Citation: 2C_169/2024 E. 5.3

5.3. Der vom Beschwerdeführer vorgebrachte Tod seines Bruders vom 24. April 2023 liegt bereits länger zurück und die in diesem Zusammenhang geltend gemachte "erbfallsbedingte Arbeitsbelastung" ist - wenn überhaupt - sicherlich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr geeignet, die angesetzte Frist als offensichtlich unverhältnismässig und unhaltbar erscheinen zu lassen. Auch die in der Schweiz begonnenen medizinischen Behandlungen und die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers führen zu keinem anderen Ergebnis. Gesundheitliche Probleme können eine Erstreckung der Ausreisefrist über den gesetzlichen Rahmen hinaus verlangen. Eine solche wurde dem Beschwerdeführer indes (mehrfach) gewährt. Entgegen seiner Annahme besteht sodann kein genereller Anspruch auf Erstreckung der Ausreisefrist bis zum Abklingen jeglicher gesundheitlicher Beschwerden oder etwa bis zum Ende einer bestehenden Arbeitsunfähigkeit. Jedenfalls blieb dem Beschwerdeführer, der seit rund anderthalb Jahren um seine Verpflichtung zur Ausreise weiss, hinreichend Zeit, sich in Bezug auf seine medizinischen Behandlungen entsprechend zu organisieren. Auch in Bezug auf die offenbar bereits länger bestehende Arbeitsunfähigkeit bezüglich schwerer und anstrengender körperlicher Arbeiten war es dem Beschwerdeführer im Rahmen des ihm zur Verfügung stehenden Zeitrahmens gut möglich und zumutbar, bei Notwendigkeit Hilfe für seinen Umzug zu organisieren.