Citation: 2A.231/2003 22.05.2003 E. 2

Der Ausländer, der in Vorbereitungs- oder Ausschaffungshaft genommen worden ist, kann einen Monat nach der richterlichen Haftprüfung (Art. 13c Abs. 2 ANAG) ein Haftentlassungsgesuch einreichen, worüber die richterliche Behörde (Haftrichter) innert acht Arbeitstagen aufgrund einer mündlichen Verhandlung zu entscheiden hat (Art. 13c Abs. 4 ANAG). Vorliegend erfolgte die richterliche Prüfung der Vorbereitungshaft am 25. April 2003. Ein Haftentlassungsgesuch konnte frühestens am 25. Mai 2003 gestellt werden, und die Eingabe vom 6. Mai 2003 war somit vom Haftrichter nicht als Haftentlassungsgesuch zu behandeln. Da das Schreiben vor Ablauf von 30 Tagen seit der richterlichen Haftprüfung eingereicht wurde und den Begründungsanforderungen von Art. 108 Abs. 2 OG im Wesentlichen zu genügen vermag, ist es vom Bundesgericht als Verwaltungsgerichtsbeschwerde entgegenzunehmen.