Citation: 4A_648/2014 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz hat im vorliegenden Fall erkannt, dass die Beschwerdegegnerin nach Treu und Glauben aufgrund der Umstände schliessen durfte und musste, dass der Behandlungsvertrag mit dem Beschwerdeführer zustande kam. Die Vorinstanz konnte dabei willkürfrei berücksichtigen, dass Privatspitäler wie die als private Stiftung verfasste Nebenintervenientin häufig Belegärzten die Möglichkeit bieten, unter Benutzung ihrer Infrastruktur selbständig tätig zu sein. Aufgrund dieser notorischen Tatsache konnte die Vorinstanz rechtsfehlerfrei schliessen, dass die Beschwerdegegnerin nach Treu und Glauben davon ausgehen konnte, dass sie mit dem Beschwerdeführer einen Vertrag zur schmerztherapeutischen Behandlung abschloss. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat ihm die Vorinstanz nicht als Sorgfaltswidrigkeit vorgehalten, dass er die Beschwerdegegnerin über seine angebliche Anstellung als Spitalarzt nicht aufgeklärt habe - sie hat nur festgestellt, dass der Beschwerdeführer nichts unternahm, um das vertrauenstheoretische Verständnis seines sinngemäss geäusserten Willens, einen Behandlungsvertrag mit der Beschwerdegegnerin abzuschliessen, zu widerlegen bzw. aus seiner Sicht richtig zu stellen.