Citation: 2C_978/2019 E. 3.2.2

3.2.2. Als willkürlich rügen die Beschwerdeführer auch die Annahme der Vorinstanz, der Treuhänder der Beschwerdeführer habe sich nach ihrer Konfession erkundigt. Auch in diesem Punkt liegt freilich keine relevante willkürliche Beweiswürdigung vor. Die Vorinstanz zog nämlich den Schluss, dass sich der Treuhänder über die Konfession der Beschwerdeführer informierte, in vertretbarer Weise gestützt auf den Umstand, dass dieser Treuhänder jedes Jahr die Steuererklärungen der Beschwerdeführer ausfüllte und darin jeweils unter der Rubrik Konfessionszugehörigkeit "römisch-katholisch" eingetragen war. Entgegen der Darstellung in der Beschwerde erscheint es nach allgemeiner Lebenserfahrung nicht als wahrscheinlicher, dass die entsprechenden Einträge in den Steuererklärungen statt auf eine Erkundigung des Treuhänders bei den Beschwerdeführern auf die Angaben im Personenstammblatt der Gemeinde zurückzuführen sind. Mit Blick darauf, dass die Beschwerdeführer als Steuerpflichtige dazu verpflichtet waren, die Steuererklärungen wahrheitsgemäss auszufüllen (vgl. § 140 Abs. 2 StG/SO), durfte die Vorinstanz ohne Weiteres gestützt auf die Einträge in den Steuererklärungen darauf schliessen, dass sich die Beschwerdeführer (im massgebenden kirchensteuerrechtlichen Sinne) zum römisch-katholischen Glauben bekannt haben. Allfällige Fehler des Treuhänders hätten sie sich anrechnen zu lassen. Denn der Verantwortung für die Richtigkeit der Steuererklärungen konnten sich die Beschwerdeführer nicht entledigen, indem sie den Treuhänder mit der Wahrnehmung ihrer Steuererklärungspflicht beauftragten. Es gilt (auch im Steuerrecht) das Prinzip, dass sich die vertretene Partei Fehlleistungen ihrer Vertretung (bzw. Hilfsperson) unmittelbar anrechnen lassen muss. Dementsprechend ist die steuerpflichtige Person verpflichtet, die vertragliche Vertretung sorgfältig auszuwählen, zu instruieren und das Arbeitsergebnis zu überprüfen. Dies gilt namentlich für die Kontrolle der durch dritte Hand ausgefüllten Steuererklärung (siehe zum Ganzen Urteile 2C_257/2018 / 2C_308/2018 vom 11. November 2019 E. 4.2.3; 2C_699/2012 vom 22. Oktober 2012 E. 3.4, mit Hinweisen). Es erscheint vor diesem Hintergrund entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht auch nicht als unhaltbar, dass die Vorinstanz (letztlich) offen gelassen hat, wie die fraglichen Einträge in den vorliegenden Steuererklärungen zustande gekommen sind.