Citation: 4A_447/2022 E. A

A.a. Die A.________ AG (Klägerin, Gesuchstellerin, Beschwerdeführerin) mit Sitz in U.________ bezweckt im Wesentlichen den Betrieb eines Fitnesscenters, einer Bad- und Freizeitanlage, die Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen und Gesundheitspflege, den Import und Vertrieb von Produkten sowie die Entwicklung und den Vertrieb von Software. Die B.________ AG (Beklagte, Gesuchsgegnerin, Beschwerdegegnerin) mit Sitz in V.________ bezweckt im Wesentlichen die Fabrikation von Wärmepumpen, Heiz- und Kühlsystemen und Engineering für Gebäudeautomationen, die Projektierung und Ausführung von Heiz- und Wärmeerzeugungsanlagen sowie die Projektierung und Erstellung von Bauten aller Art, die Ausführung von Ingenieurarbeiten, Gebäuderenovationen und Generalunternehmeraufträgen. A.b. Nach den Behauptungen der Gesuchstellerin schloss sie im Juni 2012 einen Werkvertrag mit der Gesuchsgegnerin ab, mit dem sich Letztere zur Lieferung und Montage einer Wärmepumpenanlage und die Gesuchstellerin zur Zahlung von Fr. 280'000.-- verpflichtete. Seit der Inbetriebnahme der Wärmepumpe seien diverse Mängel aufgetreten. In der Folge habe die Gesuchstellerin die Gesuchsgegnerin mehrfach erfolglos aufgefordert, Informationen und Dokumente, insbesondere die Software sowie das nötige Zubehör wie Codes für die Steuerung der Wärmepumpe, bekanntzugeben. Die Gesuchstellerin benötige Zugang zum sog. F.________-Supervisor-Code und zur aktuellen Projekt-Datenbank. Dies einerseits, um sich ein zuverlässiges Bild über die bestehenden Fehlfunktionen der Wärmepumpe machen zu können, was es ihr ermögliche, allfällige arglistig verschwiegene Mängel zu eruieren. Andererseits benötige sie die entsprechenden Informationen, um Steuerungs-Komponenten für ihr Projekt zu bestellen. Es bestehe ohne die entsprechenden Informationen das Risiko, dass die Wärmepumpe ausfalle und mangels Zugriff auf Ersatzteile nicht sofort repariert werden könne oder komplett ersetzt werden müsse. Dies sei mit massiven Schäden, insbesondere mit Betriebsausfallkosten verbunden. Ausserdem bestünde ohne die entsprechenden Informationen und Unterlagen ein Risiko, dass sicherheitsrelevante Vorschriften nicht eingehalten werden könnten, die der Sicherheit im Betrieb und dem sicheren Umgang im Hinblick auf Mensch und Umwelt bei Wartungsarbeiten dienten.