Citation: C 40/05 25.10.2005 E. 2

2.1 Unbestritten ist, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf eine unzutreffende Auskunft einer Mitarbeiterin des RAV in der irrigen Meinung, sie habe in der ab 1. Februar 2004 beginnenden Folgerahmenfrist erneut Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung, am Beschäftigungsprogramm vom 2. Februar bis 11. März 2004 teilgenommen hat. Ferner ist auch davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin ohne die unzutreffende Auskunft das Beschäftigungsprogramm nicht angetreten hätte. Streitig ist letztlich, ob die Beschwerdegegnerin im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil wieder rückgängig gemacht werden können. Hiezu hielt das kantonale Gericht fest, die Beschwerdegegnerin habe während mehr als fünf Wochen an einem Beschäftigungsprogramm teilgenommen, für das sie ohne die falsche Auskunft nicht aufgeboten worden wäre. Wohl seien ihr die dadurch entstandenen Reise- und Verpflegungskosten ersetzt worden, dies ändere jedoch nichts daran, dass sie während mehr als fünf Wochen in der Lehrwerkstatt X.________ tätig gewesen sei, ohne dafür eine Entschädigung zu erhalten. Auch wenn das Programm dazu diene, den Versicherten eine Tagesstruktur zu bieten, sie im Industriebereich zu qualifizieren, sie bei den Bewerbungen zu unterstützen und ihre Vermittlungsfähigkeit zu steigern, sei doch festzuhalten, dass in diesen Programmen auch handwerkliche Arbeit geleistet werde. So sei die Beschwerdegegnerin in den ersten drei bis vier Wochen in der Produktionsabteilung zugeteilt gewesen, wo sie Lampen hergestellt habe. Dass diese Arbeit nur in Erwartung einer Gegenleistung in Form von Arbeitslosenentschädigung verrichtet werde, sei selbstverständlich. Aus diesem Grund sei es gerechtfertigt, der Beschwerdegegnerin für die Zeit des Beschäftigungsprogramms vom 2. Februar bis 11. März 2004 Arbeitslosenentschädigung zu bezahlen. 2.2 Entscheidend ist nicht, ob die Teilnahme an einem Beschäftigungsprogramm üblicherweise nur gegen Bezahlung von Arbeitslosenentschädigung erfolgt, sondern ob die Beschwerdegegnerin einen nicht wieder gut zu machenden Nachteil erlitten hat. Unbestritten ist, dass sie die Reise- und Verpflegungskosten ersetzt erhalten hat. Darüber hinaus macht sie keine weiteren Auslagen geltend noch sonstige nicht mehr rückgängig zu machende Dispositionen. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, inwiefern die Teilnahme am Beschäftigungsprogramm für das weitere berufliche Fortkommen nachteilig gewesen wäre. Da die Beschwerdegegnerin unbestrittenermassen die Beitragspflicht von einem Jahr für die Folgerahmenfrist nicht erfüllt und die fünfte Voraussetzung des Vertrauensschutzes nach dem Ausgeführten nicht gegeben ist, besteht entgegen der Auffassung des kantonalen Gerichts kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung für die Zeit vom 2. Februar bis 11. März 2004. Daran ändert nichts, dass die im Rahmen des Beschäftigungsprogramms geleistete Tätigkeit im Normalfall in Form von Arbeitslosenentschädigung honoriert wird. Diese erhält die arbeitslose Person nicht als Folge ihrer Tätigkeit, sondern weil sie die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür erfüllt.