Citation: 9C_476/2022 E. 6

Laut Vorinstanz hätte die Mutter der Versicherten ohne die Pflege- und Betreuungsaufgaben ab dem 1. Juni 2019 überwiegend wahrscheinlich eine ausserhäusliche Erwerbstätigkeit im Umfang ihrer Restarbeitsfähigkeit von 50 % ausgeübt, wobei von einem hypothetischen Erwerbseinkommen von Fr. 27'611.- auszugehen sei. Das kantonale Gericht führte aus, der Pflege- und Betreuungsaufwand eines Familienangehörigen werde mit Fr. 25.- pro Stunde vergütet. Unter Annahme eines Aufwands von mindestens 123 Stunden resultiere ein Mindestbetrag von Fr. 3'075.- bzw. nach Anrechnung der hälftigen Hilflosenentschädigung von Fr. 2'482.50. Da dieser Betrag höher sei als das hypothetische monatliche Erwerbseinkommen abzüglich des als Tagesmutter erzielten Einkommens, sei der Versicherten nur die Erwerbseinbusse der Mutter zu vergüten. Wie hoch das ab Juni 2019 als Tagesmutter erzielte monatliche Erwerbseinkommengewesen tatsächlich sei, habe die Beschwerdeführerin nicht abgeklärt. Die Sache sei deshalb an diese zurückzuweisen, damit sie den Sachverhalt diesbezüglich weiter abkläre und hernach die ab 1. Juni 2019 entstandene und zu vergütende Erwerbseinbusse festlege.