Citation: 1A.306/2005 30.01.2006 E. A

Infolge der von der Bundesrepublik Deutschland angeordneten Flugbeschränkungen im süddeutschen Luftraum ist das Betriebsreglement für den Flughafen Zürich vom 31. Mai 2001 verschiedene Male provisorisch geändert worden. Mit der Änderung vom 18. Oktober 2001 wurden anstelle der bisherigen Nordanflüge von 22 bis 6 Uhr regelmässige Landungen von Osten her eingeführt. Diese Ostanflüge auf die Piste 28 sind mit den Änderungen vom 15. Oktober 2002 und vom 16. April 2003 zeitlich ausgedehnt worden. Mit Verfügung vom 23. Juni 2003 genehmigte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) die Einführung morgendlicher Südanflüge auf die Piste 34 auf Ende Oktober 2003. Den gegen die provisorischen Änderungen des Betriebsreglementes erhobenen Beschwerden ist jeweils die aufschiebende Wirkung entzogen worden. Die Flughafen Zürich AG legte am 31. Dezember 2003 ein überarbeitetes Betriebsreglement mit Umweltverträglichkeitsbericht vor. Dieses "vorläufige" Reglement ersetzt die verschiedenen Provisorien und soll gelten, bis nach Abschluss des Sachplan-Verfahrens (Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt, SIL) ein endgültiges Betriebsreglement für den Flughafen Zürich erlassen werden kann. Mit Verfügung vom 29. März 2005 genehmigte das BAZL das vorläufige Betriebsreglement unter Vornahme gewisser Änderungen. Dabei wurde auch ein neues Abflugverfahren ab Piste 16 über Opfikon/Wallisellen bewilligt (wide left turn) und einer Verlängerung der Nachtflugsperre (23 bis 6 Uhr) zugestimmt. Allfälligen Beschwerden gegen die Genehmigungsverfügung ist hinsichtlich der im Luftfahrthandbuch AIP publizierten An- und Abflugverfahren zum und vom Flughafen Zürich sowie hinsichtlich des neuen Abflugverfahrens ab Piste 16 die aufschiebende Wirkung entzogen worden.