Citation: 8C_170/2024 E. 6.3.1

6.3.1. Die AXA argumentiert weiter, im Rahmen des ABI-Gutachtens vom 30. Oktober 2015 sei ein neuroradiologisches Fachgutachten des PD Dr. med. E.________, Chefarzt, Spital F.________, vom 4. September 2015 in Auftrag gegeben worden, in dessen Rahmen am 3. September 2015 eine MRI-Untersuchung des Neurocraniums durchgeführt worden sei. Erst diese neuroradiologischen Abklärungen hätten dazu geführt, dass eine organische Läsion und eine organische Genese der geklagten schweren neuropsychologischen Defizite des Beschwerdegegners beweisrechtlich zuverlässig ausgeschlossen habe werden können. Der AXA ist diesbezüglich entgegenzuhalten, dass mit dem MRI keine neue Abklärungsmethode angewandt wurde, die den Gutachtern der Gutachterstelle B.________ nicht zur Verfügung gestanden hätte (vgl. THOMAS FLÜCKIGER, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 30 zu Art. 53 ATSG). Bereits am 27. Februar 2008 wurde denn auch im Röntgeninstitut, Aarau, ein MRI des Schädels des Beschwerdegegners durchgeführt. Im Bericht gleichen Datums wurde u.a. festgehalten, es ergebe sich der Nachweis einer "kleinen fokal verstärkt enhancenden Parenchymläsion in den Stammganglien in der rechten Hemisphäre 6 mm Durchmesser auf Höhe des Thalamus, vereinbar mit einem subakuten Infarkt". Dieser Bericht wurde von den Gutachtern der Gutachterstelle B.________ berücksichtigt.