Citation: 2C_354/2024 E. 3.8.1

3.8.1. Nicht stichhaltig ist vorab der Einwand des Beschwerdeführers, die Vorinstanz hätte im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung weder den Widerrufsgrund der längerfristigen Freiheitsstrafe noch seine weitere Delinquenz berücksichtigen dürfen. Nach dem in der E. 3.5 hiervor Ausgeführten bildet die Schwere des Verschuldens bei straffällig gewordenen ausländischen Personen Ausgangspunkt und Massstab für die migrationsrechtliche Interessenabwägung und schlägt sich diese Schwere in erster Linie in der Dauer der verhängten Freiheitsstrafe nieder, wobei auch länger zurückliegende Straftaten berücksichtigt werden dürfen. Angesichts dieser klaren bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz aufgrund der Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten ein schweres Verschulden des Beschwerdeführers bejahte und in der Folge - zwecks Untermauerung dieser Schlussfolgerung - auch auf die zahlreichen weiteren von ihm verübten Delikte verwies. Unbegründet ist überdies die Kritik des Beschwerdeführers, der vorinstanzliche Hinweis auf ein hängiges Strafverfahren (u.a. wegen versuchter Erpressung) sei von vornherein unzulässig (vgl. dazu Urteil 2C_447/2023 vom 11. Juni 2024 E. 6.2 mit Hinweisen).