Citation: 6B_583/2013 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, die Messungen des Sachverständigen hätten ergeben, dass die Lärmbelastung des Ohres bei einem Selbstschuss (145.7 db) höher sei als bei einem Vorbeischuss (144.7/144.3 db), ein erwarteter Schuss aber besser verkraftet werden könne als ein unerwarteter (E. 4.2.4 S. 9). Demnach sei in Anwendung des Grundsatzes in dubio pro reo nicht ausgeschlossen, dass der Beschwerdeführer sich das Knalltrauma beim Erlegen der Hirschkuh zugezogen habe. Hierfür spreche auch sein Aussageverhalten. Bei der verbalen Auseinandersetzung mit dem Beschwerdegegner habe er nicht erwähnt, dass sein "Ohr wie ein Dampfkessel pfeife", und er habe die Jagd nach dem Schuss des Beschwerdegegners nicht abgebrochen. Von der Beschwerdegegnerin einvernommen habe er wahrheitswidrig ausgesagt, vor dem Vorbeischuss noch nie einen Vorfall erlebt zu haben, der zu einem Tinnitus hätte führen können. Im Laufe des Verfahrens habe sich jedoch ergeben, dass er schon früher Gehörbeschwerden hatte und wegen eines Tinnitus infolge eines Unfalls beim Militär mit einer Handgranate in ärztlicher Behandlung war. Dr. med. Z.________ habe aufgrund der Vorgeschichte seine Beurteilung geändert und ausgeführt, dass die Befunde beim Beschwerdeführer teilweise nicht typisch für ein Knalltrauma seien.