Citation: 6B_141/2022 E. 2.2.4

2.2.4. Zum Antrag des Beschwerdeführers auf Beizug der Aktennotiz betreffend die Anhörung des Sohnes C.B.________ aus dem Eheschutzverfahren hält die Vorinstanz fest, dieses Gesuch werde damit begründet, dass es beim Vorwurf der Vergewaltigung um die Glaubwürdigkeit der Beschwerdegegnerin 2 gehe. Unter anderem hält die Vorinstanz fest, es werde vorgebracht, C.B.________ führe dort aus, man habe ihm eine Gehirnwäsche verpasst und dass ihm die Beschwerdegegnerin 2 gesagt habe, der Beschwerdeführer misshandle Frauen und sie sei vor 15 Jahren vom Grossvater entführt sowie gefangen gehalten worden. Es gebe schon für C.B.________ viele Widersprüche bezüglich der Vorbringen der Beschwerdegegnerin 2, weshalb dieses Protokoll beizuziehen sei (Urteil S. 16). Die Vorinstanz erwägt im Wesentlichen, dass sich einzig bei Vorliegen besonderer Umstände eine Glaubwürdigkeitsbegutachtung aufdrängen würde und solche Umstände bei der Beschwerdegegnerin 2 unstrittig weder vorliegen würden, noch Zweifel an ihrer Aussagegenauigkeit und -zuverlässigkeit bestünden. Zudem habe der Sohn die mutmassliche Vergewaltigung nicht miterlebt. Schliesslich seien die geltend gemachten Umstände Jahre nach der angeblichen Tat geschehen. Die beizuziehende Aktennotiz sei damit nicht relevant für die vorliegende Beurteilung der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 (Urteil S. 17).