Citation: 4A_569/2020 E. 1.2

1.2. In der Folge wurde das Verfahren "einstweilen auf die Frage der rechtzeitigen Einreichung der Klage" beschränkt. Das Kantonsgericht unterbreitete zu diesem Punkt einen Vergleichsvorschlag, dem die Parteien zustimmten. Gestützt auf diesen Vergleich fällte das Kantonsgericht am 2. September 2019 einen Zwischenentscheid, mit folgendem (hier interessierendem) Inhalt: "1. Es wird festgehalten, dass die Klage im vorliegenden Prozess am 1. April 2019 der Schweizerischen Post übergeben wurde und damit als rechtzeitig eingereicht gilt. -..] 3.1 Die Gerichtskosten des vorliegenden Zwischenentscheids werden wie folgt festgesetzt: CHF 600.00 Entscheidgebühr Die Gerichtskosten werden dem Kläger auferlegt und mit dem vom Kläger geleisteten Kostenvorschuss von CHF 10'000.00 verrechnet. 3.2 Der Kläger wird mit separatem Schreiben zur Leistung eines weiteren Kostenvorschusses von CHF 600.00 aufgefordert. -..]" Dieser Zwischenentscheid wurde am 3. September 2019 als Gerichtsurkunde versandt. Am selben Tag wurde - wie im Zwischenentscheid angekündigt - mit separater (eingeschriebener) Sendung eine Kostenvorschussverfügung über den Betrag von Fr. 600.-- an den Beschwerdeführer verschickt. Beide Zustellungen erfolgten - wie auch sämtliche vorherigen Zustellungen - über den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers. Sowohl der Zwischenentscheid als auch die Kostenvorschussverfügung wurden dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 4. September 2019 zur Abholung avisiert, von diesem indes nicht abgeholt und daher nach sieben Tagen ans Kantonsgericht retourniert. Am 16. September 2019 versandte das Kantonsgericht den - inzwischen wieder dort eingetroffenen - Zwischenentscheid vom 2. September 2019 per A-Post erneut an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers. Diesem ging die Sendung am 17. September 2019 zu. Nicht mitverschickt wurde die Kostenvorschussverfügung vom 3. September 2019, welche erst am 23. September 2019 wieder beim Kantonsgericht eintraf. Am 20. September 2019 versandte das Kantonsgericht eine Mahnung hinsichtlich des (ergänzenden) Kostenvorschusses von Fr. 600.--, unter Ansetzung einer fünftägigen Nachfrist und Androhung der Nichteintretensfolge bei Säumnis. Diese Mahnung ging dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 23. September 2019 zu. Hiernach stellte das Kantonsgericht fest, dass es die Mahnung versehentlich um einige Tage verfrüht verschickt hatte. Es setzte dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 9. Oktober 2019 daher (erneut) eine letzte Frist von fünf Tagen zur Bezahlung des (ergänzenden) Kostenvorschusses an, wobei es auf die vorangegangene Mahnung vom 20. September 2019 verwies und anmerkte, dass diese verfrüht erfolgt sei. Zudem machte es wiederum auf die Säumnisfolgen aufmerksam. Diese als Gerichtsurkunde versandte Nachfristansetzung ging dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 12. Oktober 2019 zu. Ebenfalls am 9. Oktober 2019 verschickte das Kantonsgericht die ursprüngliche Kostenvorschussverfügung vom 3. September 2019 per A-Post zur Kenntnisnahme, wobei es mit einem Stempel anmerkte, dass diese Verfügung bereits gültig zugestellt worden sei. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers erhielt dieses Schreiben am 10. Oktober 2019.