Citation: 5A_343/2021 E. 4.1.2

4.1.2. Als willkürlich erachtet die Beschwerdeführerin sodann die Feststellung, dass sie die Tochter in den Elternkonflikt miteinbeziehe. Der Vorwurf stimme nicht. Es sei vielmehr der Beschwerdegegner, der die Tochter ausfrage nach Besuchen bei ihr und diese unter Druck setze. Sie habe dem Gericht am 14. Oktober 2020 Aussagen des Kindes gegenüber den Grosseltern mütterlicherseits zur Kenntnis gebracht, aus denen die Beeinflussung und das Ausfragen des Kindes durch den Beschwerdegegner eindeutig hervor gingen, worauf die Vorinstanz indes mit keinem Wort eingegangen sei. Die Vorinstanz erwähnt besagte Eingabe im Zusammenhang mit den Erwägungen zur Einschätzung der Gutachter, dass die Art, wie die Beschwerdeführerin Aussagen der Tochter ins Verfahren einbringe und wie sie auf Tonbandaufnahmen die Tochter Erzählungen wiederholen lasse (suggestive Frageweise), zeige, dass sie nicht kindeswohlgerecht auf solche Aussagen eingehen könne. Die Vorinstanz sieht darin die Erkenntnis der Gutachter gestützt, dass sich die Erziehungsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit dem ersten Gutachten reduziert habe. Indem die Beschwerdeführerin sich nicht im Detail mit diesen Argumenten auseinandersetzt, kommt sie ihrer Rügepflicht nicht nach. Es reicht nicht, einfach das eigene Erleben zu schildern (vgl. E. 2.3.1). Ebenso nicht einzugehen ist auf die im selben Kontext erhobene Rüge, die Vorinstanz sei willkürlich davon ausgegangen, sie sei eher bereit den Konflikt auf rechtlicher Ebene auszutragen, wodurch sie das Kind stärker in den Elternkonflikt miteinbeziehe als der Beschwerdegegner. Die Aussage lässt sich so dem angefochtenen Urteil nicht entnehmen, die Vorinstanz hat vielmehr aus den soeben aufgezeigten anderen Kriterien geschlossen, die Beschwerdeführerin beeinflusse das Kind. Die Rüge geht daher an der Sache vorbei.