Citation: C 308/99 03.04.2000 E. 2

2.- Die - gemäss Aktenlage - unangefochten gebliebene Verfügung der IV-Stelle vom 4. Juli 1997 weist eine Er- werbsunfähigkeit von 50 % seit 1. Oktober 1995 aus. Daraus erhellt, dass in der im vorliegenden Fall massgebenden zweijährigen Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 8. Sep- tember 1995 bis 7. September 1997 (Art. 9 Abs. 3 AVIG) wäh- rend 23 Monaten nur eine teilweise Arbeitsunfähigkeit be- stand, welche der Beschwerdeführerin erlaubte, im Rahmen einer vollschichtigen oder teilzeitigen Tätigkeit ein Ein- kommen von mindestens 50 % des zuletzt erzielten Lohnes zu verdienen. Die demgegenüber vom Hausarzt Dr. O.________ attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit ab 25. Oktober 1994 (Arztzeugnisse vom 15. und 23. Oktober 1997) überzeugt nicht, zumal sie nicht begründet, sondern lediglich fest- gestellt wird (vgl. BGE 122 V 160 Erw. 1c). Entsprechend lässt sich aus dem Umstand, dass das bis 13. Oktober 1996 von der Arbeitgeberfirma ausgerichtete Krankentaggeld auf vollständiger Arbeitsunfähigkeit basiert, nichts zu Gunsten der Beschwerdeführerin ableiten. In den Akten finden sich keine Anhaltspunkte, welche in der hier fraglichen Zeit eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit schlüssig nachzuweisen vermögen. Im Gegenteil wird in verschiedenen medizinischen Gutachten, welche aktenkundig sind, von einer - wenn auch unterschiedlichen - Restarbeitsfähigkeit ausgegangen (vgl. Gutachten der Rehaklinik X.________ vom 19. September 1995, Gutachten des Dr. M.________, Spezialarzt FMH für Rheuma- tologie, vom 16. November 1994, Gutachten des Dr. W.________, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 12. Oktober 1996 und Gutachten des Dr. J.________, Facharzt für Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen, vom 21. Januar 1997). Nach dem Gesagten hätte die Beschwerdeführerin spätes- tens ab dem 1. Oktober 1995 eine Erwerbstätigkeit in redu- ziertem Umfang ausüben und damit zugleich die Beitragszeit erfüllen können. Krankheitshalber war sie deshalb während insgesamt weniger als 12 Monaten an der Erfüllung derselben gehindert, weshalb die Berufung auf den Befreiungstatbe- stand des Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG fehl geht. Nicht zur Anwendung gelangt im vorliegenden Fall Rz 60 KS-ALE. Denn die darin enthaltene Verwaltungspraxis bezieht sich auf eine während des Leistungsbezuges - welche Zeit bei einer zweiten Rahmenfrist als Beitragszeit gilt - vorübergehend fehlende oder verminderte Arbeitsfähigkeit (vgl. SVR 1998 ALV Nr. 15 S. 43). Damit ist die Verfügung der Arbeitslo- senkasse vom 25. März 1998 nicht zu beanstanden.