Citation: 1C_27/2021 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführer bringen vor, seit der letzten Änderung des Gestaltungsplans Säumerhalde im Jahr 2002 seien mehr als 18 Jahre vergangen. Die Sonderbauvorschriften seien sogar mehr als 24 Jahre alt, weshalb der Gestaltungsplan nach Art. 21 Abs. 2 RPG zu überprüfen und an erheblich geänderte Umstände anzupassen sei. Die Umstände hätten sich insoweit verändert, als mit der am 1. März 2014 in Kraft getretenen RPG-Revision die Ziele, die Siedlungsentwicklung unter Berücksichtigung einer angemessenen Wohnqualität nach innen zu lenken und kompakte Siedlungen zu schaffen, ausdrücklich im RPG verankert worden seien. Entsprechend diesen Zielen wollten die Beschwerdeführer die Nachverdichtung vornehmen, die mit der Änderung des Gestaltungsplans im Jahr 1996 zugelassen wurde. Dies setze aber eine Verschiebung der Mantellinie innerhalb des Gestaltungsplangebiets voraus, damit eine Fläche von rund 32 m² zur Schaffung von (Kinder-) Zimmern verwendet werden könne. Die vorinstanzlichen Ausführungen, wonach mit der verlangten Verlegung der Mantellinie keine zusätzlichen, natürlich belichteten Zimmer geschaffen werden könnten, seien unbehelflich, da gar nicht unbedingt neue Zimmer geschaffen werden müssten, um den Platzbedarf einer Familie zu decken. So sollen (gemäss dem Richtprojekt) die bestehenden Zimmer im Untergeschoss nach Nordwesten vergrössert werden, wo bereits heute grosse Fenster vorhanden seien. Zudem könnten gemäss einem geänderten Richtprojekt (2021) im Untergeschoss drei gut belichtete Zimmer und damit günstiger Wohnraum geschaffen werden, was als Vorteil eines Gestaltungsplans gelte. Demnach bestehe an der beantragten Änderung des Gestaltungsplans aufgrund veränderter Verhältnisse ein gewichtiges öffentliches und auch ein privates Interesse der Beschwerdeführer.