Citation: 2C_732/2021 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz hat erwogen, dass ungeachtet des Einzugs des Beschwerdeführers in der Wohnung der Beschwerdeführerin nach dem unterinstanzlichen Verfahren ein gemeinsames Familienleben weiterhin nicht im Vordergrund stehe bzw. ein Zusammenwohnen nicht beabsichtigt sei. Sie begründete dies im Wesentlichen wie folgt: Der Beschwerdeführer sei weiterhin weder am Wohnort der Beschwerdeführerin noch im Kanton Freiburg offiziell gemeldet. Die Beschwerdeführerin habe in einer schriftlichen Stellungnahme vom 6. Januar 2021 an das Migrationsamt festgehalten, dass sie ihren in V.________ sich (illegal) aufthaltenden Ehemann seit über einem Jahr nicht gesehen habe, was sie zudem am 25. Januar 2021 anlässlich einer telefonischen Besprechung mit der Behörde nochmals im Wesentlichen bestätigt habe. Der im Nachhinein gemachten Aussage der Beschwerdeführerin, sie habe anfangs falsche Angaben gemacht, insofern der Beschwerdeführer seine Familie sehr wohl besucht und auch hin und wieder bei ihr übernachtet habe, sei nicht entscheidwesentlich bzw. bestätige, dass der Beschwerdeführer gerade nicht in U.________ Wohnsitz genommen, sondern höchstens ausnahmsweise Zeit bei seiner Ehefrau und ihrem gemeinsamen Kind verbracht habe. Schliesslich müsse die Aussage, der Ehemann sei gleich nach Erlass der Verfügung des Migrationsamts vom 20. Dezember 2020 mit seiner Familie zusammengezogen, als Schutzbehauptung qualifiziert werden, da der Beschwerdeführer in der zuhanden des Kantons Freiburg ausgefüllten Ankunftserklärung angegeben habe, am 1. November 2020 in die Schweiz eingereist und am 17. März 2021 in den Kanton Freiburg gekommen zu sein.