Citation: 6B_1326/2023 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen den Schuldspruch der groben Verletzung der Verkehrsregeln und wirft der Vorinstanz eine willkürliche Beweiswürdigung sowie die Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" vor. Er bestreitet nicht, dass der Lenker des betreffenden Fahrzeugs zum fraglichen Zeitpunkt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um 37 km/h überschritten hat. Indessen stellt er in Abrede, das Fahrzeug gelenkt zu haben. Er macht geltend, zur relevanten Zeit sei er mit seiner Ex-Ehefrau und deren Ehepartner in Ischgl gewesen. Das fragliche Fahrzeug werde von weiteren Personen benutzt. Entgegen der vorinstanzlichen Feststellung habe er glaubhaft ausgesagt, als Lenker komme wegen der äusserlichen Ähnlichkeit insbesondere der Bruder seiner Ex-Freundin in Frage. Die Vorinstanz verkenne sodann, dass das Radarfoto einzig eine Tendenz bezüglich einer Ähnlichkeit mit ihm zeige. Insbesondere spreche es für sich, dass das Forensische Institut Zürich (FOR) dem Radarfoto eine "schlechte Qualität" attestiere und betone, dass keine morphologische Analyse erfolgt sei, weshalb bloss das Fehlen von identitätsausschliessenden Merkmalen habe ermittelt werden können. Ausserdem werfe ihm die Vorinstanz vor, dass er zwecks Vergleichs mit dem Radarbild kein Bildmaterial vom Bruder seiner Ex-Freundin eingereicht habe. Damit verlange sie von ihm de facto, dass er seine Unschuld beweise (Beschwerde S. 3 und S. 5 ff.). Weiter rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz verletze auch seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) und stelle den Sachverhalt willkürlich fest, indem sie die von ihm beantragten Zeugeneinvernahmen in unzulässiger antizipierter Beweiswürdigung nicht vornehme (Beschwerde S. 7 f.).