Citation: 7B_730/2023 E. 3.3

3.3. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers hat sich die Vorinstanz mit den massgeblichen Faktoren hinlänglich befasst und diese in ihre Entscheidfindung mit einfliessen lassen. Einleitend anerkennt sie, dass der Beschwerdeführer heute in stabilen Verhältnissen lebt. Er sei verheiratet, Vater von drei Kindern und gehe seit geraumer Zeit einer Festanstellung nach. Damit trage er massgeblich zum Familienunterhalt bei und beteilige sich auch aktiv an der Kinderbetreuung. Positiv zu werten sei ausserdem, dass sich der Beschwerdeführer von Drogen und dem entsprechenden Umfeld scheinbar habe distanzieren können. Damit bezieht die Vorinstanz die Umstände zum Zeitpunk ihres Entscheids sowie die erfreulichen Entwicklungen seit den Tatbegehungen in ihre Prognosestellung mit ein. Sie erkennt hierin auch als günstig zu wertende Faktoren. Wenn diese aus ihrer Sicht die negativen Prognoseelemente nicht aufzuwiegen vermögen, gibt dies, wie sogleich zu zeigen sein wird, letztlich zu keinen Beanstandungen Anlass. So führt die Vorinstanz im Anschluss aus, der Beschwerdeführer sei mit Strafbefehl vom 17. November 2015 wegen Widerhandlung gegen das WG zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen sowie zu einer Busse verurteilt worden. Am 20. Juli 2016 sei ein weiterer Strafbefehl wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand infolge Alkoholkonsums sowie Verletzung der Verkehrsregeln ergangen, wobei eine unbedingte Geldstrafe von 25 Tagessätzen und eine Busse ausgesprochen worden seien. Mit Strafbefehl vom 31. Juli 2017 sei der Beschwerdeführer schliesslich wegen versuchter Fälschung von Ausweisen, Widerhandlung gegen das BetmG sowie einer entsprechenden Übertretung als Teilzusatzstrafe zum Strafbefehl vom 20. Juli 2016 zu einer unbedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen und zu einer Busse verurteilt worden. Die Vorstrafen wiegen zwar verhältnismässig nicht besonders schwer, sie sind aber teilweise - hinsichtlich Widerhandlung gegen das WG und das BetmG - einschlägig, was zuungunsten des Beschwerdeführers ins Gewicht fällt. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer laut vorinstanzlichen Erwägungen vom 11. bis 14. April 2018 sowie vom 9. September bis 18. November 2019, mithin bereits mehrmals in Untersuchungshaft gesessen hat. Dennoch habe er sich, so die Vorinstanz, bereits im Januar 2020 und damit nur wenige Monate nach seiner Entlassung erneut strafbar gemacht. Erschwerend komme hinzu, dass die von ihm begangenen Straftaten mit zunehmender Anzahl auch an Schwere gewonnen hätten und damit eine eigentliche Enthemmung stattgefunden habe. Der vorinstanzlichen Schlussfolgerung kann angesichts der Umstände der Taten, die der vorliegenden Verurteilung zugrunde liegen, voll und ganz gefolgt werden. Insbesondere im Vorfall mit B.________ ist eine überschiessende Gewaltreaktion zu erkennen, welche eine beachtliche Impulsivität und Unbeherrschtheit seitens des Beschwerdeführers offenbart. Darin, und in der qualifizierten Widerhandlung gegen das BetmG, liegt mit der Vorinstanz eine merkliche Intensivierung des deliktischen Verhaltens. Die Vorinstanz erwägt sodann, der Beschwerdeführer habe bereits zum Zeitpunkt dieser Taten über ein stabiles Umfeld verfügt. Insbesondere hätten diese allesamt nach der Geburt seiner beiden Söhne in den Jahren 2014 und 2016 stattgefunden. Nur wenige Wochen nach der Geburt seines dritten Kindes sei er zudem am 31. Mai 2019 vom Polizeiposten geflohen und habe sich ins Ausland abgesetzt. Wenn die Vorinstanz Zweifel an der Beständigkeit und Verlässlichkeit der positiven Entwicklung des Beschwerdeführers äussert, ist dies vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden. Schliesslich prüft die Vorinstanz die Auswirkungen eines teilbedingten Vollzugs auf die Legalprognose zwar nicht ausdrücklich. Einleitend nimmt sie jedoch auf die Voraussetzungen von Art. 43 StGB Bezug. Nebendem ist ihren Ausführungen, namentlich dem Hinweis auf die mehrfach erstandene Untersuchungshaft, in der Gesamtbetrachtung hinreichend deutlich zu entnehmen, dass sie die Möglichkeit eines teilbedingten Vollzugs aufgrund einer eigentlichen Schlechtprognose verwirft. Der Kritik, die vorinstanzliche Prüfung sei lückenhaft und unzureichend begründet, kann somit nicht gefolgt werden. Im Ergebnis scheint die vorinstanzliche Beurteilung, welche zur Verweigerung des teilbedingten Vollzugs führt, zwar streng, jedoch nicht ausserhalb ihres Ermessens liegend. Der Beschwerde ist insoweit kein Erfolg beschieden.