Citation: 5A_684/2022 E. 2.4.2

2.4.2. Für die Ermittlung des Bedarfs ist die Berücksichtigung einer Kaufkraftdifferenz zwischen der Schweiz und dem Aufenthaltsland des Unterhaltsgläubigers oder Unterhaltsschuldners zulässig und entspricht ständiger Praxis (vgl. Urteile 5A_904/2019 vom 15. Juni 2020 E. 2.6.3; 5A_685/2018 vom 15. Mai 2019 E. 4.7; 5A_246/2015 vom 28. August 2015 E. 4.2; je mit Hinweisen). Kaufkraftdifferenzen lassen sich namentlich anhand der vom Bundesamt für Statistik veröffentlichten Preisniveauindizes im internationalen Vergleich für das Jahr 2021 (vgl. <https://www.bfs.admin.ch> unter Statistiken finden > 05 - Preise > Internationale Preisvergleiche > Preisniveauindizes; besucht am 14. Februar 2023) ermitteln. Das Obergericht hat den Bedarf ausgehend von den "Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums" (zuletzt veröffentlicht in: BlSchK 2009 S. 193 ff.; nachstehend Richtlinien SchKG) ermittelt; es hat also auf die für die Schweiz geltenden Massstäbe abgestellt und erst danach einen (pauschalen) Kaufkraftabzug vorgenommen. Die Behauptung, das Obergericht habe bei den Bedarfspositionen Wohnkosten von Fr. 625.--, Krankenkasse und Arztkosten von Fr. 260.--, Versicherungen von Fr. 60.-- und Kommunikation von Fr. 105.-- bereits das spanische Preisniveau berücksichtigt, bleibt unsubstanziiert. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Position Wohnkosten, welche das Obergericht aufgrund des Konkubinats (vorne E. 2.3) bloss anteilsmässig berücksichtigt hat (vgl. Ziff. II Richtlinien SchKG). Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, dem Obergericht sachdienliche Belege, namentlich Rechnungen aus Spanien, unterbreitet zu haben. Da er die Höhe des vom Obergericht gewählten Abzugs (einen Drittel) nicht beanstandet, ist darauf nicht weiter einzugehen. Die Rüge des Beschwerdeführers erweist sich somit als unbegründet, soweit auf sie überhaupt eingetreten werden kann.