Citation: 5A_624/2023 E. 4.2

4.2. Das Kantonsgericht gelangt zum Schluss, dass keine gültige Vereinbarung der Parteien besteht, mit der diese eine Abänderung der in der Scheidungsvereinbarung vorgesehenen Unterhaltsbeiträge ausgeschlossen haben (vgl. Art. 127 und 130 Abs. 2 ZGB; Urteil 5A_700/2016 vom 6. November 2017 E. 4.3; SPYCHER, in: Handbuch des Unterhaltsrechts, 3. Aufl. 2023, Kap. 9 Rz. 4 und 92 ff.). Die Ausführungen der Beschwerdeführerin hierzu bleiben widersprüchlich und sind daher nicht geeignet, diese Schlussfolgerung in Frage zu stellen (vgl. vorne E. 2.1). Auch ist nicht ersichtlich, dass die Parteien mit Unterzeichnung der Scheidungsvereinbarung eine ungewisse Sachlage vergleichsweise bereinigt hätten und die Abänderung aus diesem Grund ausgeschlossen wäre (vgl. BGE 142 III 518 E. 2.6; GLOOR/SPYCHER, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, N. 9 zu Art. 129 ZGB; VETTERLI/CANTIENI, Kurzkommentar Schweizerisches Zivilgesetzbuch, 2. Aufl. 2018, N. 1 zu Art. 129 ZGB).