Citation: 4A_42/2021 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin rügt, das Obergericht habe zu Unrecht einzig auf die "monetäre[] Preisdifferenz" abgestellt. Für sie habe die " (immaterielle) Authentizität" des Werks im Vordergrund gestanden. Fehle es an dieser, liege per se ein "schwerwiegender Mangel" vor. Hinzu komme, dass die Beschwerdegegnerin eine gewerbsmässige Kunsthändlerin sei, von der - mit Blick auf das "Informationsgefälle" - eine genaue Katalogbeschreibung erwartet werden dürfe. Schliesslich sei zu berücksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin in die nachträgliche (posthume) Sockelung "involviert" gewesen sei. Ihre Aufklärungspflicht ergebe sich somit "bereits aus vorangegangenem Tun".