Citation: 6P.7/2003 26.06.2003 E. 1

Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung des Willkürverbotes (Art. 9 BV) bei der Beweiswürdigung geltend (Rüge A). 1.1 Der Beschwerdeführer rügt als willkürlich, das Obergericht habe den Arztbericht des Psychiaters Dr. med. B.________ vom 10. Dezember 1998 bei der Beurteilung seiner Schadenersatzforderung nicht berücksichtigt. Das Obergericht hat bei der Frage, ob der Kündigung des Arbeitsverhältnisses des Beschwerdeführers tatsächlich dessen mangelnde Arbeitsleistung als psychische Folge der ihm vom Beschwerdegegner zugefügten Körperverletzung zugrunde liege, erkannt, es könne hierfür nicht ausschliesslich auf den vom Beschwerdeführer aufgelegten Arztbericht von Dr. med. B.________ abstellen. Bei diesem Bericht handle es sich einerseits um ein Parteigutachten, welchem bloss die Tragweite einer Parteibehauptung zukomme. Anderseits sei der Beschwerdeführer bereits vor der Gewalttat von Dr. med. B.________ psychotherapeutisch behandelt worden, weshalb der vom Beschwerdeführer eingereichte Arztbericht mit grösster Vorsicht zu würdigen sei. Ausserdem falle auf, dass die Kündigung vom Arbeitgeber mit Betriebsumstrukturierungen begründet worden sei. Unter diesen Umständen ist der Schluss des Obergerichts offensichtlich nicht willkürlich. Bei der Prüfung der Genugtuungsfrage hat sich das Obergericht hingegen auf die Meinung von Dr. med. B.________ gestützt. Auch darin sieht der Beschwerdeführer eine widersprüchliche und damit willkürliche Beweiswürdigung. Davon kann aber von vornherein keine Rede sein. Denn im ersten Punkt lautete das Parteigutachten zu Gunsten des Beschwerdeführers, im zweiten zu seinen Ungunsten. Die Möglichkeit, dass ein Parteigutachten in einem Punkt für denjenigen, der es einreicht, allenfalls zu günstig sein könnte, besagt keinesfalls, dass es in einem andern Punkt, wo es für ihn ungünstig ist, ebenfalls als unsicher gelten muss. 1.2 Eine weitere Widersprüchlichkeit sieht der Beschwerdeführer darin, dass für die psychischen Folgen des Angriffs nicht auf das Parteigutachten von Dr. med. B.________, für die Feststellung der somatischen Folgen des Angriffs hingegen auf den Bericht des nach dem Vorfall konsultierten Notfallarztes des Kantonsspitals abgestellt wurde. Worin hier Willkür liegen soll, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht aufgezeigt. Unter diesen Umständen ist auf diese Rüge nicht einzutreten. 1.3 Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht sodann eine willkürliche Würdigung des Parteigutachtens von Dr. med. B.________ vor. Dort steht, "es dürfte Jahre dauern, d.h. zwei Jahre oder auch mehr", bis der Beschwerdeführer seine Angst vor Überfällen verliert. Gestützt darauf hat das Obergericht gefolgert, die psychischen Nachwirkungen beim Beschwerdeführer dürften "nach zwei Jahren überwunden sein". Das Obergericht geht von einer Wahrscheinlichkeit und nicht von einer Gewissheit aus. In diesem Sinn ist die etwas verkürzte Wiedergabe der Aussage von Dr. med. B.________ nicht offensichtlich unrichtig. Willkür liegt demnach nicht vor.