Citation: 7B_859/2024 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz verweist auf die gutachterliche Feststellung, wonach die Informationslage aktuell zu gering erscheine, um zu beurteilen, ob die derzeitige Wiederholungsgefahr für ähnliche wie die vorgeworfenen Straftaten durch Ersatzmassnahmen gesenkt werden könnte. Dem Vorabbericht zum psychiatrischen Hauptgutachten ist weiter zu entnehmen, dass Ersatzmassnahmen in jedem Fall über reine Abstinenzkontrollen hinausgehen müssten. Die vorinstanzliche Feststellung, dass lebensgefährliche Verletzungen auch ohne Einsatz einer Schusswaffe (z.B. mittels eines in [fast] jedem Haushalt vorhandenen Fleischmessers) zugefügt werden könnten, ist - entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers - nicht zu beanstanden. Dieser könnte sich jederzeit wieder eine Waffe beschaffen, sich in einen Rauschzustand versetzen und im Falle einer erneuten Eskalation wäre ein rechtzeitiges Eingreifen der Polizei nicht gewährleistet. Eine Anordnung von Ersatzmassnahmen ist jetzt, vor Erstattung des Hauptgutachtens, nicht zweckmässig. Das Ergebnis der Vorinstanz, mit blossen Ersatzmassnahmen anstelle von Haft lasse sich die vom Beschwerdeführer ausgehende Wiederholungsgefahr nicht wirksam bannen, hält demzufolge vor Bundesrecht stand.