Citation: 1C_40/2017 E. 6.1.2

6.1.2. Das Appellationsgericht macht in seiner Vernehmlassung geltend, das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Behörden hätten die Öffentlichkeit bereits gestützt auf Art. 20 IDG/BS informieren müssen, sei verspätet. Er habe bei der Universität ein Einsichtsgesuch im Sinne von § 25 IDG/BS gestellt und sich nie gegen die entsprechende Behandlung seines Gesuchs gewehrt. Daher habe (auch) sie, die Vorinstanz, nicht zu prüfen gehabt, ob die Universität Basel die Öffentlichkeit von Amtes wegen hätte informieren müssen. § 20 IDG/BS befindet sich im IV. Teil des IDG/BS, welcher die "Bekanntgabe von Informationen" regelt, und trägt den Randtitel "Informationstätigkeit von Amtes wegen". Nach Abs. 1 dieser Bestimmung informieren die öffentlichen Organe die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von allgemeinem Interesse in ihren Tätigkeitsgebieten. Demgegenüber befindet sich § 25 IDG/BS im V. Teil des Gesetzes betreffend "Informationszugangsrecht und andere Rechtsansprüche"; er trägt den Titel "Zugang zu Informationen". Daraus erhellt, dass es sich bei der Information von Amtes wegen einerseits und der Einsichtsgewährung auf Gesuch hin anderseits um verschiedene Aspekte der behördlichen Informationstätigkeit handelt. In der Lehre ist die Rede von zwei unterschiedlichen Ausprägungen des Öffentlichkeitsprinzips: Während § 20 IDG/BS die "pro (aktive) " Seite der Informationstätigkeit betreffe und regle, worüber die Behörden von sich aus zu informieren hätten, gehe es bei § 25 IDG/BS um die "reaktive" Seite, bei der das öffentliche Organ auf eine Initiative einer Person reagiere, die ein Zugangsgesuch stelle (Beat Rudin, Praxiskommentar, § 20 N. 1 ff. und 5). Angesichts dieser Rechtslage durften die basel-städtischen Behörden die Eingabe des Beschwerdeführers vom 23. Juni 2014 mit dem Betreff "Gesuch um Einsicht in Akten" in guten Treuen als Gesuch um Zugang zu amtlichen Informationen im Sinne von § 25 IDG/BS verstehen. Sie hatten sich daher nicht mit der Frage auseinander zu setzen, ob die Universität Basel allenfalls verpflichtet gewesen wäre, vom Amtes wegen über ihre Rechtsgeschäfte mit den wissenschaftlichen Verlagen zu informieren und ebensowenig damit, ob und in welcher Weise ein einzelner Bürger eine derartige, aktive Information überhaupt erstreiten könnte. Dasselbe gilt in verstärktem Mass für das Verfahren vor dem Bundesgericht, wo neue Rechtsbegehren nach ausdrücklicher Gesetzesnorm ausgeschlossen sind (Art. 99 Abs. 2 BGG). Auf dieses Vorbringen ist daher nicht einzutreten.