Citation: 4A_73/2020 E. B

B.A.________ sel. war mit den beiden Kündigungen nicht einverstanden. Er focht diese bei der Schlichtungsbehörde und hernach mit Eingaben vom 8. Januar 2016 beim Bezirksgericht Maloja (ab dem 1. Januar 2017 Regionalgericht Maloja) an. Er verlangte im Wesentlichen, die beiden Kündigungen des Mietverhältnisses seien nichtig bzw. ungültig zu erklären und eventualiter sei das Mietverhältnis um vier Jahre zu erstrecken. Zwischen ihm und dem Beklagten bestehe betreffend die Wohnung in U.________ ein Treuhandvertrag. Diesen Treuhandvertrag kündige er mit sofortiger Wirkung. Er fordere den Beklagten auf, das Eigentum an der Wohnung an ihn zu übertragen. Das Bezirksgericht vereinigte mit Verfügung vom 2. Februar 2016 die beiden Verfahren. Am 20. August 2016 verstarb B.A.________ sel. Seine Ehefrau, A.A.________ (Klägerin, Beschwerdeführerin), führte den Prozess fort. Mit Entscheid vom 20. März 2018 kam das Regionalgericht zum Schluss, dass die Klägerin den ihr obliegenden Beweis für den Bestand eines Treuhandverhältnisses mit dem Beklagten nicht habe erbringen können. Das Vertragsverhältnis zwischen den Parteien sei als Gebrauchsleihe nach Art. 305 ff. OR zu qualifizieren. Die Auflösung des Vertrages sei nicht rechtsmissbräuchlich. Dementsprechend wies das Regionalgericht die Klagen vollumfänglich ab. Dagegen erhob die Klägerin Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden. Dieses kam mit Urteil vom 5. Dezember 2019 zum Schluss, die Rügen der Klägerin hinsichtlich einer Verletzung der sozialen Untersuchungsmaxime durch die Erstinstanz würden nicht verfangen. Eine ungenügende Sachverhaltserhebung durch die Erstinstanz sei nicht ersichtlich. Die Klägerin vermöge alsdann nicht darzutun, dass dem Beklagten die Wohnung in U.________ gestützt auf ein Treuhandverhältnis übergeben worden sei. Insbesondere sei die nötige fiduziarische Abrede und ein sich daraus ergebender Erfüllungsanspruch auf Rückübertragung nicht erstellt. Zudem setze sich die Klägerin über weitere Strecken unzureichend mit den erstinstanzlichen Erwägungen auseinander. Entsprechend wies das Kantonsgericht die Berufung vollumfänglich ab, soweit es darauf eintrat.