Citation: 8C_489/2020 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer vermag nicht darzulegen, inwiefern die Erwägungen im angefochtenen Entscheid Bundesrecht verletzen. Das Bundesgericht hat den angefochtenen Entscheid nur dahingehend zu prüfen, ob die Vorinstanz in Anwendung der normativen Vorgaben die Rechtsprechung umgesetzt und im Rahmen der Beweiswürdigung eine nicht offensichtlich unrichtige, unvollständige oder bundesrechtswidrige Sachverhaltsfeststellung vorgenommen hat. In dieser Hinsicht gibt der kantonale Entscheid zu keinen Beanstandungen Anlass. Vielmehr führte die Vorinstanz zu Recht eine rechtliche Prüfung durch, nachdem das CEMEDEX-Gutachten die normativen Vorgaben der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in keiner Weise erfüllte. Im angefochtenen Gerichtsentscheid wurden anhand der Indikatorenprüfung schlüssig die massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung eines stimmigen Gesamtbildes abgehandelt und es wurde geschlossen, dass aus juristischer Sicht der medizinisch attestierten Arbeitsunfähigkeit nicht gefolgt werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2 S. 306 f. und 140 V 193). Demnach stellt es keine Rechtsverletzung dar, wenn die Vorinstanz der von den Gutachtern attestierten 40%igen Arbeitsunfähigkeit die rechtliche Relevanz abgesprochen und festgestellt hat, es liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor (vgl. zum Ganzen BGE 144 V 50 E. 6.1 S. 57 f.). In überzeugender - jedenfalls aber nicht unhaltbarer - Weise kam das kantonale Gericht zum Schluss, die postulierten Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit seien nicht nachvollziehbar. Dabei berücksichtigte es die Verschlechterung des psychischen Leidens ab 2016 sehr wohl, mass diesem aber dennoch keine derart einschneidenden Auswirkungen zu, dass damit nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine rechtlich bedeutsame Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit hätte begründet werden können. In Bezug auf die im angefochtenen Entscheid genannten psychosozialen Faktoren ist zwar einzuräumen, dass die Ursache einer einwandfrei festgestellten psychischen Erkrankung invalidenversicherungsrechtlich nicht von Bedeutung ist. Wenn ein verselbstständigtes psychisches Leiden mit erheblichen Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ausgewiesen ist, kann im Gegenzug eine rentenbegründende Invalidität nicht allein mit dem Hinweis auf das Vorhandensein soziokultureller oder psychosozialer Belastungsfaktoren verneint werden (Urteil 8C_207/2020 vom 5. August 2020 E. 5.2.2; vgl. MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, N. 30 f. zu Art. 4 IVG). Die Vorinstanz führt vorliegend allerdings lediglich eine "zumindest teilweise Mitbeteiligung von psychosozialen Belastungsfaktoren" an. Die Schwere der Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde verneint sie jedoch letztlich wegen der fehlenden Schwere der tatsächlichen Auswirkungen auf die Funktionalität, was nicht bundesrechtsverletzend ist. So wurde namentlich in Bezug auf die Kategorie Konsistenz erkannt, hinsichtlich des Gesichtspunkts des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen seien zwar relativ wenige Alltagsaktivitäten verzeichnet; dies verhalte sich jedoch seit jeher so und sei darum nicht einer gesundheitsbedingten Veränderung geschuldet.