Citation: 1C_842/2013 E. 2.4.3

2.4.3. Auch soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die am 11. März 2012 angenommene Zweitwohnungsinitiative habe den Druck auf bestehende Hotelbetriebe erhöht, weshalb sich ein vollständiges Umnutzungsverbot rechtfertige, ist ihre Argumentation nicht stichhaltig. Es fehlt vorliegend ein Zusammenhang zwischen der Annahme der Zweitwohnungsinitiative und dem beschlossenen Umnutzungsverbot von Hotels in Dienstleistungs-, Produktions- und Erstwohnungsflächen. Es ist nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht dargelegt, weshalb solche Umnutzungen aufgrund der Annahme der Zweitwohnungsinitiative zunehmen sollten. Wie der Beschwerdegegner zutreffend ausführt, dürfte eher das Gegenteil der Fall sein. Bauland, welches ursprünglich für Zweitwohnungsüberbauungen vorgesehen war, kann seit Annahme von Art. 75b BV nicht mehr mit Zweitwohnungen überbaut werden. Damit vergrössert sich das Angebot an Bauland, welches neu für Dienstleistungs-, Produktions- und Erstwohnungsflächen zur Verfügung steht, was zu einem Rückgang der Nachfrage führen könnte, bestehende Hotels in solcher Weise umzunutzen. Jedenfalls aber vermag die Zweitwohnungsinitiative keine "erheblich geänderten Verhältnisse" im Sinne von Art. 21 Abs. 2 RPG zu begründen, welche es erlauben würden, die am 4. November 2011 total revidierte Ortsplanung dergestalt bereits wieder abzuändern, dass die Umnutzung bestehender Hotels in Dienstleistungs-, Produktions- und Erstwohnungsflächen neu verboten wird. Dies gilt umso mehr, als ein solches Umnutzungsverbot im Rahmen der Ortsplanungs-Totalrevision ausdrücklich diskutiert und verworfen wurde. Die Planungszone verstösst damit in der beschlossenen Form gegen das Gebot der Planbeständigkeit gemäss Art. 21 Abs. 2 RPG und wurde von der Vorinstanz zu Recht teilweise aufgehoben. Eine Verletzung der Autonomie der Beschwerdeführerin liegt nicht vor.