Citation: 1C_94/2018 E. 5.2

5.2. Die Entfernung des Flüssiggas-Verkaufslagers aus dem überdachten Tankstellenbereich und aus der Fluchtwegzone ist überdies verhältnismässig. Der Beschwerdeführerin 2 wird nicht verboten, Flüssiggasflaschen zu verkaufen, sie hat lediglich einen anderen Standort für die Verkaufsbox, ausserhalb des überdachten Tankstellenbereichs, zu wählen. Die Massnahme ist geeignet, die Gefahr eines Brandes oder einer Explosion zu verkleinern, und erforderlich, um die Gefährdung von Menschen und Sachen zu minimieren. Eine mildere Massnahme, welche gleich wirksam wäre, ist nicht ersichtlich, die Beschwerdeführerinnen unterlassen es jedenfalls, eine solche aufzuzeigen. Lediglich indem die Flüssiggasflaschen auch tagsüber in einem abschliessbaren Schrank verstaut werden, kann der Schutz vor unbefugtem Zugriff tatsächlich gewahrt werden. Der von den Beschwerdeführerinnen vorgebrachte Einwand, dass bisher noch kein solcher Zwischenfall vorgekommen sei und die Mitarbeitenden das Lager von der Kasse aus im Blick hätten, vermag daran nichts zu ändern. In einem in der Regel gut frequentierten Tankstellenshop wird es den Mitarbeitenden nicht andauernd möglich sein, ein Auge auf das Flüssiggas-Verkaufslager vor dem Shop zu werfen. Nicht überzeugend ist zudem die Behauptung der Beschwerdeführerinnen, Propangas verflüchtige sich im Freien rasch, weshalb sich in der Abwasserrinne kein zündfähiges Gemisch bilden könne. Die Massnahme ist sodann auch zumutbar. Die Beschwerdeführerinnen zeigen nicht auf, warum es bei den kleineren Gasflaschen nicht möglich sein sollte, diese etwas weiter entfernt vom Tankstellenshop zu deponieren. Bei den grossen Gasflaschen ist dies bereits jetzt der Fall. Wie die Beschwerdegegnerin ausgeführt hat, kann mit Attrappen auf den Verkauf von Flüssiggasflaschen aufmerksam gemacht werden. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die angeordnete Massnahme auf eine genügende gesetzliche Grundlage stützt, im öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig ist. Die Vorinstanz hat kein Bundesrecht verletzt, indem sie den Entscheid der Beschwerdegegnerin gestützt hat.