Citation: 7B_11/2022 E. 2.4.3

2.4.3. Die Beschwerdeführerin ist "erstaunt" von der vorinstanzlichen Feststellung, dass der Holzpfosten in 1.5 bis 2 Meter von der Piste entfernt stand. Diese Distanz sei vom Pistenchef bei der polizeilichen Einvernahme angegeben und von der Vorinstanz ohne weitere Prüfung übernommen worden. Auf einer Nahaufnahme sei zu erkennen, dass sich der Holzpfosten "sehr nahe" an der Piste befinde. Damit belegt die Beschwerdeführerin nicht, dass die Vorinstanz willkürlich von einer "klaren Beweislage" ausging oder gewisse Tatsachen willkürlich für "klar erstellt" annahm. Sie zeigt nicht auf, inwiefern die vorinstanzlichen Erwägungen unhaltbar wären, wenn der Holzpfosten etwas näher als angenommen beim Pistenrand gestanden hätte. Denn es bliebe dabei, dass kein erhebliches Längs- oder Quergefälle im Sinne von Ziff. 140 der SBS-Richtlinien zum Holzpfosten hin bestand, welches begünstigt hätte, dass man auch bei vorsichtiger und angepasster Fahrweise in den Holzpfosten rutscht. Vielmehr hätte dem Holzpfosten auf der geraden Strecke auch dann leicht ausgewichen werden können, wenn er näher beim Pistenrand gestanden hätte.