Citation: 2C_843/2014 E. 4.3

4.3. Drogenhandel stellt nach der Rechtsprechung eine schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung im Sinne von Art. 5 Anhang I FZA dar; angesichts der grossen sozialen und wirtschaftlichen Gefahr, welche von der Drogensucht für die Menschheit ausgeht, können Betäubungsmitteldelikte eine Wegweisung auch im Bereich der Freizügigkeitsrechte rechtfertigen (vgl. Urteil des EuGH vom 23. November 2010 C-145/09 Tsakouridis, Slg. 2010 I-11979 Randnr. 46 f.). Der Beschwerdeführer wurde zu einer 45-monatigen Freiheitsstrafe im Bereich des Betäubungshandels verurteilt. Er verzeichnet sechzehn Vorstrafen aus Deutschland, worunter Freiheitsstrafen bis zu 13 Monaten und verschiedenen Verurteilungen in der Schweiz. Die Delikte wurden teils noch während hängiger Verfahren und während laufender Probezeiten verübt, sodass ihm auch das Strafgericht keine gute Prognose mehr zuerkennen konnte. Die Vorinstanz durfte von einer hinreichend schweren und auch gegenwärtigen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und einem erheblichen Rückfallrisiko ausgehen. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung erweist sich als mit Art. 5 Anhang I FZA vereinbar.