Citation: 5P.247/2003 15.08.2003 E. 3

3.1 Das Obergericht hat weiter ausgeführt, im Jahre 1991 habe sich jener Autounfall ereignet, der eine Beeinträchtigung der Gesundheit der Beschwerdeführerin nach sich gezogen habe. Gemäss dem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 7. November 2002 seien selbst die am 26. Februar 1998 aufgetretenen "neuen" Beschwerden teilweise auf den Unfall von 1991 zurückzuführen. Die Darlegungen der Beschwerdeführerin, wonach die zur Invalidisierung führenden Beschwerden erst während der Ehe im Jahre 1995 aufgetreten seien und daher nicht unfallkausal seien, stellten einen Widerspruch (venire contra factum proprium) zu der von ihr vertretenen Haltung im sozialversicherungsrechtlichen Verfahren dar, in dem sie erfolgreich geltend gemacht habe, dass ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfallereignis von 1991 bestehe. Es sei daher mit dem Verwaltungsgericht und entsprechend ihrer Darlegungen in diesem Verfahren davon auszugehen, dass die gesundheitlichen Beschwerden der Beschwerdeführerin ab 1995 hauptsächlich auf den Unfall von 1991 zurückzuführen seien. Soweit die rheumatologisch bedingte Arbeitsunfähigkeit unfallbedingt sei (nämlich 20 %), fehle es an einem der ehelichen Gemeinschaft zuzurechnenden Risiko. Nicht unfallbedingt sei hingegen die psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von 30 %. 3.2 Die Beschwerdeführerin rügt als willkürlich, dass das Obergericht die Invalidisierung als einzig entscheidende Komponente für die Risikozurechnung schlechthin vor der Verehelichung am 13. August 1993 angesiedelt habe. Die Beschwerdeführerin setzt sich aber mit den auf das verwaltungsgerichtliche Urteil und ihre eigenen Aussagen gestützten Überlegungen des Obergerichts in diesem Zusammenhang nicht auseinander und zeigt in keiner Weise, inwiefern diese willkürlich sein könnten (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 127 III 279 E. 1c S. 282; 129 I 185 E. 1.6 S. 189; je mit Hinweisen). Auf die Rüge kann daher nicht eingetreten werden. Im Übrigen hat die soeben dargestellte Argumentation des Obergerichts gezeigt, dass dieses gleich wie die Beschwerdeführerin von einem Beginn der Beschwerden im Jahre 1995 ausgegangen ist und diese nur teilweise auf das Unfallereignis von 1991 zurückgeführt hat.