Citation: 2C_396/2018 E. 3.3.1

3.3.1. Gemäss der gesetzlichen Vorgabe von Art. 21 Abs. 3bis TG/VS ist der durchschnittliche Belegungsgrad der entsprechenden Beherbergungsform für die Berechnung der Pauschale relevant. Als mögliche Beherbergungsformen kommen die Eigennutzung, die Eigennutzung mit gelegentlicher Vermietung und die gewerbliche Vermietung in Frage, weshalb sämtliche Varianten für die Berechnung massgeblich sind. In ihrem Mitbericht vom 5. Oktober 2017 hielt die kantonale Dienststelle für Wirtschaftsentwicklung fest, die statistischen Grundlagen für die Berechnung der Eigenbelegung seien nicht sehr aussagekräftig; die effektive Belegung in Form der Eigennutzung könne auch bei bestem Willen nicht zweifelsfrei ermittelt werden. Die neue durchschnittliche Belegungsquote von 34 Nächten in Törbel erscheine auf den ersten Blick nicht als übermässig hoch, weil bis anhin von 30 Nächten als durchschnittliche Belegung ausgegangen worden und dieser Wert in den vergangenen Jahren nicht bestritten worden sei. Angesichts der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach für die durchschnittliche Belegungsquote nicht nur auf die vermieteten Wohnungen abgestellt werden könne, habe die Gemeinde Törbel anhand statistischer Grundlagen nachzuweisen, dass der Wert von 34 Nächten gerechtfertigt sei. Mit Eingabe vom 21. Februar 2018, worauf die Gemeinde in ihrer Beschwerdevernehmlassung verweist, machte die Gemeinde Törbel geltend, sie habe die Wasserverbräuche der Jahre 2014, 2015 und 2016 der nicht ständig bewohnten Wohnungen und Häuser analysiert. Diese Auswertung habe ergeben, dass im Schnitt der Wasserverbrauch pro Wohnung und Jahr 22m3 betrage. Der Verbrauch von über 22m3 für 34 Nächte hochgerechnet auf 365 Nächte entspreche einem durchschnittlichen Verbrauch von über 230m3 Wasser pro Jahr, während der effektive Durchschnittsverbrauch der ständig bewohnten Wohneinheiten bei etwa 100m3 pro Jahr liegen würde. Dies untermaure, dass die durchschnittliche Übernachtung von 34 Nächten gerechtfertigt sei. In seiner Replik vom 3. September 2018 bestreitet der Beschwerdeführer diese Aussage. Es sei evident, dass ca. 500 Einwohner wohl mehr Wasser verbrauchen würden als 237 Ferienwohnungen. Wie immer die Gemeinde die 22m3 pro Liegenschaft und Jahr errechnet habe, bleibe deren Aussage offensichtlich falsch: Bei 22m3 Wasser und 14'196 Übernachtungen ergebe dies einen Wasserverbrauch pro Person und Übernachtung von 1.54 l. Die 100m3 der Einwohner würden 0.54 l pro Tag und Person ergeben (100'000:500:365). Auf Werte, welche offensichtlich unhaltbar seien und aus denen nichts Verwertbares abgeleitet werden können, könne nicht abgestellt werden. In ihrer Duplik vom 19. Oktober 2018 macht die Gemeinde Törbel geltend, der Beschwerdeführer verkenne, dass die 100'000 l oder eben die 100m3 den Verbrauch eines durchschnittlichen Haushalts darstellen würden und nicht den Verbrauch der ganzen Gemeinde bzw. sämtlicher Haushalte. Die eingereichten Daten würden von den Zählern direkt stammen, exakt sein und keine Schätzungen beinhalten.