Citation: 8C_920/2008 28.05.2009 E. 2

Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, angesichts des - im kantonalen Verfahren beigebrachten - Berichtes des Dr. med. K.________, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, speziell Hals- und Gesichtschirurgie, vom 11. April 2007 einerseits und des - ebenfalls dem vorinstanzlichen Gericht edierten - Überweisungsschreibens der Hausärztin Frau Dr. med. N.________ an den Neurologen Dr. med. H.________ vom 6. November 2006 andererseits müsse von einer unvollständigen Sachverhaltsabklärung ausgegangen werden. Die Stellungnahme des Dr. med. K.________ weise auf einen Verschluss der Kieferhöhle rechts und das - mittels Fax an Dr. med. H.________ übermittelte - Schreiben der Frau Dr. med. N.________ auf Kopfschmerzen hin. Diese beiden bisher nicht weiter geklärten Beschwerdebilder liessen sich auf das Unfallereignis vom 23. Dezember 2001 zurückführen, weshalb entsprechende medizinische Untersuchungen notwendig seien. 2.1 Das kantonale Gericht hat weitere Erhebungen bezüglich einer Kieferhöhlenproblematik rechts mit der Begründung als nicht angezeigt erachtet, dass unmittelbar nach dem Sturz vom 23. Dezember 2001 lediglich von einem - mittlerweile ausgeheilten - Hämatom (am Orbitarand links) die Rede war und damit keine - wie von Dr. med. K.________ angenommen - Schädelverletzung vorgelegen habe. Im Übrigen erwog es, allein der Umstand, dass bestimmte Beschwerden erst nach einem Unfallereignis auftreten, lasse noch nicht auf einen ursächlichen Zusammenhang schliessen; zudem habe Dr. med. K.________ eine Problematik der Kieferhöhle rechts behandelt, während die heutige Beschwerdeführerin ein Hämatom am Orbitarand links aufwies; auch seien Dr. med. K.________ die Akten zum Unfall vom 23. Dezember 2001 nicht zur Verfügung gestanden, sodass er einzig auf die Aussagen der Beschwerdeführerin abstellen konnte. Dieser Argumentation ist beizupflichten. Zu beachten ist überdies, dass es sich beim Schreiben des Dr. med. K.________ vom 11. April 2007 um die Beantwortung einer Anfrage des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin und damit nicht um eine im Rahmen des administrativen Abklärungsverfahrens ergangene ärztliche Stellungnahme handelt. Zudem datiert es vom 11. April 2007, während für die gerichtliche Beurteilung grundsätzlich auf die tatsächlichen Verhältnisse bis zum Erlass des Einspracheentscheids vom 29. November 2006 abzustellen ist (BGE 134 V 392 E. 6 S. 397 mit Hinweis). Selbst wenn die Informationen des Dr. med. K.________ auch auf einen früheren Zeitpunkt bezogen Gültigkeit beanspruchen könnten, wären sie nicht geeignet, weitere Abklärungen als unumgänglich erscheinen zu lassen. Dabei fällt namentlich ins Gewicht, dass Dr. med. K.________ eine theoretisch zwar denkbare Erklärung für die geklagten Beschwerden abzugeben versucht, welcher aber keine erhöhte Wahrscheinlichkeit zukommt, tatsächlich der Wirklichkeit zu entsprechen. Wenn Dr. med. K.________ von einem - auf Grund der Aktenlage nicht erstellten - "Trauma des Mittelgesichts" ausgeht, bietet diese eher vage neue Diagnosestellung mehr als fünf Jahre nach dem versicherten Unfallereignis keinen hinreichenden Anlass zur Anordnung tiefergreifender Abklärungen. 2.2 Nichts anderes lässt sich aus dem Überweisungsschreiben der Hausärztin Frau Dr. med. N.________ vom 6. November 2006 an Dr. med. H.________ ableiten. Wie das kantonale Gericht nach eingehender Auseinandersetzung mit den seit dem Unfall vom 23. Dezember 2001 zusammengetragenen medizinischen Unterlagen erkannte, standen Kopfschmerzen im Rahmen der ärztlichen Behandlungen im Anschluss an den als versichertes Unfallereignis geltenden Sturz auf glattem Eis gar nie zur Diskussion, ging es doch praktisch immer nur um die Behandlung der erlittenen Handgelenksfraktur. Wie die AXA in ihrer Beschwerdeantwort vom 7. Januar 2009 mit Recht hervorhebt, stehen die Angaben von Frau Dr. med. N.________ vom 6. November 2006 tatsächlich in klarem Widerspruch zu deren früheren Berichten, sodass die Vorinstanz bei der Beweiswürdigung darauf mit Recht nicht abgestellt und dementsprechend auch von weiteren Abklärungen abgesehen hat. Angesichts der medizinisch gut dokumentierten Aktenlage drängten sich zusätzliche Explorationen hinsichtlich einer erstmals nach einem 1995 erlittenen Verkehrsunfall aufgetretener, nach dem hier zur Diskussion stehenden Ereignis im Jahre 2001 aber höchstens noch beiläufig am Rande thematisierter Kopfschmerzsymptomatik nicht auf.