Citation: 5C.240/2006 12.01.2007 E. A

X.________ arbeitete als Pflegerin im Pflegeheim A.________. Im Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses war sie einem Kollektivvertrag mit der Versicherung Y.________ AG (im Folgenden: Y.________) angeschlossen, der eine Krankentaggeldversicherung gemäss Versicherungsvertragsgesetz (VVG) umfasste. Nachdem X.________ im Pflegeheim mehrere Brände gelegt hatte, wurde das Arbeitsverhältnis mit Wirkung ab 8. November 2004 aufgelöst. Seit diesem Tag befindet sich X.________ in Haft, zunächst in Untersuchungshaft und seit dem 7. Dezember 2004 in der Strafanstalt B.________. Dort wurde sogleich eine psychiatrische Behandlung aufgenommen. Zur Weiterführung des Versicherungsverhältnisses mit der Y.________ unterzeichnete X.________ am 22. Januar 2005 einen Antrag zum Übertritt in die Einzeltaggeldversicherung. Mit Schreiben vom 23. Februar 2005 meldete X.________, vertreten durch ihren Ehemann Z.________, den Krankheitsfall bei der Y.________ an. Sie legte ein Zeugnis des Psychiatrischen Dienstes der Universität C.________ bei, wonach die Fortsetzung der am 7. Dezember 2004 begonnenen psychiatrischen Behandlung notwendig sei. Y.________ lehnte die Ausrichtung von Taggeldleistungen ab mit der Begründung, X.________ befinde sich in Haft und es liege deshalb kein krankheitsbedingter Erwerbsausfall vor.