Citation: 6B_538/2019 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass ihr weder eine Entschädigung noch eine Genugtuung zugesprochen wurde. Die Folgerung der Vorinstanz, wonach sie den Abmahnungen der Polizei keine Folge geleistet habe, treffe nicht zu und sei willkürlich. Richtig und einzig relevant sei, dass sie an der unbewilligten Kundgebung teilgenommen und sich keinerlei behördlichen Anweisungen widersetzt habe. Ihr könne kein vorwerfbares Verhalten angelastet und die adäquate Kausalität müsse verneint werden. Sie sei polizeilich kontrolliert, wie eine Verbrecherin behandelt und über sechs Stunden lang auf der Polizeiwache festgehalten worden. Anschliessend sei eine erkennungsdienstliche Erfassung verfügt worden. Schliesslich sei ein Strafbefehl ausgestellt worden, mit welchem sie zu einer Geldstrafe verurteilt worden sei. Diese erheblichen Eingriffe in ihre Rechte hätten eine anwaltliche Verteidigung notwendig gemacht. Folglich habe sie Anspruch darauf, dass ihr eine entsprechende Entschädigung zugesprochen werde. Die geltend gemachte Genugtuung von Fr. 100.-- entspreche sodann der gängigen Praxis (Beschwerde S. 4 ff.).