Citation: 6B_56/2020 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Verletzung des Grundsatzes "ne bis in idem". Er macht geltend, den in der Anklageschrift erhobenen Vorwürfen der eventualvorsätzlichen Tötung und des Angriffs liege der gleiche Lebenssachverhalt zugrunde. Die Staatsanwaltschaft habe mit Verfügung vom 27. Mai 2013 das gegen ihn geführte Strafverfahren wegen eventualvorsätzlicher Tötung rechtskräftig eingestellt. Aufgrund des Grundsatzes "ne bis in idem" und der Sperrwirkung der materiellen Rechtskraft der Einstellungsverfügung hätten die Strafverfolgungsbehörden und kantonalen Gerichtsinstanzen daher das Strafverfahren wegen Angriffs gegen ihn nicht mehr weiterführen dürfen. Es liege ein Verfahrenshindernis im Sinne von Art. 329 Abs. 1 lit. c und 339 Abs. 2 lit. c StPO vor, weshalb das Verfahren eingestellt werden müsse. Soweit die Vorinstanz annehme, der Vorwurf des Angriffs beruhe nicht auf demselben Sachverhalt wie derjenige der eventualvorsätzlichen Tötung, verletze sie Bundesrecht. Der massgebliche Lebenssachverhalt bestehe im vorliegenden Fall darin, dass es zwischen zwei Gruppierungen zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen sei, bei welcher eine beteiligte Person getötet worden sei. Dieser Sachverhalt lasse sich weder in verschiedene Straftatbestände noch in einzelne Handlungen aufspalten (Beschwerde S. 8 ff.).