Citation: 8C_749/2009 01.04.2010 E. 5

Praxisgemäss ist die prospektive Festsetzung der Arbeitsfähigkeit zulässig. Jedoch ist sie einer Überprüfung ex post zugänglich, wobei im Einsprache- und Beschwerdeverfahren insbesondere geltend gemacht werden kann, die Prognose habe sich aufgrund der tatsächlichen Entwicklung als falsch erwiesen (RKUV 2005 Nr. U 560 S. 398, U 3/04 E. 2.2). Dies trifft vorliegend jedoch nicht zu. Zunächst hätte sich diese Frage insbesondere dann stellen können, wenn der Beschwerdeführer tatsächlich eine Stelle angetreten hätte, was er jedoch zumindest bis zu dem für die richterliche Überprüfung massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) nicht getan hat. Des Weiteren ergibt sich aus den dargelegten medizinischen Akten, dass zwar teilweise eine lediglich 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert wurde. Dies wurde jedoch mit dem Verdacht einer retropatellären Knorpelschädigung begründet, der sich nicht bestätigen liess, beziehungsweise mit dem Hinweis, dass der Versicherte zusätzlich durch Rückenschmerzen eingeschränkt sei, welche jedenfalls nicht durch den hier zu beurteilenden Unfall bedingt sind. Insofern ergibt sich dadurch keine Widersprüchlichkeit der medizinischen Berichte und insbesondere auch keine Diskrepanz zwischen der Einschätzung der SUVA-Kreisärzte Dr. med. A.________ und Dr. med. B.________ (welcher den Versicherten am 19. Februar 2008 untersuchte) und derjenigen der behandelnden Ärzte. Damit war die Leistungseinstellung per 19. März 2007 gerechtfertigt.