Citation: 2C_1033/2017 E. 3.2

3.2. Es kann hier offengelassen werden, ob der Beschwerdeführer das von ihm zu Hause für Arbeiten für seine Arbeitgeberin benutzte Zimmer ausschliesslich dafür oder daneben auch für private Zwecke verwendet. Selbst wenn davon ausgegangen wird, dass er bisweilen auf die Benützung eines Zimmers zu Hause für Arbeiten für seine Arbeitgeberin angewiesen ist, erreicht diese Nutzung jedenfalls nicht das von der Praxis geforderte Ausmass für die Gewährung eines Arbeitszimmerabzugs bzw. ist den Beschwerdeführern der entsprechende Nachweis misslungen. Es ist zwar notorisch, dass Arbeitgeber immer häufiger - unter anderem aus Kostengründen, aber auch im Hinblick auf die Dynamisierung des Arbeitsprozesses durch Schaffung eines stimulierenden Arbeitsumfelds - innovative Arbeitsplatzkonzepte umsetzen, welche sich erheblich vom klassischen Einzelbüro bzw. Grossraumbüro mit individuell ausgeschiedenen Einzelarbeitsplätzen entfernen. Einzelarbeitsplätze werden nicht mehr fix zugewiesen, was auch durch die Ausstattung der Arbeitnehmer mit mobilen elektronischen Arbeitsgeräten erleichtert wird; darüber hinaus werden Zonen zur Förderung gemeinsamer Arbeit oder sogar zur Erholung und zum privaten Austausch geschaffen. Solche neuartigen Arbeitsplatzgestaltungen, zu denen offensichtlich das von der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers eingeführte "Smart-Working"-Konzept zählt, können durchaus dazu führen, dass Arbeitnehmer gezwungen sind, insbesondere für Arbeiten, die Ruhe und Konzentration fordern, auf einen Arbeitsplatz zu Hause auszuweichen. Die Gewährung eines Arbeitszimmerabzugs als Berufskostenabzug setzt indessen voraus, dass der Steuerpflichtige regelmässig einen wesentlichen Teil seiner beruflichen Arbeit zu Hause erledigen muss (vgl. etwa die Praxis im Kanton Basel-Landschaft, die von 40% der Arbeitszeit ausgeht; vgl. dazu den vom Beschwerdeführer angeführten Entscheid 510 09 12 des Steuergerichts des Kantons Basel-Landschaft vom 12. August 2009). Dabei obliegt dem Steuerpflichtigen für diese steuermindernde Tatsache nach der allgemeinen im Steuerrecht gültigen Beweislastregel die Beweislast.