Citation: 7B_14/2021 E. 5

Der Beschwerdeführer beanstandet, dass ihm trotz eines teilweisen Freispruchs die gesamten Kosten des Untersuchungs- und des erstinstanzlichen Verfahrens auferlegt wurden. Indes begründet die Vorinstanz überzeugend, weshalb dies vorliegend zulässig war. Nach der Rechtsprechung kann die beschuldigte Person trotz eines Teilfreispruchs vollumfänglich kostenpflichtig werden, wenn die ihr zur Last gelegten Handlungen in einem engen und direkten Zusammenhang stehen, und alle Untersuchungshandlungen hinsichtlich jedes Anklagepunkts notwendig waren (Urteile 6B_580/2019 vom 8. August 2019 E. 2.2; 6B_904/2015 vom 27. Mai 2016 E. 7.4; je mit Hinweisen). Dies sei vorliegend der Fall. Der Freispruch erfolgte hinsichtlich des Vorwurfs der Fälschung von Ausweisen - des vom Beschwerdeführer verwendeten und verfälschten AHV/IV-Ausweises. Die vollständige Kostenauflage ist nicht zu beanstanden, zumal der Vorinstanz bei der Aufteilung der Verfahrenskosten ein gewisser Ermessensspielraum zukommt (vgl. die oben erwähnten Urteile). Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was den angefochtenen Entscheid als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Insbesondere zeigt er nicht auf, dass - entgegen der Erwägung der Vorinstanz - einzelne Untersuchungshandlungen nicht nötig gewesen wären. Unter den gegebenen Umständen war dem Beschwerdeführer auch keine Parteientschädigung oder Genugtuung auszurichten. Die Entschädigungsfrage folgt den gleichen Regeln wie der Kostenentscheid (vgl. Art. 429 Abs. 1 StPO). Bei Auferlegung der Kosten ist grundsätzlich keine Entschädigung oder Genugtuung auszurichten (BGE 147 IV 47 E. 4.1; 145 IV 268 E. 1.2; je mit Hinweisen). Die Vorinstanz war nicht gehalten, davon abzuweichen.