Citation: 9C_142/2024 E. 4.1.3

4.1.3. Bleibt eine relevante Tatsache nach den gebotenen Untersuchungen (vgl. dazu, insbesondere dem Zusammenspiel zwischen Untersuchungsmaxime und Mitwirkungspflicht im Steuerrecht BGE 148 II 285 E. 3.1.1; 147 II 209 E. 5.13; Urteil 9C_615/2022 vom 15. März 2023 E. 4.3.2 m.H.) der Behörden beweislos, greift auch im öffentlichen Recht der Grundsatz, wonach derjenige die Beweislast für eine Tatsache trägt, der aus ihr Rechte ableitet (Art. 8 ZGB analog; BGE 148 II 285 E. 3.1.3; 142 II 433 E. 3.2.6). Im Steuerrecht hat die Praxis diesen Grundsatz dahingehend konkretisiert, dass steuerbegründende und - erhöhende Tatsachen von der Steuerbehörde, steuerausschliessende und -mindernde Tatsachen vom Steuerpflichtigen nachzuweisen sind (sog. Normentheorie; BGE 148 II 285 E. 3.1.3; 144 II 427 E. 8.3.1; 142 II 488 E. 3.8.2; 140 II 248 E. 3.5; Urteile 9C_195/2023 vom 20. Februar 2024 E. 4.2.3, 9C_734/2022, 9C_735/2022 vom 23. November 2023 E. 4.4). Für die vorliegend zu beurteilende Angelegenheit bedeutet dies, dass die Beschwerdeführer, die aus der vom Beschwerdeführer behaupteten Privatentnahme für sich günstige Steuerfolgen ableiten wollen, die objektive Beweislast sowohl für das objektive als auch für das subjektive Element der Privatentnahme tragen, mit andern Worten bei einem "non liquet" hinsichtlich eines der beiden Elemente zulasten der Beschwerdeführer davon auszugehen ist, dass es zu keiner Privatentnahme gekommen ist.