Citation: 1P.162/2004 15.06.2004 E. A

Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelte seit 1974 unter anderen gegen H.________ wegen des Verdachts der Teilnahme an Vermögensdelikten, insbesondere Anlagebetrug, Veruntreuung und Urkundenfälschung. Da sich H.________ den deutschen Ermittlungsbehörden nicht stellte, wurde das Strafverfahren gegen sie 1997 an den Kanton St. Gallen abgetreten. Am 9. Oktober 2000 stellte H.________ ein Ausstandsbegehren gegen den damals fallführenden Untersuchungsrichter Y.________, welches die kantonalen Instanzen abwiesen. Das Bundesgericht hiess eine von H.________ dagegen erhobene staatsrechtliche Beschwerde am 18. Mai 2001 gut, soweit es darauf eintrat. Nach der Ansicht des Bundesgerichts liessen die offenbar systematisch unterbliebene Ladung der Verteidigung zu Zeugeneinvernahmen sowie mehrere Äusserungen des Untersuchungsrichters in der Gesamtbetrachtung Zweifel an dessen Unvoreingenommenheit aufkommen (Urteil 1P.766/2000 vom 18. Mai 2001, teilweise publiziert in: ZBl 103/2002 S. 276). Gestützt auf diesen Entscheid stellte der Erste Staatsanwalt des Kantons St. Gallen mit Verfügung vom 19. Juni 2001 den Ausstand von Untersuchungsrichter Y.________ fest. Das Bundesgericht wies am 7. Dezember 2001 eine staatsrechtliche Beschwerde von H.________ betreffend ein Ausstandsbegehren gegen den nun fallführenden Untersuchungsrichter Dr. Z.________ ab (Urteil 1P.644/2001 vom 7. Dezember 2001). Eine weitere staatsrechtliche Beschwerde von H.________ betreffend ein erneutes Ausstandsbegehren gegen Untersuchungsrichter Dr. Z.________ wies das Bundesgericht mit Entscheid vom 27. Januar 2003 ab, soweit es darauf eintrat (Urteil 1P.502/2002 vom 27. Januar 2003). Die Ablehnung eines am 18. September 2002 gestellten Ausstandsbegehrens von H.________ gegen Untersuchungsrichter Dr. Z.________ durch die kantonalen Behörden blieb unangefochten.