Citation: 4A_376/2017 E. 4.2

4.2. Es kann offen gelassen werden, ob die von der Vorinstanz vorgenommene Auslegung in Bezug auf Art. 25 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 LGAV zutrifft, denn aufgrund der Rechtsanwendung von Amtes wegen (Art. 106 Abs. 1 BGG) kann das Bundesgericht eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begründung abweisen. Als Arbeitszeit gilt nach dem anwendbaren Landesgesamtarbeitsvertrag die Zeit, während welcher sich der Arbeitnehmer zur Verfügung des Arbeitgebers stellt. Nicht als Arbeitszeit gilt der Weg zwischen Wohnort und Werkstatt (Art. 25 Abs. 1 Satz 1 LGAV). Der Beschwerdegegner begab sich unbestrittenermassen morgens jeweils zum Geschäftsdomizil des Beschwerdeführers und fuhr von dort aus - zunächst nur als Mitfahrer, später als Lenker - mit dem Firmenbus zur Baustelle, wobei auf der Strecke jeweils weitere Mitarbeitende zustiegen. Überdies wurde der Beschwerdegegner gemäss verbindlicher Feststellung der Vorinstanz auf diesen Fahrten auch für weitere Aufgaben eingesetzt, wie die Ladung des Firmenbusses mit Material. Hieraus folgt, dass sich der Beschwerdegegner ab dem Eintreffen am Geschäftsdomizil dem Beschwerdeführer zur Verfügung im Sinne von Art. 25 Abs. 1 Satz 1 LGAV gestellt hat, womit die Fahrten Arbeitszeit darstellten. Entgegen entsprechenden Behauptungen des Beschwerdeführers begründet die Vorinstanz zudem zutreffend, dass im LGAV im Unterschied etwa zum Landesmantelvertrag für das Schweizerische Bauhauptgewerbe vom 1. Juli 2016 (LMV) kein Abzug eines sogenannten gesamtarbeitsvertraglichen Sockelwertes von 30 Minuten vorgesehen ist (vgl. Art. 23 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 54 Abs. 1 LMV). Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, weshalb eine solche Regelung dennoch gelten sollte.