Citation: 5A_799/2019 E. 6.2.2

6.2.2. Mit dieser Rüge ist der Beschwerdeführer vor Bundesgericht mangels materieller Erschöpfung des Instanzenzugs nicht zu hören. Dass er die Rüge, wonach die Erblasserin den besagten Willen im fraglichen Satz nicht formgültig erklärt habe (s. dazu BGE 131 III 601 E. 3.1 S. 604 mit Hinweisen), schon im Berufungsverfahren erhoben hätte, geht aus dem angefochtenen Entscheid nicht hervor und wird vom Beschwerdeführer auch nicht behauptet. Dem angefochtenen Entscheid zufolge bemängelte der Beschwerdeführer unter dem Blickwinkel des Formerfordernisses lediglich, es fehle für den Fall des Vorversterbens von D.________ an einer "formgerechten positiven Verfügung". Entscheidet die letzte kantonale Instanz - wie hier (E. 1) - entsprechend dem Grundsatz von Art. 75 Abs. 1 BGG als Rechtsmittelinstanz, so ist die Ausschöpfung des Instanzenzugs unerlässliche Voraussetzung für die Zulässigkeit der Beschwerde an das Bundesgericht (s. BGE 141 III 188 E. 4.1 S. 190 mit Hinweisen). Letztinstanzlichkeit gemäss Art. 75 Abs. 1 BGG bedeutet, dass der kantonale Instanzenzug nicht nur formell durchlaufen, sondern auch materiell ausgeschöpft werden soll (BGE 143 III 290 E. 1.1 S. 292 f. mit Hinweisen; Urteil 4A_32/2018 vom 11. Juli 2018 E. 5.2.1). Die rechtsuchende Partei darf die ihr bekannten rechtserheblichen Einwände der Vorinstanz nicht vorenthalten, um sie erst nach dem Ergehen eines ungünstigen Entscheides im anschliessenden Rechtsmittelverfahren zu erheben. Sie muss sich in der Beschwerde an das Bundesgericht mit den Erwägungen der letzten kantonalen Instanz zu Rügen auseinandersetzen, die sie bereits vor dieser letzten kantonalen Instanz erhoben hat. Im Übrigen vermag die Argumentation des Beschwerdeführers nicht zu überzeugen. Die Frage nach der hinreichenden Andeutung wird erst deshalb aktuell, weil nicht nur D.________, sondern auch E.________ beim Tod der Erblasserin bereits verstorben waren. Ob die Erblasserin an diese Konstellation gedacht hat, als sie ihren letzten Willen zu Papier brachte, ist keine Frage des Formerfordernisses, sondern eine Tatfrage. Diesbezüglich bleibt es dabei, dass die Erblasserin auch die Nachkommen von E.________ vom Erbe ausschliessen wollte (E. 6.1). Die letztwilligen Anordnungen bringen insgesamt klar zum Ausdruck, dass die Erblasserin umfassend über ihren Nachlass verfügen wollte. Hätte die Erblasserin gewollt, dass Nachkommen ihrer Schwester E.________ zum Zuge kommen, so hätte sie diese Nachkommen erwähnt. Von daher kann nicht gesagt werden, dass der Wille der Erblasserin, auch die besagten Nachkommen vom Nachlass auszuschliessen, nicht wenigstens andeutungsweise aus dem Text des Testaments hervorgeht.