Citation: 5A_1053/2021 E. 2.2.3

2.2.3. Wenn sich die Verhältnisse nach der Pfändung geändert haben sollten, stellt sich die Frage (MEIER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 139 vor Art. 17-21), inwieweit auf die Verwertung der gepfändeten Liegenschaft nachträglich verzichtet und diese durch einen anderen Vermögenswert ersetzt werden könnte. Der Beschwerdeführer strebt dies an und betont dabei, dass der materiellen Rechtskraft im Zwangsvollstreckungsrecht nur eine beschränkte Bedeutung zukomme. Sein Hinweis auf BGE 133 III 580 E. 2 erweist sich allerdings nicht als hilfreich. Das Bundesgericht hielt im genannten Urteil einzig in Bezug auf die Berechnung des Existenzminimums fest, dass ein konkreter Sachverhalt nur für das laufende Vollstreckungsverfahren gelte und bei veränderten Verhältnissen die Bedarfspositionen in einem weiteren Verfahren zu berücksichtigen seien. Damit ist nicht gesagt, dass bereits getroffene Anordnungen des Betreibungsamtes ohne weiteres an neue Bedürfnisse angepasst werden können. Dies gilt umso mehr, wenn dem Betreibungsamt - wie im vorliegenden Fall - die erforderlichen Auskünfte durch den Schuldner vorenthalten wurden und es auf dieser Grundlage tätig geworden ist, und der Schuldner nicht behauptet, er hätte bei der Pfändung nicht selber darauf hinweisen können.