Citation: 1B_439/2022 E. A

A.________ hat sich in einer ursprünglich gegen drei Polizeibeamte der Stadtpolizei Zürich geführten Strafuntersuchung wegen Körperverletzung, Amtsmissbrauchs sowie Gefährdung des Lebens als Privatkläger konstituiert. Mit Urteil vom 17. April 2018 sprach das Bezirksgericht Zürich die drei Polizeibeamten von allen Strafvorwürfen frei und trat auf die Zivilklage nicht ein. Gegen dieses Urteil erhob A.________ Berufung an das Obergericht des Kantons Zürich. Mit der Verfahrensleitung des Berufungsverfahrens wurde Oberrichter Stefan Volken betraut. Mit Eingabe vom 11. November 2019 zog A.________ die Berufung in Bezug auf zwei der beschuldigten Polizeibeamten zurück. Im Rahmen des Berufungsverfahrens beantragte A.________ mit Eingabe vom 25. November 2019 den Ausstand von Stefan Volken, da dieser weiterhin alle drei ursprünglich angezeigten Polizeibeamten als Verfahrensparteien behandle und über alle Verfahrensschritte orientiert habe, obwohl die Berufung hinsichtlich zwei der Beamten zurückgezogen worden sei. Die II. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich wies das Ausstandsbegehren mit Beschluss vom 3. März 2020 ab. Dieser Beschluss blieb unangefochten. Mit Eingaben vom 13. November, 17. November und 22. November 2021 verlangte A.________ erneut den Ausstand von Oberrichter Stefan Volken. Die II. Strafkammer des Obergerichts wies das Ausstandsbegehren mit Beschluss vom 15. Juni 2022 ab.