Citation: H 139/99 28.11.2000 E. A

A.- Die X.________ AG war seit 12. März 1996 im Handelsregister des Kantons Thurgau eingetragen und bezweckte die Beratung, Planung und Ausführung aller Arbeiten an Bauten sowie die Übernahme von Akkord- und Regiearbeiten aller Art, insbesondere Schreinereimontagen und Ladenbau. Am 10. Juli 1997 eröffnete der Konkursrichter des Bezirksgerichts Y.________ über die Gesellschaft den Konkurs, wobei dieser im summarischen Verfahren gemäss Art. 231 SchKG durchgeführt wurde. Dabei blieben der Ausgleichskasse des Kantons Thurgau geschuldete paritätische Beiträge, Verwaltungskosten, Mahngebühren und Betreibungskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 103'654. 30 ungedeckt. Mit Schreiben vom 1. Dezember 1997 teilte das Konkursamt des Kantons Thurgau der Ausgleichskasse mit, dass voraussichtlich nur die Gläubiger der 1. Klasse mit einer Konkursdividende von 8,5 % rechnen konnten, während die übrigen völlig leer ausgehen dürften. Mit Verfügung vom 18. Mai 1998 verpflichtete die Ausgleichskasse W.________, der dem Verwaltungsrat der X.________ AG seit 7. Juni 1996 (zuerst als Vizepräsident sowie Delegierter und ab 15. Januar 1997 als Präsident) angehörte, zur Bezahlung von Schadenersatz für entgangene Beiträge in der Höhe von Fr. 103'654. 30. Der Betroffene liess hiegegen Einspruch erheben.