Citation: 4A_591/2015 E. 2.2

2.2. Nach § 274 Abs. 1 lit. b des Zivilrechtspflegegesetzes des Kantons Aargau vom 18. Dezember 1984 (Zivilprozessordnung, ZPO/AG) welches für das Verfahren vor erster Instanz massgeblich war, konnte das Gericht über eine oder mehrere Fragen des Streitverhältnisses einen selbständigen Zwischenentscheid ausfällen, sofern mit einer abweichenden obergerichtlichen Beurteilung sofort ein Endentscheid herbeigeführt und dadurch ein bedeutender Zeit- oder Kostenaufwand gespart werden konnte. Das Rechtsmittelverfahren richtete sich nach der eidgenössischen ZPO. Die bei Erlass des Zwischenentscheides geltende kantonalrechtliche Bestimmung (§ 274 Abs. 1 lit. b ZPO/AG) entspricht im Wesentlichen aber Art. 237 Abs. 1 ZPO (DANIEL STAEHELIN, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm und andere [Hrsg.], 2. Aufl. 2013, N. 1 zu Art. 237 ZPO). Im Zwischenentscheid hat das Bezirksgericht über das Vorhandensein von materiellen Voraussetzungen für den geltend gemachten Anspruch entschieden (vgl. STÉPHANE ABBET, Les décisions du tribunal de première instance en procédure civile suisse: typologie, procédures et voies de droits, in: ZWR 2012 S. 351 ff. 383). Nach Art. 237 Abs. 2 ZPO sind Zwischenentscheide selbständig anzufechten, und eine spätere Anfechtung zusammen mit dem Endentscheid ist ausgeschlossen. Auch nach dem bei Ausfällung des Zwischenentscheides massgebenden kantonalen Recht durfte die in einem unangefochtenen Zwischenentscheid entschiedene Frage mit dem kantonalen Rechtsmittel gegen den Endentscheid nicht mehr neu aufgeworfen werden (BÜHLER/EDELMANN/KILLER, Kommentar zur aargauischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 1998, N. 5 zu § 274 ZPO/AG mit Hinweisen). Mit Blick auf den Gleichlauf der Regelungen nach dem erstinstanzlich massgebenden kantonalen Recht und der für das Rechtsmittelverfahren geltenden ZPO ergeben sich keine übergangsrechtlichen Probleme.