Citation: 5A_724/2016 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwog, dass es die Beschwerdeführerin im erstinstanzlichen Verfahren unterlassen habe, ihren aktuellen gesundheitlichen Zustand und die daraus angeblich resultierende Erwerbsunfähigkeit mit sachdienlichen Unterlagen glaubhaft darzulegen. Stattdessen habe sie lediglich ein Arztzeugnis ihres Hausarztes eingereicht, auf dem dieser ihr ohne jegliche weitere Begründung in pauschaler Weise für einen Zeitraum von über drei Jahren eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert hatte. Es sei notorisch, dass Zeugnisse von Hausärzten kein entscheidendes Beweismittel betreffend Erwerbsfähigkeiten darstellen würden, da zwischen Hausarzt und Patient ein Vertrauensverhältnis bestehe und ersterer damit nicht neutral sei und auch nicht sein müsse. Der Bericht des Spitals A.________ vom 2. Juni 2016 sei erst oberinstanzlich und damit prozessual verspätet eingereicht worden. Dass sich die Vorinstanz deshalb zur Beurteilung der Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin an den weiteren feststellbaren Faktoren orientiert habe (u.a. keine Klärung im IV-Verfahren, Auftritt der Berufungsklägerin vor Gericht, Schilderungen der Berufungsklägerin zum Tagesablauf, letztmaliger notfallmässiger Klinikaufenthalt), sei nicht zu beanstanden. Dies gelte umso mehr, als die Vorinstanz dem angeblich nach wie vor schlechten Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin, obwohl nicht substaniiert belegt, grosse Beachtung geschenkt habe, indem sie das Arbeitspensum trotz Bejahung der Erwerbsfähigkeit (vorerst) nur auf 25 % festgesetzt habe.