Citation: H 21/01 10.08.2001 E. 3

3.- a) Gemäss Art. 64 Abs. 5 AHVG haben sich Arbeitgeber, Selbständigerwerbende, Nichterwerbstätige und versicherte Arbeitnehmer nicht beitragspflichtiger Arbeitgeber, die von keiner Ausgleichskasse erfasst wurden, bei der kantonalen Ausgleichskasse zu melden. Laut Art. 209 Abs. 2 AHVV sind die Selbständigerwerbenden, Nichterwerbstätigen und Arbeitnehmer ohne beitragspflichtige Arbeitgeber gehalten, den Ausgleichskassen wahrheitsgetreu Auskunft zu erteilen, soweit dies für die Durchführung der AHV nötig ist. b) Die Vorinstanz hat richtig festgehalten, dass sich aufgrund dieser Bestimmungen für die erwähnten Versicherten die Verpflichtung ergibt, im Rahmen der für die Ermittlung des AHV-Beitragsstatuts erforderlichen Abklärungen die nötigen Auskünfte zu erteilen. Dieser Verpflichtung kann sich die Versicherte nicht mit dem Argument entziehen, sie erfülle einen bestimmten Status nicht. Die Auskunftserteilung dient gerade der Abklärung dieser Frage, und die AHV-Organe sind hiebei auf die Mitwirkung der Versicherten angewiesen. Da die Beschwerdeführerin die ihr obliegende Meldepflicht nach Art. 64 Abs. 5 bereits in Bezug auf die Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit Ende der 80er Jahre verletzt hatte und die Kasse erst durch die Mitteilung der kantonalen Steuerverwaltung im August 1997 auf dieses Erwerbseinkommen aufmerksam gemacht wurde, war die Frist zur Festsetzung der Beiträge nach Art. 16 Abs. 1 AHVG hinsichtlich der ersten Beitragsjahre schon verwirkt (vgl. BGE 119 V 96), bevor die Kasse überhaupt nur die ersten Abklärungen in die Wege leiten konnte.