Citation: 2C_889/2021 E. 6

In rechtlicher Hinsicht beanstanden die Beschwerdeführer die vorinstanzliche Schlussfolgerung, dass der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a AIG in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG erfüllt sei. Für die rechtliche Würdigung ist massgebend, dass der Beschwerdeführer am 11. Februar 2013 um die Erteilung der Niederlassungsbewilligung ersuchte. Er erklärte in diesem Zusammenhang, er und seine damalige Schweizer Ehefrau würden in einer tatsächlichen, stabilen Familiengemeinschaft und im selben Haushalt zusammenleben (vgl. E. 2.1 des angefochtenen Urteils). Im Lichte der für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen hätte der Beschwerdeführer den Behörden im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung die Parallelbeziehung zu seiner jetzigen Ehefrau nicht verschweigen dürfen, zumal das Kriterium der Dauerhaftigkeit dieser Beziehung ohne Weiteres erfüllt war. Unterlässt die ausländische Person, die Behörden im Bewilligungsverfahren über eine dauerhafte Parallelbeziehung im Ausland zu informieren, ist - wie bereits ausgeführt - nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a AIG in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG erfüllt (vgl. E. 4.1.1 hiervor). Die ermittelten Umstände lassen auch ohne Weiteres eine Täuschungsabsicht erkennen, da der Beschwerdeführer wissen musste, dass das Vorliegen einer dauerhaften Parallelbeziehung für den Bewilligungsentscheid bedeutsam sein könnte. Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer vorwirft, mit Absicht falsche Angaben gemacht und wesentliche Tatsachen verschwiegen zu haben. Es liegt ein Widerrufsgrund mit Bezug auf die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers vor.