Citation: 2C_1043/2020 E. B

Mit Schreiben vom 6. November 2014 adressiert an die "B.________ AG" in U.________ fakturierte das Departement für Verkehr, Bau und Umwelt (Dienststelle für Strassen, Verkehr und Flussbau; Sektion Hochwasserschutz Rhone) des Kantons Wallis für die in den Jahren 2009-2013 getätigten Kiesentnahmen einen Betrag von Fr. 1'586'856.35. Dieser Betrag ergab sich aus dem Saldo der Kiesentnahmen von 367'205 m³ à Fr. 5.-- zuzüglich Mehrwertsteuer und abzüglich der Verrechnung eines Betrags von Fr. 395'362.90 für ausgeführte Arbeiten. B.a. Gegen die Rechnung vom 6. November 2014 erhob die "B.________ AG" (auf Briefpapier der A.________ AG, U.________) am 4. Dezember 2014 Einsprache. Nach einem umfangreichen Schriftenwechsel wies das Departement für Mobilität, Raumentwicklung und Umwelt des Kantons Wallis die Einsprache der "B.________ AG" mit Einspracheentscheid vom 14. Februar 2019 ab und forderte die "B.________ AG" auf, die bestrittene Rechnung innert 45 Tagen zu begleichen. Zur Begründung führte es im Wesentlichen aus, nur der Staatsrat könne über einen Erlass der Gebühren befinden. Einen solchen Staatsratsentscheid gebe es nicht. Folglich seien die Kiesentnahmegebühren im Umfang von Fr. 1'586'856.35 geschuldet. B.b. In der Folge erhob die C.________ AG mit Sitz in U.________ gegen den Einspracheentscheid vom 14. Februar 2019 Beschwerde beim Staatsrat. Letzterer wies die Beschwerde mit Entscheid vom 2. April 2020 ab. Er begründete den Entscheid unter anderem damit, die Anschrift auf der Rechnung vom 6. November 2014 sei ungenau. Der C.________ AG sei aus der unpräzisen Unternehmensbezeichnung indes kein Nachteil erwachsen, zumal sie die Verwaltungsbeschwerde fristgerecht eingereicht hätte. In der Sache bestätigte der Staatsrat die Kiesentnahmegebühr von Fr. 1'586'856.35. Der Entscheid vom 2. April 2020 wurde der C.________ AG eröffnet. B.c. Gegen den Staatsratsentscheid vom 2. April 2020 gelangte die A.________ AG mit Sitz in U.________ am 15. Mai 2020 mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Kantonsgericht Wallis. Das Kantonsgericht erwog, der Staatsrat habe seinen Entscheid fälschlicherweise der C.________ AG eröffnet. Der A.________ AG sei dadurch aber kein Rechtsnachteil erwachsen. Das Kantonsgericht trat auf die Beschwerde ein und wies sie mit Urteil vom 9. November 2020 ab. Zur Begründung führte es im Wesentlichen aus, es fehlten Hinweise für eine Abmachung, wonach die Kiesentnahmegebühren erlassen worden seien. Eine solche Abmachung würde überdies am fehlenden Vertrauensschutz scheitern. Soweit Forderungen aus dem Jahr 2009 zu beurteilen seien, läge keine Verjährung vor.