Citation: 1C_553/2019 E. 3.5.3

3.5.3. Die Beschwerdeführer scheinen der Ansicht zu sein, dass die Leitung ständig Wasser führe, könne nur auf vormals oberirdische Quellbäche zurückgeführt werden, die eingedolt worden seien und nun über das Baugrundstück abgeleitet würden. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden, muss eine Wasserleitung doch nicht zwingend von einem oberirdischen Gewässer gespiesen werden, damit diese ständig Wasser führt. Insbesondere ist das von den Beschwerdeführern mehrmals genannte Quellwasser ein unterirdisches Gewässer im Sinn von Art. 4 lit. b GschG (vgl. oben E. 3.1.1). Der Bezirk Küssnacht hielt in seiner Stellungnahme an das kantonale Amt für Raumentwicklung vom 8. Februar 2016 fest, dass der Quellüberlauf der privaten Quelle, welcher durch die über das Baugrundstück führende Leitung abfliesse, als ein künstlich an die Oberfläche gebrachter Wasserabfluss zu betrachten sei, der weder vor noch nach seiner Erschliessung je über eine Ausprägung als oberirdisches Gewässer verfügt habe. Weiter führte das BAFU in seiner Vernehmlassung aus, dass die Leitung durch Drainagen von diffus abfliessendem Grund- oder Hangwasser gespiesen werden könnte; das oberhalb von Merlischachen gelegene Gebiet Underer Wald weise diverse Flachmoorstandorte auf, was einen Hinweis dafür liefern könne, dass das Gebiet tatsächlich sehr durchnässt sei und daher auch nach längerer Zeit ohne Niederschlag noch Wasser führen könnte.