Citation: 7B_1282/2024 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer beschränkt sich im Wesentlichen darauf, seine bereits im kantonalen Beschwerdeverfahren vorgebrachten Argumente zu wiederholen. Dass die Vorinstanz von einer sehr ungünstigen Rückfallprognose ausgeht, ist indessen nicht zu beanstanden. Wie aus dem angefochtenen Entscheid hervorgeht, hat er in der polizeilichen Einvernahme vom 31. Mai 2024 Folgendes ausgesagt: "Sobald meine Kinder mit einbezogen werden und ich diese ebenfalls nicht mehr sehen darf, haben sie alle ein Problem und werden mich kennenlernen. Spätestens dann, wenn ich aus der Haft komme, haben die Brüder meiner Ex und meine Ex ein grosses Problem mit mir." "Wenn mir das verboten wird [d.h. im Falle eines Kontaktverbotes zu den Kindern], gibt es ein Problem, egal wie lange ich in Haft bin, ob zwei, fünf oder zwanzig Jahre. Irgendwann komme ich raus, und dann mache ich Probleme". Weiter soll der Beschwerdeführer anlässlich der scheidungsrechtlichen Einigungsverhandlung vom 18. September 2024 die Geschädigte erneut auf Albanisch bedroht haben, wobei er ihr gemäss der Dolmetscherin gesagt habe, sie werde draussen schon sehen, was geschehen werde. Die Bezirksrichterin habe daraufhin im Protokoll festhalten lassen, dass diese "diffuse" Drohung aufgrund der Gesamtumstände (mithin impulsives, aufbrausendes und herablassendes Verhalten) insbesondere im Falle einer möglichen Haftentlassung ernst zu nehmen sei. Dass letztere "Auseinandersetzung" - neben den weiteren, negativ zu gewichtenden Faktoren - vor der einvernehmlichen Lösung sämtlicher "psychosozialen Fragen (elterliche Sorge, Obhut, Betreuung) " zwischen dem Beschwerdeführer und der Geschädigten stattfand, mag zwar zu Gunsten des Beschwerdeführers zu berücksichtigen sein, ändert aber nichts am Ergebnis des gegenständlichen Haftprüfungsverfahrens. Soweit der Beschwerdeführer sodann behauptet, es drohe kein schweres Vergehen oder Verbrechen, zumal es sich bei den verwirkten Vorstrafen nicht um physische Übergriffe, sondern "verbale Entgleisungen" handle, übersieht er, dass ihm jüngst eine - zugegebene - Todesdrohung gegenüber der Geschädigten sowie (in Deutschland, aber sachkonnex) eine tätliche Auseinandersetzung zwischen ihm und einem Bruder der Geschädigten vorgeworfen werden. Schliesslich legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich, inwiefern es an zwei gleichartigen Vortaten fehlen sollte, wurde er doch mit rechtskräftigem Strafbefehl vom 5. August 2020 wegen zweier Straftaten (Nötigung sowie Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte) verurteilt. Die Voraussetzungen für die Annahme einer Wiederholungsgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO sind erfüllt. Damit kann offenbleiben, wie es sich mit der von der Vorinstanz ebenfalls bejahten Ausführungsgefahr verhält.