Citation: 8C_278/2020 E. 6.2

6.2. Die Begründung der Vorinstanz ist ausreichend, auch wenn sie nicht auf die einzelnen Positionen eingegangen ist (vgl. BGE 143 IV 453 E. 2.5.3 S. 457). Insbesondere ist sie im Ergebnis vertretbar. Weder der Sachverhalt in der Hauptsache noch die daraus umstrittenen Rechtsfragen stellten besondere Anforderungen an Kenntnisse und Fähigkeiten eines im Sozialversicherungsrecht tätigen Rechtsanwalts, was auch der Beschwerdeführer nicht in Abrede stellt. Wenn die Vorinstanz von einem nicht überdurchschnittlichen Fall spricht, der mit einem Honorar von Fr. 1900.-, inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer, zu entschädigen ist, kann dies nicht als unhaltbar qualifiziert werden. Der Betrag von Fr. 1696.70 (Honorar exklusiv Auslagen und MwSt.) entspricht bei einem Mindeststundenansatz für unentgeltliche anwaltliche Vertretung von Fr. 180.- einem Zeitaufwand von ca. 9,5 Stunden. Der geltend gemachte Aufwand wurde demnach um ca. 3,5 Stunden oder etwas mehr als 25 % herabgesetzt. Dabei durfte das kantonale Gericht gestützt auf § 8 AnwT dem Umstand Rechnung tragen, dass der Beschwerdeführer die Versicherte bereits im Einspracheverfahren vertreten hatte (vgl. auch SVR UV Nr. 24 S. 75, 8C_354/2015 E. 9.3; Urteil 8C_426/2018 vom 10. August 2018 E. 5.3). Gemäss dieser Bestimmung beträgt die Entschädigung des Anwaltes im Rechtsmittelverfahren je nach Aufwand 50-100 % des nach den Regeln für das erstinstanzliche Verfahren berechneten Betrags. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers erscheint es nicht als unhaltbar, dass die Vorinstanz § 8 AnwT auch im Sozialversicherungsverfahren zur Anwendung bringt. Es mag zwar zutreffen, dass diese Bestimmung auf Zivilverfahren zugeschnitten ist, gemäss § 8a Abs. 3 AnwT gelten die §§ 3 Abs. 1 lit. b und 6 ff. AnwT - und damit auch § 8 AnwT - aber sinngemäss auch in Verwaltungsverfahren, die das Vermögen der Parteien weder direkt noch indirekt beeinflussen und wo das Bundesrecht die Berücksichtigung des Streitwerts (vgl. Art. 61 lit. g ATSG) untersagt (vgl. auch § 10 AnwT). Im Übrigen begründete der Beschwerdeführer seinen ausgewiesenen Mehraufwand im Vergleich zur Pauschale mit keinem Wort. Dass er keine Kenntnis davon gehabt hätte, auf welchen Pauschalbetrag die Vorinstanz die Grundentschädigung bei durchschnittlichen Verfahren der fraglichen Art praxisgemäss festsetzt, macht er nicht geltend (vgl. Urteil 5D_163/2019 vom 24. Februar 2020 E. 6.3).