Citation: 4A_141/2019 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin verkennt den Unterschied zwischen Zustandekommen und Auslegung eines Vertrages einerseits und der Qualifikation des mit einem bestimmten Inhalt zustande gekommenen Vertrags anderseits, wenn sie die Vertragsqualifikation unter Berufung auf Art. 18 OR beanstandet. Die Vertragsqualifikation ist Rechtsfrage (BGE 131 III 217 E. 3 S. 219, 4A_602/2013 vom 27. März 2014 E. 3.1); es ist von Amtes wegen zu beurteilen, welche gesetzlichen Regeln auf den Vertrag der Parteien Anwendung finden und die Parteien können entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin namentlich zwingende Gesetzesnormen nicht umgehen, indem sie ihren Vertrag nach ihrem "wirklichen Willen" qualifizieren. Die Vorinstanz hat den Vertragsinhalt nach den anerkannten Prinzipien der Vertragsauslegung ermittelt (vgl. BGE 140 III 134 E. 3.2 S. 138, 133 III 675 E. 3.3 S. 681 je mit Verweisen). Sie hat namentlich auch berücksichtigt, wie die Parteien den Vertrag nach Vertragsschluss tatsächlich erfüllt haben; sie hat damit den Vertragsinhalt aufgrund des tatsächlichen Parteiwillens festgestellt und es ist nicht erkennbar, inwiefern sie Art. 18 OR verletzt haben könnte.