Citation: 6B_673/2014 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz führt in Bezug auf den Antrag auf Vernehmung von H.________ als Zeuge oder als Auskunftsperson aus, dieser habe sich schon im Juni 2009 mit dem Hinweis bei der Polizei gemeldet, er könne Aussagen zu Beteiligten am Dreifachmord von B.________ machen. Er sei daraufhin am 24. und 26. Juni 2009 einvernommen worden. In diesen Befragungen habe er kein von ihm angeblich mitgehörtes Telefongespräch zwischen den Mitangeklagten X.________ und Y.________ erwähnt. Die in der Berufungserklärung (Akten des Obergerichts Ordner 1 act. 38 ff., 41) beantragte Befragung von H.________ als Zeuge sei mit Verfügung vom 2. Juli 2013 bewilligt und auf den 24. Oktober 2013 angesetzt worden. Im Vorfeld dieser Einvernahme habe H.________ bei der Stadtpolizei Aarau vorgesprochen und sich dabei so auffällig benommen, dass der Amtsarzt beigezogen und im Anschluss daran die fürsorgerische Unterbringung verfügt worden sei. Im Anschluss daran habe die Verfahrensleitung eine ambulante Begutachtung gemäss Art. 164 Abs. 2 StPO über die Urteilsfähigkeit des beantragten Zeugen angeordnet. Das Gutachten der psychiatrischen Dienste Aargau vom 4. Oktober 2013 habe in der Folge bei H.________ eine krankhafte psychische Störung aus dem Formenkreis der Schizophrenie diagnostiziert, die es der paranoiden Schizophrenie gemäss ICD-10 F20.0 zuordnete (Gutachten, Akten des Obergerichts Ordner 1 act. 241 ff.). H.________ sei allein im Jahr 2009 fünf Mal, v.a. wegen optischer und akustischer Halluzinationen, psychiatrisch hospitalisiert worden; insgesamt seien 32 Hospitalisationen in der Psychiatrischen Klinik Königsfelden vermerkt. Der Gutachter gelange in Kenntnis des Sachverhalts, zu dem er H.________ selber befragt habe, zum Schluss, dass dieser nicht urteilsfähig sei. Aufgrund der fehlenden Urteilsfähigkeit hinsichtlich des konkreten Gegenstandes der Einvernahme verfügte die Vorinstanz am 15. Oktober 2013, dass H.________ weder als Zeuge noch als Auskunftsperson befragt werde, und setzte die Zeugenbefragung vom 24. Oktober 2013 ab (Akten des Obergerichts, Ordner 1, act. 316 f.). Hinsichtlich der Videoaufzeichnung des Fernsehberichtes mit H.________ weist die Vorinstanz sodann darauf hin, dass diese Teil der Akten bilde und vom Gericht visioniert worden sei (angefochtenes Urteil S. 36; vgl. Subeventualantrag Akten des Obergerichts Ordner 2 act. 544 Ziff. 3, 560; vgl. auch Ordner 1 act. 41 ). Hinsichtlich der beantragten Einvernahme von "Ja.________" als Zeugen nimmt die Vorinstanz an, da bei H.________ die Urteilsfähigkeit nicht gegeben sei, seien Zeugen, die sich aus dessen Schilderungen ergeben würden, ebenfalls nicht relevant (angefochtenes Urteil S. 38).