Citation: 9C_550/2024 E. 4.4.1

4.4.1. In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung des MZR-Gutachtens wurden die Fragen nach der Veränderung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit - in weitgehend wörtlicher Übereinstimmung mit den Ausführungen im psychiatrischen Teilgutachten - wie folgt beantwortet: "Eine bleibende Einschränkung ist aufgrund der aktuell diagnostizierten Somatisierungsstörung begründbar. Die im vorliegenden Gutachten erhobenen Diagnosen sind nicht alle rückwirkend vergleichbar; wie die Diagnose einer Somatisierungsstörung nahelegt, hat sich die Symptomatik insgesamt nicht verbessert; die Schwerpunkte haben sich mehr in Richtung Schmerz verlagert." (...) "Die Arbeitsunfähigkeiten bestehen seit 2008. Aufgrund der Aktenlage ist nachvollziehbar, dass die bestätigten Arbeitsunfähigkeiten vorhanden waren. Die Diagnosen können nicht im Einzelnen nachvollzogen werden; aufgrund des heutigen Befundes, aufgrund der Aktenlage sind sie plausibel und nachvollziehbar. Es scheint insgesamt zu einer Besserung und Stabilisierung der psychischen Situation gekommen zu sein, allerdings hat sich demgegenüber der körperliche Zustand in der Wahrnehmung der Versicherten verschlechtert." Auf entsprechende Nachfrage der IVSTA hin bestätigte der fallführende MZR-Arzt ausdrücklich, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten seit 2008 verschlechtert habe. Dazu führte er aus, bereits im interdisziplinären Gutachten des Instituts D.________ vom 21. September 2009 sei die Verschlechterung festgehalten, die im MZR-Gutachten - auch wenn nicht alle in diesem erhobenen Diagnosen rückwirkend vergleichbar seien - bestätigt sei. Die MZR-Psychiaterin habe die "Gesundheitsveränderung aus dem Jahre 2009" eingehend diskutiert und festgehalten, es bestehe ohne Zweifel Übereinstimmung mit dem D.________-Gutachten, dass die Versicherte psychiatrisch schwer krank sei.