Citation: 6B_988/2023 E. 1.7.3

1.7.3. Die Vorinstanz erwägt, die familiären Verhältnisse des Beschwerdeführers würden einer Landesverweisung nicht entgegenstehen. Er sei kinderlos und nach eigenen Angaben im Rahmen einer von den Eltern arrangierten traditionellen Verbindung liiert. Der Beschwerdeführer habe indes unterlassen, jemals ein Beweisstück im Zusammenhang mit seiner angeblichen Partnerschaft und der hinduistischen Trauung ins Verfahren einzubringen. Seine Angaben hätten bis heute nicht verifiziert werden können, weshalb Zweifel am Bestehen der Beziehung bestünden. Eine solche würde aber der Landesverweisung mangels tatsächlich gelebter Beziehung ohnehin nicht entgegenstehen. Mit diesen Ausführungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander, weshalb darauf nicht näher eingegangen zu werden braucht (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Vorinstanz setzt sich unter dem Aspekt der Familie nicht nur mit einer allfälligen eigenen Kernfamilie des Beschwerdeführers auseinander, sondern geht auch auf die geltend gemachte Abhängigkeit der Eltern ein. Sie führt aus, der Beschwerdeführer habe im Rahmen des Leumundsberichts erstmals geltend gemacht, seine Eltern seien auf ihn angewiesen. Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung seien sowohl die Beschwerden als auch die Unterstützungsleistungen gegenüber seinen Eltern noch gar kein Thema gewesen. Diese würden seit über 30 Jahren in der Schweiz leben und ihre gesundheitlichen Probleme würden keinen so aussergewöhnlichen Schweregrad erreichen, der die Unterstützung durch den Beschwerdeführer unerlässlich erscheinen lassen würde. Die Aussagen des Beschwerdeführers seien ebenso wenig geeignet, ein Abhängigkeitsverhältnis zu belegen. Auch in finanzieller Hinsicht seien die Eltern nicht auf den Beschwerdeführer angewiesen; vielmehr sei er es, der für seine Eltern eine finanzielle Belastung darstelle. Bei dieser Ausgangslage ist ein Abhängigkeitsverhältnis im Sinne der Rechtsprechung (vgl. oben E. 1.4.5) mit der Vorinstanz zu verneinen. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, geht nicht über eine Darstellung seiner eigenen Sicht der Dinge hinaus, weshalb er mit seiner appellatorischen Kritik nicht zu hören ist (Art. 42 Abs. 2, 105 Abs. 1 BGG). Er belässt es dabei vorzubringen, der Gesundheitszustand der Eltern habe sich während des laufenden Verfahrens stetig verschlechtert, was überdies im Alter der Eltern als gerichtsnotorisch zu gelten habe. Er zeigt weder auf, inwieweit die Vorinstanz den ihrer Würdigung zugrunde liegenden Sachverhalt offensichtlich falsch festgestellt noch zu Unrecht ein Abhängigkeitsverhältnis i.S.v. Art. 8 Ziff. 1 EMRK verneint haben soll. Seine Rüge geht fehl, soweit er mit seinen Ausführungen überhaupt den Begründungsanforderungen genügt.