Citation: 6S.520/2001 27.09.2002 E. B

X.________ wird die Mitverantwortung an einem Ölunfall vorgeworfen, der sich am 11. Dezember 1997 beim erstmaligen Befüllen eines Heizöltanks für ein neu erstelltes Mehrfamilienhaus in Kloten ereignet hatte. Er sei als Projektleiter/Techniker des Unternehmens, welches den Einbau der Heizungsinstallation übernommen habe, für die Installation verantwortlich gewesen. Er habe den Montageleiter bzw. den Monteur mit dem Bau und der Installation der Tankleitungen betraut. Hiefür habe er ihnen eine Kopie des vom Heizungstechniker erstellten Plans "Ölfeuerungs- und Tankanlage" übergeben, welcher als "Eingabeplan" zum Erhalt der Bewilligung für die Installation angefertigt und dem zuständigen Amt eingereicht worden sei. Er habe den Monteur angewiesen, die Leitungen gemäss diesem Eingabeplan an den Tank anzuschliessen. Er habe es unterlassen zu prüfen, ob die Angaben im Eingabeplan mit den tatsächlichen Verhältnissen an dem gelieferten Öltank übereinstimmten, und er habe es unterlassen, einen Ausführungsplan zu erstellen. Der Monteur habe die Leitungen weisungsgemäss nach dem Eingabeplan an den Tank angeschlossen. Dabei habe er das Rohr für die Füllleitung an den Tankstutzen für die Druckausgleichsleitung und das Rohr für die Druckausgleichsleitung an den Tankstutzen für die Füllleitung angeschlossen. Dies habe deshalb geschehen können, weil die Anschlussstutzen für die Füllleitung und für die Druckausgleichsleitung an dem schliesslich gelieferten Tank im Vergleich zu der im Eingabeplan gezeichneten Anlage seitenverkehrt angebracht gewesen seien. Bei der erstmaligen Befüllung des Tanks am 11. Dezember 1997 durch den Chauffeur des Tanklastwagens sei das Öl daher in die Druckausgleichsleitung statt in die Füllleitung gelangt. Der Chauffeur habe den Mangel während der Befüllung des Tanks bemerkt und sogleich die notwendigen Vorkehrungen getroffen. In diesem Zeitpunkt seien aber bereits 741 l Öl in das Erdreich gelangt. Dadurch sei das Grundwasser konkret gefährdet worden. Um zu verhindern, dass das Öl tatsächlich in das Grundwasser gelange, seien unterhalb der Druckausgleichsleitung ca. 70 m3 Erde und Bauschutt abgetragen und entsorgt worden.