Citation: 6B_764/2020 E. 1.4

1.4. Der angefochtene Entscheid betrifft zwei Widerhandlungen gegen das kommunale Polizeireglement von Lupfig sowie weiteren Gemeinden des Kantons Aargau. Dessen § 5 Abs. 1 Satz 1 untersagt jede Störung und Behinderung der polizeilichen Tätigkeit. Laut § 6 dieses Polizeireglements sind den Polizeiorganen im Zusammenhang mit der Verhinderung oder Aufdeckung von Straftaten und zur Abwehr von Gefahren auf Verlangen die Personalien anzugeben und mitgeführte Ausweise vorzulegen. Die Polizei kann nötigenfalls auf andere Weise die Identität feststellen lassen. Zwar überzeugt die vorinstanzliche Feststellung, der Beschwerdeführer sei von der Polizeikontrolle weggelaufen, nicht. Denn selbst laut Strafentscheid des Gemeinderats Lupfig vom 3. Dezember 2018 soll er mehrfach lediglich versucht haben, diese zu verlassen (kant. Akten, act. 5). Die Vorinstanz geht jedoch offensichtlich davon aus, der Beschwerdeführer sei zwar weggelaufen, jedoch zeitnah wieder zurückgekehrt. Auch der Beschwerdeführer selbst schliesst in seiner Beschwerde ausdrücklich nicht aus, dass er sich ein paar Meter wegbewegt habe. Dabei scheint er zu übersehen, dass das Bundesgericht auch die Anwendung und Auslegung kommunalen und kantonalen Rechts nicht frei, sondern nur auf die Verletzung eines verfassungsmässigen Rechts, namentlich auf Willkür, überprüft (vgl. E. 1.3.2 hiervor). Unter Willkürgesichtspunkten und im Ergebnis ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz bereits mehrfache Versuche resp. vorübergehendes Weglaufen als eine vollendete Störung oder Behinderung der polizeilichen Tätigkeit im Sinne von § 5 Abs. 1 Satz 1 des kommunalen Polizeireglements qualifiziert. Laut Strafentscheid und Vorinstanz soll sich der Beschwerdeführer anlässlich der Kontrolle vom 24. Mai 2018 im Weiteren anfänglich geweigert haben, den zwei Polizisten der Regionalpolizei Brugg seine Personalien bekannt zu geben (vgl. kant. Akten, act. 5 und E. 1.2 hiervor). Was der Beschwerdeführer geltend macht, ist nicht geeignet, diese vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung als offensichtlich falsch erscheinen zu lassen. Es trifft zwar zu, dass die korrigierten Angaben auf dem Bussenzettel nicht zwingend auf Falschangaben des Beschwerdeführers zurückzuführen sind. Schon angesichts der Tatsache, dass er anlässlich der Hauptverhandlung vom 1. November 2019 zu Protokoll gab, er habe den Polizisten gesagt, sie sollen mit ihm nach Hause kommen, dort gebe er ihnen die Adresse bekannt und identifiziere sich, verfällt die Vorinstanz aber keineswegs in Willkür, wenn sie gestützt darauf davon ausgeht, er habe sich zumindest vorübergehend geweigert seine Personalien bekannt zu geben. Vor diesem Hintergrund ist keine Willkür im angefochtenen Entscheid belegt und die Vorinstanz durfte in antizipierter Beweiswürdigung ohne Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör des Beschwerdeführers auf eine Anhörung des Zeugen B.________ verzichten.