Citation: 8C_130/2023 E. 4.6

4.6. Die Vorinstanz hielt weiter fest, das Scheitern der Eingliederungsmassnahmen stehe der Beurteilung der MEDAS-Gutachter nicht entgegen. Denn die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen sei in erster Linie durch die Ärzte nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung zu beantworten und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen subjektiven Arbeitsleistung (vgl. Urteil 8C_174/2022 vom 8. Juli 2022 E. 4.3). Dies habe umso mehr zu gelten, wenn - wie hier - die Experten ein selbstlimitierendes Verhalten feststellten (vgl. Urteil 9C_646/2015 vom 19. Mai 2016 E. 4.4). Der psychiatrische Gutachter äusserte sich zu den gescheiterten Eingliederungsbemühungen. Er hielt fest, die Probleme bei der Eingliederung seien nicht durch psychiatrische Störungsbilder bedingt. Zudem erwähnte er eine gewisse Selbstlimitierungstendenz der Beschwerdeführerin, eine als legitim erlebte final ausgerichtete Entschädigungshaltung sowie ein gewisses Verharren in der Krankenrolle einschliesslich subjektiver Leistungsinsuffizienz. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung erscheint vor diesem Hintergrund nicht willkürlich.