Citation: 5A_373/2020 E. 1

A.________ und B.________ heirateten im Jahr 2006 zum ersten Mal. Sie haben die gemeinsamen Kinder C.________ (2006) und D.________ (2011). I m Jahr 2014 erfolgte die Scheidung und unmittelbar nach der Geburt des nicht gemeinsamen Kindes E.________ heirateten sie wieder. Sie sind beide Weltenbummler mit Schwerpunkt Indien. Seit April 2016 leben sie wieder getrennt, wobei sie während dieser Phase teilweise gemeinsam und teilweise getrennt an verschiedenen Orten auf der Welt wohnten. Am 16. Dezember 2019 reichte die Mutter am Bezirksgericht Hinwil die Scheidungsklage ein und stellte auch ein Gesuch um vorsorgliche Massnahmen. Mit Verfügung vom 19. März 2020 wies das Bezirksgericht den Antrag der Mutter auf Verlegung des Wohnsitzes der gemeinsamen Kinder C.________ und D.________ nach Indien ab und stellte diese für die Dauer des Scheidungsverfahrens unter die Obhut des Vaters, unter Einräumung eines ausgedehnten Besuchs- und Ferienrechts, solange die Mutter in der Schweiz weilt, und eines ausgedehnten Ferienrechts, sobald sie wieder in Indien ist, sowie unter Anweisung der Mutter, alle notwendigen Handlungen vorzunehmen, um den Kindern den Schulbesuch in der Schweiz für die Dauer des Verfahrens zu ermöglichen. Ferner regelte es die Unterhaltsfrage, erteilte je die unentgeltliche Rechtspflege und wies alle übrigen Anträge der Parteien ab. Im seitens der Mutter eingeleiteten Berufungsverfahren wies das Obergericht des Kantons Zürich nach Eingang der Stellungnahme des Vaters und (mit Blick auf die per 18. Mai 2020 erfolgende Einschulung der Kinder am Wohnort des Vaters ohne Gelegenheit zur Replik) mit Verfügung vom 14. Mai 2020 das Gesuch der Mutter um aufschiebende Wirkung ab. Gegen diese Verfügung hat die Mutter am 15. Mai 2020 (Eingang 18. Mai 2020) beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht. Ferner verlangt sie die unentgeltliche Rechtspflege. Das Gesuch um aufschiebende Wirkung für die Dauer des bundesgerichtlichen Verfahrens wurde am 18. Mai 2020 abgewiesen. Von Amtes wegen wurde der (50-seitige) erstinstanzliche Massnahmeentscheid vom 19. März 2020 angefordert.