Citation: 1P.25/2007 22.02.2007 E. B

Die Bezirksgerichtliche Kommission Weinfelden verurteilte X.________ am 6. Januar 2006 wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte zu einer Gefängnisstrafe von sechs Wochen unter Gewährung des bedingten Strafvollzuges. Die Bezirksgerichtliche Kommission erachtete es als erwiesen, dass der Polizeibeamte Y.________, nachdem X.________ beim Restaurant Sonne aus seinem Fahrzeug ausgestiegen war, diesen "bestimmt, aber in höflichem Ton" darum gebeten habe, mitzukommen und seine Personalien bekannt zu geben. Daraufhin habe X.________ den Polizeibeamten Y.________ mit der Brust weggestossen und ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Eine von X.________ dagegen erhobene Berufung befand das Obergericht des Kantons Thurgau mit Urteil vom 31. August 2006 sowohl im Schuld- als auch im Strafpunkt als unbegründet. Es führte zusammenfassend aus, dass die Beweiswürdigung der Vorinstanz korrekt und vollständig sei. Ergänzend führte es aus, dass ein Schuldspruch selbst dann erfolgt wäre, wenn lediglich auf die Aussagen des Angeschuldigten abgestellt würde. Der Angeschuldigte bestreite nicht, dass er auf den Polizeibeamten Y.________ zugegangen sei und ihn mit der Brust weggestossen habe. Auch habe er den beiden Polizeibeamten gedroht, sie kämen dran. Zudem habe er den Polizeibeamten Z.________ über die Strasse verfolgt. Mit diesem Verhalten habe er den Tatbestand von Art. 285 Ziff. 1 StGB erfüllt. Dabei sei unerheblich, wie das Handgemenge zwischen dem Angeschuldigten und dem Polizeibeamten Y.________ nach dem Wegstossen genau verlief, und ob sich der Angeschuldigte dabei oder später verletzte. Seine entsprechenden Beweisanträge seien deshalb abzuweisen.