Citation: U 45/00 01.10.2003 E. 3.3

3.3.1 Im vorliegenden Fall hat die SUVA der Festsetzung des Invalideneinkommens fünf DAP-Blätter zu Grunde gelegt und drei davon wegen Bestreitung der Zumutbarkeit der Verweisungstätigkeiten im Einspracheverfahren ausgewechselt. Die Vorinstanz stellte noch auf ein einziges DAP-Profil (DAP Nr. 631) ab. Der Beschwerdegegner hält in seiner Vernehmlassung zwei der Verweisungsberufe für denkbar, nämlich die Kontrolle von Backwaren am Förderband (DAP Nr. 631) sowie Lagerarbeiten in einem vollautomatisch gesteuerten Lager (DAP Nr. 1133), wohingegen die anderen verwendeten DAP-Profile ungeeignete Tätigkeiten enthielten. 3.3.2 Ohne näher auf die Frage der vom Beschwerdegegner bestrittenen Geeignetheit der einzelnen Arbeitsplätze einzugehen, bilden die von der SUVA verwendeten fünf DAP-Profile allein und erst recht das von der Vorinstanz zu Grunde gelegte einzelne DAP-Profil im Lichte von Erw. 3.2.2 hievor keine genügende Grundlage für die Festsetzung des Invalideneinkommens. Nachdem sich die Repräsentativität der DAP im konkreten Fall und das Auswahlermessen der SUVA mangels der verlangten zusätzlichen Angaben und entsprechenden Unterlagen in diesem Verfahren nicht überprüfen lassen, ist das Invalideneinkommen - wie dies die SUVA in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zur Plausibilitätskontrolle selber gemacht hat - gestützt auf die LSE zu ermitteln. Gemäss Tabelle A1 der LSE 1998 belief sich der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Arbeiten beschäftigten Männer (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor 1998 für eine 40-Stunden-Woche auf Fr. 4268.- (einschliesslich 13. Monatslohn), was umgerechnet auf die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit für das Jahr 1998 von 41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft, 9/2003, S. 102 Tabelle B 9.2) ein Jahreseinkommen von Fr. 53'649.- ergibt. Was den Abzug vom Tabellenlohn betrifft, ist ein solcher unter dem Titel der leidensbedingten Einschränkungen angebracht, weil der Beschwerdegegner zufolge der gesundheitlichen Beeinträchtigung auch im Rahmen einer angepassten leichten Tätigkeit eingeschränkt ist, indem der Gebrauch der dominanten rechten Hand nur limitiert möglich ist. Dagegen entfällt ein Abzug wegen blosser Teilzeitbeschäftigung. Von den weiteren Merkmalen (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie) dürfte sich höchstens das Alter auf den Lohn auswirken, war doch der Versicherte bei Eintritt des Unfalles 56jährig. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände rechtfertigt es sich, den Abzug auf insgesamt 20 % festzusetzen, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 42'919.- und im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 51'350.- zu einem Invaliditätsgrad von 16 % führt. Auf dieser Grundlage hat der Versicherte mit Wirkung ab 1. Juli 1998 Anspruch auf eine Invalidenrente.