Citation: 6B_689/2014 E. 1.3.1

1.3.1. Wenn die Vorinstanz erwägt, auf die Aussagen von A.________ könne nur mit äusserster Zurückhaltung abgestellt werden, weil gegen diesen im Kanton Solothurn in der gleichen Sache ein Strafverfahren wegen Erpressung und versuchter vorsätzlicher Tötung hängig sei, ist dies nicht zu beanstanden. Wie sie zu Recht festhält, hat er ein erhebliches Interesse daran, die von ihm im Verlauf der Zusammenkunft auf den Beschwerdegegner 3 abgegebenen Schüsse zu rechtfertigen, mit welchen er diesen schwer verletzte. Daran ändert nichts, dass die Umstände, die zur Schussabgabe führten, vom Beschwerdegegner 1 teilweise gleich geschildert werden wie von A.________ und eventuell auf eine vermeintliche Notwehrsituation schliessen lassen. Diese Tatsache allein macht die Aussagen von A.________ entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht per se glaubhafter. Bereits die erste Instanz, auf deren Ausführungen die Vorinstanz verweist, war sich der bestehenden Eigeninteressen bewusst und führte aus, dass die Aussagen von A.________ nicht mehr Gewicht hätten als diejenigen der Beschwerdegegner. Zwar haben auch Letztere jeweils ein eigenes Interesse am Ausgang des Verfahrens, sehen sich aber mit vergleichsweise geringen strafrechtlichen Vorwürfen konfrontiert. Unter diesen Umständen ist es nicht willkürlich, nur zurückhaltend auf die Aussagen von A.________ abzustellen, zumal die Vorinstanz auch die Sachverhaltsdarstellungen der Beschwerdegegner kritisch würdigt.