Citation: 9C_296/2022 E. 5.3

5.3. Weiter wird in der Beschwerde sinngemäss geltend gemacht, der psychiatrische Gutachter habe sich vorschnell auf die Diagnose der Dysthymie fokussiert, nur die dazu passenden Umstände berücksichtigt und nicht geprüft, ob die Kriterien einer depressiven Episode erfüllt seien. Die Argumentation der Vorinstanz, wonach die Befunde nicht genügend schwer seien, um von einer depressiven Episode auszugehen, halte bei dieser Sachlage nicht Stand. Die von der Beschwerdeführerin aufgestellte Behauptung läuft auf den Vorwurf hinaus, der Gutachter sei voreingenommen gewesen. Dafür fehlen indessen Anhaltspunkte: Dr. med. B.________ begründete seine Diagnose unter Hinweis auf die testpsychologischen Resultate, die erhobenen Befunde, die eigenanamnestischen Angaben sowie die Akten. Er legte nachvollziehbar dar, dass die Dysthymie in Bezug auf ihr eigentliches Ausmass die Kriterien einer depressiven Störung, gleich welcher Graduierung, prinzipiell nicht erfülle, und räumte ein, dass im Rahmen einer Dysthymie selten einzelne depressive Episoden von maximal leichter Ausprägung durchaus vorkommen könnten. Mit ihren unbegründeten Behauptungen vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen, inwiefern die gutachterliche Beurteilung nicht objektiv gewesen sein soll.