Citation: 8C_702/2013 E. 4.1

4.1. Kreisarzt Prof. Dr. med. S.________ erneuert in seiner Stellungnahme vom 30. Januar 2013 seine schon am 27. Juli 2012 festgehaltene Auffassung, wonach die 2012 als Rückfall gemeldeten Beschwerden nicht oder nur mit möglicher Wahrscheinlichkeit auf die im Jahre 2010 von Dr. med. I.________ diagnostizierte und als Berufskrankheit anerkannte Tendovaginitis de Quervain zurückzuführen sind. Geteilt wird diese Ansicht laut Bericht vom 6. Mai 2013 auch von Dr. med. V.________ und Frau Dr. med. P.________, wobei diese beiden Ärzte nicht nur die frühere Diagnose einer Tendovaginitis de Quervain in Frage stellen, sondern darüber hinaus auch deren Charakterisierung als Berufskrankheit klar verneinen. Ob für die seinerzeitige Diagnosestellung hinreichende Gründe vorlagen und ob damals zu Recht von einer Berufskrankheit ausgegangen wurde, kann dahingestellt bleiben. Jedenfalls ist kein Anlass ersichtlich, um hinsichtlich der verneinten Kausalität des früheren für das aktuelle Beschwerdebild den - entgegen der vorinstanzlichen Auffassung - überzeugenden Beurteilungen durch Kreisarzt Prof. Dr. med. S.________ und die Dres. med. V.________ und P.________, welchen die Beweistauglichkeit nicht abgesprochen werden kann, die Anerkennung zu versagen. Wegen fehlenden Kausalzusammenhanges kann daher nicht von einem Rückfall gesprochen werden, woran die Stellungnahmen der Dres. med. I.________, A.________ und B.________ mangels spezifischer Begründung einer allenfalls abweichenden Betrachtungsweise nichts zu ändern vermögen. Ohnehin nichts zu Gunsten des Beschwerdegegners ableiten liesse sich aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin seinerzeit eine Berufskrankheit ohne vertiefte Abklärungen anerkannt hat. Abgesehen davon, dass der Verzicht auf weitere Erhebungen nach Wiedererlangung einer vollständigen Arbeitsfähigkeit nach nur kurzer Zeit schon aufgrund finanzieller Überlegungen verständlich erscheint, wäre der Unfallversicherer berechtigt, zu Unrecht gewährte Leistungen für die Zukunft (ex nunc et pro futuro) einzustellen, sodass es ihm auch nicht verwehrt sein kann, künftige Leistungen aufgrund gemeldeter Rückfälle zu verweigern.