Citation: 1C_366/2024 E. 1.2

1.2. Das Bundesstrafgericht hat die Einrede des politischen Delikts eingehend geprüft. Es hat dargelegt, dass sich die verbleibenden Fragen zu den prozessualen Umständen in Ungarn geklärt hätten, nachdem das BJ infolge der Rückweisung der Sache weitere Informationen eingeholt habe. Das Verfahren wegen Missbrauchs geheimer Informationen, das eine politische Dimension hätte haben können, sei demnach schon längst wegen Verjährung eingestellt worden. Auch führte das Bundesstrafgericht aus, es treffe zwar zu, dass sich die ungarischen Behörden geweigert hätten, gewisse Fragen zu beantworten, diese Weigerung beziehe sich jedoch auf einen Vorwurf wegen Erpressung. Diesbezüglich hätten sie ausdrücklich zugesichert, sich an das Spezialitätsprinzip zu halten (vgl. Art. 14 des Europäischen Auslieferungsübereinkommens vom 13. Dezember 1957 [SR 0.353.1]). Der Beschwerdeführer setzt sich mit diesen vorinstanzlichen Ausführungen ebensowenig auseinander wie mit denjenigen zur medizinischen Versorgung von in Ungarn inhaftierten Personen (vgl. dazu E. 5.3.2 des angefochtenen Entscheids, wo auch darauf hingewiesen wird, dass Ungarn gegenüber der Schweiz eine Garantie abgegeben habe, wonach der Beschwerdeführer hinreichend medizinisch versorgt werden würde). Er behauptet pauschal, der Haftbefehl gegen ihn sei gefälscht, er würde höchstwahrscheinlich in Ungarn vor ein ausserordentliches Geheimgericht gestellt werden und schwebe in Lebensgefahr. Seine damit in Zusammenhang stehende Darstellung, er habe für den Geheimdienst gearbeitet und verfüge über eine Festplatte mit Beweisen für diverse Straftaten, die er aufgedeckt habe, hat er jedoch nicht belegt. Insbesondere hat er die Festplatte, die er dem BJ zunächst angeboten hatte, nie vorgelegt. Soweit die Ausführungen des Beschwerdeführers hinreichend nachvollziehbar sind, geben sie keinen Anlass, die vorinstanzliche Beurteilung in Zweifel zu ziehen. Auf den angefochtenen Entscheid kann vollumfänglich verwiesen werden. Ein besonders bedeutender Fall ist zu verneinen.