Citation: 4A_189/2024 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz legte Art. 103a VVG unter Berücksichtigung der verschiedenen Auslegungselemente dahingehend aus, dass diese Übergangsbestimmung auch auf das direkte Forderungsrecht nach Art. 60 Abs. 1bis VVG anwendbar sei. Dem gesetzgeberischen Willen folgend beziehe sich die Übergangsbestimmung nicht nur auf das Verhältnis zwischen den am Versicherungsvertrag Beteiligten, sondern auch auf Bestimmungen mit Drittwirkung. Das direkte Forderungsrecht sollte nicht zum Gegenstand gesonderter übergangsrechtlicher Bestimmungen gemacht werden. Da von einem qualifizierten Schweigen auszugehen sei, fänden die Übergangsbestimmungen des Schlusstitels (SchlT) ZGB keine Anwendung, womit auch die Anwendung von Art. 3 SchlT ZGB ausgeschlossen sei. Demzufolge stehe der Beschwerdeführerin kein direktes Forderungsrecht (Art. 60 Abs. 1bis VVG) gegenüber dem Versicherungsunternehmen zu.