Citation: 5A_677/2021 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz stellt fest, dass das Konkursamt dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 18. Mai 2021 mitteilte, dass es eine Revision des Kollokationsplans ablehne. Dieses Schreiben sei dem Beschwerdeführer am 19. Mai 2021 zugestellt worden (vgl. Sachverhalt Bst. A.c). Die zehntägige Beschwerdefrist sei damit am Montag, 31. Mai 2021, abgelaufen. Weiter habe der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vor dem Bezirksgericht belegt, dass die Klinik C.________ ihm mit Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 21. Mai 2021 bescheinigt habe, dass er - infolge eines für den 25. Mai 2021 geplanten (kleineren) operativen Eingriffs - vom 25. Mai bis zum 30. Mai 2021 arbeitsunfähig sein werde. Gemäss den Ausführungen des Rechtsvertreters habe es unerwartete Komplikationen gegeben, wodurch sich seine Arbeitsunfähigkeit schliesslich bis am 14. Juni 2021 verlängert habe. Auch dies sei durch drei weitere Arztzeugnisse belegt. Es sei damit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bis zu diesem Zeitpunkt zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei. Damit sei auch glaubhaft gemacht, dass es ihm während dieser Zeit nicht möglich gewesen sei, selbst tätig zu werden, den Fall an einen Bürokollegen zu übergeben oder den Beschwerdeführer aufzufordern, selbst zu handeln. Fraglich sei aber, ob die Verhinderung als unvorhergesehen betrachtet werden könne bzw. ob vorgängig Vorkehrungen für die Abwesenheit hätten getroffen werden müssen. Diesbezüglich erwägt die Vorinstanz, dass während hängiger Verfahren jederzeit mit behördlichen Sendungen gerechnet werden müsse. Auch wenn der Rechtsvertreter nicht genau gewusst habe, wann ihm der Entscheid des Konkursamts zugehen werde, sei die Mitteilung auf jeden Fall nicht unvorhersehbar gewesen. Ebenfalls geplant gewesen sei auch der Operationstermin vom 25. Mai 2021, und bei der Planung der Operation hätte dem Rechtsvertreter auch bekannt sein müssen, dass er danach für einige Tage ausfallen werde. Anders als bei einem Unfall oder einer plötzlichen Krankheit wäre es ihm daher möglich gewesen, sich frühzeitig so zu organisieren, dass in diesem Zeitraum keine Fristen versäumt werden, beispielsweise unter Beizug des Bürokollegen, der für das vorliegende Verfahren ebenfalls bevollmächtigt gewesen sei. Dies wiederum bedeute nicht, dass Anwälte ständig zu zweit an einem Fall arbeiten müssten. Aber bei vorgesehenen Abwesenheiten obliege es einem Anwalt, sich so zu organisieren, dass Fristen trotzdem gewahrt werden könnten. Sei dies nicht möglich, so hätte dem Klienten bereits frühzeitg mitgeteilt werden können, dass er sich für diesem Zeitraum an einen anderen Anwalt wenden oder selbst handeln müsse. In laufenden Verfahren sei es ferner auch möglich, sich bei der verfahrensführenden Behörde zu erkundigen, ob nächstens mit einer Zustellung zu rechnen sei, und dieser bevorstehende (kurze) Abwesenheiten zu melden. Wenn keine besonderen Gründe dagegen sprechen würden, werde dies grundsätzlich berücksichtigt, so dass nicht ausgerechnet in dieser Zeit eine fristauslösende Zustellung erfolge. Weil der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers solche Vorkehrungen nicht getroffen habe, liege der Grund für die Säumnis in der mangelhaften Organisation der Abwesenheit und nicht in einem unvorhergesehenen Hindernis. Das Obergericht stellt klar, dass offenbleiben könne, für wie lange eine Arbeitsunfähigkeit im konkreten Fall genau vorhersehbar war. Das Schreiben des Konkursamts sei am Mittwochmorgen, den 19. Mai 2021, und somit einige Tage vor dem Operationstermin zugestellt worden; ob es ihm erst am Nachmittag übermittelt worden sei, sei wiederum eine Frage der internen Organisation und daher unerheblich. Bei frühzeitiger Organisation wäre es entweder gar nicht zu einer fristauslösenden Zustellung in diesem Zeitpunkt gekommen oder es wäre in den drei verbleibenden Arbeitstagen vor der geplanten Operation (19., 20. und 21. Mai 2021) jedenfalls eine Übergabe an den Bürokollegen oder den Klienten möglich gewesen. Gestützt darauf hat das Obergericht die Beschwerde gegen den Beschluss des Bezirksgerichts abgewiesen.