Citation: 1B_244/2009 22.09.2009 E. 3

Bei der Untersuchungshaft gilt - wie bei den übrigen Haftarten -, dass sie nur als ultima ratio angeordnet oder aufrechterhalten werden darf. An ihrer Stelle sind daher nach dem Verhältnismässigkeitsprinzip eine oder mehrere Ersatzmassnahmen zu verfügen, wenn und solange sich der Haftzweck auch auf diese Weise erreichen lässt (BGE 133 I 270 E. 3.3.1 S. 279 f.). Als Ersatzmassnahmen sind namentlich Sicherheitsleistung, Schriftensperre, regelmässige persönliche Meldung bei einer Amtsstelle sowie Weisungen zum Aufenthaltsort oder zu therapeutischer Begleitung vorgesehen (§ 78 ff. StPO/AG). 3.1 Die Vorinstanz erwägt, angesichts der Schwere der Delinquenz des Beschwerdeführers und der hohen Fluchtgefahr seien Massnahmen wie Schriftensperre oder Meldepflicht ungenügend. Dieser Gefahr könne wegen der Mittellosigkeit des Beschwerdeführers auch nicht mit einer von ihm zu erbringenden Sicherheitsleistung begegnet werden. Dass ihn eine von Drittpersonen geleistete Kaution hinreichend von einer Flucht abzuhalten vermöchte, sei nicht anzunehmen. 3.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, eine Sicherheitsleistung stelle vorliegend ein geeignetes Mittel dar. Da er zu seiner Familie ein vertrautes, enges Verhältnis habe, würde er den entsprechenden Betrag seinen Angehörigen wieder zurückbezahlen. 3.3 Mit seiner rudimentären Entgegnung vermag der Beschwerdeführer die Auffassung der Vorinstanz, dass Ersatzmassnahmen vorliegend ungenügend seien, nicht zu entkräften. Massgebend ist zudem nicht, ob der Beschwerdeführer den Angehörigen eine von ihnen geleistete Kaution wieder zurückbezahlen würde, sondern ob ihn eine solche Leistung wirksam von einer Flucht abhalten würde.