Citation: 9C_639/2017 E. 6.3

6.3. Nach dem Gesagten ist nicht auszuschliessen, dass spätestens im September 2013 die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG eröffnet wurde und im August 2014 oder in einem späteren Zeitpunkt bis zum Verfügungserlass (BGE 129 V 1 E. 1.2 S. 4) ein Rentenanspruch entstanden ist (vgl. Urteile 9C_878/2017 vom 19. Februar 2018 E. 5.3 und 9C_757/2010 vom 24. November 2010 E. 4.1). Die Frage kann aufgrund des ABI-Gutachtens vom 12. Januar 2016 und auch der übrigen medizinischen Akten nicht in zuverlässiger Weise beurteilt werden. Der angefochtene Entscheid beruht daher auf unvollständiger Beweisgrundlage (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Die Vorinstanz wird ein psychiatrisches Gutachten einzuholen haben und danach über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente der Invalidenversicherung neu entscheiden. In diesem Sinne ist die Beschwerde begründet.