Citation: 2P.111/2003 21.01.2004 E. 2

Die Beschwerdeführerin macht vorab geltend, das Transparenzgebot sei durch eine in verschiedenen Punkten ungenügende Publikation der Zuschlagskriterien verletzt worden: Zum einen habe die kantonale Baudirektion eine "Bewertungsmatrix mit Subkriterien" verwendet, welche nicht in den Ausschreibungsunterlagen veröffentlicht worden sei. Dabei habe sie die Offerten auch gestützt auf ein Subkriterium "Umweltanforderungen" bewertet, obschon gemäss den Ausschreibungsunterlagen das Kriterium "Ökologie/Umweltverträglichkeit" ausdrücklich nicht zur Anwendung hätte kommen dürfen. Zum andern sei die Gewichtung des Preises ungenügend bekannt gegeben und das Kriterium "Preis" anders gehandhabt worden als publiziert. Sodann habe das Verwaltungsgericht die entsprechenden Rügen, welche die ARGE "L.________" bereits im kantonalen Verfahren vorgetragen habe, zu Unrecht für verspätet erklärt. Die beanstandeten Rechtsverletzungen seien erst mit dem Zuschlag erkennbar geworden, weshalb sie nicht im Rahmen einer gesonderten Beschwerde gegen die Ausschreibung (vgl. § 6 lit. b SubmG/ZG und § 33 lit. b der Zuger Vergaberichtlinien zum IVöB [VRöB]) hätten geltend gemacht werden können. Wie es sich mit letzteren (nicht zum vornherein unbegründet scheinenden) Vorbringen verhält, kann indessen offen bleiben, zumal das Verwaltungsgericht die Rügen der Beschwerdeführerin zwar als verspätet erachtet, aber dennoch materiell zu ihnen Stellung genommen und sie - wie die folgenden Ausführungen zeigen zu Recht - verworfen hat. Nicht weiter eingegangen zu werden braucht unter diesen Umständen auch auf die Behauptung der Beschwerdeführerin, Mängel der Ausschreibungsunterlagen könnten stets auch noch mit Beschwerde gegen den Zuschlag gerügt werden.