Citation: 8C_660/2023 E. 5.2.1

5.2.1. Im hier zu beurteilenden Fall wurde das Start-up-Projekt des Beschwerdeführers im Rahmen von Art. 71a ff. AVIG von der Arbeitslosenversicherung unterstützt. In einem solchen Fall ist die Aufrechterhaltung des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung nach Abschluss der Vorbereitungsphase gemäss langjähriger Rechtsprechung an die Bedingung geknüpft, dass die selbstständige Erwerbstätigkeit definitiv aufgegeben wird, und zwar selbst dann, wenn nachweislich eine Bereitschaft zur Aufnahme einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit besteht (vgl. BGE 126 V 212 E. 3a; SVR 1999 ALV Nr. 23 S. 55, C 117/98 E. 2a; Urteile 8C_251/2019 vom 6. November 2019 E. 4.3 und E. 7; 8C_282/2018 vom 14. November 2018 E. 6.1; 8C_191/2008 vom 9. Oktober 2008 E. 3.3; C 86/06 vom 22. Januar 2007 E. 3.3 und E. 3.5; C 219/99 vom 26. Mai 2000 E. 3b; C 427/99 vom 30. März 2000 E. 1d und E. 3; PATRICIA USINGER-EGGER, Selbstständige Erwerbstätigkeit und arbeitgeberähnliche Stellung: ALV-rechtliche Konsequenzen für eine Tortenbäckerin, in: SZS 5/2019 S. 288; BORIS RUBIN, Commentaire de la loi sur l'assurance-chômage, 2014, N. 32 zu Art. 71a-71d, S. 512). Denn das spezifische Arbeitslosentaggeld bezweckt nicht die Finanzierung der mangelnden Beschäftigung einer Person, die eine selbstständige Tätigkeit aufnimmt.