Citation: 4C.15/2005 20.06.2005 E. 4

Nicht einzutreten ist schliesslich auf die Berufung insofern, als der Kläger die Kostenverlegung im kantonalen Verfahren beanstandet. Diesbezüglich ist kantonales Prozessrecht massgebend, dessen Anwendung im Berufungsverfahren nicht überprüft werden kann (Art. 43 Abs. 1 und Art. 84 Abs. 2 OG). Wie der Kläger selbst ausführt, sieht § 120 ZPO/LU unter bestimmten Voraussetzungen eine Kostenverlegung nach Verursachung - anstatt nach Prozessausgang - vor. Die Argumentation, der bundesrechtliche Anspruch auf volle Entschädigung werde durch die kantonalrechtliche Kostenregelung vereitelt, überzeugt nicht, weil der Kläger für den Fall, dass er sich in Bezug auf die Haftungsvoraussetzung des Schadens überklagt, auch dann die finanziellen Folgen des Prozessierens zu tragen hat, wenn er in Bezug auf die weitere Haftungsvoraussetzung der Sorgfaltspflichtverletzung wie im vorliegenden Fall obsiegt.