Citation: 9C_278/2016 E. 3.6.1

3.6.1. Weiter bestreitet die Beschwerdeführerin die Beweiskraft des Gerichtsgutachtens. Sie macht geltend, die "Anzahl der (sozialen) Tätigkeiten" widerspreche den Diagnoseleitlinien des ICD-10 klar. Ein "derart hohes Aktivitätsniveau" sei im Rahmen einer mittelgradigen bis schweren Depression nicht nachvollziehbar. Damit ist nicht (substanziiert) dargetan, dass die vorinstanzliche Feststellung, bei den familiären Kontakten und den regelmässigen Besuchen des Clublokals eines Vereins handle es sich nicht um anspruchsvolle soziale Aktivitäten, die mit dem herabgesetzten Funktionsniveau einer mittelgradigen bis schweren depressiven Störung nicht vereinbar wären, offensichtlich unrichtig (E. 1.2) sein soll. Der Umstand, dass der Versicherte anstatt zur Begutachtung lieber anlässlich eines muslimischen Festtages zum Beten in die Moschee gegangen wäre, lässt nicht auf regelmässige Moscheebesuche schliessen. Auch dass er "alleine Auto fährt", ist kein triftiger Grund, an der Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung von mittelgradiger bis schwerer Ausprägung zu zweifeln (E. 3.2.3).