Citation: 8C_833/2016 E. 6.8

6.8. Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen erfüllt nur, wer bis zum Zeitpunkt, auf den hin die Adäquanzprüfung vorgenommen wird, in erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und konkrete Anstrengungen, etwa in Form ernsthafter Arbeitsversuche, vorweisen kann. Vorliegend wurde der Versicherten für die Zeit ab 1. Juni 2002 eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 35 % zugesprochen, so dass eine entsprechende Arbeitsunfähigkeit für die Zeit zwischen dem 1. Juni 2002 und dem 31. Oktober 2009 als ausgewiesen zu gelten hat. Selbst wenn man jedoch gestützt darauf das Kriterium bejahen würde, läge es jedenfalls nicht in ausgeprägter Weise vor. Insbesondere ist daran zu erinnern, dass der Versicherten von den behandelnden Ärzten nach dem Unfall vom 15. November 1997 zunächst keine längerdauernde volle Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde.