Citation: 4A_324/2014 E. 4.3

4.3. Entgegen dem, was der Beschwerdeführer anzunehmen scheint, hat das TAS die Strafzumessungskriterien nach Artikel 17 des UEFA-Disziplinarreglements (Ausgabe 2008) nicht etwa zugunsten derjenigen des WADA-Code ausser Acht gelassen, sondern hat sich bei der Strafzumessung durchaus auf diese Bestimmung gestützt. Ausserdem ist das Schiedsgericht ausdrücklich darauf eingegangen, weshalb es die verhängte Sanktion nicht herabsetzte, obwohl es im Unterschied zu den verbandsinternen Instanzen Spielmanipulationen "nur" in vier Fällen als erstellt erachtete. Insbesondere hielt das TAS gestützt auf Artikel 17 des UEFA-Disziplinarreglements eine zweijährige Sperre im konkreten Fall für eindeutig gerechtfertigt. Das Schiedsgericht erachtete unter Berücksichtigung seiner eigenen Rechtsprechung, nach der für Spielmanipulationen Sanktionen zwischen einem und acht Jahren verhängt wurden, angesichts der besonderen Schwere des Falls im Vergleich mit bisher beurteilten Spielmanipulationen gar eine Sanktion am oberen Ende dieses Spektrums für angemessen, beliess es aber mit Hinweis auf den Grundsatz ultra petita - die Beschwerdegegnerin hatte auf eine Berufung verzichtet - bei der zweijährigen Sperre. Dem Hinweis des TAS darauf, dass in Dopingfällen vergleichbare Strafen ausgesprochen werden, womit grundsätzlich eine zweijährige Sperre zu verhängen wäre, die bei besonders schweren Vergehen höher und bei mildernden Umständen tiefer anzusetzen wäre, kam somit - entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht - keineswegs "die alles entscheidende Bedeutung für die Festlegung des Strafmasses" zu. Das TAS war unter diesen Umständen nicht verpflichtet, dem Beschwerdeführer eigens Gelegenheit einzuräumen, zu den Strafzumessungsregelungen des WADA-Code Stellung zu nehmen. Eine den Gehörsanspruch verletzende überraschende Rechtsanwendung liegt nicht vor.