Citation: 2C_125/2020 E. 4.5

4.5. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers lässt sich aus dem Umstand, dass er die Tat unter Alkoholeinfluss begangen hat, die Tatschwere nicht relativieren. Von wenig Relevanz ist auch die Tatsache, dass das Tatverschulden nicht, wie die Vorinstanz dies fälschlicherweise festhielt, im unteren, sondern im untersten mittleren Bereich lag. Nichts zu seinen Gunsten kann der Beschwerdeführer schliesslich daraus ableiten, dass er seit der Tatbegehung keine Straftaten mehr gegen Leib und Leben verübt hat. Die Vorinstanz weist zu Recht darauf hin, dass der Beschwerdeführer sich nicht durch die Strafurteile hat beeindrucken lassen. Selbst die verfahrensauslösende Verurteilung hat ihn nicht davon abgehalten, erneut gegen die Rechtsordnung zu verstossen, wurde er doch im August 2018 wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand sowie einer SVG-Widerhandlung verurteilt. Schliesslich fällt negativ ins Gewicht, dass die verfahrensauslösende Verurteilung nicht das erste Straferkenntnis gegen den Beschwerdeführer darstellt: so ist er schon im Jahr 2008 wegen Tätlichkeit und der Teilnahme an Raufereien und Streitereien, im Jahr 2009 wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz und im Jahr 2010 wegen einer einfachen Körperverletzung verurteilt worden. Insgesamt zeugt die Haltung des Beschwerdeführers von einer klaren Geringschätzung der Rechtsordnung und einer gewissen Unbelehrbarkeit. Positiv zu vermerken ist, dass er im Jahre 2019 freiwillig an einem deliktsorientierten Interventionsprogramm des Amts für Justizvollzug teilgenommen hat. Zu Recht hält die Vorinstanz aber fest, dass Anlass dafür wohl hautpsächlich das vorliegende Verfahren war. Angesichts der mehrfachen Rückfälligkeit sowie des während der Tat an den Tag gelegten Verhaltens gegenüber dem Opfer ist das Rückfallrisiko nicht als gering einzustufen. Mit der Vorinstanz ist insofern von einem hohen Fernhalteinteresse auszugehen.