Citation: I 493/01 11.03.2002 E. 3

3.- a) Die Vorinstanz gesteht der Beschwerdeführerin in der im Vordergrund stehenden Begründung des Entscheids und unter Berufung auf die Schadenminderungspflicht nicht zu, die verbliebene Arbeitsfähigkeit als freie Ärztin in der von ihrem Vater übernommenen Praxis zu verwerten, sondern hält dafür, dass sie dies bei der X.________ AG als Angestellte zu tun habe. Eventualiter zieht sie indessen auch jene Möglichkeit in Betracht. Die Beschwerdeführerin dagegen macht geltend, die X.________ AG sei infolge Umsatzrückganges gar nicht mehr in der Lage, sie im bisherigen Umfange zu beschäftigen. b) Zieht man die gesamten Umstände in Betracht, so ist der Beschwerdeführerin die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit als freie Ärztin in der vom Vater übernommenen Praxis entgegen der Meinung der Vorinstanz zuzugestehen. Denn der Schadenminderungspflicht kann, wie noch darzulegen ist, auf andere, weniger einschneidende Weise Genüge getan werden. Des Weitern gilt das Zugeständnis, die restliche Arbeitsfähigkeit als freie Ärztin in der vom Vater übernommenen Praxis zu verwerten, nur unter der Bedingung und nur so lange, als die Beschwerdeführerin trotz der durch den Unfall bedingten Behinderungen in der Lage ist, im Rahmen ihrer Arbeitsfähigkeit anteilmässig das gleiche durchschnittliche Einkommen wie ihre ärztlichen Kollegen und Kolleginnen, die als freie Ärzte tätig sind, zu erlangen.