Citation: 5C.288/2005 15.03.2006 E. 2

Das Obergericht weist darauf hin, dass der Beklagte im August 2005 bei einem Arbeitspensum von 80 % ein monatliches Nettoeinkommen von rund Fr. 4'400.-- erzielt habe. Nach seinen eigenen Erklärungen beabsichtige er weder eine Reduktion noch eine Ausdehnung seiner Erwerbstätigkeit. Auch wenn der bei ihm lebende Sohn B.________ noch nicht zehn Jahre alt sei, sei ihm angesichts der gegebenen Umstände eine 80 %-Tätigkeit zuzumuten: Seine Eltern unterstützten ihn bei der Kinderbetreuung, und die flexiblen Arbeitszeiten erlaubten es ihm, seinen Tagesablauf auf B.________ abzustimmen. Unter Berufung auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hält die Vorinstanz sodann dafür, dass es dem Beklagten von dem Zeitpunkt an, da B.________ das 16. Altersjahr vollendet haben werde (Februar 2013), eine volle Erwerbstätigkeit zuzumuten sei. Zu den Verhältnissen auf Seiten der Klägerin bemerkt das Obergericht, dass diese zur Zeit nicht erwerbstätig sei, jedoch nach eigener Aussage eine Teilzeitstelle mit einem Arbeitspensum von mindestens 50 % suche. Da die bei ihr lebende Tochter A.________ bereits zehn Jahre alt sei, sei der 34-jährigen Klägerin ein Arbeitspensum von 50 % auch durchaus zuzumuten. In Anbetracht der Tatsache, dass A.________ im März 2011 das 16. Altersjahr vollendet haben werde, hält die Vorinstanz dafür, dass bei der Klägerin ab April 2011 von einer 100 %-Erwerbstätigkeit auszugehen sei.