Citation: 6B_1439/2021 E. 2.4.1

2.4.1. Der Beschwerdeführer stellt sich weiter auf den Standpunkt, der subjektive Tatbestand sei nicht erfüllt. Er habe die Datei nicht vorsätzlich besessen, es habe am Besitzwillen gefehlt. Die Speicherung sei unwissentlich bzw. unwillentlich erfolgt, wobei dem Beschwerdeführer durchaus der Vorwurf gemacht werden könne, die Datei nicht umgehend gelöscht zu haben, nachdem er den Inhalt erkannt und erfasst habe. Dabei handle es sich allenfalls um eine Sorgfaltspflichtverletzung, jedoch sei eine fahrlässige Tatbegehung nicht strafbar. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, auch eine allfällige Weiterleitung bzw. das Überlassen des Videos sei nicht wissentlich und willentlich erfolgt. Er könne sich die Weiterleitung nach wie vor nicht erklären und es sei von einem Versehen oder einer Fehlmanipulation auszugehen. Auch in dieser Hinsicht sei höchstens von einer Sorgfaltspflichtverletzung auszugehen, wobei wiederum eine fahrlässige Tatbegehung nicht strafbar sei. Und schliesslich argumentiert der Beschwerdeführer, es habe kein "Plattformwechsel" stattgefunden. WhatsApp gehöre zu Facebook und würde beispielsweise bei WhatsApp ein Statusbericht erstellt, so könne dieser gleich auch im eigenen Facebook-Profil veröffentlicht werden, ohne dass ein Wechsel zwischen den Plattformen notwendig sei. Vor diesem Hintergrund sei auch nachvollziehbar, dass eine Fehlmanipulation bzw. ein versehentliches Weiterleiten der entsprechenden Datei nicht bloss bei WhatsApp, sondern auch direkt bei Facebook erfolgen könne, ohne dass hier aktiv die entsprechende Plattform gewechselt werden müsse. Dies spreche jedenfalls nicht gegen ein Versehen oder eine Fehlmanipulation. Überdies sei ein Löschen der Nachricht nicht mehr möglich gewesen, nachdem der Beschwerdeführer mehrfach glaubhaft ausgesagt habe, dass sein Mobiltelefon abgestürzt sei.