Citation: 4A_277/2023 E. 5.2.4

5.2.4. C.________ habe nicht befragt werden können. Zwischen den Parteien sei umstritten, wie die gescheiterte Parteibefragung zu bewerten sei. Die Erstinstanz habe sich zu dieser Thematik nicht geäussert. Es sei zu berücksichtigen, dass die von C.________ vorgebrachten Gründe für sein Nichterscheinen grundsätzlich plausibel seien, selbst wenn sie nach erstinstanzlicher Auffassung für einen Dispens nicht genügt hätten. Eine Vereitelungsabsicht könne ihm nicht unterstellt werden. Vielmehr sei glaubhaft, dass ihm die (potentiellen) Nachteile, die zum damaligen Zeitpunkt (Corona-Pandemie) mit einer Reise aus China in die Schweiz verbunden gewesen wären, zu gross gewesen seien. Es sei daher nicht gerechtfertigt, die Behauptungen der Beschwerdegegnerin zu dessen Wissen und Wollen ohne Weiteres als zutreffend zu erachten. Es müsse aber sichergestellt sein, dass der Beschwerdeführerin aus dem eigenmächtigen Vorgehen von C.________ keine Vorteile erwüchsen, worauf bei der Gesamtbetrachtung des Beweisergebnisses (vgl. hiernach E. 5.2.8) zurückzukommen sei.