Citation: 8C_49/2017 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer vermag nichts einzuwenden, was zu einem anderen Ergebnis führen würde. Vorab ist die Einreichung der chirurgischen Beurteilung des Dr. med. G.________ vom 13. Juli 2015 und des zweiten Operationsberichts des Dr. med. B.________ vom 15. Januar 2015 im Rahmen des erstinstanzlichen Beschwerdeverfahrens rechtsprechungsgemäss zulässig, da es sich dabei um punktuelle und nicht um umfassende Abklärungen wie eine medizinische Begutachtung mit Mitwirkung der versicherten Person oder einer vergleichbaren zeitraubenden Beweismassnahme handelt (z.B. Urteile 8C_899/2014 vom 28. Mai 2015 E. 3.2 und 8C_284/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 5.3 ff. mit weiteren Hinweisen). Die Akten wurden dem Versicherten zusammen mit der Beschwerdeantwort der Suva vor Durchführung des zweiten Schriftenwechsels zugestellt und er konnte sich im Rahmen der Replik dazu äussern. Das rechtliche Gehör und der Untersuchungsgrundsatz wurden somit nicht verletzt. Weiter geht die Rüge fehl, das kantonale Gericht habe den Sachverhalt unrichtig festgestellt, indem es ihm gestützt auf einen medizinischen Bericht vom 12. Oktober 1999 vorwerfe, er habe aktenwidrig behauptet, vor dem Unfallereignis beschwerdefrei gewesen zu sein. Die Vorinstanz führte aus, der Beschwerdeführer habe den Umstand nicht wirklich bestritten, dass bereits vor dem Unfallereignis eine Epikondylitis humeri ulnaris links mit zweimaliger Infiltration vorgelegen habe, wie dies in einem in der chirurgischen Beurteilung des Dr. med. G.________ erwähnten, bei der Suva aktenkundigen Bericht vom 12. Oktober 1999 dokumentiert sei. Dies ist nicht zu beanstanden. So hielt der Versicherte in seiner Beschwerdeantwort vor Vorinstanz fest, hieraus lasse sich keine jahrelange chronische Schmerzproblematik ableiten: "Aus dieser Behandlung vor 15 Jahren nun ein jahrelanges, chronisches Leiden konzipieren zu wollen, welches zu einem Sehnenriss geführt haben soll, funktioniert nicht." Im Übrigen wies auch Dr. med. B.________ in seinem Operationsbericht vom 25. September 2014 und dem Austrittsbericht vom 29. September 2014 bei der Diagnose auf einen Status nach Steroid-Infiltration subkutan links hin. Ebenso wenig hat die Vorinstanz insofern den Sachverhalt unrichtig festgestellt, als sie erwog, sämtliche Ärzte seien von degenerativen Befunden ausgegangen. Zutreffend ist, dass alle involvierten Ärzte, einschliesslich Dr. med. B.________, von erheblichen degenerativen Befunden am linken Ellbogen berichteten. Im Operationsbericht vom 15. Januar 2015 führte Dr. med. B.________ unter der Rubrik "Indikation" aus, "Nach oben beschriebener Erstoperation im August 2014 bei degenerativ rupturierten Extensorensehnen kommt es erneut zu einer Insuffizienz der Sehneninsertion mit ausgeprägtem Erguss und radial instabilem Ellbogen." Mit der Vorinstanz stellte er einen unfallkausalen Zusammenhang erst mit dem Bericht an den Versicherten vom 9. April 2015 her. Dass es sich bei den ein degeneratives Geschehen festhaltenden Äusserungen des Arztes lediglich um ein Missgeschick handeln soll, wie der Beschwerdeführer einwendet, ist nicht stichhaltig. Im Operationsbericht vom 25. September 2014 und im Austrittsbericht vom 29. September 2014 stellte Dr. med. B.________ die Diagnose einer Degeneration und subtotalen Desinsertion der Sehnen des Extensor carpi radialis brevis und Extensor digitorum communis am Epikondylus humeri radialis links mit partieller Ruptur des Ligamentum collaterale radiale am linken Ellbogen. Ein Hinweis auf ein Unfallgeschehen oder eine unfallbedingte Verschlimmerung des Leidens fehlt bei beiden Dokumenten. Vor diesem Hintergrund und in Würdigung sämtlicher medizinischer Akten vermochte Dr. med. B.________ im Bericht vom 9. April 2015 - dies, wie soeben dargelegt, im Widerspruch zu seinen übrigen Angaben - nicht überzeugend darzutun, dass der Symptomverlauf, der intraoperative Befund der abgerissenen Extensorensehnen an der Crista humeri radialis sowie die fehlenden muskulären Veränderungen der Extensorenmuskeln auf einen überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang mit dem gemeldeten Ereignis schliessen liessen. Demgegenüber legte Dr. med. G.________ in seiner Beurteilung vom 13. Juli 2015 eingehend und schlüssig dar, dass eine chronische Epikondylopathie mit einer partiellen oder gar vollständigen Extensorensehnenruptur an ihrem Ansatz am Epikondylus einhergehen und zusätzlich im weiteren Verlauf auch das laterale Kollateralband mit degenerativem Prozess mitbeteiligt und teillädiert sein könne. Nach der aktuellen Literatur sei auch der Operationsbefund mit der subtotalen Desinsertion des Extensorapparates keine Seltenheit. Weiter sei die von Dr. med. B.________ erwähnte, bildgebend erhobene Muskelqualität kein Argument für eine frische, traumatische Läsion. An der Beweiskraft der Beurteilung des Dr. med. G.________ ändert auch der Umstand nichts, dass es sich um eine reine Aktenbeurteilung handelt, da der Befund nicht strittig ist, sondern bloss dessen medizinische Beurteilung in Bezug auf die Kausalitätsfrage (SVR 2010 UV Nr. 17 S. 63 E. 7.2, 8C_239/2008).