Citation: 8C_56/2021 E. 4

Die Vorinstanz stellte fest, gestützt auf die Schuldanerkennung der B.________ AG vom 29. März 2019 sei erstellt, dass diese dem Beschwerdeführer Lohn und Spesen im Umfang von Fr. 55'595.95 zuzüglich Zinsen von 5 % geschuldet habe. Dieser Betrag setzte sich gemäss Betreibungsbegehren des Beschwerdeführers aus offenen Lohnforderungen der Jahre 2015 von Fr. 1429.15 und 2016 von Fr. 46'664.90 sowie offenen Spesen aus dem Zeitraum von Juni 2015 bis August 2017 zusammen. Es sei unbestritten, dass für die letzten vier Monate unmittelbar vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit der B.________ AG keine Lohnforderungen des Beschwerdeführers bestünden. Dies gelte unabhängig davon, ob auf den Zeitraum vom 1. Februar bis zum 31. Mai 2017 abzustellen sei oder ob auch die anschliessende Zwischenverdiensttätigkeit bis zum 31. Oktober 2018 zu berücksichtigen und daher der Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Oktober 2018 massgebend sei. Das kantonale Gericht kam zum Schluss, dass eine Entschädigung gemäss Art. 52 Abs. 1 AVIG nicht in Betracht falle, da die ausgewiesenen Lohnausfälle auf die Jahre 2015 und 2016 zurückgingen. In Bezug auf die offenen Spesen erkannte es, dass sämtliche Unkostenentschädigungen, die Spesencharakter hätten und deshalb auch nicht AHV-beitragspflichtig seien, von der Insolvenzentschädigung ausgeschlossen seien. Dass die offenen Lohnforderungen des Beschwerdeführers gegenüber der B.________ AG im Konkursverfahren nicht in der 1. Klasse kolloziert worden seien, vermöge schliesslich offensichtlich keinen Anspruch auf Insolvenzentschädigung zu begründen.