Citation: 9C_95/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Ebenso wenig kann sich die Beschwerdeführerin sodann unter Berufung auf ihre ab 16. März 2009 zu einer Arbeitsunfähigkeit führenden gesundheitlichen Probleme in Form eines Burnouts exkulpieren. Sie hat nicht rechtsgenüglich nachgewiesen, dass sie sich auf Grund dieser Erkrankung völlig ausserstande gesehen hätte, ihren Pflichten nachzukommen und auf den Geschäftsgang Einfluss zu nehmen (vgl. Urteil H 263/02 vom 6. Februar 2003 E. 3), was von ihr infolge ihrer Mitwirkungspflicht aber verlangt werden durfte (BGE 108 V 183 E. 1 am Ende; Urteil H 136/00 vom 29. Dezember 2000 E. 5; vgl. auch Urteil H 59/04 vom 14. Dezember 2004 E. 5.4). Namentlich ist nicht erstellt - und geht auch aus den aktenkundigen Arztzeugnissen, die ab 11. Juni 2009 vielmehr wiederum eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bescheinigten, nicht hervor -, dass sie aus gesundheitsbedingten Gründen plötzlich vollständig handlungs- bzw. urteilsunfähig gewesen wäre und deshalb in keinster Weise mehr auf die Geschicke des Unternehmens hätte einwirken können mit der Folge des Dahinfallens ihrer Organstellung (vgl. Urteil H 263/02 vom 6. Februar 2003 E. 3.3; Reichmuth, a.a.O., Rz. 249, 541 f.). Im Gegenteil ist belegt, dass sie in ihrer Funktion als Direktorin der Gesellschaft am 16. Juni 2009 erneut Zahlungsbefehle entgegengenommen hat.