Citation: 9C_735/2023 E. 2.2.1

2.2.1. Die Vorinstanz erwog, die Erklärung, dass eine Beteiligung gewillkürtes Geschäftsvermögen darstelle, müsse im Zeitpunkt des Erwerbs abgegeben werden. Die fragliche Beteiligung sei unstreitig im Jahr 2011 erworben worden; eine Erklärung betreffend gewillkürtes Geschäftsvermögen sei anhand der Unterlagen und Angaben damals nicht abgegeben worden. Ob der Beschwerdeführer seinen Buchhalter beauftragt habe, eine solche Erklärung abzugeben, sei nicht relevant. Über die Beteiligung habe es spätestens seit 2018 Diskussionen zwischen dem Beschwerdeführer und der Veranlagungsbehörde gegeben. So sei in einer Eingabe vom 22. Juni 2018 festgestellt worden, dass die Aktien nicht als Beteiligung aufgeführt seien. Am 12. Juli 2019 habe die Veranlagungsbehörde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass die Beteiligung an der B.________ AG kein Geschäftsvermögen darstelle; dies sei auch im Einspracheentscheid vom 4. Dezember 2019 erwähnt worden. Sodann sei am 12. November 2021 eine Erklärung eingegangen, dass die Beteiligung gewillkürtes Geschäftsvermögen gewesen sei. Somit sei dem Beschwerdeführer offensichtlich bekannt gewesen, dass die Beteiligung nicht als gewillkürtes Geschäftsvermögen gegolten habe. Die Frist zur Einreichung des Revisionsgesuchs von 90 Tagen sei deshalb offensichtlich nicht eingehalten worden (vgl. E. 3.2 des angefochtenen Urteils).