Citation: 1C_75/2022 E. 5.4.6

5.4.6. Auch wenn die Abweichung von den ursprünglich bewilligten Parkplätzen in ihren Ausmassen nicht als gravierend bezeichnet werden kann, handelt es sich vorliegend trotzdem nicht um eine bloss unbedeutende Abweichung von der Baubewilligung. Die Fahrbahnbreite zur Erschliessung der Parzelle muss notwendigerweise 3.50 m und nicht bloss 3.00 m betragen, andernfalls eine Erschliessung des eingezonten Nachbargrundstücks nicht möglich ist. Neben dem Schutz der baulichen Ordnung besteht somit ein erhebliches zusätzliches öffentliches Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. Dieses überwiegt die privaten Interessen der Beschwerdeführerin, welche nicht auf die Besucherplätze in der aktuell markierten Grösse angewiesen ist und den rechtmässigen Zustand ohne grösseren Aufwand wiederherzustellen vermag. Folglich verletzte die Vorinstanz das Verhältnismässigkeitsprinzip nicht, wenn sie die öffentlichen Interessen an den angeordneten Rückbaumassnahmen gegenüber den privaten Interessen der Beschwerdeführerin als überwiegend qualifizierte. Die Beschwerde erweist sich auch insoweit als unbegründet.