Citation: 5A_765/2022 E. 6.4.3

6.4.3. Ausdrücklich behauptet die Beschwerdeführerin, solche Ausführungen vor Erstinstanz gemacht zu haben. Nicht geltend macht sie jedoch, dass sie entsprechende Vorbringen vor Vorinstanz erhoben hat. Ihre Rüge zielt daher von Anfang an ins Leere, zumal die Vorinstanz den angefochtenen Entscheid grundsätzlich nur auf die gerügten Punkte hin zu überprüfen hatte (BGE 144 III 394 E. 4.1.4). Nicht mehr zu prüfen, weil nicht gerügt, ist damit die Frage, ob die einjährige Verwirkungsfrist gemäss Art. 521 Abs. 1 und Art. 533 Abs. 1 ZGB im Zeitpunkt der Klagebegründung am 25. September 2019 tatsächlich bereits abgelaufen war bzw. insbesondere, wann die Frist vorliegend überhaupt begonnen und ob der zwischen den Parteien entbrannte Auslegungsstreit einen Einfluss auf den Fristbeginn hat.