Citation: 2C_537/2022 E. 6.4

6.4. Die Beschwerdeführerin bestandet im Übrigen die Nichtbeachtung der eingereichten "Guidelines". Die Vorinstanz erwägt diesbezüglich, bei den von der Beschwerdeführerin eingereichten "Guidelines" handle es sich um Empfehlungen zur Anwendung von Muskelrelaxanzien bei Schmerzen im unteren Rücken, ohne dass darin spezifisch auf das zur Diskussion stehende Arzneimittel eingegangen werde (vgl. E. 7.8 des angefochtenen Urteils). Dagegen wendet die Beschwerdeführerin bloss ein, den "Guidelines" lasse sich entnehmen, dass Tolpersion bei akuten Schmerzen im unteren Rücken als wirksame pharmakologische Therapie empfohlen sei. Von dieser den Wirkstoff Tolpersion betreffenden Empfehlung könne ohne Weiteres auf die Wirksamkeit des Arzneimittels geschlossen werden. Der Beschwerdeführerin ist nicht zu folgen: aArt. 10 Abs. 1 lit. a HMG verlangt grundsätzlich, dass das zuzulassende Arzneimittel qualitativ hochstehend, sicher und wirksam ist. Der Wirksamkeitsnachweis muss sich im Grundsatz auf das Arzneimittel als solches beziehen und kann daher nicht durch allgemein gehaltene Empfehlungen erbracht werden, auch wenn in den "Guidelines" auf den Wirkstoff eingegangen wird, der das Arzneimittel der Beschwerdeführerin enthält.