Citation: 5A_441/2008 29.12.2008 E. A

Y.________, Jahrgang 1954, und X.________, Jahrgang 1950, heirateten am 5. Juni 1975. Sie wurden Eltern von zwei Söhnen, geboren in den Jahren 1975 und 1983, und zwei Töchtern, geboren in den Jahren 1977 und 1987. X.________ arbeitet als Feuerungsfachmann. Y.________ betreute während der Ehe die Kinder und den Haushalt. Sie ist heute zu 95 % invalid und bezieht seit 2002 eine volle Invalidenrente. Die Parteien leben seit Juli 1999 getrennt. Mit Klageanmeldung von X.________ vom 12. August 2003 wurde die Scheidungsklage beim Friedensrichteramt Z.________ rechtshängig, dessen Weisung am 17. September 2003 beim Kantonsgericht Schaffhausen einging. Mit Urteil vom 28. Dezember 2006 hiess das Kantonsgericht die Klage teilweise gut und schied die Ehe der Parteien. Es verpflichtete X.________ u.a., Y.________ monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 800.-- bis zu seinem Eintritt in das ordentliche Pensionierungsalter zu bezahlen. Gegen das kantonsgerichtliche Urteil erhob Y.________ am 6. Juli 2007 Berufung beim Obergericht des Kantons Schaffhausen und verlangte höhere, unbefristete Unterhaltsbeiträge und die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege. In der am 3. Januar 2008 eingereichten Berufungsbegründung beantragte sie, das bisherige Verfahren sei für ungültig zu erklären, eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen und subeventuell sei aufgrund der bisher und neu vorgetragenen Behauptungen neu zu entscheiden. X.________ verlangte die Abweisung der Berufung. Das Obergericht bestimmte mit Urteil von 30. Mai 2008 in teilweiser Gutheissung der Berufung, soweit darauf einzutreten war, nacheheliche indexierte Unterhaltsbeiträge von monatlich Fr. 1'717.--, zahlbar ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Eintritt des Unterhaltsverpflichteten ins ordentliche Rentenalter. Y.________ wurde zudem die unentgeltliche Rechtspflege sowie die unentgeltliche Vertretung gewährt.