Citation: 2C_222/2021 E. A

A.a. A.________ ( 1983; Staatsangehöriger der Türkei) reiste am 6. Januar 1990 zusammen mit seiner Mutter und seinen Geschwistern in die Schweiz ein, wo sein Vater bereits lebte. Nach Abweisung des Asylgesuchs der Familie erhielt diese eine Härtefallbewilligung. Seit dem 4. April 2004 verfügt A.________ über eine Niederlassungsbewilligung. Er wurde seit 2004 wiederholt straffällig (12 Verurteilungen: neben kürzeren Gefängnisstrafen, Bussen und Geldstrafen, Freiheitsstrafen von sechs Monaten [Urteil vom 9. Juni 2009] und 20 Monaten [wegen Freiheitsberaubung, mehrfacher versuchter Drohung, Sachentziehung, Raubes, Widerhandlungen gegen das SVG (SR 741.01) und das BetmG (SR 812.121); Urteil vom 3. September 2014]). Am 31. März 2005 wurde A.________ auf mögliche ausländerrechtliche Konsequenzen seines strafrechtlichen Verhaltens hingewiesen. A.b. Vom 1. Februar 2007 bis 30. Juni 2013 wohnte A.________ im Kanton Bern, meldete sich danach aber wieder in U.________ bei seinen Eltern an (Bewilligung des Kantonswechsels am 14. August 2013 unter gleichzeitiger Verwarnung wegen Straffälligkeit, Schuldenwirtschaft und Sozialhilfebezugs durch das solothurnische Migrationsamt [nachfolgend: Migrationsamt SO]). Seine Eltern waren indes nicht einverstanden, dass er an ihrer Adresse angemeldet sei, weshalb die Einwohnergemeinde die Anmeldung annullierte. Mangels einer gültigen Adresse schrieb ihn das Amt für Justizvollzug des Kantons Bern wegen der noch zu verbüssenden Freiheitsstrafe von 20 Monaten aus. Nach seiner Festnahme und seinem Aufenthalt in der Strafvollzugsanstalt wurde er bedingt per 9. Oktober 2017 entlassen. A.c. Danach meldete A.________ sich in V.________ an. Allerdings verweigerte das Migrationsamt des Kantons Basel-Landschaft (nachfolgend: Migrationsamt BL) A.________ den Kantonswechsel mit der Aufforderung den Kanton zu verlassen. In der Folge meldete er sich in W.________, Kanton Bern, an. Der Kantonswechsel ist bei dessen Migrationsamt (nachfolgend Migrationsamt BE) hängig und bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids des Kantons Solothurn sistiert (Entscheid vom 8. März 2019). A.d. Ende April 2020 wies A.________ in mehreren Kantonen Betreibungen und offene Verlustscheine auf (Kanton SO: 20 offene Verlustscheine [CHF 15'705.25]; Kanton BL: 18 offene Verlustscheine [CHF 80'990.50], zwei Betreibungen [CHF 4'394.80]; Betreibungsamt Emmental-Oberaargau: 76 offene Verlustscheine [CHF 93'272.95]). Im Kanton Solothurn hat A.________ von 2004 bis 2007 CHF 37'466.35 an Sozialhilfegeldern bezogen; im Kanton Bern waren es von 2007 bis 2011 CHF 86'856.55.