Citation: 6B_585/2016 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz nimmt in tatsächlicher Hinsicht gestützt auf die Aussagen der Beteiligten und die ärztlichen Befunde an, es könne ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer dem Privatkläger lediglich harmlose Ohrfeigen verpasst habe. Es sei auch nicht anzunehmen, dass der Privatkläger nur wegen einiger Ohrfeigen auf den Beschwerdeführer geschossen habe. Dass der Schuss zudem erst erfolgt sei, nachdem jener sich entschuldigt und der Beschwerdeführer von ihm abgelassen habe, sei unglaubhaft. Es habe zu diesem Zeitpunkt für den Privatkläger kein Anlass mehr bestanden, auf den Beschwerdeführer zu schiessen. Ebenfalls nicht glaubhaft sei die Darstellung des Beschwerdeführers, wonach er den Handdurchschuss nicht bemerkt und uneingeschränkt in der Lage gewesen sein soll, das 18 kg schwere Boxtrainingsgerät zu ergreifen und gegen den Privatkläger einzusetzen. Er habe durch den Schuss an der Hand eine drittgradige offene Fraktur mit zerstörtem Streckapparat und somit eine erhebliche Verletzung erlitten. Seine Aussage, er habe erst nachträglich in der Bar bzw. im Spital realisiert, dass es sich um eine Schussverletzung handelte, sei eine Schutzbehauptung. Hiegegen spreche insbesondere, dass sich mehr Blut an der Stange bzw. am Sockel des Boxtrainingsgeräts hätte finden müssen. Demgegenüber erschienen die Aussagen des Privatklägers, wonach er erst geschossen habe, nachdem der Beschwerdeführer ihn mit dem Boxtrainingsgerät angegriffen habe, als glaubhaft. Er habe nachvollziehbar geschildert, wie er durch den Einsatz des Trainingsgeräts in Todesangst versetzt worden sei. Damit sei erstellt, dass der Privatkläger erst geschossen habe, nachdem der Beschwerdeführer mit dem Boxtrainingsgerät zu schlagen begonnen habe. Dass ihn jener nicht im Bauch, sondern an der Hand getroffen habe, sei darauf zurückzuführen, dass der Beschwerdeführer dabei gewesen sei, mit der Stange des Boxtrainingsgeräts in der Hand auf den Privatkläger einzuschlagen, und sich somit in Bewegung befunden habe. Ob der Beschwerdeführer auch nach der Schussabgabe noch einmal zugeschlagen habe, könne offenbleiben (angefochtenes Urteil S. 8 ff.).