Citation: 5A.4/2001 10.07.2001 E. 7

7.- Schliesslich bestreiten die Beschwerdeführer, dass ein Grund zur Abberufung des Beschwerdeführers 2 als Beistand der Beschwerdeführerin 1 (Drittweltstiftung) gegeben sei. Insbesondere dürfe aus dem Ausstandsbegehren, der abweichenden Rechtsauffassung hinsichtlich der Handlungsfähigkeit von Gustav Rau und der Geschäftsführung des Beistandes nicht auf Obstruktion und Negierung der Aufsichtsbefugnisse des EDI geschlossen werden. Es ist bereits in Erwägung 5 hiervor darauf hingewiesen worden, dass die Verbeiständung einer Stiftung nur eine Überbrückungsmassnahme in einer Notsituation darstellt und gegenüber aufsichtsrechtlichen Massnahmen subsidiär ist; sie ist aufzuheben, sobald es die Situation erlaubt. Entgegen der Auffassung, die die Beschwerdeführer zu vertreten scheinen, ist die Beistandschaft daher nicht so lange aufrecht zu erhalten, wie dem Beistand nichts vorzuwerfen ist, sondern nur so lange als unbedingt nötig. Das EDI ist offenkundig zum Ergebnis gelangt, dass die Stiftung ihre Geschäfte mit erfolgter Umbesetzung und Ergänzung des Stiftungsrates wieder selbständig besorgen kann und die Verbeiständung daher obsolet und aufzuheben ist. Soweit die sich daraus ergebenden Schritte überhaupt in die Entscheidkompetenz des EDI fallen (vgl. oben E. 1b), erscheint seine Betrachtungsweise unter den hier zur Diskussion gestellten Gesichtswinkeln nach dem oben Dargelegten nicht als rechtswidrig. Unter diesen Umständen spielt es keine Rolle, ob die Vorwürfe gegen den Beistand berechtigt sind. Sie sind nicht entscheiderheblich, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.