Citation: 6B_66/2014 E. 1

Die Vorinstanz erwägt, der Begriff "Zubringerdienst" sei restriktiv auszulegen. Das Zubringen müsse in direktem Zusammenhang mit dem Grundstück oder einem Anwohner stehen, standortbedingt sein und sich nicht anderswie erledigen lassen. Der Zubringer dürfe die mit Fahrverbot belegte Zone nur soweit notwendig befahren. Das Ermitteln einer Adresse könne nur unter Art. 17 Abs. 3 der Signalisationsverordnung vom 5. September 1979 (SSV; SR 741.21) subsumiert werden, wenn die Adresse nicht anders gefunden werden könne. Die Ehefrau des Beschwerdeführers hätte die Adresse des zu beschenkenden Kindes ohne grossen Aufwand mittels Luftbild von Münchwilen, beispielsweise auf "search.ch", ausfindig machen können, falls ihr dies nicht über andere Wege, wie z.B. durch das Fragen von Bekannten oder der Eltern möglich gewesen wäre. Immerhin habe sie den Wohnort des Kindes so genau beschreiben können, dass ihn der Beschwerdeführer habe identifizieren können, ohne das Auto verlassen zu müssen. Sodann hätte jemand den Beschwerdeführer bei seiner Fahrt durch Münchwilen begleiten und die Nachforschung von der Badstrasse aus zu Fuss vornehmen können (Urteil S. 6 E. 4.a und b).