Citation: 7B_69/2024 E. 3.2.3

3.2.3. Darüber hinaus erkannte die Vorinstanz einen dringenden Tatverdacht hinsichtlich der Beteiligung des Beschwerdeführers am möglicherweise auch grösser gelagerten, gemeinschaftlichen Drogenhandel. Diesen weitergehenden Tatverdacht bestreitet der Beschwerdeführer. Er legt in Bezug auf die Würdigung der verschiedenen Einvernahmeprotokolle seine Sichtweise und Interpretation einzelner Aussagen von B.________ jener der Vorinstanz gegenüber. Mit einer solchen appellatorischen Kritik vermag der Beschwerdeführer keine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung bzw. schlechterdings unhaltbare Beweiswürdigung durch die Vorinstanz darzutun. Diese war im Rahmen des Haftverfahrens hinsichtlich der Einvernahmeprotokolle nicht gehalten, eine vertiefte und abschliessende Beweiswürdigung der Aussagen des Beschwerdeführers vorzunehmen. Angesichts der Tatsache, dass neben der Aussage von B.________ zu einer mehrfachen Verkaufstätigkeit des Beschwerdeführers noch weitere konkrete Verdachtsmomente hinsichtlich eines "schweren Falls" des unbefugten Umgangs mit Betäubungsmitteln vorliegen, erweist es sich jedenfalls nicht als willkürlich, wenn die Vorinstanz die Aussage von B.________ stärker gewichtet als diejenige des Beschwerdeführers. Aus den vorinstanzlichen Ausführungen ergibt sich, dass die Polizei in der Wohnung des Beschwerdeführers 3.5 Gramm Kokain und Bargeld im Wert von Fr. 6230.-- sowie EUR 250.-- und in derjenigen von C.________ in U.________ 29 Gramm Kokain, 28 Gramm Marihuana, Bargeld im Wert von Fr. 1000.-- sowie Handelsutensilien sichergestellt habe. Die Schlüssel zu letzterer hätten im Fahrzeug gelegen, mit dem der Beschwerdeführer unterwegs gewesen sei. Den Angaben des Beschwerdeführers vor dem Zwangsmassnahmegericht zufolge sei davon auszugehen, dass er nicht nur theoretisch Zugang zu dieser Wohnung in U.________ mittels des aus dem Auto sichergestellten Schlüssels hatte, sondern sie für eine gewisse Zeit auch genutzt habe. Die Polizei habe festgestellt, dass die am 21. November 2023 dem verdeckten Fahnder übergebene Drogenportion in gleicher Weise verpackt und beschriftet gewesen sei wie die aus der Wohnung in U.________ sichergestellten "Kokainportionen". Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers bestehen mit diesen vorinstanzlichen Ausführungen erhebliche tatsächliche Anhaltspunkte, dass er nicht nur in die Drogenübergabe vom 21. November 2023, sondern darüber hinaus in einen "schweren Fall" des unbefugten Umgangs mit Betäubungsmitteln (vgl. Art. 19 Abs. 2 BetmG) involviert war. Es erweist sich als bundesrechtskonform, wenn die Vorinstanz auch diesbezüglich einen dringenden Tatverdacht im Sinne von Art. 221 Abs. 1 StPO annimmt.