Citation: 5A_422/2019 E. 4.1.6

4.1.6. Streitig ist schliesslich, ob die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit Abrechnungen für Kranken- und Unfalltaggelder der J.________ AG und der K.________ einen Betrag von Fr. 11'373.20 zur Verrechnung bringen kann. Gemäss den Ausführungen der Vorinstanz hatte die Beschwerdegegnerin diesen Betrag der C.________ AG mit der Begründung in Rechnung gestellt, dass sie per 1. Januar 2010 Mitarbeiter der C.________ AG übernommen und seither entlöhnt habe. Für einige dieser Mitarbeiter seien Unfall- und Krankentaggelder, die den Zeitraum vor Übergang der Arbeitsverhältnisse betroffen hätten, weiterhin der C.________ AG ausbezahlt worden. Laut Vorinstanz berief sich die Beschwerdegegnerin darauf, dass die C.________ AG den Mitarbeitern im Dezember 2009 nicht mehr den vollen Lohn bezahlt habe und dies dann von ihr, der Beschwerdegegnerin, vorgeschossen und nach Eingang der Versicherungsabrechnung der C.________ AG fakturiert worden sei. Mithin gehe es um Kranken- und Unfalltaggelder, die sie den betroffenen Mitarbeitern in der Periode Januar bis März vergütet habe und nun von der C.________ AG zurückfordere. Das Obergericht erachtet den Tatsachenvortrag der Beschwerdegegnerin als nicht schlüssig. Der ergänzten Zusammenstellung könne entnommen werden, dass die Rechnung von den Versicherern ausgerichtete Taggelder für den Dezember 2009, aber teilweise auch für den Beginn des Monats Januar 2010 beinhalte. Wenn die C.________ AG im Dezember 2009 den betroffenen Mitarbeitern zwar nicht mehr den vollen, aber immerhin noch einen reduzierten Lohn ausbezahlt haben soll, sei nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdegegnerin trotzdem die gesamten, noch von der C.________ AG ausgerichteten Taggelder zurückfordere. Der Beweis für die unter dem Titel "Abrechnung Kranken- und Unfalltaggelder" in Rechnung gestellten Forderungen, welche die Beschwerdegegnerin ebenfalls verrechnen will, sei deshalb nicht erbracht.