Citation: 1C_206/2010 04.08.2010 E. 2

Offenbar macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend, indem er dem Verwaltungsgericht vorwirft, es habe willkürlich abgelehnt, eine Verkehrswertschätzung einzuholen. Aufgrund des formellen Charakters des Gehöranspruchs ist diese Rüge vorab zu prüfen. 2.1 Das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt (BGE 124 I 49 E. 3a, 241 E. 2, je mit Hinweisen). Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88 mit Hinweisen). 2.2 Weiter liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 131 I 153 E. 3 S. 157 mit Hinweisen). 2.3 Das Verwaltungsgericht hat in seinem Urteil detailliert aufgezeigt, weshalb es davon abgesehen hat, eine Verkehrswertschätzung einzuholen. Zu Recht hat es in diesem Zusammenhang auch darauf hingewiesen, dass der Regierungsstatthalter zumindest ein Kurzgutachten hätte einholen müssen, wenn er eine Wertverminderung der Liegenschaft in Betracht gezogen hätte. Einzig aus Kostengründen hätte er nicht auf eine Expertise verzichten dürfen (vgl. E. 3.2 des angefochtenen Urteils). Da aber beide Instanzen eine erhebliche Beeinträchtigung der beschwerdeführerischen Liegenschaft verneint haben, erscheint ihr Vorgehen nur konsequent. Sie durften in willkürfreier antizipierter Beweiswürdigung auf zusätzliche Abklärungen verzichten. Ob eine erhebliche Beeinträchtigung indes zu Recht in Abrede gestellt wurde, wird nachfolgend zu prüfen sein.