Citation: 6B_855/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz fasst zunächst die psychiatrischen Gutachten von Dr. med. D.________ vom 14. November 2016 und von Dr. med. C.________ vom 21. Oktober 2021, den Therapieverlaufsbericht der Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG) vom 29. September 2021, den Vollzugsbericht der Stiftung B.________ vom 8. Oktober 2021 sowie die Beurteilung der Konkordatlichen Fachkommission zur Beurteilung der Gemeingefährlichkeit von Straftätern (KoFaKo) vom 1. Dezember 2021 zusammen und stützt ihren Entscheid anschliessend auf diese Beweismittel ab. Sie erwägt, entscheidend für die Verbesserung der Bewährungschancen des Beschwerdeführers sei, dass die inzwischen eingetretene psychische Stabilisierung längerfristig gewährleistet werden könne. Dies sei gekoppelt an eine medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung einerseits und eine geregelte Tagesstruktur andererseits. Die angefochtene Weisung sei entsprechend geeignet, die Bewährungschancen zu verbessern. Sämtliche Fachpersonen seien sich zudem einig, dass der Beschwerdeführer weiterhin auf ein, seinen psychischen Zustand stabilisierendes, professionell begleitetes Wohn- und Tagesstruktursetting angewiesen sei. Ohne diesen Rahmen bestehe die Gefahr, dass er aufgrund der fehlenden Struktur überfordert und die dadurch entstehenden Stresssituationen nicht mehr selbst bewältigen könne. Es sei nicht auszuschliessen, dass er in einem solchen Fall die Medikamente absetzen oder gar erneut zu Suchtmitteln greifen würde. Entsprechende Frühwarnzeichen könnten nur durch eine engmaschige Begleitung zeitnah erkannt werden. Ausserhalb eines betreuten Wohnens und Arbeitens werde der Beschwerdeführer mangels Anschluss an die Arbeitswelt derzeit kaum über einen geregelten Tagesablauf verfügen. Ein solcher sei für die Gewährleistung der psychischen Stabilität jedoch zentral, weshalb die streitige Weisung auch erforderlich sei. Schliesslich, so die Vorinstanz, würden die öffentlichen Interessen an der Deliktsprävention und am Schutz hochwertiger Rechtsgüter wie der körperlichen Unversehrtheit schwerer wiegen als die privaten Interessen des Beschwerdeführers an der freien Wahl seiner Wohn- und Arbeitsverhältnisse. Der aus der umstrittenen Weisung resultierende Eingriff in seine persönliche Freiheit sei daher zumutbar und insgesamt verhältnismässig.