Citation: 6B_92/2021 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erachtet für alle vom Beschwerdeführer begangenen Verbrechen und Vergehen eine Freiheitsstrafe als angemessen und bezeichnet die mehrfache Schändung zum Nachteil seiner Tochter als schwerste Tat, wovon für die Festlegung der Einsatzstrafe auszugehen sei. Sie erwägt, gestützt auf die grösstenteils zutreffenden erstinstanzlichen Ausführungen liege ein krasser Missbrauch der eigenen Tochter zur Befriedigung der eigenen Lust vor, der bei dieser zu noch nicht abschätzbaren Langzeitschäden geführt habe. Es sei von einem mittleren bis schweren Verschulden auszugehen, wofür eine Einsatzstrafe von 60 Monaten angemessen erscheine. Auch hinsichtlich der Schändungshandlungen zum Nachteil des anderen Mädchens liege eine intensive und schwere Form des sexuellen Missbrauchs vor. Der Beschwerdeführer habe seine Vertrauens- und Respektsposition schamlos sowie zielgerichtet ausgenutzt. Das Mädchen sei durch das Erlittene erheblich traumatisiert worden. Für sich alleine betrachtet erscheine eine Sanktion von 54 Monaten als angemessen, asperiert um Zweidrittel ergebe dies eine Erhöhung der Einsatzstrafe um 36 Monate auf 96 Monate (8 Jahre). Die Tatschwere für die Schändungshandlungen zum Nachteil seines Sohnes sei als eher leicht zu bezeichnen; bei einer Einzelstrafzumessung sei von einer Freiheitsstrafe von 9 Monaten auszugehen, womit die hypothetische Einsatzstrafe um 6 Monate auf 102 Monate zu erhöhen sei. Betreffend den Schuldspruch wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit Kindern rechtfertige sich eine Erhöhung der Einsatzstrafe um 14 Monate, für die übrigen Delikte sei diese um weitere 6 Monate auf 122 Monate zu erhöhen. Unter Berücksichtigung des Vorlebens, der persönlichen Verhältnisse und der Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers sei die hypothetische Einsatzstrafe um 2 Monate auf 120 Monate zu reduzieren. Aufgrund seines Verhaltens nach der Tat und im Strafverfahren erscheine eine Reduktion um 10 Monate angemessen. Schliesslich liege keine besondere Strafempfindlichkeit vor. Infolge retrospektiver Konkurrenz sei die Freiheitsstrafe um 2 Monate für die bereits im Strafbefehl vom 9. September 2014 beurteilten Taten (mehrfache sexuelle Handlungen mit Kindern) zu erhöhen, was zu einer Gesamtstrafe von 112 Monaten führe. Hiervon sei die im vorgenannten Strafbefehl ausgesprochene Freiheitsstrafe von 4 Monaten, die der Beschwerdeführer bereits verbüsst habe, abzuziehen, woraus eine teilweise Zusatzfreiheitsstrafe von 9 Jahren resultiere (Urteil S. 18 ff.).