Citation: 1P.39/2005 05.04.2005 E. 3

3.1 Bezüglich der vorgeworfenen Geschwindigkeitsüberschreitung vom 9. Mai 2002 bestreitet der Beschwerdeführer, das Fahrzeug gelenkt zu haben. Es bestünden erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an seiner Schuld. Die Unschuldsvermutung sei verletzt worden. 3.2 Als Beweiswürdigungsregel besagt der in Art. 32 Abs. 1 BV verankerte Grundsatz "in dubio pro reo", dass sich der Sachrichter nicht von der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Inwiefern dieser Grundsatz verletzt ist, prüft das Bundesgericht unter dem Gesichtspunkt der Willkür, d. h. es greift nur ein, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver Würdigung des Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche bzw. schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an dessen Schuld fortbestanden. Willkür in der Beweiswürdigung liegt vor, wenn die Behörde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen, auf einem offenkundigen Fehler beruhen oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen. Dabei genügt es nicht, wenn der angefochtene Entscheid sich nur in der Begründung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 127 I 38 E. 2 und 4 mit Hinweisen). 3.3 Das Kantonsgericht begründete seinen Schuldspruch u. a. mit der Tatsache, dass der Beschwerdeführer Halter des fraglichen Fahrzeuges war. Grundsätzlich verstösst es nicht gegen das Verfassungsrecht, bei einem Strassenverkehrsdelikt die Haltereigenschaft am Tatfahrzeug als ein Indiz für die Täterschaft des Beschwerdeführers zu werten (vgl. Urteil 1P.641/2000 vom 24. April 2001, E. 4, publiziert in: Pra 90/2001 Nr. 110; siehe dazu auch BGE 106 IV 142 E. 3). Sodann berücksichtigte das Gericht das wechselnde Aussageverhalten des Beschwerdeführers, von der grundsätzlichen Aussageverweigerung über die Nennung von Verwandten als mögliche Fahrzeuglenker bis zu zwei namentlich bezeichneten Bekannten. Insgesamt erschienen dem Kantonsgericht die Aussagen des Beschwerdeführers als reine Schutzbehauptungen. Dagegen wendet der Beschwerdeführer einzig ein, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die besagten beiden Bekannten sein Auto zur fraglichen Zeit gelenkt hätten. Sie hätten das Auto regelmässig benutzt und hätten jederzeit freien Zugang gehabt. Konkrete Angaben dazu macht er jedoch nicht. Dies alleine ist aber nicht geeignet, erhebliche Zweifel am Beweisergebnis zu wecken. Seine Ausführungen beschränken sich zudem auf weitgehend appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid und setzen sich mit den Argumenten des Kantonsgerichts nicht detailliert auseinander (vgl. Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Dass das Kantonsgericht unter gesamthafter Würdigung der vorhandenen Elemente zum besagten Beweisergebnis gelangt ist, verletzt die Verfassung daher nicht.