Citation: I 227/01 17.12.2002 E. 2

Gemäss Art. 17 Abs. 1 IVG hat der Versicherte Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder wesentlich verbessert werden kann. Der Umschulungsanspruch setzt eine Invalidität oder die unmittelbare Bedrohung durch eine solche voraus (Art. 8 Abs. 1 IVG). Als invalid im Sinne von Art. 17 IVG gilt, wer nicht hinreichend eingegliedert ist, weil der Gesundheitsschaden eine Art und Schwere erreicht hat, welche die Ausübung der bisherigen Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise unzumutbar macht. Dabei muss der Invaliditätsgrad ein bestimmtes erhebliches Mass erreicht haben. Dies ist der Fall, wenn der Versicherte in den ihm noch zumutbaren und ohne zusätzliche berufliche Ausbildung zugänglichen Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 Prozent erleidet (BGE 124 V 110 Erw. 2b mit Hinweisen). Ob ein Invaliditätsgrad in dieser Höhe gegeben ist, entscheidet sich, wie das kantonale Gericht zutreffend dargelegt hat, durch Vergleich des mutmasslichen Verdienstes ohne Behinderung mit dem trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage zumutbarerweise erzielbaren Erwerbseinkommen (Invaliditätsbemessung nach der Methode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b).