Citation: 1C_213/2017 E. 7.2.4

7.2.4. Die Beschwerdeführer berufen sich in diesem Zusammenhang auf die ebenfalls aus Art. 34 Abs. 2 BV fliessende Wahlrechtsgleichheit, namentlich auf den Grundsatz der Erfolgswertgleichheit (vgl. dazu ausführlich BGE 143 I 92 E. 3.4 f. S. 95 ff. mit Hinweisen). Die Überlegungen des Bundesgerichts zur erforderlichen Grösse von Wahlkreisen im Proporzwahlsystem (BGE 143 I 92 E. 5 S. 98 ff.) lassen sich nicht ohne Weiteres auf die Frage der Zulässigkeit eines Unterschriftenquorums im Wahlvorschlagsverfahren übertragen. Wie die Beschwerdeführer indessen zu Recht vorbringen, konnte die Stimme eines Stimmberechtigten der Gemeinde Riemenstalden nur insoweit zum Wahlergebnis beitragen, als sie für eine gültig zustande gekommene Liste bzw. für eine von mindestens fünf Stimmberechtigten aus der Gemeinde vorgeschlagene Person abgegeben wurde. Soweit in der Unmöglichkeit, die Stimme für eine andere Person abzugeben, eine (indirekte) Einschränkung der aus Art. 34 Abs. 2 BV fliessenden Erfolgswertgleichheit erblickt werden kann, bestehen hierfür ausreichende sachliche Gründe (vgl. E. 7.2.2 hiervor). Angesichts der grossen Gesamtstimmenzahl im ganzen Kanton im Verhältnis zur Anzahl Stimmberechtigter in der Gemeinde Riemenstalden bzw. in anderen Kleinstgemeinden bleiben die mit den umstrittenen Unterschriftenquoren verbundenen Auswirkungen auf das wahlkreisübergreifende Wahlergebnis marginal. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass bei der Wahl des Schwyzer Kantonsrats gemäss § 16 Abs. 3 KRWG bereits ein (gesamtkantonaler) Wähleranteil von mindestens 1 % zur Teilnahme an der Mandatsverteilung berechtigt.