Citation: 2C_113/2023 E. 3.4

3.4. Ebenso unbegründet ist die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV). Dem Anspruch auf rechtliches Gehör lässt sich keine allgemeine Pflicht der Behörde zur Abnahme aller angebotenen Beweise und zur Würdigung sämtlicher Argumente entnehmen. Das Gericht kann namentlich auf die Abnahme von Beweisen verzichten, wenn es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür annehmen kann, diese werde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert ("antizipierte Beweiswürdigung"; BGE 145 I 167 E. 4.1; 140 I 285 E. 6.3.1; Urteil 2C_994/2022 vom 22. Juni 2023 E. 3.1). Die Vorinstanz ging wie dargelegt davon aus, dass auch die Kinder ein Interesse am Zusammenleben mit ihrem Vater in der Schweiz haben. Der Beschwerdeführer begründet nicht, welche neuen, relevanten Erkenntnisse diesbezüglich aus einer Befragung der Kinder gewonnen werden könnten. Die Frage, ob die Beziehung zwischen Beschwerdeführer und Kindern in affektiver Hinsicht besonders eng ist, betrifft nicht den Sachverhalt, sondern die rechtliche Würdigung (dazu nachfolgend E. 5.7.3. ff.).