Citation: 1C_261/2022 E. A

A.a. Die am 20. Juni 1971 in der Dominikanischen Republik geborene A.A.________ wurde am 14. Oktober 1986 von B.A.________ und C.A.________ in Santo Domingo adoptiert. Beide Eltern besitzen das Bürgerrecht von U.________ UR. Die Adoption wurde dem Zivilstandsamt das Kantons Uri erst mit Verfügung der Justizdirektion des Kantons Uri vom 6. Dezember 2017 gemeldet, weshalb A.A.________ zu diesem Zeitpunkt das Schweizer Bürgerrecht verwirkt hatte. Sie verfügt über eine Niederlassungsbewilligung. A.b. A.A.________ stellte am 18. Dezember 2017 ein Gesuch um Wiedereinbürgerung. Am 10. September 2018 beauftragte das Staatssekretariat für Migration (SEM) das Gemeindeamt des Kantons Zürich (GAZ), für die Wiedereinbürgerung einen Erhebungsbericht zu erstellen. Das GAZ stellte am 30. Oktober 2018 aufgrund eines hängigen Strafverfahrens einen negativen Antrag und verwies zudem auf den Betreibungsregisterauszug von A.A.________. Nachdem das Strafverfahren von der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat mit Verfügung vom 5. November 2019 eingestellt worden war, reichte A.A.________ am 22. Februar 2019 nach entsprechender Aufforderung des SEM einen aktuellen Betreibungsregisterauszug inklusive Verlustscheinsjournal ein. Der Betreibungsregisterauszug wies Verlustscheine der letzten 20 Jahre im Gesamtbetrag von Fr. 38'346.45 aus, wovon in den letzten fünf Jahren vor Gesuchseinreichung ein Verlustschein in der Höhe von Fr. 19'159.30, datiert vom 7. August 2017, ausgestellt wurde, welcher auf eine Darlehensschuld aus dem Jahr 1991 zurückgeht (in E. 6.1 näher ausgeführt). Mit Schreiben vom 22. Februar 2019 wies das SEM A.A.________ darauf hin, dass das Einbürgerungsgesuch infolge des getrübten finanziellen Leumunds nicht gutgeheissen werden könne und empfahl ihr bei gleichzeitiger Einladung zur Stellungnahme den Rückzug des Gesuchs. Es folgten mehrere Schriftenwechsel zwischen dem SEM und der Gesuchstellerin. Diese machte insbesondere geltend, dem Verlustschein vom 7. August 2017 liege eine uralte Darlehensschuld zugrunde und sie sei aufgrund ihrer Krankheit (rezidivierende depressive Episoden) nicht in der Lage gewesen, diese zu begleichen. Sie bemühe sich jedoch, die Schuld in Raten zurückzuzahlen. Das SEM hingegen verneinte das Vorliegen einer Notlage und empfahl erneut den Rückzug des Gesuchs. Es wäre A.A.________ bereits früher möglich gewesen, sich um die Begleichung der Schuld zu bemühen. Nachdem das SEM am 4. Oktober 2019 einen aktuellen Betreibungsregisterauszug eingeholt hatte, wies es das Einbürgerungsgesuch von A.A.________ mit Verfügung vom 11. Dezember 2019 ab.