Citation: 9C_48/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Dass der Versicherte beim Gebrauch eines Kniegelenks des Typs "C-Leg 4" anstelle eines solchen des Typs "Genium" unter orthopädischen Gesichtspunkten resp. aufgrund des Zustandes seines linken Beines konkret mit gesundheitlichen Nachteilen hätte rechnen müssen, lässt sich weder den Berichten der behandelnden Ärzte (vgl. insbesondere Berichte des Dr. med. B.________ vom 14. Februar 2020 [worin die Situation betreffend das linke Bein als unauffällig bezeichnet wurde] und des Dr. med. C.________ vom 5. August 2020) noch den Stellungnahmen der RAD-Ärzte (zur Aufgabe des RAD vgl. Art. 59 Abs. 2 und 2bis IVG und Art. 49 IVV [je in der bis Ende 2021 geltenden Fassung]; BGE 135 V 254 E. 3.3.2) vom 19. Januar und 21. Juli 2021 entnehmen. Abgesehen davon, dass es sich bei den RAD-Stellungnahmen mangels eigener Untersuchungen nicht um Berichte im Sinne von Art. 49 Abs. 2 IVV handelt, fehlen in jener vom 19. Januar 2021 Angaben zum linken Bein, während diesbezüglich in jener vom 21. Juli 2021 lediglich die telefonisch bei einem Fachgeschäft für Orthopädietechnik eingeholten Auskünfte zusammengefasst und die Vorzüge des "Genium/Genium X3" im Vergleich zum "C-Leg 4" in allgemeiner Weise dargelegt werden. Die vorinstanzliche Annahme, wonach die Versorgung mit dem "Genium" eher geeignet sein dürfte, eine allfällige Verschlechterung des Zustands des linken Beines zu verlangsamen, kann nicht mit einer konkreten medizinischen Notwendigkeit dafür gleichgesetzt werden.