Citation: 5A_486/2022 E. 4.4

4.4. Mit Blick auf die gesamten Umstände gelangte die Vorinstanz zur Überzeugung, dass eine Verlegung des Beschwerdeführers auf eine offene Abteilung derzeit nicht in seinem wohlverstandenen Interesse liege. Der Beschwerdeführer sei zunächst - wofür sich die Gutachterin und die Verantwortlichen des Pflegezentrums aussprächen - im bestehenden Setting an eine höhere Selbständigkeit heranzuführen, bevor der Schutz, den die geschlossene Abteilung ihm biete und den er aktuell noch brauche, aufgehoben werden könne. Der Beschwerdeführer selber gebe an, dass er bereits heute grundsätzlich Freiheiten geniesse. So gehe er jeden Tag nach draussen und spaziere dem Fluss V.________ entlang. Einen eigentlich grossen Unterschied vom geschlossenen zum offenen Setting vermöge er selber nicht zu erkennen. Mit Bedacht auf die bei einem Behandlungsabbruch drohenden Risiken und in Anbetracht der bestehenden Freiheiten, welche der Beschwerdeführer geniesse, erweise sich die weitere Unterbringung des Beschwerdeführers auf der geschlossenen Abteilung des Pflegezentrums als verhältnismässig.