Citation: 2C_332/2023 E. 5.2.1

5.2.1. Fest steht, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2015 bei mehreren gewaltsamen Einbruchdiebstählen bzw. Versuchen dazu mitgewirkt hat, wofür das Kantonsgericht Luzern am 29. Juni 2021 unter der Annahme eines mittelschweren Tatverschuldens eine Freiheitsstrafe von drei Jahren verhängte. Die infolge der langen Verfahrensdauer gewährte Strafmilderung um sechs Monate ist darin bereits inbegriffen. Der Schwellenwert von einem Jahr Freiheitsstrafe, welcher gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung für die Bejahung eines Widerrufsgrundes gilt (vgl. vorstehende E. 4.1), wurde damit deutlich überschritten, was auf ein gravierendes migrationsrechtliches Verschulden und eine erhebliche Geringschätzung der schweizerischen Rechtsordnung schliessen lässt (BGE 139 I 145 E. 3.4; Urteil 2C_133/2022 vom 24. Juni 2022 E. 5.1.2). Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, vermag daran auch die strafrichterliche Qualifikation des Verschuldens als "nur" mittelschwer nichts zu ändern.