Citation: 2C_27/2015 E. 4.5

4.5. Die weiteren Kriterien führen zu keiner andern Einordnung: Dass der Anstoss von der Gemeinde und nicht von der Erbengemeinschaft kam, wie die Beschwerdegegner geltend machen, ändert nichts daran, dass es sich um einen Entscheid der Erbengemeinschaft handelte, die Liegenschaften zu erschliessen und gewinnbringend zu veräussern. Das Bundesgericht hat nie erkannt, dass eine Verpflichtung oder ein äusserer Druck, ein Grundstück zu verkaufen, eine Erwerbsabsicht und somit das Vorliegen eines Liegenschaftenhandels ausschliesse (Urteil 2A.221/1999 vom 14. März 2000 E. 3; Urteil A.122/1987 vom 21. August 1987 in: ASA 57 S. 458 E. 3a). Es kann auch nicht eingewendet werden, dass der Beschwerdegegner nicht in der Baubranche tätig ist (Merkmal des engen Bezugs der Geschäfte zur beruflichen Aktivität und des Einsatzes spezieller Fachkenntnisse). Obschon der Beschwerdegegner beruflich nicht der Baubranche angehört, konnte die Erbengemeinschaft die Überbauung V.________strasse realisieren. Der enge Zusammenhang der beiden Projekte V.________strasse und W.________strasse und deren Umfang würde es nicht rechtfertigen, sie unterschiedlich zu qualifizieren. Der Umstand, dass die Erbengemeinschaft über genügend eigene Mittel verfügte, um die Erschliessung des Areals W.________strasse zu finanzieren, und nicht auf fremde Mittel angewiesen war (Merkmal des Einsatzes fremder Mittel), spricht nicht für eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit, aber auch nicht dagegen, und ist daher neutral zu gewichten.