Citation: 5P.44/2000 30.03.2000 E. 6

6.- Gemäss den Feststellungen im angefochtenen Urteil hatte die Beschwerdeführerin im erstinstanzlichen Verfahren die Zusprechung der ehelichen Liegenschaft bei einem Verkehrswert von Fr. 670'000.-- gefordert, während sie im Berufungsverfahren die Übernahme zu einem Anrechnungswert von Fr. 595'000.-- verlangte. Das Kantonsgericht hat dieses Vorgehen prozessual als unzulässige Klageerweiterung gewertet, zumal sich dadurch die Ausgleichszahlung an den Beschwerdegegner von Fr. 142'489. 05 auf Fr. 105'000.-- reduziere. Soweit es um eine Klageänderung geht, wird deren Zulässigkeit - von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen - durch das kantonale Recht bestimmt (Bühler/Spühler, Berner Kommentar, N. 13 ff. zu aArt. 143 ZGB, vorab N. 21; Deschenaux/Tercier/ Werro, Le mariage et le divorce, 4.A. Bern 1995, N. 867 S. 175). Dass das Verbot der Klageänderung der Anwendung von Bundesrecht zuwiderlaufe (z.B. BGE 111 II 463 E. 3 S. 467), ist mit Berufung vorzutragen (Art. 84 Abs. 2 OG; BGE 125 III 401 E. 3 S. 410; 122 I 81 E. 1 S. 83 und 351 E. 1c S. 353, je mit Hinweisen). Dasselbe gilt, soweit kantonalrechtliche Bezifferungspflicht und Eventualmaxime in Frage stehen (Bühler/Spühler, N. 113 zu aArt. 154 ZGB; allgemein: BGE 116 II 215 E. 4a S. 219; 121 III 249 E. 2b S. 251)