Citation: 2C_323/2018 E. 7.2.1

7.2.1. Auch diese Kritik überzeugt nicht: Das Bundesgericht hat es abgelehnt, aus Art. 56 AuG eine umfassende Informationspflicht der Behörden abzuleiten. Nach dieser Bestimmung sorgen Bund, Kantone und Gemeinden für eine angemessene Information der Ausländerinnen und Ausländer über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Schweiz und insbesondere über ihre Rechte und Pflichten. Aus den Materialien zu Art. 56 AuG kann nicht geschlossen werden, der Gesetzgeber habe damit eine umfassende Informationspflicht der Migrationsbehörden statuieren wollen, die diese verpflichten würde, alle ausländischen Personen über sämtliche sie betreffenden Fristen aktiv zu informieren (vgl. die Urteile 2C_303/2014 vom 20. Februar 2015 E. 6.6.2 und 2C_97/2013 vom 26. August 2013 E. 4). Es wäre am eingebürgerten Beschwerdeführer gewesen, sich selber rechtzeitig über die Nachzugsbedingungen zu erkundigen, wollte er seine Familie vorerst noch während Jahren in der Heimat belassen.