Citation: 2C_40/2023 E. 5.3.3

5.3.3. Sodann ist der Zumutbarkeit der Rückkehr und der Qualität des Bezugs zum Herkunftsstaat Rechnung zu tragen. Der Beschwerdeführer beruft sich zunächst auf seinen früheren Flüchtlingsstatus. Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz hat der Beschwerdeführer vor fast 20 Jahren auf seine Flüchtlingseigenschaft verzichtet. Inwiefern er heute (wieder) persönlich und konkret gefährdet sein soll, substanziiert er nicht (vgl. Urteile 2C_967/2021 vom 23. Januar 2023 E. 7.4; 2C_293/2020 vom 24. Juli 2020 E. 5.1 und 5.5). Mit Blick auf sein Alter, seine gesundheitliche Situation sowie seinen Unterstützungsbedarf trifft die Rückkehr den Beschwerdeführer sicherlich hart. Die Vorinstanz hat angenommen, dass der Beschwerdeführer über ein soziales Netz in der Türkei verfügt. Diese Feststellung ist verbindlich, da sie jedenfalls nicht offensichtlich willkürlich ist und der Beschwerdeführer keine dahingehende, hinreichend substanziierte Rüge erhebt (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG). Selbst wenn davon auszugehen wäre, dass der Beschwerdeführer nach seinem langen Aufenthalt in der Schweiz über kein nennenswertes soziales Netz im Herkunftsstaat mehr verfügt, erwiese sich eine Rückkehr als zumutbar. Der Beschwerdeführer hat bis ins Alter von 29 Jahren im Herkunftsstaat gelebt und spricht die Landessprache. Zudem kann angenommen werden, dass gewisse Unterstützungsstrukturen vorhanden sind, selbst wenn diese nur ein geringeres Versorgungsniveau gewährleisten sollten (vgl. BGE 139 II 393 E. 6; Urteil 2C_716/2021 vom 18. Mai 2022 E. 3.4.2). Von einer Unzumutbarkeit der Rückkehr kann folglich trotz Schwierigkeiten nicht ausgegangen werden.