Citation: 1C_518/2014 E. 6.4

6.4. Der Beschwerdeführerin ist insoweit zuzustimmen, als der Gestaltungsplan Bottighofen-See in Bezug auf die Grenzabstände keine explizite Abweichung von der Regelbauweise vorsieht. Trotzdem erscheint die Auslegung des Verwaltungsgerichts vor dem Hintergrund des Zwecks des Gestaltungsplans nicht als willkürlich. Wie im angefochtenen Entscheid dargelegt, wurde der Gestaltungsplan in einem Zeitpunkt erlassen, als eine Parzellierung noch nicht zur Diskussion stand. Bezweckt wurde, innerhalb der Mantelbaulinien neben dem bestehenden den Bau dreier weiterer Badehäuser zuzulassen. Wie die Beschwerdeführerin selbst schreibt, hätten auf der betreffenden Fläche von ca. 450 m2 wohl problemlos drei Badehäuser Platz, auch wenn die Grenz- und Gebäudemindestabstände zur Anwendung kämen. Nach dem Ausgeführten sind jedoch vier Badehäuser zulässig. Der Bau des vierten auf Parzelle Nr. 647 mit einer gemäss Art. 6.1 SBV zulässigen Grundfläche von 30 m2erscheint kaum möglich, wenn die Abstandsvorschriften eingehalten werden müssten. Schliesslich ist zu beachten, dass selbst die vier im Gestaltungsplan (schematisch) eingezeichneten Badehäuser die Abstandsvorschriften nicht einhalten würden, wenn sie auf jeweils einer separaten Parzelle zu liegen kämen. Unter diesen Voraussetzungen ist unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden, wenn das Verwaltungsgericht davon ausging, innerhalb der Mantelbaulinien gälten die Grenz- und Gebäudemindestabstände nicht. Die Rüge der Verletzung von Art. 9 BV ist unbegründet.