Citation: 9C_648/2019 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog, es sei nicht entscheidend, ob eine tubuläre Brustdeformität oder eine Mammaptose bestünde. Sie hielt dennoch fest, die Einschätzung des Vertrauensarztes der Beschwerdegegnerin sei überzeugend, wonach bei der Beschwerdeführerin eine Mammaptose vorliege. Das kantonale Gericht zog weiter in Erwägung, die Beschwerdeführerin beklage keine körperlichen Beschwerden und eine psychische Störung mit ausgeprägtem Krankheitswert sei auch nicht ausgewiesen. Betreffend den ästhetischen Mangel erwog es, die weibliche Brust sei für das ästhetische Empfinden zweifellos bedeutsam. Form und Grösse einer Brust könnten aber variieren, gleich wie die Meinung, was als normal zu bezeichnen sei. Aufgrund der sich in den Akten befindenden Fotokopien sei die Brustdeformität der Beschwerdeführerin bei objektiver Betrachtung nicht als entstellend zu qualifizieren. Aus der Kostengutsprache bezüglich ihrer Zwillingsschwester könne die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten, denn auch bei eineiigen Zwillingen müsse der Phänotyp nicht identisch sein. Die Vorinstanz kam zum Schluss, der geplante chirurgische Eingriff sei keine Pflichtleistung der obligatorischen Krankenversicherung.