Citation: 4A_583/2024 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, gemäss Art. 1.9.12 SIA-Norm 102 (2003) dürften dem Architekten nicht sicher voraussehbare Entscheide von Dritten, wie die Erteilung von Bewilligungen, nicht zur Last gelegt werden. Folglich hätte ihr die Vorinstanz die verweigerte Genehmigung des Gestaltungsplanes nicht anlasten dürfen. Art. 7.5.6 SIA-Norm 102 (2003) lege zudem verbindlich fest, wie zu verfahren sei, wenn ein Projekt am Ende doch nicht ausgeführt werde. In einem solchen Fall sei der Aufwand für die erbrachten Leistungen aufgrund der letzten Kostenermittlung zu berechnen. Dabei seien nicht aufwandbestimmende Beträge zu schätzen und in Abzug zu bringen. Richtigerweise hätte die Vorinstanz zum Schluss kommen müssen, dass die in Rechnung gestellten Leistungen erbracht worden und somit zu vergüten seien.