Citation: 1B_352/2010 13.01.2011 E. 1

Nach der Entlassung des Beschwerdeführers aus der Untersuchungshaft im Kanton Thurgau hat er kein aktuelles praktisches Interesse mehr an der Behandlung der Beschwerde in Strafsachen. Zwar wurde er im unmittelbaren Anschluss an diese Entlassung den Behörden des Kantons St. Gallen zugeführt. Dort setzte ihn der Haftrichter des Kreisgerichts Rheintal mit Entscheid vom 13. November 2010 erneut in Untersuchungshaft. Im Kanton St. Gallen geht es jedoch um ein anderes Verfahren wegen eines anderen Tatvorwurfs (mehrfache Vergewaltigung, mehrfache sexuelle Nötigung, Freiheitsberaubung und Entführung). Dies hat mit dem im Kanton Thurgau geführten Verfahren nichts zu tun. Die Behandlung der Beschwerde in Strafsachen wäre für den Beschwerdeführer daher von keinem Nutzen, da sich auch bei ihrer Gutheissung nichts an der vom Haftrichter des Kreisgerichts Rheintal angeordneten Untersuchungshaft ändern würde. Der Beschwerdeführer erachtet denn auch selber die Beschwerde in Strafsachen als gegenstandslos und die Vorinstanz ist mit der Abschreibung des bundesgerichtlichen Verfahrens ebenfalls einverstanden. Besondere Umstände, die es im Lichte der Rechtsprechung (BGE 136 I 274 E. 1.3) nahelegen könnten, die Beschwerde trotz Wegfalls des aktuellen praktischen Interesses zu behandeln, sind nicht ersichtlich und macht der Beschwerdeführer auch nicht geltend. Die Beschwerde wird deshalb - mit einzelrichterlichem Entscheid (Art. 32 Abs. 2 BGG) - als gegenstandslos am Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.