Citation: 1B_228/2021 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz führte aus, soweit das Strafverfahren wegen unrechtmässigen Bezuges von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe (Art. 148a StGB) die Ehefrau betreffe, handle es sich nicht um einen Bagatellfall, weil dieser als Ausländerin eine Landesverweisung nach Art. 66a Abs. 1 lit. e StGB drohe. Auch sprach die Vorinstanz explizit von der Möglichkeit, dass die Aussagen des Beschwerdeführers Einfluss auf den Entscheid betreffend diese Landverweisung und damit auch Auswirkungen auf sein eigenes Leben haben könnten. Über die genannte Möglichkeit hinaus ist aber bei dieser Sachlage ohne Weiteres auch davon auszugehen, dass Aussagen der Ehefrau im Strafverfahren die strafrechtliche Beurteilung des Verhaltens des Beschwerdeführers beeinflussen können. Damit liegt ein Interessenkonflikt vor.