Citation: 1B_146/2015 E. 1.2

1.2. Nach Art. 81 Abs. 1 lit. a und b BGG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen und ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat. Das Interesse des Beschwerdeführers muss aktuell sein, das heisst auch im Zeitpunkt der Urteilsfällung noch bestehen. Das Bundesgericht verzichtet lediglich ausnahmsweise auf das Erfordernis des aktuellen praktischen Interesses, so wenn sich die aufgeworfenen Fragen unter gleichen oder ähnlichen Umständen jederzeit wieder stellen können, eine rechtzeitige Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre und die Beantwortung wegen deren grundsätzlicher Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt (BGE 135 I 79 E. 1.1 S. 81 mit Hinweis). An diesen Voraussetzungen fehlt es indessen in der Regel bei Haftbeschwerden und so auch im hier zu beurteilenden Fall (BGE 125 I 394 E. 4b f. S. 397 f. mit Hinweisen). Gemäss Rechtsprechung bejaht aber das Bundesgericht trotz bereits erfolgter Entlassung aus der Untersuchungshaft ein Rechtsschutzinteresse, wenn ein Verstoss gegen Bestimmungen der BV oder der EMRK zur Diskussion steht. Bei dieser Sachlage entspricht es dem Gebot des fairen Verfahrens (Art. 29 Abs. 1 BV) und der Prozessökonomie, dem Beschwerdeführer durch die Feststellung der Verfassungs- oder Konventionsverletzung Wiedergutmachung zu verschaffen (BGE 137 I 296 E. 4.3.1 S. 299; 136 I 274 E. 1.3 S. 276 f.). Insoweit ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Rechtswidrigkeit der Haft ab dem 25. März 2015 sei festzustellen, da sie gegen Art. 5 EMRK verstosse, materiell zu beurteilen. Mit dieser Vorgehensweise werden die Vorgaben von Art. 13 EMRK eingehalten, wonach jede Person, die in ihren in der Konvention anerkannten Rechten oder Freiheiten verletzt worden ist, das Recht hat, bei einer innerstaatlichen Instanz eine wirksame Beschwerde zu erheben. Ausgeschlossen ist hingegen die Rüge, die Vorinstanz habe Art. 226 Abs. 5 StPO und Art. 5 Ziff. 1 lit. c EMRK verletzt, weil der Beschwerdeführer nicht unverzüglich nach dem Haftentlassungsentscheid des Zwangsmassnahmengerichts freigelassen worden sei. Der Beschwerdeführer bringt diese Rüge erstmals vor Bundesgericht in seiner Eingabe vom 11. Mai 2015 vor, obwohl er sie bereits vor dem Obergericht hätte erheben können. Deshalb ist darauf mangels Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs nicht einzutreten (Art. 80 Abs. 1 BGG). Zudem wäre das Vorbringen verspätet und würde dem Grundsatz von Treu und Glauben widersprechen, wonach es nicht zulässig ist, verfahrensrechtliche Einwendungen, die in einem früheren Verfahrensstadium hätten geltend gemacht werden können, später noch vorzubringen (BGE 135 III 334 E. 2.2 S. 336; 134 I 20 E. 4.3.1 S. 21; je mit Hinweisen).