Citation: 6B_127/2014 E. 7.3

7.3. Mittäter ist, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massgeblicher Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, sodass er als Hauptbeteiligter dasteht (BGE 135 IV 152 E. 2.3.1; 130 IV 58 E. 9.2.1; 125 IV 134 E. 3a). Der Beschwerdeführer und A.________ waren Beamte im Sinne von Art. 314 StGB. Die Vorinstanz wirft ihnen vor, bei der Vergabe der Reparaturaufträge an die C.________ GmbH die allgemeinen Grundsätze des öffentlichen Beschaffungswesens (rechtsgleiche Behandlung der Konkurrenten, Wirtschaftlichkeit, sparsamer Umgang mit Steuergeldern) missachtet zu haben. Sie geht angesichts des geschilderten Tatplans und dessen gemeinsamer Umsetzung zutreffend von einem mittäterschaftlichen Handeln aus. Den Mittätern sind - in den Grenzen ihres (Eventual-) Vorsatzes - die kausalen Beiträge der anderen Mittäter anzurechnen (Marc Forster, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl. 2013, N. 8 vor Art. 24 StGB mit Hinweisen). Die Vorinstanz legt zudem dar, dass der Beschwerdeführer als Leiter und ranghöchster Mitarbeiter des LHIN die Gesamtverantwortung über das LHIN trug, darunter A.________s Bereich Instandhaltung des Armeematerials. Hinsichtlich der Reparaturaufträge an externe Betriebe kam ihm somit formelle Entscheidungskompetenz zu. Aus seiner Gesamtverantwortung als oberster Chef folgte auch die Pflicht, Reparaturaufträge der ihm unterstellten Mitarbeiter nicht zuzulassen, die den Interessen des LHIN zuwiderliefen (Urteil S. 79). Nicht erforderlich ist, dass der Beschwerdeführer selber auf die Gruppenchefs Einfluss nahm, sondern es genügt, dass A.________ diesen Anweisungen erteilte. Eine Einflussnahme auf die einzelnen Reparaturaufträge war nicht nötig, da die Anstellung der C.________ GmbH-Mitarbeiter im LHIN zur Folge hatte, dass diese kontinuierlich Aufträge erhielten (oben E. 4.3.1).