Citation: I 125/07 30.10.2007 E. 4

Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, den Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig resp. unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt zu haben. Dem kann aus nachstehenden Erwägungen nicht gefolgt werden. 4.1 Die von Dr. med. G.________ vorgenommene Einschätzung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin und der ihr zumutbaren Tätigkeit erfolgte in Kenntnis der massgebenden Akten und nach entsprechender Untersuchung der Beschwerdeführerin. Daran vermag auch das erst später am 25. Januar 2005 im Paraplegikerzentrum Y.________ erstellte MRI nichts zu ändern. Einerseits handelt es sich dabei um eine Befunderhebung durch die Ärzte, welche die Beschwerdeführerin betreuen; es ist somit die Erfahrungstatsache zu berücksichtigen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353). Andererseits wird von Dr. med. G.________ eine richtunggebende Verschlimmerung im AC-Gelenk nicht negiert, sondern vielmehr festgehalten, dass diese korrekt therapiert worden und nicht mehr behandlungsbedürftig sei. Die Ärzte des Paraplegikerzentrums Y.________ stellen in Übereinstimmung mit Dr. med. G.________ eine recht kräftige Schultergelenksmuskulatur fest, was darauf schliessen lässt, dass die Beschwerdeführerin diese nicht in dem von ihr angegebenen Ausmass schont. 4.2 Nicht nachvollziehbar ist, was die Beschwerdeführerin aus der von ihr bei der Vorinstanz eingereichten Zusammenstellung der Diagnosen und der behandelnden Ärzte ableiten will. Sowohl die Expertise von Dr. med. G.________ wie auch die Abklärung der BEFAS-Gutachter wurden unter umfassender Kenntnis der Krankengeschichte erstellt. Es würde das im Sozialversicherungsverfahren massgebende Untersuchungsprinzip sprengen, wenn die Beschwerdegegnerin jedem Einwand und jedem Vorbringen der Beschwerdeführerin nachgehen müsste. Vielmehr sind in Anwendung von Art. 43 ATSG lediglich die notwendigen Abklärungen vorzunehmen (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, N 11 ff. zu Art. 43). Die Beschwerdegegnerin hat nun nicht etwa allein auf das vom Unfallversicherer eingeholte Gutachten des Dr. med. G.________ abgestellt, sondern zusätzlich noch eine umfassende berufliche Abklärung veranlasst. Diese Erhebungen sind für die Entscheidfindung hinreichend und es muss nicht wegen des Umstands, dass der Unfallversicherer offenbar noch eine zusätzliche polydisziplinäre Begutachtung veranlasst hat, nun auch im Verfahren um die Zusprechung von Leistungen der Invalidenversicherung ein gleiches Gutachten ergänzend eingeholt werden. 4.3 Allein aufgrund des diskreten Verdachts einer dissoziativen Störung und der Feststellung, dass die kognitive Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin sich am unteren Rande des Durchschnitts bewege, wie im Abklärungsbericht der BEFAS (S. 7 und 8) angeführt wird, ist nicht auf die Notwendigkeit des Einholens von Gutachten in den Fachgebieten der Neurologie und der Psychiatrie zu schliessen. Vielmehr ist wesentlich, dass bei der Beschwerdeführerin die klinischen Befunde kaum vereinbar sind mit den massiven Schmerzangaben. Aus diesem Grund kann den BEFAS-Gutachtern auch nicht vorgeworfen werden, dass die Arbeitsversuche gemäss Darstellung der Beschwerdeführerin nur halbtags erfolgt seien. Dass die Abklärung durch die zahlreichen Absenzen erschwert wurde, ist auch im Bericht der BEFAS selber festgehalten. Es wird jedoch nicht angeführt, dass dadurch eine Beurteilung der Leistungsfähigkeit der Versicherten verunmöglicht worden wäre. Letztlich hat es auch die Beschwerdeführerin selber zu verantworten, wenn es nach ihrer Auffassung nicht zu einem ganztägigen Arbeitsversuch gekommen war, weil sie sich als krank abmeldete und sich zur Behandlung in das Paraplegikerzentrum Y.________ resp. in Spitalpflege begab. Es ist auch nicht aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin, welche damals bereits anwaltlich vertreten war, auf eine längere Dauer der Abklärung bei der BEFAS gedrängt hätte. 4.4 Die Beschwerdeführerin rügt des Weiteren, sowohl Dr. med. G.________ wie auch die Gutachter der BEFAS seien befangen. Dr. med. G.________ wird der Befangenheit bezichtigt, weil er die Beschwerdeführerin als Simulantin betrachte. Eine solche Aussage kann jedoch dem von ihm erstellten Gutachten nicht entnommen werden. Das Festhalten des Auseinanderklaffens der objektiven Befunde und der subjektiven Wahrnehmung der Beschwerdeführerin selbst kann nicht zu einem Befangenheitsvorwurf führen, wenn dies, wie vorliegend, sachlich begründet ist. Insbesondere wurde dies nicht nur von Dr. med. G.________, sondern auch im Rahmen der BEFAS-Abklärung beobachtet. Das Vorhandensein einer recht kräftigen Schultergelenksmuskulatur wurde im Übrigen auch im erwähnten Bericht des Paraplegikerzentrums Y.________ beschrieben (vgl. oben Ziffer 4.1). Ebenso wenig lässt sich der Befangenheitsvorwurf gegen die BEFAS-Gutachter begründen, weil diese sich angeblich einseitig nur beim Spital Z.________, gegen welches Arzthaftungsansprüche geltend gemacht würden, orientiert haben. Wenn man die Angaben auf Seite 5 des BEFAS-Abklärungsberichtes konsultiert, wird klar, dass der Vorwurf der einseitigen Erkundigung beim Spital Z.________ nicht zutrifft, sondern dass dieser Bericht in umfassender Aktenkenntnis ausgearbeitet wurde. Die Beschwerdeführerin will offensichtlich einzig die Aussagen der sie im Paraplegikerzentrum Y.________ behandelnden Ärzte als richtig anerkennen. Jedoch ist darauf hinzuweisen, dass Dr. med. S.________ und Dr. med. H.________ vom Paraplegikerzentrum Y.________ in ihrem Bericht vom 15. September 2004 gerade keine Aussagen zum Ausmass der Einschränkung der beruflichen Tätigkeit gemacht haben. In diesem Bericht vom 15. September 2004 wurden im Übrigen vor allem die Wahrnehmungen der Beschwerdeführerin selber geschildert, währendem aus den erhobenen Befunden keine konkreten Schlüsse gezogen wurden. Das Abstellen der Beschwerdegegnerin resp. der Vorinstanz auf die Erkenntnisse der BEFAS ist somit nicht zu beanstanden.