Citation: 5P.84/2005 04.07.2005 E. 3

3.1 Das Obergericht hat unter Hinweis auf verschiedene bei der Beiständin und den vormundschaftlichen Behörden eingereichte Begehren und andere Vorkehren festgehalten, dass die Beschwerdeführerin offenbar Mühe bekunde, die angeordnete Kindesschutzmassnahme des Obhutsentzugs zu akzeptieren, und diese zu unterlaufen versuche. Den vormundschaftlichen Behörden und Organen sei nicht zuzumuten, sich weiterhin infolge solcher unzulässiger Vorkehren der Beschwerdeführerin mit der rechtskräftig erledigten Kindesschutzsache befassen zu müssen. Sollte die Beschwerdeführerin damit fortfahren bzw. die Kinder erneut durch Zurückbehaltung dem Waisenhaus T.________ in C.________ entziehen oder sie in ihrer ablehnenden Haltung gegen diese Heimerziehung unterstützen, werde sie damit zu rechnen haben, dass ihre weiteren Eingaben an die vormundschaftlichen Behörden von diesen unbehandelt abgelegt würden und auf Antrag der zur Überwachung des Obhutsentzugs eingesetzten Beiständin durch die zuständige Vormundschaftsbehörde allenfalls das ihr eingeräumte Recht auf persönlichen Verkehr mit den Kindern eingeschränkt oder entzogen werde. 3.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Androhung, künftige Eingaben unbehandelt abzulegen, komme einer formellen Rechtsverweigerung gleich. Vorab ist darauf hinzuweisen, dass das Obergericht nicht angedroht hat, es werde inskünftig Eingaben der Beschwerdeführerin nicht mehr behandeln, sondern dieser lediglich zu bedenken gegeben hat, dass die Vormundschaftsbehörde allenfalls so verfahren könnte. Hinzu kommt, dass es sich ohnehin um blosse Absichtserklärungen handeln würde und solche, da sie keinen Verfügungscharakter haben, von vornherein nicht anfechtbar sind. Auf die Beschwerde ist deshalb auch in diesem Punkt nicht einzutreten. Das Gesagte gilt auch für das gegen die Ausführungen des Obergerichts zu einer allfälligen Einschränkung bzw. zu einem möglichen Entzug des Besuchsrechts Vorgebrachte. Im Übrigen legt die Beschwerdeführerin nicht dar, inwiefern den von ihr in diesem Zusammenhang zum Schutz des Familienlebens angerufenen verfassungsrechtlichen und staatsvertraglichen Normen im Verhältnis zu den einschlägigen Bestimmungen des ZGB, deren Missachtung mit Berufung gerügt werden kann, eine eigenständige Bedeutung zukommen soll.