Citation: 1C_430/2024 E. 3.2

3.2. Beim Regierungsrat, dessen Beschluss der Beschwerdeführer angefochten hat, handelt es sich nicht um ein (oberes) Gericht im Sinne von Art. 86 Abs. 2 BGG. Der Regierungsrat und das Obergericht sind indes der Auffassung, die Beschwerde an das Obergericht gegen den regierungsrätlichen Wahlbeschluss sei nach kantonalem Recht ausgeschlossen, weil es sich um eine kantonale Stimmrechtsangelegenheit handle (vgl. Art. 55 Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 54 Abs. 2 lit. a der kantonalen Verordnung vom 23. März 1994 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPV/UR; RB 2.2345]). Das Obergericht erklärte weiter, beim Wahlbeschluss des Regierungsrats handle es sich um einen Entscheid mit vorwiegend politischem Charakter gemäss Art. 86 Abs. 3 BGG, weshalb der Wahlakt des Regierungsrats seines Erachtens direkt beim Bundesgericht angefochten werden könne.