Citation: 4C.222/2004 14.09.2004 E. C

Mit Urteil vom 4. Mai 2004 hob das Obergericht des Kantons Zug in teilweiser Gutheissung der Berufung der Beklagten und in Abweisung der Anschlussberufung der Klägerin das erstinstanzliche Urteil auf. Es verpflichtete die Beklagte, der Klägerin Fr. 1'310'157.-- zuzüglich Zins zu 5% seit 1. Februar 1995 auf Fr. 32'000.--, seit 9. September 2000 auf Fr. 17'096.-- sowie seit 4. Mai 2004 auf Fr. 1'261'061.-- zu bezahlen. Das Obergericht wies den Antrag der Beklagten auf Einholung eines Obergutachtens ab und ging gestützt auf das MEDAS-Gutachten davon aus, dass der krankhafte Vorzustand der Klägerin den Eintritt des Schadens in nicht unerheblicher Weise begünstigt habe; da ausserdem das Verschulden des Kollisionsverursachers als gering einzustufen sei, reduzierte es den Anspruch der Klägerin um 20%, was diese an der Berufungsverhandlung anerkannte. Der vorübergehende Haushaltsschaden bis zum Urteil des Obergerichts wurde mit Fr. 353'886.--, der künftige mit Fr. 274'820.-- bemessen, wobei der zeitliche (monatliche) Aufwand auf der Basis der schweizerischen Arbeitskräfteerhebung 1997 (SAKE) und einem Stundenlohn von Fr. 27.-- erfolgte. Den vorübergehenden Erwerbsschaden setzte das Obergericht auf Fr. 182'510.--, den zukünftigen auf Fr. 396'007.-- fest. Den Rentenschaden berechnete es aufgrund der Arbeitgeber-AHV-Beiträge und sprach einen vorübergehenden Schaden von Fr. 6'474.-- und einen künftigen von Fr. 47'364.-- zu. Schliesslich setzte das Gericht die um 20% gekürzte Genugtuung auf Fr. 32'000.-- fest und sprach aus Autoinsassenversicherung Fr. 14'000.-- sowie für vorprozessuale Anwaltskosten Fr. 3'096.-- zu. Das Obergericht bestätigte sodann die Aufrechnung der Schadenzinsen bis zum Urteilstag.