Citation: 6B_82/2018 E. 2.3

2.3. Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers ist sein Vorgehen als listig zu bezeichnen. Zwar trifft es zu, dass er gegenüber seiner Ehefrau und den Kindern letztlich lediglich hinsichtlich des Reisezwecks und der Reisedauer lügen musste. Jedoch war diese Lüge und der Umstand, dass er seine damalige Ehefrau Flugtickets für einen viertägigen Kurztrip buchen liess, geeignet, seine Familie zu täuschen und sie dazu zu bewegen, freiwillig mit ihm in den Libanon zu reisen, um sie einen Tag vor der geplanten Abreise mit seinen wirklichen Plänen zu überrumpeln. Sein Vorgehen ist mit jenem des Täters vergleichbar, der seinem Opfer einen Transport nach Hause anbietet und dieses über seine wahren Absichten täuscht. Die Vorinstanz verletzt daher kein Bundesrecht, wenn sie in Bezug auf die frühere Ehefrau und die gemeinsame Tochter B.________ vom Tatmittel der List im Sinne von Art. 183 Ziff. 1 Abs. 2 StGB ausgeht und den Beschwerdeführer der mehrfachen qualifizierten Entführung schuldig spricht. Unbegründet ist auch das Vorbringen, es liege keine eklatante Verletzung der Interessen des Kindeswohls von D.________ vor. Soweit der Beschwerdeführer seinen rechtlichen Ausführungen einen von den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu Grunde legt, ohne aufzuzeigen, inwiefern diese willkürlich sind, ist darauf nicht weiter einzugehen. Im Übrigen sind die vorinstanzlichen Erwägungen nicht zu beanstanden. Zwar befand sich D.________ während seines Aufenthalts im Libanon in der Nähe seiner beiden Elternteile. Allerdings lebte er über einen Zeitraum von drei Wochen im Ungewissen über seine unmittelbare Zukunft. Auch verpasste er zwei Wochen Schulunterricht in der Schweiz. Zudem war der Zwang, welchen der Beschwerdeführer auf seine Familie ausübte, sehr einschneidend für D.________. Er fühlte sich vom Beschwerdeführer verraten und reagierte sehr stark (Urteil E. III.2.d S. 21 f.). Unter Würdigung all dieser Umstände verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie festhält, der Aufenthalt im Libanon habe das Kindeswohl von D.________ verletzt. Damit sind die Schuldsprüche wegen mehrfacher qualifizierter Entführung zum Nachteil von A.________ und B.________ sowie D.________ nicht zu beanstanden. Hinsichtlich der seine Tochter C.________ betreffenden Schuldsprüche wegen qualifizierter Entführung und Entziehens von Unmündigen macht der Beschwerdeführer keine falsche Anwendung von Art. 183 Ziff. 2 und aArt. 220 (in der vom 1. Januar 1990 bis 31. Dezember 2012 gültigen Fassung; AS 1989 2449) StGB geltend, weshalb diese vorliegend nicht überprüft werden.