Citation: 5P.295/2001 15.10.2001 E. 3

3.-Die Beschwerdeführerin rügt ausschliesslich eine Verletzung des Willkürverbotes gemäss Art. 9 BV und macht im Wesentlichen geltend, das Obergericht sei in Willkür verfallen, indem es einerseits den Widerruf der unentgeltlichen Rechtspflege aufhebe und ihr anderseits für das kantonale Beschwerdeverfahren, das den Widerruf der unentgeltlichen Rechtspflege zum Gegenstand hatte, keine Parteientschädigung zuspreche. Dies führe dazu, dass entweder ihr Anwalt nicht entschädigt oder aber sie persönlich vom Anwalt belangt werde, obwohl sie über keine Mittel verfüge und somit nicht in der Lage sei, die Kosten zu bezahlen. Unhaltbar sei auch die analoge Anwendung von § 129 Abs. 4 ZPO/AG, zumal kein Regelfall im Sinne dieser Bestimmung vorliege. a) Nach Art. 88 OG steht Bürgern das Recht zur staatsrechtlichen Beschwerde bezüglich solcher Rechtsverletzungen zu, die sie durch allgemeinverbindliche oder sie persönlich treffende Erlasse oder Verfügungen erlitten haben. Dabei kann nur eine Verletzung in rechtlich geschützten eigenen Interessen gerügt werden. Zur Verfolgung bloss tatsächlicher Vorteile oder zur Geltendmachung allgemeiner öffentlicher Interessen ist die staatsrechtliche Beschwerde nicht gegeben. Die eigenen rechtlichen Interessen, auf die sich der Beschwerdeführer berufen muss, können entweder durch kantonales oder eidgenössisches Gesetzesrecht oder aber unmittelbar durch ein angerufenes spezielles Grundrecht geschützt sein (BGE 121 I 267 E. 2 S. 268, mit Hinweisen; 126 I 81 E. 3 S. 85). b) Mit dem Hinweis, die obergerichtlichen Entscheide führten dazu, dass der Anwalt nicht entlohnt werde, vertritt die Beschwerdeführerin nicht eigene, sondern allenfalls fremde Interessen. In diesem Zusammenhang vermag ihr das nicht veröffentlichte Urteil des Bundesgerichts vom 8. März 2000 i.S. P [5P. 32/2000] nicht zu helfen, ging es doch darin um eine Beschwerde des Anwaltes, der für seine Bemühungen als unentgeltlicher Rechtsbeistand nicht genügend honoriert worden war, was nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet. Da die Beschwerdeführerin überdies nach wie vor im Genuss der unentgeltlichen Rechtspflege steht, kann ihr der amtliche Rechtsbeistand den allenfalls nicht gedeckten Aufwand für die Einreichung der Beschwerde nicht persönlich in Rechnung stellen (vgl. BGE 108 Ia 11 E. 1 S. 12 f.). Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin nicht in ihren eigenen rechtlich geschützten Interessen betroffen und folglich zur staatsrechtlichen Beschwerde nicht legitimiert ist. Auf die Beschwerden ist nicht einzutreten.