Citation: K 78/01 02.04.2002 E. 4

4.- Bezüglich der obligatorischen Krankenpflegeversicherung bestimmt Art. 5 Abs. 3 KVG, dass die Versicherung endet, wenn die versicherte Person der Versicherungspflicht nicht mehr untersteht, was - vorbehältlich Art. 3 Abs. 3 lit. b KVG - unter anderem mit der Verlegung des Wohnsitzes ins Ausland der Fall ist. Wohnsitz in der Schweiz stellt somit gestützt auf Art. 3 Abs. 1 KVG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1KVG - abgesehen von Sonderfällen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 und 3KVG - das massgebende Kriterium für die Versicherungspflicht nach KVG dar (vgl. Eugster, Krankenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, Rz 11). Da die Abmeldung bei der Einwohnerkontrolle nur eine Indiz für die Wohnsitzaufgabe ist, muss die Versicherungspflicht gestützt auf Art. 3 Abs. 1 KVG und auf Grund der ratio legis eines möglichst lückenlosen Versicherungsschutzes bestehen bleiben, wenn mit der Abmeldung schweizerischer Staatsangehöriger bei der hiesigen Einwohnerkontrolle oder ihrem Verlassen des schweizerischen Territoriums keine Begründung eines neuen Wohnsitzes im Ausland verbunden ist (Eugster, a.a.O., Rz 23 Fn 44, Maurer, Das neue Krankenversicherungsrecht, S. 35 mit Hinweisen).