Citation: I 578/05 01.02.2006 E. 4

Streitig ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit stellt das kantonale Gericht auf die Einschätzung der Gutachter der MEDAS ab. In Anwendung sowohl der gemischten Methode als auch des Einkommensvergleichs schliesst die Vorinstanz auf einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von unter 40 %. 4.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie habe sich nicht zur Person der Gutachter der MEDAS äussern und auch keine Ergänzungsfragen stellen können; dies stelle eine unheilbare Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Der Rechtsvertreter der Versicherten ist mit Schreiben vom 17. Juni 2002 - d.h. ein Dreivierteljahr vor der Begutachtung im März/April 2003 - informiert und ausdrücklich aufgefordert worden "Einwendungen gegen die begutachtende Person oder die begutachtende Stelle und allfällige Gegenvorschläge ... unter Angabe der Gründe innert 10 Tagen" einzureichen. Dies hat die Versicherte jedoch nicht veranlasst, ebenso wenig wie sie verlangt hat, es seien den begutachtenden Ärzten bestimmte Fragen zu stellen. Von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs kann deshalb nicht die Rede sein. 4.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird weiter gerügt, auf die Expertise der MEDAS könne inhaltlich nicht abgestellt werden, da sie unvollständig, widersprüchlich und nicht nachvollziehbar sei. Mit ausführlicher und überzeugender Begründung, auf die verwiesen wird, hat das kantonale Gericht erkannt, dass keine Zweifel an den anlässlich einer interdisziplinären Konsenskonferenz gezogenen Schlussfolgerungen des Gutachtens der MEDAS vom 11. August 2003 bestehen. Zu ergänzen bleibt Folgendes: - Der Bericht vom 9. Mai 2003 über die im Rahmen der Begutachtung durchgeführte neuropsychologische Abklärung ist ebenfalls voll beweiskräftig (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Der begutachtende Neuropsychologe erachtet die durchgeführten Tests aufgrund seiner Erfahrung sowie der Umstände als nicht valide, was er in seinem Bericht offen legt und begründet. In der Folge kann - entgegen der Auffassung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde - nicht auf diese Testergebnisse abgestellt werden und es können daraus keine schwereren Beeinträchtigungen als die angenommenen abgeleitet werden. Wenn der Experte zudem davon ausgeht, dass die aktuelle Arbeitsfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht nicht beurteilt werden könne, können offensichtlich auch keine besser geeigneten Tests durchgeführt werden, da dies der Gutachter im Rahmen seines Auftrages ohnehin gemacht hätte, wenn es solche gäbe. - Der rheumatologische Experte schliesst in seinem Fachgutachten vom 9. April 2003 eine Fibromyalgie aus, weil auch die Kontrollpunkte positiv seien, und diagnostiziert stattdessen ein generalisiertes Schmerzsyndrom. Entgegen der Meinung der Versicherten ist dies zu Recht erfolgt, denn die Kontrollpunkte dürfen eben gerade nicht positiv auf Druck reagieren (andernfalls sie ihren Sinn verlören). - Der neurologische Experte geht in seinem Fachgutachten vom 1. April 2003 von einer Arbeitsfähigkeit von maximal 75 % in einer leidensangepassten Tätigkeit aus, was sich in etwa mit der Einschätzung im Hauptgutachten deckt (Arbeitsfähigkeit von 70 %). Wenn der Neurologe ausführt, aufgrund "der reduzierten Bewältigungsmöglichkeit bereits von einfachen Haushaltsaufgaben" sei "eine Erwerbstätigkeit ausser Haus kaum denkbar", liegt entgegen der Auffassung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde keine Widersprüchlichkeit vor, denn der Gutachter stützt sich für diese Aussage explizit nicht nur auf Krankheits-, sondern auch auf invaliditätsfremde Motivationsgründe. - Wenn in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesslich gerügt wird, die letzte "eingehende Untersuchung" sei anderthalb Jahre vor dem Einspracheentscheid erfolgt, ist darauf hinzuweisen, dass eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht einmal geltend gemacht - geschweige denn belegt - worden ist und sich aus den Akten auch keine diesbezüglichen Anhaltspunkte ergeben (BGE 110 V 53 Erw. 4a). Weitere Abklärungen sind nicht nötig. 4.3 Hinsichtlich der Invaliditätsbemessung wird auf die überzeugenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen, welche letztlich offen lassen, ob die gemischte Methode oder der Einkommensvergleich anwendbar ist, da in beiden Fällen ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad resultiert. Es ist speziell darauf hinzuweisen, dass das kantonale Gericht vom Einkommen nach Eintritt des Gesundheitsschadens (Invalideneinkommen) einen Abzug von 23 % vorgenommen hat, weil die Versicherte bereits als Gesunde ein entsprechend unterdurchschnittliches Einkommen erzielt hat (vgl. dazu ZAK 1989 S. 458 Erw. 3b sowie Urteil S. vom 29. August 2002, I 97/00, Erw. 3.2 f., und auch BGE 129 V 225 Erw. 4.4). Von einer indirekten Diskriminierung durch die Verwendung von Tabellenlöhnen kann deshalb nicht die Rede sein.