Citation: 5A_401/2019 E. 3.1

3.1. Gemäss Art. 50 Abs. 1 des vorliegend einschlägigen Übereinkommens vom 16. September 1988 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (AS 1991 2436; nachfolgend: LugÜ 1988) werden öffentliche Urkunden, die in einem Vertragsstaat aufgenommen und vollstreckbar sind, in einem anderen Vertragsstaat auf Antrag in den Verfahren nach Art. 31 ff. für vollstreckbar erklärt. Gemäss dem Wortlaut von Art. 50 Abs. 1 Satz 2 LugÜ 1988 kann der Antrag nur abgelehnt werden, wenn die Zwangsvollstreckung aus der Urkunde der öffentlichen Ordnung des Vollstreckungsstaates widersprechen würde. Die vorgelegte Urkunde muss die Voraussetzungen für ihre Beweiskraft erfüllen, die in dem Staat, in dem sie aufgenommen wurde, erforderlich sind (Art. 50 Abs. 2 LugÜ 1988).