Citation: 1C_69/2025 E. 1.6

1.6. Mit diesen Ausführungen unterstreicht der Kantonsrat die präjudizielle Bedeutung des angefochtenen Entscheids für die öffentliche Aufgabenerfüllung. Er tut dies allerdings auf abstrakte Weise und vernachlässigt dabei die konkreten Umstände des vorliegenden Falls. Aus den vorinstanzlichen Feststellungen und den Akten geht hervor, dass die Beschwerdegegnerin selbst die Edition des Protokolls ihrer Anhörung durch die Geschäftsleitung des Kantonsrats beantragte. Das einzige offensichtliche Interesse, das die Aufgabenerfüllung des Kantonsrats in der von ihm beschriebenen Art beeinträchtigen könnte, ist damit dahingefallen. Denn es ist nicht ersichtlich, weshalb sich Personen an Anhörungen vor Organen des Kantonsrats aus Angst vor einer Verwendung ihrer Aussagen in späteren Gerichtsverfahren nicht mehr offen äussern sollten, wenn sie selbst einer solchen Verwendung zustimmen oder diese gar beantragen. Weshalb die Aufgabenerfüllung des Kantonsrats in anderer Hinsicht erheblich tangiert sein sollte, ist ebenfalls nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht dargetan.