Citation: 9C_24/2015 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht gelangte in einlässlicher Würdigung der umfangreichen medizinischen Unterlagen, namentlich der psychiatrischen Gutachten und Stellungnahmen, zur Auffassung, der Einschätzung des Gerichtsgutachters med. pract. F.________ vom 14. Januar 2014 könne in Bezug auf die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100 % für bisherige und angepasste Tätigkeiten nicht gefolgt werden. Eine volle Arbeitsunfähigkeit könne nicht begründet werden. Dr. med. E.________ habe in der Stellungnahme vom 30. April 2014 - wie bereits in seinem früheren Gutachten vom 10. Juli 2012 - für den Zeitraum ab Oktober 2011 mit Blick auf die Depression einen sich bessernden Gesundheitszustand angenommen. Für die von der Beschwerdeführerin früher ausgeübten Tätigkeiten - mit Ausnahme der Arbeit an einer Bar - gelte seit diesem Zeitpunkt eine Arbeitsfähigkeit von 50 bis 60 %. Weiter habe Dr. med. E.________ darauf hingewiesen, dass die vom Gerichtsgutachter erwähnten Aktivitäten der Versicherten eher auf eine leichte als auf eine mittelgradige depressive Episode schliessen lassen. Bereits im Juli 2010 habe sie gegenüber Dr. med. C.________ angegeben, dass sie ihren Haushalt selbstständig besorge, sich um eine Katze kümmere, ihre Therapietermine wahrnehme und das Fitness-Center aufsuche. Gegenüber Dr. med. E.________ habe sie sodann im Juni 2012 geschildert, sie fahre oft Rad, besuche vier Mal wöchentlich das Fitness-Center, erledige ihre Einkäufe, pflege einige gute Kontakte und gehe mehreren Hobbies wie Malen, Töpfern und Tanzen nach. Später seien weitere Freizeitbeschäftigungen dazu gekommen. In dieser Aktenlage finde die von den Dres. med. E.________ und C.________ im Oktober 2011 postulierte Zustandsverbesserung eine gewichtige Stütze. Zu überzeugen vermöge insbesondere die Feststellung von Dr. med. E.________, wonach die Lebensaktivitäten nicht mit einer bedeutenden Depression in Einklang gebracht werden können. Seine Folgerung betreffend Verbesserung des Gesundheitszustandes im Oktober 2011 sei nachvollziehbar und schlüssig begründet. Die gegenteilige Einschätzung von med. pract. F.________ finde in den Akten keine Stütze. Immerhin habe auch der Gerichtsgutachter in seiner neuesten Stellungnahme eingeräumt, den Ausführungen des Dr. med. E.________, wonach eher auf eine leichte als auf eine mittelschwere Depression zu schliessen ist, könne vorderhand gefolgt werden. Insgesamt sei die von Dr. med. C.________ und Dr. med. E.________ in deren Stellungnahmen zum Gerichtsgutachten geäusserte Kritik triftig genug, um dessen Schlüssigkeit in Frage zu stellen.