Citation: 8C_599/2023 E. 4.1

4.1. Hinsichtlich des Anspruchsbeginns ging das kantonale Gericht von einer Mitwirkungspflicht des Beschwerdeführers bei der Ermittlung des zur Prüfung des Anspruchs notwendigen Sachverhalts aus. Darunter falle, dass bei der Anmeldung sämtliche Tätigkeiten anzugeben seien, welche üblicherweise entlöhnt würden, so insbesondere die vorliegend verschwiegene Geschäftsführerfunktion bei der B.________ GmbH. Denn dabei handle es sich um Umstände, mit denen die Sozialhilfebehörde nicht rechnen müsse. Nur so sei sie in die Lage versetzt, die Bedürftigkeit sachgerecht zu prüfen. Solange dies nicht der Fall sei, fehle es am anspruchsbegründenden Bedürftigkeitsnachweis im Sinne der kantonalen Sozialhilfegesetzgebung, für welchen die um Leistungen ersuchende Person beweisbelastet sei (mit Hinweis auf Art. 8 ZGB). Da die Beschwerdegegnerin nicht vor dem 1. Januar 2022 Kenntnis von dieser Tätigkeit erhalten hatte, sei die Leistungsverweigerung für die davor liegende Zeit mangels Bedürftigkeitsnachweises nicht zu beanstanden.