Citation: 1C_403/2022 E. 4.5

4.5. Die Vorinstanz führte sinngemäss aus, das Baurekursgericht habe für die horizontale Richtungsabschwächung aus den Diagrammen des Standortdatenblatts (für den neuen OMEN 6) eine horizontale Richtungsabschwächung von 1,3 dB herausgelesen. Bei der Berechnung der Feldstärke bei diesem OMEN habe sich das Baurekursgericht aber im Übrigen auf die Werte der Beschwerdeführenden (d.h. vertikale Richtungsabschwächung von 2,6 dB) gestützt, um darzulegen, dass die Anlagegrenzwerte bereits mit der Berücksichtigung der horizontalen Richtungsabschwächung eingehalten seien. Die private Beschwerdegegnerin sei bei ihren Berechnungen für das (neue) OMEN 6 von einer horizontalen Richtungsabschwächung von 1,1 dB ausgegangen. Die Differenz von 0,2 dB zum Wert des Baurekursgerichts erkläre sich dadurch, dass diesem lediglich ein kleines ausgedrucktes Diagramm zur Verfügung gestanden habe, aus dem die horizontale Richtungsabschwächung nur mit kleinen Messungenauigkeiten abgelesen werden könne. Da die Anlagegrenzwerte auch mit diesen Ungenauigkeiten und den weiteren von den Beschwerdeführenden vorgebrachten Werten eingehalten sei, sei der rechtserhebliche Sachverhalt rechtsgenügend ermittelt worden.