Citation: I 540/01 30.04.2002 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die Invalidenrente zu Recht bis Ende Januar 1999 befristet hat. a) Die Vorinstanz gelangte in einlässlicher Würdigung der medizinischen Akten zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer ab Oktober 1998 zufolge Verbesserung des Gesundheitszustandes eine leichte oder mittelschwere Tätigkeit aus somatischer Sicht wieder vollumfänglich zumutbar gewesen sei. Ebenso wenig habe in psychischer Hinsicht eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit vorgelegen. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass ihm ab Herbst 1998 unter Berücksichtigung des physischen Gesundheitszustandes eine leidensangepasste Tätigkeit zumutbar gewesen wäre. Er macht jedoch geltend, er leide an einem psychischen Gesundheitsschaden, der zu einer erheblichen Einschränkung in der Erwerbsfähigkeit führe. Das psychiatrische Gutachten des Dr. med. M.________ vom 16. August 1999 sei als Beweismittel nicht verwertbar, weil es in Missachtung wesentlicher wissenschaftlicher Grundsätze erstellt worden sei. b) Laut Bericht der Rheumaklinik und des Institutes für Physikalische Medizin des Spitals Y.________ vom 10. März 1999 leidet der Beschwerdeführer an einem chronischen lumbo- und zervikospondylogenen Schmerzsyndrom. Im Vergleich zu den wenig eindrücklichen somatischen Befunden stehe die Schmerzverarbeitungsstörung weit im Vordergrund. Es müsse von einer gewissen bewussten Aggravation der Beschwerden ausgegangen werden, wohl auf dem Boden unverkennbarer Entschädigungswünsche. Der Versicherte verweigere jegliches aktives Mitwirken in der Physiotherapie. Nach der Beurteilung des psychiatrischen Konsiliarius ergäben sich keine Hinweise auf ein relevantes psychiatrisches Leiden, insbesondere bestehe keine nennenswerte depressive Störung. Auf Grund der ungünstigen sozialen Situation und der Einstellung des Versicherten sei eine psychosomatisch orientierte Behandlung nicht sinnvoll. In seiner früheren Tätigkeit auf dem Bau als Maurer sei er in Folge der körperlichen Dekonditionierung nicht mehr arbeitsfähig, in einer leichten oder mittelschweren Tätigkeit lasse sich von den somatischen Befunden her keine Einschränkung herleiten. Dr. med. K.________ weist in seinem Bericht vom 13. Oktober 1998 auf eine beginnende Depression im Rahmen der chronischen Schmerzen hin. Der Versicherte leide unter persistierenden wechselnden Beschwerden, die ihren Ursprung im Bereich der Wirbelsäule haben. Dr. med. M.________ kommt im Gutachten vom 16. August 1999 zum Schluss, das Beschwerdebild sei mit Bezug auf die Schmerzschilderung und -präsentation nicht die Folge einer erheblichen psychischen Überlagerung (neurotischen Entwicklung) eines körperlichen Gebrechens oder Leidens, sondern rein psychogener Natur. Die hochgradig appellativ-demonstrativ vorgebrachten Beschwerden gehörten ins Grenzgebiet zwischen zielgerichteter Aggravation, Vortäuschen von Funktionsstörungen und bewusstseinsnaher, ebenfalls zielgerichteter Simulation bei übersehbarer Begehrungshaltung. Der körperlich völlig dekonditionierte Versicherte habe bis jetzt keine Ansätze und kaum eine Motivation für ein aktives Mitmachen bei einem körperlichen Trainingsprogramm gezeigt, er offenbare ein deutlich regredientes und sich selbst limitierendes Verhalten. Psychiatrisch-klinisch könne keine Krankheitsdiagnose gestellt werden. c) Die Einwendungen gegen diese Beurteilung sind unbegründet. Der gestützt auf die Stellungnahme des Dr. med. G.________ vom 3. Juli 2000 geübten Kritik am Gutachten des Dr. med. M.________ kann nicht beigepflichtet werden. Nach dem Bericht des Spitals Y._________ vom 10. März 1999 verweigerte der Beschwerdeführer jegliches aktives Mitwirken in der Physiotherapie, während eine psychosomatische Behandlung auf Grund der ungünstigen sozialen Situation und der Einstellung des Versicherten als nicht sinnvoll erachtet wurde. Mangels Kooperation des Versicherten konnten die psychologischen Tests nicht durchgeführt oder mussten abgebrochen werden. Dass die Befragung durch den Experten unter diesen Umständen nicht mit der vom Versicherten erwarteten Empathie durchgeführt wurde, leuchtet ein. Nicht zu beanstanden ist ferner, dass der Gutachter keine Fremdanamnese erhoben hat. Der Versicherte lebt seit beinahe 30 Jahren alleine in einer 1-Zimmer-Wohnung, getrennt von seiner Ehefrau und den Kindern, die im Heimatland geblieben sind; seit März 1995 hat er nicht mehr gearbeitet, sodass kaum jemand über Art, Beginn und Verlauf seiner Beschwerden zuverlässig Auskunft geben könnte. Das Vorgehen des Gutachters, zur Fremdanamnese den langjährigen Hausarzt zu befragen, war demnach unvermeidlich. d) Die Vorinstanz hat zu Recht auf die Anordnung einer polydisziplinären Begutachtung verzichtet, da die vorhandenen medizinischen Unterlagen eine schlüssige Beurteilung des Gesundheitszustandes und der funktionellen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit erlauben. Die Ausführungen des Hausarztes Dr. med. K.________ zum psychischen Gesundheitszustand bilden keinen Anlass, weitere Abklärungen anzuordnen, da die Diagnose "Depressionen im Rahmen der chronischen Schmerzen" nicht nachvollziehbar begründet und insbesondere nicht angegeben wird, weshalb von den Beurteilungen des Spitals Y.________ und dem psychiatrischen Gutachten abgewichen werden soll. Im letztinstanzlich aufgelegten Bericht der Klinik X.________ schliesslich wird auf den Psychostatus nicht einmal Bezug genommen. Gestützt auf die erwähnten Unterlagen hat die Vorinstanz zu Recht angenommen, dass dem Beschwerdeführer ab November 1998 auch mit Rücksicht auf die psychische Situation eine leichte oder mittelschwere Tätigkeit wieder vollumfänglich zumutbar war.