Citation: 2C_644/2022 E. 7.1

7.1. Das Landgericht Feldkirch (Österreich) verurteilte den Beschwerdeführer am 9. April 2010 wegen erpresserischer Entführung, schwerer Nötigung, Freiheitsentziehung sowie wegen Vergehens gegen das Waffengesetz zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren. Bei den bestraften Delikten handelt es sich auch nach der schweizerischen Rechtsordnung um Verbrechen oder Vergehen und für Österreich kann die Einhaltung der rechtsstaatlichen Verfahrensgrundsätze und Verteidigungsrechte als gesichert gelten. Der Widerrufsgrund der Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe (Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG) ist damit unbestrittenermassen erfüllt, womit der Anspruch auf Familiennachzug (Art. 43 Abs. 1 AuG) nach Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG grundsätzlich erlischt (vorstehende E. 6.2). Streitig ist jedoch, ob die Verweigerung der Erteilung der Aufenthaltsbewilligung verhältnismässig ist.