Citation: 5A_454/2007 12.10.2007 E. 2.1

2.1.1 Gemäss Art. 304 Abs. 1 ZGB haben die Eltern von Gesetzes wegen die Vertretung der Kinder gegenüber Drittpersonen im Umfang der ihnen zustehenden elterlichen Sorge. Da der Mutter die elterliche Sorge alleine zukommt, vertritt sie grundsätzlich die Kinder. Da aber die Kinder und die Mutter gegen den Vater ein Verfahren mit dem Begehren einleiteten, dem Vater sei jeglicher Kontakt mit den Kindern und der Mutter zu verbieten, lud das in der Sache zuständige Bezirksgericht Meilen die Vormundschaftsbehörde S.________ ein, den Kindern einen Vertretungsbeistand im Sinne von Art. 306 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 392 Ziff. 2 ZGB zu bestellen. Dabei handelt es sich nach den nicht beanstandeten Ausführungen der kantonalen Behörden um ein der Dispositionsmaxime unterstelltes Verfahren wegen Verletzung der Persönlichkeit und nicht um ein vom Untersuchungsgrundsatz beherrschtes Kindesschutzverfahren. Dieser Prozessbeistand wurde am 13. November 2001 in der Person von Rechtsanwältin R.________ rechtskräftig bestellt. Diese nahm seither die Interessen der Kinder in diesem Verfahren wahr. Das von den Kindern, vertreten durch die Mutter, am 19. September 2006 eingereichte Gesuch um sofortige Entlassung der Prozessbeiständin wurde erstinstanzlich abgewiesen, zweitinstanzlich bewilligt und ist im Rekursverfahren noch hängig. Über dessen aufschiebende Wirkung wird im angefochtenen Entscheid nichts gesagt. 2.1.2 Das Kassationsgericht hat in der Hauptsache dazu ausgeführt, eine Einschränkung in dem Sinne, dass die Vertretungsbeiständin lediglich die nichtvermögensrechtlichen Interessen der Beschwerdeführer im Prozess zu wahren hätte, sei weder erwähnt worden, noch erschiene dies sinnvoll. Vielmehr sei von einer umfassenden Interessenwahrung durch die Prozessbeiständin auszugehen, wozu auch das Erheben von Rechtsmitteln (in der Sache selber oder bezüglich der Kosten- und Entschädigungsregelung) gehöre. Zu Recht weise die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass die Kostentragung sowie die Verpflichtung zur Entschädigungsleistung einen Reflex des Verfahrensausganges in der Sache - in welcher gerade die Möglichkeit einer Interessenskollision bestehe - darstelle. Es sei deshalb nicht ersichtlich, weshalb der Mutter der Beschwerdeführer in Bezug auf die Kosten- und Entschädigungsfolgen die Vertretungsmacht verblieben sein solle. Sie könne vielmehr die Beschwerdeführer auch im kantonalen Beschwerdeverfahren nicht vertreten. Dieser Mangel in der Vertretungsmacht könne vorliegend auch nicht dadurch geheilt werden, dass die Vormundschaftsbehörde bzw. ein durch diese (neu) bestellter Beistand die Beschwerdeerhebung nachträglich genehmigen würde (vgl. BGE 107 II 113 f.). Damit erübrige sich ein Vorgehen nach § 108 ZPO/ZH.