Citation: 1C_628/2020 E. B

Am 12. Februar 2019 reichten C.________ und D.________ (nachstehend: Bauherrschaft) beim Bezirk Küssnacht für den Umbau ihrer 6 ½-Zimmerwohnung im Erdgeschoss (Stockwerkeinheit S10278) ein Baugesuch ein, das die Änderung der Wohnungseinteilung, den Ein- und Umbau von Bädern, Duschen und WC-Räumen sowie den Umbau der Glasfront an der seeseitigen Fassade umfasste. Der Bezirk Küssnacht beschloss, das Bauvorhaben im vereinfachten Verfahren zu prüfen. Die Eigentümer der Stockwerkeinheit im ersten Obergeschoss haben dem Bauvorhaben schriftlich zugestimmt. A.________ und B.________ (nachstehend: Einsprecher) erhoben gegen das Baugesuch am 12. März 2019 öffentlich-rechtliche Baueinsprache. Zudem gelangten sie am 23. Juli 2019 mit einem Schlichtungsbegehren an das Vermittleramt Küssnacht und reichten am 3. Februar 2020 beim Bezirksgericht Küssnacht gegen die Stockwerkeigentümergemeinschaft "U.________" betreffend die Beschlüsse der ausserordentlichen Stockwerkeigentümerversammlungen vom 8. April, 30. April und 23. Juli 2019 in Sachen Umbauvorhaben der Bauherrschaft Klage ein. Die Bauherrschaft reichte dem Bezirk Küssnacht den von der G.________ AG (nachstehend: G.________AG) am 12. Dezember 2018 zur Überprüfung der Tragstruktur verfassten technischen Bericht ein, der in Ziff. 5 ausführt: "Damit die Tragsicherheit des Gebäudes weiterhin gewährleistet werden kann, wird für den geplanten Umbau im Erdgeschoss das vorhandene Tragsystem beibehalten. Die geplanten Öffnungen (gelb als Abbruch bezeichnet) werden mit entsprechenden Massnahmen (Stahlträger, CFK Lamellen, usw.) verstärkt. Die Lasten von den oberen Stockwerken werden wie bis anhin übernommen und über die gleiche Anordnung der Tragstruktur dem Untergeschoss weitergegeben. Mehrlasten entstehen keine, dadurch sind keine Massnahmen im Untergeschoss oder bei den Pfählen notwendig. Die Terrassenerweiterung wird separat über neue Pfähle unabhängig vom Gebäude fundiert. Die Tragsicherheit kann auch mit dem Umbau gewährleistet werden." Mit Beschluss Nr. 406 vom 21. August 2019 wies der Bezirksrat Küssnacht die öffentlich-rechtliche Baueinsprache der Einsprecher ab, erteilte der Bauherrschaft die von ihr für den Umbau ihrer Stockwerkeinheit verlangte Baubewilligung mit Auflagen und Nebenbestimmungen und verwies die privatrechtlichen Streitpunkte an die Zivilgerichte. Zur Begründung führte der Bezirksrat namentlich an, gemäss dem Prüfbericht der G.________AG gefährde der Umbau die Tragfähigkeit des Gebäudes nicht, da in den tragenden Wänden nur kleinere Öffnungen geplant seien, die mit entsprechenden Massnahmen (Stahlträger etc.) verstärkt werden sollen. Die Einsprecher fochten den Bezirksratsbeschluss vom 21. August 2019 mit Beschwerde an, die der Regierungsrat des Kantons Schwyz mit Beschluss vom 12. Mai 2020 abwies. Die dagegen von den Einsprechern eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit Urteil vom 23. September 2020 ab.