Citation: 5A_164/2021 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer nimmt zu Unrecht eine Verknüpfung von Art. 8a Abs. 1 und 2 SchKG mit Art. 99 Abs. 1 lit. b und Abs. 3 ZPO vor. Es ist zwar zutreffend, dass ein Betreibungsregisterauszug den Anschein einer Zahlungsunfähigkeit im Sinne von Art. 99 Abs. 1 lit. b ZPO glaubhaft zu machen vermag (vgl. RÜEGG/RÜEGG, in: Basler Kommentar, ZPO, 3. Aufl. 2017, N. 12 zu Art. 99). Entgegen dem, was der Beschwerdeführer daraus zu seinen Gunsten abzuleiten scheint, setzt der Interessennachweis in Form eines hängigen Prozesses jedoch nicht voraus, dass ein Antrag um Sicherstellung der Parteientschädigung in diesem Prozess gemäss Art. 99 Abs. 3 ZPO möglich ist. Auf eine solche Möglichkeit im summarischen Verfahren hat auch die Vorinstanz gar nicht abgestellt. Sie hat vielmehr erwogen, dass einerseits ein Anspruch auf Sicherstellung der Parteientschädigung gegebenenfalls in einem noch anhängig zu machenden Verfahren bestehen könnte. Sollte es zu keinem Prozess in der Hauptsache kommen, so würde andererseits die klagende Partei im summarischen Verfahren entschädigungspflichtig. Die Vorinstanz sieht das schutzwürdige Interesse der Beschwerdegegnerin folglich in einem finanziellen Risiko - entweder hinsichtlich des anzustrengenden Prozesses in der Hauptsache oder dann hinsichtlich des (nachträglichen) Inkassos der Parteientschädigung des Massnahmenprozesses. Die Berücksichtigung dieser finanziellen Risiken eines hängigen (summarischen) Verfahrens bei entsprechender Verteilung der Parteirollen ist im Rahmen der Interessenprüfung gemäss Art. 8a Abs. 1 und 2 SchKG nicht unhaltbar, sondern sachgerecht.