Citation: 4A_643/2023 E. 3.2.2

3.2.2. Offenkundige Tatsachen bedürfen keines Beweises (Art. 151 ZPO) und müssen auch nicht behauptet werden (BGE 135 III 88 E. 4.1; Urteil 5A_904/2022 vom 17. Juli 2023 E. 3.5.2). Das Gericht muss die Parteien im Grundsatz auch nicht speziell anhören, wenn es beabsichtigt, auf offenkundige Tatsachen abzustellen. Dies gilt grundsätzlich selbst dann, wenn das Gericht auf offenkundige Tatsachen abstellt, obwohl es an entsprechenden Parteivorbringen fehlt. Allerdings können besondere Umstände gebieten, dass das Gericht die Parteien ausnahmsweise über das Vorliegen einer offenkundigen Tatsache sowie über deren Inhalt speziell informiert. Das Abstellen auf offenkundige Tatsachen - trotz Fehlens entsprechender Parteivorbringen - soll jedenfalls nicht dazu führen, dass die Gegenpartei überrumpelt wird. Ob besondere Umstände vorliegen, die eine vorgängige Anhörung ausnahmsweise rechtfertigen, ist einzelfallbezogen zu entscheiden (Urteil 4A_385/2021 vom 13. Januar 2022 E. 6.5; mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer macht keine Umstände geltend, die eine besondere Anhörung erforderlich gemacht hätten. Auch von einer Überrumpelung des Beschwerdeführers kann aufgrund der Umstände nicht ausgegangen werden. Vielmehr hat der Beschwerdeführer selbst die Vertretungsbefugnis von Dr. C.________ in Frage gestellt. Zudem hat bereits die Erstinstanz auf die Webseite der Beschwerdegegnerin verwiesen, weshalb der Rückgriff auf weitere Webseiten durch die Vorinstanz jedenfalls nicht völlig überraschend sein konnte. Die Rüge erweist sich damit als unbegründet.