Citation: 2C_236/2024 E. 3

Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob die Vorinstanz die von der Anwaltskommission gestützt auf Art. 17 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2000 über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (Anwaltsgesetz, BGFA; SR 935.61) ausgesprochene Verwarnung des Beschwerdeführers wegen Verletzung von Art. 12 lit. a und d BGFA zu Recht bestätigte. Die Vorinstanz erwog, das Schreiben des Beschwerdeführers vom 24. März 2021 an E.________ sei offensichtlich als Werbung im Sinn von Art. 12 lit. d BGFA zu qualifizieren. Sodann handle es sich dabei nicht um zulässige zielgruppenorientierte Werbung, da der angeschriebene Mieter gegenüber dem Beschwerdeführer vorgängig kein Interesse an Werbung oder an einer Mietzinsrückforderung bekundet habe. Die Werbung sei überdies nicht zurückhaltend gewesen, zumal mit ihr nicht bloss Informationen übermittelt, sondern mögliche konkrete Handlungsschritte nahegelegt und offeriert worden seien. Insgesamt sei das Schreiben vom 24. März 2021 zu aufdringlich, weshalb es gegen den Grundsatz der Objektivität nach Art. 12 lit. d BGFA verstosse (vgl. E. 4.3 und 4.4 des angefochtenen Urteils). Schliesslich habe der Beschwerdeführer auch die in Art. 12 lit. a BGFA verankerte Sorgfaltspflicht verletzt, indem er Informationen, die ihm allein aufgrund seiner Position als Rechtsanwalt zugekommen seien, an unbeteiligte Dritte weitergeleitet sowie den Mietvertrag von E.________ ausserhalb des vor dem Mietgericht hängigen Verfahrens für eigene (Werbe-) Zwecke verwendet und damit zweckentfremdet habe (vgl. E. 4.7 des angefochtenen Urteils).