Citation: 5A_479/2022 E. 3.3.3

3.3.3. Bleibt es dabei, dass sich das Obergericht ohne entsprechende Anträge nicht über die Ferienzeit von C.________ mit der Beschwerdeführerin auszusprechen brauchte, so erübrigen sich Erörterungen zur Frage, ob es sich mit Art. 8 und/oder Art. 9 BV verträgt, im Rahmen der Regelung der alternierenden Obhut bei beinahe hälftigen Betreuungsanteilen für den einen Elternteil mehrere Wochen und für den andern überhaupt keine Ferien mit dem Kind zuzugestehen. Soweit sich die Beschwerdeführerin allein darüber beklagt, dass der Ferienanspruch des Beschwerdegegners im Berufungsverfahren von vier auf fünf Wochen erhöht wurde, begnügt sie sich mit dem pauschalen Vorwurf, der Beschwerdegegner wolle damit ihre Betreuungszeit verkürzen. Darauf ist nicht einzutreten. Entsprechend ist auch keine neue Feststellung der Betreuungsanteile erforderlich und das diesbezügliche Begehren ebenfalls abzuweisen. Was schliesslich die Frage der Wochenendregelung angeht, geht aus der Beschwerde nicht hinreichend deutlich hervor, ob die Beschwerdeführerin der Vorinstanz auch losgelöst von der Ferienfrage eine Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorwerfen oder mit Blick auf das Thema Ferien lediglich kundtun will, welch grosse Opfer sie bei der Regelung der Betreuungsanteile ohnehin schon erbracht hat. Auch darauf braucht das Bundesgericht nicht weiter einzugehen.