Citation: 8C_151/2019 E. 6.2.1

6.2.1. Vorliegend ist zu prüfen, ob sich bei einem Vergleich des Gesundheitszustandes im Jahr 2015/17 mit jenem, auf welchem der Vergleich vom 8. Dezember 1998 resp. vom 26. Februar 1999 beruht (mithin ohne die Folgen des Unfalles vom 24. Mai 1999), eine anspruchserhebliche Änderung ergeben hat. Entgegen der Ansicht des Versicherten bedarf es dazu nicht eines "Revisionsgutachtens" per se, sondern der für die Beurteilung des Vorliegens eines Revisionsgrundes massgebliche Sachverhalt kann sich auch aus einer Mehrheit von ärztlichen Berichten ergeben, sofern diese ein schlüssiges und in sich stimmiges Bild des Gesundheitszustandes zulassen. Ebenso unbehelflich ist sein Einwand, auf Gutachten und Berichte, die im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren eingeholt worden seien, dürfe nicht abgestellt werden. Dies ist nach gängiger Praxis erlaubt, ja angesichts des Grundsatzes, wonach die versicherte Person so wenigen belastenden ärztlichen Untersuchungen wie möglich ausgesetzt werden soll, geradezu geboten (BGE 136 V 156 E. 3.3 S. 158 mit Verweis auf SVR 2007 UV Nr. 33 S. 111, U 571/06, E. 4). Erforderlich ist in diesem Zusammenhang einzig, dass die unfallspezifischen Gesichtspunkte ebenfalls von medizinischen Experten beurteilt werden. Dies kann in einem Gutachten oder in einem ergänzenden Bericht erfolgen, sofern die grundsätzlichen Anforderungen der Rechtsprechung an beweiskräftige Berichte erfüllt sind. Schliesslich ist auch nicht zu beanstanden, dass die ZMB-Experten keine neuropsychologische Abklärung vornahmen, kommt den Gutachtern bei der Auswahl der erforderlichen fachärztlichen Abklärungen, dem Beizug weiterer Experten und den Untersuchungsmethoden doch ein grosser Ermessensspielraum zu (vgl. Urteile 8C_137/2019 vom 27. Mai 2019 E. 6.6 und 8C_820/2016 vom 27. September 2017 E. 5.5 mit Hinweisen). Zudem hielt Frau Dr. med. K.________, Fachärztin für Neurologie, die bereits die neuropsychologische Beurteilung 1996 in der Klinik J.________ durchgeführt hatte, im Rahmen des Gutachtens des Zentrums E.________ vom 5. November 2007 fest, aus neuropsychologischer Sicht würden keine Unfallfolgen mehr vorliegen.