Citation: 8C_185/2019 E. 4.1

4.1. Laut angefochtenem Entscheid ist einzig die Leistungspflicht und damit die Haftung ab 1. November 2013 strittig. Die Beschwerdegegnerin stellt nicht in Frage, dass die von ihr bis zum 31. Oktober 2013 ausgerichteten Leistungen in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zur dienstlich verursachten Gesundheitsschädigung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 MVG standen. Dementsprechend übernahm die Suva-MV bis dahin die Haftung zu 100 %. Das kantonale Gericht ging mit dem Psychiater der Militärversicherung, Dr. med. E.________, von der Beweiskraft des umfassenden psychiatrischen Gutachtens des Dr. med. F.________ vom 16. Juni 2015 (nachfolgend: psychiatrisches Gutachten) aus. Es schloss daraus, dass die aktuell anhaltenden psychischen Beeinträchtigungen zumindest teilursächlich in einem natürlichen Kausalzusammenhang zu den Ereignissen während des Swisscoy-Einsatzes stehen. Mit der Suva-MV vertrat es jedoch die Auffassung, nach der allgemeinen Lebenserfahrung könnten solche Ereignisse, insbesondere der missglückte Ölwechsel und die Besonderheiten eines solchen Swisscoy-Einsatzes, zwar vorübergehende psychische Anspannungen auslösen. Sie seien jedoch generell nicht geeignet, bei Durchschnittspersonen langandauernde psychische Beeinträchtigungen zu verursachen. Die heutigen psychischen Beschwerden stünden demnach nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Swisscoy-Einsatz.