Citation: 8C_671/2019 E. 5.1

5.1. Soweit die Beschwerdeführerin eine Gehörsverletzung im erstinstanzlichen Gerichtsverfahren rügt, weil ihr die mit der Beschwerdeantwort der Suva vom 17. April 2019 neu eingereichte Stellungnahme der Frau Dr. med. C.________ vom 5. April 2019 nicht zugestellt worden sei, dringt sie damit nicht durch. Im Verfahren vor kantonalem Gericht behauptete die Beschwerdeführerin keine diesbezügliche Gehörsverletzung. Obwohl die Beschwerdegegnerin in ihrer vorinstanzlichen Beschwerdeantwort mehrfach auf diese Stellungnahme der Kreisärztin Bezug genommen hatte, verzichtete die Beschwerdeführerin auf ihr Replikrecht, wie die Vorinstanz festhielt. Der erstmals im bundesgerichtlichen Verfahren erhobene verfahrensrechtliche Einwand ist damit verspätet, nachdem dieser bereits im kantonalen Beschwerdeverfahren hätte vorgebracht werden können (BGE 143 V 66 E. 4.3 S. 69). In diesem Zusammenhang liegt zudem weder eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) noch des Grundsatzes der Waffengleichheit (Art. 6 EMRK) oder des Gebots des fairen Verfahrens nach Art. 9 BV resp. Art. 6 Ziff. 1 EMRK vor. Ebenso wenig hat die Beschwerdegegnerin durch die Veranlassung einer Stellungnahme der Frau Dr. med. C.________, die sich auf die Beurteilung des behandelnden Dr. med. D.________ vom 24. April 2018 bezog, die ihr obliegenden Abklärungen in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) in das Gerichtsverfahren verschoben. Die Kreisärztin bekräftigte damit einzig ihre bisherigen Äusserungen unter Einbezug der Darlegungen des Dr. med. D.________.