Citation: 4A_542/2017 E. 2

Die Vorinstanz ging zunächst auf die vom Beschwerdegegner bestrittene Echtheit sowohl des "Vermarktungs- und Managementvertrags" vom September 2005 als auch der "Abtretungs-Vereinbarung/Erklärung" vom Juni 2006 ein. Sie kam zum Schluss, die Erstinstanz hätte diesbezüglich ein Beweisverfahren durchführen und die prozesskonform beantragten Beweismittel abnehmen müssen. Von einer Rückweisung sah sie gleichwohl ab und unterstellte stattdessen bei ihrer nachfolgenden Prüfung, die beiden Urkunden seien - entsprechend der Behauptung des Beschwerdeführers - echt. Aus diesen zwei Dokumenten folge, dass die Provisionsansprüche aus dem Vermarktungs- und Managementvertrag auf die E.________ GmbH übergegangen seien. Der Beschwerdeführer leite seine Aktivlegitimation denn auch aus einem weiteren Dokument ab, der "Bestätigung/Zession" vom 8. August 2006. Diese Erklärung sei sprachlich mangelhaft abgefasst und in besonderem Masse auslegungsbedürftig. Es handle sich dabei letztlich um eine Rückzession der Provisionsansprüche aus dem Vermarktungs- und Managementvertrag von der E.________ GmbH an den Beschwerdeführer. Der Beschwerdegegner erachte diese Rückzession als unzulässiges Insichgeschäft. Dazu stellte die Vorinstanz fest, bei Unterzeichnung der Rückzession sei der Beschwerdeführer einzelzeichnungsberechtigter Geschäftsführer der GmbH gewesen, deren Geschäfte er fiduziarisch für den Beschwerdegegner und dessen Bruder, die wirtschaftlich Berechtigten an der GmbH, zu führen hatte. Die Rückzession der Provisionsansprüche von der GmbH an ihn selber stehe im ausschliesslichen und eklatanten Interesse des Beschwerdeführers und widerspreche den Interessen des Beschwerdegegners. Der Beschwerdeführer behaupte weder, er sei spezifisch zu diesem Insichgeschäft ermächtigt worden, noch, dieses sei im Nachhinein genehmigt worden. Bei dieser Rückzession handle es sich daher um ein nichtiges Insichgeschäft, weshalb der Beschwerdeführer hinsichtlich der eingeklagten Ansprüche nicht aktivlegitimiert und die Klage abzuweisen sei.