Citation: 5A_682/2022 E. 5.3.2

5.3.2. Diesbezüglich erwidert der Beschwerdeführer im Wesentlichen, der Privatgutachter sei (von ihm) durchaus "grob" über die Vorgeschichte informiert worden. Ausserdem hätten drei Explorationsgespräche stattgefunden und basiere das Privatgutachten auf anerkannten Teststrukturen, die ergeben hätten, dass keine Hinweise für das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung bestünden. Zu diesen Teststrukturen bzw. insbesondere zum Resultat des strukturierten klinischen Interviews für DSM-IV Teil II (SKID II) äussere sich die Vorinstanz jedoch mit keinem Wort, weshalb sie nicht nur den Sachverhalt willkürlich festgestellt, sondern auch das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) des Beschwerdeführers verletzt habe. Immerhin hätte, so der Beschwerdeführer weiter, der behördliche Gutachter mit diesen Erkenntnissen konfrontiert werden müssen. In seiner Replik ergänzt er, eine Aktenkenntnis werde nicht zwingend vorausgesetzt.