Citation: 6B_57/2021 E. 2.4.5

2.4.5. Im Hinblick auf den Täuschungswillen des Beschwerdegegners bei Vertragsabschluss, stellt die Vorinstanz fest, es bestehe zwar durchaus ein gewisser Verdacht, dass der Beschwerdegegner schon bei Abschluss der Darlehensanträge beabsichtigt habe, die geliehenen Gelder nicht gemäss der vertraglichen Zweckbestimmung zu verwenden, sondern sie vollständig oder weitestgehend für private Bedürfnisse zu verbrauchen. Dies könne jedoch nicht rechtsgenügend erstellt werden. Es lasse sich nicht beweisen, dass der Beschwerdegegner gar nie erst ernsthafte Geschäftstätigkeiten habe aufnehmen wollen. Die Tatsache, dass er mit seiner Firma gescheitert und nicht mehr in der Lage gewesen sei, die Darlehen zurückzuzahlen, sei für sich allein nicht beweisbildend, sondern begründe allenfalls einen entsprechenden Anfangsverdacht. Zwar sei in den wenig detaillierten, einander teilweise widersprechenden und grösstenteils nicht mit Belegen untermauerten Aufstellungen des Beschwerdegegners über die Verwendung der Darlehensgelder ein belastendes Indiz zu erblicken, jedoch fänden sich in den Akten auch Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdegegner tatsächlich geschäftliche Aktivitäten entfaltet habe. Aus dem Jahr 2010 lägen Abrechnungen der Bank E.________ über eine Wertschriften- und eine Devisentransaktion vor, in den Jahren 2011 sowie 2012 habe der Beschwerdegegner nachweislich Dienstleistungen von Bloomberg in Anspruch genommen und im November 2012 habe er seine Firma in ein Telefonbuch eintragen lassen. Zudem habe er sich einer Selbstregulierungsorganisation für Finanzintermediäre angeschlossen. Die vorstehenden Erwägungen sind dabei nicht unhaltbar und das spekulative Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach ein Teil dieser Aktivitäten im Zusammenhang mit Kundengeldern der "D.________ SA" fallen "dürfte", ändert daran nichts. Einmal mehr lässt sich angesichts des von der Vorinstanz weit ausgelegten Gründungsbegriffs nicht feststellen, dass die erwähnten Transaktionen "nichts mit der Gründung der Investmentfirma" zu tun gehabt hätten.