Citation: 1C_496/2014 E. 4.2.2

4.2.2. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil in tatsächlicher Hinsicht festgestellt, dass die Ehegatten viereinhalb Monate nach der erleichterten Einbürgerung bereits getrennt lebten, einen weiteren Monat später ein gemeinsames Scheidungsbegehren einreichten und wiederum drei Monate später geschieden wurden. Noch im Monat, in dem das Scheidungsurteil erging, habe der Beschwerdeführer im Kosovo eine ihm gegenüber drei Jahre jüngere Frau kennengelernt, die er im Sommer des Folgejahres geheiratet habe. Dass die Vorinstanz in Berücksichtigung der Chronologie der Ereignisse - namentlich der sehr kurzen Zeitspanne zwischen der gemeinsamen Erklärung zum Zustand der ehelichen Gemeinschaft bzw. der erleichterten Einbürgerung und der Trennung sowie der Scheidung - zum Schluss kam, es bestehe die Vermutung, dass die Ehe zum Zeitpunkt der gemeinsamen Erklärung bzw. der erleichterten Einbürgerung in Wahrheit nicht intakt war und die Einbürgerungsbehörde über diesen Umstand aktiv oder passiv getäuscht worden sei, ist nachvollziehbar und nicht willkürlich.