Citation: 1C_180/2013 E. 3.3.1

3.3.1. Der Regierungsrat hat in seinem Entscheid die Gründe dargelegt, die dafür sprechen, dass mit den Abwasseranlagen auch Grund und Boden an die Abwasser Uri übergehen soll. Auszugehen sei davon, dass die Abwasser Uri ihre Aufgabe effizient und kostengünstig soll ausführen können. Hierfür bedürfe sie einer auf lange Zeit angelegten Ausgestaltung der Rechtsverhältnisse. Dies erfordere, dass auch Grund und Boden übertragen werde. Im Falle von grösseren baulichen Bauten an den bestehenden Abwasseranlagen oder eigentlichen Erneuerungen werde auch der Grund betroffen. Damit werde der Abwasser Uri eine effiziente Aufgabenerfüllung ermöglicht. Die unmittelbare Herrschaft über den Boden, auf dem sich die Abwasseranlage befindet, liege zweifelsfrei im öffentlichen Interesse und diene der Abwasser Uri zur Erfüllung ihrer gesetzlich umschriebenen Aufgabe. Der Regierungsrat hat das Interesse der Gemeinde am Erhalt ihres Eigentums nicht unberücksichtigt gelassen. Er hat die Möglichkeit der Errichtung eines Baurechts über die Abwasseranlage zugunsten der Abwasser Uri erwogen. Das Interesse der Gemeinde an dieser Lösung hat der Regierungsrat indes als gering eingestuft. Er führte aus, der entsprechende Grund und Boden stelle Verwaltungsvermögen dar und liege in der Zone für öffentliche Bauten. Damit stelle der Boden auch langfristig gesehen kein realisierbares Aktivum dar. Die Zweckbestimmung des entsprechenden Grundstücks liege einzig in der Besorgung einer öffentlichen Aufgabe, die nunmehr der Abwasser Uri übertragen sei. Damit sei die faktische Verfügungsmacht der Beschwerdeführerin über das Grundstück auch im Falle der Konstituierung eines Baurechts von geringer Bedeutung.