Citation: 2C_10/2022 E. 5.5.5

5.5.5. Der Beschwerdeführer 1 bringt unter anderem vor, er habe sich von Anfang an um den Familiennachzug bemüht und seine Ehegattin und sein Sohn hätten die bewilligungsfreie Zeit für Touristenaufenthalt bei ihm verbracht. Sein Sohn C.A.________ sei in der Schweiz geboren, habe einen grossen Teil seines bisherigen Lebens in der Schweiz verbracht und sei im August 2021 in der Schweiz eingeschult worden. In der schulfreien Zeit könne C.A.________ von den Grosseltern, welche im gleichen Haus in U.________ wohnten, betreut werden. Seine Ehefrau und sein Sohn verfügten in Nordmazedonien über keine eigene Wohnung bzw. könnten nur provisorisch bei seinen Schwiegereltern wohnen. Er selbst lebe seit seinem fünften Altersjahr in der Schweiz. Ihm wegen dem Bezug von monatlich Fr. 489.-- Ergänzungsleistungen den Familiennachzug zu verweigern, sei unverhältnismässig und stossend. Das Interesse an einer restriktiven Einwanderungspolitik genüge vorliegend nicht, um den Familiennachzug zu verweigern. Er (Beschwerdeführer 1) pflege keinen Bezug zu Nordmazedonien und seine ganze Familie sei in der Schweiz wohnhaft, weshalb ihm eine Ausreise nach Nordmazedonien nicht zumutbar sei. Sein Sohn habe gemäss Art. 9 KRK das Recht, mit beiden Elternteilen aufzuwachsen. Zudem würde der Familiennachzug vorliegend dazu führen, dass er sich von den Ergänzungsleistungen lösen könne. Ausserdem könne eine Aufenthaltsbewilligung für seine Ehefrau auch unter Auflagen erteilt werden. Insgesamt verletze das vorinstanzliche Urteil das Recht auf Familienleben gemäss Art. 8 EMRK respektive Art. 13 BV und sei unverhältnismässig.