Citation: 7B_1186/2024 E. 3.1

3.1. Nach der Vorinstanz ist der Beschwerdeführer in den Jahren 2003, 2013 und 2022 forensisch-psychiatrisch begutachtet worden. Sie hält fest, alle drei Gutachten attestierten ihm übereinstimmend keine psychische Störung, aber akzentuierte Persönlichkeitszüge mit deutlicher Deliktrelevanz und eine hohe Rückfallgefahr für Gewaltdelikte. Das jüngste Gutachten vom 30. September 2022 bilde eine wesentliche Entscheidgrundlage. Der Sachverständige habe darin unter anderem festgehalten, dass sich beim Beschwerdeführer eine überdauernde ablehnende Haltung bei der Auseinandersetzung mit Deliktpräventionsstrategien zeige. Die Auswertung des Prognoseverfahrens "Psychopathy Checklist Revised" weise auf ein überdurchschnittliches Rückfallrisiko hin. Nach dem Prognoseverfahren "Violence Risik Appraisal Guide Revised" stehe das Risiko einer erneuten Verurteilung wegen eines Gewaltdelikts bei Straftätern mit einer vergleichbaren Merkmalskombination und gleichem Summenwert innerhalb von fünf Jahren bei 34 % und innerhalb von zwölf Jahren bei 60 %. Auch die "Kriterien zur Beurteilung der Legalprognose" zeigten ein sehr ungünstiges Bild hinsichtlich des Rückfallrisikos für ähnliche Straftaten bei einer Entlassung aus dem Strafvollzug. Die Vorinstanz erwägt, die Vorgehensweise des Sachverständigen in diesem Gutachten und dessen Beurteilungen und Schlussfolgerungen seien schlüssig und nachvollziehbar und würden vom Beschwerdeführer nicht (mehr) in Zweifel gezogen. Das Gutachten sei zudem aktuell und seit seiner Erstellung seien, soweit aus den Akten ersichtlich, keine wesentlichen Veränderungen eingetreten. Gestützt auf dieses Gutachten stuft die Vorinstanz das Rückfallrisiko als "anhaltend hoch" ein. Ferner hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe um eine Psychotherapie ersucht und bei einem Indikationsgespräch am 25. Februar 2019 erklärt, er möchte sich im Rahmen eines therapeutischen Settings mit seiner deliktischen Vergangenheit sowie seinen Erlebens- und Verhaltensweisen auseinandersetzen um seine Legalprognose zu verbessern. Er habe daraufhin die Therapie begonnen, jedoch bereits im Dezember 2019 wieder abgebrochen. Aus dem Vollzugsbericht vom 3. Januar 2024 gehe hervor, dass er das therapeutische Angebot im Jahr 2023 nicht in Anspruch genommen habe und sich im Berichtszeitraum auch sonst nicht mit seinen Delikten auseinandergesetzt habe. Der Beschwerdeführer sei somit bislang noch nicht bereit gewesen, seiner Mitwirkungspflicht nachzukommen und sich im Rahmen einer Therapie intensiv mit seinen deliktsrelevanten Persönlichkeitsaspekten auseinanderzusetzen und Risikomanagementstrategien zu entwickeln, um das Risiko erneuter schwerer Gewalt- oder gar Tötungsdelikte zu minimieren. Der Beschwerdeführer lege auch nicht dar, welchem konkreten Zweck die beantragten Ausgänge und Urlaube dienen sollen. Er bringe lediglich generell Resozialisierungsbemühungen vor und mache geltend, mit den beantragten Ausgängen sei Haftschädigungen entgegenzuwirken. Dies entspreche aber nicht den in Art. 84 Abs. 6 StGB genannten Gründen für Hafturlaub. Falls die beantragten Ausgänge und Urlaube der Pflege der Beziehungen zur Aussenwelt dienen sollten, lege der Beschwerdeführer nicht dar, "dass oder mit wem er sich treffen möchte." Ferner erwägt die Vorinstanz, beim Beschwerdeführer zeichne sich zurzeit keine baldige bedingte Entlassung ab, denn ihm sei diese seit erstmaliger Ablehnung am 4. Januar 2017 bisher stets verwehrt worden, zuletzt mit Entscheid vom 22. April 2024. Insofern drängten sich Ausgänge und Urlaube weniger akut auf als bei gefangenen Personen, deren Entlassung kurz bevorstehe. Aus dem Gutachten gehe weiter hervor, dass sich hinsichtlich der eigenen Zukunftsplanung beim Beschwerdeführer wenig konkrete Überlegungen zeigten. Nach dem letzten Vollzugsbericht scheine der Beschwerdeführer seine Zukunftsplanung in jüngster Zeit etwas konkreter anzugehen, was positiv zu würdigen sei, es seien aber nach wie vor noch einige Schritte zur Etablierung eines tragfähigen sozialen Empfangsraumes zu unternehmen.