Citation: 5A_463/2014 E. 9.2

9.2. Im Bedarf der Beschwerdegegnerin bestreitet der Beschwerdeführer weiter das Betreffnis von monatlich Fr. 3'130.90. Diesen zusätzlichen Betrag konzediert das Obergericht der Beschwerdegegnerin für die Dauer von vierundzwanzig Monaten zur Tilgung der Schulden, die ihr anlässlich des Getrenntlebens seit dem 13. Oktober 2011 entstanden sind und die dem angefochtenen Entscheid zufolge aus offenen Rechnungen von Fr. 39'942.90 und diversen ausgewiesenen Darlehen von Fr. 45'000.-- bestehen. Der Beschwerdeführer kreidet dem Obergericht an, es ermögliche der Beschwerdegegnerin damit die Tilgung privater Schulden, die nicht der gemeinsamen Lebensführung dienten, und greife der güterrechtlichen Auseinandersetzung vor. Der Einwand geht an der Sache vorbei. Mit dem Passus "anlässlich des Getrenntlebens" lässt der angefochtene Entscheid klar erkennen, dass damit Verbindlichkeiten angesprochen sind, welche die Beschwerdegegnerin eingegangen ist, um die eheliche Lebenshaltung nach der Trennung weiterzuführen. Was den Betrag von Fr. 39'942.90 angeht, stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, es handle sich um laufende Rechnungen aus dem Jahre 2012, die beglichen seien. Allein der Umstand, dass eine Forderung infolge ihrer Erfüllung untergegangen ist (Art. 114 Abs. 1 OR), sagt indessen nichts darüber aus, wer für diese Verbindlichkeiten aufzukommen hat, und schliesst insbesondere auch nicht aus, dass die erfolgten Zahlungen den Lebensunterhalt der Beschwerdegegnerin betreffen. Soweit der Beschwerdeführer im Rahmen seiner seit 1. November 2011 geleisteten Zahlungen auch für diese Betreffnisse aufgekommen ist, trägt der angefochtene Entscheid dem hinreichend Rechnung (vgl. E. 4.). Was die Darlehen in der Höhe von Fr. 45'000.-- angeht, bestreitet der Beschwerdeführer, dass diese "bestehen, gekündigt und zurückzubezahlen sind". Die Frage, wann ein Darlehen zur Rückzahlung fällig ist, beschlägt indessen nicht den Bestand, sondern lediglich den Inhalt der Obligation. Das übersieht der Beschwerdeführer, wenn er sich auf die angeblich fehlende Fälligkeit beruft.