Citation: 9C_726/2022 E. 5.4

5.4. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer war ausserdem für die Beschwerdeführerin als Präsidentin des Verwaltungsrats der D.________ AG (vgl. Handelsregistereintrag) der Charakter der Entlastung der Aktionäre der D.________ AG durch die gleichzeitige Übernahme von Aktiv- und Passivdarlehen Aktionär durch die B.________ Holding AG (bzw. die Verrechnung der Aktivdarlehen der D.________ AG gegenüber den Beschwerdeführern mit den Schulden ihnen gegenüber) als geldwerte Leistung der B.________ Holding AG an die Beschwerdeführer ohne weiteres erkennbar. Dass die Beschwerdeführer in einer Gesamtbetrachtung, wie sie selbst geltend machen, beabsichtigten, die D.________ AG in einer längeren zeitlichen Perspektive mittels (zunächst kreditierten und später in Eigenkapital umgewandelten) Erträgen und entsprechenden Ausschüttungen der C.________ AG in Liquidation an die B.________ Holding AG zu sanieren, spielt dabei keine Rolle. Auch wenn diese Sanierung nach Darstellung der Beschwerdeführer in den Folgejahren (unter anderem auch, weil es möglich war, neue, wirtschaftlich fremde Investoren für die D.________ AG zu finden) gelang, ändert dies nichts daran, dass den Beschwerdeführern im Zusammenhang bzw. im direkten Anschluss an die Übernahme der D.________ AG durch die B.________ Holding AG eine geldwerte Leistung zugeflossen ist, und dies für die Beschwerdeführerin auch erkennbar war; dies zumal auch deshalb, weil die "Streichung" der Schulden der Beschwerdeführer gegenüber der D.________ AG (via Übernahme von Aktiv- und Passivaktionärsdarlehen), vorbehältlich einer Anfechtung des Vorgangs in einem allfälligen Konkurs der D.________ AG auch dann Bestand gehabt hätte, wenn die Sanierung der Gesellschaft nicht gelungen wäre.