Citation: 8C_584/2015 E. 5.2.2

5.2.2. Das kantonale Gericht hat sodann folgerichtig geprüft, ob der Kanton Zürich mit der Korrektur der fehlerhaften Einreihungen in geschlechtsdiskriminierender Weise zu lange zugewartet hat. 5.2.2.1. Die Vorinstanz hat hiezu erkannt, nachdem im März 2003 drei Mittelschulbibliothekarinnen geltend gemacht hätten, ihr Beruf habe sich stark gewandelt, habe im April 2004 der Verband des Personals Oeffentlicher Dienste (VPOD) die Bildungsdirektion darum ersucht, eine Analyse der Funktionen der Mittelschul- und Berufsschulbibliothekare und -bibliothekarinnen zu veranlassen, damit deren Lohneinreihung korrigiert werden könne. Hierauf habe die Bildungsdirektion dem VPOD mitgeteilt, dass die Überprüfung der Einreihungen im Rahmen einer generellen Lohnrevision vorgenommen werde. Im Mai 2006 habe die Bildungsdirektion dem VPOD sodann eröffnet, dass die Einreihungen der betreffenden Stellen im Zusammenhang mit einer inzwischen vom Regierungsrat beschlossenen Teilrevision des kantonalen Lohnsystems überprüft würden; in zeitlicher Hinsicht könnten keine Zusicherungen gemacht werden. Das kantonale Gericht hat im Weiteren erwogen, dass die Bildungsdirektion angesichts der jedenfalls bereits 2005 absehbaren Teilrevision des Lohnsystems darauf verzichtet habe, den entsprechenden Stellenplan vorgängig zu überprüfen, sei sachgerecht. Denn eine möglichst umfassende Überprüfung des Lohnsystems bzw. eine koordinierte Anpassung verschiedener Funktionen an geänderte Verhältnisse und Anforderungen führe auch zu einem in sich möglichst kohärenten und somit insgesamt gerechteren Lohnsystem. So seien im Rahmen der hier in Frage stehenden Teilrevision des kantonalen Lohnsystems insgesamt 29 Funktionen überprüft worden. Es bestünden keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die Überprüfung anderer, männlich dominierter oder geschlechtsneutraler Funktionen im Gegensatz zu weiblich dominierten Funktionen wie derjenigen der Beschwerdeführerin im Vorfeld der Teilrevision des Lohnsystems davon unabhängig resp. rascher vorgenommen worden sei. Weiter sei nicht ersichtlich, inwiefern vorgängig der Teilrevision des Lohnsystems deren Ergebnis mit Bezug auf die hier interessierende Berufsgruppe ersichtlich gewesen wäre, dass nämlich nicht die Richtpositionen und deren Einordnung, sondern die Zuordnung verschiedener Stellen zu den zur Verfügung stehenden Funktionen nicht (mehr) korrekt sei und eine korrekte Entlöhnung somit nicht etwa Korrekturen am Lohnsystem, sondern lediglich eine Anpassung des Stellenplans erfordere. Dem Kanton Zürich resp. der Bildungsdirektion könne daher nicht vorgeworfen werden, mit der Überprüfung des Stellenplans unzulässig lange zugewartet zu haben. Erst recht erscheine nicht glaubhaft, dass die Bildungsdirektion die Überprüfung in geschlechtsdiskriminierender Weise aufgeschoben habe. 5.2.2.2. Diese Beurteilung ist rechtmässig. Es bestehen keine Anhaltspunkte für eine Schlechterbehandlung und erst recht nicht für eine Geschlechtsdiskriminierung der Bibliothekarinnen und Bibliothekare gegenüber anderen, als männlich oder geschlechtsneutral definierten Berufsgruppen. Dass eine dieser Berufsgruppen eher als die Bibliothekarinnen und Bibliothekare höher eingereiht wurde, ist nicht dargetan. Auch dass Vertreter anderer Berufsgruppen früher als die Beschwerdeführerin eine dem geänderten Stellenprofil angepasste Lohneinreihung erhalten hätten, ist nicht feststellbar. Weder den Vorbringen der Beschwerdeführerin noch den Akten lässt sich Gegenteiliges entnehmen. Alleine der Umstand, dass die Überprüfung und folgende Anpassung der Lohneinreihung der Stellen der Bibliothekarinnen und Bibliothekare mit gestiegenem Anforderungsprofil wie bei anderen, männlich oder geschlechtsneutral definierten Berufsgruppen einige Zeit in Anspruch nahm, lässt dies nicht als geschlechtsdiskriminierend erscheinen und ist im Übrigen auch aufgrund der von der Vorinstanz angeführten Gründe nicht zu beanstanden. Dem kantonalen Gericht kann überdies entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung nicht entgegengehalten werden, es habe sich zu wenig mit den Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt, was den Anspruch auf rechtliches Gehör verletze. Die Beschwerde ist daher diesbezüglich ebenfalls unbegründet, was zu ihrer Abweisung führt.