Citation: 6B_1053/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Soweit die Vorbringen des Beschwerdeführers hinsichtlich einer willkürlichen Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung den qualifizierten Begründungsanforderungen überhaupt genügen, vermögen sie nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz zu Unrecht Willkür verneint hätte. Die Vorinstanz begründet sorgfältig und nachvollziehbar, weshalb auf die tatsächlichen Feststellungen der ersten Instanz abgestellt werden kann. Demnach habe jene zutreffend als erstellt erachtet, dass der Beschwerdeführer am 11. Juli 2020 als Fahrgast im Zug keine Maske getragen und hierfür sein Schreiben mit seinen "besonderen Gründen" vorgewiesen habe. Auch nach Aufforderung der Transportpolizisten habe der Beschwerdeführer die (kostenlos angebotene) Gesichtsmaske nicht anziehen wollen. In der Folge sei er von den zwei Polizisten an den Armen aus dem Zug befördert worden. Er habe versucht, wieder in den Zug zu steigen, indem er mit seinem Fuss die Türe des Zuges blockiert und so dessen pünktliche Abfahrt verhindert habe (Urteil S. 7 ff. E. 16). Unbehelflich sind sowohl der Einwand des Beschwerdeführers, der Transportpolizist habe zu Unrecht behauptet, nur ärztliche Atteste würden als Maskendispens gelten, als auch seine Ausführung, sein Nachweis sei nicht bloss genereller Art, sondern eine konkrete, detaillierte Begründung "ad personam" gewesen (Beschwerde S. 6). In Bezug auf das vom Beschwerdeführer anlässlich der Zugfahrt vorgewiesene Dokument stellt die Vorinstanz zunächst klar, es sei unbestritten, dass es sich dabei nicht um ein ärztliches Zeugnis gehandelt habe. Dass der Transportpolizist der Auffassung gewesen ist, es handle sich beim Schreiben um einen Ausdruck aus dem Internet, obwohl darin gemäss Beschwerdeführer konkret die ihn betreffenden Gewissensgründe im Zusammenhang mit der Einführung der Maskentragpflicht beschrieben sind, ist mit der Vorinstanz nicht weiter massgebend. Denn dies hat keinen Einfluss auf die Einschätzung des Transportpolizisten, es liege keine Ausnahme von der generellen Maskentragepflicht vor. Ob diese Annahme zutreffend war, ist demgegenüber eine Frage der rechtlichen Würdigung (vgl. Urteil S. 6 E. 13 und S. 7 E. 16).