Citation: 8C_34/2024 E. 5.2

5.2. PD Dr. med. D.________ hielt im Bericht vom 15. Januar 2022 fest, sein Zeugnis vom 17. Juli 2020 sei eindeutig in prognostisch-prospektiver Absicht erfolgt, um dem Beschwerdeführer eine möglichst gute Vermittelbarkeit gegenüber dem RAV zu ermöglichen. Ein prognostisches Zeugnis könne nie und nimmer über eine übermässig lange Zeit gelten und müsse jeweils den aktuellen Gesundheitsentwicklungen angepasst werden. Der Verlauf der Krankheit habe jedoch gezeigt, dass bereits Mitte August 2020 eine Pensumssteigerung auf über 50 % nicht mehr realistisch gewesen sei. Rückwirkend müsse also festgestellt werden, dass seit September 2020 durchgehend eine Arbeitsfähigkeit von 50 % für leichte Arbeiten ohne Notwendigkeit des Hebens schwerer Gewichte bestanden habe. Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass PD Dr. med. D.________ mit dem Bericht vom 15. Januar 2022 darauf abzielte, seine den Verfügungen vom 2. Februar 2021 zu Grunde liegende Beurteilung vom 17. Juli 2020, wonach der Beschwerdeführer seit 14. September 2020 zu 100 % arbeitsfähig war, retrospektiv in Frage zu stellen. Damit liegt auch somatischerseits eine unterschiedliche Beurteilung des gleichen Sachverhalts vor, die unbeachtlich ist.