Citation: 2P.140/2002 18.10.2002 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer erhebt weiter verschiedene formelle Rügen. So vertritt er die Auffassung, das zur Diskussion stehende Prüfungsverfahren sei nicht rechtskonform durchgeführt worden, und sieht darin eine Verletzung des Willkürverbotes (Art. 9 BV) wie auch der aus Art. 29 BV folgenden Verfahrensgarantien. Er bringt vor, aufgrund der rechtswidrigen und voreingenommenen Beurteilung des Aufsatzes durch Professor C.________ sei das Prüfungsverfahren resp. die Beurteilung nicht rechtskonform durchgeführt worden. Der Beschwerdeführer beanstandet zusätzlich, eine gesetzlich nicht vorgesehene Rekursvorbereitungsgruppe habe vor seiner Stellungnahme schon einen Vorentscheid gefällt, was Art. 27 Abs. 2 und 3 KV-GR sowie den Bestimmungen des Reglements für die Erziehungskommission widerspreche. Weiter sieht er eine unkorrekte Verfahrensführung darin begründet, dass der Vorsitzende und Vizepräsident der Erziehungskommission, Dr. med. I.________, einen Teil der medizinischen Gegebenheiten (Herzfehler) gleichsam als medizinischer Experte selbst begutachtet habe, was geeignet gewesen sei, zu einer Voreingenommenheit zu führen, welche sich wiederum in der Rekursabweisung niedergeschlagen habe. Als nicht rechtskonform rügt der Beschwerdeführer zudem die Gegebenheit, dass der angefochtene Entscheid nicht durch den im Staatskalender als Aktuar der Erziehungskommission aufgeführten Dr. J.________, sondern durch den Leiter des Rechtsdienstes Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement, K.________, verschrieben worden sei. Schliesslich macht er geltend, aufgrund der Bestätigung von F.________ sei es völlig unglaubwürdig, dass die unabhängige Bewertung in allen Einzelheiten jener von Frau E.________ entsprochen habe. 4.2 Willkürlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt sodann nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56).