Citation: U 416/06 30.10.2007 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, nach medizinischer Aktenlage stehe fest, dass die Rhinosinusitis und Polyposis nasi durch die Listenstoffe bzw. durch deren Verwendung bei der Arbeit als Maler dauerhaft und richtungsweisend verschlechtert worden seien. Weder die SUVA noch das kantonale Gericht hätten beachtet, dass nach BGE 117 V 354 die Verschlimmerung einer vorbestandenen Krankheit durch Listenstoffe/Listenarbeiten (Art. 9 Abs. 1 UVG) oder durch die berufliche Tätigkeit (Art. 9 Abs. 2 UVG; Generalklausel) der dadurch bewirkten Verursachung gleichgestellt sei. Da die dauerhafte Verschlimmerung der vorbestehenden Nasenatmungsbehinderungen praktisch ausschliesslich durch die Arbeit mit Listenstoffen verursacht worden sei, liege mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine Berufskrankheit vor. Die Anosmie ihrerseits sei nach Einschätzung des SUVA-Arztes Dr. med. G.________ vom 3. November 2004 eine Folge dieser - berufskrankheitsbedingt verschlimmerten - Polyposis nasi. Die Behauptung des Dr. med. G.________, wonach "das Postulat eines stabilen Endzustandes in keiner Weise" vorliege, treffe jedoch nicht zu, da der Versicherte noch heute (im Zeitpunkt der Einreichung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 12. September 2006), also mehr als zwei Jahre nach Erlass der Nichteignungsverfügung vom 19. Januar 2004, an der Geruchssinnstörung leide. Die durch die Berufskrankheit verursachte Beeinträchtigung der gesundheitlichen Unversehrtheit begründe daher nach Anhang 3 UVV einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von 15 %. 4.2 Verwaltung und Vorinstanz vertraten demgegenüber gestützt auf die Beurteilungen der SUVA-Ärzte Dres. med. R.________ vom 9. Januar 2004 und G.________ vom 3. November 2004 die Auffassung, die Ursachen der Nasenschleimhauterkrankung und der Polyposis nasi seien unklar. Da die Geruchssinnstörung mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Folge der Polyposis nasi sei, könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf eine Krankheit beruflicher Art geschlossen werden. Liege keine Berufskrankheit vor, habe die SUVA den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung zu Recht verneint.