Citation: 6B_18/2022 E. 2.7

2.7. Die Vorinstanz fasst zusammen, aufgrund der überwiegend negativen Täterkomponenten wäre die Strafe um weitere 6 Monate zu erhöhen, womit eine Freiheitsstrafe von 76 Monaten auszusprechen wäre. Aufgrund des Verschlechterungsverbots bleibe es aber bei einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren. Diese Strafe mag dem Beschwerdeführer streng erscheinen. Doch bewegt sie sich innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens sowie des erheblichen Ermessensspielraums, den die Vorinstanz bei der Strafzumessung hat. Der Beschwerdeführer legt auch nicht dar und es ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz wesentliche Strafzumessungsfaktoren ausser Acht gelassen oder bei deren Gewichtung ihrer Ermessen über- oder unterschritten oder missbraucht und damit Bundesrecht verletzt hätte. An den Antrag der Staatsanwaltschaft war sie ebenfalls nicht gebunden. Vor diesem Hintergrund besteht für das Bundesgericht kein Anlass, in die vorinstanzliche Strafzumessung einzugreifen (vgl. oben E. 2.1). Es steht im Gegenteil fest, dass der Beschwerdeführer seine erhebliche deliktische Tätigkeit vor fast zwei Jahrzehnten aufnahm. In Deutschland wurde er wegen gemeinschaftlich schwerer räuberischer Erpressung, vorsätzlicher Körperverletzung und gemeinschaftlich schweren Bandendiebstahls in mehreren Entscheiden verurteilt. Nach mehrjährigem Freiheitsentzug entliessen ihn die deutschen Behörden vorzeitig aus der Haft. Nur wenige Monate später nahm er seine gewerbsmässige Kriminalität in der Schweiz auf. Der Beschwerdeführer zeigt eine erhebliche Rechtsfeindlichkeit und Gleichgültigkeit gegenüber Rechtsnormen (Urteile 6B_510/2015 vom 25. August 2015 E. 1.4; 6B_325/2013 vom 13. Juni 2013 E. 3.2.3). Neben den übrigen Strafzumessungsfaktoren sind es gerade diese Umstände, welche die vorinstanzliche Strafzumessung als vertretbar erscheinen lassen.