Citation: 1C_267/2021 E. 4.5

4.5. Daran ändert auch nichts, dass die Fachstelle Gewässerschutz im März 2017 auf Gesuch des Fachbüros vom 16. März 2017 hin Bauarbeiten im Grundwasser zunächst mündlich genehmigte und diese Bewilligung am 24. März 2017 schriftlich bestätigte. Dabei ging es zwar darum, die unerwartet tief in den Untergrund eingedrungenen Belastungen auszuheben, um eine eventuelle Gefährdung des Grundwassers zu vermeiden. Erstmals wurden darin mögliche Belastungen im Schwankungsbereich des Grundwassers erwähnt. Dass es bereits Einwirkungen auf das Grundwasser als solches gab, wurde aber nicht behauptet und bildete auch keine Voraussetzung für die erteilte Bewilligung. Rechtlich stützte sich diese nämlich auf § 4 des kantonalen Grundwassergesetzes und war damit unabhängig von der altlastenrechtlichen Ausgangslage, weshalb sich daraus kein altlastenrechtlicher Sanierungsbedarf ableiten lässt. Grundlage bildete mithin nicht ein allfälliger Sanierungsbedarf, sondern einzig der Schutz des Grundwassers während eines baulichen Eingriffs. Die Bewilligung wurde entsprechend mit gewässerschutztechnischen Auflagen und Bedingungen verknüpft.