Citation: U 169/02 03.12.2002 E. A

Der 1943 geborene G.________ war seit März 1987 als Maurer bei der Firma X.________, angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit versichert. Am 1. Oktober 1998 wurde er während der Arbeit von Kanthölzern getroffen, die aus der Schaufel eines Baggers herunterfielen. Der unmittelbar nach diesem Vorfall aufgesuchte Dr. med. B.________, Allgemeine Medizin FMH, diagnostizierte eine per- und subtrochantere Mehrfragmentfemurfraktur rechts (Arztzeugnis UVG vom 19. Oktober 1998). Er veranlasste die Weiterweisung als Notfall ins Spital Q.________, wo der Versicherte am nächsten Tag operiert wurde (Osteosynthese) und sich in der Folge bis 14. November 1998 aufhielt. Im Austrittsbericht vom 18. November 1998 werden eine per- und subtrochantere Mehrfragmentfemurfraktur rechts, ein stumpfes Bauch- und Thoraxtrauma, chronisch rezidivierende Cephalgien unklarer Ätiologie sowie Hämorrhoiden diagnostiziert. Die SUVA zog Berichte des Dr. med. B.________ vom 6. Januar und 17. Februar 1999 sowie des Spitals Q.________ vom 20. Januar 1999 bei und liess den Versicherten am 26. März 1999 durch den Kreisarzt Dr. med. L.________ untersuchen. Es folgte ein Aufenthalt in der Bäderklinik S.________, der vom 21. April bis 12. Mai 1999 dauerte. Anschliessend setzte die Anstalt mit Verfügung vom 1. Juli 1999 die Arbeitsfähigkeit ab 5. Juli 1999 auf 50 % fest (mit entsprechender Reduktion des Taggeldes), verbunden mit dem Hinweis, dass gemäss Auskunft des Arbeitgebers die Möglichkeit eines ganztägigen Einsatzes mit reduzierter Leistung unter Einschaltung von Pausen sowie Vermeidung schwerer Belastungen möglich sei. Der Versicherte liess gegen diese Verfügung am 26. Juli 1999 Einsprache erheben. Mit der Rechtsschrift liess er unter anderem einen Bericht der Chirurgischen Klinik des Spitals Q.________ vom 10. Juni 1999 einreichen. Dr. med. B.________ verfasste am 1., 7. und 16. Juli 1999 weitere Stellungnahmen und veranlasste mit Schreiben vom 9. Juli 1999 eine Untersuchung im Spital Q.________, welche am 24. August 1999 stattfand (Bericht vom 13. Oktober 1999). Vom 31. August bis 8. September 1999 war der Versicherte wegen eines operativen Eingriffs zur Metallentfernung erneut in diesem Spital hospitalisiert (Operationsbericht vom 13. Oktober 1999; Austrittsbericht vom 13. September 1999). Die SUVA richtete deshalb für die Zeit vom 31. August bis 30. September 1999 wieder ein Taggeld auf Grund einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % aus. Nachdem die Anstalt am 21. Oktober 1999 eine weitere Auskunft des Dr. med. B.________ eingeholt hatte, erfolgte am 10. November 1999 eine nochmalige Untersuchung durch den Kreisarzt Dr. med. L.________. Ausserdem zog die SUVA von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebene Gutachten des Dr. med. W.________, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 1. Dezember 1999 (mit Ergänzung vom 21. Januar 2000) sowie des Dr. med. F.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 20. März 2000 bei und holte weitere Auskünfte über den Hergang des Unfalls vom 1. Oktober 1998 ein. Anschliessend stellte sie mit Verfügung vom 6. Juli 2000 die Übernahme der Heilbehandlung ein und setzte den Taggeldanspruch für die Zeit vom 1. Oktober 1999 bis 31. Juli 2000 auf 50 % fest. Diese Verfügung wurde ebenfalls mittels Einsprache angefochten. In der Folge liess die SUVA im Röntgeninstitut des Spitals Z.________ eine Skelettszintigraphie des Beckens, beider Hüftgelenke und der proximalen Femora durchführen (Bericht vom 11. August 2000) und zog eine Stellungnahme des Spitals Q.________ vom 6. September 2000 (mit Operationsbericht vom 20. April 2000) bei. Am 13. Oktober 2000 nahm Kreisarzt Dr. med. L.________ nochmals Stellung. Mit Verfügung vom 9. Januar 2001 sprach die SUVA dem Versicherten eine Rente auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 25 % für die Zeit ab 1. August 2000 sowie eine Integritätsentschädigung von Fr. 4860.-, entsprechend einer Integritätseinbusse von 5 %, zu. Der Versicherte liess auch gegen diese Verfügung Einsprache erheben. Mit Einspracheentscheid vom 22. Mai 2001 wies die SUVA die Einsprachen gegen die Verfügungen vom 1. Juli 1999 (betreffend Taggeldanspruch ab 5. Juli 1999) und vom 9. Januar 2001 (betreffend Rente) ab. Die Einsprache gegen die Verfügung vom 6. Juli 2000 (betreffend Taggeldanspruch von 1. Oktober 1999 bis 31. Juli 2000) wurde insoweit teilweise gutgeheissen, als dem Versicherten für die Zeit vom 1. bis 20. Oktober 1999 ein Taggeld auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 100 % zugesprochen wurde.