Citation: 4A_223/2021 E. 5.2.3

5.2.3. Insgesamt kann mit der Vorinstanz nicht davon ausgegangen werden, dass sich ein Konsens, so wie vom Beschwerdeführer dargestellt, aus der Korrespondenz eindeutig und klar ergibt. Im Gegenteil erscheint die Konsens- und Auslegungsproblematik verworren. Zu Recht hat das Obergericht das Vorliegen eines klaren Falls verneint und den Nichteintretensentscheid des Bezirksgerichts geschützt. Ohnehin stellt sich die - weder von der Vorinstanz noch von den Parteien thematisierte - Frage, wie sich der vom Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren eingeklagte Anspruch auf Herausgabe von 299 Unzen Gold in konkreter Stückelung (100 Canadian Maple Leaves, 100 Österreichische Philharmonics und 99 Australian Gold Nuggets) zu der bereits entschiedenen Sache betreffend Herausgabe von 299 Unzen Gold verhält (vgl. Sachverhalt lit. A.b und Art. 59 Abs. 2 lit. e ZPO). Auch das vorliegende summarische Verfahren um Rechtsschutz in klaren Fällen schliesst mit einem der materiellen Rechtskraft fähigen Urteil in der Sache ab (BGE 138 III 620 E. 5.1.1 S. 622 f.). In jenem ersten Entscheid vom 14. April 2020 ordnete das Obergericht des Kantons Aargau Vollstreckungsmassnahmen im Sinne von Art. 236 Abs. 3 ZPO - nämlich eine Strafdrohung nach Art. 292 StGB (Art. 343 Abs. 1 lit. a ZPO) - an. Es präzisierte allerdings die Stückelung nicht; der Beschwerdeführer hatte auch keinen entsprechenden Antrag gestellt, aber einen "ausdrückliche[n] Vorbehalt einer Mehrforderung" angebracht. Das nun vom Beschwerdeführer initiierte summarische Verfahren zielt auf die Festlegung der Modalitäten der Herausgabe des Goldes, über die das Obergericht im vorangegangenen Verfahren keine Aussage getroffen hat. Auf jeden Fall hätte aber auch Identität des Streitgegenstands zur Folge, dass auf das Gesuch des Beschwerdeführers nicht einzutreten gewesen wäre (vgl. Art. 59 Abs. 1 ZPO). Es kann daher dahingestellt bleiben, ob das erste Sachurteil und die darin enthaltene Vollstreckungsmassnahme diesem Prozess entgegenstehen. Sollte der Beschwerdeführer Klage im ordentlichen Verfahren erheben, wird diese Frage im Rahmen der Eintretensprüfung zu untersuchen sein.