Citation: 1C_85/2023 E. 6.6.3

6.6.3. Dadurch kommt es im Grenzbereich der beiden Parzellen zu einer gewissen Abweichung vom Zielzustand gemäss den Planbeilagen der "Objektbezogenen Bestimmungen": Die Böschung auf Parzelle Nr. 65 weist nicht bereits ab der südlichen Grenze eine Neigung von 2:3 auf, weil die rund 6 m hohe Aufschüttung am Böschungsfuss, mit Gegenschüttung auf Parzelle Nr. 66, im Grenzbereich zu einem ebenen Terrainverlauf führt. Trotz des relativ grossen Volumens dieser Fussschüttung (rund 6 % der gesamten Materialmenge) handelt es sich allenfalls um eine geringfügige Abweichung von den "Objektbezogenen Bestimmungen", weil diese zur Erreichung der angestrebten Böschungsstabilität maximale Böschungsneigungen von 2:3 vorgeben, d.h. geringere Böschungsneigungen nicht ausschliessen. Die Fussschüttung mit Gegenschüttung auf Parzelle Nr. 66 verstärkt die Stabilität der Böschung im Grenzbereich, was im Sinne der Ersatzvornahmeverfügung ist. Die Ziele der Wiederherstellungsverfügung (die Umlagerung des Deponiebergs vom Wald und von der Landwirtschaftszone in die Abbauzone) werden in keiner Weise tangiert. Unter diesen Umständen ist es von Bundesrechts wegen nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanzen davon ausgingen, die streitigen Arbeiten seien von der Ersatzvornahmeverfügung gedeckt bzw. wichen so geringfügig von ihr ab, dass es keiner Anpassung oder Ergänzung der Verfügung bedürfe.