Citation: 9C_671/2018 E. 2.5

2.5. Zunächst ist auf das Vorbringen der IV-Stelle einzugehen, wonach bei der Versicherten psychosoziale Faktoren im Vordergrund stünden. Der Gutachter PD Dr. med. C.________ setzte sich damit eingehend auseinander und erkannte, dass im Zusammenhang mit der Manifestation der depressiven Episoden psychosozialen Umständen durchaus eine gewisse Bedeutung zugekommen sei. Das klinische Beschwerdebild besteht jedoch - wie PD Dr. med. C.________ darlegte - nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden Faktoren herrühren, sondern es umfasst davon zu unterscheidende psychiatrische Befunde. Sodass der medizinische Experte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, und akzentuierte Persönlichkeitszüge diagnostizierte. Entgegen der Beschwerdeführerin liegt gemäss dem Gutachten nicht bloss eine geringe Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde vor. Auch ist nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht bereits beim Komplex "Gesundheitsschädigung" die Wechselwirkung zwischen der Depression und den akzentuierten Persönlichkeitszügen diskutierte, konnte der Gutachter zwar nicht mit Sicherheit eine Persönlichkeitsstörung diagnostizieren, die vorliegende Symptomatik ist jedoch mit nachgewiesenen drei (statt vier) Diagnosekriterien von einer gewissen Schwere, und der Gutachter zeigte nachvollziehbar die Dynamik zwischen Depression und der innerpsychischen Struktur der Versicherten auf. Im Weiteren beschränkt sich die Beschwerdeführerin darauf, ihre eigene, von der Vorinstanz abweichende Indikatorenprüfung darzulegen, was nicht genügt. Wenn das kantonale Gericht insbesondere festgestellt hat, im Falle der Versicherten könne nicht von einer konsequenten und zielgerichteten Behandlung gesprochen werden, so ist dies nicht zu beanstanden (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.). Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin kann nicht allein daraus der Schluss gezogen werden, es liege höchstens ein sehr geringer Leidensdruck vor. Im Gegenteil hielt PD Dr. med. C.________ fest, die Versicherte wirke authentisch affektiv leidend. Die Vorinstanz erkannte zudem, dass die Versicherte im sozialen Bereich über gewisse Ressourcen verfügt und auch, dass die Alltagsaktivitäten im Normbereich liegen. Das Fehlen einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen ist damit aber nicht ausgewiesen, denn das kantonale Gericht wies auch darauf hin, dass die Versicherte die Haushaltsarbeiten selektiv erledigt und dem Gutachten ist weiter zu entnehmen, dass sie von ihren Töchtern diesbezüglich unterstützt wird. Vorliegend bestehen somit Faktoren, die auf eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hinweisen und andere Umstände, die ein gewisses Leistungspotential der Versicherten zeigen. Vor diesem Hintergrund ist die im Gutachten vom 4. Januar 2017 bescheinigte Teilarbeitsfähigkeit von 50 %, wie das kantonale Gericht in bundesrechtskonformer Weise feststellte, schlüssig. Daraus resultiert gemäss den nicht weiter strittigen vorinstanzlichen Erwägungen, die keinen Anhalt für eine Bundesrechtswidrigkeit bieten, ein Anspruch auf eine halbe Rente.