Citation: 8C_30/2018 E. 5.2.1

5.2.1. Die Vorinstanz konnte bei Erlass des angefochtenen Entscheides keine Kenntnis haben von der mit BGE 143 V 409 und 418, je vom 30. November 2017, geänderten Rechtsprechung. Neu vermag demnach die Therapierbarkeit allein keine abschliessende evidente Aussage mehr zu liefern über das Gesamtmass der Beeinträchtigung und deren Relevanz im invalidenversicherungsrechtlichen Kontext. Weiter hat das Bundesgericht erkannt, dass neu sämtliche psychische Erkrankungen, namentlich auch depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur, grundsätzlich einem strukturierten Beweisverfahren anhand eines Kataloges von Indikatoren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Diese neue Rechtsprechung ist vorliegend anwendbar (vgl. Urteile 8C_756/2017 vom 7. März 2018 E. 4 i.f. und 9C_222/2016 vom 19. Dezember 2016 E. 6.4, je mit Hinweis).