Citation: 1C_398/2022 E. 5.1

5.1. Gemäss Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen namentlich Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist. Dieser Anspruch wird verletzt, wenn ein Entscheid nicht binnen einer Frist gefasst wird, die gesetzlich vorgeschrieben ist oder nach der Natur der Sache und den gesamten übrigen Umständen als angemessen erscheint (BGE 144 I 318 E. 7.1 mit Hinweisen). Er bezieht sich sowohl auf die einzelnen Verfahrensabschnitte als auch auf die gesamte Verfahrensdauer. Eine objektiv betrachtet unangemessen lange Gesamtverfahrensdauer kann den Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist auch dann verletzen, wenn den Behörden subjektiv keine längere Untätigkeit oder andere Versäumnisse zur Last fallen (vgl. Urteile 2C_664/2021 vom 20. Januar 2022 E. 4.2.1; 1C_485/2011 vom 16. Januar 2012 E. 2.3.2; je mit Hinweisen). Eine Verletzung des Anspruchs auf Beurteilung innert angemessener Frist kann vom Bundesgericht förmlich im Urteilsdispositiv festgestellt und bei den Kostenfolgen angemessen berücksichtigt werden (vgl. BGE 138 II 513 E. 6.5; 135 II 334 E. 3; je mit Hinweisen). Das Feststellungsinteresse fliesst dabei unmittelbar aus dem Anspruch auf ein Verfahren innert angemessener Frist nach Art. 29 Abs. 1 BV (vgl. Urteil 1C_439/2011 vom 25. Mai 2012 E. 2.1, nicht publ. in BGE 138 I 256).