Citation: 2C_498/2022 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer bringt vor, seine Ehegattin habe die Vorwürfe häuslicher Gewalt erfunden, damit er die Schweiz verlassen müsse. Das Zusammenleben mit ihm habe ihr nicht mehr gepasst und mit ihrem Vorgehen habe sie versucht, die zweijährige Wartefrist bei einer Scheidung zu umgehen. Dabei habe sie ihn regelmässig geschlagen, er habe aber nie zurückgeschlagen, auch nicht am fraglichen 25. September 2020. Seine Ehefrau sei aufgrund ihrer Medikamenteneinnahme (Opiate und weitere Schmerzmittel) aggressiv. Sie habe ihn wiederholt bedroht und attackiert. So habe sie ihn mehrfach geohrfeigt, gegen die Wand gestossen und ihm zwischen die Beine getreten. Insgesamt habe es acht verschiedene Vorfälle häuslicher Gewalt gegeben. Als ehemaliger Polizist habe er sich geschämt, dass er von seiner Frau mehrfach verprügelt und erniedrigt worden sei. Deshalb - und aus Rücksicht auf seine Ehefrau, die er immer noch liebe - habe er die Übergriffe nicht sofort aktenkundig gemacht. Zudem habe er gewusst, dass Aussage gegen Aussage stehen würde und die Übergriffe nur schwer zu beweisen wären. Jedoch habe er bereits bei der ersten polizeilichen Einvernahme nach seiner Verhaftung angegeben, dass er von seiner Frau geschlagen worden sei. Diese Aussage sei aber vollständig ignoriert worden. Schliesslich habe er auch einen Strafantrag gegen seine Ehefrau gestellt.