Citation: 1B_28/2022 E. 3.4

3.4. Damit vermag der Beschwerdeführer nicht darzutun, dass die Annahme eines dringenden Tatverdachts unhaltbar ist. Die Vorinstanz hat sich zu den vom Beschwerdeführer vorgebrachten "objektiven Sachbeweisen und Fakten" im angefochtenen Beschluss einzeln geäussert und nachvollziehbar dargelegt, weshalb diese aktuell nicht geeignet seien, einen klaren Fehlentscheid der Vorinstanz zu belegen. Auf die entsprechende Erwägung 2 im angefochtenen Beschluss kann verwiesen werden, zumal der Beschwerdeführer das Vorliegen des dringenden Tatverdachts vor Bundesgericht weitgehend mit denselben Vorbringen bestreitet. Dass seinen Vorbringen nicht vorbehaltlos und vollumfänglich gefolgt wurde, stellt entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sodann keine Verletzung der Unschuldsvermutung dar. Im Übrigen legt der Beschwerdeführer nicht (schlüssig) dar, weshalb seine Tochter ihn wahrheitswidrig beschuldigen sollte und macht er auch nicht explizit geltend, unschuldig zu sein und die ihm vorgeworfenen Taten nicht begangen zu haben. Vielmehr beschränkt er sich in seiner Argumentation auf die zahlenmässige Reduktion der ihm vorgeworfenen Übergriffe. Die Vorinstanz hat sodann überzeugend erwogen: Auch wenn gewisse Widersprüche bestünden, habe das Bezirksgericht die Aussagen auch gestützt auf den persönlichen Eindruck anlässlich der Hauptverhandlung gewürdigt und - mit Blick auf den Schuldspruch - gleichwohl für glaubhaft gehalten. Dieser eingehenden Beweiswürdigung in Kenntnis aller Beweise könne die summarische haftrichterliche Prüfung aufgrund der Vorbringen des Beschwerdeführers nicht entgegensetzen, dass eine grosse Wahrscheinlichkeit für einen Freispruch durch die Berufungsinstanz bestehe, auch wenn die Berufung nicht aussichtslos erscheinen möge. Es ist mithin nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den erforderlichen und mit dem erstinstanzlichen Strafurteil erhärteten Tatverdacht im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StPO bejaht hat. Im Umstand, dass sich die Vorinstanz mit dem Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach seiner Mutter als Zeugin ein besonderer Beweiswert zukomme, nicht (ebenfalls) auseinandergesetzt hat, ist vorliegend keine Verletzung dessen Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) zu erblicken.