Citation: 5A_945/2014 E. B

Am 27. Februar 2014 ersuchte der Beschwerdegegner beim Bezirksgericht Bremgarten um die Regelung des Getrenntlebens der Ehegatten. Zusammengefasst beantragte er, die eheliche Wohnung ihm zuzuweisen und die Beschwerdegegnerin zum Verlassen derselben zu verpflichten, die Kinder unter seine Obhut zu stellen und die Erziehungsbeistandschaft über B.________ aufzuheben, das Besuchsrecht der gemeinsamen Absprache zu überlassen, die Gütertrennung per 3. März 2014 anzuordnen und festzuhalten, dass er für den Unterhalt der Kinder alleine aufkomme und sich die Ehegatten gegenseitig keine persönlichen Unterhaltsbeiträge schulden würden. Die Beschwerdeführerin widersetzte sich diesen Anträgen in zahlreichen Punkten. Zusammengefasst verlangte sie, ihr die eheliche Wohnung und die Obhut über die Kinder zuzuteilen, die Erziehungsbeistandschaft über B.________ aufzuheben, das Besuchs- und Ferienrecht des Beschwerdegegners, eventuell ihr eigenes (bei Obhut des Beschwerdegegners), in detailliert angegebener Weise zu regeln, den Beschwerdegegner zur Bezahlung von Kindesunterhaltsbeiträgen (Fr. 875.-- für B.________ und Fr. 925.-- für C.________, je zuzüglich Zulagen) sowie zu persönlichen Unterhaltsbeiträgen (Fr. 5'500.-- bei Obhut durch die Beschwerdeführerin, eventuell Fr. 6'950.-- bei Obhut des Beschwerdegegners) zu verpflichten und die Gütertrennung nicht anzuordnen. Mit Entscheid vom 9. Juni 2014 regelte das Bezirksgericht das Getrenntleben der Parteien. Die Kinder B.________ und C.________ stellte es unter die Obhut des Beschwerdegegners. Von einer Regelung des Besuchs- und Ferienrechts für B.________ sah es angesichts seines Alters ab. Hingegen räumte es der Beschwerdeführerin das Recht ein, C.________ jedes zweite Wochenende zu Besuch zu nehmen und mit ihm zwei Wochen Ferien zu verbringen. Die Aufhebung der Erziehungsbeistandschaft lehnte es ab. Die eheliche Wohnung wies es dem Beschwerdegegner zu und verpflichtete die Beschwerdegegnerin, diese bis 31. September 2014 (sic!) zu verlassen. Der Beschwerdegegner habe für den Unterhalt der Kinder alleine aufzukommen, hingegen der Beschwerdeführerin einen persönlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 4'260.-- (ab ihrem Auszug aus der ehelichen Wohnung) bzw. Fr. 320.-- (ab 1. Juni 2015) zu bezahlen. Schliesslich ordnete es per 3. März 2014 die Gütertrennung an. Die Gerichtskosten (Fr. 1'500.--) halbierte es und Parteientschädigungen sprach es keine zu.