Citation: 8C_250/2020 E. 2

Das kantonale Gericht bestätigte zunächst die von der Helvetia in ihrem Einspracheentscheid vom 15. Juli 2019 vertretene Auffassung, wonach das Ereignis vom 29. Oktober 2018 mangels Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors den Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG nicht erfülle. Es prüfte sodann, ob die Helvetia aufgrund einer Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG leistungspflichtig ist. Dabei kam es nach Würdigung der medizinischen Akten zum Schluss, dass hinsichtlich der vertrauensärztlichen Einschätzung des Dr. med. C.________ vom 13. März 2019 Zweifel bestünden. Es lägen widersprüchliche Äusserungen des Vertrauensarztes und des behandelnden Facharztes vor, die sich nicht ausräumen liessen. Die Frage, ob vorliegend die Listenverletzung vorwiegend durch Abnützung entstanden sei, müsse deshalb durch eine neutrale Begutachtung abgeklärt werden (E. 4.4 des angefochtenen Entscheids).