Citation: 2D_144/2007 10.03.2008 E. 4

Der vorliegenden Beschwerde wäre übrigens auch dann kein Erfolg beschieden, wenn - soweit die Staats- und Gemeindesteuern betroffen sind - auf sie eingetreten werden könnte: Sie wäre hinsichtlich der kantonalen Steuern als unbegründet abzuweisen, während bezüglich der direkten Bundessteuer (entgegen der falschen Rechtsmittelbelehrung der kantonalen Steuerverwaltung) so oder anders nicht auf die Beschwerde eingetreten werden könnte. Erlassentscheide betreffend die direkte Bundessteuer sind generell nicht beim Bundesgericht anfechtbar, mangels eines Rechtsanspruchs auf Steuererlass auch nicht solche der kantonalen Behörden (vgl. Urteil 2D_138/2007 vom 21. Februar 2008). 4.1 Mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend gemacht werden (vgl. Art. 116 BGG), so dass zur Anfechtung eines Entscheids der Erlassbehörde regelmässig nur eine Anrufung des Willkürverbots in Frage kommt (Art. 9 BV; vgl. BGE 127 I 60 E. 5a S. 70). Willkürlich ist ein Entscheid nur dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Art. 9 BV ist nicht bereits dann verletzt, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre. 4.2 Vorliegend hat die Steuerverwaltung verneint, dass die Begleichung der Steuerforderungen für die Beschwerdeführerin mit einer erheblichen Härte verbunden wäre, wie dies Art. 240 des Berner Steuergesetzes (in Verbindung mit Art. 42 der kantonalen Bezugsverordnung) für einen Anspruch auf Steuererlass voraussetzt. Zu diesem Schluss kam sie, weil die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen "an einer Liegenschaft beteiligt ist". Angesichts der Tatsache, dass sie damit über einen wesentlichen Vermögenswert verfügt, ist es zumindest nicht unhaltbar, hier das Vorliegen eines Härtefalls zu verneinen, auch wenn die Beschwerdeführerin nur über ein sehr bescheidenes Einkommen verfügt. Sie ist diesbezüglich darauf hinzuweisen, dass es ihr freisteht, erneut an die Steuerverwaltung zu gelangen und für die offenen Steuerforderungen um die Gewährung von Zahlungserleichterungen gemäss Art. 239 des Berner Steuergesetzes zu ersuchen. Schliesslich erscheint ihre Sorge unbegründet, strafrechtlich verfolgt zu werden, falls sie sich tatsächlich ausser Stande sieht, ihre Steuerschuld zu bezahlen.