Citation: 2A.212/2002 08.05.2002 E. 2

Seine Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG erledigt werden. Das Verwaltungsgericht hat die Rechtsprechung zu Art. 17 Abs. 2 ANAG (SR 142.20) sowie zu Art. 8 EMRK zutreffend wiedergegeben (vgl. BGE 122 II 385 E. 3a S. 390; 120 Ib 129 E. 4 S. 130 f.) und den vorliegenden Fall unter Berücksichtigung aller auf dem Spiele stehenden Interessen (vgl. Art. 11 Abs. 3 ANAG und Art. 16 Abs. 3 ANAV [SR 142.201]) rechtsfehlerfrei subsumiert: 2.1 Der Beschwerdeführer ist am 21. Februar 2001 zu einer Zuchthausstrafe von drei Jahren verurteilt worden, womit ein Ausweisungsgrund gegen ihn besteht (vgl. Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG). Bereits am 22. Februar 1996 und am 9. September 1997 musste er im Zusammenhang mit verschiedenen Betreibungen und Verlustscheinen fremdenpolizeilich verwarnt werden. Am 3. November 1999 verletzte er einen Wirt, der ihn aus seinem Lokal weisen wollte, nachdem er eine Servierangestellte belästigt hatte, mit der Scherbe eines zerschlagenen Bierglases im Bauchbereich und an der Hand. Acht Monate später brachte er nach einer weiteren Auseinandersetzung in einem Lokal einem Mann mit Tötungsabsicht Verletzungen im Bauch- und im oberen Rückenbereich bei, welche ohne rasche ärztliche Hilfe fatale Folgen gehabt hätten. Das Strafgericht bezeichnete sein Verschulden dabei als "sehr gravierend". Der Beschwerdeführer stelle ein "hohes Risiko für die öffentliche Ordnung" dar (S. 21 des Urteils); trotz Verbüssung einer mehrjährigen Freiheitsstrafe bestehe eine "hohe Rückfallgefahr hinsichtlich schwerer Gewaltdelikte" (S. 23 des Urteils). Der Beschwerdeführer ist damit - obwohl fremdenpolizeilich bereits zweimal verwarnt - nicht nur wiederholt, sondern zusehends auch schwerer straffällig geworden, wobei er den Tötungsversuch zudem während des hängigen Verfahrens betreffend der Körperverletzung beging. Aufgrund der Art der Delikte, der Höhe der verhängten Freiheitsstrafe und der sich steigernden Schwere der Taten besteht ein gewichtiges öffentliches Interesse an seiner Fernhaltung. 2.2 Die vom Verwaltungsgericht umfassend und zutreffend berücksichtigten privaten Interessen haben hiergegen zurückzutreten: Zwar hält sich der Beschwerdeführer nun schon seit weit über zehn Jahren in der Schweiz auf, doch ist er mit den Verhältnissen in seinem Land nach wie vor vertraut. Er ist erst im Alter von 28 Jahren in die Schweiz eingereist und hier - trotz seines relativ langen Aufenthaltes - weder beruflich noch sprachlich integriert. Der Beschwerdeführer spricht praktisch nur Türkisch und verfügt in seinem Heimatland noch über ein Beziehungsnetz, nachdem sich sechs seiner Geschwister dort aufhalten sollen. Die Beziehung zu seiner Frau und seinem Kind vermochten ihn nicht davon abzuhalten, hier schwer und wiederholt straffällig zu werden. Zwar dürfte es seiner Gattin, die seit über 30 Jahren in der Schweiz lebt, und seiner Tochter, die hier eingeschult ist, schwer fallen, ihm in die Türkei zu folgen; dennoch erscheint dies nicht gänzlich ausgeschlossen: Seine Frau ist türkischer Nationalität und mit den Verhältnissen bzw. der Sprache in ihrer Heimat ebenfalls vertraut; die Tochter Z.________ befindet sich ihrerseits noch in einem anpassungsfähigen Alter. 2.3 Was der Beschwerdeführer hiergegen einwendet, überzeugt nicht: Zwar hat das Strafgericht von einer Landesverweisung (Art. 55 StGB) abgesehen, doch steht dies weder einer fremdenpolizeilichen Ausweisung noch der weniger weitgehenden, hier verfügten Nichterneuerung der Aufenthaltsbewilligung entgegen. Für den fremdenpolizeilichen Entscheid kommt es in erster Linie auf den Schutz der öffentlichen Ordnung und Sicherheit an (BGE 125 II 105 E. 2c S. 110). Der Prognose über das Wohlverhalten sowie dem Resozialisierungsgedanken ist dabei zwar Rechnung zu tragen, doch sind die beiden Umstände ausländerrechtlich nicht entscheidend (BGE 125 II 105 E. 2c S. 110, mit weiteren Hinweisen). Entgegen der Kritik des Beschwerdeführers besteht kein Anlass, auf diese Rechtsprechung zurückzukommen. Auch das Strafgericht hat dem Beschwerdeführer im Übrigen keine günstige Prognose gestellt, sondern ihm lediglich "trotz des beträchtlichen und schwerwiegenden Rückfallrisikos" eine "Bewährungschance" geben wollen (S. 22 seines Urteils). Die Fremdenpolizei war hieran nicht gebunden und deshalb befugt, im Interesse der öffentlichen Sicherheit mit Blick auf die bereits ausgesprochenen Verwarnungen einen strengeren Massstab anzuwenden.