Citation: 2A.169/2002 11.07.2002 E. 4

4.1 Ende November 2001 verdichtete sich der Verdacht, die "A.________ GmbH" könnte verschiedene, ihr aus dem Geldwäschereigesetz erwachsende Pflichten verletzt haben. Gestützt hierauf sah sich der "D.________" veranlasst, gegen sie ein Sanktionsverfahren zu eröffnen. In dessen Rahmen stellte er unter anderem fest, dass die "A.________ GmbH" (zum Teil über die "C.________") "Vermögensverwaltungs-Aufträge" bzw. entgeltliche Darlehensverträge benützt habe, die ihrem Beitrittsgesuch nicht beigelegt worden seien. Ein Teil der Darlehen erscheine durch die Anlagen und flüssigen Mittel nicht mehr gedeckt. Die "A.________ GmbH" versuche "beharrlich", sich der Aufsicht zu entziehen, und habe irreführende Angaben zu ihrer Geschäftstätigkeit gemacht. Gestützt auf diese Feststellungen bestanden hinreichende Indizien dafür, dass X.________ über die "A.________ GmbH" bzw. die "B.________ AG" einer nach Börsen- oder Bankengesetz bewilligungspflichtigen Tätigkeit nachgegangen sein könnte. Der Sachverhalt rief nach einer sofortigen Intervention seitens der Bankenkommission und zur weiteren Abklärung des Sachverhalts nach Einsetzung eines Beobachters. 4.2 Entgegen den Einwendungen der Beschwerdeführerinnen entfiel dieser Handlungsbedarf auch nach ihrer Stellungnahme und dem ersten Zwischenbericht der Beobachterin nicht: Die beigebrachten Unterlagen erhärteten den Verdacht, dass die "A.________ GmbH" unzulässigerweise gewerbsmässig Publikumseinlagen entgegengenommen haben könnte. Zwar war zu diesem Zeitpunkt absehbar, dass die "B.________ AG" als reine Beteiligungsgesellschaft über keine eigenen Kundenbeziehungen verfügte, doch erschien unklar, ob wegen der wirtschaftlichen Verflechtungen, die weiter abgeklärt werden mussten, nicht die Gesellschaftsgruppe um X.________ als Ganzes aufsichtsrechtlich zu erfassen war. Zwischen der "A.________ GmbH" und der "B.________ AG" bzw. X.________ waren zum Teil beträchtliche Beträge verschoben worden; zahlreiche Kontenauszüge der "B.________ AG" trugen den Vermerk "C.________". Bei Aufnahme der Tätigkeit der Beobachterin befanden sich die Buchhaltungen der Beschwerdeführerinnen in einem desolaten Zustand. Es war X.________ gestützt darauf auch nicht annähernd möglich, über die Aktiven und Passiven und die Entwicklung der einzelnen Anlagen konkret Auskunft zu geben. Er weigerte sich anfänglich, die verschiedenen Darlehensgeber namentlich offen zu legen, was die Abklärungen erschwerte und eine Fortsetzung des Beobachtermandats nahe legte. Am 28. November 2001 hatte X.________ trotz der von der EBK angeordneten und ihm unzweideutig eröffneten Kontensperre zudem versucht, bei der Sparkasse in Konstanz (D) DM 25'000.-- abzuheben. Entgegen den Einwendungen der Beschwerdeführerinnen war die Fortsetzung des Beobachtermandats und die Ausdehnung der Abklärungen auf die weiteren Aktivitäten der "B.________ AG" damit rechtens, weshalb sie die daraus entstandenen Kosten, die sie nicht substantiiert bestreiten, zu tragen haben (vgl. BGE 126 II 111 E. 4d S.118 f.; Urteil 2A.65/2002 vom 22. Mai 2002, E.4.2). Es kann in diesem Zusammenhang auf die eingehende Begründung des Präsidenten der Bankenkommission in seiner Verfügung vom 19.Dezember 2001 und auf den angefochtenen Entscheid der Kommission selber verwiesen werden.