Citation: 8C_174/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz mass dem polydisziplinären Verlaufsgutachten des ZMB vom 1. Februar 2021 volle Beweiskraft zu. Danach sei die Beschwerdeführerin in Übereinstimmung mit dem Vorgutachten in der ausgeübten, leidensadaptierten Tätigkeit als Personalfachfrau um 40 % eingeschränkt. Die diagnostizierte MS (schubförmiger Verlauf; Expanded Disability Status Scale [EDSS] 2,0) begründe keine Arbeitsunfähigkeit. Die Leistungsfähigkeit sei durch die im Gesamtkontext plausible Fatigue sowie die Irritationen wegen des hyperpathischen Schmerzsyndroms reduziert. Anders als die IV-Stelle, die die Beschwerdeführerin als Teilerwerbstätige ohne Aufgabenbereich ansah, qualifizierte sie die Vorinstanz als im Gesundheitsfall zu 80 % Erwerbstätige mit Aufgabenbereich und nahm die Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode vor. Es resultierte im erwerblichen Bereich ein Invaliditätsgrad von 40 %, der mit dem Grad der Arbeitsunfähigkeit übereinstimmt. Diese Einschränkung gewichtete die Vorinstanz entsprechend dem hypothetischen Erwerbspensum (80 %) und ermittelte somit einen Invaliditätsgrad von 32 % (40 % x 0,8).