Citation: 4A_260/2014 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz hielt fest, die jeweiligen Reallohnsteigerungen hätten in die Statistiken schon durch die Berücksichtigung der Löhne nach Altersklassen Eingang gefunden. Eine mittlere Reallohnerhöhung durch die zunehmende Berufserfahrung sei somit eingerechnet. Diese Ausführungen treffen für die Vergangenheit sowohl für die individuelle als auch für allfällige allgemeine Reallohnsteigerungen zu, da mit der Bildung von Altersklassen und dem Abstellen auf die tatsächlichen Löhne beide Faktoren berücksichtigt werden. Geht man davon aus, an den individuellen altersbedingten Lohnunterschieden werde sich auch in Zukunft nichts ändern, können aus der einzelnen Statistik Rückschlüsse auf die individuelle Lohnsteigerung für die Zukunft gezogen werden. Für die zukünftigen allgemeinen Reallohnerhöhungen gilt das (bezogen auf eine einzelne Statistik) aber nicht. Dass die Statistik keine Auskunft über zukünftige Entwicklungen gibt, anerkennt auch die Beschwerdegegnerin. Sie behauptet, zukünftige Reallohnsteigerungen seien so ungewiss, wie die Zukunft selbst, weshalb keine Statistiken eine Aussage über die zukünftige Entwicklung des Reallohns enthalte. Wie es sich damit verhält, kann offen bleiben, da der angefochtene Entscheid in diesem Punkt ungenügend begründet ist. Er lässt offen, ob die Vorinstanz davon ausgeht, die Zukunft werde (abgesehen von den altersbedingten Veränderungen, die in der Statistik berücksichtigt sind) keine allgemeinen Reallohnsteigerungen bringen, ob sie zu Unrecht annimmt, auch zukünftige allgemeine Lohnsteigerungen seien in den einzelnen Statistiken berücksichtigt, oder in welcher Form sie zukünftige allgemeine Lohnsteigerungen in ihrer Berechnung einbezieht. Diesbezüglich erlaubt die Begründung dem Bundesgericht nicht zu prüfen, ob die Vorinstanz das Recht korrekt angewendet hat. Auch insoweit ist die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen (Art. 112 Abs. 1 lit. b und Abs. 3 BGG).