Citation: U 114/06 05.09.2006 E. 4

Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Ereignis vom 25. November 1999 sei als schwerer Unfall zu qualifizieren. Indessen ist die Vorinstanz zu Recht von einem mittelschweren Unfall ausgegangen und hat die adäquate Kausalität verneint. 4.1 Rechtsprechungsgemäss hat die Kategorisierung der Unfälle nach objektiven Gesichtspunkten und ohne Berücksichtigung der Persönlichkeitsstruktur der Versicherten zu erfolgen; das subjektive Unfallerlebnis ist nicht massgebend (BGE 115 V 139 Erw. 6, 124 V 44 Erw. 5c/aa; RKUV 2005 Nr. U 555 S. 324 Erw. 3.4.1 [Urteil A. vom 7. April 2005, U 458/04]). Zum Vergleich herangezogen werden können etwa die folgenden Arbeitsunfälle: Die versicherte Person geriet beim Kehlen mit der rechten Hand in die Kehlmaschine; dabei wurden die Finger I-III total sowie die Finger IV-V subtotal amputiert (nicht veröffentlichtes Urteil M. vom 13. Juni 1996, U 233/95). Auf einem Gleisschotterband kam eine versicherte Person zu Fall und geriet beim Versuch, sich vor einem Sturz vom Band zu retten, mit dem rechten Vorderarm in den Fördermechanismus; der Arm wurde regelrecht abgeknickt mit der Folge einer offenen Fraktur, einer Durchspiessung der Haut und einer schweren Kontusion der Weichteile (nicht veröffentlichtes Urteil B. vom 29. Dezember 1995, U 91/94). In beiden Fällen hat das Eidgenössische Versicherungsgericht einen schwereren Unfall im mittleren Bereich angenommen (RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122 f.; vgl. auch RKUV 2005 Nr. U 555 S. 324 Erw. 3.4.1 [Urteil A. vom 7. April 2005, U 458/04]). Im Gegensatz dazu ist hier jedoch keine gravierende Verletzung aufgetreten, die - wie eine Amputation oder eine offene Fraktur - zu schockieren vermocht hätte. 4.2 Für die Beurteilung der Adäquanz sind daher die von der Rechtsprechung genannten unfallbezogenen Kriterien in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa). Dabei muss für die Bejahung der Adäquanz ein einzelnes Kriterium in besonders ausgeprägter Weise oder es müssen mehrere der massgebenden Kriterien erfüllt sein (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb). Dramatische Begleitumstände lagen nicht vor, ebenso wenig eine besondere Eindrücklichkeit. So bestand keine Lebensgefahr, wurde doch einzig der Arm eingeklemmt. Der Maschinenführer befand sich in unmittelbarer Nähe und hörte die Schreie der Versicherten; der Schichtführer hatte von seinem Büro aus Blick auf die fragliche Maschine, bemerkte den Unfall ebenfalls schnell und konnte die Beschwerdeführerin durch Schliessen der Klappe befreien. Dass die Versicherte in Panik geraten ist, kann bei einer objektiven Betrachtungsweise nicht berücksichtigt werden, zumal sie zwar nach eigenem Empfinden etwa ein halbe Stunde eingeklemmt war, nach Angaben von Maschinen- und Schichtführer jedoch lediglich einige Minuten. Bei der erlittenen Verletzung handelt es sich lediglich um eine Quetschung, die ärztliche Behandlung war nach dreieinhalb Monaten abgeschlossen. Organische Dauerbeschwerden sind, wie oben (Erw. 3) dargelegt, nicht nachgewiesen, die somatoforme Schmerzstörung ist als psychisches Leiden (vgl. BGE 130 V 353 Erw. 2.2.2) hier nicht zu berücksichtigen (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa). Ab Dezember 2003 attestierte der Hausarzt Dr. med. R.________ zwar eine Arbeitsunfähigkeit, die allerdings nicht somatisch, sondern durch die diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung bedingt war. Die zu berücksichtigenden Beurteilungskriterien sind damit - soweit sie überhaupt in Betracht fallen - nicht erfüllt, weshalb die adäquate Kausalität zu verneinen ist. 4.3 Die Beschwerdeführerin beruft sich schliesslich darauf, die vormalige Arbeitgeberin habe ihr auf Veranlassung von Dr. med. S.________ eine leichtere Tätigkeit zugewiesen. Aus dem betreffenden Bericht des Hausarztes vom 16. Dezember 2002 geht indessen hervor, dass die Versicherte damals über Beschwerden am rechten, also nicht am verunfallten linken Arm klagte, weshalb dieser Umstand hier nicht zu berücksichtigen ist.