Citation: 9C_605/2023 E. 6.2

6.2. Anders als in der Beschwerde dargestellt, liess es die Vorinstanz nicht mit der Feststellung bewenden, die Diagnose der zönästhetischen Schizophrenie sei erst 2018 gestellt worden. Vielmehr prüfte sie, ob das ABI-Gutachten vom 5. Januar 2012 oder anderweitige echtzeitliche Akten Hinweise auf eine zönästhetische Schizophrenie und eine diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit im hier interessierenden Zeitraum festhielten, was sie verneinte. Sie bezog zum Einwand, die früheren medizinischen Einschätzungen hätten auf einer "Fehlinterpretation" der Symptome beruht, Stellung, indem sie die echtzeitlichen Akten der Jahre 2010 bis 2012 daraufhin untersuchte, ob sich bereits damals entsprechende Symptome bemerkbar machten. Dabei gelangte sie zum Ergebnis, dass möglicherweise bereits gewisse Anzeichen für die Krankheit vorlagen, diese sich aber - was alleine massgebend sei - nach den Akten nicht bereits augenfällig auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt und eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % bewirkt hätten. Damit nannte sie die Überlegungen, welche sie im Zusammenhang mit der Diagnosestellung als entscheidend erachtete. Dem Anspruch auf rechtliches Gehör (vgl. dazu auch BGE 148 III 30 E. 3.1; 145 III 324 E. 6.1; 142 II 49 E. 9.2) wurde damit Genüge getan.