Citation: 9C_168/2018 E. 4.2.2

4.2.2. Zu den Ergebnissen der beruflichen Eingliederungsmassnahmen (Belastbarkeits- und Aufbautraining) im Zeitraum von Juli 2014 bis März 2016 hat die Vorinstanz keine Feststellungen getroffen. Der RAD-Beurteilung vom 23. November 2015 ist zu entnehmen, dass für Dr. med. D.________ die Resultate der beruflichen Abklärung (zumutbare Arbeitsfähigkeit von viermal drei Stunden pro Woche) aufgrund der erhobenen Befunde und radiologischen Ergebnisse vom 8. Juni 2015 - trotz deutlich reduzierter Belastbarkeit des Stütz- und Bewegungsapparats - nicht nachvollziehbar waren und sie eine weit höhere Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit für möglich erachtete, weshalb eine EFL in die Wege geleitet wurde. In einem solchen ergonomischen Assessment kann anhand von Arbeitssimulationstests (wie Heben und Tragen, Arbeit über Kopfhöhe oder Leitersteigen) das arbeitsbezogene Leistungsvermögen generell und mit Blick auf die angestammte berufliche Tätigkeit konkret beurteilt werden, wobei auch relevante Aussagen zum Leistungsverhalten und zur Konsistenz der versicherten Person gemacht werden (Urteil 8C_547/2008 vom 16. Januar 2009 E. 4.2.1, in: SVR 2009 IV Nr. 26 S. 73). Die im September 2015 durchgeführte EFL ergab (Bericht vom 11. November 2015), dass als "arbeitsrelevante Probleme" haltungs- und belastungsabhängige Rückenschmerzen sowie belastungsabhängige Fussschmerzen rechts und Hüftschmerzen links bestehen. Festgestellt wurde jedoch gleichzeitig auch, dass infolge von mässiger Symptomausweitung und Inkonsistenz die Resultate der physischen Leistungstests für die Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit nur teilweise verwertbar seien. Es sei davon auszugehen, dass bei gutem Effort eine bessere Leistung hätte erbracht werden können, als bei den Leistungstests gezeigt worden sei. In Bezug auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit wurde festgestellt, dass für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit der Einschränkung bestehe, dass längeres Sitzen unterbrechbar sein sollte. Gleiches gelte für die angestammte Tätigkeit jedoch mit zusätzlichen Einschränkungen. Der Beschwerdeführer äussert sich weder zum Bericht über die EFL, noch bestreitet er die Feststellung der Vorinstanz, dass diese Detailabklärung präzise und plausibel sei (vgl. E. 4.2.1).