Citation: 9C_885/2008 08.04.2009 E. 6.1

Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde (und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte; BGE 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53; Urteil 9C_488/2008 vom 5. September 2008, E. 6.4). Wenn möglich wird dabei am zuletzt erzielten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Lässt sich auf Grund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierte Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, sind Erfahrungs- und Durchschnittswerte heranzuziehen (vgl. AHI 1999 S. 240 E. 3b). Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (Ulrich Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 205 f.; Urteil I 97/00 vom 29. August 2002 E. 1.2). Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermitteln, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Dabei genügt unter Umständen eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen (BGE 114 V 310 E. 3a S. 313; 104 V 135 E. 2b S. 136 f.). 6.2 Die Vorinstanz erwog, der Versicherte sei vor Eintritt des Gesundheitsschadens wiederholt arbeitslos gewesen, weshalb das Valideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen zu bestimmen und gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Lohnstrukturerhebung (LSE) für das Jahr 2006, Tabelle TA1 S. 25, Zentralwert, Anforderungsniveau 4, angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit in jenem Jahr (41,6 Stunden; die Volkswirtschaft 5/2008 S. 86 Tabelle B9.2), auf rund Fr. 59'197.- zu beziffern sei. Demgegenüber rügt der Beschwerdeführer, in Würdigung des eingeschlagenen Ausbildungsweges (Matura Typus C; Abschluss der Filmschauspielschule; Beginn des Studiums der Theaterwissenschaften sowie des Lehrganges "Szenisches Gestalten") sei es absolut stossend, wenn die Vorinstanz das Valideneinkommen ausgehend vom Lohn einer Hilfskraft bestimme. Das ohne Gesundheitsschaden erzielbare Einkommen hätte in Anbetracht seiner qualifizierten Ausbildung ausgehend vom LSE-Tabellenlohn 2004, Tabelle TA 1, Ziff. 92, Unterhaltung und Kultur, Anforderungsniveau 3, bestimmt und auf Fr. 72'962.- festgesetzt werden müssen. 6.3 Der Versicherte hatte sowohl nach Erlangen des Diploms als Filmschauspieler im Jahre 1994 als auch nach den vorzeitig beendeten Studien als Regisseur in der Unterhaltungsbranche zwar verschiedentlich in Filmprojekten mitgearbeitet, indessen lediglich bei weitem nicht existenzsichernde und stark schwankende Einkünfte erzielt. Auch nach Beendigung der von der Arbeitslosenversicherung finanzierten Ausbildung zum Web-Publisher gelang es dem Versicherten nicht, sich in der Berufswelt zu etablieren (im Wesentlichen wegen mangelnder Motivation und Begeisterung, fehlender Ausdauer, Disziplin und organisatorischem Geschick; Einschätzung des Dr. med. F.________ vom 22. November 2006). Aus dem früheren Lohnverlauf ergeben sich daher keine verlässlichen konkreten Anhaltspunkte für den im Zeitpunkt des Einkommensvergleichs zu gewärtigenden Validenlohn.