Citation: 6B_147/2022 E. 2.3.1

2.3.1. Die Vorinstanz gibt in sachverhaltlicher Hinsicht zunächst den Inhalt der vom Beschwerdeführer erstellten Videoaufnahme (Untersuchungsakten pag 11/4) wie folgt wieder: « Die Aufnahme durch den Beifahrer beginnt mit einem Schwenker auf den Fahrer (D.________), bei welchem man gleichzeitig noch einen Blinker hört, und schwenkt dann weiter auf Lenkrad und Tacho, auf dem bei 00:02 eine Geschwindigkeit von knapp unter 40 km/h zu sehen ist. Bei 00:03 sagt der Fahrer "tschecke mers out" und beschleunigt gleichzeitig das Fahrzeug. Der Beifahrer schwenkt mit der Kamera vom Lenkrad auf die vor ihnen liegende Strasse und zurück zu Lenkrad und Tacho (bei 00:11) bzw. erneut zum Fahrer (00:14) und retour zum Tacho (00:15), auf welchem er bis 00.19 bleibt und bei 00:20 auf den Fahrer schwenkt, als dieser lacht und sagt "Schlimm! - nimm no echli, nimm no echli"! Bei 00.21 ist der lachende Fahrer von der Seite auf der Aufnahme zu sehen und ebenso, wie er (bei 00:22-00:23) sagt: "200, Mann, ich bin voll behinderet, voll Mann". Ab 00:24 schwenkt die Kamera erneut auf den Tacho und das Gespräch geht wie folgt weiter: Der Fahrer sagt etwas Unverständliches und dann erneut "du gspürsch gar nöd die 200", als der Beifahrer äussert "aah, andere Liga, Mann" (00:29), worauf man hört: "He Scheiss", "scho vill", worauf die Kamera erneut auf den Fahrer schwenkt, der sich zum Beifahrer wendet und sagt: "total mad hä" (00:34), worauf die Kamera wieder auf das Lenkrad schwenkt und zeigt, wie der Fahrer mit seiner Hand über die Mitte des Lenkrads streicht und sagt "das isch andere Liga, Mann, ich schwörs der" (bis 00.37). » Die Vorinstanz befindet im Anschluss, dass die Videoaufnahme die Situation ungefiltert und authentisch wiedergebe und als realistisch sowie aussagekräftig erscheine. Die Aussagen des Beschwerdeführers, der namentlich gesagt habe, er habe eigentlich weder den Fahrer noch das Beschleunigen gefilmt, sondern das Interieur des Autos, das ihn begeistert habe, und der Fahrer habe beschleunigt, ohne dass sie etwas gesagt hätten, ihm sei das Beschleunigen nicht bewusst gewesen bzw. es sei "plötzlich ein Beschleunigen gewesen", das er nicht genossen habe und das für ihn unerwartet gewesen sei, stuft die Vorinstanz angesichts der Diskrepanzen zur Videoaufnahme hingegen als unglaubhafte Schutzbehauptungen ein, auf die im Gegensatz zur Videoaufnahme nicht abgestellt werden könne (vgl. angefochtenes Urteil E. IV.3 S. 42 ff.).