Citation: 6B_758/2018 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz begründet überzeugend, weshalb sie eine unmittelbare Lebensgefahr für den Beschwerdegegner 2 infolge des Würgens bejaht. Ihr ist zuzustimmen, dass Stauungsblutungen hierzu nicht vorausgesetzt sind (vgl. oben E. 2.1) und, dass die Schilderungen des Opfers bei der Würdigung sehr wohl herangezogen werden können. Es steht für das Bundesgericht verbindlich fest, dass dem Beschwerdegegner 2 schwarz vor Augen wurde und dass er sich infolge der ausgeübten Gewalt einnässte, was die Vorinstanz nachvollziehbar als manifesten Befund einer kritischen Hirndurchblutungsstörung wertet (vgl. STEFAN MAEDER, Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Aufl. 2019 N. 16 ff. zu Art. 129 StGB). Zudem ist erstellt, dass das Würgen jedenfalls mehrere Sekunden dauerte, wobei die Vorinstanz von 20 bis 30 Sekunden ausgeht. Vor diesem Hintergrund sowie angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer gemäss ihren willkürfreien Feststellungen erst auf Eingreifen seiner Ehefrau vom Beschwerdegegner 2 ab liess, erscheint im Gegenteil fraglich, ob nicht sogar ein Tötungsvorsatz angenommen werden könnte. Davon ist praxisgemäss auszugehen, wenn es dem Zufall überlassen bleibt, ob sich die Gefahr verwirklicht oder nicht. So hat das Bundesgericht etwa den Schuldspruch der versuchten eventualvorsätzlichen Tötung bei einem Täter bestätigt, der seine Tochter derart lange und massiv mit einer Hand gewürgt hatte, bis das Opfer nach Luft schnappte und befürchtete, in Ohnmacht zu fallen (vgl. Urteil 6B_848/2015 vom 8. Februar 2016 E. 2.3 mit Hinweisen). Nach dem zum Sachverhalt Gesagten kann nicht ernsthaft in Frage stehen, dass der Beschwerdeführer skrupellos handelte. Sein Verhalten fällt komplett aus dem Rahmen, ist in keiner Weise nachvollziehbar und, zumal gegenüber einem Familienangehörigen, extrem rücksichtslos. Er vermag dieses auch nicht ansatzweise zu erklären oder verständlich zu machen. Einen Gefährdungsvorsatz bestreitet der Beschwerdeführer im Übrigen nicht.