Citation: 8C_236/2013 E. 3

Nach Art. 77 Abs. 3 lit. b UVG bestimmt der Bundesrat die Leistungspflicht und das Zusammenwirken der Versicherer bei einem erneuten Unfall, namentlich wenn er zum Verlust paariger Organe oder zu anderen Änderungen des Invaliditätsgrades führt. Verunfallt die versicherte Person während der Heilungsdauer eines oder mehrerer Unfälle, aber nach der Wiederaufnahme einer versicherten Tätigkeit, erneut und löst der neue Unfall Anspruch auf Taggelder aus, so erbringt der für den neuen Unfall leistungspflichtige Versicherer auch die Leistungen für die früheren Unfälle (Art. 100 Abs. 2 UVV). Die Versicherte hat unbestrittenermassen bei Eintritt des zweiten Unfalls wieder eine versicherte Tätigkeit aufgenommen und von der SUVA ein Taggeld infolge des zweiten Unfalls bezogen. Strittig ist, ob Art. 100 Abs. 2 UVV anwendbar ist. Somit ist massgebend, ob sie im Zeitpunkt des zweiten Unfalls noch Leistungen für die Folgen des ersten Unfalls bezog.