Citation: 8C_6/2007 29.01.2008 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht stützte sich für die Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs zu Recht auf das MEDAS-Gutachten vom 20. Oktober 2005. Dieses nennt als (einzige) Diagnose mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit "chronische Kopfschmerzen bitemporal, DD postkommotionell, Spannungskopfschmerzen." Gemäss dem dieser Aussage zugrunde liegenden neurologischen Teilgutachten von Dr. med. E.________ bestehen einerseits Kopfschmerzen bitemporal, die sich erstmals nach dem Arbeitsunfall mit Kontusion der linken Schläfe 1989 manifestierten. Nach einer Kopfkontusion okzipital im September 2004 bei Sturz rückwärts bestünden zusätzliche Kopfschmerzen im Schläfenbereich rechts. Die Kopfschmerzintensität werde sehr stark angegeben mit häufigen Exazerbationen bis ins Unerträgliche und damit verbunden auch ungerichtetem Schwindel sowie Übelkeit. Neurologisch-klinisch hätten sich keine Hinweise auf eine strukturelle cerebrale Läsion ergeben; gemäss den Unterlagen sei ein MRI des Kopfes vom 25. Januar 2005 ebenfalls unauffällig ausgefallen. Die Kopfschmerzen könnten zum Teil posttraumatisch bedingt bzw. ausgelöst sein. Letztendlich könne aber nicht differenziert werden, inwieweit andere Komponenten, z.B. Spannungskopfschmerzen, eine Rolle spielten. Das Ausmass der Kopfschmerzen werde als sehr hoch angegeben, sodass auch eine psychogene Komponente eine Rolle spielen könnte. 4.2 Gemäss den vorstehend wiedergegebenen Aussagen von Dr. med. E.________ lässt sich der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den fortbestehenden Kopfschmerzen und den Unfallereignissen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen. Ebenso wenig kann jedoch davon gesprochen werden, es sei mit dem erforderlichen Beweisgrad erstellt, dass die verbliebenen Symptome ausschliesslich auf unfallfremde Faktoren zurückgehen. Vielmehr erklärt die Gutachterin, eine Differenzierung sei unmöglich. Damit liegt bezüglich der (natürlichen) Unfallkausalität Beweislosigkeit vor. Mit Blick auf die dargelegten Grundsätze zur Beweislast (E. 1 hiervor am Ende) ist unter diesen Umständen von einer weiterhin gegebenen natürlichen (Teil-)Kausalität auszugehen.