Citation: 2C_784/2014 E. 4.3

4.3. Die nicht im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Tatsachen und Beweismittel wie auch die erst nach Erlass des vorinstanzlichen Urteils eingetretenen Sachverhaltselemente sind vom Novenausschluss von Art. 99 Abs. 1 BGG erfasst, weshalb die erstmals eingereichten Beweismittel nicht abgenommen werden können (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123; 133 IV 342 E. 2.1 S. 344) und die Interessenabwägung gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK gestützt auf die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung durchzuführen ist. Die begangenen Rechtsgutsverletzungen und das Verschulden des Beschwerdeführers wiegen schwer, hat er doch mit den Zuwiderhandlungen gegen das BetmG, für welche er in den Jahren 1996 zu einer Strafe von vierzehn Monaten Haft und 2013 zu achtzehn Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden ist, die Gesundheit vieler Menschen gefährdet, was er gewusst oder zumindest in Kauf genommen habe. Diese schwere Rechtsgutsverletzung, sein Verschulden und die 72 offenen Verlustscheine im Umfang von Fr. 78'712.-- sowie die Unterstützung mit Sozialhilfe begründen ein gewichtiges öffentliches Interesse an seiner Ausreise. Dieses öffentliche Interesse an seiner Fernhaltung vermag jedoch sein privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz angesichts des Umstandes, dass der Beschwerdeführer hier geboren sowie familiär und sozial ausschliesslich hier verwurzelt ist, nicht zu überwiegen. Zu Gunsten des Beschwerdeführers ist zu berücksichtigen, dass er seine Schulen und seine Ausbildung zum Automechaniker hier absolviert hat. Er hat gearbeitet und trotz des beträchtlichen Werts des Heroins keinen finanziellen Vorteil aus dessen Weitergabe gezogen. Massgeblich ins Gewicht fällt weiter, dass seine vierjährige Tochter in der Schweiz lebt und die Beziehung zu ihr im Falle einer Wegweisung nur noch sehr beschränkt gelebt werden könnte. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers erweist sich angesichts der besonderen Zurückhaltung, die bei Angehörigen der zweiten Generation zu befolgen ist, als unverhältnismässig.