Citation: 2C_408/2017 E. 4.5.1

4.5.1. Der Beschwerdeführer kam im Alter von sechs Jahren in die Schweiz und lebte im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils seit über 30 Jahren hier. Aufgrund dieser langen Aufenthaltsdauer stellt der Widerruf der Niederlassungsbewilligung zweifellos eine besondere Härte dar. Mit Blick auf die Delinquenz im Betäubungsmittelbereich und die jahrelange Missachtung seiner finanziellen Pflichten drängt sich jedoch der Schluss auf, dass die Länge der Aufenthaltsdauer in keiner Weise mit der sozialen und wirtschaftlichen Integration des Beschwerdeführers korreliert. Sowohl als Privatperson wie auch im Rahmen seiner Geschäftstätigkeiten hat er sich massiv verschuldet. Er behauptet zwar, durchgehend arbeitstätig zu sein und über ein hinreichendes Einkommen zu verfügen. Seine spärlichen Angaben hierzu lassen jedoch keine stabile berufliche Integration bzw. günstige wirtschaftliche Perspektive erkennen. Den Kontakt zu seinem Heimatland Mazedonien hat der Beschwerdeführer nicht abgebrochen. Er spricht die Landessprache und hat dort Verwandte (u.a. die Eltern). Der mit 37 Jahren noch vergleichsweise junge Beschwerdeführer ist in der Lage, sich bei einer Rückkehr ein soziales Umfeld aufzubauen. Die schulischen und beruflichen Kenntnisse, die er sich in der Schweiz aneignen konnte, befähigen ihn dazu, in der Heimat wirtschaftlich Fuss zu fassen. Insgesamt hat es der Beschwerdeführer in der Hand, sich in der Heimat eine neue Existenz aufzubauen, auch wenn dies mit einiger Anstrengung verbunden ist.