Citation: 5A_3/2024 E. 7.4.1

7.4.1. Als aussichtslos sind Begehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können (BGE 142 III 138 E. 5.1). Geht es - wie hier - um die Frage, ob die unentgeltliche Rechtspflege für das Rechtsmittelverfahren gewährt wird, ist massgebend, ob das Rechtsmittel aus Sicht einer vernünftigen Partei hinreichend erfolgversprechend war. Die Prognose ist vom Inhalt des angefochtenen Entscheids sowie davon abhängig, in welchen Punkten sowie mit welchen Rügen und (allenfalls neuen) Tatsachen die das Gesuch stellende Partei sich gegen diesen Entscheid wendet und ob die Vorbringen im Rechtsmittel zulässig sind (Urteile 5A_191/2023 vom 19. April 2023 E. 4.1; 5A_435/2021 vom 25. April 2022 E. 2.1 mit Hinweis; 5A_872/2018 vom 27. Februar 2019 E. 2.2 mit Hinweisen). Wird dem erstinstanzlichen Urteil nichts Substanzielles entgegengesetzt, besteht die Gefahr, dass das Rechtsmittel als aussichtslos beurteilt wird (zum Ganzen: Urteile 5A_685/2022 vom 12. Januar 2023 E. 5.1.2; 5A_615/2018 vom 28. Januar 2019 E. 3.2; 5A_712/2017 vom 30. Januar 2018 E. 7.1; je mit Hinweisen).