Citation: 2C_60/2014 E. 1.2

1.2. Auch nach der Volljährigkeit ihrer Töchter war X.________ auf Sozialhilfeleistungen angewiesen, weshalb das Migrationsamt des Kantons Zürich es am 30. Mai 2012 ablehnte, ihre Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. Die kantonalen Rechtsmittelinstanzen schützten diesen Entscheid: X.________ habe sich in den vergangenen 15 Jahren nur wenig in die schweizerische Gesellschaft integriert und spreche bloss gebrochen Deutsch. Auch nach der Trennung von ihrem Gatten habe sie sich nicht um Arbeit bemüht. Es bestünden keine Hinweise dafür, dass - wie von ihr behauptet - ihr Gesundheitszustand sie im Erwerbsleben beeinträchtigt hätte (bloss Hospitalisierung von zwei Tagen). Sie habe bis zum 34. Altersjahr in Brasilien gelebt; eine Rückkehr dorthin sei ihr zumutbar. Sollte sie innert der ihr neu anzusetzenden Ausreisefrist den "klaren Nachweis" erbringen, dass die Sozialhilfeabhängigkeit nachhaltig dahingefallen sei, müsste dieser veränderten Sachlage im Rahmen eines Wiedererwägungsgesuchs Rechnung getragen werden.