Citation: 5A_957/2022 E. 3

Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, der Beschwerdegegner habe bis anhin die angeordnete Begleitung bei der Übergabe verweigert und bis heute nicht unterschrieben, damit die Begleitung angefangen werden könne, was das Obergericht nicht berücksichtigt habe. Weder die Beiständin noch die KESB wüssten, wie man weiter vorgehen soll. Zudem arbeiteten die Begleitpersonen der D.________ GmbH am Sonntag nicht, weshalb eine Übergabe am Sonntag, wie vom Obergericht angeordnet, nicht durchführbar sei. Die Beschwerdeführerin übergeht, dass das Obergericht durchaus zur Kenntnis genommen hat, dass die bisherige Besuchsrechtsregelung scheiterte, weil der Beschwerdegegner nicht bereit war, die Kosten der D.________ GmbH für die Begleitung der Übergaben zu bezahlen (angefochtener Entscheid E. 2c/cc, S. 14). Das Obergericht hat denn auch die KESB bzw. die Beistandschaft angehalten, dafür zu sorgen, dass die Begleitung bei der Übergabe des Kindes sichergestellt ist und sofort nach anderen Lösungen zu suchen, wenn dies nicht klappe, z.B. weil die sozialpädagogischen Begleitungen nicht bezahlt würden (angefochtener Entscheid E. 2d, S. 16). Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern das Obergericht damit gegen Recht verstossen haben soll und es fehlt eine Auseinandersetzung damit, dass es gerade die Aufgabe der KESB bzw. der Beistandschaft ist, eine Lösung zu finden, wenn die Übergaben weiterhin scheitern sollten. Dass die KESB bzw. die Beiständin nicht weiter wüssten und die Begleitung am Sonntag gar nicht arbeite, sind zudem unbelegte Sachverhaltsbehauptungen, die im angefochtenen Entscheid keine Grundlage finden und mangels hinreichender Rüge nicht berücksichtigt werden können (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Beschwerde genügt damit den Begründungsanforderungen nicht (Art. 42 Abs. 2 BGG).