Citation: 6B_622/2016 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz gibt zunächst auszugsweise das Gutachten der medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) Ostschweiz vom 19. Dezember 2013 wieder. Demnach bestehe seit dem 1. April 1999 eine vollständige (100%ige) Arbeitsunfähigkeit. Ab einem späteren Zeitpunkt habe sich der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers verbessert. Die Sachverständigen würden von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit und von 30 % in einer adaptierten Tätigkeit ausgehen. Im Weiteren sind die Erwägungen der Vorinstanz allerdings eher vage. So lasse sich zwar nicht zweifelsfrei erstellen, dass der Beschwerdeführer vollkommen gesund gewesen sei und keinerlei Ansprüche gegenüber den Versicherungen gehabt habe. Er habe aber über das Ausmass der Beschwerden getäuscht. Die Anklageschrift lasse zu Recht offen, in welchem exakten Ausmass der Beschwerdeführer arbeitsfähig gewesen sei. An anderer Stelle erwägt die Vorinstanz, die MEDAS-Gutachter gelangten zum Schluss, dass der Beschwerdeführer ab dem 17. Mai 2011 in seiner (sozialversicherungsrechtlichen) Arbeitsfähigkeit in weit geringerem Umfang als von den Versicherern angenommen eingeschränkt gewesen sei. Weiter werde im Bericht der Uniklinik Balgrist eine Versteifung des oberen Sprunggelenkes empfohlen. Konkrete Schlüsse auf den Umfang der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im massgebenden Zeitraum würden sich daraus jedoch nicht ergeben. Auf die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach im sozialversicherungsrechtlichen Verfahren noch Abklärungen am Laufen seien und nicht feststehe, dass seine Rente gekürzt oder verweigert worden wäre, geht die Vorinstanz nicht ein. Insgesamt geht aus dem vorinstanzlichen Urteil nicht eindeutig hervor, ob die Rentenleistungen des Beschwerdeführers trotz verbesserter Arbeitsfähigkeit gekürzt worden wären respektive in welchem Umfang dies der Fall gewesen wäre. Damit lässt sich nicht überprüfen, ob der Beschwerdeführer zu Recht des vollendeten gewerbsmässigen Betrugs schuldig gesprochen wurde. Das vorinstanzliche Urteil scheint daher in diesem Punkt, ohne eine abschliessende Beurteilung vornehmen zu wollen, unvollständig und teilweise unklar.