Citation: 1C_678/2023 E. 3.5

3.5. Die Gründe, die gemäss dem angefochtenen Entscheid gegen die Herausgabe der Baupläne an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden sprechen, vermögen keine befriedigende Antwort auf die Frage zu geben, inwiefern es für die Baubehörde unter den konkreten Umständen einen unverhältnismässigen Aufwand dargestellt hätte, auf Kosten der Beschwerdeführenden entsprechende grossformatige Kopien herstellen zu lassen. Mit den Beweisofferten der Beschwerdeführenden zur Existenz angeblich geeigneter Kopiergeschäfte in unmittelbarer Nähe des Horgener Bauamts setzt sich die Vorinstanz nicht auseinander. Auch äussert sie sich nicht zur Frage, ob die Pläne in elektronischer Form zur Verfügung standen und falls ja, ob dies die Anfertigung zusätzlicher Plankopien erleichtert hätte. Selbst wenn die Baubehörde nur noch über ein Exemplar der bewilligten Pläne in Papierform verfügt, steht dieser Umstand einem kurzen Gang zu einem nahegelegenen Kopiergeschäft jedenfalls nicht grundsätzlich entgegen. Wie die Beschwerdeführenden zu Recht vorbringen, stehen die Akten nämlich auch bei Konsultation vor Ort den übrigen Betroffenen für einen gewissen Zeitraum zwangsläufig nicht zur Verfügung. Bei mehreren Einsichtsberechtigten kann dem angemessen Rechnung getragen werden, indem die Akteneinsicht bloss auf Gesuch bzw. Voranmeldung hin gewährt wird, was eine hinreichende zeitliche Koordination ermöglicht. Erfolgt der Kopiergang durch eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter der Gemeinde oder liegen die Gesuchsunterlagen zusätzlich in elektronischer Form vor, greift weiter das Argument der Gewährleistung der Authentizität der Originalakten nicht. Immerhin hätte aber auch beim Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden, einem im Anwaltsregister eingetragenen Rechtsanwalt, praxisgemäss hinreichende Gewähr für einen sorgfältigen Umgang mit den Akten bestanden (vgl. E. 3.1.1).