Citation: 2A.53/2007 21.03.2007 E. B

Nachdem X.________ insgesamt viermal mit einem Touristenvisum zur ärztlichen Nachbehandlung in die Schweiz eingereist war, heiratete er am 16. April 2004 die Schweizer Bürgerin Y.________ (geb. 1964). Aufgrund dieser Heirat wurde X.________ eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau erteilt. Am 19. Januar 2005 erhob die Ehegattin Strafklage gegen ihren ehemaligen Freund Z.________ wegen Nötigung, Drohung und Betrug. Sie machte unter anderem geltend, sie sei von Z.________ genötigt worden, mit X.________ die Ehe einzugehen. Es handle sich um eine Scheinehe. Mit Verfügung vom 29. März 2005 trat der Staatsanwalt auf die Strafklage nicht ein. Bei der Befragung durch das Ausländeramt am 27. September 2005 bestätigte Y.________ ihre Aussagen vom 19. Januar 2005: Z.________ habe verlangt, dass sie einen Landsmann heirate. Sie habe X.________ zum ersten Mal im März 2004 in Anwesenheit von Z.________, der für die Heiratsvermittlung einen Geldbetrag von Fr. 25'000.-- einkassiert habe, und von zwei Onkeln gesehen. Gleich nach dem Treffen habe sie mit dem zukünftigen Ehemann auf dem Zivilstandsamt die Heirat anmelden müssen. Bis zur Heirat habe sie ihn nicht mehr gesehen. Nach der Trauung sei X.________ mit seinem Onkel nach Zürich zurückgekehrt. Zwischen ihr und X.________ habe nie eine Liebesbeziehung bestanden; er habe auch nie bei ihr gewohnt. Mit Schreiben vom 5. Dezember 2005 sowie anlässlich einer zweiten Befragung durch das Ausländeramt vom 20. Januar 2006 widerrief Y.________ ihre Aussagen. Sie habe Z.________ angezeigt, weil sie auf ihn wütend gewesen sei, und sich nachher wegen der Anzeige unter Druck gefühlt. Es handle sich bei ihrer Ehe mit X.________ nicht um eine Scheinehe.