Citation: I 149/06 06.02.2007 E. 3.3

3.3.1 Im Gutachten des Spitals X.________ vom 20. Juli 2000 wird vorerst der Gesundheitszustand unter Berücksichtigung der beiden Unfallereignisse von 1998 und 1999 beleuchtet. Sodann wird in einer abschliessenden Stellungnahme ausgeführt, die Versicherte könne zwar die zuletzt ausgeübte Tätigkeit einer Aushilfe in einem Gipsergeschäft nicht mehr ausführen, da es sich dabei um eine körperlich mittelschwere bis schwere Arbeit gehandelt habe. Hingegen sei sie in einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit wieder zu 50 % und im Haushalt zu 70 % arbeitsfähig. Im Zeitpunkt der MEDAS-Begutachtung konnte die Versicherte gemäss Expertise vom 12. November 2002 nach wie vor keine körperlich mittelschweren und schweren Tätigkeiten ausüben. Hingegen wurde die Ausübung einer körperlich leichten, wechselbelastenden, vorzugsweise eher sitzenden als stehend-gehenden Tätigkeit nunmehr im Umfang von 70 % als zumutbar erachtet. Die gleiche Restarbeitsfähigkeit wurde für die Führung des Haushaltes bestätigt. Diese Einschätzung gilt gemäss den MEDAS-Fachärzten ab dem Datum ihrer Schlussbesprechung vom 18. September 2002. Die dargelegten fachärztlichen Einschätzungen beruhen auf umfassenden Untersuchungen und berücksichtigen angemessen die geklagten Beschwerden sowie die medizinischen Vorakten. Die Folgerungen der medizinischen Experten in Bezug auf Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit sind für den jeweils massgebenden Zeitpunkt einlässlich und schlüssig, auch in den interdisziplinären Zusammenhängen, begründet. Die Gutachten sind daher mit Verwaltung und Vorinstanz als beweiskräftig (BGE 125 V 352 Erw. 3a) zu betrachten. Es ergibt sich daraus zuverlässig, dass die Arbeitsfähigkeit in adaptierten erwerblichen Tätigkeiten von anfänglich 0 % zunächst auf 50 % und dann auf 70 % angestiegen ist. 3.3.2 Was hiegegen vorgetragen wird, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. Der Umstand, dass das Gutachten des Spitals X.________ vom 20. Juli 2000 durch den Unfallversicherer eingeholt wurde, schliesst nicht aus, dass auch für die Belange der Invalidenversicherung darauf abgestellt wird. Die Fachärzte des Spitals X.________ haben denn auch den Gesundheitszustand und seinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit umfassend beleuchtet und sich nur bei der Beantwortung der unfallversicherungsrechtlich relevanten kausalen Fragen auf die allfälligen Folgen der beiden Unfälle von 1998 und 1999 beschränkt. Entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung wurden sodann sowohl von den Fachärzten des Spitals X.________ als auch von den MEDAS-Fachärzten die geklagten Beschwerden sehr wohl in die abschliessende Beurteilung einbezogen. Alleine der Umstand, dass die Gutachter einem Teil dieser Beschwerden keinen relevanten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zuschreiben, vermag die Zuverlässigkeit ihrer Aussagen nicht in Frage zu stellen. Inhaltliche Widersprüche, welche Zweifel an einem der oder beiden Gutachten zu begründen vermöchten, liegen ebenfalls nicht vor. Der Versicherten kann auch darin nicht gefolgt werden, dass die begutachtenden Ärzte die psychische Problematik falsch interpretiert resp. zu wenig gewichtet hätten. In der Expertise des Spitals X.________ vom 20. Juli 2000 wird eine in ungünstigen psychosozialen Faktoren gründende Schmerzverarbeitungsstörung erwähnt. Im Rahmen der MEDAS-Begutachtung erfolgte dann eine einlässliche psychiatrische Abklärung. Der Experte gelangte zur Auffassung, die Beschwerdeführerin leide an einer reaktiven depressiven Stimmungslage aufgrund massiver finanzieller, sozialer und familiärer Belastungen. Die Arbeitsfähigkeit werde dadurch nicht in relevanter Weise beeinträchtigt (MEDAS-Gutachten vom 12. November 2002). Diese fachärztliche Einschätzung überzeugt, zumal praxisgemäss bei Befunden, welche in den psychosozialen oder soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, ein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden zu verneinen ist (BGE 127 V 299 mit Hinweis). Abweichendes ergibt sich auch nicht aus den von der Beschwerdeführerin hiezu angerufenen Berichten der Ärzte, welche sie somatisch und psychiatrisch behandelt haben. Vorab ist zu beachten, dass Stellungnahmen der behandelnden Ärzte aufgrund deren Vertrauensstellung zum Patienten zurückhaltend zu gewichten sind (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie für den behandelnden Spezialarzt (Urteil S. vom 20. März 2006, I 655/05, Erw. 5.4 mit Hinweisen). Abgesehen davon enthalten die entsprechenden Berichte auch keine Aspekte, welche die überzeugend begründete Einschätzung des psychiatrischen MEDAS-Gutachters ernsthaft in Frage zu stellen vermöchten. Eine höhere Arbeitsunfähigkeit lässt sich jedenfalls auch mit diesen Arztberichten nicht begründen. Es kann im Übrigen auf die einlässliche Darlegung und Würdigung der medizinischen Akten im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. 3.4 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der medizinisch begründeten Arbeitsunfähigkeiten. 3.4.1 Die Vorinstanz ist hiebei weitestgehend dem Vorgehen der Verwaltung gefolgt. Zur Bestimmung des ohne gesundheitliche Beeinträchtigung mutmasslich erzielten Einkommens (Valideneinkommen) rechnete sie den gemäss Bestätigung des Arbeitgebers vom 25. Juli 2001 zuletzt ab Oktober 1998 bezogenen Monatslohn von Fr. 4250.- auf ein Jahr à 12 Monatsbetreffnisse hoch. Den resultierenden Jahreslohn von Fr. 51'000.- passte sie der Nominallohnentwicklung der Frauen bis 2000 und 2002 an. Die sich daraus ergebenden Fr. 52'142.85 resp. Fr. 54'666.65 wurden als Valideneinkommen der Jahre 2000 und 2002 dem Einkommensvergleich zugrunde gelegt. Das trotz invalidisierender Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch erzielbare Einkommen (Invalideneinkommen) setzte das kantonale Gericht mangels einer weiter ausgeübten, die Restarbeitsfähigkeit ausschöpfenden Erwerbstätigkeit der Versicherten anhand statistischer Durchschnittslöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) fest. Dabei rechnete sie für die Jahre 2000 und 2002 jeweils den monatlichen Bruttolohn (Zentralwert bei einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Wochenstunden) der mit einfachen und repetitiven Arbeiten (Anforderungsniveau 4) im gesamten privaten Sektor beschäftigten Frauen auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit um, was bei 12 Monatsbetreffnissen Fr. 45'871.30 im Jahr 2000 und Fr. 47'788.20 im Jahr 2002 ergibt. Von diesen Beträgen nahm die Vorinstanz einen leidensbedingten Abzug von jeweils 10 % vor. Dies führt unter zusätzlicher Berücksichtigung der gegebenen Restarbeitsfähigkeiten von 50 % und 70 % zu einem Invalideneinkommen von Fr. 20'642.10 im Jahr 2000 und von Fr. 30'106.55 im Jahr 2002. Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert (jeweils gerundet, vgl. BGE 130 V 121) ein Invaliditätsgrad von 60 % im Jahr 2000 und von 45 % im Jahr 2002. Das kantonale Gericht hat entsprechend und in Berücksichtigung der Regelung über die zeitliche Wirksamkeit einer Rentenrevision bei Verbesserung der Erwerbsfähigkeit (Art. 88a Abs. 1 IVV) die Herabsetzung des anfänglichen vollen Rentenanspruchs ab Dezember 2000 auf eine halbe Rente (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2003 in Kraft gestandenen Fassung) und ab Dezember 2002 auf eine Viertelsrente (Art. 28 Abs. 1 IVG in der insofern unveränderten Fassung), welche bis Ende 2003 als halbe Härtefallrente auszurichten war (Art. 28 Abs. 1bis IVG, in Kraft gestanden bis Ende 2003), bestätigt. 3.4.2 Die Beschwerdeführerin wendet zunächst ein, der leidensbedingte Abzug vom Invalidenlohn sei auf 25 % festzusetzen. Hiefür ist mit der Vorinstanz kein Anlass zu sehen. Der von der Verwaltung verfügte und im angefochtenen Entscheid bestätigte Abzug von 10 % trägt den lohnrelevanten Faktoren, welche rechtsprechungsgemäss einen Abzug vom anhand von Tabellenlöhnen bestimmten Invalideneinkommen zu begründen vermögen (BGE 126 V 75), angemessen Rechnung. Es kann hiezu auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird weiter vorgebracht, beim Valideneinkommen sei zusätzlich ein 13. Monatslohn zu berücksichtigen. Ob dies gerechtfertigt wäre, was Verwaltung und Vorinstanz verneint haben, kann indessen offen bleiben. Denn selbst bejahendenfalls und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklungen würden die Valideneinkommen lediglich Fr. 56'488.10 (2000) und Fr. 59'222.20 (2002) betragen und die aus dem Vergleich mit den Invalideneinkommen resultierenden Invaliditätsgrade mit (jeweils gerundet) 63 % im Jahr 2000 und 49 % im Jahr 2002 keinen höheren Rentenanspruch verschaffen. Das Vorgehen der Vorinstanz entspricht auch im Übrigen Gesetz und Praxis. Der angefochtene Entscheid ist somit rechtens.