Citation: 4C.379/2000 15.02.2001 E. A

A.- Tom Memaj (Kläger) war bei der Bagger- und Traxunternehmung von René Messmer (Beklagter) als Saisonnier angestellt. Am 12. August 1991 war er damit beschäftigt, in der Baugrube auf einer Baustelle in der Gemeinde Horw mit einem Ramax-Vibrator den Humus auf der linken Seite des Rohbaus zu verdichten. Auf dem nahegelegenen gewachsenen Terrain hinterfüllte gleichzeitig Harald Messmer, Sohn und Angestellter des Beklagten, mit einem Raupenbagger die Wände des Neubaus mit Humus. Da er den Kläger nicht gefährden wollte, unterbrach er seine Arbeit. Bevor er die Steuerkabine des Baggers verliess, klappte er die linke Steuerknüppel-Hebelarmatur nach hinten, um die Steuerung zu unterbrechen. Den Motor liess er weiterlaufen. Beim Verlassen der Kabine verfing sich sein linkes Hosenbein am linken Steuerknüppel. Da die Armatur nicht eingerastet und die Steuerung daher nicht unterbrochen war, schwenkte die Kabine mit dem Auslagearm nach links. Der Baggerlöffel fuhr nach vorne aus und drückte eine Backsteinmauer im ersten Stock des Rohbaus ein. Die Backsteine fielen auf den darunter arbeitenden Kläger und schleuderten ihn zu Boden. Er erlitt schwere Verletzungen am Kopf und Rücken, die zu einer unvollständigen Tetraplegie führten. Der Kläger ist seither an den Rollstuhl gebunden und bedarf dauernder Betreuung und medizinischer Hilfe. Mit rechtskräftiger Strafverfügung des Amtsstatthalteramtes Luzern, Abteilung Luzern-Land, vom 14. April 1992 wurde Harald Messmer wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung mit einer Busse von Fr. 400.-- bestraft.