Citation: 2C_777/2017 E. 3.4.1

3.4.1. Wie das Verwaltungsgericht zutreffend festgestellt hat, verfügt der Beschwerdeführer im Hinblick auf seine lange Anwesenheit von rund 44 Jahren zwar über ein gesteigertes privates Interesse, in der Schweiz verbleiben zu können. Indessen kann nicht gesagt werden, dass er zu seinem Heimatstaat keinerlei Beziehungen mehr unterhielte und ihn mit diesem allein noch die Staatsbürgerschaft verbinden würde: Der Beschwerdeführer hat die Schweiz (damals noch mit seiner Familie) über ein Jahr verlassen, um in der Türkei seinen militärischen Pflichten nachzukommen. Obwohl er als Angehöriger der 2. Generation zu gelten hat, ist er mit Sprache und kulturellem Hintergrund seines Heimatstaats nach wie vor bestens vertraut. Die gewerbs- und bandenmässigen Diebstähle beging er zusammen mit Landsleuten. Seine Ehefrau stammte ebenfalls aus der Türkei, sodass davon ausgegangen werden muss, dass er den Bezug zu den heimatlichen Gebräuchen und Sitten nie verloren hat.