Citation: 6B_985/2016 E. 2.2

2.2. Der als Anklageschrift überwiesene Strafbefehl führt zum Vorwurf der Misswirtschaft aus, dem Beschwerdeführer sei die desolate Finanz- und Liquiditätslage der A.________ AG bekannt gewesen. Trotz der spätestens seit dem 31. Dezember 2009 bestehenden Überschuldung habe er keine Überschuldungsanzeige im Sinne von Art. 725 Abs. 2 OR gemacht und auf diese Weise den Konkurs vorsätzlich um mindestens 2 Jahre verschleppt. Dadurch habe er die Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit der A.________ AG im Umfang von mindestens Fr. 66'500.-- verschlimmert. Dies habe der Beschwerdeführer zumindest in Kauf genommen (Strafbefehl S. 2 f., Akten des Strafgerichts act. 7 f.). Zum Vorwurf der Bevorzugung eines Gläubigers führt die Anklageschrift aus, bis am 31. Dezember 2011 seien Verbindlichkeiten der A.________ AG gegenüber der B.________ GmbH aufgrund deren Zuschüsse in der Höhe von rund Fr. 94'000.-- aufgelaufen. Der Beschwerdeführer habe im Bewusstsein der Zahlungsunfähigkeit der A.________ AG diese Schulden getilgt, indem er Ende 2011 und Anfang 2012, mithin rund zwei Monate vor der Konkurseröffnung, die gesamten Warenvorräte und Einrichtungsgegenstände der A.________ AG zum Preis von Fr. 66'775.-- auf die B.________ GmbH übertragen habe, wobei der Verkehrswert der Gegenstände schätzungsweise um ein Drittel tiefer liege, so dass von einer Deliktssumme von rund Fr. 44'000.-- auszugehen sei. Damit habe er die Schulden der A.________ AG durch ein unübliches Zahlungsmittel getilgt. Dies habe er in der Absicht getan - oder habe dies zumindest in Kauf genommen -, seine B.________ GmbH zum Nachteil der anderen Gläubiger der A.________ AG zu bevorzugen (Strafbefehl S. 3, Akten des Strafgerichts act. 9).