Citation: 9C_93/2015 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung sowie eine Verletzung von Art. 7 Abs. 2 ATSG und Art. 29 Abs. 2 BV. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz bezüglich der Depressionsproblematik einen Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG und bezüglich der somatoformen Schmerzstörung einen Revisionsgrund nach den SchlB IVG geprüft habe. Unklar bleibe, weshalb sich die Frage der Überwindbarkeit lediglich im Umfang von 24 % der Arbeitsunfähigkeit stelle. Auch sei nicht begründet worden, weshalb die depressive Störung als eigenständige Diagnose aufgefasst werde. Namentlich fehle eine Auseinandersetzung mit dem psychiatrischen Medas-Teilgutachten des Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie. Das Gericht habe bezüglich der psycho-sozialen Faktoren lediglich erwähnt, diese seien in den Hintergrund getreten, obwohl seit Jahren erhebliche psycho-soziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren bestünden, die das depressive Zustandsbild unterhielten. Darin liege einer Verletzung der Begründungspflicht. Eine relevante psychische Komorbidität wäre mit Blick auf die erheblichen Ressourcen der Versicherten, welche ihr die Überwindung der Depression ermöglichten, ohnehin zu verneinen. Schliesslich ergebe auch eine Prüfung der sogenannten Förster-Kriterien, dass die Schmerzstörung zumutbarerweise überwunden werden könne. Bei einer Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 70 % resultiere bei einer Qualifikation als vollzeitlich Erwerbstätige ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 19 %.