Citation: 5A_660/2024 E. 2.7

2.7. Den Vorbringen ist kein Erfolg beschieden. Die Beschwerdeführerin stellt zu Recht nicht in Abrede, dass der Beistandschaft eine komplizierte (erbrechtliche) Auseinandersetzung mit hohem Interessenwert zugrunde liegt. Dabei erweist sich die Annahme der Vorinstanz als willkürfrei, dass die vom Beistand erbrachten Leistungen praktisch durchwegs juristische Tätigkeiten betreffen. Die Entschädigung sämtlicher persönlich erbrachter Leistungen des Beistands zu einem Stundensatz von Fr. 350.-- ist vorliegend vertretbar und gibt keinen Anlass, um in das vorinstanzliche Ermessen einzugreifen. Die Vorinstanz hat namentlich nachvollziehbar dargelegt, weshalb sie auch Tätigkeiten wie Endredaktion und Zusammenstellen der Beilagen als vom Berufstarif erfasst erachtet hat. Keine rechtswidrige Ermessensausübung ist auch hinsichtlich des Vorhalts des unnötigen Mehraufwands im Zusammenhang mit dem vom Beistand getätigten Literaturstudium und dem punktuellen Beizug von weiteren Fachpersonen auszumachen. Die Vorinstanz verfügt grundsätzlich über den Ermessensspielraum, die Einholung der Unterstützung durch einen im betreffenden Fachgebiet ebenfalls versierten Anwalt als verhältnismässig zu betrachten und die persönlich erbrachten Leistungen des Beistands gleichwohl zum Berufstarif zu entschädigen. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, der punktuelle Beizug der Rechtsanwälte Dr. H.________ und Prof. Dr. G.________, sei vorliegend zur sachgemässen Bearbeitung der Streitsache nicht geboten gewesen, oder einwendet, dass das Erfordernis besonderer Fachkenntnisse ja bereits bei der Festlegung des Stundenansatzes des Beistands auf Fr. 350.-- berücksichtigt worden sei, schildert sie dem Bundesgericht lediglich ihre eigene Sicht der Dinge. Dabei legt sie nicht dar, weshalb die Einholung weiterer Meinungen mit Blick auf die prozessrechtlichen Herausforderungen bei einem Fall wie dem vorliegenden unüblich gewesen sei. Inwiefern die Vorinstanz die Angemessenheit (Notwendigkeit, Verhältnismässigkeit) der Bemühungen des Beistands in untragbarer Weise beurteilt und im Ergebnis auf eine unvernünftig hohe Entschädigung erkannt haben soll, vermag die Beschwerdeführerin mit ihren Rügen damit nicht aufzuzeigen.