Citation: 5A_23/2010 31.03.2010 E. 3

3.1 Dem Scheidungsurteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 22. Mai 1991, dessen Abänderung der Beschwerdeführer beantragt, lagen folgende Einkommens- und Vermögensverhältnisse zugrunde: Der damals 56-jährige Beschwerdeführer war Alleinaktionär und Geschäftsführer der Firma X.________ AG mit rund 20 Angestellten. Er lebte in seinem Einfamilienhaus in A.________ und besass daneben noch ein Vierfamilienhaus in C.________. Sein Einkommen setzte sich aus einem Nettolohn der Y.________ AG (Fr. 56'790.--), dem Ertrag der Liegenschaft in C.________ (Fr. 33'290.-- nach Abzug der Unterhalts- und Verwaltungskosten), dem Eigenmietwert des selbst bewohnten Einfamilienhauses in A.________ (Fr. 14'080.-- nach Abzug der Unterhaltskosten), dem Ertrag aus beweglichem Vermögen (Fr. 7'199.--) sowie dem durchschnittlichen Reinertrag der Y.________ AG (Fr. 18'951.--) abzüglich der Schuldzinsen für die beiden Liegenschaften (Fr. 35'754.--) zusammen, total somit Fr. 94'556.--. Gestützt auf diesen Betrag ging das Kantonsgericht St. Gallen von einem monatlichen Einkommen von Fr. 8'000.-- aus. Weiter stellte es fest, dass der Beschwerdeführer über ein steuerbares Vermögen von Fr. 1'054'000.-- verfüge. 3.2 Zum aktuellen Einkommen des Beschwerdeführers führt das Kantonsgericht Graubünden aus, dieses bestehe nur noch aus der AHV-Rente (Fr. 26'520.--), dem um die Unterhaltskosten und die Schuldzinsen reduzierten Eigenmietwert des Einfamilienhauses in A.________ (Fr. 22'000 ./. Fr. 4'400.-- ./. 14'914.-- = Fr. 2'686.--) und dem Ertrag aus beweglichem Vermögen (Fr. 2'567.--), was zusammen mit dem hypothetischen Ertrag aus der im Jahr 2000 erfolgten BVG-Kapitalzahlung (Fr. 10'800.--) ein anrechenbares Einkommen von Fr. 42'573.-- ergebe (angefochtenes Urteil E. 5b S. 9 und E. 5c, S. 11). 3.3 Hinsichtlich des Vermögens stellte das Kantonsgericht zusammengefasst folgendes fest: Aus einem Verkauf des Einfamilienhauses könne nach Abzug der darauf lastenden Hypothek mindestens Fr. 150'000.-- erzielt werden (angefochtenes Urteil E. 5f S. 13), und bei der Y.________ AG sei unter Berücksichtigung der erschwerten Verkäuflichkeit von einem Substanzwert von mindestens Fr. 450'000.-- auszugehen (angefochtenes Urteil E. 5g S. 15 unten). Insgesamt verfüge der Beschwerdeführer noch über ein Vermögen von über Fr. 600'000.-- (angefochtenes Urteil E. 8 S. 22 unten). 3.4 Weiter hat sich das Kantonsgericht zum Verbleib von Mitteln im Betrag von Fr. 1'262'000.--, die dem Beschwerdeführer aus dem Verkauf der Liegenschaft C.________, der Auszahlung des BVG-Alterskapitals, der Rückzahlung eines Darlehens im Geschäftsjahr 2004/2005 und im Zusammenhang mit dem Kauf der Geschäftsliegenschaft von der Y.________ AG in den letzten 14 Jahren zugeflossen sein sollen, geäussert. Zunächst stellt es fest, es handle sich nicht um zusätzliches Einkommen, sondern um Rückzahlungen von zuvor eingebrachten Eigenmitteln aus dem Privatvermögen des Beschwerdeführers und zwar insgesamt von Fr. 1'100'000.-- (angefochtenes Urteil E. 7e S. 20). Sodann erscheine glaubhaft, dass diese Eigenmittel zwischenzeitlich weitgehend aufgebraucht worden seien, zumal dies auf einen Zeitraum von 14 Jahren einem jährlichen Verbrauch von lediglich knapp Fr. 80'000.-- entspreche (angefochtenes Urteil E. 7e S. 21). So seien dem Beschwerdeführer angerechnete Einkommensbestandteile, wie der Gewinnanteil am Ergebnis der Y.________ AG oder auch der Eigenmietwert seiner Privatliegenschaft in Wirklichkeit nie zugeflossen. Ab 1993 habe er effektiv nur über seinen Unternehmerlohn verfügt, der aber nach der Geschäftsaufgabe im Jahre 1998 - abgesehen von einem Verwaltungsratshonorar von Fr. 6'000.-- p.a. - gänzlich weggefallen und erst ab Mitte 2000 durch das AHV-Einkommen (Fr. 26'000.--) ersetzt worden sei. Zumindest für die nach dem Verkauf der Liegenschaft A.________ wieder in die AG eingebrachten Eigenmittel sei nachgewiesen, dass diese bis Mitte 2007 durch die laufenden Bezüge des Beschwerdeführers vollständig abgetragen worden seien. Für eine Aufrechnung dieser Mittel, sei dies als hypothetisch auch in Zukunft anfallendes Einkommen oder als hypothetisches Vermögen, bleibe unter diesen Umständen kein Platz.