Citation: 1B_139/2017 E. 1.2

1.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, seine Beschwerde betreffe eine formelle Rechtsverweigerung, weshalb nach der Praxis des Bundesgerichts das Vorliegen eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils nicht erforderlich sei. Die Staatsanwaltschaft hat den Antrag des Beschwerdeführers auf Fristerstreckung abgewiesen, weil er innert der bereits mehr als grosszügig gewährten ersten Fristerstreckung um das Dreifache der ursprünglich angesetzten 10-Tagesfrist keine Beweisanträge gestellt, sondern eine weitere Erstreckung verlangte, ohne den zusätzlichen Zeitbedarf plausibel zu begründen. Da der Beschwerdeführer Beweisanträge ohne Einschränkung noch beim erstinstanzlichen Gericht einbringen kann (vgl. Art. 331 Abs. 2 StPO) und im Strafverfahren dem Beschleunigungsgebot eine besondere Bedeutung zukommt (vgl. Art. 5 Abs. 1 StPO), war die Staatsanwaltschaft verfassungsrechtlich nicht verpflichtet, ihm von sich aus, ohne entsprechenden Antrag, eine Notfrist anzusetzen. Einen solchen hat er erst nach Fristablauf und nach Anklageerhebung gestellt; die Staatsanwaltschaft hat die Eingabe (zu Recht) zuständigkeitshalber dem Bezirksgericht übermittelt. Es ist nicht ansatzweise erkennbar, inwiefern die Staatsanwaltschaft mit diesem Vorgehen eine formelle Rechtsverweigerung begangen haben könnte. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist somit offenkundig keine formelle Rechtsverweigerung, sondern die Rechtmässigkeit der Abweisung des Fristerstreckungsgesuchs für die Einreichung von Beweisanträgen bzw. des Nichteintretens der Vorinstanz auf die ihr dagegen vorgelegte Beschwerde.