Citation: 5A_248/2023 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Bundesrecht. Sie wirft der Vorinstanz vor, die gemeinsame elterliche Sorge zu verfügen, ohne das Wohl des Kindes und die Stabilität der Verhältnisse zu berücksichtigen. Die erhobenen Beanstandungen vermögen den angefochtenen Entscheid indes nicht zu erschüttern. So täuscht sich die Beschwerdeführerin, wenn sie meint, dass die Vor- und Nachteile der gemeinsamen und der alleinigen elterlichen Sorge gegeneinander abzuwägen seien und die Alleinsorge zuzusprechen bzw. zu belassen sei, sofern aus Sicht des Kindeswohls die Gründe für Letztere überwiegen. Wie oben dargelegt, darf die Alleinsorge nach dem Willen des Gesetzgebers nicht schon dort ausgesprochen werden, wo sie dem Kindeswohl am besten gerecht würde. Was den Sachverhalt angeht, stellt die Beschwerdeführerin dem angefochtenen Entscheid lediglich ihre eigene Sicht der Dinge gegenüber. Gestützt auf die vorinstanzlichen Hinweise auf Kommunikationsprobleme und mögliche Schwierigkeiten bei der Umsetzung der gemeinsamen elterlichen Sorge beschwört sie eine "drohende Verschlimmerung der Verhältnisse" herauf, die rechtzeitige und zweckmässige Entscheidungen für C.A.________ verunmöglichen würde. Bei all diesen appellatorischen Übersteigerungen mag sie jedoch nicht erklären, weshalb die gegenteilige Beurteilung des Appellationsgerichts, wonach sich aus den festgestellten Anhaltspunkten weder ein schwerwiegender Dauerkonflikt noch eine anhaltende Kommunikationsunfähigkeit ergebe, nicht zutreffen soll. Soweit sie sich darüber hinaus auf angebliche gesundheitliche Probleme des Beschwerdegegners beruft, bringt sie Tatsachenelemente ins Spiel, die im angefochtenen Entscheid keine Stütze finden. Dass das Appellationsgericht den Sachverhalt in dieser Hinsicht offensichtlich unrichtig festgestellt oder diesbezügliche Beanstandungen bundesrechtswidrig übergangen hätte, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Was schliesslich die Stabilität der Verhältnisse angeht, wehrt sich die Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzliche Auffassung, wonach dieses Beurteilungskriterium nur dann zum Tragen komme, wenn die Betreuung der Kinder betroffen ist. Dem Grundsatz der Stabilität der Verhältnisse sei auch bei der Anordnung der gemeinsamen elterlichen Sorge der Vorrang zu gewähren. Hier sei rechtsfehlerhaft nicht geprüft worden, ob die bisherige Regelung für C.A.________ einen Nachteil herbeiführen würde. Dies sei nicht der Fall; im Gegenteil würden für C.A.________ Nachteile gerade erst dadurch entstehen, dass die Eltern das gemeinsame Sorgerecht erlangen. Diese Veränderung der Verhältnisse entspreche nicht dem Kindeswohl. Auch damit vermag die Beschwerdeführerin nichts auszurichten, gibt sie sich doch abermals mit pauschalen Behauptungen zufrieden. Welche befürchtete Verschlechterung sich unter dem Blickwinkel der Stabilität der Verhältnisse mit einem Verzicht auf die gemeinsame elterliche Sorge abwenden liesse, ist ihren Erörterungen nicht zu entnehmen.