Citation: 4A_13/2023 E. A

A.a. B.________ S.p.A. (Klägerin, Beschwerdegegnerin) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in U.________, Italien. A.________ Company (Beklagte, Beschwerdeführerin) ist eine Gesellschaft mit Sitz in V.________, Volksrepublik China. A.b. Am 9. November 2014 schlossen die beiden Parteien eine als "General Cooperation Agreement" (GCA) bezeichnete Vereinbarung ab, die den Kooperationsprozess, namentlich die Lizenzierung von Markenrechten und die Übertragung von Know-How betreffend drei Flugzeugmodelle der Klägerin, zum Gegenstand hatte. Gleichzeitig schlossen die Parteien einen Kaufvertrag über zehn Flugzeuge und drei Projektentwicklungsverträge (einen für jedes Flugzeugmodell) ab. Das GCA enthält eine Schiedsklausel zugunsten eines Schiedsgerichts mit Sitz in Genf. Zudem vereinbarten die Parteien die Anwendbarkeit der UNIDROIT Grundregeln der Internationalen Handelsverträge von 2016 (UNIDROIT Principles of International Commercial Contracts, UPICC). Der Kooperationsprozess umfasste zwei Phasen: In Phase I hatte die Klägerin der Beklagten die Bausätze, die gelieferten Teile, das Flugmaterial sowie das Know-how für die Flugzeugherstellung zu liefern. Die Beklagte sollte die Bausätze zu funktionsfähigen Flugzeugen zusammenbauen. In Phase II sollte die Beklagte die Produktion übernehmen. A.c. In der Folge kam es zu Meinungsverschiedenheiten. Am 16. September 2020 löste die Klägerin das GCA fristlos auf, wobei sie der Beklagten vorwarf, die geschlossene Vereinbarung verletzt zu haben. Diese bestritt die Berechtigung der Klägerin zur Auflösung des GCA und berief sich ihrerseits auf Vertragsverletzungen durch die Klägerin.