Citation: 1C_624/2014 E. A

Die russische Staatsanwaltschaft führt gegen den ehemaligen stellvertretenden russischen Landwirtschaftsminister A.________ ein Strafverfahren. Sie wirft diesem vor, mit einem fingierten Leasingbegehren eine Zahlung erwirkt und die Gelder in der Folge zusammen mit weiteren Personen ins Ausland geschafft zu haben. Die schweizerische Bundesanwaltschaft, die im gleichen Zusammenhang selbst ein Strafverfahren führt, übermittelte Russland am 9. Juli 2013 unaufgefordert Informationen über Bankbeziehungen von A.________. Russland ersuchte daraufhin mit Schreiben vom 6. Oktober 2013 die Schweiz, die Kontobeziehungen von A.________ und seiner Familie zu sperren und Dokumente mit Einzelheiten zu den gesperrten Konten herauszugeben. Die Bundesanwaltschaft trat am 22. Januar 2014 auf das Ersuchen ein. Mit Schlussverfügung vom 23. April 2014 entschied die Bundesanwaltschaft, Russland eine Übersicht der relevanten Bankbeziehungen inklusive der Saldi der im schweizerischen Strafverfahren gesperrten Vermögenswerte zu übermitteln. Darauf ersuchten A.________, B.________, C.________, die D.________ Commercial Inc. und die E.________ Investments Ltd., die Schlussverfügung sei zurückzunehmen und es sei ihnen Akteneinsicht zu gewähren. Mit Verfügung vom 19. Mai 2014 trat die Bundesanwaltschaft darauf nicht ein. Am 23. Mai 2014 erhoben die letztgenannten Personen Beschwerde ans Bundesstrafgericht. Sie beantragten die Aufhebung sämtlicher Verfügungen der Bundesanwaltschaft (der Eintretensverfügung, der Verfügung betreffend die unaufgeforderte Übermittlung von Informationen, der Schlussverfügung und der Nichteintretensverfügung). Mit Entscheid vom 9. Dezember 2014 wies das Bundesstrafgericht die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.