Citation: 5A_223/2023 E. 4.1

4.1. Der Vorwurf, das Obergericht habe den Anspruch auf rechtliches Gehör in seinem Teilgehalt der behördlichen Begründungspflicht verletzt, geht fehl. Eine Verletzung der Begründungspflicht würde vorliegen, wenn nicht im Sinn der entscheidwesentlichen Gesichtspunkte wenigstens kurz die Überlegungen genannt worden wären, von denen sich das Obergericht hat leiten lassen und auf welche sich sein Entscheid stützt (BGE 142 III 433 E. 4.3.2; 141 III 28 E. 3.2.4). Diesen Anforderungen ist das Obergericht nachgekommen; es hat in der gebotenen Kürze auf nachvollziehbare Weise dargelegt, aus welchen Gründen es zu seinen Ergebnissen gelangt ist. Die Beschwerdeführerin beklagt sich hauptsächlich darüber, dass das Obergericht einzelne ihrer Einwendungen unberücksichtigt gelassen hat, was keine Verletzung der Begründungspflicht darstellt (BGE 143 III 65 E. 5.2; 138 I 232 E. 5.1). Lassen die vorinstanzlichen Erwägungen klar erkennen, weshalb die Beschwerde gutgeheissen wurde und ist die Beschwerdeführerin mit dieser Beurteilung nicht einverstanden, beschlägt dies nicht das rechtliche Gehör, sondern die vorinstanzliche Rechtsanwendung (BGE 146 II 335 E. 5.2; 145 III 324 E. 6.1). So sieht es im übrigen auch die Beschwerdeführerin, die dem Obergericht mit derselben Begründung eine Verletzung von Art. 2 Abs. 2 ZGB vorwirft.