Citation: 1C_523/2016 E. A

A.________ befand sich 2015 in einer kaufmännischen Lehre und besuchte die Berufsschule im Kaufmännischen Berufs- und Weiterbildungszentrum St. Gallen (KBZ). B.________ ist an dieser Schule Lehrer und Leiter Grundbildung Kaufleute und als solcher für die gesamte kaufmännische Ausbildung am KBZ verantwortlich. A.________ wurde im Herbst 2015 von seinem Lehrbetrieb abgemahnt. Er ersuchte B.________ per E-Mail um ein persönliches Gespräch, wobei er diesen darum bat, die Angelegenheit vertraulich zu behandeln. Die Unterredung fand am 5. November 2015 statt; nach der Darstellung von A.________ wurde Vertraulichkeit vereinbart. Am 8. Februar 2016 wurde A.________ von seiner Englischlehrerin wegen eines Fehlverhaltens im Unterricht diszipliniert, worüber B.________ unterrichtet wurde. Nach der Darstellung von A.________ hat dieser die Lehrlingsverantwortliche seines Lehrbetriebs, C.________, über den Vorfall informiert, worauf es am 11. Februar 2016 zu einer Unterredung zwischen ihr und ihm gekommen sei. C.________ habe B.________ telefonisch Rückmeldung erstattet; dabei habe dieser ihr über das Gespräch zwischen ihm und A.________ vom 5. November 2015 berichtet. Für A.________ hat B.________ eine Amtsgeheimnisverletzung begangen, indem er C.________ von diesem Gespräch berichtete. Am 6. April 2016 erstattete A.________ bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Appenzell Ausserrhoden Strafanzeige gegen B.________. Das Verfahren wurde in der Folge vom Untersuchungsamt St. Gallen übernommen. Am 12. Juli 2016 beantragte es bei der Anklagekammer die Durchführung eines Ermächtigungsverfahrens. Am 14. September 2016 erteilte die Anklagekammer die Ermächtigung zur Durchführung eines Strafverfahrens gegen B.________ nicht.