Citation: 9C_158/2009 11.05.2009 E. 4.2.1

4.2.1.1 Nach Feststellung der Vorinstanz hatte sich die Beschwerdeführerin der Abklärungsperson Haushalt und auch dem psychiatrischen Gutachter der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) gegenüber dahingehend geäussert, sie hätte ohne den Unfall eine Woche später eine 100 %-Stelle in einem Restaurant angetreten. Der damalige Geschäftsführer des Hotel Restaurant X.________, welcher den Vertrag vom ... 2004 unterzeichnet hatte, gab der IV-Stelle zur Auskunft, die Versicherte hätte mit einem Pensum von 100 % als Allrounderin arbeiten sollen. 4.2.1.2 Die übereinstimmenden Äusserungen der Vertragsparteien sprechen zwar dafür, dass tatsächlich ein Arbeitspensum von 100 % vereinbart worden war. Indessen geht es im Kontext nicht um die Bestimmbarkeit resp. die Festlegung des zeitlichen Umfangs der Leistungspflicht der Arbeitnehmerin nach den allgemeinen Regeln der Vertragsauslegung (vgl. dazu BGE 131 III 606 E. 4.1 und 4.2 S. 611 f. mit Hinweisen), wenn darüber Uneinigkeit zwischen den Parteien besteht. Es geht darum, ob eine (im Aufgabenbereich Haushalt beschäftigte) versicherte Person bei im Übrigen unveränderten Umständen ohne gesundheitliche Beeinträchtigung einem Erwerb nachginge und welche Tätigkeit in welchem zeitlichen Umfang sie ausübte. Diese Frage beurteilt sich nach den persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnissen ebenso wie allfälligen Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern. Ebenfalls zu berücksichtigen sind das Alter, die beruflichen Fähigkeiten, die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen (BGE 125 V 146 E. 2c S. 150; Urteil I 920/06 vom 16. Januar 2007 E. 3.1). Die gleich lautenden Erklärungen der Beschwerdeführerin und des damaligen Geschäftsführers des Hotel Restaurant X.________ im Abklärungsverfahren sind somit lediglich ein Indiz dafür, dass ein Vollzeitpensum vereinbart worden war. 4.2.1.3 Das kantonale Gericht hat die Akten dahingehend gewürdigt, beim Arbeitsverhältnis gemäss Arbeitsvertrag vom ... 2004 habe es sich überwiegend wahrscheinlich lediglich um eine Teilzeitstelle gehandelt. Abgesehen vom Übergang des «X.________» auf einen neuen Besitzer 2005, was aber für die Frage, in welchem zeitlichen Umfang sie in diesem Betrieb gearbeitet hätte, ohne Relevanz ist, äussert sich die Beschwerdeführerin nicht substantiiert zur vorinstanzlichen Beweiswürdigung. Der Schluss auf ein Teilzeitarbeitsverhältnis ist nicht offensichtlich unrichtig. Insbesondere spricht die Tatsache, dass die unfallbedingt nicht angetretene Stelle nicht durch eine andere Person besetzt wurde, gegen ein vollzeitliches Anstellungsverhältnis. 4.2.2 Für die Festlegung des ohne Unfall hypothetisch ausgeübten Arbeitspensums von maximal 21,6 % (E. 1) hat die Vorinstanz auf den zeitlichen Umfang (neun Stunden im Tag) des letzten und einzigen Arbeitsverhältnisses der Versicherten vom 1. Juni 2001 bis 31. Dezember 2002 als Mitarbeiterin in einer Reinigungsfirma abgestellt. Was dagegen in der Beschwerde vorgebracht wird, geht nicht über eine unzulässige appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung hinaus (Urteil 9C_688/2007 vom 22. Januar 2008 E. 2.3). Insbesondere werden keine Ausführungen zum vorgesehenen Aufgabenbereich und zu anderen Umständen wie die betriebliche Organisation im Hotel Restaurant X.________ gemacht, welche Rückschlüsse auf das effektiv beabsichtigte Arbeitspensum erlaubten. Die die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz betreffenden Rügen sind somit unbegründet. Ebenfalls kann nicht von einer unrichtigen Anwendung des im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrades der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195) gesprochen werden.