Citation: 6B_1204/2016 E. 1.2.3

1.2.3. Angesichts der Erkennbarkeit des Innerortscharakters und der Tatsache, dass der Beschwerdeführer die Signalisation "Ende der zulässigen Höchstgeschwindigkeit" und "Ortsende auf Hauptstrassen" gesehen haben muss, verfällt die Vorinstanz nicht in Willkür, wenn sie seine Behauptung, er habe beim Beschleunigen angenommen, sich bereits wieder auf einer Ausserortsstrecke zu befinden, als Schutzbehauptung qualifiziert. Wie sie ferner zutreffend erwägt, beträgt die innerortstypische Geschwindigkeit 50 km/h, weshalb der Beschwerdeführer auch nicht darauf vertrauen durfte, die zulässige Geschwindigkeit betrage mindestens 60 km/h. Zudem ist ohne Belang, dass die Geschwindigkeitsbeschränkung zu Beginn der atypischen Innerortsstrecke nicht wiederholt wurde. Die Messstation befand sich an deren Ende und die Signalisation "Ende der zulässigen Höchstgeschwindigkeit" war bereits klar erkennbar. Auch darauf weist die Vorinstanz zutreffend hin. Nicht relevant ist ferner, wie sich die Signalisation ein halbes Jahr nach dem Vorfall präsentierte. Wenn die Vorinstanz insoweit erwägt, die neuen Begebenheiten anlässlich der temporären Signalisation einer Baustelle würden am deutlich erkennbaren Innerortscharakter nichts ändern, ist dies weder widersprüchlich noch unhaltbar. Nicht ersichtlich ist schliesslich, was der Beschwerdeführer hinsichtlich der Sachverhaltsfeststellung aus dem Urteil 6B_622/2009 für sich ableiten will. Wie er selber ausführt, hat das Bundesgericht in jenem Entscheid erwogen, die Einhaltung der signalisierten Höchstgeschwindigkeit sei gerade bei sog. atypischen Innerortsstrecken, etwa gegen den Ausgang von Dörfern hin, besonders unerlässlich. Genau so verhält es sich hier. Die Vorinstanz erwägt im Übrigen zutreffend, dass die Signale "Ortsbeginn" und "Ortsende", welche der Beschwerdeführer nach ihrer willkürfreien Feststellung gesehen hat, den Inner- und Ausserortsbereich unabhängig der im Einzelfall bestehenden Überbauungsdichte, der Strassenoptik und der geltenden Geschwindigkeitslimite abgrenzen (vgl. Urteil 6B_622/2009 vom 23. Oktober 2009 E. 2.5 f. mit Hinweis).