Citation: 8C_480/2014 E. 3.2.2

3.2.2. Vorauszuschicken ist, dass die ausgewiesenen Arbeitsbemühungen wohl selbst dann nicht genügen würden, wenn Spontanbewerbungen tatsächlich unzumutbar wären. Letzteres ist aber mit dem kantonalen Gericht zu verneinen. Was der Versicherte vorbringt, vermag dessen überzeugende Beurteilung nicht in Frage zu stellen. Wie bereits im Urteil 8C_16/2013 erkannt wurde, lässt der Bericht B.________ vom 29. Oktober 2012 nicht auf eine Krankheit schliessen, welche die Stellensuche behindert hätte. Der Beschwerdeführer macht zwar geltend, diese Beurteilung habe auf einer irrtümlichen falschen Sachverhaltsfeststellung beruht. Ein Begehren um Revision des bundesgerichtlichen Entscheids (vgl. Art. 121 ff. BGG) hat er aber nicht eingereicht. Es liegen auch keine Anhaltspunkte vor, welch ein solches Gesuch als begründet erscheinen liessen. Sodann wird im Bericht C.________ vom 17. Juni 2013 festgehalten, der Versicherte sei zwar in der Lage, mit Personen, die ihn dazu aufgefordert hätten, Kontakt aufzunehmen. Seine sozialen Phobien verunmöglichten es ihm hingegen, von sich aus zu einer unbekannten Person, zu welcher keinerlei Verbindungen bestünden, Kontakt aufzunehmen, wie dies bei einer Spontanbewerbung der Fall wäre. Der Versicherte leitet daraus ab, er könne lediglich auf Stelleninserate reagieren, aber keine Spontanbewerbungen vornehmen. Dem kann indessen auch unter Berücksichtigung des Berichts C.________ nicht gefolgt werden, zumal Bewerbungen in aller Regel schriftlich eingereicht werden. Dass solche schriftliche Bewerbungen hier nur auf Inserate hin möglich sein sollen, ist nicht plausibel. Sodann sind zwar im weiteren Verlauf eines Bewerbungsverfahrens auch persönliche Kontakte erforderlich. Das verhält sich aber bei Spontanbewerbungen nicht anders als bei Bewerbungen auf Inserate hin. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung ist es zudem möglich und nicht unüblich, auch Blindbewerbungen einzureichen und Begleitschreiben zu verfassen, ohne die potentiellen Arbeitgeber vorgängig telefonisch zu kontaktieren. Es gilt diesbezüglich ebenfalls nichts anderes als bei inserategestützten Bewerbungen. Der Versicherte beruft sich weiter darauf, es sei ihm gemäss dem Bericht C.________ vom 17. Juni 2013 nicht möglich, sich auf Stellen zu bewerben, deren Voraussetzungen er nicht erfüllen könne. Prof. Dr. med. C.________ äusserte sich hiezu aber ausdrücklich im Zusammenhang mit der Legasthenie und den dadurch bewirkten Einschränkungen beim Verfassen schriftlicher Bewerbungen. Diese Einschränkungen gelten zweifellos nicht nur bei Spontanbewerbungen, sondern gleichermassen bei auf Inserate hin erfolgenden Bewerbungen. Auch das Vorbringen des Versicherten, das Verfassen eines Motivationsschreibens erfordere bei einer Spontanbewerbung mehr soziale Kompetenz als bei einer Bewerbung auf Inserat hin, ist nicht plausibel. Mit Blick auf die absolvierte juristische Ausbildung und auf die Berufserfahrung des Beschwerdeführers (vgl. Urteil 8C_16/2013) kann zudem davon ausgegangen werden, dass er auch ohne Anleitung in der Lage ist, einen geeigneten Bewerbungstext zu verfassen. Es muss daher nicht weiter auf die Vorbringen zu der diesbezüglichen Unterstützung durch die Organe der Arbeitslosenversicherung eingegangen werden.