Citation: 1P.502/2002 27.01.2003 E. A

Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelte seit 1974 u.a. gegen A.________, B.________ und X.________ wegen Verdachts der Teilnahme an Vermögensdelikten, insbesondere Anlagebetrug, Veruntreuung und Urkundenfälschung. Da sich X.________ den deutschen Ermittlungsbehörden nicht stellte, wurde das Strafverfahren gegen sie 1997 an den Kanton St. Gallen abgetreten. Am 9. Oktober 2000 stellte X.________ ein Ausstandsbegehren gegen den damals fallführenden Untersuchungsrichter M.________. Die kantonalen Instanzen wiesen dieses Begehren ab. Mit Entscheid vom 18. Mai 2001 hiess das Bundesgericht eine von X.________ dagegen erhobene staatsrechtliche Beschwerde gut, weil die offenbar systematisch unterbliebene Ladung der Verteidigung zu Zeugeeinvernahmen sowie mehrere Äusserungen des Untersuchungsrichters in der Gesamtbetrachtung Zweifel an dessen Unvoreingenommenheit aufkommen liessen (Verfahren 1P.766/2000). Gestützt auf diesen Entscheid stellte der Erste Staatsanwalt des Kantons St. Gallen mit Verfügung vom 19. Juni 2001 den Ausstand von Untersuchungsrichter M.________ fest. Mit Entscheid vom 7. Dezember 2001 wies das Bundesgericht eine weitere von X.________ erhobene staatsrechtliche Beschwerde ab, die ein Ausstandsbegehren gegen den nun fallführenden Untersuchungsrichter Dr. Adrian Pfeiffer betraf (Verfahren 1P.644/ 2001). Das Bundesgericht erwog, dessen von X.________ beanstandetes Vorgehen stelle keinen unzulässigen Angriff auf ihr Aussageverweigerungs- oder Verbeiständungsrecht dar, der Zweifel an der Unvoreingenommenheit des Richters hätte begründen können. Es kam zum Schluss, auch bei einer Gesamtbetrachtung aller von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Umstände bestehe objektiv kein Anschein der Befangenheit.