Citation: 8C_749/2009 01.04.2010 E. 6

Zu prüfen bleibt des Weiteren, welche Tätigkeiten dem Beschwerdeführer noch zumutbar sind. 6.1 Wie erwähnt äusserte sich SUVA-Kreisarzt Dr. med. A.________ am 30. Januar 2007 dahingehend, dass eine Einschränkung bestehe für körperliche Schwerstarbeit, für Beschäftigungen in sehr unwegsamem Gelände oder für dauerndes Treppensteigen sowie für mit Sturzgefahren verbundene Tätigkeiten. Schon am 22. Dezember 2006 erachteten die Ärzte der Uniklinik Y.________ etwa die Arbeit eines Buschauffeurs als geeignet. Auch wenn sie in der Folge leichte bis mittelschwere wechselbelastende Beschäftigungen als behinderungsangepasst nannten (Berichte vom 19. März 2007 und vom 30. Juli 2007), schlossen sie doch explizit nur kniebelastende Tätigkeiten aus, wobei namentlich solche auf unebenem Untergrund, Treppensteigen und kniende Tätigkeiten aufgeführt wurden (Bericht vom 13. Mai 2008). Nach Einschätzung des Dr. med. Z.________ liess sich für die Arbeit als Lastwagenchauffeur seitens des Bewegungsapparates keine Arbeitsunfähigkeit begründen (Bericht vom 16. Mai 2008). Es sind insofern keine Widersprüchlichkeiten auszumachen. 6.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass zur Bestimmung der Arbeitsfähigkeit nicht einfach auf die Zumutbarkeit der früheren Tätigkeit als Chauffeur verwiesen werden könne, da er nur befristet und kurzfristig als solcher angestellt gewesen sei. Dies trifft zwar bezüglich der letzten Arbeitsstelle bei der X.________ AG zu; dieses Arbeitsverhältnis dauerte lediglich vom 11. Juli bis zum 31. Dezember 2005. Indessen geht aus dem vom Beschwerdeführer abgegebenen Lebenslauf hervor, dass er über einen Führerausweis für Lastwagen (Kategorien C und CE) verfügt und schon früher als Chauffeur tätig war, so bei der Firma G.________ von 1999 bis 2000 und als Taxichauffeur in seiner Heimat im Kosovo von 1991 bis 1993. Des Weiteren lässt sich dem Lebenslauf entnehmen, dass der Versicherte eine Ausbildung zum Textilweber genossen hat und in der Landwirtschaft, als Maler und als Reinigungsmitarbeiter tätig war. 6.3 Damit ist zusammengefasst festzustellen, dass dem Beschwerdeführer nach den diesbezüglich übereinstimmenden ärztlichen Berichten die Tätigkeit als Chauffeur weiterhin zuzumuten ist, wenn auch mit der Einschränkung, dass damit verbundene körperliche Schwerstarbeit oder die genannten kniebelastenden Tätigkeiten nicht möglich sind. Da der Beschwerdeführer zuletzt zwar nur während einigen Monaten als Chauffeur gearbeitet hat, jedoch auch schon früher und über längere Zeiträume in diesem Beruf tätig war, kann ohne weiteres auf diese Verweistätigkeit abgestellt werden. 6.4 Es wird in diesem Zusammenhang des Weiteren beantragt, es sei zur Bestimmung von Validen- und Invalideneinkommen auf die Durchschnittslöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen und ein leidensbedingter Abzug von 10 % zu gewähren, woraus, weil bei beiden Vergleichseinkommen vom selben Tabellenlohn auszugehen ist (vgl. dazu auch Urteil I 1/03 vom 15. April 2003 E. 5.2), ein Invaliditätsgrad von 10 % und ein dementsprechender Anspruch auf eine Invalidenrente resultieren würde. Dem kann im Ergebnis auch deshalb nicht gefolgt werden, weil sich ein Abzug vom Tabellenlohn jedenfalls im beantragten Umfang nicht rechtfertigt. Beim Einkommensvergleich unter Verwendung statistischer Tabellenlöhne ist rechtsprechungsgemäss zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen, insbesondere wenn sie in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichtet haben. Sodann ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481, 126 V 75 E. 5 S. 78 ff.). Der Beschwerdeführer hat auch als Gesunder keine körperliche Schwerstarbeit ausgeübt und es sind ihm nach übereinstimmender ärztlicher Einschätzung unter Berücksichtigung der Kniebeschwerden weiterhin auch mittelschwere Tätigkeiten zumutbar; sitzende Tätigkeiten sind zufolge der Belastungsabhängigkeit der Schmerzen ohne Einschränkung zumutbar. Er ist 1961 geboren, lebt seit 1993 in der Schweiz, besitzt eine Niederlassungsbewilligung C und es bestehen nach Lage der Akten keine Anhaltspunkte dafür, dass wegen mangelhafter Deutschkenntnisse Verständigungsschwierigkeiten aufgetreten wären; er hat gemäss seinem Lebenslauf diverse Deutsch-Intensivkurse absolviert. 6.5 Damit besteht auch kein Anspruch auf eine Invalidenrente.