Citation: 5A_339/2024 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung ihres Anspruches auf ein verfassungsmässiges Gericht (Art. 30 Abs. 1 BV; Art. 6 Ziff. 1 EMRK) im obergerichtlichen Verfahren. Am 13. März 2023 sei sie über einen Wechsel im Spruchkörper, und zwar die Ablösung der Obergerichtspräsidentin durch eine Ersatzrichterin, informiert worden. Erst auf Nachfrage hin habe man ihr mitgeteilt, dass dies wegen dringender Präsidialaufgaben notwendig geworden sein soll. Nicht nur habe das Obergericht nicht von sich aus informiert. Vielmehr liege in den nicht näher genannten Präsidialaufgaben auch kein sachlicher Grund für eine Änderung des Spruchkörpers. Derartige Aufgaben dürften mit einer gewissen Vorhersehbarkeit und Regelmässigkeit anfallen und daher bereits bei der Fallzuteilung berücksichtigt worden sein. Da der Wechsel nur kurz vor Urteilsfällung erfolgt sei, habe das Ersatzmitglied sich ausserdem kaum dieselben Fallkenntnisse wie die Präsidentin aneignen können.