Citation: 2C_203/2022 E. 5.3

5.3. Die Würdigung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer musste erkennen, dass die von ihm präferierte Bemessung der Kanalisationsgebühr mit Art. 32 Abs. 1 lit. b AER/Ipsach nicht zu vereinbaren war. Tatsächlich hatte der Beschwerdeführer nach seiner eigenen Darstellung denn auch gerade deshalb bei der Gemeinde um eine Auskunft ersucht, "weil die beiden anderen Fälle ausserhalb der Bauzone [Grundstücke Nr. zzz und Nr. yyy], nicht wie im Reglement festgehalten, geregelt" worden seien (vgl. Beschwerde S. 4). Unter diesen Umständen konnte er sich nicht guten Glaubens darauf verlassen, dass die Auskunft der stellvertretenden Leiterin der Bauabteilung trotz der offenkundigen und vom Beschwerdeführer erkannten Diskrepanz zu Art. 32 Abs. 1 lit. b AER/Ipsach richtig sei. Daran ändert nichts, dass die Gemeinde durch ihr erratisches Verhalten in früheren Fällen beim Beschwerdeführer Ungewissheit darüber hervorgerufen hatte, ob bzw. in welche Richtung sie auch in seinem Fall von Art. 32 Abs. 1 lit. b AER/Ipsach abweichen würde. Denn der Grundsatz von Treu und Glauben nach Art. 9 BV schützt den Rechtssuchenden im (gutgläubigen) Vertrauen in die materielle Richtigkeit der behördlichen Auskunft und nicht etwa sein Vertrauen darauf, dass die Behörde auch in seinem Fall einer Auffassung zum Durchbruch verhelfen werde, die er selbst als reglementswidrig erkennt.