Citation: I 508/00 04.04.2002 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. a) Nach Einschätzung der MEDAS im Gutachten vom 9. März 1999 ist der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der psychiatrischen, neuropsychologischen und neurologischen Befunde (psychiatrisches Konsilium des Dr. med. R.________ vom 13. Januar 1999; neuropsychologisches Konsilium des Dr. med. G.________ vom 21. Januar 1999; neurologisches Konsilium des Dr. med. C.________ vom 25. Februar 1999) in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Waldarbeiter sowie jeder anderen vergleichbaren Beschäftigung zu 50 % arbeitsfähig; am deutlichsten würden sich die psychopathologischen Befunde auf die Leistungsfähigkeit auswirken. b) Im Unterschied zum MEDAS-Gutachten äussern sich die nach Rückweisungsentscheid der Vorinstanz vom 24. Juni 1999 im Verfahren gegen die SUVA veranlassten und letztinstanzlich ins Recht gelegten Gutachten des Spitals X.________ vom 22. August und 28. Dezember 2000 sowie vom 17. Mai 2001 nunmehr spezifisch zu den somatischen Unfallfolgen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Während diese nach ärztlicher Einschätzung durch die an der linken Hand erlittenen Frakturen des Metakarpale I und II nicht beeinträchtigt wird (Gutachten der Frau Dr. med. M.________ und des Dr. med. K.________ vom 17. Mai 2001), besteht aufgrund einer unfallbedingten konzentrischen Gesichtsfeldeinengung rechts aus ophthalmologischer Sicht volle Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten, welche ein intaktes Gesichtsfeld erfordern oder bei denen der diagnostizierte Defekt die Unfallgefahr steigert, worunter auch die Forstarbeit fällt (Gutachten der Dres. med. S.________ und I.________ vom 28. Dezember 2000). Sodann erachtet der Hals-/Nasen- und Ohren-Spezialist Dr. med. B.________ den Beschwerdeführer aufgrund der Schwindel- und Kopfschmerzsymptomatik, der allgemeinen Kraftlosigkeit sowie der Konzentrationsschwächen in seiner angestammten Tätigkeit als zu 50 % arbeitsunfähig. Präzisierend wird festgehalten, die Schwindelsymptomatik könne Arbeiten auf schwierigem Gelände, im Wald oder auf Gerüsten verunmöglichen; die 50 %-Arbeitsfähigkeit beziehe sich auf leichte Hilfsarbeiten ohne Beanspruchung des Gleichgewichtssystems. Die posttraumatische Anosmie schliesse im Übrigen sämtliche Tätigkeiten aus, welche einen intakten Geruchssinn verlangen. Dem Beschwerdeführer könne zudem lediglich ein Einsatz von fünf Stunden täglich zugemutet werden (Gutachten vom 22. August 2000). Sowohl Dr. med. B.________ als auch die Dres. med. S.________ und I.________ stellen eine gewisse psychische Überlagerung bezüglich der Schwindel- und Kopfschmerzsymptomatik, der allgemeinen Kraftlosigkeit und der Konzentrationsschwäche fest, über deren Ausmass sie nach eigenen Angaben keine fundierten Angaben machen können. Bei dieser Aktenlage - auch im Lichte der Angaben des Dr. med. R.________ im Konsilium vom 13. Januar 1999, wonach der Beschwerdeführer "aus rein psychiatrischer Sicht" für jede in Frage kommende Tätigkeit bloss zu 50 % arbeitsfähig sei - kann nicht abschliessend beurteilt werden, ob sich die von der MEDAS als psychogen diagnostizierten Beeinträchtigungen mit den somatisch bedingten Einschränkungen decken, oder die Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung der körperlichen Restfolgen insgesamt über 50 % beträgt. Die Sache ist daher zur Prüfung dieser Frage an die Verwaltung zurückzuweisen, welche im Hinblick auf die Bestimmung des trotz Gesundheitsbeeinträchtigung zumutbarerweise noch erzielbaren Einkommens (Invalideneinkommen) auch zu klären haben wird, welche beruflichen Tätigkeiten dem Beschwerdeführer auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch offen stehen.