Citation: 5P.98/2006 15.06.2006 E. 6

Weiter wendet sich der Beschwerdeführer gegen die vom Obergericht festgestellte Höhe seines Einkommens aus selbstständiger Erwerbstätigkeit. 6.1 Dabei kritisiert er zunächst die vom Obergericht angewendete Methode, welches vom Reingewinn der Einzelfirma des Beschwerdeführers ausgegangen ist. Der Beschwerdeführer verlangt dagegen im Wesentlichen, dass auf das steuerbare Einkommen abzustellen sei, wie er es in den Steuererklärungen angegeben habe. Auf Grund der grossen Differenz, welche sich bei den beiden Berechnungsmethoden ergebe, müsse (beim Obergericht) ein Überlegungsfehler vorliegen. Allein aus dem Umstand, dass die Berechnungsmethode des Obergerichts zu einem Ergebnis führt, das von demjenigen des Beschwerdeführers stark abweicht, lässt sich noch nicht schliessen, dass Obergericht sei in Willkür verfallen. Das Obergericht ist vom Reingewinn gemäss den vom Beschwerdeführer eingereichten Jahresabschlüssen ausgegangen. Dass zur Berechnung des Einkommens aus selbstständiger Erwerbstätigkeit auf den Reingewinn abgestellt wird - eventuell unter Vornahme gewisser Korrekturen - hält jedenfalls im Grundsatz dem Willkürverbot stand (Bräm/Hasenböhler, Zürcher Kommentar, N. 73 ff. zu Art. 163 ZGB). Unbeachtlich sind im Übrigen die als echte Noven vor Bundesgericht erstmals ins Recht gelegten Steuerprüfberichte. Mit staatsrechtlicher Beschwerde können grundsätzlich keine Tatsachen und Beweismittel vorgebracht werden, welche nicht bereits im kantonalen Verfahren geltend gemacht wurden (BGE 118 Ia 20 E. 5a S. 26; 129 I 49 E. 3 S. 57). 6.2 Das Obergericht hat festgehalten, die Jahresabschlüsse würden diverse Unstimmigkeiten aufweisen. Zudem habe der Beschwerdeführer nicht wie verlangt die Journale der Jahre 2001 bis 2003 sowie die Belege zum Konto "Transitorische Passiven" eingereicht. Der Beschwerdeführer macht in diesem Punkt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend, weil er nicht dazu eingeladen worden sei, zu den Unstimmigkeiten Stellung zu nehmen. Zudem sollten die verlangten Unterlagen eingereicht worden sein. Auf die Prüfung dieser Rügen kann verzichtet werden: Das Obergericht hat nämlich trotz der festgestellten Unstimmigkeiten auf die vom Beschwerdeführer eingereichten Abschlüsse und die darin ausgewiesenen Geschäftsgewinne abgestellt, da es davon ausgegangen ist, die Beschwerde müsse im Unterhaltspunkt auch abgewiesen werden, wenn man von diesen Beträgen ausgehe. 6.3 Der Beschwerdeführer legt in seiner Eingabe seine eigene Berechnungsweise dar und berechnet gestützt darauf sein Einkommen und seinen Existenzbedarf. Indes genügt er damit den Anforderungen an die Begründungspflicht bei einer staatsrechtlichen Beschwerde nicht, da es - wie oben erwähnt (E. 2) - nicht ausreicht, einfach die eigene Sicht der Dinge darzulegen, ohne sich detailliert mit dem angefochtenen Entscheid auseinander zu setzen. Damit kann auf diese Ausführungen nicht eingetreten werden (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).