Citation: 2C_417/2018 E. 7.1

7.1. Nach der Rechtsprechung kann der nicht sorge- bzw. obhutsberechtigte ausländische Elternteil die familiäre Beziehung mit seinem Kind in der Regel nur in beschränktem Rahmen pflegen, nämlich durch Ausübung des ihm eingeräumten Besuchsrechts. Um dieses wahrnehmen zu können, ist es in der Regel nicht erforderlich, dass der ausländische Elternteil dauerhaft im selben Land wie das Kind lebt und dort über ein Anwesenheitsrecht verfügt. Unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf Familienleben (Art. 8 Abs. 1 EMRK sowie Art. 13 Abs. 1 BV) ist es grundsätzlich ausreichend, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausgeübt werden kann, wobei allenfalls die Modalitäten des Besuchsrechts entsprechend auszugestalten sind (BGE 144 I 91 E. 5.1 S. 97; 139 I 315 E. 2.2 S. 319). Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann ein weitergehender Anspruch nur dann in Betracht fallen, wenn eine in affektiver und in wirtschaftlicher Hinsicht besonders enge Beziehung zum Kind besteht, diese Beziehung wegen der Distanz zum Heimatland des Ausländers praktisch nicht aufrechterhalten werden könnte und sich die ausländische Person in der Schweiz tadellos verhalten hat (vgl. BGE 144 I 91 E. 5.2 S. 97; 143 I 21 E. 5.2 S. 27; 142 II 35 E. 6.2 S. 47; jeweils mit Hinweisen). Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer weder sorge- noch obhutsberechtigt ist, und dass er nicht mit seinen Kindern zusammen lebt. Die Vorinstanz hat das Vorliegen einer engen affektiven Beziehung zu seinen Kindern bejaht (vgl. E. 2.3.5 und 5.3 des angefochtenen Urteils). Die Frage, ob auch in wirtschaftlicher Hinsicht eine besonders intensive Beziehung bestehe, hat das Verwaltungsgericht offengelassen, weil es das Kriterium des tadellosen Verhaltens als nicht erfüllt erachtet hat (vgl. E. 2.3.5 des angefochtenen Urteils). Dieser Schluss ist nicht zu beanstanden: Angesichts der strafrechtlichen Verurteilungen des Beschwerdeführers kann von Vornherein nicht gesagt werden, dass er sich tadellos verhalten hätte (vgl. auch BGE 140 I 145 E. 4.3 S. 150; Urteil 2C_410/2018 vom 7. September 2018 E. 6.2 mit Hinweisen). Das Verwaltungsgericht hat nicht verkannt, dass eine Wegweisung des Beschwerdeführers seine Beziehung zu seinen Kindern stark belasten würde (vgl. E. 5.3 des angefochtenen Urteils). Im Hinblick auf die Distanz zur Türkei könnte aber die Beziehung bei einer Ausreise des Beschwerdeführers weiterhin über die Grenze hinweg besuchsweise gepflegt werden (vgl. auch Urteil 2C_410/2018 vom 7. September 2018 E. 6.2). Ferner ist die Aufrechterhaltung der Beziehung zu seinen Kindern über die üblichen Kommunikationsmittel möglich. Der Kontakt könnte auch durch die Mutter unterstützt werden, zu welcher der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben inzwischen ein gutes Verhältnis pflegt (vgl. E. 5.3 des angefochtenen Urteils). Im Übrigen vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen, inwiefern seine Wegweisung die Interessen der Kinder konkret gefährden würde. Unbehelflich ist vorliegend der Hinweis des Beschwerdeführers auf das Urteil des EGMR i.S. Udeh gegen die Schweiz vom 16. April 2013 (Nr. 12020/09). Das Bundesgericht hat festgehalten, dass es sich dabei nicht um einen Grundsatzentscheid handelt. Ferner hat es dessen Tragweite insofern relativiert, als sich der Gerichtshof dabei überwiegend auf Tatsachen stützte, welche erst nach dem kantonalen Urteil und dem bundesgerichtlichen Verfahren eingetreten waren (BGE 139 I 325 E. 2.4 S. 327 ff.; Urteil 2C_410/2018 vom 7. September 2018 E. 6.5).