Citation: 9C_258/2018 E. 4.2.2

4.2.2. Daran vermögen die Ausführungen des Rheumatologen Dr. med. B.________ im Bericht vom 10. Februar 2017 nichts zu ändern. Er erhob zwar den Verdacht auf eine somatoforme Schmerzstörung, ohne diese Diagnose aber näher zu erläutern. Selbst wenn indessen bei der Beschwerdeführerin lege artis eine Schmerzstörung diagnostiziert werden könnte, erscheint diese in casu überwiegend wahrscheinlich ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: Der Hausarzt Dr. med. C.________ erachtete die somatoformen Beschwerden als ohne Relevanz für das Verfahren der Invalidenversicherung. Im gleichen Sinne scheint dies auch Dr. med. B.________ im Bericht vom 26. Oktober 2016 noch beurteilt zu haben. Weshalb er wenige Monate später eine andere Einschätzung abgab (vgl. Bericht vom 10. Februar 2017), kann nicht nachvollzogen werden, ist eine Veränderung der gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin doch nicht ersichtlich. Es ist zudem ohne Weiteres erkennbar, dass die somatoformen Beschwerden der Beschwerdeführerin keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben. Die Beschwerdeführerin war in der Vergangenheit durchaus in der Lage, mit diesen gesundheitlichen Problemen, welche seit etwa 2014 in Erscheinung getreten sind, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen (100%ige Arbeitsfähigkeit bis 3. Juli 2016). Anhaltspunkte, wonach die allfällige Schmerzstörung von hinreichender Schwere wäre, um zu einer Reduktion der Arbeitsfähigkeit zu führen, bestehen somit nicht. Gegen eine schwere psychische Erkrankung spricht überdies, dass die Beschwerdeführerin nicht in psychiatrischer Behandlung steht, und die behandelnden Ärzte ihr ausweislich der Akten eine solche auch nicht empfohlen haben. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz kann zwar nicht bestätigt werden, dass keine Hinweise für ein unklares Beschwerdebild gemäss BGE 141 V 281 vorliegen. Mit Dr. med. C.________ und dem RAD müsste aber - selbst wenn ein solches zu diagnostizieren wäre - überwiegend wahrscheinlich eine dadurch bedingte Arbeitsunfähigkeit verneint werden. Nachdem aufgrund der medizinischen Berichte keine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen ist, erweist sich die Prüfung der Standardindikatoren im Rahmen eines strukturieren Beweisverfahrens als entbehrlich (Urteile 9C_120/2017 vom 13. März 2018 E. 3.2 und 9C_14/2018 vom 12. März 2018 E. 2.1).