Citation: 2C_397/2020 E. 4.2

4.2. Eine erfolgreiche Integration liegt praxisgemäss nicht vor, wenn der betroffene Ausländer kein Erwerbseinkommen erwirtschaftet, welches seinen Konsum zu decken vermag, oder er während einer substanziellen Zeitdauer Sozialhilfeleistungen bezieht; die ausländische Person hat für eine erfolgreiche Integration im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG für sich selber aufzukommen: Sie darf keine nennenswerten Sozialhilfeleistungen beziehen und nicht erheblich verschuldet sein (vgl. Urteil 2C_730/2018 vom 20. März 2019 E. 3.1.1). War die ausländische Person während einer substanziellen Zeitdauer von Sozialleistungen abhängig, kann die erfolgreiche Integration nur bejaht werden, wenn sich die Situation hinreichend verbessert (vgl. Urteile 2C_298/2014 vom 12. Dezember 2014 E. 6.3 und 6.4.2 in fine; 2C_930/2012 vom 10. Januar 2013 E. 3.1; 2C_857/2010 vom 22. August 2011 E. 2.3.1; 2C_546/2010 vom 30. November 2010 E. 5.2.3 f.). Ist eine ausländische Person verschuldet, schliesst dies die erfolgreiche Integration dann nicht aus, wenn sie im Begriff ist, die Schulden in wirksamer Weise zurückzubezahlen (vgl. Urteil 2C_352/2014 vom 18. März 2015 E. 4.5). Ebenso wenig schliessen geringfügige Strafen eine erfolgreiche Integration aus (Urteil 2C_749/2011 vom 20. Januar 2012 E. 4.3).