Citation: 6B_1206/2018 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, Z.Y.________, Y.Y.________ und der Beschwerdeführer hätten zumindest konkludent beschlossen, zum Restaurant U.________ zu gehen, wohin sich die Gruppe um B.________ habe begeben wollen, um sich dort mit den vormaligen Widersachern eine Schlägerei zu liefern, weil sie die tätliche Auseinandersetzung, im Verlauf derer Y.Y.________ einen Faustschlag ins Gesicht bekommen habe, nicht hätten auf sich beruhen lassen, sondern sich dafür hätten rächen wollen. Dazu seien sie zum Auto von Y.Y.________ gegangen, worauf dieser den Baseballschläger genommen und der Beschwerdeführer die Eisenstange behändigt habe, die er nachher mit dem Teleskopschlagstock von Z.Y.________ getauscht habe. Es sei festzuhalten, dass Z.Y.________, Y.Y.________ und der Beschwerdeführer, selbst wenn nicht im einzelnen abgesprochen, im Hinblick auf die bevorstehende Schlägerei als Gruppe aufgetreten und beim Restaurant U.________ arbeitsteilig vorgegangen seien, indem der Beschwerdeführer auf Aufforderung von Y.Y.________ hineingegangen sei, um die Widersacher herauszuholen, während die anderen vor der Tür geblieben seien, bereit für die bevorstehende Auseinandersetzung (Urteil S. 44 ff. E. 7.3.3 b). Die Vorinstanz hält weiter fest, indem Z.Y.________, Y.Y.________ sowie der Beschwerdeführer dergestalt bewaffnet und wütend zum Zweck einer geplanten Schlägerei mit den vormaligen Provokateuren zum Restaurant gegangen seien, diese zum Schlagabtausch hätten herausholen wollen und dafür arbeitsteilig vorgegangen seien - einer habe die Widersacher heraus geholt und die anderen seien zum Schlagen bereit gestanden - hätten alle drei gleichermassen realisiert, dass auf die Widersacher mit den mitgebrachten Stöcken eingeschlagen werden würde, und seien damit einverstanden gewesen (Urteil S. 49 E. 7.3.4). Z.Y.________, Y.Y.________ und der Beschwerdeführer hätten sowohl beim Entschluss, wie auch bei der Bewaffnung und dem gemeinsamen Rachegang zum Restaurant jeder in gleich massgebender Weise mitgewirkt. Sie alle hätten beschlossen, sich mit den vormaligen Provokateuren eine Schlägerei zu liefern und jeder Einzelne habe aufgrund eines eigenen Entschlusses einen Schlagstock (in Form eines Baseballschlägers, eines Teleskopschlagstocks und einer Eisenstange) mitgenommen. Selbst als W.________, der bei der Behändigung der Schlaggeräte noch dabei gewesen sei und eine Karbonstange entgegen genommen habe, die Karbonstange weggeworfen habe und alsdann abseits des Geschehens geblieben sei, weil er sich nicht an der Schlägerei habe beteiligen wollen, seien Z.Y.________, Y.Y.________ und der Beschwerdeführer beim Entschluss geblieben, die anderen zu einer Schlägerei aus dem Restaurant zu holen. Dabei sei ihnen angesichts der Fünfergruppe, die sie zuvor angetroffen gehabt hätten, durchaus bewusst gewesen, dass es sich um mehrere ältere und stärkere Widersacher gehandelt habe, weshalb sie ja auch die Schlaggegenstände mitgenommen und Unterstützung herbeigerufen hätten. Es wäre somit Z.Y.________, Y.Y.________ und dem Beschwerdeführer wie W.________ frei gestanden, von dem Vorhaben abzurücken und sich nicht an der Schlägerei zu beteiligen. Sie hätten es dennoch getan, weil sie wütend und auf Rache aus gewesen seien. Dabei seien sie arbeitsteilig und als Gruppe vorgegangen. Alle drei hätten den Vorsatz gehabt, auf diejenigen Leute einzuschlagen, die sich in der Gruppe von B.________ befanden. Es sei nicht von zwei isolierten Vorfällen, sondern von einer Handlungseinheit auszugehen, die sich auf mehrere potenzielle Widersacher, bestehend aus den Begleitern von B.________, erstreckt habe. Indem der Beschwerdegegner diesem nach draussen gefolgt sei und sich B.________ damit angeschlossen habe, was sich auch darin zeige, dass er ihm habe helfen wollen, sei er automatisch zum Ziel von Z.Y.________, Y.Y.________ und dem Beschwerdeführer geworden, wie sich aus ihren Aussagen und ihrem zuvor gefassten Entschluss ergebe. Entsprechend hätten sie ihn auch sofort angegriffen. Die Entscheidung von Z.Y.________, Y.Y.________ und dem Beschwerdeführer, auf die Begleiter von B.________, und damit auch auf den Beschwerdegegner, einzuschlagen, habe sich entgegen der ersten Instanz nicht spontan und erst aufgrund des Eingreifens des unbewaffneten Beschwerdegegners ergeben. Dieser habe sich lediglich B.________ zugewendet und sei sogleich angegriffen worden, noch bevor er selbst irgendetwas habe machen können. Z.Y.________, Y.Y.________ und der Beschwerdeführer hätten alle drei um ihre wütende und zu allem entschlossene Haltung gewusst und hätten es den Widersachern zeigen wollen, dass man so - wie vorher geschehen - nicht mit ihnen umgehen könne. Aufgrund der Situation, dass Y.Y.________ draussen B.________ zum Zuschlagen bereit erwartet habe und Z.Y.________ sowie der Beschwerdeführer noch vor B.________ und dem Beschwerdegegner das Restaurant wieder verlassen hätten und ebenfalls zum Schlagen bereit gewesen seien, habe allen Dreien klar sein müssen, dass mit den wütenden Schlägen mittels Schlagstöcken (auch) gegen den Beschwerdegegner schwere sowie lebensgefährliche Verletzungen nicht nur möglich, sondern sehr wahrscheinlich gewesen seien, insbesondere auch da sie in Überzahl auf ihn eingeschlagen hätten. Dabei sei unerheblich, dass Y.Y.________ und dem Beschwerdeführer nicht im Einzelnen nachgewiesen werden könne, dass sie selbst (auch) gegen den Kopf des Beschwerdegegners geschlagen hätten. Weil sie ja unmittelbar vor Ort und beteiligt gewesen seien, hätten sie durchaus realisiert, dass bereits bei B.________ ohne Hemmungen gegen den Oberkörper und den Kopf geschlagen worden sei, und hätten aufgrund des Ziels der Schlägerei, der Wut der Kollegen und der eigenen Stimmung ohne Weiteres damit rechnen müssen, dass - selbst wenn nicht von jedem Einzelnen, doch von ihrer Gruppe - auch auf den Beschwerdegegner gleichermassen ohne Hemmungen eingeschlagen werde, auch auf den Kopf. So habe der Beschwerdeführer den Beschwerdegegner, gleich wie B.________, zu Fall bringen wollen (denn er sei erstaunt gewesen, dass dieser "immer noch" gestanden sei), was ihm jedoch nicht gelungen sei. Z.Y.________, Y.Y.________ und der Beschwerdeführer hätten somit die Tatbeiträge ihrer Mitbeschuldigten ohne Zweifel billigend in Kauf genommen und hätten als Mittäter die Verantwortung für die Verletzungen des Beschwerdegegners ebenfalls gemeinsam getragen (Urteil S. 49 ff. E. 7.3.5). Die Vorinstanz hält fest, Z.Y.________, Y.Y.________ und der Beschwerdeführer hätten sich durch die Erfüllung der objektiven und subjektiven Tatbestandselemente der vollendeten schweren Körperverletzung zum Nachteil des Beschwerdegegners schuldig gemacht. Ergänzend sei anzumerken, dass ihnen die mittäterschaftliche Verursachung der Verletzungen des Beschwerdegegners habe nachgewiesen werden können, womit der Tatbestand des Angriffs durch die vollendete schwere Körperverletzung konsumiert werde (Urteil S. 51 E. 7.3.6).