Citation: 2C_128/2024 E. 9.1

9.1. Im Weiteren rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Rechts auf Achtung des Familien- und Privatlebens gemäss Art. 8 EMRK. Er macht im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz habe die öffentlichen Interessen an seiner Wegweisung, nämlich seine Delinquenz und Verschuldung, zu stark gewichtet. Insbesondere habe die Vorinstanz nicht berücksichtigt, dass beim ihm eine sogenannte biographische Kehrtwende (dazu E. 9.5.2 unten) gegeben sei. Umgekehrt sei sein privates Interesse am Verbleib in der Schweiz zu wenig stark gewichtet worden. Mit seinem Heimatland, dem Irak, habe er längst gebrochen. Zu seinem minderjährigen Sohn, der in der Schweiz niederlassungsberechtigt sei, pflege er eine enge Beziehung. In Bezug auf die Vater-Sohn-Beziehung sei der Sachverhalt willkürlich festgestellt worden und sein Sohn hätte gemäss Art. 12 KRK (Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes [Kinderrechtskonvention; KRK]; SR 0.107) befragt werden müssen. Er habe nie Sozialhilfe bezogen und befinde sich in einer stabilen Erwerbssituation. Auch sprachlich sei er integriert. Insgesamt überwiege sein privates Interesse am Verbleib in der Schweiz das öffentliche Interesse an seiner Wegweisung. Die vorinstanzliche Interessenabwägung sei rechtsfehlerhaft und seine Wegweisung unverhältnismässig.