Citation: 4A_187/2009 14.07.2009 E. 6

6.1 Das Kantonsgericht kam zum Ergebnis, da Reduktionsgründe nicht dargetan seien, habe die Beschwerdeführerin den maximal in Betracht fallenden Vertrauensschaden zu ersetzen. Dieser betrage Fr. 696'801.35 abzüglich der im Sühneverfahren anerkannten Widerklage für das Resthonorar von Fr. 27'158.45, was einen geschuldeten Betrag von Fr. 669'642.90 ergebe. Der eingeklagte Betrag von Fr. 632'992.-- liege darunter und sei daher in vollem Umfang zuzusprechen. 6.2 Die Beschwerdeführerin ficht die Erwägung des Kantonsgerichts, wonach keine Reduktionsgründe dargetan worden seien, nicht an. Sie wendet jedoch ein, das Kantonsgericht habe nicht beachtet, dass im zugesprochenen Betrag eine Mehrwertsteuer in der Höhe von knapp Fr. 45'000.-- enthalten sei, obwohl es selbst feshalte, dass die Beschwerdegegnerin die Mehrwertsteuer eingespart habe, bzw. sich habe zurückerstatten lassen. Damit führe das angefochtene Urteil dazu, dass die Beschwerdegegnerin den zurückerstatteten Mehrwertsteuerbetrag von Fr. 45'000.-- auch noch von der Beschwerdeführerin einfordern könne, was eine ungerechtfertigte Bereicherung zur Folge habe. 6.3 Mit diesen Ausführungen rügt die Beschwerdeführerin dem Sinne nach eine willkürliche Feststellung der tatsächlichen Baukosten, obwohl sie vor Kantonsgericht die in der Abrechnung vom 6. September 2001 genannten Baukosten - abgesehen von den Gerüstekosten - anerkannt hatte. Die Rüge wird indes nicht rechtsgenüglich begründet. Dass in dieser Abrechnung Mehrwertsteuern enthalten sind, welche der Beschwerdegegnerin nachträglich zurückerstattet wurden, zeigt die Beschwerdeführerin nicht nachvollziehbar auf. Ebenso wenig legt die Beschwerdeführerin dar, inwiefern das Kantonsgericht in Willkür verfallen sein soll, wenn es die tatsächlichen Kosten für Gerüste zu den Baukosten zählte.