Citation: 4C.168/2001 17.08.2001 E. A

A.- A.________ (nachstehend: Kläger) ist Eigentümer von zwei Räumen im ersten Stock eines Altbaus an der X.________ in Brig. Der östliche Raum befindet sich unter einem Blechdach und der westliche Raum unter einer Wohnung. Von 1987 bis gegen Ende 1993 vermietete der Kläger diese Räume an eine Konservatorin, welche darin Altäre restaurierte. B.________ (nachstehend: Beklagter) arbeitet zu 100% als Optiker. Daneben sammelt er Antiquitäten, namentlich Meissner Porzellan, und betreibt damit Handel. Am 29. Juni 1994 unterzeichneten die Parteien einen ersten Vertrag, der vorsah, dass der Beklagte vom Kläger das Geschäftslokal in der X.________ "Teil Ost" ab dem 30. Okto-ber 1994 für einen monatlichen Nettomietzins von Fr. 850.-- miete. In der Folge widerriefen die Parteien diesen Vertrag und kamen überein, dass der Kläger dem Beklagten ab dem 15. März 1995 das Geschäftslokal X.________ "Teil Ost + West" im ersten Stock vermiete. Der entsprechende schriftliche Mietvertrag wurde am 27. März 1995 unterzeichnet. Er sah eine feste Dauer von 12 Jahren bis zum 31. Dezember 2008 und einen monatlichen Mietzins von Fr. 1'670,-- inklusive Akontozahlungen für Nebenkosten vor. Der Beklagte zahlte den Mietzins samt Nebenkosten bis Ende November 1995 und stellte dann die Mietzinszahlungen ein. Am 20. Februar und 28. März 1996 mahnte der Kläger den Beklagten. Im Raum West hatte der Kläger die Farbe an der Holzdecke mittels Sandstrahlung entfernt und damit die alten Ritzen wieder zum Vorschein gebracht. Durch diese sind insbesondere während des etwa einjährigen Umbaus der darüber liegenden Wohnung Staub und Schlackenteile in den Raum eingedrungen, in dem der Beklagte einen Computer, einen Tisch, zwei Stühle und ein Sofa eingerichtet hatte. Mit Schreiben vom 8. Mai 1996 zeigte der Beklagte dem Kläger verschiedene Mängel an und verlangte deren Behebung. Namentlich rügte er eine "undichte Decke im Raum zur Sennereigasse" welche für ihn eine "unerträgliche Situation" darstelle. Die vom Beklagten gerügten Mängel wurden durch den Kläger nicht behoben. Mit Schreiben vom 25. April 1996 kündigte der Kläger das Mietverhältnis mit dem amtlichen Formular auf den 31. Mai 1996. Im Nachgang zu dieser Kündigung kam es zwischen den Parteien im August 1996 zu einer Aussprache und "Bereinigung der Situation". Dabei hat der Kläger dem Beklagten zugesichert, die Decke im westlichen Raum bis Ende Juni 1996 so zu dichten, dass Staubeinwirkungen durch den Umbau der darüber liegenden Wohnung verhindert werden. Unbewiesen ist, ob der Beklagte versprach, innert der gleichen Frist Fr. 12'000.-- zu bezahlen. Der Kläger kam seiner Zusicherung bis Ende Juni 1996 nicht nach. Er beauftragte jedoch einen Schreiner damit, die Ritzen im westlichen Lokal zu dichten. Die vom Schreiner mit Silikon vorgenommene Sanierung konnte das weitere Herunterfallen von Schlacke und Staub jedoch nicht verhindern.