Citation: U 203/06 12.03.2007 E. 3

3.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin für die Folgen des Unfalls vom 27. Juli 2001 über den 31. März 2004 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. 3.2 Das kantonale Gericht hat gestützt auf die medizinischen Unterlagen mit einlässlicher Begründung, auf die verwiesen wird (Art. 36a Abs. 3 OG), zutreffend dargelegt, dass nach Massgabe des Beweisgrades der überwiegenden Wahrscheinlichkeit die Versicherte an Beschwerden leidet, die keinem objektiv organischen Korrelat zugeordnet werden können. Die Beschwerdeführerin stützt ihre gegenteilige Auffassung auf den im letztinstanzlichen Verfahren eingereichten Bericht von Dr. med. E.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 7. April 2006. 3.2.1 Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zum Beweiswert ärztlicher Berichte (BGE 125 V 351 E. 3a) zutreffend dargelegt. Zu ergänzen ist, dass auch ein Parteigutachten Äusserungen eines Sachverständigen enthält, welche zur Feststellung eines medizinischen Sachverhalts beweismässig beitragen können. Daraus folgt indessen nicht, dass ein solches Gutachten den gleichen Rang wie ein vom Gericht oder von einem Unfallversicherer nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholtes Gutachten besitzt. Es verpflichtet indessen - wie jede substanziiert vorgetragene Einwendung gegen ein solches Gutachten - das Gericht, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die Beweiswürdigung folgend, zu prüfen, ob es in rechtserheblichen Fragen die Auffassungen und Schlussfolgerungen des vom Gericht oder vom Unfallversicherer förmlich bestellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon abzuweichen ist (BGE 125 V 351 E. 3c S. 354). Dabei spielt die fachliche Qualifikation des Experten oder Teilgutachters für die richterliche Würdigung einer Expertise eine erhebliche Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Deshalb ist für die Eignung eines Arztes als Gutachter in einer bestimmten medizinischen Disziplin ein entsprechender, dem Nachweis der erforderlichen Fachkenntnisse dienender, spezialärztlicher Titel des berichtenden oder zumindest des den Bericht visierenden Arztes vorausgesetzt (Urteil B. vom 3. August 2000, I 178/00). 3.2.2 Dr. med. E.________ hält in der zusammenfassenden Beurteilung fest, am heutigen Beschwerdebild seien ausschliesslich strukturelle Läsionen beteiligt. Er stützt diese Aussage auf die von ihm vorgenommene Begutachtung der Röntgenbilder. Wie die Beschwerdegegnerin indessen zu Recht einwendet, verfügt der Psychiater über keine weitere einschlägige Facharztausbildung, weder in Radiologie, noch Rheumatologie noch orthopädischer Chirurgie. Zwar will er seine Erkenntnisse mit zwei Fachärzten besprochen haben; der genannte Bericht ist aber von keinem dieser Mediziner visiert. Dem Privatgutachten von Dr. med. E.________ vom 7. April 2006 kommt daher - zumindest was die somatische Seite betrifft - nur beschränkter Beweiswert zu. Jedenfalls ist er nicht geeignet, Zweifel an der sorgfältigen vorinstanzlichen Beweiswürdigung zu begründen. Dies umso weniger, als Dr. med. K.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie FMH, SUVA Versicherungsmedizin, die Einwendungen von Dr. med. E.________ in der ärztlichen Beurteilung vom 20. September 2006 überzeugend entkräftet.