Citation: 5A_175/2019 E. 4.3

4.3. Gemäss den tatsächlichen Feststellungen des Obergerichts steht die Reinigung einer kurzen, gut ausgebauten Quartierstrasse in einer Fläche von 191 m2 zur Erschliessung von vier Einfamilienhäusern in Streit. Es handle sich dabei nicht um einen Durchfahrtsweg, der saisonal auftretende Laubfall berge keine besondere Gefährlichkeit und die Gemeinde übernehme den Schneeräumungsdienst. Vor dem Hintergrund dieser unbestritten gebliebenen und für das Bundesgericht daher verbindlichen Feststellungen (vgl. vorne E. 2.2) und mit Blick auf das vorstehend Ausgeführte kann der Vorinstanz keine Bundesrechtsverletzung vorgeworfen werden, wenn sie zum Schluss gelangt, die vom Beschwerdeführer behauptete wöchentlich zweimalige Reinigung der Strasse für insgesamt Fr. 15'000.-- im Jahr stelle keine gewöhnliche Verwaltungshandlung mehr dar. Es ist ihr darin zuzustimmen, dass in diesem Umfang und zu diesen Kosten keine sachadäquate Handlung zur Erhaltung der Sache vorliegt. Ins Leere läuft das Vorbringen des Beschwerdeführers, in der Strassenreinigung sei unbesehen um deren Umfang eine gewöhnliche Verwaltungshandlung zu sehen und die Vorinstanz vermische die Anspruchsgrundlage mit dem Quantitativ der geltend gemachten Forderung, wenn sie die Kosten in ihre Beurteilung einbeziehe. Wie dargelegt beinhaltet die Definition der gewöhnlichen Verwaltungshandlung und damit (indirekt) auch die Grundlage des geltend gemachten Anspruchs vielmehr gerade ein quantitatives Element. Das vorstehende Ergebnis rechtfertigt sich umso mehr vor dem Hintergrund, dass Miteigentümer in einer Gemeinschaft untereinander verbunden sind (vgl. MEIER-HAYOZ, a.a.O., N. 5 ff. der Vorbemerkungen zu den Art. 646-654 ZGB; STREBEL, Der Ausgleichsanspruch des Miteigentümers gemäss Art. 649 Abs. 2 ZGB, in: AJP 2010 S. 1113 ff., 1114; THURNHERR, Bauliche Massnahmen bei Mit- und Stockwerkeigentum, 2010, S. 9) und die gemeinsame Sache nach der gesetzlichen Konzeption grundsätzlich gemeinsam verwalten (vgl. SCHNEIDER, Das schweizerische Miteigentumsrecht, 1973, S. 59 und 118 f.; PIOTET, Nature et mutations des propriétés collectives, 1991, S. 43 f.; ebenso bereits HAAB, Zürcher Kommentar, 2. Aufl. 1930/1977, N. 2 zu aArt. 647 ZGB; LIVER, Gemeinschaftliches Eigentum, in: ZBJV 1964 S. 261 ff., 263). Eine individuelle Handlungskompetenz des einzelnen Miteigentümers, die gegebenenfalls einen Entschädigungsanspruch gegenüber den anderen Miteigentümern entstehen lässt, ist daher nicht leichthin anzunehmen. Nicht weiter einzugehen ist auf die Behauptung des Beschwerdeführers, Reinigungsarbeiten im Umfang von Fr. 15'000.-- im Jahr bzw. Fr. 300.-- pro Einfamilienhaus und Monat seien in Tat und Wahrheit nicht besonders kostspielig. Abgesehen davon, dass dies mit Blick auf die tatsächlichen Gegebenheiten nicht überzeugt, begnügt sich der Beschwerdeführer insofern damit, dem angefochtenen Urteil seine eigene Einschätzung entgegenzustellen, ohne weiter auf jenes einzugehen. Das genügt den Begründungsanforderungen nicht (vgl. vorne E. 2.1).