Citation: 1B_113/2019 E. 1.4

1.4. Im Rahmen ihrer materiellen Vorbringen gegen die Beschlagnahme macht die Beschwerdeführerin (akzessorisch) ein Beweisverwertungsverbot geltend. Sinngemäss bringt sie dabei vor, das Kantonsgericht habe die Beschlagnahme zu Unrecht als bundesrechtskonform beurteilt. Insbesondere habe es die Annahme eines ausreichenden Tatverdachtes (von Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz) indirekt auf das Ergebnis eines Helikopter-Kontrollfluges gestützt, der ihrer Ansicht nach "widerrechtlich" erfolgt sei. "Nur" aufgrund eines illegalen Helikoptereinsatzes sei die Sicherstellung der Hanfpflanzen möglich gewesen. Als unselbstständiger Folgebeweis einer ungültigen Beweiserhebung sei die Beweismittelbeschlagnahme (im Lichte von Art. 141 Abs. 4 i.V.m. Abs. 2 StPO) zum Vornherein unverwertbar. Der alleinige Umstand, dass ein Beweismittel, dessen Verwertbarkeit im Vorverfahren bestritten wird, in den Akten bleibt, stellt nach der Praxis des Bundesgerichtes grundsätzlich keinen Nachteil rechtlicher Natur dar, da die betroffene Partei ihren Einwand bis zum Abschluss des Strafverfahrens erneut vorbringen kann. Sie kann die Frage der Verwertbarkeit des Beweismittels namentlich dem Sachrichter unterbreiten (Art. 339 Abs. 2 lit. d StPO). Von diesem kann erwartet werden, dass er in der Lage ist, die unzulässigen Beweise von den zulässigen zu unterscheiden und sich bei der Würdigung ausschliesslich auf Letztere zu stützen. Die Parteien können das Urteil des Sachrichters in der Folge mit Berufung anfechten (Art. 398 StPO) und die Angelegenheit nötigenfalls auch noch an das Bundesgericht weiterziehen (BGE 141 IV 289 E. 1.2 S. 291 f.; 284 E. 2.2 S. 287; 139 IV 128 E. 1.6 und 1.7 S. 134 f.). Von dieser Regel bestehen gewisse Ausnahmen. Eine solche liegt insbesondere vor, wenn das Gesetz ausdrücklich die sofortige Rückgabe aus den Akten bzw. Vernichtung rechtswidriger Beweise vorsieht (vgl. z.B. Art. 248 Abs. 2, Art. 271 Abs. 3, Art. 277 und Art. 289 Abs. 6 StPO). Ebenso verhält es sich, wenn aufgrund des Gesetzes oder der Umstände des Einzelfalles die Rechtswidrigkeit des Beweismittels bereits ohne Weiteres feststeht. Derartige Umstände können nur angenommen werden, wenn die betroffene Partei ein besonders gewichtiges rechtlich geschütztes Interesse an der unverzüglichen Feststellung der Unverwertbarkeit des Beweises geltend macht (BGE 141 IV 289 E. 1.3 S. 292; 284 E. 2.3 S. 287; s.a. BGE 143 IV 270 E. 7.6 S. 285; 142 IV 207 E. 9.8 S. 227). Artikel 93 Abs. 1 lit. b BGG ist bei strafprozessualen Zwischenentscheiden grundsätzlich nicht anwendbar; das gilt insbesondere bei Fragen der Beweisverwertung im Untersuchungsverfahren (BGE 141 IV 289 E. 1.1 S. 291; 284 E. 2 S. 286). Im vorliegenden Fall ist keine begründete Ausnahme im Sinne der oben dargelegten Rechtsprechung dargetan, bei der das Bundesgericht bereits im Vorverfahren über ein allfälliges Beweisverwertungsverbot abschliessend zu entscheiden hätte. Die Verwertung der fraglichen Beweismittel (beschlagnahmte vier Hanfpflanzen) erscheint nicht bereits als offensichtlich unzulässig, weshalb es Sache der für den Endentscheid zuständigen erkennenden Strafbehörde sein wird, sich nötigenfalls mit den von der Beschwerdeführerin akzessorisch aufgeworfenen Beweisverwertungsfragen (vgl. Art. 141 Abs. 4 i.V.m. Abs. 2 StPO) zu befassen.