Citation: 1C_514/2020 E. 9.3

9.3. Die Beschwerdeführer wenden ein, bei Gebäuden aus weit zurückliegenden Epochen möge zutreffen, dass unter Umständen auch sehr grosse finanzielle Interessen der Grundeigentümer öffentlichen Interessen weichen müssten, weil sonst kaum noch Bauten unter Schutz gestellt werden könnten. Bei Gebäuden aus den 1980er Jahren treffe diese jedoch nicht zu, weil solche in grosser Zahl in noch gut erhaltenem Zustand vorhanden seien. Es sei daher unverhältnismässig, ihr Haus aus den 1980er Jahren unter Schutz zu stellen, obwohl es einen riesigen Sanierungsbedarf aufweise, der mit immensen Kosten verbunden sei. So sei die vorinstanzliche Angabe, der Sanierungsbedarf erweise sich zwar als erheblich, aber nicht als aussergewöhnlich, offensichtlich falsch. Richtig sei, dass sich die notwendigen Sanierungskosten gemäss der Sanierungsstudie der G.________ AG auf Fr. 790'000.-- bis Fr. 960'000.-- belaufen würden und sie damit rund doppelt so hoch wären wie die ursprünglichen Erstellungskosten von Fr. 485'000.--. Gemäss dem Bericht über die Thermografie der D.________ AG vom 4. Dezember 2017 würden die Kosten für die Sanierung diejenigen für die Errichtung eines gleich gebauten Neubaus übersteigen. Zudem erfordere eine Gebäudesanierung gemäss den Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn, 2014) zwingend auch eine Radonsanierung. Die Vorinstanz habe das finanzielle Interesse der Beschwerdeführer mithin nicht korrekt ermittelt und zu wenig stark gewichtet, da vorliegend die Erhaltung des Schutzobjekts einen Renovationsaufwand bedinge, der in keinem vernünftigen Verhältnis zum Interesse an der Unterschutzstellung stehe.