Citation: 5A_463/2013 E. 4.1

4.1. Der Anspruch nach Art. 12 KRK setzt in erster Linie voraus, dass das Kind fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden. Die Anhörung ist ein Persönlichkeitsrecht des Kindes; sie muss nicht notwendigerweise in jedem Fall mündlich erfolgen, sondern es kann genügen, wenn der Standpunkt des Kindes sonstwie in tauglicher Weise, zum Beispiel durch eine Eingabe seines Vertreters, Eingang in das Verfahren gefunden hat (BGE 124 II 361 E. 3c S. 368 mit Hinweisen; zuletzt Urteil 2A.423/2005 vom 25. Oktober 2005 E. 5.1). Zu beachten ist auch Art. 314a Abs. 1 ZGB, wonach das Kind im Rahmen von Kindesschutzmassnahmen durch die Kindesschutzbehörde oder durch eine beauftragte Drittperson in geeigneter Weise persönlich angehört wird, soweit nicht sein Alter oder andere wichtige Gründe dagegen sprechen. Als Richtlinie ist eine Kinderanhörung grundsätzlich ab dem vollendeten sechsten Altersjahr möglich (BGE 131 III 553 E. 1.2.3 S. 558). Vorliegend überschreiten die Kinder das Schwellenalter nur knapp. Sie waren zum Zeitpunkt des erstmaligen (damals superprovisorischen) Obhutsentzugs im August 2011 fast siebenjährig resp. fünfeinhalb, beim Abbruch des Rückplatzierungsversuchs anfangs Juli 2012 fast acht resp. sechseinhalb und beim Entscheid der Vorinstanz im Mai 2013 noch knapp ein Jahr älter.