Citation: 5A_353/2022 E. 2.4

2.4. Vorliegend gehen aus dem vom Schuldner eingereichten Betreibungsregisterauszug - ohne die hinterlegte Konkursforderung - insgesamt 21 offene Betreibungen hervor, die zwischen dem 17. Oktober 2017 und dem 12. Januar 2022 eingeleitet wurden: neben drei Betreibungen im Stadium der Konkursandrohung in der Höhe von insgesamt Fr. 13'373.65 und drei Betreibungen nach Art. 43 SchKG (hier Steuern) im Stadium der Pfändung in der Höhe von insgesamt Fr. 41'533.25 hat der Schuldner zwölf weitere Betreibungen im Stadium des Rechtsvorschlags in der Höhe von ingsgesamt Fr. 612'636.10 und drei Betreibungen im Stadium des Zahlungsbefehls in der Höhe von insgesamt Fr. 2'642.65. Sodann lässt sich dem Betreibungsregisterauszug entnehmen, dass in 71 von 102 Betreibungen die Betreibungsforderung letztlich an das Betreibungsamt bezahlt wurde. Die Vorinstanz hat dazu erwogen, der Schuldner lasse es laufend zu neuen Betreibungen kommen, zahle selbst kleinere Beträge um Fr. 100.-- nicht und erhebe systematisch Rechtsvorschlag. Allgemein vermittle der Betreibungsregisterauszug ein ungünstiges Bild der Zahlungsgewohnheiten des Schuldners, insbesondere insofern, als er seine öffentlich-rechtlichen Schulden wie Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge regelmässig nicht oder zumindest nicht ohne Betreibungsverfahren bezahle. Sodann hat sie bemängelt, dass sich der Schuldner zu den sich im Stadium des Rechtsvorschlags befindlichen Betreibungen mit keinem Wort geäussert habe. Da diese Betreibungen in ihrer Summe einen Betrag von rund Fr. 612'000.-- und zwei davon zusammen bereits über eine halbe Million Franken ausmachen würden, wäre zu erwarten gewesen, dass der Schuldner sich zu diesen Betreibungsforderungen, oder zumindest zu den beiden erwähnten, äussere und seine Behauptungen gegebenenfalls mit objektiven Anhaltspunkten untermaure. Zwar belege der Schuldner bestehende flüssige Mittel in Form von Bankguthaben von insgesamt über Fr. 100'000.--. Dass er diese flüssigen Mittel nicht zur Abtragung der Betreibungsforderungen - insbesondere der sich im Stadium der Konkursandrohung und der Pfändung befindlichen - heranziehe, sondern weitere Betreibungen und noch mehr Betreibungskosten auflaufen lasse, lege jedoch die Vermutung nahe, dass er diese flüssigen Mittel für den laufenden Unterhalt benötige, was auf ein Defizit hindeuten würde bzw. darauf, dass er zurzeit auf sein Vermögen zurückgreifen müsse. Belegt sei, dass der Schuldner Eigentümer zweier Liegenschaften in U.________ und auch von einer 2.5-Zimmer-Wohnung in V.________ sei. Ob und in welchem Umfang in den erwähnten Grundstücken Mittel gebunden sein könnten, sei mangels eindeutigen, objektivierbaren Angaben zu deren Wert und deren Belastung aber nicht abschätzbar. Ob der Schuldner diese zusätzlich belasten könnte, sei daher ebenso unklar wie - angesichts seines mittlerweile zehnseitigen Betreibungsregisterauszugs - unsicher. Im Übrigen habe der Schuldner weder zur finanziellen Lage seines Einzelunternehmens noch zu seinen privaten Einnahmen und Ausgaben Unterlagen eingereicht. Es sei nicht möglich, auch nur ansatzweise einen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben des Schuldners zu bekommen, wenn er hierzu einzig einen Betreibungsregisterauszug einreiche. Nach dem Gesagten erscheine die Zahlungsfähigkeit des Schuldners nicht wahrscheinlicher als seine Zahlungsunfähigkeit, womit die Voraussetzungen zur Aufhebung des Konkurses nicht erfüllt und die Beschwerde abzuweisen sei.