Citation: 1B_619/2020 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer hat sich bisher knapp ein halbes Jahr in Untersuchungshaft befunden (vom 29. April 2020 bis zum 20. Mai 2020 und seit dem 15. Juli 2020). Sie kommt noch nicht in die Nähe der für den Fall einer Verurteilung zu erwartenden Strafe - bereits für das Drogendelikt ist eine Mindeststrafe von einem Jahr vorgesehen - und es bestehen keine Anzeichen dafür, dass das Verfahren nicht mit der gebotenen Beschleunigung vorangetrieben wird. Mildere Ersatzmassnahmen, die anstelle der Untersuchungshaft treten könnten, sind nicht ersichtlich. Die Fortführung der Haft ist somit auch unter Verhältnismässigkeitsgesichtspunkten nicht zu beanstanden.