Citation: U 69/99 19.07.2001 E. 2

2.- Dr. S.________ vom SUVA-Ärzteteam Unfallmedizin kam in seinem Gutachten vom 26. September 1997 zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer keine organischen Unfallrestfolgen mehr vorlägen, sondern dass die vollständige Schonung und zeitweise Vernachlässigung der linken oberen Extremität Ausdruck einer psychogenen Funktionsstörung sei. Die objektiven Befunde an der linken Hand mit Verstreichung der Hautfältelung am Handrücken und über den dorsalen Bereichen der Finger sowie auch die Temperaturverminderung seien Folgen dieser Schonung und Vernachlässigung mit Herabhängenlassen der ganzen oberen linken Extremität, was zum einen rein hydrostatisch zu einem Auspressen intravasaler Flüssigkeit in den Extrazellulärraum führe und zum andern durch die fehlende Muskelpumpe bei Nichtgebrauch der Muskulatur den venösen Rückfluss vermindere; dies trage auch zur Ödemneigung bei. Was die Kraftlosigkeit in der linken Hand betreffe, sei diese auf Grund der erhobenen Befunde nicht Folge einer organisch begründbaren Muskelatrophie, sondern ebenfalls durch das Nichtaktivieren der Muskulatur bedingt. Damit werde jedoch dem Versicherten nicht ein willkürliches Fehlverhalten unterstellt. Vielmehr sei das Verhalten des Beschwerdeführers Ausdruck seiner psychogenen Störung. Zum gleichen Ergebnis gelangten die Ärzte des Zentrums für Medizinische Begutachtung (ZMB), welche in ihrer - mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichten - Expertise zuhanden der IV-Stelle des Kantons Thurgau vom 13. Oktober 1998 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit Halbseitensymptomatik, funktioneller Einarmigkeit und leichter depressiver Entwicklung bei narzisstischer Persönlichkeit diagnostizierten. Eine Arbeitsunfähigkeit bestehe somit wegen der funktionellen Einarmigkeit aus psychogenen Gründen. Auf Grund dieser Gutachten ist letztinstanzlich unter sämtlichen Verfahrensbeteiligten zu Recht unbestritten, dass im Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 2. April 1998 längst keine somatischen Restfolgen des am 31. Oktober 1994 erlittenen Unfalls mehr vorlagen. Ebenfalls nicht streitig ist, dass zwischen dem versicherten Unfallereignis und den psychogenen Störungen des Beschwerdeführers eine natürliche Kausalität besteht. Streitig und anhand der in BGE 115 V 133 entwickelten Grundsätze zu prüfen ist hingegen die Adäquanz des Kausalzusammenhanges.