Citation: 5A_342/2024 E. 5.2

5.2. Mit Bezug auf die von ihnen persönlich ermittelten Messwerte (Lärmtagebuch) werfen die Beschwerdeführer dem Kantonsgericht vor, von einem offensichtlich unrichtigen Beweismass ausgegangen zu sein. Es übersehe bzw. vermenge ganz offensichtlich, dass in der Hauptsache und im Massnahmenverfahren ein je unterschiedliches Beweismass verlangt werde. Auch dieser Vorwurf trifft nicht zu, denn das Kantonsgericht schloss, dass die Messwerte der Beschwerdeführer betreffend die Nord-, Nordwest- und Südwestweiden nicht als glaubhaft bezeichnet werden könnten. Ferner meinen die Beschwerdeführer, das Kantonsgericht übersehe, dass, selbst wenn eine Tatsache nicht im Grad des strengen Beweises dargelegt werden könne, dies noch nicht bedeute, dass die behauptete Tatsache deshalb nicht glaubhaft gemacht worden sei. Diese Ausführungen treffen an sich zu, nur ist das Kantonsgericht nicht auf diese Weise vorgegangen. Vielmehr hat es auf die Feststellung des Zivilgerichts verwiesen, wonach nicht klar sei, wie die Messwerte der Beschwerdeführer zustande gekommen seien und erwog, dass sich die Beschwerdeführer im oberinstanzlichen Verfahren nicht dazu geäussert hätten. Ausserdem hätten die Beschwerdeführer als Kläger ein Interesse daran, möglichst hohe Lärmimmissionen zu messen. Damit ist das Kantonsgericht implizit von einer geringen Aussagekraft der von den Beschwerdeführern persönlich vorgenommenen Messungen ausgegangen. Ferner trifft der Vorwurf, das Kantonsgericht sei davon ausgegangen, das Zivilgericht habe die Lärmmessungen des Privatgutachtens als "nicht völlig abwegig" betrachtet, offensichtlich nicht zu, denn jenes bezieht sich bei seiner Aussage ausdrücklich auf die Lärmmessungen der Beschwerdeführer (E. 3.2 oben). Ebenso wenig trifft zu, dass das Kantonsgericht den Beweiswert des Privatgutachtens deshalb als herabgesetzt betrachtet hat, weil die Lärmmessungen durch die Beschwerdeführer durchgeführt worden seien.