Citation: 2C_405/2021 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, der Einbau der einfachen Zugseilüberwachung erfülle die Voraussetzungen einer bewilligungsfreien Änderung, womit eine Auflage bereits im Grundsatz nicht zulässig sei. Bei der installierten einfachen Zugseilüberwachung handle es sich lediglich um ein Assistenzsystem - d.h. um eine Unterstützung für den Maschinisten wie beispielsweise eine Windanzeige oder eine Videoüberwachung. Die einfache Zugseilüberwachung als Assistenzsystem könne zwar mit der Fernüberwachungsanlage verbunden werden. Der Anschluss an das Modul Fernüberwachungsanlage und Fixpunktüberwachung (FUA-FPÜW), auf das die Vorinstanz hinweise, stelle jedoch keine Schnittstelle im Sinne von Art. 36a Abs. 2 SebV dar. Der Maschinist sei für die Sicherheit verantwortlich und verpflichtet, das Zugseil unabhängig von der installierten einfachen Zugseilüberwachung stets im Auge zu behalten. Sicherheitsrelevant sei eine Zugseilüberwachung erst dann, wenn sie automatisch sei und nicht von einem Maschinisten beaufsichtigt werde. Eine solche automatisierte und selbständig funktionierende Zugseilüberwachung liege aber auch nach dem Anschluss an das Modul Fernüberwachungsanlage und Fixpunktüberwachung (FUA-FPÜW) nicht vor. Dafür müsste die vorliegend eingebaute Zugseilüberwachung weiterentwickelt und nach einem Zertifizierungsprozess in die Konformitätsbescheinigung integriert werden. Beim Einbau der einfachen Zugseilüberwachung handle es sich folglich um eine unwesentliche technische Änderung, da sie sich nicht auf die Schnittstellen zur übrigen Anlage auswirke.