Citation: 5A_861/2023 E. 3.6.1

3.6.1. Soweit die Beschwerdeführerin (unter Hinweis auf Art. 315 SchKG) die "Feststellung" verlangt, dass die Forderungen gegenüber der Beschwerdegegnerin aus dem Mietvertrag betreffend Räumlichkeiten (der schweizerischen Zweigniederlassung) bereits vor dem Mietgericht des Kantons Waadt in einem Rechtsstreit hängig seien, sind ihre Vorbringen unbehelflich. Zutreffend ist, dass mit der am 3. Januar 2023 vom Bezirksgericht erfolgten Anerkennung der External Administration (Eröffnungsbeschluss) betreffend die Beschwerdegegnerin in der Schweiz ein Hilfsstundungsverfahren mit Stundungswirkungen nach Art. 297 SchKG eröffnet wurde (Lit. A.d). Gemäss Art. 297 Abs. 5 SchKG werden Zivilprozesse und Verwaltungsverfahren mit Ausnahme dringlicher Fälle sistiert. Mit dem Entscheid über die Anerkennung des Sanierungsplanes DOCA werden die Stundungswirkungen gemäss Art. 297 SchKG aufgehoben (Lit. A.g), d.h. allfällige sistierte Prozesse können weitergeführt werden (vgl. HUNKELER/WOHL, in: Schulthess Kommentar SchKG, 2017, N. 7 zu Art. 315). Eine allfällige Sistierung bzw. Fortführung untersteht dem prozessleitenden Gericht. Anlass zu Anordnungen durch das Anerkennungsgericht besteht nicht, wie das Obergericht im Ergebnis zutreffend angenommen hat.