Citation: 2C_59/2022 E. 4.5

4.5. Die Argumentation, wonach niemand eine Aktiengesellschaft zum geschätzten Preis kaufen würde, reicht nicht aus, um daraus abzuleiten, dass die Methode, die sich aus dem SSK-KS Nr. 28 und seinem Kommentar ergibt, unhaltbar ist (so auch Urteil 2C_866/2019 vom 27. August 2020 E. 6.2.2). Der steuerrechtliche Verkehrswert entspricht keiner mathematisch punktgenau bestimmbaren Grösse. Zur Bestimmung sind regelmässig Schätzungen anzustellen und Vergleiche zu treffen. Mit jeder Schätzung ist zwangsläufig eine Streuung und gewisse Ungenauigkeit verbunden. Daher muss es zulässig sein, den Verkehrswert (und ebenso den Vermögenssteuerwert) auch von Aktiengesellschaften aufgrund vorsichtiger, schematischer Annäherungen festzulegen, auch wenn das dazu führt, dass die so ermittelten Werte in einem gewissen Mass von den tatsächlichen Marktwerten abweichen (so auch zu anderen Bewertungsfragen vgl. Urteile 2C_418/2020 vom 21. Dezember 2021 E. 4.4.4, zur Publikation vorgesehen; 2C_181/2018 vom 12. März 2018 E. 2.2.3; 2C_834/2015 vom 15. Februar 2016 E. 2.5; 2C_458/2011 vom 2. April 2012 E. 5.2).