Citation: 8C_396/2022 E. 4.2

4.2. Das kantonale Gericht bestätigte zunächst die von der IV-Stelle angenommene - und zwischen den Parteien auch nicht umstrittene - Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdegegners. Im Zusammenhang mit den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens erwog es jedoch, der Beschwerdegegner hätte seine selbstständige Erwerbstätigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch als Gesunder aufgegeben. Anders als die IV-Stelle verwendete es zur Ermittlung der Valideneinkommen deshalb nicht den Durchschnittswert der von 2012 bis 2014 erzielten Einkünfte des Beschwerdegegners, sondern - wie beim Invalideneinkommen - die Tabellenlöhne der LSE. Den vom Beschwerdegegner geltend gemachten leidensbedingten Abzug verneinte es. Da der Ermittlung der beiden Vergleichseinkommen jeweils derselbe Tabellenlohn zugrunde zu legen sei, so die Vorinstanz weiter, bestimme sich der Invaliditätsgrad anhand eines "Prozentvergleichs". Ab September 2017 bestehe bei einer Arbeitsunfähigkeit in angepassten Tätigkeiten von 50 % demzufolge ein Invaliditätsgrad von 50 %, was zu einem Anspruch auf eine halbe Rente führe. Ab Januar 2019 betrage die Arbeitsunfähigkeit in angepassten Tätigkeiten und damit auch der Invaliditätsgrad 40 %, womit der Beschwerdegegner unter Berücksichtigung der dreimonatigen Frist von Art. 88a Abs. 1 IVV ab April 2019 Anspruch auf eine Viertelsrente habe.