Citation: 1C_114/2019 E. 5.7

5.7. Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin, die Waldgrenze sei stellenweise zu Lasten des Wieslands begradigt worden; dies sei willkürlich, zeige doch der Plan Näf & Partner, dass eine sachgerechte Abgrenzung ohne Inanspruchnahme von Wiesland nicht zu unpraktikablen "Schlangenlinien" führe. Der Plan Näf & Partner weist indessen zwischen Jalon 9 und 1 eine unregelmässige Zick-zack-Linie auf. Grundsätzlich liegt es im Ermessen der zuständigen Behörde, eine gewisse Schematisierung (z.B. Begradigung) vorzunehmen, um eine zweckmässige, im Gelände und auf den Nutzungsplänen markierbare bzw. nachvollziehbare Waldgrenze zu erzielen, sofern dies weder zu einer erheblichen Ausdehnung der Waldfläche führt noch für den Wald wichtige Elemente ausklammert. Vorliegend hat das Obergericht dargelegt, dass sich die Begradigung nicht zu Gunsten der Waldfläche ausgewirkt habe, weil die grosszügigere Abgrenzung bei Jalon 8 durch die knappe Bemessung des Waldsaums bei Jalon 9 kompensiert werde; dies wird von der Beschwerdeführerin nicht substanziiert bestritten. Ergänzend kann auf die Ausführungen des Berichts Scherrer verwiesen werden, wonach die streitige Waldfeststellung aus forstlicher Sicht eher zu restriktiv, d.h. keinesfalls zu grosszügig ausgefallen sei (vgl. oben E. 5.6).