Citation: 4P.52/1999 20.01.2000 E. 3.-

a) Nach Ansicht der Beschwerdegegnerin hat die Be- schwerdeführerin schon während des ganzen Verfahrens ver- sucht, den Prozess zu verschleppen. Die auf den Blättern 10 und 11 aufgeführten Posten habe die Beschwerdeführerin erst an der Schlussverhandlung und damit verspätet bestritten. Der Beschwerdeführerin gehe es nur um eine neuerliche Ver- fahrensverzögerung. Die Beschwerdegegnerin hält deshalb die Beschwerde für rechtsmissbräuchlich, weshalb nicht darauf einzutreten sei. b) Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann be- reits das im kantonalen Verfahren an den Tag gelegte Verhal- ten zeigen, dass die Anrufung des Bundesgerichts nicht auf den Schutz berechtigter Interessen abzielt. Rechtsmissbrauch im Sinne von Art. 36a Abs. 2 OG ist anzunehmen, wenn auf- grund des Prozessverhaltens im kantonalen Verfahren ausser Zweifel steht, dass eine Partei mit den ergriffenen Rechts- mitteln ausschliesslich sachfremde Ziele verfolgt und in Wirklichkeit keine Überprüfung des angefochtenen Entscheids anstrebt (BGE 118 II 87 E. 4 S. 89). c) Die Beschwerdegegnerin gesteht selbst zu, dass die Beschwerdeführerin mit ihren Eingaben nicht nur auf Zeitgewinn gespielt hat, sondern versuchte, das Verfahren "in extremis zu ihren Gunsten zu beeinflussen", indem sie neue Experten vorschlug und ausführliche Zusatzfragen vor- brachte. Dass eine Partei versucht, ein für sie ungünstiges Gutachten zu erschüttern und neue Begutachter vorschlägt, stellt keinen Rechtsmissbrauch dar. Ob die Beschwerdeführe- rin ihre Bestreitungen im kantonalen Verfahren verspätet vorgebracht hat, ist im Rahmen der ergriffenen Rechtsmittel zu prüfen. Für die Zulässigkeit des Rechtsmittels selbst ist dieser Punkt nicht ausschlaggebend. In Bezug auf allfällig doppelt verrechnete Leistungen ist der Vorwurf ohnehin unbe- gründet. Es genügt, wenn die Partei einen der doppelt ver- rechneten Posten bestreitet.