Citation: I 503/98 16.03.2000 E. 4

4.- Zu prüfen bleibt, wie sich die fachärztlich festgestellte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in erwerblicher Hinsicht auswirkt. a) Unbestrittenermassen beläuft sich das Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) für 1996 auf Fr. 72'119. -. Bezüglich des trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise in einer leidensangepassten Tätigkeit noch erzielbaren Verdienstes (Invalideneinkommen) ist auf die sogenannten Tabellenlöhne abzustellen, da der Versicherte nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine neue Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen hat (BGE 124 V 322 Erw. 3b/aa). Ausgehend von Tabelle A 1.1.1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1994 des Bundesamtes für Statistik betrug der standardisierte monatliche Bruttolohn (Zentralwert) für die im privaten Sektor mit einfachen und repetitiven Aufgaben (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer im Jahre 1994 Fr. 4'127. - (LSE 1994, S. 53). In Berücksichtigung einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,9 Stunden (LSE 1994, S. 42) sowie der bis 1996 eingetretenen Nominallohnerhöhung (1995 und 1996: je 1,3 % [Die Volkswirtschaft, 1999 Heft 4, Anhang S. 28, Tabelle B 10.2]) resultiert ein monatlicher Verdienst von Fr. 4'436. - oder Fr. 53'232. - im Jahr. b) Im Weiteren gilt es zu beachten, dass insbesondere gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die bisher körperliche Schwerarbeit verrichtet und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nicht uneingeschränkt einsatzfähig sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen (BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb mit Hinweisen). Der Abzug von 25 % kommt jedoch nicht generell und in jedem Fall zur Anwendung. Vielmehr ist anhand der gesamten Umstände zu prüfen, ob und in welchem Ausmass das hypothetische Einkommen als Invalider zusätzlich reduziert werden muss (AHI 1998 S. 177 Erw. 3a). In diesem Zusammenhang ist auch zu berücksichtigen, dass Ausländer nicht immer gleich viel verdienen wie der Durchschnitt aller Arbeitnehmer, d.h. Ausländer und Schweizer (vgl. Tabelle A 4.4.1 der LSE 1994, S. 99). Vorliegend kann davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer im Umfang der verbliebenen Arbeitsfähigkeit eine entsprechende Beschäftigung ausüben könnte, ohne dass ein Arbeitgeber weitere gesundheitsbedingte Einschränkungen des Leistungsvermögens zu gewärtigen hätte. Jedenfalls sind insbesondere aus den kreisärztlichen Untersuchungsergebnissen keine Anhaltspunkte ersichtlich, welche auf eine wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung verminderte Leistungsfähigkeit schliessen liessen. Da namentlich Hinweise auf eine Störung der Feinmotorik fehlen, gibt es auf dem Arbeitsmarkt gerade in Bezug auf die hier noch zumutbaren Verweisungstätigkeiten Stellen in genügender Anzahl. Tabelle A 4.4.1 der LSE 1994 (S. 99) zeigt jedoch, dass bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4, Männer) der Medianwert für alle Ausländer (Fr. 4'044. -) rund 4,3 % weniger als der Totalwert aller Schweizer und Ausländer (Fr. 4'225. -) beträgt. Unter diesen Umständen erscheint ein Abzug in dieser Höhe vom Tabellenlohn als angemessen. c) Aus dem Vergleich des Validen- (Fr. 72'119. -) mit dem hypothetischen Invalideneinkommen (Fr. 50'943. -) resultiert ein Invaliditätsgrad von rund 29 %, womit die minimale leistungsbegründende Invalidität von 40 % (Art. 28 Abs. 1 IVG) nicht erreicht wird.