Citation: 7B_295/2023 E. 4.8

4.8. Die Vorinstanz setzt sich im Rahmen der Beweiswürdigung mit beiden Gutachten auseinander. Sie begründet überzeugend, weshalb sie auf die gutachterliche Einschätzung von Dr. med. C.________ betreffend die Erfolgsaussichten einer ambulanten Massnahme nach Art. 63 StGB abstellt und diese mit der Gutachterin als nicht gegeben erachtet. Dabei verweist sie ausdrücklich auf die Meinung von med. pract. B.________ und hält fest, auch dieser habe die Erfolgsaussichten einer solchen Massnahme infrage gestellt (vgl. oben E. 4.7.2). Von einer Verletzung der vorinstanzlichen Begründungspflicht kann entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers nicht die Rede sein (anders als im Urteil 6B_770/2020 vom 25. November 2020 E. 1.4.2). Zu berücksichtigen ist weiter, dass die Gutachterin Dr. med. C.________ in Kenntnis des ersten Gutachtens und nach einlässlicher Auseinandersetzung mit diesem zu ihrer (negativen) Einschätzung betreffend die Erfolgsaussichten einer ambulanten Massnahme nach Art. 63 StGB gelangt. Sie begründet überzeugend, warum sie eine solche Massnahme - im Gegenteil zum ersten Gutachter - als nicht aussichtsreich betrachtet. Auch insofern ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz darauf abstellt. Sie war insbesondere nicht gehalten, ihrer Beweiswürdigung das für den Beschwerdeführer günstigere erste Gutachten zugrunde zu legen (vgl. oben E. 4.4.4).