Citation: 9C_739/2023 E. 6.1

6.1. Weiter wird in der Beschwerde geltend gemacht, Prof. Dr. med. B.________ habe in seinem Gutachten vom 2. Oktober 2020 eine signifikante Veränderung der Arbeitsfähigkeit festgestellt, nämlich eine Abnahme um 80 % in der angestammten und um 10 % in einer leichten Tätigkeit. Gleichzeitig habe er keine Kritik am SMAB-Gutachten vom 31. Dezember 2012 geübt, was zeige, dass er die damals getroffenen Feststellungen nicht anders habe beurteilen wollen; die gegenteilige Behauptung im angefochtenen Urteil sei nicht nachvollziehbar. Dass im Gutachten vom 2. Oktober 2020 eine Äusserung dazu fehle, ob und inwiefern sich der Gesundheitszustand effektiv verändert hatte, sei ausschlaggebend dafür gewesen, dass die IV-Stelle Prof. Dr. med. B.________ Zusatzfragen unterbreitet habe. Diese seien von ihm allerdings nie beantwortet worden, und zwar allein aus dem Grund, dass ihm die IV-Stelle eine weitere Untersuchung verwehrt habe. Damit aber stütze sich die Vorinstanz in ihrem Urteil nicht auf gesicherte Kenntnisse, sondern auf Spekulationen. Der Sachverhalt sei nicht rechtsgenüglich festgestellt, was Art. 61 lit. c ATSG verletze; die Angelegenheit müsse zu ergänzenden Abklärungen an die IV-Stelle zurückgewiesen werden.