Citation: 5A_758/2020 E. 6.4.3

6.4.3. Beurteilt sich nach dem Wahrnehmungshorizont des Durchschnittslesers, welche Aussagen dem Gesamtzusammenhang eines Artikels zu entnehmen sind (E. 6.2.2 oben), ist ein Text nicht nur anhand der verwendeten Ausdrücke je für sich allein genommen zu würdigen, sondern nach dem allgemeinen Sinn, der sich aus dem Text als Ganzes ergibt unter Berücksichtigung der besonderen Wirkung von Titeln und Untertiteln, der grafischen Gestaltung und der beigefügten Bilder (Urteile 5A_958/2019 vom 8. Dezember 2020 E. 5.2.1; 5A_247/2020 vom 18. Februar 2021 E. 4.2.3, zur Publikation vorgesehen; für den strafrechtlichen Ehrenschutz: BGE 145 IV 462 E. 4.2.3). Die Beschwerdeführer verweisen darauf zwar zu Recht, unterlassen es aber, dem Bundesgericht in Auseinandersetzung mit den Entscheidungsgründen konkret aufzuzeigen (BGE 143 II 283 E. 1.2.2), wo das Kantonsgericht auf die einzelne Aussage statt auf ihren Gesamtzusammenhang abgestellt hat. Ihr blosses Entgegenhalten der eigenen Betrachtungsweise ersetzt keine formell genügende Beschwerdebegründung (BGE 135 III 145 E. 6).