Citation: 5A_293/2024 E. 4.1

4.1. In der Sache umstritten ist die Änderung der Regelung des persönlichen Verkehrs zwischen dem Beschwerdegegner und der Tochter. Diesbezüglich ist auf folgende Grundlagen zu verweisen: Gemäss Art. 298d Abs. 1 ZGB regelt die Kindesschutzbehörde (bei nicht miteinander verheirateten Eltern; vgl. Art. 298a Abs. 1 ZGB) auf Begehren eines Elternteils oder von Amtes wegen die Zuteilung der elterlichen Sorge neu, wenn dies wegen wesentlicher Änderung der Verhältnisse zur Wahrung des Kindeswohls nötig ist. Die Kindesschutzbehörde kann sich nach Art. 298d Abs. 2 ZGB auf die Regelung der Obhut, des persönlichen Verkehrs oder der Betreuungsanteile beschränken. Eine Neuregelung ist geboten, wenn die Veränderung der Verhältnisse danach verlangt, weil die aktuelle Regelung dem Kind mehr schadet als der mit der Änderung verbundene Verlust an Kontinuität in der Erziehung und den Lebensumständen (Urteile 5A_64/2022 vom 15. Dezember 2022 E. 3.1.1; 5A_230/2022 vom 21. September 2022 E. 2.1; 5A_951/2020 vom 17. Februar 2021 E. 4). Die kantonale Behörde trifft den Entscheid über die Neuregelung des persönlichen Verkehrs unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfalls nach pflichtgemässem Ermessen (Art. 4 ZGB; Urteil 5A_929/2022 vom 20. Februar 2023 E. 2.1.3). Bei der Überprüfung derartiger Ermessensentscheide übt das Bundesgericht eine gewisse Zurückhaltung (vgl. BGE 142 III 336 E. 5.3.2).