Citation: 4A_87/2018 E. 5.1

5.1. Im bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid vom 11. August 2016 wurde die Vorinstanz damit beauftragt, ein Gutachten über den Unternehmenswert einzuholen. Gestützt darauf sei zu prüfen, ob die von der Beschwerdeführerin unterbreitete Kaufofferte an Mängeln bezüglich der allgemein anerkannten betriebswirtschaftlichen Bewertungsmethoden leidet, und ob die Beschwerdeführerin dadurch eine sich auf den Kaufentschluss auswirkende Fehlvorstellung erhielt. Diese Fragen können gestützt auf das eingeholte Gutachten beantwortet werden. Wie bereits ausgeführt, hat das Handelsgericht kein Fachwissen offengelegt, das eine bessere Beurteilung der Sache erlauben würde. Eine erneute Rückweisung an die Vorinstanz würde zudem einem den Grundsätzen der Prozessökonomie widersprechenden formalistischen Leerlauf gleichkommen. Gemäss dem Gerichtsgutachten betrug der Wert des Garagenbetriebes am 7. Dezember 2002 zwischen Fr. 0.-- und 80'000.-- (Liquidationswert: Fr. 0.-- - 40'000.--; Fortführungswert: ca. Fr. 80'000.--), wobei betriebswirtschaftlich eher die Liquidation des Unternehmens hätte eingeleitet werden sollen. Kaufgegenstand bildet jedoch nicht der Betrieb als Gesamtheit, sondern nur die im Kaufvertrag umschriebenen Aktiven. Die gemäss ausdrücklicher Vereinbarung der Parteien vom Kauf ausgenommenen Aktiven und Passiven sind im Rahmen der Ermittlung des Wertes des Kaufobjektes folglich - wie die Vorinstanz richtig erkannte - nicht zu berücksichtigen. Dabei handelt es sich nicht um eine Korrektur des Gutachtens, wurde der Gutachter doch mit der Schätzung des Wertes der Garage beauftragt. Die Nichtberücksichtigung der vom Kaufvertrag nicht erfassten Aktiven und Passiven führt zu einem Nettosubstanzwert von Fr. 131'241.--. Nach Vornahme des vom Gutachter befürworteten hälftigen Abzuges ergibt sich ein Fortführungswert von Fr. 65'620.50. Im Ergebnis ist gestützt auf das Gutachten für den Wert des Kaufgegenstandes somit von einer Bandbreite von Fr. 0.-- bis 65'620.50 auszugehen.