Citation: 2C_480/2013 E. 4.5.1

4.5.1. Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens sowie die ausländerrechtliche Interessenabwägung ist die vom Strafgericht verhängte Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 S. 23; 129 II 215 E. 3.1 S. 216). Was die Widerhandlungen des Beschwerdeführers gegen das Betäubungsmittelgesetz betrifft, beschränkten sie sich nicht auf - wiederholten - strafbaren Eigenkonsum. Vielmehr verkaufte der Beschwerdeführer auch Marihuana und Kokain an Dritte. Ausserdem ist das Strafgericht im Urteil vom 27. Mai 2008 mit Bezug auf die mit Freiheitsstrafen bedrohten Taten von einem erheblichen Verschulden des Beschwerdeführers ausgegangen, wobei bei den Vermögens- und Gewaltdelikten eine Steigerung der kriminellen Energie und/oder der Professionalität in der Vorgehensweise zu beobachten war. Weiter schreckte der Beschwerdeführer nicht davor zurück, Gewalt auch tatsächlich anzuwenden. Zu Recht hat die Vorinstanz darauf hingewiesen, dass im ausländerrechtlichen Verfahren kein Raum dafür besteht, die Beurteilung des Strafgerichts diesbezüglich zu relativieren (Urteil 2C_1052/2012 vom 2. April 2013 4.3 mit Hinweisen). Entgegen dem Beschwerdeführer wurde auf die konkreten Taten bzw. die dafür verhängten Strafen und nicht auf die abstrakten Straftatbestände abgestellt. Dabei schliessen es seine Taten aus, von blosser "Kleinkriminalität" zu sprechen; angesichts der Schwere der begangenen Straftaten ist nicht entscheidend, ob der Beschwerdeführer darüber hinaus eine "besondere Gefährlichkeit" offenbart hat.