Citation: 6P.132/2003 02.12.2003 E. 4

Des Weiteren sieht der Beschwerdeführer im Verzicht auf die Einholung eines Gutachtens gemäss Art. 13 StGB eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) sowie seines Anspruchs auf ein faires Verfahren gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK. 4.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht, erhebliche Beweise beizubringen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56; 124 I 241 E. 2). Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt vor, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 122 II 464 E. 4a S. 469; 119 Ib 492 E. 5b/bb S. 505; 115 Ia 97 E. 5b S. 100 f. mit Hinweisen). 4.2 Wie in E. 2.2 dargelegt, geht das Obergericht davon aus, dass eine psychiatrische Untersuchung des Beschwerdeführers nach zehn Jahren nicht mehr sinnvoll ist, da eine solche nicht geeignet ist, über die Zurechnungsfähigkeit des Beschwerdeführers im Tatzeitraum Aufschluss zu geben. Dass das Obergericht mit dieser antizipierten Beweiswürdigung in Willkür verfallen sein soll, vermag der Beschwerdeführer mit seinen Einwänden nicht darzutun. Die Beschwerde ist somit in diesem Punkt abzuweisen. 4.3 Der Beschwerde kann nicht entnommen werden, inwiefern der Anspruch auf rechtliches Gehör und auf ein faires Verfahren gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK, beziehungsweise das Recht auf Waffengleichheit vorliegend einen über den Anspruch gemäss Art. 29 Abs. 2 BV hinausgehenden Schutz gewährt. Auf diese Rüge ist folglich nicht einzutreten.