Citation: 1B_412/2016 E. 3.6

3.6. Der Beschwerdeführer rügt die Ansicht der Vorinstanz, wonach ausreichend konkrete Verdachtsgründe dafür vorlägen, dass er "nach Syrien gereist sei, um den IS dort zu unterstützen", als willkürlich und bundesrechtswidrig: Die ihm vorgeworfenen Sympathien zum IS oder seine angeblich islamistisch-extremistische Einstellung seien nicht strafbar. Die eidgenössischen Strafbehörden hätten nicht dargelegt, inwiefern er eine kriminelle Organisation unterstützt habe. Die im angefochtenen Entscheid erwähnten Umstände genügten für die Annahme eines dringenden Tatverdachtes nicht. Zwar habe er "Ende des Jahres 2013 das Gebiet von Syrien bereist" und sich dort in einem "Camp" aufgehalten. Es sei jedoch nicht belegt, dass er sich an Örtlichkeiten, etwa in Aleppo, befunden hätte, "an denen effektiv Kriegshandlungen stattfanden". Auch den sichergestellten Fotografien könne nicht entnommen werden, dass er sich damals in einem Gebiet befunden hätte, in welchem es Gefechte gab. Da in Syrien aber "praktisch flächendeckend" Krieg geherrscht habe, habe er dort "Wachteinsätze mit Bewaffnung zum Selbstschutz" geleistet. Die Vorinstanz habe seine Aussagen willkürlich interpretiert. Er habe gar nie ausgesagt, in Syrien Hilfsgüter verteilt zu haben. Vielmehr habe er davon gesprochen, dass seines Wissens ein ihm bekannter Prediger in der Türkei Winterkleider gekauft habe. Diese seien in Syrien verteilt worden, was er, der Beschwerdeführer, jedoch "nicht gesehen" habe. Er sei nämlich "gar nicht zum Verteilen der Ware gekommen". In das Camp bzw. in das Lager sei er "hineingeraten". Zwar habe er digitale Bilder von Fahnen, die der IS für sich beanspruche, besessen und anderen Personen zugeschickt. Diese Bilder habe er jedoch nicht selber aufgenommen, und sie hätten auch nichts mit seiner Syrien-Reise zu tun. Es sei gerichtsnotorisch, dass der IS seine eroberten oder beherrschten Gebiete mit einschlägigen "Erkennungszeichen" markiere. Auf den Bildern seines Syrien-Aufenthaltes seien jedoch keine solchen Erkennungszeichen des IS zu erkennen. Das Analoge gelte für die von ihm (dem Beschwerdeführer) damals getragenen Kleider und Kopfbedeckungen. Insbesondere sei auf den Bildern aus Syrien kein einschlägiger Schriftzug erkennbar, dies im Gegensatz zu seiner "Kappe", die er anlässlich seiner Einvernahme vom 9. Mai 2016 (gemäss den Beilagen 54-56 zum Einvernahmeprotokoll) getragen habe. Zwar habe er in Syrien mit einer Waffe posiert und dies "cool" gefunden. Es sei jedoch nicht ersichtlich, was dies mit dem IS zu tun hätte. Auch der blosse Umstand, dass er Personen gekannt habe, die nach Syrien oder in den Irak gereist seien, weise nicht darauf hin, dass er im Jahr 2013 in Syrien den IS unterstützt habe. Die beiden Kinder bzw. Jugendlichen, die laut dem angefochtenen Entscheid Ende 2014 in den Irak gereist seien, seien am 1. November 2016 befragt worden. Sein Verteidiger habe an der Befragung teilgenommen. Die beiden Jugendlichen hätten ihn, den Beschuldigten, nicht belastet.