Citation: 1B_427/2021 E. 6.6.2

6.6.2. Gleich verhält es sich mit der geltend gemachten Anwaltskorrespondenz. Auch hier beschränken sich die Angaben des Beschwerdeführers primär auf die Nennung der Namen seines vormaligen Verteidigers sowie seiner aktuellen Verteidigerin. Konkrete Angaben zum Speicherort, zur Art der Unterlagen sowie zum Durchsuchungszeitraum fehlen. Unterlagen aus dem Verkehr der beschuldigten Person mit ihrer Verteidigung sind zwar geheimnisgeschützt und dürfen nicht durchsucht werden (vgl. Art. 264 Abs. 1 lit. a und c i.V.m. Abs. 3 StPO). Dies entbindet den bereits im vorinstanzlichen Verfahren anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer jedoch nicht davon, kurze Angaben zu machen, in welchen Applikationen der umfangreichen Datenspeicher sich geschützte Anwaltskorrespondenz befindet (vgl. vorne E. 6.2; Urteil 1B_243/2020 vom 26. Februar 2021 E. 3.2). Sollte der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer nicht mehr gewusst haben, wo sich die entsprechende Anwaltskorrespondenz befindet, hätte er bei der Vorinstanz sodann zumindest einen Antrag auf Einsicht in die sichergestellten Datenträger stellen können, um seiner Substanziierungspflicht in der Folge nachzukommen (vgl. Urteil 1B_78/2021 vom 11. November 2021 E. 3.3). Hinsichtlich seiner aktuellen Verteidigerin ist ein Mandatsverhältnis überdies erst ab dem Zeitpunkt der Hausdurchsuchung vom 19. Mai 2021 ausgewiesen. Die Vorinstanz durfte deshalb davon ausgehen, dass ohne zusätzliche Plausibilisierung eines vorbestehenden Klientenverhältnisses ein entsprechendes Entsiegelungshindernis nicht glaubhaft dargetan ist. Die Beschwerde erweist sich damit auch in diesem Punkt als unbegründet.