Citation: 4A_544/2017 E. 3

Die Vorinstanz erachtete die vom Beschwerdegegner geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit vom 1. Dezember 2014 bis 18. Dezember 2015 zu 100 %, vom 19. bis 31. Dezember 2015 zu 50 % und vom 1. Januar bis 29. Februar 2016 zu 40 % im Wesentlichen gestützt auf die Arztzeugnisse und Berichte des den Beschwerdegegner während dieser Zeit behandelnden Psychiaters als erstellt. Es bestehe kein Anlass, dessen Angaben in Zweifel zu ziehen. Dies auch, weil jener während der relevanten Zeit in regelmässigem Kontakt mit dem Beschwerdegegner gestanden und daher die Entwicklung hautnah miterlebt habe. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH verfüge dieser auch über die notwendige fachliche Kompetenz, um eine psychiatrische Diagnose zu stellen. Abgesehen von den Zeugnissen und Berichten dieses behandelnden Psychiaters wies die Vorinstanz auf einen Bericht vom 25. Oktober 2016 hin, der von einem zweiten, den Beschwerdegegner zu einer späteren Zeit behandelnden Psychiater erstellt wurde. In diesem werde festgehalten, dass der Beschwerdegegner mit einer schweren depressiven Episode mit reaktionellen somatischen Syndromen auf die im Juli 2014 erfolgte Kündigung reagiert habe. Zudem berücksichtigte die Vorinstanz, dass die Einschätzung des den Beschwerdegegner während der fraglichen Zeit behandelnden Psychiaters sowohl hinsichtlich der Diagnose als auch der Arbeitsunfähigkeit bis zum 31. August 2014 (100 %) bzw. bis zum 30. September 2014 (50 %) vom Privatgutachter der Beschwerdeführerin als auch deren Vertrauensärzten bestätigt worden sei.