Citation: 1C_401/2020 E. 1.2

1.2. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat, sofern dieser nicht offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 und Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel können nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Neue Vorbringen einer beschwerdeberechtigten Bundesbehörde sind zulässig, sofern diese am kantonalen Verfahren nicht beteiligt war (vgl. Urteile 2C_50/2017 22. August 2018 E. 3.2.2 und 3.2.3 mit Hinweisen; 1C_356/2019 vom 4. November 2020, in BGE 147 II 164 nicht publizierte E. 2.1 mit Hinweisen). Vorliegend wurde im Konzessionsverfahren eine Stellungnahme des BAFU zur Restwassermenge (gemäss Art. 35 Abs. 3 GSchG) eingeholt; allerdings lag damals erst der Kurzbericht zu den Umweltauswirkungen vor, der keinen Hinweis auf die Anwesenheit von Rote-Liste-Arten enthielt. Wie es sich damit verhält, kann offenbleiben, weil sich die Vernehmlassung des BAFU und die ihr zugrundeliegende Analyse Info Habitat darauf beschränken, die bereits in den Akten liegenden Gutachten der Parteien zu analysieren und zu den darin aufgeworfenen Fragen aus fachlicher Sicht Stellung zu nehmen. Dies ist gerade Aufgabe der nach Art. 102 BGG konsultierten Umweltfachbehörde des Bundes und ist vor Bundesgericht zu berücksichtigen, unabhängig von früheren Äusserungsmöglichkeiten der Behörde (vgl. Urteil 1C_526/2015 vom 12. Oktober 2016, in BGE 142 II 517 nicht publ. E. 6.5 in fine).