Citation: 5C.120/2006 08.09.2006 E. 4

Das Obergericht erklärt, dass ein Missverhältnis zwischen dem Verkehrswert des von Y.________ an seinen Sohn V.________ übertragenen und von diesem sogleich an die Beklagte weiterveräusserten landwirtschaftlichen Gewerbes einerseits und dem vereinbarten Kaufpreis von Fr. 273'900.--, der genau den auf den Grundstücken lastenden Grundpfandschulden entsprochen habe, andererseits offenkundig sei. Dem hält die Beklagte entgegen, es könne auf Grund des "gesetzgeberischen Entscheid[s] (...) in Art. 212 ZGB und im BGBB" von einem einschlägigen wertmässigen Missverhältnis nicht die Rede sein, zumal der Käufer nur das Nutzungsrecht an der Liegenschaft des Hofes erwerbe, während das Wertrecht dem Verkäufer bzw. dessen Erben verhaftet bleibe. Das Vorbringen ist nicht nachzuvollziehen: Sowohl Art. 212 ZGB als auch das Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) beruhen grundsätzlich auf der Übertragung des Eigentums an den in Frage stehenden Grundstücken.