Citation: 2C_417/2018 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz erachtete das Einholen eines neuen Berichts der Psychiatrischen Universitätsklinik als nicht relevant für den Ausgang des Verfahrens. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass Therapie- und Vollzugsberichte zwar als Indiz für die Beurteilung einer Rückfallgefahr herangezogen werden könnten, jedoch für die Einschätzung nicht hauptsächlich ausschlaggebend seien. Selbst wenn - wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht - zutreffen sollte, dass er keine Betäubungsmittel und keinen Alkohol mehr konsumiere und sich die Risikofaktoren durch die Therapie seiner chronifizierten paranoiden Schizophrenie seit der letzten Beurteilung von März 2016 weiter verbessert hätten, lasse sich die Rückfallgefahr aufgrund der Umstände nicht gänzlich ausschliessen. Zudem müsse insbesondere bei Gewaltdelikten, die sich gegen die körperliche Integrität von Menschen richten, selbst ein geringes Rückfallrisiko nicht hingenommen werden. Schliesslich komme der Rückfallgefahr bei ausländischen Personen wie dem Beschwerdeführer, die sich nicht auf das Freizügigkeitsabkommen (FZA; SR 0.142.112.681) berufen können, nur eine untergeordnete Bedeutung zu (vgl. E. 4.2 des angefochtenen Urteils).