Citation: 6B_1022/2008 31.03.2009 E. 2

Im vorliegend zu beurteilenden Wiederaufnahmeverfahren macht der Beschwerdeführer wiederum gestützt auf ein neues psychiatrisches Gutachten - dasjenige von Dr. C.________ vom 10. März 2008 - geltend, er sei für die vom Bezirksgericht Baden am 21. September 2000 beurteilten, zwischen dem 7. November 1998 und dem 9. November 1999 begangenen Taten vermindert schuldfähig gewesen. Die vom Bezirksgericht Baden und die vom Obergericht Bern beurteilten Tatzeiträume schliessen praktisch nahtlos aneinander. Es weist nichts darauf hin, dass sich der psychische Zustand des Beschwerdeführers in dieser Zeit erheblich verändert hätte. Die Gutachten A.________ und C.________ beziehen sich somit auf die gleiche Lebenssituation des Beschwerdeführers und sind ohne Einschränkung direkt vergleichbar. Das Obergericht weist im angefochtenen Entscheid in sorgfältiger und zutreffender Weise nach (E. 3.7 S. 8 ff.), dass und weshalb das Gutachten C.________ nicht geeignet ist, die Schlussfolgerungen des Gutachtens A.________ zu widerlegen, wonach weder die Einsichtsfähigkeit noch die Steuerungsfähigkeit des Beschwerdeführers eingeschränkt waren. Das Gutachten A.________ hält, wie das Bundesgericht bereits im Urteil 6B_547/2007 festgestellt hat, der vom Richter vorzunehmenden Plausibilitätskontrolle ohne weiteres stand. Es kann sowohl darauf als auch auf den angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Zutreffend ist, dass das Kriminalgericht des Kantons Luzern in seinem Urteil vom 28. September 2007 dem Beschwerdeführer für seine von ihm zwischen Mai 2001 und 16. April 2002 verübten Taten eine leicht verminderte Schuldfähigkeit strafmindernd anrechnet. Es gelangte zur Auffassung, das die volle Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers bejahende Gutachten hätte seinem Drogenkonsum zu wenig Rechnung getragen (Urteil S. 52). Dieses Urteil des Kriminalgerichts ist indessen einerseits nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und damit nicht zu prüfen. Vor allem aber lässt sich daraus für die Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers im hier relevanten Tatzeitraum nichts ableiten, da er nach seinen eigenen, ins Gutachten C.________ eingeflossenen Angaben (Ziff. 2.4 "Suchtanamnese") in den Jahren 1998 bis 2001 weder Drogen noch Alkohol konsumierte.