Citation: 8C_1062/2009 31.08.2010 E. 3

3.1 Gestützt auf die einlässlich wiedergegebene medizinische Aktenlage ist seitens der Vorinstanz zusammenfassend erkannt worden, dass die Beschwerdeführerin als (organische) Folge der Misshandlung in der Nacht vom 31. März auf den 1. April 2006 diverse Druckdolenzen und einzelne Hämatome davon getragen hat. Wenige Tage nach dem Vorfall diagnostizierten die Ärzte des Spitals X.________ einen Status nach Commotio cerebri sowie Würgetrauma, wobei die bildgebenden Verfahren keine somatisch imponierenden Resultate ergeben hatten (Schädel-CT, Angio-CT des Halses, Röntgen des Thorax; Bericht vom 6. April 2006). Einen Monat nach dem Ereignis zeigten sich gemäss Bericht der Frau Dr. med. W.________ vom 10. Mai 2006 klinisch-neurologisch sodann durchwegs unauffällige Befunde; insbesondere liessen sich keine fokal-neurologischen Ausfälle nachweisen. Vielmehr erachtete die Neurologin die neuropsychologischen Beschwerden in Form einer Einschränkung der figuralen Lernfähigkeit und einer leichten Beeinträchtigung der Aufmerksamkeitsleistungen als prinzipiell mit einer Commotio cerebri vereinbar, gab aber zu Bedenken, dass das beschriebene Verhaltenssyndrom wie auch die subjektiv geschilderten kognitiven Einschränkungen demgegenüber massgeblich durch psychoreaktive Faktoren mitbedingt seien. Am 30. Oktober 2006 berichtete Frau Dr. med. W.________ von einer deutlichen - namentlich durch die stationären Rehabilitationsmassnahmen in der Rehaklinik Y.________ begünstigten - Besserung des cervicocephalen Syndroms, wobei die Patientin noch über belastungsabhängige Verspannungen im Nacken- und Schultergürtelbereich sowie über eine wechselnde Schmerzsymptomatik und zeitweise auftretende Kopfschmerzen klage; im Vordergrund stünden nunmehr die kognitiven Einschränkungen mit Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, welche sich überwiegend durch traumatisch bedingte, psychoreaktive Faktoren erklären liessen und die kognitive Belastbarkeit nach wie vor reduzierten. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit über ein 50 %-Pensum wurde wegen der psychischen Belastungen als aktuell (noch) nicht sinnvoll eingestuft (Gefahr eines psychophysischen Erschöpfungssyndroms). Die Ärztin empfahl die Fortführung der psychiatrisch/psychotherapeutischen Betreuung hinsichtlich Traumaverarbeitung und Entwicklung entsprechender Coping-Strategien.