Citation: 7B_132/2022 E. 2.3

2.3. Diesen Grundsätzen schenkt die Beschwerdeführerin nicht die gebührende Beachtung. Bei ihrer Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung handelt es sich denn auch um Ausführungen, die über weite Strecken dem Plädoyer ihres Verteidigers vor der Berufungsinstanz entnommen sind. Obwohl die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde immer wieder "Willkür" anruft, setzt sie der Beweiswürdigung der Vorinstanz in der Sache lediglich eine eigene, für sie günstige Würdigung entgegen. Anstatt Willkür aufzuzeigen, begnügt sie sich etwa damit, zu betonen, dass die Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 überhaupt keine oder kaum konkrete Erinnerungen mehr an das Vorgefallene hätten und sie beide als Privatklägerinnen ein eigenes Interesse am Ausgang des Strafverfahrens hätten. So erstaune angesichts des aussergewöhnlichen Vorfalls im Elternschlafzimmer, an dem sie (die Beschwerdeführerin) anwesend gewesen sei, dass sich neben der Beschwerdegegnerin 2 nicht auch die beiden anderen Opfer von E.________s sexuellem Übergriff daran erinnern könnten. Demgegenüber habe E.________ ihr erwiesenermassen mehrfach gedroht, er werde sie fertig machen, wenn sie zur Polizei gehe. Er sei schliesslich wegen ihr verhaftet und zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, womit er ihr bestimmt nicht wohl gesonnen sei. Einen Beweis zu erbringen mit "bloss nebulösen, uneinheitlichen Aussagen von Direktbetroffenen" sei von vorneherein nicht möglich. Sie (die Beschwerdeführerin) selbst sei ausserstande gewesen, etwas gegen den manipulativen E.________ und dessen Handlungen zu unternehmen. Wenigstens habe sie, wenn sie im Haus gewesen sei, als E.________ die fraglichen sexuellen Handlungen an den Beschwerdegegnerinnen 2 und/oder 3 vorgenommen habe, diese nicht in Kauf genommen. Nach dem Vorfall im Elternschlafzimmer habe für sie keine konkrete Veranlassung bestanden anzunehmen, dass es noch zu weiteren sexuellen Handlungen mit ihren Kindern kommen könnte. Mit derlei appellatorischer Kritik ist die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht indes nicht zu hören: Statt eine geradezu ins Auge springende Unhaltbarkeit der vorinstanzlichen Erwägungen darzutun, beruht ihre Argumentation auf dem Bemühen, die erhobenen Beweise in einem für sie möglichst günstigen Licht erscheinen zu lassen. Damit gelingt es ihr allenfalls eine alternative Beweiswürdigung aufzuzeigen, nicht aber Willkür - die sich auch nicht auf dutzenden Seiten herbeischreiben lässt, wenn sie nicht eindeutig erkennbar ist. Im Übrigen ist die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung sehr ausführlich und nachvollziehbar. So ist unter Willkürgesichtspunkten auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz darauf verzichtet hat, dem Gutachter Dr. med. F.________ die von der Beschwerdeführerin beantragten Zusatzfragen zu stellen. Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich beiläufig eine Verletzung des Anklageprinzips behauptet, ist darauf mangels rechtsgenüglicher Rüge (Art. 42 Abs. 2 BGG) nicht einzugehen.