Citation: 6B_1081/2022 E. 1.6

1.6. Die Beschwerdeführerin bringt ferner vor, die Bewertung des Tatverschuldens der drei Erpressungsversuche sei widersprüchlich. Die Vorinstanz habe die versuchte Erpressung per Brief als schwerste Tat qualifiziert, obwohl sie das Tatverschulden für diese Erpressung als lediglich leicht im obersten Bereich, an der Grenze zu mittelschwer, und das Tatverschulden für die anderen beiden Erpressungen als mittelschwer im untersten Bereich und damit leicht höher bewertet habe. Die Vorinstanz führt nicht aus, weswegen sie für die bei der Festlegung der Einsatzstrafe massgebende schwerste Straftat nicht auf diejenige Erpressung abgestellt hat, für die sie vom schwersten Verschulden ausging. Die für die Einsatzstrafe berücksichtigte Erpressung und die dabei ausgesprochene Bombendrohung hatte indes angesichts des Vorgehens und Inhaltes des Briefes am meisten Gewicht und war massgebender Ausgangspunkt für die im Rahmen der weiteren Erpressung ausgesprochenen Forderungen. Insofern ist nachvollziehbar, weswegen die Vorinstanz für die Einsatzstrafe auf diese Straftat abgestellt hat. Die dabei gewählte geringfügige graduelle Unterscheidung hinsichtlich des Tatverschuldens ist unter diesem Gesichtspunkt als ungenau zu qualifizieren. Das Bundesgericht kann jedoch das angefochtene Urteil, wo sich die Strafe unter Beachtung aller relevanten Faktoren im Rahmen des dem Sachgericht zustehenden Ermessens hält, auch bestätigen, wenn dieses in Bezug auf die Erwägungen zum Strafmass einzelne Unklarheiten und Unvollkommenheiten enthält (Urteile 6B_402/2022 vom 24. April 2023 E. 4.3; 6B_144/2021 vom 9. Dezember 2022 E. 4.2.3; je mit Hinweisen). Dass sich die vorinstanzliche Strafzumessung aufgrund des für die Einsatzstrafe festgehaltenen Tatverschuldens nicht mehr in dem der Vorinstanz zustehenden erheblichen Ermessensspielraum befinden soll, vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen.