Citation: 8C_366/2018 E. 3.1

3.1. Das MVG regelt in Art. 71 ff. das Verhältnis zu anderen Versicherungen. Was diesbezüglich die Unfallversicherung betrifft, unterscheidet Art. 76 MVG die Zuständigkeiten für streitige Renten, Integritäts- und Hilflosenentschädigungen sowie Bestattungskosten einerseits und für alle übrigen Leistungen anderseits. Für diese letzteren Kurzzeitleistungen kommt ausschliesslich jener Versicherer auf, der nach der anwendbaren Gesetzgebung unmittelbar leistungspflichtig ist (Art. 76 Satz 2 MVG). Unmittelbar leistungspflichtig im Sinne dieser Bestimmung ist nach Art. 31 Abs. 1 MVV der Versicherer, der für die aktuelle Verschlimmerung der Gesundheitsschädigung Leistungen zu erbringen hat. Solange der Versicherer für die aktuelle Verschlimmerung der Gesundheitsschädigung leistungspflichtig ist, erbringt er nach Art. 31 Abs. 2 MVV auch die Leistungen für Spätfolgen und Rückfälle aus einem früheren Unfall (Satz 1). Nachher werden die Leistungen von jenem Versicherer erbracht, der für den früheren Unfall leistungspflichtig war (Art. 31 Abs. 2 Satz 2 MVV). Eine gleichlautende Regelung findet sich in Art. 126 Abs. 1 und Abs. 2 UVV. Eine Haftung für die Verschlimmerung besteht rechtsprechungsgemäss solange, bis eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden entfällt, das heisst bis wieder der Vorzustand (Status quo sine vel ante) erreicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55, 8C_331/2015 E. 2.1.1; SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, 8C_816/2009 E. 4.3; Urteile 8C_781/2017 vom 21. September 2018 E. 5.1; 8C_326/2008 vom 24. Juni 2008 E. 3.2 und 4).