Citation: 1C_485/2022 E. 4.3.3

4.3.3. So oder anders ist schliesslich der Sachverhalt nicht ausreichend erstellt, um eine rechtsgenügliche Interessenabwägung vornehmen zu können. Die involvierten privaten Interessen der Beschwerdeführenden wurden nicht genannt und eine Gewichtung der verschiedenen Interessen ebenfalls nicht vorgenommen. Die Ausführungen der Vorinstanz zur konkreten Interessenabwägung erschöpfen sich in der Feststellung, dass die Erdwärmesondenheizung zu einer Abkühlung im Erdreich führen könne, weshalb eine erhebliche Gefährdung der öffentlichen Interessen - insbesondere die ungeschmälerte Erhaltung der Naturschutzzone - erstellt sei. Gemäss Bundesamt für Umwelt (BAFU), Wärmenutzung aus Boden und Untergrund, Vollzugshilfe für Behörden und Fachleute im Bereich Erdwärmenutzung, 2009, Anhang A1, S. 27 sind jedoch höchstens geringfügige Auswirkungen auf das thermische Gleichgewicht des Untergrunds zu erwarten, wobei die Erdwärme üblicherweise in einer Tiefe zwischen 100 und 400 m gewonnen wird. Beeinträchtigungen der Flora und Fauna an der Erdoberfläche erschliessen sich deshalb nicht ohne Weiteres. Häufiger sind hingegen Auswirkungen auf das Grundwasser, welche aber im vorinstanzlichen Entscheid nicht thematisiert worden sind. Ebensowenig wurde in Betracht gezogen, dass das Ersetzen einer Holzheizung durch eine Erdwärmesondenheizung positive Auswirkungen auf die Umgebung haben kann, weil geringere Emissionen aus dem Betrieb der Heizung anfallen.