Citation: 5C.243/2005 07.04.2006 E. 5

5.1 Mit Bezug auf den Kinderunterhaltsbeitrag macht der Beklagte geltend, ihm seien bereits heute höhere Wohnkosten anzuerkennen, denn er brauche eine grössere Wohnung, um den Sohn ab Januar 2007 bei sich beherbergen zu können. Dabei geht der Beklagte davon aus, dass sein Berufungsantrag 2 durchdringt, was nicht der Fall ist. Er kann erst ab dem 11. Altersjahr die Wochenenden mit seinem Sohn verbringen. Im Übrigen fehlen tatsächliche Feststellungen für die Beurteilung, ob die Wohnung ausreichend gross sei. 5.2 Weiter rügt der Beklagte, das Obergericht werfe ihm die mangelhafte Substantiierung seiner Behauptung vor, die Klägerin verdiene ab Januar 2005 doch wesentlich mehr als bis anhin. Wenn das Obergericht hier von mangelnder Substantiierung spricht, heisst das, dass die beklagtische Behauptung, die Klägerin sei mehr als 50 % berufstätig, nicht bewiesen ist. Der Beklagte hätte entweder eine Verletzung seines Beweisanspruchs (Art. 8 ZGB) rügen oder, wäre Beweiswürdigung anzunehmen, diese mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Willkür (Art. 9 BV) anfechten müssen. Die Berufung auf Messmer/Imboden (Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, S. 121) geht fehl.