Citation: 6B_641/2021 E. 2.3.4

2.3.4. Bezugnehmend auf das psychiatrische Gutachten begründet die Vorinstanz sodann einlässlich, weshalb sie eine stationäre Behandlung als notwendig und eine ambulante Therapie klar als nicht ausreichend erachtet. Aufgrund eines ähnlich gelagerten Delikts - der Beschwerdeführer habe seine Ex-Partnerin rund eine Stunde in einem Keller festgehalten, sei ihr gegenüber tätlich geworden und habe mit Selbstmord gedroht - sei in der Vergangenheit bereits eine ambulante Massnahme angeordnet worden. Diese habe aufgrund der fehlenden Kooperation des Beschwerdeführers und damit letztlich wegen Aussichtslosigkeit abgebrochen werden müssen. Seither hätten sich die Verhältnisse noch verschlechtert. Es sei deshalb eine eingriffsintensivere, konsequentere Behandlung angezeigt. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, überzeugt nicht. Selbst wenn er sich, wie behauptet, während der Haft bis anhin wohl verhalten hat, ist festzuhalten, dass sich einzig aus dem Verhalten während des besonderen Regimes der Haft keine Rückschlüsse auf die Erforderlichkeit einer stationären therapeutischen Massnahme ziehen lassen. Weitere Argumente gegen die Erforderlichkeit der Massnahme nennt der Beschwerdeführer keine, weshalb der Rüge kein Erfolg beschieden ist.