Citation: 9C_97/2025 E. 4.5

4.5. Für die ordnungsgemässe Zustellung ist die Verwaltungsbehörde beweisbelastet (BGE 142 III 599 E. 2.2). Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die "A-Post-Plus" Zustellung eine gängige und anerkannte Methode, besonders zum Versand von Einspracheentscheiden im Steuerbereich (vgl. Urteile 9C_734/2023 vom 21. Februar 2024 E. 3; 9C_627/2022 vom 1. November 2023 E. 4 m.w.H.; 9C_281/2023 vom 4. Mai 2023 E. 1.2; 9C_624/2022 vom 15. März 2023 E. 3.1; 2C_392/2017 vom 11. Januar 2018 E. 2.1). Verfügungen und Entscheide der Steuerbehörden werden dem Steuerpflichtigen schriftlich eröffnet und müssen eine Rechtsmittelbelehrung enthalten (Art. 116 Abs. 1 DBG). Weitere Formvorschriften stellt das Gesetz nicht auf (Urteile 2C_392/2017 vom 11. Januar 2018 E. 2.1; 2C_570/2011 / 2C_577/2011 vom 24. Januar 2012 E. 4.1). Zum Verfahren mit "A-Post-Plus" gilt, dass mit der elektronischen Sendungsverfolgung "Track & Trace" der Post CH AG zwar nicht bewiesen wird, dass die Sendung tatsächlich in den Empfangsbereich des Empfängers gelangt ist, sondern bloss, dass die Post CH AG einen entsprechenden Eintrag in ihrem Erfassungssystem vorgenommen hat. Im Sinne eines Indizes lässt sich aus dem Eintrag aber darauf schliessen, dass die Sendung in den Briefkasten oder in das Postfach des Adressaten gelegt wurde (BGE 144 IV 57 E. 2.3.1; 142 III 599 E. 2.2; Urteil 9C_627/2022 vom 1. November 2023 E. 4.4 m.w.H.).