Citation: 4P.215/2004 06.01.2005 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführerin führt aus, angesichts der hohen Untermietzinse seien die Investitionen der Beschwerdegegnerin bereits binnen etwa vier Jahren amortisiert gewesen, weshalb der Beschwerdegegnerin überhaupt kein Schaden entstanden sei. Dies zeige, dass die Beschwerdegegnerin, welche die erhöhten Untermietzinse mit dem Amortisationsbedarf der investierten Mittel begründet habe, einen Abschreibungszeitraum von ungefähr drei Jahren vorgesehen habe. Die Annahme des Obergerichts, dass die Beschwerdegegnerin von ihrem Optionsrecht Gebrauch gemacht hätte, sei willkürlich. Der Wegzug der Beschwerdegegnerin sei zudem keine Folge von Mängeln am Mietobjekt, sondern der gescheiterten Expansionsstrategie der Beschwerdegegnerin. Die Beschwerdegegnerin verhalte sich rechtsmissbräuchlich, wenn sie einerseits wegen angeblicher Unbrauchbarkeit des Mietobjekts eine Mietzinsherabsetzung verlange und andererseits von ihren Untermietern den vollen Mietzins beziehe. 4.2 Die Beschwerdeführerin übt wiederum appellatorische Kritik an der Beweiswürdigung des Obergerichts. Sie führt gewisse Indizien an, die ihre Auffassung stützen sollen, wie beispielsweise den Umstand, dass die Beschwerdegegnerin kein Ersatzobjekt in der Nähe des Mietobjekts gesucht habe. In ihren Vorbringen blendet sie aber die Tatsachen weitgehend aus, welche das Obergericht davon überzeugten, dass die Beschwerdegegnerin das Mietobjekt langfristig nutzen wollte, wie namentlich die vertraglich vorgesehene Möglichkeit, einseitig das Mietverhältnis zu verlängern, die Höhe der Investitionen sowie den Umstand, dass die Beschwerdegegnerin das Mietverhältnis nicht vorzeitig aufgelöst und den gesamten Mietzins hinterlegt hat. Ebenso übergeht sie, dass die Untermietverhältnisse gemäss den Feststellungen des Obergerichts nicht während der gesamten Mietdauer bestanden. Gestützt auf diese Tatsachen erscheint der Entscheid des Obergerichts jedenfalls nicht als willkürlich. 4.3 Soweit die Beschwerdeführerin mit staatsrechtlicher Beschwerde geltend machen will, aufgrund der tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid hätte das Obergericht auf ein rechtsmissbräuchliches Verhalten im Sinne von Art. 2 ZGB schliessen müssen, ist sie damit nicht zu hören. Damit rügt sie nämlich eine Verletzung von Bundesrecht, welche im Rahmen der von ihr eingereichten Berufung vorzutragen ist (Art. 84 Abs. 2 OG; BGE 129 I 173 E. 1.1 S. 174; 120 II 384 E. 4a S. 385). Dasselbe gilt, soweit sie ausführt, das Obergericht sei bei der ermessensweisen Schadensschätzung gemäss Art. 42 Abs. 2 OR in Willkür verfallen, da es die erheblichen Einkünfte der Beschwerdegegnerin nicht berücksichtigt habe.