Citation: 9C_239/2015 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz befand, das psychiatrische Gutachten des Dr. med. C.________ weise einen wesentlichen Mangel auf. Seine Stellungnahme lasse sich nur so interpretieren, dass er von den schriftlichen Ausführungen der Frau Dr. med. D.________, Oberärztin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Spitals E.________, nicht detailliert Kenntnis genommen habe. Diese habe im Bericht vom 6. Juli 2011 die vorläufige Diagnose einer chronischen Schmerzkrankheit mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) gestellt. Sie habe sich aufgrund einer einmaligen Untersuchung ausser Stande gesehen, zum Vorliegen eines spezifischen posttraumatischen Störungsbildes, einer Angsterkrankung oder gar einer spezifischen Persönlichkeitsvariante Stellung zu nehmen. Dazu habe sie eine weitere psychiatrisch-psychotherapeutische Diagnostik empfohlen. Die Vorinstanz kam jedoch zum Schluss, zwischen den fachärztlichen Beurteilungen der Dres. med. D.________ und C.________ bestünden im Ergebnis keine relevanten Diskrepanzen, welche den Beweiswert des psychiatrischen Gutachtens zu schmälern vermöchten. Trotz einer schwierigen Kindheit und Jugend sei es der Beschwerdeführerin gelungen, ohne elterliche Unterstützung eine minimale berufliche Ausbildung zu absolvieren, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen und bis zur Trennung während siebzehn Jahren eine Beziehung zum Vater der beiden jüngeren Kinder aufrecht zu erhalten. Frau Dr. med. D.________ habe keine depressive Symptomatik mehr festgestellt. An der von Dr. med. C.________ genannten Rückbildung der Depression im Jahr 2010 sei nicht zu zweifeln.