Citation: 6B_559/2017 E. 1.2

1.2. Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm stellte am 13. Mai 2016 das Strafverfahren ein. Die Strafantragsteller erhoben Beschwerde. Das Obergerichts des Kantons Aargau wies die Beschwerde am 8. März 2017 ab. Das Gericht führte aus, unbestritten habe Y.________ den Zeitungsartikel verfasst. Die Informationen wolle er von X.________ erhalten haben, was dieser bestätigt habe. Die Privatkläger seien mit rechtskräftigem Urteil des Präsidenten des Zivilgerichts Basel-Landschaft West vom 17. Februar 2015 solidarisch verpflichtet worden, Mietzinse für mehrere Monate zu bezahlen sowie die Mieterkaution einzuzahlen. Es kam zum Ergebnis, Y.________ wäre höchstwahrscheinlich in der Lage, den Wahrheitsbeweis zu erbringen, womit ein Freispruch zu erwarten wäre (Urteil S. 9). Die Informationen der Vorvermieterin über die verursachten Sanierungskosten habe er in guten Treuen als wahrheitsgemäss einstufen dürfen. Es wäre bei einer gerichtlichen Beurteilung zu erwarten, dass er den Gutglaubensbeweis erbringen könnte und vom Vorwurf der üblen Nachrede freigesprochen würde. Überdies sei die Erbringung des Wahrheitsbeweises nicht ausgeschlossen (Urteil S. 9, 10). Den Begriff "Mietnomaden" habe er unter Verweisung auf die bei der Vorvermieterin angefallenen enormen Instandstellungskosten verwendet. Bei einer gerichtlichen Beurteilung könnte er aller Voraussicht nach den Wahrheitsbeweis erbringen; weiter könnte der Gutglaubensbeweis erbracht werden. Die "Anmeldung für Mietinteressenten" habe falsche Angaben bezüglich Einkommens- und Betreibungssituation der Privatkläger enthalten. Er habe ernsthafte Gründe gehabt, den Begriff "Mietnomaden" als zutreffend zu erachten. Y.________ vermöge sich von sämtlichen monierten Passagen im Zeitungsartikel zu entlasten (Urteil S. 11, 12). Aller Voraussicht nach würde er von den Vorwürfen der üblen Nachrede und der Verleumdung freigesprochen. Das Strafverfahren sei zu Recht eingestellt worden (Urteil S. 13).