Citation: 4A_204/2020 E. B

Mit Blick auf die angeblich ungerechtfertigte fristlose Kündigung stellt die Arbeitnehmerin Forderungen gegenüber der Arbeitgeberin. Nach erfolgloser Schlichtungsverhandlung reichte sie am 28. April 2016 beim Einzelrichter am Bezirksgericht Küssnacht Klage ein und ver langte von der Arbeitgeberin im Wesentlichen insgesamt Fr. 46'260.20 (Fr. 16'360.20 Lohn bis 30. November 2015 sowie Fr. 29'900.-- Entschädigung nach Art. 337c Abs. 3 OR) nebst Zins sowie eine Abänderung des Arbeitszeugnisses in Bezug auf den Zeitpunkt, in dem sie das Unternehmen verlassen habe, auf den 30. November 2015. Am 7. Dezember 2018 wies der Einzelrichter die Klage ab. Die gegen dieses Urteil erhobene Berufung wies das Kantonsgericht Schwyz am 28. Februar 2020 ab, soweit es darauf eintrat. Es verwarf die These der Arbeitnehmerin, mit dem Nachtrag zur Verwarnung habe die Arbeitgeberin ihr fristlos gekündigt. Es kam zum Schluss, es wäre der Arbeitnehmerin zuzumuten und von ihr zu erwarten gewesen, dass sie spätestens nach Erhalt der Verwarnung vom 14. August 2015 am 17. August 2015 die Arbeitgeberin zumindest darüber informiert hätte, dass sie krankheitshalber der Arbeit noch fernbleibe. Von einer unverzüglichen Weiterleitung könne jedenfalls bezüglich des ersten Arztzeugnisses vom 14. August 2015 nicht gesprochen werden und auch das zweite Attest habe die Arbeitnehmerin der Arbeitgeberin nicht umgehend am 19. August 2015 zukommen lassen. Das Kantonsgericht kam zum Schluss, wenn die Arbeitnehmerin das Arbeitsverhältnis nicht doch letztlich per sofort hätte auflösen wollen, hätte sie die Angelegenheit umgehend richtigstellen können, was sie aber nicht getan habe.