Citation: 7B_268/2022 E. 8.3

8.3. Wird die beschuldigte Person verurteilt, wird sie im Grundsatz gegenüber der Privatklägerschaft für deren notwendige Aufwendungen im Verfahren kostenpflichtig (vgl. Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO; BGE 139 IV 102 E. 4.3). Die Höhe der Parteientschädigung berührt somit die Rechtsstellung der verurteilten Person, weshalb ihr grundsätzlich Gelegenheit zur Stellungnahme dazu gegeben werden muss. Lässt das Gericht, wie vorliegend die Vorinstanz, substanziierte Einwände des Beschuldigten gegen die Honorarnote der Privatklägervertreterin gänzlich unbeachtlich, liegt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.