Citation: I 746/01 28.02.2003 E. 3

3.1 In erwerblicher Hinsicht besteht weder nach den Akten noch der Vorbringen der Parteien wegen Anlass, auf das von der Vorinstanz ermittelte hypothetische Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) von Fr. 59'746.- für das Jahr 2000 zurückzukommen (vgl. BGE 110 V 53 Erw. 4b). Die IV-Stelle hat sich für die Bestimmung des hypothetischen Einkommens nach Eintritt der Invalidität (Invalideneinkommen) auf mehrere Arbeitsplatzdokumentationen (DAP) abgestützt und ein Einkommen von Fr. 22'000.- ermittelt. Das kantonale Gericht griff im Rahmen einer Plausibilitätsprüfung auf Tabellenlöhne zurück. Unter Zuhilfenahme statistischer Angaben gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 1998 (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb; AHI 2002 S. 67 Erw. 3b) ging es vom monatlichen Bruttoeinkommen für Männer in einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4, privater Sektor) von Fr. 4'268.- aus, rechnete diesen Betrag auf die durchschnittliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden im Jahre 2000 um, was ein Einkommen von Fr. 53'520.- ergibt. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für 1999 (+0,3 %) und 2000 (+1,3 %; Die Volkswirtschaft 2001 Heft 7, S. 96, Tabelle B 9.2) entspricht dies im Jahre 2000 Fr. 54'379.-, bzw. Fr. 27'189.50 bei einer 50 %igen Tätigkeit. Da sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten als zutreffend erweist, nachdem der Beschwerdeführer seit August 1997 keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht (BGE 126 V 76 Erw. 3b/aa und bb mit Hinweisen), ist auf die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen generellen Rügen hinsichtlich der von der Verwaltung beigezogenen Arbeitsplatzdokumentationen (DAP) nicht näher einzugehen. 3.2 Einer zu erwartenden behinderungsbedingten Verdiensteinbusse sowie allfälligen weiteren einkommensmindernden Faktoren kann durch einen prozentualen Abzug vom Tabellenlohn Rechnung getragen werden (BGE 126 V 79 Erw. 5b mit Hinweisen). Dieser Abzug ist unter Berücksichtigung sämtlicher relevanten Faktoren gesamthaft festzulegen. Es rechtfertigt sich nicht, für jedes Merkmal separat quantifizierte Abzüge vorzunehmen und diese zusammenzuzählen, da damit Wechselwirkungen ausgeblendet werden (BGE 126 V 80 Erw. 5b/bb mit Hinweisen). Zu Recht hat die Vorinstanz hauptsächlich aufgrund der leidensbedingten Einschränkung des Beschwerdeführers einen Abzug von 10 % gegenüber dem Tabellenlohn vorgenommen, was im Rahmen der Ermessensprüfung (Art. 132 lit. a OG; BGE 126 V 81 Erw. 6, 123 V 152 Erw. 2 mit Hinweisen) nicht zu beanstanden ist, und so ein Einkommen von Fr. 24'470.50 im Jahre 2000 ermittelt. Weitere arbeitsmarktrelevante Benachteiligungen sind anhand der Aktenlage nicht ersichtlich. Verglichen mit dem Valideneinkommen, welches unbestrittenermassen auf Fr. 59'746.- im Jahr 2000 festzusetzen ist, ergibt sich somit ein Invaliditätsgrad von 59,04 %. Vorinstanz und Verwaltung haben demnach den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente zu Recht verneint. An diesem Ergebnis ändert nichts, wenn der Einkommensvergleich bezogen auf den Zeitpunkt des Rentenbeginns (1998) vorgenommen wird (BGE 128 V 174).