Citation: U 444/04 15.03.2005 E. 4

4.1 Wenn der Gesuchsteller unter Hinweis auf das zuhanden der IV-Stelle des Kantons Uri verfasste Gutachten der MEDAS Y.________ vom 9. August 2004 geltend macht, "neue medizinische Befunde" (rechtsseitige Frozen shoulder, deutliche tendomyotische Verspannung im Bereich des Trapezius rechts, Nackengriff rechts nicht möglich) würden "für sich bereits eine Revision begründen", übersieht er, dass es bei der Revision von Urteilen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts nach Art. 137 lit. b in Verbindung mit Art. 135 OG nicht um die Anpassung einer ursprünglichen Leistungsverfügung an geänderte tatsächliche Verhältnisse im Sinne einer sog. materiellen Revision geht. Dass im genannten, beinahe sieben Jahre nach dem hievor erwähnten kreisärztlichen Abschlussbericht verfassten MEDAS-Gutachten (nach zwischenzeitlich erfolgten weiteren Schulteroperationen) nunmehr von einer sekundären rechtsseitigen Frozen shoulder und einer tendomyotischen Verspannung die Rede ist, bleibt für das vorliegende Verfahren ebenso bedeutungslos wie der Umstand, dass heute mit der rechten Hand ein Nackengriff nicht mehr möglich ist, während der Kreisarzt seinerzeit noch die Ausführung eines solchen "bis zur Ohrmuschel" beobachten konnte. Dieselben Überlegungen gelten für die im Revisionsgesuch geltend gemachten (gegenüber den Abklärungen der SUVA-Ärzte) "abweichenden rheumatologischen Befunde" einer "Bewegungseinschränkung (der rechten oberen Extremität) zur Hälfte bis 2/3, akzentuiert über Schulterhöhe sowie bei Aussenrotation", wobei hier offen gelassen werden kann, ob diese im Fachgutachten des MEDAS-Rheumatologen Dr. G.________ enthaltenen Angaben tatsächlich von den unter Erw. 3 in fine hievor angeführten, von Kreisarzt Dr. B.________ erhobenen Befunden wesentlich abweichen. Anzumerken ist immerhin, dass - entgegen der Auffassung des Gesuchstellers - nach der Aktenlage in keiner Weise von einem "völlig anderen Ausmass der Schmerzen" gegenüber den früher erhobenen gesprochen werden kann: Während der Versicherte seinerzeit im Rahmen der Schmerz-Selbstbeurteilung in der Klinik X.________ angegeben hatte, in den letzten 7 Tagen habe der stärkste Schmerz auf der 10er-Skala den Wert 8 erreicht, bezifferte er das entsprechende Schmerzmaximum gegenüber Dr. G.________ auf 8,5. 4.2 Soweit im Revisionsgesuch unter Verweisung auf die Schlussfolgerungen der MEDAS-Experten vorgebracht wird, der Versicherte leide bereits seit dem Unfallereignis vom 30. August 1996 an einer weitgehenden Gebrauchsunfähigkeit der rechten Schulter und schmerzbedingt auch der übrigen rechten (dominanten) oberen Extremität und erreiche deshalb bei einer nicht bloss einarmig zu verrichtenden körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (80 % bei einer nur mit dem linken Arm auszuführenden Arbeit), verkennt der Gesuchsteller, dass es nach der dargelegten Rechtsprechung (Erw. 2 hievor) nicht genügt, dass ein neues Gutachten den Sachverhalt anders bewertet. Dem streitigen MEDAS-Gutachten vom 9. August 2004 sind jedenfalls keinerlei neue medizinischen Fakten zu entnehmen, welche mit Bezug auf den hier relevanten Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 26. März 1998 die Entscheidungsgrundlagen des Haupturteils als objektiv mangelhaft erscheinen liessen.