Citation: 6B_212/2015 E. 2.3

2.3. Nach Art. 17 StGB handelt rechtmässig, wer eine mit Strafe bedrohte Tat begeht, um ein eigenes oder das Rechtsgut einer anderen Person aus einer unmittelbaren, nicht anders abwendbaren Gefahr zu retten, wenn er dadurch höherwertige Interessen wahrt. Ob eine Unterschreitung des Mindestabstands mittels Notstands überhaupt gerechtfertigt werden kann, kann offengelassen werden. Die Vorinstanz stellt verbindlich fest, dass der Beschwerdeführer während seiner Fahrt auf dem rechten Fahrstreifen vom hinter ihm fahrenden Mercedes nicht bedrängt wurde. Nebst dem Umstand, dass die vom Beschwerdeführer behauptete Notstandssituation bereits in sachverhaltlicher Hinsicht nicht erstellt ist, ist anhand der Schilderungen des Beschwerdeführers auch nicht ersichtlich, welcher konkreten Gefährdung er aufgrund des angeblichen Drängelns ausgesetzt gewesen sein soll. Der Schuldspruch wegen grober Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 i.V.m. Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 12 Abs. 1 VRV verletzt kein Bundesrecht.