Citation: 1P.557/2006 10.10.2006 E. D

In seiner Vernehmlassung zur zweiten Haftüberprüfung führte der Untersuchungsrichter am 7. Juli 2004 u.a. aus, weitere Abklärungen und Ermittlungen sowie die zwischenzeitlich erfolgten Fortschritte der kriminaltechnischen Wissenschaft hätten zu neuen und äusserst brisanten Erkenntnissen bezüglich Tatablauf und Täterschaft geführt. Es sei davon auszugehen, dass Z.________ am Tötungsdelikt beteiligt gewesen sei. Der Präsident der Anklagekammer hörte den Angeschuldigten am 12. Juli 2004 an und kam in seinem Entscheid vom 14. Juli 2004 zum Schluss, dass die am 25. März 2004 angeordnete Untersuchungshaft zulässig und der Haftgrund der Kollusionsgefahr nach wie vor gegeben sei. Eine vom Angeschuldigten dagegen erhobene staatsrechtliche Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil 1P.411/2004 vom 28. August 2004 ab. Am 14. Dezember 2004 ersuchte der Angeschuldigte erneut erfolglos um Haftentlassung. Im Januar/Februar 2005 wurde die Strafuntersuchung auf die Tatbestände der Anstiftung zu falscher Zeugenaussage, der Gefährdung des Lebens, der Hehlerei, der Nötigung, des Diebstahls, der Sachbeschädigung, des Hausfriedensbruchs, des Versicherungsbetrugs, der versuchten Brandstiftung sowie der Widerhandlungen gegen das Waffengesetz erweitert. Einem Hafterstreckungsgesuch des Untersuchungsrichteramts vom 25. Oktober 2005 entsprach der Haftrichter am 31. Oktober 2005 und erstreckte die Untersuchungshaft bis zum 25. Januar 2006. Einen Tag vor Ablauf dieser Frist wurde die Untersuchungshaft ein weiteres Mal verlängert, dies bis zum 31. März 2006. Sodann wurde eine Verlängerung bis zum 30. Juni 2006 verfügt.