Citation: 2C_1020/2017 E. 2.3.2

2.3.2. Eine vorwiegend geschäftliche Nutzung der Liegenschaft durch Dritte schliesst die Gewährung des Pauschalabzugs aus. Nur bei einer Nutzung der Liegenschaft für private Wohnzwecke wäre der Pauschalabzug möglich (vgl. oben E. 2.2.1). Diese Voraussetzung ist hier nicht erfüllt, wie die kantonale Steuerverwaltung zu Recht befunden hat (vgl. dazu auch oben Sachverhalt/B. und E. 1.2). Zum einen schloss der Beschwerdeführer als Vermieter den Mietvertrag mit einer Aktiengesellschaft ab, was deren Verwendung der Liegenschaft unter den hier massgeblichen Umständen als geschäftlich erscheinen lässt. Zum anderen überliess die Gesellschaft das Wohnhaus wohl einer Einzelperson mitsamt Familie zur persönlichen Verwendung; diese Person war aber ein Kadermitglied der Gesellschaft und die diesem zugestandene Nutzung Teil der ihm arbeitsvertraglich zugesicherten Entlöhnung für seine berufliche Tätigkeit. Dagegen sind verschiedene Argumente angeführt worden. So trifft wohl zu, dass es nicht zu den im Handelsregister angegebenen Geschäftszwecken der Gesellschaft gehörte, Liegenschaften zu Wohnzwecken zur Verfügung zu stellen. Auch mag es sich dabei - wie das Verwaltungsgericht hervorgehoben hat - um eine innerbetriebliche Massnahme des Personalmanagements gehandelt haben, womit die Attraktivität der Arbeitgeberin gegenüber einem bestimmten Mitarbeiter gesteigert werden sollte (vgl. E. 3 u. 4c des angefochtenen Urteils). Ausserdem hat der Beschwerdeführer geltend gemacht, es sei ergebnisneutral, ob die Gesellschaft die Liegenschaft anmiete und dem Mitarbeiter unter Verrechnung des Mietzinses zur Verfügung stelle oder ob sie dem Mitarbeiter ein um den Mietzins höheres Gehalt bezahlt und es ihm überlasse, selber ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen oder zu mieten (vgl. Sachverhalt/B. S. 3 des angefochtenen Urteils). Entscheidend ist hier aber, dass es sich sehr wohl um eine durch die Gesellschaft in ihrem geschäftlichen Erwerbsbereich gemietete und innerhalb derselben wirtschaftlichen Sphäre (im Sinne einer Nebenlohnabsprache) einem Kadermitglied (und dessen Familie) überlassene Liegenschaft handelte. Unter solchen Umständen rechtfertigt sich, von einer vorwiegend geschäftlichen Nutzung durch Dritte zu sprechen, so wie dieser Begriff in Übereinstimmung mit dem Gesetz, mit Art. 4 der Verordnung und mit der gültigen Rechtsprechung zu verstehen ist. Daran ändert nichts, dass die Nutzung durch das Kadermitglied und seine Familie privaten Zwecken diente, ohne dass in Haus oder Garten irgendeine Erwerbstätigkeit ausgeübt worden wäre.