Citation: 9C_291/2013 E. 4.1.8

4.1.8. Der IV-Berufsberater rapportierte zur Schlussbesprechung bei der M.________ GmbH, es sei bestätigt worden, dass Bürotätigkeiten und PC-Arbeiten ungeeignet seien. Interessen- und begabungsmässig wären einfache praktische Tätigkeiten mit möglichst linearen Arbeitsabläufen ohne Multitasking denkbar. Dies wären z.B. hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Lingerie, Reinigungstätigkeiten, indes seien dies ausschliesslich stehend-gehende Arbeiten. Bei Leistungsdruck bzw. Stress träten rasch Überforderungsgefühle und Blockaden auf. Die Beschwerdeführerin sei emotional-belastungsmässig und körperlich dermassen dekonditioniert, dass ein weiter Weg zurückgelegt werden müsste, bis sie ganztags eine Ausbildung durchlaufen oder an einem Normalarbeitsplatz in der freien Wirtschaft entlöhnte Arbeit verrichten könnte. Ihren Fähigkeiten und Ressourcen angepasste Arbeitsplätze gebe es nur im geschützten Arbeitsbereich. Im Verlaufsprotokoll vom 28. Juni 2011 fasste der IV-Berufsberater zusammen, eingliederungswirksame Ausbildungsmassnahmen im Bürobereich seien nicht durchführbar. Die Beschwerdeführerin sei durch ihre psychisch-intellektuelle Problematik und ihre morbide Adipositas massivst in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei. Beruflich-arbeitsmarktlich erforderten sitzende Arbeiten eine erhöhte psychisch-intellektuelle Leistungsfähigkeit resp. Lernfähigkeit und Belastbarkeit, wozu ihr die persönlichen Ressourcen fehlten. Für sitzende Tätigkeiten im Kreativbereich fehlten ihr talentmässig und arbeitsmarktlich jegliche Grundlagen für erwerbswirksame Ausbildungsmassnahmen. Es wäre auch undenkbar, sie an sitzenden Industriearbeitsplätzen einzusetzen, ferner wäre eine Tätigkeit als Kassiererin im Detailhandel nicht möglich. Ausbildungsmassnahmen seien keine durchführbar und die Beschwerdeführerin sei als nicht eingliederungsfähig zu beurteilen.