Citation: 4A_491/2023 E. 3

Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Klage auf den Tatbestand von Art. 40 VVG. Dieser sei erfüllt, weil der Beschwerdeführer eine volle Arbeitsunfähigkeit geltend gemacht und Taggelder bezogen habe, obwohl er an diversen Tagen habe arbeiten können. Hierfür habe er über die von ihm beherrschte Beschwerdeführerin Honorar kassiert. Daher sei die Beschwerdegegnerin berechtigt gewesen, vom Vertrag mit der Beschwerdeführerin zurückzutreten. Eine Täuschungshandlung sei spätestens mit der nachgewiesenen ärztlichen Behandlung vom 1. September 2018 ausgewiesen, weshalb sie die Taggelder ab diesem Datum zurückfordere.