Citation: 5P.69/2004 14.04.2004 E. 6

6. Schliesslich macht die Beschwerdeführerin sinngemäss geltend, die Beschwerdegegnerin habe sie bei Vertragsabschluss getäuscht. Strittig ist insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin ihr den Abschluss von drei bis vier Lizenzverkäufen pro Jahr zugesichert hat. Das Kantonsgericht ist zum Schluss gelangt, es sei der Beschwerdeführerin nicht gelungen glaubhaft zu machen, dass sie in Bezug auf die Abschlüsse getäuscht worden sei. Willkürlich ist der Entscheid des Kantonsgerichts in diesen Punkt nicht schon deshalb, weil es das allfällige Vorliegen eines Willensmangels vor der ordnungsgemässen Erfüllung der Gegenleistung geprüft hat, zumal es schliesslich auf alle Vorbringen der Beschwerdeführerin eingegangen ist. Im Übrigen erschöpfen sich die Rügen der Beschwerdeführerin auch in diesem Punkt in unzulässiger appellatorischer Kritik (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Es ist zudem darauf hinzuweisen, dass der Vorwurf der Täuschung Absicht beim Täuschenden voraussetzt; erforderlich ist also die bewusste Erweckung einer falschen Vorstellung im Verhandlungspartner mit dem Zweck, ihn zum Vertragsschluss zu bewegen (BGE 123 III 165 E. 3b S. 169). Dass die Beschwerdegegnerin in einer solchen Absicht gehandelt hat, behauptet die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren nicht einmal.