Citation: 5A_602/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Die Beschwerdeführerin erachtet dagegen das Verhalten des Beschwerdegegners sowohl im Scheidungsverfahren als auch im vorliegenden Rechtsöffnungsverfahren als offensichtlich rechtsmissbräuchlich. Namentlich bediene er sich aussichtsloser und widersprüchlicher Rechtsmittel, um den Eintritt der Rechtskraft der Scheidung zu verhindern. Es sei daher nachvollziehbar und zulässig, dass sie, die Beschwerdeführerin, ab Dezember 2022 keinen ehelichen Unterhalt mehr bezahlt habe. In der Folge schildert sie in einiger Länge den Gang des Scheidungsverfahrens in Belgrad, um das angeblich missbräuchliche Verhalten des Beschwerdegegners aufzuzeigen. Dabei weicht sie über weite Strecken von dem durch das Obergericht festgestellten Sachverhalt ab bzw. ergänzt diesen in erheblichem Masse und wirft der Vorinstanz vor, willkürlich auf lückenhafte tatsächliche Umstände abgestellt zu haben. Es reicht indessen gerade nicht aus, die Sachlage aus der eigenen Sicht darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willkürlich zu bezeichnen, um eine Verletzung des Willkürverbots darzutun (BGE 136 I 49 E. 1.4.1; 134 II 244 E. 2.2; vgl. zum Ganzen auch vorne E. 2.2). Ihre Ausführungen stützt die Beschwerdeführerin zudem wesentlich auf erst im bundesgerichtlichen Verfahren eingereichte Übersetzungen diverser Dokumente des Scheidungsverfahrens. Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen im Verfahren vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG und dazu etwa BGE 143 V 19 E. 1.2; 139 III 120 E. 3.1.2). Die Beschwerdeführerin führt zu ihrem Vorgehen vorab aus, im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils hätten noch nicht alle wesentlichen Rechtsschriften in deutscher Sprache vorgelegen. Soweit sie damit auf Beweismittel anspricht, die erst nach dem angefochtenen Entscheid entstanden sind (echte Noven), bleiben diese vor Bundesgericht grundsätzlich unbeachtlich (Urteil 4A_428/2022 vom 25. September 2023 E. 5.5.1 [zur Publ. bestimmt]). Sie können nicht durch den angefochtenen Entscheid veranlasst sein (Urteil 5A_683/2020 vom 8. Dezember 2020 E. 1.5). Dies gilt auch für das von der Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 22. November 2023 eingereichte Urteil des Appellationsgerichts Belgrad vom 22. September 2023 und dessen Zusammenfassung in deutscher Sprache, die am 1. Dezember 2023 vorgelegte Übersetzung dieses Urteils sowie die weiteren dieses betreffenden Dokumente. Soweit die Beschwerdeführerin dagegen Beweismittel beibringen möchte, die bereits vor dem angefochtenen Entscheid bestanden haben (sog. unechte Noven), findet sich in der Beschwerde nur der Hinweis, diese seien rechtsprechungsgemäss zu berücksichtigen. Dies genügt der die Beschwerdeführerin auch mit Blick auf die Zulässigkeit von Noven treffenden Begründungspflicht (Art. 42 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 143 I 344 E. 3) nicht. Es ist auch nicht offensichtlich, weshalb die fraglichen Übersetzungen erst durch den angefochtenen Entscheid hätten rechtswesentlich werden sollen. Die von der Beschwerdeführerin erstmals vor Bundesgericht eingereichten Beweismittel bleiben daher insgesamt unbeachtlich.