Citation: 8C_591/2021 E. 5.1

5.1. Gemäss angefochtenem Urteil vertritt die Vorinstanz die Auffassung, soweit es um sozialhilferechtliche, auf Bedürftigkeit basierende Aspekte gehe, sei der Argumentation der Beschwerdeführerin beizupflichten. Für die auf Bedürftigkeit beruhende Leistungspflicht nach Massgabe von Art. 7 Abs. 3 lit. c ZUG ändere der Wohnsitzwechsel der Mutter als Inhaberin der alleinigen elterlichen Sorge von X.________/ZH nach Altendorf/SZ hinsichtlich der auf Dauer ausgerichteten Fremdplatzierung des Leistungsbezügers im Zentrum D.________ nichts am bisherigen Unterstützungswohnsitz im Kanton Zürich. Die IVSE regle jedoch auch die Finanzierungsmodalitäten, wenn Personen in sozialen Einrichtungen ausserhalb ihres Wohnkantons untergebracht seien. Der Leistungsbezüger habe als Minderjähriger unter der alleinigen Sorge des mütterlichen Elternteils über einen abgeleiteten Wohnsitz am zivilrechtlichen Wohnsitz der Mutter verfügt. Dementsprechend sei auch sein Wohnsitz per 1. Dezember 2018 in der Gemeinde Altendorf/SZ ins Einwohnerregister eingetragen worden. Erst durch sein Verbleiben in der stationären Einrichtung in Y.________/ZH (Zentrum D.________) sei ein interkantonaler Sachverhalt und damit ein Anwendungsfall der IVSE entstanden. Ab 1. Dezember 2018 stelle sich daher die Frage der Leistungsabgeltung im Sinne von Art. 19 ff. IVSE. Der eigenständige Mitfinanzierungsanteil (nachfolgend: "Subventionsanteil") sichere dem Kanton Schwyz den Zugang zu ausserkantonalen Einrichtungen. Diese Leistungsabgeltungspflicht knüpfe - anders als bei der sozialhilferechtlichen Bedürftigkeit - nicht am Unterstützungswohnsitz, sondern am zivilrechtlichen Wohnsitz nach Art. 4 lit. d IVSE an. Diese vom Wohnkanton geschuldete Leistungsabgeltung - "Subventionsanteil" im Sinne von Art. 20 f. IVSE - hätten die Vorinstanzen zu Recht der Beschwerdeführerin auferlegt. Art. 22 IVSE regle die Beiträge der Unterhaltspflichtigen (nachfolgend: "BU-Anteil"). Nur der vom Unterhaltspflichtigen nicht geleistete "BU-Anteil" könne der Sozialhilfe zugeordnet werden (vgl. Art. 22 Abs. 2 IVSE). Der "Subventionsanteil" sei demgegenüber als eigenständige Leistung des betreffenden Gemeinwesens zu erachten, welche mit der vom kantonalen Gesetzgeber statuierten Leistungspflicht der Gemeinden hinsichtlich Einrichtungen für Kinder und Jugendliche korrespondiere (§ 10 Abs. 1 SEG/SZ in Verbindung mit § 16 Abs. 1 SEG/SZ). Die Vorinstanzen hätten den "Subventionsanteil" zu Recht der Beschwerdeführerin auferlegt, wobei die Zuständigkeit für den "BU-Anteil" nach Art. 22 IVSE weiterhin am Unterstützungswohnsitz in der Gemeinde X.________/ZH verblieben sei.