Citation: 7B_131/2024 E. A

A.a. A.________ (geb. 1998) ist Staatsanghöriger von Sri Lanka. Er ist in der Schweiz geboren und wurde nach der Geburt in die vorläufige Aufnahme seiner Eltern miteinbezogen. Am 27. August 1998 erhielt er eine Aufenthaltsbewilligung, die letztmals bis zum 31. August 2019 verlängert wurde. A.b. Das Bezirksgericht Aarau erklärte A.________ mit Urteil vom 10. April 2019 des Raubs gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB, der einfachen Körperverletzung, der qualifizierten einfachen Körperverletzung, der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz, der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und der versuchten Hinderung einer Amtshandlung schuldig. Es widerrief die von der Jugendanwaltschaft des Kantons Aargau am 17. August 2016 bedingt ausgesprochenen Strafen und verurteilte A.________ als Gesamtstrafe zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren, einer unbedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 30.-- und einer Busse von Fr. 800.--. Zudem ordnete es die Landesverweisung für die Dauer von sieben Jahren sowie die Ausschreibung derselben im Schengener Informationssystem (nachfolgend: SIS) an. A.c. Das Obergericht des Kantons Aargau sprach A.________ in der Folge mit Urteil vom 22. Oktober 2020 der versuchten schweren Körperverletzung - anstelle der qualifizierten einfachen Körperverletzung - schuldig. Es bestätigte zudem den Schuldspruch wegen Raubes und verurteilte A.________ in Berücksichtigung der übrigen, unangefochten gebliebenen Schuldsprüche zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren, einer unbedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 10.-- und einer Busse von Fr. 300.--. Es verwies A.________ für sieben Jahre des Landes und ordnete die Ausschreibung der Landesverweisung im SIS an. Die von A.________ dagegen an das Bundesgericht erhobene Beschwerde hiess dieses mit Urteil 6B_1404/2020 vom 17. Januar 2022 teilweise gut und wies die Sache zur neuen Beurteilung an das Obergericht zurück. Dieses fällte mit Urteil vom 4. Juli 2022 einen neuen Entscheid. Darin stellte es unter anderem fest, dass die Schuldsprüche wegen Raubes, einfacher Körperverletzung, mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffengesetz, mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und versuchter Hinderung einer Amtshandlung in Rechtskraft erwachsen sind. Es sprach A.________ der versuchten schweren Körperverletzung schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren, einer unbedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 10.-- und einer Busse von Fr. 300.--. Weiter sprach es erneut eine Landesverweisung von 7 Jahren aus. Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.