Citation: 2A.617/2005 22.11.2005 E. 3

3.1 Das Verwaltungsgericht geht in seinem Entscheid von der dargestellten Rechtsprechung zur missbräuchlichen Berufung auf die Ehe aus. Nach bloss kurzem Zusammenleben (Heirat im Januar 1998) haben sich die Ehegatten spätestens im Dezember 1999 getrennt und seither nicht mehr zusammengelebt. Gemäss den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz wollte sich die Ehefrau seit der Trennung scheiden lassen. Sie hat diese Absicht in verschiedenen Schreiben an die Fremdenpolizeibehörden unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Dass die Ehefrau das erste Scheidungsbegehren wieder zurückzog, beruhte nach den Feststellungen des Verwaltungsgerichts nicht auf einer Wiederannäherung der Ehegatten, sondern darauf, dass die damals erforderliche Trennungszeit von vier Jahren noch nicht erreicht war. Hinweise darauf, dass die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid offensichtlich unrichtig wären (Art. 105 Abs. 2 OG), sind nicht ersichtlich. Aufgrund der Dauer und der Umstände der Trennung sowie der Tatsache, dass die Ehe für die Ehefrau offensichtlich definitiv gescheitert war, konnte der Beschwerdeführer nicht ernsthaft damit rechnen, das eheliche Zusammenleben werde zu irgend einem Zeitpunkt nochmals aufgenommen. Umstände oder eigene Bemühungen, die darauf schliessen liessen, dass konkret Hoffnung auf Versöhnung bestand, macht der Beschwerdeführer keine geltend. Die Gründe, die zum Scheitern der Ehe geführt haben, sind im Übrigen nicht von Belang.