Citation: 6B_265/2024 E. 1.3.5

1.3.5. Die Kritik des Beschwerdeführers ist insofern berechtigt, als sich diese gegen den letztgenannten Punkt richtet. Stellt sich - wie vorliegend - hinsichtlich mehrerer Strafen die Vollzugsfrage, können die Sanktionen in Wechselwirkung miteinander treten. Es ist deshalb zu prüfen, ob bzw. wie sich die einzelnen Sanktionsformen gegenseitig beeinflussen (vgl. hierzu auch E. 1.1.3). Die Vorinstanz bezieht indessen die Frage, wie sich der Vollzug - bzw. ein allfälliger Teilvollzug (vgl. E. 1.3.3) - der neuen und gegenüber der Geldstrafe deutlich eingriffsintensiveren Freiheitsstrafe auswirkt, nicht in die Prüfung des Widerrufs ein und lässt damit ein massgebliches Prognosekriterium zu Unrecht ausser Acht. Die Beschwerde ist deshalb diesbezüglich gutzuheissen. Die Vorinstanz wird im Rahmen der Neubeurteilung auch zu prüfen haben, welche Verbesserung der Legalprognose vom Vollzug oder allenfalls Teilvollzug der neuen Sanktion zu erwarten ist. Auf der Grundlage dieser Einschätzung sowie der von ihr bereits festgestellten weiteren Prognosekriterien wird sie entscheiden müssen, ob sich der vom Beschwerdeführer beantragte Verzicht auf den Widerruf rechtfertigt.