Citation: 4A_12/2020 E. 4.3

4.3. Mit Schreiben vom 10. Juni 2015 teilte die Versicherung der Versicherten mit, ab dem 22. Mai 2015 bestehe keine Arbeitsunfähigkeit und würden die Taggelder eingestellt. Die Beschwerdeführerin befand sich gemäss dem Bericht des Spitals D.________ vom 28. Juli 2015 seit dem 24. Juni 2015 in Behandlung in der Psychiatrischen Tagesklinik E.________. Weshalb ein Gerichtsgutachten, das entgegen dem Privatgutachter in dessen am 31. Mai 2015 erstatteten Gutachten sowie der Stellungnahme vom 4. September 2015 zum Bericht der Fachperson des Spitals D.________, eine relevante Arbeitsunfähigkeit im Beobachtungszeitpunkt bestätigen würde, nicht geeignet sein sollte, einen über den 22. Mai 2015 hinausgehenden Taggeldanspruch nachzuweisen, erschliesst sich aus dem angefochtenen Entscheid nicht. Unterstellt man, das Gutachten falle zu Gunsten der Beschwerdeführerin aus und anerkenne im Beobachtungszeitraum eine Einschränkung der Arbeitsunfähigkeit, die sich nicht auf nicht versicherte Gründe zurückführen lässt, müsste zumindest eine teilweise Gutheissung erfolgen, und es wäre zu prüfen, ob gestützt auf eine im Beobachtungszeitraum festgestellte Arbeitsunfähigkeit mit Blick auf die übrigen Dokumente auch eine darüberhinausgehende Arbeitsunfähigkeit überwiegend wahrscheinlich erscheint. Dies kann auch davon abhängen, wie der Gutachter die Besserungsaussichten beurteilt. Auch insoweit geht der angefochtene Entscheid nicht auf die massgebenden Punkte ein. Der Verzicht, das von der Beschwerdeführerin beantragte Gerichtsgutachten anzuordnen, lässt sich so nicht rechtfertigen.