Citation: 8C_615/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorbringen des Beschwerdeführers zielen zunächst darauf ab, die Vorinstanz hätte den Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 22. April 2013 im Rahmen der revisionsrechtlichen Beurteilung auf dessen zweifellose Unrichtigkeit prüfen müssen. Eine solche Pflicht ergibt sich indessen weder aus Art. 53 Abs. 2 ATSG noch aus der Rechtsprechung. Im zitierten BGE 141 V 9 wird einzig die langjährige Praxis bestätigt und präzisiert, dass dort, wo eine anspruchsrelevante Veränderung des Sachverhalts im Sinne einer revisionsbegründenden erheblichen Gesundheitsveränderung bejaht werden muss, der Invaliditätsgrad auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu ermitteln ist (E. 5 und 6). Daraus ist einzig abzuleiten, dass der Rentenanspruch für die Zukunft (ex nunc et pro futuro) neu zu prüfen ist. Ob die erstmalige Rentenfestsetzung zweifellos unrichtig gewesen war, bildet nicht Gegenstand des Revisionsverfahrens nach Art. 17 Abs. 1 ATSG. Wohl kann das kantonale Gericht eine die Rente aufhebende Revisionsverfügung mit der substituierten Begründung der Wiedererwägung schützen, die ursprüngliche Rentenzusprache sei zweifellos unrichtig gewesen (vgl. dazu BGE 125 V 368). Ein solcher Fall liegt indes hier offensichtlich nicht vor. Die Beschwerde ist, soweit damit der Nichtentretensentscheid des kantonalen Gerichts angefochten wird, abzuweisen.