Citation: 1C_267/2021 E. 6.3

6.3. Wie bereits erwähnt, haben die zum gleichen Amt gehörenden organisatorischen Untereinheiten sich grundsätzlich das Wissen gegenseitig anrechnen zu lassen und sind verpflichtet, für die andere Einheit wesentliche Erkenntnisse an diese weiterzuleiten (vgl. vorne E. 4.3). Die von der Beschwerdeführerin während der Aushubarbeiten in den Jahren 2016 und 2017 vorgebrachten Anliegen wurden jedoch von der Fachstelle Grundwasser aufgenommen und weitgehend im Sinne der Beschwerdeführerin behandelt. Fraglich erscheint allenfalls, ob die Fachstelle Grundwasser im Zusammenhang mit der Erteilung der grundwasserrechtlichen Bewilligung vom 24. März 2017 die Fachstelle Altlastenrecht ausreichend darüber informiert hatte, dass nunmehr auch eine Verschmutzung des Bodens bis in den Schwankungsbereich des Grundwassers nicht mehr ausgeschlossen werden könne. Mit der erteilten Bewilligung ging es darum, die unerwartet tief in den Untergrund eingedrungenen Belastungen auszuheben, um eine eventuelle Gefährdung des Grundwassers zu vermeiden. Eine altlastenrechtliche Folge war damit nicht verbunden. Selbst die Beschwerdeführerin äusserte sich damals nicht dahingehend, es liege ein altlastenrechtlicher Sanierungsbedarf vor. Zudem ist auch insofern zu berücksichtigen, dass das Vordringen des Öls bis in den Schwankungsbereich des Grundwassers erst durch die Aushubarbeiten ausgelöst worden sein könnte. Das kantonale Umweltschutzamt hat demnach nicht überspitzt formalistisch gehandelt oder der Beschwerdeführerin das Recht verweigert.