Citation: 8C_844/2016 E. 6.3

6.3. Entgegen dem kantonalen Gericht kommt es selbstredend nicht darauf an, in welchem Ausmass eine versicherte Person trotz ihres Gesundheitsschadens tatsächlich arbeitet, sondern allein darauf, inwieweit ihr dies zumutbar ist (Art. 16 ATSG; BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301). Daraus kann die IV-Stelle indessen nichts zu ihren Gunsten ableiten. Entscheidend bleibt, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdegegnerin seit der Rentenzusprache bzw. seit der hier massgeblichen Mitteilung vom 12. Dezember 2003 laut kantonalem Gericht nicht verändert hat. Diese nach Würdigung der Aktenlage ergangene Feststellung tatsächlicher Art wird nicht schon dadurch offensichtlich unrichtig, dass die Vorinstanz in diesem Zusammenhang von einer falschen Grundannahme - nämlich einer 20%igen Restarbeitsfähigkeit - im Zeitpunkt der letztmaligen Überprüfung des Rentenanspruchs ausging. Offensichtliche Unrichtigkeit der betreffenden Feststellung ergibt sich auch nicht daraus, dass die Beschwerdegegnerin seither und dem damals vorliegenden Gutachten der Klinik C.________ vom 4. Juli 2002 eine Erwerbstätigkeit aufgenommen hat. Eine erhebliche Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes ist allein dadurch nicht überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen. Insbesondere fehlt es am Nachweis, dass der Beschwerdegegnerin die Ausübung erwerblicher Aktivitäten über das tatsächlich geleistete Mass von 2-4 Stunden pro Woche hinaus zumutbar wäre. Abgesehen davon, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens auch nicht auf weitere gutachterliche Abklärungen hinwirkte, ergibt sich Gegenteiliges insbesondere nicht aus dem bidisziplinären (orthopädisch-psychiatrischen) MGSG-Gutachten vom 14. September 2009. Denn zum einen liegt es zu lange zurück und kann deshalb nicht als Grundlage für die Beurteilung des Gesundheitszustandes bei Verfügungserlass am 28. November 2014 dienen (vgl. auch Urteil 8C_551/2015 vom 17. März 2016 E. 6). Zum anderen wurde darin aus bidisziplinärer Sicht festgestellt, spätestens ab Oktober 1996 betrage die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdegegnerin gesamthaft bei voller Stundenpräsenz 35 % in der angestammten und 80 % in einer adaptierten Tätigkeit. Hierbei handelt es sich mit Blick auf das Gutachten der Klinik C.________ vom 4. Juli 2002 um eine bloss unterschiedliche Beurteilung des gleichen Sachverhalts, die im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11).