Citation: 2C_842/2019 E. 4.3.3

4.3.3. In rechtlicher Hinsicht ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden: Dass der Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz in Nigeria für die Beschwerdeführerin mit gewissen Schwierigkeiten verbunden sein kann, genügt nicht, um ihre Rückkehr in die Heimat als unzumutbar erscheinen zu lassen. Daran ändern die von der Beschwerdeführerin ins Feld geführten (und von der Vorinstanz nicht in Frage gestellten) Integrationsbemühungen nichts. Eine erfolgreiche Integration wäre zwar massgeblich im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG, genügt aber für sich genommen nicht für eine Bewilligung nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG (Urteil 2C_578/2011 vom 1. Dezember 2011 E 3.3). Unerheblich ist auch das Vorbringen der Beschwerdeführerin, sie habe eine (erwachsene) Tochter in der Schweiz, zu der sie enge Verbindungen unterhalte. Sie kann ihre Beziehungen zu dieser Tochter ohne Weiteres besuchsweise pflegen (Urteil 2C_293/2014 vom 29. September 2014 E. 5.3.3). Auch dass sie einen Schweizer Staatsangehörigen kennengelernt hat, den sie nach ihrer Scheidung offenbar heiraten möchte, ist mit Blick auf die Frage der Wiedereingliederung in Nigeria nicht von Belang. In Anbetracht aller Umstände ist die Vorinstanz deshalb zu Recht davon ausgegangen, dass im vorliegenden Fall nicht von einer starken Gefährdung der Wiedereingliederung ausgegangen werden kann und der Beschwerdeführerin die Rückkehr nach Nigeria zumutbar ist.