Citation: 6B_409/2015 E. 1.3

1.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, auf dem auch bei Dunkelheit einsehbarem Trottoir habe sich niemand befunden. Das Opfer habe von einem im Dunkeln liegenden Weg vom Hinterausgang eines Gasthauses kommend 0,8 Sekunden vor der Kollision und damit in Missachtung der Verkehrsregeln überraschend den Fussgängerstreifen betreten. Damit habe sie nicht rechnen müssen. Sie habe nach dem Vertrauensgrundsatz darauf vertrauen dürfen, dass sich ein allfälliger Fussgänger regelkonform verhalte. Die vorinstanzliche Auffassung, die Beschwerdeführerin könne sich nicht auf den Vertrauensgrundsatz berufen, da sie sich selber verkehrsregelwidrig verhalten habe, sei unzutreffend.