Citation: 2C_767/2015 E. 5.2

5.2. Den Ausführungen der Vorinstanz zufolge pflegt der Beschwerdeführer den Kontakt zu seinen in Ghana verbliebenen Töchtern zumindest mittels Besuchen und Telefongesprächen. Im Verlaufe des vorliegenden Nachzugsverfahrens wurde ihm die elterliche Sorge über die Töchter übertragen. Die Vorinstanz verneinte das Vorliegen wichtiger Gründe, da einerseits keine regelmässigen finanziellen Leistungen an die Kinder oder deren Mütter nachgewiesen seien. Andererseits fehle betreffend die beiden jüngeren Töchter (Beschwerdeführerinnen 3 und 4) der Nachweis, dass gesundheitliche Probleme der Grossmutter die bisher geleistete und weiter erforderliche Betreuung verunmöglichen würden. Im Übrigen sei eher anzunehmen, dass die Betreuung durch die Mutter und Grossmutter gemeinsam erfolge. Hinsichtlich der bei ihrer Mutter aufwachsenden ältesten Tochter (Beschwerdeführerin 2) sei trotz Aufforderung nicht geklärt, ob die Mutter drei weitere Kinder zu versorgen hätte. Auch sei nicht substanziiert dargelegt worden, weshalb der Tochter ein sexueller Missbrauch durch den Stiefvater drohen solle. Die Angaben zur Verwandtschaft des Beschwerdeführers in Ghana wie auch zu den im Haushalt mit den Töchtern lebenden Verwandten seien unvollständig, womit nicht überprüft werden könne, ob weitere Bezugspersonen vorhanden wären, die Betreuungsaufgaben übernehmen könnten oder bereits übernommen hätten. Weiter gebe der im Beschwerdeverfahren eingereichte "Social Enquiry Report" vorwiegend den Willen und die Sichtweise der betroffenen Eltern bzw. Kinder wieder, sei aber kaum geeignet, die Betreuungsverhältnisse in Ghana neutral und verlässlich darzustellen. Schliesslich liege ein Nachzug, insbesondere angesichts des Alters der Kinder, des Umstands, dass sie weder deutsch sprächen noch mit den hiesigen Verhältnissen vertraut seien und keine besonders enge affektive Beziehung zu ihrem Vater anzunehmen sei, nicht im Kindesinteresse. Die drei Töchter seien in zwei getrennten Haushalten in verschiedenen Regionen von Ghana aufgewachsen und würden ihre Schweizer Stiefmutter vorwiegend aus telefonischen Kontakten kennen. Bei einer Übersiedlung in die Schweiz sei mit erheblichen Integrationsschwierigkeiten zu rechnen.