Citation: 2C_726/2021 E. 3.1.2

3.1.2. Aus der Sicht des Beschwerdeführers ist Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG hier nicht erfüllt: Auch die Kindsmutter sei gegenüber ihrem Sohn unterhaltspflichtig; sie habe 50% der für die Fremdplatzierung aufgelaufenen Kosten zu verantworten, nachdem sie den Sohn nicht zu sich habe nehmen wollen oder können; darüber verliere die Vorinstanz kein Wort und schiebe das Verschulden einzig auf den Beschwerdeführer. Diese Einwendung geht jedoch am angefochtenen Urteil vorbei. Die Vorinstanz hat sich mit dieser Frage im Rahmen ihrer Prüfung der Verhältnismässigkeit durchaus auseinandergesetzt (vgl. dazu unten E. 4.2.2). Dass die Sozialhilfeabhängigkeit mit Fremdplatzierungs-Kosten von beinahe Fr. 300'000.-- erheblich ist, muss ausser Zweifel stehen und wird vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt. Daran ändert eine allfällige Mitverpflichtung der Kindsmutter ebenfalls nichts. Sodann ist die Aufhebung der Fremdplatzierung des Sohns - ebenso wie ein Obhutswechsel - nicht absehbar, weshalb auch künftig mit hohen Kosten zu rechnen ist und die Unterstützungsbeträge zusätzlich zu ihrer Erheblichkeit als dauerhaft zu qualifizieren sind. Eine Loslösung von der Sozialhilfe erscheint selbst bei allfälligen Unterhaltszahlungen durch den Beschwerdeführer aufgrund der hohen Fremdplatzierungskosten eher unwahrscheinlich (vgl. E. 4.2.2 des angefochtenen Urteils).