Citation: 9C_195/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz ist zum Ergebnis gelangt, bei B.B.________ und der Beschwerdeführerin handle es sich um ein Konkubinatspaar, welches bereits seit 2005 bzw. 2006 zusammenwohne, weshalb der Schenkungswille zu vermuten sei. Es sei lebensfremd, dass B.B.________ die behauptete sehr hohe Forderung, die er bei einer Auflösung des Konkubinats gegenüber der Beschwerdeführerin hätte, nicht schriftlich festgehalten hätte, wenn dies seinem Willen entsprochen hätte. Es sei deshalb wenig glaubhaft, dass B.B.________ ohne schriftliche Vereinbarung darauf vertraut habe, bei einer Auflösung der Partnerschaft problemlos seine behauptete, in Abweichung vom Grundbuch stehende Forderung gegenüber der Beschwerdeführerin durchsetzen zu können. Auch das weitere Argument für den fehlenden Schenkungswillen, B.B.________ habe eine Forderung gegenüber der Beschwerdeführerin, weil er im Erbgang seines Vaters einen Ausgleich gegenüber seinen beiden Schwestern als Miterbinnen zu erbringen habe, ändere daran nichts, da es wenig glaubhaft sei, dass B.B.________ seine Forderung gegenüber der Beschwerdeführerin nicht schriftlich festgehalten hätte, um auch die allfälligen Forderungen der Schwestern zu sichern. Im Übrigen widerspiegle sich die Darstellung der Beschwerdeführerin auch nicht in den Steuererklärungen, weil darin weder eine Forderung von B.B.________ noch die Schuld der Beschwerdeführerin deklariert worden seien. Wenn die Beschwerdeführerin sich insoweit auf ein Versehen berufen habe, so möge es zwar zutreffen, dass es bei Lebensgemeinschaften nicht ungewöhnlich sei, dass gegenseitige Guthaben nicht deklariert würden. Jedoch sei es ungewöhnlich, derart hohe Forderungen nicht zu deklarieren und auch sonst nirgends schriftlich zu regeln; dies um so mehr, als auch hier nicht B.B.________, sondern auch dessen Schwestern ein Interesse an einer schriftlichen Regelung gehabt haben müssten. An diesem Ergebnis vermöchten auch die nachträglich eingereichten schriftlichen Vereinbarungen zwischen B.B.________ und der Beschwerdeführerin nichts zu ändern; diese nachträglich erstellten Verträge vermöchten den Schenkungswillen im Zeitpunkt der Eigentumsübertragung nicht zu widerlegen (vgl. E. 6.4 ff. des angefochtenen Urteils).