Citation: 1C_5/2020 E. 3.3

3.3. Es ist zwar nicht zu verkennen, dass das gleichzeitige Einreichen mehrerer Baugesuche die Position der Einsprecher potenziell erschwert, so dass sich die Frage stellt, ob der Gemeinderat nach Treu und Glauben nicht gehalten gewesen wäre, nach dem Rückzug des einen Gesuchs das andere Gesuch noch einmal mit neuer Einsprachefrist öffentlich aufzulegen. Da jedoch zum einen die Beschwerdeführer offensichtlich eine rechtsgenügliche Einsprache erheben konnten, zum anderen entgegen ihren Ausführungen keine Hinweise auf eine bewusst schädigende und damit allenfalls rechtsmissbräuchliche Vorgehensweise des Beschwerdegegners bestehen, verstösst es nicht gegen Bundesrecht, dass der Gemeinderat auf eine Neuauflage verzichtet hat.