Citation: 5A_853/2020 E. 4.2

4.2. Mit der Begründung, weshalb das Verwaltungsgericht den Widerruf der Befreiung von der Revisionspflicht geschützt hat, setzt sich die Beschwerdeführerin nicht vertieft auseinander. Sie räumt ein, dass ihr Stifter und Stiftungsratspräsident behindert ist und an den Folgen einer Kinderlähmung ("Post-Polio-Syndrom") leidet (S. 4 lit. B-2 und S. 9 lit. b-2 der Beschwerdeschrift). In tatsächlicher Hinsicht steht verbindlich fest, dass der Stifter und Stiftungsratspräsident - offenbar aufgrund seiner gesundheitlich beschränkten Arbeitskapazität - seit 2015 Mühe bekundet, zuhanden der BVS zeitgerecht und vollständig über die Einnahmen und Ausgaben sowie über die Vermögenslage Rechenschaft abzulegen, wie es für die Beschwerdeführerin auch als Stiftung, die von der Pflicht zur Bezeichnung einer Revisionsstelle befreit ist, gesetzlich vorgeschrieben wird (RIEMER, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2020, N. 4 zu Art. 83a und N. 10 zu Art. 83b/Art. 83c ZGB; GRÜNINGER, a.a.O., N. 2 und N. 2b zu Art. 83a ZGB; VEZ, Commentaire romand, 2010, N. 4 zu Art. 83a und N. 22 zu Art. 83b/83c ZGB). Für den Widerruf der Befreiung von der Revisionspflicht ist der Sachverhalt insoweit bedeutsam, als die Buchführung zwar in der Verantwortung des obersten Stiftungsorgans liegt, im Falle der hier vorgesehenen eingeschränkten Revision die Revisionsstelle dabei aber mitwirken darf und in diesem Rahmen den zunehmend überforderten Stiftungsrat der Beschwerdeführerin unterstützen kann (vgl. CAVEGN, a.a.O., S. 110 f.; GRÜNINGER, a.a.O., N. 2a zu Art. 83a und N. 24 zu Art. 83b ZGB; VEZ, a.a.O., N. 9 zu Art. 83b/83c ZGB). Die verfügte Bezeichnung einer Revisionsstelle erscheint deshalb auch im Interesse der Beschwerdeführerin selber als geboten, auf dass eine zuverlässige Beurteilung ihrer Vermögens- und Ertragslage durch die BVS künftig wieder sichergestellt sein wird.