Citation: 8C_592/2023 E. 6.2.2

6.2.2. Der Beschwerdeführer wendet ein, die zeitliche Komponente stelle ein wichtiges Element dar. Die Vorinstanz habe zwar korrekt dargelegt, dass die zeitliche Komponente fehle. Dies bedeute jedoch nicht, dass nur lang andauernde Schreckereignisse geeignet seien, langfristige Beschwerden zu verursachen. So fehle insbesondere in dem auch von der Vorinstanz diskutierten Motorsägenfall gemäss Urteil 8C_480/2013 vom 15. April 2014 die zeitliche Komponente. Die Adäquanz sei angesichts der besonderen Gefährlichkeit der Motorsäge aber dennoch bejaht worden, obwohl nur Schnittverletzungen an der Hand resultiert hätten. Auch wenn das Schädigungspotential eines zerbrochenen Glases nicht mit einer Motorsäge vergleichbar sei, so könne es dennoch, insbesondere im Gesicht, schwere oder lebensgefährliche Verletzungen verursachen. Die vom Beschwerdeführer erlittene Augenverletzung sei um ein Vielfaches schwerer als die im Urteil 8C_480/2013 vom 15. April 2014 verursachte Handverletzung. Damit sei ein Schreckereignis klar zu bejahen.