Citation: U 329/03 31.05.2005 E. 3

3.1 Der Bericht des Spitals X.________ vom 17. September 2002 und das Gutachten des Dr. med. I._______ vom 9. Februar 2003 (mit Ergänzungen vom 31. März und 4. April 2003) weichen hinsichtlich der psychiatrischen Diagnose erheblich voneinander ab. Gemäss Dr. med. I._______ sind zudem weitere Abklärungen notwendig, um den Anteil der psychischen Problematik am Beschwerdekomplex zu eruieren. Es kann indessen offen bleiben, ob psychische Unfallfolgeschäden vorliegen und - bejahendenfalls - ob sie bereits unmittelbar nach dem Unfall Dominanz aufwiesen, oder ob die physischen Beschwerden im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind, was die Adäquanzprüfung nach den Kriterien gemäss BGE 115 V 133 ff. nach sich zöge (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437). Offen gelassen werden kann auch die Frage, ob ein Rückfall vorliegt. Wie nämlich aus folgenden Erwägungen erhellt, fällt das Ergebnis auch dann nicht zu Gunsten der Beschwerdeführerin aus, wenn mit ihr nicht von einem Rückfall ausgegangen wird und die Adäquanz nach der Rechtsprechung zu den Schleudertraumen der HWS beurteilt wird, d.h. ohne Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten der unfallbezogenen Merkmale (BGE 117 V 366 f. Erw. 6a). 3.2 Das Ereignis vom 10. April 1997 ist als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu qualifizieren, zumal Auffahrkollisionen auf ein (haltendes) Fahrzeug regelmässig als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu qualifizieren sind (vgl. die in SZS 2001 S. 431 ff. zitierte Rechtsprechung; ferner die Urteile K. vom 11. Februar 2004 Erw. 5.3, U 97/03, und P. vom 24. September 2003 Erw. 3.3, U 361/02). Vorliegend sind keine Umstände ersichtlich, die eine andere Beurteilung rechtfertigen würden. Damit die Adäquanz des Kausalzusammenhangs bejaht werden könnte, müsste ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein oder die zu berücksichtigenden Kriterien müssten in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 117 V 367 f. Erw. 6b).