Citation: 2C_424/2020 E. 5

In rechtlicher Hinsicht beanstandet der Beschwerdeführer, dass die Erwägungen der Vorinstanz in Widerspruch zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 61 Abs. 2 AIG sowie Art. 79 VZAE stünden. Zur Konkretisierung des Lebensmittelpunktes habe sie auf den zivilrechtlichen Wohnsitzbegriff gemäss Art. 23 Abs. 1 ZGB zurückgegriffen, welcher an die Absicht des dauernden Verbleibens an einem Ort anknüpfe, obschon das Bundesgericht festgehalten habe, dass es auf die Motive der Landesabwesenheit nicht ankomme. Es gehe nicht an, den zivilrechtlichen Wohnsitz zum Kriterium des Lebensmittelpunktes zu machen, welcher ex lege gerade Absichten zur Tatbestandsvoraussetzung erkläre und gleichzeitig erwägen, auf die Absicht komme es nicht an.