Citation: 8C_450/2018 E. 5.2

5.2. Sodann kann nicht ausser Acht gelassen werden, dass sich die Einschränkungen der Beschwerdeführerin in ihrer Tätigkeit als Juristin in der Vergangenheit immer wieder zeigten. Gemäss psychiatrischem Gutachten besetzte die Versicherte in 23 Jahren 13 verschiedene Stellen, wobei das Scheitern der diversen temporären Beschäftigungen durch das psychische Störungsbild begründet sei. Desgleichen führte der neuropsychologische Gutachter die bisherigen Schwierigkeiten im Berufsleben auf eine Kombination von Beeinträchtigungen im Rahmen der ADHS und der Psychopathologie zurück. Soweit die Vorinstanz demgegenüber auf zwei langjährige (etwas mehr als 3 resp. 4 Jahre dauernde) Arbeitsverhältnisse verweist und daraus zu schliessen scheint, die Versicherte sei den Anforderungen an eine juristische Tätigkeit gewachsen (gewesen), ist anzumerken, dass sich bei der letzten Arbeitsstelle bereits nach zwei Jahren Schwierigkeiten zeigten, die letztlich in einer Änderungskündigung mündeten (vgl. Änderungskündigung vom 1. Dezember 2014), obwohl die Beschwerdeführerin lediglich in einem 70 %-Pensum angestellt war. Überhaupt leistete die Beschwerdeführerin zwischen 2006 und 2014 nur gerade ein Jahr lang ein Pensum von 100 % und ansonsten mehrheitlich ein Pensum von 50 bis 70 %, wie die Vorinstanz selber feststellte.