Citation: 6B_502/2024 E. 5.5

5.5. Betreffend die Rückkehr nach Syrien stellt die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer verfüge über die notwendigen sprachlichen Voraussetzungen und familiären Kontakte. Die instabile Lage in Syrien berge daher keine unüberwindbaren Hindernisse. Die ökonomische Lage sei nicht gut - doch aufgrund der Tätigkeit des Beschwerdeführers als Coiffeur nicht aussichtslos. Der Beschwerdeführer macht hingegen geltend, die Vorinstanz gehe zu Unrecht von einem ausreichenden Empfangsraum in Syrien aus. Ein Härtefall sei insbesondere deshalb anzunehmen, da die Integrationschancen in Syrien nicht ersichtlich, in der Schweiz hingegen weit wahrscheinlicher seien. Der Beschwerdeführer hat Syrien als Kind im Primarschulalter verlassen. Diesbezüglich macht er geltend, er habe das Land ganz zu Beginn des Bürgerkrieges verlassen und angesichts des Verfalles, den Syrien in den letzten Jahrzehnten durchlaufen habe, könne deshalb keine Bekanntheit mit Land und Gepflogenheiten im gegenwärtigen Zeitpunkt angenommen werden. Als unverheirateter, kinderloser und junger Mann ohne relevante gesundheitliche Einschränkungen befindet sich der Beschwerdeführer jedoch in einer Lebensphase, die mit einer hohen Anpassungsfähigkeit einhergeht (vgl. Urteil 6B_1164/2023 vom 7. Oktober 2024 E. 7.4.2). Auch verfügte er zum Urteilszeitpunkt zumindest über gewisse familiäre Kontakte in Syrien. Die Vorinstanz beurteile daher die Integrationsaussichten des Beschwerdeführers in Syrien zurecht als intakt.