Citation: 9C_641/2013 E. 2.2.1

2.2.1. Der Beschwerdeführer macht letztinstanzlich wie schon vor kantonalem Gericht geltend, die Verwendung vorhandener knapper Geldmittel zur Auszahlung von Löhnen dürfe ihm nicht als grobfahrlässige Verletzung von Vorschriften des AHVG ausgelegt werden. Das kantonale Gericht führte dazu aus, die vom Beschwerdeführer angeführten Gründe - fehlende finanzielle Möglichkeiten infolge einer ungünstigen pauschalen Offertberechnung, Auftragsausfälle nach Pfändung von Baufahrzeugen - entlasteten diesen nicht vom Vorwurf der Grobfahrlässigkeit. Der Beschwerdeführer hätte gerade im Bewusstsein der schlechten finanziellen Lage in erster Linie für die Erfüllung der sozialversicherungsrechtlichen Verpflichtungen sorgen müssen, anstatt durch weitere Lohnauszahlungen ein weiteres Ansteigen von Beitragsausständen zu verursachen. Dabei stützte sich die Vorinstanz auf die Rechtsprechung, wonach das verantwortliche Organ nur soviel massgebenden Lohn (Art. 5 Abs. 2 AHVG) zur Auszahlung bringen darf, als die darauf unmittelbar entstehenden Beitragsforderungen gedeckt sind (Urteil H 325/94 vom 22. Juni 1995 E. 5 = SVR 1995 AHV Nr. 70 S. 213). Gegenteiliges Verhalten ist den verantwortlichen Organen grundsätzlich als qualifiziertes Verschulden zuzurechnen (BGE 121 V 243 E. 4b S. 244), was die volle Schadenersatzpflicht nach sich zieht (Urteil 9C_152/2009 vom 18. November 2009 E. 5.2 = SVR 2010 AHV Nr. 4 S. 11), sofern ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen der schuldhaften Verletzung von Vorschriften und dem Schadenseintritt besteht und die Ausgleichskasse kein Mitverschulden trifft (BGE 122 V 185; Urteil H 267/02 vom 21. Januar 2004 E. 6.2).