Citation: 2C_580/2022 E. 1.4

1.4. Die von der Beschwerdeführerin aufgeworfene Frage ist daher geklärt: Es gilt, dass ein (überwiegendes) öffentliches Interesse an der Ermöglichung der Amtshilfe besteht, deren Durchführung aber verhältnismässig auszuüben ist, was mit dem Erfordernis der voraussichtlichen Erheblichkeit gewährleistet wird. Mit Blick auf das vorliegende Listenersuchen vom 11. Mai 2016 hat sich das Bundesgericht bereits zur Einhaltung des Erfordernisses der voraussichtlichen Erheblichkeit geäussert (vgl. BGE 146 II 150 E. 6). An dieser Beurteilung vermag auch der allfällige Eintritt der Verjährung nach dem ausländischen Recht des ersuchenden Staats nichts zu ändern (vgl. Urteile 2C_662/2021 und 2C_663/2021 vom 18. März 2022 E. 5.4.2). Soweit das nationale Verfahrensrecht des ersuchenden Staats einer Verwertung der im Amtshilfeverfahren ersuchten Informationen entgegensteht, hat die betroffene Person dies nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Grundsatz vor den Behörden des ersuchenden Staats geltend zu machen (vgl. BGE 144 II 206 E. 4.6; 142 II 218 E. 3.6 f.; 142 II 161 E. 2.2; Urteile 2C_662/2021 und 2C_663/2021 vom 18. März 2022 E. 5.4.1; 2C_241/2016 vom 7. April 2017 E. 5.4). Folglich ist die von der Beschwerdeführerin aufgeworfene Frage beantwortet und stellt keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von Art. 84a BGG dar.