Citation: 8C_568/2019 E. 4.3

4.3. Weiter bemängelt der Versicherte, das Gutachten der Schulthess Klinik vom 20. März 2018 sei nicht verwertbar, da sich die Gutachter von sachfremden Überlegungen haben leiten lassen. So hätten die Gutachter ausdrücklich festgehalten, die sog. "Budapest-Kriterien" seien für den klinischen Alltag sicher tauglich, hingegen sei ihre "Anwendung im mediko-legalen Kontext kritisch" zu sehen. Entgegen der Interpretation des Beschwerdeführers bringen die Gutachter jedoch mit dieser Formulierung nicht eine Befangenheit zum Ausdruck, sondern lediglich ihr Bewusstsein für die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4 S. 175). Vor diesem Hintergrund ist nicht nur nicht zu beanstanden, sondern geradezu geboten, dass die im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingesetzten Gutachter ihre medizinischen Abklärungen unter Berücksichtigung des "mediko-legalen Kontextes" der an sie gestellten Fragen tätigen.