Citation: 8C_175/2007 06.10.2008 E. 3.3

3.3.1 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, das Spital A.________ habe im Gutachten vom 30. Juli 2003 und im Bericht vom 14. September 2004 ein Kontaktekzem mit eigengesetzlichem Verlauf diagnostiziert. Im zweiten Bericht hätten die Ärzte ein atopisches Ekzem ausgeschlossen. Auch Dr. med. F.________ habe das jetzige Ekzem als eigengesetzlichen Verlauf einer bei der Arbeit entwickelten Sensibilisierung gegen Metaxylendiamin beurteilt. Das gegenteilig, im Sinne eines atopischen Ekzems, lautende Gutachten des Spitals C.________ vom 18. Oktober 2005 werde den Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Stellungnahme nicht gerecht. Dr. med. G.________ vertrete denn auch die Auffassung, die Ursache für das Ekzem sei offen. Dr. med. R.________ habe in seiner Beurteilung vom 6. November 2006 insbesondere das Gutachten und den Bericht des Spitals A.________ nicht hinreichend gewürdigt. 3.3.2 Die SUVA stellt sich auf den Standpunkt, das im Jahr 2001 aufgetretene berufsbedingte Kontaktekzem sei praktisch abgeheilt, nachdem der Versicherte den schädigenden Stoffen nicht mehr ausgesetzt war. Die in der Folge ohne Stoffexposition aufgetretenen Hautprobleme seien ärztlicherseits zunächst auf das berufsbedingte Kontaktekzem zurückgeführt und mit einem eigengesetzlichen Verlauf erklärt worden. Im Laufe der weiteren Krankheitsentwicklung hätten sich indessen immer mehr Merkmale gezeigt, welche auf eine berufsfremde Erkrankung hinwiesen. So seien dem zur Diskussion stehenden Kontaktekzem chronisch rezidivierende Verläufe fremd, die aufgetretene Lichtsensibilisierung, welche auch die Augen befallen habe, spreche gegen ein berufsbedingtes, eigengesetzliches Kontaktekzem und die im Jahr 2004 aufgetretenen Hautveränderungen in der Ellenbeuge stellten einen klassischen Befund für eine atopische Dermatitis dar. Die Diagnose des Spitals A.________ im Jahr 2003 sei rückblickend als vorläufige Arbeitshypothese zu verstehen, welche aber durch den weiteren Verlauf der Krankheit widerlegt worden sei. Die neuen Untersuchungswerte des Spitals A.________ vom Oktober 2005, welche von den früheren Ergebnissen erheblich abwichen, belegten zweifelsfrei eine klassische atopische (endogene) Dermatitis, welche sich bei den Untersuchungen als Schub manifestiert habe. Damit habe die weitere Krankheitsentwicklung unmissverständlich eine endogene Ursache bestätigt und frühere Vermutungen eines kausalen Zusammenhangs zu den berufsbedingten Stoffexpositionen des Jahres 2001 widerlegt. 3.3.3 Die SUVA hat im Verlauf der Abklärungen zunächst das Spital A.________ (Gutachten vom 30. Juli 2003) und später das Spital C.________ (Gutachten vom 18. Oktober 2005) mit einer Expertise beauftragt, welche insbesondere klären sollte, inwieweit die aktuell vorhandenen Ekzeme durch den Kontakt mit der unter den Listenstoff Alkylamine fallenden Substanz Metaxylendiamin verursacht wurde. Die beiden Institute gelangen zu gegensätzlichen Ergebnissen: Während das Spital A.________ eine derartige Verursachung bejaht, verneint das Spital C.________ einen Zusammenhang und interpretiert die Symptome stattdessen im Rahmen eines atopischen Ekzems. Nach der Ansicht der SUVA, welche gestützt wird durch die Beurteilung von Dr. med. R.________ vom 6. November 2006, hat der weitere Verlauf nach der Erstattung des ersten Gutachtens zusätzliche Erkenntnisse geliefert. Diese hätten es den Gutachterinnen des Spital C.________ ermöglicht, in Kenntnis der früheren Befunde die zuverlässige Diagnose eines generalisierten exazerbierten Ekzems bei Atopie zu stellen. Dem Gutachten vom 18. Oktober 2005 ist jedoch nicht zu entnehmen, inwiefern die früheren, gegenteilig lautenden Stellungnahmen Berücksichtigung fanden. Gemäss der einleitenden Bemerkung wurde die Expertise gestützt auf die Hospitalisation vom 29. September bis 4. Oktober 2005 verfasst. Sie enthält keine explizite Auseinandersetzung mit den Vorakten. Verschiedene zunächst in Aussicht genommene Tests konnten zudem nicht durchgeführt werden. Es handelt sich dabei um diejenigen Untersuchungen, aufgrund welcher das Spital A.________ in seinem Bericht vom 14. September 2004 ein atopisches Ekzem verneint hatte. Unter diesen Umständen kann dem Gutachten des Spitals C.________ kein voller Beweiswert zuerkannt werden. Die Stellungnahme von Dr. med. R.________ vom 6. November 2006 liefert zwar eine nachvollziehbare Erklärung für die abweichenden Einschätzungen in den beiden Expertisen und den weiteren ärztlichen Stellungnahmen; sie vermag jedoch ihrerseits nicht den Nachweis für das Vorliegen eines atopischen Ekzems zu liefern. Damit ist der rechtserhebliche Sachverhalt nicht hinreichend geklärt. Da die SUVA bereits zwei Expertisen eingeholt hat, welche zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangten, lässt sich die erforderliche beweismässige Klärung nur durch ein Gerichtsgutachten erreichen. Die Sache ist an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie ein solches einhole und anschliessend über die Beschwerde neu entscheide.