Citation: 6B_1280/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Die Erwägungen der Vorinstanz sind schlüssig. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, belegt weder Willkür in tatsächlicher Hinsicht noch eine Verletzung von Bundesrecht. Der Beschwerdeführer beschränkt sich darauf, seinen vor Vorinstanz eingenommenen Standpunkt zu wiederholen und deren Beweiswürdigung zu kritisieren. Entgegen seiner Auffassung nimmt die Vorinstanz nachvollziehbar an, dass er das Kokain wissentlich und willentlich kaufte - und nicht im Eingangsbereich der Wohnung von B.D.________ vorfand - sowie, dass er das Kokain zumindest teilweise weiterverkaufen wollte. Letzteres schliesst sie überzeugend aus der Menge und dem Reinheitsgrad des Kokains sowie aus der Sozialhilfeabhängigkeit des Beschwerdeführers. Daran ändert nichts, dass er auch selbst Kokain konsumierte, was die Vorinstanz nicht verkennt. Dass sie auf die objektiven Umstände, etwa die zahllosen Telefonate sowie die Aussagen von B.D.________ abstellt und von einem "Drogendeal" ausgeht, begründet keine Willkür. Dies gilt auch, soweit es die Vorinstanz "nur" als unwahrscheinlich beurteilt, dass das Kokain mit einem Marktwert von mehreren tausend Franken einfach so im Eingangsbereich der Wohnung gelegen und der Beschwerdeführers dieses gestohlen habe. Darin liegt keine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo". Dessen Tragweite scheint der Beschwerdeführer zu verkennen, wenn er vorbringt, es sei im Zweifel zu seinen Gunsten davon auszugehen, dass das Kokain im Eingangsbereich der Wohnung herum lag. Zum einen sind nur unüberwindliche Zweifel relevant. Zum andern kommt der Grundsatz "in dubio pro reo" nur zur Anwendung, wenn nach der Beweiswürdigung als Ganzem relevante Zweifel verbleiben (Urteil 6B_138/2022 vom 4. November 2022 E. 1.3 mit Hinweis). Dies ist nicht der Fall. Gleichfalls schlüssig ist, wenn die Vorinstanz angesichts der sichergestellten Menge Kokain, entsprechend dem Bedarf für einen Monat, nicht von blossem Eigenkonsum ausgeht. Der Beschwerdeführer legt lediglich dar, wie die sichergestellte Betäubungsmittelmenge sowie weitere Beweise, etwa die gefundenen Minigrips, seiner Meinung nach zu würdigen sind. Damit begründet er keine Willkür. Die Vorinstanz begründet überzeugend, weshalb sie hinsichtlich früherer Drogenverkäufe des Beschwerdeführers auf belastende Aussagen weiterer Personen abstellt. Er bestreitet dies zwar, weist aber darauf hin, dass ihn die Auskunftspersonen nicht als Verkäufer grosser Mengen bezeichnet hätten, womit er kleinere Verkaufsmengen letztlich einräumt. Soweit der Beschwerdeführer neuerlich rügt, er habe den Inhalt des Beutels nicht gekannt, lässt er zudem ausser Acht, dass B.D.________ den Verkauf von Kokain an ihn eingeräumt hat. Er bringt nichts vor, was unter Willkürgesichtspunkten gegen das Abstellen auf dessen Aussagen sprechen würde. Dies gilt insbesondere für die Tatsache, dass in der Wohnung von B.D.________ kein Bargeld gefunden wurde, was die Vorinstanz schlüssig begründet. Der Beschwerdeführer argumentiert hiergegen weitgehend frei und verkennt, dass das Bundesgericht keine Appellationsinstanz ist. Nach dem zum Sachverhalt Gesagten verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie den qualifizierten Tatbestand gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG als erfüllt erachtet. Es steht fest, dass der Beschwerdeführer ein Mehrfaches der nach der Rechtsprechung nötigen Menge von 18 Gramm reinem Kokain erworben hat und dass er beabsichtigte einen massgeblichen Teil davon zur Finanzierung seiner Sucht an Dritte zu verkaufen. Soweit der Beschwerdeführer eine mögliche Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen in Abrede stellt, scheint er zudem zu verkennen, dass die Vorinstanz - nachvollziehbar - nicht nur die von ihm erwähnten E.________ und F.________ als potenzielle Abnehmer betrachtet. Sie führt diese lediglich als frühere Abnehmer auf. Der entsprechende Einwand geht daher fehl. Die Vorinstanz bejaht auch dieses Kriterium zu Recht. Nicht zu beanstanden ist im Übrigen ihre Annahme, der Beschwerdeführer habe die mögliche Gefährdung einer Vielzahl von Menschen mindestens in Kauf genommen. Das Bundesgericht prüft dies nur unter Willkürgesichtspunkten (Art. 9 BV; Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 147 IV 439 E. 7.3.1; 141 IV 369 E. 6.3).