Citation: 5A_223/2023 E. 3.2.5

3.2.5. Nach dem Gesagten sei anzunehmen, dass es der Beschwerdeführerin lediglich um Retaliation gegen den angeblich unrechtmässigen Amtsantritt des Beschwerdegegners in der C.________ AG gehe, ohne dass sie tatsächlich davon ausgehe, dass eine Forderung im betriebenen Umfang von Fr. 100 Mio. gegen den Beschwerdegegner bestehe, insbesondere nicht aus dessen Tätigkeit als Organ der C.________ AG, wie dies als Forderungsgrund in der Betreibung genannt werde und offenkundig auch nicht aus der reinen Tatsache des Amtsantritts durch den Beschwerdegegner als Verwaltungsrat. Im Gegenteil spreche die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren zu versuchen scheine, die Forderung mit angeblichen Geschehnissen zu begründen, die mit der betriebenen Forderung zeitlich nichts zu tun haben können, für die Rechtsmissbräuchlichkeit der Betreibung. Die Beschwerdeführerin führe zwar vereinzelte, angeblich schädigende Handlungen des Beschwerdegegners während seiner Tätigkeit bei der C.________ AG ins Feld. Diese Vorwürfe erschienen jedoch konstruiert und liessen eine Forderung von Fr. 100 Mio. nicht einmal ansatzweise plausibel erscheinen. Mithin handle es sich beim betriebenen Betrag um eine Fantasieforderung; diese erweise sich als rechtsmissbräuchlich, weshalb die Betreibung nichtig sei.