Citation: 4A_235/2023 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerin erneuert den Vorwurf an die erste Instanz, sie habe mit dem strikten Beweis das falsche Beweismass an die Beurteilung der natürlichen Kausalität angelegt. Die Vorinstanz habe diesen Fehler zu Unrecht "schön geredet". Die Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz hat die beweisrechtlichen Einwände der Beschwerdegegnerin mit zutreffenden Erwägungen widerlegt. Sie gestand der Beschwerdeführerin zwar zu, dass die Wortwahl des Kantonsgerichts in E. 3.6 S. 29 ("zweifelsfrei") indizieren könnte, es habe für den Nachweis des Kausalzusammenhangs den Vollbeweis anstatt die überwiegende Wahrscheinlichkeit verlangt. Es sei aber zum Schluss gelangt, dass verschiedenste Ursachen ("Strauss von Ursachen") in Frage kämen, die je nach Betrachtung wahrscheinlicher oder weniger naheliegend seien. Jedenfalls mit seiner Schlussfolgerung habe das Kantonsgericht zum Ausdruck gebracht, dass es gestützt auf die Beweislage einige Ursachen als möglich beziehungsweise mehr oder weniger wahrscheinlich, aber keine als überwiegend wahrscheinlich betrachtete. Die Vorinstanz hat damit das erstinstanzliche Urteil auch nach der Lektüre des Bundesgerichts zutreffend aufgefasst und den Vorwurf des falschen Beweismasses zu Recht verworfen. Die Beschwerdeführerin hätte nachweisen müssen, dass die von ihr behauptete Ursache mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die behauptete Vertragsverletzung der Beschwerdegegnerin zurückzuführen sei. Dies ist ihr weder nach der Beurteilung des Kantonsgerichts noch der Vorinstanz gelungen.