Citation: I 488/05 21.09.2005 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf die beantragte Eingliederungsmassnahme hat oder ob das Leistungsbegehren zu Recht abgewiesen wurde. 2.1 Das kantonale Gericht hat in sorgfältiger und überzeugender Würdigung sämtlicher in den Akten liegender Berichte und Gutachten zutreffend festgehalten, die Tätigkeit als Primarlehrer sei für den Beschwerdeführer angesichts seiner Gehbehinderung zwar etwas eingeschränkt, aber dennoch ohne weiteres möglich, weshalb kein Anspruch auf Ausbildungsmassnahmen nach Art. 16 IVG bestehe. Zudem verfüge der Versicherte über ein Handelsdiplom VSH, sodass ihm zuzumuten sei, die neben dem Lehrerberuf erworbenen Fähigkeiten in Tätigkeiten in Verwaltung oder Wirtschaft zu verwerten. Es sei nicht zu verkennen, dass auch diese Arbeitsmöglichkeiten wegen baulichen Gegebenheiten eingeschränkt wären. Der Beschwerdeführer wäre aber bei der Stellensuche als Sportwissenschafter noch bedeutend mehr eingeschränkt als bei allen ihm bereits offen stehenden Möglichkeiten. Da der Einkommensvergleich nach Heranziehen der Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) keine Invalidität ergebe, sei der abweisende Entscheid auch unter diesem Aspekt nicht zu beanstanden. Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid kann hinsichtlich der Begründung vollumfänglich verwiesen werden. 2.2 Demgegenüber macht der Beschwerdeführer in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erstmals geltend, die Vorinstanz habe die bestehende medizinische Situation verkannt und sei daher von einem unzutreffenden Sachverhalt ausgegangen. Die Paraplegie gehe mit einer Störung der Blasen- und Darmentleerung einher. Zusätzlich bestehe die Tendenz zu wiederholten Druckschäden der Haut im Gesässbereich. Bedingt durch die zeitlich aufwendige Blasen- und Darmentleerung, welche nicht in der Zeit, die während Pausen zwischen zwei Lektionen zur Verfügung steht, erfolgen könne, sei es ihm nicht möglich, feste Zeiten einzuhalten, was indes im Beruf als Lehrer unumgänglich sei. Zudem müsse er sich wegen sonst auftretenden Dekubitusproblemen zur Entlastung der Gesässhaut regelmässig während 15 bis 20 Minuten hinlegen, was die Ausübung des Primarlehrerberufs ebenfalls nicht zulasse. Auch bei Tätigkeiten im privaten Dienstleistungsbereich oder bei der öffentlichen Verwaltung müsste die Dekubitusprophylaxe beachtet werden, was die möglichen Tätigkeiten in diesen Gebieten offensichtlich ebenfalls einschränken würde. Nur wenn er sein Ausbildungsziel erlangen könne, sei mit einer Ausschaltung oder Minimierung der mit der Behinderung einhergehenden Schwierigkeiten zu rechnen, weil der Beruf des Sportwissenschafters, wie dies aus der beiliegenden Bestätigung des Dr. med. H.________ von der Klinik A.________ vom 20. Juni 2005 hervorgehe, sehr breit gefächert sei und ihm dadurch die Möglichkeit geboten wäre, eine vollzeitige Tätigkeit auszuüben, ohne dass sich seine behinderungsbedingten Einschränkungen auswirken würden. 2.3 Diese Argumentation vermag den kantonalen Entscheid nicht in Frage zu stellen. Die Einwände des Beschwerdeführers widersprechen der Aktenlage insofern, als bereits in einem ergotherapeutischen Bericht des Spitals Y.________ vom 30. Mai 2000 davon ausgegangen wurde, der Beschwerdeführer würde den Beruf des Primarschullehrers ausüben, wobei darin auch auf die ganztägige Benutzung des Rollstuhls hingewiesen wurde. In einem Abschlussbericht des Zentrums zur Berufsfindung vom 11. Juli 2000 wurde die Aufnahme der Primarlehrertätigkeit sodann konkret besprochen, ohne dass dabei Probleme mit der Blasen- und Darmentleerung oder Dekubitusprobleme erwähnt worden wären. Die gleiche Schlussfolgerung ist von den Ausführungen des Beschwerdeführers selbst in seiner vorinstanzlichen Beschwerde abzuleiten. Daraus geht hervor, dass er nach Erwerb des Primarlehrerpatents Praktika in drei Schulen absolviert hatte. Diese Lehrertätigkeit war nach seinen Aussagen nicht wegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemachten Beeinträchtigungen mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden, sondern weil die betroffenen Schulhäuser gar nicht oder nur sehr beschränkt rollstuhlgängig waren. Schliesslich wurde im vorinstanzlichen Verfahren argumentiert, das abgeschlossene Universitätsstudium würde ihm ermöglichen, auch an Mittelschulen zu unterrichten, was eine wesentliche Erweiterung des in Frage kommenden Stellenmarktes bedeute. Obwohl dies ohne weiteres zutreffen mag, ist nicht einzusehen, aus welchem Grund der Versicherte bei der Ausübung dieser Lehrtätigkeit überhaupt nicht oder weniger mit den selben Schwierigkeiten bei Blasen- und Darmentleerung sowie mit Dekubitusproblemen konfrontiert wäre. 2.4 Aus dem Gesagten ist mit der Vorinstanz zu schliessen, dass der Beschwerdeführer, nachdem er die Primarlehrerausbildung erfolgreich abschliessen konnte, auch in der Lage ist, den erlernten Beruf tatsächlich auszuüben. Der kantonale Entscheid ist demzufolge rechtens.