Citation: 6B_188/2022 E. 4.4.2

4.4.2. Unter Berücksichtigung der übrigen Beweismittel schliesst die Vorinstanz darauf, dass der Beschwerdeführer fest entschlossen war, seine Kinder aus der von ihm als Sekte bezeichneten U.________ zu befreien. Er habe die Berichte betreffend Kindesschutzmassnahmen gekannt und gewusst, dass die Kinder ihn nicht mehr hätten sehen wollen; entsprechend habe er nicht davon ausgehen können, diese würden ihm freiwillig folgen. Aufgrund dieser Umstände habe er sein Ziel nur dergestalt erreichen können, indem er die Kinder von der U.________ wegführen würde, falls erforderlich unter Drohung oder mit Gewalt, oder aber indem er sich mit diesen "verschanzen" und damit eine Freiheitsberaubung begehen würde. Schliesslich habe er nicht davon ausgehen können, dass die Mutter der Kinder "tatenlos zuschauen würde", weshalb der Tatplan im Sinne einer Variante auch die Entführung der Mutter beinhaltet habe (vgl. angefochtenes Urteil 30 f.).