Citation: 4A_455/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Für die Frage der mangelhaften Werkerstellung ist bedeutsam, welche Version der Pläne massgeblich ist, wozu die Vorinstanz die Parteierklärungen auslegte. Dagegen bringt die Beschwerdeführerin vor, das keine Unklarheit bestehe, es nichts auszulegen gebe und ein tatsächlich übereinstimmender Wille der Parteien vorliege. Mit diesen pauschalen Vorbringen zeigt sie nicht rechtsgenüglich auf, dass sie entgegen den Feststellungen der Vorinstanz einen solchen gemeinsamen Willen prozesskonform behauptet hätte (Erwägung 2.2). Die Vorinstanz legte damit die Parteierklärungen zu Recht nach dem Vertrauensprinzip aus. Gegen diese Auslegung präsentiert die Beschwerdeführerin bloss ihre eigene, bereits von der Vorinstanz verworfene Auffassung, dass die Pläne vom 11. Juni 2018 massgeblich seien. Sie setzt sich aber nicht, zumindest nicht hinreichend (Erwägung 2.1), mit den ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz auseinander, die im Detail darlegte, weshalb gestützt auf eine Auslegung nach dem Vertrauensprinzip die Pläne vom 17. Juli 2018 verbindlich seien. Es bleibt damit bei der Auslegung der Vorinstanz. Unbestritten ist, dass die Masse der von der Beschwerdegegnerin gelieferten Fenster den Plänen vom 17. Juli 2018 entsprochen haben. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, fehlt es daher an einer nicht vertragsgemässen Lieferung und somit an einer Voraussetzung für die Zusprechung der Kosten für die Ersatzvornahme. Ob die Beschwerdeführerin darüberhinaus die aus der Ersatzvornahme herrührenden Kosten hinreichend darlegt hat, braucht bei dieser Sachlage nicht weiter geklärt zu werden.