Citation: 8C_622/2018 E. 3.1.1

3.1.1. Die Vorinstanz hat zunächst erkannt, die Beurteilung der ABI in Bezug auf den somatischen Gesundheitszustand sei nicht streitig. Das Vorbringen der Versicherten, der psychiatrische Sachverständige sei nicht auf das traumatisierende Ereignis von 2007 eingegangen, bei dem sie in der Waschküche des Kinderheimes auf blutige Kleider einer ermordeten Jugendlichen gestossen sei, weshalb eine posttraumatische Belastungsstörung vorliege, überzeuge nicht. Es habe nie eine psychiatrische Behandlung stattgefunden. Gegenüber dem psychiatrischen Sachverständigen habe sie das Ereignis von 2007 nicht erwähnt, vielmehr habe sie die Frage ausdrücklich verneint, an Ängsten oder Phobien zu leiden. Im Übrigen sei die Versicherte offenkundig jahrelang in der Lage gewesen, ohne irgendwelche Einschränkungen einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Daher sei es unglaubwürdig, wenn sie geltend mache, sie könne nicht allein in eine Waschküche gehen, zumal sie in ihrem Haushalt die Wäsche offenbar selbst erledige. Unter diesen Umständen vermöchten die Vorbringen der Versicherten das psychiatrische Teilgutachten nicht zu entkräften.