Citation: 4A_359/2018 E. B

Am 28. Dezember 2015 erhob der Kunde beim Bezirksgericht Kreuzlingen Klage gegen den Vermögensverwalter. Er verlangte, unter dem Vorbehalt der Nachklage, die Zahlung von Fr. 198'333.25 nebst Zins. Gleichzeitig beantragte er, in der von ihm eingeleiteten Betreibung den Rechtsvorschlag in diesem Umfang zu beseitigen. Der Beklagte beantragte in seiner Klageantwort die Abweisung der Klage und stellte den prozessualen Antrag, das Verfahren auf die Frage der Passivlegitimation zu beschränken. Er machte geltend, passivlegitimiert sei nicht er, sondern die I.________ AG. Der Vermögensverwaltungsvertrag sei rückwirkend auf die Gesellschaft übertragen worden. Der Kläger erklärte sich mit der einstweiligen Beschränkung des Prozessthemas auf die Frage der Passivlegitimation einverstanden. Die Verfahrensleitung des Bezirksgerichts beschränkte daraufhin den Prozess vorläufig auf diese Frage. Das Bezirksgericht beschloss am 16. November 2016, der Beklagte habe zu beweisen, dass der Kläger am 24. September 2008 der rückwirkenden Vertragsübernahme des mit ihm im Jahr 2003 eingegangenen Vermögensverwaltungsvertrags durch die zu gründende I.________ AG zugestimmt habe. Dazu wurden in der Beweisverhandlung vom 27. Januar 2017 Rechtsanwalt F.________ (Verwaltungsratspräsident der I.________ AG), B.A.________ (Ehefrau des Beklagten) und D.________ (Angestellte der I.________ AG) als Zeugen befragt. Mit Entscheid vom 13./18. Juli 2017 erkannte das Bezirksgericht im Sinne eines Zwischenentscheids, der Beklagte sei passivlegitimiert, da keine Vertragsübernahme durch die I.________ AG erfolgt sei. Mit Entscheid vom 8. März 2018 wies das Obergericht des Kantons Thurgau die vom Beklagten erhobene Berufung ab. Anders als das Bezirksgericht ging das Obergericht zwar davon aus, die Parteien hätten (mit Zustimmung der I.________ AG) eine Übertragung des Vermögensverwaltungsvertrages vom Beschwerdeführer auf die I.________ AG beschlossen. Es habe sich aber um eine Übertragung mit Wirkung ex nunc auf den Zeitpunkt des Parteiwechsels gehandelt. Die I.________ AG habe folglich nur Rechte und Pflichten ab diesem Zeitpunkt übernommen, sodass der Beschwerdeführer für Ansprüche aus dem Vermögensverwaltungsvertrag vor der Vertragsübernahme passivlegitimiert bleibe.