Citation: 8C_667/2021 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog, zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer revisionsrechtlich relevanten Änderung des Invaliditätsgrades bildeten die Verfügungen vom 1. Mai 2000 und vom 31. März 2021. Sie mass dem nach Art. 44 ATSG eingeholten polydisziplinären Gutachten der Neuroinstitut St. Gallen GmbH vom 10. November 2020 vollen Beweiswert zu. Gestützt darauf gelangte das kantonale Gericht mit der IV-Stelle zum Schluss, der Morbus Behçet, welcher der rentenzusprechenden Verfügung vom 1. Mai 2000 im Wesentlichen zugrunde gelegen habe, befinde sich in Remission und habe keinen Einfluss mehr auf die Arbeitsfähigkeit; damit liege ein Revisionsgrund vor. Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit würden im Gutachten der Neuroinstitut St. Gallen GmbH eine Polyneuropathie mit zunehmender Progredienz, auf einen Übergebrauch von Analgetika zurückzuführende Kopfschmerzen sowie unspezifische Rückenschmerzen bei Haltungsinsuffizienz, Fehlhaltung sowie geringgradigen degenerativen Veränderungen diagnostiziert. Aufgrund dieser Diagnosen sei ab Februar 2019 von einer 55%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen, die innerhalb von maximal sechs Monaten (medizinisch-theoretisch) auf 80 % gesteigert werden könne. Auf der Grundlage der gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeit nahm die Vorinstanz einen Einkommensvergleich vor, bei dem sie das unbestritten gebliebene Valideneinkommen dem anhand der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelten Invalideneinkommen gegenüberstellte. Gestützt darauf bestätigte sie den von der IV-Stelle errechneten Invaliditätsgrad von 57 % ab 1. März 2019 bzw. von 37 % ab 1. Dezember 2019 sowie die darauf basierende verfügte Reduktion der ganzen auf eine halbe Rente ab 1. März 2019 und deren Befristung bis 30. November 2019.