Citation: 2C_529/2019 E. 5.2.2

5.2.2. Der vorinstanzlich nur in knapp rechtsgenüglicher Weise bestätigten Auffassung der Sicherheitsdirektion ist zu folgen. Nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung stellt der Betäubungsmittelhandel eine schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA dar, wobei sich das Bundesgericht bei der Würdigung von Betäubungsmitteldelikten mit Blick auf aufenthaltsbeendende Massnahmen "particulièrement rigoureux" zeigt (BGE 139 II 121 E. 5.3 S. 126; vgl. Urteile 6B_378/2018 vom 22. Mai 2019 E. 3.5, zur Publikation vorgesehen; 2C_401/2012 vom 18. September 2012 E. 3.3 i.f.). Bei dieser Ausgangslage bestehen im Rahmen von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA keine allzu hohen Anforderungen an die Wahrscheinlichkeit einer künftigen Straffälligkeit. Die Auffassung, infolge einer ungenügenden Einkommenssituation bestehe eine genügend hinreichende Wahrscheinlichkeit für eine künftige Straffälligkeit, ist im Lichte der wiederholten Straffälligkeit sowie des spezifischen Umstands, dass der Beschwerdeführer zuvor wegen Raubes zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden ist, nicht zu beanstanden. Jedenfalls bringt der Beschwerdeführer nichts vor, was dieser Beurteilung entgegenstehen würde. So spielt es keine Rolle, ob die Freiheitsstrafen bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen worden sind (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.1 S. 18 f.; 139 I 31 E. 2.1 f. S. 32 f.; Urteil 2C_417/2018 vom 19. November 2018 E. 4.2). Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer mit Strafurteil vom 6. April 2017 zu einer - nach seiner Auffassung lediglich - bedingten Freiheitsstrafe von 16 Monaten verurteilt worden ist, kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten. Insbesondere ergibt sich daraus - auch implizit - keine günstige Prognose mit Blick auf sein künftiges Wohlverhalten. Sodann ist auch die Zeitspanne, die zwischen den beiden Strafurteilen vom 29. September 2010 und vom 6. April 2017 liegt, nicht in massgebender Weise zu seinen Gunsten zu werten. Ausschlaggebend ist das Wohlverhalten seit der letzten Straffälligkeit und nicht die Zeitspanne zwischen den Straftaten. Zwischen seiner letzten Straffälligkeit und dem Widerruf der Aufenthaltsbewilligung liegt jedenfalls keine derart lange Zeitspanne, damit sein bisheriges Wohlverhalten entscheidrelevant berücksichtigt werden müsste (vgl. auch BGE 136 II 5 E. 4.3 S. 20).