Citation: 1C_65/2023 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz führte aus, das Zürcher Planungs- und Baugesetz umschreibe nicht näher, in welchem Mass ein Gestaltungsplan von den Bestimmungen über die Regelbauweise abweichen dürfe. Die Abweichungen dürften jedoch gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung jedenfalls nicht dazu führen, dass die planerisch und demokratisch abgestützte Grundordnung ihres Sinngehalts entleert werde. Dies sei gemessen an den konkreten Umständen anhand der vorgesehenen Abweichungen zu prüfen. Mit Bezug auf den konkreten Fall hielt die Vorinstanz fest, gemäss Ziff. 6.1.1 der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Männedorf, die gestützt auf § 58 Abs. 2 PBG in seiner bis 28. Februar 2017 in Kraft stehenden Fassung erlassen worden sei, betrage in der Wohnzone W 2.2 die maximale Gebäudehöhe 10,5 m und die maximale Gesamthöhe 13,5 m. Bei Letzterer handle es sich um die Summe der Gebäudehöhe im Sinne von § 278 PBG und der Firsthöhe im Sinne von § 281 PBG (jeweils in der bis 28. Februar 2017 in Kraft stehenden Fassung). Abweichend von diesen Regelmassen sehe Ziff. 5 Abs. 13 des angefochtenen Gestaltungsplans Höhenkoten vor, die in den sieben Teilbaubereichen die Gebäudehöhe definierten, welche - da es sich um Flachdächer handle - mit der Gesamthöhe identisch sei. Je nach Baubereich sei eine bis zu 49 % höhere Gebäudehöhe und eine 16 % höhere Gesamthöhe möglich. Bei der Baumassenziffer nahm die Vorinstanz eine Erhöhung von 4 % an, während sie davon ausging, bei der maximal zulässigen Gebäudelänge und bei den Gebäudeabständen ergäben sich keine Abweichungen. Vor diesem Hintergrund gelangte die Vorinstanz zum Schluss, es ergäben sich einzig bei der Gebäudehöhe Abweichungen, die von einer gewissen Erheblichkeit seien. Dies gelte jedoch nur für einzelne Teilbaubereiche: Bei vier von sieben Teilbaubereichen weiche die Gebäudehöhe um weniger als 20 % ab. Ferner sei zu beachten, dass der Gestaltungsplan bei der zulässigen Gebäudehöhe Rücksicht auf die benachbarte Kernzone genommen habe, indem die Höhe des Baubereichs A in Richtung Kernzone abgestuft worden sei. Angesichts des Ermessens, das dem Baurekursgericht bei der Überprüfung eines Gestaltungsplans zukomme, habe dieses die Abweichungen von der Regelbauweise zu Recht nicht als derart erheblich erachtet, dass sie gegen § 83 Abs. 1 Satz 2 PBG verstiessen.