Citation: 1P.218/2006 04.05.2006 E. B

Den Antrag der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 5. Dezember 2005 auf Anordnung von Untersuchungshaft wegen des Verdachts des Tötungsdelikts wies der Haftrichter am 8. Dezember 2005 ab. Er erachtete den dringenden Tatverdacht als nicht gegeben. Hierauf erneuerte der Staatsanwalt gleichentags seinen Antrag, indes mit Bezug auf die übrigen Vorwürfe. Gleichzeitig machte er Kollusionsgefahr geltend. Der Haftrichter entsprach diesem Begehren mit Verfügung vom 8. Dezember 2005. Ein Haftentlassungsgesuch der Angeschuldigten vom 19. Dezember 2005 wurde am 21. Dezember 2005 abgewiesen. Am 5. Januar 2006 stellte der Staatsanwalt einen neuerlichen Antrag auf Anordnung von Untersuchungshaft, diesmal wiederum im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt. Hinsichtlich der übrigen Vorwürfe sei die Kollusionsgefahr nach Einvernahme der Auskunftspersonen C.________, B.________ und D.________ dahingefallen. Der Haftrichter hiess den Antrag gut, da neue Erkenntnisse den Tatverdacht der Tötung zu erhärten schienen: Nachdem neben der Leiche zwei Papiertücher mit DNA-Spuren gefunden worden waren (darunter auch diejenigen der Angeschuldigten), beabsichtigte die Staatsanwaltschaft, zahlreiche männliche Bekannte der Angeschuldigten DNA-mässig zu erfassen, um diese Ergebnisse mit der gefundenen Spur zu vergleichen. Die Angeschuldigte stellte am 13. März 2006 ein weiteres Haftentlassungsgesuch, welches sie jedoch aufgrund der Stellungnahme der Staatsanwaltschaft vom 14. März 2006 zurück zog.