Citation: 4A_268/2018 E. 6.5.3

6.5.3. Sie verneinte den Vorwurf jedenfalls für die Zeit bis Ende 2000. Dabei ging sie in Übereinstimmung mit den bundesgerichtlichen Erwägungen im Swisscargo-Urteil (BGE 140 III 533 E. 4.2 S. 542) davon aus, dass die Gewährung von marktkonformen Darlehen an eine Mutter- oder eine Schwestergesellschaft kapitalschutzrechtlich nicht unzulässig sei. Angesichts der in casu fehlenden Sicherheiten legte sie bei der Beurteilung der strittigen Darlehen entscheidendes Gewicht auf die Bonität der Darlehensnehmer (vgl. dazu BGE 140 III 533 E. 4.5). Dabei gelangte sie in tatsächlicher Hinsicht zum Schluss, dass die Bonität der SAirGroup und der Poolleaderin Finance BV bis Ende 2000 gewährleistet war. Diese Feststellung vermochte die Beschwerdeführerin nicht als willkürlich auszuweisen, und sie ist demnach für das Bundesgericht bindend. Gestützt auf diese Feststellung folgerte die Vorinstanz, bis zum 31. Dezember 2000 hätten die Cash-Pool-Darlehen, welche die Swissair im Rahmen des Cash Pools der Finance BV in unterschiedlicher Höhe gewährt habe, sowie die Festgeld-Darlehen, welche die Swissair der SAirGroup in unterschiedlicher Höhe gewährt habe, den Marktbedingungen entsprochen. Das Bundesgericht verfügt über keine Sachverhaltselemente, die Anlass gäben, die rechtliche Beurteilung der Vorinstanz umzustossen, dass jedenfalls bis Ende 2000keine Pflichtverletzung in der Beteiligung am Cash Pool und der Gewährung von Festgeld-Darlehen zu erblicken ist.