Citation: 2C_1056/2018 E.

Die SRG beantragt vor Bundesgericht, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Oktober 2018 aufzuheben und die Sache zur erneuten Beurteilung an dieses zurückzuweisen. Eventuell beantragt sie, Ziffer 1 des Beschlusses der ESchK vom 18. Dezember 2015 betreffend "Tarif A Fernsehen" (SWISSPERFORM) mit der vorgesehenen Gültigkeitsdauer vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2017 wie folgt zu ändern: 1.1 Ziffer 9 Lemma 2: " 1.6575 0,82875 % der Einnahmen des Programms pro rata des Anteils der geschützten Aufnahmen nach Ziff. 7.2 am Programm. Während der Geltungsdauer des Tarifs darf diese Entschädigung jedoch nicht mehr als - Fr. 100'000.-- für das Jahr 2014 - Fr. 200'000.-- für das Jahr 2015 - Fr. 300'000 -- für das Jahr 2016 - Fr. 400'000 -- für das Jahr 2017 betragen." 1.2 [unverändert] 1.3 Ziffer 7.2 wird mit folgendem Zusatz genehmigt: "Die Vergütung für diese Aufnahmen ist ab dem 1. Juli 2016 geschuldet." Die SRG macht geltend, das Bundesverwaltungsgericht habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt, ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt (Art. 29 BV) und Art. 60 URG (Grundsatz der Angemessenheit) falsch angewendet; der angefochtene Entscheid verstosse gegen das Rückwirkungsverbot, die "Ballettregel" und führe mit der Aufhebung der "Deckelung" zu einer sprunghaften Erhöhung der Entschädigung für die Nutzung nach Tarifziffer 7.2; eine solche sei nach der Praxis der ESchK unzulässig. Die Swissperform beantragt, die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne. Beide Parteien hielten im zweiten Schriftenwechsel an ihren Anträgen und Ausführungen fest. Das Bundesverwaltungsgericht und die Eidgenössische Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten haben darauf verzichtet, zur Beschwerde Stellung zu nehmen. Das Bundesverwaltungsgericht ist am 2. Mai 2019 hierauf zurückgekommen und legt dar, dass die SRG bisher zu niedrige Jahrespauschalen bezahlt habe, weshalb der Anstieg auf angemessene Werte auch unter Berücksichtigung der Verhinderung sprunghafter Ausgestaltungen von Tarifen zulässig sei. Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) hat sich nicht geäussert. Mit Verfügung vom 16. Januar 2019 legte der Abteilungspräsident der Beschwerde antragsgemäss aufschiebende Wirkung in dem Sinne bei, dass er die von der ESchK vorgesehene "Deckelung der Abgaben" bis zum vorliegenden Entscheid fortgelten liess.