Citation: 5A_84/2020 E. 3.1

3.1. Im Zusammenhang mit dem rechtlichen Gehör hat das Obergericht erwogen, das Bundesverwaltungsgericht habe dem Beschwerdeführer in den fraglichen siebzehn Verfahren die Verfahrenskosten persönlich auferlegt, da er mutwillig aussichtslose Revisionsbegehren angehoben und sich rechtsmissbräuchlich verhalten habe. Die Klassifizierung seines Verhaltens als mutwillig und rechtsmissbräuchlich, die Beurteilung der Revisionsbegehren als aussichtslos und die Verteilung der Prozesskosten stellten Rechtsfragen dar. Eine vorgängige Anhörung des Beschwerdeführers betreffend persönliche Kostenauflage wäre nur nötig gewesen, wenn eine überraschende Rechtsanwendung gedroht hätte. Das Bundesverwaltungsgericht habe dem Beschwerdeführer bereits in früheren Verfahren die Kostenauferlegung angedroht und sie ihm einmal bereits auferlegt. In diesen Verfahren sei es um Ausstandsgesuche wegen angeblicher übermässiger Häufung von Fehlern von Gerichtspersonen und um eine angeblich bestehende Feindschaft zwischen ihm und einem Richter gegangen. Diese Fälle seien mit den in Frage stehenden siebzehn Revisionsgesuchen vergleichbar, denn im Kern sei es in sämtlichen Fällen um die Bildung oder Besetzung des Spruchkörpers gegangen. Unter diesen Umständen könne keine Rede davon sein, dass die Kostenauflage an den Beschwerdeführer persönlich für ihn überraschend gewesen wäre. Vielmehr habe er damit rechnen müssen, wenn er die Spruchkörperbildung zum Thema mache. Die Beurteilung seines Verhaltens als mutwillig und rechtsmissbräuchlich sei zudem nicht offensichtlich unhaltbar. Der Beschwerdeführer hatte sich im Zusammenhang mit dem rechtlichen Gehör sodann darauf berufen, er habe in sechzehn der siebzehn Verfahren um Sistierung ersucht. Das Obergericht hat dazu erwogen, weder die Verweigerung der Sistierung noch die nicht vorgängig erfolgte Anhörung zum Verzicht auf die Sistierung (sondern stattdessen die Fällung der Revisionsentscheide) stellten einen Nichtigkeitsgrund dar. Prozessleitende Massnahmen stellten von vornherein keinen schwerwiegenden Mangel dar. Zudem habe das Bundesverwaltungsgericht vertretbare Gründe gehabt, die gegen eine Sistierung gesprochen hätten, nämlich den Umstand, dass die Gesuchsteller der asylrechtlichen Revisionsbegehren in der Regel ausreisepflichtig seien und der Verzug nicht verzögert oder vereitelt werden dürfe. Das ebenfalls gestellte Massnahmegesuch, wonach es dem Gesuchsteller zu gestatten sei, den Revisionsentscheid abzuwarten, widerspreche dem gleichzeitig gestellten Sistierungsantrag. Das Bundesverwaltungsgericht habe damit das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers nicht verletzt. Selbst wenn eine Verletzung vorläge, läge darin kein besonders schwerwiegender Verstoss gegen Parteirechte mit der Folge der Nichtigkeit.