Citation: 6B_1023/2019 E. 2.2.1

2.2.1. Eine Verletzung des Anklageprinzips ist, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, nicht ersichtlich. Auch wenn dem die Anklage bildenden Strafbefehl vom 13. Juni 2017 (dazu Art. 356 Abs. 1 StPO) nicht explizit entnommen werden kann, dass die abrupten Bremsmanöver von 50 km/h auf 20 km/h grundlos erfolgt sein sollen, ergibt sich der gegen den Beschwerdeführer erhobene Vorwurf mehrerer Schikanestopps aus dem Strafbefehl in tatsächlicher Hinsicht klar. Dieser enthält zudem unstreitig die einschlägigen Rechtsgrundlagen, sodass er mit Blick auf die Umgrenzungs- und Informationsfunktion den gesetzlichen Anforderungen genügt. Der Beschwerdeführer behauptet denn auch nicht, dass er über die Bedeutung und Tragweite der Vorwürfe im Unklaren gewesen wäre oder sich nicht gebührend hätte zur Wehr setzen können, was nicht ersichtlich ist. Die Würdigung des Sachverhalts, namentlich, ob auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 abzustellen und der Tatbestand erfüllt ist, sind hingegen vom Gericht zu prüfende Rechtsfragen.