Citation: 5A_687/2013 E. 3.2

3.2. Was die Notwendigkeit der medikamentösen Behandlung der festgestellten Störung anbelangt, so hat die Erkrankung des Beschwerdeführers vor allem Einflüsse auf sein Sexualverhalten. Namentlich bedeckt er gemäss mehrfachen Angaben seine Genitalien in der Öffentlichkeit nur ungenügend und hat er sich - anscheinend ohne deren Einverständnis - im Zimmer einer Mitpatientin aufgehalten. Abgesehen davon vernachlässigt er in offenbar zunehmend psychotischem Zustand die Körper- und Kleiderreinigung und bestieg er nur leicht bekleidet ohne Schuhe den schneebedeckten Pilatus. Im Weiteren leidet er an den Wahnvorstellungen. Im Lichte dieser vom Beschwerdeführer nicht substanziiert infrage gestellten tatsächlichen Feststellungen verhält sich der Beschwerdeführer in der Öffentlichkeit auffällig. Aufgrund der Art, wie er seinen Mitmenschen begegnet, und der ohne adäquate Bekleidung vorgenommenen "Wanderung" besteht namentlich unter Berücksichtigung der bevorstehenden kalten Jahreszeit eine konkrete Selbstgefährdung, deren Art und Grad es - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - rechtfertigen, die Behandlung der psychischen Störung als nötig im Sinn von Art. 426 Abs. 1 ZGB zu betrachten.