Citation: I 721/03 02.08.2004 E. 3

3.1 Im Urteil Sch. vom 31. März 2004 (I 265/01) hatte sich das Eidgenössische Versicherungsgericht ebenfalls mit der Frage zu befassen, ob die Invalidenversicherung ein Giger-Gerät zur Verwendung zu Hause abzugeben habe. Dabei erwog das Gericht, es sei unbestritten, dass der versicherte Knabe im Rahmen der ihm zugesprochenen medizinischen Eingliederungsmassnahmen, welche namentlich Physiotherapie mit einschlössen, Anspruch auf die in den Räumlichkeiten eines Physiotherapeuten oder eines Therapiezentrums durchgeführte Koordinationsdynamik-Therapie an einem Giger MD medical device baby zu Lasten der Invalidenversicherung hat. Die entsprechenden Sitzungen fanden beim Physiotherapeuten N.________ statt, somit bei der selben Person wie im vorliegenden Fall. Auf Grund verschiedener Stellungnahmen ärztlicher und physiotherapeutischer Fachpersonen ging das Gericht im Urteil Sch. hingegen davon aus, dass aus medizinischer Sicht keine Notwendigkeit für die Abgabe des dort streitigen Giger-Geräts zum Üben zu Hause bestand. Es sei den Eltern zuzumuten, mehrmals in der Woche einen Physiotherapeuten aufzusuchen. Das Gerät, welches die Eltern des Versicherten bereits aus eigenen Mitteln zu Hause angeschafft hatten, wurde nicht täglich, sondern nur an etwas weniger als vier Tagen pro Woche benutzt. Es handelte sich zudem nicht um das vorliegend verlangte, sondern um ein dreimal teureres Modell. Im Weiteren hielt das Gericht im Urteil Sch. fest, dass die Invalidenversicherung in vergleichbaren Fällen Giger MD medical device Geräte für zu Hause durchzuführende Koordinationsdynamik-Therapien abgegeben hatte, eine uneinheitliche Verwaltungspraxis bestand und das BSV diese zu begradigen beabsichtigte. Daher sah das Gericht keinen Grund, diesbezüglich einzugreifen, und lehnte die Abgabe des Geräts nach Hause mangels Notwendigkeit ab. 3.2 Zwischen dem Urteil Sch. und dem vorliegenden Fall bestehen einige Unterschiede: einerseits steht hier ein deutlich kostengünstigeres Gerät zur Diskussion, das ohne weiteres zu Hause verwendet werden kann. Sodann übt vorliegend der Versicherte täglich und nicht nur an weniger als vier Tagen pro Woche mit dem Gerät, also fast doppelt so häufig. Dessen Einsatz zu Hause wird sodann von den betreuenden Fachpersonen (Frau G.________, Physiotherapeut N.________) übereinstimmend als notwendig und nicht nur als sinnvoll bezeichnet. Alle diese Unterschiede führen zum Schluss, im vorliegenden Fall anders als im Urteil Sch. die Notwendigkeit, ein Gerät zu Lasten der Invalidenversicherung für das Üben zu Hause abzugeben, zu bejahen. Mit den Kosten von Fr. 3830.- ist die Abgabe des Geräts überdies aus wirtschaftlicher Sicht deutlich zweckmässiger als im Fall Sch.