Citation: 8C_719/2023 E. 6.2

6.2. Soweit das kantonale Gericht vor diesem Hintergrund erwog, die Verfügung vom 21. November 2016 sei infolge einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes durch die IV-Stelle zweifellos unrichtig, verletzte es damit kein Bundesrecht. Ob, wie es annahm, die vom RAD postulierte vollständige Arbeitsunfähigkeit lediglich auf rein subjektiven Einschätzungen der Beschwerdeführerin beruhte, bedarf mangels Relevanz keiner näheren Prüfung. Dahingestellt bleiben kann auch, ob Dr. med. C.________ am 22. Februar 2016 zu wenig auf die von der Beschwerdeführerin am 4. Februar 2016 in der Klinik D.________ geschilderte Stabilisierung des Gesundheitszustands einging und ob der von ihm empfohlene Zeitpunkt einer versicherungsmedizinischen Neubeurteilung per Ende des Jahres 2016 nachvollziehbar ist. Entscheidend ist vielmehr, dass die IV-Stelle aufgrund des Berichts vom 4. Februar 2016 und der RAD-Stellungnahme vom 22. Februar 2016 im Zeitpunkt des Erlasses ihrer Verfügung vom 21. November 2016 gewichtige Anhaltspunkte dafür hatte, dass sich der Gesundheitszustand bzw. die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der Zwischenzeit bereits in rentenrelevanter Weise verändert haben könnte. Bereits aus diesem Grund wäre sie unter Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes verpflichtet gewesen, vor der Zusprache einer ganzen, unbefristeten Invalidenrente weitere Abklärungen vorzunehmen.