Citation: 9C_855/2017 E. A

Der am 21. Februar 2005 geborene A.________ wurde im Januar 2014 von seiner Mutter unter Hinweis auf eine Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (nachfolgend: ADHS) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen holte einen Bericht der Dienste B.________ ein, wonach bei A.________ ein "kindliches POS im Sinne der IV" gemäss Ziff. 404 des Anhangs zur Verordnung über Geburtsgebrechen (nachfolgend: Anhang GgV) vorliege. Eine erste abweisende Verfügung vom 30. September 2014 widerrief die Verwaltung lite pendente und tätigte weitere Abklärungen. Mit Verfügung vom 7. Juli 2015 wies sie das Gesuch um Kostengutsprache für medizinische Massnahmen (Art. 13 IVG) nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren ab, weil vor der Vollendung des 9. Altersjahres keine ADHS-spezifische Therapie begonnen worden sei.