Citation: 2C_605/2023 E. 3.1

3.1. Nach der Auffassung des Beschwerdeführers führt eine korrekte Auslegung von Art. 40 lit. a MedBG zum Schluss, dass die Aufsicht über Medizinalpersonen unter fachlicher Aufsicht Teil der sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung von in eigener fachlicher Verantwortung tätigen Medizinalpersonen darstellt. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz (vgl. E. 1.4.2 hiervor) brauche es nicht zwingend eine das Bundesrecht konkretisierende Standesregel oder kantonale Norm, die verletzt sei, damit die Verletzung einer Berufspflicht gemäss Art. 40 lit. a MedBG bejaht werden könne. Obwohl Art. 40 lit. a MedBG auslegungsbedürftig sei, stelle diese Bestimmung für sich alleine eine hinreichende gesetzliche Grundlage im vorliegend interessierenden Zusammenhang dar.