Citation: 8C_106/2024 E. 3.2.7

3.2.7. 3.2.7.1. Sodann berechnete die Vorinstanz den Invaliditätsgrad nach der Formel (T1 x B1 x s1 + T2 x B2 x s2) : (T1 x s1 x T2 x s2). Dabei entspricht T dem Anteil der entsprechenden Tätigkeit an der Gesamttätigkeit (T1 + T2 = 100 %), B der Arbeitsunfähigkeit im jeweiligen Bereich des Geschäftes in Prozenten und s dem Stundenlohnansatz resp. den Bruttomonats- oder Bruttojahreslöhnen für den betreffenden Bereich (vgl. BGE 128 V 29 E. 4c; Urteil 8C_126/2015 vom 18. Juni 2015 E. 4.2.2). Konkret berücksichtigte die Vorinstanz 6 Tätigkeitsbereiche, was folgende Berechnung ergibt: (T1 x B1 x s1 + T2 x B2 x s2 + T3 x B3 x s3 + T4 x B4 x s4 + T5 x B5 x s5 + T6 x B6 x s6) : (T1 x s1 + T2 x s2 + T3 x s3 + T4 x s4 + T5 x s5 + T6 x s6). Dabei ging sie von folgenden Werten aus: (55 % x 30 % x Fr. 4302.- + 20 % x 30 % x Fr. 3'927.- + 10 % x 30 % x Fr. 4'302.- + 5 % x 30 % x Fr. 3'927.- + 5 % x 100 % x Fr. 4'947.- + 5 % x 30 % x Fr. 3'927.-) : (55 % x Fr. 4'302.- + 20 % x Fr. 3'927.- + 10 % x Fr. 4'302.- + 5 % x Fr. 3'927.- + 5 % x Fr. 4'947.- + 5 % x Fr. 3'927.-). 3.2.7.2. Die Beschwerdeführerin bringt vor, der Tätigkeitsbereich T3 "Bestellungen/Vertretertermine" könne entgegen dem angefochtenen Urteil nicht dem Kompetenzniveau 2 zugewiesen werden. Die Vorinstanz hätte deshalb - gleich wie im Teilbereich T5 "Büroarbeiten" - mindestens auf das Kompetenzniveau 3 abstellen müssen. Zudem hätten die Tätigkeitsbereiche "Büroarbeiten" und "Bestellungen/Vertretertermine" gemäss MEDAS-Gutachten gar nicht mehr berücksichtigt werden dürfen. Auch mit diesen Vorbringen dringt die Beschwerdeführerin nicht durch. Das kantonale Gericht stellte mit Verweis auf das MEDAS-Gutachten fest, der Beschwerdeführerin sei die Ausübung einer Führungsfunktion seit Dezember 2013 nicht mehr zumutbar. Aus dem Gutachten ergibt sich jedoch nicht, dass ihr Führungsaufgaben überhaupt nicht mehr zumutbar wären. Vielmehr attestierten die Sachverständigen in ihrer interdisziplinären Beurteilung der Beschwerdeführerin in der vormaligen Tätigkeit als Chefin eines kleinen Gastrobetriebs eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Insofern kann die Beschwerdeführerin aus dem MEDAS-Gutachten jedenfalls nicht ableiten, auch der Tätigkeitsbereich "Bestellungen" dürfe nicht mehr berücksichtigt werden. Würde im Weiteren im Tätigkeitsbereich T3 der von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Lohn von s3 von Fr. 4'947.- anstatt Fr. 4'302.- gemäss angefochtenem Urteil eingesetzt, so hätte dies gemäss der erwähnten Formel keinen nennenswerten Einfluss auf die Höhe des Invaliditätsgrades. Mithin bleibt es auch unter Berücksichtigung des von der Beschwerdeführerin für den Tätigkeitsbereich "Bestellungen/Vertretertermine" geltend gemachten Lohnes bei einem Invaliditätsgrad von 34 %. Im Übrigen ist nicht ersichtlich und die Beschwerdeführerin zeigt dies auch nicht auf, inwiefern bei dieser Berechnungsmethode Raum für einen Abzug vom Tabellenlohn bestehen soll. Von vornherein unbehelflich ist schliesslich die Berufung auf Art. 26bis Abs. 3 IVV in der ab 1. Januar 2024 geltenden Fassung, ist doch eine positive Vorwirkung aus Gründen der Rechtssicherheit grundsätzlich unzulässig (BGE 129 V 455 E. 3; Urteil 8C_349/2018 vom 22. Oktober 2018 E. 6.2).