Citation: 6B_841/2019 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer anerkennt, wegen einer (versuchten) Katalogtat gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB verurteilt worden zu sein, beruft sich aber auf die Härtefallklausel des Art. 66a Abs. 2 StGB und macht geltend, durch den völker- und verfassungsrechtlichen Schutz des Privat- und Familienlebens sei eine Landesverweisung nur zulässig, wenn sie mit Art. 8 EMRK und Art. 13 BV vereinbar sei. Im Sinne des Verhältnismässigkeitsprinzips müsse die politische und wirtschaftliche Situation im Ausschaffungsland berücksichtigt werden. Im Einzelnen rügt er eine willkürliche Würdigung bezüglich der familiären Situation (Ziff. 23), der möglichen Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt im Irak (Ziff. 25), der Integration in der Schweiz sowie der Reintegrationschancen im Irak (Ziff. 26 und 27) unter Nichtbeachtung des Non-Refoulement-Prinzips und einer Rachegefahr (Ziff. 29 und 30) sowie der fehlenden vorinstanzlichen Äusserung zur Thematik seiner Anwesenheitsdauer in der Schweiz (Ziff. 32). Er schliesst, unter Würdigung aller Umstände sei von einem schweren persönlichen Härtefall auszugehen (Ziff. 33). In der Interessenabwägung sprächen erhebliche Gründe zu seinen Gunsten und wäre eine Landesverweisung unverhältnismässig (Ziff. 35). Mit Ausnahme der versuchten schweren Körperverletzung seien keine überaus gravierenden Straftaten zu verzeichnen; dieses Einzeldelikt reiche als Katalogtat nicht aus (Ziff. 36). Damit wögen seine privaten Interessen am Verbleib in der Schweiz deutlich höher als die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung. Mit der Interessenabwägung zu seinen Ungunsten verletze die Vorinstanz Bundesrecht und Art. 8 EMRK (Ziff. 37).