Citation: 6B_834/2020 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz resümiert zunächst die Verfahrenshandlungen und die zeitlichen Gegebenheiten (siehe lit. A ff.). Sie erwägt, alleine die Anzahl der Tathandlungen insinuiere ein systematisches Handeln des Beschwerdeführers, weshalb nicht mehr von einem leichten Tatvorwurf gesprochen werden könne. Dass es sich um Übertretungen handle, spreche nicht grundsätzlich gegen einen gewichtigen Tatvorwurf. Beide Gesetze, gegen die der Beschwerdeführer verstossen haben soll, bezweckten den Schutz bzw. den Erhalt der Gesundheit des Menschen. Der Umstand, dass die Höchstbeträge der vorgesehenen Übertretungsbussen wesentlich höher seien als derjenige des allgemeinen Übertretungsstrafrechts, unterstreiche zusätzlich die Erheblichkeit der Tatvorwürfe. Vor diesem Hintergrund sei eine längere Verfahrensdauer nicht a priori zu beanstanden, auch wenn die Komplexität und Schwierigkeit des angeklagten Sachverhalts nicht ausserordentlich erschienen. Wohl sei der Belastung des Beschwerdeführers Rechnung zu tragen. Allerdings vermöge dieser Umstand den erheblichen Tatvorwurf nicht aufzuwiegen, mithin erweise sich die Dauer des vorliegenden Verfahrens für den Beschwerdeführer nicht als schlechterdings unzumutbar. Entgegen dessen Ansicht sei das Strafbedürfnis nicht entfallen, daran ändere auch nichts, dass keine Geschädigten in das Verfahren involviert seien. In der Gesamtbetrachtung ergebe sich, dass das Verfahren, absolut betrachtet, zwar eher lang gedauert habe, jedoch keine von den Behörden erheblich vermeidbaren Verzögerungen aufgetreten seien. Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots liege nicht vor. Anzufügen sei, dass eine Einstellung des Verfahrens als Sanktion einer Verletzung des Beschleunigungsgebots nur in Extremfällen in Betracht komme, wenn die Verfahrensverzögerung dem Betroffenen einen Schaden von aussergewöhnlicher Schwere verursacht habe. Aus den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Umständen lasse sich mangels detaillierter Angaben jedoch nicht herauslesen, dass dies bei ihm der Fall sei. Folglich würde sich eine Verfahrenseinstellung selbst bei Bejahung einer Verletzung des Beschleunigungsgebots nicht rechtfertigen (Urteil S. 13 ff.).