Citation: 9C_262/2013 E. 1.1

1.1. Die Vorinstanz hat dem MEDAS-Gutachten vom 15. Dezember 2011 Beweiswert zuerkannt. Gestützt darauf ist sie bei der Invaliditätsbemessung von einer Arbeitsfähigkeit von 30 % in einer adaptierten Tätigkeit für die Zeit ab 30. November 2011 ausgegangen. Nach Auffassung der Beschwerde führenden IV-Stelle beruht diese Festsetzung der Arbeitsfähigkeit nicht auf einer umfassenden, objektiven und sorgfältigen Beweiswürdigung (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352), was Bundesrecht verletze (Art. 95 lit. a BGG). Es sei nicht gerechtfertigt, eine Arbeitsfähigkeit von weniger als 40 % anzunehmen. Weder die neuropsychologischen Gutachterinnen noch die psychiatrische Gutachterin der Abklärungsstelle hätten aufgezeigt, inwiefern die bereits von der Neurologin attestierte Arbeitsunfähigkeit infolge eines Fatigue-Syndroms (60 %) "verstärkt" werde. Sie würden bei ihrer Einschätzung auf die subjektiven Angaben der Versicherten abstellen. Gegen einen höheren Arbeitsunfähigkeitsgrad als 60 % spreche auch, dass die MEDAS den Schweregrad der Behinderung auf der wissenschaftlich anerkannten Leistungsskala nach Expanded Disability Status Scale (EDSS) mit dem Grad 3,5 angebe, indessen erst ein solcher ab 5,0 definitionsgemäss eine ganztägige Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung aller MS-spezifischen Funktionsbereiche einschränke. Zudem sei kein vom organischen Leiden verselbständigtes psychisches Leiden diagnostiziert worden.