Citation: I 573/00 09.02.2001 E. 4

4.- a) Die IV-Stelle ermittelte ein mutmassliches Einkommen ohne Behinderung (Valideneinkommen) von Fr. 51'300.-. Sie stützte sich dabei auf Auskünfte, welche die zuständige Ausgleichskasse bei der ursprünglichen Arbeitgeberin X.________ AG eingeholt hatte, um das Taggeld für den im Juli 1995 begonnenen zweiten Teil der Umschulung festsetzen zu können. Wird dieser Betrag der Nominallohnerhöhung bis 1998 (Verfügungszeitpunkt) im Bereich "verarbeitendes Gewerbe; Industrie" angepasst (1996 1,2 %; 1997 0,2 %; 1998 0,8 %; vgl. Die Volkswirtschaft 2000 Heft 12, Anhang S. 28 Tabelle B10. 2), ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 52'436.-. b) Falls die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine ihr an sich zumutbare Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, kann das nach der Behinderung bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage zumutbarerweise noch realisierbare Erwerbseinkommen (Invalideneinkommen) gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) bestimmt werden (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb mit Hinweisen). Nachdem der Beschwerdeführer auf seinem umgeschulten Beruf keine Stelle gefunden hat und deshalb seine diesbezügliche Erwerbsfähigkeit nicht verwertet, ist das Abstellen auf die Tabellenlöhne gemäss LSE zulässig. Gemäss LSE 1998, Tabelle A1, S. 25, betrug der Zentralwert des monatlichen Bruttolohns der im privaten Sektor mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer Fr. 4268.- pro Monat resp. Fr. 51'216.- pro Jahr. Wird dieser auf 40 Arbeitsstunden pro Woche basierende Betrag auf die durchschnittliche betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41,9 Stunden hochgerechnet (vgl. BGE 126 V 77), resultiert ein Betrag von Fr. 53'649.- pro Jahr. Aus der Tabelle A13, S. 42, geht hervor, dass der Zentralwert des standardisierten Bruttolohns der im Anforderungsniveau 4 tätigen Männer (privater und öffentlicher Sektor [Bund] zusammen) in der Grossregion Ostschweiz (Fr. 4356.-) fast auf den Franken genau mit dem gesamtschweizerischen Wert (Fr. 4359.-) übereinstimmt. Unter diesen Umständen kann offen gelassen werden, unter welchen Voraussetzungen ein Abweichen vom gesamtschweizerischen Medianwert angebracht ist. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 52'436.- resultiert auch dann kein rentenbegründender Invaliditätsgrad, wenn der Betrag von Fr. 53'649.- um 10 % reduziert wird, um der Lohneinbusse Rechnung zu tragen, die sich aus Einschränkungen und Rücksichtnahmen wegen der Rückenbeschwerden sowie aus vermehrten Krankheitsabsenzen ergeben kann.