Citation: 6B_1294/2022 E. 1.4.1

1.4.1. Die Vorinstanz stellt vorab fest, die Beschwerdeführerin sei geständig und habe die einzelnen Werte der gestohlenen Schmuckstücke sowie den Gesamtdeliktsbetrag stets anerkannt. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Sie beanstandet, die Vorinstanz habe ihr Geständnis nicht überprüft und verletze damit Art. 160 StPO. Ist die beschuldigte Person geständig, so prüfen Staatsanwaltschaft und Gericht die Glaubwürdigkeit ihres Geständnisses und fordern sie auf, die näheren Umstände der Tat genau zu bezeichnen (Art. 160 StPO). Ein Geständnis ist wie jedes andere Beweismittel zu überprüfen. Für dessen Glaubhaftigkeit sind vor allem die Einzelheiten des Tathergangs relevant (vgl. Urteil 6B_576/2020 vom 18. März 2022 E. 3.3 mit Hinweis). Vorliegend erstreckt sich das Geständnis der Beschwerdeführerin auf den Sachverhalt gemäss Anklageschrift und deckt sich auch mit dem Untersuchungsergebnis. Folglich ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz auf ihr Geständnis abstellt und die Höhe der Deliktssumme mitunter gestützt darauf erstellt. Die Beschwerdeführerin kann nichts für sich daraus ableiten, wenn sie vorbringt, sie habe keinerlei Kenntnis über Edelmetalle und habe nicht einschätzen können, wie viel Wert ein Stück habe. Selbst wenn - wie sie vorbringt - sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Gerichte sie nicht näher über den Wert befragt haben, ist daraus nicht erkennbar, inwieweit Art. 160 StPO verletzt sein soll.