Citation: 5A_472/2013 E. 4.2

4.2. Es trifft entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht zu, dass die beiden umstrittenen Forderungen offensichtlich nicht existieren. Aus den vorliegenden Dokumenten geht nicht mit genügender Sicherheit hervor, dass der Beschwerdeführer und sein Sohn die in der Ergänzungspfändung gepfändeten Forderungen oder zumindest eine davon nicht begründen wollten und es lässt sich ihnen auch nicht mit Sicherheit entnehmen, wie sie zu tilgen sind oder dass diese Tilgung bereits stattgefunden hätte. Was die Begründung der Forderungen betrifft, so macht der Beschwerdeführer zwar geltend, der Preis für das Inventar habe nur Fr. 208'309.-- betragen und es habe somit nur eine Forderung dieser Höhe bestanden. Selbst wenn der vom Beschwerdeführer für das Inventar angegebene Preis zutreffend sein sollte, schliesst dies jedoch nicht aus, dass aus dem Hofübernahmevertrag eine weitere Forderung in derselben Höhe besteht. Hätte sich nämlich U.________ etwa bereits mit der Vereinbarung vom 15. September 2008 zur Bezahlung von Fr. 208'309.-- verpflichtet und konnte dieser Betrag im Hofübernahmevertrag nicht wie vereinbart "verrechnet" werden, so wäre allenfalls aus dem Kaufpreis des Hofes immer noch ein Teilbetrag von Fr. 208'309.-- geschuldet. Die Klärung dieser Frage würde eingehende materiellrechtliche Überlegungen zum Verhältnis der beiden Verträge und zur Auslegung der von den Parteien verwendeten Begriffe bedingen. Was die Tilgung einer oder beider Forderungen betrifft, so lässt sich weder den Verträgen noch der Beschwerde mit genügender Sicherheit entnehmen, wie sie durchzuführen ist und ob sie stattgefunden hat. So ist insbesondere nicht zu beanstanden, wenn das Obergericht nicht nachvollziehen konnte, wie die im Hofübernahmevertrag vorgesehene Verrechnung durchgeführt werden sollte. Auch die vom Beschwerdeführer behauptete Tilgung durch Schuldbeitritt oder Schuldübernahme lässt sich nicht ohne weiteres nachvollziehen. Namentlich besteht in der Tilgungsklausel des Hofübernahmevertrags kein offensichtlicher Zusammenhang zwischen der Übernahme von Grundpfandschulden gegenüber der Bank H._______ und der Bezahlung des Inventars. Vielmehr stehen diese beiden Posten bei den Tilgungsmodalitäten getrennt nebeneinander. Alle diese Fragen können im Betreibungs- bzw. Aufsichtsverfahren nicht geklärt werden. Über sie wird gegebenenfalls der Richter zu befinden haben (vgl. Art. 168 OR). Die Pfändung der beiden bestrittenen Forderungen ist demnach nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen.