Citation: 2C_773/2019 E. 3.4.1

3.4.1. Dem angefochtenen Urteil kann entnommen werden, dass es sich bei der am meisten ins Gewicht fallenden Straftat um eine versuchte schwere Körperverletzung handelte, die am 3. Februar 2014 begangen wurde. Diesbezüglich hielt die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer und sein Bruder hätten das Opfer mit einem Messer bewaffnet in einer Bar aufgesucht. Dort sei es zu einer Auseinandersetzung gekommen und der Bruder des Beschwerdeführers habe zwei Mal mit grosser Wucht von hinten auf das Opfer eingestochen. Motiv der Tat sei einerseits die Weigerung des Opfers gewesen, dem Beschwerdeführer ein Darlehen von Fr. 300.-- zurückzuzahlen; andererseits sei es dem Beschwerdeführer aber auch um Prinzipien, Ehre und Macht gegangen. Nach der strafrechtlichen Würdigung sei der Beschwerdeführer der Anführer und Initiator der Auseinandersetzung gewesen. Gemäss dem angefochtenen Urteil habe das Obergericht zudem festgehalten, dass zwischen dem Tatanlass und der zugefügten Verletzung, welche innert kürzester Zeit ein lebesgefährliches Ausmass hätte annehmen können, ein krasses Missverhältnis bestanden habe (vgl. E. 3.2 des angefochtenen Urteils). Diese Straftat ist gegen Leib und Leben gerichtet und wiegt deshalb besonders schwer. Die schwere Körperverletzung (auch im Versuch: vgl. BGE 144 IV 168 ff.; Urteil 2C_365/2018 vom 1. April 2019 E. 5.4.1) gehört zu den Verhaltensweisen, welche seit dem 1. Oktober 2016 eine obligatorische Landesverweisung nach sich ziehen (Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB). Auch wenn diese Regelung nicht rückwirkend Anwendung auf den Beschwerdeführer findet, darf bei einer Interessenabwägung berücksichtigt werden, dass der Verfassungs- und Gesetzgeber Gewaltdelikte als besonders verwerflich erachtet (vgl. Urteile 2C_108/2018 vom 28. September 2018 E. 4.3.3; 2C_393/2017 vom 5. April 2018 E. 3.3.1; 2C_172/2017 vom 12. September 2017 E. 3.3).