Citation: 6B_217/2020 E. 2

Der Beschwerdeführer macht geltend, obwohl ein Fall von notwendiger Verteidigung im Sinne von Art. 130 StPO vorliege, sei er erst ab dem 3. Februar 2016 anwaltlich vertreten gewesen. Bei den früheren Befragungen durch die Polizei sei keine Verteidigung anwesend gewesen. Entsprechend seien die Einvernahmen vom 13. Juni 2015 und vom 23. November 2015 ungültig im Sinne von Art. 131 Abs. 3 StPO. Verfahrensrechtliche Einwendungen, die im kantonalen Verfahren hätten geltend gemacht werden können, können nach dem Grundsatz der materiellen Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs vor Bundesgericht nicht mehr vorgebracht werden (BGE 135 I 91 E. 2.1 S. 93; Urteil 6B_539/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 1.). Es verstösst gegen Treu und Glauben, verfahrensrechtliche Mängel erst in einem späteren Verfahrensstadium oder sogar erst in einem nachfolgenden Verfahren geltend zu machen, wenn der Einwand schon vorher hätte festgestellt und gerügt werden können (BGE 143 V 66 E. 4.3 S. 69 f.; Urteile 6B_1186/2019 vom 9. April 2020 E. 1.4; 6B_49/2019 vom 2. August 2019 E. 4.2, nicht publiziert in BGE 145 IV 329; je mit Hinweisen). Die Frage der notwendigen Verteidigung bildet nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Urteils. Der Beschwerdeführer zeigt weder auf, seine Kritik bereits im kantonalen Verfahren vorgebracht zu haben, noch legt er dar, weshalb dies nicht möglich gewesen sein soll. Somit wurde der kantonale Instanzenzug nicht ausgeschöpft und auf die Rüge kann nicht eingetreten werden. Die Vorinstanz durfte die polizeilichen Einvernahmen ohne Weiteres in die Beweiswürdigung einfliessen lassen. Damit erübrigt sich eine Auseinandersetzung mit den Ausführungen des Beschwerdeführers auf den Seiten 21-24 der Beschwerde, wo er ebenfalls Ausführungen zur behaupteten Unverwertbarkeit seiner Einvernahmen macht.