Citation: 2C_450/2020 E. 4.2.3

4.2.3. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Anwaltskosten im Zusammenhang mit dem nachträglichen Baubewilligungsverfahren auf dem angrenzenden Grundstück der Werterhaltung der eigenen Liegenschaft gedient hätte. Zunächst zeigen die Beschwerdeführer weder im vorinstanzlichen noch im bundesgerichtlichen Verfahren auf, welche Immissionen vom Nachbargrundstück ausgegangen seien, die geeignet gewesen wären, den Wert der eigenen Liegenschaft vormals zu beeinträchtigen. Insoweit sie dartun, gegen eine potenzielle Verschmutzung des Trinkwassers auf dem tiefer gelegenen Grundstück vorgegangen zu sein, fehlt es grundsätzlich an der nachvollziehbar begründeten (wertbeeinflussenden) Betroffenheit der Beschwerdeführer. Weder ist erstellt noch wird von ihnen behauptet, dass sie das Trinkwasser direkt aus ihrem Grundwasser beziehen. Ausserdem legen sie auch nicht hinreichend schlüssig dar, weshalb von den Kleintierstallungen eine konkrete Gefahr für die Trinkwasserverschmutzung ausgegangen ist. Solches ist auch nicht offenkundig. Die Beschwerdeführer bringen im Weiteren selbst vor, dass das Anwaltskosten verursachende Vorgehen gegen die nicht bewilligten Kleintierstallungen und den mobilen Unterstand den Nutzwert ihrer damaligen Liegenschaft gesteigert habe. Zusammenfassend ergibt sich, dass die mit dem ersten Verfahren zusammenhängenden Anwaltskosten keine Unterhaltskosten im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Satz 1 DBG darstellen.