Citation: U 124/02 27.01.2003 E. 2

Die Beschwerdeführerin leidet unbestrittenermassen an Asthma bronchiale und Rhinitis (Rhinorrhoe). Dabei handelt es sich um eine Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVG, denn das Leiden ist - mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b) - zumindest "vorwiegend", also entsprechend den Anforderungen der Rechtsprechung im Rahmen des gesamten Ursachenspektrums zu mehr als 50 % (BGE 119 V 200 f. Erw. 2a; SVR 2000 UV Nr. 22 S. 75 Erw. 1a), durch die in Ziff. 2 lit. b Anhang 1 UVV (Erkrankungen der Atmungsorgane) aufgeführten "Arbeiten in Stäuben von Baumwolle" verursacht worden. Die SUVA hat hiefür denn auch gestützt auf Art. 78 der Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (VUV) vom 19. Dezember 1983 eine Nichteignungsverfügung erlassen sowie eine Übergangsentschädigung gemäss Art. 86 ff. VUV zugesprochen.