Citation: 6B_468/2024 E. 7.1

7.1. Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Feststellung des Sachverhalts hinsichtlich des Vorwurfs der versuchten Tötung. Indem die Vorinstanz von einem Versuch der Strangulation ausgehe, verkenne sie zwei wesentliche Umstände: Die Beschwerdegegnerin 2 habe konstant ausgesagt, dass sie laut geschrien habe, was bei einem ernsthaften Strangulationsversuch unmöglich sei. Der Druck auf die Atemwege der Beschwerdegegnerin 2 könne daher lediglich gering gewesen sein. Hätte er die körperlich unterlegene Beschwerdegegnerin 2 tatsächlich töten wollen, hätte er so viel Druck auf den Hals ausgeübt, dass sie nicht mehr zum Schreien in der Lage gewesen wäre. Somit liege es nahe, dass er nicht seine ganze Kraft aufgewendet habe. Der nur drei Stunden nach der Tat von Dr. H.________ erstellte Bericht zur Lebenduntersuchung erwähne keinerlei Würge- oder Strangulationsspuren. Es sei entsprechend davon auszugehen, dass gar keine Strangulation erfolgt sei. Somit ergebe die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach er der Beschwerdegegnerin 2 nur habe Angst machen wollen, viel mehr Sinn. Die Hypothese, wonach der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin 2 mit dem Gurt tiefer in den Wald habe ziehen wollen, um sie dort mit dem Messer zu töten, könne sich nicht auf die Anklageschrift stützen. Dass es sich nicht um ein Strangulieren oder Würgen, sondern um ein Ziehen gehandelt habe, werde zudem aus den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 vor Erstinstanz deutlich. Diese habe mehrfach von einem Ziehen gesprochen. Eine mangelnde Absicht des Beschwerdeführers zur Strangulation ergebe sich auch aus dem Umstand, dass er der Beschwerdegegnerin 2 den Gurt (und keine Schlinge) lediglich von hinten um den Hals gelegt habe, während die Vorderseite des Halses frei geblieben sei. Es sei die Beschwerdegegnerin 2 selbst gewesen, die sich vom Beschwerdeführer weggedreht habe, so dass der Gurt an der Vorderseite des Halses zu liegen gekommen sei. Seiner Absicht habe dies jedoch kaum entsprechen können, habe er der Beschwerdegegnerin 2 den Gurt doch nur des Ziehens wegen angelegt und nicht, um ihr die Luftzufuhr abzuschneiden. Andernfalls hätte er aus dem Gurt eine Schlinge gemacht, die er zugezogen hätte, oder er hätte den Gurt anders angelegt. Da sich aus den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 lediglich ergebe, dass er sie in den Wald habe ziehen wollen - was dem Beschwerdeführer jedoch nicht gelungen sei, da die Beschwerdegegnerin 2 sich habe befreien können - sei nicht klar, was er gemacht hätte, wenn er damit erfolgreich gewesen wäre. Solches sei auch nicht angeklagt. Die Schwelle zu einem eventuellen Versuch sei zudem nicht erreicht und es sei diesbezüglich kein Vorsatz erstellt.