Citation: 6B_466/2024 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung von Art. 90 Abs. 1 i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 75 SSV (SR. 741.21) und Art. 12 Abs. 3 VRV (SR 741.11) i.V.m. Ziffer 335 des Anhangs 1, Bussenliste 1 zur Ordnungsbussenverordnung (OBV; SR 314.11) durch die Vorinstanz geltend. Zur Begründung führt er aus, die Vorinstanz habe fälschlicherweise nicht das Überfahren der Haltelinie bei Rotlicht einer Ampel für die Strafbarkeit als massgeblich erachtet. Sodann habe die Vorinstanz den Sachverhalt beruhend auf den vorgenannten Rechtsverletzungen unrichtig festgestellt. Der Beschwerdeführer rügt, für die Strafbarkeit wegen Nichtbeachtens eines Lichtsignals sei das Überfahren der Haltelinie relevant. Die Ansicht der Vorinstanz, er wäre - selbst wenn er den Haltebalken noch bei Grün überfahren hätte - verpflichtet gewesen anzuhalten, da das Lichtsignal inzwischen auf Rot gewechselt habe, treffe nicht zu. Denn hätte er dies getan, wäre er auf dem Fussgängerstreifen zum Stillstand gekommen, wodurch er sich strafbar gemacht hätte. Aufgrund des zwischen dem Haltebalken und der Ampel installierten Fussgängerstreifens habe von ihm nicht gefordert werden können, anzuhalten. Entscheidend sei allein das Überfahren des Haltebalkens, weshalb die das erste Foto auslösende Induktionsschleife klarerweise auf der Höhe des Haltebalkens hätte angebracht sein müssen. Vorliegend sei die Installation an der fraglichen Ampel falsch; die entsprechende Induktionsschleife sei weder auf der Höhe des (massgebenden) Haltebalkens noch auf der Höhe der (nicht massgebenden) Rotlichtinstallation (Ampel), sondern unter einem Fussgängerstreifen verbaut. Diese Installation führe dazu, dass Autofahrer, welche die Haltelinie rechtskonform bei grünem Ampellicht überfahren würden, bei stockendem Verkehr unmittelbar nach der Haltelinie trotzdem geblitzt würden. Sie würden sich beim Wechsel des Ampellichts von Grün auf Rot je nach Verkehrsaufkommen immer noch im Bereich der Induktionsschleifen-Sensoren befinden, woraufhin das Blitzlicht erfolge. Die Vorinstanz lasse ausdrücklich offen, ob er den Haltebalken überfahren habe, als das Lichtsignal noch Grün gezeigt habe. Dies, da sie die Haltelinie fälschlicherweise als nicht massgebend für die Strafbarkeit erachte. Indes hätte vorliegend beweismässig erstellt sein müssen, dass der Beschwerdeführer die Haltelinie bei Rotlicht der Ampel überfahren hätte. Dies sei nicht der Fall gewesen, vielmehr habe der Beschwerdeführer infolge stockenden Verkehrs abbremsen und anhalten müssen und während dieser Zeit habe die Ampel offenbar von Grün auf Rot gewechselt, weshalb er bei der Weiterfahrt infolge Überfahrens des zweiten Induktionsschleifen-Sensors geblitzt worden sei. In diesem Zusammenhang sei auch unverständlich und willkürlich, wenn die Vorinstanz trotz einer auf dem Bild angegebenen Geschwindigkeit von 0 km/h davon ausgehe, die gemessene Geschwindigkeit beim Passieren der das erste Bild auslösenden Induktionsschleife hätte mindestens 10 km/h betragen. Der Beschwerdeführer macht eventualiter eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz geltend. Die Vorinstanz gehe willkürlich davon aus, die Ampel sei für den Beschwerdeführer - insbesondere nach Überfahren der ersten Induktionsschleife - sichtbar gewesen. Die entsprechenden Feststellungen im Gutachten des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS), auf das sich die Vorinstanz stütze, seien offensichtlich unzutreffend. Aus der vom Beschwerdeführer eingereichten Technischen Untersuchung der B.________AG gehe hervor, dass bei aufrechter Sitzposition das durch die Ampel gezeigte Lichtsignal nicht sichtbar bzw. erkenntlich sei. Ob die für die Sichtbarkeit notwendige Bewegung tatsächlich möglich sei und vom Fahrzeugfahrer gefordert werden könne, könne nicht bewertet werden. Die Vorinstanz nehme ohne nachvollziehbare Erklärung und damit willkürlich an, die errechneten Bewegungen seien ohne Weiteres zuzumuten und dürften vom Fahrer erwartet werden. Schliesslich bringt der Beschwerdeführer vor, die Strafbehörden hätten es versäumt, die zum angeblichen Tatzeitpunkt voranfahrenden sowie nachfolgenden Fahrzeugführer ausfindig zu machen und als Zeugen zu befragen. Insgesamt müsse davon ausgegangen werden, die Ampel sei für den Beschwerdeführer - nachdem dieser den Haltebalken bei grüner Ampel überquert habe und sich auf Höhe Ampel befunden habe - nicht ersichtlich gewesen. Entsprechend sei er vom Vorwurf des Nichtbeachtens eines Lichtsignals freizusprechen.