Citation: 1B_4/2007 15.02.2007 E. 2.1

2.1.1 Die Verfahrensgerichtspräsidentin hält den Beschwerdeführer für dringend verdächtig, an einem banden- und gewerbsmässigen Drogenhandel beteiligt gewesen zu sein und dabei rund 5 kg Heroin in die Schweiz eingeführt zu haben. Er sei zudem für den Rücktransport des Verkaufserlöses nach Albanien zuständig gewesen; in diesem Zusammenhang seien ihm insgesamt 143'000 Franken übergeben worden. Der Beschwerdeführer könne nicht plausibel erklären, weshalb er im November 2005 und im Februar 2006 vom mutmasslichen Drogenhändler A.________ insgesamt 60'500 Franken erhalten habe, um es nach Albanien zu bringen bzw. in Olten B.________ zu übergeben. Die 30'500 Franken, die ihm am 27. Februar 2006 übergeben worden seien, seien zudem signifikant mit Heroin kontaminiert. Ebenso sei unklar, weshalb er C.________ beauftragt habe, 83'000 Franken nach Albanien zu transportieren; auf Grund der sichergestellten Hinweise müsse jedenfalls davon ausgegangen werden, dass sich sein Gebrauchtwagenhandel auf einem viel tieferen finanziellen Niveau bewegt habe. Die Gebrauchtwagen seien überdies in den Kosovo verkauft worden, das Geld sei aber nach Albanien gebracht worden. Dieser Tatverdacht stützt sich vor allem auf die Auswertung von Telefonprotokollen, nach welchen bei Gesprächen des Beschwerdeführers mit anderen mutmasslichen Drogenhändlern Codewörter verwendet worden seien, ohne dass der Beschwerdeführer dafür eine plausible Erklärung habe liefern können. 2.1.2 Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, die Telefonprotokolle seien die einzigen ihn belastenden Beweismittel. Aus keinem einzigen von ihnen ergebe sich seine Verstrickung in einen Drogenhandel. Das BUR entnehme den Telefonaten eine Art Geheimsprache, sei allerdings nicht in der Lage, sie zu entschlüsseln. Seine "Übersetzung" basiere auf reinen Mutmassungen. Die Beweislage sei jedenfalls in diesem weit fortgeschrittenen Stadium der Untersuchung nicht ausreichend, um eine Fortsetzung der Haft zu rechtfertigen. 2.1.3 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer mit mutmasslichen Drogenhändlern, die zum Teil durch Drogenfunde direkt belastet werden, verkehrte. Bei telefonischen Kontakten mit diesen verwendete er zudem eine codierte Sprache. Dies bestreitet der Beschwerdeführer auch nicht ernsthaft; er macht nur geltend, dass die Untersuchungsbehörden diese Geheimsprache nicht verständen und falsch interpretieren würden. Dies ändert indessen nichts daran, dass er mit mutmasslichen Drogenhändlern in einer Geheimsprache verkehrte. Es ist gerichtsnotorisch, dass die Verschleierung von Telefongesprächen für den bandenmässig organisierten Drogenhandel typisch ist. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer aus diesen Kreisen erhebliche, zum Teil mit Rauschgift kontaminierte Geldbeträge in bar erhielt, die weder mit dem von ihm offenbar betriebenen Gebrauchtwagenhandel noch sonstwie schlüssig erklärbar sind. Diese Indizien lassen den Beschwerdeführer durchaus dringend verdächtig erscheinen, an einem Drogenhandel beteiligt gewesen zu sein; die Einschätzung der Verfahrensgerichtspräsidentin ist nicht zu beanstanden. Ob sie für eine Verurteilung ausreichen, ist eine andere, hier nicht zu prüfende Frage. 2.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, es bestehe kein dringender Tatverdacht und damit naturgemäss auch keine Fluchtgefahr. Die Verfahrensgerichtspräsidentin behaupte zu Unrecht, es seien keine Ersatzmassnahmen möglich. Er wolle im Übrigen in der Schweiz bleiben und fürchte nichts so sehr wie eine Ausweisung. In ihrem früheren Haftverlängerungsentscheid vom 6. Oktober 2006, auf den sie verweist, hat die Verfahrensgerichtspräsidentin Fluchtgefahr bejaht mit der Begründung, der Beschwerdeführer habe in der Schweiz keine Stelle mehr und verfüge über eher geringe familiäre und soziale Bindungen, zumal sich der Rest seiner Familie nicht in der Schweiz befinde. Er sei Bürger von Serbien-Montenegro und Miteigentümer eines Hauses in Albanien. Unter diesen Umständen erscheine es wahrscheinlich, dass sich der Beschwerdeführer der ihm für den Fall einer Verurteilung drohenden massiven Freiheitsstrafe durch eine Flucht entziehen könnte. Diese Beurteilung ist ohne weiteres vertretbar, der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was sie in Frage stellen würde. Insbesondere legt er nicht dar, durch welche mildere Ersatzmassnahme die Fluchtgefahr wirksam gebannt werden könnte, und das ist auch nicht ersichtlich.