Citation: 4A_254/2020 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz stellte fest, die Beschwerdeführerin sei ihrer Behauptungslast nach Art. 55 ZPO dazu, dass sie zum Zeitpunkt der Abschlüsse des Kaufsrechtsvertrages und des Kaufvertrages im Februar 2017 handlungsunfähig gewesen sei, weder in ihrer Klageschrift noch in ihrer Replik nachgekommen. An der Hauptverhandlung vor Bezirksgericht habe sie die Handlungsunfähigkeit erstmals geltend gemacht, womit die in diesem Zeitpunkt eingebrachten unechten Noven verspätet gewesen seien. Im Übrigen würden genügende Behauptungen und Belege in den erstinstanzlichen Rechtsschriften fehlen. Sämtliche Ausführungen der Beschwerdeführerin in ihrer Berufung seien demzufolge unbeachtlich, namentlich auch ihre Ausführungen zur Abhängigkeit von der Familie des Beschwerdegegners. Auch die Anträge in der Berufungsschrift auf Befragung von Dr. med. C.________ und Dr. med. D.________ als Zeugen zum Gesundheitszustand und der Beeinträchtigung der Handlungsfähigkeit seien nicht weiter zu beachten. Das Gleiche gelte für die beantragten Zeugen E.________, F.________, G.________, H.________ und I.________. Die Beschwerdeführerin habe schon in der Replik deren Zeugenbefragungen beantragt, ohne nähere Ausführungen zu machen, wozu sich die Zeugen äussern könnten. Stelle eine Partei in der Berufung Beweisanträge, die erstinstanzlich nicht substanziiert vorgebracht worden seien, handle es sich dabei um unechte Noven. Im Übrigen seien diese Beweisanträge auch vor der Rechtsmittelinstanz nicht genügend substanziiert worden. Fehlende tatsächliche Darlegungen könnten nicht durch Beweisanträge ersetzt werden. Das Bezirksgericht habe - so die Vorinstanz weiter - zutreffend erwogen, dem Kaufsrechtsvertrag vom 11. Februar 2017 und den darin beurkundeten Tatsachen komme aufgrund von Art. 9 ZGB eine erhöhte Beweiskraft zu, was für die Urteilsfähigkeit der Beschwerdeführerin spreche.