Citation: 2C_272/2024 E. 5.8.3

5.8.3. Diesen Schwierigkeiten trug das SECO Rechnung, indem es der Beschwerdeführerin eine Übergangsfrist bis Ende Dezember 2024 einräumte. Eine Übergangsfrist ist nach der Rechtsprechung ein passendes und zulässiges Mittel, um der Privatperson eine Neuregelung ihrer Verhältnisse zu ermöglichen. Im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung trägt die Übergangsfrist dazu bei, die konkreten Auswirkungen auf die Rechtssphäre der Betroffenen abzumildern (vgl. BGE 104 Ib 205 E. 5b sowie für die Wirtschaftsfreiheit BGE 128 I 92 E. 4; Urteile 2C_345/2014 vom 23. September 2014 E. 4.4 und 4.5; 2C_221/2014 vom 14. April 2015 E. 4.1; MATTHIAS KRADOLFER, Intertemporales öffentliches Recht, 2020, N. 820; MILENA PIREK, L'application du droit public dans le temps: la question du changement de loi, 2018, N. 936 ff.). Vorliegend standen der Beschwerdeführerin gerechnet ab dem Zeitpunkt des verfahrensauslösenden Entscheids rund 22 Monate zur Verfügung, um die Produktion am Standort U.________ den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Nach dem Versand des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts (24. April 2024) verblieben der Beschwerdeführerin immerhin noch rund acht Monate. Zwar ist der Beschwerdeführerin darin zuzustimmen, dass der Zeitablauf während des hängigen Rechtsmittelverfahrens faktisch zu einer Verkürzung der Übergangsfrist führte. Entscheidend ist aber, dass sie nach Ergehen des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts noch immer über eine nicht unerhebliche Zeitspanne verfügte, um die erforderlichen Dispositionen zu treffen. Da die Beschwerde an das Bundesgericht von Gesetzes wegen keine aufschiebende Wirkung hat (Art. 103 Abs. 1 BGG), durfte sie auch nicht auf einen Aufschub während des letztinstanzlichen Verfahrens hoffen. Innert der verbleibenden Übergangsfrist von acht Monaten konnte sich die Beschwerdeführerin auf das neue Schichtsystem vorbereiten und gegebenenfalls Produktionsabläufe optimieren. Sie macht vor Bundesgericht nicht nachvollziehbar geltend, weshalb diese Umstellung innerhalb von acht Monaten nicht möglich gewesen sein soll.