Citation: 4A_308/2020 E. A

A.a. Die Aa.________ AG (Beschwerdeführerin) mit Sitz in U.________ bezweckt den Erwerb, die Erstellung, die Veräusserung und die Bewirtschaftung von Immobilien. Sie übernahm gemäss Fusionsvertrag vom 27. April 2018 die Aktiven und Passiven der C.________ AG, die wie die Aa.________ AG zur Ab.________ AG gehörte. A.b. Die B.________ GmbH (Beschwerdegegnerin) mit Sitz in V.________ bezweckt die Ausführung geologischer Arbeiten, insbesondere im Bereich Geologie, Hydrologie, Geothermie, Beratungen und Gutachten. A.c. Bei einer Liegenschaft der Aa.________ AG in U.________ sollte die Heizungsanlage ersetzt werden. Deshalb erkundigte sich die D.________ GmbH (heute: D.________ AG) mit E-Mail vom 7. April 2014 bei der B.________ GmbH, ob auf dem Grundstück der "A.________ AG" eine sinnvolle Nutzung von Grundwasser möglich sei. A.d. Mit Bericht vom 11. April 2014 erklärte die B.________ GmbH, in der näheren Umgebung bestünden zwei Grundwasserbrunnen mit einer Leistung von bis zu 1'000 Litern pro Minute. Sie empfahl, mittels Baggerschlitzen das Grundwasserregime zu bestimmen. Nachdem zwei Baggerschlitze erstellt und ein Pumpversuch durchgeführt worden waren, schrieb die B.________ GmbH in ihrem Bericht vom 23. Juli 2014, dass mit einem vertikalen Brunnen von 4.40 Metern Tiefe und horizontalen Filterrohren von 15 Metern ungefähr 2'000 Liter Grundwasser pro Minute gefördert werden könnten. A.e. Ihren Aufwand stellte die B.________ GmbH der Aa.________ AG in Rechnung. Mit Schreiben vom 31. Juli 2014 teilte die C.________ AG der B.________ GmbH mit, die Rechnung sei an die C.________ AG zu richten, weil sämtliche Arbeiten und Bezüge, welche die fragliche Liegenschaft beträfen, an die C.________ AG verrechnet werden müssten. Die B.________ GmbH stellte darauf der C.________ AG am 4. August 2014 Fr. 2'264.75 in Rechnung. Diesen Betrag beglich die C.________ AG. A.f. Nachdem bis im Frühjahr 2015 insgesamt fünf Baggerschlitze erstellt worden waren, erklärte die B.________ GmbH in ihrem Bericht vom 7. Mai 2015, in drei Baggerschlitzen sei Grundwasser gefunden worden. Bei zwei dieser Baggerschlitze betrage die Grundwassermächtigkeit 1 Meter und beim dritten 1.80 Meter. Nur bei diesem letzten Baggerschlitz bezeichnete die B.________ GmbH die Durchlässigkeit der Schotterschicht als gut. A.g. In der Folge wurde eine Brunnenheizung eingebaut. Nach deren Inbetriebnahme stellte sich heraus, dass die Anlage zu wenig Grundwasser förderte. Dies bestätigte auch die B.________ GmbH mit E-Mail vom 11. Februar 2016. Sie lehnte jedoch jegliche Verantwortung dafür ab. Ein Privatgutachten der E.________ AG vom 15. April 2016, welches an die Ab.________ AG adressiert war, kam zum Schluss, dass durchschnittlich nur ungefähr 150 Liter Grundwasser pro Minute nachhaltig gefördert werden könne. Schliesslich wurde die Brunnenheizung zu einer Erdsondenheizung umgebaut.