Citation: 8C_369/2021 E. 5.2.2

5.2.2. Die Vorinstanz führte nämlich zutreffend aus, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen der Hospitalisation in der Klinik H.________ vom 6. Februar bis 21. März 2018 angab, in der Zeit vor dem Eintritt keine Missbrauchs-Symptome mehr gehabt zu haben. Sie habe als Jugendliche und junge Erwachsene stark an diesen Symptomen gelitten (vgl. Austrittsbericht der Klinik H.________ vom 3. April 2018). Weiter erwog die Vorinstanz, in diesem Bericht fänden sich keine Hinweise, ob sich die in diesem Zusammenhang diagnostizierte PTBS auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auswirke. Gemäss diesem Bericht liege aber eine leichte Form der PTBS vor. Es sei auch keine längerfristige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden, sondern nur seit der Hospitalisation bis 4. April 2018. Zudem entsprächen die durch die Klinik H.________ formulierten Einschränkungen denjenigen, die im asim-Gutachten festgehalten worden seien. Es könne somit davon ausgegangen werden, dass sich die leichte PTBS nicht auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auszuwirken vermöge. Im gleichen Sinn habe der RAD-Arzt Dr. med. E.________ in der Stellungnahme von 31. Oktober 2018 festgehalten, abgesehen von der kurzen Phase vollständiger Arbeitsunfähigkeit während der Hospitalisation in der Klinik H.________ könne auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im asim-Gutachten vom 12. Dezember 2016 abgestellt werden (zur Aufgabe des RAD, die funktionelle Leistungsfähigkeit der versicherten Person zu beurteilen vgl. Art. 59 Abs. 2 und 2 bis IVG; Art. 49 IVV; BGE 137 V 210 E. 1.2.1, 135 V 254 E. 3.3.2). Mit diesen schlüssigen vorinstanzlichen Erwägungen setzt sich die Beschwerdeführerin nicht substanziiert auseinander. Soweit sie sich auf den Bericht des Dr. med. I.________ und der Psychologin G.________ vom 31. Mai 2020 beruft, ist dem entgegenzuhalten, dass behandelnde Arzt- bzw. Therapiepersonen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen, weshalb ihre Berichte mit Vorbehalt zu würdigen sind (BGE 135 V 465 E. 4.5). Dieser Bericht vermag keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit des asim-Gutachtens aufzuzeigen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4) und keine auch nur geringen Zweifel an der Einschätzung des Dr. med. E.________ zu erwecken (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65). Insgesamt erscheint es somit weder als offensichtlich unrichtig noch sonstwie als bundesrechtswidrig, wenn die Vorinstanz zum Schluss kam, die Missbrauchsproblematik bzw. die damit einhergehende PTBS führe nicht zu einer Erhöhung der im asim-Gutachten festgestellten Arbeitsunfähigkeit.