Citation: 5A.6/2006 18.07.2006 E. 1

Die Justizkommission hat ausgeführt, die irrtümliche Löschung eines Eintrages oder einer Vormerkung aus einem Versehen des Grundbuchverwalters führe zu einem unrichtigen Eintrag im Sinn von Art. 98 GBV. Vorliegend sei jedoch die Löschung nicht irrtümlich erfolgt: Die vorläufige Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts sei gemäss Ziff. 2 des amtsgerichtlichen Entscheids vom 30. Juni 2004 auf vier Monate befristet gewesen, unter ausdrücklichem Hinweis darauf, dass bei unbenütztem Ablauf der Frist die vorläufige Eintragung von Amtes wegen gelöscht werde. Die Befristung ergebe sich auch aus dem Grundbuch. Dem Grundbuchamt habe diesbezüglich weder formell noch materiell eine Prüfungsmöglichkeit zugestanden. Unwiderlegte Tatsache sei zudem, dass innert der Frist von vier Monaten keine Anzeige der Klage auf definitive Eintragung beim Grundbuchamt eingegangen sei. Sodann habe keine "Nachforschungspflicht" des Grundbuchamtes bestanden, weshalb dieses nach Ablauf der Frist die Löschung von Amtes wegen habe vornehmen dürfen und dabei keinem Irrtum unterlegen sei. Bei dieser Rechtslage würden die Beschwerdeführer nicht darum herumkommen, den bereits aufgezeigten Weg zu beschreiten und gemäss Art. 976 Abs. 3 ZGB Klage auf Wiedereintragung zu erheben; in jenem Verfahren werde die Rechtmässigkeit (bzw. die von den Beschwerdeführern behauptete Unrechtmässigkeit) der Befristung gemäss Ziff. 2 des amtsgerichtlichen Entscheides vom 30. Juni 2004 zu prüfen sein.