Citation: 8C_112/2020 E. 5.3

5.3. Wenn der Beschwerdeführer vorbringt, wegen der Vielfältigkeit der unfallkausalen Beschwerden, insbesondere der Gehörsproblematik, hätte die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zwingend polydisziplinär und gesamthaft erfolgen müssen, zielen seine Einwendungen ebenfalls ins Leere. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, war die Suva nicht gehalten, die Gehörsproblematik mit einem zusätzlichen otorhinolaryngologischen Gutachten abzuklären. Ebenso wenig bestand Anlass, das bereits laufende Begutachtungsverfahren um eine Fachdisziplin auszudehnen. Gemäss den unbestrittenen vorinstanzlichen Feststellungen besteht unter den konsultierten Fachärzten Einigkeit über die Diagnose der Schwerhörigkeit und den Umstand, dass mit der Hörgeräteversorgung eine gute Verbesserung der auditiven Kapazität erreicht werden konnte. Das kantonale Gericht stellte ferner fest, Dr. med. C.________ habe anlässlich der am 28. August 2018 durchgeführten Untersuchung keine Funktionsstörung objektivieren oder einen Tinnitus feststellen können. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit habe er sodann festgehalten, es bestehe keine quantitative Einschränkung, womit auch unter Berücksichtigung der Gehörsproblematik von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit (in einer leidensangepassten Tätigkeit) des Versicherten ausgegangen werden könne. Einschränkungen hätten sich nur in qualitativer Hinsicht gezeigt. So sei der Beschwerdeführer gehalten, Tätigkeiten, die ein gutes Sprachverständnis unter Störlärm voraussetzen, oder Tätigkeiten unter gesteigertem Umgebungsgeräuschpegel mit möglicher Zunahme der auditiven Schwierigkeiten zu vermeiden. Inwiefern sich unter den genannten Umständen von einer weiteren polydisziplinären Begutachtung neue Erkenntnisse hinsichtlich der Leistungs- bzw. Arbeitsfähigkeit ergeben sollten, legt der Beschwerdeführer nicht in substanziierter Weise dar. Angesichts der rein qualitativen Einschränkungen der auditiven Fähigkeiten ist bezüglich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auch nichts Neues zu erwarten. Dies umso weniger, als die übrigen unfallbedingten Einschränkungen gemäss Zumutbarkeitsprofil andere Körperteile bzw. -funktionen betreffen (vgl. hiervor E. 5.1). Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung auf weitergehende Abklärungen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit verzichtete.