Citation: 5A_101/2017 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer beruft sich auf die bundesgerichtliche Erkenntnis, wonach der Vorsorgeunterhalt für die Ermittlung des Überschusses im Bedarf des berechtigten Ehegatten einzuberechnen sei (Urteil 5A_24/2016 vom 23. August 2016 E. 4.4.2). Der Vorinstanz wirft er vor, sich über diese verbindliche Erwägung des Bundesgerichts hinwegzusetzen, führe sie doch aus, dass der Vorsorgeunterhalt zur Berechnung des Überschusses nicht berücksichtigt werden dürfe. Dies komme einer Rechtsverweigerung gleich, was ohne Weiteres zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führe. Der Vorwurf geht fehl. Die Vorinstanz sieht von einer Berücksichtigung des Vorsorgeunterhalts im Bedarf der Parteien lediglich ab, soweit es um die Ermittlung des Überschusses "als Abbild des letzten gemeinsamen ehelichen Standards" geht (s. E. 6.1). Dies ist im Ergebnis nicht zu beanstanden. Entgegen dem, was der Beschwerdeführer glauben machen will, lässt sich dem Urteil 5A_24/2016 vom 23. August 2016 nicht die verbindliche Anweisung entnehmen, dass der (nacheheliche) Vorsorgeunterhalt allein für die Ermittlung der zuletzt gelebten ehelichen Lebenshaltung als Bedarfsposition zu berücksichtigen ist. So wie dieser (Einkommens-) Überschuss im angefochtenen Entscheid gehandhabt wird, handelt sich dabei um nichts anderes als um eine Hilfs- oder Kontrollgrösse auf dem Weg zur Ermittlung des angemessenen nachehelichen Unterhalts (s. E. 5.3). Das zeigt die vorinstanzliche Gegenüberstellung des aktuellen Einkommens und des aktuellen Bedarfs, der auf Seiten der Beschwerdegegnerin auch den Vorsorgeunterhalt umfasst: Demnach müssen im Ergebnis beide Parteien im selben Umfang Abstriche an ihrer früheren (ehelichen) Lebenshaltung hinnehmen (E. 6.1). Diese Abstriche gehen notwendigerweise zu Lasten des ursprünglich ermittelten Überschusses, der den zuletzt gelebten ehelichen Lebensstandard abbildet und als abstrakte Grösse in der Unterhaltsberechnung nicht durch konkrete Positionen des aktuellen Bedarfs gebunden ist. Mit anderen Worten reduziert sich der Überschuss infolge der trennungsbedingten Mehrkosten, zu denen auch der Vorsorgeunterhalt zählt. Der Beschwerdeführer vermag nicht zu erklären, inwiefern sich die Vorinstanz trotz alledem über bundesrechtliche Vorgaben und über seine Forderung hinwegsetze, wonach die Berücksichtigung des Vorsorgeunterhalts mit einer Reduktion des Überschusses einher geht (vgl. Urteil 5A_24/2016 vom 23. August 2016 E. 4.4.1). Im Übrigen hat er gegen die Art und Weise, wie die Vorinstanz die Höhe des Vorsorgeunterhalts berechnet, nichts einzuwenden. Immerhin zeigen die Ausführungen in Erwägung 5.3, dass die Vorinstanz auch auf einfachere Weise zum selben Ergebnis hätte kommen können.