Citation: 6B_951/2017 E. 1.3.2

1.3.2. Dem Beschwerdeführer wurde am 13. Mai 2013 wegen des Verdachts auf eine bradykarde Rhythmusstörung als mögliche Ursache für den behaupteten einmaligen Bewusstseinsverlust am Ereignistag ein Ereignisrekorder (sog. Reveal Recorder) eingesetzt, welcher abnorme Abweichungen des Rhythmus registriert. Gemäss dem von der Vorinstanz eigens eingeholten Gutachten von PD Dr. A.________, Oberarzt Kardiologie, Leiter Elektrophysiologie im Bereich Rhythmologie des Universitären Herzzentrums B.________ vom 31. August 2016 sowie dessen Ergänzungen stellte das Gerät wiederholt zahlreiche Episoden von paroxysmalem Vorhofflimmern fest, welche vom Beschwerdeführer immer als Pulsunregelmässigkeiten, Herzrasen und Palpitationen wahrgenommen wurden, nie als Schwindel oder Synkopen. Es konnten auch keine symptomatischen bradykarden Rhythmusstörungen im Sinne signifikanter Pausen der Sinusknotenaktivität dokumentiert werden, welche die These einer Konversionspause, eines sog. stillen Vorhofflimmerns, während des Autounfalls untermauern würden. Ebenso fehlten signifikante Blockierungen der AV-Knoten-Überleitung als Ursache von rhythmogenen Synkopen. Der entsprechende Verdacht der behandelnden Ärzte konnte gemäss Gutachter durch den Einsatz des Reveal Recorders während einer überdurchschnittlich langen Zeit von drei Jahren nicht bestätigt, sondern im Gegenteil entkräftet werden. Dies umso mehr, als der Beschwerdeführer im Nachgang zur Diagnose des Vorhofflimmerns täglich ein Medikament eingenommen habe, welches einen allfälligen kranken Sinusknoten weiter verlangsamt hätte und damit erst Recht zu entsprechenden Aufzeichnungen im Reveal Recorder hätte führen müssen. Soweit er die Medikamenteneinnahme nachträglich bestreitet, weicht er vom für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhalt ab, ohne Willkür darzutun. Wie die Vorinstanz nachvollziehbar ausführt, handelte es sich bei dieser Begründung lediglich um ein zusätzliches Argument des Gutachters. Schliesslich decken sich gemäss dessen Einschätzung die objektiven Befunde mit den Aussagen des Beschwerdeführers, welcher vor oder nach dem Autounfall keine Episoden von Synkopen, Präsynkopen oder Schwindelzuständen und keine klinischen Anzeichen für eine kardiologische Symptomatik beschrieben habe. Die nicht restlos geklärte Frage von Vorhofflimmern anlässlich des Unfalls sei im Übrigen nicht relevant, weil eine hypothetische Episode von Vorhofflimmern nicht zu einer Synkope geführt hätte, wie dies auch nach der Diagnosestellung nachweislich nicht der Fall gewesen sei. Es sei daher sehr unwahrscheinlich, dass Vorhofflimmern oder eine andere rhythmologische Erkrankung am Ereignistag zu einer rhythmogenen Synkope geführt hätten.