Citation: 9C_725/2017 E. A

Die 1957 geborene A.________ ist bei der CONCORDIA Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG (nachfolgend: Concordia) obligatorisch krankenpflegeversichert. Anfang Februar 2015 erkrankte sie an einer toxisch epidermalen Nekrolyse (sog. Lyell-Syndrom), die vermutlich auf die Einnahme des Gichtmedikaments Allopurinol zurückzuführen war. Im Rahmen der stationären Behandlung des Lyell-Syndroms im Universitätsspital Zürich musste sich A.________ am 26. Februar 2015 einer Operation unterziehen, bei welcher ihr neben anderen medizinischen Massnahmen unter Narkose neun Zähne extrahiert wurden. Im August 2015 ersuchte der behandelnde Zahnarzt um Kostenübernahme für die Zahnsanierung in Höhe von Fr. 35'729.60. Die Concordia legte die Akten ihrem Vertrauensarzt vor und holte im November 2016 eine Kostenschätzung für zwei Kunststoffprothesen ein (Fr. 5'936.55). In der Folge verneinte sie eine Leistungspflicht, weil zwischen dem Lyell-Syndrom und der Wiederherstellung der Kaufähigkeit kein Zusammenhang bestehe (Verfügung vom 27. Dezember 2016 bzw. Einspracheentscheid vom 7. März 2017).