Citation: 5P.226/2005 09.11.2005 E. 2

Der Beschwerdeführer hält zu Recht fest, dass sich § 130 Abs. 2 ZPO/LU wie auch BGE 124 III 304 auf die Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege beziehen und die Erfolgschancen der Rechtsbegehren für die Bemessung des Anwaltshonorars im Rahmen der erteilten unentgeltlichen Rechtspflege keine Rolle spielen können; vielmehr erklärt § 51 KoV/LU für die Kostenfestsetzung die üblichen Kriterien als massgebend, nämlich Bedeutung der Sache für die Partei, Schwierigkeit der Sache, Umfang und Art der Bemühungen sowie Zeitaufwand. Immerhin ist nur objektiv gebotener Aufwand zu vergüten; die dahingehenden obergerichtlichen Ausführungen in der Vernehmlassung und Replik spiegeln sich indes nicht in den Erwägungen des angefochtenen Entscheides, der hinsichtlich des Unterhaltsbeitrages einzig auf die anfängliche Aussichtslosigkeit des Begehrens verweist. Es genügt jedoch nicht, wenn der angefochtene Entscheid sich nur in der Begründung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56; 128 II 259 E. 5 S. 281; 129 I 49 E. 4 S. 58). Wie das Bundesgericht bereits in dem vom Beschwerdeführer selbst angerufenen Entscheid 5P.36/1998 festgehalten hat, hängt die Frage, ob das zugesprochene Honorar angemessen ist, nicht von der geltend gemachten Forderung ab. Bei der Anfechtung einer Honorarfestsetzung ist vielmehr stets im Einzelnen darzulegen, inwiefern das zugesprochene Honorar auch im Ergebnis nicht vor den verfassungsrechtlichen Rechten, insbesondere vor dem Willkürverbot standhält. Dabei ist zu beachten, dass den kantonalen Gerichten bei der Bemessung der Parteientschädigung ein weiter Ermessensspielraum zusteht und das Bundesgericht nur einschreiten kann, wenn die kantonalen Bestimmungen über die Bemessung der Parteientschädigung willkürlich angewandt worden sind oder die Festsetzung des Anwaltshonorars ausserhalb jedes vernünftigen Verhältnisses zu den mit Blick auf den konkreten Fall notwendigen anwaltlichen Bemühungen steht und in krasser Weise gegen das Gerechtigkeitsgefühl verstösst (BGE 118 Ia 133 E. 2b; 122 I 1 E. 3a). Inwiefern dies vorliegend der Fall ist und sich die Kostenfestsetzung auch im Ergebnis als verfassungswidrig erweist, legt der Beschwerdeführer nicht einmal ansatzweise dar, weshalb seine Beschwerde unsubstanziiert bleibt (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG) und als Folge nicht darauf eingetreten werden kann.