Citation: 4A_614/2014 E. 6.3.2

6.3.2. Die Vorinstanz erachtete als entscheidend, dass die Beschwerdeführerin nicht geltend macht, für jede Herstellung von normkonformen Betonstahlmatten durch irgend einen Produzenten sei eine Mindestzugfestigkeit von 400 MPA erforderlich, sondern dass spezifisch ihr Produktionsprozess eine solche erfordere. Diese vorinstanzliche Feststellung blieb unbestritten; die Beschwerdeführerin führt in diesem Sinn erneut aus, jeder Produktionsbetrieb habe seinen eigenen Produktionsprozess, um ein normkonformes Produkt herzustellen. Entsprechend ging die Vorinstanz sinngemäss davon aus, zur Substanziierung gehöre, dass die Beschwerdeführerin nicht nur sage, dass ihre Art der Produktion eine Mindestzugfestigkeit von 400 MPA voraussetzt, sondern auch weshalb, indem sie die entsprechenden Charakteristiken darlege. Wie weit die anspruchsbegründenden Tatsachen inhaltlich zu substanziieren sind, damit sie unter die massgeblichen Bestimmungen des materiellen Rechts subsumiert werden können, bestimmt das materielle (Bundes) recht. Die jeweiligen Anforderungen ergeben sich einerseits aus den Tatbestandsmerkmalen der angerufenen Norm und anderseits aus dem prozessualen Verhalten der Gegenpartei. Tatsachenbehauptungen müssen dabei so konkret formuliert sein, dass ein substanziiertes Bestreiten möglich ist oder der Gegenbeweis angetreten werden kann (BGE 127 III 365 E. 2b S. 368 mit Hinweisen). Hier geht es nicht darum - wie sonst allenfalls bei Begutachtungen von Produktionsprozessen - bestimmte Eigenschaften des Prozesses im Betrieb der Beschwerdeführerin zu kennen. Zu beweisendes Tatbestandsmerkmal ist einzig das Ergebnis - die Herstellung normkonformer Betonstahlmatten. Im Hinblick darauf erscheint es fraglich, ob die Vorinstanz nicht überhöhte Anforderungen an die Substanziierung stellte. Die Frage kann aber offen bleiben.