Citation: 7B.57/2005 27.06.2005 E. 2

2.1 Der Sachwalter nimmt als Vollstreckungsorgan eine öffentlichrechtliche Stellung ein (BGE 94 III 55 E. 2 S. 58). Deshalb sind seine Verfügungen mit Beschwerde gemäss Art. 17 SchKG anfechtbar (Art. 295 Abs. 3 SchKG; Amonn/Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 7. Aufl. 2003, § 54 Rz 21). 2.2 Die Aufsichtsbehörde hat zu Recht angenommen, dass der Sachwalter mit dem Schreiben vom 11. Januar 2005 eine Verfügung im Sinne von Art. 17 SchKG getroffen habe. In der Tat liegt in der Erklärung des Sachwalters der Z.________ AG, das Angebot eines Dritten zum Kauf der Aktien der V.________ AG unter bestimmten Voraussetzungen anzunehmen, keine blosse Absichtsäusserung, sondern der Sachwalter hat damit kraft seines Amtes Stellung bezogen (vgl. BGE 82 III 131 E. 1 S. 134). Der Brief an die Mitaktionäre sprach aus, was für die Schuldnerin verbindlich sein solle. Diese Anordnung über den Verkauf der Aktien der V.________ AG unterlag folglich der Anfechtung durch Beschwerde. 2.3 Nach den die Legitimation zur Beschwerde nach Art. 17 ff. SchKG beherrschenden Grundsätzen ist anerkannt, dass Verfügungen des Sachwalters, welche in die Rechte Anderer eingreifen, von diesen Personen auch angefochten werden können (BGE 82 III 131 E. 1 S. 135; Gilliéron, Commentaire de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, N. 50 zu Art. 295 SchKG). Die Beschwerdeführer sind durch das Schreiben des Sachwalters vom 11. Januar 2005 bzw. den Verkauf der Aktien und das innert Frist auszuübende Vorkaufsrecht ohne weiteres zumindest in ihren tatsächlichen Interessen betroffen (vgl. BGE 129 III 595 E. 3 S. 597). Die Beschwerdeführer sind folglich - wie die Aufsichtsbehörde zu Recht angenommen hat - zur Beschwerde legitimiert.