Citation: 1C_451/2017 E. 4.7.2

4.7.2. Es ist nicht ersichtlich, weshalb die strittige Anforderung, Antennenanlagen ästhetisch und architektonisch in die bauliche und landschaftliche Umgebung einzupassen, bundesrechtswidrig sein sollte. Die angefochtene Ästhetikklausel belässt den Behörden erheblichen Spielraum im Einzelfall, ist nicht unverhältnismässig und lässt sich bundesrechtskonform auslegen und anwenden. Die Behörden werden dabei namentlich zu berücksichtigen haben, dass eine völlig harmonische Einordnung von Mobilfunkantennen bereits aufgrund von deren technischen Gegebenheiten nur sehr beschränkt möglich ist; allein aus diesem Grund dürfte eine Bewilligung nicht verweigert werden. Durch das Gebot, die Gestaltung an die bauliche und landschaftliche Umgebung anzupassen, besteht sodann ohnehin ein gewisser Konnex zum jeweiligen Zonenzweck, weshalb auch die im Eventualbegehren beantragte Gegeneinschränkung nicht erforderlich erscheint. Eine andere Formulierung von Art. 55 Abs. 7 revBZR wäre zwar denkbar; diese Möglichkeit für sich allein führt aber nicht zur Unzulässigkeit der von der Gemeinde beschlossenen Bestimmung.