Citation: 8C_462/2022 E. 3.2.4

3.2.4. Wäre mit der Vorinstanz damit in beweisrechtlicher Hinsicht hinreichend dargetan, dass die Beschwerdegegnerin beim Hinausrennen mit einem Fuss am Langseil hängengeblieben und hingefallen ist, liesse sich der Unfallbegriff bejahen. Denn der Vorgang vom Hängenbleiben und Hinfallen wäre mit dem Vorzeigen der Sprungübung derart eng verknüpft, dass ein einziges - nicht in verschiedene Teilphasen zerlegbares - Geschehen vorliegen würde (vgl. RKUV 1999 Nr. U 345 S. 420, U 114/97; Urteil U 528/06 vom 29. Oktober 2007 E. 4.3). Durch das Hängenbleiben am Seil und dem anschliessenden Hinfallen manifestiert sich ein äusserer Faktor, der zur Unkontrollierbarkeit des Bewegungsablaufs geführt bzw. diesen in programmwidriger Weise gestört hätte. Wie sich aus dem Nachfolgenden ergibt, kann jedoch offen gelassen werden, ob der geschilderte Ereignishergang Unfallcharakter aufweist. Es erübrigen sich damit auch Weiterungen zur in der Beschwerde thematisierten Frage, wann genau innerhalb des geschilderten Ablaufs die Achillessehne riss.