Citation: 6B_1016/2015 E. A

F.D.________ erstattete am 10. Februar 2012 Strafanzeige gegen E.________ und C.D.________ wegen Veruntreuung, eventualiter ungetreuer Geschäftsbesorgung, Urkundenunterdrückung, Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen sowie ordnungswidriger Führung der Geschäftsbücher und konstituierte sich als Privatklägerin. Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, E.________ sei seit 1999 Verwaltungsrat der G.________ SA und C.D.________ faktisches Organ dieser Gesellschaft. Der G.________ SA seien in den vergangenen Jahrzehnten treuhänderisch Aktien der D.________ SpA übergeben worden. Diese Aktien hätten zu 20 % F.D.________ und zu je 40 % ihren Brüdern H.D.________ sowie I.D.________ gehört; nach dem Tod von I.D.________ habe F.D.________ dessen Aktien geerbt. Bei C.D.________ handle es sich um den Sohn des verstorbenen H.D.________. Mit Urteil vom 12. November 2010 habe das Obergericht des Kantons Zug die G.________ SA verpflichtet, sämtliche Dokumente betreffend das Treugut und die Geschäftsbeziehung mit F.D.________ herauszugeben. Weder E.________ noch C.D.________ hätten F.D.________ entsprechende Auskünfte erteilt, sondern nur Dokumente vorgelegt, aus denen sich nichts zum aktuellen Umfang des Treuguts, den daran bestehenden Rechten und dem Aufbewahrungsort der treuhänderisch gehaltenen Aktien habe ermitteln lassen. Es sei deshalb anzunehmen, dass die beiden entgegen der Anordnung des Obergerichts nicht sämtliche Geschäftsunterlagen betreffend das Treuhandverhältnis der G.________ SA mit F.D.________ herausgegeben hätten. Es bestehe der Verdacht, E.________ und C.D.________ hätten mit ihrem Verzögerungsverhalten und den lückenhaften Unterlagen die unrechtmässige Verwendung der für F.D.________ treuhänderisch gehaltenen Aktien der D.________ SpA verdecken wollen, bzw. hätten durch die Verletzung ihrer Pflichten als Vermögensverwalter F.D.________ am Vermögen geschädigt. Da E.________ und C.D.________ nicht in der Lage seien anzugeben, welcher Bestand an Treugut existiere und wem dieser wirtschaftlich zustehe, sei davon auszugehen, dass sie die Geschäftsbücher der G.________ SA nicht ordnungsgemäss führten.