Citation: 1C_475/2019 E. 3.4

3.4. Dem Beschwerdeführer kann weiter nicht entgegengehalten werden, dass er kein Rechtsmittel gegen den Entscheid der Baubewilligungskommission Walzenhausen vom 2. Juli 2018, welche den Nichteintretensentscheid des kantonalen Amts vom 10. April 2018 enthielt, ergriffen hat. Der Beschwerdeführer war von jenem Entscheid materiell höchstens in unwesentlichen Nebenpunkten beschwert. Insbesondere hatte er die Wiederherstellung innerhalb von 30 Tagen beantragt, wohingegen die Baubewilligungskommission dafür eine Frist von 90 Tagen anordnete. Da er im Hauptpunkt materiell nicht beschwert war, hätte insoweit auf eine allfällige Beschwerde nicht eingetreten werden können. Allein wegen den Nebenpunkten eine Beschwerdeerhebung zu verlangen, erscheint nicht nur unzumutbar, sondern vermag auch das Fehlen der materiellen Beschwer im Hauptpunkt nicht zu beseitigen. Das liefe überdies auf einen prozessualen Leerlauf hinaus, wäre durch keine schutzwürdigen Interessen gerechtfertigt und würde die Verwirklichung des materiellen Rechts in unhaltbarer Weise erschweren. Im Ergebnis liegt daher eine formelle Rechtsverweigerung in der Form des überspitzten Formalismus und damit ein Verstoss gegen Art. 29 Abs. 1 BV vor (vgl. dazu vorne E. 3.2). Demnach hat der Beschwerdeführer seinen Anspruch auf Beteiligung am Rekursverfahren nicht verwirkt. Er ist am Rekursverfahren des Beschwerdegegners zu beteiligen.