Citation: 5A_925/2013 E. 2

Das Handelsgericht hat die rechtliche Ausgangslage wiedergegeben (E. 6.3.1 S. 14 ff.) und festgestellt, die Beschwerdeführerin sei seit Jahrzehnten im Gebrauchtwarenhandel tätig und im Handel mit Occasionsfahrzeugen in höchsten Masse branchenvertraut. Das Fahrzeug BMW 520d Touring gehöre zwar nicht gerade zur Luxusklasse. Es sei jedoch mit ausgesprochen viel Zubehör ausgestattet und habe einen Neuwert von ca. Fr. 90'000.-- aufgewiesen. Es gehöre zur oberen Mittelklasse, wie das auch die Beschwerdeführerin eingestehe, und stelle damit für manchen Zeitgenossen im Ergebnis dennoch ein eigentliches Luxusobjekt dar, dessen Besitz anzustreben sei (E. 6.3.2 S. 16 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdeführerin bestreitet ihre Branchenvertrautheit nicht, macht aber geltend, das Handelsgericht stelle zu hohe Anforderungen an ihre Sorgfaltspflichten, zumal es sich bei einem BMW 520d Touring nicht um ein Fahrzeug der Luxusklasse handle (S. 5 ff. Ziff. 6-14 der Beschwerdeschrift). Die handelsgerichtliche Darstellung der rechtlichen Ausgangslage kann sich auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung stützen und ist deshalb nicht zu beanstanden. Aufgrund ihrer Branchenvertrautheit und Erfahrung in einem höchst sensiblen Geschäftszweig darf das Verhalten der Beschwerdeführerin mit einer gewissen Strenge gewürdigt werden. Ihre Sorgfaltspflichten beim Ankauf von Occasionsfahrzeugen sind erhöht. In der Beurteilung des fraglichen Fahrzeugs hat das Handelsgericht gerade die Unterscheidungen (gegenüber Marken wie Ferrari, Lamborghini oder Bentley) getroffen, wie sie die Beschwerdeführerin fordert. Ihre Einwände ändern nichts daran, dass ein BMW 520d Touring mit einem Neupreis von ca. Fr. 90'000.-- auch als Occasionsfahrzeug zur oberen Mittelklasse und nicht zu den Billigwagen gehört, mit dem unstreitig vorhandenen Zubehör einen hohen Attraktivitätswert aufweist und insgesamt der Luxusklasse näher steht als der gewöhnlichen Mittelklasse. Der Sorgfaltsmassstab, den das Handelsgericht angelegt hat, ist nicht zu beanstanden.