Citation: 9C_546/2018 E. 2.2

2.2. Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze zum Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen (Art. 8 IVG), insbesondere auf eine erstmalige berufliche Ausbildung (Art. 16 IVG) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Hervorzuheben bzw. zu ergänzen ist, dass ein solcher Anspruch stets einen Gesundheitsschaden voraussetzt, der mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181). Bei einem psychischen Leiden wird eine fachärztlich gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem gefordert (BGE 130 V 396 E. 5.3. S. 398). Dabei ist hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Arztes begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352).