Citation: 2C_395/2016 E. 4.3.4

4.3.4. Das Bundesgericht hat das gemeinsame Zusammenleben bei getrenntem Haushalt ("Living apart together") nicht als wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AuG anerkannt, welcher ein Getrenntleben der Eheleute rechtfertigt (Urteil 2C_792/2010 vom 25. Mai 2011 E. 3.2 mit Hinweisen; HUGI YAR, a.a.O., a.a.O., S. 54). Zwar können eheliche oder familiäre Probleme zu einer kurzzeitigen Trennung bzw. vorübergehende Aufgabe des gemeinsamen Haushalts unter Berufung auf Art. 49 AuG berechtigen, immerhin muss eine Wiederaufnahme der Gemeinschaft jedoch absehbar erscheinen (BGE 138 II 229 E. 2 S. 231); dies war hier aufgrund der Erklärungen des Gatten und der Dauer der Trennung nicht der Fall. Der Schluss der Vorinstanz, insgesamt bestünden keine genügenden Indizien dafür, dass die Eheleute trotz eheschutzzrechtlicher Verfügung des Getrenntlebens sowie entgegen der klaren Aussagen des Ehemanns die ehelichen Beziehungen zwischenzeitlich wieder aufgenommen oder faktisch einen gemeinsamen Wohnsitz begründet hätten, ist nicht offensichtlich unhaltbar. Weshalb das Verwaltungsgericht verpflichtet gewesen sein könnte, auf eine eigene Beweiswürdigung zu verzichten und den Ausgang des Scheidungsverfahrens abzuwarten, ist nicht ersichtlich (vgl. auch das Urteil 2C_123/2015 vom 30. September 2015 E. 2.7).