Citation: 8C_512/2023 E. 6.6

6.6. Gemäss dem beweiskräftigen Gutachten der PD Dr. med. B.________ konnten die im Militärdienst erlittenen Verletzungen (mediale Meniskusläsion und Knorpelschaden) formal nicht vollständig abheilen. Entsprechend ging die Expertin davon aus, dass diese einen kleinen Teil einer Masse an mehreren vordienstlichen, einer dienstlichen und mehreren nachdienstlichen Verletzungen darstellten, welche in der Gesamtheit zum vorzeitigen Gelenksverschleiss führten. Die Expertin hielt zudem fest, im Jahr 2009 sei die vorübergehende Verschlimmerung des erheblichen Vorzustands vorerst abgeschlossen gewesen. Damit brachte sie klar zum Ausdruck, dass die im Militärdienst erlittene Gesundheitsschädigung im Jahr 2009 nur scheinbar geheilt war und im Verlauf der Jahre zusammen mit den vor- und nachdienstlich erlittenen Verletzungen am linken Knie zur Entstehung einer Gonarthrose im Sinne einer Spätfolge beigetragen hat. Eine solche sekundäre Gonarthrose sah im Übrigen der Kreisarzt der Suva-MV, Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, bereits in einer Beurteilung vom 8. September 2008 aufgrund des Knorpeldefekts im linken Knie kommen.