Citation: 6S.338/2001 23.08.2001 E. 5

5.- Der Beschwerdeführer stellt nicht in Frage, den objektiven und subjektiven Tatbestand der Beschimpfung nach Art. 177 Abs. 1 StGB erfüllt zu haben. Er macht jedoch geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht den fakultativen Strafausschliessungsgrund des Art. 177 Abs. 2 StGB verneint (Beschwerde, S. 9 ff.) Die Vorinstanz führt eingehend und zutreffend aus, weshalb vorliegend weder der Strafausschliessungsgrund des Art. 177 Abs. 2 StGB noch derjenige nach Abs. 3 der Norm gegeben ist. Darauf kann vollumfänglich verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 StGB; angefochtenes Urteil, S. 43 f.). Aus den gleichen Gründen kommt eine Strafmilderung nach Art. 64 al. 3 und 6 StGB nicht in Betracht (vgl. Beschwerde, S. 10 unten). Anzumerken bleibt nur, dass Z.________ ein zwar möglicherweise als aufreizend empfundenes Verhalten an den Tag gelegt haben mag, dieses jedoch nicht als ungebührlich bezeichnet werden kann. Der Wunsch, seine Familie über sein Verbleiben zu avisieren, war legitim. Das gilt angesichts der ihm vorgeworfenen Bagatelle und der kaum Schwierigkeiten bietenden Abklärung seiner Identität auch für sein wiederholtes Läuten, um auf dieses Anliegen aufmerksam zu machen. Die Bemerkung schliesslich, wonach der Übergriff des Beschwerdeführers Konsequenzen für diesen haben werde, war eine berechtigte Reaktion, obwohl der Tonfall und die Vertraulichkeit der Anrede fehlenden Respekt zum Ausdruck bringen. Dies hatte der Beschwerdeführer aber seiner vorangehenden Verfehlung zuzuschreiben.