Citation: 4C.369/2005 08.02.2006 E. 6

Die Beklagte bringt schliesslich vor, es sei anzunehmen, dass sich die Kläger auch dann für die Wiederinbetriebnahme mit starrem Anschluss ausgesprochen hätten, wenn die Beklagte sie über die Regelwidrigkeit des ursprünglichen Anschlusses informiert hätte. Dass sich die Kläger entschlossen hätten, das Gerät trotz der damit verbundenen Gefahr eines Wasserschadens unter Beibehaltung des starren Anschlusses in Betrieb zu nehmen, lässt sich den tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid indessen nicht entnehmen. Die Beklagte zeigt auch nicht auf, dass sie diesbezüglich im kantonalen Verfahren Behauptungen aufgestellt oder die Abnahme von Beweisen beantragt hätte. Soweit die Beklagte anführt, der Anschluss sei "lege artis" ausgeführt worden, weshalb keine Notwendigkeit einer Abänderung des Anschlusses bestand, widerspricht sie den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz und ist damit nicht zu hören. Es sind keine Umstände ersichtlich, die nahe legen, die Kläger hätten sich dazu entschieden, die Gefahr eines Wasserschadens in Kauf zu nehmen, statt einen korrekten Anschluss vornehmen zu lassen. Gestützt auf die allgemeine Lebenserfahrung ist die Annahme, der Schaden wäre bei rechtmässigem Verhalten nicht eingetreten (BGE 115 II 440 E. 5b S. 448 f.), nicht zu beanstanden.