Citation: 5A_1038/2020 E. 5.3.6

5.3.6. Anschliessend beruft sich der Beschwerdeführer darauf, dass der Erblasser sein Testament vom 14. März 2002 bei voller Testierfähigkeit über Jahre unverändert habe weiterbestehen lassen, obwohl er bereits im Jahr 2002 gewusst habe, dass er Zahlungen von rund USD 350'000.-- vorgenommen hatte und gestützt auf die Vereinbarung vom 21. April 1998 weitere Zahlungen erfolgen konnten. Auch vor Bundesgericht unterstellt der Beschwerdeführer, dass er einen separaten Rechtsanspruch auf die Vorauszahlungen gehabt habe. Wie die vorigen Erwägungen zeigen, muss es mit der vorinstanzlichen Erkenntnis, dass jedenfalls die bis April 2000 überwiesenen Geldsummen auf Anrechnung an die am 21. April 1998 vereinbarte Erfolgsprämie erfolgten, sein Bewenden haben (E. 5.3.1-5.3.5). Inwiefern der Zeitpunkt der Testamentserrichtung trotzdem von Bedeutung sein soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Die Anrechenbarkeit der Vorauszahlungen spielt erst im Zusammenhang mit den Vorwürfen betreffend das Verhalten des Beschwerdeführers in den Jahren 2006 und 2007 eine Rolle. Zu diesem Zeitpunkt war der Erblasser handlungsunfähig und daher nicht mehr in der Lage, Kenntnis von Umständen im Sinne von § 57 Abs. 2 Satz 2 NEG zu erlangen (s. Sachverhalt Bst. A). Auch in dieser Hinsicht ist der Vorinstanz beizupflichten.