Citation: 1C_457/2016 E. 4

4. unbewohnte, übergrünte Gebäudeteile wie Tiefgaragen und dergleichen, die dreiseitig mit nicht mehr als 1 m über das gewachsene oder tiefergelegte Terrain hinausragen." Die Beschwerdeführer machen zu Recht geltend, dass der Dachvorsprung deutlich mehr als 1,5 m beträgt, gemäss den Angaben im Plan "Schnitt" der Baugesuchsunterlagen nämlich 2,35 m. Die darunter liegende Fläche kann daher nicht mehr pauschal von der überbauten Grundfläche nach § 17 aBauV ausgenommen werden. Wie gross diese dadurch wird, hängt davon ab, wie man § 18 Ziff. 2 aBauV interpretiert. Wenn man ihn dahingehend versteht, dass nur jene Fläche unter der Ausladung zur überbauten Grundfläche zu rechnen ist, welche die 1,5 m überschreitet, erhöht sich diese um 7,7 m2 ([2,35 m - 1,5 m] x 9,1 m). Wenn man demgegenüber davon ausgeht, dass im Falle einer Überschreitung der Limite von 1,5 m die ganze Ausladung zur massgebenden Grundfläche zählt, erhöht sich diese noch wesentlich mehr. Welche Berechnungsweise die zutreffende ist, braucht an dieser Stelle nicht entschieden zu werden. Die von der Vorinstanz berechnete Abweichung von den Vorgaben des Gestaltungsplans - welche § 18 Ziff. 2 aBauV ausser Acht lässt - wird selbst bei der erstgenannten Berechnungsweise nahezu verdoppelt. Eine derart deutliche Abweichung vom Gestaltungsplan ist auch unter Willkürgesichtspunkten nicht mehr tolerierbar. Die Rüge der Beschwerdeführer erweist sich damit als begründet.