Citation: 6B_513/2021 E. 1.4.1

1.4.1. Der Beschwerdeführer stellt nicht in Frage, dass er durch seine Betäubungsmitteldelinquenz eine Katalogtat nach Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB erfüllt. Zum Anlassdelikt der Landesverweisung ergibt sich aus dem angefochtenen Urteil Folgendes: Der Beschwerdeführer wurde als Ersttäter wegen mengenmässig qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz nach Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG durch Besitz von Kokain verurteilt. Die Vorinstanz verwirft seine Behauptung, das gesamte Kokaingemisch von 55 Gramm sei zum Eigenkonsum bestimmt gewesen. Hingegen geht sie zugunsten des Beschwerdeführers davon aus, dass 20 Gramm des Kokaingemischs dem Eigenkonsum gedient hätten. Es verblieben 35 Gramm Kokaingemisch mit einem Reinheitsgehalt von 95%, d.h. rund 33 Gramm reines Kokain. Der Beschwerdeführer hätte am Silvesterabend keine Kontrolle gehabt, wie und an wen das Kokain verteilt worden wäre, zumal seine Kollegen dieses an Drittpersonen und auch an Frauen eines Escort Service hätten weitergeben können. Der Beschwerdeführer habe das gemeinsame Konsumverhalten mit seinen Kollegen so beschrieben, dass er jeweils "Linien mache" und "das Kokain auf den Tisch werfe" und nehmen könne, wer wolle. Seine Kollegen hätten für das Kokain nicht zahlen müssen. Als Gegenleistung hätten ihm seine Kollegen, wie bereits früher, Clubeintritte und alkoholische Getränke bezahlt und wären für die Kosten des Escort Service aufgekommen. Den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen zur Landesverweisung stellt der Beschwerdeführer bloss appellatorische Kritik entgegen, ohne sich mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen, namentlich soweit er behauptet, das gesamte Kokain sei zu seinem Eigenkonsum bestimmt gewesen oder in der Türkei gebe es keine hinreichenden Behandlungsmöglichkeiten für seine gesundheitlichen Beschwerden.