Citation: 1P.336/2002 11.07.2002 E. A

Gegen X.________ ist im Kanton Zürich ein Strafverfahren wegen Verdachts des Diebstahls hängig. Es wird ihm vorgeworfen, er habe am 23. März 2001 in Zürich zum Nachteil seiner Arbeitgeberfirma fünf Millionen Franken aus dem Tresor der Firma gestohlen. X.________ ist geständig. Nach seinen Angaben reiste er mit dem Geld in Begleitung von A.________, dem er für die Hilfe im Zusammenhang mit der Flucht Fr. 13'000.-- gegeben habe, in die Slowakei. Dort stellte er sich am 28. März 2001 und übergab der Polizei ca. eine Million Franken. Er behauptet, der Rest sei ihm von A.________ gestohlen worden. X.________ wurde am 28. März 2001 in der Slowakei in Auslieferungshaft genommen. Am 21. Juni 2001 wurde er an die Schweiz ausgeliefert. Der Haftrichter des Bezirksgerichts Zürich versetzte X.________ mit Verfügung vom 23. Juni 2001 in Untersuchungshaft. Diese wurde in der Folge wiederholt erstreckt. Mit Schreiben vom 19. Februar 2002 stellte X.________ bei der Untersuchungsbehörde, der Bezirksanwaltschaft V des Kantons Zürich, den Antrag, es sei ihm der vorzeitige Strafantritt zu bewilligen. Die Bezirksanwaltschaft teilte ihm mit Brief vom 25. Februar 2002 mit, der Antrag könne wegen der noch bestehenden Kollusionsgefahr erst behandelt werden, wenn klar sei, ob und wann A.________ in die Schweiz zwischenausgeliefert werden könne. Mit Verfügung vom 22. Mai 2002 bewilligte die Bezirksanwaltschaft dem Angeschuldigten den vorzeitigen Strafantritt, da die Untersuchung kurz vor dem Abschluss stehe, keine Kollusionsgefahr mehr vorliege, und mit der Ausfällung einer unbedingten Freiheitsstrafe zu rechnen sei. Am gleichen Tag stellte der Angeschuldigte ein Gesuch um Entlassung aus der Haft bzw. dem vorzeitigen Strafvollzug. Der Haftrichter wies das Begehren mit Verfügung vom 31. Mai 2002 ab.