Citation: 6B_90/2023 E. 4.4

4.4. Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer - der vor Bundesgericht nicht mehr in Abrede stellt, dass Anzeichen von Fahrunfähigkeit vorlagen, die nicht auf Alkoholeinfluss zurückzuführen waren - einen Betäubungsmittelschnelltest (DrugWipe) verweigert hatte. Ebenso unstrittig ist, dass die daraufhin von der Staatsanwaltschaft verfügte Anordnung einer Blut- und Urinprobe korrekt erfolgt ist (vgl. hierzu BGE 146 IV 88 E. 1.6.5 m.H. auf BGE 143 IV 313). Dass die Strafbehörden damit die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausgeschöpft hätten, wird vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Unbestritten ist weiter, dass der Beschwerdeführer in der Folge die Durchführung der von der Staatsanwaltschaft angeordneten Blut- und Urinprobe von (weiteren) rechtlichen Auskünften abhängig machte, sich mithin der korrekt angeordneten Zwangsmassnahme nicht unterzog, sondern sich hierzu erst rund drei Stunden später bereit erklärte. Dass er anerbot, die Polizeibeamten auf den Posten zu begleiten, er auf dem FinZ-Set vermerken liess, sich der Blut- und Urinprobe nicht zu verweigern, sondern dies mit seinem Anwalt besprechen wolle (Untersuchungsakten [UA] act. 25) und schliesslich mit Telefonaten bzw. einer E-Mail um 15.22 Uhr mitteilte, nun bereit zu sein, sich einem Schnelltest oder aber einer Blutabgabe zu unterziehen (angefochtenes Urteil S. 8; UA act. 31), ändert nichts an seiner zwar als "vorläufig" kommunizierten, im Ergebnis aber tatsächlichen Weigerung, der staatsanwaltschaftlich angeordneten Zwangsmassnahme umgehend, respektive innert angemessener Frist Folge zu leisten. Inwiefern sich aus der vom Beschwerdeführer als unberücksichtigt geblieben monierten E-Mail vom 16. März 2021 [recte 26. März 2021] Umstände oder Tatsachen ergeben, die von der Vorinstanz nicht bereits mit der E-Mail vom 24. März 2021 und den Angaben gemäss FinZ-Set berücksichtigt worden sind, wird von ihm nicht rechtsgenüglich dargetan (Art. 106 Abs. 2 BGG). Damit verhinderte der Beschwerdeführer - der vor Bundesgericht auch nicht mehr in Abrede stellt, auf die rechtlichen Konsequenzen seines Verhaltens hingewiesen worden zu sein - mittels fortgesetzter Verweigerungshaltung auch die Durchführung der Blutprobe (vgl. wiederum BGE 146 IV 88 E. 1.6.5).