Citation: 6S.439/2003 11.08.2004 E. A

X.________ reichte am 16. Februar 2001 wegen Drohung und Missbrauchs des Telefons Strafanzeige gegen Y.________ ein, aktueller Lebenspartner seines früheren Freundes A.________. Am 9. April 2001 erhob er beim Bezirksgericht zudem Privatstrafklage gegen Y.________, worin er dessen Bestrafung wegen Beschimpfung beantragte. Zuvor - am 29. Januar 2001 - hatten A.________ und seine Schwester B.________ ihrerseits Strafanträge wegen Drohung und Missbrauchs des Telefons gegen X.________ gestellt, zogen diese am 13. bzw. 25. September 2001 aber schriftlich zurück. Am 30. Oktober 2001 wurde X.________ von der Bezirksanwaltschaft V für den Kanton Zürich nochmals als Angeschuldigter befragt. In der entsprechenden Einvernahme erklärte er auf die Aufforderung des Bezirksanwalts, endlich einen Schlussstrich unter die Angelegenheit zu ziehen: "Das sehe ich schon ein. In bin dazu bereit. Ich ziehe den Strafantrag gegen Y.________ zurück, aber nur, wenn die andere Seite ihre Strafanträge ebenfalls zurückzieht. Die Sache soll erledigt sein. Der Rückzug der Anträge muss schriftlich sein." In der Folge stellte die Bezirksanwaltschaft V für den Kanton Zürich die Verfahren gegen X.________ und Y.________ wegen Drohung und Missbrauchs des Telefons mit Verfügungen vom 30. Oktober 2001 ein.