Citation: 4A_580/2017 E. 2.3.2

2.3.2. Entgegen den Vorbringen in der Beschwerdeschrift leuchtet nicht ein, dass es das Schiedsgericht unterlassen hätte, über einen Teil des Rechtsbegehrens Ziffer 3.8 zu entscheiden. Indem das Schiedsgericht das Begehren nur in eingeschränkter Form und mit einem Vorbehalt ( "[...] soweit nicht eine andere Sonderregelung anwendbar ist.") schützte, hat es Antrags-Ziffer 3.8 offensichtlich nur teilweise gutgeheissen. Die Rüge, das Schiedsgericht habe über ein Rechtsbegehren nicht entschieden, ist unbegründet. Die Beschwerdeführerin zeigt auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs auf, indem sie es bei der blossen Behauptung bewenden lässt, das Schiedsgericht habe Club- und Mailorder-Verkäufe bei der Zusammenfassung der Parteivorbringen zunächst wiedergegeben, bei der Beurteilung des Rechtsbegehrens jedoch nicht mehr berücksichtigt. Sie verkennt mit ihren Ausführungen, dass der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 182 Abs. 3 und Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG nicht auch den Anspruch auf Begründung eines internationalen Schiedsentscheids umfasst und sich das Schiedsgericht nicht ausdrücklich mit jedem einzelnen Vorbringen der Parteien auseinandersetzen muss. Die Beschwerdeführerin vermag nicht aufzuzeigen, inwiefern es ihr verunmöglicht worden wäre, ihren Standpunkt zu den Club- und Mailorder-Verkäufen in das Schiedsverfahren einzubringen.