Citation: 8C_50/2024 E. 5.3

5.3. Wie das kantonale Gericht überzeugend dargelegt hat, hätte die Beschwerdegegnerin aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters und der fehlenden breiten Berufserfahrungen und Ausbildungen nicht auf den Weg der Selbsteingliederung verwiesen werden dürfen. Es kann der Beschwerdegegnerin daher - ungeachtet der Vorbringen der IV-Stelle - nicht vorgeworfen werden, sie habe nicht ansatzweise versucht, die seit April 2017 bestehende Restarbeitsfähigkeit von 70 % zu verwerten. Dies gilt umso mehr, als diese Arbeitsfähigkeit erst seit Erstattung des SMAB-Gutachtens am 22. Oktober 2020 bekannt ist (vgl. Urteil 8C_348/2022 vom 22. November 2022 E. 6.2.2 mit Hinweisen) und die Beschwerdegegnerin in der Folge eine gesundheitliche Verschlechterung geltend machte. Die behandelnde Ärztin bekräftigte im Übrigen die Einschätzung der Beschwerdegegnerin, indem sie selbst eine ideal angepasste Tätigkeit als nicht mehr zumutbar beurteilte (vgl. Bericht der Dr. med. B.________ vom 11. Dezember 2022).