Citation: 9C_306/2021 E. 3

Die Vorinstanz hat dem Gerichtsgutachten, in dem mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.8) diagnostiziert wurde, Beweiskraft beigemessen. Gestützt darauf hat sie festgestellt, der Versicherte sei von Herbst 2014 bis zum 30. September 2016 vollständig arbeitsunfähig gewesen. Infolge eines verbesserten Gesundheitszustandes sei er ab dem 1. Oktober 2016 in der (nicht angepassten) angestammten Tätigkeit zu 60 % und in jeder leidensangepassten Tätigkeit (d.h. auch in einer angepassten Tätigkeit im angestammten Tätigkeitsbereich) zu 80 % arbeitsfähig gewesen. Dementsprechend hat das kantonale Gericht (unter Berücksichtigung von Art. 29 Abs. 1 IVG, Art. 17 Abs. 1 ATSG [in der bis Ende 2021 geltenden Fassung] und Art. 88a Abs. 1 IVV) den Anspruch auf eine ganze Rente vom 1. Dezember 2015 bis zum 31. Dezember 2016 bejaht. Für die anschliessende Zeit hat es das Valideneinkommen auf Fr. 88'467.05 und das Invalideneinkommen auf Fr. 70'183.95 festgelegt. Beim resultierenden Invaliditätsgrad von 21 % hat es einen Rentenanspruch ab dem 1. Januar 2017 verneint. Schliesslich hat es mit Blick auf berufliche Eingliederungsmassnahmen insbesondere erwogen, die im Gerichtsgutachten festgestellte "Dekonditionierung in Bezug auf die Herausforderungen des ersten Arbeitsmarktes" stelle keinen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschaden dar. Ausserdem habe der Experte nirgends die Notwendigkeit einer vorgängigen Durchführung beruflicher Massnahmen im Sinne eines Vorbehaltes bezüglich der attestierten Arbeitsfähigkeit beschrieben. Eine Steigerung der funktionellen Leistungsfähigkeit setze ausserdem eine erfolgreiche psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung voraus und sei frühestens erst in zwei Jahren zu erwarten. Dementsprechend hat es berufliche Massnahmen verweigert.