Citation: 6B_7/2023 E. 3.2

3.2. In tatsächlicher Hinsicht hält die Vorinstanz fest, die erste Instanz habe eine überwiegend korrekte Sachverhaltsfeststellung hinsichtlich des Zeitablaufs des Abends vom 21. März 2018, des Fahrtwegs, des gesamten Überholvorgangs und des Wiedereinscherens des Beschwerdeführers, des Abbremsens der überholten Fahrzeugführer, insbesondere des Lastwagenfahrers und der dahinterfahrenden Personenwagen, sowie der weiteren äusseren Umständen, wie Wetter-, Licht- und Sichtverhältnisse, vorgenommen. Darauf sei zu verweisen (Urteil S. 7 E. 1.5; erstinstanzliches Urteil S. 20 f. E. 3.6). Allerdings sei die Erwägung der ersten Instanz betreffend das Ausweichmanöver des entgegenkommenden Lenkers B.________ nicht richtig. Die erste Instanz gehe unzutreffend davon aus, der Beschwerdeführer habe das Fahrzeug von B.________ erst nach Abschluss des Überholvorgangs und des Wiedereinscherens auf der rechten Fahrbahn gekreuzt. Warum, wann und wie B.________ in die Grasnarbe gefahren sei, könne dem Beschwerdeführer gemäss erster Instanz wegen der mangelnden resp. sich widersprechenden Beweise nicht angelastet werden (Urteil S. 7 E. 1.5; erstinstanzliches Urteil S. 20 f. E. 3.6). Die Vorinstanz gelangt ihrerseits aber zur Überzeugung, die Aussagen der Beteiligten, insbesondere diejenigen von B.________ und D.________, die das gesamte Überholmanöver des Beschwerdeführers unmittelbar wahrgenommen hätten, seien stringent, im Kerngeschehen - nämlich der Frage, ob es beinahe zu einer Kollision gekommen wäre - gleich und würden ein stimmiges Bild abgeben. Sie seien als glaubhaft einzustufen, weshalb grundsätzlich auf diese abgestellt werden könne (Urteil S. 16 E. 1.6.3). Somit habe B.________ ausweichen müssen, um eine Kollision mit dem Fahrzeug des Beschwerdeführers zu vermeiden. Zudem habe beim Wiedereinbiegen zwischen dem Personenwagen des Beschwerdeführers und dem überholten Lastwagen ein deutlich ungenügender Abstand bestanden (Urteil S. 7 E. 1.5).