Citation: 4A_640/2015 E. 2

Unter dem Titel "Haftungsvoraussetzungen " macht der Beschwerdeführer geltend, dass der Unfall bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit der Klägerin ausgeblieben wäre. Da es im Unfallzeitpunkt nicht stockdunkel gewesen sei, habe die Klägerin nicht darauf vertrauen dürfen, dass jedes Fahrzeug einen Lichtstrahl auf den Einmündungsbereich werfe. Beim gegebenen spitzen Einfahrtswinkel hätte sie vielmehr nach links hinten schauen und allenfalls das verregnete Seitenfenster einen Spalt weit öffnen müssen, um sich zu vergewissern, dass kein weiteres vortrittsberechtigtes Fahrzeug naht. Der auf der Gegenfahrbahn verkehrende Zeuge D.________ habe das unbeleuchtete Fahrzeug von B.________ nämlich gesehen, womit es auch die Klägerin hätte sehen müssen. Die Vorinstanz stelle den Sachverhalt offensichtlich unrichtig fest, wenn sie zwar festhalte, dass der entgegenkommende Fahrzeuglenker D.________ das unbeleuchtete Fahrzeug von B.________ gesehen habe, daraus aber nicht den zwingenden Schluss ziehe, dass auch die Klägerin B.________ hätte erkennen können. Zudem gehe es nicht an, B.________ eine Beweislast für fehlerhaftes Verhalten der Klägerin beim Einbiegen in die Strasse X.________ aufzuerlegen. Dass B.________ es unterlassen habe, das Licht an seinem VW Passat einzuschalten, sei entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht kausal gewesen für den Unfall.