Citation: 5A_950/2023 E. 4.6.3

4.6.3. Damit bleiben die Ausführungen der Beschwerdeführerin allesamt rein appellatorischer Natur und vermag sie die Erwägung der Vorinstanz, wonach die Bezifferung des Anspruchs für die Beschwerdegegnerin schwierig war, nicht in Frage zu stellen. I nwiefern die Vorinstanz bei ihrem Ermessensentscheid grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgewichen wäre, Tatsachen berücksichtigt hätte, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder umgekehrt Umstände ausser Betracht gelassen hätte, die zwingend hätten beachtet werden müssen, oder der Entscheid sich im Ergebnis als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erwiese (oben E. 4.1.2), legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Insbesondere anerkennt sie, dass die Beschwerdegegnerin sich in guten Treuen zur Prozessführung veranlasst gesehen hat und bestreitet sie nicht, dass die Klage der Beschwerdegegnerin im Grundsatz gutgeheissen wurde. Eine Verletzung von Art. 106 und/oder Art. 107 ZPO ist folglich nicht dargetan.