Citation: 9C_53/2019 E. 4.2

4.2. Im Weiteren ist nicht zu übersehen, dass der Beschwerdeführer auch in somatischer Hinsicht an erheblichen Gesundheitsstörungen leidet. So musste er sich wegen mehrerer Pneumothoraxe zwischen Dezember 2010 und Mai 2012 wiederholt operativen Eingriffen unterziehen. Ferner wurde im November 2011 eine ausgeprägte Kolonpolyposis festgestellt. In der Folge wurden mittels vier Eingriffen zwischen November 2011 und Juni 2017 zahlreiche Polypen entfernt. Schliesslich wurden am 13. Dezember 2017 eine Bauchwandschwäche Unterbauch links und ein hyperplastisches/serrated Adenoma-Kolonpolyposis-Syndrom diagnostiziert. Auch wenn von den somatischen Leiden aus ärztlicher Sicht zurzeit, soweit ersichtlich, lediglich die Pneumothoraxe mit Beeinträchtigung der Lungenfunktion einen gewissen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben, ist es infolge des Zusammentreffens von körperlichen und psychischen Befunden sowie des Suchtverhaltens mit nicht umfassend geklärten Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit unabdingbar, dass der Versicherte polydisziplinär abgeklärt wird, wie dies in der Beschwerde beantragt wird. Denn die internistischen und psychischen Krankheitsbilder bedürfen einer Untersuchung durch Fachärzte unterschiedlicher Disziplinen, fehlt es doch einem Psychiater am erforderlichen Fachwissen, welches es ihm erlauben würde, eine Stellungnahme zu den Folgen des gesamten physischen und psychosomatischen Krankheitsbildes abzugeben. Um eine beweiskräftige Einschätzung der relevanten Arbeitsunfähigkeit zu erhalten, ist eine polydisziplinäre Begutachtung in einer Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) zu veranlassen. Gestützt auf deren Erkenntnisse wird die Vorinstanz, an welche die Sache zurückzuweisen ist, über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu befinden.