Citation: 9C_463/2017 E. 5.2

5.2. Soweit die Vorinstanz auf die Einschätzung des Hausarztes Dr. med. E.________ vom 24. Februar 2006 verweist, blendet sie folgende Tatsachen aus: Abgesehen davon, dass dieser seine Angaben bloss als wahrscheinlich bezeichnet - im Sozialversicherungsrecht gilt der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20; Urteil 9C_179/2016 vom 11. August 2016 E. 4.2.1; je mit Hinweisen) -, sind sie, wie die Beschwerdeführerin zu Recht einwendet, auch widersprüchlich. So spricht er einerseits von einer bleibenden Erwerbstätigkeit für (intellektuelle) Bürotätigkeiten von 50 %, anderseits hält er solche während täglich sechs Stunden für zumutbar. Letzteres Pensum liess sich auf die Dauer klar nicht durchhalten, wie dem Schlussbericht des Berufsberaters entnommen werden kann. Es darf denn auch nicht ausser Acht gelassen werden, dass die Einschätzung des Dr. med. E.________ zwar vom 17. Februar 2006 datiert. Als letzte Untersuchung gab er aber den 14. Oktober 2005 an. Dass die Beschwerdeführerin bei der Stiftung C.________ eine effektive Leistungsfähigkeit von rund 30 % (bei einem Pensum von rund 50 %) erreichte, eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt aber als vorderhand nicht realisierbar bezeichnet wurde, kann nicht mit dem Hinweis abgetan werden, für die Invaliditätsbemessung sei der ausgeglichene hypothetische Arbeitsmarkt massgebend. Die Vorinstanz übersieht, dass dem nur so gewesen wäre, wenn sich die Beurteilung des Berufsberaters, der die konkret durchgeführten beruflichen Massnahmen zugrunde liegen, als unhaltbar herausgestellt hätte, weil auf dem ersten Arbeitsmarkt sehr wohl dem gegebenen Zumutbarkeitsprofil entsprechende Stellen vorhanden waren (vgl. statt vieler Urteil 9C_277/2016 vom 15. März 2017 E. 4.1). Zwar ist gemäss Rechtsprechung (grundlegend: BGE 107 V 17 E. 2b S. 20) die Arbeitsfähigkeit in erster Linie gestützt auf die ärztlichen Befunde zu den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und den daraus folgenden körperlich-funktionellen Belastbarkeitsgrenzen festzustellen. Indes waren die (unbestrittenen) Hauptprobleme der Versicherten - rasche Ermüdung, allgemeine Verlangsamung - auch dem Hausarzt nicht verborgen geblieben. Das kantonale Gericht begründet nicht einmal ansatzweise, weshalb die Evaluation bei der Stiftung C.________ nicht zu überzeugen vermag und zwingend ergänzende Untersuchungen angezeigt gewesen wären. Mithin kann in Bezug auf den ursprünglichen Verfügungszeitpunkt vom 26. Juni 2006 weder ein Ermessensfehler der IV-Stelle noch eine durch diese klar begangene Rechtsverletzung ausgemacht werden. Von zweifelloser Unrichtigkeit kann demnach nicht die Rede sein.