Citation: H 125/05 17.01.2006 E. A

G.________ führt seit 1. Februar 1994 einen Coiffeursalon. Am 8. Februar 1994 meldete sie sich mittels amtlichem Formular bei der Ausgleichskasse des Kantons Graubünden als Selbstständigerwerbende an und schätzte ihr jährliches Einkommen auf Fr. 36'000.-. Die Frage, ob sie Arbeitnehmende habe, beantwortete sie mit "nein". Gleichzeitig gab sie an, eine Person zu einer geschätzten Lohnsumme von Fr. 36'000.- zu beschäftigen. Mit Schreiben vom 23. Februar 1994 bestätigte die Ausgleichskasse die Aufnahme von G.________ als Selbstständigerwerbende und wies sie darauf hin, dass sie sich umgehend bei der Ausgleichskasse oder der örtlichen AHV-Zweigstelle melden solle, falls sie zu einem späteren Zeitpunkt Arbeitnehmende einstellen würde. Ab 1. Juni 1994 war W.________ als Coiffeuse bei G.________ angestellt. G.________ zog ihr jeweils die AHV/IV/EO/ALV-Beiträge vom Lohn ab, unterliess es jedoch, diese zusammen mit den Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse weiterzuleiten. Im August 2002 meldete G.________ eine neue Arbeitnehmerin bei der Ausgleichskasse an. Am 22. Januar 2003 teilte G.________ der Kasse telefonisch mit, dass sie für W.________ nie Beitragszahlungen geleistet habe. Die Ausgleichskasse forderte daher nachträglich die geschuldeten Beiträge. Da die Beiträge der Jahre 1994 bis 1997 infolge Verwirkung nicht mehr eingefordert werden konnten, erliess sie am 28. Oktober 2004 eine Schadenersatzverfügung in der Höhe von Fr. 21'063.90 für die in den Jahren 1994 bis 1997 entgangenen bundes- und kantonalrechtlichen Sozialversicherungsbeiträge (einschliesslich Verwaltungskosten). Daran hielt sie auf Einsprache der G.________ fest (Entscheid vom 11. Januar 2005).