Citation: 6B_1149/2020 E. 3.3.4

3.3.4. Die Vorinstanz begründet ihre Annahme eines wiederholten Tathandelns zum anderen mit der auf Kommissionsbasis erfolgten Weitergabe der Dopingmittel an L.________. In Übereinstimmung mit der Erstinstanz ist sie der Ansicht, die einzelnen Verkäufe von L.________ an die Endabnehmer und die dabei jeweils neu entstandene Schuld gegenüber dem Beschwerdeführer bewirkten jeweils ein erneutes Handeln im Sinne des Grundtatbestands von Art. 22 Abs. 1 SpoFöG, das dem Beschwerdeführer als mehrfache Handlungen anzurechnen sei (vgl. wiederum angefochtener Entscheid E. 5.3.4.2 S. 45). Dem ist im Resultat zuzustimmen: Bei der Weitergabe der gesamten Menge Dopingmittel an L.________ am 7. Februar 2015 durch den Beschwerdeführer via den von ihm dafür eingesetzten K.________ handelt es sich zwar um eine einzige (natürliche) Handlung. Diese Weitergabe stellt allerdings keine blosse, in sich abgeschlossene Veräusserung dar, wie sie der Beschwerdeführer annehmen möchte, sondern sie ist Teil eines Zusammenwirkens des Beschwerdeführers und L.________s. Denn gemäss dem erstellten Sachverhalt ging mit der Weitergabe an L.________ die zwischen diesem und dem Beschwerdeführer getroffene Vereinbarung einher, dass L.________ für den Beschwerdeführer den Verkauf der Dopingmittel an Endabnehmer im Sinne eines Kommissionsgeschäfts vornehmen soll. Es bestand demnach zwischen den zwei Personen ein Konsens zur Weiterveräusserung der Ware an Endabnehmer. Sie hatten dementsprechend einen gemeinsamen Tatentschluss hinsichtlich der Weiterveräusserung. Indem der Beschwerdeführer die zu veräussernden Stoffe bereitstellte und L.________ die Veräusserung vornahm, erbrachten beide Personen alsdann einen eigenen hinreichenden Tatbeitrag zum Veräusserungsvorhaben und kam ihnen Tatmacht zu. Der Beschwerdeführer und L.________ teilten den Verkaufserlös ausserdem anteilsmässig auf. Das Vorgehen des Beschwerdeführers hinsichtlich des Weiterverkaufs der Dopingmittel erfüllt damit die Voraussetzungen eines mittäterschaftlichen Handelns (zu den entsprechenden Voraussetzungen vgl. bereits E. 2.4.5.2 oben). Angesichts der grossen Menge des übertragenen Dopingmittels musste der Beschwerdeführer dabei damit rechnen, dass L.________ die Ware im Rahmen von mehreren Verkäufen an verschiedene Endabnehmer veräussern und insofern mehrfach handeln wird. Indem er die Ware dennoch übergab, nahm er ein solches mehrfaches Handeln zumindest in Kauf. Wenn die Vorinstanz die mehreren Verkaufsgeschäfte von L.________ dem Beschwerdeführer zurechnet und deshalb ein wiederholtes bzw. mehrfaches Handeln bejaht, ist dies folglich nicht zu beanstanden.