Citation: 7B.176/2001 19.09.2001 E. 4

4.- Nach Ansicht des Beschwerdeführers hätte die Steigerung vom 19. Januar 2001 nicht durchgeführt werden dürfen, weil bezüglich vorangegangener Verfahrensschritte noch Beschwerden hängig gewesen seien. a) Der Beschwerdeführer behauptet selbst nicht, den hängigen Beschwerden sei im Sinne von Art. 36 SchKG aufschiebende Wirkung zuerkannt worden. Zur Steigerung selbst hält das Obergericht unter Berufung auf das Steigerungsprotokoll fest, sie sei ohne Unregelmässigkeiten abgelaufen und die Anwesenden seien korrekt informiert worden; insbesondere sei vom Steigerungsbeamten erwähnt worden, dass die hängigen Beschwerden keine aufschiebende Wirkung entfalten würden. b) Was der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang einwendet, ist unbeachtlich: Die Feststellungen der Vorinstanz zum Ablauf der Steigerung sind tatsächlicher Natur. Der Beschwerdeführer beanstandet, dass das Obergericht seinen Anträgen auf Einvernahme von Zeugen zu dem (nicht näher substantiierten) Vorbringen, anlässlich der Steigerung habe bei den Interessenten und beim Betreibungsbeamten eine Verunsicherung bestanden, nicht stattgegeben hat. Damit macht er sinngemäss geltend, die Vorinstanz habe den auch für das Beschwerdeverfahren geltenden Art. 8 ZGB verletzt, der die Beweislast regelt und dem Beweisbelasteten einen Anspruch auf Abnahme von Beweisen verleiht, die zum Nachweis rechtserheblicher Tatsachen anerboten werden. Wo die urteilende Instanz - wie hier - in Würdigung bereits vorhandener Beweise zur Überzeugung gelangt ist, eine Tatsachenbehauptung sei bewiesen oder widerlegt, ist die Frage der Beweislastverteilung indessen gegenstandslos (vgl. BGE 119 II 114 E. 4c S. 117). Mit welchen Mitteln der Sachverhalt abzuklären und wie das Ergebnis der Abklärungen zu würdigen ist, schreibt Art. 8 ZGB nicht vor (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223 mit Hinweisen).