Citation: 4A_623/2017 E. 2.3

2.3. Damit beantragt die Beschwerdeführerin eine Änderung der Rechtsprechung. Die Änderung einer Rechtsprechung lässt sich regelmässig nur begründen, wenn die neue Lösung besserer Erkenntnis der ratio legis, veränderten äusseren Verhältnissen oder gewandelter Rechtsanschauung entspricht; andernfalls ist die bisherige Praxis beizubehalten. Eine Praxisänderung muss sich deshalb auf ernsthafte sachliche Gründe stützen können, die - vor allem im Hinblick auf das Gebot der Rechtssicherheit - umso gewichtiger sein müssen, je länger die als falsch oder nicht mehr zeitgemäss erachtete Rechtsanwendung gehandhabt worden ist (Urteile 4A_576/2017 vom 11. Juni 2018 E. 2.2 und 4A_7/2018 vom 18. April 2018 E. 2.3.1, beide zur Publikation vorgesehen; BGE 143 IV 9 E. 2.4; 138 III 359 E. 6.1; 137 V 314 E. 2.2 S. 316 f.; 136 III 6 E. 3; 135 I 79 E. 3). Die Beschwerdeführerin legt keine solchen Gründe dar.