Citation: 6B_748/2017 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen den Schuldspruch wegen Misswirtschaft. Er rügt im Wesentlichen, die Vorinstanz habe unberücksichtigt gelassen, dass die Darlehensgewährung (auch) im direkten Interesse der B.________-Gesellschaften gewesen sei. Diese hätten bereits vor der angeklagten Zahlung von Fr. 226'240.-- von Juni 2011 hohe Darlehensforderungen gegenüber der D.________ GmbH gehabt und zu deren Gunsten eine Patronatserklärung abgegeben für die Vorbezüge der G.________ AG in der Höhe von Fr. 1.7 Mio. Eine Absage des E.________ 2011 hätte erhebliche negative Folgen auf die B.________-Gesellschaften gehabt. Mit dem Darlehen von Fr. 226'240.-- sei die Durchführung des E.________ 2011 gesichert worden, was die Gefahr eines sonst unausweichlichen Konkurses der D.________ GmbH reduziert habe. Die Vorinstanz habe sich damit in Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör nicht auseinandergesetzt. Sie nehme unzulässigerweise eine Beurteilung seines Verhaltens ex post vor. Er habe den Entscheid zur Gewährung des Überbrückungskredits von Fr. 226'240.-- nicht alleine gefällt, sondern nach einer sorgfältigen Abwägung und nach Beratungen mit diversen Branchenkennern (u.a. der Suisa). Sein Entscheid sei wirtschaftlich keineswegs krass falsch gewesen. Zum damaligen Zeitpunkt habe er sehr wohl eine berechtigte und konkrete Hoffnung gehabt, mit der Durchführung des E.________ 2011 den Konkurs der D.________ GmbH abwenden zu können. Das Konzertgeschäft sei ein Hochrisikobusiness, da der Konzertveranstalter im Hinblick auf eine Veranstaltung diverse Auslagen tätigen müsse, obwohl immer eine grosse Unsicherheit bestehe, ob diese Anklang finde. Die Absage einer Veranstaltung führe zu massiven Verlusten, weil die Ausgaben bereits erfolgt, die Einnahmen aber noch nicht erzielt worden seien. Als der Entscheid über die Darlehensgewährung gefallen sei, sei ein Grossteil der Auslagen für das Festival bereits getätigt worden. Dank der Durchführung des Anlasses hätten immerhin noch gewisse Deckungsbeiträge erwirtschaftet werden können, welche andernfalls ganz ausgefallen wären. Die Vorinstanz stelle einzig pauschal fest, das Unterlassen der rechtzeitigen Rechnungslegung und der Erstellung einer Zwischenbilanz sei zusammen mit der Darlehenshingabe an die D.________ GmbH kausal für die Verschlimmerung der Vermögenslage der B.B.________ GmbH (und der C.B.________ GmbH) und insbesondere auch kausal für deren Zahlungsunfähigkeit gewesen. Dass die Darlehensgewährung zusammen mit anderen (nicht angeklagten Vorwürfen) kausal für die Vermögenseinbusse gewesen sein soll, reiche nicht aus. Ohne die Gewährung des Darlehens wäre die D.________ GmbH mit Sicherheit in Konkurs gefallen, weshalb auch die B.________-Gesellschaften die beschriebenen negativen Folgen zu spüren gehabt hätten. Die B.________-Gesellschaften hätten auch bei diesem Szenario einen mindestens gleich grossen Schaden gehabt und dies mit Gewissheit.