Citation: 4A_596/2016 E. B

B.a. Die Verkäuferin reichte in der Folge ein Schlichtungsgesuch beim Friedensrichteramt Münchenstein ein. Da dieses ergebnislos verlief, reichte sie nach Erhalt der Klagebewilligung am 22. November 2011 beim damaligen Bezirksgericht Arlesheim und heutigen Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West Klage ein. Sie beantragte, es sei zur Feststellung der Mängel vorab ein Gutachten bei einem gerichtlich bestellten Experten in Auftrag zu geben und es sei ihr - sobald das Gutachten vorliege - eine angemessene Frist für die Substantiierung ihrer Klage einzuräumen. Die Käuferin beantragte mit ihrer Klageantwort vom 21. März 2012 u.a., es sei davon Vormerk zu nehmen, dass sie die seit 1. Juli 2011 laufenden Kosten für die Einlagerung von Material der Verkäuferin widerklageweise, evtl. verrechnungsweise, geltend mache im Umfang von Fr. 2'590.30 pro Monat (Juli 2011 bis Februar 2012 total Fr. 22'722.40). B.b. Nachdem der gerichtlich ernannte Experte sein Gutachten samt Ergänzungsexpertise vorgelegt hatte, ergänzte die Verkäuferin mit Eingabe vom 4. Juli 2014 ihre Klage, indem sie ihre Rechtsbegehren konkret formulierte, bezifferte und eine detaillierte Begründung dazu abgab. B.c. Mit ihrer Stellungnahme vom 5. Dezember 2014 anerkannte die Käuferin diverse Begehren der Verkäuferin betreffend Mängelbehebung. Zudem beantragte sie sinngemäss, die Klage sei im Übrigen abzuweisen und die Verkäuferin sei widerklageweise zu verpflichten, ihr mit Wirkung ab 1. Juli 2011 monatlich Fr. 2'590.30 nebst Zins zu bezahlen (Stand per 30. November 2014: Fr. 106'202.30 ohne Verzugszins). Zur Begründung der Widerklage führte die Käuferin aus, sie habe die Verkäuferin aufgefordert, die Boxen bei der D.________ Ltd. per Ende Juni 2011 zu räumen. Eine Räumung sei bis jetzt nicht erfolgt. Aufgrund der andauernden Einlagerung würden ihr Unkosten von monatlich Fr. 2'590.30 anfallen. Diesen Schaden habe ihr die Verkäuferin zu ersetzen. Die Verkäuferin vertrat den Standpunkt, die Bauarbeiten seien noch nicht ordentlich abgeschlossen, weshalb sie keine Pflicht treffe, die Gegenstände zurückzunehmen. Trotz angekündigter Kündigung des Mietverhältnisses mit der D.________ Ltd. habe die Käuferin auf den Vollzug einer Räumung verzichtet, was letztlich einer Anerkennung der andauernden Verpflichtung zur Lagerung gleichkomme. B.d. Mit Entscheid vom 16. Oktober 2015 hiess das Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West die Klage teilweise gut und verpflichtete die Käuferin zur Behebung zahlreicher Mängel und zur Zahlung von insgesamt Fr. 36'205.20 nebst Zins. Im Übrigen wies es die Klage ab, soweit es darauf eintrat. Die Widerklage wies es ab. B.e. Am 14. März 2016 erhob die Käuferin Berufung beim Kantonsgericht Basel-Landschaft und beantragte die Aufhebung des erstinstanzlichen Entscheids, soweit das Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West damit die Widerklage abgewiesen hatte. Die Käuferin beantragte, die Verkäuferin sei zur Zahlung von Fr. 134'695.60 zu verpflichten; eventualiter sei die Sache zur Bemessung des Umfangs ihrer Forderung an das Zivilkreisgericht zurückzuweisen. B.f. Mit Entscheid vom 30. August 2016 wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft die Berufung ab, soweit es darauf eintrat. Das Kantonsgericht kam zum Schluss, die Verkäuferin habe nach Treu und Glauben davon ausgehen dürfen, dass eine Kostenbeteiligung für die Lagerung ihrer Gegenstände vorläufig nicht zur Debatte stehe und die Käuferin es als vertretbar erachte, die Gegenstände einstweilen im Zwischenlager zu belassen. Der Käuferin sei es nicht gelungen, Gründe vorzutragen, welche eine Ersatzforderung für entstandene Lagerkosten rechtfertigen könnten. Der Einforderung solcher Kosten hätte zudem entgegengestanden, dass die Käuferin ihre Schadenminderungsobliegenheit verletzt habe, indem sie das Mietverhältnis mit der D.________ Ltd. für die Lagerräume nicht gekündigt habe. Schliesslich wäre die Widerklage auch mangels hinreichenden Schadensnachweises abzuweisen gewesen.