Citation: 6B_1094/2023 E. 2

Die Vorinstanz erwägt, dass Dreh- und Angelpunkt das Hotel C.________ in U.________ sei, an welchem der Beschwerdeführer und der Privatkläger beteiligt gewesen seien und bezüglich welchem sie gegenseitig Forderungen stellten. Es gehe um sehr viel Geld. Motive für falsche Beschuldigungen seien beidseits denkbar. Im Folgenden analysiert die Vorinstanz sowohl die Aussagen des Privatklägers als auch jene des Beschwerdeführers. Dabei stellt sie fest, dass der Privatkläger konstant in Abrede gestellt habe, den Beschwerdeführer bedroht zu haben. Es ergäben sich insgesamt keine Widersprüche oder grobe Ungereimtheiten, auch wenn dessen Angaben in Bezug auf seine eigene Person teilweise verharmlosend seien und eine Aussage vorliege, die die Glaubhaftigkeit seiner Angaben leicht relativiere. In Bezug auf das fragliche Telefongespräch vom 19. Mai 2015 und die unbestrittenermassen im Nachgang im Hotel D.________ und in der psychiatrischen Klinik in V.________ stattgefundenen Treffen seien die Aussagen "recht" detailliert und erschienen schlüssig. Der Beschwerdeführer habe indes darauf beharrt, dass der Privatkläger ihm am Telefon gedroht habe, ihn und seine Familie umzubringen und er gesagt habe, er solle nie mehr nach Indien kommen und auch seine Frau und sein Sohn Indien verlassen sollten. Er habe zudem wiederholt erklärt, dass es auch bei einem im Hotel D.________ zwischen dem 20. und 24. Mai 2015 stattgefundenen Treffen sowie im Juni oder Juli in der psychiatrischen Klinik in V.________ zu Drohungen seitens des Privatklägers gekommen sei. Insoweit seien auch seine Aussagen konstant und übereinstimmend. Indes stellt die Vorinstanz bezüglich der vom Beschwerdeführer geschilderten Umstände, die zur Aufzeichnung des fraglichen Telefongespräches geführt hätten - er sei in Indien vom "gierig" gewordenen Privatkläger unter Androhung von Waffengewalt (sinngemäss) "gekidnappt" und gezwungen worden, ihm seine Hotelanteile abzutreten - Widersprüchlichkeiten und eine deutliche Aggravierungstendenz fest. Anhand einer weiteren Analyse der Aussagen des Beschwerdeführers gelangt sie zum Schluss, dass diese in Bezug auf die Umstände der Drohungen, den Grund für die Aufzeichnung des Telefongespräches sowie den Zeitpunkt der Anzeigeerstattung variierten. Auffällig sei zudem, dass er sich häufig erst auf entsprechende Nachfrage und auf Widersprüche oder ungeklärte Umstände angesprochen geäussert und diese sinnvoll zu erklären versucht habe, was ihm aber nicht gelungen sei. Dies führe insgesamt dazu, dass seine Darstellung - trotz der im Kern widerspruchsfreien Aussagen das Telefonat vom 19. Mai 2015 betreffend - insgesamt nicht schlüssig und stimmig erscheine. Das fragliche Telefonat lasse zudem nicht den Schluss zu, dass der Beschwerdeführer die Äusserungen des Privatklägers tatsächlich als Drohung verstanden habe und dadurch in Angst und Schrecken versetzt worden sei. Dies ergebe sich auch nicht aus dem Tonfall des Gespräches, das beidseitig hitzig und teilweise mit lauter Stimme geführt worden sei und bei dem der Privatkläger die Bezahlung einer hohen Geldsumme gefordert habe. Zwar übe dieser einen gewissen Druck aus; die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Todesdrohungen seien aber nicht erkennbar. Stattdessen wirke es so, als hätte er solche provozieren bzw. den Privatkläger soweit bringen wollen, solche auszusprechen. Hierfür spreche auch der Umstand, dass er das Gespräch bereits von Beginn an aufgezeichnet habe. Schliesslich lasse sich dem Gespräch auch nicht entnehmen, dass die Forderung des Privatklägers völlig haltlos gewesen wäre und nur auf Gier gründete. Vielmehr werde deutlich, dass er die Begleichung seiner Forderung fordere, entweder dergestalt, dass er das von ihm in das Hotel investierte Geld zurückerhalte, oder aber er das Hotel behalte und verkaufe. Ebenfalls keine Stütze finde im Gespräch, dass es bereits zuvor zu einem Kontakt mit Drohungen gekommen sei, womit auch seine Erklärung für die von Beginn an vorgenommene Aufzeichnung des Gespräches nicht überzeuge. Zusammenfassend seien die Aussagen des Beschwerdeführers als unglaubhaft zu qualifizieren und wirkten die gegen den Privatkläger erhobenen Beschuldigungen konstruiert.