Citation: 2P.127/2000 13.10.2000 E. A

A.- W.________ war Geschäftsführer einer Handelsgesellschaft, von welcher er sich im Dezember 1997 trennte. Da er seither arbeitslos und überschuldet ist, erhält er seit Februar 1998 Fürsorgeleistungen der Gemeinde Binningen. Auf Anfrage der Fürsorgebehörde der Gemeinde Binningen teilte W.________ mit Schreiben vom 3. Juni 1999 mit, dass er die nicht durch Sozialhilfe gedeckten Kosten für den BMW und für die gegenüber den Richtlinien zu teure Wohnung aus gelegentlich erhaltenen Darlehen seiner Schwester finanziere. Die Fürsorgebehörde erliess daher am 7. Juni 1999 eine Verfügung, mit welcher sie (bei unverändertem monatlichen Unterstützungsbedarf von Fr. 2'370.--) die Unterstützungsleistungen ab Juli 1999 um den Betrag der ausserhalb des Grundbedarfs liegenden, durch finanzielle Hilfen der Familie gedeckten Auslagen (BMW-Leasing Fr. 365.--, Garagenmiete Fr. 120.--, Motorfahrzeugversicherung und -steuern Fr. 182. 60, Mietzinsdifferenz Fr. 404.--, Krankenkassenzusatzprämie Fr. 15.--) kürzte. Sie erwog, auf Grund des in der Sozialhilfe geltenden Subsidiaritätsprinzips bestehe im Umfang der zusätzlich verfügbaren Mittel kein Anspruch auf Fürsorgeleistungen. In diesem Sinne könne der Sozialhilfeempfänger nicht zwischen öffentlicher Sozialhilfe und privater Unterstützung wählen, auch wenn diese von Dritten ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werde. Eine Einsprache wies die Fürsorgebehörde Binningen am 30. Juni 1999 ab. Mit Beschluss vom 9. November 1999 bestätigte der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft den Entscheid der Fürsorgebehörde. Eine Beschwerde von W.________ gegen den Regierungsratsbeschluss wies das Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Landschaft mit Urteil vom 29. März 2000 ab.