Citation: 9C_858/2014 E. 5.2.2

5.2.2. Die beiden Gutachten weichen somit nicht nur in Bezug auf Befund, Diagnose und Arbeitsfähigkeit, bei deren Einschätzung sie sich an der Rechtsprechung zum invalidisierenden Charakter von pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne organisch nachweisbare Grundlage gemäss BGE 130 V 352 und seitherige Urteile orientierten, diametral voneinander ab, sondern auch hinsichtlich der Frage nach einer im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG relevanten Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes. Dabei ist auch das auf Grund einer persönlichen Untersuchung des Versicherten und in Kenntnis sämtlicher Vorakten erstellte Privatgutachten umfassend, nachvollziehbar und in seinen Schlussfolgerungen einleuchtend (vgl. zum Beweiswert ärztlicher Berichte BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232). Es ist beweismässig in dem Sinne von zwei gleichwertigen Expertisen auszugehen, dass nicht willkürfrei und ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG) auf die bzw. nur eine davon abgestellt werden kann.