Citation: 6B_790/2024 E. 5

Es ist richtig, dass weder die angefochtene Verfügung des Bezirksgerichts Uster vom 13. Mai 2024 noch die darin enthaltene Rechtsmittelbelehrung einen Hinweis auf Art. 91 Abs. 2 StPO enthält. Indessen handelt es sich beim Beschwerdeführer nicht um einen im Ausland, sondern um einen in der Schweiz wohnhaften Zustellungsempfänger, der - neben seinem Rechtsbeistand - sämtliche Rechtseingaben an die Vorinstanzen stets mitunterzeichnet hat. Die Verfügung des Bezirksgerichts Uster vom 13. Mai 2024 wurde ihm - wie sich aus der angefochtenen Verfügung des Obergerichts ergibt - an seine Wohnadresse in Genf zugestellt, nachdem sein in der Slowakei ansässiger Rechtsbeistand trotz entsprechender Aufforderung kein Zustelldomizil in der Schweiz verzeichnet hatte. In Genf nahm der Beschwerdeführer die Verfügung des Bezirksgerichts Uster vom 13. Mai 2024 in Empfang (vgl. angefochtene Verfügung mit Hinweis auf die kantonalen Akten, postalische Sendungsverfolgung; act. 8/30 bzw. act. 10). Dass die Zustellung an sein Wohndomizil in Genf nicht gesetzeskonform erfolgt wäre, macht der Beschwerdeführer (auch) vor Bundesgericht nicht geltend. Vor diesem Hintergrund und angesichts seines schweizerischen Wohndomizils erweist sich ein Hinweis auf Art. 91 Abs. 2 StPO in der Verfügung vom 13. Mai 2024 bzw. in der darin enthaltenen Rechtsmittelbelehrung als entbehrlich. In dieser Konstellation vermag der Beschwerdeführer aus dem Vorbringen, der im kantonalen Verfahren tätige Rechtsbeistand sei weder Rechtsanwalt noch Inhaber eines juristischen Diploms, nichts für sich abzuleiten. Mithin ist nicht zu beanstanden, dass das Obergericht auf die Beschwerde wegen Verspätung nicht eingetreten ist.