Citation: I 239/04 05.11.2004 E. 4

Aus den Akten geht hervor, dass der Versicherte bereits im Primarschulalter ein auffälliges Verhalten zeigte, straffällig wurde und den Jugendpsychologen aufsuchen musste. Der Jugendpsychologe sah aber offenbar keinen weiteren Handlungsbedarf, worauf der Beschwerdegegner von seinen Eltern für ein Jahr in der Schule U.________ platziert wurde. Dass bereits in der Kindheit ein invalidisierender Gesundheitsschaden bestanden hat, ist daher unwahrscheinlich. Denn es ist anzunehmen, dass der Jugendpsychologe diesfalls die Behandlung intensiviert oder zumindest weitergeführt oder aber die Überweisung an einen Spezialisten veranlasst hätte. Ob in der Adoleszenz ein Gesundheitsschaden mit Krankheitswert aufgetreten ist, der in der Folge zumindest teilkausal für die Drogensucht war (Erw. 1.2 hievor), lässt sich nicht schlüssig beantworten. Immerhin gab der Beschwerdegegner anlässlich der psychiatrischen Begutachtung an, die soziophobischen Ängste seien in der Adoleszenz verstärkt in Erscheinung getreten. Soweit die Vorinstanz aus der Äusserung des Hausarztes im Bericht vom 13. September 2001 schliesst, die psychischen Verhaltensauffälligkeiten seien durch die Polytoxikomanie entstanden, rührten aber nicht von dieser her, ist zu berücksichtigen, dass sich der Versicherte erst seit November 1995 bei Dr. med. B.________ in Behandlung befindet. Der Hausarzt kann sich daher bezüglich des vorbestehenden Gesundheitszustandes nicht auf eigene Untersuchungen stützen. Es sind somit weitere Abklärungen, etwa der Beizug (allfälliger) ärztlicher Aufzeichnungen aus der Zeit der Adoleszenz, angezeigt.