Citation: 9C_635/2022 E. 3.3.2

3.3.2. In einem anderen einzelrichterlichen Urteil der Vorinstanz werde ausgeführt, dass es nicht Aufgabe der Steuerbehörden sei, die medizinische Beurteilung des Fachpersonals zu hinterfragen. Hier stehe eine solche Hinterfragung auch dem Verwaltungsgericht nicht zu, entspreche aber gerade dem, was es mache, wenn es in seiner Vernehmlassung vor Bundesgericht schreibe, das eingereichte Zeugnis des Augenarztes gebe einzig über die Diagnose als solche, nicht jedoch über die Einzelheiten und Umstände des Unterstützungsbedarfs der Beschwerdeführerin 2 Aufschluss. Es sei völlig unverständlich, wie so etwas behauptet werden könne. Im besagten Arztzeugnis stehe völlig klar: "Die Orientierung im Raum ist der Patientin ohne fremde Hilfe absolut unmöglich. Sie ist vollständig auf fremde Hilfe angewiesen." (Beschwerde S. 5).