Citation: 4A_14/2024 E. 2.2.1

2.2.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, gemäss Art. 20 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1989 über die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih (AVG; SR 823.11) sei das paritätische Organ zwar berechtigt, bei nicht geringfügigen Verstössen Konventionalstrafen auszusprechen, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass eine entsprechende Meldung an das kantonale Arbeitsamt erfolgt sei. Diese Bestimmung habe die Vorinstanz verletzt. Zum einen habe die Beschwerdeführerin in Erfahrung bringen können, dass der Beschwerdegegner keine entsprechende Meldung nach Art. 20 Abs. 2 AVG an das kantonale Arbeitsamt gemacht habe. Zum anderen sei die Konventionalstrafe von der Vorinstanz zu Unrecht wegen geringfügiger Verstösse (konkret: wegen Vorenthaltens von Lohn und wegen Nichtrückbehalts von Ferienguthaben gegenüber den kontrollierten Arbeitnehmern) verhängt worden.