Citation: 1P.107/2001 25.06.2001 E. 5

5.- Weil das Verwaltungsgericht die Rügen der Beschwerdeführerin, dass die Erschliessung, die Park- bzw. Abstellplätze und die behindertengerechte Ausgestaltung der Neubaute fehlten und die Grenz- und Gebäudeabstände nicht eingehalten seien, nicht geprüft hat, wirft sie ihm ausser der Verletzung ihres Anspruchs auf rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 BV (dazu oben E. 2 b/bb) auch einen Verstoss gegen das Willkürverbot gemäss Art. 9 BV vor. Auch in diesem Punkt ist vorab zu prüfen, ob sie insoweit beschwerdelegitimiert ist. a) Den Vorschriften über die Errichtung von Abstellplätzen gemäss Art. 32 BauR kommt keine nachbarschützende Wirkung zu (BGE 112 Ia 88 E. 1b S. 90; 107 Ia 72 E. 2b S. 74 f.). Dasselbe gilt auch bezüglich der Vorschriften über die behindertengerechte Ausgestaltung von Neubauten gemäss Art. 25 Abs. 3 und 4 BauR. Die Beschwerdeführerin ist daher nicht legitimiert, in diesem Zusammenhang Willkür geltend zu machen. b) Hingegen ist ein Nachbar zur Rüge befugt, die Erschliessung sei ungenügend oder die Grenz- und Gebäudeabstände seien verletzt, da diese Vorschriften (auch) seinem Schutz dienen (BGE 115 Ib 347 E. 1 c/bb S. 353; 112 Ia 88 E. 1b S. 90, 413 E. Ib/bb S. 415 f.). Zusätzlich hat er darzutun, dass er dadurch in seinen eigenen persönlichen Interessen betroffen ist. Die Beschwerdeführerin legt mit keinem Wort dar, welche Erschliessungsanlagen nicht vorhanden oder ungenügend sein sollen, inwiefern sie dadurch in ihren persönlichen Interessen betroffen sei und worin sie eine willkürliche Rechtsanwendung der von ihr angerufenen Bestimmungen erblickt. Nicht anders verhält es sich, soweit sie die Nichteinhaltung der Grenz- und Gebäudeabstände geltend macht. Sie zeigt nicht auf, wo diese Abstände und in welchem Ausmass sie verletzt sein sollen. Auch insoweit genügt die Beschwerdeführerin ihrer qualifizierten Rügepflicht nicht, weshalb auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten ist.