Citation: 8C_759/2020 E. 4.1

4.1. Hinsichtlich der Rüge, das kantonale Gericht habe den Bericht über die Potenzialabklärung vom 12. Juli 2018 nicht genügend in seine Beurteilung miteinbezogen, ist im Gegenteil anzumerken, dass sich die Vorinstanz eingehend mit diesem auseinandergesetzt hat. Sie stellte fest, dass auch die Beschwerdegegnerin den genannten Bericht bei ihrer Entscheidfindung berücksichtigt und ihn ihrem regionalen ärztlichen Dienst (RAD) vorgelegt habe. Demnach lägen keine neuen medizinischen Erkenntnisse vor, die nicht schon im Gutachten der estimed Berücksichtigung gefunden hätten. Die bei der Abklärung festgestellten Defizite seien bereits im Gutachten fachärztlich beurteilt worden und es hätten sich keine Hinweise auf seitherige wesentliche Veränderungen ergeben. In Würdigung des Abklärungsberichts vom 12. Juli 2018 kam das kantonale Gericht zur Erkenntnis, die darin angeführte Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sei nicht überzeugend, da invalidenversicherungsrechtlich irrelevante Faktoren wie Schwierigkeiten bei der Stellensuche bei der Bemessung der Arbeitsunfähigkeit miteinbezogen worden seien. Die Vorinstanz legte damit dar, weshalb auf das estimed-Gutachten und nicht auf den Abklärungsbericht abgestellt wurde. Die Beweiswürdigungsregeln wurden dabei nicht verletzt.