Citation: U 456/04 01.04.2005 E. 3

3.1 Es bestehen keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer beim Unfall vom 19. Februar 2001 ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS), ein Schädel-Hirntrauma oder eine äquivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) erlitten hätte, in deren Folge frühzeitig Elemente des "typischen" Beschwerdebildes wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen usw. (BGE 119 V 338 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b, 382 Erw. 4b) aufgetreten wären. Unter diesen Umständen beurteilt sich die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen Unfallereignis und fortbestehender Symptomatik nach der in BGE 115 V 133 ff. begründeten Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (vgl. zum Ganzen BGE 127 V 102 Erw. 5b/bb mit Hinweisen). 3.2 Mit Blick auf die Gerichtspraxis zu Auffahrkollisionen vor einem Fussgängerstreifen oder einem Lichtsignal (vgl. RKUV 2003 Nr. U 489 S. 360 Erw. 4.2) ist das Ereignis vom 19. Februar 2001 grundsätzlich den mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten zuzuordnen. Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist demzufolge zu bejahen, falls ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden unfallbezogenen Kriterien (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder die zu berücksichtigenden Kriterien insgesamt in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb). Beides ist, wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat, nicht der Fall. Bejaht werden kann im Rahmen der auf die physischen, unfallbedingten Anteile beschränkten Betrachtung allenfalls das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen, dies jedoch nicht in einer Ausprägung und Intensität, welche für sich allein die Adäquanz zu begründen vermöchte. Den diesbezüglichen Erwägungen des kantonalen Gerichts ist nichts beizufügen. Die Beurteilung bliebe auch dann unverändert, wenn man allenfalls, in Berücksichtigung des zusätzlich erlittenen Schlags gegen den Rücken durch den Werkzeugkasten, von einem mittelschweren Unfall ausserhalb des Grenzbereichs zu den leichten ausgehen wollte. Mangelt es demnach an einem adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und einem durch dieses ausgelösten psychischen Beschwerdebild, hat die SUVA - und ihr folgend die Vorinstanz - den streitigen Leistungsanspruch zu Recht verneint. Ob und gegebenenfalls inwieweit eine psychische Störung von Krankheitswert gegeben ist, welche in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 19. Februar 2001 steht, muss unter diesen Umständen nicht näher geprüft werden (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c).