Citation: 6B_378/2024 E. 4.2.2

4.2.2. Ebenso wenig kann dem Beschwerdeführer gefolgt werden, wenn er davon ausgeht, bei den neuen Straftaten handle es sich nicht um einschlägige Rückfälle. Er wird u.a. wegen grober Verkehrsregelverletzung verurteilt und ist damit zumindest teilweise einschlägig rückfällig geworden (E. 3 hiervor). Im Übrigen übersieht er, dass der Widerruf nach Art. 46 Abs. 1 StGB keine einschlägige Rückfälligkeit voraussetzt. Es genügt, wenn angesichts der neuen Taten zu erwarten ist, dass der Täter weitere Straftaten verüben wird. Dass davon vorliegend auszugehen ist, legt die Vorinstanz nachvollziehbar dar: Sie erwägt hierzu, der Beschwerdeführer habe sämtliche zu beurteilenden Straftaten während laufender Probezeit begangen. Die mit Urteil des Amtsgerichts Olten-Gösgen vom 8. Dezember 2014 ursprünglich für vier Jahre angeordnete Probezeit sei mit Urteil des Bezirksgerichts Rheinfelden vom 27. September 2017 um zwei Jahre verlängert worden, weshalb eine weitere Verlängerung von Gesetzes wegen ausgeschlossen sei. Ein Verzicht auf den Widerruf komme ebenso wenig in Frage. Der Beschwerdeführer sei absolut unbelehrbar und lasse sich weder von Strafverfahren noch von Verurteilungen und entsprechenden Strafen - zuletzt eine unbedingte Freiheitsstrafe von 8 Monaten - von weiteren Straftaten abhalten. Auch zeige er sich im vorliegenden Verfahren weder einsichtig noch reuig, sondern bagatellisiere sein Verhalten und lasse jegliche Empathie gegenüber den geschädigten Personen vermissen. Ihm sei deshalb eine negative Legalprognose zu stellen und die Vorstrafe sei zu widerrufen. Damit bleibt die Vorinstanz innerhalb des ihr bei der Beurteilung der Legalprognose zukommenden Ermessens.