Citation: 6B_783/2018 E. 2.3.1

2.3.1. Die Vorinstanz hält fest, ihre Feststellungen betreffend den Vorwurf der Hinderung einer Amtshandlung stützten sich einzig auf die Depositionen des Beschwerdeführers. Dieser habe sowohl bezüglich des Zeitpunkts, in welchem sich die Polizei als solche zu erkennen gegeben habe, als auch hinsichtlich des Fluchtversuchs durchwegs kongruente und glaubhafte Aussagen zu Protokoll gegeben. Angesichts der Aussagen, wonach er zunächst weitergerannt sei, da er die Umhängetasche habe loswerden wollen, erweise sich die Befragung der vor Ort anwesenden Polizisten weder als entscheiderheblich noch als für die Wahrheitsfindung erforderlich. Die Vorinstanz wies daher den Antrag auf Einvernahme der Polizisten in antizipierter Beweiswürdigung ab. Nach den Verfahrensgarantien von Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 i.V.m. Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK hat der Beschuldigte als Teilgehalt des Rechts auf ein faires Verfahren Anspruch darauf, dem Belastungszeugen Fragen zu stellen. Eine belastende Zeugenaussage ist grundsätzlich nur verwertbar, wenn der Beschuldigte wenigstens einmal während des Verfahrens angemessene und hinreichende Gelegenheit hatte, das Zeugnis in Zweifel zu ziehen und Fragen an den Belastungszeugen zu stellen (BGE 133 I 33 E. 3.1 S. 41 mit Hinweisen). Nachdem die Vorinstanz die Verurteilung ausschliesslich auf die Aussagen des Beschwerdeführers stützt, ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer einen Anspruch auf Konfrontation mit den Polizisten haben sollte. Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK ist offensichtlich nicht verletzt.