Citation: 7B_229/2022 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz führt als Begründung für das Vorliegen eines Härtefalls nach Art. 66a Abs. 2 StGB nicht bloss den 17-jährigen Sohn des Beschwerdegegners an, wie die Beschwerdeführerin moniert. Sie erwägt vielmehr auch, dass der 42-jährige türkische Beschwerdegegner seit seinem 16. Altersjahr, d.h. seit rund 27 Jahren, in der Schweiz lebe. Er habe hier eine Lehre als Bäcker absolviert und sei seit 2016 bei der C.________ AG fest angestellt. Während sein Vater und eine seiner beiden Schwestern in der Türkei lebten, wären seine Mutter und die zweite Schwester in der Schweiz zu Hause. Damit ist von einer gewissen hiesigen Verwurzelung auszugehen. Hinsichtlich der familiären Situation ist sodann zu berücksichtigen, dass der Beschwerdegegner einen Sohn mit seiner früheren Ehefrau hat. Dieser war zum Zeitpunkt des angefochtenen Urteils minderjährig, befand sich in Ausbildung und lebte seit zwei Jahren beim Beschwerdegegner, zu welchem er ein gutes Verhältnis pflegt. Vor diesem Hintergrund verletzt es kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz einen Härtefall nach Art. 66a Abs. 2 StGB bejaht.