Citation: 2P.71/2002 11.09.2002 E. A

Am 2. Januar 1999 brannte das Bauernhaus von H.________ vollständig nieder. Darauf sprach der Verwaltungsrat der Gebäudeversicherung des Kantons Freiburg H.________ eine "Entschädigung im Falle eines Wiederaufbaus am gleichen Ort, durch den gleichen Eigentümer, eines Gebäudes mit gleichem Volumen und gleicher Zweckbestimmung" von insgesamt Fr. 1'641'000.-- zu. Am 14. Februar 2000 erteilte der Oberamtmann des Sensebezirks die Bewilligung zum Wiederaufbau des Bauernhauses. H.________ verstarb am 21. Februar 2000 und hinterliess seine Ehefrau B.________ und fünf Kinder C.________ sowie D.________, E.________, G.________ und F.________. Der Nachlass war jedenfalls im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Urteils nicht geteilt. Offenbar wurde mit Wiederaufbauarbeiten begonnen, ohne dass alle Erben zugestimmt hatten. Im Rahmen einer Besitzesschutzklage, welche C.________ und D.________ gegen ihre Geschwister und weitere Personen angestrengt haben, ordnete der Gerichtspräsident des Sensebezirks am 8. Mai 2000 unter anderem an, dass die Wiederaufbauarbeiten des Bauernhauses einzustellen seien.