Citation: 2C_1062/2019 E. 6.2.3

6.2.3. Den Akten lassen sich keine hinreichenden Hinweise auf das Bestehen eines besonderen Abhängigkeitsverhältnisses im Sinne der Rechtsprechung (vgl. E. 6.2.1 hiervor) entnehmen und ein solches wird auch nicht substanziiert geltend gemacht. Gleichwohl ist die Beziehung der Beschwerdeführerin zu ihrem Sohn im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung von wesentlicher Bedeutung. Aus dem angefochtenen Urteil ergibt sich, dass der Sohn stark auf seine Mutter bezogen ist und ein enges Verhältnis zu ihr besteht. Die Kontakte zwischen den beiden würden gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen im Rahmen von monatlichen Besuchswochenenden und gemeinsamen Ferienaufenthalten stattfinden (vgl. E. 4.4.3 des angefochtenen Urteils). Bei einer Wegweisung würde die Beschwerdeführerin ihre enge Beziehung zu ihrem an Trisomie 21 leidenden Sohn, für welchen sie eine zentrale Bezugsperson ist, nur unter erschwerten Bedingungen weiterführen können. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Sohn weiterhin professionell betreut werden könnte und über weitere Angehörige in der Schweiz verfügt.