Citation: 5P.69/2004 14.04.2004 E. 3

Das Kantonsgericht hat für die Frage, ob die Beschwerdeführerin ihre Einwendungen gegen den Rechtsöffnungstitel nur behaupten oder aber glaubhaft machen muss, differenziert, ob sie sich auf Gewährleistungsrechte oder auf das Leistungsverweigerungsrecht nach Art. 82 OR beruft. Insbesondere unter Berufung auf Marius Schraner (Zürcher Kommentar, N. 227 ff. zu Art. 82 OR) hat es angenommen, nur soweit sich die Beschwerdeführerin auf Art. 82 OR stütze, genüge die blosse Behauptung; demgegenüber habe sie nach vorbehaltloser Entgegennahme der Leistung das Vorliegen von Mängeln glaubhaft zu machen. Mit dieser Auffassung ist das Kantonsgericht offenbar teilweise von der sogenannten "Basler Rechtsöffnungspraxis" bei zweiseitigen Verträgen abgewichen (Daniel Staehelin, in: Staehelin/Bauer/Staehelin, Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, N. 102 zu Art. 82 SchKG), welche die Beschwerdeführerin als massgeblich erachtet. Ihre Rügen in diesem Zusammenhang beschränken sich indes auf die Darlegung und Anwendung der "Basler Rechtsöffnungspraxis" ohne detailliert darzulegen, inwiefern die vom Kantonsgericht getroffene Unterscheidung geradezu willkürlich sein soll. Mit dieser appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid genügt die Beschwerdeführerin den Begründungsanforderungen an eine staatsrechtliche Beschwerde nicht, so dass insoweit nicht darauf eingetreten werden kann (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3; 125 I 492 E. 1b S. 495; 127 I 38 E. 3c S. 43). Unzutreffend ist zudem der Einwand, das Kantonsgericht habe die heikle Frage entschieden, ob sich ein Schuldner bei Annahme der beanstandeten Leistung noch auf Art. 82 OR berufen könne, oder ob er ausschliesslich auf die Gewährleistungsvorschriften verwiesen sei. Das Kantonsgericht hat die Vorbringen der Beschwerdeführerin unter beiden Gesichtspunkten geprüft, allerdings unterschiedliche Anforderungen (Behauptung/Glaubhaftmachung) an deren Nachweis gestellt. Es hat der Beschwerdeführerin folglich keine Einredemöglichkeiten verwehrt.