Citation: 2C_16/2018 E. 3.2

3.2. Vorliegend tangiert der Widerruf der Niederlassungsbewilligung den Anspruch des Beschwerdeführers auf Achtung des Privat- und Familienlebens (Art. 8 Ziff. 1 EMRK) : Als Vater eines in der Schweiz wohnhaften minderjährigen Sohnes mit Schweizer Staatsangehörigkeit kann er sich auf den Anspruch auf Achtung des Familienlebens berufen, zumal persönliche Kontakte nach den Feststellungen der Vorinstanz trotz seines Gefängnisaufenthalts regelmässig stattfinden (vgl. Urteil 2C_1046/2014 vom 5. November 2015 E. 3.2 und 2C_630/2017 vom 15. November 2018 E. 5.2). Anderseits vermittelt vorliegend auch der Anspruch auf Achtung des Privatlebens einen Aufenthaltsanspruch, weil es sich bei ihm um einen Ausländer der zweiten Generation handelt, der in der Schweiz aufgewachsen ist (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.2 S. 20 f.; Urteil 2D_45/2013 vom 3. Februar 2014 E. 1.2). Art. 8 Ziff. 2 EMRK setzt für die Rechtfertigung eines Eingriffs in Art. 8 Ziff. 1 EMRK voraus, dass dieser gesetzlich vorgesehen und in einer demokratischen Gesellschaft notwendig ist für die nationale oder öffentliche Sicherheit, für das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verhütung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer. Vorgeschrieben ist mit anderen Worten neben dem vorliegend unbestrittenermassen erfüllten Erfordernis der gesetzlichen Grundlage eine Verhältnismässigkeitsprüfung. Nichts anderes ergibt sich inhaltlich aus den anwendbaren Vorschriften des nationalen Rechts (Art. 5 Abs. 2 BV, Art. 13 Abs. 1 BV in Verbindung mit Art. 36 Abs. 1 BV sowie Art. 96 AIG; vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.1 S. 19, E. 2.2.2 S. 20; 139 I 31 E. 2.3.1 S. 33, E. 2.3.3 S. 34 f.).