Citation: 6B_1394/2017 E. 8.3.3

8.3.3. Nach Art. 48 lit. c StGB mildert das Gericht die Strafe, wenn der Täter in einer nach den Umständen entschuldbaren heftigen Gemütsbewegung oder unter grosser seelischer Belastung gehandelt hat. Die Auslegung dieses Strafmilderungsgrundes richtet sich nach der Rechtsprechung zum Tatbestand des Totschlags (Urteil 6B_829/2010 vom 28. Februar 2011 E. 5.4). Auf den Strafmilderungsgrund verweist die Beschwerdeführerin ohne Erfolg. Die Behauptung einer heftigen Gemütsbewegung oder seelischen Belastung ist nicht belegt und deshalb nicht geeignet, eine Rechtsverletzung darzutun. Selbst wenn sich die Beschwerdeführerin in einem solchen Zustand befunden hätte, könnte sie sich nicht darauf berufen. Die Gemütsbewegung und die grosse seelische Belastung müssen entschuldbar sein. Hat der Täter wie hier die Konfliktsituation, welche die behauptete Gemütsbewegung beziehungsweise die seelische Belastung auslöste, selbst verschuldet oder doch vorwiegend durch eigenes Verhalten schuldhaft herbeigeführt, ist der Affekt nicht entschuldbar (BGE 119 IV 202 E. 2a und b S. 203 ff.; Urteil 6B_1149/2015 vom 29. Juli 2016 E. 3.1; je mit Hinweisen).