Citation: 6B_569/2018 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, das von der Beschwerdeführerin aufgenommene Foto halte die Tatsache fest, dass sich der Privatkläger 3 zum Zeitpunkt der Aufnahme zusammen mit dem Privatkläger 1 in dessen Garten aufhielt. Der Gartenbereich stelle einen Schutzbereich dar. Da dem Privatkläger 1 das Einfamilienhaus U.________ im Eheschutzverfahren zu Nutzen und Gebrauch zugewiesen worden sei, habe er sich, als er sich in seinem Garten befunden habe, unabhängig davon, dass die Beschwerdeführerin Miteigentümerin des Hauses sei, im geschützten Privatbereich befunden. Der Privatkläger 3 habe im Garten des Privatklägers 1 das Gastrecht genossen und auf den Schutz dessen Hausfriedensrechts vertrauen dürfen. Nach den gesellschaftlich anerkannten Sitten werde durch eine Fotoaufnahme ohne Zustimmung der Betroffenen im Hausfriedens- bzw. Schutzbereich eines Gastgebers das "rechtlich-moralische Hindernis" überschritten. Die Beschwerdeführerin habe ferner um die fehlende Einwilligung der Betroffenen gewusst, zumal sie selber zugegeben habe, dass sie gebeten worden sei, das aufgenommene Foto zu löschen (angefochtenes Urteil Ziff. 5.2.5 S. 22).