Citation: 8C_501/2018 E. 3.2

3.2. Die Vorbringen in der Beschwerde vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Die sorgfältige vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin vermag nicht darzulegen und es sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, inwiefern das kantonale Gericht Bundesrecht verletzt haben soll, indem es der medizinischen Beurteilung der Dres. med. C.________ und D.________ folgte und das Vorliegen eines zum Tode führenden Pleuramesothelioms nicht als bewiesen ansah. Es finden sich in den Akten keine konkreten Hinweise, die auch nur geringe Zweifel an diesen medizinischen Darlegungen hervorzurufen vermöchten. Die Beschwerdeführerin geht sodann selbst von der Tatsache aus, dass Pleuraplaques und eine Pleuraverdickung festgestellt wurden, ein Pleuramesotheliom jedoch lediglich verdachtsweise vorlag. Dementsprechend wurde auch im Versicherungsbericht des Spitals E.________ vom 1. September 2016 eine Pleuraverdickung diagnostiziert und ein Mesotheliom differenzialdiagnostisch in Erwägung gezogen. Wiedergegeben wurde darin der Radiologiebefund vom 11. Dezember 2015, wonach die CT des Thorax eine Atelektase/Konsolidation des rechten Unterlappens mit Begleiterguss ergab (DD: ein zentraler Tumor möglich. DD: Pleuramesotheliom bei bekannten verkalkten Pleuraplaques mit leichtgradiger Progredienz). Neu aufgetreten war eine ausgeprägte Anasarka. Es steht aufgrund sämtlicher medizinischer Berichte des Spitals E.________ fest, dass beim polymorbiden verstorbenen Versicherten u.a. ein progredientes hormonrefraktäres metastasiertes Prostatakarzinom mit ausgedehnten generalisierten Skelettmetastasen mit zunehmendem Lymphoedem in den Beinen und Schmerzexazerbation, eine hypertensive Herzerkrankung und eine chronische Niereninsuffizienz sowie eine Leberzirrhose CHILD bei C2 Abusus vorlagen (Austrittsbericht vom 30. März 2016). Nachdem weder eine Pleurapunktion oder Tumormarkerbestimmung noch postmortal eine Autopsie erfolgten, ist in beweisrechtlicher Hinsicht mit der Vorinstanz gestützt auf die schlüssige und nachvollziehbare Beurteilung der Dres. med. C.________ und D.________ vom 12. September und 23. September 2016 ein Pleuramesotheliom lediglich möglich. Bei dieser Sachlage bedeutet der in antizipierter Beweiswürdigung erfolgte Verzicht auf weitere Abklärungen im Sinne des beantragten medizinischen Gutachtens und der Befragung der Beschwerdeführerin keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Dadurch wird auch nicht das Recht auf Beweis verletzt (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 6 Ziff. 1 EMRK). Die Vorinstanz legte zutreffend dar, weshalb hieraus kein zusätzlicher Erkenntnisgewinn zu erwarten ist. Nicht durchzudringen vermag die Beschwerdeführerin ferner mit dem Einwand, Vorinstanz und Beschwerdegegnerin hätten es unterlassen, den aufgrund des Todes erstellten Bericht hinzuzuziehen, worin höchstwahrscheinlich die Todesursache vermerkt sei. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, warum sie sich erstmals letztinstanzlich auf diesen Bericht beruft. Inwiefern erst der vorinstanzliche Entscheid dazu Anlass gegeben haben soll, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht nachvollziehbar dargelegt, weshalb dieser neue tatsächliche Einwand unter das Novenverbot fällt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Ohnehin leuchtet nicht ein, weshalb hieraus ohne Obduktion neue entscheidwesentliche Erkenntnisse zu erwarten gewesen wären. Es ist demnach bei der vorliegenden medizinischen Situation nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz eine asbest-assoziierte Todesursache als nicht hinreichend bewiesen ansah. Sie missachtete auch keine Beweisregeln, wenn sie dabei den für die Feststellung der anspruchserheblichen Tatsachen im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) anwendete und keine Beweiserleichterungen gewährte.