Citation: I 948/06 08.02.2007 E. 3

Streitig und zu prüfen ist die Rente, welche der Versicherten ab dem 1. Oktober 2003 zusteht. 3.1 Das kantonale Gericht gelangte gestützt auf das Gutachten des Dr. med. L.________ vom 14. Juli 2005 zum Ergebnis, es lasse sich aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % nachweisen. Die diesbezügliche Abweichung vom Bericht des Dr. med. R.________ vom 17. Dezember 2003 begründete es mit der zwischen diesem Datum und dem 14. Juli 2005 eingetretenen Besserung des psychischen Zustandes der Versicherten aufgrund medikamentöser und psychotherapeutischer Behandlung. Bezüglich somatisch bedingter Arbeitsunfähigkeit führte das Gericht aus, in Würdigung der dargelegten medizinischen Akten sei von einem generalisierten Schmerzsyndrom auszugehen. Aus somatischer Sicht könne nicht von einem schweren objektivierbaren Krankheitsbild ausgegangen werden, welches - für sich betrachtet - die Annahme einer Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit rechtfertigen würde. Den von der Versicherten gestellten Eventualantrag, wonach die Sache zur Ergänzung des rechtserheblichen Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen sei, lehnte das Gericht ab, da sich der Sachverhalt in somatischer und psychischer Hinsicht als hinreichend abgeklärt erweise. 3.2 Die Versicherte wendet in ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 6. November 2006 ein, sowohl die IV-Stelle als auch das Verwaltungsgericht hätten dem Gutachten von Dr. med. L.________ ungerechtfertigterweise volle Beweiskraft beigemessen. Die Vorinstanz, der IV-Stelle folgend, leite aus dem Gutachten trotz dessen unzureichender (Schluss-)Begründung eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab. Des Weiteren stehe dem Gutachten von Dr. med. L.________ der Bericht von Dr. med. R.________ vom 17. Dezember 2003 entgegen, wo dieser, ausreichend begründet, eine Leistungsfähigkeit von zwei bis drei Stunden pro Tag attestiere. Die Begründung, wonach sich die Abweichung der Aussagen zur Arbeitsfähigkeit zwischen den beiden Berichten dadurch erklären lasse, dass die medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung eine Besserung des psychischen Zustandes bewirkt habe, sei nicht nachvollziehbar. Zudem erlaubten die geringen Sprachkenntnisse der Versicherten keine aussagekräftige psychiatrische Beurteilung durch einen Nicht-Landsmann. Schliesslich sprächen die Berichte der Rehaklinik Y.________ vom 30. Juni 2003 und des Zentrums Z.________ vom 18. März 2005 für eine zusätzliche Arbeitsunfähigkeit aus somatischer Sicht. Zusammenfassend lasse sich sagen, dass die Beschwerdeführerin sowohl in psychischer als auch in somatischer Hinsicht beeinträchtigt sei. Deshalb müsse der rechtserhebliche Sachverhalt mit einem polydisziplinären Gutachten ergänzend abgeklärt werden. 3.3 Die aufgrund medizinischer Untersuchungen gerichtlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit ist Entscheidung über eine Tatfrage. Dazu gehört auch die Frage, in welchem Umfang eine versicherte Person vom funktionellen Leistungsvermögen und vom Vorhandensein oder der Verfügbarkeit psychischer Ressourcen her eine (Rest-)Arbeitsfähigkeit aufweist und ihr die Ausübung entsprechend profilierter Tätigkeiten zumutbar ist, es sei denn, andere als medizinische Gründe stünden der Bejahung der Zumutbarkeit im Einzelfall in invalidenversicherungsrechtlich erheblicher Weise entgegen. Hier darf das Bundesgericht nur prüfen, ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt wurde (vgl. E. 1.2). Soweit hingegen die Beurteilung der Zumutbarkeitsfrage auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt wird, geht es um eine Rechtsfrage, die frei überprüfbar ist; dazu gehören auch Folgerungen, die sich auf die medizinische Empirie stützen (BGE 132 V 398 f.).