Citation: P 27/03 29.04.2004 E. 3

3.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 129 II 504 Erw. 2.2, 127 I 56 Erw. 2b, 127 III 578 Erw. 2c, 126 V 130 Erw. 2a; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 126 I 16 Erw. 2a/aa, 124 V 181 Erw. 1a, 375 Erw. 3b, je mit Hinweisen). 3.2 Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Sie machen geltend, die Verwaltung habe ihnen zweimal versprochen, sie würden zu einem Gespräch eingeladen. Hinterher habe das Sozialamt behauptet, es sei ihnen genügend Gehör auf dem Korrespondenzweg gewährt worden. Es sei mühsam gewesen, die Fragen des Amtes wegen seines mangelnden buchhalterischen Wissen zu beantworten. Man habe sie zu einer Aussprache eingeladen, danach sei nichts mehr geschehen. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Verwaltung den Anspruch der Versicherten auf rechtliches Gehör verletzt haben soll, zumal eine mündliche Aussprache stattgefunden hat. Aber selbst wenn eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch die Verwaltung vorliegen würde, wäre dieser Mangel im vorliegenden Fall nicht derart schwerwiegend, dass eine Heilung im letztinstanzlichen Verfahren nicht mehr möglich wäre. Nachdem Versicherungsleistungen streitig sind und dem Eidgenössischen Versicherungsgericht damit sowohl in tatbeständlicher als auch in rechtlicher Hinsicht uneingeschränkte Überprüfungsbefugnis zusteht (Art. 132 OG), wäre eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs geheilt, zumal sich die Versicherten zu den Entscheidgründen der Verwaltung einlässlich geäussert haben.