Citation: 9C_590/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz ging davon aus, dass der Rückweisungsentscheid weder die Verwaltungsbehörde noch sie selbst daran hindere, den Sachverhalt zu ergänzen. Die im Rahmen des Rückweisungsentscheids getroffenen Sachverhaltsfeststellungen hält sie für "grundsätzlich unverbindlich". Sie berücksichtigte deshalb im angefochtenen Entscheid Auszüge aus dem Individuellen Konto (nachfolgend: IK-Auszüge) des Beschwerdeführers vom Mai 2016 (Einkommen bis und mit dem Jahr 2013), vom April 2017 (Einkommen bis und mit dem Jahr 2014), vom Februar 2019 (Einkommen bis und mit dem Jahr 2015), vom April 2020 (Einkommen bis und mit dem Jahr 2017), vom Februar 2022 (Einkommen bis und mit dem Jahr 2018 sowie Corona-Erwerbsersatzentschädigung für das Jahr 2020) und vom 9. Januar 2023 (Einkommen bis und mit dem Jahr 2019; diesen letzten IK-Auszug hatte die Vorinstanz mit Verfügung vom 20. Dezember 2022 selbst beigezogen). Bei der ersten gerichtlichen Beurteilung im Oktober 2015 hätte erst ein IK-Auszug des Beschwerdeführers vom Juli 2012 vorgelegen. Die neuen IK-Auszüge erlaubten nun, die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau zu ermitteln, weswegen der Invaliditätsgrad nunmehr anhand eines Einkommensvergleichs und nicht anhand der ausserordentlichen Bemessungsmethode bestimmt werden könne (vgl. angefochtenes Urteil E. 7.2). Des Weiteren sprach die Vorinstanz dem Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 30. April 2020 die Beweiskraft ab. Namentlich zog sie in Zweifel, dass der Beschwerdeführer seine Tätigkeit im Rahmen einer Einzelfirma betreibt. Er sei schliesslich als Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift einer GmbH im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen. Ausserdem sei er gemäss Abklärungsbericht vom April 2020 und der Homepage der GmbH Chef über sieben Mitarbeitende. Dass der Beschwerdeführer nur unqualifizierte Büroarbeit verrichte und keine Führungsaufgaben anfallen würden, könne "unter diesen Umständen zwar anfänglich noch nachvollzogen werden", sei "im Verlauf jedoch nicht mehr glaubhaft". Die Vorinstanz hatte auch Zweifel daran, dass die Kapazität im Betrieb des Beschwerdeführers nur 50 % betrage, da für die Administration zwischenzeitlich der Sohn des Beschwerdeführers als Business Manager angestellt worden sei. Es stelle sich die Frage, ob der Beschwerdeführer diese Aufgaben nicht selbst hätte übernehmen oder sich die entsprechenden Fähigkeiten zumindest über die Jahre hinweg im Rahmen der Schadenminderungspflicht hätte aneignen können (vgl. angefochtenes Urteil E. 7.6).