Citation: 4A_473/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Die Beschwerdeführerin hatte vor Vorinstanz behauptet, sie habe über den 31. Mai 2021 hinaus an psychischen Beschwerden gelitten, welche die Arbeitsfähigkeit einschränken würden. Dr. med. D.________ habe nicht über die vollständigen Akten verfügt; sein Gutachten sei nicht schlüssig. Demgegenüber habe Dr. med. E.________ in seinen Berichten vom 1. Juni 2021 und 23. November 2021 psychische Beschwerden diagnostiziert, die mit jenen aus den Jahren 2011 und 2018 übereinstimmten. Folgerichtig habe er eine volle Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als kaufmännische Führungsperson attestiert und die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ab Juni 2021 mit 50 % beziffert. Mit verschiedenen Arbeitsunfähigkeitszeugnissen werde an dieser Beurteilung bis zum 30. November 2021 festgehalten. Ab 1. Dezember 2021 sei eine gesundheitliche Verschlechterung eingetreten und eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert worden.