Citation: I 732/99 04.05.2000 E. 4

4.- Der Beschwerdeführer macht in zweierlei Hinsicht eine unvollständige Abklärung des rechtserheblichen Sach- verhalts geltend. a) Mit Bezug auf die Art und Schwere seines Gesund- heitsschadens verweist er auf den Bericht des Dr. med. S.________ vom 2. Juli 1999, der anlässlich der Unter- suchungen vom 11. November und 10. Dezember 1997 eine schwere reaktive Depression festgestellt und ihn zur Behandlung an die Psychiatrische Poliklinik des Spitals Y.________ überwiesen hat. Dieser psychische Gesundheits- schaden und seine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sei von der IV-Stelle noch abzuklären. Der Beschwerdeführer übersieht, dass es zur Annahme einer durch einen geistigen Gesundheitsschaden verursachten Erwerbsunfähigkeit nicht genügt, dass ein Versicherter nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist viel- mehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähig- keit sei ihm sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - sogar für die Gesell- schaft untragbar (BGE 102 V 165; AHI 1996 S. 302 Erw. 2a, S. 305 Erw. 1a, S. 308 Erw. 2a; ZAK 1992 S. 170 Erw. 2a mit Hinweisen). Diese rechtserhebliche Frage liess sich aber im November/Dezember 1997, das heisst im Zeitpunkt des Erlas- ses der angefochtenen Verfügungen (vgl. Erw. 3a) vom 20. November und 12. Dezember 1997, hinsichtlich der da- mals, soweit aus den Akten ersichtlich, erstmals aufgetre- tenen depressiven Erkrankung des Beschwerdeführers noch gar nicht beurteilen. Denn dabei handelt es sich um ein labiles pathologisches Geschehen, für dessen Behandlung eine rela- tiv breite Palette von Therapien zur Verfügung steht. Ob und in welchem Masse einem an Depressionen leidenden Versi- cherten die Verwertung seiner Arbeitsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt nicht mehr zumutbar ist, kann daher erst nach Durchführung therapeutischer oder rehabilitativer Massnahmen beurteilt werden. Beim Beschwerdeführer waren therapeutische Massnahmen im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügungen vom 20. November und 12. Dezember 1997 eben erst eingeleitet worden, weshalb Vorinstanz und Verwaltung die allfälligen invalidisierenden Auswirkungen seines depressiven Leidens zu Recht nicht abgeklärt und berücksichtigt haben. b) Hinsichtlich des massgebenden Valideneinkommens macht der Beschwerdeführer geltend, sein Nebenerwerbsein- kommen als Hauswart sei von Vorinstanz und Verwaltung nicht berücksichtigt worden. Der Beschwerdeführer hat in seiner Anmeldung vom 16. Dezember 1996 eine Nebenbeschäftigung als Hauswart in der Zeit vom 1. Juni 1994 bis 30. März 1995 angegeben. In der Folge hat er diesen Nebenerwerb gegenüber dem Berufs- berater der IV-Stelle nie mehr erwähnt, namentlich auch nicht bei der Abklärung seiner erwerblichen Verhältnisse. Die Akten enthalten daher keinerlei Anhaltspunkte, dass es sich bei der fraglichen Nebenbeschäftigung um eine nicht bloss gelegentlich und nicht nur während verhältnismässig kurzer Zeit ausgeübte Nebenerwerbstätigkeit gehandelt hat, so dass sie bei der Ermittlung des hypothetischen Validen- einkommens zu berücksichtigen wäre (ZAK 1980 S. 593 Erw. 3a). Dementsprechend haben Vorinstanz und Verwaltung mangels Rechtserheblichkeit dieses Nebenerwerbseinkommens auf entsprechende Abklärungen zu Recht verzichtet.