Citation: 5A_116/2023 E. 4.3

4.3. Zusammenfassend bleibt die Kritik der Beschwerdeführerin rein appellatorisch. Mit den Ausführungen der Vorinstanz, wonach die Gutachterin selber sinngemäss ausgedrückt habe, dass es eine vom Gericht zu beurteilende Wertungsfrage sei, ob eine von der betroffenen Person subjektiv nicht als solche empfundene Persönlichkeitsstörung eine Gefährdung darstelle, welche die empfohlenen einschneidenden Massnahmen rechtfertige, setzt sie sich nicht auseinander. Entsprechend gelingt es ihr auch nicht mit den Hinweisen darauf, dass gemäss der Gutachterin erst mit 25 Jahren oder später mit ernsthaften Problemen zu rechnen sei, die Ermessensausübung der Vorinstanz bzw. das Ergebnis der Abwägung zwischen den Nachteilen der Fremdplatzierung und den Nachteilen einer Obhut beim Beschwerdegegner als willkürlich auszuweisen. Daran ändert auch ihre Kritik nichts, die Beziehung zur Mutter sei dermassen verhärtet, dass eine Verschlechterung aufgrund einer Schuldzuweisung in Bezug auf die Fremdplatzierung nicht möglich sei. Willkürlich erscheint dieser Schluss jedenfalls entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht. Ausserdem erhebt diese keine Willkürrüge in Bezug auf die Erwägung der Vorinstanz, es sei fraglich, ob die erwünschten Wirkungen noch erzielt werden könnten; Willkür ist in diesem Schluss aber ohnehin nicht erkennbar. Schliesslich erachtet selbst die Beschwerdeführerin die Fremdplatzierung als "Schock". Inwiefern die in diesem Zusammenhang getätigten Überlegungen der Vorinstanz zur Verhältnismässigkeit einer derart einschneidenden Massnahme im Ergebnis offensichtlich stossend und damit willkürlich sein sollen, geht aus der Beschwerde nicht hervor, zumal sich die übrigen Willkürrügen als unbegründet erwiesen haben.