Citation: 1C_446/2023 E. A

B.________ ist Eigentümer der in der Landwirtschaftszone gelegenen Parzelle Nr. 84 in Steinhausen (Weiler Erli). Er reichte am 20. November 2019 ein Baugesuch zur Genehmigung diverser Umnutzungen, gebäudeinterner Anpassungen und von Aussenlagern ein. Gegen das Gesuch erhob unter anderem A.________ Einsprache. Das Amt für Raum und Verkehr (ARV) der Baudirektion des Kantons Zug verfügte am 31. Juli 2020, dass dem Forstwerkhof und der Umnutzung der Betriebsgebäude zu "stillen Lagern" im Sinne von Art. 24a RPG (SR 700) zugestimmt werden könne. Weiter ordnete es an, dass der Erteilung der kommunalen Baubewilligung unter Berücksichtigung gewisser Auflagen und Bedingungen nichts entgegenstehe. Am 7. September 2020 erliess der Gemeinderat von Steinhausen zwei Beschlüsse, zum einen den "Entscheid über Einsprachen und Baugesuch", zum andern die "Ausnahme-Bewilligung". Im ersten Beschluss hiess er die erhobenen Einsprachen gut, erteilte aber gleichzeitig die Ausnahme-Baubewilligung mit Auflagen und Bedingungen. Weiter ordnete er an, die (Holz-) Lager im Aussenbereich seien zu entfernen, das Brennholzlager (F1) auf eine Fläche von 400 m² zu reduzieren und die Betriebssituation auf dem Grundstück in den bewilligten Zustand zu überführen. Dazu setzte er eine Frist von zwölf Monaten ab Rechtskraft des Beschlusses und drohte die Ersatzvornahme an. Im zweiten Beschluss stimmte er dem Forstwerkhof und der Umnutzung der Betriebsgebäude zu stillen Lagern im Sinne von Art. 24a RPG zu und erklärte die Verfügung des ARV vom 31. Juli 2020 zum integrierenden Bestandteil der Baubewilligung. Die Notwendigkeit der als Holzbeige gestalteten Mauer im südwestlichen Teil der Parzelle sei im Rahmen der Überarbeitung der Umgebungsgestaltung aufzuzeigen. Dagegen erhob A.________ Beschwerde und beantragte, der Beschluss des Gemeinderats vom 7. September 2020 sei aufzuheben und der Gemeinderat anzuweisen, die zonenfremde Nutzung der Parzelle Nr. 84 zu untersagen. Mit Urteil vom 27. Juli 2021 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug die Beschwerde ab. Mit einem weiteren Urteil vom gleichen Datum wies es auch eine Beschwerde von B.________ ab. In der Folge erhoben A.________ und das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht (Verfahren 1C_474/2021 und 1C_544/2021). Mit Urteil vom 2. Juni 2022 vereinigte das Bundesgericht die beiden Verfahren, hiess die Beschwerden gut, hob das angefochtene Urteil auf und wies die Sache im Sinne der Erwägungen an das Verwaltungsgericht zurück. Zur Begründung führte das Bundesgericht aus, die Nutzung der Parzelle als Forstwerkhof sei baubewilligungspflichtig. Zudem handle es sich um eine in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonforme Nutzung. Eine Auseinandersetzung mit der Rechtsgrundlage der dafür notwendigen Ausnahmebewilligung sei im angefochtenen Entscheid jedoch nicht erfolgt. Der Hinweis, die betreffenden Bauten und Anlagen seien für die Forstnutzung seit Langem rechtskräftig bewilligt, reiche nicht aus, um das aktuelle Baubewilligungsgesuch ebenfalls gutzuheissen. Sollten die Betriebsgebäude auf der Parzelle Nr. 84 als Lager für Holz, Schnitzel und Ähnliches oder für das Einstellen von forstwirtschaftlichen Maschinen und Kleingeräten benutzt werden, handle es sich dabei nicht um stille Lager, die nach Art. 24a Abs. 1 RPG bewilligt werden könnten. Auch die neuen Wände im Innern des Gebäudes Assek. Nr. 40c könnten nach dieser Bestimmung nicht bewilligt werden. Schliesslich äusserte sich das Bundesgericht zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. In diesem Zusammenhang hielt es fest, inwieweit für die auf der Parzelle Nr. 84 erstellten Bauten und Anlagen bzw. ihre nicht zonenkonforme Nutzung eine rechtskräftige Bewilligung bestehe, lasse sich gestützt auf die ihm vorliegenden Akten nicht abschliessend beurteilen.