Citation: 8C_195/2023 E. 4.2

4.2. Im vorliegend angefochtenen Urteil vom 17. Februar 2023 hielt das kantonale Gericht fest, an der fehlenden Hilfsbedürftigkeit bei den alltäglichen Lebensverrichtungen und der fehlenden Notwendigkeit einer dauernden persönlichen Überwachung habe sich nichts geändert, auch wenn die Beschwerdeführerin nunmehr fünf Jahre und einen Monat alt sei. Selbst wenn bei der alltäglichen Lebensverrichtung "Aufstehen, Absitzen, Abliegen" Dritthilfe erforderlich wäre, bestünde mangels Hilfsbedürftigkeit bei den übrigen Lebensverrichtungen kein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung. Gestützt auf die ergänzenden Stellungnahmen der Abklärungsperson vom 28. April und vom 30. November 2021 und die Beurteilung des RAD vom 28. Januar 2022schloss das kantonale Gericht sodann auf einen täglichen pflegerischen Mehraufwand von rund 111 Minuten. Gemäss Rz. 8058 des KSIH seien die Voraussetzungen für die Annahme einer besonders aufwendigen Pflege bei einer solchen von weniger als zwei Stunden pro Tag nicht erfüllt, weshalb die IV-Stelle den Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung zu Recht verneint habe.