Citation: U 46/07 10.01.2008 E. 3

Das kantonale Gericht hat zunächst erkannt, dass die persistierenden Beschwerden nicht mit einem organisch objektiv ausgewiesenen unfallbedingten Gesundheitsschaden erklärt werden können. Das ist nach Lage der Akten richtig. Aus den weiteren Erwägungen im angefochtenen Entscheid geht nicht zweifelsfrei hervor, ob die Vorinstanz von einem beim Unfall erlittenen Schädel-Hirntrauma ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle ausgeht oder nicht. Jedenfalls ist sie zur Auffassung gelangt, die Versicherte habe bei der Autokollision eine - ebenfalls nicht mit organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen verbundene - HWS-Distorsion erlitten, welche natürlich kausal sei für die persistierenden Beschwerden. Der adäquate Kausalzusammenhang sei daher nach der sog. Schleudertrauma-Praxis zu prüfen. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde führende SUVA verneint jegliche natürlich unfallkausale Verletzung, welche die Anwendung der besagten Adäquanzbeurteilungspraxis zu rechtfertigen vermöchte. Die noch geklagten Beschwerden seien vielmehr mit einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall zu erklären. Die diskutierte Unterscheidung bei den Adäquanbeurteilungsmethoden ist insofern von Bedeutung, als nach der Schleudertrauma-Praxis, anders als im Falle einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall, bei der Prüfung der abhängig von der Unfallschwere gegebenenfalls in die Adäquanzprüfung einzubeziehenden unfallbezogenen Kriterien auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird, weil es hier nicht entscheidend ist, ob Beschwerden eher als organischer und/oder psychischer Natur beurteilt werden (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367 und 369 E. 4b S. 382 f.).