Citation: 1B_286/2014 E. 6

Die Beschwerdeführer werfen dem Kantonsgerichtspräsidenten in allen drei Verfahren Rechtsverzögerung vor, weil er auf ihre Beschwerde vom 22. April 2014 bzw. ihre Berufungserklärungen vom 7. und 8. Mai 2014 erst am 17. bzw. am 30. Juni 2014 mit dem Erlass von Kautionsverfügungen reagiert habe. Die Bearbeitung der Berufungsverfahren ist allein schon wegen der vielen Beteiligten und der fehlerhaften Zustellung der Strafurteile durch das Strafgericht recht aufwendig. Dazu kommt, dass die Laienbeschwerde der Beschwerdeführerin (Verfahren 1B_286/2014), die als Berufung entgegen genommen wurde, interpretationsbedürftig war und auch die Kenntnisnahme der immerhin 26 bzw. 30 Seiten starken Berufungserklärungen (Verfahren 1B_287/2014 und 288/2014) einen nicht unerheblichen Aufwand erforderte. Unter diesen Umständen ist es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass der Kantonsgerichtspräsident rund zwei Monate beanspruchte, bis er am 17. bzw. 30. Juni 2014 die entsprechenden Kautionsverfügungen erliess. Die Rechtsverzögerungsbeschwerden sind unbegründet.