Citation: 5A_931/2022 E. 2.2

2.2. Zum Gegenstand und Umfang der Pfändung stellte die Vorinstanz fest, der Saldo des Kontos des Beschwerdeführers habe bei der Bank B.________ per 30. Juni 2022 Fr. 9'165.15 betragen. Davon habe das Betreibungsamt am 11. Juni 2022 einen Betrag von Fr. 1'300.-- gepfändet. Im Zeitpunkt der Pfändung sei dem Beschwerdeführer damit noch ein Betrag von Fr. 7'865.15 verblieben. Aus den Akten ergebe sich, dass dieses Konto im Wesentlichen - mit Ausnahme von zwei Gutschriften einer Krankenversicherung - durch die monatliche AHV-Rente von Fr. 1'586.-- und Ergänzungsleistungen von Fr. 826..-- sowie eine Nachzahlung aus Ergänzungsleistungen im April 2022 über Fr. 3'304.-- geäufnet wurde. Die Vorinstanz erwog, dass es sich trotz der grossen Unterschiede in den monatlichen Ausgaben um ein Durchgangskonto des Beschwerdeführers handle, da er einen nicht unbeachtlichen Teil seiner Lebenshaltungskosten von diesem Konto bestreite. Trotz dieser Qualifikation habe der Beschwerdeführer auf diesem Konto aus Leistungen der AHV, EL und einer Krankenversicherung als unpfändbare Gelder Vermögen angehäuft. Diese Unpfändbarkeit gelte jedoch nicht für das daraus erzielte Sparguthaben. Das Guthaben des Beschwerdeführers sei von Januar bis Juni 2022 kontinuierlich angewachsen und habe, verglichen zum Saldo per 31. Januar 2022, per 30. Juni 2022 ein Plus von Fr. 3'139.85 verzeichnet. Dieses Guthaben sei teilweise als Sparguthaben pfändbar. Nach Pfändung von Fr. 1'300.-- würden dem Beschwerdeführer noch Fr. 7'865.15 auf dem Konto verbleiben. Dieser Betrag decke das festgesetzte Existenzminimum für mehrere Monate und sei auch mehr als dreimal so hoch wie das unpfändbare Einkommen von Fr. 2'412.-- pro Monat. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass die Pfändung von Fr. 1'300.-- angesichts des Vermögenszuwachses keinen Verstoss gegen Art. 92 Abs. 1 Ziff. 9a SchKG darstelle, sondern klarerweise nur das Sparguthaben betreffe.