Citation: 2C_108/2025 E. 6.3

6.3. Der Beschwerdeführer hat in der Anhörung der haftrichterlichen Verhandlung vom 22. Januar 2025 bestätigt, dass er nicht bereit sei, die Schweiz nach Tunesien zu verlassen. In der Anhörung zur Haftanordnung vom 26. November 2024 gab er sodann zu Protokoll, dass er die Schweiz im Falle einer Freilassung verlassen und z.B. nach Dänemark oder Russland weiterreisen wolle. Der Beschwerdeführer wurde jedoch mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 18. Oktober 2023 aus dem gesamten Schengen-Raum weggewiesen, sodass er sich nicht in Dänemark aufhalten darf. Die Ausreise nach Dänemark stellt somit keine rechtmässige Alternative zu einem Wegweisungsvollzug in sein Heimatland Tunesien dar. Anhaltspunkte für ein Aufenthaltsrecht in Russland bestehen ebenfalls nicht. Vor diesem Hintergrund besteht die konkrete Möglichkeit, dass der Beschwerdeführer im europäischen Ausland untertauchen könnte.