Citation: 2C_771/2014 E. 2.2

2.2. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin überzeugen nicht: Gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (E. 9.4 des angefochtenen Entscheids) hat die Beschwerdeführerin am 16. April 2010 bei der IV-Stelle Basel-Landschaft ein Rentengesuch gestellt. Dieses wurde zwar noch nicht rechtskräftig entschieden, doch wurde mit Vorbescheid vom 22. Oktober 2013 festgestellt, dass die Beschwerdeführerin seit dem 1. Januar 2013 einen Invaliditätsgrad von 0 % aufweist. Seit August 2013 bezieht die Beschwerdeführerin Sozialhilfe der Gemeinde V.________/BL. Bei dieser Sachlage ist es evident und letztlich auch unbestritten, dass die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen für die Bewilligung eines erwerbslosen Aufenthaltes gemäss Freizügigkeitsabkommen gegenwärtig nicht erfüllt. Dem von der Beschwerdeführerin angeführten Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung kommt namentlich im Schnittstellenbereich verschiedenartiger Rechtsgebiete Bedeutung zu. Dort können sich fremdrechtliche Vorfragen stellen, welche nach einer einheitlichen, harmonisierenden Beantwortung rufen: Im Sinne einer systematischen, auf die Einheit und Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung angelegten Rechtsprechung können (und müssen) Praxis und Doktrin zur ähnlich gelagerten fremdrechtlichen Frage herangezogen werden, falls keine triftigen Gründe ersichtlich sind, die eine unterschiedliche Behandlung nahelegen (Urteil 2C_628/2013 vom 27. November 2013 E. 2.2.2 mit Hinweis auf BGE 137 III 369 E. 4.3 S. 373). Inwiefern die Beschwerdeführerin aus diesem Grundsatz allerdings ein prozedurales Aufenthaltsrecht herleiten will, ist unerfindlich: Im vorliegenden Fall geht es entgegen ihrer Auffassung nicht um die Beantwortung von harmonisierungsbedürftigen fremdrechtlichen Rechtsfragen oder um eine zu koordinierende Auslegung von Rechtsbegriffen wie z.B. der Erwerbstätigkeit resp. der Erwerbsfähigkeit. Der einzige Bezugspunkt zwischen dem vorliegenden Verfahren und dem IV-Verfahren ist rein sachverhaltlicher Natur und dergestalt, dass der von der Beschwerdeführerin gewünschte hypothetische Ausgang des IV-Verfahrens dazu führen könnte, dass die Beschwerdeführerin in der Zukunft die Voraussetzungen für einen erwerbslosen Aufenthalt erfüllen könnte. Auf eine solche Konstellation findet der Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung keine Anwendung.