Citation: U 464/06 06.08.2007 E. 4

4.1 Der erstbehandelnde Arzt, Dr. med. S.________, stellte am 27. Juli 2002 die Diagnosen einer commotio cerebri und einer Distorsion der Halswirbelsäule. Nach Verordnung von Ruhe und Analgetika schloss er seine Behandlung am 23. August 2002 ab. Dr. med. L.________, FMH innere Medizin, suchte der Beschwerdeführer einzig am 26. August 2002 auf. Eine neurologische Untersuchung wegen Kopfschmerzen bei einem Status nach commotio cerebri zeigte dabei keine Hinweise für entsprechende Defizite. Die Behandlung erschöpfte sich in der Abgabe von Paracetamol in Reserve. Am 24. Oktober 2002 untersuchte der Neurologe Dr. med. T.________ den Versicherten. Er berichtet, dass nach dem Sturz beim Snowboardfahren eine kurze Bewusstlosigkeit von weniger als einer Minute bestand und der Verunfallte mit einem dumpfen Brummen im ganzen Kopf aber ohne Erbrechen nach einer Viertelstunde selbstständig ins Dorf zurückfuhr. Die klinisch-neurologische Untersuchung ergab keine Hinweise auf eine Dysfunktion im Bereiche der HWS. Der Arzt stufte die geschilderten Beschwerden als postcommotionelle Kopfschmerzen ein, wobei er auch über ähnliche Beschwerden in jungen Jahren des Patienten berichtete, die durch den Unfall verstärkt worden seien. Zur selben Diagnose gelangte Dr. med. Z.________, Ärztin für Allgemeinmedizin und Akupunktur, in ihrem Zeugnis vom 26. März 2003. Sie hatte die Behandlung mittels Physiotherapie und Akupunktur am 3. Februar 2003 übernommen. Ein Schädel-CT vom 11. Februar 2003 ergab einen altersentsprechenden Normbefund. Gemäss Zeugnis der genannten Ärztin vom 6. Juli 2004 wurden nach dem 15. April 2003 keine Behandlungen mehr durchgeführt oder verordnet. Nach zwei Konsultationen ohne Behandlung Ende Oktober/Mitte November 2003 wurde eine MRI-Untersuchung der HWS vorgenommen, welche zirkuläre Bandscheibenprotrusionen C5/C6 und C6/C7 mit erworbener Spinalstenose C6/C7 und einer Foramenstenose C6/7 links grösser als rechts zeigte. Der Befund wurde als nicht behandlungsbedürftig erachtet. 4.2 Der geschilderte Verlauf zeigt, dass nach dem 15. April 2003 bis zur verfügten Leistungseinstellung auf den 17. Dezember 2003 keine Behandlung der postcommotionellen Beschwerden mehr vorgenommen wurde. Die in der MRI-Untersuchung gefundene Bandscheibenproblematik ist keine Unfallfolge und löst daher auch keine entsprechenden Versicherungsleistungen aus. Laut Zeugnis der Dr. Z.________ vom 20. August 2004 erfolgte die nächste Konsultation erst wieder am 27. Juli 2004. Der Beschwerdeführer habe angegeben, wieder zunehmend unter Kopfschmerzen zu leiden. Da die erste Akupunktur-Serie einen ordentlichen Therapieerfolg gezeigt habe, empfehle sie eine Wiederholung. Damit ist jedoch in keiner Weise begründet, inwiefern die nunmehr beklagten Kopfschmerzen in ursächlicher Hinsicht auf die Hirnerschütterung vom 26. Juli 2002 zurückzuführen sind. Es ist notorisch, dass Kopfschmerzen auch ohne Unfall überaus häufig sind. Auch der Beschwerdeführer selbst hat offenbar in Jugendjahren darunter gelitten. Die Tatsache allein, dass diese - zwei Jahre - nach dem Unfall aufgetreten sind, belegt nicht, dass sie in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit diesem stehen. Ein solcher ist aber erforderlich um die Leistungspflicht auszulösen. Es hat demnach beim kantonalen Gerichtsentscheid sein Bewenden.