Citation: 1C_386/2024 E. 3.5

3.5. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, sie habe in antizipierter Beweiswürdigung eine Sachverhaltswürdigung vorgenommen. Es sei aber noch gar kein eigentlicher Sachverhalt erstellt worden, weil (noch) keine Strafuntersuchung durchgeführt worden sei. Mit diesem Vorwurf verkennt der Beschwerdeführer die Funktion des Ermächtigungsverfahrens: Dieses ist, wie oben erwähnt (E. 4 hiervor), dem Strafverfahren vorgelagert; eine vertiefte Abklärung einer allfälligen Straftat im Rahmen eines förmlichen Strafverfahrens soll nur dann erfolgen, wenn sich aufgrund von blossen Vorermittlungen gewisse Anhaltspunkte für das Vorliegen einer solchen Tat erkennen lassen. Die Vorinstanz hat den Sachverhalt nicht willkürlich gewürdigt, wenn sie das Vorliegen solcher Hinweise im Ergebnis verneint hat: Zunächst sind die Angaben des Beschwerdeführers zu seinem Alkoholkonsum offensichtlich unzutreffend, denn die von ihm angeblich konsumierten drei kleinen Flaschen Prosecco sind mit der festgestellten Blutalkoholkonzentration nicht vereinbar. Sodann stimmen die Aussagen der Polizeibeamten und der Auskunftsperson im Wesentlichen überein und geben keine Hinweise auf das Vorliegen einer möglichen Straftat. Die Begleiter des Beschwerdeführers konnten nicht ermittelt werden, weil er sich nach seinen Angaben nicht an deren Namen erinnern konnte; es war daher von vornherein nicht möglich, im Rahmen der Vorabklärungen anhand von deren Angaben das Geschehen weiter zu klären. Schliesslich ist die starke Alkoholisierung des Beschwerdeführers in Betracht zu ziehen, die gemäss dem pharmakologisch-toxikologischen Gutachten häufig eine spätere Amnesie zur Folge hat; es spricht somit einiges dafür, dass er sich nicht im Detail an die damaligen Geschehnisse erinnern kann.