Citation: 8C_717/2014 E. 6.5

6.5. Im vorliegenden Fall hat das kantonale Gericht in Abweichung von der eingereichten Kostennote die Entschädigung auf den für durchschnittlich aufwendige Fälle zur Anwendung kommenden Wert gekürzt. Diese Kürzung liegt im Rahmen des richterlichen Ermessens und ist nicht zu beanstanden; praxisgemäss steht dem erstinstanzlichen Gericht bei der Bemessung der Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsbeistandes ein weiter Ermessensspielraum zu (SVR 2013 IV Nr. 8 S. 19 E. 2.2 mit Hinweisen, 9C_387/2012). Das kantonale Gericht ist zudem seiner Begründungspflicht mit der Erwägung nachgekommen, es handle sich nicht um einen überdurchschnittlich aufwendigen Fall, weshalb der Normalansatz zur Anwendung gelange. Zudem lag keine detaillierte, sondern nur eine pauschale Kostennote vor, weshalb keine Möglichkeit, aber auch keine Notwendigkeit bestand, zu den einzelnen Posten der Kostennote Stellung zu nehmen (vgl. zu dieser anderen Konstellation Urteil 8C_327/2015 vom 8. September 2015 E. 5.2 sowie SVR 2013 IV Nr. 26 S. 75 E. 5.1 mit Hinweisen, 8C_54/2013). Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers 2 war das kantonale Gericht auch nicht verpflichtet, von ihm eine detaillierte Kostennote einzuholen. Es wäre an diesem gelegen, eine solche einzureichen, wenn er den ausserordentlich hohen Aufwand hätte detailliert darstellen und damit begründen wollen. Eine Stellungnahme des betroffenen Rechtsanwalts zur pauschalen Kürzung war zudem entbehrlich, da das kantonale Gericht die Kürzung aus Gründen der Gleichbehandlung mit Blick auf vergleichbare Fälle vornahm. Bei dieser Konstellation ist der konkret betriebene Aufwand nicht von ausschlaggebender Bedeutung und der betroffene Rechtsanwalt braucht zu dieser - der Praxis entsprechenden - Honorarfestlegung nicht angehört zu werden.