Citation: 8C_623/2007 22.08.2008 E. 6

6.1 Das kantonale Gericht hat nach einlässlicher Würdigung der medizinischen Unterlagen im Ergebnis richtig erkannt, dass - spätestens - per Ende 1998 mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. auch BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) keine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen mehr vorhanden waren und von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes (Art. 19 Abs. 1 UVG) mehr zu erwarten war. Die Beschwerdeführerin bringt zu Recht nichts vor, was an dieser Feststellung in tatsächlicher Hinsicht etwas zu ändern vermöchte. 6.2 Die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den ab 1. Januar 1999 anhaltend geklagten, organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden und dem Unfall vom 12. Mai 1996 braucht nicht abschliessend beantwortet zu werden, wenn - wie im Folgenden dargelegt - die Adäquanz in der Tat zu verneinen ist. Denn diesfalls kann praxisgemäss auf weitere Beweisvorkehren zur natürlichen Kausalität verzichtet werden, woran sich mit BGE 134 V 109 nichts geändert hat (Urteil 8C_42/2007 vom 14. April 2008, E. 2 mit Hinweisen). 6.3 Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhanges von organisch nicht nachweisbaren Unfallfolgeschäden eines Schleudertraumas muss untersucht werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund getreten sind. Trifft dies zu, gelangen die von der Rechtsprechung in BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 ff. zur Adäquanz von psychischen Unfallfolgen entwickelten Grundsätze zur Anwendung; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 f. und 369 E. 4b S. 382 f. festgelegten Kriterien (BGE 134 V 109 E. 6 S. 116 f., Urteil 8C_582/2007 vom 29. April 2008, E. 3.1). 6.4 Es erscheint fraglich, ob die Adäquanz des Kausalzusammenhanges zwischen den ab 1. Januar 1999 anhaltend geklagten Befindlichkeitsstörungen und dem Unfall vom 12. Mai 1996 nach der sog. Psycho-Praxis im Sinne von BGE 115 V 133 zu prüfen ist. Zum einen litt die Versicherte anfänglich nach dem Unfall an den zum typischen Beschwerdebild gehörenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Zum andern finden sich konkrete Hinweise auf eine psychogene Problematik erst im Bericht des Spitals Y.________ vom 26. Januar 1998, wo die Beschwerdeführerin vom 27. Oktober bis 21. November 1997 zur stationären Rehabilitation weilte, nachdem gestützt auf die Ergebnisse der Magnetresonanz-Untersuchung vom 30. Juni 1997 eine Nervenwurzelkompression - trotz minimaler Diskusprotrusionen auf Höhe der Halswirbelkörper 5/6 und 6/7 - hatte ausgeschlossen werden können. Die Frage braucht indessen nicht beantwortet zu werden, da die Adäquanz auch in Anwendung der - inzwischen mit BGE 134 V 109 präzisierten - Schleudertrauma-Praxis zu verneinen ist (E. 7 und 8).