Citation: 9C_523/2017 E. 3

Das kantonale Gericht erwog, die Rentenzusprache vom 22. Mai 2007 habe im Wesentlichen auf der Expertise des MZR vom 15. November 2006 basiert. Gemäss den dortigen Gutachtern habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der freien Wirtschaft bestanden, welche orthopädisch (insbes. mit Einschränkungen im Bereich von Rücken und Hüfte) und mit einer Darmerkrankung (Morbus Crohn mit segmentärer Colitis) begründet worden sei. Der rentenaufhebenden Verfügung vom 17. Januar 2017 habe hauptsächlich das ZVMB-Gutachten vom 12. Oktober 2016 zugrunde gelegen. Gemäss diesem hätten sich die objektivierbaren Befunde an der Wirbelsäule aus neurochirurgischer und orthopädischer Sicht nach mehreren operativen Eingriffen verbessert, wobei gelegentliche belastungsabhängige Schmerzen weiterhin denk- und nachvollziehbar seien. Auch ein endoprothetischer Hüftgelenkersatz im November 2015 sei komplikationslos verlaufen, wobei dauerhafte Funktionseinschränkungen der Hüftgelenke verblieben. Die chronisch-entzündliche Darmerkrankung (Colitis) befinde sich seit ca. 2014 in Remission. Hinweise auf eine relevante Persönlichkeitsstörung oder eine rheumatische Systemerkrankung bestünden nicht. In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe nach Ansicht der Gutachter sowohl aus somatischer als auch aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bei einer möglichen Präsenzzeit von 8.5 Stunden pro Tag, wobei sich die Leistungsminderungen gegenseitig abdecken würden und aus psychiatrischer Sicht in ca. zwölf Monaten eine volle Arbeitsfähigkeit erreichbar sei. Angesichts der vollständig remittierten Colitis, einer verbesserten Steh- und Gehfähigkeit und des Wegfalls der schmerzbedingten Notwendigkeit vermehrter Pausen aufgrund des Hüftleidens sowie in Anbetracht der Normalisierung der Befundlage im Zusammenhang mit dem Rücken stellte das kantonale Gericht fest, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich seit der Rentenzusprache massgeblich verändert, weshalb (revisionsweise) eine freie Prüfung des Rentenanspruchs zu erfolgen habe. Dieser sei neu aufgrund des beweiskräftigen Gutachtens des ZVMB vom 12. Oktober 2016 zu beurteilen. Da der von der IV-Stelle durchgeführte Einkommensvergleich weder bestritten noch unrichtig sei, sei die Rente bei einem auf der Basis von Tabellenlöhnen errechneten Invaliditätsgrad von 31 % zu Recht aufgehoben worden.