Citation: 4A_205/2019 E. 3.3.3

3.3.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanzen seien zu Unrecht davon ausgegangen, die Klägerin sei von ihr misshandelt worden. Diese falsche Annahme scheine als Hauptgrund für die weitere Annahme der Vorinstanzen, die Klägerin sei derart unter ihrem Einfluss gestanden, dass sie den Betrag gegen ihren Willen bezahlt habe. 3.3.3.1. Die Beschwerdeführerin zeigt auch diesbezüglich nicht auf, inwiefern die Vorinstanz die Erfolgsaussichten ihrer Berufung falsch eingeschätzt haben soll. Erstens hat die Erstinstanz nach den Feststellungen der Vorinstanz nicht nur auf die körperlichen Misshandlungen der Klägerin abgestellt, sondern auch auf deren psychische Abhängigkeit von der Beschwerdeführerin; diese habe über ihr Geld, ihre Zeit und über sie als Person verfügt. Mit dieser Argumentation setzt sie sich in ihrer Beschwerde nicht hinreichend auseinander. 3.3.3.2. Darüber hinaus legt die Beschwerdeführerin auch nicht hinreichend dar, inwiefern die Vorinstanz - im Rahmen der summarischen Überprüfung der erstinstanzlichen Beweiswürdigung anhand der Vorbringen in der Berufung - die Erfolgsaussichten der Berufung falsch eingeschätzt haben soll. Sie zeigt in ihrer Beschwerde insbesondere nicht hinreichend auf, weshalb betreffend die angeblichen Misshandlungen nicht auf die Aussagen der Klägerin, die Zeugenaussagen von E.________, I.________ und G.________ sowie die ärztlichen Berichte hätte abgestellt werden dürfen. Wenn die Beschwerdeführerin ausführt, die Klägerin sei in psychiatrischer Behandlung gewesen und sie habe eine Aggravationstendenz sowie eine Tendenz, sich selbst zu verletzen, vermag sie der Beweiswürdigung der Erstinstanz hinsichtlich der körperlichen Misshandlungen jedenfalls nichts Entscheidendes entgegenzusetzen. Dies gilt auch für ihre Aussage, kein Zeuge habe bestätigt, gesehen zu haben, wie sie die Klägerin geschlagen habe und es gebe andere mögliche Ursachen für deren blauen Flecken. Ein solcher Beweis kann selbstverständlich auch indirekt erbracht werden. In diesem Sinne erwog die Vorinstanz mit Verweis auf die Erstinstanz, auch die Zeugin G.________ habe die psychischen und körperlichen Misshandlungen bestätigt und ausgeführt, ihr sei dasselbe geschehen. Im Übrigen zeigt die Beschwerdeführerin ohnehin nicht auf, dass sie die angeblichen alternativen Ursachen für die blauen Flecken (z.B. Umherirren im Wald) bereits in der Berufungsschrift vorgebracht hat. Auch hinsichtlich der Tonaufnahme eines Gottesdiensts des Vereins vom 29. April 2009, auf dem zu hören sein soll, wie die Klägerin inbrünstig bete und "[...] nichts von Gedrücktheit oder von Ableiern eingetrichterter und auswendig gelernter Einflüsterungen zu erkennen [sei]", ist nicht ersichtlich, inwiefern dies der Beweiswürdigung der Erstinstanz etwas Entscheidendes entgegengesetzt hätte. Dies gilt schliesslich auch für den Vorwurf, die befragten Zeugen seien allesamt befangen bzw. es läge ein Komplott gegen sie vor, zumal sie sich mit dem pauschalen Vorwurf begnügt, die weiteren von ihr aufgerufenen Entlastungszeugen hätten Indizien bzw. Beweise für das Bestehen eines solchen Komplotts bringen können. Sie tut in ihrer Beschwerde aber nicht dar, was die Entlastungszeugen diesbezüglich zu ihren Gunsten hätten aussagen können. Der Beschwerdeführerin gelingt es somit insgesamt nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz ihre Prozesschancen im Rechtsmittelverfahren falsch eingeschätzt und ihre Rechtsbegehren zu Unrecht als aussichtlos qualifiziert hat.