Citation: 4A_538/2017 E. 4.6.3

4.6.3. Auch hier vermag die Beschwerdeführerin keine Rechtsverletzung durch die Vorinstanz aufzuzeigen: Wäre die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin der Auffassung gewesen, dass es sich bei den Fragen des erstinstanzlichen Gerichts an den Zeugen F.________ zur Eignung der Trottinette um eine eigenmächtige Änderung der Beweisanträge gehandelt hätte, hätte sie dies nach Treu und Glauben umgehend geltend machen müssen. Dies unterliess sie jedoch und stellte darüberhinaus dem Zeugen F.________ in der erstinstanzlichen Befragung selbst eine Frage zur Eignung der Trottinette. Da es gegen Art. 2 ZGB (respektive Art. 52 ZPO) verstösst, formelle Rügen, die in einem früheren Prozessstadium hätten geltend gemacht werden können, bei ungünstigem Ausgang noch später vorzubringen (BGE 141 III 210 E. 5.2 S. 216 mit Hinweisen), kam die Vorinstanz zu Recht zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin ihr Recht verwirkte, diesen angeblichen formellen Mangel im Berufungsverfahren zu rügen.