Citation: 6P.64/2001 24.08.2001 E. 5

5.- Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung der Strafprozessordnung in zweifacher Hinsicht. Das Appellationsgericht wäre gemäss § 183 Ziff. 3 StPO/BS gehalten gewesen, das mündlich eröffnete Urteil den Parteien im Dispositiv innert 20 Tagen seit der mündlichen Eröffnung zuzustellen. Dieser Verpflichtung sei das Appellationsgericht nicht nachgekommen. Inwiefern es sich bei dieser Bestimmung um mehr als eine Ordnungsvorschrift handeln sollte, ist nicht ersichtlich, weshalb das nicht fristgemässe Zustellen des Urteilsdispositivs die Aufhebung des angefochtenen Entscheids nicht rechtfertigt. Zudem gehe das Appellationsgericht in unhaltbarer Weise davon aus, dass der Beschwerdeführer die Strafzumessung, auch nicht im Eventualstandpunkt, nicht angefochten habe. Im Appellationsverfahren beantragte der Beschwerdeführer lediglich Freispruch vom Vorwurf der mehrfachen Urkundenfälschung. Zumindest aus den Darlegungen des Beschwerdeführers ist nicht ersichtlich, inwiefern § 183 Ziff. 1 StPO/BS, wonach das Appellationsgericht durch die Anträge der Parteien nicht gebunden ist, dadurch in unhaltbarer Weise verletzt sein sollte (vgl. Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).