Citation: 4P.55/2004 09.11.2004 E. 2

Zur Begründung seiner Klage berief sich der Beschwerdeführer zunächst auf die Prospekthaftung gemäss Art. 752 OR. 2.1 In diesem Zusammenhang wurde im angefochtenen Entscheid ausgeführt, der Prospekt vom 7. April 1994 mit seiner Angebotsfrist bis am 22. April 1994, auf welchen sich der Beschwerdeführer ausschliesslich berufe, sei für dem Kauf der Aktien gar nicht relevant gewesen. Zwischen der Ausgabe des Prospektes am 7. April 1994 und dem Kauf des ersten Aktienpakets am 25. November 1994 seien diverse Informationen durch die Medien und die Biber Holding AG verbreitet worden, so dass der Prospekt vom 7. April 1994 Ende November 1994 bereits überholt gewesen sei. In der Strafuntersuchung gegen die Organe der Biber Holding AG habe der Beschwerdeführer als Zeuge deponiert, dass er vor dem Kauf der Aktien zunächst "das Marktgeschehen etwas verfolgt" habe. "Einer der Hauptgründe" für den Kauf sei gewesen, dass die drei Grossbanken und die T.________ AG Hauptaktionäre gewesen seien. Eine der Informationsquellen sei u.a. der Aktienführer der Zeitschrift "Finanz und Wirtschaft" gewesen. Letztlich habe ihn "das positive Bild", das er von der Biber-Gruppe gehabt habe, zum Kauf der Aktien bewogen. 2.2 Der Beschwerdeführer rügt zunächst die tatsächliche Feststellung des Obergerichtes als willkürlich, dass er sich nur auf den Prospekt vom 7. April 1994 bezogen habe. Tatsächlich habe er sich nämlich im kantonalen Verfahren sowohl auf den Prospekt vom 7. April 1994 als auch auf denjenigen vom 21. Juni 1994 berufen. Dazu ist zu bemerken, dass das Amtsgericht im erstinstanzlichen Urteil vom 30. November 2000 ausgeführt hatte, der Kläger beziehe sich auf zwei Prospekte, welche im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung im Rahmen der 1994er Sanierung öffentlich aufgelegt worden seien. Es handle sich hiebei um den Prospekt "Angebot zur Umwandlung der ausstehenden Obligationen in Aktien und neue Wandelobligationen der Biber Holding AG" vom 7. April 1994 und den Prospekt "Kapitalrestrukturierung und Bezugsangebot" vom 21. Juni 1994. Insofern erscheint die Auffassung des Obergerichtes, der Kläger habe sich nur auf den Prospekt vom 7. April 1994 bezogen, nicht leicht nachvollziehbar. Als geradezu willkürlich kann die umstrittene Feststellung indessen nicht bezeichnet werden. Zutreffend hat das Obergericht nämlich darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer im kantonalen Appellationsverfahren teilweise nur von einem Prospekt gesprochen, den Prospekt vom 21. Juni 1994 mit keinem Wort erwähnt und diesen auch nicht eingereicht habe. Unter diesen Umständen ist die Feststellung des Obergerichtes, der Beschwerdeführer berufe sich nur auf den Prospekt vom 7. April 1994, nicht willkürlich, weshalb die Beschwerde insoweit abzuweisen ist. 2.3 Soweit der Beschwerdeführer die Auffassung des Obergerichtes als willkürlich rügt, der Prospekt vom 7. April 1994 - und auch derjenige vom 21. Juni 1994 - seien im Zeitpunkt des ersten Aktienkaufs Ende November 1994 bereits überholt und damit für den Kauf des ersten Aktienpaketes nicht mehr relevant gewesen, erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Wie ausgeführt hat das Obergericht dargelegt, dass nicht der Prospekt vom 7. April 1994, sondern andere Umstände - insbesondere Informationen der Medien sowie der Biber Holding AG selbst - entscheidend gewesen seien. Dass diese Feststellungen betreffend die natürliche Kausalität verfassungswidrig sein sollen, wird vom Beschwerdeführer nicht behauptet.