Citation: 2C_595/2020 E. 6.2.1

6.2.1. Das Gesundheitswesen ist nach wie vor in vielen Bereichen eine Domäne der Kantone, welche diesbezüglich und selbst betreffend die Ausübung universitärer Medizinalberufe weiterhin über gewisse Gesetzgebungskompetenzen verfügen (BGE 143 I 352 E. 3.1 in fine; Urteil 2C_236/2020 vom 28. August 2020 E. 3.3.2; insbesondere bezüglich der Berufsausübung, welche nicht in eigener fachlicher Verantwortung erfolgt; vgl. Art. 3 Abs. 3 lit. e und Art. 40 MedBG). Der Erlass des MedBG und anderer Erlasse im Gesundheitswesen (z. B. Bundesgesetz vom 30. September 2016 über die Gesundheitsberufe [GesBG]; SR 811.21) zeigt allerdings auch, dass der Bundesgesetzgeber zunehmend Einfluss auf das Gesundheitswesen nimmt, gewisse Materien vereinheitlicht und entsprechende kantonale Kompetenzen verdrängt (YVES DONZALLAZ, Traité de droit médical, Vol. I, 2021 [droit médical I], Rz. 1152, 1166; GÄCHTER/RÜTSCHE, Gesundheitsrecht, N. 313 f.). Der kantonale Gesetzgeber hat den Rahmen der Bundesverfassung und der einschlägigen Bundesgesetze zu beachten.