Citation: 8C_560/2014 E. 5.1

5.1. Wie in der Beschwerde angeführt, finden sich in den Schilderungen der Versicherten über die Geschehnisse der Nacht vom 28. auf den 29. Juli 2011 in Details zwar gewisse Widersprüchlichkeiten. Indessen hat das kantonale Gericht zu Recht festgestellt, dass die wesentlichen Elemente des Ereignisses in sämtlichen, vorwiegend von Drittpersonen aufgezeichneten Schilderungen widerspruchsfrei und kohärent erfolgten. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern die von ihr geschilderten Widersprüchlichkeiten relevant für die Frage sind, ob die Versicherte tatsächlich sexuelle Gewalt in der von ihr konsistent geschilderten Weise erlebt hat. Insbesondere kann aus dem Umstand, dass gemäss gutachterlicher Stellungnahme des Instituts für Rechtsmedizin der Universität F.________ vom 20. November 2011 ein Übergriff forensisch-gynäkologisch weder be- noch widerlegt werden konnte, nicht geschlossen werden, ein solcher sei nicht mittels anderer Beweismittel für die Belange der Sozialversicherung hinreichend zu belegen. Die Vorinstanz durfte aufgrund der vorhandenen Akten den geschilderten Hergang als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der Wirklichkeit entsprechend qualifizieren. Insbesondere durfte sie auch davon absehen, die im Ausland wohnhaften der Tat bezichtigten Männer einzuvernehmen oder einvernehmen zu lassen. Es gibt keinen Anlass anzunehmen, dass diese zur Erhellung des Geschehens beigetragen hätten, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung, ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94) von einer entsprechenden Beweismassnahme abgesehen werden konnte. Davon ging selbst die Beschwerdeführerin in ihrer Verfügung vom 2. April 2012 aus. Sie begründet nicht, weshalb sie eine solche nunmehr für unabdingbar hält. Die Vorinstanz durfte insbesondere angesichts des Zeugnisses verschiedener Ärzte, welche die wesentliche Sachverhaltsdarstellung der Beschwerdegegnerin als "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" als der Wirklichkeit entsprechend geschildert haben (Dr. med. C.________, Facharzt FMH für allgemeine Medizin, Bericht vom 7. Mai 2012; Dr. med. D.________, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, im Bericht vom 18. Mai 2012 und Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH und Dr. phil. G.________, klinischer Psychologe und Supervisor vom medizinischen Zentrum H.________, im Bericht vom 23. Mai 2012), davon ausgehen, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, dass die Beschwerdegegnerin an ihrem Ferienort in der Türkei in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli 2011 Opfer von sexueller Gewalt geworden ist.