Citation: I 597/06 02.05.2007 E. 3

Zu beurteilen ist letztinstanzlich vorab, ob die Beschwerdegegnerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen im Umfang von 71,5 % (Versicherte), 65 % (Vorinstanz) oder 42 % (Beschwerdeführerin) einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde. 3.1 Unbestrittenermassen hatte die Beschwerdegegnerin bis zur Geburt ihres ersten Sohnes im Jahre 1989 zu 100 % als Coop-Verkäuferin gearbeitet. Ab 1993, nachdem 1991 ihr zweiter Sohn zur Welt gekommen war, ging sie, wie ihrem IK-Auszug zu entnehmen ist, stets einer zeitlich reduzierten Erwerbstätigkeit nach. Auf 1. Januar 1996 nahm sie eine Tätigkeit im Rahmen einer Festanstellung als Raumpflegerin im Kindergarten Z.________ des Kantons Basel-Stadt an, wobei ihr Arbeitspensum 13,67 Stunden pro Woche betrug, was, bei einer ordentlichen Arbeitszeit von 42 Stunden wöchentlich und in Anbetracht von 40 Arbeitswochen jährlich (vgl. Arbeitgeberbericht des Departementes Y.________ vom 8. April 2003), einem Beschäftigungsgrad von 27,64 % entsprach. Parallel dazu war sie ab 1. April 1999 zu einem Wochenpensum von rund 18 Stunden oder - angesichts eines betrieblichen Vollpensums von 41 Stunden - zu 43,9 % als Hauswartin bei der Firma P.________ Versicherungen angestellt (Arbeitgeberbericht vom 7. Februar 2005). Nachdem es im Jahre 1998 zu einer ersten psychotischen Episode gekommen und sie vom 31. März bis 12. Mai 2000 auf Grund einer schizoaffektiven Erkrankung in der Psychiatrischen Universitätsklinik X.________ hospitalisiert war, verlor die Versicherte ihre Hauswartsstelle auf Ende Januar 2002 wegen ungenügender Leistungen. Ihr Arbeitspensum als Raumpflegerin konnte sie dagegen per 1. Januar 2004 auf 16,25 Wochenstunden (oder einen Beschäftigungsgrad von 32,86 %) erhöhen (vgl. Arbeitsvertrag mit dem Departementes Y.________ vom 4. Dezember 2003). Auf die Frage, in welchem Ausmass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen erwerbstätig wäre, führte die Beschwerdegegnerin anlässlich der im August 2002 durchgeführten Abklärungen im Haushalt aus, dass sie, da die Familie auf ein zusätzliches Einkommen angewiesen sei, aktuell in gleichem Umfang wie vor Eintritt des Gesundheitsschadens arbeiten würde (Bericht vom 31. März 2003, zu Frage 2b). Im Rahmen der Mitte Dezember 2004 vorgenommenen psychiatrischen Begutachtung durch Dr. med. A.________ gab die Versicherte an, ohne Krankheit zu 50 % einer ausserhäuslichen Tätigkeit nachzugehen und zu 50 % Haushaltsarbeiten zu erledigen. 3.2 Nach der geschilderten Aktenlage erstellt und seitens der Verfahrensbeteiligten denn auch in grundsätzlicher Hinsicht nicht bestritten ist, dass die Beschwerdegegnerin als Gesunde aus finanziellen Gründen - das Einkommen ihres Ehemannes betrug im Jahre 2002 Fr. 4'321.- netto (Abklärungsbericht Haushalt vom 31. März 2003, zu Frage 2f) - im vorliegend massgeblichen Zeitraum (vgl. E. 2 hievor) etwa in gleichem Ausmass erwerbstätig gewesen wäre wie vor Eintritt des die Arbeitsfähigkeit ab März 2000 in erheblichem Masse schmälernden psychischen Beschwerdebildes (zum Beginn der Arbeitsunfähigkeit: Gutachten des Dr. med. A.________ vom 13. Januar 2005, S. 12; vorinstanzlicher Entscheid, S. 8 unten). In jenem Zeitpunkt war die Versicherte zu einem Pensum von 27,64 % als Raumpflegerin tätig und im Umfang von 43,9 % als Hauswartin bei der Firma P.________ Versicherungen angestellt. 3.2.1 Uneinigkeit herrscht indessen bezüglich des von der Beschwerdegegnerin tatsächlich geleisteten Arbeitspensums als Hauswartin. Während die IV-Stelle dieses auf sechs Stunden wöchentlich und die restlichen zwölf Stunden als durch den Ehegatten abgegolten beziffert, macht die Versicherte geltend, ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen die gesamten 18 Stunden selbstständig, d.h. ohne Mithilfe durch ihren Ehemann, erledigt zu haben. Das kantonale Gericht kommt demgegenüber zum Schluss, dass zwar von einer Beteiligung des Ehemannes an der Hauswartstätigkeit auszugehen sei, diese sich aber auf die körperlich schweren und technisch komplizierten Arbeiten beschränke und somit - auch in Anbetracht seiner vollzeitigen Erwerbstätigkeit - auf durchschnittlich lediglich zwei bis drei Stunden pro Woche zu schätzen sei. 3.2.2 Entgegen der Betrachtungsweise der Beschwerdeführerin erscheint mit der Vorinstanz nicht als überwiegend wahrscheinlich, dass die Versicherte auch im Validitätsfall zwei Drittel ihres Arbeitspensums als Hauswartin - und damit ca. zwölf Wochenstunden - ihrem beruflich ohnehin schon zu 100 % ausgelasteten Ehemann übertragen hätte. Die diesbezüglichen Angaben gegenüber der IV-Abklärungsperson im August 2002 (Bericht vom 31. März 2003, zu Frage 2c) wie auch gegenüber Dr. med. A.________ im Dezember 2004 (Gutachten vom 13. Januar 2005, S. 8) sind vielmehr in dem Sinne zu interpretieren, dass die Tätigkeit als Hauswartin bereits von Beginn weg, d.h. ab April 1999, wesentlich von dem seit Auftreten der ersten psychotischen Episode im Jahre 1998 geschwächten Gesundheitszustand geprägt war und ihr Ehegatte sich deshalb genötigt sah, einen beträchtlichen Teil der in dieser Hinsicht anfallenden Arbeit zu übernehmen. Die Annahme der IV-Stelle, dass der Ehemann bei vollkommen intakter Gesundheit der Beschwerdegegnerin seiner ordentlichen Arbeit nachgegangen wäre und daneben regelmässig noch während rund zweieinhalb Stunden täglich unter der Woche oder aber während zwölf Stunden am Wochenende die Hauswartstätigkeiten verrichtet hätte, wohingegen die Versicherte nur zweieinhalb bis drei Stunden pro Tag als Raumpflegerin und sechs Stunden wöchentlich als Hauswartin tätig gewesen wäre, kann nicht als überzeugend gewertet werden. Nicht gefolgt werden kann aber auch dem kantonalen Gericht, soweit es davon ausgeht, dass die Beschwerdegegnerin als Valide im Rahmen ihrer Hauswartstätigkeit von ihrem Ehemann eine kontinuierliche Entlastung im Umfang von zwei bis drei Stunden wöchentlich erfahren hätte. Der vom 18./22. Februar 1999 datierende Arbeitsvertrag "Hauswartdienst im Nebenamt" nennt als Vertragspartnerin klar nur die Versicherte, sodass ihr das gesamte damalige Pensum anzurechnen ist. Es sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass auch im Validitätsfall diesbezüglich eine regelmässige Arbeitsteilung vorgesehen gewesen wäre, was indes die Mithilfe des Ehemannes etwa bei sporadisch anfallenden körperlich anspruchsvolleren Arbeiten oder gelegentlich auftretenden technisch komplizierteren Problemen nicht ausschliesst. Nach dem Gesagten ist anzunehmen, dass die Versicherte ohne psychisches Leiden zu rund 72 % (27,64 % [Raumpflegerin] + 43,9 % [Hauswartin]) erwerbstätig und zu 28 % im Haushalt beschäftigt gewesen wäre.