Citation: 1C_383/2022 E. 7.2

7.2. Die Beschwerdeführerin rügt dies als aktenwidrig: Sie habe in ihrem Bewilligungsgesuch vom 30. Januar 2020 ausdrücklich die Reduktion der Analysen gemäss Spalte "Bonus" der Empfehlung beantragt, mit einer Obergrenze von maximal sechs Analysen pro Jahr, weshalb dies sehr wohl Streitgegenstand gewesen sei. Es liege in der Kompetenz des AfU, die Analysehäufigkeit festzulegen; die Behörde habe es somit in der Hand, konkret das Bonussystem für anwendbar zu erklären, anstatt pauschal auf die Empfehlung von 2006 zu verweisen. Die Verweigerung der ausdrücklich beantragten Reduktion der Analysen gemäss der Spalte "Bonus", ohne jegliche Begründung, verletze ihren Anspruch auf rechtliches Gehör. Verletzt sei auch das Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV), weil praktisch alle Biogasanlagen in der Schweiz vom Bonussystem profitierten. Das AfU wendet ein, der Beschwerdegegnerin sei das Bonus-System nicht verweigert worden. Dieses sei anwendbar, wenn die in der Empfehlung der Bundesämter formulierten Voraussetzungen erfüllt seien. Dies werde bei allen Thurgauer Biogasanlagen so umgesetzt und im Rahmen der Inspektionen überprüft.