Citation: 2C_740/2017 E. 3.3

3.3. Soweit der Beschwerdeführer darauf hinweist, dass das Bezirksgericht sein Verschulden (innerhalb des schweren Falles nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG) als "leicht" beurteilt und deshalb die hypothetische Einsatzstrafe am unteren Rand des unteren Drittels des Strafrahmens auf 31 Monate Freiheitsstrafe festgesetzt habe, kann er hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten: Das Straf- und das Ausländerrecht verfolgen unterschiedliche Ziele; ist es Zweck des Strafrechts, verschuldensabhängig bestimmte Verhaltensweisen zu sanktionieren und den Täter zu resozialisieren, steht ausländerrechtlich der Sicherheitsaspekt im Vordergrund, in dessen Rahmen auch bei geringer bis mittlerer Strafhöhe eine Straffälligkeit gegen wesentliche Rechtsgüter nicht hingenommen werden muss. Eine gewisse aktuelle Rückfallgefahr kann beim Beschwerdeführer nicht ausgeschlossen werden, nachdem er bereits einmal rückfällig geworden ist und die verschiedenen stabilisierenden Elemente (Familie, Arbeitsstelle, selbständiger Betrieb eines Restaurants) ihn nicht hiervon abhalten konnten. Soweit er darauf hinweist, dass er sich seit 2013 nichts mehr habe zuschulden kommen lassen, ist sein Wohlverhalten insofern zu relativieren, als er sich einerseits im Strafvollzug befand und andererseits die fünfjährige strafrechtliche Bewährungsfrist noch läuft. Es besteht somit grundsätzlich ein öffentliches Interesse daran, dass er das Land verlässt.