Citation: 5A_734/2019 E. 3.3.2

3.3.2. Weder wer zu einem gewissen Grad beeinflussbar, noch wer gesundheitlich angeschlagen und pflegebedürftig ist, kann automatisch als eingeschränkt wahrnehmungsfähig oder gar urteilsunfähig bezeichnet werden, wie dies die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint. Dass sie eine Urteilsunfähigkeit des Erblassers bewiesen oder auch nur glaubhaft gemacht hätte, zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf. Soweit sie der Beschwerdegegnerin vorwirft, diese habe nie behauptet, der Vater sei in einer sehr guten geistigen Verfassung gewesen, so kehrt sie die Beweislastregeln nach Art. 8 ZGB um. In Bezug auf den diesbezüglich von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt bleiben die Ausführungen im Übrigen appellatorischer Natur (E. 2.2). Mangels klar und detailliert formulierter Willkürrügen stellt das Bundesgericht ausschliesslich auf die von der Vorinstanz festgestellten Tatsachen ab. Mit der Vorinstanz ist mithin nicht davon auszugehen, dass der Vater nicht mehr in der Lage gewesen wäre, sein Testament ohne Betreiben oder Beeinflussung der Beschwerdegegnerin abzuändern.