Citation: 1P.570/2001 28.01.2002 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführer rügen, das Verwaltungsgericht habe grundlos und in aktenwidriger Weise die von der Gemeinde für die Haltung von bloss einem Pferd erteilte Baubewilligung auf die Haltung von zwei Pferden ausgedehnt. Dies obwohl im vorangegangenen Verfahren immer von der Haltung eines Pferdes die Rede gewesen sei. Damit habe das Verwaltungsgericht in willkürlicher Weise die Pflicht zur Durchführung eines entsprechenden zweiten Baubewilligungsverfahrens missachtet. 2.2 Das Verwaltungsgericht erwog, dass die mit dem Baugesuch eingereichten Pläne den Vermerk "Nutzungsänderung Geräteraum in Pferdebox" trugen; die Baupublikation sowie die Baubewilligung lauteten auf "Umnutzung Abstell- und Geräteraum in Pferdebox mit Abstellraum". Die Bauherrschaft habe um Bewilligung der Umnutzung eines Geräte- und Abstellraumes in eine Pferdebox ersucht. Das Gesuch habe damit inhaltlich die Unterbringung von Pferden im bestehenden Geräte- und Abstellraum umfasst, wobei die Grösse des Innenraumes die Anzahl der darin haltbaren Pferde bestimme. Daran ändere nichts, dass in den Erwägungen der Gemeinde im Baueinspracheentscheid vom 7. November 2000 ohne nähere Begründung von der Haltung nur eines Pferdes die Rede sei. Nach den Baugesuchsplänen und den Feststellungen beim Augenschein biete der Raum für maximal zwei Pferde Platz. 2.3 Zwar hatte die Gemeinde in den Erwägungen des Baueinspracheentscheides im Zusammenhang mit der Frage, ob vorliegend von einer hobbymässigen, in Wohnzonen zulässigen Tierhaltung ausgegangen werden könne, erwogen, es gehe nur um die Haltung eines Pferdes. Allein daraus musste das Verwaltungsgericht jedoch nicht auf eine entsprechende Nutzungsbeschränkung schliessen. Aus dem Baugesuch, der Baupublikation und der Baubewilligung ergibt sich nicht, dass die Anzahl der im Raum haltbaren Pferde auf eins beschränkt werden sollte. Die Willkürrüge erweist sich als unbegründet. Die Gemeinde Flims bestätigt im vorliegenden Verfahren denn auch, dass sie über die Baueinsprache gleich entschieden hätte, wenn in der dazu eingereichten Stellungnahme des Beschwerdegegners von zwei Pferden die Rede gewesen wäre. Überdies ergibt sich aus der Rekurseingabe der Beschwerdeführer an das Verwaltungsgericht, dass auch sie im Rekursverfahren von der Haltung von mehreren Pferden ausgingen. Sie konnten somit sämtliche diesbezüglichen Einwände vorbringen. Unter diesen Umständen würde eine Wiederholung des Baubewilligungsverfahrens auch einen durch nichts zu rechtfertigenden Verfahrensleerlauf bedeuten.