Citation: 6B_1273/2020 E. 5.3.2

5.3.2. Wie die Vorinstanz willkürfrei erstellt, erfolgte der Umzug weg von der alten Liegenschaft an der V.________strasse xxx in U.________ im Jahr 2011. Der Umstand, dass die Mitarbeiterin die Morphin-Ampullen im Keller deponiert hat, ändert nichts daran, dass der Beschwerdeführer alleiniges Verwaltungsratsmitglied der beiden Firmen ist und ihm dadurch eine besondere Verantwortung zukommt, sicherzustellen, dass die rechtlichen Vorgaben eingehalten werden (vgl. E. 3.5.4 oben). Der Beschwerdeführer verfällt in rein appellatorische Kritik, wenn er vorbringt, er habe anlässlich des Umzugs vom gesamten Bestand aller Heilmittel Kontrollen durchführen lassen, und er hätte, wäre ihm nur irgendeine kleinste Unstimmigkeit aufgefallen, umgehend nach Kenntnis Massnahmen ergriffen. Und auch sein Vorbringen, wonach die eingereichte Jahresrechnung von der Abteilung Betäubungsmittel der Beschwerdegegnerin 2 nicht beanstandet worden sei und ein Strafverfahren hätte eröffnet werden müssen, wäre es tatsächlich zu Beanstandungen gekommen, verfängt nicht. Der Vorwurf gegen den Beschwerdeführer bezieht sich weder auf die bei der Beschwerdegegnerin 2 eingereichte Jahresrechnung noch auf sonstige Kontrollen anlässlich des Umzugs. Vielmehr stellt die Vorinstanz verbindlich fest, die neun mit Morphin gefüllten 100-ml Flaschen in der einfach zugänglichen Liegenschaft an der V.________strasse xxx seien auf einem nicht abschliessbaren Regal herumgestanden, woraus sie zu Recht schliesst, dadurch seien die Lagerungs- und Aufbewahrungspflichten i.S.v. Art. 22 lit. c BetmG verletzt worden. Die Vorinstanz stützt sich dabei nachvollziehbar auch auf den Umstand, dass der Beschwerdeführer die Liegenschaft an der V.________strasse xxx auch nach dem Umzug regelmässig aufgesucht hat und sich des baulichen Zustandes des Gebäudes bewusst war, welches für unbefugte Personen leicht zugänglich war. Nicht zu beanstanden sind auch die Ausführungen der Vorinstanz zum subjektiven Tatbestand, wonach der Beschwerdeführer mindestens in Kauf genommen habe, Betäubungsmittel unter Verletzung von Lagerungs- und Aufbewahrungspflichten zu lagern. Damit verletzt der Schuldspruch i.S.v. Art. 22 lit. c BetmG ebenfalls kein Bundesrecht.