Citation: 8C_325/2024 E. 4.2.2

4.2.2. Im Rahmen der allseitigen Überprüfung des Rentenanspruchs erwog das kantonale Gericht sodann, die nachzuholende Adäquanzprüfung sei nach der Rechtsprechung auf den Zeitpunkt der rentenaufhebenden Verfügung hin und, aufgrund des diagnostizierten Status nach HWS-Distorsionstrauma, nach den Kriterien der Schleudertraumapraxis gemäss BGE 134 V 109 vorzunehmen. In diesem Zusammenhang qualifizierte es den Unfall, bei welchem die Beschwerdeführerin gemäss Polizeirapport vom 22. September 1985 mit ihrem Personenwagen mit einer Geschwindigkeit von 45 bis 50 km/h unterwegs war, zur Vermeidung einer Kollision mit einem entgegenkommenden Fahrzeug beschleunigte, auf das Trottoir auswich und dabei mit einem parkierten Personenwagen kollidierte, als mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen. Von den Kriterien gemäss BGE 134 V 109 bejahte es einzig dasjenige der erheblichen Beschwerden, allerdings nicht in ausgeprägter Form. Es schloss, zwischen dem Unfall und den (über die Leistungseinstellung per 31. März 2021) hinaus geklagten Beschwerden bestehe somit kein adäquater Kausalzusammenhang, weshalb die Allianz ihre Leistungen zu Recht eingestellt habe.