Citation: 2C_709/2021 E. 5.2

5.2. Dazu erwog die Vorinstanz gestützt auf Art. 30ter Abs. 1 VRP/SG in Verbindung mit Art. 148 Abs. 1 ZPO, die Wiederherstellung einer Frist setze voraus, dass die Partei glaubhaft mache, dass sie (am Verpassen der Frist) kein oder nur ein leichtes Verschulden treffe. Bei der Frage, ob kein oder nur ein leichtes Verschulden vorliege, müsse sich eine Partei Fehler ihrer Vertretung oder von Erfüllungsgehilfen wie eigene anrechnen lassen. Vorliegend sei nicht dargetan, dass B.________ die Einreichung eines Rekurses innert Frist nicht möglich gewesen wäre. Die Wahrung der Frist sei ihr auch ohne weiteres zumutbar gewesen, zumal gemäss St. Galler Praxis die blosse Rekursanmeldung innert Frist mit der Möglichkeit einer Nachfrist zur Rekursergänzung genüge. Folglich habe das Sicherheits- und Justizdepartement zu Recht angenommen, dass kein Raum für die Wiederherstellung der Rekursfrist bestehe (vgl. E. 4 des Entscheids B 2021/71).