Citation: 6A.105/2002 21.03.2003 E. 2

2.1 Wie bereits die Verwaltungsbehörde stützt sich die Rekurskommission für ihren Entscheid - zusätzlich zur einschlägigen Vorgeschichte - auf das IAP-Gutachten, welches die Fahreignung des Beschwerdeführers aus charakterlichen Gründen im Unterschied zum IFPD-Gutachten verneint. Sie setzt sich dabei auch mit den bereits im kantonalen Verfahren vorgebrachten Einwänden gegen die Qualität und die Neutralität des IAP-Gutachtens auseinander. Die Differenzen zwischen den beiden Gutachten erklärt die Rekurskommission damit, dass sich der Gutachter des IFPD vorwiegend auf medizinisch-psychiatrische Fragen konzentrierte, wogegen der Gutachter des IAP vor allem die für den Strassenverkehr relevanten charakterlichen Persönlichkeitsmerkmale geprüft habe. Das Gutachten des IFPD beantworte die Frage nach den tatsächlichen Persönlichkeitseigenschaften des Beschwerdeführers nicht. Es müssten für den Sicherungsentzug des Fahrausweises jedoch nicht medizinische beziehungsweise neurologische oder psychiatrische Störungen vorliegen; es genüge, dass ein Fahrzeuglenker aus charakterlichen Gründen ungeeignet sei, ein Fahrzeug zu führen. Der Beschwerdeführer zeige kaum Einsicht. Es sei deshalb nicht mit einer Verhaltensänderung zu rechnen. Dies ergebe sich unter anderem auch aus der Tatsache, dass der Beschwerdeführer am 8. Januar 2002 erneut wegen eines Geschwindigkeitsexzesses habe verzeigt werden müssen. 2.2 Dagegen wendet der Beschwerdeführer ein, dass das Gutachten, entgegen der vorinstanzlichen Würdigung, zumindest den Anschein der Voreingenommenheit erwecke und dass sich die negative Einstellung des Gutachters im Bericht in stossender Weise niedergeschlagen habe. Unzutreffend sei die Feststellung, wonach das Gutachten des IFPD ungeeignet sei, die Fahrfähigkeit des Beschwerdeführers zu beurteilen, weil es dessen charakterlichen Verkehrseignung zu wenig Beachtung schenke. Aus dem Gutachten des IFPD gehe schlüssig hervor, dass der Beschwerdeführer, gestützt auf eine neuropsychologische Untersuchung, in verkehrspsychologischer Hinsicht umfassend gewürdigt worden sei. Schliesslich spreche klar für die Einholung eines Obergutachtens, dass der Beschwerdeführer im Abstand von eineinhalb Jahren zweimal auf Grund der gleichen Aktenlage und der gleichen Fragen mit diametral entgegengesetzten Resultaten verkehrspsychologisch untersucht worden sei.