Citation: 1P.487/2002 18.11.2002 E. 4

4.1 Seinen Willkürvorwurf begründet der Beschwerdeführer damit, das Kriminalgericht habe das Einreichen der Dokumente über die Änderung des Geburtsdatums erst im Juli 1999 als rechtsmissbräuchlich beurteilt, weil sich der Beschwerdeführer in der Zwischenzeit ins Ausland abgesetzt habe und die Papiere deshalb nicht überprüfbar seien. Das Kriminalgericht habe in keiner Weise abgeklärt, aus welchen Gründen diese Dokumente so spät eingereicht worden seien. Dafür gebe es verschiedene plausible Erklärungen, weshalb es willkürlich sei, allein aufgrund des späten Einreichens auf Rechtsmissbrauch zu schliessen. Die Angehörigen des Beschwerdeführers seien zudem stets kooperativ gewesen und hätten die vom Gericht angeforderten Unterlagen jeweils umgehend eingereicht; dieses kooperative Verhalten passe in keiner Weise zum Rechtsmissbrauchsvorwurf. 4.2 Willkürlich handelt ein Gericht, wenn es seinem Entscheid Tatsachenfeststellungen zugrunde legt, die mit den Akten in klarem Widerspruch stehen. Im Bereich der Beweiswürdigung besitzt der Richter einen weiten Ermessensspielraum. Das Bundesgericht greift im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde nur ein, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Versehen beruht (BGE 124 I 208 E. 4a; 117 Ia 13 E. 2c; 18 E. 3c je mit Hinweisen). 4.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, es gebe verschiedene plausible Erklärungen, weshalb das Urteil des erstinstanzlichen Zivilgerichts von Kahramanmaras erst über drei Jahre nach seiner Fällung ins Strafverfahren gegen ihn eingeführt worden sei; es sei daher willkürlich, von dieser Verzögerung auf Rechtsmissbrauch zu schliessen. Das Kriminalgericht hat den Beschwerdeführer indessen aufgefordert, die Verzögerung zu begründen, und dieser - bzw. sein Verteidiger - hat dazu Stellung genommen. Weder in dieser Stellungnahme noch in der staatsrechtlichen Beschwerde werden indessen konkrete Gründe dafür angeführt, weshalb das Urteil so (zu) spät eingereicht wurde. Der Beschwerdeführer widerlegt damit die Annahme des Kriminalgerichts, das türkische Urteil sei mutwillig erst über drei Jahre nach seinem Ergehen eingereicht worden, nicht und legt damit nicht dar, weshalb sie willkürlich sein soll. Das genügt den gesetzlichen Anforderungen an eine Willkürrüge nicht, weshalb darauf nicht einzutreten ist.