Citation: 9C_724/2017 E. 4.2.2

4.2.2. Im Weiteren hat sich das kantonale Gericht bereits eingehend mit der Beweistauglichkeit der BEGAZ-Expertise vom 22. August 2014 (samt Stellungnahmen vom 6. Oktober und 25. November 2014 sowie 9. November 2016) auseinandergesetzt. 4.2.2.1. Namentlich wurde im angefochtenen Entscheid auch dazu Stellung genommen, weshalb sich die vom Beschwerdeführer geforderten spezialärztlichen Abklärungen durch einen Infektiologen als unnötig erweisen bzw. die BEGAZ-Expertise nicht infolge Fehlens entsprechender Untersuchungen als unvollständig zu qualifizieren ist. Der Feststellung des kantonalen Gerichts, wonach nicht entscheidwesentlich ist, ob zwischen allfälligen Zeckenbissen (bzw. den daraus resultierenden Krankheitsbildern) und den aktuellen gesundheitlichen Beschwerden des Versicherten ein Zusammenhang besteht, sondern sich im vorliegenden Verfahren einzig die Frage stellt, ob es sich um ein invalidisierendes Leiden handelt, also dessen Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit zu beurteilen sind, ist nichts hinzuzufügen. Einer infektiologischen Stellungnahme zu einer allfälligen Kausalität zwischen den heutigen Beschwerden und den Erregerinfektionen bedurfte und bedarf es daher nicht. Dasselbe gilt in Bezug auf neuropsychologische Erhebungen, konnte der gutachtlich beigezogene Neurologe doch weder eine Neuroborreliose noch objektivierbare neurologische Einschränkungen ausmachen. Den vom Versicherten geltend gemachten Konzentrationsstörungen und einer verminderten mentalen Belastbarkeit wurde bereits mit der Annahme eines auch im Rahmen leidensangepasster Tätigkeiten um 20 % reduzierten Leistungsvermögens Rechnung getragen. Inwiefern eine neuropsychologische Abklärung weitere Erkenntnisse bringen könnte, ist nicht erkennbar und wird auch vom Beschwerdeführer nicht substanziiert aufgezeigt. Auffällig ist zudem, dass sowohl die asim-Experten anlässlich ihrer Begutachtung im Jahr 2008 als auch die Gutachter des BEGAZ übereinstimmend auf entsprechende Untersuchungen verzichtet hatten, was ebenfalls gegen deren Erforderlichkeit im vorliegenden Kontext spricht. Die Erläuterungen des Dr. med. D.________ in dessen Bericht vom 3. Oktober 2017, auf welche in der Beschwerde in diesem Zusammenhang verwiesen wird, haben unbeachtlich zu bleiben (E. 1.2.2 hiervor). Anzumerken ist schliesslich, dass der Einwand des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, indem sie vom Vorliegen eines unklaren syndromalen Beschwerdebilds ohne nachweisbare organische Grundlage und damit von der Anwendbarkeit der SchlBest. IVG ausgegangen sei, nicht verfängt. Selbst wenn dies nämlich zutreffen würde, unterlässt es der Versicherte, sich mit der Feststellung des kantonalen Gerichts, der Gesundheitszustand habe sich so oder anders seit der letzten materiellen Beurteilung im Sinne eines Revisionsgrunds nach Art. 17 Abs. 1 ATSG verbessert, auseinanderzusetzen. Die entsprechenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid sind daher für das Bundesgericht mangels offensichtlicher Fehlerhaftigkeit verbindlich (vgl. E. 2.2 hiervor). 4.2.2.2. Der Beschwerdeführer bringt gegen die gutachtlichen Schlussfolgerungen des BEGAZ ferner vor, diese befassten sich nicht in genügender Weise mit der vom Bundesgericht in dessen Rückweisungsurteil 9C_737/2011 vom 16. Oktober 2012 festgestellten Diskrepanz zwischen den Ergebnissen gemäss asim-Gutachten vom 30. September 2008 und den Resultaten der 2009 während mehrerer Monate durchgeführten beruflichen Abklärungen im Appisberg (vgl. Bericht vom 29. Juni 2009). Er weist dabei insbesondere auf die nachträgliche Stellungnahme des Bereichsleiters Abklärung vom 26. September 2011 hin. Entgegen der Betrachtungsweise in der Beschwerde haben sich die Experten des BEGAZ durchaus zu den betreffenden beruflichen Abklärungen geäussert. So wurde aus neurologischer Sicht festgehalten, es könne mangels erforderlicher Objektivierbarkeit einer Funktionsstörung streng genommen keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit attestiert werden. Übereinstimmend mit dem asim-Gutachten vom 30. September 2008 sei demnach ein schrittweiser beruflicher Wiedereinstieg mit der Zielsetzung einer mindestens 80%igen Arbeitsfähigkeit als zumutbar zu bezeichnen. Die von den Fachleuten der beruflichen Eingliederung bescheinigte Arbeitsunfähigkeit könne nicht mit organisch objektivierbaren Befunden begründet werden. Zu gewärtigen sei diesbezüglich sicherlich die ausgeprägte Dekonditionierung. Auch der beigezogene Rheumatologe kam in seinen Erläuterungen zum Ergebnis, auf Grund des chronifizierten Schmerzsyndroms seien dem Versicherten körperliche Schwerarbeiten nicht mehr zumutbar. Für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten könne aus rheumatologischem Blickwinkel indes keine Arbeitsunfähigkeit bestätigt werden. Im Bericht der Abklärungsstelle bezüglich beruflicher Eingliederung sei zwar erwähnt worden dass das Arbeitstempo und die Belastbarkeit ungenügend seien. Diese Einschränkungen fänden rheumatologisch aber keine Stütze. Die BEGAZ-Gutachter haben sich somit mit den Resultaten der beruflichen Erhebungen auseinandergesetzt, konnten die darin hinsichtlich des Leistungsvermögens des Beschwerdeführers beschriebenen Limitierungen jedoch nicht mit im rheumatologischen bzw. neurologischen Gesundheitszustand zu verortenden Defiziten erklären.