Citation: 6B_97/2019 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz nimmt in Bezug auf die Anklage wegen qualifizierter Geldwäscherei an, B.________ sei im weitgehend gleichen Sachverhaltskomplex in Deutschland des Betruges schuldig gesprochen worden, wobei es auch bei einer Beurteilung nach schweizerischem Recht zu einer Verurteilung wegen Betruges gekommen wäre. Es liege somit eine Vortat im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB vor. Bei Vereitelungshandlungen im Sinne des Geldwäschereitatbestandes handle es sich um ein von der Vortat klar abgegrenztes Vorgehen mit einer neuen Zielsetzung. Es setze mithin eine neue und andere Phase krimineller Tätigkeit ein. Massgebend sei, ob die vorgenommenen Handlungen aufgrund der gesamten Umstände des Einzelfalls darauf angelegt seien, den Zugriff der Strafverfolgungsorgane auf die Vermögenswerte verbrecherischer Herkunft zu vereiteln. Die Anklageschrift umschreibe im Anklagepunkt der Geldwäscherei nur Tathandlungen, welche bereits Teil der Begründung des Vorwurfs der Gehilfenschaft zum Betrug bildeten. Dabei handle es sich im Wesentlichen um den vom Beschwerdeführer in seiner Funktion als Finanzintermediär und Treuhänder erledigten Zahlungsverkehr. Die Anklageschrift grenze die Phasen des Betruges und der Geldwäscherei ausschliesslich nach dem für die Beendigung des Betruges als massgeblich erachteten Zeitpunkt der letzten Auszahlung an einen der Kunden ab. Eine sich nach aussen manifestierende Veränderung der deliktischen Tätigkeit des Beschwerdeführers im Sinne eines Übergangs von betrügerischen Machenschaften zur Erlangung von Vermögenswerten und zur Aufrechterhaltung des Betrugssystems hin zu Bemühungen um Sicherung der Beute umschreibe sie nicht. Ein über die Unterstützung des Betruges hinausgehendes und daher zusätzlich zu ahndendes Unrecht sei in der vorliegenden Konstellation auch gar nicht erkennbar. Vor diesem Hintergrund sei der Beschwerdeführer für sein Handeln für die Phase nach Eingang der letzten Kundengelder nicht zusätzlich wegen Geldwäscherei zu bestrafen. Die Vorinstanz hat infolgedessen den Beschwerdeführer vom Vorwurf der Geldwäscherei freigesprochen (angefochtenes Urteil S. 123 ff.).