Citation: 4A_15/2013 E. 7.2.2

7.2.2. Mit diesen Sachverhaltsrügen ist der Beschwerdeführer nicht zu hören, enthält doch seine (nicht sonderlich übersichtliche, mit zahlreichen Vor- und Rückverweisen versehene) Beschwerdeschrift diesbezüglich keine hinreichende Begründung. Mit seinen appellatorischen Ausführungen vermag der Beschwerdeführer jedenfalls keine willkürliche Beweiswürdigung darzutun. Es ist sodann nicht bundesrechtswidrig, wenn die Vorinstanz die Einräumung eines ungesicherten Darlehens bei verschärfter Liquiditätssituation und unsicheren Rückzahlungsaussichten als Pflichtverletzung qualifiziert. Die Vergabe eines Darlehens an eine (hier jedenfalls nicht konzernmässig verbundene) Rechtseinheit ohne gleichzeitige Bestellung einer Kreditsicherheit liegt nicht im Interesse der Gesellschaft und ist sorgfaltswidrig, wenn nicht besondere Umstände dafür sprechen, dass die Wahrung der Gesellschaftsinteressen die Gewährung eines ungesicherten Darlehens nahelegen. Solche Umstände hat die Vorinstanz weder festgestellt, noch werden solche vom Beschwerdeführer entgegen seiner Behauptung in der Beschwerdeschrift vorgebracht. In der Tat ist nicht einzusehen, weshalb der Beschwerdeführer im konkreten Fall auf eine Besicherung des Darlehens durch Dritte verzichtet hat, wenn seine eigene Einschätzung zugetroffen hätte, wonach bei der Darlehensnehmerin ein angebliches Haftungssubstrat von rund Fr. 100 Mio. vorhanden war. Die Vorinstanz hat zutreffend geschlossen, dass jedenfalls in der Gewährung eines ungesicherten Darlehens ein Verstoss gegen Art. 717 OR liegt. Damit ist die Frage, ob vorliegend bereits die Schaffung eines Klumpenrisikos pflichtwidrig war, nicht entscheidtragend und braucht nicht geprüft zu werden. Auf die entsprechenden Rügen ist nicht weiter einzugehen, wenn auch der Einwand des Beschwerdeführers zutreffend sein mag, dass der Zweck einer Beteiligungsgesellschaft eine gewisse Risikokonzentration nicht ausschliesst.