Citation: C 417/99 15.03.2000 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer begründet seinen vom kan- tonalem Gericht und der Amtsstelle abweichenden Standpunkt mit der seit August 1994 bestehenden Arbeitslosigkeit, den bisher weit über 1000 erfolglosen Stellenbewerbungen, und der Tatsache, seit mehr als 20 Jahren den erlernten Fein- mechaniker-Beruf nicht mehr ausgeübt zu haben. Diese Um- stände sprechen, und darin ist ihm beizupflichten, gegen das erste Argument der Vorinstanz der ausreichenden Ver- mittelbarkeit, dies jedenfalls solange nicht die Situation auf dem konkreten, aufgrund der beruflichen Ausbildung und bisherigen erwerblichen Tätigkeiten in Betracht fallenden Arbeitsmarktsegment genügend, allenfalls mit Hilfe amtli- cher und privater Statistiken, abgeklärt ist (BGE 111 V 399 f. Erw. 2a und Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], S. 207 Rz 548 mit weiteren Hinweisen). Inwiefern vorliegend die Verwaltung Abklärungen in diese Richtung getroffen hat, lässt sich aufgrund der Akten nicht sagen. Diese Frage kann indessen offen bleiben. Ebenso braucht nicht abschliessend geprüft zu werden, ob es in Bezug auf den Kurs "PC-Suppor- ter SIZ" am Erfordernis der konkreten beruflichen Ziel- gerichtetheit der Massnahme mangelt. b) Der Versicherte gab in seiner Einsprache gegen die Verfügung vom 9. April 1999 an, er habe sich schon früher (vor Eintritt der Arbeitslosigkeit) für Computer interes- siert, Kurse besucht und sich autodidaktisch gebildet. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde spricht er von einem "Zu- tun von fast 300 Lektionen Mathematische Grundlagen, Sys- temtechnik und Installationspraxis (...), Informations- management und Utilities". Und weiter führt er aus, die Ausbildung als PC-Supporter gebe ihm "zusammen mit weiteren geplanten doch die grössere Wahrscheinlichkeit auf Arbeit als ohne". Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer damit (indirekt) das Argument der Amtsstelle in der Vernehmlas- sung an die Vorinstanz bestätigt, eine Anstellung in dieser Funktion verlange sinngemäss weit mehr als nur den Besuch des fraglichen Kurses, was gegen dessen konkrete berufliche Zielgerichtetheit spricht, erscheint aufgrund seiner Aussa- gen dieser Lehrgang schwergewichtig als Element einer all- gemeinen beruflichen (Weiter-) Ausbildung (vgl. auch die Broschüre 03/98 der Genossenschaft SIZ [Schweizerisches Informatik-Zertifikat], wo das "Zertifikat PC-Supporter SIZ" als ein wichtiger Baustein in der beruflichen Karrie- re bezeichnet wird). Daran ändert nichts, dass sich der Beschwerdeführer die für den Besuch des Kurses "PC-Suppor- ter SIZ" notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht aus- schliesslich in einem förmlichen, gesetzlich oder regle- mentarisch geordneten Ausbildungsverfahren oder im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit angeeignet hat, sowenig wie dies umgekehrt nicht ein Grund für die Verneinung des ar- beitsmarktlichen Massnahmecharakters des Kurses darstell- te (unveröffentlichtes Urteil S. vom 18. Juni 1999 [C 292/98]). Nach der Praxis kann aber bei einer Vorkehr, die schwergewichtig als Element einer allgemeinen beruflichen Weiterausbildung erscheint, in der Regel nicht von einer unmittelbaren Verbesserung der Vermittelbarkeit im Berufs- spektrum gesprochen werden (unveröffentlichte Urteile P. vom 22. Dezember 1987 [C 84/87], H. vom 1. Februar 1994 [C 133/93] und D. vom 4. November 1994 [C 56/94] mit Hin- weis auf ARV 1990 Nr. 9 S. 56 Erw. 2). Von solchen an- spruchsausschliessenden Sachverhalten zu unterscheiden sind Tatbestände, wo eine abgeschlossene Berufsausbildung Lücken aufweist, die der aktuelle und voraussehbar künftige Ar- beitsmarkt nicht oder nur sehr beschränkt toleriert. Eine diese Lücke schliessende Vorkehr kann unter Umständen eine arbeitsmarktliche Massnahme darstellen, wie das Eidgenös- sische Versicherungsgericht im Falle eines Elektroingeni- eurs mit südafrikanischem Diplom (vergleichbar mit dem Abschluss als Ingenieur HTL in der Schweiz) entschied, der einen einjährigen Kurs in rechnerunterstütztem Maschinenbau absolvierte, weil er ausbildungsmässig den Erfordernissen auf dem Gebiet der EDV nicht zu genügen vermochte (unveröf- fentlichtes Urteil R. vom 19. November 1986 [C 79/86]; vgl. auch Gerhards, AVIG-Kommentar, Bd. II, N 19 und 23 zu Art. 59). Ein solcher vergleichbarer Tatbestand liegt hier nicht vor. Soweit schliesslich vor dem Hintergrund der durchaus anerkennenswerten, teils auf autodidaktischem Wege erfolg- ten Aneignung von Kenntnissen und Fertigkeiten im EDV- Bereich der Besuch des Kurses "PC-Supporter SIZ" auch als ein von der Arbeitslosigkeit unabhängiger, auf persönlichen Präferenzen beruhender Schritt erscheint, spricht dies ebenfalls gegen die arbeitsmarktliche Indikation der Vor- kehr (BGE 111 V 276 Erw. 1d; Nussbaumer, a.a.O., S. 213 Rz 567). c) In Würdigung aller Umstände lässt sich die mit dem angefochtenen Entscheid bestätigte Verweigerung der Zu- stimmung zum Kursbesuch im Ergebnis von Bundesrechts wegen nicht beanstanden.