Citation: 5A_945/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz wies das Gesuch der Beschwerdeführerin wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht ab. Sie erwog, als Begründung führe die Beschwerdeführerin aus, dass sie im erstinstanzlichen Verfahren auf unentgeltliche Rechtspflege angewiesen gewesen sei und sich an ihrer finanziellen Situation nichts geändert habe; sie lebe derzeit von der Sozialhilfe. Die Beschwerdeführerin verweise weder auf allfällige vorinstanzliche Akten noch reiche sie entsprechende Belege ein. Wie es sich mit ihren aktuellen finanziellen Verhältnissen verhalte, habe sie in ihrem Gesuch nicht dargetan. Es sei der anwaltlich vertretenen und in prozessualer Hinsicht somit nicht unbeholfenen Beschwerdeführerin daher vorzuhalten, ihre finanzielle Situation nicht schlüssig dargelegt, nicht belegt und insoweit ihre Mitwirkungspflicht verletzt zu haben. Daran ändere nichts, dass sie sich bereit erklärt habe, aktuelle Unterlagen auf gerichtliche Aufforderung hin nachzureichen, falls solche benötigt würden. Entsprechend sei die Bedürftigkeit aufgrund der Verletzung der Mitwirkungsobliegenheit zu verneinen und das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen, ohne dass hierfür der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin eine Nachfrist anzusetzen wäre.