Citation: I 604/00 07.05.2001 E. 5

5.- a) Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch erzielbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 126 V 76 Erw. 3b/aa mit Hinweisen). Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, ist das Invalideneinkommen regelmässig gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) zu ermitteln (vgl. BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb). b) Gemäss dem Arbeitgeberbericht vom 31. Juli 1998 erzielte die Beschwerdeführerin von Januar bis Juli 1998 bei einem Pensum von durchschnittlich rund 40 % ein Einkommen von Fr. 16'106.-, was einem Jahreslohn von Fr. 27'610.- respektive, unter Berücksichtigung der allgemeinen Lohnerhöhung von 0,2 % bis 1999, Fr. 27'665.- entspricht. Die Gegenüberstellung dieses Betrags und des Valideneinkommens von Fr. 76'886.- ergibt einen Invaliditätsgrad von 64 %, der einen Anspruch auf eine halbe Rente begründet. Ob die Voraussetzungen, um das hypothetische Invalideneinkommen im Zeitpunkt des Verfügungserlasses im Jahr 1999 auf dieser Grundlage zu bestimmen, erfüllt sind, ist fraglich, kann aber offen bleiben, da das Abstellen auf die Tabellenlöhne zu keinem anderen Ergebnis führt: Der Zentralwert des Einkommens der im Gesundheits- und Sozialwesen mit Tätigkeiten, welche Berufs- und Fachkenntnisse voraussetzen (Anforderungsniveau 3), beschäftigten Frauen belief sich im Jahr 1998 auf Fr. 4953.- pro Monat oder Fr. 59'436.- pro Jahr (LSE 1998 S. 25 Tabelle A1). Wird dieser Wert, der auf einem Wochenpensum von 40 Stunden beruht, auf die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden hochgerechnet (vgl. Die Volkswirtschaft 1999 Heft 12, Anhang S. 27 Tabelle B9.2) und zusätzlich die Lohnerhöhung von 0,2 % berücksichtigt, resultiert ein Verdienst von Fr. 62'384.- bei einem Vollpensum oder Fr. 31'192.- bei einem (der Arbeitsfähigkeit entsprechenden) Pensum von 50 %. Wird dieser Betrag, um einer allfälligen, durch die behinderungsbedingten Einschränkungen bewirkten Lohneinbusse Rechnung zu tragen, um 10 % reduziert (vgl. BGE 126 V 79 f. Erw. 5b), ergibt sich ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 28'073.-, sodass bei einem Valideneinkommen von Fr. 76'886.- ein Invaliditätsgrad von 63,5 % resultiert. Die Voraussetzungen für die revisionsweise Erhöhung der halben auf eine ganze Rente sind damit nicht erfüllt.