Citation: 5P.14/2007 12.10.2007 E. 6

Schliesslich rügt der Beschwerdeführer die vom Kantonsgericht vorgenommene Streitwertberechnung. Nach seinen nicht leicht nachzuvollziehenden Ausführungen scheint er die Auffassung zu vertreten, nachdem festgestellt werden konnte, dass er nicht als Hauptschuldner, sondern als Pfandsteller betrieben worden war, sei nur noch seine Verrechnungsforderung in Höhe von Fr. 70'000.-- strittig geblieben, weshalb der Streitwert mit diesem Betrag zu beziffern gewesen wäre. Auf Grund der falschen Berechnung des Kantonsgerichtes sei er zu viel zu hohen Kostenvorschüssen verpflichtet worden. Dadurch seien die Regeln der Streitwertbestimmung gemäss kantonalem Recht (ZPO/VS Art. 14 f.), aber auch die "bundesrechtlichen materiellen Anspruchsgrundlagen für die geltend gemachten Ansprüche gemäss Art. 83 Abs. 2 SchKG (Aberkennungsbegehren) und Art. 120 ff. OR (Verrechnungsbegehren)" willkürlich verletzt worden. Die Rüge ist zunächst einmal unzulässig, soweit mit ihr das Bundesgericht eingeladen wird, "vor dem Hintergrund der tatsächlichen materiellen Gegebenheiten Klarheit [...]" zu bringen, den effektiven Streitwert festzulegen und gestützt darauf die Kosten zu verteilen. Dieses Begehren ist mit der kassatorischen Natur der staatsrechtlichen Beschwerde unvereinbar (E. 3.3 hiervor). Unzulässig ist die Rüge auch, soweit damit eine nicht näher präzisierte "Verletzung der bundesrechtlichen materiellen Anspruchsgrundlagen" geltend gemacht wird (E. 2.3 und 2.4 hiervor). Die Rüge ist aber auch in mehrfacher Hinsicht unzureichend begründet und auch im Ergebnis materiell unbegründet. Soweit der Beschwerdeführer ausführt, auf Grund der angeblich fehlerhaften Streitwertberechnung sei er zur Leistung von viel zu hohen Kostenvorschüssen angehalten worden, nennt er keine Norm des kantonalen Verfahrensrechtes, welche willkürlich angewandt worden wäre; es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichtes im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde, an Stelle des Beschwerdeführers in der kantonalen Gesetzgebung nach möglicherweise unkorrekt angewandten Verfahrensgrundsätzen zu forschen. Zudem ist in diesem Zusammenhang kein schützenswertes Interesse im Sinne von Art. 88 OG auszumachen, behauptet doch der Beschwerdeführer selbst nicht, er sei durch die Kostenvorschüsse an der Durchsetzung seiner Ansprüche gehindert gewesen. Schliesslich vermisst man eine fundierte Auseinandersetzung des Beschwerdeführers mit den kantonsgerichtlichen Ausführungen und klare Angaben darüber, wie und warum seiner Ansicht nach der Streitwert hätte berechnet werden sollen. Materiell ist schliesslich anzumerken, dass das Kantonsgericht sowohl die Gerichtskosten als auch die Parteientschädigung so festgelegt hat, dass sie noch innerhalb der Spannweite liegen, die gemäss Gebührentarif für Streitigkeiten mit einem Streitwert von Fr. 70'000.-- gilt. Angesichts des Umstandes, dass der Beschwerdeführer gar nicht den Versuch unternimmt, aufzuzeigen, warum die fraglichen Beträge willkürlich sein sollten, sind dieselben nicht zu beanstanden, zumal sie das Ergebnis pflichtgemässer Ermessensausübung darstellen, auf welche das Bundesgericht mit Zurückhaltung eingreift (E. 3.2 hiervor).