Citation: 5A_702/2014 E. 3.2.3

3.2.3. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, sie habe einen Widerspruch in den Nachweisen des ausländischen Rechts übergangen und dieses sei unzureichend nachgewiesen. Die Vorbringen gehen fehl. Dass den Parteien der Nachweis (bei vermögensrechtlichen Ansprüchen) überbunden werden kann, stellt die Beschwerdeführerin zu Recht nicht in Frage (vgl. Art. 16 Abs. 1 Satz 3 IPRG), ebenso wenig, dass sie und die Beschwerdegegnerin die Informationen über das ausländische Recht beschafft haben. Die Beschwerdeführerin macht im Zusammenhang mit der organschaftlichen Vertretungsmacht indes geltend, dass es diesbezüglich auf die Statutenbestimmung nicht ankomme; das saudi-arabische Recht sei unvollständig festgestellt worden, "vielleicht" trotz der von ihr selbst und von der Beschwerdegegnerin eingereichten Gutachten. Die Vorbringen sind unbehelflich. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern die Vorinstanz von der Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit und Vollständigkeit der ihr - im kantonalen Verfahren - unterbreiteten Nachweise nicht hätte überzeugt sein sollen (vgl. Keller/Girsberger, in: Zürcher Kommentar zum IPRG, 2. Aufl. 2004, N. 44 ff. zu Art. 16). Was die Beschwerdeführerin rügt, läuft vielmehr auf die Kritik der Anwendung saudi-arabischen Rechts durch die Vorinstanz hinaus.