Citation: 2C_911/2018 E. 4.1

4.1. Der steuerrechtliche Wohnsitz einer natürlichen Person befindet sich dort, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verbleibs aufhält (Art. 3 Abs. 2 StHG; vgl. auch Art. 3 Abs. 2 DBG; Urteil 2C_87/2019 vom 17. Juli 2019 E. 3.1). Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu Art. 127 Abs. 3 BV sowie Art. 3 Abs. 2 StHG bzw. Art. 3 Abs. 2 DBG gilt derjenige Ort als steuerrechtlicher Wohnsitz, an dem sich faktisch der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen befindet (BGE 132 I 29 E. 4.1 S. 35 f.; Urteil 2C_533/2018 vom 30. Oktober 2019 E. 2.2.1). Dieser Ort bestimmt sich nach der Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstände, aus denen sich diese Interessen erkennen lassen. Dabei kann gemeinhin kein klarer Beweis geführt werden, sondern es ist aufgrund von Indizien eine Gewichtung vorzunehmen. Hierzu ist eine sorgfältige Berücksichtigung und Abwägung sämtlicher Berufs-, Familien- und Lebensumstände notwendig. Auf die bloss geäusserten Wünsche einer steuerpflichtigen Person oder die gefühlsmässige Bevorzugung eines Ortes kommt es nicht an. Der steuerrechtliche Wohnsitz ist insofern nicht frei wählbar. Dem Ort, wo die Schriften hinterlegt sind oder die politischen Rechte ausgeübt werden, kommt keine entscheidende Bedeutung zu, denn dabei handelt es sich nur um äussere Merkmale, die ein Indiz für den steuerrechtlichen Wohnsitz bilden können, falls auch das übrige Verhalten der Person dafür spricht (Urteile 2C_533/2018 vom 30. Oktober 2019 E. 2.2.2 mit Hinweisen; 2C_87/2019 vom 17. Juli 2019 E. 3.2.1; 2C_565/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 2.2). Wenn sich eine Person abwechslungsweise an zwei Orten aufhält, ist für die Bestimmung des steuerrechtlichen Wohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem Ort sie die stärkeren Beziehungen unterhält (BGE 132 I 29 E. 4.2 S. 36 f. mit Hinweisen; Urteile 2C_87/2019 vom 17. Juli 2019 E. 3.2.1; 2C_565/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 2.2).