Citation: 7B_269/2022 E. 5.3.2

5.3.2. Es stellt sich die Frage, ob sich diese Ausführungen auf das Berufungsverfahren übertragen lassen oder ob, wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht, ein anderer Massstab anzulegen ist. Diesbezüglich hielt das Bundesgericht in einem anderen Urteil (1B_638/2021 vom 10. März 2022 E. 5.2) zusammengefasst fest, die Partei, die ein Rechtsmittel einlege, müsse sich frist- und formgerecht mit dem erstinstanzlichen, für sie negativen Entscheid auseinandersetzen. Damit seien die Anforderungen an eine nicht juristisch gebildete Person im Beschwerdeverfahren höher einzustufen als jene an die Privatklägerschaft im Untersuchungsverfahren. Es könne daher nicht ohne Weiteres geschlossen werden, dass eine Person, die zur Wahrnehmung ihrer Rechte als Privatklägerin im Strafverfahren in der Lage ist, ihre Interessen auch im Beschwerdeverfahren eigenständig geltend machen könne.