Citation: 1C_505/2017 E. 6.4

6.4. Insgesamt erscheint daher das Bedürfnis für eine vorgängige präventive Kontrolle der Schneeablagerung nicht als so gewichtig, dass zwingend ein Baubewilligungsverfahren hätte durchgeführt werden müssen. Allerdings handelt es sich um einen Grenzfall; wäre regelmässig mit erheblichen Schneemengen zu rechnen (z.B. aufgrund des Einzugsbereichs oder der Höhenlage), erschiene ein Baubewilligungsverfahren unumgänglich. Im Übrigen bleibt eine baupolizeiliche Überprüfung bei konkreten Beanstandungen möglich (vgl. Urteil 1A.202/2006 vom 10. September 2007 E. 5.3 - 5.6, in: URP 2008 S. 621 zur analogen Situation bei saisonalen Lichtimmissionen [Weihnachtsdekoration]). Trotz fehlender Baubewilligungspflicht kann zudem eine gewässerschutzrechtliche Bewilligung erforderlich sein (z.B. nach Art. 7 Abs. 2 Satz 3 GSchG wegen Einleitung unverschmutzten Abwassers in ein Oberflächengewässer). Dies war vorliegend nicht zu prüfen.