Citation: C 244/06 27.03.2007 E. 2

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung in Form von Kompensationszahlungen für die Monate September 2005 und Februar 2006. 2.1 Als Zwischenverdienst gilt jedes Einkommen aus unselbständiger oder selbstständiger Erwerbstätigkeit, das die arbeitslose Person innerhalb einer Kontrollperiode erzielt. Der anzuwendende Entschädigungssatz bestimmt sich nach Art. 22 AVIG. Als Verdienstausfall gilt die Differenz zwischen dem in der Kontrollperiode erzielten Zwischenverdienst, mindestens aber dem berufs- und ortsüblichen Ansatz für die betreffende Arbeit, und dem versicherten Verdienst. Ist das Einkommen geringer als die dem Versicherten zustehende Arbeitslosenentschädigung, so besteht innerhalb der Rahmenfrist für den Leistungsbezug ein Anspruch auf Kompensationszahlungen (Art. 41a Abs. 1 AVIV). 2.2 Unbestritten und erstellt ist die Höhe des versicherten Verdienstes von Fr. 4767.- und der Zwischenverdienste für die Monate September 2005 und Februar 2006 von Fr. 3466.65 respektive Fr. 3466.70.-. Gestützt darauf ermittelte die Vorinstanz einen Taggeldanspruch in Höhe von 70 % des versicherten Verdienstes von Fr. 153.80 (Art. 22 Abs. 1 und 2 AVIG) und auf Grund der erzielten Zwischenverdienste einen Bruttotagesverdienst von Fr. 159.75. Das kantonale Gericht folgerte zur Recht, dass kein Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung für die Monate September 2005 und Februar 2006 besteht, da der erzielte Bruttotagesverdienst den Taggeldanspruch übersteigt (Art. 41a Abs. 1 AVIV). 2.3 Die Gegenargumente der Beschwerdeführerin sind unbehelflich und unbegründet. Insbesondere stimmen die Ausführungen bezüglich der Reduktion des Arbeitspensums auf 71.40 % nicht mit den Akten überein, die eine Reduktion ab 1. September 2005 auf 50 % dokumentieren. Ferner ist auch das Argument der Versicherten, sie sei nicht arbeitslos, nicht stichhaltig, denn diesfalls bestünde kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (Art. 10 AVIG). Ferner widerspricht die von der Beschwerdeführerin durchgeführte Berechnung des Taggeldsatzes der gesetzlich vorgeschriebenen Vorgehensweise, da sie den Bruttotagesverdienst und den Taggeldanspruch vermengt, anstatt wie die Vorinstanz die beiden Tagessätze getrennt zu ermitteln, um sie dann einander gegenüberzustellen. Die Anwendung von Art. 24 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 41a Abs. 1 AVIV führt zum Ergebnis, dass der Taggeldanspruch (Fr. 153.80) niedriger ist als der erzielte Tagesverdienst (Fr. 159.75), weshalb kein Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung für die Monate September 2005 und Februar 2006 besteht.