Citation: 6B_812/2018 E. 2.7

2.7. In der vorinstanzlichen Hauptverhandlung hat der Experte wie erwähnt zwei Beispielrechnungen anhand der maximalen und der minimalen Umgebungstemperatur vom 7. und 8. Januar 2009 vorgenommen, um den zeitlichen Rahmen abzustecken. Die scheinbare Diskrepanz zwischen den nomographisch ermittelten Zeitintervallen (höchstens 22,5 Stunden) und der Einschätzung der gerichtsmedizinischen Experten, es falle auch ein Zeitraum von über 30 Stunden in Betracht, ist darauf zurückzuführen, dass der Sachverständige in der vorinstanzlichen Hauptverhandlung nur bestimmte Varianten ausgetestet hat. Ein vollständiges Bild ergibt sich unter Berücksichtigung weiterer Varianten anhand der gemäss vorinstanzlichem Sachverhalt ausgewiesenen Auffindesituation. Im Folgenden ist zu zeigen, dass ein postmortales Intervall von ca. 25 Stunden oder mehr ebenso plausibel ist wie die in den vorinstanzlichen Akten vorhandenen Schätzungen.