Citation: 5A_894/2017 E. 1.2.2

1.2.2. Bei Beschwerden gegen Endentscheide bestimmt sich der Streitwert nach den Begehren, die vor der Vorinstanz streitig geblieben waren (Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG). Massgebend sind die zuletzt unmittelbar vor der Entscheidfällung streitigen Begehren (Urteile 5A_765/2008 vom 29. Juni 2009 E. 1.2.1 und 4A_332/2010 vom 22. Februar 2011 E. 6.1), die die Parteien im Rahmen ihrer Berufung und Anschlussberufung gestellt haben (Urteil 5D_76/2011 vom 31. Mai 2012 E. 1.2, nicht veröffentlicht in: BGE 138 III 449). In ihrem Erbteilungsprozess waren sich die Parteien einig, dass der Beklagte das Nachlassvermögen zugewiesen erhält und der Klägerin den Pflichtteil auszahlen muss. Streitig war der Betrag dieses Pflichtteils, dessen Höhe von der Hinzurechnung herabsetzungspflichtiger Zuwendungen der Erblasserin abhängt. Streitwertbestimmend sind folglich die Begehren auf Zahlung des Pflichtteils an die Klägerin unmittelbar vor der Urteilsfällung durch das Kantonsgericht.