Citation: 9C_306/2018 E. 5.2.6

5.2.6. Schliesslich stellte das kantonale Gericht eine Inkonsistenz zwischen dem beruflichen und privaten Aktivitätsniveau fest. Die Versicherte sei im Alltag kaum eingeschränkt. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, das ABI-Gutachten sei diesbezüglich nicht mehr aktuell. Sie könne ihren Haushalt nicht selbstständig bewältigen. Die Beschwerdeführerin zeigte im Rahmen des betreuten Wohnens, dass sie sich in eine Wohngemeinschaft integrieren und an den Haushaltsarbeiten beteiligen kann. Zudem präsentiert (e) sie auch verschiedene Interessen bei der Freizeitgestaltung (Spazieren, Basteln, Zeichnen, Treffen mit ihren Kindern/Enkeln, praktisch jährliche Reise in die Heimat). Weshalb ihr nun nach Rückkehr in ihr familiäres Umfeld Haushaltsarbeiten nicht mehr zumutbar sein sollten, ist nicht nachvollziehbar, ist doch keine gesundheitliche Verschlechterung ersichtlich. Vielmehr dürfte dies auf den sekundären Krankheitsgewinn mit Selbstlimitierung und Schonverhalten, wie es bereits Dr. med. B.________ im Gutachten vom 28. Januar 2010 beschrieben hatte, zurückzuführen sein. Dies plausibilisiert jedoch keine gesundheitliche Einschränkung.