Citation: 8C_119/2007 10.03.2008 E. 5

5.1 Was das ohne Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbare Einkommen (Invalideneinkommen) betrifft, ist die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid vom Valideneinkommen ausgegangen und hat dieses entsprechend der medizinisch festgestellten Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit um 50 % gekürzt. Davon hat sie einen Abzug von 15 % vorgenommen, da der Einsatz der Versicherten in der Position als Direktionsassistentin nur erschwert möglich erscheine. 5.2 Wie die Beschwerdeführerin zu Recht einwendet, erweist sich diese Art der Ermittlung des Invalideneinkommens als rechtswidrig. Das massgebende Invalideneinkommen bestimmt sich nach dem, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Vorliegend ist aufgrund der verbindlichen Feststellung des kantonalen Gerichts von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % im angestammten Tätigkeitsbereich "im Sinne einer höheren Präsenz bei leicht vermindertem Rendement" auszugehen. Da die Versicherte nach Eintritt der Invalidität keine Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen hat, ist für die Bestimmung des Invalideneinkommens praxisgemäss auf die Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen (vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475 f., 126 V 75 E. 3b S. 76 f. mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat daher zu Unrecht den Validenlohn berücksichtigt. Mit der Beschwerdeführerin sind die LSE-Tabellenlöhne für Frauen (TA1 2002) heranzuziehen. Nach der Rechtsprechung ist beim Tabellenlohnvergleich in der Regel von Tabelle TA1 (monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht, Privater Sektor) und dem für sämtliche Wirtschaftszweige geltenden Durchschnittslohn auszugehen (vgl. Urteil U 241/04 vom 11. November 2004, E. 4.4 mit Hinweisen). Dies gilt auch für den vorliegenden Fall. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin kann allerdings nicht der Durchschnittslohn für einfache und repetitive Tätigkeiten berücksichtigt werden. Aufgrund der medizinischen Beurteilung ist nicht ersichtlich, weshalb die Versicherte nur noch qualitativ weniger anforderungsreiche Arbeiten ausführen könnte. Vielmehr ist sie in der Lage, ihr vorhandenes Fachwissen vollumfänglich zu verwerten. Eine Einschränkung ergibt sich vorallem daraus, dass sie nicht mehr fähig ist, ein Vollzeitpensum zu erbringen, bzw. für gewisse Arbeiten etwas mehr Zeit benötigt. Aufgrund ihrer Ausbildung und ihres beruflichen Werdegangs (Handelsdiplomschule, Hotelfachschule, Receptionistin, Direktionsassistentin) ist davon auszugehen, dass sie Erfahrung in diversen administrativen Tätigkeiten mitbringt, sodass sie ihre Restarbeitsfähigkeit, wenn nicht mehr als Direktionsassistentin, so doch in administrativen und organisatorischen Bereichen einsetzen kann. Bei dieser Ausgangslage kann vom Totalwert der LSE-Tabelle TA1, Anforderungsniveau 3, bei welchem Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt wird, ausgegangen werden. Der durchschnittliche monatliche Bruttolohn (Zentralwert) für Frauen, Anforderungsniveau 3, privater Sektor, total (Tabelle TA1, LSE 2002), aufgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft 2006 Heft 7/8 S. 90 Tabelle B9.2 Zeile "Total"), betrug im Jahre 2002 Fr. 4'944.60, was einem Jahreseinkommen von Fr. 59'335.-- entspricht. Unter Berücksichtigung der auf 50 % reduzierten Arbeitsfähigkeit resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 29'667.50. Für einen zusätzlichen Abzug von den Tabellenlöhnen (vgl. BGE 126 V 75) sind keine Gründe ersichtlich. Insbesondere ist der gesundheitsbedingten Einschränkung der Beschwerdeführerin bereits dadurch Rechnung getragen worden, dass die Arbeitsfähigkeit lediglich auf 50 % festgelegt worden ist, ihr aber eine höhere Präsenz zumutbar ist. Ein erschwerte Einsatz in der Position als Direktionsassistentin, wie geltend gemacht wird, ist vorliegend nicht relevant.