Citation: 6B_1359/2020 E. 2.4.2

2.4.2. Die Vorinstanz erwägt, die Beschwerdeführerin habe gegenüber der Kantonspolizei Aargau angegeben, sie habe B.________ das Geld aus Angst, ihn zu verärgern, gegeben. Aus den durch die Kantonspolizei gesicherten Daten des Mobiltelefons der Beschwerdeführerin gehe hervor, dass die Beschwerdeführerin mehrere Gespräche zwischen ihr und B.________ aufgezeichnet habe und dass auf einer Audio-Datei die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Drohung erfasst sei. Das Gespräch habe am 18. März 2018 stattgefunden, sodass zum Zeitpunkt der Anzeigeerstattung im September 2018 die Strafantragsfrist bereits abgelaufen gewesen sei. Zwar treffe zu, dass die Staatsanwaltschaft den Tatbestand der Erpressung nicht geprüft habe, jedoch habe eine solche aufgrund der Schilderungen der Beschwerdeführerin auch nicht im Raum gestanden. Die Beschwerdeführerin habe in diesem Zusammenhang vorgebracht, B.________ habe gedroht, sie zu schlagen, weil er erfahren habe, dass die Beschwerdeführerin mit einem seiner Kollegen über die Sache gesprochen habe. Sie habe aber nicht geltend gemacht, B.________ habe sie durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile zu einem Verhalten bestimmt, wodurch sie sich am Vermögen schädigen könnte. Damit falle der Tatbestand der Erpressung von vornherein ausser Betracht.