Citation: 9C_514/2020 E. 5.1.2

5.1.2. Was das psychiatrische Teilgutachten angeht, ist vorweg darauf hinzuweisen, dass Diskrepanzen zur (versicherungsinternen) Beurteilung des Konsiliarpsychiaters der Suva und zur Ansicht des behandelnden Psychiaters alleine nicht genügen, um das Gutachten in Frage zu stellen. Am 26. Juni 2018 wurde seitens der MEDAS ergänzend zu den Rügen des Konsiliarpsychiaters am Gutachten Stellung genommen. Es wurde nachvollziehbar dargelegt, weshalb seiner Beurteilung nicht gefolgt werden könne und die eigene Einschätzung wurde nochmals eingehender begründet. Dies alles in Kenntnis des Umstandes, dass sich der Beschwerdeführer seit August 2015 in ambulanter psychotherapeutischer Behandlung befand. Soweit der behandelnde Psychiater darauf schliesst, etwa die gesteigerte Ermüdbarkeit sei nicht berücksichtigt worden, ist auf die Ausführungen in der Beschwerdeschrift selbst zu verweisen, aus denen hervorgeht, dass sie als eine Folge der Schmerzproblematik von den Somatikern berücksichtigt wurde (Beschwerdeschrift II. B. Ziff. 13.3 ff. S. 11 ff.; siehe E. 5.1.1).