Citation: 1C_23/2020 E. 3.6

3.6. Kettensägen bilden besonders schallintensive Lärmquellen in einer Sägerei und Zimmerei (vgl. EGGENSCHWILER/WUNDERLI, Lärmbekämpfung, Vorlesungsskript ETH 2017, Ziff. 15.2 S. 318 und Ziff. 15.5.1 S. 327). Die Beschwerdeführerinnen stellen nicht in Abrede, dass der Einsatz von Motorkettensägen von besonderer Bedeutung beim Tätigkeitsbereich des Blockhausbaus der Beschwerdeführerin 1 ist. Ihre Betriebsaufnahme mit diesem Schwerpunkt ist geeignet, eine mehr als geringfügige Zunahme der Lärm- und Staubimmissionen in der Umgebung im Vergleich zu einer herkömmlichen Sägerei und Zimmerei zu bewirken und kann unter Umständen eine baubewilligungspflichtige Nutzungsänderung bilden. Die gewerbliche Verwendung von Kettensägen in einem Betrieb der vorliegenden Art ist in der betroffenen Wohnzone nicht ohne Weiteres zonenkonform. Daran ändert der Umstand nichts, dass Motorkettensägen gelegentlich im Aussenraum von Wohnliegenschaften zum Einsatz kommen. Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz erweist sich in dieser Hinsicht weder als mangelhaft noch als offensichtlich unrichtig. Ob die betreffende Betriebsintensivierung sich im Rahmen der baulichen und betrieblichen Auflagen der erteilten Baubewilligungen für KTN 727 bewegt und auch bewilligungsfähig ist, soweit sie darüber hinausgeht, erfordert eine nähere Prüfung in einem Baubewilligungsverfahren.