Citation: 1A.231/2000 19.10.2000 E. A

A.- Am 19. Januar 1999 richtete der Direktor der Finanzpolizeiverwaltung des Staatseinnahmenamtes Lettlands ein Rechtshilfegesuch an die schweizerischen Behörden. Die lettischen Behörden führen ein Strafverfahren u.a. gegen die Verantwortlichen der in Lettland eingetragenen Firma S.________ wegen des Verdachts des Brennstoffschmuggels (Art. 73 des lettischen Strafgesetzbuchs) in den Jahren 1997 und 1998. Sie verdächtigen die Firma S.________, unter Verwendung gefälschter Zollstempel Brennstoff nach Lettland eingeführt zu haben, ohne die geschuldeten Zoll- und Steuerbeträge gezahlt zu haben. Den Brennstoff habe die S.________ von der schweizerischen Firma I.________ SA eingekauft und über die Russische Föderation nach Lettland eingeführt. Dort sei der Brennstoff zunächst an die Firma M.________ verkauft und von dieser an die Firma A.________ weiterverkauft worden. Die lettischen Behörden vermuten, dass für die Firma S.________ und für die Firma A.________ dieselben Personen tätig gewesen seien. Es sei auch ein Vertrag zwischen der Firma I.________ SA und der Firma A.________ über die Lieferung von Brennstoff gefunden worden, dessen Echtheit sei jedoch zweifelhaft. Das Rechtshilfeersuchen bittet die schweizerischen Behörden um die Vornahme diverser Abklärungen und die Erhebung von Unterlagen bei der Firma I.________ SA in Zug.