Citation: 1C_691/2023 E. 4.2.3

4.2.3. Der Leumund einer Person als Motorfahrzeugführer bzw. -führerin kann neben den weiteren Umständen des Einzelfalls insbesondere dann von Bedeutung sein, wenn es um die Frage geht, ob die gesetzliche Mindestdauer für einen Ausweisentzug zu erhöhen ist (Urteil 1C_320/2018 vom 14. Januar 2019 E. 3.3). Der Beschwerdeführer besitzt den Führerausweis seit 1973, fährt regelmässig Auto und war in der eidgenössischen Administrativkontrolle im Urteilszeitpunkt nicht verzeichnet. Er kann sich somit - soweit sein Verhalten registermässig erfasst war - über ein langjähriges klagloses Verhalten ausweisen. Dieser Umstand wurde bei der Bestimmung der Massnahmedauer zu Recht mildernd berücksichtigt.