Citation: 5A_671/2014 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat erwogen, die Ehegatten seien bis zur Trennung Anfang oder Mitte 2008 17 Jahre verheiratet gewesen. Im Gegensatz zur Beschwerdegegnerin habe der Beschwerdeführer während der Ehe seine berufliche Karriere fortgesetzt und sei zum geschäftsführenden Teilhaber der G.________ aufgestiegen. Es liege somit eine lange, lebensprägende Ehe vor, bei der die Beschwerdegegnerin offenkundig ehebedingte Nachteile tragen müsse. Die Beschwerdegegnerin habe daher Anspruch auf einen nachehelichen Unterhalt, welcher sich nach dem zuletzt gelebten gemeinsamen Lebensstandard bemesse. Bevor der Beschwerdeführer Anfang 2012 freigestellt worden sei, habe er in seiner Stellung jährlich zwischen 1.5 und 2 Mio. Franken verdient. Im März 2013 habe er die H.________ AG gegründet und betätige sich seitdem hauptsächlich als Finanzberater und Investor. Dieses Geschäft befinde sich noch in der Aufbauphase, weshalb noch keine ausreichende Datenbasis bestehe. Bei dieser Ausgangslage könne nicht einfach auf die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Zahlen abgestellt werden, wonach dieser aus Erwerb ein monatliches Einkommen von Fr. 5'000.-- erzielen könne. Vielmehr müsse das künftige Einkommen des Beschwerdeführers aus dieser Tätigkeit geschätzt werden. Da davon auszugehen sei, dass den Ehegatten inskünftig keine Sparquote mehr verbleiben werde, erscheine es angezeigt, den Unterhaltsbeitrag für die Ehefrau nach der Methode der Grundbedarfsberechnung mit hälftiger Überschussverteilung zu berechnen.