Citation: 1C_159/2016 E. 3.3

3.3. Mit dieser Behauptung widerspricht die Beschwerdeführerin der vorinstanzlichen Feststellung, dass die Beschwerdeführerin die im Schreiben des BVU vom 3. März 2011 gestellte Frage, ob die Möglichkeit bestehe, bis zum Umbau in fünf Jahren das Abwasser aus der Motor- und Chassisreinigung zu sammeln und extern zu entsorgen, nicht beantwortete. Inwiefern diese Feststellung willkürlich sein soll, legt die Beschwerdeführerin nicht dar (vgl. 1.3 hievor). Dies ist auch nicht ersichtlich, zumal das BVU in seinem Schreiben vom 30. März 2011 gemäss der zutreffenden Annahme der Vorinstanz weiterhin von einer Entwässerung in die Kanalisation ausging. Zudem teilte das BVU mit Schreiben vom 17. Februar 2015 (act. 157) der Bauverwaltung der Gemeinde Leibstadt - mit Kopie an die Beschwerdeführerin - mit: "Mit Schreiben der Firma B.________ AG vom 16. Februar 2015 haben wir erfahren, dass bei der A.________ AG [...] der Mineralölabscheider in einen Abscheider Klasse I (MAK NG 3-10) umgebaut wurde. Zudem wurden wir in diesem Schreiben auch informiert, dass der Tankstellenplatz in einen leeren Tank mit 10 m3 Volumen als "Totschacht" entwässert werde." Gemäss diesem Schreiben wurde das BVU erst im Februar 2015 darüber informiert, dass der Tankstellenplatz über einen Tank entwässert wird. Dies entspricht der Angabe der Beschwerdeführerin in ihrem Schreiben vom 18. Februar 2015 an den Rechtsdienst des Regierungsrats, dass das Platzwasser der Tankstelle in einem Tank aufgefangen werde, der vor ca. 40-50 Jahren eingebaut worden und schon lange ausser Betrieb gewesen sei (act. 158). Zu dieser Angabe führte das BVU in seinem Schreiben vom 2. März 2015 im Verfahren vor dem Regierungsrat aus, das Ableiten von Wasser in einen ausser Betrieb gesetzten Tank sei so nicht bewilligungsfähig, weil zuvor die Dichtheit und Mediumsbeständigkeit des Tanks festgestellt werden müsse; zudem müsse eine Niveauüberwachung mit Alarmierung gewährleistet werden (act. 164). Unter Berücksichtigung der genannten Schreiben durfte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, das BVU sei vor dem Erlass seiner Verfügung vom 16. Dezember 2014 nicht darüber informiert worden, dass die Entwässerung des Tankstellplatzes über einen Tank erfolge. Demnach konnte die Beschwerdeführerin nicht davon ausgehen, das BVU habe diese Art der Abwasserbeseitigung bisher hingenommen bzw. toleriert.