Citation: 1B_106/2023 E. 5.2

5.2. Ob Fluchtgefahr vorliegt, ist im Einzelfall sorgfältig zu prüfen (Urteil 1B_248/2021 vom 1. Juli 2021 E. 4.2 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer setzt sich nicht substanziiert mit den vorinstanzlichen Erwägungen zum Vorliegen erheblicher Fluchtgefahr auseinander und legt insbesondere nicht dar, inwiefern sich die Situation seit Ergehen des Urteils 1B_540/2022 vom 17. November 2022 massgeblich geändert hätte (vgl. a.a.O., E. 4). Er behauptet diesbezüglich einzig, die Fluchtgefahr erscheine im Rahmen eines (unbegleiteten) Verwandtenbesuchs während zwei bis drei Tagen aufgrund des engen zeitlichen wie auch sozialen Korsetts (Abholung und Verbleib bei seiner Familie) deutlich reduziert gegenüber dem Fall der (vollständigen) Haftentlassung. Dies vermag nicht zu überzeugen. Selbst wenn man dieser Argumentation aber folgen würde, müsste die Fluchtgefahr in Anbetracht der Gesamtumstände (vgl. Urteil 1B_540/2022 vom 17. November 2022 E. 4) nach wie vor als derart erheblich betrachtet werden, dass die Voraussetzungen von Art. 84 Abs. 6 StGB vorliegend nicht erfüllt sind. Auf die weiteren rein appellatorischen Vorbringen des Beschwerdeführers ist nicht näher einzugehen. Insbesondere ist für die Beurteilung des vorliegenden Falles von vornherein ohne jegliche Relevanz, wie es sich mit der Beurteilung der Fluchtgefahr zu einem späteren Zeitpunkt verhalten könnte.