Citation: U 491/06 20.08.2007 E. 3

Uneinig sind sich die Verfahrensbeteiligten zum einen bezüglich des Herganges des Vorfalles vom 15. August 2003. Während das kantonale Gericht auf Grund der Aussagen der Beschwerdegegnerin davon ausgeht, dass es nach der infolge eines abrupt von rechts die Strasse überquerenden Radfahrers vollzogenen Vollbremsung zu einer - wenn auch relativ leichten - Kollision gekommen ist, bezweifelt die Beschwerdeführerin diese Sachverhaltsversion und hält lediglich die Tatsache einer Vollbremsung (ohne Kollision) für erwiesen. 3.1 Die Akten vermitteln hinsichtlich des Ablaufs des Geschehnisses vom 15. August 2003 das folgende Bild: Dr. med. R.________ sprach in seinen Aufzeichnungen vom 16. August 2003 von einem Autounfall, welchen die Patientin am Vortag erlitten habe, respektive einem "abrupten Bremsen". Im am 20. August 2003 ausgefüllten "Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma" vermerkte Dr. med. E.________ auf der Grundlage der ihm von der Versicherten am 18. August 2003 geschilderten Angaben zum Unfallhergang eine Vollbremsung sowie eine Frontalkollision mit einem Velofahrer. In der Unfallmeldung vom 29. August 2003 wurde in der Rubrik "Unfallbeschreibung" "Auffahrunfall" angegeben. Gegenüber der SUVA führte die Versicherte in Beantwortung des Fragebogens vom 12. September 2003 auf die Frage nach dem Hergang des Unfalles aus, dass sie als Autolenkerin mit ca. 40 Stundenkilometern unterwegs gewesen sei, als sie infolge eines die Strasse plötzlich von rechts überquerenden Velofahrers stark habe abbremsen müssen. In der von der Versicherten auf der Rückseite des Fragebogens entworfenen Unfallskizze wurde die Stelle des angeblichen Zusammenstosses rot umkreist und mit "Kolisia" bezeichnet. Dem "Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen", von der Beschwerdegegnerin am 23. September 2003 vervollständigt, ist zur Frage nach dem Sachverhalt zu entnehmen, dass sie ihren Wagen mit einer Geschwindigkeit von etwa 40 Stundenkilometern gelenkt habe, als plötzlich ein Radfahrer von rechts auf die Strasse eingebogen sei. Sie habe abrupt gebremst und - ausrollend - den Velofahrer leicht touchiert. Eine ihr unbekannte Frau habe daraufhin den Motor an ihrem Fahrzeug abgestellt und sie anschliessend nach Hause gefahren. Der Radfahrer habe sich, das offenbar nicht mehr fahrtüchtige Velo tragend, von der Unfallstelle entfernt. An der Fahrzeugfront vorne rechts seien noch geringfügige Kratzspuren vorhanden. Am 26. September 2003 gab die Versicherte zu Protokoll, dass, da sich der Radfahrer das Fahrrad tragend von der Unfallstelle entfernt habe, eine Kollision mit Sachschaden stattgefunden habe müsse. Gegenüber den Ärzten des Spitals X.________ führte die Beschwerdegegnerin anlässlich ihrer Konsultationen vom 9. Oktober und 3. November 2003 schliesslich aus, sie habe innerorts bei ca. Tempo 40 km/h eine Vollbremsung vollzogen, als ein Velo von rechts auf die Strasse gefahren sei. Trotz der Vollbremsung habe sie das Fahrrad leicht touchiert, sodass dessen Lenker habe absteigen müssen. Sofort nach dem Ereignis sei der Velofahrer weitergefahren, ohne den Vorfall und sie weiter zu beachten (Bericht vom 5. November 2003).