Citation: 8C_217/2021 E. 6.3

6.3. Da, wie dargelegt, die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit Bezug auf die vorsorglich erhobene Einsprache vom 19. Mai 2020 zu Unrecht eine Nachfrist eingeräumt hatte, liess das kantonale Gericht die Frage, ob es dem neuen Rechtsanwalt möglich gewesen wäre, in der nach Ausstellung der Vollmacht am 5. Juni 2020 bis 22. Juni 2020 verbliebenen Zeit die sehr kurz gefasste Eingabe vom 30. August 2020 zu erstellen, zu Recht offen. Letzterem musste ebenfalls bewusst sein, dass eine gesetzliche Frist nicht erstreckbar ist und die Beschwerdegegnerin seinem Vorgänger zu Unrecht eine Nachfrist zur Einreichung der Begründung gewährt hatte. Mit der Vorinstanz ist daher auch dieser in seinem Vertrauen mit Bezug auf die Erstreckung der gesetzwidrig gewährten Nachfrist nicht zu schützen.