Citation: 4C.276/2000 08.02.2001 E. 5

5.- Die Beklagten wiederholen ihren bereits vor dem Kantonsgericht erhobenen Vorwurf, das Rechtsverhältnis zwischen der Baugesellschaft X.________ und der Firma G.________ sei den Regeln der einfachen Gesellschaft zu unterstellen, wodurch eine Liquidation nicht nach Art. 109, sondern nach Art. 548 f. OR hätte erfolgen müssen. Danach könnte der Kläger das Eingebrachte nicht zurückfordern, sondern hätte lediglich einen allfälligen Anspruch auf den Überschuss. Indem das Kantonsgericht aufgrund seiner für das Bundesgericht verbindlichen tatsächlichen Feststellungen das Vorliegen eines gemeinsamen Willens der Kontrahenten auf die Verwirklichung eines gemeinsamen Zwecks mit vereinten Mitteln und damit eine einfache Gesellschaft ausschloss, hat es Bundesrecht nicht verletzt. In der strittigen vertraglichen Bindung sind denn auch keinerlei Anhaltspunkte für ein Gesellschaftsverhältnis ersichtlich. Gewisse Nebenpflichten - so etwa die in der Berufungsschrift behauptete teilweise Übernahme von Baukosten -, welche einzeln betrachtet auf ein Gesellschaftsverhältnis hinweisen mögen, können durchaus auch in einem auf Austausch von Leistungen gerichteten Vertrag vorkommen. Zwischen den Beklagten und der Firma G.________ ist daher nach zutreffender Auffassung des Kantonsgerichts ein reiner Austauschvertrag zu Stande gekommen, in welchem die Firma G.________ gegen Geld Stockwerkeinheiten zum Weiterverkauf erworben hatte.