Citation: 2C_628/2015 E. 3.2

3.2. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin verkennt schliesslich einmal mehr die Rechtsprechung, wenn er geltend macht, die Doktrin spreche sich mehrheitlich für die Zulässigkeit eines "living apart together" aus, wie dies seine Klientin praktiziere bzw. praktizieren wolle: Das Bundesgericht hat die entsprechenden Lehrmeinungen verworfen und anders entschieden. Vorbehältlich eines wichtigen Grundes für das Getrenntleben (Art. 49 AuG) müssen sich die Ehegatten im gleichen Haushalt aufhalten, wollen sie in den Genuss der Bewilligungsansprüche nach Art. 42 ff. AuG kommen (vgl. das Urteil 2C_804/2013 vom 3. April 2014 E. 3 u. 4). Das Bundesgericht schützt im Rahmen des Wortlauts der einschlägigen gesetzlichen Vorgaben das Eheleben auf Distanz nicht. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin argumentiert zudem widersprüchlich, wenn er einerseits neu geltend macht, diese sei Opfer ehelicher Gewalt geworden, gleichzeitig aber behauptet, mit ihrem Gatten nach wie vor in einem "living apart together" verblieben zu sein bzw. verbleiben zu wollen, was den Fortbestand einer gelebten ehelichen Gemeinschaft mit entsprechendem wechselseitigen Ehewillen voraussetzen würde.