Citation: 8C_208/2024 E. A

Der 1962 geborene A.________ erlitt als Gymnasiast am 1. August 1983 anlässlich eines "Jugend + Sport"-Kurses bei einem Autounfall eine komplette Paraplegie. In der Folge übernahm die Schweizerische Versicherungsanstalt, Abteilung Militärversicherung (nachfolgend Suva-MV), die gesetzlichen Leistungen. A.________ meldete sich ebenfalls bei der Invalidenversicherung an, die Sachleistungen gewährte und den Fall 1994 abschloss, nachdem A.________ durch seine Ausbildung rentenausschliessend eingegliedert war. Mit Verfügung vom 7. Mai 2008 sprach ihm die Suva-MV eine 10%ige Invalidenrente zu, die sie auf den 1. Mai 2008 mit Fr. 204'331.85 auskaufte. A.a. Am 1. September 2016 ersuchte A.________ die Suva-MV unter Hinweis auf eine Verschlechterung seines Gesundheitszustands um Renten- und Taggeldleistungen. Mit Verfügung vom 20. Juni 2018 sprach ihm die Suva-MV ab 1. Juli 2018 unter Anrechnung des im Jahr 2008 erfolgten Rentenauskaufs eine Invalidenrente von 50 % zu. Sie lehnte es ab, für die Zeit vor 2016 zusätzliche Taggelder zu den bereits erbrachten zu leisten. Hieran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 6. Januar 2020 fest. Die dagegen erhobene Beschwerde des A.________ wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 16. August 2021 ab. Es nahm eine reformatio in peius vor und stellte fest, dass A.________ keinen Anspruch auf eine zusätzliche Invalidenrente habe. Einen Taggeldanspruch verneinte es für genau bestimmte Zeitspannen. Betreffend das in den übrigen Zeiten ab 2012 ausgerichtete Taggeld wies es die Sache an die Suva-MV zu neuer Verfügung zurück. Das Bundesgericht wies mit Urteil 8C_643/2021 vom 26. April 2022 die hiergegen gerichtete Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. A.b. Am 27. Oktober 2014 hatte sich A.________ auch bei der IV-Stelle erneut zum Leistungsbezug angemeldet. Die IV-Stelle sprach ihm ab 1. April 2015 eine Viertelsrente und ab 1. Januar 2016 eine halbe Invalidenrente zu (Verfügungen vom 28. Mai 2021). Nachdem die Schweizerische Ausgleichskasse (SAK) der Suva-MV mit Datum vom 28. Mai 2021 die Nachzahlung von IV-Leistungen in der Höhe von Fr. 55'947.- angezeigt hatte, stellte diese am 30. Juni 2021 einen Verrechnungsantrag im Betrag von Fr. 28'307.30. Mit gleichentags erlassener (unangefochten gebliebener) Verfügung teilte die Suva-MV A.________ mit, es liege eine Überentschädigung in der Höhe von Fr. 28'307.30 vor und sie habe diesen Betrag bei der Ausgleichskasse zur Verrechnung mit der ihm zustehenden Nachzahlung geltend gemacht; sollte das laufende Beschwerdeverfahren zu Veränderungen der Kürzungsberechnung führen, werde die Berechnung entsprechend angepasst. Mit Verfügung vom 13. Juli 2021 hielt die Zentrale Ausgleichsstelle (ZAS) zugunsten von A.________ einen Saldo von Fr. 26'418.70 fest, wobei sie von der Rentennachzahlung über Fr. 55'947.- den Betrag von Fr. 1'221.- an den Regionalen Sozialdienst und von Fr. 28'307.30 an die Suva-MV in Abzug brachte. Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft. Gestützt darauf sowie auf den Verrechnungsantrag der Suva-MV vom 30. Juni 2021 veranlasste die ZAS am 7. September 2021 die Überweisung von Fr. 28'307.30 an die Suva-MV. Gleichentags erfolgte eine Abrechnung der SAK an A.________. A.c. Die gegen die Verfügungen der IV-Stelle vom 28. Mai 2021 erhobenen Beschwerden wies das Verwaltungsgericht ab, soweit es darauf eintrat. In Verneinung eines Rentenanspruchs hob es die Verfügungen vom 28. Mai 2021 auf (Urteil vom 8. Februar 2022), nicht ohne A.________ zuvor auf die Möglichkeit einer Schlechterstellung und eines Beschwerderückzugs aufmerksam gemacht zu haben. Dieses Urteil bestätigte das Bundesgericht auf Beschwerde hin, soweit es darauf eintrat (Urteil 8C_177/2022 vom 13. Juli 2022). In der Folge forderte die ZAS mit Verfügung vom 30. August 2022 von der Suva-MV zu Unrecht bezahlte Leistungen in der Höhe von Fr. 28'307.30 zurück. Hiergegen erhob die Suva-MV entsprechend der Rechtsmittelbelehrung Einsprache. Nachdem die Rückerstattungsverfügung vom 30. August 2022 mit Schreiben vom 26. Februar 2023 aufgehoben wurde, erliess die IV-Stelle am 25. September 2023 eine neue, gleichlautende Rückerstattungsverfügung.