Citation: 4A_241/2021 E. 2.2

2.2. Gemäss der Vorinstanz ist unbestritten, dass der Beschwerdegegner Zahlungen von insgesamt Fr. 2'166'255.45 an die Patientin bzw. die Beschwerdeführer geleistet hat. Damit sei nach eigenen Angaben die Forderung der Beschwerdeführer im Umfang von Fr. 1'559'869.70 getilgt. Aus dem Schreiben des Beschwerdegegners vom 10. August 2015 gehe hervor, dass er sämtliche seiner Zahlungen unter der Annahme ausgeführt habe, mit diesen sei auch der Pflegeschaden abgegolten. Sobald Pflegedirektkosten anfallen würden (wie z.B. bei einem Heimaufenthalt), würden die geleisteten Entschädigungen für den Haushaltschaden ab dem Zeitpunkt der Heimeinweisung am Pflegedirektschaden angerechnet bzw. in Abzug gebracht. Mit der Leistung dieses Pauschalbetrages werde der gesamte vergangene und zukünftige Haushaltschaden und Erwerbsschaden sowie die Genugtuung inkl. Verzugszinsen als definitiv erledigt und per Saldo abgeschlossen betrachtet. Nachzahlungen würden keine erfolgen. Der Beschwerdegegner habe unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, seinerseits würden keine weiteren Zahlungen mehr erfolgen, d.h. dass er mit seinen Zahlungen sämtliche Schadenspositionen - darunter eben auch den Betreuungsschaden - als getilgt erachte. In Bezug auf den eingeklagten Betreuungsschaden habe er bereits Fr. 1'559'869.70 bezahlt. Aufgrund der Rechtskraftwirkung des Erstprozesses könnten die Beschwerdeführer keinen (weiteren) Pflege- und Betreuungsschaden bis zum 31. März 2005 beanspruchen. Im Umfang von Fr. 93'340.-- trat die Vorinstanz auf die Klage nicht ein. Der Pflege- und Betreuungsschaden ab dem 1. April 2005 bis zum 31. Dezember 2013 bleibe - soweit er 5h/Tag übersteige - beweislos. Der geltend gemachte Pflege- und Betreuungsschaden könnte sich somit auf maximal rund Fr. 500'000.-- belaufen. Selbst unter Berücksichtigung sämtlicher behaupteten Auslagen von Fr. 458'228.-- sowie einer Genugtuung von Fr. 250'000.-- sei die Klage aufgrund der Tilgungseinrede im Umfang von Fr. 1'559'689.70 auf jeden Fall abzuweisen. Entsprechend bestand nach der Vorinstanz kein Anlass, auf die weiteren Parteivorbringen einzugehen.