Citation: 8C_289/2019 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdegegner bringt vor, der Gesundheitszustand habe sich zwischenzeitlich zwar verschlechtert, danach sei indessen wieder der gleiche Zustand eingetreten, der bereits im Zeitpunkt der Rentenzusprache vorgelegen habe. Daher sei eine neue und vollumfängliche Überprüfung des auch gemäss dem Gutachten der MEDAS gleichgebliebenen Gesundheitszustandes gesetzwidrig. Entgegen den Ausführungen der IV-Stelle liege die relevante Begründung der Vorinstanz nicht darin, dass allfällige Fehler aus früheren Verfügungen nicht korrigiert werden dürften. Vielmehr habe sie erklärt, dass die Verwaltung die Rechtsbehelfe der Revision und der Wiedererwägung vermengt habe. In diesem Sinne habe das kantonale Gericht nachvollziehbar erläutert, dass ein im Wesentlichen unverändert gebliebener Sachverhalt keinen Revisionsgrund bilden könne. Auch gemäss den Ausführungen der IV-Stelle sei nicht bestritten, dass die aktuellen Gutachter bloss die bisherigen Beschwerden des Versicherten auf andere Weise und unter dem Blickwinkel der Rentensparpolitik gewürdigt hätten. Nachdem die Voraussetzungen der Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG nicht vorlägen, versuche die IV-Stelle die Rente im Revisionsverfahren einzustellen, was gesetzwidrig sei. Aus diesem Grunde sei auch die aktuelle Bundesgerichtspraxis anzupassen, ansonsten es zu den von der Vorinstanz bemängelten gesetzeswidrigen Entscheiden komme, die zweifellos gegen ein faires Verfahren nach Art. 6 EMRK sprächen.