Citation: 8C_66/2023 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin wendet zu Recht ein, die vorinstanzliche Invaliditätsbemessung verletze Art. 16 ATSG. Bei der Prüfung der Unterdurchschnittlichkeit des vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten Valideneinkommens ist denn auch nicht der Totalwert, sondern das branchenübliche statistische Durchschnittseinkommen, angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit, als Vergleichswert heranzuziehen (statt vieler: BGE 141 V 1 E. 5.6; 134 V 322 E. 4.2; Urteil 8C_502/2022 vom 17. April 2023 E. 5.2.1). Angesichts des Betätigungsfelds der B.________ AG als letzte Arbeitgeberin kann, wie in der Beschwerde zutreffend aufgezeigt, zu Gunsten der Beschwerdegegnerin auf die Branche "Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren" (LSE 2018, TA1_tirage_skill_level, Spalte 10-33, Kompetenzniveau 1, Frauen) abgestellt werden. Indexiert und angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit resultiert daraus ein statistisches Vergleichseinkommen von (gerundet) Fr. 56'886.- (Fr. 4'519.- x 1.016 [BfS, T1.2.10, Nominallohnindex, Frauen, 2011-2022] x 12 x 41,3 /40). Das unbestrittenermassen von der Beschwerdegegnerin als Gesunde im Jahr 2019 erzielte jährliche Valideneinkommen von Fr. 52'000.- (13 x Fr. 4'000.-) liegt um rund 8,59 % tiefer. In Anbetracht des Erheblichkeitsgrenzwerts von 5 % (vgl. BGE 135 V 297) ist das von Vorinstanz und Beschwerdeführerin für das Jahr 2019 übereinstimmend ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 55'173.- um 3,59 % zu kürzen. Nach Berücksichtigung des gleichfalls von keiner Seite in Abrede gestellten 10%igen Abzugs vom Tabellenlohn folgt daraus ein Betrag von Fr. 47'873.- (Fr. 55'173.- x 0,9641 x 0.9). Die Gegenüberstellung (Art. 16 ATSG) mit dem Valideneinkommen von Fr. 52'000.- ergibt einen Invaliditätsgrad von 7,9 %, was einen Rentenanspruch ausschliesst.