Citation: 6B_1424/2019 E. 3.4.4

3.4.4. Genauso wenig musste die Vorinstanz aufgrund des von der Beschwerdeführerin geltend gemachten, gleichfalls in Art. 13 BV und Art. 8 EMRK statuierten Rechts auf Privatleben einen Härtefall annehmen. Aus diesem Anspruch ergibt sich ein Recht auf Verbleib im Land nur unter besonderen Umständen. Eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration genügen hierzu nicht; erforderlich sind besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende private Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur (BGE 144 II 1 E. 6.1 S. 13; Urteile 6B_186/2020 vom 6. Mai 2020 E. 2.3.2; 6B_1314/2019 vom 9. März 2020 E. 2.3.6; 6B_1044/2019 vom 17. Februar 2020 E. 2.5.2). Der Auffassung der Beschwerdeführerin zum Trotz sind Beziehungen von dieser Qualität weder hinreichend dargetan noch ersichtlich. Der pauschale Hinweis der Beschwerdeführerin, dass sie in der Schweiz über zahlreiche Freunde und Bekannte verschiedener Nationalitäten verfüge und dass es notorisch sei, dass bei einer Aufenthaltsdauer von so langer Zeit intensiv gelebte Sozialbeziehungen entstehen würden, reicht hierfür jedenfalls nicht aus. Die Vorinstanz durfte das Bestehen privater, über eine normale Integration hinausgehender Beziehungen ohne Willkür verneinen. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem von der Beschwerdeführerin angebrachten Hinweis auf die Urteile 2C_804/2016 vom 21. März 2017 E. 4.2 und 2C_74/2017 vom 1. Juni 2017 E. 2.2. Der jenen Urteilen zugrunde liegende Sachverhalt ist mit der vorliegenden Situation nicht vergleichbar. Neben einer langen Aufenthaltsdauer war in jenen Fällen von einer gelungenen beruflichen Integration bzw. von einer über die normale, fortgeschrittene Integration in der Schweiz hinausgehende, besonders intensive und lang dauernde berufliche Einbindung des Ausländers auszugehen, was für das von den Beschwerdeführern jeweils geforderte Recht auf Verbleib massgeblich war. Eine solche berufliche Integration kann die Beschwerdeführerin nicht vorweisen (vgl. E. 3.4.5 hiernach). Die von der Beschwerdeführerin vor Bundesgericht erhobenen Vorbringen, wonach sie an der Hauptverhandlung keine näheren Ausführungen zu ihren Freunden und Bekannten in der Schweiz gemacht habe, da sie dachte, mit ihren Angaben den Erwartungen der Richterin Genüge getan zu haben, nervös gewesen sei, sich nicht habe konzentrieren können und aufgrund der eingenommenen Antidepressiva nicht ganz bei sich gewesen sei (vgl. Beschwerde Ziff. 7.2 S. 11), sind sodann appellatorischer Natur und vermögen die vorinstanzlichen Erwägungen nicht als willkürlich auszuweisen.