Citation: 1P.585/2004 12.01.2005 E. 3

3.1 Sodann macht der Beschwerdeführer geltend, das Obergericht versäume es, "mit der hier vorliegenden Begründung eine scharfe Trennung zwischen der regulären Anmeldung eines ersichtlichen Nichtigkeitsgrundes und der nachträglichen - subsidiären - Anmeldung eines Nichtigkeitsgrundes zu ziehen, welcher auf dem späteren Entdecken von Mängeln beruht." Es hätten Nichtigkeitsgründe vorgelegen, und er habe die Nichtigkeitsbeschwerde rechtzeitig angemeldet. In diesem Vorbringen kann implizit die Rüge der Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) gesehen werden. Sinngemäss rügt der Beschwerdeführer die willkürliche, d.h. krass falsche Rechtsanwendung. 3.2 Das Obergericht trat auf die gegen die Abschreibungsverfügung des Einzelrichters gerichtete Nichtigkeitsbeschwerde mit der Begründung nicht ein, dass der Beschwerdeführer die Frist zur Anmeldung der Nichtigkeitsbeschwerde nicht eingehalten habe. Nach § 431 Satz 1 des Gesetzes betreffend den Strafprozess des Kantons Zürich vom 4. Mai 1919 sei die Nichtigkeitsbeschwerde binnen zehn Tagen, von der Eröffnung des Entscheides oder der Entdeckung des Mangels an gerechnet, anzumelden. Die einzelrichterliche Verfügung vom 11. Dezember 2003 sei dem Beschwerdeführer am 20. Februar 2004 zugestellt worden. Die ordentliche Anmeldefrist sei damit am 1. März 2004 abgelaufen. Der Beschwerdeführer habe seine Eingabe aber erst am 13. August 2004 der Post übergeben, weshalb sich diese hinsichtlich der ordentlichen Anmeldefrist als offensichtlich verspätet erweise. Sollte sich der Beschwerdeführer, wie er behaupte, nach Empfang der Verfügung zwecks mündlicher Anmeldung der Nichtigkeitsbeschwerde tatsächlich erfolglos um ein Gespräch mit dem Einzelrichter bemüht haben, so sei es ihm angesichts der laufenden Beschwerdefrist zuzumuten gewesen, mittels schriftlicher Eingabe an das Gericht eine Beschwerdeanmeldung fristgerecht vorzunehmen. Zwar berufe sich der Beschwerdeführer auf die nachträgliche Entdeckung von Mängeln. Jedoch seien die Voraussetzungen für die Annahme nachträglicher Nichtigkeitsgründe und eines subsidiären Fristenlaufs von zehn Tagen ab Kenntnis der Mängel nicht erfüllt. Insbesondere sei nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer ohne Verschulden erst nachträglich von einem behaupteten Nichtigkeitsgrund Kenntnis erhalten habe. Ein verfahrensrechtlicher Fehler betreffend die Kostenfolgen oder ein in der Mitwirkung eines einzelnen Gerichtsbeamten liegender Mangel habe der Beschwerdeführer bereits innerhalb der ordentlichen Anmeldefrist vorbringen können. Auch sei nicht nachvollziehbar, inwiefern die Äusserungen des Einzelrichters anlässlich eines einige Wochen nach Verfahrensabschluss geführten Telefongesprächs Anlass zu einer nachträglichen Nichtigkeitsbeschwerde gegeben hätten. 3.3 Der Beschwerdeführer setzt sich mit diesen Erwägungen des angefochtenen Beschlusses nicht auseinander und zeigt nicht auf, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sind. Er beschränkt sich im Wesentlichen darauf, pauschal zu behaupten, er habe nachträgliche Nichtigkeitsgründe entdeckt und die Nichtigkeitsbeschwerde rechtzeitig angemeldet. Aus seinen Ausführungen ergibt sich jedoch nicht, und es ist für das Bundesgericht auch nicht ersichtlich, inwiefern das Obergericht strafprozessuale Vorschriften falsch oder gar willkürlich angewendet haben soll. Insbesondere legt der Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern er, sofern der Einzelrichter ihm tatsächlich Zusicherungen betreffend die Kostenfolgen gegeben hat, daran gehindert wurde, den Mangel einer von der Zusicherung abweichenden Kostenverlegung nicht innerhalb der ordentlichen Frist anzumelden. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist mangels genügender Begründung (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; vgl. E. 1.4 hiervor) in diesem Punkt nicht einzutreten.