Citation: 5A_373/2020 E. 2

Vorab rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs mit der Begründung, in der angefochtenen Verfügung werde massgeblich auf die Stellungnahme des Beschwerdegegners zur aufschiebenden Wirkung abgestellt (beinhaltend die bevorstehende Einschulung der Kinder in U.________ am 18. Mai 2020) und sie habe hierzu nicht Stellung nehmen können. Im angefochtenen Entscheid wird unter Bezugnahme auf das bundesgerichtliche Urteil 4D_27/2014 vom 26. August 2014 E. 4.2.2 festgehalten, dass dem rechtlichen Gehör bei Entscheiden über die aufschiebende Wirkung aufgrund der zeitlichen Dringlichkeit eine eingeschränkte Bedeutung zukomme, zumal der Entscheid jederzeit abgeändert werden könne; es liege in der Natur der Sache, dass die Rechtsmittelbehörde über die Gewährung der aufschiebenden Wirkung rasch entscheide, und von einem zweiten Schriftenwechsel sei deshalb in der Regel abzusehen, indem das rechtliche Gehör durch das Gesuch selbst gewahrt werde. Mit dieser spezifischen Begründung zu den Besonderheiten bei der aufschiebenden Wirkung bzw. den Abweichungen zu den allgemeinen Grundsätzen bei Endentscheiden setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander und nennt auch keine Rechtsprechung oder Literatur, sondern hält ihre Gehörsrüge völlig abstrakt, weshalb sie unbegründet bleibt und folglich nicht darauf einzutreten ist. Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es sich bei dem in der angefochtenen Verfügung zitierten bundesgerichtlichen Urteil nicht etwa um einen isolierten Entscheid handelt. Vielmehr entspricht es konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK, dass das Replikrecht bei dem auf rasche Erledigung angelegten Zwischenentscheid über die aufschiebende Wirkung in der Regel nicht gilt, sondern der Gehörsanspruch grundsätzlich durch die Einreichung des Gesuches gewahrt wird (BGE 139 I 189 E. 3.3 S. 192; Urteile 5A_569/2013 vom 18. November 2013 E. 3.1; 2C_1109/2018 vom 13. Februar 2019 E. 2.3; Verfügung 5A_413/2019 vom 18. Juli 2019), was selbst bei neuen erheblichen Elementen gilt, sofern die Dringlichkeit gross ist und deshalb den Verzicht auf das Replikrecht gerechtfertigt ist (Urteil 1C_137/2019 vom 5. Juli 2019 E. 3.4), wie dies angesichts der unmittelbar bevorstehenden Einschulung der Fall war und in der angefochtenen Verfügung auch explizit so begründet wurde. Mit all dem hätte sich die Beschwerdeführerin auseinandersetzen müssen, um ihre Gehörsrüge zu substanziieren.