Citation: 1C_415/2023 E. 5.1

5.1. Die Bau- und Verkehrsdirektion wies im Entscheid vom 4. November 2021 darauf hin, dass mit ihrem Entscheid vom 4. November 2013 die Baubewilligung u.a. für den Einbau einer Lüftung in die bestehenden Schweineställe bewilligt worden sei. Die in der Folge erstellte Lüftung weiche im Wesentlichen in zwei Punkten vom bewilligten Projekt ab. So werde zum einen der Abluftkanal des kleinen Abferkelstalls nicht wie bewilligt über den Schopf, sondern über den grossen Abferkelstall in den gemeinsamen Kamin eingeleitet. Zum anderen weise dieser Kanal einen Durchmesser von 0.40 m anstatt wie ursprünglich vorgesehen von 0.35 m auf. Sie gelangte zum Schluss, dass diese baulichen Abweichungen so gering seien, dass sie für sich alleine kaum baubewilligungspflichtig sein dürften und folglich auch nicht zum Gegenstand einer Wiederherstellungsverfügung gemacht werden könnten. Zu prüfen sei deshalb nur, ob eine Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands mit Blick auf die Leistungsfähigkeit der erstellten Lüftung geboten ist. Die Lüftung sei Teil des Baugesuchs gewesen und eine funktionierende Lüftung Voraussetzung dafür, dass die Baubewilligung mit Entscheid vom 4. November 2013 erteilt werden konnte. Es könne deshalb mit einer Wiederherstellungsverfügung eine voll funktionsfähige Lüftung verlangt werden, sofern die aktuell realisierte Lüftung diesbezüglich Mängel aufweise. Der durch die Gemeinde Worb durchgeführte Nebelversuch habe gezeigt, dass die Lüftung des Abferkelstalls trotz der Abweichung von der Baubewilligung funktioniere. Sie ging daher davon aus, dass die erstellte Lüftung der Baubewilligung vom 4. November 2013 entspreche und somit kein Anlass für baupolizeiliche Massnahmen bestehe.