Citation: 7F_64/2024 E. 4.2.1

4.2.1. Der Gesuchsteller, der Mitbeschuldigte und die Staatsanwaltschaft erhoben seinerzeit Beschwerde in Strafsachen gegen das Berufungsurteil vom 9. Juli 2019, wobei der Gesuchsteller und der Mitbeschuldigte je einen vollumfänglichen Freispruch beantragten, während die Staatsanwaltschaft einen Teil der Freisprüche anfocht. Das Bundesgericht wies die Beschwerde des Gesuchstellers mit dem Urteil 6B_520/2020 vom 10. März 2021 ab, soweit es darauf eintrat. Die Beschwerde des Mitbeschuldigten hiess es mit dem Urteil 6B_460/2020 vom 10. März 2021 nur im Kostenpunkt teilweise gut. Die Beschwerde der Staatsanwaltschaft hiess es mit dem Urteil 6B_511/2020 vom 10. März 2021 gut und wies die Sache zu neuer Entscheidung an das Obergericht zurück. Diese neue Entscheidung des Obergerichts war auf die Thematik beschränkt, die sich aus den bundesgerichtlichen Erwägungen als Gegenstand der neuen Beurteilung ergab. Das Berufungsverfahren wurde nur insoweit neu in Gang gesetzt, als der Mitbeschuldigte mit seiner Kostenrüge durchgedrungen war und die Staatsanwaltschaft mit ihren Rügen gegen einen Teil der Freisprüche. Demgegenüber standen die Schuldsprüche nicht mehr zur Disposition. Auf dieser Grundlage fällte das Obergericht das zweite Berufungsurteil vom 23. Dezember 2021.