Citation: 6B_609/2018 E. A

A.a. Die KESB ordnete am 5. Februar 2016 für das Ehepaar A.A.________ und B.A.________ vorsorgliche Massnahmen an, nachdem deren Tochter C.________ glaubhaft dargelegt hatte, ihr Bruder X.________ habe gestützt auf die ihm von seinen Eltern ausgestellte Bankvollmacht einen höheren Geldbetrag vom Konto seiner Eltern auf sein eigenes Konto überwiesen sowie dass ihre Eltern erste Anzeichen von Demenz zeigten. Die KESB mandatierte C.________ als Vertretungsbeiständin. Sie hatte ihren Bruder bereits am 4. Februar 2016 bei der Polizei angezeigt. Die KESB errichtete mit Beschlüssen vom 22. März 2016 für beide Eltern Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung im Sinne von Art. 394 Abs. 1 sowie Art. 395 Abs. 1 und 3 ZGB. Als Beiständin wurde mit Ernennungsurkunde gleichen Datums D.________ ernannt. Sie wurde u.a. beauftragt, im Namen von A.A.________ und B.A.________ Strafantrag gegen X.________ bei der Polizei oder dem Untersuchungsamt einzureichen, sollte keine zivilrechtliche Einigung (Schuldanerkennung) zustande kommen. Die am 5. Februar 2016 vorsorglich angeordnete Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung wurde aufgehoben. A.b. X.________ wurde am 18. Februar 2016 polizeilich als Beschuldigter einvernommen. Er wurde über das Recht informiert, Aussagen und Mitwirkung zu verweigern. Er antwortete, das habe er verstanden. Weiter wurde er informiert, er könne jederzeit einen Verteidiger nach freier Wahl auf seine Kosten beiziehen oder beim Staatsanwalt eine amtliche Verteidigung beantragen. Er antwortete: "Ich brauche keinen Anwalt." C.________ wurde am 13. Februar 2016 polizeilich als Auskunftsperson einvernommen und über ihre Rechte belehrt, insbesondere über ihr Zeugnisverweigerungsrecht. Beide Eltern wurden am 19. Februar 2016 polizeilich als Auskunftspersonen befragt und informiert, insbesondere dass sie nicht zur Aussage verpflichtet seien und ihre Aussagen als Beweismittel verwendet werden können. In dieser Befragung erklärte A.A.________ zur Frage, sein Sohn habe gesagt, ihm und der Mutter Fr. 160'000.-- in Bar ausbezahlt zu haben: "Nein, das stimmt ganz sicher nicht. Was sollte ich mit diesem Geld anfangen? Was fängt denn der an? Der will mich doch bescheissen." B.A.________ erklärte zu derselben Frage: "Das ist Blödsinn. Warum erzählt er so einen Seich?" E.________, die Lebenspartnerin von X.________, wurde am 26. Februar 2016 befragt und über ihre Rechte informiert (das gegen sie eingeleitete Verfahren wurde mit Nichtanhandnahmeverfügung abgeschlossen). F.________, die zweite Tochter, wurde am 6. April 2016 als Auskunftsperson befragt und informiert, insbesondere auch über ihr Zeugnisverweigerungsrecht. X.________ wurde am 7. Juli 2016 durch das Untersuchungsamt befragt, erneut über seine Rechte informiert (Art. 157 ff. und Art. 158 Abs. 1 lit. b StPO), insbesondere auch über das Recht, eine Verteidigung nach freier Wahl auf seine Kosten beizuziehen oder eine amtliche Verteidigung zu beantragen (Art. 158 Abs. 1 lit. c StPO). Die Frage, ob er das verstanden habe, beantwortete er mit "Ja". A.c. Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen ging in der Anklageschrift vom 4. Oktober 2016 davon aus, X.________ sei durch seinen Vater (Jahrgang 1932) und seine Mutter (Jahrgang 1933) mit Generalvollmacht vom 1. September 2014 die Vollmacht über deren bestehende und zukünftige Geschäftsbeziehungen gegenüber der G.________-Bank erteilt worden. Er habe am 28. Dezember 2015 ohne Einwilligung seiner Eltern bzw. ohne von ihnen dazu beauftragt worden zu sein, Fr. 160'000.-- von deren Privatkonto auf sein eigenes Konto bei der H.________-Bank überweisen lassen und den Betrag gleichentags abgehoben. Er habe am 8. sowie am 16. Januar 2016 seinen beiden Schwestern je Fr. 30'000.-- bar übergeben und den Restbetrag für sich behalten [die Schwestern zahlten die je Fr. 30'000.-- zurück].