Citation: I 406/06 19.04.2007 E. 4.2

4.2.1 Entgegen den Erwägungen im angefochtenen Entscheid beschränkten sich die ärztlichen Untersuchungen nicht auf die kardiale Problematik. Insbesondere die Thorax- und Schulterbeschwerden wurden mehrfach untersucht (Magenspiegelung am 25. August 2003; Computertomogramm des Brustbeins am 26. September 2003; orthopädische Untersuchung am 19. Februar 2004; E. 4.1 hievor), ohne dass die Ärzte indes - mit Ausnahme einer muskulären Dysbalance - eine die geklagten Schmerzen ausreichend erklärende organische Ursache feststellen konnten. Einen koronaren Auslöser der Brust- und Schulterschmerzen schloss der Kardiologe Dr. med. Y.________ im September 2003 aus (vgl. Bericht vom 19. September 2003) und hielt fest, die Thoraxschmerzen seien eindeutig skeletto-muskulärer Natur. Dass es sich "sicher um keine kardialen Beschwerden" handle, bestätigte auch Dr. med. S.________ (Bericht vom 14. November 2003). Seine Vermutung, die Beschwerden gingen auf eine orthopädische Ursache zurück, konnte in der Folge nicht erhärtet werden (Bericht des Dr. med. E.________ vom 19. Februar 2004). 4.2.2 Im weiteren Verlauf führte Dr. med. Y.________ am 21. Dezember 2004 eine Fahrradergometrie durch, die wegen heftigen Thorax- und Nackenschmerzen des Versicherten vorzeitig abgebrochen werden musste. Die unmittelbar anschliessende transthorakale Farbdopplerechokardiographie zeigte eine normale linksventrikuläre Funktion, keine regionalen Motilitätsstörungen und keine relevanten Klappenvitien. Dr. med. Y.________ bekräftigte, die Thoraxbeschwerden seien sehr atypisch für eine koronare Genese, es handle sich bei den Schmerzen "am ehesten" um eine skeletto-muskuläre Problematik. Da körperliche Belastung die Beschwerden verstärkten, empfahl Dr. med. Y.________ eine bildgebende Ischämiediagnostik zum sicheren Ausschluss einer Ischämie (Bericht vom 22. Dezember 2004). Ob die von Dr. med. Y.________ angeregte Kontrastmittelechokardiographie in der Folge stattgefunden und zu welchem Ergebnis sie allenfalls geführt hat, ergibt sich nicht aus den Unterlagen. Dr. med. Y.________ gab indes bereits vorgängig Empfehlungen für die weitere Behandlung ab (analgetische Therapie; allenfalls lokale Infiltration durch einen Rheumatologen sowie eine Schmerz distanzierende Medikation mit einem Antidepressivum), was darauf hindeutet, dass er selbst davon ausging, die weiteren Abklärungen führten kaum zu neuen Erkenntnissen. Eine Ischämie als mögliche organische Ursache für die stechenden Schmerzen im Thorax ist schlieslich auch deshalb nicht wahrscheinlich, weil eine solche mittels Szintigraphie am 5. Juni 2003 ausgeschlossen werden konnte (Schreiben des Dr. med. Y.________ vom 19. September und 3. Oktober 2003) und sich der Gesundheitszustand seither nicht verändert hat (Bericht des Dr. med. W.________ vom 17. Februar 2004).