Citation: 5A_582/2022 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz hat erwogen, dass die unmittelbare Übersendung des Schreibens nach Österreich gemäss Art. 1 Abs. 3 des Vertrages zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Österreich vom 26. August 1968 zur Ergänzung des Haager Übereinkommens vom 1. März 1954 betreffend Zivilprozessrecht (SR 0.274.181.631) zulässig gewesen sei und die Zustellung im konkreten Fall gemäss der Zustellbestätigung der österreichischen Post am 30. März 2022 um 10.12 Uhr an eine mit dem Beschwerdeführer wohnende Person erfolgt sei. Die unbelegten Schilderungen des Beschwerdeführers, mit denen er eine korrekte Zustellung bestreiten lasse, seien nicht überzeugend. Hätten sich die Dinge tatsächlich so zugetragen, wie der Beschwerdeführer schildere, hätte eine unbekannte Person unmittelbar nach Eintreffen des Schreibens von diesem erfahren und es gegen Unterschrift bei der Post entgegennehmen müssen, nur um es in der Folge doch im Briefkasten des Beschwerdeführers zu hinterlegen, wo es jener am Tag seiner Rückkehr aus dem Ausland, nämlich am 15. April 2022, vorgefunden haben wolle. Die im Recht liegende Zustellquittung vermittle vielmehr den Eindruck, dass die Sendung von einer berechtigten und durch das Postpersonal identifizierten Person entgegengenommen worden sei. Die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach sein Sohn am besagten Tag erst um 15.30 Uhr zu Hause gewesen sei, lasse ebenfalls nicht auf eine unbekannte Empfängerschaft schliessen, zumal sich der Beschwerdeführer nicht dazu äussere, ob er allenfalls mit weiteren Personen in häuslicher Gemeinschaft lebe, welche die Sendung ebenfalls für ihn hätten entgegennehmen dürfen. Aus der blossen Behauptung, er habe keine Vollmachten erteilt, vermöge er nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Aufgrund der Akten sei daher von einer korrekten Zustellung des Gläubigerzirkulars vom 28. März 2022 an den Beschwerdeführer auszugehen, die am 30. März 2022 erfolgt sei und damit die angesetzte 10-tägige Frist zur Stellung von Abtretungsbegehren ausgelöst habe. Das erst am 21. April 2022 gestellte Abtretungsbegehren sei folglich verspätet erfolgt.