Citation: 2C_1155/2014 E. 3.2.5

3.2.5. Einkünfte aus einem land- oder forstwirtschaftlichen Gewerbe beruhen auf einer selbständigen Erwerbstätigkeit und unterliegen als solche der Einkommenssteuer (Art. 8 Abs. 1 Satzteil 1 StHG, § 27 Abs. 1 StG/AG; Art. 18 Abs. 1 DBG). Dagegen werden Gewinne aus der Veräusserung von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken auf kantonaler Ebene stets mit der Grundstückgewinnsteuererfasst (Art. 8 Abs. 1 Satzteil 2 in Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 StHG), also selbst dann, wenn der Kanton dem dualistischen System folgt (so wie etwa der Kanton Aargau; siehe § 27 Abs. 4 Satz 2 in Verbindung mit § 95 ff. und 106 StG/AG; JULIA VON AH, in: Marianne Klöti-Weber/Dave Siegrist/Dieter Weber [Hrsg.], Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 4. Aufl. 2015, N. 160 zu § 27 StG/AG; MARIANNE KLÖTI-WEBER, ebenda, N. 7 ff. zu § 95 StG/AG). Von der Grundstückgewinnsteuer erfasst werden die realisierten (industriellen und konjunkturellen) Wertzuwachsgewinne. Auf Stufe Bund bleiben Wertzuwachsgewinne aus der Veräusserung von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken dagegen steuerfrei (Art. 18 Abs. 4 DBG; BGE 138 II 32 E. 2.1.2 S. 35 f.; 126 II 473 E. 3c S. 476; dazu WERNER SALZMANN, Besteuerung von Kapitalgewinnen aus der Veräusserung von Bauland im Geschäftsvermögen von Landwirten, in: BlAR 49/2015, S. 10 f.). Wiedereingebrachte Abschreibungen haben bei ihrer Bildung die Einkünfte geschmälert und unterstehen der Einkommenssteuer (Art. 8 Abs. 1 Satzteil 2 StHG, § 27 Abs. 4 Satz 1 StG/AG; Art. 18 Abs. 2 DBG).