Citation: U 298/02 08.10.2003 E. 4.1

4.1.1 Zunächst lässt die Beschwerdeführerin geltend machen, sie habe 1998 betriebliche Investitionen, darunter Werkzeuge, ein Computer, ein Mobiltelephon sowie ein Lieferwagen, getätigt, die mehr als die Hälfte des im betreffenden Jahr erzielten Umsatzes betragen hätten und daher durchaus erheblich gewesen seien. Dem ist mit der Vorinstanz entgegenzuhalten, dass die entsprechenden Aufwendungen im Zusammenhang mit dem in die fragliche Zeit fallenden Aufbau eines eigenen Geschäftes zu sehen sind. Die Gliederung der Gesamtheit aller Tätigkeiten in einen selbständigen und einen unselbständigen Teil findet auch in dem von der SUVA zugestandenen Doppelstatus seinen Ausdruck (vgl. das Schreiben der SUVA an den Beigeladenen vom 11. Februar 1998). Was die vorliegend interessierende Erwerbstätigkeit für die Beschwerdeführerin anbelangt, so hat das kantonale Gericht zu Recht festgestellt, dass der Beigeladene seiner Auftraggeberin keine Kosten für Amortisation oder Benützung von Material und Anlagen verrechnete, sondern lediglich Arbeitsstunden und in geringfügigem Ausmass den Verbrauch von Kleinmaterial und Schrauben. Der unter den Vertragsparteien vereinbarte Entschädigungsansatz von Fr. 45.- pro Stunde übersteigt zwar den üblichen Lohn angestellter Schreiner; indes unterscheidet er sich nicht signifikant von den Ansätzen, welche die Beschwerdeführerin selber anderweitig für Temporärpersonal bezahlte; diese liegen - unter Einschluss der gesamten Sozialversicherungsbeiträge - zwischen Fr. 35.- und Fr. 41.35. Bei der Bemessung des dem Beigeladenen bezahlten Stundenlohns ging die Beschwerdeführerin davon aus, dieser komme als formell Selbständigerwerbender ebenfalls allein für alle an die Sozialwerke abzuführenden Beiträge auf. Unter Berücksichtigung dessen lässt die Höhe der vereinbarten Entschädigung nicht ohne weiteres annehmen, diese sei nach den für einen selbständigerwerbenden Handwerker geltenden Grundsätzen kalkuliert worden. 4.1.2 Die Anmietung und Benützung eigener Geschäftsräumlichkeiten ist ebenfalls vor dem Hintergrund des parallel laufenden Aufbaus einer selbständigen erwerblichen Existenz zu sehen, die durch "abhängige" Arbeiten wirtschaftlich abgesichert werden sollte. Unter diesen Umständen lässt sich auch aus der geltend gemachten Vielzahl von Auftraggebern im Jahre 1998 nicht ableiten, der Beigeladene sei mit Bezug auf die Arbeit für die Beschwerdeführerin als Selbständigerwerbender zu betrachten. Die Tätigkeit für die Beschwerdeführerin, die bezogen auf das ganze Jahr 1998 immerhin mehr als einen Viertel des Gesamtumsatzes einbrachte, obwohl die entsprechenden Arbeiten innerhalb von nur ungefähr drei Monaten abgewickelt wurden, kann nicht in eine Reihe mit den jeweils ungleich weniger ins Gewicht fallenden übrigen Aufträgen gestellt werden; für "Direkt-Aufträge", die in eigenem Namen ausgeführt werden, gilt der Beigeladene auch für die Belange der Unfallversicherung unbestrittenermassen als selbständigerwerbend (vgl. das Schreiben der SUVA vom 11. Februar 1998). 4.1.3 Die Beschwerdeführerin bringt des Weitern vor, der Beigeladene habe mit klar definiertem Auftrag auf Baustellen in selbständiger Weise und ohne Überwachung gearbeitet. Zeitpunkt sowie Art und Weise der Abwicklung der vereinbarten Leistungen seien Sache des Beauftragten gewesen. Es ist der Beschwerdeführerin nicht zu widersprechen, wenn sie daraus schliesst, der Beigeladene sei damit arbeitsorganisatorisch nicht in ihren Betrieb eingebunden gewesen. Entgegenzuhalten ist ihr aber, dass dies eben gerade für die Mehrzahl der Akkordanten (Subunternehmer) zutrifft, welche von der Verwaltungspraxis (und mit Billigung der Gerichtspraxis) zugleich aber im Allgemeinen als Unselbständigerwerbende betrachtet werden (vgl. Rz. 4048 der Wegleitung über den massgebenden Lohn [WML] in der AHV, IV und EO des BSV).