Citation: 9C_621/2022 E. 3.1

3.1. Zusammengefasst hat die Vorinstanz festgestellt, dass der Verkehrswert der Liegenschaft Fr. 4'300'000.- betragen hatte, als die Beschwerdeführerin sie am 8. August 2013 verkaufte. Sie stützte diesen Befund auf den Umstand, dass die Liegenschaft nur rund vier Monate später zu diesem Preis an eine unabhängige Dritte weiterverkauft wurde. Die von der Beschwerdeführerin vorgelegten Bewertungsgutachten würdigte die Vorinstanz dahingehend, dass diese teilweise auf ungeeigneten Annahmen beruht hätten. Unter Zugrundelegung der korrekten Annahmen resultiere auch nach den Methoden in diesen Gutachten eine Bandbreite für den Verkehrswert von Fr. 3'580'000.- bis Fr 6'342'000.-, sodass auch im Lichte dieser Gutachten der Betrag von Fr. 2'700'000.-, den die Beschwerdeführerin aus dem Verkauf löste, nicht als marktgerecht qualifiziert werden könne. Das Liegenschaftsgeschäft mit der M.________ AG sei einzig mit dem Motiv abgeschlossen worden, Darlehensforderungen wieder werthaltig zu machen, die G.________ gegen die M.________ AG hatte. Indem die Beschwerdeführerin auf ein marktkonformes Entgelt verzichtet und stattdessen einer "günstigen" Übertragung auf die M.________ AG zugestimmt habe, sei letztlich gewährleistet worden, dass die Differenz zu einem marktgerechten Preis nicht der Beschwerdeführerin, sondern - via die M.________ AG - ihrem Verwaltungsrat G.________ zugutegekommen sei. Damit sei erstellt, dass durch das nicht marktkonforme Liegenschaftsgeschäft zwischen der Beschwerdeführerin und der M.________ AG einer der Beschwerdeführerin nahestehenden Person ein Vorteil zugeflossen sei, den sie einer aussenstehenden Drittperson nicht zugestanden hätte. Es sei für die Organe der Beschwerdeführerin erkennbar gewesen, dass G.________ über das Liegenschaftsgeschäft ein Vorteil zugewendet werde. Das andere Mitglied des Verwaltungsrats, F.________, sei ursprünglich selbst Darlehensgläubiger der M.________ AG gewesen. Er habe deren prekäre finanzielle Situation gekannt und gewusst, dass G.________ die Gesamtheit der gegenüber der M.________ AG bestehenden Darlehensforderungen übernommen habe. Er habe überdies ein eigenes Interesse an der Sanierung der M.________ AG gehabt, da er über diese Gesellschaft seine Rennfahrtätigkeit ausgeübt und er zum Inhaber und Geschäftsführer dieser Gesellschaft eine freundschaftliche Beziehung gepflegt habe.