Citation: 6B_672/2021 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer hat die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl anlässlich seiner Einvernahme vom 5. Juni 2019 bestritten und zum Ausdruck gebracht, dass er den Kanton Schwyz als zuständig erachtet (Akten Staatsanwaltschaft act. 3/3 S. 2). Die Staatsanwaltschaft führte das Verfahren fort und hielt insofern konkludent an ihrer Zuständigkeit fest. Der Beschwerdeführer hätte daher an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangen müssen, um einen Entscheid betreffend die Zuständigkeit zu erhalten. Dass er dies gemacht hätte, ist nicht erkennbar. Nachdem die Staatsanwaltschaft dem Beschwerdeführer am 5. Juni 2020 den Abschluss des Verfahrens (Einstellung) angezeigt (Akten Staatsanwaltschaft act. 13/1), der Beschwerdeführer ohne erneute Bestreitung der Zuständigkeit am 22. Juni 2010 Entschädigungs- und Genugtuungsforderungen geltend gemacht (Akten Staatsanwaltschaft act. 13/7) und die Staatsanwaltschaft am 25. September 2020 die Einstellungsverfügung erlassen hat (Akten Obergericht act. 3), kann ein Gerichtsstandsverfahren nicht mehr eingeleitet werden. Mit der Vorinstanz erschliesst sich nicht, inwiefern der Beschwerdeführer in einem Verfahrensstadium, wo lediglich noch Kosten- und Entschädigungsfolgen der Verfahrenseinstellung zur Diskussion stehen, ein aktuelles, rechtlich geschütztes Interesse an der formellen Feststellung der Zuständigkeit haben sollte. Dass ihm in der Einstellungsverfügung die Ausrichtung einer Entschädigung und Genugtuung verweigert wurde, vermag daran nichts zu ändern, zumal die Klärung der örtlichen Zuständigkeit für die noch strittigen Ansprüche ohne Bedeutung ist und der Beschwerdeführer dadurch keine Besserstellung erfährt. Die Vorinstanz ist mangels Legitimation zu Recht auf das entsprechende Begehren nicht eingetreten. Im Übrigen ist ohnehin nicht ersichtlich, weshalb vorliegend die Behörden des Kantons Schwyz zuständig gewesen sein sollten. Die örtliche Zuständigkeit der Strafbehörden bestimmt sich nach den Art. 31-38 StPO. Gemäss Art. 31 StPO sind für die Strafverfolgung und Beurteilung einer Straftat die Behörden des Ortes zuständig, an dem die Tat verübt worden ist. Mit dem angeblich vorschriftswidrigen Parkieren an der U.________ xxx, Zürich (Missachtung eines audienzrichterlichen Verbots), bestand ein örtlicher Anknüpfungspunkt zur Stadt Zürich. Desgleichen gilt bezüglich der im Verlaufe des Verfahrens hinzugekommenen Vorwürfe des Überlassens eines Motorfahrzeugs an eine nicht führungsberechtigte Person und der falschen Anschuldigung. Insofern durften sich die Strafbehörden des Kantons Zürich für die Verfolgung und Beurteilung der dem Beschwerdeführer vorgehaltenen Delikte als örtlich zuständig erachten. Inwiefern nach den genannten Bestimmungen ein örtlicher Anknüpfungspunkt zum Kanton Schwyz bestehen sollte, ist demgegenüber nicht erkennbar und wird vom Beschwerdeführer auch in keiner Weise dargelegt. Im Ergebnis erweist sich die Rüge der Verletzung der StPO, der BV und der EMRK als unbegründet, soweit sie überhaupt den Begründungsanforderungen nach Art. 42 und Art. 106 Abs. 2 BGG genügt.