Citation: 9C_757/2023 E. 3

Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass keine gesetzliche Grundlage dafür bestehe, sie anteilsmässig für die Erträge des ausländischen Anlagefonds zu besteuern. Der ausländische Anlagefonds unterstehe nicht dem Bundesgesetz vom 23. Juni 2006 über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG; SR 951.31), weshalb auch Art. 10 Abs. 2 DBG (SR 642.11) über die Zurechnung der Einkommen der kollektiven Kapitalanlagen keine Anwendung finden könne. Eventualiter macht sie geltend, dass ihr nicht die gesamten Erträge zugerechnet werden dürften, sondern nur derjenige Anteil, der nach dem Erwerb der Fondsanteile am 5. November 2020 bis am Ende des Jahres 2020 erzielt worden sei. Dieser Anteil könne anhand der wöchentlichen Abschlüsse ermittelt werden, die der ausländische Anlagefonds bzw. die Fondsleitung erstelle. Ausserdem sei die Berechnung des Bruttoertrags gemäss der Kursliste der ESTV fehlerhaft. Schliesslich fordert die Beschwerdeführerin, dass die Emissionsgebühr von Fr. 1'558.- und die Zahlstellenkosten von Fr. 380.- als Gewinnungskosten zum Abzug zuzulassen seien.