Citation: 5A_464/2015 E. 3.1

3.1. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer die Restzahlung über Fr. 181'460.-- (oben lit. A.j) fristgerecht geleistet hat. Das Kantonsgericht hat dennoch alle Klagen abgeschrieben. Es hat erwogen, der Beschwerdeführer habe nicht erklärt, auf welche Klagen die Restzahlung anzurechnen sei. Zwischen den Verfahren bestünden keine relevanten Unterschiede. Jede Verteilung, die nicht sämtliche Klagen gleich behandle, verstosse gegen das Willkürverbot. Die Zahlung sei deshalb verhältnismässig auf die einzelnen Verfahren anzurechnen, was auch Art. 86 und 87 OR entspreche. Damit sei aber in keinem Prozess die Sicherstellung vollständig geleistet worden. Das Obergericht hat dazu vorab erwogen, das Kantonsgericht habe in seinem Beschluss vom 10. Juni 2013 die Höhe der Kaution nicht pauschal festgesetzt, sondern für jedes der 127 Verfahren individuell bestimmt. Schwierigkeiten ergäben sich nur deshalb, weil der Beschwerdeführer in der Eingabe vom 26. September 2014 eine pauschale Akontozahlung von Fr. 200'000.-- in Aussicht gestellt habe. Darin habe er auf die "Problematik der Gesamtbeträge" hingewiesen, woraus sich ergebe, dass er sich des Problems der Anrechnung seiner Zahlungen bewusst gewesen sei. Das Obergericht hat sodann die vom Kantonsgericht vorgenommene Verteilung nach Art. 86 f. OR verworfen. Es hätte stattdessen vom Beschwerdeführer eine Klarstellung verlangen müssen, welchen Prozessen die Zahlung von Fr. 181'460.-- zuzuordnen sei, zumal das Kantonsgericht ihn zuvor nie darauf hingewiesen habe, dass die Akontozahlung von Fr. 200'000.-- verspätet erfolgt sei. Dennoch hat es im Ergebnis die Abschreibung aller Verfahren geschützt. Auf das Berufungsverfahren vor Obergericht sei nämlich die eidgenössische ZPO anwendbar (Art. 405 Abs. 1 ZPO) und in der Berufung sei grundsätzlich ein reformatorischer Antrag erforderlich. Der Beschwerdeführer lege nun aber auch in der Berufung nicht dar, an welche Verfahren diese Zahlungen angerechnet werden sollen. Weder stelle er diesbezüglich einen Antrag noch äussere er sich dazu in der Begründung. Nachdem das Kantonsgericht in der Verfügung vom 3. November 2014 den Antrag auf Neuberechnung der Sicherheitsleistung implizit abgewiesen habe (vgl. dazu oben E. 2.6), sei für den Beschwerdeführer klar gewesen, welche Sicherheit für welches Verfahren zu leisten gewesen wäre. Spätestens in der Berufung hätte er die Verfahren bezeichnen können und müssen, an die die Zahlung von Fr. 181'460.-- anzurechnen sei.