Citation: 1C_452/2018 E. 4.4

4.4. Die Verweigerung des Informationszugangs durch die Vorinstanz ist somit aufgrund einer willkürlichen Auslegung des kantonalen Rechts erfolgt. Der Kirchenrat hatte den Einblick ursprünglich unter Berufung auf ein überwiegendes öffentliches Interesse abgelehnt (vgl. vorn E. 2.2). Die Vorinstanz hat nicht geprüft, ob diese Begründung eine Zugangsverweigerung rechtfertigt. Da das Bundesgericht die Anwendung kantonalen Rechts nur unter dem Gesichtspunkt der Willkür überprüft, kommt eine Motivsubstitution von Vornherein nicht in Betracht. Die Sache ist vielmehr zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.