Citation: 8C_139/2023 E. 6.3

6.3. Bezüglich des Verhältnisses von Arbeits- und Betreuungsstunden sind sich die Parteien einig, dass nicht die effektiv geleisteten Arbeitsstunden Grundlage für die monatliche Gehaltszahlung bilden, sondern die monatlich mittels Stundenblatt pro Kind auszuweisenden tatsächlichen Betreuungszeiten. Damit übereinstimmend gab die Beschwerdeführerin in einer E-Mail vom 4. März 2022 gegenüber der Beschwerdegegnerin an, eine wöchentliche Arbeitszeit von immerhin rund 31 Stunden zu erreichen, allerdings sei "der Lohn weit deutlicher eingebrochen als die Arbeitszeit abgenommen" habe. Sie arbeite daher heute stundenmässig fast ebenso viel wie früher. Sie erhalte aber einen deutlich geringeren Lohn, da sie nur noch maximal zwei Kinder statt wie früher mehrere gleichzeitig betreue. Es wäre daher sinnvoller, wenn sie bezüglich des Zwischenverdienst-Formulars eine Bescheinigung über die Anwesenheit der Kinder abgebe, anstelle einer solchen über die geleistete Arbeitszeit. Insofern besteht ebenfalls Einigkeit darüber, dass wegen der Entlöhnung pro Stunde und betreutem Kind der Verdienstausfall hauptsächlich durch die geringere Anzahl der zu betreuenden Kinder verursacht wird und nicht durch eine Reduktion der Arbeitszeit.