Citation: 9C_594/2017 E. 7.2

7.2. Es steht fest, dass die Fachärzte der Klinik B.________ beim Beschwerdeführer einen Senkspreizfuss mit Achillessehnen-Verkürzung sowie eine bekannte Fussheberparese nach Zustand nach Poliomyelitis bzw. dorsaler Dekompression diagnostizierten (vgl. Bericht vom 25. Januar 2016). Folglich ist ausgewiesen, dass eine pathologische Fussform und -funktion vorliegt. Aufgrund dieses Umstands besteht klarerweise ein Anspruch auf Hilfsmittel zur Erreichung des Eingliederungszieles Fortbewegung nach Ziff. 4.51 Anhang HVA. Der Beschwerdeführer hat sich jedoch nicht für diese Hilfsmittelversorgung entschieden, sondern stattdessen den davon begrifflich-sachlich eindeutig unterscheidbaren "Einsiedler-Schuh" (E. 6.3) beansprucht, was mit Blick auf die gestellten Diagnosen medizinisch indiziert und sachlich begründet ist. Die vom Versicherten selber gewählte Schuhausstattung hat offensichtlich dieselbe Funktion wie die ihm gesetzlich zustehenden Anpassungen, nämlich die Ermöglichung der Fortbewegung. Mit anderen Worten hat der Beschwerdeführer mit dem "Einsiedler-Schuh" ein Hilfsmittel im Sinne eines substitutionsfähigen Leistungsanspruchs angeschafft (vgl. Urteil I 521/05 vom 29. November 2005 E. 2.2). Somit sind - entgegen der Ansicht der Vorinstanz - sämtliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufung auf die Austauschbefugnis erfüllt. Der Gewährung von entsprechenden Amortisations- oder Kostenbeiträgen steht nichts entgegen. Diese sind auf der Basis der Anschaffungskosten desjenigen Hilfsmittels zu berechnen, auf das der Versicherte an sich Anspruch hat (BGE 120 V 288 E. 3c S. 292; SVR 2012 IV Nr. 11 S. 58, 9C_812/2010 E. 2.3).