Citation: 1P.228/2004 26.08.2004 E. 2

Die Anklagebehörde warf dem Beschwerdeführer vor, er habe am 15. Februar 2002, um ca. 19.45 Uhr, als Lenker eines Personenwagens auf der Wildhauserstrasse, von Wildhaus in Richtung Gams fahrend, im Ausserortsbereich oberhalb des Restaurants Zollhaus in einer unübersichtlichen Linkskurve ein Überholmanöver durchgeführt. Dadurch sei der Lenker des entgegenkommenden Fahrzeugs, Y.________, zu einem Ausweichmanöver gezwungen worden, bei welchem dieser mit einem Strassenpfahl und einem Schneepfahl kollidiert sei. Der Beschwerdeführer habe danach seine Fahrt fortgesetzt, ohne sich um den Vorfall zu kümmern. Der Beschwerdeführer bestritt, das ihm zur Last gelegte Überholmanöver ausgeführt zu haben. Er anerkannte, die Strecke Wildhaus-Gams ungefähr zur Zeit des Unfalls befahren und dabei ein Auto überholt zu haben. Dieses Überholmanöver habe er aber - wie er bei seinen Einvernahmen zu Protokoll gab - nicht vor einer Kurve, sondern auf einem geraden Strassenstück durchgeführt. Dabei habe er niemanden gefährdet. Er habe auch nichts von einem Unfall mitbekommen. Das Kantonsgericht gelangte vor allem aufgrund der Aussagen der Zeugen A.Z.________ und B.Z.________, welche vom Täterfahrzeug kurz vor der Kurve überholt worden waren, zum Schluss, es sei als erwiesen zu betrachten, dass der Beschwerdeführer das gefährliche Überholmanöver ausgeführt habe.