Citation: 7B_17/2021 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Landesverweisung. Die Vorinstanz habe bei der Beurteilung des persönlichen Härtefalles im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB ihr Ermessen fehlerhaft ausgeübt und Bundesrecht verletzt. Die Prüfung der Verhältnismässigkeit der Landesverweisung im Sinne von Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 Ziff. 2 EMRK sowie Art. 5 Anhang I des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681) sei in der Würdigung der verbindlich festgestellten rechtserheblichen Umstände unvollständig und deshalb sowohl in der Begründung als auch im Ergebnis willkürlich. Er sei in der Schweiz geboren, aufgewachsen, gut integriert und lebe mittlerweile schon seit fast 50 Jahren hier. Von 2010 bis 2014 habe er die Schweiz zwar "freiwillig" verlassen, jedoch nur um sich als Oberschüler ohne Berufsausbildung zwecks Arbeitssuche in einer beruflichen Notstandssituation neu zu orientieren. Seit seiner Rückkehr in die Schweiz besuche er ausschliesslich seine Eltern in Italien, dies während 10 bis 14 Tagen im Jahr. Ansonsten habe er keine sozialen Kontakte und verbinde ihn auch sonst nichts mehr mit Italien - ausser als Fan von Juventus Turin. Er sei ein typischer Ausländer der zweiten Generation, welcher lediglich noch formell als Ausländer gelte. Entgegen der Vorinstanz könne er sich darüber hinaus auf den kombinierten Schutzbereich von Art. 13 BV und Art. 8 EMRK berufen. Er habe zahlreiche enge Bindungen im familiären und ausserfamiliären Bereich. Mit seiner ehemaligen Pflegefamilie lebe er bereits seit über 20 Jahren zusammen und sei als gleichwertiges Familienmitglied aufgenommen worden, was nicht zuletzt seine Patenschaft zum Sohn des leiblichen Sohnes der Pflegeeltern belege.