Citation: K 12/05 01.03.2006 E. 1

1.1 Wie das kantonale Gericht zutreffend erkannt hat, ist die Sanitas im Einspracheentscheid vom 21. April 2004 auf die Einsprache der Beschwerdeführerin vom 2. April 2004 insofern, als darin auf die Betreibung Nr. 61521 Bezug genommen wird, mangels Anfechtungsgegenstand zu Recht (konkludent) nicht eingetreten, war doch über die Beseitigung des von der Versicherten in dieser Betreibung erhobenen Rechtsvorschlages bis dahin noch nicht verfügt worden. Die Beseitigung des Rechtsvorschlages in der Betreibung Nr. 61521 erfolgte erst mit Verfügung vom 21. April 2004. Diesbezüglich kann auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Die Einwendungen der Beschwerdeführerin vermögen nicht zu einer abweichenden Beurteilung zu führen. Was die materiellen Vorbringen betreffend die Betreibung Nr. 61521 anbelangt, ist darauf im vorliegenden Verfahren ebenfalls nicht einzutreten. 1.2 Hingegen kann den Erwägungen der Vorinstanz insofern nicht beigepflichtet werden, als sie davon ausgeht, dass die Beschwerdeführerin gegen die Verfügung vom 21. April 2004, mit welcher der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 61521 beseitigt worden war, keine Einsprache erhoben habe, weshalb diese Verfügung in Rechtskraft erwachsen sei. Vielmehr gilt festzustellen, dass mit der Eingabe der Versicherten vom 27. Mai 2004 zwar die Aufhebung des Einspracheentscheides beantragt wurde, sich die Versicherte darin aber, soweit nachvollziehbar, hauptsächlich zu den Prämienforderungen (Gegenstand der Betreibung Nr. 61521) äusserte, worüber mit Verfügung vom 21. April 2004, welche gleichentags wie der Einspracheentscheid erging, entschieden worden war. Mithin wäre diese Rechtsvorkehr, zumal darin explizit Gutheissung der Einsprache beantragt worden war, vom kantonalen Gericht - nachdem es keine Verbesserung verlangt hatte - im Interesse der Rechtsuchenden auch zur Behandlung als Einsprache an die Sanitas zu überweisen gewesen (vgl. BGE 114 V 149 Erw. 3c, 102 V 74 f. Erw. 1; vgl. auch Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2003, zu Art. 30, Rz 14 und zu Art. 61, Rz 5). Angesichts des zwingenden Charakters des Einspracheverfahrens (vgl. SVR 2005 AHV Nr. 9 S. 31 f. Erw. 1.1.3 mit Hinweisen [Urteil vom 25. November 2004, H 53/04]) ist dieses Versäumnis vom Eidgenössischen Versicherungsgericht nachzuholen. Die Durchführung des gesetzlich vorgesehenen Einspracheverfahrens ist - mit Blick auf dessen Sinn und Zweck sowie den gewährleisteten Anspruch auf rechtliches Gehör, welcher eine Auseinandersetzung mit den Vorbringen des Einsprechers oder der Einsprecherin verlangt und eine Entscheidbegründung mit bloss wörtlicher Wiederholung des bereits in der Verfügung Gesagten verbietet - weder überspitzt formalistisch noch läuft sie dem Grundsatz der Prozessökonomie zuwider (vgl. SVR 2005 AHV Nr. 9 S. 31 f. Erw. 1.3.1 und 1.3.2 mit Hinweisen; Urteile R. vom 15. September 2005 [C 120/05] Erw. 3.3).