Citation: 6B_884/2013 E. 3.4.1

3.4.1. Der Beschwerdeführer wohnte zusammen mit seiner Freundin, beherbergte zeitweise in der gegenüberliegenden Wohnung Kollegen und liess einen Bekannten regelmässig in der eigenen Wohnung, in der sich der fragliche Schrank befand, übernachten. Soweit der Beschwerdeführer sich in unzulässiger Weise von diesem verbindlichen Sachverhalt der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) entfernt, ist er mit seiner Kritik nicht zu hören. Die Bekannten des Beschwerdeführers aus der rechtsextremen Szene wie auch die Freundin sind Dritte im Sinne von Art. 26 Abs. 1 WG. Besondere Vorsichtsmassnahmen waren mit Blick auf das Alter der Mitbewohnerin und der Gäste nicht geboten. Die Freundin des Beschwerdeführers wurde in der fraglichen Zeit volljährig und das Alter der Besucher wurde nicht festgestellt. Es ist deshalb davon auszugehen, dass sich im fraglichen Haushalt weder Kinder noch Jugendliche aufhielten. Ebenso wenig wurden in Bezug auf die Mitbewohnerin des Beschwerdeführers spezielle Umstände (Hang zu Waffen, Suizidalität etc.) festgestellt, die besondere Anforderungen an die Sorgfalt gestellt hätten. Für erhöhte Sorgfaltspflichten sprechen die Gefährlichkeit der Waffe (einer Pistole Walther PPS) sowie die Tatsache, dass diese zusammen mit dem Magazin und der Munition im selben Kasten aufbewahrt wurde, was eine Munitionierung ohne Weiteres erlaubt hätte. Beim Beschwerdeführer wurden rund 20 Schusswaffen sichergestellt. Nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen handelt es sich bei ihm um eine an Waffen interessierte Person. Er selbst bezeichnet sich als "Waffennarr" und unterstreicht, er sei unter anderem als Waffensammler in der Waffenszene regional bekannt gewesen (Beschwerde S. 11). Diese Umstände akzentuieren eine erhöhte Sorgfaltspflicht, selbst wenn die Räumlichkeiten des Beschwerdeführers zweifelsohne nicht mit jenen eines Waffengewerbetreibenden gleichgestellt werden können. Ein solcher hat nach Papsthart unter anderem nach Ladenschluss die Schusswaffen unter Verschluss zu halten sowie Schaufenster und Eingangstüren gegen Einbruch zu sichern (Papsthart, a.a.O., N. 3 zu § 36 D-Waffengesetz). Gleichwohl muss sich der Beschwerdeführer seine auch Dritten bekannte Vorliebe zu Waffen und seine umfangreiche Waffensammlung in privaten Räumen im Rahmen der Sorgfaltsbemessung entgegenhalten lassen.