Citation: 8C_108/2015 E. 5

Soweit die Beschwerdeführerin eine Verletzung von Art. 36 Abs. 2 UVG rügt, kann ihr nicht gefolgt werden. Nach dieser Bestimmung können Invalidenrenten, Integritätsentschädigungen und Hinterlassenenrenten angemessen gekürzt werden, wenn die Gesundheitsschädigung oder der Tod nur teilweise die Folge eines Unfalles ist. Gesundheitsschädigungen vor dem Unfall, die zu keiner Verminderung der Erwerbsfähigkeit geführt haben, werden dabei nicht berücksichtigt. Die Frage der Kürzung nach Art. 36 Abs. 2 UVG stellt sich jedoch erst, wenn überhaupt ein leistungsbegründender adäquater Kausalzusammenhang zwischen einem Unfall und einer Gesundheitsschädigung zu bejahen ist. Die Leistungskürzung setzt mithin das Bestehen eines adäquaten Kausalzusammenhangs voraus (BGE 126 V 116 E. 3b S. 117). Da der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den geltend gemachten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 19. November 2004 zu verneinen ist (E. 5 hievor), findet Art. 36 Abs. 2 UVG vorliegend keine Anwendung.