Citation: I 707/06 09.07.2007 E. 3.3

3.3.1 Mit Blick auf die erwerblichen Verhältnisse geht sodann aus den Akten keine revisionsrechtlich erhebliche Änderung hinsichtlich des Valideneinkommens hervor. Es ist überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer auch im Jahre 2005 (Revisionsverfügung, Einspracheentscheid) im Gesundheitsfall seine selbstständig ausgeübte Maurer- und Gipsertätigkeit weitergeführt hätte. Dies bedeutet, dass der zuletzt erzielte Verdienst im Revisionsverfahren als Bezugsgrösse bestehen bleibt. Wie aus den Erwägungen im Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 506/00 vom 13. Juni 2001 hervorgeht, kann das Valideneinkommen anhand der Geschäftsabschlüsse nicht schlüssig ermittelt werden, was zur Anwendung des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens führte. Das von der Vorinstanz nun ermittelte Valideneinkommen beruht daher insofern auf einer rechtsfehlerhaften Tatsachenfeststellung, als es sich dementgegen wiederum auf die Geschäftserfolge der Jahre 1992 bis 1995 stützte. Trotz enger Kognition (E. 1.2) ist daher die vorinstanzliche Einkommensermittlung ohne Gesundheitsschaden nicht bindend. Ebenso wenig entspricht das Abstellen auf die Werte der LSE einer möglichst einzelfallbezogenen Bewertung des selbstständigerwerbenden Versicherten. Denn die ausserordentliche Bemessungsmethode des erwerblich gewichteten Betätigungsvergleichs unterscheidet sich von der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs Unselbstständigerwerbender (vgl. BGE 126 V 75 E. 3b/bb S. 77) gerade dadurch, dass bei der Einkommensermittlung nicht auf die LSE abgestellt wird, sondern deren Festsetzung unter Berücksichtigung der einzelfallbezogenen Kriterien (Betriebsgrösse, Branche, Erfahrung des Betriebsinhabers, etc.) zu erfolgen hat (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 202/03 vom 7. April 2004, E. 5.5; vgl. auch BGE 128 V 29). 3.3.2 Wie der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 7. Juni 2007 zu Recht ausführte, arbeitete er als Maurer und Gipser und nicht als Maler und Gipser, wie fälschlicherweise in der schriftlichen Auskunft des SMGV vom 21. Mai 2007 festgehalten wurde, was aber nichts an der Bemessung des wirtschaftlichen Werts seiner Tätigkeit ändert. Es rechtfertigt sich daher bei einem 52-jährigen, selbstständig erwerbenden Maurer und Gipser mit langjähriger Berufserfahrung und einem angestellten Saisonnierarbeiter (Abklärungsberichte für Selbstständigerwerbende vom 27. Januar 1998 und 24. März 2002) von einem monatlichen, branchenüblichen Erwerbseinkommen von Fr. 6'000.- bis 7'000.- im massgeblichen Jahr 2005 auszugehen, was bei einem Durchschnittswert von Fr. 6'500.- ein Jahreseinkommen von Fr. 84'500.- ergibt. Auch wenn der SMGV wohl keine statistischen Werte zur Maurertätigkeit liefern kann, wären, wie der Beschwerdeführer geltend macht, die vom Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) erhobenen Lohnstatistiken im hier vorliegenden Fall gerade nicht aussagekräftiger. Zum einen beschränken sich seine Erhebungen nur auf das Bauhauptgewerbe, womit die baunebengewerblichen Leistungen, wie beispielsweise die hier ausgeführte Gipsertätigkeit, nicht erfasst werden (vgl. www.baumeister.ch.). Zum andern ergingen die Angaben des SMGV in Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse des Versicherten. Dass er als Gesunder hypothetisch den branchenüblichen Eckwert von Fr. 84'500.- verdienen könnte, ergibt sich im Übrigen auch mit Blick auf das, lediglich im Sinne einer Plausibilitätskontrolle herangezogene, von der Vorinstanz gestützt auf die Geschäftserfolge der Jahre 1992 bis 1995 errechnete Valideneinkommen (für das Jahr 2004) von Fr. 81'264.90. 3.3.3 Der vom kantonalen Gericht hinsichtlich des Invalideneinkommens unter Beizug der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE-Tabellen) ermittelte Wert für das Jahr 2004 von Fr. 57'258.- ist nicht offensichtlich unrichtig und einzig mit Blick auf die massgebende Vergleichsbasis, der Nominallohnentwicklung für das Jahr 2005 von + 0,9 % (Nominallohnindex, Männer, 1993 - 2005, Tabelle T1.1.93, Total) anzupassen, was Fr. 57'773.- ergibt. Die Festlegung der Höhe des Leidensabzugs beschlägt sodann eine typische Ermessensfrage und ist letztinstanzlicher Korrektur damit nur dort zugänglich, wo das kantonale Gericht das Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat (E. 2.1). In der Festlegung des Abzugs von 20 % anstelle des in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragten maximal zulässigen Abzuges von 25 % ist keine solche Fehlerhaftigkeit zu erblicken, weshalb der angefochtene Entscheid in diesem Punkt bundesrechtskonform ist. Die Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (Valideneinkommen: Fr. 84'500.- Invalideneinkommen: Fr. 46'218.-) führt zu einem Invaliditätsgrad von 45 %, womit der vorinstanzliche Entscheid im Ergebnis zu bestätigen ist.