Citation: 5A_723/2019 E. 3.4

3.4. Auch im vorliegenden Zusammenhang weicht der Beschwerdeführer von den vorinstanzlich festgestellten tatsächlichen Grundlagen ab, ohne hinreichend präzis eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung zu rügen oder aufzuzeigen (vgl. dazu vorne E. 1.3). Der blosse Hinweis, ein Gutachten sei veraltet, reicht dazu nicht. Ausgehend von den tatsächlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts kann diesem sodann kein Rechtsfehler bei der Prüfung, ob ein besonderer Grund für den Ausschluss der Öffentlichkeit gegeben ist, vorgeworfen werden. Vielmehr hat es die massgebenden Kriterien (insbesondere Schutzbedürftigkeit der Kinder und Grundsatz der Justizöffentlichkeit) gemessen an den Umständen des Einzelfalls gewichtet und gegeneinander abgewogen (vgl. für einen ähnlichen Fall BGE 144 III 442 E. 2.6). Im Rahmen der vorzunehmenden Gesamtwürdigung hat das Verwaltungsgericht auch zutreffend die Problematik des Loyalitätskonflikts bei den Kindern berücksichtigt. Entgegen dem Beschwerdeführer ist dieses Kriterium sehr wohl zu beachten, auch wenn in Angelegenheiten des Kindesschutzes häufig ein Loyalitätskonflikt vorliegen dürfte. Alles andere widerspräche dem im Kindesschutzrecht zentralen Gedanken des Schutzes des Kindeswohls (vgl. Art. 307 Abs. 1 ZGB). Zusammenfassend konnte das Verwaltungsgericht ohne Konventionsverletzung von der Durchführung einer öffentlichen Verhandlung absehen und erweist die Beschwerde sich insoweit als unbegründet.