Citation: 8C_91/2018 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz hat in Würdigung der medizinischen Akten festgestellt, dem Versicherten stünden noch trockene und saubere Tätigkeiten offen, welche die Hände nicht oder nur sehr wenig belasten würden. Zudem müsse eine Exposition gegenüber Glasfasern und anderen Stoffen, die als hautreizend eingestuft seien, vermieden werden. In einer solchen optimal angepassten Tätigkeit sei von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Als mögliche Tätigkeiten hätten die Ärzte wiederholt Kontrolltätigkeiten oder Bewachungsaufgaben genannt. Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt gebe es durchaus zumutbare Stellen, sodass die Restarbeitsfähigkeit grundsätzlich verwertbar sei. Allerdings sei der für den Versicherten in Betracht fallende Arbeitsmarkt gesundheitsbedingt erheblich begrenzt. Zudem werde ein betriebswirtschaftlich-ökonomisch denkender und selbst den Zwängen der freien Marktwirtschaft unterliegender Arbeitgeber die selbst in grundsätzlich adaptierten Tätigkeiten eingeschränkte Flexibilität des Versicherten einkalkulieren müssen. Selbst wenn die Nichteignungsverfügung und die Zumutbarkeitsbeurteilung eingehalten würden, sei ein Rezidiv des beruflich bedingten Handekzems bei adaptierten Tätigkeiten nicht vollständig ausgeschlossen, womit ein Risiko für vermehrte krankheitsbedingte Absenzen bestehe. Aus diesen Gründen könne rein ökonomisch betrachtet die verbleibende Arbeitsfähigkeit des Versicherten nicht den gleichen Wert haben wie die Arbeitsleistung eines gesunden, durchschnittlich leistungsfähigen Hilfsarbeiters, weshalb die Voraussetzungen für einen Abzug vom Tabellenlohn gegeben seien. In masslicher Hinsicht bezifferte sie diesen mit 20 %. In Anwendung der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28 Abs. 1 IVG) errechnete sie in der Folge einen Invaliditätsgrad von 18 %.