Citation: 9C_9/2019 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht erblickt einen Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG darin, dass gemäss dem beweiskräftigen Gutachten der medexperts AG vom 1. September 2015 im Jahr 2003 erstmals klinisch-neurologisch und elektrophysiologisch eine chronische Schädigung der Cauda equina bei der Beschwerdeführerin dokumentiert worden sei. Darin liege - so vorinstanzlich im Weiteren - die anspruchsrelevante Veränderung des Sachverhalts im Sinne ihrer Eignung, zu einer abweichenden Beurteilung des Rentenanspruchs zu führen, wobei diese Schädigung vorliegend die Arbeitsfähigkeit der Versicherten auch tatsächlich beeinflusse. Soweit der RAD in seiner Stellungnahme vom 8. September 2015 von einem unveränderten Gesundheitszustand ausgegangen sei, könne ihm nicht gefolgt werden. Auch die Beschwerdeführerin gehe daher zu Unrecht von einem solchen aus. Die Schädigung der Cauda equina sei ausweislich der Akten (Bericht der Orthopädischen Universitätsklinik C.________ vom 13. März 2003) erstmals 2003 - und damit nach Erlass der rentenzusprechenden Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 14. Mai/4. Juli 2002 - diagnostiziert worden. Da somit ein Revisionsgrund bestehe, sei der Rentenanspruch rechtsprechungsgemäss in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen bestehe.