Citation: 5A_671/2018 E. 4.1.6

4.1.6. Den Feststellungen der Vorinstanz lässt sich entnehmen, dass die A.________ AG mit dem Asset Deal in Liquidation ging, aber nicht der Weg der formellen Liquidation nach Art. 736 ff. OR gewählt wurde, bzw. das "Formelle" erst später, nach Beendigung der "geordneten" Liquidation nachgeholt werden sollte (vgl. STOFFEL, Dissolution volontaire et liquidation de la société, in: La société au fil du temps, 2016, S. 438). Wie bei einer formellen Liquidation (Art. 739 ff. OR) sollten die laufenden Geschäfte der A.________ AG entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen zu Ende geführt werden (vgl. Art. 743 Abs. 1 OR). Dass dieses Vorgehen dem Zweck der Sanierung zur vollständigen Befriedigung aller Gläubiger und zur Abwendung des Konkurses von vornherein entgegenstehen soll, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Es schliesst nicht aus, dass der Verkauf bzw. die Übertragung auf einen Dritten der Substanzerhaltung zu Gunsten der Gläubiger dienen soll und damit in einem Sanierungskontext stehen kann (E. 3.6.2). Nicht in Frage gestellt wird sodann die Auffassung der Vorinstanz, dass für das Sanierungsdarlehen die Gläubiger in dem Umfang, in welchem sie gerade zur Sanierung bzw. Konkursabwendung freiwillig auf die Gleichbehandlung verzichten und einen Rangrücktritt erklären, nicht voll befriedigt werden müssen. Die Rüge eines falsch verstandenen "anfechtungsrelevanten Sanierungsbegriffs" dringt nicht durch, ebenso ist der Vorwurf willlkürlicher Sachverhaltsfeststellungen unbehelflich. Bleibt zu prüfen, ob die Vorinstanz das Darlehen in der besonderen - anfechtungsresistenten - Weise würdigen durfte.