Citation: 1C_591/2021 E. B

Am 30. April 2019 reichte die Sunrise bei der Gemeinde Ostermundigen betreffend die Systemerneuerung der bestehenden Mobilfunkanlage auf der Parzelle Gbbl. Nr. 1432 ein Baugesuch ein. Dieses sieht den Austausch der bestehenden sechs Antennen und die Neuinstallation von drei adaptiven Antennen der fünften Mobilfunkgeneration (5G; New Radio) vor. Die Antennen sollen im höchstbelasteten Sektor eine maximale kumulierte Sendeleistung von 1500 W aufweisen. Zudem soll das Spektrum der verwendeten Frequenzen erweitert werden. Gegen das Baugesuch erhoben namentlich A.________, B.________, C.________, D.________, E.________, F.________, G.________, H.________ und I.________ (nachstehend: Einsprecher) Einsprache. Die Einsprecher machten namentlich geltend, das Bauvorhaben widerspreche Art. 11a GBR. Am 5. September 2019 forderte die Gemeinde Ostermundigen die Sunrise schriftlich auf, eine Standortevaluation gemäss Art. 11a GBR nachzureichen. Mit Schreiben vom 10. September 2019 machte die Sunrise geltend, eine solche Evaluation sei nicht erforderlich, da die kantonale Besitzstandsgarantie die Modernisierung einer bestehenden Anlage zulasse. Mit Gesamtentscheid vom 14. November 2019 wies die Gemeinde Ostermundigen die Einsprachen ab und erteilte der Sunrise die verlangte Baubewilligung. Dabei ging die Gemeinde davon aus, die bewilligte Modernisierung einer bestehenden Antennenanlage entspreche der in Art. 11a Abs. 6 GBR vorgesehenen Koordination mit solchen Anlagen. Mit Entscheid vom 21. April 2020 hob die Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) den kommunalen Bauentscheid vom 14. November 2019 in Gutheissung einer dagegen von den Einsprechern erhobenen Beschwerde auf und erteilte dem Baugesuch der Sunrise vom 30. April 2019 den Bauabschlag. Die dagegen von der Sunrise eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 31. August 2021 ab.