Citation: 6B_515/2021 E. A

Am 6. August 2018 verfasste Dr. B.________ im Auftrag einer Taggeldversicherung ein forensisch-psychiatrisches Gutachten über einen Patienten von Dr. A.________. Dabei stellte Dr. B.________ eine andere Diagnose als Dr. A.________. In einem in der Folge verfassten Schreiben hielt er fest, Dr. A.________ sei "Teil des Problems" und bei dessen Diagnosen handle es sich um "Gefälligkeitsdiagnosen". Daraufhin erstattete Dr. A.________ Strafanzeige gegen Dr. B.________ wegen Verleumdung. Mit Schreiben vom 19. Februar 2020 lehnte Dr. B.________ einen von der Staatsanwaltschaft unterbreiteten Vergleichsvorschlag ab, woraufhin es zu einer Verfahrenseinstellung kam. Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat die Anklagekammer mit Entscheid vom 3. November 2020 nicht ein. Am 29. September 2020 stellte Dr. A.________ einen weiteren Strafantrag gegen Dr. B.________ wegen Verdachts auf Ehrverletzung. Er warf Dr. B.________ vor, im Schreiben vom 19. Februar 2020 sei erneut von "Gefälligkeitsdiagnosen" und davon die Rede gewesen, dass Dr. A.________ "Teil des Problems" sei.