Citation: 1C_128/2022 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerinnen rügen in mehrfacher Hinsicht eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). Der Staatsrat habe sie vor Erlass seiner Verfügung vom 23. Dezember 2020 nicht angehört. Sie hätten von dem Verfahren keine Kenntnis gehabt. Diese Kritik hätten sie in ihrer Beschwerde ans Kantonsgericht bereits vorgetragen. Das Kantonsgericht sei darauf nicht eingegangen, womit es seine Begründungspflicht verletzt habe. Lediglich in Bezug auf die Vormeinungen der Fachbehörden, die ihnen nicht mitgeteilt worden seien, habe es eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV festgestellt. Die Heilung des Verfahrensmangels durch das Kantonsgericht sei allerdings unzulässig gewesen. Schon wegen der Fülle der Aktenlage sei es nicht möglich gewesen, die Mitwirkungsrechte im verwaltungsgerichtlichen Verfahren wahrzunehmen. Unzutreffend sei auch die Feststellung des Kantonsgerichts, die Gehörsverletzung betreffe nur Sachverhalts- und Rechtsfragen, die es mit voller Kognition beurteilen könne. Vielmehr verfüge der Staatsrat in Konzessionsfragen über einen grossen Ermessensspielraum. Dieser betreffe insbesondere die Einräumung und den Widerruf von Abbaurechten. Auch darauf sei das Kantonsgericht nicht eingegangen, womit es seine Begründungspflicht abermals verletzt habe. Schliesslich habe das Kantonsgericht ihren Anspruch auf rechtliches Gehör auch verletzt, indem es den Beweisantrag auf Edition der Berichte der D.________ AG abgewiesen habe. Diese Berichte hätten offensichtlich die beteiligten Interessen relativiert. Es müsse angenommen werden, dass darin "Lösungsansätze" entwickelt worden seien, die immerhin eine "Bestvariante" für sie ermöglicht hätten.