Citation: U 221/05 09.08.2007 E. 4

Streitig und zu prüfen ist letztinstanzlich einzig, ob dem Beschwerdeführer aufgrund der geltend gemachten Herzprobleme ein höherer Anspruch auf Integritätsentschädigung zusteht. 4.1 Das kantonale Gericht hat in einlässlicher Würdigung der medizinischen Unterlagen, insbesondere gestützt auf die Herzkatheteruntersuchung des Dr. med. W.________ vom 7. März 1997, die kardiologische Untersuchung des Universitätsspitals Z.________ gemäss Bericht vom 14. August 1997, die CT-Untersuchung des Thorax durch Dr. med. M.________ vom 6. Januar 1998, den Austrittsbericht des Rehabilitationszentrums E.________ für Herz- und Kreislaufkrankheiten vom 27. Juli 1998, die Untersuchungsberichte und ärztlichen Beurteilungen des Dr. med. J.________ von der Abteilung Arbeitsmedizin der SUVA vom 18. Februar 1998, 17. August 2000, 3. Juli 2002 und 6. November 2002, den Bericht des Dr. med. T.________ vom 6. September 2000 über die Myokardperfusionsszintigraphie, den angiologischen Untersuchungsbericht des PD Dr. med. U.________ vom 10. September 2001, den Bericht des Herzkreislaufzentrums Kardiologie DIM des Universitätsspitals Z.________ vom 28. Februar 2002 und den radiologischen Befundbericht des Universitätsspitals Z.________ vom 31. Mai 2002 bezüglich Herz-MRI überzeugend dargelegt, dass keine Herzkrankheit vorliegt, die geltend gemachten Beschwerden des Versicherten nicht kardialer Natur sind und diesbezüglich keine Befunde erhoben werden konnten, die auf den Stromunfall vom Juli 1996 zurückzuführen wären. Des Weitern hat es erwogen, den Akten liessen sich keine Hinweise dafür entnehmen, dass das Herz-MRI vom 15. Mai 2002, welches normal grosse linke und rechte Herzhöhlen mit normaler systolischer Funktion zeigte, nicht fachgemäss durchgeführt worden wäre. Dabei stützte sich die Vorinstanz insbesondere auf die Berichte des Dr. med. W.________ vom 12. Mai 2004, wonach die Herzkammergrössen im oberen Normbereich lagen, des Dr. med. T.________ vom 27. Mai 2004 über das Echodopplersonogramm und den vom Beschwerdeführer aufgelegten Bericht des Kardiologen Prof. Dr. med. R.________ vom 21. Dezember 2004. Angesichts der umfangreichen Abklärungen verschiedener Fachärzte, welche keine relevanten somatischen Befunde zu Tage gebracht hatten, wies das kantonale Gericht das Gesuch um ergänzende kardiologische Abklärungen ab und verneinte einen Anspruch auf Erhöhung der Integritätsentschädigung aus somatischen Gründen. 4.2 Was der Beschwerdeführer gegen den vorinstanzlichen Entscheid vorbringt, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. Er beschränkt sich im Wesentlichen auf das Wiederholen von bereits im kantonalen Verfahren vorgebrachten Einwendungen, ohne sich indessen mit der ausführlichen Begründung des vorinstanzlichen Entscheids auseinanderzusetzen. Soweit er Ungereimtheiten und Versäumnisse bei der Abklärung des medizinischen Sachverhalts geltend macht, kann ihm nicht gefolgt werden. Insbesondere wurden an verschiedenen Institutionen Doppler-Echokardiographien durchgeführt, welche jedoch nie einen den Normbereich überschreitenden oder gar behandlungsbedürftigen Befund am Herzen aufzeigten. Daran vermag auch der aufgelegte Bericht des Dr. med. I.________ vom 27. August 1998 nichts zu ändern, zumal Dr. med. W.________ bei der Untersuchung vom 12. Mai 2004 den rechten Vorhof als in der Norm liegend bezeichnete. Die Echokardiographie vom 2. September 2005 ergab einen leicht dilatierten linken und rechten Vorhof. Laut Bericht der Klinik und Poliklinik für Kardiologie des Spitals X.________ vom 5. September 2005 besteht zwischen den vergrösserten Vorhöfen und dem Stromunfall kein Kausalzusammenhang. Vielmehr sei der Befund altersbedingt und ohne eigentlichen Krankheitswert. Dass beim MRI-Untersuch des Herzens vom 15. Mai 2002 keine Kontrastmittel verwendet wurden, gibt entgegen der vom Beschwerdeführer vertretenen Auffassung nicht Anlass zu weiteren Abklärungen, zumal das MRI vom 21. August 2006 unter Verwendung von Kontrastmitteln eine global unauffällige Herzfunktion mit regelrechter Kontraktilität des rechten und linken Ventrikels, ohne umschriebene Hypokinesien und keinen Hinweis auf Dysplasie des rechten Ventrikels ergab. Die Ärzte des Spitals X.________ verneinten im Bericht vom 12. Februar 2007 das Vorliegen von Zeichen einer Rechtsherzinsuffizienz. Da auf umfassenden Abklärungen beruhende medizinische Einschätzungen vorliegen, welche sich in keiner Art und Weise widersprechen, konnte die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung von weiteren Abklärungen absehen. Ergänzender Sachverhaltsabklärungen bedarf es angesichts der schlüssigen medizinischen Aktenlage auch im letztinstanzlichen Verfahren nicht, da hieraus mit Bezug auf die geltend gemachte somatisch bedingte Integritätseinbusse keine zusätzlichen relevanten Ergebnisse zu erwarten sind. Dem Antrag auf eine kardiologische Untersuchung ist daher nicht stattzugeben und der vorinstanzliche Entscheid ist zu bestätigen.