Citation: 6B_1192/2021 E. 4

Der Beschwerdeführer beteiligte sich im Strafverfahren gegen den Beschwerdegegner 2 als Straf- und Zivilkläger und beantragte vor Jugendgericht die Verurteilung des Beschwerdegegners 2 wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung. Er verlangte zudem die Feststellung der zivilrechtlichen Haftung des Beschwerdegegners 2 nach Art. 41 und Art. 47 OR für Vermögenseinbussen wegen Erwerbsunfähigkeit, Integritätsschaden sowie Anwalts- und Heilungskosten dem Grundsatz nach. Der Umfang der Haftung, insbesondere die Höhe des Schadens und die Haftungsquote, sei offen zu lassen und er als Privat- und Zivilkläger diesbezüglich an den Zivilrichter zu verweisen. Eventualiter beantragte er die Verweisung der Zivilklage auf den Zivilweg (erstinstanzliches Urteil S. 6 sowie E. 16.2 S. 29). Das Jugendgericht bestätigte die Verurteilung des Beschwerdegegners 2 wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung und verwies die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Zivilforderungen auf den Zivilweg (erstinstanzliches Urteil E. 16.3 S. 29 und S. 32). Der Beschwerdegegner 2 legte Berufung ein. Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Anschlussberufung und beantragte die Bestätigung des angefochtenen Urteils. Er werde weiterhin als Privatkläger am Verfahren teilnehmen. Die Vorinstanz hiess die Berufung des Beschwerdegegners 2 teilweise gut, hob das Urteil des Jugendgerichts vom 5. Mai 2020 auf (obergerichtliches Urteil, Dispositivziffer 1) und sprach den Beschwerdegegner 2 wegen fahrlässiger einfacher Körperverletzung schuldig (obergerichtliches Urteil, Dispositivziffer 2). Den Beschwerdeführer verwies es mit seiner Zivilforderung auf den Zivilweg (obergerichtliches Urteil, Dispositivziffer 6).