Citation: 5A_182/2024 E. 4.1

4.1. Den vorinstanzlichen Feststellungen zufolge machte der Beschwerdeführer monatliche Hypothekarzinsen von EUR 58.-- für eine Hypothek von EUR 70'000.-- ("Hypothek 1") sowie monatliche Hypothekarzinsen und Amortisationen von insgesamt EUR 900.-- für eine Hypothek von EUR 220'000.-- ("Hypothek 2") geltend. Zudem habe er an die Hypothek 1 gebundene Pensionskassenbeiträge von monatlich EUR 200.-- behauptet und diesbezüglich auf Art. 4 des Vertrages betreffend die Hypothek 1 verwiesen. Das Kantonsgericht zitiert diese Vertragsbestimmung und erklärt, dass sich daraus entgegen dem Beschwerdeführer keine Verpflichtung zur Zahlung von Pensionskassenbeiträgen ergebe. Dass Gelder aus der Zusatzvorsorgeversicherung "eventuell" zur Rückzahlung des Darlehens in Anspruch genommen würden, deute vielmehr auf das Gegenteil hin. Auch dass sich die Höhe der angeblich verpflichtenden Pensionskassenzahlungen weder aus dem Tilgungsplan noch aus dem Hypothekarvertrag ergebe, spreche gegen eine vertragliche Verpflichtung, diese Beiträge zu zahlen. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer im Berufungsverfahren nicht geltend mache, neben den Pensionskassenzahlungen auch zu den Amortisationszahlungen verpflichtet zu sein, sondern sich damit begnüge, einen Betrag von EUR 900.-- aufzulisten und auf den Tilgungsplan der Hypothek 2 seiner Bank zu verweisen. Seine Forderung im zweiten schriftlichen Parteivortrag, die Amortisationen von monatlich EUR 900.-- anzurechnen, weil sie an die Hypothek 2 gekoppelt seien, lässt das Kantonsgericht nicht gelten, denn einerseits vermische der Beschwerdeführer damit Amortisationszahlungen und Hypothekarzinsen, die laut dem Tilgungsplan insgesamt EUR 900.-- betragen, und anderseits lege er zum Nachweis, dass er zu den Amortisationszahlungen betreffend die Hypothek 2 verpflichtet wäre, keine Belege ins Recht. Aus dem Tilgungsplan ergebe sich keine solche Pflicht; der aktenkundige Hypothekarvertrag beziehe sich auf die Hypothek 1, für die er keine Amortisationszahlungen geltend mache. Im Ergebnis vermöge der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen, dass er vertraglich zu den Pensionskassen- und Amortisationszahlungen verpflichtet ist, was für deren Berücksichtigung in seinem Bedarf indes vorausgesetzt wäre. Anschliessend stellt das Kantonsgericht klar, dass allfällige Amortisations- und vergleichbare Pensionskassenzahlungen ohnehin nur dann an den Bedarf angerechnet werden können, wenn sie schon vor der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes regelmässig vorgenommen wurden, und selbst dann nur nach dem Ermessen des Sachgerichts im Rahmen einer allfälligen Überschussverteilung. Die Trennung der Eltern sei im Sommer 2019 erfolgt, weshalb spätestens ab diesem Zeitpunkt von der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes auszugehen sei, wenn ein solcher überhaupt jemals bestanden habe. Der Hypothekarvertrag, den der Beschwerdeführer der Verpflichtung für die Pensionskassenzahlungen zugrunde legen wolle, datiere indessen vom 3. März 2020; die erste Amortisationszahlung sei laut Tilgungsplan am 31. März 2020 erfolgt und der Beschwerdeführer erst Ende Mai 2020 in die Eigentumswohnung eingezogen. Daher könne nicht die Rede davon sein, dass die fraglichen Zahlungen noch während des Zusammenlebens regelmässig vorgenommen wurden, weshalb eine Berücksichtigung der Amortisations- und Pensionskassenzahlungen auch aus diesem Grund ausser Betracht falle. Gestützt auf diese Erkenntnisse berücksichtigt die Vorinstanz im monatlichen Bedarf des Beschwerdeführers lediglich die Zinsen auf die Hypothek 1 von umgerechnet Fr. 63.-- und diejenigen auf die (nicht amortisierte) Hypothek 2, die sich laut Tilgungsplan auf umgerechnet Fr. 56.-- belaufen. In der Folge befasst sich das Kantonsgericht mit den "Kondominiumspesen", von denen die Heizungs- und Warmwasser-, die Heiznebenkosten sowie die Wasserspesen im Bedarf zu berücksichtigen seien. Die "allgemeinen Ausgaben" müssten mangels einer Erklärung, welche Aufwände sie betreffen, unberücksichtigt bleiben. Gleiches gelte für die Treppenhausspesen und die "Spesen zu gleichen Teilen". Die Garagenspesen seien unbeachtlich, da der Beschwerdeführer über kein Fahrzeug mit Kompetenzcharakter verfüge. Insgesamt rechnet die Vorinstanz dem Beschwerdeführer unter dem Titel der Nebenkosten einen monatlichen Betrag von Fr. 50.-- an; dieser Betrag stehe mit Rücksicht auf das italienische Preisniveau in einem angemessenen Verhältnis zu den veranschlagten Nebenkosten der Mutter von Fr. 110.--. Bezüglich der "approximativ" geltend gemachten Unterhaltskosten von Fr. 100.-- hält das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer entgegen, dass er nicht vorgebracht habe, diese jemals bezahlt zu haben, und weder vor dem Kreisgericht noch im Berufungsverfahren tatsächliche Kosten belegt habe. Weil dennoch damit zu rechnen sei, dass bei einem Stockwerkeigentümer gewisse Unterhaltskosten anfallen, würden diese ermessensweise auf Fr. 30.-- festgesetzt. Insgesamt rechnet das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer somit Wohnkosten von monatlich Fr. 200.-- an.