Citation: 2P.234/2003 09.09.2004 E. 5

Soweit der angefochtene Entscheid des Kantonsgerichts Appenzell Innerrhoden die Ermessenseinschätzung für die Staats-, Bezirks- und Gemeindesteuern 2001 betrifft, geht es um eine Materie, die im zweiten und fünften Titel des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) geregelt ist. Gegen solche Entscheide kann gemäss Art. 73 StHG Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht geführt werden. Die Frist des Art. 72 Abs. 1 StHG, die den Kantonen zur Anpassung ihrer Gesetzgebungen an die Vorgaben des Steuerharmonisierungsgesetzes offen stand und während welcher die Verwaltungsgerichtsbeschwerde noch nicht ergriffen werden konnte (BGE 123 II 588 E. 2d, 124 I 145 E. 1a), war im Steuerjahr 2001 abgelaufen. Das schliesst die staatsrechtliche Beschwerde aus (BGE 128 II 56 E. 1c S. 59 f.). Zulässig ist vorliegend hinsichtlich der Staats-, Bezirks- und Gemeindesteuern allein die Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Die staatsrechtliche Beschwerde ist daher hinsichtlich der kantonalen Steuern als Verwaltungsgerichtsbeschwerde entgegenzunehmen und zu behandeln. Sie genügt den Erfordernissen, die Art. 108 Abs. 2 OG an die Begründung einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde stellt. Es kann mit dieser Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, hier der Vorschriften des Steuerharmonisierungsgesetzes, gerügt werden (Art. 104 lit. a OG). Das Bundesgericht prüft dabei mit freier Kognition, ob das kantonale Recht und dessen Anwendung mit den Vorgaben des Steuerharmonisierungsgesetzes übereinstimmen. Soweit das Steuerharmonisierungsgesetz den fraglichen Bereich nicht erfasst, richtet sich die Prüfungsbefugnis des Bundesgerichts allerdings nach den für die staatsrechtliche Beschwerde geltenden Grundsätzen, auch wenn die Verwaltungsgerichtsbeschwerde das richtige Rechtsmittel ist (BGE 130 II 202 E 3.1 S. 205 f., 128 II 56 E. 2b S. 60).