Citation: 4P.20/2007 27.03.2007 E. 5

Der Beschwerdeführer rügt eventuell eine Verletzung des Willkürverbots. Das Obergericht habe aufgrund der Annahme einer Anspruchsverwirkung vor dem Fristenlauf auch Art. 9 BV verletzt, da es beim Wortlaut von § 79 und 83 ZPO LU eine willkürliche Auslegung sei, eine solche Verwirkung wegen zu früher Vornahme der Rechtshandlung eintreten zu lassen. Nach § 79 Abs. 2 ZPO LU ist bei Säumnis der befristete Anspruch verwirkt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Gemäss § 83 Abs. 1 ZPO LU ist die Frist gewahrt, wenn die Handlung am letzten Tag vorgenommen wird. Wie gesehen, erfolgte die Anschlussappellation am 26. Oktober 2006, d.h. ca. einen Monat nach Ablauf der Rechtsmittelfrist; Bedingung für die Anschlussappellation ist die Zustellung der gegnerischen Appellation, womit der Beschwerdeführer nicht zu früh, sondern zu spät Rechtsmittel eingereicht hat. Inwiefern das Obergericht dabei die kantonale Zivilprozessordnung willkürlich (vgl. zum Willkürbegriff etwa BGE 127 I 60 E. 5a S. 70) angewandt haben soll, ist nicht nachvollziehbar. Die Rüge genügt den Anforderungen an eine rechtsgenügliche Begründung nicht (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; E. 3.2), weshalb auf die Beschwerde insofern nicht einzutreten ist.