Citation: U 103/00 27.09.2000 E. 1

1.- a) Der Einspracheentscheid der SUVA vom 18. Juni 1999 stützt sich auf die Ergebnisse einer Abschlussuntersuchung durch Kreisarzt Dr. med. C.________ vom 29. Januar 1999 sowie einen kreisärztlichen Ergänzungsbericht vom 1. März 1999. Im Abschlussbericht vom 29. Januar 1999 wird ausgeführt, an den Extremitäten seien keine wesentlichen Befunde mehr festzustellen. Im Vordergrund stehe eine arterielle Verschlusskrankheit, wofür mehrere Risikofaktoren (Diabetes mellitus, Hypertonie, Hypercholesterinämie, Nikotinabusus) vorhanden seien. Ein wesentlicher Teil der Beschwerden und der bestehenden Arbeitsunfähigkeit sei krankheitsbedingt. Die angegebene Gehstrecke von lediglich 100 m lasse sich mit den klinischen Befunden an Knien und Füssen nicht erklären. Die atypische Arthritis und die durchgemachte Algodystrophie seien zur Zeit eindeutig inaktiv. Bezogen auf die Unfallfolgen sei die Annahme einer Arbeitsfähigkeit im angestammten Bereich von 75 % angemessen. Nach Durchführung einer Angiographie im Spital X.________, welche erhebliche Stenosen der Becken- und Nierenarterien zeigte, bestätigte der Kreisarzt im Ergänzungsbericht vom 1. März 1999 eine Arbeitsfähigkeit von 75 % und stellte fest, dem Versicherten sei seitens der Unfallfolgen eine körperlich leichte Tätigkeit unter Wechselbelastung zwischen Gehen, Stehen und Sitzen bei normaler Präsenz zumutbar, wobei der sitzende Anteil gesamthaft höchstens einen Viertel ausmachen dürfe: häufiges Treppensteigen oder Gehen über unebenes Gelände, insbesondere wenn noch eine Gewichtsbelastung hinzukomme, seien ungünstig und deshalb zu vermeiden; die Gewichtslimite für kürzere Strecken sei rein unfallbedingt auf 12 bis 15 kg anzusetzen; regelmässiges oder häufiges Arbeiten in hockender oder kniender Position sei zu vermeiden. Aufgrund dieser kreisärztlichen Angaben hat die SUVA das für die Invaliditätsbemessung nach der Methode des Einkommensvergleichs massgebende Invalideneinkommen unter Beizug sogenannter DAP-Unterlagen auf Fr. 42'900.- (Fr. 3300 x 13) festgesetzt und im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 57'200.- (Fr. 4400 x 13) einen Invaliditätsgrad von 25 % ermittelt. b) Die Vorinstanz erblickt einen Widerspruch darin, dass Kreisarzt Dr. med. C.________ eine rein unfallbedingte Arbeitsfähigkeit von 75 % bestätigt hat, die SUVA beim Rentenentscheid dagegen von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgeht. Betrachte man die reinen Unfallfolgen (beide Knie und Fuss rechts) und stelle sie in Relation zu den Arbeitsplatzbeschrieben (DAP), so werde deutlich, dass der Versicherte keine volle Arbeitsleistung zu erbringen vermöge. Da keine Anhaltspunkte dafür vorlägen, dass die Zumutbarkeitsbeurteilung durch Dr. med. C.________ unzutreffend sei, müsse davon ausgegangen werden, dass die Arbeitsfähigkeit im Rahmen einer zumutbaren Tätigkeit bei 75 % liege. Das hypothetische Invalideneinkommen belaufe sich damit auf Fr. 32'175.- (75 % von Fr. 3300 x 13), was zu einem Invaliditätsgrad von 44 % führe. Die SUVA wendet hiegegen ein, es sei zwischen der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und der medizinischen Beurteilung der Leistungsfähigkeit in andern in Betracht fallenden Tätigkeiten (Zumutbarkeitsbeurteilung) zu unterscheiden. Die vom Kreisarzt angegebene Arbeitsfähigkeit von 75 % beziehe sich auf die bisherige Erwerbstätigkeit, einschliesslich der vom Betrieb damals angebotenen alternativen Einsatzmöglichkeiten, wogegen für eine geeignete leidensangepasste Tätigkeit eine volle Präsenz als zumutbar erachtet werde. Die kreisärztliche Aussage bedeutet indessen nicht notwendigerweise, dass der Beschwerdegegner im Rahmen einer zumutbaren Tätigkeit auch eine volle Leistung zu erbringen vermag. Die Vorinstanz begründet ihren abweichenden Entscheid denn auch ausdrücklich damit, dass der Versicherte selbst in einer zumutbaren leidensangepassten Tätigkeit keine volle Arbeitsleistung zu erbringen vermag. Die Arbeitsfähigkeit bedarf daher einer näheren Prüfung. Dabei stellt sich vorab die Frage, inwieweit die bestehenden Beschwerden unfallbedingt sind.