Citation: 4A_310/2016 E. 3.2.1

3.2.1. Das Schiedsgericht prüfte die subjektive Tragweite der fraglichen Schiedsvereinbarung in inhaltlicher Hinsicht in Anwendung von Art. 178 Abs. 2 IPRG nach schweizerischem Recht; dass eine andere Rechtsordnung hinsichtlich der Bindungswirkung grosszügiger wäre, macht auch die Beschwerdeführerin nicht geltend. Das Schiedsgericht sah es nach Würdigung der vorgebrachten Beweismittel als nicht erwiesen an, dass die Beschwerdegegnerin nach dem übereinstimmenden tatsächlichen Willen der Parteien Vertragspartei des Aktionärbindungsvertrags vom 15. Mai 2013 bzw. des Protokolls vom 3. November 2013 und damit der Schiedsvereinbarung in Artikel 16.2 des Aktionärbindungsvertrags werden sollte, wie dies die Beschwerdeführerin behauptet hatte. Auch eine Auslegung der Willenserklärungen nach dem Vertrauensprinzip führe nicht dazu, dass die Beschwerdegegnerin an die im Aktionärbindungsvertrag enthaltene Schiedsklausel gebunden sei; ihr Verhalten habe von der Beschwerdeführerin nach Treu und Glauben nicht so verstanden werden dürfen, dass sie eine solche Schiedsvereinbarung abschliessen wollte.