Citation: U 69/02 16.10.2002 E. 1.2

Der Beschwerdeführer bestreitet den Beweiswert der kreisärztlichen Berichte vorab damit, dass das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement am 29. Juni 2000 die Ermächtigung zur Durchführung eines Strafverfahrens gegen Dr. X.________ wegen Urkundenfälschung im Amt (Art. 317 StGB) erteilt habe. Wie der Beschwerdeführer indessen selbst feststellt, liegt keine rechtskräftige Verurteilung von Dr. X.________ vor. Weil eine Ermächtigung erteilt werden muss, wenn kein Verweigerungsgrund im Sinne von Art. 15 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Verantwortlichkeit des Bundes sowie seiner Behördenmitglieder und Beamten vom 14. März 1958 (VG; SR 170.32) vorliegt, lässt sich daraus noch nicht auf eindeutige Verdachtsmomente schliessen, zumal der Ermächtigungs- und Delegationsverfügung vom 29. Juni 2000 zu entnehmen ist, dass dem behaupteten Straftatbestand im Wesentlichen nur unterschiedliche ärztliche Beurteilungen eines Defektzustandes zugrunde liegen. Weil das Verfahren zudem eine andere versicherte Person betrifft, lässt sich daraus keine Befangenheit des Kreisarztes mit Bezug auf den vorliegenden Fall ableiten. Eine solche ergibt sich auch nicht daraus, dass der Kreisarzt einen Fallabschluss zunächst bereits am 28. September 1998 befürwortet hatte. Im Übrigen haben SUVA und Vorinstanz nicht allein auf versicherungsinterne Entscheidungsgrundlagen abgestellt, sondern insbesondere auch die Berichte des Dr. Y.________ Oberarzt der Klinik für Orthopädie, Spital W.________ vom 18. März und 14. Mai 1999, der Klinik R.________ vom 9. April 1999 sowie des Hausarztes, Dr. T.________, Facharzt für Innere Medizin, vom 3. Juli und 26. Oktober 1998 in die Beurteilung miteinbezogen. Inwieweit unter Berücksichtigung dieser Berichte der kreisärztlichen Beurteilung gefolgt werden kann, ist im Rahmen der Beweiswürdigung zu entscheiden. Dabei sind sämtliche Beweismittel grundsätzlich unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv auf ihren Beweiswert zu prüfen. Alsdann ist das gesamte Beweismaterial zu würdigen und zu entscheiden, ob die vorhandenen Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Leistungsanspruchs gestatten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis).