Citation: H 257/01 13.06.2003 E. 3.3

Zwar wurde im Steuerveranlagungsverfahren für die Steuerperiode 1997/98 eine interkantonale Steuerausscheidung vorgenommen. Aus dem Vergleich aller drei Veranlagungen der Steuerverwaltungen Bern vom 15. August 1997, Basel-Stadt vom 10. März 1998 sowie Baselland vom 26. Oktober 1998 sind die Grundlagen der Repartition indes in betraglicher Hinsicht nicht nachvollziehbar. Die Steuerveranlagungen weisen für die gleiche Liegenschaft jeweils unterschiedliche Repartitionswerte aus. Die in den einzelnen Veranlagungen angegebenen, Ausgangspunkt der Repartition bildenden Steuerwerte für die gleichen Liegenschaften stimmen ebenfalls nicht überein. Auch unter Berücksichtigung der für den jeweiligen Kanton geltenden, aus dem Kreisschreiben der Schweizerischen Steuerkonferenz betreffend die Regeln für die Bewertung der Grundstücke bei der interkantonalen Steuerausscheidung ersichtlichen Repartitionskoeffizienten, welche in der Steuerperiode 1997-1998 für den Kanton Bern 160 %, für Baselland 270 % und für Basel-Stadt 150 % betrugen, lassen sich diese masslichen Differenzen nicht schlüssig erklären. Insbesondere sind im in den Akten liegenden - entgegen der Auffassung der Vorinstanz unvollständigen - Steuerdossier keine Liegenschaftsschätzungen oder weitere Informationen betreffend die fraglichen Liegenschaften enthalten; ebenso wenig geht daraus der Grund für die Differenz der Liegenschaftsbewertung zur provisorischen Veranlagung hervor. Der Sachverhalt ist damit unvollständig festgestellt (Erw. 1 hievor) und es kann entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht ohne weiteres auf die in der Steuerveranlagung Basel-Stadt ausgewiesenen Repartitionswerte abgestellt werden. Vielmehr ist die Sache an die Ausgleichskasse zurückzuweisen, damit sie hinsichtlich der Höhe der Repartitionswerte weitere Abklärungen treffe, insbesondere weitere Auskünfte bei den Steuerbehörden einhole und hernach neu verfüge.