Citation: 8C_476/2024 E. 3.2

3.2. Dass der letzte Satz dieser kreisärztlichen Beurteilung unglücklich formuliert ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, wie unterschiedlich ihn die Suva, die Vorinstanz und die Beschwerdeführerin interpretieren. Die Suva ist der Überzeugung, mit der prozentualen Aufteilung der eingeschränkten Zumutbarkeit sei gemeint, dass die Einschränkung im Zumutbarkeitsprofil der Beschwerdeführerin je hälftig auf die Unfallfolgen bezüglich der rechten Schulter und des rechten Fusses zurückzuführen seien. Die Beschwerdeführerin vertrat demgegenüber im kantonalen Beschwerdeverfahren den Standpunkt, der Kreisarzt gehe von einer ganztägigen Präsenzzeit und einer hälftig eingeschränkten Leistungsfähigkeit aus. Vor Bundesgericht macht sie geltend, die quantitative Leistungsfähigkeit sei zumindest unklar und hätte von der Suva resp. der Vorinstanz rechtsgenüglich abgeklärt werden müssen. Letztere erwog im angefochtenen Urteil, die streitigen Ausführungen des Kreisarztes seien offensichtlich im Zusammenhang mit dem Integritätsschaden erfolgt, wonach die Einschränkungen der Restarbeitsfähigkeit jeweils zu 50 % dem Erst- und zu 50 % dem Zweitereignis geschuldet seien. Eine zusätzlich reduzierte Leistungsfähigkeit könne daraus nicht abgeleitet werden.