Citation: 2C_529/2017 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil erwogen, gemäss Art. 14 Abs. 1 RTVG sei die Werbung in Radioprogrammen der SRG verboten, wobei der Bundesrat jedoch Ausnahmen für die Eigenwerbung vorsehen könne. Programmhinweise würden jedoch zum Vornherein weder unter den Begriff der Werbung noch desjenigen der Eigenwerbung fallen. Aufgrund der unklaren Abgrenzung zwischen dem Begriff der Eigenwerbung und Programmhinweisen ohne Werbequalität habe der Bundesrat Art. 11 Abs. 1 lit. a und a Art. 11 Abs. 1 lit. b RTVV erlassen. Die Verordnung unterscheide zwischen Hinweisen allgemeiner Art, welche sich auf das Programm beziehen würden (lit. a), und solchen, die bestimmte Sendungen des gleichen Veranstalters betreffen, aber nicht im gleichen Programm ausgestrahlt würden ( a Art. 11 Abs. 1 lit. b). Im ersten Fall könnten die Hinweise per se keine (Eigen-) Werbung darstellen, im zweiten Fall treffe die Ausnahme vom Werbebegriff nur zu, wenn der Sendungshinweis einen direkten inhaltlichen Zusammenhang mit der Sendung aufweise, in welcher sie ausgestrahlt werde. In Anwendung von Art. 2 lit. k RTVG in Verbindung mit der gesetzes- und verfassungskonformen Bestimmung von Art. 11 Abs. 1 lit. a und a Art. 11 Abs. 1 lit. b RTVV habe der ausgestrahlte Trailer crossmedialen Charakter, wobei ihm jedoch unbestrittenermassen jeglicher Bezug zu den Sendungen gefehlt habe, in welchen er ausgestrahlt worden sei. Dem Trailer komme somit die Qualität von Eigenwerbung zu. Solche Eigenwerbung sei im Lichte von Art. 14 Abs. 1 RTVG nicht zum Vornherein unzulässig, entbinde jedoch nicht vom Grundsatz, dass Werbung vom redaktionellen Teil des Programms deutlich getrennt werden müsse und als solche erkennbar zu sein habe (Art. 9 Abs. 1 RTVG). Zu diesem Zweck sei nach Art. 12 Abs. 1 RTVV ein besonderes akustisches bzw. optisches Erkennungssignal zu verwenden. Aus den in den Akten liegenden Aufzeichnungen des Radiotrailers gehe deutlich hervor, dass keine akustischen Trennungssignale verwendet worden seien, weshalb dessen Rechtswidrigkeit die Nichtbeachtung der nach Art. 9 Abs. 1 RTVG in Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 RTVV vorgeschriebenen Erkennbarkeit von Eigenwerbung betreffe.