Citation: 6B_347/2019 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz stellt fest, der Beschwerdegegner habe sich mit Erklärung vom 2. Mai 2016 als Privatkläger konstituiert und eine Zivilforderung in der Höhe von CHF 850'000.-- geltend gemacht, zuzüglich Zins von 5% pro Jahr seit dem 1. April 2010. Insgesamt seien ihm CHF 1'227'378.52 zuzusprechen. Hievon seien die in den Jahren 2016 und 2017 geleisteten Zahlungen von gesamthaft CHF 58'600.-- in Abzug zu bringen. Dieses Begehren habe der Beschwerdegegner mit Eingabe vom 30. Oktober 2017 wiederholt und an der Berufungsverhandlung dahingehend präzisiert, dass er den Schuldzins auch über den 16. April 2017 hinaus fortlaufend bis zur tatsächlichen Zahlung fordere. Die Vorinstanz nimmt an, die vom Beschwerdegegner geltend gemachte Forderung übersteige den Deliktsbetrag von CHF 598'256.90 aus den Straftaten zum Nachteil des Beschwerdegegners, welche das Gericht als bewiesen erachte. Da mit der Adhäsionsklage von vornherein lediglich zivilrechtliche Ansprüche geltend gemacht werden könnten, welche sich aus der Straftat herleiteten, seien die Ersatzansprüche aus Vermögensdispositionen, für welche die Beschwerdeführerin nicht verurteilt worden sei, auf den Weg des ordentlichen Zivilprozesses zu verweisen. Ausgangspunkt des dem Beschwerdegegner zuzusprechenden Schadenersatzes sei der Deliktsbetrag von CHF 598'256.90. Der Schadenszins sei grundsätzlich ab dem Deliktszeitpunkt geschuldet. Der Beschwerdegegner fordere diesen indes erst ab dem 1. April 2010. Die Beschwerdeführerin mache geltend, sie habe vor und nach der Selbstanzeige Zahlungen von CHF 920'100.-- bzw. CHF 227'950.-- an den Beschwerdegegner geleistet. Diese seien an die Zivilforderung anzurechnen. Die vor der Selbstanzeige geleisteten Zahlungen seien jedoch, wie die Schattenbuchhaltung der Beschwerdeführerin zeige, im Rahmen der Vermögensverwaltung erfolgt und stellten daher keine Schadenersatzzahlungen bzw. Zahlungen auf Anrechnung an einen Schaden aus deliktischem Verhalten dar. Bei den Ansprüchen aus der Vermögensverwaltung handle es sich um solche vertraglicher Natur gegen die C.________, welche neben denjenigen gegen die Beschwerdeführerin bestünden und diese nicht ausschlössen. Diese hätten sich im Zeitpunkt der Selbstanzeige vom 19. Oktober 2009 gemäss der Schattenbuchhaltung der Beschwerdeführerin auf CHF 989'130.75 belaufen. Von den nach der Selbstanzeige geleisteten Zahlungen anerkenne der Beschwerdegegner diejenigen vom 6. und 13. Juli sowie vom 20. September, 1. November 2016 und vom 17. Juli 2017 im Gesamtbetrag von CHF 58'600.--. Die weiteren Zahlungen seien, wenn sie denn erfolgt seien, im erstellten Saldo am 1. April 2010 berücksichtigt (angefochtenes Urteil S. 44 ff.). Die Vorinstanz nimmt weiter an, die von der Beschwerdeführerin zum Nachweis der nach der Selbstanzeige geleisteten Zahlungen eingereichten Quittungen wiesen zwar Zahlungen in der von ihr geltend gemachten Höhe, allerdings nur teilweise solche in ihrem Namen, aus. Unzweideutig in ihrem Namen seien einzig die Zahlungen vom 8. Dezember 2009 in der Höhe von CHF 12'500.-- und vom 23. Mai 2016 in der Höhe von CHF 4'850.--. Die weiteren Zahlungen seien im Namen der D.________ Foundation bzw. namens der Beschwerdeführerin/ D.________ Foundation oder im Namen des Ehemanns der Beschwerdeführerin als Vorschuss auf den Anteil an einem geplanten gerichtlichen oder aussergerichtlichen Nachlassvertrag resp. als Darlehen erfolgt. Der Nachweis der Tilgung ihrer auf Delikt beruhenden Schuld gegenüber dem Beschwerdegegner sei damit lediglich im zusätzlichen Betrag von CHF 17'350.- erbracht. Insgesamt seien an den Schaden des Beschwerdegegners in der Höhe von CHF 598'256.90, zuzüglich 5% Zins seit dem 1. April 2010, der auf dem strafrechtlich ermittelten Sachverhalt beruhe, von der Beschwerdeführerin zwecks Tilgung des von ihr verursachten Schadens geleistete Zahlungen in der Höhe von CHF 75'950.- anzurechnen. Bestand und Höhe der Forderung des Beschwerdegegners gegen die C.________ bildeten nicht Gegenstand des Verfahrens. Es sei einzig festzuhalten, dass dessen Anspruch aus dem Treuhandverhältnis per Datum der Selbstanzeige ausgehend von der Buchhaltung der Beschwerdeführerin so hoch sei, dass sich auch unter Berücksichtigung aller von der Beschwerdeführerin für den Zeitraum nach der Selbstanzeige behaupteten Zahlungen das Problem einer allfälligen ungerechtfertigten Bereicherung des Beschwerdegegners aufgrund der bereits erfolgten Leistungen von vornherein nicht stelle (angefochtenes Urteil S. 47 f.).