Citation: 4D_37/2023 E. 4.3

4.3. Gemäss Vorinstanz steht fest, dass der Beschwerdegegner annahm, der erste Hagelschaden sei fachmännisch repariert worden. Sie erwog, der Beschwerdeführer habe im Berufungsverfahren nicht geltend gemacht, dass der Beschwerdegegner aufgrund seines Fachwissens eine mangelhafte Reparatur im Sinne von Art. 28 Abs. 2 OR hätte erkennen sollen. Die Vorinstanz hielt mit der Erstinstanz fest, der erste Hagelschaden sei kein Unfall gewesen. Sie verwies auf eine Lehrstelle, wonach der Begriff "Unfall" voraussetzt, dass dem Fahrzeug in der Kausalkette eine "gewisse minimale" Bedeutung oder Mitursache zukommt. Daran fehlt es beispielsweise, wenn ein Fahrzeug mit einem Wurfgeschoss beschädigt wird (HAAS/STRUB, in: Oberhammer/Domej/ Haas [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Auflage 2021, N. 4 zu Art. 38 ZPO mit Hinweisen). Vor diesem Hintergrund verfiel die Vorinstanz sicher nicht in Willkür, als sie den Hagelschaden nicht als Unfall qualifizierte. Weiter erwog die Vorinstanz, dass "die Qualität der Reparatur des Hagelschadens zwar objektiv nicht bewiesen" sei. Doch habe der Beschwerdegegner von einer fachmännischen Reparatur ausgehen können. Mit dieser Begründung kam die Vorinstanz zum Schluss, dass der Beschwerdegegner keine absichtliche Täuschung beging, indem er erklärte, der Personenwagen sei unfallfrei und mängelfrei. Er habe den reparierten Hagelschaden als behobenen Mangel ansehen dürfen.