Citation: 1C_665/2015 E. 2.2

2.2. Nach mehrjährigen Vorbereitungsarbeiten hat die Plenarversammlung der Konferenz der Erziehungsdirektoren der 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantone (D-EDK) am 31. Oktober 2014 die endgültige Fassung des gemeinsamen sprachregionalen Lehrplans ("Lehrplan 21") für die Einführung in den Kantonen freigegeben. Daran sind nicht nur die Kantone beteiligt, die dem HarmoS-Konkordat beigetreten sind, sondern auch die elf Kantone, die einen Beitritt abgelehnt haben (darunter der Kanton Schwyz), sich aber faktisch am HarmoS-Standard ausrichten und somit die von Art. 62 Abs. 4 BV geforderte Harmonisierung erfüllen (vgl. die zu diesem Zweck abgeschlossene Verwaltungsvereinbarung über die Durchführung des Erarbeitungsprojekts für einen sprachregionalen Lehrplan [Projektvereinbarung Lehrplan 21] vom 18. März 2010; BERNHARD EHRENZELLER, in: St. Galler Kommentar BV, 3. Aufl. 2014, Rz. 58 zu Art. 62 BV; GIOVANNI BIAGGINI, Schulkoordination in der Schweiz: Der steinige Weg des "Konkordats-Föderalismus", in: Jahrbuch des Föderalismus 2009, Europäisches Zentrum für Föderalismus-Forschung Tübingen [Hrsg.], 2009, Rz. 44). Der Lehrplan 21 ist für die Kantone nicht unmittelbar verbindlich und muss entsprechend der jeweiligen einschlägigen kantonalen Rechtsgrundlagen umgesetzt werden (vgl. ANDREAS GLASER/CORINA FUHRER, Der Lehrplan 21: Interkantonales soft law mit Demokratiedefizit, in: ZSR 2015 I 513 ff., S. 518 ["ein überaus detailliertes «Modellgesetz» für die Rechtsetzung durch die Kantone"]).