Citation: 8C_824/2017 E. 4.2

4.2. Dass die vorinstanzlichen Feststellungen betreffend die Entwicklung des Gesundheitszustandes offensichtlich unrichtig (unhaltbar, willkürlich: BGE 135 II 145 E. 8.1 S. 153; Urteil 9C_607/2012 vom 17. April 2013 E. 5.2) sein sollen, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht substanziiert geltend gemacht. Entgegen den Darlegungen in der Beschwerde machte die Vorinstanz deutlich, dass die Gutachter der MEDAS gerade nicht bloss einen gleich gebliebenen medizinischen Sachverhalt anders bewerteten, sondern plausibel aufzeigten, dass sich der Gesundheitszustand aus objektiver Sicht seit den im Jahr 2008 durchgeführten operativen Interventionen an der Wirbelsäule massgeblich verbessert hat. Eine psychiatrische Diagnose schränkte ferner im Zeitpunkt der Rentenzusprache die Arbeitsfähigkeit nicht ein. Die Klinik E.________ führte damals aus, durch das chronische unspezifische Panvertebralsyndrom habe sich eine deutlich reduzierte Belastbarkeit der Wirbelsäule eingestellt. Dies hänge einerseits mit dem schmerzbedingten Schon- und Vermeidungsverhalten zusammen und andererseits mit einer deutlichen Gewichtszunahme. Damit wurde die der ursprünglichen Verfügung vom 1. November 2005 zugrunde gelegte 50%ige Arbeitsfähigkeit mit Rückenschmerzen in Form eines chronischen Panvertebralsyndroms begründet, einer Krankheit des Muskel-Skelett-Systems, auch wenn unter derselben Diagnose psychische Faktoren und Verhaltensfaktoren, Resignation und Frustration durch Kündigung aufgeführt wurden (ICD-10 M54.8, F54 und Z56.0). Eine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit bestand damals aus Sicht des Dr. med. F.________, Leitender Arzt Psychosomatik, Klinik E.________, gerade nicht. Soweit sich die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang auf lit. a Abs. 1 der am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des IVG (6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket) beruft, geht dies demnach fehl. Denn diese Schlussbestimmung bezieht sich einzig auf Renten, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden, welcher Sachverhalt hier nach dem soeben Gesagten nicht vorliegt. Damit ging die Vorinstanz bundesrechtskonform auf der Basis des MEDAS-Gutachtens von einer revisionsrechtlich erheblichen gesundheitlichen Verbesserung hinsichtlich der Wirbelsäulenproblematik nach den erfolgten operativen Eingriffen am Stützapparat aus.