Citation: 5P.425/2005 20.01.2006 E. A

Im Rahmen der beabsichtigten Verbeiständung des Kindes Y.________, geb. 1995, wurde dessen Mutter, X.________, am 11. Mai 2005 angehört. Am 18. Mai 2005 ordnete der Stadtrat von A.________ als Vormundschaftsbehörde für das Kind eine Erziehungsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB an und ernannte einen Beistand. Die Vormundschaftsbehörde sandte ihren Entscheid der Mutter der Verbeiständeten am 19. Mai 2005 an die Wohnadresse B.________ in A.________. Aufgrund eines Nachsendeauftrages "postlagernd" wurde die Sendung indes an die von der Mutter angegebene Adresse Postamt A.________ 1 weitergeleitet, wo sie am 23. Mai 2005 eintraf und am 30. Mai 2005 abgeholt wurde. Mit Eingabe vom 9. Juni 2005 gelangte die Mutter gegen den Entscheid der Vormundschaftsbehörde an den Regierungsstatthalter des Amtes Luzern mit dem Begehren, den Entscheid der Vormundschaftsbehörde aufzuheben. Am 5. September 2005 trat der Regierungsstatthalter wegen verspäteter Eingabe auf die Verwaltungsbeschwerde nicht ein, auferlegte der Mutter die Kosten des Verfahrens und sprach ihr keine Parteientschädigung zu.