Citation: 6B_1025/2022 E. 4

Mit dem von ihm als als falsch monierten Hinweis auf nachträglich entdeckte Vermögenswerte verkennt der Beschwerdeführer, dass dieser vorinstanzlichen Erwägung mit Blick auf die Frage seiner unmittelbaren Geschädigtenstellung keine eigenständige Bedeutung zukommt. Im Übrigen setzt er sich nicht in einer den formellen Anforderungen genügenden Weise mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander. Stattdessen beruft er sich auf die aus seiner Sicht per 1. Januar 2017 eingetretene Verjährung der (nach dem 3. Januar 2018 in Betreibung gesetzten) "altrechtlichen" Verlustscheinforderung. Mithin stelle sich die Frage, ob mit einer nachträglich angebrachten Abtretungserklärung und der "daraus [im Jahr 2010] erfolgten Betreibung" die Verjährung tatsächlich unterbrochen worden sei. Ob die Abtretungserklärungen nachträglich auf den Verlustscheinen angebracht worden seien, könne nur mittels einer Strafuntersuchung festgestellt werden und sei ihm entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen durch die mit einem möglicherweise ungültigen, verjährten und manipulierten Verlustschein angehobene Betreibung ein unmittelbarer bzw. nicht wieder gutzumachender Schaden entstanden. Damit vermag der Beschwerdeführer nicht darzutun, inwiefern sich der geltend gemachte Nachteil - mithin der angeblich aus dem Unterbruch der Verjährungsfrist gemäss Art. 149a SchKG bzw. dem Nichteintritt der Verjährung per 1. Januar 2017 entstandene Schaden - direkt auf die angebliche Straftat und damit die Rückdatierung der fraglichen Abtretungserklärung zurückführen lässt. Solches ist denn auch nicht ersichtlich. Nur ein gültiges Betreibungsbegehren unterbricht die Verjährung, e contrario nicht die nichtige oder aber die kraft einer Beschwerde gemäss Art. 17 ff. SchKG erfolgreich angefochtene Betreibung. Unter welchen Voraussetzungen einer Schuldbetreibung verjährungsunterbrechende Wirkung zukommen kann, ist eine materiellrechtliche und vom (Zivil-) Gericht zu beantwortende Frage (BGE 114 III 261 E. a; 104 III 20 E. 2; 83 II 41 E. 5; Urteil 4A_333/2021 vom 8. Februar 2022 E. 4.1; BGE 144 III 425 E. 2.1.1; vgl. zum Ganzen auch HANSJÖRG PETER, in: BlSchKG 2018 S. 169 ff.). Daraus ergibt sich einerseits, dass die Frage der Gültigkeit einer Betreibung bzw. der Verjährung einer (Verlustschein) Forderung den hierfür funktional und sachlich zuständigen Behörden zu unterbreiten ist; andererseits, dass sich der vom Beschwerdeführer geltend gemachte (unmittelbare) Nachteil nicht aus dem zur Anzeige gebrachten Urkundendelikt ergibt, sondern aus der Nichtergreifung der Rechtsbehelfe, die zur Klärung der von ihm aufgeworfenen betreibungsrechtlichen und zivilrechtlichen Fragen zur Verfügung stehen. Abgesehen davon ist die erstmals vor Bundesgericht erhobene und nicht die Strafverfolgungsverjährung betreffende Verjährungseinrede nicht zulässig, zumal der Beschwerdeführer nicht geltend macht, die Verjährung sei erst nach dem angefochtenen Nichteintretensbeschluss vom 28. Juli 2022 eingetreten (vgl. BGE 134 V 223 E. 2; Urteile 6B_4/2021 vom 2. Juni 2021 E. 3.1; 6B_1109/2019 vom 23. September 2020 E. 1.4.1 je mit Hinweisen; JOHANNA DORMANN, in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 33 zu Art. 99 BGG). Die Beschwerde ist damit im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.