Citation: 1C_313/2023 E. 4.3.1

4.3.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, auch wenn an seine Mitwirkungspflicht hohe Anforderungen gestellt würden, müssten stets die konkreten Umstände berücksichtigt werden. Er habe alles in seiner Macht Stehende getan, um seine finanziellen Verhältnisse darzulegen. Jedoch habe er sich während seines Aufenthalts in der Schweiz praktisch nur um den Haushalt und die Tochter gekümmert und sei daher "völlig 'unbedarft' in Dingen des täglichen Lebens und dem Umgang mit Behörden" sowie der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig. Die Beschwerdegegnerin habe sich um die administrativen Belange gekümmert und bei ihrem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung sämtliche Dokumente mitgenommen. In diesem speziellen und konkreten Fall wäre es die Pflicht des Gerichts gewesen, offene Fragen zu klären. Dem kann nicht gefolgt werden. Die gesuchstellende Person trifft eine umfassende Mitwirkungspflicht. Aus den eingereichten Belegen muss auf jeden Fall der aktuelle Grundbedarf der gesuchstellenden Partei hervorgehen. Zudem müssen die Belege über sämtliche ihrer finanziellen Verpflichtungen sowie über ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse Aufschluss geben (Urteil 8C_495/2022 vom 23. Dezember 2022 E. 5.2 mit Hinweisen). Gemäss den unbestritten gebliebenen und damit für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG) hat der Beschwerdeführer einzig einen Kontoauszug für den Zeitraum vom 20. Dezember 2022 bis zum 20. Januar 2023 und eine mit der Beschwerdegegnerin getroffene (nicht unterzeichnete) Vereinbarung betreffend die Übernahme der noch offenen Krankenkassenprämien und der Mietkosten bis und mit März 2023 eingereicht. Daraus kann noch nicht auf eine Bedürftigkeit des Beschwerdeführers im oben genannten Sinn geschlossen werden. Daran ändert nichts, dass dieser die gegenteilige Auffassung vertritt und bekräftigt, über kein Einkommen zu verfügen und mittellos zu sein, sowie behauptet, von seinen Eltern finanziell unterstützt zu werden. Inwiefern es sodann "unzulässig und rechtswidrig" sein soll, dass die Vorinstanz seine Behauptung, dass er über keine Einkünfte verfüge, als unglaubhaft erachtete, vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen. Dies gilt umso mehr, als er die diesbezügliche vorinstanzliche Begründung, wonach er bereits bei Beschwerdeerhebung gewisse Lebenshaltungskosten selber habe tragen müssen, nicht bestreitet. Dass der bereits im vorinstanzlichen Verfahren anwaltlich vertretene Beschwerdeführer zudem nicht in der Lage gewesen sein soll, weitere Belege einzureichen, vermag dieser nicht überzeugend darzulegen. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zum Schluss kam, der Beschwerdeführer sei seiner Mitwirkungspflicht weder in Bezug auf seine Lebenshaltungskosten noch hinsichtlich der Darlegung seiner Einkommens- und Vermögensverhältnisse (genügend) nachgekommen. Daraus, dass die Beschwerdegegnerin seine im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachte Mittellosigkeit nie bestritten habe und ihm im Eheschutzverfahren die unentgeltliche Rechtspflege - gemäss seinen eigenen, nicht belegten Angaben - gewährt werde, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten.