Citation: 4A_371/2017 E. 3

Mit Bezug auf die Anpassung an die Indexerhöhung kam die Vorinstanz aufgrund des Parteiverhaltens gleich nach Vertragsschluss zum Ergebnis, die Anpassung habe nicht, wie eine Auslegung der Vereinbarung nach dem Vertrauensprinzip nahelegen würde, auf der Basis der gängigen %-Methode gemäss dem Bundesamt für Statistik (Veränderungsrate = [Index neu - Index alt]/Index alt x 100) zu erfolgen, sodann gemäss der Vereinbarung im Vertrag geteilt durch zwei. Vielmehr hätten die Parteien tatsächlich eine unübliche Punktedifferenzmethode (Index neu - Index alt) /2 aufgestellt. Sie stützte sich dabei im Wesentlichen auf Abrechnungen aus den Jahren 1992-1994, drei von E.A.________ und D.B.________ gegengezeichnet und drei auf dem Briefpapier der E.A.________ AG vorgenommen, wobei E.A.________ als Sachbearbeiter aufgeführt war, sowie auf die unangefochtene Berechnungsweise in den bisherigen Prozessen. Die Abrechnungen, auf die sich die Beschwerdeführer beriefen (namentlich auch eine behauptete nachträgliche Korrektur der von der Vorinstanz herangezogenen Abrechnungen), erachtete die Vorinstanz nicht als massgebend, da sie nicht von den Parteien des Aktienkaufvertrages stammten. Insbesondere ging die Vorinstanz davon aus, entscheidend sei, dass für den Abrechnungsmodus und die Umsetzung von Ziff. 3.2 des Aktienkaufvertrages auf die Abrechnungen in den ersten Jahren nach Vertragsschluss ankomme und in einem späteren Zeitpunkt erstellte nicht massgebend seien.