Citation: 1C_555/2022 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführer berufen sich schliesslich darauf, zumindest der Beschwerdeführer 1, welcher ausserhalb der Gemeinde wohne, hätte gestützt auf kantonales Recht schriftlich über die Planänderung informiert werden müssen. Sie verweisen dafür u.a. auf Art. 5 Abs. 1 des Gesetzes über den den Natur- und Heimatschutz (im Kanton Graubünden) vom 19. Oktober 2010 (Kantonales Natur- und Heimatschutzgesetz, KNHG/GR; BR 496.000). Aus welchen Gründen diese Bestimmung über die Errichtung kantonaler Inventare schutzwürdiger Objekte vorliegend einschlägig sein sollte, erschliesst sich jedoch nicht. Selbiges gilt für den Verweis der Beschwerdeführer auf die Bestimmungen des Kantons Basel-Landschaft, welche eine eingeschriebene Mitteilung an Grundeigentümer bei Nutzungsplanänderungen vorsehen würden, die wie der Beschwerdeführer 1 ausserhalb der Gemeinde wohnten. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer kann daraus nicht geschlossen werden, dass eine ähnliche Bestimmung auch für den Kanton Graubünden zwingend bestehen müsste. Ohnehin wäre es an den Beschwerdeführern, die willkürliche Anwendung des kantonalen Rechts konkret aufzuzeigen (vorne E. 2.1) und nicht bloss aufgrund von Normen aus anderen Kantonen Vermutungen zu äussern. Im Kanton Graubünden ist bei der Änderung des Zonenplans nur die Veröffentlichung im amtlichen Publikationsorgan der Gemeinde und im Kantonsamtsblatt vorgesehen (Art. 48 des Raumplanungsgesetzes [für den Kanton Graubünden] vom 6. Dezember 2004 [KRG/GR; BR 801.100]). Inwiefern diese Bestimmung willkürlich angewendet worden wäre, legen die Beschwerdeführer nicht dar. Dasselbe gilt für Art. 13 Abs. 3 der Raumplanungsverordnung (für den Kanton Graubünden) vom 24. Mai 2005 (KRVO; BR 801.110). Es ist nicht erstellt, dass eine Planänderung stattgefunden hätte, von welcher die Beschwerdeführer direkt betroffen gewesen wären, weshalb eine schriftliche Mitteilung auch gestützt auf diese Norm nicht angezeigt war.