Citation: 2P.369/1998 21.03.2000 E. 1.-

a) Da der Kanton Basel-Stadt kein Verfahren der abstrakten Normenkontrolle kennt, kann die Verordnung direkt mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden (Art. 84 Abs. 2, Art. 86 Abs. 1 und Art. 87 OG). b) Zur staatsrechtlichen Beschwerde gegen einen Er- lass ist legitimiert, wer durch den angefochtenen Erlass un- mittelbar oder virtuell (das heisst mit einer minimalen Wahrscheinlichkeit früher oder später einmal) in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen ist (Art. 88 OG; BGE 125 I 173 E. 1b S. 174; 124 I 159 E. 1c S. 161 f.; 123 I 221 E. 2 S. 224 f.). Ein Verband ist legitimiert, mit staatsrechtlicher Beschwerde die Interessen seiner Mitglie- der zu wahren, wenn er als juristische Person konstituiert ist, nach seinen Statuten die durch die angerufenen verfas- sungsmässigen Rechte geschützten Interessen seiner Mitglie- der zu wahren hat und die Mehrzahl oder doch eine Grosszahl seiner Mitglieder vom angefochtenen Erlass direkt oder vir- tuell betroffen sind (BGE 123 I 221 E. 2 S. 225; 122 I 70 E. 1b S. 73, je mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer ist ein Verein mit dem Zweck, die beruflichen, standespolitischen und wirtschaftlichen In- teressen seiner Mitglieder zu wahren. Seine Aktivmitglieder sind Personen, die das eidgenössische Ärztediplom oder ein anderes eidgenössisches Medizinaldiplom besitzen und in ei- nem Anstellungsverhältnis tätig sind. Es kann entgegen der unsubstantiierten Bestreitung seitens des Sanitätsdeparte- ments ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass eine Grosszahl der Vereinsmitglieder von der angefochtenen Ver- ordnung betroffen sind. Das Sanitätsdepartement bestreitet die Beschwerdelegitimation der Assistenz- und Oberärzte, weil diese nur auf ein bzw. drei Jahre ohne Rechtsanspruch auf Wiederwahl gewählt seien und infolge der frankenmässigen Besitzstandswahrung nicht in ihren rechtlich geschützten In- teressen betroffen seien. Indessen haben nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts die öffentlichen Bediens- teten einen rechtlich geschützten Anspruch darauf, nicht willkürlich, rechtsungleich oder in einer gegen Treu und Glauben oder gegen andere verfassungsmässige Rechte verstos- senden Weise besoldet zu werden (BGE 123 I 1, nicht veröf- fentlichte E. 1b; BGE 121 I 102, nicht veröffentlichte E. 1b; 49, nicht veröffentlichte E. 1), unabhängig davon, ob sie einen Rechtsanspruch auf Wiederwahl haben und ob ihr Lohn frankenmässig gekürzt oder bloss ein weiterer Lohnauf- stieg verunmöglicht wird. Auf die Beschwerde ist einzutre- ten.