Citation: 6S.98/2004 30.04.2004 E. A

Das Obergericht des Kantons Aargau bestrafte X.________ am 19. Oktober 1995 wegen Hehlerei und mehrfachen Diebstahls mit sechs Monaten Gefängnis und fünf Jahren Landesverweisung, unter Gewährung des bedingten Vollzugs für die Haupt- und die Nebenstrafe. Die Probezeit wurde auf drei Jahre festgesetzt. In der Folge wurde diese am 7. April 1999 um ein Jahr und am 16. August 2000 um ein weiteres halbes Jahr verlängert. Sie endete am 16. Februar 2001. Das Bezirksgericht Laufenburg bestrafte X.________ am 13. September 2001 wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand, begangen am 23. Januar 2001, mit 2 ½ Monaten Gefängnis und einer Busse von 800 Franken. Die Frage, ob der Aufschub des Vollzugs der früheren Strafe zu widerrufen sei, wurde zunächst nicht beurteilt. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau beantragte deshalb nachträglich am 8. April 2002 dem Bezirksgericht Laufenburg, der X.________ mit Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 19. Oktober 1995 gewährte bedingte Strafvollzug für sechs Monate Gefängnis und fünf Jahre Landesverweisung sei gemäss Art. 41 Ziff. 3 StGB zu widerrufen. X.________ beantragte, von einem Widerruf sei abzusehen. Das Bezirksgericht Laufenburg erkannte am 6. März 2003, der bedingte Vollzug der Freiheitsstrafe werde widerrufen. Demgegenüber verzichtete das Gericht auf einen Widerruf des bedingten Vollzugs der Landesverweisung. Das Obergericht des Kantons Aargau wies am 28. Januar 2004 eine dagegen von X.________ eingereichte Berufung ab.