Citation: 6B_135/2018 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz erwägt, bei den eidesstattlichen Erklärungen, handle es sich nicht um ein von der StPO vorgesehenes Beweismittel im Sinne von Art. 162 f. und Art. 178 f. StPO. Die eidesstattlichen Erklärungen seien nicht in den Formen und nach den Vorgaben von Art. 139 ff. StPO zustandegekommen und somit schon allein aus prozessualen Gründen, namentlich der Missachtung der Mitwirkungsrechte der Parteien (Art. 147 StPO), gänzlich unbeachtlich und nicht verwertbar. Daran ändere auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf das bundesgerichtliche Urteil 6B_434/2016 vom 27. März 2017 nichts. Entgegen der Ansicht der Verteidigung äussere sich das Bundesgericht in diesem Entscheid mit keinem Wort zur Beweistauglichkeit einer eidesstattlichen Erklärung. Im Übrigen gehe es darin um eidesstattliche Erklärungen von Personen, welche - im Gegensatz zur vorliegenden Konstellation - noch nie einvernommen worden seien, obwohl von diesen - und das sei der springende Punkt - sachdienliche Angaben zu erwarten gewesen wären. Dahingegen seien die von der Verteidigung im vorliegenden Verfahren genannten Personen teilweise sogar mehrfach und sehr detailliert einvernommen worden. Der angerufene Entscheid sei damit nicht einschlägig, weshalb es dabei bleibe, dass die eidesstattlichen Erklärungen im Rahmen der nachfolgenden Beweiswürdigung nicht beachtet werden dürften. Somit sei auch auf diejenigen Ausführungen der Verteidigung nicht weiter einzugehen, die auf den Inhalt dieser eidesstattlichen Erklärungen und damit die darin festgehaltenen Widerrufe bisheriger Aussagen aufbauten. Schliesslich sei darauf hinzuweisen, dass ein erst anlässlich der Berufungsverhandlung erfolgter Widerruf sämtlicher bereits deponierter Aussagen ohnehin nicht glaubhaft sei. Auf die von der Verteidigung beantragten Einvernahmen und Zeugenaussagen könne auch daher verzichtet werden, weil das Gericht aufgrund der zahlreichen bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung bereits gebildet habe und diese durch die Abnahme der fraglichen Personalbeweise in antizipierter Beweiswürdigung nicht geändert würde.