Citation: 1C_284/2017 E. 5.1.2

5.1.2. Dass über die Beurteilung des Erweiterungspotenzials bereits rechtskräftig entschieden worden wäre, trifft genausowenig zu wie die von den Beschwerdeführern auch vor Bundesgericht wieder vorgetragene Auffassung, es habe sich damals um eine reine Mutmassung gehandelt. Zwar wären die Beschwerdeführer damals mangels schutzwürdigen Interesses wohl gar nicht befugt gewesen, allein diese Feststellung anzufechten, obwohl sie als solche unter dem Titel "Bedingungen und Auflagen" sogar im Dispositiv stand. Das ist aber nicht entscheidend. So oder so kann eine Baubewilligung in Anwendung von Art. 24c RPG nur dann erteilt werden, wenn die diesbezüglichen Voraussetzungen erfüllt sind; lassen sich die dafür erforderlichen tatsächlichen Grundlagen nicht beweisen, ist nach der hier analog anwendbaren Beweisregel von Art. 8 ZGB die Erlaubnis zu verweigern. Dabei stellt die damalige Berechnung der Dienststelle rawi, die sie im vorliegenden Verfahren erneut vertritt, nicht eine blosse Mutmassung dar. Vielmehr handelt es sich um eine qualifizierte Meinungsäusserung einer fachlich kompetenten Behörde nach gründlichem Studium der Sachlage. Das lässt sich nicht einfach als unwesentlich abtun. Im Rahmen der Sachverhaltsermittlung müsste sich vielmehr in massgeblicher Weise ergeben, dass die entsprechende fachkundige Einschätzung der Sachlage unzutreffend ist.