Citation: 4A_579/2019 E. 2.1.2

2.1.2. Es kann dahingestellt bleiben, ob sich die erste Instanz tatsächlich betreffend die behaupteten Organisationsmängel auf das Sachverständigengutachten bezog und sich die Vorinstanz insoweit mit ihrem Verweis hierauf selbst widersprach. Denn nach einer Feststellung der Vorinstanz, mit welcher sich die Beschwerdeführerin nicht auseinandersetzt, wurde die Organisation des Spitals sowohl im erstinstanzlichen als auch im vorinstanzlichen Verfahren lediglich in pauschaler Weise bemängelt. Namentlich hat die Beschwerdeführerin gemäss Feststellung der Vorinstanz zum Prozesssachverhalt in ihrem im Sinne von § 19ter Abs. 1 des Spitalgesetzes des Kantons Solothurn vom 12. Mai 2004 (SpiG, BGS 817.11) schriftlich begründeten Schadenersatzbegehren nicht konkret dargelegt, worin sie eine mangelhafte Organisation erblicke. Die Beschwerdeführerin zeigt auch vor Bundesgericht nicht auf, inwieweit das Spital konkret mangelhaft organisiert gewesen sein soll. Im Übrigen erhellt nicht, inwiefern ein Organisationsmangel ohne Weiteres eine ärztliche Sorgfaltspflichtverletzung zur Folge hätte. Weder die Vorinstanz noch die erste Instanz war gehalten, einem Editionsantrag zu folgen, dessen Entscheiderheblichkeit nicht ersichtlich ist (vgl. dazu auch Art. 97 Abs. 1 BGG). Die dem vorinstanzlichen Urteil zugrunde liegenden Akten reichten entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin aus, um den für die rechtliche Würdigung notwendigen Sachverhalt festzustellen. An der Willkürfreiheit des Beweisergebnisses im angefochtenen Urteil ändert auch nichts, dass die Verwaltungsbehörden gemäss § 14 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons Solothurn vom 15. November 1970 (VRG, BGS 124.11) die zur Abklärung des Sachverhalts notwendigen Erhebungen selbständig vornehmen. Die Auffassung der Vorinstanz, wonach der erstinstanzlichen Verfügung die für den Ausgang des Verfahrens entscheidenden Feststellungen entnommen werden konnten, ist entgegen ohnehin lediglich pauschaler Kritik der Beschwerdeführerin nicht zu beanstanden.