Citation: 7B_692/2023 E. 2.6

2.6. Soweit die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer hätte den Wechsel der amtlichen Verteidigung aufgrund der baldigen Pensionierung von Rechtsanwalt B.________ als Beschuldigter nicht beantragen können, weswegen daraus zu schliessen sei, Rechtsanwalt B.________ habe selbst Beschwerde geführt, kann ihr nicht gefolgt werden. Das Gesuch um Entlassung und Einsetzung eines amtlichen Verteidigers kann sowohl vom Verteidiger selbst als auch von der beschuldigten Person gestellt werden (vgl. E. 2.3 hiervor). Dabei besteht keine Einschränkung dahingehend, wer welche Gründe für den Wechsel geltend machen kann. Vorliegend war unerheblich, wer ursprünglich zur Gesuchstellung berechtigt war. Zu prüfen war einzig die Beschwerdelegitimation gemäss Art. 382 Abs. 1 StPO. Diese ist grundsätzlich - und so auch in dieser Sache - unabhängig von den Umständen der ursprünglichen Gesuchstellung bzw. allfälligen vorangegangenen Äusserungen der beschuldigten Person oder der amtlichen Verteidigung zu beurteilen. Zur Beschwerde ist nicht nur die Person zugelassen, die das Gesuch um Wechsel der amtlichen Verteidigung gestellt hat. Entscheidend ist vielmehr, ob der Beschwerdeführer ein Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids hatte - was vorliegend bei ihm als (amtlich und erbeten verteidigter) beschuldigter Person zutrifft. Folglich wäre auch der Beschwerdeführer dazu berechtigt gewesen, im vorinstanzlichen Verfahren den Wechsel der amtlichen Verteidigung aufgrund persönlicher Gründe des amtlichen Verteidigers zu beantragen.