Citation: 2C_1033/2014 E. 3.2.3

3.2.3. Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, es hätten überdies wichtige Gründe im Sinne von Art. 49 AuG für getrennte Wohnsitze vorgelegen. So habe sich die Gattin des Beschwerdeführers wegen "prekären hygienischen Verhältnissen" nicht am gemeinsamen Wohnort aufgehalten. Die Behauptungen bleiben unbelegt und der Beschwerdeführer übersieht, dass Art. 49 AuG den Ehegatten nur bei fortdauernder Familiengemeinschaft gestattet, aus wichtigen Gründen getrennt zu leben (BGE 138 II 229 E. 2 S. 231; 137 II 345 E. 3.1.2 f. S. 347; vgl. hiervor E. 2.1). Die Vorinstanz ist gerade davon ausgegangen, dass beim Beschwerdeführer und seiner Gattin keine Familiengemeinschaft im Sinne des Gesetzes bestand. Auch wenn der Beschwerdeführer vorbringt, die Ehe sei nun intakt und damit wie bereits vor der Vorinstanz sinngemäss die Situation eines amor superveniens geltend macht (vgl. BGE 121 II 1 E. 2d S. 4; Urteile 2C_645/2013 vom 7. April 2014 E. 2.2; 2C_574/2012 vom 19. Februar 2013 E. 4.2), so ist ihm auch in dieser Hinsicht die Beweislage entgegenzuhalten: Verlangt das Gesetz für den Familiennachzug auch keine Liebesheirat, ist nach dem Willen des Gesetzgebers doch zumindest eine "Realbeziehung" vorausgesetzt, der eine auf Dauer konzipierte, wirtschaftliche, körperliche und spirituelle Vereinigung zugrunde liegt, was minimale wechselseitige Kenntnisse der Partner und ein gewisses solidarisches, nicht auf Gleichgültigkeit beruhendes Verhalten voraussetzt (Urteile 2C_250/2014 vom 3. April 2014 E. 4.2; 2C_804/2013 vom 3. April 2014 E. 3.1; 2C_808/2013 vom 18. Februar 2014 E. 3.2). Eine solche Beziehung konnte beim Beschwerdeführer und seiner Gattin in tatsächlicher Hinsicht nicht erstellt werden.