Citation: 9C_756/2023 E. A

A.a. A.________ betreibt unter der Firma "B.________, Inh. A.________" ein seit dem 23. Juni 2011 im Handelsregister eingetragenes Einzelunternehmen, das die Durchführung von Steuererstattungs- und Kindergeldverfahren in den europäischen Mitgliedstaaten bezweckt. Er war bis im Februar 2023 zudem Teilhaber einer Kollektivgesellschaft mit der Firma "C.________ (CH) Inh. A.________ und D.________" (nachfolgend: die Kollektivgesellschaft) mit Sitz in U.________. Diese Gesellschaft, deren Geschäft seit Februar 2023 von der anderen Teilhaberin als Einzelunternehmen fortgeführt wird, bezweckte die Vertretung europäischer Gastarbeiter in Steuer- und Rechtsfragen europaweit und war ab dem 30. April 2015 im Handelsregister eingetragen. A.b. Mit Schreiben vom 29. September 2020 teilte die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) A.________ mit, dass er per 1. Januar 2018 in das Register der mehrwertsteuerpflichtigen Personen aufgenommen worden sei. Seither rechnet er für sein Einzelunternehmen nach der effektiven Methode mit vereinbarten Entgelten ab. A.c. Mit Schreiben vom 29. September 2020 stellte die Kollektivgesellschaft A.________ bzw. seinem Einzelunternehmen Steuer- und Rechtsberatungsdienstleistungen für den Zeitraum vom 1. Quartal 2015 bis zum 3. Quartal 2020 in der Höhe von Fr. 10'092'667.- inklusive Mehrwertsteuer in Rechnung. Sie wies zudem darauf hin, dass die Rechnungsbeträge bereits durch entsprechende Vorauszahlungen beglichen worden seien. A.d. Am 15. Oktober 2020 reichten A.________ bzw. sein Einzelunternehmen und die Kollektivgesellschaft gemeinsam die Mehrwertsteuerabrechnungen des 1. Quartals 2018 bis zum 3. Quartal 2020 für ihn bzw. des 1. Quartals 2015 bis zum 3. Quartal 2020 für die Kollektivgesellschaft ein. Im Begleitschreiben erläuterten sie, dass A.________ bzw. sein Einzelunternehmen in den Jahren 2015 bis 2018 ausschliesslich Leistungen im Ausland erbracht habe. Die Beratungsdienstleistungen habe das Einzelunternehmen bei der Kollektivgesellschaft eingekauft. Das Entgelt dafür sei ihm ohne Rechnungsstellung belastet worden. Die Kollektivgesellschaft habe die Rechnung für sämtliche Leistungen für den Zeitraum vom 1. Quartal 2015 bis zum 3. Quartal 2020 erst am 29. September 2020 ausgestellt. A.e. Am 20. Januar 2021 führte die ESTV eine Kontrolle am Sitz des Einzelunternehmens durch. Am 18. Februar 2021 erliess die ESTV eine Einschätzungsmitteilung für die Steuerperioden 2018 und 2019 (Vorsteuerguthaben für A.________ in der Höhe von Fr. 7'790.75) und Ergänzungsabrechnungen für die Steuerperioden 2015 bis 2017 (Steuerforderung der ESTV in der Höhe von Fr. 5'489.-) und für das erste bis zum dritten Quartal 2020 (Steuerforderung der ESTV in der Höhe von Fr. 295'202.-). Auf Aufforderung von A.________ und der Kollektivgesellschaft hin erliess die ESTV am 5. November 2021 eine Verfügung, die an das Einzelunternehmen adressiert war und mit der die ESTV festhielt, dass das Einzelunternehmen für die Steuerperiode 2020 zusätzlich zur selbst deklarierten Steuer einen Steuerbetrag in der Höhe von Fr. 295'202.- schulde.