Citation: 9C_908/2014 E. 1

Die Beschwerdeführerin rügt einen Mangel des vorinstanzlichen Verfahrens. Es fehle in Bezug auf die am 22. November 2010 verfügten Beiträge aus selbstständiger Erwerbstätigkeit an einem Einspracheentscheid und somit an einem Anfechtungsgegenstand (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.2.2 S. 55; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts H 53/04 vom 25. November 2004 E. 1.1.3, in: SVR 2005 AHV Nr. 9 S. 30). Die Einsprache vom 10. Januar 2011 sei "betreffend AHV-Beiträge 2005" erhoben worden. Die Einsprache vom 10. Januar 2011 richtete sich ausdrücklich "gegen die Verfügung vom 22. November 2010". Dabei wurde auf die entsprechende Referenz-Nr. 167815 hingewiesen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Verfügung vom 22. November 2010 könne diejenige vom 15. Juni 1999 nicht ersetzen und sei somit materiell ungültig. Die Beschwerdegegnerin legte im Einspracheentscheid vom 4. August 2014 dar, dass dieses Vorbringen nicht stichhaltig sei und wies die Einsprache ab, soweit darauf eingetreten werden konnte. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin bei der in der Rechtsmittelbelehrung angegebenen Gerichtsinstanz Beschwerde ein. Es kann somit keine Rede davon sein, es fehle in Bezug auf das vorinstanzliche Verfahren an einem Anfechtungsgegenstand und damit an einer Sachurteilsvoraussetzung (BGE 125 V 413 E. 1a S. 414). Damit erübrigt es sich, auf die mit dem Fehlen eines (anfechtbaren) Einspracheentscheids begründete Rüge einzugehen, der vorinstanzliche Entscheid stütze sich einzig auf die Akten und die Beschwerdeantwort der Ausgleichskasse und nicht auch auf die von Amtes wegen beizuziehenden Steuerakten, beruhe somit auf einem unvollständig abgeklärten Sachverhalt.