Citation: 5A_363/2022 E. 1.3

1.3. Tritt die kantonale Letztinstanz auf eine bei ihr erhobene Beschwerde nicht ein, ist Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens nur die Frage, ob dieses Nichteintreten zu Recht erfolgt ist (BGE 135 II 38 E. 1.2). Das Kantonsgericht ist auf die bei ihm erhobene Beschwerde wegen mangelnder Substanziierung insoweit nicht eingetreten, als die Beschwerdeführerin eine Voreingenommenheit von Mitgliedern der KESB geltend machte. Die Beschwerdeführerin äussert sich vor Bundesgericht nicht zur Nichteintretensproblematik. Ihre Anträge und Vorbringen, namentlich aber das Schreiben vom 23. Mai 2023, zielen vielmehr auf eine inhaltliche Beurteilung des Ausstandsgesuchs durch das Bundesgericht, wozu dieses nach dem Ausgeführten nicht berufen ist. Ein Ausstandsverfahren ist zudem vor der Vorinstanz noch hängig (vgl. vorne Bst. B.b). Auf die Beschwerde ist soweit den Ausstand von Mitgliedern der KESB betreffend folglich nicht einzutreten. Anzumerken bleibt, dass ein neues Gesuch um Ausstand eines Behördenmitglieds nicht beim Bundesgericht anhängig zu machen wäre (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 450f ZGB, Art. 56 Abs. 1 des Einführungsgesetzes des Kantons Graubünden vom 12. Juni 1994 zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch [EGzZGB/GR; BR 210.100] und Art. 49 Abs. 1 ZPO).