Citation: 8C_375/2021 E. 4.2.1

4.2.1. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz sodann vor, sie habe aus der im Gutachten festgehaltenen Arbeitsunfähigkeit nicht zumindest einen vorübergehenden Rentenanspruch aufgrund ihrer Schilddrüsenerkrankung abgeleitet. Die gutachterlicherseits attestierte volle Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit vom 13. Juni bis 3. Dezember 2016 beziehe sich lediglich auf die Osteoporose- und nicht auf die Schilddrüsenerkrankung. Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der IV-Stelle habe im Bericht vom 28. März 2019 vielmehr festgehalten, dass mit dem Morbus Basedow (Schilddrüsenerkrankung) ein IV-relevanter Gesundheitsschaden vorliege. Ferner ergebe sich aus der manifesten Osteoporose mit erlittener Deckplattenfraktur LWK 5 am 19. Juni 2018 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis 3. Juli 2018 und anschliessend eine solche im Umfang von 50 % bis 8. August 2018. Diese Einschränkungen hielten über ein Jahr an. Nach Ablauf des Wartejahres bzw. von September 2017 bis 18. Juni 2018 bestehe ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente aufgrund der 50%-igen Arbeitsunfähigkeit sowohl in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit wegen der damaligen Beschwerden hinsichtlich der Schilddrüsenerkrankung. Aufgrund der erlittenen LWK-5-Fraktur am 19. Juni 2018 habe die Beschwerdeführerin von Juni bis Juli 2018 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Vom 3. Juli bis 8. August 2018 sei sie zu 50 % arbeitsfähig gewesen, sodass sie ab August bis November 2018 wiederum Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung habe.