Citation: 1C_527/2019 E. 3.2

3.2. Nach Art. 6 des Bundesgesetzes vom 17. Dezember 2004 über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ; SR 152.3) gilt für die Bundesverwaltung das Öffentlichkeitsprinzip, wonach jede Person das Recht hat, amtliche Dokumente einzusehen und von den Behörden Auskünfte über den Inhalt amtlicher Dokumente zu erhalten. Gemäss Art. 7 Abs. 2 BGÖ wird der Zugang zu amtlichen Dokumenten eingeschränkt, aufgeschoben oder verweigert, wenn durch seine Gewährung die Privatsphäre Dritter beeinträchtigt werden kann und nicht ausnahmsweise das öffentliche Interesse am Zugang überwiegt. Die Art. 10 ff. BGÖ regeln das Verfahren zur Erteilung des Zugangs zu amtlichen Dokumenten. Betrifft das Gesuch amtliche Dokumente, die Personendaten enthalten, und zieht die Behörde die Gewährung des Zugangs in Betracht, so konsultiert sie gemäss Art. 11 Abs. 1 BGÖ die betroffene Person und gibt ihr Gelegenheit zur Stellungnahme innert zehn Tagen. Diese kann innert der Frist Einwände gegen die Zugangserteilung erheben und dabei insbesondere ihre Rechte gemäss dem Datenschutzrecht geltend machen. Nach Art. 25 Abs. 1 DSG kann, wer ein entsprechendes schutzwürdiges Interesse hat, nebst anderen möglichen Ansprüchen vom verantwortlichen Bundesorgan verlangen, dass es das widerrechtliche Bearbeiten von Personendaten unterlässt (lit. a) und die Folgen eines widerrechtlichen Bearbeitens beseitigt (lit. b). Der Gesuchsteller kann dabei gemäss Art. 25 Abs. 3 lit. a DSG insbesondere verlangen, dass das Bundesorgan Personendaten berichtigt, vernichtet oder deren Bekanntgabe an Dritte sperrt. Für Datensammlungen gelten besondere Vorschriften. Nach Art. 3 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über den Datenschutz (DSG; SR 235.1) sind Personendaten alle Angaben, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen. Gemäss Art. 3 lit. e DSG ist Bearbeiten jeder Umgang mit Personendaten, unabhängig von den angewandten Mitteln und Verfahren, insbesondere das Beschaffen, Aufbewahren, Verwenden, Umarbeiten, Bekanntgeben, Archivieren oder Vernichten von Daten. Nach Art. 3 lit. g DSG bildet jeder Bestand von Personendaten, der so aufgebaut ist, dass die Daten nach betroffenen Personen erschliessbar sind, eine Datensammlung.