Citation: 8C_749/2019 E. 4.3

4.3. Soweit der Beschwerdeführer weiter vorbringt, es bestehe jedenfalls nach Art. 18 Abs. 6 MVG eine Haftung der Militärversicherung für das Rückenleiden, so ist daran zu erinnern, dass diese Norm nicht bereits dann angewendet wird, wenn eine medizinische Massnahme nicht optimal verläuft oder nicht den angestrebten Erfolg bringt (vgl. E. 3.3 hievor). Vorausgesetzt wäre ein unerwünschter und nicht voraussehbarer Verlauf der Massnahme, welcher ausserhalb des üblichen liegt, wie dies etwa für eine Sorgfaltspflichtverletzung der behandelnden Ärzte zutrifft (vgl. JÜRG MAESCHI, Kommentar zum Bundesgesetz über die Militärversicherung, 2000, N 40 zu Art. 18 MVG). Ein solcher unvoraussehbarer Verlauf der seit den 1980er Jahren zu Lasten der Militärversicherung durchgeführten Operationen ist weder dargetan noch ersichtlich, so dass das kantonale Gericht zu Recht auch eine Haftung nach Art. 18 Abs. 6 MVG abgelehnt hat.