Citation: 5A_765/2022 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin kritisiert die Erwägungen der Vorinstanz, wobei sie jeweils ausführt, dass allein aus einem bestimmten Umstand nicht darauf geschlossen werden könne, sie habe vom Erbe ausgeschlossen werden sollen. Die Vorinstanz hat ihr Auslegungsergebnis jedoch nicht ausschliesslich auf ein Argument gestützt, wie die Kritik der Beschwerdeführerin insinuiert, sondern verschiedene Umstände in Betracht gezogen: Die Regelung im Ehevertrag, den Kontaktabbruch zwischen dem Erblasser und der Beschwerdeführerin, die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin 1 in keinem Verwandtschaftsverhältnis zur Beschwerdeführerin steht und dass die Beschwerdeführerin - im Gegensatz zu den gemeinsamen Kindern der Erbvertragsparteien - nicht explizit im Erbvertrag erwähnt wurde. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin gehen insoweit am vorinstanzlichen Entscheid vorbei und die erhobenen Willkürrügen (Art. 9 BV) erweisen sich als unbegründet.