Citation: 5A_747/2020 E. 4.1.2

4.1.2. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, die Position "Ferien" ohne jeglichen Parteiantrag von Amtes wegen von Fr. 625.-- auf Fr. 2'300.-- pro Monat erhöht zu haben. Nachdem diese Position von beiden Parteien ausdrücklich anerkannt worden sei, verletze der angefochtene Entscheid in diesem Punkt den Verhandlungsgrundsatz gemäss Art. 55 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 ZPO. Die diesbezügliche Argumentation der Vorinstanz tadelt der Beschwerdeführer als willkürlich. Die Positionen "Ferien" und "Ferienhaus" zu vermengen und "in einen Topf" zu werfen, sei unhaltbar. Die Position "Ferienhaus" beziehe sich einzig auf die Finanzierungs- und Unterhaltskosten, die für die Luxusanlage in Y.________ (GR) unabhängig von der konkreten Nutzung angefallen seien. Demgegenüber betreffe die Position "Ferien" das eigentliche Feriengeld, das heisst die Auslagen "für Ferien ausserhalb des Ferienhauses, insbesondere auch Reisekosten". Darauf gehe das Obergericht nicht ein, obwohl sowohl die Parteien als auch das Bezirksgericht die beiden gänzlich unterschiedlichen Positionen während des ganzen Prozesses gesondert behandelt hätten. Ausserdem übersehe die Vorinstanz, dass die Beschwerdegegnerin die Position "Ferienhaus" in ihrer Anschlussberufung von Fr. 3'065.-- auf Fr. 2'560.-- reduzierte, womit auch die Gesamtentlastung im Zusammenhang mit den Finanzierungs- und Unterhaltskosten des Ferienanwesens nur noch Fr. 885.-- pro Monat ausmache. Schliesslich beruft sich der Beschwerdeführer darauf, dass die vorinstanzliche Rechtsanwendung in dieser Situation unerwartet und überraschend gewesen sei, weshalb das Obergericht den Parteien vor Erlass seines Urteils das rechtliche Gehör hätte gewähren müssen.