Citation: 1B_66/2020 E. 4.4

4.4. Unzutreffend ist sodann der Vorwurf, die Vorinstanz habe sich mit dem Argument der Beschwerdeführerin "nicht auseinander" gesetzt, "im Zivilprozess" seien "andere Fragen unter andern rechtlichen Gesichtspunkten als im Strafprozess zu würdigen". Soweit in diesem Zusammenhang eine substanziierte Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs (bzw. der richterlichen Begründungspflicht) erkennbar ist (vgl. Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG), erweist sich die Rüge als unbegründet. Den Erwägungen des angefochtenen Entscheides lässt sich entnehmen, dass dem Obergericht für die Strafuntersuchung diverse Tatsachen relevant erscheinen, die unter güterrechtlichen Gesichtspunkten bereits im hängigen Scheidungsverfahren gerichtlich zu klären sind. Dass die fraglichen Tatsachen im derzeit sistierten Strafverfahren unter strafrechtlichen Gesichtspunkten zu würdigen sein werden, bestreitet und verkennt das Obergericht nicht.