Citation: 5A_201/2015 E. 2

Das Obergericht hat in tatsächlicher Hinsicht festgestellt, dass die Pensionierung des Ehemannes rund fünf Jahre zurückliegt und er seine Vorsorge in Rentenform bezieht. Seine bisherigen Rentenbezüge beliefen sich auf Fr. 9'946.--; davon betrug die Überbrückungsrente, welche mit Eintritt ins ordentliche Rentenalter durch die AHV-Rente ersetzt wurde, Fr. 2'210.-- und die BVG-Rente Fr. 7'736.--, wovon Fr. 31.-- als Kosten abgezogen werden. Daraus errechnete das Obergericht einen Barwert von Fr. 1'528'363.80. Sodann errechnete es aus der BVG-Rente der Ehefrau von Fr. 1'728.-- einen Barwert von Fr. 397'716.--. Durch Subtraktion ihres hälftigen Barwertes von seinem hälftigen Barwert bestimmte das Obergericht die angemessene Entschädigung für die Ehefrau auf Fr. 565'323.90. Sodann erwog es, dass der Ehemann nicht über genügend freies Vermögen verfüge, um diese Entschädigung in Form einer Kapitalzahlung zu tilgen, weshalb sie in Rentenform auszurichten sei. Dabei verwies das Obergericht auf BGE 131 III 1 E. 4.3.1 S. 5 und errechnete einen Betrag von Fr. 2'456.-- pro Monat.