Citation: 6B_1087/2009 15.03.2010 E. 3

3.1 Die Staatsanwaltschaft rügt im Kosten- und Entschädigungspunkt eine willkürliche Anwendung kantonalen Prozessrechts (Art. 266 lit. a und Art. 271 StPO/SG). Da A.Y.________ und B.Y.________ im angefochtenen Urteil der mehrfachen qualifizierten Veruntreuung für schuldig befunden worden seien, hätten sie auch die Kosten des Rückweisungsverfahrens zu tragen. Gleiches gelte in Bezug auf die Kosten der Verteidigung (Beschwerde S. 10 f.). 3.2 Die Vorinstanz erwägt ausdrücklich, aufgrund des zusätzlichen Schuldspruchs wegen mehrfacher qualifizierter Veruntreuung erscheine es angemessen, die Verfahrenskosten bis zum Berufungsurteil von Fr. 70'291.15 respektive von Fr. 66'291.15 A.Y.________ und B.Y.________ statt wie ursprünglich bloss zu einem Viertel zu einem Drittel aufzuerlegen (angefochtenes Urteil S. 14). Entsprechend setzt die Vorinstanz auch die A.Y.________ und B.Y.________ bis zum Berufungsurteil zugesprochene Entschädigung herab (vgl. auch Sachverhalt lit. A und C). Hierdurch trägt die Vorinstanz bei ihrer neuen Entscheidung dem zusätzlichen Schuldspruch im Kosten- und Entschädigungspunkt angemessen Rechnung. Dass die Vorinstanz in ihrem Berufungsurteil vom 23. Januar 2008 A.Y.________ und B.Y.________ von der Anklage der mehrfachen qualifizierten Veruntreuung in Verletzung von Bundesrecht freigesprochen hat, so dass die Neubeurteilung auf Beschwerde der Staatsanwaltschaft hin überhaupt erst nötig wurde, kann A.Y.________ und B.Y.________ nicht angelastet werden. Demzufolge ist es unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Kosten des Rückweisungsverfahrens auf die Staatskasse nimmt und den beiden Verurteilten eine Parteientschädigung zuspricht.