Citation: 9C_532/2015 E. 3.2.1

3.2.1. Der Versicherungsträger nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Muss er zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten eines oder einer unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und sie kann Gegenvorschläge machen (Art. 44 ATSG). Im konkreten Fall hatte Dr. med. C.________ mit einem Faxschreiben, welches den Sendevermerk "11. Juni 2013, 13:15 Uhr" trägt, dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) eine vorangegangene Besprechung mit RAD-Arzt Dr. med. E.________ bestätigt, wonach Dr. med. B.________ die Explorandin "nochmals mit Einverständnis der IV sehen" und anschliessend eine Konsensbesprechung mit ihm erfolgen werde. Unbestritten wurde die Beschwerdeführerin von der Beschwerdegegnerin über die neuerliche Begutachtung bei Dr. med. B.________ nicht informiert und ihr damit die Wahrung ihrer Mitwirkungsrechte im Sinn von Art. 44 2. Satz ATSG verunmöglicht. Indes besteht kein Zweifel daran, dass die erneute Begutachtung mit Einverständnis der Beschwerdegegnerin erfolgte. Dies ergibt sich einerseits aus der Anfrage der Beschwerdegegnerin vom 27. Juni 2013 an den RAD um Stellungnahme zum Gutachten des Dr. med. C.________ (inklusive Konsensbesprechung mit Dr. med. B.________) und insbesondere aus den Erläuterungen der Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren ("Mit Einverständnis des RAD nahm Dr. B.________ daraufhin eine erneute Begutachtung der Beschwerdeführerin vor"). Dass das bei den Akten liegende Exemplar des Faxschreibens von Dr. med. C.________ an den RAD nebst dem automatischen Sendevermerk (11. Juni 2013, 13.15 Uhr) den Eingangsstempel bei der Beschwerdegegnerin vom 18. Juni 2013 trägt, ist vor diesem Hintergrund nicht entscheidwesentlich.