Citation: 6B_1261/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe diverse Vergehen begangen, womit das Erfordernis einer Anlasstat im Sinne von Art. 60 Abs. 1 lit. a StGB gegeben sei. Sie stellt auf das Gutachten von Dr. med. M.________ vom 10. Juli 2021 und das Gutachten von Dr. N.________ von 20. Oktober 2017, den Führungsbericht des Gefängnisses V.________ vom 20. Juni 2022 sowie die Verlaufsberichte des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes des Kantons Zürich ab. Gemäss dem Gutachten vom 10. Juli 2021 leide der Beschwerdeführer an einer paranoiden Schizophrenie und die begangenen Delikte würden in einem Zusammenhang mit den psychischen Störungen des Beschwerdeführers stehen. Hinsichtlich der Legalprognose habe Dr. med. M.________ festgehalten, die Rückfallgefahr für neue Delikte im Bereich Drohung, Nötigung etc. müsse als sehr hoch eingeschätzt werden. Unabhängig der prognostischen Instrumente sei gemäss Dr. med. M.________ sodann festzustellen, dass der Beschwerdeführer seit vielen Jahren immer wieder durch Gewalt und Delikte auffalle, welche in direktem Zusammenhang mit seiner chronifizierten paranoiden Schizophrenie stehen würden. Die ungünstige Legalprognose sei auch im früheren forensisch psychiatrischen Gutachten von Dr. N.________ vom 20. Oktober 2017 festgehalten worden und habe sich bestätigt. Wie Dr. N.________ ausgeführt habe, bestehe aufgrund des Krankheitsbildes des Beschwerdeführers die Gefahr, dass die Handlungsschwelle überschritten werde und der Beschwerdeführer seine Drohungen umsetzen könne. Dass eine deutlich hohe Rückfallgefahr bestehe, zeige sich auch im Umstand, dass der Beschwerdeführer unmittelbar nach Aufhebung der ambulanten Massnahme erneut delinquiert habe. So habe es sich auch im vorliegenden Verfahren verhalten, wo der Beschwerdeführer nur wenige Wochen nach seiner Haftentlassung wieder zur Tat geschritten sei. In Bezug auf die Rückfallgefahr zeige sich damit ein deutliches Bild. Dr. med. M.________ habe sich mit der Tat, den Störungen, den Folgen der Erkrankung und dem faktisch nicht bestehenden Umfeld des Beschwerdeführers unter Berücksichtigung der forensisch-psychiatrischen Erfahrungen differenziert auseinandergesetzt und es bestehe kein Anlass, ohne triftige Gründe von der gutachterlichen Einschätzung einer deutlichen Gefahr für die neuerliche Begehung von Drohungen und Gewaltdelikten abzuweichen.