Citation: 2C_403/2015 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin lebt mit ihrem Ehemann eine intakte Ehe. Auszugehen ist daher vom Grundsatz, dass beide Ehegatten ein gemeinsames Steuerdomizil am Familienort haben (BGE 132 I 29 E. 4.2 S. 36, mit Hinweisen). Die Eheleute verfügen zwar über Beziehungen zu mehreren Orten; allerdings verbringt die Beschwerdeführerin die Wochenenden in der Regel in W.________, wohingegen ihr Ehemann in V.________ keinen unmittelbaren Anknüpfungspunkt aufweist. In W.________ verfügt der Ehemann zudem über ein grosszügiges Einfamilienhaus, während die Beschwerdeführerin in V.________ eine zwar zentral gelegene und ihren Komfortvorstellungen genügende, aber einfache 1-Zimmer-Wohnung bewohnt. Hinzu kommt, dass die Eheleute in W.________ Anteile an zwei Rebbergen besitzen, welche sie gemäss Ausführungen in der Beschwerdeschrift zusammen mit Freunden erworben haben. Selbst wenn der Anstoss zum Erwerb dieser Rebberge vom Ehemann ausgegangen sein mag, manifestiert sich darin doch ein eigenes, in W.________ zu lokalisierendes Interesse der Beschwerdeführerin. Unbestrittenermassen pflegt die Beschwerdeführerin sodann in W.________ nachbarschaftliche und freundschaftliche Beziehungen. Ihre Familie in T.________ besucht sie zumindest teilweise ebenfalls von W.________ aus. Neben der ehelichen Beziehung bestehen somit weitere Bezugspunkte zu W.________. Dass die Beschwerdeführerin mit der Anschrift in W.________ über einen Eintrag im Telefonverzeichnis verfügt, ist zwar nicht ausschlaggebend, wurde aber von der Vorinstanz zutreffend als Element gegen einen bloss mittelbaren Bezug der Beschwerdeführerin zu W.________ gewürdigt. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin liess die Vorinstanz sodann keineswegs ausser Acht, dass jeder Ehegatte einen eigenen Wohnsitz begründen und trotz tatsächlich und rechtlich ungetrennter Ehe aufgrund dauernder Trennung von Arbeits- und Familienort je über ein eigenes Hauptsteuerdomizil verfügen kann (BGE 132 I 29 E. 4.2 S. 36, 121 I 14 E. 4a S. 26; Urteil 2C_891/2011 vom 23. Juli 2012 E. 2.3, 2P.2/2003 vom 7. Januar 2004 E. 2.4.1, je mit Hinweisen). Diesbezüglich stellte die Vorinstanz verbindlich (Art. 105 BGG; E. 1.4 hiervor) fest, dass die Beschwerdeführerin in V.________ enge Beziehungen geknüpft hat und dort bei Bedarf auch Arztbesuche stattfinden. Neben ihren Mitgliedschaften in Sportvereinen fallen zudem die in Folge ihrer langjährigen Arbeitstätigkeit in V.________ geknüpften Freundschaften ins Gewicht. Aufgrund der regelmässigen Rückkehr der Beschwerdeführerin nach W.________ kann jedoch - im Unterschied etwa zu dem BGE 121 I 14 zugrunde liegenden Sachverhalt - von einer dauernden Trennung von Arbeits- und Familienort keine Rede sein. Vor diesem Hintergrund nicht ausschlaggebend sind die Beteuerungen der Beschwerdeführerin, wonach sie sich mit V.________ emotional stärker verbunden fühlt als mit W.________ (vgl. BGE 132 I 29 E. 4.1 S. 35 f.; Urteil 2C_92/2012 vom 17. August 2012 E. 4.1). Folglich ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz unter Berücksichtigung dieser Umstände den Mittelpunkt der Lebensinteressen in W.________ verortete.