Citation: 2F_7/2013 E. 2.3

2.3. Eine im ursprünglichen Verfahren nicht vorgebrachte Tatsache bzw. ein damals nicht vorgelegtes Beweismittel kann nur dann Grundlage eines Revisionsgesuchs nach Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG sein, wenn es zum Zeitpunkt des zu revidierenden Entscheids bereits bestand, jedoch nicht beigebracht werden konnte. Dies gilt vorliegend einzig und höchstens für das Foto, welches den Gesuchsteller zusammen mit anderen (unkenntlich gemachten) Personen neben S.P. Thamilselvan zeigt, einer im Jahr 2007 getöteten Persönlichkeit, die zum engeren Führungskreis der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) gehört haben soll. Das Foto soll bei dessen Besuch in der Schweiz, wo er Angehörige der Tamil Youth Organisation Switzerland (TYO), bei welcher der Gesuchsteller aktives Mitglied war, hergestellt worden sein. Anlass zur Revision kann diese Fotografie nur dann geben, wenn sie zum Einen nicht früher beigebracht werden konnte und zum Anderen als entscheidendes Beweismittel erscheint. Das Foto, auf welchem der Gesuchsteller neben einer Führungspersönlichkeit der LTTE zu sehen ist, existiert seit etlichen Jahren, ist doch besagte Persönlichkeit 2007 gestorben. Dass es erst heute produziert wird, begründet der Gesuchsteller damit, dass der Besitzer des Bildes aus Angst vor eigenen Nachteilen nicht bereit gewesen sei, dieses herauszugeben. Seit wann der Gesuchsteller Kenntnis von der Existenz dieses Fotos hat, warum und wann dessen Besitzer seine Befürchtungen überwunden haben soll, wird nicht erläutert; namentlich ist nicht nachvollziehbar, warum die getroffenen Vorsichtsmassnahmen (Anonymisierung der übrigen Personen auf dem Bild) nicht bereits früher möglich gewesen sein sollten. Zudem erwähnt der Gesuchsteller, dass das spätestens 2007 entstandene Dokument auch auf der Homepage der TYO aufgeschaltet worden sei. Er tut nicht in einer den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG genügenden Weise dar, dass dieses Beweismittel nicht früher hätte beigebracht werden können. Der geltend gemachte Revisionsgrund ist schon darum nicht erfüllt. Darüber hinaus käme dem Beweismittel im gesamten Kontext keine entscheidende Bedeutung zu: Bereits dem mit Urteil 2C_695/2012 vom 28. Januar 2013 abgeschlossenen Verfahren lag die Darstellung des Gesuchstellers zugrunde, dass er als aktives Mitglied bei der TYO verschiedene Oppositionelle getroffen habe, welche die Schweiz besuchten, wobei entsprechende Bilder auf der Homepage des Vereins aufgeschaltet worden seien, was für ihn "allenfalls problematisch" werden könne. Inwiefern bei dieser Ausgangslage gerade die nun vorgelegte Fotografie für die Beurteilung der persönlichen Verfolgungssituation zusätzlich bedeutsam sein soll, bleibt unerfindlich.