Citation: 1C_354/2023 E. 4.4

4.4. Soweit seine Argumentation überhaupt genug substanziiert ist, vermag der Beschwerdeführer damit nicht aufzuzeigen, dass vorliegend Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten des Beschwerdegegners bestehen. Wie zu Recht von der Vorinstanz festgehalten, ergibt sich aus den Akten ohne Weiteres, dass die Ärzteschaft aufgrund des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers sowie dem verwahrlosten Zustand, in dem er am 16. Januar 2021 vorgefunden wurde, von einem Behandlungsbedürfnis ausgehen durfte. Die fürsorgerische Unterbringung wurde zunächst mit ärztlichem Entscheid des Spitals C.________ vom 22. Januar 2021 angeordnet, gegen welchen der Rechtsweg offen stand. Mit Zirkulationsbeschluss der zuständigen KESB der Stadt Zürich vom 1. März 2021 wurde sodann auf Antrag der ärztlichen Leitung der Klinik D.________ die weitere Unterbringung des Beschwerdeführers in der Klinik D.________ angeordnet. Gegen diesen Entscheid hat der Beschwerdeführer Beschwerde erhoben, welche das zuständige Bezirksgericht mit Urteil und Verfügung vom 18. März 2021 abgewiesen hat. Die fürsorgerische Unterbringung wurde somit von der zuständigen Behörde im dafür vorgesehenen Verfahren angeordnet und dem Beschwerdeführer die Möglichkeit gegeben, dagegen den Rechtsweg zu beschreiten; eine unabhängige Kontrolle wurde somit stets gewährleistet. Die Akten enthalten entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers keine Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer durch den Beschwerdegegner unrechtmässig fest- oder gefangengehalten worden ist. Weiter vermag der Beschwerdeführer auch nicht in minimaler Weise glaubhaft zu machen, dass der Beschwerdegegner nicht gemäss den Regeln der ärztlichen Kunst gehandelt hätte oder wissentlich und willentlich eine kontraindizierte medikamentöse Behandlung herbeiführen wollte. Er bringt in keiner Weise Elemente vor, die darauf hinweisen würden, dass es sich bei der vom Beschwerdegegner gestellten Diagnose um eine offensichtliche Fehldiagnose handelt oder dass diese auf Unwahrheiten beruht. Aufgrund der aus den Akten hervorgehenden fehlenden Urteilsfähigkeit des Beschwerdeführers informierte der Beschwerdegegner die zuständige KESB über den Fall, nachdem er durch die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich gegenüber ersteren von der beruflichen Schweigepflicht entbunden worden war. Die KESB errichtete eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung, die unter anderem den Auftrag umfasste, für eine hinreichende medizinische Betreuung des Beschwerdeführers zu sorgen und ihn bei allen dafür erforderlichen Vorkehrungen zu vertreten, insbesondere auch über die Erteilung der Zustimmung zu vorgesehenen ambulanten oder stationären medizinischen Massnahmen bei Urteilsunfähigkeit zu entscheiden. Gestützt auf die Akten gibt es keine Hinweise darauf, dass der Informationsaustausch mit den Ambulatorien über die für die Nachbetreuung des Beschwerdeführers notwendigen Informationen hinausging oder nicht im Interesse des Beschwerdeführers stand. Da eine Einwilligung der KESB vorlag, ist der Tatbestand der Verletzung des Amtsgeheimnisses klar nicht erfüllt. Zusammengefasst hat die Vorinstanz zu Recht festgestellt, dass jegliche Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten des Beschwerdegegners fehlen. Sie hat somit nicht gegen Bundesrecht verstossen, indem sie die Erteilung der Ermächtigung zur Strafuntersuchung verweigert hat.