Citation: 2C_1040/2022 E. B

B.a. Das Migrationsamt des Kantons Thurgau (Migrationsamt) ermahnte A.________ aufgrund ihres Sozialhilfebezugs mit Schreiben vom 7. August 2019. In dieser als "Orientierungsschreiben" bezeichneten Mitteilung wies das Migrationsamt sie auf den dannzumal aktuellen Stand der bezogenen Sozialhilfe im Umfang von Fr. 502'000.-- hin und machte sie insbesondere auf die mit Gesetzesänderung per 1. Januar 2019 eingeführte Rückstufung (Art. 63 Abs. 2 AIG) aufmerksam, welche bei Sozialhilfebezug respektive Integrationsdefiziten zur Anwendung kommen könne. Mit Schreiben vom 20. Oktober 2020 gewährte es ihr das rechtliche Gehör betreffend beabsichtigten Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung (Rückstufung). Mit Entscheid vom 18. August 2021 widerrief das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung von A.________ und erteilte ihr im Sinne einer Rückstufung eine Aufenthaltsbewilligung. Dabei wurde ihr Aufenthalt an folgende Bedingungen geknüpft: Beachten behördlicher Auflagen und Vorgaben, Bemühen um eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt und Aufnahme einer dauerhaften Erwerbstätigkeit, Ablösung von der Sozialhilfe und bestmögliche Reduktion der Sozialhilfeschuld. B.b. Den dagegen erhobenen Rekurs wies das Departement Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau (Departement) mit Entscheid vom 20. April 2022 ab. Es ergänzte das erstinstanzliche Entscheiddispositiv mit den Elementen, dass A.________ das Integrationskriterium der Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung i.S.v. Art. 58a lit. d AIG nicht erfülle und die Aufenthaltsbewilligung unter Wegweisung aus der Schweiz widerrufen werden könne, wenn die vorgenannten Bedingungen (vgl. Bst. B.a) nicht eingehalten würden. Die dagegen erhobene Beschwerde erwies sich gemäss Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 2. November 2022 als erfolglos, wobei A.________ die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde.