Citation: 1P.271/2001 05.11.2001 E. 2

2.- Das Verwaltungsgericht hat einlässlich geprüft und begründet, dass die bei ihm erhobene Beschwerde nicht als Stimmrechtsbeschwerde im Sinne von § 37 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (Verwaltungs- prozessordnung, VPO), sondern als Verwaltungsgerichtsbe- schwerde nach § 43 VPO entgegenzunehmen war. Es stützte sich dabei insbesondere auf § 37 Abs. 3 VPO, welcher die anfecht- baren Akte aufzählt und dabei Entscheidungen des Landes- kirchenrates nicht erwähnt. Weiter verwies es auf die Syste- matik der Verwaltungssprozessordnung und die Gesetzesmate- rialien zur Verwaltungsprozessordnung und zur Verfassung der römisch-katholischen Landeskirche. In Anbetracht dieser einlässlichen Begründung kann dem Verwaltungsgericht nicht vorgeworfen werden, die Verwal- tungsprozessordnung in Verletzung des Willkürverbotes (Art. 9 BV) ausgelegt und angewendet zu haben. Die Beschwer- deführerin bringt nichts vor, was den angefochtenen Ent- scheid in dieser Hinsicht als unhaltbar erscheinen liesse. Insbesondere ist der Hinweis auf § 32 Abs. 2 VPO unbehelf- lich, da gerade streitig ist, ob der Landeskirchenrat der Verwaltungsgerichtsbarkeit unterstellt ist. Fraglich könnte einzig sein, ob aus der Garantie der politischen Rechte, wie sie in Art. 34 Abs. 1 BV und § 21 ff. KV/BL enthalten ist, und dem Anspruch auf gerichtliche Kontrolle in Stimmrechts- sachen nach § 37 KV/BL Verfahrensansprüche abgeleitet werden könnten. Wie es sich damit verhält, braucht nicht im Einzel- nen entschieden zu werden, soweit in andern Beschwerdever- fahren tatsächlich Rechtsschutz verlangt werden kann und gewährt wird. In dieser Hinsicht gilt es insbesondere zu beachten, dass das Verwaltungsgericht die Beschwerde der Beschwerdeführerin - wenn auch unter einem andern Titel - tatsächlich entgegengenommen hat, das aktuelle Interesse an der Beschwerdeführung sowohl unter dem Gesichtswinkel der Verwaltungsgerichtsbeschwerde als auch unter jenem der Stimmrechtsbeschwerde beurteilt und die Beschwerde im Zu- sammenhang mit der Kostenverlegung auch materiell geprüft hat. Die Beschwerdeführerin hat demnach durch den Ausschluss der Stimmrechtsbeschwerde keinen Nachteil erlitten. Damit erweist sich ihre staatsrechtliche Beschwerde in diesem Punkte als unbegründet.