Citation: 6B_817/2023 E. 2.4.2

2.4.2. Der Beschwerdeführer beanstandet die Voraussehbarkeit des ihm zur Last gelegten Sachverhalts, indem er im Einzelnen geltend macht, die Vorinstanz umschreibe die Gefahr, die seines Erachtens nicht per se im rund 80 cm tiefen, komplett mit Wasser gefüllten Sickerschacht, sondern in der Sogwirkung des seitlichen Entwässerungsrohrs zu verorten sei, gerade nicht. Er wendet ebenfalls ein, es liege ein atypischer Kausalverlauf vor bzw. die konkrete Gefahr habe sich nur dadurch verwirklichen können, dass genau während der Zeitspanne, als der geöffnete Sickerschacht komplett unter Wasser gestanden sei, ein Kind unmittelbar in den Sickerschacht gelangt sei, wobei dieses Kind einerseits noch genug klein gewesen sei, um durch das Entwässerungsrohr zu passen und gleichzeitig schon gross genug gewesen sei, um sich alleine fortzubewegen. Die Vorinstanz weist in diesem Zusammenhang zu Recht darauf hin, dass die zum Erfolg führenden Geschehensabläufe für den konkreten Täter mindestens in ihren wesentlichen Zügen voraussehbar sein müssen. Sie weist diesbezüglich auf der Grundlage ihrer willkürfreien Feststellungen darauf hin, dass sich der Beschwerdeführer der von ihm durch die Entfernung des Schachtdeckels geschaffenen Gefahr, in den unter Wasser stehenden und ca. 80 cm tiefen Schacht zu fallen, für eine dort vorbeikommende Person bewusst war. Ebenfalls hat er gemäss Vorinstanz damit rechnen müssen, dass an der fraglichen Stelle aufgrund der Nähe zu einer von Fussgängern häufig frequentierten Strasse samt Trottoir sowie einer Parkanlage mit Spielplatz Kinder vorbeilaufen und dass sich bei einem solchen Sturz insbesondere kleine Kinder auch schwer verletzen könnten. Auf der Grundlage dieser Erwägungen gelangt sie zur nachvollziehbaren Erkenntnis, es habe sich vorliegend genau diejenige Gefahr verwirklicht, welche der Beschwerdeführer vorausgesehen habe und die er mit der (zumindest für Kinder untauglichen) Warnmarkierung mittels eines Holzpfostens reduzieren habe wollen, nämlich der Sturz einer Person in das von ihm durch die Wegnahme des Schachtdeckels geschaffene Wasserloch. Damit legt sie überzeugend dar, welche zum Erfolg führenden Geschehensabläufe in den wesentlichen Zügen und welche damit einhergehende Gefährdung der Rechtsgüter des Beschwerdegegners 2 der Beschwerdeführer hätte voraussehen müssen. Dementsprechend erscheint es mit der korrekten Auffassung der Vorinstanz als irrelevant, dass der Beschwerdeführer den ihm zur Last gelegten Sachverhalt nicht im Detail voraussah, wodurch sich seine gegen die Voraussehbarkeit der schweren Körperverletzung gerichteten Einwände allesamt als unbegründet erweisen und auch von einem Rückschaufehler, dem der Vorinstanz dem Beschwerdeführer zufolge unterlaufen sei, nicht die Rede sein kann. Damit erübrigt es sich ebenfalls, auf die gegen die vorinstanzliche Begründung hinsichtlich einer eventualiter vorliegenden unbewussten Fahrlässigkeit gerichteten Einwendungen des Beschwerdeführers einzugehen. Ebenfalls braucht nicht auf die gegen die bundesgerichtliche Rechtsprechung hinsichtlich der Adäquanz gerichtete Kritik und die darauf aufbauenden Ausführungen des Beschwerdeführers zum vorliegenden Fall eingegangen zu werden. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich eine Unterbrechung des Kausalzusammenhangs geltend macht, indem er ausführt, dass der Sickerschacht bzw. das Entwässerungsrohr nur aufgrund eines Konstruktionsfehlers zur konkreten Gefahrenquelle hätten werden können, legt er nicht dar, worin genau der angebliche Konstruktionsfehler zu erblicken sei und inwiefern dieser als unmittelbarste Ursache des Erfolgs erscheine und so sein eigenes Verhalten in den Hintergrund dränge bzw. sich kausalitätsunterbrechend auswirke. Mangels Begründung ist auf diese Rüge nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 BGG).