Citation: 9C_444/2022 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie zu Unrecht von ihm vorgelegte Beweise - insbesondere Auszüge aus Internetseiten resp. "Portugal News" vom 6. Februar 2021 sowie "Portugal Resident" vom 8. Januar und 18. April 2021- nicht berücksichtigt und sein Gesuch um Einholung einer Stellungnahme von der Gemeinsamen Einrichtung KVG ignoriert habe. Daraus hätte sich ergeben, dass in Portugal keine angemessene Gesundheitsversorgung in staatlichen Institutionen möglich sei. Ausserdem sei es ihm aufgrund seines Alters verwehrt, eine Privatversicherung abzuschliessen. Die EU-Verträge würden aber Freizügigkeit und eine Gesundheitsversorgung im Gastland garantieren. Wenn diese - wie in Portugal - fehle, müsse die Rechtsprechung eine alternative Lösung schaffen und eine direkte Kostenerstattung zulassen. Zudem sei es diskriminierend, dass für einen im Ausland tätigen Angestellten einer schweizerischen Firma alle im Ausland angefallenen Behandlungskosten von der schweizerischen Krankenkasse voll übernommen, aber ihm als einem in der EU lebenden Altersrentner solche Privilegien verweigert würden. Es verstosse gegen Treu und Glauben, wenn die Vorinstanz nicht erkenne, dass der vom Gesetz vorgesehene Weg zur Rückerstattung der Behandlungskosten nicht funktioniere bzw. in Portugal unmöglich sei.