Citation: 7B_664/2023 E. 5.4

5.4. Auch die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs erweist sich als unbegründet. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz sei "überhaupt nicht auf sein Argument eingegangen", wonach er "nach Erhalt der A-Post Plus-Sendung" am 29. April 2023 "innert der 10tägigen Frist reagiert", eine Anwältin aufgesucht und eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 9. April 2023 habe einreichen lassen. Ebenso wenig habe die Vorinstanz seine Ausführungen zur notwendigen Verteidigung geprüft. Diese Rüge findet in den Akten keine Stütze. Das Obergericht hat mit ausführlicher Begründung die wesentlichen Gründe dargelegt, weshalb es die Beschwerdefrist als versäumt erachtet (vgl. oben, E. 3). Dabei hat es sich namentlich auch mit dem Verhalten des Beschwerdeführers nach Erhalt der Normalpost-Zustellung am 29. April 2023 befasst und erwogen, der Beschwerdeführer habe sich damals angesichts der konkreten Umstände sofort, noch vor Ablauf der Beschwerdefrist, an die Staatsanwaltschaft oder seine Rechtsvertretung wenden können und müssen. Auch zum Aspekt der notwendigen Verteidigung hat sich die Vorinstanz ausdrücklich geäussert. Im Übrigen musste sie sich von Bundesrechts wegen nicht mit sämtlichen Vorbringen und Einwendungen des Beschwerdeführers ausdrücklich und im Einzelnen befassen. Dieser legt auch sonst nicht nachvollziehbar dar, weshalb die Begründung des angefochtenen Entscheides es ihm faktisch verunmöglicht hätte, den Beschwerdeweg ans Bundesgericht wirksam zu beschreiten.