Citation: 5A_796/2013 E. 5.1

5.1. In tatsächlicher Hinsicht steht fest, dass der Beschwerdegegner mit seiner Klage vom 19. März 2007 ein "Notfahrwegrecht" beantragt und an der Hauptverhandlung vom 22. Oktober 2007 geltend gemacht hat, "er benötige für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung seines Grundstücks eine Zufahrt zu demselben" (Protokoll). Den Beschwerdeführern ist darin beizupflichten, dass die Erklärung des Beschwerdegegners an der Hauptverhandlung in einem gewissen Widerspruch zu seinem Klagebegehren steht und als dessen Beschränkung auf ein Notfahrwegrecht für landwirtschaftliche Zwecke verstanden werden könnte. Parteierklärungen sind indessen gleich den privatrechtlichen Willenserklärungen dem erkennbaren Sinn gemäss auszulegen, wobei nicht nur Wortlaut, sondern alle Umstände zu berücksichtigen sind, unter denen die Erklärung abgegeben wurde (Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl. 1979, S. 262).