Citation: U 180/04 11.04.2005 E. A

Der 1938 geborene K.________ war bei der Firma C.________ als Maler angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unfällen obligatorisch versichert. Am 12. September 2000 kam es zwischen dem vom Versicherten gelenkten Personenwagen und einer die Strasse auf dem Fussgängerstreifen überquerenden Frau trotz eingeleiteter Vollbremsung zur Kollision. Die Fussgängerin wurde auf die Kühlerhaube gehoben und nach einem Anprall an der Windschutzscheibe zu Boden geschleudert, wo sie verletzt liegen blieb. K.________ leistete erste Hilfe, als er plötzlich unter Schweissausbrüchen und Schüttelfrost litt. Die herbeigerufene Polizei wies ihn ins Notfallzentrum des Spitals I.________ ein, wo die Ärzte Nackenschmerzen und -verspannungen mit eingeschränkter Kopfbeweglichkeit und Hypästhesie Dig I-II links ohne im Röntgenbild sichtbare Läsionen feststellten (Bericht vom 16. Dezember 2000). Noch am gleichen Tag entliess das Spital den Patienten in die Kontrolle des Hausarztes Dr. med. B.________, der nach erfolglosen Massnahmen (Tragen einer Stützkrause, medikamentöse Therapie, Bettruhe) von Dr. med. G.________, Spezialarzt für Neurologie FMH, eine fachärztliche Untersuchung und Beurteilung einverlangte (Bericht vom 24. Oktober 2000). Dieser Arzt ordnete intensive Physiotherapie an und betreute den Versicherten in der Folge medizinisch weiter (Berichte vom 11. Januar 2001, 30. November 2001, 16. April 2002). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Taggeld, Heilbehandlung). Nach einer kreisärztlichen Untersuchung (Bericht des Dr. med. R.________ vom 9. Februar 2001) hielt sich K.________ vom 4. April bis 4. Mai 2001 in der Klinik E.________ auf. Die Ärzte veranlassten ein psychosomatisches (Bericht vom 24. April 2001) und neurologisches Konsilium (Bericht vom 26. April 2001) und kamen im Austrittsbericht vom 7. Juni 2001 zum Schluss, 8 1/2 Monate nach Verkehrsunfall mit HWS-Distorsionstrauma (Akzelerations-/Dezelerationstrauma) bei vorbestehendem unfallfremdem Zustand nach Diskektomie sowie interkorporeller Spondylodese C5/C6 wegen radikulärer Ausfälle der Wurzel C6 (1987) bestehe ein therapie-refraktäres zervikovertebrales Schmerzsyndrom mit gelegentlich spondylogener Komponente (Ausstrahlung in die restliche Wirbelsäule), mässiggradig schmerzhafter Einschränkung der HWS-Beweglichkeit und neurologisch noch geringen Beeinträchtigungen des Gleichgewichtssystems. Beim Unfall sei definitionsgemäss nur fraglich eine milde traumatische Hirnverletzung durchgemacht worden. Aus psychosomatischer Sicht bestehe eine Anpassungsstörung mit gemischter depressiver Reaktion (ICD-10 F43.22), welche weiterhin einer pharmakologischen Behandlung bedürfe. Die von der Klinik E.________ empfohlene, ambulant durchzuführende physikalische Therapie mit Schwerpunkt auf allgemein rekonditionierenden Massnahmen wurde im September 2001 abgebrochen (Bericht des Dr. med. G.________ vom 30. November 2001). In der Folge holte die SUVA eine biomechanische Kurzbeurteilung (Triage) der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik vom 27. Februar 2002 ein und veranlasste eine weitere kreisärztliche Untersuchung (Bericht des Dr. med. R.________ vom 2. April 2002). Mit Verfügung vom 4. April 2002 stellte sie ihre Leistungen ab 8. April 2002 ein, weil die geltend gemachten, andauernden Beschwerden nicht mehr in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall stünden. Eine Einsprache lehnte sie nach einer weiteren Beurteilung des Dr. med. R.________ vom 2. Juli 2002 unter Entzug der aufschiebenden Wirkung einer gegen diesen Entscheid gerichteten Beschwerde ab (Einspracheentscheid vom 28. November 2002).