Citation: 8C_71/2007 04.02.2008 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob die SWICA über den 31. Mai 2006 hinaus eine Leistungspflicht trifft. 2.1 Die Vorinstanz hat in Würdigung der medizinischen Aktenlage, namentlich des polydisziplinären Gutachtens der Dres. med. M.________ und E.________ vom 2. März 2006 überzeugend dargelegt, dass die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in einer leidensangepassten Tätigkeit in somatischer Hinsicht nach dem Datum der Leistungseinstellung per 31. Mai 2006 durch den Unfall vom 3. März 2004 nicht mehr eingeschränkt war. Die leistungsreduzierenden Beschwerden in psychischer Hinsicht - so das kantonale Gericht - seien auf den Unfall vom 31. Mai 1997 zurückzuführen, wofür nicht die SWICA, sondern der vorherige Unfallversicherer (Allianz) leistungspflichtig sei. Deshalb habe die SWICA zu Recht ihre Leistungen per 31. Mai 2006 eingestellt. 2.2 Die Beschwerdeführerin lässt dagegen im Wesentlichen geltend machen, das kantonale Gericht habe sich nicht mit dem Bericht des Dr. med. S.________, Leitender Arzt im Spital A.________ vom 20. Dezember 2006 auseinandergesetzt, sondern sei in willkürlicher Weise vom Vorrang des Gutachtens der Dres. med. M.________ und E.________ vom 2. März 2006 ausgegangen. 2.3 Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Das kantonale Gericht hat überzeugend begründet, weshalb auf das umfassende und schlüssige polydisziplinäre Gutachten der Dres. med. M.________ und E.________, welches den Anforderungen der Rechtsprechung (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) entspricht, abgestellt werden kann. Der Bericht des Dr. med. S.________ vom 20. Dezember 2006 wurde rund vier Monate nach Erlass des Einspracheentscheides verfasst und gibt den aktuellen Befund zu diesem Zeitpunkt wieder. Insofern ist er für die Beurteilung der Situation im massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (BGE 129 V 167 E. 1 S. 169 mit Hinweis) nicht relevant. Selbst wenn davon ausgegangen würde, die Äusserungen des Dr. med. S.________ bezögen sich bereits auf den Zeitraum vor Erlass des Einspracheentscheides, vermögen sie - wie das kantonale Gericht zu Recht darlegt - in ihrer Knappheit die Schlussfolgerungen des umfassenden polydisziplinären Gutachtens nicht zu erschüttern oder gar zu widerlegen. So vermerkte Dr. med. S.________ übereinstimmend mit den Dres. med. M.________ und E.________, vorwiegend stehende/gehende Tätigkeiten seien der Beschwerdeführerin aufgrund der Kniebeschwerden nicht mehr zumutbar. Er führte jedoch keine Begründung dafür an, weshalb eine vorwiegend sitzende Bürotätigkeit, welche im polydisziplinären Gutachten schlüssig begründet als zumutbar erachtet wurde, nicht möglich sein sollte und äusserte sich gar nicht zu einer möglichen leidensangepassten Tätigkeit. 2.4 Da somit per 31. Mai 2006 keine die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende Folgen des zweiten Unfallereignisses vom 3. März 2004 mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind, hat die SWICA ihre Leistungen zu Recht auf diesen Zeitpunkt eingestellt.