Citation: 6B_444/2021 E. 2.3.3

2.3.3. Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, das SECO habe nicht gewusst, welche natürliche Person aufgrund welchen Verhaltens oder aufgrund welcher Funktion für die allfälligen Verletzungen des UWG verantwortlich gewesen sei, erscheint nicht willkürlich. Denn die einer natürlichen Person zuzuordnenden Widerhandlungen in Geschäftsbetrieben setzt regelmässig Kenntnis über die Organisation eines Unternehmens voraus, die einem Handelsregisterauszug nicht zu entnehmen ist. Nachdem sich der Vorwurf des SECO zudem auf Handlungen bezog, als der Beschwerdeführer noch nicht als Gesellschafter und Geschäftsführer der B.________ GmbH im Handelsregister eingetragen war, war für das SECO schwer einzuschätzen, ob und inwiefern der Beschwerdeführer für allfällige Verletzungen des UWG strafrechtlich verantwortlich ist. Vor diesem Hintergrund schadet nicht, dass das SECO den Beschwerdeführer als möglichen Täter nicht namentlich bezeichnet hat (vgl. Urteil 6S.677/2001 vom 16. März 2002 E. 6 b/cc). Massgebend ist, dass aus dem Strafantrag eindeutig hervorgeht, dass sämtliche für die vorgeworfenen Verletzungen des UWG verantwortlichen natürlichen Personen - direkt Handelnde und Geschäftsherr/Auftraggeber - strafrechtlich belangt werden sollen. Mithin kein Zweifel besteht, dass sich die Strafverfolgung auch gegen den Beschwerdeführer richten soll, sofern er für die das UWG verletzenden Inhalte der B.________ GmbH verantwortlich ist. Es liegt somit auch in dieser Hinsicht ein gültiger Strafantrag vor.