Citation: 9C_963/2012 E. 3.3

3.3. Soweit die Beschwerdeführerin rügt, es hätten echtzeitliche ärztliche Berichte Vorrang und es hätte daher der psychiatrische Bericht von Dr. med. M.________ vom 22. September 2010 als Entscheidungsgrundlage vorgezogen werden müssen, ist dem entgegenzuhalten - abgesehen davon, dass diese Rüge rein appellatorischer Natur ist (vgl. Urteile 9C_724/2012 vom 29. Oktober 2012 E. 4.3.3 und 9C_72/2012 vom 21. August 2012 E. 5.2) -, dass die darin von Dr. med. M.________ der Klinik R.________ attestierte 100 %ige Arbeitsunfähigkeit, wegen welcher eine 6-8wöchige stationäre Behandlung vorgeschlagen worden war, in der Folge offenbar nicht umgesetzt wurde. Entsprechende Berichte fehlten jedenfalls, wie dies aus dem Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle X.________ 2011 und den Akten der Invalidenversicherung hervorgeht, insbesondere aus einem Bericht der RAD-Ärztin vom 25. März 2011, in welchem diese danach fragte, ob die stationäre Behandlung nun stattgefunden habe oder nicht. Zudem ist zu beachten, dass die dem therapeutischen Auftrag verpflichteten Ärzte sich über ihre Patienten in einer Weise äussern, die sich von der Sicht eines medizinischen Untersuchers wesentlich unterscheidet (vgl. zur Unvereinbarkeit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag etwa Urteil 9C_746/2010 vom 28. Januar 2011 E. 3.1 mit Hinweisen).