Citation: C 123/01 30.07.2001 E. 2

2.- a) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nichts vorgebracht, das die Rechtmässigkeit des vorinstanzlichen Entscheids in Frage zu stellen vermöchte. Damit eine Eingabe überhaupt als - wenn auch unvollständige - Beschwerde mit den entsprechenden Rechtswirkungen betrachtet werden kann, muss darin mindestens erkenntlich der Wille zum Ausdruck gebracht werden, dass der Schreibende als Beschwerdeführer auftreten will. Ist dies nicht der Fall, besteht weder Anlass zur Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (vgl. BGE 117 Ia 131 Erw. 5b) noch zur Überweisung der Eingabe an die (nächsthöhere) zuständige Instanz. Die blosse Kritik an der Verfügung genügt nicht, wenn daraus kein Wille zur Anfechtung bei einer oberen Instanz ersichtlich ist. Ebensowenig war die Verwaltung nach Treu und Glauben verpflichtet, den Beschwerdeführer nach seiner Eingabe vom 11. Juni 1999, welche bei ihr am 15. Juni 1999 einging, vor Ablauf der Rechtsmittelfrist darauf aufmerksam zu machen, dass sie an ihrer Verfügung nach wie vor festhalte. Im Vorgehen der Arbeitslosenkasse ist keine Irreführung des Beschwerdeführers zu erblicken. Denn nach der klaren Mitteilung vom 4. Juni 1999, es werde keine Wiedererwägung vorgenommen, durfte der Beschwerdeführer nicht einfach davon ausgehen, eine solche erfolge nach Einreichung zusätzlicher Unterlagen automatisch. Indem ihm rechtzeitig mitgeteilt worden war, was er zur Wahrung seiner Rechte vorzunehmen habe, waren die Voraussetzungen für ein faires Verfahren hinreichend gewährleistet. Eine zusätzliche, aus einer Garantenstellung abgeleitete Verpflichtung der Verwaltung, vor Fristablauf mitzuteilen, dass sie auf die Verfügung nicht zurückkommen werde, oblag ihr entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung nicht. Die Rüge einer Verletzung verfassungsrechtlicher Verfahrensgarantien (Art. 5 Abs. 3, Art. 9 und Art. 29 BV) erweist sich somit als unbegründet. b) Soweit der Beschwerdeführer schliesslich geltend macht, der angefochtene Entscheid verletze seinen Anspruch auf rechtliches Gehör, indem sich die Vorinstanz mit seinem Einwand nicht auseinandergesetzt habe, wonach die Verwaltung ihm noch vor Ablauf der Rechtsmittelfrist hätte mitteilen müssen, dass sie auch nach Einreichen seiner ergänzenden Unterlagen vom 11. Juni 1999 an ihrer Verfügung festhalte, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Als Bestandteil des verfassungsrechtlichen Gehörsanspruchs (Art. 29 Abs. 2 BV bzw. Art. 4 Abs. 1 aBV [vgl. BGE 126 V 130 Erw. 2a]) soll die Begründungspflicht verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und dem Betroffenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl der Betroffene wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich die Verfügung stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss (BGE 126 I 102 Erw. 2b, 124 V 181 Erw. 1a mit Hinweisen). Diesen Anforderungen genügt der vorinstanzliche Entscheid. Darin wird hinreichend dargetan, dass die Arbeitslosenkasse die Eingabe vom 11. Juni 1999 als Wiedererwägungsgesuch verstehen durfte. Damit bestand für sie kein Anlass für eine erneute Stellungnahme vor Ablauf der Beschwerdefrist.