Citation: 5P.482/2002 05.05.2003 E. 2

2.1 Das Bundesgericht untersucht nicht von Amtes wegen, ob ein kantonaler Hoheitsakt verfassungswidrig ist, sondern prüft auf staatsrechtliche Beschwerde hin nur rechtsgenügend vorgebrachte, klar erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3 f.; 122 I 70 E. 1c S. 73, mit Hinweis). Der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen gilt im Bereich der Verfassungsbeschwerde nicht (BGE 125 I 71 E. 1c S. 76). Soweit der Beschwerdeführer der kantonalen Instanz vorwirft, sie habe das Willkürverbot verletzt, genügt es nicht, wenn er einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei willkürlich; bei der Rechtsanwendungsrüge hat der Beschwerdeführer vielmehr die Rechtsnorm, die qualifiziert unrichtig angewandt bzw. nicht angewandt worden sein soll, zu bezeichnen und anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen zu zeigen, inwiefern der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (zum Willkürbegriff: BGE 125 II 129 E. 5b S. 134, mit Hinweis). Die letztgenannten Erfordernisse ergeben sich aus der Rechtsnatur der staatsrechtlichen Beschwerde, welche als ausserordentliches Rechtsmittel nicht das vorangegangene kantonale Verfahren weiterführt, sondern ein selbständiges staatsgerichtliches Verfahren darstellt, das der Kontrolle kantonaler Hoheitsakte unter dem spezifischen Aspekt ihrer Verfassungsmässigkeit dient (BGE 117 Ia 393 E. 1c S. 395). Dem Bundesgericht ist es demnach im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren verwehrt, generell die Rechtmässigkeit oder gar die Angemessenheit eines angefochtenen Entscheides zu überprüfen; es hat sich auf die Frage zu beschränken, ob die in der Beschwerdeschrift als verletzt gerügten verfassungsmässigen Rechte der Bürgerinnen oder Bürger gewahrt wurden oder nicht. 2.2 Mit staatsrechtlicher Beschwerde kann lediglich die Verletzung in eigenen rechtlich geschützten aktuellen und praktischen Interessen gerügt werden (BGE 124 I 231 E. 1b und c S. 233 f.). Der Beschwerdeführer muss unmittelbar beschwert sein. Die durch den betroffenen Entscheid angeblich verletzten und durch das angerufene Grundrecht geschützten Interessen müssen seine eigenen sein: Mittelbare Betroffenheit genügt nicht, es sei denn, das fragliche verfassungsmässige Recht bezwecke (auch) einen solchen Schutz (BGE 123 I 279 E. 3c/ee S. 281). Weiter wird die Wahrnehmung aktueller und praktischer Interessen verlangt: In der Praxis bedeutungslose bzw. rein theoretische Fragen sind dem Rechtsmittel nicht zugänglich, es sei denn, die mit der Beschwerde aufgeworfene Frage könnte sich jederzeit und unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen, an ihrer Beantwortung bestehe wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung ein hinreichendes öffentliches Interesse und eine rechtzeitige verfassungsgerichtliche Überprüfung im Einzelfall wäre kaum möglich (BGE 127 I 164 E. 1a S. 166). Unter bestimmten Umständen steht die Beschwerdebefugnis auch privaten Verbänden und Interessengemeinschaften zu. Insbesondere müssen sie dabei die Interessen ihrer Mitglieder wahren, und die Mehrzahl (oder zumindest eine Grosszahl) ebendieser Mitglieder muss vom fraglichen Entscheid direkt oder virtuell betroffen sein (BGE 119 Ia 123 E. 1b S. 127, 197 E. 1c/bb S. 201).