Citation: 1C_600/2022 E. 2.4

2.4. Dem Beschwerdeführer wurde die Wiedererteilung des auf unbestimmte Dauer entzogenen Führerausweises am 11. Dezember 2018 wegen nachgewiesenen Drogenkonsums verweigert. Damals wurde die Wiedererteilung des Führerausweises unter anderem von einem risikoarmen Alkoholtrinkverhalten abhängig gemacht. Dies unter explizitem Hinweis darauf, dass diese Voraussetzung bei Männern erfüllt sei, wenn pro Tag maximal zwei Standardgläser getrunken und mindestens zwei alkoholfreie Tage pro Woche eingehalten würden. Es wurde auch definert, dass als Standardglas ein Glas Bier (3 dl), ein Glas Wein (1 dl) oder ein Glas Schnaps (0,3 dl) gelten. Die Verfügung vom 11. Dezember 2018 ist in Rechtskraft erwachsen und im vorliegenden Verfahren nicht mehr zu überprüfen. Zwar reicht die anlässlich des verkehrsmedizinischen Gutachtens vom 10. August 2021 mittels Analyse von Kopfhaaren gemessene EtG-Konzentration nicht aus, eine Alkoholsucht des Beschwerdeführers im Sinne des Strassenverkehrsgesetzes zu belegen. Allerdings wurde für den Zeitraum von Ende Januar bis Ende Juli 2021 eine EtG-Konzentration von 35pg/mg ermittelt. Damit ist auch unter Berücksichtigung einer Messunsicherheit von +/- 30 % (vgl. Urteil 1C_128/2020 vom 29. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis) erstellt, dass der Beschwerdeführer der ihm am 11. Dezember 2018 zur Wiedererlangung des Führerausweises rechtskräftig auferlegten Anordnung eines risikoarmen Alkoholtrinkverhaltens nicht nachgekommen ist bzw. dass er während dieser Zeit deutlich mehr Alkohol konsumiert hat.