Citation: I 82/00 30.03.2001 E. 3

3.- Im Ergebnis lässt sich der vorinstanzliche Rückweisungsentscheid gleichwohl nicht beanstanden, da sich die Arbeitsfähigkeit gestützt auf das Gutachten der Dres. med. B.________, N.________ und E.________ (vom 26. April 1996) und den Bericht des Dr. med. D.________ (vom 24. Oktober 1996) nicht zuverlässig beurteilen lässt. a) Nach übereinstimmender Auffassung der Gutachter der Universitätsklinik Y.________ und des Dr. med. D.________ steht ein psychisches Leiden als Ursache für die geklagten Schmerzen im Vordergrund ("generalisiertes psychogenes Schmerzsyndrom", "syndrome douloureux somatoforme persistant"). Während Dr. med. D.________ zudem noch eine schwere Depression diagnostizierte, stellten die Dres. med. B.________, N.________ und E.________ folgende weiteren Diagnosen: arterielle Hypertonie sowie Status nach linksseitigem Hemisyndrom zufolge Subarachnoidalblutung im Jahre 1989. Inwieweit körperliche oder psychische Ursachen für die geklagten Schmerzen verantwortlich sind, hat der Arzt zu befinden. Aus der Beurteilung der Dres. med. B.________, N.________ und E.________, wonach aktuell ein diffuses weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom vorliege, welches über das im Jahre 1994 festgestellte klassische Fibromyalgie-Syndrom hinausgehe, und die daran anschliessende Diagnose eines generalisierten psychogenen Schmerzsyndroms erhellt, wie schwierig diesbezüglich eindeutige Aussagen sind. Hinsichtlich der Frage der Arbeitsfähigkeit ist entscheidend, dass ein Leiden adäquat berücksichtigt wird. Ob die geklagten Schmerzen körperlichen oder seelischen Ursprungs sind, tritt dabei in den Hintergrund. Vorliegend ist unklar, ob die Schmerzen, bedingt durch die Schwierigkeit der Bestimmung ihrer Ursache, übermässig berücksichtigt wurden: Die Gutachter der Universitätsklinik Y.________ beantworteten die Frage nach der Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer und psychiatrischer Sicht mit aktuell maximal 50 %, wobei die Arbeitsfähigkeit wahrscheinlich zusätzlich aufgrund der psychischen Dekompensation wesentlich eingeschränkt werde; der Grad dieser Arbeitsunfähigkeit müsse von einem Fachkollegen definiert werden. Dr. med. D.________ diagnostizierte zusätzlich eine Depression, die eine Mitursache des Schmerzsyndroms bilde, welches die Arbeitsfähigkeit einschränke. Nachdem diese durch die Rheumatologen auf 50 % geschätzt wurde, ist unklar, ob die Depression noch eine darüber hinaus gehende Arbeitsunfähigkeit verursacht oder sich im Schmerzsyndrom erschöpft. b) Die Sache wird deshalb an die Verwaltung zurückgewiesen, damit sie die Gutachter der Universitätsklinik Y.________ und Dr. med. D.________ in Ergänzung ihrer bereits erstellten Gutachten mit einer fachärztlichen Beurteilung der Gesamtarbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus dem jeweils anderen Fachgebiet (Beurteilung durch alle Gutachter zusammen oder je einzeln) beauftragt. Damit sollen die Auswirkungen aller körperlichen Beeinträchtigungen - neben dem Schmerzsyndrom ist insbesondere auch von einer Depression die Rede - zuverlässig erhoben werden, wobei nicht erst ein fixierter oder chronifizierter Gesundheitsschaden eine Invalidität zu bewirken vermag (vgl. Erw. 2 hievor). Die erneute Durchführung umfassender Explorationen der Beschwerdeführerin ist nicht erforderlich. Je nach dem Ergebnis wird die IV-Stelle über den Rentenanspruch neu verfügen, wobei die Ausgangslage völlig offen ist. Soweit die Vorinstanz den Anspruch auf eine ganze Rente grundsätzlich ausgeschlossen hätte, könnte ihr nicht beigepflichtet werden.