Citation: 7B_454/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe durch seine gewerbsmässigen Betrugshandlungen zwischen November 2004 und Oktober 2013 zu Unrecht Versicherungsleistungen von insgesamt Fr. 569'326.50 bezogen. Diese Summe sowie die Dauer des Leistungsbezugs sei bei der Strafzumessung zu berücksichtigen. Gleiches gelte für die Tatsache, dass der Beschwerdeführer das Vertrauensverhältnis zu den behandelnden Ärzten und Therapeuten massiv missbraucht und ein objektiv schwer fassbares Beschwerdebild gezeigt habe. Er habe hartnäckig seine Ziele verfolgt, etwa indem er die Überprüfung der Arbeitsfähigkeit durch häufige Wohnsitzwechsel und ständige Anpassung des präsentierten Leistungsniveaus erheblich erschwert habe, insbesondere seit der Einleitung der Rentenrevision. Das Verhalten des Beschwerdeführers offenbare subjektiv durchaus eine beachtliche kriminelle Energie. Im Ergebnis wiege das Tatverschulden beim gewerbsmässigen Betrug mittelschwer bis schwer, was eine Einsatzstrafe von 5 Jahren rechtfertige. Die Vorstrafenlosigkeit und das Verhalten des Beschwerdeführers im Verfahren wertet die Vorinstanz neutral. Demgegenüber falle die Verfahrensdauer von 8 Jahren erheblich strafmindernd ins Gewicht. Der Beschwerdeführer habe sich seit Einleitung des Verfahrens wohl verhalten und hinsichtlich aller bis Juni 2012 begangener Delikte seien zwei Drittel der Verjährungsfrist verstrichen. Dies rechtfertige eine Strafreduktion von 25 % auf 3 Jahre und 9 Monate Freiheitsstrafe. Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots, welche eine weitere Strafmilderung rechtfertigten würde, liege hingegen nicht vor, zumal keine krasse Zeitlücke mit behördlicher Untätigkeit zutage getreten sei. Aufgrund einer leicht erhöhten Strafempfindlichkeit infolge der aktuellen Diagnose sei die Strafe um weitere fünf Monate auf 3 Jahre und 4 Monate Freiheitsstrafe zu reduzieren.