Citation: 6B_1090/2017 E. 3.5

3.5. Für die Beurteilung, ob eine grobe Verkehrsregelverletzung anzunehmen ist, wird als Richtschnur die Regel "1/6-Tacho" bzw. der Abstand von 0,6 Sekunden herangezogen (vgl. BGE 131 IV 133 E. 3.2.2 S. 137; Urteile 6B_1072/2017 vom 14. Dezember 2017 E. 4.2; 6B_698/2017 vom 13. Oktober 2017 E. 5.4; mit Hinweisen). Dies bedeutet indes nicht, dass keine grobe Verkehrsregelverletzung vorliegen kann, wenn der Abstand 0,6 Sekunden beträgt. Indem der Beschwerdeführer in einem Zeitraum von nur 9,36 Sekunden zweimal auf einen Abstand von 0,6 Sekunden aufschloss, hat er im Sinne der vorinstanzlichen Feststellung eine erhöhte Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer geschaffen. Die Qualifikation seines Verhaltens als grobe Verkehrsregelverletzung ist nicht zu beanstanden.