Citation: 7B_1172/2024 E. 3.5

3.5. Was zunächst das Vortatenerfordernis betrifft, können sich die früher verübten gleichartigen Straftaten im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO, wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, auch aus jugendstrafrechtlichen Verurteilungen ergeben (vgl. Urteile 1B_305/2021 vom 29. Juni 2021 E. 3.3; 1B_553/2017 vom 12. Januar 2018 E. 3.3). Daran hat sich auch mit der Revision des Haftrechts und dem Urteil 7B_1035/2024 vom 19. November 2024 (zur Publikation vorgesehen) nichts geändert, weshalb die Vorinstanz als Vortaten auf die am 19. März 2021 abgeurteilten Jugendstraftaten des Beschwerdeführers abstellen durfte (u.a. harte Pornografie, Verbreitung von Pornografie an eine unter 16-jährige Person sowie sexuelle Nötigung). Der Beschwerdeführer seinerseits behauptet in diesem Zusammenhang einzig, als 16-Jähriger Fotos einer gleichaltrigen Jugendlichen geteilt zu haben, was "beim besten Willen nicht mit Kinderpornografie im eigentlich Sinn" gleichgestellt werden könne. Abgesehen davon, dass er diese Aussage weder belegt noch Willkür geltend macht (vgl. Art. 105 Abs. 2 BGG), begründet er nicht, weshalb auf die Verurteilungen als Jugendlicher wegen - teils schwerer - Verbrechen und Vergehen gegen die sexuelle Integrität, die nur gut drei Jahre zurückliegen, nicht als Vortaten abgestellt werden könnte. Das ist auch nicht ersichtlich.