Citation: 9C_695/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hat die Grundlagen der Wehrpflichtersatzabgabe dargestellt (vgl. E. 3 des angefochtenen Entscheids) und erwogen, aus den Akten ergebe sich weder eine erhebliche körperliche Behinderung des Beschwerdeführers noch, dass er in mindestens einer der sechs alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen wäre. Eine Befreiung nach Art. 4 Abs. 1 lit. a und lit. a ter des Bundesgesetzes vom 12. Juni 1959 über die Wehrpflichtersatzabgabe (WPEG; SR 661) falle deshalb ausser Betracht. Weitere Befreiungstatbestände seien nicht ersichtlich und würden auch nicht geltend gemacht (vgl. E. 4 des angefochtenen Entscheids). Sie erwog weiter, es sei weder treuwidrig noch rechtsmissbräuchlich, dass die Veranlagung für das Ersatzjahr 2014 erst im Jahr 2020 erfolgt sei. Die Verjährung sei noch nicht eingetreten. Der Beschwerdeführer sei ausdrücklich nur für das Jahr 2013 von der Wehrpflichtersatzabgabe befreit und darauf hingewiesen worden, dass eine Befreiung für spätere Jahre auf seinen Antrag hin neu geprüft werde. Von ihm hätte deshalb erwartet werden können, dass er auch für das Jahr 2014 (und die folgenden Jahre) ein Befreiungsgesuch stelle (vgl. E. 5 des angefochtenen Entscheids). Eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots bzw. Diskriminierungsverbots liege sodann nicht vor. Dem Beschwerdeführer sei die Möglichkeit offengestanden, einen Militärdienst mit speziellen Auflagen zu absolvieren. Er habe sich aber nicht um eine entsprechende Zulassung bemüht, sondern erstmals im Einspracheverfahren seine grundsätzliche Dienstwilligkeit kundgetan. Die Behörden seien nicht verpflichtet gewesen, in dieser Hinsicht proaktiv auf den Beschwerdeführer zuzugehen (vgl. E. 6 des angefochtenen Entscheids). Was schliesslich die finanzielle Situation des Beschwerdeführers betreffe, sei diese erst im Rahmen eines allfälligen Erlass- oder Stundungsgesuchs relevant (vgl. E. 7 des angefochtenen Entscheids).