Citation: 4A_35/2015 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz führte in der Beschwerdevernehmlassung - in Übereinstimmung mit den Vorbringen des Beschwerdeführers - aus, der Beschwerdeführer habe in der Berufung geltend gemacht, die erstinstanzlichen Kosten wären auch bei Bestätigung des angefochtenen Urteils in den materiellen Punkten "vermehrt" zu Lasten der Beschwerdegegnerin zu verlegen. Der Beschwerdeführer habe damit indessen keinen bezifferten Antrag gestellt, wie die Kosten in diesem Fall abweichend vom erstinstanzlichen Entscheid zu verlegen seien, was nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erforderlich gewesen wäre. Auch aus seiner Berufungsbegründung könne kein solcher Antrag abgeleitet werden. Es habe damit insoweit an einer gültigen Rechtsmittelerhebung gefehlt und der Vorwurf des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe seinen Antrag nicht behandelt, gehe ins Leere. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, in überspitzten Formalismus verfallen zu sein und gegen Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK verstossen zu haben, indem sie dafür gehalten habe, aus seinem Berufungsbegehren, zumindest in Verbindung mit der Berufungsbegründung, ergebe sich keine Bezifferung seines Antrags. Er habe in seinen Berufungsanträgen verlangt, das Urteil des Bezirksgerichts aufzuheben und in der Weise neu zu fassen, dass die Gerichts- und Parteikosten der Beklagten und Berufungsbeklagten (Beschwerdegegnerin) auferlegt würden. Wenn er die vollumfängliche Kostenpflicht der Beschwerdegegnerin beantragt habe, sei darin offensichtlich auch eine teilweise Änderung der erstinstanzlichen Kostenverlegung enthalten. Die Vorinstanz habe den Grundsatz "in maiore minus" zu Unrecht nicht angewandt. Er hält sinngemäss dafür, er habe nicht für jeden Eventualfall, d.h. auch für denjenigen, dass die Berufung in der Hauptsache nicht durchdringe, eigens einen weiteren formellen Antrag stellen müssen, sondern sich mit dem Antrag begnügen dürfen, die erstinstanzlichen Kosten seien vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, worin auch der Antrag auf nur teilweise Auferlegung der Kosten zu Lasten der Beschwerdegegnerin enthalten sei.