Citation: 5A_740/2014 E. 5.4.1

5.4.1. Dem Plan vom 16. Februar 1920 (Klagebeilage Nr. 6 und abgedruckt in E. I/1.2 S. 2 des angefochtenen Entscheids) kann der heutige A.________weg in gestrichelter Linie entnommen werden. Er verläuft ab der Strasse "nach dem F.________" von Osten nach Westen und bildet die Südgrenze der beiden Grundstücke Nrn. yyy und xxx. Ebenfalls in gestrichelter Linie ist auf dem Grundstück Nr. yyy bis zu dessen Nordgrenze eine Abzweigung vom A.________weg eingezeichnet. Es handelt sich dabei unstreitig um die Auffahrt über das wegrechtsbelastete Grundstück, von wo aus der Weg weiter der Nordgrenze entlang westwärts bis zur gemeinsamen Grenze der Grundstücke Nrn. yyy und xxx führt. Zeichnerisch ist dieses Wegrecht im Plan aber nicht festgehalten. Es ergibt sich daraus auch nicht, dass es 1920 nur einen Weg zum Grundstück Nr. xxx mit dem Wohnhaus Nr. xxx a gegeben hat. Vielmehr ist das Grundstück Nr. xxx über das Wegrecht auf dem Grundstück Nr. yyy und von Süden über den A.________weg erreichbar. Denn im Plan von 1920 ist - im Gegensatz etwa zum Plan von 1960 (Klagebeilage Nr. 7) - auf dem Grundstück Nr. xxx kein Zugangsweg eingezeichnet, und zwar weder eine Fortsetzung des Wegrechts auf dem Grundstück Nr. yyy noch ein Zubringer ab dem A.________weg. Die gegenteilige Feststellung des Obergerichts (E. V/12.2 S. 14), die die Kläger unterstützen (S. 12), ist offensichtlich unrichtig.