Citation: 1C_442/2019 E. 4.2

4.2. Die betroffenen Grundstücke liegen ohne Siedlungszusammenhang abseits der Bauzonen. Der Beschwerdeführer betont, dass die landwirtschaftliche Nutzung vorhandener Gebäude im Gebiet Wieschterüti mindestens seit 1950 und damit lange vor dem Erlass des RPG aufgegeben worden sei. Landwirtschaftliche Bauten sind nur ausnahmsweise für die Bejahung eines Siedlungscharakters ausschlaggebend; dafür genügt es nicht, dass eine Häusergruppe ihre landwirtschaftliche Funktion verloren hat (vgl. BGE 132 II 218 E. 4.1 S. 223; Urteil 1C_225/2008 vom 9. März 2009 E. 4.1, in: RDAF 2011 I 563). Es ist unbestritten, dass - neben dem Wochenendhaus - die anderen bestehenden Gebäude im Gebiet ursprünglich von einem Landwirtschaftsbetrieb stammen und ihre landwirtschaftliche Funktion verloren haben. Aufgrund der Verfahrensakten lässt sich der Beurteilung der Vorinstanz beipflichten, dass die vorhandenen Gebäude im Gebiet keinen Siedlungscharakter aufweisen. Hinzu kommt, dass diese Gebäude nicht als kompaktes Ensemble in Erscheinung treten. Bauliche Entwicklungen und Nutzungserweiterungen wären auch bei einer Bauzonengrenze, die relativ eng um diese Gebäude herum gezogen würde, in mehr als geringfügigem Umfang möglich. Aus den Feststellungen der Vorinstanz ergibt sich, dass die im Streit liegende Vereinbarung bezweckt, mit einer Einzonung die Grundlagen für eine solche Entwicklung über den Rahmen von Art. 24 ff. RPG hinaus zu schaffen. Objektiv war indessen bei Vertragsschluss absehbar, dass eine Einzonung dieses Gebiets zu einer Kleinbauzone führen würde, die eine zusätzliche Streubauweise ermöglicht und grundsätzlich im Widerspruch zu Art. 24 ff. RPG steht (vgl. oben E. 2.5). Aufgrund der Erkennbarkeit der Kollision des Vertragsinhalts mit einer RPG-konformen Nutzungsplanung verdienen die Erwartungen des Beschwerdeführers, die er aus dieser Vereinbarung ableitet, keinen Rechtsschutz (vgl. oben E. 2.6). Sachzwänge - namentlich die Ausschöpfung der zulässigen Erweiterungsmöglichkeiten in der Landwirtschaftszone - dürfen nicht dazu führen, Grundsätze des Raumplanungsrechts ausser Kraft zu setzen (vgl. Urteil 1C_774/2013 und 1C_778/2013 vom 16. Juli 2014 E. 5.3 mit Hinweisen).