Citation: 1C_598/2018 E. B

Im Verlauf des Jahres 2015 verhandelte der Bauherr mit dem Bauamt der Stadtgemeinde und den Nachbarn über die Überbauung des Baugrundstücks in geschlossener Bauweise zur nördlichen Nachbarparzelle, wobei er verschiedene Projektvarianten ausarbeiten liess. Nachdem er die Verhandlungen als gescheitert ansah, reichte er am 14. Januar 2016 der Stadtgemeinde ein als "Abänderungsgesuch" bezeichnetes Baugesuch ein. Dieses sah auf dem Baugrundstück die Errichtung eines weitgehend dem Projekt aus dem Jahr 2009 entsprechendes Mehrfamilienhauses mit gegen Norden offener Bauweise vor, das jedoch im Süden einen reduzierten Abstand zur X.________strasse aufweisen sollte. Die Altstadtkommission vertrat in ihrer Stellungnahme die Meinung, das vorliegende Projekt sei als zufälliges Resultat aus der damaligen nachbarschaftlichen Situation entstanden und genüge den städtebaulichen Anforderungen des Ortes nicht, weshalb es aus der Sicht der heutigen Altstadtkommission nicht hätte bewilligt werden dürfen. Der Gemeinderat der Stadtgemeinde wies am 3. Mai 2016 das Baugesuch ab. Zur Begründung verwies er auf die neuen Erkenntnisse der Altstadtkommission und Art. 59 des kommunalen Bau- und Zonenreglements (BZR), der die Festlegung der geschlossenen Bauweise zulässt, wenn der Ortsbildschutz oder die Siedlungsstruktur es verlangen. Der Bauherr focht den Bauabschlag mit Beschwerde an, welche der Staatsrat des Kantons Wallis am 21. Februar 2018 abwies. Das Kantonsgericht des Kantons Wallis wies eine dagegen vom Bauherrn eingereichte Beschwerde mit Urteil vom 5. Oktober 2018 ab.