Citation: 7B.176/2002 23.09.2002 E. 2

2.1 Art. 9 Abs. 2 (letzter Satz) VZG bestimmt, dass Streitigkeiten über die Höhe der Schätzung des Grundstückwertes endgültig durch die kantonale Aufsichtsbehörde beurteilt werden. Die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts kann einen derartigen (Ermessens-)Entscheid einzig daraufhin überprüfen, ob die kantonale Aufsichtsbehörde allenfalls bundesrechtliche Verfahrensvorschriften oder das ihr zustehende Ermessen überschritten oder missbraucht habe (vgl. Art. 19 Abs. 1 SchKG). Letzteres trifft dann zu, wenn Kriterien mitberücksichtigt worden sind, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn umgekehrt rechtserhebliche Umstände ausser Acht geblieben sind (dazu BGE 124 III 401 E. 2a S. 402; 120 III 79 E. 1 S. 80 f.; 110 III 69 E. 2 S. 71, mit Hinweisen). 2.2 Dass dem Entscheid des Obergerichts Mängel der erwähnten Art anhaften würden, ist mit den Ausführungen in der Beschwerde nicht dargetan. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich darauf, die Schätzung als "absolut unrealistisch" zu bezeichnen mit dem Hinweis, im Mai 1999 sei das Haus auf 3 Mio. Franken geschätzt worden und es bestehe unter anderem für die Behebung von Schäden, die seither wegen Wassereinbruchs entstanden seien, ein grosser Investitionsbedarf; vor dem Obergericht sei ausserdem noch ein Verfahren gegen die Bank C.________ hängig, bei dem es um die gleiche Frage gehe. Inwiefern das von ihr angeführte, nicht näher umschriebene weitere Verfahren den Wert der hier in Frage stehenden Liegenschaft beeinflussen soll, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Sodann hatte sie im vorinstanzlichen Verfahren weder auf den im Jahre 1999 geschätzten Wert noch auf die Sanierungskosten hingewiesen, die noch anfallen sollen. Es handelt sich hierbei somit um unzulässige neue Tatsachenvorbringen (vgl. Art. 79 Abs. 1 zweiter Satz des Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege [OG]), die hier unbeachtlich sind. Im Übrigen hat die Vorinstanz zutreffend festgehalten, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kein Anspruch auf Einholung eines zweiten Sachverständigenberichts (durch die obere kantonale Aufsichtsbehörde) bestehe (BGE 120 III 135 E. 2 S. 136 mit Hinweis).