Citation: 5P.36/2007 03.05.2007 E. 2.3

2.3.1 Ferner wirft die Beschwerdeführerin dem Kantonsgericht eine Verletzung der Begründungspflicht vor, denn es habe nicht gesagt, weshalb es betreffend den Jahreslohn des Beschwerdegegners nicht auf den Ausweis der Pensionskasse abgestellt habe. Das Kantonsgericht hat dazu Folgendes bemerkt: Die von der Beschwerdeführerin erhobene Mutmassung, die vorgelegten Vorsorgeausweise der Versicherung S.________ deuteten auf höhere Lohnzahlungen hin, würden durch die vorgelegten Lohnausweise und Lohnabrechnungen nicht gestützt. Warum die kantonalen Richter dem Argument der Beschwerdeführerin nicht gefolgt sind, ist von ihnen dargelegt worden, weshalb keine Gehörsverweigerung vorliegt (BGE 126 I 97 E. 2b S.102). 2.3.2 Die Beschwerdeführerin beruft sich auch diesbezüglich auf Art. 9 BV und ist der Meinung, für das Jahr 2006 und inskünftig sei beim Einkommen des Beschwerdegegners von dem der Vorsorgeeinrichtung gemeldeten Jahreslohn von Fr. 88'400.-- auszugehen, wonach in Berücksichtigung der Sozialabzüge ein monatlicher Nettolohn von Fr. 5'977.50 verbleibe. Indem das Kantonsgericht von einem Monatslohn von Fr. 5'500.-- ausgehe, habe es gegen das Willkürverbot verstossen. Das Kantonsgericht hat dazu erwogen, gemäss Lohnausweis der R.________ AG vom 8. Januar 2006 habe der Beschwerdegegner im Jahre 2005 auf der Basis eines monatlichen Bruttolohnes von Fr. 6'200.-- durchschnittlich Fr. 5'454.90 netto erzielt. Auch im Jahr 2006 betrage der Bruttolohn nach wie vor Fr. 6'200.--. Ausgewiesen sei zudem, dass beim Lohn ab 2005 höhere BVG-Abzüge vorgenommen worden seien und der Beschwerdegegner zudem infolge einer Hüftoperation ab Februar 2006 eine dreimonatige Lohnreduktion von 20% habe in Kauf nehmen müssen. Auf Seiten des Beschwerdeführers sei deshalb von einem durchschnittlich erzielbaren Nettolohn von rund Fr. 5'500.-- auszugehen. Über weitere Einkommensmittel verfüge er nicht. Die zuletzt angeführte Tatsachenfeststellung wird mit dem Hinweis der Beschwerdeführerin auf den der Vorsorgeeinrichtung gemeldeten Jahreslohn nicht infrage gestellt, denn zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdegegners sind nur seine tatsächlich erzielten Einkünfte massgeblich. Die Beschwerdeführerin macht dabei auch eine willkürliche Anwendung von Art. 1 Abs. 2 BVG geltend. Nach dieser Bestimmung darf der in der beruflichen Vorsorge versicherbare Lohn oder das versicherbare Einkommen des Selbständigerwerbenden das AHV-beitragspflichtige Einkommen nicht übersteigen (vgl. Isabelle Vetter-Schreiber/Marta Mozar, Berufliche Vorsorge, S. 35, wonach dieser Grundsatz schon vor der auf den 1. Januar 2006 in Kraft getretenen Gesetzesänderung zu beachten war). Ob eine willkürliche Gesetzesanwendung vorliegt, kann dahingestellt bleiben, denn für die Berechnung der Leistungsfähigkeit ist - wie erwähnt - das reale Nettoeinkommen entscheidend (vgl.Heinz Hausheer/Annette Spycher, Handbuch des Unterhaltsrechts, Bern 1997, N. 01.31, S. 41).