Citation: 1P.279/2001 12.07.2001 E. A

A.- A.________ erhielt in den ersten Monaten des Jahres 1996 einen Barbetrag von Fr. 660'000.-- zur Aufbewahrung. Im Mai 1996 gab sie davon Fr. 500'000.-- an B.________ weiter, der das Geld (oder jedenfalls den grössten Teil davon) umgehend in Deutschland in ein Anlageprogramm einbrachte. Die Verantwortlichen dieses deutschen Investitionsgeschäfts handelten jedoch in betrügerischer Absicht und verwendeten das Geld anderweitig. A.________ erhielt die B.________ übergebenen Fr. 500'000.-- in der Folge nicht mehr (vollumfänglich) zurück. Sie wurde daraufhin wegen Veruntreuung des ihr anvertrauten Barbetrages angezeigt. Am 22. August 1997 liess sie ihrerseits durch ihren Anwalt gegen B.________ eine Anzeige wegen Betrugs, evtl. Veruntreuung sowie Urkundenfälschung einreichen. Während das Verhöramt des Kantons Appenzell A.Rh im Verfahren gegen A.________ die Akten am 18. August 2000 an die Staatsanwaltschaft überwies und das Unterbreiten einer Anklage vor dem Kantonsgericht beantragte, stellte es das Verfahren gegen B.________ mit Verfügung gleichen Datums ein. Die Abklärungen hätten gezeigt, dass dieser selber einem Betrüger zum Opfer gefallen sei und ihm kein strafrechtlich relevantes Verhalten zur Last gelegt werden könne. Die kantonale Staatsanwaltschaft genehmigte die Einstellungsverfügung am 21. August 2000.