Citation: P 78/99 27.11.2000 E. 3

3.- a) Den Akten lässt sich entnehmen, dass die Ehefrau des Versicherten von 1989 bis Ende Mai 1999 eine Rente der ELVIA Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft, Zürich, bezogen hat. Seit einer im Jahr 1997 durchgeführten Revision belief sich diese unverändert auf monatlich Fr. 440. -. Ferner hat die BVG-Sammelstiftung der Coop Leben, Basel, dem Beschwerdegegner im April 1998 eine Kapitalleistung von brutto Fr. 101'863. 50 ausbezahlt. Einem Schreiben des Ehepaares vom 26. Februar 2000 ist zu entnehmen, dass es aus der Geldleistung der BVG-Sammelstiftung dem Sohn G.________ ein zinsloses Darlehen von Fr. 30'000. - gewährt sowie dem Sohn C.________ und den Töchtern M.________ und T.________ je Fr. 5'000. - geschenkt hat. Die Verwaltung hatte von diesen Einnahmen wie auch vom Darlehen und den Schenkungen im Verfügungszeitpunkt (27. Oktober 1998) keine Kenntnis. Werden die Einkünfte nach Massgabe von Art. 3a Abs. 4 in Verbindung mit Art. 3c Abs. 1 lit. b bis d ELG in die Berechnung der Ergänzungsleistung einbezogen, so resultiert ein Einnahmenüberschuss. Selbst wenn die finanziellen Auswirkungen des Auszugs von C.T.________ aus der Familienwohnung bereits ab 1. Mai 1998 berücksichtigt werden und davon abgesehen wird, die getätigten Schenkungen sowie eine Gegenleistung für die Darlehensgewährung als Einnahmen anzurechnen (Art. 3c Abs. 1 lit. g ELG), entsteht kein Ausgabenüberschuss. Damit entfällt ein Anspruch auf Ergänzungsleistungen. Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob die durch den Auszug des Sohnes des Beschwerdegegners veränderte Wohnsituation rückwirkend ab 1. Mai 1998 oder erst ab einem späteren Zeitpunkt Eingang in die Berechnung der Ergänzungsleistung zu finden hätte. Gleiches gilt für die Frage, in welchem Umfang die Schenkungen und die zinslose Darlehensgewährung Verzichtsvermögen bzw. Einkünfte im Sinne von Art. 3c Abs. 1 lit. g ELG darstellen (BGE 121 V 205 f. Erw.4 a und b, mit weiteren Hinweisen). b) Sowohl in der Verfügung der Ausgleichskasse vom 27. Oktober 1998 als auch im kantonalen Entscheid vom 25. August 1999 wurde davon ausgegangen, dass der Versicherte auf Grund seiner finanziellen Lage ein Anrecht auf die Ausrichtung von Ergänzungsleistungen habe. Uneinigkeit bestand lediglich über den Zeitpunkt, ab welchem höhere Ergänzungsleistungen zur Auszahlung gelangen sollten. Wie sich mit Blick auf die erst im Verlauf des Jahres 2000 bekannt gewordenen zusätzlichen Einnahmen des Beschwerdegegners und seiner Ehefrau ergibt, ist für den vorliegend zu beurteilenden Zeitraum (vgl. Erw. 2 hievor) ein Anspruch auf Ergänzungsleistung zu verneinen. Damit erfährt der Versichertenichtnurgegenüberdem vorinstanzlichen Entscheid, sondern auch im Vergleich zum Verwaltungsakt vom 27. Oktober 1998 eine Schlechterstellung. Es rechtfertigt sich deshalb, die Sache an das kantonale Gericht zurückzuweisen, damit es dem Beschwerdegegner eine reformatio in peius mit Hinweis auf die Möglichkeit des Beschwerderückzuges androhe (vgl. BGE 109 V 278). Falls der Versicherte an der Beschwerde festhält, wird die Vorinstanz - gestützt auf sämtliche Unterlagen zur Einkommens- und Ausgabensituation im massgebenden Zeitraum und in Anwendung von Art. 25 Abs. 1 und 2 ELV - über den Anspruch auf Ergänzungsleistungen in der Zeit vom 1. Mai bis 27. Oktober 1998 neu zu entscheiden haben.