Citation: 2C_1116/2018 E. 5

Gemäss dem angefochtenen Urteil erklärte die KSTV/GL mit zwei Schreiben vom 11. Dezember 2008 und 12. November 2010, dass aufgrund der Geschäftstätigkeit der Beschwerdeführerinnen ab dem 1. Januar 2007 (Beschwerdeführerin 1) bzw. ab dem 1. Januar 2008 (Beschwerdeführerin 2) bei der direkten Bundessteuer der "Inlandum satz" besteuert werde, wobei dieser "Inlandumsatz" den in der Schweiz angefallenen Kosten (ohne Einbezug der inländischen Bruttolohnsumme) mit einem Aufschlag von 50 % entspreche (E. 2.1 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, bei diesen Schreiben handle es sich um ein für die Steuerbehörden verbindliches "Ruling", weshalb die Veranlagungen für die direkte Bundessteuer 2009 bis 2011 entsprechend diesen Schreiben vorzunehmen seien. Demgegenüber stellen sich die ESTV, die KSTV/GL und die Vorinstanz auf den Standpunkt, dass sich die Beschwerdeführerinnen nicht auf die Schreiben vom 11. Dezember 2008 und 12. November 2010 berufen könnten, weil diese bundesrechtswidrig und damit nicht zu be achten seien. Uneinigkeit besteht somit hinsichtlich der Frage, ob die erwähnten beiden Schreiben als "Steuerruling" Bindungswirkung für die Steuerbehörden entfalten.