Citation: 5A_763/2018 E. 8.5.2

8.5.2. 8.5.2.1. Das Obergericht erachtete die bezirksgerichtliche Festsetzung der Parteientschädigung mit einem Ansatz von 2,5 % am obersten Rahmen des Tarifs und damit als zu hoch. Dasselbe gelte für den im Zusammenhang mit dem Massnahmeverfahren gewählten Ansatz von 50 % der Grundgebühr. Angesichts der Bedeutung und der Schwierigkeit des Falles liessen sich für das Hauptverfahren knapp 2 % des Streitwertes rechtfertigen, was einer Entschädigung von Fr. 80'000.-- entspreche. Für das Massnahmeverfahren sei ermessensweise eine Gebühr von 10 % der Grundgebühr in der Höhe von Fr. 8'000.-- festzusetzen. Dies ergebe die Entschädigung für das erstinstanzliche Verfahren von Fr. 88'000.-- einschliesslich des Massnahmeverfahrens und einschliesslich Barauslagen. 8.5.2.2. Mit Bezug auf die Parteientschädigung für das oberinstanzliche Verfahren erwog das Obergericht, die Grundgebühr sei entsprechend dem erstinstanzlichen Verfahren auf Fr. 90'000.-- festzusetzen. In Anbetracht des Aufwands im Berufungsverfahren sowie unter Berücksichtigung des Streitwertes und der Bedeutung der Sache erweise sich eine Gebühr für das Rechtsmittelverfahren von 50 % der Grundgebühr als angemessen. Dies entspreche einer Entschädigung für beide Beklagten von je Fr. 45'000.-- (einschliesslich Barauslagen), zuzüglich 8 % Mwst, zumal der Hauptaufwand im Berufungsverfahren bis Ende 2017 zu erbringen gewesen sei.