Citation: P 49/99 15.05.2000 E. 2

2.- a) In den Erwägungen des angefochtenen Entscheids stellte das kantonale Gericht fest, der Versicherte habe am 2. Mai 1997 unterschriftlich bestätigt, dass er sich mit der Neuberechnung einverstanden erkläre und demnach keinen Anspruch mehr auf Zusatzleistungen habe (Erw. 1). Zu prüfen sei daher ausschliesslich noch die Frage des Erlasses (Erw. 2). Im Dispositiv hebt es jedoch die Rückerstattungs- verfügung vom 2. April 1997 auf. Es besteht somit ein of- fensichtlicher Widerspruch zwischen der vorinstanzlichen Urteilsformel (Dispositiv-Ziffer 1) und den Urteilserwägun- gen, indem dispositivmässig lediglich die Bewilligung des Erlasses hätte erfolgen sollen. Davon ausgehend, dass ein Widerspruch zwischen Dispositiv und Erwägungen ein Erläute- rungsgrund ist (vgl. Art. 145 Abs. 1 OG), ist im Rahmen der Prüfung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, wenn diese als ordentliches Rechtsmittel offensteht, der wirkliche Rechts- sinn des angefochtenen kantonalen Entscheides festzustel- len. Dabei gilt die Praxis, wonach Verwaltungsverfügungen nicht nach ihrem Wortlaut, sondern nach ihrem tatsächlichen rechtlichen Bedeutungsgehalt zu verstehen sind (vgl. BGE 120 V 496) auch für kantonale Gerichtsentscheide. Unter diesem Gesichtswinkel ist festzustellen, dass das kantonale Gericht nichts anderes getan hat, als den Erlass der Rückerstattungsschuld zu bewilligen. Soweit sie den Rückerstattungsentscheid der Verwaltung aufgehoben hat, er- weist sich Dispositiv-Ziffer 1 als fehlerhaft. Entsprechend hat sich die Prüfung des Eidgenössischen Versicherungsge- richts darauf zu beschränken, ob das kantonale Gericht zu Recht den Erlass gewährt hat. b) Nach ständiger Rechtsprechung geht es dabei nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleis- tungen im Sinne von Art. 132 OG (BGE 122 V 136 Erw. 1 mit Hinweisen). Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat demnach lediglich zu prüfen, ob der vorinstanzliche Richter Bundesrecht verletzt hat, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens (Art. 104 lit. a OG); die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachver- halts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich un- richtig oder unvollständig ist oder unter Verletzung we- sentlicher Verfahrensbestimmungen erfolgte (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. b und Art. 105 Abs. 2 OG).