Citation: 4C.113/2003 02.09.2003 E. 3.3

3.3.1 Weiter bringt der Kläger vor, der Vorinstanz seien bei der Sach-verhaltsermittlung offensichtliche Versehen unterlaufen. 3.3.2 Nach der Rechtsprechung liegt ein offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG nur vor, wenn die Vorinstanz eine bestimmte Aktenstelle übersehen oder unrichtig, d.h. nicht in ihrer wahren Gestalt, insbesondere nicht in ihrem wirklichen Wortlaut wahrgenommen hat. Nicht in ihrer wahren Gestalt wird eine Aktenstelle beispielsweise wahrgenommen, wenn die Vorinstanz sich verliest, ihrerseits eine Missschreibung in den Akten übersieht oder den offensichtlichen Zusammenhang einer Aussage mit andern Dokumenten oder Äusserungen verkennt. Erforderlich ist zudem, dass ein solches Versehen den Entscheid beeinflusst. Betrifft das Versehen nur einen Ausschnitt der Beweiswürdigung, z.B. ein einzelnes Indiz einer Indizienkette oder eine von mehreren Zeugenaussagen, so hilft die Versehensrüge nicht weiter; diesfalls läuft die Rüge auf eine unzulässige Kritik an der Beweiswürdigung hinaus und ist daher von vornherein nicht zu hören (BGE 113 II 522 E. 4b S. 524; Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, S. 138). 3.3.3 Die zahlreichen auf Art. 63 Abs. 2 OG gestützten Vorbringen des Klägers betreffen keine Versehen der Vorinstanz im dargelegten Sinne. Bei den Ausführungen handelt es sich um unerhebliche Vorbringen, um Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung und um unzulässige neue Tatsachen und Beweismittel (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Darauf ist nicht einzutreten. 3.4 Eine sonstige Verletzung von Bundesrecht ist weder dargetan noch ersichtlich. Nach Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG hat der Versicherte Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, wenn er vermittlungsfähig ist. Nach Art. 15 Abs. 1 AVIG ist der Arbeitslose vermittlungsfähig, wenn er bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen. Gemäss der Rechtsprechung kann ein Versicherter nicht für denselben Zeitraum Arbeitslosenentschädigung, welche Arbeits- und Vermittlungsfähigkeit voraussetzt, und Renten der IV, die nur bei Arbeitsunfähigkeit ausgerichtet werden, beziehen (Bundesgerichtsurteil C 180/00 vom 11. Mai 2001, E. 3b, publ. in: Pra 2001 / Nr. 202, S. 1218 ff.). Um in den Genuss einer vollen IV-Rente zu gelangen, muss der Versicherte gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sein. Die Vorinstanz hat unter Würdigung der Arztzeugnisse und des Verhaltens des Klägers für das Bundesgericht verbindlich festgestellt, dass der Kläger im fraglichen Zeitraum zu 100 Prozent arbeitsunfähig war. Sie stützte ihren Standpunkt sodann auf die Verfügung vom 9. Januar 2002 der zuständigen IV-Stelle, die dem Kläger eine Vollrente im Sinne von Art. 28 IVG rückwirkend auf den 1. April 2001 zusprach. Diese hätte der Kläger nicht zugesprochen bekommen, wenn er seit dem 1. April 2000 nicht mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen wäre. 3.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt hat, wenn sie davon ausgeht, dem Kläger sei durch die falschen Rechtsauskünfte des Beklagten kein Schaden entstanden, weil der Kläger in den Monaten August bis Oktober 2000 ohnehin nicht berechtigt war, eine Arbeitslosenentschädigung zu beziehen.