Citation: 4A_20/2022 E. 4.2

4.2. Zur Begründung dieser Rüge verweist der Beschwerdeführer auf die "Specific Procedural Rules", welche die Parteien zusammen mit dem Schiedsgericht am 12. Juni 2020 aufgestellt hätten. Darin sei zum Verfahrensgang vereinbart worden, dass in einem ersten Schritt schlüssige Tatsachenbehauptungen in den Rechtsschriften formuliert werden müssten und in einem zweiten Schritt das Beweisverfahren folge. Ausserdem sei darin ein Aktenschluss ("Cut-off Date") festgelegt worden, nämlich der 23. März 2021. Man sei übereingekommen, dass neue Tatsachenbehauptungen nach diesem Datum nur noch bei Vorliegen spezieller Umstände vorgebracht werden dürften. Entgegen diesen Verfahrensregeln habe das Schiedsgericht seinem Entscheid tatsächliche Behauptungen zugrunde gelegt, welche vom Zeugen G.________ im Rahmen der Beweisverhandlung vom 13. April 2021 - mithin nach dem Aktenschluss - erstmals vorgebracht worden seien, und habe es die Aussagen des Zeugen G.________ "im gleichen Zug im Entscheid als Beweismittel für die betreffenden Tatsachenbehauptungen akzeptier[t]". Der Beschwerdeführer unterbreitet dem Bundesgericht zum Beleg dieser Kritik eine umfangreiche Tabelle, aus der sich im Einzelnen ergeben soll, welche Tatsachen vom Zeugen G.________ und damit erst nach dem Aktenschluss ins Verfahren eingeführt worden seien und an welchen Stellen das Schiedsgericht diese "überschiessenden Zeugenaussagen" dem Schiedsentscheid zugrunde gelegt habe. Daraus folgert er: "Indem das Schiedsgericht bei seinem Entscheid Tatsachen berücksichtigt hat, die in Verletzung der im Schiedsverfahren zwischen den Parteien geltenden prozessualen Vorschriften (insbesondere ["Specific Procedural Rules"]) nach dem Cut-off Date ins Verfahren Eingang fanden [...], verletzt das Schiedsgericht den Grundsatz der Gleichbehandlung der Parteien und benachteiligt den Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin."