Citation: 1P.488/2000 01.11.2000 E. 3

3.- Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV). a) Die Verweigerung der Baubewilligung ist eine Einschränkung der Eigentumsfreiheit. Sie ist zulässig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im öffentlichen Interesse liegt, verhältnismässig ist und den Kernbereich der Eigentumsgarantie nicht antastet (Art. 36 BV). Die Auslegung des kantonalen (und kommunalen) Gesetzes- und Verordnungsrechts prüft das Bundesgericht frei, wenn ein schwerer Eingriff in das Grundrecht vorliegt, andernfalls auf Willkür hin (BGE 124 II 538 E. 2a S. 540 f.; 121 I 117 E. 3b/bb S. 120 f.; Walter Kälin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Aufl. , Bern 1994, S. 175 ff., je mit Hinweisen). Ein schwerer Eingriff liegt in der Regel vor, wenn Grundeigentum zwangsweise entzogen wird oder wenn durch Verbote oder Gebote der bisherige oder künftig mögliche bestimmungsgemässe Gebrauch des Grundstücks verunmöglicht oder stark erschwert wird (BGE 124 II 538 E. 2a S. 540 f., mit Hinweisen). Eine blosse Beschränkung der zulässigen Ausnützung stellt in der Regel keine schwere Eigentumsbeschränkung dar (BGE 115 Ia 363 E. 2a S. 365). b) Die Beschwerdeführerin stellt weder das öffentliche Interesse an der Eigentumsbeschränkung noch deren Verhältnismässigkeit in Frage, sondern rügt einzig das Fehlen einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage, da § 14 Abs. 4 der Vollziehungsverordnung zum Baugesetz bei der Berechnung der Mindestfläche für die Arealüberbauung nicht angewendet werden dürfe. c) Vorliegend wird der Beschwerdeführerin weder die bisherige Nutzung ihres Grundstücks noch eine Neuüberbauung untersagt. Verwehrt wird ihr durch den angefochtenen Entscheid die Realisierung einer Arealüberbauung, nicht aber eine Überbauung nach den Bestimmungen für die Einzelbauweise. Von einer schweren Eigentumsbeschränkung kann keine Rede sein. Die Auslegung und Anwendung des kantonalen und kommunalen Gesetzes- und Verordnungsrechts kann vom Bundesgericht daher nur auf Willkür hin überprüft werden. Die Rüge der Verletzung der Eigentumsgarantie deckt sich deshalb mit der bereits behandelten Rüge der willkürlichen Anwendung des kantonalen Rechts (E. 2).