Citation: 2C_299/2017 E. 3.3

3.3. Das Verwaltungsgericht hat sich bei der Beurteilung der Situation des Beschwerdeführers mit den Akten auseinandergesetzt und keine wesentlichen Umstände ausser Acht gelassen. Der Beschwerdeführer hatte darüber hinaus im gesamten kantonalen Verfahren die Möglichkeit, Stellung zu nehmen. Es ist nicht ersichtlich, welche neuen entscheidwesentlichen Informationen, die sich nicht schon aus den Akten ergeben bzw. die er nicht hätte schriftlich einbringen können, aus seiner Befragung hätten gewonnen werden können. Das Bundesgericht verkennt nicht, dass es sich für ein Gericht je nach Konstellation als notwendig erweisen kann, sich im Rahmen einer mündlichen Anhörung einen unmittelbaren persönlichen Eindruck einer Person zu verschaffen (vgl. BGE 142 I 188 E. 3.3 S. 193). Dies wurde in strafrechtlichen Entscheiden ausdrücklich anerkannt, wenn es um die Beurteilung von Bewährungsaussichten geht (vgl. Urteil 6S.26/2004 vom 27. Mai 2004 E. 2.3). Wie die Vorinstanz jedoch zutreffend ausführt, hat im vorliegenden Fall die konkrete Rückfallgefahr eine untergeordnete Bedeutung, da bei ausländischen Personen, die sich - wie der Beschwerdeführer - nicht auf das Freizügigkeitsabkommen (FZA; SR 0.142.112.681) berufen können, generalpräventive Gesichtspunkte in die Beurteilung miteinfliessen dürfen (BGE 136 II 5 E. 4.2 S. 20; 130 II 176 E. 3.4.1 S. 183; je zum FZA). Zudem sind die Anforderungen an die in Kauf zu nehmende Rückfallgefahr um so niedriger, je schwerer die zur Diskussion stehenden Rechtsgüterverletzungen sind (vgl. E. 4.4 hiernach). Mit Blick auf die frühere Straffälligkeit des Beschwerdeführers und in Anbetracht der nachfolgenden Ausführungen ist es schwer vorstellbar, dass selbst ein positiver Eindruck, den der Beschwerdeführer den vorinstanzlichen Richtern im Rahmen einer mündlichen Anhörung hätte vermitteln können, etwas am Ergebnis geändert hätte, durfte doch die Vorinstanz nicht von der Vorgeschichte abstrahieren. Aus denselben Gründen erübrigte sich auch das Einholen eines Sachverständigengutachtens. Insgesamt hat das Verwaltungsgericht somit keine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen, indem es auf eine persönliche Anhörung des Beschwerdeführers bzw. das Einholen eines Gutachtens verzichtet hat. Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs erweist sich damit als unbegründet.