Citation: 6B_912/2018 E. 3.4

3.4. Nicht zu hören ist der Beschwerdeführer schliesslich, wenn er rügt, die Vorinstanz habe den Umstand, dass er die Tat nur versucht habe, nicht ausreichend gewichtet bzw. die Strafe nicht genügend gemildert. Der Umfang der Reduktion der Strafe hängt unter anderem von den tatsächlichen Folgen der Tat und der Nähe des tatbestandsmässigen Erfolgs ab (vgl. zum alten Recht BGE 127 IV 101 E. 2b S. 103; 121 IV 49 E. 1b S. 54; bestätigt in den Urteilen 6B_587/2015 vom 6. April 2016 E. 1.3.3 und 6B_281/2014 vom 11. November 2014 E. 3.6). Die Vorinstanz führt unter Verweis auf diese Rechtsprechung aus, der Beschwerdeführer habe mit der abgebrochenen Bierflasche mehrfach gegen den Oberkörper und den Kopf des Geschädigten eingeschlagen bzw. -gestochen, wobei er unter anderem die oberflächliche Schläfenarterie und die querverlaufende Schlagader des Gesichts des Geschädigten durchtrennt habe. Dass die dadurch verursachten lebensbedrohlichen Verletzungen letztlich nicht zum Tod des Geschädigten geführt hätten, sei einzig der sofortigen medizinischen Versorgung und der anschliessenden spitalärztlichen Intervention zu verdanken. Sodann sei der Beschwerdeführer nach der Tat davongerannt und habe nichts unternommen, um dem Geschädigten zu helfen (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 3.1.3 S. 36). Wenn die Vorinstanz im Lichte dieser Umstände die hypothetische Einsatzstrafe von 8 Jahren aufgrund der versuchten Tatbegehung um ein Jahr reduziert, liegt dies noch im Bereich ihres sachrichterlichen Ermessens. Ob der Geschädigte - wie vom Beschwerdeführer vorgebracht - ohne ärztliche Versorgung tatsächlich "erst" innert drei Stunden verblutet wäre, kann dabei offen bleiben, zumal der Eintritt des tatbestandsmässigen Erfolgs auch hier noch als nahe bezeichnet werden kann. Soweit der Beschwerdeführer zudem behauptet, er sei nach der Auseinandersetzung nicht einfach davon gerannt, sondern sei von dem ihm nachfolgenden Geschädigten geflüchtet, ist darauf von vornherein nicht einzutreten, zumal er hierbei den vorinstanzlichen Sachverhalt ergänzt, ohne aber Willkür geltend zu machen oder zu begründen. Schliesslich vermögen auch die Vorbringen, dass der Geschädigte am 30. Mai 2016 das Spital bereits wieder verlassen konnte, zwei Wochen später wieder arbeitsfähig war und angeblich keine bleibenden Schäden vom Vorfall davon trug, die Strafzumessung nicht als bundesrechtswidrig auszuweisen. Angesichts dessen, dass der Geschädigte lebensbedrohlich verletzt wurde, von den Rettungssanitätern medizinisch betreut und im Spital notfallmässig operiert werden musste, der Eintritt des tatbestandsmässigen Erfolgs als nahe bezeichnet werden kann und der Beschwerdeführer nach der Tat nichts unternahm, um dem Geschädigten zu helfen, durfte die Vorinstanz davon absehen, die Strafe aufgrund der versuchten Tatbegehung um mehr als ein Jahr zu reduzieren. Die Vorinstanz verletzt das ihr bei der Strafzumessung zustehende Ermessen nicht, wenn sie für die versuchte eventualvorsätzliche Tötung eine Freiheitsstrafe von 7 Jahren ausfällt.