Citation: 5A_100/2016 E. A

Die Y.________ AG wurde vom Regierungsrat des Kantons Zürich mit dem Bau der Bahn A.________ beauftragt, wozu sie vom Bundesrat eine Eisenbahn-Infrastrukturkonzession und das Enteignungsrecht erhielt. Eine Teilstrecke quert das Grundstück B.________-GBB-xxx der X.________ AG. Im Jahr 2003 schlossen der Kanton Zürich, die Y.________ AG und die Eidgenossenschaft als Rechtsvorgängerin der X.________ AG einen öffentlich-rechtlichen Vergleichsvertrag (nachfolgend Vergleich 2003), dessen wesentlicher Inhalt die Begründung einer Dienstbarkeit statt der Enteignung war. Dabei wurde der voraussichtliche Platzbedarf des für die Querung des Grundstückes vorgesehenen Bahndammes auf 4'075 m2 beziffert und die Entschädigung auf Fr. 350 pro m2 festgelegt, wobei das genaue Mass der beanspruchten Fläche nach der Bauvollendung ermittelt und allfällige Differenzen zum betreffenden Preis pro Quadratmeter ausgeglichen werden sollten. Am 5. Dezember 2006 erwarb die X.________ AG von der Eidgenossenschaft das fragliche Grundstück, unter Übernahme der Rechte und Pflichten aus dem Vergleich 2003. Infolge einer vom Bundesamt für Verkehr genehmigten Planänderung sollte anstelle der vorgesehenen Dammschüttung ein Eisenbahnviadukt erstellt werden, welches schliesslich auch realisiert wurde. Ab Juli/August 2008 begannen die Bauarbeiten auf dem Grundstück der X.________ AG. Die Betriebsbewilligung für die Bahn A.________ wurde am 6. Dezember 2010 erteilt, worauf die Bahn am 12. Dezember 2010 in Betrieb genommen wurde. Aufgrund des geringeren Platzbedarfs des Viadukts schlossen die Y.________ AG und die X.________ AG am 20. Januar 2011 einen öffentlich beurkundeten Dienstbarkeitsvertrag (nachfolgend Vertrag 2011). Er bezieht sich auf den Vergleich 2003 und hatte zum Zweck, das abgeänderte Projekt rechtlich zu sichern, die aufgrund des Vergleichs 2003 begründeten Dienstbarkeiten entsprechend den geänderten Plänen zu revidieren und den geldmässigen Ausgleich der Änderungen festzulegen; subsidiär sollte weiterhin der Vergleich 2003 Geltung haben. In Ziff. 3.4 des Vertrages 2011 wurde die von der X.________ AG zu leistende "Ausgleichszahlung aufgrund Reduktion der Dienstbarkeitsfläche" auf Fr. 692'160.-- festgesetzt. Ferner wurde in Ziff. 3.2 des Vertrages 2011 ein Kostenbeitrag des jeweiligen Grundstückseigentümers an die Erstellung des Brückenbauwerks von Fr. 800'000.-- festgelegt. Diese beiden Beträge wurden gemäss Ziff. 2 des Vertrages 2011 mit Grundpfandverschreibungen von Fr. 700'000.-- im 6. Rang und von Fr. 800'000.-- im 7. Rang auf dem vorgenannten Grundstück gesichert.