Citation: 1P.161/2006 25.09.2006 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, das Strafgericht hätte der Verteidigung vor der in Aussicht genommenen Kürzung des Honorars noch einmal Gelegenheit zur Stellungnahme geben müssen. Indem es das nicht getan habe, habe es den Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verletzt. 2.2 Nach der Rechtsprechung verleiht das rechtliche Gehör dem Verteidiger keinen Anspruch, von der entscheidenden Behörde zur ins Auge gefassten Kürzung des Honorars angehört zu werden. Hingegen wird bei Vorliegen einer entsprechenden kantonalen Vorschrift ein besonderes Anhörungsrecht für den Fall einer beabsichtigten Kürzung des Honorars bejaht (Urteile 1P. 281/2003 vom 25. August 2003 E. 4.3; 1P.564/2000 vom 11. Dezember 2000 E. 3b; 1P.340/1999 vom 27. August 1999 E. 1b; 1P.444/1990 vom 2. November 1990 E. 2; 1P.702/1989 vom 6. April 1990 E. 2b). Wie die Beschwerdeführerin einräumt, verlangt das Recht des Kantons Basel-Landschaft in einem Fall wie hier die vorgängige Anhörung des Verteidigers nicht. Eine entsprechende Pflicht ergibt sich ebenso wenig aus Art. 29 Abs. 2 BV. Die Beschwerde ist in diesem Punkt deshalb unbegründet. Selbst wenn man anderer Auffassung wäre, würde das der Beschwerdeführerin nicht helfen. Sie konnte sich im Appellationsverfahren in jeder Hinsicht zu den vom Strafgericht vorgenommenen Kürzungen äussern. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs wäre, da dem Kantonsgericht freie Kognition zustand, im Appellationsverfahren damit geheilt worden (vgl. BGE 129 I 129 E. 2.2.3 S. 135; 126 I 68 E. 2 S. 72; Urteil 1P.564/2000 vom 11. Dezember 2000 E. 3a, mit Hinweisen).