Citation: 5A_147/2022 E. 4.1

4.1. Die Erwachsenenschutzbehörde hebt eine Beistandschaft auf Antrag der betroffenen oder einer nahestehenden Person oder von Amtes wegen auf, sobald für die Fortdauer kein Grund mehr besteht (Art. 399 Abs. 2 ZGB). Das Kantonsgericht kam zum Schluss, der Beschwerdeführer stehe nach wie vor in einem Abhängigkeitsverhältnis zu C._________, dem er hohe Geldbeträge habe zukommen lassen und dessen Einfluss insbesondere im Bereich der Gesundheit schädigend sei. Der Beschwerdeführer könne sich C._________ gegenüber nicht hinreichend abgrenzen oder sich einer Beeinflussung entziehen. Damit befinde er sich noch immer in einem Schwächezustand und bedürfe der Unterstützung, weshalb die bestehenden Massnahmen aufrecht zu erhalten seien. Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, ein Schwächezustand nach Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB, der eine Massnahme rechtfertige, sei nur mit Zurückhaltung zu bejahen. Sein Verhältnis zu C._________ wäre allenfalls problematisch, wenn der Beschwerdeführer sich in einer Zwangslage befinden würde. Dies sei jedoch nicht der Fall, zumal dem Wunsch des Beschwerdeführers, nicht allein zu sein, gemäss dem Gutachten kein Krankheitswert zukomme. Der Beschwerdeführer sei sehr wohl in der Lage, sich ein Urteil darüber zu bilden, wen er begünstigen wolle, und habe stets nachvollziehbar begründet, weshalb die Zahlungen an C._________ erfolgten (Wunsch nach Verbleib in der Liegenschaft; Zahlungen für die physische Anwesenheit von C._________). Der Beschwerdeführer sei daher nicht schutzbedürftig. Ohnehin sei es ausgeschlossen, eine Person nur aufgrund eines nach landläufiger Auffassung unvernünftigen Umgangs mit Geld zu verbeiständen; das Erwachsenenschutzrecht diene weder dem Schutz der Erben noch des Gemeinwesens.