Citation: 4A_397/2021 E. B

B.a. Nachdem B.________ im September 2018 ein Betreibungsbegehren gegen die Beklagte eingereicht hatte, erhob er am 19. März 2019 beim Bezirksgericht (Einzelgericht) Weinfelden Klage. Er verlangte, die Beklagte sei zu verurteilen, ihm Fr. 26'187.50 nebst Zins zu 5 % seit 1. Juli 2011 zu bezahlen. Er begründete die Klage damit, dass nun - mit dem Obergerichtsurteil vom 18. Oktober/9. November 2017 - feststehe, dass die Beiträge für die D.________ AG bei den Landwirten (und folglich auch bei ihm) von der Beklagten zu Unrecht eingezogen worden seien. Er (B.________) habe eine Nichtschuld bezahlt, weshalb er seine ungerechtfertigt erbrachten Leistungen gestützt auf Art. 62 ff. OR klageweise zurückfordere. Mit Entscheid vom 26. August/2. September 2020 wies die Einzelrichterin am Bezirksgericht die Klage ab. B.b. B.________ focht diesen Entscheid mit Berufung beim Obergericht des Kantons Thurgau an. Dieses hiess die Berufung mit Entscheid vom 30. März 2021 gut, schützte die Klage teilweise und verurteilte die Beklagte, B.________ Fr. 23'718.10 nebst Zins zu 5 % seit 1. Juli 2011 zu bezahlen. Es befand, B.________ habe die erwähnten Beiträge in der Tat ohne Rechtsgrund (mangels statutarischer Grundlage) an die Beklagte geleistet (beziehungsweise seien ihm die Beiträge ungerechtfertigt vom Milchgeld abgezogen worden). Zum beklagtischen Einwand der fehlenden Bereicherung erwog es, dass die Beklagte zwar ihrerseits statutarisch verpflichtet gewesen sei, der Genossenschaft C.________ Beiträge zu leisten (und sie die Beiträge ihrer Mitglieder insofern an die Genossenschaft C.________ "weitergeleitet" habe). Allerdings habe die Beklagte diese Beiträge der Genossenschaft C.________ unabhängig von den Beiträgen ihrer Mitglieder entrichten müssen. Die Beklagte habe die (rechtsgrundlos) erhaltenen Leistungen von B.________ mithin verwendet, um Beiträge zu bezahlen, die sie sonst aus eigenen Mitteln hätte finanzieren müssen. Im Umfang dieser "Nichtverminderung des Vermögens" sei die Beklagte bereichert im Sinne von Art. 62 ff. OR. Die Verjährung sei noch nicht eingetreten, habe B.________ doch erst mit dem Entscheid des Obergerichts vom 18. Oktober/9. November 2017 gewusst, dass seine Leistungen aufgrund der fehlenden statutarischen Grundlage rechtsgrundlos erfolgt seien.