Citation: 6B_257/2013 E. 1.3.3

1.3.3. Die Vorinstanz erachtet es insbesondere mit Blick auf die ersten und tatnächsten Einvernahmen als möglich, dass die Beschwerdeführerin aus Tradition einen Mann heiratete und versuchte, das Beste daraus zu machen, indem sie sich in die Ehe schickte und - wie sie es selbst formulierte - "hingehalten hat". Die Wahrnehmung der Beschwerdeführerin und ihre ethische Grundhaltung haben wohl nur noch die Erklärung von Vergewaltigung und sexueller Nötigung zugelassen (Entscheid S. 16 f.). Diese vorinstanzliche Einschätzung ist nicht willkürlich. Gelangt die Vorinstanz zur Überzeugung, dass die angeklagten Übergriffe respektive eine mögliche, zumutbare und erkennbare Gegenwehr der Beschwerdeführerin sich nicht mit ausreichender Gewissheit feststellen lassen, ist dies gestützt auf die Aussagen der Beschwerdeführerin und ihr Verhalten nicht schlechterdings unhaltbar.