Citation: 5A_153/2007 24.09.2007 E. 3.1

3.1.1 Hierzu bringt der Beschwerdeführer vor, das Obergericht habe - in Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils vom 25. April 2006 - ihn rückwirkend zu Unterhaltsleistungen an den Beschwerdegegner ab dessen Geburt am 2. April 2005 verpflichtet, was gegen die bundesgerichtliche Rechtsprechung verstosse, da eine Einkommenssteigerung nicht rückwirkend nachgeholt werden könne. 3.1.2 Der Beginn der Unterhaltspflicht gegenüber einem Kind ist eine hier frei überprüfbare Frage des Bundesrechts. Gemäss Art. 279 Abs. 1 ZGB kann ein Kind auf Leistung des Unterhalts klagen für die Zukunft und für ein Jahr vor Klageerhebung. Bei Klageerhebung mehr als ein Jahr nach der Geburt bleibt der beklagte Unterhaltsschuldner von der Pflicht zur Erstattung der Beiträge für weiter zurückliegende Perioden gegenüber dem Kind befreit (Breitschmid, Basler Kommentar, N. 5 zu Art. 279 ZGB). Die Klage wurde am 16. Dezember 2005 eingereicht, mithin innert der Jahresfrist seit der Geburt des Kindes B.________, womit sich vorliegend keine Frage der Rückwirkung stellt. Auch wurde das hypothetische Einkommen des Beschwerdeführers nicht rückwirkend festgestellt. Die vom Obergericht zur Einkommensberechnung herangezogenen Stundenlöhne beziehen sich allesamt auf die vom Beschwerdeführer temporär ausgeführten Arbeitstätigkeiten in der Zeit ab Juni 2005. Das Obergericht hat sich demnach für seine Berechnung ausschliesslich auf die Zeit nach der Geburt des Kindes B.________ gestützt.