Citation: 5A_534/2021 E. 3.3.2

3.3.2. Aber auch betreffend den Zeitraum ab August 2023 vermag der Beschwerdeführer mit seinem Einwand, die Beschwerdegegnerin sei gestützt auf die von den Eltern gewählte Betreuungsaufteilung verpflichtet, den Bedarf der Kinder "mindestens im Umfang von zwei Siebteln oder 30 Prozent" (Beschwerde S. 26) bzw. "im Umfang von mindestens 20 Prozent" (Beschwerde S. 15) zu übernehmen, aus nachfolgenden Gründen keine Verletzung von Bundesrecht aufzuzeigen. 3.3.2.1. Vorab ist diesbezüglich festzuhalten, dass der Vorinstanz nicht gefolgt werden kann, soweit sie im angefochtenen Entscheid annimmt, eine alternierende Obhut sei bereits ab einem Betreuungsanteil von 20 % in Betracht zu ziehen, denn das Bundesgericht definiert die alternierende Obhut mit der mehr oder weniger gleichmässigen Betreuung des Kindes durch beide Elternteile (Urteile 5A_557/2020 vom 2. Februar 2021 E. 3.1; 5A_991/2019 vom 19. Januar 2021 E. 5.1.1; 5A_46/2015 vom 26. Mai 2015 E. 4.4.3). Aus dieser vorinstanzlichen Erwägung kann der Beschwerdeführer daher nichts zu seinen Gunsten ableiten. Allerdings hat es das Bundesgericht in einem Fall als nicht willkürlich erachtet, den Barunterhalt eines Kindes zwischen den Eltern unter Berücksichtigung der Betreuungsanteile aufzuteilen, in welchem der nicht obhutsberechtigte Elternteil seine Kinder jedes zweite Wochenende und die Hälfte der Schulferien sowie jeweils von Montagabend bis Dienstagabend betreut hat (Urteil 5A_117/2021 vom 9. März 2022 E. 4.3). 3.3.2.2. Vorliegend ist die Vorinstanz für den Zeitraum ab August 2023 von einem Betreuungsanteil des Beschwerdeführers von rund 142 Stunden pro Monat (von 720 Stunden) ausgegangen, was einem Abdeckungsgrad von 19.7 % bzw. knapp 20 % entspreche. Der Beschwerdeführer lässt demgegenüber ausführen, er betreue die Kinder ab August 2023 zu 29 % bzw. inklusive Ferien zu mehr als 30 %. Allerdings geht der Beschwerdeführer dabei von der pauschalen Annahme aus, dass er die Kinder an "4 von 14" Tagen betreue, womit er implizit die Auffassung vertritt, dass eine wöchentliche Betreuung an einem Werktag von 7.30 bis 19.30 Uhr mit einer 24-Stunden-Kinderbetreuung ohne Weiteres gleichzusetzen ist. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers steht es aber mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in Einklang, wenn die Vorinstanz bei der Ermittlung der Erziehungsbeiträge berücksichtigt hat, dass der Beschwerdeführer unter der Woche insbesondere auch vom ins Bett bringen der Kinder und von der Nachtbetreuung vollständig entbunden ist (vgl. Urteile 5A_1032/2019 vom 9. Juni 2020 E. 5.4.1, in: FamPra.ch 2020 S. 1072 f.; 5A_727/2018 vom 22. August 2019 E. 4.3.3, in: FamPra.ch 2019 S. 1221). Mit dieser Regelung wurde nach den unbestritten gebliebenen vorinstanzlichen Feststellungen den Interessen des Beschwerdeführers Rechnung getragen, der signalisierte, dass eine weitergehende Betreuung der Kinder seiner Lebenspartnerin Mühe bereiten würde. Als keineswegs sachfremd erweist sich auch die Überlegung der Vorinstanz, dass die Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Querschnittslähmung besonderen Aufwand erbringen muss, um die gleichen Leistungen wie eine körperlich nicht eingeschränkte Person zu erbringen. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich auch vor Bundesgericht unter Verweis auf die der Beschwerdegegnerin seitens der Haftpflichtversicherung im Rahmen eines Vergleichs ausgerichteten Mittel geltend macht, dass die finanzielle Leistungsfähigkeit der Beschwerdegegnerin wesentlich höher als seine eigene sei, greifen seine Ausführungen zu kurz. Wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, muss die Beschwerdegegnerin mit diesen Mitteln bis zur Pensionierung und dann auch noch im Alter die gesamten Lebenshaltungskosten (inklusive behinderungsbedingtem Mehraufwand), welche sie nicht durch Erwerbseinkünfte abdecken kann, bestreiten. Ausserdem gibt die Beschwerdegegnerin zu Recht zu bedenken, dass der Beschwerdeführer bereits auf die 60 Jahre zugeht und sie nach dem absehbaren Wegfall einer nennenswerten finanziellen Unterstützung durch diesen ihr Vermögen auch für den Unterhalt der Kinder wird einsetzen müssen. Was die vom Beschwerdeführer geltend gemachten eigenen Schulden anbelangt, hat die Vorinstanz sodann zutreffend festgehalten, dass das Unterhaltsrecht nicht darauf abzielt, auf Kosten der Kinder bzw. durch Überwälzung der Unterhaltspflicht auf den Ex-Ehegatten Drittgläubiger des Unterhaltspflichtigen zu begünstigen. Damit hat die Vorinstanz keine Rechtsverletzung begangen, wenn sie die Beschwerdegegnerin nicht dazu verpflichtet hat, zur Entlastung des Beschwerdeführers aus den Mitteln der Schadenersatzzahlung - neben ihren Naturalleistungen - auch noch an den Barunterhalt der Kinder beizutragen bzw. trotz der zusätzlichen Betreuungszeit des Beschwerdeführers an einem Werktag (7.30 bis 19.30 Uhr) bei den gegebenen Verhältnissen kein Anlass für eine Abweichung vom Grundsatz gesehen hat, dass der nicht die Obhut innehabende Elternteil alleine für den geldwerten Unterhalt der Kinder aufzukommen hat.