Citation: 6B_579/2013 E. 2.3

2.3. Die erste Instanz nimmt in Bezug auf den Vorgang "Phantom 113" (Anklagepunkt 1.4.8) an, der Beschwerdeführer und die drei weiteren Beteiligten hätten sich für die arbeitsteilig begangene Einfuhr von knapp 4 Kilogramm Kokaingemisch vom 20. Juni 2010 und dessen anschliessende Verteilung durch den Beschwerdeführer strafrechtlich zu verantworten und es ergehe gegen sie ein entsprechender Schuldspruch (erstinstanzliches Urteil S. 31). In Bezug auf den Vorgang "Phantom 103" (Anklagepunkt 1.4.4) gelangt das Strafgericht zum Schluss, der Beschwerdeführer habe sich zusammen mit dem Mittäter Y.________ u.a. des Anstaltentreffens zur vorsätzlichen Einfuhr von 8.954 Gramm Kokaingemisch strafbar gemacht und sei entsprechend schuldig zu sprechen (erstinstanzliches Urteil S. 48, 66). Es trifft zu, dass die erste Instanz hinsichtlich des Vorgangs "Phantom 113" fälschlicherweise ausführt, der Beschwerdeführer habe sich für die Verteilung der knapp 4 Kilogramm Kokaingemisch zu verantworten. Wie der Beschwerdeführer zu Recht einwendet, ist es bei diesem Anklagesachverhalt wegen der vorgängigen Verhaftung der Beteiligten nicht zur Verteilung gekommen. Er ist indes zu Recht wegen vollendeter Einfuhr der Drogen schuldig gesprochen worden. Hier liegt der Unterschied zum Vorgang "Phantom 103", bei welchem die Betäubungsmittel wegen der Verhaftung des Drogenkuriers in Frankreich nicht in die Schweiz eingeführt werden konnten. Aus diesem Grund hat sich der Beschwerdeführer in diesem Punkt lediglich wegen Anstaltentreffens zur vorsätzlichen Einfuhr von rund 9 Kilogramm Kokaingemisch schuldig gemacht. Die unterschiedliche Beurteilung in Bezug auf die beiden Vorgänge bezieht sich somit auf die Einfuhr der Drogen. Aus diesem Versehen in den Erwägungen des angefochtenen Urteils in Bezug auf die Verteilung der Drogen im Vorgang "Phantom 113" erwächst dem Beschwerdeführer kein Nachteil. Die einzelnen Tathandlungen sind im Gesetz sehr detailliert geregelt und überschneiden sich teilweise. Die verbotenen Verhaltensweisen folgen im Wesentlichen dem zeitlichen Ablauf von Drogenherstellung und -umschlag bis hin zur Abgabe des Stoffes an die Konsumenten (vgl. PETER ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes, 2. Aufl. 2007, Art. 19 N 3 f.). Sind mehrere Tathandlungen erfüllt, kommt den einzelnen Verhaltensweisen keine besondere Bedeutung zu. Dies gilt umso mehr, wenn die einzelnen Tathandlungen im qualifizierten Tatbestand der banden- und gewerbsmässigen Tatbegehung von Art. 19 Ziff. 2 lit. b und c BetmG aufgehen (vgl. FINGERHUTH/TSCHURR, Betäubungsmittelgesetz, 2007, Art. 19 N 161). Der Beschwerdeführer ist in Bezug auf die Drogendelikte denn auch sowohl vom Strafgericht wie auch von der Vorinstanz lediglich wegen (mengen- und bandenmässig) qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz bzw. wegen des Verbrechens nach Art. 19 Ziff. 2 lit. a und b BetmG verurteilt worden, ohne dass die einzelnen Tathandlungen spezifiziert worden wären. Aus dem Schuldspruch ergibt sich in diesem Punkt somit keine Beschwer.