Citation: 2C_532/2017 E. 3.3

3.3. Dem Beschwerdeführer ist trotz seines ausländerrechtlich nicht zu unterschätzenden Verschuldens zugute zu halten, dass sein Mittäter die treibende Kraft bei den Taten war und er sich nur als "Mitläufer" daran beteiligt hat. Nach Ansicht des Verwaltungsgerichts spricht die Tatsache eher gegen eine Rückfallsgefahr, dass der zum Tatzeitpunkt 19-jährige Beschwerdeführer sich sofort geständig zeigte und die Tat auf eine gewisse Unreife schliessen lässt. Inzwischen hat der Beschwerdeführer sein Bedauern über die Taten zum Ausdruck gebracht sowie Reue und Einsicht gezeigt. Die jugendstrafrechtliche Verurteilung zu einer Busse von Fr. 100.-- liegt bereits einige Zeit zurück und fällt nicht grösser ins Gewicht. Die Verurteilung wegen Führens eines Motorrads ohne Führerausweis erfolgte nach den beiden Raubtaten, sodass nicht gesagt werden kann, dass ihm diese Verurteilung keine Lehre gewesen wäre. Zusammengefasst besteht ein ausländerrechtliches Verschulden mittleren Grades, wobei die Gewaltanwendung des Beschwerdeführers in der Nacht vom 22. Februar 2014 in keiner Weise beschönigt werden darf, auch wenn es sich um zwei isolierte, etwas atypische Raubtaten gehandelt hat.