Citation: 2C_620/2020 E. 4.2.2

4.2.2. Das Beschwerdeverfahren betreffend die Staats- und Gemeindesteuern vor dem als zweite kantonale Rechtsmittelinstanz vorgesehenen Kantonsgericht richtet sich unter Vorbehalt der sich direkt aus der Bundesverfassung ergebenden Rechte der steuerpflichtigen Person (wie den Verfahrensrechten, welche sich aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör [Art. 29 Abs. 2 BV] ergeben) grundsätzlich allein nach dem kantonalen Recht (vgl. [freilich zur direkten Bundessteuer] BGE 131 II 548 E. 2.4; siehe ferner SILVIA HUNZIKER, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 3. Aufl. 2017, N. 22d zu Art. 50 StHG). Gemäss dem einschlägigen kantonalen Recht bzw. nach § 12 Abs. 1 des Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (Verwaltungsprozessordnung, VPO/BL; SGS 271) stellt zwar das Kantonsgericht die für den Entscheid wesentlichen Tatsachen von Amtes wegen fest. Indessen greift das Kantonsgericht praxisgemäss nur ein, wenn die Erhebungen der Vorinstanz des Kantonsgerichts offensichtlich ungenügend sind, und wird (auch) im Verfahren vor diesem Gericht betreffend die Staats- und Gemeindesteuern die Untersuchungspflicht durch die Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen relativiert (vgl. MANFRED BAYERDÖRFER, Verwaltungsprozessrecht, in: Giovanni Biaggini et al. [Hrsg.], Staats- und Verwaltungsrecht des Kantons Basel-Landschaft II, 2005, S. 75 ff., S. 85 und 92; vgl. auch Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft 810 13 200 vom 12. Februar 2014 E. 3.3 sowie THOMAS ZIEGLER, in: Peter B. Nefzger et al. [Hrsg.], Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, 2004, N. 4 zu § 131 StG/BL; siehe generell zur Einschränkung des Untersuchungsgrundsatzes durch die Mitwirkungspflicht BGE 138 V 86 E. 5.2.3 S. 97; 125 V 193 E. 2 S. 195; Urteile 2C_647/2013 vom 1. Mai 2014 E. 2.4; 2C_80/2012 vom 16. Januar 2013 E. 3.1). Auch in Bezug auf das vorinstanzliche Verfahren betreffend die Staats- und Gemeindesteuern kann damit - nach dem einschlägigen kantonalen Recht, dessen Anwendung das Bundesgericht prinzipiell nur (auf qualifizierte Rüge hin) auf Willkür (Art. 9 BV) überprüft (vgl. vorne E. 2.1) - grundsätzlich erwartet werden, dass der Steuerpflichtige die steuermindernden Tatsachen von sich aus, und nicht erst auf gerichtliche Aufforderung hin substanziiert.