Citation: 8C_573/2022 E. 5.4.2

5.4.2. Nach dem soeben Dargelegten musste sich der Beschwerdeführer nicht für Einsätze nach einseitigem Abruf durch den Beschwerdegegner bereithalten, indem ihm die geplanten Einsätze vielmehr Anfang des jeweiligen Jahres mitgeteilt wurden. Auch wenn der Beschwerdeführer an diese Einsatzzeiten in grundsätzlicher Hinsicht gebunden war, kann nicht angenommen werden, dass er zu den Arbeitseinsätzen einseitig verpflichtet war, ohne dass auf seine Verfügbarkeit und Wünsche, soweit möglich, Rücksicht genommen worden wäre. Damit liegt eine Vereinbarung über unechte Arbeit auf Abruf vor, weshalb weder Bereitschaftsdienst zu entschädigen wäre, noch der Arbeitgeber in Annahmeverzug geraten kann (vgl. vorstehende E. 5.3.2.2).