Citation: H 142/00 22.02.2002 E. 5

5.- a) Das kantonale Gericht hat im angefochtenen Entscheid die Höhe des Schadens eingehend berechnet und die rechtzeitige Geltendmachung des Schadenersatzes festgestellt (vgl. auch BGE 126 V 443 und 450). Zu diesen Punkten wird in den beiden Verwaltungsgerichtsbeschwerden nichts vorgebracht, noch erscheint die vorinstanzliche Betrachtungsweise als bundesrechtswidrig. b) Soweit die Beschwerdeführer grundsätzliche Kritik an der Rechtsprechung zu Art. 52 AHVG vorbringen, kann auf BGE 114 V 220 ff. hingewiesen werden. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat in diesem Urteil mit einlässlicher Begründung dargelegt, weshalb an der subsidiären solidarischen Haftbarkeit der Organe eines Arbeitgebers festzuhalten ist. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiegegen vorgebracht wird, vermag jene Erwägungen, welche zu bestätigen sind, nicht als unzutreffend erscheinen zu lassen. Die in der Beschwerde vertretene Auffassung würde im Gegenteil zu Ergebnissen führen, die mit Sinn und Zweck von Art. 52 AHVG nicht zu vereinbaren wären. Von einer das Legalitätsprinzip oder der durch das - im Übrigen von der Schweiz nicht unterzeichnete - Zusatzprotokoll Nr. 1 zur EMRK garantierten Eigentumsfreiheit verletzenden Auslegung kann im Lichte des in BGE 114 V 220 ff. Gesagten nicht gesprochen werden. Schliesslich richtet sich die Haftung auch nicht nach den Grundsätzen der Art. 754 ff. OR. c) Fehl geht sodann der Einwand, der angefochtene Entscheid verletze insofern Bundesrecht, als er und die höchstrichterliche Rechtsprechung faktisch von einer Kausalhaftung ausgingen. Hinzuweisen ist auf die Rechtsprechung, worin unmissverständlich festgehalten wird, dass es sich bei der Haftung nach Art. 52 AHVG nicht um eine Kausalhaftung handelt und die Schadenersatzpflicht der Organe ein qualifiziertes Verschulden voraussetzt. Die Nichtabrechnung oder Nichtbezahlung der Beiträge als solche kann deshalb nicht bereits einem haftungsbegründenden Verschulden gleichgesetzt werden (BGE 121 V 244 Erw. 4b). Im Folgenden ist daher zu prüfen, ob den Beschwerdeführern ein zumindest grobfahrlässiges Verhalten vorzuwerfen ist.