Citation: 4C.151/2001 23.10.2001 E. A

A.- Die A.________ Establishment (nachfolgend: die Klägerin) war langjährige Kundin der Bank Y.________. Die Klägerin, für welche insbesondere B.________ handelte, wurde seitens der Bank Y.________ von C.________ betreut. Ursprünglich unterhielt die Klägerin bei der Bank Y.________ unter anderem ein Wertschriftendepot. Am 13. Dezember 1990 schloss die Klägerin mit der Bank Y.________ einen Vermögensverwaltungsvertrag. Grund für die Umwandlung des Depot- in einen Vermögensverwaltungsvertrag war der Umstand, dass die Eheleute B.________ auf eine Weltumsegelung gingen und daher mehrere Jahre abwesend waren. Im vorgedruckten Formular "Verwaltungsauftrag an die Bank" wurde in Ziff. 4 "Weitere Bestimmung" folgende Vereinbarung getroffen: "Nur Treuhandgelder und verrechnungssteuerfreie SFr.- und FW-Obligationen. " In Bezug auf diesen Vermögensverwaltungsvertrag wurde am 31. März/2. April 1996 auf einem neuen Vertragsformular unter Ziff. 4 "Weitere Bestimmung" folgende Präzisierung angebracht: "Nur verrechnungsssteuerfreie Geldmarktanlagen und SFr.- sowie FW-Obligationen mindestens 20% DEM- Obligationen.. " Per 1. Januar 1997 fusionierten die Bank X.________ (nachfolgend: die Beklagte) und die Bank Y.________. Neu wurde die Klägerin seitens der Bank X.________ von D.________ betreut. Anlässlich einer Besprechung vom 11. Februar 1998 schlossen die Klägerin und die Beklagte eine neue Vereinbarung, den "Zusatzvertrag 1 Vermögensverwaltungsauftrag". Gleichzeitig wurde ein Anlageprofil definiert. Auf dem entsprechenden vorgedruckten Formular der Beklagten, auf welchem für gemischte Portefeuilles zwischen "Einkommensorientiert" (unterdurchschnittliche Risikobereitschaft), "Ausgewogen" (durchschnittliche Risikobereitschaft) und "Kapitalgewinnorientiert" (überdurchschnittliche Risikobereitschaft) gewählt werden konnte, hat die Klägerin die Anlagekategorie "Einkommensorientiert" gewählt. Weiter wurden auf diesem Formular die Vermerke "1998: 6-8% Ziel! (mit Smiley)" und "200-300'000 etwas mehr Risiko Fakultativ" angebracht. Schliesslich wurde dem Anlageprofil die Bemerkungen "Vst freie Anlagen" beigefügt. In einem Nachtrag vom 14. April 1998 vereinbarten die Parteien, dass die Korrespondenz an Herrn E.________ zu senden sei. Am 28. September 1998 ersuchte B.________ die Beklagten, einen Detailausdruck des Wertpapierkontos der Klägerin mit dem aktuellen Konto- bzw. Kursstand zuzustellen und zu Kontrollzwecken die provisorische Performance zu ermitteln. Nachdem die Beklagte am 12. Oktober 1998 den Stand und den Bruttoerfolg per 30. September 1998 mitgeteilt hatte, kündigte die Klägerin mit Fax vom 16. Oktober 1998 den Vermögensverwaltungsvertrag mit sofortiger Wirkung und stellte unter anderem Schadenersatzansprüche in Aussicht. Mit Fax vom 20. Oktober 1998 stellte die Beklagte eine Prüfung der geltend gemachten Ansprüche in Aussicht und erklärte, dass der Vermögensverwaltungsvertrag sistiert worden sei.