Citation: 2C_499/2022 E. 7.5

7.5. Die vorinstanzlichen Erwägungen bezüglich mutwilliger Verschuldung sind nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer hat trotz drei ausländerrechtlichen Verwarnungen stetig weitere Schulden angehäuft. Auch wenn aufgrund einer Verwechslung von Zahlen der Schuldenberg zwischen Mai 2019 und November 2020 weniger stark als vorinstanzlich festgehalten angestiegen ist (vgl. E. 3.2 oben), so haben sich die Betreibungen in diesem Zeitraum dennoch um rund Fr. 30'000.-- und der Betrag der Verlustscheine um über Fr. 35'000.-- erhöht. Insgesamt beträgt die Verschuldung fast Fr. 200'000.--. In einer Situation wie im vorliegenden Fall, in welcher bereits ein beträchtlicher Schuldenberg besteht und die Schulden stetig weiter anwachsen, eine erfolglose, selbständige Erwerbstätigkeit bzw. eine nicht rentable Firma weiterzuführen, entlastet den Beschwerdeführer nicht, sondern stellt eine mutwillige Verschuldung dar; dasselbe gilt für die konstante Weigerung, Steuern zu bezahlen. Bei einer solchen Ausgangslage wäre es geboten gewesen, dass der Beschwerdeführer eine bezahlte, unselbständige Erwerbstätigkeit aufnimmt. Im Übrigen wäre der Schuldenberg, selbst wenn der vom Beschwerdeführer angegebene Verlustschein vom 17. Juni 2020 im Betrag von Fr. 10'650.-- (welcher auf den Versuch einer selbständigen Erwerbstätigkeit zurückgehen soll) abgezogen würde, immer noch erdrückend. Einen ernsthaften Schuldenabbau hat die Vorinstanz nicht festgestellt. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer kontinuierlich weitere Schulden angehäuft hat, ist umso stossender, als der Beschwerdeführer und seine Familie im praktisch selben Zeitraum Fr. 87'305.30 an Sozialhilfe bezogen haben. Das vorinstanzliche Urteil erweist sich somit auch bezüglich der mutwilligen Verschuldung des Beschwerdeführers als bundesrechtskonform.