Citation: 6B_992/2022 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer hat eine Schändung begangen, weshalb entgegen seinem Einwand eine Katalogtat für eine obligatorische Landesverweisung vorliegt (Art. 66a Abs. 1 lit. h StGB). Ein schwerer persönlicher Härtefall nach Art. 66a Abs. 2 StGB besteht in Übereinstimmung mit den ausführlichen und überzeugenden vorinstanzlichen Ausführungen nicht, soweit auf die summarischen und nicht substanziierten Vorbringen des Beschwerdeführers überhaupt eingetreten werden kann. Dieser begnügt sich damit, seine eigene Sicht darzustellen, ohne aufzuzeigen, inwiefern der vorinstanzliche Entscheid in seinen Augen Recht verletzt. Damit genügt er den Begründungsanforderungen nicht (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG). Eine Verletzung von weiteren Grundrechten abgesehen vom Willkürverbot, insbesondere seinem in Art. 13 BV und Art. 8 EMRK verankerten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Der Vorinstanz ist im Übrigen auch hinsichtlich ihrer Eventualbegründung zu folgen. Eine Rückkehr in sein Heimatland, wo der Beschwerdeführer seine Jugend verbracht hat und in welchem mit Mutter sowie Geschwistern nächste Angehörige leben, ist dem jungen und gesunden Beschwerdeführer ohne weiteres zumutbar. Bereits bei einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren oder mehr ("Zweijahresregel") bedarf es ausserordentlicher Umstände, damit das private Interesse des Betroffenen an einem Verbleib in der Schweiz das öffentliche Interesse an einer Ausweisung überwiegt. Dies gilt grundsätzlich selbst bei bestehender Ehe mit einer Schweizerin und gemeinsamen Kindern ("Reneja-Praxis", Urteil 2C_1062/2018 vom 27. Mai 2019 E. 2 ff.). Solche ausserordentlichen Umstände sind vorliegend weder geltend gemacht noch ersichtlich. Der Beschwerdeführer macht schliesslich nicht geltend, der Landesverweisung stehe ein Vollzugshindernis entgegen. Auf diese Frage ist somit nicht einzugehen (vgl. Urteil 6B_33/2022 vom 9. Dezember 2022 E. 3.2.10, zur Publ. vorgesehen).