Citation: 6B_774/2017 E. 1

Im Strafbefehl, der vorliegend gemäss Art. 356 Abs. 1 StPO als Anklage gilt, wird dem Beschwerdeführer vorgeworfen, er habe vorsätzlich durch grobe Verletzung der Verkehrsregeln eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genommen. Der Beschwerdeführer habe durch massive Überschreitung der vorgegebenen Geschwindigkeit wissentlich und willentlich eine konkrete oder erhöhte abstrakte Gefahr für die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer geschaffen beziehungsweise eine solche Gefahr zumindest in Kauf genommen. Damit wird dem Beschwerdeführer in der Anklageschrift eine Vorsatztat zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft beantragte denn auch in ihrer Anschlussberufung die Verurteilung des Beschwerdeführers wegen vorsätzlicher grober Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG.