Citation: 6B_926/2024 E. 2.3.3

2.3.3. Sodann zeichnet die Vorinstanz die Fahrt des Beschwerdeführers am 1. Januar 2022 nach. Er sei mit seiner Frau von Winterthur über Weisslingen, Hinwil, Uznach und via N13 über Thusis nach Andeer gefahren. Gemäss seinen Angaben habe bis Bonaduz extrem viel Verkehr geherrscht. Auf der Autobahn habe er überholt und sei überholt worden. Es habe sich nicht anders angefühlt als sonst. Weiter habe der Beschwerdeführer angegeben, er sei auf der Tösstalstrasse nicht mit 50 km/h, sondern mit 30 bis 40 km/h gefahren. Das sei ihm nicht komisch vorgekommen. Es habe einfach viel Verkehr gehabt und komme immer wieder vor, dass andere Verkehrsteilnehmer zu langsam fahren. Die Vorinstanz hält fest, diese Aussage stehe im Widerspruch zur Angabe des Beschwerdeführers an der Berufungsverhandlung, wonach er auf der Strecke von Winterthur nach Hinwil nicht hinter einem anderen Fahrzeug gefahren sei und 20 oder 30 km/h auf dem Tachometer gehabt habe. Auch habe er bei der polizeilichen Einvernahme ausgeführt, er hätte gemäss Tachometer gar nie 120 km/h fahren können, während er im Berufungsverfahren zu Protokoll gegeben habe, der Tachometer habe auf der Autobahn 120 km/h als höchste Geschwindigkeit angezeigt. Der Beschwerdeführer sei bei der polizeilichen Einvernahme gefragt worden, ob es ihm nicht komisch vorgekommen sei, dass die anderen Fahrzeuge so langsam unterwegs seien. Darauf habe er geantwortet, er habe es auf den 1. Januar 2022 und allfällige Neujahrsvorsätze zurückgeführt. Aus dieser Aussage schliesst die Vorinstanz, dass dem Beschwerdeführer aufgefallen sei, dass die anderen Fahrzeuge langsamer unterwegs gewesen seien. So habe er auch seine Frau zitiert, die während der Fahrt bemerkt habe, dass die anderen "heute einfach nicht so schnell unterwegs" seien. Die Geschwindigkeit sei also während der Fahrt thematisiert worden. Anhaltspunkte, dass die Geschwindigkeitsanzeige nicht korrekt funktioniert habe, hätten somit nicht erst unmittelbar vor dem Passieren des Radargeräts bestanden. Vielmehr hätten der Beschwerdeführer und seine Frau schon früher eine Diskrepanz zwischen der Geschwindigkeitsanzeige und der Geschwindigkeit der anderen Verkehrsteilnehmer wahrgenommen.