Citation: 5A_894/2017 E. 6.1

6.1. In der Verlegung der Prozesskosten für das bezirksgerichtliche Verfahren und das erste Berufungsverfahren erblickt die Klägerin eine Verletzung des Willkürverbots und eine Verweigerung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör. Sie begründet ihre Rügen damit, dass in einer erbrechtlichen Streitigkeit die Prozesskosten nicht nach dem Prozessausgang, sondern nach Ermessen zu verlegen seien (§ 119 i.V.m. § 121 Abs. 2 lit. c des Gesetzes über die Zivilprozessordnung vom 27. Juni 1994, ZPO/LU). Sie habe sich in ihrer Berufungsantwort und Anschlussberufung auf die einschlägigen Bestimmungen und die dazugehörige Kommentierung ausdrücklich berufen, doch sei das Kantonsgericht darauf mit keinem Wort eingegangen. Es habe die Sonderbestimmungen schlicht übersehen. Auch die Prozesskosten des zweiten Berufungsverfahrens seien entsprechend zu verlegen. Trotz gerügter Gehörsverletzung ersucht die Klägerin das Bundesgericht abschliessend, insbesondere wegen der überlangen Verfahrensdauer die Prozesskosten auch für das kantonale Verfahren gemäss ihren Anträgen selber zu verlegen und die Sache nicht diesem Zweck an das Kantonsgericht zurückzuweisen (S. 7 ff. der Beschwerdeschrift).