Citation: 6B_1148/2023 E. 4.3

4.3. Nach der Rechtsprechung ist Mittäter, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Delikts vorsätzlich und in massgeblicher Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, sodass er als Hauptbeteiligter dasteht. Dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag nach den Umständen des konkreten Falls und dem Tatplan für die Ausführung des Delikts so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt. Das blosse Wollen der Tat allein genügt zur Begründung von Mittäterschaft nicht. Daraus folgt aber nicht, dass Mittäter nur ist, wer an der eigentlichen Tatausführung beteiligt ist oder sie zu beeinflussen vermag (vgl. zum Ganzen: BGE 143 IV 361 E. 4.10; 135 IV 152 E. 2.3.1; Urteil 6B_452/2023 vom 20. Oktober 2023 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). Die Mitwirkung bei der Ausführung des Delikts kann vielmehr auch darin bestehen, dass beispielsweise der Leiter einer kriminellen Gruppe den Einsatz befiehlt, ein Drahtzieher die kriminelle Aktion aus dem Hintergrund leitet oder überwacht oder dass jemand massgebend an der Führung eines Betriebs mitwirkt, der kriminellen Aktivitäten dient (Urteil 6B_452/2023 vom 20. Oktober 2023 E. 3.2 mit Hinweisen auf die Lehre).