Citation: BGE 150 II 244 E. 4.2.1

Fehlerhafte Entscheide sind nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung in der Regel nur anfechtbar. Als nichtig erweisen sie sich erst dann, wenn der ihnen anhaftende Mangel besonders schwer ist, wenn er sich als offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar erweist und die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird (BGE 149 IV 9 E. 6.1; BGE 148 II 564 E. 7.2; BGE 147 III 226 E. 3.1.2; BGE 146 I 172 E. 7.6). Inhaltliche Mängel einer Entscheidung führen nur ausnahmsweise zur Nichtigkeit. Als Nichtigkeitsgründe fallen vorab funktionelle und sachliche Unzuständigkeit der entscheidenden Behörde sowie krasse Verfahrensfehler in Betracht (BGE 145 III 436 E. 4; BGE 139 II 243 E. 11.2; BGE 138 II 501 E. 3.1; BGE 129 I 361 E. 2.1; vgl. auch BGE 149 IV 9 E. 6.1; BGE 148 II 564 E. 7.2).