Citation: 8C_922/2014 E. 3.2

3.2. Nach Ansicht der Arbeitslosenkasse ist der vorinstanzliche Entscheid bundesrechtswidrig. Gemäss Rechtsprechung schliesse der Besuch eines ganztägigen Kurses die Annahme einer erwerblichen Tätigkeit grundsätzlich aus. Die Vermittlungsfähigkeit könne daher nur dann bejaht werden, wenn eindeutig feststehe, dass die versicherte Person bereit und in der Lage sei, den Kurs jederzeit abzubrechen, um eine neue Stelle anzutreten. Da eine Verschiebung des MBA-Kurses für den Versicherten mit einem relativ grossen Aufwand verbunden gewesen wäre und vermehrte Schul- und Reisekosten angefallen wären, erscheine es wenig wahrscheinlich, dass dieser den Lehrgang in Frankreich beim Finden einer Stelle abgebrochen hätte. Vielmehr müsse angenommen werden, dass der Versicherte bei einer Anstellung versucht hätte, den Kurs weiterhin in Paris zu besuchen und für die Schultage allenfalls Ferien oder unbezahlten Urlaub zu beanspruchen, wie er dies bei seiner früheren Arbeitgeberin auch getan habe. Somit sei er während des blockweise besuchten Kurses in der Zeit vom 1. September bis 31. Dezember 2013 als vermittlungsunfähig einzustufen.