Citation: 4A_139/2022 E. 1.3

1.3. Gemäss Art. 76 Abs. 1 BGG ist zur Beschwerde in Zivilsachen nur berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat (Bst. a) und durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat (Bst. b). Das schutzwürdige Interesse besteht im praktischen Nutzen einer Gutheissung der Beschwerde, welche es der beschwerdeführenden Person ermöglicht, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur, den der angefochtene Entscheid mit sich brächte, zu vermeiden (BGE 143 III 578 E. 3.2.2.2; Urteil 5A_744/2020 vom 27. September 2021 E. 2.1). Die Vorinstanz hat beide Berufungen mangels gemeinsamen Vorgehens der Beschwerdeführer abgewiesen und den erstinstanzlichen Entscheid bestätigt (vgl. hiervor Sachverhalt lit. B.f). Die Beschwerdeführerin 1, die im erstinstanzlichen Entscheid zur Bezahlung von Fr. 9'268'483.12 nebst Zins auf verschiedene Beträge und ab verschiedenen Verfalldaten verpflichtet wurde, ist durch den angefochtenen Entscheid der Vorinstanz ohne Weiteres besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung. Mit Bezug auf den Beschwerdeführer 2 ist festzuhalten, dass er im erstinstanzlichen Urteilsdispositiv unerwähnt bleibt und somit auch zu keinen Leistungen verpflichtet wurde, insoweit ist er durch die Abweisung seiner Berufung und die Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils nicht berührt. Die ihm durch die Vorinstanz auferlegten Gerichtskosten im Umfang von Fr. 15'000.-- und sein Anteil an der zu bezahlenden Parteientschädigung von Fr. 10'975.-- erreichen sodann die Streitwertgrenze von Fr. 30'000.-- (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) nicht. Der Beschwerdeführer 2 hat aber in seiner Berufung namentlich auch das Begehren gestellt, es sei ihm für das erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 116'946.80 zuzusprechen, insofern ist auch er durch die Abweisung seiner Berufung durch die Vorinstanz besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des vorinstanzlichen Entscheids. Entgegen dem Beschwerdegegner handelt es sich bei der Berufung des Beschwerdeführers 2 damit auch nicht bloss um "ein verkapptes Erläuterungsgesuch im Kleid einer Berufung".