Citation: 2C_140/2020 E. 3.2

3.2. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass das Verhalten des Ehegatten der Beschwerdeführerin in den rund sechseinhalb Jahren, die er zum Zeitpunkt des angefochtenen Urteils bereits im Ausland verbracht hatte, Anlass zu Klagen gegeben hätte. Vielmehr billigt ihm auch die Vorinstanz zu, sich wohl verhalten zu haben. Das Gesuch um Familiennachzug ist folglich bereits aufgrund des Zeitablaufs inhaltlich zu prüfen (vgl. oben E. 3.1). Ob die Heirat und die Geburt des gemeinsamen Kindes innert relativ kurzer Frist seit der Ausreise als neue Tatsachen ihrerseits ausreichen würden, um das Gesuch auf Familiennachzug trotz Einreiseverbots zu prüfen, kann offen bleiben (vgl. dazu Urteil 2C_650/2017 vom 9. Januar 2018 E. 5.1).