Citation: 2C_123/2018 E. 3.2.1

3.2.1. Es ist zwar zutreffend, dass die Vorinstanz ihr Urteil teilweise unter Bezugnahme auf wirtschaftliche Gesichtspunkte begründet hat. Sie hat jedoch parallel auch auf den übereinstimmenden tatsächlichen Willen der Parteien der Vergleichsvereinbarung und des Abtretungsvertrags abgestellt (vgl. oben E. 2). Was die Parteien beim Vertragsabschluss gewusst, gewollt oder tatsächlich verstanden haben, ist eine Tatfrage, weswegen entsprechende Feststellungen der Vorinstanz für das Bundesgericht nach Art. 105 Abs. 1 BGG grundsätzlich verbindlich sind (BGE 135 III 410 E. 3.2 S. 413; 133 III 675 E. 3.3 S. 681; 131 III 606 E. 4.1 S. 611). Der Inhalt eines Vertrags bestimmt sich gemäss Art. 18 Abs. 1 OR nach dem übereinstimmenden wirklichen Willen der Parteien (BGE 139 III 404 E. 7.1 S. 406 f.). Gemäss der vorinstanzlichen Feststellung richtete sich der übereinstimmende Wille der Beschwerdegegnerin und der I.________ auf die Beseitigung des bestehenden Schwebezustands und auf die (unanfechtbare) Übertragung der Stellung als Alleingesellschafterin der Tochtergesellschaft von der Beschwerdegegnerin auf I.________ mittels Genehmigung der Kapitalerhöhung und Übertragung der verbleibenden Beteiligung. Dafür wollte I.________ Fr. 4.7 Mio. bezahlen.