Citation: 6B_487/2021 E. 3.5

3.5. Insofern der Beschwerdeführer die Verwertbarkeit seiner Aussagen anlässlich seiner polizeilichen Befragung unter Hinweis auf das Vorliegen eines Falles notwendiger Verteidigung in Abrede stellt (Beschwerde S. 9), ist er nicht zu hören. Verfahrensrechtliche Einwendungen, die im kantonalen Verfahren hätten geltend gemacht werden können, können nach dem Grundsatz der materiellen Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs (vgl. Art. 80 Abs. 1 BGG) vor Bundesgericht nicht mehr vorgebracht werden. Es verstösst gegen Treu und Glauben, verfahrensrechtliche Mängel erst in einem späteren Verfahrensstadium oder sogar erst in einem nachfolgenden Verfahren geltend zu machen, wenn der Einwand schon vorher hätte festgestellt und gerügt werden können (BGE 143 V 66 E. 4.3 S. 69; 135 I 91 E. 2.1 S. 93). Die Frage der notwendigen Verteidigung bzw. der Verwertbarkeit der polizeilichen Befragung bildet nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Urteils. Der Beschwerdeführer macht weder geltend, seine Kritik bereits im kantonalen Verfahren vorgebracht zu haben, noch legt er dar, weshalb dies nicht möglich gewesen sein soll. Somit wurde der kantonale Instanzenzug nicht ausgeschöpft und auf die Rüge kann nicht eingetreten werden.