Citation: 8C_727/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorbringen in der Beschwerde vermögen kein anderes Ergebnis herbeizuführen. So ist nicht erkennbar, inwiefern die Vorinstanz dadurch, dass sie in Bezug auf den Einspracheentscheid von einer am 21. Februar 2023 fingierten Zustellung ausgegangen ist, Bundesrecht verletzt haben soll. Entgegen dem Beschwerdeführer ist Art. 38 ATSG im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens (Beschwerde gegen einen Einspracheentscheid) durchaus einschlägig (vgl. Art. 56 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 2 ATSG). Weiter besteht in Bezug auf einen ersten erfolglosen Zustellungsversuch (Art. 38 Abs. 2 bis ATSG) bei eingeschriebenen Postsendungen eine widerlegbare Vermutung, dass der oder die Postangestellte die Abholungseinladung ordnungsgemäss in den Briefkasten oder in das Postfach der empfangenden Person gelegt hat und das Zustellungsdatum korrekt registriert worden ist (BGE 142 IV 201 E. 2.3 mit Hinweisen). Indem der Beschwerdeführer mit Hinweis auf ein "neues Postverfahren" behauptet, bei ihm zu Hause habe kein Zustellungsversuch stattgefunden, vermag er diese Vermutung nicht umzustossen. Da er drei Einsprachen (die letzte datiert vom 11. Januar 2023) erhoben hatte, ist das kantonale Gericht zu Recht davon ausgegangen, dass er mit der Zustellung des Entscheids (der nur einen Monat nach der letzten Einsprache erfolgte) rechnen musste (vgl. BGE 134 V 49 E. 4 mit Hinweisen). In der Beschwerde wird ausserdem übersehen, dass die Zustellfiktion auch zum Tragen kommt, wenn, wie hier geschehen, der Adressat der Post einen Auftrag auf Verlängerung der Abholfrist erteilt; ein derartiges Vorkehren führt nicht zu einer Fristverlängerung (BGE 141 II 429; 134 V 49 E. 4).