Citation: 2A.489/2000 01.11.2000 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer setzt sich mit der Begründung im angefochtenen Entscheid nicht sachbezogen auseinander; auch ist nicht klar, ob er letztlich Beschwerde führen oder lediglich ein Haftentlassungsgesuch stellen will (vgl. Art. 108 Abs. 2 OG; BGE 118 Ib 134 ff.). Unter diesen Umständen erscheint - auch wenn das Bundesgericht bei Laienbeschwerden gegen Haftentscheide im Ausländerrecht keine allzu hohen Anforderung an die formellen Bedingungen stellt (BGE 122 I 275 E. 3b S. 277) - zweifelhaft, ob darauf einzutreten ist. Die Frage kann indessen dahin gestellt bleiben, und es kann auf Verfahrensweiterungen (Abklärungen, wann die Eingabe dem Gefängnispersonal übergeben wurde bzw. Prüfung der Frage, ob die Eingabe an den Haftrichter weiterzuleiten wäre) verzichtet werden, da sich die Ausschaffungshaft in der Sache offensichtlich als rechtmässig erweist: Der Beschwerdeführer hat sich während längerer Zeit in Italien aufgehalten, wo er "schwarz" gearbeitet hat. In der Folge versuchte er über die Schweiz, Deutschland und die Niederlande nach England zu reisen, um dort für sich und seine Familie in Algerien ein Auskommen zu finden. Dabei hat er sowohl gegenüber den deutschen wie den schweizerischen Behörden wiederholt falsche Angaben zu seiner Person und seinem Reiseweg gemacht. Seinen algerischen Pass will er einmal in seinen Heimatstaat zurückgeschickt, ein andermal in Italien bei einem nicht weiter bekannten Kollegen gelassen haben. Bei seiner Reise wies er sich mit einer gefälschten, auf den Namen Salvatore Amato (geb. 18. Juni 1980) lautenden italienischen Identitätskarte aus. In seiner Eingabe an das Bundesgericht erklärt er, auf keinen Fall nach Algerien zurückkehren zu wollen; im Haftprüfungsverfahren hatte er in diesem Zusammenhang nachträglich um Asyl ersucht. Dabei handelte es sich aber um ein situationsbedingtes, nachgeschobenes Gesuch, hätte er seine angebliche Verfolgungssituation doch bereits früher in Italien, Deutschland oder der Schweiz geltend machen können. Das Bundesamt für Flüchtlinge ist inzwischen denn auch aus diesem Grund am 25. Oktober 2000 auf sein Gesuch nicht eingetreten; gleichzeitig hat es seine sofortige Wegweisung angeordnet. Unter diesen Umständen besteht Untertauchensgefahr (Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG; BGE 122 II 49 E. 2a S. 50 f., 148 E. 2b/aa S. 151 ff.). Seit der Inhaftierung des Beschwerdeführers haben sich die Behörden im Rahmen des bei einem hängigen Asylverfahren Zulässigen kontinuierlich und konsequent um die Vorbereitung der Ausschaffung bemüht. Am 27. Oktober 2000 ist das algerische Konsulat um Ausstellung eines Laissez-Passer-Papiers ersucht worden; die entsprechenden Abklärungen sind zurzeit im Gang, weshalb der beanstandete Entscheid auch nicht gegen das haftrechtliche Beschleunigungsgebot verstösst oder unverhältnismässig erscheint (Art. 13b Abs. 3 ANAG; BGE 124 II 49 ff.).