Citation: 9C_363/2024 E. 4.2

4.2. Das Bundesgericht anerkennt in seiner Rechtsprechung, dass ein Unternehmensträger neben einem unternehmerischen auch einen nicht-unternehmerischen Bereich unterhalten kann (vgl. BGE 142 II 488 passim; Urteile 9C_158/2024 vom 25. Juli 2024 E. 4.1; 9C_775/2023 vom 24. Juni 2024 E. 8.2; 9C_651/2022 vom 5. Oktober 2023 E. 3.2.2; 9C_612/2022 vom 18. August 2023 E. 7; 2C_359/2016 vom 4. Oktober 2016 E. 3). Ein solcher ist aber nicht leichthin anzunehmen. Damit ein Rechtsträger überhaupt der Steuerpflicht unterliegt, hat er ein Unternehmen im mehrwertsteuerlichen Sinn zu führen. Ist ein solches gegeben, liegt von Gesetzes wegen ein unternehmerischer Bereich vor. Dieser stellt eine wirtschaftliche Einheit dar, welcher alle Aktivitäten zuzuordnen sind, die einen Zusammenhang mit der unternehmerischen Tätigkeit aufweisen (Urteil 9C_775/2023 vom 24. Juni 2024 E. 8.2.; 9C_651/2022 vom 5. Oktober 2023 E. 3.2.2). Darin einzuschliessen sind auch die vorsteuerbelasteten Aufwände. Dem Grundsatz der "Einheit des Unternehmensträgers" zufolge bezieht die Steuerpflicht des Rechtsträgers sich auf sämtliche Unternehmenseinheiten, insbesondere neben der Hauptniederlassung auch auf alle inländischen Zweigniederlassungen. Das Prinzip "Einheit des Unternehmens" bedeutet, dass sämtliche Umsätze der jeweiligen Unternehmenseinheit auch der Steuerpflicht unterliegen (Urteil 9C_775/2023 vom 24. Juni 2024 E. 8.2.; 9C_651/2022 vom 5. Oktober 2023 E. 3.2.3 m.H.). Im vorliegenden Fall ist nicht umstritten, dass die Beschwerdegegnerin sowohl einen nicht-unternehmerischen als auch einen unternehmerischen Bereich unterhält.