Citation: BGE 150 V 73 E. 4.1

Nach Art. 39 AHVG können Personen, die Anspruch auf eine ordentliche Altersrente haben, den Beginn des Rentenbezugs mindestens ein Jahr und höchstens fünf Jahre aufschieben und innerhalb dieser Frist die Rente von einem bestimmten Monat an abrufen (Abs. 1). Die aufgeschobene Altersrente und die sie allenfalls ablösende Hinterlassenenrente wird um den versicherungstechnischen Gegenwert der nicht bezogenen Leistung erhöht (Abs. 2). Nach Abs. 3 setzt der Bundesrat die Erhöhungsfaktoren für Männer und Frauen einheitlich fest und ordnet das Verfahren; er kann einzelne Rentenarten vom Aufschub ausschliessen. Die nähere Regelung des Rentenaufschubs gestützt auf diese gesetzlichen Bestimmungen findet sich in den Art. 55bis bis 55quater AHVV. Während Art. 55bis AHVV den Ausschluss vom Rentenaufschub und Art. 55quater AHVV die Aufschubserklärung und den Abruf der aufgeschobenen Rente ordnen, bestimmt Art. 55ter AHVV die Berechnung des Zuschlags beim Rentenaufschub. Dieser bemisst sich nach einem variablen, mit zunehmender Aufschubsdauer ansteigenden Prozentsatz des Grundbetrags. Er beläuft sich, je nach einer Dauer von einem Jahr bis zu fünf Jahren, auf 5,2 bis 31,5 %. Abs. 2 sieht vor, dass der Zuschlag ermittelt wird, indem die Summe der aufgeschobenen Monatsbetreffnisse durch die entsprechende Anzahl Monate dividiert und dieser Betrag mit dem zutreffenden Prozentsatz nach Abs. 1 multipliziert wird. Der Betrag des Zuschlags ist - nach Abs. 5 der Bestimmung - der Lohn- und Preisentwicklung anzupassen.