Citation: 6B_342/2021 E. 1.2.1

1.2.1. Mit Blick auf die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz verweist die Vorinstanz auf die erstinstanzlichen Ausführungen. Der langen Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz von 27 Jahren hält sie entgegen, in der ganzen Zeit habe er keine hinreichenden Bemühungen gezeigt, sich in wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Hinsicht zu integrieren. Die Vorinstanz erwägt weiter, die Auswirkungen einer Landesverweisung auf das Familienleben des Beschwerdeführers seien als äusserst gering einzuschätzen (vgl. Urteil E. II/3.3). Die persönlichen Verhältnisse hätten sich seit der überzeugenden Darlegungen der ersten Instanz nicht relevant verändert. An der Berufungsverhandlung habe der Beschwerdeführer lediglich ausgeführt, er sei im Gefängnis schlauer geworden, da er über ein normales Leben nachgedacht habe; zudem sei er nun mit seiner Freundin zusammen (Urteil E. II/2). Zur Resozialisierung des Beschwerdeführers in seinem Heimatland führt die Vorinstanz weiter aus, seine dortigen Sozialkontakte bestünden wohl nicht mehr. Sie geht jedoch davon aus, er sei mit den lokalen Gewohnheiten zumindest in einem gewissen Mass immer noch vertraut, und erachtet demnach eine Wiedereingliederung als möglich, wenn diese auch angesichts seines Alters von bereits 60 Jahren erschwert sein dürfte. Schliesslich setzt sie sich mit dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers auseinander und argumentiert, die durch psychiatrische Gutachten attestierte Suchtproblematik und posttraumatische Belastungsstörung stünden einer Landesverweisung nicht entgegen (Urteil E. II/3.2 f.).