Citation: 9C_141/2015 E. 4

Der Beschwerdeführer verkennt, dass im MEDAS-Gutachten wohl eine andere Fachmeinung vertreten wurde, aber auch klar darauf hingewiesen worden ist, dass die frühere Meinung offensichtlich unrichtig gewesen sei. Die Gutachter führten ausdrücklich aus, zusammenfassend sei, "in Berücksichtigung vorliegender Akten, anamnestischer Angaben sowie erhobener Befunde, dem Versicherten aus versicherungsmedizinischer Sicht bei diesem ausschliesslich auf subjektiven Beschwerden beruhenden Krankheitsbild" keine Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit zu attestieren. Diese Einschätzung gelte "ab dem Datum der jetzigen Rentenrevision - unterschiedliche Beurteilung eines im wesentlichen unveränderten Gesundheitszustandes!". Damit wird unmissverständlich ausgedrückt, dass der im Wesentlichen gleiche Gesundheitszustand früher anders und unrichtig beurteilt worden sei. Ob die Verfügung ursprünglich zweifellos unrichtig war, ist indessen nicht von den Medizinern zu beantworten, sondern im Rahmen der Rechtsanwendung von Verwaltung und Gericht zu überprüfen. Dass sich die Verwaltung inhaltlich nicht in erster Linie auf eine Wiedererwägung der früheren Verfügung beruft, sondern das Gutachten zum Anlass für eine Rentenrevision genommen hat, verschliesst die Möglichkeit einer Wiedererwägung nicht (E. 1.1). Die letztinstanzlich als Beweismittel eingelegten Belege bringen keine neuen Erkenntnisse. Der SUVA-Bericht vom 27. Mai 2004, der Hausarztbericht vom 26. Juli 2001 und das psychosomatische Konsilium der Rehaklinik C.________ vom 5. August 2005 stellen unzulässige Noven dar (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG) und bleiben von vornherein unbeachtlich. Der Beschwerdeführer vermag die Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass es unter den damaligen rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen zu keiner Rentenzusprache hätte kommen dürfen, nicht als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Soweit er sich auf die "Begutachtung durch Dr. med. D.________ vom 02.07.2002", das "Gutachten Prof. G.________ vom 04.04.2005" und die "Stationäre Abklärung der Arbeitsfähigkeit der Reha-Klinik C.________ gemäss Austrittsbericht vom 09.09.2005" stützt, so setzt er sich mit den diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz nicht auseinander, sondern legt seine eigene Sicht der Dinge dar. Der Hinweis, Sozialversicherungsgerichte seien keine Versicherungsträger, sie hätten in erster Linie Verfügungen dort zu korrigieren, wo sich dies zugunsten der Versicherten auswirke, ist unbehelflich. Sozialversicherungsgerichte haben grundsätzlich zu überprüfen, ob den rechtlichen Erfordernissen Genüge getan wurde, unabhängig davon, zu welchen Gunsten resp. Lasten. Auch wird dem Beschwerdeführer nicht vorgehalten, er habe die Rente in den Jahren 2002 bis 2007 erschlichen. Es wird lediglich zu Recht festgehalten, dass bei der ursprünglichen Leistungszusprechung massgebliche Sachverhaltsabklärungen unterblieben sind.