Citation: 4P.47/2005 01.04.2005 E. B

Mit Klage vom 18. Dezember 2003 belangte der Beschwerdegegner die Beschwerdeführerin vor Arbeitsgericht Muri/AG auf Zahlung von Fr. 18'596.20 zuzüglich 5 % Zins ab 19. Dezember 2003. Die Beschwerdeführerin hat einem allfälligen Vergütungsanspruch des Beschwerdegegners eine Forderung auf Bezahlung einer Konventionalstrafe zur Verrechnung gegenübergestellt. Zur Begründung der Verrechnungsforderung führte sie im erstinstanzlichen Verfahren zunächst aus, das Konkurrenzverbot sei durch die von ihr ausgesprochene Kündigung nicht weggefallen, weil ihr der Beschwerdegegner zur Kündigung Anlass gegeben habe; sie habe das Arbeitsverhältnis beenden müssen, weil das Vertrauensverhältnis "erodiert" sei und weil sie immer wieder festgestellt habe, dass sich der Kläger nicht an Weisungen gehalten habe. Im Verfahren vor Obergericht begründete die Beschwerdeführerin die Kündigung zusätzlich damit, dass die ebenfalls bei ihr angestellte Ehefrau des Beschwerdegegners geäussert habe, vom Gatten geschlagen zu werden, was zu grosser Unruhe im Betrieb geführt habe. Das Obergericht wies die Verrechnungsforderung, die im vorliegenden Fall einzig noch umstritten ist, mangels genügender Substantiierung ab. In Bezug auf die vom Beschwerdegegner geltend gemachte Hauptforderung wurde die Beschwerdeführerin mit Urteil vom 14. Dezember 2004 verpflichtet, dem Beschwerdegegner Fr. 4'788.-- nebst Zins zu 5 % seit 19. Dezember 2003 zu bezahlen.