Citation: 7B_68/2023 E. 4.1.1

4.1.1. Die Staatsanwaltschaft begründete die Einstellung damit, dass der gewaltsame Einsatz der Beschwerdegegner 2-7 gegen den Beschwerdeführer notwendig und verhältnismässig gewesen sei. Dessen jäher Angriff gegen einen Sicherheitsbeamten, sein massives Sperren, nachdem er zu Boden gebracht worden sei und seine Versuche, die Beamten zu beissen, seien erstellt. Die Einwirkungen und Schläge gegen die Beine, den Unterkörper bzw. die Arme des sich in Rage befindenden Beschwerdeführers hätten lediglich dazu gedient, diesen am Aufstehen zu hindern und ihn zu überwältigen. Ihre Einschätzung stützt sie auf die Videoaufnahmen und die Aussagen der Beschwerdegegner 2-7. Sie führt dazu aus, von den Beschwerdegegnern 2-7 habe keiner eine unnötige Gewaltanwendung erkennen können und sie hätten bestritten, dass gegenüber dem Beschwerdeführer hämische Bemerkungen geäussert worden seien. Der Beschwerdegegner 6 habe bestritten, den am Boden liegenden Beschwerdeführer geschlagen zu haben. Der Beschwerdegegner 5 habe ausgesagt, der Beschwerdeführer habe sich massiv gewehrt und aufzustehen versucht, was aus Gründen der Sicherheit aller Beteiligter habe verhindert werden müssen. Deshalb habe er mehrfach mit schnellen Bewegungen die Beine und den Unterkörper des Beschwerdeführers zu Boden gedrückt, um ihn zu fixieren. Der Beschwerdegegner 4 schliesslich habe die auf der Videoaufnahme erkennbaren Schläge damit erklärt, dass der Beschwerdeführer mit angezogenen Armen auf der rechten Schulter gelegen sei und die Beschwerdegegner 2-7 versucht hätten, ihn flach auf den Boden zu legen, damit er gegen die ihm zugewandten Mitarbeiter nicht Schläge oder Tritte habe austeilen können. Da es ihm, dem Beschwerdegegner 4, indessen nicht gelungen sei, die Arme des Beschwerdeführers zu strecken, habe er zwei bis drei dosierte Schlagbewegungen gegen den Trizeps-Muskel getätigt, wodurch sich die Arme hätten strecken lassen.