Citation: I 428/01 28.10.2002 E. 3

3.1 Gemäss dem Gutachten des Spitals D.________ vom 31. August 1995 und dem Bericht der Frau Dr. med. R.________, Spezialärztin FMH für Neurologie, vom 9. Juni 1995 war die Beschwerdeführerin seit 19. Mai 1994 bis auf weiteres zu 50 % arbeitsunfähig. Am 24. April 1995 meldete sie sich zum Leistungsbezug an. Ab 12. Juni 1995 bis 29. Februar 1996 bezog sie Wartetaggelder der Invalidenversicherung (Verfügungen vom 4. Dezember 1995 und 24. Januar 1996). Die IV-Stelle führte im vorinstanzlichen Verfahren aus, nach der einjährigen Wartezeit hätte bei der Arbeitsunfähigkeit von 50 % ein Wartetaggeld ausgerichtet werden müssen, weshalb es für die Zeit ab 1. Februar bis 31. Mai (recte: 11. Juni) 1995 fehle. Zu bemerken sei allerdings, dass die Versicherte bis Ende September 1995 auslandabwesend gewesen sei, weshalb das Wartetaggeld eigentlich erst danach hätte ausbzahlt werden können. Ab März 1996 sei kein Wartetaggeld mehr ausbezahlt worden, weil die Beschwerdeführerin trotz mehrerer Mahnungen die nötigen Lohnunterlagen nicht eingereicht habe und der Taggeldanspruch damit nicht habe geprüft werden können. Während der vom 2. Februar 1998 bis 19. Januar 1999 dauernden Umschulung sei der Versicherten zwar ein Taggeld zugesprochen worden. Da sie jedoch wiederum die erforderlichen Lohnunterlagen nicht eingereicht habe, seien ihr allfällig diesbezüglich zustehende Taggelder bis heute ebenfalls nicht ausgerichtet worden. Aus den von ihr in den Jahren 1996 bis 1999 bei der Firma Y._______ AG erzielten Einkommen müsse jedoch geschlossen werden, dass sie immer ein Vollpensum erledigt habe und mithin voll arbeitsfähig gewesen sei. 3.2 Nach dem Gesagten war die Versicherte bei Ablauf der einjährigen Wartezeit (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) am 6. Februar 1995 (Unfall vom 6. Februar 1994) unbestrittenermassen eingliederungsfähig und Eingliederungsmassnahmen waren angezeigt. Das Wartetaggeld nach Art. 18 Abs. 1 IVV konnte indessen nicht schon ab 1. Februar 1995, sondern frühestens nach erfolgter Anmeldung am 24. April 1995 in Betracht kommen, da ein Versicherter erst dann auf Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung "wartet". Der Rentenanspruch entfällt für die Zeit ab 1. Februar 1995 zufolge schon bestehender Eingliederungsfähigkeit und für die Zeit ab 12. Juni 1995 bis Ende Februar 1996 infolge Bezugs von Wartetaggeld (BGE 121 V 194 Erw. 4e). Ob dieses vom 24. April bis 11. Juni 1995 allenfalls wegen Auslandaufenthalts der Versicherten zu Recht nicht ausgerichtet wurde, ist im vorliegenden Zusammenhang irrelevant und auch nicht Verfahrensgegenstand. Offen bleiben kann auch die Frage nach dem Taggeldanspruch ab März 1996 bis zum Abschluss der Umschulung am 29. Januar 1999, da für die Jahre 1996 bis 1999 ein Rentenanspruch aus den nachfolgenden Gründen zu verneinen ist.