Citation: 9C_635/2016 E. 3.2.1

3.2.1. Davon, dass die ABI-Gutachter keine Einschätzung zur Frage der Veränderung bzw. der Verbesserung des Gesundheitszustandes abgegeben haben, wie die Beschwerdeführerin behauptet, kann keine Rede sein. Die medizinischen Experten der vier beteiligten Disziplinen (Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie, Orthopädie und Neurologie) führten gegenteils aus, es könne sein, dass zur Zeit der ersten Begutachtung durch die MEDAS des Spitals C.________ 2003 ein schwergradiges zervikozephales Syndrom vorgelegen habe, wovon in Anbetracht der Berentung durch die Invaliden- und Unfallversicherung auszugehen sei. Ein solches Syndrom sei aus neurologischer Sicht jedoch nur noch untergeordnet als Teilkomponente der Kopfschmerzen zuordenbar. Dementsprechend erkläre sich die im Zeitpunkt der Begutachtung deutlich höhere Arbeitsfähigkeit. Effektiv benötige die Versicherte seit Jahren keine Therapien mehr (vgl. ABI-Gutachten vom 19. Juni 2013, S. 29 f.). Mit dieser Einschätzung brachten die Gutachter unmissverständlich und überzeugend zum Ausdruck, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin entscheidend verbessert hat.