Citation: 9C_604/2023 E. 6.4

6.4. Das Bundesgericht bestätigte bisher mehrfach einen leidensbedingten Abzug von 20 bis 25 % bei faktischer Einhändigkeit - dies jedoch nur, wenn es die dominante Hand betraf (vgl. Urteile 8C_58/2018 vom 7. August 2018 E. 5.3; 8C_744/2017 vom 14. Mai 2018 E. 5.2). Vorliegend ist jedoch die linke, adominante Hand der Beschwerdeführerin betroffen. Zudem kann sie auch ihre linke Hand immer noch einsetzen, wenn auch nur zu Hilfszwecken und nicht für komplexe, bimanuelle Tätigkeiten. Ein Abzug in maximaler Höhe von 25 % wäre demnach nicht sachgerecht. Dennoch ist auch dieser Aspekt bei der Bemessung des Leidensabzugs zu berücksichtigen, da die verringerte Einsatzfähigkeit der linken Hand die Leistungsfähigkeit in Hilfsarbeitertätigkeiten ebenfalls einschränkt (vgl. E. 3.2).