Citation: 6B_1025/2019 E. 2.6

2.6. Die Rügen der Beschwerdeführerin zielen zunächst darauf ab, aufzuzeigen, dass die Vorinstanz eine Garantenpflicht zu Unrecht verneint hat (Beschwerde Ziff. 9, 10 und 11). Die Vorinstanz verneint zwar explizit eine Garantenstellung. Inhaltlich betreffen ihre Erwägungen jedoch die übrigen Voraussetzungen des fahrlässigen Unterlassungsdelikts. So führt sie insbesondere aus, dass sich die Situation im Rahmen des erlaubten Risikos bewegt habe und eine permanente Überwachung der Abfalleimer nicht zumutbar gewesen wäre. Mit diesen Erwägungen setzt sich die Beschwerdeführerin, soweit sie ihnen nicht ohnehin ausdrücklich zustimmt (Beschwerde Ziff. 9), nicht auseinander. Eine gezielte Auseinandersetzung mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen wäre jedoch für eine erfolgreiche Anfechtung des vorinstanzlichen Beschlusses erforderlich gewesen (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 f.; 140 III 115 E. 2 S. 116). Weiter führt die Vorinstanz aus, nebst einem Nichtleeren des Abfalleimers kämen auch andere Ursachen für das Herumliegen der PET-Flasche in Frage. Mit anderen Worten lasse sich nicht mit Sicherheit erstellen, dass die herumliegende PET-Flasche aus dem Abfalleimer der B.________-Filiale stammte, wie von der Beschwerdeführerin behauptet, und der Unfall durch regelmässiges Leeren der Abfalleimer hätte verhindert werden können. Auch diesbezüglich zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf, inwiefern die vorinstanzlichen Erwägungen bundesrechtswidrig sein sollten. Insbesondere hätte sie angesichts der vorinstanzlichen Ausführungen ihre Kritik nicht auf das Argument beschränken dürfen, es hätte abgeklärt werden müssen, ob Mitarbeitende der B.________-Filiale ihre Sorgfaltspflicht oder interne Weisungen missachtet hätten. Vielmehr hätte die Beschwerdeführerin darlegen müssen, weshalb einzig die von ihr behauptete unterlassene Handlung (regelmässige Leerung der Abfalleimer) als Unfallursache in Frage komme. Ebenfalls nicht stichhaltig ist der Einwand der Beschwerdeführerin bezüglich der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Nachdem die Vorinstanz bereits mehrere Voraussetzungen des fahrlässigen Unterlassungsdelikts als nicht gegeben erachtete, waren weitere Abklärungen hinsichtlich einer angeblichen Sorgfaltspflichtverletzung und dem Bestehen interner Weisungen auch unter dem Gesichtspunkt der Untersuchungsmaxime nicht erforderlich. Alles in allem begründet die Vorinstanz in nachvollziehbarer Weise, weshalb eine Verurteilung wegen eines fahrlässigen Unterlassungsdelikts vorliegend nicht als wahrscheinlich erscheint. Die kantonalen Instanzen haben mit der Verfahrenseinstellung das ihr in diesem Bereich zustehende Ermessen (vgl. Urteil 6B_553/2019 vom 6. November 2019 E. 3.1) nicht verletzt.