Citation: 1C_311/2022 E. 5.7.5

5.7.5. Zusammenfassend ist das BAFU der Ansicht, dass den Vollzugsbehörden bei der rechnerischen Prognose der Strahlung ein gewisser Ermessensspielraum zustehe. Dieser ermögliche es ihnen, Vereinfachungen vorzunehmen, auch wenn diese von der Vollzugshilfe nicht explizit vorgesehen seien, soweit sie sich höchstens geringfügig auf das Resultat der elektrischen Feldstärke auswirkte. Es müsse jedoch aufgrund einer Gesamtsicht gewährleistet sein, dass der von der Vollzugshilfe für die Prognose verlangte Standard eingehalten werde. Dabei sei auch der praktischen Erfahrung der Vollzugsbehörden bei der Beurteilung der Strahlenbelastung Rechnung zu tragen. Vorliegend habe das AFU das eingereichte Standortdatenblatt eingehend und genau geprüft. Es habe dieses nicht lediglich «nachgerechnet» oder gar bloss abgesegnet, sondern die Lage der höchstbelasteten OMEN mit selber berechneten Feldstärkekarten überprüft und korrigiert. Trotz der von ihm vorgenommenen Vereinfachung bei der Bestimmung des horizontalen Abstands zwischen Antenne und OMEN sei die rechnerische Prognose aus Sicht des BAFU sorgfältig und mit ausreichender Genauigkeit vorgenommen worden.