Citation: 5A_866/2022 E. 2.4.3

2.4.3. Wohl hat das Bundesgericht festgehalten, dass eine zufolge ungenügender Frankierung nach Fristablauf retournierte Sendung erneut (und verbessert) der Post - und nicht dem Gericht - zu übergeben sei, "im Sinne einer einfachen und klaren Lösung" zur Vermeidung weiterer Diskussionen und allfälligen Missbrauches (Urteil 4A_374/2014, a.a.O.). Im beurteilten Fall hat die Verfahrenspartei die ursprüngliche Postsendung geöffnet und die Rechtsschrift in einem neuen Umschlag dem Gericht übergeben, ohne sich um die postalische Verbesserung des Fehlers zu kümmern. In diesem Vorgehen hat das Bundesgericht eine unzulässige Kombination (Übergabe bei der Post und Einreichung beim Gericht) gesehen (Urteil 4A_374/2014, a.a.O.). Im Urteil aus dem Jahre 2018 wurde betont, dass die (wegen Verwendung der Umbau-Adresse des "Obergerichts des Kantons Zürich") retournierte Eingabe ungeöffnet und umgehend - noch am selben Tag - korrekt adressiert der Post übergeben wurde (Urteil 5A_536/2018, a.a.O.; SCHWANDER, in: ZZZ 2017/2018 S. 350). Das Urteil dokumentiert (nach der Lehre), dass die Umstände im Einzelfall nicht gänzlich ausser Acht zu lassen sind (PFÄFFLI, in: BN 2019 S. 249; NÄGELI, in: ZZZ 2021 S. 461).