Citation: 1C_373/2020 E. A

A.a. Die Gemeinde Zernez erteilte der A.________ AG mit Entscheid vom 27. August 2012 die Baubewilligung für die Errichtung eines Sammelplatzes zur Annahme, Zwischenlagerung und Weiterleitung von Altholz, Schrott und Sperrgut. In der Baubewilligung wurde als Auflage festgehalten, das gesammelte Material dürfe vor Ort nur in Mulden (und nicht am Boden) zum Weitertransport gelagert, nicht aber verarbeitet oder aufbereitet werden. Mit Verfügung vom 28. Juni 2013 erhielt die A.________ AG vom Amt für Natur und Umwelt des Kantons Graubünden die für den Betrieb des Sammelplatzes zusätzlich erforderliche abfallrechtliche Betriebsbewilligung des Kantons. Allerdings war auch nach der kantonalen Betriebsbewilligung nur die Entgegennahme und Zwischenlagerung der anfallenden Bauabfälle erlaubt. Eine Sortierung oder Behandlung der Abfälle vor Ort war nicht zulässig. Die kantonale Betriebsbewilligung war befristet bis zum 31. Dezember 2018. A.b. Am 13. Dezember 2018 beantragte die A.________ AG bei der Gemeinde Zernez die Verlängerung der am 31. Dezember 2018 auslaufenden kantonalen Betriebsbewilligung. Gleichentags stellte sie zudem ein Gesuch für die Ausweitung des Abfallsammelplatzes mittels einer Altholzschredderanlage. Die Gemeinde leitete beide Gesuche an das Amt für Natur und Umwelt weiter. Dieses führte am 16. Januar 2019 einen Augenschein im Beisein aller Verfahrensbeteiligten durch, woraufhin es der A.________ AG mit Verfügung vom 21. Januar 2019 die abfallrechtliche Betriebsbewilligung unter Auflagen bis zum 31. März 2024 verlängerte. Betreffend die beantragte Ausweitung des Betriebs mittels eines Altholzschredders hielt das Amt fest, die kantonale Betriebsbewilligung für den Sammelplatz werde gestützt auf die kommunale Baubewilligung vom 27. August 2012 erteilt. Gemäss dieser sei es untersagt, die eingesammelten Abfälle vor Ort aufzubereiten. Die ersuchte Ausweitung der Betriebsbewilligung könne deshalb nicht erteilt werden. A.c. In Übereinstimmung mit der abfallrechtlichen Betriebsbewilligung des Kantons verlängerte die Gemeinde Zernez der A.________ AG mit Entscheid vom 21. Januar 2019 die kommunale Bewilligung für den Betrieb des Abfallsammelplatzes ebenfalls bis zum 31. März 2024. Die kantonale Betriebsbewilligung ist dabei integraler Bestandteil der kommunalen Bewilligung. Mit gleichem Entscheid verweigerte die Gemeinde der A.________ AG die Ausweitung des Abfallsammelplatzes mittels einer Schredderanlage. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, die Weiterverarbeitung bzw. Aufbereitung des anfallenden Altholzes widerspreche den Auflagen der Baubewilligung vom 27. August 2012 und sei in der kommunalen Gewerbezone überdies nicht zonenkonform und damit nicht bewilligungsfähig. In der Gewerbezone seien nur Produktionsbetriebe zulässig, nicht jedoch Betriebe die Abbruchmaterialien aufbereiten. Für solche Aufbereitungsarbeiten habe die Gemeinde eigens eine Materialaufbereitungszone ausgeschieden.