Citation: 1C_665/2017 E. 5.7

5.7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Kenntnis von detaillierten Leistungsbeschreibungen zwar Rückschlüsse über Umfang und Inhalt der angebotenen Leistungen ermöglicht, doch ist vorliegend nicht ersichtlich und auch nicht dargetan, welche Daten in den Leistungsverzeichnissen Informationen über Geschäftsstrategien oder über andere Geschäftsinterna enthalten. Der beantragte Zugang kann daher offensichtlich nicht gestützt auf Art. 6 Abs. 3 lit. c ÖffG/SG verweigert werden, und eine andere gesetzliche Grundlage ist weder dargetan noch ersichtlich. Angesichts der nicht hohen Bedeutung der nachgesuchten Informationen und dem grossen Gewicht, welches das kantonale Recht dem Transparenzgebot beimisst, würde eine Verweigerung der Offenlegung diesen Grundsatz grob verletzen. Aus diesem Grund braucht vorliegend auch die Frage nicht beantwortet zu werden, ob die Auffassung der Beschwerdeführerin, die Leistungsverzeichnisse würden ohnehin den Beschaffungsgegenstand darstellen, der gemäss den submissionsrechtlichen Bestimmungen offenzulegen sei, zutrifft. Bei diesem Ergebnis kann sodann offenbleiben, inwieweit darüber hinaus auch die von der Beschwerdeführerin gerügte Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör vorliegt, da die Vorinstanz die Leistungsverzeichnisse und die Preislisten nicht voneinander getrennt auf ihren Geheimnischarakter überprüft hat.