Citation: 1P.234/2003 23.09.2003 E. A

Die am 8. September 1907 geborene R.________ zog sich bei einem Sturz im Krankenheim X.________ am 17. Februar 1997 eine Schenkelhalsfraktur zu. Am 19. Februar 1997 wurde sie im Stadtspital Y.________ operiert und am 28. Februar 1997 ins Krankenheim X.________ zurückverlegt, wo sie am 2. März 1997 um ca. 18.00 Uhr verstarb. Am 4. März 1997 meldete Rechtsanwalt Dr. G.________ im Auftrag der Töchter der Verstorbenen, E.________ und V.________, der Bezirksanwaltschaft Zürich den Tod von R.________ als aussergewöhnlichen Todesfall mit der Begründung, R.________ sei wegen Unterlassung ärztlicher Hilfe erstickt. In der Folge erhob die Bezirksanwaltschaft Zürich Strafuntersuchung unter anderem gegen den Arzt des Krankenheims X.________, Dr. med. Z.________, sowie gegen die damals in dem betreffenden Krankenheim tätig gewesene Oberschwester, M.________. Nach Einholung eines Gutachtens bei Prof. Dr. med. A.________, Chefarzt der Klinik für Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen, stellte die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich mit Verfügung vom 9. Dezember 1998 die Strafuntersuchung gegen Dr. Z.________ und M.________ ein. Einen gegen diesen Einstellungsbeschluss gerichteten Rekurs von E.________ und V.________ wies die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich mit Beschluss vom 28. Januar 1999 ab. Die hiergegen gerichtete Nichtigkeitsbeschwerde hiess das Kassationsgericht des Kantons Zürich am 3. April 2000 wegen willkürlicher Beweiswürdigung gut und wies die Sache zur Neuentscheidung an das Obergericht zurück. Nach erfolgter Ergänzung der Untersuchung stellte die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich die Untersuchung gegen Dr. Z.________ und M.________ mit Verfügung vom 31. Juli 2002 erneut ein.