Citation: I 151/01 14.11.2002 E. 3

Zu prüfen ist, ob die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitsbedingten Verminderung des Leistungsvermögens ein Ausmass erreichen, das den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet. 3.1 Gemäss Gutachten der Rheumapoliklinik des Spitals X.________ vom 17. August 1998 weist die Beschwerdeführerin im Wesentlichen eine somatoforme Schmerzverarbeitungsstörung bei - unter anderem - diffusen Weichteil- und Bauchschmerzen auf. Zudem kommt es zu Schwindel- und Kopfschmerzattacken. Bezüglich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Verkaufsleiterin sowie für jede andere leichte bis mittelschwere wechselndbelastende Tätigkeit ohne repetitives Heben schwerer Lasten attestierten die Ärzte eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit. Auf Grund der objektivierbaren Befunde bestehe hier keine Einschränkung des Leistungsvermögens. Die zuletzt besetzte Stelle in der Firma P.________ AG wurde sogar als im Hinblick auf das bestehende Leiden ideale Arbeit eingestuft, da diese neben sitzend auszuübenden Verrichtungen auch Positionswechsel und Kontrollfunktionen beinhaltet, sodass sich eine berufliche Umstellung aus rheumatologischer Sicht erübrigt. Der Psychiater Dr. med. V.________ diagnostizierte ebenfalls eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, diese verstanden als bewusstseinsferne Konversionsneurose nach jahrelanger Überforderungssituation; weiter stellte Dr. med. V.________ ein Burn-out-Syndrom fest. Die aktuelle Verminderung der Arbeitsfähigkeit veranschlagte er auf 50%, wobei sowohl die Annahme einer Halbtagesstelle wie auch ein Ganztageseinsatz mit einer um 50% reduzierten Leistungserbringung denkbar wären. Nach Dr. med. V.________ gilt es, diese aktuell bestehende Arbeitsfähigkeit in Zukunft allmählich auszuweiten. 3.2 Gestützt auf die Angaben der früheren Arbeitgeberfirma vom 15. Februar 1996 sind Vorinstanz und Verwaltung von einem ohne Gesundheitsschaden mutmasslich erzielbaren Jahreseinkommen von Fr. 43'910.- ausgegangen (Valideneinkommen). Mit den hiegegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwänden hat sich bereits das kantonale Gericht einlässlich auseinander gesetzt. Den diesbezüglichen Erwägungen im angefochtenen Entscheid ist seitens des Eidgenössischen Versicherungsgerichts nichts beizufügen. 3.3 Um eine ganze Invalidenrente beanspruchen zu können, müsste die Erwerbseinbusse der Beschwerdeführerin demnach bei zumutbarer Ausnützung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit mindestens 2/3 von Fr. 43'910.-, mithin rund Fr. 29'270.- ausmachen. Mit andern Worten dürfte die Beschwerdeführerin ein jährliches Einkommen von nicht wesentlich mehr als Fr. 14'630.- erzielen. Unabhängig davon, ob man, wie die Verwaltung, von Einkommenszahlen gemäss Arbeitsplatzdokumentationen (DAP) oder aber von statistischen Werten gemäss der vom Bundesamt für Statistik vorgenommenen Lohnstrukturerhebung (LSE; vgl. BGE 124 V 321) ausgehen will, würden bei Annahme einer zumutbaren Stelle, selbst unter Anerkennung eines - ganz offensichtlich übersetzten (vgl. BGE 126 V 80 f. Erw. 5b, insbes. 81 Erw. 5b/cc) - 25 %igen Abzuges wegen invaliditätsbedingt tiefer liegender Lohnansätze, die genannte Erwerbseinbusse bei Weitem nicht erreicht resp. der höchste die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente noch zulassende Lohn deutlich überschritten. Dies wird auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde anerkannt, indem aus den dortigen Berechnungen ein Invalideneinkommen von Fr. 15'951.- resultiert.