Citation: 6B_1144/2023 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erachtet folgenden Sachverhalt als erstellt: Der Beschwerdeführer befreite und trocknete am 18. Januar 2021 zur Vorbereitung der weiteren Arbeiten die südwestliche Terrasse des Restaurants mit Hilfe eines Gasbrenners und eines Wasserstaubsaugers von Schnee und Eis. Er zog für diese Vorbereitungsarbeiten eine Hilfsperson bei. Der Beschwerdeführer und die Hilfsperson trafen am 18. Januar 2021 um 14.00 Uhr auf der Terrasse des Restaurantgebäudes ein und begannen mit der Säuberung der Terrasse. Sie wechselten sich damit ab, die Arbeiten unter anderem mit Hilfe eines kleinen Gasbrenners auszuführen. Die Arbeiten mit dem Gasbrenner führten sie dabei in einem Bereich von zirka einem Meter ab dem Geländer und auf dessen gesamter Breite - abgesehen von einem Bereich von zirka einem Meter bei der Wand - aus. Der Beschwerdeführer instruierte die Hilfsperson betreffend Sicherheitsmassnahmen nicht weiter und traf - abgesehen von einem Schaumlöscher im Auto - auch keine weitergehenden Sicherheitsvorkehrungen. Die Heissarbeiten waren um 15.30 Uhr beendet. Kurze Zeit später verliess die Hilfsperson den Arbeitsplatz, der Beschwerdeführer folgte ihr kurz darauf und verliess die Terrasse um spätestens 16.30 Uhr. Eine Brandwache nahm der Beschwerdeführer nicht vor und organisierte auch keine solche. In der Folge entwickelte sich am östlichen Rand der West-Terrasse im Bereich des Boden-Wand-Anschlusses ein Glimmbrand, der sich spätestens zum Zeitpunkt der ersten Meldung um 23.15 Uhr zum offenen Brand entwickelt hatte. In der Nacht vom 18. zum 19. Januar 2021 brannte das Restaurantgebäude vollständig nieder (Urteil S. 18 f.). In rechtlicher Hinsicht erwägt die Vorinstanz, mit dem Vollbrand des Restaurantgebäudes liege eine tatbestandsmässige Feuersbrunst vor. Die (unter anderem) durch den Beschwerdeführer ausgeführten Heissarbeiten seien natürlich und adäquat kausal für den Brand gewesen, womit der objektive Tatbestand erfüllt sei (Urteil S. 19 f.). Der Beschwerdeführer habe den in den massgebenden Merkblättern zur Ausführung von Heissarbeiten vorgeschriebenen Mindestabstand von einem Meter eingehalten. Jedoch habe er die zusätzlich zum Mindestabstand vorgeschriebene Pflicht zum Abschirmen brandgefährlicher Bauteile nicht eingehalten, da er die brennbaren Gebäudeteile und insbesondere die Wandanschlüsse nicht abschirmte. Damit habe er die ihm zukommende Sorgfaltspflicht verletzt. Sodann sei die Instruktion seiner Hilfsperson ungenügend gewesen. Da der Beschwerdeführer über keine Wärmebildkamera verfügte, den Arbeitsplatz rund eine Stunde nach Beendigung der Heissarbeiten verliess und nicht für eine Brandwache sorgte, habe er den Vorgaben in den einschlägigen Merkblättern zuwider gehandelt. Ob der Beschwerdeführer, hätte er, wie gefordert, vier Stunden nach Abschluss der Heissarbeiten um 19.30 Uhr den Arbeitsbereich nochmals kontrolliert, den (Glimm-) Brand hätte wahrnehmen können, sei nicht erstellt und könne beim vorliegenden Ergebnis offen gelassen werden. Zusammenfassend habe der Beschwerdeführer seine Sorgfaltspflicht in Zusammenhang mit der Ausführung von Heissarbeiten am 18. Januar 2021 in relevanter Weise verletzt, indem er die gefährdeten Bauteile nicht abschirmte und seinen Hilfsarbeiter auch nicht entsprechend instruierte. Zudem habe sich der Schaumlöscher im Auto anstatt in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsbereich befunden und der Beschwerdeführer habe keine Brandwache mit periodischen Nachkontrollen organisiert. Dass die unterlassene Abdeckung der hinterlüfteten Holzfassade einen Brandausbruch begünstigen bzw. erst ermöglichen könne, sei für den Beschwerdeführer voraussehbar gewesen. Das Abdecken dieser brandgefährdeten Stelle hätte den Brandausbruch mit hinreichend grosser Wahrscheinlichkeit vermeiden können. Damit habe der Beschwerdeführer die ihm zukommende Sorgfaltspflicht, die er gekannt habe bzw. hätte kennen müssen und die - für ihn vorhersehbar - bei deren Einhaltung einen Vollbrand verhindert hätte, verletzt. Der objektive und subjektive Tatbestand der fahrlässigen Verursachung einer Feuersbrunst sei erfüllt (Urteil S. 20 f.).