Citation: I 400/05 27.04.2006 E. 3

3.1 Wenige Monate nach dem Verkehrsunfall vom 30. April 2000 hat die Beschwerdeführerin die frühere Erwerbstätigkeit in ihrem Coiffeursalon in beschränktem Umfang wieder aufnehmen können. Gemäss ihren eigenen Angaben beträgt der tägliche Einsatz seither zwei bis drei Stunden, wobei sie die Arbeit über den ganzen Tag verteilen kann. Der Neurologe Dr. med. H.________ attestierte denn am 6. November 2000 auch für die Zeit ab 1. September 2000 eine bis auf weiteres anhaltende 65%ige Arbeitsunfähigkeit, was er am 21. und am 22. März 2002 erneut bestätigte. Der Arzt und Psychoanalytiker Dr. med. M.________ spricht in seinem Bericht vom 13. Februar 2002 ebenfalls von einer in dieser Grössenordnung liegenden Arbeitsunfähigkeit und veranschlagt diese gar auf 70 %. Demgegenüber geht Prof. Dr. med. R.________ von der Klinik X.________ am 13. März 2002 von einer auch halbtags zumutbaren Erwerbstätigkeit sowohl in der bisherigen wie auch in einer andern leidensangepassten Tätigkeit aus. Dies bringt er indessen ohne präzisere Begründung lediglich durch Ankreuzen von bei der entsprechenden Fragestellung der IV-Stelle vorgesehenen Antwortmöglichkeiten zum Ausdruck. Die IV-Stelle ihrerseits nahm bei der Ermittlung des trotz Gesundheitsschädigung realisierbaren Verdienstes (Invalideneinkommen) Bezug auf die von Dr. med. R.________ angekreuzten Antworten und schloss - ebenfalls ohne dies näher zu begründen - auf eine bloss um 50 % reduzierte Leistungsfähigkeit. 3.2 Angesichts der nicht völlig übereinstimmenden ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzungen ist der Auffassung der Beschwerdeführerin zwar grundsätzlich darin beizupflichten, dass eine polydisziplinäre umfassende Begutachtung möglichst in einer Medizinischen Abklärungsstelle der Invalidenversicherung (MEDAS) - wie sie ursprünglich auch von der Verwaltung selbst in Betracht gezogen worden, dann aber doch aus vorliegend nicht näher zu klärenden Gründen unterblieben ist - angezeigt sein und zur Klärung der tatsächlichen Verhältnisse beitragen könnte. Trotz der medizinisch eher dürftigen Aktenlage erübrigt es sich indessen, eine solche anzuordnen. Die Vorinstanz hat eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % angenommen und bei der Festlegung des Invalideneinkommens noch einen Abzug von 20 % zugebilligt, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass gesundheitsbedingt nicht voll einsatzfähige Versicherte in der Regel die für Gesunde geltenden Lohnansätze nicht erhalten. Gesamthaft gesehen hat sie damit der von der Beschwerdeführerin eingehaltenen Arbeitszeit von zwei bis drei Stunden täglich hinreichend Beachtung geschenkt. Selbst wenn der Arbeitsfähigkeitsschätzung des Dr. med. M.________ folgend von der für die Beschwerdeführerin vorteilhaftesten Annahme einer 70 %igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen würde, ergäbe sich im Übrigen kein für die Versicherte günstigeres Resultat.