Citation: 5A_349/2022 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, hierdurch Art. 22 Abs. 1, Art. 23 und 26 HEsÜ sowie Art. 31 IPRG zu verletzen. Mit der Erwachsenenschutzmassnahme liege in der Hauptsache eine Massnahme der freiwilligen Gerichtsbarkeit nach Art. 31 IPRG vor. Deren Anerkennung erfolge entgegen der Vorinstanz in einem nichtstreitigen Verfahren und ohne Einbindung der betroffenen Person. Der Betroffene, dem im Hauptsacheverfahren keine Parteistellung zugekommen sei, sei ohnehin entmündigt und nicht prozessfähig. Würde man den Vorgaben des Obergerichts folgen, müsste der Beschwerdeführer in seiner Funktion als Vermögensverwalter und damit gesetzlicher Vertreter des Betroffenen daher faktisch ein Verfahren gegen sich selbst führen, was halt- und sinnlos sei. Für den Betroffenen könnten die Behörden in der Schweiz mangels (internationaler) Zuständigkeit auch keine Schutzmassnahme nach Art. 69 Abs. 2 ZPO anordnen.