Citation: 2C_506/2019 E. A

Am 17. September 2009 erteilte die Gebäudeversicherung B.________ der A.________ AG mit Sitz in U.________ (Kanton Thurgau) die kantonale Brandschutzbewilligung für das Bauvorhaben "C.________". Die A.________ AG realisierte das Bauvorhaben als Bauherrin und Totalunternehmerin und war als solche auch Grundstückseigentümerin sowie Versicherungsnehmerin der Gebäudeversicherung B.________. Am 10. April 2013 brach auf der dritten Etage bei der Passarelle im Bereich der Parkettverlegungsarbeiten im Haus 6 der "C.________" ein Brand aus. Das Feuer griff auf das zweite und vierte Obergeschoss über und konnte erst mit einem Grosseinsatz der Feuerwehr gelöscht werden. Aufgrund der weit fortgeschrittenen Ausbauarbeiten entstand ein Schaden von insgesamt Fr. 22'637'412.-- am Eigentum der A.________ AG. Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach führte eine Strafuntersuchung wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst und allfälliger Brandstiftung. Mit Verfügung vom 31. Oktober 2013 sistierte sie das Strafverfahren auf unbestimmte Zeit, da sich die allfällige Täterschaft nicht hinreichend eingrenzen liess. Mit Schreiben vom 22. Mai 2014 teilte die Gebäudeversicherung B.________ der A.________ AG mit, dass sie eine Kürzung der Versicherungsleistung prüfe, und verlangte zusätzliche Unterlagen ein.