Citation: 6A.50/2003 03.09.2003 E. A

X.________ besitzt den Führerausweis der Kategorie B seit 1974. Seither wurden gegen ihn folgende Führerausweisentzüge und andere Administrativmassnahmen verhängt: - 1974: zwei Monate Führerausweisentzug wegen "anderer Fahrfehler"; - 1975: sechs Monate Führerausweisentzug wegen "anderer Fahrfehler"; - 1985: fünf Monate Führerausweisentzug wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand (2,1 Promille); - 1986: 20 Monate Führerausweisentzug wegen wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand im Rückfall (2,7 Promille); - 1988: Verkehrsunterricht wegen Geschwindigkeitsüberschreitung; - 1990: ein Monat Führerausweisentzug wegen "anderer Fahrfehler"; - 1992: 24 Monate Führerausweisentzug wegen wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand (1,32 Promille); - 1994: sechs Monate Führerausweisentzug wegen Fahrens trotz Entzugs des Führerausweises; - 1998: zwei Monate Führerausweisentzug wegen Geschwindigkeitsüberschreitung. Am 4. September 2002 vor Mitternacht verursachte X.________ wegen mangelnder Aufmerksamkeit einen Selbstunfall, wobei er anschliessend die Unfallstelle verliess. Bei der polizeilichen Befragung erklärte er, vor dem Unfall Alkohol konsumiert zu haben. Auf Grund dieses Vorfalls bot das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen X.________ mit Zwischenverfügung vom 1. Oktober 2002 zu einer spezialärztlichen Untersuchung beim Institut für Rechtsmedizin am Kantonsspital St. Gallen auf. Der Gutachter Dr. med. Grimm schrieb in seinem Untersuchungsbericht vom 17. Dezember 2002, er könne die Fahreignung von X.________ aus verkehrsmedizinischer Sicht angesichts der bestehenden strassenverkehrsrechtlich relevanten Alkoholproblematik nicht befürworten. Er empfahl deshalb eine mindestens einjährige, ärztlich kontrollierte und fachtherapeutisch betreute Alkoholabstinenz, bevor eine verkehrsmedizinisch-spezialärztliche Kontrolluntersuchung durchgeführt werden könne. Gestützt auf dieses Gutachten entzog das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen X.________ den Führerausweis am 17. April 2003 wegen Alkoholabhängigkeit auf unbestimmte Zeit, jedoch mindestens für die Dauer von 12 Monaten. Gleichzeitig verbot es ihm, Motorfahrräder zu führen. Ferner entzog es einem allfälligen Rekurs die aufschiebende Wirkung. Gegen diesen Entscheid reichte X.________ bei der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen Rekurs ein und verlangte die Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Der Präsident der Abteilung IV der Verwaltungsrekurskommission wies am 23. Juni 2003 das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung ab.