Citation: 5C.208/2005 14.02.2006 E. 2

Das Obergericht hat u.a. festgehalten, der Kläger habe im Scheidungszeitpunkt über ein Bruttoeinkommen von Fr. 3'500.-- verfügt und sowohl an seinen (inzwischen erwachsenen) Sohn in Frankreich Unterhalt bezahlen als auch Schulden tilgen müssen. Der Kläger rügt diesbezüglich, die finanziellen Verhältnisse im Jahr 1990 seien nur sehr allgemein abgeklärt und erfasst worden; so lasse sich den Akten weder das damalige effektive Nettoeinkommen noch der tatsächlich zu leistende Unterhaltsbeitrag für sein Kind in Frankreich entnehmen. Abgesehen davon, dass nach den obergerichtlichen Ausführungen die Zahl von Fr. 3'500.-- aus dem Parteiverhör mit dem Kläger stammt, beschlagen seine Rügen die kantonalen Sachverhaltsfeststellungen, weshalb sie mit staatsrechtlicher Beschwerde hätten vorgetragen werden müssen (Art. 43 Abs. 1 i.V.m. Art. 55 Abs. 1 lit. c und Art. 63 Abs. 2 OG). Ohnehin wären sie für das vorliegende Verfahren gar nicht relevant oder jedenfalls nicht ausschlaggebend, hat doch das Obergericht nicht die Abänderungsklage mit der Begründung abgewiesen, es mangle an veränderten Verhältnissen; vielmehr hat es für die einzelnen Monate durch Subtraktion der zu berücksichtigenden effektiven Ausgaben vom jeweiligen tatsächlichen Einkommen die für die Unterhaltszahlungen verfügbare Summe eruiert und sein Urteil auf diese konkreten Berechnungen gestützt.