Citation: 5A_302/2013 E. A

Am 17. Dezember 2010 entzog die Präsidentin der Vormundschaftsbehörde des Kreises K.________ den Eheleuten A.X.________ (Vater) und B.X.________ (Mutter) vorsorglich die Obhut über ihre Tochter C.________ (geb. 9. November 1994). Zudem ordnete sie die Platzierung von C.________ in einer professionellen Institution an. Begründet wurde die Massnahme mit der Meldung der Schulleitung K.________ vom 15. Dezember 2010, wonach C.________ geschlagen worden und von zu Hause abgehauen sei. Bereits früher habe sich C.________ mehrfach dahin gehend geäussert, dass sie von ihrem Vater geschlagen und psychisch unter Druck gesetzt werde und er ihr drohe, sie in den Kosovo zu verschleppen. In der Einvernahme vor der Vormundschaftsbehörde habe C.________ am 16. Dezember 2010 bestätigt, dass sie vor ihrem Vater Angst habe und dass sie nicht wieder nach Hause könne und wolle. Zudem berücksichtigte die Behörde, dass C.________ und ihre jüngere Schwester D.________ bereits zwei Jahre früher provisorisch in einer Kinderklinik platziert worden waren, nachdem sie von ihrem Vater geschlagen worden seien. Mit Zirkulationsbeschluss vom 1. März 2011 genehmigte die Vormundschaftsbehörde die Präsidialverfügung vom 17. Dezember 2010 und entzog A.X.________ und B.X.________ das Obhutsrecht. Unter anderem ordnete die Behörde die Fremdplatzierung von C.________ in einer Pflegefamilie an und errichtete für C.________ eine Beistandschaft (Dispositiv-Ziff. 1 bis 8). Die Kosten der Unterbringung sollten vorschussweise durch die Stadt K.________ getragen werden, wobei die Eltern verpflichtet wurden, sie im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit zu erstatten (Dispositiv-Ziff. 9). Amtskosten wurden keine erhoben.