Citation: 8C_641/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Auch nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) zum Diskriminierungsverbot gemäss Art. 14 EMRK ist nicht jede Ungleichbehandlung unzulässig. Von einer konventionswidrigen Diskriminierung ist vielmehr nur auszugehen, wenn andere Personen oder Personengruppen, die sich in einer vergleichbaren Situation befinden, besser behandelt werden, die Unterscheidung auf einem verpönten Merkmal beruht und sie nicht durch objektive und vernünftige Gründe gerechtfertigt ist, das heisst, sie kein legitimes Ziel verfolgt oder kein vernünftiges Verhältnis zwischen dem eingesetzten Mittel und dem angestrebten Ziel besteht (Urteil 2C_121/2022 vom 24. November 2022 E. 5.2 mit Hinweisen). Sachlich begründete Differenzierungen zwischen Schweizerinnen bzw. Schweizern und Ausländerinnen bzw. Ausländern wie auch zwischen fremden Staatsangehörigen mit verschiedenem Aufenthaltsstatus bleiben nach der BV erlaubt (vgl. BGE 143 V 114 E. 5.3.2.1 mit Hinweisen).