Citation: I 98/06 21.04.2006 E. 3

In medizinischer Hinsicht gelangten Verwaltung und Vorinstanz zum Ergebnis, der Beschwerdeführer sei zumutbarerweise in der Lage, jegliche leichtere Tätigkeit mit wechselnd sitzender Körperposition während sechs bis acht Stunden pro Tag mit einer um 25 % reduzierten Leistung auszuüben. Sie stützten sich bei dieser Beurteilung in erster Linie auf das MEDAS-Gutachten vom 8. Juni 2004. Der Beschwerdeführer lässt - unter Berufung auf andere medizinische Stellungnahmen - die Aussagekraft dieses Gutachtens bestreiten. 3.1 Das MEDAS-Gutachten enthält eine kurze Zusammenfassung der Vorakten und eine ausführliche Anamnese. Anschliessend werden die subjektiven Angaben des Exploranden und die objektiven Befunde wiedergegeben. Es folgt eine Zusammenfassung der spezialärztlichen Teilgutachten von Dr. med. F.________, Psychiatrische Poliklinik, Spital Y.________, vom 1. März 2004 und Dr. med. C.________, Innere Medizin FMH, speziell Rheumaerkrankungen, vom 9. April 2004. Auf dieser Grundlage formulieren die Gutachter schliesslich die Diagnosen, äussern sich zur Beurteilung und zur Prognose und beantworten die gestellten Fragen. Inhaltlich gelangen sie zum Schluss, der Versicherte leide - im Sinne von Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit - an einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Verstimmung und einem chronischen lumbo-spondylogenen Syndrom links. Ihm sei jegliche leichtere körperliche Tätigkeit, am besten in wechselnd sitzender Körperposition, im Umfang von sechs bis acht Stunden pro Tag zumutbar, wobei von einer Leistungsreduktion um 25 % ausgegangen werden müsse. Diese Einschätzung wird in nachvollziehbarer Weise aus den erhobenen Befunden, unter Einschluss der beiden spezialärztlichen Teilgutachten, hergeleitet. Das MEDAS-Gutachten erfüllt damit, wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, die von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Stellungnahme (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Das Argument, es sei unnötigerweise eine Dolmetscherin beigezogen worden und dieser Umstand spreche gegen die Zuverlässigkeit der Exploration, wurde bereits durch das kantonale Gericht überzeugend entkräftet. Dem MEDAS-Gutachten ist daher grundsätzlich volle Beweiskraft beizumessen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb; Urteil A. vom 9. August 2000, I 437/99, Erw. 4b/bb). Derartige Anhaltspunkte können sich insbesondere aus den weiteren bei den Akten befindlichen medizinischen Stellungnahmen ergeben. 3.2 Der Beschwerdeführer lässt vorbringen, die Ergebnisse des MEDAS-Gutachtens seien nicht mit den Aussagen in den Berichten des Spitals Y.________ vom 23. April und 21. Juli 2003 zu vereinbaren. Der psychiatrische Konsiliarius der MEDAS hat jedoch nachvollziehbar und überzeugend dargelegt, dass kein inhaltliches Korrelat zu den dort beschriebenen Leiden gefunden werden konnte. Die abweichende Beurteilung des Gesundheitszustandes in den Berichten der genannten Institution ist deshalb - ebenso wie der letztinstanzlich aufgelegte Bericht des Dr. med. Z.________ vom 9. Februar 2006, welcher sich auf eine vom 23. April bis 12. Mai 2003 durchgeführte Behandlung stützt - nicht geeignet, die Ergebnisse der MEDAS-Begutachtung in Frage zu stellen. Gleiches gilt für das der Vorinstanz eingereichte Zeugnis des Psychiaters Dr. med. G.________ vom 24. Mai 2005, begründet dieser doch seine Aussage, der Beschwerdeführer sei mindestens seit Aufnahme der Behandlung im September 2004 und bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig, in keiner Weise. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde weiter geltend gemachte Notwendigkeit einer Ergänzung der Begutachtung bezüglich "neurologischer und allenfalls neuropsychiatrischer Anteile" wird nicht näher begründet und lässt sich auch aus den Akten nicht herleiten. Unter diesen Umständen ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz auf die medizinische Beurteilung des Gesundheitszustandes durch die MEDAS abstellte und gestützt darauf eine leichte, angepasste Tätigkeit mit einem Pensum von sieben Stunden pro Tag (zum Heranziehen des Mittelwerts vgl. Urteil K. vom 21. April 2005, I 822/04, Erw. 4.4) bei um 25 % reduzierter Leistung als zumutbar erachtete. Auf die vom Beschwerdeführer verlangten zusätzlichen Abklärungen kann verzichtet werden, weil davon keine weiteren relevanten Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d; SVR 2005 MV Nr. 1 S. 2 Erw. 2.3 mit Hinweisen).