Citation: U 233/99 21.03.2000 E. A

A.- Der 1955 geborene N.________ war seit August 1991 bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) im Rangierdienst tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufsunfällen versichert. Am 8. September 1992 richtete er sich anlässlich eines Bremsmanövers, bei welchem er einen Hemmschuh unter einen langsam heranrollenden Güterwaggon auf die Schiene zu legen hatte, zu spät wieder auf, sodass er vom Trittbrett des Waggons erfasst und weggeschleudert wurde. Nachdem er kurze Zeit bewusstlos am Boden gelegen hatte, wurde er auf Grund der erlittenen Verletzungen an Kopf und Brust im Spital M.________ hospitalisiert, wo die behandelnden Ärzte eine frische Kompressionsfraktur BWK 12 mit deutlicher ventraler Keildeformierung und erhaltener Wirbelkörperhinterkante sowie eine Rissquetschwunde temporo-frontal rechts diagnostizierten (Bericht vom 23. September 1992). Am 19. September 1992 konnte er nach Hause entlassen werden. Der daraufhin konsultierte Hausarzt Dr. med. B________, Allgemeine Medizin FMH, stellte am 20. Januar 1993 fest, dass N.________ offenbar unter Ängsten leide und eine Mobilisation seit November 1992 trotz objektiv gutem Heilungsverlauf grosse Mühe bereite. Er schlug daher den Beizug eines Psychiaters vor. In den folgenden drei Jahren wurde der Versicherte von verschiedenen Ärzten untersucht und behandelt, wobei sich herausstellte, dass er unter psychogenen sowie Angst- und Depressionsstörungen litt, welche als zum überwiegenden Teil für die von ihm subjektiv empfundenen Schmerzen verantwortlich gemacht wurden. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Mit Verfügung vom 22. November 1996 sprach sie N.________ eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 50 % sowie eine Integritätsentschädigung, beruhend auf einer Integritätseinbusse von 10 %, mit Wirkung ab 1. Oktober 1996 zu. Nachdem der Versicherte hatte Einsprache erheben lassen, holte die SUVA weitere Auskünfte in erwerblich-beruflicher Hinsicht sowie die polizeilichen Akten bezüglich des Unfallereignisses vom 8. September 1992 ein. Im Rahmen des Einspracheverfahrens eröffnete die SUVA dem Versicherten am 6. März 1998, dass sie auf Grund der Aktenlage an der verfügten Rente nicht festhalten könne und den Invaliditätsgrad tiefer ansetzen werde. Gleichzeitig wies sie auf die Möglichkeit des Einspracherückzugs hin, wovon der Versicherte indes keinen Gebrauch machte. Mit Einspracheentscheid vom 10. August 1998 sprach die SUVA eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 20 % rückwirkend ab 1. Januar 1997 sowie eine Integritätsentschädigung von 10 % zu.