Citation: 4A_230/2022 E. 10.1.2

10.1.2. Was die Beschwerdeführerin dagegen einwendet, überzeugt nicht. Sie macht geltend, es sei bewiesen, dass bereits zuvor Zweifel an der Seriosität der Geschäfte mit der E.________ AG aufgekommen seien. Die Vorinstanz erwog diesbezüglich, die Beschwerdeführerin mache geltend, mehreren Personen innerhalb der Beschwerdegegnerin seien die Unregelmässigkeiten betreffend die Geschäfte mit der E.________ AG bekannt gewesen; die interne Kontrolle der Beschwerdegegnerin habe versagt. Bei diesen Vorbringen würde es sich um Tatsachenbehauptungen handeln. Die Beschwerdeführerin unterlasse es, anzugeben, ob bzw. an welcher Stelle im erstinstanzlichen Verfahren sie entsprechende Behauptungen aufgestellt habe. Es sei nicht Aufgabe der Berufungsinstanz, in den umfangreichen Akten nach entsprechenden Tatsachenbehauptungen der Beschwerdeführerin zu suchen. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit diesen vorinstanzlichen Ausführungen nicht auseinander. Sie zeigt auch nicht mit Aktenverweis auf, dass sie die entsprechenden Tatsachenbehauptungen bereits im erstinstanzlichen Verfahren prozesskonform geltend gemacht hat. Stattdessen verweist sie auf den K.________-Bericht sowie ein Management Summary. Auch soweit sie erneut auf Feststellungen im FINMA-Bericht hinsichtlich angeblicher Mängel im internen Kontrollsystem und im Risikomanagement der Beschwerdegegnerin verweist, vermag sie nicht durchzudringen (vgl. dazu bereits hiervor E. 4.2.3). Sie übergeht zudem, dass die Vorinstanz explizit festhielt, bei ihrer Feststellung, die Auftragsbestätigungen hätten plump gewirkt, handle es sich um eine ex-post-Betrachtung. Auch ist der Vorinstanz kein widersprüchliches Verhalten vorzuwerfen, wenn sie die Arglist im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB bejahte, den Schadenersatz aufgrund des Selbstverschuldens der Beschwerdegegnerin aber dennoch kürzte.