Citation: 8C_194/2024 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die IV-Stelle habe mit Verfügung vom 20. Februar 2015 einzig über den Anspruch auf berufliche Massnahmen befunden. Wie die Vorinstanz jedoch richtig erwogen habe, müsse sich der formelle Leistungsentscheid auf sämtliche Leistungsansprüche beziehen. Das Rentenbegehren sei damit nach dem 20. Februar 2015 weiterhin hängig gewesen. Eine Neuanmeldung sei folglich nicht notwendig gewesen. Die gegenteilige Auffassung der Vorinstanz verletze Bundesrecht und sei auch deshalb abzulehnen, weil die Zumutbarkeit der Eingliederungsmassnahmen aufgrund der Schwangerschaft gar nicht erst geprüft worden sei. Die IV-Stelle habe zudem richtig festgestellt, dass seit Dezember 2014 eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Da die Anmeldung im Oktober 2014 erfolgt sei, könne der Rentenanspruch frühestens im März 2015 beginnen. Zu diesem Zeitpunkt sei sie aufgrund ihrer Teilnahme am Programm der Tagesklinik voll arbeitsunfähig gewesen, weshalb sie nicht oder noch nicht eingliederungsfähig gewesen sei. Auch unter Berücksichtigung der von der Vorinstanz zitierten Rechtsprechung (SVR 2022 IV Nr. 40 S. 130, 9C_380/2021 E. 5.1) bestehe demnach rückwirkend ab März 2015 Anspruch auf eine Rente.