Citation: H 328/00 26.07.2001 E. 2

2.- a) Das kantonale Gericht hat die anwendbaren Bestimmungen über den massgebenden Lohn (Art. 5 Abs. 2 und Art. 14 Abs. 1 AHVG), den Zeitpunkt der Erhebung der Beitragsschuld (Art. 16 Abs. 1 AHVG) und deren Entstehung (Art. 14 Abs. 1 und 51 Abs. 1 AHVG) richtig dargelegt. Zu ergänzen ist, dass die Ausgleichskasse die Nachzahlung geschuldeter Beiträge zu verfügen hat, wenn sie Kenntnis davon erhält, dass ein Beitragspflichtiger keine oder zu niedrige Beiträge bezahlt hat (Art. 39 AHVV). b) Nach den für das Eidgenössische Versicherungsgericht verbindlichen (Art. 105 Abs. 2 OG) Feststellungen der Vorinstanz hatte die Beschwerdeführerin H.________ für das Jahr 1996 ein Salär von Fr. 76'692.- auf sein Bankkonto überwiesen. Infolge schlechten Geschäftsgangs verzichtete dieser nachträglich durch Belastung seines Aktionärsdarlehenskontos mit Fr. 38'572.- auf einen Teil des Lohnes. Gestützt auf diesen Sachverhalt ist die Folgerung des kantonalen Gerichts bundesrechtsmässig, wonach diese nachträgliche Transaktion beitragsrechtlich irrelevant ist und die Ausgleichskasse zu Recht auf der Summe von Fr. 38'572.- paritätische Beiträge nachgefordert hat, da es sich bei dem H.________ ausbezahlten Entgelt um einen Teil seines Jahressalärs und damit um massgebenden Lohn handle. Laut eigenen Angaben der Beschwerdeführerin wurde der Lohn H.________ gutgeschrieben und tatsächlich bezogen. Erst nachträglich habe er auf einen Teil - durch Belastung des Aktionärsdarlehenskontos - verzichtet. Wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, vermag eine nachträgliche Modifikation die durch die effektive Gutschrift entstandene Beitragsschuld nicht mehr aufzuheben (ZAK 1957 S. 208 Erw. 1 mit Hinweis). Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, der nachträgliche Lohnverzicht sei durch eine Rückzahlung in bar erfolgt, handelt es sich um eine im Rahmen von Art. 105 Abs. 2 OG unzulässige neue Behauptung, die ohne weiteres bereits im erstinstanzlichen Verfahren hätte vorgebracht werden können (BGE 121 II 100 Erw. 1c; ZAK 1990 S. 396 Erw. 1). Abgesehen davon ändert sie am Ergebnis nichts. Für die Entstehung der Beitragsschuld ist die tatsächliche Ausbezahlung der Lohnsumme von Fr. 76'692.- massgeblich, da Sozialversicherungsbeiträge im Realisierungszeitpunkt eines beitragspflichtigen Einkommens geschuldet werden. Dabei gilt ein Einkommen - unabhängig davon, ob eine Auszahlung erfolgte - in jenem Zeitpunkt als erzielt, in welchem der Rechtsanspruch darauf erworben wird (AHI 1997 S. 28 Erw. 4b/cc mit Hinweisen). Der vorinstanzliche Gerichtsentscheid und die damit bestätigte Nachzahlungsverfügung, welche in masslicher Hinsicht unbestritten ist, lassen sich somit nicht beanstanden.