Citation: 2C_691/2019 E. 1.3

1.3. Die Beschwerde ist zulässig gegen End- oder Teilentscheide (Art. 90 und 91 BGG), gegen Vor- oder Zwischenentscheide jedoch nur unter den Voraussetzungen von Art. 92 oder 93 BGG. Die Vorinstanz hat den Einspracheentscheid aufgehoben und die Sache an die ESTV zur Fällung eines neuen Entscheids im Sinne der Erwägungen zurückgewiesen. Angefochten ist somit ein Rückweisungsentscheid. Solche Entscheide sind grundsätzlich Zwischenentscheide, gegen die nur unter den Voraussetzungen von Art. 92 oder 93 BGG beim Bundesgericht Beschwerde erhoben werden kann, selbst wenn damit über materielle Teilaspekte der Streitsache entschieden wird (BGE 134 II 124 E. 1.3; 133 V 477 E. 4.2 und 4.3 S. 481 f.). Wenn jedoch der unteren Instanz, an welche die Sache zurückgewiesen wird, kein Entscheidungsspielraum mehr verbleibt und die Rückweisung nur noch der (rechnerischen) Umsetzung des oberinstanzlich Angeordneten dient, handelt es sich in Wirklichkeit um einen Endentscheid (BGE 135 V 141 E. 1.1; 134 II 124 E. 1.3; Urteile 2C_1077/2012 / 2C_1078/2012 vom 24. Mai 2014 E. 1.3.1; 9C_684/2007 vom 27. Dezember 2007 E. 1.1). Vorliegend hat die Vorinstanz in der Begründung des angefochtenen Urteils festgehalten, dass kein Raum bestehe, die von der ESTV festgesetzte Steuernachforderung aufzuheben oder zu reduzieren (E. 5 des angefochtenen Urteils). Die Rückweisung erfolgte einzig in Bezug auf die Verzugszinsfolgen sowie zwecks Neubestimmung des mittleren Verfalldatums. Ausschlaggebend war dabei, dass die ESTV für die Berechnung des mittleren Verfalls zu Unrecht auf den Zeitraum vom 1. Oktober 2009 bis 31. Dezember 2013 abgestellt hat. Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Urteil fest, dass stattdessen für die Ermittlung des mittleren Verfalltages die Zeitspanne vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2013 massgebend ist. Aus dem Gesagten folgt, dass der ESTV nach dem angefochtenen Urteil bloss die (rechnerische) Umsetzung des von der Vorinstanz Angeordneten verbleibt, nämlich die Ermittlung des mittleren Verfalltages unter Berücksichtigung des Zeitraums vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2013 und die darauf gestützte Neuberechnung des Verzugszinses. Damit liegt trotz der Rückweisung ein vor dem Bundesgericht anfechtbarer Endentscheid vor.