Citation: 8C_214/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Weiter erscheint auch der Verweis des kantonalen Gerichts auf die - im angefochtenen Entscheid nicht konkretisierten - Einschränkungen des Beschwerdegegners im Alltag und bei der Ausübung der sportlichen Betätigungen nicht stichhaltig. Der diesbezüglich von der Vorinstanz herangezogenen Stellungnahme des behandelnden Orthopäden PD Dr. med. D.________ vom 6. Mai 2020 lässt sich betreffend Einschränkungen im Wesentlichen entnehmen, dass es sehr schade wäre, wenn der Beschwerdegegner nur mit einem mechanischen Kniegelenk auskommen müsste, weil er für sein Alter und seine Komorbiditäten bis wenige Monate vor der Exazerbation des chronischen Effekts sehr aktiv gewesen sei und ihm insbesondere das Radfahren sehr am Herzen liege. Vor dem Hintergrund seiner Psyche sei es umso wichtiger, dass er diesem Hobby weiterhin nachgehen könne, was mit einer Prothese mit elektronischem Kniegelenk "wesentlich eher und besser" möglich sei. Nachdem die Suva PD Dr. med. D.________ mitgeteilt hatte, dass aufgrund der im Vordergrund stehenden Hobbys und sportlichen Aktivitäten die Voraussetzungen für die Abgabe einer C-Leg-Prothese nicht gegeben seien, erklärte dieser am 13. Mai 2020 ferner, dass ihm die gesetzlichen Grundlagen bekannt seien, allenfalls aber eine Kostenübernahme aus Kulanz in Betracht gekommen wäre. Der Suva ist zuzustimmen, dass die von der Vorinstanz gestützt auf diese Ausführungen des behandelnden Orthopäden angenommenen Einschränkungen des Beschwerdegegners mit einer mechanischen Prothese nicht genügen, um die C-Leg-Prothese als einfach und zweckmässig erscheinen zu lassen. Entscheidend ist, dass er - wie bereits die Vorinstanz festhielt - gemäss der ärztlichen Einschätzung seinem Alltag und auch seinen sportlichen Aktivitäten grundsätzlich nachgehen kann, wobei PD Dr. med. D.________ namentlich die vom Beschwerdegegner in sonstiger Hinsicht geltend gemachten Einschränkungen (beim Treppensteigen und Abwärtsgehen) nicht bestätigte. Wie die Suva zu Recht geltend macht, hat sie als Unfallversicherer nicht für die bestmögliche Hilfsmittelversorgung aufzukommen, sondern nur für das, was im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (vgl. E. 3.2 hiervor). Dass der Beschwerdegegner gemäss PD Dr. med. D.________ seine sportlichen Hobbys mit einer C-Leg-Prothese besser auszuüben vermöchte, lässt letztere nicht als einfach und zweckmässig erscheinen. Vielmehr ist in diesem Zusammenhang davon auszugehen, dass eine mechanische Prothese den Eingliederungsbedürfnissen des Beschwerdegegners hinreichend Rechnung trägt.