Citation: 1C_600/2022 E. 2.5

2.5. Besteht bei einer Person mit langjähriger Drogensucht ein nicht unerhebliches Risiko für eine Suchtverlagerung zum Alkohol, ist nicht zu beanstanden, wenn von ihr zur Wiedererlangung des Führerausweises nicht nur eine Drogenabstinenz, sondern darüber hinaus auch ein risikoarmes Alkoholtrinkverhalten verlangt wird. Dies gilt auch dann, wenn die betroffene Person in der Vergangenheit nicht durch übermässigen Alkoholkonsum aufgefallen ist. Mit Blick auf das gutachterlich festgestellte Risiko für eine Suchtverlagerung zum Alkohol durften das SVA und die Vorinstanz an der am 11. Dezember 2018 formulierten Voraussetzung des risikoarmen Alkoholtrinkverhaltens festhalten und zum Schluss kommen, dass dem Beschwerdeführer der Führerausweis wegen Nichterfüllens derselben nicht wieder zu erteilen sei. Darüber hinaus hat die Vorinstanz richtigerweise berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer die Betäubungsmittelproblematik aus verkehrsmedizinischer Sicht unzureichend aufgearbeitet hat, was ebenfalls gegen die Wiedererteilung des Führerausweises spricht. Im Gegensatz zum Einwand des Beschwerdeführers ist die Wiedererteilung des Führerausweises unter Auflagen als weniger stark in seine Freiheitsrechte eingreifende Massnahme unter den gegebenen Umständen nicht gleich geeignet, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Dies zumal dem Beschwerdeführer nach der Wiedererteilung des Führerausweises im Jahr 2015 am 19. Oktober 2016 der Führerausweis bereits einmal wegen Nichteinhaltens der Auflagen wieder auf unbestimmte Zeit entzogen werden musste. Weil sodann die Interessen an der Verkehrssicherheit die persönlichen Interessen des Beschwerdeführers überwiegen, ist die Verweigerung der Wiedererteilung des Führerausweises dem Beschwerdeführer auch zumutbar. Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 36 Abs. 3 BV i.V.m. Art. 10 Abs. 2 BV) in genügender Weise rügt, dringt er damit nicht durch. Die Vorinstanz durfte gestützt auf das verkehrsmedizinische Gutachten vom 10. August 2021 davon ausgehen, dass dem Beschwerdeführer die Fahreignung nach wie vor fehlt bzw. dass er nicht im Sinne von Art. 17 Abs. 3 SVG das Gegenteil nachweisen konnte. Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang eine willkürliche Feststellung des entscheidwesentlichen Sachverhalts überhaupt in genügender Weise rügt, dringt er damit ebenfalls nicht durch.