Citation: 6B_569/2018 E. 4.3

4.3. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, die erfolgte Datenspiegelung sei als rechtswidrige Zwangsmassnahme zu qualifizieren, ist sie nicht zu hören Diese Rüge ist nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Urteils. Dass die Beschwerdeführerin eine entsprechende Verletzung bereits im vorinstanzlichen Verfahren vorgebracht hätte, geht aus den Akten nicht hervor. Auf die erstmals vor Bundesgericht erhobene Rüge kann daher mangels Ausschöpfung des Instanzenzugs nicht eingetreten werden (Art. 80 Abs. 1 BGG). Die Hausdurchsuchung ist sodann nicht zu beanstanden. Diese erfolgte auf einen konkreten Tatverdacht gegen die Beschwerdeführerin hin und diente dazu, ihre Aufnahmegeräte (Digitalkamera, Handy mit Fotokamera) bzw. darauf vorhandene Aufnahmen als Beweismittel sicherzustellen, um eine genaue Abklärung und Ermittlung des Sachverhalts zu gewährleisten (vgl. Durchsuchungs- und Beschlagnahmebefehl vom 5. November 2014, Untersuchungsakten act. 46). Dass die Beschwerdeführerin bereits zugegeben hatte, ein Foto gemacht zu haben, vermag daran nichts zu ändern. Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, war zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung nicht erstellt, dass neben der von der Beschwerdeführerin anlässlich ihrer ersten Einvernahme erwähnten Fotografie, keine weiteren Fotos bestehen würden. So wurde in den verschiedenen Strafklagen behauptet, die Beschwerdeführerin habe mehrere Fotografien erstellt. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es der Wahrheitsfindung diente, die unterschiedlichen Behauptungen zu den gemachten Fotos mittels weiterer Beweismittel zu überprüfen und zu objektivieren. Ohne Bedeutung ist dabei, dass für den Schuldspruch bereits das Erstellen einer einzelnen Fotografie genügt. Die Abklärung ob weitere Fotos erstellt worden waren, wird dadurch nicht obsolet, zumal entsprechende Feststellungen insbesondere auch für das Strafmass von Bedeutung sein können. Die Durchführung einer Hausdurchsuchung ist sodann nicht auf bestimmte Kategorien von Straftaten beschränkt (JONAS WEBER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 12 zu Art. 197 StPO). Die Strafprozessordnung lässt diese Zwangsmassnahme auch bei Antragsdelikten zu und zwar unabhängig davon, ob sich das Delikt gegen Leib und Leben richtet. Dass die Behörden bei der durchgeführten Hausdurchsuchung nicht schonend vorgegangen wären, ist nicht ersichtlich und wird auch von der Beschwerdeführerin in keiner Weise dargetan. Allein der Hinweis, dass die Hausdurchsuchung für die anwesenden Kinder beängstigend gewesen sei und sich die Beschwerdeführerin vor ihren Nachbarn geschämt und Angst gehabt habe, ihre kürzlich bezogene Wohnung zu verlieren, lässt jedenfalls nicht auf ein unverhältnismässiges Vorgehen der Behörden schliessen. Da sich die streitige Zwangsmassnahme gegen die Beschwerdeführerin als beschuldigte Person gerichtet hat, ist an die Verhältnismässigkeit der Untersuchungshandlung im Übrigen auch kein besonders strenger Massstab anzulegen (vgl. Art. 197 Abs. 2 StPO). Dass die formellen Anforderungen für eine Hausdurchsuchung nicht erfüllt gewesen seien, macht die Beschwerdeführerin zu Recht nicht geltend. Wenn die Vorinstanz die Hausdurchsuchung als rechtmässig bezeichnet und einen Genugtuungsanspruch der Beschwerdeführerin verneint, verletzt sie kein Bundesrecht.