Citation: I 740/05 08.02.2006 E. 2

2.1 Aufgrund der medizinischen Akten steht fest und ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer an einer Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörung, vorwiegend unaufmerksamer Typus (DSM IV 314.00), einem Schlaf-Apnoe-Syndrom (173.660), einer periodischen Hypersomnie (173.650), bei Status nach depressiver Entwicklung mit panikartigen Ängsten (ICD F32.11) und bei zeitweiligen Hinweisen auf eine diskrete bis leichte depressive sowie neurotische Symptomatik leidet (Gutachten der Neurologischen Klinik und Poliklinik, Spital Y.________, vom 26. April 2004; vgl. auch Berichte der Dr. med. R.________ vom 28. April 2002 und des Dr. med. A.________ vom 17. September 2002). Streitig und zu prüfen sind die Auswirkungen dieser gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. 2.2 Die Vorinstanz ging von einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 % in einer angepassten Tätigkeit aus und stützte sich hiefür auf das Gutachten der Neurologischen Klinik und Poliklinik vom 26. April 2004, gemäss welchem bei einer Tätigkeit im technischen Unterhalt eine Arbeitsfähigkeit von 80 bis 85 % und bei einer solchen als Techniker, wo sich die gesundheitlichen Beeinträchtigungen etwas akzentuierter zeigten, eine solche von 80 % (bei einer zeitlichen Einschränkung von 10 %) bestehe. Entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung ist dies nicht zu beanstanden. Denn das Gutachten ist umfassend, beruht auf umfangreichen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, wurde in Kenntnis der Vorakten abgegeben und leuchtet in der Beurteilung der medizinischen Situation ein (BGE 125 V 352 Erw. 3a), weshalb ihm grundsätzlich volle Beweiskraft zukommt. Daran vermögen die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwendungen nichts zu ändern: Ob die Ärzte der Neurologischen Klinik und Poliklinik (Gutachten vom 26. April 2004) und Dr. med. A.________ (Bericht vom 17. September 2002) - wie der Beschwerdeführer geltend machen lässt - unterschiedliche Auffassungen vertreten in der Frage, inwieweit das Fehlen von eindeutigen Hinweisen auf das Bestehen eines ADS bereits in der früheren Kindheit und Primarschulzeit typisch für diese Störung ist, ist nicht entscheidend, gehen doch sowohl die Gutachter der Neurologischen Klinik und Poliklinik als auch Dr. med. A.________ (wie im Übrigen auch Dr. med. R.________) übereinstimmend davon aus, dass ein ADS besteht, und beurteilen sie einzig dessen Auswirkungen unterschiedlich, was indessen mit der Frage nach Hinweisen auf das ADS in früheren Lebensphasen offensichtlich in keinem Zusammenhang steht. Sodann trifft es, entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung, auch nicht zu, dass im Gutachten vom 26. April 2004 aufgrund der durchgeführten Tests eine rein theoretische Wertung abgegeben wurde, welche dem Praxisalltag nicht Rechnung trägt. Vielmehr waren sich die Gutachter bewusst, "dass die Testsituation für Herrn M.________ eine subjektiv interessante bzw. herausfordernde Situation darstellte, die zudem in einem stark strukturierten Setting durchgeführt wurde, was dazu führen kann, dass sich die effektiven Leistungseinschränkungen weniger ausgeprägt zeigen, als in einer natürlichen Alltagsumgebung". Wie aus dem Gutachten hervorgeht, berücksichtigten die Ärzte denn auch für die Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht allein die Ergebnisse ihrer Untersuchungen, sondern auch die anamnestischen Informationen und die Angaben des Zentrum X.________. Gestützt hierauf gaben sie eine differenzierte, auf die Tätigkeit im technischen Unterhalt einerseits und als Techniker anderseits Bezug nehmende Einschätzung ab. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich geltend machen lässt, die Testsituation habe seinem krankheitsbedingten Zuspätkommen nicht Rechnung getragen, ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz die gesundheitlichen Einschränkungen im Bereich des Zeitmanagements und der Organisationsfähigkeit berücksichtigt hat, indem sie im Rahmen des Einkommensvergleichs (dazu Erw. 2.3 nachfolgend) beim Invalideneinkommen von einem Tabellenlohn mit Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) statt 1 (Verrichtung höchst anspruchsvoller und schwierigster Aufgaben) oder 2 (Verrichtung selbstständiger und qualifizierter Arbeiten) ausgegangen ist und zusätzlich einen leidensbedingten Abzug (vgl. dazu BGE 126 V 79 Erw. 5b) von 10 % gewährt hat. 2.3 Nicht zu beanstanden ist sodann, dass die Vorinstanz für die Ermittlung des Invalideneinkommens von einem Monatslohn von Fr. 5880.- brutto bei 40 Wochenstunden gemäss Tabelle A1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2002, Wirtschaftszweig "30-32 Herst. v. el. Geräten u. Einrichtungen, Feinmechanik", Anforderungsniveau 3, ausgegangen ist und ein Jahreseinkommen von brutto Fr. 73'559.- (nach Umrechnung auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden) ermittelt hat, welches sie entsprechend dem Arbeitsfähigkeitsgrad um 20 % und zusätzlich um einen leidensbedingten Abzug von 10 % reduziert hat, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 52'962.- führte. Dieses fiele zwar mit Fr. 52'467.- geringfügig tiefer aus, wenn entsprechend dem in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Standpunkt von einem Einkommen aus dem Sektor Maschinenbau ausgegangen würde (Wirtschaftszweig "29, 34, 35 Maschinen- u. Fahrzeugbau", Anforderungsniveau 3, Fr. 5825.- pro Monat bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden). Stellt man das Invalideneinkommen von Fr. 52'962.- bzw. Fr. 52'467.- dem unbestritten gebliebenen Valideneinkommen von Fr. 83'200.- gegenüber, ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 36 bzw. 37 %, weshalb der Anspruch auf eine Invalidenrente zu verneinen ist.