Citation: 8C_373/2010 03.08.2010 E. 7.1

7.1.1 Die Vorinstanz hat erwogen, schon im vorangegangenen Gerichtsverfahren habe festgestanden, dass eine vertrauensärztliche Abklärung sachlich gerechtfertigt sei. Die in der Folge durchgeführte Exploration durch den Kantonsarzt habe, wie dieser schlüssig darlege, gezeigt, dass eine psychiatrische Abklärung der Arbeitsfähigkeit erforderlich sei. Der Kantonsarzt sehe sich ausserstande, die Arbeitsfähigkeit umfassend und nach allen Seiten zu beurteilen. Er sei dezidiert der Ansicht, dass ein Facharzt für Psychiatrie sich zu diesem Punkt zu äussern habe und dass der vom Beschwerdeführer beigebrachte Bericht des Psychiaters Dr. med. W.________ (vom 5. Juli 2007) keine ausreichende Basis darstelle, um die Arbeitsfähigkeit beurteilen zu können. Damit der Beschwerdeführer arbeiten dürfe, hätte der Kantonsarzt positiv die Arbeitsfähigkeit bestätigen müssen. Dazu habe sich der Arzt aber nicht imstande gesehen. Abzuklären sei, ob der Beschwerdeführer angesichts seines schon während Jahren beobachteten und nun noch zugespitzt an den Tag getretenen Verhaltens in der Lage sei, den Lehreralltag, welcher verschiedene massive Belastungssituationen mit sich bringe, zu bewältigen. Dass der Beschwerdeführer in den vorangegangenen Belastungssituationen keine adäquaten Verarbeitungsstrategien entwickelt habe, bestätige sogar Dr. med. W.________, der davon schreibe, dass "irreparable Schäden vor allem beim Expl. entstanden seien". In der Zwischenzeit habe sich die Situation keineswegs beruhigt, sondern im Gegenteil verschärft, wovon die verschiedenen Bewältigungsversuche des Beschwerdeführers zeugten. Nebst der langen Reihe von "Gegnern" falle auf, dass immer mehr auch die nahestehenden Personen ins feindliche Lager gestellt würden, so z.B. die damalige Freundin des Beschwerdeführers, die ehemals gute Arbeitskollegin, aber auch der Vater. Wenn die Anstellungsbehörde bei dieser Sachlage auf der Durchführung der Abklärung beharrt habe, sei dies sachlich gerechtfertigt. 7.1.2 In der Beschwerde wird eingewendet, bereits die im früheren kantonalen Gerichtsverfahren beurteilte Anordnung einer vertrauensärztlichen Untersuchung sei nicht erforderlich und unverhältnismässig gewesen. Das gelte erst recht für die hier zur Diskussion stehende Anordnung einer psychiatrischen Abklärung, welche als schikanös zu betrachten sei und gegen Treu und Glauben verstosse. Sämtliche hiefür angegebenen Gründe (der Beschwerdeführer verweist insbesondere auf verschiedene, von ihm beanstandete Verhaltensweisen seitens der Vorgesetzten, auf seines Erachtens ungerechtfertigte Vorwürfe, auf die erfolgte Zusprechung einer Genugtuung und auf den Rückhalt, welchen er von einem Teil der Schülereltern erfahre) vermögen indessen nicht, die vorinstanzliche Beurteilung als willkürlich erscheinen zu lassen. Massgebend ist, ob genügend Anhaltspunkte dafür bestanden, die Arbeitsfähigkeit sei durch eine psychische Problematik in Frage gestellt und bedürfe daher fachärztlicher Abklärung. Das kantonale Gericht hat dies und auch die Verhältnismässigkeit der Massnahme in nicht unhaltbarer Weise bejaht. Es hat dabei namentlich auf die Aussagen des Kantonsarztes abgestellt und die aktenkundigen Begleitumstände, einschliesslich der Aussagen des Dr. med. W.________, mitberücksichtigt. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung hat sich der Kantonsarzt hiebei auch auf eigene Beobachtungen von psychischen Auffälligkeiten stützen können. Er erwähnte im Bericht vom 18. April 2008 u.a., dass der Beschwerdeführer während der vertrauensärztlichen Exploration vom 14. April 2008 mehrmals durch kurze, aber heftige aggressive Ausbrüche gegenüber dem Vater, der ihn bei der Abklärung begleitete, auffiel. Entscheidend ist aber ohnehin nicht, ob der Kantonsarzt selber eine psychiatrische Diagnose zu stellen vermochte, sondern ob er eine fachärztliche psychiatrische Untersuchung für erforderlich erachtete. Dies hat der Kantonsarzt gestützt auf seine eigenen Feststellungen und die Aktenlage in nachvollziehbarer Weise bejaht und begründet. Er legte dabei auch überzeugend dar, weshalb er die vorhandenen medizinischen Berichte, einschliesslich desjenigen des Dr. med. W.________ nicht für genügend erachtete, um den psychischen Gesundheitszustand und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verlässlich beurteilen zu können. Wenn das kantonale Gericht auf diese kantonsärztlichen Einschätzungen abgestellt hat, ist dies nicht willkürlich.