Citation: 1P.651/2004 17.01.2005 E. C

Auf den Entscheid der ersten Schatzungskommission hin gelangte X.________ einerseits mit Beschwerde an den Walliser Staatsrat bzw. an die kantonale Revisionskommission und erhob andererseits eine zivilrechtliche Forderungsklage gegen die Munizipalgemeinde Brig-Glis. Im Enteignungsverfahren verlangte der Enteignete eine Entschädigung von Fr. 200.--/m2 für den im Kiesausbeutungsareal abzutretenden Boden sowie von Fr. 10.--/m2 für die restlichen Enteignungsflächen. Weiter sei ihm der Ertragsverlust aus der entgangenen Kiesausbeutung zu ersetzen. Im Laufe des Verfahrens ersuchte der Enteignete zudem um Ausdehnung der Enteignung auf die ganzen Parzellen. Im zivilrechtlichen Verfahren forderte X.________ die Bezahlung von Fr. 521'274.05 nebst Zins zu 5% seit dem 30. März 1998 für den von der Gemeinde im Jahre 1995 auf seinen Grundstücken entnommenen Kies. Auf diese Klage trat das Kantonsgericht des Kantons Wallis mit Urteil vom 7. September 2001 nicht ein. Das Gericht erwog, dass der Eingriff der Gemeinde in das Eigentum des Klägers aus polizeilichen Gründen stattgefunden habe und sich die Höhe einer allfälligen Entschädigung nach Enteignungsrecht bestimme; es fehle somit an der sachlichen Zuständigkeit des Zivilrichters. Eine gegen dieses Urteil erhobene Berufung wies das Bundesgericht mit Urteil vom 19. Februar 2002 ab, soweit auf sie einzutreten war (4C.326/2001). Mit Entscheid vom 24. Februar 2003 bestätigte die Revisionskommission die von der ersten Schatzungskommission festgelegten Entschädigungen von insgesamt Fr. 20.--/m2 für die abzutretenden Parzellenflächen und von Fr 25.--/m3 für das geschlagene Holz. Das Ausdehnungsbegehren des Enteigneten lehnte sie ab. Die nunmehr im Enteignungsverfahren erhobene Entschädigungsforderung für das im Anschluss an die Unwetter-Katastrophe entfernte Schwemmmaterial hiess die Revisionskommission insoweit gut, als sie den "entgangenen Gewinn für Materialentnahmen von Bodenparzellen des Enteigneten in den Jahren 1994 und 1995" auf Fr. 2.--/m3 festsetzte, wobei sich die Parteien über den Umfang des entnommenen Materials selber zu einigen hätten.