Citation: 4A_726/2016 E. 4.1

4.1. Gemäss den Feststellungen der Erstinstanz, auf die sich die Vorinstanz bezieht, habe der Beschwerdeführer am 8. Oktober 2008 mit Dritten einen Verkaufsvertrag über die Liegenschaft in Spanien abgeschlossen. Darin habe er sich u.a. zu Schadenersatzzahlungen verpflichtet, sollte die Übertragung nicht bis Ende Januar 2009 erfolgt sein. Der (später abgesagte) Termin beim Notar in Spanien sei ursprünglich auf den 26. Januar 2009 festgesetzt gewesen. Am 23. Januar 2009 habe der spanische Treuhänder des Beschwerdeführers diesem jedoch mitgeteilt, der Notar habe zusätzlich zur Scheidungskonvention eine Erläuterung selbiger verlangt (entweder vom Scheidungsgericht oder von den Parteien), aus der sich ergebe, dass die Liegenschaft in Spanien darin inbegriffen sei und der Beschwerdeführer darüber verfügen könne. Der Beschwerdeführer habe daraufhin die Beschwerdegegnerin am 28. Januar 2009 telefonisch kontaktiert und sie um eine solche Erklärung ersucht, was diese aber abgelehnt habe. Am 30. Januar 2009 habe der Beschwerdeführer sodann eine Zusatzvereinbarung zum Verkaufsvertrag abgeschlossen und sich darin zu weiteren Schadenersatzzahlungen verpflichtet, sollte die Liegenschaft nicht bis zum 13. März 2009 übertragen worden sein. In Bezug auf die Schuldanerkennung vom 12. Februar 2009 stellte die Vorinstanz sodann fest, die Liegenschaft in Spanien, die der Beschwerdeführer im Frühjahr 2009 aufgrund des Verkaufsvertrags vom Oktober 2008 habe übertragen wollen, sei von ihm bereits einmal verkauft worden; und zwar während dem Scheidungsverfahren im Jahre 1989 für Fr. 400'000.- an den Onkel seines damaligen Anwalts. Zu diesem Wert sei die Liegenschaft damals auch in die güterrechtliche Abrechnung eingestellt worden. Im Zusammenhang mit dem erneuten Verkauf derselben Liegenschaft durch den Beschwerdeführer sei die Beschwerdegegnerin daher argwöhnisch geworden, ob diese bei der Scheidung tatsächlich verkauft worden sei und ob der damals behauptete Verkaufspreis angemessen gewesen sei. Ihrer Meinung nach habe ihr möglicherweise noch ein güterrechtlicher Anteil am Erlös des (zweiten) Verkaufs im Jahre 2009 zugestanden, was der Beschwerdeführer jedoch bestritten habe. Auf ihr Verlangen hin habe er am 10. Februar 2009, also zwei Tage vor Unterzeichnung der Schuldanerkennung, eine schriftliche Aufstellung "Rekonstruktion Güterrecht 1989" über ihre seinerzeit abgegoltenen güterrechtlichen Ansprüche auf der Basis eines Verkaufserlöses von Fr. 400'000.- erstellt. Darin habe er unter dem Titel "Vorschlag" unter Heranziehung des Verkaufspreises im Jahre 2009 einen güterrechtlichen Mehranspruch "zu Gunsten B.________" von ca. Fr. 71'000.- errechnet. Diese Berechnung habe er ihr gleichentags in den Briefkasten gelegt. Dass die Beschwerdegegnerin in der Folge eine Beteiligung am Verkaufserlös gefordert habe, habe ebenso auf der Hand gelegen wie ein gewisser Diskussionsbedarf über die aufgeführten Beträge, die diverse unbelegte Verkaufsspesen von rund EUR 67'700.- sowie unbelegte Abzüge von ca. Fr. 120'000.- beinhaltet hätten. In diesem Sinne könne die Schuldanerkennung über Fr. 100'000.- zu Gunsten der Beschwerdegegnerin als vergleichsweise Einigung über die angekündigte, vom Beschwerdeführer bestrittene und auch betragsmässig nicht abschliessend bezifferbare güterrechtliche Beteiligung der Beschwerdegegnerin am Verkaufserlös qualifiziert werden. Beide Parteien hätten sich auf einen Kompromiss verständigt, um einen länger dauernden Rechtsstreit zur Feststellung und Bezifferung allfälliger Ansprüche zu vermeiden.