Citation: 9C_717/2023 E. 2.3

2.3. Der Bundesratsbeschluss vom 2. August 2010 über die Allgemeinverbindlicherklärung des GAV VRM Dach und Wand (AVE GAV VRM Dach und Wand [vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO eingeholt]) trat auf den 1. September 2010 in Kraft. Er wurde abgelöst durch den Bundesratsbeschluss vom 30. Januar 2015 über die Allgemeinverbindlicherklärung des GAV VRM Gebäudehülle (AVE GAV VRM Gebäudehülle [BBl 2015 1681]); dieser trat auf den 1. März 2015 in Kraft und wurde durch Beschlüsse vom 9. Dezember 2015, 11. Oktober 2018 und 21. Oktober 2021 (BBl 2015 9635; 2018 6417; 2021 2632) verlängert resp. angepasst. Der betriebliche Geltungsbereich nach Art. 2 Abs. 1 GAV VRM Dach und Wand sowie Art. 2 Abs. 2 AVE GAV VRM Dach und Wand erstreckt sich auf Betriebe des Dach- und Wandgewerbes. Dazu gehören Betriebe, die an der Gebäudehülle tätig sind. Dieser Begriff schliesst ein: geneigte Dächer und Unterdächer ab Sparrenlage; Flachdächer ab der statischen Unterkonstruktion und Wandabdichtungen in Zusammenhang mit dem Flachdach; vorgehängte und hinterlüftete Fassadenbekleidungen und die damit zusammenhängenden Isolierungen. Vom betrieblichen Geltungsbereich nach Art. 2 Abs. 1 GAV VRM Gebäudehülle und Art. Art. 2 Abs. 2 AVE GAV VRM Gebäudehülle erfasst sind Betriebe des Gebäudehüllengewerbes. Dazu gehören Betriebe, die in den nicht statisch beanspruchten Bereichen Steildach, Flachdach/Unterterrainabdichtungen und Fassadenbekleidung tätig sind. Dazu gehören insbesondere folgende Elemente im Hochbau: Integration der Dampfbremse/Wärmedämmung/Luftdichtigkeitsschicht; Eindeckung, Abdichtung, Bekleidung mit verschiedenen Materialien; Schutz und Nutzschichten; Montage von Elementen zur Nutzung von Solarenergie an der Gebäudehülle (Photovoltaik/Thermische Anlagen ohne Installation 220V). Ausgeschlossen sind Fenster und Türen, Kompaktfassaden-Ausführungen mit Verputz und Abrieb, Holz-, Metallbausysteme sowie Holzfassaden.