Citation: 6B_355/2022 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer macht weiter einen Verstoss gegen Art. 243 StPO geltend. Im Einzelnen führt er aus, dass es sich bei der auf dem Anrufbeantworter hinterlassenen Sprachnachricht um einen Zufallsfund handle. Dieser könne nicht mit möglichen Straftaten, die im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt stehen können, in Verbindung gebracht werden. Dessen Verwertbarkeit sei insofern nicht möglich, als die Beweiserhebung hinsichtlich der zufällig entdeckten Tat der Beschimpfung verfahrensrechtlich nicht zulässig gewesen sei. Die hypothetische Zulässigkeit verlange, dass keine entgegenstehenden Interessen bezüglich des durch den Zufallsfund entdeckten Delikts, wie eben das Berufsgeheimnis, der Verwertbarkeit im Wege stehen würden.