Citation: 1C_451/2023 E. 4.2

4.2. Nach der bundesgerichtlichen Praxis ist die Rechtmässigkeit von Verwaltungsakten, einschliesslich Baubewilligungen, mangels einer anderslautenden übergangsrechtlichen Regelung nach der Rechtslage im Zeitpunkt ihres Ergehens zur beurteilen (BGE 144 II 326 E. 2.1.1; Urteil 1C_390/2022 vom 9. Januar 2024 E. 4.5 mit Hinweisen). Ausnahmsweise kann sich aus Gründen des Vertrauensschutzes die Anwendung des alten, der Bauherrschaft günstigeren Rechts aufdrängen, wenn die Baubehörde den Entscheid unnötig verzögert oder die Nachbarschaft in querulatorischer Weise Verfahrensverzögerungen herbeiführt, um so die Anwendung strengeren Rechts zu erwirken (BGE 139 II 263 E. 8.2 mit Hinweisen).