Citation: 6B_1050/2022 E. 1.5.2

1.5.2. Mit Bezug auf die berufliche bzw. wirtschaftliche Situation des Beschwerdeführers verneint die Vorinstanz eine gelungene Integration. Dabei gilt festzuhalten, dass der Beschwerdeführer erst 21 Jahre alt ist und damit in beruflicher Hinsicht kaum mit viel Erfahrung gerechnet werden kann. Berücksichtigen durfte die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer im Anschluss an die obligatorische Schulzeit in der Schweiz im Jahr 2017 vorerst erfolglos eine Lehrstelle gesucht hat, bevor er ab August 2021 eine zweijährige Lehre als Mechanikpraktiker begonnen hat. Ebenso trifft zu, dass sich seine bisherigen konkreten Arbeitserfahrungen auf eine angeblich nur wenige Wochen dauernde Temporäranstellung beschränken. Angesichts seines jungen Alters kann dem Beschwerdeführer jedoch nicht übermässig zur Last gelegt und vorgeworfen werden, dass seine berufliche Situation - mit den Worten der Vorinstanz - bisher "mehrheitlich instabil bzw. wechselhaft" war und noch nicht von einer nachhaltigen beruflichen Integration gesprochen werden kann. Viele junge Erwachsene finden sich in einer ähnlichen Situation wieder und stehen im Alter des Beschwerdeführers erst am Anfang einer Erstausbildung bzw. verfügen noch nicht über jahrelange Erfahrungen in der Berufswelt. Hingegen vermag der Beschwerdeführer nicht zu überzeugen, soweit er auf seine finanzielle Situation eingeht. Entgegen seiner Auffassung sind die Schulden im Umfang von rund Fr. 10'000.-- nicht deshalb zu relativieren, da er noch sein ganzes Berufsleben vor sich habe. Vielmehr hebt die Vorinstanz zu Recht hervor, dass der Beschwerdeführer in seinem jungen Alter bereits beträchtliche Schulden angehäuft hat und sich dieser Schuldenberg in den letzten Jahren laufend erhöht hat. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz gestützt darauf erwägt, er werde für eine längere Zeit finanziell nicht auf eigenen Beinen stehen und sei von der Unterstützung seiner Eltern abhängig. Eine gelungene wirtschaftliche Integration liegt nicht vor. Daran ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer behauptet, es sei eine deutliche Besserung zu erwarten und er werde die bestehenden Schulden abbauen.