Citation: I 476/01 05.11.2002 E. 3

3.1.1 Über den Hergang des Vorfalls vom 14. Mai 1997 ist den Akten zu entnehmen, dass der Versicherte während der Arbeit zusammen mit einem Kollegen ein rund 100 kg schweres Balkonelement trug. Dabei rutschte er auf einer Kiesböschung aus und vollführte, um einen Sturz zu vermeiden, einen Rückwärtsschritt, bei dem er einen stechenden Schmerz verspürte. Dr. med. S.________, Innere Medizin FMH, den der Versicherte am Unfalltag aufgesucht hatte, diagnostizierte in einem Zwischenbericht vom 18. August 1997 ein akutes bis subakutes Lumbovertebralsyndrom, massive muskuläre Schmerzen, Immobilität und fehlende Belastbarkeit sowie einen Verdacht auf eine Muskelzerrung der Rückenmuskulatur. Die in der Folge durchgeführten Untersuchungen bestätigten im Wesentlichen diese Befunde, ohne dass jedoch zusätzliche Erkenntnisse erzielt werden konnten. Prof. Dr. med. C.________ wies zusätzlich auf eine Muskelatrophie des linken Beines hin (Bericht vom 20. November 1997). Im Austrittsbericht der Klinik Y.________ vom 21. Januar 1998 wird das Vorliegen eines chronischen Thorakolumbovertebralsyndroms erwähnt. Ein auf Empfehlung der Klinik unternommener Arbeitsversuch scheiterte. Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. T.________ stellte nach einer Untersuchung vom 23. März 1998 die Diagnose chronischer Rückenschmerzen bei Status nach durchgemachtem Morbus Scheuermann. Er bestätigte eine volle Arbeitsunfähigkeit als Maurer und bat Prof. Dr. med. C.________, die weiteren Schritte einzuleiten. Dieser veranlasste die in der Folge durchgeführten Untersuchungen im Spital Z.________ (Bericht Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin vom 9. Juni 1998; Bericht Neurologische Klinik vom 16. Juni 1998). 3.1.2 Den vorstehend wiedergegebenen ärztlichen Aussagen ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer im Anschluss an das Unfallereignis vom 14. Mai 1997 an chronischen Rücken- sowie an Beinbeschwerden litt. Die untersuchenden Ärzte stimmten darin überein, dass in Bezug auf die Arbeit als Maurer starke Einschränkungen bestehen. Dem Beschwerdeführer wurde mit je einem kurzen Unterbruch im August 1997 und Ende Januar 1998 (jeweils vor der Durchführung eines Arbeitsversuchs, der in der Folge scheiterte) volle Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (Unfallschein UVG mit Eintragungen des Dr. med. S.________ für die Zeit bis 30. Oktober 1997, des SUVA-Kreisarztes Dr. med. T.________ vom 17. November 1997 und 23. März 1998, des Dr. med. U.________, Klinik Y.________, vom 21. Januar 1998 sowie des Prof. Dr. med. C.________ vom 29. Januar, 3. Februar, 18. März und 22. April 1998). Die SUVA richtete dementsprechend ein Taggeld aus. Es kann demzufolge vom Bestehen der für den Anspruch auf eine ganze Rente erforderlichen Arbeitsunfähigkeit als Maurer während des gesamten, am 14. Mai 1997 beginnenden und am 14. Mai 1998 ablaufenden Wartejahres ausgegangen werden. Der Rentenanspruch konnte somit im Mai 1998 entstehen, falls die dafür erforderliche Erwerbsunfähigkeit gegeben war. 3.1.3 Keine der während des Zeitraums bis Mai 1998 erstatteten medizinischen Stellungnahmen äussert sich ausdrücklich zur Frage, ob der Beschwerdeführer zumutbarerweise in der Lage gewesen wäre, während der Wartezeit eine andere, körperlich leichtere Tätigkeit zu verrichten. Auf Grund des in den verschiedenen medizinischen Berichten geschilderten vielfältigen Beschwerdebildes ist jedoch davon auszugehen, dass nach dem Unfallereignis vom 14. Mai 1997 zunächst eine vollständige Arbeitsunfähigkeit auch hinsichtlich einer Verweisungstätigkeit gegeben war. Inwieweit sich die Situation in der Folge während der Wartezeit verbessert hat, geht aus den Akten nicht hervor. Weitere Abklärungen zu dieser Frage im heutigen Zeitpunkt versprechen keine zusätzlichen Erkenntnisse. Unter diesen Umständen ist die sinngemässe Annahme der Vorinstanz, bei Ablauf der Wartezeit habe eine Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes vorgelegen, welche dem Versicherten die Erzielung eines Einkommens in der Höhe von einem Drittel des Verdienstes als Maurer im Gesundheitsfall nicht erlaubt habe, nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer hat somit Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung für die Zeit ab 1. Mai 1998.