Citation: 2C_826/2020 E. 4.4

4.4. Schliesslich zielt auch die Kritik ins Leere, die Vorinstanz habe das Rückwirkungsverbot missachtet, indem sie darauf hinwies, dass es sich bei Vergewaltigungen um eine Anlasstat gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. h StGB handle. Die Vorinstanz hielt lediglich fest, dass diese Tatsache die Schwere der erfolgten Gesetzesverletzung unterstreiche, die Norm im Übrigen aber nicht anwendbar sei. Insofern ist auch das Argument unbeachtlich, dass von einem Härtefall gemäss Art. 66a Abs. 2 StGB auszugehen sei.