Citation: 2C_596/2023 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat betreffend Abhängigkeit der Beschwerdeführerin 1 vom Beschwerdeführer 2 vor deren Umzug in die Schweiz im Mai 2022 erwogen, dass der Beschwerdeführer 2 seit 2013 nicht mehr in Australien und folglich fast 10 Jahre getrennt von der Beschwerdeführerin 1 gelebt habe. Ferner hielt die Vorinstanz gestützt auf den Bericht der die Beschwerdeführerin 1 in Australien behandelnden Ärztin vom 7. August 2022 fest, dass die Beschwerdeführerin 1 bis zum Tod ihres Ehemannes im April 2022 von diesem unterstützt und gepflegt worden sei. Dass der Beschwerdeführer 2 trotz der räumlichen Distanz und der Pflege durch den Ehemann eine entscheidende Rolle in der Betreuung bzw. Pflege der Beschwerdeführerin 1 gespielt hätte, ist weder geltend gemacht noch belegt. Der Verweis auf im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Online-Bestellungen für die Eltern, mit denen die Beschwerdeführer begründen wollen, dass der Beschwerdeführer 2 die "existentiell-notwendige Bezugsperson" für die Eltern gewesen sei, genügt dafür nicht. Vielmehr schildern sie damit lediglich ihre eigene Sicht der Dinge und stellen diese jener der Vorinstanz gegenüber, ohne zu begründen, inwiefern die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung willkürlich sein sollte. Eine solche Kritik gilt als appellatorisch und genügt im bundesgerichtlichen Verfahren nicht (vgl. vorstehend E. 2.2). Die Vorinstanz durfte nach dem Gesagten willkürfrei darauf schliessen, dass sich der Beschwerdeführer 2 bis zur Einreise der Beschwerdeführerin 1 in die Schweiz nicht in besonderem Masse um die Beschwerdeführerin 1 kümmerte. Im Übrigen beschlagen die Vorbringen nicht den Sachverhalt, sondern die rechtliche Würdigung, ob zwischen dem Beschwerdeführer 2 und der Beschwerdeführerin 1 ein von Art. 8 EMRK geschütztes Abhängigkeitsverhältnis besteht (nachfolgend E. 5.2 f.).