Citation: 6B_97/2019 E. 1.2.3

1.2.3. In Bezug auf den zu beurteilenden Fall nimmt die Vorinstanz an, die letzte Zahlung eines Anlegers auf eines der vom Beschwerdeführer geführten Konten sei mit Valuta vom 24. November 2009 erfolgt. In diesem Zeitpunkt sei somit beim letzten Investor der Vermögensschaden eingetreten und der von B.________ begangene Betrug sei mithin mit dieser letzten Vermögensdisposition vollendet gewesen. Die letzte Überweisung an die Handelsplattform G.________ SA sei mit Valuta vom 27. November 2009 ausgeführt worden. Sogenannte Rendite- und Kapitalrückzahlungen an die Kunden seien bis zum 3. Mai 2010 erfolgt. Über diesen Zeitpunkt hinaus seien weitere Ausgaben und Bezüge u.a. für Privatbelange von B.________ und seiner Partnerin vorgenommen worden. Die Zahlungsflüsse innerhalb des Systems und aus diesem hinaus hätten folglich unter ständiger Reduzierung des Kundenkapitals über die letzte Investoreneinzahlung sowie die letzten Rendite- und Kapitalrückzahlungen hinaus angedauert. Die vermeintlichen Renditezahlungen, wie auch die Kapitalrückzahlungen an die von B.________ angeworbenen Investoren, hätten den Fortbestand des Ponzi-Systems begünstigt. Damit sei die irrige Vorstellung der von solchen Zahlungen profitierenden Anleger, ihr Vermögen werde entsprechend der ihnen gegebenen Zusicherungen verwaltet und angelegt, weiter unterhalten worden. Das mit dem fortdauernden Vortäuschen der vertraglich geschuldeten Vermögensanlage offensichtlich verfolgte Ziel habe darin bestanden, sich möglichst lange an den Investorengeldern zu bedienen und gleichzeitig die Möglichkeit zu wahren, weitere Anleger zu gewinnen. Solange solche täuschenden Machenschaften im Gange gewesen seien, sei der Betrug nicht abgeschlossen gewesen. Er sei erst mit der letzten Auszahlung an einen Kunden vom 3. Mai 2010 beendet gewesen (angefochtenes Urteil S. 37 ff.). Hinsichtlich der Beteiligung des Beschwerdeführers gelangt die Vorinstanz nach einlässlicher Würdigung der objektiven Beweismittel zum Schluss, jener habe bereits im Oktober 2009 erkannt, dass B.________ sich nicht um gesetzliche, reglementarische und vertragliche Vorschriften gekümmert und gegenüber seinen Vertragspartnern ein falsches Spiel getrieben habe. Dass der Beschwerdeführer die Ränke B.________s nichtsdestotrotz weiterhin widerspruchslos unterstützt habe, manifestiere, dass er dieses Risiko in Kauf genommen und ab einem gewissen Zeitpunkt dessen Tat direkt vorsätzlich gefördert habe. Da die Haupttat noch nicht beendet gewesen sei, als der Beschwerdeführer seinen Eventualvorsatz gefasst habe, sei Beihilfe gemäss Art. 25 OR möglich gewesen (angefochtenes Urteil S. 118 ff.).