Citation: 8C_623/2007 22.08.2008 E. 7

Nach eigenen Angaben des den Unfall schuldhaft verursachenden BMW-Lenkers fuhr dieser mit übersetzter Geschwindigkeit von ca. 150 km/h auf der Autobahn von Milano Richtung Verona, als er von einer plötzlichen Staubildung überrascht wurde und sodann nicht mehr rechtzeitig vollständig abzubremsen vermochte. An seinem Auto entstand Totalschaden. Zudem wurden durch den Aufprall weitere Fahrzeuge am Ende der Kolonne angeschoben, so dass es zu weiteren drei Kollisionen kam. Entgegen der Beschwerdeführerin, welche den Unfall vom 12. Mai 1996 unter Hinweis auf angeblich vergleichbare, anhand von Berichten und Farbfotos aus dem Internet zu Massenkarambolagen und heftigsten Autobahn-Kollisionen mit in Brand geratenen Fahrzeugen und Todesfolgen "zu dokumentieren" versuchte, handelt es sich bei der fraglichen Kollision vom 12. Mai 1996 nach den Schilderungen des BMW-Lenkers gemäss Schadenanzeige vom 14. Mai 1996 und laut Bericht eines am Unfall beteiligten Ehepaares vom 8. Oktober 2007 um einen vergleichsweise leichten Unfall. Ausgehend vom objektiv erfassbaren Unfallereignis (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183 mit Hinweisen) ist hier gestützt auf die vom BMW-Lenker stammenden "Aussagen der ersten Stunde" (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47) auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufes mit dem kantonalen Gericht höchstens von einem mittelschweren Unfall im mittleren Bereich auszugehen. Die Adäquanz des Kausalzusammenhanges wäre daher zu bejahen, wenn die nunmehr relevanten modifizierten Kriterien gemäss BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130 gehäuft oder auffallend gegeben wären oder eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise vorliegen würde (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367, 369 E. 4c S. 384).