Citation: U 262/05 07.05.2007 E. 5

Zu beurteilen bleibt damit die Adäquanz des Kausalzusammenhangs. 5.1 Vorinstanz und SUVA haben die Adäquanzbeurteilung nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen gemäss BGE 115 V 133 vorgenommen. Der Beschwerdeführer hält dagegen, auf Grund des in seinem Fall ausgewiesenen typischen Beschwerdebildes nach HWS-Distorsionen oder äquivalenten Verletzungsmechanismen könne keine Rede davon sein, die körperlichen Beeinträchtigungen seien im Vergleich zur psychischen Problematik ganz in den Hintergrund getreten, weshalb der adäquate Kausalzusammenhang nach den in BGE 117 V 359 dargelegten Grundsätzen zu prüfen sei. 5.2 Die Vorinstanz hat zunächst zutreffend dargelegt, dass vom Grundsatz, wonach die Adäquanzbeurteilung nach HWS-Distorsionen (ohne organisch nachweisbare Unfallfolgeschäden) grundsätzlich nach der in BGE 117 V 359 E. 6a und 6b S. 366 sowie 369 E. 4b S. 382 dargelegten Rechtsprechung ohne Differenzierung zwischen körperlichen und psychischen Beschwerden zu erfolgen hat, dann abzuweichen ist, wenn die zum typischen Beschwerdebild eines HWS-Schleudertraumas gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur ausgeprägten psychischen Problematik aber unmittelbar nach dem Unfall ganz in den Hintergrund treten oder die physischen Beschwerden im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben. Diesfalls ist die Prüfung der adäquaten Kausalität praxisgemäss unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall gemäss BGE 115 V 133 vorzunehmen (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103, 123 V 98 E. 2a S. 99; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437, U 164/01). 5.3 Soweit die Vorinstanz indessen erwägt, beim psychischen Krankheitsbild, das im Anschluss an das beim Unfall erlittene zervikozephale Syndrom auftrat, handle es sich nicht bloss um Symptome des beim Unfall erlittenen Schleudertraumas der HWS bzw. um eine diesem äquivalente Verletzung, sondern um eine selbstständige (sekundäre) Gesundheitsschädigung, kann ihr nicht ohne weiteres gefolgt werden. Die psychischen Beschwerden wurden mit der Diagnose einer "leichtgradigen Anpassungsstörung" erstmals im Bericht des psychosomatischen Konsiliums der Rehaklinik Y.________ vom 23. April 2001 im Rahmen des stationären Aufenthalts vom 28. März bis 2. Mai 2001 erwähnt. Ob diese leichte psychische Störung rund viereinhalb Monate nach dem Unfall tatsächlich für die Annahme genügt, die physischen Beschwerden seien gegenüber den psychischen ganz in den Hintergrund getreten (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 439 E. 3b, U 164/01; Urteil U 132/01 vom 21. September 2004), erscheint deshalb fraglich, kann letztlich aber offen gelassen werden. Denn auch wenn die Beurteilung der Adäquanz nach Massgabe der in BGE 117 V 366 E. 6a publizierten Rechtsprechung zu erfolgen hat, ist diese zu verneinen, wie im Folgenden zu zeigen ist.