Citation: 1C_179/2019 E. 3.3

3.3. Diese nachvollziehbaren Erwägungen des Staatsrats geben zu keinen Bemerkungen oder Kritik Anlass. Lediglich aufgrund der verweigerten Baubewilligung bei einem anderen - wie dargestellt ohnehin nicht "beinahe identischen" - Bauvorhaben kann nicht von einer wesentlichen Änderung der Sachlage gesprochen werden, aufgrund derer die rechtskräftige Baubewilligung in Wiedererwägung zu ziehen bzw. zu widerrufen wäre. Die Vorinstanz hielt weiter fest, selbst eine fehlerhafte, aber nicht angefochtene Verfügung wäre nicht nachträglich abzuändern. Zur Begründung führte sie aus, es genüge nicht, wenn sich durch Gerichtsurteile im Parallelverfahren ergeben hätte, dass eine andere Rechtslage gelte, als von der verfügenden Behörde ursprünglich angenommen. Diese Ausführungen sind nicht zu beanstanden. Eine unrichtige Rechtsanwendung ist grundsätzlich im Anschluss an die Verfügung durch Ergreifen von ordentlichen Rechtsmitteln geltend zu machen und rechtfertigt nur dann ganz ausnahmsweise ein Rückkommen auf die Verfügung, wenn dieser schwerwiegende materielle Fehler anhaften (vgl. Urteil 2C_115/2011 vom 22. November 2011 E. 2.2 mit Hinweisen). Solche sind vorliegend aber wie vom Staatsrat ausgeführt weder ersichtlich noch dargetan. Es ist demzufolge nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz implizit auf die plausiblen Ausführungen des Staatsrats verwiesen hat. Im Übrigen vermögen die Beschwerdeführer ohnehin nicht substanziiert darzutun, inwiefern die vom Staatsrat aufgeführten unterschiedlichen Längen- bzw. Höhenangaben fehlerhaft sein sollen. Die wesentlichen Entscheidgründe der Vorinstanz, welche sich der Auffassung des Staatsrats angeschlossen hat, lassen sich somit erschliessen. Damit ist auch gesagt, dass weder eine Verletzung der Begründungspflicht erkennbar ist, noch der Auffassung der Beschwerdeführer gefolgt werden kann, wonach die Beurteilung der Vorinstanz bzw. des Staatsrats aktenwidrig sei, wenn sie festhielt, es liege - trotz der verweigerten Baubewilligung bei einem anderen Projekt - keine wesentliche Änderung der Sachlage vor.