Citation: 1C_210/2022 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin macht diesbezüglich geltend, bereits im September 2011 um Einbürgerung ersucht zu haben. Zu diesem Zeitpunkt habe sie davon ausgehen dürfen, dass ihre Ehe mit ihrem Schweizer Ehemann stabil und in die Zukunft gerichtet sei, nachdem seine aussereheliche Beziehung durch den Tod der Geliebten beendet worden sei. Ausserdem dürfe nicht allein auf die Einschätzung ihres früheren Ehemanns abgestellt werden, um zu beurteilen, ob sie die Behörden getäuscht habe. Sie hätte den Zustand ihrer Ehe zum Zeitpunkt der Erklärungen anders einschätzen können als ihr früherer Ehemann.