Citation: 6B_57/2017 E. 2.1.1

2.1.1. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdegegner sei zwar dem Beschwerdeführer weit überlegen und sehr aggressiv gewesen, doch seien mehrere Freunde dabei gewesen und hätten versucht, die beiden auseinanderzubringen. Der Beschwerdeführer sei dem Beschwerdegegner daher nicht schutzlos ausgeliefert gewesen und habe nicht ernsthaft damit rechnen müssen, vom Beschwerdegegner erheblich verletzt zu werden. Er sei denn auch noch nicht verletzt worden. Der Beschwerdeführer habe um die Gefährlichkeit eines Messers, gerade in einem dynamischen Geschehensablauf, gewusst. Der Messereinsatz, insbesondere ein Stich in den Rücken, sei in dieser Situation unverhältnismässig gewesen. Beispielsweise hätte er den Beschwerdegegner auch ins Gesäss stechen können. Die Verhältnismässigkeit der Abwehrhandlung sei zu verneinen.