Citation: 1C_274/2021 E. 5.1

5.1. Gemäss § 273 Abs. 1 PBG in der hier gemäss Anhang massgeblichen Fassung (vgl. Abs. 2 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des PBG vom 14. September 2015) gelten als "besondere Gebäude" Bauten, die nicht für den dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmt sind und deren grösste Höhe 4 m, bei Schrägdächern 5 m, nicht übersteigt. Ausgehend von diesem Gesetzeswortlaut können besondere Gebäude nach der Praxis des Verwaltungsgerichts grundsätzlich auch an Hauptgebäude angebaut werden, sofern die kommunale Bau- und Zonenordnung nicht etwas anderes bestimmt. Entscheidend für die Qualifikation einer Baute als "besonderes Gebäude" ist, dass darin keine Räume entstehen, die bei einer objektiven Betrachtungsweise zum dauernden Aufenthalt von Menschen geeignet sind (vgl. Urteil 1C_417/2012 vom 6. Februar 2013 E. 2.2; FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., S. 1109). Bestandteile von Hauptgebäuden, die nicht für den dauernden Aufenthalt von Menschen geeignet sind, dürfen allerdings nicht willkürlich zu besonderen Gebäuden erklärt werden. Um als besondere Gebäude zu gelten, müssen sie in ihrer äusseren Erscheinung und in ihrem räumlichen Verhältnis vom Hauptgebäude abgrenzbar sein. Deshalb wird in der Praxis der kantonalen Behörden in Anlehnung an die zur Abgrenzung zwischen Hauptgebäuden auf der einen und An- und Nebenbauten auf der anderen Seite entwickelte Rechtsprechung eine gewisse konstruktive und architektonische Selbstständigkeit verlangt (vgl. Urteil 1C_417/2012 vom 6. Februar 2013 E. 2.2). Eine solche Selbständigkeit muss sich aus einer Gesamtwürdigung des Bauvorhabens ergeben (vgl. FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., S. 1111). Nach kantonaler Praxis soll sie in der Regel jedoch bereits aufgrund der gegenüber Hauptgebäuden geringeren Höhe zu bejahen sein (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts Zürich VB.2017.00363 vom 1. März 2018 E. 3.2.1; VB.2015.00544 vom 2. März 2016 E. 4.2; FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., S. 1110). Eine funktionale Selbstständigkeit des besonderen Gebäudes wird im Gegensatz zur architektonischen Selbstständigkeit nicht verlangt. (vgl. FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., S. 1111).