Citation: 6B_1424/2021 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz gelangt nach Würdigung der Beweismittel zum Schluss, es sei objektiv nachvollziehbar, dass sich der Privatkläger nicht getraut habe, am Beschwerdeführer vorbeizufahren, zumal weder Landschaftsschäden noch ein Abrutschen auf dem Wiesenbord (mit der Folge einer Kollision mit dem Auto des Beschwerdeführers) ausgeschlossen gewesen seien. Es möge zutreffen, dass der Beschwerdeführer auf die Polizei gewartet habe; das ändere jedoch nichts daran, dass er mit seinem Verhalten den Privatkläger an der Wegfahrt gehindert habe. In rechtlicher Hinsicht erwägt sie, der Beschwerdeführer habe die Ausfahrt aus der Liegenschaft U.________ mit seinem Fahrzeug versperrt und den Privatkläger so gezwungen, während 45 Minuten zu warten. Eine Nötigung liege nicht erst dann vor, wenn es dem Privatkläger überhaupt nicht mehr möglich gewesen wäre, weg zu fahren. Es genüge, dass sich der Privatkläger, was objektiv nachvollziehbar sei, vorliegend nicht getraut habe, um den Beschwerdeführer herum zu fahren. Weiter sei verständlich, dass sich der Privatkläger, der bereits eine Woche zuvor vom Beschwerdeführer mittels Nachricht auf dem Anrufbeantworter bedroht worden sei (Dossier 22), nicht auf ein Gespräch mit Letzterem einlassen wollte. Als der Privatkläger habe wegfahren wollen, sei der Beschwerdeführer am Telefonieren gewesen und habe nicht auf das Hupen des Privatklägers reagiert. Später habe der Beschwerdeführer sich auch gegenüber der Polizei unkooperativ verhalten, weshalb kein Zweifel daran bestehe, dass er vorsätzlich gehandelt habe. Vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen dem Beschwerdeführer und dem Privatkläger bestehe auch kein Zweifel, dass der Beschwerdeführer mit seiner Aktion ausschliesslich bezweckt habe, den Privatkläger in seiner Bewegungsfreiheit zu behindern, womit er einen unzulässigen bzw. sittenwidrigen Zweck verfolgt habe. Es liege somit klar eine widerrechtliche Einschränkung der Handlungsfreiheit des Privatklägers vor (Urteil S. 43 ff.).