Citation: 4A_150/2014 E. A

Unter der Firma "Autofähre-Betrieb C.________, Nachfolger B.________ und A.________ " besteht eine Kollektivgesellschaft mit Sitz in U.________, welche den Betrieb der Automobil-Fähre U.________-V.________, See W.________, sowie den Handel mit gebrannten Wassern bezweckt. Gesellschafter sind A.________ und B.________ mit Kollektivunterschrift zu zweien. Mit Eingabe vom 12. März 2010 beantragte A.________ dem Kantonsgericht Nidwalden, es sei ihm gemäss Art. 565 f. OR vorübergehend zu bewilligen, für die Kollektivgesellschaft in Einzelzeichnungsberechtigung zu handeln und Bankgeschäfte zu tätigen. Wegen besonderer Dringlichkeit sei dieses Begehren als superprovisorische Massnahme ohne Anhörung von B.________ zu verfügen. Zur Begründung brachte A.________ vor, dass die Autofähre den Betrieb am 20. März 2010 fahrplanmässig wieder aufnehmen solle. Allerdings seien die Versicherungsprämien und sonstigen Kosten, die der Betrieb verursache, noch nicht bezahlt worden. Die Mitgesellschafterin B.________ weigere sich, ein Kreditgesuch mitzuunterzeichnen, so dass die seit Ende 2009 fälligen Zahlungen ausgelöst werden könnten. Die Zahlungen seien dringend, da ohne Versicherungsschutz der Betrieb nicht aufgenommen werden könne. B.________ verweigere aber seit 2009 sämtliche Unterschriften, die für das einwandfreie Funktionieren des Betriebes und die erforderlichen Zahlungen nötig seien. Es sei auch ein Begehren um Anordnung vormundschaftlicher Massnahmen bei der Vormundschaftsbehörde U.________ eingereicht worden. Der Gemeinderat U.________ könne jedoch erst am 22. März 2010 darüber befinden, d.h. erst zwei Tage nach dem offiziellen Start des Fährebetriebs. Mit Verfügung vom 16. März 2010 entzog das Kantonsgericht B.________ superprovisorisch die Geschäftsführung und die Vertretungsbefugnis in der Kollektivgesellschaft. Am 22. März 2010 errichtete der Gemeinderat U.________ als zuständige Vormundschaftsbehörde eine Vormundschaft nach Art. 370 aZGB für B.________. Mit Entscheid vom 18. Oktober 2013 hat die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nidwalden (KESB) ein Gesuch um Aufhebung der von Gesetzes wegen in eine neurechtliche, umfassende Beistandschaft im Sinne von Art. 398 ZGB überführten Massnahme abgewiesen. Mit Verfügung vom 12. November 2013 schrieb das Kantonsgericht das Verfahren zwischen A.________ und B.________ zufolge Gegenstandslosigkeit ab und ordnete die Löschung des Eintrags der superprovisorischen Verfügung vom 16. März 2010 über den vorläufigen Entzug der Geschäftsführung und der Vertretungsbefugnis von B.________ und die erteilte Einzelunterschrift an A.________ im Handelsregister an. Weiter ordnete das Kantonsgericht den folgenden Eintrag im Handelsregister an: "Die Gesellschafter werden neu wie folgt eingetragen: A.________, von U.________, in X.________, mit Kollektivunterschrift zu zweien (bisher: Einzelunterschrift) und B.________, von U.________, in U.________, Gesellschafterin, mit Kollektivunterschrift zu zweien (bisher: ohne Zeichnungsberechtigung). Bemerkungen neu: Die Gesellschafterin, B.________, steht im Zeitpunkt der Eintragung unter umfassender Beistandschaft nach Art. 398 Abs. 3 ZGB und wird durch die Erwachsenenschutzbehörde vertreten."