Citation: 5A_531/2023 E. 3

Dass der Beschwerdeführer eine geschützte Sorgerechtsposition der Mutter verletzt und das Kind widerrechtlich im Sinn von Art. 3 lit. a i.V.m. Art. 5 lit. a HKÜ in die Schweiz verbracht hat, wird beschwerdeweise nicht rechtsgenüglich in Frage gestellt, wenn einzig die - jedenfalls im Kontext mit der Frage des widerrechtlichen Verbringens offenkundig falsche - Behauptung aufgestellt wird, er sei mit der Tochter legal in die Schweiz gereist. Die Widerrechtlichkeit ist angesichts der alternierenden und überwiegend bei der Mutter liegenden Obhut im Zeitpunkt des Verbringens des Kindes ohnehin augenfällig. Diesfalls ist gemäss Art. 12 Abs. 1 HKÜ die sofortige Rückführung des Kindes in den Herkunftsstaat anzuordnen, soweit nicht ausnahmsweise ein Ausschlussgrund glaubhaft gemacht ist. Der Beschwerdeführer ruft (weiterhin) sinngemäss den Ausschlussgrund von Art. 13 Abs. 1 lit. b HKÜ an, indem er vorträgt, dem Kind drohe bei einer Rückkehr nach Brasilien Gefahr an Leib und Leben. In diesem Kontext kritisiert er - vor Bundesgericht nicht mehr anwaltlich vertreten - in erster Linie die beweiswürdigenden Sachverhaltsfeststellungen des angefochtenen Entscheides, in welchem solche Gefahren verneint wurden. Allerdings tut er dies ausschliesslich mit appellatorischen Ausführungen, wie sie in Bezug auf die Sachverhaltsfeststellung unzureichend sind (vgl. E. 1). Im Folgenden sind zusammenfassend die betreffenden Feststellungen sowie die sich anschliessenden Erwägungen des Obergerichts darzustellen (E. 4 und 5) und ist auf die Vorbringen des Beschwerdeführers einzugehen, soweit sie die jeweiligen Begründungsanforderungen erfüllen (E. 6 und 7).