Citation: 6B_1353/2019 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführer haben im gerichtlichen Hauptverfahren und im Rahmen des Nachverfahrens vor dem erstinstanzlichen Strafgericht die Zuweisung der eingezogenen Vermögenswerte und Ersatzforderungen bis zur Höhe ihrer Forderungen im Sinne von Art. 73 StGB beantragt. Das Strafgericht des Kantons Zug hat mit Urteil vom 15. März 2004 sämtliche Zivilklagen der Geschädigten auf den Zivilweg verwiesen. Die hingegen von den Geschädigten erhobenen Beschwerden sind sowohl vom Obergericht des Kantons Zug als auch vom Bundesgericht abgewiesen worden. Damit ist, wie die kantonalen Instanzen zu Recht erkannt haben, im Strafverfahren keine Beurteilung der Zivilforderungen erfolgt und den Geschädigten adhäsionsweise kein Schadenersatz zugesprochen worden. Der am Bezirksgericht Zürich hängige Schadenersatzprozess ist, wie die Beschwerdeführer selber vorbringen (vgl. Subeventualbegehren), noch nicht abgeschlossen und zur Zeit sistiert. Die Zivilforderungen der Beschwerdeführer waren mithin im Zeitpunkt des Zuweisungsentscheides weder gerichtlich noch durch einen Vergleich festgesetzt. Dementsprechend verfügen die Beschwerdeführer auch nicht über einen vollstreckbaren Forderungstitel im Sinne von Art. 73 StGB. Das angefochtene Urteil verletzt daher kein Bundesrecht, wenn es die Abweisung des Antrags auf Verwendung der Ersatzforderung zu Gunsten der Beschwerdeführer bestätigt hat. An dieser Sachlage hat sich auch im selbstständigen nachträglichen Nachverfahren gemäss Art. 363 ff. StPO nichts geändert. Die Beschwerdeführer setzen sich mit diesen Erwägungen nicht auseinander. Sie beschränken sich vielmehr auf die Rüge, der dem Verfahren zugrunde liegende wirtschaftskriminelle Sachverhalt sei als Einheit zu würdigen und die Aufteilung desselben entsprechend den gegen die verschiedenen Beteiligten geführten Strafverfahren in zwei unterschiedliche Phasen sei willkürlich (Beschwerde S. 7, 9). Die Beschwerdeführer wenden sich insofern im Ergebnis lediglich gegen die Begründung des vorinstanzlichen Entscheids, durch welche sie nicht beschwert sind (Urteil 6B_155/2014 vom 21. Juli 2014 E. 1.1; NIKLAUS OBERHOLZER, in: Seiler/von Werdt/Güngerich/Oberholzer, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2015, N. 9 zu Art. 81).