Citation: 1C_37/2023 E. 4.4

4.4. Soweit die Beschwerdeführerin den Kamin des Restaurants kritisiert und sich dabei nicht auf kantonales Recht beruft, rügt sie, dieser sei nicht gemäss den einschlägigen Kamin-Empfehlungen des BAFU erstellt worden. Dies wird auch nicht bestritten, hingegen bestätigt das BAFU in seiner Vernehmlassung im bundesgerichtlichen Verfahren, dass die gewählte Abgasanlage, die eine mehrstufige Reinigung der Abluft durchführt und insbesondere auch über einen Aktivkohlefilter verfügt, im Hinblick auf die Emissionen vorliegend eine sinnvolle und effektive Massnahme sei. Diese sei auch der technisch aufwändigeren, teuren und weniger erfolgversprechenden Verlängerung des Kamins vorzuziehen. Damit stützt das BAFU die Vorinstanz, welche die realisierte Lösung als situativ sinnvoll einschätzt und ein Abweichen von den Kamin-Empfehlungen rechtfertige. Das kantonale Amt für Umwelt und Energie stellt sogar in Frage, dass angesichts der sehr gründlichen Luftfilterung durch die nun eingebaute Abgasanlage ein Kamin notwendig und die Kamin-Empfehlungen entsprechend anwendbar seien. Es ist jedenfalls nicht ersichtlich, dass wegen der neuen Kamin-Konstruktion des Restaurants höhere Geruchs- und Schadstoff-Emissionen ausgestossen werden, als dies mit einem verlängerten Kamin der Fall wäre, vielmehr ist nach Ansicht der Fachbehörden vom Gegenteil auszugehen.