Citation: 6B_774/2020 E. 1.1.1

1.1.1. Der Beschwerdeführer bringt im Einzelnen vor, die Vorinstanz gelange im ersten Teil ihrer Beweiswürdigung zur falschen Sachverhaltsfeststellung, dass er eine gewalttätige Konfrontation mit dem Beschwerdegegner 2 gesucht und die Vorstellung gehegt habe, das unbestrittenermassen mitgenommene Messer tatsächlich gegen seinen Widersacher einzusetzen. Dabei habe die Vorinstanz insbesondere den mit seinem Kollegen D.________ und den im Rahmen des Klassenverbundes geführten Chatverkehr vom 9. bzw. 15. Juni 2017 falsch bzw. unvollständig gewürdigt. Weiter habe sie nicht berücksichtigt, dass es der Beschwerdegegner 2 gewesen sei, der den Chat vom 15. Juni 2017 provozierend, drohend und mit dem Hinweis auf eine bevorstehende und von ihm (sc. dem Beschwerdegegner 2) ausgehende Konfrontation eröffnet habe. Ausser Acht gelassen habe die Vorinstanz zudem die Rolle und die den Beschwerdeführer entlastenden Aussagen von D.________, weiter auch sein eigenes Verhalten während und unmittelbar nach der Tat. Eine korrekte Würdigung der vorhandenen Beweise ergebe, dass es ihm einzig darum gegangen sei, die Situation ohne zu kämpfen und vor der vom Beschwerdegegner 2 angedrohten Konfrontation zu bereinigen (Beschwerde S. 7 ff.).