Citation: 8C_619/2024 E. A

A.________, geboren 1946, bezog seit dem 1. März 2008 Ergänzungsleistungen (EL) in wechselnder Höhe, wobei die zuständige Ausgleichskasse Appenzell Ausserrhoden (fortan: Ausgleichskasse) verschiedentlich zu Unrecht bezogene Leistungen zurückforderte. Nachdem die Ehefrau des Versicherten am 12. Februar 2023 verstorben war, stellte die Ausgleichskasse die EL auf den 1. März 2023 hin ein. Am 21. März 2023 reichte A.________ eine neue Anmeldung zum Leistungsbezug ein, mit welcher er angab, weder in der Schweiz noch im Ausland über Grundeigentum zu verfügen. Auf Verlangen der Ausgleichskasse reichte er (nebst Unterlagen über bis anhin nicht deklarierte kosovarische Grundrenten) einen kosovarischen Katasterauszug betreffend seine Eigentumswohnung und zwei landwirtschaftliche Grundstücke in Pristina ein. Am 14. Juli 2023 teilte ihm die Ausgleichskasse mit, dass sie (nebst den Grundrenten) die Wohnung und die beiden anderen Grundstücke sieben Jahre rückwirkend ab Kenntnisnahme berücksichtigen und somit die EL rückwirkend ab Juni 2017 korrigieren werde. Sofern A.________ keine amtliche Schätzung mit deutscher Übersetzung der Liegenschaftswerte vorlege, würden die Wohnung mit EUR 71'610.- und die beiden weiteren Grundstücke mit EUR 208'640.- berücksichtigt, wobei die Umrechnung in Schweizer Franken zu den jeweiligen Wechselkursen von 2017 bis 2023 erfolge. Gestützt auf diese Werte verneinte die Ausgleichskasse mit Verfügung vom 18. August 2023 einen Anspruch auf EL. Am 22. August 2023 verfügte sie die Rückerstattung von insgesamt Fr. 56'682.-. Mit der dagegen erhobenen Einsprache reichte A.________ ein in albanischer Sprache verfasstes und ins Deutsche übersetztes Gutachten vom 10. August 2023 ein, welches die Liegenschaften auf einen Marktwert von insgesamt EUR 130'320.- schätzte. Mit Einspracheentscheid vom 5. Oktober 2023 legte die Ausgleichskasse diesen Betrag der EL-Berechnung zugrunde. In teilweiser Gutheissung der Einsprache bejahte sie für die Zeit von Januar 2017 bis Februar 2023 einen Anspruch von A.________ und seiner verstorbenen Ehefrau auf EL in der Höhe der IPV-Pauschale. Ab März 2023 habe A.________ ebenfalls Anspruch auf EL in der Höhe der IPV-Pauschale.