Citation: 9C_62/2024 E. 6.1.2

6.1.2. Soweit sich die Beschwerdeführerin darauf beruft, die Vorinstanz habe in lit. A.h. des angefochtenen Urteils nicht festgehalten, dass die Beschwerdegegnerin nie über längere Zeit symptomfrei gewesen sei, so ist nicht erkennbar, was sie daraus ableiten will. Dem Urteil ist klar zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin seit Jahren durchgehend mehr oder weniger stark an psychiatrischen Symptomen leidet; die Beschwerdeführerin macht denn auch nicht geltend, das kantonale Gericht habe dies generell übersehen. Ein chronifiziertes psychisches Leiden, auch wenn es wie vorliegend mehrfach stationär behandelt wurde, steht der Annahme längerer Phasen uneingeschränkter Arbeitsfähigkeit jedoch nicht per se entgegen (Urteil 9C_450/2020 vom 26. November 2020 E. 4.3). Ebenfalls nichts zu ihren Gunsten kann die Beschwerdeführerin aus der vorinstanzlichen Feststellung ableiten, gemäss dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) sei das Erreichen einer Arbeitsfähigkeit von 100 % möglich gewesen. Dass der RAD diese Angabe nicht getätigt haben sollte, legt die Beschwerdeführerin nicht dar.