Citation: 1P.496/2000 08.09.2000 E. 7

7.- Auf Grund dieser Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Gerichtskosten werden in der Regel der vor Bundesgericht unterliegenden Partei auferlegt (Art. 156 Abs. 1 OG). Durfte sich diese in guten Treuen zur Prozessführung veranlasst sehen, so können die Kosten verhältnismässig verlegt werden (Art. 156 Abs. 3 OG). Der angefochtene Entscheid verletzte zwar zum Zeitpunkt seines Erlasses die Verfassung nicht. Der Beschwerdeführer konnte sich jedoch 13 Wochen nach seiner Verhaftung und einen Monat nach seiner letzten Einvernahme in guten Treuen zur staatsrechtlichen Beschwerde veranlasst sehen. Die Akten zeigen keinerlei Untersuchungshandlungen seit dem 19. Juli 2000. Der Entscheid der Haftrichterin ist in einer Weise begründet, die den Beschwerdeführer nicht erwarten lassen konnte, dass ein neuerliches Haftentlassungsgesuch gutgeheissen würde, wenn es darauf gestützt gewesen wäre, dass keine entlastenden Beweismassnahmen durchgeführt worden seien und keine zusätzlichen Indizien für seine Beteiligung aufgetaucht seien. Vielmehr musste der Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid so verstehen, dass für die Haftrichterin der dringende Tatverdacht noch für eine monatelange Haft ausreichen würde und die Kollusionsgefahr so lange fortdauern würde, bis alle Detail- und Konfrontationseinvernahmen durchgeführt wären. Anweisungen an die Untersuchungsbehörden, die Untersuchung zu beschleunigen oder die vom Beschwerdeführer beantragten entlastenden Beweismassnahmen durchzuführen, hatte die Haftrichterin nicht gegeben. Dass eine Einvernahme von E.________ wegen dessen Ferienabwesenheit nicht möglich sei, wurde dem Beschwerdeführer erst im späteren Haftverlängerungsentscheid vom 22. August 2000 erklärt. Aus dem angefochtenen Entscheid ergibt sich keinerlei Anhaltspunkt dafür, dass die Haftrichterin entsprechend den Anforderungen von Verfassung und EMRK eine qualitative Beschleunigung der Untersuchung für notwendig hielt (vgl. vorne E. 6c/bb). Der Beschwerdeführer konnte sich somit in guten Treuen zu seiner Beschwerde veranlasst sehen. Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich, auf die Erhebung von Gerichtskosten für das Verfahren vor dem Bundesgericht zu verzichten. Hingegen erscheint es angezeigt, gestützt auf Art. 159 Abs. 3 OG dem Beschwerdeführer zu Lasten des Kantons Zürich eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'000.-- zuzusprechen.