Citation: 6S.575/2001 16.03.2002 E. 1

1.- a) Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer vor, durch das Vermitteln von G.________ als offiziellen Gründer und Strohmann und durch seine mit der Teilnahme an den ersten Sitzungen dokumentierte Unterstützung des Projekts die strafrechtlich relevanten Handlungen der drei Telecom-Angestellten wesentlich gefördert zu haben und erklärt ihn der Gehilfenschaft zu ungetreuer Amtsführung (Art. 314 i.V.m. Art. 25 StGB) schuldig (angefochtenes Urteil S. 66). b) Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe festgehalten, strafbar im Sinne von Art. 314 StGB sei nicht die Gründung der F.________ AG, sondern die wirtschaftliche Tätigkeit der Beamten im Rahmen dieses Unternehmens, soweit damit die Interessen ihres Arbeitgebers Telecom tangiert wurden. Die Verurteilung wegen Gehilfenschaft zu ungetreuer Amtsführung stehe in "offensichtlichem Widerspruch zu dieser Trennung zwischen strafloser Gründung und strafbarer Tätigkeit" (Nichtigkeitsbeschwerde S. 4, Art. 1). Es könne ihm nicht angelastet werden, dass G.________ nach der Gründung der F.________ AG delinquierte. Ohne die Vermittlung durch den Beschwerdeführer "hätten sich die Taten der drei Telecom-Mitarbeiter und ihres Gehilfen (sc. G.________) nicht anders abgespielt". Einen Firmengründer wie G.________ hätten die drei Telecom-Mitarbeiter "praktisch an jeder Strassenecke finden" können. Im Zeitpunkt der Gründung sei zudem nicht festgestanden, dass es zu strafbaren Handlungen kommen würde. Vielmehr seien legale Tätigkeiten (Basis nach Austritt aus dem Bundesdienst oder Tätigkeit mit Zustimmung der Vorgesetzten) zur Diskussion gestanden. Im Zusammenhang mit der Vermittlung von G.________ mache die Vorinstanz dem Beschwerdeführer zu Unrecht den Vorwurf, er habe auf den seine Person betreffenden Interessenkonflikt sowie auf die Problematik einer Beteiligung des A.________ als Bundesbediensteter an der F.________ AG aufmerksam gemacht. Daraus ergebe sich stattdessen die Abmahnung, welche das Bundesgericht in BGE 109 IV 147 S. 151 vom Vertragspartner eines Funkgeräte-Käufers verlange, damit dieser nicht Gehilfe werde. Im Zeitpunkt der Vermittlung von G.________ sei weder festgestanden noch erkennbar gewesen, dass dieser und/oder A.________ einen Tatentschluss gefasst hätten (Nichtigkeitsbeschwerde S. 5 f., Art. 4, unter Verweisung auf BGE 117 IV 186 E. 3). Im Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, die Teilnahme an vorbereitenden Sitzungen einer straflosen Firmengründung könne objektiv nicht Gehilfenschaft sein. Selbst wenn es an diesen Sitzungen um die Planung der strafbaren Geschäftstätigkeit der F.________ AG gegangen wäre, hätte seine blosse Anwesenheit keine Gehilfenschaft dargestellt. Es sei nie abgeklärt worden, mit welchen Äusserungen der Beschwerdeführer die später erfolgte ungetreue Amtsführung unterstützt haben soll. Demzufolge sei die Überprüfung des Schuldspruches gar nicht möglich, weshalb das angefochtene Urteil in diesem Punkt wie in BGE 109 IV 147 S. 152 aufzuheben und die Sache zur Ergänzung des Sachverhaltes und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen sei (Nichtigkeitsbeschwerde S. 6, Art. 5).