Citation: 8C_422/2023 E. 5.3.2

5.3.2. Die Vorinstanz nimmt gestützt auf die an die Krankentaggeldversicherung gerichtete Schadenmeldung der Stiftung B.________ und die Angaben der Beschwerdeführerin gegenüber Dr. med. F.________ vom 28. April 2022 an, dass die 70%ige Tätigkeit als Pflegeassistentin bis zum 11. Mai 2022 uneingeschränkt ausgeübt worden sei und die Arbeitsunfähigkeitsatteste "zunächst" lediglich für die ("30%ige") Reinigungstätigkeit ausgestellt worden seien. Damit seien bis zum 11. Mai 2022 die Voraussetzungen des Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (durchschnittlich mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres) nicht erfüllt. Wie es sich mit dem Wartejahr verhält, kann aufgrund der lückenhaften medizinischen Aktenlage nicht beantwortet werden. Mit Blick darauf, dass ärztliche Atteste für eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ohne explizite Einschränkung auf eine bestimmte Tätigkeit bereits für die Zeit ab 25. Mai 2021 durchgehend bis 6. Dezember 2022 bzw. 31. Januar 2023 (Arbeitsunfähigkeitszeugnisse des Dr. med. F.________ vom 6. Dezember 2022) und aus psychiatrischer Sicht von 40 % ab 1. November 2021 bis 10. Mai 2022, vom 20. Juni 2022 bis 31. Januar 2023 und von 100 % vom 11. Mai bis 19. Juni 2022 (Arbeitsunfähigkeitsattest des Dr. med. I.________ vom 15. Dezember 2022) vorliegen, steht jedenfalls keineswegs von vornherein fest, dass ein Rentenanspruch schon an der mangelnden Erfüllung des Wartejahres scheitern würde. Zudem steht auch der Anspruch auf berufliche Massnahmen im Raum. Aufschluss werden erst die weiteren medizinischen Abklärungen geben.