Citation: I 558/04 31.01.2005 E. 3

3.1 Der Revisionsordnung nach aArt. 41 IVG und Art. 17 ATSG geht der in Art. 53 Abs. 2 ATSG nunmehr gesetzlich verankerte Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hatten, zurückzukommen, wenn sich diese als zweifellos unrichtig erweisen und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des aArt. 41 IVG resp. Art. 17 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf aArt. 41 resp. Art. 17 ATSG gestützte Revisionsverfügung der Verwaltung mit dieser substituierten Begründung schützen (BGE 125 V 369 Erw. 2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 112 V 373 Erw. 2c und 390 Erw. 1b). 3.2 Die IV-Stelle hat sich bei der am 26. Mai 2000 verfügten Rentenzusprechung wesentlich auf das MEDAS-Gutachten vom 30. Juli 1999 gestützt. Dies ist insofern nicht zu beanstanden, als die Experten überzeugend den Gesundheitszustand als stabil oder jedenfalls nicht sich verschlechternd beurteilt und zu den Auswirkungen auf die funktionelle Leistungsfähigkeit klar Stellung genommen haben. Entgegen der von der Verwaltung damals vertretenen Auffassung gestattet die zusammenfassende Aussage der Gutachter, wonach für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten eine Restarbeitsfähigkeit von 75 % besteht, indessen nicht ohne Weiteres, jedenfalls nicht ohne rechtmässige Prüfung der erwerblichen Auswirkungen, den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente zu bejahen. Letzteres kann auch nicht mit der damals noch gehegten Hoffnung gerechtfertigt werden, die Eingliederungsfähigkeit lasse sich mit begleitenden Massnahmen verbessern. Sodann waren die Aussagen im MEDAS-Gutachten vom 30. Juli 1999 zu den gesundheitsbedingt noch zumutbaren Einsatzmöglichkeiten, auch wenn keine konkreten Verweisungstätigkeiten genannt wurden, hinreichend klar für eine sachgerechte Invaliditätsbemessung. Nichts anderes gibt sich aus der Äusserung in der MEDAS-Expertise, die Leistungsfähigkeit als Chauffeur sei zur Zeit nicht zuverlässig zu beurteilen, hatte der Versicherte doch diesen Beruf bereits seit Jahren nicht mehr ausgeübt.