Citation: 5A_453/2010 11.08.2010 E. B

B.a Am 15. Mai 2009 beantragte die Anwältin zunächst eine Abänderung der Kontaktregelung, worauf die Vormundschaftsbehörde A.________ nicht eintrat. Im Mai 2009 behielt Z.________ ihre Tochter anlässlich eines Besuchs bei ihr zurück und kündigte das Pflegeverhältnis. Seither lebt X.________ bei ihrer leiblichen Mutter. B.b Mit Eingabe vom 29. Mai 2009 stellte die Anwältin bei der Vormundschaftsbehörde A.________ den Antrag, es sei Z.________ die Obhut zu entziehen, das Kind wieder bei den Pflegeeltern zu platzieren und der persönliche Verkehr zu regeln. Ferner ersuchte sie u.a. um eine kinderpsychiatrische Begutachtung. Auf das zugleich eingereichte Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung trat das zuständige Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen nicht ein (Entscheid vom 8. Juni 2009). In Gutheissung des dagegen erhobenen Rekurses befreite der Einzelrichter des Kantonsgerichts St. Gallen X.________ im Verfahren vor der Vormundschaftsbehörde A.________ von Vorschüssen und Kosten und bestellte ihr Rechtsanwältin Veronika Imthurn ab 15. Mai 2009 zur unentgeltlichen Vertreterin (Entscheid vom 22. Juli 2009). Unter Hinweis auf diesen Entscheid ersuchte die Anwältin die Vormundschaftsbehörde A.________ am 28. Juli 2009 um Akteneinsicht und um Zulassung als Prozessvertreterin. Die Vormundschaftsbehörde A.________ trat weder auf diese Begehren noch auf die Anträge ein, welche die Anwältin in der Eingabe vom 29. Mai 2009 gestellt hatte (Verfügungen vom 4. und 12. August 2009). B.c Gegen die Verfügungen der Vormundschaftsbehörde A.________ erhob Rechtsanwältin Veronika Imthurn am 26. August 2009 im Namen von X.________ Beschwerde beim Departement des Innern des Kantons St. Gallen. Im Laufe des Beschwerdeverfahrens stellte die Anwältin den zusätzlichen Antrag, die Vormundschaftsbehörde A.________ sei vorsorglich anzuweisen, ihr unverzüglich Einsicht in das Verfahren von X.________ zu gewähren und sie (die unterzeichnende Anwältin) als Verfahrenspartei zuzulassen; eventualiter sei den Verfügungen der Vormundschaftsbehörde vom 4. und 12. August 2009 die aufschiebende Wirkung zu entziehen (Eingabe vom 4. September 2010). Das Departement des Innern wies dieses Gesuch mit Entscheid vom 14. September 2009 ab. B.d Gegen den Entscheid des Departementes erklärte X.________ am 25. September 2009 Rekurs an den Einzelrichter des Kantonsgerichts St. Gallen. Neben den unveränderten Anträgen betreffend die Anordnung vorsorglicher Massnahmen ersuchte sie zudem für das Rekursverfahren vor dem Kantonsgericht St. Gallen um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege. Den Rekurs betreffend die vorsorglichen Massnahmen wies der Einzelrichter im Familienrecht des Kantonsgerichts mit Entscheid vom 22. März 2010 ab. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung wies der Präsident der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts St. Gallen mit Entscheid vom 19. Mai 2010 ebenfalls ab, soweit es nicht gegenstandslos geworden war; Gerichtskosten wurden keine erhoben.