Citation: 6B_419/2024 E. 5.4.3

5.4.3. Zwar geht die Vorinstanz von einem leichten Tatverschulden aus und fällt die im vorliegenden Verfahren ausgesprochene Strafe relativ gering aus. Sie erwägt indes korrekt, dass der Beschwerdeführer die ihm zahlreich gewährten Chancen nicht genutzt hat. Damit einhergehend berücksichtigt sie zu Recht die mehrfachen, (u.a.) einschlägigen und teilweise gravierenden Vorstrafen. Nicht zu beanstanden ist, wenn sie daraus und angesichts der erneuten (z.T.) einschlägigen und während laufender Probezeit erfolgten Delinquenz auf eine Unbelehrbarkeit und eine mangelnde Gesetzestreue des Beschwerdeführers schliesst. Ebenso wenig, wenn sie anhand seiner immer wiederkehrenden, z.T. schriftlich verfassten Reue- und Besserungsbeteuerungen seine aktuellen Erklärungen als blosse Lippenbekenntnisse qualifiziert und auch in der neu geltend gemachten, vermehrten Involvierung in die Betreuung und Erziehung seiner Kinder keinen Umstand erkennt, der Basis für ein künftig deliktfreies Leben bildet (angefochtenes Urteil S. 22 und 23). Ebenfalls zu Recht weist die Vorinstanz auf die strenge Rechtsprechung zur Landesverweisung bei Betäubungsmitteldelikten hin. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, wenn sie dem Beschwerdeführer eine schlechte Prognose stellt und davon ausgeht, dass von ihm eine schwere Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und damit ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Anordnung der Landesverweisung besteht. Das Bundesgericht hat mehrfach festgehalten, dass für die Anordnung der Landesverweisung keine Mindestschwere der Anlasstat erforderlich ist. Vielmehr soll die fakultative Landesverweisung gerade in Fällen zur Anwendung gelangen, bei denen es um Gesetzesverstösse von geringerer Schwere, aber dafür um wiederholte Delinquenz geht (Urteile 6B_719/2024 vom 4. Dezember 2024 E. 4.3.1; 6B_1054/2020 vom 30. November 2020 E. 1.1.2). Dies ist vorliegend der Fall.