Citation: 4A_108/2023 E. 3.4.2

3.4.2. Unbegründet ist der Vorwurf der Gehörsverletzung auch hinsichtlich der schiedsrichterlichen Auslegung des Begriffs "affiliates and related parties" in Ziffer 3 MESA. Der Einzelschiedsrichter erwähnte ausdrücklich das Argument, der Beschwerdegegner 1 habe eine die Haftung für Drittpersonen beschränkende Vertragsklausel vorgeschlagen, was von der Beschwerdeführerin verweigert worden sei. Dabei wies er eigens auf die nunmehr in der Beschwerde zitierten Vorbringen in der Replik hin. Indem er die Auffassung der Beschwerdeführerin hinsichtlich der Bedeutsamkeit dieser Vorbringen im Hinblick auf die Vertragsauslegung nicht teilte, ist ihm keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorzuwerfen. Die Beschwerdeführerin behauptet ohne hinreichende Begründung, die Erwägung des Einzelschiedsrichters, wonach die Vertragsverhandlungen ab dem 19. Februar 2015 nicht relevant seien, beruhe auf einem Versehen oder Missverständnis, übt mit ihren Ausführungen jedoch bloss unzulässige Kritik am angefochtenen Schiedsentscheid. Ebenso wenig zeigt sie einen nach Art. 190 Abs. 2 IPRG vorgesehenen Beschwerdegrund auf, wenn sie dem Einzelschiedsrichter in der Folge eine "unhaltbare Auslegung" des Begriffs "affiliates and related parties" in Ziffer 3 MESA vorwirft.