Citation: 4C.191/2000 23.11.2001 E. 2

2.-a) Gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. c OG ist im kantonalen Entscheid das Ergebnis der Beweisführung festzuhalten und anzugeben, inwieweit das Urteil auf der Anwendung eidgenössischer, kantonaler oder ausländischer Gesetzesbestimmungen beruht. Die gerichtlichen Sachverhaltsfeststellungen haben ausreichend detailliert, vollständig und nicht widersprüchlich zu sein, um die Kontrolle der Rechtsanwendung zu gewährleisten (Poudret, COJ II, N 4 zu Art. 51 OG, S. 365). Nach Art. 51 Abs. 1 lit. c OG haben die Parteien im Hinblick auf den Entscheid über das Einlegen einer Berufung Anspruch darauf, alle tatsächlichen und rechtlichen Erwägungen des kantonalen Richters zur Kenntnis nehmen zu können (Poudret, a.a.O., N 1 zu Art. 51 OG, S. 361). Der Kläger wirft der Vorinstanz sinngemäss vor, in Verletzung des Art. 51 Abs. 1 lit. c OG entscheidende Beweissätze des von ihm behaupteten Arbeitsvertrages bezüglich des Zustandekommens, der Dauer und des Inhalts desselben im angefochtenen Urteil nicht festgehalten zu haben. Entgegen der Auffassung des Klägers hielt die Vorinstanz aber in ihrem Urteil bundesrechtskonform das aus ihrer Beweiswürdigung resultierende und für die Frage des Vertragsbestehens entscheidende Beweisergebnis vollständig und auch widerspruchsfrei fest. Indem das Obergericht in seinem Entscheid auf die vagen und widersprüchlichen Aussagen des Zeugen C.________ verweist und deshalb nicht auf die vorgebrachten Beweismittel abstellen will, würdigt es lediglich die Beweise. Der Kläger verkennt den Inhalt des Art. 51 Abs. 1 lit. c OG, wenn er verlangt, dass Sachverhaltsbehauptungen festzuhalten sind, die nach der gerichtlichen Beweiswürdigung als unbewiesen gelten. Die Rüge des Klägers erschöpft sich in einer unzulässigen Kritik an der Beweiswürdigung und ist deshalb nicht zu hören. b) Im Berufungsverfahren hat das Bundesgericht einer Entscheidung die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz als vollständig zu Grunde zu legen, es sei denn, sie seien im Hinblick auf den Tatbestand einer anwendbaren Sachnorm ergänzungsbedürftig (Art. 64 OG). Werden solche Ausnahmen geltend gemacht, so hat die Partei, welche den Sachverhalt ergänzt wissen will, darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen. Eine Ergänzung setzt zudem voraus, dass entsprechende Sachbehauptungen bereits im kantonalen Verfahren prozesskonform aufgestellt, von der Vorinstanz aber zu Unrecht für unerheblich gehalten oder übersehen worden sind, was wiederum näher anzugeben ist; andernfalls gelten die Vorbringen als neu und damit unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c und d OG; BGE 119 II 353 E. 5c/aa S. 357 und 115 II 484 E. 2a S. 485 f., je mit Hinweisen). Der Kläger wendet ein, die Vorinstanz verletze Art. 64 OG, indem sie nicht festgestellt habe, ob und inwieweit die Behauptungen des Klägers nach der Zeugenaussage C.________ bezüglich Vertragsabschluss, Dauer und Höhe des Salärs als bewiesen gelten. Damit habe sie in ihrem Urteil Feststellungen zu Fragen nicht getroffen, die im Hinblick auf die Anwendung von Bundesrecht hätten abgeklärt werden müssen. Der Kläger unterlässt es jedoch, die Sachnorm zu nennen, hinsichtlich derer Anwendung er die tatsächlichen Feststellungen hätte ergänzt wissen wollen. Auf dieses Vorbringen des Klägers ist folglich nicht einzutreten.