Citation: 6B_573/2018 E. 3.2.2

3.2.2. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz stelle im Zusammenhang mit den Taschen, die sich bereits vor Antritt der Reise im Gepäckfach des Busses befunden hätten, realitätsfremde Anforderungen an das menschliche Erinnerungsvermögen. Es könne von einem Berufsfahrer nicht erwartet werden, dass er sich nach einem Dreivierteljahr daran erinnere, wie es im Gepäckfach eines damals übernommenen Reisebusses genau ausgesehen habe. Es sei nicht ersichtlich, weshalb er die leeren Taschen hätte erwähnen sollen, bevor ihm der Vorwurf der Einfuhr von Betäubungsmitteln gemacht worden sei. Die Vorinstanz verfalle in Willkür, indem sie ihm angeblich widersprüchliche Aussagen in Bezug auf den Besitz des Schlüssels und zur Möglichkeit eines Dritten, sich unbemerkt Zutritt zum Bus zu verschaffen, anlaste. Entgegen der Darstellung der Vorinstanz sei es möglich, selbst in einem stark frequentierten Hotelparkplatz eine grössere Menge Betäubungsmittel einzubauen, zumal im Gepäckfach eines grossen Reisecars bei geschlossener Klappe ohne Weiteres gearbeitet werden könne. Schliesslich stamme die Erklärung, dass die in Spanien erwartete Gruppe auf die Reise mit dem Bus verzichtet habe, nicht von ihm, sondern von seinem Auftraggeber. Ob die von diesem gegebene Begründung für ihn glaubhaft gewesen sei oder nicht, habe für seine Situation keine Relevanz gehabt.