Citation: 2C_860/2019 E. 3.7.5

3.7.5. Nicht weiter einzugehen ist auf die erst in der Replik vom 9. Januar 2020 (Ziff. 1-4) erhobene Rüge, trotz ihrer teilweisen Ungleichheit hinsichtlich der geografischen Lage (Dauer bzw. Erreichbarkeit der durch die Kurtaxe finanzierten Anlagen) würden alle Kurtaxenpflichtige gleich behandelt (sowohl hinsichtlich des Kurtaxenansatzes wie auch in der Annahme der durchschnittlichen Belegung), weshalb auch in diesem Punkt Art. 8 Abs. 1 BV verletzt worden sei. Die Beschwerdeführer übersehen, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts eine Beschwerdeergänzung auf dem Weg der Replik nur insoweit statthaft ist, als erst die Ausführungen in der Vernehmlassung eines anderen Verfahrensbeteiligten dazu Anlass geben. Ausgeschlossen sind hingegen in diesem Rahmen Anträge und Rügen, die der Beschwerdeführer bereits vor Ablauf der Beschwerdefrist hätte erheben können (vgl. BGE 135 I 19 E. 2.2, unter Verweis auf BGE 134 IV 156 E. 1.7; 132 I 42 E. 3.3.4). In der Vernehmlassung vom 18. November 2019 erwähnt die Einwohnergemeinde zwar Art. 19 TG/VS, wonach der Kurtaxenansatz unter anderem der geografischen Lage der Unterkunft Rechnung trägt. Dennoch hätten die Beschwerdeführer diese Rüge schon in ihrer Beschwerde erheben können. Das zeigt sich im Übrigen auch daran, dass sich diese Rüge in den ersten Zeilen der Replik vom 9. Januar 2020 und damit vor dem Abschnitt befindet, in welchem sich die Beschwerdeführer mit der Vernehmlassung auseinandersetzen. Somit ist weder dargetan noch ersichtlich, inwiefern diese Rüge durch die Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin veranlasst worden wäre und nicht bereits in der Beschwerde an das Bundesgericht hätte erhoben werden können.