Citation: 5A_937/2021 E. 3

Das Obergericht hat festgestellt, dass der Beschwerdeführer den Konkursaufhebungsgrund der Hinterlegung (Art. 174 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG) nachgewiesen habe. Hingegen vermöge er nicht glaubhaft zu machen, dass ausreichende liquide Mittel vorhanden seien, um die Gläubiger bei Fälligkeit ihrer Forderungen zu befriedigen. Es bestehe Ungewissheit sowohl über die Höhe der laufenden Verbindlichkeiten als auch über die vorhandenen bzw. in naher Zukunft zu erwartenden flüssigen Mittel sowie den Geschäftsgang des schuldnerischen Unternehmens. Es lasse sich somit nicht beurteilen, ob der Beschwerdeführer in der Lage sei, seinen laufenden Verbindlichkeiten nachzukommen und die bestehenden Schulden abzutragen. Das Zahlungsverhalten des Beschwerdeführers lasse vermuten, dass die Zahlungsschwierigkeiten nicht bloss vorübergehend seien. Das Obergericht stellte insbesondere fest, dass das Einzelunternehmen des Beschwerdeführers erst im November 2020 gegründet worden sei und er dennoch bereits siebzehn Einträge im Betreibungsregister aufweise (davon fünf Betreibungen im Stadium der Konkursandrohung und zwei im Stadium der Pfändung). Die Zahlungsfähigkeit sei nicht hinreichend glaubhaft gemacht.