Citation: 2C_653/2022 E. 4.2

4.2. Was der Beschwerdeführer hiergegen einwendet, überzeugt nicht: Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz die Rückfallgefahr gestützt auf seinen Marihuana-Konsum in übertriebener Weise potenziere. Zwar wies die Vorinstanz im Rahmen der Beurteilung des Rückfallrisikos darauf hin, dass der Beschwerdeführer während des Strafvollzugs Marihuana konsumierte. Die Annahme einer ernsthaften Rückfallgefahr begründete die Vorinstanz jedoch insbesondere auch damit, dass der Beschwerdeführer trotz beruflicher Integration und Familie schwer straffällig wurde und seine weitgehende Deliktsfreiheit seit der Anlasstat aufgrund des Strafvollzugs zu relativieren sei (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.2.1 S. 5 f.). Dass die Vorinstanz vor diesem Hintergrund von einem erheblichen Interesse an der Aufenthaltsbeendigung ausging, ist weder konventions- noch bundesrechtswidrig, zumal das Bundesgericht beim Drogenhandel aus rein finanziellen Motiven ausländerrechtlich in Übereinstimmung mit dem EGMR eine strenge Praxis verfolgt (BGE 139 II 121 E. 5.3 in fine; Urteil 2C_1038/2021 vom 18. März 2022 E. 4.2.2).