Citation: 8C_487/2015 E. 4.1.2

4.1.2. Weiter erachtete Dr. med. G.________ die von der Versicherten angeführten Beschwerden im rechten Fuss (oberen Sprunggelenk [OSG]), in der rechten Hüfte, im Iliosakralgelenk (ISG) sowie im Rücken wegen unfallbedingter Fehlbelastung als unfallkausal (zum Zusammenhang zwischen unfallbedingter Fehlbelastung und Rückenbeschwerden vgl. RKUV 2003 Nr. U 487 S. 337 [U 38/01]). Die Fussproblematik rechts wurde auch von den Dres. med. E.________ und F.________ als unfallkausal anerkannt. Hingegen führten die beiden Letzteren aus, sie hätten bei der Versicherten statische Veränderungen im Rückenbereich gefunden, namentlich eine ventrale Beckenkippung, eine lumbale Hyperlordose und einen thorakalen Flachrücken; hierbei handle es sich um wachstumsbedingte, oft familiäre Formvarianten des Achsenskeletts, die gehäuft zur Schmerzproblematik im Rücken und im ISG führten; der ganze Beschwerdekomplex sei überwiegend wahrscheinlich nicht Folge des Unfalls vom 22. November 2007, sondern dieser Haltungsveränderungen des Achsenskeletts. Zu diesem von der Versicherten bereits vorinstanzlich geltend gemachten Beschwerdenkomplex führte die Vorinstanz ohne nähere Begründung lediglich aus, die Unfallkausalität der Rückenproblematik sei nicht erstellt; damit hat sie im Lichte der Aktenlage ihre Begründungspflicht (hierzu vgl. BGE 138 I 232 E. 5.1 S. 237) nicht erfüllt. Soweit die Vorinstanz auf den Bericht des Kreisarztes Dr. med. H.________, Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 14. Juni 2010 verwies, der von ganztägiger Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit ausging, ist festzuhalten, dass bereits Dr. med. I.________, Facharzt für Chirurgie FMH, Unfallchirurgie, Sportmedizin, Orthopädische Chirurgie, in Kenntnis dieses Berichts lediglich eine ca. 50%ige Arbeitsfähigkeit attestierte (Bericht vom 23. November 2010).