Citation: 1C_760/2021 E. A

A.a. Das Quartier Breiti (oder Breite) in Schmerikon ist mehrheitlich mit ein- oder zweigeschossigen Einfamilienhäusern und Doppel-Einfamilienhäusern, teilweise mit Dachaufbauten, locker und heterogen überbaut. Die Häuser verfügen in der Regel über Schrägdächer und einen Dachfirst. Einzig ein Mehrfamilienhaus auf dem Grundstück Nr. 1144 im Grundbuch Schmerikon ist mit einem Flachdach versehen. Ein grösserer Teil der Bauten entstand in den Jahren vor 1980 unter der Geltung des damaligen Überbauungsplans "Breite" mit besonderen Vorschriften vom 6. Oktober 1967, der im Jahre 1990 aufgehoben wurde. Zurzeit gilt für das Gebiet Breite das Baureglement der Gemeinde Schmerikon vom 22. Oktober 2015 (vom Baudepartement des Kantons St. Gallen genehmigt am und vollziehbar seit 22. Juni 2016) ohne erhöhte gestalterische Anforderungen. A.b. Im Quartier Breite befindet sich unter anderem das Grundstück Nr. 908 im Grundbuch Schmerikon, das mit einem Einfamilienhaus mit einem Nebengebäude überbaut ist. Im März stellte die damalige Grundeigentümerin ein Baugesuch für ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten. Nach Einsprache der Nachbarn B.________ und A.________ (Grundstück Nr. 840), D.________ und C.________ (Grundstück Nr. 338) sowie F.________ und E.________ (Grundstück Nr. 1212) wurde das Gesuch zurückgezogen. In der Folge wurde das Grundstück Nr. 908 an die G.________ AG verkauft, die am 12. Juli 2019 ein neues Abbruch- und Baugesuch stellte, das nach erneuten Einsprachen am 8. November 2019 ebenfalls zurückgezogen wurde. Im April 2020 ging ein weiteres Baugesuch für das Grundstück Nr. 908 bei der Gemeinde ein, dem diese stattgab. Im Anschluss an ein Rekursverfahren beim Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen hatte die Gemeinde Schmerikon in der Folge aus prozessualen Gründen das Projekt erneut öffentlich aufzulegen. A.c. Bereits vorher, am 26. Juni 2019 stellten B.________ und A.________, D.________ und C.________ sowie F.________ und E.________ beim Gemeinderat Schmerikon das Gesuch, für das Gebiet Breite bzw. für eine Reihe namentlich genannter Grundstücke, darunter Nrn. 338, 840, 908 sowie 1212, einen Sondernutzungsplan "Breite" zwecks "Erhaltung des heutigen Quartiercharakters hinsichtlich bauliches Erscheinungsbild, Baudichte und Art der Wohnnutzung" zu erlassen. Für das betroffene Gebiet sei unverzüglich eine Planungszone zu erlassen, im Wesentlichen mit dem Inhalt, "baubewilligungspflichtige Bauten und Anlagen, welche von der bestehenden Bau- und Nutzungsstruktur eklatant abweichen und/oder das Erscheinungsbild der Überbauung Breite erheblich stören" zu verhindern. Ergänzend wurde beantragt, die Behandlung sämtlicher Baugesuche, die nach dem 25. März 2019 publiziert worden seien und die sich nicht mit dem Zweck des vorgesehenen Sondernutzungsplans "Breite" vereinbaren liessen, zu sistieren. Alle vom Gesuch betroffenen Grundstücke befinden sich gemäss dem einschlägigen Zonenplan der Gemeinde Schmerikon in der Wohnzone W2a. Mit Beschluss vom 13. August 2019 wies der Gemeinderat Schmerikon das Gesuch um Erlass eines Sondernutzungsplans sowie das Gesuch um Erlass einer Planungszone und die beantragte Sistierung von eingehenden Baugesuchen ab. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass die Anpassung des Baureglements im Jahre 2015/2016 mit der Aufhebung der Ausnützungsziffer und des Verbots von Mehrfamilienhäusern in der Wohnzone W2a eine Verdichtung in der fraglichen Zone gerade bezwecke und kein öffentliches Interesse für die (Wieder-) Einführung einschränkender Bauvorschriften bestehe. Am 22. September 2020 wies das Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen nach Anhörung des kantonalen Amts für Raumentwicklung und Geoinformation einen dagegen von den gesuchstellenden Personen erhobenen Rekurs ab.