Citation: U 100/03 31.10.2003 E. 3

Streitig ist einzig, ob der Vorfall vom 20. Dezember 2001 ein unfallähnliches Ereignis im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV darstellt. 3.1 Was die vom BSV beantragte Änderung der Rechtsprechung zu den unfallähnlichen Körperschädigungen betrifft, wird auf die in Erw. 2.1 aufgeführten Urteile verwiesen, in welchen sich das Eidgenössische Versicherungsgericht eingehend mit den vom BSV vorgetragenen Argumenten auseinandersetzte und diese verwarf. 3.2 Die Versicherte verspürte am 20. Dezember 2001 während des Turnens nach 40 Minuten beim Rennen plötzlich einen stechenden Schmerz in der Wade, was sie zum Aufhören zwang. Am 28. Dezember 2001 begab sie sich erstmals in ärztliche Behandlung. Auf Grund der erfolgten Abklärungen konnte eine (Teil-)Ruptur der Achillessehne ausgeschlossen werden; hingegen wurde eine Zerrung der linken Wadenmuskulatur diagnostiziert (Bericht der Frau Dr. med. F.________ vom 7. Februar 2002). 3.3 Die Versicherte gibt weder in der Unfallmeldung vom 23. Januar 2002 noch in der genaueren Schilderung der Geschehnisse vom 24. Februar 2002 eine unkontrollierte Bewegung, ein Stolpern oder Ähnliches an. Vielmehr verspürte sie beim Rennen einen plötzlichen Schmerz. Eine unfallähnliche Körperschädigung ist somit zu verneinen, da die Versicherte lediglich das erstmalige Auftreten von Schmerzen anzugeben vermag. Denn gemäss Rechtsprechung liegt kein äusserer schädigender Faktor und damit auch kein unfallähnliches Ereignis vor, wenn der äussere Faktor mit dem erstmaligen Auftreten der für einen in Art. 9 Abs. 2 UVV enthaltenen Gesundheitsschäden typischen Schmerzen gleichgesetzt wird (Erw. 4.2.1 des in der Amtlichen Sammlung noch nicht publizierten Urteils H. vom 20. August 2003, H 17/03).