Citation: 8C_759/2010 20.10.2010 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht gelangte nach pflichtgemässer Beweiswürdigung zum Schluss, aufgrund des Umstands, dass der Ehegatte der Versicherten als einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat der Firma X.________ AG weiterhin im Handelsregister eingetragen gewesen sei, sei sie als Ehegattin einer arbeitgeberähnlichen Person im hier zu beurteilenden Zeitraum vom 17. September 2008 bis 14. Januar 2009 vom Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ausgeschlossen. 3.2 Dieser Betrachtungsweise ist - bei unbestritten gebliebener Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz - zuzustimmen. Die Stellung der Ehegattin einer arbeitgeberähnlichen Person hatte die Versicherte bis zu ihrem Stellenantritt als Sachbearbeiterin in der Liegenschaftsverwaltung bei der Firma Y.________ AG am 15. Januar 2009 inne, was rechtsprechungsgemäss (BGE 123 V 234) einem Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung entgegensteht. Mit dem Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages hat sie jene Eigenschaften noch nicht verloren, um derentwillen sie als Ehefrau einer arbeitgeberähnlichen Person vom Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung auszunehmen ist, da die erwähnte Rechtsprechung gerade nicht nur dem ausgewiesenen Missbrauch an sich, sondern bereits dem Risiko eines solchen begegnen will, welches der Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung an arbeitgeberähnliche Personen und deren Ehegatten inhärent ist (ARV 2003 Nr. 22 S. 242 E. 4, C 92/02; SVR 2007, AlV Nr. 21 S. 69, C 180/06). Ein tatsächlicher Missbrauch muss damit nicht vorliegen, weshalb von einer Prüfung der konkreten Umstände abgesehen werden konnte. Die diesbezügliche Rüge der Diskriminierung bestimmter Arbeitnehmenden (Art. 8 Abs. 1 und 2 BV) ist nach dem Gesagten unbegründet, sofern sie überhaupt genügend substanziiert wurde (Art. 106 Abs. 2 BGG). Ein Vergleich mit dem in der Beschwerde angeführten Fall C 61/00 vom 24. Dezember 2003 scheitert schliesslich bereits daran, dass nicht die gleiche Sachverhaltskonstellation zu beurteilen war, indem der Versicherte im erwähnten Urteil nach Verlust der Beschäftigung als Projektleiter im Betrieb seiner Ehefrau, auf Ende April 1997 während eines Jahres eine Ausbildung absolvierte und hernach von Mai 1998 bis Februar 1999, also während mehr als sechs Monaten, in einem Drittunternehmen gearbeitet hatte. Aus dem Umstand, dass rechtsprechungsgemäss eine arbeitgeberähnliche Person, die in einer dritten Firma, in welcher sie keine arbeitgeberähnliche Stellung besitzt, während mindestens sechs Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat und in der Folge wegen des Verlusts dieser Anstellung arbeitslos wird, ungeachtet der im Erstbetrieb andauernden arbeitgeberähnlichen Stellung Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung besitzt (SVR 2004 AlV Nr. 15 S. 46; Urteil C 15/04 vom 2. Juli 2004 E. 2.3) kann die Beschwerdeführerin daher nichts zu ihren Gunsten ableiten.