Citation: 8C_484/2014 E. 3.4.1

3.4.1. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin versuchte der Kreisarzt den geklagten Beschwerden geeignet zu begegnen, indem er sämtlichen Therapien den nötigen Zeitbedarf einräumte. Dahin gehend sind auch seine zusätzlichen Abklärungen zu verstehen, bis sich schliesslich der behandelnde Orthopäde Dr. med. M.________ von weiteren Behandlungsmassnahmen keine Besserung mehr versprach. So sind alle Auskünfte des med. pract. I.________ hinsichtlich der Problematik am rechten Schultergelenk in sich stimmig. Er hielt zunächst mehrfach fest, dass die von Dr. med. M.________ mit invasiven und anderen Massnahmen behandelte, vorbestandene und beim Unfall traumatisierte AC-Gelenksarthrose nichts mit der Schlüsselbeinfraktur zu tun habe (vgl. Berichte vom 19. Juli und 30. August 2011, sowie vom 29. Mai und 6. Juni 2012). Im Bericht vom 5. Juli 2012 wies er einzig darauf hin, dass die Brückensymptomatik noch nicht schlüssig geklärt und die Ergebnisse der weiteren von Dr. med. M.________ propagierten chirurgischen Versorgung abzuwarten seien. Laut Bericht des Dr. med. M.________ vom 5. Oktober 2012 konnten von seinem Fachbereich (Orthopädie) her gesehen die Schmerzen der Patientin nicht gelindert werden, weshalb er eine stationäre Schmerztherapie empfahl. Dem darauf folgenden Bericht des Zentrums N.________, vom 11. Oktober 2012 ist zu entnehmen, dass die Versicherte bereits im Februar 2005 an einem cervicalen Schmerzsyndrom litt. Vorliegend handle es sich demnach um ein bereits vorbestehendes Leiden im Sinne eines chronischen Schmerzsyndroms, während ein CTS rechts ausgeschlossen werden könne. Nach einer Standortbestimmung im Zentrum für Schmerzmedizin des Zentrums N.________ berichteten die Ärzte am 19. Dezember 2012, die Versicherte zeige ein stark somatisiertes Schmerzbild. Angesichts der medizinischen Aktenlage, welche bereits vom kantonalen Gericht schlüssig wiedergegeben wurde, ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht zu beanstanden, dass der Kreisarzt in seinem Bericht vom 9. November 2012 schlussfolgerte, dass keine unfallbedingten Beschwerden mehr bestünden. Er ging zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass der Status quo sine erreicht sei. Damit besteht keine Veranlassung, an seinen fachärztlichen Äusserungen und an der Verlässlichkeit seiner Schlussfolgerungen hinsichtlich des Erreichens des Status quo sine (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326, U 180/93 E. 3b) zu zweifeln. Es besteht keine Notwendigkeit weiterer Abklärungen.