Citation: 5A_922/2013 E. 3.1

3.1. Gemäss den im angefochtenen Entscheid wiedergegebenen Feststellungen des Bezirksgerichts geht es um eine Mietzinskaution, welche im Jahr 2000 von einem Gastronomiebetrieb für einen Mietvertrag an der D.________gasse geleistet und offenbar für den Umbau des Lokals verwendet wurde, wobei die Beschwerdegegnerin damals die Liegenschaftsverwaltung besorgt und den Beschwerdeführer über all diese Vorgänge informiert habe. Beim Mieterwechsel im Restaurantbetrieb sei die Mietzinskaution nicht zurückbezahlt, sondern direkt zwischen dem Vor- und Nachmieter geregelt bzw. auf diesen übertragen worden. Als dieser den Betrieb seiner Tochter übergeben habe, sei am 22. September 2006 zwischen alle Beteiligten schriftlich festgehalten worden, dass die Kaution weiterhin in der Liegenschaft investiert geblieben sei. Der Beschwerdeführer machte im Berufungsverfahren geltend, die Beschwerdegegnerin hätte die Kaution im Jahr 2000 auf einem separaten Konto hinterlegen müssen. Diesfalls wäre er bei der Übernahme der Liegenschaftsverwaltung im Jahr 2005 auch in der Lage gewesen, durch Zugriff auf dieses Konto seiner Schuldpflicht gegenüber dem Vormieter nachzukommen und ihm die Kaution zurückzuzahlen. Das Bezirksgericht hätte prüfen müssen, ob die Behauptung der Beschwerdegegnerin, wonach die Kaution in den Umbau investiert worden sei, zutreffe. Die Beschwerdegegnerin brachte vor Obergericht ihrerseits vor, der Beschwerdeführer habe am 2. Dezember 2010 den Betrag von Fr. 30'000.-- mit der Bezeichnung "Mietzinsdepot E.________ investiert in die Liegenschaft" dem Unterhaltskonto 44000 belastet und am 6. Mai 2011 den Betrag auf ein separates Mietzinsdepotkonto, nämlich aus dem Konto Kreditoren 20000 auf das Bilanzkonto 20710 ("Mietzinsdepot E.________") umgebucht; durch diese Transaktionen habe er anerkannt, dass der strittige Betrag in die Liegenschaft investiert worden sei, und habe er auch die Mietzinskaution sichergestellt. Das Obergericht hat im Anschluss erwogen, dass die Behauptungs- und Beweislast für den Bestand der von der Beschwerdegegnerin bestrittenen Verrechnungsforderung gemäss Art. 8 ZGB dem Beschwerdeführer obliege. Dieser Beweis sei, wie bereits das Bezirksgericht festgestellt habe, misslungen.