Citation: 1C_328/2024 E. 3.3.3

3.3.3. Ferner beanstandet die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe eine fehlerhafte Lückenfüllung vorgenommen, indem sie eine privatrechtliche Rechtsprechung auf ein spezielles öffentlich-rechtliches Arbeitsverhältnis übertragen und keine eigene Regel aufgestellt habe. Mit diesem Vorbringen verkennt die Beschwerdeführerin, dass die Vorinstanz Art. 327a OR nicht direkt angewendet hat. Sie hält im angefochtenen Urteil explizit fest, die privatrechtliche Gesetzgebung und Rechtsprechung analog anzuwenden, weil es keine öffentlich-rechtlichen Regelungen zu verwandten Sachverhalten gebe. Lücken können oftmals auf dem Weg der Analogie geschlossen werden (Urteil 1C_648/2023 vom 8. Oktober 2024 E. 4.4, zur Publikation vorgesehen; BGE 146 III 426 E. 3.1; 144 IV 97 E. 3.1.2). Dass eine öffentlich-rechtliche Regelung bestünde, die für eine analoge Anwendung geeigneter wäre, vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen. Wie die Vorinstanz festhält, sind vom zitierten § 22 Abs. 1 BVO/LU ausschliesslich die in §§ 23 ff. BVO/LU genannten Spesen gedeckt. Der Auslagenersatz für notwendige Heimarbeit wird darin nicht aufgeführt. Die Ausgangslage bei der Beschwerdegegnerin, die nicht nur als Dozentin, sondern auch als Diversity-Beauftragte tätig war, ist auch nicht derart verschieden von privatrechtlichen Arbeitsverhältnissen, dass eine analoge Anwendung dieser Grundsätze unhaltbar wäre. Die durch die Vorinstanz vorgenommene Lückenfüllung kann daher nicht als willkürlich bezeichnet werden.