Citation: 5A_219/2017 E. 4.1

4.1. Umstritten ist zunächst die Höhe der obergerichtlichen Gerichtskosten. Das Obergericht hat den Tarif für vermögensrechtliche Streitigkeiten angewendet. Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, es hätte den Tarif für nichtvermögensrechtliche Streitigkeiten anwenden müssen. Das Obergericht hat zu diesem Punkt erwogen, die Beschwerdegegnerin habe vor Obergericht formell auch den Scheidungspunkt angefochten und erneut die Scheidung verlangt. Die Scheidung sei jedoch bereits mit dem erstinstanzlichen Urteil vom 20. Februar 2012 ausgesprochen worden. Das Obergericht habe deshalb in seinem Teilentscheid vom 23. Oktober 2013 festgehalten, dass für dieses Begehren die Beschwer fehle und darauf nicht einzutreten sei. Die Scheidung sei am 2. Februar 2013 rechtskräftig geworden. Materiell sei die Statusfrage damit zu keiner Zeit Thema vor Obergericht gewesen. Zu prüfen seien einzig vermögensrechtliche Belange gewesen. Seien einzig vermögensrechtliche Nebenfolgen strittig, könne das Verfahren nicht zu einem nichtvermögensrechtlichen gemacht werden, indem pro forma der Scheidungspunkt in die Anträge aufgenommen werde. In seiner Kostennote gehe der Beschwerdeführer selber von einer vermögensrechtlichen Streitigkeit aus und mache ein streitwertabhängiges Honorar geltend. Es gebe keinen Grund, Gerichtskosten und Parteientschädigung diesbezüglich unterschiedlich zu behandeln. Für die Höhe der Gerichtskosten sei somit vom Streitwert in der Höhe von rund Fr. 7,8 Mio. auszugehen. Gestützt auf Art. 44 Abs. 1 lit. f des Dekrets vom 24. März 2010 betreffend die Verfahrenskosten und die Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (Verfahrenskostendekret, VKD; BSG 161.12) würden die Gerichtskosten auf Fr. 100'000.-- festgesetzt. Der Beschwerdeführer hält daran fest, es liege eine nichtvermögensrechtliche Streitigkeit im Sinne von Art. 45 VKD vor. Das Obergericht habe diese Norm in willkürlicher Weise verletzt. Im Scheidungspunkt habe die Beschwerdegegnerin sodann einen neuen, korrigierten Antrag gestellt. Da der Scheidungspunkt nicht für die eine Partei in Rechtskraft erwachsen könne und für die andere nicht, sei er noch nicht rechtskräftig gewesen, als das Berufungsverfahren rechtshängig geworden sei. Diese Einwände sind unbegründet, soweit auf sie überhaupt eingetreten werden kann. Die Unterscheidung zwischen vermögensrechtlichen und nichtvermögensrechtlichen Streitigkeiten beruht auf dem kantonalen Tarifrecht (Art. 96 ZPO), das vom Bundesgericht nur auf Willkür geprüft werden kann. Es ist keineswegs willkürlich, wenn das Obergericht Art. 44 und Art. 45 VKD so angewendet hat, dass eine zwar formell erfolgte, aber ohne weiteres unzulässige Anfechtung des Scheidungspunktes bei der Kostenliquidation unberücksichtigt bleibt. Dass die Beschwerdeführerin einen neuen, korrigierten Antrag zum Scheidungspunkt gestellt hätte, betrifft den Prozesssachverhalt. Eine genügende Sachverhaltsrüge in Bezug auf den Inhalt dieses Antrags fehlt. Ohnehin stellt der Beschwerdeführer nicht in Abrede, dass das Nichteintreten des Obergerichts auf den Scheidungsantrag im Teilentscheid vom 23. Oktober 2013 mangels Beschwer zu Recht erfolgt ist, und zwar ungeachtet des allenfalls geänderten Wortlauts desselben. Es bleibt somit dabei, dass das Obergericht nur vermögensrechtliche Nebenfolgen der Scheidung zu prüfen hatte. Schliesslich geht der Beschwerdeführer nicht darauf ein, dass er bezüglich der Parteikosten selber von einer vermögensrechtlichen Streitigkeit ausgegangen ist.