Citation: 5A_690/2023 E. 3

Der Kanton Glarus hat in Art. 68 EG ZGB/GL bestimmt, dass sich das Verfahren vor der KESB nach dem VRG/GL und subsidiär nach der ZPO richtet. Sodann hat er in Bezug auf das Rechtsmittel gegen Entscheide der KESB festgelegt, dass dagegen Beschwerde an das Verwaltungsgericht zu ergreifen ist (Art. 67 EG ZGB/GL i.V.m. Art. 105 Abs. 1 lit. d VRG/GL). Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid für die vorliegend interessierende Frage folgerichtig das VRG/GL zur Anwendung gebracht, welches in Art. 30 Abs. 1 vorsieht, dass Zustellungen "durch die Post" erfolgen. Entgegen den in E. 2 dargelegten Rügeanforderungen erheben die Beschwerdeführer im Kontext mit den massgeblichen rechtlichen Grundlagen keine Verfassungsrügen; insbesondere machen sie keine willkürliche Anwendung von Art. 30 Abs. 1 VRG/GL geltend, sondern sie stellen sich mit ausschliesslich appellatorischen und damit ungenügenden Ausführungen auf den Standpunkt, wonach zwischen der Zustellungsregelung gemäss Art. 30 Abs. 1 VRG/GL und derjenigen nach Art. 138 Abs. 1 ZPO Widersprüche bestünden, wonach das VRG/GL angesichts dieser Inkongruenz lückenhaft erscheine, weshalb es durch die ZPO zu ergänzen sei, und wonach die Zustellung somit in Verletzung von Art. 138 Abs. 1 ZPO bloss mit "A-Post Plus" statt wie von dieser Norm vorgeschrieben mit Einschreiben erfolgt sei.