Citation: 6B_1119/2022 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe durch seine dauernde Anwesenheit in der Wohnung resp. im Schlafzimmer konstitutiv zur Schaffung und Aufrechterhaltung einer Zwangslage für die Beschwerdegegnerin 2 beigetragen. Indem er ausserdem für die Mitbeschuldigten E.________und F.________ Kondome besorgt habe, habe er ihnen nicht nur bewusst ermöglicht, geschützten Geschlechtsverkehr zu haben, sondern damit auch signalisiert, dass er deren Vorhaben billige und mittrage. Damit habe er die beiden unmittelbar handelnden Täter in ihrem Vorhaben bestärkt. Gleiches gelte für das zeitweise Filmen der sexuellen Handlungen. Wenngleich die Mitbeschuldigten sich dadurch gestört gefühlt hätten, habe der Beschwerdeführer damit unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass er deren Verhalten befürworte und unterstütze, womit er die Mitbeschuldigten aktiv ermuntert habe. Da sich der Beschwerdeführer aufgrund der Umstände, unter denen die sexuellen Handlungen stattgefunden hätten, bewusst gewesen sei, dass sie gegen den Willen der Beschwerdegegnerin 2 erfolgt seien, habe er direktvorsätzlich gehandelt. Er habe sich spätestens, als er sich mit dem Mitbeschuldigten im Schlafzimmer aufgehalten und deren Handlungen beobachtet resp. zeitweise gefilmt habe, dem Tatentschluss der Mitbeschuldigten, die Beschwerdegegnerin 2 zu vergewaltigen und sexuell zu nötigen, angeschlossen. Er habe sich daher der Mittäterschaft schuldig gemacht.