Citation: 6B_1041/2021 E. 3.1.3

3.1.3. Eine Verletzung der bundesrechtlichen Vorgaben bei der vorinstanzlichen Bemessung der Einsatzstrafe ist nicht erkennbar. Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang erneut geltend macht, es habe keine gegenseitige Absprache mit E.________ und F.________ stattgefunden und sein Tatbeitrag habe in seiner blossen Anwesenheit bestanden, weicht er von den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz ab, ohne diesbezüglich Willkür aufzuzeigen. Inwiefern zwischen der Feststellung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe erst nach der Gewaltanwendung durch E.________ konkrete Tatbeiträge geleistet, ein Widerspruch zu den vorinstanzlichen Erwägungen zum Tatentschluss bestehen soll, wird in der Beschwerde nicht weiter dargetan und ist auch nicht auszumachen. Gleiches gilt für den Umstand, dass die Vorinstanz die vom Beschwerdegegner 3 erlittene Gewalt zwar berücksichtigt, dem Beschwerdeführer jedoch zugute hält, dass diese insbesondere von seinen beiden Mittätern angewandt wurde. Unbehelflich ist auch das Vorbringen, die Vorinstanz wende die erst am 1. Januar 2018 in Kraft getretene Fassung des Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB an, was eine Verletzung von Art. 2 Abs. 2 StGB darstelle. Zwar stützt sich die Vorinstanz - entgegen ihrer Feststellung, für die zwischen 2013 und 2017 begangenen Straftaten sei das alte, bis am 31. Dezember 2017 in Kraft stehende Recht anzuwenden - hinsichtlich der Sanktion auf den Wortlaut des Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in der Fassung vom 1. Januar 2018, und geht entsprechend von einem Strafrahmen von sechs Monaten bis zehn Jahren Freiheitsstrafe aus. Daraus kann der Beschwerdeführer jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten. Entgegen seinem Vorbringen betrug die Mindestfreiheitsstrafe bereits nach altem Recht gemäss aArt. 140 Ziff. 1 Abs. 1 i.V.m. aArt. 40 StGB sechs Monate. Im Gegensatz zum neuen Recht konnte nach aArt. 140 Ziff. 1 Abs. 1 i.V.m. aArt. 34 Abs. 1 StGB ein Raub zwar auch mit einer Geldstrafe zwischen 180 und 360 Tagessätzen bestraft werden. Dass vorliegend anstelle der Einsatzstrafe von 18 Monaten Freiheitsstrafe eine Geldstrafe auszusprechen wäre, fällt aufgrund der zutreffenden vorinstanzlichen Festsetzung der Einsatzstrafe für den Raub jedoch ausser Betracht. Gegenteiliges wird in der Beschwerde auch nicht geltend gemacht. Vielmehr geht der Beschwerdeführer für den Fall der Bestätigung des Schuldspruchs betreffend den Raub bereits selber davon aus, dass hierfür als Sanktion nur eine Freiheitsstrafe in Frage kommt. Im Ergebnis ist somit unerheblich, dass die Vorinstanz vom Strafrahmen der geltenden Bestimmung von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB ausgeht. Der Strafrahmen für eine Freiheitsstrafe reicht bei beiden Fassungen bis zu zehn Jahren. Vor diesem Hintergrund kann nicht gesagt werden, dass die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen überschreitet, indem sie von einer Einsatzstrafe von 18 Monaten ausgeht. Entgegen dem Beschwerdeführer kann weiter auch nicht die Rede davon sein, dass der vorinstanzliche Vergleich des Strafmasses mit der gegenüber E.________ verhängten Einsatzstrafe von 39 Monaten "gewaltig hinkt". Zu Recht berücksichtigt die Vorinstanz gerade den Umstand, dass E.________ sowohl gegen den Beschwerdegegner 3 als auch den Beschwerdegegner 2 ein hohes Mass an Gewaltbereitschaft zeigte, weshalb diese Strafe entsprechend höher ausgefallen ist.