Citation: 1C_492/2023 E. 3.4

3.4. Handlungen der Bauherrschaft, die keiner Bewilligung bedürfen und damit keinen weiteren Entscheid zur Folge haben (hier z.B. Hinterlegung einer Geldsumme, Anmeldungen beim Grundbuch, Abschluss einer Versicherung, Kontaktaufnahme mit Dritten, Einreichen einer Abnahmegarantie für Bauabfälle etc.), berühren den Abschluss des Verfahrens nicht. Gleiches gilt, wenn die Bauherrschaft der Baubehörde vor Baubeginn Nachweise von Dritten zukommen zu lassen hat (hier z.B. solche von zu privaten Kontrollen befugten Fachleuten sowie des Energie- und Wasserversorgungsunternehmens). Zu eröffnen sind der Gegenpartei jedoch in nachgelagerten Bewilligungsverfahren zu fällende Entscheide (vgl. Urteile 1C_419/2023 vom 7. August 2024 E. 1.5; 1C_513/2020 vom 3. Mai 2021 E. 1.2.1). Sieht der baurechtliche Entscheid vor, die Bauherrschaft habe vor Baubeginn weitere Pläne oder Konzepte einzureichen und bewilligen zu lassen, müssen gestützt auf die eingangs erwähnte Rechtsprechung grundsätzlich auch die diesbezüglichen Bewilligungen vorliegen, damit das Bundesgericht von einem abgeschlossenen Verfahren ausgeht. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerschaft vor Baubeginn noch die Kanalisationsgesuchsunterlagen, die definitive Material- und Farbwahl, die Detailkonstruktionen, ein Baumschutzkonzept, ein Konzept über die Baurealisierung und den definitiven Umgebungsplan von der Baubehörde bzw. dem Strasseninspektorat genehmigen zu lassen. Der Feuerpolizei ist vor Baubeginn der Brandschutznachweis zur Prüfung und Genehmigung einzureichen. Vorbehalten bleibt ferner die förmliche Bewilligung des Kontrollorgans für baulichen Zivilschutz betreffend die Schutzraumbau- bzw. Ersatzabgabepflicht. Bis die entsprechenden Bewilligungen vorliegen, kann die Beschwerdegegnerschaft von ihrer Baubewilligung keinen Gebrauch machen.