Citation: 8C_618/2022 E. A

Der 1982 geborene A.________, ausgebildeter Wirtschaftsinformatiker, meldete sich Anfang Januar 2021 zum Bezug von Arbeitslosenentschädigungen an. Infolge einer schweren Erkrankung mit notfallmässiger Hospitalisierung am 27. April 2021, mehreren Operationen und anschliessender stationärer Rehabilitation vom 28. Mai bis 8. Juni 2021 konnte er eine per Anfang Juni 2021 zugesagte Stelle bei der B.________ AG nicht antreten. Nachdem A.________ im Juli 2021 dem Aufgebot zum Besuch eines Standortbestimmungs- und Bewerbungskurses unter Einreichung eines ärztlichen Zeugnisses nicht nachgekommen war, veranlasste das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Thurgau (AWA) eine vertrauensärztliche Abklärung der Vermittlungsfähigkeit (Bericht vom 12. August 2021). Mit Verfügung vom 26. August 2021 verneinte es diese hinsichtlich der Zeitspanne vom 9. Juni bis am 11. August 2021; daran anschliessend, ab dem 12. August 2021, sei A.________ zu 50 % vermittelbar gewesen. Auf dessen Einsprache hin hielt das AWA an der Vermittlungsunfähigkeit vom 9. Juni bis 11. August 2021 fest; die 50%ige Vermittlungsfähigkeit befristete es neu bis am 23. August 2021 und bejahte diese schliesslich ab dem 24. August 2021 ganz (Einspracheentscheid vom 26. November 2021).