Citation: 6B_1195/2019 E. A

A.a. Die B.________ AG, mit Sitz in T.________ (nunmehr A.________ AG) war die schweizerische Vertriebsgesellschaft für Felgen des B.________-Konzerns, einem führenden europäischen Hersteller von Aluminiumrädern. Die Gesellschaft wurde am 20. April 2007 ins Handelsregister eingetragen. C.________ war deren Geschäftsführer zunächst mit Einzelzeichnungsbefungnis und ab 27. Mai 2010 mit Kollektivzeichnungsbefugnis zu zweien. Am 24. Januar 2014 unterzeichneten C.________ und die B.________ AG einen Aufhebungsvertrag, mit welchem der Anstellungsvertrag als Geschäftsführer per 31. Januar 2014 aufgehoben und vereinbart wurde, dass C.________ am 1. Februar 2014 in einen Vertrag mit der B.________ AG eintreten sollte. Am 5. Dezember 2014 löste C.________ sein Anstellungsverhältnis per 30. September 2015 auf. Die B.________ AG stellte diesen in der Folge per 1. Mai 2015 frei und kündigte ihm per 3. Juni 2015 fristlos. Per 31. Dezember 2015 stellte die B.________ AG ihren Geschäftsbetrieb ein. Die D.________ AG, mit Sitz in U.________ bei V.________, seit 15. Oktober 2014 in W.________, wurde am 24. August 2011 ins Handelsregister eingetragen. Sie war im Bereich des Handels und Vertriebs von Automobilzubehörteilen, hauptsächlich von Leichtmetallfelgen, Reifen und Kompletträdern etc., sowie dem Betrieb von Autogaragen tätig. C.________ war Alleinaktionär und einzelzeichnungsberechtigt bei der E.________ AG. Diese hatte die D.________ AG finanziell unterstützt und für sie Marketingleistungen erbracht. A.b. Die B.________ AG stellte am 19. Juni 2015 Strafanzeige gegen C.________. Im Wesentlichen warf sie ihm vor, er habe als Geschäftsführer der Gesellschaft zwischen dem 18. Oktober 2011 und dem 30. April 2015 der D.________ AG als deren Kundin beim Kauf von Automobilzubehörteilen nicht gerechtfertigte Rabatte in der Höhe von insgesamt CHF 207'606.35 sowie weitere Vorteile gewährt. Dabei soll er auch im Umfang von CHF 9'323.20 Waren unter Einkaufspreis verkauft haben. Darüber hinaus habe C.________ im Namen und Auftrag der D.________ AG ungerechtfertigte Direktlieferungen, d.h. ohne Einschaltung eines Zwischenhändlers, von der B.________ AG an Endkunden vornehmen lassen, ohne die anfallenden Frachtspesen der D.________ AG in Rechnung zu stellen. Schliesslich seien Waren der D.________ AG unentgeltlich im Lager der B.________ AG gelagert und Kompletträder kostenlos montiert worden. Durch die Gewährung dieser unrechtmässigen Vorteile sei der D.________ AG ermöglicht worden, innert kürzester Zeit von einer handelsüblichen Kundin zur grössten Konkurrenzunternehmung aufzusteigen, welche der B.________ AG die Kunden und damit den Umsatz weggenommen habe. Da C.________ jedenfalls über seine eigene Beratungs- und Marketinggesellschaft E.________ AG an der Gründung der D.________ AG beteiligt gewesen sei und als deren Gesellschafter am Erfolg der D.________ AG partizipiert habe, habe er zumindest teilweise in unrechtmässiger Bereicherungsabsicht gehandelt.