Citation: U 605/06 17.08.2007 E. 4

Zu prüfen bleibt die Unfalladäquanz der psychischen Störungen, die natürlich kausal auf den Unfall zurückzuführen sind. Das kantonale Gericht hat den Unfall vom 10. Juni 2003 mit Recht den mittelschweren Unfällen zugeordnet. Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist demzufolge zu bejahen, falls entweder ein einzelnes der relevanten Kriterien (dazu BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140) besonders ausgeprägt gegeben ist oder die Kriterien insgesamt in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind (BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 140 f.). Dies trifft, wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat und nicht bestritten wird, nicht zu: Der Unfall ereignete sich weder unter dramatischen Begleitumständen noch war er von besonderer Eindrücklichkeit. Die erlittene Fingerverletzung ist weder auf Grund ihrer Art noch ihrer Schwere in besonderer Weise geeignet, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. Weder dauerte die ärztliche Behandlung ungewöhnlich lange, noch liegen mit Bezug auf die Unfallfolgen ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen vor. Körperliche Dauerschmerzen sind wohl vorhanden, indes krankheits- und nicht unfallbedingt. Von einer ärztlichen Fehlbehandlung kann nicht gesprochen werden. Nicht erfüllt ist schliesslich auch das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit, da der Versicherte nach rund 10 Monaten ohne die diagnostizierte Lunatummalazie und die psychischen Beschwerden, auch in seiner angestammten Tätigkeit auf dem Bau ganztags einsetzbar gewesen wäre. Damit hat die Vorinstanz die Leistungspflicht der SUVA ab 1. Oktober 2004 zu Recht verneint.