Citation: 8C_288/2021 E. 4.3.3

4.3.3. Angesichts dieser Ausgangslage war die Vorinstanz nach Massgabe des Untersuchungsgrundsatzes (vgl. E. 3 hievor; vgl. auch Urteil 8C_30/2020 vom 6. Mai 2020 E. 5.2.1 mit Hinweisen) gehalten, nicht nur die Frage der behaupteten Fehlbehandlung des Dr. med. G.________, sondern auch die abschliessende Feststellung der Leistungsfähigkeit insbesondere unter Berücksichtigung der Ergebnisse der beruflichen Eingliederungsabklärung und der neuropsychologischen Verlaufsbegutachtung durch Einholung einer entsprechenden fachpsychiatrischen Beurteilung hinreichend zuverlässig (vgl. E. 3.2.2) zu klären. Allein die Tatsache, dass die Erkenntnisse aus der dreimonatigen beruflichen Eingliederungsabklärung in der F.________ hinsichtlich der beschriebenen kognitiven Defizite in diametralem Gegensatz zur Einschätzung gemäss neuropsychologischem Verlaufsgutachten standen, ohne dass der neuropsychologische Gutachter diesen Gegensatz zu erklären vermochte, erforderte eine fachärztlich-psychiatrische Überprüfung. Denn laut angefochtenem Urteil waren nach Einschätzung des behandelnen Psychiaters gerade kognitive Störungen in Kombination mit der leichten depressiven Symptomatik für die erhebliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit massgebend. Auch wenn Dr. med. C.________ im Rahmen seiner fachpsychiatrischen Exploration des Beschwerdeführers anlässlich der bidisziplinären Begutachtung - vor der dreimonatigen Eingliederungsabklärung und vor der neuropsychologischen Verlaufsbegutachtung - von einem seit 2014 unveränderten depressiven Zustandsbild ausging, genügen die Kurzeinschätzungen des Psychiaters des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der Zentralschweiz entgegen der Vorinstanz nicht, um die massiven Diskrepanzen zwischen den gegensätzlichen Beurteilungen gemäss neuropsychologischem Verlaufsgutachten einerseits und den F.________-Berichten sowie den Berichten des Dr. med. G.________ vom 4. Juni 2017 und 31. August 2018 andererseits hinreichend zuverlässig zu erläutern. Indem die Vorinstanz auf die Einholung einer Stellungnahme des psychiatrischen Sachverständigen verzichtete, verletzte sie den Untersuchungsgrundsatz (vgl. E. 3.2.2 hievor).