Citation: 4A_282/2020 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin wendet ein, dass sie nur mit einer Feststellungsklage ein Urteil miterga-omnes- Wirkung erstreiten könne, was mit einer Leistungsklage nicht möglich sei. Ferner übersehe das Obergericht in Verkennung von Art. 706b und Art. 714 OR sowie der "zu Art. 739 OR ergangenen bundesgerichtlichen Rechtsprechung", dass nichtige Generalversammlungs- und Verwaltungsratsbeschlüsse "rechtlich als überhaupt nicht zustande gekommen" betrachtet würden. Damit sei ein "Widerruf" ausgeschlossen und die Nichtigkeit der Beschlüsse vom 8. Februar 2016 stehe nach wie vor im Raum. "Streng genommen" seien auch Beschlüsse, die zur Beseitigung von nichtigen Beschlüssen gefasst würden, nichtig. Deshalb könne einzig ein gerichtliches Feststellungsurteil die von ihr anbegehrte Rechtssicherheit schaffen. Abgesehen davon - so führt die Beschwerdeführerin weiter aus - wirkten Widerrufsbeschlüsse "wenn überhaupt" nur für die Zukunft. Jedenfalls bis zum Zeitpunkt des Widerrufs bestehe ein aktuelles Rechtsschutzinteresse, weil "die betroffenen Gesellschaften Teile ihrer Geschäftsjahre 2016 und 2018 sowie das gesamte Geschäftsjahr 2017 unter dem Regime von nichtigen Liquidationsbeschlüssen gelebt" hätten. Schliesslich nimmt sie auf das erstinstanzliche Urteil Bezug, worin das Handelsregisteramt angewiesen worden sei, die Anmeldung zur Eintragung der Generalversammlungsbeschlüsse vom 8. Februar 2016 definitiv abzuweisen. Die Beschwerdeführerin meint, dass auch damit die durch die Beschlüsse vom 8. Februar 2016 geschaffene Rechtsunsicherheit nicht beseitigt werde.