Citation: 1C_681/2019 E. 3.6

3.6. Der Beschwerdeführer rügt ausserdem eine Verletzung des allgemeinen Gleichheitssatzes von Art. 8 Abs. 1 BV. Die Vorinstanz habe unbebautes Bauland im Strassenabstandsbereich gleich beurteilt wie bebautes, obschon jenes unterirdisch genutzt werden könne, dieses hingegen nur eingeschränkt oder gar nicht. Diese Rüge ist unbegründet. Wie dargelegt (vgl. vorne E. 3.2), durfte die Vorinstanz den abzutretenden Landstreifen ohne Willkür als "Vorgartenland" bzw. minderwertiges Land im Sinne ihrer Praxis beurteilen, obschon er grundsätzlich bis an die Grenze der Kempttalstrasse unterirdisch genutzt werden kann. Ob die enteignete Fläche unterirdisch besser genutzt werden kann als überbautes Bauland im Strassenabstandsbereich ist angesichts dessen rechtlich unerheblich. Indem die Vorinstanz den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Unterschied bei ihrem Entscheid nicht berücksichtigte, verletzte sie deshalb den allgemeinen Gleichheitssatz von Art. 8 Abs. 1 BV nicht.