Citation: 5A_367/2023 E. 3

Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Sachverhalt sei offensichtlich unrichtig festgestellt worden und das kantonale Recht werde willkürlich angewandt; überdies verstosse das Obergericht gegen die Verfahrens- und Rechtssicherheit und handle treuwidrig. Es erfolge eine ungerechtfertigte und gesetzwidrige Bevorzugung der Miterbinnen, was Art. 607 und Art. 610 ZGB verletze. Weder damit noch mit den sich anschliessenden weitschweifigen Ausführungen zu den Erbschaftsstreitigkeiten, welche sich über Jahre hingezogen haben, ist eine falsche Rechtsanwendung darzutun. Ebenso wenig verfängt die Behauptung der Beschwerdeführerin, man verbaue ihr den Rechtsweg, was gehörsverletzend etc. sei. Sie wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass angesichts des Streitwertes in der vorliegenden vermögensrechtlichen Angelegenheit die Berufung das richtige und gleichzeitig einzig mögliche Rechtsmittel ist. Dennoch hat sie daran festgehalten, nicht eine Berufung, sondern eine Beschwerde einreichen zu wollen bzw. eingereicht zu haben. Inwiefern Bundesrecht verletzt sein soll, wenn das Obergericht angesichts der in voller Kenntnis der Rechtslage erfolgten Erklärungen der Beschwerdeführerin von der Konversion ihres Rechtsmittels abgesehen hat - ergreift eine Partei ein unzulässiges Rechtsmittel, ist auf dieses grundsätzlich nicht einzutreten, aber unter bestimmten Umständen kann die Rechtsmittelbehörde vor dem Hintergrund des Verbotes des überspitzten Formalismus das unzulässige Rechtsmittel als das zulässige entgegennehmen (vgl. statt vieler Urteil 5A_668/2017 vom 22. November 2018 E. 5.4 mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung) -, ist nicht ersichtlich. Insbesondere tun die langatmigen Ausführungen, wie sie die Belehrungen des Obergerichtes verstanden habe und wie dieses ihre verschiedenen Eingaben hätte verstehen müssen, nichts zur Sache; offenkundig konnte das Obergericht die mehrfachen expliziten Äusserungen der Beschwerdeführerin nicht anders verstehen, als dass sie bewusst keine Berufung, sondern eine Beschwerde einreichen wollte.