Citation: 9C_801/2016 E. 3

Die Vorinstanz würdigte die medizinischen Akten und erwog, mit dem polydisziplinären asim-Gutachten vom 29. Juni 2015, wonach keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden, liege eine beweistaugliche gutachterliche Beurteilung vor. Aus neurologischer Sicht hätten sich die in der Folge der Synkope aufgetretenen neurokognitiven Störungen mit Konzentrations- und Gedächtnisstörungen nicht erklären lassen. Gemäss der Expertise komme für das zerebrale Ereignis vom Mai 2011 differenzialdiagnostisch eine vasovagale oder orthostatische Synkope in Frage. Weniger wahrscheinlich erscheine eine transitorische ischämische Attacke oder ein epileptischer Anfall. Sofern eine transitorische ischämische Attacke vorgelegen hätte, gelte dieser Zustand als vollkommen reversibel. Mithin liege kein objektivierbares organisches Substrat vor, welches die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden (rasche Ermüdung, Konzentrationsabfall) hervorzurufen vermöchte. Diese hätten auch im psychosomatischen Teilgutachten keinem psychosomatisch-psychiatrischen Korrelat zugeordnet werden können. Fachärztliche Berichte, die den Befunden der Gutachter widersprächen, lägen keine vor. Einzig der Hausarzt komme zu einer anderen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, ohne diese medizinisch fundiert und nachvollziehbar zu begründen. Unter diesen Umständen erübrige sich eine berufliche Abklärung oder eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit.