Citation: 6B_26/2017 E. 2.2.1

2.2.1. Die Beschwerdeführerin macht den Beschuldigten nicht für den Eintritt des komplexen regionalen Schmerzsyndroms (als mittelbare Verletzungsfolge) verantwortlich. Sie wendet sich aber gegen die Feststellung der Vorinstanz, es sei nicht erstellt, dass das Verdrehen des Arms überhaupt zu einer Verstauchung (Distorsion) geführt habe. Insoweit habe die Vorinstanz Art. 319 Abs. 1 lit. a und b StPO verletzt. Welche Primärverletzung vorgelegen hat und wie sich der (Kausal-) Verlauf aus medizinischer Sicht darstellte, kann indes offen bleiben: Die Vorinstanz hat zwar festgehalten, der Ablauf der Handgreiflichkeiten sei in wesentlichen Teilen ungesichert, und folglich auch nicht abschliessend festgestellt, welche unmittelbaren Verletzungen die Beschwerdeführerin bei der Auseinandersetzung vom 28. Februar 2013 davongetragen hat. Ihren entscheidwesentlichen Erwägungen liegt jedoch zumindest implizit die Hypothese zugrunde, die Beschwerdeführerin habe durch Einwirkung des Beschuldigten tatsächlich eine Distorsion erlitten. Ausschlaggebend für den angefochtenen Beschluss war die Annahme einer Notwehrsituation (Art. 319 Abs. 1 lit. c StPO).