Citation: 5A_407/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Die Beschwerdeführerin bringt zur Begründung im Wesentlichen vor, dass sie, bzw. mittels Durchgriff die Alleinaktionärin und Ehefrau des Schuldners, im Strafverfahren vom Obergericht Zürich rechtskräftig zu einer Ersatzforderung im Umfang von Fr. 400'000.-- verpflichtet worden sei. Die Vorinstanzen im Strafverfahren sowie das Bundesgericht haben festgehalten, dass die Beschwerdeführerin bzw. die Ehefrau des Schuldners im Umfang des durch die Investition deliktischer Mittel erzielten Wertzuwachses einen wirtschaftlichen Vorteil erzielt hätten, weshalb die Ersatzforderung statthaft sei. Ein Wertzuwachs des nichtdeliktischen Vermögenswertes, der auf die Investition des deliktisch erlangten Vermögenswertes zurückzuführen ist, sei "begriffstechnisch zwangsläufig" nur möglich, wenn der betreffende Vermögenswert im Eigentum der mit einer Ersatzforderung belegten Partei, vorliegend die Beschwerdeführerin bzw. mittels Durchgriff die Ehefrau des Schuldners, stehe. Mit der Verurteilung zu einer Vermögenseinziehung bzw. zur Leistung einer Ersatzforderung sei auch die Frage nach dem Eigentum an der fraglichen Liegenschaft geklärt worden. Die Vorinstanz sei im Arrestverfahren an den rechtskräftigen Entscheid im Strafverfahren hinsichtlich Eigentum gebunden. Sie könne sich nicht darauf abstützen, dass auch das Strafgericht in ihren Erwägungen den Grundbucheintrag in Bezug auf die Eigentümerschaft materiell als unrichtig beurteilte, da einzig das Dispositiv bindend sei. Eine andere Auffassung würde gemäss der Beschwerdeführerin zu sich widersprechenden unhaltbaren Urteilen führen. Durch diese sich widersprechenden Urteile würde die Beschwerdeführerin bzw. die Ehefrau des Schuldners "zweimal betraft". Einerseits mittels einer Ersatzforderung im Zusammenhang mit der Liegenschaft und andererseits, indem nun dieselbe Liegenschaft zusätzlich als Vollstreckungssubstrat bezüglich einer anderen Person - des Schuldners - verwendet würde.