Citation: 2C_187/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Gemäss § 5 Abs. 3 StG/ZH erfolge die Steuerausscheidung für Grundstücke im Verhältnis zu anderen Kantonen nach den Grundsätzen des Bundesrechts über das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung. Die Folgen des Beginns, der Änderung und des Endes der Steuerpflicht aufgrund persönlicher und wirtschaftlicher Zugehörigkeit seien in § 10 Abs. 3 StG/ZH geregelt und bestimmten sich im interkantonalen Verhältnis durch das StHG sowie - ebenfalls - durch die vorgenannten Grundsätze des Bundesrechtes über das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung (Allokationsgrundsätze). § 10 Abs. 3 StG/ZH verweise somit auf Art. 4b Abs. 2 StHG, der einerseits den Grundsatz der Einheit der Steuerperiode bei einem Wechsel der Steuerpflicht kraft wirtschaftlicher Zugehörigkeit statuiere und andererseits, als Konsequenz der Einheit der Steuerperiode, die Grundlage für die Gewichtungsmethode biete. Zweck dieser Gewichtungsmethode sei es, sachwidrige Ausscheidungen zu verhindern, die sich insbesondere bei unterjährigem Kauf respektive unterjährigem Verkauf einer Liegenschaft in einem anderen Kanton als dem Wohnsitzkanton ergeben könnten. Sie verweisen dazu auf die Ausführungen in der Literatur (vgl. RICHNER/ FREI/KAUFMANN/MEUTER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Aufl. 2013, N. 44 zu § 10 StG/ZH).