Citation: 5C.209/2006 31.01.2007 E. 3

Die Klägerin bringt vor, gemäss Art. 106 Abs. 2 SchKG könne sie ihre Ansprüche anmelden, solange der Erlös aus der Verwertung der gepfändeten Gegenstände nicht verteilt sei. Das Bundesgericht habe in seiner bisherigen Rechtsprechung keine Verwirkungsfrist im Falle einer verzögerten Drittansprache angenommen, sondern einzig gestützt auf Art. 2 Abs. 2 ZGB bei Vorliegen eines offensichtlichen Rechtsmissbrauchs auf den Verlust der Rechte des Ansprechers geschlossen. Der Hinweis der Vorinstanz auf die bald zehn Jahre dauernde Auseinandersetzung zwischen Gläubigerin und Schuldner betreffe sie nicht und sei von ihr nicht zu verantworten. Der Bestand des Arrestes sei zudem erst festgestanden, nachdem die Forderung der Gläubiger geklärt worden sei. Hätte der Schuldner obsiegt, so wäre der Arrest dahingefallen, ohne dass sie einen zusätzlichen Prozess hätte anheben müssen. Daher sei ihr Zuwarten nicht rechtsmissbräuchlich, sondern durch die Umstände gerechtfertigt.