Citation: 5C.24/2003 10.03.2003 E. 1

Auseinandersetzungen über Unterhaltsbeiträge für Kinder sind vermögensrechtliche Streitigkeiten im Sinne von Art. 46 OG (BGE 116 II 493 E. 2b S. 495), wobei im vorliegenden Fall der erforderliche Streitwert gegeben ist. Soweit der persönliche Verkehr zwischen dem Beklagten und seinen Kinder strittig ist, ergibt sich die Zulässigkeit der Berufung aus Art. 44 lit. d OG. Die Berufung ist rechtzeitig erhoben worden und richtet sich gegen einen letztinstanzlichen kantonalen Endentscheid, der nicht mehr durch ein ordentliches kantonales Rechtmittel angefochten werden kann (Art. 54 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 OG). 1.1 Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden, sofern sie nicht offensichtlich auf einem Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Be- weisvorschriften zustande gekommen sind (Art. 63 Abs. 2 OG) oder zu ergänzen sind (Art. 64 OG). Wenn der Beklagte daher neue Beweise offeriert oder Tatsachen bestreitet, ohne eine der vorgenannten Aus- nahmen nachzuweisen, sind diese Vorbringen nicht zu beachten. 1.2 Gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. c OG muss in der Berufungsschrift dargelegt werden, welche Bundesrechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Diese Vorausset- zungen sind nicht erfüllt, soweit der Beklagte die staatsrechtliche Beschwerde gegen den Massnahmeentscheid des Obergerichts vom 29. November 2002 als integrierenden Bestandteil der Berufungsschrift erklärt und darauf verweist. Jedes Bundesrechtsmittel muss getrennt begründet werden (BGE 116 II 745 E. 2a S. 747). Im vorliegenden Fall richten sich die beiden Rechtmittel im Übrigen nicht einmal gegen den gleichen Entscheid des Obergerichts, sondern die Berufung gegen das Urteil im Hauptverfahren der Scheidung und die staatsrechtliche Beschwerde gegen einen Beschluss im Massnahmeverfahren. Glei- ches gilt, soweit der Beklagte auf seine bisherigen Ausführungen und Eingaben vor den kantonalen Instanzen verweist (BGE 110 II 74 E. 1 S. 78; 116 II 92 E. 2 S. 93). 1.3 Mit eidgenössischer Berufung kann nur die Verletzung von Bundesrecht mit Einschluss der durch den Bund abgeschlossenen völkerrechtlichen Verträge beanstandet werden. Ausdrücklich der staatsrechtlichen Beschwerde vorbehalten ist dabei aber die Verletzung verfassungsmässiger Rechte der Bürger (Art. 43 Abs. 1 OG). Soweit daher der Beklagte eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, des Verhältnismässigkeitsprinzips, von Treu und Glauben oder überspitzten Formalismus und Willkür rügt, ist auf die Berufung nicht einzutreten. 1.4 Die Klägerin ersucht in ihren Schreiben um eine Erstreckung der Rechtsmittelfrist und kritisiert die Festlegung des Scheidungsdatums. Da eine Verlängerung gesetzlich festgelegter Fristen nicht möglich ist und die Eingabe im Übrigen die Anforderungen von Art. 55 OG nicht erfüllt, bleibt diese unbeachtet.