Citation: 4A_549/2014 E. 4.2.3

4.2.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es sei verständlich, dass sie sich bei der notfallmässigen Erstbehandlung im Kantonsspital auf die Steissbeinbeschwerden konzentriert habe. Dies schliesse andere Initalbeschwerden nicht aus. Entscheidend ist indessen, dass die Beschwerdeführerin betreffend den Unfallablauf und die dadurch hervorgerufenen Schäden (mit Bezug auf die Zahnschäden) Angaben gemacht hat, die nicht mit den tatsächlichen Verhältnissen im Einklang stehen, wie sie sich aufgrund des Beweisergebnisses der Vorinstanz präsentieren. Damit kommt neben den Erklärungen, welche die Beschwerdeführerin für die Abweichungen in der Darstellung der Initialbeschwerden gibt, auch die Möglichkeit, dass die angegebenen Initialbeschwerden teilweise nicht der Realität entsprechen und sich die Abweichungen dadurch erklären, ernsthaft in Betracht. Da die Beschwerdeführerin die Beweislast trägt, wirkt sich dies zu ihren Lasten aus. Zumal keine Sicherheit über den Zeitpunkt und das tatsächliche Ausmass des Auftretens der Beschwerden besteht, verfällt die Vorinstanz nicht in Willkür, wenn sie insoweit kein neues Gutachten anordnet, da die Gutachter wiederum auf die Angaben der Beschwerdeführerin angewiesen wären und nicht feststeht, inwieweit diese Angaben zutreffen. Daher nützt der Beschwerdeführerin auch nichts, dass echtzeitliche Untersuchungen bestehen, da auch diesbezüglich unklar bleibt, ob sie aufgrund von zutreffenden Angaben erstellt wurden.