Citation: 6B_1424/2019 E. 3.4.7

3.4.7. Was die Rückkehr der Beschwerdeführerin in die Dominikanische Republik betrifft, ist nach den zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen zu berücksichtigen, dass sie zahlreiche Verwandte in ihrer Heimat hat, zu denen sie unbestrittenermassen einen guten Kontakt pflegt. Namentlich ihre Eltern, ihr Bruder, ihr erwachsener Sohn, mehrere Cousins wie auch ihre Tante, bei welcher sie aufgewachsen ist, leben noch dort (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 4.1 S. 18). Die Beschwerdeführerin verfügt in der Dominikanischen Republik folglich über einen sozialen Empfangsraum. Dieser wird ihr die soziale Wiedereingliederung in der Heimat zweifelsohne erleichtern. Zwar muss der Beschwerdeführerin - wie auch die Vorinstanz anerkennt - zugestanden werden, dass der berufliche Einstieg in der Dominikanischen Republik schwierig sein wird. Entgegen der beschwerdeführerischen Auffassung erscheint der Aufbau einer beruflichen Existenz jedoch nicht als praktisch unmöglich. Angesichts dessen, dass die Beschwerdeführerin die Landessprache spricht, in der Schweiz auch gewisse Arbeitserfahrungen (insbesondere als selbstständig Erwerbstätige in einem Massage-Studio und als Serviceangestellte im Rahmen eines Arbeitsprogramms der Sozialen Dienste der Stadt Zürich [vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 4.1 S. 11]) sammeln konnte und im Zielland über ein familiäres Netzwerk verfügt, kann vielmehr von einer intakten beruflichen Perspektive in der Dominikanischen Republik ausgegangen und ihr die dortige Rückkehr in die Erwerbstätigkeit zugetraut werden. Dies gilt umso mehr, als dass sich die Beschwerdeführerin nach ihren eigenen Ausführungen in einer stabilen Verfassung befindet und beinahe wieder voll arbeitsfähig ist (vgl. Beschwerde Ziff. 7.2 S. 15). Dass die Beschwerdeführerin in der Schweiz bessere wirtschaftliche Bedingungen vorfindet, vermag die strafrechtliche Landesverweisung nicht zu hindern (Urteil 6B_1314/2019 vom 9. März 2020 E. 2.3.11 mit Hinweisen).