Citation: 7B_878/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Die Verwahrung setzt zunächst als Anlasstat eine in Art. 64 Abs. 1 StGB umschriebene sogenannte Katalogtat oder eine andere mit einer Höchststrafe von fünf oder mehr Jahren bedrohte Tat (Auffangtatbestand oder Generalklausel) voraus (BGE 148 IV 398 E. 4.2; 139 IV 57 E. 1.3). Die Verwahrung ist gemäss dieser Norm nur dann anzuordnen, wenn der Täter mit dem Verbrechen die physische, psychische oder sexuelle Integrität einer andern Person besonders schwer beeinträchtigt hat oder beeinträchtigen wollte. Das Bundesgericht hebt den Entscheid über die Anordnung der Verwahrung auf, wenn kein genügend schweres Anlassdelikt vorliegt (Urteile 6B_1076/2021 vom 28. Oktober 2021 E. 2.3.4; 6B_1035/2019 vom 22. Oktober 2019 E. 1.7).