Citation: 8C_698/2022 E. 6.1.2

6.1.2. Der Beschwerdeführer wendet im Wesentlichen ein, er sei mit seiner Motorradfahrer-Gruppe mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von rund 110 km/h gefahren. Die Kräfte beim Aufprall seien aufgrund der Bilder des beschädigten Fiat gewaltig gewesen. Auch sein Motorrad habe Totalschaden erlitten. Im Spital habe der Polizeibeamte dem Beschwerdeführer gesagt, es sei ein Wunder, dass er überhaupt noch lebe. Der Aufprall auf den Asphalt sei gemäss dem Flugbericht der Rega vom 19. Mai 2015 schlimmst möglich mit dem Kopf erfolgt, wobei sein Helm gespalten worden sei. Erschwerend seien hier praxisgemäss gerade die Umstände, dass er mit hoher Geschwindigkeit gefahren und nach dem Aufprall weggeschleudert worden sei. Dass die Geschwindigkeit im Polizeirapport nicht dokumentiert sei, sei irrelevant, da sie sogar von der Suva auf 80 km/h geschätzt worden sei. Die Vorinstanz habe sein Vorbringen, er sei mit 110 km/h gefahren, als glaubhaft erachtet und den Sachverhalt in diesen Sinne (80 bis 110 km/h) verbindlich festgestellt. Somit müsse die Geschwindigkeit als wesentlicher, ausschlaggebender Faktor zur Quantifizierung der einwirkenden Kräfte herangezogen werden. Entgegen der Vorinstanz müsse von einem Frontalaufprall ausgegangen werden, da er in das Heck eines rückwärts fahrenden, mithin ihm entgegenkommenden Autos geprallt sei. Auch seine schweren multiplen Verletzungen führten zu keiner Relativierung der Unfallschwere. Der Unfall vom 19. Mai 2015 sei somit als schwer oder zumindest als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren Unfällen zu qualifizieren.