Citation: 9C_729/2014 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer reise gemäss eigenen Angaben seit 2008 jährlich nach Thailand. Während er gemäss den Einträgen der Reisepässe 2008 lediglich 41 Tage in Thailand verbracht habe, sei die Dauer kontinuierlich auf über 200 Tage in den Jahren 2012 (224 Tage) und 2013 (215 Tage) angestiegen, womit eine klare Tendenz zu einem überwiegenden Aufenthalt in Thailand zu erkennen sei. Im Zeitraum der Aufhebung der Hilflosenentschädigung im Herbst 2013 habe der Beschwerdeführer ca. zwei Drittel des Jahres in Thailand gelebt. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Verfügungszeitpunkt mit seiner thailändischen Freundin bereits verheiratet gewesen sei. Die sozialen Kontakte in der Schweiz beschränkten sich laut der offerierten Zeugenliste auf seine Schwester, deren Tochter (sein Patenkind), den Neffen, die Putzfrau/ Haushälterin seiner Eigentumswohnung und einen inzwischen ausgewanderten Freund. In der Gesamtschau überwiegten die Indizien für einen gewöhnlichen Aufenthalt in Thailand deutlich. So lebe die Ehefrau dort im gemeinsamen (gemieteten) Haus und der Beschwerdeführer verbringe in Thailand mehr Zeit als in der Schweiz. Es sei davon auszugehen, dass die Pflegetätigkeiten, welche früher durch die Schwester des Beschwerdeführers oder eine Spitex (ähnliche) Organisation durchgeführt worden seien, nunmehr von der Ehefrau übernommen würden. Nachdem der Beschwerdeführer seine Ehefrau seit Jahren kenne, bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass die Ehe nicht tatsächlich gelebt werde. Auf der anderen Seite verfüge der Beschwerdeführer zwar über eine 3,5-Zimmer Eigentumswohnung sowie über die erwähnten Bezugspersonen in der Schweiz. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei die eheliche Beziehung aber von weit höherer Bedeutung als der Kontakt zu diesen. Auch die Hinterlegung der Schriften und die Steuerpflicht vermöchten keinen Schwerpunkt der Lebensverhältnisse in der Schweiz zu begründen. Mangels gewöhnlichen Aufenthalts in der Schweiz seien die Anspruchsvoraussetzungen für eine Hilflosenentschädigung der Invalidenversicherung nicht mehr erfüllt und die Verfügung vom 11. Februar 2014 rechtens. Somit könne offen gelassen werden, ob die Eventualbegründung der IV-Stelle (unzulässige Leistungskumulation) zutreffend sei.