Citation: 1B_679/2021 E. 2.1

2.1. Nach Art. 221 StPO sind Untersuchungs- und Sicherheitshaft unter anderem zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist und ernsthaft zu befürchten ist, dass sie sich durch Flucht dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion entzieht (Abs. 1 lit. a). An ihrer Stelle sind Ersatzmassnahmen anzuordnen, wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft erfüllen (Art. 212 Abs. 2 lit. c und Art. 237 f. StPO). Das Obergericht bejahte gestützt auf die erstinstanzliche Verurteilung den dringenden Tatverdacht. Zudem ging es von Fluchtgefahr aus. Der Beschwerdeführer bestreitet vor Bundesgericht den dringenden Tatverdacht nicht. Er wendet sich aber gegen die vorinstanzliche Bejahung der Fluchtgefahr. Seiner Auffassung nach liegt lediglich eine "gewisse Fluchtneigung" vor. Dieser könne mit geeigneten Ersatzmassnahmen ausreichend begegnet werden. Durch die Verlängerung der Sicherheitshaft werde Art. 221 Abs. 1 lit. a und Art. 237 StPO sowie Art. 5 Abs. 2 BV verletzt.