Citation: 1C_645/2022 E. 1.2

1.2. Vorliegend ist das aktuelle Interesse des Beschwerdeführers an der Beschwerde nicht dargetan. Die Feststellungsverfügung vom 26. Februar 2019 erging unter dem ausdrücklichen "Vorbehalt eines anderslautenden Ergebnisses aus der Überprüfung des Gesamtverkehrsmodells 2010". Dieser Vorbehalt hat sich zwischenzeitlich realisiert, ergab doch die Überprüfung, dass die IGW am Grenzacherweg flächendeckend überschritten sind. Das AUE hat am 29. Juni 2022 eine Sanierungsaufforderung gegenüber der Gemeinde Riehen erlassen, in der dies ausdrücklich festgehalten wird. Das WSU hat im Rekursentscheid zugesichert, dass die Lärmwertangaben rückwirkend per April 2018 korrigiert würden. Die Befürchtung des Beschwerdeführers, die korrigierten Lärmwerte könnten als "neue", erst kürzlich eingetretene Grenzwertüberschreitung qualifiziert werden, mit allfälligen Nachteilen hinsichtlich der Sanierungsfristen, erscheint daher unbegründet. Die geltend gemachten Nachteile im Zusammenhang mit einem Steuerrekursverfahren bzw. einem weiteren Anfechtungsverfahren werden nicht weiter substanziiert. Insofern ist auf die Beschwerde mangels aktuellen Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten, soweit sie sich gegen die Feststellungsverfügung vom 26. Februar 2019 richtet. Es kann daher offenbleiben, ob es sich überhaupt um einen Endentscheid handelt oder ob die Feststellungsverfügung, aufgrund des Vorbehalts der (bereits eingeleiteten) Überprüfung der Lärmwerte, als Zwischenentscheid i.S.v. Art. 93 Abs. 1 BGG zu qualifizieren ist.