Citation: 2C_20/2022 E. 6.5

6.5. Die Vorinstanz hat erwogen, der Beschwerdeführer sei mit Betreibungen im Betrag von Fr. 2'400.-- und Verlustscheinen im Umfang von über Fr. 133'000.-- hoch verschuldet. Die Schulden seien trotz früher Intervention der Migrationsbehörden und ausländerrechtlicher Verwarnung stetig gestiegen. Ein Schuldenabbau habe dagegen über die Jahre nur im Umfang von total Fr. 700.-- stattgefunden und sei im Verhältnis zu den gesamten Schulden vernachlässigbar. Es sei im Verantwortungsbereich des Beschwerdeführers gelegen, seine Fixkosten möglichst tief zu halten. Sein Handeln sei als qualifiziert leichtfertig zu beurteilen und stelle eine mutwillige Nichterfüllung der finanziellen Verpflichtungen bzw. einen Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 62 Abs. 1 lit. c AuG i.V.m. Art. 80 Abs. 1 lit. b aVZAE dar. Angesichts der Einkommensverhältnisse des Beschwerdeführers sei zukünftig keine massgebliche Schuldenreduktion zu erwarten, weshalb ein namhaftes öffentliches Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers bestehe. Auch wenn er sich bereits seit 12 Jahren rechtmässig in der Schweiz aufhalte, sei seine wirtschaftliche Integration aufgrund seiner hohen Verschuldung misslungen. In der hiesigen Kultur und Gesellschaft sei der Beschwerdeführer nicht stark verankert. Seine Rückkehr nach Pakistan sei ihm zumutbar, denn er sei erst im Erwachsenenalter in die Schweiz eingereist und habe die ersten 26 Jahre in Pakistan verbracht bzw. sei dort aufgewachsen und sozialisiert worden. Er habe sich bis in die jüngste Vergangenheit regelmässig für längere Zeit in Pakistan aufgehalten, sei mit der dortigen Sprache und Kultur nach wie vor vertraut und könne dort auf ein familiäres Netz zurückgreifen. Die Behandlung seiner Krankheit und die dafür nötigen Medikamente (vgl. Bst. A.b in fine oben) seien auch in Pakistan möglich bzw. verfügbar. Anlässlich seiner Rückkehr könne ihm zudem ein Vorrat an Medikamenten mitgegeben werden. Ausserdem sei er arbeitsfähig und könne in Pakistan ein Erwerbseinkommen erzielen. Insgesamt überwiege vorliegend das öffentliche Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers dessen privates Interesse am Verbleib in der Schweiz, weshalb dessen Wegweisung mit Art. 8 EMRK vereinbar sei.