Citation: 2C_709/2021 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer hält der vorinstanzlichen Würdigung im Wesentlichen entgegen, dass die Beendigung seines Aufenthaltsrechts in der Schweiz tiefgreifende Folgen für ihn zeitige und auch seine Familie hart treffe. Es sei deshalb nicht verständlich, dass die Verfügung vom 15. September 2020 ihm nicht persönlich zugestellt worden sei. Nachdem das Migrationsamt zuvor fast immer an ihn gelangt sei und insbesondere die Schreiben vom 14. Januar und vom 6. August 2020 direkt an ihn adressiert habe, habe er nicht damit rechnen müssen, dass die Verfügung an die von ihm nicht bevollmächtigte B.________ versandt werde. Das Verhalten des Migrationsamts sei widersprüchlich. Er habe vom Inhalt der Verfügung vom 15. September 2020 erst am 11. November 2020 Kenntnis genommen, als die Polizei V.________ die Kontrollschilder seines Fahrzeugs eingezogen habe.