Citation: H 195/99 08.05.2000 E. 3

3.- In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde halten die Beschwerdeführer an ihrer bereits im vorinstanzlichen Ver- fahren vertretenen Auffassung fest, dass der Schadenersatz- anspruch zufolge verspäteter Geltendmachung verwirkt sei. Denn die Arbeitgeberin habe die Ausgleichskasse bereits im Sommer 1996 darüber informiert, dass der Betrieb am 31. Juli 1996 eingestellt worden sei, nachdem die "Lizenz- geberin" die Verträge fristlos gekündigt und das Warenlager blockiert habe. Ebenfalls mitgeteilt habe sie, dass keine finanziellen Mittel mehr vorhanden seien. Das kantonale Gericht hat diesen Einwand unter Beru- fung auf die Rechtsprechung des Eidgenössischen Versiche- rungsgerichts nicht gelten lassen. Das Konkursverfahren sei am 10. Juni 1997 eingestellt und damit abgeschlossen wor- den, weshalb die Schadenersatzverfügungen vom 31. März 1998 binnen der einjährigen Verwirkungsfrist ergangen seien. Diesen zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen kann mit Blick auf die im vorliegenden Fall erfolgte Konkursein- stellung mangels Aktiven und die dazu ergangene Rechtspre- chung (BGE 103 V 122 Erw. 4; ZAK 1990 S. 289 Erw. 4b) voll- umfänglich beigepflichtet werden. Was dagegen vorgebracht wird, verfängt nicht. Schadenskenntnis der Ausgleichskasse sogar bereits in einem vor der Konkurseröffnung liegenden Zeitpunkt anzunehmen, stünde in Widerspruch zu der bisheri- gen einschlägigen Rechtsprechung (BGE 119 V 92 Erw. 3, 118 V 196 f. Erw. 3b; ZAK 1992 S. 479 Erw. 3b), von der abzu- weichen kein Anlass besteht. Namentlich war nach der Auf- lösung des Lizenzvertrages im Sommer 1996 das weitere Schicksal der Gesellschaft noch ungewiss. Bis zur Konkurs- eröffnung im April 1997 und dessen Einstellung mangels Aktiven war für die Ausgleichskasse insbesondere nicht ersichtlich, ob nicht doch noch eine Betriebssanierung zustande kommen und inwieweit allenfalls eine konkursrecht- liche Verwertung des Warenlagers den Schaden mindern würde.