Citation: 1P.464/2006 10.11.2006 E. A

Mit Anklage vom 26. März 2004 warf die damalige Bezirksanwalt-schaft III für den Kanton Zürich X.________ vor, sich der mehrfachen qualifizierten Veruntreuung und der mehrfachen Geldwäscherei schuldig gemacht zu haben; dies im Rahmen seiner Anstellung als "Chef Finanz- und Rechnungswesen" bei der zur Z.________ Gruppe gehörenden Y.________ AG und in Ausübung der ihm auftrags verschiedener Gesellschaften bzw. Personalvorsorgeeinrichtungen der Z.________ Gruppe übertragenen Vermögensbewirtschaftungstätigkeit. Im Einzelnen legte die Bezirksanwaltschaft X.________ Folgendes zur Last: - Am 21. Oktober 1998 habe er die Übertragung von 503'380 Bonds "M.________" von der Y.________ AG an die W.________ Ltd. veranlasst, deren Direktor er gewesen sei. Damit sei er namens der W.________ Ltd. die Verpflichtung eingegangen, die Bonds im Interesse der Y.________ AG zu verwahren bzw. zu verwalten. Daran habe er sich nicht gehalten. Mit Schreiben vom 30. September 1999 habe er, ohne dass eine entsprechende Ermächtigung der Y.________ AG vorgelegen wäre, namens der W.________ Ltd. die "Firma M.________" beauftragt, "das gesamte Investment in den Fonds M.________ (...) auf den nächst möglichen Termin" zurückzunehmen und das Geld in USD auf das W.________-Konto Nr. 1 bei der Bank A.________in Zürich zu überweisen. Die Bonds seien in der Folge verkauft und der Erlös von USD 553'843.06 auf das genannte USD-Konto der W.________ Ltd. überwiesen worden. Diesen Betrag habe X.________ für einige Tage in Festgeld angelegt. Via Devisenterminkontrakt sei dann ein Transfer auf das CHF-Konto Nr. 2 der W.________ Ltd. bei der Bank A.________erfolgt (Gutschrift vom 30. November 1999 im Betrag von CHF 887'220.--). Zu einem späteren, nicht bekannten Zeitpunkt - nach Angaben von X.________ mittels Barbezügen, vorübergehendem Aufbewahren zu Hause im Tresor und anschliessender Bareinzahlung - habe er den Weitertransfer des Geldes in eine von ihm gebildete "Offshore-Struktur" veranlasst. Diese habe bestanden aus den Gesellschaften "I.________ Foundation" (Vaduz/Liechtenstein), "N.________ Ltd." (British Virgin Island) und "V.________ Ltd." (British Virgin Island) und sei verwaltet worden von der "G.________ AG" (Anklageziffer 1). - Mit Zahlungsauftrag vom 27. November 1998 habe X.________ ab einem Konto bei der "E.________ Inc." (New York), auf dem Gelder der Y.________ AG bzw. der Z.________ Gruppe gelegen hätten, USD 306'000.-- an die "D.________ (Bahamas) Ltd." überwiesen, ohne dass der Vorfall bei der Y.________ AG buchhalterisch erfasst worden wäre. Zu einem nicht bekannten späteren Zeitpunkt habe er die USD 306'000.-- unzulässigerweise an die W.________ Ltd. und damit in seinen eigenen Zugriffsbereich transferieren lassen. Der Betrag habe dann im Rahmen einer ordnungsgemässen Vermögensverwaltung für die Z.________ Gruppe keine Verwendung gefunden. Damit habe er zum finanziellen Nachteil der Y.________ AG und zu seinem eigenen Nutzen pflichtwidrig über ein ihm anvertrautes Guthaben der Y.________ AG verfügt (Anklageziffer 2). - Mit Zahlungsauftrag vom 29. März 1999 habe X.________ ab einem bei der "L.________ Limited" (London) geführten Konto, auf dem Gelder der Y.________ AG bzw. der Z.________ Gruppe gelegen hätten, USD 350'000.-- an die "D.________ (Bahamas) Ltd." überweisen lassen, ohne dass der Geschäftsvorfall bei der Y.________ AG buchhalterisch erfasst worden wäre. Zu einem nicht bekannten späteren Zeitpunkt habe er die USD 350'000.-- unzulässigerweise an die W.________ Ltd. und damit in seinen eigenen Zugriffsbereich transferieren lassen. Der Betrag habe in der Folge im Rahmen einer ordnungsgemässen Vermögensverwaltung für die Z.________ Gruppe keine Verwendung gefunden. Damit habe X.________ zum finanziellen Nachteil der Y.________ AG und zu seinem eigenen Nutzen pflichtwidrig über ein ihm anvertrautes Guthaben der Y.________ AG verfügt (Anklageziffer 3). - Am 16. März 1999 habe X.________ ab einem bei der "S.________ Company" (Chicago) geführten Konto, auf dem sich Gelder der Y.________ AG bzw. der Z.________ Gruppe befunden hätten, unzulässigerweise USD 331'500.-- auf ein Konto der W.________ Ltd. bei der Bank A.________ und damit in seinen eigenen Zugriffsbereich überweisen lassen, ohne dass der Geschäftsvorfall bei der Y.________ AG buchhalterisch erfasst worden wäre. Der Betrag habe in der Folge im Rahmen einer ordnungsgemässen Vermögensverwaltung für die Z.________ Gruppe keine Verwendung gefunden. Statt dessen habe X.________ am 19. März 1999 den Kauf von "M.________"-Fondsanteilen für USD 50'009.03 und USD 300'009.03 veranlasst, und zwar gemäss eigenen Aussagen für sich selber. Schliesslich habe er namens der W.________ Ltd. die "Firma M.________" mit Schreiben vom 30. September 1999 beauftragt, "das gesamte Investment in den Fonds (...) M.________ auf den nächst möglichen Termin" zurückzunehmen und das Geld in USD auf das genannte Konto der W.________ Ltd. bei der Bank A.________ und damit in seinen Zugriffsbereich zu überweisen. Am 23. November 1999 sei auf diesem Konto die entsprechende Gutschrift von USD 266'344.05 eingegangen. Damit habe X.________ zum finanziellen Nachteil der Y.________ AG und zu seinem eigenen Nutzen pflichtwidrig über ihm anvertrautes Vermögen der Y.________ AG verfügt (Anklageziffer 4). - Mit Zahlungsauftrag vom 28. Juni 1999 habe X.________ ab dem bei der Bank A.________ geführten Konto Nr. 3, auf welchem sich zumindest im Umfang von CHF 2'780'215.-- auch Gelder der Y.________ AG befunden hätten, unter anderem diesen Betrag auf das Konto Nr. 4 bei der Bank B.________, lautend auf die ihm gehörende "O.________ Ltd.", überweisen lassen. Dieser Geschäftsvorfall sei bei der Y.________ AG buchhalterisch nicht erfasst worden. Mit den CHF 2'780'215.-- seien auf Anweisung von X.________ hin am 2. Juli 1999 insgesamt USD 1'765'976.37 gekauft und dem O.________-Konto Nr. 5 bei der Bank B.________ gutgeschrieben worden. Gleichentags seien ab diesem USD-Konto, wiederum auf Anweisung von X.________ hin, verschiedene Abbuchungen erfolgt. Diese hätten mit einer ordnungsgemässen Vermögensverwaltung für die Z.________ Gruppe allesamt nichts zu tun gehabt. Statt dessen hätten sie Angelegenheiten von X.________ oder Dritter betroffen. Auch später seien mit den CHF 2'780'215.-- keine Transaktionen getätigt worden, die eine ordnungsgemässe Vermögensverwaltung für die Z.________ Gruppe dargestellt hätten. Damit habe X.________ zum finanziellen Nachteil der Y.________ AG und zu seinem eigenen Nutzen pflichtwidrig über ihm anvertrautes Vermögen verfügt (Anklageziffer 5). - Mit Zahlungsauftrag vom 3. Mai 1999 habe X.________ ab einem bei der "L.________ Limited" (London) geführten Konto, auf welchem sich Gelder der Y.________ AG bzw. der Z.________ Gruppe befunden hätten, USD 200'000.-- auf ein Konto der "Bank C.________" bei der "Bank D.________" (New York) überweisen lassen, ohne dass der Geschäftsvorfall bei der Y.________ AG buchhalterisch erfasst worden wäre. Diesen Betrag habe X.________ in der Folge, ca. am 6. Mai 1999, an die "F.________ Ltd." transferieren und zugunsten der W.________ Ltd. anlegen lassen. Der Betrag habe dann im Rahmen einer ordnungsgemässen Vermögensverwaltung für die Z.________ Gruppe keine Verwendung gefunden. Damit habe X.________ zum finanziellen Nachteil der Y.________ AG und zu seinem eigenen Nutzen pflichtwidrig über ihm anvertrautes Guthaben der Y.________ AG verfügt (Anklageziffer 6).