Citation: 6B_55/2024 E. 4.2.2

4.2.2. Der Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe es unterlassen, die von ihm vorgetragenen besonderen Umstände, die gegen ein rücksichtsloses Verhalten sprechen würden, zu würdigen, kann nicht gefolgt werden. Diesbezüglich erwähnt der Beschwerdeführer lediglich das unveränderte Ortsbild (gegenüber dem Zeitpunkt vor der Signalisationsänderung), die im Bereich der Bushaltestelle Ober Laret, ca. 1'000 Meter vor der Messstelle, herrschende Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h, sowie die zum Zeitpunkt der Messung herrschenden optimalen Strassenverhältnisse und mangelnden Verkehr. Mit all diesen Vorbringen hat sich die Vorinstanz auseinandergesetzt und ausführlich begründet, weshalb darin keine besonderen Umstände liegen, die das Verhalten des Beschwerdeführers in einem milderen Licht erscheinen lassen. Mit den bereits erwähnten zahlreichen Gefahrenquellen, aus welchen die Vorinstanz die Unübersichtlichkeit ableitete, erklärte sie auch, weshalb die Signalisation von jener bei den Bushaltestellen Unter Laret und Ober Laret abweicht. Abgesehen davon ergibt sich aus den von der Vorinstanz festgestellten örtlichen Verhältnissen im Bereich der Messstelle auch ohne Weiteres der Innerortscharakter (auch wenn ein solcher zur Begründung der Skrupellosigkeit nicht erforderlich wäre). Schliesslich wies die Vorinstanz auch auf die erhöhte Unfallhäufigkeit hin, die zur Signalisationsänderung führte. Die Vorinstanz wies darüber hinaus völlig zurecht darauf hin, dass günstige Verkehrsverhältnisse und das Fehlen anderer Verkehrsteilnehmer nicht gegen die Annahme der Skrupellosigkeit sprechen, zumal der Tatbestand von Art. 90 Abs. 2 SVG keine konkrete Gefahr verlangt. Die Vorinstanz hat daher weder ihre Begründungspflicht verletzt, noch in Verletzung von Art. 90 Abs. 2 SVG vorschnell vom objektiven auf den subjektiven Tatbestand geschlossen. Sie hat zurecht darauf hingewiesen, dass es nicht erklärbar sei, dass der Beschwerdeführer, die beidseits der Strasse angebrachten Geschwindigkeitstafeln sowie das Ortsschild "Laret" übersehen habe. Tatsächlich lässt sich dies nur mit einem Grad an Unaufmerksamkeit erklären, der eine Skrupellosigkeit begründet. Unbehelflich ist schliesslich der Hinweis des Beschwerdeführers darauf, dass dieser ausser der Geschwindigkeitsüberschreitung keine weiteren riskanten Manöver ausgeführt habe und auch keine weiteren Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz seitens des Beschwerdeführers vorlägen.