Citation: 8C_669/2013 E. 4.3.1

4.3.1. Die übrige medizinische Aktenlage stellt sich zur Frage der (teilweisen) Einsatzfähigkeit der Versicherten auf dem freien Arbeitsmarkt wie folgt dar: Frau Dr. med. H.________ hielt mit Bericht vom 23. September 2010 fest, dass, falls die Versicherte zur Erwerbsarbeit verpflichtet würde, diese ein Pensum von 40 % nicht überschreiten sollte. Anzustreben sei eine geregelte Arbeitszeit, wobei die bisherige Verkaufstätigkeit infolge der damit verbundenen Reizüberflutung nicht empfehlenswert erscheine. Demgegenüber dürfte relativ monotone Arbeit beispielsweise im Verpackungs- oder Versandbereich geeigneter sein. In seinen Berichten vom 5. Dezember 2010 und 9. März 2011 gab der behandelnde Psychiater Dr. med. W.________ an, eine Tätigkeit der Patientin auf dem freien Arbeitsmarkt sei nicht vorstellbar; eine solche im geschützten Rahmen käme nur zeitlich reduziert in Frage und werde durch das mögliche Auftreten manischer, depressiver und psychotischer Episoden zusätzlich eingeschränkt. Der RAD seinerseits gelangte in seiner Stellungnahme vom 23. Februar 2011 zum Ergebnis, dass eine Umsetzung der auf 40 % geschätzten leidensadaptierten Arbeitsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt medizintheoretisch zwar denkbar erscheine, auf Grund der real existierenden Umgebungsfaktoren bei "tatsächlichem Zwang" zur Erwerbsarbeit ausser Haus aber eine erhebliche Überforderung darstellte mit wahrscheinlicher Dekompensation der psychischen Gesundheit. Letztlich sei mithin nur eine Beschäftigung in einem geschützten Umfeld zuzumuten.