Citation: 2A.8/2005 30.06.2005 E. B

Am 12. Dezember 2003 heiratete R. X.________ ihren Landsmann S. X.________ (geb. 1965), dessen Asylgesuch vom 11. Januar 2001 das Bundesamt für Flüchtlinge am 5. Juni 2003 abgewiesen hatte (bestätigt mit Urteil der Schweizerischen Asylrekurskommission vom 29. März 2004). Ein Revisionsverfahren hiergegen blieb ohne Erfolg (Zwischenverfügung vom 19. Juli 2004 und Abschreibungsverfügung infolge Rückzugs der Beschwerde vom 10. August 2004). Am 30. Januar 2004 ersuchte R. X.________ darum, ihrem Ehemann im Familiennachzug die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Das Ausländeramt des Kantons St. Gallen informierte sie am 5. Februar/19. Mai 2004 darüber, dass wegen der Ausschliesslichkeit des Asylverfahrens kein fremdenpolizeiliches Verfahren eingeleitet werden könne (Art. 14 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [SR 142.31]). Auf den hiergegen gerichteten Rekurs trat das Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen am 6. Juli 2004 nicht ein, da "die Weigerung des Ausländeramtes, ein Verfahren um Erteilung einer fremdenpolizeilichen Aufenthaltsbewilligung einzuleiten, keine anfechtbare Verfügung" bilde. Das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen wies die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde am 9. November 2004 mit der Begründung ab, es bestehe kein Rechtsanspruch auf die Bewilligung und somit auch nicht darauf, dass ein fremdenpolizeiliches Verfahren eröffnet werde; weder könne von einem aussergewöhnlich langen Aufenthalt noch von einer besonderen Verwurzelung von R. X.________ in den hiesigen Verhältnissen gesprochen werden; es sei ihr deshalb grundsätzlich zuzumuten, für ihr Familien- und Eheleben gegebenenfalls in die Heimat zurückzukehren, weshalb sie aus dem Anspruch auf Schutz des Familienlebens (Art. 8 EMRK, Art. 13 BV) nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermöge.