Citation: 2P.261/2004 09.05.2005 E. 2

2.1 Da der Beschwerdeführer die Kantonsschule während der Dauer des Verfahrens endgültig verlassen hat, fällt der Rechtsstreit mangels rechtlichen Interesses dahin und ist er als erledigt zu erklären, wobei das Gericht - mit bloss summarischer Begründung - über die Prozesskosten auf Grund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes entscheidet (Art. 72 BZP in Verbindung mit Art. 40 OG). 2.2 Ausschlaggebend für die angefochtene Nichteintretensverfügung ist nach Auffassung des Departements, dass der Austritt aus der Schule ohnehin schon wegen der Nichtanfechtung des Zeugnisses vom 6. Juli 2004 rechtskräftig geworden sei. Zwar darf nach der Aktenlage angenommen werden, dass der Beschwerdeführer das Zeugnis zu keinem Zeitpunkt angefochten hat. Unter den gegebenen Umständen vermochte dies indessen einen Nichteintretensentscheid nicht zu rechtfertigen: Die Kantonsschule versah das Zeugnis nicht mit einer Rechtsmittelbelehrung. Drei Tage nach Ausfertigung des Zeugnisses sodann stellte sie einerseits dem Departement einen Antrag auf Schulausschluss und drohte andererseits in einem separaten Schreiben dem Beschwerdeführer die Wegweisung von der Schule an, wobei sie dieses Schreiben als "Ultimatum" bezeichnete und es mit einer Rechtsmittelbelehrung versah. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Kantonsschule selber das Zeugnis nicht als Entscheid über den Schulausschluss verstand; es fragt sich zumindest, ob ihre späteren förmlichen Äusserungen einen im Zeugnis allenfalls enthaltenen Wegweisungsentscheid nicht sinngemäss aufgehoben haben. Jedenfalls aber erscheint, selbst in Berücksichtigung der Belehrungen in der prozessleitenden Verfügung des Departements vom 24. August 2004, nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer es unterliess, nachträglich auch das Zeugnis ausdrücklich anzufechten. Er hatte angesichts der widersprüchlichen Abläufe im kantonalen Verfahren, insbesondere unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben, begründeten Anlass, gegen den Nichteintretensentscheid des Departements staatsrechtliche Beschwerde zu führen. 2.3 Dies hat zur Folge, dass keine Gerichtsgebühr zu erheben ist (Art. 156 Abs. 1 und 2 OG) und der Kanton Solothurn den Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren prozessual zu entschädigen hat (Art. 159 Abs. 1 und 2 OG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird gegenstandslos. Demnach beschliesst das Bundesgericht: