Citation: 9C_256/2024 E. 4.4

4.4. Gemäss den grundsätzlich verbindlichen Feststellungen des Bundesverwaltungsgerichts kündigte die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 4. November 2014, adressiert an die F.________ AG, eine Mehrwertsteuerkontrolle für die Zeit ab dem 24. November 2014 an. Diese Kontrolle sollte gemeinsam mit der Kontrolle der D.________ AG, der E.________ AG und des Einzelunternehmens des Beschwerdeführers stattfinden. Da dieser die betroffenen Unternehmen, die alle in einem Büro untergebracht waren, operativ leitete, wurde die Verjährungsfrist auch gegenüber dem Steuerpflichtigen unterbrochen. Daran ändert nichts, dass er keine Kenntnis von diesem Schreiben gehabt haben will. Zwar trifft es zu, dass sich in den Akten kein direkter Beweis für dessen Versand findet. Aufgrund des Schreibens der ESTV vom 25. Februar 2015, mit welchem diese vom Beschwerdeführer weitere Unterlagen fordert, steht jedoch fest, dass die Kontrolle jedenfalls vor Versand dieses Schreibens begonnen hatte. Vor dem Hintergrund erscheint es nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz der Darstellung der Beschwerdegegnerin, die Kontrolle sei angekündigt gewesen und habe planmässig am 24. November 2014 begonnen werden können, gefolgt ist. Selbst wenn im Übrigen das Schreiben vom 4. November 2014 nie versendet worden sein sollte, so wäre die Verjährungsfrist auch mit dem - letztinstanzlich nicht bestrittenen - Beginn der Kontrolle am 24. November 2014 noch rechtzeitig unterbrochen worden.