Citation: 6B_1368/2020 E. 4.4.4

4.4.4. In tatsächlicher Hinsicht ist erstellt, dass der Beschwerdeführer erst im Alter von 20 Jahren in die Schweiz einreiste. Er besuchte in Somalia acht Jahre die Schule und ist mit der Kultur, den Gepflogenheiten sowie der Sprache des Landes vertraut. In der Schweiz lebt er seit 2008. Er verbrachte somit fast zwei Drittel seines Lebens in Somalia, darunter die prägenden Jahre als Kind und als Jugendlicher. Die Vorinstanz wertet diese Umstände zu Recht als starke Indizien gegen einen persönlichen Härtefall. Mit ihr ist weiter davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer keine familiären Bindungen in der Schweiz hat (E. 4.4.2 hiervor). Er ist sodann alleinstehend und hat keine Kinder. In Somalia lebt aus der näheren Verwandtschaft mindestens eine Tante, die der Beschwerdeführer auch finanziell unterstützt, was für ein gewisses Näheverhältnis spricht. Er ist in seinem Heimatland nach dem Ausgeführten kein "Fremder", wie er vorbringt. Die Vorinstanz berücksichtigt in ihrer Interessenabwägung weiter, dass die Wegweisung und die Resozialisierung aufgrund des generell niedrigen Lebensstandards und der instabilen Verhältnisse in Somalia mit einer gewissen Härte verbunden sind. Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer mindestens zwei Landessprachen spricht und mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut ist, durfte die Vorinstanz aber davon auszugehen, dass die Chancen auf eine Wiedereingliederung in seinem Heimatland intakt sind.