Citation: 5C.266/2006 07.03.2007 E. 3

3.1 Von hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen abgesehen, ist die Berufung (erst) gegen Endentscheide der oberen kantonalen Gerichte oder sonstigen Spruchbehörden zulässig (Art. 48 Abs. 1 OG). Ein Endentscheid liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn das kantonale Sachgericht über den im Streit stehenden Anspruch materiell entschieden oder dessen Beurteilung aus einem Grund abgelehnt hat, der endgültig verbietet, dass der gleiche Anspruch nochmals geltend gemacht wird (BGE 132 III 178 E. 1.1 S. 180 mit Hinweisen). Dazu gehören nicht prozessuale Entscheide, die sich mit dem streitigen Anspruch, seinen Voraussetzungen und allfälligen seine Geltendmachung ausschliessenden Einreden (Klageverwirkung und dergleichen) in keiner Weise befassen, sondern das Eintreten aus Gründen ablehnen, die mit der materiellen Sachlage und dem Klagerecht als solchem nichts zu tun haben (BGE 95 II 291 E. 2 S. 294 mit Hinweis; vgl. auch BGE 119 II 297 E. 2a S. 299). 3.2 Gegenstand des angefochtenen Beschlusses bildet ausschliesslich die prozessuale Frage, ob die Beklagte den Rückzug ihrer gegen das bezirksgerichtliche Scheidungsurteil eingereichten Berufung habe widerrufen können, mit anderen Worten die Rechtsgültigkeit einer Prozesshandlung. Zu dem von der Beklagten geltend gemachten Unterhaltsanspruch hat sich die Vorinstanz in keiner Weise geäussert. Der Hinweis der Beklagten auf das bundesgerichtliche Urteil vom 25. Januar 2005 (4C.369/2004) und das dort zitierte Urteil (BGE 128 III 250 E. 1b S. 252) ist unbehelflich, hatten sich doch die kantonalen Instanzen in jenen Fällen mit den geltend gemachten materiellen Ansprüchen auseinandergesetzt.