Citation: 5A_803/2024 E. 3.3.2

3.3.2. Vorliegend steht fest, dass es das Betreibungsamt versäumt hat, den Beschwerdeführer eigens mit separatem Schreiben zur Einigungsverhandlung vom 30. April 2024 einzuladen. Aufgrund des Verfahrensablaufes war der Beschwerdeführer mit seiner diesbezüglichen Rüge im vorinstanzlichen Verfahren jedoch nicht mehr zu hören. Denn nach dem Grundsatz von Treu und Glauben und dem Verbot des Rechtsmissbrauchs ist es nicht zulässig, formelle Rügen, die in einem früheren Verfahrensstadium hätten geltend gemacht werden können, bei ungünstigem Ausgang noch später vorzubringen (BGE 141 III 210 E. 5.2; 135 III 334 E. 2.2). Wenn der Beschwerdeführer der Meinung gewesen wäre, es sei ihm die Teilnahme an der Einigungsverhandlung wegen eines formellen Fehlers des Betreibungsamtes nicht möglich gewesen, hätte er dies bereits nach dem Empfang des Schreibens vom 30. April 2024 innert der vom Betreibungsamt angesetzten zehntägigen Frist rügen und eine Wiederholung der Einigungsverhandlung verlangen können. Entsprechend muss sich der Beschwerdeführer entgegenhalten lassen, dass er seinen diesbezüglichen Einwand erst nach Erhalt des Regierungsratsbeschlusses vom 25. Juni 2024 mit dem Rechtsmittel der Beschwerde nach Art. 18 SchKG vorgebracht hat, obschon er unbestrittenermassen bereits am 2. Mai 2024 Kenntnis davon hatte, dass die Einigungsverhandlung ohne ihn stattgefunden hatte und keine Einigung erzielt werden konnte.