Citation: 6B_696/2024 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz begründet sorgfältig, weshalb sie einen schweren persönlichen Härtefall verneint und die Interessenabwägung ohnehin zu Lasten des Beschwerdeführers ausfallen würde. Der Beschwerdeführer kam erst mit 32 Jahren aus dem Kosovo in die Schweiz und lebt seit nunmehr 7 Jahren hier. Die Verteidigung setzt sich nicht damit auseinander, dass er kaum Deutsch spricht und dass sich seine wirtschaftliche, berufliche, persönliche und gesellschaftliche Integration gemäss Vorinstanz "als maximal durchschnittlich" erweist. Auch auf die Vorstrafe wegen mehrfacher Beschäftigung von Ausländern ohne Bewilligung gemäss Art. 117 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz; AIG; SR 142.20) geht die Verteidigung mit keinem Wort ein. Die Vorinstanz übersieht die Situation der Ehefrau und der Kinder keineswegs. Die Ehefrau sei im Kosovo geboren, spreche Albanisch sowie Französisch und habe an der Berufungsverhandlung angegeben, bei einer Landesverweisung bereit zu sein, zusammen mit dem Beschwerdeführer das Land zu verlassen. Auch die Kinder des Beschwerdeführers sprechen Albanisch. Sie hätten Ferien im Kosovo verbracht, wo der Beschwerdeführer ein Haus habe. Ohnehin ergebe sich während der Verbüssung der Freiheitsstrafe eine vorübergehende Einstellung des bisherigen Familienlebens. Der Beschwerdeführer habe im Kosovo die Schulen absolviert und dort während 1 ½ Jahren Maschinenbau studiert. Die Hochzeit habe im Kosovo stattgefunden, was zeige, dass er bestens mit der dortigen Kultur vertraut sei. Im Kosovo lebten ein Bruder, drei Schwestern und die Mutter des Beschwerdeführers.