Citation: U 222/01 03.09.2002 E. 5.2

5.2.1 Auf Grund der medizinischen Unterlagen ergibt sich Folgendes: Am 16. Juli 1997 konstatierte Dr. med. F.________ nach Angaben des Versicherten sehr starke Schmerzen im Ellbogengelenk, sobald er 1 bis 1 1/2 Stunden arbeite. Dr. med. G.________ ging am 9. Januar 1998 davon aus, der Versicherte verspüre starke Schmerzen im linken Ellbogen, sobald er eine nicht ganz leichte Arbeit ausführe. Dagegen diagnostizierte die Klinik X.________ am 5. Oktober 1998 nicht belastungsabhängige Dauerschmerzen im Ellbogenbereich links, die sich bei Belastung verschlimmerten. Während die Klinik dem Beschwerdeführer hinsichtlich der Armproblematik links weiterhin ganztags leichte Arbeit zumutete - worauf auch Dr. med. F.________ (Bericht vom 14. Juni 2000) und Dr. med. R.________ (Aktenbericht vom 18. September 2000) abstellten -, eruierte die W.________ am 28. Januar 1999 vor allem unter Hinweis auf die Schmerzproblematik im linken Arm nur eine Leistungsfähigkeit von durchschnittlich 70 %. Auch die Angabe des Dr. med. G.________ vom 30. Juli 1999, der Versicherte habe sofort Schmerzen im Bereich des linken Ellbogens/Vorderarms, sobald er etwas zu arbeiten versuche, deutet auf eine Verstärkung dieser Beschwerden gegenüber dem Bericht vom 9. Januar 1998 hin. Wenn Dr. med. G.________ am 30. Juli 1999 gleichzeitig ausführte, der Versicherte habe in der W.________ sehr leichte Arbeit ohne Probleme geleistet, so widerspricht das dem Bericht der W.________ vom 28. Januar 1999. In einem weiteren Bericht vom 4. Mai 2001 wich Dr. med. G.________ denn auch von seiner Einschätzung vom 30. Juli 1999 ab, indem er darlegte, das Arbeitstraining in der W.________, wo der Versicherte nicht einmal 5 kg habe tragen können, habe zu einer Zunahme der Beschwerden geführt. Und Dr. med. P.________ erachtete am 1. Mai 2000 (auch) den linken Arm für manuelle Arbeiten als praktisch unbrauchbar, wenn keine Operation stattfinde. 5.2.2 Angesichts dieser widersprüchlichen und teils ungenauen Angaben zu den Beschwerden am linken Ellbogen und zu deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ist der Sachverhalt medizinisch nicht rechtsgenüglich abgeklärt. Hinsichtlich der unterschiedlich eingeschätzten Schmerzproblematik (Frage, ob belastungsabhängige Schmerzen oder Dauerschmerzen vorliegen) fehlt insbesondere eine neurologische Erhebung. Näher zu prüfen ist zudem die von Dr. med. P.________ und Dr. med. R.________ abweichend beantwortete Frage, ob am linken Ellbogen eine Operation angezeigt und dem Versicherten zumutbar ist. Unbeleuchtet blieb schliesslich, ob die Schmerzproblematik tatsächlich psychischer Natur ist und damit von der Leistungspflicht der SUVA ausgeschlossen ist (Erw. 4 hievor). Demzufolge ist die Sache an die SUVA zurückzuweisen, welche eine interdisziplinäre Begutachtung einholen und hernach neu verfügen wird.