Citation: 8C_850/2014 E. 5.3.3

5.3.3. Soweit die Vorinstanz ausführte, bei den geklagten Empfindlichkeitsstörungen handle es sich "um psychiatrische Diagnosen", lässt sich diese Sachverhaltsfeststellung bei gegebener Aktenlage nicht nachvollziehbar begründen. Statt dessen findet sich bei den Akten unter anderem der Bericht vom 16. August 2013 des PD Dr. med. D.________, Facharzt für Oto-Rhino-Laryngologie an der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie am Universitätsspital I.________, wonach laut "Geräuschempfindlichkeitsfragebogen nach Nelting" bei der Beschwerdeführerin von einer schweren Beeinträchtigung durch die Hyperakusis auszugehen sei. Anstelle dieser neuen somatischen Befunderhebung des Dr. med. D.________ war offenbar der psychiatrische Gutachter der medizinischen Gutachterstelle B.________, Dr. med. E.________ - allerdings ohne explizite Zuordnung der Lärm- und Lichtempfindlichkeit zu einer bestimmten psychiatrischen Diagnose - zur Auffassung gelangt, differentialdiagnostisch handle es sich um dissoziative Störungen der Bewegung und der Sinnesempfindung.