Citation: 6B_419/2014 E. 1.4

1.4. Der Beschwerdeführer täuschte demnach nicht nur konkludent über seine Zahlungsfähigkeit und seinen Zahlungswillen, sondern machte auch aktiv falsche Angaben. Bei einer erfolgreichen Unternehmung, wie der Beschwerdeführer seine Scheingesellschaft präsentierte, wird in der Regel davon ausgegangen, sie werde Zahlungspflichten im hier zu beurteilenden Rahmen nachkommen, ansonsten sie den Konkurs riskiert. Indem der Beschwerdeführer die Immobiliengesellschaft vorschob, erweckte er bei den Hotels bewusst den Eindruck, die Rechnungsempfängerin sei zahlungsfähig und zahlungswillig. Mittels seiner Inszenierung anlässlich der Buchungen prüfte er zudem, ob ihn die Hotelbetriebe ohne Vorleistung bzw. Garantie beherbergen würden. Durch die fiktive Gesellschaft als Rechnungsempfängerin hielt er diese gezielt davon ab, von ihm eine Anzahlung oder Garantie zu verlangen (vgl. Urteil S. 20). Damit bediente er sich besonderer, Arglist begründender Machenschaften. Dem Hotelpersonal kann nicht zum Vorwurf gemacht werden, es hätte merken müssen, dass die Immobiliengesellschaft in Wirklichkeit nicht existierte. Für dieses war nicht ohne Weiteres erkennbar, dass die Gesellschaft frei erfunden war. Daran ändert entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers nichts, dass die A.________ ohne einen Zusatz (Hinweis auf die Rechtsform) auftrat und auf der Visitenkarte und der Internetseite nur ein Postfach als Adresse sowie eine "bluewin"-E-Mail-Adresse zu finden waren (vgl. Beschwerde S. 8). Ein leichtfertiges Verhalten der Täuschungsopfer, das die besonderen Machenschaften des Beschwerdeführers in den Hintergrund treten lassen könnte, liegt nicht vor. Die Täuschung war damit arglistig.