Citation: 2C_434/2019 E. 4

Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, die Regelung der von den Eisenbahnkonzessionären im Sinne von Art. 15 GFinR3 geschuldeten "Beiträge" im Gesetz über die Finanzierung der 3. Rhonekorrektion sei aus verschiedenen Gründen bundesrechtswidrig. Die Beurteilung der Übereinstimmung dieser Regelung mit dem übergeordneten (Bundes-) Recht hängt insbesondere von der Rechtsnatur der erwähnten "Beiträge" ab. Die Verfahrensbeteiligten sind sich nicht einig, um welche Art von öffentlichen Abgaben es sich bei den streitbetroffenen "Beiträgen" handelt: Nach Ansicht des Staatsrates sind die von den Eisenbahnkonzessionären im Sinne von Art. 15 GFinR3 zu entrichtenden "Beiträge" Vorzugslasten bzw. Kausalabgaben. Demgegenüber betrachten die Beschwerdeführerinnen diese "Beiträge" als Sondersteuern in Form von Zwecksteuern bzw. Kostenanlastungssteuern.