Citation: 5C.266/2001 22.11.2001 E. 2

2.- a) Anlass zum vorliegenden Verfahren gibt einzig die Frage, ob der Beistand des Kindes B.________ rechtsmissbräuchlich gehandelt hat, als er (widerklageweise) die Aberkennung der Vaterschaft von C.________ geltend machte. Hingegen bildet die Vermutung der Vaterschaft (Art. 255 Abs. 1 ZGB) und das Ergebnis der DNA-Analyse, wonach C.________ nicht der biologische Vater von B.________ ist, nicht Gegenstand des Verfahrens. b) Ebenfalls nicht zu prüfen ist die Frage, ob die Vormundschaftsbehörde seinerzeit zu Recht einen Vertretungsbeistand gemäss Art. 392 Ziff. 2 ZGB bestellt hat, der die Interessen des Kindes B.________ im Anfechtungsverfahren wahrzunehmen oder in dessen Namen Klage zu erheben und allenfalls die Anerkennung der Vaterschaft durch den leiblichen Vater anzustreben hat. Die von der Vormundschaftsbehörde dabei vorgenommene Interessenabwägung kann im vorliegenden Verfahren nicht mehr überprüft werden. Die Ernennung des Beistandes ist in Rechtskraft erwachsen. Immerhin ist zu bemerken, dass ein letztinstanzlicher kantonaler Entscheid betreffend eine Vertretungsbeistandschaft mit Berufung hätte angefochten werden können (Art. 44 lit. e OG; BGE 121 III 1 E. 1).