Citation: 4A_584/2021 E. 3.3

3.3. Es trifft zu, dass die Vorinstanz das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im ersten Satz der Dispositivziffer 1 nur teilweise guthiess und die Begründung des Entscheids knapp ist. Es ist dem angefochtenen Entscheid aber ohne Weiteres zu entnehmen, dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem 13. Oktober 2021, dem Datum des Einreichens des zu beurteilenden, zweiten Gesuchs, die vollständige unentgeltliche Rechtspflege samt unentgeltlichem Rechtsbeistand für das Berufungsverfahren erteilte (angefochtener Entscheid, S. 2). Zusätzlich spezifizierte die Vorinstanz im zweiten Satz der Dispositivziffer 1 ausdrücklich, dass der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem 13. Oktober 2021 die vollständige unentgeltliche Rechtspflege erteilt werde, unter Beiordnung von Rechtsanwalt Gruber als amtlicher Rechtsbeistand. Die Vorinstanz brachte damit ihre Überlegungen, von denen sie sich hat leiten lassen, genügend klar zum Ausdruck, sodass es der Beschwerdeführerin möglich war, den Entscheid anzufechten. Es kommt klar zum Ausdruck, dass sich das "teilweise" Gutheissen auf das zeitliche Moment (ab 13. Oktober 2021) bezieht, die unentgeltliche Rechtspflege aber vollständig gewährt wird. Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV liegt nicht vor.