Citation: 2C_113/2017 E. 4

In der Untersuchung des Sekretariats nach Art. 27 KG und in der Verfügung der WEKO nach Art. 30 KG ging es darum zu klären, ob erstens die Beschwerdeführerin 1 über eine marktbeherrschende Stellung verfügt und diese durch Ziff. 14.1 der Allgemeinen Geschäftsbedingung missbraucht und zweitens es sich bei Ziff. 10 der Kooperationsvereinbarung zwischen der Beschwerdeführerin 1 und der Beschwerdeführerin 2 um eine unzulässige Wettbewerbsabrede gehandelt habe. In Bezug auf die Art der Veranstaltungen hat die WEKO keine Einschränkungen vorgenommen, obwohl bereits die Stellungnahmen der noch verbliebenen Anzeigerinnen (= heutige Beschwerdegegnerinnen) nur auf die grossen Pop/Rock-Veranstaltungen fokussierten. Mit der Beschwerde vor Bundesverwaltungsgericht beantragten die jetzigen Beschwerdegegnerinnen denn auch nur, wettbewerbswidriges Verhalten der jetzigen Beschwerdeführerinnen in Bezug auf die Vermittlung von Lokalitäten für die Durchführung von grossen Pop- und Rock-Veranstaltungen und dem damit verbundenen Ticketing festzustellen und zu sanktionieren. Dementsprechend hat auch die Vorinstanz den Streitgegenstand darauf eingeengt. Dies bildet auch den Streitgegenstand vor Bundesgericht. Es geht mithin zum einen um "Musikgrossanlässe" in Form von Rock- und Popkonzerten, zum anderen um das Ticketing für diese Anlässe. Die Verfügung der WEKO erging am 14. November 2011 und hat den Sachverhalt bis zu diesem Zeitpunkt berücksichtigt. Der Streitgegenstand umfasst in zeitlicher Hinsicht demnach die Jahre 2009 bis 2011.