Citation: 4P.1/2003 19.05.2003 E. 3

Die Beschwerdeführer berufen sich auf Art. 9 BV und rügen eine Verletzung des Willkürverbots. 3.1 Willkürlich ist ein Entscheid nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht schon dann, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid nur auf, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt, oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dabei ist Willkür nur zu bejahen, wenn nicht bloss die Begründung des Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 128 II 259 E. 5 S. 280 f. mit Hinweis). Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und soweit möglich belegte Rügen; unzulässig ist insbesondere appellatorische Kritik (BGE 127 III 279 E. 1c; 110 Ia 1 E. 2a, je mit Hinweisen). 3.2 Betreffend den "Nachtragsofferten Nr. 3 + 4" rügen die Beschwerdeführer in tatsächlicher Hinsicht, das Obergericht habe willkürlich angenommen, sie hätten nicht reklamiert. Sie bestreiten jedoch nicht, dass sie tatsächlich die entsprechenden Nachtragsofferten nicht als solche beanstandet haben. Sie behaupten nur, sie hätten andernorts Zweifel geäussert und ein Widerspruch sei ihnen nicht möglich bzw. nicht zumutbar gewesen. Die tatsächliche Feststellung des Obergerichts, wonach die Beschwerdeführer nicht reklamiert bzw. die Richtigkeit der Nachtragsofferten nicht beanstandet haben, ist zutreffend bzw. mindestens nicht willkürlich. 3.3 Die Beschwerdeführer halten sodann dafür, das Obergericht sei in Willkür verfallen, indem es in Bezug auf die bereits im ursprünglichen Werkvertrag enthaltenen, zusätzlich als Regiearbeiten in Rechnung gestellten Leistungen auf widersprüchliche Aussagen des Gerichtsexperten und damit auf eine nicht schlüssige Expertise abgestellt habe. Die Beschwerdeführer verkennen mit dieser Rüge die Tragweite des Willkürverbots. Das Obergericht hat im angefochtenen Urteil die Bandbreite der Schätzung des Gerichtsexperten als plausibel erachtet und den entsprechenden Abzug am unteren Ende der als vertretbar erachteten Schätzungsbreite festgesetzt. Eine widersprüchliche Aussage liegt zum Vornherein nicht darin, dass der Experte der Schätzungsungenauigkeit durch eine Bandbreite vertretbarer Abzüge Rechnung trug. Inwiefern willkürlich sein sollte, angesichts der im angefochtenen Urteil festgestellten Unsicherheiten die bereits in den werkvertraglichen Leistungen enthaltenen und insofern doppelt in Rechnung gestellten Regiearbeiten durch Schätzung zu ermitteln, ist der Rechtsschrift der Beschwerdeführer nicht zu entnehmen. Verweise auf kantonale Akten sind im vorliegenden Verfahren unzulässig, und dass die vom Privatexperten durchgeführte Triage vom Obergericht nicht als verlässlich erachtet wurde, vermag die Willkürrüge nicht zu begründen. Dass schliesslich das Obergericht die Kürzung der Regierechnungen am untersten Betrag des Schätzungsrahmens vornahm, und damit auf die schriftliche Stellungnahme des Gutachtens abstellte, ist vertretbar und entgegen der Rüge der Beschwerdeführer nicht als einseitige Beweiswürdigung zu qualifizieren.