Citation: 7B_289/2023 E. 4.3.1

4.3.1. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie auf eine erneute Einvernahme des Beschwerdegegners 2 und von D.________ verzichtet. Die besagten Personen wurden im Laufe des Verfahrens mehrfach befragt, wobei die Einvernahmen D3, D4, D5, D13 und D14 unbestrittenermassen verwertbar sind. Letztere beiden Befragungen (D13: Staatsanwaltliche Einvernahme von D.________; D14: Staatsanwaltliche Einvernahme des Beschwerdegegners 2) erfolgten zudem im Beisein des verteidigten Beschwerdeführers, womit sein Konfrontationsrecht gewahrt wurde. Nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz sagten sowohl der Beschwerdegegner 2 als auch D.________ mehrfach aus, dass der Beschwerdeführer Gewalt gegen den Beschwerdegegner 2 ausgeübt habe (vgl. angefochtener Entscheid E. II. 6 c S. 13 und E. III. 2 d/aa S. 19 mit entsprechenden Hinweisen auf die Akten). Die gegenteilige Behauptung des Beschwerdeführers findet keine Stütze in den Akten. Insofern liegt mit der Vorinstanz keine blosse Aussage-gegen-Aussage-Konstellation vor, die eine unmittelbare Abnahme des Beweises im Berufungsverfahren erforderlich machen würde. Darüber hinaus wird im angefochtenen Entscheid eingehend dargelegt, weshalb die Schilderungen des Beschwerdegegners 2 und von D.________ als glaubhaft beurteilt werden (vgl. angefochtener Entscheid E. III. S. 15 ff.). Die vorinstanzliche Würdigung ist ohne Weiteres nachvollziehbar und hält einer Willkürprüfung stand. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sind keine relevanten Widersprüche ersichtlich, welche eine erneute Befragung der besagten Personen erforderlich gemacht hätten (vgl. E. 6 hiernach). Ferner lagen der Vorinstanz weitere Beweismittel vor, welche die belastenden Ausführungen des Beschwerdegegners 2 und von D.________ zwar nicht direkt als wahr belegen, diese aber doch zumindest stützen. So hielten etwa die ausgerückten Polizeibeamten fest, dass der Beschwerdegegner 2 aus der Nase blutete und im Bereich des Mundes blutverschmiert war, was sich mit dem vom Beschwerdegegner 2 und D.________ geschilderten Vorfall in Übereinstimmung bringen lässt. Insgesamt handelt die Vorinstanz in Einklang mit Bundesrecht, wenn sie auf eine erneute Einvernahme des Beschwerdegegners 2 und von D.________ verzichtet. Eine Verletzung von Art. 6 und Art. 343 StPO ist zu verneinen.