Citation: 2C_109/2025 E. 4.2

4.2. Das Bundesgericht hat kürzlich die Rechtsprechung zum aus Art. 29 Abs. 2 BV abgeleiteten Überraschungsverbot zusammengefasst (vgl. BGE 150 I 174 E. 4.1). Dieses gilt insbesondere bei der Anwendung unbestimmter Rechtsnormen oder eines besonders grossen Ermessensspielraums. In einem solchen Fall hat die Behörde die Betroffenen über ihre Rechtsauffassung zu orientieren und ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme zu bieten (BGE 150 I 174 E. 4.1; vgl. auch Urteil 2C_536/2023 vom 5. September 2024 E. 3.3). Nach dieser Rechtsprechung ist dem am vorinstanzlichen Verfahren beteiligten Rechtsvertreter, der nicht Verfahrenspartei war, grundsätzlich das rechtliche Gehör zu gewähren, bevor ihm Kosten auferlegt werden, soweit die Kostenauflage für ihn nicht vorhersehbar war (vgl. BGE 150 I 174 E. 4.3.2). Dies gilt erst recht für die Kostenauflage an einen Anwalt, der aufgrund eines Mandatsentzugs am vorinstanzlichen Verfahren nicht mehr teilgenommen hat und somit weder als Partei noch als Rechtsvertreter beteiligt war (vgl. Urteil 2C_536/2023 vom 5. September 2024 E. 3.5).