Citation: 1A.138/1999 17.01.2000 E. 3

3.- Bei der Erteilung einer Baubewilligung sind nichtnur die Anforderungen des Bundesgesetzes über die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG; SR 700), sondern auchdiejenigen des Umweltschutzgesetzes zu berücksichtigen. Dieses Gesetz und die gestützt darauf erlassene Luftreinhalte-Verordnung haben zum Ziel, die Menschen vorschädlichen oder lästigen Luftverunreinigungen und damitauch vor erheblich störenden, übermässigen Geruchsbelästigungen zu schützen (Art. 1 Abs. 1, Art. 7 Abs. 3 USG, Art. 1 Abs. 1 LRV). Zu diesem Zweck sind Luftverunreinigungen in erster Linie durch Massnahmen ander Quelle zu begrenzen (Grundsatz der Emissionsbegrenzung, Art. 11 Abs. 1 USG). In der ersten Stufe sind die Emissionen unabhängig von der bestehenden Umweltbelastungvorsorglich so weit zu begrenzen, als dies technisch undbetrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). In einer zweiten Stufe sind die getroffenen Emissionsbegrenzungen zu verschärfen oder zu ergänzen, wennfeststeht, dass die Einwirkungen trotzdem übermässig werden(Art. 11 Abs. 3 USG; vgl. allgemein zum Vorsorgeprinzip BGE124 II 517 E. 4a S. 520 f.). In Bezug auf Geruchsimmissionen aus Tierhaltungsanlagen enthält die Luftreinhalte-Verordnung keine Immissionsgrenzwerte. Diehier anwendbaren Normen (Art. 4 und 5 LRV) wiederholen imÜbrigen die Vorschriften des Umweltschutzgesetzes.