Citation: 5P.64/2006 09.10.2006 E. 3

Das Obergericht hat einen Wiederherstellungsanspruch gemäss Klagebegehren verneint, weil einerseits die in Frage stehende Quelle für die Beschwerdeführerin nicht im Sinne von Art. 707 Abs. 1 ZGB unentbehrlich sei und andererseits keine besonderen Umstände im Sinne von Art. 707 Abs. 2 ZGB vorlägen. Der von der Beschwerdeführerin verlangten Nutzungsbeschränkung hält die Vorinstanz entgegen, es müsste für deren Anordnung eine andere Gefahr dargetan sein als diejenige, die sich bereits verwirklicht habe, was jedoch nicht der Fall sei. Abgesehen davon, sei das gestellte Begehren um Einschränkung der Nutzung unverhältnismässig. Dem Entscheid des Obergerichts zum geltend gemachten Schadenersatzanspruch liegt die Auffassung zugrunde, die Beschwerdeführerin könne einerseits das Wasser der Quelle "West" weiterhin als Trinkwasser und andererseits das Wasser der Quelle "Ost" (neu nur noch) als Brauchwasser nutzen und müsse andererseits beides auch an ihrem (Lauf-)Brunnen beziehen können. Damit das Wasser der beiden Quellen beim Laufbrunnen aus zwei separaten Leitungen bezogen werden könne, bedürfe es einer zweiten Leitung von der Brunnstube zu diesem Brunnen. Die auf Fr. 3'000.-- geschätzen Kosten für deren Erstellung seien vom Beschwerdegegner zu ersetzen.