Citation: 4A_633/2020 E. 2.1.2

2.1.2. Als Beschaffungshandlung gilt jede Handlung, die zwei Voraussetzungen erfüllt: Erstens muss sie eine kausale Ursache dafür sein, dass das Beweismittel im Zivilprozess berücksichtigt werden kann. Zweitens muss sie auf diesen Erfolg gerichtet sein (RÜEDI, a.a.O., S. 113 Rz. 228; CHRISTIAN LEU, in: ZPO, Schweizerische Zivilprozessordnung, Brunner und andere [Hrsg.], Bd. II, 2 Aufl. 2016, N. 75 zu Art. 152 ZPO). Davon gehen übereinstimmend auch die Vorinstanz und die Beschwerdeführerin aus. Das kausale Verhalten muss darauf gerichtet sein, das Beweismittel der Berücksichtigung im Zivilprozess zugänglich zu machen (RÜEDI, a.a.O., S. 113 Rz. 227). Das grundsätzliche Verwertungsverbot kommt erst zum Zug, wenn die materiell rechtswidrige Handlung nicht nur beiläufig erfolgte, sondern conditio sine qua non für das Erlangen des vorgelegten Beweises war (LEU, a.a.O., N. 75 zu Art. 152 ZPO mit Hinweis).