Citation: 6B_286/2024 E. 1.1

1.1. Die Beschwerdeführerin kritisiert das Absehen von der Anordnung einer stationären therapeutischen Behandlung von psychischen Störungen und rügt, die Vorinstanz würdige die Beweise willkürlich, stelle den Sachverhalt unrichtig fest und verletze Bundesrecht. Sie macht zusammengefasst geltend, die Vorinstanz weiche ohne erkennbaren Grund von dem auch von ihr als nachvollziehbar, schlüssig und überzeugend bezeichneten Gutachten ab und ordne entgegen den gutachterlichen Empfehlungen keine stationäre therapeutische Massnahme an. Ferner verletze sie Art. 59 StGB, indem sie bei der Verhältnismässigkeitsprüfung nicht alle relevanten Umstände einbeziehe. Sie berufe sich auf die fehlende Massnahmewilligkeit des Beschwerdegegners und den verbleibenden Strafrest von lediglich zwei Jahren, um die Verhältnismässigkeit zwischen dem Eingriff in die Freiheitsrechte des Beschwerdegegners und der Wahrscheinlichkeit der Verhinderung künftiger Strafen zu verneinen. Dabei verwerfe sie die gutachterlichen Feststellungen ohne weitere Begründung, verneine das Vorliegen einer minimalen Motivierbarkeit pauschal und ziehe die vom Gutachter festgestellte Rückfallgefahr und Gefährdung der öffentlichen Sicherheit erneut nicht in die Verhältnismässigkeitsprüfung ein. Die Beschwerdeführerin macht eventualiter geltend, die Vorinstanz verletze erneut ihre Begründungspflicht, weist jedoch darauf hin, dass der Sache nicht gedient sei, wenn wiederum eine Rückweisung zur Begründung an die Vorinstanz erfolge.