Citation: 2C_204/2007 20.06.2007 E. 3

Die gegen den Beschwerdeführer angeordnete Ausschaffungshaft dient der Sicherstellung des Vollzugs seiner am 16. August bzw. 21. November 2006 (Art. 12 ANAG [SR 142.20] in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 und 2 ANAV [SR 142.201]) verfügten Wegweisung und mithin einem vom Gesetz vorgesehenen Zweck (Art. 13b Abs. 1 ANAG). Nach den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (vgl. Art. 105 Abs. 1 bzw. Art. 105 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 97 Abs. 1 BGG) will der Beschwerdeführer auf keinen Fall nach Guinea zurückkehren, ist wiederholt straffällig geworden und hat bereits eine Ausschaffung vereitelt, indem er sich weigerte, den Rückflug anzutreten. Zudem ist gegen ihn eine Einreisesperre bis zum 17. Januar 2012 verhängt worden. Aufgrund seines bisherigen Verhaltens kann nicht davon ausgegangen werden, dass er bereit wäre, sich im Fall seiner Freilassung an behördliche Anordnungen zu halten und freiwillig in sein Heimatland zurückzukehren. Der Haftgrund von Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG (Untertauchensgefahr) ist somit klarerweise gegeben. Die Rückschaffung kooperationsunwilliger Staatsangehöriger von Guinea nimmt erfahrungsgemäss viel Zeit in Anspruch, was eine längere Hafterstreckung als im Allgemeinen üblich rechtfertigen kann. Der Umstand allein, dass der Vollzug einer Wegweisung nicht leicht fällt, lässt diesen nicht bereits als in absehbarer Zeit undurchführbar erscheinen (vgl. Art. 13c Abs. 5 lit. a ANAG; BGE 130 II 56 E. 4.1.3 S. 61 mit Hinweisen). Gerade wegen solcher Schwierigkeiten hat der Gesetzgeber die Haftdauer erhöht und die Möglichkeit der Haftverlängerung - inzwischen bis zu maximal achtzehn Monaten (vgl. Art. 13b Abs. 2 ANAG in der seit dem 1. Januar 2007 gültigen Fassung vom 16. Dezember 2005 [AS 2006 4745 ff.]) - geschaffen (Urteil 2C_1/2007 vom 5. Februar 2007 E. 4.3.1; BGE 130 II 56 E. 4.1.2 S. 60 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat es in der Hand, seine Haft durch aktives Mitwirken zu verkürzen. Es bestehen zudem keine Anhaltspunkte dafür, dass sich die Behörden nicht weiterhin mit Nachdruck darum bemühen werden, die Wegweisung auch gegen seinen Willen zu vollziehen (Art. 13b Abs. 3 ANAG; Beschleunigungsgebot; BGE 130 II 488 E. 4 S. 492 mit Hinweis). Die Berufung des Beschwerdeführers auf die "eingeschlafene" Beziehung zu seiner Tochter ist unbehelflich. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Umstand, dass er Vater eines schweizerischen Kindes ist, die Ausschaffung bzw. die Haftverlängerung vorliegend als bundesrechtswidrig erscheinen lassen könnte. Der nicht sorgeberechtigte Beschwerdeführer kann aus dieser Beziehung, die unbestrittenermassen nicht wirklich gelebt wird, keinen Anspruch auf Verbleib in der Schweiz ableiten (vgl. Urteil 2A.423/2005 vom 25. Oktober 2005; BGE 120 Ib 1 E. 3 S. 4 ff., 22 E. 4 S. 24 ff.). Die Haftverlängerung verletzt somit weder Bundesrecht noch Art. 5 Abs. 1 lit. f EMRK. Für alles Weitere wird auf die Ausführungen im angefochtenen Urteil verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).