Citation: 1P.218/2000 06.06.2000 E. 1

1.- Wie die Staatsanwaltschaft in ihrer Vernehmlassung mitteilt, ist gegen den Beschwerdeführer vor dem Kriminalgericht ein weiteres Strafverfahren wegen Wirtschaftsdelikten hängig, in welchem er durch Fürsprecher Habegger amtlich verteidigt wird. In diesem Verfahren wurde nach der Erklärung der Staatsanwaltschaft kein Gesuch um Verteidigerwechsel gestellt; belegt und damit aktenkundig ist jedenfalls, dass Fürsprecher Habegger am 28. April 2000 für den Beschwerdeführer eine Eingabe ans Kantonale Untersuchungsrichteramt machte. Der Beschwerdeführer verlangte somit am 15. Februar 2000 vom Obergericht die Entlassung seines amtlichen Verteidigers Habegger, obwohl er sich in einem parallel geführten Strafverfahren weiter von diesem vertreten liess. Dies zeigt, dass das Vertrauensverhältnis zwischen dem Beschwerdeführer und seinem amtlichen Verteidiger keineswegs in einem Mass gestört ist, das eine weitere Zusammenarbeit und mithin eine gehörige Verteidigung verunmöglichte; das Gesuch war somit trölerisch und nur auf Prozessverzögerung angelegt. Unter diesen Umständen erweist sich die Beschwerde gegen die Weigerung des Obergerichts, einen Wechsel des amtlichen Verteidigers zu bewilligen, als rechtsmissbräuchlich, weshalb darauf nicht einzutreten ist (Art. 36a Abs. 2 OG; BGE 118 II 87 E. 4 f.; 111 Ia 148 E. 4).