Citation: 2C_113/2021 E. 5.4.3

5.4.3. Die Vorinstanz stützt sich auf Art. 51 AVaKGVG FR - welcher auf Art. 4 Abs. 2 und Art. 58 Abs. 2 aKGVG FR verweist - wonach nur von der KGV angeordnete und bewilligte Massnahmen zulasten der KGV gehen (vgl. E. 5.2.3 f. oben). Der Beschwerdeführer beruft sich dagegen auf Art. 53 Abs. 1 aKGVG FR, welcher die Schadenminderungspflicht des Versicherten thematisiert. Art. 53 aKGVG FR steht unter dem Abschnittstitel "Pflichten im Schadenfall" [Betonung durch den Verfasser] und verpflichtet den Versicherten, die Schadenverbreitung zu verhindern und Hilfe, sprich vorliegend die Feuerwehr, anzufordern. Gemäss Wortlaut bezieht sich Art. 53 Abs. 1 aKGVG FR somit primär auf Massnahmen, welche unverzüglich, d.h. wenn Gefahr im Verzug ist, zu treffen sind. Art. 58 Abs. 2 aKGVG FR ist dagegen einschlägig, wenn die Gefahr nicht mehr derart akut ist, dass sofort und ohne Bewilligung der KGV gehandelt werden muss (vgl. auch die weitgehend parallele Regelung des Privatversicherungsrechts von Art. 61 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag [VVG; SR 221.229.1], wonach der Anspruchsberechtigte bzw. Versicherte verpflichtet ist, nach Eintritt des befürchteten Ereignisses tunlichst für die Minderung des Schadens zu sorgen, wobei er, wenn nicht Gefahr im Verzug liegt, über die zu ergreifenden Massregeln die Weisung des Versicherers einholen und befolgen muss). Vorliegend waren bereits unmittelbar nach dem Brandfall die Vertreter der KGV mehrmals am Schadenort, wobei die Erstellung einer Schutzmassnahme besprochen und ein Kostenvoranschlag verlangt wurde. In sachverhaltsmässiger Hinsicht kann die Gefahr damit nicht als dermassen akut gelten, dass der Beschwerdeführer ohne vorgängige Bewilligung der KGV ein Notdach hätte erstellen dürfen. Der Beschwerdeführer hatte genügend Zeit, die Bewilligung der KGV einzuholen. Er kann sich demnach für die Erstellung des Notdachs nicht auf Art. 53 Abs. 1 aKGVG FR berufen. Diese Umstände werden vom Beschwerdeführer ausgeblendet. Ausgehend von Art. 58 Abs. 2 aKGVG FR und Art. 51 AVaKGVG FR hätte der Beschwerdeführer somit vorgängig die Bewilligung der KGV für die zu treffende Schutzmassnahme inkl. Kosten einholen und sich nach den Anordnungen der KGV richten müssen, statt eigenmächtig ein Notdach zu erstellen und damit das gesetzlich vorgesehene Verfahren zu unterlaufen. Die Vorinstanz hat demnach das einschlägige kantonale Recht willkürfrei (E. 2.1 oben) angewendet (womit es sich erübrigt, auf den Aspekt von Treu und Glauben einzugehen). Die entsprechende Rüge erweist sich damit als unbegründet.