Citation: 2C_786/2018 E. 6.2.2

6.2.2. Der Beschwerdeführer ist zwar kein eigentlicher Angehöriger der "Zweiten Generation", doch kam er dennoch relativ jung (7-jährig) in die Schweiz und befindet sich nunmehr seit 25 Jahren im Land. Er ist im Rahmen eines Konkubinats Vater zweier Kinder; die Natur und die Tiefe der Beziehungen zu diesen hat die Vorinstanz weder konkret ermittelt noch in ihrer Interessenabwägung angemessen berücksichtigt. Es steht ausser Frage, dass eine räumliche Trennung des Beschwerdeführers von seiner Partnerin und den gemeinsamen Kindern einen wesentlichen Eingriff in das Familienleben bedeutet; die entsprechenden Beziehungen können über die Grenzen hinweg nur noch unter erschwerten Bedingungen gelebt werden. Bei der Interessenabwägung ist insbesondere dem Kindeswohl Rechnung zu tragen und dem grundlegenden Bedürfnis des Kindes - als einem wesentlichen Element unter anderen -, in möglichst engem Kontakt mit beiden Elternteilen aufwachsen zu können (BGE 143 I 21 E. 5.5.1 S. 29; Urteil des EGMR El Ghatet gegen die Schweiz vom 8. November 2016 [Nr. 56971/10] §§ 27, 28 und 46: "...must place the best interests of the child at the heart of their considerations and attach crucial weight to it").