Citation: 5P.151/2004 18.05.2004 E. 3

Zurückzuweisen ist die Behauptung der Beschwerdeführer, das HEntfÜ bezwecke nicht die Rückführung an sich, sondern die sofortige Rückführung, die vorliegend gar nicht mehr möglich sei: Diese Argumentation läuft darauf hinaus, dass die Anwendbarkeit des HEntfÜ zeitlich limitiert wäre, und missachtet im Übrigen den Umstand, dass vorliegend die ausserhalb des HEntfÜ stehende Vollstreckung eines Rückführungsentscheides angefochten ist. Unbeachtlich ist sodann das Vorbringen der Beschwerdeführer, sie hätten in Australien Sprach- und Integrationsschwierigkeiten: Dieser Aspekt ist im Sachurteil berücksichtigt worden und hat sich seither nicht verändert. Diesbezüglich würde sich aber selbst dann nichts anderes ergeben, wenn vorliegend materiell über die Rückführung und nicht über die Vollstreckung der entsprechenden Anordnung zu befinden wäre: Es versteht sich von selbst, dass bei einer Rückführung in das Ursprungsland anfängliche Sprach- und Integrationsschwierigkeiten auftreten; dies ist eine fast zwangsläufige Erscheinung, die vom HEntfÜ bewusst in Kauf genommen wird (Bundesgerichtsentscheide 5P.310/2002 vom 18. November 2002, E. 3.4 i.f., und 5P.71/2003 vom 27. März 2003, E. 2.4.3; in diesem Sinn auch der Beschluss des deutschen Bundesverfassungsgerichts vom 15. Februar 1996, E. II.3, publ. in: IPrax 1997, S. 124). Von vornherein keine Rolle spielt im Vollstreckungsverfahren schliesslich das behauptete Einleben in der Schweiz (vgl. E. 2). Abgesehen davon steht die Behauptung im Widerspruch zu den Akten. Aus diesen ergibt sich vielmehr das Bild einer labilen, von steten Ortswechseln geprägten Situation der Kinder, die weder schulisch richtig integriert sind noch in einem stabilen Umfeld aufwachsen und deren einzige Bezugsperson die Mutter ist.