Citation: 6B_1368/2020 E. 1.5

1.5. Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen vorbringt, vermag weder Willkür noch eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" zu belegen. Der Beschwerdeführer verkennt die Tragweite dieses Grundsatzes, wenn er verschiedentlich darauf hinweist, die Vorinstanz hätte in Anwendung von "in dubio pro reo" auf seine Version des Sachverhalts abstellen müssen, soweit diese den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 widerspreche und für ihn milder sei. Bereits im kantonalen Verfahren verlangt das Prinzip "in dubio pro reo" nämlich nicht, dass das Sachgericht bei sich widersprechenden Aussagen automatisch auf die für die beschuldigte Person günstigere abzustellen hätte. Der Grundsatz enthält mitunter keine Anweisung, welche Schlüsse aus den vorhandenen Beweismittel zu ziehen sind und kommt erst zur Anwendung, wenn nach abgeschlossener Beweiswürdigung weiterhin relevante Zweifel am angeklagten Tatsachenfundament bestehen (vgl. BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.1 und 2.2.3.2; Urteil 6B_932/2018 vom 24. Januar 2019 E. 1.1, nicht publ. in BGE 145 IV 146; je mit Hinweisen). Um im bundesgerichtlichen Verfahren eine Verletzung von "in dubio pro reo" nachzuweisen, genügt es sodann von vornherein nicht, wenn der Beschwerdeführer den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz lediglich seine Aussagen und seine Sicht der Dinge gegenüberstellt. Damit zeigt er nicht auf, inwiefern der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt auch im Ergebnis schlechterdings unhaltbar und damit willkürlich sein soll. Dies trifft namentlich auf die Vorbringen des Beschwerdeführers zu, der Zeuge C.________ habe ein Gespräch auf der Strasse gehört, dieser sei von Beruf Psychologe und könne deshalb Beziehungsprobleme werten. Oder auf die wiederholt vorgebrachte und nicht näher begründete Behauptung, seine eigenen Aussagen seien konsistent, lebensnah und sehr glaubhaft. Solch appellatorische Kritik, die sich nicht mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinandersetzt, vermag keine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" oder des Willkürverbots zu belegen.