Citation: 6B_900/2024 E. 2.4.1

2.4.1. Die Anklageschrift wirft dem Beschwerdeführer in Ziff. I.A.2.1 zusammengefasst vor, er habe über eine Internetplattform Kontakt mit E.________ aufgenommen, der mittels Erotik-Anzeige auf der Suche nach einem Paar gewesen sei. Der Beschwerdeführer habe von D.________ verlangt, dass sie ihn zum Treffen begleite und mitmache, obschon er gewusst, eventualiter in Kauf genommen habe, dass sie das nicht wolle. Er habe sie zuvor mit Drohungen, Unterdrückungen und quasi täglichen Schlägen gefügig gemacht (vgl. Anklageschrift Ziff. I.A.9 und I.A.14, Nötigung und Tätlichkeiten). Der Beschwerdeführer habe ihr auch mit Schlägen gedroht, als sie ihm am 22. Oktober 2020 auf der Fahrt zum vereinbarten Treffpunkt am Bahnhof in U.________ mitgeteilt habe, es nicht tun zu wollen. Vom Treffpunkt aus sei man zu einem Bed and Breakfast-Zimmer gefahren, wo sie sich alle ausgezogen hätten und der Beschwerdeführer D.________ angewiesen habe, ihn oral zu befriedigen, was diese befolgt habe (vgl. Anklageschrift Ziff. I.A.3.4, sexuelle Nötigung). Währenddessen habe E.________ sie von hinten vaginal penetriert (Vergewaltigung). Dabei habe sie so tun müssen, als ob es ihr gefalle. Nach kurzer Zeit sei E.________ zum Samenerguss auf dem Rücken von D.________ gekommen. Dieser habe gestützt auf die Umstände davon ausgehen dürfen, dass D.________ mit den sexuellen Handlungen einverstanden gewesen sei, was aber nicht der Fall gewesen sei. In Ziff. I.A.2.2 hält die Anklageschrift dem Beschwerdeführer vor, er habe für den 4. November 2020 in einem Hotel in V.________ ein weiteres Treffen vereinbart, nachdem er zuvor über dieselbe Internetplattform mit F.________ Kontakt aufgenommen gehabt habe. Obschon der Beschwerdeführer gewusst, evtl. in Kauf genommen habe, dass D.________ dies nicht wolle, habe er ihre Präsenz und Mitwirkung an diesem Treffen verlangt. Er habe sie zuvor mit Drohungen, Unterdrückungen und quasi täglichen Schlägen bzw. körperlicher Gewalt gefügig gemacht (vgl. Anklageschrift Ziff. I.A.9 und I.A.14, Nötigung und Tätlichkeiten). Sie habe eingeschüchtert bzw. unter psychischem Druck ihm Folge leisten müssen, sodass es am besagten Treffpunkt (Hotelzimmer) auf seine Anweisungen hin zu sexuellen Handlungen zu dritt gekommen sei. Zuerst hätten beide Männer erfolglos versucht, D.________ gleichzeitig zu penetrieren. Hierauf sei F.________ auf Verlangen des Beschwerdeführers von hinten vaginal mit seinem ungeschützten Penis in sie eingedrungen und habe darauf auf deren Brust ejakuliert. F.________ habe gestützt auf die Umstände davon ausgehen dürfen, dass D.________ mit den sexuellen Handlung einverstanden gewesen sei, was aber nicht zugetroffen habe. Ziff. I.A.9 und I.A.14 (mehrfache Nötigung und mehrfache Tätlichkeiten), auf welche die beiden vorgenannten Vorhalte der Anklageschrift verweisen, umschreiben die Nötigungsmittel und Überwachungsmassnahmen des Beschwerdeführers (namentlich mehrfache Drohung, D.________, ihren Bruder und ihre Kinder umzubringen und Letzteren Schaden zuzufügen, mehrfache Fusstritte, Fausthiebe, Ohrfeigen und Schläge zum Nachteil von D.________, Standortüberwachung mittels Handyortung und das ihr auferlegte Verbot, die Wohnung ohne seine Einwilligung zu verlassen).