Citation: 2C_412/2023 E. A

A.________ (geb. 1979) ist portugiesischer Staatsangehöriger und reiste am 1. April 2004 in die Schweiz ein, wo ihm eine Kurzaufenthaltsbewilligung EG/EFTA zur Ausübung einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit erteilt wurde. Am 18. Februar 2010 erhielt er eine Niederlassungsbewilligung EU/EFTA; diese wurde zuletzt bis zum 15. Februar 2025 verlängert. Am 28. November 2019 verurteilte das Bezirksgericht Weinfelden A.________ wegen mehrfacher Vergewaltigung, mehrfacher sexueller Nötigung und Fahrens in fahrunfähigem Zustand zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten, wovon 12 Monate vollziehbar und 18 Monate bedingt ausgesprochen wurden; zudem verurteilte ihn das Gericht zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- sowie zu einer Busse von Fr. 600.--. Dieser Entscheid wurde vom Obergericht des Kantons Thurgau (Urteil vom 9. Juli 2020) und vom Bundesgericht (Urteile 6B_1105/2020 und 6B_1108/2020 vom 13. Oktober 2021) bestätigt. Am 28. Februar 2022 gewährte das Amt für Justizvollzug des Kantons Thurgau dem Beschwerdeführer die Strafverbüssung in Halbgefangenschaft.