Citation: 5A_101/2017 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht zunächst eine Verletzung von Art. 55 ZPO vor. Anstatt bei der Neuberechnung des Überschusses den Betrag von Fr. 9'037.-- zu berücksichtigen, den beide Parteien als ehelichen Bedarf anerkannt hätten, berechne es den Bedarf während des Zusammenlebens neu. Darin erblickt der Beschwerdeführer eine Verletzung der Dispositionsmaxime. Für den Fall, dass er mit dieser Rüge nicht durchdringen sollte, macht der Beschwerdeführer geltend, dass der Vorinstanz bei der Feststellung der Steuerbelastung (als Element des ehelichen Bedarfs) eine Aktenwidrigkeit unterlaufen sei. Das Obergericht stütze sich auf die Steuerveranlagung 2011 (Act. 24b der vom Ehemann in erster Instanz eingereichten Beweismittel), berücksichtige mit dem Betrag von Fr. 24'794.95 (vgl. E. 5.1) aber nur die veranlagten Staats- und Gemeindesteuern. Aus der besagten Aktenstelle sei ersichtlich, dass die Parteien im Jahr 2011 zusätzlich Fr. 4'997.-- an direkter Bundessteuer bezahlten, womit sich die gesamte Steuerbelastung im Jahr 2011 auf insgesamt Fr. 29'791.95 bzw. auf monatlich Fr. 2'482.70 belaufe. Die Vorinstanz habe Act. 24b "offensichtlich nicht vollständig gelesen", womit die Sachverhaltsfeststellung bezüglich der Steuerbelastung während des Zusammenlebens offensichtlich unrichtig sei. Schliesslich beruft sich der Beschwerdeführer auf Erwägung 4.1.4 des Urteils 5A_24/2016 vom 23. August 2016, wonach es "richtig" sei, die Kinderkosten für die Berechnung des nachehelichen Unterhalts ausser Acht zu lassen, auch wenn sie die zuletzt gelebte gemeinsame Lebenshaltung beeinflusst haben. Er versteht diesen Passus als "verbindliche Anordnung", die Kinderkosten "konsequenterweise" auch bei der Berechnung der Steuerlast während des Zusammenlebens wegzulassen und dementsprechend die Steuerbelastung ohne die Kinderabzüge zu ermitteln. Indem das Obergericht dies nicht berücksichtige, setze es sich über das bundesgerichtliche Urteil hinweg, was einer Rechtsverweigerung gleichkomme und ohne Weiteres zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führe.