Citation: 2A.97/2001 07.06.2001 E. 1

1.- a) Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist auf dem Gebiete der Fremdenpolizei unzulässig gegen die Erteilung oder Verweigerung von Bewilligungen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einräumt (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG). Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; SR 142. 20) entscheidet die zuständige Behörde, im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland, nach freiem Ermessen über die Bewilligung von Aufenthalt oder Niederlassung. Der Ausländer hat damit grundsätzlich keinen Anspruch auf Erteilung oder Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung, es sei denn, er könne sich auf eine Sondernorm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrags berufen, die ihm einen solchen Anspruch einräumt (BGE 127 II 60 E. 1a S. 62 f.; 126 II 425 E. 1 S. 427, je mit Hinweisen). b) Die Beschwerdeführerin macht einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung nach Art. 17 Abs. 2 ANAG bzw. nach Art. 8 der Europäischen Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) geltend. Der Vater der Beschwerdeführerin ist seit Mai 1996 in der Schweiz niedergelassen. Gemäss Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG haben ledige Kinder unter 18 Jahren Anspruch auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung, wenn sie mit ihren Eltern zusammen wohnen. Ob ein den Weg der Verwaltungsgerichtsbeschwerde öffnender Rechtsanspruch auf fremdenpolizeiliche Bewilligung vorliegt, entscheidet sich in der Regel nach den aktuellen tatsächlichen und rechtlichen Umständen bei Einreichung bzw. Behandlung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde (BGE 127 II 60 E. 1b S. 63, mit Hinweis). Allerdings stellt die Rechtsprechung beim Nachzug von Kindern in Anwendung von Art. 17 Abs. 2 ANAG - im Unterschied zu dem auf Art. 8 EMRK gestützten Nachzugsfall - für die Altersfrage auf den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung ab (BGE 120 Ib 257 E. 1f S. 262 f.; 124 II 361 E. 4b S. 370).