Citation: 4A_432/2023 E. 5.4

5.4. Die Vorinstanz ging in ihrem Entscheid davon aus, dass die Aktien des Beschwerdeführers in den eröffneten Konkursverfahren definitiv verwertet werden. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers handelt es sich bei dieser Feststellung nicht um eine "reine Spekulation". Vielmehr stützte sich die Vorinstanz bei dieser Annahme auf den von der Verfahrensbeteiligten eingereichten Verwertungsauftrag des Bezirksgerichts Mödling. Es handelt sich somit um eine Feststellung über eine künftige Tatsache (vgl. hierzu SAMUEL P. BAUMGARTNER, N. 1 zu Art. 150 ZPO, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2021; SUTTER - SOMM / SEILER, N. 3 zu Art. 150 ZPO, Handkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2021; FRANZ HASENBÖHLER, N. 7 zu Art. 150 ZPO, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016). Der Beschwerdeführer vermag sodann diese Tatsachenfeststellung mit seinen Rügen nicht als offensichtlich unrichtig und damit als willkürlich auszuweisen (vgl. E. 3.2 hiervor). Es ist daher mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Aktien tatsächlich in den laufenden Konkursverfahren der Verwertung zugeführt werden. Nicht weiter beachtlich ist auch die Rüge des Beschwerdeführers, er wahre mit seiner Klage die Interessen der Gesellschaft. So zeigt er damit nicht auf, inwiefern er dies entgegen der Feststellung der Vorinstanz bereits vor der Vorinstanz hinreichend dargelegt hat. Im Übrigen geht die Rüge an der Begründung der Vorinstanz vorbei. So hat die Vorinstanz zur Begründung des fehlenden Rechtsschutzinteresses im Wesentlichen darauf abgestellt, dass der Beschwerdeführer bis zur definitiven Verwertung seiner Aktien über keine mit dem Aktienbesitz verbundenen Vermögens- und Mitwirkungsrechte mehr verfüge und er diese Rechte mit der Verwertung endgültig verliere. Der Beschwerdeführer kann sich daher nicht mit der Behauptung begnügen, er habe weiterhin ein Rechtsschutzinteresse, sofern seine Aktien bis zum Erlass des Berufungsentscheids nicht verwertet würden. Damit zeigt er weder auf, weshalb er trotz Konkurseröffnung weiterhin über die Vermögens- bzw. die Mitgliedschaftsrechte an den Aktien verfügen kann, noch weshalb er trotz fehlender Verfügungsbefugnis über diese Rechte weiterhin ein Rechtsschutzinteresse am Verfahren haben soll. Unbehelflich ist in diesem Zusammenhang auch seine Behauptung, im Falle einer Verwertung finde ein Parteiwechsel nach Art. 83 ZPO statt, womit das Rechtsschutzinteresse auf den Erwerber der Aktien übergehe. Dies ändert nichts daran, dass der Beschwerdeführer selbst kein hinreichendes Rechtsschutzinteresse am Verfahren darzutun vermag und deshalb sein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege infolge prozessualer Aussichtslosigkeit abzuweisen ist. Der Umstand, dass allenfalls ein durch die Verwertung der Aktien in den Prozess eintretender Dritter ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse an der Anfechtung darlegen könnte, vermag das fehlende Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers selbst nicht zu heilen. Insgesamt setzt sich der Beschwerdeführer nicht hinreichend mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander, weshalb auf diese Rügen mangels hinreichender Begründung (Art. 42 Abs. 2 BGG) nicht einzutreten ist (vgl. E. 3.1 hiervor).