Citation: 2C_163/2014 E. 3.1

3.1. Art. 6 Abs. 1 lit. b RAG, für deren Verletzung der Beschwerdeführer von der RAB sanktioniert wurde,ist eine Zulassungsvorschrift (oben, E. 2.3). In Übereinstimmung mit dem Konzept der Institutsaufsicht richtet sie sich als aufsichtsrechtliche Vorschrift des RAG an das beaufsichtigte Institut selbst und nicht an die natürlichen Personen, welche die Dienstleistung tatsächlich erbringen (vgl. den Randtitel "Voraussetzungen für Revisionsunternehmen"). Mit Art. 18 RAG wurde jedoch, in Abweichung zur Institutsaufsicht, eine Vorschrift geschaffen, in deren Anwendung die für das staatlich beaufsichtigte Unternehmen tätige und die Revisionsdienstleistung tatsächlich erbringende natürliche Person sanktioniert werden kann (E. 2.4 ). Welche gesetzliche Vorschriften im Falle einer Verletzung mit einer Sanktion der natürlichen Person geahndet werden kann, geht aus dem Wortlaut von Art. 18 RAG nicht hervor, und auch der bundesrätlichen Botschaft lassen sich keine diesbezüglichen Erläuterungen entnehmen (Botschaft RAG 2004, BBl 2004 4076 f.; Botschaft RAG 2013, BBl 2013 S. 6880 f. bezieht sich nicht auf die individuelle Zurechenbarkeit über Art. 18 RAG). Die Lehre äussert sich entweder überhaupt nicht zu dieser Frage (so KOLLER/SANWALD, a.a.O., S. 316) oder hält lapidar fest, es müsse sich um eine Vorschrift (des OR, des RAG oder der RAV) handeln, die von den Betroffenen im Zusammenhang mit der Erbringung von Revisionsdienstleistungen zu beachten ist ( PFIFFNER, a.a.O., N. 5 zu Art. 18 RAG).