Citation: 1B_674/2021 E. 2.4

2.4. Nach dem angefochtenen Entscheid bleibt der Beschwerdeführer bis zur Durchführung der auf den 22. Februar 2022 angesetzten Hauptverhandlung in Haft; bis dahin wird er rund 22 Monate in Untersuchungs- und Sicherheitshaft verbracht haben. Die Möglichkeit eines bedingten bzw. teilbedingten Vollzugs der ausgefällten Freiheitsstrafe ist bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit der Haftdauer grundsätzlich nicht zu berücksichtigen ist (1B_586/2021 E. 2.3 Abs. 4 S. 5); das gilt, entgegen der in der Replik vorgetragenen Auffassung des Beschwerdeführers, auch in der vorliegenden Konstellation, in der dem Beschwerdeführer für einen Teil der erstinstanzlich ausgefällten Freiheitsstrafe der teilbedingte Vollzug zugestanden wurde. Die im angefochtenen Entscheid bestätigte Haft kommt damit nicht in grosse Nähe der zu erwartenden Freiheitsstrafe. Zwar erscheint es bei der in diesem Verfahrensstadium gebotenen zurückhaltenden, bloss summarischen Prüfung weder ausgeschlossen, dass die Staatsanwaltschaft beweisen kann, dass die tatrelevante Drogenmenge markant höher ist als vom Strafgericht festgestellt und mit ihrem Antrag auf eine höhere Strafe durchdringt, noch dass der Beschwerdeführer eine Senkung des Strafmasses erreicht, indem er den Vorwurf, die Taten bandenmässig begangen zu haben, entkräften kann. Es erscheint somit sowohl eine Erhöhung als auch eine Senkung des Strafmasses möglich, wobei sich die Gründe für eine Erhöhung und eine Senkung auch ganz oder teilweise aufheben können. Da das Bundesgericht eine vertiefte, abschliessende Beurteilung der Beweislage in diesem Verfahrensstadium weder vornehmen kann noch darf - das ist dem Sachrichter, hier dem Appellationsgericht, vorbehalten - rechtfertigt sich, für die Beurteilung der Verhältnismässigkeit der Sicherheitshaft auf das erstinstanzliche Strafmass abzustellen. Danach kommt die Haftdauer bis zur Berufungsverhandlung nicht in grosse Nähe der zu erwartenden Freiheitsstrafe, und eine Verfahrensverschleppung durch das Appellationsgericht ist weder ersichtlich noch dargetan. Damit erweist sich die Fortführung der Sicherheitshaft bis zur Berufungsverhandlung als bundesrechtsmässig.