Citation: 5C.218/2003 04.12.2003 E. 5

Die Berufungsklägerin macht sodann geltend, das Verwaltungsgericht gehe davon aus, sie könne hinsichtlich ihrer Angstzustände und der Persönlichkeitsstörung behandelt werden. Dabei werde freilich übersehen, dass die Gutachten nicht von der tatsächlichen Möglichkeit einer Behandlung ausgingen, sondern lediglich Behandlungsmethoden aufzeigten, ohne allerdings einen Erfolg zu versprechen. 5.1 Das Verwaltungsgericht hat namentlich auf das Zusatzgutachten vom 10. Dezember 2003 verwiesen, worin der gerichtliche Gutachter den Vorschlag der Psychiatrischen Klinik A.________, die Berufungsklägerin für längere Zeit in der geschlossenen Abteilung der Klinik unterzubringen, als den am meisten Erfolg versprechenden Plan beschreibt. Damit würde nach Ansicht des Gutachters eine Möglichkeit der Behandlung der ansonsten unfassbaren Problematik eröffnet. Die Erfahrungen des Gutachters hätten gezeigt, dass sich nach einer Periode des extremen Widerstandes ein Kooperieren mit dem therapeutischen Plan abgezeichnet habe. Das Problem der jetzigen Situation bestehe darin, dass die Berufungsklägerin durch den wenigstens im Denken erfolgreichen Einbezug der Justiz in alle Behandlungspläne ein Gefühl der Omnipotenz und der absoluten Unbesiegbarkeit entwickelt habe. Wenn dieser Teufelskreis nicht durchbrochen werde, sei jeder Versuch einer Behandlung zum Scheitern verurteilt. Es müsse abgeklärt werden, ob die Berufungsklägerin durch einen längeren Klinikaufenthalt für eine intensivere stationäre und später ambulante Behandlung motiviert werden könne. Für die Behandlung der Angstzustände gebe es - so der Gutachter - gewisse Neuroleptika und Antidepressiva, die eine gewisse Stabilität der Situation bewirken könnten. Das Verwaltungsgericht gelangt in Würdigung des Gutachtens zum Schluss, die Angstzustände könnten mit Medikamenten behandelt werden. Eine Behandlung der Persönlichkeitsstörung sei nach ärztlicher Einschätzung möglich, wenn auch ungleich schwieriger. Sie bedürfe intensiver psychotherapeutischer, pädagogischer und verhaltenstherapeutischer Massnahmen. Nach psychiatrischer Einschätzung könne eine Kooperationsbereitschaft der Berufungsklägerin nach einer Stabilisierung der Situation und einem Durchbrechen des derzeitigen Teufelskreises erreicht werden. 5.2 Mit ihren Ausführungen richtet sich die Berufungsklägerin somit einmal mehr gegen die abweichenden tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz, wobei sie auch hier nicht substanziiert Ausnahmen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG vorträgt (E. 1.2 hiervor). Auch insoweit erweist sich die Berufung als unzulässig. Insbesondere geht das Verwaltungsgericht gestützt auf das Gutachten bei einer Kooperation der Berufungsklägerin von einem möglichen Erfolg einer solchen Behandlung aus.