Citation: B 90/02 23.05.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob beim Beschwerdeführer in der Zeit vom 1. Mai 1982 bis 31. März 1994 (bzw. bis zum Ablauf der 30-tägigen Nachdeckungsfrist gemäss Art. 10 Abs. 3 BVG in der bis 31. Dezember 1994 geltenden Fassung), als er bei der Stiftung vorsorgeversichert war, die Arbeitsunfähigkeit eintrat, welche ab 1. Oktober 1996 zur Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente der Invalidenversicherung führte. 2.1 Die IV-Stelle eröffnete die für die Entstehung des Rentenanspruchs massgebende einjährige Wartezeit (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) am 2. Oktober 1995 (Verfügung vom 30. April 1997). Dieser Umstand war, wie die Vorinstanz richtig dargelegt hat, für die Bestimmung des Rentenbeginns entscheidend und damit für die Beurteilung des invalidenversicherungsrechtlichen Anspruchs von Bedeutung, weshalb die Stiftung hinsichtlich des Eintritts der massgebenden Arbeitsunfähigkeit an die Feststellung der IV-Stelle gebunden war (BGE 120 V 109 Erw. 3c mit Hinweisen; SZS 2002 S. 155 Erw. 2a). Das kantonale Gericht hat zutreffend erwogen, es lägen keine Anhaltspunkte vor, dass die Verfügung auf offensichtlich unhaltbaren Annahmen beruhe. Sodann ist die Vorinstanz in eingehender Würdigung der ärztlichen Berichte und der Angaben der Arbeitgeberin zum Schluss gelangt, dass die während der relevanten Zeitspanne aufgetretene Arbeitsunfähigkeit weder in sachlicher noch zeitlicher Hinsicht in einem engen Zusammenhang mit der nachfolgenden Invalidität, die den Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung ab 1. Oktober 1996 begründete, stand. Auf diese zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid wird verwiesen. 2.2 Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht stichhaltig. Es trifft zwar zu, dass das am 12. April 1996 auf Grund eines Magnetresonanztomogramms (MRI) entdeckte Acusticusneurinom rechts und das Meningeom in der hinteren Schädelgrube rechts retrospektiv bereits auf dem MRI von 1992 nachzuweisen waren, vom damaligen Arzt aber übersehen wurden. Im Gutachten vom 3. Januar 1997 hielten die Mediziner des PZW zudem fest, dass das depressive Syndrom sich aus einer psychoorganischen Komponente, bedingt durch hirnorganische Veränderungen, und einer reaktiven (zunehmende Beschwerden ohne zunächst ersichtliches hirnorganisches Substrat, Kränkung im Zusammenhang mit der Kündigung des Arbeitsplatzes, dadurch verursachte zunehmende psychosoziale Belastung) zusammensetze. Sodann lagen anamnestisch bereits während der Dauer des Versicherungsverhältnisses Symptome vor, die Folge einer hirnorganischen Veränderung sein könnten. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist aber nicht entscheidend, ab welchem Zeitpunkt sich ein pathologisches Geschehen zu entwickeln begann, sondern wann dieses eine Schwere erreicht hat, die eine länger dauernde und erhebliche Arbeitsunfähigkeit begründete. Dazu hielten die Ärzte des PZW fest, es sei retrospektiv weder möglich anzugeben, in welchem Zeitpunkt diese eingetreten sei, noch welches Ausmass sie erreicht habe. Nach der Rechtsprechung bedarf es hinsichtlich des Eintritts der berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit eines hinreichend klaren Nachweises, der nicht durch spekulative Annahmen und Überlegungen ersetzt werden kann, sondern nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen hat (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen). Bei der Aussage im Gutachten, auf Grund eigen- und fremdanamestischer Angaben könne von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ab Frühjahr/Sommer 1994 ausgegangen werden, handelt es sich um eine Annahme, die bezüglich des Zeitpunkts nicht hinreichend präzis ist. Die von zwei Bekannten des Beschwerdeführers in den letztinstanzlich aufgelegten Erklärungen beschriebenen, im Zeitraum vor dem Ende des Versicherungsverhältnisses beobachteten Symptome stimmen mit den fremdanamnestisch erhobenen Befunden der Ärzte des PZW überein und sind damit einer fachärztlichen Beurteilung unterzogen worden. Auf die beantragte Einholung einer neurologischen Expertise ist zu verzichten, da angesichts des Zeitablaufs davon auszugehen ist, dass keine sicheren Angaben zu der vor dem 30. April 1994 bestehenden Arbeitsunfähigkeit mehr möglich sind (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b). Damit bleibt es bei der vorinstanzlichen Feststellung, dass nicht nachzuweisen ist, ob eine massgebliche Arbeitsunfähigkeit während des berufsvorsorgerechtlichen Versicherungsverhältnisses bestand. Die Folgen der Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer zu tragen, der aus dem unbewiesen gebliebenen Umstand Rechte - Anspruch auf Invalidenrente der Stiftung - ableiten wollte (noch nicht in der Amtlichen Sammlung veröffentlichtes Urteil K. vom 29. November 2002, B 26/01, Erw. 5 mit Hinweisen auf BGE 117 V 264 Erw. 3b und Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 282).