Citation: 8C_481/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Die Beschwerdeführerin rügt im Einzelnen zusammengefasst, offensichtlich habe sie sich im Rahmen des SMAB-Gutachtens mit dem Ausdruck "die Spaziergänge" auf die täglichen Morgenspaziergänge bezogen, und nicht auf alle Spaziergänge, die sie mit dem Hund an einem Tag mache. Zwar möge es sein, dass dieser Mangel für sich allein das Gutachten nicht gesamthaft diskreditieren könne. Auch solle hiermit dem orthopädischen Gutachter nicht eine willentliche Abänderung des Tagesablaufs unterstellt werden. Vielmehr werde hierdurch aufgezeigt, dass die subjektive Wahrnehmung der Beschwerdeführerin bezüglich der Dauer der Spaziergänge nicht stimmen könne, weshalb darauf nicht abgestellt werden dürfe. Zudem wirke sich ihre gestörte subjektive Wahrnehmung, die falsche Auslegung der Vorinstanz und die noch aufzuzeigende unrichtige Deutung des Sprachgebrauchs dermassen negativ auf das Gutachten aus, dass es gesamthaft in Zweifel gezogen werden müsse. Laut dem psychiatrischen SMAB-Gutachter sei ihre Wortwahl einfach, aber angemessen und ausreichend differenziert, und der formale Gedankengang geordnet sowie kohärent gewesen. Es sei nicht nachvollziehbar, wie er dies ohne Kenntnis der tamilischen Sprache habe feststellen können. Es möge sein, dass die Wortwahl nicht Hauptkriterium für die Gesamtbeurteilung gewesen sei. Es stelle sich jedoch die Frage, wo der Gutachter sonst noch Angaben gemacht habe, die so nicht stimmten. Die Vorinstanz habe offenbar die Tragweite der vom Gutachter vorgenommenen Bewertung verkannt. Rein aus dem Umstand, dass eine übersetzte Aussage inhaltlich mit der Aussage in der originären Sprache übereinstimme, könne nicht geschlossen werden, der Aussagecharakter bzw. die Wortwahl seien identisch. Aufgrund des Beizugs einer Dolmetscherin hätte der Gutachter auf eine Bewertung der Wortwahl der Beschwerdeführerin verzichten müssen. Sein Verhalten gebe Anlass für die Vermutung, er habe sich eines Textbausteins bedient, ohne diesen konkret auf sie anzupassen. Es stelle sich die Frage, wo überall solche Mutmassungen getroffen worden seien. Dies insbesondere im Hinblick darauf, dass das Gutachten vier verschiedenen ärztlichen Berichten (vom 22. November 2020, 18. Juli 2021, 25. August 2021 und 6. Dezember 2021) diametral widerspreche. Somit sei das SMAB-Gutachten gesamthaft nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz darauf nicht hätte abstellen dürfen.