Citation: 6B_1327/2018 E. 5.4.2

5.4.2. Das angefochtene Urteil verletzt auch in der Sache kein Bundesrecht. Zunächst ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer das in die S.________ GmbH investierte Geld für private Zwecke verwendet hat. Es ist auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Kaufpreis für die vom Strafkläger erworbenen Stammanteile als Investition in die Gesellschaft gewürdigt hat. Selbst wenn man mit dem Beschwerdeführer davon ausgehen wollte, dass er über den Erlös aus der Abtretung der Stammanteile im Nennwert von CHF 1'000.-- an den Strafkläger hätte verfügen dürfen, steht ausser Frage, dass er jedenfalls nicht befugt war, das Stammkapital der Gesellschaft abzuziehen und für eigene Zwecke zu verwenden. In dieser Hinsicht handelte es sich zweifellos um für den Beschwerdeführer fremdes Vermögen. Die Vorinstanz nimmt diesbezüglich zu Recht an, dass der Beschwerdeführer das Rückerstattungsverbot gemäss Art. 793 Abs. 2 OR und die Treuepflicht gemäss Art. 803 Abs. 2 OR verletzt hat. Es kann hiefür auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (angefochtenes Urteil S. 50 f., 58 f.). Durch den Abzug des Stammkapitals wurde die Gesellschaft offensichtlich geschädigt, wobei nach ständiger Praxis (BGE 122 II 422 E. 3b/aa; 120 IV 122 E. 6b/bb; Urteil 6B_762/2017 vom 19. Januar 2018 E. 2.3.1) bereits ein vorübergehender Schaden genügt. Dass der Beschwerdeführer nachträglich wieder Geld in die Gesellschaft eingeschossen hat (Beschwerde S. 42), mag zutreffen. Nach den Feststellungen der kantonalen Instanzen hat er den eingelegten Betrag indes schon am folgenden Tag wieder für private Zwecke abdisponiert (angefochtenes Urteil S. 50 f.; erstinstanzliches Urteil S. 91 f.). Hiermit setzt sich der Beschwerdeführer nicht hinreichend auseinander. Insgesamt verletzt der Schuldspruch wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung bei dieser Sachlage kein Bundesrecht. Ob dem Umstand, dass der Beschwerdeführer fast gleichzeitig die F.________ GmbH mit demselben Zweck wie die S.________ GmbH gegründet hat, eigenständige Bedeutung zukommt und der Beschwerdeführer auch unter diesem Aspekt den Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung erfüllt hat, kann mit der Vorinstanz offenbleiben, zumal jene gar nie eine Geschäftstätigkeit aufgenommen hat (angefochtenes Urteil S. 51. 59). Die Vorinstanz hat in diesem Kontext denn auch lediglich erkannt, dass mit der Gründung der F.________ GmbH die Voraussetzungen für eine Konkurrenzierung geschaffen worden seien. Schliesslich ist die Beschwerde auch unbegründet, soweit der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe sein Wohlverhalten mit Hinweis auf eine bei der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland hängige Strafuntersuchung nicht strafmildernd berücksichtigt (Beschwerde S. 43). Gemäss Art. 48 lit. e StGB mildert das Gericht die Strafe, wenn das Strafbedürfnis in Anbetracht der seit der Tat verstrichenen Zeit deutlich vermindert ist und der Täter sich in dieser Zeit wohl verhalten hat. Nach der Rechtsprechung ist dieser Strafmilderungsgrund in jedem Fall zu beachten, wenn zwei Drittel der Verjährungsfrist verstrichen sind (BGE 140 IV 145 E. 3.1; Urteile 6B_36/2019 vom 2. Juli 2019 E. 3.5.1; 6B_1053/2018 vom 26. Februar 2019E. 3.3). Die Vorinstanz hat erkannt, im vorliegenden Fall seien noch nicht zwei Drittel der Verjährungsfrist verstrichen. Hiermit setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Damit verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie von einer Strafmilderung gemäss Art. 48 lit. e StGB abgesehen hat. Der Frage, ob sich der Beschwerdeführer in dieser Zeit wohlverhalten hat, kommt dabei keine eigenständige Bedeutung zu.