Citation: 9C_154/2023 E. 3.3.7

3.3.7. Auch wenn es als ebenso aussergewöhnlich erscheint, dass die Beraterin 1 gleichförmig über einen recht langen Zeitraum - hier vom 12. Juni 2014 bis zum "Signing" am 24. Mai 2019 - tätig geworden sein soll, wie die ESTV dies annimmt, hat es im vorliegenden Fall bei diesem Beweisergebnis zu bleiben. Nachdem die Steuerpflichtige ihrer Mitwirkungspflicht nicht bzw. jedenfalls nicht hinreichend nachgekommen ist und wenig zur Erhellung beigetragen hat, musste die ESTV in Wahrnehmung der sie treffenden Untersuchungspflicht (Art. 12 VwVG; vorne E. 2.3.3) einen zumindest plausiblen Ansatz finden. Vor dem Hintergrund des Untersuchungsnotstandes, in welchem sich die ESTV befand, ist die von der Vorinstanz geschützte gewählte Methodik (pro rata temporis) unter verfassungsrechtlichen Aspekten nicht zu beanstanden.