Citation: 9C_107/2015 E. A

Die am 25. Dezember 1996 geborene A.________ wurde im März 2003 von ihren heutigen Eltern adoptiert. Diese meldeten sie wenig später aufgrund eines psychomotorischen Entwicklungsrückstandes bei der Invalidenversicherung (nachfolgend: IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Bern bewilligte Sonderschulmassnahmen ab 11. März 2003 (Verfügung vom 8. Juli 2003) und bejahteeinen Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren bzw. schweren Grades. Am 29. Juli 2010 ersuchte die behandelnde Psychologin bei der IV um Kostengutsprache für ambulante Psychotherapie als medizinische Massnahme. Zur Begründung gab sie an, bei der Versicherten liege eine tiefe intellektuelle Leistungsfähigkeit bei einer (praktisch bildungsfähigen) geistigen Behinderung mit autistischem Verhalten, Hyperaktivität, Spracherwerbsstörungen und motorischen Stereotypien vor. Die IV-Stelle führte Abklärungen durch und lehnte eine Leistungspflicht mit Verfügung vom 4. März 2011 ab. Am 22. Oktober 2013 wurde A.________ von ihren Eltern wiederum zum Bezug medizinischer Massnahmen (Psychotherapie) angemeldet, da sie an Autismus leide und nicht spreche. Die IV-Stelle konsultierte die behandelnde Kinderärztin sowie den Regionalen Ärztlichen Dienst (nachfolgend: RAD). Gestützt auf dessen Stellungnahme verneinte sie einen Anspruch nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren erneut (Verfügung vom 2. April 2014).