Citation: 4A_466/2020 E. 3.3.3

3.3.3. Die Beschwerdeführerin räumt in ihrer Beschwerde zu Recht selbst die Schlüssigkeit des Tatsachenvortrags des Beschwerdegegners ein, indem sie ausführt, die Vorbringen in Rz. 51 und Rz. 59 der Klage seien "bestenfalls schlüssig aber keinesfalls substanziiert" gewesen. Die Schlüssigkeit des Tatsachenvortrags in Rz. 51 und Rz. 59 ist denn auch offensichtlich. Aus den Behauptungen des Beschwerdegegners ergibt sich jedenfalls explizit, dass ihm anlässlich des Treffens vom 13. November 2014 die Konkursreife der Beschwerdeführerin vorgegaukelt worden sei und dass nur ein Schuldenerlass des Beschwerdegegners deren Konkurs noch abwenden könne. Im Übrigen weisen die Behauptungen des Beschwerdegegners in Rz. 51 der Klage - entgegen der Beschwerdeführerin - bereits einen hohen Grad an Substanziierung auf. Daraus, dass die "Konkursreife" kein rechtlich definierter Begriff sei, weil ein Konkurs der Gesellschaft bei einer Überschuldung (Art. 725 Abs. 2 OR) als auch bei Illiquidität der Gesellschaft (Art. 191 Abs. 1 SchKG) anzumelden sei, so die Beschwerdeführerin, lässt sich jedenfalls nicht ableiten, die Ausführungen des Beschwerdegegners in Rz. 51 seiner Klage wären unsubstanziiert. Auch die Ausführungen bezüglich der zeitnahen Tilgung von Fr. 200'000.-- ändern daran nichts, zumal nicht ersichtlich ist, was die Beschwerdeführerin daraus für sich ableiten möchte. Nicht einschlägig sind schliesslich die Ausführungen der Beschwerdeführerin zu einer angeblich vagen Anfechtungserklärung; entscheidend ist der Tatsachenvortrag in der Klage.