Citation: 4A_470/2024 E. A

A.a. A.________ (Versicherte, Beschwerdeführerin) war seit dem 1. Januar 2020 bei der C.________ AG als Versicherungsberaterin angestellt und über ihre Arbeitgeberin im Rahmen einer kollektiven Krankentaggeldversicherung bei der B.________ AG (Versicherung, Beschwerdegegnerin) taggeldversichert. Mit Krankmeldung vom 9. März 2021 meldete die Arbeitgeberin, dass die Versicherte seit 4. März 2021 krankheitsbedingt vollständig arbeitsunfähig sei. Die Versicherung holte zur Klärung ihrer Leistungspflicht Arztberichte ein und richtete Taggelder aus. Das Arbeitsverhältnis zwischen der Versicherten und der C.________ AG wurde per 31. August 2021 aufgelöst. A.b. Am 5. Juli 2021 liess die Versicherung die Versicherte durch eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin untersuchen. Mit Schreiben vom 20. Juli 2021 teilte die Versicherung der Versicherten mit, die Untersuchung habe ergeben, dass in Bezug auf ihre bisherige Arbeitsstelle eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorliege, auf dem freien Arbeitsmarkt für jede andere Arbeitsstelle indes eine vollständige Arbeitsfähigkeit vorliege, weshalb der Leistungsanspruch bloss noch bis zum 31. August 2021 (Ende Kündigungsfrist) bestehe und die Taggelder ab 1. September 2021 eingestellt würden. Die Versicherte opponierte gegen die Einstellung der Taggeldleistungen. Nach Eingang einer Stellungnahme von Dr. D.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Allgemeine Innere Medizin, hielt die Versicherung mit Schreiben vom 19. November 2021 an ihrem Einstellungsentscheid fest. A.c. Unter Hinweis auf einen Bericht der E.________ GmbH vom 28. Dezember 2021 informierte die Versicherung die Versicherte mit Schreiben vom 25. Januar 2022, dass aufgrund mehrfacher, der Versicherung verschwiegener Auslandaufenthalte die Voraussetzungen einer betrügerischen Begründung des Versicherungsanspruchs nach Art. 40 VVG erfüllt seien. Für die Arbeitsunfähigkeit ab 4. März 2021 bestehe keine Deckung. Die Versicherung forderte von der Versicherten die Rückerstattung der erbrachten Leistungen einschliesslich Abklärungskosten von insgesamt Fr. 40'469.95.