Citation: 9C_462/2017 E. 4.2

4.2. Dasselbe gilt in Bezug auf den geltend gemachten Anspruch auf Genugtuung. Die Beschwerdeführerin setzt sich nicht ansatzweise mit den diesbezüglichen Ausführungen in E. 2 des angefochtenen Entscheids auseinander. Offensichtlich nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag sie aus dem stattdessen vorgebrachten Hinweis auf den Art. 41 EMRK, wonach der EGMR bei Konventionsverletzungen eine gerechte Entschädigung zusprechen kann, sofern das innerstaatliche Recht nur eine unvollkommene Wiedergutmachung gestattet. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass sich diese Norm an den EGMR richtet und vor einem innerstaatlichen Gericht nicht direkt anwendbar ist (vgl. Mark E. Villiger, Handbuch der Europäischen Menschenrechtskonvention, 2. Aufl. 1999, Rz. 237).