Citation: 9C_638/2013 E. A

Die Bernische Pensionskasse erteilte H.________ (geb. 1960) auf deren Anfrage hin Auskunft über die rentenanwartschaftlichen Auswirkungen eines Vorbezugs von Vorsorgeleistungen für den Erwerb von Wohneigentum unter dem geltenden Leistungsprimat (Schreiben vom 16. März und 16. Mai 2011). Nachdem sie am X. Juli 2011 einen Kaufvertrag über Stockwerkeigentum abgeschlossen hatte, beantragte H.________ am 19. Juli 2011 bei der Pensionskasse einen Vorbezug von Fr. 112'000.-. Die Vorsorgeeinrichtung teilte ihr daraufhin mit, die reglementarischen Bestimmungen seien inzwischen mit Wirkung ab 1. Juli 2011 dahin abgeändert worden, als ein Vorbezug in jedem Fall zu einer Leistungskürzung führe (Schreiben vom 22. Juli 2011). Im vorliegenden Fall führte dies zu um 15 Prozent tieferen prospektiven Altersleistungen (vgl. Mitteilung der Pensionskasse vom 21. Juli 2011). Nach ergebnislosem Austausch schriftlicher Stellungnahmen reichte H.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Klage gegen die Bernische Pensionskasse ein mit dem Rechtsbegehren, es sei festzustellen, dass die betreffende Reglementsänderung im Zusammenhang mit dem Antrag vom 19. Juli 2011 nicht anwendbar sei. Insbesondere sei festzustellen, dass der Vorbezug zu keiner Kürzung der Altersrente der Klägerin beim Rücktrittsalter 64 führe.