Citation: 7B_572/2023 E. 3.4

3.4. Entscheiderhebliche neue Fakten zum Haftgrund des dringenden Tatverdachtes werden in der umfangreichen Beschwerdeschrift nicht dargetan. Soweit diese sich mit den detaillierten Erwägungen der Urteile 1B_1/2023 (E. 3.1-3.10), 1B_181/2023 und 1B_277/2023 nicht nachvollziehbar bzw. nur sehr oberflächlich auseinandersetzt, ist die Beschwerde nicht gesetzeskonform substanziiert (vgl. Art. 42 Abs. 2 Satz BGG). Der Beschwerdeführer legt auch nicht dar, inwiefern sich aus der Anklageschrift vom 17. April 2023 erhebliche neue Elemente ergäben, die gegen den dringenden Tatverdacht sprächen. Ebensowenig schlägt sein Hinweis durch, dass er sich seit dem 25. April 2023 nicht mehr in Untersuchungs- sondern in Sicherheitshaft befindet. Diesbezüglich scheint er zu übersehen, dass der allgemeine Haftgrund des dringenden Tatverdachtes eines Verbrechens oder Vergehens (Art. 221 Abs. 1 Ingress StPO) auch für die Sicherheitshaft (Art. 229-233 StPO) gilt und sich dieser Haftgrund aufgrund der Darlegungen in der Anklageschrift (S. 1-122) weiter konkretisiert hat. In den seit der Anklageerhebung ergangenen Haftprüfungen wurde im Übrigen den jeweils aktuellen Untersuchungsergebnissen Rechnung getragen, soweit sie entscheiderheblich erschienen (vgl. zit. Urteil 1B_277/2023 E. 3.1-3.5). Die Behauptungen des Beschwerdeführers, alle Haftprüfungsentscheide seien identisch begründet worden und seine Argumente seien jeweils unbeachtet geblieben, finden in den Akten keine Stütze.