Citation: 6B_286/2018 E. 2.3.3

2.3.3. Auch von einer unzulässigen Änderung der Anklage kann keine Rede sein. Zwar richtete sich der Anfangsverdacht der ESBK auf eine strafbare Handlung gemäss Art. 56 Abs. 1 lit. a SBG. Allerdings bezogen sich das Schlussprotokoll vom 13. Mai 2015, der Strafbescheid vom 24. Juni 2015 und die Strafverfügung vom 27. Juni 2016 ausdrücklich auf Art. 56 Abs. 1 lit. c SBG. Der Beschwerdeführer wusste somit frühzeitig, was ihm vorgeworfen wird, nämlich das «Aufstellen von Glücksspielautomaten ohne Prüfung, Konformitätsbewertung oder Zulassung zum Zweck des Betriebs» durch Anbieten des als Glücksspielautomat qualifizierten Geräts "Super Competition". Die rechtliche Würdigung des angeklagten Sachverhalts war dem Beschwerdeführer bekannt und es wurde ihm das rechtliche Gehör gewährt. Inwiefern «das Verfahren neu aufgegleist werden müsste», wie der Beschwerdeführer vorträgt, ist in keiner Weise ersichtlich. Eine Verletzung des Anklageprinzips liegt nicht vor.