Citation: 5A_401/2022 E. 5.1.4

5.1.4. In ihre Beurteilung bezog die Vorinstanz sodann weitere Faktoren wie beispielsweise die Intelligenz der Erblasserin, deren Geübtheit in administrativen Angelegenheiten und andere körperliche Einschränkungen mit ein. Unbestritten sei, dass die Erblasserin auf einem Ohr sehr schlecht gehört und eine eingeschränkte Sehfähigkeit gehabt habe und in schriftlichen und administrativen Angelegenheiten seit ehedem ungeübt und unerfahren gewesen sei; der Ehemann habe das Schriftliche erledigt. Seit längerer Zeit habe die Erblasserin diverse körperliche Leiden gehabt, wie Herzrhythmusstörungen und Polyarthrosen. Für das Hör- und Sinnverständnis sei sie als auf die Unterstützung Dritter angewiesen und im Zeitpunkt der Testamentserrichtung als immobil beschrieben worden.