Citation: 2C_35/2020 E. 3.3

3.3. Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat (vgl. E. 3.5 f. des angefochtenen Entscheids), wurde die fünfjährige Frist für den Nachzug der Ehefrau, die mit der Heirat am 19. Mai 2010 zu laufen begonnen hatte, mit dem Nachzugsgesuch vom 29. Juni 2016 bzw. 8. Februar 2017 offensichtlich nicht eingehalten. Die früheren fristgerecht eingereichten und rechtskräftig abgewiesenen Gesuche spielen für die Rechtzeitigkeit des vorliegenden Gesuchs keine Rolle. Der Beschwerdeführer 1 verfügte bereits bei der Heirat über eine Niederlassungsbewilligung, weshalb die Rechtsprechung zum ausländerrechtlichen Statuswechsel (BGE 137 II 393 E. 3.3 S. 395 ff.) nicht anwendbar ist. Auch der Umstand, dass der Nachzug der Kinder rechtzeitig beantragt wurde, führt entgegen den Ausführungen in der Beschwerde nicht dazu, dass die Ehefrau trotz Fristablauf in den Familiennachzug einbezogen werden müsste. Zu prüfen ist folglich, ob die Voraussetzungen für einen nachträglichen Familiennachzug der Beschwerdeführerin 2 gemäss Art. 47 Abs. 4 AuG vorliegen.