Citation: 6F_18/2019 E. 3

Das Revisions- und Berichtigungsgesuch genügt nicht den gesetzlichen Formvorschriften gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG i.V.m Art. 121 ff. BGG und erweist sich im Übrigen als unbegründet. Dass oder inwieweit der Nichteintretensentscheid vom 9. April 2019 Anlass für eine Revision oder Berichtigung gesetzt haben soll, zeigt der Gesuchsteller nicht auf und ist auch nicht ersichtlich. Soweit er vorbringt, einzelne Erwägungen des bundesgerichtlichen Urteils seien "falsch", "widersprüchlich", "schwachsinnig" oder "aus prozessökonomischer Perspektive idiotisch", macht er damit keinen Erläuterungs- oder Berichtigungsgrund i.S.v. Art. 129 Abs. 1 BGG geltend, sondern verlangt eine inhaltliche Änderung des Entscheids, die nur unter den im Gesetz abschliessend genannten engen Voraussetzungen von Art. 121-Art. 123 BGG möglich ist. In der Sache wendet sich der Gesuchsteller jedoch überwiegend nicht gegen den Nichteintretensentscheid des Bundesgerichts, sondern setzt mit seiner Kritik am rechtskräftigen Strafbefehl und dem diesen zugrunde liegenden Strafverfahren an. Die von ihm erneut vorgebrachten allfälligen prozessualen und materiell-rechtlichen Gesetzesverstösse bilden jedoch nicht Gegenstand des zu revidierenden Urteils vom 9. April 2019, da das Bundesgericht (wie auch das Obergericht) die Rügen wegen formeller Mängel der Beschwerden (Art. 42 Abs. 2 BGG) in der Sache nicht behandelt hat. Dass das Bundesgericht ihm trotz wiederholter Antragsstellung keinen Anwalt beigegeben hat (vgl. Art. 64 Abs. 2 BGG), begründet vorliegend keinen Revisionsgrund gemäss Art. 121 lit. c oder lit. d BGG. Das Bundesgericht hat die behauptete "Tatsache", der Beschwerdeführer bedürfe zur Wahrnehmung seiner Interessen eines Anwalts, nicht übersehen, sondern abschlägig beurteilt. Selbst wenn die Abweisung des Gesuchs um Verbeiständung, wie der Gesuchsteller vorbringt, zu Unrecht erfolgt sein sollte, würde dies keinen Revisionsgrund begründen. Der Beschwerdeführer verkennt respektive will nicht akzeptieren, dass die Revision ihm nicht die Möglichkeit einräumt, den rechtskräfitgen Nichteintretensentscheid des Bundesgerichts in der Sache rechtlich neu beurteilen zu lassen, weil er das Urteil für falsch hält (vgl. Urteile 9F_7/2018 vom 25. September 2018 E.2.2.3; 6F_16/2017 vom 16. November 2017 E.4; je mit Hinweisen). Zudem finden - entgegen der Ansicht des Gesuchstellers - die Vorschriften der StPO über die (amtliche und notwendige) Verteidigung im Verfahren vor Bundesgericht keine Anwendung (vgl. Urteile 6B_56/2018 vom 2. August 2018 E. 5, nicht publ. in: BGE 144 IV 302; 6B_409/2019 vom 24. Juni 2019 E. 2).