Citation: 2C_364/2023 E. 6.2.4

6.2.4. Unbehelflich ist, dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde - unter Berufung auf eine Verletzung von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 9 BV) sowie des Verhältnismässigkeitsprinzips (Art. 96 i.V.m. Art. 63 AIG) - insbesondere geltend macht, die Vorinstanz habe nicht berücksichtigt, dass seit der letzten Verwarnung keine weiteren Schulden mehr entstanden seien. Einerseits handelt es sich hierbei um eine Behauptung, die - gemäss den vom Beschwerdeführer selber eingereichten Belegen - soweit ersichtlich nicht zutrifft (vorne E. 3 und E. 6.2.1). Andererseits haben die kantonalen Behörden den Beschwerdeführer auch vor 2019 bereits diverse Male auf die Konsequenzen einer Weiterverschuldung hingewiesen (so 2016, 2017 und 2018) und ihn aufgefordert, seine finanzielle Situation zu stabilisieren und sich um Arbeit und Schuldensanierung zu bemühen. Diese Warnungen ignorierte der Beschwerdeführer: Sowohl die (teilweise) berufliche Wiedereingliederung als auch die minimale Schuldenabzahlung von zweimal Fr. 100.-- erfolgten erst unter dem Druck des ausländerrechtlichen Widerrufsverfahrens, nachdem sich der Beschwerdeführer über Jahre (resp. Jahrzehnte) hinweg weder um das eine noch das andere bemüht hatte. Unter diesen Umständen kann er sich nun in Bezug auf die Frage der Mutwilligkeit nicht auf Treu und Glauben respektive das Verhältnismässigkeitsprinzip berufen.