Citation: 8C_669/2014 E. 5

Es ist nicht nachvollziehbar, inwiefern die Ausführungen des Versicherten in der Einsprache resp. in der Beschwerde ans kantonale Gericht widersprüchlich sein sollen. Jedenfalls ist die Sachverhaltsfeststellung gestützt auf das vorinstanzliche Verständnis dieser beiden Aussagen nicht willkürlich (vgl. E. 1.2). Weiter beruht der Vorwurf des Arbeitsamtes, die Vorinstanz habe die Rechtsprechung zu Art. 15 AVIG verkannt, auf dem von ihr behaupteten, nicht jedoch auf dem von der Vorinstanz festgestellten und für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlichen Sachverhalt (E. 1.2), wonach der Versicherte gestützt auf den unbefristeten Vertrag und die mündliche Zusicherung seitens des Arbeitgebers 2011 nicht von einer Saisontätigkeit ausgehen musste. Da sich somit die Sachverhalte in einem wesentlichen Merkmal unterscheiden, kommt die vom Arbeitsamt angeführte Rechtsprechung auch nicht zum Tragen und es kann entgegen der Ansicht des Arbeitsamtes nicht gesagt werden, der Versicherte hätte sich gestützt auf seine Schadenminderungspflicht schon während der unbefristeten Anstellung intensiv um eine neue Stelle bemühen müssen. Bei diesem Ergebnis kann die Frage, ob der Versicherte eine Verletzung seiner Schadenminderungspflicht beging, indem er trotz der Vorfälle im Jahr 2010 das Angebot der C.________ GmbH im Sommer 2011 ausschlug und weiterhin den Zusicherungen der B.________ GmbH vertraute, offen bleiben; denn es wäre Sache des Arbeitsamtes gewesen, ein rechtsmissbräuchliches Verhalten im Sinne eines simulierten Geschäftes nachzuweisen. Dasselbe gilt angesichts des Umstandes, dass das Arbeitsamt ihm - soweit aus den Akten ersichtlich - nie eine Stelle zuwies, durch dessen Annahme er den Tatbeweis für seine Arbeitsbereitschaft und damit seine Vermittlungsfähigkeit hätte erbringen können und müssen, bezüglich der Arbeitsbereitschaft des Versicherten. Beides wurde nicht gerügt und ist nicht von Amtes wegen zu prüfen (E. 1.1).