Citation: H 101/04 16.08.2004 E. 2

2.1 Zu prüfen ist nach dem Gesagten, ob der vorinstanzlich bestätigte Abschreibungsbeschluss vom 23. Mai 2003 zu Recht erging. Die Ausgleichskasse begründete ihr Vorgehen mit dem Argument, die Eingabe des Rechtsvertreters vom 12. Mai 2003 sei als Rückzug der Einsprache zu verstehen, während das kantonale Gericht zum Ergebnis gelangte, die Abschreibung sei zufolge Anerkennung der angefochtenen Verfügung zu Recht erfolgt. 2.2 Gemäss Art. 10 Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV) müssen Einsprachen ein Rechtsbegehren und eine Begründung enthalten. Das Schreiben vom 24. März 2003 erfüllte diese Anforderungen nicht. Der Versicherte erklärte denn auch selbst, er werde "die entsprechenden Rechtsbegehren, Sachverhalte und Begründungen nachreichen". Der Versicherer hatte deshalb gemäss Art. 10 Abs. 5 ATSV eine angemessene Frist zur Behebung der Mängel anzusetzen, verbunden mit der Androhung, dass sonst auf die Einsprache nicht eingetreten werde. Dieser Vorschrift kam die Ausgleichskasse am 28. März 2003 nach. Gemäss der daraufhin eingereichten Rechtsschrift vom 12. Mai 2003 wendet sich der Einsprecher nicht gegen die Beitragsverfügungen [vom 27. Februar 2003] als solche und beantragt präzisierend, dass die Abweisungsverfügung betreffend Familienzulagen vom 28. Februar 2003 aufzuheben und ihm rückwirkend Kinderzulagen auszurichten seien. In der Folge wird dargelegt, warum dieser Zulagenanspruch bestehe. Die Verbesserung der vorsorglichen Einsprache enthält somit keine Äusserung des Willens, die Beitragsverfügungen der Ausgleichskasse anzufechten, sondern vielmehr die sinngemässe Aussage, deren Rechtmässigkeit werde nicht bestritten. Dementsprechend fehlt auch eine diesbezügliche Begründung. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die Verwaltung von einer materiellen Überprüfung der Beitragsverfügungen absah, wobei offen bleiben kann, ob sie, statt die Einsprache zufolge Rückzugs (oder, wie die Vorinstanz annimmt, Anerkennung der Rechtmässigkeit der angefochtenen Verfügungen) abzuschreiben, die Sache durch einen Nichteintretensentscheid wegen Fehlens einer gültigen Einsprache hätte erledigen sollen.