Citation: 8C_411/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz stellte beim Beschwerdeführer eine ausgeprägte subjektive Krankheitsüberzeugung fest. Sie erkannte, dass dieser gegenüber dem orthopädischen Teilgutachter der SMAB AG angegeben habe, er schätze sich als vollständig arbeitsunfähig für jegliche Tätigkeit ein. Bemühungen, beruflich wieder tätig zu werden, beständen nicht und würden auf Nachfrage abgelehnt. Das Gespräch zwischen dem Beschwerdeführer und der Eingliederungsberaterin der IV-Stelle vom 7. Oktober 2021 sei denn auch nicht von ihm verlangt, sondern von der IV-Stelle initiiert worden, die sich aufgrund seines Alters als verpflichtet erachtet habe, ihm Eingliederungsmassnahmen anzubieten. Anlässlich dieses Gesprächs habe die Eingliederungsberaterin keine reelle Motivation für eine Arbeit erkennen können. Dem ausführlichen Protokoll lasse sich ohne Weiteres entnehmen, wie die Eingliederungsberaterin zu dieser Einschätzung gelangt sei. So habe der Beschwerdeführer gemäss deren Angaben bei Fragen zur Arbeit immer wieder auf den Gesundheitszustand und unter anderem auf seine Ärzte verwiesen, die gesagt hätten, er könne nicht mehr arbeiten. Bei konkreten Fragen habe er angegeben, gesundheitsbedingt keine Schritte in Richtung Arbeit machen zu können. Selbst nach einem konkreten Angebot einer Eingliederungsmöglichkeit habe er darauf beharrt, dass er aus seiner Sicht nur an ein bis zwei Tagen pro Woche arbeiten könne. Nachdem er jedoch nicht einmal diese ein bis zwei Tage von vornherein habe festlegen können, sondern diese frei wählen möchte, da Rücksicht auf seine Tagesform respektive seine tagesaktuelle Schmerzsituation zu nehmen sei, erscheine eine erfolgreiche Eingliederung derzeit als unrealistisch. Die Eingliederungsberaterin habe schliesslich berichtet, dass der Beschwerdeführer von der Schwere seiner Einschränkungen so überzeugt sei, dass er das erforderliche Minimum an Einsatzbereitschaft und Motivation für eine aussichtsreiche Eingliederung nicht aufzubringen vermöge. Seine Krankheitsüberzeugung sei derzeit zu stark. Ein relevanter Eingliederungswille sei nicht vorhanden. Das kantonale Gericht stellte im Weiteren fest, es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen einzig an einem geschützten Arbeitsplatz tätig sein könnte. Die IV-Stelle habe daher zu Recht einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung verneint. Mangels subjektiver Eingliederungsfähigkeit bestehe auch kein Anspruch auf andere berufliche Massnahmen.