Citation: 1C_275/2016 E. 3.3

3.3. Diese Ausführungen des Verwaltungsgerichts sind im Ergebnis nicht zu beanstanden. Zwar kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Dazu sind die Angaben der Polizeibeamten zuwenig konkret; der Vorwurf blieb im Strafverfahren denn auch unberücksichtigt. Hingegen handelt es sich beim Verbot des Rechtsüberholens um eine grundlegende Verkehrsregel, womit ein auf dem linken Einspurstreifen fahrender Lenker jedenfalls bei geringem Verkehrsaufkommen nicht damit rechnen muss, dass ihn ein Autofahrer rechts überholt um anschliessend vor ihm in die linke Spur einzubiegen. Ein solches Manöver gefährdet die Verkehrssicherheit jedenfalls in abstrakter Weise nicht unerheblich. Auch das Verschulden wiegt nicht leicht. Selbst wenn man mit dem Strafbefehl davon ausgeht, dass der Beschwerdeführer in Richtung Zürich einspurte, an den beiden Fahrzeugen auf der linken Spur vorbeifuhr und sich dann spontan entschied, das Fahrziel und dementsprechend die Spur zu wechseln, hätte ihm klar sein müssen, dass sein Manöver objektiv ein verbotenes Rechtsüberholen darstellt und er dementsprechend auf der rechten Spur hätte bleiben müssen. Wie das Verwaltungsgericht indessen zu Recht anführt, hat der Beschwerdeführer in der polizeilichen Befragung, deren Protokoll er unterschieben hat, offen zugegeben, dass er von Anfang nach Reichenburg fahren und die beiden Fahrzeuge auf der linken Spur vor ihm rechts überholte wollte, weil sie für seinen Geschmack zu langsam waren, und dass es sich bei seinen Ausführungen zum angeblich (zu) spät erfolgten Fahrzielwechsel um eine blosse Ausrede handelt. Es ist nicht zu beanstanden, dass das Verwaltungsgericht das umstrittene Manöver des Beschwerdeführers als mittelschwere Widerhandlung beurteilte, und es hat im Ergebnis auch keinen Widerspruch zum Ausgang des Strafverfahrens geschaffen, da eine einfache Verkehrsregelverletzung sowohl einer leichten als auch einer mittelschweren Widerhandlung entspricht. Die minimale Entzugsdauer, die nicht unterschritten werden darf, beträgt nach einer mittelschweren Widerhandlung einen Monat (oben E. 2.1). Der angefochtene Entscheid des Verwaltungsgerichts verletzt damit kein Bundesrecht, die Beschwerde ist unbegründet.