Citation: 1C_448/2017 E. A

Am 16. März 2011 reichte die A.________ GmbH ein Baugesuch für ein Einfamilienhaus auf der Parzelle Gbbl. Nr. 3121 in Kreuzlingen ein. Die Gemeinde Kreuzlingen erteilte ihr dafür am 7. Juni 2011 eine Baubewilligung mit Auflagen. Mit Ergänzungsgesuch zur Baubewilligung ersuchte die A.________ GmbH am 20. Oktober 2013 um Bewilligung für eine "Überdachung Sitzplatz". Auf dem offiziellen Formular führte sie unter Art des Bauvorhabens Folgendes aus: "Erstellung einer Kaltüberdachung über die Hälfte der Terrasse als Sonnenschutz. Konstruktion: Stahl/Aluminium/Glas. Die Terrasse heizt im Sommer derart auf, dass man sich dort ohne Überdachung als Sonnenschutz nicht aufhalten kann." Am 19. Dezember 2013 erteilte die Gemeinde Kreuzlingen die entsprechende Baubewilligung. Anlässlich einer Baukontrolle vom 27. Juni 2014 stellte die Gemeinde Kreuzlingen fest, dass die bewilligte Sitzplatzüberdachung allseitig geschlossen und mit Glastüren und Lamellenstoren versehen worden war. Die Gemeinde Kreuzlingen verfügte am 30. Juni 2014 die sofortige Baueinstellung und reichte am 9. Juli 2014 gegen die A.________ GmbH Strafanzeige ein. Am 9. September 2014 forderte die Gemeinde Kreuzlingen die A.________ GmbH zur Einreichung eines nachträglichen Baugesuchs bezüglich der Sitzplatzüberdachung (allseitig, mit Schiebetüren geschlossen) auf und drohte die Ersatzvornahme (Ausarbeitung des Baugesuchs von Amtes wegen, unter Kostenfolge) an. Dieser Aufforderung kam die A.________ GmbH nicht nach. Gegen das in der Folge von Amtes wegen ausgearbeitete Baugesuch vom 23. April 2015 gingen zwei Einsprachen ein. Mit Entscheiden vom 11. August 2015 hiess die Gemeinde Kreuzlingen die beiden Einsprachen gut, verweigerte eine nachträgliche Baubewilligung für die seitliche Sitzplatzverglasung und ordnete gleichzeitig die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands (vollständiger Rückbau zumindest einer Seite der Verglasung) innert 30 Tagen ab Rechtskraft an. Dagegen reichte die A.________ GmbH am 7. September 2015 Rekurs an das Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau (DBU/TG) ein und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Entscheide und die Feststellung, dass die Baubewilligung vom 19. Dezember 2013 auch die Erstellung von Seitenwänden umfasse. Eventualiter sei das von Amtes wegen erstellte Baugesuch vom 23. April 2015 für die Verglasung des Sitzplatzes (bereits erstellt) zu bewilligen. Subeventualiter sei die angesetzte Wiederherstellungsfrist von 30 Tagen auf 60 Tage zu verlängern. Am 30. Oktober 2015 zog die A.________ GmbH ihren Eventualantrag (Bewilligung des von Amtes wegen erarbeiteten Baugesuchs vom 23. April 2015) wieder zurück. Mit Entscheid vom 12. Februar 2016 wies das DBU/TG den Rekurs ab, soweit es darauf eintrat und ihn nicht als durch Rückzug erledigt abschrieb. Das DBU/TG erwog, 2013 sei keine BaubewilIigung für die seitliche Verglasung erteilt worden. Nachdem die A.________ GmbH ihren Eventualantrag, wonach das von Amtes wegen erstellte Baugesuch vom 23. April 2015 zu bewilligen sei, zurückgezogen habe, könne eine materielle Überprüfung der Verglasung unterbleiben. Die ebenfalls eventualiter angefochtene Rückbaufrist von 30 Tagen erscheine ohne Weiteres als verhältnismässig. Gegen diesen Entscheid erhob die A.________ GmbH mit Eingabe vom 1. März 2016 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit dem Antrag, es sei festzustellen, dass der gebaute Zustand bereits bewilligt worden sei. Am 26. Oktober 2016 führte eine Delegation des Verwaltungsgerichts einen Augenschein vor Ort durch. Mit Entscheid vom 7. Juni 2017 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab.