Citation: 1C_240/2008 27.08.2008 E. 5

5.1 Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung des Willkürverbots und des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Das Verwaltungsgericht habe die Baubewilligung entgegen der anders lautenden Stellungnahme des Amtes für Umweltschutz des Kantons Schwyz vom 20. Dezember 2007 bestätigt. Es sei unzulässig, den Einwänden des Amtes mit dem Erlass von Suspensivbedingungen Rechnung zu tragen. Bezüglich der kapazitätsmässigen Engpässe im übergeordneten Strassennetz beim Autobahnanschluss Lachen und der Ortsdurchfahrt Siebnen habe sich das Verwaltungsgericht über die Stellungnahme des Amtes für Umweltschutz hinweggesetzt und die Umweltverträglichkeit des Bauprojektes ohne weitere Untersuchung und ohne Beizug von weiteren Experten anders beurteilt. Mit einem durchschnittlichen täglichen Verkehr zwischen Lachen und Siebnen von 12'500 Fahrzeugen sei bereits heute von einer hohen Verkehrsbelastung auszugehen. Das Verwaltungsgericht habe nicht geprüft, ob das übergeordnete Strassennetz östlich und westlich der geplanten Ausbaustrecke den Mehrverkehr aus dem Baufachmarkt aufzunehmen vermöge. Je nach Ausgang dieser Prüfung müsse das Strassennetz ausgebaut werden. Auf jeden Fall sei östlich und westlich der Ausbaustrecke die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet. Überdies habe das Verwaltungsgericht nicht geprüft, was die Folgen wären, wenn der Baumgartenweg nördlich der Liegenschaft KTN 558 nicht in die Gewerbezone eingezont würde. 5.2 Nach Ansicht des Verwaltungsgerichts war das umstrittene Bauvorhaben weder im Zeitpunkt der Bewilligungserteilung noch im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung hinreichend erschlossen. Voraussetzung dafür sei die rechtskräftige Genehmigung des Ausbaus der Kantonsstrasse mit Erstellung eines Kreisels und einer Linksabbiegespur, die Erstellung einer verkehrssicheren Fussgängerverbindung im Bereich Baumgartenweg und der Ausbau des Autobahnanschlusses Lachen, über den sich der Mehrverkehr hauptsächlich abwickeln werde (von Westen herkommend, 70 % des Personenwagen-, 100 % des Lastwagen-Mehrverkehrs). Da aus der Gegenrichtung (von Osten herkommend) der Verkehr vergleichsweise wenig ansteigen werde (30 % des Personenwagen-Mehrverkehrs), werde die aktuell bestehende unbefriedigende Verkehrssituation in der Ortschaft Siebnen nicht in massgeblicher Weise beeinflusst. Baubeginn und Inbetriebnahme des Baumarktes müssten daher nicht von der Sanierung der Ortsdurchfahrt Siebnen abhängig gemacht werden. Hingegen müsse der Ausbau der Kantonsstrasse, Ortsdurchfahrt Galgenen Ost (Regierungsratsbeschlüsse vom 4. Dezember 2007 und vom 19. Februar 2008) vor Baubeginn rechtskräftig bewilligt sein. Das Verwaltungsgericht ordnete demnach an, die Baubewilligung sei mit einer entsprechenden Suspensivbedingung zu ergänzen (angefochtener Entscheid, Dispositiv-Ziffer 1.1, erster Strich). Eine weitere Suspensivbedingung formulierte das Verwaltungsgericht um sicherzustellen, dass die Fussgängerverbindung im Bereich des Baumgartenwegs rechtskräftig bewilligt ist und die Bauherrin schriftlich die Kostenübernahme erklärt hat, bevor mit dem Bau des Baumarkts begonnen wird (Dispositiv-Ziffer 1.1, zweiter Strich). Überdies muss die Fussgängerverbindung im Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Baumarkts erstellt sein (Dispositiv-Ziffer 1.2, erster Strich). Das Verwaltungsgericht vertritt eine strengere Auffassung als die Gemeinde Galgenen, welche diesbezüglich eine blosse Auflage (statt eine Suspensivbedingung) formulierte (Ziff. 11 Baubewilligung). Eine weitere Suspensivbedingung betrifft die Erstellung des Bypasses beim Autobahnanschluss Lachen (angefochtener Entscheid, Dispositiv-Ziffer 1.2, zweiter Strich). Mit diesen Anordnungen will das Verwaltungsgericht eine ausreichende und rechtzeitige Erschliessung sicherstellen. Zur Lärmsituation verweist das Verwaltungsgericht auf die Umweltverträglichkeitsbeurteilung des kantonalen Amtes für Umweltschutz (Bericht vom 20. September 2007). Die dortigen Ausführungen seien überzeugend und nachvollziehbar. Die Vorgaben für Strassenlärm und Betriebslärm seien eingehalten. Betreffend den Baulärm gelte die vom kantonalen Amt für Umweltschutz festgelegte Massnahmestufe B, und es sei die Baulärm-Richtlinie des Bundesamtes für Umwelt zu beachten.