Citation: 1B_560/2020 E. 4.2

4.2. Die Staatsanwaltschaft legte in ihrem Haftverlängerungsantrag vom 10. September 2020 dar, der Beschwerdeführer sei serbischer Staatsangehöriger ohne Wohnsitz in der Schweiz. Auch sonst habe er keine nähere Beziehung zur Schweiz. Er sei am 22. August 2016 bei einer Reststrafe von 601 Tagen bedingt aus dem Strafvollzug entlassen worden und habe sich in der Folge ins Ausland abgesetzt. Es sei anzunehmen, dass er in der Absicht in die Schweiz gekommen sei, in grossem Umfang Einbruchdiebstähle zu begehen und das Land wieder zu verlassen. In ihrer Stellungnahme im vorinstanzlichen Verfahren führte die Staatsanwaltschaft weiter aus, es sei unklar, ob der Beschwerdeführer, wie er behaupte, eine Schwester mit Wohnsitz in der Schweiz habe. Es sei ihm wiederholt Gelegenheit gegeben worden, sich über sein Umfeld hier zu äussern. Ohne konkrete Angaben behaupte er, über Hunderte von Verwandten und Bekannten zu verfügen. Aus der Haft habe er jedoch keinen Kontakt zu seinen angeblichen Bezugspersonen aufgenommen. An eine Einreisesperre habe er sich nicht gehalten und bei seinem serbischen Reisepass handle es sich um eine Fälschung.