Citation: 1C_412/2023 E. 4.2

4.2. Das Bundesgericht hat wiederholt festgehalten, dass die Beurteilung adaptiver Antennen nach der "worst case"-Betrachtung bundesrechtskonform ist (Urteile 1C_314/2022 vom 24. April 2024 E. 5; 1C_235/2022 vom 24. November 2023 E. 5; 1C_45/2022 vom 9. Oktober 2023 E. 4; 1C_101/2021 vom 13. Juli 2023 E. 3.1-3.5.; 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 6.2). Es ist nicht nachvollziehbar, was die Beschwerdeführer mit dem Vorbringen, Ziff. 63 Anhang 1 NISV fordere niemals eine Variabilität der Senderichtung, sondern infolge der Variabiliät die Einhaltung des Anlagegrenzwertes an den OMEN, zu ihren Gunsten ableiten wollen. Ziff. 63 Teilsatz 2 Anhang 1 in der massgebenden Fassung der aNISV lautet folgendermassen: "[B]ei adaptiven Antennen wird die Variabilität der Senderichtungen und der Antennendiagramme berücksichtigt." Diese Bestimmung ist klar und bietet keinen Raum für die Auslegung der Beschwerdeführer. Zudem erweist sich auch ihre in diesem Kontext geltend gemachte Behauptung, es sei nicht möglich, mit der "worst case"-Betrachtung alle möglichen Beams adaptiver Antennen zu erfassen, als unbegründet (vgl. dazu E. 5.2 nachstehend).