Citation: 2C_599/2017 E. 3.4

3.4. Die Ausführungen der Vorinstanz halten vor Bundes- und Konventionsrecht stand. Es ist unbestritten, dass das Einkommen des Beschwerdeführers im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils nicht ausreichte, um seinen Lebensunterhalt längerfristig bestreiten zu können; folglich wäre er auch nicht in der Lage, seine Ehefrau finanziell zu unterstützen. Der von der Sozialhilfe zu übernehmende Betrag könnte in absehbarer Zeit auch kaum ausgeglichen werden: Zwar ist zu erwarten, dass sich die Lage des Beschwerdeführers auf dem Arbeitsmarkt durch den Lehrabschluss verbessern wird, jedoch bestehen bis anhin keine konkreten Verdienstaussichten. Die Ehefrau verfügt zwar über einen Bachelor-Abschluss; offenbar spricht sie jedoch kaum Deutsch und die Integration in der Schweiz dürfte ihr nicht leicht fallen. Eine Arbeitsstelle hat sie nicht in Aussicht. Dass sie eine solche rasch finden könnte, ist aufgrund ihrer Unkenntnis der hiesigen Verhältnisse ungewiss, selbst wenn sie - wie in der Beschwerde vorgebracht - bereit ist, auch unqualifizierte Arbeiten anzunehmen. In einer Gesamtbetrachtung ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn die kantonalen Behörden im Rahmen der Interessenabwägung angenommen haben, dass angesichts der aktuellen finanziellen Situation und der bisherigen Integrationsbemühungen mit dem Weiterbestehen einer erheblichen Fürsorgeabhängigkeit der Beschwerdeführer nach dem Familiennachzug zu rechnen ist. Damit der Familiennachzug bewilligt werden kann, muss die (wirtschaftliche) Integration der sich hier mit Asyl aufhaltenden Person auf gutem Weg und derart gesichert erscheinen, dass zumindest eine Reduktion der Sozialhilfeabhängigkeit ernstlich absehbar erscheint (Urteil 2C_674/2013 vom 23. Januar 2014 E. 4.5). Diese Voraussetzungen waren im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils (noch) nicht gegeben.