Citation: 8C_367/2021 E. 4.3.2

4.3.2. Das kantonale Gericht ist dieser Rechtsprechung, wie sich aus seinen oben zitierten, nicht zu beanstandenden Erwägungen ohne Weiteres ergibt, vollumfänglich nachgekommen. Diesen ist zur Verdeutlichung anzufügen, dass entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht entscheidend ist, in welchem Zeitpunkt die Beschwerdegegnerin eine aussergewöhnliche Schrecksekunde erlebt haben könnte. Ausschlaggebend ist vielmehr, dass sie unmittelbar vor dem Zusammenprall der Fahrzeuge befürchtete, die Töchter könnten schwer verletzt werden. Anders sind die Aussagen der Beschwerdegegnerin nicht zu verstehen, zumal sie laut dem zitierten Polizeirapport den Personenwagen nicht vollständig auf dem Pannenstreifen hatte zum Stillstehen bringen können. Diese Situation war für die Beschwerdegegnerin zumindest beängstigend. Ihre Aussage, sie habe den Blick zur linksseitig im Heck sitzenden Tochter gerichtet, und sie könne sich an das weitere Geschehen bis zur Reanimierung der Tochter nicht mehr im Detail erinnern, ist daher ohne Weiteres nachvollziehbar. Von einer vollständigen antero- oder retrograden Amnesie kann angesichts der Ausführungen des Dr. med. C.________ und gestützt auf den Polizeirapport nicht die Rede sein. Ausschlaggebend ist, dass sich die Stresssituation für die Beschwerdegegnerin fortsetzte, als sie wahrnahm, wie die Rettungskräfte begannen, ihre Tochter zu reanimieren. Diese sich innerhalb weniger Minuten abspielende Dramatik ist angesichts der oben zitierten Rechtsprechung als Schreck- oder Schockereignis zu qualifizieren. Das kantonale Gericht hat den adäquaten Kausalzusammenhang zu Recht nach der allgemeinen Adäquanzformel beurteilt und ist nicht näher auf die Schwere des Unfalles im Sinne von BGE 115 V 133 eingegangen. Inwieweit das von der Vorinstanz zitierte Urteil 8C_593/2013 vom 11. Dezember 2013, wonach der den Unfall verursachende Versicherte für den Tod der Ehefrau verantwortlich gewesen war, nicht einschlägig sein soll, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen. Die Beschwerde ist abzuweisen.