Citation: U 215/04 11.10.2004 E. 2

2.1 Gestützt auf die umfassenden medizinischen Abklärungen und Untersuchungsergebnisse, insbesondere auf einen Bericht des Spitals X.________ vom 27. Januar 1993, auf Stellungnahmen von Dr. med. S.________ (vom 19. September 1996 und 16. Dezember 1999), Angaben des werkärztlichen Dienstes des Arbeitgebers (vom 22. November 1999), ärztliche Beurteilungen von Dr. med. Y.________, Facharzt FMH für Innere Medizin und Arbeitsmedizin bei der SUVA, Abteilung Arbeitsmedizin, auf Grund zahlreicher arbeitsmedizinischer Erkenntnisse (vom 13. Januar 2000 und 6. April 2001), Berichte des Spitals Z.________ (vom 4. Oktober und 2. November 2000 sowie vom 27. Juli 2001), ein Gutachten der HNO-Klinik des Spitals Z.________ (vom 28. Oktober 2002) und einen Bericht der SUVA-internen Ärztin Dr. med. P.________, gelangte die Vorinstanz zum Schluss, es gelinge dem Versicherten nicht, einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Exposition am Arbeitsplatz und der Verschlimmerung der vorbestehenden Lungenerkrankung nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit herzustellen. Stattdessen sei ein Zusammenhang mit dem jahrelangen Nikotinabusus wahrscheinlicher. Das kantonale Gericht hat somit dargelegt, insgesamt lasse sich den ärztlichen Beurteilungen aus arbeitsmedizinischer Sicht kein Zusammenhang zwischen der Exposition als Glasbläser und den in den achtziger Jahren beim Beschwerdeführer aufgetretenen und noch heute weitgehend bestehenden Beschwerden entnehmen. 2.2 Der Beschwerdeführer wendet ein, gemäss Dr. med. S.________ würde auf Grund seiner Erhebungen ohne Zweifel feststehen, dass die asthmoide Komponente der chronischen Bronchitis durch eine massivste Hyperreaktivität des Bronchialsystems ausgelöst werde. Diese würde möglicherweise regelmässig durch das Einatmen von Reizgasen oder rauchiger Luft am Arbeitsplatz stimuliert. Auch Dr. med. Y.________ habe festgehalten, dass eine ungünstige Beeinflussung durch die Reizgasinhalation beim Glasblasen durchaus möglich sei. Die Ausführungen der SUVA-internen Ärztin Dr. med. P.________ würden sich nicht als aussagekräftig erweisen, weil damit lediglich zur Verursachung der Lungenbeschwerden, nicht indessen zur Verschlimmerung eines Vorzustandes Stellung genommen werde. Schliesslich sei auf das Gutachten der Abteilung Pneumologie des Spitals Z.________ abzustellen, wo Dr. med. B.________ zu einem klaren Schluss gekommen sei. Er attestiere, dass Exposition in staubiger Atmosphäre bekannterweise zu akuter Broncho-Obstruktion führe. Der Beschwerdeführer sei unbestrittenermassen jahrzehntelang einer staubigen und schadstoffbelasteten Atmosphäre am Arbeitsplatz ausgesetzt gewesen und laut seiner behandelnden Ärztin, Frau Dr. med. J.________, hätten sich die Beschwerden nach der Aufgabe seiner Tätigkeit 1998 signifikant gebessert. 2.3 Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hervorgebracht wird, vermag nicht zu überzeugen. Zunächst ist festzustellen, dass die Vorinstanz die medizinischen Unterlagen ausdrücklich unter dem Blickwinkel einer allfälligen Verschlechterung des Gesundheitszustandes und nicht lediglich unter jenem der Verursachung geprüft hat. Wie dabei aus den Stellungnahmen der Spezialärzte Dres. med. S.________, Y.________, P.________ und B.________ sowie aus dem Gutachten der HNO-Klinik des Spitals Z.________ hervorgeht, ist der Zusammenhang zwischen Exposition am Arbeitsplatz und der Verschlimmerung des Lungenleidens nur möglich, jedoch nicht nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Nach der Rechtsprechung zu Art. 9 Abs. 1 UVG setzt eine vorwiegende Verursachung von Krankheiten durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten im gesamten Ursachenspektrum einen ursächlichen Anteil von mehr als 50 % voraus. Demgegenüber ist ein ausschliesslicher oder stark überwiegender Zusammenhang gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG nur gegeben, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist. Angesichts dieser Anforderungen hat das kantonale Gericht zu Recht befunden, das Asthma bronchiale und die chronische Bronchitis des Beschwerdeführers hätten sich durch die berufsbedingte Exposition als Glasbläser nicht mit der geforderten Erheblichkeit in einem einen Anspruch begründenden Ausmass verschlimmert. Unter diesen Umständen sind auch keine weiteren Abklärungen vorzunehmen. Der angefochtene Entscheid ist daher nicht zu beanstanden.