Citation: I 1017/06 19.06.2007 E. 1

1.1 Das Bundesgesetz über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) ist am 1. Januar 2007 in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Da der angefochtene Entscheid vorher ergangen ist, richtet sich das Verfahren noch nach OG (Art. 132 Abs. 1 BGG; BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395). 1.2 Seit dem Inkrafttreten der "Massnahmen zur Verfahrensstraffung" auf den 1. Juli 2006 (AS 2006 2003, 2006; BBl 2005 3079) ist das kantonale Beschwerdeverfahren bei Leistungsstreitigkeiten der Invalidenversicherung - abweichend von Art. 61 lit. a ATSG - kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis IVG [Fassung gemäss Ziff. I des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005]). Bisheriges Recht, das Kostenfreiheit vorsah (vgl. Art. 61 lit. a ATSG), ist nach den Schlussbestimmungen zur Änderung vom 16. Dezember 2005 nur auf die im Zeitpunkt des Inkrafttretens am 1. Juli 2006 bereits (hier beim kantonalen Gericht) hängigen Beschwerden anwendbar (lit. c). Der kantonale Prozess wurde erst im September 2006 eingeleitet. Er unterliegt daher der Kostenpflicht. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. 1.3 Die Vorinstanz hat gestützt auf Art. 133 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Mai 1986 (VRG), wonach die kantonalen Behörden von der Partei, die ein Beschwerde-, Klage- oder Revisionsverfahren einleitet, einen angemessenen Vorschuss für die ihr möglicherweise aufzuerlegenden amtlichen Kosten erheben, einen Kostenvorschuss von Fr. 600.- einverlangt. Abs. 3 dieser Bestimmung lautet: "Leistet die Partei den Kostenvorschuss trotz Androhung der Folgen nicht binnen der eingeräumten Frist, wird auf ihr Begehren nicht eingetreten; die Frist zur Leistung des Kostenvorschusses ist nicht erstreckbar. Soll der Kostenvorschuss nur für die Vornahme eines bestimmten Verfahrensschrittes geleistet werden, hat die Nichtbezahlung dessen Unterlassung zur Folge." 1.4 Der Anspruch auf unentgeltliche Prozessführung wird durch das kantonale Prozessrecht geregelt. Unabhängig davon greifen die direkt auf Art. 29 Abs. 3 BV gestützten Rechtsprechungsgrundsätze ein, die ein Mindestmass an Rechtsschutz gewährleisten. Im Kanton Glarus ergibt sich der Anspruch auf Befreiung von den amtlichen Kosten aus Art. 139 Abs. 1 VRG. Danach befreit die Behörde eine Partei, der die Mittel fehlen, um neben dem Lebensunterhalt für sich und ihre Familie die Verfahrenskosten aufzubringen, auf Gesuch hin ganz oder teilweise von der Kosten- und Vorschusspflicht, sofern das Verfahren nicht aussichtslos ist. Nach Art. 139 Abs. 3 VRG obliegt der Nachweis der Bedürftigkeit der Partei, die ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stellt. Nach Art. 139 Abs. 4 VRG wird über das Gesuch im Rahmen des Endentscheids befunden, wenn kein Zwischenentscheid verlangt wird. Hinsichtlich des unentgeltlichen Rechtsbeistandes gilt Art. 61 lit. f ATSG.