Citation: 2C_76/2017 E. C

A.A.________ beantragt vor Bundesgericht für sich und ihre Tochter B.A.________, ihre Aufenthaltsbewilligungen zu verlängern sowie den kantonalen Kosten- und Entschädigungsentscheid dem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens anzupassen; eventuell bzw. subeventuell sei die Sache zu neuem Entscheid an die kantonalen Instanzen zurückzuweisen. Für den Fall des Unterliegens ersuchen sie darum, ihnen die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung zu gewähren. A.A.________ und B.A.________ machen geltend, gestützt auf den Schutz ihres Familien- und Privatlebens in der Schweiz verbleiben zu dürfen, da der Vater von B.A.________ seit seiner Heirat mit einer Schweizer Bürgerin hier über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfüge und er das gemeinsame Sorgerecht über die Tochter B.A.________ nur wahrnehmen könne, wenn sowohl Mutter wie Tochter im Land verblieben. B.A.________ unterhalte eine "ausreichend konstante Beziehung" zu ihrem Vater; diesem sei es nicht möglich, seine Beziehung zur Tochter zu pflegen, wenn sie mit der Mutter in deren Heimat zurückkehre. Dasselbe gelte für ihre Halbschwester, zu der B.A.________ eine "innige" Beziehung unterhalte, in die mit der aufenthaltsbeendenden Massnahme eingegriffen werde. Die Nichterneuerung der Bewilligungen und die Wegweisung erwiesen sich gesamthaft gesehen als unverhältnismässig. Der Sozialhilfebezug seitens der Mutter rechtfertige die Beendigung von deren Aufenthalt nach etwas mehr als 20 Jahren Anwesenheit im Land nicht mehr. Die Einwohnerdienste der Einwohnergemeinde Bern sowie die Polizei- und Militärdirektion bzw. das Verwaltungsgericht des Kantons Bern beantragen, die Beschwerde abzuweisen. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) als beschwerdebefugte Bundesbehörde liess sich nicht vernehmen. A.A.________ und B.A.________ haben am 21. März 2017 an ihren Anträgen und Ausführungen festgehalten. Mit Verfügung vom 24. Januar 2017 legte der Abteilungspräsident der Eingabe antragsgemäss aufschiebende Wirkung bei.