Citation: 5A_401/2022 E. 5.4

5.4. Zusammenfassend erweist sich die Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass sich die Erblasserin im Zeitraum Herbst 2008 ihrer allgemeinen Verfassung nach in einem dauernden Schwächezustand gemäss Art. 16 ZGB befand, der nach allgemeiner Lebenserfahrung im Normalfall vernunftgemässes Handeln ausschliesst, als bundesrechtswidrig. Die Vermutung der generellen Urteilsunfähigkeit kommt nicht zum Tragen. Weitere Ausführungen namentlich in Bezug auf die Frage, ob die Vorinstanz von der Einschätzung des Hausarztes bezüglich Urteilsfähigkeit im Hinblick auf das streitige Testament hat abweichen dürfen, erübrigen sich vorliegend.