Citation: 2C_140/2007 23.07.2007 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführerin hat gemäss Urteil des Bezirksgerichts Bülach vom 29. November 2005 bzw. unbestrittener Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 8. Februar 2005 insgesamt 5'604 Gramm Kokaingemisch (Reinheitsgrad 92%, entsprechend 5'045 Gramm reines Kokainhydrochlorid) von Accra/Ghana via Amsterdam/NL per Flugzeug in die Schweiz transportiert. Dies tat sie in der Absicht, die Drogen hernach noch im Flughafen nach den Weisungen eines ihr unbekannten Abholers im Austausch gegen die ihr von ihrer unbekannten Auftraggeberin in Aussicht gestellte Entlöhnung von Fr. 3'000.-- sowie US-$ 120.-- Umbuchungsspesen weiterzugeben. Dabei rechnete sie bereits vor ihrer Abreise in Accra zumindest ernstlich mit der Möglichkeit, dass sich der Transport auf eine Menge Kokain beziehen könnte, die eine Vielzahl von Menschen in Gefahr bringen könnte, was sie bewusst zumindest in Kauf nahm. Auf Grund dieser Feststellungen nahm das Bezirksgericht einen schweren Fall im Sinn von Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG an. 4.2 Die Vorinstanz hat gestützt auf die vom Bezirksgericht ausgefällte Strafe das Verschulden der Beschwerdeführerin aus fremdenpolizeirechtlicher Sicht zutreffend als schwer bewertet. Dies entspricht der Rechtsprechung des Bundesgerichts, welches bei qualifizierten Betäubungsmitteldelikten im Hinblick auf den Kampf gegen den Drogenhandel sowie auf die damit zusammenhängende Gefährdung der Gesundheit einer Vielzahl von Menschen bei der Ausweisung eine strenge Praxis verfolgt; das Interesse an der Fernhaltung von Ausländern, die an der Verbreitung von Drogen teilnehmen, ist grundsätzlich als gewichtig einzustufen (BGE 125 II 521 E. 4a S. 527). Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz im Lichte dieser Rechtsprechung und angesichts der gehandelten Drogenmengen zum Schluss gekommen ist, die erfolgte Bestrafung rechtfertige grundsätzlich die Ausweisung der Beschwerdeführerin. 4.3 Das Verwaltungsgericht hat auch die übrigen, für das fremdenpolizeiliche Verfahren massgebenden persönlichen Umstände der Beschwerdeführerin (keine besonders lange Aufenthaltsdauer in der Schweiz; zahlreiche Verwandtschaft in Ghana; keine tragfähigen Beziehungen in der Schweiz) umfassend in Erwägung gezogen, weshalb ihr entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin insoweit keine Nichtberücksichtigung massgeblicher Gesichtspunkte vorgeworfen werden kann. 4.4 Kein entscheidendes Gewicht kommt dem Einwand der Beschwerdeführerin zu, sie habe im Sinne einer einmaligen Entgleisung nur ein einziges Mal Drogen transportiert, was sich nicht wiederholen werde. Die Frage der Rückfallgefahr ist zwar im Rahmen der Interessenabwägung mitzuberücksichtigen, aber für sich allein keineswegs ausschlaggebend (vgl. BGE 130 II 176 E. 4.2 S. 185). Insbesondere bei schweren Straftaten - und dazu gehören Drogendelikte der vorliegenden Art - ist ausländerrechtlich nur ein geringes Risiko in Kauf zu nehmen (vgl. BGE 125 II 521 E. 4a/bb S. 528), so dass eine Ausweisung selbst dann gerechtfertigt sein kann, wenn die Wiederholungsgefahr gering ist. Es besteht ein erhebliches fremdenpolizeiliches Interesse an der Fernhaltung ausländischer Drogenhändler. 4.5 Dass die Beschwerdeführerin seit ihrer Entlassung aus dem Strafvollzug keine Straftaten mehr begangen hat, ist ebenfalls kein besonderer Umstand, der zu einem anderen Ergebnis führen müsste (vgl. BGE 130 II 493 E. 4.2 S. 500 f.). 4.6 Zusammenfassend verletzt der angefochtene Entscheid kein Bundesrecht. Ergänzend kann auf dessen zutreffende Begründung (angefochtenes Urteil E. 4) verwiesen werden.