Citation: 1P.63/2003 08.05.2003 E. 3

Im Hinblick auf die Verurteilung wegen unbefugten "Inverkehrbringens" von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 BetmG bringt der Beschwerdeführer vor, es sei widersprüchlich wenn das Kantonsgericht davon ausgehe, dieser Tatbestand sei erfüllt und im Zusammenhang mit der Strafzumessung ausführe, zugunsten des Angeklagten sei der Umstand zu werten, "dass ein Grossteil seiner Ernte aus dem Jahre 1999, offenbar ohne in Verkehr gebracht worden zu sein, verrottet" sei. Nach den rechtlichen, im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren nicht überprüfbaren Ausführungen des Kantonsgerichts macht sich des "Inverkehrbringens" nach Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 BetmG schuldig, wer einer anderen Person die Möglichkeit eröffnet, die tatsächliche Verfügungsgewalt über ein Betäubungsmittel zu erlangen. Nach der vom Beschwerdeführer nicht beanstandeten tatsächlichen Feststellung des Kantonsgerichts hat dieser selber angegeben, die Ernte des Jahres 1999 zunächst bei seinem Vater und bei Y.________ gelagert zu haben, was auch die als Zeugin befragte Ehefrau des letzteren bestätigt habe. Sein Vater habe den bei ihm deponierten Hanf weitergegeben. Derjenige bei Y.________ sei verrottet. Aufgrund dieser Tatsachen zog das Kantonsgericht den Schluss, der Beschwerdeführer habe bereits durch dieses Verhalten Drittpersonen die tatsächliche Verfügungsgewalt über Hanf in Betäubungsmittelqualität übertragen und damit den fraglichen Tatbestand erfüllt. Nach dem Ausgeführten verrottete ein Grossteil der Ernte 1999 offenbar erst dann, als der Beschwerdeführer den Hanf im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 StGB bereits "in Verkehr gebracht" hatte. Die im Zusammenhang mit der Strafzumessung verwendete Formulierung ist zwar für sich allein genommen missverständlich, vermag aber im Gesamtzusammenhang die Sachverhaltsfeststellung des Kantonsgerichts unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten nicht in Zweifel zu ziehen.