Citation: U 202/01 07.12.2001 E. 3

3.- Es stellt sich weiter die Frage, ob die geklagten Beschwerden - auch ohne Berücksichtigung einer möglichen Diskushernie - adäquat kausale Folgen des Unfalles vom 13. Juli 1998 sind. a) Die Beschwerdeführerin bejaht diesen Zusammenhang und beruft sich auf Berichte und Beurteilungen des PD Dr. med. A.________. Dieser schliesst aber primär wegen des Vorliegens einer Diskushernie auf den Kausalzusammenhang, was - wie in Erw. 2b/bb hievor erläutert - nicht zutrifft. Demgegenüber kommen alle anderen die Beschwerdeführerin behandelnden und begutachtenden Ärzte zum Schluss, dass die geklagten Beschwerden in keinem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 13. Juli 1998 stehen. b) aa) Was die von Dr. med. E.________ zuhanden der Versicherungskasse der Stadt F.________ erstellten Gutachten betrifft, ist festzuhalten, dass den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch SUVA und Privatversicherer eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, im Rahmen der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen ist, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb mit Hinweisen); die Gutachten des Dr. med. E.________ sind dabei von ihrem Stellenwert her dem von einem Privatversicherer der Unfallversicherung eingeholten Gutachten gleichzustellen. Dem Experten standen die gesamten Akten zur Verfügung, er hatte die Beschwerdeführerin jeweils selber untersucht und kam zu schlüssigen Ergebnissen. Gemäss dem letzten Gutachten des Dr. med. E.________ vom 21. September 1999 liegt bei der Beschwerdeführerin ein Konversionssyndrom vor, während die ursprünglichen Unfallfolgen sicherlich abgeheilt seien. Damit wird die Einschätzung des Dr. med. G.________ (der die Beschwerdeführerin vor dem Beizug des PD Dr. med. A.________ als Hausarzt behandelt hatte) vom 22. Juli 1999 bestätigt, dass die psychische Komponente mittlerweile im Vordergrund stehe; weiter stellte Dr. med. G.________ fest, dass die Beschwerdeführerin die bereits vor dem 13. Juli 1998 aufgetretenen Rückenschmerzen völlig ausblende. Auch die Rheumaklinik und das Institut für Physikalische Medizin des Spitals X.________ erachteten im Bericht vom 1. Juni 1999 die Diskushernie nicht als ursächlich für die Symptomatik; 30 % der Bevölkerung im Alter der Beschwerdeführerin würden ähnliche asymptomatische Befunde aufweisen. Die gegenteilige Meinung des PD Dr. med. A.________ basiert dagegen auf der unzutreffenden Annahme, dass der Unfall vom 13. Juli 1998 eine Diskushernie verursacht habe (vgl. Erw. 2b/bb hievor) und vermag die Auffassung des Dr. med. E.________ nicht zu erschüttern. bb) Die Beschwerdeführerin bringt vor, in ihrem rechtlichen Gehör verletzt worden zu sein, da sie sich weder zur Person des Experten Dr. med. E.________ noch zur Fragestellung hätte äussern können; ebenso wenig sei es ihr möglich gewesen, Ergänzungsfragen zu stellen. Diese Rügen gehen fehl, denn die Gutachten des Dr. med. E.________ sind nicht von der SUVA, sondern vom Versicherer der beruflichen Vorsorge veranlasst worden, sodass die SUVA gar keine Möglichkeit hatte, der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör im Voraus zu gewähren. Jedoch hat sich die Versicherte im Verwaltungsverfahren, vor dem kantonalen Gericht und im laufenden Verfahren zu diesen Gutachten äussern können; weiter wäre es ihr unbenommen gewesen, sich mit der Versicherungskasse der Stadt F.________ in Verbindung zu setzen und bei dieser eine vorgängige Mitwirkungsmöglichkeit zu verlangen. c) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, dass die psychische Seite der geklagten Beschwerden gar nie abgeklärt worden sei. Dies ist nicht korrekt: die SUVA hat das von Dr. med. D.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, am 3. September 1999 zuhanden der Versicherungskasse der Stadt F.________ erstellte Gutachten zu den Akten genommen. Der Experte kommt darin klar zum Ergebnis, dass keine psychischen Leiden vorliegen, die die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit einschränken würden. d) Damit ist erstellt, dass die geklagten Beschwerden in keinem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 13. Juli 1998 stehen (vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 oben), womit die SUVA ihre Leistungen zu Recht eingestellt hat.