Citation: 4A_200/2020 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz erwog in der Folge, dass es sich aufgrund der Ausführungen zum Stundensatz und aufgrund des maximal erstellbaren Schadens vorliegend erübrige, die von den Parteien ebenfalls thematisierte Grundsatzfrage der genügenden Substanziierung des Schadens, die Frage der Verwendung der SAKE-Tabellen und damit den hypothetischen Zeitaufwand zu prüfen. Die Vorinstanz prüfte in der Folge "der Vollständigkeit halber" dennoch die diesbezüglichen Vorbringen der Beschwerdeführerin. Sie kam zum Ergebnis, dass die Beschwerdeführerin ihrer Substanziierungsobliegenheit nicht hinreichend nachgekommen sei, weshalb auch aus diesem Grund die Klage abzuweisen sei. Die Vorinstanz beurteilte die Frage der Substanziierung damit einzig im Sinne einer Eventualbegründung. Beruht die Begründung der Vorinstanz, wie hier, auf zwei selbstständig tragenden Begründungen, hat die Beschwerdeführerin sich gegen beide Begründungen zu wenden (dazu: BGE 142 III 364 E. 2.4 S. 368; 138 III 728 E. 3.4 S. 735). Diesen Anforderungen kommt die Beschwerdeführerin nach, da sie sich auch gegen die Eventualbegründung der Vorinstanz wendet und sich auf den Standpunkt stellt, sie sei mit ihren Ausführungen der Substanzierungspflicht bei Anwendung der abstrakten Haushaltsschadenberechnungsmethode nachgekommen. Da aber bereits die Haupterwägung der Vorinstanz trägt, ist weder dargetan, noch ersichtlich, worin das Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerin an der Beurteilung der gegen die Eventualerwägung vorgebrachten Rüge bestünde. Auf diese Rüge ist daher nicht einzugehen.