Citation: U 223/98 21.02.2001 E. 1

1.- a) Das kantonale Gericht erwog, hinsichtlich der Frage, ob der Beschwerdegegner anlässlich des Verkehrsunfalles vom 10. September 1993 eine Hirnverletzung erlitten hat, widersprächen sich die in den Gutachten des Dr. med. B.________ einerseits und des Dr. med. F.________ andererseits geäusserten Meinungen. Die Expertise des Dr. med. B.________ von der Unfallabteilung der SUVA sei zwar in sich widerspruchsfrei und schlüssig, sodass sie den Anforderungen an eine beweistaugliche ärztliche Stellungnahme genüge; die auf die Ergebnisse der Untersuchungen anderer Fachärzte abgestützten Überlegungen des Dr. med. F.________ wie auch das psychiatrische Gutachten des Dr. med. I.________ erweckten indessen Zweifel an der Zuverlässigkeit der medizinischen Grundlagen, auf welchen der Einspracheentscheid der SUVA vom 11. April 1997 beruht. Aus diesem Grund erachtete das Gericht die Einholung eines Obergutachtens als angezeigt; dieses habe Aufschluss darüber zu geben, ob noch ein organischer Befund erhoben werden kann und ein solcher gegebenenfalls mit dem versicherten Unfallereignis in natürlichem Kausalzusammenhang steht. b) Die Beschwerde führende SUVA stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, entgegen der vorinstanzlichen Auffassung sei der medizinische Sachverhalt genügend abgeklärt. Sie führt aus, die Beweiswürdigung sei elementare Aufgabe eines Gerichts; könne sich dieses mangels eigenen medizinischen Sachverstandes keine abschliessende Meinung über einen umfassend abgeklärten Sachverhalt bilden, seien ärztliche Experten beizuziehen; eine Rückweisung stelle in solchen Situationen eine Verletzung des gerichtlichen Rechtsschutzes dar. Weiter beanstandet die SUVA, dass dem Privatgutachten des Dr. med. F.________ trotz offenkundiger Voreingenommenheit ein gewisser Beweiswert beigemessen wurde, indem dessen Schlussfolgerungen dazu Anlass gaben, Zweifel an den dem Einspracheentscheid zu Grunde liegenden medizinischen Grundlagen zu erwecken.