Citation: 5A_422/2019 E. D

D.a. Die A.________ AG erhob Berufung beim Obergericht des Kantons Solothurn. Sie hielt im Umfang von Fr. 767'778.40 zuzüglich Zins zu 5 % seit 11. November 2011 an ihrer Klage fest. Bezüglich der Prozesskosten beantragte sie, für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren zulasten der B.________ AG unter Berücksichtigung von Art. 85 Abs. 2 ZPO zu entscheiden. Weiter verlangte sie, die Prozesskosten des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens "unter Zugrundelegung gleicher Stundenaufwendungen und gleicher Stundenansätze für beide Anwälte gleich festzulegen". Das Amtsgericht habe ihr nach Art. 85 Abs. 2 ZPO das Recht einzuräumen, die Forderung betreffend die entschädigungslose Geschäftsübernahme nach Abschluss des Beweisverfahrens zu reduzieren oder zu erhöhen, und gestützt darauf den Streitwert und die Gerichts- und Parteikostenverlegung vorzunehmen. D.b. Die B.________ AG erhob Anschlussberufung mit dem Antrag, den der A.________ AG geschuldeten Betrag auf Fr. 66'936.43 zu bestimmen und die Klage im Mehrbetrag abzuweisen. Sie erhob zudem Beschwerde gegen den erstinstanzlichen Kostenentscheid und verlangte, ihr für das erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 93'940.05 zuzusprechen und ihr die Gerichtskosten lediglich im Umfang von Fr. 7'650.-- aufzuerlegen. D.c. Das Obergericht hiess sowohl die Berufung als auch die Anschlussberufung teilweise gut und erkannte, dass die B.________ AG der A.________ AG Fr. 154'226.21 zuzüglich Zins zu 5 % ab 27. März 2013 zu bezahlen hat. Im Übrigen wies es die beiden Rechtsmittel ab. Die Beschwerde der B.________ AG gegen den erstinstanzlichen Kostenentscheid wurde gutgeheissen und den erwähnten Anträgen stattgegeben. Was das Berufungsverfahren angeht, wurde die A.________ AG verurteilt, die B.________ AG mit Fr. 16'442.20 zu entschädigen. Die Gerichtskosten von Fr. 50'000.-- wurden zu 90 % (Fr. 45'000.--) der A.________ AG und zu 10 % (Fr. 5'000.--) der B.________ AG auferlegt. Schliesslich hatte die A.________ AG auch die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'500.-- zu tragen (Urteil vom 29. März 2019).