Citation: 8C_364/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Hier absolvierte die Beschwerdeführerin während längerer Zeit eine Eingliederungsmassnahme der Invalidenversicherung (Arbeitsversuch) und erhielt dafür ein Einkommen in Form von Taggeld, das der Höhe nach gestützt auf den vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung erzielten tatsächlichen Verdienst ermittelt wurde (vgl. die Taggeldbemessung der Grundentschädigung nach Art. 23 IVG). Bezieht eine versicherte Person im massgebenden Bemessungszeitraum ein Taggeld der Invalidenversicherung, ist dieses für die Bestimmung des versicherten Verdienstes heranzuziehen, was die Beschwerdeführerin anerkennt (BGE 139 V 50 E. 2.2; 123 V 223; vgl. Urteil 8C_794/2019 vom 29. April 2020 E. 4 mit weiteren Hin-weisen; Weisung des SECO gemäss AVIG-Praxis ALE, Rz. C4 vom Januar 2013). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die im relevanten Zeitraum ausgerichteten beitragspflichtigen Taggelder der Invalidenversicherung Grundlage für den in der Höhe unbestritten gebliebenen versicherten Verdienst von Fr. 5115.- bildeten.