Citation: 9C_185/2022 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht hat erwogen, unter Berücksichtigung der Ausführungen des Bundesgerichts (im Urteil 9C_328/2021 vom 3. Januar 2022) könne eine relevante Arbeitsunfähigkeit vorliegend frühestens am 7. Januar 2017 (einen Tag nach der rechtskräftigen Verfügung der IV-Stelle vom 6. Januar 2017) angenommen werden; ein früherer Zeitpunkt falle gemäss den bundesgerichtlichen Ausführungen in Erwägung 5.3.2 seines Urteils ausser Betracht. Es hat in Würdigung der Aktenlage darauf geschlossen, dass es überwiegend wahrscheinlich spätestens im Mai 2017 zu einer objektivierbaren Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes mit entsprechender Chronifizierung gekommen sei. Auf zusätzliche Abklärungen hat die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet. Die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit hat sie schliesslich offen gelassen unter Verweis darauf, dass auch für den Fall einer Verwertbarkeit auf Grundlage der im IME-Gutachten vom 3. Mai 2018 attestierten Arbeitsfähigkeit von 50 % in leidensangepasster Tätigkeit ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente resultierte. Der Rentenbeginn sei auf den 1. Mai 2018 festzulegen.