Citation: 4A_35/2021 E. 6.9

6.9. Zu den Kosten von XY64________ AG von insgesamt Fr. 571'881.95 macht die Beschwerdeführerin geltend, sie habe Bestand und Notwendigkeit dieser Kosten und das Vorliegen von Zusatzaufträgen bestritten. Die von der Beschwerdegegnerin eingeholte Offerte der XY64________ AG habe auf Fr. 257'767.45 gelautet; die Schlussrechnung auf über Fr. 600'000.--. Die Vorinstanz befasse sich nicht mit der Frage, ob für diese zusätzlichen Kosten vereinbarte Zusatzaufträge bzw. Bestellungsänderungen vorlägen. Sie erwäge lediglich, die Beschwerdeführerin habe nicht geltend gemacht, diese umfangreicheren Leistungen seien nicht notwendig gewesen. Damit stelle sie einmal mehr die Regeln über die Beweislastverteilung gemäss Art. 8 ZGB auf den Kopf.