Citation: 5A_485/2007 19.12.2007 E. 7.1

7.1.1 Für die Bemessung der Gerichtsgebühr in Beschwerdeverfahren gegen Willensvollstrecker hat das Obergericht unter Hinweis auf seine Praxis den Nachlasswert als massgebend erklärt. Dem Umstand, dass solche Verfahren überschaubarer seien als etwa Teilungsprozesse bezüglich eines Nachlasses gleichen Umfangs, sei durch Ausschöpfen der Reduktionsfaktoren für das summarische Verfahren Rechnung zu tragen. Seien keine Angaben vorhanden, dürfe auf die Steuerwerte abgestellt werden. Der letzte Steuerwert des Nachlassvermögens betrage nach den im Rekursverfahren neu eingereichten Dokumenten hier 5,015 Mio. Franken. Die Einzelrichterin, die wie das Obergericht die Gerichtsgebühr auf 7'500 Franken ansetzte, war ihrerseits von einem letzten steuerbaren Reinvermögen des Erblassers von rund 7,3 Mio. Franken ausgegangen. 7.1.2 Der Beschwerdeführer bezeichnet einen Streitwert von über 5 Mio. Franken als "jedenfalls merkwürdig und absonderlich". Dass er in seinem Rekurs an das Obergericht die Höhe der von der erstinstanzlichen Richterin festgesetzten Gerichtsgebühr bzw. den dieser zugrunde gelegten Streitwert angefochten hätte, macht er indessen nicht geltend. Insofern sind seine Vorbringen neu und unbeachtlich. Der Hinweis des Beschwerdeführers auf BGE 126 II (recte: III) 446 und die Bemerkung, dass im Gegensatz zum dortigen Fall der Auskunftsanspruch der Beschwerdegegnerinnen nie strittig gewesen sei, gehen insofern an der Sache vorbei, als die Vorinstanz den Steuerwert des Nachlasses als für die Bemessung der Gerichtsgebühr massgebliche Grundlage betrachtet hat. Dass Letzteres in grundsätzlicher Hinsicht oder zumindest im vorliegenden - aufgrund der tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid als immerhin verhältnismässig aufwendig erscheinenden - Fall in der angenommenen Höhe von etwas mehr als 5 Mio. Franken vollkommen unhaltbar sei und die Vorinstanz damit das einschlägige kantonale Prozessrecht willkürlich angewendet hätte, legt der Beschwerdeführer nicht substantiiert dar. Ebenso wenig begründet er seinen Eventualstandpunkt, in Willensvollstreckerangelegenheiten habe sich der Streitwert auch für das kantonale Verfahren nach Bundesrecht zu bestimmen. 7.2 Während die Einzelrichterin den Beschwerdeführer zur vollumfänglichen Bezahlung der Gerichtskosten verpflichtet hatte, wurden die Kosten für das Rekursverfahren zu neun Zehnteln dem Beschwerdeführer und zu einem Zehntel den Beschwerdegegnerinnen auferlegt. Mit der vom Obergericht bestätigten erstinstanzlichen Kostenauflage setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Was er zur Verlegung der Kosten des Rekursverfahrens ausführt, ist rein appellatorischer Natur und deshalb nicht darzutun geeignet, dass das Obergericht das Ermessen, das ihm bei seinem Entscheid aufgrund des kantonalen Prozessrechts zustand, in willkürlicher Weise ausgeübt hätte. 7.3 Der Beschwerdeführer befasst sich weder mit der vom Obergericht bestätigten Parteientschädigung, die die erstinstanzliche Richterin den Beschwerdegegnerinnen zugesprochen hatte, noch mit der von der Vorinstanz für das Rekursverfahren zugesprochenen Parteientschädigung. Soweit auch diese Punkte angefochten werden, ist auf die Beschwerde demnach ebenfalls von vornherein nicht einzutreten.