Citation: 2C_701/2020 E. 4.7.2

4.7.2. Hinsichtlich der Berichte des Psychiaters des Beschwerdeführers ist Folgendes festzuhalten: Dem Bericht vom 27. Januar 2017 kann entnommen werden, dass der Arzt den Beschwerdeführer erstmals am 26. Januar 2017 gesehen hatte, nachdem er ihm von seinem Hausarzt zugewiesen worden war. Aufgrund des Umstandes, dass der Beschwerdeführer die RS im Jahr 2016 leistete (vgl. vorne, Sachverhalt A), ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass dieser Bericht - wie im Übrigen auch die nachfolgenden Beurteilungen des behandelnden Psychiaters - in Bezug auf den vordienstlichen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nur bedingt aussagekräftig ist (vgl. E. 6.5 des angefochtenen Entscheids). Zudem ist er nicht geeignet, Auskunft über die Entwicklung seines Zustandes nach Ende 2017 zu erteilen. In einem weiteren Bericht vom 23. Mai 2019 führt der Psychiater sodann aus, dass er seinen Patienten im Oktober 2017 in Anwesenheit des Vaters gesehen habe. Sein Zustand habe sich etwas gebessert, er sei aber nach wie vor nicht in der Lage gewesen, einer Arbeit nachzugehen. Er helfe etwas auf dem Hof, doch die lästigen Gedanken an das Militär bedrängten ihn immer noch. Einen Rehabilitationsversuch auf dem Schloss Herdern habe der Beschwerdeführer nach nur einem Tag beendet. Ferner hält der Psychiater fest, er habe den Beschwerdeführer letztmals am 25. Mai 2018 zusammen mit seinem Vater, in wenig gebessertem Gesundheitszustand, ohne Arbeit, zu Hause auf dem Hof kleinere Arbeiten verrichtend gesehen. Seiner Auffassung nach seien die Anpassungsstörungen des Beschwerdeführers mit überwiegend grosser Wahrscheinlichkeit auf die Ereignisse in der RS zurückzuführen. Dem angefochtenen Entscheid sowie einem weiteren Bericht des Psychiaters vom 14. August 2017 lässt sich indessen entnehmen, dass der Beschwerdeführer die Therapie bereits im Jahr 2017 von sich aus abgebrochen bzw. keine Termine mehr gewünscht habe (vgl. E. 6.6 des angefochtenen Entscheids). Der Beschwerdeführer bestreitet zwar diese Feststellungen, doch bleiben seine Behauptungen weitgehend unsubstanziiert. Soweit er auf das Treffen mit seinem Psychiater vom 25. Mai 2018 hinweist, ist ihm entgegenzuhalten, dass dieses Gespräch nach dem Gesagten auf dem Hof seines Vaters und nicht in seiner Praxis stattgefunden hat, sodass es fraglich ist, ob es sich dabei um eine eigentliche Therapiesitzung handelte. Weitere Termine bei seinem Psychiater sind nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht. Die Vorinstanz durfte dies willkürfrei als Hinweis ansehen, dass der Beschwerdeführer ab Ende 2017 keine Therapie mehr nötig hatte.