Citation: U 124/05 27.10.2005 E. 3

Im Rahmen der für die Belange der Adäquanzbeurteilung vorzunehmenden Kategorisierung (BGE 115 V 139 Erw. 6) hat das kantonale Gericht das Ereignis vom 30. November 2000 richtigerweise den mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten zugeordnet. Die Bejahung der Adäquanz setzt demzufolge voraus, dass die massgebenden unfallbezogenen Kriterien (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) insgesamt in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind (BGE 115 V 141 Erw. 6c/bb). Dies ist, wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat, nicht der Fall. Denn die ursprünglich diagnostizierten linksseitigen Schulter-, Arm- und Hüftverletzungen sind weder besonders schwer noch auf Grund ihrer Art speziell geeignet, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. Auch ein schwieriger Heilungsverlauf ist zu verneinen. Dauerschmerzen wären unter den gegebenen Umständen schwergewichtig den psychischen Anteilen zuzuordnen. Weil auch keine Anhaltspunkte für ärztliche Fehlbehandlungen vorliegen, konnte das kantonale Gericht offen lassen, inwieweit die nach dem Unfall bestehende Arbeitsunfähigkeit durch die physischen Komponenten bedingt war, da auch dieses Kriterium jedenfalls nicht in einem Ausmass gegeben ist, welches für sich allein zur Bejahung der Adäquanz führen könnte.