Citation: 1C_101/2014 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer stellte am 7. Juli 2008 nach rund 6-jähriger, 2005/2006 zeitweise getrennter Ehe eine Gesuch um erleichterte Einbürgerung. Ende 2009 zeugte er ein aussereheliches Kind. Am 29. Juni 2010 gaben er und seine Ehefrau die gemeinsame Erklärung ab, in einer tatsächlichen und stabilen Ehe zu leben und keine Trennungs- oder Scheidungsabsichten zu haben. Gut zwei Monate später kam das Kind des Beschwerdeführers zur Welt, rund zwei Wochen danach wurde er erleichtert eingebürgert und 11 Monate später geschieden. Gleichgültig darum, ob der Beschwerdeführer und seine damalige Ehefrau eine "offene" Ehe führten und Seitensprünge gegenseitig tolerierten, so stellt jedenfalls die Zeugung bzw. die Geburt eines ausserehelichen Kindes offensichtlich eine Tatsache dar, die geeignet ist, den Fortbestand der Ehe akut zu gefährden. Dieses Risiko hat sich denn auch in der nur 4 Monate nach der Anerkennung des Kindes durch den Beschwerdeführer erfolgten Scheidung verwirklicht. Dem Beschwerdeführer musste bewusst gewesen sein, dass das Bekanntwerden dieser Schwangerschaft seine Einbürgerung ernsthaft in Frage gestellt bzw. vermutlich verhindert oder zumindest bis zur Klärung der familiären Verhältnisse verzögert hätte. Er wäre damit nach Treu und Glauben klarerweise verpflichtet gewesen, die Behörden von sich aus über diesen Umstand aufzuklären. Er muss sich damit aller Voraussicht nach den Vorwurf gefallen lassen, seine Einbürgerung durch die Verheimlichung seiner Vaterschaft für ein aussereheliches Kind erschlichen zu haben. Die Einschätzung des Instruktionsrichters des Bundesverwaltungsgerichts im angefochtenen Entscheid, seine Beschwerde sei aussichtslos, ist daher zutreffend und die Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung nicht bundesrechtswidrig. Die Beschwerde ist unbegründet.