Citation: 8C_227/2021 E. 4.3.1

4.3.1. In diesem Zusammenhang stellte die Vorinstanz fest, die Gutachter der BEGAZ hätten den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers noch vor der Operation vom 6. Oktober 2015 beurteilt. Auch die ergänzende Stellungnahme vom 4. Januar 2016 sei in Unkenntnis der zwischenzeitlich durchgeführten Operation und des Ergebnisses erfolgt. Bei derartigen Operationen dauere die Rekonvaleszenz mehrere Monate und werde von einem entsprechenden langen postoperativen Adaptionsprozess begleitet. Daran ändere nichts, dass die Ärzte des Spital s D.________ mit Bericht vom 8. Dezember 2015 bei einem ersten guten Behandlungsverlauf keine weiteren Kontrollen vorgesehen hätten. Die RAD-Ärztin med. pract. E.________ habe im Zeit punkt ihrer Stellungnahme vom 23. März 2016 zwar Kenntnis von der Operation gehabt, sich jedoch nur auf die entsprechenden medizinischen Berichte bis zum 8. Dezember 2015 und damit ebenfalls auf eine Situation mit nicht abgeschlossener postoperativer Rekonvaleszenz gestützt. Im Weiteren habe der behandelnde Dr. med. C.________ den Beschwerdeführer unter Bezugnahme auf das BEGAZ-Gutachten und den Vorbescheid als in einem Teufelskreis der Inaktivität gefangen beschrieben und eine Aufbrechung desselben durch berufliche Abklärungsmassnahmen empfohlen. Damit habe Dr. med. C.________ letztlich das Eingliederungspotenzial beschrieben, welches im Rahmen des ZIMB-Gutachtens vom 12. August 2019 als Verbesserung der Leistungsfähigkeit erkannt worden sei. Die nach Erlass der Verfügung vom 6. Juli 2016 begonnenen beruflichen Massnahmen seien aufgrund der massiven somatischen Beschwerden innerhalb von dreieinhalb Wochen abgebrochen worden. Im Unterschied zur Situation am 6. Juli 2016 liessen sich gemäss ZIMB-Gutachten jedenfalls seit dem Begutachtungszeitpunkt im Mai 2019 keine entsprechenden Einschränkungen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr nachweisen; der postoperative Adaptionsprozess sei mithin abgeschlossen. Die ZIMB-Gutachter hätten dabei schlüssig begründet, dass der genaue Zeitpunkt der Verbesserung mangels valider Berichte ab der Verfügung vom 6. Juli 2016 nicht exakt bestimmt und daher erst ab der Begutachtung im Mai 2019 hinreichend objektiviert werden könne.