Citation: 5A_623/2023 E. 4

Sodann ist aber auch die Beschwerdebegründung weitgehend unzureichend: Soweit sich der Beschwerdeführer sinngemäss auf den Sachverhalt bezieht, kann auf die rein appellatorischen Ausführungen nach dem in E. 1 Gesagten von vornherein nicht eingetreten werden. Dies betrifft namentlich die erneuerte Behauptung, lebe mit einem Partner zusammen und dort stehe auch ein angemieteter Parkplatz zur Verfügung (das Obergericht hatte kein kostensenkendes Konkubinat berücksichtigt mit der Begründung, es handle sich um eine unbelegte Parteibehauptung). Ohnehin täte dies nichts zur Sache, weil über die alleinige Obhut verfügt und deshalb allein der Beschwerdeführer für den Barunterhalt des Kindes aufzukommen hat (vgl. BGE 147 III 265 E. 5.5); der Bedarf der Mutter wäre einzig im Zusammenhang mit Betreuungsunterhalt relevant, welchen es vorliegend nicht festzusetzen galt. Das Vorbringen, angesichts der extrem gestiegenen Treibstoffpreise etc. müssten bei 15'960 km pro Jahr für den Fahrkilometer 70 statt 50 Rappen veranschlagt werden, beschlägt hier die Rechtsanwendung. Diesbezüglich hatte das Obergericht erwogen, bei kurzen Strecken sei ein monatlicher Mindestbetrag von Fr 400.--, bei mittleren Strecken (zwischen 5'000 und 30'000 km pro Jahr) ein Betrag von 50-70 Rp/km und bei grossen Distanzen ein solcher von 50 Rp/km zu berücksichtigen, wobei vorliegend ermessensweise ein Ansatz von 50 Rp/km zu veranschlagen sei. Dass es vorliegend um den Bereich geht, in welchem nach der obergerichtlichen Vorgehensweise zwischen 50 und 70 Rp/km zu berücksichtigen sind, wird als solches nicht beanstandet. Vielmehr macht der Beschwerdeführer geltend, aufgrund der "in den letzten zwei Jahren extrem gestiegenen Preise" könne ein Ansatz von 50 Rp/km nicht mehr relevant sein. Dem steht indes gegenüber, dass vorher die Treibstoffpreise stark gesunken waren und sie sich jetzt wieder auf einem höheren Niveau eingependelt haben. Inwiefern das Obergericht sein bei der Unterhaltsfestsetzung allgemein bestehendes weites Ermessen (BGE 137 III 289 E. 11.1.1; 148 III 161 E. 4.1; zuletzt Urteil 5A_709/2022 24. Mai 2023 E. 1.3) unsachgemäss angewandt und dieses spezifisch im Bereich der Veranschlagung von Fahrkosten missbraucht haben soll, ist nicht ersichtlich.