Citation: U 103/03 02.09.2003 E. 2

Dem Schreiben der SUVA vom 29. September 1995, mit welchem sie ihre Leistungen für die Folgen des Unfalles vom 7. März 1995 einstellte, kommt materiell Verfügungscharakter zu, obwohl es weder als Verfügung gekennzeichnet ist noch eine Rechtsmittelbelehrung enthält, weil damit hoheitlich über den Anspruch des Beschwerdeführers auf weitere Versicherungsleistungen befunden wurde (vergl. BGE 129 V 111 Erw. 1.2.1, 125 V 476 Erw. 1, 122 V 368 Erw. 2, 121 V 53 Erw. 1). Dabei gilt die Rechtsbeständigkeit bei solchen formlosen Verfügungen als eingetreten, wenn anzunehmen ist, ein Versicherter habe sich mit einer getroffenen Regelung abgefunden, was dann der Fall ist, wenn die nach den Umständen zu bemessende Überlegungs- und Prüfungsfrist abgelaufen ist, welche der versicherten Person zusteht, um sich gegen das faktische Verwaltungshandeln zu verwahren (BGE 129 V 111 Erw. 1.2.2). Im Urteil N. vom 14. Juli 2003, C 7/02, hat das Gericht entschieden, dass ein solcher formloser Verwaltungsakt in der Regel innerhalb von 90 Tagen mittels Beschwerde anzufechten ist. Der Beschwerdeführer hat sich erst am 15. Dezember 1998 und damit lange nach Ablauf der ihm einzuräumenden Überlegungs- und Prüfungsfrist gegen die faktische Verfügung der SUVA vom 29. September 1995 gewandt, weshalb diese als rechtsbeständig zu betrachten ist.