Citation: 8C_500/2022 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe entgegen der Vorinstanz bereits unmittelbar nach dem Unfall unter Nacken-, aber auch unter weiteren schleudertraumatypischen Beschwerden gelitten. Auf die versicherungsinternen Berichte und insbesondere die Annahme, dass der Status quo sine drei Monate nach dem Unfall erreicht gewesen sei, könne nicht abgestellt werden. Vielmehr hätten, wie vom kantonalen Gericht im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren angeordnet, weitergehende medizinische Abklärungen getätigt werden müssen, denn es sei von organisch objektiv ausgewiesenen Beschwerden auszugehen. Zumindest hätte indessen eine Adäquanzprüfung nach der Schleudertrauma-Praxis erfolgen müssen. Es habe sich um einen schweren beziehungsweise zumindest um einen mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den schweren gehandelt und die Adäquanz hätte unter Annahme mehrerer Kriterien bejaht werden müssen.