Citation: 2C_137/2009 10.03.2009 E. 4

Der Beschwerdeführer macht geltend, der von den Vorinstanzen angenommene Haftgrund sei nicht gegeben. Diese stützen ihren Entscheid auf Art. 75 Abs. 1 lit. g AuG (SR 142.20). Danach kann ein Ausländer, der keine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt, während der Vorbereitung des Entscheids über seine Aufenthaltsberechtigung für höchstens sechs Monate in Haft genommen werden, wenn er Personen ernsthaft bedroht oder an Leib und Leben erheblich gefährdet und deshalb strafrechtlich verfolgt wird oder verurteilt worden ist. Mit Strafbefehl vom 28. Oktober 2008 war der Beschwerdeführer zu 30 Tagessätzen verurteilt worden, weil er unter anderem am 15. Oktober 2008 zwölf Kokainkügelchen im Magen- bzw. Darmbereich mit sich geführt und im Sommer oder Herbst 2008 insgesamt sechs Kügelchen an zwei Abnehmer verkauft hatte. Der Beschwerdeführer meint, darin könne noch keine ernsthafte Bedrohung oder erhebliche Gefährdung erblickt werden. Das Bundesgericht hat wiederholt ausgeführt, dass auch die als "Ameisendealer" oder "Chügelischlucker" bezeichneten Betäubungsmittel-Kleinhändler den Haftgrund des Art. 75 Abs. 1 lit. g AuG erfüllen. Es genügt sogar, dass sie nur wegen eines einzigen einschlägigen Delikts belangt worden sind, falls aufgrund der Umstände darauf geschlossen werden kann, dass es sich nicht um ein einmaliges Fehlverhalten gehandelt hat und das Risiko weiterer Drogendelikte besteht (Urteil 2A.9/2006 vom 12. Januar 2006 E. 2.1 mit Hinweisen, und zum gleichen Haftgrund bei der Ausschaffungshaft: BGE 125 II 369 E. 3b/bb S. 375 f.). Die Vorinstanz hat überzeugend dargelegt, warum es sich beim Beschwerdeführer um einen Ameisendealer handelt. Dafür spricht auch die strafrechtliche Verurteilung, die nicht nur einen Vorfall an einem einzigen Tag betrifft. Deshalb erweisen sich die Einwände des Beschwerdeführers, er habe mit dem Betäubungsmittelverkauf nur einmal einem Freund als Gegenleistung für einen erwiesenen Dienst aushelfen müssen, als unglaubwürdig und unbehelflich. Die Behörden haben ernsthafte Bedenken, dass die Angaben des Beschwerdeführers zu seiner Herkunft und zu seinem Alter zutreffen. Sie stützen sich dabei namentlich auf seine teils widersprüchlichen und teils dürftigen Aussagen. Der Beschwerdeführer hat den Asylbehörden erklärt, über keine Dokumente zu seiner Identität zu verfügen. Insoweit ist mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass das Asylverfahren für ihn negativ ausfallen wird (vgl. Thomas Hugi Yar, Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, in Peter Uebersax et al., Ausländerrecht, 2. Aufl. 2009, N. 10.70). Ob eine Wegweisung nach Zimbabwe wegen Art. 5 EMRK und der Situation in diesem Land vollzogen werden könnte (vgl. Art. 80 Abs. 6 lit. a AuG), ist vorerst unerheblich, zumal noch nicht einmal feststeht, dass der Beschwerdeführer von dort stammt. Mit Blick auf die erstmalige Anordnung der Vorbereitungshaft kann - entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers - nicht davon die Rede sein, dass das Beschleunigungsgebot gemäss Art. 75 Abs. 2 AuG bereits verletzt worden wäre. Keine Rolle spielt dabei, dass die Asylbehörden noch keinen Entscheid gefällt haben, obwohl sich der Beschwerdeführer im Oktober 2008 in Untersuchungshaft befand. Schliesslich meint der Beschwerdeführer, die Haft sei unverhältnismässig; es hätte als mildere Massnahme höchstens eine Ein- oder Ausgrenzung erfolgen dürfen. Der Haftgrund des Art. 75 Abs. 1 lit. g AuG dient indes gerade auch dazu, weitere Straftaten durch Ausländer zu verhindern, welche die Schweiz demnächst verlassen müssen (vgl. Urteil 2A.699/2005 vom 8. Dezember 2005 E. 3.3.1 und 3.4.2 mit Hinweisen). Inwiefern eine Ein- oder Ausgrenzung geeignet wäre, dieses Ziel zu erreichen, ist nicht ersichtlich. Obwohl der Beschwerdeführer dem Kanton Zug bereits zugewiesen war, trat er zudem in der Drogenszene im Kanton Waadt in Erscheinung. Darüber hinaus gab er an, dort für einen Drogendealer aus Bern gehandelt zu haben.