Citation: 2C_379/2015 E. C

Am 21. November 2013 reichte die Steuerpflichtige die Steuererklärung 2011/2012 ein. Sie vertrat die Meinung, sie qualifiziere steuerlich als "Domizilgesellschaft" (so das Steuerrecht des Kantons Schaffhausen; harmonisierungsrechtlich: "Verwaltungsgesellschaft"). Dementsprechend deklarierte sie für die Zwecke der Kantons- und Gemeindesteuern einen steuerbaren Gewinn von Fr. 175'294 (zum Steuersatz von Fr. 303'608). Zu diesem Zweck hatte sie folgende Spartenrechnung angestellt (vereinfachte Darstellung) : Total Ausland Schweiz Umsatzanteile 100.00% 46.96% 53.04% Operativer Gewinn 303'608 142'571 161'037 + Quote für ausländischen Ertrag 10.00% 14'257 = Reingewinn steuerbar 175'294 Reingewinn satzbestimmend 303'608 Total Ausland Schweiz Umsatzanteile 100.00% 46.96% 53.04% Operativer Gewinn 303'608 142'571 161'037 + Quote für ausländischen Ertrag 10.00% 14'257 = Reingewinn steuerbar 175'294 Reingewinn satzbestimmend 303'608 Die Steuerverwaltung des Kantons Schaffhausen verwarf die Behandlung als Domizilgesellschaft und wandte die Regeln über die ordentlich besteuerten Kapitalgesellschaften und Genossenschaften an. Dementsprechend veranlagte sie für die Kantons- und Gemeindesteuern 2011/2012 einen steuerbaren und satzbestimmenden Gewinn von je Fr. 303'608. Das steuerbare und satzbestimmende Kapital erreichte Fr. 11'656'551, was der Steuererklärung entsprach (Veranlagungsverfügung vom 7. Februar 2014). Die Schlussrechnung 2011/2012 wies bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern ein Steuerbetreffnis von Fr. 67'914.40 aus (Schlussrechnung vom 14. März 2014). Die mit Einsprache angerufene Steuerkommission des Kantons Schaffhausen stützte die Sichtweise der Veranlagungsbehörde (Einspracheentscheid vom 19. November 2014).