Citation: 7B_372/2023 E. 2.3.1

2.3.1. Aus dem angefochtenen Beschluss, namentlich aus der Darstellung des Prozesssachverhalts, lässt sich schliessen, dass die Vorinstanz die Beschwerdeführenden nicht aufgefordert hat, allfällige Forderungen zu beziffern und zu belegen. Dies bestätigen denn auch die prozessleitenden Verfügungen in den Akten. Vielmehr führt die Vorinstanz im Rahmen des Entschädigungsentscheids aus, dass die Rechtsvertreterin von ihren Substanziierungsobliegenheiten hätte wissen müssen und diesen nicht nachgekommen ist. Dem kann aber bereits deshalb nicht gefolgt werden, weil der effektive Aufwand der anwaltlichen Vertretung erst am Ende des Beschwerdeverfahrens bekannt ist, dieser aber von der richterlichen Verfahrensinstruktion abhängt. Vor Erlass ihres Entscheids hätte die Vorinstanz den beschuldigten Beschwerdeführenden nach Art. 429 Abs. 2 StPO deshalb Gelegenheit geben müssen, ihre Entschädigungsforderung zu substanziieren. Indem sie dies unterlässt, verletzt sie den Anspruch der Beschwerdeführenden auf rechtliches Gehör.