Citation: 6B_799/2009 15.02.2010 E. A

Ein Gläubiger aus Deutschland gewährte G.________ 1995 ein Darlehen über Fr. 100'000.-. Zur Sicherung der Darlehensschuld erhielt er einen Inhaberschuldbrief über Fr. 200'000.-, lastend auf einer Liegenschaft von G.________ in T.________. Im Rahmen von dessen "Entschuldung" (die C.________ Bank hatte einen grösseren Debitorenverlust zu tragen) kaufte die E.________ AG unter anderem auch die erwähnte Liegenschaft. Der Schuldbrief über Fr. 200'000.- wurde im Kaufvertrag als "nicht auffindbar" erwähnt. Im anschliessenden Verfahren mit mehrmaligem öffentlichem Aufruf wurde der Schuldbrief am 19. Juni 2003 für kraftlos erklärt. Als der Gläubiger G.________ für seine Forderung betrieb, erhielt er einen Verlustschein, und als er den Schuldbrief realisieren wollte, hielt ihm die neue Eigentümerin der Liegenschaft - die C.________ AG - entgegen, der Schuldbrief sei nicht mehr gültig. Der Gläubiger forderte G.________ vergeblich zu einer Stellungnahme auf und stellte im August 2005 Strafantrag gestützt auf Art. 145 StGB.