Citation: 2C_1076/2013 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat sodann zu Recht ein migrationsrechtlich relevantes Rückfallrisiko bejaht. Rechtsprechungsgemäss muss zum Schutz wesentlicher Rechtsgüter bei schweren Straftaten (wozu der Raub gehört) selbst ein geringes Rückfallrisiko nicht in Kauf genommen werden (BGE 139 I 16 E. 2.2.1 S. 19 f.). Das in diesem Zusammenhang vom Beschwerdeführer geltend gemachte einwandfreie "Nachtatverhalten" ist hierbei nicht ausschlaggebend. Dass sich der Beschwerdeführer seit der Verurteilung vom 10. Oktober 2011 wohl verhalten hat, kann ihm nicht positiv angerechnet werden. Er steht seit dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung vom 23. Mai 2012 unter dem Druck der drohenden Wegweisung; zudem steht er nach wie vor unter Bewährung. Die Rüge, die Vorinstanz habe Art. 48 lit. e StGB verletzt, geht von vornherein fehl, da sich diese Norm - wie die ganze Strafgesetzgebung - ausschliesslich an Strafbehörden und -gerichte wendet. Der Beschwerdeführer sieht eine Verletzung des verfassungsrechtlichen Gleichbehandlungsgebots darin, dass die Rückfallprognose bei der Beurteilung des Aufenthaltsrechts eines ausländischen Straftäters härter beurteilt werde, als dies bei einem schweizerischen Delinquenten der Fall wäre. Dabei verkennt er den Unterschied zwischen der strafrechtlichen und der migrationsrechtlichen Rückfallgefahr: Wie soeben erwähnt, muss in migrationsrechtlicher Hinsicht auch ein geringes Rückfallrisiko nicht hingenommen werden und generalpräventive Gesichtspunkte dürfen bei ausländischen Personen, welche sich nicht auf das FZA (SR 0.142.112.681) berufen können, im Rahmen der Interessenabwägung berücksichtigt werden (Urteile 2C_501/2013 vom 8. November 2013 E. 4.4; 2C_856/2012 vom 25. März 2013 E. 6.9). Im Übrigen geht es bei schweizerischen Straftätern nie um das Aufenthaltsrecht, so dass die Berufung auf Art. 8 Abs. 1 BV in diesem Zusammenhang von vornherein fehl geht.