Citation: 2C_793/2015 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer wurde zwischen 1995 und 2013 in regelmässigen Abständen straffällig und insgesamt siebenmal verurteilt, wobei er immer wieder rückfällig wurde und die Schwere der Taten zunahm. Nach drei Verurteilungen wegen Strassenverkehrsdelikten von unterschiedlicher Schwere beging der Beschwerdeführer - trotz dreimaliger Verwarnung - ein Betäubungsmitteldelikt (Übertretung). Wenig später kamen eine einfache Körperverletzung und wiederum Strassenverkehrsdelikte hinzu. Zwischen 2006 und 2012 verhielt sich der Beschwerdeführer offenbar gesetzeskonform. Dann aber beging er erneut Strassenverkehrsdelikte und ein Betäubungsmitteldelikt (Vergehen). Schliesslich erfolgte die verfahrensauslösende Verurteilung, der wiederum Betäubungsmitteldelikte (teilweise in qualifizierter Form) sowie versuchte Nötigung und Drohung zugrunde lagen. Durch die wiederholte Delinquenz hat sich der Beschwerdeführer unbelehrbar gezeigt und eine grosse Geringschätzung der schweizerischen Rechtsordnung an den Tag gelegt. Insbesondere der Handel mit Kokain, die Körperverletzung und die Drohung wiegen schwer. Die Tatsache, dass die Betäubungsmitteldelinquenz teilweise mit der Drogenabhängigkeit des Beschwerdeführers zusammenhing, gebietet zwar, die in diesem Bereich grundsätzlich strenge Praxis (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34; 139 I 145 E. 2.5 S. 149 f.) etwas zu relativieren. Der Beschwerdeführer weist insofern zu Recht darauf hin, dass Drogendelinquenz aus rein finanziellen Motiven ein höheres ausländerrechtliches Verschulden impliziert als Drogendelinquenz, welche der Sucht entspringt (vgl. Urteile 2C_1046/2014 vom 5. November 2015 E. 4.2; 2C_625/2007 vom 2. April 2008 E. 8.2). Indessen liegt darin, dass die Vorinstanz diesen Aspekt nicht berücksichtigt hat, keine Verletzung der Begründungspflicht nach Art. 29 Abs. 2 BV, wie der Beschwerdeführer moniert. Denn die gebotene Relativierung des ausländerrechtlichen Verschuldens wirkt sich hier im Gesamtkontext nur geringfügig aus. Wegen der zahlreichen Vorstrafen, der Wirkungslosigkeit der Verwarnungen, der zunehmende Schwere der Delikte und der Höhe der verfahrensauslösenden Strafe ist das öffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts gleichwohl als erheblich einzustufen. Dieses Interesse wird noch verstärkt durch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer in beträchtlichem Umfang mit Sozialhilfegeldern unterstützt werden musste.