Citation: 6B_702/2009 08.01.2010 E. 8

8.1 Der Beschwerdeführer beanstandet im Weitern die Strafzumessung der Vorinstanz. Es sei nicht nachvollziehbar, wie sie bei einer - im Gesetz nicht vorgesehenen - Einsatzstrafe von 6 Monaten zu einer Gesamtstrafe von 30 Monaten und damit - trotz mehrerer Freisprüche zur selben Strafe gelangen könne, welche die erste Instanz ausfällte. Ausserdem habe die Vorinstanz seinen bis zur Tatbegehung makellosen Leumund sowie seine Teilgeständnisse nicht hinreichend berücksichtigt. Es entstehe der Eindruck, die Vorinstanz habe die Strafe nicht nach seinem Verschulden, sondern nach der Dauer der erstandenen Untersuchungshaft und des vorzeitigen Massnahmevollzugs von insgesamt 607 Tagen bemessen, um ihn nicht wegen Überhaft entschädigen zu müssen (Beschwerde S. 24 ff.). 8.2 Die Vorinstanz geht bei der Strafzumessung, für welche sie das neue Recht anwendet, von einem nicht mehr leichten Tatverschulden aus. Sie nimmt an, das strafbare Verhalten zum Nachteil des Geschädigten A.________ sei das schwerste Delikt, und setzt hiefür eine Einsatzstrafe von 6 Monaten fest; unter Berücksichtigung der mehrfachen Tatbegehung erhöht sie diese auf eine Freiheitsstrafe von 9 Monaten. Aufgrund der Tatkomponenten hält sie für alle zu beurteilenden Delikte eine Freiheitsstrafe von 29 Monaten, unter Berücksichtigung der Straftaten, welche zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 10. Dezember 2008 führten, eine solche von 30 Monaten für angemessen. In Bezug auf die persönlichen Verhältnisse berücksichtigt die Vorinstanz die Vorstrafenlosigkeit und den makellosen Leumund zugunsten des Beschwerdeführers, wertet diese Faktoren aber nur ganz leicht strafmindernd. Ebenfalls leicht zugunsten des Beschwerdeführers gewichtet sie sein rudimentäres Teilgeständnis. Schliesslich setzt sie die Strafe wegen der Verletzung des Beschleunigungsgebots um 3 Monate herab. Diese Strafreduktionen würden ausgeglichen durch das erheblich straferhöhend zu wertende Delinquieren während des laufenden Verfahrens und nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft. Insgesamt erachtet die Vorinstanz eine Gesamtfreiheitsstrafe von 30 Monaten, bzw. eine Zusatzstrafe von 28 Monaten und 15 Tagen für angemessen. Darüberhinaus spricht sie eine Busse von Fr. 300.-- für die Betäubungsmitteldelikte aus (angefochtenes Urteil S. 98-125). 8.3 Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Das Verschulden bestimmt sich nach Art. 47 Abs. 2 nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden. Nach Art. 50 StGB hat das Gericht die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung festzuhalten. Dem Sachgericht steht bei der Gewichtung der verschiedenen Strafzumessungsfaktoren ein erheblicher Spielraum des Ermessens zu. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin in die Strafzumessung nur ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen über- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. in Überschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (vgl. BGE 134 IV 17 E. 2.1; 129 IV 6 E. 6.1; 127 IV 101 E. 2; 124 IV 286 E. 4a). 8.4 Die Vorinstanz wird die Strafe, soweit der Beschwerdeführer in einzelnen Anklagepunkten freizusprechen ist, neu festzusetzen haben. Soweit der Beschwerdeführer grundsätzliche Einwendungen gegen die Strafzumessung erhebt, ist aus prozessökonomischen Gründen schon in diesem Verfahren auf seine Rügen einzutreten. Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erwägungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und würdigt sämtliche Zumessungsgründe zutreffend. Dass sie sich dabei von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten hätte leiten lassen oder wesentliche Gesichtspunkte nicht berücksichtigt hätte, ist nicht ersichtlich. So erachtet sie im Rahmen der Gewichtung des Verschuldens unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Recht das einwilligende Verhalten der pubertierenden Jugendlichen als nicht belanglos (vgl. Urteil des Kassationshofs 6S.148/2004 vom 28.7.2004 E. 1.3). Doch stellt sie bei der konkreten Gewichtung dieses Umstands zutreffend in Rechnung, dass der Beschwerdeführer die Einwilligung der Jugendlichen in die sexuellen Handlungen jeweils unter Abgabe von alkoholischen Getränken oder Marihuana erreichte. Ausserdem berücksichtigt sie in diesem Zusammenhang auch den grossen Altersunterschied zwischen dem Beschwerdeführer und den Opfern. Die Vorinstanz gewichtet die Einwilligung der Jugendlichen daher zu Recht nur sehr eingeschränkt zu Gunsten des Beschwerdeführers. Nicht zu beanstanden ist im Weiteren, dass die Vorinstanz zunächst vom schwersten Delikt ausgeht und für dieses eine Einsatzstrafe festsetzt, die sie angemessen erhöht. Dies entspricht der in Art. 49 Abs. 1 StGB vorgezeichneten Vorgehensweise (vgl. auch Jürg-Beat Ackermann, Basler Kommentar StGB I, 2. Aufl. 2007, Art. 49 N. 46). Keine Verletzung von Bundesrecht liegt schliesslich darin, dass die Vorinstanz den ungetrübten Leumund und die Vorstrafenlosigkeit des Beschwerdeführers sowie sein Teilgeständnis nur in geringfügigem Umfang zu seinen Gunsten wertet. Hiefür kann ohne weiteres auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (angefochtenes Urteil S. 119 f.).