Citation: 1P.138/2001 13.03.2001 E. 4

4.- a) Nach den Ausführungen des Bezirksanwaltes in seinem Haftantrag vom 2. Februar 2001 und in seinem Antrag auf Fortsetzung der Untersuchungshaft vom 8. Februar 2001 verdächtigt er A._______ und dessen Cousin B.________, wichtige Funktionen beim Import und Verkauf von grossen Rauschgiftmengen inne gehabt zu haben. Nach seiner Verhaftung am 12. Oktober 2000 habe A._______ zugegeben, rund 30 Kilogramm Heroin übernommen und an verschiedene Abnehmer weitergegeben zu haben. 10 Kilogramm davon habe er beim Beschwerdeführer deponiert, ohne ihn davon in Kenntnis gesetzt zu haben, dass es sich dabei um Rauschgift handle. Nach der am 12. Oktober 2000 beim Beschwerdeführer durchgeführten Hausdurchsuchung sei dieser verhaftet und am 2. November 2000 wieder aus der Untersuchungshaft entlassen worden. In der Zwischenzeit habe er das Verfahren gegen den Beschwerdeführer am 10. Januar 2001 von den St. Galler Behörden übernommen. Die Verhältnisse hätten sich insofern wesentlich verändert, als A._______ am 30. Januar 2001 ausgesagt habe, der Beschwerdeführer habe für ihn Drogen gegen eine Entschädigung von Fr. 3'000.-- aufbewahrt, wobei er ihn klar darüber informiert habe, dass es sich bei der aufzubewahrenden Ware um Drogen handle. Diese Aussage werde durch ein (abgehörtes) Telefongespräch zwischen A._______ und einem weiteren Mittäter gestützt, mit welchem Letzterer seinem Gesprächspartner mitteilt, dass er dem Mann, der auf die Drogen aufpasse, monatlich Fr. 3'000.-- bezahle. Es bestehe daher höchste Kollusionsgefahr, da der Beschwerdeführer zwingend mit A._______ und B.________, welcher offenbar an der Übergabe der Drogen an den Beschwerdeführer beteiligt war, konfrontiert werden müsse. Weitere Konfrontationen mit anderen Tatbeteiligten seien ebenfalls notwendig. In einem solchen Fall von internationaler, organisierter Drogenkriminalität müsse von sehr grosser Kollusionsgefahr ausgegangen werden, insbesondere weil ein Teil der Tatverdächtigen noch auf freiem Fuss sei. Es bestehe die Gefahr, dass der Beschwerdeführer in Freiheit die Drogenhändlerorganisation über die Ermittlungsergebnisse orientieren und Absprachen darüber treffen könnte, wie andere Tatbeteiligte zu falschen Aussagen bewegt oder zum Schweigen gebracht werden könnten. b) Diese Begründung für die Annahme von Kollusionsgefahr, die von den Zürcher Haftrichtern in den Entscheiden vom 3. und vom 13. Februar 2001 akzeptiert wurde, hält vor der Bundesverfassung stand. Die Bezirksanwaltschaft ermittelt in einem schweren Fall von internationaler, organisierter Rauschgiftkriminalität, und die Rolle, die der Beschwerdeführer dabei spielte, ist noch nicht geklärt. Die offenbar wegen eines negativen Kompetenzkonfliktes zwischen den St. Galler und den Zürcher Behörden zeitweise ins Stocken geratene Untersuchung ist noch nicht sehr weit fortgeschritten. In einem derart komplexen, schwer wiegende Straftaten betreffenden Verfahren dürfen in einem frühen Verfahrensstadium keine allzu hohen Anforderungen an die Begründung der Kollusionsgefahr gestellt werden. Es erscheint daher haltbar, dass der Haftrichter am 13. Februar 2001 die Fortführung der Untersuchungshaft wegen Kollusionsgefahr bewilligte und so von vorneherein jedes Risiko ausschloss, dass sich der Beschwerdeführer vor den vom Bezirksanwalt in Aussicht genommenen Konfrontationseinvernahmen mit seinen Mitangeschuldigten oder Dritten absprechen könnte. Nach deren Durchführung wird die Fortführung der Untersuchungshaft wegen Kollusionsgefahr indessen nur dann aufrechterhalten werden können, wenn die Ermittlungen konkrete Anhaltspunkte dafür zu Tage gebracht haben, dass der Beschwerdeführer in Freiheit versuchen könnte, die Untersuchung gegen ihn durch Manipulation von Zeugen oder Mitangeschuldigten zu hintertreiben. Der Haftrichter hat daher weder Art. 10 Abs. 2 noch Art. 31 Abs. 1 BV verletzt, indem er im angefochtenen Entscheid vom 13. Februar 2001 Kollusionsgefahr annahm.