Citation: 5A_966/2021 E. 5.4.1

5.4.1. Was die Ausgleichungspflicht der Beschwerdeführer angeht, führt das Obergericht aus, diese hätten ausgleichungspflichtige Erbvorbezüge von Fr. 84'665.-- (Beschwerdeführer 1) und Fr. 120'000.-- (Beschwerdeführer 2) unter dem Vorbehalt anerkannt, dass der Beschwerdegegnerin Fr. 325'801.-- als Vorbezüge angerechnet würden. Im Erbteilungsverfahren finde die Dispositionsmaxime Anwendung, weshalb das Gericht an übereinstimmende Parteianträge gebunden sei. Indem die Beschwerdeführer zu ihren eigenen Lasten ausgleichungspflichtige Erbvorbezüge anführten, liege eine Klageanerkennung vor. Diese habe - die Klageanerkennung sei bedingungsfeindlich - nicht mit der Bedingung versehen werden können, dass auch Betreffnisse der Beschwerdegegnerin der Ausgleichung zu unterwerfen seien. Entsprechend seien die Gerichte an die Anerkennung gebunden und hätten diesbezüglich keine Beweise abnehmen müssen.