Citation: 6B_660/2021 E. 3.1.1

3.1.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz verletze ihre Begründungspflicht und den Anspruch auf rechtliches Gehör hinsichtlich der Prozessentschädigung für das Untersuchungs- und erstinstanzliche Gerichtsverfahren. Sie habe zwei Honorarnoten eingereicht, eine am 5. März 2018 betreffend die Aufwendungen der Jahre 2016 und 2017 über den Betrag von Fr. 4'606.-- und eine am 28. März 2018 betreffend die Aufwendungen im Jahr 2018 über den Betrag von Fr. 22'742.45. Total belaufe sich ihr Aufwand auf Fr. 27'348.45. Die Vorinstanz habe den zugesprochenen Betrag von Fr. 10'045.50 ohne eigene Begründung aus dem erstinstanzlichen Urteil übernommen und auf dieses verwiesen. Eine solche Begründung genüge nicht, da mit dem angefochtenen Urteil ein vollumfänglicher Freispruch ergehe, während sie vor erster Instanz noch zur Hälfte schuldig gesprochen worden sei. Es sei nicht gesagt, dass die erste Instanz bei gleicher Ausgangslage wie vor Vorinstanz dieselbe Entschädigung zugesprochen hätte. Weiter sei die Vorinstanz nicht auf ihre Darlegung in der Eingabe vom 12. Januar 2021 zum angemessenen Aufwand eingegangen. Zur konkreten Höhe des zugesprochenen Betrags wendet die Beschwerdeführerin ein, ihr werde das Recht auf eine wirksame Verteidigung abgesprochen, wenn ihr trotz Freispruchs lediglich Verteidigungskosten von Fr. 10'045.50 entschädigt würden. Sie habe sich drei Gegenparteien, die Staatsanwaltschaft eingeschlossen, gegenüber gesehen. Die Beschwerdegegner hätten einen Aufwand von Fr. 42'363.40 geltend gemacht, welcher zwar von der ersten Instanz in weiten Teilen als nicht notwendig erachtet worden sei, aber zum Aufwand der Beschwerdeführerin beigetragen habe. Weiter habe sie den Wahrheitsbeweis für ihre Tatsachenbehauptung führen und inhaltlich gegen bestehende Urteile ankämpfen müssen, weil die Beschwerdegegner zahlreiche Male in ähnlicher Sache obsiegt hätten. Darüber hinaus habe sie einen moderaten Stundenansatz beantragt. Unbegründet sei, warum die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Sistierungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 4. November bis 13. Dezember 2016 nicht entschädigt worden seien, zumal die Gegenseite Beschwerde geführt und sie, die Beschwerdegegnerin, Parteistellung im Beschwerdeverfahren gehabt habe. Ihre Verteidigung habe einen aussergewöhnlich hohen Aufwand betreiben müssen, um eine Verurteilung abzuwenden. Dieser sei angesichts des Falles nicht überhöht.