Citation: 5A_994/2023 E. 12.2.2

12.2.2. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst insbesondere das Recht der Parteien, sich vor einem Entscheid, der in ihre Rechtsstellung eingreift, zur Sache zu äussern (BGE 144 I 11 E. 5.3). Zur Liquidation der Prozesskosten können die Parteien regelmässig im Rahmen ihrer Rechtsschriften Stellung nehmen und es ist nicht notwendig, sie vor Erlass des Entscheids dazu besonders anzuhören. Dies gilt jedenfalls dann, wenn die Kosten wie üblich, namentlich aber nach Obsiegen und Unterliegen, verteilt werden oder die Parteien nach der Verfahrensordnung und dem Gang des Verfahrens wissen müssen, dass sie sich zur Kostenverlegung äussern können (Urteil 4A_570/2016 vom 7. März 2017 E. 2.2; vgl. auch Urteil 5A_630/2014 vom 7. November 2014 E. 7.2). Wie sich dem angefochtenen Entscheid (E. 1.4 S. 6 ff.) entnehmen lässt, hatten beide Parteien im Berufungsverfahren hinreichend Gelegenheit, sich zur Sache und damit auch zur Kostenverlegung zu äussern. Das Kantonsgericht hat die Kosten sodann in Anwendung von Art. 106 Abs. 1 ZPO nach Massgabe des Verfahrensausgangs verlegt, wobei es annahm, der Beschwerdeführer sei grossmehrheitlich unterlegen. Damit war eine besondere Anhörung der Parteien zur Kostenfrage nicht notwendig und es kann keine Gehörsverletzung festgestellt werden.