Citation: 4A_226/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz begründete sodann überzeugend, dass auch die Vereinbarung einer offenen Abrechnung die Beschwerdeführerin nicht davon entband, ihre Kosten und diejenigen der Subunternehmer möglichst tief zu halten. Inwiefern es in diesem Zusammenhang von Relevanz sein soll, ob der Totalunternehmer bei einer offenen Abrechnung kein Kostenrisiko trägt, wie die Vorinstanz annahm, leuchtet nicht ein. Es kann offen bleiben, ob diese Annahme zutrifft. Die Vorinstanz stellt auch nicht in Abrede, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Wahl der Subunternehmer frei war. Sie kann daraus indes nichts für sich ableiten. Ebenfalls an der Sache vorbei gehen die Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach die Beschwerdegegnerin bereits bei der Auswahl der Subunternehmer ein weitgehendes Kontroll- und Mitspracherecht bezüglich voraussichtlicher Kostenkontrolle gehabt habe. Daraus kann nicht geschlossen werden, dass die Beschwerdegegnerin die Angemessenheit und Notwendigkeit von Subunternehmerkosten in der Schlussabrechnung nicht in der von der Vorinstanz festgestellten Weise nachzuweisen hatte. Es kann auch nicht Aufgabe des Werkbestellers sein, im Voraus zu bestimmen, welche Aufwendungen angemessen und notwendig sind. Die Beschwerdeführerin kann deshalb nichts daraus ableiten, dass die Beschwerdegegnerin von ihrem vorgängigen Kontroll- und Mitspracherecht keinen Gebrauch gemacht hat. Dies hindert die Beschwerdegegnerin nicht, die Subunternehmerrechnungen bei der Kontrolle der Schlussabrechnung in Frage zu stellen. Die Beschwerdeführerin vermag ferner nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz in Willkür verfallen wäre oder Bundesrecht verletzt hätte, indem sie erwog, dass seitens der Bauherrenvertreterin bzw. der Beschwerdegegnerin keine Pflicht bestand, die Kosten laufend zu kontrollieren. Die Vorinstanz verzichtet willkürfrei und mit schlüssiger Begründung auf die Edition des Mandatsvertrags zwischen der Beschwerdegegnerin und deren Vertreterin (vgl. dazu Urteil S. 15). Darin liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführerin. Nicht zu beanstanden ist die Begründung der Vorinstanz, wonach die Beschwerdeführerin aus der Prüfung einer früheren Schlussabrechnung durch die Bauherrenvertreterin und deren "grundsätzlichen Richtigkeit" nichts für sich ableiten kann. Darauf kann verwiesen werden (oben E. 3.2.3). Unbegründet ist nach dem Gesagten schliesslich die Rüge einer Verletzung der Begründungspflicht durch die Vorinstanz.