Citation: 5A_505/2017 E. 3

Gemäss den Feststellungen des Obergerichts hat der Beschwerdeführer in seiner kantonalen Beschwerde ohne nähere Begründung vorgebracht, die Lastenverzeichnisse seien in deliktischer Weise und unter deliktischer Mitwirkung des Betreibungsamts erstellt worden, weshalb die Lastenverzeichnisse und die Versteigerung nichtig seien. Das Obergericht hat dazu erwogen, es habe bereits mit Entscheid vom 1. Juni 2017 festgehalten, dass die Lastenverzeichnisse korrekt erstellt worden seien, und den Beschwerdeführer darüber aufgeklärt, dass das Betreibungsamt nicht befugt sei, die Aufnahme der sich aus dem Grundbuch ergebenden Lasten in das Verzeichnis abzulehnen, diese abzuändern, zu bestreiten oder die Einreichung von Beweismitteln zu verlangen. Dieser Entscheid sei rechtskräftig. Der Versteigerung und dem Zuschlag seien somit formell korrekt erstellte Lastenverzeichnisse zugrunde gelegen. Daran vermöchten die vom Beschwerdeführer gegen B.________ und das Betreibungsamt eingereichten Strafanzeigen, die lediglich auf Darstellungen des Anzeigers beruhten, nichts zu ändern. Anderenfalls könnte ein Schuldner ein Betreibungsverfahren beliebig lange durch die Erhebung von Strafanzeigen gegen die am Verfahren beteiligten Personen und Behörden blockieren. Das blosse Einreichen einer Strafanzeige vermöge das Vorliegen einer Straftat nicht zu belegen, zumal vorliegend jegliche Anhaltspunkte fehlten, die den vom Beschwerdeführer erhobenen Vorwurf einer Straftat bei der Erstellung des Lastenverzeichnisses stützten. Auch die vom Beschwerdeführer beim Regionalgericht Oberland eingereichte Lastenbereinigungsklage gegen B.________ sei der Versteigerung nicht entgegengestanden. Die strittigen Ansprüche von B.________ gingen den Grundpfandforderungen der die Verwertung verlangenden Gläubigerin nach. Der Mindestzuschlagspreis, bestehend aus den der Gläubigerin vorgehenden Forderungen, sei folglich nicht vom Ergebnis des Lastenbereinigungsprozesses abhängig gewesen. Eine Beeinflussung der Höhe des Zuschlagspreises sei nicht anzunehmen.