Citation: 6P.124/2004 25.02.2005 E. 4

Die kantonalen Instanzen gehen von folgendem, für den Kassationshof verbindlichen Sachverhalt aus (Art. 277bis Abs. 1 BStP): Die deutschen Staatsangehörigen A.________, B.________ und C.________ boten in Zeitungsinseraten und persönlichen Werbeaktionen die Vermittlung von Bankgarantien (Zahlgarantien, letters of intent) in Millionenhöhe an, welche unter anderem zur Sicherstellung von Krediten, Finanzierungen von Immobilien, als Kapitaleinlagen usw. dienen sollten. Mit diesen Werbeaktionen sprachen sie in erster Linie Personen an, die Kreditbedarf hatten, jedoch in der Regel von deutschen Banken keine Kredite erhielten. Ca. im Sommer 1995 trat A.________ mit dem Beschwerdeführer, der damals Geschäftsführer der Treuhandgesellschaft D.________, Buchs, war, in Verbindung, um ihn für die treuhänderische Entgegennahme und Weiterleitung der Gebühren für die Vermittlung der Bankgarantien zu gewinnen. Mit der angebotenen Bankgarantie (Zahlgarantie) erklärte sich die Bank unwiderruflich und unbedingt bereit, dem Vertragspartner nach Ablauf von 5 Jahren und einem Tag (gerechnet ab Datum der Garantieerklärung) ohne weitere Aufforderung einen Betrag von 49 Mio. USD zu zahlen. Die Garantien sollten durch die Firma E.________ Inc., Wyoming/USA, welche die vom Beschwerdeführer geführte Treuhandgesellschaft D.________ AG im Juni 1995 an A.________ verkauft hatte, bzw. durch den seitens der E.________ Inc. beauftragten deutschen Rechtsanwalt C.________ gegen eine Gebühr von DM 200'000.-- vermittelt werden. Die sich zur Zahlung verpflichtende Bank erhielt nach der vertraglichen Regelung keine Gegenleistung. Zur Erlangung einer solchen Zahlgarantie mussten die Kunden einen "Auftrag für die Vermittlung einer Bankgarantie" sowie einen "Treuhandauftrag" abschliessen. Die Verträge wurden neben den Kunden als Auftraggeber von der E.________ Inc. als Beauftragter sowie vom Beschwerdeführer unterzeichnet. Die Vermittlungsgebühr hatten die Kunden auf dem Konto der vom Beschwerdeführer geführten Treuhandgesellschaft D.________ AG zu hinterlegen. In der Folge unterzeichneten in der Zeit vom 21. September bis zum 23. November 1995 neun Kunden, welche von den deutschen Finanzvermittlern nach Buchs gebracht worden waren, in den Räumlichkeiten der D.________ AG insg. 18 Verträge für die Vermittlung einer Bankgarantie, in der Regel von der Bank F.________ oder der Banco G.________ SpA. Die Kunden überwiesen dabei Gebühren von insg. DM 3,6 Mio. auf das Konto der D.________ AG. Der Beschwerdeführer überwies jeweils DM 105'000.-- pro Vertrag an Rechtsanwalt C.________ sowie einen Betrag von DM 20'000.-- entsprechend dem vereinbarten Honorar an die E.________ Inc., über deren Konto er im Übrigen verfügungsberechtigt war. Den restlichen Betrag überwies er an die E.________ Inc., sobald er von Rechtsanwalt C.________ benachrichtigt worden war, dass die "unwiderrufliche Bereitschaftserklärung" der Bank bei ihm eingegangen sei. In einzelnen Fällen wartete der Beschwerdeführer indes mit der Überweisung nicht zu, bis er über die Erklärung des Rechtsanwalts verfügte. Pro abgeschlossenem Vertrag erhielt der Beschwerdeführer eine Treuhandkommission von DM 14'000.--. Die in den einzelnen Fällen in Umlauf gebrachten Bankpapiere erwiesen sich in der Folge allesamt als plumpe Fälschungen. Die von den Kunden einbezahlten Beträge wurden von den Verantwortlichen für die Geschäftsabwicklung nicht zurückerstattet, wodurch die Anleger zu Schaden gekommen sind.