Citation: 6B_736/2024 E. 1.4.3

1.4.3. Aus den gleichen Gründen kann auch auf die Rüge, der Grundsatz des fairen Verfahrens gemäss Art. 6 EMRK sei verletzt, nicht eingetreten werden. Im vorinstanzlichen Urteil finden sich keine tatsächlichen Feststellungen zu den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Verfehlungen, die ihres Erachtens zu einer Verletzung von Art. 6 EMRK führen. Wie dargelegt, trifft die Vorinstanz in ihrem Urteil keine Tatsachenfeststellungen hinsichtlich der Umstände vor und während den Einvernahmen der Beschwerdeführerin, inkl. jener vor Obergericht und der Frage, ob die Beschwerdeführerin in der Lage war, den Einvernahmen zu folgen. Ebenso wenig thematisiert die Vorinstanz die Umstände der Einvernahmen von weiteren Personen und die Frage, wer daran teilnahm und wer auf eine Teilnahme verzichtete. Schliesslich äussert sich die Vorinstanz - mit Ausnahme des Berichtsrapports zur technischen Abklärung der angeblich auffälligen Geräusche des Fahrzeugs der Beschwerdeführerin - nicht zu den verschiedenen Berichtsrapporten, was indessen nicht zu beanstanden ist, da die Beschwerdeführerin selbst vorbringt, es seien diesbezüglich nie Konfrontationsanträge gestellt worden (vgl. zum Konfrontationsrecht in Zusammenhang mit Berichten der Polizei: Urteil 6B_1110/2023 vom 23. Mai 2024 E. 3.3.5 und E. 3.4.4 mit Hinweisen), und sich ihr Antrag auf Entfernung aus den Akten einzig auf den obgenannten Berichtsrapport zur technischen Abklärung des Fahrzeugs der Beschwerdeführerin bezog (Urteil S. 7; kantonale Akten, pag. 5214 ff.). Damit fehlen die tatsächlichen Grundlagen dafür, um den neuen rechtlichen Vorwurf, das Verfahren gegen die Beschwerdeführerin sei nicht fair gewesen, beurteilen zu können, weshalb auf diese erstmals vor Bundesgericht erhobene Rüge nicht einzutreten ist.