Citation: 1C_360/2017 E. 7.3

7.3. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass zwar verschiedene Varianten geprüft wurden (offene/überdeckte Bachführung; Durchlassgeometrie, Längsgefälle), jedoch bereits in einem frühen Projektstadium eine Totalsanierung des Bachdurchlasses im Bereich der Parzellen der Beschwerdeführerin für notwendig erachtet wurde, weil davon ausgegangen wurde, die bestehende Abflusskapazität reiche für ein hundertjähriges Hochwasser nicht aus. Nach ständiger Rechtsprechung sind die zuständigen Behörden nur verpflichtet, ernsthaft in Betracht fallende Varianten näher zu prüfen; Varianten, die gewichtige Nachteile oder keine wesentlichen Vorteile aufweisen, können bereits aufgrund einer summarischen Prüfung ausgeschieden werden (BGE 139 II 499 E. 7.3.1 S. 516; Urteil 1C_648/2013 vom 4. Februar 2014 E. 4.1, in: URP 2014 S. 309). Im Folgenden ist daher zu prüfen, ob die zuständigen Behörden die von der Beschwerdeführerin vorgeschlagene Variante einer Teilsanierung wegen damit verbundener, erheblicher Nachteile aus Sicht des Hochwasserschutzes ausscheiden und deshalb auf weitere diesbezügliche Abklärungen verzichten durften. Dies ist anhand des im Projekt definierten Ziels zu prüfen, das Siedlungsgebiet von Büron vor einem hundertjährigen Hochwasser (HQ 100) zu schützen. Dieses wird von der Beschwerdeführerin nicht mehr in Frage gestellt.