Citation: 9C_659/2017 E. 3.2

3.2. Die Gutachter der Klinik C.________ diagnostizierten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf eine mittelschwere bis schwere depressive Episode im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33.1 und F33.2), deren Einschätzung sie durch die Einnahme von Benzodiazepinen des Beschwerdeführers an beiden Untersuchungsterminen (ICD-10 F13.0) sowie durch Hinweise auf suboptimales Leistungs- und nicht authentisches Antwortverhalten als erschwert erachteten. Die Experten berichteten zudem von einem Verdacht auf schädlichen Gebrauch von Benzodiazepinen (ICD-10 F13.1) und von einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.40); diese hätten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Auf dieses Beschwerdebild ist grundsätzlich die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 anwendbar (vgl. BGE 143 V 409 und 143 V 418), unter welchen Voraussetzungen psychische Leiden eine allenfalls rentenbegründende Invalidität zu bewirken vermögen. Danach liegt regelmässig keine versicherte gesundheitliche Beeinträchtigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht. Dies ist im konkreten Fall mit Blick auf die einschneidenden Folgen eines Anspruchsausschlusses auf möglichst breiter Beobachtungsbasis auch in zeitlicher Hinsicht zu beurteilen (BGE 141 V 281 E. 2.2.1 S. 287; Urteil 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 4.2-4, in: SVR 2015 IV Nr. 38 S. 121). Ob die ärztlichen Feststellungen auf einen Ausschlussgrund folgern lassen, ist als Rechtsfrage frei überprüfbar (erwähntes Urteil 9C_899/2014 E. 4.1).