Citation: 6B_55/2015 E. 3.5

3.5. Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, ihr jugendliches Alter sei strafmindernd zu berücksichtigen. Entscheidend ist, ob die Beschwerdeführerin volle Einsicht in das Unrecht ihrer Tat besass (vgl. Urteile 6B_32/2008 vom 13. Mai 2008 E. 1.2; 6S.84/2005 vom 20. Oktober 2005 E. 3.4). Die Vorinstanz erwägt, es sei kein Zusammenhang zwischen der Tat und dem jugendlichen Alter der Beschwerdeführerin erkennbar. Sie habe die Tat nicht aus jugendlichem Leichtsinn begangen. Aus den Akten ergibt sich nichts Gegenteiliges. Es sei noch auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. Dieter Böhm vom 9. Februar 2012 hingewiesen. Demnach wurde bei der Beschwerdeführerin zwar eine Persönlichkeitsstörung mit unreifen Zügen diagnostiziert. Ihre Einsichtsfähigkeit sei deswegen jedoch nicht aufgehoben (act. 425 ff.; act. 435).