Citation: 2C_128/2024 E. 9.5.2

9.5.2. Ob der Beschwerdeführer eine besonders enge affektive und wirtschaftliche Beziehung zu seinem Sohn pflegt, kann wie erwähnt dahingestellt bleiben, denn er erfüllt aufgrund seiner wiederholten, langjährigen Delinquenz (welche den Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG erfüllt) das Kriterium des tadellosen Verhaltens nicht (vgl. Urteil 2C_896/2020 vom 11. März 2021 E. 4.3.3). Auch dem Argument des Beschwerdeführers, es liege bei ihm eine biographische Kehrtwende vor, kann nicht gefolgt werden. Die Rechtsprechung zur biografischen Kehrtwende ist primär auf junge Erwachsene zugeschnitten, die auf der Schwelle zum Erwachsenenalter einen grundlegenden Wandel durchmachen und sich nachhaltig von ihrer in jungen Jahren gezeigten Straffälligkeit distanzieren (Urteile 2C_261/2024 vom 12. Dezember 2024 E. 4.5.2; 2C_71/2020 vom 28. April 2020 E. 5.2.1). Vorliegend hat der Beschwerdeführer, der erst im Alter von 21 Jahren in die Schweiz eingereist ist, jedoch bis zum Alter von 40 Jahren regelmässig delinquiert (vgl. Bst. A.a und A.b oben). Auch die Geburt seines Sohnes im Jahr 2010 konnte den damals 32-jährigen Beschwerdeführer nicht davon abhalten, ständig weiter zu delinquieren. Im Weiteren ist bezüglich der Anforderung des tadellosen Verhaltens zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer in erheblichem Ausmass Schulden angehäuft (vgl. Bst. A.d oben) und sich auch in dieser Hinsicht nicht klaglos verhalten hat (betreffend Gläubigerinteressen vgl. Urteil 2C_906/2021 vom 1. Juni 2022 E. 7).