Citation: 7B_1287/2024 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe im Vorfeld der Berufungsverhandlung am 8. Juli 2024 ein Gesuch um Gewährung des freien Geleits (Art. 204 StPO) gestellt. Die Bundesanwaltschaft habe mit Eingabe vom 18. Juli 2024 erklärt, sie widersetze sich dem Gesuch nicht. Dennoch habe die Vorinstanz das Gesuch mit Verfügung vom 6. August 2024 abgewiesen. Sie habe hierfür keine Notwendigkeit gesehen, weil ein persönliches Erscheinen des Beschwerdeführers nicht zwingend sei, da sich die Berufungskammer von ihm bereits im Rahmen der Berufungsverhandlungen vom 17. Oktober 2022 bzw. 2. März 2023 einen unmittelbaren Eindruck habe verschaffen können. Gestützt auf diese Äusserungen der Bundesanwaltschaft und der Vorinstanz habe er in gutem Glauben annehmen dürfen, dass er anlässlich der erneut notwendigen Berufungsverhandlung nicht verhaftet werde. Die Haftanordnung im unmittelbaren Anschluss an die Berufungsverhandlung verstosse daher gegen den Grundsatz von Treu und Glauben im Sinne von Art. 5 Abs. 3 BV und Art. 3 Abs. 2 lit. a StPO.