Citation: 5D_112/2015 E. 4.4.3

4.4.3. Die Vorinstanz hat das Vorliegen veränderter Verhältnisse bzw. unechter Noven zu Recht verneint. Was die Beschwerdeführerin dagegen einwendet, verfängt nicht. Dass auch der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin anfänglich keine Kenntnis davon hatte, dass das in Marokko gelegene Grundstück drittfinanziert ist, tut nichts zur Sache. Nicht das Wissen des Rechtsvertreters über den zugrunde liegenden Sachverhalt zählt, sondern jenes der Beschwerdeführerin. Ebenso wenig kann die Beschwerdeführerin etwas daraus ableiten, dass das Bezirksgericht auf eine persönliche Anhörung zu ihren finanziellen Verhältnissen trotz eines entsprechenden Antrags verzichtet hat. Es ist der Beschwerdeführerin freigestanden, die Verfügung des Bezirksgerichts vom 15. September 2014 wegen nicht erfolgter persönlicher Anhörung anzufechten. Dafür reichten zehn Tage ohne Weiteres aus. Zu Recht hat die Vorinstanz deshalb den Entscheid des Bezirksgerichts aufgehoben und reformatorisch entschieden, auf das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung vom 9. Dezember 2014 nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens brauchte sich die Vorinstanz auch nicht zur Frage zu äussern, ob das Bezirksgericht der Beschwerdeführerin zu Recht die unentgeltliche Rechtspflege verweigert hatte. Dass sie der Beschwerdeführerin trotzdem in einer Eventualerwägung Rechtsmissbrauch vorwarf, ist ohne Belang.