Citation: 1P.433/2000 21.07.2000 E. 1

1.-a) Gemäss Gesetz über die Strafprozessordnung des Kantons Luzern vom 3. Juni 1957 (StPO/LU) darf strafprozessuale Haft angeordnet bzw. aufrecht erhalten werden, wenn der oder die Angeschuldigte eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist und ausserdem ein besonderer Haftgrund vorliegt, insbesondere wenn konkrete Hinweise für die Annahme bestehen, dass die angeschuldigte Person weitere strafbare Handlungen begehen werde (§ 80 Abs. 2 Ziff. 4 StPO/LU). Nach erstinstanzlicher strafrechtlicher Beurteilung entscheidet das erkennende Gericht, ob die angeklagte Person freizulassen oder zu verhaften bzw. in Haft zu belassen ist. Sie darf "auch in Haft gesetzt werden, wenn es zur Sicherung des Straf- und Massnahmenvollzuges erforderlich ist". "Die Bestimmungen über die Untersuchungshaft sind sinngemäss anzuwenden" (§ 185 Abs. 2 StPO/LU). b) Im angefochtenen Entscheid wird (gestützt auf ein psychiatrisches Obergutachten vom 21. März 2000) das Vorliegen von Wiederholungsgefahr bejaht. "Gesamthaft" überwiege "hier das öffentliche Interesse an der weiteren Inhaftierung der Angeklagten deren persönliches Interesse an der Freilassung". Ausserdem diene die Haft "der Sicherung des Massnahmevollzuges, nachdem das Kriminalgericht mit Urteil vom 8. Mai 2000 die Verwahrung der Angeklagten angeordnet" habe. Der Haftzweck lasse sich "mit einer milderen Massnahme zur Zeit nicht erreichen". Die Beschwerdeführerin bestreitet den dringenden Tatverdacht bezüglich des Tötungsdeliktes nicht. Sie wendet sich jedoch gegen die Annahme des besonderen Haftgrundes der Wiederholungsgefahr.