Citation: 5A_495/2016 E. 3.2.2

3.2.2. Das Obergericht hat (unter Hinweis auf Art. 294 Abs. 1 SchKG) zu Recht betont, dass der Entscheid über die definitive Stundung bzw. Konkurseröffnung vor Ablauf der provisorischen Stundung gefällt sein muss, weshalb das Nachlassgericht die vorbereitende Verhandlung rechtzeitig ansetzen muss (HUNKELER, a.a.O., N. 1 zu Art. 294), wobei ihm bei der Terminierung ein Ermessen zusteht. Bereits aus dem erstinstanzlichen Urteil vom 8. April 2016 (Verlängerung der provisorischen Stundung und Fristansetzung zur Verhandlung) geht hervor, dass gemäss eigenen Ausführungen der Beschwerdeführerin die fehlenden Mittel zur Sanierung (Fr. 2 Mio.) bis zum 11. April 2016 eingehen sollten, und deshalb die provisorische Nachlassstundung bis zum 11. Mai 2016 verlängert worden ist. Inwiefern die Ansetzung der Verhandlung auf den 27. April 2016 (2 Wochen vor Ablauf der provisorischen Stundung) zur rechtzeitigen Beurteilung der Sanierungsaussichten gesetzwidrig sein soll, ist nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin verkennt sodann, dass mit der Nachlassstundung ein Verfahren ausgelöst wird, das die Sanierung (i.w.S.) bezweckt und daher entweder mit der Sanierung (i.e.S.) oder mit der Liquidation durch Konkurs endet (JEANDIN, a.a.O., S. 332 f.). Aus diesem Grund eröffnet das Nachlassgericht von Amtes wegen u.a. im Anschluss an die Verhandlung (Art. 294 Abs. 2 SchKG), d.h. aufgrund der Erkenntnisse der provisorischen Stundung, den Konkurs, wenn das Fehlen einer Aussicht auf Sanierung (i.w.S.) festgestellt wird (NEUENSCHWANDER, Premières expériences du nouveau droit de l'assainissement, JdT 2016 II S. 23; vgl. HUNKELER, a.a.O, N. 15 zu Art. 294). Inwiefern diese Grundsätze verletzt worden seien, legt die Beschwerdeführerin nicht dar, und der Einwand, die Konkurseröffnung vor Ablauf der provisorischen Nachlassstundung sei "unfair", ist unbehelflich.