Citation: 5A_671/2014 E. 3.3.3

3.3.3. Die vorinstanzliche Prognose, der Beschwerdeführer vermöge aus Erwerb ein Einkommen von Fr. 15'000.-- zu erzielen, ist als Schätzung für zukünftige Zeiträume naturgemäss mit Unsicherheiten verbunden. Sie stellt jedoch das Ergebnis einer umfassenden, wertenden Betrachtung dar, die keine sachfremden Kriterien umfasst. Die Vorinstanz hat insbesondere den überdurchschnittlichen beruflichen Qualifikationen des Beschwerdeführers, seinem ausgezeichneten beruflichen Netzwerk, seinem guten Gesundheitszustand, der guten Wirtschaftslage und der sich bloss auf durchschnittliche Fähigkeiten beziehenden Lohnstatistik (www.bfs.admin.ch; Finanzdienstleistungen, Region Zürich, Ziel- und Strategiedefinition von Unternehmen) Rechnung getragen, dabei aber auch den angeschlagenen Ruf des Beschwerdeführers berücksichtigt. Zudem hat sie die eigene Einschätzung einer erfolgreichen aktuellen Tätigkeit des Beschwerdeführers in ihre Beurteilung mit einbezogen. Dieser habe in seiner abschliessenden Stellungnahme im Berufungsverfahren vom 22. April 2013 (act. FO/158 S. 7) einen (potenziellen) Bruttoertrag von Fr. 226'000.-- aus selbständiger Erwerbstätigkeit zugestanden. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers beruht die vorinstanzliche Prognose damit auf Schlussfolgerungen aus konkreten Anhaltspunkten. Derartige, das Ergebnis von konkreter Beweiswürdigung darstellende Feststellungen über die Möglichkeit, ein bestimmtes Einkommen zu erzielen, sind tatsächlicher Natur (BGE 126 III 10 E. 2b S. 12 f.). Der Beschwerdeführer rügt in diesem Zusammenhang wiederholt eine mangelhafte Begründung und spricht von Mutmassungen und vagen Aussagen der Vorinstanz. Bei diesen weitschweifigen Darlegungen handelt es sich ebenfalls um blosse Kritik an der Beweiswürdigung. Die gegen die Schätzung des mit seiner jetzigen Beschäftigung potenziell erzielbaren Erwerbseinkommens gerichteten Ausführungen verfehlen die strengen Begründungsanforderungen, welche für eine Kritik an der Beweiswürdigung gelten (E. 2.3). Soweit angesichts der appellatorischen Kritik überhaupt darauf einzutreten ist, gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, die Beweiswürdigung der Vorinstanz als willkürlich auszuweisen.