Citation: 8C_752/2023 E. 5.8

5.8. Der Beschwerdeführer beruft sich des Weiteren auf einen Bericht der deutschen Bundesanstalt für Strassenwesen (BAST) über psychische Folgen von Verkehrsunfällen. Danach stehe, so der Beschwerdeführer, evidenzmedizinisch fest, dass psychische Unfallfolgen die Regel und nicht die Ausnahme seien. 25 % der Unfallopfer litten an ernstzunehmenden psychischen Beschwerden. Risikofaktoren seien (nebst psychischer Vorbelastung) unter anderem während des Ereignisses erlebte Todesangst oder das Auftreten von Bewusstseinsänderungen wie dissoziative Zustände, eine extrem belastende medizinische Behandlung der Unfallverletzungen oder ein lange dauernder Krankenhausaufenthalt, verbunden mit einer als ungenügend erlebten sozialen Unterstützung nach dem Unfall. Frühes Anzeichen für entsprechende psychische Beschwerden seien bereits innerhalb eines Monats nach dem Unfall auftretende Symptome. Der Beschwerdeführer beantragt, mit Blick auf die BAST-Studie müsse der adäquat-kausale Zusammenhang zwischen seinem Unfall und den anhaltenden psychischen Beschwerden bejaht werden, dies allenfalls unter Änderung der Praxis zu den psychischen Unfallfolgen.