Citation: 2C_317/2020 E. 7.3.6

7.3.6. Die Beschwerdeführerin vermag nicht darzulegen, welchen tatsächlichen wirtschaftlichen Hintergrund die von ihren Händlern getätigten Transaktionen gehabt hätten. Soweit sie einwendet, sie habe für Liquidität am Markt sorgen wollen bzw. sie habe "Market Making" bzw. "Hedging" betrieben, überzeugen ihre Ausführungen nicht: Liquiditätsbetreiber ("Market Maker") sorgen bei Effekten für fortwährende Angebots- und Nachfragekurse mit beidseitig praktisch identischen Volumen mit dem Ziel, Gewinn mit der Spanne zwischen Geld- und Briefwert zu machen. "Hedging" dient der Kursabsicherung, wobei die Risiken im Basiswert in der Regel durch derivative Positionen kompensiert werden. Es sind keine Elemente ersichtlich, wonach die Beschwerdeführerin sich entsprechend verhalten hätte: Sie stellte Liquidität in hohem Masse nur kurzfristig und einseitig bereit (einseitige Orderbuchüberhänge) und entzog diese regelmässig sofort wieder dem Markt, was - wie die FINMA zu Recht angenommen hat - nicht dem Verhalten eines "Market Makers" entspricht. Inwiefern die Beschwerdeführerin "Hedging" betrieben haben soll, ist nicht ersichtlich und wird von ihr nicht dargetan.