Citation: 1C_386/2012 E. 4.3

4.3. Die Rüge der ungenügenden Sachverhaltsabklärung der Beschwerdeführer steht im Wesentlichen in engem Zusammenhang mit der Frage der Tragweite des Bauprojekts. Die Beschwerdeführer berufen sich auf einen Beschluss des Regierungsrates des Kantons Nidwalden vom 3. Februar 2009, wonach die Alpkäserei auf der Klewenalp als Projekt der Neuen Regionalpolitik des Bundes mit nicht unerheblichen Geldern des Bundes und des Kantons subventioniert werden soll. Nebst der Alp- als Schaukäserei seien damit ein Multifunktionsraum, eine Outdoor-Arena, eine Kinderkäsi, Spielgeräte für Kinder sowie ein umfangreiches touristisches Programm verbunden, wobei die dafür zu erstellenden Einrichtungen zumindest teilweise ausserhalb der Bauzone zu liegen kommen sollen. Grundlage dafür bilde ein von den Beschwerdegegnern erarbeitetes Betriebskonzept vom 15. Oktober 2008, das alle diese Elemente wiedergebe. Es handle sich mithin um ein Gesamtprojekt, das auch als solches zu beurteilen sei. Die Aufspaltung desselben aus taktischen Gründen sei unzulässig. Da sich die Auswirkungen des Gesamtprojekts nur bei einem Augenschein vor Ort wirklich einschätzen liessen, erweise sich ein solcher als unerlässlich. Überdies müsse das Geschäftsmodell gemäss den Vorgaben der Neuen Regionalpolitik des Bundes rentabel und nachhaltig betrieben werden können, was fraglich sei, denn nach Auffassung der Beschwerdeführer müsste dafür zusätzliche Milch mit dem Auto zur Käserei auf die grundsätzlich autofreie Klewenalp transportiert werden. Wie es sich damit verhalte, könne aber nur nach Einsicht in die zur Edition verlangten Milchlieferungsverträge schlüssig beurteilt werden.