Citation: 2C_323/2018 E. 7.2.2

7.2.2. Auch aus dem Grundsatz des Schutzes des berechtigten Vertrauens in behördliches Handeln oder Unterlassen können die Beschwerdeführer nichts zu ihren Gunsten ableiten (BGE 131 II 627 E. 6.1 S. 636 f. mit Hinweisen; 126 II 97 E. 4b S. 104 f) : Sie haben erst nach Ablauf der Nachzugsfrist für die Gattin um den Familiennachzug ersucht, sodass die Behörden zuvor hiervon keine Kenntnis haben konnten. Allein gestützt auf die Heirat war es diesen nicht möglich, vorauszusehen, dass der Familiennachzug erst Jahre später erfolgen sollte. Die behördliche Information über die Voraussetzungen für den Familiennachzug wäre im Übrigen so oder anders verspätet gewesen: Das Schreiben vom 26. Juli 2015 ging erst Monate nach Ablauf der Nachzugsfrist der Beschwerdeführerin bei den Behörden ein und vermochte schon deshalb keine Vertrauensgrundlage hinsichtlich der bereits abgelaufenen Frist zu schaffen. Mit der Vorinstanz ist schliesslich davon auszugehen, dass behördliche Untersuchungshandlungen im Zusammenhang mit der Überprüfung eines Nachzugsgesuchs nicht geeignet sind, berechtigte Erwartungen in dessen Gutheissung zu wecken oder das Ergebnis der Untersuchung vorwegzunehmen.