Citation: 6S.368/2002 06.10.2003 E. 2

Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass ihr Tatbeitrag entgegen der Ansicht der Vorinstanz richtigerweise als Gehilfenschaft und nicht als Mittäterschaft eingestuft werden müsse (vgl. Beschwerde S. 3 - 5). In der Begründung weicht sie jedoch in wesentlichen Punkten vom Sachverhalt ab, den die Vorinstanz verbindlich festgestellt hat. Ihre Vorbringen, sie habe keine Kenntnis von der geplanten Tötung ihres Ehemannes gehabt, verfüge über kein Organisationstalent, habe keinen Beitrag zur Planung der Tat geleistet und der "Testspaziergang" vom Vorabend der Tat stehe damit in keinem Zusammenhang, sind unzulässig. Darauf ist nicht einzutreten. Geht man von dem Sachverhalt des angefochtenen Entscheids aus, so ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin sehr wohl - zumindest in den Grundzügen - um die Ausführung der geplanten Tötung Bescheid wusste, dass sie am Vortag mit ihrem Ehemann einen "Testspaziergang" unternahm, um zu prüfen, ob er sich überhaupt an den vorgesehenen Tatort bringen lasse, dass sie Zeitpunkt und Ort der Tötung mit den anderen Beteiligten abgesprochen hat, dass sie den Ehemann entgegen dessen Gewohnheit an den Tatort führte, dass sie noch am Nachmittag vor der Tat eine erhebliche Anzahlung von 20'000 Franken an O.________ leistete und dass sie schliesslich, sofern ihre Beteiligung erfolgreich würde vertuscht werden können, mehr als die übrigen Beteiligten von der Tat profitiert hätte. Bei dieser Sachlage kann von einer blossen Gehilfenschaft keine Rede sein. Gehilfen leisten nur einen untergeordneten Beitrag zur Unterstützung einer (fremden) Tat, auf deren Planung und Ablauf sie im Übrigen keinen bestimmenden Einfluss habe, während Mittäter einen derart wesentlichen Tatbeitrag leisten, dass die Ausführung des Delikts entscheidend von ihnen abhängt und sie als Hauptbeteiligte erscheinen, ohne dass sie die Tat eigenhändig ausgeführt haben müssten (BGE 129 IV 124 E. 3.2; 120 IV 17 E. 2d und 265 E. 2c/aa; je mit Hinweisen). Es ist offensichtlich, dass die Tat im vorliegenden Fall unterblieben wäre, wenn die Beschwerdeführerin als daran hauptsächlich Interessierte die Idee zur Tötung ihres Ehemannes nicht von M.________ übernommen, den Ehemann nicht entgegen dessen Gewohnheit an den vorher mit den anderen Beteiligten abgesprochenen Tatort geführt und für die Tötung keinen Lohn versprochen und bezahlt hätte. Unter den vorliegenden Umständen hat die Vorinstanz im Falle der Beschwerdeführerin zu Recht Mittäterschaft angenommen, und von einer Bundesrechtsverletzung kann nicht die Rede sein.