Citation: 5A_434/2017 E. 3

Neben seiner Hauptbegründung, wonach die formell rechtskräftigen Entscheide des Gemeinderates nicht mehr mit Rekurs angefochten werden können (E. 4 S. 8), ist das Verwaltungsgericht der Vollständigkeit halber auf die Einwände des Beschwerdeführers näher eingegangen, um aufzuzeigen, dass die Beschwerde auch aus anderen Gründen abzuweisen sei (E. 5 S. 8 ff.) und im Übrigen nicht von einer Praxisänderung gesprochen werden könne (E. 6 S. 12 des angefochtenen Entscheids). Da die Hauptbegründung aus den dargelegten Gründen nicht beanstandet werden kann (E. 2 oben), erübrigt es sich, auf die Vorbringen des Beschwerdeführers gegen die Zusatzbegründungen des Verwaltungsgerichts einzugehen (BGE 133 III 221 E. 7 S. 228; 135 III 608 E. 4.6 S. 613). Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers hat das Verwaltungsgericht das Urteil des Bundesgerichts 5A_814/2014 zudem nicht als "falsch" bezeichnet oder irgendwie einen Widerspruch geschaffen. Es hat vielmehr dafürgehalten, die Auffassung der Zivilgerichte, wonach Art. 86 Abs. 1 BauG/SG auch privatrechtliche Einsprachen nach Art. 685 ZGB umfasse, sei nicht zutreffend und der Umstand, dass das Bundesgericht diese Auffassung als nicht willkürlich bezeichnet habe, dürfe nicht massgebend sein (E. 6 S. 12 des angefochtenen Entscheids). Letzteres trifft fraglos zu. Denn die richtige Anwendung und Auslegung des kantonalen Rechts ist Aufgabe der kantonalen Gerichte, während das Bundesgericht - von hier nicht gegebenen Ausnahmen (Art. 95 lit. c-e BGG) abgesehen - lediglich eine Willkürprüfung vornimmt und deshalb nicht schon gegen die unrichtige Anwendung oder Auslegung des kantonalen Rechts einschreiten darf, sondern erst im Falle einer qualifiziert unrichtigen Anwendung oder Auslegung des kantonalen Rechts (BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3 f.; 133 III 462 E. 4.4.1 S. 470).