Citation: 2C_434/2019 E. 4.3.1

4.3.1. Gemäss Art. 5 Abs. 1 und 2 GFinR3 (i.V.m. Art. 9 Abs. 2 GFinR3) werden die "Beiträge" (in der Tat) nicht nur zur Deckung der Kosten für die bauliche Umsetzung der Wasserbaumassnahmen, sondern auch zur Deckung der Kosten "für Studien, für Arbeiten von allgemeinem Interesse (beinhaltend die Bereiche Stadtplanung und Tourismus) und anderer Projektkosten wie Aufwendungen für Begleitmassnahmen (landwirtschaftliche und andere), für die Aneignung von dinglichen oder persönlichen Rechten (durch freihändigen Kauf oder Enteignung), Entschädigungen, Mandatskosten, Finanzaufwand sowie projektspezifische Personal-, Betriebs-, Dienstleistungs- und Gutachtenskosten des Staates" erhoben bzw. nach diesen Kosten bemessen. Selbst wenn diese weiteren Kosten - wie der Staatsrat geltend macht - alle "in einem direkten Zusammenhang mit den wasserbaulichen Massnahmen" stehen und sie vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) als anrechenbare Projektkosten anerkannt worden sein sollten (Duplik, S. 22), ist nicht ersichtlich, dass die ihnen zugrunde liegenden Leistungen ausnahmslos als individuell zurechenbare Sondervorteile den Eisenbahnkonzessionären mit Eisenbahnanlagen in den Überflutungsgefahrenzonen der Rhone zukommen werden. Vor allem die Arbeiten von allgemeinem Interesse (beinhaltend die Bereiche Stadtplanung und Tourismus) kommen vielmehr - schon begrifflich - einem weiten Personenkreis zugute, ohne dass die genannten Eisenbahnkonzessionäre von diesen Arbeiten im besonderen Masse profitieren würden.