Citation: 8C_630/2019 E. 6

Der Beschwerdeführer beantragt die Zusprechung mindestens einer Viertelsrente ab 1. September 2015 und bezeichnet diesen Zeitpunkt mit "Ablauf der Wartefrist". Da IV-Stelle und Vorinstanz einen Rentenanspruch infolge eines rentenausschliessenden Invaliditätsgrades verneint haben, wurden bisher keine Feststellungen zum Zeitpunkt von Eröffnung und Ablauf des für den Anspruch erforderlichen Wartejahres nach Art. 28 lit. b IVG getroffen. Auf die Angaben des Beschwerdeführers, wonach er im August 2014 eine neue Stelle bei der GIPO gefunden habe, jedoch ab September 2014 wegen psychischer Beschwerden zu 100% arbeitsunfähig gewesen sei, kann nicht ohne Weiteres abgestellt werden. Eine entsprechende Arbeitsunfähigkeitsangabe findet sich zwar im Bericht der behandelnden Psychiaterin Dr. med. D.________, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 27. Januar 2015. In ihrem Arztzeugnis zuhanden der Krankenversicherung vom 17. November 2014 datierte sie den Beginn der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit indes auf den 16. Oktober 2014. Im polydisziplinären Gutachten des MGSG vom 16. November 2016 werden dem Beschwerdeführer sodann eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für den Zeitraum März bis April 2015 und eine 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit etwa ab Mai 2015 attestiert, wohingegen der Zeitraum davor retrospektiv nicht eindeutig einzuschätzen sei. Da in den vorliegenden Akten mithin schlüssige Angaben für die Festsetzung des Wartejahres und somit des Zeitpunkts des Rentenbeginns fehlen, ist die Sache zu diesbezüglichen Abklärungen und neuer Verfügung über den Rentenanspruch an die IV-Stelle zurückzuweisen. In diesem Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.