Citation: I 90/01 13.06.2001 E. 5

5.- Zu prüfen ist schliesslich der Zeitpunkt des Rentenbeginns, wobei dieser unbestrittenermassen nach lit. b von Art. 29 Abs. 1 IVG (langdauernde Krankheit) festzusetzen ist. a) Während Verwaltung und Vorinstanz dem Beschwerdeführer eine halbe Rente ab Dezember 1999 gewährt haben, beantragt dieser die Rentenzusprechung ab Oktober 1999. Er macht geltend, der Hausarzt Prof. Dr. med. O.________ habe ihm am 30. Oktober 1998 ab 28. Oktober 1998 für ca. zwei Wochen eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert. Weiter habe Dr. med. F.________ im Bericht vom 17. März 1999 festgehalten, dass eine ärztliche Untersuchung vom 28. November 1998 eine blockierte HWS bei Steifhaltung der LWS ergeben habe. Schliesslich habe er sich am 9. November 1998 wegen der gesundheitlichen Einschränkung infolge des Morbus Bechterew bei der Invalidenversicherung angemeldet. Die dauernde, ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % habe daher bereits im Oktober 1998 eingesetzt. Die Vorinstanz legt dar, beim Beschwerdeführer sei eine ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % erst ab 3. Dezember 1998 ausgewiesen. Das Zeugnis von Dr. med. O.________ vom 30. Oktober 1998 belege nur, dass er infolge eines Unfalls bis Mitte November 1998 arbeitsunfähig gewesen sei. Indessen sei die wegen des Unfalls eingetretene Arbeitsunfähigkeit für die nachfolgende Erwerbsunfähigkeit nicht kausal und somit für den Beginn des Wartejahres irrelevant gewesen. b) Es steht unbestrittenermassen fest, dass der Beschwerdeführer wegen eines Unfalls ab 28. Oktober 1998 bis Mitte November 1998 100 % arbeitsunfähig war (Bericht des Dr. med. O.________ vom 30. Oktober 1998). Weiter war er ab 3. Dezember 1998 wegen des Morbus Bechterew grundsätzlich zu 50 % bzw. vorübergehend sogar zu 100 % arbeitsunfähig (Bericht des Dr. med. F.________ vom 17. März 1999). Er war daher ab 28. Oktober 1999 ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 50 % arbeitsunfähig. Das Argument der Vorinstanz, die unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit sei vorliegend irrelevant, ist unbehelflich, da die Invalidenversicherung als final konzipierte Versicherung auch im Rahmen von Art. 29 IVG nicht zwischen krankheits- oder unfallbedingter Invalidität unterscheidet (AHI 1999 S. 81 Erw. 2a), und der Beschwerdeführer sich bei ihr sowohl wegen des Unfalls als auch wegen des Morbus Bechterew angemeldet hat. Da im Weiteren unbestritten ist, dass die Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 50 % während eines Jahres (ab Oktober 1998) bestanden hat, sind die Voraussetzungen für den Beginn der halben Rente ab 1. Oktober 1999 (Art. 29 Abs. 2 Satz 1 IVG) erfüllt.