Citation: 8C_229/2022 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog weiter im Wesentlichen, am 3. April 2017 seien beiden Beschwerdeführern und am 31. Mai 2018 der Beschwerdeführerin Auflagen bzw. Weisungen mit Kürzungsandrohungen erteilt worden (vgl. Sachverhalt lit. A.a). Da die Beschwerdeführer ununterbrochen mit materieller Hilfe unterstützt worden seien, habe die Kürzungsandrohung nicht vor jedem Vollzug in Form einer Verfügung neu angedroht werden müssen und auch beim Bezug künftiger Leistungen vollzogen werden können (AGVE 2005 S. 285). Entsprechend hätten gestützt auf die Kürzungsandrohung vom 3. April 2017 grundsätzlich auch zu einem späteren Zeitpunkt Kürzungen der materiellen Hilfe erfolgen können. Die Kürzung lasse sich in formeller Hinsicht nicht beanstanden. Die Beschwerdeführer seien im Übrigen selber davon ausgegangen, dass von ihnen weitere Arbeitssuchbemühungen erwartet worden seien; dies zeige sich daran, dass sie ab Januar 2021 Arztzeugnisse vorgelegt hätten, die jeweils zumindest eine teilweise Arbeitsunfähigkeit attestiert hätten.