Citation: 8C_812/2007 06.10.2008 E. 7

7.1 Die Vorinstanz hat erwogen, es sei nicht ersichtlich, wieso ein Berufswechsel vom Polymechaniker zum Journalisten notwendig und geeignet sei. Die Bedingungen der Vermeidung eines Ausbildungsplatzes in einer Grossraumwerkstatt und des von Dr. med. L.________ vorausgesetzten begleiteten und überschaubaren zwischenmenschlichen Kontaktes am Arbeitsplatz könnten durch den Lehrabschluss als Polymechaniker im von der IV-Stelle gewährten geschützten Rahmen vollumfänglich erfüllt werden. Aus medizinischer Sicht sei kein Grund ersichtlich, weshalb dem Versicherten diese Arbeit an sich - in einem Kleinbetrieb - nicht zumutbar sein soll. Die Journalisten-Arbeit sei eher geprägt von Kommunikation und sozialem Umgang mit Personen zur Verbreitung von Informationen und Meinungen durch Massenmedien. Der Aufgabenbereich des Journalisten sei daher mit der Unfähigkeit des Versicherten, sich im mitmenschlichen Umfeld adäquat zu verhalten, eher nicht vereinbar, weshalb die Eingliederungswirksamkeit eher bezweifelt werden müsse. Auch angesichts der Kosten erscheine eine Ausbildung zum Journalisten nicht als einfach und zweckmässig. Die vom Versicherten vorgebrachten Anliegen, weshalb diese Tätigkeit für ihn besser sei als diejenige des Polymechanikers, beruhten im Wesentlichen nicht auf gesundheitlichen Anforderungen, sondern auf der Neigung zum Journalisten-Beruf. Seine Ausführungen und diejenigen des Dr. med. L.________ machten den gewünschten Berufswechsel zwar verständlich, änderten aber nichts daran, dass ein solcher infolge Invalidität notwendig sein müsse. 7.2 Der Versicherte macht gestützt auf die Berichte des Dr. med. L.________ im Wesentlichen geltend, der Berufswechsel sei infolge Invalidität notwendig. Die Journalisten-Lehre im geschützten Rahmen sei ihm medizinischerseits zumutbar, geeignet, erforderlich und eingliederungswirksam, wie sich auch aus den Berichten des Sozialdienstes und der Stiftung X.________ ergebe. Der angestrebte Erfolg stehe in vernünftigem Verhältnis zu den Kosten, weshalb die Massnahme einfach und zweckmässig sei. Die Vorinstanz habe den Beruf des Journalisten willkürlich ausgelegt. Geistig gezielte Arbeit in Wort und Schrift sei ihm nebst absichtsvoller Interaktion und Auseinandersetzung mit anderen Menschen sehr gut möglich, fördere seine Arbeitsfähigkeit durch Konzentration auf realistischen Umweltbezug. Das Zitat des RAD und der Vorinstanz aus dem Akteneintrag des Berufsberaters, der Versicherte wolle "etwas Bedeutendes schaffen" und "die Welt des Metalligen" sei nichts für ihn, sei aus dem Kontext genommen und tendenziös. Es entstehe der Eindruck, er wolle auf Kosten der IV seinen künstlerischen Neigungen und keiner rechten Arbeit nachgehen. Dem sei entgegenzuhalten, dass ihm der IV-Berufsberater die Ausbildung in der Journalistenwerkstatt der Stiftung X.________ zunächst vorgeschlagen habe, was in den Akten vorenthalten werde.