Citation: U 120/02 28.11.2002 E. 3

Streitig ist der Anspruch auf Taggelder und in diesem Rahmen die Frage der Arbeitsfähigkeit. 3.1 Das kantonale Gericht stellt auf die Einschätzung des SUVA-Arztes Dr. med. K.________, FMH für Orthopädische Chirurgie, ab und geht davon aus, dass eine Arbeitsfähigkeit von 75% vorliege, da unfallfremde Einflüsse wie Alter und persönliche Gründe bestünden, der dominante rechte Arm zu 100% eingesetzt werden könne und vom Arbeitgeber eine leichte Tätigkeit zugewiesen worden sei; der Bericht des Dr. med. L.________ vom 27. April 2001 ändere daran nichts, da er keine neuen entscheidrelevanten Äusserungen enthalte. Die Beschwerdeführerin ist demgegenüber der Ansicht, es lägen widersprüchliche ärztliche Angaben vor und es sei die Frage der Unfallkausalität nicht geklärt, so dass sich eine Begutachtung aufdränge. 3.2 Der SUVA-Arzt Dr. med. K.________ geht in seinem letzten Bericht vom 25. Juni 2001 von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit für die von der Beschwerdeführerin - im Unfallzeitpunkt in einem Pensum von 80% - ausgeübte Tätigkeit als "Aufsteckerin" aus; dieser Auffassung war er schon im Bericht vom 15. März 2000. Die Ausführungen des SUVA-Arztes sind für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden und sind in Kenntnis der Vorakten (Dr. med. K.________ hat die Beschwerdeführerin im Übrigen seit August 1999 bereits mehrmals untersucht) und des Arbeitsplatzes abgegeben worden; zudem sind sie in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und beinhalten begründete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Anders als die Vorinstanz macht der SUVA-Arzt keine Unterscheidung zwischen unfallkausalen und nicht unfallbedingten (z.B. degenerativen) Beschwerden, sondern schätzt die Arbeitsfähigkeit aufgrund des konkreten Arbeitsplatzes der Versicherten ein, was nicht zuletzt auch daraus hervorgeht, dass er die "sehr stark eingeschränkte Schulterfunktion links" ohne Weiteres berücksichtigt, obwohl er eine teilweise psychogene Überlagerung vermutet. Damit geht es hier - wie in der Vernehmlassung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde ausgeführt - tatsächlich nicht um Kausalitätsfragen; die SUVA beruft sich denn auch nicht auf unfallfremde Ursachen (für welche sie beweispflichtig wäre; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b). Auf die von einer Arbeitsfähigkeit von 50% ausgehenden Stellungnahmen der Hausärztin Frau Dr. med. W.________, FMH Innere Medizin, speziell Rheumatologie, insbesondere diejenigen vom 5. Oktober 1999 und vom 27. Januar 2000, sowie des - die Versicherte seinerzeit operiert habenden - Dr. med. L.________ vom 27. April 2001 und des Dr. med. C.________, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, vom 21. Februar 2001 kann dagegen weder abgestellt werden, noch vermögen sie gegen die Zuverlässigkeit der Einschätzung des SUVA-Arztes zu sprechen (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/ee). Denn es handelt dabei um medizinisch-theoretische Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit, die ohne Kenntnis des konkreten Arbeitsplatzes abgegeben worden sind, während sich nach der Rechtsprechung der Grad der Arbeitsfähigkeit nach dem Mass bestimmt, in welchem die Versicherte aus gesundheitlichen Gründen an ihrem angestammten Arbeitsplatz zumutbarerweise nicht mehr nutzbringend tätig sein kann (BGE 114 V 283 Erw. 1c mit Hinweisen; in RKUV 2000 Nr. U 366 S. 92 nicht publizierte Erw. 1 des Urteils S. vom 4. November 1999, U 104/99). Damit ist die von der SUVA vorgenommene Reduktion der Taggelder im Ergebnis nicht zu beanstanden.