Citation: 2C_8/2014 E. 3.2.4

3.2.4. Die Vorinstanz hat aufgrund der dreijährigen Trennung der Ehegatten eine tatsächlich gelebte und intakte eheliche Beziehung verneint und dem Beschwerdeführer insofern die Berufung auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK verwehrt. Der Beschwerdeführer behauptet zwar, die Beziehung zur Ehegattin verdichte sich kontinuierlich. Konkrete Anhaltspunkte, die dies belegen und auf eine weiter bestehende eheliche Beziehung bzw. eine Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenlebens hindeuten würden, sind jedoch weder dargetan noch ersichtlich. Wie es sich damit verhält, braucht nicht näher geprüft zu werden. Wohl können familiäre Beziehungen dazu führen, dass von der Entfernung eines straffälligen Ausländers abzusehen ist, wenn die Massnahme wegen der Unzumutbarkeit der Ausreise für die Familienangehörigen zu einer Trennung der Familiengemeinschaft führt. Abgesehen davon, dass eine solche Rücksichtnahme angesichts der Vielzahl der begangenen Straftaten, des Verschuldens des Beschwerdeführers, der wiederholten Straffälligkeit und der Rückfallgefahr ohnehin ausser Betracht fiele, führt die Verweigerung des Anwesenheitsrechts des Beschwerdeführers vorliegend nicht zur Trennung der Familiengemeinschaft, da die aufenthaltsberechtigte Ehegattin zusammen mit den Kindern bereits seit mehreren Jahren freiwillig getrennt vom Beschwerdeführer lebt. Ob ihnen die Ausreise mit dem Beschwerdeführer unzumutbar wäre, kann unter diesen Umständen dahingestellt bleiben.