Citation: 8C_256/2017 E. 4.3

4.3. Aufgabe der Verwaltung und des darauf angerufenen kantonalen Gerichts war es, die Ausführungen des Dr. med. B.________ pflichtgemäss einer rechtskonformen Würdigung zu unterziehen. Die Vorinstanz hat sich mit seiner Expertise vom 1. Mai 2015 denn auch intensiv auseinandergesetzt, hat diese mit Angaben früher mit der Sache befasster Fachärzte - namentlich des Psychiaters Dr. med. C.________ von der MEDAS - vergleichen können und ist zu nachvollziehbaren, auch das Bundesgericht überzeugenden Ergebnissen gelangt, welche es im angefochtenen Entscheid vom 15. Februar 2017 mit einleuchtender Begründung aufgezeigt hat. Im letztinstanzlichen Beschwerdeverfahren ist das Bundesgericht aufgrund der ihm im Invalidenversicherungsbereich gesetzlich zugestandenen Überprüfungsbefugnis (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) an die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung gebunden (E. 1 hiervor). Dazu zählt nach der Rechtsprechung auch die Würdigung medizinischer Unterlagen (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.; in BGE 135 V 254 nicht publizierte E. 4.1 des Urteils 9C_204/2009 vom 6. Juli 2009, veröffentlicht in SVR 2009 IV Nr. 53 S. 164; Urteil 9C_481/2015 vom 16. Februar 2016 E. 1). Wie etwa die Wertung von Indizien und fallbezogene Wahrscheinlichkeitsüberlegungen betrifft diese Tatfragen, welche das Bundesgericht lediglich auf offensichtliche Unrichtigkeit und allenfalls auf Rechtsfehlerhaftigkeit hin zu überprüfen befugt ist (Art. 105 Abs. 2 BGG). Für eine erfolgreiche Anfechtung genügt es nicht, der vorinstanzlichen Ansicht die eigene, als richtig befundene Betrachtungsweise gegenüberzustellen und vom Bundesgericht zu erwarten, dass es sich für die eine oder die andere Interpretation ärztlicher Dokumente entscheidet. Auch die einfache Infragestellung ärztlicherseits gewonnener Erkenntnisse oder die blosse Äusserung von Zweifeln an der Richtigkeit vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellungen vermögen an der Verbindlichkeitswirkung gemäss Art. 105 Abs. 1 BGG nichts zu ändern (Urteil 8C_76/2017 vom 27. März 2017 E. 1; vgl. auch die Hinweise in Urteil 8C_431/2012 vom 12. Dezember 2012 E. 1.2). Vom Bundesgericht kann keine neue umfassende und freie Prüfung der zusammengetragenen medizinischen Dokumentation verlangt werden, hat es doch einzig aufgrund der erhobenen Rügen zu prüfen, ob vorinstanzliche Feststellungen sachverhaltlicher Art offensichtlich unrichtig oder allenfalls gar bundesrechtswidrig sind. Aus diesem Grund kann der umfangreichen Kritik der Beschwerdeführerin am Gutachten des Dr. med. B.________ und ihren zahlreichen dagegen gerichteten - teils schwer verständlich formulierten - Einwendungen kein Erfolg beschieden sein.