Citation: 4A_230/2022 E. 7

Soweit sich die Beschwerdeführerin gegen die Qualifikation der beiden streitgegenständlichen Finanzierungsgeschäfte als Forfaitierung und nicht als reine (frei verwendbare) Unternehmenskredite wendet, vermag sie nicht durchzudringen. Sie macht geltend, es sei alles andere als sicher, dass es sich um Forfaitierungsgeschäfte gehandelt habe. Dies zeige sich bereits daran, dass der Zeuge P.________ selbst angab, es habe sich nicht um derartige Geschäfte gehandelt. Dieser Einwand ist unbehelflich. Denn die Qualifikation der betreffenden Finanzierungsgeschäfte ist eine Rechtsfrage. Dass die Beschwerdegegnerin keine einzige Zahlung eines Schuldners der E.________ AG direkt überwiesen erhalten haben soll, vermag die Vertragsqualifikation durch die Vorinstanzen sodann nicht als bundesrechtswidrig auszuweisen. Auch soweit die Beschwerdeführerin erneut geltend macht, das Stellen einer Wechselsicherheit sei ein klares Indiz für ein ansonsten ungesichertes Darlehen oder ein Blanko-Darlehen, setzt sie sich nicht mit den diesbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen auseinander. Die Vorinstanz erwog, aufgrund der Zeugenaussagen der Beteiligten P.________ und Q.________ sowie angesichts des Beweisergebnisses zum grundsätzlichen Ablauf der Geschäfte sowie zu den in den Geschäften H.________ S.p.A. und I.________ S.p.A. der Beschwerdegegnerin übermittelten Unterlagen (vgl. hiervor E. 3) sei die erstinstanzliche Schlussfolgerung, wonach der Ausstellung der Wechsel keine eigenständige Bedeutung zugekommen sei, durchwegs nachvollziehbar und schlüssig. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, inwiefern diese vorinstanzlichen Erwägungen offensichtlich unrichtig sein sollen.