Citation: 5A_853/2020 E. 3.1

3.1. In rechtlicher Hinsicht ist das Verwaltungsgericht davon ausgegangen, die Beschwerdeführerin sei als Stiftung grundsätzlich zur kaufmännischen Buchführung und Rechnungslegung verpflichtet und habe eine Revisionsstelle zu bezeichnen (E. 5.1 S. 6 mit Hinweis auf Art. 83a ZGB, wonach die Vorschriften des OR über die kaufmännische Buchführung und Rechnungslegung sinngemäss gelten, sowie auf Art. 83b Abs. 1 ZGB, wonach das oberste Stiftungsorgan eine Revisionsstelle bezeichnet). Unter bestimmten Voraussetzungen könne die Aufsichtsbehörde von der Revisionspflicht befreien. Die Voraussetzungen bestünden darin, dass die Bilanzsumme der Stiftung in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren kleiner als 200 000 Franken sei, die Stiftung nicht öffentlich zu Spenden oder sonstigen Zuwendungen aufrufe und die Revision nicht für eine zuverlässige Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage der Stiftung notwendig sei. Die Befreiung von der Revisionspflicht entbinde die Stiftung nicht von ihrer Pflicht, der Aufsichtsbehörde Rechenschaft abzulegen. Seien die genannten Voraussetzungen nicht mehr erfüllt, müsse die Aufsichtsbehörde die Befreiung von der Revisionspflicht widerrufen (E. 5.2 S. 6 f. mit Hinweis auf Art. 83b Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 1 der Verordnung über die Revisionsstelle von Stiftungen, SR 211.121.3, sowie auf die Lehre). Die Voraussetzung, dass die Revision nicht für eine zuverlässige Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage der Stiftung notwendig sei, sei erfüllt, wenn einfache und überblickbare Verhältnisse vorlägen und somit die Prüfung der Jahresrechnung ohne Weiteres auch durch die Aufsichtsbehörde vorgenommen werden könne, und zwar mit gleicher Prüfungszuverlässigkeit wie bei Vorhandensein einer Revisionsstelle (E. 6.2 S. 8/9 des angefochtenen Urteils mit Hinweis auf die Lehre).