Citation: 8C_8/2014 E. 4.2.1

4.2.1. Die Beschwerdeführerin erachtet den Bericht der Ärzte der Klinik P.________ vom 12. Mai 2011, in welchem sie die Versicherte in einer leichten körperlich wechselbelastenden Tätigkeit als uneingeschränkt arbeitsfähig erachten, als nicht beweiswirksam, weil darin "iv-spezifische" Gesichtspunkte nicht berücksichtigt seien. Worin diese bestehen sollten, wird nicht näher ausgeführt. Insbesondere kann der Umstand, dass die Hausärztin der Beschwerdeführerin und nicht die IV-Stelle den Auftrag zur gutachterlichen Beurteilung erteilt hat, nicht dazu führen, dass dieser nicht berücksichtigt werden darf. Es gilt das Prinzip der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352). Entscheidwesentlich ist, dass die Diagnosen und die klinischen Befunde, die Prof. Dr. med. S.________ und Dr. med. V.________ im genannten Bericht anführen, in keinem Widerspruch zu den Feststellungen anderer Ärzte stehen. Der Umstand, dass in anderen medizinischen Berichten darauf verzichtet wurde, zur zumutbaren Arbeitsfähigkeit ausdrücklich Stellung zu nehmen (Ärzte am Wirbelsäulenzentrum der Klinik Y.________ im Bericht vom 13. August 2010; Dr. med. Z.________ im Bericht vom 30. August 2010), stellt keinen Widerspruch zur Einschätzung der Ärzte der Klinik P.________ dar. So empfehlen die Ärzte der Klinik Y.________ ausdrücklich einen Beruf mit Wechselbelastungen (sitzend, gehend, stehend) und den Verzicht auf das Heben von schweren Lasten.