Citation: 1C_185/2010 27.10.2010 E. 2.5

2.5.1 Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, das Verwaltungsgericht habe das rechtliche Gehör der Beschwerdeführer dadurch verletzt, dass es beim Baudepartement einen Amtsbericht eingeholt habe, ohne den Parteien vorab die Möglichkeit zu geben, zum beabsichtigten Amtsbericht Stellung zu nehmen. 2.5.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer vermittelt der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV den Parteien keinen unbedingten und gewissermassen formalen Anspruch darauf, dass ihnen vor der Einholung des Amtsberichtes über die Genehmigung von Baureglementen mit Ein- und Zweifamilienhauszonen Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben wird. Wie das Verwaltungsgericht in seiner Vernehmlassung zu Recht erwähnt, gilt gemäss Art. 12 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons St. Gallen vom 16. Mai 1965 (VRP/SG; sGS 951.1 ) im verwaltungsgerichtlichen Verfahren der Untersuchungsgrundsatz, weshalb das Gericht befugt war, von sich aus ohne vorgängige Konsultation der Parteien zur Ermittlung des Sachverhalts einen entsprechenden Amtsbericht einzuholen.