Citation: 9C_564/2020 E. 4.2.2

4.2.2. Wie im angefochtenen Entscheid dargelegt, fehlen konkrete Anhaltspunkte, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall mehr verdienen würde als in den rund zehn Jahren ihrer selbstständigen Erwerbstätigkeit als Coiffeuse von Februar 1998 bis Dezember 2008. Die Vorinstanz hat vor allem die erwerbsbiografischen Angaben im Assessmentgespräch vom 2. Februar 2010 berücksichtigt und die nach Beginn der gesundheitlichen Einschränkungen datierenden - daher hier nicht entscheidwesentlichen - Anstellungen in den Jahren 2009 und 2012 gewürdigt (vgl. vorinstanzliche Erwägung 5.1.3). Zudem hat sie verbindlich (E. 1.1) festgestellt, die vollzeitliche selbstständige Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall werde durch die Aussage der Beschwerdeführerin bei der MEDAS-Verlaufsbegutachtung vom 11. April 2016 wie auch anhand der Haushaltsabklärung vom 28. März 2017 bestätigt. Dementsprechend führte die Beschwerdeführerin den MEDAS-Experten gegenüber aus, sie habe als selbstständige Coiffeuse "vor Ort" zu 80 % gearbeitet und die weiteren 20 % für die Administration benötigt. Bei der späteren Haushaltsabklärung bestätigte sie, vor Eintritt des Gesundheitsschadens stets zu 100 % als Selbstständige gearbeitet zu haben, wobei - anders als in der Beschwerde behauptet - sowohl die familiäre Situation als auch das Alter des jüngsten Sohnes (Jahrgang 2000) mit einbezogen waren.