Citation: 9C_712/2012 E. 5.1

5.1. Was schliesslich die Rüge betrifft, die Beschwerdegegnerin " verweigere " seit Jahren berufliche Massnahmen - über welche die Vorinstanz in Ausdehnung des Streitgegenstandes befunden hatte - und verhalte sich in diesem Zusammenhang treuwidrig, stellte die Vorinstanz letztinstanzlich verbindlich fest, die IV-Stelle habe den Versicherten "über Jahre hinweg unterstützend, beratend und vermittelnd bei der Stellensuche unterstützt". Sie erwog, mit Blick auf die konkreten Verhältnisse (Alter, gesundheitliche Schwierigkeiten, langjährige Absenz vom Arbeitsmarkt) seien bereits aus objektiven Gründen die Chancen auf einen Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft eher gering. Die angemessenen, zweckmässigen Arbeitsvermittlungsbemühungen der Beschwerdegegnerin seien, bei fehlender subjektiver Eingliederungsbereitschaft, erfolglos geblieben. Realistischerweise könne in Zukunft ebenfalls kein positives Ergebnis erwartet werden, so dass - in Nachachtung des Verhältnismässigkeitsprinzips - kein Anspruch auf (weitere) Arbeitsvermittlung bestehe. Nicht erfüllt seien die Voraussetzungen für eine Umschulung in Anbetracht des nahen Pensionsalters, der langjährigen Absenz vom Arbeitsmarkt und namentlich weil die zumutbaren Tätigkeiten keine besondere Ausbildung verlangten.