Citation: 8C_843/2015 E. 3.1

3.1. In Anlehnung an die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze hat das kantonale Gericht erwogen, zwar könne dem Skifahren trotz erhöhter Gefahrenlage nicht generell ein gesteigertes Gefährdungspotenzial zugesprochen werden, sei in der Regel doch ein mehr oder weniger gleichmässiger Bewegungsablauf erforderlich, der sich noch im Rahmen physiologisch normaler und psychologisch beherrschter Beanspruchung des Körpers halte. Gemäss glaubhaften und unbestrittenen Angaben sei die Beschwerdegegnerin indessen durch zum Teil schweren Tiefschnee gefahren, womit ein äusseres Moment hinzugetreten sei, das zur Unkontrolliertheit einer Körperbewegung führen konnte. Beim Drehen in der Kurve habe sich die Körperlage verändert, was durch den unerwartet schweren Tiefschnee gestört wurde, indem dieser die Drehung der Skis und damit auch der Unterschenkel verunmöglichte oder zumindest behinderte. Es sei naheliegend, dass dabei nicht unerhebliche Kräfte auf das Kniegelenk wirken konnten. Indem es unter anderem zu einer Partialruptur des vorderen Kreuzbandes kam, habe sich das vorhandene Gefährdungspotenzial realisiert. Die Einwirkung eines äusseren Faktors im Sinne eines Geschehens mit einem gewissen gesteigerten Gefährdungspotenzial sei daher hier zu bejahen. Ebenso sei ein unmittelbares, einmaliges und plötzliches Geschehen ausgewiesen. Daraus hat die Vorinstanz geschlossen, dass die Knieverletzung der Beschwerdegegnerin durch eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV verursacht worden sei, für deren Folgen der Unfallversicherer einzustehen habe.