Citation: 2C_392/2020 E. F

Von einem schutzwürdigen Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines angefochtenen Entscheids sei, so das Verwaltungsgericht, jedenfalls auszugehen, wenn um eine tiefere Veranlagung nachgesucht werde. Ausnahmsweise sei das Rechtsschutzinteresse auch bei beantragter Höherveranlagung zu bejahen, dann nämlich, wenn dadurch in einer Folgeperiode niedrigere Steuern anfielen oder ein ansonsten drohendes Nachsteuer- oder Steuerhinterziehungsverfahren abgewendet werden könne. Ein solches stehe vorliegend nicht zur Diskussion. Ebenso wenig hätten die Steuerpflichtigen vorgebracht, aufgrund der Umqualifikation ergäben sich inskünftig niedrigere Steuern. Gegenteils habe die Steuerkommission in der Laufperiode den Pauschalabzug zugelassen, obwohl sie von Geschäftsvermögen ausgegangen sei - dies ausnahmsweise und nur vorübergehend, weil der Steuerpflichtige angesichts der fehlenden Übergangszeit keine Dispositionen habe treffen können. Die Umteilung ins Geschäftsvermögen begründe höchstens latente Steuerschulden. In diesem Zusammenhang könnten die Steuerpflichtigen zu gegebener Zeit die ordentlichen Rechtsmittel ergreifen. Auch die möglicherweise inskünftig geschuldeten AHV-Beiträge vermöchten keinen hinreichenden Rechtsnachteil zu begründen. Was die Aufrechnung von Fr. 16'600.-- und die verweigerte Anerkennung der Rückstellung von Fr. 75'000.-- betreffe, hätten die Steuerpflichtigen durch ihre bezifferten Anträge zu verstehen gegeben, dass sie dagegen keine Einwände erheben wollten.