Citation: 1C_469/2023 E. A

Mit Baubescheid vom 19. Februar 2018 bewilligte die Gemeinde St. Moritz der B.________ AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) den Neubau eines Zweifamilienhauses auf der unüberbauten Parzelle 1855 an der Via Serlas 14 als Erstwohnungen, worauf am 4. Juni 2018 der Baubeginn erfolgte. Am 29. Juli 2019 verfügte die Gemeinde St. Moritz einen Baustopp, weil Abweichungen von der Baubewilligung festgestellt worden waren. Zum damaligen Zeitpunkt war das Bauvorhaben bis und mit Decke über dem 5. UG im Rohbau ausgeführt. Mit Baubescheid vom 28. Oktober 2019 stellte die Gemeinde St. Moritz fest, dass die Baubewilligung vom 19. Februar 2018 dahingefallen sei und lehnte zudem das nachträglich eingereichte Baugesuch ab, weil dieses nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprochen habe. Die Beschwerdegegnerin wurde aufgefordert, innert drei Monaten ein neues bewilligungsfähiges Baugesuch einzureichen. Daraufhin reichte die Beschwerdegegnerin am 9. März 2020 ein neues Baugesuch ein, dieses Mal für ein Einfamilienhaus (EFH) als Erstwohnung. Die eingereichten Pläne sahen für das an einem Hang gelegene Grundstück ein Gebäude mit insgesamt zehn Geschossen vor, wobei neben Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachgeschoss sieben weitere auf Untergeschosse entfielen. Während der Auflagefrist erhob A.________ Einsprache gegen das Bauvorhaben und beantragte die Abweisung des Baugesuchs. Mit Bau- und Einspracheentscheid vom 27. April 2020 wies die Gemeinde St. Moritz die Einsprache ab und bewilligte das Baugesuch unter Auflagen, insbesondere der Erstwohnungsverpflichtung.