Citation: 1B_109/2019 E. 3.5

3.5. Ebenfalls nicht durchzudringen vermag der Beschwerdeführer weiter, wenn er diverse Entsiegelungshindernisse geltend macht. Zwar beruft er sich auf Art. 264 Abs. 1 lit. a, b und c StPO. Die Vorinstanz hat diesbezüglich aber zu Recht ausgeführt, der blosse Hinweis auf allfällige Aufzeichnungen zu Rechtsanwälten oder zeugnisverweigerungsberechtigten Personen bzw. der Hinweis, dass die Agenden und Notizbücher im Allgemeinen solche Korrespondenz oder auch Aufzeichnungen aus dem Privat- und Intimbereich enthalten würden, vermöge kein Geheimhaltungsinteresse darzutun. Der Beschwerdeführer hat es vorliegend bei pauschalen (Schutz-) Behauptungen belassen, ohne konkret und überzeugend darzulegen, in welcher Agenda bzw. in welchem Notizbuch, welche schützenswerten Aufzeichnungen aus welchem Zeitraum und von welchem Autor bestehen sollen. Daran ändert auch sein undifferenzierter Einwand nichts, wonach er bekanntlich aufgrund anderer Verfahren schon vor seiner Verhaftung im Februar 2017 in regelmässiger Kommunikation mit seinen Verteidigern gestanden sei, weshalb die Notizbücher und Agenden Aufzeichnungen in diesem Zusammenhang enthalten würden, welche nicht entsiegelt werden dürften. Die unsubstanziierten Ausführungen des Beschwerdeführers stehen der Entsiegelung bzw. der Durchsuchung und der allfälligen weiteren strafprozessualen Verwendung der Agenden bzw. Notizbücher durch die Strafverfolgungsbehörde nicht entgegen (vgl. Urteil 1B_364/2018 vom 23. Oktober 2018 E. 2.5; Urteil des Bundesstrafgerichts BE.2015.5 vom 20. Oktober 2016 E. 6.3). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz schliesslich eine Güterabwägung vorgenommen und ist zum Schluss gelangt, es bestehe ein erhebliches öffentliches Interesse an der Beschlagnahmung bzw. Auswertung der aufgefundenen Gegenständen zu Beweiszwecken, weshalb dem Gesuch der Staatsanwaltschaft zu entsprechen sei. Dies ist nicht zu beanstanden. Auch diesbezüglich verstösst der angefochtene Entscheid nicht gegen Bundesrecht. Angesichts der Tatvorwürfe (Betrug, Deliktsbetrag von über Fr. 800'000.--) überwiegt das Interesse an der Strafverfolgung die lediglich pauschal geltend gemachten Privatgeheimnisse klar. Einer Entsiegelung und Durchsuchung der versiegelten Agenden bzw. Notizbücher steht somit nichts entgegen. Weitere Hinweise, wonach die Entsiegelung unverhältnismässig sein könnte, sind weder vom Beschwerdeführer rechtsgenüglich dargetan noch erkennbar.