Citation: 1C_325/2018 E. 3.3

3.3. Vorliegend setzte die mit der Leitung des Rekursverfahrens betraute Juristin der Rechtsabteilung des Baudepartements den Parteien mit Schreiben vom 4. September 2015 Frist an, um sich zum Augenscheinprotokoll zu äussern. Anschliessend legte sie unter Hinweis auf eine offenbar am Augenschein erfolgte Ankündigung ihre "vorläufige Beurteilung" der Streitsache dar bzw. führte aus, wieso die nachträglichen Baugesuche des Beschwerdeführers zum Wohnhaus und zum Stall auch nach den geänderten raumplanungsrechtlichen Bestimmungen nicht bewilligungsfähig seien. Abschliessend hielt sie Folgendes fest (ohne Hervorhebung im Original) : Aufgrund dieser vorläufigen Beurteilung lade ich den Rekurrenten ein, den eingangs erwähnten Rekurs bis 21. September 2015 zurückzuziehen. Das Rekursverfahren würde sodann ohne Auferlegung von amtlichen Kosten und unter vollständiger Rückerstattung des geleisteten Kostenvorschusses von der Geschäftsliste des Baudepartements abgeschrieben (Art. 57 Abs. 1 VRP). Sollte der Rekurrent am Rekurs festhalten, würde als Nächstes ein kostenpflichtiger Entscheid ergehen, wobei dem Vorsteher des Baudepartements eine Abweisung des Rekurses beantragt werden müsste. Angesichts dieser grundsätzlich zurückhaltenden und sachlichen Formulierung erscheint die Darstellung des Beschwerdeführers, die Verfahrensleiterin habe ihn zum Rückzug des Rekurses "gedrängt" und ihm für den gegenteiligen Fall einen Antrag auf kostenpflichtige Abweisung "angedroht", als überzogen. Dass ihn die Verfahrensleiterin unter Druck gesetzt hätte, den Rekurs zurückzuziehen, oder einen Rückzug gefordert hätte, ist nicht ersichtlich. Hingegen teilte sie ihm und den weiteren Verfahrensbeteiligten noch vor Eingehen allfälliger Stellungnahmen zum Augenscheinprotokoll gestützt auf ihre "vorläufige Beurteilung" mit, bei einem Festhalten am Rekurs "müsste" dessen Abweisung beantragt werden. Es stellt sich deshalb die Frage, ob sie aus diesem Grund den Anschein der Befangenheit erweckte.