Citation: 4A_50/2024 E. 3.3.2

3.3.2. Da nach dem Gesagten feststeht, dass die Aktionärsdarlehen nicht Gegenstand des Verfahrens bildeten, war die Vorinstanz sodann nicht gehalten, weitere Abklärungen hierzu, namentlich zu deren Bestand vorzunehmen. Eine Verletzung der Offizialmaxime und der richterlichen Fragepflicht, wie der Beschwerdeführer rügt, liegt nicht vor. Auf die Vorbringen zu den Darlehen in der Beschwerde ist nicht einzugehen. Die Vorinstanz war auch unter dem Aspekt von Art. 731b OR nicht gehalten, die Aktionärsdarlehen zum Verfahrensgegenstand zu machen. Wie der Beschwerdeführer selber ausführt, kommt dem Sachgericht in diesem Zusammenhang ein erhebliches Ermessen zu. Die Vorinstanz begründete ihr Vorgehen überzeugend, wie bereits ausgeführt wurde. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, dass sie ihr Ermessen missbraucht hätte, indem sie die Aktionärsdarlehen nicht in die Lösung des Organisationsmangels einbezog. Solches ist auch nicht darin zu erblicken, dass eine Beteiligung des ausscheidenden Aktionärs an der Auskaufsumme nur möglich sein soll, wenn der Covid-Kredit vorher zurückbezahlt würde. Nach dem in der vorstehenden Erwägung 3.3.1 Gesagten kann sodann keine Rede davon sein, dass die Vorinstanz durch die Verkürzung des Angebots, d.h. das Ausserachtlassen der Aktionärsdarlehen bei ihrer Lösung, das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt hätte. Sie hat ihm im Gegenteil die Gelegenheit gegeben, sein Angebot anzupassen. Inwiefern diesbezüglich von Belang sein soll, ob die Vorinstanz für den Fall, dass der Beschwerdeführer keinen Frankenbetrag für sein Aktienpaket nennen würde, eine Säumnisfolge angedroht hat, leuchtet nicht ein. Im Übrigen hat er einen Betrag genannt (vgl. oben E. 3.3.1). Es kann auch nicht gesagt werden, dass der Beschwerdeführer von der Verkürzung des Angebots durch die Vorinstanz überrascht worden wäre. Dies war für ihn vielmehr vorhersehbar. Es war mithin klar, dass Gegenstand des Kauf-Verkauf-Gebots (nur) ein Entgelt in Schweizer Franken für die Aktien des Beschwerdeführers sowie ein Prozentbetrag an der Auskaufsumme sein sollte. Die Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach über die Bedingungen des Kauf-Verkauf-Gebots kein Konsens bestanden habe, sodass kein gültiger Kaufvertrag zustande gekommen sei, gehen unter diesen Umständen fehl.