Citation: I 335/01 19.04.2002 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist, ob die Voraussetzungen des Anspruchs auf Umschulung erfüllt sind. a) Es ist unbestritten, dass der Beschwerdegegner gesundheitsbedingt in seinen erlernten Berufen als Koch und Kellner arbeitsunfähig ist. Gemäss kreisärztlicher Untersuchung des Dr. med. S.________ vom 2. September 1996 und Bericht der Klinik Y.________ vom 9. August 1996, kann der Versicherte keine stehende und gehende Arbeit in vollem Umfang mehr ausüben, bei einer wechselbelastenden, mehrheitlich sitzenden Tätigkeit ohne Heben und Tragen von über 15 kg schweren Lasten, ist er jedoch 100 %ig arbeitsfähig. b) Beschwerdeführer und Verwaltung stellen sich auf den Standpunkt, der Beschwerdegegner könnte die Tätigkeit als Betriebsassistent weiterhin ausüben, wie er sie während mehr als vier Jahren bei der Restauration D.________ innehatte und infolge Betriebsumstrukturierung verlor, da diese Arbeit mehrheitlich administrativer Natur gewesen sei. Demgegenüber hält der Versicherte mit Verweis auf die vorinstanzliche Entscheidbegründung an der Notwendigkeit einer Umschulung zum Betreuer fest, da gleichwertige Tätigkeiten wie bei der Restauration D.________ rar seien und er eine ähnliche Stelle aufgrund seiner Legasthenie nicht bekleiden könne. Weiter treffe der durch den Beschwerdeführer vorgenommene Einkommensvergleich zwischen aktuellem Verdienst und Einkommen bei der Restauration D.________ nicht zu, da weder der angenommene Verdienst beim Verein C.________ zutreffe, noch der Lohn bei der Restauration D.________ der Nominallohnentwicklung angepasst worden sei. Zudem könne bei der aktuell ausgeübten Tätigkeit als "Gruppenleiter Produktion" im Rahmen seiner am 20. Januar 1999 abgeschlossenen Ausbildungsvereinbarung als Betreuer nicht von einer gleichwertigen beruflichen Position im Vergleich zu seinem erlernten Beruf ausgegangen werden.