Citation: 6B_849/2017 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz gelangte aufgrund der - ihrer Feststellung nach übereinstimmenden und glaubhaften - Aussagen zweier Zeugen zur Überzeugung, dass der Anklagesachverhalt zutreffe (angefochtenes Urteil E. 3.3.2). Der Beschwerdeführer wendet, wie schon vor Obergericht, ein, gemäss den Untersuchungsakten habe eine Zeugin um 6.39 Uhr an die Polizei Meldung erstattet. Die Polizei habe ihn bereits um 7.00 Uhr an seinem acht Kilometer entfernten Wohnort angetroffen, nachdem sie zuerst die Zeugin am Bahnhof Lenzburg habe befragen müssen. Dieser Ablauf passe nicht in den gegebenen zeitlichen Rahmen. Der Beschwerdeführer legt offensichtlich einen anderen Ablauf zugrunde als er sich aus der Anklageschrift ergibt (resp. implizit dem angefochtenen Entscheid zugrundeliegt). Es ist nicht ersichtlich, weshalb der in der Anklageschrift beschriebene Umstand unzutreffend sein sollte, dass ein Zeuge die Kontrollschildnummer schon der Einsatzzentrale genannt hat. Daraus ergibt sich ohne Weiteres, dass sich die Polizeibeamten, anders als der Beschwerdeführer meint, nicht zuerst zum Bahnhof Lenzburg begeben mussten, um dort die Kontrollschildnummer in Erfahrung zu bringen, sondern dass sie den Wohnort der gemeldeten Person ohne Verzug aufsuchen konnten. Dort stellten sie fest, dass das Auto mit noch warmem Motor in der Garage stand. Die Vorinstanz hat im Übrigen das rechtliche Gehör nicht verletzt, wenn sie auf das Argument des Zeitbedarfs für die Wegstrecke nicht eingegangen ist. Zu Recht weist sie darauf hin, dass die betreffende Verfahrensgarantie von der Vorinstanz nicht verlangt, jedes einzelne Vorbringen der Parteien ausdrücklich zu widerlegen (BGE 142 II 49 E. 9.2 S. 65; 139 IV 179 E. 2.2 S. 183).