Citation: 5A_657/2014 E. 6.2

6.2. Dem verwiesenen Plan lässt sich entnehmen, dass sich der Autoabstellplatz Nr. 1 in der südwestlichen Ecke der Tiefgarage befindet. Soweit die Beklagte mehr aus dem Plan ableiten will, kann ihr nicht gefolgt werden. Mit Bezug auf die farblichen Markierungen, wonach der Autoabstellplatz Nr. 1 flächenmässig überwiegend auf dem berechtigten und nur zu einem kleinen Teil auf dem belasteten Grundstück liegt, gilt das zum Verhältnis von Eintrag im Grundbuch und Erwerbsgrund soeben Gesagte (E. 6.1). Es kommt hinzu, dass der Plan von einem privat beigezogenen Architekten erstellt wurde und nicht amtlich vermessen ist. Derartige Dienstbarkeitspläne gehören zwar zu den Grundbuchbelegen, nehmen aber nicht am öffentlichen Glauben des Grundbuchs teil (Urteil 5A_677/2011 vom 14. Dezember 2011 E. 2.2, in: ZBGR 94/2013 S. 27 f.; BGE 138 III 742 E. 2.2 S. 744 ff., betreffend den Plan gemäss dem - hier nicht anwendbaren - Art. 732 Abs. 2 ZGB in der Fassung von 2009/12). Der Plan stützt deshalb auch nicht die Folgerung der Beklagten, den Klägerinnen stehe kein Benützungsrecht am Autoabstellplatz Nr. 1 in der Tiefgarage zu, weil die Tiefgarage nicht exakt an dem im Plan eingezeichneten Ort, sondern um rund 2.5 m zurückversetzt an der gemeinsamen Grundstücksgrenze gebaut worden ist. Der Plan legt nicht mit Grundbuchwirkung zugunsten der gutgläubigen Beklagten fest, wo die Tiefgarage und damit der Autoabstellplatz auf dem Grundstück Nr. uuu liegt (vgl. zu einem ähnlichen Sachverhalt: Urteil 5A_858/2010 vom 4. März 2011 E. 4, wo dienstbarkeitsrechtlich zur ausschliesslichen Nutzung gemäss Plan die mittlere von fünf Garagen zugewiesen, in Wirklichkeit aber nur vier Garagen gebaut wurden und alsdann streitig war, welche von den vier die mittlere Garage ist.).