Citation: 1C_42/2021 E. 10

Soweit sich die Beschwerde gegen den Abschreibungsentscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. Dezember 2019 richtet, machen die Beschwerdeführerinnen vorab eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend. Sie hätten sich zur Vernehmlassung des SEM vom 9. Dezember 2019 nicht äussern können. Das SEM reichte innert der ihm vom Bundesverwaltungsgericht eingeräumten Vernehmlassungsfrist keine Stellungnahme zu den Ausführungen der Beschwerdeführerinnen ein, sondern teilte dem Bundesverwaltungsgericht vielmehr mit, dass es mit Verfügung vom 9. Dezember 2019 gestützt auf Art. 58 VwVG (SR 172.021) seine Verfügungen vom 14. Dezember 2015 und 31. August 2018 aufgehoben und das Verfahren betreffend des Einbezugs von A.________ in die Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung des Vaters in das Instruktionsstadium zurückversetzt habe. Dadurch ist der Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens vor dem Verwaltungsgericht weggefallen und den Beschwerdeführerinnen standen wiederum alle Rechte offen. Die Verfügung des SEM vom 9. Dezember 2019 wurde den Beschwerdeführerinnen zugestellt und sie hätten diese gemäss der Rechtsmittelbelehrung anfechten können. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist somit nicht ersichtlich. Im Übrigen vermögen die Beschwerdeführerinnen nicht verständlich aufzuzeigen, dass das SEM in rechtswidriger Weise seine Verfügungen in Wiedererwägung gezogen hätte. Weiter beanstanden die Beschwerdeführerinnen die ihnen mit dem Abschreibungsentscheid vom 13. Dezember 2019 zugesprochene Parteientschädigung. Nach Art. 8 VGKE (SR 173.320.2) umfasst die Parteientschädigung die Kosten der Vertretung sowie allfällige Auslagen der Partei, wobei unnötiger Aufwand nicht entschädigt wird. Gemäss Art. 10 VGKE wird das Anwaltshonorar nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters bemessen. Das Bundesverwaltungsgericht nahm die Kostennote des vormaligen Rechtsvertreters vom 6. Juni 2019 als Ausgangspunkt für die Bemessung der Parteientschädigung. Der in der Kostennote veranschlagte Betrag von Fr. 6'678.25 setzt sich aus einem Honorar von Fr. 6'166.20 (22,2 Stunden zu einem Stundensatz von rund Fr. 280.--), den Auslagen von Fr. 34.60 und der Mehrwertsteuer von Fr. 477.45 zusammen. Das Bundesverwaltungsgericht akzeptierte den Stundenansatz und die Auslagen. Es fand hingegen den geltend gemachten zeitlichen Aufwand angesichts der Bedeutung der Streitsache, der relativ geringen Komplexität der sich stellenden rechtlichen Kernfrage (Parteistellung von A.________ im Verfahren auf ihren Einbezug in die Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung ihres Vaters) und des aktenkundigen Aufwands als nicht gerechtfertigt und kürzte deshalb den zeitlichen Aufwand auf 10 Stunden, was zu den ersatzfähigen Kosten der Rechtsvertretung von insgesamt Fr. 3'052.90 führte. Weiter seien den Beschwerdeführerinnen nach der Niederlegung des Mandats durch ihren Anwalt keine weiteren entschädigungspflichtigen Kosten entstanden. Wie ausgeführt, akzeptierte das Bundesverwaltungsgericht den geltend gemachten Stundenansatz und die geltend gemachten Auslagen. Es fand lediglich den geltend gemachten Aufwand, insbesondere mit Blick auf die relativ geringe Komplexität der sich stellenden rechtlichen Kernfrage (Parteistellung) und des aktenkundigen Aufwands als zu hoch. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerinnen ging es im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht im Kern um die Parteistellung sowie nicht um eine Streitigkeit mit Vermögensinteresse. Die Beschwerdeführerinnen vermögen nicht verständlich aufzuzeigen, inwiefern die rechtlichen und tatsächlichen Schwierigkeiten der Streitsache den vom Anwalt geltend gemachten zeitlichen Aufwand rechtfertigen könnten. Auch legen sie nicht im Einzelnen und konkret dar, welcher aktenkundige Aufwand ihres Anwalts im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht in rechtswidriger Weise bei der Festsetzung der ersatzfähigen notwendigen Kosten der Rechtsvertretung unberücksichtigt geblieben sein sollte. Weiter legen sie nicht rechtsgenüglich im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG dar, inwiefern ihnen nach der Mandatsniederlegung ihres Anwalts, entgegen den Ausführungen des Bundesverwaltungsgerichts, entschädigungspflichtige Kosten entstanden sein sollten. Demzufolge ist die Beschwerde gegen die vom Bundesverwaltungsgericht für das bundesverwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren festgesetzte Parteientschädigung abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.