Citation: 6B_177/2025 E. 3.2

3.2. Die gegen den vorinstanzlichen Entscheid erhobene Kritik des Beschwerdeführers ist unbegründet. Seine Hinweise, dass er (gemäss dem Arztzeugnis vom 14. Juli 2024) "völlige Ruhe" für die besagte Zeit benötige (und berechtigt sei, sich zwei Tage krank schreiben zu lassen), sind nicht geeignet darzutun, dass die diagnostizierte "akute neurophysiologische Beschwerde" respektive deren Auswirkungen derart waren, dass sie ihn davon abhielten, innert Frist selbst zu handeln oder eine Drittperson mit der Vornahme der Prozesshandlung zu betrauen. Gemäss dem für das Bundesgericht verbindlich festgestellten Sachverhalt (Art. 105 Abs. 1 BGG) war der Beschwerdeführer trotz diagnostizierter Erkrankung am Montag, den 15. Juli 2024 (und auch am Mittwoch, den 17. Juli 2024) in der Lage, das Jugendgericht telefonisch zu kontaktieren und (u.a.) zielgerichtete Fragen zu einem möglichen Strafregistereintrag und der Löschung seines DNA-Profils zu stellen. Die Vorinstanz bezieht diesen Umstand zu Recht in ihre Beurteilung mit ein. Ihr Schluss, dass es ihm damit auch möglich gewesen wäre, die für eine fristgerechte Berufungsanmeldung erforderlichen Massnahmen zu ergreifen, er mithin trotz der gestellten Diagnose insoweit in der Lage war, "zielgerichtet" bzw. "richtig" zu handeln, ist entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden. Gegenteiliges ergibt sich in der vorliegenden Konstellation und mit Blick darauf, dass bei der Versäumnis gesetzlicher Fristen strenge (re) Voraussetzungen an die Glaubhaftigkeit einer unverschuldeten Versäumnis gestellt werden (vgl. oben E. 2.2), insbesondere nicht daraus, dass er am Nachmittag des 15. Juli 2024 trotz entsprechender Abmachung mit dem Jugendgericht keine Telefonate mehr entgegennahm, sondern sich erst am 17. Juli 2024 meldete. Aus den entsprechenden Aktennotizen ergeben sich denn auch keinerlei Hinweise, dass hierfür krankheitsbedingte Auswirkungen der Grund gewesen wären (vgl. die Akten des Kreisgerichts Wil [gelbes Dossier] act. 18 f.). Insofern sich der Beschwerdeführer schliesslich sinngemäss auf seine fehlenden Rechts- und Gesetzeskenntnisse beruft, kann er hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten (vgl. BGE 136 V 331 E. 4.2.3.1). Dasselbe gilt, wenn er vorbringt, sich keinen Rechtsanwalt leisten zu können. Sein mit der Beschwerde gestellter Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege zeigt, dass ihm dieses Institut offensichtlich bekannt bzw. er durchaus in der Lage ist, sich über die Möglichkeiten einer Prozessführung trotz knapper finanzieller Mittel zu informieren.