Citation: 8C_154/2014 E. 4.4

4.4. Im Zeitpunkt des Unfalls stand der Versicherte in einem Arbeitsverhältnis, welches vertraglich einen Einsatz nach Bedarf auf Abruf vorsah. Aufgrund der Stempelkarten der Monate Juli bis September hat der Beschwerdeführer seit Aufnahme der Tätigkeit in der Zeit vom 7. bis 19. Juli 2011 entweder gearbeitet, oder er war als "krank" ausgetragen. Ab dem ersten Unfall vom 20. Juli war er bis 21. August mit "Unfall" ausgetragen. Dies entspricht den Angaben des behandelnden Arztes im Unfallschein, welcher für diese Zeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestierte. Ab dem 22. August hat der Versicherte jeden Tag gearbeitet, bis sich am 13. September der hier zur Diskussion stehende zweite Unfall ereignete. Seither geht er keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Wenn die krankheits- und unfallbedingten Abwesenheiten in der Stempelkontrolle mit 4.6 oder 4.1 Stunden vermerkt wurden, kann daraus nicht ohne weiteres auf die Zuweisung eines Arbeitspensums von 50 Prozent geschlossen werden. Dasselbe gilt auch bezüglich der Angabe eines vertraglichen Beschäftigungsgrades von 50 Prozent in der Unfallmeldung der Arbeitgeberin vom 15. September 2011. Massgebend für die Berechnung des Taggeldes ist vielmehr der Lohn, den die versicherte Person vor dem zweiten Unfallereignis bei voller Gesundheit erworben hätte (vgl. RKUV 2002 Nr. U 456 S. 151, U 76/01 E. 4). Krankheits- und unfallbedingte Absenzen können daher nicht einfach arbeitsfreien Tagen gleichgesetzt werden. Ein Pensum von 50 Prozent entspricht weder dem auf Abruf nach Bedarf lautenden Arbeitsvertrag noch den tatsächlichen Gegebenheiten. An Tagen, an denen der Beschwerdeführer gearbeitet hat, wurde er jeweils während 5 bis 10.75 Stunden pro Tag im Betrieb eingesetzt. Wenn Vorinstanz und SUVA von einem Pensum von 20.5 Stunden pro Woche ausgehen, tragen sie somit den tatsächlichen Gegebenheiten nicht Rechnung.