Citation: 2C_1003/2016 E. 5.4

5.4. Das Verwaltungsgericht hat in seinem Urteil zu Recht mitberücksichtigt, dass die Beschwerdeführerin bereits früher straffällig geworden ist und ihre Betäubungsmitteldelikte in die Probezeit der Verurteilung wegen Irreführung der Rechtspflege, Begünstigung, Sachbeschädigung und Tätlichkeit fielen. Weder die strafrechtlichen Verurteilungen, noch die Probezeiten, der Strafvollzug oder die ausländerrechtlichen Verwarnungen vermochten sie vor weiteren Missachtungen der hiesigen Rechtsordnung abzuhalten. Dasselbe gilt bezüglich ihrer familiären Bindungen zu den Eltern und den Geschwistern: Konnten sie diese bislang nicht stabilisieren, ist aufgrund ihres bisherigen Verhaltens nicht erkennbar, warum es sich künftig diesbezüglich anders verhalten sollte. Alle bislang ergriffenen straf- und ausländerrechtlichen Massnahmen und Sanktionen haben sich als wirkungslos erwiesen; die Beschwerdeführerin wusste die ihr gebotenen Chancen nicht zu nutzen. Aufgrund ihrer persönlichen Situation und ihres bisherigen Verhaltens kann die Gefahr eines (weiteren) Rückfalls nicht als auf ein ausländerrechtlich hinnehmbares Mass reduziert gelten. Hieran ändert nichts, dass strafrechtlich bisher von keiner "ungünstigen" Prognose ausgegangen wurde. Straf- und Ausländerrecht verfolgen verschiedene Ziele; ist es Zweck des Strafrechts, verschuldensabhängig bestimmte Verhaltensweisen zu sanktionieren und den Täter zu resozialisieren, steht ausländerrechtlich der Sicherheitsaspekt im Vordergrund, der auch generalpräventiv wirken darf und soll.