Citation: 9C_552/2021 E. 6

Neben ihrer Tätigkeit bei der Beschwerdeführerin (seit Oktober 2013) ging die Beigeladene im Haupterwerb (seit April 2006) einer selbständigen Tätigkeit nach. Letzteres bleibt indessen ohne präjudizielle Wirkung für die im vorliegenden Verfahren streitige Frage. Übt nämlich eine versicherte Person gleichzeitig mehrere Erwerbstätigkeiten aus, ist die beitragsrechtliche Qualifikation nicht aufgrund einer Gesamtbeurteilung vorzunehmen. Vielmehr ist jedes einzelne Erwerbseinkommen dahin zu prüfen, ob es aus selbständiger oder unselbständiger Erwerbstätigkeit stammt (BGE 144 V 111 E. 6.1, 123 V 161 E. 4a, 122 V 169 E. 3b). Wie die Vorinstanz richtig erwogen hat und die Beschwerdeführerin selber einräumt, vermögen bei dieser Prüfung die zivilrechtlichen Verhältnisse allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die AHV-rechtliche Qualifikation zu bieten, sind jedoch nicht entscheidend (vgl. E. 3.2 hievor). Dies gilt namentlich für die Frage, ob zwischen der Beschwerdeführerin und der Beigeladenen ein Arbeitsvertrags- oder - wie die Beschwerdeführerin geltend macht - ein Auftragsverhältnis bestand. Nicht entscheidend ist des Weiteren der blosse Umstand, dass die Beigeladene gegenüber der Beschwerdeführerin anlässlich jeder Honorarabrechnung aufs Neue unterschriftlich bestätigen musste, die empfangenen Entgelte "als Selbständigerwerbende/r vollständig nach den gesetzlichen Vorgaben zu deklarieren und abzurechnen". Gänzlich unerheblich für die fragliche Qualifikation der Tätigkeit der Beigeladenen ist, ob der Schwerpunkt der Tätigkeit der Beschwerdeführerin im Seminarbereich (so die Vorinstanz) oder in der Hotellerie/ Gastronomie lag (so die Beschwerdeführerin). Weiterungen dazu erübrigen sich.