Citation: 8C_55/2024 E. 7

Da für die Zeit ab Februar 2022 keine verlässlichen medizinischen Grundlagen zur Arbeitsfähigkeit (und zur Bestimmung der Einsatzfähigkeit im Haushalt) vorliegen, muss die Sache in teilweiser Gutheissung der Beschwerde an die IV-Stelle zurückgewiesen werden, damit sie versicherungsexterne medizinische Abklärungen veranlasse und gestützt darauf neu über einen allfälligen Rentenanspruch ab Mai 2022 verfüge. Dabei wird sie Art. 107 Abs. 1 BGG zu beachten haben (vgl. Urteil 8C_60/2023 vom 14. Juli 2023 E. 8.6 mit Hinweisen). Weil das Verbot der reformatio in peius im bundesgerichtlichen Verfahren auch die vorinstanzlichen Behörden bindet, ist der letztinstanzlich unbestritten gebliebene Anspruch auf eine ganze Invalidenrente im Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. April 2022 in jedem Fall zu respektieren. Die weiteren strittigen Punkte können in diesem Verfahren aufgrund einer fehlenden zuverlässigen medizinischen Abklärung nicht beantwortet werden.