Citation: K 51/04 24.08.2004 E. 4

Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, das Schlafapnoesyndrom sei eine Allgemeinerkrankung, die von einer Störung im Kausystem ausgehen könne, weshalb die zahnärztlichen Behandlungen Teil der Behandlung des Schlafapnoesyndroms darstellten, kommt als Rechtsgrundlage nur Art. 31 Abs. 1 lit. c KVG in Verbindung mit Art. 19 KLV in Frage. 4.1 Gemäss Art. 19 KLV übernimmt die Versicherung die Kosten der zahnärztlichen Behandlungen, die zur Unterstützung und Sicherstellung der ärztlichen Behandlungen notwendig sind: "a. Bei Herzklappenersatz, Gefässprothesenimplantation, kraniellen Shuntoperationen; b. Bei Eingriffen mit nachfolgender langdauernder Immunsuppression; c. Bei Strahlentherapie oder Chemotherapie maligner Leiden; d. Bei Endokarditis." 4.2 Sinn dieser Bestimmung ist die Unterstützung und Sicherstellung der ärztlichen Behandlungen der aufgelisteten schweren Allgemeinerkrankungen. Die medizinische Behandlung dieser Leiden zählt unbestrittenermassen zu den Pflichtleistungen der sozialen Krankenversicherung. Diese Behandlung verträgt in der Regel keinen Aufschub, sondern muss unverzüglich erfolgen können. Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung kann eine zahnärztliche Versorgung sein. Erschiene deren Finanzierung durch die soziale Krankenversicherung nicht als gesichert, könnte die sofortige medizinische Behandlung der Krankheit in Frage gestellt und damit die Gesundheit, wenn nicht gar das Leben, gefährdet sein. 4.3 Das Schlafapnoesyndrom ist in der abschliessenden Aufzählung von Art. 19 KLV nicht erwähnt, sodass zu dessen Behandlung notwendige zahnärztliche Massnahmen nicht der Leistungspflicht der obligatorischen Krankenpflegeversicherung unterliegen.