Citation: 8C_249/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Die Medexperts-Gutachter kannten nicht nur das gestützt auf Angaben der Arbeitgeberin im Rahmen der Abklärungen zum letztmaligen Revisionsgesuch vom 16. Februar 2018 ermittelte Anforderungsprofil der angestammten Arbeitsstelle als Chemielaborantin. Sie hielten zudem eingangs des Medexperts-Gutachtens ausdrücklich fest, die Beschwerdeführerin habe ihren Beschäftigungsgrad an der angestammten Arbeitsstelle per 1. Oktober 2019 - angeblich gesundheitsbedingt - von einem 50%- auf ein 20%-Pensum reduzieren müssen. In Anbetracht dieser Fakten gelangten die Medexperts-Gutachter anlässlich der interdisziplinären Gesamtbeurteilung gestützt auf ihre fachärztlichen Explorationen vom 8. und 9. Juni 2020 zu einer ausführlich und differenziert formulierten Beschreibung einer angepassten Tätigkeit, in welcher die Beschwerdeführerin - unbestritten - zu 50% arbeitsfähig sei. Gleichzeitig attestierten die Gutachter der Beschwerdeführerin "in der angestammten und aktuell [...] ausgeübten beruflichen Tätigkeit als Chemielaborantin eine Arbeitsfähigkeit von 50%". Diese Arbeit entspreche weitgehend einer ideal angepassten Tätigkeit. Schliesslich hat sich nach Überzeugung der Medexperts-Gutachter die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit September 2018 weder hinsichtlich der angestammten noch in Bezug auf eine leidensangepasste Tätigkeit verändert, sondern verblieb vielmehr bei 50%.