Citation: 8C_446/2013 E. 4.4.2

4.4.2. 4.4.2.1. Unbestritten ist, dass sich keiner der zwei letztgenannten Unfälle unter besonders dramatischen Begleitumständen ereignete und dass sie - objektiv betrachtet - auch nicht von besonderer Eindrücklichkeit waren. 4.4.2.2. Die Beschwerdeführerin macht aber geltend, dass bei anzunehmender wiederholter Betroffenheit der HWS das unfallbezogene Adäquanzkriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung in ausgeprägter Weise bejaht werden müsse. Sie übersieht, dass gemäss nicht zu beanstandendem vorinstanzlichem Entscheid zumindest fraglich ist, ob sie beim ersten Unfall vom 25. November 2005 angesichts fehlender Latenz der dafür typischen Symptomatik ein Schleudertrauma der HWS erlitten hatte. Die Vorinstanz hat diesen Punkt offen gelassen und ist zutreffend davon ausgegangen, dass jedenfalls nicht von einer nachgewiesenermassen durch einen früheren Unfall verursachten erheblichen Vorschädigung der HWS und entsprechender Symptomatik gesprochen werden kann (vgl. dazu Urteil 8C_477/2008 vom 19. Dezember 2008 E. 6.1 mit Hinweis). Die Auffahrkollision vom 6. April 2009 war geeignet, zu der im erstbehandelnden Spital T.________ diagnostizierten Exacerbation des vorbestehenden chronischen Schmerzsyndroms mit cericogenem Schwindel (Austrittsbericht vom 20. April 2009) beizutragen, bereits anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 21. Dezember 2009 gab die Versicherte indessen nicht mehr spezifisch auf die HWS bezogene, sondern auf den ganzen Rücken ausgebreitete generalisierte Beschwerden an. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, wenn das kantonale Gericht das angesprochene Adäquanzkriterium höchstens in durchschnittlicher Weise als erfüllt betrachtet hat. 4.4.2.3. Auch die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin lassen den Schluss nicht zu, dass der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den Unfällen vom 25. November 2005 und 6. April 2009 mit den weiterhin geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu bejahen ist. Sie stellt nicht in Abrede, dass sie trotz vorhandenen Potentials zu keinem Zeitpunkt Anstrengungen unternahm, die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit zu verwerten (vgl. dazu BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 129 f.). Dieser Umstand ist als starkes Indiz gegen die Annahme eines adäquaten Kausalzusammenhangs zu werten. Das kantonale Gericht hat zutreffend erwogen, dass die stationär und ambulant durchgeführten Rehabilitationsmassnahmen hinsichtlich der somatisch geltend gemachten Beschwerden allesamt fehl schlugen, ohne dass dafür ein hinreichendes klinisches Korrelat gefunden werden konnte. Wohl stellte die nach dem Unfall vom 6. April 2009 ein- bis zweimal monatlich in Anspruch genommene psychiatrische Therapie einen Hinweis für eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung dar; indessen konnte daraus nicht ohne Weiteres auf unfallbezogene erhebliche Beschwerden geschlossen werden, zumal das soziale Leben ausweislich der Akten nicht erheblich beeinträchtigt gewesen sein dürfte. Die Beschwerdeführerin verkennt insgesamt, dass die Ärzte bereits kurze Zeit nach dem ersten Unfall vom 25. November 2005 wegen unspezifischer Schmerzangaben (vgl. Bericht des Dr. med. L._______ vom 7. März 2007) und fraglicher Leistungsbereitschaft (vgl. Bericht der Klinik A.________ vom 3. April 2009) von einem generalisiertem Schmerzsydrom im Bereich des Rückens ohne spezifisch nachweisbare Ursache ausgingen und daher im Wesentlichen nur Rehabilitationsmassnahmen im Sinne einer aktiven körperlichen, durch psychiatrische Behandlung zu stützende Rekonditionierung empfehlen konnten. Daran änderte sich nach dem Unfall vom 6. April 2009 mit Exacerbation der weiterhin geltend gemachten Beschwerden nichts (vgl. Bericht des Dr. med. D.________ vom 21. Dezember 2009). Wohl mag zutreffen, dass Dr. med. R.________ Gleichgewichtsstörungen objektivieren konnte (vgl. E. 3.2.3.2 ab initio hievor), mangels einer spezifisch auf die diagnostizierten Schwindelbeschwerden durchgeführten Therapie lässt sich aus dessen Bericht vom 29. November 2011 adäquanzrechtlich jedoch nichts gewinnen. Auch die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin erschöpfen sich im Wesentlichen in der Rüge, das kantonale Gericht habe den Sachverhalt in Verletzung der ihr obliegenden Untersuchungspflicht (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) ungenügend abgeklärt, weshalb ihre Adäquanzbeurteilung auf unvollständigen Beweisgrundlagen beruhe. Sie verkennt, dass der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs auch bei denjenigen Gesundheitsschäden die Funktion einer Haftungsbegrenzung zukommt, die aus ärztlicher Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als natürliche Unfallfolge gelten können (BGE 125 V 456 E. 5c S. 462, 123 V 98 E. 3b S. 102 mit Hinweisen). Von den beantragten Abklärungen ist daher auch im vorliegenden Zusammenhang abzusehen.