Citation: 6B_537/2014 E. 3

Der Beschwerdeführer führt aus, die Vorinstanz sei auf seine Argumentation, der Verordnungsbestimmung von Art. 36 Abs. 5 lit. b VRV sei nicht zu entnehmen, was bei teilweise unterschiedlichen Fahrzielen gelten solle, nicht eingegangen. Stattdessen habe sie erneut auf die erstinstanzlichen Erwägungen verwiesen. Dadurch habe sie ihm das rechtliche Gehör nicht gewährt. Wesentlicher Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO) ist die Begründungspflicht. Diese soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und dem Betroffenen ermöglichen, ihren Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 139 IV 179 E. 2.2 S. 183 mit Hinweisen). Im Rechtsmittelverfahren kann das Gericht für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des angeklagten Sachverhalts auch auf die Begründung der ersten Instanz verweisen (Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Vorinstanz legt, mit Verweis auf die erstinstanzlichen Erwägungen, ausführlich dar, dass weder eine Einspurstrecke für Schaffhausen noch unterschiedliche Fahrziele signalisiert sind. Damit verneint sie implizit auch, dass teilweise unterschiedliche Fahrziele vorliegen würden. Eine Auseinandersetzung mit der Frage, was bei teilweise unterschiedlichen Fahrzielen gelten soll, erübrigte sich. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nicht ersichtlich.