Citation: 5A_901/2017 E. 4.1

4.1. Nach Ansicht des Beschwerdeführers ist das Obergericht ohne zureichenden Grund vom Gutachten - dieses habe das Gericht zutreffend als verwertbar und fachlich richtig eingestuft - abgewichen, indem es von einer Fremdplatzierung des Sohns sowie der Anordnung einer engmaschigen Begleitung der Tochter abgesehen und die Obhut über die Kinder bei der Mutter belassen habe. Diese habe die Kinder wiederholt in die ehelichen Verfahren und das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer aktiv einbezogen. Sie stelle ihr eigenes Interesse an der Entfremdung der Kinder vom Vater über die Interessen und das Wohl der Kinder. Soweit die Vorinstanz sodann das Vorliegen des Münchhausen-Stellvertreter-Syndroms bei der Beschwerdegegnerin negiere, übergehe sie verschiedene Feststellungen im Gutachten und ignoriere ihre eigene Einschätzung, wonach das Verhalten der Mutter auffällig sei. Die bestehende Obhutsregelung gefährde das Kindeswohl, was das Obergericht im Zusammenhang mit der Besuchsrechtsregelung auch anerkenne. "Sehenden Auges" perpetuiere das Obergericht mit seinem Entschied diesen Zustand. Der Widerspruch, in den das Obergericht sich damit begebe, zeige auch dessen Bemerkung auf, die Frage des Entzugs des Obhuts- und Sorgerechts der Beschwerdegegnerin stelle sich ernsthaft in einem späteren Scheidungsverfahren oder auch ausserhalb eines solchen.