Citation: 1C_414/2022 E. 5

Nach diesen Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Obwalden vom 8. Juni 2022 aufzuheben. Die Sache ist an den Einwohnergemeinderat Sarnen zurückzuweisen zur Durchführung eines Baubewilligungsverfahrens. Die Beschwerdegegnerin hat den Betrieb der vorliegend umstrittenen Antennen, deren Antennendiagramm vom ursprünglich baubewilligten abweicht, vorerst antragsgemäss einzustellen. Auf die weiteren Vorbringen und den Antrag der Beschwerdeführenden, es sei ihnen das letzte Messprotokoll der umstrittenen Anlage auszuhändigen, braucht bei diesem Ergebnis nicht mehr eingegangen zu werden. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 66 BGG). Die anwaltlich nicht vertretenen Beschwerdeführenden vermögen keinen besonders hohen Aufwand darzutun und haben daher keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG; vgl. BGE 133 III 439 E. 4 mit Hinweis). Das Bundesgericht kann gemäss Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG die Kosten- und Entschädigungsfolgen des vorangegangenen Verfahrens neu festlegen. Da das Verwaltungsgericht und der Regierungsrat des Kantons Obwalden die Beschwerde je hätten gutheissen müssen, erscheint es gerechtfertigt, die jeweiligen Verfahrenskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Nachdem die Beschwerdeführenden weder im verwaltungsgerichtlichen noch im regierungsrätlichen Verfahren anwaltlich vertreten waren, ist ihnen für diese Verfahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 23a Abs. 3 und Art. 23h der Verordnung des Kantons Obwalden vom 29. Januar 1998 über das Verwaltungs- und Verwaltungsbeschwerdeverfahren [Verwaltungsverfahrensverordnung, VwVV/OW; GDB 133.21] bzw. Art. 20 Abs. 1 der Verordnung des Kantons Obwalden vom 9. März 1973 über das Verwaltungsgerichtsverfahren [VGV/OW; GDB 134.14]).