Citation: 2C_946/2019 E. 3.2.3

3.2.3. Die Vorinstanz ist der Auffassung, das Bundesgericht habe in BGE 142 II 182 die Meinung vertreten, dass verjährungsunterbrechende Amtshandlungen des Fälligkeitskantons (hier Basel-Landschaft bzw. damals Graubünden) als Bestandteil der Veranlagungstätigkeit des Kantons der persönlichen Zugehörigkeit (hier Nidwalden bzw. damals Zug) zu gelten hätten (Sachverhalt, lit. C.b). Hierzu ist vorab festzustellen, dass Kapitalleistungen aus Vorsorge (Art. 11 Abs. 3 StHG 1990) gemäss Art. 68 Abs. 1 Satz 2 StHG in der Fassung vom 15. Dezember 2000 (AS 2001 1050; nachfolgend: StHG 2000) schon seit dem 1. Januar 2001 im Fälligkeitskanton zu erfassen waren. Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2014 ist diese Bestimmung in Art. 4b Abs. 1 Satz 2 StHG in der Fassung vom 22. März 2013 (AS 2013 2397; nachfolgend: StHG 2013) überführt worden (dazu BGE 142 II 182 E. 2.2.8 S. 189). Bezogen auf die hier interessierende Steuerperiode 2005 bedeutet dies, dass für die Zwecke der direkten Bundessteuer nach wie vor die Einheit des Veranlagungsortes herrschte (hier: Nidwalden), während im Bereich der harmonisierten Steuern von Kantonen und Gemeinden eine geteilte Steuerhoheit bestand. Vor der Verlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes fällig gewordene Kapitalleistungen aus Vorsorge waren im Fälligkeitskanton (hier: Basel-Landschaft), übrige Einkünfte im Kanton der persönlichen Zugehörigkeit (hier: Nidwalden) zu besteuern.