Citation: 9C_357/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Wie die Beschwerdeführerin selbst einräumt, hat Dr. med. C.________ Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit nicht mit den von ihm festgestellten somatischen Befunden begründet, sondern auf eine psychische Belastungssituation verwiesen und die Einleitung eines Rehabilitationsprozesses empfohlen. Nachdem die Beschwerdeführerin aber praktisch zeitgleich mit dem erstatteten Gutachten vom 4. Dezember 2017 ohne solch rehabilitative Massnahmen ein Vollzeitpensum aufnehmen konnte, verletzt es kein Bundesrecht, wenn das kantonale Gericht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als ausgewiesen erachtete. Die vorinstanzliche Feststellung, dass in neurologischer Sicht seit 2014 eine unveränderte Situation vorliege, ist ebenfalls nicht offensichtlich unrichtig mit Blick auf die gutachterlichen Ausführungen, wonach sich keine Unterschiede zur Voruntersuchung von 2014 des Prof. Dr. med. F.________ ergäben. Entsprechend ist auch nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz festhielt, dass davon ausgegangen werden könne, eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe seit der vertrauensärztlichen Untersuchung durch med. pract. E.________ im Juni 2015. Diese vorinstanzliche Schlussfolgerung basiert somit in erster Linie auf der unveränderten medizinischen Befundlage. Die Kritik in der Beschwerde, das kantonale Gericht habe die Observationsakten bzw. die daraus resultierende tendenziöse vertrauensärztliche Stellungnahme des med. pract. E.________ im Bericht vom 12. August 2015 einseitig in die Würdigung einbezogen, ist somit nicht begründet.