Citation: 8C_662/2015 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz sprach dem Aktenbericht vom 19. Februar 2014 des SUVA-Psychiaters Dr. med. D.________ volle Beweiskraft zu und stellte gestützt darauf fest, beim Versicherten sei mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit von der Diagnose einer Borderline-Persönlichkeit als schwere Persönlichkeitsstörung auszugehen, welche praxisgemäss einer Geistesschwäche entspreche. Der Gutachter habe sich mit der Verdachtsdiagnose einer paranoiden Persönlichkeitsstörung auseinandergesetzt. Die diagnostizierte psychische Störung bedinge nicht per se Urteilsunfähigkeit, schliesse sie aber auch nicht aus. Zwar berichtete die Psychiaterin Dr. med. E.________, der Versicherte habe immer wieder an psychotischen Episoden mit optischen Halluzinationen und Wahn gelitten. Weiter führte sie gestützt auf die Akten zu der von ihr ärztlich delegierten Psychotherapie des lic. phil. F.________ aus, es sei sehr wahrscheinlich, dass die Steuerungsfähigkeit im Zeitpunkt der Suizidhandlung massgeblich eingeschränkt gewesen sei, doch könne aus heutiger Sicht nicht sicher beurteilt werden, ob seine Steuerungs- und Urteilsfähigkeit vollständig aufgehoben war. Die Vorinstanz schloss daraus, eine triebgesteuerte Handlung sei damit nicht wahrscheinlicher als ein willentliches Handeln. Nach bundesrechtskonformer Würdigung sämtlicher, objektiv und subjektiv massgebender Umstände (RKUV 1996 Nr. U 267 S. 309, U 165/94 E. 2b; Urteil 8C_496/2008 vom 17. April 2009 E. 2.3) sei für den Zeitpunkt des Suizids bei gegebener Beweislage nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf Urteilsunfähigkeit zu schliessen. Von weiteren Beweismassnahmen seien keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb in vorweggenommener Beweiswürdigung darauf zu verzichten sei.