Citation: 1C_229/2019 E. 5.5

5.5. Der Fokus der Vorinstanz bei der Beurteilung der verkehrsmässigen Erschliessung des Baugrundstücks lag auch auf dem mit Blick auf weitere Bauvorhaben verkehrstechnisch heiklen Knoten Bahnhofstrasse/Schützenhausweg. Wie dem angefochtenen Entscheid und den Akten entnommen werden kann, bereitet bei starkem Verkehr auf der Bahnhofstrasse das Einbiegen vom Schützenhausweg in die Bahnhofstrasse Probleme, insbesondere das Einbiegen nach links in Richtung Kreisel "Acherli". Wie bereits erwähnt, machte die Vorinstanz die Bewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens der Beschwerdegegnerin davon abhängig, dass das vom geplanten Lebensmittelmarkt zusätzlich generierte Verkehrsaufkommen nicht schon für sich allein für eine ungenügende Qualitätsstufe am Knoten Bahnhofstrasse/Schützenhausweg verantwortlich sei. Dieser Ansatz wird von der Beschwerdeführerin nicht substanziiert kritisiert und erscheint mit Blick auf Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG zulässig, zumal für das Gebiet "Riedmattli" eine alternative Erschliessung denkbar wäre und die Kundinnen und Kunden des geplanten Lebensmittelmarkts den Schützenhausweg nicht befahren würden. Ob bei der Ermittlung der Verkehrszahlen auf dem Schützenhausweg das Wegfallen von 26 Mitarbeiterparkplätzen eines in der Nähe gelegenen Industriebetriebs berücksichtigt werden durfte - was die Beschwerdeführerin bestreitet -, ist für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens folglich nicht relevant. Die Leistungsfähigkeit des Knotens Bahnhofstrasse/Schützenhausweg ist abhängig vom Verkehrsaufkommen auf dem Schützenhausweg und der Bahnhofstrasse. Die Menge des Verkehrs auf dem Schützenhausweg wird durch den geplanten Lebensmittelmarkt nicht beeinflusst. Der wegen des umstrittenen Bauvorhabens auf der Bahnhofstrasse zusätzlich generierte Verkehr ist im Verhältnis zum gesamten Verkehr auf der Bahnhofstrasse, wie bereits ausgeführt, gering (vgl. E. 5.4 hiervor). Die tatsächliche Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach der geplante, nicht über den Schützenhausweg erschlossene Lebensmittelmarkt der Beschwerdegegnerin die Leistungsfähigkeit des Knotens Bahnhofstrasse/Schützenhausweg nur wenig beeinflusse, ist nachvollziehbar und damit nicht willkürlich. Die Vorinstanz durfte nach dem Ausgeführten davon ausgehen, das Bauvorhaben der Beschwerdegegnerin führe jedenfalls nicht schon für sich allein zu einer ungenügenden Qualitätsstufe am Knoten Bahnhofstrasse/Schützenhausweg.