Citation: 6B_1054/2023 E. 5.3.2

5.3.2. Auch, soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung des Asperationsprinzips rügt, kann ihm nicht gefolgt werden. Entgegen seiner Auffassung ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die auf 10 Jahre festgesetzte Einsatzstrafe wegen mehrfacher qualifizierter Freiheitsberaubung aufgrund der damit zusammenhängenden mehrfachen schweren Körperverletzung, beides zum Nachteil der Beschwerdegegner 3 und 5, um 31 /2 Jahre erhöht. Dies ausgehend von einer hypothetischen Einsatzstrafe für diese Delikte von 71 /2 Jahren und einem recht schweren Verschulden. Damit liegt die Vorinstanz ohne Weiteres innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens und ihres Ermessens. Ebenso trägt sie dem zwischen den Taten bestehenden Zusammenhang angemessen Rechnung. Eine weitergehende Asperation aus diesem Grund war nicht notwendig. Die Vorinstanz war auch nicht an die Einschätzung des Erstgerichts gebunden, das die Einsatzstrafe um lediglich 2 Jahre erhöht hatte. Ein Ermessensmissbrauch liegt nicht vor. Gleichfalls nachvollziehbar ist sodann, dass die Vorinstanz die Sexualdelikte zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 2 asperiert mit je einem Jahr berücksichtigt. Aus der Tatsache, dass sie damit, im Unterschied zu den anderen Delikten, eine Erhöhung um mehr als die Hälfte der hypothetischen Einsatzstrafen (von je 11 /2 Jahren) vornimmt, kann der Beschwerdeführer nichts für sich ableiten. Gleichwohl liegt die asperierte Strafe innerhalb des vorinstanzlichen Ermessens und sie erscheint angemessen. Von einem Ermessensmissbrauch kann keine Rede sein. Daran ändert nichts, dass die Vorinstanz auch hier von der Einschätzung der Erstinstanz abweicht.