Citation: 1B_425/2022 E. 2.4

2.4. Diese Erwägungen sind nicht zu beanstanden. Zwar teilt der Beschwerdeführer die Auffassung der Vorinstanz offensichtlich nicht; er bringt aber nichts vor, was die angefochtene Verfügung als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Soweit seine Einwände überhaupt nachvollziehbar sind (vgl. vorne E. 1.3), sind sie rein appellatorischer Natur und damit ungenügend begründet (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG) oder gehen, wie bereits vor der Vorinstanz, an der Sache vorbei. So ist nicht erkennbar, in welchem Zusammenhang der abgelehnte Richter zum Urheber der Strafanzeige gegen den Beschwerdeführer stehen soll; es ist nicht einmal aktenkundig, ob der Beschwerdegegner dem jüdischen Glauben angehört. Doch wäre dieser Umstand ohnehin unerheblich, weil im Allgemeinen davon ausgegangen wird, dass eine Person, die ein richterliches Amt bekleidet, in der Lage ist, bei ihrer Tätigkeit die notwendige Distanz mit Bezug auf die eigene persönliche, weltanschauliche und soziale Situation einzunehmen und sich mit dem ihr vorgelegten Fall vorurteilsfrei zu befassen. So hat das Bundesgericht ausdrücklich festgehalten, dass ein Richter, der über einen Verstoss gegen Art. 261bis StGB zu entscheiden hat, nicht allein aus dem Grund abgelehnt werden kann, dass er der betreffenden ethnischen oder religiösen Gruppe angehört (Urteil 1P.385/2003 vom 23. Juli 2003 E. 3: vgl. auch Urteil 2C_71/2010 vom 22. September 2010 E. 2.2 mit Hinweisen). Im Übrigen kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Art. 109 Abs. 3 BGG).