Citation: 1B_199/2023 E. 2

Angefochten ist der Entscheid des Obergerichts über ein Ausstandsbegehren. Es handelt sich um einen selbständig eröffneten, kantonal letztinstanzlichen Zwischenentscheid über ein Ausstandsbegehren, gegen den die Beschwerde in Strafsachen nach Art. 92 Abs. 1 BGG zulässig ist. Als Beschuldigter hatte der Beschwerdeführer im Strafverfahren Parteistellung und ist damit zur Beschwerde berechtigt (Art. 81 Abs. 1 lit. a und b BGG). Es ist allerdings seine Sache, sowohl darzulegen, dass die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, soweit das nicht offensichtlich ist (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.1; 353 E. 1), als auch, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt (BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2; je mit Hinweisen). Was der Beschwerdeführer vorbringt, geht an der Sache vorbei. Das blosse Einreichen einer Strafanzeige ("Widerklage") gegen Gerichtspräsident Jost ist nicht geeignet, dessen Unbefangenheit in Frage zu stellen, und von der Behandlung der gegen ihn gerichteten Anzeige ist er ohnehin ausgeschlossen. Da somit Gerichtspräsident Jost mit dieser Angelegenheit nichts zu tun hat, ist deren nach Ansicht des Beschwerdeführers unangemessene bzw. verspätete Behandlung von vornherein nicht geeignet, diesen befangen und damit den angefochtenen Entscheid bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Auf die Beschwerde ist wegen Verletzung der gesetzlichen Begründungspflicht nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Kosten. Da Bundesrichter Denys an diesem Verfahren nicht beteiligt ist, erübrigen sich Ausführungen zu den Vorbehalten des Beschwerdeführers gegen ihn.