Citation: U 128/00 31.12.2001 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist der für die Rentenhöhe massgebende Invaliditätsgrad. a) Die SUVA ging in ihrer Verfügung vom 27. August 1998 und in ihrem Einspracheentscheid vom 17. November 1998 von einem hypothetischen Valideneinkommen von Fr. 58'525.- aus, was dem entspricht, was der Beschwerdeführer bei Fortführung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit beim letzten Arbeitgeber im Jahre 1998 erzielt hätte. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird dagegen zu Recht nichts eingewendet. b) Hingegen wird das in die Berechnung eingesetzte hypothetische Invalideneinkommen von Fr. 29'250.- als unzutreffend und unrealistisch gerügt. Zur Begründung wird auf eine bisher nicht berücksichtigte und nach Ansicht des Beschwerdeführers ebenfalls auf den Unfall zurückzuführende gesundheitliche Beeinträchtigung (Bewegungseinschränkung der rechten Schulter) und auf die - wiederum nach Ansicht des Beschwerdeführers für ihn bestehende - Unmöglichkeit, sich im handwerklichen Bereich erwerblich zu betätigen, hingewiesen. Ob diese Einwände zu Recht erhoben werden, kann offen bleiben, vermag doch die Festlegung des hypothetischen Invalideneinkommens aus anderen Gründen nicht zu überzeugen, wie die folgenden Erwägungen zeigen. c) In den Akten finden sich, trotz umfangreicher ärztlicher Abklärungen, keine genügenden Angaben zum Grad der Arbeitsunfähigkeit. Wurde dem Versicherten im Arztzeugnis von Dr. med. D.________, Spital X.________, vom 30. Mai 1997 (mithin etwa drei Monate nach dem Unfall) noch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit "bis auf weiteres" bescheinigt, so lassen die Angaben in der Folge die notwendige Bestimmtheit vermissen: Der Austrittsbericht der Rehaklinik Z.________ vom 2. März 1998 attestiert dem Versicherten eine Arbeitsfähigkeit "im Rahmen des Zumutbaren", der Bericht von Dr. med. F.________, Kreisarzt der SUVA, über die ärztliche Abschlussuntersuchung am 16. Juli 1998 enthält Umschreibungen der bleibenden Unfallfolgen, jedoch keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit, und ein von Dr. med. W.________, Spezialarzt FMH für Neurologie, Ärztehaus Y.________, zuhanden der IV-Stelle des Kantons Zürich verfasster Arztbericht vom 24. Juli 1998 beantwortet die Frage nach der Arbeitsunfähigkeit mit einem schlichten "Ja". Die SUVA nahm in ihrer Verfügung vom 27. August 1998 und im Einspracheentscheid vom 17. November 1998 vom ihrerseits berechneten Durchschnittslohn für zumutbare Tätigkeiten einen Abzug von 40 % vor, wobei das Massliche dieses Abzuges nicht näher begründet wurde. Insbesondere findet sich keine Bezugnahme auf ärztliche Stellungnahmen. Unter diesen Umständen muss der Sachverhalt als ungenügend abgeklärt gelten, speziell was die auf Grund medizinischer Beurteilung mögliche Arbeitsleistung betrifft. Eine Bemessung der Invalidität ausgehend von den vorliegenden Berichten ist nicht möglich. d) Ein Abstellen auf die Ermittlung des Invaliditätsgrades durch die IV-Stelle des Kantons Zürich gemäss Vorbescheid vom 14. Oktober 1998 ist nicht angängig, da diese offenbar ebenfalls keine klaren ärztlichen Stellungnahmen zum Ausmass der Arbeitsunfähigkeit vorliegen hatte. Die Berufsberaterin der IV-Stelle hielt in ihrem Verlaufsprotokoll über das Erstgespräch mit dem Versicherten am 5. Mai 1998 fest, dass in den Akten keine sicheren Angaben zur Restarbeitsfähigkeit zu finden seien, vor allem auch keine Hinweise auf die mögliche Arbeitsleistung in zeitlicher Hinsicht. e) Damit ist die Sache zu ergänzenden Abklärungen an die SUVA zurückzuweisen. Diese wird medizinische Untersuchungen zur Restarbeitsfähigkeit veranlassen und gestützt darauf über den Rentenanspruch neu verfügen.