Citation: 6B_336/2009 08.07.2009 E. 3.3

3.3.1 A.________ war zwei Tötungsversuchen ausgesetzt und wurde vom Beschwerdeführer auch tätlich angegriffen, weshalb er als Opfer im Sinne von Art. 1 Abs. 1 OHG zu gelten hat (vgl. BGE 129 IV 216 E. 1.2.1; 128 I 218 E. 1.2; 125 II 265 E. 2a). A.________ erschien trotz gehöriger Vorladung nicht zur Hauptverhandlung vor dem Strafgericht. Er wurde jedoch am 13. Februar 2009 vor dem Appellationsgericht in Anwesenheit des Verteidigers des Beschwerdeführers einvernommen. Eine direkte Konfrontation von A.________ mit dem Beschwerdeführer unterblieb auf Ersuchen des Opfers auch anlässlich der zweitinstanzlichen Gerichtsverhandlung. Der Beschwerdeführer musste für die Zeit der Einvernahme von A.________ den Gerichtssaal verlassen. Die Aussagen des Zeugen wurden ihm im Anschluss an die Befragung jedoch von seinem Verteidiger mitgeteilt, welcher A.________, nach Besprechung mit dem Beschwerdeführer, Ergänzungsfragen stellen konnte. Der Beschwerdeführer erklärte sich mit diesem Vorgehen einverstanden. Seine Verfahrensrechte wurden damit gewahrt. 3.3.2 Die Mutter des Beschwerdeführers, F.________, und sein Halbbruder B.________ beriefen sich auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht, weshalb das Strafgericht auf eine Ladung der genannten Personen verzichtete. Dies wurde vom Beschwerdeführer nicht beanstandet, welcher den Antrag auf ihre Einvernahme vor dem Appellationsgericht nicht aufrechterhielt. Die Befragung von weiteren Personen, welche sich am 23. November 2006 in der Wohnung von A.________ aufhielten, wurde nicht beantragt. Die Rüge, die anlässlich des Vorfalls in der Wohnung von A.________ anwesenden Personen seien zu Unrecht nicht einvernommen worden, ist unbegründet.