Citation: 6B_656/2020 E. 1.4

1.4. Sofern der Beschwerdeführer beanstandet, das erstinstanzliche Gericht habe den zu beurteilenden Sachverhalt von sich aus ergänzt, ohne dabei auf das vorinstanzliche Urteil Bezug zu nehmen, vermag er den Begründungsanforderungen nicht zu genügen. Im Übrigen weist der Beschwerdeführer auf mehrere Details in der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung hin, welche im Strafbefehl nicht aufgeführt worden sind. Entgegen seinen Ausführungen lässt sich darin jedoch keine Erweiterung oder Umdeutung des angeklagten Sachverhaltes erkennen. Dies gilt insbesondere, wenn er auf die vorinstanzliche Erwägung hinweist, wonach ihm vorgeworfen werde, unter den gegebenen Umständen nicht genügend Abstand gehalten zu haben, so dass er nicht mehr rechtzeitig habe bremsen können. Die Vorinstanz präzisiert damit den in der Anklage wiedergegebenen Sachverhalt, ohne diesen zu verlassen. Ebenfalls keine Ausdehnung des Sachverhaltes ist im Zusammenhang mit der im Strafbefehl genannten Verletzungen zu erkennen. Die Vorinstanz konnte ohne den Anklagegrundsatz zu verletzen festhalten, dass B.________ verschiedene Medikamente verschrieben und körperliche und geistige Schonung während zwei Wochen empfohlen worden seien. Dasselbe gilt entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers, wenn die Vorinstanz festhält, B.________ habe anlässlich der polizeilichen Einvernahme vier Tage nach dem Unfall über Probleme mit dem Ellenbogen und Schmerzen am Handballen geklagt und die Einleitung einer Nachbehandlung berichtet. Vorliegend ist weder erkennbar noch vom Beschwerdeführer dargelegt, dass die Schuldsprüche aufgrund eines Sachverhalts ergangen sind, der nicht in der Anklageschrift enthalten war. Der Beschwerdeführer wusste, welcher Lebensvorgang Gegenstand der Anklage war. Eine Beeinträchtigung der Verteidigungsrechte ist nicht ersichtlich. Das Anklageprinzip ist nicht verletzt.