Citation: 8C_247/2024 E. 4.2.3

4.2.3. Soweit die Beschwerdeführerin moniert, der Gutachter habe Long-Covid als "absolute motorische, intellektuelle und/oder emotionale Unfähigkeit" definiert, was zeige, dass er damit nicht sehr vertraut sei, ist ihr nicht zu folgen. Die Vorinstanz bezog diese Äusserung auf die von Dr. med. D.________ attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit wegen einer ME/CFS, welche Einschätzung Dr. med. B.________ aus versicherungsmedizinischer Sicht nicht nachvollziehen konnte. Dies ist nicht zu beanstanden. Ebenso wenig ergeben sich Zweifel an der Beweiskraft des Gutachtens durch die Feststellung von Dr. med. B.________, wonach sich die geltend gemachten Beschwerden auch nicht aus neurologischer Sicht objektivieren liessen und er unter "Beurteilung von Konsistenz, Validität und Plausibilität" im Rahmen der gutachterlichen Konsistenzprüfung Hinweise auf nicht im geklagten Umfang vorhandene Funktionsbeeinträchtigungen vermerkte. Anders als die Beschwerdeführerin einwendet, bestand der Gutachter damit nicht auf organischen Symptomen bezüglich der Diagnose einer ME/CFS. Vielmehr wurde in der Stellungnahme vom 20. März 2023 schlüssig dargelegt, dass hier keine direkte Objektivierung von Funktionsstörungen gegeben sei und somit hinsichtlich geklagter Beeinträchtigungen wie Schmerzen oder Fatigue-Symptomen, die im subjektiven Erleben verhaftet seien, eine indirekte Objektivierung zum Tragen komme, womit die subjektiv geklagten Beeinträchtigungen im Sinne eines "Indizienbeweises" in tatsächlich bestehende Funktionsstörungen "transferiert" würden. Im Zentrum der gutachterlichen Bewertung stehe eine Konsistenzprüfung. Nebst den Hinweisen auf eine Antwortverzerrung durch den anlässlich der neuropsychologischen Untersuchung durchgeführten Symptomvalidierungstest (SRSI) habe die gutachterliche Konsistenzprüfung weitere Hinweise auf nicht im geklagten Umfang vorhandene Funktionsbeeinträchtigungen ergeben, wie die Vorinstanz bereits in haltbarer Weise festhielt. Anders als die Beschwerdeführerin in diesem Kontext (aktenwidrig) behauptet, ging Dr. med. B.________ gerade nicht von Aggravation aus. Die Vorinstanz hielt dementsprechend fest, die Beschwerdeführerin habe gemäss Dr. med. B.________ den Symptomvalidierungstest mit unauffälligen Werten absolviert. Es habe kein aggravierendes Verhalten beobachtet werden können. Die in diesem Zusammenhang geltend gemachte Verletzung der (aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessenden) Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 149 V 156 E. 6.1; 148 III 30 E. 3.1) ist nicht auszumachen.