Citation: 9C_390/2022 E. 2.4.2

2.4.2. Die Vorinstanz erwägt, ein ökonomisch rational handelnder Arbeitgeber müsse dem Umstand Rechnung tragen, dass die Beschwerdeführerin weder bezüglich der zuweisbaren Verrichtungen (nur ideal leidensadaptierte Tätigkeiten) noch in zeitlicher Hinsicht (keine Überstunden möglich) gleich flexibel eingesetzt werden könne wie eine gesunde Arbeitnehmerin. Diese Einschränkungen rechtfertigten einen Tabellenlohnabzug von höchstens zehn Prozent. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz berücksichtige bei der Festlegung des Tabellenlohnabzugs die um 10 Prozent reduzierte Leistungsfähigkeit nicht. Die Festlegung der Arbeitsfähigkeit auf 90 Prozent erfasse nur einen erhöhten Pausenbedarf. Zusätzlich müsse berücksichtigt werden, dass sie nur noch körperlich leichte Hilfsarbeiten ausüben könne. Das Anforderungsprofil einer leidensangepassten Tätigkeit sei nicht ohne Weiteres mit betrieblichen Abläufen vereinbar, was wiederum zu einer Lohneinbusse führe. Ebensowenig habe die Vorinstanz berücksichtigt, dass sie, die Beschwerdeführerin, an schubweise auftretenden starken Beschwerden (Schmerzen) leide. Aufgrund entsprechend schwer kalkulierbarer Absenzen sei der "Leidensabzug" ebenfalls zu erhöhen. Mit Blick auf die gesamten Umstände sei der Tabellenlohn um mindestens 20 Prozent herabzusetzen.