Citation: 5F_7/2008 28.08.2008 E. 2

Die Gesuchstellerin stützt sich auf Art. 123 Abs. 1 BGG, wonach die Revision verlangt werden kann, wenn ein Strafverfahren ergeben hat, dass durch ein Verbrechen oder Vergehen zum Nachteil der Partei auf den Entscheid eingewirkt wurde; ferner ruft sie auch den Revisionsgrund von Art. 121 lit. d BGG an. Das Berufungsurteil ist unter der Herrschaft des OG ergangenen. Es stellt sich zunächst die übergangsrechtliche Frage, ob sich die Revision nach den Bestimmungen des OG oder nach denjenigen des am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen BGG richtet. Gemäss Beschluss der Präsidentenkonferenz vom 12. Januar 2007 sind alle ab dem 1. Januar 2007 eingereichten Revisionsgesuche nach Art. 121 ff. BGG zu erledigen, auch wenn der zu revidierende Entscheid vor dem 1. Januar 2007 ergangen ist, weil der Vorbehalt in Art. 132 Abs. 1 BGG nur Beschwerdeverfahren betrifft. Sodann stellt sich die Frage, ob überhaupt auf das bundesgerichtliche Urteil eingewirkt worden war, wenn die seinerzeitige Berufung abgewiesen wurde, soweit darauf einzutreten war. Die Frage ist zu bejahen: Die Berufung gemäss Art. 43 ff. OG war ein reformatorisches (BGE 121 I 250 E. 2c S. 252) und devolutives Rechtsmittel (BGE 123 III 213 E. 4 S. 216). Aufgrund des Devolutiveffektes und der reformatorischen Wirkung der Berufung wurde das obergerichtliche Urteil durch dasjenige des Bundesgerichtes ersetzt, und es kommt daher nur noch ein Revisionsverfahren gegen den bundesgerichtlichen Entscheid in Betracht (Escher, in: Prozessieren vor Bundesgericht, 2. Aufl., Basel 1998, Rz. 8.7). Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der heutige Gesuchsgegner damals Berufungskläger war und im bundesgerichtlichen Verfahren unterlag, setzt doch die Neubeurteilung der Änderungsklage wegen des genannten Effektes der Berufung in jedem Fall die Aufhebung des bundesgerichtlichen Urteils voraus. Mit der Kenntnisnahme der rechtskräftigen Verurteilung der beteiligten Personen D.________ und C.________ ist die 90-tägige Revisionsfrist gemäss Art. 124 Abs. 1 lit. d BGG ausgelöst worden und sie ist mit dem vorliegenden Revisionsgesuch gewahrt.