Citation: 9C_851/2018 E. 4.1.2

4.1.2. Weiter sieht der Beschwerdeführer im medexperts-Gutachten insoweit einen Widerspruch, als die psychischen Einschränkungen nicht überwiegend für den beruflichen Bereich geltend gemacht würden, sondern auch für den privaten Rahmen eine Vita minima beschrieben werde. Es trifft zwar zu, dass der Versicherte bei der Anamneseerhebung nur geringe Alltagsaktivitäten angab. Dies steht indessen der Annahme einer 50 prozentigen Arbeitsfähigkeit nicht entgegen. Der Experte legte denn auch ausführlich und nachvollziehbar dar, dass er bei seiner Beurteilung in Ziff. 5.4 des Gutachtens nebst den subjektiven Angaben insbesondere die von ihm erhobenen - nicht sehr stark ausgeprägten - psychiatrischen Befunde, die Möglichkeit zur Anpassung der Medikation, psychosoziale Belastungsfaktoren sowie Inkonsistenzen und Hinweise auf deutliche Selbstlimitierung berücksichtigte (vgl. E. 3.2). Zudem nahm er Stellung zu früheren psychiatrischen Einschätzungen. Die Angaben des Versicherten allein lassen somit weder auf die Unzumutbarkeit jeglicher Tätigkeit noch auf einen unauflösbaren Widerspruch in der psychiatrischen medexperts-Einschätzung schliessen.