Citation: 6F_11/2007 13.11.2007 E. 3

Der Gesuchsteller beruft sich auf Art. 121 lit. d BGG, wonach die Revision eines bundesgerichtlichen Urteils verlangt werden kann, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat. Das Bundesgericht hat indessen nicht übersehen, dass es sein Urteil wenige Tage, bevor die Beschwerdefrist vollständig abgelaufen war, gefällt hat. Dies war im Gegensatz zur Auffassung des Gesuchstellers ohne Weiteres zulässig, weil er damals die Beschwerde mit einer Begründung versah und nicht darauf aufmerksam machte, er wolle diese Begründung noch vervollständigen. Das Bundesgericht durfte deshalb ohne Weiteres davon ausgehen, der Gesuchsteller habe seine Argumente vorgebracht. Das Revisionsgesuch ist als offensichtlich unbegründet abzuweisen. Es mag angemerkt werden, dass auch die im Revisionsgesuch nachgelieferte ergänzende Begründung der Beschwerde offensichtlich verfehlt ist. Im Kanton Aargau ist auf Anzeigen, deren Grundlosigkeit offensichtlich ist, nicht einzutreten (§ 119 Abs. 3 der Strafprozessordnung). Gemäss § 119 Abs. 4 StPO/AG ist unter anderem die Staatsanwaltschaft zuständig für den Erlass von Nichteintretensverfügungen. Im vom Gesuchsteller angeführten § 136 StPO/AG geht es demgegenüber um die Einstellung eines nicht offensichtlich grundlosen Strafverfahrens. Davon, dass die Staatsanwaltschaft keine Kompetenz hätte, in offensichtlichen Fällen direkt eine Nichteintretensverfügung zu erlassen, kann nicht die Rede sein.