Citation: 8C_411/2015 E. 5.3

5.3. Aus dem Bericht der BEFAS vom 26. Februar 2013 ergeben sich Hinweise, wonach der Versicherte nicht ein einwandfreies Arbeitsverhalten gezeigt hat. So werden zwar weder Aggravation noch Simulation explizit genannt, doch es wird festgehalten, dass die von ihm genannten körperlichen Einschränkungen bzw. Beschwerden teilweise nachvollziehbar waren, seine Angaben jedoch verschiedentlich eher wenig stichhaltig wirkten (etwa betonte Angabe von Schmerzen bei leichten Arbeiten, aber unauffällige Erledigung von schwereren Arbeiten, S. 6), dass er nach dem Aufzeigen von beruflichen Perspektiven seine Einschränkungen betonte (S. 6; vgl. auch den festgehaltenen Eindruck verschiedener Abklärungspersonen, der Versicherte tendiere auf eine [Teil-]Rente, weshalb speziell auf den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" hingewiesen werden musste, S. 12), dass sich im körperlichen Einsatz verschiedene Widersprüche und Inkonsistenzen zeigten (S. 7), dass er bezüglich der Methoden wiederholt auch bequem anmutendes Verhalten zeigte (S. 8) und bei Ansprechen auf seine verhaltene Eigeninitiative seine aggressive Seite erkennen liess (S. 8 und 12). Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit durch die Abklärungspersonen der beruflichen Eingliederung weniger Aussagekraft einräumte und der Meinung der Kreisärztin folgte, die Begründung für die von der BEFAS gewährte Reduktion der zumutbaren Arbeitsfähigkeit um 20 % sei aus sachlichen Gründen als nicht nachvollziehbar zu werten.