Citation: 2C_402/2018 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt, das tatsächlich gelebte enge Kindsverhältnis zu seinem vierjährigen Sohn C.________, welcher über die schweizerische Staatsangehörigkeit verfüge, sei im vorinstanzlichen Verfahren unbestritten geblieben. Er sei jedoch auch bereit und gewillt gewesen, den finanziellen Unterhalt für seinen Sohn zu leisten. Er sei als sorgeberechtigter Kindsvater jedoch noch nicht in der Lage gewesen, den gestützt auf einen hypothetischen Einkommenswert berechneten Kindesunterhalt vollumfänglich in Geld zu begleichen, habe jedoch während der mehreren längeren Spitalaufenthalte der Kindesmutter die Betreuung des Sohnes gesamthaft übernommen und betreue ordentlich den Sohn unter der Woche mindestens an einem Tag und je an einem Tag an jedem Wochenende. Die Vorinstanz habe sich mit dem Argument der Substituierung der Unterhaltspflicht durch Betreuung, d.h. der faktisch gelebten geteilten Obhut, nicht auseinandergesetzt, und die entsprechenden Beweisofferten nicht abgenommen, was seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletze (Art. 29 Abs. 2 BV) und dazu geführt habe, dass die Vorinstanz den Sachverhalt in Verletzung dieser verfassungsrechtlichen Garantie festgestellt habe. Der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt bilde sachlich keine Grundlage, um das unbestritten intensiv gelebte Familienleben rechtlich zu werten. Eine Beendigung des Aufenthaltes des Beschwerdeführers, welcher sowohl in affektiver wie auch in wirtschaftlicher Hinsicht mit dem Sohn eng verbunden sei, würde die Beziehung stark schädigen und existentiell gefährden. Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer nicht weiter abhängig von der Sozialfürsorge sei und die Ausstände der nicht bezahlten Unterhaltsschulden gering erschienen, würde sein privates Interesse an einem weiteren Verbleib in der Schweiz das öffentliche Interesse an seiner Ausreise überwiegen, weshalb die Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung bei den gegebenen Umständen als nicht verhältnismässig erscheine und das Recht auf ein Familienleben (Art. 8 EMRK, Art. 13 BV, Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG) verletzen würde.