Citation: 2C_14/2024 E. 6.3

6.3. Der Beschwerdeführer und seine Familie bezogen nach den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (vgl. E. 2.2 hiervor) zwischen November 2010 und Anfang April 2022 knapp Fr. 450'000.-- an Sozialhilfegeldern; rund Fr. 75'000.-- davon entfielen auf die Zeitspanne zwischen September 2019 und Anfang April 2022. Arbeitstätig war der Beschwerdeführer seit der Aufgabe seines Schneidergeschäfts Ende 2010 während fünf Monaten im Jahr 2011 (100 %), während fünf Monaten im Jahr 2016 (80 %), während einiger Tage im Juli 2021 und während etwa zweier Wochen im Juni 2022. Die Sozialkommission der Stadt Baden hielt in ihrem Beschluss vom 26. Februar 2020 betreffend "Sozialberentung" des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau fest, dass es aus Sicht des Regionalen Sozialdiensts sehr unrealistisch sei, dass er oder seine Frau noch eine Anstellung finden werden; aufgrund ihres Alters und des Umstands, dass sie gesundheitlich leicht angeschlagen seien, sowie der Dauer ihres Sozialhilfebezugs und ihrer tiefen Motivation seien sie auf dem ersten Arbeitsmarkt kaum vermittelbar und weitere Arbeitsversuche sinnlos (Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine künftige Ablösung des Beschwerdeführers von der Sozialhilfe ist folglich nicht zu erwarten. Damit liegt sowohl der Widerrufsgrund der dauerhaften und erheblichen Sozialhilfeabhängigkeit (Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG) wie auch der Rückstufungsgrund der mangelnden Teilnahme am Wirtschaftsleben (Art. 58a Abs. 1 lit. d i.V.m. Art. 63 Abs. 2 AIG) vor (vgl. Urteil 2C_96/2021 vom 19. Oktober 2021 E. 5.3). Dies wäre selbst dann nicht anders, wenn die Zeit vor dem 1. Januar 2019 unberücksichtigt bliebe (vgl. E. 4.2 hiervor), zumal der Beschwerdeführer und seine Familie seither rund Fr. 75'000.-- an Sozialhilfegeldern erhalten haben, was nach der Rechtsprechung erheblich ist (vgl. Urteile 2C_490/2023 vom 31. Mai 2024 E. 6.1; 2C_181/2022 vom 15. August 2022 E. 6.2 mit Hinweisen). Dass die Vorinstanz bei der Beurteilung der Erheblichkeit des Sozialhilfebezugs (auch) auf den Schwellenwert von Fr. 80'000.-- gemäss § 6 Abs. 4 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum Ausländer- und Integrationsrecht vom 14. November 2007 (VAIR/AG) abgestellt hat, ist vor diesem Hintergrund - entgegen der Einschätzung des Beschwerdeführers - nicht von Belang.