Citation: 6B_145/2024 E. 2.3.2

2.3.2. Die Vorinstanz erwägt, eine Behandlung mit einem Hufrehebeschlag sei aus tierärztlicher Sicht klar indiziert gewesen. Dies sei dem Beschwerdeführer sowohl durch Dr. med. vet. E.________ als auch durch die Tierklinik F.________ mitgeteilt worden. Hufschuhe oder eine Blutegeltherapie seien seitens der Tierärzte in der fraglichen Zeit kein Thema gewesen. Dr. med. vet. H.________ der Tierklinik F.________ habe den Beschwerdeführer am 27. Juli 2018 sehr spezifisch angewiesen, wie der adäquate Hufrehebeschlag auszusehen habe ("Stegeisen oder Umkehreisen oder Eisen mit ähnlicher Funktion; entweder Kleben oder Nageln mit möglichst wenig Nägeln [nur 2 pro Seite und möglichst weit kaudal]; wenn möglich Ledersohle mit weichem Polster"). Sowohl Dr. med. vet. E.________ als auch med. vet. G.________ hätten klare Anweisungen an den Beschwerdeführer erteilt. Später habe Dr. med. vet. H.________ dieselben Anweisungen gegeben. Die Tierärzte hätten eine konkrete Behandlungsstrategie verfolgt, dann aber die Zusammenarbeit mit dem Beschwerdeführer beenden müssen, da dieser die tierärztlichen Anweisungen nicht befolgt habe, sondern eigenmächtig andere Methoden angewandt habe. Gemäss med. vet. G.________ habe die Zusammenarbeit nicht funktioniert, es sei frustrierend gewesen, der Beschwerdeführer habe das Gefühl gehabt, alles besser zu wissen, manchmal habe er gerade etwas anderes gemacht, ohne dies abzusprechen, es sei chaotisch gewesen und man haben keine Strategie verfolgen können. Das von med. vet. G.________ geschilderte "chaotische" Verhalten des Beschwerdeführers habe dazu geführt, dass es dem Pony B.________ immer gleich schlecht oder zum Teil auch wieder schlechter gegangen sei. Soweit der Beschwerdeführer behaupte, er habe alles mit der Tierärztin besprochen und sie sei einverstanden gewesen, dass man die Hufeisen entferne bzw. dass man dem Pony nur vorne Hufeisen anlegen oder Hufschuhe anziehe, sei dies nicht nachvollziehbar. Med. vet. G.________ habe im Gegenteil ausgeführt, der Beschwerdeführer habe die Hufeisen eigenmächtig entfernt, ohne Absprache mit ihr. Weiter habe sie mit nachvollziehbarer Begründung angegeben, dass sie und Dr. med. vet. E.________ der Meinung gewesen seien, dass Hufschuhe im Betrieb des Beschwerdeführers keine geeignete Lösung waren.