Citation: 7B_200/2024 E. 3.3

3.3. Was die ihm drohende Strafe angeht, bestreitet der Beschwerdeführer nicht, dass in Anbetracht der im Kanton Solothurn und im Kanton Aargau laufenden Verfahren sowie seiner zahlreichen einschlägigen Vorstrafen bei einer Verurteilung eine mehrjährige Freiheitsstrafe im Raum steht. Darin steckt ein Anreiz für ein Untertauchen im Inland. Beim Beschwerdeführer handelt es sich um einen 65-jährigen Schweizer, der, wie er selbst sagt, in unsteten Verhältnissen lebt. Entgegen seinen Angaben gegenüber den Strafverfolgungsbehörden ist davon auszugehen, dass er keinen festen Wohnsitz im U.________ xxx in V.________ hat. Mit seinem Einwand, er sei nicht verpflichtet gewesen, seinem Mitbewohner mitzuteilen, wohin er gehe, und seiner unsubstanziierten Behauptung, alle seine persönlichen Gegenstände befänden sich dort, vermag er die diesbezüglichen Feststellungen der Vorinstanz nicht als willkürlich auszuweisen. Ihm ist zwar grundsätzlich zuzubilligen, dass seine Lebenshaltung zumindest teilweise seiner Heroinsucht und seinem Substanzenkonsum geschuldet sein dürfte. Sein Lebensstil muss deshalb für sich allein betrachtet noch keine Absicht ausdrücken, sich dem Strafverfahren oder einer Strafe zu entziehen. Das verkennt die Vorinstanz aber auch nicht. Sie würdigt die allgemeinen Lebensumstände des Beschwerdeführers nicht isoliert, sondern misst gerade dessen konkreten Verhalten in den laufenden Strafverfahren entscheidendes Gewicht bei. Der Beschwerdeführer war weder für die Behörden im Kanton Solothurn noch im Kanton Aargau greifbar und wurde von beiden zur Fahndung ausgeschrieben. Sein nicht weiter substanziiertes Vorbringen, er sei für die Kantonspolizei in V.________ "immer erreichbar" gewesen, steht im Widerspruch zu den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG), wonach er Anrufe erhalten und ignoriert hat. Der Beschwerdeführer wurde für die Behörden schliesslich erst zufällig greifbar, als er bei einem Ladendiebstahl Ende August 2023 in flagranti erwischt wurde. Es ist deshalb davon auszugehen, dass er bereits vor seiner Verhaftung versuchte, sich dem gegen ihn laufenden Strafverfahren zu entziehen. An der Sache vorbei gehen im Übrigen seine Einwände, dass er seine Altersrente im Ausland kaum erhalten würde und aufgrund seiner Suchtgeschichte und seines Konsumverhaltens ein Wegzug "von seinen gewohnten Aufenthaltsorten" kaum denkbar sei. Der Beschwerdeführer übersieht zum einen, dass nicht ernsthaft befürchtet wird, dass er sich ins Ausland absetzt, sondern dass er - allenfalls in seiner gewohnten Umgebung - untertaucht. Zum anderen bestreitet er seinen Lebensunterhalt in erster Linie aus seiner gewerbsmässigen Delinquenz, die er - so der dringende Tatverdacht im vorliegenden Verfahren - auch nach seiner Pensionierung ungehindert weiterführte. Insofern scheint er auf die Rente nicht in einer Weise angewiesen zu sein, die ihn an einem Untertauchen hindern würde. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie unter den konkreten Umständen von Fluchtgefahr ausgeht. Bei diesem Ausgang erübrigt es sich im bundesgerichtlichen Verfahren, die übrigen Haftgründe zu prüfen.