Citation: 9C_41/2009 24.04.2009 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, indem die Vorinstanz entgegen der IV-Stelle und völlig überraschend die gutachterlich festgestellte Reduktion der Leistungsfähigkeit um 30 % nicht als invalidisierend anerkannt habe. 2.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör bezieht sich insbesondere auf die Feststellung des Sachverhaltes; die Befugnis der Parteien, zu rechtlichen Fragen angehört zu werden, ist eingeschränkt. Im Allgemeinen ist das Gericht in Anwendung des Grundsatzes "iura novit curia" in der rechtlichen Würdigung des Sachverhaltes frei und kann sich dabei auch auf andere Rechtsnormen als die von den Parteien angerufenen abstützen. Die Parteien sind ausnahmsweise dann anzuhören, wenn das Gericht seinem Entscheid eine Rechtsnorm oder einen Grundsatz zu Grunde zu legen gedenkt, der im vorangehenden Verfahren nicht zur Sprache gekommen ist, auf den sich keine Partei berufen hat und dessen Erheblichkeit die Parteien im konkreten Fall auch nicht voraussehen konnten (BGE 133 III 139 [Urteil 4P.168/2006 vom 19. Februar 2007] nicht publ. E. 7.1; 130 III 35 E. 5 S. 38; je mit Hinweisen). 2.2 Demnach bezieht sich der Anspruch auf rechtliches Gehör primär auf Sachverhaltsfragen und nur ausnahmsweise auf deren rechtliche Würdigung. Die Rechtsfragen sind vom kantonalen Gericht von Amtes wegen (Art. 110 BGG) zu prüfen und die Parteien haben damit ohne Weiteres zu rechnen. Der Beschwerdeführer konnte sich zu solchen Fragen im kantonalen Beschwerdeverfahren uneingeschränkt äussern, es bestand jedoch kein Anspruch darauf, vom Gericht aufgefordert zu werden, sich in rechtlicher Hinsicht nochmals speziell zur rechtlichen Würdigung des Gutachtens zu vernehmen, lag doch keine der in E. 2.1 dargelegten Ausnahmen vor.