Citation: 1C_544/2022 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführenden machen geltend, der angefochtene Entscheid verletze Art. 21 Abs. 2 RPG (SR 700). Die Gemeinde habe den Antrag auf Überprüfung der Grundordnung inhaltlich behandelt, weshalb auch das Verwaltungsgericht dies hätte tun müssen. Die geltende Grundordnung stamme aus dem Jahr 2004. Sie würden nach wie vor bestreiten, dass Bedarf an Bauland bestehe. Zudem falle das bisher weitgehend unüberbaute Quartierplangebiet Carlihof für eine Rückzonung in Betracht. Bei der Einleitung des Quartierplanverfahrens sei die Rechtsprechung zum neuen Zweitwohnungsgesetz noch nicht gefestigt gewesen, weshalb es ihnen nicht zum Nachteil gereichen dürfe, dass sie die Rüge der vorgängigen Überprüfung der Grundordnung bei Einleitung des Quartierplanverfahrens noch nicht geltend gemacht hätten. Weiter stelle das Verwaltungsgericht den Sachverhalt willkürlich fest, wenn es davon ausgehe, dass es in der nahen Umgebung genügend alternative Äsungsplätze für Steinböcke gebe. Das AJF habe die erforderlichen Abklärungen zu dieser Frage nicht vorgenommen, weshalb nicht auf seinen Fachbericht abgestellt werden könne. Der Schutz der Steinböcke sei nicht gewährleistet, was gegen übergeordnetes Recht verstosse. Schliesslich sei der Quartierplan entgegen der Auffassung der Vorinstanz derart detailliert, dass er verfügungsähnlich sei. Sie müssten deshalb die Verletzung der Vorgaben des ISOS im Quartierplanverfahren rügen können, weil dies im Baubewilligungsverfahren ausgeschlossen sei. Zudem sei das ISOS auch bei der beantragten Überprüfung der Grundordnung zu beachten.