Citation: 9C_326/2023 E. 1.3

1.3. Der Beschwerdeführer gibt zunächst zu bedenken, die Dupuytren-Kontraktur sei bei ihm erst nach den Impfungen gegen Covid-19 im Sommer 2021 aufgetreten. Andere Risikofaktoren hätten sich in der fraglichen Zeit nicht verändert und fielen insofern ausser Betracht. Die Erkrankung sei daher fast zwingend auf die Impfungen zurückzuführen. Ihr plötzliches Auftreten habe ihn gezwungen, sofort zu handeln, um die Funktion der Hand wiederherstellen zu lassen. Hinsichtlich der Kostenübernahme macht er geltend, es sei Wahlfreiheit hinsichtlich der besten Behandlung zu gewährleisten. Bei einer Dupuytren-Kontraktur nur operative Eingriffe zuzulassen widerspreche dem Stand der medizinischen Forschung, dem volkswirtschaftlichen Interesse und dem gesunden Menschenverstand. Die verfassungsrechtlich gewährleistete Unversehrtheit des Körpers erfordere eine minimal-invasive Therapie. Diese generiere zudem weniger Nebenkosten (Arbeitsausfall, Folgeerkrankungen etc.). Die Vorinstanz habe seine Argumente wirtschaftlicher und medizinischer Natur nicht genügend berücksichtigt. Es sei ihm auch nicht vollständige Akteneinsicht gewährt worden. Schliesslich verlangt der Beschwerdeführer die allgemeine Zulassung der gewählten Behandlung in der Schweiz. Zur Begründung führt er aus, am Universitätsspital sei ihm diese empfohlen worden: Die Rezidivität sei gleich wie bei der Operation, aber der Gewebeverlust geringer. Die Risiken der gewählten Therapie seien überschaubar, während bei einer Operation eine länger dauernde Arbeitsunfähigkeit und ein höheres Infektionsrisiko drohe. Ohne entsprechende Zulassung werde die Ärzteschaft ihrer Kompetenz beraubt, den Patienten bestmöglich zu beraten. Die geltende Rechtslage sei entsprechend anzupassen.