Citation: 8C_799/2021 E. 4.3.2

4.3.2. Es ist zu betonen, dass die Rechtsprechung insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen gewährt, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/bb; SVR 2019 UV Nr. 43 S. 164, 8C_560/2018 E. 5.3.1 i.f.). Hier ist nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführerin die Verwertung ihrer Arbeitsfähigkeit mit dem zumutbaren Belastungsprofil gemäss Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. C.________ vom 3. Dezember 2020 (leichte körperliche Arbeit, ohne Arbeiten über Kopf, ohne repetitives Heben und Tragen bis max. 5 kg mit der rechten Hand bis Brusthöhe) auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen möglich sein soll (vgl. Urteile 8C_48/2021 vom 20. Mai 2021 E. 4.3.3 und 8C_693/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Obwohl die Vorinstanz feststellte, dass die Beschwerdeführerin ärztlicherseits in einer leidensadaptierten Tätigkeit als vollständig arbeitsfähig angesehen wurde, beliess sie es, wie ausgeführt (vorstehende E. 3), bei der in der Verfügung vom 17. Mai 2021 zugrunde gelegten 50%igen Restarbeitsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, welche gesundheitlichen Einschränkungen bei dieser zu ihren Gunsten erfolgten Beurteilung nicht bereits enthalten sein sollen (BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hinweis) und daher einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug vom Invalideneinkommen begründen könnten. Rechtsprechungsgemäss ist sodann der Umstand allein, dass nur noch leichte Arbeiten zumutbar sind, kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der LSE-Tabellenlohn im hier beigezogenen Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteil 8C_151/2020 vom 15. Juli 2020 E. 6.2 mit Hinweis).