Citation: 8C_295/2022 E. A

A.a. Die 1963 geborene A.________ arbeitete seit 1. November 2008 als Sekretärin bei der B.________ GmbH. Am 22. Februar 2009 rutschte sie auf Eis aus und fiel auf das Gesäss; sie erlitt eine schräg verlaufende nicht-dislozierte distale Sakrumquerfraktur (S5) angrenzend an den sacrococcygealen Übergang unterhalb des gewichttragenden Sakrums. Am 7. April 2011 wurde sie von der Arbeitgeberin bei der IV-Stelle Luzern zur Früherfassung angemeldet. Am 25. Mai 2011 lehnte diese den Anspruch auf ein Stehpult ab. Am 8. November 2011 meldete sich A.________ bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an. Diese sistierte das Verfahren am 23. Mai 2012 bis zum Abschluss des unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens. Der Unfallversicherer holte ein Gutachten der Gutachterstelle C.________, vom 10. Juli 2014 ein, von dem die IV-Stelle am 24. Juli 2014 Kenntnis erhielt. Mit Verfügung vom 26. September 2014 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren der A.________ ab. Hiergegen erhob die Versicherte beim Kantonsgericht Luzern Beschwerde, worauf die IV-Stelle die Verfügung lite pendente aufhob. Am 16. Februar 2015 erklärte das Kantonsgericht Luzern das Verfahren als erledigt. A.b. Die IV-Stelle holte u.a. ein polydisziplinäres Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) Interlaken Unterseen GmbH vom 22. März 2018 mit Ergänzung vom 31. Januar 2019 ein. Weiter zog sie Stellungnahmen der Dr. med. D.________, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der IV-Stelle, vom 17. April 2018, 29. März 2019 und 23. April 2021 bei. Mit Verfügung vom 23. September 2021 verneinte sie einen Rentenanspruch.