Citation: 2C_311/2008 08.07.2008 E. 3

3.1 Das Verwaltungsgericht stellte vorliegend - gestützt auf aktenkundige Auskünfte der Vermieter - fest, dass die Eheleute schon vor dem eingestandenen Trennungstermin nicht mehr zusammen gewohnt hatten. Es erwog, von Instanz zu Instanz hätten sich die Beschwerdeführer und seine Frau "wortreicher, aber nicht substanziierter oder glaublicher" geäussert. Mit gutem Grund habe der Regierungsrat die Behauptungen der Eheleute als zweckgerichtet bzw. unglaubwürdig bezeichnet, zumal die beiden erst unter dem Eindruck der Androhung, die Aufenthaltsbewilligung des Ehemannes nicht mehr zu verlängern, von der Suche nach einer gemeinsamen Wohnung gesprochen hätten. Das Gericht schloss sich der Auffassung des Regierungsrates an, wonach aufgrund der gesamten Umstände davon ausgegangen werden müsse, dass die Eheleute ein Eheleben nur vortäuschten, um dem Beschwerdeführer das Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu sichern. 3.2 Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was diese tatsächlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts und die von ihm daraus gezogenen rechtlichen Schlussfolgerungen in Frage stellen könnte. Vorliegend bestehen gewichtige Indizien dafür, dass es dem Beschwerdeführer schon bei der Eingehung der Ehe im Jahre 2003 in erster Linie um die Erwirkung einer Aufenthaltsbewilligung ging und nicht um die Begründung einer echten, auf Dauer ausgerichteten Lebensgemeinschaft. Besonders zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang sein erfolglos durchlaufenes Asylverfahren sowie der erhebliche Altersunterschied und die Drogensucht bzw. Krankheit der Ehefrau. Gemäss den verbindlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts haben die Eheleute denn auch schon vor dem Termin der zugegebenen Trennung im Oktober 2005 nicht mehr zusammen gewohnt, später beschränkten sich ihre Kontakte nach eigenen Aussagen darauf, zwei bis drei Mal wöchentlich etwas gemeinsam zu unternehmen (vgl. vorne "A".). Wer sich als Ausländer auf einer solchen Grundlage darauf einrichtet, das in Art. 7 Abs. 1 ANAG vorgesehene Anwesenheitsrecht in Anspruch zu nehmen, handelt - wie das Verwaltungsgericht zulässigerweise annehmen durfte - rechtsmissbräuchlich. 3.3 Der Beschwerdeführer behauptet, er und seine Frau hätten inzwischen eine Wohnung gefunden, in welche die Eheleute - nach einem dreiwöchigen Spitalaufenthalt der Ehefrau ab dem 25. März 2008 - kürzlich gemeinsam eingezogen seien. Als Beweis hiefür legt er einen am 6. März 2008 - mieterseitig von ihm allein - unterzeichneten, ab 1. April 2008 gültigen Mietvertrag über eine Zweizimmer-Wohnung in Zürich ins Recht. Echte tatsächliche Noven, das heisst solche Tatsachen, die erst nach dem Ergehen des angefochtenen Entscheides aufgetreten sind - hier das angeblich kürzlich wieder aufgenommene Zusammenwohnen der Eheleute -, können im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren nicht berücksichtigt werden (vorne E. 1.3 sowie BGE 134 IV 342 E. 2.1 S. 343). Selbst wenn von einem zulässigen neuen Beweismittel auszugehen wäre, könnte der Beschwerdeführer durch die Vorlage des Mietvertrages für sich allein das angeblich wieder aufgenommene Zusammenleben mit der Ehefrau aber nicht nachweisen, gilt dieser Vertrag doch ausdrücklich bloss für die Nutzung der Wohnung durch eine Person ("Personenzahl: 1"). Zudem wäre der Einwand des Rechtsmissbrauchs aufgrund des bisherigen Verhaltens der Beteiligten damit noch nicht schlüssig widerlegt.