Citation: 1C_109/2022 E. 4.5.2

4.5.2. Im Urteil V 14 9 vom 25. November 2015 gelangte das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zum Schluss, dass Ausnahmeregelungen von einem bestehenden Fahrverbot - im Gegensatz zu sonstigen Verkehrsanordnungen - als Erlass zu qualifizieren seien. Jedoch beschränkte es sich in seiner Argumentation auf einen blossen Verweis auf kantonales Recht. Dieses sieht in Art. 8 Abs. 1 des Einführungsgesetzes (des Kantons Graubünden) vom 11. Juni 2008 zum Bundesgesetz über den Strassenverkehr (EGzSVG; BR 870.100) vor, weitergehende Ausnahmen zu Verkehrsbeschränkungen in einem Erlass zu regeln. Wie bereits eingangs erwähnt, ist die Bezeichnung eines kantonalen Hoheitsaktes nicht ausschlaggebend für dessen Charakter und das angerufene Urteil vermag für die Beurteilung des vorliegenden Reglements keine Hinweise zu geben.