Citation: 8C_123/2018 E. A

A.a. A.________, geb. 1975, war bei der B.________ als Schweisser angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 29. Dezember 2001 glitt er auf einer schneebedeckten Strasse aus und erlitt eine Unterschenkelfraktur. Der erstbehandelnde Arzt, Dr. med. C.________, Chirurgie- und Orthopädiespezialist, behandelte die Fraktur konservativ (Gipsverband) und attestierte A.________ eine fünfmonatige Arbeitsunfähigkeit. Dr. med. D.________, FMH Chirurgie, diagnostizierte am 16. April 2002 eine verzögerte Frakturheilung bei Status nach multifragmentärer Unterschenkel-Fraktur und führte eine offene Reposition, Osteosynthese und Spongiosaplastik durch. Nachdem die Fraktur konsolidiert war, nahm A.________ ab 18. September 2002 die Arbeit halbtags wieder auf, wobei er vorerst nur für körperlich leichte Tätigkeiten eingesetzt wurde. Am 14. August 2003 nahm Dr. med. D.________ eine Narbenexzision und eine Entfernung des Osteosynthese-Materials vor. Ab 6. Oktober 2003 war A.________ wieder zu 100 % arbeitsfähig. Wegen persistierender Unterschenkelschmerzen wurde der Suva am 15. Juni 2004 ein Rückfall zum Unfall vom 29. Dezember 2001 gemeldet. Kreisarzt Dr. med. E.________ kam gestützt auf seine Untersuchung des Versicherten und ein MRI zum Schluss, dass die Heilung noch Zeit brauche und dem Versicherten noch für drei Monate Chondrosulf abzugeben sei. Im Übrigen könne der Fall abgeschlossen werden. A.b. Am 19. März 2010 verspürte A.________ nach einem Schlag mit dem Hammer auf eine geschweisste Schiene einen heftigen Schmerz im rechten Arm. Deswegen wurde er am 5. November 2010 von der Kreisärztin Dr. med. F.________, Fachärztin FMH für Chirurgie, untersucht. Auf Wunsch des Versicherten untersuchte sie auch den linken Fuss, weil er über seit dem Unfall 2001 bestehende Schmerzen klagte. Die Kreisärztin attestierte A.________ eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ab 1. Dezember 2010. A.c. Sodann knickte A.________ am 9. November 2012 bei der Arbeit der rechte Fuss um. Eine MRI-Untersuchung des rechten OSG ergab die Diagnose einer undislozierten Fraktur des Processus anterior calcanei rechts. In weiteren Abklärungen der Klinik G.________ berichtete der Versicherte wiederum über persistierende Schmerzen am linken OSG. Vom 2. September bis 31. Oktober 2013 fand eine stationäre Rehabilitation in der Klinik H.________ statt (mit Unterbruch vom 30. September bis 11. Oktober 2013). A.d. Mit Verfügung vom 25. April 2014 stellte die Suva ihre Versicherungsleistungen bezüglich der Beschwerden am linken Fussgelenk ein, weil eine strukturelle Läsion als Folge des Unfalls vom 29. Dezember 2001 nicht mehr überwiegend wahrscheinlich habe nachgewiesen werden können. Das rechte Fussgelenk sei folgenlos ausgeheilt. Dagegen erhob der Versicherte Einsprache. Nachdem Dr. med. I.________, Facharzt FMH Anästhesiologie/Interventionelle Schmerztherapie, im Bericht vom 4. Februar 2015 ein Complex Regional Pain Syndrome (CRPS) Typ I diagnostiziert hatte, holte die Suva bei PD Dr. med. J.________, Chefarzt Rheumatologie, Klinik K.________, ein Konsilium ein (Bericht vom 10. Juli 2015). Auch dieser stellte die Differenzialdiagnose eines CRPS I in partieller Remission, das mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallkausal sei. Daher zog die Suva ihre Verfügung vom 25. April 2014 mit Schreiben vom 4. August 2015 zurück und richtete A.________ rückwirkend ab 1. Mai 2014 wieder Taggeldleistungen aus. Gleichentags beauftragte die Suva das Schweizerische Paraplegiker Zentrum Nottwil (SPZ) mit der Evaluation der Implantation eines Neurostimulators. Bei der interdisziplinären Untersuchung des Versicherten am 13. November 2015 fanden die Ärzte des SPZ weder einen Anhalt für ein CRPS noch einen sicheren Anhalt für einen neuropathischen Schmerz des Nervus saphenus links. Ebenso verneinte Dr. med. L.________, Fachärztin für Neurologie (CH), Neurologie und Psychiatrie (D) der Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, im Bericht vom 6. Mai 2016 ein CRPS. A.e. Am 24. Mai 2016 verfügte die Suva, dass sie die Versicherungsleistungen für die Folgen des Unfalls vom 29. Dezember 2001 per 31. Mai 2016 einstelle, da die heute noch geklagten Beschwerden organisch nicht hinreichend nachweisbar seien und nach Prüfung der massgebenden Kriterien auch die Adäquanz zu verneinen sei. Nachdem die Suva im Einspracheverfahren das im Auftrag der IV-Stelle Schwyz erstellte Gutachten der MEDAS Bern vom 25. Oktober 2016 sowie eine Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. M.________, Facharzt für Neurologie, vom 9. März 2017 eingeholt hatte, bestätigte sie im Einspracheentscheid vom 23. März 2017 ihre Verfügung vom 24. Mai 2015.