Citation: 6B_914/2023 E. 3

Mit Eingabe vom 21. März 2023 ersuchte der Beschwerdeführer sinngemäss um Revision des Strafbefehls vom 20. Oktober 2020. Zur Gesuchsbegründung führte er aus, das Bundesgericht habe sein Überholmanöver auf der Autobahn im Urteil 1C_105/2022 vom 14. Februar 2023 als blosse Ordnungswidrigkeit im Sinne der am 1. Januar 2021 in Kraft getretenen Ordnungsbussenverordnung qualifiziert und den gegen ihn erlassenen Führerausweisentzug in der Folge aufgehoben. Der Strafbefehl vom 20. Oktober 2020, welcher das ihm zur Last gelegte fragliche Rechtsüberholen als grobe Verkehrsregelverletzung beurteile und folglich dem referenzierten Bundesgerichtsurteil widerspreche, sei bundesrechtswidrig und daher zu revidieren; der ihm vorgeworfene Regelverstoss sei ebenfalls gemäss der Ordnungsbussenverordnung zu beurteilen. Das Obergericht des Kantons Solothurn trat mit Beschluss vom 14. Juni 2023 auf das Revisionsgesuch nicht ein, weil kein Revisionsgrund - weder im Sinne von Art. 410 Abs. lit. a noch im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. b StPO - vorliegen würde. Ein neues Gesetz bzw. eine Gesetzesänderung habe Norm- und nicht Tatsachencharakter. Eine Gesetzesänderung bringe naturgemäss mit sich, dass frühere Urteile nicht mehr im Einklang mit der nun anderen Rechtslage stünden. Abgesehen davon gehe es beim Urteil 1C_105/2022 auch nicht um einen späteren Strafentscheid, der in unverträglichem Widerspruch zum Strafbefehl vom 20. Oktober 2020 stehe, sondern um ein verwaltungsrechtliches Urteil. Der Beschwerdeführer gelangt an das Bundesgericht und beantragt die Gutheissung seines Revisonsgesuchs vom 21. März 2023 und die Aufhebung der ihm auferlegten Kosten.