Citation: 5A_187/2021 E. 7.4.3

7.4.3. Entscheidend hat das Obergericht in tatsächlicher Hinsicht ferner auf das Verhalten gegenüber den Steuerbehörden abgestellt. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer geht es hier nicht um die Handänderungssteuer, sondern um die Schenkungssteuer, die unter bestimmten Voraussetzungen gemischte Schenkungen erfasst (BGE 118 Ia 497 E. 2b; MARTIN IMTHURN, in: Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, Klöti-Weber/Siegrist/Weber [Hrsg.], 4. Aufl. 2015, N. 11 zu § 142 StG). Auch im Kanton Aargau ist - hier nicht zutreffende Steuerfreiheit vorbehalten (§ 142 Abs. 3) - steuerpflichtig, wer den Vermögensanfall tatsächlich erhält (§ 143 Abs. 1), und haben die Steuerpflichtigen den Vermögensanfall spätestens mit der nächsten Steuererklärung für die Einkommens- und Vermögenssteuern zu melden (§ 150 Abs. 2 des Steuergesetz, StG; SAR 651.100). Wenn sich der Ehemann der Beschwerdeführerin 3 vom Erblasser tatsächlich beschenkt gefühlt hätte, wäre er seiner Deklarationspflicht nachgekommen. Zumindest durften die fehlenden Behauptungen und Belege der Beschwerdeführer mit Bezug auf eine allfällige Schenkungssteuer willkürfrei als Indiz gegen eine Schenkung des Erblassers an den Ehemann der Beschwerdeführerin 3 gewürdigt werden. Die abweichende Darstellung der Beschwerdeführer vermag Willkür nicht zu belegen.