Citation: 2C_119/2017 E. 3.4.1

3.4.1. Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass ihr Hauptaktionär sie dazu verwendet habe, seine privaten Bedürfnisse zu befriedigen. Weder für den Erwerb noch für den Umbau der Ferienliegenschaft habe sie Mittel des Hauptaktionärs in Anspruch genommen, sondern habe die Finanzierung aus eigenen, durch die steuerbare Tätigkeit als Treuhandunternehmen erarbeiteten Mitteln und einer Hypothek einer unabhängigen Bank bestritten. Die Beschwerdeführerin habe nach einer sicheren und sinnvollen Geldanlage gesucht, welche sie im Kauf einer Ferienliegenschaft in einem bekannten Schweizer Wintersportort gefunden habe. Die Vermietung an eine der Beschwerdeführerin bekannten Person sei unter diesen Umständen alles andere als jenseits der wirtschaftlichen Vernunft. Zudem stelle Art. 24 Abs. 2 MWSTG sicher, dass kein unüblich tiefer Mietzins verrechnet werde, da ein solcher einem Drittvergleich standhalten müsse. Die ESTV habe dessen Ausgestaltung in Ziff. 7.2.1 MBI 17 festgehalten und er unterliege keiner Einschränkung. Die fragliche Regelung habe zur Folge, dass es für die Beschwerdeführerin keine Rolle spielt, ob sie das Ferienhaus an einen unabhängigen Dritten oder an ihren Hauptaktionär vermiete. Die Miete entspreche in jedem Fall einem marktüblichen Preis.