Citation: 6B_1470/2022 E. 1.4.2

1.4.2. Nicht zu folgen ist Kritik des Beschwerdeführers, wonach die vorinstanzliche Einsatzstrafe von 15 Monaten unverhältnismässig sei (resp. das Gleichheits- bzw. Differenzierungsgebot verletze), wenn man sie in Relation zu derjenigen seines Mittäters setze. Der Grundsatz der Gleichbehandlung und Gleichmässigkeit der Strafzumessung gebietet, dass sich jeder für den ihm zukommenden Anteil an der Unrechtmässigkeit der Tat zu verantworten hat. Der Grundsatz zur Individualisierung und das dem Sachgericht bei der Strafzumessung eingeräumte weite Ermessen führen jedoch notwendigerweise zu einer gewissen vom Gesetzgeber in Kauf genommenen Ungleichheit. Selbst gleich oder ähnlich gelagerte Fälle unterscheiden sich durchwegs massgeblich in zumessungsrelevanten Punkten. Die aus diesen Umständen resultierende Ungleichheit in der Zumessung der Strafe reicht für sich allein nicht aus, um auf eine Ermessensüberschreitung zu schliessen (BGE 135 IV 191 E. 3.1 f.; Urteile 6B_84/2022 vom 30. November 2022 E. 5.8.2; 6B_1278/2020 vom 27. August 2021 E. 5.4.4). Die Vorinstanz kommt vorliegend zum Schluss, die Tatbeiträge der Mittäter erwiesen sich als gleichwertig. Sie erwägt - wie bereits wiedergegeben - diese hätten den Raub gemeinsam verübt und bei der Ausführung aufgrund eines gemeinsam gefassten und getragenen Tatentschlusses gehandelt. Es sei von einer spontanen Aufteilung der Handlungen auszugehen. Alle drei Mittäter seien gemeinsam tätlich geworden, weshalb es nicht entscheidend sei, wer genau welche Handlungen vorgenommen habe und wem es schlussendlich gelungen sei, dem Opfer die Tasche zu entreissen. Der Beschwerdeführer habe sich die Tatbeiträge der übrigen Mittäter anrechnen zu lassen. Entsprechend nachvollziehbar legt die Vorinstanz die Einsatzstrafe sowohl für den Beschwerdeführer wie auch für seinen Mittäter auf 15 Monate fest. Der Beschwerdeführer stellt obiger Argumentation einzig seine eigene - gänzlich unsubstanziierte - Einschätzung entgegen, wonach sein Mittäter Initiant und klar treibende Kraft des Raubüberfalls gewesen sei und diesen daher ein höheres Verschulden treffe. Er ergeht sich damit in rein appellatorischer Kritik am angefochtenen Urteil, womit er nicht zu hören ist. Die Vorstrafen des Beschwerdeführers wurden von der Vorinstanz derweil (korrekterweise) nicht bei der Festlegung der Einsatzstrafe anhand der Tatkomponenten, sondern im Nachgang dazu bei deren Erhöhung aufgrund der Täterkomponenten berücksichtigt Die Rüge des Beschwerdeführers, wonach die Festlegung identischer Einsatzstrafen (für ihn und seinen Mittäter) angesichts unterschiedlicher Vorstrafen stossend erscheine, zielt damit ebenfalls ins Leere. Die Einsatz- (sowie die ausgesprochene Freiheitsstrafe) von 15 Monaten halten sich unter Berücksichtigung der konkreten Umstände im Rahmen des sachrichterlichen Ermessens.