Citation: 5A_893/2017 E. 3.4.3

3.4.3. Ob bei Dringlichkeit im Sinne von Art. 243 Abs. 2 SchKG das Recht zum Höhergebot nach Art. 256 Abs. 3 SchKG ausgeschlossen werden kann, erübrigt sich zu erörtern (Frage offen gelassen in BGE 131 III 280 E. 2.1, Urteil 5A_27/2013 vom 22. März 2013 E. 3.1; RUSSENBERGER, a.a.O., N. 10 a.E. zu Art. 243). Das Recht zum Höhergebot betrifft neben Grundstücken lediglich die Vermögenswerte mit bedeutendem Wert. Die Frage, ob ein Vermögensgegenstand von bedeutendem Wert vorliegt, richtet sich - entgegen der Meinung des Beschwerdeführers - nach dem Inventarwert und kann im konkreten Fall (bei einem Schätzwert gemäss Konkursinventar von Fr. 3'169.70) ohne weiteres verneint werden (BAUER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Erg. 2017, ad N. 36b zu Art. 231; KREN KOSTKIEWICZ, Kommentar SchKG, 19. Aufl. 2017, N. 21 zu Art. 256). In den übrigen Fällen steht es im freien Ermessen des Konkursamtes, im summarischen Konkursverfahren den Berechtigten die Möglichkeit eines höheren Angebotes zu verschaffen (BGE 131 III 280 E. 2.1; KREN KOSTKIEWICZ, a.a.O., N. 5 zu Art. 231, mit Hinweisen; VOUILLOZ, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N. 33 zu Art. 231; LORANDI, a.a.O., S. 322, 335). Damit kann dem Beschwerdeführer ohnehin nicht gefolgt werden, wenn er auf dem Anspruch besteht, vom Konkursamt zur Einreichung eines höheren Angebotes eingeladen zu werden. Im konkreten Fall deutet nichts auf einen Rechtsfehler in der Anwendung der Regeln über den freihändigen Notverkauf und des eingeräumten Ermessens.