Citation: 1C_620/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hält im angefochtenen Urteil fest, es bestehe zwischen den insgesamt 17 in der Anwaltskanzlei tätigen Anwältinnen und Anwälten eine Unkostengemeinschaft. Der betreffende Gemeinderat und der Rechtsvertreter der Bauherrschaft seien daher, wirtschaftlich gesehen, voneinander unabhängig und je selbständig tätig. Ersterer profitiere finanziell nicht, wenn der Bauherrschaft eine Baubewilligung erteilt werde. Die Intensität der Zusammenarbeit sei zu gering, als dass im vorliegenden Fall aus dem Entscheid des Gesamtgemeinderats ein unmittelbarer Vorteil für den Gemeinderat, der gleichzeitig Rechtsanwalt sei, resultiere. Eine besondere wirtschaftliche oder ideelle Beziehungsnähe liege nicht vor. Hinzu komme, dass E.________ im Baubewilligungsverfahren aufgetreten sei und die Beschwerdeführenden mit Unterlagen habe bedienen lassen. Die Beschwerdeführenden seien darum nach Massgabe von Treu und Glauben gehalten gewesen, Ausstandsgründe unverzüglich vorzubringen, und zwar sobald bekannt gewesen sei, dass der betreffende Gemeinderat als möglicherweise befangene Person an der Behandlung der Angelegenheit mitgewirkt habe.