Citation: 1C_405/2019 E. 2

Beschwerden an das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen sind innert vierzehn Tagen seit der Eröffnung der Verfügung oder des Entscheides einzureichen (Art. 64 i.V.m. Art. 47 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 16. Mai 1965 [VRP/SG; sGS 951.1]). In Konkretisierung des Prinzips von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV) hält Art. 64 i.V.m. Art. 47 Abs. 3 VRP/SG fest, dass den Betroffenen aus einer unrichtigen Rechtsmittelbelehrung kein Nachteil erwachsen darf. Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, der Beschwerdeführer habe seine Beschwerde zu spät erhoben. Der Beschwerdeführer habe von der Führung und den Ergebnissen der Debatten vom 15. November 2016 des Katholischen Kollegiums mit E-Mail-Nachricht vom 18. November 2016 Kenntnis erhalten. Zwar habe er mit der erwähnten E-Mail-Nachricht vom Verwaltungsdirektor des Katholischen Kantonsteils die unzutreffende Auskunft erhalten, wonach es keine Möglichkeit gebe, die kirchenparlamentarische Behandlung der beiden Volksmotionen prüfen zu lassen. Der Beschwerdeführer hätte nach Auffassung der Vorinstanz jedoch erkennen können, dass er die Beschwerde innerhalb von 14 Tagen erheben müsse. Auf die über zwei Monate später erhobene Beschwerde könne deshalb nicht eingetreten werden. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er die Beschwerde gemäss Art. 64 i.V.m. Art. 47 Abs. 1 VRP/SG nicht rechtzeitig eingereicht hat. Er macht allerdings geltend, er habe nach Kenntnisnahme des Beschlusses nicht unschwer erkennen können, dass er die Beschwerde innert 14 Tagen erheben müsse. Damit rügt er sinngemäss eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben gemäss Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV sowie eine willkürliche Anwendung von Art. 64 i.V.m. Art. 47 Abs. 3 VRP/SG. Ob die Ausführungen des Beschwerdeführers den für die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem Recht verlangten erhöhten Rüge- und Begründungsanforderungen (vgl. Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 95 BGG) genügen, erscheint fraglich, kann jedoch mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen offen bleiben.