Citation: 2P.114/2005 29.04.2005 E. 1

A.C.________ war Teilhaber eines Notariatsbüros in X.________ (AG), wobei er nebenbei noch als Liegenschaftenhändler tätig war. Im Zusammenhang mit Bürgschaften für die Unternehmen seines Freundes D.________ erlitt er Anfang der 90-er Jahre grosse Verluste. Weil er die Bürgschaftsverpflichtungen aus privaten Beweggründen eingegangen war, konnte er diese Verluste steuerlich nicht zum Abzug bringen (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 5. Dezember 2003). In der Steuererklärung 1995/96 deklarierte A.C.________ kein steuerbares Einkommen, weil er mit Wechselbürgschaften für die (D.________ gehörende) D.________ AG - zusätzlich zu den erwähnten Verlusten aus Bürgschaften - weitere 1,6 Mio. Franken verloren hatte. Die Steuerkommission X.________ betrachtete diesen Betrag als privaten Kapitalverlust und veranlagte die Ehegatten A.C. und B.C.________ für die Staats- und Gemeindesteuern 1995/96 mit einem steuerbaren Einkommen von 196'660 Franken (steuerbar zum Satz von 203'100 Franken; Verfügung vom 20. September 2002). Das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau schützte diese Veranlagung am 24. Februar 2005 kantonal letztinstanzlich.