Citation: 7B_293/2022 E. B

B.a. Mit Urteil vom 12. März 2018 erklärte das Bezirksgericht Kreuzlingen A.________ der Anstiftung zur Nötigung und der Widerhandlung gegen das WG schuldig; vom Vorwurf der Anstiftung zur qualifizierten Erpressung sprach es ihn frei und bezüglich der Widerhandlung gegen das AHVG stellte es das Verfahren zufolge Verjährung ein. Es bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von zwölf Monaten, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von drei Jahren und unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft von 25 Tagen. Weiter zog es die beiden beschlagnahmten Waffen zur Vernichtung ein und entschädigte den amtlichen Verteidiger für die Zeit ab dem 1. Juni 2015 mit Fr. 41'366.90 (einschliesslich Barauslagen und MWST). A.________ auferlegte es eine Rückzahlungspflicht nach Art. 135 Abs. 4 StPO in vollem Umfang sowie Verfahrenskosten von Fr. 16'855.55. B.b. A.________ erhob Berufung, die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen Anschlussberufung. Mit Entscheid vom 8. Juni 2022 stellte das Obergericht des Kantons Thurgau das Verfahren in Bezug auf den Vorwurf der Widerhandlung gegen das AHVG ein. Von den Vorwürfen der Anstiftung zur qualifizierten Erpressung und zur Nötigung sowie der Widerhandlung gegen das WG sprach es A.________ frei. Es erkannte, dass der Staat A.________ mit Fr. 5'000.-- zuzüglich 5 % Zins seit 25. November 2012 zu entschädigen habe. Den Antrag um Vormerknahme, dass sich A.________ weitere Schadenersatzansprüche vorbehalte, wies das Obergericht ab. Weiter entschädigte es den amtlichen Verteidiger "für die Strafuntersuchung" und das erstinstanzliche Verfahren ab 1. Juni 2015 mit Fr. 41'366.90 und für das Berufungsverfahren mit Fr. 24'469.45 (jeweils einschliesslich Barauslagen und MWST). Die Verfahrenskosten gingen zulasten des Staates.