Citation: 5A_439/2019 E. 4.2

4.2. Im Zusammenhang mit der Frage, ob die Mutter das Sorgerecht im Zeitpunkt des Verbringens der Kinder ausgeübt hat, erfolgen einzig appellatorische Vorbringen (dahingehend, dass die Mutter die Kinder am 21. Juli 2018 verlassen und sich im Anschluss auch nicht mehr um diese bemüht habe, weshalb sie ihr Sorgerecht aufgegeben habe). Nach dem Gesagten hat es mithin bei den gegenteiligen gerichtlichen Sachverhaltsfeststellungen des angefochtenen Urteils zu bleiben, zumal insbesondere auch der Vorwurf nicht zutrifft, das Obergericht habe die betreffenden Umstände zu wenig abgeklärt: Die (im Gegensatz zu den Behauptungen der Kindesvertreterin stehenden) sofortigen und umfangreichen Bemühungen der Mutter zur Suche und Kontaktaufnahme mit den Kindern via Polizei, Behörden und Gerichte sind hinreichend dokumentiert, namentlich auch durch das beim Bundesamt für Justiz angelegte Rückführungsdossier. Was sodann die Motivation zur Italien-Reise und die unmittelbaren Vorkehrungen in Bezug auf die Kinder im Zusammenhang mit der Abreise anbelangt, divergieren die Parteistandpunkte stark (vgl. dazu im Einzelnen das parallele Urteil 5A_440/2019 E. 3.1, wo die Aussagen der Parteien auch gewürdigt werden) und objektive Beweismittel sind diesbezüglich nicht greifbar. Namentlich konnte der Vater die SMS, in welcher die Mutter im Vorfeld ihrer Reise angeblich geschrieben haben soll, sie werde alles zurücklassen, nicht vorlegen. Angesichts des vollständigen Fehlens von Willkür- oder anderweitigen Verfassungsrügen ist von den (genügend abgeklärten) Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid auszugehen (vgl. E. 1). Auf deren Basis ist in rechtlicher Hinsicht klar, dass die Mutter im Sinn von Art. 3 Abs. 1 lit. b HKÜ das Sorgerecht ausgeübt hat, wobei diesbezüglich auf das parallele Urteil 5A_440/2019 E. 3.1 verwiesen werden kann.