Citation: 8C_669/2014 E. 4.2

4.2. Das Arbeitsamt rügt eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung sowie die Missachtung des Untersuchungsgrundsatzes. Es macht widersprüchliche Aussagen geltend, indem der Versicherte in der Einsprache vorgebracht habe, er habe die Anstellung bei der B.________ GmbH im Jahr 2011 explizit davon abhängig gemacht, dass er in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis arbeiten könne, in der Beschwerde ans kantonale Gericht führe er jedoch aus, er habe die Anstellung davon abhängig gemacht, dass ihm im Herbst nicht wieder gekündigt werde. Weiter wirft das Arbeitsamt dem Versicherten vor, dass die Bestätigung der B.________ GmbH erst vom 25. Juli (recte: Januar) 2012 datiere, er aber während der Anstellung auf die schriftliche Zusicherung der Weiterbeschäftigung verzichtet habe. Es sei deshalb nicht glaubwürdig, dass ihm nicht bewusst gewesen sei, wie aussichtslos eine Anstellung über den Winter bei der B.________ GmbH gewesen sei. Bei Zugrundelegen dieses Sachverhaltes hätte die Vorinstanz auf fehlende Vermittlungsfähigkeit schliessen müssen. Weiter rügt das Arbeitsamt, die Vorinstanz verkenne die Rechtsprechung zu Art. 15 AVIG, da gemäss dem Bundesgericht bei Saisontätigkeit eine Stellensuche ab Kündigungsdatum nicht ausreiche. Dabei lasse die Vorinstanz völlig ausser Acht, dass der Versicherte bereits zum zweiten Mal einen unbefristeten Vertrag abgeschlossen habe. Die Natur des Vertrags könne aber kein Kriterium dafür sein, ob der Versicherte vernünftigerweise habe damit rechnen müssen, im Herbst wieder entlassen zu werden. Der Versicherte habe seine Schadenminderungspflicht verletzt, weil er trotz formell unbefristetem Vertrag nicht alle notwendigen Vorkehrungen (zeitliche Ausdehnung der Stellensuche) getroffen habe. Schliesslich macht das Arbeitsamt geltend, der gute Glaube als zivilrechtlicher Grundsatz sei vorliegend ohne Relevanz.