Citation: 2C_988/2022 E. 6.1.2

6.1.2. Die Vorinstanz stützte sich in ihren Erwägungen auf keine gesetzlichen Grundlagen oder sonstigen verbindlichen Regeln, wonach ein Adressat seinen Briefkasten mit seinem Vor- und Nachnamen zu beschriften hat. Wie der Beschwerdeführer zurecht vorbringt, ist es nicht unüblich, dass bei der Beschriftung des Briefkastens nicht der (volle) Vorname angegeben wird. Die möglichen Grundlagen einer entsprechenden Pflicht sind zu unbestimmt, um das mit dem Fehlen des Vornamens verbundene Risiko eines Zustellungsfehlers dem Adressaten aufzubürden. So ergibt sich aus Art. 73 Abs. 3 der Postverordnung vom 29. August 2012 (VPG; SR 783.01), wonach der Briefkasten mit vollständiger und gut lesbarer Anschrift der Wohnungsbesitzerin oder des Wohnungsbesitzers zu beschriften ist, nicht mit der erforderlichen Klarheit, ob auch der Vorname zur Anschrift gehört.