Citation: 8C_141/2024 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz hielt in Bezug auf den psychischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin fest, der psychiatrische Gutachter habe die Diagnosen Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung sowie nicht-authentisch präsentierte kognitive Minderleistungen in mehreren Bereichen diagnostiziert. Eine depressive Symptomatik habe bei der Untersuchung hingegen nicht festgestellt werden können. Stattdessen sei er von einer überwiegenden Anpassungsproblematik ausgegangen. Das kantonale Gericht erachtete die gutachterliche Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in der bisherigen und anderen angepassten Tätigkeiten nach Prüfung der Kategorie "Konsistenz" und der übrigen Standardindikatoren als überzeugend. Weiter wies die Vorinstanz darauf hin, dass die von den behandelnden Ärzten angegebenen Befunde der Einschätzung des psychiatrischen Gutachters diametral entgegenstünden. Der Bericht der Fachleute der Klinik C.________ vom 26. Januar 2021 sei in zeitlicher Nähe zum MEDAS-Gutachten vom 1. September 2021 erstellt worden. Es lägen keine Hinweise dafür vor, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin innerhalb der kurzen Zeit seit der Erstellung des Gutachtens massgeblich verschlechtert haben könnte. Im Bericht vom 26. Januar 2021 sei zudem angegeben worden, dass seit über zwei Jahren eine anhaltende deutliche depressive Symptomatik bestehe, was mit der Einschätzung des psychiatrischen Gutachters nicht zu vereinbaren sei. Ausserdem habe Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) darauf hingewiesen, dass der von den Fachleuten der Klinik C.________ im Bericht vom 1. Juni 2022 beschriebene psychopathologische Befund nicht einer schweren depressiven Episode entspreche. Der RAD-Arzt hielt weiter fest, die im Bericht der Klinik C.________ vom 5. Oktober 2022 angegebene Behandlungsfrequenz von Konsultationen im Abstand von zwei bis drei Wochen sei mit einem schweren psychischen Gesundheitsschaden nicht vereinbar. Gegen einen relevanten Leidensdruck spreche auch, dass die Beschwerdeführerin vorzeitig aus der stationären Behandlung ausgetreten sei. Hinzu komme, dass den Berichten der behandelnden Ärzte die vom MEDAS-Gutachter festgestellte offensichtliche Verdeutlichung mit erheblichen und vielfachen Inkonsistenzen nicht berücksichtigt worden seien. Eine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustands sei nicht überwiegend wahrscheinlich.