Citation: I 787/01 24.05.2002 E. 3

3.- a) Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts kann die Verwaltung eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 121 V 4 Erw. 6 mit Hinweisen). Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Richter festgestellt, so kann er die auf Art. 41 IVG gestützte Rentenrevisionsverfügung der Verwaltung mit der substituierten Begründung der Wiedererwägung schützen (BGE 111 V 198 Erw. 5 mit Hinweisen). b) Die Ausgleichskasse hatte dem Beschwerdeführer am 26. Januar 1994 auf Empfehlung des Kantonalen Sozialpsychiatrischen Dienstes der Klinik Z.________ eine ganze Invalidenrente zugesprochen. Nach dessen Gutachten vom 13. August 1993 bestand beim Versicherten eine chronische Schmerzproblematik mit begleitender depressiver Anpassungsstörung. Da dieser die Notwendigkeit einer psychiatrischen Behandlung nicht einsehe und auch nicht gewillt sei, eine medikamentöse Behandlung weiterzuführen, sei eine relevante Arbeitsfähigkeit prognostisch nicht zu erwarten. Bei richtiger Betrachtungsweise hätte sich aus dieser ärztlichen Stellungnahme keine (ganz-)rentenbegründende Invalidität ableiten lassen. Entsprechend einer jedenfalls nicht mehr als auf 75 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit wäre schon damals davon auszugehen gewesen, dass die gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers zu einer Einbusse von höchstens 25 % des im Gesundheitsfall erzielbaren Einkommens führten und führen (BGE 114 V 313 Erw. 3a mit Hinweisen). Diese Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen unterschreitet den Grenzwert von 50 %, welcher für den Rentenanspruch des im Ausland lebenden Versicherten - auch im Härtefall gemäss Art. 28 Abs. 1bis IVG (nicht publiziertes Urteil B. vom 31. Juli 1997, I 384/96) - massgebend ist, ganz eindeutig (BGE 104 V 137 Erw. 2b). Die Rentenverfügung der Ausgleichskasse vom 26. Januar 1994 lässt sich unter diesen Umständen schlechterdings nicht vertreten und ist zweifellos unrichtig. Da auch die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind, ist die Revisionsverfügung der IV-Stelle vom 19. Oktober 1999, welche in Anlehnung an die Einschätzung des ZMB vom 6. Mai 1998 von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ausgeht, mit der substituierten Begründung der Wiedererwägung zu bestätigen.