Citation: 1C_198/2024 E. 2.3.2

2.3.2. Im vorinstanzlichen Verfahren war sodann umstritten, ob entsprechend der behördlichen Auffassung auf das strittige Bauprojekt einzig § 238 Abs. 1 PBG und Art. 32 der kommunalen Bau- und Zonenordnung vom 1. August 2023 (BZO) betreffend Flachdächer / Dachgestaltung bei Attikageschossen anwendbar seien oder ob die allgemeinen Vorschriften zur Dachform und zu den Materialien nach Art. 20 Abs. 2 und 3 BZO beachtlich seien. Die Vorinstanz schützte - auch mangels substanziierter Auseinandersetzung der Beschwerdeführenden mit der entsprechenden Begründung und folglich ohne Verletzung der eigenen Begründungspflicht - im Ergebnis die Ansicht des Baurekursgerichts, wonach die Dachgestaltung von Flachdächern und Attikageschossen in Art. 32 BZO geregelt sei, worauf Art. 20 Abs. 2 letzter Satz BZO explizit verweise. Ihre Feststellung, wonach Art. 20 BZO Satteldächer betreffe und Art. 32 BZO erstgenannter Bestimmung als lex specialis vorgehe, erscheint nicht willkürlich. Somit ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz mit der Erstinstanz davon ausging, dass Art. 20 Abs. 2 und 3 BZO in der vorliegenden Konstellation nicht zur Anwendung gelangten. Was die Beschwerdeführenden dagegen im bundesgerichtlichen Verfahren vorbringen - insbesondere dass Art. 32 BZO ebenso wenig vorsehe, dass Dachaufbauten in der zweiten Dachgeschossebene zulässig seien -, erweist sich als rein appellatorische Kritik und genügt demnach den qualifizierten Anforderungen an eine begründete Willkürrüge nicht. Im Übrigen deckt sich die vorinstanzliche Auffassung entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden mit Art. 32 BZO, welcher in Abs. 1 vorsieht, dass Flachdächer in der Regel zu begrünen sind, soweit sie nicht als Terrasse benutzt werden und nach dessen Abs. 2 Dachgeschosse über Flachdächern (Attikageschosse) mit Ausnahme der nach § 292 PBG zulässigen Dachaufbauten ein Profil einhalten müssen, das auf den fiktiven Traufseiten unter Einhaltung der zulässigen Gebäudehöhe maximal einen Meter über der Schnittlinie zwischen der Aussenkante der Fassade und der Oberkante des fertigen Fussbodens des Attikageschosses unter 45° angelegt wird.