Citation: I 34/05 11.04.2005 E. 2

2.1 Die Vorinstanz hat die medizinischen Akten einlässlich und sorgfältig gewürdigt und ist zum Schluss gelangt, dass sich die Verwaltung zu Recht auf das Gutachten des Medizinischen Zentrums X.________ gestützt habe, während der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Prof. Dr. med. S.________ nicht gefolgt werden könne. 2.2 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, sie sei von den Ärzten des Medizinischen Zentrums X.________ neurologisch nur ungenügend abgeklärt worden, obwohl sie beim Unfall eine fünfzehnminütige Amnesie erlitten habe. Wie das kantonale Gericht richtig erkannt hat, bestand zu einer ausführlicheren Untersuchung kein Anlass, da nach Angabe der Ärzte des Medizinischen Zentrums X.________ bei der Anamnese keine mnestischen Ausfälle oder neuropsychologischen Funktionsstörungen aufgefallen waren. Gleicher Auffassung ist auch Prof. Dr. med. S.________, da im Verlauf der posttraumatischen Entwicklung bei den vielfältigen medizinischen Untersuchungen nie neurologische Defizite aufgefallen seien und das Schwergewicht des Befund- und Beschwerdebildes nicht auf der Ebene neuropsychologischer Einschränkungen liege. Dem Gutachten des Medizinischen Zentrums X.________ in diesem Zusammenhang eine "fundierte Begründung" abzusprechen, weil nun "plötzlich" nur noch von einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werde, nachdem im Austrittsbericht der Klinik Y.________ noch von einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit - beziehungsweise nach der Berechnung der Beschwerdeführerin einer Arbeitsfähigkeit von nur 48 % - ausgegangen worden sei, geht nicht an. Zunächst waren seit jenem Bericht vom 20. Dezember 1999 bereits über drei Jahre vergangen. Des Weiteren haben die Ärzte des Medizinischen Zentrums X.________ festgehalten, dass objektiv fassbar einzig die mehrsegmentalen Chondrosen bis Osteochondrosen C4-C7 seien, welche schon vor dem Unfallereignis bestanden und möglicherweise durch die Distorsion beim Unfall eine vorübergehende Irritation verursacht und zu Beschwerden geführt hätten. Das Leiden, welches die Versicherte jetzt beschreibe, entspreche nicht mehr einer HWS-Symptomatik. 2.3 Im Weiteren macht die Beschwerdeführerin auf Widersprüche zwischen den ärztlichen Stellungnahmen bezüglich Beweglichkeitseinschränkungen und Triggerpunkten aufmerksam. Dazu ist zunächst zu erwähnen, dass Prof. Dr. med. S.________ seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht mit mangelnder Beweglichkeit im Bereich der Halswirbelsäule beziehungsweise des cervikothorakalen Übergangs begründet, sondern als Grund hiefür die Schmerzen im Bereich von Nacken, Hinterhaupt und Schultergürtel, Kopfschmerzen sowie die Würgegefühle und Schluckbeschwerden erwähnt. Er empfiehlt denn auch eine "zeitstarre" Einnahme von Schmerzmitteln. Ausserdem bemängelt er zwar im Abschnitt "Beurteilung", dass im rheumatologischen Befundbericht des Medizinischen Zentrums X.________ "ganz offensichtlich die zahlreichst vorhandenen Triggerpunkte sowohl im Bereiche der Facettengelenke als auch des Hinterhauptes einschliesslich der suboccipitalen Muskulatur unterschätzt" worden seien. Bei der Erhebung der Befunde werden jedoch lediglich unter "Untersuchung in Rückenlage" Tenderpoints entlang beider Beine, "subklinisch leicht druckschmerzhaft positiv", genannt. 2.4 Entscheidend ist jedoch letztlich, wie von der Vorinstanz richtig erkannt, dass Prof. Dr. med. S.________ seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit mit 30 % nicht nachvollziehbar begründet. Eine psychiatrische Diagnose, die eine gravierende Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit nahe legen würde, haben weder die Ärzte des Medizinischen Zentrums X.________ noch Prof. Dr. med. S.________ gestellt. Im Gutachten des Medizinischen Zentrums X.________ wird die reduzierte Belastbarkeit - neben der Schmerzhaftigkeit im Kopf und HWS-Bereich und den Schwindelzuständen - mit den Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen sowie der raschen Ermüdbarkeit begründet, welche als pseudoneurasthenisches Syndrom zu qualifizieren seien und vermehrte Pausen erforderlich machten.