Citation: U 43/04 09.08.2004 E. 3

Dabei ist vorweg zu prüfen, ob - und gegebenenfalls in welchem Ausmass - die Beschwerdeführerin wegen den ihr verbleibenden Restfolgen des Unfalles vom 17. Juni 1991 in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. 3.1 Die Parteien sind sich darin einig, dass in Bezug auf die somatisch bedingten, in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfall stehenden Einschränkungen der Leistungsfähigkeit auf die Beurteilung gemäss orthopädischem Gutachten abzustellen ist. Demnach ist der Versicherten ihre angestammte Tätigkeit als Pflegehilfe nicht mehr zumutbar. Dem genannten Gutachten ist zur Arbeitsfähigkeit unter anderem zu entnehmen: "Die Behinderung besteht vor allem wegen der schmerzhaften Bewegungs- einschränkung der rechten Schulter bei Kraftanstrengungen mit dem rech- ten Arm. Die Versicherte kann nicht schwere Dinge repetitiv heben und tragen, kann mit dem rechten Arm nicht wiederholt gegen Widerstand stossen oder ziehen und den Arm eben nicht über Kopfhöhe abheben und auch keine forcierten Rotationen, vor allem nach innen, ausführen. [...] Hingegen könnte die Versicherte eine der Schulter adaptierte Tätigkeit vollschichtig ausüben. Sie darf eben keine Kraftanwendungen, wie dar- gelegt, wiederholt ausführen müssen und kann keine Über-Kopf-Arbeiten ausführen. Eine entsprechende Tätigkeit als Betriebs- oder Fabrikarbeiterin oder sonst irgendwo als Hilfskraft wäre ihr damit ganztägig zumutbar." Gemäss dem am 6. Januar 2000 im Zentrum für Medizinische Begutachtung (ZMB) erstellten Gutachten (nachfolgend: ZMB-Gutachten) können der Versicherten aus rein somatischen Gründen keine Arbeiten mehr zugemutet werden, "welche eine wesentliche Beanspruchung der rechten dominanten Schulter" bedingen. Weiter ist dem ZMB-Gutachten zu entnehmen: "[...] Die Versicherte kann keine Arbeit über Kopfhöhe ausführen, kann nicht effektive Kraftanstrengungen mit dem rechten Arm verrichten und auch keine Gewichte über 5 kg heben und tragen. [...]" Unbestritten ist schliesslich, dass die psychogenen Beeinträchtigungen der Gesundheit und die Rückenbeschwerden nicht in einem Kausalzusammenhang mit dem Unfall stehen. 3.2 Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin, soweit sie die aus dem orthopädischen Gutachten zitierte Passage aktenwidrig in dem Sinne zusammenfasst (Verwaltungsgerichtsbeschwerde S. 3), dass Rotationen, Stossen und Ziehen gegen Widerstand mit der rechten Hand vollständig ausgeschlossen seien und die rechte Schulter überhaupt nicht mehr bewegt werden könne. Dr. med. H.________ sah die schmerzhafte Bewegungseinschränkung der rechten Schulter vielmehr nur - aber immerhin - im Zusammenhang mit Kraftanstrengungen im rechten Arm. Stossen und Ziehen mit diesem Arm gegen Widerstand schloss er nicht gänzlich aus, sondern hielt solche Bewegungen nur dann für unzumutbar, wenn sie wiederholt ausgeführt werden müssten. Schliesslich verneinte er die Zumutbarkeit nicht hinsichtlich sämtlicher Rotationsbewegungen, sondern nur in Bezug auf diejenigen, welche mit Kraftanstrengung gegen innen zu führen seien. Die Versicherte geht jedoch faktisch von einer Einhändigkeit aus, wenn sie geltend macht (Verwaltungsgerichtsbeschwerde S. 5), Sortier-, Pack- und Fliessbandarbeiten würden für sie ausser Betracht fallen, weil sie nur ihre linke, nicht dominante Hand einsetzen könne. Zu Recht weist demgegenüber die Basler in der Vernehmlassung vom 22. März 2004 darauf hin, dass leichtere Arbeiten unter Berücksichtigung der medizinisch ausgewiesenen Einschränkungen durchaus beidhändig ausgeführt werden können. Denn die rechte (dominante) Hand, deren Greiffunktion und Fingerbeweglichkeit ohne Kraftanstrengung aus dem Arm heraus und ohne forcierte Rotationen nach innen in keiner Weise limitiert sind, kann z.B. zur Bedienung von Schaltern oder Tasten an einer Maschine ohne Leistungseinbusse eingesetzt werden. Mit der Vorinstanz ist demnach gestützt auf die zitierten Gutachten davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin eine der Schulter adaptierte Tätigkeit vollschichtig ausüben kann.