Citation: 2C_94/2024 E. 8.1

8.1. Indem die Vorinstanz - so die Beschwerdeführerin - nicht allein die Art. 8, 9, 16 und 17-19 VAG für auf die vorliegend strittigen Dividendenausschüttungen anwendbar erachtet habe, habe sie den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig bzw. in rechtsverletzender Weise festgestellt. Das angefochtene Urteil enthalte entgegen der Untersuchungsmaxime namentlich keine Feststellungen zur finanziellen Situation der Beschwerdeführerin. Hätte die Vorinstanz hierzu Ermittlungen angestellt, wäre sie zum Schluss gelangt, dass die Beschwerdeführerin die in den Art. 8, 9, 16 und 17-19 VAG enthaltenen Vorgaben vollumfänglich erfülle, was zur Gutheissung der Beschwerde bzw. zur Genehmigung der strittigen Substanzentnahmen hätte führen müssen. Ferner enthalte das angefochtene Urteil zu Unrecht keine Feststellungen betreffend das Ende der gezeichneten Versicherungspolicen sowie den genehmigten Abwicklungsplan und die mit diesem verbundenen Änderungen des Geschäftsplans. Des Weiteren habe die Beschwerdeführerin wesentlich mehr Unterlagen eingereicht als die Vorinstanz in der E. 9.2.3 des angefochtenen Urteils aufzähle sowie die entsprechende Dokumentation überdies schlüssig strukturiert. Abgesehen davon, dass die von der Vorinstanz verlangten Nachweise betreffend Verjährungsfristen und Schadenmeldungen sowie zur genauen Höhe einer in Israel eingeklagten Forderung gar nicht hätten verlangt werden dürfen, habe die Beschwerdeführerin die gewünschten Unterlagen bzw. Informationen geliefert. Schliesslich ergebe sich das beabsichtigte Ende der Versicherungstätigkeit klar aus den Akten und sei die vorinstanzliche Feststellung, die FINMA habe bereits im Rahmen der Prüfung der früheren Gesuche der Beschwerdeführerin um Genehmigung von Substanzentnahmen den gleich strengen Massstab angewendet wie bei der Prüfung des vorliegend strittigen Gesuchs, willkürlich.