Citation: 2C_341/2018 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin rügt die von der Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht erhobenen Feststellungen nicht als offensichtlich unrichtig, weshalb im bundesgerichtlichen Verfahren darauf abzustellen ist (Art. 97, Art. 105 Abs. 1 BGG). Der Schluss der Vorinstanz von den festgestellten Indizien auf eine Scheinehe verletzt, entgegen der Beschwerdeschrift, kein Bundesrecht: Die Beschwerdeführerin stellt nicht in Frage, dass der Umstand, kurz nach der Nichtverlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung zwecks Abwendung von Unheil von ihren Kindern eine Ehe schliessen zu wollen, ein schlechtes Licht auf sie werfe. Bei der Beurteilung der anschliessend geschlossenen Ehe ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Umständen des Eheschlusses viel Gewicht zugemessen hat. Mit ihrem Argument, die Beziehung habe schon lange vor dem Eheschluss bestanden, übergeht die Beschwerdeführerin stillschweigend, dass dies nach den Aussagen des Ehemannes nicht zutrifft. Weshalb der Zivilstandsbeamte über die Ziviltrauung gegenüber der Behörde nur subjektive Wahrnehmungen geäussert haben sollte, welche nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen würden, ist nicht nachvollziehbar. Des Weiteren bestreitet die Beschwerdeführerin nicht, dass die Eheleute - wenn auch aufgrund der Kinder aus früheren Ehen - mehrheitlich getrennt leben, und übersieht, dass ihre familiäre Situation keine Ausnahme vom gesetzlichen Erfordernis des Zusammenwohnens (Art. 42 AuG) zu begründen vermag. Die Familiennachzugsbestimmungen der Art. 42 Abs. 1, Art. 49 und Art. 50 AuG sind nicht dazu bestimmt, dass jeder Ehepartner auf seiner Seite je für sich unabhängig leben kann bzw. das Getrenntleben ohne wichtigen Grund zum Regelfall wird (Urteil 2C_48/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 3.2.2). Die Vorinstanz hat die Indizien zutreffend gewichtet und konnte Indizien, welche eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens ohnehin nicht zu begründen vermögen - wie die vielen Reisen und die Aufenthalte des Ehemannes in Männedorf und im Tessin -, unberücksichtigt lassen. Dass die Eheleute dieselben Werte und Vorstellungen über eine glückliche Ehe teilen, vermag ebenfalls keine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens zu begründen, und die dafür eingereichten Belege können wegen des Novenverbots (Art. 99 Abs. 1 BGG) im bundesgerichtlichen Verfahren nicht entgegen genommen werden. Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann die Ehe aus ausländerrechtlichen Motiven eingegangen sind, ohne eine Lebensgemeinschaft führen zu wollen und sich die Beschwerdeführerin somit rechtsmissbräuchlich auf Art. 42 Abs. 1 AuG beruft, um eine Aufenthaltsbewilligung zu erwirken, weshalb ihr darauf gestützter Anspruch erloschen ist (Art. 51 Abs. 1 lit. a AuG). Ob der Beschwerdeführerin gestützt auf andere Rechtsgrundlagen ein Anspruch auf eine ausländerrechtliche Bewilligung zustehen würde, ist wegen fehlenden Ausführungen in der Beschwerdeschrift (Art. 42 Abs. 2 BGG) und fehlender Offensichtlichkeit (Art. 106 Abs. 1 BGG; Urteil 2C_1081/2015 vom 12. Dezember 2016 E. 1.3) sowie der für Grundrechtsverletzungen geltenden qualifizierten Rügepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG) nicht zu prüfen. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist mit summarischer Begründung unter Verweis auf das angefochtene Urteil (Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG) abzuweisen.