Citation: 7B.184/2006 06.02.2007 E. 2

2.1 Vor der Aufsichtsbehörde verlangte der Gläubiger G.________ die Versteigerung des gepfändeten Anteilsrechts. Die durch das Steueramt S.________ vertretenen Gläubiger stellten den Antrag, die einfache Gesellschaft sei aufzulösen und das Gemeinschaftsvermögen zu liquidieren; während die Gläubigerin H.________ auf einen Antrag verzichtete. Die Beschwerdeführerin als Mitanteilsinhaberin und Gläubigerin stellte die gleichen Anträge wie der Schuldner. Beide verlangten die Einstellung der Verwertung bis zum Abschluss des seit 27. Mai 2004 hängigen Scheidungsprozesses, in welchem infolge des Teilvergleichs (über den Scheidungspunkt) vom 21. Februar 2006 nur noch über die Nebenfolgen zu entscheiden sei. Sie machten weiter geltend, sowohl die Versteigerung des Anteilsrechts als auch die Auflösung der einfachen Gesellschaft sei ausgeschlossen, weil die Parteien in einem seit 1999 hängigen (weiteren) Prozess auf Auflösung der einfachen Gesellschaft in einem Vergleich vom 20. August 2004 bereits deren Auflösung zugestimmt hätten und die Übertragung der Liegenschaften per Rechtskraft des Scheidungsurteils zum noch festzustellenden Verkehrswert in das Alleineigentum der Beschwerdeführerin vereinbart worden sei. 2.2 Die Aufsichtsbehörde hat im Wesentlichen erwogen, dass (nach Art. 10 Abs. 2 VVAG) zwei Verwertungsarten offen stehen. Die Versteigerung des Anteilsrechts sei vorliegend nicht angebracht, zumal die Gefahr der Verschleuderung bestehe und der Verkehrswert des Anteilsrechts (Art. 10 Abs. 3 VVAG) nicht bekannt sei. Als Verwertungsart eigne sich hier nur die Auflösung der einfachen Gesellschaft und Liquidation des Gemeinschaftsvermögens (Art. 12 VVAG) mit anschliessender Zuteilung des auf den internen Anteil des Schuldners fallenden Liquidationserlöses an die Pfändungsgläubiger bis zur Deckung der Forderungen (samt Zinsen und Kosten) der Pfändungsgläubiger. Die Aufsichtsbehörde hat (unter Hinweis auf BGE 113 III 40) festgehalten, dass kein Anlass bestehe, bis zum Abschluss der güterrechtlichen Auseinandersetzung des zwischen den Anteilsinhabern hängigen Scheidungsverfahrens zuzuwarten.