Citation: 5A_624/2017 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz hat eine Beistandspflicht des Beschwerdeführers gegenüber seiner Ehefrau für die Erfüllung von deren Unterhaltspflicht gegenüber ihrer Pflegetochter angenommen. Dabei stützt sie sich auf Art. 159 Abs. 3 ZGB und wendet Art. 278 Abs. 2 ZGB analog an. Im Rahmen des Eheschutzes sollen soweit wie möglich die bestehenden Verhältnisse fortgesetzt werden. Der Ehemann habe bereits vor Eheschluss gewusst, dass die Ehefrau für ihre Pflegetochter finanziell aufzukommen habe. Er habe der Aussage der Ehefrau, dass er die Aufnahme von C.________ unterstützte, nicht widersprochen. Der Ehemann sei dann auch während des Zusammenlebens finanziell für C.________ aufgekommen. Seinem Einwand, die diesbezüglichen Zahlungen seien ohne Rechtspflicht erfolgt, entgegnet die Vorinstanz, dass er die Zahlungen während des Zusammenlebens unbestrittenermassen geleistet habe und dies notabene auch nach der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes weiter tue. Auch wenn die Eheleute nun getrennt leben, würden die Ehewirkungen nach Art. 159 Abs. 3 ZGB vorübergehend fortdauern. Inwiefern ein Pflegekind, für welches während Jahren finanziell aufgekommen worden sei, nach Auflösung des gemeinsamen Haushalts nun plötzlich anders als ein Stiefkind zu stellen sei, sei nicht ersichtlich und lasse sich auch nicht begründen.