Citation: 5A_99/2020 E. 4.3.3

4.3.3. Hinsichtlich der Schwierigkeiten bei der Übergabe des Sohnes weist der Beschwerdeführer sodann zutreffend darauf hin, dass sich die Anzahl der Übergaben mit Errichtung der alternierenden Obhut nicht (zwingend) erhöhen würde, zumal der Sohn bereits heute jedes zweite Wochenende und jeden Mittwochnachmittag beim Vater verbringt, was mit einer entsprechenden Anzahl an Übergaben verbunden ist. Bei der Ausgestaltung der alternierenden Obhut ist etwa denkbar, dass ein Wechsel wochenweise stattfindet. Sollte der Sohn jedoch - so wie es dem Beschwerdeführer vorschwebt - jeweils die Hälfte der Woche abwechselnd beim Vater und der Mutter verbringen, so hätte dies eine Übergabe am Mittwochmittag und zu Beginn bzw. am Ende der Wochenenden zur Folge. Auch dieses Variante führt gegenüber der jetzigen Betreuungsform - entgegen den Behauptungen der Beschwerdegegnerin - nicht zu häufigeren Wechseln. Ferner steht bei allfälligen Konflikten bei den Betreuungswechseln - wie vorstehend erwähnt (vgl. E. 4.3.2) - der Beistand den Eltern beratend und vermittelnd zur Seite. Entsprechend ist das Thema der Übergaben kein Grund, um von der alternierenden Obhut abzusehen.