Citation: 2C_272/2024 E. 7.5.2

7.5.2. Die in dieser Sache ergangenen Bewilligungen stützten sich auf Art. 28 ArG (vgl. dazu E. 6 hiervor). In Ziff. 1.1 der Verfügungen, unter dem Titel "Bedingungen, Auflagen", hielt das SECO jeweils fest, die Abweichung von den Bestimmungen des Arbeitsgesetzes würde "ohne Präjudiz" bewilligt. Damit fehlt es an einer tauglichen Vertrauensgrundlage. Aus der zeitlich befristeten Bewilligung kann die Beschwerdeführerin nicht gutgläubig auf eine Erneuerung ihrer Bewilligung schliessen (BGE 126 II 377 E. 3b; BEATRICE WEBER-DÜRLER, Vertrauensschutz im öffentlichen Recht, 1983, S. 191; MATTHIAS KRADOLFER, in: St. Galler Kommentar zur schweizerischen Bundesverfassung, 4. Aufl. 2023, N. 96 zu Art. 9 BV). Eine anderweitige Vertrauensgrundlage - z.B. eine Zusicherung des SECO - ist weder ersichtlich noch geltend gemacht.