Citation: 9C_755/2023 E. 5.1

5.1. Schliesslich bemängelt der Beschwerdeführer eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz, indem diese die Verwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit bejahte. Zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung sei er beinahe 63 Jahre alt gewesen, könne seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben und verfüge über keine anderen Kompetenzen. Altersbedingt sei mit einer geringen Anpassungsfähigkeit zu rechnen. Seine selbstständige Tätigkeit habe er entgegen der Annahme des kantonalen Gerichts bereits im Jahr 2015 aufgeben müssen. Sein Einsatz als (Ersatz-) Gemeinderat könne auf keinen Fall einer Erwerbstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt gleichgesetzt werden, sondern sei bei niedrigem Anforderungsniveau eher mit einem Schonarbeitsplatz zu vergleichen. Vor allem im Hinblick auf das am 1. Juli 2021 in Kraft getretene Bundesgesetz über Überbrückungsleistungen für ältere Arbeitslose (ÜLG; SR 837.2) dürfe nach dem Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung nicht von einer Verwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit ausgegangen werden.