Citation: 1C_372/2017 E. 4.3.1

4.3.1. Die Vorinstanz hat erwogen, vorab sei das Vorliegen wichtiger Gründe für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung zu prüfen. Der Beschwerdegegner, welcher ein Kurszentrum für die Ausbildung von Lernenden im Elektroinstallationsgewerbe betreibe, könne den Dozierenden und Experten keine freien Parkplätze garantieren. Gerade bei einer Anreise während des Tages erweise sich die Parkplatzsuche als schwierig, wie beim Augenschein habe festgestellt werden können. Parkplätze könnten allenfalls im nahe gelegenen Parkhaus angemietet werden. Wie sich anlässlich des Augenscheins gezeigt habe, sei die Anfahrt zu diesem Parkhaus aber durch einen Durchgang erschwert, dessen Tore zu unterschiedlichen Zeiten geschlossen seien. Damit sei diese Lösung gegenüber Parkplätzen auf dem eigenen Grundstück weniger geeignet. Weiter sei begreiflich, dass die Dozierenden und Experten zum Teil auch schweres und unhandliches (Ausbildungs-) Material mitbrächten, weshalb ein Ausweichen auf den öffentlichen Verkehr keine Alternative darstelle. Es bestehe zusammenfassend ein nachvollziehbares Interesse am Bau der sieben Parkplätze. Die Erschliessung der geplanten Parkplätze über die Bonergasse sei aufgrund der jetzigen baulichen Situation nicht möglich. Man müsste das Gebäude des Beschwerdegegners durch- oder unterfahren, was einen Einfluss auf die Statik des Gebäudes hätte und kostspielig wäre. Die Erschliessung über die Grünanlage (Parzelle Nr. 0055) sei mithin die einzige Möglichkeit. Bereits heute verfüge der Beschwerdegegner über ein Weg- und Zufahrtsrecht über diese Parzelle.