Citation: I 1002/06 16.08.2007 E. 2

Unter sämtlichen Verfahrensbeteiligten gilt als unbestritten, dass der Beschwerdeführer aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht im zuletzt ausgeübten Beruf als Bodenleger nicht mehr und in einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit mit Heben und Tragen von Gewichten bis zu 5 kg und ohne monotone Zwangshaltung zu 50 % arbeitsfähig ist. Streitig und zu prüfen ist demgegenüber, ob die verbliebene funktionelle Leistungsfähigkeit in einem wesentlichen Ausmass durch ein psychisches Leiden zusätzlich beeinträchtig ist und mithin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht, wie der Beschwerdeführer geltend macht. Das kantonale Gericht hat die diesbezüglich massgebenden Bestimmungen und Grundsätze, insbesondere die Rechtsprechung zur Frage der invalidisierenden Wirkung von somatoformen Schmerzstörungen (BGE 130 V 352 und 396, vgl. ferner 131 V 49) und von psychischen Leiden (BGE 127 V 294) korrekt dargelegt. Darauf wird verwiesen. 2.1 Nach zutreffender Wiedergabe und Würdigung der umfassenden medizinischen Aktenlage ist die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zum Schluss gelangt, aufgrund des psychiatrischen Gutachtens des Dr. med. M.________ vom 27. Juni 2005 sei zwar eine somatoforme Schmerzstörung durch einen Facharzt diagnostiziert worden, auf dessen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit könne jedoch insofern nicht ohne weiteres abgestellt werden, als die von der Rechtsprechung (BGE 130 V 352) entwickelten Morbiditätskriterien als zusätzliche qualifizierende Voraussetzungen für die Annahme einer invalidisierenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht gegeben sind. Den überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz, wonach die erforderlichen Voraussetzungen, welche eine Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern und einen Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, nicht erfüllt sind und daher keine zusätzliche Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen mitberücksichtigt werden kann, ist ohne Weiterungen beizupflichten. 2.2 Die Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen daran nichts zu ändern. Insbesondere fehlt es am Vorliegen einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. So hatte zwar der behandelnde Arzt Dr. med. A.________, Allgemeine Medizin FM, im Bericht vom 6. August 2004 eine depressive Entwicklung festgestellt, eine Depression oder eine andere psychische Erkrankung von massgebender Bedeutung wurde jedoch von keinem Facharzt diagnostiziert. Die vom Psychiater Dr. med. M.________ in seinem Gutachten angeführten emotionalen und psychosozialen Belastungsfaktoren sind als invaliditätsfremde Gesichtspunkte bei der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit nicht zu berücksichtigen. Weitere Gründe, welche rechtsprechungsgemäss eine zumutbare Willensanstrengung verunmöglichen und einen Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, sind entgegen dem Beschwerdeführer ebenfalls nicht in genügendem Ausmass ausgewiesen. Insbesondere ist das Kriterium der chronischen körperlichen Begleiterkrankungen mit mehrjährigem, chronifiziertem Krankheitsverlauf nicht gegeben. So spricht Dr. med. W.________, Spezialarzt Rheumatologie FMH, Physikalische Medizin/Rehabilitation, im überzeugenden Gutachten vom 2. Juni 2004 lediglich von leichten degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule und geht davon aus, dass u.a. nach einer konsequenten Rekonditionierung eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf 75 % denkbar sei. Zudem kann es sich gemäss Vorinstanz nicht um langjährige chronifizierte Beschwerden handeln, hat doch gemäss dem ehemaligen Arbeitgeber bis zur Kündigung im Jahre 2002 nie eine gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit vorgelegen, was nicht bestritten wird. Allein aus der Feststellung des Psychiaters Dr. med. M.________, wonach der Beschwerdeführer auch bei aller zumutbaren Willensanstrengung keine relevante Arbeitsfähigkeit mehr erreichen wird, lässt sich nichts zu dessen Gunsten ableiten, da den normativen Leitlinien gemäss BGE 130 V 352 Rechnung zu tragen ist.