Citation: 2C_319/2023 E. 1.2

1.2. Auf dem Gebiet des Ausländerrechts ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide betreffend ausländerrechtliche Bewilligungen nur zulässig, wenn das Bundesrecht oder das Völkerrecht einen Anspruch auf die Bewilligung einräumt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario). Für das Eintreten genügt, wenn die betroffene Person in vertretbarer Weise dartut, dass potenziell ein solcher Anspruch besteht. Ob tatsächlich ein Aufenthaltsrecht besteht, ist eine materielle Frage und keine Eintretensfrage (BGE 147 I 268 E. 1.2.7; 139 I 330 E. 1.1). Die Söhne der Beschwerdeführerin sind bereits volljährig. Um gestützt auf die Beziehung zu ihnen einen potenziellen Anspruch aus dem Recht auf Achtung des Familienlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK ableiten zu können, müsste ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis vorliegen (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1). Ein solches ist weder geltend gemacht worden noch ersichtlich. Die Beziehung zu den hier lebenden volljährigen Söhnen vermag der Beschwerdeführerin folglich keinen potenziellen Anspruch zu vermitteln. Die Beschwerdeführerin kann sich aber in vertretbarer Weise potenziell auf das Recht auf Achtung des Privatlebens gemäss Art. 8 Abs. 1 EMRK stützen, da sie sich seit mehr als zehn Jahren rechtmässig im Land aufhält. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist zulässig.