Citation: 8C_203/2018 E. 10.2

10.2. Gründe für eine Änderung der in E. 9.2 hiervor dargelegten Rechtsprechung sind im Lichte dieser Erwägungen des kantonalen Gerichts nicht ersichtlich (zu den Voraussetzungen einer Praxisänderung siehe BGE 140 V 538 E. 4.5 S. 541). Die Beschwerdegegnerin weist wegen des bei ihr bestehenden WBS einen allgemeinen Entwicklungsrückstand auf und wird in der Heilpädagogischen Tagesschule Seidenbaum in Trübbach betreut (vgl. Bericht des Spitals E.________ vom 20. Januar 2016). Der IV-Stelle ist beizupflichten, dass die Akten keine zuverlässige fachärztliche Grundlage bieten, um in diesem Lichte die Frage nach der Dauerhaftigkeit des Eingliederungserfolgs im Sinne des in E. 9.2 hiervor Gesagten prognostisch zu beurteilen. Somit wurde auch in dieser Hinsicht der Sachverhalt unvollständig abgeklärt und damit der Untersuchungsgrundsatz verletzt. Diese Frage hat das von der IV-Stelle einzuholende medizinische Gutachten (vgl. E. 8.1 hiervor) ebenfalls zu klären. Gestützt hierauf wird sie auch über ihre Leistungspflicht nach Art. 12 IVG zu verfügen haben.