Citation: 1B_130/2013 E. A

Am 2. August 2012 nahm Y.________ im Rahmen einer Freitodbegleitung im Sterbezimmer des Vereins X.________ in A.________ ein tödliches Mittel ein und verlor das Bewusstsein. Aufgrund einer Schluckstörung konnte sie nicht die gesamte für sie zubereitete Menge des Mittels zu sich nehmen. Ein Teil blieb im Becher zurück. Die vor Ort erschienene Ärztin des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich stellte fest, dass Y.________ noch lebte. In der Folge ordnete die Staatsanwaltschaft See/Oberland mündlich die unverzügliche Verlegung von Y.________ in das Spital B.________ zur palliativen Behandlung an. Die Staatsanwaltschaft ermächtigte die Polizei, zur Durchsetzung dieser Anordnung als äusserstes Mittel unter Wahrung der Verhältnismässigkeit Gewalt anzuwenden. Die Verantwortlichen des Vereins X.________ gaben darauf ihren Widerstand gegen die Verlegung von Y.________ in das Spital auf. Diese verstarb dort noch gleichentags.