Citation: 8C_130/2023 E. 4.2

4.2. Sodann hat die Vorinstanz zutreffend dargelegt, dass die Ergebnisse der neuropsychologischen Testung in der interdisziplinären Diskussion berücksichtigt und bewertet worden seien. Sie hat weiter willkürfrei festgestellt, dass die beklagte Müdigkeit anlässlich der neurologischen Untersuchung nicht im Vordergrund gestanden habe. Die Beschwerdeführerin habe sich lediglich anlässlich der psychiatrischen Untersuchung auf Nachfrage hin zu einem Fatigue-Syndrom geäussert. Aus internistischer Sicht sei ab Mitte 2019 eine nach Morbus Hodgkin und erfolgter Chemotherapie um maximal 10 - 15 % verminderte Leistungsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit attestiert worden. Mit der Vorinstanz ist somit davon auszugehen, dass der beklagten Müdigkeit genügend Rechnung getragen wurde. Die Gutachter hatten im Übrigen gemäss Aktenauszug Kenntnis davon, dass im Jahr 2014 von onkologischer Seite eine "wahrscheinlich dauernd[e]" 30%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden war. Diese prognostische Einschätzung vermag die Jahre später aufgrund eigener Untersuchungen erfolgte gutachterliche Annahme einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ab dem Jahr 2020 nicht in Frage zu stellen. Die Beschwerdeführerin behauptet im Übrigen nicht, die behandelnden Ärzte und Ärztinnen hätten ein Fatigue-Syndrom diagnostiziert und seitens der Gutachter habe keine Auseinandersetzung mit entsprechenden Berichten stattgefunden.