Citation: 1C_147/2022 E. 1.3

1.3. Der angefochtene Entscheid schliesst das Sanierungsverfahren nicht ab. Er kann deshalb nur unter den genannten Voraussetzungen angefochten werden, wobei konkret einzig Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG in Betracht fällt. Die Beschwerdeführerin erblickt den nach dieser Bestimmung erforderlichen nicht wieder gutzumachenden Nachteil darin, dass sie eine teure Sanierung mit Kosten von ca. Fr. 11 Mio. durchzuführen habe und dass sich diese Kosten nachträglich als nicht notwendig erweisen könnten. Eine gesetzliche Grundlage dafür, nicht notwendige Kosten von der verfügenden Behörde zurückzuverlangen, bestehe entgegen den Ausführungen des Kantonsgerichts nicht. Art. 32d USG (SR 814.01) regle nur die Tragung von Kosten für notwendige Massnahmen. Zudem könnten ihr die Rechtsmittelinstanzen nach erfolgter Sanierung das schutzwürdige Interesse an einer Beschwerde gegen die Sanierungsverfügung aberkennen. Schliesslich habe eine Koordination mit der geplanten dritten Rhonekorrektion zu erfolgen. Müssten in deren Rahmen die Villen auf den betroffenen Grundstücken allenfalls sowieso abgerissen werden, wäre die Sanierung viel einfacher und billiger.