Citation: 8C_188/2015 E. 4.1

4.1. Gemäss Gutachten des Spitals D.________ vom 28. Dezember 2012 und der Dr. med. E.________ vom 1. Februar 2013 leidet die Versicherte an einem CRPS II der linken oberen Extremität mit lokaler Nervenverletzung am proximalen Vorderarm und an handchirurgisch-neurologisch nicht erklärbaren generalisierten Körperschmerzen. Aus psychiatrischer Sicht wird keine Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Ohne Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit werden eine Agoraphobie ohne Panikstörung, ein Verdacht auf eine sonstige depressive Episode und als Differentialdiagnosen eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren sowie sonstige Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen festgehalten. In einer leichten manuellen Tätigkeit mit Wechselbelastung sowie selbst einteilbaren Pausen wird aus handchirurgisch-neurologischer Sicht eine maximal 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Aus psychiatrischer Sicht wird keine andauernde Arbeitsunfähigkeit festgestellt. Gestützt auf dieses polydisziplinäre Gutachten geht die Vorinstanz von einer zumutbaren 50%igen Arbeitsfähigkeit aus. Zur Ermittlung des Valideneinkommens stellt sie im Vergleich zu den Grundlagen der ersten Rentenverfügung vom 12. Dezember 2003 unverändert auf den Lohn in der vor dem Unfall ausgeübten Tätigkeit im Reinigungsdienst von teuerungsangepasst Fr. 55'427.- für das Jahr 2011 ab. Das Invalideneinkommen setzt sie, ausgehend von einem zumutbaren 50%-Pensum in einer körperlich leichten Verweistätigkeit, gestützt auf die Zahlen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 2010, Tabelle TA1, Total, Frauen im Anforderungsniveau 4, angepasst an die Teuerung im Jahr 2011 auf Fr. 26'692.- fest, was im Vergleich mit dem Valideneinkommen zu einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 52 % führt. Da die Differenz gegenüber der ursprünglichen Rentenverfügung (Invaliditätsgrad von 50 %) weniger als 5 % beträgt, erachtet das kantonale Gericht die Änderung als nicht erheblich. Folglich seien die Voraussetzungen für eine revisionsweise Neufestsetzung der Rente nicht erfüllt, weshalb die Versicherte über den 31. Mai 2011 hinaus weiterhin Anspruch auf die bis zu jenem Zeitpunkt ausgerichtete Rente der Unfallversicherung habe. Dazu bestehe Anspruch auf einen Verzugszins von 5 % seit 1. August 2011 ab jeweiliger Fälligkeit der einzelnen Rentenbetreffnisse. Die Weiterausrichtung von Pflegeleistungen über den 31. Mai 2011 hinaus müsse hingegen abgelehnt werden.