Citation: 2C_39/2016 E. 2.4

2.4. Im Vergleich mit den aufgeführten Urteilen sind die verhängten Strafen eher tief ausgefallen. Bis zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung kumulierten sie sich auf Geldstrafen in der Höhe von 340 Tagessätzen und Bussen von über Fr. 3'000.--. Auch wenn die Verurteilungen für sich alleine kaum die Voraussetzungen eines Widerrufs zu erfüllen vermögen, ergibt sich aus ihrer Gesamtheit, dass der Beschwerdeführer angesichts der Häufigkeit seiner Taten und die dadurch verletzten hochwertigen Rechtsgüter in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen hat. Offensichtlich lässt er sich weder von den strafrechtlich Massnahmen noch den ausländerrechtlich angedrohten Konsequenzen zur Veränderung seines Verhaltens bewegen und unterstreicht damit, dass er weder gewillt noch fähig ist, sich an die Rechtsordnung zu halten. Sein Fehlverhalten zieht sich über fast zehn Jahre hinweg und wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, fällt dabei insbesondere seine Bereitschaft auf, zur Erlangung von Drogen und Geld Gewalt anzuwenden. Dem Betreibungsregisterauszug lässt sich entnehmen, dass er namentlich seinen öffentlich-rechtllichen Forderungen wiederholt nicht nachgekommen ist (u.a. Steuer- und Krankenkassenschulden). Dementsprechend mussten auch seine zahlreichen Geldstrafen in eine Ersatzfreiheitsstrafe umgewandelt werden. Ebenfalls kümmerte er sich weder um die Anordnungen des Strassenverkehrsamtes, welches ihm den Führerschein entzogen hatte, noch um die Anordnungen und Verfügungen des zuständigen Betreibungsamtes. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers handelt es sich keinesfalls nur um Bagatelldelinquenz eines Heranwachsenden. So hat er sich an mehreren Einbruchdiebstählen beteiligt und verschiedentlich gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen. Dabei beschränken sich die Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz nicht nur auf den wiederholten - ebenfalls strafbaren - Eigenkonsum von Kokain und Marihuana, sondern er vermittelte auch Kokain. Die Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit um 23 km/h resp. 38 km/h wiederum stellt ein nicht unerhebliches Risiko für die Bevölkerung dar. Der Beschwerdeführer ignorierte systematisch in allen Bereichen des alltäglichen Lebens rechtliche Schranken und Pflichten und verstösst bzw. gefährdet dadurch in schwerwiegender Weise die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz. Der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG muss demzufolge als erfüllt angesehen werden.