Citation: 2C_510/2014 E. 5.5

5.5. Vorliegend ergibt sich freilich die Ungleichheit nicht bloss aus einer faktisch in den verschiedenen Ortsteilen ungleichmässigen Verteilung von Korporations- und Gemeindestrassen, sondern daraus, dass die Gemeinde Glarus Süd in Braunwald - anders als offenbar in den anderen Ortsteilen - jedenfalls bis zum 1. Januar 2014 (vgl. vorne E. 4.2) überhaupt keine Gemeindestrassen übernommen hat. Ob darin wirklich eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung liegt, kann jedoch offen bleiben: Streitgegenstand sind Abgaben an die Beschwerdegegnerin. Der von der Vorinstanz und den Beschwerdeführern erhobene Vorwurf der rechtsungleichen Behandlung geht dahin, dass die Gemeinde Glarus Süd in Braunwald den Unterhalt der Strassen der Korporation überlässt, während sie in den anderen Gemeindeteilen die Strassenbaulast selber trägt. Dieser Vorwurf kann sich somit gar nicht gegen die Beschwerdegegnerin richten, sondern vielmehr ausschliesslich an die Gemeinde. Selbst soweit tatsächlich eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung vorliegt, läge die Ursache dafür bei der Gemeinde Glarus Süd und der Anspruch auf Behebung der Ungleichheit wäre an diese zu richten. Es liegt gar nicht in der Zuständigkeit der Beschwerdegegnerin, an der Situation etwas zu ändern. Schon aus diesem Grund rechtfertigt es sich nicht, die von der Beschwerdegegnerin verfügten Abgaben aufzuheben. Der angefochtene Entscheid ist deshalb jedenfalls im Ergebnis verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Diese Argumentation bezieht sich auch auf das Eventualbegehren auf Herabsetzung der Abgaben.