Citation: I 575/05 05.12.2005 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zur Bedürftigkeit als eine der Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung, wie sie Art. 61 lit. f ATSG zu Grunde liegt, zutreffend dargelegt (vgl. auch BGE 128 I 232 Erw. 2.5.1, 127 I 205 Erw. 3b, 125 IV 164 Erw. 4a). Darauf wird verwiesen. 3.2 Die Vorinstanz stellte den Einnahmen der vermögenslosen Beschwerdeführerin von Fr. 2895.- (IV- und UVG-Renten) Ausgaben von Fr. 2387.- (betreibungsrechtlicher Grundbetrag für eine alleinstehende Person mit Haushaltgemeinschaft; Wohnungskosten; Energiekosten; Telefon-/Televisionsgebühren; Mindestbetrag für Nichterwerbstätige an die AHV; Krankenkassenprämien; prozessualer Zuschlag ["Freibetrag"]) gegenüber. Die die Einnahmen den prozessualen Notbedarf um Fr. 508.- monatlich überstiegen, verneinte das kantonale Gericht die Bedürftigkeit. 3.3 Die Beschwerdeführerin macht wie schon im kantonalen Verfahren einen "durchschnittlichen Selbstbehalt pro Monat von mindestens Fr. 90.20" geltend. Die Vorinstanz hat, ohne Gründe zu nennen oder weitere Abklärungen zu treffen, neben der Krankenkassenprämie keine weiteren Auslagen für Arztbesuche, Medikamente oder Spitalaufenthalte berücksichtigt. Damit hat sie den Sachverhalt unvollständig festgestellt (vgl. Erw. 2.1). Den Unterlagen ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung (Schlafstörungen, Albträume, paranoide Ängste) in medizinischer Behandlung steht (Bericht des Dr. med. et lic. phil. M.________, Allgemeinmedizin, vom 13. April 2004). Im letztinstanzlichen Verfahren werden zudem Rechnungen für weitere ärztliche Leistungen im Betrag von Fr. 2917.85 aufgelegt. Unter diesen Umständen ist nicht auszuschliessen, dass die Beschwerdeführerin zusätzlich zu den Prämien die mit der Krankenkasse vereinbarte Franchise von Fr. 1500.- sowie den jährlichen Höchstbetrag des Selbstbehalts von Fr. 700.- (Art. 64 Abs. 3 KVG in Verbindung mit Art. 103 Abs. 2 KVV) zu tragen hat. Umgerechnet auf einen Monat ergibt sich ein Betreffnis von Fr. 183.-, welches ausgabenseitig in Rechnung zu stellen ist. 3.4 Die Beschwerdeführerin bringt sodann erneut vor, sie bedürfe wegen ihres psychischen Leidens, insbesondere der immer wieder auftretenden Ängste, dauernder Betreuung und stehe deshalb in häufigem telefonischen Kontakt mit ihrem erwerbstätigen Konkubinatspartner. Es seien daher Telefonkosten von Fr. 300.- monatlich ungekürzt in die Bedarfsrechnung einzusetzen. Vorab ist festzuhalten, dass der zur Untermauerung dieses Vorbringens eingereichte Bericht des Dr. med. et lic. phil. M.________ vom 29. August 2005 bereits im kantonalen Verfahren hätte eingeholt und der Vorinstanz vorgelegt werden können, weshalb es sich um ein unzulässiges Novum handelt (vgl. Erw. 2.2). Selbst wenn dieses Beweismittel zu berücksichtigen wäre, ist indes damit eine krankheitsbedingte Notwendigkeit im geltend gemachten Kostenumfang zu telefonieren, nicht ausgewiesen. Im Rahmen des prozessualen Zwangsbedarfs soll dem Gesuchsteller ein normales und bescheidenes Leben ermöglicht werden (vgl. RKUV Nr. KV 119 S. 155 Erw. 2 mit Hinweisen). In Beachtung dieses Grundsatzes ist die vorinstanzliche Festlegung der Kommunikationskosten (Telefon- und Televisionsgebühren) auf Fr. 100.- monatlich im Lichte von Art. 105 Abs. 2 OG nicht zu beanstanden. 3.5 Werden nach dem Gesagten die Ausgaben um den Betrag von Fr. 183.- nach oben korrigiert, ergibt sich immer noch ein Überschuss von Fr. 325.-, welcher es der Beschwerdeführerin erlaubt, die Anwaltskosten innert angemessener Frist zu tilgen. Weitere Betreuungs- oder Pflegekosten sind nicht ausgewiesen.