Citation: 7B_1139/2024 E. 4.7

4.7. Die vorinstanzlichen Ausführungen sind auch in Bezug auf den Vorwurf der fahrlässigen schweren Körperverletzung nicht zu beanstanden. Keinen Anlass zur Kritik gibt zunächst der Umstand, dass die Vorinstanz zur Beantwortung der Frage, ob eine schwere Körperverletzung vorliegt, die von der Verstorbenen erlittenen Schmerzen berücksichtigt (vgl. ROTH/BERKEMEIER, in: Basler Kommentar, Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N. 21 zu Art. 122 StGB). Die Vorinstanz verweist in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen der amtlichen Gutachterin. Diese führte aus, die Verstorbene scheine adäquat gegen Schmerzen behandelt worden zu sein (inkl. Morphininfusion). Ob eine andere Behandlung (insbesondere das Pausieren der Chemotherapie und eine frühere Behandlung mit Virostatika) das Leiden bzw. die Schmerzen beeinflusst hätten, sei eher abschlägig zu beantworten (act. 8/G/13, Antwort auf Frage 6a/b/c; vgl. oben E. 4.5.3). Wenn die Vorinstanz gestützt auf diese gutachterlichen Feststellungen das Vorliegen einer schweren Körperverletzung verneint, ist dies nicht zu beanstanden. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist nicht stichhaltig. Es trifft nicht zu, dass die amtliche Gutachterin ausgeführt haben soll, die Patientin habe nicht gelitten. Vielmehr bejaht die amtliche Gutachterin das Vorliegen einer adäquaten Schmerzbehandlung und verneint damit (zumindest implizit) einzig, dass die Verstorbene "übermässige Schmerzen" erlitten habe. Von einer "Aktenwidrigkeit" dieser gutachterlichen Feststellungen kann somit entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers keine Rede sein.