Citation: 2C_430/2023 E. A

A.a. Die kenianische Staatsangehörige A.________ (geb. 1974) heiratete im April 2003 in Kenia den Schweizer Bürger C.________. Dieser adoptierte im August 2003 ihren vorehelichen Sohn B.________ (geb. 2001). Im Rahmen des Familiennachzugs reiste A.________ mit ihrem Sohn im November 2003 in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung, während ihrem Sohn aufgrund der Adoption das Schweizer Bürgerrecht erteilt wurde. Im Jahr 2005 trennten sich die Eheleute und die Ehe wurde im Jahr 2009 geschieden. Die elterliche Sorge für B.________ wurde der Mutter zugewiesen; ihr Sohn wurde mit ihrer Unterstützung im August 2008 in einer Grossfamilie fremdplatziert. B.________ wuchs anschliessend bei dieser Grossfamilie auf, wobei er weiterhin einen engen und guten Kontakt - vor allem an den Wochenenden und in den Ferien - zu seiner Mutter pflegte. Zum Adoptivvater bestand ab 2005 kein Kontakt mehr. B.________ wurde 2019 volljährig, hat eine Berufsausbildung als Logistiker absolviert und ist vollzeitlich berufstätig. A.b. A.________ war bereits ab Beginn ihres Aufenthalts in der Schweiz alkoholabhängig. Im Juni 2019 wurden bei ihr ein Alkoholabhängigkeitssyndrom mit ständigem Substanzgebrauch sowie Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion diagnostiziert. Nach einem stationären Klinikaufenthalt von August bis September 2019 wurde ihr von der behandelnden Klinik im Januar 2020 eine stabile Alkoholabstinez bzw. eine erfolgreiche Alkoholentzugsbehandlung attestiert. A.c. Insbesondere aufgrund ihrer Alkoholsucht ist A.________ strafrechtlich wie folgt in Erscheinung getreten: Am 17. Januar 2008 wurde sie wegen eines Strassenverkehrsdelikts per Strafmandat zu einer Busse von Fr. 200.-- verurteilt. Am 22. September 2011, 24. Oktober 2012 und 20. Mai 2014 wurde sie mittels Strafbefehl wegen unanständigen Benehmens jeweils zu einer Busse verurteilt (Fr. 350.--, Fr. 180.--, Fr. 90.--). Am 14. Mai 2014 wurde sie per Strafbefehl wegen Erleichterns des rechtswidrigen Aufenthalts zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen à Fr. 20.-- mit Busse von Fr. 200.-- verurteilt. A.d. Ab dem Jahr 2006 bezog A.________ bis im März 2023 ergänzende Sozialhilfe von insgesamt Fr. 374'000.--. Sie wurde deswegen im Februar 2006, im Juni 2017 sowie im Juni 2018 ausländerrechtlich verwarnt. Per Ende März 2023 meldete sich A.________ von der Sozialhilfe ab. Ausserdem war sie im Juli 2019 mit Betreibungen in der Höhe von Fr. 231.95 und Verlustscheinen in der Höhe von Fr. 3'043.40 im zuständigen Betreibungsregister verzeichnet. A.e. In den Jahren 2006 bis 2009 nahm A.________ an Beschäftigungs- und Integrationsangeboten teil. 2010 absolvierte sie einen Kurs als Pflegehelferin. Vom September 2010 bis August 2011 hatte sie einen "externen Arbeitstrainingsplatz" mit einem Pensum von 80 % in einem Alters- und Pflegeheim inne und konnte beim selben Arbeitgeber am 1. September 2011 eine befristete Stelle mit gleichem Pensum antreten. Von November 2012 bis Juni 2017 arbeitete A.________ mit einem 50 %-Pensum als Raumpflegerin. Vom Februar bis Oktober 2018 arbeitete sie wiederum als Reinigungsmitarbeiterin. Anschliessend absolvierte sie bis Mai 2019 ein Praktikum in einem Alters- und Pflegeheim. Von Oktober 2019 bis April 2020 war sie im Rahmen eines Beschäftigungs- und Integrationsangebots mit einem Pensum von 80 % in der Gastronomie tätigt. Seit September 2020 ist A.________ unbefristet bei D.________ als "Crew"-Mitarbeiterin angestellt. Sie verfügt dort über ein Pensum von mindestens 40 % und kann, wenn Bedarf besteht, darüber hinaus arbeiten. Bis Ende März 2023 erzielte sie dort ein durchschnittliches Nettoeinkommen von monatlich Fr. 1'547.--. Zudem ist A.________ seit März 2021 als Küchenhilfe in einer Tagesschule der Einwohnergemeinde U.________ angestellt, zuerst im Stundenlohn für 10 - 20 Stunden pro Woche. Seit dem 1. Juli 2021 befindet sie sich mit der Einwohnergemeinde U.________ diesbezüglich in einem unbefristeten öffentlich-rechtlichen Arbeitsverhältnis, seit dem 1. März 2022 mit einem höheren Pensum (vgl. dazu E. 3.2 unten). Mit dieser Tätigkeit erzielt sie ein monatliches Nettogehalt von Fr. 1'057.--. Insgesamt verdient A.________ somit Stand März 2023 netto rund Fr. 2'604.-- monatlich.