Citation: 6B_405/2020 E. 1.5.2

1.5.2. Die Vorinstanz hält fest, das Gutachten des Ingenieurbüros C.________ vom 3. April 2017 komme zum Schluss, dass die nach dem Unfall gesicherten Reifenspuren auf der Einfahrspur vom BMW des Beschwerdeführers stammten und eindeutig auf das Durchdrehen eines Hinterrads infolge starken bis vollen Beschleunigens zurückzuführen seien. Aus dem Spurenbild lasse sich laut Gutachter berechnen, dass der Beschwerdeführer bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h zusätzlich mit fast maximaler Beschleunigung Gas gegeben habe. Zur Unfallursache halte der Gutachter fest, dass der Beschwerdeführer auf einer weitgehend geraden Strecke ins Schleudern geraten sei, was auch bei Vollgas mit eingeschaltetem DCS nicht eintreten könne, sondern nur möglich sei, wenn zusätzlich der Modus MDM eingeschaltet worden sei. Nur dann könnten ein oder zwei Hinterräder bei fast voll oder voll durchgetretenem Gaspedal durchdrehen und das Fahrzeug ins Schleudern geraten, wenn der Fahrer keine ausreichende Erfahrung habe. Dies lasse laut Gutachten nur den Schluss zu, dass entweder der Modus DCS ausgeschaltet oder aber der Modus MDM zusätzlich eingeschaltet gewesen sei. Sodann sei dem Gutachten zu entnehmen, dass nach jedem Motorstart der Modus DCS in Bereitschaft sei und der Modus MDM nach jedem Motorstart abgeschaltet sei und dessen Einschalten manuell erfolgen müsse. Anhaltspunkte für einen technischen Defekt beim BMW des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit dem Fahrstabilitätssystem lägen nicht vor, insbesondere auch nicht gestützt auf die Aussagen des Beschwerdeführers. Aufgrund dessen Aussagen sei erstellt, dass er im Fahren eines BMW M6 mit deaktiviertem DCS oder aktiviertem MDM nicht geübt gewesen sei. Gemäss Gutachten habe sich die Geschwindigkeit während des Schleuderns auf 100 km/h reduziert und mit dieser Geschwindigkeit sei der BMW des Beschwerdeführers mit der hinteren rechten Seite des mit einer Geschwindigkeit von 115 km/h fahrenden VW Sharan kollidiert. Die Vorinstanz erwägt weiter, der Beschwerdeführer stelle die Richtigkeit des Gutachtens nicht in Frage und er werfe dem Gutachter auch nicht mangelnde Kompetenz vor. Vielmehr mache der Beschwerdeführer geltend, das Gutachten basiere auf einer falschen Sachverhaltsdarstellung, denn er sei aufgrund eines Ausweichmanövers, und nicht weil er zu stark beschleunigt hätte, ins Schleudern geraten. Die Darstellung des Beschwerdeführers lasse sich aber nicht mit den festgestellten Reifenspuren seines Fahrzeugs in Einklang bringen. Der Gutachter habe in seinem Gutachten vom 3. April 2017 festgehalten, dass die Reifenspur vom rechten Hinterrad des Fahrzeuges des Beschuldigten stamme und der Spurencharakter zeige, dass es sich um ein Durchdrehen des Rades bei starkem Beschleunigen handle. Im ergänzenden Gutachten habe der Gutachter zudem überzeugend dargelegt, inwiefern sich die Spur beim Durchdrehen eines Rades beim Beschleunigen von anderen Pneuabriebspuren unterscheide. Das erstmals anlässlich der Berufungsverhandlung vorgebrachte Argument, der Beschwerdeführer habe beim Ausweichmanöver stark beschleunigen müssen, um eine Kollision mit der Leitplanke zu vermeiden und es allenfalls deshalb zum Durchdrehen der Räder gekommen sei, wertet die Vorinstanz als nicht überzeugend, da in einer solchen Situation nicht ein Beschleunigen, sondern eher ein Bremsmanöver naheliegend gewesen wäre. Im Widerspruch zum anerkannten Gutachten stehe auch die Aussage des Beschwerdeführers, er sei auf der Einspurstrecke mit bloss 100 km/h gefahren. Es sei möglich, dass ein schwarzes Fahrzeug mit Spoiler ebenfalls vor Ort unterwegs gewesen sei, doch würden weder die unklaren und widersprüchlichen Aussagen der Zeugin D.________ noch diejenigen von E.________ oder F.________, welche kein Bedrängen des Beschwerdeführers durch ein schwarzes Fahrzeug beobachtet haben, für die Sachdarstellung des Beschwerdeführers sprechen. Gestützt auf das Gutachten und die weiteren Beweismittel erachtet die Vorinstanz den angeklagten Sachverhalt als erstellt.