Citation: 5A_761/2015 E. 3.1

3.1. Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Als mittellos gilt, wer für die Kosten eines Prozesses nicht aufkommen kann, ohne die Mittel anzugreifen, welche er zur Deckung des Grundbedarfs für sich und seine Familie benötigt. Für eine juristische Person besteht ausnahmsweise dann ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und auf unentgeltlichen Rechtsbeistand, wenn ihr einziges Aktivum im Streit liegt und neben ihr auch die wirtschaftlich Beteiligten mittellos sind (BGE 119 Ia 337 E. 4e S. 341; 131 II 306 E. 5.2.2 S. 327). Rechtsfrage ist, ob die Kriterien zur Bestimmung der Mittellosigkeit zutreffend gewählt wurden. Demgegenüber beschlagen die Höhe der Einnahmen und Aufwendungen Tatfragen, welche das Bundesgericht nur auf Willkür überprüft (BGE 135 I 221 E. 5.1 S. 223).