Citation: 6P.107/2005 03.02.2006 E. 4

4.1 Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, der Beschwerdeführer habe als verantwortlicher Verwaltungsrat und Finanzbuchhalter in der Bilanz und der Jahresrechnung der C.________ AG nicht die wahren Schuld- und Forderungsverhältnisse wiedergegeben und dadurch den Tatbestand der Falschbeurkundung erfüllt. Im Einzelnen nimmt sie unter Verweisung auf das erstinstanzliche Urteil an, die C.________ AG sei gemäss Art. 958 ff. OR buchführungspflichtig gewesen. Die Retrozessionen hätten als Kommissionsertrag der C.________ AG in einem Aktivkonto verbucht werden müssen, selbst wenn sie nur als treuhänderisch verwaltete Gelder auf so genannten Durchlaufskonti in der Bilanz erschienen wären. Diese hätten dann als Forderungen der Kunden gegenüber der C.________ AG als Passivposten verbucht werden müssen. Die Rückerstattungen hätten in der Jahresrechnung aber auch dann aufgeführt werden müssen, wenn sie, wie der Beschwerdeführer offenbar angenommen habe, B.________ und A.________ privat zugestanden hätten, da sie erkennbar im Rahmen der geschäftlichen Tätigkeit der C.________ AG angefallen seien. Buchungspflichtig seien schliesslich auch die Firmenkonten gewesen, welche die C.________ AG in der Zeit vom 9. Oktober 1995 bis zum 7. April 1997 auf ihren Namen bei der F.________-Bank in Vaduz gehalten habe und auf welche die von der D.________ AG ausgerichteten Retrozessionen gutgeschrieben worden seien. Damit habe der Beschwerdeführer den Tatbestand der Falschbeurkundung objektiv erfüllt (angefochtenes Urteil S. 12 ff.; erstinstanzliches Urteil S. 24). Erfüllt sei auch der subjektive Tatbestand. Der Beschwerdeführer sei bezüglich der Retrozessionen von B.________ und A.________ ins Vertrauen gezogen worden und habe daher gewusst, dass die D.________ AG Retrozessionen auf Konti der C.________ AG bzw. auf Konti von B.________ und A.________ bei der F.________-Bank überwiesen habe. Er habe am 20. November 1996 gar eine Zusammenstellung über die privat bezogenen Retrozessionen angefertigt. Er habe die Retrozessionen aber in der Buchhaltung der C.________ AG als Aktiv- und Passivposten nicht aufgeführt. Diese seien aber auch nicht in der Kundenbuchhaltung als Kundenguthaben verbucht worden, woraus sich ergebe, dass sie nicht zu den Kundengeldern hinzugerechnet worden seien (angefochtenes Urteil S. 13 ff.; erstinstanzliches Urteil S. 23 f.).