Citation: 5A_536/2023 E. 7

Der Beschwerdeführer erhebt hinsichtlich der Sachverhaltsfeststellung in mannigfaltiger Hinsicht Willkürrügen, wobei sich seine Ausführungen letztlich in einer Wiederholung seines eigenen Standpunktes bzw. seiner gegenteiligen Behauptung erschöpfen und somit von der Sache her appellatorisch bleiben. So macht er geltend, dass die Empfehlungen des KJD nicht nachvollziehbar seien und es dabei ohnehin nur um die vorsorgliche Obhutszuteilung gegangen sei, dass die Erziehungsfähigkeit und insbesondere die Bindungstoleranz der Beschwerdegegnerin nicht gegeben sei, wenn sie das Kind nach Paris entführt habe, während er über eine sehr hohe Bindungstoleranz verfüge, dass er beim Vorfall am 21. Dezember 2022 aufgrund des initialen tätlichen Angriffes durch die Beschwerdegegnerin sein Kind habe schützen müssen, weshalb es willkürlich sei und die Unschuldsvermutung gemäss Art. 32 Abs. 1 BV verletze, wenn ihm Impulsivität und ein Faustschlag unterstellt würden, zumal die Schilderungen durch die Parteien unterschiedlich ausgefallen seien und die Beschwerdegegnerin in Wahrheit einfach zufolge ihres Angriffes gestürzt sei, dass die zukünftige Situation in Paris völlig ungeklärt sei und die Beschwerdegegnerin dort zufolge ihrer Vollzeitanstellung inkl. Mittagspause und Arbeitsweg täglich mindestens 10 Stunden abwesend sein werde, während er von zuhause aus arbeite und zeitlich total flexibel sei, sodass er das Kind vollumfänglich selbst betreuen könne. All diese Vorbringen bleiben von der Sache her appellatorisch und insbesondere betreffen sie allesamt Elemente, zu welchen sich das Appellationsgericht mit sachlichen und in jeder Hinsicht einleuchtenden Erwägungen beweiswürdigend geäussert hat. Was die zentralen rechtlich relevanten (dazu E. 8) Sachverhaltselemente anbelangt, ist insbesondere keine instabile Situation in Paris auszumachen, wenn die Beschwerdegegnerin dort einem Vollzeiterwerb als Apothekerin nachgeht und eine Wohnung gemietet hat. Sodann ist angesichts der vorgebrachten hohen Arbeitslast nicht plausibel, inwiefern der Beschwerdeführer das erst zweijährige Kind umfassend eigenbetreuen könnte, selbst wenn er ausschliesslich von zuhause aus arbeiten sollte. Mithin ist hinsichtlich der beweiswürdigenden Feststellung, dass beide Elternteile auf Fremdbetreuung angewiesen seien, keine Willkür zu erkennen. Ferner darf es als gerichtsnotorisch gelten, dass Frankreich über ausgebaute institutionelle Betreuungsstrukturen verfügt, selbst für kleinere Kinder; die entsprechenden Feststellungen sind nicht ansatzweise willkürlich. Keine Willkür ist schliesslich zu sehen, wenn das Appellationsgericht befunden hat, für die Wegzugsentscheidung könne angesichts des diesbezüglich hinreichend liquiden Tatsachenfundamentes auf ein Erziehungsfähigkeitsgutachten verzichtet werden. Der Beschwerdeführer vermag nichts aufzuzeigen, was die Annahme, die Beschwerdegegnerin sei umfassend erziehungsfähig, in Zweifel ziehen oder gar als willkürlich erscheinen lassen könnte. Ferner lässt sich Willkür nicht durch mehrfache Wiederholung der gegenteiligen Behauptung herbeireden.