Citation: 7B_187/2022 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung von Art. 63 Abs. 2 StGB geltend, wonach das Gericht den Vollzug einer zugleich ausgesprochenen unbedingten Freiheitsstrafe zu Gunsten einer ambulanten Behandlung aufschieben könne, um der Art der Behandlung Rechnung zu tragen. Der Aufschub würde keine schwerwiegende Gefährdung der öffentlichen Sicherheit bedeuten, zumal gemäss Gutachten lediglich eine gering erhöhte Rückfallgefahr betreffend sexuelle Übergriffe auf Kinder und eine sehr geringe Gefahr betreffend sexueller Gewalt bestehe. Mit der Behandlung könne dieses Risiko weiter gesenkt werden. Die Gutachterin bejahe zwar, dass der Art der Behandlung bei gleichzeitigem Vollzug Rechnung getragen werden könne. Indessen relativiere sie dies, weil die therapeutischen Möglichkeiten innerhalb des Vollzugs eingeschränkt seien, wenig Möglichkeiten bestünden, die kognitive Verzerrung in der Realität zu überprüfen, sich wenig praktische Übungsfelder (Begegnungen mit Kindern und Jugendlichen) ergäben und ein Arbeitsplatzverlust, der mit dem Strafvollzug einhergehe, destabilisierend wirke.