Citation: 9C_428/2016 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer lässt geltend machen, es sei unbestritten, dass die Kollektivgesellschaft C.________ seit ihrer Gründung im Jahr 2005 Verluste geschrieben habe, allerdings seien die im angefochtenen Entscheid festgehaltenen Werte offensichtlich falsch, da sie auch die Verlustvorträge enthielten. Weiter sei unbestritten, dass die Kollektivgesellschaft C.________ sehr grosse Investitionen getätigt (2005 bis 2008 zwecks Sanierung der heruntergewirtschafteten Betriebe rund Fr. 12 Mio.), jährlich hohe Umsätze erwirtschaftet, mit rund 70 Mitarbeitenden jährlich einen bedeutenden Personalaufwand aufgewiesen habe und jährlich hohe Abschreibungen sowie hohe Aufwendungen angefallen seien. Wie mit Blick auf die sehr grossen Investitionen in den Jahren 2005 und 2006 behauptet werden könne, die Kollektivgesellschaft C.________ habe bereits 2008 keinen Erwerbszweck mehr verfolgt und Liebhaberei betrieben, sei nicht nachvollziehbar. Es sei im Wirtschaftsleben nicht möglich, ein heruntergewirtschaftetes Hotel/Restaurant nach Vornahme der erforderlichen Investitionen innerhalb einer derart kurzen Zeitspanne profitabel zu machen. Die von der Vorinstanz zur Stützung ihres Standpunktes beigezogenen Fälle würden völlig andere Tätigkeiten betreffen, nämlich Architekten, Künstler und Schriftsteller/Verleger, welche keine oder praktisch keine Investitionen getätigt und kein Personal beschäftigt hätten. Es lägen damit keine mit dem hier zu beurteilenden Sachverhalt vergleichbaren Verhältnisse vor. Es dürfe ihm und seiner Ehefrau nicht zum Nachteil gereichen, dass sie den Lebensunterhalt aus dem vorhandenen Vermögen finanzieren und die Kollektivgesellschaft trotz der Verluste weiterführen könnten. Massgebend sei allein die fortbestehende Erwerbsabsicht und es könne nicht bereits im dritten Jahr nach der Gründung von Liebhaberei ausgegangen werden. Damit fehle dem per 1. Januar 2008 vorgenommenen Statuswechsel eine Grundlage und er sei in den Jahren 2008 bis 2014 in seiner Eigenschaft als Teilhaber der Kollektivgesellschaft C.________ als Selbständigerwerbender zu qualifizieren. Was seine Tätigkeit als Inhaber eines Advokatur- und Notariatsbüros anbelange, sei zu beachten, dass die betriebswirtschaftlich effektiv erzielten Gewinne über den in den Abschlüssen ausgewiesenen Ergebnissen lägen und die effektiv investierten Eigenkapitalien höher seien als die in den Abschlüssen ausgewiesenen. Bis 2012 habe das Advokatur- und Notariatsbüro der Kollektivgesellschaft C.________ nie ein Honorar verrechnet für die Tätigkeiten, welche er für diese (über seine eigentlichen Aufgaben als Kollektivgesellschafter hinausgehend) verrichtet habe, so insbesondere seine juristische Beratung in personal- und baurechtlichen Fragen. Bei entsprechender Rechnungstellung wäre das Ergebnis des Advokatur- und Notariatsbüros wesentlich besser ausgefallen und dasjenige der Kollektivgesellschaft C.________ entsprechend schlechter. Auch betreffend seine Tätigkeit als Rechtsanwalt und Notar sei ein Statuswechsel unzulässig; auch diesbezüglich sei er in den Jahren 2008 bis 2014 als Selbständigerwerbender zu qualifizieren.