Citation: 2P.199/2000 14.05.2001 E. 4

4.- a) Weiter rügen die Beschwerdeführer eine Verletzung des Legalitätsprinzips. Nach dem im Abgaberecht geltenden Gesetzmässigkeitsgrundsatz muss die Ausgestaltung der Steuern, namentlich der Kreis der Steuerpflichtigen, der Gegenstand der Steuern und deren Bemessung, in den Grundzügen im Gesetz selber geregelt werden (Art. 127 Abs. 1 BV). b) In diesem Zusammenhang machen die Beschwerdeführer zunächst geltend, bei den Beiträgen der Bergbahnen fehle sowohl auf Gesetzes- als auch auf Verordnungsstufe jegliche Angabe über die Höhe der Abgabe. Eine individuell-konkrete Vereinbarung über die Höhe der Abgabe vermöge den Anforderungen des Legalitätsprinzips nicht zu genügen. Die Beschwerdeführer sind zur staatsrechtlichen Beschwerde in diesem Zusammenhang nur legitimiert, soweit sie geltend machen, dass die Bergbahngesellschaften in rechtsungleicher Weise mit zu tiefen Steuern belastet werden. Dieses Vorbringen ist im Zusammenhang mit der Rüge der Verletzung der Rechtsgleichheit zu prüfen (unten E. 5). c) Weiter bringen die Beschwerdeführer vor, im Gesetz fehle eine genügende Bemessungsgrundlage für die Verkehrstaxe. Darin werde lediglich der Beherberger als Abgabepflichtiger und der "übernachtende Gast" als Bemessungsgrundlage genannt. Es verstehe sich von selbst, dass der maximale Anteil der Erträge der Verkehrstaxe an den ungedeckten Kosten keine Bemessungsgrundlage sein könne, zumal diese Angabe durch die fehlende Höhe des Beitrags der Bergbahnen noch weiter verwässert werde. Die Beschwerdeführer übersehen, dass nicht nur das Gesetz zur Förderung des öffentlichen Verkehrs selber, sondern gestützt auf Art. 6 lit. b und Art. 7 Abs. 6 GöVOE auch die Ausführungsbestimmungen zu diesem Gesetz vom Kreisrat erlassen worden sind und diese letzteren nach Art. 10 Abs. 1 der Kreisverfassung sowie nach Art. 2 GöVOE dem fakultativen Referendum unterstanden. Damit können auch die Ausführungsbestimmungen zum Gesetz über die Förderung des öffentlichen Verkehrs einem Gesetz im formellen Sinne gleichgestellt werden (vgl. BGE 120 Ia 265 E. 2a S. 266 f.). Da die Ausführungsbestimmungen über eine demokratische Grundlage verfügen, darf die - an sich zu weit gehende - Offenheit der Vorgaben im Gesetz über die Förderung des öffentlichen Verkehrs in Kauf genommen werden. Die Höhe der Verkehrstaxe ist in Art. 9 lit. a ABzGöVOE (mit einem Tarif von Fr. 0.40 bzw. Fr. 0.25 pro Logiernacht) klar geregelt. Die Rüge der Verletzung des Legalitätsprinzips erweist sich damit als unbegründet.