Citation: 1B_598/2020 E. 3

Der Beschwerdeführer macht geltend, indem das Obergericht auf seine beantragte mündliche Anhörung verzichtet habe, habe es willkürlich im Sinne von Art. 9 BV gehandelt und - sinngemäss - seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt. Die Vorinstanz habe willkürlich festgehalten, dass der Beschwerdeführer, der nach wie vor durch dieselbe Person amtlich verteidigt sei, bei einer mündlichen Anhörung im Haftprüfungsverfahren kaum einen besseren Eindruck beim erstinstanzlichen Gericht hinterlassen könne. Die Vorinstanz verkenne, dass der Beschwerdeführer die Anhörung explizit beantragt habe. Er bringt vor, dass er im Rahmen einer mündlichen Anhörung zur Sache (Haftentlassung) Angaben gemacht und sich zu den verschiedenen Fragen freimütig geäussert hätte. Dies sei der Sinn der mündlichen Anhörung.