Citation: 8C_527/2019 E. 5.2.1

5.2.1. Was der Beschwerdeführer gegen das psychiatrische asim-Teilgutachten der Dr. med. E.________ vorbringt, ist - soweit es sich nicht ohnehin um unzulässige Noven handelt (vgl. dazu E. 2 hiervor) - nicht stichhaltig. Es war für die Vorinstanz ohne Weiteres möglich, gestützt auf die Darlegungen der asim-Psychiaterin anhand der Standardindikatoren (BGE 141 V 281 E. 4.1.3 S. 297 f.) über den Grad der psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit, d.h. vorliegend über deren weitgehendes Fehlen, zu befinden (vgl. Urteil 9C_184/2019 vom 23. April 2019 E. 4.2 mit Hinweis). Dass die psychiatrische Gutachterin lediglich über den Erstbericht der Neuropsychologin/Psychologin lic. phil. F.________, Rehaklinik, vom 22. Juli 2016 verfügte, worin erst ein Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung geäussert worden war, nicht jedoch über die (nach Erstellung des Gutachtens datierenden) Folgeberichte, ist des Weiteren nicht relevant. Denn massgebend für die Belange der Invalidenversicherung ist nicht die Diagnose, sondern entscheidend sind die Auswirkungen des fachärztlich festgestellten Leidens auf die Arbeitsfähigkeit. Diese Auswirkungen erreichen im vorliegenden Fall kein Ausmass, das nach dem 30. Juni 2016 noch einen Invalidenrentenanspruch begründen würde, wie das kantonale Gericht zutreffend dargelegt hat. Aus dem zeitlich nach dem asim-Gutachten erstellten Bericht der Neuropsychologin vom 7. Dezember 2017 lässt sich zwar, wie der Beschwerdeführer geltend macht, die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung entnehmen. Jedoch schätzt sie die Arbeitsfähigkeit aufgrund der psychischen Leiden insgesamt dennoch auf 70 bis 80 % (mit Steigerungspotential nach Abschluss der Traumabehandlung), was nahe bei den gutachtlichen Angaben einer insgesamt 70%igen Arbeitsfähigkeit bis zum Zeitpunkt des Gutachtens und einer anschliessenden 80%igen Arbeitsfähigkeit liegt. Dazu kommt, dass die von Dr. med. E.________ schlüssig begründete Verneinung einer posttraumatischen Belastungsstörung auch vor dem Hintergrund des neueren Berichts der Rehaklinik vom 7. Dezember 2017 keineswegs als offensichtlich überholt beurteilt werden kann. Nichts am fehlenden invalidisierenden Ausmass der Gesundheitssituation ändert auch der Einwand des Beschwerdeführers, er habe sich in den Jahren 2013 und 2014 einer antidepressiven Behandlung unterzogen und er stehe seit Juli 2016 in kontinuierlicher psychologischer Behandlung. Ob die gutachterliche Diagnose eines Alkoholmissbrauchs (ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) fälschlicherweise gestellt wurde, kann - bei ausdrücklicher Verneinung einer Alkoholabhängigkeitserkrankung - mangels Relevanz ebenfalls dahingestellt bleiben. Deshalb durfte das kantonale Gericht willkürfrei von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Beschäftigung ausgehen.