Citation: 8C_339/2022 E. 5.3.3

5.3.3. Fehl geht ferner das Vorbringen, die Frage der Unfallkausalität der weiteren geltend gemachten Beschwerden (namentlich bezüglich Knie, Sprunggelenk, Schulter/Arm sowie Rücken) und deren allfällige Erheblichkeit für die Beurteilung des Integritätsschadens lasse sich nur mittels medizinischen Gutachtens beurteilen, welches die Vorinstanz hätte einholen müssen. Aufgrund des Urteils 8C_624/2020 vom 16. April 2021 oblag es der Vorinstanz einzig - mit Blick auf den erstreckten Prüfungszeitraum im Rahmen der Rückweisung an die Suva bis zum Erlass des Einspracheentscheids vom 10. Juli 2019 -, die nach ihrem Entscheid vom 30. August 2017 eingereichten Dokumente zum medizinischen Sachverhalt in die Beurteilung miteinzubeziehen. Der natürliche Kausalzusammenhang eines geltend gemachten Gesundheitsschadens mit einem Unfallereignis ist wohl eine medizinische Frage, wie der Beschwerdeführer richtig einwendet Dennoch sind die entsprechenden medizinischen Unterlagen beweisrechtlich zu würdigen (BGE 125 V 351 E. 3a). Dies hat die Vorinstanz bundesrechtskonform getan und - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - keine eigene medizinische Wertung vorgenommen, weshalb sie auf weitere medizinische Abklärungen verzichten durfte. Sie erwog hierzu, dass die Knieschmerzen erstmals aktenkundig im September 2014 und die Sprunggelenksbeschwerden im August 2015 aufgetreten seien. Soweit sie die Argumentation des Beschwerdeführers, er habe diese aufgrund der Schmerzmittelmedikation und der Schonung nicht früher bemerken können, als nicht stichhaltig bewertete, ist dies nicht zu beanstanden. Gleiches gelte für die seit ca. April 2015 beklagten Schulterbeschwerden. Mit der Vorinstanz ist zu betonen, dass sich der Beschwerdeführer ausweislich der medizinischen Akten beim Unfall im Jahr 2011 einzig die LWS-Fraktur zuzog. Die Vorinstanz wies zutreffend darauf hin, dass die behandelnden Ärzte diese, soweit sie sie überhaupt als unfallkausal gewertet hätten, ausschliesslich mit dem vom Beschwerdeführer geschilderten zeitlichen Verlauf begründeten, was einen unzulässigen "Post-hoc-ergo-propter-hoc"-Schluss darstelle (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/bb; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 154, 8C_672/2020 E. 4.2). Die vorinstanzliche Beweiswürdigung hinsichtlich der Unfallkausalität der geltend gemachten Beschwerden hält vor Bundesrecht stand. Es ergibt sich aus keinem der medizinischen Berichte nachvollziehbar und schlüssig, weshalb die angeführten Beschwerden, ausgenommen die spinalen Unfallfolgen, als unfallkausal zu beurteilen sein sollen. Wie bereits dargelegt, reicht es hierzu nicht aus, dass die Beschwerden erst nach dem Ereignis vom 10. August 2011 auftraten. So wurde beispielsweise im Bericht des Dr. med. E.________ vom 4. September 2015 festgehalten, dass sich der Beschwerdeführer auch Schäden am linken Knie und linken Fussgelenk beim Unfall zugezogen habe; vorgängig habe er nie Schmerzen im linken Bein gehabt. Eine nachvollziehbare Begründung für unfallkausale Schäden lässt sich hieraus, wie auch aus den späteren Berichten der behandelnden Ärzte, nicht entnehmen. Auf die Vorbringen in der Beschwerde hinsichtlich der somit nicht unfallkausalen Beschwerden an Knie, Schulter, Nacken und Sprunggelenk ist demnach nicht weiter einzugehen. Korrekt sind ebenfalls die Ausführungen der Vorinstanz zum behaupteten unfallbedingten Milzschaden. Zu wiederholen ist, dass die anlässlich der am Unfalltag durchgeführten Ultraschalluntersuchung als Läsion bezeichnete Auffälligkeit mittels gleichentags erfolgter CT als zentrale Milzverkalkung (DD: verkalktes Hämangiom, verkalte Zyste) diagnostiziert wurde. Organverletzungen wurden klar verneint.