Citation: 2A.389/2005 06.09.2005 E. 2.2

Dies war hier vor Ablauf der von Art. 7 Abs. 1 Satz 2 ANAG geforderten Aufenthaltsdauer von fünf Jahren (am 24. November 2002) der Fall (vgl. BGE 128 II 145 E. 1.1.5), auch wenn der Beschwerdeführer seinen Rechtsanspruch nicht bereits deshalb verloren hat, weil er im kantonalen Beschwerdeverfahren davon absah, weiter die Erteilung der Niederlassungsbewilligung zu beantragen, und sich darauf beschränkte, um die Erneuerung der Aufenthaltsbewilligung zu ersuchen (vgl. BGE 128 II 145 E. 1.1.4 mit Hinweisen): 2.2.1 Das Ehepaar X.________ und Y.________ lebt unbestrittenermassen seit dem 1. Juni 2002 getrennt. Die Ehe ist am 11. Mai 2005 geschieden worden, ohne dass das gemeinsame Leben je auch nur vorübergehend wieder aufgenommen worden wäre. Y.________ hat am 9. Dezember 2002 und 1. Oktober 2003 erklärt, dass sie bereits seit Anfang/Mitte Januar 2002 die Trennung gewollt und dies ihrem Gatten mitgeteilt habe. Die eheliche Gemeinschaft habe nur noch auf dem Papier bestanden, von einer "liebenden Beziehung" habe keine Rede mehr sein können. Sie habe sich "vernachlässigt, alleingelassen mit jeglicher Verantwortung, und auch betrogen, benutzt" gefühlt. Anfang Februar habe sie ihren Anwalt kontaktiert. Ihr Gatte widersetze sich der Scheidung und habe immer noch nicht begriffen, dass ihr Entschluss stehe und er vergeblich auf eine Wiedervereinigung hoffe. Aus einem E-Mail, welches sie dem Bruder des Beschwerdeführers im März 2002 geschrieben hat, ergibt sich, dass ihr der Entscheid, sich von ihrem Gatten zu trennen, nicht leicht gefallen war, aber als unwiderruflich zu gelten hatte ("I cannot give X.________ a last chance. They where many chances to recognize that something should have changed long ago [...] I am not willing to go back"). Der Beschwerdeführer wendet zwar ein, dennoch darauf gehofft zu haben, dass sie wieder zusammenfänden; entsprechende konkrete Bemühungen vermochte er indessen nicht darzutun. Unter diesen Umständen durften die kantonalen Behörden, auch wenn das eheliche Zusammenleben immerhin rund 4 ½ Jahre gedauert hat, ohne Verletzung von Bundesrecht davon ausgehen, dass der Ehewille spätestens im Frühjahr 2002 und damit vor Ablauf der fünf Jahre gemäss Art. 7 Abs. 1 ANAG erloschen und die Führung einer Lebensgemeinschaft objektiv betrachtet nicht mehr zu erwarten war. 2.2.2 Der Beschwerdeführer hat sich im Herbst 2002 aus rein fremdenpolizeilichen Gründen auf eine für ihn seit längerer Zeit erkennbar inhaltsleer gewordene Beziehung berufen, an deren Wiederaufleben er nicht mehr ernsthaft glauben konnte. Hierzu dient Art. 7 ANAG nicht, auch wenn er für den Bewilligungsanspruch nur das formelle Bestehen der Ehe voraussetzt (vgl. BGE 119 Ib 417 ff.; ATF 121 II 97 ff.): Die gesetzliche Regelung will die Führung des Familienlebens in der Schweiz - allenfalls auch in einer vorübergehenden Krisensituation - ermöglichen und absichern, jedoch nicht einem missbräuchlichen, ausschliesslich ausländerrechtlich motivierten Festhalten an einer klar gescheiteren Ehe Vorschub leisten (BGE 130 II 113 E. 9.5 S. 134; 127 II 49 E. 5a mit Hinweisen). Entgegen den Einwendungen des Beschwerdeführers ist nicht ersichtlich, inwiefern sich seine Gattin missbräuchlich verhalten haben sollte, wenn sie nach reiflicher Überlegung anfangs 2002 zum Schluss kam, dass die Ehe ihren Inhalt verloren hat, und sie deshalb nicht mehr bereit war, diese fortzusetzen. Aus dem bereits zitierten E-Mail ergibt sich, dass sie dem Beschwerdeführer gegenüber keine negative Gefühle hegte, jedoch angesichts der Situation die sich für sie aufdrängenden Konsequenzen ziehen musste ("I dont want something bad happens to him. But as I know myself, it might be that he have to go back to Nigeria. [I could not just go on because of that reason. Sorry]"). Der Beschwerdeführer hat sich aus ausländerrechtlichen Überlegungen praktisch bis zum Ablauf der gesetzlichen Trennungsfrist (vgl. Art. 114 ZGB; AS 2004, 2161 ff. in Kraft seit 1. Juni 2004; BGE 128 II 145 E. 2.2 S. 152) der Scheidung widersetzt; was er aus seinen Spekulationen darüber abzuleiten hofft, wann eine Scheidung frühestens hätte erfolgen können, falls er hiermit einverstanden gewesen wäre, ist nicht ersichtlich. Auf die Gründe, die zur Trennung geführt haben, bzw. darauf, wer diese zu verantworten hat, kommt es im vorliegenden Zusammenhang im Übrigen nicht an (vgl. BGE 130 II 113 E. 4.2 S. 117 mit zahlreichen Hinweisen). Für alles Weitere kann auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Urteil und im Entscheid des Justiz- und Polizeidepartements vom 31. Januar 2005 verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG). Soweit die kantonalen Behörden es im Ermessensbereich von Art. 4 ANAG abgelehnt haben, die Bewilligung zu verlängern, ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht ausgeschlossen (vgl. Art. 100 Abs. 1 lit. b OG; BGE 127 II 161 ff.), weshalb auf die entsprechenden Ausführungen in der Beschwerdeschrift nicht weiter einzugehen ist.