Citation: 6B_355/2021 E. 2.4.4

2.4.4. Von der in der Vergangenheit ausgesprochenen Strafe und der vom Beschwerdeführer erstandenen Untersuchungshaft wäre ein nachhaltiger Warneffekt zu erwarten gewesen. Der Beschwerdeführer liess sich dadurch jedoch nicht beeindrucken und von neuer Delinquenz abhalten. Damit offenbart er eine beachtliche Renitenz und Gleichgültigkeit der schweizerischen Rechtsordnung gegenüber, was legalprognostisch klarerweise als negativ zu bewerten ist. Zwar ist dem Beschwerdeführer zugute zu halten, dass er sich im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils seit dem März 2017 nichts mehr zuschulden kommen liess. Angesichts dessen, dass die vergangene Strafe und die Untersuchungshaft keine hinreichende Schock- und Warnwirkungen zeitigten, ist es jedoch vertretbar, wenn die Vorinstanz diesem Wohlverhalten lediglich untergeordnete Bedeutung zumisst und an der Schlechtprognose festhält. Ob der Beschwerdeführer sich auch in der Zeit nach Erlass des vorinstanzlichen Urteils bewährt hat, kann im Übrigen offen gelassen werden. Sein Verhalten nach Ausfällung des vorinstanzlichen Urteils vom 18. Dezember 2020 ist als echtes Novum im Verfahren vor dem Bundesgericht unbeachtlich (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 143 V 19 E. 1.2; 140 V 543 E. 3.2.2.2; 133 IV 342 E. 2.1 f.; je mit Hinweisen). Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus den von ihm angeführten Urteilen 6B_64/2017 vom 24. November 2017 E. 3.2 und BGE 134 IV 140 E. 5.1. Mit der Erwägung im erstgenannten Bundesgerichtsurteil, wonach "sich der Beschwerdeführer seit über drei Jahren bewährt hat", wird auf die tatsächlichen Ausführungen der Vorinstanz und damit auf den Zeitpunkt des angefochtenen kantonalen Urteils Bezug genommen. Im zweitgenannten BGE 134 IV 140 wird unter E. 4.4 sodann explizit festgehalten, dass für die Beurteilung der Legalprognose die Verhältnisse bis zum Zeitpunkt des Entscheids miteinzubeziehen seien. Entwicklungen nach Ausfällung des angefochtenen kantonalen Urteils sind bei der Prüfung, ob die Vorinstanz den bedingten Strafvollzug zu Recht widerrufen hat, folglich nicht zu berücksichtigen.