Citation: 4P.139/2002 10.10.2002 E. A

A.________ (Beschwerdeführerin), wurde im Sommer 1945 im Landeskrankenhaus Voitsberg in Österreich ein erstes Mal an der Schilddrüse operiert. Ihr wurde die vergrösserte Schilddrüse (Struma, Kropf) teilweise entfernt, wobei es zu einer Beeinträchtigung des linken Stimmbandes kam. Anfang 1996 ersuchte die Beschwerdeführerin ihren damaligen Hausarzt um Untersuchung der Schilddrüse. Es folgten Abklärungen am Bürgerspital Solothurn, am Inselspital Bern sowie bei einem Spezialarzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten. Bei diesen Untersuchungen wurde eine erneute Vergrösserung der Schilddrüse (Rezidivstruma) mit einem ca. 3 cm grossen kalten Knoten im mittleren Drittel am lateralen Rand diagnostiziert. Die zuständigen Ärzte des Inselspitals empfahlen im September 1996 eine Operation zur Teilentfernung der Rezidivstruma. Nach Vornahme der präoperativen Massnahmen wurde die Beschwerdeführerin am 20. Februar 1997 im Inselspital hospitalisiert, worauf am 21. Februar 1997 der Eingriff unter der Leitung von Oberarzt PD Dr. med. C.________ durchgeführt wurde. Nach der Operation wurde bei der Beschwerdeführerin eine beidseitige irreversible Stimmbandlähmung festgestellt. Seither kann sie nur mit einer Kanüle sprechen.