Citation: 2P.111/2002 13.12.2002 E. 3

Wie das Bundesgericht im Urteil 2P.199/2000 vom 14. Mai 2001 erkannt hat, handelt es sich bei der von den Hoteliers und Ferienwohnungseigentümern erhobenen Abgabe zur Deckung der Kosten des öffentlichen Verkehrs um eine grundsätzlich zulässige Kostenanlastungssteuer (vgl. zum Begriff BGE 124 I 289 E. 3b S. 291/292; 122 I 305 E. 4b S. 309/310, je mit Hinweisen). Es besteht kein Anlass, auf diese Beurteilung zurückzukommen. Insbesondere vermag der Beschwerdeführer die in der "Studie öffentlicher Verkehr Oberengadin" aus dem Jahre 1996 festgehaltenen Erkenntnisse, wonach die Touristen mit 80-90% das wichtigste Kundensegment des öffentlichen Verkehrs darstellen, mit dem von ihm als Beweismittel angerufenen Artikel aus der Engadiner Post nicht zu widerlegen, zumal sich dieser Bericht - soweit hier überhaupt interessierend - im Wesentlichen einzig mit dem "Engadin-Bus" und nicht mit dem gesamten öffentlichen Verkehr im Oberengadin befasst. Die streitige Abgabe dient mithin zur Finanzierung von Aufwendungen für Einrichtungen und Angebote des öffentlichen Verkehrs, die vornehmlich der Gäste wegen geschaffen, für diese bestimmt sind und von diesen in Anspruch genommen werden. Zu einer Aufenthaltssteuer - die an Stelle der ordentlichen Steuer erhoben wird und daher mit diesen in Konkurrenz tritt (vgl. BGE 102 Ia 143 E. 2c S. 147; 67 I 200 E. 3 S. 204) - wird die Verkehrsabgabe dadurch nicht, weshalb die Rüge des Beschwerdeführers, das Doppelbesteuerungsverbot bzw. das darin enthaltene "Schlechterstellungsverbot" (Art. 127 BV) sei verletzt, als unbegründet erscheint. Ebenso wenig ist die steuerliche Doppelbelastung, die für den Zweitwohnungseigentümer mit der Erhebung der fraglichen Verkehrsabgabe entsteht, unzulässig (vgl. Adriano Marantelli, Grundprobleme des schweizerischen Tourismusabgaberechts, Bern 1991, S. 532 f.).