Citation: 9C_40/2022 E. 3

Das kantonale Gericht hat den beiden ABI-Gutachten (samt Stellungnahmen vom 4. Februar und 23. März 2020) Beweiskraft beigemessen und gestützt darauf festgestellt, dass die Beschwerdeführerin von April bis mindestens Juni 2013 und von Januar bis längstens September 2017 vollständig arbeitsunfähig gewesen sei. Während der übrigen Zeit sei ihr eine leidensangepasste Tätigkeit zu 80 % zumutbar gewesen. Für die Bemessung des Invaliditätsgrades hat die Vorinstanz den statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterinnenlöhne als Ausgangswert für die beiden Vergleichseinkommen betrachtet und einen Prozentvergleich vorgenommen. Dabei hat sie einen leidensbedingten Abzug von höchstens 10 % berücksichtigt. Beim resultierenden Invaliditätsgrad von maximal 28 % hat sie einen Rentenanspruch verneint. Weiter hat sie erwogen, mit den vorübergehenden vollständigen Arbeitsunfähigkeiten sei das Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG in der bis Ende 2021 geltenden Fassung) nicht erfüllt worden, weshalb auch kein Anspruch auf eine befristete Rente bestehe. Die Beschwerdeführerin bestreitet die Beweiskraft der ABI-Gutachten und macht eine höhere Arbeitsunfähigkeit geltend.