Citation: U 64/07 23.01.2008 E. 7

7.1 Ob der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 29. März 2003 und organisch nicht erklärbaren Beschwerden nach BGE 117 V 359 zu prüfen ist oder aber nach BGE 115 V 133, wie dies die SUVA im Einspracheentscheid vom 11. August 2005 getan hat, kann offen bleiben, wenn die Adäquanz nach beiden Varianten zu verneinen ist. Dies trifft hier zu. 7.2 Für die Adäquanzbeurteilung ist an das (objektiv fassbare) Unfallereignis anzuknüpfen (BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 f., 115 V 133 E. 6 S. 139). Die SUVA hat das Vorkommnis vom 29. März 2003 als mittelschweren Unfall eingeordnet. Dem ist aufgrund des Unfallablaufs, wie er in den polizeilichen Unterlagen dargestellt ist, beizupflichten. Danach beachtete ein nicht vortrittsberechtigter Personenwagen den vom Beschwerdegegner gelenkten Lieferwagen nicht, so dass es zu einer heftigen seitlich-frontalen Kollision kam. Gemäss eigenen Angaben stieg der Versicherte nach dem Zusammenstoss sofort aus, um der Insassin des anderen Autos zu helfen. Von den weiteren objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367, 115 V 133 E. 6c/aa S. 140), müssten demnach für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter und auffallender Weise gegeben sein (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367, 115 V 133 E. 6c/bb S. 140). 7.3 Besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls sind zu verneinen. Der Versicherte hat keine schweren oder besonders gearteten Verletzungen erlitten. Von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, kann ebenso wenig gesprochen werden wie von einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen. Nicht erfüllt ist auch das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung. Gemäss Dr. med. W.________ konnte die Behandlung bei ihm am 13. Mai 2003 abgeschlossen werden. Es folgte Psychotherapie von Oktober 2004 bis Mai 2005. Von Dauerbeschwerden kann nicht gesprochen werden. Eine Arbeitsunfähigkeit bestand nicht.