Citation: 5A_872/2022 E. 4.3

4.3. Wie vorne in E. 3 ausgeführt, hätte die Beschwerdeführerin das Begehren um Ausrichtung einer Parteientschädigung vor der Vorinstanz beziffern müssen. Da sie dies unterlassen hat, konnte das Obergericht ihren Antrag ohne Rechtsverletzung als von Anfang an aussichtslos einstufen. Das Bundesgericht hat sich bereits einlässlich mit den einschlägigen Normen der Zivilprozessordnung befasst (vgl. vorne E. 3.3) und die fragliche Rechtsprechung musste der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin bekannt sein. Eine summarische Prüfung der Prozessaussichten musste deshalb zur Auffassung führen, dass sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren nicht die Waage halten und die Gewinnaussichten keinesfalls nur wenig geringer waren als die Verlustgefahren. Die Beschwerde erweist sich demzufolge auch bezüglich der Frage der unentgeltlichen Rechtspflege im Beschwerdeverfahren als unbegründet. Das Vorgehen der Vorinstanz war nach dem Ausgeführten auch nicht verfassungswidrig, wie die Beschwerdeführerin weiter geltend macht. Insbesondere liegt weder eine Verletzung von Art. 29 Abs. 3 BV vor (vgl. dazu vorne E. 4.2) noch ist das Obergericht in Willkür (Art. 9 BV) verfallen.