zu Hause installierten Treppenlift erhalten. Die Kosten für die Modernisierung dieser Anlage (Fr. 7'600.-) bewegten sich zudem etwa im gleichen Rahmen wie die 2019 (lange nach dem Umzug ins Heim) von der IV-Stelle erteilte Kostengutsprache für eine neue WC-Dusch- und Trockenanlage; ohne Treppenlift könne er das speziell erschlossene Obergeschoss des Elternhauses nicht mehr erreichen.