Citation: 9C_563/2024 E. 3.1

3.1. Der Steuerpflichtige bringt in der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten in kurzen Zügen seinen Unmut zum Ausdruck, wobei er beanstandet, dass das Verhältnis zwischen sozialhilferechtlicher Pflicht zum Vermögensverzehr und abgaberechtlicher Pflicht zur Rücklagebildung von der Vorinstanz unbeurteilt geblieben sei. Dabei hätte sich, so der Steuerpflichtige, eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung gestellt. Dieser Sichtweise ist nicht zu folgen: Entgegen der Auffassung des Steuerpflichtigen ist das Verhältnis zwischen Sozialhilferecht und Abgaberecht regelmässig angesprochen, wenn es um den Erlass rechtskräftiger Steuern geht. So oder anders kann aber "die Erlassbehörde nicht zugunsten anderer Gläubiger auf die gesetzlichen Ansprüche des Bundes verzichten", wie aus Art. 3 Abs. 2 der eidgenössischen Steuererlassverordnung hervorgeht. Dies wird als "Opfersymmetrie" bezeichnet (unter vielen: Urteile 9C_545/2023 vom 19. Dezember 2023 E. 3.5.2; 2D_48/2020 vom 23. November 2020 E. 1.1; 2D_22/2020 vom 16. Juni 2020 E. 1.2). Gemäss Art. 67a der Verordnung (des Kantons Appenzell Ausserrhoden) vom 8. August 2000 zum Steuergesetz (StV/AR; bGS 621.111) gilt dasselbe wie auf Bundesebene auch im Steuerrecht des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Das Obergericht hat festgehalten, dass der Steuerpflichtige in eigener Person einen Covid-19-Überbrückungskredit von Fr. 30'000.- empfangen habe und diesen nach wie vor schulde. Dass es sich anders verhalten könnte, weist der Steuerpflichtige nicht verfassungsrechtlich fundiert nach. Er stellt sich zwar auf den Standpunkt, dass der Kredit auf die mittlerweile konkursite C.________ GmbH "übertragen" worden sei, ohne dies aber in einer Weise darzutun, welche die vorinstanzlichen Feststellungen als offensichtlich unrichtig, d.h. willkürlich erscheinen lassen könnte (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG; BGE 150 I 50 E. 3.3.1). Seine Beanstandungen bleiben rein appellatorisch. Die vorinstanzlichen Feststellungen sind daher für das Bundesgericht verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG; BGE 149 I 207 E. 5.5). Nichts daran ändert die Beschwerdeergänzung vom 11. Oktober 2024: Zum einen macht der Steuerpflichtige nicht geltend, dass eben dieses Schriftstück (31. Dezember 2022) der Vorinstanz vorgelegen habe, dass diese es aber übersehen habe (sie hat es jedenfalls nicht erwähnt; vorne E. 1.3). Entsprechend hat die Berücksichtigung des nachgereichten Dokuments an Art. 99 Abs. 1 BGG zu scheitern (unzulässiges unechtes Novum). Zum anderen lautet das Schriftstück zwar tatsächlich auf die C.________ GmbH, ohne dass der Steuerpflichtige aber hinreichend nachgewiesen hat, dass es sich dabei um genau jenen Covid-19-Überbrückungskredit handelt, von welchem die Vorinstanz gesprochen hat. Wenn der Steuerpflichtige hierzu ausführt, die Einzelunternehmung sei "in weiterer Folge in diese GmbH eingebracht worden", so ist ihm entgegenzuhalten, dass solches zumindest aus dem Handelsregister nicht hervorgeht. Auch dies hat der Steuerpflichtige nicht bewiesen.