Citation: 2C_496/2019 E. 3.2

3.2. In rechtlicher Hinsicht vertritt die Vorinstanz die Auffassung, dass sich Art. 80 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE; SR 142.201) gemäss seiner Marginalie sowohl auf Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG als auch auf Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG beziehe. Bei der Niederlassungsbewilligung würden aber höhere Anforderungen gelten als bei der Aufenthaltsbewilligung, da das Gesetz einen schwerwiegenden Verstoss und nicht nur einen erheblichen oder wiederholten Verstoss gegen die öffentliche Ordnung verlange. Es stelle sich die Frage, worin mit Blick auf den Widerrufsgrund der Verschuldung der Unterschied zwischen einem schweren und erheblichen Verstoss auszumachen sei. Die Mutwilligkeit der Verschuldung bilde hierzu keinen geeigneten Ansatzpunkt. Der Unterschied könne daher nur im Umfang der Schulden liegen. Dabei lasse sich keine klare Grenze ziehen, ab wann die Verschuldung nicht mehr nur als erheblich, sondern als schwerwiegende Gefährdung der öffentlichen Ordnung zu gelten hätten (vgl. E. 2.4 des angefochtenen Urteils).