Citation: 6B_726/2020 E. 2.4.5

2.4.5. Aufgrund der dargelegten Umstände, d.h. der Involvierung des Beschwerdeführers in den organisierten Drogenhandel, der bei ihm aufgefundenen bzw. von ihm weitergeleiteten hohen (Bar-) Geldbeträge von total über Fr 80'000.--, der bei ihm eingegangenen Lieferung von 1'750 g Kokaingemisch und der an seine Wohnadresse erfolgten sieben weiteren Kokaintransporte, konnte die Vorinstanz ohne in Willkür zu verfallen und unabhängig von der konkreten Drogenmenge als erstellt erachten, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum Dezember 2015 bis 28. Februar 2016 neben den von ihm anerkannten Schuldsprüchen sieben (weitere) Lieferungen Kokaingemisch in der Grössenordnung von mindestens einem Kilogramm pro Lieferung empfangen und gegen Entgelt weiterverteilt, d.h. umgesetzt, hat. Die von der Vorinstanz im Rahmen ihrer rechtlichen Würdigung bejahten Tatbestände der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d BetmG sind auf der Grundlage dieses Sachverhalts erfüllt. Auch die Schwelle von 18 g reines Kokain, ab welcher ein mengenmässig qualifizierter Fall im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG vorliegt, wie dies die Vorinstanz zutreffend festhält (angefochtener Entscheid E. III.13.2 S. 37; vgl. auch BGE 145 IV 312 E. 2.1.1 mit Hinweisen), ist bei diesem Sachverhalt und dem von der Vorinstanz angenommenen, vom Beschwerdeführer nicht kritisierten Reinheitsgrad des Kokaingemischs ohne Weiteres erreicht bzw. um ein Vielfaches überschritten (gar schon unter alleiniger Beachtung der den unangefochtenen Schuldsprüchen gemäss Dispositiv-Ziff. II.1.2 f. des erstinstanzlichen Entscheids zugrundeliegenden Drogenmengen von 740 und 35.8 g reine Kokainbase; vgl. angefochtener Entscheid E. II.12.3 S. 35). Die bejahten zusätzlichen Qualifikationsgründe der Banden- und Gewerbsmässigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. b und c BetmG sind im Übrigen von der genauen Drogenmenge grundsätzlich unabhängig. Die von der Vorinstanz mittels der Hoch- und Parallelrechnung bestimmte konkrete Drogenmenge erweist sich folglich angesichts der sich (bereits) aus den erwähnten Sachumständen ergebenden, vom Beschwerdeführer umgesetzten hohen Drogenmenge für die rechtliche Beurteilung als nicht ausschlaggebend. Eine Beurteilung der weiteren, vom Beschwerdeführer vorgebrachten Rügen an der Hoch- und Parallelrechnung erübrigt sich. Auf die rechtliche Würdigung braucht dementsprechend, und nachdem der Beschwerdeführer diese im Einzelnen nicht beanstandet, nicht näher eingegangen zu werden.