Citation: 8C_430/2023 E. A

A.a. Am 31. Januar 2020 meldete die A.________ AG beim Amt für Wirtschaft und Arbeit (nachfolgend: AWA) für B.________ Kurzarbeit ab 1. Februar 2020 an. Dieser Voranmeldung war zu entnehmen, dass der Genannte die Geschäftsleitung der A.________ AG und der C.________ AG innehatte. Am 19. Februar 2020 wurde die A.________ AG aufgefordert, weitere Unterlagen einzureichen. Am 30. März 2020 legte sie erneut eine Voranmeldung für Kurzarbeit betreffend B.________ und eine weitere Mitarbeiterin ab 1. April 2020 auf. Mit Verfügung vom 23. April 2020 hielt das AWA fest, sofern die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt seien, könne die Kantonale Arbeitslosenkasse (nachfolgend Kasse) Kurzarbeitsentschädigung (KAE) ab 1. April 2020 ausrichten. Gleichentags bestätigte das AWA den Rückzug der am 31. Januar 2020 eingereichten KAE-Anmeldung. A.b. Am 6. Juli 2020 richtete die Kasse erstmals für Mai 2020 KAE aus. Dabei berücksichtigte sie bei B.________ die für Personen mit massgebenden Entscheidbefugnissen gültige Bruttolohnpauschale von Fr. 4'150.-. Am 13. August 2020 bestätigte die A.________ AG, dass er ihr Inhaber und Aktionär sei. Die Kasse leistete am 14. August bzw. 14. Oktober 2020 KAE für die Monate Juni bis August 2020 ohne Berücksichtigung des B.________. A.c. Am 15. September 2020 verfügte das AWA, die Kasse könne vom 1. September bis 30. November 2020 KAE ausrichten, sofern die weiteren Voraussetzungen erfüllt seien. Am 21. Oktober 2020 löste die Kasse gestützt auf einen internen Vermerk, wonach gemäss telefonischer Auskunft der A.________ AG vom 19. Oktober 2020 B.________ nicht ihr Geschäftsführer, sondern dessen Sohn sei, Nachzahlungen für die Abrechnungsperioden Mai bis September 2020 aus. Von September 2020 bis Mai 2021 richtete sie anhand der von der A.________ AG eingereichten Abrechnungen u.a. für B.________ KAE aus. A.d. Mit Verfügung vom 21. Juli 2021 forderte die Kasse von der A.________ AG für die Zeit von Juli 2020 bis Mai 2021 KAE im Betrag von Fr. 63'999.95 zurück, da B.________ ihr Geschäftsführer gewesen sei. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Am 21. September 2021 ersuchte die A.________ AG um Erlass der Rückforderung. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2022 lehnte das AWA dies im Umfang von Fr. 55'591.30 ab und erliess die Rückzahlung im Betrag von Fr. 8'408.65. Hiergegen erhob die A.________ AG am 24. Januar 2022 Einsprache. Nach Androhung einer reformatio in peius vom 31. März 2022 lehnte das AWA den Erlass der gesamten Rückforderung von Fr. 63'999.95 ab (Einspracheentscheid vom 19. Mai 2022).