Citation: 7B_157/2024 E. 2.3.3

2.3.3. Ebenso wenig trifft der Vorwurf zu, die Vorinstanz unterlasse eine Gesamtwürdigung. Das angefochtene Urteil ist als Ganzes zu lesen. Die Vorinstanz bezieht die von der Direktion der Justiz und des Innern genannten Elemente in ihre Entscheidung ein und macht sich diese zu eigen, um anschliessend auf einzelne vom Beschwerdeführer kritisierte Punkte einzugehen. Die Direktion der Justiz und des Innern bezog im Rahmen ihrer Beurteilung das psychiatrische Gutachten von Dr. med. B.________ vom 20. April 2020 sowie die forensisch-psychologisch basierte Risikoabklärung vom 18. Mai 2022 mit den darin enthaltenen Angaben zum Rückfallrisiko mit ein. Weiter würdigte die Vorinstanz die nach der Entlassung aus dem Strafvollzug zu erwartenden Lebensverhältnisse des Beschwerdeführers. Dabei berücksichtigt sie insbesondere seine finanzielle Situation, die Trennung von seiner Ehefrau, die seit 1.5 Jahren bestehende neue Paarbeziehung, seine noch vagen Zukunftspläne und die damit einhergehende fehlende geregelte Tagesstruktur. Weiter berücksichtigt die Vorinstanz die Einstellung des Beschwerdeführers zu den verübten Straftaten, seine fortbestehende Suchtproblematik, seine fehlende Einsicht hinsichtlich der Notwendigkeit einer Therapie sowie die fehlende Auseinandersetzung mit den problematischen Persönlichkeitsanteilen, den Drogenkonsum des Beschwerdeführers während eines Beziehungsurlaubs sowie seine mangelnde Absprachefähigkeit. Darüber hinaus geht die Vorinstanz auf die vorgebrachten Rügen des Beschwerdeführers ein. Sie beleuchtet die von ihm begangenen Delikte und erwägt, für die Prognosestellung seien sämtliche Delikte, für welche der Beschwerdeführer verurteilt worden sei, und nicht bloss jene zum Nachteil der Ehefrau, relevant. Ferner prüft sie das Argument des Beschwerdeführers, es bestehe keine Rückfallgefahr mehr, weil er die Beziehung zu seiner Ehefrau beendet habe und es gegenüber der neuen Partnerin zu keinen Gewalttätigkeiten gekommen sei. Schliesslich befasst sich die Vorinstanz mit der Behauptung des Beschwerdeführers, er sei kooperationsbereit und er werde an Terminen der Bewährungshilfe aktiv teilnehmen. Sie verwirft diese Behauptung jedoch aufgrund seines bisherigen Verhaltens. Zuletzt beleuchtet die Vorinstanz die Lebensumstände des Beschwerdeführers sowie seine familiäre Situation. Aus den Elementen, welche die Vorinstanz aus dem bei ihr angefochtenen Entscheid übernimmt, sowie ihrer eigenen ergänzenden Würdigung gelangt sie zum Schluss, die bedingte Entlassung sei zu verweigern. Damit berücksichtigt die Vorinstanz alle massgebenden Kriterien im Sinne der genannten Rechtsprechung und nimmt eine Gesamtwürdigung vor (siehe oben E. 2.2.1).