Citation: U 200/02 20.05.2003 E. 2

Streitig ist der Umfang des Rentenanspruchs und - als eine der Voraussetzungen dafür - das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit. 2.1 Das kantonale Gericht hat erwogen, gestützt auf die Berichte der Dres. med. C.________ vom 22. Juni 2000 und S.________ vom 25. August 2000 sei erstellt, dass die Versicherte eine Arbeitsleistung im Umfang von 50 % zu erbringen vermöge. Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin geltend, der Kreisarzt der SUVA habe die Arbeitsfähigkeit nicht abschliessend beurteilt. Dr. med. S.________ habe von einem Tag auf den anderen die Arbeitsfähigkeit auf 50 % eingeschätzt, obwohl er vor und nach dem Bericht vom 25. August 2000 in den Unfallscheinen stets eine vollständige Arbeitsunfähigkeit angegeben habe. Die BEFAS und Dr. med. H.________ seien von einer nicht verwertbaren Arbeitsfähigkeit von 30 % bis 40 % ausgegangen. 2.2 Die BEFAS, die im Auftrage der Invalidenversicherung die beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten abzuklären hatte, brach die Arbeitserprobungen vorzeitig ab, weil es in Anbetracht der psychischen Verfassung der Beschwerdeführerin nicht möglich war, eine objektive Evaluation vorzunehmen. Dr. med. H.________ hat zur Frage des Umfanges der Arbeitsfähigkeit auf die Ergebnisse der BEFAS verwiesen mit der Bemerkung, es sei wichtig, die Versicherte psychisch zu führen, um die Akzeptanz der verletzten Hand zu verbessern. Sodann hat Dr. med. C.________ ausdrücklich festgehalten, dass rein vom Lokalbefund her keine therapeutischen Massnahmen mehr angezeigt seien und von weiteren medizinischen Behandlungen keine Verbesserung der Funktionsfähigkeit der linken Hand mehr erwartet werden könne. Er kam zum Schluss, die Beweglichkeit des um ca. 4,5 cm verkürzten Daumenstumpfes sei um etwa die Hälfte vermindert, die Stümpfe der Finger II und III seien gut gepolstert und die linke Hand könne als Zudienhand gebraucht werden. Wenig anspruchsvolle taktile Aufgaben könnten mit der erhaltenen Sensibilität an Ring- und Kleinfinger ausgeübt werden, auch sei es möglich, kleinere und leichtere Gegenstände unter geringer Kraftentfaltung zwischen dem 4. und 5. Strahl zu stabilisieren. Als weitgehende Einhänderin sei die Versicherte bei voller Präsenz einsatzfähig. Diese Angaben sind entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin schlüssig und bedürfen keiner weiteren Ergänzung. Was die psychische Seite anbelangt, sind auch die Vorbringen gegen den Bericht des Dr. med. S.________ vom 25. August 2000 nicht stichhaltig. Dieser Arzt stellte schon in der Stellungnahme vom 11. Mai 1999 fest, der psychische Zustand habe sich zwar nicht stabilisiert, aber immerhin gebessert, nachdem die familiäre und soziale Situation sich entspannt hätte, ein Befund, der mit den Eintragungen des Dr. med. H.________ in der Krankengeschichte, der die Versicherte als Chirurg und Orthopäde betreute, übereinstimmt (Auszug der Krankengeschichte zur Sprechstunde vom 25. Januar 2000). Der Psychiater empfahl, dass man sich um Zuweisung geeigneter Arbeit bemühen solle. Ein bleibender psychischer Nachteil sei nicht zu erwarten. Diese Angaben stehen in Einklang mit der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von 50 % gemäss Bericht des Dr. med. S.________ vom 25. August 2000. Kein Widerspruch ist zudem zu seinen Eintragungen in den Unfallscheinen auszumachen, beziehen sich doch diese einzig auf die Beschäftigung als Hilfsschreinerin bei der Firma Q.________ AG, in welcher Funktion die Versicherte unbestrittenerweise nicht mehr einsatzfähig ist. Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen hat die Vorinstanz erwogen, dass auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein breites Angebot an Arbeitsstellen vorhanden sei, die es der Beschwerdeführerin erlaubten, mit der weitgehend funktionsuntüchtig gewordenen linken und der vollständig intakten rechten, dominanten Hand erwerbstätig zu sein. In Frage kämen etwa die Bedienung von Maschinen, Sortier-, Überwachungs- und Prüfarbeiten oder im Bereich der Dienstleistungsbetriebe Botengänge und Empfangsarbeiten. Die Annahme der SUVA, sie vermöge mit dem Gesundheitsschaden einen Verdienst zu erreichen, der dem um zwei Drittel reduzierten Valideneinkommen entspreche, lasse sich nicht beanstanden. Die Ermittlung des Invalideneinkommens anhand der statistischen Löhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik ergebe auch nach einem behinderungsbedingten Abzug von 25 % keinen über 66 2/3 % liegenden Invaliditätsgrad. Auf diese zutreffenden Erwägungen, denen nichts beizufügen ist, wird verwiesen.