Citation: 6B_579/2016 E. 1.1

1.1. F.X.________ sagte als Zeugin aus, sie habe G.B.________ zweimal nacheinander sagen hören: "A.X.________, nimm sie bitte auseinander". Dann sei sie wieder ins Wohnzimmer gegangen, um die Kinder zu beruhigen. Später sei sie wieder zur Wohnungstüre gegangen und habe den Beschwerdeführer zu C.X.________ sagen hören: "Hör auf, es bringt nichts". Die Vorinstanz erwog in ihrem Urteil vom 21. Oktober 2014, es bestehe kein Anlass, auf die Erklärungen von F.X.________ nicht abzustellen. Sie gab aber nicht an, wie die von F.X.________ wahrgenommenen Äusserungen von G.B.________ in Bezug auf die Frage zu würdigen sind, ob der Beschwerdeführer die Absicht hatte, C.X.________ und B.B.________ zu trennen. Das Bundesgericht hielt deshalb in seinem Rückweisungsentscheid vom 30. Juni 2015 fest, dass der Entscheid der Vorinstanz in diesem Punkt keine den Anforderungen von Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG genügende Begründung enthielt (Urteil 6B_1197/2014 E. 1.2). Zur Zeugenaussage von F.X.________ hält die Vorinstanz im nun angefochtenen Entscheid vom 6. April 2016 im Wesentlichen fest, dass Letztere die Ereignisse in der Wohnung der Familie B.________ nur akustisch verfolgen konnte und nur vereinzelt detaillierte Angaben zum Zeitablauf machte. Es sei ohne Weiteres vorstellbar, dass der Beschwerdeführer, der nach eigener Aussage ein neutrales wenn nicht freundschaftliches Verhältnis zu B.B.________ hatte, von G.B.________ zwar aufgefordert worden sei, seinen Bruder C.X.________ und B.B.________ zu trennen, dann aber nicht trennend, sondern auf der Seite seines Bruders in die Auseinandersetzung eingriff. Dem stehe nicht entgegen, dass der Beschwerdeführer ohne die Absicht, gegen B.B.________ Gewalttätigkeiten zu verüben, die Wohnung betreten habe. Schliesslich sei auch die Aufforderung "das bringt nichts" kein Beweis für ein bloss schlichtendes Eingreifen. Sie könnte auch als Reaktion auf das Herbeirufen der Polizei erfolgt sein, um C.X.________ zum Verlassen der Wohnung zu bewegen. Die Aussagen von F.X.________ würden daher nicht beweisen, dass der Beschwerdeführer nur in die Auseinandersetzung zwischen C.X.________ und B.B.________ eingegriffen habe, um diese zu trennen (Urteil, S. 23 f.). Im Gesamtergebnis hält die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer gleichzeitig oder unmittelbar nach C.X.________ und E.X.________ die Wohnung von B.B.________ betrat. Er habe dies nicht in der Absicht getan, B.B.________ tätlich anzugehen. Er sei vielmehr von G.B.________ aufgefordert worden, schlichtend einzugreifen, schloss sich dann aber praktisch sofort seinem Bruder C.X.________ an, als dieser gegen B.B.________ tätlich wurde. Nachdem G.B.________ die Polizei anrief, hätte der Beschwerdeführer gleichzeitig mit C.X.________ und E.X.________ die Wohnung wieder verlassen (Urteil, S. 43 f.).