Citation: 4A_115/2014 E. 8.1

8.1. Der Entscheid darüber, ob und in welchem Umfang der Ersatzanspruch des Geschädigten aufgrund einer konstitutionellen Prädisposition (Art. 44 OR) oder aufgrund von Umständen im Sinne von Art. 43 OR zu reduzieren ist, beruht auf richterlichem Ermessen (BGE 131 III 12 E. 4.2; 130 III 182 E. 5.2.2 S. 191; 128 III 390 E. 4.5; 127 III 73 E. 5e S. 80). Bei der Überprüfung solcher Ermessensentscheide auferlegt sich das Bundesgericht Zurückhaltung. Es schreitet nur ein, wenn die Vorinstanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgegangen ist, wenn Tatsachen berücksichtigt wurden, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn umgekehrt Umstände ausser Acht geblieben sind, die zwingend hätten beachtet werden müssen. Ferner wird in derartige Ermessensentscheide eingegriffen, wenn sich diese als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 139 III 214 E. 5.2 S. 215 f.; 138 III 443 E. 2.1.3., 669 E. 3.1 S. 671; 135 III 121 E. 2 S. 123 f.).