Citation: 2C_367/2023 E. 3.5

3.5. Dem öffentlichen Interesse an der Aufenthaltsbeendigung stehen keine überwiegenden privaten Interessen am Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz gegenüber: Der Beschwerdeführer hielt sich im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils seit weniger als zwei Jahren in der Schweiz auf. Dass er hier besonders gut integriert wäre oder Hindernisse für eine erfolgreiche Wiedereingliederung im Kosovo bestehen würden, ist weder geltend gemacht noch ersichtlich. Zwar trifft eine Entfernungsmassnahme die Familie mit einer gewissen Härte, verfügen doch die Ehefrau und die Kinder über Niederlassungsbewilligungen und ist ihnen eine Ausreise in den Kosovo daher nicht ohne Weiteres zumutbar. Allerdings mussten der Beschwerdeführer und seine Ehefrau wegen seiner Vorstrafen von Beginn weg mit einer Wegweisung rechnen. Einem solchen Aufenthalt kommt praxisgemäss nur untergeordnete Bedeutung zu (vgl. Urteile 2C_269/2023 vom 9. April 2024 E. 6.2.3; 2C_159/2023 vom 6. Februar 2024 E. 6.3.1; Urteil der Grossen Kammer des EGMR Jeunesse gegen Niederlande vom 3. Oktober 2014 [Nr. 12738/10] § 108). Angesichts dessen ist es der Familie zuzumuten, den Kontakt inskünftig besuchsweise und mittels moderner Kommunikationsmittel zu pflegen, sollte die Ehefrau dem Beschwerdeführer mit den Kindern nicht in die gemeinsame Heimat folgen wollen. Diesfalls könnten die Kinder in ihrem vertrauten Umfeld bei ihrer Mutter und den Grosseltern mütterlicherseits unter den hiesigen Lebensbedingungen aufwachsen. Bei dieser Ausgangslage ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers Art. 276 (Gegenstand und Umfang der Unterhaltspflicht der Eltern) und Art. 296 (Grundsätze der elterlichen Sorge) ZGB verletzen soll (vgl. zur gemeinsamen elterlichen Sorge: BGE 143 I 21 E. 5.5.4).