Citation: 9C_819/2018 E. 4.2.1

4.2.1. Die Beschwerdeführerin berechnete den massgeblichen entgangenen Verdienst nicht auf der Grundlage des bei Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten Einkommens. Vielmehr hielt sie klageweise - wie auch bereits in ihrem Rückforderungsschreiben vom 3. Juli 2015 - dafür, gemäss Lohnausweis der X.________ GmbH vom 1. Februar 2015, bei welcher der Beschwerdegegner seit Anfang Januar 2014 als Projektmanager in einem Vollpensum angestellt gewesen sei, habe er 2014 einen Bruttoverdienst von Fr. 104'119.- erwirtschaftet. Dieses tatsächlich erzielte Einkommen liege zwar in einem Bereich, der normalerweise eine höhere berufliche Qualifikation voraussetze, als sie der Beschwerdegegner vorzuweisen habe. Da es aber dessen realen arbeitsmarktlichen Möglichkeiten entspreche und Ausdruck der Berufserfahrung und der effektiven Leistungsfähigkeit des Beschwerdegegners sei, könne darauf, wiewohl grosszügig bemessen, abgestellt werden.