Citation: 2A.160/2003 25.04.2003 E. 2

2.1 Zwischenverfügungen, die einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, sind selbständig mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbar (Art. 97 Abs. 1 OG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 und Art. 45 Abs. 1 VwVG). Die Aufforderung zur Leistung eines Kostenvorschusses führt insoweit zu einem solchen Nachteil, als die angerufene Behörde auf die Eingabe nicht eintritt, wenn der Vorschuss nicht bezahlt wird (BGE 128 V 199 E. 2 S. 201 ff., mit Hinweisen). Vorliegend hat die Rekurskommission der Beschwerdeführerin in Aussicht gestellt, nach Rechtskraft ihres Zwischenentscheids entsprechend vorzugehen (Ansetzen einer Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses, Nichteintreten bei Säumnis). Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher zulässig. 2.2 Gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG ist das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation gehalten, von der Beschwerdeführerin einen Vorschuss in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu erheben und zu dessen Leistung - unter Androhung des Nichteintretens - eine angemessene Frist anzusetzen. Die Beschwerdeführerin bestreitet denn auch ihre Verpflichtung, einen Kostenvorschuss zu bezahlen, nicht ernsthaft; sie macht jedoch geltend, dieser sei dem Streitwert nicht angemessen. 2.3 Die Verfahrenskosten umfassen eine Spruchgebühr, eine Schreibgebühr und allfällige Barauslagen (Art. 1 der Verordnung vom 10. September 1969 über Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren; SR 172.041.0). Ins Gewicht fällt vor allem die Spruchgebühr, welche sich nach der Bedeutung der Streitsache und nach dem Aufwand bemisst, den deren Erledigung erfordert. In der Regel beträgt sie 100 bis 5'000 Franken, wobei in besonderen Fällen bis 10'000 Franken verlangt werden können (Art. 2 der Verordnung, in der Fassung vom 6. November 1985). Die Beschwerdeführerin verkennt mithin, dass es für die Bemessung des Kostenvorschusses nicht allein auf den Streitwert ankommt. Insoweit ist es vorliegend nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz einen Kostenvorschuss von 1'000 Franken verlangt, obschon nur eine Forderung von rund 100 Franken sowie Betreibungskosten, Inkassogebühren und erstinstanzliche Verfahrenskosten von insgesamt gut 300 Franken streitig sind. Für die urteilende Behörde verursachen Verfahren mit geringem Streitwert nicht zum vornherein weniger Aufwand als solche, mit grösserem Streitwert. So kann die Spruchgebühr den Streitwert, wenn dieser wie hier sehr niedrig ist, durchaus übersteigen. Ein Vorschuss, der sich gerade noch im untersten Fünftel des gesetzlichen Rahmens hält, ist angesichts des grossen Ermessens, das der für den Sachentscheid zuständigen Behörde in solchen Fragen zukommt, nicht bundesrechtswidrig. Die streitige Kostenvorschussverfügung lässt sich umso weniger beanstanden, als der Beschwerdeführerin die Möglichkeit verbleibt, bei der Vorinstanz ein - begründetes und mit Beweismitteln versehenes - Gesuch um unentgeltliche Prozessführung zu stellen, wenn sie zur Leistung eines Kostenvorschusses nicht in der Lage ist und ihre Vorbringen genügende Erfolgsaussichten haben.