Citation: 8C_667/2023 E. 4.1

4.1. In ihrem Urteil vom 5. September 2023 hat die Vorinstanz dem Gerichtsgutachten der ASIM Beweiskraft zuerkannt und gestützt darauf festgestellt, dass die Experten der Einschätzung des PD Dr. med. B.________ vom 21. November 2014 nicht gefolgt seien. Stattdessen hätten sie berichtet, dass die Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepasster Tätigkeit zu keinem Zeitpunkt (ausser im Geburtszeitpunkt der Tochter der Beschwerdeführerin im August 2013) eingeschränkt gewesen sei. Das kantonale Gericht ist davon ausgegangen, dass es der Beschwerdeführerin (mit Urteil vom 10. April 2018) die befristete ganze Rente aufgrund eines unrichtig ermittelten beziehungsweise nicht umfassend abgeklärten Sachverhalts zugesprochen habe. Allerdings könne die Rente für diesen Zeitraum nicht mehr aufgehoben werden, so die Vorinstanz weiter. Sie hat jedoch mit Hinweis auf BGE 125 V 413 E. 2d die Auffassung vertreten, dass sie auch ohne Vorliegen eines Revisionsgrundes, gestützt auf die medizinischen Feststellungen im Gerichtsgutachten, die ganze gesundheitliche Entwicklung der Beschwerdeführerin zwischen der Anmeldung zum Leistungsbezug und der Verfügung beurteilen könne. In der Folge hat das kantonale Gericht unter Berücksichtigung einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit einen Einkommensvergleich durchgeführt, einen Invaliditätsgrad von 10,5 % ermittelt und einen Rentenanspruch ab September 2015 verneint. Es hat erkannt, dass daran auch ein Tabellenlohnabzug von 25 % nichts Wesentliches ändern würde.