Citation: 8C_714/2018 E. 4.4.1

4.4.1. Der Taggeldanspruch (Art. 16 Abs. 1 UVG) erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod des Versicherten (Art. 16 Abs. 2 Satz 2 UVG). Der Versicherer hat - sofern allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind - die Heilbehandlung (und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Erst - aber immerhin dann - wenn dies mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auszuschliessen ist, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (vgl. BGE 134 V 109 E. 4.1 S. 114 mit Hinweisen). Wie dargelegt (E. 4.3.2 f.) war die unfallbedingte Heilbehandlung bei Einstellung der Taggeldleistungen per 31. Juli 2017 auch nach Auffassung der Beschwerdeführerin noch nicht abgeschlossen. Gleiches gilt für die Umschulungsmassnahmen der Invalidenversicherung, welche offenbar erst nach Erlass der strittigen Verfügung eingeleitet wurden.