Citation: 6B_532/2018 E. 1.4

1.4. Angesichts Art. 3 Abs. 1 StGB, Art. 8 Abs. 1 StGB und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 217 StGB ist der zivilrechtliche Wohnsitz des unterhaltspflichtigen Beschwerdeführers ohne Belang. Mithin sind seine entsprechenden Vorbringen und die vorinstanzlichen Erwägungen, wonach sein Wohnsitz schon im Tatzeitraum in U.________ gelegen habe, unerheblich. Der Beschwerdeführer bestätigt, zumindest sein Aufenthalts- und Arbeitsort sei in der Schweiz und er bestreitet nicht, sich im angeklagten Tatzeitraum zwischen Oktober 2014 und Juni 2015 entsprechend in der Schweiz aufgehalten zu haben. Er hätte daher zumindest auch von hier aus jeweils die zur Bezahlung der von ihm zu leistenden Unterhaltsforderungen erforderlichen Massnahmen ergreifen müssen. Indem er dies unterliess, blieb er in der Schweiz pflichtwidrig untätig. Damit liegt ein schweizerischer Begehungsort im Sinne von Art. 8 Abs. 1 StGB vor. Da nebst dem zivilrechtlichen Wohnsitz zudem der Anwendbarkeit schweizerischen Zivilrechts für die Frage des Begehungsortes im Sinne von Art. 8 Abs. 1 StGB keine Bedeutung zukommt, ist sodann der Einwand des Beschwerdeführers, laut Art. 74 Abs. 2 Ziff. 1 OR liege der Erfüllungsort seiner Unterhaltszahlungen am Wohnsitz der Beschwerdegegnerin 2 in der Tschechischen Republik, nicht stichhaltig. Ohnedem vertritt der Beschwerdeführer trotz in der Schweiz abgeschlossener Unterhaltsvereinbarungen selbst den Standpunkt, seine Unterhaltspflicht unterstehe tschechischem Recht. Auch nach internationalem Privatrecht ist für zivilrechtliche Unterhaltspflichten grundsätzlich das Recht am gewöhnlichen Aufenthaltsort des unterhaltsberechtigten Kindes anwendbar (vgl. Art. 4 Haager Übereinkommen vom 2. Oktober 1973 über das auf Unterhaltspflichten anzuwendende Recht, SR 0.211.213.01; Art. 82 Abs. 1 IPRG). Folglich verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, indem sie die schweizerische Gerichtsbarkeit und implizit sowohl ihre als auch die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft und des Bezirksgerichts Baden als gegeben erachtet.