Citation: 5A_85/2022 E. 3.3.3

3.3.3. Die Ausführungen des Beschwerdeführers sind vorwiegend appellatorischer Natur und richten sich teilweise (implizit) gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung, teilweise gegen die darauf basierende Beweiswürdigung. So bringt der Beschwerdeführer (unsubstanziiert) vor, der Sohn fühle sich in U.________ isoliert und er verfüge über keine stabilen Freundschaften zu anderen Kindern. Er vermag damit - sofern er dies überhaupt rügt - die vorinstanzliche Feststellung, der Sohn sei an zwei Orten zu Hause, verfüge über zwei Hauptbetreuungspersonen und auch in U.________ nebst seiner Mutter über ein Umfeld und insbesondere Kameraden, nicht als willkürlich auszuweisen. Wenn er behauptet, dass die Kinder von der Krippe in der Zwischenzeit in einem anderen Kindergarten eingeteilt worden seien und der Sohn auch in V.________ eine bilinguale Klasse besuchen könne, so zeigt er nicht auf, wo er entsprechende Sachverhaltsvorbringen bereits im vorinstanzlichen Verfahren eingebracht hat. Die Vorbringen sind neu und damit unbeachtlich (Art. 99 Abs. 1 BGG). Was schliesslich die Einschulung in die Vorschulklasse anbelangt, so ist zunächst festzustellen, dass die Vorinstanz diese nicht mit der Krippe, sondern mit dem Kindergarten verglichen hat. Inwiefern die Einschulung in eine Vorschulklasse im Rahmen der Betreuungslösung im Sinne der alternierenden Obhut gegenüber der tageweisen Betreuung in der Krippe in Bezug auf die geknüpften Beziehungen die Feststellung als willkürlich erscheinen liesse, der Sohn verfüge auch in U.________ in der Krippe über Bezugs (lehr) personen und Kameraden, erschliesst sich nicht. Auch wenn aus Sicht des Beschwerdeführers verständlich ist, dass dieser der französischen Vorschulklasse eine höhere Bedeutung beimisst als der Integration in der Krippe in U.________, so vermag er dennoch keine Willkür in der vorinstanzlichen Würdigung zu belegen, sondern begnügt sich mit der Schilderung des aus seiner Sicht massgebenden Sachverhalts und will die Würdigung der Vorinstanz durch seine eigene ersetzt wissen. So schildert er beispielsweise, man bleibe in der Schule in der Regel über viele Jahre hinweg mit den gleichen Kindern in einer Klasse, während die Kindergruppen in den Krippen häufigen Wechseln ausgesetzt seien. Er zeigt aber nicht auf, inwiefern dies die Feststellung der Vorinstanz, der Sohn verfüge auch in U.________ über Kameraden, willkürlich erscheinen liesse. Schliesslich ist nicht allein die Integration in eine Schule oder Krippe entscheidend, sondern, wie dies die Vorinstanz gemacht hat, die gesamthafte Beurteilung des Kriteriums der Stabilität der örtlichen und familiären Verhältnisse. Insgesamt bleibt es daher bei der vorinstanzlichen Würdigung, dass das Kriterium der Stabilität der familiären und örtlichen Verhältnisse weder für noch gegen den Beschwerdeführer oder die Beschwerdegegnerin spricht.