Citation: 5A_187/2021 E. 8.2.1

8.2.1. Das Obergericht hat festgestellt, die Beschwerdeführer hätten vor Aktenschluss nirgends konkret behauptet, dass Auslagen der Beschwerdeführerin 3 bei der Pflichtteilsberechnungsmasse zu berücksichtigen seien. Fehlende konkrete Behauptungen hat das Obergericht angenommen, weil die Auslagen Teil mehrerer Rechnungen gewesen seien, die die Beschwerdeführerin 3 im Zusammenhang mit der Übertragung der Liegenschaft "K.________" für den Erblasser bezahlt habe. In der Duplik hätten die Beschwerdeführer nur den Gesamtbetrag aller Rechnungen unter Hinweis auf eine Sammelbeilage genannt, was als Pauschalverweis nicht genüge. Selbst wenn der Pauschalverweis ausnahmsweise zulässig wäre, so hat das Obergericht dafürgehalten, änderte sich am Ergebnis nichts. Denn die Beschwerdeführer hätten sämtliche Behauptungen über die von der Beschwerdeführerin 3 beglichenen Rechnungen im Zusammenhang mit einem Darlehen betreffend "K.________" aufgestellt, aber an keiner Stelle vor Aktenschluss behauptet, dass Fr. 24'077.70 bei der Pflichtteilsberechnungsmasse zu berücksichtigen bzw. in Abzug zu bringen seien. Eine Reduktion der Berechnungsmasse um Fr. 24'077.70 sei erst anlässlich der Stellungnahme zum Beweisergebnis und damit nach Aktenschluss verlangt worden. Aus Ziff. 58 der Duplik gehe nicht hervor, dass die Beschwerdeführer ihre Ausführungen auch im weiteren Zusammenhang mit der Berechnungsmasse hätten aufgestellt haben wollen. Damit sei weder für den Beschwerdegegner noch für das Bezirksgericht genügend erkennbar gewesen, dass die Beschwerdeführer eine Reduktion der Pflichtteilsmasse um Fr. 24'077.70 beantragt hätten (E. 7.1.5 S. 29 des angefochtenen Entscheid).