Citation: 1C_103/2016 E. 3.2

3.2. Die vorliegend streitigen Anforderungen an Standort und Entwässerung der Deponie sind im Anh. 2 der jeweiligen Verordnung geregelt. Danach ist mit Baugrunduntersuchungen und Setzungsberechnungen nachzuweisen, dass der Untergrund und die Umgebung der Deponie, allenfalls unter Einbezug baulicher Massnahmen, Gewähr dafür bieten, dass die Deponie langfristig stabil bleibt und dass keine Verformungen auftreten, die insbesondere das Funktionieren der vorgeschriebenen Anlagen zur Abdichtung, Entwässerung und Entgasung beeinträchtigen können (Ziff. 1 Abs. 2 Anh. 2 TVA; neu: Ziff. 1.2.1 und 1.2.4 Anh. 2 VVEA). Die weiteren Anforderungen an den Untergrund gelten nicht für Deponien des Typs A und sind daher vorliegend nicht einschlägig. Die Entwässerung von Deponien war bisher in Ziff. 23 Anh. 2 TVA geregelt und ergibt sich nunmehr aus Ziff. 2.4 Anh. 2 VVEA. Die Anlagen zur Entwässerung müssen gewährleisten, dass das anfallende Sickerwasser gesammelt und abgeleitet wird (Ziff. 2.4.1 Anh. 2 VVEA). Deponien und Kompartimente des Typs A müssen über Anlagen zur Entwässerung verfügen, wenn eine Entwässerung zur Sicherstellung der Stabilität der Deponie oder des Kompartiments nötig ist (Ziff. 2.4.2 Anh. 2 VVEA). Wird gefasstes, unbehandeltes Sickerwasser in ein Gewässer eingeleitet, ist durch bauliche Massnahmen sicherzustellen, dass das Abwasser jederzeit kontrolliert und nötigenfalls behandelt oder in eine Abwasserreinigungsanlage eingeleitet werden kann (Ziff. 2.4.7 Anh. 2 VVEA). Entwässerungsleitungen sind so anzulegen, dass sie nach Abschluss der Setzungen ein Gefälle von mindestens 2 Prozent aufweisen (Ziff. 2.4.8 Anh. 2 VVEA).