Citation: 1C_481/2014 E. 2.3

2.3. Aus der Beschwerdeschrift geht an anderer Stelle hervor, dass der Beschluss vom 3. Juni 2014, auf welchen das Obergericht in seiner Entscheidbegründung verwiesen hat, der Beschwerdeführerin vorlag, auch wenn sie mit ihren Ausführungen zur Begründungspflicht den gegenteiligen Eindruck erweckt. Jener auf die Strafanzeige ihres Ex-Ehemanns ergangene Beschluss betrifft im Wesentlichen denselben Sachverhalt; er erging früher, da der Ex-Ehemann der Beschwerdeführerin bereits einige Monate vor ihr Strafanzeige eingereicht hatte (vgl. zum Ganzen das Urteil des Bundesgerichts 1C_325/2014 vom 12. Dezember 2014). Das Obergericht legte darin dar, weshalb eine Ermächtigung zur Strafverfolgung wegen Abhörens und Aufnehmens fremder Gespräche zu verweigern sei. Die Beschwerdeführerin war somit durchaus in der Lage, sich über die Tragweite des angefochtenen Entscheids Rechenschaft zu geben und ihn sachgerecht anzufechten. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist deshalb zu verneinen.