Citation: 8C_679/2008 29.01.2009 E. 5

5.1 Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, ist für die Ermittlung des Einkommens, welches der Versicherte ohne Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), entscheidend, was er im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns, im vorliegenden Fall im September 2006, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdient hätte (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224, vgl. auch Urteil 8C_423/2007 vom 18. März 2008 E. 3.5 mit weiteren Hinweisen). Das kantonale Gericht ging hierbei von einem Einkommen von Fr. 74'878.50 aus. Dies erscheint als wohlwollend, meldete doch die Arbeitgeberin des Versicherten für die Monate Januar und Februar 2006 noch ein monatliches Einkommen von Fr. 5'710.-. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kann nicht das Valideneinkommen gemäss der Verfügung der SUVA vom 22. Mai 2007 übernommen werden, da sich jenes Einkommen auf das Jahr 2007 und nicht auf das Jahr 2006 bezieht. 5.2 Der Versicherte rügt, die Vorinstanz habe zu Unrecht nicht das bei der Firma L.________ SA ab September 2006 tatsächlich erzielte Einkommen als Invalideneinkommen anerkannt. 5.2.1 Gemäss der Rechtsprechung bildet der von einem invaliden Versicherten tatsächlich erzielte Verdienst für sich allein betrachtet grundsätzlich kein genügendes Kriterium für die Bestimmung der Erwerbsunfähigkeit, d.h. des Invaliditätsgrades. Das Mass der tatsächlichen Erwerbseinbusse stimmt mit dem Umfang der Invalidität vielmehr nur dann überein, wenn - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse eine Bezugnahme auf den allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch erübrigen, wenn die versicherte Person eine Tätigkeit ausübt, bei der anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und wenn das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint (BGE 126 V 75 E. 3b/aa S. 76; 117 V 8 E. 2c/aa S. 18). 5.2.2 Den Gutachtern des Spitals X.________ war bekannt, dass der Beschwerdeführer seit September 2006 bei seiner bisherigen Arbeitgeberin für leichtere Arbeiten eingesetzt wird. Die Gutachter hielten diese Tätigkeiten für sinnvoll, wenn auch andere leichte körperliche Tätigkeiten möglich wären. Wie der Versicherte zutreffend ausführt, ist somit davon auszugehen, dass es sich bei der wieder aufgenommenen Tätigkeit um eine grundsätzlich leidensadaptierte Tätigkeit handelt. Damit ist indessen noch nichts darüber ausgesagt, ob der Versicherte seine ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit voll ausschöpft. Wie er in seiner Beschwerde an die Vorinstanz ausgeführt hat, schätzt seine Arbeitgeberin seine Leistungen auf etwa 60 % dessen ein, was ein Gesunder, der mit denselben leichten Tätigkeiten betraut würde, leisten würde. Dem Gutachten ist zu entnehmen, dass der Versicherte zusätzliche Pausen benötigt, und daher in seiner Leistungsfähigkeit zu etwa 20 % eingeschränkt ist. Damit erscheint es als überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer die grundsätzlich medizinisch indizierten Pausen über dasjenige hinaus ausdehnt, was rein medizinisch notwendig wäre. Es ist folglich nicht davon auszugehen, dass er seine verbliebene Arbeitsfähigkeit voll ausschöpft; damit ist nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht das Invalideneinkommen nicht aufgrund der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit, sondern aufgrund der Tabellenlöhne der LSE bestimmt hat (vgl. dazu BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475). 5.3 Die Vorinstanz errechnete - unter Annahme einer Leistungsfähigkeit von 88 % in einer angepassten Tätigkeit und unter Vornahme eines Abzuges im Sinne von BGE 126 V 75 E. 5 S. 78 in der Höhe von 10 % - ein Invalideneinkommen von Fr. 46'884.28. 5.3.1 Der Beschwerdeführer verlangt, der Abzug vom Tabellenlohn sei auf mindestens 15 % zu erhöhen. Die Frage nach der Höhe eines grundsätzlich angezeigten Abzuges vom Tabellenlohn ist eine Ermessensfrage (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). Da nach dem anwendbaren Prozessrecht das Bundesgericht die Angemessenheit des vorinstanzlichen Entscheides nicht überprüft (Urteil 8C_684/2007 vom 26. Februar 2008 E. 5.4) und vorliegend weder ein Ermessensmissbrauch noch eine Ermessensüber- oder -unterschreitung ersichtlich ist, muss es beim 10%igen Abzug gemäss vorinstanzlichem Entscheid sein Bewenden haben. 5.3.2 Wie in E. 4.2 hiervor dargelegt, ist indessen nicht von einer 88%igen, sondern von einer 80%igen Leistungsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen. Das Invalideneinkommen beträgt demnach Fr. 42'622.07. 5.4 Aus dem Vergleich des Validen- mit dem Invalideneinkommen ergibt sich eine invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 32'256.43, was einem Invaliditätsgrad von 43 % entspricht. Der Beschwerdeführer hat somit seit September 2006 Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung.