Citation: I 231/05 27.12.2005 E. 1.4

1.4.1 In materieller Hinsicht hat die Vorinstanz erwogen, die Weisung des BSV gemäss IV-Rundschreiben Nr. 195 vom 16. April 2004 stehe mit dem Gesetz in Einklang. Durch den Sonderschulbesuch im Externat falle zudem ein erheblicher Teil des ansonsten zuhause zu leistenden Betreuungs- und Überwachungsaufwandes dahin. Sodann habe die bisherige Hauspflegeentschädigung den gleichen Zweck erfüllt wie der heutige Intensivpflegezuschlag, nur mit anderen Anspruchsvoraussetzungen. Eine sinngemässe Anwendung der altrechtlichen Regelung (Halbierung der Hauspflegeentschädigung bei angebrochenen Tagen) erscheine daher für die Bemessung des neurechtlichen Intensivpflegezuschlages als sachgerecht, weshalb gegen die Halbierung bei Sonderschulbesuch nichts einzuwenden sei. 1.4.2 Die Beschwerdeführerin stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, eine Halbierung des Intensivpflegezuschlages an Tagen des Sonderschulbesuchs im Externat sei gesetz- und verordnungswidrig. Der Vorschlag, im Hinblick auf die 5. IV-Revision eine Halbierung des Intensivpflegezuschlages bei Besuch einer Sonderschule im Externat gesetzlich festzuschreiben, mache deutlich, dass der Gesetzgeber davon ausgehe, eine Kürzung sei gestützt auf die geltende Regelung nicht möglich. 1.4.3 Bei der Behandlung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wäre somit die heikle Rechtsfrage zu beurteilen gewesen, ob die Weisung des BSV gemäss IV-Rundschreiben Nr. 195 vom 16. April 2004 gesetzmässig ist. Aufgrund einer summarischen Betrachtung lässt sich der mutmassliche Ausgang des Verfahrens nicht feststellen. Für den Entscheid über die Entschädigungsfolgen sind daher, wie dargelegt (vgl. Erw. 1.2), die beiden anderen Kriterien heranzuziehen. Unter diesem Gesichtswinkel ist festzuhalten, dass die Verwaltung mit dem Widerruf des obigen Rundschreibens durch das IV-Rundschreiben Nr. 218 vom 21. April 2005 die Voraussetzung dafür geschaffen hat, dass das Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht gegenstandslos geworden ist. Dies rechtfertigt es, der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung für das Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht zuzusprechen (Art. 159 OG). Gerichtskosten sind keine zu verlegen, da das Verfahren kostenlos ist (Art. 134 OG).