Citation: 1C_109/2022 E. 4.5.1

4.5.1. Das genannte Urteil des Bundesgerichts 2C_701/2016 vom 1. Dezember 2017 betraf ein Teilstück einer Alpstrasse, auf welcher ein allgemeines Fahrverbot bestand, wobei gebührenpflichtige Ausnahmen gewährt wurden. Angefochten war jedoch nur die konkrete Ausgestaltung der Gebührenregelung, die auf einem separaten Gebührenreglement beruhte, während die Verkehrsanordnung als solche nicht zur Debatte stand. Das Bundesgericht prüfte das angefochtene Reglement im Folgenden dann auch einzig auf seine Vereinbarkeit mit den Grundsätzen des Abgaberechts hin und erachtete das Äquivalenzprinzip als verletzt. Zur Rechtsnatur der dem Gebührenreglement zugrundeliegenden Verkehrsanordnung äusserte sich das Urteil nicht. Es ist somit nur sehr beschränkt aussagekräftig für das vorliegende Reglement, welches sich ausführlich mit der Ausgestaltung der Ausnahmebewilligungen beschäftigt (Art. 1-17), jedoch nur zwei Artikel (18 und 19) betreffend Gebühren aufweist.