Citation: 8C_744/2009 08.01.2010 E. 8

8.1 Das Bundesgericht hat in BGE 134 V 109 erkannt, dass der Unfallversicherer den Fall gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung in dem Zeitpunkt abzuschliessen hat, in welchem von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind (BGE 134 V 109 E. 3 und 4 S. 112 ff.). Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (Urteil 8C_265/2009 vom 5. Oktober 2009 E. 5.1). 8.2 Gestützt auf die medizinischen Akten, insbesondere das Gutachten des Dr. med. F.________ (E. 4.1 hievor), konnte im Zeitpunkt des Fallabschlusses ab 1. Mai 2007 bzw. des Einspracheentscheides am 11. Oktober 2007 von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung der somatischen Leiden (vgl. auch E. 9 hienach) keine namhafte, ins Gewicht fallende Steigerung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten erwartet werden. 8.3 Im IV-Verfahren hat das Bundesgericht entschieden, die IV-Stelle habe über den Anspruch auf berufliche Massnahmen und Invalidenrente neu zu verfügen (Urteil 8C_508/2007 vom 16. Mai 2008). Diesbezüglich hat die IV-Stelle gemäss Angaben des Versicherten noch keine Verfügung erlassen. Der in Art. 19 Abs. 1 UVG vorbehaltene Abschluss allfälliger Eingliederungsmassnahmen der IV, soweit es um berufliche Massnahmen geht, kann sich nur auf Vorkehren beziehen, welche geeignet sind, den der Invalidenrente der Unfallversicherung zu Grunde zu legenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen (Urteil 8C_265/2009 E. 5.3). Dies ist hier indessen nicht der Fall, nachdem dem Versicherten aus somatischer Sicht eine leidensangepasste Tätigkeit in einem rentenausschliessenden Ausmass zuzumuten ist (vgl. E. 12 hienach). 8.4 Somit ist der Fallabschluss ab 1. Mai 2007 nicht zu beanstanden (BGE 134 V 109 E. 4 S. 113 f. und E. 6.1 S. 116; Urteil 8C_217/2008 vom 20. März 2009 E. 8). Mangels Rentenanspruchs des Versicherten (vgl. E. 9-12 hienach) ist auch keine Heilbehandlung nach Art. 21 Abs. 1 UVG zu erbringen, wie die Vorinstanz richtig erkannt hat. Sollte später eine Verschlechterung des unfallbedingten Gesundheitszustandes und allenfalls eine Schulteroperation notwendig werden, wird eine Leistungspflicht unter dem Titel des Rückfalls oder der Spätfolge (Art. 11 UVV) zu prüfen sein.