Citation: 1B_414/2022 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz erwog, als Zivilforderung mache der Beschwerdeführer eine Genugtuung von Fr. 2'000.-- geltend, um seinen Ruf bei seiner Krankenkasse zu rehabilitieren, da ihn der Beschuldigte bei dieser des "Drangsalierens" bezichtigt habe. Diese Zivilklage - so die Vorinstanz - erweise sich bei summarischer Prüfung der Prozessaussichten als aussichtslos. Mit Schreiben vom 10. Februar 2021 habe der Beschuldigte dem Beschwerdeführer den Pathologiebericht zugestellt und ihm mitgeteilt, dass er die Rechnung an die Krankenkasse stornieren werde. Zugleich habe er den Beschwerdeführer informiert, dass er ihn in seiner Praxis zur "Persona non grata" erklärt habe und den gesamten Vorgang im Zusammenhang mit der Darmspiegelung einem Rechtsanwalt zur Prüfung unterbreiten werde, falls er ihn weiterhin zu drangsalieren versuche. Dieses Schreiben zeige, dass der Beschuldigte mit dem Ausdruck "Drangsalieren" lediglich seine Gefühlslage ob dem gezeigten Verhalten des Beschwerdeführers umschrieben habe, was nicht als ehrverletzend erscheine. Abgesehen davon bestehe ein Genugtuungsanspruch aus Persönlichkeitsverletzungen nur bei aussergewöhnlich schweren Eingriffen, was vorliegend, selbst wenn eine Ehrverletzung anzunehmen wäre, klarerweise nicht der Fall sei. Ein Genugtuungsanspruch falle damit von vornherein ausser Betracht, weshalb sich die Zivilklage als aussichtslos erweise. In Bezug auf die weiteren zur Anzeige gebrachten Tatvorwürfe hielt die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer setze sich ohne sachbezogene Rügen über die Entscheidgründe der Staatsanwaltschaft hinweg und erhebe neue Vorwürfe gegen den Beschuldigten. Auf die Beschwerde könne daher insoweit voraussichtlich in weiten Teilen gar nicht eingetreten werden, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Zivilklage bzw. des vom Beschwerdeführer initiierten Strafverfahrens abzuweisen sei.