Citation: 5A_705/2022 E. 4.1

4.1. In Bezug auf das vom Bezirksgericht im Zuge des Rückweisungsverfahrens in Auftrag gegebene medizinisch-psychiatrische Gutachten von Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 28. Februar 2020 und die ergänzende Stellungnahme vom 29. Mai 2020 macht die Beschwerdeführerin geltend, der Gutachter habe sie nur an einem einzigen Termin gesehen und einzig gestützt darauf beurteilt, umstrittene Tests verwendet und bloss eine nicht repräsentative Momentaufnahme vom 17. Februar 2020 erhoben statt eine Prognose für die Zukunft zu stellen; bereits unmittelbar nach dem Verlassen der Praxis des Gutachters hätten sich Anzeichen einer Erschöfpung ergeben und auf dem Nachhauseweg habe sie mit dem Auto dreimal anhalten müssen, weil sie so erschöpft gewesen sei, und am Nachmittag habe sie vor lauter Erschöpfung nur noch geschlafen. Diesbezüglich scheitert die Beschwerde bereits daran, dass sich die Beschwerdeführerin auf rein appellatorische Ausführungen beschränkt statt Verfassungsrügen zu formulieren. Ohnehin wären die Behauptungen - soweit sie im Rahmen zulässiger Verfassungsrügen, namentlich von substanziierten Willkürrügen erhoben worden wären (an einer Stelle wird abstrakt geltend gemacht, das Kantonsgericht sei in Willkür verfallen, wenn es festgehalten habe, das Gutachten sei vollständig, klar und schlüssig, womit indes keine Willkürrüge substanziiert ist, weil die Behauptung völlig pauschal bleibt) - aber auch offenkundig falsch: Der Gutachter hat im Gutachten dargelegt, auf welche Erhebungen und Unterlagen er abgestellt hat; sodann hat er seine Erkenntnisse ausführlich und nachvollziehbar begründet (insbesondere inwiefern sich die geltend gemachten Leiden und Einschränkungen nicht diagnostizieren liessen) und er hat sich auf S. 16 unter dem Titel "Prognose und Arbeitsfähigkeit" auch explizit zur relevanten Fragestellung geäussert und festgehalten, dass sich eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf überdauernd 80 % nicht mit einer Gesundheitsstörung erklären lasse und die Beschwerdeführerin aus gutachterlicher bzw. medizinisch-psychiatrischer Sicht in den bisherigen Tätigkeitsprofilen und in jedweder bildungsangepassten Verweistätigkeit vollschichtig arbeitsfähig sei. Mithin hat sich der Gutachter entgegen den Behauptungen der Beschwerdeführerin ausführlich, zukunftsgerichtet und bezogen auf die Arbeitsfähigkeit geäussert, ohne dass diesbezüglich Verfassungsrü-gen, insbesondere substanziierte Willkürrügen erhoben würden.