Citation: 4D_64/2007 13.02.2008 E. 2

2.1 Das Obergericht führte in tatsächlicher Hinsicht im Wesentlichen aus, dass die Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner durch das Auswechseln des Schlosses an der Eingangstüre der Liegenschaft den Zugang und die Benützung von Wohnung, Büro und Geschäftslokal verunmöglicht hätten. Da der Beschwerdegegner die Wohnung, das Büro und Geschäftslokal aber spätestens seit Januar 2007 entgeltlich, d.h. gegen die Leistung eines Mietzinses, benutzt habe, sei dieser aufgrund eines Mietverhältnisses zur Benützung der erwähnten Räume berechtigt. Da die Mietzinszahlungen des Beschwerdegegners von je Fr. 1'000.-- in den Monaten Januar und Februar 2007 auf das gemeinsame Konto der Beschwerdeführer - und nicht auf ein eigenes Konto der Beschwerdeführerin 1 - überwiesen worden sei, handle es sich bei diesen Beträgen um Mietzinszahlungen und nicht um Leistungen aus dem ehemaligen Konkubinatsverhältnis. Die Beschwerdeführer hätten auch nicht rechtsgenügend nachgewiesen, dass das Mietverhältnis von Anfang an befristet gewesen bzw. per Ende Januar 2007 rechtmässig aufgelöst worden sei. Zwar hätten die Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner mit Schreiben vom 28. November 2006 ein Haus- und Arealverbot erteilt, doch sei dies nur ein Indiz für das Vorliegen eines per 31. Januar 2007 endenden Vertragsverhältnisses. Der liquide Nachweis des ab 1. Februar 2007 unbelasteten Eigentums der Beschwerdeführer sei damit nicht erbracht. 2.2 Aufgrund des Vorliegens eines Mietverhältnisses ging das Obergericht in rechtlicher Hinsicht davon aus, dass der Beschwerdegegner ein besseres Recht im Sinne von Art. 927 Abs. 2 ZGB zur Benützung der Wohnung sowie des Büros und des Ladenlokals rechtsgenügend nachgewiesen habe. Demgegenüber hätten die Beschwerdeführer zu Unrecht geltend gemacht, der Beschwerdegegner habe keine Berechtigung, die in ihrem Eigentum stehende Wohnung sowie das Büro und Ladenlokal zu benutzen.