Citation: 6B_305/2022 E. 4.4.6

4.4.6. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, die vorinstanzliche Festsetzung seiner hypothetischen Strafe auf 8 Monate für seine Beteiligung am Raufhandel sei willkürlich, wenn man sie in Relation mit den anderen am Raufhandel Beteiligten setze (Beschwerde S. 45 f.), ist unbegründet. Wurden gegen die an einer Straftat beteiligten Personen getrennte Verfahren geführt, wie dies vorliegend unbestritten der Fall war, kann daraus nicht abgeleitet werden, der Sachrichter müsse die gegen die Anderen allenfalls bereits ergangenen Urteile beiziehen und hypothetische Überlegungen dazu anstellen, wie er diese beurteilt hätte. Ist die ausgesprochene Strafe angemessen, kommt eine Reduktion des Strafmasses mit der Begründung, die Strafe gegen die Mittäter sei milder ausgefallen, ohnehin nicht in Betracht (vgl. BGE 135 IV 191 E. 3.2 f.; Urteil 6B_676/2022 vom 27. Dezember 2022 E. 2.8 mit Hinweis). Soweit die Strafe innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens, gestützt auf alle wesentlichen Gesichtspunkte und im Rahmen des richterlichen Ermessens festgesetzt wurde, sind Unterschiede in der Strafzumessungspraxis innerhalb dieser Grenzen als Ausdruck unseres Rechtssystems hinzunehmen (Urteile 6B_676/2022 vom 27. Dezember 2022 E. 2.8; 6B_1435/2021 vom 16. November 2022 E. 1.3; 6B_81/2021 vom 10. Mai 2021 E. 4.2; je mit Hinweisen).