Citation: 6P.130/2004 03.02.2005 E. 8

Ferner rügt der Beschwerdeführer, er sei in Verletzung von Art. 63 StGB zu einer Strafe verurteilt worden, die nicht seinem Verschulden entspreche. Die Vorinstanz habe das Doppelverwertungsverbot missachtet, indem sie den grossen Umsatz straferhöhend gewichtet habe, obwohl dieser bereits zur Anwendung des qualifizierten Tatbestandes von Art. 19 Ziff. 2 lit. c BetmG geführt habe. 8.1 Das sog. Doppelverwertungsverbot besagt, dass Umstände, die zur Anwendung eines höheren bzw. tieferen Strafrahmens führen, innerhalb des geänderten Strafrahmens nicht noch einmal als Straferhöhungs- oder Strafminderungsgrund berücksichtigt werden dürfen. Ansonsten würde dem Täter der gleiche Umstand zweimal zur Last gelegt oder zu Gute gehalten. Indessen darf der Richter zusätzlich berücksichtigen, in welchem Ausmass ein qualifizierender oder privilegierender Tatumstand gegeben ist. Der Richter verfeinert damit nur die Wertung, die der Gesetzgeber mit der Festsetzung des Strafrahmens vorgezeichnet hat (Urteil 6P.90/2004 vom 5. November 2004, E. 5.2; Hans Wiprächtiger, Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, Basel 2003, Art. 63 N 57 je mit Hinweisen). 8.2 Dass die Vorinstanz bei der Strafzumessung die umgesetzte Menge an Hanf berücksichtigt hat, ist nicht zu beanstanden. Der angeführten Rechtsprechung zufolge ist der Richter bei der Festsetzung der Strafe innerhalb des erhöhten Strafrahmens verpflichtet zu gewichten, in welchem Ausmass der Täter eine abstrakte Gefahr für die Gesundheit vieler Menschen geschaffen hat. Das hängt sowohl von der Art als auch Menge der Drogen ab (vgl. BGE 118 IV 342 E. 2b).