Citation: 8C_427/2023 E. 2.2

2.2. Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Militär- oder der Unfallversicherung ist das Bundesgericht - anders als in den übrigen Sozialversicherungsbereichen (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) - grundsätzlich nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG). Diese Ausnahmeregelung kommt hier indessen nicht zur Anwendung, da Gegenstand des angefochtenen Gerichtsentscheids einzig die prozessrechtliche Ausstandsfrage bildet (BGE 140 V 136 E. 1.2.2; Urteil 8C_872/2017 vom 3. September 2018 E. 2.1, nicht publ. in: BGE 144 V 313, aber in: SVR 2019 UV Nr. 2 S. 6; SVR 2020 UV Nr. 10 S. 35, 8C_62/2019 E. 3.2). Das Bundesgericht kann die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung im vorliegenden Fall daher nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Verfahrensausgang entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 BGG).