Citation: I 383/00 15.03.2001 E. 3

3.- Umstritten ist der Einkommensvergleich. a) Die IV-Stelle ermittelte gestützt auf die einschlägigen Tabellenlöhne einen Invaliditätsgrad von 57 %. Die Vorinstanz gewährte dem Versicherten zusätzlich einen Abzug von 15 % von diesen Löhnen und kam auf einen Invaliditätsgrad von 66,26 %. Der Beschwerdeführer macht hiegegen geltend, der erwähnte Abzug müsse 20-25 % betragen, womit sich Anspruch auf eine ganze Rente ergebe. Der Invaliditätsgrad beruhe zudem auf hypothetischen Grundlagen und lasse sich nicht auf 0,4 % genau bestimmen. b) Das hypothetische Valideneinkommen von Fr. 68'769.- (für 1998; inkl. Nebenverdienst) ist nicht zu beanstanden. In den Akten fehlen ausreichende Anhaltspunkte für die Annahme, dass der Beschwerdeführer ohne seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit ausserordentlichen Lohnerhöhungen hätte rechnen dürfen, weshalb sich kein höherer hypothetischer Verdienst als Gesunder rechtfertigt. c) Bei der Bestimmung des noch zumutbaren Einkommens in einer angepassten Tätigkeit hat die Vorinstanz zu Recht auf die einschlägigen Tabellenlöhne zurückgegriffen. Insoweit kann auf die entsprechenden Erwägungen verwiesen werden. Daraus ergibt sich, dass nur dann Anspruch auf eine ganze Rente bestehen würde, falls ein Abzug von den Tabellenlöhnen von mehr als 15 % gerechtfertigt wäre. In BGE 126 V 75 hat sich das Eidgenössische Versicherungsgericht einlässlich mit diesem Abzug befasst und festgehalten, dass er nicht generell und in jedem Fall zur Anwendung kommt. Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt vielmehr von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des Einzelfalls ab. Dazu gehören leidensbedingte Einschränkungen, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad. Der Abzug ist in Berücksichtigung aller im Einzelfall relevanter Kriterien gesamthaft nach pflichtgemässem Ermesen zu schätzen und beträgt höchstens 25 % (BGE 126 v 78 ff. Erw. 5a/aa-b/cc mit Hinweisen). Laut dem Gutachten des ZMB ist der Beschwerdeführer in "jeglicher rückenadaptierter Tätigkeit ohne Heben und Tragen schwerer Lasten, besonders nicht aus der Vorhalte und mit der Möglichkeit, die Körpersituation zu wechseln", zu "mindestens 50 %" arbeitsfähig. Solche Tätigkeiten sind ihm vollschichtig, aber mit um die Hälfte reduzierter Leistung zumutbar. Diese Angaben rechtfertigen keinen Maximalabzug von 25 %. Der Versicherte kann in den Verweisungsberufen noch ganztags arbeiten; lediglich die Leistung, die er dabei zu erbringen vermag, ist um die Hälfte reduziert. Demnach sind die behinderungsbedingten Einbussen, mit dem vorinstanzlich gewährten Abschlag von 15 % angemessen berücksichtigt. Es ist nichts ersichtlich, was zu einer abweichenden Ermessungsausübung Anlass gäbe.