Citation: I 39/06 06.06.2006 E. 2

Zu beurteilen ist in einem ersten Schritt, ob und bejahendenfalls in welchem Umfang die Beschwerdeführerin auf Grund ihrer Gesundheitsstörungen in ihrem erwerblichen Leistungsvermögen beeinträchtigt ist. Während Vorinstanz und Verwaltung gestützt auf die Schlussfolgerungen des Gutachtens des Zentrums Y.________ vom 3. November 2004 davon ausgehen, dass eine leichtere bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit (inklusive Beschäftigung im Haushalt) vollumfänglich zumutbar sei, wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht, insbesondere die Berichte des Dr. med. Z.________ vom 14. März 2005 und 9. Januar 2006 belegten ein seit längerer Zeit um 50 % reduziertes Leistungsvermögen. 2.1 Unbestrittenermassen leidet die Beschwerdeführerin seit ca. 1999 unter lumbalbetonten, bewegungs- und belastungsabhängigen Rückenschmerzen, welche sich ab Herbst 2002 deutlich verstärkten mit Ausstrahlungen in den rechten Gesässbereich sowie teilweisen Ausstrahlungen in die Unterschenkel beidseits. Zusätzlich entwickelte sich eine cervikospondylogene Problematik rechtsbetont. Der Hausarzt Dr. med. Z.________ schloss angesichts dieses Befundes eine weitere Tätigkeit im Rahmen der bisherigen Anstellung als Verkäuferin aus, erachtete eine behinderungsangepasste Arbeit aber als ganztags zumutbar (Bericht vom 20./23. Juni 2003). Die Ärzte der Universitätsklinik X.________ attestierten der Beschwerdeführerin in ihrem Bericht vom 1. Oktober 2003 aus rheumatologischer Sicht ab 5. Januar 2003 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für leichte Beschäftigungen mit gradueller Steigerung auf 100 %. Auch Dr. med. C.________ führte am 9. Oktober 2003 aus, die Patientin sei physisch sicherlich eingeschränkt. Zur Bestimmung der verbliebenen Restarbeitsfähigkeit empfahl er indessen zusätzliche Abklärungen. In seinem Bericht vom 3. März 2004 erklärte Dr. med. Z.________ die Versicherte für mittelschwere bis schwere Arbeiten ebenfalls als zu 100 % arbeitsunfähig. Gemäss Gutachten des Zentrums Y.________ vom 3. November 2004 kann die Beschwerdeführerin keine körperlich schweren Arbeiten mehr verrichten. Für leichtere bis maximal mittelschwere Tätigkeiten, insbesondere solche, welche in wechselnden Positionen ausgeführt würden, wie beispielsweise Haushaltarbeit, leichtere bis maximal schwere Reinigungsarbeiten, wechselbelastende Überwachungs- und Montage- oder Verpackungsarbeiten, sei die Versicherte jedoch uneingeschränkt einsatzfähig. Ihre aktuelle Arbeitsuntätigkeit beruhe im Wesentlichen auf dem Zustand nach jahrelanger Mehrfachbelastung und dem daraus resultierenden Erschöpfungs- und Schmerzsyndrom. Dieses Syndrom sei indes durch das Umfeld der Versicherten verursacht und damit invaliditätsfremd. 2.2 Das kantonale Gericht hat in Anbetracht der geschilderten medizinischen Aktenlage, namentlich der in Kenntnis der Vorakten verfassten, die geklagten Beschwerden berücksichtigenden und in ihren Schlussfolgerungen nachvollziehbaren und einleuchtend begründeten Expertise des Zentrums Y.________, welcher Untersuchungen in internistischer, rheumatologischer und psychiatrischer Hinsicht zu Grunde liegen, zutreffend erkannt, dass die Beschwerdeführerin zwar keine körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten mehr verrichten kann, ihr aber eine ihren Leiden angepasste berufliche Beschäftigung uneingeschränkt zumutbar ist. Diese Beurteilung erfolgte, wie die Unterlagen zeigen, in Übereinstimmung mit den übrigen involvierten Ärzten, weshalb kein Grund ersichtlich ist, davon abzuweichen. Die von Dr. med. Z.________ im Bericht vom 14. März 2005 zuhanden der Beschwerdeführerin erwähnten Mängel der im Rahmen der interdisziplinären Begutachtung durchgeführten rheumatologischen Untersuchung sind weder erkennbar, noch werden sie näher benannt. Zu keinem anderen Ergebnis führen sodann die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde des Weitern erwähnten, gleichenorts festgehaltenen Aussagen des Hausarztes, wonach sich das rheumatologische Schmerzbild in den letzten Monaten langsam aber stetig verschlechtert habe und aktuell nurmehr eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten bestehe. Daraus liesse sich, sofern als erwiesen erachtet, einzig auf eine nach den in der zweiten Hälfte des Monats September 2004 im Zentrum Y.________ erfolgten Untersuchungen eingetretene kontinuierliche Verminderung des Leistungsvermögens schliessen, welche sich indessen erst in einem für das vorliegende Verfahren unbeachtlichen Zeitpunkt (vgl. Erw. 1.1 hievor; BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis) dauerhaft verwirklichte. Gleiches hat für die im Bericht des Dr. med. Z.________ vom 9. Januar 2006 erwähnte Veränderung des Gesundheitszustandes im Sinne der nun angeblich dominierenden Fibromyalgiebeschwerden zu gelten, zumal die Experten des Zentrums Y.________, namentlich die für die entsprechende Diagnosestellung massgeblichen psychiatrischen und rheumatologischen Fachärzte (BGE 132 V 65 Erw. 4.3), ein diesbezügliches Beschwerdebild sowie eine darauf zurückzuführende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit explizit ausschlossen. Ferner sind Äusserungen von behandelnden Ärzten, insbesondere wenn diese mit den Feststellungen von involvierten Fachspezialisten divergieren, auf Grund deren auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten ohnehin mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc; Urteil S. vom 20. März 2006, I 655/05, Erw. 5.4 mit Hinweisen). Soweit die Beschwerdeführerin auf einen - nicht aktenkundigen - Bericht des Dr. med. Z.________ vom 4. Dezember 2004 verweist, welcher auch eine Verschlimmerung des Gesundheitszustandes der Versicherten belege, ist ihr entgegenzuhalten, dass für eine nur kurze Zeit nach der Erstellung des Gutachtens des Zentrums Y.________ (vom 3. November 2004) eingetretene erhebliche Steigerung des Leistungsunvermögens, wie im Hinblick auf das seitens der Beschwerdeführerin angerufene Krankheitsbild der Fibromyalgie bereits festgehalten wurde, keine objektiven Anhaltspunkte bestehen. Als ebenfalls unbehelflich erweist sich im Übrigen der Einwand, die invalidenversicherungsrechtlichen Feststellungen hinsichtlich Ausmass der verbliebenen Leistungsfähigkeit stünden im Widerspruch zu den vom Krankenversicherer auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % ausbezahlten Taggeldleistungen. Während die Krankentaggeldversicherung Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG entschädigt, welche sich grundsätzlich auf die bisherige Tätigkeit bezieht (vgl. Art. 72 Abs. 2 KVG), werden die Rentenleistungen der Invalidenversicherung bei bleibender oder längere Zeit dauernder ganzer oder teilweiser Erwerbsunfähigkeit gewährt. Erwerbsunfähigkeit entspricht dem nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibenden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 und 8 ATSG). Zufolge unterschiedlicher Risiken stellt sich somit von vornherein kein Koordinationsbedarf (vgl. auch Urteil M. vom 17. November 2005, I 596/05, Erw. 2.3). Weitere medizinische Abklärungen, wie von der Beschwerdeführerin beantragt, sind vor diesem Hintergrund mangels daraus resultierender neuer wesentlicher Erkenntnisse nicht notwendig (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 Erw. 3.4 mit Hinweisen [Urteil R. vom 6. November 2002, U 131/02]).