Citation: U 142/03 12.01.2004 E. 4

Zu prüfen bleibt die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den psychischen Beschwerden. 4.1 Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs von organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgen ist zunächst zu prüfen, ob die versicherte Person ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS), eine diesem äquivalente Verletzung oder ein Schädel-Hirntrauma erlitten hat. Bejahendenfalls richtet sich die Adäquanzprüfung nach den in BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b, andernfalls nach den in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa formulierten Grundsätzen (vgl. zum Ganzen BGE 127 V 102 Erw. 5b/bb mit Hinweisen). Entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung bestehen keine genügenden Hinweise auf eine der genannten Verletzungen. Laut der Aussage des Beschwerdeführers anlässlich der Befragung durch die SUVA vom 22. März 1999 fand kein Kopfanprall statt. Dies stimmt überein mit den Befunden, welche der erstbehandelnde Arzt Dr. med. I.________ feststellte. Ebenso wenig ist dokumentiert, dass das nach einem Schleudertrauma der HWS nicht selten beobachtete und deshalb von der Rechtsprechung als typisch bezeichnete "bunte" Beschwerdebild (BGE 119 V 338 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b, 382 Erw. 4b) relativ bald nach dem Unfall aufgetreten wäre. Zudem spricht der (hinreichend nachgewiesene) Verlauf des Unfallereignisses gegen das Vorliegen einer der genannten Verletzungen. SUVA und Vorinstanz haben daher die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den während des vorliegend umstrittenen Zeitraums fortbestehenden Beschwerden zu Recht nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) geprüft (BGE 127 V 102 Erw. 5b/bb mit Hinweisen). 4.2 Im Rahmen der für die Belange der Adäquanzprüfung vorzunehmenden Katalogisierung ist das Ereignis vom 1. September 1998 angesichts des ausgewiesenen Unfallhergangs (Angefahrenwerden durch einen Personenwagen mit anschliessendem Sturz) und der dabei erlittenen Verletzungen (Kontusionen von Becken und Ellenbogen sowie Prellungen und Schürfungen) den mittelschweren Unfällen - ausserhalb des Grenzbereichs zu den schweren Ereignissen (vgl. zur diesbezüglichen Rechtsprechung die Übersicht in RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122 ff. Erw. 4b/bb) - zuzuordnen. Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist demzufolge zu bejahen, falls ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden unfallbezogenen Kriterien (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder die zu berücksichtigenden Kriterien insgesamt in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb). Wie das kantonale Gericht mit überzeugender Begründung dargelegt hat, kann allenfalls das Kriterium der erheblichen physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit als erfüllt gelten - allerdings nicht in besonders ausgeprägter Weise -, während die übrigen Merkmale nicht gegeben sind. Die fortbestehenden psychischen Beschwerden stehen daher nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 1. September 1998. Damit besteht keine Grundlage für die Zusprechung weiterer Versicherungsleistungen.