Citation: 2C_885/2022 E. 7.1

7.1. Die Vorinstanz hat ihre Feststellung, dass der Hauptwohnsitz der Beschwerdeführerin in der Gemeinde Q.________ /TG liegt, vor allem damit begründet, dass die Beschwerdeführerin seit 1992 in einem Vollpensum im Kanton Thurgau berufstätig ist, dass sie in der Gemeinde Q.________ /TG mit ihrem Ehemann, der dort seit dem 20. Oktober 2018 Hauptwohnsitz hat, ein auf einer 1'500 m2 grossen Parzelle neu gebautes 9.5-Zimmer-Einfamilienhaus besitzt und dass sie in diesem Haus fünf Mal pro Woche übernachtet. Die Verwaltung des Mehrfamilienhauses ihrer Mutter in V.________ /BE stufte die Vorinstanz als Nebenerwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin ein, die sich auch vom Wohnsitz im Kanton Thurgau aus bewerkstelligen lasse. Zwar verfüge die Beschwerdeführerin im Kanton Bern nach wie vor über familiäre und gesellschaftliche Beziehungen (Mutter, Geschwister, Patenkinder, beste Freundin), wobei jedoch nicht bewiesen sei, dass diese in ihrer Intensität über das übliche Mass hinausgingen. Auch sei nicht belegt, dass die Beschwerdeführerin durch ihre Freizeitaktivitäten (Mitgliedschaft bei den Freizeitseglern Y.________ /BE und der Altpfadi Z.________ /BE) ein für den Lebensmittelpunkt entscheidendes Vereinsleben pflege. Die Beschwerdeführerin hält dem unter anderem entgegen, sie habe ausser dem Wochenaufenthaltssitz keine Beziehungen zu Q.________ /TG. Mit ihrem Ehemann habe sie nie einen gemeinsamen Wohnsitz gehabt und dies habe sich auch seit ihrem Wochenaufenthalt in Q.________ /TG nicht geändert. Der Besitz des gemeinsamen Einfamilienhauses begründe keinen gemeinsamen Lebensmittelpunkt, sondern deute lediglich eine mögliche Absicht an, dereinst - nach der Pensionierung beider Ehegatten - diesen Wohnsitz gemeinsam zu beziehen. Darüber hinaus betreffen die Vorbringen der Beschwerdeführerin hauptsächlich die Darstellung des Sachverhalts. Da die vorinstanzlichen Feststellungen für das Bundesgericht verbindlich sind (vorne E. 5.3), ist darauf nicht weiter einzugehen.