Citation: 6B_82/2018 E. 4.7

4.7. Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, die Vorinstanz missbrauche ihr Ermessen, indem sie die Verletzung des Beschleunigungsgebots lediglich mit einer Strafminderung von sechs Monaten berücksichtige. Richtigerweise sei die Strafe um mindestens 1¼ Jahre zu mindern. Die Vorinstanz erwägt, zwischen der Rückkehr der beiden Mädchen in die Schweiz (19. April 2011) und deren ersten Einvernahmen (28. Februar 2012) sowie zwischen der letzten Einvernahme (15. Mai 2012) und dem Gutachterauftrag (7. März 2013) sei eine leichte Verletzung des Beschleunigungsgrundsatzes auszumachen. Zu berücksichtigen sei, dass zum Teil Terminabsprachen mit mehreren Anwälten stattzufinden gehabt hätten und deren Stellungnahmen abzuwarten gewesen seien. Das zweite Gutachten sei einzuholen gewesen, weil das erste Gutachten mangelhaft gewesen sei. Diese Verzögerung sei nicht dem Beschwerdeführer zuzurechnen und stelle ebenfalls eine Verletzung des Beschleunigungsgrundsatzes dar. Es rechtfertige sich eine Strafminderung von einem halben Jahr (Urteil E. IV.7 S. 48). Zutreffend ist der Einwand, die Vorinstanz habe die Zeit zwischen der Erstellung des ersten Gutachtens (12. Dezember 2013) und dessen Ergänzung (24. November 2014) nicht berücksichtigt. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine nennenswerte Verzögerung, die das Beschleunigungsgebot verletzt. Zunächst musste die Staatsanwaltschaft die Stellungnahmen der Parteien zum Gutachten abwarten und hat am 10. Juli 2014 die Ergänzung des Gutachtens in Auftrag gegeben (kantonale Akten, act. G/5). Zutreffend ist, dass diese Ergänzung etwas lange dauerte. Wie die Vorinstanz jedoch zu Recht festhält, ist gerichtsnotorisch, dass die Erstellung von (Ergänzungs-) Gutachten Zeit in Anspruch nimmt, was sich nicht verhindern lässt. Das Bundesgericht greift in die Beurteilung der Sanktion für die Verletzung des Beschleunigungsgebots nur ein, wenn das Gericht sein Ermessen über- oder unterschritten oder missbraucht und damit Bundesrecht verletzt hat (BGE 143 IV 373 E. 1.4.1 S. 378 mit Hinweis). Der Beschwerdeführer vermag mit seinen Argumenten nicht darzulegen, dass die Vorinstanz bei ihrem Ermessensentscheid fehlerhaft vorgeht.