Citation: 8C_292/2022 E. 6.2

6.2. Bringt die Beschwerdeführerin sodann vor, beim Simulationsvorwurf des psychiatrischen Experten Dr. med. C.________ handle es sich um einen eindeutigen "Kunstfehler", so dringt sie ebenso wenig durch. Vielmehr gewichtete der psychiatrische Gutachter nach verbindlicher Feststellung (vgl. E. 1 hievor) der Vorinstanz abgesehen von den durchgeführten Testverfahren (Beck'sches Depressionsinventar [nachfolgend: BDI], FPI und TOMM) insbesondere das Antwortverhalten und Auftreten der Beschwerdeführerin, welches er als Fachperson gesamthaft erfasste und würdigte. Unter dem Aspekt der Konsistenz sind sämtliche Gesichtspunkte des Verhaltens zu beurteilen (gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen; BGE 141 V 281 E. 4.4), was der psychiatrische Sachverständige getan hat. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin fallen darunter auch Beobachtungen ausserhalb des eigentlichen Begutachtungsprozesses, wobei inkonsistentes Verhalten ein Indiz dafür bildet, dass die geltend gemachte Einschränkung anders zu begründen ist als durch eine versicherte Gesundheitsbeeinträchtigung. Diesbezüglich enthält die psychiatrische Expertise durchwegs schlüssige Angaben. Demnach habe die Beschwerdeführerin eine mannigfaltige Symptomatik beschrieben, welche jedoch nicht objektiviert werden könne. So hätten sich im klinischen Befund eine uneingeschränkte Auffassungsgabe und eine normale Merkfähigkeit wie auch ein unbeeinträchtigtes Kurz- und Langzeitgedächtnis gezeigt, was mit den beklagten starken Konzentrations- und Gedächtnisstörungen nicht in Einklang zu bringen sei (SMAB-Gutachten, S. 67 f.). Wie sich den Angaben des psychiatrischen Sachverständigen weiter entnehmen lässt, habe der Beschwerdevortrag insgesamt äusserst vage gewirkt. Selbst eine Schilderung ihres Tagesablaufes sei der Beschwerdeführerin unmöglich gewesen. Vielmehr habe diese immer wieder darauf eingeschwenkt, überhaupt nichts mehr tun zu können (SMAB-Gutachten, S. 70). Vor diesem Hintergrund erscheint die Schlussfolgerung des Dr. med. C.________, aus psychiatrischer Warte lasse sich objektiv keine Einschränkung der Ressourcenlage begründen, in allen Teilen überzeugend.