Citation: 1C_687/2020 E. 3

Bei Richtplanungen ist der mögliche Inhalt einer Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten allerdings beschränkt. Dies gilt unabhängig davon, ob die Gemeinde ihr Beschwerderecht nur aus Art. 89 Abs. 2 lit. c BGG oder zusätzlich auch aus Abs. 1 herleiten kann (vgl. dazu E. 1.4 hiervor). Der Richtplan hat vorwiegend politischen Charakter. Er stellt einen Akt planerischen und politischen Abwägens dar, der nur begrenzt justiziabel ist. Ist der Planungsträger rechtlich korrekt vorgegangen und erscheinen das Vorgehen sowie die verwendeten Methoden zur Entscheidfindung als geeignet, so ist es nicht Sache des Bundesgerichts, die daraus hervorgegangene richtplanerische Vorgabe aufgrund einer anderen Interessengewichtung aufzuheben. Beim angefochtenen richtplanerischen Beschluss handelt es sich denn auch nicht um ein konkretes Bauprojekt, das im Einzelnen abschliessend auf die Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Bundesverwaltungsrechts zu überprüfen wäre. Die verschiedenen Bewilligungsverfahren bleiben vielmehr vorbehalten. Die Beschwerdeführerin müsste vor diesem Hintergrund darlegen, dass die hier umstrittene richtplanerische Standortfestlegung einer stufengerechten Prüfung im dargelegten Sinne nicht standhält (zum Ganzen: BGE 146 I 36 E. 1.2 und 3.4 mit Hinweisen).