Citation: 1C_330/2023 E. 4.4.3

4.4.3. Aus dem gleichen Grund ist auch nicht ersichtlich, welchen Beweiswert die Einvernahme von B.________ als Zeuge gehabt hätte. Denn gemäss Beweisantrag (Triplik vom 14. November 2022 Rz. 7, 29-31) sollte dieser bestätigen, dass er das Dokument finalisiert und an die Plattform versandt habe. Daraus ergibt sich nicht, wer das Strafanzeigeformular überarbeitet und an B.________ weitergeleitet hat. Den Beschwerdeführer hätte allenfalls die Aussage entlasten können, wonach B.________ die überarbeitete Version des Strafanzeigeformulars von einer Polizeibeamtin erhalten habe. Das Verwaltungsgericht durfte jedoch willkürfrei davon ausgehen, dass diese Aussage im Widerspruch zur Darstellung des Beschwerdeführers stehe, der stets von einem (männlichen) Polizisten gesprochen hatte. Der Einwand des Beschwerdeführers, die Mitglieder von "Wir für Euch" seien immer darauf bedacht gewesen, nicht zu viele Informationen über ihre Kontaktpersonen zu verraten (Namensänderung, abweichende Geschlechtsangaben, etc.), erklärt nicht, weshalb der Beschwerdeführer - der angeblich kein aktives Mitglied, sondern blosser Teilnehmer einer Chatgruppe war - durchwegs von einer männlichen Kontaktperson gesprochen hat. Insofern durfte das Verwaltungsgericht ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs auf die beantragte Zeugeneinvernahme verzichten, weil diese nichts an seiner Überzeugung zu ändern vermöchte, wonach der Beschwerdeführer das Strafanzeigeformular entweder selbst verfasst oder zumindest in Kenntnis von dessen Verwendungszweck zur Verfügung gestellt habe.