Citation: 2C_644/2022 E. 7.2.2

7.2.2. Der Beschwerdeführer befand sich bis zum 22. November 2017 im Strafvollzug in der Türkei, nachdem er 2012 zum Vollzug der Freiheitsstrafe dorthin überstellt wurde. Österreich hatte ihm gegenüber eine dreijährige Einreisesperre für den gesamten Schengenraum mit Gültigkeit bis zum 29. August 2019 verhängt. Nur rund eineinhalb Monate nach seiner bedingten Entlassung aus dem Haftvollzug in der Türkei machte sich der Beschwerdeführer erneut straffällig: Am 10. sowie 11. Januar 2018 sprach er Drohungen gegenüber in Basel lebenden türkischstämmigen Personen aus und am 12. März 2018 reiste er illegal in die Schweiz ein. Mit Strafbefehl vom 11. Juli 2018 verurteilte ihn die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt entsprechend wegen Drohung, Fälschung von Ausweisen, rechtswidriger Einreise und rechtswidrigen Aufenthalts zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 180 Tagen. Auch wenn diese Delikte im Vergleich zu seinen früheren Straftaten in Österreich weniger schwer wiegen, sprechen sie eindeutig gegen eine erfolgreiche Resozialisation des Beschwerdeführers. Ins Gewicht fällt zudem, dass der Beschwerdeführer (erneut) mit Gewaltanwendung gegenüber Personen drohte, wofür er bereits mehrfach vorbestraft ist. Dass diese Drohungen im familiären Kontext erfolgt seien, vermag daran nichts zu ändern. Vielmehr deutet die fortgesetzte und zumindest teilweise einschlägige deliktische Tätigkeit so kurz nach der bedingten Entlassung auf eine relevante Gefährdung hin.