Citation: 4P.65/2005 11.07.2005 E. 2

Nach Art. 136 lit. d OG ist die Revision eines bundesgerichtlichen Urteils zulässig, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat. Diese Voraussetzung ist gegeben, wenn das Gericht ein bestimmtes Aktenstück oder eine bestimmte wesentliche Aktenstelle übersehen oder unrichtig wahrgenommen hat, obwohl es sie bei gebührender Aufmerksamkeit hätte zur Kenntnis nehmen müssen (BGE 115 II 399 E. 2a). Nicht zulässig ist eine Revision hingegen zur Korrektur einer angeblich unrichtigen Rechtsauffassung des Bundesgerichts oder einer angeblich unrichtigen rechtlichen Würdigung von richtig aufgefassten Tatsachen (BGE 96 I 279 E. 3). Zur rechtlichen Würdigung gehört auch die Entscheidung der Frage, ob eine Tatsache rechtserheblich sei oder nicht (BGE 122 II 17 E. 3 mit Hinweisen; 115 II 399 E. 2a). Der Gesuchsteller führt als erhebliche vom Bundesgericht aus Versehen nicht berücksichtigte Tatsache an, dass das Kreisamt Davos auf Seite 9 der Verfügung vom 5. Mai 2004 festhält: "Die vom Gesuchsgegner beantragte Ansetzung einer Klagefrist sei nach Auffassung des Gesuchstellers nicht nötig, man könnte aber "damit leben"." Der Gesuchsteller hält diese Aktenstelle für wesentlich, weil sich daraus ergebe, dass er stets die Ansetzung einer Klagefrist und somit die Überführung ins ordentliche Verfahren beantragt habe und der heutige Gesuchsgegner sich nicht kategorisch gegen diesen Antrag gewehrt habe. Daraus leitet der Gesuchsteller ab, er habe davon ausgehen dürfen, dass ihm das erstinstanzliche Gericht eine Klagefrist ansetze, weshalb er sich nicht veranlasst gesehen habe, im Massnahmeverfahren andere als die in Art. 138 Ziff. 4 ZPO/GR aufgeführten Beweismittel zu verlangen.