Citation: I 112/00 15.03.2001 E. 4

4.- a) Gemäss den Darlegungen im Revisionsgesuch erhielt der Versicherte bereits vor dem Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (vom 25. November 1999) Kenntnis vom Bericht des Dr. med. S.________ vom 9. November 1999. Es ist fraglich, ob diese ärztliche Stellungnahme in Anbetracht der Tatsache, dass der Schriftenwechsel bereits seit dem 2. Juli 1999 abgeschlossen war, dennoch schon im letztinstanzlichen Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren unverzüglich hätte zu den Akten gegeben werden müssen, und das Revisionsgesuch demzufolge unzulässig ist (Art. 137 lit. b e contrario). Wie es sich damit verhält, kann allerdings mit Blick auf die nachfolgenden Ausführungen offen bleiben. b) Im Urteil vom 25. November 1999, gegen welches sich das Revisionsgesuch richtet (vgl. Erw. 1 hievor), hat das Eidgenössische Versicherungsgericht gestützt auf das Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle Zentralschweiz, Luzern (MEDAS), vom 7. Juni 1996 bestätigt, dass sich zwischen den ursprünglichen Verwaltungsakten vom 2. November 1993 und der Revisionsverfügung vom 21. August 1996 der Grad der Arbeitsunfähigkeit im Ergebnis nicht verändert habe. Im neu aufgelegten Überweisungsschreiben vom 1. November 1999 vermutete Dr. med. B.________ zwar eine seit Jahren progrediente ISG-Arthritis rechts, weniger ausgeprägt auch links. Die Beantwortung der Frage, wie weit diese ankylosierende Spondylitis für die Leiden verantwortlich sei, überliess er Dr. med. S.________. Auf Grund der von Dr. med. W.________ am 16. September 1999 angefertigten Röntgenbilder erkannte Dr. med. S.________ am 9. November 1999 eine schwere Iliosakralarthritis beidseits bei Morbus Bechterew und stellte eine vollständige Zerstörung mit starker Sklerose und teilweiser Ankylosierung der betroffenen Gelenke sowie die bereits bekannte Spondylolisthesis L5 und eine Diskopathie L4 bis S1 fest. Nach seiner Ansicht rechtfertigte dieser Gesundheitszustand die Zusprechung einer Vollrente. Eine Aussage darüber, seit wann und in welchem Umfang der Morbus Bechterew einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten habe (zur Aufgabe des Arztes oder der Ärztin bei der Invaliditätsbemessung: BGE 125 V 261 Erw. 4, mit Hinweisen), fehlt jedoch. Anhaltspunkte, welche darauf schliessen liessen, dass die neu entdeckte Krankheit bereits zum Zeitpunkt der Revisionsverfügung vom 21. August 1996, welcher rechtsprechungsgemäss die Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen), neben den bereits bekannten Leiden einen zusätzlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ausgeübt hätte, lassen sich den im vorliegenden Verfahren eingereichten ärztlichen Berichten nicht entnehmen. Selbst wenn weitere medizinische Abklärungen ergeben sollten, dass die Krankheit schon im August 1996 ausgebrochen war, müsste davon ausgegangen werden, dass die auf den Morbus Bechterew zurückgehenden Einschränkungen im umfassenden und schlüssigen MEDAS-Gutachten vom 7. Juni 1996 Berücksichtigung fanden. Der allfällige Umstand, dass die Fachpersonen dadurch verursachte Leiden auf andere krankhafte Veränderungen zurückführten, vermag die Aussagekraft ihrer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden, alle geklagten Beschwerden beachtenden Stellungnahme zur Restarbeitsfähigkeit nicht zu schmälern. Die am 9. November 1999 erstmals diagnostizierte schwere Iliosakralarthritis beidseits bei Morbus Bechterew bildet deshalb keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 137 lit. b OG. Eine nach dem Erlass der Revisionsverfügung vom 21. August 1996 eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes wäre durch eine Neuanmeldung bei der IV-Stelle geltend zu machen. Sie kann im vorliegenden Verfahren nicht berücksichtigt werden.