Citation: I 765/05 29.06.2006 E. 3

Die Vorinstanz erwog, die Versicherte habe zwischen 1. Juni 2001 und 30. Juni 2003 unbestrittenermassen eine Arbeitsfähigkeit von 50 % realisiert, bevor sie ihre Stelle aus wirtschaftlichen Gründen verloren habe. Die IV-Stelle sei insoweit zutreffend von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Anlässlich der Begutachtung durch Dr. med. J.________ vom 30. Mai 2005 habe die Beschwerdeführerin dieselben gesundheitlichen Beeinträchtigungen geschildert wie gegenüber Dr. med. W.________ im August 2003. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei daher nicht wahrscheinlich. Damit bleibe es auch für die Zeit ab 1. Juli 2003 bei einer Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von (mindestens) 50 %. Die Beschwerdeführerin anerkennt die vorinstanzliche Invaliditätsbemessung für die Zeit bis 30. Juni 2003 ausdrücklich. Sie stellt sich indessen auf den Standpunkt, ab 1. Juli 2003 aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter in der Lage gewesen zu sein, mehr als zwei Stunden täglich einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Ihre Arbeitsfähigkeit sei hauptsächlich wegen orthopädischen bzw. radikulären Beschwerden eingeschränkt, welche der orthopädische Chirurge Dr. med. J.________ besser beurteilen könne als der Rheumatologe Dr. med. W.________. Auf die Einschätzung des Letzten könne daher nicht abgestellt werden. Sodann sei zu berücksichtigen, dass sie eine 50%ige Arbeitstätigkeit nur habe realisieren können, weil die Haushaltarbeiten vollumfänglich durch ihren Ehemann und ihre Tochter übernommen worden seien. Der Interdependenz zwischen beruflicher Tätigkeit und Haushalt- bzw. Freizeitbetätigung müsse Rechnung getragen werden.