Citation: 8C_327/2020 E. 5

Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er finanziell von seinem Bruder abhängig gewesen sei und sich deshalb damit begnügt habe, mündlich auf die ausstehenden Löhne hinzuweisen. Zudem sei dieser dann jeweils mit Verspätung doch noch bezahlt worden. Auf eine gerichtliche Durchsetzung seiner Ansprüche habe er aus all diesen Gründen verzichtet. Dass er und die anderen Arbeitnehmer nach einer jeweils vom Bruder getätigten Anzahlung mündlich reklamiert hätten (worauf die noch ausstehenden Beträge beglichen worden seien, alles in bar), könnten diese bestätigen. Die Vorinstanz habe es jedoch unter Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes unterlassen, sie als Zeugen zu befragen. Eine schuldhafte Verletzung seiner Schadenminderungspflicht sei ihm deshalb nicht vorzuwerfen. Zudem hätten auch frühere schriftliche Mahnungen die desaströse finanzielle Lage und den Eintritt des Konkurses nicht verhindern können, sodass sein allfälliges Verschulden damit jedenfalls nicht in einem kausalen Zusammenhang stehe.