Citation: 8C_757/2013 E. 3.3

3.3. Nach Lage der Akten kann mit der Vorinstanz verlässlich gesagt werden, dass im Zeitpunkt des vorgenommenen Fallabschlusses eine weitere ärztliche Behandlung keine namhafte Besserung mehr versprach. Gestützt auf das bundesgerichtliche Urteil 8C_732/2008 vom 3. Dezember 2008 E. 4.8 wurde die unfallbedingte Entwicklung der Arbeitsunfähigkeit bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 6. Juli 2006 geklärt, nachdem zum damaligen Zeitpunkt die Ursachen der neuropsychologischen Defizite und ihre Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit unklar waren (erwähntes Urteil 8C_732/2008). Aus interdisziplinärer Sicht der Gutachter des Instituts Z.________ vom 16. Februar 2012, worunter auch eine neuropsychologische Begutachtung, die eine minimale neuropsychologische Störung mit Minderleistungen im Bereich der Aufmerksamkeit, der Umstellfähigkeit und des visuellen Arbeitsgedächtnisses ergab, besteht eine Arbeitsfähigkeit von 50 % für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als IT-Spezialist und eine 60%ige Arbeitsfähigkeit für kognitiv einfache, körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Arbeiten ohne längere Überkopfarbeiten oder fixierte Körperstellungen. Die Einschränkung erkläre sich überwiegend durch die Antriebsminderung und Energielosigkeit, die aufgrund der diagnostizierten mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) vorhanden seien, welche nebst einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) gesamthaft im Vordergrund stünde. Internistisch, rheumatologisch und neurologisch fanden sich keine Befunde mit Krankheitswert, namentlich Gründe für die Schmerzpersistenz liessen sich rheumatologisch nicht erheben. Zwar wurde die Fortführung der im Jahr 2010 begonnen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung, nebst einem aufbauenden Kraft- und Ausdauertraining, dringend empfohlen, weshalb die therapeutischen Möglichkeiten in diesem Sinne nicht ausgeschöpft sind, die Experten bezeichneten aber eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit lediglich als "denkbar". Auf das den praxisgemässen Anforderungen genügende (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232, BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff., je mit Hinweisen), voll beweiskräftige Gutachten des Instituts Z.________ kann mit dem kantonalen Gericht abgestellt werden, auch wenn hier - in Abweichung von der gutachterlich geschätzten Arbeitsunfähigkeit - von einer vollzeitlich zumutbaren Verweisungstätigkeit auszugehen ist (E. 5 hernach; vgl. BGE 130 V 352 E. 3 S. 356), ohne dass dieses seinen Beweiswert verlöre. Dass keine namhafte Verbesserung im Sinne einer wesentlichen Steigerung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden konnte, wird zudem gestützt durch die Beurteilung der SUVA-Ärzte Dres. med. B.________, Facharzt für Neurologie FMH, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und P.________, Facharzt FMH für Ohren-Nasen- Halskrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie. Dr. med. B.________ hielt klar fest, dass aus neurologischer Sicht ab 1. Januar 2006 keine leistungsmässige oder zeitliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mit neurologischen Unfallfolgen begründet werden könne und auch Dr. med. P.________ hielt aus ORL-Sicht weder vor noch nach dem 1. Januar 2006 eine Behandlung als angezeigt, die Arbeitsfähigkeit sei nicht tangiert. Gesamthaft finden sich in den medizinischen Akten keine Hinweise, wonach gut zwei Jahre nach dem Unfallereignis von einer weiteren ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung im Sinne der Rechtsprechung erwartet werden konnte. Die Vorinstanz durfte damit zu Recht die Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs vornehmen.