Citation: 5A_278/2022 E. 3.7

3.7. Verfehlt ist die Kritik des Beschwerdeführers ferner, soweit er die Bezeichnung der angeordneten Regelung als alleinige Obhut beanstandet. Seiner Auffassung zufolge handle es sich um eine geteilte Obhut, zumal die Kinder sich über das ganze Jahr gerechnet während mehr als einem Drittel der Zeit bei ihm aufhielten. Ihm ist immerhin insofern beizupflichten, als eine alternierende Obhut im Dispositiv auch als solche zu bezeichnen ist (BGE 147 III 121 E. 3.2.3). Vorliegend geht die Regelung des persönlichen Verkehrs - abgesehen von der hälftigen Ferienteilung - indessen nur minimal über ein Wochenendbesuchsrecht hinaus (in der ersten Phase um einen zusätzlichen Halbtag alle zwei Wochen und in der zweiten Phase um ein zusätzliches Wochenende alle sieben Wochen; vgl. vorne Sachverhalt lit. B.f). Es ist nicht willkürlich, bei einer derartigen Betreuungsregelung die Obhut als alleinig zu bezeichnen.