Citation: C 243/00 11.06.2001 E. 2

2.- Streitig ist der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung für die Monate Juli bis Oktober 1996. a) Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe die Kontrollvorschriften erfüllt und in den Monaten Juni bis Oktober 1996 auch intensiv Arbeit gesucht; da die Vorinstanz aber seine Beweisofferten nicht akzeptiere, könne er den Gegenbeweis, wonach er sich entgegen der Aussage von Frau W.________ im Juni und Juli 1996 bei dieser auf dem Arbeitsamt gemeldet habe, nicht erbringen. Im vorinstanzlichen Verfahren hatte der Versicherte vorgebracht, dass er sich anfangs Juni 1996 an Frau W.________ gewendet habe, um sich bezüglich des Schreibens seines Arbeitgebers vom 7. Juni 1996 beraten zu lassen; Mitte Juli sei er erneut wegen eines Briefes seines Arbeitgebers (vom 11. Juli 1996) bei ihr gewesen. b) Die Vorinstanz hat die Beschwerde des Versicherten abgewiesen, weil sich seine Angaben nicht als schlüssig, sondern als in sich widersprüchlich und unglaubwürdig erwiesen hätten, weshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen sei, dass er sich nach dem 25. April 1996 nicht mehr auf dem Arbeitsamt gemeldet habe. Dem ist beizupflichten. Zusätzlich zu den vom kantonalen Gericht zu Recht dargelegten Widersprüchen und Unstimmigkeiten ist auch darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer anfangs Juni 1996 nach Erhalt des Schreibens vom 7. Juni 1996 sich bei Frau W.________ gemeldet haben will, der Arbeitgeber in seinem Brief vom 11. Juli 1996 jedoch festhält, dass er das erste Schreiben dem Versicherten nochmals zustelle, nachdem dieses mit dem Vermerk "Abgereist" von der Post retourniert worden sei; der Beschwerdeführer konnte demnach anfangs Juni 1996 noch gar keine Kenntnis von dessen Inhalt haben. Nach dem Gesagten hat der Beschwerdeführer seine Kontrollpflichten verletzt und deshalb keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung für die Monate Juli bis Oktober 1996. Dass er sich in dieser Zeit tatsächlich um Arbeitsstellen bemüht hat, spielt keine Rolle; denn zu den Kontrollvorschriften als Voraussetzung zur Entstehung des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung (Art. 8 Abs. 1 AVIG) zählt nicht bloss das persönliche Bemühen um eine neue Arbeitsstelle (Art. 17 Abs. 1 AVIG), sondern auch die persönliche Anmeldung beim Arbeitsamt unter Vorlage der notwendigen Unterlagen sowie die Durchführung der Stempelkontrolle (Art. 17 Abs. 2 AVIG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 und Art. 23 AVIV in der bis 31. Dezember 1996 in Kraft stehenden Fassung).