Citation: 2C_28/2022 E. 5.4

5.4. Die Vorinstanz hält ferner fest, dass es (auch) am beschwerdeführenden Vater gelegen wäre, innert der gesetzlichen Nachzugsfristen mit der Kindsmutter über den Aufenthaltsort der gemeinsamen Kinder einig zu werden (vgl. E. 5.3.2.5.2 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdeführer kritisieren diese Würdigung im Lichte der erstellten Bemühungen des beschwerdeführenden Vaters, die Söhne wieder in die Schweiz nachzuziehen. Soweit sie damit im Sinne einer Sachverhaltsrüge die vorinstanzliche Feststellung beanstanden, wonach der beschwerdeführende Vater die Ausreise der eigenen Kinder widerwillig akzeptiert habe, ist diese für den Ausgang des Verfahrens nicht entscheidend (vgl. E. 3 hiervor; Art. 97 Abs. 1 BGG). Aus dem Dargelegten ergibt sich, dass keine Anhaltspunkte bestehen, wonach das Kindswohl des zweitältesten Sohns in der Schweiz besser gewahrt würde als in Sri Lanka. In rechtlicher Hinsicht ist dennoch darauf hinzuweisen, dass praxisgemäss eine Familie, welche freiwillig jahrelang getrennt lebt, damit ihr geringes Interesse an einem gemeinsamen Familienleben zum Ausdruck bringt, weshalb das Interesse an der Einwanderungsbeschränkung überwiegt, sofern nicht objektive, nachvollziehbare Gründe etwas anderes nahelegen (vgl. Urteile 2C_889/2018 vom 24. Mai 2019 E. 3.1; 2C_323/2018 vom 21. September 2018 E. 8.2.2; 2C_386/2016 vom 22. Mai 2017 E. 2.3.1; 2C_147/2015 vom 22. März 2016 E. 2.4.3; 2C_914/2014 vom 18. Mai 2015 E. 3.1). In der vorliegenden Angelegenheit spricht die Dauer zwischen der Ausreise im Jahr 2011 und dem vorliegend zu beurteilenden Gesuch vom 20. August 2019 jedenfalls nicht für die Beschwerdeführer.