Citation: 2C_1015/2017 E. 4.2.1

4.2.1. Der Beschwerdeführer wurde zu einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt. Die dem Urteil zugrundeliegenden Straftaten (Führen eines Motorfahrzeugs trotz Verweigerung, Entzugs oder Aberkennung des Ausweises, Fahren ohne Fahrzeugausweis und Kontrollschilder, missbräuchliche Verwendung von Ausweisen und/oder Kontrollschildern, einfache Verletzung der Verkehrsregeln, Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz, versuchte falsche Anschuldigung und falsche Anschuldigung) können einzeln nicht als besonders schwerwiegend bezeichnet werden. Die Schwere der Sanktion ist daher vorliegend auf die wiederholte und gehäufte Tatbegehung zurückzuführen. Dennoch ist darauf hinzuweisen, dass Strassenverkehrsdelikte grundsätzlich geeignet sind, Leib und Leben von Drittpersonen zu gefährden, und dass der Beschwerdeführer diese Gefahr gemäss den Feststellungen der Vorinstanz in der Vergangenheit bisweilen in Kauf genommen hatte, indem er alkoholisiert oder mit übersetzter Geschwindigkeit fuhr. Angesichts der fortgesetzten Straffälligkeit trotz Verurteilungen, ausländerrechtlicher Verwarnungen und Androhung des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung ist der Beschwerdeführer zweifellos als uneinsichtig und unbelehrbar zu bezeichnen. Mit seinem Verhalten legte er nicht zuletzt eine ausserordentliche Gleichgültigkeit gegenüber der Rechtsordnung und den ihm auferlegten Strafen an den Tag. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz hätte für die Bemessung des Verschuldens nicht auf das Schreiben des Amts für Justizvollzug vom 2. Juni 2016 abstellen dürfen. Tatsächlich lässt dieses nach dem Strafurteil vom 7. Januar 2016 verfasste, die Frage eines Strafvollzugs in Form von Halbgefangenschaft betreffende Schreiben keine Rückschlüsse auf das im Strafverfahren festgestellte Verschulden zu. Aufgrund der Aktenlage erscheint es indes keineswegs willkürlich, dass die Vorinstanz den Beschwerdeführer als uneinsichtig und unbelehrbar bezeichnete und ihm eine ungünstige Prognose stellte.