Citation: 8C_297/2020 E. 3.3.3

3.3.3. Im vorliegend zu beurteilenden Fall hatte die IV-Stelle eine Massnahme der Frühintervention gemäss Art. 7d IVG gewährt, auf die kein Rechtsanspruch besteht (Abs. 3). Versicherte Personen sollen unter anderem an einem neuen Arbeitsplatz innerhalb oder ausserhalb des bisherigen Betriebes eingegliedert werden (Abs. 1 und 2). Gemäss der in E. 3.3.1 hievor zitierten Vereinbarung vom 29. August und 4. September 2018 musste die Beschwerdeführerin nicht auf ein mehr oder weniger konkretes berufliches Ziel hin arbeiten; eine Leistung hatte sie nicht zu erbringen. Ebenso wenig verfolgte die damit verbundene Tätigkeit einen Ausbildungszweck, wie die Vorinstanz verbindlich festgestellt hat. Vielmehr ging es darum, die Beschwerdeführerin stufenweise im Holzatelier körperlich und psychisch aufzubauen, um nach Abschluss der Massnahme beurteilen zu können, ob zunächst Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 14a IVG) oder ob bereits eine Massnahme beruflicher Art (Art. 15 ff. IVG) zugesprochen werden könnten. Offensichtlich diente die gewährte Massnahme nach Art. 7d IVG dem Ziel, die Beschwerdeführerin im Sinne eines schrittweisen Aufbaus für die Integration in den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten. Es trifft sicher zu, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, dass die Einrichtung C.________ letztlich auch eigene wirtschaftliche Interessen verfolgt. Anders als in BGE 144 V 411 schöpft sie diesen Nutzen jedoch nicht unmittelbar aus einer Leistung seitens der Beschwerdeführerin, sondern aus den Zahlungen seitens der IV für die von ihr erbrachte Dienstleistung. Wie schon erwähnt, hatte sie ausdrücklich keine Erwartungen an die Beschwerdeführerin hinsichtlich einer aktuell oder künftig zu erbringenden Arbeitsleistung. Dementsprechend teilte sie der IV-Stelle am 19. Oktober 2018 mit, dass sie mit der Beschwerdeführerin keine geldwerte Entlöhnung vereinbart habe.