Citation: I 479/06 25.01.2007 E. 5

Das kantonale Gericht hat das von der Verwaltung eingeholte Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) vom 9. November 2004, die von der Beschwerdeführerin in Auftrag gegebene Expertise der Frau med. prakt. S.________, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 23. Mai 2005 sowie den Bericht der Frau Dr. med. H.________, Chefärztin an der Klinik B.________, wo die Beschwerdeführerin vom 18. Juli bis zum 25. August 2005 hospitalisiert war (Bericht vom 25. August 2005), einlässlich und sorgfältig gewürdigt und ist zum Schluss gelangt, dass auf die Stellungnahme der MEDAS-Ärzte abzustellen sei. Demnach ist die Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischen Gründen um 20 % eingeschränkt. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag an dieser zutreffenden Beurteilung, auf welche vollumfänglich verwiesen wird, nichts zu ändern. So wird mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Wesentlichen angeführt, dass der bei der MEDAS-Begutachtung mitwirkende Psychiater die Beschwerdeführerin nur ungenügend exploriert habe, dass sie damals eingeschüchtert worden sei und deshalb schwere und belastende Ereignisse unerwähnt gelassen habe. Unter Berufung auf die Einschätzung der Frau med. prakt. S.________ sowie der Frau Dr. med. H.________ macht die Versicherte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit - zumindest bis Ende September 2005 - geltend. Indessen attestieren beide Ärztinnen der Versicherten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit erst ab April 2005, somit nach Erlass des Einspracheentscheides vom 24. März 2005, welcher Zeitpunkt für die richterliche Überprüfungsbefugnis massgebend ist (BGE 129 V 169 Erw. 1 mit Hinweis). Dabei stellt Frau Dr. med. H.________ fest, es sei ihr nicht möglich, retrospektiv zur Arbeitsunfähigkeit Stellung zu nehmen, während Frau med. prakt. S.________ berichtet, dass es nach der Ablehnung des Rentengesuchs zufolge von Existenzängsten zu einer zunehmenden depressiven Verstimmung gekommen sei. Beim ersten Explorationsgespräch (am 9. Februar 2005) habe sich die Versicherte selber noch eine Erwerbstätigkeit zugetraut. Daraus kann nicht abgeleitet werden, dass schon vor Erlass des Einspracheentscheides neben der somatoformen Schmerzstörung ein psychisches Leiden mit der geforderten erheblichen Schwere, Ausprägung und Dauer vorlag, welches zu einer Invalidisierung hätte führen können. Dem Einwand, der begutachtende MEDAS-Psychiater habe solche Beschwerden nicht erkannt, weil er über belastende Ereignisse in Kindheit und Jugend der Beschwerdeführerin nicht informiert gewesen sei, ist zudem zu entgegnen, dass auch die durchgeführten Tests lediglich drei von maximal 60 Punkten (auf der Montgomery-Asperg Depression Rating Scale MADRS) ergaben, wobei eine leichte Depression bei 10-20 Punkten vorliegt.