Citation: I 617/06 12.01.2007 E. 4

Die gesetzlichen Definitionen von Invalidität, Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit usw. sind Rechtsbegriffe. Es ist frei zu prüfen die Rechtsfrage, ob die Vorinstanz von einem zutreffenden Verständnis dieser Begriffe ausgegangen ist. Demgegenüber ist die aufgrund von medizinischen Untersuchungen gerichtlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit mit Einschluss der Beurteilung der noch vorhandenen Ressourcen unter Zumutbarkeit einer Arbeitstätigkeit, eine Tatfrage, es sei denn, andere als medizinische Gründe stünden der Bejahung der Zumutbarkeit im Einzelfall in invalidenversicherungsrechtlich erheblicher Weise entgegen (zur Publikation in BGE 132 V bestimmtes Urteil B. vom 28. September 2006, I 618/06). 4.1 Das kantonale Gericht hat in Würdigung der medizinischen Unterlagen festgestellt, dass für das Beschwerdebild der Versicherten überwiegend - wenn nicht gar ausschliesslich - psychosoziale und soziokulturelle Faktoren massgebend seien, welche vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus rechtsprechungsgemäss unbeachtlich sind. Daneben fehle es an einem verselbstständigten, krankheitswertigen psychischen Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit. Die im Gutachten des Psychiatrischen Dienstes X.________ vom 11. Juli 2003 diagnostizierte "chronische ängstlich-depressive Störung mit stark regressiven und histrionischen Elementen als Ausdruck psychosozialer Überforderung durch die beruflichen und alltäglichen Anforderungen im fremden Land (ICD-10, F32.1)" weise auf eine mittelgradige depressive Episode hin, bei welcher die Beschwerdeführerin ihre sozialen, häuslichen und beruflichen Aktivitäten - wenn auch unter Schwierigkeiten - fortsetzen könne. Dementsprechend könne von ihr, allenfalls mit begleitender Therapie, trotz ihres Leidens willensmässig erwartet werden, dass sie wie bisher mit einer angepassten Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könne. 4.2 Die Beschwerdeführerin vertritt die Auffassung, sie leide an einer von einer allfälligen soziokulturellen oder psychosozialen Belastungssituation losgelösten psychischen Erkrankung, welche eine Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit verursache.