Citation: 5A_259/2019 E. 4.3.3

4.3.3. Zu den inhaltsbestimmenden gewöhnlichen Bedürfnissen im Zeitpunkt der Begründung der Dienstbarkeit hat das Kantonsgericht festgestellt, aufgrund der damaligen tatsächlichen Gegebenheiten habe für Fahrzeuge in Richtung H.________ kein Durchgang bestanden. Die Beschwerdeführerin habe anerkannt, dass von der E.________-Strasse die Grundstücke im Gebiet H.________ höchstens über einen Pfad erreichbar gewesen seien und ein Fahrweg erst 1957/58 bzw. spätestens 1971 erstellt worden sei. Es könne somit nicht von einem gewöhnlichen Bedürfnis der Berechtigten ausgegangen werden, das die damals am Gründungsakt beteiligten Personen durch die Einräumung eines Fahrwegrechts in diese Richtung zu erfüllen beabsichtigt hätten. Der Eventualantrag des Beschwerdegegners sei deshalb gutzuheissen und festzustellen, dass die Beschwerdeführerin nicht berechtigt sei, das Wegrecht zur Durchfahrt in Richtung H.________ auszuüben (E. 3a S. 6 f. des angefochtenen Urteils).