Citation: 4P.146/2002 24.10.2002 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführerin beansprucht von der Beschwerdegegnerin eine Entschädigung gestützt auf Art. 5 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Gleichstellung von Frau und Mann vom 24. März 1995 (Gleichstellungsgesetz, GIG; SR 151.1). Nach dieser Bestimmung kann das Gericht einer von sexueller Belästigung betroffenen Person eine Entschädigung zusprechen, wenn der Arbeitgeber nicht beweisen kann, notwendige, angemessene und zumutbare Massnahmen gegen sexuelle Diskriminierung am Arbeitsplatz getroffen zu haben. Nach Auffassung der Beschwerdeführerin geht das Kantonsgericht zu Unrecht davon aus, dass die Beschwerdeführerin die angeblich am Arbeitsplatz erfolgten Belästigungen seitens D.________ nicht habe nachweisen können. Die Beschwerdeführerin wirft dem Kantonsgericht willkürliche Beweiswürdigung vor. 2.2 Im Diskriminierungsstreit würdigt das Gericht die Beweise frei (Art. 12 GIG i.V.m. Art. 343 Abs. 4 OR). Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts liegt Willkür in der Beweiswürdigung vor, wenn das Gericht in seinem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatsächlichen Situation im klaren Widerspruch stehen, auf einem offenkundigen Fehler beruhen oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen. Die Beweiswürdigung ist mithin nicht schon dann willkürlich, wenn vom Gericht gezogene Schlüsse nicht mit der Darstellung des Beschwerdeführers übereinstimmen, sondern bloss, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist. Dabei genügt es nicht, wenn das Urteil sich nur in der Begründung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn es im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 128 I 81 E. 2 S. 86; 127 I 38 E. 2a S. 41; 125 II 129 E. 5b S. 134, je mit Hinweisen).