Citation: 4A_367/2013 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz teilte die Ansicht der Beschwerdeführer, wonach Ziff. 2.10 Abs. 2 BAR die Regelung in Ziff. 2.10 Abs. 1 BAR nicht aufhebe. Überlappungszeit sei somit in jedem Fall zu gewähren und nicht nur, wenn das Triebfahrzeug aus betrieblichen Gründen durchgehend besetzt sein müsse. Allerdings sei die Überlappungszeit je nach Aufenthaltszeit des Zuges im Bahnhof von unterschiedlicher Dauer. Bei einem Zugsaufenthalt von 5 Minuten sei der Arbeitsbeginn des übernehmenden Lokomotivführers auf 5 Minuten vor Zugsabfahrt und das Arbeitsende des übergebenden Lokomotivführers auf 5 Minuten nach Zugsankunft festzulegen. Diese entspreche der bestehenden Regelung. Bei einem Zugsaufenthalt von über 5 Minuten sei entweder das Arbeitsende des übergebenden Lokomotivführers so hinauszuschieben oder der Arbeitsbeginn der übernehmenden Lokomotivführers so vorzuziehen, dass eine Überlappungszeit von je 5 Minuten bestehe, ausmachend insgesamt 10 Minuten. In diesem Punkt müsse die Beschwerdegegnerin entsprechende Anpassungen vornehmen, da mit der bestehenden Regelung die Überlappungszeit von 10 Minuten nicht erreicht würde. Bei einem Zugsaufenthalt von unter 5 Minuten hingegen könne eine Überlappungszeit von insgesamt 10 Minuten aus fahrplantechnischen Gründen gar nicht erreicht werden. Ziff. 2.10 BAR bezwecke die Ermöglichung der Arbeitsübergabe. Aus dieser Bestimmung könne nicht abgeleitet werden, dass je 5 Minuten Überlappungszeit gewährleistet werde, obwohl der Zug gar nicht so lange am Bahnhof sei und daher eine Arbeitsübergabe von 5 Minuten Dauer gar nicht möglich sei. Die je nötige Überlappungszeit könne hier nicht länger dauern als die Aufenthaltszeit des Zuges im Bahnhof.