Citation: 8C_652/2019 E. 4.2

4.2. Die vorinstanzliche Verneinung der Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenzusprache vom 6. November 2011 im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG ist weder durch Verweis auf die Erwägungen noch durch ausdrückliche Erwähnung Teil des Dispositivs (vgl. auch Urteil 8C_630/2015 vom 17. März 2016 E. 3.2.3). Die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz bringen im Wesentlichen vor, eine Rückweisung zu weiteren medizinischen Abklärungen wäre nicht statthaft bzw. hinfällig gewesen, wenn die ursprüngliche Rentenzusprache zweifellos unrichtig gewesen wäre. Es hätte die Abweisung der Beschwerde mit der substituierten Begründung der Wiedererwägung erfolgen müssen. Da der Rückweisungsentscheid vom 29. Juni 2015 aber unangefochten in Rechtskraft erwachsen sei, könne auf diesen (dem Dispositiv zwingend inhärenten) Punkt nicht mehr zurückgekommen werden. Diese Einwände sind nicht stichhaltig. Eine Rückweisung zu medizinischen Abklärungen hätte nämlich auch bei Bejahung der zweifellosen Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenzusprache erfolgen müssen, da diesfalls der Rentenanspruch für die Zukunft ("ex nunc et pro futuro") in all seinen Teilen neu zu prüfen ist (BGE 144 I 103 E. 4.4.1 S. 109; SVR 2019 UV Nr. 1 S. 41, 8C_525/2017 E. 7.3; Urteil 8C_235/2019 vom 20. Januar 2020 E. 3.2). Es kann somit nicht gesagt werden, die Tragweite des Dispositivs ergebe sich nur unter Einbezug der Verneinung der zweifellosen Unrichtigkeit der Rentenzusprache vom 6. Januar 2011 (vgl. auch Urteil 8C_630/2015 vom 17. März 2016 E. 3.2.3). In diesem strittigen Punkt ist der kantonale Entscheid vom 29. Juni 2015 somit nicht in materielle Rechtskraft erwachsen, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.