Citation: 2C_746/2022 E. 5

Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, dass die Voraussetzungen für die Vornahme einer Ermessensveranlagung nicht gegeben gewesen seien. Sie habe davon ausgehen dürfen, dass die Mahnungen im Zuge der vereinbarten Fristerstreckungen als zurückgezogen galten. Auch dieses Vorbringen ist offensichtlich unbegründet. Aufgrund des Sachverhalts, wie ihn die Vorinstanz für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), bestand für die Beschwerdeführerin keinerlei Grund zur Annahme, die Mahnungen seien zurückgezogen gewesen. Sie durfte nicht damit rechnen, vor der Vornahme einer Ermessensveranlagung erneut gemahnt zu werden. Damit waren die Voraussetzungen für die Vornahme von Ermessensveranlagungen offensichtlich gegeben.