Citation: U 93/03 02.09.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob die psychischen Störungen, unter welchen der Beschwerdeführer leidet und die laut Gutachten der MEDAS vom 9. Januar 2002 mindestens teilweise auf den versicherten Unfall zurückzuführen sind, was für die Bejahung der natürlichen Kausalität praxisgemäss genügt (BGE 119 V 337 f. Erw. 1), in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 2. Mai 1990 stehen. 2.1 Laut Unfallmeldung der Arbeitgeberfirma vom 3. Mai 1990 zog sich der Beschwerdeführer die Verletzung am linken Handgelenk beim seitlichen Absprung von dem in die Grube stürzenden Dumper zu. Ein Sturz in eine mehrere Meter tiefe Grube, wie vom Versicherten behauptet, kann diesen Angaben zufolge ausgeschlossen werden. Dies gilt umso mehr, als sich der von der SUVA aufgelegten FAX-Meldung der Arbeitgeberfirma entnehmen lässt, dass der Graben nur rund einen halben Meter tief war. Aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs und der vom Beschwerdeführer erlittenen Verletzung (offene distale Radiusfraktur links) ist der Unfall im Rahmen der Einteilung, wie sie für die Belange der Adäquanzbeurteilung vorzunehmen ist (BGE 115 V 138 Erw. 6), den leichteren Fällen im mittleren Bereich zuzuordnen. Der adäquate Kausalzusammenhang wäre daher nur zu bejahen, wenn eines der unfallbezogenen Kriterien gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa in besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre oder die massgebenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben wären. 2.2 Dies trifft hier nicht zu. Zwar kann dem Beschwerdeführer darin beigepflichtet werden, dass die Kriterien der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung, des schwierigen Heilungsverlaufs und der körperlichen Dauerschmerzen, wenn auch nicht in besonders ausgeprägter Weise, gegeben sind. Nicht erfüllt sind hingegen die weiteren unfallbezogenen Kriterien: Der Unfall ereignete sich weder unter dramatischen Begleitumständen noch ist er als besonders eindrücklich zu bezeichnen. Ferner ist die erlittene Radiusfraktur keine schwere Verletzung und auch erfahrungsgemäss nicht geeignet, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. Des Weiteren ist auch keine ärztliche Fehlbehandlung ausgewiesen, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmerte. Mit Bezug auf den Grad und die Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit nach dem Unfall vom 2. Mai 1990 ergibt sich Folgendes: Nach vorübergehender Wiederaufnahme der Arbeit in einem Teilpensum Ende August 1990 und drei Wochen Ferien im September 1990 wurde der Beschwerdeführer von seinem Hausarzt, Dr. H.________ ab 23. November 1990 als voll arbeitsfähig erachtet. In der Folge war der Versicherte bis am 14. Januar 1992 (Operation) voll leistungsfähig und arbeitete auch nach dem Eingriff ab Anfang März 2002 wieder in vollem Umfang, woran sich bis November 1996 nichts änderte. Angesichts dieses Verlaufs während 6 ½ Jahren nach dem versicherten Ereignis ist das Kriterium des Grades und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit offensichtlich nicht gegeben. Denn die später eingetretene Arbeitsunfähigkeit lässt sich einerseits nicht mehr als unfallbezogen im Sinne der Rechtsprechung bezeichnen, andererseits ist diese zu wesentlichen Teilen auf die psychische Fehlentwicklung zurückzuführen, wie insbesondere auch aus dem Bericht des SUVA-Kreisarztes Dr. C.________ (vom 21. Juni 2000) und dem Gutachten der MEDAS vom 9. Januar 2002 erhellt. 2.3 In Würdigung aller Umstände kommt dem Unfall vom 2. Mai 1990 keine massgebende Bedeutung für die psychische Fehlentwicklung mit anhaltender Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers zu. Die Vorinstanz hat daher die Leistungspflicht der SUVA für die psychischen Unfallfolgen zu Recht verneint.