Citation: 6B_1062/2021 E. 5.3.1

5.3.1. Die Vorinstanz hält hierzu fest, die Leibesvisitation sei unstrittig gemäss dem polizeilichen Vorgehen abgelaufen. Es sei immer eine Körperhälfte bedeckt geblieben. Wie die Staatsanwaltschaft zutreffend ausführe, sei es Teil eines definierten Prozesses, dass bei eingebrachten Personen grundsätzlich eine Leibesvisitation in der gemachten Art durchgeführt werde. Aus den Aussagen der Beschwerdegegnerinnen 2 und 4 ergebe sich, sie seien davon ausgegangen, dass ihr Handeln gemäss der Dienstanweisung keinen Amtsmissbrauch darstelle. Folglich sei mangels Vorsatz der Tatbestand des Amtsmissbrauchs nicht erfüllt und die Staatsanwaltschaft habe das Verfahren in Bezug auf diesen Sachverhaltskomplex zu Recht eingestellt.