Citation: 5D_83/2007 22.10.2007 E. 2

Das Obergericht wies zunächst die von der Beschwerdegegnerin eingereichte erste Seite des Kaufvertrags wegen des Verbots neuer Beweismittel aus dem Recht. Sodann erwog das Obergericht, dass die Glaubhaftmachung der fehlenden Echtheit des Rechtsöffnungstitels sowie der fehlenden Handlungsfähigkeit des Beschwerdeführers objektive Anhaltspunkte erfordere. Aufgrund der dem Einzelrichter vorgelegten Durchschläge des Kaufvertrags habe dieser davon ausgehen müssen, dass ursprünglich ein Kaufpreis von Fr. 3'600.-- eingesetzt worden sei. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb der Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin den Kaufpreis nachträglich auf Fr. 36.-- hätte abändern sollen; dies wäre lediglich allenfalls im Interesse des Beschwerdeführers gewesen. Es sei auch nicht verständlich, weshalb erst nachträglich und nur auf einem der Durchschläge die Telefonnummer des Beschwerdeführers angegeben und der Hinweis auf die gewerbliche Nutzung durch den Beschwerdeführer angekreuzt worden sei. Ferner sei im Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom 2. März 2006 von einem Kaufvertrag die Rede gewesen, und der Beschwerdeführer habe geltend gemacht, er könne den entsprechenden Verpflichtungen aufgrund seines monatlichen Einkommens von Fr. 2'400.-- nicht nachkommen, womit nur die Bezahlung des Kaufpreises von Fr. 3'600.-- habe gemeint sein kön-nen. Schliesslich sei der Einwand, der Beschwerdeführer sei "leicht debil" und "nicht voll zurechnungsfähig", sodass "auch für Aussenstehende erkennbar [sei], dass er nicht voll urteilsfähig [sei]", ohne ersichtlichen Grund erst in der Rechtsöffnungsverhandlung erhoben worden.