Citation: 7B_219/2022 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin bestreitet im bundesgerichtlichen Verfahren nicht, das Strafverfahren durch ihr Verhalten rechtswidrig und schuldhaft herbeigeführt zu haben und rügt auch keine Verletzung der Unschuldsvermutung. Damit sind die genannten Aspekte vorliegend nicht zu prüfen. Demgegenüber bestreitet die Beschwerdeführerin, dass die Kosten des Strafverfahrens auch betreffend den Vorwurf der Widerhandlung gegen das Waffengesetz adäquat-kausal durch ihr Verhalten verursacht wurden. In diesem Zusammenhang rügt sie eine Verletzung von Art. 426 Abs. 2 StPO. Die zweite Einstellungsverfügung vom 29. September 2021 habe nur noch die Widerhandlung gegen das Waffen- sowie das Fernmeldegesetz zum Gegenstand gehabt. Da das Erfordernis eines Waffenerwerbsscheins erst nach dem Erwerb der Waffen eingeführt worden sei und das Vergehen offensichtlich längst verjährt gewesen sei, dürften ihr diesbezüglich keine Kosten auferlegt werden. Die Verfahrenskosten im Zusammenhang mit dem Verstoss gegen das Fernmeldegesetz dürften ihr mangels Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft zur Verfolgung dieses Delikts ebenfalls nicht auferlegt werden. Somit sei sie von sämtlichen Verfahrenskosten zu befreien.