Citation: 2C_89/2022 E. 2.2.6

2.2.6. Zwar anerkennt das Bundesgericht - wie die Beschwerdeführerin zu Recht einwendet - bei Straffälligkeit einen periodischen Anspruch auf Neuprüfung des Anwesenheitsrechts spätestens nach 5 Jahren Aufenthalt im Ausland (allenfalls auch schon früher), dies gilt jedoch nur, soweit zu diesem Zeitpunkt ein gesetzlicher (Art. 42 ff. BGG) oder auf dem Schutz des Familienlebens (Art. 8 EMRK) beruhender Bewilligungsanspruch fortbesteht (so auch das von der Beschwerdeführerin zitierte Urteil 2C_1224/2013 vom 12. Dezember 2014 [E. 1.1: Familienleben]; siehe auch das Urteil 2C_658/2021 vom 3. März 2022 E. 4.3 in fine ["eheliche und familiäre Beziehungen"]). Das Bundesgericht hat bisher ohne weitere familiäre Bindungen keinen solchen Anspruch allein gestützt auf ein (früheres) Privatleben in der Schweiz angenommen. Die betroffene Person muss sich im Ausland bewährt haben, weshalb hinsichtlich der Integration der Bezug zur Heimat jenem gestützt auf ein früheres Privatleben in der Schweiz regelmässig vorgeht.