Citation: 9C_671/2018 E. 2.6.3

2.6.3. PD Dr. med. C.________ legte in seinem Gutachten vom 4. Januar 2017 wohl dar, es sei ihm nicht möglich, die Arbeitsfähigkeit retrospektiv verlässlich zu beurteilen. Seinen Ausführungen lassen sich indessen verbürgte Angaben zu den bestehenden Einschränkungen der Versicherten im Rückblick entnehmen. So hielt er einerseits fest, dass sich bei der Versicherten im März 2010, als diese erneut Mutter geworden sei, keine Affektpathologie präsentiere, die auf eine ausgeprägte Arbeitsunfähigkeit schliessen lasse. Er räumte auch ein, gemäss dem Gutachten der MEDAS-Zentralschweiz vom 14. März 2013 habe die von ihm festgestellte Affektpathologie nicht bestanden. Andererseits ging er davon aus, dass die von ihm erhobenen Befunde nicht erst seit "heute" vorliegen würden. Zusammenfassend kann für den hier massgebenden Zeitraum ab Januar 2015 daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit geschlossen werden, dass es nach dem Gutachten der MEDAS-Zentralschweiz vom 14. Mai 2013 keine Anhaltspunkte auf eine ausgeprägtere Affektpathologie, als jene wie sie PD Dr. med. C.________ feststellte, gibt. In diesem Sinne ist auch schlüssig, dass der Psychiater des RAD davon ausging, es bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit seit der Begutachtung durch die MEDAS-Zentralschweiz (RAD-Stellungnahme vom 15. Februar 2017). Entgegen der Beschwerdeführerin kann jedoch für den Zeitraum von Januar 2015 bis zur Begutachtung durch PD Dr. med. C.________ nicht mit dem erforderlichen Beweismass auf eine höhere Arbeitsfähigkeit geschlossen werden. Es ist deshalb im hier massgebenden Zeitraum eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ausgewiesen und die Versicherte hat ab Januar 2015 Anspruch auf eine halbe Rente. Soweit die Vorinstanz erst ab 1. Oktober 2017 eine revisionsweise Herabsetzung auf eine halbe Rente erkannte, verletzt ihr Entscheid Bundesrecht.