Citation: 8C_302/2022 E. 7.3.3

7.3.3. In Bezug auf die Unterkompetenz "Kenntnisse, Fertigkeiten" berufen sich die Beschwerdeführenden auf den Umstand, dass die Vorinstanz die lohnmässige Ungleichbehandlung wiederum fälschlicherweise gestützt die Unterscheidung "Unterricht in einem Fach" und "Unterricht in zwei oder mehreren Fächern" rechtfertige, obwohl auch Lehrpersonen der Modellumschreibung 4102.18 zugeordnet würden, die nur ein (MAR-) Fach unterrichteten. Auch in diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass der Regierungsrat daran nicht mehr festhalten will (vgl. E. 7.3.1.1 hiervor), weshalb daraus auch für die Unterkompetenz "Kenntnisse, Fertigkeiten" keine Verfassungswidrigkeit abgeleitet werden kann. Da für die Einreihung in Lohnklasse 17 erhebliche Praxis- und Umsetzungskenntnisse (Spezialistenniveau) in einem bestimmten Fachbereich, in Lohnklasse 18 jedoch in mehr als einem Fachbereich gefordert werden, wird beschwerdeweise geltend gemacht, der "Fachbereich" sei nicht mit "Schulfach" gleichzusetzen. Neben dem eigentlichen Schulfach "Sport" seien auch Praxis- und Umsetzungskenntnisse im Bereich Pädagogik bzw. Didaktik - somit in mehreren Fachbereichen - notwendig. Dass diese Interpretation nicht verfängt, liegt auf der Hand. Denn die besagten Praxis- und Umsetzungskenntnisse braucht es nicht nur im Sport, sondern auch für die Unterrichtstätigkeit in den anderen "Schulfächern". Mit einem solchen Verständnis könnten der Lohnklasse 17 mit den geforderten Praxis- und Umsetzungskenntnissen in einem bestimmten "Fachbereich" gar keine Lehrpersonen zugeordnet werden. Dies ergäbe vor dem Hintergrund der Einreihung der Stellen nach den Grundsätzen der Arbeitsbewertung keinen Sinn. Der Vorinstanz kann keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorgeworfen werden, weil sie sich mit diesem Argumentarium nicht weiter auseinandergesetzt hat. Eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung liegt nicht vor.