Citation: 4D_50/2022 E. 5.3

5.3. Soweit sich die Beschwerdeführerin eventualiter gegen die vorinstanzliche Auslegung nach dem Vertrauensprinzip wendet, genügt sie den Anforderungen an eine Willkürrüge in der subsidiären Verfassungsbeschwerde (vgl. hiervor E. 4.1) nicht. Sie macht geltend, im englischen Sprachgebrauch werde die Bestimmung ("per annum pro rata") nur gemäss ihrem Verständnis verwendet. Die Vertragsauslegung nach dem Vertrauensprinzip verletze "den unumstrittenen Rechtsgrundsatz der prioritären Auslegung gemäss Wortlaut" und das Ergebnis der Auslegung sei willkürlich. Die Vorinstanz hat ihre Auslegung nach dem Vertrauensprinzip ausführlich begründet (dort E. 4.2.2 und 4.2.3). Die Beschwerdeführerin unterlässt es, sich hinreichend mit diesen vorinstanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen. Im Übrigen zeigt sie auch nicht mit Aktenhinweis auf, dass sie ihre Ansicht, die Bestimmung ("per annum pro rata") werde im englischen Sprachgebrauch nur in einer bestimmten Weise verwendet, bereits vor den Vorinstanzen prozesskonform vorgebracht hat. Sie vermag insgesamt nicht darzutun, dass die vorinstanzliche Auslegung nach dem Vertrauensprinzip offensichtlich unrichtig wäre, zumal es nicht ausreicht, dass eine andere Lösung ebenfalls in Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen wäre (vgl. hiervor E. 4.1).