Citation: 8C_526/2020 E. A

A.________, geboren 1961, lebt seit 31. März 1995 mit Aufenthaltsbewilligung B in der Schweiz. Sie ist Mutter von drei Kindern (geboren 1982, 1992 und 1995). Wegen eines Augenleidens musste sie sich bereits als Kind in ihrem Heimatland Kroatien einer Kataraktoperation am linken Auge unterziehen. Am 9. März 1996 meldete sie sich wegen rechtsseitiger Augenbeschwerden erstmals bei der IV-Stelle Solothurn zum Leistungsbezug an. Infolge Nichterfüllung der versicherungsmässigen Voraussetzungen mangels der erforderlichen Dauer des zivilrechtlichen Wohnsitzes in der Schweiz lehnte die IV-Stelle eine Leistungspflicht hinsichtlich der am 25. März 1996 durchgeführten Kataraktoperation am rechten Auge ab (Verfügung vom 29. Mai 1996). Mit Blick auf das Neuanmeldungsgesuch vom 13. Februar 2003 verneinte die IV-Stelle wiederum eine Leistungspflicht (Verfügung vom 26. September 2003). Wegen seit 2004 zunehmender psychischer und somatischer Beschwerden meldete sich A.________ am 27. November 2018 erneut zum Leistungsbezug an, weshalb die IV-Stelle weitere Abklärungen veranlasste. Gestützt auf den Haushaltabklärungsbericht vom 29. August 2019 und mit Blick auf den Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) vom 7. Dezember 2018 ging sie davon aus, dass A.________ ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zu 100 % im Haushalt tätig wäre. Basierend auf dem Betätigungsvergleich ermittelte die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 17 %, weshalb sie sowohl einen Anspruch auf berufliche Massnahmen als auch einen Rentenanspruch ablehnte (Verfügung vom 6. Januar 2020).