Citation: 8C_529/2022 E. 3

Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, die Suva habe mit Verfügung vom 24. September 2010 - bestätigt mit Einspracheentscheid vom 22. August 2011 - entschieden, die erneuten Beschwerden am linken Fuss bildeten keinen Rückfall zum Unfall vom 2. Juli 2005, da keine Unfallfolgen mehr ersichtlich seien. Die Beschwerdeführerin sehe einen Revisionsgrund in den Beurteilungen des Dr. med. C.________ vom 25. Juni 2020, 2. Februar 2021 und 15. August 2021. Somit sei zu prüfen, ob diese den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 2. Juli 2005 und ihrem Beschwerdebild bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides der Suva vom 22. August 2011 belegten und zudem nicht vorher hätten beigebracht werden können. Die Suva habe sich in der leistungsabweisenden Verfügung vom 15. Oktober 2020 auf die Beurteilung des Neurologen Dr. med. D.________, Suva Versicherungsmedizin, vom 6. Oktober 2020 gestützt. Dieser habe gefolgert, unter Beachtung der neu vorgelegten Berichte über eine neurologische Untersuchung durch Dr. med. C.________ einschliesslich elektrophysiologischer Diagnostik vom 2. und 25. Juni 2020 ergäben sich betreffend Unfallfolgen auf neurologischem Fachgebiet betreffend neuropathische Schmerzen keine neuen Erkenntnisse. Insbesondere unter Berücksichtigung des zeitlichen Verlaufs der Beschwerden und der erhobenen Befunde könnten sie nur möglicherweise in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 2. Juli 2005 stehen. Nachdem die Beschwerdeführerin einen weiteren Bericht des Dr. med. C.________ vom 2. Februar 2021 eingereicht habe, habe Dr. med. D.________ am 5. Mai 2021 an seiner Einschätzung vom 6. Oktober 2020 festgehalten. Die Beurteilungen des Dr. med. D.________ erfüllten die Kriterien an beweiskräftige Berichte, weshalb darauf abgestellt werden könne. Die Berichte des Dr. med. C.________ vom 25. Juni 2020 und 2. Februar 2021 bildeten somit keinen Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG. Die Beschwerdeführerin habe vor Gericht einen weiteren Bericht des Dr. med. C.________ vom 15. August 2021 eingereicht. Dieser datiere nach dem strittigen Einspracheentscheid vom 30. Juli 2021. Ob dieser Bericht vorliegend zu beachten sei, könne offen bleiben, da er ohnehin keinen Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG darstelle. Soweit Dr. med. C.________ darin Berichte und Befunde interpretiere, die bereits im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 22. August 2011 bestanden hätten, sei darauf hinzuweisen, dass eine andere medizinische Beurteilung an sich keinen Revisionsgrund bilde. Weiter habe Dr. med. C.________ im letztgenannten Bericht auf Untersuchungen der Neurologen Dres. med. E.________ vom 2. Juli 2008 und F.________ vom 11. März 2009 verwiesen. Entsprechende Berichte seien in den Akten weder vorhanden noch erwähnt, weshalb davon auszugehen sei, dass sie der Suva nicht vorgelegt worden seien. Die Beschwerdeführerin äussere sich nicht dazu, weshalb sie diese von Dr. med. C.________ angeführten Berichte nicht rechtzeitig habe vorlegen können. Sie sei bereits im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 22. August 2011 anwaltlich vertreten gewesen. Somit könnten die Berichte der Dres. med. E.________ und F.________ sowie die diesbezüglichen Ausführungen des Dr. med. C.________ auch keinen Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG begründen. Nach dem Gesagten seien die Voraussetzungen für eine Revision nach dieser Norm insgesamt nicht erfüllt.