Citation: 6B_600/2021 E. 2.4.1

2.4.1. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist nicht stichhaltig. Wie von der Vorinstanz festgehalten ist eine lange Aufenthaltsdauer in der Schweiz kein klares Indiz für eine gute Integration, sondern - verbunden mit einer guten Integration - in aller Regel ein starkes Indiz für das Vorliegen eines Härtefalls (vgl. BGE 146 IV 105 E. 3.4.4). Der pauschale Vorwurf, die Vorinstanz gehe zu Unrecht davon aus, dass es ihm nicht gelungen sei, sich in der Schweiz sozial und beruflich zu integrieren, wird in der Beschwerde nicht näher erläutert und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die diesbezügliche Schlussfolgerung rechtsfehlerhaft sein sollte. Weiter behauptet die Vorinstanz auch nicht, den Beschwerdeführer treffe am Umstand, dass er mit 25 Jahren noch immer von und bei seinen Eltern lebt und er auch keine Ausbildung absolviert habe ein Verschulden. Vielmehr bemisst sie seine privaten Interessen bei der Härtefallprüfung zu Recht anhand seiner persönlichen Lage im Urteilszeitpunkt, unabhängig davon, wie diese Situation entstanden ist (vgl. Urteil 6B_342/2021 vom 27. Januar 2022 E. 1.3.3). Wie bereits dargelegt (vgl. E. 1.5.2 hiervor), ist seine Erwerbslosigkeit und die daraus resultierende finanzielle Abhängigkeit von seinen Eltern ohnehin nicht Folge seines psychischen Zustands, sondern eher seiner mangelnden Motivation bei der Suche nach einer Ausbildung oder einer Arbeitsstelle. Vor diesem Hintergrund vermag auch keinen Härtefall zu begründen, dass im Kosovo niemand sei, der für ihn sorgen und ihm (finanziell) zur Seite stehen würde. Angesichts der fehlenden Ausbildung des Beschwerdeführers mag eine berufliche Integration im Kosovo wohl mit Schwierigkeiten verbunden sein. Diesbezüglich weist die Vorinstanz jedoch zu Recht darauf hin, dass er im Kosovo zumindest ein Praktikum als Coiffeur absolvierte, weshalb die berufliche Integration im Kosovo zumindest nicht schwieriger sein dürfte als in der Schweiz.