Citation: 6B_202/2024 E. 2.5.3

2.5.3. Die Vorinstanz führt mit Hinweis auf die erste Instanz aus, dass es in der Schweiz nicht zu einer eigentlichen Besitzübertragung an den Beschwerdeführer gekommen sein soIIe, ergebe sich ohne Weiteres aus der konkreten Umschreibung des Sachverhalts in Ziff. 1.1.5 (Festnahme der Kuriere im Kanton Waadt). Einer eingehenderen Darstellung habe es nicht bedurft; der Beschwerdeführer wisse mit diesen Angaben ohne Weiteres, was ihm vorgehalten werde. Die allgemeinen Ausführungen eingangs des Vorhalts von Ziff. 1.1 würden insofern durch die konkrete Umschreibung in Ziff. 1.1.5 präzisiert. Ergänzend sei festzuhalten, dass mit dem vorgehaltenen Kauf des Kokaingemischs in Spanien und dessen Transport in die Schweiz durch Personen aus dem engsten Umfeld des Beschwerdeführers (Vater und dessen Lebenspartnerin), das Kokaingemisch - sollte sich der Vorhalt als erwiesen herausstellen - sich bereits im Herrschaftsbereich des Beschwerdeführers befunden habe, womit nicht eine Versuchskonstellation bzw. ein Anstalten-Treffen zur Diskussion stehe und entsprechend auch nicht in der Anklage habe vorgehalten werden müssen. Im Übrigen werde dem Beschwerdeführer hinsichtlich des Erwerbs eine Begehung als Alleintäter vorgehalten, die erwähnten weiteren Personen sehe die Anklage als Kuriere. Eine wirksame Verteidigung sei demnach eindeutig möglich (Urteil S. 14 f. mit Hinweis auf erstinstanzliches Urteil S. 9). Nach Würdigung der Beweise erachtet die Vorinstanz mit der ersten Instanz als erstellt, dass der Beschwerdeführer das "Barcelona-Geschäft" organisiert hat, hierfür selbst nach Barcelona gereist ist und sein Vater und dessen Lebenspartnerin als Kuriere gewirkt haben. Entsprechend seien dem Beschwerdeführer die fünf Kilogramm Kokaingemisch zuzurechnen, wobei die Erwerbshandlung mit dem Kauf des Kokains in Spanien und dem anschliessenden Transport in die Schweiz durch Personen aus dessen engsten Umfeld bereits als vollendet anzusehen sei; mit der Übernahme des Kokains durch den Vater und dessen Lebenspartnerin und der Überführung in die Schweiz habe sich dieses fraglos schon im Herrschaftsbereich des Beschwerdeführers befunden. Der vorgehaltene Sachverhalt mit einem Erwerb von fünf Kilogramm Kokaingemisch sei demgemäss als erstellt zu werten (Urteil S. 23 f. mit Hinweis auf erstinstanzliches Urteil S. 71).