Citation: 5A_188/2018 E. 4

Eine willkürliche Rechtsanwendung leitet der Beschwerdeführer in erster Linie daraus ab, dass die eheliche Wohnung in seinem Eigentum steht und die Beschwerdegegnerin diese bei der Scheidung ohnehin werde verlassen müssen. Indes ist das Eigentum für die auf Art. 176 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB gestützte Regelung der einstweiligen Benützung von Wohnung und Hausrat grundsätzlich nicht massgeblich (BGE 120 II 1 E. 2c S. 3; Urteile 5A_766/2008 vom 4. Februar 2009 E. 3.1; 5A_78/2012 vom 15. Mai 2012 E. 3.1; 5A_848/2014 vom 4. Mai 2015 E. 3.2). Eine Ausnahme zugunsten des Eigentums oder anderer Nutzungsrechte besteht einzig dort, wo keine anderen Zuteilungskriterien greifen (vgl. Urteile 5A_595/2011 vom 15. November 2011 E. 5; 5A_829/2016 vom 15. Februar 2017 E. 3.1; 5A_592/2017 vom 24. August 2017 E. 2.2). Scheidet die Eignerschaft mithin im vorliegenden Fall als Zuteilungskriterium aus, ist das betreffende Vorbringen bereits im Ansatz nicht zur Darlegung von Willkür geeignet. Vielmehr sind nach konstanter Rechtsprechung die Interessen von Kindern ein vorrangiges Kriterium (zuletzt Urteile 5A_470/2016 vom 13. Dezember 2016 E. 5.1; 5A_904/2015 vom 29. September 2016 E. 4.2; 5A_829/2016 vom 15. Februar 2017 E. 3.1; 5A_592/2017 vom 24. August 2017 E. 2.2), welche das Obergericht denn auch in den Vordergrund gerückt hat. Diesbezüglich lässt sich Willkür augenfällig nicht mit der Behauptung begründen, für das Kind sei es besser, wenn es jetzt statt in ein paar Jahren umziehe, bringt doch bereits die Trennung der Eltern erhebliche Änderungen für das Kind mit sich; vor diesem Hintergrund ist nicht einsichtig, wieso es zu seinem Vorteil wäre, wenn es auch noch sofort die vertraute Wohnung verlassen müsste. Vor dem Hintergrund des Gesagten sind die weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers zur Darlegung einer willkürlichen Rechtsanwendung offensichtlich ungeeignet, soweit sie überhaupt als genügend substanziiert gelten können und/oder nicht neu und damit unzulässig im Sinn von Art. 99 Abs. 1 BGG sind: Dies trifft zunächst auf die Behauptung zu, die seinen Eltern gehörende weitere Wohnung im gleichen Haus sei zwischenzeitlich vermietet, weil es notorisch sei, dass Wohnungen nicht während Monaten leer stünden. Diese Behauptung bleibt, obwohl der entsprechende Nachweis leicht zu führen wäre und der Beschwerdeführer ansonsten sämtliche Einzelheiten auflistet (z.B. detaillierte Krankengeschichte der pflegebedürftigen Eltern), gänzlich unbelegt, weshalb - mit dem blossen Verweis auf die "Notorietät", dass Wohnungen vermietet würden - keine Willkür substanziiert ist in Bezug auf die für das Bundesgericht verbindliche (Art. 105 Abs. 1 BGG) Sachverhaltsfeststellung im angefochtenen Entscheid, der Beschwerdeführer könnte in die leer stehende Wohnung ziehen. Damit ist gleichzeitig dem Vorbringen der Boden entzogen, er müsse weiterhin im gleichen Haus wohnen können, um seine Eltern (insbesondere die Mutter) zu pflegen und deren Haushalt zu besorgen. Abgesehen davon würde das betreffende Willkürvorbringen daran scheitern, dass es bei den Zuteilungskriterien gemäss Art. 176 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB nicht um die Interessen Dritter geht. Die gesundheitliche Beeinträchtigung des Beschwerdeführers hat das Obergericht ausführlich berücksichtigt und in diesem Zusammenhang festgehalten, dass die eheliche Wohnung nicht speziell auf die betreffenden Bedürfnisse zugeschnitten sei. Was daran willkürlich sein soll, legt der Beschwerdeführer nicht substanziiert dar. Die Behauptung, angesichts seiner gesundheitlichen Beschwerden könne er keine schweren Sachen heben und sei ihm deshalb ein Umzug objektiv unmöglich, ist neu (Art. 99 Abs. 1 BGG) und wäre im Übrigen nicht geeignet, Willkür aufzuzeigen, weil der Umzug mit der Hilfe Dritter besorgt werden kann und ohnehin das Mobiliar einstweilen in der ehelichen Wohnung bleibt (dazu E. 5).