Citation: 2C_970/2022 E. 3.2

3.2. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung verletzt es den Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV nicht, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in antizipierter Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 144 II 427 E. 3.1.3). Weiter gebietet der Anspruch auf rechtliches Gehör bzw. die Begründungspflicht als dessen Teilgehalt nicht, dass sich das Gericht mit sämtlichen vorgebrachten Argumenten und Rügen auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Die Urteilsbegründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene das Urteil sachgerecht anfechten kann (vgl. dazu BGE 143 III 65 E. 5.2).