Citation: 1C_473/2018 E. A

Mit Ausschreibung vom 1. August 2017 im Schengener Informationssystem (SIS) ersuchten die polnischen Behörden um Fahndung und Verhaftung des polnischen Staatsangehörigen A.________ zwecks Auslieferung im Hinblick auf die Vollstreckung diverser Freiheitsstrafen. Am 1. Dezember 2017 wurde A.________ in der Schweiz angehalten und mit Haftanordnung des Bundesamtes für Justiz (BJ) in provisorische Auslieferungshaft versetzt. Anlässlich seiner Einvernahme erklärte er, mit einer Auslieferung an Polen nicht einverstanden zu sein. Mit Auslieferungshaftbefehl vom 4. Dezember 2017 verfügte das BJ die Auslieferungshaft. Mit Schreiben vom 15. Dezember 2017 reichte das polnische Justizministerium ein formelles Auslieferungsersuchen in Bezug auf einen Auslieferungsantrag des Amtsgerichts Bytom ein und wies darauf hin, dass noch Ergänzungen folgen würden. Insbesondere mit Schreiben vom 2. Januar 2018 ergänzte es das Ersuchen mit einem Auslieferungsantrag des Amtsgerichts Chorzów. A.________ nahm zum Auslieferungsersuchen Stellung. Mit Schreiben vom 3. Mai 2018 brachte er vor, er habe tags zuvor mit dem Amtsgericht Chorzów telefoniert. Anlässlich des Telefonats sei ihm unter anderem beschieden worden, dass sämtliche Urteile gegen ihn vollstreckt würden, auch wenn für einen Teil der Urteile die Auslieferung nicht bewilligt würde. Mit Auslieferungsentscheid vom 7. Mai 2018 verfügte das BJ die Auslieferung für die dem Urteil des Amtsgerichts Chorzów vom 18. Oktober 2011 zugrunde liegenden Straftaten. Im Übrigen wies es das Auslieferungsersuchen ab. Am 6. Juni 2018 ordnete das BJ gegen eine Kaution von Fr. 20'000.-- und Schriftenhinterlegung die Haftentlassung an. Eine von A.________ gegen den Auslieferungsentscheid erhobene Beschwerde wies das Bundesstrafgericht mit Entscheid vom 4. September 2018 ab, soweit es darauf eintrat (Dispositiv-Ziff. 2). Den Antrag, das Beschwerdeverfahren bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids über das in Polen hängige Begnadigungsverfahren betreffend das Urteil des Amtsgerichts Chorzów vom 18. Oktober 2011 zu sistieren, lehnte es ab (Dispositiv-Ziff. 1).