Citation: 1B_390/2019 E. A

A.a. A.________ und seine ehemalige Lebenspartnerin B.________ haben zwei gemeinsame Söhne, die bis zum 15. Oktober 2011 bei der Mutter in Zürich lebten. Die elterliche Sorge lag damals bei beiden Eltern. Am 15. Oktober 2011 holte A.________ die beiden damals drei- und fünfjährigen Kinder ab und reiste mit ihnen ohne Wissen und Zustimmung der Mutter in sein Heimatland Nigeria, wo er sie allein bei seiner Familie aufziehen wollte. Am 30. Oktober 2011 wurde A.________ in der Schweiz festgenommen und in Untersuchungshaft gesetzt. In der Folge wurde der Mutter zunächst superprovisorisch ab dem 25. November 2011, später definitiv die alleinige elterliche Sorge zugesprochen. A.________ weigerte sich jedoch, die Rückführung der Kinder in die Schweiz zu veranlassen. Mit Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 21. Oktober 2015 wurde A.________ wegen mehrfacher qualifizierter Entführung gemäss Art. 183 Ziff. 2 in Verbindung mit Art. 184 Abs. 4 StGB sowie wegen des mehrfachen Entziehens von Minderjährigen nach Art. 220 StGB zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren, unter Anrechnung der verbüssten Untersuchungshaft, verurteilt. Am 14. April 2016 bestätigte das Bundesgericht dieses Urteil (Urteil des Bundesgerichts 6B_1279/2015 vom 14. April 2016). A.b. Vor dem Strafvollzugsende leitete die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich eine neue Strafuntersuchung gegen A.________ ein, weil er weiterhin nichts zur Rückführung der beiden Kinder unternommen habe, die noch immer ohne jeglichen Kontakt zur Mutter in Nigeria lebten. Auf das Strafvollzugsende hin wurde er am 29. Oktober 2018 in seiner Zelle erneut verhaftet. Am 31. Oktober 2018 ordnete das Zwangsmassnahmengericht des Bezirks Zürich Untersuchungshaft an. Am 25. Februar 2019 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage wegen mehrfacher qualifizierter Entführung und mehrfachen Entziehens von Unmündigen. Am 7. März 2019 verfügte das Zwangsmassnahmengericht des Bezirks Dielsdorf Sicherheitshaft bis zum 29. Juli 2019. Ein nachfolgendes Haftentlassungsgesuch sowie verschiedene Beschwerden gegen die Haftentscheide von A.________ beim Obergericht des Kantons Zürich blieben erfolglos. Namentlich trat das Obergericht am 28. März 2019 auf eine Beschwerde mangels ausreichender Begründung nicht ein. Mit Urteil 1B_204/2019 vom 8. Mai 2019 trat das Bundesgericht auf eine dagegen erhobene Beschwerde ebenfalls nicht ein.