Citation: 1C_310/2024 E. 2.2

2.2. Diese vorinstanzlichen Erwägungen sind nicht zu beanstanden. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag daran nichts zu ändern. Soweit sie mit Verweisung auf Ziff. 62 Abs. 5bis Anh. 1 und Ziff. 63 Abs. 4 Anh. 1 NISV dahingehend argumentiert, für die Anwendung des Korrekturfaktors auf die im "Worst-Case-Szenario" bewilligten adaptiven Antennen sei kein Baubewilligungsverfahren nach Art. 22 RPG (SR 700) notwendig, kann ihr nicht gefolgt werden, wie das Bundesgericht jüngst ausführlich dargelegt hat (Art. 109 Abs. 3 BGG; siehe zum Ganzen: Urteil 1C_506/2023 vom 23. April 2024 E. 4, zur Publikation vorgesehen). Die auf dieser unzutreffenden Rechtsauffassung gestützten Rügen angeblicher Bundesrechtsverletzungen gehen daher fehl. Es ist zudem nicht aktenkundig, dass die Baubewilligungsbehörde vorliegend die Anwendung der Korrekturfaktoren auf die adaptiven Antennen geprüft hat. Vielmehr erwähnt sie diese in der Baubewilligung vom 10. Dezember 2021 nur in der darin beschlossenen Auflage, gemäss der bei den adaptiven Antennen keine solchen aktiviert werden dürfen. Die Baubewilligungsbehörde ging in jener Baubewilligung offensichtlich davon aus, dass das Standortdatenblatt keine Anwendung von Korrekturfaktoren vorsah. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin kann es für die Bewilligung der Anwendung von Korrekturfaktoren indes nicht genügen, wenn im Standortdatenblatt für die Mobilfunk-Basisstation einzig erwähnt wird, dass es unter den zu bewilligenden Antennen auch solche mit adaptivem Betrieb hat und dabei die Anzahl Sub-Arrays genannt wird (vgl. dagegen Bundesamt für Umwelt BAFU, Häufig gestellte Fragen zur Vollzugshilfe für adaptive Antennen vom 14. Juni 2021, inkl. Ergänzungen vom 31. August 2021, S. 5). Die Anwendung der Korrekturfaktoren auf die adaptiven Antennen setzt vielmehr voraus, dass das Standortdatenblatt, aufgrund dessen die Baubewilligung erteilt werden soll, die konkrete Anwendung der Korrekturfaktoren darlegt. Dass die Anwendung der Korrekturfaktoren vorliegend im Rahmen eines Wiedererwägungsbeschlusses bewilligt wurde, hat auf die rechtliche Beurteilung ihrer Zulässigkeit keinen Einfluss.