Citation: 5A_601/2023 E. 6.2.2

6.2.2. Wie der Beschwerdeführer selbst erkennt (vgl. E. 6.1 hiervor), ging das Obergericht für die Festlegung der streitbetroffenen Parteientschädigungen von denselben Grundlagen wie die Erstinstanz aus und legte die Entschädigungen in Abhängigkeit zum Streitwert fest (vgl. § 10 Abs. 1 i.V.m. § 2 AnwT/TG). War der Streitwert aber ein entscheidwesentliches Element, fragt sich schon in grundlegender Hinsicht, ob die Parteien nicht mit einer Neubestimmung desselben rechnen mussten. Im Einzelnen bezog die Vorinstanz sich sodann auf die vom Beschwerdeführer selbst eingereichten Kontoauszüge (vgl. Entscheid Kantonsgericht, E. 10.4.2 S. 32). Weiter verwies sie darauf, dass die Beschwerdegegnerinnen das Leistungsjournal des Willensvollstreckers als unvollständig rügten (Entscheid Kantonsgericht, E. 10.4.2 S. 31) und diesem vorwarfen, die ihm obliegenden Aufgaben nicht "zeitlich und effizient" zu erledigen, und es "offensichtlich auf eine langfristige Dauerverwaltung an[zulegen]" (Entscheid Kantonsgericht, E. 10.4.2 S. 32). Angesichts dieser Umstände, die vor Bundesgericht nicht strittig sind, kann keine Rede davon sein, die Parteien hätten eine Neuberechnung des Streitwerts vernünftigerweise nicht vorhersehen können und insbesondere nicht damit rechnen müssen, dass das Obergericht dabei von einer unbestimmten Dauer der Verwaltung ausgeht. Eine überraschende Motivsubstitution (vgl. zu dieser Konstellation Urteil 2C_329/2021 vom 21. September 2021 E. 4.2) liegt nicht vor.