Citation: 9C_169/2007 18.07.2007 E. 3

Der angefochtene Entscheid enthält keine Feststellung zum Zeitpunkt, in welchem die einjährige Wartezeit abgelaufen ist. Der rechtserhebliche Sachverhalt ist insoweit nicht festgestellt worden, weshalb das Bundesgericht ihn ergänzen kann (Art. 105 Abs. 2 BGG). Wie in der Beschwerde richtig ausgeführt wird, war der Beschwerdeführer ab 22. Mai 2001 als Plattenleger voll arbeitsunfähig, womit die Wartezeit eröffnet wurde. Sie endete am 21. Mai 2002. Ob der Versicherte während dieser Zeit durchschnittlich ohne wesentlichen Unterbruch zu mindestens 40 % arbeitsunfähig und am 21. Mai 2002 weiterhin mindestens zu 40 % erwerbsunfähig war mit der Folge, dass er ab 1. Mai 2002 eine Invalidenrente beanspruchen könnte, hat die Vorinstanz nicht geprüft. Dazu wäre sie jedoch gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) gehalten gewesen. Statt dessen hat sie die gesundheitlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers bloss im Zeitpunkt des Einspracheentscheides (5. Juli 2006) näher abgeklärt und sich dabei auf Arztberichte von Ende 2004 sowie Anfang und Mitte 2005 berufen. Zur Situation im Zeitraum zwischen Mai 2002 und 17. Juni 2004 (Bericht des Spitals Y.________) fehlen im vorinstanzlichen Entscheid Feststellungen tatsächlicher Art, insbesondere zum Grad der Arbeitsunfähigkeit, welche die Ermittlung des Invaliditätsgrades ab Mai 2002 ermöglichen würden. Der Sachverhalt wurde in diesem Punkt unvollständig festgestellt, was nach Art. 97 Abs. 1 BGG als Bundesrechtsverletzung im Sinne von Art. 95 lit. a BGG gerügt und nach Art. 105 Abs. 2 BGG von Amtes wegen korrigiert werden kann (Ulrich Meyer, Der Einfluss des BGG auf die Sozialrechtspflege, in: SZS 2007 S. 237). Die Sache ist daher an die IV-Stelle zurückzuweisen. Diese wird betreffend die Periode ab 21. Mai 2002 (Ablauf der einjährigen Wartezeit) nähere Abklärungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit in den zumutbarerweise in Betracht fallenden Tätigkeiten treffen und hernach über den Rentenanspruch neu befinden. Dabei wird auch zu berücksichtigen sein, dass der Beschwerdeführer ein halbes Jahr nach Ablauf der Wartezeit ab 26. November 2002 trotz Ekzemen und weiterer allergischer Reaktionen einen Abklärungsaufenthalt in der Eingliederungsstätte X.________ absolviert hat, wobei er an verschiedenen Arbeitsplätzen zum Einsatz gekommen ist, die Abklärung indessen aus gesundheitlichen Gründen am 27. Januar 2003 abgebrochen werden musste.