Citation: BGE 150 II 11 E. 5.4

So zeigt sich, dass in vorliegender Konstellation nicht von freiwillig geleisteten Krankentaggeldversicherungs-Prämien gesprochen werden kann, die unter Art. 33 Abs. 1 lit. g DBG, resp. Art. 9 Abs. 2 BGE 150 II 11 S. 18 lit. g StHG bzw. § 41 Abs. 2 StG/SO fallen. Gerade durch das Eingehen des Arbeitsverhältnisses und der damit verknüpften Einkommenserzielung entsteht dem Steuerpflichtigen als Arbeitnehmer kausal eine zusätzliche Aufwendung. Folglich besteht ein qualifiziert enger Konnex zwischen den getätigten Ausgaben und den erzielten Einkünften, weshalb die auf den Steuerpflichtigen überwälzten hälftigen Prämien der Krankentaggeldversicherung in vorliegender Konstellation als Gewinnungskosten zu qualifizieren sind. Im Übrigen ist vorliegende Konstellation nicht mit dem von der Vorinstanz referenzierten Urteil 2C_681/2008 / 2C_682/2008 vom 12. Dezember 2008 vergleichbar. Im erwähnten Urteil wurden Prämien der freiwilligen Krankentaggeldversicherung gemäss Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) beurteilt (vgl. Urteil 2C_681/2008 / 2C_682/2008 vom 12. Dezember 2008 E. 3.5.5) und nicht als Berufskosten qualifiziert. Wesentlicher Unterschied zum vorliegenden Fall ist das Kriterium der Freiwilligkeit der Prämienzahlung, welche vorliegend nicht gegeben ist, aber in dem dem referenzierten Urteil zugrunde liegenden Sachverhalt vorlag. Ob sich aus dem von der Vorinstanz referenzierten Urteil 2C_36/2011 vom 24. Mai 2011 etwas anderes ableiten lässt, kann offengelassen werden. Massgebend ist, ob es sich um eine freiwillige oder unfreiwillige Versicherung handelt. Bei Letzterer ist der Gewinnungskostencharakter zu bejahen.