Citation: 6B_667/2016 E. 1.2

1.2. Nach Art. 141 StPO dürfen Beweise, die Strafbehörden in strafbarer Weise oder unter Verletzung von Gültigkeitsvorschriften erhoben haben, nicht verwertet werden, es sei denn, ihre Verwertung sei zur Aufklärung schwerer Straftaten unerlässlich (Abs. 2). Beweise, bei deren Erhebung Ordnungsvorschriften verletzt worden sind, sind verwertbar (Abs. 3). Nach der Rechtsprechung sind auch die von Privaten rechtswidrig erlangte Beweismittel nur verwertbar, wenn sie von den Strafverfolgungsbehörden rechtmässig hätten erlangt werden können und kumulativ dazu eine Interessenabwägung für deren Verwertung spricht (Urteil 1B_76/2016 vom 30. März 2016 E. 2.2; Urteil 6B_786/2015 vom 8. Februar 2016 E. 1.2; je mit Hinweisen). Die Beweisverwertungsverbote von Art. 141 StPO betreffen mithin nur Beweise, die durch die Strafverfolgungsbehörde oder Private durch ein eigenes aktives Tun gesammelt worden sind. Dies ist vorliegend nicht der Fall. B.________ erhielt die zur Diskussion stehenden Schriftstücke vom Beschwerdeführer zugestellt. Er übermittelte sie an die Staatsanwaltschaft, welche sie somit ebenfalls ohne eigenes Zutun erhielt. Für eine allenfalls rechtswidrige Weiterleitung von Beweismitteln an eine Strafverfolgungsbehörde sieht Art. 141 StPO kein Beweisverwertungsverbot vor. Die Rüge ist unbegründet.