Citation: 1C_531/2015 E. 4.2

4.2. Das Verwaltungsgericht hielt nicht nur die Beseitigung des Brandschutts und den Rückbau der einsturzgefährdeten Bauten für dringlich, sondern bejahte auch ein überwiegendes öffentliches Interesse an der sofortigen Sanierung des sich darunter befindlichen Erdreichs. Es verwies hierfür auf die beim Brand erfolgte Freisetzung schädlicher Stoffe (insbes. Asbest), das mögliche Eindringen von kontaminiertem Löschwasser in den Boden und allenfalls auch in das Grundwasser, die mögliche Zerstörung von Abwasser- und Meteorwasserleitungen durch den Brand und die Löscharbeiten (mit schwerem Gerät) sowie die Möglichkeit, dass durch die grosse Menge an Löschwasser schädliche Stoffe aus den Hotspots gelöst werden und in Richtung Bodensee vordringen könnten (E. 2.3.2 des angefochtenen Entscheids). Aufgrund der Nähe zum Bodensee - zu dem überdies eine direkte Leitung auf das Gelände der Beschwerdegegnerin führe - sei das öffentliche Interesse an einem umgehenden, umfassenden Sanierungsbeginn evident (E. 2.4). Diese Erwägungen sind nicht offensichtlich unhaltbar. Zwar sind vor der eigentlichen Sanierung noch verschiedene Untersuchungen im Grenzbereich vorzunehmen. Durch den vollständigen Entzug der aufschiebenden Wirkung wird aber zumindest sichergestellt, dass sofort nach Räumung des Brandschutts mit diesen Proben und Analysen begonnen wird, anstatt damit bis zum Ergehen des Hauptsacheentscheids zuzuwarten. Sollten keine sekundären CKW-Hotspots im Grenzbereich gefunden werden, könnte auch schon mit Sanierungsmassnahmen auf der Parzelle Nr. 3 begonnen werden. Insofern ist es jedenfalls nicht willkürlich, von einem Zeitgewinn für die Sanierung auszugehen. Die Vorinstanz berücksichtigte (in E. 2.3.1), dass dem Anliegen der Beschwerdeführerin, vor Beginn der Sanierungsarbeiten weitere Untersuchungen zu allfälligen sekundären Hotspots und Stoffflüssen im Grenzbereich durchzuführen, durch die Auflagen von AfU und DBU Rechnung getragen worden sei. Auch wenn diese Auflagen weniger weit gehen als von der Beschwerdeführerin gewünscht, erscheint es jedenfalls nicht willkürlich, wenn das Verwaltungsgericht aufgrund dieser (und weiterer) Auflagen das öffentliche Interesse an einem schnellen Sanierungsbeginn als grösser erachtete als die entgegenstehenden Interessen der Beschwerdeführerin.