Citation: 5A.2/2005 24.03.2005 E. 8

8.1 Nach Ansicht des Departementes verdichten sich die Zweifel am Bestand der ehelichen Gemeinschaft bei Berücksichtigung des passiven Verhaltens des Beschwerdeführers. Dieser habe den ihm gegenüber zum Ausdruck gebrachten Zweifeln in erster Linie Beteuerungen betreffend seine angeblich harmonische Ehe entgegengehalten und sich über die Zweifel der Verwaltung entrüstet gezeigt. Er habe indes keine Eigeninitiative entwickelt, welche es den Behörden erlaubt hätte, sich ein Bild von seiner Situation und seinen Beweggründen zu machen. So habe er sich insbesondere nach der erfolglosen Vorsprache der Kantonspolizei nicht von sich aus bei der Behörde gemeldet. Zudem sei er nach fünf Jahren Wohnsitz in der Gemeinde immer noch nicht im Telefonbuch verzeichnet. 8.2 Das Verhalten des Beschwerdeführers mag in der Tat verwundern, doch erörtert das Departement nicht, ob er im Rahmen der Befragung zu Angaben über seine Passivität angehalten worden ist. Unter den gegebenen Umständen lässt sich daraus nichts zu seinem Nachteil ableiten. Sodann kann aus der Tatsache, dass jemand nicht im offiziellen Telefonbuch verzeichnet ist, nichts über seine Integration in Erfahrung gebracht werden; dies um so weniger, als keine Pflicht zur Eintragung besteht (Art. 21 Abs. 3 Fernmeldegesetz; SR 784.10).