Citation: 9C_615/2022 E. 1.1.1

1.1.1. Rückweisungsentscheide führen begrifflich zu keinem Verfahrensabschluss, weshalb es sich dabei grundsätzlich um Zwischenentscheide handelt (BGE 142 II 363 E. 1.1; 141 V 330 E. 1.1; Urteil 2C_1076/2015 vom 9. Dezember 2016 E. 1.2.2). Gegen selbständig eröffnete Zwischenentscheide, die weder zu Ausstandsbegehren noch zur Zuständigkeit ergehen (Art. 92 BGG), ist die Beschwerde unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG gegeben. Sie ist zulässig, wenn solche Entscheide einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken (lit. a), oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (lit. b; BGE 146 I 36 E. 2.2; 142 V 26 E. 1.1; 141 V 330 E. 1.2). Bei Rückweisungsentscheiden, bei denen kein Entscheidungsspielraum mehr verbleibt und die Rückweisung bloss der rechnerischen Umsetzung des oberinstanzlich Angeordneten dient, geht die Praxis regelmässig von einem anfechtbaren Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG aus (BGE 142 II 20 E. 1.2; 140 V 321 E. 3.2). Vorliegend hat die Vorinstanz die Sache an die Steuerverwaltung des Kantons Thurgau zurückgewiesen, damit diese die Nachsteuern für die direkte Bundessteuer 2017 und die Staats- und Gemeindesteuern 2017 unter Berücksichtigung der in den kantonalen Rechtsmittelverfahren geschützten Aufrechnungen neu festlegt. Es verbleibt offenkundig für die Steuerverwaltung kein Beurteilungsspielraum. Das angefochtene Urteil ist daher insgesamt als Endentscheid zu behandeln.