Citation: 1C_38/2021 E. 4

Die Beschwerde ist aus diesen Erwägungen teilweise gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist, und der angefochtene Entscheid aufzuheben. Da es nicht Sache des Bundesgerichts ist, anstelle des Kantonsgerichts in freier Auslegung von § 16 VRG die zur Behandlung des Ausstandsgesuchs zuständige Behörde zu bestimmen, ist die Sache zu diesem Zweck an das Kantonsgericht zurückzuweisen. Falls dieses zum Schluss kommt, dass gestützt auf die von ihm bisher verneinte Anwendbarkeit von § 16 VRG das JSD zuständig ist, wird es die gegen dessen Entscheid vom 4. September 2020 gerichtete Verwaltungsgerichtsbeschwerde inhaltlich behandeln müssen. Andernfalls hat es die Sache an die von ihm zur Behandlung des Ausstandsgesuchs erstinstanzlich als zuständig erachtete Behörde weiterzuverweisen. Soweit die Beschwerdeführerinnen die Rückweisung an das JSD verlangen, ist ihre Beschwerde somit abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Beschwerdeführerinnen als obsiegend zu betrachten. Es werden keine Gerichtskosten erhoben (Art. 66 Abs. 4 BGG). Der Kanton Luzern hat die nicht anwaltlich, aber qualifiziert vertretenen Beschwerdeführerinnen für das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entschädigen (Art. 68 BGG und Art. 9 des Reglements vom 31. März 2006 über die Parteientschädigung und die Entschädigung für die amtliche Vertretung im Verfahren vor dem Bundesgericht [SR 173.110.210.3]).