Citation: 1C_473/2020 E. 4.3

4.3. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden nur die bewilligten Sondierbohrungen und Pumpversuche. Diese dienen der Untersuchung des Untergrunds und der chemischen Zusammensetzung des Wassers, wobei in diesem Rahmen (noch) keine Fassung des Grundwassers stattfindet. Die spätere Realisierung der geplanten neuen Fassungsbrunnen hängt von den Ergebnissen der bewilligten Untersuchung ab und müsste von den zuständigen Behörden anhand eines konkreten Projekts erst noch genehmigt werden. Bei den bewilligten Sondierbohrungen und Pumpversuchen handelt es sich nicht um eine Anlage im Sinne von Ziffer 80.9 des Anhangs der UVPV. Auch wird mit den bewilligten Sondierbohrungen und Pumpversuchen nicht im Sinne von Art. 2 UVPV eine bestehende Anlage geändert. Die Frage, ob die bestehenden und die allenfalls später realisierten neuen Fassungsbrunnen zusammen eine Gesamtanlage bilden und ob deshalb im Rahmen eines allfälligen Gesuchs für neue Fassungsbrunnen eine Umweltverträglichkeitsprüfung im Sinne von Art. 10a USG durchgeführt werden muss, ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und wäre erst dannzumal anhand eines konkreten Projekts zu beantworten. Die Beschwerdeführerin dringt mit der Rüge, das vorinstanzliche Urteil verletzte Art. 10a Abs. 1 und 2 USG, nicht durch.