Citation: U 75/01 17.11.2003 E. 5.3

5.3.1 Die SUVA hat das Invalideneinkommen vorliegend aufgrund der DAP geschätzt und dieses auf Fr. 52'000.- im Jahr beziffert. Es liegen insgesamt fünf Dokumentationen in den Akten. Im Lichte des in Erwägung 5.2.2 Gesagten genügt dies grundsätzlich den höchstrichterlichen Anforderungen. Hingegen fehlt es vorliegend an Angaben über die Gesamtzahl der auf Grund der Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze. Das Gleiche gilt für den Höchst- und den Tiefstlohn sowie für den Durchschnittswert der entsprechenden Gruppe. Die DAP der SUVA können demgemäss für die Ermittlung des Invalideneinkommens nicht herangezogen werden. Hinzu kommt vorliegend, dass diese die Verdienstverhältnisse des Jahres 1999 und nicht diejenigen zum Rentenbeginn im Jahre 1995 wiedergeben. 5.3.2 Demnach ist auf den Durchschnittslohn gemäss LSE abzustellen. Wie von Verwaltung und kantonalem Gericht dargelegt, ist der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung seiner unfallkausalen Behinderung ganztags für leichte industrielle Produktions- und Montagetätigkeiten auf Tischhöhe, für Botengänge, leichte Archiv- oder Magazinarbeiten, administrative Tätigkeiten und ähnliches einsetzbar. Die Limitierung liegt einzig beim Tragen und repetitivem Heben von Lasten über 5 kg und allen Tätigkeiten, bei denen der linke Arm über Schulterhöhe gehoben werden müsste. Damit ist vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) im gesamten privaten Sektor für männliche Arbeitnehmer mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) gemäss Tabelle TA1 der LSE 1994, also von Fr. 4'127.- auszugehen. Bei einer Arbeitszeit von 41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft, 11/2003, S. 98 Tabelle B 9.2) und der Nominallohnentwicklung 1995 für männliche Arbeitnehmer (von 1769 auf 1789 Punkte; vgl. Tabelle T1A.39 der Lohnentwicklung 2001 des Bundesamtes für Statistik, S. 37) ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 52'464.-. Verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 69'875.- ergäbe dies rein rechnerisch einen Invaliditätsgrad von 24,9 %. Zu berücksichtigen ist indessen, dass der Beschwerdeführer auch bei einer geeigneten leichteren Tätigkeit in seiner Leistungsfähigkeit im Rahmen der erwähnten Limitierung eingeschränkt ist, was sich in einer gewissen Verdiensteinbusse auswirken kann. Diese ist in Form eines Abzuges vom durchschnittlichen Tabellenlohn zu berücksichtigen (BGE 126 V 75 ff.). Bei einem solchen zwischen 5 und 10 % (in Betracht fallen einzig die wegen der Behinderung an der Schulter reduzierte Auswahl der möglichen Arbeitsplätze und das geringe Dienstalter in einer völlig neuen Branche) ist die Schätzung eines Invaliditätsgrades von 30 % auch im Lichte der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 lit. a OG) nicht zu beanstanden. Es gibt vorliegend keinen Anlass, letztinstanzlich in das Ermessen von Verwaltung und Vorinstanz einzugreifen (BGE 126 V 81 Erw. 6). Schliesslich gibt es auch keinen Anhaltspunkt für die Annahme, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse zwischen Rentenbeginn und Einspracheentscheid in einer eine Revision (Art. 22 UVG) rechtfertigenden Weise verändert hätten.