Citation: 7B_98/2022 E. 4.4

4.4. Die Beschwerdeführer haben schon vorinstanzlich geltend gemacht, sie verfügten bei einer der betroffenen Banken über eigene Konten. Sie müssten davon ausgehen, dass die Bank diesbezügliche geheimnisgeschützte Unterlagen ediert habe. Das Bundesstrafgericht stellt dazu Folgendes fest: Laut ESTV habe die fragliche Bank ihr die Unterlagen am 25. November 2021 in Papierform ediert. Die ESTV habe die Postsendung provisorisch versiegelt, weshalb ihr "nicht bekannt" sei, "welche Unterlagen ihr zugestellt wurden". Das entsprechende (Begleit-) Schreiben der Bank, woraus allenfalls hervorgehen könnte, welche konkreten Unterlagen diese an die ESTV herausgegeben hat, befinde sich nicht in den an das Bundesstrafgericht übermittelten Akten. Der Vorinstanz sei folglich "nicht bekannt, welche Unterlagen zu welchen Konten" ediert worden seien. Unter der Annahme, "dass die Beschwerdeführer bei der Bank tatsächlich über Bankkonten verfügen", könne "nicht ausgeschlossen werden", dass sich unter den Asservaten "auch Unterlagen zu den auf die Beschwerdeführer lautenden Bankkonten befinden könnten". Im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung könnten die Beschwerdeführer folglich "als Inhaber der mutmasslich von der Edition betroffenen Bankkonten indirekt betroffen sein und damit als Einspracheberechtigte in Frage kommen". Davon sei offenbar auch die ESTV ausgegangen, weshalb sie die bei ihr eingereichten Bankunterlagen provisorisch, bis zum rechtskräftigen Entscheid über die Siegelungsberechtigung, versiegelt habe (angefochtener Entscheid, E. 6.5.2 S. 12).