Citation: 8C_391/2017 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin rügt jedoch zu Recht, ein im Verfügungszeitpunkt aktueller Wert des unkorrigierten Visus liege nicht bei den Akten; es sei zu erwarten, dass sich der Visus dank der Brille in den letzten sieben Jahren verbessert habe. Das kantonale Gericht stellte gestützt auf eine bei Erlass der Verfügung im Dezember 2016 rund sechseinhalb Jahre zurück liegende Angabe des Dr. med. B.________, Facharzt für Ophthalmologie, Leitender Arzt, Augenklinik C.________, vom 20. Mai 2010, über einen korrigierten Visus von 0,2 ab, um einen unkorrigierten unveränderten Visus beidseits von unter 0,2 im massgebenden Zeitpunkt für plausibel zu halten. Dies verletzt den Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) und das bundesrechtlich vorgegebene Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 135 V 39 E. 6.1 S. 45). Die Sache ist daher zur Abklärung des unkorrigierten Visus beider Augen im Sinne von Rz. 2071 KHMI mit anschliessender neuer Verfügung, wie von der IV-Stelle eventualiter beantragt, an diese zurückzuweisen.