Citation: 6B_661/2014 E. 5.1

5.1. Hinsichtlich eines Rechtfertigungsgrundes verweist die Vorinstanz auf das erstinstanzliche Urteil, in welchem das Bezirksgericht Rheinfelden erwägt, es sei nicht feststellbar, ob zuerst B.________ oder der Beschwerdeführer auf den jeweils anderen losgegangen ist. Der Beschwerdeführer habe aber anlässlich der Einvernahme vom 29. Juli 2011 zugegeben, dass er sein Messer bereits in der Hand und geöffnet hatte, nachdem B.________ seine Mutter beleidigt habe. Er sei somit wesentlich an der Eskalation der Situation mitschuldig. Wer sich derart verhalte, könne sich nicht im Nachhinein auf eine Notwehrsituation berufen, da er den Angriff des Gegenübers provoziert habe (erstinstanzliches Urteil, S. 32). Die Vorinstanz fügt hinzu, dass der Beschwerdeführer auch anlässlich der Einvernahme vom 26. August 2011 bestätigte, das Messer von B.________ erst gesehen zu haben, als er zu diesem hingegangen sei (Urteil, S. 37). Der Beschwerdeführer rügt, er dürfe sich auf Notwehr berufen (Beschwerde, S. 12). Die Oberstaatsanwaltschaft bestreitet dies in ihrer Vernehmlassung und macht geltend, der Angriff sei vom Beschwerdeführer ausgegangen (Vernehmlassung, S. 3)