Citation: 1C_121/2022 E. 4.1

4.1. Das Prinzip der Öffentlichkeit der Verwaltung wird in § 56 der Verfassung des Kantons Basel-Landschaft vom 17. Mai 1984 (SR 131.222.2) festgehalten. Nach Abs. 2 dieser Bestimmung hat jede Person Anspruch auf Zugang zu den bei den Behörden vorhandenen Informationen. Das Nähere regelt gemäss Abs. 3 das Gesetz, insbesondere den Schutz öffentlicher und privater Interessen. Gestützt auf diese Verfassungsnorm hat der basel-landschaftliche Gesetzgeber das IDG/BL geschaffen. Dieses regelt gemäss seinem § 1 den Umgang der öffentlichen Organe mit Informationen. Unter den Begriff der öffentlichen Organe fallen namentlich die Organisationseinheiten des Kantons und der Gemeinden, die eine öffentliche Aufgabe erfüllen (§ 3 Abs. 1 lit. a IDG/BL) sowie jene der juristischen Personen des kantonalen und kommunalen öffentlichen Rechts, die eine öffentliche Aufgabe erfüllen (§ 3 Abs. 1 lit. b IDG/BL). Gemäss § 23 Abs. 1 IDG/BL hat jede Person Anspruch auf Zugang zu den bei einem öffentlichen Organ im Sinne von § 3 Abs. 1 lit. a und b vorhandenen Informationen, ausgenommen zu Aufzeichnungen, die nicht fertig gestellt sind. Einschränkungen bei der Bekanntgabe von und beim Zugang zu Informationen sind in §§ 27 und 28 IDG/BL näher umschrieben. Die Vorinstanz hat festgehalten, bei der Beschwerdegegnerin handle es sich um eine Anstalt öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit und ist ohne weiteres davon ausgegangen, dass diese in den Geltungsbereich des IDG/BL fällt. Dies wird von keiner am Verfahren beteiligten Partei in Frage gestellt, weshalb im Folgenden von dieser rechtlichen Subsumtion ausgegangen werden kann.