Citation: 6B_914/2020 E. 1.5

1.5. Die Vorinstanz wägt die für und gegen einen schweren persönlichen Härtefall sprechenden Verhältnisse ab und stellt fest, dass der Beschwerdeführer in Brasilien weitestgehend auf sich allein gestellt wäre und Mühe hätte, eine Arbeit zu finden. Sie schliesst, es liege (ganz knapp) ein Härtefall im Sinn von Art. 66a Abs. 2 StGB vor. Die zusätzlich erforderliche Interessenabwägung ergebe aber, dass der Beschwerdeführer dennoch des Landes zu verweisen sei. Nach zwei keinesfalls zu verharmlosenden Raubdelikten und in Anbetracht der auch sonst nach wie vor wenig stabilen persönlichen und wirtschaftlichen Situation bestehe ein sehr erhebliches öffentliches Interesse an der Fernhaltung. Dieses öffentliche Interesse überwiege das durchaus beträchtliche Interesse des Beschwerdeführers, in der Schweiz bleiben zu können. Der schon recht langen Aufenthaltsdauer, der partiell erfolgten Integration in die hiesige Gesellschaft und den familiären Beziehungen in der Schweiz sei Rechnung zu tragen, indem die Dauer der Massnahme auf fünf Jahre festgesetzt werde (angefochtenes Urteil S. 11 f. V.).