Citation: 7B_770/2023 E. 2.5.2

2.5.2. Wie die erste Instanz treffend darlegte, ist der Deliktserfolg dadurch eingetreten, dass dem Beschwerdeführer aufgrund des Irrtums des Sozialdienstes Sozialhilfegelder ausbezahlt wurden, die ihm bei ordnungsgemässer Meldung seiner Verhältnisse nicht zugestanden hätten. Mit der Überweisung der B.________ AG an den Beschwerdeführer hatten sich dessen finanzielle Verhältnisse derart verändert, dass seine Anspruchsberechtigung überprüft und die Höhe der Sozialleistungen hätte angepasst werden müssen. Das gilt entgegen den beschwerdeführerischen Einwänden unabhängig davon, ob die B.________ AG die Lohnzahlung für Juni 2017 mit befreiender Wirkung an den Beschwerdeführer leisten konnte oder nicht. Faktisch standen dem Beschwerdeführer ab Oktober 2017 zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung, mit denen er und seine Familie ihren Lebensunterhalt zumindest teilweise bestreiten konnten. Die Sozialhilfebehörde irrte somit über die finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers. Hätte sie Kenntnis von der Lohnauszahlung gehabt, hätte sie diese mit den künftigen Leistungen verrechnet. Dies bestreitet auch der Beschwerdeführer nicht. Die Sozialhilfebehörde hätte zwischen Oktober 2017 und Februar 2018 - wenn überhaupt - eine tiefere Leistung ausbezahlt. In dieser Zeit richtete die Sozialhilfebehörde somit Beiträge an den Beschwerdeführer aus, auf die dieser keinen Anspruch hatte. Dadurch entstand ihr ein Vermögensschaden in der Höhe von insgesamt Fr. 5'333.85. Ob die abgetretene Forderung des Sozialdienstes gegenüber der B.________ AG weiter bestand und ob der Sozialdienst diese weiterhin hätte einfordern können, ist nicht entscheidend, da der Schaden durch die Auszahlung der ungerechtfertigten Sozialhilfeleistungen an den Beschwerdeführer bereits eingetreten war. Im Übrigen ist eine allfällige Mitverantwortung der Sozialhilfebehörde für die Beurteilung der Tatbestandsmässigkeit nicht relevant und kann entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers weder den Irrtum noch den Vermögensschaden ausschliessen (vgl. E. 2.1 hiervor).