Citation: 5P.259/2005 17.11.2005 E. 5

Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass der Beschwerdegegner an der vorsorglichen Verfügung überhaupt (noch) ein Rechtsschutzinteresse hat: Dieser habe am Tag des Erscheinens des strittigen Artikels eine Medienmitteilung erlassen bzw. ein Radiointerview gegeben, in welchen er seine Sicht der Dinge dargelegt habe. Damit bestehe seine Anonymität ohnehin nicht mehr und könne auch nicht geschützt werden. Die Beschwerdeführerin argumentiert auch hier an den Erwägungen des Appellationsgerichts vorbei: Dieses hat das Rechtsschutzinteresse des Beschwerdegegners nicht darin erblickt, überhaupt nicht als Revisionsstelle der Fiege AG genannt zu werden, sondern darin, ohne hinreichend konkreten Verdacht mit strafbaren Handlungen in Verbindung gebracht zu werden. Zudem sei der strittige Artikel weiterhin auf der Web-Site aufgeschaltet gewesen. Mit dieser Begründung setzt sich die Beschwerdeführerin nicht substantiiert auseinander, sondern kritisiert bloss in appellatorischer Weise den angefochtenen Entscheid, teilweise unter Wiederholung ihrer Ausführungen zur Dispositionsmaxime (vgl. oben E. 4). Darauf ist nicht einzutreten (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).