Citation: 4A_384/2022 E. A

A.a. Mit Schreiben vom 6. Mai 2020 lud der Verwaltungsrat der Kehrichtbeseitigung A.________ AG (Beklagte, Beschwerdeführerin) die Aktionäre zur ordentlichen Generalversammlung auf den 18. Juni 2020 ein. Es war vorgesehen, die Generalversammlung gestützt auf die damals geltenden Covid-19-Verordnungen auf schriftlichem Weg durchzuführen. Dem Einladungsschreiben legte der Verwaltungsrat unter anderem die Traktandenliste samt seinen Anträgen sowie einen Stimmzettel bei. Traktandiert war unter Ziffer 6 eine Statutenrevision, wobei der Verwaltungsrat den Aktionären die zwei folgenden Anträge unterbreitete: 6.1 Genehmigung Artikel 2 "Zweck" 6.2 Genehmigung der übrigen Artikel Die Aktionäre wurden eingeladen, ihre Stimme zu den Anträgen des Verwaltungsrats schriftlich bis spätestens am 17. Juni 2020 abzugeben, und zwar durch Setzen eines Kreuzes in einer der Rubriken "Ja", "Nein" oder "Enthaltung". A.b. Mit Schreiben vom 28. Mai 2020 gelangte die Einwohnergemeinde C.________ (Klägerin, Beschwerdegegnerin) als Aktionärin der Beklagten an den Verwaltungsrat. Sie stellte "der ordentlichen Generalversammlung vom 18. Juni 2020" folgenden Antrag: "Das Traktandum 6., Statutenrevision, (bestehend aus 6.1 und 6.2) sei von der Traktandenliste zu streichen." Zur Begründung führte die Klägerin namentlich aus, dass einige Punkte der vorgeschlagenen Statutenrevision von den Aktionären noch zu diskutieren seien, so namentlich, "was die 'raison d'être' der A.________ AG in Zukunft" sei. Die geplante Statutenrevision erfolge verfrüht. Der Verwaltungsrat antwortete am 2. Juni 2020, dass es sich bei diesem "Absetzungsantrag" um einen "Verfahrensantrag" handle. Beschlüsse über Verfahrensanträge lägen in der "Entscheidungskompetenz des Vorsitzenden der Versammlung" und "nicht in der Kompetenz der Aktionäre". Er (der Verwaltungsrat) lasse die Aktionäre über diesen Antrag nicht abstimmen. Mit Schreiben vom 6. Juni 2020 hielt die Klägerin an ihrem Ersuchen fest und fasste dieses neu in folgende Worte: "Es sei der Entscheid über die Statutenrevision auszustellen und auf eine spätere Generalversammlung der Aktionäre zu verschieben." Mit Schreiben vom 11. Juni 2020 bekräftigte der Verwaltungsrat, dass er diesen Antrag nicht zur Abstimmung an der Generalversammlung zulasse und die Klägerin ihre Aktionärsrechte "mittels des uns zuzustellenden Stimmrechtszettels wahrnehmen" könne. A.c. Am 18. Juni 2020 fand die Generalversammlung in Abwesenheit der Aktionäre statt. Die Zweckänderung (Traktandum 6.1) wurde aufgrund eines erhöhten Quorums abgelehnt (975 Ja-Stimmen, 882 Nein-Stimmen, 36 Enthaltungen), während die Revision der übrigen Statutenbestimmungen (Traktandum 6.2) angenommen wurde (912 Ja-Stimmen, 882 Nein-Stimmen, 99 Enthaltungen).