Citation: 1C_473/2016 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz ist zum Schluss gekommen, die Beschwerdeführerin habe ihre Rügepflicht gemäss § 151a Abs. 2 GG/ZH verletzt. In Ermangelung einer rechtzeitigen Rüge sei auf den Rekurs nicht einzutreten. § 151a Abs. 2 GG/ZH lautet wie folgt: Wird beanstandet, im Rahmen einer Gemeindeversammlung oder der Versammlung eines Grossen Gemeinderates seien Vorschriften über die politischen Rechte oder ihre Ausübung verletzt worden, so kann eine Person, die an der Versammlung teilgenommen hat, nur dann Rekurs erheben, wenn sie die Verletzung schon in der Versammlung gerügt hat. Von vorneherein nicht unter die Rügepflicht von § 151a Abs. 2 GG/ZH fällt indes die angebliche Irreführung der Stimmberechtigten durch falsche Information seitens der Behörden (Verein Zürcher Gemeindeschreiber und Verwaltungsfachleute [Hrsg.], Ergänzungsband Kommentar zum Zürcher Gemeindegesetz, 2011, § 151a N. 5.4; vgl. auch Hansrudolf Thalmann, Kommentar zum Zürcher Gemeindegesetz, 3. Aufl. 2000, § 151 N. 4.2.1). Die Beschwerdeführerin konnte ihre Rüge der Verletzung von Art. 34 Abs. 2 BV durch unzulässige Beeinflussung der Stimmberechtigten im Vorfeld der Wahl nicht bereits anlässlich der Kirchgemeindeversammlung vom 29. November 2015 vorbringen. Wie von ihr glaubhaft dargelegt und von der Vorinstanz auch nicht in Frage gestellt, hat sie erst im Nachgang zur Kirchgemeindeversammlung erfahren, dass die Angehörigen der portugiesischen Mission in der Messe vom 29. November 2015 vom Priester und damit von einer Amtsperson aufgefordert worden sein könnten, an der Versammlung vom gleichen Tag teilzunehmen, um die Wahl von Gertrud Würmli zu verhindern.