Citation: 8C_741/2007 14.04.2008 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht kam in einlässlicher und sorgfältiger Würdigung der gesamten Akten zum Schluss, dass der Sachverhalt vollständig abgeklärt sei. Mit Bezug auf die im Bericht des Dr. med. H.________ vom 9. Juli 2002 erstmals erwähnten Rückenbeschwerden der Versicherten sei ein Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis im Zeitpunkt des Erlasses der ursprünglichen Verfügung vom 19. August 2002 nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen gewesen und auch Kreisarzt Dr. med. R.________ habe diese im Bericht vom 26. Juni 2006 als unfallfremd bezeichnet, was sich insbesondere vor dem Hintergrund der medizinischen Erfahrungstatsache nicht beanstanden lasse, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstünden und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht falle. Im Bereich des rechten oberen Sprunggelenks könne aufgrund eines Vergleichs der medizinischen Unterlagen, wie sie der verfügten Leistungseinstellung ab 1. Juli 2002 zugrunde gelegen hätten - insbesondere des Berichts des Spitals X.________ vom 15. August 2002 und des Berichts des Kreisarztes Dr. med. R.________ vom 19. Juli 2002 - und den neuen medizinischen Unterlagen - namentlich des Berichts des Kreisarztes Dr. med. R.________ vom 26. Juni 2006, der röntgenologischen Abklärungen vom 20. Juli 2006 und der ärztlichen Beurteilung des Dr. med. M.________ vom 18. September 2006 - keine relevante, unfallkausale Verschlechterung der Verhältnisse festgestellt werden, weshalb kein Rückfall vorliege. Hinsichtlich des psychischen Gesundheitsschadens, welchen der Psychiater Dr. med. Z.________ im Bericht vom 11. Mai 2006 als somatoforme Schmerzstörung der rechten Körperhälfte, lumbospondylogenes Schmerzsyndrom und leicht- bis mittelgradige depressive Episode bei mehrfacher psychosozialer, familiärer Belastungssituation diagnostizierte, stellte das kantonale Gericht fest, es fehle jedenfalls an einem adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und der psychischen Symptomatik, womit unfallkausale Spätfolgen zu verneinen seien. 3.2 Die Vorbringen in der Beschwerde vermögen, soweit sie nicht Rügen betreffen, mit denen sich das kantonale Gericht nicht ohnehin bereits zutreffend auseinandergesetzt hat, die vorinstanzliche Beurteilung nicht ernsthaft in Frage zu stellen. Insbesondere ergibt sich aus den vor Erlass der leistungseinstellenden Verfügung vom 19. August 2002 - deren Rechtmässigkeit im vorliegenden Verfahren nicht zu überprüfen ist (vgl. in diesem Zusammenhang das zwischen denselben Parteien ergangene Urteil U 371/05 vom 20. Januar 2006) - erstellten medizinischen Unterlagen, dass die Versicherte elektrisierende Schmerzen im rechten Bein und Fuss schilderte, welche den Gang erschwerten und sie daran hindern würden zu arbeiten. Laut Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie am Spital Y.________ vom 3. Mai 2002 standen die Klagen jedoch in einem deutlichen Missverhältnis zu den objektiven Befunden. Weitere therapeutische Möglichkeiten konnten nicht aufgezeigt werden, weshalb die Behandlung abgeschlossen wurde. Kreisarzt Dr. med. B.________ stellte laut Untersuchungsbericht vom 13. Juni 2002 Hinweise auf eine Schwellung und eine Verminderung der Beweglichkeit im Bereich der Sprunggelenke fest. Eine reduzierte Belastbarkeit des rechten Beines sei zwar glaubhaft, doch sei der Versicherten die bisherige, vorwiegend im Stehen auszuführende Arbeit zumutbar, da sie weder gehen noch schwere Gewichte tragen müsse. Etwas anderes lässt sich auch dem Bericht des Hausarztes Dr. med. H.________ vom 9. Juli 2002 nicht entnehmen. Kreisarzt Dr. med. R.________ attestierte gemäss Bericht vom 19. Juli 2002 trotz allfälligen, sehr diskreten, jedoch abgeheilten Restbefunden am rechten OSG eine volle Arbeitsfähigkeit. Seit der Auflösung des letzten Arbeitsverhältnisses auf den 1. Dezember 2001 geht die Versicherte keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Aus somatischer Sicht hat sich seit der ursprünglichen Verfügung nichts Wesentliches geändert, wie sich den Angaben der Versicherten gemäss Besprechungsprotokoll vom 6. April 2006 und den Berichten des Spitals Y.________ vom 26. Januar 2004, des Dr. med. H.________ vom 14. Juni 2006, des Kreisarztes Dr. med. R.________ vom 26. Juni 2006 und des Dr. med. M.________ vom 18. September 2006 entnehmen lässt. Ein Rückfall im Rechtssinne, bei dem es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit handelt, bei der es zu ärztlicher Behandlung und möglicherweise zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt, liegt daher mangels geänderter unfallkausaler Verhältnisse im Bereich des Sprunggelenks nicht vor. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin stützt sich diese Betrachtungsweise nicht allein auf Angaben von der Beschwerdegegnerin nahestehenden Ärzten. Vielmehr beruht sie auf umfassenden medizinischen Abklärungen, welche eine abschliessende Beurteilung zulassen, weshalb sich beweismässige Weiterungen erübrigen. Nebst diesen somatischen Beeinträchtigungen bestehen unstreitig psychische Probleme, welche gemäss den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz jedoch nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall stehen. Laut Bericht des Psychiaters Dr. med. Z.________ vom 11. Mai 2006 ist die Arbeitfähigkeit aus psychiatrischer Sicht vollständig eingeschränkt. Insofern besteht somit keine unlösbare Diskrepanz, wenn die finale Invalidenversicherung der Versicherten mit Wirkung ab 1. November 2001 eine ganze Rente zugesprochen hat. Auch an der fehlenden Unfallkausalität der Rückenbeschwerden vermögen die Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts zu ändern. Die vorinstanzlich bestätigte Abweisung der beantragten Versicherungsleistungen unter den Titeln Rückfall und Spätfolge erweist sich daher als bundesrechtskonform.