Citation: U 376/00 26.07.2001 E. 1

1.- a) In formellrechtlicher Hinsicht rügt der Beschwerdeführer erstmals im Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs mit der Begründung, die Beschwerdegegnerin habe den Rentenanspruch im Wesentlichen gestützt auf den im Rahmen des Einspracheverfahrens veranlassten spezialärztlichen Untersuchungsbericht des Dr. med. M.________, SUVA Ärzteteam Unfallmedizin, vom 27. April 1999 beurteilt, ohne jedoch dem Versicherten vorher die Gelegenheit einzuräumen, Ablehnungsgründe gegen den in Aussicht genommenen Gutachter geltend zu machen und Änderungs- oder Ergänzungsanträge zu den Expertenfragen zu stellen. Der Beschwerdeführer äussert namentlich auch Zweifel an der Unvoreingenommenheit des Dr. med. M.________. b) Mit der unter sinngemässer Berufung auf Art. 19 VwVG in Verbindung mit Art. 57 ff. BZP, insbesondere Art. 57 Abs. 2 sowie Art. 58 Abs. 2 BZP vorgebrachten Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs verkennt der Beschwerdeführer, dass die aus den erwähnten Bestimmungen fliessenden Mitwirkungsrechte nur dann zur Anwendung gelangen, wenn es um die Begutachtung durch einen Sachverständigen geht. Nach der Rechtsprechung sind die an der Vorbereitung von Verfügungen beteiligten versicherungsinternen Ärzte der SUVA indessen gerade nicht als Sachverständige im Sinne des Gesetzes zu qualifizieren. Auch wenn ihre Berichte und Stellungnahmen entscheidwesentliche Grundlagen zum Gegenstand haben und materiell Gutachtenscharakter aufweisen, handelt es sich nicht um Sachverständigengutachten im Sinne von Art. 12 lit. e VwVG und Art. 60 BZP, sondern sie sind in beweisrechtlicher Hinsicht vielmehr den nach Art. 19 VwVG in Verbindung mit Art. 49 BZP eingeholten Amtsberichten gleichzustellen, auf welche die besonderen Verfahrensvorschriften für den Sachverständigenbeweis gemäss Art. 19 VwVG in Verbindung mit Art. 57 ff. BZP keine Anwendung finden (BGE 123 V 332 f. Erw. 1b). Die Rüge der Verletzung der aufgrund dieser Bestimmungen gewährten Mitwirkungsrechte ist somit unbegründet. c) An die Unparteilichkeit auch des versicherungsinternen Gutachters ist ein strenger Massstab anzulegen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt jedoch nicht schon auf eine mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen; es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen an die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 123 V 334 Erw. 1c, 122 V 161 f. Erw. 1c; AHI 2001 S. 115 Erw. 3b/ee). Nachdem für den Beschwerdeführer bereits im vorinstanzlichen Verfahren die Möglichkeit bestanden hätte, solche gegen die Unvoreingenommenheit des Dr. med. M.________ sprechenden besonderen Umstände darzulegen, er dies aber unterlassen hat, ist seine diesbezügliche Rüge als verspätet zu betrachten (AHI 2001 S. 116 Erw. 4a/aa).