Citation: 9C_552/2021 E. 3.3

3.3. Gemäss Art. 7 lit. l AHVV gehören Honorare der Privatdozenten und ähnlich besoldeter Lehrkräfte zum massgebenden Lohn. Unter diese Bestimmung fallen nach Rz. 4010 der bundesamtlichen Wegleitung zum massgebenden Lohn (WML, gültig ab 1. Januar 2019, Stand: 1. Januar 2020) in der AHV, IV und EO, welche als Verwaltungsverordnung eine - für das Gericht nicht verbindliche - Auslegungshilfe darstellen kann (BGE 129 V 200 E. 3.2, 127 V 57 E. 3a, 126 V 64 E. 4b, 125 V 377 E. 1c, je mit Hinweisen), auch die Bezüge von Personen, die an Schulen, Ausbildungsstätten oder Tagungszentren regelmässig unterrichten bzw. Kurse geben. Als entscheidende Kriterien werden festgehalten, dass die Lehrkräfte an den Investitionen der Veranstaltungen nicht beteiligt sind, das Inkassorisiko nicht tragen und die Kursteilnehmenden nicht selber suchen müssen. Demgegenüber werden Vergütungen für Kurse, die nur gelegentlich gegeben werden, in der Regel nicht zum massgebenden Lohn gezählt (vgl. auch Urteil 9C_238/2007 vom 25. Oktober 2007 E. 3.3). Bei der Beurteilung der Frage, ob die Tätigkeit einer Dozentin selbständiger oder unselbständiger Natur ist, kommt dem Unternehmerrisiko im Vergleich zum Kriterium der arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit lediglich untergeordnete Bedeutung zu (vgl. AHI 2001 S. 182, H 214/99 E. 4a).