Citation: 9C_495/2024 E. 4.2.1

4.2.1. Hinsichtlich des somatischen Gesundheitszustandes hat das kantonale Gericht erwogen, Dr. med. D.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, habe mit Bericht vom 11. März 2023 erklärt, der Gesundheitszustand habe sich massiv verschlechtert, es bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Als Begründung habe er eine deutlich eingeschränkte Wegstrecke, die Fortbewegung des Beschwerdeführers an Krücken und dessen Schilderung von Gelenkschwellungen angegeben. Dazu sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer sich bereits anlässlich der Begutachtung am 6. März 2018 mit zwei Unterarmstützen fortbewegt und geltend gemacht habe, ohne Stöcke nur 50-100 m zurücklegen zu können. Für die vom Beschwerdeführer angegebenen Gelenkschwellungen fänden sich im Befund des Arztes keine Korrelate. Sodann sei den Akten, wie der RAD-Arzt zu Recht festgehalten habe, nichts zu entnehmen, was im hier massgeblichen Zeitraum auf neu hinzugetretene IV-relevante Funktionsausfälle durch das erstmals im Dezember 2021 diagnostizierte Sjögren Syndrom hindeuten würde, zumal dieses auch nach Auffassung der Ärzte am Spital E.________ gegenüber der multilokulären Schmerzsymptomatik (betont wirbelsäulennah sowie an Hüft- und Schultergelenken) im Hintergrund gestanden habe. Einzig, dass die vorbestehende Mischsymptomatik sich nunmehr teilweise durch das neu diagnostizierte Sjögren Syndrom erklären lasse, lasse eine neuanmeldungsrechtlich relevante Gesundheitsveränderung nicht als glaubhaft erscheinen. Wie der RAD-Arzt zutreffend ausgeführt habe, würde dies voraussetzen, dass durch die neue Diagnose (zusätzliche) IV-relevante Funktionsausfälle entstanden wären. Das sei aber wie dargelegt nicht der Fall. Was die vom Beschwerdeführer angeführten verschlechterten orthopädischen Probleme (Schulter, Rücken) betreffe, habe der RAD-Arzt mit ausführlicher Begründung dargelegt, dass der klinische orthopädische Befund gegenüber 2018 weitgehend unverändert geblieben sei und sich in den jüngeren radiologischen Befundberichten an Schultergelenken und Wirbelsäule ebenfalls fast gleichlautende Befunde wie in der Begutachtung von 2018 fänden. Einzig eine Komplettruptur der langen Bizepssehne rechts sei hinzugekommen, welche klinisch keine wesentlichen Funktionsausfälle zur Folge habe. Insgesamt sei daher nicht ersichtlich, inwiefern durch die neu aufgelegten Berichte in somatischer Hinsicht eine relevante Verschlechterung glaubhaft gemacht worden wäre.