Citation: 6B_1004/2017 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe den Sachverhalt willkürlich festgestellt und den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt. Die Strafklägerin habe ausgesagt, nicht gewusst zu haben, "ob das jetzt wirklich passiert sei". Diese Aussage habe die Vorinstanz unerwähnt gelassen. Damit einher gehe, dass die Vorinstanz nicht weiter auf seine Aussage eingegangen sei, die Berührung im Intimbereich sei eine Interpretation der Strafklägerin und es sei möglich, dass diese das so wahrgenommen habe. Der Freund der Strafklägerin habe als Zeuge erklärt, er sei verärgert gewesen, als die Strafklägerin ihm gesagt habe, sie sei im Intimbereich berührt worden. Er habe sie aufgefordert, zur Polizei zu gehen. Nachdem sie sich unmittelbar nach der Behandlung noch nicht sicher gewesen sei, ob die Berührungen im Intimbereich stattfanden und selber keine Empörung geschildert habe, sei es eine durchaus mögliche Variante, dass das bestimmte Auftreten ihres Freundes ihre Wahrnehmung im Nachhinein beeinflusst habe. Indem die Vorinstanz die gleichbleibende Schilderung des Kerngeschehens von wenigen Sekunden als Glaubhaftigkeitsmerkmal berücksichtige, mit sich stark widersprechenden Zeitangaben hingegen einen klaren Widerspruch bei der Schilderung des Rahmengeschehens übergehe, habe sie die Beweisregeln ein weiteres Mal zu seinen Lasten verletzt. Es gehe nicht an, aufgrund der Aussagen zu Geschehnissen nach der Tat von Realkennzeichen zu sprechen und auf das Kerngeschehen zu schliessen. Stetige Behandlungsunterbrüche sowie Stress und Zeitdruck wegen des vollen Wartesaals habe die Vorinstanz ausser Acht gelassen. Diese Tatsachen liessen eine sexuelle Handlung als höchst unwahrscheinlich erachten. Ausserdem habe er die Strafklägerin in die Physiotherapie geschickt. Erst als sie erwähnt habe, sie habe dafür keine Zeit gehabt, habe er sich entschlossen, die verpassten physiotherapeutischen Dehnungen selber vorzunehmen. Eine spontane Tat liege nicht nahe. Bei der von der Strafklägerin getragenen Jeans sei es nicht ohne Weiteres möglich, mit einer Hand so reibungslos und rasch nach unten vorzudringen, dass eine Reaktion ausgeblieben sei, ehe die Hand Vagina und Klitoris erreicht habe. Die Vorinstanz habe zudem seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie den Beweisantrag, die verwendete Hose beizuziehen und die Szene mit einer Puppe nachzustellen, abgewiesen habe.