Citation: U 70/02 30.12.2002 E. A

Die 1974 geborene L.________ arbeitete seit 1990 als Verkäuferin bei der Firma X.________ und war damit bei den ELVIA Versicherungen obligatorisch gegen Unfälle versichert. Am 29. Juni 1992 wurde sie als Beifahrerin im Personenwagen einer Kollegin in einen Verkehrsunfall verwickelt. Als deren Fahrzeug von einem Verkehrspolizisten an einer Kreuzung angehalten wurde, prallte ein von hinten herannahendes Auto auf das Heck des stillstehenden Personenwagens auf. Der von L.________ am folgenden Tag konsultierte Allgemeinpraktiker Dr. med. G.________ diagnostizierte ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS) und bescheinigte volle Arbeitsunfähigkeit vom 30. Juni bis 2. Juli 1992 und eine solche von 50 % ab 3. Juli bis 12. Oktober 1992. In der Folge nahm die Versicherte ihre Tätigkeit wieder vollumfänglich auf und absolvierte eine Zusatzausbildung (3. Lehrjahr) als Detailhandelsangestellte, die sie im August 1993 abschloss. Am 17. Januar 1994 suchte sie wegen der trotz Physiotherapie persistierenden zervikozephalen Beschwerden den Neurologen Dr. med. H.________ auf, der im Bericht vom 28. März 1994 volle Arbeitsfähigkeit attestierte. Am 30. Oktober 1995 schlug Dr. H.________ vor, die Versicherte solle zur Entlastung und Unterstützung der aufbauenden Kräftigungsgymnastik während dreier Monate an einem halben Tag in der Woche mit der Arbeit aussetzen, entsprechend einer Arbeitsunfähigkeit von 10 %. Am 21. Juni 1996 berichtete der gleiche Arzt, es seien zusätzlich Depressionen und Angstreaktionen aufgetreten, weshalb die Versicherte psychotherapeutische Hilfe habe beanspruchen müssen. Ab 1. Mai 1996 betrage die Arbeitsfähigkeit nur noch 80 %. Für die Zeit vom 1. Dezember 1995 bis 30. Juni 1997 richtete die ELVIA L.________ ein Taggeld für eine Arbeitsunfähigkeit von 10 % aus. Am 22. Dezember 1999 erstattete die Rheuma- und Rehabilitationsklinik Zurzach zuhanden der ELVIA und einer Haftpflichtversicherung ein neurologisches/rheumatologisches Gutachten. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs stellte die ELVIA mit Verfügung vom 20. November 2000 ihre Leistungen rückwirkend auf den 30. November 1995 ein, weil zwischen dem Unfall und den über dieses Datum hinaus anhaltenden Beschwerden kein adäquater Kausalzusammenhang bestehe. Von der Rückforderung der ab diesem Zeitpunkt erbrachten Leistungen sah sie ab. Auf Einsprache hin hielt die ELVIA mit Entscheid vom 12. März 2001 an ihrem Standpunkt fest.