Citation: 2C_545/2019 E. 3.4

3.4. Die vorinstanzlichen Erwägungen sind wenig überzeugend. Angesichts des Umstandes, dass die Bank F.________ die Ablehnung der Information gerade nicht mit der Beendigung der Kundenbeziehung begründet, sondern den fehlenden Adressen, war das Versehen offensichtlich. Es wäre für die ESTV ohne Weiteres möglich gewesen, die Bank F.________ darauf hinzuweisen. Dies hätte im Übrigen auch dem Grundsatz entsprochen, das Amtshilfeverfahren zügig durchzuführen (Art. 4 Abs. 2 StAhiG). Allerdings hätte die Bank F.________ als Informationsinhaberin von der ESTV gemäss Art. 14 Abs. 3 StAhiG nicht gezwungen werden können, die Beschwerdeführer 1 und 2 zu informieren (dazu ausführlich BGE 145 II 119 E. 6.2 S. 125 f.). Ob Art. 14 Abs. 3 StAhiG verletzt wurde, kann deshalb vorliegend offen gelassen werden. Ausserdem wäre eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegend geheilt, denn die Beschwerdeführer 1 und 2 konnten ihre Standpunkte vor Bundesverwaltungsgericht und damit einer Instanz, welche über umfassende Kognition verfügt, darlegen (vgl. Art. 37 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [VGG; SR 173.32] i.V.m. Art. 49 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]).