Citation: 5A_361/2023 E. C

C.a. A.________ (Beschwerdeführerin; Mutter) gelangt mit Beschwerde in Zivilsachen vom 15. Mai 2023 an das Bundesgericht. Sie beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolgen die Aufhebung der Dispositivziffern 1 und 5 des Urteils des Kantonsgerichts St. Gallen vom 6. April 2023 (Rechtsbegehren 1) und die alleinige Obhut über C.A.________ (Rechtsbegehren 2). Sie beantragt die folgende Besuchs- und Ferienregelung für B.A.________ (Beschwerdegegner; Vater) : "Der Kindesvater sei zu berechtigen und zu verpflichten, das Kind C.A.________, an einem Wochenende alle zwei Monate jeweils von Freitag, nach Schulschluss bis Sonntag, 20 Uhr, auf seine Kosten zu sich auf Besuch zu nehmen. Sofern der Vater das Besuchsrecht nicht in Deutschland ausübt, bringt die Mutter C.A.________ am Freitag den hälftigen Weg und die Eltern treffen sich zwecks Übergabe in der Wegmitte (Abfahrt der Mutter nach Schulschluss in Deutschland). Am Sonntag bringt der Vater C.A.________ den hälftigen Weg zurück und die Eltern treffen sich zwecks Übergabe in der Wegmitte zu einem Zeitpunkt, sodass C.A.________ um 20:00 Uhr wieder in V.________ D ist. C.A.________ sei zu berechtigen, acht Wochen jährlich Ferien mit dem Vater zu verbringen, wobei drei Wochen in den Sommerferien, und eine Woche in den Herbst-, Winter- und Weihnachtsferien sowie zwei in den Frühlingsferien zu nehmen seien. Der Vater teilt der Mutter seine Ferienzeiten mindestens drei Monate im Voraus mit. Der Vater sei zu berechtigen, mit C.A.________ in den ungeraden Jahren die Ferienwoche über die Weihnachtstage zu nehmen und in den geraden Jahren über die Tage von Silvester/Neujahr. Die übrigen Ferientage verbringt C.A.________ entsprechend der Besuchs- und Ferienregelung beim jeweiligen Elternteil" (Rechtsbegehren 3). Im Eventualpunkt beantragt die Beschwerdeführerin, die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. C.b. Mit weiteren Eingaben vom 15. Mai 2023, 23. Juni 2023 und 27. Juni 2023 ersucht die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Verfahren vor Bundesgericht, um dringliche Behandlung der Beschwerde und sie reicht eine Einstellungsverfügung (Art. 319 ff. StPO) betreffend das Strafverfahren wegen Entziehen von Minderjährigen zu den Akten. C.c. Das Bundesgericht hat die kantonalen Akten eingeholt, auf eine Vernehmlassung aber verzichtet.