Citation: 8C_129/2023 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin vertrat einen Klienten im kantonalen Beschwerdeverfahren betreffend Leistungen der Unfallversicherung, wobei sie erst nach Beschwerdeerhebung mandatiert wurde. Im Materiellen ging es um höhere Leistungen aufgrund einer grösseren Arbeitsunfähigkeit als von der Suva angenommen, in verfahrensrechtlicher Hinsicht um die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung sowie Verbeiständung. Dem Streit in der Hauptsache lagen umfangreiche Akten zugrunde, umfassten doch - wie das kantonale Gericht festhielt - allein die Akten der Suva rund 900 Seiten. Aufgrund einer falschen Rechtsmittelbelehrung auf dem Einspracheentscheid wurde sodann die Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Basel-Stadt angehoben, welches darauf nach durchgeführtem Schriftenwechsel bis und mit Triplik mit Urteil vom 25. Januar 2022 mangels örtlicher Zuständigkeit nicht eintrat und die Sache ans Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau überwies. Dort gab es Weiterungen zur Frage, ob der Beschwerdeführerin als ausserkantonaler Anwältin die Bewilligung zur unentgeltlichen Rechtsverbeiständung erteilt werden könne, was das Verwaltungsgericht nach eingeforderter zusätzlicher Eingabe mit Entscheid vom 18. Mai 2022 zusammen mit der Abweisung der Beschwerde verneinte; dies, obschon bereits das Sozialversicherungsgericht des Kantons Basel-Stadt am 21. April 2022 das bei ihm eingereichte Gesuch um Zusprechung eines Anwaltshonorars abgewiesen hatte. Diese Ausgangslage veranlasste schliesslich die Beschwerdeführerin zusammen mit bzw. für den Versicherten gegen beide kantonalen Entscheide Beschwerde beim Bundesgericht einzureichen. Nachdem das Bundesgericht mit Urteil vom 5. Dezember 2022 den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau dahingehend abgeändert hatte, dass dem Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung für das kantonale Beschwerdeverfahren durch die Beschwerdeführerin stattgegeben und die Sache zur Festsetzung deren Honorars ans Verwaltungsgericht zurückgewiesen wurde, war eine entsprechende Eingabe der Beschwerdeführerin notwendig. Die Vertretung im kantonalen Beschwerdeverfahren erforderte nach Gesagtem insbesondere aufgrund der verfahrensrechtlichen Unklarheiten und Weiterungen betreffend örtliche Zuständigkeit sowie unentgeltliche Verbeiständung einen gegenüber dem üblichen Verfahren deutlich grösseren Aufwand.