Citation: 6B_1092/2022 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt die Verletzung des Anspruchs auf Konfrontation und als Folge davon eine willkürliche Beweiswürdigung. Die Vorinstanz halte fest, die ersten Aussagen von B.B.________ und C.B.________ seien nur dann zu Lasten des Beschwerdeführers verwertbar, wenn diesen belastenden Aussagen keine ausschlaggebende Bedeutung zukomme bzw. wenn sie nicht den einzigen oder einen wesentlichen Beweis darstellten. Trotzdem würdige die Vorinstanz die Erstaussagen von B.B.________ und C.B.________ bei der Beantwortung der Frage, ob Notwehr gegeben sei. Sie komme unter Würdigung sämtlicher vorhandener Beweismittel zum Schluss, dass weder eine Notwehrhandlung im Sinne von Art. 15 StGB noch eine entschuldbare Notwehrhandlung im Sinne von Art. 16 StGB vorliege. Dadurch verletze die Vorinstanz die Grundsätze zum Konfrontationsrecht und verfalle in Willkür. Einerseits dürften die Erstaussagen nicht in der Berücksichtigung aller Beweismittel ausschlaggebend gewürdigt werden, wenn sie nicht ausschlaggebend seien. Und andererseits stelle sich die Frage, weshalb die Erstaussagen bei der Würdigung miteinbezogen würden, wenn die übrigen Beweise doch angeblich genügen würden. Weiter rügt der Beschwerdeführer, das forensische Gutachten sage nichts darüber aus, wer B.B.________ die Verletzungen zugefügt habe. Zudem seien die Sprach- und Textnachrichten von C.B.________ im Zustand starker Angetrunkenheit verfasst worden und die in der Konfrontationseinvernahme von B.B.________ gemachten Aussagen würden nichts zur massgeblichen Einschätzung der Notwehrhandlung und eines allfälligen Exzesses aussagen.