Citation: 4A_379/2024 E. 3.1

3.1. Das Vorhandrecht ist zunächst vom Vorkaufsrecht abzugrenzen. Ein Vorkaufsrecht räumt der berechtigten Person die Befugnis ein, durch einseitige, vorbehalts- und bedingungslose Erklärung gegenüber dem Verpflichteten das Eigentum an einer Sache zu erwerben, sofern die verpflichtete Person diese Sache an einen Dritten verkauft (BGE 115 II 175 E. 4a; Urteil 5A_1006/2015 vom 2. August 2016 E. 4.1). Der Kaufvertrag kommt durch die Ausübungserklärung der berechtigten Person zustande.