Citation: 2C_929/2014 E. 4.2

4.2. Aus der Pflicht, eine Steuererklärung abzugeben (Art. 42 StHG; § 180 StG/AG), fliesst die Vorgabe an den Steuerpflichtigen, den rechtserheblichen Sachverhalt in einer Weise darzulegen, die der Steuerbehörde die Überprüfung der vom Pflichtigen getroffenen rechtlichen Würdigung ermöglicht ( ZWEIFEL, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bd. I/1, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG], 2. Aufl. 2002, N. 22 zu Art. 42 StHG). Eine Überprüfung des Sachverhalts und der Steuerfaktoren ist im gemischten Veranlagungsverfahren angezeigt, wenn die Steuerbehörde über Anhaltspunkte für deren materielle Unrichtigkeit verfügt, und kann unterbleiben, wenn die Sachverhaltsdarstellung vollständig und widerspruchsfrei ist sowie auf Grund der übrigen aktenkundigen Umstände und der Lebenserfahrung nicht als unglaubwürdig erscheint (Art. 46 StHG; § 190 Abs. 1 StG/AG; BLUMENSTEIN/LOCHER, a.a.O., S. 417; ZWEIFEL, Verfahrensgrundsätze und Veranlagungsverfahren, in: ASA 61 S. 432 f.). Die kantonale Rechtsmittelinstanz hat, soweit ersichtlich, die Tätigkeit des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit Einkünften aus Wertschriften und Kapitalanlagen implizit als private Vermögensverwaltung qualifiziert und anschliessend die Abzugsfähigkeit der geltend gemachten Aufwendungen nach den kantonalen Bestimmungen über die Abzugsfähigkeit von Kosten für die private Vermögensverwaltung (§ 39 StG/AG) beurteilt. Eine Überprüfung von Amtes wegen (oben, E. 1.3), ob die Tätigkeit des Beschwerdeführers nicht als private Vermögensverwaltung, aber als selbstständige Erwerbstätigkeit hätte qualifiziert werden müssen (BGE 125 II 113 E. 5e S. 122 f.; Urteil 2C_1048/2013 vom 25. August 2014 E. 2.3; 2C_868/2008 vom 23. Oktober 2009 E. 2.3 ff., in: StR 65/2010 S. 207 ff.; VON AH, a.a.O., S. 63 ff.; KAPALLE/SALIB, a.a.O., S. 731 ff.; REICH, Selbstständige Erwerbstätigkeit, N. 33 ff.), drängt sich im Beschwerdeverfahren vor Bundesgericht vorliegend nicht auf. Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz dem Beschwerdeführer den Abzug von im Zusammenhang mit seiner privaten Vermögensverwaltung geltend gemachten Aufwendungen zu Recht verweigert hat. Das Bundesgericht überprüft die Auslegung und Anwendung dieses harmonisierten kantonalen Gesetzesrechts (Art. 9 Abs. 1 StHG) sowie seine Übereinstimmung mit dem Bundesrecht in vertikaler Hinsicht frei (oben, E. 1.3).