Citation: 2C_453/2015 E. 4.2.2

4.2.2. Gleich entschied es in einem Parallelfall, bei dem bereits das kantonale Verwaltungsgericht bei einem Drittstaatsangehörigen, der wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger schwerer Körperverletzung, fahrlässiger einfacher Körperverletzung und mehrfacher grober Verletzung von Verkehrsregeln zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten, wovon 12 unbedingt, verurteilt worden war, den Widerruf der Niederlassungsbewilligung als unverhältnismässig gewertet und die Sache zur Verwarnung an das Migrationsamt zurückgewiesen hatte. Das Bundesgericht gab der hiergegen gerichteten Behördenbeschwerde des Staatssekretariats für Migration (SEM) keine Folge: Es berücksichtigte wiederum, dass der Betroffene bis zu seiner Tat deliktsfrei geblieben war, sich ausländerrechtlich untadelig verhalten hatte und zuvor nie verwarnt werden musste; zudem ergebe sich - so das Gericht weiter - aus den verkehrspsychologischen Abklärungen, dass der Betroffene die Einstellung zu seinem Verhalten geändert und die Tat auf der Schwelle vom Jugendlichen- zum Erwachsenenalter begangen habe (Urteil 2C_361/2014 vom 22. Oktober 2015 E. 3 u. 4 [Urteil "Schönenwerd 2"]). Unter diesen Umständen sah das Bundesgericht keine Veranlassung, die Einschätzung der kantonalen richterlichen Behörde zu korrigieren.