Citation: 1P.586/2006 21.02.2007 E. 4

Soweit die Beschwerdeführerin den kantonalen Behörden Willkür und Rechtsverweigerung vorwirft, weil sie auf ein inhaltlich mangelhaftes Gutachten abgestellt hätten, ist Folgendes in Erwägung zu ziehen: 4.1 Bedarf es zur Feststellung oder tatsächlichen Würdigung eines Sachverhaltes besonderer Kenntnisse oder Fertigkeiten, so werden gemäss § 109 StPO/ZH Sachverständige zugezogen. Nach § 115 Abs. 1 StPO/ZH bezeichnet die Untersuchungsbehörde die Punkte, auf welche die Sachverständigen ihre Aufmerksamkeit zu richten haben, erteilt ihnen die erforderlichen Aufschlüsse aus den Akten oder übergibt ihnen dieselben und stellt die zu beantwortenden Fragen. Hat eine Person eine erhebliche Körperverletzung erlitten oder ist ihr sonst Gewalt angetan worden, so werden die Verletzungen wo möglich durch den gerichtlichen Arzt untersucht und genau beschrieben. Das Gutachten hat sich über die mutmassliche Art der Entstehung und über die Bedeutung sowie über die wahrscheinlichen Folgen der Verletzung auszusprechen (§ 124 Abs. 1 StPO/ZH). 4.2 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts verfällt eine Behörde in Willkür, wenn sie ihrem Entscheid Tatsachenfeststellungen zugrunde legt, die mit den Akten in klarem Widerspruch stehen. Im Bereich der Beweiswürdigung besitzt der Richter allerdings einen weiten Ermessensspielraum. Eine Sachverhaltsfeststellung ist dann willkürlich, wenn sie offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offenkundigen Versehen beruht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür bei der Rechtsanwendung oder Beweiswürdigung setzt sodann voraus, dass nicht bloss die Begründung des angefochtenen Entscheides, sondern auch sein Ergebnis schlechterdings unhaltbar ist (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9, 49 E. 4 S. 58; 127 I 38 E. 2a S. 41, 54 E. 2b S. 56, je mit Hinweisen). 4.3 Die Rüge, die kantonalen Instanzen hätten (im Rahmen der Beweiswürdigung) tatsächliche Schlüsse aus dem Gutachten gezogen, die im Ergebnis schlechterdings unhaltbar wären, wird in der Beschwerde nicht substanziiert (vgl. BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9, 49 E. 4 S. 58; 127 I 54 E. 2b S. 56). Den kantonalen Instanzen ist keine willkürliche Anwendung des kantonalen Verfahrensrechtes vorzuwerfen. Das fragliche Gutachten wurde verfassungskonform angeordnet und erstellt; es war damit strafprozessual verwertbar. Der angefochtene Entscheid ist in sich schlüssig und nachvollziehbar. Zieht die Beschwerdeführerin aus dem Verhalten des Beschuldigten andere Schlüsse, zeigt sie damit nicht rechtsgenüglich auf, inwiefern die Verfügung vom 21. Juni 2006 vor der Verfassung nicht standhalten sollte (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Insgesamt kann auf die ausführlichen Erwägungen des Einzelrichters verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG), dem aus seiner Beurteilung weder ein Vorwurf der Willkür noch der Rechtsverweigerung erwächst.