Citation: 9C_150/2022 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer erinnert daran, das Bundesgericht habe die Sache an das kantonale Gericht zurückgewiesen, weil dieses in seinem vorigen Entscheid vom 18. Mai 2020 auf ein psychiatrisches Administrativgutachten des Dr. D.________ abgestellt habe, das keine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erlaube. Das aufgrund dieses Rückweisungsentscheids eingeholte Gerichtsgutachten des Dr. E.________ weise seinerseits unheilbare Mängel auf; es werde den Qualitätsanforderungen nicht gerecht. Nicht nachvollziehbar sei, dass der Gerichtsgutachter das (zweifach ergänzte) psychiatrische Gutachten von Dr. D.________ als Quelle seiner medizinischen Überlegungen und Diagnosen aufführe und er sich zudem für seine Schlussfolgerungen sehr stark auf dieses Vorgutachten berufe. Dies vertrage sich nicht mit dem bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid. Ein Auszug der einschlägigen Vorakten, darunter namentlich des medizinischen Dossiers, gehört zu den notwendigen Bestandteilen einer Expertise. Zum Vorwurf, das Gerichtsgutachten stütze sich auf nicht beweiswertige Schlussfolgerungen eines Vorgutachtens, äussert sich bereits die Vorinstanz. Sie erwägt, die Rüge, der Gerichtsgutachter mache sich die Auffassung von Dr. D.________ zu eigen, sei vor dem Hintergrund der umfassenden Anamnese und Befunderhebung haltlos. Die Notwendigkeit, sich mit der Einschätzung von Dr. D.________ auseinanderzusetzen, habe sich bereits aus dem Gutachtensauftrag ergeben; dies sei auch erforderlich gewesen, um die Fragen zur Entwicklung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit beantworten zu können (angefochtenes Urteil, S. 11 f. E. 4.2.2). Mit diesen Argumenten der Vorinstanz setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Insoweit kann auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werden (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 140 III 86 E. 2). Im Übrigen bleibt festzuhalten, dass das Gerichtsgutachten auf einer vollständigen Eigenbeurteilung des Sachverständigen beruht (vgl. dazu S. 21-39 des Gutachtens, im Einzelnen: Anamnese, geklagte Beschwerden und weitere Angaben des Exploranden, objektive Befunde, Diagnosen, bisherige Behandlung und Eingliederung, Ressourcen, gesundheitlich resp. anderweitig bedingte Funktionseinschränkungen). Im Rahmen dieser Beurteilung durfte und musste der Gerichtsgutachter auch frühere Einschätzungen berücksichtigen, wie schon die Vorinstanz festgehalten hat. Das Bundesgericht erkennt im Rückweisungsentscheid vom 15. Oktober 2020, das psychiatrische Administrativgutachten von Dr. D.________ erlaube keine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (E. 3.2.3). Die Kritik des Bundesgerichts beruht darauf, dass das Gutachten D.________ keine hinreichenden Angaben zu den rechtsprechungsgemäss massgeblichen Indikatoren für die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit (vgl. BGE 141 V 281) enthält und sich aus der Expertise auch nicht ergibt, dass dies überwiegend wahrscheinlich auf einer mangelnden Kooperationsbereitschaft des Versicherten zurückzuführen gewesen wäre (a.a.O. E. 3.2.2). Diese Feststellungen bedeuten nicht, dass der Gerichtsgutachter zur Beantwortung medizinischer Belange nicht auf Elemente jener Expertise Bezug nehmen durfte. In bestimmten Punkten folgt der Gerichtsgutachter der Einschätzung von Dr. D.________ denn auch. Die vom Beschwerdeführer beanstandete Folgerung von Dr. E.________, spätestens im Zeitpunkt der Begutachtung durch Dr. D.________ im September 2015 bestehe eine vollständige Arbeitsfähigkeit, ist aufgrund seiner eigenen Einschätzung "anhand des nun weiteren blanden Verlaufs über viele Jahre plausibel und nachvollziehbar" (Gerichtsgutachten S. 40). Damit hat der Gerichtsgutachter E.________ keineswegs, wie der Beschwerdeführer geltend macht, beim Vorgutachter "abgeschrieben".