Citation: 5A_187/2021 E. 4.2

4.2. Gemäss den Feststellungen des Bezirksgerichts hat das Reinvermögen des Erblassers und dessen Ehefrau per Todestag Fr. 237'738.00 betragen und mangels Nachweises von Eigengut Errungenschaft dargestellt. In Übereinstimmung mit dem Bezirksgericht hat das Obergericht dafürgehalten, Fr. 118'869.00, mithin die Hälfte des im Todeszeitpunkt festgestellten und sich in der Errungenschaft befindlichen Nettonachlasses von Fr. 237'738.00, seien bei der Pflichtteilsberechnungsmasse zu berücksichtigen. Denn die Pflichtteilsberechnungsmasse umfasse auch den Saldo der güterrechtlichen Auseinandersetzung. Ehegüterrechtliche Ansprüche des Verstorbenen seien den Nachlassaktiven zuzurechnen (E. 3.2 S. 17 des angefochtenen Entscheids).