Citation: 5C.228/2005 30.11.2006 E. 5

Die Vorbringen des Klägers zu seinem eigenen gebührenden Unterhalt (mögliche höhere Wohnkosten, wenn er dereinst nicht mehr in Wohngemeinschaft mit einer Partnerin leben sollte; höhere Autokosten als nur die steuerlich absetzbaren Beträge) scheitern bereits an der zutreffenden obergerichtlichen Erwägung, dass deren Berücksichtigung angesichts des Überschusses des Klägers von rund Fr. 2'000.-- pro Monat weder an seiner Leistungsfähigkeit noch am Unterhaltsanspruch der Beklagten etwas ändern würde. Soweit der Kläger geltend macht, er müsse Steuerschulden von Fr. 12'000.-- tilgen, versucht er neue, von der letzten kantonalen Instanz nicht festgestellte Tatsachen einzuführen, was unzulässig ist (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Ohnehin würden angesichts des monatlichen Überschusses von rund Fr. 2'000.-- auch diese Schulden zu keinen anderen als den vom Obergericht erkannten Rechtsfolgen führen. Fehl geht schliesslich die Kritik, das Obergericht habe die Unterhaltsverpflichtung gegenüber der Tochter zu Unrecht ausgeblendet: Nach der sich auf die herrschende Lehre stützenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung geht die Unterhaltspflicht gegenüber dem Ehegatten derjenigen gegenüber dem mündigen Kind vor, weshalb Unterhaltsleistungen an das mündige Kind in der Bedarfsrechnung auf der Seite des Pflichtigen nicht berücksichtigt werden dürfen (BGE 132 III 209 E. 2.3 S. 211 f., mit Zusammenstellung der Lehre). Im Übrigen bleiben dem Kläger bei einem Überschuss von Fr. 2'000.-- selbst unter Berücksichtigung der Zahlungen an die Tochter noch freie Mittel, während die Beklagte auf ihren gebührenden Unterhalt gesetzt ist.