Citation: 4A_462/2024 E. 4.2.4

4.2.4. Mit Bezug auf die Anspruchshöhe erwog die Vorinstanz, die Beschwerdeführerin habe die konkrete Berechnung der Beschwerdegegnerin unsubstanziiert und zu Unrecht als "Basar" abgetan. Zutreffend sei einzig, dass der Beschwerdegegnerin aus dem gescheiterten Geschäft vom 6. März 2020 (oben E. 4.2.2) kein Anspruch auf Ersatz des entgangenen Gewinns zustehe. Im Übrigen sei die Berechnung der Beschwerdegegnerin zur Vermögenseinbusse durch das Offenhalten der Absicherungspositionen nach Erreichen der Stop-Loss-Schwelle bis zu deren Liquidation am 9. März 2020 nicht zu beanstanden. Es resultiere ein Anspruch in Höhe von USD 13'391'584.--. Diesen habe die Beschwerdegegnerin hinreichend und rechtzeitig substanziiert. Namentlich komme ihrem Auszug aus dem Effektenjournal Beweiswert zu, obwohl es sich um eine Parteibehauptung handle. Das Journal sei den aufsichtsrechtlichen Vorgaben entsprechend geführt worden. Zudem sei nachvollziehbar, dass im Auszug für sämtliche Transaktionen als Zeitpunkt 00:00 Uhr angegeben werde, weil die Transaktionen des Tages wie üblich in einem einzigen Settlement zusammengefasst worden und die Angabe einer Durchschnittszeit nicht möglich sei. Sodann habe die Beschwerdegegnerin den Detail-Auszug aller 944 Einzeltransaktionen nachgereicht und zwar rechtzeitig, da die Beschwerdeführerin dies erst in der Duplik bestritten habe. Gründe, weshalb an den Angaben der Beschwerdegegnerin zu zweifeln wäre, seien nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin habe sich in ihrer Stellungnahme vom 12. Januar 2023 denn auch nicht mehr dazu geäussert. Es sei daher erstellt, dass die Beschwerdegegnerin 127'000 Basistitel zu einem gewichteten Durchschnittspreis von USD 262.632 pro Titel liquidiert habe. Daraus resultiere der von ihr genannte Schadensbetrag.