Citation: C 146/01 13.02.2002 E. 3

3.- a) Nach den verbindlichen Feststellungen des kantonalen Gerichts arbeitete der Beschwerdeführer im Zeitraum von Juni bis November 1996 in einem Arbeitspensum von mindestens 80 % auf die Eröffnung eines Kindergartens X.________ hin, welchen er künftig zusammen mit seiner Partnerin im Status als Selbstständigerwerbender zu führen beabsichtigte. Während dieser Zeit bezog er Taggelder der Arbeitslosenversicherung, ohne dass über den - ihn vom Nachweis persönlicher Arbeitsbemühungen befreienden - Anspruch auf besondere Taggelder zur Förderung der selbstständigen Erwerbstätigkeit (Art. 71a AVIG) bereits entschieden worden wäre. b) Das kantonale Gericht hat die Frage, ob der Beschwerdeführer sich der Unrechtmässigkeit seines Leistungsbezug tatsächlich bewusst war, nicht abschliessend beantwortet. Es verneinte den guten Glauben mit der Begründung, der Beschwerdeführer habe sich zwischen Juni und November 1996 wohl wiederholt nach dem Stand der Prüfung seines Gesuchs um besondere Taggelder erkundigt, doch sei er bei gebotener Aufmerksamkeit zu keinem Zeitpunkt zur Annahme berechtigt gewesen, ein entsprechender Anspruch stehe fest. Da den Akten keine verbindliche behördliche Zusicherung besonderer Taggelder entnommen werden könne und der Beschwerdeführer im Übrigen eine solche auch nicht behaupte, habe er die Arbeitslosenentschädigung im fraglichen Zeitraum in der Hoffnung, nicht aber in berechtigtem Vertrauen auf deren Rechtmässigkeit bezogen. Nichts daran zu ändern vermöge auch der - gemäss telefonischer Beweisauskunft einer Angestellten der Arbeitslosenkasse vom 16. April 1999 auf mündliche Anfrage beim damaligen Arbeitsamt Wallisellen hin angefügte - Vermerk auf dem Formular "Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen" des Monats September 1996, wonach die geplante selbstständige Erwerbstätigkeit als gut befunden werde, die besonderen Taggelder bewilligt würden und "alles (...) beim KIGA" sei. Insbesondere könne unter den gegebenen Umständen von der Einholung einer schriftlichen Beweisauskunft abgesehen werden. c) Was der Beschwerdeführer hiegegen in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht vorbringt, ist nicht geeignet, ein abweichendes Ergebnis zu begründen. Auch wenn die geltend gemachten Unstimmigkeiten in der Sachverhaltsfeststellung zutreffen sollten, kann von einer offensichtlich unrichtigen oder unvollständigen Ermittlung der tatsächlichen Entscheidgrundlagen nicht die Rede sein, was umso mehr gilt, als es den beanstandeten Punkten an Rechtserheblichkeit fehlt (vgl. Erw. 1 hievor). Sodann liegt in Würdigung der gesamten Umstände keine Verletzung wesentlicher Verfahrensmaximen darin, dass die Vorinstanz die Richtigkeit der telefonischen Beweisauskunft vom 16. April 1999 nicht schriftlich bestätigen liess. Denn selbst wenn zweifelsfrei feststünde, dass der Vermerk von einer Angestellten der Arbeitslosenkasse (Frau S.________) stammt und sein Inhalt den telefonischen Angaben des Arbeitsamtes W.________ (Herr M.________) tatsächlich entspricht, liesse sich nicht auf Gutgläubigkeit des Beschwerdeführers schliessen. Dieser wusste, dass die Zusprechung besonderer Taggelder in der alleinigen Zuständigkeit des AWA liegt. Es konnte daher von ihm erwartet werden, dass er die Aussagen der Angestellten des Arbeitsamtes Wallisellen sowie der Arbeitslosenkasse betreffend die Erfolgschancen seines Gesuchs mit Vorsicht genoss. Namentlich durfte er die Feststellung im Vermerk auf dem Formular zum "Nachweis persönlicher Arbeitsbemühungen", dass die besonderen Taggelder bewilligt würden, bei gebotener Aufmerksamkeit nicht als verbindliche Zusicherung auffassen. Dass sich der Beschwerdeführer der Ungewissheit seines Anspruchs auf besondere Taggelder durchaus bewusst war, zeigen nicht zuletzt seine wiederholten Nachfragen bei den Behörden. Daraus, dass diese die gebotene Kooperation zeitweilig vermissen liessen, kann der Beschwerdeführer nach dem Gesagten nichts zu seinen Gunsten ableiten, weshalb es beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden hat.