Citation: 9C_386/2020 E. 4.3

4.3. Die vorinstanzlich zugesprochene Entschädigung für unentgeltliche Rechtsvertretung in der Höhe von Fr. 2100.- inklusive resp. Fr. 1897.- exklusive Mehrwertsteuer und Auslagenpauschale (Fr. 2100.- : 110.7 x 100) würde angesichts des geltend gemachten Zeitaufwandes von 14.8 Stunden zu einer den Richtwert von Fr. 180.- deutlich unterschreitenden Stundenabgeltung von Fr. 128.15 führen. Damit bestand aus verfassungsmässiger Sicht kein Spielraum mehr, ohne weitere Begründung bloss die praxisgemäss vorgesehene, pauschale Entschädigung zuzusprechen (oben E. 4.1.3). Solches ist der Vorinstanz indes auch nicht vorzuwerfen. Indem sie festhielt, der geltend gemachte Aufwand erscheine angesichts der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des - nicht überdurchschnittlich komplexen - Prozesses als überhöht und damit ungerechtfertigt, würdigte das Versicherungsgericht die Schwierigkeit des konkreten Prozesses und legte die wesentlichen Entscheidgründe offen, aus denen es die geltend gemachte Entschädigung entsprechend seiner Entschädigungspraxis in durchschnittlich komplexen Fällen herabsetzte (vgl. vorstehend E. 4.1.4). Dabei führte es nachvollziehbar aus, unter Berücksichtigung welcher konkret nötigen bzw. entfallenen Prozesshandlungen es ausgehend von der Grundentschädigung von 2500.- zur letztlich zugesprochenen Entschädigung gelangte (soeben E. 4.2). Eine sachgerechte Anfechtung war dem Beschwerdeführer möglich; sein rechtliches Gehör wurde nicht verletzt (vgl. oben E. 4.1.2). Dass er keine Kenntnis davon gehabt hätte, auf welchen Pauschalbetrag die Vorinstanz die Grundentschädigung bei durchschnittlichen IV-Rentenverfahren praxisgemäss festsetzt, macht er nicht geltend (E. 4.1.4 hiervor; zit. Urteil 8C_278/2020 E. 6.2 i.f. mit Hinweis). Dennoch zeigt er nicht auf, inwiefern ihm entgegen der Vorinstanz ausserordentliche, in der üblichen Entschädigung nicht abgebildete Aufwendungen entstanden wären oder der Fall eine überdurchschnittliche Komplexität aufgewiesen hätte, so dass die vorinstanzliche Bemessung der Entschädigung als nachgerade willkürlich erschiene. Die Begründung der Vorinstanz hält demnach einer Willkürprüfung stand, wenngleich sie - abgesehen vom Posten "vorgesehenes Studium Duplik" - keinen Bezug nimmt auf die einzelnen Aufwandpositionen (vgl. auch zit. Urteil 8C_278/2020 E. 6.2; Urteil 8C_727/2019 vom 19. Dezember 2019 E. 5). Mit Blick auf die Herabsetzung des geltend gemachten Aufwands um immerhin knapp 30% (von 14.8 auf 10.5 Stunden zu Fr. 180.-), mithin um einen nicht unwesentlichen Anteil, ist sie zwar eher knapp gehalten. Es kann aber jedenfalls keine Rede sein von einem unhaltbaren Ergebnis (vgl. vorstehend E. 4.1.1), zumal das kantonale Gericht in seiner Erwägung 5.3.1 darauf hinwies, es fehle den beschwerdeweise vorgetragenen Exkursen etwa zur Studie X.________ der Abteilung für Versicherungsmedizin der C.________ sowie zu Verfehlungen eines in die konkrete Beurteilung nicht involvierten RAD-Arztes jeder Bezug zur konkreten Streitsache. Dass diese sachfremden Vorbringen nicht nur materiell unbeachtlich blieben, sondern auch ihre Ausformulierung in der Beschwerdeschrift nicht zu einer Entschädigung im Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege Anlass zu geben vermochte, versteht sich von selbst.