Citation: 6B_803/2017 E. 2.2

2.2. Art. 34 BGG konkretisiert Art. 30 BV. Die Mitwirkung in einem früheren Verfahren des Bundesgerichts bildet für sich allein keinen Ausstandsgrund (Art. 34 Abs. 2 BGG). Ebenso wenig genügt, dass das Bundesgericht mit den Rückweisungsentscheiden vom 12. Mai 2015 und 6. Januar 2017 die Schuldsprüche der Vorinstanz aufgehoben, die Sache zur Neubeurteilung zurückgewiesen und damit nicht zu Gunsten der Beschwerdeführer entschieden hat. Besonders krasse Fehler oder wiederholte Irrtümer, die eine schwere Verletzung der Richterpflicht und eine auf fehlende Distanz und Neutralität beruhende Haltung offenbaren würden, liegen offensichtlich nicht vor (vgl. ISABELLE HÄNER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 19 zu Art. 34 BGG). Ein Ausstandsgrund besteht nicht bereits, wenn das Bundesgericht eine vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung als offensichtlich unrichtig qualifiziert und diese Einschätzung von einer Verfahrenspartei nicht geteilt wird (vgl. Urteil 6B_662/2017 vom 20. September 2017 E. 2). Die Erwägungen des Bundesgerichts im Rückweisungsentscheid betreffend den Zeitpunkt des Betretens des Fussgängerstreifens durch das Opfer und dessen Erkennbarkeit haben sich offensichtlich auf den konkreten Fall bezogen und von einer Änderung der Rechtsprechung kann keine Rede sein (vgl. Urteil 6B_262/2016 vom 6. Januar 2017 E. 2.4 und 3.2 f.). Offensichtlich unzulässige Ausstandsgesuche können nach ständiger bundesgerichtlicher Praxis ohne Durchführung eines Verfahrens gemäss Art. 37 BGG unter Mitwirkung der abgelehnten Gerichtspersonen beurteilt werden (Urteile 6B_1297/2016 vom 6. Dezember 2016 E. 5; 8C_570/2014 vom 9. März 2015 E. 2.2; 6B_720/2015 vom 5. April 2016 E. 5.5; je mit Hinweisen; Urteil 6B_1370/2016 vom 11. April 2017 E. 3). Auf das Ausstandsbegehren ist mithin nicht einzutreten, ohne dass die Betroffenen beim Entscheid über das Ausstandsbegehren in den Ausstand zu treten hätten.