Citation: 2C_339/2017 E. 1.2.3

1.2.3. Gemäss der Aktenlage handelt es sich bei der Beschwerdeführerin um eine sogenannte Haushaltskundin (feste Endverbraucher mit einem Jahresverbrauch von weniger als 100 MWh pro Verbrauchsstätte) im Sinne von Art. 6 Abs. 2 StromVG. Wegen der nach wie vor fehlenden Inkraftsetzung von Art. 7 StromVG hat sich die Rechtslage der Haushaltskunden durch das StromVG nicht wesentlich geändert; sie müssen als Konsequenz der fehlenden freien Wahl des Anbieters die Elektrizität grundsätzlich nach wie vor vom Netzbetreiber beziehen (Art. 6 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 6 Abs. 6 StromVG bzw. Art. 13 Abs. 1 StromVG; FÖHSE, Leiden, S. 130 f.). Die vorliegend strittige Nachforderung erhebt die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Verordnung über die Abgabe von Elektrischer Energie auf (dem) Gebiet der Gemeinde V.________ vom 2. Dezember 1990, die sich ihrerseits auf Wasserrechtsverleihungen an die Kraftwerke Hinterrhein AG, die Statuten der Gemeindekorporation Hinterrhein, den Energieversorgungsvertrag zwischen der Gemeindekorporation und der Kraftwerke Hinterrhein, das Reglement über den Anschluss elektrischer Raumheizung auf dem Gebiet der Konzessionsgemeinde der Kraftwerke Hinterrhein AG und Werkvorschriften der Gemeindekorporation Hinterrhein bezieht (Art. 2 der Verordnung über die Abgabe von Elektrischer Energie auf [dem] Gebiet der Gemeinde V.________ vom 2. Dezember 1990; zu den vertraglichen Regelungen zwischen den Gemeinden, den Netzeigentümern und der Netzbetreiber siehe grundlegend Art. 6 des Stromversorgungsgesetzes vom 23. April 2009 des Kantons Graubünden [StromVG/GR]). Die von der Beschwerdegegnerin geltend gemachte Nachforderung ist lediglich in ihrem Betrag und nicht tarifmässig (im Sinne von Art. 22 Abs. 2 lit. a bzw. lit. b StromVG) strittig, weshalb die materiell durch das kantonale und kommunale Recht geregelte Nachforderung auch nicht der ElCom (Art. 22 Abs. 2 lit. a bzw. lit. b e contrario StromVG), sondern den nach kantonalem Recht zuständigen Einsprachebehörden und Gerichten zu unterbreiten war. Die sachliche und funktionelle Zuständigkeit der Vorinstanz nach kantonalem Recht wurde im vorliegenden Verfahren nicht bestritten, weshalb der angefochtene Entscheid in diesem Punkt nicht zu beanstanden ist.