Citation: I 740/01 18.03.2002 E. 2

2.- a) Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Vorinstanz zu Unrecht nicht auf das Gutachten der Ärzte des Spital vom 18. Mai 1999, sondern auf dasjenige von Dr. med. H.________ vom 15. Dezember 1999 abgestellt habe. Lediglich gestützt auf eine einmalige Konsultation habe Dr. med. H.________ die Beurteilung seines Gesundheitszustands nach fünfwöchiger Behandlung im Spital in Zweifel gezogen und angenommen, dass er zum Zeitpunkt seines Aufenthalts im Spital zufolge invaliditätsfremder Gründe und nur vorübergehend unter psychischen Beschwerden gelitten habe. Es liege jedoch eine chronifizierte psychische Beeinträchtigung vor, weshalb er im April 2000 eine Behandlung im psychiatrischen Dienst des Spitals aufgenommen habe. Die behandelnde Ärztin habe gemäss ihrem Bericht vom 20. September 2000 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung sowie eine mittelgradige depressive Episode festgestellt. b) Die Ärzte des Spitals hatten gemäss Bericht vom 18. Mai 1999 ein lumbales Schmerzsyndrom sowie eine Major Depression diagnostiziert und erachteten nur noch eine leichte körperliche Tätigkeit im Umfang von 30 % als zumutbar. Der von der IV-Stelle zur Begutachtung des Beschwerdeführers beauftragte Rheumatologe Dr. med. R.________ stellte mit Gutachten vom Dezember 1999 ein chronisches lumbo-sakrales Schmerzsyndrom mit linksseitigen Beinschmerzen fest. Es finde sich eine leicht bis mässig eingeschränkte Lendenwirbelsäule mit leichter muskulärer Begleitsymptomatik. Dieser Befund vermöge das vom Versicherten geklagte Schmerzausmass und die dadurch verursachte Behinderung nicht zu erklären. Die Einschätzung der Ärzte des Spitals, wonach der Versicherte zu 30 % arbeitsfähig sei (3 Std. pro Tag/max. 5 kg, entsprechend dem Führen eines Kleinhaushaltes), könne er sich nur unter der Annahme einer vorwiegend psychosomatischen Betrachtungsweise erklären, denn weder mit den aktuellen Befunden noch mit den im Austrittsbericht des Spitals vom 18. Mai 1999 protokollierten Untersuchungen lasse sich eine solche Beeinträchtigung begründen. In seiner Expertise vom 15. Dezember 1999 attestierte der Psychiater Dr. med. H.________ dem Beschwerdeführer nach persönlicher Begutachtung eine sehr gute Verfassung. Psychische Störungen seien, auch nach testpsychologischer Untersuchung, nicht nachzuweisen. Es müsse davon ausgegangen werden, dass eine Major Depression, wie sie dem Beschwerdeführer im Spital attestiert worden sei, nie bestanden habe. Entsprechende Beobachtungen eines mit einer schweren depressiven Episode verbundenen hohen Suizidrisikos sowie von psychotischen Symptomen wie Wahnideen und Halluzinationen seien nicht dokumentiert. Es habe wohl zu jenem Zeitpunkt eine depressive Reaktion bestanden, da der Versicherte während seiner Hospitalisation die Fernsehberichterstattung über die kriegerischen Ereignisse in seinem Heimatland verfolgt habe, wo sich mehrere Familienmitglieder in akuter Lebensgefahr befunden hätten. c) Die Gutachten der Dres. R.________ und H.________ entsprechen den von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an Arztberichte (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis). Sie stellen schlüssig fest, dass beim Beschwerdeführer weder ein körperlicher noch ein psychischer Gesundheitsschaden besteht, der ihm eine Erwerbstätigkeit verunmöglichen würde. Mit den von ihrer Einschätzung abweichenden Diagnosen des Spitals setzen sie sich ausdrücklich und überzeugend auseinander. Im Ergebnis wird ihre Beurteilung auch durch den Bericht der psychiatrischen Dienste des Spitals vom 20. September 2000 bestätigt, wonach beim Beschwerdeführer lediglich eine mittelgradig depressive Episode festgestellt werden konnte, die ihm eine mit Rücksicht auf seine somatoforme Schmerzstörung rückenschonende Arbeit weiterhin ermögliche. Die Beweiswürdigung der Vorinstanz ist daher nicht zu beanstanden.