Citation: 4A_196/2021 E. 4.2.2

4.2.2. Unbegründet ist die Rüge einer Gehörsverletzung, weil keiner der von ihr im ersten Parteivortrag beantragten Zeugen (D.________, C.________, F.________, G.________ und H.________) vorgeladen worden sei. Die Beschwerdeführerin hält selbst fest, die Zeugen hätten alle nochmals zur Behauptung der Beschwerdegegnerin Stellung nehmen können, die Beschwerdeführerin habe die zweite Schwangerschaft unbedingt gewollt, auch bei erneuter cystischer Fibrose. Alle diese Zeugen hätten wie im Verfahren 2008 das Gegenteil und die Glaubwürdigkeit der Beschwerdeführerin bestätigen können. Damit behauptet sie nicht, dass von der erneuten Befragung der Zeugen neue Erkenntnisse zu erwarten wären. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist insoweit nicht dargetan. Genau besehen ist die Beschwerdeführerin schlicht der Auffassung, mit Blick auf die Aussagen der genannten Zeugen im ersten Verfahren hätte die Vorinstanz zu einem anderen Ergebnis kommen müssen. Das ist eine Frage der Beweiswürdigung. Die Beschwerdeführerin müsste aufzeigen, dass es mit Blick auf die Aussagen dieser Personen im Ergebnis offensichtlich unhaltbar ist, die neu eingereichte Krankengeschichte für echt oder echtzeitlich und inhaltlich zutreffend zu halten. Damit wäre der angefochtene Entscheid auch sachgerecht anfechtbar gewesen (BGE 142 III 433 E. 4.3.2; 141 III 28 E. 3.2.4), so dass auch insoweit die Rüge einer Gehörsverletzung nicht stichhaltig ist.