Citation: 4A_210/2020 E. B

Mit Klage beim Bezirksgericht Hinwil beantragten die Kläger, die Beklagte sei kostenfällig zu verpflichten, ihnen den Betrag von Fr. 157'200.-- nebst Zins zu 5 % seit 10. Juni 2015 zu bezahlen. Das Bezirksgericht hiess die Klage gut und verpflichtete die Beklagte, den Klägern Fr. 157'200.-- nebst Zins zu bezahlen. Es kam zum Schluss, die Beklagte habe die Kläger mangelhaft aufgeklärt, namentlich in Bezug auf eine mögliche Aufgabe des Mindestkurses durch die SNB, die potentiell mögliche Verlusthöhe, das Funktionieren des Stop Loss sowie die benötigte Liquidität. Ferner hielt es auch die Missachtung des Hebelwirkungsverbotes sowie die Nichtbeachtung der Anlagestrategie (Unverhältnismässigkeit der strittigen Anlage) für Pflichtverletzungen der Beklagten, welche kausal zum Schadeneintritt bei den Klägern geführt hätten. Eine dagegen gerichtete Berufung der Beklagten hiess das Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 5. März 2020 gut und wies die Klage ab. Es erwog, die strittige Anlage sei vertragskonform gewesen. Die Aufgabe des Mindestkurses durch die SNB und der dadurch ausgelöste Eurokurs, zu dem die Option abgerechnet worden sei, seien unvorhersehbar gewesen. Pflichtverletzungen der Beklagten seien keine erkennbar, womit sich weitere Erwägungen, namentlich zur Höhe des geltend gemachten Schadens, erübrigten.