Citation: 1B_461/2018 E. 4.3

4.3. Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz befand sich der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids seit bald 20 Monaten in Haft bzw. im vorzeitigen Strafvollzug. Mit seinem erstinstanzlichen Urteil in der Sache sprach das Strafgericht am 2. Februar 2018 gegenüber dem Beschwerdeführer eine Freiheitsstrafe von 24 Monaten aus. Diese 24 Monate stellen somit ein wichtiges Indiz für die Dauer der tatsächlich zu verbüssenden Strafe dar. Die Staatsanwaltschaft hat am 5. September 2018 Anschlussberufung erhoben. Das Berufungsgericht kann daher die erstinstanzlich ausgesprochene Freiheitsstrafe von 24 Monaten erhöhen (vgl. Art. 391 Abs. 2 StPO). Insofern stellt sich die Frage, ob ernsthaft mit einer Verschärfung des Urteils zu rechnen ist. Dafür bestehen vorliegend durchaus Anhaltspunkte. So beantragt die Staatsanwaltschaft in ihrer Anschlussberufung 30 Monate Freiheitsstrafe und der Vorinstanz ist grundsätzlich zuzustimmen, wenn sie festhält, die erstinstanzlich ausgesprochene Strafe, sei nicht von vornherein offensichtlich übersetzt. Da die Staatsanwaltschaft Anschlussberufung angemeldet hat, ist zudem unklar, wann der Beschwerdeführer zwei Drittel der Strafe verbüsst haben wird. In solchen Fällen ist entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers die Möglichkeit der bedingten Entlassung bei der Berechnung der mutmasslichen Dauer der Freiheitsstrafe ausser Acht zu lassen (vgl. BGE 143 IV 168 E. 5.1 S. 173; Urteil 1B_292/2014 vom 15. September 2014 E. 3.3.2; je mit Hinweisen).