Citation: 2C_354/2024 E. 3.7

3.7. Die Vorinstanz erwog, bereits das anlässlich der Verurteilung vom Oktober 2019 verhängte Strafmass von 42 Monaten spreche für ein schweres Verschulden des Beschwerdeführers. Sodann ergebe sich auch aus den konkreten Tatumständen, namentlich dem äusserst aggressiven und brutalen Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber dem von ihm - ohne Vorliegen einer Bedrohungslage - akut lebensbedrohlich verletzten und nachhaltig geschädigten Opfer ein sehr schwerwiegender Verstoss gegen die hiesige Rechtsordnung. Ferner zeige die umfangreiche Deliktsbiografie des Beschwerdeführers, dass ihn Strafurteile nicht beeindrucken und er entsprechend nicht willens oder fähig ist, sich an die Regeln zu halten, was dem öffentlichen Interesse an der Beendigung seines Aufenthalts zusätzliches Gewicht verleihe. Zwar sei dem Beschwerdeführer im Rahmen seiner bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug eine insgesamt günstige Legalprognose ausgestellt worden; dies bedeute jedoch nicht, dass von ihm keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung mehr ausgehe. Er habe Einsicht in das Unrecht seines strafrechtlichen Verhaltens vermissen lassen und insbesondere auch im Strafverfahren betreffend die Anlasstat der schweren Körperverletzung keine aufrichtige Reue gezeigt. Zudem habe ihn seine intakte Ehe und die Verantwortung als Vater nicht davon abhalten können, die besagte Anlasstat zu begehen. Während des Strafvollzugs habe er naturgemäss wenig Gelegenheit gehabt, zu delinquieren, wobei sein Vollzugsverlauf ohnehin - u.a. wegen Angriffs auf die körperliche Unversehrtheit von Mitinsassen und Drohung gegen Mitinsassen - lediglich als "akzeptabel" bzw. als "durchzogen" eingestuft worden sei. Laut den Berichten zur vollzugsbegleitenden ambulanten Therapie des Beschwerdeführers bestehe weiterer Therapiebedarf, zumal er durch Externalisierungstendenzen, ein eingeschränktes Problembewusstsein, mangelnde Empathie sowie dadurch auffalle, dass er sich zuweilen als Opfer der Umstände wahrnehme. Vor diesem Hintergrund sei weiterhin von einer Rückfallgefahr auszugehen und das öffentliche Interesse an der Entfernungsmassnahme entsprechend als gewichtig zu qualifizieren. Hinsichtlich des privaten Interesses des Beschwerdeführers und seiner Familie an seinem Verbleib in der Schweiz hielt die Vorinstanz fest, dass die mit der Entfernungsmassnahme verbundenen Nachteile vor allem für die Kinder erheblich seien, sollten Ehefrau und Kinder in der Schweiz bleiben. Allerdings habe sich der Beschwerdeführer - trotz langer Aufenthaltsdauer - in der Schweiz nicht erfolgreich zu integrieren vermocht (Straffälligkeit, zeitweiser Sozialhilfebezug, Verschuldung, mangelhafte Deutschkenntnisse), stünden seiner Rückkehr in den Kosovo, wo er die ersten 19 Jahre seines Lebens verbrachte und wo seine Geschwister leben, keine massgeblichen Hindernisse entgegen und sei mit Blick auf das Kindeswohl zu berücksichtigen, dass die Kinder in ihrem vertrauten Umfeld bei der Mutter bleiben und weiterhin in der Schweiz aufwachsen könnten. Ferner schliesse die Verurteilung des Beschwerdeführers die inskünftige Erteilung eines neuen Aufenthaltstitels nicht ein für alle Mal aus. Im Ergebnis halte die angeordnete Entfernungsmassnahme der Rechtskontrolle stand.