Citation: 4A_187/2021 E. A

A.a. B.________ (Kläger, Beschwerdegegner) führt in U.________ (Kanton St. Gallen) einen Landwirtschaftsbetrieb, auf dem insbesondere Chicorée produziert wird. Im Mai 2010 bestellte er nach längeren Vertragsverhandlungen bei der in Frankreich ansässigen C.________ S.A.R.L. eine selbstfahrende Erntemaschine, die er für die Chicorée-Ernte einzusetzen beabsichtigte. Die Maschine wurde in der Folge nicht geliefert. A.b. Nach erfolglosem Schlichtungsverfahren reichte der Kläger, vertreten durch Rechtsanwalt A.________ (Beklagter, Beschwerdeführer), am 18. April 2011 beim Kreisgericht Rheintal Klage gegen die C.________ S.A.R.L. ein. Im Hauptbegehren verlangte er die vertragsgemässe Ablieferung der Erntemaschine sowie die Zahlung eines noch zu beziffernden, aber sich mindestens auf Fr. 200'000.-- belaufenden Betrags als Schadenersatz wegen verspäteter Erfüllung. Eventualiter forderte er Schadenersatz in noch zu beziffernder Höhe, mindestens jedoch Fr. 800'000.-- wegen Nichterfüllung des Werklieferungsvertrags. A.c. Am 4. Juni 2012, dem Vortag des für die Hauptverhandlung angesetzten Termins, teilte die damals beim Beklagten angestellte Rechtsanwältin D.________ dem Kreisgericht telefonisch mit, der Kläger habe sich inzwischen eine Ersatzmaschine gekauft, weshalb er sich an der bevorstehenden Hauptverhandlung auf den Eventualantrag beschränken werde. In diesem Zusammenhang kündigte die Rechtsanwältin zudem an, neue Akten einreichen zu wollen. Die Hauptverhandlung wurde daraufhin abzitiert. Mit Eingabe vom 5. Juni 2012 bekräftige der Kläger schriftlich, er beschränke sich auf das Eventualbegehren. Zugleich bezifferte er die geltend gemachte Schadenersatzforderung auf insgesamt Fr. 514'140.85, führte (erstmals) die verschiedenen Positionen an, aus denen sich diese zusammensetzte und reichte dazu diverse Unterlagen ein. A.d. In der Folge übernahm Rechtsanwalt André Hutter die Vertretung des Klägers. Er verkündete dem Beklagten mit Eingabe vom 12. Juli 2012 den Streit. Der Beklagte lehnte eine Beteiligung am Prozess ab. A.e. Am 6. November 2012 fand die neu angesetzte Hauptverhandlung vor dem Kreisgericht Rheintal statt. Anlässlich dieser stellte der Kläger das Rechtsbegehren, die C.________ S.A.R.L. sei zu verpflichten, ihm Fr. 514'140.85 als Schadenersatz nebst 5 % Zins ab verschiedenen Daten zu bezahlen. Mit Entscheid vom gleichen Tag nahm das Kreisgericht Vormerk vom Rückzug des klägerischen Rechtsbegehrens auf Lieferung der Erntemaschine, wies die Klage im Übrigen ab und auferlegte die Prozesskosten dem Kläger. Es hielt insbesondere fest, die C.________ S.A.R.L. habe sich in Verzug befunden, da sie ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen sei, eine Bankgarantie zu erbringen, damit die vom Kläger (danach) zu leistende Anzahlung von 40 % des Kaufpreises sichergestellt sei. Daraus folge, so das Kreisgericht, dass die C.________ S.A.R.L. wohl nicht zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt gewesen wäre und der Kläger von ihr grundsätzlich Schadenersatz fordern könne, sofern sie sich nicht über den eventualiter geltend gemachten Irrtum retten könne, wonach sie keinen Vertrag habe schliessen wollen, bei dem eine Bankgarantie als Voraussetzung für die Anzahlung zu leisten gewesen wäre. Ob sich die C.________ S.A.R.L. wirksam auf einen Irrtum hätte berufen können, sei jedoch nicht zu prüfen, da die Klage - soweit nicht zurückgezogen - abzuweisen sei. Der Kläger habe nämlich seine Schadenersatzforderung nicht beziehungsweise nicht rechtzeitig substanziiert. Er sei spätestens bei Einreichung der Replik am 19. Dezember 2011 über sämtliche erst mit der Eingabe vom 5. Juni 2012 geltend gemachten Schadenspositionen rechtsgenüglich im Bilde gewesen, sodass er sie spätestens in der Replik hätte nennen müssen. Nachdem er dies nicht getan habe, könnten die am 5. Juni 2012 eingereichten Akten und die dazu gemachten Ausführungen mangels Vorliegen der Voraussetzungen von Art. 229 ZPO nicht mehr berücksichtigt werden. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft.