Citation: I 149/99 16.03.2000 E. 1

124 III 7 f. Erw. 1a mit Hinweisen, 111 V 61 Erw. 3a). Urteilsfähigkeit liegt dann vor, wenn die Fähigkeit zu ver- nunftgemässem Handeln hinsichtlich der in Frage stehenden Handlung aus einem der im Gesetz aufgezählten Gründe, namentlich infolge Geisteskrankheit oder Geistesschwäche oder ähnlichen Zuständen beeinträchtigt ist. Die Urteils- fähigkeit ist die Regel und wird auf Grund allgemeiner Lebenserfahrung vermutet (BGE 124 III 8 Erw. 1b). Damit hinsichtlich des anspruchsbegründenden Sachverhalts im Sinne von Art. 48 Abs. 2 IVG Urteilsunfähigkeit bejaht werden kann, muss somit eine Geisteskrankheit, Geistes- schwäche oder ein ähnlicher Zustand nachgewiesen sein, welcher im fraglichen Zeitraum die Fähigkeit des Versicher- ten, die Art und Schwere seines Gesundheitsschadens sowie dessen erwerbliche Auswirkungen abzuschätzen und gemäss dieser Einsicht zu handeln dauernd aufgehoben oder zumin- dest stark beeinträchtigt hat. Zu beachten ist, dass selbst bei einem geisteskranken Versicherten, dessen Krankheits- zustand seine Urteilsfähigkeit grundsätzlich ausschliesst, während eines luziden Intervalls die Fähigkeit zu vernunft- gemässem Handeln gegeben sein kann (BGE 124 III 8 f. Erw. 1b, 108 V 126 Erw. 4).