Citation: 2A.275/2004 11.11.2004 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer bestreitet im Wesentlichen den von der Rekurskommission zugrunde gelegten Sachverhalt. Namentlich soll die Person, die am 16. Dezember 2003 die eingeschriebene Verfügung des Steueramtes bei der Post in Brig abgeholt hat, von der Vertreterin des Beschwerdeführers nicht schriftlich bevollmächtigt gewesen sein. 3.2 Gestützt auf den sich bei den Akten befindlichen Postrückschein nahm die Rekurskommission an, dass die fragliche Verfügung vom 12. Dezember 2003 von der Vertreterin des Beschwerdeführers am 16. Dezember 2003 in Empfang genommen worden war. Um allfällige Zweifel über die korrekte Zustellung zu beseitigen, gab die Rekurskommission dem Beschwerdeführer Gelegenheit, sich dazu bis am 18. März 2004 zu äussern. Da er sich - trotz Hinweis auf die Säumnisfolgen - nicht fristgerecht vernehmen liess, durfte die Rekurskommission davon ausgehen, dass ihre Sachverhaltsannahme richtig sei. Dieser im vorliegenden Zusammenhang ausreichend abgeklärte Sachverhalt ist nach Art. 105 Abs. 2 OG auch für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich. 3.3 Der Beschwerdeführer macht allerdings geltend, er habe die Frist vom 18. März 2004 unbenutzt verstreichen lassen, weil ein Geschäftsführer seiner Vertreterin wegen schwerer Krankheit und Therapie im Ausland verhindert gewesen sei. Ein entschuldbarer erheblicher Verhinderungsgrund (vgl. Art. 35 Abs. 1 OG, Art. 24 Abs. 1 VwVG; BGE 125 V 262 E. 5d S. 265, mit Hinweisen) ist aber nicht rechtsgenüglich nachgewiesen: Der in Zürich wohnhafte - angeblich erkrankte und im Ausland behandelte - Geschäftsführer hat die Verfügung der Rekurskommission vom 4. März 2004 am 9. März 2004 entgegengenommen, so dass bis zum Ablauf der Vernehmlassungsfrist volle neun Tage blieben. Von einem Unternehmen, das sich auf Steuerberatung und -vertretung spezialisiert und von einem diplomierten Steuerexperten und Lehrer an einer schweizerischen Steuerakademie (mit)geleitet wird, darf erwartet werden, dass es einen Organisationsgrad aufweist, der eine gehörige Stellvertretung sowie den notwendigen Informationsfluss zwischen den beiden Geschäftsführern gewährleistet, so dass eine behördlich angesetzte Frist in einem laufenden Verfahren gewahrt werden kann. Weder behauptet der Beschwerdeführer noch weist er nach, dass dieser Geschäftsführer, der offenbar für seine Behandlungen (Chemotherapie wegen eines Krebsleidens) mehrfach nach München und Frankfurt reisen musste, so überraschend erkrankte, dass es ihm innerhalb der verbleibenden Zeit bis zum Fristablauf nicht möglich war, ein Fristverlängerungsgesuch bei der Rekurskommission einzureichen, oder den zweiten Geschäftsführer entsprechend zu instruieren. Er hat zudem in seinem Schreiben vom 5. April 2004 an die Rekurskommission kein Fristwiederherstellungsgesuch gestellt (vgl. § 12 des zürcherischen Gesetzes vom 24. Mai 1959 über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen [Verwaltungsrechtspflegegesetz]) und diesem Schreiben auch keinerlei Unterlagen betreffend die Behandlungen der schweren Krankheit und die Auslandaufenthalte beigelegt, weshalb für die Rekurskommission kein Anlass bestand, auf den bereits gefällten Beschluss zurückzukommen.