Citation: 8C_372/2023 E. 4.1

4.1. Zusammenfassend habe die Schulleitung der Berufsfachschule X.________ im Rahmen des Covidschutzkonzepts nach Erlaubnis des Mittelschul- und Berufsbildungsamts am 26. Oktober 2020 rechtmässig eine generelle Maskentragpflicht auch während des Unterrichts angeordnet und die Lehrpersonen sowie die weiteren Mitarbeitenden um möglichst rasche Umsetzung dieser Massnahme gebeten. Entsprechend wäre die Beschwerdeführerin gehalten gewesen, die Maskentragpflicht für Schülerinnen und Schüler um- bzw. durchzusetzen, was sie trotz mehrfacher Aufforderung nicht bzw. nur ungenügend getan habe. Namentlich habe sie einen Tag nach Anordnung der Massnahme im Unterricht ein kontroverses Video gezeigt, das den Fokus auf die (angeblich) gesundheitsschädigende Wirkung der Maskentragpflicht gelegt habe. Zudem habe sie sich gegenüber der Schulleitung sowie einer grossen Anzahl von Schülerinnen und Schülern kritisch über die Maskentragpflicht geäussert, das angeordnete Schutzkonzept in Frage gestellt und gesagt, sie nötige niemanden zum Tragen einer Maske, was zur Folge gehabt habe, dass die angeordnete Massnahme in ihrem Unterricht nicht konsequent eingehalten worden sei. Dadurch habe sich das Risiko der Verbreitung des Coronavirus in einer Zeit stark ansteigender Fallzahlen erhöht und sei die Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts gefährdet worden. Durch ihr Verhalten habe die Beschwerdeführerin die Dienst- bzw. Treuepflicht verletzt, was zusammen mit ihrer diesbezüglichen Uneinsichtigkeit und der fehlenden Gesprächsbereitschaft das Vertrauensverhältnis zunächst beeinträchtigt und schliesslich ganz zerstört habe. Ein sachlicher Kündigungsgrund sei mithin gegeben und die Kündigung sei weder unverhältnismässig noch missbräuchlich gewesen.