Citation: C 257/01 16.07.2003 E. A

M.________, geboren 1960, arbeitete von April bis Dezember 1998 im Rahmen eines Arbeitslosenbeschäftigungsprogramms als Deutschlehrer an einer Schule in Tschechien. Anschliessend war er bis Juni 1999 an dieser Schule direkt angestellt. Nach einer Tätigkeit in der Schweiz als Sachbearbeiter im Bereich Finanzberatung vom 1. Oktober 1999 bis 29. Februar 2000 meldete er sich am 31. März 2000 zur Arbeitsvermittlung an und erhob Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. März 2000. Er gab an, eine Teilzeitstelle im Umfang von 80 % eines Vollpensums zu suchen. Noch vor der Anmeldung zum Leistungsbezug hatte M.________ am 1. März 2000 mit der Firma W.________ GmbH (später: A.________ AG) einen Vertrag über eine Anstellung als Finanzplaner-Assistent im Umfang von 60 Stellenprozenten mit Arbeitsantritt am 1. April 2000 abgeschlossen. In einer gleichentags unterzeichneten Vereinbarung einigten sich die Vertragsparteien auf eine Erhöhung des Pensums auf 80 % in der zweiten Hälfte des Jahres 2000 und auf 100 % im Frühling 2001. Die Arbeitgeberin reichte am 30. Mai 2000 ein Gesuch um Einarbeitungszuschüsse für die Zeit vom 1. April bis 30. September 2000 ein. Dieses Gesuch wurde vom Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) am 28. Juni 2000 abgelehnt; die dagegen erhobene Einsprache wurde mit Einspracheentscheid des Kantonalen Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) vom 28. August 2000 abgewiesen. Weil M.________ im Zeitpunkt seiner Anmeldung zum Taggelderbezug noch keine genügende Beitragszeit aufweisen konnte, wurde der Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug von der Arbeitslosenkasse der Gewerkschaft Bau & Industrie GBI (nachfolgend: Arbeitslosenkasse) auf den 1. Mai 2000 verschoben. Am 29. August 2000 reichte M.________ eine Zwischenverdienstbescheinigung der A.________ AG für die Monate Mai bis August 2000 ein, und am 30. August nahm er auf Aufforderung der zuständigen RAV-Beraterin schriftlich zur Frage Stellung, weshalb er bisher keine Bemühungen zur Arbeitssuche unternommen habe. Am 12. September 2000 gab M.________ dem RAV davon Kenntnis, dass sein Beschäftigungsgrad bei der Firma A.________ AG per 1. November 2000 von 60 % auf 80 % erhöht werde, weshalb er sich per 31. Oktober 2000 von der Arbeitsvermittlung abmelde. Am 4. Oktober überwies die Arbeitslosenkasse die Akten zum Entscheid über die Anspruchsberechtigung im Zweifelsfall an das KIGA. Mit Schreiben vom 31. Oktober 2000 nahm M.________ auf Aufforderung dieser Stelle zur Frage der Vermittlungsfähigkeit Stellung. Das KIGA verfügte am 2. Februar 2001, M.________ habe ab dem 1. März 2000 infolge fehlender Vermittlungsfähigkeit keinen Anspruch auf die Ausrichtung von Arbeitslosentaggeldern. Wegen fehlender Arbeitsbemühungen wurde M.________ mit drei Verfügungen des RAV vom 10. Oktober 2000 in den Monaten Mai, Juni und Juli 2000 für je acht Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt. Er erhob gegen alle drei Verfügungen Einsprache. Das KIGA hat das Verfahren mit Zwischenverfügung vom 7. Dezember 2000 bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheides über die Frage der Anspruchsberechtigung sistiert.