Citation: 1C_741/2021 E. 3

Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz sei in ihrem Fall zu Unrecht von einer mittelschweren (anstatt einer leichten) Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften ausgegangen. Dadurch habe sie Bundesrecht verletzt. Von der Staatsanwaltschaft sei sie lediglich mit Fr. 300.-- gebüsst worden, was für ein sehr geringes Verschulden spreche. Den Unfallhergang beschreibt die Beschwerdeführerin gemäss Unfallrapport, auf den die Staatsanwaltschaft bei ihrer Strafverfügung abgestellt hat, wie folgt: Sie sei von einem Hausbesuch gekommen und habe zum Schwerbehindertenheim fahren wollte. Es sei eine Kolonne vor ihr gewesen und sie seien mit ca. 30 km/h gefahren. Vor ihr habe das Fahrzeug plötzlich gebremst. Sie habe dies gesehen und auch voll gebremst. Sie habe ca. 1,5 Wagenlängen, also einen normalen Abstand, zu dem vor ihr fahrenden Fahrzeug gehabt. Als sie gebremst habe, sei sie mit dem Fahrzeug nach vorne gerutscht. Sie habe das Gefühl gehabt, die Räder seien blockiert gewesen, aber das Fahrzeug sei trotzdem gerutscht.