Citation: 6B_505/2016 E. 1.3.2

1.3.2. Der Beschwerdeführer zweifelt die Glaubwürdigkeit des Beschwerdegegners an und macht geltend, es mute seltsam an, dass dieser bis zur Strafanzeige mehr als ein Jahr gewartet habe, wenn er tatsächlich an Leib und Leben gefährdet worden sei. Der Beschwerdegegner habe nach dem Vorfall F.________ kennengelernt, der dem Beschwerdeführer aufgrund eines anderen Jagdvorfalls nicht wohlgesinnt sei. Der Beschwerdegegner habe vor der Staatsanwaltschaft ausgesagt, er verzichte auf die Jagd, solange Leute wie der Beschwerdeführer Waffen hätten und auf der Jagd seien. Trotzdem gehe er nach wie vor als Mitglied der Jagdgruppe auf die Jagd. Er habe sich also nicht gescheut, vor der Staatsanwaltschaft die Unwahrheit zu sagen. Der Beschwerdeführer verkennt, dass der allgemeinen Glaubwürdigkeit einer Person im Sinne einer dauerhaften personalen Eigenschaft nur untergeordnete Bedeutung zukommt. Wichtiger für die Wahrheitsfindung als die allgemeine Glaubwürdigkeit ist die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage, welche durch methodische Analyse ihres Inhalts auf ihre Richtigkeit überprüft wird (BGE 133 I 33 E. 4.3 S. 45 mit Hinweisen). Abgesehen davon begründet die Vorinstanz überzeugend, dass die späte Strafanzeige die Darstellung des Beschwerdegegners nicht zum vornherein als unglaubhaft erscheinen lasse, weil unbestritten sei, dass B.________ und der Beschwerdegegner das später zur Anklage gebrachte Verhalten dem Beschwerdeführer schon am fraglichen Tag vorgeworfen hätten. Mit dieser Erwägung setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Wenn er weiter vorträgt, die Bekanntschaft mit F.________ «könnte allenfalls das Motiv sein» für die Strafanzeige des Beschwerdegegners, dann ergeht er sich in Mutmassungen, welche die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung von vornherein nicht als willkürlich erscheinen lassen können. Schliesslich ist nicht ersichtlich, inwiefern die Glaubwürdigkeit des Beschwerdegegners beeinträchtigt sein sollte, nur weil er seinen Worten, auf die Jagd zu verzichten, solange dort der Beschwerdeführer anzutreffen sei, keine Taten folgen liess.