Citation: 2C_383/2022 E. 1.2

1.2. Dagegen gelangte der Steuerpflichtige an die Steuerrekurskommission des Kantons Thurgau, wobei er um Aufhebung des Ermessenszuschlags und um die Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege ersuchte. In der Sache selbst brachte er zur Begründung vor, dass er im Jahr 2017 häufig in Schweizer Casinos verkehrt, dort "Poker Cash Games" gespielt, steuerfreie Gewinne erzielt und damit einen wesentlichen Teil seinen Lebensunterhalts bestritten habe. Im zweiten Rechtsgang wies die Steuerrekurskommission das Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege erneut ab, was sie damit begründete, dass in der Hauptsache Aussichtslosigkeit bestehe. Es sei nicht ersichtlich, wie der Steuerpflichtige in der Steuerperiode 2017 mit den deklarierten Einkünften sein Leben hätte bestreiten können. Die Berechnungen zeigten ein Einkommensmanko von mindestens Fr. 15'000.--. Zu den angeblichen Spielbankengewinnen habe der Steuerpflichtige weder Quittungen über die erzielten Gewinne noch den Nachweis für seine Casinobesuche vorgelegt. Bei rechtzeitigem Handeln wäre es ihm, so die Steuerrekurskommission, durchaus möglich gewesen, solche Nachweise beizubringen. Insgesamt lägen keinerlei Beweismittel vor, welche die Erklärungen zumindest als plausibel hätten erscheinen lassen. Dementsprechend habe der Steuerpflichtige einen Kostenvorschuss von Fr. 1'400.-- zu leisten (Zwischenentscheid vom 29. Juni 2021).