Citation: 5A_701/2022 E. 4.4

4.4. Im Zusammenhang mit den hier allein relevanten Änderungsgründen nach Art. 313 Abs. 1 ZGB rügt der Beschwerdeführer zunächst die Feststellung des Sachverhalts durch das Obergericht in verschiedener Hinsicht als willkürlich. Das Obergericht habe hinsichtlich der angeblich fehlenden Dauerhaftigkeit der eingetretenen positiven Veränderungen offensichtlich unzutreffende Annahmen getroffen. So habe die Vorinstanz missachtet, dass der Beschwerdeführer bis Oktober 2017 sieben Termine bei einer Beratungs- und Coachingstelle für den Umgang in Konfliktsituationen wahrgenommen habe. Auch besuche er seit März 2021 bei seinem Rechtsvertreter ein Coaching und habe er aktenkundig drei und nicht nur zwei Sitzungen bei einer Psychotherapeutin besucht. Der Beschwerdeführer führt nicht aus und es ist auch nicht ersichtlich, inwieweit eine Korrektur der als falsch gerügten Sachverhaltsfeststellungen für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein könnte. Einerseits ist unbestritten, dass die Situation sich positiv entwickelt hat. Andererseits bleibt unerfindlich, inwieweit sich selbst unter Zugrundelegung der vom Beschwerdeführer vorgetragenen Sachverhaltsdarstellung etwas an der Einschätzung des Obergerichts zur Dauerhaftigkeit und Konstanz dieser Entwicklung ändern könnte. Auch hier ist sodann nicht auf jene Vorbringen des Beschwerdeführers einzugehen, mit denen dieser letztlich eine unzulässige Wiedererwägung des früheren Entscheides erreichen möchte. Ein relevanter Fehler in der Sachverhaltsfeststellung kann damit nicht festgestellt werden (vgl. vorne E. 2.2 und die dortigen Hinweise).