Citation: I 425/99 14.04.2000 E. 10

10. AHV-Revision (Bundesgesetz vom 7. Oktober 1994) hat der Gesetzgeber Art. 35 IVG durch einen Abs. 4 ergänzt. Danach wird die Kinderrente wie die Rente ausbezahlt, zu der sie gehört. Vorbehalten bleiben die Bestimmungen über die zweckmässige Rentenverwendung (Art. 50 IVG in Verbindung mit Art. 45 AHVG sowie Art. 76 AHVV) und abweichende zivil- rechtliche Anordnungen. Der Bundesrat kann ergänzende Vor- schriften für die Auszahlung erlassen, namentlich für Kin- der aus getrennter oder geschiedener Ehe. Von dieser Befug- nis hat er bisher keinen Gebrauch gemacht, weshalb die unter alt Art. 35 IVG ergangene Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (nicht veröffentlichtes Urteil J. vom 29. November 1999, I 171/99). b) Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass die Voraus- setzungen für eine Auszahlung der Kinderrente an die Mut- ter, B.________, erfüllt sind, indem sie die elterliche Gewalt über das Kind J.________ innehat, die Tochter nicht beim rentenberechtigten Vater wohnt und sich dessen Unter- haltspflicht in einem Kostenbeitrag erschöpft. Es kann auf die diesbezüglichen Ausführungen des kantonalen Gerichts verwiesen werden. Am Anspruch der Mutter auf Auszahlung der Rente ändert nichts, dass sie mit dem Beschwerdeführer nicht verheiratet war. Die hinsichtlich der Auszahlung der Kinderrente an die Mutter bei getrennter oder geschiedener Ehe entwickelten Regeln gelten rechtsprechungsgemäss auch, wenn die Eltern nicht verheiratet sind und die elterliche Gewalt nach Art. 298 Abs. 1 ZGB der Mutter zukommt (nicht veröffentlichtes Urteil Z. vom 7. November 1996, I 52/96). Unerheblich sind sodann die Motive, welche zur Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes geführt haben sowie die persön- lichen Verhältnisse der Mutter, da unbestrittenermassen keine Gründe vorliegen, welche im Sinne von Art. 76 AHVV einer Auszahlung der Rente an die Mutter entgegenstehen würden. Schliesslich stellt der gleichzeitige Bezug von Unterhaltsbeiträgen und einer Kinderrente entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers keine unzulässige Leis- tungskumulation dar (Art. 285 Abs. 2 ZGB).