Citation: 1C_383/2022 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass es zu Störfällen im Sinne von Art. 2 Abs. 4 der Verordnung über den Schutz vor Störfällen vom 27. Februar 1991 (Störfallverordnung, StFV; SR 814.012) gekommen sei; es habe sich um kleinere Zwischenfälle ohne grosses Schadenausmass gehandelt. Zudem hätten sich die Zwischenfälle ausserhalb der letzten Bewilligungsperiode (vom 24. Mai 2017 bis zum 30. April 2020) ereignet; es sei unzulässig, die Befristung mit Hinweis auf ältere Vorgänge aus der vorletzten Bewilligungsphase zu verkürzen. Es sei unverhältnismässig zu verlangen, dass ein Betrieb dauerhaft und vollständig ohne Zwischenfälle betrieben werde, da stets das Risiko eines technischen oder menschlichen Versagens bestehe. Entscheidend müsse sein, dass die Beschwerdeführerin alles daran setze, Zwischenfälle zu vermeiden und den Betrieb ständig zu verbessern; dies habe sie mehrfach bewiesen. Die Verkürzung der Bewilligungsdauer sei auch nicht geeignet, einen störungsfreien Betrieb sicherzustellen; dazu wären vielmehr sicherheitsrelevante Auflagen zu formulieren, deren Einhaltung kontrolliert werden könnten. Sie rügt in diesem Zusammenhang eine Verletzung von Treu und Glauben sowie des Gleichbehandlungsgrundsatzes, weil der Vorgänger-Betreiberin eine Bewilligungsdauer von 6 Jahren und vier Monaten genehmigt worden sei, obwohl diese über weniger Qualifikationen verfügt habe und die seither vorgenommenen technischen Neuerungen das Betriebsrisiko vermindert hätten.