Citation: 8C_618/2022 E. 4.3

4.3. Wenn das kantonale Gericht eine Vermittlungsunfähigkeit vom 9. Juni bis 11. August 2021 letztlich (auch) damit begründet hat, dass der Beschwerdeführer bis am 31. August 2021 aus gesundheitlicher Sicht laut hausärztlicher Bescheinigung nicht in der Lage gewesen sei, öffentliche Verkehrsmittel zu benützen (vgl. Attest vom 14. Juli 2021), überzeugt dies gleichfalls nicht. Dazu steht schon im Widerspruch, dass bereits ab 12. August 2021 - also obwohl sich der Beschwerdeführer nach wie vor nicht mit dem öffentlichen Verkehr fortbewegen konnte - laut Dr. med. C.________ eine 50%ige Vermittlungsfähigkeit gegeben gewesen sein soll. Wird in der Beschwerde geltend gemacht, im Falle eines unterschriebenen Arbeitsvertrags hätte der Beschwerdeführer ein Auto gemietet oder geleast, so trifft zwar zu, dass er von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch machte, als es um den Besuch des vom Beschwerdegegner vorgesehenen Bewerbungs- und Standortkurses ging. Dennoch erscheint es nicht gerechtfertigt, ihm allein deshalb - oder weil er bereits über eine Jobzusage seitens der B.________ AG verfügte - die (subjektive) Vermittlungsbereitschaft abzusprechen. Denn dafür müssten praxisgemäss wiederholte Verfehlungen in unterschiedlichen Situationen belegt sein (vgl. Urteil 8C_246/2014 vom 24. Juni 2014 E. 3.2), was hier unbestrittenermassen nicht der Fall ist. Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, vom 9. Juni bis 11. August 2021 sei überwiegend wahrscheinlich von einer gänzlichen Unvermittelbarkeit des Beschwerdeführers auszugehen, erweist sich somit insgesamt als rechtsfehlerhaft.