Citation: 6B_478/2022 E. 3

Zunächst ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin nicht geltend macht, der Bundesrat habe in der COVID-19-Verordnung 2 keine Strafbestimmung schaffen dürfen (vgl. Urteil S. 10 f. E. 17.1) oder die strittige Massnahme beruhe nicht auf einer (hinreichenden) gesetzlichen Grundlage (hierzu etwa WOHLERS/HENEGHAN/PETERS, a.a.O., S. 37 f., S. 85 ff. und S. 103 ff.; EGE/ESCHLE, Das Strafrecht in der Krise, in: sui-generis 2020, S. 282 ff.; TRÜMPLER/UHLMANN, Problemstellungen und Lehren aus der Corona-Krise aus staats- und verwaltungsrechtlicher Sicht, in: Helbing Lichtenhahn Verlag [Hrsg.], COVID-19, Ein Panorama der Rechtsfragen zur Corona-Krise, 2020, S. 576 ff.; MARCEL ALEXANDER NIGGLI, in: NZZ vom 16. April 2020, Gastkommentar "Corona-Krise: Warum der Bundesrat keine Strafen erlassen darf"; ANDREAS STÖCKLI, a.a.O., S. 25 f.; zum Vergehenstatbestand in der COVID-19-Verordnung 2: MICHEL VERDE, Das Legalitätsprinzip und die Strafnorm Art. 10f Abs. 1 Covid-19-Verordnung 2, in: Jusletter vom 10. Mai 2021). Darauf ist im vorliegenden Verfahren daher nicht weiter einzugehen.