Citation: 5A_329/2008 06.08.2008 E. 3

Ferner wirft die Beschwerdeführerin dem Kantonsgericht in verschiedener Hinsicht vor, Bundesrecht verletzt zu haben, weil es die Leistungen des Beschwerdegegners von Fr. 39'554.-- in den Jahren 1991 bis 1995 für die Ausbildung der Beschwerdeführerin zur Physiotherapeutin als Darlehen und nicht als Schenkung qualifiziert habe. 3.1 Im angefochtenen Urteil wird ausgeführt, die Parteien hätten am 14. Juli 1995 geheiratet und bereits vorher zusammen in F.________ gewohnt. Die Ausbildung der Berufungsklägerin habe vier Jahre gedauert, d.h. ab den Sommerferien 1991 bis zu den Sommerferien 1995 (46 Monate). Die Beschwerdeführerin habe während ihres Studiums ein Praktikum in H.________ absolviert, wobei dieses gemäss ihren eigenen Aussagen ein Jahr und gemäss denjenigen des Ehemannes ein halbes Jahr gedauert haben soll. Ausgewiesen sei jedoch nur ein Praktikum von vier Monaten (September 1994 bis Ende 1994), wobei sie netto Fr. 2'774.--, d.h. Fr. 693.50 pro Monat verdient habe. Gemäss den Ausführungen der Beschwerdeführerin hätten ihre Eltern im Wesentlichen ihre Ausbildung finanziert. Ausgewiesen seien dabei Überweisungen ihres Vaters während der Ausbildungszeit im Betrag von Fr. 25'995.--, mithin Fr. 565.-- pro Monat. Von diesem Betrag alleine könne die Beschwerdeführerin nicht den Lebensunterhalt bestritten und die Schulkosten beglichen haben. Der Beschwergegner behaupte, er habe Fr. 39'554.-- als Darlehen für die Ausbildung der Beschwerdeführerin aufgewendet. Den in den Akten befindlichen "Postbüchlein" könnten Überweisungen an die Akademie für Physiotherapie in I.________ im Gesamtbetrag von Fr. 41'700.-- entnommen werden, wobei der Beschwerdegegner Fr. 39'554.-- geltend mache. Von welchem Konto dieses Geld abgehoben worden sei, könne den Akten nicht entnommen werden. Die vier "Postbüchlein" lauteten alle auf den Namen "Y.-X.________" und befänden sich im Besitz des Beschwerdegegners. Die Ehefrau selbst habe im fraglichen Zeitraum (rund vier Jahre) lediglich während ihres Praktikums ein Einkommen von Fr. 2'774.-- erzielt. Nebeneinkünfte für gewisse Reinigungsarbeiten seien von der Ehefrau nicht nachgewiesen worden. Zudem hätten ihre Eltern während der Ausbildung Fr. 25'195.-- und eine weitere Zahlung von Fr. 2774.--, insgesamt Fr. 28'769.-- geleistet. Diese Summe reiche nun bei Weitem nicht aus, um den Lebensunterhalt und die Schulkosten während rund vier Jahren zu finanzieren. Bei dieser Sachlage müssten die geltend gemachten Fr. 39'554.-- vom Beschwerdegegner stammen. Dass die Gelder geflossen seien, sei anhand der "Postbüchlein" nachgewiesen. Die Tatsache, dass alle "Postbüchlein" auf den Namen "Y.-X.________", somit auf den Namen beider Ehegatten lauteten, lasse in diesem Falle nicht die Vermutung zu, dass die Beschwerdeführerin selbst ihre Schulden beglichen habe, zumal sie nachgewiesenermassen in diesem Zeitraum nicht über genügend Mittel verfügt habe, um Lebensunterhalt und Schulkosten zu bezahlen. Es stehe somit fest, dass der Beschwerdegegner Fr. 39'500.-- an die Ausbildung der Beschwerdeführerin bezahlt habe.