Citation: 2C_686/2013 E. 2.2

2.2. Der Verlust gemäss Art. 67 DBG kann nur vom steuerpflichtigen Subjekt selbst geltend gemacht werden; eine Verlustübertragung etwa im Konzern ist nicht zulässig. Der Verlust ist somit an die juristische Person geknüpft, die ihn erlitten hat ( HANS JAKOB NOLD, Die zeitliche Bemessung des Gewinns im Unternehmenssteuerrecht, 1984, S. 91). Ausnahmen von dieser Regelung sind bei Umstrukturierungen wie Umwandlungen, Fusionen und Teilungen vorgesehen (s. dazu Urteil 2C_351/2011 vom 4. Januar 2012 E. 2, in ASA 81 S. 390, StE 2012 B 72.15.2 Nr. 9, StR 67/2012 S. 188, RDAF 2012 II 288; FRANK LAMPERT, Die Verlustverrechnung von juristischen Personen im Schweizer Steuerrecht, 2000, S. 53, 86 ff.; je mit weiteren Hinweisen). Der Subjektsbegriff ist wie folgt im wirtschaftlichen Sinn zu verstehen: Wird das Aktionariat einer inaktiven und in liquide Form gebrachten Aktiengesellschaft ausgewechselt (sog. Mantelhandel) findet gleichwohl ein Subjektswechsel statt, was die Verrechnung von Verlusten früherer Jahre ausschliesst; ein solcher Mantelhandel wird trotz gleichbleibender zivilrechtlicher Identität der juristischen Person steuerlich wie eine Liquidation mit anschliessender Neugründung einer Gesellschaft behandelt (2A.133/2000 29. September 2000 E. 2c/bb, in: StE 2001 A 12 Nr. 11; LAMPERT, a.a.O., S. 24, 53, 57; NOLD, a.a.O., S. 91 ff.; RICHNER/FREI/KAUFMANN, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N. 9 zu Art. 67; SCHÄRER, a.a.O., S. 69 f.).