Citation: 1B_129/2015 E. 4.5

4.5. Zur Beurteilung der von der Rechtsprechung geforderten sehr ungünstigen Kriminalprognose ist vor allem auf das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene forensisch-psychiatrische Gutachten der Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG) vom 16. September 2014 und auf den Therapieverlaufsbericht der PDAG vom 1. März 2015 abzustellen. Dem 51-seitigen Gutachten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer deutliche depressive Symptome zeige, verbunden mit Suizidgedanken. Er stehe am Anfang einer beginnenden Psychose. Das Risiko, dass er ohne adäquate Behandlung eine schizophrene Psychose entwickle, sei als sehr hoch einzuschätzen. Gesamthaft werde die Ausführungsgefahr aus forensisch-psychologischer Sicht jedoch als gering beurteilt. Dies könne sich jedoch ändern, wenn er tatsächlich an einer manifesten schizophrenen Psychose erkranken sollte, was erneut einen Verlust des Realitätskontaktes bedeuten würde (insbesondere in der Prodromalphase [Frühverlauf] der schizophrenen Psychose). Um diesem Risiko vorzubeugen, werde eine stationäre Behandlung empfohlen.