Citation: 4A_574/2021 E. 4.7

4.7. Schliesslich werfen die Beschwerdeführerinnen dem Einzelschiedsrichter vor, die "Aufhebung des Vertrags übersehen" und daher zu Unrecht "nicht geltend gemachte Erfüllungsansprüche" bejaht zu haben. Dies stelle ein "Versehen" des Schiedsgerichts dar (Bst. I). Ob "Versehen" oder nicht: Die Beschwerdeführerinnen erheben keine Gehörsrüge, sondern kritisieren die Rechtsanwendung des Einzelschiedsrichters. Dies ist nur statthaft, wenn in der Beschwerde eine Unvereinbarkeit mit dem Ordre public geltend gemacht wird (Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG). Derartiges ist der Beschwerde nicht zu entnehmen. Nicht erkennbar ist jedenfalls auch, inwiefern der Einzelschiedsrichter auf überraschende (mit dem Gehörsanspruch nicht vereinbare) Weise Recht angewandt haben soll, wie dies die Beschwerdeführerinnen am Rande zu beanstanden scheinen (siehe zu den restriktiven Voraussetzungen, unter welchen eine überraschende Rechtsanwendung eine Gehörsverletzung darstellt: BGE 130 III 35 E. 5).