Citation: 8C_471/2020 E. 4.5.2

4.5.2. Mit diesen Einwänden hat sich das kantonale Gericht eingehend befasst. Es stellte dabei fest, dass die Beschwerdeführerin keineswegs mit der zu erwartenden Offenheit an die Massnahme herangegangen sei. Noch vor Zuweisung ins Programm habe der RAV-Berater dokumentiert, die Beschwerdeführerin halte die Massnahme für sinnlos; sie wolle am liebsten selbstbestimmt suchen. Am Folgetag habe der Berater notiert, dass sich an der unmotivierten Haltung der Beschwerdeführerin nichts geändert habe. Er habe dabei auch auf eine frühere Kursrückmeldung verwiesen. Dort sei von der damaligen Kursleitung festgehalten worden, dass die Versicherte von Anfang an klar gemacht habe, dass dieser Kurs für sie eine Pflichtveranstaltung sei und dass sie nicht sehr motiviert sei. Weiter führte die Vorinstanz aus, die Beschwerdeführerin habe auch gegen die arbeitsmarktliche Massnahme im Zentrum C.________ von Anfang an opponiert, wie sich aus ihrer Stellungnahme vom 29. Januar 2020 ergebe. Sie habe damit der Massnahme jegliche Sinnhaftigkeit abgesprochen, bevor sie auch nur schon das Aufnahmegespräch geführt habe. Von dieser Haltung sei offensichtlich auch der Einstieg ins Programm geprägt gewesen. Gemäss eigener Darstellung der Versicherten habe diese im Vorstellungsgespräch gesagt, dass sie möglichst schnell wieder aus dem Programm raus wolle. Bereits am ersten Tag habe sie dann erklärt, dass sie es sich nicht ausgesucht habe, dort zu sein. Sie würde sich "vergewaltigt" fühlen. Bei einer ersten Besprechung mit dem Leiter der Praxisfirma habe die Beschwerdeführerin gesagt, sie habe ihren ersten Tag "verschissen" gefunden und den Leiter gebeten, er möge den RAV-Berater um Beendigung des Programms ersuchen. Am zweiten Tag habe die Versicherte dem Leiter eröffnet, sie werde einen Entscheid betreffend Abbruch der Massnahme treffen müssen. Sie wisse, dass ein Abbruch Sanktionen zur Folge haben könne. An den folgenden zwei Tagen sei die Beschwerdeführerin dann krankheitshalber nicht in der Praxisfirma erschienen. Vom 13. bis 17. Januar 2020 sei sie wiederum dort gewesen, bevor sie am 20. Januar 2020 den Abbruch mitgeteilt habe. Die Vorinstanz hielt weiter fest, es möge zutreffen, dass die Beschwerdeführerin all die ihr zugewiesene Arbeit erledigt und sie gemäss eigenen Angaben während vieler Stunden überhaupt keine Aufgaben gehabt habe. Dies sei aber in erster Linie auf ihren Unwillen, am Programm teilzunehmen, zurückzuführen. Das von ihr selbst geführte Protokoll zeuge von keinerlei Bereitschaft, die Praxisfirma und deren Zielsetzung zu verstehen und ihre Chancen zu nutzen. Dem Protokoll sei zudem zu entnehmen, dass durchaus der Versuch unternommen worden sei, die Versicherte im Bereich Kommunikation/Marketing einzusetzen. Es möge zwar zutreffen, dass die Aufgaben zu Beginn einfach und wenig fordernd gewesen seien. Die Aufgabenerledigung durch die Beschwerdeführerin zeige aber auch keine Bereitschaft, sich mit der Aufgabe auseinander zu setzen und eigeninitiativ etwas zu entwickeln. Dass unter solchen Voraussetzungen die ihr übertragenen Aufgaben nicht anspruchsvoller gewesen resp. geworden seien, sei zwar bedauerlich, aber auch nachvollziehbar. Die Beschwerdeführerin habe die arbeitsmarktliche Massnahme abgebrochen, bevor sie überhaupt ausgelotet habe, ob sie gefördert werden könnte oder nicht. Sie habe schon gar keinen Versuch unternommen, mit der Leitung der Praxisfirma zu klären, wo gegebenenfalls noch Defizite bestünden und wie ihre Vermittlungsfähigkeit verbessert werden könnte. Aufgrund dieser Überlegungen gelangte das kantonale Gericht zum Schluss, dass die Unmöglichkeit der Steigerung der Vermittlungsfähigkeit nicht der konkreten arbeitsmarktlichen Massnahme, sondern der Verweigerungshaltung der Beschwerdeführerin geschuldet sei.