Citation: 1C_408/2019 E. 5.2

5.2. Auf den 1. Januar bzw. 1. Juni 2011 traten die neuen Bestimmungen des Bundes über den Gewässerraum, insbesondere Art. 36a des Bundesgesetzes vom 14. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20) sowie Art. 41a ff. der Gewässerschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 (GSchV; SR 814.201), in Kraft. Damit soll namentlich der Freihaltung des Gewässerraums vermehrte Bedeutung zukommen. Nach Art. 36a GSchG in Verbindung mit Art. 41a und 41b GSchV legen die Kantone den Gewässerraum mit bestimmten gesetzlichen Vorgaben und insbesondere unter Berücksichtigung der natürlichen Funktionen der Gewässer, des Hochwasserschutzes und der Gewässernutzung fest. Gemäss der entsprechenden Übergangsbestimmung zur Gewässerschutzverordnung hat dies bis zum 31. Dezember 2018 zu geschehen. Nach Ziff. 4.5 der Richtlinien "Der Gewässerraum im Kanton Luzern" des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements des Kantons Luzern vom 1. März 2012 erfolgt die raumplanerische Festlegung des Gewässerraums im ordentlichen Nutzungsplanungsverfahren durch die Gemeinden. Gemäss Ziff. 4.2 derselben Richtlinien ist es aber auch insbesondere bei konkreten Bauprojekten und bei Sondernutzungsplanungen wie namentlich Gestaltungsplanungen zulässig, den Gewässerraum vorläufig mit Baulinien zu sichern. Die entsprechenden Zonen sind in der späteren Nutzungsplanung festzulegen.