Citation: 4A_189/2018 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführerin kann zwar gefolgt werden, wenn sie vorbringt, dass Beweisschwierigkeiten im Einzelfall zu keiner Beweismassreduzierung führen. Doch verkennt sie, dass die Vorinstanz betreffend den Zustand des Gerüstbaus das Beweismass nicht reduzierte. So ging die Vorinstanz vom Beweismass der vollen Überzeugung aus und hatte nach Würdigung der Beweismittel mangels plausibler alternativer Unfallvorgänge keine begründeten Zweifel daran, dass das Baugerüst insoweit instabil war, als es durchbrach. Die Beschwerdeführerin stellt im Übrigen nicht in Frage, dass mangels Möglichkeit, den natürlichen Kausalzusammenhang mit wissenschaftlicher Genauigkeit nachzuweisen, diesbezüglich das eingeschränkte Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt (vgl. dazu BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 276; 107 II 269 E. 1b).