Citation: 6B_94/2016 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz hält zunächst unter Verweisung auf die Erstinstanz fest, diese sei zutreffend davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer die Fahrbahn neben dem Fussgängerstreifen überquert habe (Urteil S. 5, E. 3.2). Mit dieser Verweisung setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander (oben E. 2.1). Es ist von dieser Feststellung auszugehen. Die Vorinstanz stellt die Aussagen von B.________, C.________, des Beschwerdeführers sowie des Beschuldigten (Urteil S. 6-13) und weiterer Personen (Urteil S. 13 f. [welche nichts zum Verhalten des Beschwerdeführers beim Unfall aussagen konnten; Urteil S. 16, 17]) fest und gibt auch den Polizeirapport wieder (Urteil S. 14). Dies wird vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt. Die Vorinstanz führt aus, insgesamt könne aus den Aussagen des Beschuldigten trotz Unklarheiten jedenfalls keine Erkenntnis gewonnen werden, welche sich klar zu seinen Lasten auswirken müsste, zumal es sich dabei zumeist um eher geringfügige Ungenauigkeiten handle, wobei die Vorinstanz Position und Wahrnehmung des Beschwerdeführers, den Bremszeitpunkt sowie eine zunächst fragliche, jedoch nicht vorliegende Sichtbeeinträchtigung durch ein Netz erwähnt. Entgegen der Erstinstanz könne aus seiner Aussage (oben E. 2.2 letzter Absatz) nicht geschlossen werden, dass er damit gerechnet hätte oder hätte rechnen müssen, der Beschwerdeführer werde die Strasse unvermittelt abseits des Fussgängerstreifens betreten (Urteil S. 15). Zu den Aussagen der Zeugen B.________ und C.________ sei festzuhalten, dass sich jene von B.________ insgesamt als glaubhafter erwiesen. Diese erfolgten zeitnaher, konsequent und in sich stimmig. Diejenigen des Zeugen C.________, der erst nach über zwei Jahren aussagte, erwiesen sich als weniger glaubhaft. Er sei mit dem Beschwerdeführer von der Arbeit her persönlich bekannt und vor der Einvernahme von diversen Personen kontaktiert worden, womit eine allenfalls auch unbewusste Beeinflussung nicht gänzlich ausgeschlossen sei. Die Aussagen seien auch nicht frei von Unklarheiten. So habe einzig er eine zweite Kollision wahrgenommen, was bei einem abbremsenden Fahrzeug physikalisch eher ungewöhnlich erscheine. Fraglich sei auch der angegebene Standort im Schacht, der sich wesentlich weiter vom Unfallort befand, als er angegeben habe, und auch weiter weg als der Zeuge B.________, welcher das Geschehen aus der Führerkabine seines Lastwagens aus erhöhter Position verfolgen konnte. Dieser habe klar ausgeführt, dass der Beschwerdeführer vor der Kollision einige Meter abseits des Fussgängerstreifens unvermittelt und ohne nach links und rechts zu schauen auf die Fahrbahn getreten sei, um die Strasse zu überqueren (Urteil S. 16). Der Zeuge C.________ habe demgegenüber vor der Polizei ausgesagt, erst mit der Wahrnehmung des Bremsgeräusches des Lastwagens hingeschaut zu haben, was darauf hindeute, dass er nicht konkret gesehen habe, was vorher war. Seine Aussagen bei der Staatsanwaltschaft liessen erkennen, dass er das Verhalten des Beschwerdeführers unmittelbar vor der Kollision nicht konkret beobachtete (Urteil S. 16).