Citation: 2C_212/2019 E. 6.1

6.1. Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, der Beschwerdeführer habe in erster Linie Spontanbewerbungen auf "Blindstellen" (keine ausgeschriebenen freien Arbeitsplätze) verschickt bzw. sich auf Stellen beworben, deren Voraussetzungen und Qualifikationen er von Vornherein nicht erfüllen konnte. Für die Zeit vor dem August 2015 (Wechsel des Sachbearbeiters) hielten die Sozialen Dienste St. Gallen fest, dass nach ihrer Einschätzung der Beschwerdeführer alles tue, um nicht arbeiten zu müssen. Diese Ansicht teile auch die Regionale Arbeitsvermittlung; sie habe im April 2013 jede weitere Zusammenarbeit mit dem Beschwerdeführer abgelehnt. Dieser habe regelmässig Termine verpasst und dann jeweils angegeben, dass er wegen seiner Schwerhörigkeit den Wecker nicht gehört habe (dies auch bei Nachmittags-Terminen). Obwohl der Beschwerdeführer wisse, dass er maximal 4 Wochen pro Jahr ortsabwesend sein dürfe, sei er im letzten Jahr mehrfach für eine längere Dauer in den Kosovo gereist, ohne seine Abwesenheit den Sozialen Diensten zu melden. Diese Umstände sprechen dafür, dass der Beschwerdeführer - trotz seiner gesundheitlichen Probleme - nicht unverschuldet fürsorgeabhängig geworden bzw. geblieben ist. Zieht man den seit der Verwarnung bezogenen Sozialhilfebetrag sowie die Gehörsbeeinträchtigung des Beschwerdeführers, die ihn nach den verbindlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil (Art. 105 Abs. 1 BGG) nicht daran hindert, an geeigneten, wenig hörintensiven Arbeitsplätzen Tätigkeiten zu verrichten, die seinem Handicap angemessen Rechnung tragen, ist die Annahme der Vorinstanz vertretbar, ihm sei seine Fürsorgeabhängigkeit vorwerfbar (vgl. das Urteil 2C_13/2018 vom 16. November 2018 E. 3.5.1).