Citation: 6B_698/2010 10.01.2011 E. 2

2.1 Die Vorinstanz sieht als rechtsgenüglich bewiesen an, dass der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner für Dritte hörbar gesagt hat: "Härr A.________ sie sind en absolute Nazi! Genau glich schlimm!" (nachstehend: Verbalattacke). Zudem erachtet sie als erwiesen, dass der Beschwerdeführer den Beschwerdegegner angespuckt hat (nachfolgend: Spuckattacke; angefochtener Entscheid, S. 8 f. bzw. 11). 2.2 Die Vorinstanz beurteilt diese beiden Vorfälle und benennt vorgängig sämtliche Beweismittel des Beschwerdegegners und des Beschwerdeführers (angefochtener Entscheid, S. 6 f.). Dabei hält sie einleitend fest, dass nicht von einer von Berufs wegen erhöhten Glaubwürdigkeit der Zeugen ausgegangen werden dürfe, obwohl die als Zeugen angerufenen Polizisten wie auch der Beschwerdeführer und der Zeuge C.________ als Journalisten geschult seien, Wahrnehmungen zu machen und diese später wiederzugeben. Aufgrund der vorliegenden Konstellation sei gar von einer gewissen Voreingenommenheit der drei Polizisten gegenüber dem Beschwerdeführer auszugehen (angefochtener Entscheid, S. 7). 2.3 Bezüglich der Verbalattacke hält die Vorinstanz fest, dass die Schilderung des Zeugen B.________ im Kerngehalt fast völlig mit den Aussagen des Beschwerdegegners übereinstimme. Zudem habe der Zeuge D.________ mitbekommen, dass das Thema des Wortwechsels zwischen den Kontrahenten der Faschismus gewesen sei. Demgegenüber erscheine es weniger überzeugend, dass der Beschwerdeführer während der Verhaftung, als er sich gemäss zahlreichen Aussagen echauffierte und keinen kühlen Kopf bewahrte, lediglich auf der Sachebene - wie von der Verteidigung geschildert - einen Vergleich mit den Zuständen in einer Diktatur hergestellt haben soll (angefochtener Entscheid, S. 8 f.). Betreffend die Spuckattacke lagen der Vorinstanz - neben der Anklage - nur die Aussagen der Zeugen B.________ und E.________ vor, wobei nur der Zeuge B.________ direkt das Spucken beobachtet haben will, während der Zeuge E.________ dies lediglich als Gesprächsthema wahrgenommen hat. Weil der Zeuge E.________ kein Streifenkollege des Beschwerdegegners, nicht an der Verhaftung des Beschwerdeführers beteiligt gewesen und bei ihm zudem kein Motiv für eine Falschaussage ersichtlich sei, stellt die Vorinstanz insbesondere und primär auf die Aussage des Zeugen E.________ ab (angefochtener Entscheid, S. 9 ff.).