Citation: 5A_677/2022 E. 5.2.2

5.2.2. Im Berufungsverfahren, so das Obergericht, unterliege die Beschwerdeführerin grösstenteils. Sie obsiege nur insofern, als ihr entgegen dem angefochtenen Entscheid weiterhin wahlweise ein Wohnrecht am Einfamilienhaus oder an der Parterrewohnung zustehe. Am Dispositiv ändere sich dadurch nichts. Das wirtschaftliche Interesse der Beschwerdeführerin an der Möglichkeit der künftigen Ausübung des Wahlrechts sei als marginal einzustufen, da sie bei einem Wechsel in die Parterrewohnung im Gegenzug das Einfamilienhaus verlassen müsse. Eine Kostenausscheidung rechtfertige sich nicht.