Citation: 6B_1115/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog, die angezeigten Tatbestände des Urkundenstrafrechts (Art. 251 Ziff. 1 und Art. 254 Abs. 1 StGB) würden in erster Linie den Schutz der Allgemeinheit bezwecken. Für die Bejahung der Geschädigtenstellung sei deshalb notwendig, dass die Beeinträchtigung unmittelbare Folge der tatbestandsmässigen Handlung sei. Die Beschwerdeführer würden den Beschwerdegegnern vorwerfen, die angezeigten Urkundendelikte "in einem verwaltungsrechtlichen Verfahren über die Pflicht zur Übernahme des Schulgeldes für den auswärtigen Schulbesuch" der Beschwerdeführerin 3 begangen zu haben. Zum einen sei eine E-Mail vom 7. Februar 2016 unterdrückt worden, in welcher die Beschwerdegegnerin 3 den Beschwerdegegner 1 und die Beschwerdegegnerin 2 auf die Ernsthaftigkeit der Situation betreffend die Beschwerdeführerin 3 hingewiesen habe. Zum anderen sei eine per E-Mail versandte Stellungnahme der Beschwerdegegnerin 3 abgeändert eingereicht worden. Das besagte Verwaltungsverfahren habe im Urteil des Bundesgerichts 2C_561/2018 gemündet, mit dem die Beschwerde der Beschwerdeführer betreffend die Übernahme des Schulgelds für den auswärtigen Schulbesuch der Beschwerdeführerin 3 abgewiesen worden sei. Aus den Erwägungen des Bundesgerichts gehe hervor, die beantragte Übernahme des Schulgelds sei unabhängig von den angezeigten Delikten abgelehnt worden, sondern wegen des eigenmächtigen Handelns der Beschwerdeführer 1 und 2 (Urteil 2C_561/2018 vom 20. Februar 2019 E. 4.4). Somit stehe fest, dass jedenfalls die privaten Interessen der Beschwerdeführer durch die angezeigten Straftaten nicht unmittelbar verletzt worden seien. Deshalb seien sie nicht geschädigte Personen i.S.v. Art. 115 Abs. 1 StPO und könnten sich nicht als Privatkläger konstituieren.