Citation: 6B_479/2024 E. 2.5.1

2.5.1. Er trägt vor, gegen ihn seien nur eine Geldstrafe von 105 Tagessätzen zu Fr. 30.-- und eine Busse von Fr. 240.-- wegen versuchter Erpressung, versuchter Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte und sexueller Belästigung ausgesprochen worden. Deshalb sei die Landesverweisung "per se unverhältnismässig". Dies trifft nicht zu. Zunächst übersieht der Beschwerdeführer, dass eine Landesverweisung nach Art. 66a bis StGB keine Mindeststrafe voraussetzt (vgl. hiervor E. 2.2.2). Zudem übergeht er, dass er im schuldunfähigen Zustand zahlreiche weitere Tatbestände erfüllt hat, darunter mehrfach versuchte schwere Körperverletzung. Dies berücksichtigt die Vorinstanz bei ihrer Interessenabwägung genauso wie die Erkenntnisse des psychiatrischen Gutachtens. Daraus leitet sie schlüssig eine reelle Gefahr weiterer Delikte ab, welche die physische, psychische und sexuelle Integrität allfälliger Opfer massiv gefährden würden. Mit diesen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht hinreichend auseinander. Nicht zielführend ist etwa seine Kritik, die Vorinstanz handle die Landesverweisung nur auf fünf Seiten ab. Entgegen seiner Auffassung ist eine konzise Urteilsbegründung zu begrüssen, solange alle wesentlichen Punkte darin Eingang finden. Dies ist vorliegend der Fall.