Citation: 5A_157/2021 E. 1.4.2

1.4.2. Die ohne Beizug eines Anwalts verfasste Beschwerdeschrift ist nicht in allen Teilen einfach verständlich; namentlich sieht der Beschwerdeführer, der über kein "juristisches Hintergrundwissen" verfügt, wie er selber ausführt, teilweise Zusammenhänge, wo juristisch gesehen offensichtlich keine bestehen. 1.4.2.1. Von vornherein kommt der Beschwerdeführer seiner Rügepflicht nicht nach, wenn er sich darauf beschränkt, Gesetzesbestimmungen - sei es aus der Bundesverfassung (BV), der EMRK, dem UNO-Pakt II, dem Gleichstellungsgesetz (GlG [SR 151.1]) oder dem Bundesgerichtsgesetz (BGG) - anzuführen oder solche einfach aneinanderzureihen (s. bspw. Ziff. III/C/1.1, 1.1.1 und 1.1.2 S. 24-26, Ziff. III/C/1.2 und 1.3 S. 27 f., Ziff. III/C/2 S. 31, Ziff. III/C/2.2.1 S. 34 f., Ziff. III/C/2.2.3 S. 35 f. und Ziff. III/C/4 S. 47 der Beschwerde), ohne zu erklären, inwiefern die fraglichen Bestimmungen als Grundlage für seine Argumentation dienlich sein könnten. Dasselbe gilt für jene Passagen, in welchen er eine verfassungsrechtliche Frage aufwirft, ohne eine Verletzung zu behaupten geschweige denn detailliert darzutun, denn darin ist keine Begründung zu erkennen und das Bundesgericht prüft Verfassungsverletzungen nicht von Amtes wegen, sondern nur auf Rüge hin (E. 1.4.1.3). Ebenso unbeachtlich sind jene Rügen, mit denen der Beschwerdeführer einfache Gesetzesverletzungen (z.B. die Verletzung der Fragepflicht nach Art. 56 ZPO; Ziff. III/C/3.1.3 [ recte : 3.2.3] S. 45, Ziff. III/C/5.3 S. 48 und Ziff. III/C/5.7 S. 52 der Beschwerde) geltend macht. 1.4.2.2. Nicht einzutreten ist sodann auf die Beschwerde, soweit sich der Beschwerdeführer auf Verfassungsbestimmungen mit materiellem Gehalt beruft, denn die Verfassung entfaltet ihre Schutzwirkung grundsätzlich nur im Verhältnis zwischen Bürger und Staat. Sie haben keine unmittelbare Drittwirkung in den Beziehungen zwischen Privatpersonen, weshalb sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde, die sich gegen einen Entscheid in einer Streitigkeit zwischen Privaten richtet, grundsätzlich nicht darauf berufen kann (vgl. BGE 143 I 217 E. 5.2; 137 III 59 E. 4.1), sondern sich mit der Anwendbarkeit der hier massgeblichen Bestimmungen des ZGB befassen muss. Damit ist auf die Rügen der Verletzung von Art. 8 BV (Rechtsgleichheitsgebot; Ziff. III/C/3.1.2 [ recte : 3.2.2] S. 44 der Beschwerde), Art. 12 BV (Recht auf Hilfe in Notlagen; Ziff. III/C/6.1 S. 53 der Beschwerde) und Art. 26 BV (Eigentumsgarantie; Ziff. III/C/6.2 S. 53 der Beschwerde) und des - ohnehin nicht anwendbaren - Art. 1 des ersten Zusatzprotokolls zur EMRK vom 20. März 1952 (Ziff. III/C/3.2 S. 44 der Beschwerde) nicht einzutreten. 1.4.2.3. Ebenfalls nicht einzutreten ist auf den Vorwurf, das Kantonsgericht habe gewisse seiner Anträge nicht behandelt (Sachverhalt Bst. C.b), denn der Beschwerdeführer begründet ihn an keiner Stelle. 1.4.2.4. Den Begründungsanforderungen genügt schliesslich nicht, wenn der Beschwerdeführer eine Erwägung des Kantonsgerichts wiedergibt und diese pauschal als "Rechtsverweigerung und krass ungerecht" (Ziff. III/C/1.1.1 S. 25 der Beschwerde), "unhaltbar, da aktenwidrig, krass rechtswidrig grundrechtsverletzend und äusserst ungerecht" bezeichnet (bspw. Ziff. III/C/9.2 S. 72 der Beschwerde). Darauf ist nicht einzutreten.