Citation: 2A.151/2002 11.04.2002 E. 3

3.1 Wird ein Rechtsstreit gegenstandslos oder fällt er mangels rechtlichen Interesses dahin, entscheidet das Bundesgericht über die Prozesskosten mit summarischer Begründung aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrunds (Art. 72 BZP in Verbindung mit Art. 40 OG). Dabei geht es nicht darum, die Prozessaussichten im Einzelnen zu prüfen und dadurch weitere Umtriebe zu verursachen; vielmehr muss es bei einer knappen Beurteilung der Aktenlage sein Bewenden haben. 3.2 Nach Art. 13c Abs. 2 ANAG sind die Rechtmässigkeit und die Angemessenheit der Haft spätestens nach 96 Stunden durch eine richterliche Behörde aufgrund einer mündlichen Verhandlung zu prüfen. Zwar hat der Haftrichter die Ausschaffungshaft vorliegend gestützt auf die Akten bestätigt und die materiellen Voraussetzungen für eine solche Massnahme auch zu Recht bejaht, da Gegenstand des Verfahrens nur die Rechtmässigkeit der Haft, nicht aber auch jene des Wegweisungsentscheids bilden konnte, doch hat er zu Unrecht von einer mündlichen Verhandlung abgesehen: Diese ist obligatorisch (BGE 122 II 154 ff.) und immer dann durchzuführen, wenn die Ausschaffung nicht innerhalb von 96 Stunden erfolgen kann. Dass eine solche auf einen späteren Zeitpunkt hin absehbar ist, ändert nichts an dieser Pflicht. Auf die mündliche Verhandlung innert 96 Stunden kann nicht aus Opportunitätsgründen verzichtet werden; sie ist bei jeder über 96 Stunden dauernden ausländerrechtlich motivierten Haft - so auch hier, wo der Betroffene über 13 Tage festgehalten wurde - obligatorisch (vgl. BGE 122 II 154 ff.). 3.3 Hätte die Verwaltungsgerichtsbeschwerde somit aller Wahrscheinlichkeit nach gutgeheissen werden müssen, hat der Kanton Appenzell A.Rh. den Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entschädigen. Indessen sind ihm keine Kosten aufzuerlegen, da er in seinem amtlichen Wirkungskreis und ohne eigene Vermögensinteressen gehandelt hat (vgl. Art. 156 Abs. 2 OG). Bei dieser Kostenregelung wird das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung gegenstandslos. Demnach beschliesst das Bundesgericht: