Citation: 2C_681/2020 E. 5.3

5.3. Entgegen den Beschwerdeführern ist auch unter dem Gesichtspunkt der Rechtsgleichheit nicht zu beanstanden, dass das Steueramt in ihrem Fall den wesentlich über dem letzten Schätzwert liegenden Veräusserungspreis zum Anlass genommen hat, eine Neubeurteilung der Schätzung in die Wege zu leiten. Neuerwerber unterliegen für ihre Liegenschaften zwar grundsätzlich gleichermassen wie bestehende Grundeigentümer der Vermögensbesteuerung zum Verkehrswert (Art. 54 i.V.m. Art. 57 Abs. 1 StG/SG). Wenn aber eine Liegenschaft wie hier zu einem weit über dem Schätzwert liegenden Preis verkauft wird, ist die Situation des Neuerwerbers nicht vergleichbar mit jener eines das Grundstück schon länger haltenden Eigentümers, bei dem keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Schätzwert den Verkehrswert der Liegenschaft nicht mehr hinreichend reflektiert.