Citation: U 142/02 21.05.2003 E. 5

5.1 Die in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall stehenden organischen Unfallfolgen werden von Dr. med. J.________ überzeugend beschrieben, worauf mit Vorinstanz und SUVA abzustellen ist. Daraus resultiert nach der einlässlichen, auch die weiteren Arztberichte angemessen berücksichtigenden und zutreffenden Begründung im angefochtenen Entscheid, auf die verwiesen wird, eine Arbeitsunfähigkeit von 25 %. Dabei hat das kantonale Gericht zu Recht auch die Notwendigkeit von Aktenergänzungen verneint. Insbesondere ist nicht einsehbar, inwiefern eine weitere bildgebende Befundaufnahme die vom Gutachter gestützt auf das MRI vom 17. November 1995 und den Bericht der Frau Dr. med. H.________, Spezialärztin FMH für Neurologie, vom 24. November 1995 beschriebene Rückbildung der wahrscheinlich unfallbedingten Diskushernie widerlegen oder eine nach dieser Untersuchung bis zum 27. August 1997 (Datum des Einspracheentscheids) eingetretene, auf den Unfall zurückzuführende Verschlimmerung dokumentieren könnte. 5.2 Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin nie von einem Psychiater untersucht worden ist. Der Hinweis auf die psychische Problematik, die auch von der SUVA anerkannt wird, findet sich im neurologischen Gutachten des Dr. med. J.________. Es erübrigt sich aber, die Sache zur Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens an Vorinstanz oder Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, weil nach den zutreffenden Ausführungen des kantonalen Gerichts die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen den seelischen Leiden und dem Unfallereignis verneint werden kann. 5.2.1 Dabei beurteilt sich die Adäquanzfrage entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wie schon vorinstanzlich vertretenen Auffassung nicht nach der so genannten "Schleudertrauma-Rechtsprechung" (BGE 117 V 359). Wohl wurde von ärztlicher Seite gestützt auf den Unfallablauf ein HWS-Distorsionstrauma diagnostiziert, ohne dass aber das für ein Schleudertrauma der HWS oder schleudertraumaähnliche Verletzungen typische Beschwerdebild (vgl. BGE 117 V 360 Erw. 4b) in Erscheinung getreten wäre. Auch kann nicht von einem physisch und psychisch ineinander verstrickten Beschwerdenkomplex gesprochen werden, dem bei der Beurteilung der Adäquanz nur durch den Verzicht auf die Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten Rechnung getragen werden könnte. Es ist somit nicht zu beanstanden, wenn Vorinstanz und SUVA die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den seelischen Leiden nach Massgabe der in BGE 115 V 133 entwickelten und seither ständig angewandten Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts zur psychischen Fehlentwicklung (vgl. BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb, 124 V 44 f. Erw. 5c/bb und 213 f. Erw. 4b) geprüft haben. 5.2.2 Parteien und Vorinstanz gehen aufgrund des Geschehensablaufs und der Verletzungen, die sich die Beschwerdeführerin dabei zugezogen hat, richtigerweise von einem Unfallereignis im mittleren Bereich aus. Innerhalb dieses Rahmens kann der Unfall im Lichte der in RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122 ff. wiedergegebenen Rechtsprechung aber weder an der Grenze zu den leichten Unfällen eingeordnet werden, wie vom kantonalen Gericht angenommen, noch ist er zu den schweren Fällen im mittleren Bereich zu zählen, wie dies die Beschwerdeführerin geltend macht. Von den weiteren, objektiv erfassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung mit einzubeziehen sind (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa), müssten dementsprechend für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs entweder ein einzelner in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 140 f. Erw. 6c/bb). Dieses Erfordernis ist im vorliegenden Fall nicht erfüllt, wie das kantonale Gericht in sorgfältiger Würdigung der Sach- und Rechtslage, welche zu wiederholen sich erübrigt, richtig erkannt hat. Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde rechtfertigen keine andere Betrachtungsweise. 5.2.3 Nach dem Gesagten haben Vorinstanz und SUVA zu Recht den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und der psychischen Beeinträchtigung verneint und diesen Gesundheitsschaden für die Bemessung des hier streitigen Taggeldanspruchs der Versicherten unberücksichtigt gelassen. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich damit als unbegründet, soweit auf sie überhaupt eingetreten werden kann.