Citation: 1C_68/2022 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt, die vorinstanzliche Annahme, wonach sie gehalten gewesen sei, innert 30 Tagen nach April 2018 die unterlassene Profilierung mit einem Rechtsmittel zu rügen, verstosse gegen die bundesrechtlichen Grundsätze zu den Rechtsfolgen mangelhafter Verfügungen. Als im April 2018 mit dem Baufortschritt die Dimensionierung der Spa-Terrasse für die Beschwerdeführerin sichtbar geworden sei, habe sie angenommen, diese Terrasse bzw. die sie umgebenden Betonmauern seien nicht nach den bewilligten Plänen gebaut worden und habe daher bei der Baubehörde eine baupolizeiliche Anzeige erhoben. Damit habe sie ihre Sorgfaltspflichten vollumfänglich erfüllt. Nach der Einsicht in die Bauakten am 23. Juli 2018 habe die Beschwerdeführerin innert weniger als 30 Tagen in ihrer Einsprache vom 8. August 2018 die Bewilligungsfähigkeit der Spa-Terrasse insgesamt in Frage gestellt, was für eine fristwahrende Anfechtung genüge.