Citation: 6B_1353/2019 E. A

A.a. Im Rahmen einer gegen B.________, den damaligen Direktor der C.________ AG in Konkursliquidation, und D.________, deren damalige Prokuristin geführten Strafuntersuchung wegen gewerbsmässigen Betruges und Urkundenfälschung wurden verschiedene Vermögenswerte der C.________ AG bzw. der E.________ Ltd. mit Beschlag belegt. Den beschuldigten Verantwortlichen der C.________ AG wurde im Wesentlichen gewerbsmässiger Betrug im Zusammenhang mit der Organisation und Abwicklung von Devisengeschäften zur Last gelegt. Dabei wurde ihnen vorgeworfen, sie hätten den Kunden, die bei Vermittler- bzw. Partnerfirmen der C.________ AG eine Marge von in der Regel 10 % der gehandelten Devisen-Handelslinie einbezahlt hatten, verschleiert, dass die C.________ AG an die Vermittler-/Partnerfirmen Kommissionen in Form von Kickback-Zahlungen ("Kommissionen Trades") bezahlte, welche diese unabhängig davon erhielten, ob die Kunden Gewinne oder Verluste erwirtschafteten, und welche zulasten der Kundengelder gingen. Dabei erlitten die Kunden einen Schaden in der Höhe von rund CHF 2,825 Mio in der ersten Phase der strafbaren Handlungen und in der Höhe eines die Summe von CHF 2,328 Mio. nicht übersteigenden Betrages in der zweiten Phase (vgl. auch Urteil 6S.203/2004 vom 15. Juni 2006 E. 1). A.b. Das Strafgericht des Kantons Zug erklärte mit Urteil vom 15. März 2004 B.________ des gewerbsmässigen Betruges sowie der Urkundenfälschung und D.________ des gewerbsmässigen Betruges, der Gehilfenschaft zum Betrug sowie der mehrfachen Urkundenfälschung schuldig und verurteilte sie zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 25 Monaten Gefängnis bzw. zu einer bedingt aufgeschobenen Gefängnisstrafe von 18 Monaten. Ferner verurteilte das Strafgericht die C.________ AG und einen weiteren Beteiligten, gegen welchen ein separates Strafverfahren geführt wurde, zur Zahlung einer Ersatzforderung in der Höhe von CHF 3'502'000.-- an den Staat, welche nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zu Lasten der im Untersuchungsverfahren beschlagnahmten Guthaben bzw. Depotwerte bezogen werden sollte. Von Anordnungen über die Verwendung eingezogener Vermögenswerte oder Ersatzforderungen zu Gunsten der Geschädigten gemäss aArt. 60 StGB sah es damals mangels Vorliegens eines vollstreckbaren Forderungstitels im Urteilszeitpunkt ab. Die von den Geschädigten erhobenen Zivilforderungen verwies es auf den Zivilweg. Das Obergericht des Kantons Zug trat am 19. September 2005 auf die gegen den erstinstanzlichen Entscheid von den Geschädigten erhobenen Berufungen nicht ein, soweit sich diese gegen die Verweisung der Zivilforderungen auf den Weg des Zivilprozesses richteten. Es verpflichtete ferner die C.________ AG zur Zahlung einer Ersatzforderung von CHF 4'122'000.-- an den Staat, welche es beim Konkursamt im Konkurs der C.________ AG anmeldete, und bestätigte den Verzicht auf Anordnungen über die Verwendung zu Gunsten der Geschädigten. Schliesslich entschied es über die Überweisung der beschlagnahmten Vermögenswerte von rund CHF 17 Mio. der C.________ AG an die Konkursmasse. A.c. Das Bundesgericht wies mit Urteilen vom 15. Juni 2006 die von 129 Geschädigten und von B.________ gegen das obergerichtliche Urteil erhobenen Nichtigkeits- und staatsrechtlichen Beschwerden ab, soweit es darauf eintrat (Urteile 6S.203/2004, 6P.144/2005 und 6S.464/2005 vom 15. Juni 2006). A.d. Am 20. Mai 1999 wurde über die C.________ AG der Konkurs eröffnet. Nach Bestätigung des obergerichtlichen Urteils vom 19. September 2005 durch das Bundesgericht wurden die bis dahin gesperrten Vermögenswerte der C.________ AG in der Höhe von rund CHF 17 Mio. dem Konkursamt Zug überwiesen. Am 14. Dezember 2006 widerrief das Kantonsgerichtspräsidium Zug die am 4. Dezember 2000 verfügte Einstellung des Konkursverfahrens. Die vom Obergericht des Kantons Zug gegen die C.________ AG ausgesprochene Ersatzforderung von CHF 4'122'000.-- wurde im Konkursverfahren angemeldet und kolloziert. Das Konkursverfahren ergab eine Dividende von CHF 2'308'109.78 (55,9949%), welche der Gerichtskasse des Kantons Zug überwiesen wurde. Für den Restbetrag von CHF 1'813'890.22 wurde am 24. Oktober 2016 ein Verlustschein ausgestellt.