Citation: 1P.351/2004 17.08.2004 E. A

Gemäss unbestrittenem Sachverhalt trafen sich X.________ und Y.________, die sich zuvor nicht bzw. nur vom Sehen her kannten, am Abend des 7. Oktober 2002 zufällig in N.________ in der Nähe eines Nachtlokals. Y.________, die mit dem Fahrrad unterwegs war, nahm das Angebot von X.________ und seiner drei Kollegen an, sie mit dem Auto bis zu ihrem Wohnort in U.________ zu fahren. Auf der Fahrt wurde Y.________ weder bedrängt, bedroht noch auf andere Weise unter Druck gesetzt. In U.________ hielt der Wagen beim Domizil von X.________, unweit vom Wohnblock von Y.________ an. Y.________ stieg aus und wurde von den Männern weder am Weggehen gehindert noch verlangte sie, dass sie nach Hause gefahren werde. Stattdessen blieb sie bei X.________ und ging mit ihm in dessen Wohnung hinauf, während die drei anderen Männer davonfuhren. Nachdem Y.________ in der Wohnung ihres Begleiters etwas Bier getrunken hatte, kam es innert kurzer Zeit zwei Mal zu oralem und einmal zu vaginalem Geschlechtsverkehr zwischen ihr und X.________. Danach ging Y.________ ins Bad, zog sich wieder an und verliess gemeinsam mit X.________die Wohnung. Nach dem Geschlechtsverkehr hatte Y.________ von X.________ Fr. 50.-- entgegen genommen. Vor der Wohnung standen die beiden noch kurze Zeit beisammen, bevor jeder seines Weges ging. Y.________ suchte danach eine nahe gelegene Bar auf, wo sie dem Barbetreiber und der Serviceangestellten unter Tränen von der angeblichen Vergewaltigung erzählte. Ein Gast brachte sie anschliessend nach Hause.