Citation: 8C_471/2020 E. 3

Die Vorinstanz erkannte, aufgrund der Umstände (dritte Rahmenfrist für den Leistungsbezug; zu enges Suchprofil; bereits elf Monate andauernde Arbeitslosigkeit) sei eine arbeitsmarktliche Massnahme angezeigt gewesen. Es sei auch nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdeführerin, die zuletzt seit dem Jahr 2000 im Medienbereich gearbeitet habe, einem Trainings- und Coachingzentrum für kaufmännische Stellensuchende zugewiesen worden sei, zumal sie über einen Berufsabschluss im "Bereich Büro" verfüge und sie die Stellensuche auf diesen Bereich habe ausweiten müssen. Weiter stellte das kantonale Gericht fest, die Beschwerdeführerin habe der arbeitsmarktlichen Massnahme schon vor deren Antritt jegliche Sinnhaftigkeit abgesprochen und den Beteiligten ihren Widerwillen klar kommuniziert. Ihre Teilnahme sei von Anbeginn gezeichnet gewesen von Unwillen und der expliziten Äusserung, die Massnahme möge bald enden resp. sie - die Beschwerdeführerin - selbst werde über das Ende befinden. Der Abbruch sei sodann nach sieben absolvierten Tagen (bei einer geplanten Dauer von drei Monaten) erfolgt. Da dem Zentrum C.________ als anerkanntes Praxisunternehmen die Eignung zur Förderung der Vermittlungsfähigkeit kaufmännischer Stellensuchender nicht abzusprechen sei und die Beschwerdeführerin ihre Abneigung gegenüber der Massnahme schon vor Beginn klar zum Ausdruck gebracht habe, sei die Unmöglichkeit der Steigerung der Vermittlungsfähigkeit nicht der arbeitsmarktlichen Massnahme, sondern der Verweigerungshaltung der Beschwerdeführerin anzulasten. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin die RAV-Weisung, die arbeitsmarktliche Massnahme beim Zentrum C.________ zu absolvieren, zu Unrecht und ohne entschuldbaren Grund missachtet habe. Folglich sei die Einstellung in der Anspruchsberechtigung rechtens. Nicht zu beanstanden sei schliesslich die Dauer der Einstellung von 20 Tagen, welche entsprechend dem Raster des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) in der unteren Hälfte des Rahmens für mittelschweres Verschulden festgesetzt worden sei.