Citation: 2C_596/2019 E. 2

Thema des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Beschwerdeführerinnen nach Art. 49a KG zu sanktionieren sind, weil sie mit ihrem Verhalten einen der Tatbestände von Art. 7 Abs. 2 KG erfüllt haben. Bevor indes das Verhalten der Beschwerdeführerinnen darzustellen ist (E. 4), müssen verschiedene formelle Rügen behandelt werden (E. 3). Danach sind Fragen zur Verjährung und zum Sanktionssubjekt zu beantworten, denn ein Verjährungseintritt und eine Feststellung, wonach das falsche Subjekt sanktioniert worden wäre, würde die strittige Kartellsache (bei falschem Subjekt mit Bezug auf die betreffende Partei) erledigen (E. 5 - 7). In E. 8 wird geprüft, inwiefern es sich beim Verhalten um ein missbräuchliches Verhalten im Sinne von Art. 7 KG handelt. In E. 9 wird der Sachverhalt unter den Tatbestand von Art. 49a Abs. 1 KG subsumiert und E. 10 handelt schliesslich von den Rechtsfolgen (Sanktionierung). Abschliessend wird der Antrag auf Sanktionsminderung wegen überlanger Verfahrensdauer behandelt (E. 11).