Citation: 6B_1489/2022 E. 1

Das Bezirksgericht Horgen büsste den Beschwerdeführer am 6. September 2022 wegen einfacher Verkehrsregelverletzung mit Fr. 120.-- (Ersatzfreiheitsstrafe 2 Tage). Das Urteilsdispositiv nahm der Beschwerdeführer am 9. September 2022 in Empfang. Am 12. September 2022 wandte er sich via E-Mail an das Bezirksgericht und verlangte eine Urteilsbegründung. Die schriftliche Urteilsbegründung wurde dem Beschwerdeführer am 7. Oktober 2022 zugestellt. Am 12. Oktober 2022 reichte der Beschwerdeführer mit Fax eine Berufungserklärung ein, die er am 15. Oktober und 22. Oktober 2022 - abermals mit Fax - ergänzte und korrigierte. Das Obergericht des Kantons Zürich trat am 16. November 2022 auf die Berufung nicht ein mit der Begründung, der Beschwerdeführer habe mit seiner an das Bezirksgericht Horgen gerichteten E-Mail-Eingabe vom 12. September 2022 lediglich eine Begründung des Urteils verlangt, ohne indessen Berufung anzumelden. Davon abgesehen sei bzw. wäre seine Eingabe vom 12. September 2022 ohnehin nicht rechtsgültig, da sie die Anforderungen an eine elektronische Eingabe gemäss Art. 110 Abs. 2 StPO nicht erfülle. Überdies habe der Beschwerdeführer auch keine formgültige Berufungserklärung eingereicht. Die Frage, ob die Berufungsinstanz gehalten gewesen wäre, den Beschwerdeführer innert laufender Rechtsmittelfrist auf die Formungültigkeit der Berufungserklärung hinzuweisen, liess das Obergericht mit dem Hinweis auf die bereits fehlende bzw. ungültige Berufungsanmeldung offen. Mit Beschwerde in Strafsachen wendet sich der Beschwerdeführer an das Bundesgericht. Er macht geltend, es läge sowohl eine formgerechte Berufungsanmeldung als auch eine formgerechte Berufungserklärung vor. Der angefochtene Beschluss sei willkürlich, vertrauens- und rechtsverletzend.