Citation: 6B_359/2017 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz hält fest, unmittelbar nachdem der Beschwerdeführer das Fahrzeug von Y.________ und den davor fahrenden Lkw überholt hatte, sei Y.________ auf die Überholspur gewechselt und habe die Lichthupe betätigt, woraufhin der Beschwerdeführer gebremst habe. Y.________ habe erneut aufgeblendet und das Fernlicht angelassen. Hierdurch sei der Beschwerdeführer geblendet worden und habe bis fast zum Stillstand abgebremst, wodurch es zur Auffahrkollision mit Y.________ bei einer Geschwindigkeit von ca. 5-10 km/h gekommen sei. Es sei nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer, als er durch das nicht ausgeschaltete Fernlicht geblendet worden sei und neben sich auf der Normalspur einen Lkw und vor sich ein weiteres Auto gehabt habe, als einzige Möglichkeit, um die hohe Gefährdung von sich und weiteren Fahrzeugen durch den zu dicht auffahrenden Privatklägern zu mindern, die Reduktion seiner Geschwindigkeit in Betracht gezogen habe. Allerdings sei seine Sicht nicht derart eingeschränkt gewesen, dass er, anstatt das Tempo nur zu reduzieren, bis fast zum Stillstand habe abbremsen müssen. Hierdurch habe er die gebotene Rücksicht auf die übrigen Verkehrsteilnehmer grob fahrlässig missachtet. Hinsichtlich des Tatbestands der Nötigung sei entgegen dem Bezirksgericht nicht nachgewiesen, dass der Beschwerdeführer durch das Bremsen "zurückschlagen" und Y.________ habe ausbremsen wollen. Allerdings habe er aufgrund der erstellten Umstände in Kauf genom men, dass Y.________ ebenfalls bis zum Stillstand abbremsen musste, weshalb auch der subjektive Tatbestand der Nötigung erfüllt sei.