Citation: 5A_744/2020 E. 2.2

2.2. Ein hinreichend schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids vermag die Beschwerdeführerin grundsätzlich geltend zu machen, soweit sie sich gegen die Neuregelung des persönlichen Verkehrs zwischen Vater und Sohn und die ihr in diesem Zusammenhang erteilten Weisungen wendet (Urteile 5A_56/2020 vom 17. August 2020 E. 1.1; 5A_70/2017 vom 11. September 2017 E. 1.2). Streitbetroffen ist dabei das dem Beschwerdegegner ursprünglich von der KESB für die Dauer von sechs Monaten eingeräumte begleitete Besuchsrecht an zwei Nachmittagen im Monat (vgl. vorne Bst. A.c). Diese Regelung ist spätestens mit der Eröffnung des angefochtenen Urteils am 13. Juli 2020 in Kraft getreten, da der Beschwerde in Zivilsachen nicht von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukam und ihr diese Wirkung auch nicht beigelegt wurde (vgl. vorne Bst. C; Art. 103 Abs. 1-3 BGG; Urteile 4A_170/2016 vom 10. Mai 2016; 5A_754/2013 vom 4. Februar 2014 E. 2 [einleitend]; DORMANN, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 6 und 12 zu Art. 103 BGG). Damit endete die streitbetroffene Besuchsregelung spätestens am 13. Januar 2021 (Art. 7 ZGB i.V.m. Art. 77 Abs. 1 Ziff. 3 OR; vgl. Urteil 5A_791/2017 vom 17. Juli 2018 E. 4.1, nicht publiziert in: BGE 144 III 313) und hatte die Beschwerdeführerin ab diesem Zeitpunkt kein aktuelles Interesse an deren Prüfung mehr, was sie im Grundsatz auch selbst anerkennt. Soweit die Beschwerdeführerin weitergehend auf Bemühungen der Behörden verweist, noch im März bzw. April 2021 Besuchskontakte zu organisieren, liegen diese ausserhalb des Gegenstands des vorliegenden Verfahrens (vgl. zum Streitgegenstand BGE 142 I 155 E. 4.4.2; 136 II 165 E. 5 [einleitend]). Zuletzt ist weder offensichtlich noch geltend gemacht, dass ausnahmsweise auf das Vorliegen eines aktuellen und praktischen Interesses an der Beschwerdeführung verzichtet werden könnte. Nach dem Ausgeführten ist das Verfahren 5A_744/2020 soweit den persönlichen Verkehr zwischen dem Beschwerdegegner und dem Sohn der Parteien und die zugehörigen Weisungen an die Beschwerdeführerin betreffend zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben. Unter diesen Umständen ist auch nicht mehr auf den eventuell gestellten Antrag einzugehen, schriftliche Kontakte zwischen dem Beschwerdegegner und dem Sohn anzuordnen. Ebenfalls erübrigen sich Weiterungen im Zusammenhang mit der von der Beschwerdeführerin beantragten Einholung verschiedener Gutachten.