Citation: 6B_863/2017 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer wendet ein, dass er nicht so lange für seinen BMW gespart habe, um dann gleichgültig in Kauf zu nehmen, dass dieser kaputt gehe. Es könne ihm nicht entgegengehalten werden, dass er die Strecke gekannt habe. Es wäre für jemanden, der die Strecke nicht gekannt habe, wesentlich leichtsinniger gewesen, diese so rasant zurück zu legen. Es sei üblich, dass an einem Samstagnachmittag Fussgänger und andere Verkehrsteilnehmer unterwegs seien, die Situation wäre aber nachts unter Umständen aufgrund alkoholisierter Verkehrsteilnehmer unberechenbarer gewesen. Er habe weder sich selbst noch Dritte verletzen, geschweige denn töten wollen. Er habe wegen seiner beschränkten Fahrpraxis und der Kenntnis der Strecke darauf vertraut, dass das Resultat ausbleiben würde. Er sei davon ausgegangen, die Situation unter Kontrolle zu haben. Der Fahrlehrer habe ihm nicht beigebracht, wie er sich bei einem Überholmanöver zu verhalten habe, wenn der Überholte plötzlich beschleunigt. Einen Monat nach der Fahrprüfung habe er die Weiterbildungskurse zur Erkennung und Vermeidung von Gefahren noch nicht besucht. Er habe erwartet, dass er sein Überholmanöver normal beenden könne und habe nicht mit der Beschleunigung von Y.________ gerechnet. Gehandelt habe er mit der Einstellung, es werde schon nichts passieren, womit der Tatbestand der bewussten Fahrlässigkeit erfüllt sei.