Citation: 5A_569/2023 E. 2.1

2.1. Dem angefochtenen Entscheid zufolge machte der Beschwerdeführer vor der Vorinstanz geltend, dass ihm das verarrestierte Konto als Geschäftskonto diene und deshalb nicht pfändbar sei. Er habe sich darüber beklagt, dass die Unterinstanz den Untersuchungsgrundsatz verletzte. Das Obergericht widerspricht dem Beschwerdeführer. Für die Unterinstanz (und das Betreibungsamt) sei es praktisch nicht zu bewerkstelligen, die konkrete Kanzlei- und Organisationsstruktur des Beschwerdeführers abzuklären. Nach Treu und Glauben sei dieser deshalb in der Pflicht, den Kompetenzcharakter des Kontos bei der Bank C.________ AG darzutun. Seine Vorbringen seien indessen vor der Unterinstanz und im anschliessenden Rechtsmittelverfahren vage geblieben. Aktenkundig sei, dass dem Beschwerdeführer vom 14. Januar 2022 bis Ende 2022 praktisch durchgehend eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert werde. Vor der Unterinstanz habe der Beschwerdeführer die volle Arbeitsunfähigkeit bestätigt, jedoch auf organisatorische Massnahmen hingewiesen, die es ihm ermöglichen würden, die Tätigkeit als Anwalt fortzusetzen. Er habe jedoch nicht näher dargelegt, wie seine Erwerbstätigkeit organisiert sei. Die vor der Vorinstanz eingereichte Zusammenstellung enthalte lediglich eine Reihe von Auslagenpositionen. Ein eigentlicher Geschäftsgang sei dadurch nicht dokumentiert. Letztlich bleibe es bei der blossen Behauptung einer anwaltlichen Tätigkeit, wobei der Beschwerdeführer selbst seit über einem Jahr arbeitsunfähig sei. Da jede Anwaltspraxis ganz wesentlich auf den Fähigkeiten und Arbeitsleistungen des Anwalts aufbaue, werfe die Arbeitsunfähigkeit die Frage nach einem Unterbruch der Erwerbstätigkeit auf. Die zeitliche Ausdehnung der Arbeitsunfähigkeit sei erheblich und führe zur natürlichen Vermutung eines Unterbruchs. Der Beschwerdeführer hätte diese Vermutung entkräften müssen, beispielsweise durch konkrete Vorbringen zur Kanzleistruktur. Sei aber von einer in zeitlicher Hinsicht erheblichen Unterbrechung der Erwerbstätigkeit auszugehen, komme dem umstrittenen Konto von vornherein kein Kompetenzcharakter zu, unabhängig davon, ob es je unpfändbar gewesen sei.