Citation: 6S.346/2005 02.02.2006 E. A

X.________ fuhr am 14. August 2002, um 05.45 Uhr, mit seinem beladenen Lastwagen in Etzgen AG auf der Rheintalstrasse von Laufenburg herkommend in Richtung Schwaderloch. Zur gleichen Zeit war A.Y.________ auf der gleichen Strasse mit seinem Lieferwagen auf der Gegenfahrbahn in Richtung Laufenburg unterwegs. Aus unbekannten Gründen geriet A.Y.________ in der Folge mit seinem Lieferwagen plötzlich nach links über die Leitlinie hinaus, so dass es zwischen den beiden Fahrzeugen zu einer massiven Streifkollision kam. Nach dem Zusammenstoss stiegen beide Fahrzeuglenker unverletzt aus ihren Fahrzeugen aus. Um die Unfallstelle abzusichern, fuhr X.________ anschliessend mit seinem Lastwagen im Schritttempo rückwärts in Richtung Endlage des Lieferwagens. Ca. 50 Meter vor dem Lieferwagen hatte er über den Aussenspiegel Sichtkontakt zu A.Y.________, welcher sich aus Eigeninitiative zwecks Zeichengabe an den Strassenrand in den Raum hinter dem Lastwagen begeben hatte. Daraufhin ging der Sichtkontakt verloren. Im Verlauf des weiteren Rückwärtsmanövers nahm X.________ ein Rumpeln im hinteren Teil des Lastwagens wahr und begann in Richtung Strassenmitte zu korrigieren, da er der Meinung war, über einen Entwässerungsschacht oder einen Markstein gefahren zu sein. Nachdem es ein weiteres Mal gerumpelt hatte, fuhr X.________ noch ein Stück rückwärts und erkannte nun im Scheinwerferlicht, dass A.Y.________ unter den Lastwagen geraten war. Dieser wurde von den rechten Rädern der beiden hinteren Doppelachsen überrollt und auf der Stelle getötet.