Citation: 6B_1347/2019 E. 1

Die Beschwerdegegnerin 2 (nachfolgend "Privatklägerin") stellte gegen den Beschwerdeführer Strafanzeige wegen des Verdachts auf Veruntreuung. Mit Verfügung vom 21. Februar 2019 stellte die Beschwerdegegnerin 1 das Verfahren hinsichtlich einer Darlehensvergabe (teilweise respektive nach vorheriger Verfahrenstrennung vollständig) ein und auferlegte dem Beschwerdeführer gleichzeitig Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 2'400.-. Die vom Beschwerdeführer gegen die Kostenauflage erhobene Beschwerde wies die Vorinstanz mit Entscheid vom 10. Oktober 2019 kostenpflichtig ab. Sie erwägt zusammengefasst, der Einstellungsverfügung könne kein Verdacht auf Anlastung eines strafrechtlichen Verhaltens entnommen werden, weshalb die Kostenauflage nicht gegen die Unschuldsvermutung verstosse. Der Beschwerdegegnerin 1 sei zuzustimmen, dass die dem Beschwerdeführer von der Privatklägerin vorgeworfene Verletzung seiner Rechenschafts- und Herausgabepflichten als Beauftragter "klar geeignet" gewesen sei, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge den Verdacht einer strafbaren Handlung zu erwecken. Die Vertragsverletzungen seien demnach adäquat-kausal für die Eröffnung des Strafverfahrens. Die Kostenauflage gemäss Art. 426 Abs. 2 StPO sei mithin zu Recht erfolgt. Da der Kostenentscheid grundsätzlich die Entschädigungsfrage präjudiziere, sei dem Beschwerdeführer auch keine Entschädigung zuzusprechen (Art. 430 Abs. 1 lit. a StPO) und dieser habe die Privatklägerin angemessen zu entschädigen (Art. 433 Abs. 1 lit. b StPO).