Citation: 6B_9/2020 E. B

Das Kantonsgericht Luzern bestätigte am 14. August 2019 auf Berufung von A.________ den erstinstanzlichen Schuldspruch. Es verurteilte A.________ zur einer bedingten Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu Fr. 40.--. Das Kantonsgericht hält folgenden Sachverhalt für erwiesen: A.________ bezog für sich und ihre vier Kinder von der Gemeinde Emmen wirtschaftliche Sozialhilfe. Im Jahr 2011 kürzte ihr die Gemeinde Emmen die Sozialhilfe, weil B.________, ihr damaliger Lebenspartner, mehrheitlich bei ihr wohnhaft war. B.________ wurde vom Sozialamt verpflichtet, ab November 2011 monatlich Fr. 870.-- an A.________ zu zahlen. Mit Selbstdeklaration vom 30. April 2012 be stätigte A.________, dass sie kein Einkommen erziele und nur mit ihren vier Kindern zusammenlebe. Am 1. Mai 2012 teilte sie der Gemeinde Emmen zudem mit, dass B.________ nicht mehr mit ihr zusammen sei und sie keinen Kontakt mehr zu ihm habe. Gestützt darauf erhielt sie ab Mai 2012 wieder höhere Sozialleistungen. Tatsächlich war B.________, abgesehen von vorübergehenden Trennungsphasen, weiter mehrheitlich bei A.________ wohnhaft, und er kam weiterhin für die monatlichen Zahlungen von Fr. 870.-- auf. Die Trennung erfolgte erst wenige Wochen vor dem 30. September 2014. Auf Verlangen von A.________ leistete B.________ die Zahlungen von Fr. 870.-- ab Mai 2012 indes nicht mehr per Banküberweisung, sondern in bar, indem er den zu bezahlenden Betrag jeweils Ende Monat von seinem Bankkonto abhob. Mit Selbstdeklarationen vom 2. Mai 2013 und 28. April 2014 gab A.________ gegenüber der Gemeinde Emmen erneut wahrheitswidrig an, kein Einkommen zu erzielen und lediglich mit ihren vier Kindern im Haushalt zu wohnen. Zu einem unbekannten Zeitpunkt vor dem 30. August 2014 gelangte sie zudem an B.________ und verlangte von diesem höhere monatliche Zahlungen von Fr. 1'170.--. Am 30. August 2014 bezahlte B.________ ihr den vorgenannten Betrag. In der Folge wandte er sich aber an die Gemeinde Emmen, um sich über die angebliche Erhöhung seiner monatlichen Zahlungen zu informie ren. Dabei erfuhr er, dass A.________ dem Sozialamt bereits im Jahr 2012 mitteilte, er sei nicht mehr bei ihr wohnhaft und leiste die vereinbarten Zahlungen von Fr. 870.-- nicht mehr.