Citation: 1B_347/2022 E. 5.3

5.3. Der Beschwerdeführer macht zu Recht geltend, dass das Obergericht keine konkrete Kollusionsgefahr aufgezeigt hat. Dass das Strafverfahren noch am Anfang steht und noch verschiedene Untersuchungshandlungen bevorstehen, reicht dafür ebensowenig aus wie der Umstand, dass der Beschwerdeführer die Aussage verweigert. In Bezug auf das sichergestellte Mobiltelefon fällt eine Manipulation ausser Betracht. Auch in Bezug auf die Brandermittlung ist nicht erkennbar, welche Verdunkelungshandlungen die Untersuchung gefährden könnten. Konkrete Hinweise auf mögliche Mittäter gehen aus dem angefochtenen Entscheid zudem nicht hervor. Ebenso theoretisch ist die Erwägung, es gelte zu verhindern, dass der Beschwerdeführer auf allfällige Auskunftspersonen Einfluss nehmen oder allfällige Beweismittel beiseite schaffen könnte. Eine solche Begründung liesse sich in fast jedem Strafverfahren anführen. Indem die Vorinstanz die Kollusionsgefahr trotzdem bejaht hat, hat sie Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO verletzt (vgl. den in verschiedener Hinsicht ähnlich gelagerten Fall in Urteil 1B_560/2019 vom 5. Dezember 2019 E. 3).