Citation: 6B_1024/2017 E. 2.2.1

2.2.1. Es ist erstellt, dass der Beschwerdeführer dem am Boden liegenden Privatkläger einen kräftigen Fusstritt gegen den Kopf versetzte, als sich dieser gerade aufzurappeln versuchte. Unbestritten ist zudem, dass der Privatkläger Körperverletzungen von "vergleichsweise geringer" Schwere - eine leichte Gehirnerschütterung und eine Bindehautblutung am rechten Auge - erlitten hat. Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, war es im dynamischen, gemäss Darstellungen des Beschwerdeführers selbst keine Minute dauernden Geschehen dem Zufall überlassen, ob er den Kopf des Opfer treffen und schwere Verletzungen verursachen würde. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz annimmt, er habe dies mindestens in Kauf genommen. Bei der Kopfregion handelt es sich um einen besonders sensiblen Bereich des menschlichen Körpers und Kopfverletzungen, insbesondere Verletzungen der Hirnregion, können gravierende Folgen nach sich ziehen. Das Bundesgericht hat mehrfach festgehalten, es entspreche der allgemeinen Lebenserfahrung, dass Fusstritte und Faustschläge in den Kopfbereich eines am Boden liegenden Opfers - selbst wenn dieses sich zusammenrollt und den Kopf mit den Händen zu schützen versucht - zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen der körperlichen Integrität führen können. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung setzt für die Erfüllung des Tatbestandes der versuchten schweren Körperverletzung nicht voraus, dass neben den eigentlichen Fusstritten oder Schlägen an den Kopf ein aggravierendes Moment, etwa eine besondere Heftigkeit der Tritte, die Wehrlosigkeit des Opfers, die Traktierung mit weiteren Gegenständen oder die Einwirkung mehrerer Personen, hinzutreten muss (Urteil 6B_1180/2015 vom 13. Mai 2016 E. 4.1 mit Hinweisen).