Citation: 6B_238/2011 E. 4

Die Beschwerdeführer fechten diese Feststellungen der Vorinstanz aus verschiedenen Gründen an. Sie machen im Besonderen geltend, die Ablehnung des Antrags, Beweis über den Beginn der polizeilichen Absperrung der Strasse zu führen, verletze ihren Anspruch auf rechtliches Gehör. Die Feststellung der Vorinstanz, dass diverse Lastwagen von Teilnehmern der Aktion an der Einfahrt auf das Werksgelände gehindert worden seien und daher wieder hätten umkehren müssen, sei willkürlich. Richtig sei vielmehr, dass spätestens ab 07.00 Uhr (d.h. ab der Errichtung der polizeilichen Absperrung der Strasse) kein einziges Fahrzeug versucht habe, auf das Werksgelände der Privatklägerin zu gelangen; dies mit Ausnahme des Bitumen-Transporters, welchem die Zufahrt ohne weiteres gestattet worden sei. Die Beschuldigten hätten aufgrund der polizeilichen Absperrung angenommen, an einer gewöhnlichen, legalen Demonstration auf öffentlichem Grund teilzunehmen, und nicht wahrgenommen, dass Fahrzeuge durch Vereitelung der Zufahrt zum Gelände genötigt worden seien. Indem die Vorinstanz sich mit dieser Darstellung nicht näher auseinandersetze und sie als Schutzbehauptung qualifiziere, verletze sie ihre Begründungspflicht.