Citation: 4A_93/2018 E. 2.2.2

2.2.2. Da nur täuschende oder in anderer Weise gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verstossende Verhaltensweisen als unlauter gelten, erfordert die Prüfung einer Verletzung von Art. 3 Abs. 1 lit. d bzw. lit. e UWG einen Ermessensentscheid des Gerichts mit wertender Berücksichtigung der gesamten Umstände. Die Vorinstanz stellte fest, dass die Geschäftsbetriebe der Parteien nicht in unmittelbarer Nähe voneinander stehen, dass die Beschwerdegegner andere Dienstleistungen als das ehemalige Einzelunternehmen E.________ erbringen, und dass der Domain-Name und die Telefonnummer infolge der Nichtweiterführung des Betriebs von E.________ bzw. F.________ auf dem Markt erhältlich waren. Weiter erwog die Vorinstanz, dass das Verhalten der Beschwerdegegner nicht als Anlehnung, sondern als Aufklärung der Klientschaft aufzufassen sei. Folglich kam sie unter Berücksichtigung der Umstände des konkreten Falles zum Ergebnis, dass die Beschwerdegegner kein täuschendes Verhalten an den Tag legten. Dass - entgegen der Auffassung der Vorinstanz - eine Verletzung des UWG klarerweise vorliegt, trifft nicht zu. Im Gegenteil zeigen die Ausführungen der Vorinstanz, dass die Prüfung einer solchen Verletzung einer eingehenden Wertung bedarf, und dass sich die Rechtsfolge im konkreten Fall nicht ohne Weiteres ergibt. Folglich kann die Rechtslage vorliegend nicht als klar im Sinne von Art. 257 Abs. 1 lit. b ZPO gelten. Ob ein liquider Sachverhalt vorliegt, kann somit offenbleiben.