Citation: 7B_8/2021 E. 9.1

9.1. Der Beschwerdeführer bringt im Weiteren zusammengefasst vor, die Vorinstanz verletze Art. 426 Abs. 3 lit. a StPO, indem sie ihm die Kosten der notwendigen Verteidigung auferlege, obschon diese von vornherein unnötig gewesen sei. Die anordnende Polizeirichterin habe die Unnötigkeit der notwendigen Verteidigung durch deren spätere Abberufung bestätigt. Soweit der notwendige Verteidiger wegen seiner Fremdsprachigkeit bestellt worden sei, trage ohnehin der Kanton die Kosten, da es sich um Übersetzungskosten handle und der Kanton solche Kosten nicht durch Umgehung der Bestimmungen von Art. 426 Abs. 3 lit. b StPO und Art. 6 Ziff. 3 lit. e EMRK auf ihn überwälzen könne. Im Weiteren sei zu beachten, dass die Privatkläger die gegen ihn geltend gemachten Zivilforderungen im Laufe des Verfahrens aus eigener Initiative reduziert hätten. Die Privatklägerseite habe einen Teil ihrer Forderungen im Strafverfahren daher selbst fallengelassen und habe aufgrund dieses (teilweisen) Forderungsrückzugs nach Art. 427 Abs. 1 lit. b StPO für die Kosten der notwendigen Verteidigung allein oder gemeinsam mit dem Kanton aufzukommen (vgl. Beschwerde Ziff. 8.1 S. 77-79).