Citation: 6B_262/2024 E. 1.10.5

1.10.5. Die Vorinstanz hält fest, der Beschwerdeführer habe bereits im Zeitpunkt der Antragsstellung beabsichtigt, den Kredit einerseits für die Bezahlung bereits vorbestehender Schulden und andererseits insbesondere für einen geldvermehrenden Aktienkauf sowie "allenfalls" für den Kauf eines Firmenmantels zu verwenden (angefochtenes Urteil E. 4.4.2.2 S. 22). Der Beschwerdeführer bestreitet dies. Selbst wenn dieser die kurzfristige Anlage von Geldern aus dem Covid-19-Kredit in Aktien bereits im Zeitpunkt des Kreditantrags in Betracht gezogen hätte, vermöchte dies keine arglistige Täuschung im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB zu begründen, wenn die C.________ AG Anspruch auf den Covid-19-Kredit hatte und der Beschwerdeführer den nicht sofort benötigten, vorübergehend in Aktien der Zürich Versicherung angelegten Teil des Covid-19-Kredits insgesamt für die laufenden Liquiditätsbedürfnisse der C.________ AG während der Covid-19-Pandemie gebrauchen wollte. Die vorübergehende Anlage des Covid-19-Kredits in Aktien entsprach ohne Zweifel nicht dem Sinn und Zweck des Covid-19-Kredits, weshalb die Bank - den Aussagen den Beschwerdeführers folgend - den Aktienkauf bzw. die Eröffnung eines Aktiendepots lautend auf die C.________ AG zu Recht verweigerte. Auch risikoarme Aktien sind angesichts der möglichen Kursschwankungen mit einem gewissen Risiko behaftet, was insbesondere für kurzfristige Anlagen gilt. Dennoch liegt in der vom Beschwerdeführer getätigten kurzfristigen Anlage der Gelder in Aktien der Zürich Versicherung gemäss den zutreffenden erstinstanzlichen Erwägungen weder eine Investition ins Anlagevermögen im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. b aCovid-19-SBüV noch ein Mittelabfluss im Sinne von Art. 6 Abs. 3 aCovid-19-SBüV. Die Vermögenswerte blieben, unter dem Vorbehalt von Kursverlusten, vielmehr verfügbar und eine Umwandlung in Bargeld zur Deckung der laufenden Liquiditätsbedürfnisse war ohne Weiteres möglich. Dass der Beschwerdeführer am 4. Mai 2020 Aktien der Zürich Versicherung im Betrag von Fr. 98'089.-- wieder verkaufte, ist belegt (vgl. erstinstanzliches Urteil E. 7.2.3.1 S. 26). Die bereits im kantonalen Verfahren vorgetragene und grundsätzlich ohne Weiteres überprüfbare Behauptung des Beschwerdeführers, er habe Anfang Mai 2020 mit den Geldern aus diesem Verkauf bzw. aus dem Covid-19- Kredit für weitere Fr. 100'000.-- Rechnungen der C.________ AG beglichen, widerlegt die Vorinstanz zudem nicht. Fraglich ist auch, ob von einem Täuschungsvorsatz ausgegangen werden kann, wenn sich der Beschwerdeführer nach der Auszahlung des Kredits bei der Bank H.________ als kreditgebender Bank nach der Möglichkeit einer vorübergehenden Anlage in Aktien erkundigte.