Citation: 2C_620/2023 E. 4.6

4.6. Nachdem die Eltern der Beschwerdeführerin nicht auf den Unterhalt der Beschwerdeführer angewiesen sind, besteht auch kein Anspruch auf Familiennachzug gestützt auf Art. 3 Abs. 1 und Abs. 2 lit. b Anhang I FZA. Daran ändert schliesslich auch nichts, dass die Beschwerdeführer geltend machen, die Pflege regelmässiger grenzüberschreitender Kontakte nach Belarus sei gegenwärtig erschwert (keine Direktflüge; behauptete [aber nicht substantiierte] Unterstützung der Opposition durch die Beschwerdeführer; Abraten von Reisen nach Belarus seitens des EDA und des deutschen Auswärtigen Amts). Abgesehen davon, dass die Beschwerdeführer mit diesen Vorbringen nicht nachweisen, dass Besuchsaufenthalte in Belarus für sie geradezu unmöglich beziehungsweise unzumutbar wären, ist insbesondere nicht ersichtlich, inwiefern sie hieraus einen Aufenthaltsanspruch ableiten wollen, zumal sie sich diesbezüglich auf keine spezifische Rechtsgrundlage berufen, die ihnen gestützt hierauf und trotz fehlender Voraussetzungen für den freizügigkeitsrechtlichen Familiennachzug (vorne E. 4.5) ein Aufenthaltsrecht einräumen könnte.