Citation: 6B_491/2023 E. 2.4.4

2.4.4. Gestützt auf die verbindliche und unbestrittene Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz hat der Beschwerdegegner 3 im Rahmen des Strafverfahrens keine Zivilansprüche geltend gemacht, wohingegen der Beschwerdegegner 2 eine Genugtuung verlangt hat (Urteil S. 4 f. und 11). Nachdem ein rechtsgültiger Verzicht der Beschwerdegegner 2 und 3 auf Strafklage nicht vorliegt, ihnen vielmehr als Straf- und Zivilkläger Parteistellung zukommt, wendet die Vorinstanz Bundesrecht korrekt an, wenn sie in Bezug auf den Vorwurf des Raufhandels auf deren Berufungen eintritt. Entgegen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers fällt sowohl der Beschwerdegegner 2 als auch der Beschwerdegegner 3 unter den Schutzbereich der verletzten Strafnorm des Raufhandels im Sinne von Art. 133 StGB. Durch die behauptete Beteiligung des Beschwerdeführers am Raufhandel wurden sie unmittelbar betroffen. Sie sind geschädigte Personen in Bezug auf die von ihnen vorgebrachte Verletzung (Beschwerdegegner 2) respektive Gefährdung (Beschwerdegegner 3) der körperlichen Integrität, da sie Träger des Rechtsguts sind, welches durch die betreffende Strafnorm mitgeschützt wird. Ihre Legitimation zur Anfechtung des Freispruchs des Beschwerdeführers betreffend den Raufhandel und damit der rechtlichen Würdigung des Sachverhalts durch die Erstinstanz ergibt sich bereits aus den ihnen als geschädigte Personen zustehenden Rechte, unabhängig davon, ob sie Zivilansprüche geltend machen oder nicht (siehe E. 2.3.1 und 2.3.2 hiervor). Die Rüge des Beschwerdeführers erweist sich damit als unbegründet.