Citation: 6B_741/2021 E. 4.3.3

4.3.3. Im hier interessierenden Kontext ist es vertretbar, dass die Vorinstanz auf die Papierausdrucke abstellt und von deren Echtheit bzw. von der Urheberschaft des Beschwerdeführers ausgeht. Die Vorinstanz schliesst dies namentlich aus dem Verhalten des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit dem Ehekonflikt, welches sich mit den ehrverletzenden Kommentaren deckt (vgl. hierzu oben das vom Beschwerdeführer eingeräumte Verhalten im Zusammenhang mit dem Tatvorwurf vom 28. Mai 2018, wonach er seiner [damaligen] Ehefrau nachstellte, deren vermeintlichen Liebhaber zur Rede stellte und fotografierte und schliesslich auch die Ehefrau handgreiflich aus dem Auto entfernte, als sie ihn am Wegfahren hindern wollte). Es ist insoweit nicht entscheiderheblich, warum die Kommentare nicht mehr online ersichtlich sind. Jedenfalls schliesst die Beschwerdegegnerin 2 nicht aus, dass sie die Kommentare gelöscht hat, was sie durchaus vor dem Blockieren des Beschwerdeführers machen konnte. Die Vorinstanz berücksichtigt bei ihrer Beweiswürdigung auch, dass es sich um von der Beschwerdegegnerin 2 eingereichte Ausdrucke handelt, und dass die Auswertung der elektronischen Daten keine weiteren Beweise zu Tage gefördert hat. Die Terminologie, es lägen "Auszüge aus dem Instagram-Profil" der Beschwerdegegnerin 2 vor, ist im Ergebnis vertretbar. Dass online diverse "Screenshot-tools" erhältlich sind, gibt keinen Anlass, an der Echtheit der Kommentare resp. an den Papierausdrucken zu zweifeln. Ebenso wenig kann der Beschwerdeführer aus dem Fehlen von Zeugen, der Art der Datei oder dem Umstand, dass sich C.________, welche die Dokumente für die Beschwerdegegnerin 2 ausgedruckt hat, nicht zu deren Echtheit äussern kann, etwas zu seinen Gunsten ableiten. Dies stellt die vorinstanzliche Würdigung, wonach die angeklagte Handlung mit seinem weiteren Verhalten im Ehekonflikt in Einklang steht, nicht in Frage. Die Vorinstanz stellt hierbei nicht bloss auf nach Auffassung des Beschwerdeführers "unbewiesene Tatvorwürfe", sondern auf sein eingestandenes Verhalten ab. Sie sieht schliesslich keine konkreten Hinweise für den pauschalen Vorwurf des Beschwerdeführers, die Familie C.________ könnte mit einer allfälligen Fälschung in Verbindung stehen. Diese Würdigung ist nicht zu beanstanden, nachdem der Beschwerdeführer diesbezüglich blosse Annahmen trifft und nicht ersichtlich ist, inwieweit Drittpersonen am Ausgang des ehelichen Konflikts des Beschwerdeführers und der Beschwerdegegnerin 2 ein Interesse haben sollten. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Vorinstanz stelle das Tatdatum mit dem 26. August willkürlich fest, ist sein Einwand ebenfalls unbehelflich. Die Beschwerdegegnerin 2 hat zwei mögliche Tatdaten genannt und sich in ihrer staatsanwaltschaftlichen Einvernahme anhand äusserer Umstände (es sei ein Sonntag gewesen) zunächst auf den 26. August 2018 und in ihrer Aussage an der Berufungsverhandlung auf den 18. August 2018 festgelegt, wie auf dem aktenkundigen Papierausdruck ersichtlich ist. Indessen erklärt die Vorinstanz die zweite Aussage mit dem Zeitablauf von eineinhalb Jahren zwischen beiden Ereignissen. Insoweit ist das Abstellen auf das erstgenannte Datum vertretbar. Dass das auf dem Ausdruck ersichtliche Datum (18. August 2018) vor dem von der Vorinstanz festgestellten Deliktsdatum (26. August 2018) liegt, macht deren Beweiswürdigung, wonach die Vorwürfe in den Gesamtkontext des Verhaltens des Beschwerdeführers passen, der die Fremdbeziehung der Beschwerdegegnerin 2 gemäss eigenem Zugeständnis deren Familie offenbaren wollte und seiner (damaligen) Ehefrau bei Treffen mit einem anderen Mann nachstellte (vgl. oben E. 4.3.3), nicht schon im Ergebnis willkürlich. Ursache für das Datum des Ausdrucks braucht nicht zwingend eine Fälschung zu sein, wie der Beschwerdeführer annimmt. Soweit der Beschwerdeführer gegen eine Tathandlung am 18. August 2018 vorbringt, es sei "unglaubwürdig", dass ein hochgeladenes Bild bereits nach 22 Sekunden kommentiert werde, übt er sich in appellatorischer Kritik. Im hier interessierenden Punkt stand überdies die Tathandlung als solche, nicht aber der genaue Tatzeitpunkt im Vordergrund der vorinstanzlichen Beweiswürdigung. Dass überhaupt bedeutsam sein soll, ob das Datum des 18. oder des 26. August 2018 zutrifft, ist - insbesondere mit Blick auf das Anklageprinzip (vgl. Art. 9 und Art. 325 StPO; BGE 143 IV 63 E. 2.2; Urteil 6B_1187/2020 vom 13. Juni 2022 E. 2.2.1) - nicht ersichtlich und wird auch nicht ansatzweise dargelegt. Mangels Relevanz des genauen Datums ergibt sich auch aus dieser Argumentation nichts gegen die Echtheit der Kommentare resp. Ausdrucke. Die Vorbringen des Beschwerdeführers erweisen sich als unbegründet, soweit darauf einzutreten ist.