Citation: 1A.210/2006 25.01.2007 E. A

Die beiden noch unüberbauten Grundstücke Nrn. 2416 und 2417 von X.________ und die überbaute Parzelle Nr. 2415 von A.________ liegen benachbart oberhalb der Weiherhofstrasse in Wil. Die Parzellen Nrn. 2415 und 2417 stossen talwärts an die Weiherhofstrasse, das Grundstück Nr. 2416 liegt in der zweiten Bautiefe oberhalb der Parzelle Nr. 2415 und grenzt westlich an die Parzelle Nr. 2417. Das Grundstück Nr. 2416 wird heute über eine rund 20 m lange und 2,5 m breite ansteigende Privatstrasse erreicht, die über die Parzelle Nr. 2415 führt und durch ein Fuss- und Fahrwegrecht grundbuchlich gesichert ist. Am 31. März 2004 reichte X.________ bei der Stadt Wil ein Gesuch um Grenzbereinigung ein. Entlang der Grenze des Grundstücks von A.________ soll ab der Nachbarparzelle Nr. 2596 ein Landstreifen von 1,5 m zur Parzelle Nr. 2416 geschlagen werden, um die Zufahrtstrasse zu dieser auf 4 m verbreitern zu können. Zur Grenzbereinigung bzw. zum Flächenausgleich sollen zwei weitere Nachbarparzellen beigezogen werden. Zur Begründung seines Gesuchs brachte X.________ vor, der heutige Grenzverlauf verhindere eine zweckmässige Benützung und Überbauung der Parzelle Nr. 2416, weil das Fuss- und Fahrwegrecht allein für eine zeitgemässe Erschliessung nicht genüge. Eine einvernehmliche Lösung mit den betroffenen Nachbarn sei nicht zustande gekommen, weshalb eine Grenzbereinigung nach Art. 118 des kantonalen Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht vom 6. Juni 1972 vorzunehmen sei. Der Stadtrat Wil wies das Gesuch mit Beschluss vom 30. März 2005 ab. Er erwog, dass der heutige Grenzverlauf eine zweckmässige Benützung oder Überbauung der Parzelle Nr. 2416 nicht verhindere. Die Liegenschaft sei in öffentlich-rechtlicher Hinsicht hinreichend erschlossen, obwohl sie mit Fahrzeugen nicht unmittelbar erreicht werden könne. Es sei zumutbar, die Distanz von rund 20 m zwischen der Weiherhofstrasse und dem Grundstück zu Fuss zurückzulegen.