Citation: 4A_475/2022 E. 4.5.2

4.5.2. Soweit die Beschwerdeführerin der Vorinstanz vorwirft, sie stelle den Sachverhalt aktenwidrig fest, wenn sie festhalte, E.A.________ sel. habe auch sämtliche Darlehen von X.________ von der Y.________ AG abgelöst, genügt sie den Anforderungen an eine Sachverhaltsrüge im bundesgerichtlichen Verfahren (vgl. hiervor E. 2) nicht. In der letztwilligen Verfügung wird diesbezüglich ausgeführt: "[Frau X.________ [Adresse] vermache ich: - Erlass sämtlicher Darlehen von der Y.________ AG [...], an die Vermächtnisnehmerin, im Wert von Fr. 100'000. Diese Darlehen sind aus meinem Nachlass abzulösen [...] - CHF 100'000." Es ist nicht ersichtlich, inwiefern es willkürlich sein soll, wenn die Vorinstanz gestützt darauf zum Ergebnis gelangt, X.________ seien (neben dem Barvermächtnis von Fr. 100'000.--) auch sämtliche Darlehen von der Y.________ AG abgelöst und erlassen worden. Die Beschwerdeführerin macht geltend, aus der Verfügung des kantonalen Steueramtes Zürich vom 11. Mai 2020 betreffend Erbschafts- und Schenkungssteuer (nachfolgend: Steuerverfügung) ergebe sich, dass X.________ lediglich ein Barvermächtnis von Fr. 100'000.-- ausgerichtet worden sei. Sie ist der Ansicht, die Vorinstanz hätte daraus ableiten müssen, dass die letztwillige Verfügung vom 1. März 2011 (teilweise) widerrufen worden sei. Sie zeigt aber bereits nicht hinreichend auf, dass sie sich in den vorinstanzlichen Verfahren betreffend die Vermächtnisse an X.________ (bzw. andere Begünstigte) auf die Steuerverfügung berufen hätte. Im Übrigen ist für die vorinstanzliche Argumentation ohnehin nur entscheidend, dass E.A.________ sel. auch in Bezug auf X.________ in seiner letztwilligen Verfügung beabsichtigte, sämtliche Darlehensforderungen zu erlassen (Ablösung Darlehen gegenüber der Y.________ AG) und sich auch hier (wie im Bezug auf B.A.________ sel.) die Mühe machte, den Betrag zu beziffern. Diese Überlegungen gelten auch soweit die Beschwerdeführerin beanstandet, dass sich die Vorinstanz in Bezug auf die Vermächtnisse an E.A.________s "Göttibueb" und an dessen langjährige Sekretärin Z.________ auf die letztwillige Verfügung und nicht auf die Steuerverfügung beruft. Die Beschwerdeführerin vermag nicht darzutun, dass die Vorinstanz in Willkür verfallen ist, indem sie erwog, es könne nicht behauptet werden, dass E.A.________ sel. seine Nichte/Neffen grosszügiger behandeln wollte als andere Personen.