Citation: 2C_20/2022 E. 3

Rechtsprechungsgemäss ist das bisherige materielle Recht gemäss Art. 126 Abs. 1 AIG (bis 31. Dezember 2018: AuG) auf alle Verfahren anwendbar, welche erstinstanzlich vor Inkrafttreten des neuen Rechts eingeleitet wurden. Als Verfahrenseinleitung gilt zudem bei migrationsrechtlichen Widerrufsverfahren die Gewährung des rechtlichen Gehörs (dazu ausführlich Urteil 2C_222/2021 vom 12. April 2022 E. 2.1 f., insbes. E. 2.2.5, was sinngemäss auch vorliegend gelten muss). Da dem Beschwerdeführer in casu das rechtliche Gehör am 29. November 2016 gewährt wurde (vgl. Bst. B oben), ist vorliegend das AuG in seiner bis am 31. Dezember 2016 geltenden Fassung anwendbar (AS 2007 5437 mit den seitherigen, bis am 1. Oktober 2016 in Kraft getretenen Änderungen, vgl. zuletzt AS 2016 2329).