Citation: U 141/01 28.11.2002 E. 8

Nach dem Gesagten ist zur Bestimmung des Invaliditätsgrades eine Bezugnahme auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt erforderlich. 8.1 Die SUVA legte im Einspracheentscheid dar, auf Grund der DAP könnte der Versicherte im Jahre 1998 ganztags ein durchschnittliches Invalideneinkommen von Fr. 39'650.- (Fr. 3'050.- x 13) erzielen. Mit dem effektiv angerechneten Invalideneinkommen von Fr. 24'700.- (Fr. 1900 x 13) würden allfällige Behinderungen wegen der Prothese (vermehrte kurze Pausen für Wechselbelastungen u. dgl.) sowie das relativ geringe Valideneinkommen von monatlich Fr. 3807.- ausgeglichen. 8.2 Wird für die Bestimmung des Invalideneinkommens im Sinne einer Plausibilitätsprüfung auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE; BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb; AHI 2002 S. 67 Erw. 3b) zurückgegriffen, resultiert Folgendes: Der Durchschnittsverdienst für mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten im privaten Sektor (bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) beschäftigte Männer betrug im Jahre 1998 monatlich Fr. 4268.- (inkl. 13. Monatslohn; TA1) bzw. jährlich Fr. 51'216.-, was umgerechnet auf die wöchentliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41, 9 Stunden im Jahre 1998 (Die Volkswirtschaft 2002, Heft 10, S. 88 TA B9.2) Fr. 53'649.- ergibt. Die Berücksichtigung des zumutbaren Arbeitspensums von 75 % führt zu einem Einkommen von Fr. 40'237.-. Vor der Invalidität verrichtete der Versicherte bei der ehemaligen Arbeitgeberin als Angelernter zu 20 % Fabrikationsarbeiten (Blechtafeln rüsten und an den Maschinen zuschneiden, Stanzarbeiten) sowie zu 80 % Montagearbeiten (Zusammenbauen vorfabrizierter Gehäuse und Apparate mittels Schraub- oder Steckarbeit). Dies entspricht einer Tätigkeit im Anforderungsniveau 3 der LSE (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt), was bei Männern im Jahre 1998 einen Durchschnittslohn von Fr. 65'000.- (Fr. 5171.- [TA1] : 40 x 41,9 x 12) ergibt. Das Valideneinkommen des Versicherten von Fr. 49'491.- lag mithin um 24 % unter diesem Durchschnittseinkommen. Wird dieser Faktor auch beim Invalideneinkommen berücksichtigt (Erw. 3 hiervor), resultiert ein solches von Fr. 30'580.- (Fr. 40'237.- : 100 x 76). Der Vergleich mit dem von der SUVA im Einspracheentscheid veranschlagten Invalideneinkommen von Fr. 24'700.- ergibt einen behinderungsbedingten Abzug von rund 19 %, was angesichts der gesamten Umstände noch als angemessen erscheint (BGE 126 V 78 Erw. 5 und 6; AHI 2002 S. 62 ff.). Damit lässt sich die von der SUVA im Einspracheentscheid ermittelte Invalidenrente von 50% (Valideneinkommen Fr. 49'491.-/Invalideneinkommen Fr. 24'700.-) im Ergebnis nicht beanstanden.