Citation: 1C_146/2013 E. 2.2

2.2. Für die Beurteilung der Frage, ob der Beschwerdegegner über eine hinreichende Berechtigung für die Erteilung der umstrittenen Baubewilligung verfüge, ist vom Einspracheentscheid und von der Bewilligung der Gemeinde Obersaxen vom 27. Juli 2012 auszugehen. Im Einspracheentscheid hielt der Gemeindevorstand fest, dass das Baugesuch die beiden Parzellen Nr. 2211 und 2273 betreffe und dass die Frage, ob mit dem Bauvorhaben in fremdes Eigentum eingegriffen werde und eine Verlegung der Dienstbarkeit erforderlich sei, vom Zivilrichter zu entscheiden sei. In der Baubewilligung werden allfällige privatrechtliche Einsprachen ausdrücklich vorbehalten. Im gleichen Sinne ging das Verwaltungsgericht davon aus, dass die Frage der Dienstbarkeiten der Parzelle Nr. 2115 und eine allfällige Verlegung im Einzelnen offen sei. Der Beschwerdegegner verkennt nicht, dass eine Regelung der gegenseitigen privatrechtlichen Ansprüche unter den Miteigentümern dieser Parzelle zu treffen sei oder einem Zivilgericht zur Entscheidung vorgelegt werden müsse. Bei dieser Sachlage zeigt sich, dass das Verwaltungsgericht die Dienstbarkeiten keiner Überprüfung unterzogen hat und die Bestimmung von Art. 742 ZGB - ausser einer beiläufigen Erwähnung - gar nicht angewendet hat. Damit erweist sich die Rüge der Verletzung von Bundesrecht von vornherein als unbegründet. Wie schon der Gemeindevorstand festgehalten hat, betrifft das eigentliche Baugesuch ausschliesslich die beiden Parzellen Nr. 2211 und 2273, die Eigentum des Beschwerdegegners sind. Die Beschwerdeführer vermögen nicht darzulegen, dass bei dieser Sachlage die Miteigentümer der Parzelle Nr. 2115 das Baugesuch hätten mitunterzeichnen müssen.