Citation: 1B_627/2022 E. 4.3

4.3. Wie die Beschwerdeführerin selber darlegt, wurden "mehrere hundertausend" elektronische Aufzeichnungen bei ihr sichergestellt bzw. ediert und auf ihr Verlangen gesiegelt. Das ZMG hat prozessleitend entschieden, dass sie die sehr umfangreichen Aufzeichnungen weder selber durchzusehen, noch (gestützt darauf) jene Dateien zu bezeichnen hatte, die ihres Erachtens vom Anwaltsgeheimnis tangiert sein könnten. Stattdessen wurde sie (im Rahmen ihrer prozessualen Mitwirkungs- und Substanziierungsobliegenheit im Entsiegelungsverfahren) eingeladen, dem ZMG innert der genannten Fristen eine Liste mit Stichworten einzureichen bzw. die fraglichen Mandate zu nennen und grob zu umschreiben. Die aufwändige Analyse, welche Dateien davon betroffen sein könnten, erfolgte anschliessend computergestützt (mittels der eingereichten Stichworte als Such-Tags) unter Beizug eines forensischen Experten.