Citation: 8C_238/2007 31.01.2008 E. 1

1.1 Nach Art. 92 BGG ist gegen selbstständig eröffnete Zwischenentscheide über Ausstandsbegehren die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) zulässig. Thema eines Ablehnungsgesuches des vom Versicherungsträger bestimmten medizinischen Gutachters, welches zu einem selbstständig anfechtbaren Entscheid im Sinne von Art. 92 BGG führt, können nur formelle Ausstandsgründe (Art. 10 VwVG; Art. 36 ATSG) bilden. Die Ausstandsgründe nach Art. 36 ATSG stimmen mit denjenigen nach Art. 10 VwVG überein (SVR 2007 IV Nr. 22 S. 77 E. 2.2.3, I 478/04). Dazu gehören ein persönliches Interesse an der zu beurteilenden Sache, aber auch die enge verwandtschaftliche oder freundschaftliche Verbundenheit einer Partei oder andere Gründe von ähnlichem Gewicht (Kieser, ATSG-Kommentar, Zürich 2003, N 3 und 6 zu Art. 36). Einwendungen anderer Art, wie Bedenken materieller Natur gegen die Fachkompetenz des in Aussicht genommenen Gutachters können nicht Gegenstand eines Ablehnungsgesuchs sein, sondern sind allenfalls im Rahmen der materiellen Würdigung des Gutachtens vorzubringen (BGE 132 V 93 E. 6.5 S. 108 f., 376 E. 2.5 S. 378). Wie das Bundesgericht bereits im Urteil U 31/07 vom 7. Dezember 2007 festgehalten hat, ist daran trotz dagegen vorgebrachter Kritik festzuhalten. 1.2 Gegenstand der angefochtenen Verfügung vom 20. September 2005 und somit auch Streitgegenstand im vorinstanzlichen Verfahren konnte daher nur die Frage sein, ob gegen Prof. Dr. med. W.________ gesetzliche Ausstandsgründe vorliegen. Die Beschwerdegegnerin hat dies in der Verfügung selber ausdrücklich festgehalten. Obwohl diese sehr ausführliche und teilweise darüber hinausgehende Erwägungen enthält, lautet das Dispositiv "aus den vorerwähnten Gründen wird das Gesuch um Ablehnung des Gutachters Prof. W.________ abgewiesen" (Ziff. 18 der Verfügung). Anfechtbar ist grundsätzlich nur das Dispositiv, nicht aber die Begründung eines Entscheides (vgl. BGE 120 V 233 E. 1a S. 237). Die Vorinstanz ist daher zu Recht auf die Beschwerde nicht eingetreten, soweit sie darüber hinausgehende Anträge enthielt.