Citation: 1C_173/2022 E. 8.4

8.4. Mit diesen Ausführungen bestreitet die Beschwerdeführerin nicht, dass sich einer der erfassten Unfälle im unmittelbaren Bereich der Zufahrt zu ihrer Privatstrasse ereignete und das Linksabbiegen in diese oder aus dieser Strasse - gleich wie bei der Tankstelle - aufgrund der fehlenden Abbiegespur zu längeren, für die übrigen Verkehrsteilnehmer auf einer Kantonsstrasse überraschenden Rückstaus führen kann. Da solche Staus nach der allgemeinen Lebenserfahrung auf ihrer gesamten Länge zu Auffahrunfällen führen können, durfte die Vorinstanz willkürfrei annehmen, das Verbot dieses Abbiegens durch die gemäss dem neuen Erschliessungsplan verlängerte Sicherheitslinie verhindere Verkehrsstaus und erhöhe daher die Verkehrssicherheit. Zwar kann gemäss der bisherigen Erfahrung in Bereich der Tankstelle nicht ausgeschlossen werden, dass die gemäss dem neuen Erschliessungsplan verlängerte Sicherheitslinie teilweise zum Linksabbiegen in die Privatstrasse der Beschwerdeführerin überfahren wird. Jedoch ist gemäss der allgemeinen Lebenserfahrung zu erwarten, dass die Verlängerung der Sicherheitslinie die Häufigkeit dieses Linksabbiegens und die damit verbundene Unfallgefahr erheblich verringern wird. Demnach erweist sich der neue Erschliessungsplan bzw. die darin vorgesehene Verlängerung der Sicherheitslinie zur Erhöhung der Verkehrssicherheit als zweckmässig. Daran vermag entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin nichts zu ändern, dass das Interesse an der Verhinderung des Linksabbiegens mit der Errichtung einer genügend breiten Abbiegespur entfallen könnte, weil eine solche im fraglichen Bereich, wie weiter oben ausgeführt, nicht realisierbar ist.