Citation: 1P.651/2004 17.01.2005 E. A

Der Wildbach Saltina fliesst aus der Bergregion südlich von Brig-Glis bis zum Rotten (Rhône). Nach Durchqueren der Saltinaschlucht windet er sich auf dem relativ flachen Gebiet "Grindji" bis zur Sperre bei der Napoleonsbrücke. Von dieser aus fällt der Bach über verschiedene Schwellen in Richtung Brig-Glis. Die Saltina trat schon oft über die Ufer und richtete in Brig Schäden an, das letzte Mal in verheerender Weise im September 1993. Nach dieser Unwetterkatastrophe liess der Krisenstab der Gemeinde Brig-Glis gemäss den Empfehlungen der Fachstellen im Gebiet "Grindji" im Laufe des Jahres 1994 vorerst rund 20'000 m3 Geschiebematerial ausräumen. Im Februar 1995 legte die Gemeinde Brig-Glis das Gesamtkonzept "Hochwasserschutz Saltina" öffentlich auf und unterbreitete dem Walliser Staatsrat das Teilprojekt "Geschiebebewirtschaftung im Grindji" zur Genehmigung. Dieses sah als dringliche Sofortmassnahme zur Schaffung von Geschiebeauffangräumen einen weiteren Abtransport von Schwemmmaterial zwischen der Saltinaschlucht und der Sperre bei der Napoleonsbrücke in der Grössenordnung von 90'000 m3 vor. Gleichzeitig benachrichtigte die Gemeinde die Eigentümer der im fraglichen Gebiet liegenden Grundstücke, dass für das Hochwasserschutz-Projekt ein Enteignungsverfahren durchgeführt werden solle.