Citation: 6B_1332/2016 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer wehrt sich gegen den Freispruch des Beschwerdegegners 1. Unbestritten sei, dass die Rules of Golf und die Golfetikette zur Anwendung kämen. Ein Golfspieler habe sich vor dem Abschlag zu vergewissern, dass niemand in seiner Nähe stehe oder sonst an einem Ort, wo er von einem Golfball getroffen werden könnte. Es gelte eine scharfe Beobachtungspflicht für den schlagenden Golfer. Die Gefahrenzone müsse je nach Spieler unterschiedlich breit und weit definiert werden. Der Spieler müsse sämtliche Mitspieler und andere Personen im Gefahrenbereich vor jedem Abschlag warnen. Die Golf Course Design Safety Guidelines seien nur minimale Richtlinien. Bei 360'000 gespielten Golfrunden in zehn Jahren landeten (ausgehend von 8 % Fehlschlägen) 2'880 Schläge pro Jahr oder ca. 8 Schläge pro Tag ausserhalb der 15 Grad-Zone. Auf einer Distanz von 60 Metern nütze der Warnruf "Fore" nichts. Der Spieler dürfe nicht abschlagen, solange sich die anderen Personen nicht aus der Gefahrenzone entfernt hätten. Auch aus weiteren ins Recht gelegten Richtlinien gehe hervor, dass sich der Abschlagplatz Nr. 7 in der Gefahrenzone des Abschlagplatzes Nr. 9 befinde. Die Vorinstanz gehe von einem falschen Ansatz aus. Der Fehlschlag eines Golfspielers sei nichts Aussergewöhnliches und der Golfsport bestehe hauptsächlich aus Fehlschlägen. Der Beschwerdegegner 1 hätte im Wissen um seine Spielfähigkeiten und der grossen Wahrscheinlichkeit eines abirrenden Golfballes ihm (dem Beschwerdeführer) und seiner Gruppe zwingend durch Rufen vor dem Abschlag die Möglichkeit geben müssen, Schutz vor einem allfälligen Fehlschlag zu suchen (Beschwerde S. 21 ff.).