Citation: 1P.504/2005 02.02.2006 E. 3

3.1 Die Stadt Zürich macht im Zusammenhang mit der Autonomiebeschwerde eine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) geltend. Indem das Verwaltungsgericht den Entscheid der Baurekurskommission geschützt habe, habe es in rechtsverletzender und willkürlicher Weise in den Ermessensspielraum der Gemeinde eingegriffen und damit die Gemeindeautonomie verletzt. 3.2 Eine Gemeinde ist in einem Sachbereich autonom, wenn das kantonale Recht diesen nicht abschliessend ordnet, sondern ihn ganz oder teilweise der Gemeinde zur Regelung überlässt und ihr dabei eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit einräumt. Der geschützte Autonomiebereich kann sich auf die Befugnis zum Erlass oder Vollzug eigener kommunaler Vorschriften beziehen oder einen entsprechenden Spielraum bei der Anwendung des kantonalen oder eidgenössischen Rechts betreffen (BGE 129 I 290 E. 2.1 S. 294, mit Hinweisen). 3.3 Die Stadt Zürich stützte die Unterschutzstellung des Wohnhauses und des Wagenschopfs auf § 203 Abs. 1 lit. c des Gesetzes des Kantons Zürich vom 7. September 1975 über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Planungs- und Baugesetz; PBG/ZH). Diese Rechtsgrundlage wird von keiner Seite in Frage gestellt. Nach § 203 Abs. 1 lit. c PBG/ZH gelten als Schutzobjekte Ortskerne, Quartiere, Strassen und Plätze, Gebäudegruppen, Gebäude und Teile sowie Zugehör von solchen, die als wichtige Zeugen einer politischen, wirtschaftlichen, sozialen oder baukünstlerischen Epoche erhaltenswürdig sind oder die Landschaften oder Siedlungen wesentlich mitprägen, samt der für ihre Wirkung wesentlichen Umgebung. In § 204 Abs. 1 PBG/ZH wird für diese Objekte der Erlass von Schutzmassnahmen durch die Gemeinde vorgesehen. Schutzmassnahmen können gemäss § 205 PBG/ZH insbesondere in der Festlegung besonderer Schutzgebiete mit Baubeschränkungen und Bauverboten, aber auch in individuellen Baubeschränkungen bestehen. Den zürcherischen Gemeinden steht somit, wie das Bundesgericht bezüglich der Ortsplanung bereits festgestellt hat (BGE 119 Ia 285 E. 4b S. 295, mit Hinweisen), im Bereich des Natur- und Heimatschutzes nach dem Planungs- und Baugesetz eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit zu (vgl. BGE 115 Ia 27 E. 3b S. 29). 3.4 Ist eine Gemeinde autonom, kann sie sich mit der Autonomiebeschwerde dagegen zur Wehr setzen, dass eine kantonale Behörde in einem Rechtsmittel- oder Genehmigungsverfahren ihre Prüfungsbefugnis überschreitet oder die den betreffenden Sachbereich ordnenden kommunalen, kantonalen oder bundesrechtlichen Normen falsch anwendet (BGE 128 I 3 E. 2b S. 9, mit Hinweisen). Soweit es um die Handhabung von eidgenössischem oder kantonalem Verfassungsrecht geht, prüft das Bundesgericht das Vorgehen der kantonalen Behörden mit freier Kognition, sonst nur auf Willkür hin (BGE 131 I 91 E. 1 S. 93, mit Hinweisen). 3.5 Das zürcherische Recht gesteht dem Verwaltungsgericht auf dem Gebiet der Ortsplanung, des Bauwesens und des Natur- und Heimatschutzes nur eine Rechtskontrolle zu (§ 50 Abs. 1 des Gesetzes des Kantons Zürich vom 24. Mai 1959 über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen; Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG/ZH). Als Rechtsverletzung gelten insbesondere Ermessensmissbrauch und Ermessensüberschreitung (§ 50 Abs. 2 lit. c VRG/ZH). Ob das Verwaltungsgericht diese Grundsätze beachtet hat, ist nachfolgend zu prüfen.