Citation: 8C_699/2019 E. 4.3.2

4.3.2. Weiter trifft es zwar zu, dass die Vorinstanz den direkten Aussagen der Beschwerdegegnerin vom 21. Dezember 2017 und 27. Juli 2017 mehr Gewicht beimass als den in den IV-Berichten indirekt wiedergegebenen Angaben der Versicherten. Sie begründete dies aber ausführlich und nachvollziehbar. In Bezug auf den Abklärungsbericht Haushalt vom 30. November 2017 wies sie etwa zu Recht darauf hin, dass sich diesem keine Aussage der Beschwerdegegnerin entnehmen lässt, wonach sie im Gesundheitsfall in einem 50 %-Pensum erwerbstätig wäre. Die Aussage der Versicherten, wonach sie heute "sicher teilzeitlich" arbeiten würde, da bereits eine Kürzung der Unterhaltszahlungen des getrennt lebenden Ehemannes im Raum stehe, lasse denn auch einen erheblichen Interpretationsspielraum über den Gehalt der Aussage zu. Ausserdem sei auffällig, dass die indirekt wiedergegebenen Aussagen zum Pensum im fiktiven Gesundheitsfall in einem Zusammenhang mit Aussagen zu der aus gesundheitlichen Gründen bestehenden Leistungsfähigkeit gestanden hätten. Von einer willkürlichen Beweiswürdigung der Vorinstanz kann somit keine Rede sein. Dass die unmissverständlichen direkten Angaben der Beschwerdegegnerin zum im Gesundheitsfall hypothetisch ausgeübten Arbeitspensum von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst gewesen sein sollen, macht die IV-Stelle im Übrigen nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich.