Citation: 6B_1437/2022 E. 1.3.1

1.3.1. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was die Beweiswürdigung als willkürlich ausweisen würde Er beschränkt sich darauf, seinen vor Vorinstanz eingenommenen Standpunkt zu wiederholen und die vorinstanzliche Beweiswürdigung unter Darlegung seiner eigenen Beweiswürdigung zu kritisieren. Dies ist etwa der Fall, wenn der Beschwerdeführer neuerlich rügt, die Vorinstanz hätte die auffällige Verhältniszahl zwischen veränderten und unveränderten Wahlzetteln bei der Grünliberalen Partei - auch im Vergleich zu früheren Wahlen - nicht als Indiz für eine Manipulation werten dürfen. Dem Einwand kann zudem nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz durfte diesen Umstand berücksichtigen. Der Beschwerdeführer lässt mit seiner Argumentation im Übrigen ausser Acht, dass die Vorinstanz primär aufgrund der unerklärlichen Diskrepanz zwischen den Angaben auf dem Laufzettel und der Anzahl Wahlzettel auf eine bewusste Manipulation sowie darauf schliesst, dass ursprünglich zwei Stapel à 100 Wahlzettel irrtümlich bei der Schweizerischen Volkspartei abgelegt worden sein müssen. Dies ist schlüssig, wobei sie auch das Argument des Beschwerdeführers, wonach es, etwa aufgrund einer Leseschwäche eines Wahlhelfers, zu unabsichtlichen Fehlern gekommen sein könnte, überzeugend verwirft. Diese These erscheint in der Tat abwegig, zumal Zweierteams gebildet wurden. Soweit der Beschwerdeführer auch dies bestreitet, ergeht er sich in Spekulation, ohne Willkür darzulegen. Dies gilt ebenso, wenn er vorbringt, es könne auf den Wahl- oder Laufzetteln im Rahmen des Zählvorgangs zu Radierungen resp. Manipulationen gekommen sein, die auf der digitalisierten Version nicht mehr erkennbar waren. Gleichfalls keine Willkür belegt der Beschwerdeführer, indem er rügt, die geltend gemachte Zahl fehlerhafter Kontrollblätter könne bereits durch zwei bis drei Zweierteams entstanden sein. Die Vorinstanz verletzt auch nicht den Grundsatz "in dubio pro reo" wenn sie erwägt, eine so hohe Zahl von Verwechslungen bei den Laufzetteln sei nicht realistisch, wenngleich die Vorinstanz eine andere Ursache als eine Manipulation, insbesondere Verwechslungen, nicht völlig ausschliessen kann. Überhaupt ist die Kritik des Beschwerdeführers auch insoweit appellatorischer Natur. Er stellt der vorinstanzlichen Beweiswürdigung bloss seine eigene gegenüber. Darauf ist nicht einzugehen. Der Beschwerdeführer belegt damit keine Willkür. Dies würde im Übrigen selbst dann gelten, wenn seine Beweiswürdigung plausibler wäre als diejenige der Vorinstanz (oben E. 1.1), was jedoch nicht der Fall ist. Ebenso spricht es, jedenfalls unter Willkürgesichtspunkten, nicht gegen die Täterschaft des Beschwerdeführers, dass er die Laufzettel nicht vernichtete, obwohl deren Aufbewahrung nicht vorgeschrieben sei. Nicht zu beanstanden ist ferner, dass die Vorinstanz die ungewöhnlichen Faltungen der Wahlzettel sowie die Fingerabdruckspuren als - wenn auch nur schwaches - Indiz für eine Manipulation wertet. Es ist nachvollziehbar, anzunehmen, dass diese Wahlzettel erst nach der Wahl resp. der offiziellen Auszählung hinzugefügt wurden. Auch die diesbezüglichen Rügen des Beschwerdeführers sind appellatorisch, so wenn er neuerlich die Feststellung kritisiert, wonach ausgeschlossen werden könne, dass nur die Wähler der Schweizerischen Volkspartei ihre Wahlzettel an der Urne nicht gefaltet hätten. Nicht zu beanstanden ist ferner, wenn die Vorinstanz erwägt, die vergleichsweise geringeren Fingerabdruckspuren auf den ungefalteten resp. leicht gefalteten Zetteln würden eher für die Anklage sprechen als dagegen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers musste die Vorinstanz dieses Indiz nicht neutral werten. Auch war sie unter dem Gesichtspunkt von "in dubio pro reo" nicht gehalten, jedes einzelne Beweismittel im Zweifel zu Gunsten des Beschwerdeführers zu würdigen. Wie sie zutreffend erwägt, kommt der Grundsatz nur zur Anwendung, wenn nach erfolgter Beweiswürdigung als Ganzem relevante Zweifel an der Täterschaft verbleiben (oben E. 1.1). Dies scheint der Beschwerdeführer zu verkennen. Wenn er rügt, die Indizien könnten auch anders als im Sinne der Anklagehypothese gewürdigt werden, belegt dies ebenfalls keine Willkür. Im Übrigen wäre die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach eine Wahlmanipulation vorliegt, selbst dann nicht willkürlich, wenn sie die vom Beschwerdeführer monierten Indizien - die Fingerabdruckspuren, die ungewöhnlichen Faltungen und letztlich gar das ungewöhnliche Verhältnis von veränderten und unveränderten Wahlzetteln bei der Grünliberalen Partei nach der ersten Korrektur um 100 Wahlzettel - neutral gewertet hätte. Der Beschwerdeführer lässt ausser Acht, dass unter dem Aspekt von "in dubio pro reo" nur unüberwindliche Zweifel relevant sind, d.h. solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen. Solche Zweifel verneint die Vorinstanz nach dem Gesagten schlüssig.