Citation: 6B_525/2024 E. 4.2

4.2. Die erste Instanz sprach den Beschwerdeführer hinsichtlich dieses Vorhalts in Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" frei. Die Vorinstanz gelangt indes zu einem Schuldspruch. Sie führt aus, H.________ habe anlässlich ihrer ersten Einvernahme ausgesagt, der Beschwerdeführer habe sich bei einem Anruf selber befriedigt, sie habe die Kamera gedreht und das Telefon weggeworfen, so dass sie es nicht gesehen habe. Es habe etwa zwei Minuten gedauert. Sie wisse nicht, ob der Beschwerdeführer zum Samenerguss gekommen sei. Jemand, sie oder er, habe den Anruf beendet. Anlässlich der Berufungsverhandlung habe H.________ sich nicht mehr an den Videoanruf erinnert, einen solchen aber auch nicht explizit verneint. Für die Vorinstanz ist erstellt, dass ein entsprechender Videoanruf (mit Masturbation) stattgefunden hat. Darauf sei bereits aufgrund der Nachricht des Beschuldigten im Chat zu schliessen: "du heschs nice gfunde wohni cho bin und dich ufs treffe gfreut". Zwar sei aufgrund der Aussagen von H.________ unklar, ob sie dem Beschwerdeführer dabei zugesehen oder das Telefon eigenen Angaben zufolge weggedreht habe. Hingegen sei erstellt, dass sie zumindest akustisch wahrgenommen habe, dass sich der Beschuldigte befriedigt habe. Davon gehe - gemäss der zitierten Chatnachricht - auch der Beschwerdeführer aus.