Citation: 9C_700/2022 E. 3.2.3

3.2.3. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist hier - nach der Zuweisung der Stammanteile während nicht weniger als 13 ununterbrochenen Steuerperioden zum Privatvermögen der Beschwerdeführer - davon auszugehen, dass es massgeblich veränderter Verhältnisse bedurfte, um für 2016 eine Umqualifizierung ins Geschäftsvermögen zu rechtfertigen. Zudem kann nicht gesagt werden, dass die in all diesen Jahren vorgenommene Qualifikation von 2003 bis 2015 jeweils ohne jegliche Überprüfung der Angaben erfolgt wäre. Vielmehr nahm sie Jahr für Jahr sehr wohl eine konkrete Beurteilung der Verhältnisse vor. In der hier diskutierten Erwägung hat das Verwaltungsgericht die erforderliche massgebliche Veränderung der Verhältnisse nicht dartun können, insbesondere bringt es nichts zugunsten einer gegenüber früher veränderten technisch-wirtschaftliche Funktion vor (vgl. dazu auch unten E. 3.3). Daneben hat es das starke Indiz ausser Acht gelassen, dass die Beschwerdeführer ihre Beteiligungen in der Steuerperiode 2016 buchmässig gegenüber all den Vorjahren seit 2003 gleich behandelten. Das einzige durch das Verwaltungsgericht erwähnte Veränderungselement besteht darin, dass die Beschwerdeführer in naher Zukunft die Übertragung der von ihnen gehaltenen Beteiligungen an den Sohn geplant hätten. Unbestritten fiel diese Übertragung jedoch in die Steuerperiode 2017, so dass sie mit der hier massgeblichen Periode 2016 nichts zu tun hatte und eine Vermögens-Umqualifizierung in der besagten Steuerperiode ebenfalls nicht zu rechtfertigen vermochte.