Citation: 2C_562/2019 E. 5.8.1

5.8.1. Die Beschwerdeführerin versucht die vorinstanzlich festgestellten Indizien in verschiedenen Punkten in ein anderes Licht zu rücken. So weist sie daraufhin, dass der Seitensprung mit ihrem Schwager eine einmalige Rachehandlung an ihrer Schwester gewesen sein soll, weil diese eine Affäre mit ihrem Ehemann angefangen habe. Zudem sei sie zum Zeitpunkt der Polizeikontrollen bereits von ihrem Ehemann getrennt gewesen. Betreffend das Verlöbnis mit ihrem Schwager argumentiert sie, dass sie diesen bei ihrem ersten Visum für die Einreise in die Schweiz nur deshalb als ihren Verlobten angegeben hatte, weil sie befürchtet habe, ansonsten mangels Garantie für die Wiederausreise in den Kosovo nicht in die Schweiz einreisen zu dürfen. Den Rückzug des ersten Gesuchs um Einreisebewilligung durch den Ehemann begründet sie damit, dass die damals geplante Hochzeit aufgrund der hohen Arbeitsbelastung des Ehemannes nicht wie geplant habe durchgeführt werden können und deshalb verschoben wurde. Im Übrigen weist die Beschwerdeführerin darauf hin, dass ihr Aufenthalt vor den polizeilichen Wohnkontrollen zu keinerlei Beanstandungen seitens der Behörden geführt habe, schliesslich sei ihre Aufenthaltsbewilligung jeweils ohne weitere Bemerkungen verlängert worden. Die Annahme einer Scheinehe zum aktuellen Zeitpunkt sei deshalb widerrsprüchlich.