Citation: 2C_554/2014 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer ist erst mit 25 Jahren in die Schweiz gekommen und hat hier unmittelbar im Zusammenhang mit dem negativen Asylentscheid geheiratet, wobei die Ehe lediglich acht Monate gelebt wurde. Er verfügt in der Heimat noch über Familie (Bruder mit Kindern) und hat sich während seiner Anwesenheit in der Schweiz regelmässig ferien- bzw. besuchshalber dort aufgehalten. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern wichtige Gründe seine weitere Anwesenheit in der Schweiz erforderlich machen würden: Der Umstand, dass Angehörige seiner Familie am 22. Juni 2009 in Pakistan in ein Tötungsdelikt verwickelt gewesen sein sollen, steht mit dem wenige Monate dauernden hiesigen Aufenthalt bei seiner Gattin in keinem Zusammenhang; die vom Beschwerdeführer behauptete mögliche politisch motivierte Strafverfolgung gegen ihn hat ihn bisher nicht davon abgehalten, nach Pakistan zurückzukehren; offenbar haben auch sein Bruder und dessen Kinder in diesem Zusammenhang keinerlei Nachteile erlitten. Der Einwand, er könne gegebenenfalls nicht gezwungen werden, in der "Anonymität der Hauptstadt Islamabad" zu leben, betrifft nicht das ausländerrechtliche Verfahren (interne Fluchtalternative). Der blosse Umstand, dass die Sicherheits- oder Wirtschaftslage in der Schweiz besser ist als im Heimatstaat, bildet praxisgemäss keinen wichtigen persönlichen Grund im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG, auch wenn der Betroffene in der Schweiz integriert ist, eine Landessprache spricht, eine Arbeitsstelle hat und nicht straffällig geworden ist (vgl. Urteil 2C_578/2011 vom 1. Dezember 2011 E. 3.3).