Citation: K 145/04 24.05.2005 E. 2

Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin für die Kosten einer Brücke oder lediglich für eine Stiftzahnversorgung aufzukommen hat. Die behandelnde Zahnärztin hat die letztere Variante als nicht angezeigt erachtet, weil die Langzeit-Haltbarkeit der quer gebrochenen Zahnkrone nach einer solchen Behandlung nicht garantiert werden könnte. Auch sei die Wurzel dieses Zahnes zu kurz gewesen. Nach Ansicht des Vertrauensarztes der Beschwerdegegnerin trifft dies aufgrund der Röntgenbilder nicht zu, kann jedoch nicht mehr nachgewiesen werden, nachdem der Zahn extrahiert und entsorgt worden ist. Das kantonale Gericht hat zu Recht erwogen, dass die von der behandelnden Zahnärztin empfohlene Sanierung mittels Brücke nicht durch den Unfall, sondern durch den schlechten Vorzustand notwendig geworden ist: Der gebrochene Zahn war bereits erheblich geschädigt, das heisst mit Füllungen versehen, und wurzelbehandelt. Der Beschwerdeführer bestreitet denn auch nicht, dass die von seiner Zahnärztin vorgeschlagene Behandlung dazu führen würde, dass seine Zähne besser versorgt wären als vor dem Unfall und ihm dadurch Kosten erspart würden. Entgegen seiner Auffassung ist dies jedoch mit dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit nicht vereinbar. Bei mehreren möglichen Behandlungen hat nämlich eine Abwägung zwischen den Kosten und dem Nutzen der einzelnen Vorkehren stattzufinden, wobei von zwei gleichermassen zweckmässigen Behandlungen grundsätzlich nur die kostengünstigere als notwendig und wirtschaftlich gilt (BGE 128 V 69 f. Erw. 6; Gebhard Eugster, Das Wirtschaftlichkeitsgebot nach Art. 56 Abs. 1 KVG, in: Wirtschaftlichkeitskontrolle in der Krankenversicherung, St. Gallen 2001, S. 38 ff.; François-X. Deschenaux, Le précepte de l'économie du traitement dans l'assurance-maladie sociale, en particulier en ce qui concerne le médecin, in: Festschrift 75 Jahre Eidgenössisches Versicherungsgericht, Bern 1992, S. 535 f.). Auch geht es hier nicht um eine Kürzung von Versicherungsleistungen, sondern um die Übernahme der unfallbedingten Kosten.