Citation: 6B_8/2019 E. 10

Die Beschwerdeführerin beantragt, es sei auf eine stationäre Massnahme zu verzichten, weil die ambulante Therapie erfolgreich gewesen sei und sie bereits einen grossen Teil der Freiheitsstrafe verbüsst habe. Gemäss Gutachten vom 27. November 2017, auf welches sich die Vorinstanz stützt, leidet die Beschwerdeführerin seit dem jungen Erwachsenenalter in unveränderter Ausprägung an einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ. Die vorgeworfene Straftat sei ganz überwiegend kausal durch die in ihrer Persönlichkeitsstörung wurzelnden Schwierigkeiten ausgelöst worden. Die dreijährige ambulante Therapie seit dem Vorfall aus dem Jahre 2013 habe keine Besserung gebracht. Die Beschwerdeführerin verfüge über keine Strategien, mit sich anbahnenden oder bereits offenen Konflikten angemessen umzugehen. Es bestehe unverändert ein hohes Risiko, dass sie sich im Zuge eskalierender Auseinandersetzungen erneut nicht zurückziehe, sondern Gebrauch von gerade verfügbaren Waffen mache und dass dabei selbst bei ungerichtetem Handeln gegen den jeweiligen Partner schwere Verletzungen bis hin zur Todesfolge aufträten. Angesichts der Chronizität der Persönlichkeitsstörung mit mittlerweile fixierten dysfunktionalen Einstellungen und Verhaltensmustern bei Wirkungslosigkeit der ambulanten Massnahme ergebe sich die Notwendigkeit einer intensiven, kontinuierlichen, fordernden und fördernden Massnahme. Um eine wirksame Veränderung der die Delikte begünstigenden Persönlichkeitsfaktoren in absehbarer Zeit zu erreichen, sei nur eine stationäre Massnahme voraussichtlich wirksam (Urteil, S. 13 f.). Angesichts dessen hat die Vorinstanz die Voraussetzungen der stationären Massnahme nach Art. 59 StGB bejaht und die mit Urteil des Strafgerichts vom 26. Mai 2014 angeordnete ambulante psychiatrische Behandlung wegen Erfolglosigkeit aufgehoben. Was daran gegen Bundesrecht verstossen könnte, zeigt die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nicht ansatzweise auf und ist auch nicht ersichtlich.