Citation: 2C_1163/2013 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz begründet die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung wie folgt: Der Beschwerdeführer 1 habe mit der Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe von 18 Monaten den Widerrufsgrund der längerfristigen Freiheitsstrafe nach Art. 62 lit. b AuG gesetzt. Durch die Tat (Erlangung, Besitz und Verkauf von mindestens 150 Gramm Kokaingemisch an verschiedene Abnehmerinnen und Abnehmer während mehrerer Monate) habe er ein erhebliches Verschulden auf sich geladen. Zudem sei er am 1. Februar 2007 wegen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern, Fahrens ohne Fahrzeugausweis oder Kontrollschilder und Fahrens ohne Haftpflichtversicherung zu einer bedingten Geldstrafe von fünf Tagessätzen zu je Fr. 70.-- (bei einer Probezeit von zwei Jahren) und zu einer Busse von Fr. 250.-- verurteilt worden. Am 4. März 2010 sei - im abgeschlossenen ausländerrechtlichen Verfahren noch nicht berücksichtigt - die Verurteilung wegen grober Verkehrsregelverletzung zu einer bedingten Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je Fr. 60.-- (bei einer Probezeit von drei Jahren) und einer Verbindungsbusse von Fr. 420.-- erfolgt. Drei dieser Delikte seien als Vergehen zu qualifizieren; jedenfalls die zuletzt begangene grobe Verkehrsregelverletzung sei keineswegs zu bagatellisieren. Auch wenn diese jüngsten Verurteilungen für sich genommen keinen Widerrufsgrund setzen würden, seien sie bei der Interessenabwägung zu berücksichtigen. Das Bundesgericht verfolge mit Blick auf den Kampf gegen den Drogenhandel eine strenge Praxis. Das Interesse an der Fernhaltung von Personen, die sich - wie der Beschwerdeführer 1 - einer schweren Betäubungsmitteldelinquenz schuldig gemacht hätten, sei bedeutend und erhalte mit Blick auf die teilweise erhebliche SVG-Delinquenz zusätzliches Gewicht. Auch unter Berücksichtigung der seit der schweren Betäubungsmitteldelikte vergangenen Zeit sei nach wie vor von einem erheblichen öffentlichen Fernhalteinteresse auszugehen. Der Eheschluss der Beschwerdeführenden sei am 1. Juni 2011 und damit nur wenige Tage vor dem bundesgerichtlichen Entscheid betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung erfolgt. Die Beschwerdeführenden hätten bei dieser Ausgangslage nicht auf den Verbleib des Beschwerdeführers 1 in der Schweiz vertrauen dürfen. Vielmehr hätten sie - im Unterschied zur Konstellation während der ersten Ehe des Beschwerdeführers 1, welche vor dessen Straffälligkeit geschlossen worden sei - schon von Beginn an damit rechnen müssen, dass die Ehe nicht in der Schweiz würde gelebt werden können. Die Ehe sei zudem kinderlos geblieben und vermöge unter den genannten Umständen keine besonders ausgeprägte familiäre Beziehung zur Schweiz zu begründen, wenngleich der 54-jährigen Beschwerdeführerin 2 mit Schweizer Bürgerrecht das Eheleben in Nigeria kaum zumutbar sei. Im Übrigen sei der Beschwerdeführer 1 nicht besonders gut integriert, weder lägen vertiefte soziale Beziehungen noch eine stabile Arbeitssituation vor. Dem 36-jährigen Beschwerdeführer 1 sei eine Rückkehr nach Nigeria, wo er den grössten Teil seines Lebens verbracht habe, durchaus zumutbar.