Citation: 6B_576/2024 E. 2.3

2.3. Ferner bejahe die Vorinstanz willkürlich und in Verletzung von Bundesrecht die Verhältnismässigkeit der Massnahme. So setze sie sich nicht näher mit der Eignung der Massnahme auseinander, sondern beschränke sich auf die Feststellung, dass alle anderen Massnahmen und insbesondere eine ambulante Therapie aussichtslos seien. Die von der Vorinstanz angeordnete stationäre Massnahme habe jedoch, wie bereits erwähnt, keine Aussicht auf Erfolg, zumal der Beschwerdeführer gemäss dem Verlaufsbericht vom 21. März 2024 auch im Rahmen des therapeutischen Settings mehrfach delinquiert habe. Indem die Vorinstanz die Eignung der Massnahme ohne nähere Prüfung bejahe, verletze sie Bundesrecht. Abgesehen davon sei die Verhältnismässigkeit im engeren Sinn zu verneinen. Das vom Gutachter festgehaltene (freilich bestrittene) Risiko in Bezug auf erneute verbale Aggressivität und körperliche Angriffe (auch mit Gegenständen) rechtfertige nicht eine jahrelange stationäre Massnahme. Es sei in Erinnerung zu rufen, dass der Anlasstat eine erhebliche prognostische Bedeutung zukomme und dem Beschwerdeführer keine grössere Gefährlichkeit zugeschrieben werden dürfe, als sich in der Anlasstat manifestiere. Vorliegend gehe es um mehrfache Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und mehrfache Drohungen (auch) gegen Beamte resp. Klinikpersonal, wobei zu keinem Zeitpunkt eine Person körperlich zu Schaden gekommen sei. Aufgrund dieser Anlasstaten seien auch künftig keine schwerwiegende Delikte zu erwarten. Die Verhältnismässigkeit sei auch angesichts der schuldangemessenen Strafe von neun Monaten, die der Beschwerdeführer im Urteilszeitpunkt bereits durch Haft bzw. vorzeitigen Massnahmenvollzug erstanden habe, zu verneinen.