Citation: 9C_309/2015 E. 4.1

4.1. Gemäss der Beweiswürdigung der Vorinstanz (E. 4.1-6 des angefochtenen Entscheids) hat sich einzig der Orthopäde des RAD im Rahmen seiner Aktenbeurteilung vom 6. April 2013 zur Frage einer Verbesserung des Gesundheitszustandes geäussert. Danach hat sich der am 1. Januar 2012 bestandene Gesundheitsschaden (posttraumatisch persistierender, belastungs- und bewegungsabhängig verstärkter Beinschmerz rechts bei bildgebend nachgewiesener Gonarthrose und Horizontalriss des Innenmeniskus), der die Arbeitsfähigkeit vollumfänglich eingeschränkt habe, stabilisiert und erlaube (seit Austritt aus der Klinik B.________ am 19. Dezember 2012), einer angepassten Tätigkeit zu 100 % nachzugehen. Diese Einschätzung findet in den übrigen medizinischen Akten keine genügende Stütze. Daraus ergibt sich lediglich, dass die Ärzte das Beschwerdebild bzw. die Intensität der geklagten Beschwerden nur teilweise mit den klinisch und bildgebenden Befunden zu erklären vermochten. was im Übrigen bereits anlässlich des ersten Aufenthalts in Bellikon im Sommer 2011 der Fall war, wie die Vorinstanz festgestellt hat. Die im Austrittsbericht der Klinik B.________ vom 20. Dezember 2012 erwähnte erhebliche Symptomausweitung allein lässt nicht den Schluss auf einen verbesserten Gesundheitszustand zu, ebenso nicht das als nicht adäquat bezeichnete Schmerzverhalten oder der Umstand, dass die Versicherte als wenig interessiert an einem besseren Umgang mit Schmerzen beschrieben wurde. Dagegen spricht insbesondere, dass im Bericht vom 29. November 2012 über die orthopädische Untersuchung vom selben Tag ausgeführt wurde, die Patientin sei vor dem schliesslich am 14. September 2012 vorgenommenen Eingriff (Kniegelenksarthroskopie rechts mit Teilmeniskektomie medial) darauf hingewiesen worden, "dass unfallunabhängig eine vorbestehende Gonarthrose besteht und sich ev. die Beschwerden nach Meniskus-Teilentfernung nicht unbedingt bessern würden. Genau dies ist jetzt eingetreten." Weiter wurde festgehalten, die jetzigen Beschwerden seien durchaus erklärbar durch die vorbestandene, bereits ausgeprägte, medial geprägte Gonarthrose und Retropatellararthrose. Gemäss dem Bericht des Dr. med. C.________, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, vom 9. September 2013 bestehen - MRI-befundet - ausgeprägte Infraktionen bzw. beginnende Nekrosebildungen. In diesem Zusammenhang wird in der Beschwerde richtig darauf hingewiesen, dass im Austrittsbericht vom 20. Dezember 2012 ausdrücklich festgehalten wurde, die Zumutbarkeitsbeurteilung erfolge aus unfallkausaler Sicht, somit unter Ausklammerung von Vorzuständen.