Citation: 6B_1201/2016 E. 2.4.4

2.4.4. Die Vorinstanz räumt der Verteidigung ein, dass bisher noch nie etwas wirklich Gravierendes im Sinne schwerer Opferschäden passiert sei (Urteil S. 33). Dazu ist immerhin anzumerken, das die Bedrohung mit einem Messer ohne weiteres schwere Traumatisierungen bewirken kann. Solche psychischen Folgen zählen zu den "schweren Opferschäden" (der Täter kann nicht mit einem besonders robusten Opfer rechnen). Bereits durch das Nichteingehen auf seine Wünsche sah sich der Beschwerdeführer veranlasst, mit dem Messer auf die Apothekerin loszugehen. Er verfügt über keine Coping-Strategien. Es verbindet ihn nichts mit anderen Menschen. Deren Gefühle lassen ihn kalt. Gewalt sei etwas Schönes, Erlösendes, eine schnelle und direkte Sprache. Er leidet seit Kindheit an akustischen Halluzinationen mit eindrücklichen "Tötungsstimmen in seinem Kopfe". Er fürchtet nicht so sehr diese "Aufträge" als die Konsequenzen ihrer Umsetzung, da er nicht ein Leben lang im Gefängnis oder in der Therapien bleiben wolle (Urteil S. 33 und 34 f.). Auf die weiteren vorinstanzlichen Erwägungen ist zu verweisen (Urteil S. 28-38 [Rückfallgefahr], S. 38-47 [Eignung und Notwendigkeit der Massnahme], S. 47 f. [Verhältnismässigkeit]).