Citation: 6B_1424/2021 E. 5.4

5.4. Dem Beschwerdeführer wird in der Anklageschrift zusammengefasst vorgeworfen, die Beschwerdegegnerin 2 während längerer Zeit gestalkt, mithin zwanghaft verfolgt zu haben. Er habe die Beschwerdegegnerin 2 durch eine Vielzahl von unerwünschten Zuschriften und Hinterlegung von Geschenken in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, sodass sich diese gezwungen gesehen habe, ihre Verhaltensweisen an die Bedrohung anzupassen. Zudem habe er versucht, die Beschwerdegegnerin 2 dazu zu nötigen, mit ihm eine Beziehung einzugehen. Die Belästigungen hätten auch nicht aufgehört, als die Beschwerdegegnerin 2 selbst, aber auch die zwischenzeitlich eingeschaltete Polizei den Beschwerdeführer darauf hingewiesen hätten, dass er die Ablehnung der Kontakte durch die Beschwerdegegnerin 2 zu akzeptieren habe. Der Beschwerdeführer habe die Beschwerdegegnerin 2 durch folgende sechs Tathandlungen besonders stark beeinträchtigt: Im Vorfeld eines Auftritts der Beschwerdegegnerin 2 im Oktober 2017 habe der Beschwerdeführer per E-Mail von ihr verlangt, dass er mit ihr zusammen auftreten könne. In der Folge habe er für sich an dieser Veranstaltung einen Sitzplatz im Zuschauerraum bestellt, weshalb die Beschwerdegegnerin 2 für diesen Abend speziell einen Bodyguard habe engagieren müssen. Im April 2018 habe der Beschwerdeführer auf der Poststelle des Wohnorts der Beschwerdegegnerin 2 zu deren Handen einen Brief mit Bleistiften hinterlassen. |m Mai 2018 habe er einen Blumenstrauss an die Beschwerdegegnerin 2 liefern lassen. Zu einem nicht mehr genau bestimmbaren Zeitpunkt nach April 2018 habe der Beschwerdeführer zudem bei der Poststelle des Wohnorts der Beschwerdegegnerin 2 ein Geschenk für diese aufgegeben. In der Zeit zwischen dem 21. und dem 24. September 2019 sei der Beschwerdeführer am Wohnort der Beschwerdegegnerin 2 aufgetaucht und habe ihr einen Brief in den Briefkasten geworfen. Darin habe er auf seine früheren Besuche an ihrem damaligen Wohnort in den Jahren 2004/2005 Bezug genommen. In der Zeit zwischen dem 27. und 29. September 2019 habe der Beschwerdeführer wiederum einen auf einen Karton geschriebenen Brief mit Aufklebern zusammen mit einer Flasche Bier in den Briefkasten der Beschwerdegegnerin 2 gelegt.