Citation: 2P.99/2003 18.08.2003 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführerin macht sinngemäss geltend, die Umwandlung ihres Diploms hätte ihr nicht mit der Begründung verweigert werden dürfen, dass sie keinen Nachdiplomkurs nach 1999 mehr abgeschlossen habe. Im Reglement über die Anerkennung kantonaler Fachhochschuldiplome sei nicht festgehalten, dass die Weiterbildungen nach 1999 hätten erfolgen müssen. Abgesehen davon, dass die Rüge überhaupt nicht begründet wird, ist die Auslegung und Anwendung des massgebenden Konkordatsrechts nicht zu beanstanden. 2.2 Artikel 13 Abs. 1 lit. b des Reglements FH (in der hier anwendbaren Fassung) nennt als Voraussetzung für die Erteilung eines FH-Diploms den "Nachweis einer mindestens 5-jährigen anerkannten Berufspraxis oder den Nachweis eines erfolgreich abgeschlossenen Nachdiplomkurses, mindestens auf Stufe höhere Fachschule, im betreffenden Fachgebiet gemäss den Richtlinien der Anerkennungskommission". Es trifft zwar zu, dass sich aus dem Wortlaut dieser Übergangsbestimmung nicht direkt ergibt, dass die anerkennungsfähige Berufspraxis oder das nötige Nachdiplomstudium nach dem 1. August 1999 absolviert worden sein muss. Die Erziehungsdirektorenkonferenz nennt indessen in ihrer Vernehmlassung (vom 25. Juni 2003) an das Bundesgericht, auf die für die Einzelheiten verwiesen werden kann, gute Gründe für eine solche Auslegung bzw. für ihre dahin gehende Praxis: Der 1. August 1999 entspreche dem Datum des Inkrafttretens des Reglements FH. Der Nachweis, dass rückwirkend anerkannte "ältere" Diplome und aktuelle Fachhochschuldiplome inhaltlich gleichwertig seien, könne nur erbracht werden, wenn die 5-jährige Berufspraxis oder der Nachdiplomabschluss zu einem Zeitpunkt erfolgt sei, als die von der Anerkennungsbehörde definierten Mindestanforderungen an eine Fachhochschulausbildung tatsächlich in Kraft waren, was eben erst ab dem 1. August 1999 der Fall gewesen sei. Das Erfordernis, das Wissen auf Fachhochschulstufe zu aktualisieren, diene der Sicherung der Qualität von Berufsausbildungen. Auch wäre es gegenüber Absolventen regulärer Fachhochschulstudiengängen nicht gerechtfertigt, Titelumwandlungen vorzunehmen aufgrund früherer Berufspraxis oder Nachdiplomkurse, als es noch überhaupt keine Fachhochschulen gegeben habe. Das würde nicht nur eine Rechtsungleichheit, sondern auch eine "Entwertung des Hochschulniveaus" bzw. der "echten" FH-Diplome bedeuten.