Citation: 8C_544/2018 E. 5.2.1

5.2.1. Gestützt auf die erwähnte Beweiserhebung ist, wie der Beschwerdeführer richtig vorbringt, davon auszugehen, dass auch tagsüber Personen der Kinderspitex in der Stiftung C.________ arbeiten. Mithin ist die Schlussfolgerung, es handle sich nicht um medizinische Massnahmen, da sie während des Tages von Mitarbeitenden der Stiftung erbracht würden, falsch. Sie würde selbst dann zu kurz greifen, wenn tagsüber tatsächlich ausschliesslich Mitarbeitende der Stiftung die Leistungen erbringen würden, müsste doch diesfalls geprüft werden, ob es sich dabei um medizinische Hilfspersonen im Sinne von Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG handelt, was aus den Akten nicht genügend hervorgeht. Insofern kann auch nicht einfach auf BGE 136 V 209 verwiesen werden, wurde der reine Entlastungscharakter dort ja damit begründet, dass keine medizinische Notwendigkeit bestand, die Vorkehren durch medizinisch ausgebildetes Personal vornehmen zu lassen, und dass die Spitex an zwei Nächten pro Woche Leistungen erbrachte, zu deren Vornahme die Eltern als medizinische Laien in den übrigen Nächten selber in der Lage waren. Der vorliegend zu beurteilende Sachverhalt lässt sich daher auch nicht mit dem jüngst ergangenen Urteil 8C_541/2018 vom 10. April 2019 und seinen Nachfolgefällen vergleichen, bei welchen die Kinderspitex im Rahmen eines sog. Hängematten-Aufenthalts der Kinder in den Räumlichkeiten der Stiftung C.________ die Betreuung und Pflege erbringt, welche in der übrigen Zeit durch die Eltern als medizinische Laien vorgenommen wird, und so eine reine Entlastungsmassnahme für die Eltern darstellt.