Citation: 1C_428/2020 E. 2.5

2.5. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin stellen sich in diesem Zusammenhang auch keine Rechtsfragen von grundsätzlicher Tragweite, zu denen sich das Bundesgericht im vorliegenden Fall noch vertieft materiell äussern müsste: Zur Frage des rechtlichen Gehörs vor Erlass der Schlussverfügung (Art. 80b und Art. 12 Abs. 1 IRSG i.V.m. Art. 26 ff. VwVG) legt die Vorinstanz die einschlägige Praxis des Bundesgerichtes zutreffend dar (vgl. angefochtener Entscheid, E. 4.2.2 S. 11 f.; s.a. BGE 145 IV 99 E. 3.1 S. 108 f.). Soweit die Beschwerdeführerin (unter beiläufiger Berufung auf eine Lehrmeinung, aber ohne nähere Begründung) vorbringt, das Teilnahmerecht gemäss Artikel 80b Abs. 1 IRSG beinhalte "dieselben Rechte wie in einem inländischen Strafverfahren", kann dieser unzulässig verkürzten Auffassung nicht gefolgt werden. Sie findet im hier anwendbaren IRSG keine Stütze und widerspricht der ständigen Rechtsprechung und der (fast einhelligen) Doktrin, wonach es sich beim Rechtshilfeverfahren nicht um einen Strafprozess handelt, sondern um ein spezialgesetzlich geregeltes Verwaltungsverfahren (vgl. BGE 145 IV 99 E. 3.1 S. 108; 139 II 404 E. 6 S. 419 f.; 133 IV 271 E. 2.2.2 S. 274; 131 II 169 E. 2.2.3 S. 173; je mit Hinweisen; s.a. Donatsch/Heimgartner/Meyer/Simonek, a.a.O., S. 4 ff., 21; Forster, a.a.O., Art. 84 N. 1, 37; Laurent Moreillon, [Hrsg.], Entraide internationale en matière pénale, Commentaire romand, Basel 2004, Introduction générale, N. 50; Robert Zimmermann, La coopération judiciaire internationale en matière pénale, 5. Aufl., Bern 2019, Rz. 8). Zwar stellt sich die Beschwerdeführerin weiter auf den Standpunkt, es sei "im Anwendungsbereich der StPO unbestritten, dass die Partei ein Recht auf persönliche Teilnahme bei einer Triage" habe, dies gelte insbesondere "im Rahmen eines Entsiegelungsverfahrens vor dem Zwangsmassnahmengericht". Sie verkennt jedoch, dass es bei dem von ihr beanstandeten Verfahrensschritt gerade nicht um eine (rechtshilfeweise) Triage vor dem Entsiegelungsrichter ging (Art. 9 IRSG i.V.m. Art. 248 StPO; vgl. oben, E. 2.1). Ausserdem zeigte die (anwaltlich vertretene) Beschwerdeführerin zwischen September und Mitte Oktober 2019 wenig Interesse an einer (von der Staatsanwaltschaft fakultativ in Aussicht genommenen) persönlichen Teilnahme an der Aussonderung der nicht rechtshilfefähigen entsiegelten Aufzeichnungen und Unterlagen. Von der ihr von der Staatsanwaltschaft mit Schreiben vom 22. Oktober 2019 eingeräumten Möglichkeit, bis zum 31. Oktober 2019 schriftlich dazu Stellung zu nehmen (Art. 80b Abs. 1 i.V.m. Art. 12 Abs. 1 IRSG sowie Art. 30 Abs. 1 und Art. 32 Abs. 1 VwVG), machte sie keinen Gebrauch. Im Übrigen sähe auch die StPO für das Entsiegelungsverfahren keine parteiöffentliche mündliche Triage-Verhandlung vor dem ZMG ausnahmslos vor (vgl. Art. 247 Abs. 1 und Art. 248 Abs. 4 StPO). Die einschlägige Praxis anerkennt ein solches Verfahrensrecht nur, wenn die persönliche Teilnahme zur effizienten Durchführung der richterlichen Triage bzw. zur Wahrung des rechtlichen Gehörs sachlich notwendig erschiene. Diesbezüglich obläge es den Parteien und ihren Rechtsbeiständen auch im Anwendungsbereich der StPO, rechtzeitig entsprechende substanziierte Anträge zu stellen und auf Terminvorschläge und Fristansetzungen des ZMG angemessen zu reagieren.