Citation: 2C_1031/2020 E. 2.3.6

2.3.6. Zum Punkt "Anlagevermögen" ist festzuhalten, dass es jedenfalls nicht als zwingend erscheint, im Bau befindliche Objekte bzw. in der Entwicklung stehende Projekte, die aus eigenem Antrieb realisiert werden, im Umlaufvermögen zu aktivieren. Anders als etwa ein Objekt, das in schlüsselfertigem Zustand erworben und jederzeit veräussert werden kann, handelt es sich bei entstehendem Vermögen noch nicht um ein Handelsobjekt im eigentlichen Sinn. Zur Handänderung kann es in solchen Fällen regelmässig erst kommen, wenn ein Meilenstein erreicht ist (hier: Abschluss der Bauarbeiten bzw. Erlangung der Baubewilligung). Die Veräusserungsfähigkeit hängt vom betrieblich-technischen Zustand des Objekts ab (allgemein dazu Urteil 2C_1001/2018 vom 30. Januar 2020 E. 6.3, wo in Bezug auf fertig erstellte Objekte vom "Verwendungszweck" gesprochen wird). Ob und wie die Aktivierung erfolgt ist, ob das noch nicht vollständig realisierte Objekt als Umlauf- oder als Anlagevermögen behandelt wurde, kann für die Frage, ob gewerbsmässiger Grundstückhandel vorliege, nicht alleine entscheidend sein.