Citation: 2C_395/2017 E. 4.2.1

4.2.1. Die Beschwerdeführerin kam im Alter von knapp 19 Jahren in die Schweiz. Den Akten kann entnommen werden (vgl. Art. 105 Abs. 2 BGG), dass bereits vier Jahre später, knapp ein Jahr nach der Geburt des ersten Kindes, ihr Ehemann arbeitslos wurde und den Halt verlor; er konsumierte Drogen und wurde alkoholkrank. Angesichts dieser Sachlage hätte sich die Beschwerdeführerin in den folgenden Jahren Gedanken um ihre wirtschafltiche Zukunft machen können und müssen. Es trifft gerade nicht zu, dass sie sich darauf verlassen konnte, dass ihr Mann auch künftig die Familie ernähren würde, wie sie vorbringt. Vielmehr ist ihr die Rechtsprechung entgegenzuhalten, wonach auch bei Alleinerziehenden die berufliche (Re-) Integration möglichst früh thematisiert werden soll (Urteil 2C_1228/2012 vom 20. Juni 2013 E. 5.3). Dieser Grundsatz muss auch für die Beschwerdeführerin gelten, wenngleich die Trennung von ihrem Mann nur vorübergehend war. Dem von der Beschwerdeführerin zitierten Urteil 2C_958/2011 vom 18. Februar 2013 E. 3.1 liegt eine mit dem vorliegenden Fall nicht vergleichbare Biographie der betroffenen Person zugrunde; zudem ging es dort um den Widerruf der Niederlassungsbewilligung, für den höhere Hürden gelten (vgl. E. 4.1 hiervor).