Citation: 1C_628/2022 E. 3.1

3.1. Im Bericht des Begutachtungszentrums Verkehrsmedizin vom 18. Juli 2022 zur Verlaufskontrolle stützte sich die Gutachterin auf die forensisch-toxikologische Haaruntersuchung des Instituts für Rechtsmedizin St. Gallen vom 13. Juli 2022. Danach wurden in den kopfnahen 5.0 cm Kopfhaar des Beschwerdeführers Kokain (1'100 pg/mg [Picogramm pro Milligramm]), die Kokain-Metaboliten Benzoylecgonin (190 pg/mg), Norcocain (14 pg/mg) und Anhydroecgoninmethylester1 (18 pg/mg) sowie das Kokain-Alkohol-Metabolit Cocaethylen (130 pg/mg) nachgewiesen. Des Weiteren konnte im Kopfhaar des Beschwerdeführers 66 pg/mg Methylphenidat festgestellt werden. Ethylglucuronid (EtG), bei dem es sich um ein Stoffwechselprodukt des Trinkalkohols handelt, wurde hingegen nicht nachgewiesen. Gestützt auf diese Resultate betrachtete es die Gutachterin als erwiesen, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum von Ende Dezember 2021 bis Mitte Juni 2022 Kokain konsumiert habe. Dieses Resultat stehe im Widerspruch zu den anamnestischen Angaben, wonach eine Drogenabstinenz konsequent eingehalten worden sei. Hingegen habe die Abstinenz von Alkohol sowie der Benzodiazepine bestätigt werden können. Aufgrund der insgesamt instabilen Situation sei die Gefahr eines Vorfalles im Strassenverkehr erhöht und müsse die Fahreignung aufgrund des festgestellten Drogenkonsums verneint werden. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil nicht beanstandet, dass das Verkehrsamt der Einschätzung des Begutachtungszentrums Verkehrsmedizin gefolgt ist. Die Glaubwürdigkeit des Berichts könne nicht ernsthaft in Frage gestellt werden.