Citation: 8C_68/2020 E. 5.1

5.1. Mit der Vorinstanz steht fest, dass die Beschwerdeführerin schon seit 1991 wegen Beeinträchtigungen am linken Handgelenk in ärztlicher Behandlung steht und laut Anamnese gemäss Bericht der Neurologin Dr. med. G.________ vom 20. Januar 2017 bereits vor dem Unfall an beiden Händen ein Carpaltunnelsyndrom (CTS) operativ versorgen lassen musste. Während die am Tag nach dem Unfall erstbehandelnde Hausärztin röntgenologisch am linken Handgelenk keinen Befund zu erheben vermochte, diagnostizierte Dr. med. F.________ basierend auf der MRI-Arthrographie vom 6. Dezember 2016 als unfallbedingte Schädigung einzig eine Kontusion der Handwurzel links mit bone bruises. Ob der "freie Ossikel dorsal der FCU-Sehne" unfallkausal sei, konnte die behandelnde Handchirurgin in ihrem Bericht vom 17. Dezember 2016 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejahen. In ihrer abschliessenden Beurteilung vertrat sie damals die Auffassung, da "keine wichtigen artikulären Strukturen verletzt" seien und die Versicherte jetzt in die Ferien verreise, genüge die Fortsetzung der analgetischen und antiphlogistischen Massnahmen. Wenn danach die Beschwerden persistierten, werde sie eine Exzision des Ossikels empfehlen und eventuell eine Kortison-Infiltration durchführen. Dass entgegen dieser Beurteilung der Handchirurgin vom 17. Dezember 2016 - trotz der angeblich über den 12. Januar 2017 hinaus geklagten Beschwerden - offenbar aus medizinischen Gründen doch keine Indikation zur Exzision des Ossikels bestand, erhellt aus der vorinstanzlichen Eingabe der Beschwerdeführerin vom 2. April 2019. Denn auf den damit zu den Akten gegebenen Aufnahmen des linken Handgelenks vom 29. März 2019 ist nach Angaben der Dr. med. F.________ das im Handgelenk verbliebene Ossikel nach wie vor sichtbar. In zulässiger antizipierter Beweiswürdigung bestand unter den gegebenen Umständen - entgegen der Versicherten - weder für die Suva noch für das kantonale Gericht Veranlassung, den medizinischen Sachverhalt weiter abzuklären. Nicht nur die versicherungsinternen Ärzte, sondern auch die externen Radiologen Dres. med. H.________ und I.________ vermochten auf den bildgebenden Untersuchungsergebnissen der von Dr. med. F.________ veranlassten MRI-Arthrographie vom 6. Dezember 2016 keine Hinweise auf frische posttraumatische Veränderungen zu erkennen. Wie die Vorinstanz zutreffend feststellte, hält einzig die behandelnde Dr. med. F.________ an ihrem Standpunkt fest, wonach die über den 12. Januar 2017 hinaus geklagten Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf unfallkausale Schäden am linken Handgelenk zurückzuführen seien. Zudem ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Haus- und Fachärzte (SVR 2017 IV Nr. 7 S. 19, 9C_793/2015 E. 4.1; 2016 IV Nr. 41 S. 131, 8C_676/2015 E. 6.2; 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.1; Urteil 8C_229/2019 vom 5. Juli 2019 E. 5.1 mit Hinweisen) mitunter im Hinblick auf ihre Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470; 125 V 351 E. 3b/cc S. 353).