Citation: 6B_73/2015 E. 3.3.2

3.3.2. Die Einwendungen des Beschwerdeführers gegen die Anordnung einer stationären Massnahme gehen an der Sache vorbei, soweit sie überhaupt den Begründungsanforderungen genügen. Er setzt sich mit der eingehenden Begründung der Vorinstanz, warum keine Zweifel an der gutachterlichen Diagnose einer Alkoholabhängigkeit bestehen, nicht auseinander. Die Vorinstanz legt überzeugend dar, dass der Bericht der Klinik A.________ und die Einschätzung des Ambulatoriums B.________ überwiegend auf den beschönigenden und nicht der Wahrheit entsprechenden Auskünften des Beschwerdeführers zu seinem damaligen Alkoholkonsum beruhen. Zwar sei der Beschwerdeführer seit seiner Verhaftung abstinent, bagatellisiere jedoch nach wie vor sein Trinkverhalten, was zeige, dass der zur Suchtbewältigung erforderliche Reifungsprozess noch nicht stattgefunden habe. Auch der Beschwerdeführer scheint davon auszugehen, dass er sowohl massnahmebedürftig als auch massnahmefähig ist, denn ansonsten hätte er nicht die Anordnung einer ambulanten Massnahme beantragt. Er verkennt, dass die ambulante Behandlung süchtiger Täter lediglich eine besondere Art des Vollzugs einer stationären Massnahme ist, für deren jeweilige Anordnung das Gesetz an die gleichen Voraussetzungen anknüpft (vgl. Art. 60 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 1 StGB; vorstehend E. 3.3; Urteil 6B_440/2014 vom 14. November 2014 E. 5.6; MARIANNE HEER, Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl. 2013, N. 12 zu Art. 63). Massgebend für die Wahl der Massnahme ist grundsätzlich, welche Form der Behandlung für die optimale Erreichung des Massnahmezwecks notwendig und geeignet ist. Auf die subjektive Meinung der betroffenen Person kommt es grundsätzlich nicht an (Urteil 6B_440/2014 vom 14. November 2014 E. 5.6). Der Gutachter hat anlässlich der Berufungsverhandlung ausgeführt, eine ambulante Suchtbehandlung sei nicht ausgeschlossen, er halte jedoch insgesamt eine stationäre Massnahme für zweckmässiger. Die mangelnden Deutschkenntnisse und die Minderintelligenz des Beschwerdeführers stehen - wie die Vorinstanz zutreffend festhält - der erforderlichen Behandlung nicht entgegenstehen. Wäre dies der Fall, müsste dies auch für die vom Beschwerdeführer beantragte ambulante Massnahme gelten. Die in der Person des Beschwerdeführers liegenden Umstände betreffen den Massnahmenvollzug, in dessen Rahmen ihnen Rechnung zu tragen ist.