Citation: 6B_161/2023 E. B

Auf Berufung von A.________ stellte das Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 28. September 2022 fest, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 9. September 2021 bezüglich des Verzichts auf die Anordnung einer fakultativen Landesverweisung sowie der Kostenfestsetzung in Rechtskraft erwachsen ist. Es bestätigte den Schuldspruch wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamten sowie der einfachen Körperverletzung und bestrafte A.________ mit einer zu vollziehenden Freiheitsstrafe von 11 Monaten. Das Obergericht des Kantons Zürich ging von folgendem Sachverhalt aus: Die uniformierten Mitarbeiter der Polizeigefängnisabteilung (PGA) B.________ und C.________ hätten die Zelle von A.________ betreten, um ihn vom Bezirksgefängnis Winterthur in das Gefängnis Zürich zu verlegen. Über die Verlegung sei A.________ zuvor mehrfach informiert worden. Unter dem aufgrund des anfänglichen Gesprächs mit A.________ gewonnenen Eindruck, dass der Transport allenfalls durch passiven Widerstand von A.________ erschwert durchgeführt werden könne, sei B.________ an A.________ herangetreten, um ihm Handfesseln anzulegen. Plötzlich habe A.________ begonnen, um sich zu schlagen, sodass sich B.________ durch einen Schritt rückwärts vor den Schlägen in Sicherheit habe bringen müssen. Anschliessend habe sich A.________ auch mit Fusstritten gewehrt, was wohl im Zusammenhang damit gestanden habe, dass C.________ in Reaktion auf die heftige Gegenwehr bzw. seine Schläge ihn mit einem Nasengriff rückwärts aufs Bett gebracht/gelegt habe. B.________ sei es unter Mithilfe von Mitarbeitern des Gefängnisses gelungen, A.________ Fussfesseln anzulegen. Als währenddessen C.________ versucht habe, den Kopf von A.________ mit seinem Knie zu fixieren, habe dieser ihn zunächst in den rechten Daumen, dann in den Unterarm sowie ins linke Schienbein gebissen, nachdem die Matratze nachgegeben habe und er so mehr Bewegungsspielraum hatte. Mit seinem Biss ins Schienbein habe A.________ ein Loch in der Uniformhose und eine ausgeprägte, blutende Biss-Quetschwunde bei C.________ verursacht. Um sich zu befreien, habe dieser A.________ zunächst einen leichten und danach einen heftigeren Schlag gegen den Kopf verpasst, woraufhin dieser von C.________ abgelassen, d.h. den Biss gelöst habe und sich ohne weiteren Widerstand die Handfesseln habe anlegen lassen. Durch die Auseinandersetzung hätten B.________ (Schürfwunden am rechten Unterarm), C.________ (Bisswunde am Daumen rechts, Bissspuren am Unterarm rechts und an der linken Hand, eine ca. 3.5 cm breite, ausgeprägte Biss-Quetschwunde am linken Bein unterhalb des Knies sowie diverse Schürfwunden an Händen und Unterarmen) und A.________ (Schultergelenksverletzung, beidseitige Ellenbogenprellungen, ausgeprägte Beule seitlich oberhalb des linken Auges, aufgerissene Unterlippe sowie einen ausgeschlagenen Zahn) Verletzungen davongetragen.