Citation: 5C.24/2006 21.03.2006 E. C

Gegen dieses Urteil legte der Beklagte Appellation, V.________ Anschlussappellation ein. Im Verlaufe des Appellationsverfahrens verstarb V.________, worauf Y.________ als Alleinerbin in den Prozess eintrat (im Folgenden: Klägerin). Auf Antrag des Beklagten ordnete der obergerichtliche Referent eine weitere Expertise an, mit deren Ausarbeitung H.________ beauftragt wurde. Ausserdem wurde ein gerichtlicher Augenschein durchgeführt. Anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung vom 6. Juni 2005 stellte der Beklagte den Antrag, die Klage vollumfänglich abzuweisen und das vorgemerkte Pfandrecht zu löschen. Die Klägerin verlangte, der Beklagte sei zu verpflichten, ihr den Betrag von Fr. 1'381'365.-- zuzüglich 5 % Zins seit 3. Februar 1998 zu bezahlen, und es sei ein entsprechendes Pfandrecht auf den Parzellen Gbbl.-Nrn. 1 bzw. auf sämtlichen Stockwerkeinheiten Gbbl.-Nrn. 1-1 bis 1-9 sowie auf der Parzelle Gbbl.-Nr. 9 definitiv einzutragen. Das Obergericht des Kantons Bern (2. Zivilkammer des Appellationshofes) bejahte mit Urteil vom 6. Juni 2005 einen Gewinnanspruch der Klägerin bezüglich der Grundstücke Gbbl.-Nrn. 1-1 bis 1-9 und verpflichtete den Beklagten, dieser den Betrag von Fr. 518'500.-- nebst 5 % Zins seit 3. Mai 1999 zu bezahlen. Soweit die Klage den Gewinnanspruch bezüglich der Liegenschaft Gbbl.-Nr. 9 betraf, wurde erkannt, dass sie zur Zeit abgewiesen werde. Ferner wurde der Grundbuchverwalter angewiesen, zu Gunsten der Klägerin auf den Stockwerkeinheiten Nrn. 1-1 bis 1-9 entsprechend den Wertquoten Grundpfandverschreibungen zu errichten und das auf Parzelle Nr. 9 zu Gunsten von V.________ bzw. der Klägerin vorgemerkte vorläufige Pfandrecht beizubehalten. Die erst- und zweitinstanzlichen Kosten wurden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.