Citation: 8C_705/2022 E. 6.1

6.1. Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16 ATSG) hat das kantonale Gericht erwogen, die Beschwerdegegnerin habe unter Berücksichtigung des angestammten, vollzeitlich ausgeübten Berufs als Maurer und der Nebenerwerbstätigkeit als Reiniger bezogen auf das Jahr 2019 Einkünfte von Fr. 91'648.35 ermittelt. Dieser Betrag sei als hypothetisches Valideneinkommen in die Vergleichsrechnung einzusetzen, was der Beschwerdeführer zu Recht nicht beanstande. Angesichts des medizinischen Zumutbarkeitsprofils, wonach ihm seinen körperlichen Beeinträchtigungen angepasste Beschäftigungen in einem Vollzeitpensum möglich seien, schöpfe er mit seiner aktuellen Hilfstätigkeit auf dem Bau die verbleibende Leistungsfähigkeit nicht aus. Aus dem mit der J.________ GmbH geschlossenen Arbeitsvertrag vom 2. Februar 2020 ergebe sich, dass er bloss bei Bedarf und auf Abruf eingesetzt werde. Daher sei zur Bemessung des hypothetischen Invalideneinkommens nicht auf den aktuell erzielten Lohn von Fr. 36'055.- abzustellen, sondern auf die standardisierten Bruttolöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik. Gemäss Tabelle TA1, Privater Sektor, Total aller Wirtschaftszweige, Kompetenzniveau 1, Männer, der LSE für das Jahr 2018 betrage der monatliche standardisierte Bruttolohn Fr. 5'417.-. Angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit und die Nominallohnentwicklung bis 2019 sowie hochgerechnet auf ein Jahr ergebe sich ein Verdienst von Fr. 67'767.-. Die Beschwerdegegnerin habe davon keinen Abzug gemäss BGE 126 V 75 gewährt, was mit Blick auf sein unangefochten rechtskräftig gewordenes Urteil vom 8. Februar 2021 im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren nicht zu beanstanden sei. Selbst wenn auf einen grosszügig bemessenen Abzug von 10 % erkannt würde, ergäbe die Vergleichsrechnung keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad. Diesfalls betrüge das hypothetische Invalideneinkommen Fr. 60'990.- (67'767.- x 0.9). Dem Validenlohn (Fr. 91'648.35) gegenübergestellt wäre somit eine Erwerbseinbusse von Fr. 30'658.35 beziehungsweise ein Invaliditätsgrad von 33 % zu ermitteln.