Citation: H 82/99 03.03.2000 E. 4

4.- Ferner hatte der Beschwerdeführer - entgegen seiner Auffassung - nicht nur formell, sondern auch faktisch eine Organfunktion inne. Als Mitglied der Geschäftsleitung für Marketing und Verkauf zeichnete er vor allem für den Aussendienst und für den Vertrieb der Produkte verantwortlich. So war es, wie er in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde selber ausführt, seine Aufgabe, die Gesellschaft im Markt neu zu positionieren und für eine Branchenmesse im Oktober 1996 eine neue Produktlinie "aus dem Boden zu stampfen". Damit hatte er offensichtlich einen bestimmenden Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Daran ändert die Tatsache, dass er sich nicht mit der Liquidität und den Zahlungen zu befassen hatte, nichts. Entscheidend bleibt, dass ihm Befugnisse mit entsprechender Zeichnungsvollmacht zustanden, wie sie namentlich in Art. 716b und 718 OR für den Verwaltungsrat, das Leitungsorgan der Aktiengesellschaft, umschrieben sind. Keine Rolle spielt, dass dem Beschwerdeführer seitens der Arbeitslosenkasse Insolvenzentschädigung ausgerichtet worden war, da das Sozialversicherungsgericht nicht an die Leistungszusprechung der Arbeitslosenversicherung gebunden ist. Im Übrigen handelt es sich bei der mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erstmals ins Recht gelegten Abrechnung vom 6. Februar 1997 ohnehin um ein unzulässiges Beweismittel im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG (vgl. Erw. 1b).