Citation: 6P.59/2003 08.09.2003 E. 1

Das Kantonsgericht hält fest, der Beschwerdeführer habe im Jahre 1999 Hanf mit einem THC-Gehalt von 3 % angebaut, geerntet und an A.________ sowie an B.________ verkauft. Damit habe er in Anbetracht des festgestellten THC-Gehalts, wie sich auch aus BGE 126 IV 198 ergebe, den objektiven Tatbestand von Art. 19 Ziff. 1 BetmG erfüllt. Für eine Verurteilung wegen vorsätzlicher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz reiche Eventualvorsatz aus. Dieser sei hier gegeben. Der Beschwerdeführer sei sich, wie aus verschiedenen Umständen hervorgehe, offensichtlich bewusst gewesen, dass der von ihm angepflanzte Hanf als Betäubungsmittel verwendet werden konnte. Er habe zudem, wie sich aus mehreren Umständen ergebe, in Kauf genommen, dass seine beiden Abnehmer A.________ und B.________, trotz ihrer gegenteiligen schriftlichen Zusicherungen, den Hanf zu Betäubungsmitteln verarbeiten beziehungsweise als solche verkaufen würden. Dem Beschwerdeführer sei indessen Rechtsirrtum (Art. 20 StGB) zuzubilligen. Dieser sei allerdings nicht ganz unvermeidbar gewesen. Daher könne nicht von einer Bestrafung Umgang genommen werden. Da der Beschwerdeführer sich aber über die Zulässigkeit seines Handelns näher - wenn auch nicht ganz ausreichend - informiert habe, dränge sich eine massive Strafmilderung auf. Deshalb erscheine anstelle der bei Fehlen eines Rechtsirrtums angemessenen Strafe von drei Monaten Gefängnis eine Strafe von 20 Tagen Gefängnis angemessen (angefochtenes Urteil S. 4-8).