Citation: 1B_302/2009 11.05.2010 E. 3

In der Beschwerdeschrift wird im Wesentlichen Folgendes vorgebracht: 3.1 Die Beschwerdeführer hätten sich bereit erklärt, die Alkoholika des Beschwerdegegners für eine beschränkte Zeit in ihrem klimatisierten Weinkeller zu verwahren. Da die Parteien sich gut gekannt hätten, sei kein Inventar der dem Beschwerdegegner gehörenden Waren aufgenommen geworden. Seine Strafklage habe er nur erhoben, weil sie, die Beschwerdeführer, ihn ab Sommer 2007 auf Mängel der von ihm verkauften Liegenschaft aufmerksam gemacht hätten. Seine Alkoholika habe er bereits im August 2007 bzw. am 12. Oktober 2007 durch einen Angestellten (restlos) abtransportieren lassen. Dem Schreiben des Beschwerdegegners vom 12. November 2008, in dem er einen Termin für die Abholung seiner Weine und Spirituosen habe vereinbaren wollen, hätten sie keine Bedeutung beigemessen, zumal er seinerseits auf ihre Reklamationen wegen Bauschäden nicht angemessen reagiert habe. 3.2 Eine Hausdurchsuchung sei nur gerechtfertigt, wenn wahrscheinlich ist, dass sich in den durchsuchten Räumlichkeiten deliktsrelevante Spuren und Gegenstände befinden. Dies treffe nicht zu. Die Behauptungen des Beschwerdegegners, wonach die Beschwerdeführer ihm seine Vermögenswerte vorenthalten bzw. entwendet hätten, seien unbelegt. Eine Aussortierung bzw. Identifikation der im Weinkeller befindlichen Flaschen sei nicht möglich gewesen. Entgegen dem Wortlaut der Hausdurchsuchungsbefehle sei ihnen, den Beschwerdeführern, nur erlaubt worden, ca. 15 Flaschen Wein zum Eigengebrauch aus dem Lager mitzunehmen. Die Strafverfolgungsbehörden hätten es ihnen hingegen nicht ermöglicht, ihr gesamtes Eigentum aus dem Weinkeller zu entfernen. Die Hausdurchsuchungsbefehle seien ausserdem zu wenig substanziiert. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren stelle sich die Frage, wer der Eigentümer der eingelagerten Alkoholika sei (bzw. gewesen sei). Flaschen mit Wein und Spirituosen seien aber "nicht individuell bestimmbar". Das Eigentum daran lasse sich daher zum Vornherein nicht abklären. Zivilrechtlich gelte grundsätzlich die Vermutung, dass der Besitzer auch der Eigentümer sei. Gewisse Aussagen des Beschwerdegegners seien unglaubwürdig. Die streitigen Zwangsmassnahmen verletzten das Hausrecht der Beschwerdeführer bzw. das Verhältnismässigkeitsverbot (Art. 8 Ziff. 1 EMRK; § 9 KV/ZG).