Citation: 2C_451/2024 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz hat in Anwendung des massgebenden kantonalen Verfahrensrechts und unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erwogen, dass ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und Vertretung nur unter den kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen der Bedürftigkeit des Gesuchstellers und der fehlenden Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels bestehe (vgl. Art. 34 Abs. 1 und 2 des kantonalen Gesetzes vom 4. Dezember 2007 über die Verwaltungsrechtspflege [Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRPG/AG; SAR 271.200]; vgl. auch Art. 29 Abs. 3 BV; vgl. u.a. BGE 142 III 138 E. 5.1; 140 V 521 E. 9.1; 139 III 475 E. 2.2). In Bezug auf den Beschwerdeführer hat das Verwaltungsgericht gestützt auf die unwidersprochene Darstellung der Anwaltskommission zunächst festgehalten, dass ein von ihm gestelltes Gesuch um Anrechnung seiner in den Jahren 1988 bis 1990 im Kanton Bern geleisteten Praktika mit rechtskräftigem Entscheid vom 14. Mai 2009 abgewiesen worden sei, da diese vor Abschluss des Studiums absolviert worden seien. Zudem habe die Anwaltskommission mit rechtskräftigem Entscheid vom 28. November 2012 ein Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers in der gleichen Sache abgewiesen. Sodann hat die Vorinstanz gestützt auf eine summarische Prüfung und unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Praxis (vgl. u.a. BGE 138 I 61 E. 4.3; 136 II 177 E. 2.1) erwogen, dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Gründe keinen Anspruch auf Neubeurteilung seines Gesuchs einräumen würden, sodass die bei ihr erhobene Beschwerde aussichtslos sei, soweit sie sich gegen das Nichteintreten auf das Gesuch um Anrechnung von vor dem Studienabschluss geleisteten Praktika richte. Ebenfalls als aussichtslos hat die Vorinstanz die Beschwerde bezeichnet, soweit damit die Abweisung des Gesuchs um Erlass eines Praktikums angefochten wurde. Dies insbesondere mit der Begründung, dass sich das Erfordernis eines mindestens einjährigen Praktikums, welches nach Abschluss des Studiums zu erfolgen habe, sowohl aus Art. 7 Abs. 1 lit. b und Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2000 über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (Anwaltsgesetz, BGFA; SR 935.61) und somit aus einem Bundesgesetz als auch aus dem kantonalen Recht (§ 15 Abs. 1 lit. c des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte vom 2. November 2004 [EG BGFA/AG; SAR 290.100] i.V.m. § 2 Abs. 1 der Anwaltsverordnung vom 18. Mai 2005 [AnwV/AG; SAR 290.11]) ergebe. Als aussichtslos hat das Verwaltungsgericht schliesslich das bei ihm erhobene Rechtsmittel beurteilt, soweit es sich gegen das Nichteintreten der Anwaltskommission auf das Ausstandsgesuch und die Abweisung des Gesuchs um Bestellung einer anwaltlichen Vertretung richtete.