Citation: 2C_680/2021 E. 1.3.2

1.3.2. In sachlicher Hinsicht legt Art. 12 Satz 1 MWST-Vereinbarung CH-FL 2012 fest, dass vor Bundesgericht (einzig) "letztinstanzliche liechtensteinische Entscheidungen über materielle Vorschriften des Mehrwertsteuerrechts" anfechtbar sind. Dies ist dahingehend zu verstehen, dass "der Rechtszug an das Schweizerische Bundesgericht nur in Auslegungs- oder Anwendungsfragen der Mehrwertsteuergesetzgebung offen stehen soll" (Botschaft FL 1994, a.a.O., 8 zu Art. 1 Abs. 3). Im Anschluss daran ergänzt Art. 73 Abs. 2 MWSTG/FL 2009, dass (einzig) die "Verletzung von Rechtsvorschriften der liechtensteinischen Mehrwertsteuergesetzgebung und der gemäss dieser Gesetzgebung anwendbaren Vorschriften" gerügt werden könne (Urteil 2C_359/2016 vom 4. Oktober 2016 E. 1.3.1). Dabei handelt es sich um die Bereiche, "welche den Kerngehalt des Mehrwertsteuersystems ausmachen" (vorne E. 1.2.4).