Citation: 6B_443/2014 E. 2.3.3

2.3.3. Wie schon erwähnt muss es Ziel der Begründung einer Strafzumessung sein, diesen stark ermessensgeprägten Entscheid transparent, das heisst (im Hinblick auf die allfällige Erhebung eines Rechtsmittels) überprüfbar darzustellen. Soweit ein Strafurteil diesbezüglich, wie hier, umfassende und überzeugende Erwägungen enthält und die mit dem Rechtsmittel vorgebrachten Argumente keine weitergehenden Ausführungen erfordern, darf die Berufungsinstanz auch hinsichtlich der Strafzumessung auf die erstinstanzlichen Entscheidmotive verweisen, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden. Daher war es zulässig, dass die Vorinstanz die erstinstanzlichen Erwägungen zu den ihrigen gemacht hat. Abgesehen davon enthält der kantonsgerichtliche Entscheid durchaus eigenständige und vertiefende Überlegungen zu verschiedenen Aspekten der Strafzumessung und zur Bestimmung der Sanktionsart (siehe dort E. 3b/cc-ee S. 18 ff.). Im Übrigen ist die Strafe nicht derart milde ausgefallen, dass es notwendig gewesen wäre, die Strafzumessung besonders einlässlich zu begründen (vgl. Wiprächtiger/Echle, Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl., 2013, N. 15 und 26 ff. zu Art. 50 StGB).