Citation: 5A_191/2008 04.07.2008 E. 2

Das Obergericht hat zunächst erwogen, dem Beschwerdeführer fehle es an einem Feststellungsinteresse. Hintergrund sei die unbezahlt gebliebene Darlehensschuld des Vaters. Der Kantonsgerichtsausschuss Graubünden habe den Beschwerdeführer ausdrücklich auf die Anerkennungsklage verwiesen und dies wäre auch der direkte Weg, um Befriedigung zu erlangen. Ein Feststellungsurteil sei ein unnötiger Umweg und widerspreche dem Grundsatz der Prozessökonomie. Auf die Klage könne aber auch deshalb nicht eingetreten werden, weil der Beschwerdeführer gar nicht das Bestehen eines Rechtsverhältnisses, sondern die gültige Indossierung und damit eine blosse Rechtsfrage festgestellt haben wolle, was nicht möglich sei. Sodann hat das Obergericht erwogen, dass die Klage ohnehin auch mit der erstinstanzlichen Begründung materiell abzuweisen wäre. Dem sei beizufügen, dass der Beschwerdegegner sowohl die Inbesitznahme des Schuldbriefes als auch das Anbringen eines Blankoindossamentes stets bestritten habe. Es sei auch fraglich, ob die angebliche Unterschrift bereits bei der Übergabe des Schuldbriefes vorhanden gewesen sei; auf einer Faxübermittlung vom 22. Dezember 2004 sei sie jedenfalls nicht ersichtlich. Sodann habe sich der Beschwerdeführer nicht nur vor erster Instanz, sondern auch vor Obergericht geweigert, den Schuldbrief im Original einzureichen. Damit könne nicht geklärt werden, ob auf dessen Rückseite nun tatsächlich eine (echte oder gefälschte) Unterschrift des Beschwerdegegners vorhanden sei oder nicht. Die Beweisführung des Beschwerdeführers werfe somit in verschiedener Hinsicht Fragen auf, welche seine Glaubwürdigkeit beeinträchtigten, und der ihm obliegende Beweis, dass das für eine Übertragung des Schuldbriefes erforderliche Indossament vorhanden sei, könne bei dieser Ausgangslage nicht als erbracht erachtet werden. Die Klage wäre daher, nebst den Erwägungen, auf die sich das Amtsgericht gestützt habe, auch bereits aus diesem Grund abzuweisen.