Citation: 2C_43/2023 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführerin ist beizupflichten, dass aufgrund der insgesamt sehr langen Verfahrensdauer seit Geltendmachung der Schadenersatzansprüche beim EFD am 13. September 2010 dem Beschleunigungsgebot besonders Rechnung zu tragen war. Die Vorinstanz war in ihrem Abschreibungsentscheid vom 3. Januar 2022 selbst davon ausgegangen, auch die Komplexität rechtfertige angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung des Verfahrens für die Beschwerdeführerin und mit Blick auf das am 13. September 2010 eingeleitete Verfahren keine weiteren Verzögerungen in der Bearbeitung dieser Angelegenheit. Die Rechtsverzögerung lässt sich auch nicht mit der hohen Geschäftslast rechtfertigen. Anders als ein aussergewöhnlicher, vorübergehender Stau, gegen den rechtzeitig angemessene Massnahmen getroffen werden, vermag eine andauernd hohe Geschäftslast zudem nicht vor dem Vorwurf der Rechtsverzögerung zu bewahren (vgl. Urteile 5A_207/2018 vom 26. Juni 2018 E. 2.4 und 1C_534/2017 vom 6. Dezember 2017 E. 2.4).