Citation: 2A.230/1999 02.02.2000 E. A

A.- Die Biber Holding AG, umfassend die Papierfabriken Biberist und Utzenstorf sowie andere Tochtergesellschaften, geriet 1994 in Zahlungsschwierigkeiten. Mit Hilfe eines Bankenkonsortiums wurde eine Sanierung durchgeführt, wobei die Grossbanken Aktien der Biber Holding AG übernahmen und dafür durch je ein Geschäftsleitungsmitglied in deren Verwaltungsrat vertreten waren. Unter anderem übernahm auch die damalige Schweizerische Kreditanstalt (nachfolgend: SKA) rund 1,7 Mio. Aktien der Biber Holding AG. Vertreter der SKA im Biber-Verwaltungsrat war X.________. Die Aktien wurden innerhalb der SKA beim Ressort Multinational Division Schweiz eingebucht. 1995 verschlechterte sich die Lage der Biber Holding AG weiter, so dass der Verwaltungsrat weitere Sanierungsmöglichkeiten diskutierte. Daneben wurden Verkaufsvarianten geprüft. Am 6. November 1995 entschieden die Banken, eine Bilanzsanierung (Projekt "Omega") ins Auge zu fassen, da ein Verkauf nur mit Verlust möglich gewesen wäre. Der Verwaltungsrat der Biber Holding AG nahm am 4. Dezember 1995 vom Konsens der Banken bezüglich "Omega" Kenntnis, bedauerte aber, dass die Umwandlung von Fremd- in Eigenkapital nicht das gewünschte Ausmass von 200 Mio. er- reichen, sondern nur 150 Mio. Franken betragen sollte. Am 5. Dezember 1995 beschloss der Ausschuss der Ge- neraldirektion (im Folgenden: GDA) der SKA, die Biber-Aktien zusammen mit anderen Effektenbeständen in die Verantwortung des Wertschriftenhandels (Handelsbestand) zu übertragen. X.________ hatte den GDA zuvor über die Verwaltungsratssitzung der Biber Holding AG vom Vortag orientiert. Der Leiter der Handelsabteilung erhielt die Instruktion, allfällige Bestandesänderungen bei den Biber- Aktien erst nach Bekanntgabe der Konzernrechnung 1995 der Biber-Gruppe vorzunehmen. Anfangs Februar 1996 liessen die Grossbanken das Sa- nierungsprojekt "Omega" fallen. Am 20. Februar 1996 wurde die Öffentlichkeit an ei- ner Bilanzpressekonferenz über das Jahresergebnis 1995 der Biber-Gruppe orientiert. Die Biber Holding AG wies für 1995 einen Konzernverlust von 63 Mio. Franken bzw. einen Gesamt- verlust von 322 Mio. Franken aus. Dieser resultierte unter anderem aus einer Sonderabschreibung von 466 Mio. Franken zur Korrektur der festgestellten Aktivenüberbewertung. Nach dieser Pressekonferenz begann die SKA mit dem Verkauf der Biber-Aktien aus dem ehemaligen Sanierungsbe- stand. In der Folge konnte keine Sanierung der Biber Holding AG durchgeführt werden. Am 17. Juni 1996 beschloss der GDA, den Verkauf der Biber-Aktien einzustellen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die SKA 540'000 Aktien verkauft, wo- raus ein Erlös von 4,265 Mio. Franken resultierte. Am 21. Januar 1997 wurde der Konkurs über die Biber Holding AG eröffnet.