Citation: I 587/00 19.02.2002 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer macht einen seit der Zusprechung der ganzen Invalidenrente (28. August 1992) im Wesentlichen gleichgebliebenen medizinischen Befund geltend, was eine Rentenrevision verbiete. Dabei übersieht er, dass eine Rente auch dann einer Revision zugänglich ist, wenn sich der Befund zwar nicht wesentlich verändert hat, die erwerblichen Auswirkungen aber wegen voraussichtlich bleibender oder längere Zeit dauernder gestiegener oder gesunkener Leistungsfähigkeit nicht mehr die gleichen sind. Diesfalls handelt es sich nicht um eine unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel unerhebliche abweichende Beurteilung eines im Wesentlichen unveränderten Gesundheitszustandes (BGE 112 V 372 unten mit Hinweisen; SVR 1996 IV NR. 70 S. 204 Erw. 3a mit Hinweisen). Hat sich das Zumutbarkeitsprofil nachhaltig geändert, zeigt dies rechtliche Wirkungen. Gerade bei einem Beschwerdebild wie jenem des Versicherten, welches sich durch Beschwerden mit geringem klinischen Befund (somatoforme Schmerzstörung) auszeichnet, sind solche Veränderungen des Zumutbarkeitsprofils nicht selten. Dieses hat sich denn auch, nachdem neben den italienischen Ärzten rund zwei Jahre später auch die Experten des ZMB am 14. November 1996 von einer im Vergleich zur Situation im Jahre 1992 erheblich verbesserten Leistungsfähigkeit ausgehen, in der Zeit bis zum Erlass der Revisionsverfügung (2. Juni 1998) in einer Weise gewandelt, dass per 1. Februar 1997 eine voraussichtlich dauerhafte Änderung angenommen werden kann, womit die Invalidenrente einer Revision zugänglich ist.