Citation: 2C_868/2020 E. 3.3.4

3.3.4. Sodann berufen sich die Beschwerdeführer auf das Bundesgerichtsurteil 2C_724/2010 vom 27. Juli 2011 E. 8.1. Dort habe das Bundesgericht namentlich erwogen, dass eine Nachbesteuerung dann ausgeschlossen sei, wenn der Pflichtige eine vollständige und genaue Steuererklärung eingereicht habe. Davon ausgehend müsse auch hier eine "neue Tatsache" ausgeschlossen werden, und somit auch die Möglichkeit eines Nachsteuerverfahrens. Diese Argumentation vermag aber schon deshalb nicht zu überzeugen, weil hier die Steuererklärung 2014 eben gerade nicht vollständig und genau war, sondern eine Falschdeklaration enthielt, die im Nachsteuerverfahren korrigiert werden konnte und musste.