Citation: C 262/05 14.02.2006 E. 4

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. 4.1 Die Vorinstanz hat die Buchhaltungs- und übrigen Unterlagen der Firma K.________ GmbH eingehend gewürdigt und zu Recht darauf hingewiesen, dass die Beschwerdeführer gemäss ihren Anstellungsverträgen je ein Bruttogehalt von Fr. 8900.- im Monat (x 12; Jahreslohn also Fr. 106'800.-) sowie eine Umsatzbeteiligung beziehen durften. Ebenso ist unbestritten, dass beide im Jahr 2003 keine Entgelte erhalten haben. Stattdessen wurde ihnen gemäss "BAR-Quittung" vom 4. Mai 2004 je eine Summe von Fr. 250'000.- in bar ausbezahlt, was den vertraglich vereinbarten Lohn samt allfälligen Provisionen bei weitem übersteigt. Auch mit den in den monatlichen Lohnabrechnungen für das Jahr 2003 aufgeführten Provisionen wird der Betrag von einer Viertelmillion nicht annähernd erreicht. Unüblich ist ferner die Form der Barauszahlung, zumal es um grosse Summen geht. Gemäss Lohnbuchhaltung sind die entsprechenden Bezüge am 29. April und 4. Mai 2004 erfolgt. Solch hohe Entschädigungen sind umso weniger verständlich, als beiden Beschwerdeführern gemäss Arbeitgeberbescheinigung bereits vorgängig, nämlich am 16. März 2004, wegen einer "wirtschaftlich desolaten Situation" mit "100 % Umsatzeinbusse" gekündigt worden ist. Die Versicherten belegen in keiner Weise, womit sie sich trotzdem derartige Überschreitungen der vertraglich festgesetzten Lohnlimiten verdient hätten. Die Auszahlung von Fr. 250'000.- ist zwar belegt, doch ist nicht rechtsgenüglich erhärtet, dass es sich dabei um Lohn handelt. 4.2 Auch die von der Vorinstanz aufgeworfenen Zweifel, ob die Beschwerdeführer im Jahr 2003 tatsächlich vollzeitlich für die Firma K.________ GmbH tätig waren, vermögen diese nicht auszuräumen. Es ist weiterhin nicht ausreichend dargetan, dass beide effektiv ein volles Pensum für die erwähnte GmbH geleistet haben. Der Verkauf von bloss vier Liegenschaften während eines ganzen Jahres ist für eine Immobilien-Gesellschaft selbst dann nicht viel, wenn sich nicht aus jeder Verhandlung mit potenziellen Kunden ein Kauf oder Verkauf ergibt. Ausserdem weist die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass die K.________ GmbH gemäss ihrer Erfolgsrechnung vom 23. September 2002 bis Ende 2003 einen Betriebsertrag von rund Fr. 684'000.- erzielt hat. Davon verblieb nach Abzug aller Ausgaben, darunter Fr. 506'000.- für Löhne und Gehälter (zuzüglich Sozialversicherungen), noch ein Gewinn von rund Fr. 6000.-. Mit anderen Worten haben die beiden Beschwerdeführer, indem sie sich je Fr. 250'000.- auszahlen liessen, der GmbH praktisch den gesamten Ertrag entzogen. Daneben hat der im Handelsregister eingetragene Geschäftsführer G.________ lediglich rund Fr. 6000.- verdient. Dies ist nur denkbar, weil die beiden Beschwerdeführer in der Firma offenbar eine beherrschende Stellung einnahmen. Auch wenn sie nicht selbst im Handelsregister eingetragen waren, verbleibt angesichts des unklaren Arbeitspensums, der ihnen ausgerichteten Entschädigungen und deren Verhältnis zum Betriebsgewinn die Vermutung, dass sie dank interner Regelungen Befugnisse ausüben konnten, welche nur arbeitgeberähnlichen Personen zustehen. 4.3 Dass die Steuerverwaltung die Auszahlung von Fr. 250'000.- an jeden Beschwerdeführer nicht als verdeckte Gewinnausschüttung erfasst hat, ändert nichts. Diese Behörde hatte den Fall nicht unter arbeitslosenversicherungsrechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen. Nach dem Gesagten erweist sich der kantonale Entscheid, auf den verwiesen wird, als rechtens.