Citation: 2C_191/2024 E. 4.2

4.2. Grundsätzlich stellt sich zunächst die Frage, ob der Beschwerdeführer durch die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung überhaupt in seinem Recht auf Achtung des Privatlebens nach Art. 8 EMRK betroffen ist. Unter Berufung auf das Recht auf Achtung des Privatlebens kann nach einer rechtmässigen Aufenthaltsdauer von rund zehn Jahren regelmässig davon ausgegangen werden, dass die sozialen Beziehungen hier so eng geworden sind, dass es für die Aufenthaltsbeendigung besonderer Gründe bedarf; im Einzelfall kann es sich freilich anders verhalten und die Integration zu wünschen übrig lassen (BGE 149 I 66 E. 4.3; 149 I 72 E. 2.1.2; 144 I 266 E. 3.9). Die rechtmässige Anwesenheit des Beschwerdeführers in der Schweiz von über zehn Jahren (seit Juli 2006) spricht für eine solche Betroffenheit, wenngleich angesichts seiner Schulden und seiner Straffälligkeit zweifelhaft ist, ob er dafür genügend integriert ist. Die Frage, ob die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung in das Privatleben des Beschwerdeführers eingreift, kann aber offen bleiben, wenn sich erweist, dass der Eingriff nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK gerechtfertigt ist (vgl. Urteile 2C_459/2023 vom 5. Juni 2024 E. 4.3; 2C_118/2023 vom 20. Februar 2024 E. 5.1; 2C_755/2021 vom 21. September 2022 E. 6.1).