Citation: 4A_476/2024 E. 6.1.1

6.1.1. Die Beschwerdegegnerin behauptete vor der Vorinstanz, das Bauprojekt W.________ habe aus sechs Teilprojekten bestanden und die Parteien hätten gewollt, dass sie für jedes Teilprojekt einen selbständigen Anspruch auf Gewinnbeteiligung habe. Aus den Teilprojekten Landverkauf S.________, Landverkauf T.________, Neubau T.________, Gebäude U.________ und Anbau Parkhaus sei ein Gewinn von Fr. 12'037'050.30 resultiert, weshalb ihr eine Forderung von Fr. 2'600'003.07 zustehe. Die Beschwerdeführerin habe ihr bisher Fr. 345'000.-- bezahlt, weshalb sie Anspruch auf eine Restvergütung von Fr. 2'255'003.07 habe. Zudem habe sie einen Restvergütungsanspruch aus ihrem Projektleitungshonorar für das Gebäude U.________ von Fr. 45'834.70. Die Beschwerdeführerin beanstandete demgegenüber vor der Vorinstanz, die Beschwerdegegnerin habe in krasser Missachtung der Standesregeln ein Dokument vom 23. Juni 2020 eingereicht, das eine Zusammenstellung der Forderungen der Parteien für verschiedene Projekte enthalte. Das Dokument stamme aus Vergleichsverhandlungen, weshalb das Beweismittel gemäss Art. 152 Abs. 2 ZPO nicht verwertet werden dürfe. Für den Fall der Abweisung ihres prozessualen Antrags ersuchte sie die Vorinstanz, ihr eine Frist zur Substanziierung ihrer Forderungen aus dem Projekt W.________ anzusetzen.