Citation: I 368/06 06.02.2007 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht gelangte nach beweisrechtlich einwandfreier und umfassender Würdigung der medizinischen Unterlagen im sorgfältig begründeten Entscheid zu Recht zur Auffassung, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im hier massgebenden Zeitraum keine wesentliche, die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Veränderung erfahren hat. Der Rentenzusprache vom 10. Mai 2000 lagen die Berichte des Hausarztes Dr. med. G.________ (vom 19. August 1999) und der Psychiaterin Dr. med. Z.________ (vom 12. Januar 2000) zu Grunde. Ausgehend vom Verdacht auf eine Konversionsstörung (Bericht von Frau Dr. med. Z.________) wurde von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit im erlernten Beruf ausgegangen. Dr. med. G.________ führte in somatischer Hinsicht aus, dass der Versicherte nur in wechselnder Körperstellung arbeiten (sitzen, stehen, gehen) und keine schweren Lasten heben könne. Unter Hinweis auf die ungenügend therapierte psychische Situation attestierte er ab Juli 1998 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. 4.2 Im Verlaufsbericht des Psychiaters Dr. med. O.________ vom 27. Juni 2002 wurde bei gleichbleibender Diagnose einer Konversionsstörung (im Sinne einer Ausschlussdiagnose) ein verbesserter Gesundheitszustand vermerkt. Er wies darauf hin, dass der Versicherte insgesamt etwas lockerer erscheine, schränkte dies aber insoweit ein, als dieser Befund schwierig zu objektivieren sei. Wenn er gleichzeitig den Versicherten 100%ig arbeitsunfähig schätzte, ist dies insofern nicht widersprüchlich, als er eine "faktische Arbeitsunfähigkeit" vermerkte, was den damaligen wie heutigen tatsächlichen Gegebenheiten, jedoch keiner medizinisch-theoretischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit entspricht. 4.3 Im Weiteren ist die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneut vorgebrachte Rüge der mangelnden Objektivität und Befangenheit des Gutachters Dr. med. H.________ offensichtlich unbegründet. Im Gutachten finden sich keinerlei Anhaltspunkte, welche darauf schliessen liessen, dass der Beschwerdeführer voreingenommen untersucht oder begutachtet worden wäre. Es finden sich mithin in den gesamten Akten keine Hinweise, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen liessen (siehe BGE 125 V 353 E. 3b/ee mit Hinweis; RKUV 1999 Nr. U 332 S. 193 f. E. 2a/bb). Die Vorinstanz hat die diesbezüglichen Einwände zutreffend entkräftet, worauf mangels neuer Vorbringen verwiesen wird. Der Gutachter Dr. med. H.________ diagnostizierte eine Persönlichkeitsstörung im Sinne einer charakterneurotischen Fehlentwicklung (mit konversionsneurotischen Symptomen) und konnte mit Bezug auf den Arbeitsfähigkeitsgrad keine wesentlichen Veränderungen seit dem Jahr 2000 feststellen, sodass der Versicherte prinzipiell alle rückenschonenden Arbeiten, die direkte Kundenkontakte auf ein Minimum beschränkten, für zumutbar erachtete (Gutachten vom 31. August 2004). Daran vermag auch der vorinstanzlich eingereichte Bericht des Dr. med. W.________, Spezialarzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 6. Juni 2005 nichts zu ändern. Dr. med. W.________ würdigte zwar einen bereits vor dem 22. März 2005 bestehenden Zustand insofern anders, als er eine chronifizierte Konversionsstörung mit ausgeprägter Minussymptomatik bei narzisstisch gestörter agressionsgehemmter, selbstunsicherer sensitiven Persönlichkeit diagnostizierte, legte aber nicht substanziiert dar, inwiefern seit Mai 2000 eine relevante Verschlechterung aufgetreten sei, namentlich ergeben sich keine wesentlichen Veränderungen im erhobenen Psychostatus; gerade auch die umschriebene verminderte soziale und berufliche Leistungsfähigkeit fand in sämtlichen Berichten und Gutachten ihren Niederschlag. Eine lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts ist indessen revisionsrechtlich bedeutungslos (BGE 115 V 313 E. 4a/bb mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a). Dass bei dieser medizinischen Ausgangslage keine weiteren Abklärungen durchgeführt wurden, ist nicht zu beanstanden. Sie drängen sich auch im vorliegenden Verfahren nicht auf (antizipierte Beweiswürdigung; SVR 2001 IV 10 S. 28 E. 4b mit Hinweis auf BGE 124 V 94 E. 4b und 122 V 162 E. 1d). Sodann beziehen sich die mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde neu aufgelegten Berichte und Arztzeugnisse, insbesondere die Berichte des Dr. med. L.________, Spezialarzt FMH für Neurologie, vom 13. April 2006 und des Dr. U.________, Homöopathie SVHA, vom 4. April 2006 nicht auf den massgeblichen Zeitraum bis zum Erlass des Einspracheentscheids vom 26. Juli 2005, weshalb sie im vorliegenden Verfahren keine Berücksichtigung finden. Zudem ging Dr. med. L.________ einerseits lediglich von der Annahme eines mechanischen Problems bezüglich des rechten Armes aufgrund der radiologisch erkennbaren Fehlstellung des Radius aus, und andererseits wies er auf die abnormen Bewegungen dieser Extremität hin, deren Ursache nicht sicher benennbar sei. Daraus lässt sich aber keine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes ableiten, zumal die motorischen Störungen bereits von Frau Dr. med. Z.________ in ihrem Bericht vom 12. Januar 2000 erwähnt wurden und sie ebenfalls die objektiv auffälligen Arm- und Beinbewegungen beschrieb, wobei der Versicherte den rechten Arm mittels der linken Hand an den Körper gepresst halte. Nach dem Gesagten ist eine revisionsrechtlich erhebliche Änderung des Gesundheitszustands nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit dargetan. 4.4 Mit Blick auf die erwerblichen Verhältnisse geht aus den Akten hervor, dass der Versicherte seit 1999 keinem Erwerb mehr nachgegangen ist. Ausgenommen hievon ist seine im Umfang von 5 bis 10 % im Mai 2001 aufgenommene selbstständige Beratungstätigkeit im Zusammenhang mit elektrischen und elektromagnetischen Störfeldern (Elektrosmog), welche aber gemäss den vorliegenden Unterlagen keinen Gewinn abwirft, weshalb eine Revision zufolge Änderung der erwerblichen Verhältnisse insofern ausser Betracht fällt. Bezüglich des Valideneinkommens macht der Beschwerdeführer letztinstanzlich erneut geltend, als Gesunder würde er ein Jahresgehalt von Fr. 107'051.- verdienen. Dabei verkennt er allerdings, dass theoretisch vorhandene berufliche Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten nur dann zu beachten sind, wenn sie - nach Massgabe der individuellen, persönlichen und beruflichen Verhältnisse der versicherten Person - im Vergleichszeitraum mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten wären (BGE 96 V 29; EVGE 1968 S. 93 E. 2a; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 E. 3b; vgl. auch BGE 129 V 224 E. 4.3.1). Dies bedeutet, dass der zuletzt erzielte Verdienst im Revisionsverfahren als Bezugsgrösse grundsätzlich bestehen bleibt, ausser es fänden sich genügend konkrete Anhaltspunkte für eine berufliche Weiterentwicklung. In Würdigung der gesamten Umstände ist der behauptete berufliche Werdegang des Versicherten nicht hinreichend bewiesen. Gründe, welche im relevanten Vergleichszeitraum für eine über die Entwicklung des Nominallohnindexes hinausgehende Erhöhung des anhand der Angaben der letzten Arbeitgeberin (vom 27. September 1999) mit Fr. 71'500.- festgesetzten Valideneinkommens sprechen, sind keine ersichtlich, was zur Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt.