Citation: 4A_79/2019 E. 3.2

3.2. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin setzte sich die Vorinstanz sehr wohl mit ihren Vorwürfen auseinander, der Beschwerdegegner habe sich rechtsmissbräuchlich verhalten. Sie kam bloss zu einem anderen Schluss als die Beschwerdeführerin, nämlich dass der Vorwurf des Rechtsmissbrauchs nicht verfange (vorinstanzliche Erwägungen 5.2 - 5.4). Eine Rechtsverweigerung liegt offensichtlich nicht vor. Dem angefochtenen Entscheid lassen sich auch ohne Weiteres die Überlegungen entnehmen, von denen sich die Vorinstanz leiten liess und auf die sich ihr Entscheid stützt. Damit erfüllte die Vorinstanz die aus dem verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör folgende Verpflichtung, ihren Entscheid zu begründen (vgl. BGE 141 III 28 E. 3.2.4 S. 41 mit Hinweisen). Da die Vorinstanz die Behauptung des Rechtsmissbrauchs von vornherein verwarf, brauchte sie die diesbezüglich angebotenen Beweismittel auch nicht abzunehmen. Art. 152 ZPO ist damit nicht verletzt. Die Vorinstanz erwog auch nicht, das Verhalten des Beschwerdegegners ausserhalb des vorinstanzlichen Prozesses sei für die Beurteilung eines allfälligen Rechtsmissbrauchs irrelevant. Die Vorinstanz stellte einzig Folgendes klar: Ob der Beschwerdegegner in anderen - erledigten, laufenden, bevorstehenden - Verfahren berechtigte oder unberechtigte oder gar rechtsmissbräuchliche Ansprüche geltend mache, sei in jenen Verfahren zu entscheiden. Dies ist grundsätzlich zutreffend. Es wäre an der Beschwerdeführerin aufzuzeigen, dass das Verhalten des Beschwerdegegners in den anderen Prozessen nicht bloss dort relevant wäre, sondern auch für das vorliegende Verfahren. Sie hätte mithin rechtsgenüglich aufzuzeigen, dass jene Umstände auch die Geltendmachung der hier umstrittenen Einsicht in das Protokoll der Gesellschafterversammlung rechtsmissbräuchlich erscheinen lassen könnten. Solches zeigt sie nicht hinreichend auf, indem sie bloss nochmals das Gebaren des Beschwerdegegners in den anderen Prozessen schildert und pauschal behauptet, dass das vorliegende Verfahren "eine Weiterführung des rechtsmissbräuchlichen und gesellschaftsschädigenden Verhaltens" des Beschwerdegegners sei. Die Beschwerdeführerin vermag keine Verletzung von Art. 2 Abs. 2 ZGB aufzuzeigen. Inwiefern Art. 802 Abs. 3 OR im vorliegenden Zusammenhang verletzt sein soll, oder der Entscheid der Vorinstanz offensichtlich unrichtig wäre, legt die Beschwerdeführerin nicht hinreichend dar und ist auch nicht ersichtlich.