Citation: 1C_365/2022 E. 5

Vorweg ist festzuhalten, dass das Verwaltungsgericht aktenwidrig feststellt, die Beschwerdeführenden seien nach dem Entscheid des Baurekursgerichts vom 18. Februar 2015 fast fünf Jahre lang untätig geblieben, und ihnen vorwirft, sie hätten sich zu wenig für einen raschen Rückbau der Überdachung eingesetzt. Aus dem Schreiben der Beschwerdeführenden vom 13. Juni 2016 an das Bauamt der Gemeinde Bäretswil, welches sich in den Akten befindet, geht hervor, dass am 25. Februar 2016 eine Begehung vor Ort stattgefunden hat, an welcher auch die Beschwerdeführenden teilgenommen haben. Gleichzeitig unterbreiteten sie der Gemeinde einen alternativen Lösungsvorschlag für den streitbetroffenen Notausgang (Treppenaufgang in den Garten). Im Übrigen ist anzumerken, dass das gesamte Rechtsmittelverfahren und der besagte Entscheid des Baurekursgerichts vom 18. Februar 2015 nur zustande gekommen ist, weil sich die Beschwerdeführenden gegen die zu Unrecht im Anzeigeverfahren ergangene Baubewilligung und die Verletzung des Grenzabstands zur Wehr gesetzt haben. Vor diesem Hintergrund kann offenbleiben, ob es sich beim von den Beschwerdeführenden erstmals vor Bundesgericht eingereichten Schreiben der Gemeinde Bäretswil vom 1. Juni 2016 um ein zulässiges Novum im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG handelt. Es braucht auch nicht darüber entschieden zu werden, ob die Sache bereits aufgrund dieser aktenwidrigen Feststellung des Verwaltungsgerichts (Art. 97 Abs. 1 BGG) zurückgewiesen werden müsste, da sich der vorinstanzliche Entscheid aus nachfolgenden Erwägungen als willkürlich erweist und aufzuheben ist.