Citation: 2C_1273/2012 E. 3.5

3.5. Die Vorinstanz erachtet den Einsatz von Arbeit und Kapital als erfüllt, bescheinigt dem Steuerpflichtigen eine "gewisse berufliche Nähe zur Bau- und Immobilienbranche" und weist auf das Verwaltungsratsmandat in einer Gesellschaft hin, die im Immobilienbereich tätig ist. Sie stellt in für das Bundesgericht verbindlicher Weise fest, die Steuerpflichtigen hätten teilweise gleichzeitig drei Ferienimmobilien gehalten, deren Besitzesdauer zudem nur zwei (streitbetroffenes Haus) bzw. vier Jahre (drittes Haus) betragen habe und die nach den Umbauten mit Gewinn hätten veräussert werden können. Der Rahmen der blossen privaten Vermögensverwaltung werde weit übertroffen. Der Steuerpflichtige stellt in Abrede, über besondere Fachkenntnisse zu verfügen. Als Mitglied des Verwaltungsrats einer Gesellschaft sei er nicht mit dem operativen Geschäft betraut, zumal sich die Gesellschaft mit grossen Mehrfamilienhäusern und Gewerbeliegenschaften befasse. Ihm ist entgegenzuhalten, dass die Vorinstanz lediglich von einer "gewissen beruflichen Nähe" zur Bau- und Immobilienbranche spricht, die sich aus dem Verwaltungsratsmandat ergebe. Zumindest statutengemäss befasst sich die Gesellschaft denn auch mit dem Kauf und Verkauf sowie dem Handel, der Bewirtschaftung und dem Halten von Immobilien. Es kann hier offenbleiben, welchen haupt- oder nebenberuflichen Tätigkeiten der Steuerpflichtige im Einzelnen nachgeht. Mit der Vorinstanz handelt es sich jedenfalls um ein immobiliennahes Umfeld. Ein solches fördert ganz allgemein das Finden von Käufern, Architekten, Bauunternehmern usw. Die Kenntnisse und Fertigkeiten des Steuerpflichtigen kommen nicht zuletzt darin zum Ausdruck, dass die Eheleute zwischen Anfang Juni und Ende Dezember 2006 drei Objekte erwarben, um sie in der Folge umzubauen (R.________/GR, V.________/GR) bzw. neu erstellen zu lassen (Doppelhaus in U.________/ZH). Dem steht nicht entgegen, dass die Steuerpflichtigen mit Ausnahme des Stockwerkeigentumsanteils von 437/1000 alle Objekte in der Absicht des Selbstbewohnens erworben haben wollen, und bis auf die streitbetroffene Liegenschaft diese Absicht auch umgesetzt hätten, was auch die Vorinstanz feststellt. Die Zugehörigkeit der als Hauptwohnsitz dienenden Liegenschaften zum Privatvermögen ist unbestritten. Nach den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz investierten die Steuerpflichtigen eigene Fachkenntnisse und ein erhebliches Mass an Eigen- und Fremdkapital in die Bauten. Dass sie dabei über vertiefte Kenntnisse der Baubranche und des Immobilienmarktes verfügen, wie die Vorinstanz festhält, liegt auf der Hand. Alleine schon die Zahl und zeitliche Abfolge der Käufe und Verkäufe der im Privatvermögen gehaltenen Wohnhäuser geht deutlich über das Mass dessen hinaus, was als üblich gelten kann. Der Blick darauf verdeutlicht, dass die Eheleute über ein überdurchschnittliches Wissen verfügten, das sie einbringen konnten.