Citation: 4C.345/2000 01.05.2001 E. A

A.- A.________, B.________ und C.________ gründeten in den sechziger Jahren die heutige Bergbahnen Y.________ AG. Zudem schlossen sie sich vertraglich zur einfachen Gesellschaft "Interessengemeinschaft X.________" (nachstehend: IG X.________) zusammen, welche den Zweck verfolgte, die für die Bergbahnen notwendigen Rechte im Bereich des Skigebietes zu sichern. E.________ war Eigentümer verschiedener Grundstücke im Gebiet X.________, durch welches eine Piste der Bergbahnen Y.________ AG führt. Insbesondere gehörte ihm die zentral am Rande der Talabfahrtspiste liegende Parzelle a, auf der sich das Restaurant befindet, welches er zusammen mit D.________ führt. In den siebziger Jahren verkaufte E.________ einen Teil seines Grundbesitzes an die IG X.________. Geplant war zudem die Gründung einer Restaurant X.________AG zwecks Erstellung und Betriebs eines neuen Restaurants. Nachdem sich das Projekt eines Restaurant-Neubaus zerschlagen hatte, traf E.________ mit der IG X.________ am 25. April 1977 eine öffentlich beurkundete Vereinbarung. Darin räumte E.________ den Mitgliedern der IG X.________ an seiner Teilparzelle b mit ca. 2800 m2 Wiese und an der Parzelle a mit Wohnhaus und Restaurant X.________ ein bis zum 31. Dezember 1996 befristetes Kaufsrecht ein, welches einseitig an Dritte übertragbar war. Der Kaufpreis wurde für beide Liegenschaften mit je Fr. 60'000.-- beziffert, wobei bezüglich des Restaurationsgrundstückes die seitens der Kaufsrechtsberechtigten genehmigten wertvermehrenden Aufwendungen abzüglich der üblichen Abschreibungen (nach Massgabe Wehrsteuerrecht) zum Kaufpreis aufzurechnen waren. Das Kaufsrecht konnte jederzeit ausgeübt werden. E.________ konnte jedoch verlangen, den Restaurationsbetrieb gegen einen ortsüblichen Pachtzins für ein Jahr weiterführen zu können. Des weiteren verpflichteten sich die Mitglieder der IG X.________, E.________ für den Fall der Ausübung des Kaufsrechts bezüglich des Restaurationsgrundstückes im Raume Glaris bis zum 30. April 2001 eine Drei-Zimmerwohnung entschädigungsfrei bereitzustellen oder, wenn er darauf verzichtet, für diese Zeit eine jährliche Entschädigung von pauschal Fr. 3'000.-- auszubezahlen. Mit eingeschriebenem Brief vom 6. Mai 1986 erklärten die Mitglieder der IG X.________ gegenüber E.________, sie hätten die Kaufsrechte aus dem Vertrag vom 25. April 1977 auf die Bergbahnen Y.________ AG übertragen, welche diese Rechte ausübe. Am 29. Dezember 1993 wurde von der Parzelle b ein Teilstück unter der Ziffer c abparzelliert, wobei das vorgemerkte Kaufsrecht gemäss dem Vertrag vom 25. April 1997 auch auf die neue Parzelle übertragen wurde. Im Herbst 1996 machte die IG X.________ E.________ den Vorschlag, die am 25. April 1977 vereinbarten Kaufsrechte um fünf Jahre zu verlängern. E.________ und D.________ sprachen daraufhin beim Grundbuchverwalter F.________ vor, der auf Grund dieses Gesprächs anregte, von einer kompetenten Stelle die Handlungsfähigkeit von E.________ abklären zu lassen. F.________ teilte seine entsprechenden Zweifel auch C.________ mit, den er zudem wissen liess, dass E.________ mit der Verlängerung des Kaufsrechtsvertrages nicht einverstanden war. Mit Schreiben vom 12. Dezember 1996 erklärte C.________ E.________, die Kaufsberechtigten müssten davon ausgehen, dass seine Handlungsfähigkeit in Frage gestellt werde. Sie seien daher gezwungen, die Kaufsrechte auszuüben, wobei sie aber bereit seien, mit ihm über den weiteren Verbleib im Restaurant und in der Wohnung im Sinne des Vertragsentwurfes zu verhandeln. Mit Vollmacht für alle Mitglieder der IG X.________ gab C.________ zudem die Erklärung ab, die Kaufsrechte gemäss der Vereinbarung vom 25. April 1977 auszuüben, wobei er einen Gesamtkaufpreis von Fr. 299'719.-- angab und E.________ aufforderte, die für die Eigentumsübertragung erforderliche Grundbuchanmeldung zu unterzeichnen und dem Grundbuchamt Davos binnen 30 Tagen zuzustellen. Mit öffentlich beurkundetem Vertrag vom 6. Januar 1997 verkaufte E.________ die drei strittigen Grundstücke an D.________. Diese räumte ihm im Gegenzug lebenslängliche und unentgeltliche Wohnrechte an den Parzellen a und b ein.