Citation: 1B_118/2019 E. 3.1

3.1. Das Zwangsmassnahmengericht hat im Entsiegelungsverfahren zu prüfen, ob vom Siegelungsberechtigten angerufene schutzwürdige Geheimnisinteressen oder andere gesetzliche Entsiegelungshindernisse einer Durchsuchung entgegenstehen (Art. 248 Abs. 1-3 i.V.m. Art. 246 StPO; BGE 144 IV 74 E. 2.2 S. 77; 141 IV 77 E. 4.1 S. 81 mit Hinweisen). Demgegenüber hat der Entsiegelungsrichter nicht über alle möglichen akzessorischen Rechtsfragen des Straffalles (im Sinne einer allgemeinen "Justizaufsichtsbehörde" über das Untersuchungsverfahren) zu entscheiden. Die Untersuchungsbehörde, die eine Strafuntersuchung eröffnet, prüft selber von Amtes wegen, ob die schweizerische Strafrechtshoheit gegeben ist und ob kantonale Gerichtsbarkeit oder Bundesgerichtsbarkeit besteht bzw. welcher Gerichtsstand in Frage kommt (vgl. Art. 3 und Art. 6-8 StGB; Art. 22-28, Art. 31-34 und Art. 39 Abs. 1 StPO). Im Streitfall sind Fragen der Strafrechtshoheit (und andere materiellstrafrechtliche Voraussetzungen) grundsätzlich von der Strafbehörde zu prüfen, welche den Endentscheid fällt. Sie können nur dann - ausnahmsweise - als Entsiegelungshindernis in Frage kommen, wenn offensichtlich keine schweizerische Strafrechtshoheit bestehen würde (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 1B_407/2018 vom 13. Dezember 2018 E. 3.2). Dies muss im Rahmen einer Anfechtung von Zwischenentscheiden beim Bundesgericht umso mehr gelten, als die blosse Eröffnung einer Strafuntersuchung grundsätzlich weder anfechtbar ist (Art. 309 Abs. 3 Satz 3 i.V.m. Art. 300 Abs. 2 StPO), noch einen nicht wieder gutzumachenden Rechtsnachteil (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) begründet, und der Beschuldigte seinen Rechtsstandpunkt betreffend Strafrechtshoheit im Untersuchungs- und Abschlussverfahren (und nötigenfalls auch noch vor dem erkennenden Strafgericht, s. Art. 339 Abs. 2 lit. b-c StPO) vortragen kann (vgl. BGE 133 IV 139 E. 4 S. 141; Urteile 1B_407/2018 E. 1.4; 1B_318/2017 vom 30. November 2017 E. 3; je mit Hinweisen).