Citation: 6B_612/2020 E. 3.4.2

3.4.2. Dass sie den vom Beschwerdeführer anlässlich der Berufungsverhandlung eingereichten Polizeibericht vom 24. August 2015 (Akten Obergericht act. 120/2) nicht erwähnt, ist nicht zu beanstanden. Gemäss diesem Bericht hat die Beschwerdegegnerin 2 am 21. Juli 2015 gegenüber einer Polizistin zwar verneint, sexuellen Kontakt mit dem Beschwerdeführer zu haben. Diesem Umstand kommt vorliegend indessen kein Gewicht zu. Es ist durchaus nachvollziehbar, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 im Juli 2015, mithin zu einem Zeitpunkt, als sie noch eine intensive Beziehung zum Beschwerdeführer pflegte, nicht veranlasst sah, den Beschwerdeführer bei der Polizei zu verraten und den sexuellen Kontakt zu diesem offenzulegen. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, ist das vorliegende Verfahren denn auch allein aufgrund der Anzeige wegen Raubes in Gang gesetzt worden und war es nie primäre Intention der Beschwerdegegnerin 2 gewesen, den Beschwerdeführer der sexuellen Handlungen mit Kindern zu bezichtigen (vgl. dazu angefochtenes Urteil Ziff. 4.3.4 S. 13). Ihre damaligen Äusserungen gegenüber der Polizistin, vermögen die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen nicht in Frage zu stellen.