Citation: 9C_691/2019 E. 4.4

4.4. An der Sache vorbei zielt die Rüge, die Vorinstanz habe die Sprachenfreiheit gemäss Art. 18 BV verletzt, weil der Beschwerdeführer ohne Gebärdendolmetscher nur mit einem kleinen Kreis an Personen in seiner Familie, seinem unmittelbaren Umfeld sowie am Arbeitsplatz kommunizieren könne. Ob der sachliche Schutzbereich von Art. 18 BV die Gebärdensprache überhaupt umfasst, kann hier offen bleiben (bejahend jedenfalls Jörg Paul Müller/Markus Schefer, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl. 2008, S. 293 mit Hinweis auf weitere Autoren). So oder anders garantiert der einzig angerufene private Bereich der Sprachenfreiheit (vgl. dazu Urteil 2C_291/2014 vom 15. Dezember 2017 E. 4.1, nicht publ. in: BGE 141 I 36; BGE 139 I 229 E. 5.4 S. 234) wohl das Recht, die Muttersprache oder eine andere Sprache nach Wahl zu benützen; eine Garantie, dass die Mitmenschen das Gesagte (allenfalls mit Hilfe eines Dolmetschers) auch tatsächlich verstehen, lässt sich daraus aber nicht ableiten. Es ist auch weder ersichtlich noch substanziiert dargetan (vgl. E. 1.1 hievor), inwiefern die ebenfalls angerufenen Art. 13 Abs. 1 und Art. 14 BV derlei garantierten.