Citation: 2D_140/2008 09.07.2009 E. 1

1.1 Am 19. Februar 2007 absolvierte X.________ im Rahmen des Jus-Studiums an der Universität Bern zum zweiten Mal die Prüfung in Wirtschaftsrecht 1 und 2; er erzielte die Note 3,0. Mit Verfügung vom 23. März 2007 teilte ihm die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Bern mit, dass er das Bachelorstudium nicht bestanden habe und er von weiteren Prüfungen an der rechtswissenschaftlichen Fakultät ausgeschlossen sei. Im Hinblick auf die bei der Rekurskommission der Universität einzureichende Beschwerde liess er sich Ende März 2007 die Akten zustellen; dabei wollte er festgestellt haben, dass nur die Seiten 1 bis 12 seiner schriftlichen Arbeit in Wirtschaftsrecht bewertet worden seien, nicht aber vier weitere Blätter, die Seiten 13 bis 20; wäre dies der Fall gewesen, hätte er eine genügende Note erzielt. Die entsprechend begründete Beschwerde reichte er am 27. April 2007 bei der Rekurskommission der Universität Bern ein. Diese wies die Beschwerde am 5. November 2007 ab. Sie schloss sich nach einer umfassenden Indizienprüfung namentlich der Auffassung der Vorinstanz an, dass die vier zusätzlichen Blätter (Seiten 13 - 20) nach der Indizienlage von X.________ nachträglich, frühestens am 29. März 2007 (ab jenem Datum war das Lösungsschema auf Internet verfügbar) geschrieben und erstmals am 10. April 2007 dem Dekanat übergeben worden seien. Am 28. Mai 2008 wies die Erziehungsdirektion des Kantons Bern die gegen den Entscheid der Rekurskommission erhobene Beschwerde ab. Namentlich sah sie im Umstand, dass die Rekurskommission, entgegen der Anregung von X.________, keine Schriftenanalyse beim Kriminaltechnischen Dienst der Kantonspolizei Zürich veranlasst hatte, keinen verfahrensrechtlichen Mangel; insbesondere habe sie (namentlich in Berücksichtigung der übrigen Indizien) im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung auf eine solche Beweismassnahme verzichten können, die aus Gründen des Zeitablaufs keine massgeblichen Erkenntnisse (mehr) ergeben hätte. Auf eine Anfechtung des Direktionsentscheids mit subsidiärer Verfassungsbeschwerde beim Bundesgericht wurde verzichtet. 1.2 Am 28. Juli 2008 reichte X.________ bei der Erziehungsdirektion ein Gesuch um Revision von deren Entscheid ein. Er machte den Revisionsgrund der neuen Tatsache gemäss Art. 95 lit. b des bernischen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG) geltend. Er berief sich auf eine von ihm bei der Kantonspolizei Zürich, Kriminaltechnische Abteilung, eingeholte Auskunft vom 26. Juni 2008, woraus sich Folgendes ergebe: Eine Schriftprobe hätte durch einen Vorabklärungsauftrag der Rekurskommission erwirkt werden können, wobei entgegen der im ursprünglichen Verfahren getroffenen Annahme kein Strafverfahren notwendig gewesen wäre, um diese Abklärung vorzunehmen; es könne innert 18 Monaten sehr zuverlässig gesagt werden, wann etwas geschrieben worden sei, sodass die Schriftprobe die definitive Klärung des umstrittenen Sachverhalts ergeben hätte; die Universitätsorgane und die Rekurskommission hätten auf das einzige zuverlässige Beweismittel verzichtet und dieses so "vernichtet." Mit Verfügung vom 10. November 2008 lehnte die Erziehungsdirektion das Revisionsgesuch ab, soweit sie darauf eintrat. 1.3 Mit subsidiärer Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG; s. Art. 83 lit. t BGG) vom 11. Dezember 2008 beantragt X.________ dem Bundesgericht, der Revisionsentscheid der Erziehungsdirektion sei aufzuheben; es sei festzustellen, dass es sich beim Schreiben der Kantonspolizei des Kantons Zürich vom 26. Juni 2008 um erhebliche neue Tatsachen im Sinne von Art. 95 ff. VRPG, eventuell um einen Revisionsgrund nach Art. 29 BV handle, und die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen; der Vorinstanz seien verbindliche Leitlinien zur Neubeurteilung zu erlassen (Seiten 12 bis 20 seien zu den Prüfungsunterlagen zu erkennen, zu korrigieren und gestützt darauf sei das Prüfungsresultat neu zu verfügen; eventuell sei die Vorinstanz zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die Möglichkeit zu geben, die Prüfung im Fach Wirtschaftsrecht 1 und 2 zu wiederholen). Die Erziehungsdirektion stellt den Antrag, die Verfassungsbeschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Bern verzichtet auf eine Vernehmlassung, ebenso die Rekurskommission der Universität Bern, welche zur Stellungnahme vollumfänglich auf die Vorakten verweist.