Citation: 1C_690/2021 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführenden bringen in erster Linie vor, die Argumentation der Vorinstanz betreffend Grösse der Hauptnutzfläche "erübrige sich", da sie für sie nicht nachprüfbar und der Zusammenhang mit der SIA-Norm 416 - gemäss der Vorinstanz stützt sich der Begriff der Hauptnutzfläche auf den entsprechenden Begriff in dieser Norm - nicht eruierbar sei. Grundlegend sei jedoch, dass mit dem umstrittenen Bauvorhaben die gemäss Art. 11 Abs. 3 ZWG zulässige Erweiterung der Hauptnutzfläche um maximal 30 % bei Weitem überschritten werde. Das Vorhaben sei mit dieser Bestimmung nicht vereinbar und halte die Nutzungsbeschränkung nicht ein. Soweit diese Vorbringen überhaupt den Begründungsanforderungen genügen, sind sie unbehelflich. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid ausführlich begründet, wieso sie das umstrittene Bauprojekt für mit der Bestandesgarantie gemäss Art. 11 ZWG und den weiteren Anforderungen der Zweitwohnungsgesetzgebung vereinbar hält. Sie hat dabei insbesondere dargelegt, dass und wieso Art. 11 Abs. 3 ZWG ihrer Ansicht nach gerade nicht zur Anwendung kommt. Die Beschwerdeführenden setzen sich mit den entsprechenden wie auch den weiteren Ausführungen der Vorinstanz im vorliegenden Zusammenhang nicht auseinander und legen auch nicht ansatzweise dar, inwiefern deren Erwägungen bundesrechtswidrig sein sollten. Solches ist auch sonst nicht ersichtlich. Namentlich stützt sich die Vorinstanz hinsichtlich der Fragen, ob bei einem Wiederaufbau altrechtlicher Wohnungen Art. 11 Abs. 3 ZWG zur Anwendung kommt und ob ein solcher Wiederaufbau mit der Schaffung neuer Erstwohnungen kombiniert werden kann, wie auch bezüglich der Frage der Identität der Baute auf die einschlägige bundesgerichtliche Rechtsprechung (vgl. Urteil 1C_478/2019 und 1C_479/2019 vom 8. Mai 2020 E. 4, 5.1 und 5.2; vgl. zur Frage der Identität der Baute präzisierend Urteil 1C_626/2020 vom 17. Juni 2022 E. 4.4). Inwiefern die vorinstanzliche Argumentation betreffend die Grösse der vorbestandenen Hauptnutzfläche für die Beschwerdeführenden nicht nachprüfbar und der Zusammenhang des Begriffs der Hauptnutzfläche nach Art. 11 ZWG mit der Definition gemäss der SIA-Norm 416 für sie nicht eruierbar sein sollte, erschliesst sich weiter nicht, zumal die Vorinstanz in letzterem Zusammenhang ausdrücklich auf die einschlägige Kommentarliteratur verwiesen hat (vgl. ARON PFAMMATTER, in: Handkommentar zum Zweitwohnungsgesetz [ZWG], 2021, N. 3 zu Art. 11 ZWG; vgl. zu dieser Frage zudem Botschaft vom 19. Februar 2014 zum Bundesgesetz über Zweitwohnungen, BBl 2014 2310; BGE 140 II 378 E. 5.2; Urteil 1C_349/2014 vom 17. Dezember 2014 E. 2.1).