Citation: 8C_348/2009 28.07.2009 E. 5

Nicht geschützt werden kann hingegen der im vorinstanzlichen Entscheid durchgeführte und in der Beschwerde der SUVA mit Recht beanstandete Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG. Was das Valideneinkommen anbelangt, ist - wie auch das kantonale Gericht angenommen hat - von den Angaben der früheren Arbeitgeberfirma des Versicherten auszugehen. Diese hat auf entsprechende Anfrage hin sowohl telefonisch als auch schriftlich erklärt, dass der Lohn des Versicherten in den Jahren 2006 und 2007 gleich geblieben wäre wie vor dem Unfall vom 9. Mai 2005. Das Absehen von jeglicher Lohnerhöhung hat sie damit nachvollziehbar und plausibel begründet, dass es sich um einen "eher teuren Mitarbeiter" handle und die "Geschäftssituation" in den fraglichen Jahren nicht besser geworden sei. Angesichts dieser klaren und unmissverständlichen Auskünfte besteht entgegen der vorinstanzlichen Auffassung kein Anlass, dennoch von einer der Nominallohnentwicklung entsprechenden Lohnsteigerung auszugehen. Eine solche kann jedenfalls nicht als überwiegend wahrscheinlich gelten, woran auch die Behauptung des Versicherten, er hätte sich ohne Lohnanpassung eine neue Stelle gesucht, nichts ändert. Verlässliche konkrete Anhaltspunkte dafür, dass er dies - nach immerhin 16-jähriger Betriebszugehörigkeit beim bisherigen Arbeitgeber - tatsächlich getan und dabei auch den erwarteten Erfolg in Form einer besser entlöhnten Arbeit erreicht hätte, bestehen nicht. Das Invalideneinkommen hat die SUVA nach Massgabe der in der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik ausgewiesenen Daten ermittelt. Dabei ist sie mangels Verfügbarkeit aktuellerer Erhebungen von der LSE 2004 ausgegangen. Da für den Einkommensvergleich jedoch die Verhältnisse im Zeitpunkt eines allfälligen Rentenbeginns - mithin im konkreten Fall im Jahr 2007 - massgebend sind, ist der gestützt auf die LSE 2004 angenommene Einkommenswert entsprechend der Nominallohnentwicklung bis zum mutmasslichen Rentenbeginn im Jahr 2007 anzupassen. Entgegen der vom Versicherten in seiner Beschwerdeantwort vom 28. Mai 2009 vertretenen Ansicht ist darin, dass die Nominallohnentwicklung bei dem auf Gund der LSE ermittelten Invalideneinkommen berücksichtigt wird, bei dem auf konkreten Arbeitgeberauskünften beruhenden Valideneinkommen hingegen nicht, keine Widersprüchlichkeit zu erblicken. Die Beschwerde der SUVA ist begründet und demnach gutzuheissen.