Citation: 8C_353/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Soweit der Beschwerdeführer hauptsächlich erneut rügt, es liege keine Verlaufsbegutachtung, sondern auch eine Überprüfung des ersten Gutachtens vom 3. September 2019 vor, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie das kantonale Gericht zutreffend aufzeigte, hat sich die Gutachterstelle gemäss vorgesehenem Fragenkatalog im Wesentlichen zum aktuellen Gesundheitszustand inkl. Krankheitsentwicklung sowie zu allfälligen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer angepassten Tätigkeit zu äussern. Dies entspricht auch der Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. D.________ vom 26. Mai 2022. Wohl warf dieser darin die Frage auf, ob es eine medizinische Erklärung für die Diskrepanz zwischen der im polydisziplinären Gutachten vom 3. September 2019 beurteilten Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 90 % und der im Aufbautraining ermittelten Arbeitsfähigkeit von 50 % gebe. Damit bezog er sich jedoch entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers nicht auf den Abschlussbericht vom 16. Juli 2018 über das Aufbautraining vor der ersten Begutachtung vom 3. September 2019, sondern vielmehr auf denjenigen vom 2. Juni 2021 über das Aufbautraining in der Zeit vom 11. Mai 2020 bis 31. Mai 2021. Dr. med. D.________ wies denn auch ausdrücklich darauf hin, dass die im Gutachten berücksichtigten MRI-Befunde der LWS vom 12. Juli 2016 und 26. Mai 2017 datierten und inzwischen über fünf Jahre alt seien. Da zum damaligen Zeitpunkt deutliche degenerative Veränderungen vorgelegen hätten, die typischerweise progredient verliefen, erscheine aus Sicht des RAD zur objektiven Beurteilung eine neurochirurgische Verlaufsuntersuchung mit neuer Bildgebung angezeigt und zielführend. Die Empfehlung weitete er am 9. Juni 2022 aus zur Einholung einer Verlaufsbegutachtung in den Fachdisziplinen Neurochirurgie, Neurologie und Psychiatrie. Von den Gutachtern wird nach Gesagtem keineswegs verlangt, ihre eigenen Erhebungen und Folgerungen einer (selbst-) kritischen Neubeurteilung zu unterziehen, sondern vielmehr, die aktuellen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, den Verlauf seit der ersten Begutachtung und allfällige Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen. Wohl lassen sich die an sie gestellten Fragen nicht völlig losgelöst von der früheren Begutachtung beantworten, was indessen nicht einer Überprüfung oder objektiven Kontrolle des Gutachtens vom 3. September 2019 gleichkommt, die den Schluss auf fehlende Unvoreingenommenheit oder fehlende Ergebnisoffenheit zuliesse (E. 4.2 hiervor). Andere Befangenheitsgründe als die Vorbefassung der Dres. C.________ und B.________ macht der Beschwerdeführer nicht geltend und sind auch nicht ersichtlich.