Citation: 4P.185/2006 11.10.2006 E. 5

Das Obergericht führte aus, das Arbeitsgericht habe das Vorliegen eines wichtigen Grundes zur fristlosen Kündigung bejaht. Gemäss Art. 337 Abs. 3 OR entscheide der Richter über das Vorliegen solcher Gründe nach seinem Ermessen. Ermessensentscheide seien der Anfechtung wegen Verletzung klaren Rechts jedoch nicht ausgesetzt. Vorliegend sei nicht erkennbar und werde auch nicht geltend gemacht, dass das Arbeitsgericht sein Ermessen missbraucht habe. Die Nichtigkeitsklage sei auch bezüglich dieser Frage abzuweisen. Vor Bundesgericht macht der Beschwerdeführer geltend, das Amtsgericht habe Bundesrecht willkürlich angewendet, indem es angenommen habe, der Beschwerdegegner sei zu einer fristlosen Kündigung berechtigt gewesen. Es habe unberücksichtigt gelassen, dass der Beschwerdegegner die Mitarbeiterin C.________ gemäss ihren Aussagen im Strafverfahren sexuell belästigt habe und er damit gemäss der Rechtsprechung und Lehre selber eine fristlose Kündigung verdient habe. Mit diesen Ausführungen legt der Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich dar, inwiefern die Annahme des Arbeitsgerichts, die fristlose Kündigung durch den Beschwerdeführer sei in Anbetracht des schweren tätlichen Angriffs des Beschwerdegegners gerechtfertigt gewesen, willkürlich d.h. offensichtlich unhaltbar sein soll. Auf die Rüge ist daher mangels einer hinreichenden Begründung nicht einzutreten (vgl. E. 1.1 hiervor). Damit kann offen bleiben, ob die Rüge als unzulässiges neues Vorbringen zu qualifizieren sei, weil der Beschwerdeführer bereits vor Obergericht nicht genügend darlegte, inwiefern das Arbeitsgericht das ihm bezüglich der Beurteilung des wichtigen Grundes zustehende Ermessen überschritten haben soll (vgl. zum Novenverbot: BGE 99 Ia 113 E. 4a; 129 I 49 E. 3 S. 57, mit Hinweis).