Citation: 2C_371/2013 E. 3.2.2

3.2.2. Hat ein Forderungsverzicht nicht stattgefunden, so ist grundsätzlich von einer effektiven Forderung auszugehen, die handelsrechtlich zwingend abzuschreiben war, wenn sie wertlos wurde. Das ist auch steuerrechtlich anzuerkennen (vgl. oben E. 2.1 u. 2.2). Die schwierige Lage der Gesellschaft stand gegen Ende des Jahres 2007 ausser Frage. Die Vorinstanz hat denn auch festgehalten, dass der Beschwerdeführer schon im Zeitpunkt der Darlehensgewährung das erhöhte Risiko erkannte (vgl. E. 5.2.3 des angefochtenen Entscheids, S. 12). Aus den vor den Steuerbehörden eingereichten Unterlagen - insbesondere aus der Bilanz der GmbH per Ende 2007 - geht hervor, dass die Gesellschaft zu jenem Zeitpunkt überschuldet und die Darlehensforderung somit bereits wertlos geworden war. Es handelte sich nicht um eine vorübergehende oder bloss drohende Vermögensbeeinträchtigung (vgl. oben E. 2.1.1), sondern um einen im damaligen Zeitpunkt als endgültig und vollumfänglich eingetretenen Wertverzehr einzustufenden Forderungsverlust, der auf eine einmalige und ausserordentliche Geschäftsentwicklung zurückzuführen war (vgl. oben E. 2.1.1 u. 2.2.1). Weder aus der Stellungnahme der Veranlagungsbehörde noch aus dem angefochtenen Entscheid ergibt sich etwas, was einen abweichenden Schluss zulassen würde. Dann aber hatte der Beschwerdeführer begründeten Anlass, sein Darlehen abzuschreiben (vgl. oben E. 2.1.2), was in der hier zu beurteilenden Steuerperiode 2007 einkommensmindernd zu berücksichtigen war. Das entspricht auch einer mit dem Grundsatz der Besteuerung gemäss der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit übereinstimmenden Erfassung des massgeblichen Periodengewinns (vgl. oben E. 2.2.2).