Citation: 4P.237/2006 16.01.2007 E. 3.4

3.4.1 Mit diesen Ausführungen vermag der Beschwerdeführer die Feststellung, Prof. A.________ habe ihm die Krebsdiagnose eröffnet, nicht als willkürlich auszuweisen, zumal sich der Beschwerdeführer mit dem Argument, ohne Mitteilung des Befundes hätte ihn der Arzt kaum von der Notwendigkeit der Operation überzeugen können, nicht auseinandersetzt. Ebenso wenig vermag er mit seiner eigenen, von jener des Verwaltungsgerichts abweichenden Würdigung der Glaubwürdigkeit von Prof. A.________ die aus den zitierten Schreiben gezogenen Schlüsse des Verwaltungsgerichts als geradezu willkürlich auszuweisen. 3.4.2 Beizupflichten ist dem Beschwerdeführer immerhin, soweit er rügt, dem Schreiben vom 31. März 1998 an den Hausarzt sei nicht zu entnehmen, welche Komplikationen dabei im einzelnen besprochen und wie sie dem Patienten dargestellt worden seien. Zu berücksichtigen ist indes, dass sich Prof. A.________ in diesem Schreiben nicht an einen Laien, sondern an einen Kollegen wandte und voraussetzen durfte, dass dieser über die möglichen Komplikationen der in Aussicht genommenen Operation im Bilde war. Der Beschwerdeführer stellt auch nicht in Abrede, dass er sich ursprünglich gegen die Operation gestemmt hat und von deren Notwendigkeit überzeugt werden musste. Wenn das Verwaltungsgericht diesem Umstand besondere Bedeutung beimass und mit Blick auf die Glaubwürdigkeit des Arztes annahm, es treffe zu, dass die Komplikationsmöglichkeiten der Operation sowie "das geplante Vorgehen", wie im Schreiben vom 31. März 1998 geschildert, ausführlich besprochen worden sind, erscheint dies nicht als unhaltbar, ist doch nicht einzusehen und der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass die notwendige Überzeugungsarbeit ohne ein derartiges eingehendes Gespräch hätte geleistet werden können. Aus diesem Grunde ist auch dem Einwand des Beschwerdeführers, wonach die Erwähnung gehöriger Aufklärung gegenüber einem Kollegen erst recht nicht genügen könne, wenn schon ein rudimentärer Vermerk in der Krankengeschichte für den entsprechenden Beweis nicht genüge, nicht zu folgen. Ausschlaggebend ist vielmehr, welcher Inhalt einem derartigen Schreiben willkürfrei entnommen werden kann, was sich aufgrund sämtlicher Begleitumstände beurteilt. Wenn das Verwaltungsgericht dabei einem speziellen - unstreitig erfolgten - Gespräch, welches die Überzeugung des Patienten von der Notwendigkeit der Operation bezweckte, besondere Beachtung schenkt und auch die Glaubwürdigkeit des Schreibenden in die Würdigung miteinbezieht, erscheint es nicht als geradezu stossend, daraus zu folgern, das Gespräch habe sich wie vom operierenden Arzt behauptet abgespielt und eine regelkonforme Risikoaufklärung enthalten. Die Auffassung des Beschwerdeführers, der fragliche Brief bedeute im Verhältnis zu einer Krankengeschichte ein Minus, ist daher verfehlt.