Citation: 1B_29/2010 24.02.2010 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer beantragt, er sei aus der Haft zu entlassen und im Sinne einer Ersatzmassnahme unter Androhung der Wiederverhaftung anzuweisen, sich innerhalb von 30 Tagen einer stationären Therapie der Drogensucht zu unterziehen. Er bringt (Beschwerde S. 8 f.) vor, damit könnte die Wiederholungsgefahr hinreichend gebannt werden. 3.2 Wie die Staatsanwaltschaft (Vernehmlassung S. 3) zutreffend bemerkt, argumentiert der Beschwerdeführer insoweit widersprüchlich. Er bringt (Beschwerde S. 8 Ziff. 10) vor, die Behörden benötigten "zweifellos zwei bis sechs Monate", um eine geeignete Institution für eine stationäre Therapie zu finden. Verhält es sich so, ist nicht ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführer selber in der Lage sein sollte, innert 30 Tagen eine solche Institution zu finden. Dies kann jedoch dahingestellt bleiben. Der Beschwerdeführer könnte bei einer Haftentlassung unstreitig jedenfalls nicht unmittelbar eine stationäre Therapie antreten. Er wäre also zunächst eine mehr oder weniger lange Zeit in Freiheit. Nach dem oben Gesagten besteht jedoch die erhebliche Gefahr, dass er - zumal er keine Arbeitsstelle hat - aufgrund seiner starken Heroinsucht nach einer Haftentlassung sogleich wieder mit dem Drogenkonsum beginnen und zwecks dessen Finanzierung erneut schwerere Straftaten begehen würde. Die vom Beschwerdeführer vorgeschlagene Ersatzmassnahme ist damit zur hinreichenden Bannung der Wiederholungsgefahr ungeeignet. Dass andere Ersatzmassnahmen in Betracht kämen, macht er nicht geltend und ist nicht ersichtlich. Die Beschwerde ist daher auch im vorliegenden Punkt unbehelflich. 3.3 Anzumerken bleibt, dass der psychiatrische Sachverständige vor der umfassenden Erstattung des Gutachtens eine kurze schriftliche Stellungnahme zur Zweckmässigkeit einer Massnahme bis Ende März 2010 in Aussicht stellt. Nach dieser Stellungnahme wird die zuständige kantonale Behörde zu prüfen haben, ob dem Beschwerdeführer der von ihm gewünschte vorzeitige Massnahmeantritt nach § 71a StPO bewilligt werden kann. Diese Frage ist hier nicht Gegenstand des Verfahrens.