Citation: 1C_236/2023 E. A

Der aus der Demokratischen Republik Kongo stammende A.________ reichte am 21. September 2020 ein Asylgesuch in der Schweiz ein. Auf dem Personalienblatt des Staatssekretariats für Migration (SEM) vermerkte er als Geburtsdatum handschriftlich den 25. September 2004 und reichte als Identitätsbeleg ein auf den 10. Oktober 2013 datiertes Ausweispapier ("Attestation de Perte des Pièces d'Identité") ein. Das SEM gab am 29. September 2020 eine Altersabklärung beim Institut für Rechtsmedizin der Universität Basel (IRM) in Auftrag und befragte A.________ am 9. Oktober 2020 summarisch zu seiner Person. Das Gutachten vom 11. November 2020 ergab ein Mindestalter von 19 Jahren und ein wahrscheinliches Lebensalter zwischen 20 und 24 Jahren. Die begutachtenden Ärzte führten aus, das angegebene Lebensalter von 16 Jahren sei mit den erhobenen Befunden nicht zu vereinbaren; vielmehr habe A.________ das 18. Lebensjahr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vollendet. In der Folge gab das SEM A.________ am 19. November 2020 bekannt, sein Geburtsdatum im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) auf den 1. Januar 2002 zu ändern. Dagegen opponierte dieser mit Stellungnahme vom 1. Dezember 2020. Anlässlich der Anhörung vom 23. Dezember 2020 zu den Asylgründen konnte er sich erneut zur beabsichtigten Datenänderung äussern und ersuchte sinngemäss um Berichtigung der vom SEM geänderten Personendaten. Mit Verfügung vom 5. Januar 2022 lehnte das SEM dieses Gesuch ab und bestätigte das im ZEMIS aufgeführte Geburtsdatum (1. Januar 2002).