Citation: 5A_639/2020 E. 3.1.2

3.1.2. Auch mit dieser Ausdrucksweise wird eine besondere Betroffenheit der Gläubigergesamtheit zum Ausdruck gebracht, die eine Abgrenzung zum allgemeinen Beschwerderecht erlaubt. Von einer Benachteiligung der Zwangsvollstreckungsbehörden kann daher keine Rede sein. Zwar weist die Beschwerdeführerin darauf hin, dass im Interesse der Gläubigergesamtheit ein aufwändiges und kostspieliges Aussonderungsklageverfahren und eine weitere Verzögerung der Verwertung der betroffenen Liegenschaften verhindert werden müsse. Die erstinstanzliche Aufhebung der Aussonderungsverfügung und die allfällige Pflicht zur Ansetzung der Klagefrist müsse zudem von der Vorinstanz als obere Aufsichtsbehörde und nicht vom Gericht geprüft werden. Dies sei nur möglich, so die Beschwerdeführerin, wenn auf ihre Beschwerde eingetreten werde. Andernfalls könnten wichtige Rechtsfragen wie die Rechtzeitigkeit des Aussonderungsbegehrens später nicht mehr beantwortet werden.