Citation: 9C_430/2017 E. 4.1.3

4.1.3. Inwiefern die der Gutachtensstelle mit Schreiben des RAD vom 30. September 2016 unterbreiteten Fragen, welche der Beseitigung verschiedener Unklarheiten dienten und ergebnisoffen gestellt waren, suggestiver Natur sein sollen, wie der Beschwerdeführer geltend macht, ist nicht ersichtlich. Zu Unrecht wirft der Beschwerdeführer dem orthopädischen Gutachter auch vor, er habe die Ergänzungsfragen des RAD nicht schlüssig, sondern mit "Wischiwaschi" beantwortet: Seine ursprüngliche Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit von "mindestens 60 %" in einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit der Möglichkeit des Wechselns zwischen Sitzen, Gehen und Stehen, ohne Heben und Tragen von Lasten über 5 kg, namentlich rechts (adominant), präzisierte Dr. med. D.________ in der ergänzenden Stellungnahme vom 12. Oktober 2016. Er bezifferte die Arbeitsfähigkeit in den vom RAD vorgeschlagenen, "optimalst angepassten" Tätigkeiten (einhändig durchführbare Arbeiten wie etwa sprachgesteuerte Kommunikation in Callcentern, einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten, Bedienung und Überwachung von halbautomatischen Maschinen oder Produktionseinheiten) mit 80 %. Diese sich auf ein optimiertes Zumutbarkeitsprofil beziehende Einschätzung scheint ohne weiteres nachvollziehbar: Vorab nannte Dr. med. D.________ bereits im Gutachten vom 30. August 2016 mit "mindestens 60 %" ein gegen oben offenes Mindestmass, wobei er in der Stellungnahme vom 12. Oktober 2016 erklärte, er habe damit dem Umstand Rechnung tragen wollen, dass der Versicherte seit einiger Zeit keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen und ein schrittweiser Einstieg in den Arbeitsmarkt sinnvoll sei. Sodann stimmt damit auch überein, dass Dr. med. D.________ von Anfang an (d.h. bereits im Gutachten vom 30. August 2016) angegeben hatte, die von der ganztägigen Zumutbarkeit einer Tätigkeit mit ausschliesslichem Einsatz des linken dominanten Armes ausgehende frühere Einschätzung eines anderen Gutachters (Gutachten des Dr. med. F.________, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 14. April 2014) decke sich "grundsätzlich" mit seiner Beurteilung und seine "etwas tiefere Einschätzung" beruhe auf der (zusätzlichen) Berücksichtigung der Schwierigkeiten, eine derartige Stelle zu finden. Es ist nachvollziehbar und überzeugend, dass Dr. med. D.________ bei Ausblendung dieses invalidenversicherungsrechtlich nicht massgebenden Faktors (vgl. SVR 2016 IV Nr. 3 S. 7, 8C_582/2015 E. 5.11; Urteil 9C_485/2014 vom 28. November 2014 E. 3.3.1) und unter Zugrundelegung eines optimierten Zumutbarkeitsprofils schliesslich in der Stellungnahme vom 12. Oktober 2016 zu einer Arbeitsfähigkeit von 80 % gelangte.