Citation: 6P.56/2005 06.09.2005 E. 5

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 51 Abs. 3 SVG. Da er die Sachlage bzw. allfällige Unfallfolgen gründlich geklärt und zur richtigen Überzeugung gelangt sei, keinen Schaden verursacht zu haben, sei er von Bundesrechts wegen nicht zu einer Meldung an die Geschädigte bzw. die Polizei verpflichtet gewesen. Die Einschätzung "kein Schaden" habe er entgegen der Auffassung der Vorinstanz machen dürfen. Wollte man anders entscheiden, hiesse das die Meldepflicht von Art. 51 Abs. 3 SVG gesetzeswidrig ins Unermessliche auszuweiten. 5.1 Art. 51 SVG regelt das Verhalten bei Unfällen, an dem ein Motorfahrzeug oder Fahrrad beteiligt ist. Abs. 3 der Bestimmung setzt die Pflicht des Schädigers fest, den Geschädigten bzw. die Polizei unverzüglich zu benachrichtigen, soweit Sachschaden entstanden ist. Diese Melde- oder Benachrichtigungspflicht des Schädigers entfällt nur, wenn zweifelsfrei ausgeschlossen werden kann, dass ein Sachschaden eingetreten ist (Urteil des Bundesgerichts vom 22. August 1995, publiziert in: Pra 85 [1996] Nr. 177, S. 649). 5.2 Der Beschwerdeführer weicht mit seiner Argumentation vom ver-bindlich festgestellten Sachverhalt ab. Wie bereits dargelegt wurde, hat die Vorinstanz ohne Willkür festgestellt, dass ein Drittschaden zwar nicht entstanden ist, der Beschwerdeführer aber einen solchen namentlich im Blick auf die sichtbaren Unfallspuren an der Hausfassade und das stark beschädigte Fahrzeug als möglich erachtete. Er schloss die Verursachung eines Sachschadens also nicht zweifelsfrei aus, wie dies für den Wegfall der Meldepflicht gemäss Art. 51 Abs. 3 SVG er-forderlich gewesen wäre. Indem die Vorinstanz von der Pflicht des Beschwerdeführers zur Schadensmeldung ausgegangen ist, hat sie kein Bundesrecht verletzt. Soweit auf die Rüge eingetreten werden kann, ist sie als unbegründet abzuweisen.