Citation: 8C_304/2015 E. 3.4.1

3.4.1. Unter diesen Umständen hat das kantonale Gericht zu Recht einzig geprüft, ob dem nunmehr über 30 Jahre alten Versicherten zugemutet werden konnte, weiterhin ohne die neu beanspruchte Ausgleichsorthese mit der Umwelt in Kontakt zu bleiben. Es hat dazu erkannt, dass körperliche Asymmetrien ästhetische Beeinträchtigungen darstellen könnten, die im Kontakt mit Mitmenschen unangenehm seien und allenfalls psychische Belastungen zu verursachen vermöchten, welche ihrerseits die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt erschwerten. Laut Auskünften des Hausarztes vom 25. Oktober 2010 falle die ausgesprochene Hypotrophie des rechten Unterschenkels und Fusses mit hinkendem Gangbild auf. Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dieser ästhetischen Beeinträchtigung und der im genannten Bericht erwähnten rezidivierenden depressiven Episoden liessen sich auch dem Verordnungsschreiben des Hausarztes vom 27. November 2012 nicht entnehmen. Mangels behinderungsbedingter Notwendigkeit der strittigen Unterschenkel-Ausgleichsorthese erübrigten sich Ausführungen zur Zulässigkeit der Abgabe von Orthesen ohne Funktionalität, welche rein kosmetischen Zwecken dienten.