Citation: 1B_117/2017 E. 3.4

3.4. Aus den Akten geht hervor, dass die X.________ AG bzw. die bei ihr Beschäftigten unaufgefordert eine Vielzahl von Personen angerufen haben, um ihnen vor allem den Verkauf von Aktien beliebt zu machen. Der Beschwerdegegner hat diese Personen als "Drücker" bzw. "Telefondrücker" oder "Drückerkolonnen" bezeichnet. Gemäss der Begriffsdefinition des Duden handelt es sich bei einem "Drücker" um einen umgangssprachlichen Ausdruck für eine Person, die an der Haustüre oder per Telefon etwas zu verkaufen versucht, insbesondere um Abonnenten für Zeitschriften zu gewinnen. Eine "Drückerkolonne" ist umgangssprachlich eine gemeinsam arbeitende, oft straff organisierte buch, 7. Auflage 2014 [Nachdruck], S. 447; der vom Beschwerdeführer zitierte Wikipedia-Eintrag bezieht sich ausschliesslich auf Deutschland und lässt sich aufgrund der unterschiedlichen Rechtslage nicht unbesehen auf die schweizerischen Verhältnisse übertragen). Auch wenn, wie bereits ausgeführt, der Begriff nicht unbedingt positiv konnotiert ist, unterstellt die Bezeichnung als "Drücker" nicht per se eine kriminelle Tätigkeit (vgl. vorn E. 1.3). Das Geschäft lässt sich in der Schweiz auch unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen betreiben (anders als in Deutschland, wo sog. "cold calls", insbesondere Aktienverkäufe via Callcenters, verboten sind). Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, liegt deshalb in der Verwendung des Begriffs weder eine unzulässige Vorverurteilung noch eine unnötige Schikane oder ein unangemessener Ausdruck der Missbilligung des Verhaltens des Beschwerdeführers. Von einer planmässigen Verunglimpfung des Beschwerdeführers durch den Beschwerdegegner kann jedenfalls nicht die Rede sein. Die Zurückhaltung, die der Staatsanwalt oder die Staatsanwältin im Vorverfahren zu wahren haben, bedeutet nicht, dass sie auf jede wertende Aussage zu verzichten haben. Es finden sich auch keine Anhaltspunkte, die dafür sprechen, dass dem Beschwerdegegner die nötige Distanz zur Sache fehlt oder dass er sich von sachfremden Elementen leiten lässt. Dass er den Beschwerdeführer absichtlich habe kränken oder beleidigen wollen ist nicht ersichtlich. Selbst wenn man von einer ungeschickten Formulierung ausginge, erreicht der vom Beschwerdeführer beanstandete Ausdruck nicht die von der Rechtsprechung geforderte Intensität (vgl. Urteil 1B_214/2016 vom 28. Juli 2016 E. 3.4), um daraus eine ausstandsbegründende Antipathie des Beschwerdegegners gegenüber dem Beschwerdeführer abzuleiten. Damit hält der angefochtene Entscheid vor Bundesrecht stand.