Citation: 8C_192/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Was sodann den beantragten höheren leidensbedingten Abzug vom Invalideneinkommen von 15 % statt der gewährten 10 % anbelangt, ist darauf hinzuweisen, dass die Frage nach der Höhe des im konkreten Fall grundsätzlich angezeigten leidensbedingten Abzugs vom Tabellenlohn eine Ermessensfrage ist. Deren Beantwortung ist letztinstanzlicher Korrektur nur zugänglich, wo das kantonale Gericht das Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat, also bei Ermessensüberschreitung, -missbrauch oder -unterschreitung (BGE 146 V 16 E. 4.2 mit Hinweisen). Der Abzug ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen, wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht, gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 148 V 174 E. 6.3 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer vermag eine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung nicht darzutun. Das kantonale Gericht unterzog die vorgebrachten abzugsrelevanten Kriterien einer gesamthaften Würdigung und zeigte namentlich auf, dass die Beschwerdegegnerin mit dem gewährten Abzug von 10 % den Einschränkungen des kreisärztlich festgelegten Adaptionsprofils korrekt Rechnung trug. Der Beschwerdeführer beschränkt sich diesbezüglich darauf zu wiederholen, dass dieser Abzug den ihn seiner Auffassung nach in der Arbeitsfähigkeit einschränkenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht gerecht werde, ohne sich mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen. Darauf ist nicht näher einzugehen. Soweit der Beschwerdeführer sodann den Verlust erworbener Berufserfahrung als Grund für einen höheren Abzug vorbringt, ist ihm entgegenzuhalten, dass mit Blick auf das Kompetenzniveau 1 dem Umstand, dass er nicht mehr in seiner angestammten Tätigkeit arbeiten kann und im Rahmen einer Verweistätigkeit über kein Erfahrungswissen verfügt, keine relevante Bedeutung zukommt. Weil ein neuer Arbeitsplatz stets mit einer Eingewöhnungsphase einhergeht, vermag selbst ein allfälliger Anpassungsaufwand keinen Tabellenlohnabzug zu rechtfertigen (vgl. BGE 146 V 16 E. 6.2.3 mit Hinweisen). Auch anderweitig bringt der Beschwerdeführer schliesslich nichts Stichhaltiges vor, was einen Abzug von 10 % als rechtsfehlerhaft erscheinen liesse.