Citation: 1C_567/2022 E. 4.1.1

4.1.1. Der Beschwerdeführer führt als Alternative die im Rahmen des Vorprojekts 2015 ausgearbeitete Variante 1.1 an. In dieser Variante sei vorgesehen gewesen, den Huebbach auf einer Länge von rund 1,1 km südlich der Autobahn entlang und teilweise in der Böschung der A1 in einem Rohr mit einem Durchmesser von 1,6 m bis in den Krebsbach zu führen. Bei der neuen Variante 1.4 «Microtunnel Hummelberg» (Bauprojekt 2018) soll der Huebbach dagegen westlich von Wilen in einem rund einen Kilometer langen Stollen unter dem Hummelberg bis an den südlichen Siedlungsrand von Wilen geführt werden. Dort soll der offen geführte Huebbach mit dem Maienmättelibach vereinigt und bis zum Alpbach verlängert werden. Der Beschwerdeführer bringt vor, im technischen Bericht zum Auflageprojekt sei das Projektteam im Rahmen der durchgeführten Variantenbewertung zum Schluss gekommen, dass beide Varianten technisch machbar seien und die Anforderungen an den Hochwasserschutz erfüllten. Es handle sich bei den Varianten 1.1 und 1.4 um grundsätzliche Alternativen, die sich in sachlicher als auch örtlicher Hinsicht wesentlich unterscheiden und sich auf die wesentliche Gestaltung des Projekts und nicht nur technische Details beziehen würden. Es gehe an der Sache vorbei, wenn sich die Vorinstanz darauf berufe, dass es sich bei der Frage, ob die Wasserführung entlang der Autobahn oder durch einen Tunnel unter besiedeltem Gebiet zu führen sei, lediglich um eine von 50 Massnahmen handle. Abgesehen davon, dass im aktuellen Kostenteiler vom 5. Januar 2022 nicht annähernd 50 Massnahmen aufgelistet seien, handle es sich beim Tunnelbau um die mit Abstand technisch komplizierteste, risikoreichste und auch teuerste Massnahme. So beliefen sich die Kosten für den Tunnelbau auf total Fr. 11'493'520.00 bzw. mache dieser mehr als einen Viertel der Gesamtkosten des HWS Region Wil von Fr. 45'505'900.-- aus. Noch grösser falle der Anteil, der mit dem Stollenbau verbundenen Kosten bezüglich des Kostenanteils der Gemeinde Wilen (Fr. 1'420'306.--) aus; dieser würde fast einen Drittel des gesamten Kostenanteils von Fr. 4'749'610.-- (Kostenteiler Stand: 5. Januar 2022) ausmachen. Es sei damit verfehlt, wenn die Vorinstanz davon ausgehe, der Tunnelbau habe "lediglich einen geringen Einfluss" auf das Projekt.