Citation: 1C_386/2012 E. 5.6

5.6. Das vorliegend streitgegenständliche Projekt der Errichtung einer Schaukäserei befindet sich vollständig in der Bauzone (vgl. E. 6.3), womit die Erteilung einer Baubewilligung zum Aufgabenbereich des Kantons gehört. Der Standort für den Bau der geplanten Alpkäserei ist im Rahmen der Vorabklärung von der Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz des Kantons Nidwalden bei einer Begehung am 22. Juni 2009 eingehend geprüft worden. In ihrer entsprechenden Begutachtung bestätigte die Fachstelle, dass sich der gewählte Standort für den Bau einer Alpkäserei eigne und dass sich die geplante Baute gut in die voralpine Landschaft bzw. ins BLN-Gebiet integriere. Soweit von den Beschwerdeführern die Sport- und Freizeitzone auf der Klewenalp als solche in Frage gestellt werden sollte, ist es den Behörden verwehrt, bei der Kontrolle eines Bauprojekts im Baubewilligungsverfahren akzessorisch die Nutzungsplanung mitzuüberprüfen (vgl. BGE 131 II 103 E. 2.4.1 S. 110 mit Hinweisen). Dass mit der insofern zonenkonformen Schaukäserei darüber hinaus Auswirkungen auf das Schutzobjekt verbunden sind, die auf einen Eingriff in dasselbe hinauslaufen und mithin eine Interessenabwägung nach Art. 6 NHG (vgl. dazu BGE 127 II 273 E. 4c S. 282 f. mit Hinweisen) bedingen, wird weder von den Beschwerdeführern noch vom Bundesamt für Umwelt BAFU ausreichend dargetan. Die mit baulichen Massnahmen verbundene Veränderung von Grund und Boden beeinträchtigt für sich allein die Schutzziele eines BLN-Objektes nicht, solange diese, wie hier, landschaftsgerechte Einrichtungen im Rahmen der bestehenden Zonenplanung nicht ausschliessen. Unter diesen Umständen ist nicht wesentlich und braucht nicht geprüft zu werden, wieweit die Einschätzung der kantonalen Fachstelle damals vom Bundesamt, das heute anscheinend einen etwas anderen Standpunkt vertritt, mitgetragen worden ist (vgl. E. 3.2). Die Beschwerdeführer und - inzwischen auch - das Bundesamt vermuten in erster Linie, dass das Gesamtprojekt, insbesondere die allfällige künftige Erstellung einer Outdoorarena, die ausserhalb der Bauzone zu liegen käme, massgebliche Eingriffe in die Schutzziele zur Folge haben könnte, was zwar nicht unwahrscheinlich erscheint, vorliegend aber nicht beurteilt zu werden braucht.