Citation: 8C_166/2022 E. 5.2

5.2. Soweit die Beschwerdeführerin einwendet, die Erwägungen im angefochtenen Entscheid zum strukturierten Beweisverfahren seien nicht ausreichend, scheint sie implizit eine Verletzung der Begründungspflicht durch die Vorinstanz zu rügen. Diese Rügen sind unbegründet. Das kantonale Gericht legte gestützt auf das beweiskräftige psychiatrische Gutachten (E. 4) dar, inwiefern sich Prof. Dr. med. D.________ mit den Ressourcen und Belastungsfaktoren des Versicherten hinreichend auseinandergesetzt habe. Mit der Vorinstanz steht fest, dass der Gutachter zwar das psychische Beschwerdebild nicht als vollständig austherapiert bezeichnete. Er wies jedoch ausdrücklich darauf hin, es könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit behauptet werden, dass eine weitere Therapie zu einer Besserung des Störungsbildes beitragen würde. Das kantonale Gericht stellte fest, entgegen der Beschwerdeführerin lasse die Aktenlage nicht darauf schliessen, dass der Versicherte zu einer Behandlung nicht motiviert wäre. Im Gegenteil habe Prof. Dr. med. D.________ ausgeführt, der Versicherte sei behandlungs- und eingliederungsanamnestisch compliant gewesen. Ebenso verneinte der Gutachter ausdrücklich Inkonsistenzen, Selbstlimitierungen und einen sekundären Krankheitsgewinn. Schliesslich stellte das kantonale Gericht zutreffend fest, aus der Tatsache, dass der Versicherte den Haushalt führe und sich um seine Hunde kümmere, sei nicht zu folgern, er könne auch ein Arbeitspensum von 100 % bewältigen. Vielmehr sei er im Arbeitsprozess einem ganz anderen Druck ausgesetzt als in der Freizeit. Dies gilt um so mehr, als die Beschwerdeführerin nicht bestreitet, dass aus dem anlässlich der psychiatrischen Exploration festgestellten Leistungsprofil auf die Unzumutbarkeit der bis zum Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübten Tätigkeit als Servicetechniker zu schliessen ist (E. 4.2.3).