Citation: 2C_872/2013 E. 2.3.3

2.3.3. Anders als der Beschwerdeführer dies anzunehmen scheint, muss die ausländerrechtlich massgebende Legalprognose mit der strafrechtlichen Prognose keineswegs übereinstimmen. Praxisgemäss herrscht für Legalprognosen in fremdenpolizeilicher Hinsicht mit Blick auf das Interesse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ein strengerer Beurteilungsmassstab als im Strafrecht (Urteil 2C_718/2013 vom 27. Februar 2014 E. 3.3.4; BGE 130 II 176 E. 4.3.3 S. 188; 120 Ib 129 E. 5b S. 132). Die Vorinstanz erwägt unter Berücksichtigung der massgebenden Sachumstände, dem Beschwerdeführer könne in ausländerrechtlicher Hinsicht keine günstige Prognose gestellt werden. Dieser Schluss ist willkürfrei und bundesrechtskonform gezogen worden. Die Vorstrafen, zuletzt eine zehntägige Gefängnisstrafe mit dreijähriger Probezeit, der mehrfache Ausweisentzug, die ausländerrechtliche Verwarnung, die an sich geordneten familiären, finanziellen und gesellschaftlichen Verhältnisse und selbst der tödlich endende Verkehrsunfall mit definitivem Entzug des Führerausweises haben den Beschwerdeführer nicht von weiteren Straftaten abbringen können. Die zuletzt verübten Vermögensdelikte erfolgten ohne jede finanzielle Not und aus "rein egoistischen Motiven". Der Tatentschluss reifte "über längere Zeit hinweg", die Tatverübung erfolgte planmässig (Strafurteil E. 2.2). Die Einkünfte aus dem Verkauf des Diebesguts wurden "für den Ausgang verprasst" (Strafurteil E. 2.3). Seit den beiden Einschleichdiebstählen hat sich der Beschwerdeführer zwar wohlverhalten. Dabei dürfte freilich auch die zu vollziehende bzw. vollzogene Freiheitsstrafe und die bis Anfang März 2015 wirksame Probezeit eine Rolle spielen. Angesichts des unter "gröbster Fahrlässigkeit" herbeigeführten Todes der korrekt fahrenden Automobilistin, der wiederholt hervorgerufenen abstrakten Gefährdung Dritter durch geschwindigkeitsexzessives Führen des Fahrzeugs, aber auch der planmässig verübten Einschleichdiebstähle muss zum Schutz der Öffentlichkeit selbst ein geringes Risiko weiterer Rechtsgüterverletzungen nicht hingenommen werden. Dies gälte selbst dann, wenn - anders als hier - eine ausländische Person der zweiten Generation betroffen wäre (vorne E. 2.2).