Citation: 5A_946/2022 E. 2

Die angefochtene Verfügung enthält weder eine Sachverhaltsdarstellung noch eine nähere Begründung und wäre deshalb an sich zu kassieren (Art. 112 Abs. 1 und 3 BGG). Insbesondere lässt sich ihr nicht entnehmen, wer die Verlegung der Beschwerdeführerin angeordnet hat und aus welchem Grund diese erfolgt ist. Denkbar wäre, dass die Beschwerdeführerin ihren Wohnsitz in Deutschland hat und eine deutsche Behörde oder ein dortiges Gericht die Verlegung in die deutsche Klinik V.________ verfügt hat. Würde jedoch der Wohnsitz der Beschwerdeführerin in der Schweiz liegen, wäre die Entscheidzuständigkeit im Zusammenhang mit der fürsorgerischen Unterbringung keineswegs entfallen, denn es ist bzw. bleibt stets der anordnende Kanton entscheidzuständig (BGE 146 III 377). Dieser für das interkantonale Verhältnis ergangene Entscheid wäre sinngemäss auch bei einer Verlegung ins Ausland anwendbar, umso mehr als die Unterbringung in einer Anstalt keinen neuen Wohnsitz begründet (Art. 23 Abs. 1 ZGB), sondern diesfalls der alte fortbesteht (vgl. Art. 24 Abs. 1 ZGB).