Citation: 8C_452/2016 E. 4.2.3

4.2.3. In der Tat hat das kantonale Gericht den Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) und die bundesrechtlichen Vorgaben an den Beweiswert versicherungsinterner ärtzlicher Berichte verletzt, indem es unter den gegebenen Umständen der reinen Aktenbeurteilung des Dr. med. C.________ volle Beweiskraft zuerkannte und auf ergänzende versicherungsexterne Abklärungen verzichtete. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des RAD-Arztes unterscheidet sich nicht nur deutlich von jener des Dr. med. D.________, sondern auch von jenen der übrigen, aktenkundig involvierten Ärzte. Die soziale Arbeitgeberin schuf für den Versicherten nach 25 Jahren Betriebszugehörigkeit per 1. März 2015 unter Berücksichtigung seiner gesundheitlichen Einschränkungen eine angepasste Arbeitsstelle. Dennoch ging Dr. med. D.________ angesichts der von ihm selber erhobenen Befunde auch in Bezug auf eine leidensangepasste, teilweise sitzend auszuübenden Tätigkeit trotz eines diesfalls zumutbaren Pensums von mindestens 50 % von einem Rendement von nur 50 % aus. Dies ist angesichts der Polyarthrosen auch in den oberen Extremitäten und der Herzerkrankung jedenfalls nicht weniger plausibel als die reine Akteneinschätzung des Dr. med. C.________.