Citation: 5A_561/2024 E. 7.2

7.2. Die Erstinstanz wies den Antrag des Beschwerdeführers um Gütertrennung ab, was die Vorinstanz schützte. Die Erstinstanz war davon ausgegangen, dass die Beschwerdegegnerin seit der Trennung bis im Oktober 2022 von ihrem Vermögen (Fr. 90'000.--) den Grossteil, nämlich Fr. 87'000.--, verbraucht habe. Allerdings habe sie in dieser Zeit nicht nur ihren eigenen Lebensunterhalt und denjenigen des Sohnes während ihres unbezahlten Mutterschaftsurlaubs von vier Monaten bestreiten, sondern auch einen komplett neuen Hausrat anschaffen, Umzugskosten tragen und schliesslich erhebliche Kosten im Zusammenhang mit dem vorliegenden Verfahren (Anwaltskosten, Kosten für die Mediation und Kosten für die Familientherapie) bezahlen müssen. Daher könne nicht von einer konkreten Gefährdungssituation der finanziellen Interessen des Beschwerdeführers gesprochen werden. Die Kosten für den Umzug, die neuen Möbel, die Sicherheitsleistung und die Lebenshaltungskosten während des unbezahlten Mutterschaftsurlaubs schätzte die Erstinstanz auf ca. Fr. 35'000.-- bis Fr. 40'000.--. Die Vorinstanz schloss sich diesen Überlegungen an. Ausserdem erwog sie, die Kostenschätzung von Fr. 47'000.-- bis Fr. 52'000.-- für die Kosten rund um das Eheschutzverfahren seien realistisch, zumal das erstinstanzliche Verfahren über zwei Jahre gedauert habe, was entsprechend hohe Anwaltskosten verursacht habe.