Citation: 1P.305/2006 25.09.2006 E. 3

3.1 Gemäss Polizeirapport vom 28. Juni 2004 ereignete sich Folgendes: Anlässlich einer Kontrolle des Rastplatzes Kirchbühl sei der Polizei aufgefallen, wie der Personenwagen des Beschwerdeführers auf der Autobahn A2 in schneller Fahrt in Richtung Norden unterwegs gewesen sei. Unverzüglich hätten die beiden anwesenden Polizisten mit dem Patrouillenwagen die Nachfahrt aufgenommen, wobei sie immer in Sichtweite hätten bleiben können. Nach dem Tunnel Eich seien sie bis auf ca. 200 m auf den Beschwerdeführer aufgeschlossen und hätten diesen Abstand konstant eingehalten. Zum Zeitpunkt der Nachfahrt hätten sich keine anderen Fahrzeuge auf diesem Autobahnabschnitt in Fahrtrichtung Norden befunden. Die Geschwindigkeit des Beschwerdeführers habe laut dem Tachometer des Polizeifahrzeugs zwischen 170 und 180 km/h variiert. Auf den letzten drei Kilometern habe sie konstant 180 km/h betragen. Vor der Ausfahrt Reiden habe sich die Polizei durch Matrix und Blaulicht zu erkennen gegeben, den Beschwerdeführer bei der Ausfahrt Reiden abgeleitet und beim Mühlehofweg eine Kontrolle vorgenommen. Neben dem Beschwerdeführer, der den Wagen gelenkt habe, hätten sich noch zwei weitere Männer im Fahrzeug befunden. Der Beschwerdeführer habe ausgesagt, er sei nur 120 km/h gefahren. Der Tachometer des Patrouillenfahrzeuges sei noch am selben Tag geeicht worden (Kontrollmessung). 3.2 Nach den Darlegungen der kantonalen Instanzen ist der Beschwerdeführer 33 km/h zu schnell gefahren. Nachdem die Messresultate der Eichung berücksichtigt und eine Sicherheitsmarge von 10% abgezogen worden seien, führe dies abgerundet zu einer Geschwindigkeit von 153 km/h. Dies übersteige die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h um 33 km/h. Die Polizeibeamten hätten eine offensichtliche Geschwindigkeitsüberschreitung mit dem ordentlichen Fahrzeug-Geschwindigkeitsmesser (Tachometer) des Polizeiwagens festgestellt und seien dem Fahrzeug des Beschwerdeführers mit gleichbleibendem Abstand über eine Strecke von 18 km gefolgt. Die beiden Polizeibeamten hätten im Untersuchungsverfahren als Zeugen übereinstimmend ausgesagt und die im Rapport festgehaltenen Beobachtungen zur gefahrenen Geschwindigkeit bestätigt. Sie hätten die Geschwindigkeit vom Tachometer abgelesen und diese sich gegenseitig laut bestätigt. Die Aussagen des Beschwerdeführers und jene des Mitfahrers Y.________ seien unglaubwürdig. Es gebe keinen Anlass, an der Schuld des Beschwerdeführers zu zweifeln.