Citation: 4A_324/2014 E. 5.3

5.3. Der Beschwerdeführer rügt weiter, er habe im Schiedsverfahren vorgetragen, dass die von der Beschwerdegegnerin ausgesprochene Sanktion gegen den im Strafrecht geltenden Grundsatz nulla poena sine lege verstosse. Das Schiedsgericht setze sich in seinem Entscheid mit diesem Einwand jedoch in keiner Weise auseinander. Einzelne Überschriften ("[...] and were the sanctions imposed in accordance with the legality principle?" oder "Is there a sufficient legal basis for the disciplinary measure?") liessen an sich darauf schliessen, dass diese Frage inhaltlich abgehandelt werden sollte, was jedoch nicht zutreffe. Der in der Beschwerde erhobene - jedoch nicht weiter begründete - Vorwurf, die erwähnten Überschriften entpuppten sich als "reiner Etikettenschwindel", ist nicht nachvollziehbar. Der Beschwerdeführer stellt selbst nicht in Abrede, dass das Schiedsgericht sein Argument, wonach die für die verhängte Sanktion herangezogenen Verbandsbestimmungen die Anforderungen des Legalitätsprinzips ( nulla poena sine lege scripta et certa ) in der Entscheidbegründung ausdrücklich aufführt. Es leitet seine Ausführungen zum Legalitätsprinzip unter der Überschrift "Is there a sufficient legal basis for the disciplinary measure?" damit ein, nach schweizerischem Recht und ständiger Rechtsprechung des TAS setze die Verhängung einer Disziplinarmassnahme eine hinreichend klare und unzweideutige Rechtsgrundlage ("a clear and unambigous legal basis for the sanction") voraus. Die Rechtssicherheit verlange, dass die anwendbare Bestimmung - im konkreten Fall Artikel 2.06 UCLR - hinreichend bestimmt sei, was das Schiedsgericht in der Folge prüfte und - für Spielmanipulationen, nicht jedoch für den Vorwurf unwahrer Angaben im Zulassungsformular - bejahte. Ein Versehen oder ein Missverständnis, aufgrund dessen das Schiedsgericht ein rechtserhebliches Argument des Beschwerdeführers unberücksichtigt gelassen hätte, liegt auch in diesem Zusammenhang nicht vor.