Citation: 9C_287/2018 E. 4.1

4.1. Die am 23. September 2016 ergänzte Expertise der asim vom 12. Oktober 2015 erfüllt die von der Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen. Es betrifft dies indessen nicht nur die im angefochtenen Entscheid genannten Anforderungen, welche im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung massgebend sind, sondern auch diejenigen, welchen in Revisionsfällen zusätzlich Beachtung zu schenken ist (vgl. E. 2.2 hievor). Insbesondere begründete Dr. med. C.________ nachvollziehbar und schlüssig, dass sich im Vergleich zum Gesundheitszustand, welcher der Verfügung vom 4. November 2008 zugrunde gelegen hatte, eine wesentliche Verschlechterung ergeben hat. Anders als der angefochtene Entscheid suggeriert, beschränkte sich die Gutachterin nicht darauf, neue Diagnosen zu stellen, sondern legte schlüssig dar, wie sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im Verlauf der Jahre schrittweise verschlechtert hatte. Dabei bezeichnete sie den Tod des Ehemannes im Jahr 2004 lediglich als "erste Zäsur", welche zu einer ersten schweren depressiven Episode in der Zeit zwischen 2004 und 2006 geführt hatte. Diese remittierte nach Angaben der Beschwerdeführerin unter psychiatrischer Behandlung rasch. Andere depressive Episoden sind in diesem Zeitraum nicht dokumentiert. In Einklang damit beschrieb Dr. med. C.________ eine psychische Stabilisierung der Beschwerdeführerin ab 2006 durch die Bekanntschaft mit einem neuen Lebenspartner. Aus gutachterlicher Sicht trat erst nach der Trennung 2011 eine erneute Verschlechterung des Gesundheitszustands mit schwerer depressiver Dekompensation und verschiedenen Hospitalisationen ein. Was den Schweregrad und die Frequenz der einzelnen depressiven Episoden ab 2011 anbelangt, wies Dr. med. C.________ darauf hin, die schwere strukturelle Störung der Persönlichkeit der Beschwerdeführerin bedeute gegenüber Gesunden eine stark erhöhte Vulnerabilität, was zu einer rezidivierend depressiven Störung mit einer Zunahme der Dynamik geführt habe. Die Gutachterin verwies zur Verdeutlichung dieser Dynamik auf zahlreiche - im Aktenzusammenzug des Gutachtens namentlich erwähnte und zusammengefasste - Berichte ab 2011 und die darin abgebildeten Diagnosen. Tatsächlich war die Beschwerdeführerin zwischen 2011 und 2013 intensiv, insbesondere mehrere Male stationär behandelt worden (vgl. u.a. Austrittsberichte des Spitals D.________ vom 17. Mai 2011 und vom 15. Februar 2013, der Klinik E.________ vom 4. Juli 2011, der Psychiatrischen Dienste F.________ vom 6. März 2013, des Reha Zentrums G.________ vom 22. März 2013 und des Spitals H.________ vom 28. März 2013). In all diesen Austrittsberichten wurden depressive Geschehen unterschiedlicher Schweregrade diagnostiziert. Explizit erwähnte Dr. med. C.________ den Bericht der Psychiatrischen Dienste F.________ vom 6. März 2013, worin eine schwere Depression mit psychotischen Symptomen diagnostiziert wurde. In Anbetracht dieser Darlegungen kann keine Rede davon sein, die Gutachterin der asim habe in ihrer psychiatrischen Expertise die Zunahme von Schweregrad und Frequenz der einzelnen depressiven Episoden im Zeitraum zwischen 2011 und 2013 nicht nachvollziehbar dargelegt.