Citation: I 78/06 27.11.2006 E. 3

Streitig und zu prüfen sind einzig die Auswirkungen der somatischen Leiden auf die Arbeitsfähigkeit. 3.1 Das kantonale Gericht erwog, die Beurteilungen der Dres. med. L.________, S.________ und O.________ wichen zwar bezüglich Arbeitsfähigkeit voneinander ab, beruhten aber im Wesentlichen auf denselben Diagnosen. Auszugehen sei von einem Status nach operierter Diskushernie L4/5 links und einem lumbovertebralen Schmerzsyndrom mit pseudoradikulärer Ausstrahlung links bzw. einem glutäal-iliosakral akzentuierten Schmerzsyndrom links bei leichten degenerativen und nicht entzündlichen (altersentsprechenden) Veränderungen im Bereich der linken Hüfte. Angesichts der übereinstimmenden Befunde sei von weiteren Abklärungen abzusehen. 3.2 Die Versicherte bringt vor, auf die Gutachten der Dres. med. L.________ und H.________ könne nicht abgestellt werden. Weder seien deren Beurteilungen in Kenntnis der Vorakten ergangen noch beruhten sie auf eingehenden Untersuchungen. Insbesondere habe Frau Dr. med. L.________ zu Unrecht kein MRI der LWS veranlasst, ohne welches eine Stellungnahme zum lumbovertebralen Schmerzsyndrom gar nicht möglich sei. Wie sich aus den neusten Abklärungen (Funktions-MRI der LWS vom 19. Januar 2006) ergebe, leide sie insbesondere unter einem Wirbelgleiten und einer Rezessusstenose bei Drehbewegung und Extension, welche das ausgeprägte lumbovertebrale Schmerzsyndrom erklärten. Diese Beschwerden seien beim Zumutbarkeitsprofil zu berücksichtigen. Da die Telefonistinnentätigkeit mit häufigen Drehbewegungen einherginge, betrage die Arbeitsfähigkeit maximal 50 %. Die Gutachter hätten auch die notwendige Schmerzmedikation mit Opiaten und die damit verbundenen Nebenwirkungen (Konzentrationsstörungen) nicht berücksichtigt. Schliesslich dürften die Berichte des Dr. med. O.________ nicht ausser Acht gelassen werden, zumal dieser aufgrund seiner Zusatzausbildung in manueller Medizin in hohem Mass befähigt sei, den Gesundheitsschaden zu beurteilen.