Citation: 8C_74/2017 E. 6.2.2

6.2.2. Was die Beschwerdeführerin vorbringt, lässt die Feststellung der Vorinstanz, die Verfahrensverzögerungen seien durch die langwierigen Abklärungen zur Frage der Vermittlungsfähigkeit entstanden, wobei im Rahmen dieser Ermittlungen keine Verletzungen der Mitwirkungspflicht des Beschwerdegegners erkennbar seien, nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen. Nicht gefolgt werden kann der Behauptung der Beschwerdeführerin, sie sei erst durch den am 24. Juli 2015 erhaltenen Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) in der Lage gewesen, Abklärungen zur Tätigkeit als Prüfungsexperte vorzunehmen, da der Versicherte dies bis dahin in Verzögerung des Verfahrens verschwiegen habe. Sie räumte in ihrem Einspracheentscheid vom 18. März 2016 selbst ein, der Versicherte habe im Schreiben vom 3. April 2012 auf seine bereits seit zehn Jahren ausgeübte Tätigkeit als Prüfungsexperte hingewiesen. In der Beilage zu diesem Antwortschreiben bezüglich fehlender Unterlagen legte der Beschwerdegegner den Lohnausweis für das Jahr 2011 für die Expertentätigkeit bei und gab an, er werde im Jahr 2012 etwa im gleichen Umfang wieder als Prüfungsexperte fungieren. Dieses Schreiben ging bei der Arbeitslosenkasse am 10. April 2012 ein, womit ab diesem Datum weitere Abklärungen hierzu möglich gewesen wären. Der vorinstanzliche Schluss, dass es das bisherige Verhalten des Beschwerdegegners nicht rechtfertige, von einer Verzugszinspflicht nach Art. 26 Abs. 2 ATSG abzusehen, hält Stand. Damit hat es beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden.