Citation: I 737/05 24.03.2006 E. 2

2.1 Bei dem vom Beschwerdeführer gewünschten und offenkundig zwischenzeitlich beschafften Traktor "Renault Ares" handelt es sich um ein Modell, welches leistungsfähiger, besser ausgestattet und teurer ist als der bisher verwendete "Renault Ceres" oder ein mit diesem vergleichbarer, ebenfalls in die Evaluation einbezogener neuer "Renault Celtis 456RX". Der Beschwerdeführer begründet die Anschaffung eines "Renault Ares" damit, dass dieses Modell mit einer gefederten Vorderachse und einer gefederten Kabine erhältlich sei. Darauf sei er bei der Arbeit im Landwirtschaftsbetrieb wegen seines Rückenleidens angewiesen. Tieferklassige Traktoren, wie der bisher benützte "Renault Ceres" und der "Renault Celtis" könnten nicht entsprechend aus- oder nachgerüstet werden. Gleiches gelte für seinen zweiten, weiter verwendeten, nochmals kleineren Traktor "Renault 80-14F", bei welchem aber der als Hilfsmittel abgegebene neue Gesundheitssitz zu genügen vermöge. Er habe auch für den "Renault Ceres" verschiedene neue Gesundheitssitze ausprobiert, was aber nicht zu befriedigenden Ergebnissen geführt habe. Aus diesen Gründen habe die Invalidenversicherung für die Mehrkosten des mit einer gefederten Vorderachse und einer gefederten Kabine ausgerüsteten "Renault Ares" zumindest teilweise aufzukommen. 2.2 Alleine die Aussage des Versicherten gegenüber dem Hausarzt und den Verwaltungs- und Gerichtsbehörden, wonach kein neuer Gesundheitstraktorsitz zu genügen vermöge, würde grundsätzlich nicht genügen, um ein deutlich teureres Hilfsmittel zu rechtfertigen. Hiefür wären vielmehr eingehendere Abklärungen der Verwaltung zu Sitzalternativen erforderlich. Davon kann hier aber im Sinne der Erwägungen des kantonalen Gerichtes abgesehen werden. Dieses hat den geltend gemachten Leistungsanspruch unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit geprüft und verneint. Zur Begründung wird namentlich angeführt, mit der auf Fr. 1405.60 veranschlagten Reparatur des bisherigen Gesundheitssitzes am "Renault Ceres" könne auf deutlich kostengünstigere Weise ein genügendes Ergebnis erzielt werden. Diese Beurteilung beruht auf einer sorgfältigen Würdigung der Akten, namentlich der Berichte des Hausarztes vom 7. Mai und 18. September 2003 sowie des landwirtschaftlichen Abklärungsberichtes vom 31. Oktober 2003 mit der vom Experten und einem Maschinenberater hiezu abgegebenen ergänzenden Stellungnahme vom 29. November 2004, und ist nicht zu beanstanden. 2.3 Was hiegegen vorgetragen wird, führt zu keiner anderen Betrachtungsweise. Selbst wenn die durch eine gefederte Vorderachse und eine gefederte Kabine entstehenden Mehrkosten niedriger wären, als vom Landwirtschaftsexperten angenommen, belaufen sie sich immer noch auf ein Mehrfaches der Reparaturkosten für den defekten Sitz. Dem ist bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit Rechnung zu tragen. Dass die Reparatur des alten Sitzes keine Verbesserung der Situation zur Folge hätte, vermag bei der gegebenen Aktenlage nicht zu überzeugen. Sodann mag sein, dass eine gefederte Vorderachse und eine gefederte Kabine ein noch rückenschonenderes Arbeiten, unter anderem beim - technisch allerdings auch am "Renault Ceres" möglichen - Einsatz eines Frontladers, gewährleisten. Es kann aber nicht von einer wesentlichen und damit entscheidenden Verbesserung im Vergleich zur Verwendung des reparierten bisherigen Sitzes gesprochen werden, welche einen Hilfsmittelanspruch hinsichtlich der geltend gemachten Mehrkosten zu rechtfertigen vermöchte. Verwaltung und Vorinstanz haben daher zu Recht - nebst dem neuen Sitz für den zweiten Traktor und dem Frontlader - nur die Reparatur des alten Traktorsitzes zugesprochen. Auf die in den Akten geführte und in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde aufgenommene Diskussion über Vorteile, welche der leistungsfähigere und in verschiedener Hinsicht besser ausgestattete "Renault Ares" auch dem gesunden Landwirt gegenüber dem "Renault Ceres" und gleichklassigen Traktoren bietet, muss nicht weiter eingegangen werden. Gleiches gilt in Bezug auf die Verwaltungspraxis über die nur ausnahmsweise Kostengutsprache an gefederte Vorderachsen und Kabinen. Es kann im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden.