Citation: K 76/98 23.10.2001 E. 8

8.- Der Vollständigkeit halber ist noch darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz zu Recht die Anwendbarkeit von Art. 19 KLV verneint hat. Zwar wurden dieser Bestimmung bereits in der bis Ende 1998 gültigen Fassung nicht nur vorausgehende zahnärztliche Behandlungen, sondern generell die gesamte zahnärztliche Versorgung, die zur Behandlung einer in der Verordnungsbestimmung erwähnten schweren Allgemeinerkrankung notwendig war, zugeordnet (vgl. BGE 124 V 199 Erw. 2d; Gebhard Eugster, Krankenversicherungsrechtliche Aspekte der zahnärztlichen Behandlung nach Art. 31 Abs. 1 KVG, in: LAMal - KVG, Recueil de travaux en l'honneur de la société suisse de droit des assurances, Lausanne 1997, S. 243), doch fällt der vorliegende Sachverhalt auch nicht unter diesen weiter gefassten Anwendungsbereich des Art. 19 KLV. Der Wortlaut von Art. 19 KLV ist denn auch per 1. Januar 1999 entsprechend geändert worden, was auf den konkreten Fall jedoch keine Auswirkungen hat. Bezüglich Art. 18 KLV hat das kantonale Gericht sodann zutreffend ausgeführt, dass in dieser Bestimmung die Tumorkrankheit der Beschwerdegegnerin nicht als schwere Allgemeinerkrankung aufgeführt ist, welche selbst oder ihre Folgen eine zahnärztliche Behandlung notwendig machen. Die Aussage des Gerichts bezog sich auf die bis Ende 1998 gültig gewesene Fassung der Verordnungsbestimmung; daran hat sich in der ab 1. Januar 1999 in Kraft stehenden Regelung nichts geändert. Da in den vorherigen Erwägungen die Anwendbarkeit von Art. 17 lit. b Ziff. 3 KLV für den vorliegenden Fall grundsätzlich bejaht worden ist, erübrigt sich hier jedoch eine Prüfung des Art. 18 KLV auf seine Übereinstimmung mit dem Bundesgesetz bezüglich der Frage, ob solche Leiden darin zu Unrecht nicht aufgeführt sind, was dem Eidgenössischen Versicherungsgericht nicht verwehrt ist, wobei es sich aber grosse Zurückhaltung auferlegt (BGE 124 V 185).