Citation: 6B_1416/2016 E. 1.4.1

1.4.1. Gestützt auf die willkürfreien Feststellungen der Vorinstanz ist erstellt, dass der Beschwerdeführer das gelbe Lichtsignal bewusst passiert hat, obwohl ihm ein rechtzeitiges Anhalten möglich gewesen wäre. Er hat daher eine für die Gewährleistung der Sicherheit im Strassenverkehr wichtige Bestimmung verletzt. Gleichzeitig ist sein Handeln damit rücksichtslos und mindestens grobfahrlässig gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG (oben E. 1.2.3). Besondere Umstände, die sein Verhalten subjektiv in einem milderen Licht erscheinen liessen, sind nicht ersichtlich. Die Vorinstanz geht nach dem zum Sachverhalt Gesagten vielmehr nachvollziehbar von vorsätzlichem Handeln aus. Wie sie zutreffend erwägt, konnte der Beschwerdeführer nicht ernsthaft annehmen, er sei trotz der Möglichkeit zu bremsen zum Überholen des Fahrzeugs vor ihm und zum Befahren der einspurigen Baustellenpassage berechtigt. Es erscheint gar als besonders rücksichtslos, dass er vor der Vorbeifahrt am ihm unmissverständlich "Halt" gebietenden Gelblicht noch ein vorschriftsmässig anhaltendes Fahrzeug überholte, um überhaupt auf die Baustellenpassage zu gelangen. Gleiches gilt für den Umstand, dass er anschliessend auf 50 km/h beschleunigte, während die Kolonne vor ihm lediglich mit 30 km/h unterwegs war. Die reduzierte Geschwindigkeit war der Situation offensichtlich angemessenen, zumal im Baustellenbereich allgemein besonders vorsichtiges und aufmerksames Fahren angezeigt ist (Urteil 1C_50/2017 vom 16. Mai 2017 E. 4.3).