Citation: 5A_966/2019 E. 1

Das Obergericht hielt fest, dass die deutsche Rechtsvertreterin im Namen des Beschwerdeführers am 15. Dezember 2017 dessen Sohn C.________ als Zustelldomizil bezeichnet habe. Das Schreiben des Kantonsgerichts vom 22. Dezember 2017 sei mit dem Vermerk "nicht abgeholt" retourniert worden und der erneute Zustellungsversuch der Sendung sei ebenfalls gescheitert. Auf Nachfrage des Gerichtes hin habe die Rechtsvertreterin festgehalten, dass eine direkte Zustellung der Sendungen an sie bzw. an das Amtsgericht Singen nicht möglich sei, und auf weitere Nachfrage hin habe sie mit Schreiben vom 7. März 2018 festgehalten, dass die mitgeteilte Zustelladresse in der Schweiz korrekt sei und weiterhin gelte. Auch die weitere Aufforderung betreffend Einreichung der angeforderten Unterlagen habe nicht zugestellt werden können. Desgleichen sei die Vorladung vom 2. Oktober 2018 zur Hauptverhandlung vom 4. Dezember 2018 mit dem Vermerk "nicht abgeholt" retourniert worden. Gleiches gelte für das Schreiben des Kantonsgerichts vom 29. Oktober 2018. Gleichwohl seien der Beschwerdeführer und seine Rechtsanwältin zur Hauptverhandlung erschienen. Das am 2. Mai 2019 versandte begründete Urteil vom 26. April 2019 sei wiederum mit dem Vermerk "nicht abgeholt" retourniert worden. Es gelte als am 10. Mai 2019 zugestellt und die erst am 30. September 2019 eingereichte Berufung sei mithin verspätet.