Citation: 5D_141/2023 E. 1

Dem Beschwerdeführer wurden im Eheschutzverfahren sowie im diesbezüglichen Abänderungsverfahren Prozesskosten von Fr. 3'285.20 bzw. von Fr. 3'275.60 auferlegt, diese jedoch zufolge der in beiden Verfahren gewährten unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Am 7. März 2023 beantragte die Inkassostelle des Kantons Aargau beim Bezirksgericht Muri gegen den Beschwerdeführer die Einleitung eines Nachzahlungsverfahrens gemäss Art. 123 ZPO für den Gesamtbetrag von Fr. 6'560.80. Darauf forderte ihn das Bezirksgericht auf, den Fragebogen "Nachzahlungsverfahren" ausgefüllt und mitsamt den erforderlichen Unterlagen einzureichen, unter Androhung der Anordnung der Nachzahlung im Unterlassungsfall. Der Beschwerdeführer reichte innert der gesetzten Frist keine Unterlagen ein und liess sich auch nicht vernehmen. Darauf verpflichtete ihn das Bezirksgericht mit Entscheid vom 8. Mai 2023 zur Nachzahlung von Fr. 6'560.80. Gegen diesen Entscheid wandte sich der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. Mai 2023 an das Obergericht des Kantons Aargau. Weil die Beschwerde jedoch nicht unterschrieben war, setzte ihm das Obergericht mit Verfügung vom 1. Juni 2023 eine Frist von drei Tagen zur Unterzeichnung, verbunden mit der Androhung, dass andernfalls die Eingabe gemäss Art. 132 Abs. 1 ZPO als nicht erfolgt gelte. Diese Verfügung wurde dem Beschwerdeführer am 5. Juni 2023 zur Abholung avisiert, jedoch während der siebentägigen Frist nicht abgeholt. In der Folge trat das Obergericht auf die Beschwerde mit Entscheid vom 26. Juni 2023 nicht ein.