Citation: 6B_13/2022 E. 1.2.4

1.2.4. An der rechtsgenügend erwiesenen Täterschaft des Beschwerdeführers ändere gemäss Vorinstanz nichts, dass keine der befragten Auskunftspersonen ihm die Tat zutraue und aufgrund von deren spekulativen Aussagen noch eine Vielzahl weiterer Personen als Täter in Frage kämen. Es könne keine Rede davon sein, dass sich die Ermittlungen zu Unrecht oder vorschnell auf den Beschwerdeführer konzentriert hätten. Dies sei vielmehr zwingende Folge seiner eigenen, inkonsistenten Aussagen sowie der objektiven Beweise. Die von der Verteidigung präsentierten Alternativszenarien überzeugten nicht und fänden in den objektiven Beweisen keine Stütze. So namentlich die Behauptung, wonach das Opfer von unbekannten Dritten, oder zwar mit Wissen des Beschwerdeführers aber gegen dessen Willen getötet worden sein soll. Es bliebe jedenfalls unklar, weshalb die Hintermänner den Beschwerdeführer als Lockvogel hätten benutzen sollen, zumal das Opfer nicht im Geheimen verkehrt sei. Zudem hätten die Täter mit dem Beizug eines Mitwissers die Gefahr, erwischt zu werden, unnötig erhöht. Ebenso bliebe unklar, weshalb in einer solchen Konstellation der Beschwerdeführer am Tatort hätte bleiben sollen, hätte es doch gereicht, das Opfer nur anzulocken. Auch sei unglaubhaft, dass der Beschwerdeführer zwar aus Angst keine Angaben zu den Hintermännern machen wolle, er diese aber dennoch ins Spiel bringe. Die Theorie eines eigentlichen Komplotts zum Nachteil des Beschwerdeführers könne ausgeschlossen werden, so die Vorinstanz. Damit liesse sich weder das ausgewiesene Treffen des Beschwerdeführers mit dem Opfer noch sein Nachtatverhalten erklären. Das bewusste Platzieren der Täterspuren in der Wohnung und am Fundort der Leiche wäre zudem kaum möglich gewesen. Es sei etwa nicht vorhersehbar gewesen, welche Beweismittel nach dem versuchten Verbrennen des Körpers überhaupt noch verwertbar sein würden. Auch sei nicht belegt, dass das Opfer Mitglied einer kriminellen Organisation gewesen sei. Soweit der Beschwerdeführer gegen seine Täterschaft vorbringe, er sei dem Opfer körperlich unterlegen gewesen, sei einzuwenden, dass die Verletzungsspuren auf einen unerwarteten Angriff von hinten hindeuteten. Der Überraschungsmoment erkläre auch, weshalb der Beschwerdeführer selbst keine Verletzungen davongetragen habe. Schliesslich habe er einigen Aufwand betrieben, um den Verdacht von sich abzulenken, etwa das Reinigen der Wohnung, das versuchte Verbrennen des Toten und das Verschwindenlassen der Tatwaffe. Aufgrund des erstellten Tathergangs sei zudem von einem geplanten Vorgehen auszugehen. Dass das Tatmotiv letztlich offen bleiben müsse, ändere nichts.