Citation: 2C_367/2023 E. 3.4

3.4. Das öffentliche Interesse an der Aufenthaltsbeendigung des Beschwerdeführers, welcher sich seine Aufenthaltsbewilligung durch Täuschung der Behörden im Sinne von Art. 118 AIG erschlichen hat (vgl. vorstehend A.d), ist erheblich (vgl. Urteile 2C_204/2019 vom 20. August 2020 E. 3.3; 2C_362/2019 vom 10. Januar 2020 E. 6.2). Zudem kann angesichts der Anzahl der Verurteilungen des Beschwerdeführers, der Schwere der begangenen Straftaten und seiner - trotz laufender Bewährungsfristen, Bewährungshilfe und der ihm mehrfach auferlegten Sanktionen - über mehrere Jahre hinweg anhaltenden Delinquenz mit der Vorinstanz auf eine schwerwiegende Geringschätzung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung geschlossen werden. Abgesehen von der Verurteilung im Jahr 2022 wegen der anno 2021 begangenen Täuschung der Behörden (vgl. vorstehend A.d), welche der Beschwerdeführer in seinen Darstellungen übergeht, hat er zwar im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils seit rund vier Jahren nicht mehr delinquiert. Allerdings befand sich der Beschwerdeführer bis Ende Juni 2020 in Österreich im Strafvollzug. In Freiheit bewährt (sofern unter diesen Umständen überhaupt von einer Bewährung die Rede sein kann) hatte er sich somit noch keine drei Jahre, was angesichts seiner sich über rund 15 Jahre erstreckenden kriminellen Vergangenheit keinen besonders langen Zeitraum darstellt und daher nicht wesentlich zu Gunsten des Beschwerdeführers ins Gewicht fällt. Die teils schwere und anhaltende Straffälligkeit erhöht somit das ohnehin bereits erhebliche öffentliche Interesse an einer Aufenthaltsbeendigung. Auch die Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach nicht ausgeschlossen werden könne, dass in einem Strafverfahren angesichts seiner heutigen familiären Verhältnisse ausnahmsweise auf eine Landesverweisung verzichtet würde, vermögen daran nichts zu ändern: Die Vorinstanz durfte die Bestimmungen zur obligatorischen Landesverweisung (insbesondere Art. 66a Abs. 1 lit. b, c und o StGB) für die Einordnung der Schwere der in Österreich begangenen Straftaten bzw. der Bedeutung der dadurch verletzten Rechtsgüter heranziehen (vgl. Urteile 2C_332/2023 vom 9. April 2024 E. 5.2.2; 2C_92/2020 vom 10. Juni 2020 E. 4.1). Die vom Beschwerdeführer ins Feld geführten, seiner Meinung nach möglicherweise härtefallbegründenden (vgl. Art. 66a Abs. 2 StGB) familiären Entwicklungen vermögen die Einschätzung hinsichtlich der Schwere der Straftaten nicht in Frage zu stellen.