Citation: 6S.281/2002 16.04.2003 E. 8

Der Beschwerdeführer beanstandet die Busse von Fr. 10'000.-- als in jeder Hinsicht überrissen. Er rügt damit eine Verletzung von Art. 63 und 48 StGB. 8.1 Der Richter misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu; er berücksichtigt die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Täters (Art. 63 StGB). Bei der Bemessung der Busse sind als persönliche Verhältnisse namentlich das Einkommen, das Vermögen, der Familienstand und die Familienpflichten, der Beruf und Erwerb sowie das Alter und die Gesundheit zu berücksichtigen (Art. 48 Ziff. 2 Abs. 2 StGB). Der Begriff des Verschuldens bezieht sich auf den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat. Zu berücksichtigen sind insbesondere das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Art und Weise der Herbeiführung dieses Erfolges, die Willensrichtung, mit der der Täter gehandelt hat, und die Beweggründe des Schuldigen, sowie das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse und das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren. Bei der Gewichtung der einzelnen Faktoren innerhalb des jeweiligen Strafrahmens kommt dem kantonalen Sachrichter ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Der Kassationshof kann daher auf Nichtigkeitsbeschwerde hin nur eingreifen, wenn er den gesetzlichen Strafrahmen über- oder unterschritten hat, wenn er von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wenn er wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. (in Überschreitung oder Missbrauch seines Ermessens) falsch gewichtet hat, oder wenn die Strafe im Ergebnis unhaltbar streng oder milde erscheint (BGE 129 IV 6 E. 6.1, 128 IV 73 E. 3b). 8.2 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe seine gemäss Eheschutzverfügung geschuldeten Alimente nicht berücksichtigt. Diese Kritik ist unzutreffend; die Vorinstanz hat ausdrücklich festgehalten, dass der Beschwerdeführer vom jährlichen Bruttolohn von Fr. 120'000.-- monatlich Fr. 6'400.-- für Ehefrau und Kinder überweisen müsse. Dass die Vorinstanz den ihm verbleibenden monatlichen Nettobetrag nicht genau ausgerechnet hat, ist nicht von Belang, zumal sie bei der Bemessung der Busse sein Vermögen als wichtigen Faktor angesehen hat. Der Beschwerdeführer macht geltend, sein Vermögen von 2 Millionen Franken sei in Aktien investiert und nicht frei verfügbar, weshalb es nicht den Wert habe, den es zu haben scheine. Die Vorinstanz hat nicht verkannt, dass ein Teil des investierten Vermögens nicht sofort frei verfügbar ist. Inwiefern das den Wert des Vermögens mindern sollte, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht dargelegt. Der Beschwerdeführer wendet ein, die Vorinstanz habe nicht berücksichtigt, dass der Beschwerdegegner in genau gleicher ehrverletzender Weise gegen ihn vorgegangen sei. Damit bezieht er sich auf Tatsachen, die im vorinstanzlichen Urteil nicht festgehalten sind. Darauf kann nicht eingegangen werden. Nach Auffassung des Beschwerdeführers hätte dem Umstand Rechnung getragen werden müssen, dass es vorliegend um eine Auseinandersetzung innerhalb der engeren Familie und der Organe einer Familienaktiengesellschaft gehe. Die Vorinstanz hat das verbindlich verneint, wenn sie festhält, dem Beschwerdeführer sei es insbesondere um seine rein finanziellen Interessen gegangen. 8.3 Es bleibt zu prüfen, ob die ausgesprochene Busse von Fr. 10'000.-- im Ergebnis unhaltbar streng ist. Das ist - auch wenn die Busse hoch ausgefallen ist - angesichts der von der Vorinstanz genannten Motive, auf die verwiesen werden kann, und insbesondere des Vermögens von zwei Millionen Franken nicht der Fall.