Citation: 1C_210/2015 E. 5.3.2

5.3.2. Das auf der Liegenschaft des Beschwerdeführers an der Burgunderstrasse in Basel stehende Gebäude verfügt über eine grosse kulturhistorische Bedeutung unter gleichzeitig hervorragender Wohnqualität. Es bildet mit zwei weiteren Gebäuden ein gesamthaft schützenswertes Ensemble, das zwischen 1911 und 1913 von den Architekten Gebrüder Stamm errichtet worden ist. Die Unterstellung der beiden anderen Gebäude unter die Schutzzone ist mangels Anfechtung rechtskräftig geworden. Bei der Burgunderstrasse handelt es sich um eine Strasse mit einer überdurchschnittlich hohen Anzahl an geschützten Bauwerken, die überdies an weitere geschützte Bauten am Steinenring 13-23 anschliesst. Mit der Zuweisung des Wohnhauses des Beschwerdeführers in die Schutzzone wird weder Wohnraum beseitigt noch die Schaffung von neuem Wohnraum verunmöglicht. Vielmehr wird eine hochwertige Wohnliegenschaft mit einer hohen Ausnützungsziffer geschützt. Der Beschwerdeführer vermietet das Grundstück zurzeit nach seinen eigenen Angaben für einen Zins von Fr. 6'000.-- pro Monat. Damit kann er eine angemessene Rendite erzielen und die Liegenschaft wirtschaftlich sinnvoll nutzen. Der Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Erstellung zweier rollstuhlgängiger Wohnungen auf seinem Grundstück. Die Unterschutzstellung schliesst entsprechende Projekte aber nicht von vornherein aus, solange die Anforderungen der Denkmalpflege erfüllt werden. Für entsprechende Baugesuche ist der Beschwerdeführer entgegen seiner Befürchtung nicht der Willkür der Baubehörden ausgesetzt. Vielmehr sind die einschlägigen baurechtlichen Vorschriften massgebend und einzuhalten, die nach den insofern nachvollziehbaren Erwägungen des Appellationsgerichts Änderungen zulassen, welche die nach aussen sichtbare historisch oder künstlerisch wertvolle Substanz nicht beeinträchtigen. Die Zulässigkeit von allfälligen konkreten Umbauplänen ist im Baubewilligungsverfahren und nicht hier zu beurteilen. Schliesslich ist aufgrund der vom Beschwerdeführer vorgetragenen Argumente weder ersichtlich noch belegt, dass die geplante Umzonung zu einem erheblichen Minderwert seines Grundstücks führen würde, auch wenn er dies wiederholt behauptet. Wieweit dies zutrifft, ist aber ohnehin nicht im vorliegenden Verfahren zu klären, sondern würde gegebenenfalls Gegenstand eines Entschädigungsverfahrens bilden (vgl. E. 5.3).