Citation: 2C_108/2025 E. 7.3.2

7.3.2. Der Beschwerdeführer stützte sich mit der verzögerten Ausstellung des Ersatzreisepapiers und der Luzerner Praxis somit auf potenziell rechtserhebliche neue Umstände. Der Hinweis auf den "Luzerner"-Fall veranlasste die Vorinstanz zudem erst zu ihren vertieften Abklärungen beim SEM. Hinzu kommt, dass es in den vergangenen Jahren Perioden gab, in welchen sich die Ausschaffung nach Tunesien als undurchführbar erwies (vgl. etwa Urteile 2C_712/2022 vom 2. November 2022 lit. A.b; 2C_35/2021 vom 10. Februar 2021 lit. A). Mit Blick auf diese Fallumstände kann der Standpunkt des Beschwerdeführers im kantonalen Verfahren im Zeitpunkt der Einreichung der Beschwerde nicht als geradezu aussichtslos qualifiziert werden. Die Vorinstanz hat das Kriterium der Aussichtslosigkeit zu restriktiv angewendet und damit gegen Art. 29 Abs. 3 BV verstossen.