Citation: 9C_143/2010 19.03.2010 E. 4

Die vorinstanzliche Beweiswürdigung, einschliesslich der antizipierten Schlussfolgerung, wonach keine zusätzlichen medizinischen Abklärungen erforderlich seien, beschlägt Fragen tatsächlicher Natur und ist daher für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (E. 1 hievor). Das kantonale Gericht würdigte die medizinischen Akten pflichtgemäss und legte mit nachvollziehbarer Begründung dar, weshalb es weder den Einschätzungen des Hausarztes Dr. med. W.________ noch der Beurteilung des Dr. med. B.________ folgte, sondern auf die Beurteilung des RAD vom 13. August 2008 abstellte, obwohl diese unbestrittenermassen ausschliesslich auf einer Aktenbeurteilung beruhte ("Aktenkonsil Dr. I.________"; unterzeichnet durch RAD-Ärztin Dr. med. E.________, Fachärztin Allgemeinmedizin). Diese Beweiswürdigung, welche die Vorinstanz zum Schluss führte, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei im massgeblichen Zeitraum nicht in anspruchsbegründendem Ausmass eingeschränkt gewesen, hält im Rahmen der gesetzlichen Kognitionsordnung stand (E. 1). Willkürlich ist eine Beweiswürdigung nur, wenn der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Fehler beruht, nicht aber wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre (BGE 127 I 54 E. 2.b S. 56; vgl. auch BGE 135 V 2 E. 1.3 S. 4 f). Von einer willkürlichen Beweiswürdigung kann hier auch deshalb nicht gesprochen werden, weil das Absehen von eigenen Untersuchungen nicht an sich ein Grund ist, um einen RAD-Bericht in Frage zu stellen und eine Aktenbeurteilung insbesondere dann genügt, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, bei der die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1, publiziert in: SVR 2009 IV Nr. 56 S. 174). So verhält es sich hier, zumal sich der Streit auf die Frage beschränkt, ob und allenfalls inwiefern die unbestrittenen körperlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers aufgrund einer im Kindesalter durchgemachten Poliomyelitis ("Kinderlähmung") die Arbeitsfähigkeit vermindern. Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Ergänzungsleistungen mit zutreffender Begründung, auf die verwiesen werden kann, zu Recht verneint.