Citation: 1C_471/2021 E. 3.6

3.6. Dies wäre nur ausgeschlossen, wenn die neue, schwerpunktmässige Wohnnutzung des Quartiers ihrerseits, aufgrund ihrer Auswirkungen auf Raum und Umwelt, richtplanpflichtig wäre. Dies wurde vom Verwaltungsgericht verneint. Die Beschwerdeführenden wenden dagegen ein, mit zusätzlichen 1'100 Einwohnern schaffe die Nutzungsplanänderung einen neuen, überregional bedeutenden Wohnschwerpunkt, der gemäss Richtplankapitel S 1.9, Planungsanweisung 1.3, richtplanpflichtig sei. Zudem lägen die gemäss Richtplan erforderlichen konzeptionellen Planungsarbeiten (S 1.9, Planungsanweisung 2.2) sowie die vorausgesetzte Siedlungs- und Freiraumgestaltung (S 1.1, Planungsanweisungen 1.1 und 1.2) nicht vollständig vor. Problematisch sei zudem die Voraussetzung, dass Wohngebiete vor schädlichen oder lästigen Einwirkungen möglichst verschont werden sollten (S 1.7, S. 1 unten), und die Anliegen des Lärmschutzes frühzeitig in die Abstimmung von Siedlungs- und Verkehrsplanung einbezogen werden (Planungsgrundsatz S 1.7, S. 6A). Die Annahme des Verwaltungsgerichts, die Lärmsituation werde sich durch die Wohnüberbauung eher verbessern als verschlechtern, sei willkürlich, weil mit der Abweichung massiv mehr Bewohner den örtlich belastenden Lärmverhältnissen ausgesetzt würden.