Citation: 9C_374/2013 E. 3.3.2

3.3.2. Um eine reale Veränderung in der Biographie einer rentenbeziehenden Person bei der Qualifikation ihres Erwerbsstatus berücksichtigen zu können, ist nicht erforderlich, dass sich jene bereits bei Eintritt der Invalidität abgezeichnet hat. Eine Rentenrevision scheidet nur dann aus, wenn die veränderten Lebensumstände als spezifischer Teil der Invalidenbiographie erscheinen. Diese verläuft im Falle der Geburt eines Kindes beispielsweise dann nicht parallel zur Validenbiographie, wenn sich die Familienplanung wegen des invaliditätsbedingten Wegfalls beruflicher Optionen verändert hat. Für eine derartige Situation bestehen hier indes keine Anhaltspunkte, zumal ein seit langem bestehender Kinderwunsch der Beschwerdeführerin dokumentiert ist.