Citation: 1C_371/2021 E. 2.3

2.3. Nach dem Beschwerdeführer ist die Vorinstanz ungenügend auf seine Begründung dafür eingegangen, weshalb er trotz längerer Zeitdauer nach dem Abbruch des früheren Schopfs weiterhin ein Interesse an der Wiederherstellung besessen habe. Er habe den früheren Schopf im Jahr 2011 entfernt, weil er dabei auf die Unterstützung eines Mitarbeiters angewiesen gewesen sei, den er noch auf dem Hof beschäftigt habe. Damals sei er im Begriff gewesen, seinen Landwirtschaftsbetrieb zu reduzieren; dies sei den zuständigen Behörden bekannt gewesen. Beim Bau des Wohnhauses habe er über 500 Tage an Eigenleistungen erbracht. Wegen seiner aussergewöhnlich hohen Arbeitslast hätten sich die Abschlussarbeiten über mehrere Jahre erstreckt. Im Übrigen sei es unüblich, einen detaillierten Umgebungsplan für ein privates Wohnhaus mit bis zu zwei Wohneinheiten zu erstellen. Bei der Fertigstellung der Umgebung des Wohnhauses habe er den Aufbau des Gartenunterstands sofort an die Hand genommen. Die Vorinstanz habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) missachtet, indem sie diese Umstände ohne einlässliche Auseinandersetzung als nicht einschlägig abgetan habe. Ausserdem rügt der Beschwerdeführer eine fehlerhafte Anwendung von Art. 24c RPG bzw. Art. 42 RPV. Die Vorinstanz habe bei der Rechtsanwendung die besonderen Umstände des Einzelfalls nicht gewürdigt. Beim ungebrochenen Interesse an einer Weiternutzung handle es sich um eine innere Tatsache, die aus den äusseren Umständen bloss vermutet werden könne. Es grenze an Willkür, wenn die Vorinstanz ein solches Interesse nur dann erkennen wolle, wenn dieses sich durch einen Eintrag in Bauplänen manifestiere. Für den Baustelleninstallationsplatz bezüglich des Wohnhauses sei aus praktischen Gründen keine andere Stelle als der Standort des früheren Schopfes in Frage gekommen. Das grössere Bauvorhaben für den Ersatzneubau des Wohnhauses habe den Zeitplan für den umstrittenen Wiederaufbau des Schopfes vorgegeben. Er habe anhand seiner persönlichen Belastung plausibel dargelegt, weshalb er für die Neuerstellung des früheren Schopfs mehrere Jahre benötigt habe. Es sprenge die Anforderungen an das Beweismass im öffentlichen Recht, wenn von ihm ein weitergehender Beweis für die innere Tatsache des ununterbrochenen Interesses an dieser Baute verlangt werde. Vielmehr seien triftige Gründe für die eingetretene Zeitdauer gegeben.