Citation: 5A_715/2007 11.01.2008 E. 3

Nach der unumstrittenen Auslegung des Obergerichts bildet die fürsorgerische Freiheitsentziehung Voraussetzung für die Zuständigkeit der Einzelrichterin betreffend fürsorgerische Freiheitsentziehung zur Beurteilung von Zwangsmassnahmen (§ 24 lit. a PatG in Verbindung mit § 27 Abs. 4 PatG). Das Obergericht hat das Vorliegen einer fürsorgerischen Freiheitsentziehung ausdrücklich verneint. Soweit der Beschwerdeführer Gegenteiliges überhaupt rechtsgenüglich behauptet (Art. 42 Abs. 2 BGG), vermag er keine Bundesrechtsverletzung darzutun. Den Akten lässt sich entnehmen, dass er in Anwendung von Art. 397a Abs. 1 und 2 ZGB für die Dauer der sozialen und medizinischen Notwendigkeit in der Psychiatrischen Klinik B.________ zurückbehalten und aufgrund des Beschlusses der Vormundschaftsbehörde C.________ vom 2. Juni 2004 in das Wohnheim D.________ überwiesen worden ist. Von dort gelangte er aufgrund einer Anordnung der Vormundschaftsbehörde in die Herberge Y.________, wo er sich heute noch befindet. Den Akten lässt sich nicht entnehmen, dass die Unterbringung des Beschwerdeführers in der Herberge gegen dessen Willen und in Anwendung der Bestimmungen über die fürsorgerische Freiheitsentziehung (Art. 397a ZGB) vorgenommen worden wäre. Beruht die Unterbringung in der Herberge Y.________ nicht auf einer fürsorgerischen Freiheitsentziehung, verletzt die Verneinung der sachlichen Zuständigkeit der Einzelrichterin betreffend fürsorgerische Freiheitsentziehung zur Beurteilung der beanstandeten Behandlung ebenso wenig Bundesrecht. Will sich der Beschwerdeführer gegen eine Behandlung mit Klopin zur Wehr setzen, hat er sich - wie ihm dies das Obergericht bereits bedeutet hat - an seine Vormündin zu wenden. Weigert sich diese, auf ihre Absprache mit der Anstaltsleitung zurückzukommen, kann er sich dagegen bei der Vormundschaftsbehörde beschweren (Art. 420 Abs. 1 ZGB) und gegebenenfalls gegen deren Entscheid an die Aufsichtsbehörde gelangen (Art. 420 Abs. 2 ZGB).