Citation: 2C_724/2017 E. 4.3.2

4.3.2. Der Beschwerdeführer hat somit über Jahre hinweg Vermögensdelikte in beträchtlichem Ausmass begangen. Wie die Vorinstanz zutreffend bemerkt, liess er sich offenbar nur durch Gefängnisaufenthalte von seinen kriminellen Machenschaften abhalten. Kaum vorzeitig aus dem Strafvollzug entlassen, delinquierte er weiter, um erneut Vermögensdelikte in noch grösserem Ausmass zu begehen. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, seine Ausbildung zum Transportfachmann würden ihm berufliche Perspektiven eröffnen und ihn in Zukunft davon abhalten, rückfällig zu werden, muss er sich entgegenhalten lassen, dass ihn in der Vergangenheit feste Arbeitsplätze mit regelmässigen Einkommen nicht von der Delinquenz abzuhalten vermochten. Die Vorinstanz führt zudem aus, dass der Beschwerdeführer sein vorheriges kriminelles Verhalten u.a. auf finanzielle Sorgen zurückgeführt habe. Mit Blick auf die exorbitanten Schulden des Beschwerdeführers besteht daher Anlass zur Befürchtung, dass dieser in Zukunft erneut versucht sein könnte, seine finanzielle Situation mit Hilfe von Vermögensdelikten aufzubessern. Schliesslich übersieht der Beschwerdeführer, dass die Einschätzung, ob ein Gefangener in das Arbeitsexternat überführt werden kann (vgl. Art. 77a StGB), nicht den gleichen Massstäben unterliegt wie die Beurteilung eines Widerrufs im Ausländerrecht. Wie das Bundesgericht bereits für die bedingte Entlassung festgehalten hat, lässt der Umstand, dass einem Straftäter das Arbeitsexternat bewilligt wird, nicht den Schluss zu, dass keine Gefahr mehr von ihm ausgeht (vgl. BGE 130 II 176 E. 4.3.3 S. 188 f.). Mit Blick auf die genannten Umstände, insbesondere das Ausmass und die Dauer der Delinquenz, welche trotz einer ersten schwerwiegenden Verurteilung kein Ende nahm, durfte die Vorinstanz von einer hinreichend schweren und auch gegenwärtigen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und einem nicht unerheblichen Rückfallrisiko ausgehen. Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA steht somit dem Widerruf der Aufenthaltsbewilligung nicht entgegen, soweit diese Bestimmung überhaupt anwendbar ist (E. 4.2 hiervor).