Citation: 4C.282/2000 23.11.2000 E. 1

1.- a) Streitig ist ausschliesslich noch die Frage der Kündigungsfrist. Während der Beklagte mit einer Frist von einem Monat gekündigt hat, geht der Kläger davon aus, dass die Kündigung nur unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten möglich gewesen sei. Er verlangt folglich noch den Lohn für zwei weitere Monate einschliesslich entsprechende Ferienentschädigung und einen Anteil am 13. Monatslohn. b) Unbestrittenermassen ist auf das Arbeitsverhältnis der Gesamtarbeitsvertrag für das Gärtnergewerbe vom 1. Januar 1997 (im folgenden GAV) anwendbar. Die für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses entscheidende Bestimmung lautet: A. Kündigung Artikel 28 Gärtner 1 Bei gelernten Gärtnern kann im ersten Dienstjahr das Arbeitsverhältnis gegenseitig nur auf Ende des auf die Kündigung folgenden Monates gekündigt werden. Hat das Arbeitsverhältnis mehr als ein Jahr gedauert, so kann es im zweiten bis und mit neunten Dienstjahr mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten und nachher mit einer solchen von drei Monaten je auf das Ende eines Monats gekündigt werden (OR 335c). Ungelernte 2 Bei ungelernten Arbeitnehmern ist das Gärtner Arbeitsverhältnis im ersten Dienstjahr gegenseitig jederzeit unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 14 Tagen auf das Ende einer Arbeitswoche künd- bar. Nach ununterbrochenem einjährigen Arbeitsverhältnis beträgt die Kündigungsfrist einen Monat auf das Ende des auf die Kündigung folgenden Monats. 3 Auf bestimmte Zeit abgeschlossene Arbeitsverhältnisse können nur aus wichtigen Gründen aufgelöst werden (s. Art. 31,2). Verlassen der Arbeitsstelle 4 Verlässt ein Arbeitnehmer seine Stelle vor Ablauf der Kündigungsfrist oder fristlos ohne wichtigen Grund, so hat der Arbeitgeber Anspruch auf eine Entschädigung, die einem Viertel des Lohnes für einen Monat entspricht; ausserdem hat er Anspruch auf Ersatz weiteren Schadens.