Citation: 1C_201/2015 E. 3.3.2

3.3.2. Die Beschwerdeführerin beantragt sodann, ihr sei die anfallende Grundstückgewinnsteuer zu ersetzen, da die Veräusserung unfreiwillig erfolge und sich die Beschwerdegegnerin dadurch nicht noch sollte bereichern können. Dasselbe macht sie für die direkten Steuern geltend, weil mit der Enteignung eine zwangsweise Realisierung stiller Reserven einher gehe. Diese Forderung steht im Widerspruch zur ständigen Rechtsprechung. Das Bundesgericht hat die Überwälzung der anfallenden Grundstückgewinnsteuer auf den Enteigner seit jeher abgelehnt, denn die Enteignung ist nicht der Rechtsgrund, sondern nur der äussere Anlass zur Besteuerung eines Grundstückgewinns, der unabhängig von der Enteignung entstanden ist (BGE 100 Ib 71 E. 9 S. 72 ff. mit Hinweis auf BGE 50 I 141; Urteil P.914/1984 vom 10. Dezember 1985 E. 5). Diese Überlegungen sind nach wie vor zutreffend und gelten auch für die direkten Steuern.