Citation: 2C_119/2023 E. 6.4.3

6.4.3. Die Rückkehr in den Kosovo ist den Beschwerdeführern sodann zumutbar. Die Beschwerdeführer bestreiten nicht, dass sie den Kontakt zu ihrem Heimatland während des Aufenthalts in der Schweiz aufrechterhalten haben, sie mehrere Male in ihre Heimat zurückgereist sind und die Landessprache beherrschen sowie dort auch einige Verwandte leben. Zudem sind sie im Kosovo aufgewachsen und haben dort bis zu ihrem 30 respektive 27 Lebensjahr gelebt, weshalb sie mit den dortigen gesellschaftlichen und kulturellen Umständen vertraut sind. Mit ihren beiden volljährigen Söhnen können sie den Kontakt besuchsweise und mit den heutigen Kommunikationsmöglichkeiten in zumutbarer Weise aufrechterhalten. Soweit die Beschwerdeführer geltend machen, ihre Rückkehr sei aus gesundheitlichen und medizinischen Gründen unzumutbar, ist darauf hinzuweisen, dass Gesundheitsbeschwerden nach der ständigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine Wegweisung erst dann als unverhältnismässig erscheinen lassen, wenn eine ungenügende Möglichkeit der Weiterbehandlung im Heimatstaat eine drastische und lebensbedrohende Verschlechterung des Gesundheitszustands nach sich ziehen würde. Sodann hat der blosse Umstand, dass das Gesundheits- oder Sozialversicherungswesen in einem anderen Staat mit demjenigen in der Schweiz nicht vergleichbar ist, nicht die Unzumutbarkeit der Rückreise zur Folge (vgl. Urteile 2C_589/2021 vom 20. September 2021 E. 5.4; 2C_940/2020 vom 9. August 2021 E. 7.5; 2C_418/2015 vom 21. Dezember 2015 E. 4.6.4). Dass die Behandlung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Kosovo nicht möglich ist, wird von den Beschwerdeführern weder hinreichend dargelegt noch ist solches im Lichte der vorinstanzlichen Abklärungen ersichtlich (vgl. auch E. 6.4.3 des angefochtenen Urteils mit Hinweis auf den Bericht des SEM vom 9. März 2017 zur medizinischen Grundversorgung im Kosovo).