Citation: C 125/06 09.03.2007 E. 4

Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist der Vorinstanz darin beizupflichten, dass die kurzfristige Ansetzung eines Vorstellungstermins grundsätzlich kein ernsthaftes Hindernis für eine stellensuchende Person darstellen darf. Bei einem arbeitslosen Stellensuchenden ist von einer kurzfristigen-zeitlichen Verfügbarkeit und somit von einer erhöhten Flexibilität auszugehen, zumal der Versicherte gehalten ist, sich der öffentlichen Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen, angebotene zumutbare Arbeit anzunehmen und sich selbst intensiv nach einer zumutbaren Stelle umzusehen (Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, 2. Auflage, Basel 2007, S. 2261 Rz 268 und 270). Zusätzlich ist eine versicherte Person verpflichtet, alles zu unternehmen, um die Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Nussbaumer, a.a.O., S. 2272 Rz 311). Deshalb hält das Gesetz (Art. 25 lit. d AVIV) ausdrücklich fest: Die zuständige Amtsstelle verfügt auf Gesuch hin, dass Versicherten eine Verschiebung des Beratungs- und Kontrollgespräch gestattet wird, sofern sie nachweisen, dass sie am vereinbarten Termin infolge eines zwingenden Ereignisses, namentlich einer Stellenbewerbung, verhindert sind. Der Beschwerdeführer kann aus dem Umstand, dass gleichentags ein Beratungsgespräch stattfand, nichts zu seinen Gunsten ableiten, hatte die Bewerbung doch offensichtlich Vorrang vor dem Kontrollgespräch, das ohne weiteres hätte verschoben werden können. Insgesamt vermittelt der Beschwerdeführer gesamthaft das Bild, an der zugewiesenen Stelle nicht wirklich interessiert zu sein. Daran ändern seine Vorbringen nichts, weshalb die Einstellung in der Anspruchsberechtigung zu Recht erfolgt ist. Die vorinstanzliche Herabsetzung der Einstellungsdauer auf 22 Tage, somit im mittleren Bereich des mittelschweren Verschuldens (Art. 45 Abs. 2 lit. b AVIV), erfolgte unter angemessener Berücksichtigung des kurzfristigen Aufgebots zum Vorstellungsgespräch und lässt sich daher (Art. 132 lit. a OG in der bis 30. Juni 2006 in Kraft gestandenen, hier anwendbaren Fassung ) nicht beanstanden.