Citation: 6B_511/2020 E. 4.4

4.4. Nach dem Anklagesachverhalt liegt im zu beurteilenden Punkt der Schaden in der Höhe der Kaufpreisrestanz, für welche die H.________ AG in Berücksichtigung der finanziellen Situation der H.________ Immobilien AG bzw. der E.________ Holding AG sowie der Tatsache, dass dieser Teil des Kaufpreises nicht abgesichert war, hätte Rückstellungen oder Wertberichtigungen machen müssen. Die Beschwerdegegner und die H.________ Immobilien AG seien im Umfang der nicht überwiesenen Kaufpreisrestanz unrechtmässig bereichert gewesen. Sie hätten keinen Anspruch auf den Restkaufpreis gehabt. Der von der E.________ Holding AG auf dem Kontokorrent xxx verbuchte Aktivposten aus dem Verkauf der Marke "H.________" sei fiktiver Natur gewesen und habe daher nicht Gegenstand einer Abtretung durch die E.________ Holding AG an die H.________ Immobilien AG sein können. Die Beschwerdegegner hätten durch ihr Handeln eine wirtschaftliche Besserstellung von sich und der H.________ Immobilien AG angestrebt, welche ihnen nicht zugestanden habe. Sie hätten gewusst, dass die H.________ Immobilien AG neben den Mitteln aus der Fremdfinanzierung über kleine Liquidität verfügt habe, welche zur Begleichung der Kaufpreisrestanz hätte verwendet werden können (erstinstanzliches Urteil S. 348 f. [Anklageschrift]). Wie die Vorinstanz zu Recht annimmt, war in jedem Fall die H.________ Immobilien AG bereichert, deren Organe - ebenso wie bei der H.________ AG - die Beschwerdegegner waren. Es ist evident, dass die Beschwerdegegner in der Absicht dieser Bereicherung gehandelt haben. Das genügt für die Annahme der unrechtmässigen Bereicherungsabsicht im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB, zumal der Tatbestand der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung auch die Bereicherung eines anderen erfasst. Ob darüber hinaus auch die persönliche Bereicherung der Beschwerdegegner nachgewiesen ist, ist bei dieser Sachlage ohne Bedeutung. Die Verneinung der unrechtmässigen Bereicherungsabsicht verletzt daher Bundesrecht. Ob die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren die persönliche Bereicherung der Beschwerdegegner hinreichend begründet hat, muss nicht entschieden werden. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt begründet.