Citation: 8C_209/2022 E. 6.1.2

6.1.2. Nach insoweit unbestrittener vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellung gemäss Rückweisungsurteil bestand zwar im Zeitpunkt der MEDAS-Exploration - also im Herbst 2011 (E. 5.2) - noch immer eine Opiat-Abhängigkeit. Dies, obwohl die Experten schon mit dem ZMB-Gutachten 2 wegen des Opioid-Abusus dringend zu einer Entzugsbehandlung geraten hatten. Doch stellte das kantonale Gericht nach bundesrechtskonformer Würdigung der medizinischen Aktenlage gestützt auf das MEDAS-Gutachten zutreffend fest, die Beschwerdeführerin sei bereits im damaligen Zeitpunkt - trotz Opiat-Abhängigkeit - hinsichtlich einer angepassten leichten Tätigkeit wieder zu 40% arbeitsfähig eingeschätzt worden. Damit gingen die MEDAS-Experten im Vergleich zum ZMB-Gutachten 1 trotz der Opiat-Abhängigkeit von einer um zehn Prozentpunkte höheren Leistungsfähigkeit aus.