Citation: 6A.102/2001 09.01.2002 E. 5

5.- Es bleibt zu prüfen, ob die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege in den kantonalen Rechts- mittelverfahren den verfassungsmässigen Anspruch gemäss Art. 29 Abs. 3 BV verletzt. a) Nach der genannten Verfassungsbestimmung be- steht ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege nur für Rechtsbegehren, die nicht aussichtslos erscheinen. Aus- sichtslosigkeit liegt vor, wenn die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren. Da- gegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Mass- gebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finan- ziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde (BGE 125 II 265 E. 4b S. 275). b) Das Verwaltungsgericht erachtet die vom Be- schwerdeführer gestellten Rechtsbegehren als aussichtslos. Dieser Beurteilung ist ohne weiteres zuzustimmen, soweit der Beschwerdeführer eine Reduktion der Entzugsdauer ver- langt hat. Alle seine Rügen zu diesem Punkt erwiesen sich als offensichtlich unbegründet. Weniger eindeutig ist hin- gegen, ob auch das Begehren um Beschränkung des Entzugs auf die Freizeit als aussichtslos zu bezeichnen ist. Tatsächlich wird diese Frage im Gesetzes- und Verord- nungsrecht nicht ausdrücklich geregelt, und eine höchst- richterliche Praxis bestand dazu bisher nicht. Allerdings belegt dies allein noch nicht, dass ein entsprechendes Begehren reelle Erfolgschancen hatte. Es ist viel eher anzunehmen, dass eine Anrufung des Bundesgerichts bisher gerade deshalb unterblieb, weil ein entsprechendes Be- gehren für chancenlos gehalten wurde. Die vorstehenden