Citation: 2C_48/2024 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, die von ihrer Vorgängerin bis Ende 2020 erzielten Umsätze seien in Anwendung des Prinzips substance over form bei der Bemessung ihres massgebenden Umsatzes zu berücksichtigen. Entgegen den Erwägungen der Vorinstanz handle es sich nicht um einen klassischen Mieterwechsel, sondern - wirtschaftlich betrachtet - um eine faktische Umwandlung bzw. eine Übernahme des Betriebs (inkl. Goodwill). Sie habe das Restaurant mit Blick auf die anstehende Pensionierung der Eheleute C.________ übernommen und den Restaurantbetrieb seit anfangs Januar 2021 ohne Unterbruch und in bekannter Form, unter demselben Namen, mit dem gleichen Personal und Konzept weitergeführt. Nur die Rechtsform und der Firmenname hätten sich geändert. Der verbleibende Firmenmantel ihrer Vorgängerin sei in der Folge liquidiert worden. Hätte es sich bei der Kommanditgesellschaft C.________ & Co. um eine (für sie insbesondere mit Blick auf die Haftungsrisiken vorteilhaftere) GmbH oder AG gehandelt, hätte sie ohne Weiteres diese juristische Person übernommen, womit sich die Frage nach der Rückerstattung der Härtefallunterstützung nie gestellt hätte. Da davon auszugehen sei, dass der Gesetzgeber es in den hektischen Zeiten der Covid-19-Epidemie schlichtweg vergessen habe, einen Fall wie den vorliegenden explizit zu regeln, liege eine Gesetzeslücke vor. Angesichts der somit erfüllten Voraussetzung gemäss Art. 7 Abs. 1 lit. a Kantonale Härtefallverordnung seien ihr die à-fonds-perdu-Beiträge in der Höhe von Fr. 207'876.-- zu Recht zugesprochen worden. Daher erweise sich deren Rückforderung von vornherein als unzulässig und widerrechtlich. Indem sich die Vorinstanz auf das rein formale, nicht rechtserhebliche Argument der Gesellschaftsform stütze, verletze sie die genannten Verfassungsgarantien.