Citation: 1P.456/2000 24.10.2000 E. 5

5.- Angesichts der bestehenden Beweislage musste das Appellationsgericht auch nicht als hypothetisches Beweisergebnis annehmen, die Verwertung einer einst vorhandenen Videoaufnahme hätte eine Entlastung des Beschwerdeführers gebracht, weil die Bank nicht für die rechtzeitige Sicherstellung dieses Beweismittels gesorgt hat. Solches lässt sich insbesondere nicht aus dem Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweislastregel (vgl. dazu nachfolgend E. 7) ableiten, wie dies der Beschwerdeführer versucht. Die Möglichkeit, dass seitens der Bank keine rechtzeitige Sicherstellung der Videoaufzeichnungen erfolgt sein könnte, hat insbesondere nicht automatisch zur Folge, dass von der Richtigkeit der Entlastungsbehauptungen des Beschwerdeführers auszugehen wäre. Vielmehr hatte das Appellationsgericht diese Möglichkeit im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu berücksichtigen (vgl. Art. 249 BStP, BGE 120 Ia 31 E. 2d S. 37 f.; 115 IV 267 E. 1 S. 268 f.). Das Appellationsgericht ist denn auch entsprechend vorgegangen und hat geschlossen, dies könnte das Beweisergebnis nicht ändern. Auch diese Würdigung ist nach dem in vorstehender Erwägung 5 Ausgeführten verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.