Citation: 1P.283/2001 09.07.2001 E. A

A.- Das Untersuchungsrichteramt des Kantons Freiburg führt ein Strafverfahren gegen X.________ wegen des Verdachts der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Am 4. Juli 2000 verlangte X.________ den Ausstand von Untersuchungsrichter André Piller mit der Begründung, dieser habe am 14. Mai 1997 an der "Conférence des Présidents des Tribunaux d'arrondissements et des juges d'instruction" (im Folgenden: Konferenz) teilgenommen; dort sei beschlossen worden, dass künftig die offiziellen Hanfpflanzen, also subventionierter Hanf, als legal und die nicht offiziellen Hanfpflanzen als illegal angesehen und deshalb zerstört werden müssten; ein derartiges Abgrenzungskriterium ergebe sich aus dem Gesetz jedoch nicht; der Untersuchungsrichter habe aufgrund der Konferenz sämtlichen von X.________ betriebenen Hanfhandel als illegal bezeichnet, obwohl die beschlagnahmten Hanfpflanzen noch nicht von einem unabhängigen Labor auf den THC-Gehalt untersucht worden seien; dadurch habe X.________ den Eindruck erhalten, dass ihn der Untersuchungsrichter bereits vorverurteile. Untersuchungsrichter Piller beantragte die Abweisung des Ausstandsbegehrens. Am 15. Dezember 2000 wies der Präsident des Untersuchungsrichteramtes das Ausstandsbegehren ab. Die von X.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht Freiburg (Strafkammer) am 30. März 2001 ab.