Citation: 1C_318/2020 E. 4.1.2

4.1.2. Diese Feststellung wird von der Beschwerdeführerin nicht substanziiert bestritten; sie bestreitet lediglich, dass dies "langfristig" sei. Die Aussage des Verwaltungsgerichts ist jedoch vor dem Hintergrund der Aussagen der Gutachterin zu sehen. Diese führte in ihrer Erläuterung vom 16. November 2017 aus, die Lebenserwartung eines Baumes gelte üblicherweise als langfristig, wenn sie deutlich mehr als 10 Jahre betrage. Sie gehe davon aus, dass die fragliche Blutbuche noch Jahrzehnte erhalten werden könne; aufgrund ihres Alters, der Vitalitätsmängel und der zu erwartenden Witterungsbedingungen könne eine solche Aussage aber heikel sein. Niemals aber würde sie bei einem absehbaren Fortbestehen von nur noch 10-15 Jahren eine Unterschutzstellung befürworten. Matthias Brunner hatte die Nennung einer weiteren Lebensdauer als wissenschaftlich unseriös und faktisch nicht überprüfbar erachtet. Vor diesem Hintergrund ist die Feststellung des Verwaltungsgerichts ("mindestens 10 Jahre") nicht dahin zu verstehen, dass die Blutbuche nur noch 10-15 Jahre bestehen werde, sondern bedeutet lediglich, dass über die Mindestdauer von 10 Jahren hinaus keine wissenschaftlich gesicherte Aussage getroffen werden könne, jedenfalls aber sei das Ableben der Blutbuche in keiner Weise aktuell. Diese Feststellung erscheint nicht offensichtlich unrichtig.