Citation: 5P.435/1999 17.01.2000 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, es habe die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessende Pflicht einer Behörde, ihre Entscheide zu begründen, verletzt, weil es seinen ersten Eventualantrag, seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nach den an seinem Wohnort (Zürich) geltenden Regeln zum betreibungsrechtlichen Existenzminimum zu berechnen, ohne Begründung abgewiesen habe. a) Den Notbedarf der Parteien hatte die Eheschutzrichterin in Anwendung des Kreisschreibens des Aargauer Obergerichts vom 13. Dezember 1993 ermittelt. Das Obergericht hat dieses Vorgehen als richtig erachtet und festgehalten, auch die daraus resultierenden Berechnungen seien nicht zu beanstanden. Die kantonale Beschwerdeinstanz hat in der Tat nicht ausdrücklich dargelegt, weshalb das Existenzminimum des Beschwerdeführers nicht nach den am Wohnort, d.h. in Zürich, massgebenden (betreibungsrechtlichen) Richtlinien zu ermitteln sei. b) Bei der aus dem verfassungsrechtlichen Anspruch auf rechtliches Gehör (früher abgeleitet aus Art. 4 [a]BV, heute ausdrücklich verankert in Art. 29 Abs. 2 [n]BV) sich ergebenden Pflicht einer Behörde, ihre Entscheide zu begründen, geht es darum, dass sich der vom Entscheid Betroffene über dessen Tragweite ein Bild machen und ihn in voller Kenntnis der Sache gegebenenfalls bei der oberen Instanz anfechten kann; es besteht indessen kein Anspruch auf ausführliche Begründung, namentlich darauf, dass auf jede Einwendung eingegangen wird (dazu BGE 124 II 146 E. 2a S. 149 mit Hinweis; 119 Ia 264 E. 4d S. 269 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer behauptet nicht, er sei wegen der von ihm gerügten Lückenhaftigkeit der Begründung nicht in der Lage gewesen, gegen den Entscheid des Obergerichts sachgerecht Beschwerde zu führen; er hat ihn denn auch in diesem Punkt angefochten. Im Übrigen war aus der Begründung der an das Obergericht gerichteten Beschwerde keineswegs klar hervorgegangen, dass die Differenz zwischen dem von der Eheschutzrichterin mit gut 2'500 Franken und dem (im Jahr zuvor) vom Betreibungsamt Zürich 3 mit 2'800 Franken eingesetzten Existenzminimum für den Beschwerdeführer auf die im Kanton Zürich angeblich höheren Lebenshaltungskosten zurückzuführen sei. Ein Vergleich zwischen den beiden Berechnungen zeigt vielmehr, dass der Unterschied vor allem daherrührt, dass das Betreibungsamt einen Zuschlag von 300 Franken gewährt hatte für Mehrkosten auswärtiger Verpflegung; dieser Zuschlag hatte offensichtlich nichts mit ortsbedingten höheren Lebenshaltungskosten zu tun. Zu diesem Punkt wie auch zu den andern teilweise unterschiedlich berücksichtigten, wenn auch weniger ins Gewicht fallenden, Positionen hatte sich der Beschwerdeführer in der kantonalen Beschwerde überhaupt nicht geäussert. Unter diesen Umständen bestand für das Obergericht keine Veranlassung, auf die vom Beschwerdeführer hervorgehobene und einzig mit der unterschiedlichen Höhe der Lebenshaltungskosten begründete Differenz in den Notbedarfsermittlungen einzugehen. Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist auch aus dieser Sicht unbegründet.