Citation: 6B_131/2021 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer belegt auch in diesem Punkt keine Bundesrechtsverletzung durch die Vorinstanz: Die Erstinstanz stellte fest, die Beschwerdegegnerin 2 habe mit Eingabe vom 19. Juni 2017 eine Schadenersatzforderung von Fr. 1'200.-- geltend gemacht. Der Beschwerdeführer habe die Zivilklage anlässlich der gerichtlichen Einvernahme anerkannt, den ihm obliegenden Beweis für die geltend gemachte Tilgung aber nicht erbracht. Insbesondere vermöchten seine unbelegten Aussagen, wonach sein Grossvater eine entsprechende Rechnung bereits bezahlt habe, die Tilgung nicht zu beweisen. Dementsprechend verurteilte sie den Beschwerdeführer zur Zahlung. Im Berufungsverfahren stellte der Beschwerdeführer den Antrag auf Abweisung der Zivilklage. Er trug vor, dass die Erstinstanz die Zivilforderung gutheisse und ihn zu einer Zahlung von Fr. 1'200.-- verurteile, zeige "den Grad ihrer eigenen Sorgfalt". Abgesehen davon, dass die Höhe der Forderung "durch nichts belegt" gewesen sei, sei "nun aber sicher belegt, dass die Forderung wie [von ihm] behauptet [...] beglichen wurde". Zum Beweis reichte er der Vorinstanz die Rechnung der Beschwerdegegnerin 2 vom 13. September 2017 und einen Zahlungs beleg vom 26. Januar 2019 ein, de n er bzw. sein Grossvater doch noch habe beibringen können. Der Beschwerdeführer vermag nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz ihm unter diesen Umständen eine Parteientschädigung hätte zusprechen müssen. Er geht selber davon aus, dass die Beurteilung der Zivilansprüche im Strafverfahren den zivilprozessualen Verfahrensmaximen unterliegt, legt jedoch nicht dar, inwiefern die Erstinstanz diese missachtet haben soll. Er meint zwar einerseits, die Zivilforderung sei von der Beschwerdegegnerin 2 "nie belegt" worden, behauptet aber gerade nicht, dass er sie seinerseits im erstinstanzlichen Verfahren entgegen der Feststellung der Erstinstanz bestritten hätte und dementsprechend darüber hätte Beweis abgenommen werden müssen (siehe Art. 150 Abs. 1 ZPO). Andererseits weist er darauf hin, dass die Forderung bereits vor Prozessbeginn getilgt worden sei, macht jedoch nicht geltend, dass er die Tilgung im erstinstanzlichen Verfahren auch bewiesen hätte. Damit bleibt es bei der Feststellung der Vorinstanz, wonach er das entsprechende Beweismittel (Zahlungsbeleg) erst im Berufungsverfahren beigebracht hat. Bei dieser Sachlage ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden.