Citation: 5C.259/2002 06.02.2003 E. 4

Aus den dargelegten Gründen ist die kantonsgerichtliche Auffassung nicht zu beanstanden, dass die Erblasserin im Spätherbst 1996 an einer Geistesschwäche gelitten hat, die sie grundsätzlich als urteilsunfähig hat erscheinen lassen. In tatsächlicher Hinsicht hat sich damit die dritte Frage gestellt, ob die Erblasserin trotz vermuteter Urteilsunfähigkeit in einem luziden Intervall gehandelt hat. Wiewohl der Hausarzt diese Möglichkeit nicht ausgeschlossen hat, ist das Kantonsgericht zum Schluss gelangt, der dem Beklagten obliegende Beweis sei nicht erbracht (S. 23). Der Beklagte kommt darauf in seiner Berufung nicht zurück, so dass sich Ausführungen dazu erübrigen (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 116 II 745 E. 3 S. 748 f.). Es bleibt damit beim kantonsgerichtlichen Ergebnis, dass die eigenhändige letztwillige Verfügung der Erblasserin mangels Testierfähigkeit als ungültig anzusehen ist.