Citation: 1P.474/2004 03.12.2004 E. 1

1.1 Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Entscheid in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen (Art. 88 OG). Er macht die Verletzung verfassungsmässig garantierter Rechte geltend (Art. 84 Abs. 1 lit. a OG). Dazu ist er legitimiert. Da auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf seine staatsrechtliche Beschwerde einzutreten, unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen. 1.2 Das Bundesgericht prüft auf staatsrechtliche Beschwerde hin nur klar und detailliert erhobene Rügen hinsichtlich konkreter Verletzungen verfassungsmässiger Rechte (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Soweit die vorliegende Beschwerde diese Anforderungen nicht erfüllt, kann darauf nicht eingetreten werden. Dies betrifft vorab das Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe bei wichtigen Fragen des erstinstanzlichen Verfahrens keinen Rechtsbeistand gehabt und deswegen "einen nicht wiedergutzumachenden Schaden" erlitten. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern das Fehlen eines Verteidigers seine Verteidigungsrechte beeinträchtigt hätte. Der Beschwerdeführer setzt sich ebenfalls nicht näher mit den Erwägungen auseinander, wonach er bzw. sein Verteidiger das Ablehnungsbegehren gegen eine Richterin verspätet gestellt hätten. Seine Ausführungen gehen nicht über die Behauptung hinaus, sein Gesuch sei rechtzeitig erfolgt. Er unterlässt es aber darzulegen, weshalb er der Meinung sei, er habe das Gesuch nicht früher stellen können bzw. das Begehren sei rechtzeitig erfolgt und deshalb kein Verzicht auf den Anspruch und auch kein Verhalten wider Treu und Glauben vorliege. Denn gemäss dem Grundsatz von Treu und Glauben und dem Verbot des Rechtsmissbrauchs ist verlangt, dass ein Ausstandsgrund so früh wie möglich, d. h. nach dessen Kenntnis bei erster Gelegenheit, geltend gemacht wird (Art. 5 Abs. 3 BV; BGE 128 V 82 E. 2b mit Hinweisen; Yvo Hangartner, in: Die Schweizerische Bundesverfassung, Kommentar, St. Gallen 2002, Rz. 37 ff. zu Art. 5). Auf die Rügen des Beschwerdeführers, er habe dem Hauptbelastungszeugen keine Fragen stellen können und das Gericht habe zwei Zeugen nicht einvernommen, kann ebenfalls nicht eingetreten werden. Der Beschwerdeführer setzt sich auch insoweit nicht hinreichend mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides auseinander.