Citation: 8C_600/2023 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht stellte nicht in Frage, dass der Beschwerdeführer hochgradig sehbehindert ist. Es kam dennoch zum Ergebnis, die Voraussetzungen für die Gewährung von Beiträgen für Dienstleistungen Dritter seien nicht gegeben. Ob es sich bei der beanspruchten Person um eine Sekretärin handle, spiele grundsätzlich keine Rolle, geschweige denn, ob die auszuführenden Arbeiten in das Job-Profil einer solchen fallen würden. Entscheidend sei vielmehr die Funktion, welche der oder die Dritte erfülle; die Dienstleistungen im Sinne von Art. 21ter Abs. 2 IVG sollten lediglich anstelle des betreffenden Hilfsmittels den Ausfall gewisser Teile oder Funktionen des menschlichen Körpers ersetzen. Hier erschöpfe sich die Tätigkeit der Drittperson gerade nicht im "quasi-Ersatz" der Sehkraft des Beschwerdeführers, sondern die Sekretärin würde (administrative) Teile der Arbeit des Beschwerdeführers für ihn oder mit ihm zusammen bzw. unter seiner Anleitung erledigen.