Citation: 7B_280/2023 E. 2.3

2.3. Inwiefern die Vorinstanz die Begründungspflicht als Teilaspekt des Anspruchs auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verletzt haben soll, wie der Beschwerdeführer moniert, ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz prüft die Frage, ob der Beschwerdeführer (rückwirkend) bedingt zu entlassen ist oder nicht, unter dem Titel von Art. 86 StGB. Einleitend stellt sie zudem fest, dass der vom Beschwerdeführer angerufene Art. 95 Abs. 5 StGB vorliegend keine Anwendung finde. Bei dieser Bestimmung gehe es um die möglichen Rechtsfolgen nach einer bedingten Entlassung (welche vorliegend gerade erst geprüft werde bzw. vom VBD abgelehnt worden sei) bzw. während der Probezeit einer bedingten oder teilbedingten Strafe. Vorliegend gehe es weder um eine Rückversetzung noch um einen Widerruf einer bedingten Strafe, zumal Letzteres nicht angeordnet worden sei und sich der Beschwerdeführer formell noch nicht im eigentlichen Vollzug der angeordneten Freiheitsstrafe befunden habe. Demnach erweist sich die Gehörsrüge des Beschwerdeführers als unbehelflich.