Citation: 6B_8/2025 E. 1.4

1.4. In der Rechtsmittelbelehrung der Verfügung vom 30. September 2024 wurde der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die gesetzlichen Bestimmungen darauf aufmerksam gemacht, dass die beim Obergericht innert 10 Tagen einzureichende Beschwerde Antrag und Begründung zu enthalten habe. Aus der Eingabe des Beschwerdeführers vom 12. Oktober 2024 (datiert vom 10. Oktober 2024) geht hervor, dass er die Rechtsmittelbelehrung zur Kenntnis genommen und verstanden hat. Auch als Laie hätte er in der Beschwerde mindestens kurz angeben müssen, was an der Verfügung der Staats- und Jugendanwaltschaft Glarus seiner Ansicht nach falsch war. Dies ist auch einem Laien zuzumuten. Stattdessen gab der Beschwerdeführer eine bewusst mangelhafte Eingabe ein und verfolgte mit der Begründung, er sei ferienabwesend und wolle noch einen Rechtsvertreter mandatieren, das Ziel, mehr Zeit für die Begründung zu erlangen und sich erst nach seinen Ferien um die Angelegenheit zu kümmern. Der Beschwerdeführer vermag allerdings nicht darzulegen, inwiefern es ihm nicht möglich gewesen wäre, innert der laufenden Rechtsmittelfrist einen Rechtsvertreter zu mandatieren und zu instruieren, sowie zumindest die wesentlichen Gründe dafür zu nennen, dass er mit der Verfügung nicht einverstanden war. Die Rechtsmittelfrist lief noch 8 Tage nach Datierung und 6 Tage nach Aufgabe seiner Eingabe bei der Post. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Mangelhaftigkeit sei ihm zwar bewusst gewesen, es sei ihm aber aus objektiven Gründen nicht möglich gewesen, eine entsprechende Beschwerdebegründung innert Frist zu liefern. Aus seiner Eingabe geht aber auch hervor, dass ihm die Verfügung am 8. Oktober 2024 zugestellt worden und er erst ab dem 13. Oktober eine Woche ferienabwesend gewesen sei. Dass er gemäss eigenen Angaben vorher seine Kinder betreute und mit diesen Tagesausflüge machte, ändert daran nichts. Er wäre auch als Laie zumindest verpflichtet gewesen, sich bei der Staatsanwaltschaft oder beim Obergericht danach zu erkundigen, ob er sich auf die Anmeldung der Beschwerde beschränken dürfe. Eine solche Erkundigung hat er nicht vorgenommen, vielmehr ist er (angeblich) davon ausgegangen, Anspruch auf die Gewährung einer Nachfrist zu haben. Ein solcher besteht allerdings bei gesetzlichen Fristen gerade nicht (Art. 89 Abs. 1 StPO). Eine Umgehung von Art. 89 Abs. 1 StPO wird nicht geschützt. Die Vorinstanz durfte damit darauf verzichten, eine Nachfrist für die Begründung der mit «Beschwerde» betitelten, unbegründeten Eingabe des Beschwerdeführers vom 12. Oktober 2024 anzusetzen. Sie verfiel dadurch nicht in überspitzten Formalismus. Eine Rechtsverletzung liegt nicht vor (vgl. auch Urteil 6B_872/2013 vom 17. Oktober 2013 E. 3).