Citation: 5A_753/2014 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz wies die Beschwerdeführer auf die unterschiedliche Bedeutung der in Art. 154 Abs. 1 SchKG geregelten Verwertungsfristen hin. Insbesondere führte sie aus, dass der Fristenstillstand nur für die Maximalfrist gelte, was sich zwar nicht aus dem Wortlaut, aber aus dem Sinn und Geist dieser Bestimmung ergebe. Der Gläubiger solle nicht durch lange Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlags vor Ablauf von zwei Jahren seines Verwertungsrechts verlustig gehen. Diese Gefahr bestehe bei der Minimalfrist nicht und es bedürfe daher keines Fristenstillstandes. Die Vorinstanz stützte sich dabei auf die langjährige Rechtsprechung des Bundesgerichts, welche auch nach der am 1. Januar 1997 in Kraft getretenen Revision des SchKG gelte (BGE 50 III 186 S. 187; 90 III 84 S. 85; 124 III 79 E. 2 S. 81), und die Lehre (BERNHEIM/KÄNZIG, a.a.O., N. 24 zu Art. 154).