Citation: 9C_42/2024 E. 5.2

5.2. Für die Frage, ob neue Tatsachen oder Beweismittel schon im Zeitpunkt der Veranlagung vorlagen, ist der Aktenstand in diesem Zeitpunkt massgeblich. Grundsätzlich müssen die neuen Tatsachen im Zeitpunkt der Veranlagung bereits vorliegen und dürfen nicht nachträglich eingetreten sein. Ein Verschulden des Steuerpflichtigen ist nicht erforderlich, vielmehr kommt es auf die Würdigung der jeweiligen Pflichten des Steuerpflichtigen und der Steuerbehörde bei der Veranlagung an (vgl. Urteile 2C_868/2020 vom 25. August 2021 E. 2.1.1 ff.; 2C_263/2018 vom 11. Februar 2019 E. 3.2 und E. 6; 2C_458/2014 vom 26. März 2015 E. 2.1).