Citation: 4A_338/2022 E. 5.3.2

5.3.2. Die Vorinstanz stellte bezüglich dieser Behandlung einzig fest, dass Dr.med. F.________ in seinem psychiatrischen Gutachten vom 2. Mai 2007 in der Anamnese festhalte, dass die Beschwerdegegnerin vom sechsten bis zum zwölften Altersjahr bei der Kinderpsychologin H.________ in Behandlung gewesen sei. Aufgrund des Jahrgangs der Beschwerdegegnerin (1986) sei zu schliessen, dass diese Behandlung folglich "ca. zwischen 1992 und 1998" stattgefunden habe. Mangels Angaben von konkreten Gründen könne diese Behandlung bei der Kinderpsychologin zahlreiche Gründe gehabt haben, insbesondere auch die von der Beschwerdegegnerin vorgetragene Verarbeitung der Scheidung ihrer Eltern. Im Übrigen fehlen im vorinstanzlichen Sachverhalt jegliche Feststellungen über den Grund, den Gang oder die Intensität der Behandlung. Vor dem Hintergrund dieser Feststellungen und dem Umstand, dass nicht festgestellt ist, wann die (zum Versicherungsfall führenden) gesundheitlichen Beschwerden bei der Beschwerdegegnerin aufgetreten sind (oben Erwägung 5), vermag die Beschwerdeführerin unter den gegebenen Umständen aus der blossen mehrjährigen Begleitung durch die Kinderpsychologin nichts zu ihren Gunsten ableiten.