Citation: 1C_291/2022 E. 5.3.2

5.3.2. Auch der Einwand des Beschwerdeführers, wonach die für das Scheibenhaus III erteilte Bewilligung für den geplanten "Abschlussblock C" nach wie vor gültig sei und deshalb kein "Neubau" vorliege, der unabhängig von der für die Arealüberbauung erteilten Bewilligung zu beurteilen wäre, ist unbehelflich. Indem die Vorinstanz explizit von einem selbständigen Neubau ausging, der von der Besitzstandsgarantie nicht erfasst ist, nahm sie damit (implizit) an, dass die ursprüngliche Baubewilligung für die Arealüberbauung erloschen ist. Inwiefern dies offensichtlich unhaltbar bzw. willkürlich sein soll, ist nicht ersichtlich. Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers spielt es auch keine Rolle, ob die Beendigung der Bauarbeiten unter Androhung des Dahinfallens der Baubewilligung für die Arealüberbauung befohlen worden ist (vgl. § 328 Abs. 1 und Abs. 2 lit. d PBG/ZH). Vom Unterbruch von Bauarbeiten im Sinne von § 328 PBG/ZH zu unterscheiden ist der vorliegend einschlägige Fall, in dem ein Bauwerk zwar nicht vollständig ausgeführt wird, doch in seinem Bestand eine in sich abgeschlossene, selbständige Einheit bildet. Aus Gründen der Rechtssicherheit kann es nicht angehen, solche unterlassenen Arbeiten noch Jahrzehnte später gestützt auf eine seinerzeitige Baubewilligung nachzuholen (vgl. CHRISTOPH FRITZSCHE/PETER BÖSCH/THOMAS WIPF/DANIEL KUNZ, Zürcher Planungs- und Baurecht, Band 1, 6. Aufl. 2019, S. 504, die sich in solchen Fällen für eine analoge Anwendung von § 322 Abs. 1 PBG/ZH [Gültigkeit der Baubewilligung] aussprechen und einen Zeitraum von drei Jahren ab Schlussabnahme bis zum Erlöschen der Baubewilligung gewähren würden).