Citation: 2C_69/2019 E. 3.2

3.2. Gemäss Art. 369 Abs. 7 StGB dürfen aus dem Strafregister entfernte Urteile dem Betroffenen nicht mehr entgegen gehalten werden, weshalb im Sinne eines Verwertungsverbots an solche Urteile generell keine Rechtsfolgen mehr geknüpft werden können (BGE 135 I 71 E. 2.10 S. 75 f.; Urteil 2C_477/2008 vom 24. Februar 2009 E. 3.2.1). Im Bereich des Ausländerrechts hat Art. 369 Abs. 7 StGB zur Folge, dass die Bewilligungsverweigerung, der Widerruf einer ausländerrechtlichen Bewilligung, deren Nichtverlängerung sowie die altrechtliche Ausweisung nicht gestützt auf eine gelöschte Straftat verfügt werden dürfen (Urteil 2C_477/2008 vom 24. Februar 2008 E. 3.2.1), sondern ein genügend aktueller Anlass vorzuliegen hat, um aufenthaltsbeendende Massnahmen zu rechtfertigen (Urteil 2C_844/20116 vom 25. August 2017 E. 2). Nach den Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Urteil sind im Strafregisterauszug des Beschwerdeführers vier strafrechtliche Verurteilungen verzeichnet. Aus den Akten geht hervor (Art. 105 Abs. 2 BGG), dass es sich dabei um folgende Verurteilungen handelt: - Urteil des Bezirksgerichts Lenzburg vom 23. August 2007: Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten und An-ordnung einer stationären Massnahme wegen Entwendung zum Gebrauch (begangen am 7. Dezember 2005), Fahrens in fahrunfähigem Zustand (begangen am 7. Dezember 2005), Fah-rens ohne Führerausweis oder trotz Entzug (begangen am 7. Dezember 2005), einfacher Körperverletzung (begangen am 13. Juli 2006) und Diebstahls (begangen am 30. März 2007); - Urteil des Bezirksgerichts Aarau vom 23. Juni 2010: Verurteilung zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen wegen Entführung und Nötigung (Versuch, begangen zwischen dem 10. Juli 2007 und dem 12. Juli 2007); - Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 5. März 2014: Verurteilung zu einer Geldstrafe von 210 Tagessätzen und einer Busse von Fr. 1'500.-- wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln und pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall (begangen am 4. April 2013); - Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 17. Juli 2017: Verurteilung zu einer Geldstrafe von 120 Tages-sätzen wegen vorsätzlicher grober Verletzung der Verkehrs-regeln.