Citation: C 214/02 23.04.2003 E. 3

Die Vorstellungen darüber, was unter einem (un-)gepflegten Äusseren zu verstehen ist, gehen naturgemäss auseinander. Im vorliegenden Fall kann aber nach Lage der Akten davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer seinem Erscheinungsbild für das Vorstellungsgespräch bei der Firma X.________ nicht die - von einem ernsthaft um eine Anstellung bemühten Bewerber minimal zu erwartende - nötige Beachtung geschenkt hat. Hiefür spricht auch der Umstand, dass die Beschreibung der Firma X.________ gemäss Schreiben vom 1. März 2002 und Aktennotiz vom 10. April 2002 im Einklang steht mit der Feststellung des persönlichen Beraters am RAV, wonach der Versicherte jeweils mit ungepflegt wirkendem Äusseren zu den Besprechungsterminen erscheine. Sodann hat der Beschwerdeführer nach der glaubwürdigen, von ihm vorinstanzlich nur pauschal bestrittenen Darstellung der Firma X.________ zerknitterte Bewerbungsunterlagen eingereicht. Dass dies ebenfalls ein ungünstiges Bild bei den Personalverantwortlichen eines Arbeitgebers vermittelt, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Nach dem Gesagten hat sich der Beschwerdeführer zwar letztlich um die zugewiesene Stelle beworben, dabei aber mit seinem Auftreten der potentiellen Arbeitgeberin in mehrfacher Hinsicht zum Vornherein Anlass zur Annahme gegeben, dass er nicht ernsthaft an einer Anstellung interessiert sei. Eine derartige desolate Bewerbung bildet, entgegen der Vorinstanz, keinen hinreichenden triftigen Grund für eine abweichende gerichtliche Ermessensausübung (Art. 132 OG; BGE 126 V 362 Erw. 5d mit Hinweis) in Bezug auf die Dauer der verfügten Einstellung von 31 Tagen.