Citation: 2C_716/2021 E. 2.1.2

2.1.2. Dagegen vertritt der Beschwerdeführer die Auffassung, die betreffende Bestimmung sei in Wirklichkeit erfüllt: Die am 27. August 2002 eingeleitete Ehevorbereitung sei an den Aufenthalt im Sinne von Art. 63 Abs. 2 AuG anzurechnen, weil er sich in dieser Zeit rechtmässig im Land aufgehalten habe. Dafür verweist er im Wesentlichen auf BGE 139 I 37 E. 4.1. Nach der Rechtsprechung gilt aber nur der ausländerrechtlich bewilligte Aufenthalt als ordnungsgemäss im Sinne von Art. 63 Abs. 2 AuG, bei in der Schweiz geschlossenen Ehen auch die Zeit zwischen Heirat und Bewilligungserteilung (vgl. BGE 137 II 10 E. 4.4; Urteil 2C_98/2018 vom 7. November 2018 E. 3.2.3). Vorliegend erfüllt die Ehevorbereitung vom 27. August 2002 bis zur Heirat am 27. November 2002 diese Voraussetzungen nicht. Es mag wohl zutreffen, dass der Beschwerdeführer einer solchen Kurzaufenthaltsbewilligung nach damaliger Rechtslage nicht bedurfte. Dennoch ist davon auszugehen, dass er anders als in dem von ihm angeführten Fall (BGE 139 I 37) während der umstrittenen Zeitspanne über keinen bewilligten Aufenthalt verfügte. Mit BGE 137 II 10 E. 4.3 - 4.5 scheint vielmehr folgerichtig, für den Beginn des ordnungsgemässen Aufenthalts auf den Bestand der Ehe abzustellen (vgl. in gleichem Sinne in anderem Zusammenhang BGE 135 I 11 E. 1.2.2).