Citation: 4A_339/2018 E. 1.2.1

1.2.1. Die Vorinstanz stellte fest, die Erstinstanz habe sich mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. hiervor E. 1.1) ausführlich auseinandergesetzt. Sie habe diese kritisiert und als Argument für eine allgemeine Aufklärungspflicht des Vermieters in Bezug auf die mutmasslich effektiv anfallenden Nebenkosten die Schutzbestimmungen des Mietrechts ins Feld geführt. Die Erstinstanz habe festgehalten, das Verneinen einer solchen generellen Aufklärungspflicht des Vermieters stehe in einem Spannungsverhältnis zu zahlreichen Mieterschutzbestimmungen. Durch das Festsetzen von zu tiefen Akontozahlungen könne ein Vermieter namentlich die in Art. 270 Abs. 1 OR vorgesehene Möglichkeit des Mieters zur Anfechtung des Anfangsmietzinses vereiteln, da die Anfechtungsfrist in dem Zeitpunkt, in welchem der Mieter die Nebenkostenabrechnung erhalte, naturgemäss bereits verstrichen sei. Gleich verhalte es sich mit dem Zweck von Art. 18 der Verordnung vom 9. Mai 1990 über die Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen (VMWG; SR 221.213.11) : Für den Mieter spiele es faktisch keine Rolle, ob er aufgrund einer einseitigen Vertragsänderung oder aber aufgrund von nicht kostendeckend eingesetzten Akontobeträgen höhere Kosten tragen müsse.