Citation: 8C_83/2023 E. 8.2

8.2. Die Vorinstanz stellte im Wesentlichen fest, der Hauptvorwurf, der dem Beschwerdeführer in der Mahnung gemacht worden sei, bestehe in der fehlenden strikten Trennung zwischen seinen privaten Anliegen und seinen beruflichen Aufgaben. Die beispielhafte Aufzählung des vom Beschwerdeführer fortan erwarteten Verhaltens ("wertefreier, ausgewogener Fachunterricht"; "Akzeptanz schulischer Vorgaben wie Schutz- und Betriebskonzepte"; "ausschliesslich berufliche Nutzung der schulischen Infrastruktur"; "Unterlassung der Verbreitung politischer Propaganda an der Schule"; "professionelles Verhalten im Umgang [...] mit allen Schulangehörigen") erwähne ausserschulische bzw. öffentliche Auftritte und Aktivitäten zwar nicht explizit. Insgesamt ergebe sich aus der Mahnung aber ohne Weiteres, dass es dem Beschwerdegegner auch um öffentliche Auftritte und Aktivitäten gegangen sei, andernfalls er nicht die Teilnahme an einer illegalen Demonstration oder insbesondere die Äusserungen des Beschwerdeführers auf Facebook beanstandet hätte. Auch der Hinweis, dass der Beschwerdeführer als Co-Präsident des Vereins B.________ zusätzlich in der Öffentlichkeit stehe, zeige, dass dem Beschwerdegegner die strikte Trennung von Beruflichem und Privatem in Bezug auf ausserschulische Aktivitäten wichtig gewesen sei. Im Gesamtkontext, so das kantonale Gericht, sei die Forderung nach einer Trennung von privaten Ansichten und beruflichen Aufgaben daher so zu verstehen, dass sie auch öffentliche Auftritte und Aktivitäten umfasst habe, zumal das Trennungsgebot ausdrücklich formuliert worden sei und die Verwendung des Begriffs "namentlich" deutlich mache, dass die Aufzählung des geforderten Verhaltens gerade nicht abschliessend sei. Dem Beschwerdeführer sei auch bewusst gewesen, was von ihm erwartet werde. Dies gelte umso mehr, als der Rektor die Fernsehauftritte des Beschwerdeführers im Nachhinein jeweils kritisiert habe, das Auftreten des Beschwerdeführers in der Öffentlichkeit ein Dauerthema gewesen sei und er anlässlich seiner Rede vom 20. Februar 2021 auch gesagt habe, er riskiere damit sicher seine Stelle.