Citation: 8C_316/2017 E. 2.3.1

2.3.1. Nach der praxisgemässen Aufgabenteilung zwischen rechtsanwendender Stelle und begutachtender Arztperson bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (BGE 140 V 193; vgl. auch E. 1.2 hievor) hat das kantonale Gericht die medizinische Aktenlage bundesrechtskonform gewürdigt. Es hat sich mit den wesentlichen Unterlagen befasst und nachvollziehbar dargelegt, weshalb es dem ABI-Gutachten volle Beweiskraft zuerkannte. Was die Versicherte hiegegen vorbringt, ist nicht stichhaltig. Insbesondere zeigt sie nicht auf und ist nicht ersichtlich, weshalb sich Dr. med. B.________ anlässlich der psychiatrischen Exploration angeblich kein eigenes Urteil zu den aus seiner fachärztlichen Sicht ausgewiesenen Befunden hätte bilden können. Eine einstündige Untersuchung schliesst dies jedenfalls nicht aus, zumal den ABI-Gutachtern die Vorakten zur Verfügung standen und damit auch der Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. C.________ vom 21. Juni 2014 bekannt war. Mit Blick auf das ABI-Gutachten trifft auch nicht zu, dass verschiedene Äusserungen der Beschwerdeführerin - unter anderem zu Suizidversuchen und Selbstverletzungen sowie zu den aus den Vorakten ersichtlichen Themen (Bestehen in der Berufswelt, Gründe für Verbeiständung) - bei der psychiatrischen Exploration "völlig ausser Acht" gelassen worden seien. Aktenwidrig sind - entgegen der Versicherten - nicht die Schlussfolgerungen des Dr. med. B.________, sondern vielmehr ihre eigenen Behauptungen. Hätte aus der Sicht des behandelnden Psychiaters keine Aussicht auf Verbesserung der vorübergehend verstärkten depressiven Symptomatik bestanden, hätte er nicht deswegen die Medikamentendosis erhöht (vgl. Einsprache des Dr. med. C.________ vom 30. Januar 2016 gegen den Vorbescheid vom 8. Januar 2016). Gemäss ABI-Gutachten hat die Beschwerdeführerin immer wieder die Stelle gewechselt, da sie sich habe beruflich verbessern wollen. Zu Recht macht sie nicht geltend, ihre eigenen Angaben seien im ABI-Gutachten tatsachenwidrig wiedergegeben worden. Insgesamt legt die Versicherte nicht dar und ist nicht ersichtlich, inwiefern das ABI-Gutachten die praxisgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Expertise (E. 1.2 hievor) nicht erfüllen würde.