Citation: 4A_600/2014 E. 4.3.3

4.3.3. Die Vorinstanz führte aus, dass tatsächlich ein Brief der Beschwerdegegnerin vom 15. November 2010 an die Beschwerdeführerin betreffend Verlängerung der einen Versicherungspolice vorliege, in dem die Beschwerdegegnerin unter anderem ausführe, dass auch in der neuen Versicherungsperiode die bisherigen Vorzugskonditionen erfreulicherweise gewährt werden können. Keineswegs könne aber daraus zwingend gefolgert werden, dass die Beschwerdeführerin im Falle einer Teilarbeitsunfähigkeit Anspruch auf die vollen Taggelder gehabt hätte. Die Vorzugskonditionen hätten sich ebenso gut auf die Prämienhöhe oder gegebenenfalls auf den Umstand beziehen können, dass in Abweichung zu Ziff. 12.2 AVB, die einen Taggeldanspruch bei einer Arbeitsunfähigkeit ab mindestens 50 % vorsehe, bereits bei einer Arbeitsunfähigkeit von 25 % Anspruch auf ein Taggeld bestanden habe. Zu beachten sei auch, dass gemäss der Police in Abweichung von Ziff. 6 AVB die festgesetzte Lohnsumme die fixe Entschädigungslage (recte wohl: Entschädigungsgrundlage) gebildet habe. Wie es sich mit den Vorzugskonditionen im Detail verhalte, könne jedoch offen bleiben, da sich weder aus den bei den Akten liegenden Policen noch aus anderen Unterlagen Anhaltspunkte ergäben, dass die Beschwerdeführerin auch bei reduzierter Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf ein volles Taggeld habe.