Citation: 6B_1053/2018 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz widmet sich zunächst der objektiven Tatschwere und hält zusammengefasst fest, dass die Art der Tatausführung mit Blick auf die Verwerflichkeit im oberen Mittelfeld skrupellosen Handelns anzusiedeln sei. Das Verhalten des Beschwerdeführers sei mit Konsequenz auf die Tötung seiner früheren Freundin ausgerichtet gewesen und sei trotz ihres erbitterten Widerstands in der Art eines eigentlichen Todeskampfs bis zum Schluss durchgezogen worden. Das Miterleben der Grausamkeiten durch das Opfer hebe die Tat verschuldensmässig von denkbaren, weniger skrupellosen Tötungen deutlich ab. Die anhand des Tathergangs ermittelte objektive Tatschwere wiege mittel bis schwer. Hinsichtlich der subjektiven Tatschwere erwägt die Vorinstanz, dem Beschwerdeführer sei es mit der Tötung unterschwellig darum gegangen, seine frühere Freundin nicht aus seinem Leben, mithin seinem Einflussbereich, zu entlassen. Innerhalb der Spanne denkbarer verwerflicher Beweggründe, die für eine Rachetötung ausschlaggebend sein könnten, sei zu betonen, dass der Beschwerdeführer aufgrund seines übersteigerten Kontrollbedürfnisses und seiner Eifersucht selbst einen massgeblichen Anteil an der Eskalation des Konflikts gehabt habe. Daher wirke sich die Konfliktsituation nicht verschuldensmindernd aus. Zudem sei zu berücksichtigen, dass die Tat zwar nicht von langer Hand geplant gewesen sei, allerdings auch nicht mehr als spontane Überreaktion bezeichnet werden könne, nachdem der Beschwerdeführer das Opfer nach intensivem telefonischem Kontakt spät nachts in dessen Wohnung aufgesucht und die Tat anschliessend relativ zügig begangen habe. Dass der Beschwerdeführer seine früheren, unspezifischen Todesdrohungen gegenüber seiner ehemaligen Freundin später in die Tat umgesetzt habe, bekräftige, dass das Bestrafungselement bereits während längerer Zeit in seinem Bewusstsein vorhanden gewesen sei und bei der Motivbildung eine ausgeprägte Rolle gespielt habe. Zusammenfassend wiege auch das subjektive Tatverschulden unter der Berücksichtigung des Doppelverwertungsverbots mittel bis schwer. Angesichts sämtlicher objektiver und subjektiver Tatkomponenten sei das Verschulden insgesamt als mittel bis schwer zu bezeichnen und eine hypothetische tatbezogene Strafe von 17 Jahren festzusetzen. In der Folge würdigt die Vorinstanz die Täterkomponenten und gelangt zum Schluss, dass sich diese strafneutral verhalten. Anschliessend prüft sie, ob die Strafe gestützt auf Art. 48 lit. e StGB infolge langen Zeitablaufs zu mildern ist. Dabei ermittelt sie vorab, welches Verjährungsrecht für den Beschwerdeführer das mildere ist und gelangt zum Schluss, dass die Verfolgungsverjährung sowohl nach altem wie auch nach neuem Recht am 13. Dezember 2030 eintrete, womit sich beide Regelungen hinsichtlich ihrer Strenge für den Beschwerdeführer als gleichwertig erwiesen. Folglich seien am 8. Juni 2018, am Tag der Eröffnung ihres Urteils, noch nicht zwei Drittel der Verjährungsfrist verstrichen gewesen, womit die Strafminderung im freien Ermessen des Gerichts liege. In Würdigung sämtlicher Umstände lasse sich keine Verminderung des Strafbedürfnisses erkennen, weshalb der Zeitablauf seit der Tat zu keiner Strafreduktion führe. Auch erkennt die Vorinstanz beim Beschwerdeführer keine erhöhte Strafempfindlichkeit. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, der Beschwerdeführer sei in Würdigung sämtlicher relevanter Strafzumessungsfaktoren zu einer Freiheitsstrafe von 17 Jahren zu verurteilen (Urteil S. 52 ff.).