Citation: 8C_190/2020 E. 6.2

6.2. Unbestritten bleibt letztinstanzlich, dass in einer leidensangepassten Tätigkeit gestützt auf die RAD-Stellungnahme immer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestand. Inwiefern die vorinstanzlichen Feststellungen offensichtlich unrichtig wären, ist nicht erkennbar. Dies gilt aber auch hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit am angestammten Arbeitsplatz, wo der Versicherte mit der Verpackung von Metallteilen beschäftigt war. Sein Einwand, dass diese Tätigkeit nicht dem Zumutbarkeitsprofil der RAD-Ärztin entspreche oder jedenfalls nur im Umfang eines 50 %-Pensums möglich sei, verfängt nicht. Zwar wird gemäss RAD eine vorwiegend sitzende, wechselbelastende Tätigkeit empfohlen. Stehende Arbeiten sind aber nicht ausgeschlossen, sofern keine Gehstrecken von mehr als 500 m zurückgelegt und keine Zwangshaltungen für den Rücken eingenommen werden müssen, zudem sollten Kälte- und Feuchtigkeitsexpositionen vermieden werden. Gemäss RAD-Ärztin bestünden funktionelle Einschränkungen zufolge therapieresistenter brennender neuropathischer Schmerzen im Bereich der Oberschenkel, die indessen nicht durch ebenfalls vorhandene degenerative Veränderungen am Rücken verursacht würden. Der RAD stützte sich dabei ausdrücklich auf die Angaben der behandelnden Ärzte Dres. med. D.________ und E.________. Unberücksichtigt hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit blieb jedoch, dass Letztere beim erwähnten, vom Sachbearbeiter der IV-Stelle protokollierten Standortgespräch am vormaligen Arbeitsplatz, bei dem im Übrigen auch der Werksarzt zugegen war, mündlich angab, bei Einhaltung zusätzlicher Pausen im Rahmen einer vollen Präsenzzeit sei eine Leistung von 80 % zumutbar. Dass die Vorinstanz bezüglich der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit nach eingehender Würdigung der ärztlichen Stellungnahmen ausdrücklich auf die Einschätzung der behandelnden Ärztin abstellte, ist nicht zu beanstanden. Daran kann nichts ändern, dass das kantonale Gericht den RAD-Bericht hinsichtlich der bescheinigten 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer dem Leiden optimal angepassten Tätigkeit als voll beweiskräftig erachtete. Unbestritten ist im Übrigen auch, dass hinsichtlich der angestammten Tätigkeit von der letzten Beschäftigung bei der B.________ SA im Bereich Verpackung auszugehen ist, die der Versicherte nach einer Versetzung aus wirtschaftlichen Gründen ausübte.