Citation: 8C_674/2022 E. 4.1.2

4.1.2. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen im Wesentlichen ein, es sei ihr nicht vorzuhalten, dass sie nach der Einreise in die Schweiz im Jahr 2001 zunächst längere Zeit nicht gearbeitet habe, habe sie doch zwei Kleinkinder (geb. 1995 und 1997) zu betreuen gehabt. 2005 sei noch eine Tochter hinzugekommen. Sodann hätten ihr zwei gutartige Hirntumore entfernt werden müssen, wobei sie am linken Auge irreversibel vollständig erblindet sei. Nachdem ihre letztgenannte Tochter nun über 17 Jahre alt sei, gebe es keinen Grund für sie, nicht deutlich mehr als zu 50 % erwerbstätig zu sein, wenn sie vollständig gesund wäre. Dies um so mehr, als ihr Ehemann die Familie als selbstständiger Taxifahrer finanziell nicht durchbringen könne. Die bei der Haushaltsabklärung gestellte Frage nach ihrer Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall hätten sie nicht richtig verstanden. Bei ihr sei von einem Erwerbsanteil von 100 % oder zumindest deutlich mehr als 50 % auszugehen.