Citation: 2C_710/2020 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer bemängelt das Vorgehen der Vorinstanz bei der Ermittlung des Sachverhalts in verschiedener Hinsicht: Indem das Verwaltungsgericht ohne vorgängige Information des Beschwerdeführers die Kantonspolizei unangekündigt bei der Hauswartin habe vorsprechen lassen, habe es den Untersuchungsgrundsatz gemäss § 17 des Gesetzes über die Verwalltungsrechtspflege (des Kantons Aargau) vom 4. Dezember 2007 (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRPG/AG; SAR 271.200) willkürlich gehandhabt. Es sei Aufgabe des Amtes für Migration und Integration, den Sachverhalt bezüglich die Zustellung seiner Verfügung zu untersuchen. Indem das Verwaltungsgericht selbst für das Amt für Migration und Integration Beweise erhoben habe, habe es einseitig Partei für dieses ergriffen und dadurch Art. 9 und 29 BV verletzt. Der Beschwerdeführer sei über die Verfügung vom 4. Mai 2020 betreffend die Anordnung der Befragung der Hauswartin erst nachträglich informiert worden, was ebenfalls eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs darstelle. Dasselbe gelte hinsichtlich der Beiziehung der Migrationsakten der Schwägerin des Beschwerdeführers, welche ebenfalls ohne vorgängige Information des Beschwerdeführers erfolgt sei. Diese seien aus dem Recht zu weisen, wie auch die im Rahmen der geheimen Polizeiaktion eingeholten Unterschriften der Hauswartin.