Citation: 8C_703/2022 E. 4.3

4.3. Mit der Vorinstanz ist zu betonen, dass sich das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit praxisgemäss objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens beziehungsweise Angstgefühls der versicherten Person beurteilt. Jedem mindestens mittelschweren Unfall ist eine gewisse Eindrücklichkeit eigen, die somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann (Urteil 8C_500/2022 vom 4. Mai 2023 E. 5.2.3 mit Hinweis auf Urteil 8C_100/2011 vom 1. Juni 2011 E. 3.5.1, nicht publ. in: BGE 137 V 199, aber in: SVR 2012 UV Nr. 2 S. 3). Das Kriterium kann als erfüllt gelten, wenn objektiv eine unmittelbare Lebensbedrohung bestand (Urteile 8C_500/2022 vom 4. Mai 2023 E. 5.2.3; 8C_799/2008 vom 11. Februar 2009 E. 3.2.3; 8C_257/2008 vom 4. September 2008 E. 3.3.3). Eine solche behauptet der Beschwerdeführer zwar, indem er geltend macht, eine Bahn sei herangefahren und in seinem Fahrzeug hätte sich Rauch entwickelt. Solches ist hingegen weder im Polizeirapport vom 26. April 2016 noch in den weiteren Unfallakten dokumentiert. Objektive Umstände mit einem unmittelbar lebensbedrohenden Charakter bestanden demnach nicht. Dass der Beschwerdeführer nicht wusste, dass die Rauchentwicklung in der Airbagöffnung gründete, ändert daran mit Blick auf die anzuwendende objektive Betrachtungsweise nichts. Die Vorinstanz ging überdies davon aus, dass sich der Unfall bei Tageslicht bzw. guten Sichtverhältnissen und an übersichtlicher Stelle zugetragen habe und sich die Bahn nicht mit hoher Geschwindigkeit hätte nähern können, da die Strecke grundsätzlich kurvenreich und eine Haltestelle nahe gewesen sei. In Berücksichtigung dieser Umstände hätte der Lokführer, gemäss Auffassung der Vorinstanz, rechtzeitig den Unfallwagen erkennen und halten können. Dass der rechtserhebliche Sachverhalt im angefochtenen Urteil fehlerhaft festgestellt und damit der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt worden wäre, wird nicht gerügt. Der vorinstanzliche Schluss, wonach das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls nicht in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, hält nach dem Gesagten vor Bundesrecht stand. Damit hat es beim vorinstanzlichen Urteil sein Bewenden.