Citation: 4C.99/2006 11.05.2006 E. A

Y.________ (Kläger) trat am 11. Dezember 2000 in den Dienst der X.________ AG (Beklagte) ein. Von Mitte 2001 an war er Teamleiter. Anfangs Juni 2004 zeigte der Kläger der Beklagten an, dass er sich am 12. August 2004 wegen eines Divertikels einer Operation unterziehen müsse. Mit Schreiben vom 29. Juni 2004 kündigte die Beklagte sein überjähriges Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist auf Ende September 2004. Mit demselben Schreiben stellte sie den Kläger frei und forderte ihn auf, die auf den 12. August 2004 angesetzte Operation auf die Zeit nach Ablauf der Kündigungsfrist zu verschieben. Der Kläger liess die geplante Operation dennoch am 12. August 2004 durchführen. Mit Schreiben vom 8. Oktober 2004 wurde der Beklagten mitgeteilt, dass der Kläger voraussichtlich bis am 17. Oktober 2004 arbeitsunfähig sein werde. Der Kläger forderte die Beklagte mehrmals erfolglos auf, die Kündigungsfrist um die Dauer der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit (12. August 2004 bis 17. Oktober 2004), d.h. um drei Monate zu erstrecken.