Citation: 8C_850/2018 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht lässt die Frage offen, ob im öffentlichen Recht eine materielle Rechtskraft existiere. Es stehe der betroffenen Person jedenfalls frei, bei veränderten Verhältnissen jederzeit eine neue Überprüfung ihres Anspruchs auf Sozialhilfe zu verlangen. Im vorliegenden Fall seien vom Beschwerdeführer aber keine veränderten Verhältnisse geltend gemacht worden. Er habe sich dazu entschlossen, sein Leben "in Freiheit" selbst zu bestimmen, sei seit Jahren der Überzeugung, am geltenden System der "Geldschöpfung" nicht teilnehmen zu wollen und möchte keine bezahlte Arbeit leisten. Damit bestehe nach wie vor ein direkter Zusammenhang zwischen seiner offensichtlichen Verweigerungshaltung und seiner finanziellen Notlage. Weil er in keiner Weise bereit sei, diese Haltung aufzugeben, seien die Voraussetzungen für eine neue materiell-rechtliche Prüfung seines Anspruchs auf Sozialhilfe, bzw. Nothilfe gestützt auf Art. 12 BV, nicht gegeben. Die Gemeinde sei damit im Ergebnis zu Recht auf die Neuanmeldung zum Bezug von Sozialhilfeleistungen (inklusive Nothilfe gestützt auf Art. 12 BV) nicht eingetreten.