Citation: 1B_600/2022 E. 2.2.2

2.2.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Haft sei um drei Wochen verlängert worden, obwohl kein Vorabgutachten zur Gefährlichkeit vorgelegen habe. Das Zwangsmassnahmengericht könne nicht gleichzeitig das Fehlen eines Vorabgutachtens rügen und dennoch eine Nachfrist von drei Wochen geben. Das Beschleunigungsgebot gelte in Haftfällen bekanntlich besonders. Wie sich aus dem angefochtenen Entscheid ergibt, hat die Staatsanwaltschaft am 5. August 2022 ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben, das bis Ende Oktober, spätestens Ende November 2022 habe vorliegen sollen. Das Bundesgericht habe im Urteil 1B_432/2022 vom 8. September 2022 erwogen, dass - falls die Beurteilung des Haftgrunds weiterhin massgeblich von der Gefährlichkeitsprognose abhängen sollte - die Staatsanwaltschaft angesichts des Beschleunigungsgebots in Haftsachen in einem Kurzgutachten vorab eine Risikoeinschätzung einholen müsse. Im Zeitpunkt der Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts vom 21. September 2022 habe noch kein Vorabgutachten über den psychischen Zustand und die Gefährlichkeit des Beschwerdeführers vorgelegen, weshalb das Zwangsmassnahmengericht die Haft nur um drei Wochen verlängert und nochmals eindringlich auf die Notwendigkeit der umgehenden Einholung eines Kurzgutachtens hingewiesen habe. Zudem hat das Zwangsmassnahmengericht festgestellt, dass die Staatsanwaltschaft mit der bis zum damaligen Zeitpunkt unterlassenen Einholung eines psychiatrischen Vorabgutachtens gegen das Beschleunigungsgebot verstossen habe. Gemäss angefochtenem Entscheid erteilte die Staatsanwaltschaft dem Gutachter mit Verfügung vom 21. September 2022 den Auftrag, bis zum 10. Oktober 2022 ein Kurzgutachten mit einer Risikoeinschätzung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit zukünftiger strafbarer Handlungen zu erstellen, das dann am 6. Oktober 2022 erstellt worden sei und als Grundlage für die am 14. Oktober 2022 verfügte Haftverlängerung gedient habe. Vor diesem Hintergrund ist nicht klar, was der Beschwerdeführer mit seinen in diesem Verfahren geltend gemachten Vorbringen erreichen will. Dass die Verletzung des Beschleunigungsgebots als derart gravierend einzustufen sei, dass er aus der Haft zu entlassen gewesen wäre, zeigt er weder auf noch liegt dies auf der Hand.