Citation: 6B_736/2024 E. 2.4.11

2.4.11. Die Vorinstanz erachtet nach Würdigung der entsprechenden objektiven und subjektiven Beweismittel als erstellt, dass die Beziehung zwischen der Beschwerdeführerin und ihrem Ehemann, dem Opfer, zum Tatzeitpunkt stark belastet war (Urteil S. 79 ff.). Ferner schliesst die Vorinstanz aus dem konkreten Tatablauf (mehrfache und heftige Schläge mit einem Baseballschläger gegen den Kopf und weitere Körperteile des Opfers, Zerstörung des Mobiltelefons des Opfers kurz vor dem Angriff, Ehering am Boden im Blut, Auflauern in der Wohnung des Opfers, unmittelbarer Angriff, keine Abwehrchance), dass Emotionen bei der Tatausübung eine grosse Rolle gespielt hätten und es der Täterschaft ausschliesslich darum gegangen sei, das Opfer zu töten (Urteil S. 83). Bei diesen von der Vorinstanz gezogenen Schlüssen handelt es sich entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht um blosse Annahmen, sondern um nach Würdigung der objektiven und subjektiven Beweismittel getroffene Feststellungen, mithin bewiesene Tatsachen, die zwar nicht unmittelbar rechtserheblich sind, mit denen jedoch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf die zu beweisende, unmittelbar rechtserhebliche Tatsache - vorliegend die Täterschaft - geschlossen werden kann. Auch in diesem Punkt ist das vorinstanzliche Vorgehen im Hinblick auf die Unschuldsvermutung nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin vermag keine Willkür in der vorinstanzlichen Würdigung aufzuzeigen, zumal sie nicht darauf eingeht, sondern sich darauf beschränkt, ihre Sicht der Dinge darzulegen. Soweit die Beschwerdeführerin argumentiert, hätte sie ernsthaft Interesse an ihrem Ex-Partner gehabt, würde sie dies entlasten, zumal sie diesfalls das emotionale Interesse am Opfer gänzlich verloren hätte, geht ihr Einwand an der Sache vorbei, da die Vorinstanz nicht von einem ernsthaften Interesse ausgeht, sondern einzig festhält, die Beschwerdeführerin habe den Kontakt mit ihrem Ex-Freund intensiviert und ihm geschrieben, sie hätten ja nun beide keinen Partner mehr, woraus die Vorinstanz schliesst, dass die Beschwerdeführerin gegen aussen zu verstehen gegeben habe, sie und das Opfer seien getrennt (Urteil S. 81 f.). Weshalb die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin und das Opfer Beziehungsprobleme hatten bzw. allenfalls sogar getrennt waren (vgl. Urteil S. 82; Beschwerde S. 22), die Beschwerdeführerin gerade nicht belasten sollte, leuchtet entgegen ihrer Ansicht nicht ein. Es erscheint notorisch, dass eine belastete Beziehung wie auch eine Trennung mit vielen (auch) negativen Emotionen einhergehen. Damit ist auch kein Widerspruch zu den vorinstanzlichen Ausführungen ersichtlich, wonach die Tatumstände darauf hindeuten, dass es sich um ein Beziehungsdelikt gehandelt habe, was die Beschwerdeführerin als Täterin in den Fokus rücke. Auch in diesem Punkt vermag die Beschwerdeführerin keine Willkür in der vorinstanzlichen Würdigung aufzuzeigen. Soweit sie argumentiert, das Tatvorgehen könne auch andere Ursachen zum Hintergrund haben, namentlich Wut, Rache etc., ist ihr zuzustimmen, allerdings handelt es sich hierbei um Emotionen bzw. ein Motiv, die bzw. das durchaus auch in einer belasteten Beziehung bzw. nach einer Trennung vorliegen können bzw. kann. Zuzustimmen ist der Beschwerdeführerin jedoch dahingehend, dass die Vorinstanz letztlich die Frage nicht klärt, wie der Ehering auf den Boden neben das Opfer kam. Dieser Umstand führt jedoch nicht dazu, dass die vorinstanzliche Würdigung, wonach die Tatumstände auf ein Beziehungsdelikt schliessen liessen, willkürlich ist, zumal es denkbar wäre, dass das Opfer sich den Ring selbst auszog oder er ihm aufgrund des Blutes vom Finger rutschte.