Citation: B 8/01 18.03.2002 E. 5

5.- War dem Beschwerdeführer die angebotene Stelle als Repräsentant der bernischen Wirtschaftsförderung in Deutschland weder bezüglich des Arbeitsortes noch des Ausmasses der finanziellen Einbusse zuzumuten, liegt in deren Ablehnung kein schuldhaftes Verhalten im Sinne des Art. 51 Abs. 2 des Reglements der BPK. Im Rahmen der Gesamtbetrachtung ist namentlich auch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer - entgegen der Darstellung der Verwaltung - zunächst durchaus Verhandlungsbereitschaft zeigte. Die von ihm unterbreiteten Alternativvorschläge bezüglich der konkreten Ausgestaltung des angebotenen Dienstverhältnisses waren auf eine einvernehmliche Lösung ausgerichtet und zumindest prüfungswürdig. Dass er sich nach fehlendem Entgegenkommen der Verwaltung, welche im Schreiben vom 17. Dezember 1997 jeglichen weiteren Verhandlungsspielraum verneinte und insbesondere in der umstrittenen Spesenfrage Kompromissbereitschaft vermissen liess, zur definitiven Ablehnung der angebotenen Stelle veranlasst sah, darf ihm mit Blick auf die vorsorgerechtlichen Ansprüche nicht als Verschulden angelastet werden. Nach dem Gesagten sind die Voraussetzungen des Anspruchs auf eine Sonderrente erfüllt. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Prüfung der Frage, ob dem Beschwerdeführer die Stelle als Repräsentant der Wirtschaftsförderung in Deutschland in der Tat, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht, in erster Linie im politisch und finanziell motivierten Bestreben angeboten worden war, die Ausrichtung einer Sonderrente zu vermeiden.