Citation: 1C_136/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Sodann kam die Vorinstanz mit dem Regierungsrat zum Ergebnis, die verfügten Schutzmassnahmen seien verhältnismässig. Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, die Eignung und die Erforderlichkeit der denkmalpflegerischen Massnahme seien unbestritten. Mit Bezug auf die Zumutbarkeit bzw. die Verhältnismässigkeit im engeren Sinne hielt sie fest, durch die Unterschutzstellung des Hauptgebäudes dürfte für den Beschwerdeführer zwar ein beträchtlicher Verlust von Ausnützungsreserven resultieren. Freistehende Zusatzbauten seien wegen der einzuhaltenden Grenz- und Gebäudeabstände wohl nicht möglich. Auch die Realisierung eines Anbaus scheine aufgrund der dadurch entstehenden Beeinträchtigung der Villa eher fraglich. Selbst wenn ein solcher erstellt werden könnte, würde aus der Unterschutzstellung weiterhin ein beträchtlicher Verlust von Ausnützungsreserven resultieren. Den rein finanziellen Interessen eines Eigentümers an der möglichst gewinnbringenden Nutzung seiner Liegenschaft komme im Verhältnis zu gewichtigen öffentlichen Interessen an denkmalschützerischen Massnahmen indes kein entscheidendes Gewicht zu. Angesichts des festgestellten äusserst hohen denkmalpflegerischen Werts der Villa sei dem Beschwerdeführer der Verlust der Ausnützungsreserven, wenngleich sie sehr hoch und wohl an der Grenze des noch Vertretbaren seien, zuzumuten. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass für die substanzerhaltenden Sanierungsmassnahmen durchaus hohe Kosten anfallen würden. Das Gebäude befinde sich gemäss der unbestrittenen Feststellung des Regierungsrats jedenfalls nicht in einem schlechten Zustand und sei sanierungsfähig. Komme hinzu, dass die Behörden gemäss § 34 DMSG Beiträge an die substanzerhaltenden Aufwendungen in der Höhe von 50 % leisteten.