Citation: 4C.281/2000 24.11.2000 E. B

B.- Mit Klage vom 21. April 1997 beantragte Hermann Gisler dem Bezirksgericht See, Peter Karpf zu verpflichten, ihm den sich aus der Liquidation der einfachen Gesellschaft "Contrag, Karpf Peter" ergebenden Liquidationsanteil des Remo Karpf resp. des Klägers auszuzahlen. Das Bezirksgericht wies die Klage am 2. Juli 1998 ab. Auf Berufung des Klägers hob das Kantonsgericht St. Gallen das Urteil des Bezirksgerichts am 14. August 2000 auf und verpflichtete den Beklagten, dem Kläger Fr. 5000.-- sowie Fr. 20'000.-- zu bezahlen, je zuzüglich 6 % Zins und 1/4 % Kommissionskosten pro Quartal seit dem 15. Mai 1994 bzw. seit dem 1. November 1994. Es erwog, der Kläger habe vom Sohn des Beklagten dessen Gesellschaftsanteil zur Sicherung des diesem gewährten Darlehens gültig erworben, und er sei nach dem Willen aller Beteiligten, namentlich des ausscheidenden und des verbleibenden Gesellschafters, in die Stellung des (stillen) Gesellschafters der "Contrag" eingetreten. Der Kläger sei mithin nach Art. 546 Abs. 1 OR zur Kündigung des Gesellschaftsvertrages berechtigt gewesen, da die Rückzahlung des Darlehens im Zeitpunkt der Kündigungserklärung fällig gewesen sei. Die Vorinstanz führte weiter aus, der stille Gesellschafter könne nach Eintritt des Auflösungsgrundes seine schuldrechtliche Forderung auf Auszahlung seines Anteils an der Unternehmung geltend machen, ohne dass diese liquidiert werden müsse. Das Gericht habe vorfrageweise über den Wert des Anteils zu entscheiden. In Würdigung der Beweise setzte die Vorinstanz diesen auf mindestens Fr. 25'000.-- fest.