Citation: 2C_30/2023 E. 6.4

6.4. Dazu kommt, dass eine enge Beziehung zum Vater nicht erwiesen ist. Die vorinstanzliche Einschätzung, gemäss welcher die Verbindung zu den Eltern nicht besonders eng sei, wird von den Beschwerdeführenden im Hinblick auf den Vater nicht in Abrede gestellt. Weder aus dem angefochtenen Urteil noch aus den Vorbringen der Beschwerdeführenden ergeben sich Anzeichen dafür, dass der Vater überhaupt eine Beziehung zu den Kindern hat, die namentlich durch nachweisbare Kommunikation oder Ferienbesuche hätte belegt werden können. Der Vater hat seit der Geburt der Kinder freiwillig von ihnen getrennt gelebt. Nicht nur hat er sie nicht innert ordentlicher Frist nachgezogen, sondern hat er auch ein Jahr nach der Hochzeit mit der Mutter gewartet, bis er das Gesuch gestellt hat, um es hernach zurückzuziehen, ohne den definitiven Entscheid der Behörden abzuwarten, und ist selbst nach dem Umzug der Mutter - wie erwähnt - nochmal mehr als ein Jahr vergangen, bis er sich erneut um den Nachzug der Kinder bemüht hat. Damit hat der Vater klar gezeigt, dass es ihm mit dem gemeinsamen Zusammenleben nicht besonders dringlich ist, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat. Inwiefern es jetzt im gegenseitigen Interesse sein soll, unbedingt zusammenzuleben, erhellt nicht.