Citation: 1B_52/2018 E. 2.3

2.3. Die Staatsanwaltschaft hat in der von der Vorinstanz erwähnten Stellungnahme vom 6. November 2017 darauf hingewiesen, dass ihr Vorgehen bei Antragsdelikten üblich sei. Der Umstand, dass D.________ auf einen Strafantrag verzichtet habe, zeuge zudem davon, dass die Untersuchung nicht einseitig zu Ungunsten des Beschwerdeführers geführt worden sei. Es sei entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht darum gegangen, um jeden Preis einen Strafantrag einzuholen, sondern man habe abzuklären versucht, ob die für die weitere Strafverfolgung erforderlichen (Prozess-) Voraussetzungen erfüllt seien. Der Beschwerdeführer verkenne zudem, dass im vorliegenden Strafverfahren auch sein Verhalten zum Nachteil von Rechtsanwalt Wyss zu beurteilen gewesen sei. Dieser habe bereits am 23. April 2016 ein Strafantragsformular unterzeichnet.