Citation: 6B_645/2018 E. 1.5.4

1.5.4. Die Höhe der von den früheren Mitarbeitern der Beschwerdegegnerin 2 jeweils erwirtschafteten Honorarbeträge in den Monaten Juli bis September 2012 ist unbestritten. Vor dem Hintergrund, dass die von den Mitarbeitern bei der Beschwerdegegnerin 2 betreuten Kunden (namentlich I.________, S.________, T.________), diesen zum neuen Arbeitgeber folgten, so dass entsprechende Kundenprojekte nicht mehr von der Beschwerdegegnerin 2 abgerechnet werden konnten, ist der entgangene Gewinn mit der Vorinstanz als real zu betrachten. Sodann ist es durchaus vertretbar, wenn die Vorinstanz angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer, N.________, F.________, P.________ und Q.________ die Beschwerdegegnerin 2 verlassen und per 1. Juli 2012 zur C.________ AG gewechselt haben, die (natürliche) Kausalität zwischen dem pflichtwidrigen Verhalten von X.________ und dem entgangenen Gewinn der Beschwerdegegnerin 2 als erstellt erachtet. Soweit der Beschwerdeführer hierzu ausführt, dass sich N.________, P.________ und Q.________ schon vor dem ihm und X.________ vorgeworfenen Vorgehen entschieden hätten, die Beschwerdegegnerin 2 zu verlassen, geht seine Rüge fehl. Der Täter, der durch sein Verhalten eine Bedingung für den Eintritt des Erfolgs gesetzt hat, kann sich nicht damit entlasten, dass der Erfolg - in casu der Vermögensschaden - auch ohne die von ihm gesetzte Bedingung, gleichwohl eingetreten wäre. Denn entscheidend für die objektive Zurechnung ist, dass der Täter durch sein Verhalten eine Bedingung für den Erfolg in seiner konkreten Gestalt gesetzt hat (BGE 135 IV 56 E. 3.1.2 S. 66 f.). Vorliegend besteht die massgebliche Kausalkette darin, dass N.________, P.________ und Q.________ das ihnen von X.________ direkt oder über den Beschwerdeführer unterbreitete Stellenangebot angenommen, per 1. Juli 2012 zur C.________ AG gewechselt und dabei ihre Projekte mitgenommen haben, so dass nun neu die C.________ AG die im Rahmen der entsprechenden Kundenprojekte erbrachten Leistungen abrechnen konnte, wodurch der Beschwerdegegnerin 2 ein Gewinn entging. X.________ hat mit seinem Verhalten zweifelsohne eine Bedingung für diesen konkreten Erfolg gesetzt. Die Vorinstanz hat in Bezug auf diese massgebliche Kausalkette die natürliche Kausalität ohne Willkür bejaht. Die in diesem Zusammenhang vorgebrachten Rügen des Beschwerdeführers dringen nicht durch. Dass der Beschwerdegegnerin 2 in Bezug auf J.________ und K.________ kein Schaden entstanden ist, hat die Vorinstanz im Übrigen erkannt (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 5.18 S. 52 f.).