Citation: 6B_1346/2023 E. 6.3.2

6.3.2. Die Vorinstanz legt nachvollziehbar dar, weshalb sie den Widerruf für notwendig erachtet. So zeige seine erneute und einschlägige Delinquenz während der laufenden Probezeit, dass er offensichtlich keine Lehre aus dem früheren Strafverfahren gezogen habe. Sein Verhalten weise auf ein mangelhaftes Unrechtsbewusstsein und einen grundsätzlich fehlenden Respekt gegenüber der Strassenverkehrsgesetzgebung hin. Sodann habe er noch im Berufungsverfahren bestritten, Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit vereitelt und sich nach seinem Selbstunfall pflichtwidrig verhalten zu haben, weshalb weder von einer nachhaltigen Einsicht noch echter Reue ausgegangen werden könne. Entsprechend bestünden erhebliche Bedenken an seiner Legalbewährung. Für die neue Strafe könne ihm deshalb nur unter Widerruf der Vorstrafe nochmals der bedingte Vollzug gewährt werden.