Citation: 2C_321/2014 E. 2.4.2

2.4.2. Die Rechtsmittelbelehrung in der Verfügung der Universität wies darauf hin, dass ein Rekurs innert 30 Tagen zu erheben sei. Dieser Hinweis war korrekt und grundsätzlich nicht geeignet, den Beschwerdeführer in einen Irrtum zu versetzen. Sollte er wirklich der - offensichtlich falschen - Rechtsauffassung gewesen sein, er könne mit der Rekurserhebung zuwarten, hätte er sich bei Fehlen eines entsprechenden Hinweises in der Rechtsmittelbelehrung nicht auf diese Vermutung verlassen und die angezeigte Rechtsmittelfrist nicht einfach verstreichen lassen dürfen. Das Verwaltungsgericht sieht in diesem Verhalten nicht mehr eine blosse Nachlässigkeit, sondern Grobfahrlässigkeit. Diese Einschätzung lässt sich mit den beschwerdeführerischen Vorbringen nicht beanstanden: Zunächst ist nicht nachvollziehbar, inwiefern mit der Verfügung vom 7. August 2013 ein Dauersachverhalt geregelt worden sein soll (Ziff. III.1 und III.2 der Beschwerdeschrift); ohnehin aber änderte dies nichts daran, dass eine - vorliegend vom Beschwerdeführer gar ausdrücklich verlangte - förmliche Verfügung innert den gesetzlichen Fristen anzufechten war. Geradezu abwegig ist die Behauptung des Beschwerdeführers, er sei durch das Studium von §§ 26c und 27c VRG zur Auffassung gelangt, die Gerichtsferien müssten für die als unabhängiges Gericht zu betrachtende Rekurskommission gleich gelten wie für das Verwaltungsgericht. Damit bestätigt er, dass er sich selber ausgiebig Gedanken über den Fristenlauf gemacht hat und darüber Zweifel hegte; zudem belegt dies, dass er nicht rechtsunkundig ist. Unerfindlich bleibt sodann, was der Beschwerdeführer im Lichte von Treu und Glauben aus dem Vergleich von gleichlautenden Rechtsmittelbelehrungen für den Rekurs an die Rekurskommission und die Beschwerde an das Verwaltungsgericht ableiten will (Ziff. III.4 der Beschwerdefrist) : Auf einen - gerade nicht geltenden - Friststillstand hinzuweisen, wäre der mit der Rechtsmittelbelehrung anzustrebenden Rechtssicherheit abträglich, während das Fehlen eines entsprechenden Hinweises im gegenteiligen Fall sich für den Rechtssuchenden nicht nachteilig auswirken kann.