Citation: 1C_246/2024 E. 4.1.1

4.1.1. Im Interesse der Rechtssicherheit und der Einheit der Rechtsordnung, insbesondere zur Verhinderung widersprüchlicher Entscheide, drängt sich eine Koordination des Straf- und des Verwaltungsverfahrens auf (BGE 139 II 95 E. 3.2; 137 I 363 E. 2.3.2; 119 Ib 158 E. 2c/bb; vgl. auch Urteil 1C_536/2022 vom 25. Juli 2023 E. 3.2; je mit Hinweisen). Die Rechtsprechung hat daher den Grundsatz aufgestellt, wonach die Administrativbehörde an die Tatsachenfeststellungen des Strafgerichts gebunden ist. Sie darf davon nur abweichen, wenn sie Tatsachen feststellt und ihrem Entscheid zugrunde legt, die dem Strafgericht unbekannt waren, sie zusätzliche Beweise erhebt oder das Strafgericht bei der Rechtsanwendung auf den Sachverhalt nicht alle Rechtsfragen abgeklärt, namentlich die Verletzung bestimmter Verkehrsregeln übersehen hat (BGE 139 II 95 E. 3.2; 137 I 363 E. 2.3.2; je mit Hinweisen). Die betroffene Person ist ihrerseits gehalten, ihre Einwände gegen die tatsächlichen Grundlagen der strafrechtlichen Verurteilung im Strafverfahren zu erheben und dort die nötigen Rechtsmittel zu ergreifen (vgl. BGE 123 II 97 E. 3c/aa; Urteil 1C_194/2022 vom 7. Juli 2023 E. 4.2 mit Hinweisen).