Citation: U 9/03 26.04.2004 E. 2

2.1 Laut Austrittsbericht der Klinik Z.________ vom 21. Dezember 2000 leidet der Beschwerdeführer als Folge des Unfalls vom 15. Oktober 1999 an einer neuralen Funktionsstörung des rechten Armes mit globaler Schwäche und Hyposensibilität am gesamten Oberarm und der Schulterregion rechts. Während des Klinikaufenthaltes konnte lediglich eine geringe Besserung des Zustandes erreicht werden. Nach Auffassung der untersuchenden Ärzte liegt neben einer somatisch bedingten Schwäche mit Sicherheit eine deutliche Symptomausweitung und Selbstlimitierung vor. Im Bericht der psychosomatischen Abteilung der Klinik (Dr. phil. T.________, Fachpsychologe für Klinische Psychologie und Psychotherapie FSP/Dr. med. K.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie) vom 13. Dezember 2000 wird ausgeführt, es bestünden Hinweise auf ein maladaptives Überzeugungs- und Bewältigungsmuster im Rahmen einer Symptomausweitungstendenz bei einer einfach strukturierten Persönlichkeit, jedoch keine Anhaltspunkte für eine spezifische psychische Störung mit Krankheitswert. Zur Arbeitsfähigkeit wird im Austrittsbericht festgestellt, eine Rückkehr in den angestammten Beruf als Steinfräser sei als unwahrscheinlich zu betrachten. Zumutbar wäre eine wechselseitige, leichte Arbeit ganztags ohne Heben und Tragen mittelschwerer und schwerer Lasten, Überkopfarbeiten, Schläge und Vibrationen am rechten Schultergelenk sowie Arbeiten auf Leitern. Der Versicherte benötige zusätzliche Pausen von 1 bis 1½ Stunden auf den Tag verteilt. Im Hinblick auf diese Arbeitsunterbrüche bestätigten die untersuchenden Ärzte eine Arbeitsfähigkeit von 80 % für leichte Tätigkeiten ab 11. Dezember 2000. Bei der Abschlussuntersuchung vom 12. Januar 2001 schloss sich Kreisarzt Dr. med. M.________ dieser Beurteilung mit der Feststellung an, dass keine speziellen Behandlungen mehr erforderlich seien und nunmehr die soziale und berufliche Rehabilitation im Vordergrund stehe. 2.2 Der Vorinstanz ist darin beizupflichten, dass die Berichte der Klinik Z.________ und der kreisärztliche Abschlussbericht eine hinreichende Grundlage für die Beurteilung der streitigen Leistungsansprüche darstellen. Der Austrittsbericht der Klinik Z.________ vom 21. Dezember 2000, welcher auf einer stationären Untersuchung und Behandlung des Beschwerdeführers vom 15. November bis 8. Dezember 2000 beruht, erfüllt die nach der Rechtsprechung für den Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten geltenden Anforderungen (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 f. Erw. 1c) und vermag in den Schlussfolgerungen zu überzeugen. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bestehen keine Anhaltspunkte für eine Voreingenommenheit oder fehlende Objektivität der SUVA-Ärzte. Eine solche lässt sich insbesondere daraus nicht ableiten, dass die untersuchenden Ärzte auf eine mangelnde Leistungsbereitschaft und teilweise auf ein demonstratives Verhalten des Beschwerdeführers schlossen. Die festgestellte Diskrepanz zwischen den organischen Befunden und den geltend gemachten Beschwerden bildete Gegenstand spezialärztlicher Untersuchungen und wurde im Rahmen des angeordneten psychosomatischen Konsiliums bestätigt. Es trifft sodann nicht zu, dass sich der Bericht der Klinik Z.________ in wesentlichen Punkten und namentlich bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf blosse Vermutungen stützt. Wie dem Bericht zu entnehmen ist, wurden gezielte Abklärungen zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit vorgenommen, welche zum Schluss führten, dass neben einer gewissen somatischen Beeinträchtigung eine deutliche Symptomausweitung und Selbstlimitierung bestand. Es besteht kein Anlass, diese Beurteilung in Zweifel zu ziehen, nachdem schon der Neurologe Dr. med. W._______ ein chronifiziertes Schmerzsyndrom festgestellt hatte, welches ganz im Vordergrund des Beschwerdebildes stand. Als unbegründet erweist sich auch der Einwand der mangelhaften Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts und der Verletzung des rechtlichen Gehörs durch Nichteinholen des beantragten medizinischen Gutachtens. Zwar wird im kantonalen Entscheid zu dem mit der Beschwerde gestellten Begehren um Anordnung einer Expertise nicht ausdrücklich Stellung genommen. Es geht daraus jedoch klar hervor, weshalb davon abgesehen und bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf die Berichte der Klinik Z.________ und nicht auf die Zeugnisse des behandelnden Arztes Dr. med. P.________ abgestellt wurde. Ergänzend ist festzustellen, dass sich die Zeugnisse dieses Arztes, mit welchen eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestätigt wurde, auf den bisherigen Beruf als Steinfräser beziehen, in welcher Tätigkeit der Beschwerdeführer auch nach Auffassung der Klinik Z.________ und des SUVA-Kreisarztes nicht mehr arbeitsfähig ist. Im Übrigen hat sich Dr. med. P.________ in dem der SUVA erstatteten Arztbericht vom 22. Juni 2000 nicht zur Arbeitsfähigkeit geäussert und unter Hinweis darauf, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit dem Aufenthalt in der Klinik Y.________ leicht gebessert habe, eine kreisärztliche Untersuchung beantragt, welche in der Folge zu weiteren Abklärungen Anlass gab. Zunächst wurde eine neurologische Untersuchung durch Dr. med. W.________ vorgenommen, welcher eine unverändert leichtgradige Parese der vom oberen Armplexus rechts innervierten Muskeln sowie ein chronifiziertes Schmerzsyndrom bei Verdacht auf eine posttraumatische Anpassungsstörung feststellte und eine rheumatologische und psychiatrische Untersuchung empfahl. Die SUVA ordnete hierauf die stationäre Abklärung und Behandlung in der Klinik Z.________ an, welche auch eine psychosomatische Untersuchung umfasste. Der entscheidwesentliche Sachverhalt wurde damit hinreichend abgeklärt und es besteht kein Grund zur Anordnung eines ergänzenden medizinischen Gutachtens. Hiezu gibt auch der Umstand nicht Anlass, dass der Beschwerdeführer von der Arbeitslosenversicherung als nicht vermittlungsfähig beurteilt wurde (vgl. ARV 1998 Nr. 5 S. 28 ff.). 2.3 Dem Beschwerdeführer kann auch insoweit nicht gefolgt werden, als er geltend macht, wegen der Unfallfolgen sei ihm selbst eine leichte Arbeit, wie sie von der SUVA erwähnt werde, nicht zumutbar, weil er keine Lasten heben und tragen könne, als Rechtshänder den rechten Arm nicht zu belasten vermöge und an ständigen Schmerzen leide. Ausgeschlossen ist laut Bericht der Klinik Z.________ lediglich das Heben und Tragen mittelschwerer bis schwerer Lasten. Trotz der bestehenden Funktionsstörung des rechten Armes mit ausgeprägter Schwäche und Hyposensibilität am Oberarm und der Schulterregion rechts vermag der Beschwerdeführer nach ärztlicher Auffassung eine den genannten Einschränkungen (keine schweren Lasten, keine Überkopfarbeiten, keine Schläge oder Vibrationen im Schulterbereich) angepasste Tätigkeit auszuüben. In Betracht fallen insbesondere leichte Hilfstätigkeiten in der Industrie, wozu auch die von der SUVA erwähnten Verweisungstätigkeiten (Bedienung und Überwachung von Maschinen, Kontroll- und Überwachungsarbeiten, leichte Montagetätigkeiten) gehören. Dass auf dem allgemeinen (ausgeglichenen) Arbeitsmarkt solche Stellen angeboten werden, belegen die von der SUVA zur Invaliditätsbemessung herangezogenen Arbeitsplätze, welche im Lichte der ärztlichen Beurteilung zumindest teilweise als zumutbar zu betrachten sind.