Citation: 9C_11/2019 E. 5.1

5.1. Wiederum gestützt auf das estimed-Gutachten geht das kantonale Gericht letztlich von einer Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin von 30 % in einer angepassten Verweistätigkeit aus. Die Gutachter würden zwar von einer Arbeitsunfähigkeit von 30 bis 50 % sprechen, in einer Gesamtschau sei aber eher auf den niedrigeren Wert abzustellen. Sinn und Zweck der interdisziplinären Konsensbeurteilung liege gerade auch darin, bei einer Bandbreite eine Präzisierung zu ermöglichen. Dies sei vorliegend besonders bedeutsam, weil die relevanteste Einschränkung (30 bis 50 %) neuropsychologisch begründet sei und daher im Kontext der medizinischen Untersuchungen interpretiert werden müsse. Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, die Annahme einer Arbeitsunfähigkeit von 30 % decke sich nicht mit den Resultaten der neuropsychologischen Abklärungen. Zudem erweise sich die Annahme einer Arbeitsunfähigkeit von 30 % angesichts einer Bandbreite von 30 bis 50 % als aktenwidrig.