Citation: 6B_145/2019 E. 1.3.1

1.3.1. Die Anklageschrift vom 11. Juli 2016 schildert sowohl den Ort als auch den Zeitpunkt der Tatbegehung. Der Beschwerdeführer (Jahrgang 1978) lernte die damals 21-jährige Beschwerdegegnerin 2 gemäss der Anklage nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft am 10. April 2015 ev. noch im April 2015, spätestens aber im Mai 2015 kennen. Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, er habe, nachdem es anfänglich noch zu einvernehmlichem Geschlechtsverkehr gekommen sei, bis ca. anfangs Juni 2015 in der Wohnung von D.________ an der E.________-Strasse xxx sowie im Logis im F.________ yyy in Basel ca. 5 bis 8 Mal gegen den Willen der Beschwerdegegnerin 2 den Geschlechtsverkehr an dieser vollzogen. Damit wird der Vergewaltigungsvorwurf in zeitlicher Hinsicht ausreichend präzise umschrieben, da der Tatzeitraum lediglich rund einen Monat umfasst (angefochtenes Urteil S. 11). Nach der Rechtsprechung genügt die Angabe eines bestimmten Tatzeitraums, wenn sich die zeitlichen Verhältnisse nicht exakt rekonstruieren lassen, solange für die beschuldigte Person kein Zweifel besteht, welches Verhalten ihr vorgeworfen wird (Urteil 6B_489/2018 vom 31. Oktober 2018 E. 2.3 mit Hinweis). Dies ist vorliegend der Fall. Bei gehäuften und regelmässigen Delikten wird dem Anklagegrundsatz nach der Rechtsprechung Genüge getan, wenn die Handlungen in zeitlicher und örtlicher Hinsicht lediglich approximativ umschrieben werden. Insbesondere bei Familiendelikten kann nicht erwartet werden, dass über jeden einzelnen Vorfall Buch geführt wird (Urteil 6B_103/2017 vom 21. Juli 2017 E. 1.5.2).