Citation: 5A_983/2023 E. 2

Aufgrund der formellen Natur ist die Gehörsrüge, welche auf eine Verletzung der Begründungspflicht als Teilgehalt des rechtlichen Gehörs zielt, vorab zu behandeln. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliesst die Pflicht, einen Entscheid so abzufassen, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Daher müssen - im Sinn der entscheidwesentlichen Gesichtspunkte - wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf welche sich sein Entscheid stützt (BGE 141 III 28 E. 3.2.4; 142 III 433 E. 4.3.2; 143 III 65 E. 5.2). Das Obergericht hat ausgeführt, dass der Umfang der Kontaktregelung gerade den Gegenstand des berufenen Hauptverfahrens bilde und die vom Vater gewünschte Ausdehnung in Richtung einer alternierenden Obhut gehe, dass die erstinstanzliche Regelung unter Berücksichtigung des gegebenen Sachverhaltes in richterlicher Ermessensausübung erfolgt und nicht ersichtlich sei, inwiefern Ermessensfehler vorliegen könnten, und dass der stufenweise Ausbau der Kontakte, wie er von der Erstinstanz angeordnet worden sei, vorliegend sinnvoll erscheine. Damit hat das Obergericht in der für vorsorgliche Massnahmen während des Berufungsverfahrens gebotenen Kürze in nachvollziehbarer Weise begründet, von welchen Überlegungen es sich hat leiten lassen. Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt mithin nicht vor.