Citation: 5A_467/2023 E. 2.3.1

2.3.1. Der Beschwerdeführer täuscht sich, wenn er meint, dass das Bundesgericht nicht an die Parteibegehren gebunden sei (Art. 107 Abs. 1 BGG), er sich im Unterhaltsstreit vor Bundesgericht grundsätzlich mit einem kassatorischen Antrag begnügen könne und es allein in der Verantwortung des Bundesgerichts liege, den Unterhaltsbeitrag für den Beschwerdegegner losgelöst von jeglichen bezifferten Anträgen selbst neu festzulegen, soweit er mit seinen Beanstandungen durchdringt. Die fast sechzigseitige Beschwerdebegründung lässt nicht erkennen, welche Summe Geldes der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner als monatlichen Unterhaltsbeitrag in den Phasen 1 bis 3 schliesslich zu zahlen bereit ist. Hierzu genügt es nicht, dem Bundesgericht verschiedene Unterhaltsberechnungen gewissermassen zur Auswahl vorzulegen. Daran ändert auch nichts, dass gewisse in der Beschwerde erhobene Rügen im Falle ihrer Begründetheit zur Rückweisung an das Obergericht führen müssten, weil sie die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung oder Beweiswürdigung beschlagen und das Bundesgericht in aller Regel nicht zu eigenen Sachverhaltsfeststellungen schreitet (Art. 105 BGG). Allein das Vorhandensein derartiger Rügen tut der beschriebenen Natur der Beschwerde an das Bundesgericht und dem daraus folgenden Erfordernis reformatorischer Sachanträge keinen Abbruch, ansonst es im Belieben der rechtsuchenden Partei stände, sich dem Erfordernis von Sachanträgen mit irgendeiner Sachverhaltsrüge zu entziehen. Soweit der Beschwerdeführer auf die Ziffer 2 des obergerichtlichen Rechtsspruchs betreffend die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge für die Phasen 1 bis 3 zurückkommen will, ist deshalb nicht auf die Beschwerde einzutreten.