Citation: 8C_110/2022 E. 4.1

4.1. In Bezug auf den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin stützte sich die Vorinstanz im Wesentlichen auf die beiden polydisziplinären Gutachten des ZMB und dasjenige der Klinik B.________, deren medizinische Inhalte sie detailliert wiedergab: Laut dem ersten Gutachten des ZMB vom 8. März 2016 (internistische, orthopädische, neurologische, neuropsychologische und psychiatrische Expertise; nachfolgend: ZMB-Gutachten 1) kämen die Sachverständigen zum Schluss, aus neurologischen Gründen sei die medizinisch-theoretische Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin sowohl in der bisherigen Tätigkeit als Klassenassistentin als auch in allen adaptierten Arbeiten ab März 2016 im Umfang von 30 % eingeschränkt, wobei Verbesserungen möglich seien. Am 5. Februar 2018 habe das ZMB ein zweites Gutachten erstattet, das im Rahmen eines stationären Klinikaufenthalts der Beschwerdeführerin verfasst worden sei (internistische, orthopädische, neurologische, zahnmedizinische, kieferchirurgische, psychiatrische und neuropsychologische Expertise; nachfolgend: ZMB-Gutachten 2). Demzufolge sei wegen des beim Verkehrsunfall erlittenen Polytraumas im angestammten Beruf als Klassenassistentin von einer Arbeitsunfähigkeit in der Höhe von 50 % auszugehen. Für eine angepasste, ruhige und regelmässige Beschäftigung sei unter Beachtung der körperlichen Einschränkungen mit mittlerem Konzentrationsbedarf, ohne Schichtarbeit, ohne Stress und Hektik sowie mit der Möglichkeit längerer Ruhephasen eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % anzunehmen. Sodann gelange das schlafmedizinische Gutachten der Klinik B.________ vom 14. Juli 2020 (nachfolgend: Gutachten B.________) in Bezug auf die von der Versicherten geltend gemachten Schlafbeschwerden zum Schluss, die erhobenen Befunde entsprächen dem Beschwerdebild einer posttraumatischen Hypersomnie (ICD-10 G47.1), wobei häufig im Zusammenhang damit auftretende organische Schlafstörungen nicht nachweisbar gewesen seien. Die RAD-Ärztin Dr. med. C.________, Fachärztin für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, habe am 2. September 2020 ihre versicherungsmedizinische Einschätzung unterbreitet, wonach das Ergebnis der schlafmedizinischen Abklärung hinsichtlich der gesamthaften bihemisphärischen Verletzungen nach dem am 1. Juni 2013 erlittenen Schädel-Hirntrauma mit der Leistungsbeurteilung der beiden ZMB-Gutachten übereinstimme. Im Hinblick auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit könne dem ZMB-Gutachten 2 vollumfänglich gefolgt werden. Am 4. September 2020 habe zudem die RAD-Ärztin Dr. med. D.________, Fachärztin für physikalische Medizin und Rehabilitation, ihre abschliessende Stellungnahme erstattet, wonach die Leistungseinschränkungen der Beschwerdeführerin eine Folge des beim Unfall erlittenen Schädel-Hirntraumas sei. Die Beeinträchtigung ihrer Flexibilität, Umstellungsfähigkeit und Durchhaltefähigkeit seien Folgen der Tagesmüdigkeit und eines erhöhten Pausenbedarfs. Eine leidensangepasste Tätigkeit müsse darum in ruhiger Atmosphäre, regelmässig mit mittlerem Konzentrationsbedarf, ohne Schichtarbeit oder Stress und Hektik sowie mit der Möglichkeit längerer Erholungsphasen verrichtet werden können. Mit Blick auf die Kniebeschwerden sei eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne Zwangshaltung im Knien oder in der Hocke möglich.