Citation: 1C_348/2022 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführenden werfen der Vorinstanz in diesem Zusammenhang vor, den Ablauf des Baugesuchsverfahrens (samt der Rechtsmittelentscheide) und der gleichzeitigen Revision der kommunalen Nutzungsplanung teils offensichtlich unrichtig dargestellt und damit Bundesrecht (namentlich das Legalitätsprinzip nach Art. 5 BV) verletzt zu haben. Die Vorinstanz habe insbesondere übersehen, dass der Gemeinderat Meilen an seiner Sitzung vom 15. März 2022 beschlossen habe, die bisher von der Inkraftsetzung noch ausgenommenen Artikel der BZO 2020 (Art. 28 Abs. 1 lit. a, e und f sowie Art. 28 Abs. 2) per 1. April 2022 in Kraft zu setzen. Indem das Verwaltungsgericht sein Urteil vom 13. April 2022 aufgrund einer nicht mehr gültigen, ausser Kraft gesetzten Bauordnung gefällt habe, habe es nicht nur eine Sachverhalts- und Rechtsverletzung begangen, sondern es liege auch eine formelle und materielle Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 und 2 BV) vor.