Citation: 5A_360/2023 E. 3.3

3.3. Das Appellationsgericht hat festgestellt, dass in den sechs Auskunftsbegehren (Verfügung vom 13. September 2021) des Betreibungsamtes jeweils eine Adresse der Schuldnerin bzw. des Schuldners in Basel angegeben wird und es sich dabei um deren Wohnsitz bzw. Sitz handelt. Wenn die Vorinstanz angenommen hat, dass das Betreibungsamt damit in allen sechs Fällen ein konkretes Verdachtsmoment angibt, welches das Vorhandensein einer Geschäftsbeziehung der Schuldner mit der Beschwerdeführerin, welche in Basel physisch präsent und dort ihre Geschäftsaktivitäten entfaltet, als möglich oder wahrscheinlich erscheinen lassen, ist dies nicht zu beanstanden. In jedem der sechs Fälle besteht ein konkreter Anhaltspunkt, der die hinreichende Vermutung begründet, dass sich ein Vermögenswert der Schuldnerin bzw. des Schuldners im Gewahrsam der Beschwerdeführerin befindet oder diese ihrerseits Schuldnerin der Schuldnerin bzw. des Schuldners ist. Von einem wahllosen Anschreiben von Dritten in der Hoffnung auf einen Zufallsfund kann nicht gesprochen werden. Sodann hat das Betreibungsamt bei der Formulierung der Anfrage aufgrund der Natur des Pfändungsverfahrens einen Ermessensspielraum (MÜLLER-CHEN, Die Auskunftspflicht Dritter beim Pfändungs- und Arrestverfahren, BlSchK 2000 S. 209). Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass ein genügend konkretes Auskunftsbegehren vorliegt, steht im Einklang mit der Rechtsprechung. Das Betreibungsamt darf die Beschwerdeführerin anfragen. Insoweit liegt keine Rechtsverletzung vor.