Citation: 2C_128/2018 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz setzt den Beginn des Fristenlaufs in Anwendung von Art. 126 Abs. 3 AIG auf den 1. Januar 2008 fest und begründet dies damit, dass das Familienverhältnis bereits zuvor entstanden sei, weil die Beschwerdeführer schon 2007 wieder geheiratet hätten. Diese Begründung steht jedoch in unvereinbarem Widerspruch zu ihrer Feststellung, dass jedenfalls 2008 keine intakte Ehe zwischen den Beschwerdeführern vorlag und die zweite Eheschliessung einzig dem Zweck diente, den gemeinsamen Kindern die Einreise in die Schweiz zu ermöglichen. Tatsächlich ist im rechtskräftigen Entscheid des Regierungsrats vom 7. Juli 2009 festgestellt worden, dass "lediglich im Verhältnis des Rekurrenten zu den Töchtern - und nicht auch im Verhältnis der Eheleute untereinander - von einer (minimalen) effektiv gelebten und intakten familiären Beziehung die Rede sein" könne. Inwiefern diese Feststellung unzutreffend sein soll, geht aus dem vorinstanzlichen Entscheid nicht hervor. Entsprechend kann für den Beginn des Fristenlaufs nach Art. 47 Abs. 3 lit. b AIG auch nicht auf den 1. Januar 2008 abgestellt werden. Entscheidend für die Beurteilung des vorliegenden Falls ist damit die Frage, ob - und bejahendenfalls ab wann - bei den Beschwerdeführern davon ausgegangen werden kann, sie hätten die Absicht gehabt, eine echte Ehe zu führen.