Citation: 9C_258/2021 E. 3.1

3.1. Gemäss den grundsätzlich verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen des kantonalen Gerichts (vgl. E. 2.1 hievor) hat sich der Gesundheitszustand der Versicherten im vorliegend massgebenden Zeitraum seit der letzten rentenablehnenden Verfügung (25. September 2014) in somatischer Hinsicht nicht wesentlich verändert. Demgegenüber stellte die Vorinstanz eine wesentliche Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes fest, da zur vorbestehenden Angststörung eine rezidivierende depressive Störung mit Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit hinzugetreten sei. Diese Feststellung weicht von den Ausführungen des von der IV-Stelle im Verfahren nach Art. 44 ATSG beauftragten psychiatrischen Gutachters, Dr. med. B.________ ab. Dieser verneinte in seiner Expertise vom 2. Oktober 2019 eine eigenständige depressive Störung nach ICD-10 und ging lediglich von kurzen depressiven Reaktionen auf belastende psychosoziale Situationen ohne Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit aus. Das kantonale Gericht führte zu dieser Diskrepanz unter Hinweis auf ein Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2020 (gemeint ist wohl das Urteil 9C_524/2020 betreffend eine Aggravation) aus, psychosoziale Belastungsfaktoren schlössen eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheitsstörung nicht in jedem Fall aus, vielmehr sei im Einzelfall eine Ausscheidung im Sinne einer ermessensweisen Schätzung vorzunehmen. Vorliegend sei daher von einem psychischen Leiden mit teilweiser Einschränkung der Erwerbsfähigkeit (und mit teilweiser Einschränkung der Haushaltstätigkeit) auszugehen. Aufgrund einer Bemessung der Invalidität nach der gemischten Methode ergebe sich nunmehr ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 40 %, wobei dieses Ergebnis "in erheblichen Masse Züge einer (zwischen den Parteien) vermittelnden Position aufweist und damit einer gerichtlichen Vergleichslösung nahekommt".