Citation: 4A_241/2021 E. B

Am 19. Januar 2017 erhoben A.A.________ (Klägerin; Beschwerdeführerin), die Tochter der Patientin, sowie B.A.________ (Kläger, Beschwerdeführer), der Ehemann der Patientin, Teilklage gegen den Arzt und verlangten Fr. 1'836'957.-- an den Betreuungsschaden ab dem 6. April 2004 bis zum 31. Dezember 2013 sowie Fr. 460'944.60 auf die seit dem 11. August 2003 bis zum 31. Dezember 2013 angefallenen Auslagen jeweils nebst Zins. Zudem forderten sie ebenfalls teilklageweise Fr. 250'000.-- Genugtuung nebst Zins abzüglich einer - primär auf den Genugtuungszins - anzurechnenden Akontozahlung vom 17. August 2015 von Fr. 240'490.55 unter Vorbehalt der Nachklage. Der Arzt verkündete der Reha-Klinik den Streit, die dem Verfahren nicht beitrat und mitteilte, sie halte an dem im Erstprozess eingenommenen Standpunkt fest. B.a. Am 11. Mai 2020 hiess das Bezirksgericht Rheinfelden die Teilklage teilweise gut. Es verpflichtete den Beklagten, den Klägern an den Pflege- und Betreuungsschaden Fr. 863'039.-- und an die Auslagen Fr. 442'442.20, jeweils nebst Zins, zu bezahlen sowie eine Genugtuung von Fr. 210'000.-- nebst Zins abzüglich der - primär auf den Genugtuungszins - anzurechnenden Akontozahlung von Fr. 239'988.45. Der Beklagte sei berechtigt, Fr. 602'877.-- (bezahlter zukünftiger Haushaltschaden ab 27. Januar 2016) zur Verrechnung zu bringen. B.b. Nachdem sowohl die Kläger als auch der Beklagte Berufung eingelegt hatten, wies das Obergericht des Kantons Aargau die Teilklage ab, soweit es darauf eintrat. Es kam im Wesentlichen zum Ergebnis, die bereits geleisteten Zahlungen überträfen den Umfang, in dem die eingeklagten Forderungen maximal Bestand haben könnten.