Citation: 6B_131/2019 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz stellt zum Tatverschulden der Anlasstat fest, der Beschwerdeführer habe während rund zwei Jahren Heroin und Kokain an diverse Abnehmer verkauft, habe Geld entgegengenommen, die Identität der Lieferanten verdunkelt, mehrfach die Mobile-Nummer gewechselt, und bei ihm zuhause sei eine Präzisionswaage zum Abwägen von Drogen sichergestellt worden. Die gesamten Umstände dokumentierten, dass er kein Alleintäter gewesen sei, sondern Teil der organisierten Kriminalität, wenn auch nicht im Sinne der Bandenmässigkeit gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. b BetmG. Nicht zu glauben sei seiner Behauptung, er sei wegen einer Darlehensschuld unter Androhung von Schlägen und dem Tod zum Drogenhandel gezwungen worden. Nicht jede aus der Luft gegriffene Schutzbehauptung müsse von der Anklagebehörde durch hieb- und stichfeste Beweise widerlegt werden, wenn sie nicht in einem Mindestmass glaubhaft gemacht würde. Die Vorinstanz schliesst, es könne beim Beschwerdeführer mit Fug nicht mehr von einer zweiten Chance gesprochen werden, die ihm zu gewähren sei. Er habe sich durch die fünfjährige Freiheitsstrafe und die sechs weiteren Vorstrafen nicht beeindrucken lassen. Wer derart regelmässig delinquiere, offenbare, dass er nicht gewillt sei, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten. Die sei ihm weitgehend egal.