Citation: 9C_983/2009 21.01.2011 E. 4

4.1 Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen gemäss Art. 99 Abs. 1 BGG nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt. Werden Tatsachen etwa erst durch den vorinstanzlichen Entscheid rechtswesentlich, ist ihr Vorbringen vor Bundesgericht zulässig. Dies trifft etwa bei Tatsachen zu, welche die Rüge der Verletzung von Verfahrensrecht durch die Vorinstanz untermauern (SEILER/VON WERDT/GÜNGERICH, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, N. 6 zu Art. 99 BGG). Im vorliegenden Fall sind die neu aufgelegten Stellungnahmen des RAD-Arztes vom 27. Oktober 2009 und des Instituts Y.________ vom 6. November 2009 unzulässig, denn es handelt sich nicht um Tatsachen, welche durch den angefochtenen Entscheid veranlasst sind, sondern welche bloss die Rüge der offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG durch die Vorinstanz untermauern sollen. Vielmehr hätte die IV-Stelle bereits nach Eingang der Beschwerde beim kantonalen Gericht allenfalls zusätzliche Abklärungen durch den RAD oder eine Rückfrage beim Institut Y.________ veranlassen können. 4.2 Das kantonale Gericht hat nicht übersehen, dass das Institut Y.________ von einer verbesserten Arbeitsfähigkeit ausgegangen ist und hat auch insofern den Sachverhalt durchaus korrekt wiedergegeben, ihn aber anders gewürdigt, als es die Beschwerdeführerin für richtig hält. Dass die auf eine Würdigung der medizinischen Aktenlage sich stützenden tatsächlichen Feststellungen des kantonalen Gerichts, soweit nicht offensichtlich unrichtig oder auf einer Bundesrechtsverletzung beruhend, für das Bundesgericht verbindlich sind, scheint die Beschwerdeführerin zu verkennen (E.1). Wenn die Vorinstanz mit eingehender und überzeugender Begründung zum Schluss gelangt, die abweichende Stellungnahme des Instituts Y.________ zum Grad der Arbeitsunfähigkeit im Vergleich zum MEDAS-Gutachten sei Ausfluss und Folge der Verwendung anderer, psychiatrischer Diagnosen für das gleiche, letztlich nur neuropsychologisch erfassbare Beschwerdebild (mit verschiedenen Hirnleistungsstörungen), ist dies unter dem Vorbehalt unhaltbarer, offensichtlich falscher oder gar willkürlicher Würdigung der fachärztlichen neuropsychologischen Aussagen durch die Vorinstanz hinzunehmen; andernfalls würde das Bundesgericht Tatfragen frei beurteilen. Schliesslich beruht die Beschwerde fast ausschliesslich auf neuropsychologischen Aussagen, nicht aber auf fachärztlichen Stellungnahmen zur Entwicklung der Arbeitsunfähigkeit im Vergleichszeitraum. Die Vorinstanz hat nach Lage der Akten nicht Bundesrecht verletzt, wenn sie auf der Grundlage einer sorgfältigen Beweiswürdigung zum Ergebnis gelangt ist, bei der Beurteilung des Instituts Y.________ handle es sich um eine revisionsrechtlich unerhebliche abweichende Beurteilung eines seit der Begutachtung in der MEDAS im Wesentlichen gleich gebliebenen Gesundheitszustandes.