Citation: 2A.292/2000 30.08.2000 E. 1

1.- Mit Urteil vom 31. März 2000 wies das Rekursgericht im Ausländerrecht des Kantons Aargau eine Beschwerde ab, mit der sich A.________ und B.________ (aus dem ehemaligen Jugoslawien stammend) gegen die Nichtverlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligungen bzw. gegen den eine entsprechende Verfügung bestätigenden Einspracheentscheid der aargauischen Fremdenpolizei zur Wehr setzten. Das Rekursgericht gelangte zu der Auffassung - nachdem es A.________ (in Anwesenheit ihres damaligen Rechtsvertreters), deren Schweizer Ehemann C.________ sowie die ebenfalls in der Schweiz lebende Grossmutter von B.________, D.________, mündlich einvernommen hatte -, die Rekurrenten hätten auf Grund der Scheinehe, die A.________ mit C.________ eingegangen sei, weder gestützt auf Art. 7 Abs. 1 ANAG noch gestützt auf Art. 8 Abs. 1 EMRK einen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Das Rekursgericht erwog im Wesentlichen, die Aussagen der befragten Personen seien äusserst widersprüchlich gewesen, so dass den Ausführungen von A.________, es habe sich um eine Liebesheirat gehandelt, nicht gefolgt werden könne. Dass die Ehe nur zum Schein eingegangen worden sei, werde auch dadurch untermauert, dass A.________ keine detaillierten Angaben über die Familienverhältnisse ihres Ehemannes habe machen können. Der erhebliche Altersunterschied von 21 Jahren spreche ebenfalls eher für eine Scheinehe. Ausserdem müsse davon ausgegangen werden, dass für die Eheschliessung eine Geldzahlung vereinbart worden sei, obwohl der Ehemann dies später wieder bestritten habe. Die Indizien sprächen dafür, dass die Eheleute nie wirklich zusammengewohnt hätten und ein Zusammenleben auch nie beabsichtigt gewesen sei.