Citation: 4A_130/2023 E. 3.1.2

3.1.2. Der Einberufungsrichter unterzieht das Einberufungs- und Traktandierungsbegehren keiner materiellen Prüfung. Denn die richterliche Einberufung gestützt auf Art. 699 Abs. 4 aOR ist eine rein formelle Massnahme, die inhaltlich weder die Generalversammlung noch den Richter bindet, der über die Anfechtung von Beschlüssen entscheidet, die an der auf richterliche Anordnung hin einberufenen Versammlung gefasst worden sind (BGE 142 III 16 E. 3.1; Urteile 4A_369/2022 vom 7. Februar 2023 E. 9.1; 4A_441/2021 vom 28. Dezember 2021 E. 1.1; 4A_508/2020 vom 25. März 2021 E. 3.1; 5A_142/2019 vom 29. April 2020 E. 3.4.1.1; 4A_529/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2). Der Einberufungsrichter hat daher bei einem Einberufungsgesuch auch nicht zu beurteilen, ob die an der Generalversammlung zu fassenden Beschlüsse gültig sein werden. Diese Fragen sind vielmehr erst im Rahmen einer allfälligen Anfechtungs- oder Nichtigkeitsklage (Art. 706 ff. OR) gegen die gefassten Beschlüsse zu prüfen (BGE 142 III 16 E. 3.1; Urteile 4A_369/2022 vom 7. Februar 2023 E. 9.1; 4A_558/2021 vom 28. Februar 2022 E. 5.1; 4A_441/2021 vom 28. Dezember 2021 E. 1.1 4A_508/2020 vom 25. März 2021 E. 3.1; 5A_142/2019 vom 29. April 2020 E. 5.2; 4A_184/2019 vom 15. Juli 2019 E. 2.1; 4A_529/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2).