Citation: 6B_1353/2017 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz weist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Verfügung vom 27. September 2017 ab. Sie erwägt, hinsichtlich der von ihm geltend gemachten Entführung und Vergewaltigung seiner Stieftochter sei der Beschwerdeführer nicht unmittelbar geschädigte Person im Sinne von Art. 118 i.V.m. Art. 115 StPO. Er könne sich in diesem Punkt nicht als Privatkläger am Verfahren beteiligen. Überdies sei seine Beschwerde aussichtslos, weil seine Stieftochter die behaupteten Straftaten nicht bestätigt habe. Weiter habe sich der Beschwerdeführer hinsichtlich der geltend gemachten Drohung lediglich als Strafkläger konstituiert und könne mangels Zivilklage keine unentgeltliche Rechtspflege beanspruchen (Art. 136 Abs. 1 lit. b StPO). Hinsichtlich der geltend gemachten Ehrverletzungsdelikte (Beschimpfungen nach Art. 177 StGB) geht die Vorinstanz davon aus, die Äusserung, der Beschwerdeführer beziehe Sozialhilfe, sei im konkreten Fall nicht ehrenrührig, da dies auch der Beschwerdeführer selbst behaupte. Mit der weiteren Aussage, der Beschwerdeführer habe mit der Stieftochter des Beschuldigten geschlafen, lasse sich voraussichtlich keine Genugtuungsforderung nach Art. 49 OR begründen, da eine allfällige Persönlichkeitsverletzung zu wenig schwer wiege. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege weist die Vorinstanz infolge fehlender Zivilklage und infolge Aussichtslosigkeit einer solchen ab.