Citation: 1P.82/2003 30.05.2003 E. 7

Die staatsrechtliche Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Da die Voraussetzungen gemäss Art. 152 Abs. 1 OG vorliegend erfüllt scheinen, ist das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege gutzuheissen und von einer Kostenerhebung abzusehen. Ein Gesuch um Gewährung des unentgeltlichen Rechtsbeistandes liegt dem Gericht nicht vor. Ob indes die Voraussetzungen für die Gutheissung eines entsprechenden Antrages vorliegend erfüllt wären, kann offen bleiben. Wohl hat die Beschwerdeführerin einen Anwalt mit der Wahrung ihrer Interessen betraut. Die Mandatsanmeldung erfolgte jedoch erst in einem Zeitpunkt, da das Urteil bereits in Zirkulation war (Art. 36b OG). In diesem fortgeschrittenen Stadium der Urteilsfindung kann kein entschädigungswürdiger Aufwand mehr geltend gemacht werden. Die aus der Mandatsmitteilung ans Bundesgericht erwachsenen Auslagen (Brief des Anwalts vom 20. Mai 2003, act. 13) fallen jedenfalls ausser Betracht. Art. 152 OG befreit die Beschwerdeführerin zwar davon, die Partei-kosten des Beschwerdegegners sicherzustellen; trotzdem hat sie ihn nach Art. 159 Abs. 2 OG für das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entschädigen, wenn sie unterliegt (nicht veröffentlichtes Urteil des Bundesgerichts 1P.396/1993 vom 24. August 1993, E. 5). Dem durch einen Anwalt vertretenen Beschwerdegegner, welcher eine Vernehmlassung einreichen liess, ist somit eine Parteientschädigung zulasten der Beschwerdeführerin zuzusprechen.