Citation: 2C_867/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz begründet ihren Entscheid damit, dass Ziff. 5.1.1 der Vorgaben MEBEKO betreffend nachträglichen Ausschluss von Prüfungsfragen aufgrund einer wesentlichen Diskrepanz zum Niveau der Ausbildungsstufe von einer übergeordneten Bestimmung gedeckt sei und ein taugliches Mittel darstelle, Sinn und Zweck der Prüfung sicherzustellen (angefochtener Entscheid E. 3.4.2). Die für den nachträglichen Ausschluss einer Prüfungsfrage geforderte Diskrepanz zum Niveau der Ausbildungsstufe sei ein sachlicher Grund, der sich nach der Schwierigkeit der Frage bemesse. Diese Bestimmung wiederum sei verfahrensrechtlich in den einschlägigen Regelungen festgelegt. Die Schwierigkeit der Frage ergebe sich aus der Anzahl der Kandidaten, welche die Frage korrekt beantwortet hätten, im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Kandidaten: Hat niemand die Frage richtig beantwortet, ist der Schwierigkeitsgrad 0, haben sie alle richtig beantwortet, ist er 100. Der Ausschluss sei mithin nicht willkürlich erfolgt, sei rechtsgleich vollzogen worden und erweise sich als rechtmässig, da alle reglementarischen Voraussetzungen dafür erfüllt seien. Aus diesem Grund wies die Vorinstanz auch das Editionsbegehren auf Offenlegung der Schwierigkeitsgrade aller 300 Prüfungsfragen ab (angefochtener Entscheid E. 3.5.4).