Citation: 8C_206/2020 E. A

A.a. Die 1974 geborene A.________ meldete sich im Februar 2004 wegen psychischen Beschwerden zum Bezug einer Rente an. Nach Einholung von Berichten der behandelnden Ärzte, Dr. med. B.________, Facharzt für Allgemeinmedizin, vom 2. März 2004 und Dr. med. C.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 31. Mai 2004 sowie einer Haushaltsabklärung vor Ort vom 13. Januar 2005 sprach die IV-Stelle des Kantons St. Gallen der Versicherten mit Verfügung vom 18. Mai 2005 rückwirkend ab 1. Juni 2004 eine ganze Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % zu. Mit Anmeldung vom 19. Oktober 2007 ersuchte A.________ um Ausrichtung einer Hilflosenentschädigung, welche ihr nach erneuten Abklärungen beim behandelnden Hausarzt und einer Abklärung vor Ort, bei welcher die Versicherte wie schon im Januar 2005 schlafend und nicht ansprechbar aufgefunden wurde, mit Verfügung vom 2. Oktober 2008 rückwirkend ab 1. August 2007 in der Höhe einer Hilflosigkeit mittleren Grades zugesprochen wurde. A.b. Auf Grund eines verwaltungsinternen Verdachts, da sowohl die Versicherte, als auch deren Ehemann und Schwager unter Angabe ähnlicher Beschwerden eine Rente bezogen und bei denselben Ärzten in Behandlung waren, ordnete die IV-Stelle Observationen an. In der Folge erstattete sie am 9. Mai 2014 Strafanzeige wegen Betrugs, versuchten Betrugs und Widerhandlungen gegen Art. 70 IVG in Verbindung mit Art. 87 AHVG. Mit Verfügung vom 4. August 2014 stellte sie die Versicherungsleistungen (Rente und Hilflosenentschädigung) mit sofortiger Wirkung ein. Das kantonale Untersuchungsamt unternahm weitere Observationen und führte Einvernahmen und eine Hausdurchsuchung durch, bei welcher auch Bild- und Filmdateien aus den Jahren 2004 bis 2014 sichergestellt wurden. Im Auftrag der Strafbehörde erstattete Dr. med. D.________, leitender Arzt forensische Psychiatrie an der psychiatrischen Klinik E.________, am 8. März 2017 ein Gutachten über die Versicherte. Am 5. Mai 2017 erhob das kantonale Untersuchungsamt für Wirtschaftsdelikte Anklage gegen A.________ wegen gewerbsmässigen Betrugs. In der Folge hob die IV-Stelle ihre Verfügungen vom 18. Mai 2005 und vom 2. Oktober 2008 in prozessualer Revision auf (Verfügung vom 3. Oktober 2017) und forderte mit Verfügung vom 12. Oktober 2017 zu Unrecht bezogene Leistungen im Betrage von Fr. 631'502.- zurück.