Citation: 4A_317/2013 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz hat festgestellt, die Beschwerdegegnerin habe mit ihrem Rechtsbegehren 1"die Zahlung von CHF 400'000.27 nebst 5 % Zins seit 18.03.2009 (Euro 275'387.45 zum Kurs von 1.4525 vom 17.03.2010) sowie CHF 209.-- Zahlungsbefehlskosten" verlangt. Es stehe jedoch ausser Frage, dass die Beschwerdeführerin nicht zu einer Zahlung in Schweizer Franken verpflichtet werden könne und die Versicherungsleistung in Euro geschuldet sei. Aus den Ausführungen der Beschwerdegegnerin lasse sich allerdings erkennen, dass sie die Schuld in der Währung Euro für begründet halte und sie die Zahlung in Schweizer Franken im Zusammenhang mit dem laufenden Vollstreckungsverfahren (Betreibungsverfahren) verlange. So verlange die Beschwerdegegnerin mit ihrem Rechtsbegehren 2 denn auch die Aufhebung des Rechtsvorschlages. Werde bei dieser Ausgangslage ein "vereinfachtes" Rechtsbegehren gestellt und kurzerhand eine Verurteilung zur Zahlung in Schweizer Franken verlangt, so führe dies nicht ohne weiteres zur Abweisung der Klage. Das Rechtsbegehren 1 sei daher so auszulegen, dass die Beschwerdegegnerin von der Beschwerdeführerin die Bezahlung des Betrages von EUR 275'387.45 verlange, was im schweizerischen Vollstreckungsverfahren dem Betrag von Fr. 400'000.27 entspreche.