Citation: I 957/05 17.07.2006 E. 4

4.1 Die Darstellung der Beschwerdeführerin trifft zu, wonach das für die Bestimmung des Invaliditätsgrades massgebende Invalideneinkommen zu keinem Zeitpunkt strittig war, die Parteien sowohl im Einsprache- als auch im kantonalen Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren einzig zum Valideneinkommen - konkret: dessen allein umstrittene Anpassung an die Nominallohnentwicklung bis zum Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns im Jahre 2000 - Stellung bezogen hatten und der vorinstanzliche Entscheid sich zu diesem Streitpunkt ohne nähere Begründung nicht äussert. Darin liegt eine Verletzung des aus Art. 29 Abs. 1 BV fliessenden Anspruchs des Rechtsuchenden, dass die Behörde und im Streitfall das Gericht die rechtserheblichen Parteivorbringen tatsächlich hört, sorgfältig prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt (BGE 127 I 54 Erw. 2b, 127 III 576 Erw. 2e, 126 I 97 Erw. 2b, 121 III 331 Erw. 3b; 117 Ia 262 Erw. 4b, je mit Hinweisen) oder aber zumindest die Gründe angibt, weshalb sie gewisse Gesichtpunkte nicht berücksichtigen kann (124 V 182 f. Erw. 2b); letzterem Begründungserfordernis genügt namentlich der allgemeine Hinweis der Vorinstanz auf die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes bestehende Pflicht der Behörden, den rechtserheblichen Sachverhalt ungeachtet der Parteivorbringen von Amtes wegen abzuklären, nicht. Der festgestellte Verfahrensmangel wiegt schwer und ist einer letztinstanzlichen Heilung - auch mit Blick darauf, dass sich die Parteien zum Streitpunkt des Valideneinkommens vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht nicht geäussert haben und grundsätzlich Anspruch auf einen doppelten Instanzenzug besteht (BGE 128 V 321 Erw. 1e/bb, 125 V 417 Erw. 2c mit Hinweisen) - nicht zugänglich. Bereits aus diesem Grund ist der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und die Sache - entsprechend dem im Rahmen des Streitgegenstandes liegenden und daher zulässigen Antrag des Beschwerdegegners (vgl. BGE 125 V 413, 124 V 155 Erw. 1, 122 V 244 Erw. 2a, 117 V 295 Erw. 2a, 112 V 99 Erw. 1a, 110 V 51 Erw. 3c mit Hinweisen; vgl. auch BGE 122 V 36 Erw. 2a) - an das kantonale Gericht zurückzuweisen, damit es die vorinstanzlich vorgebrachte Rüge betreffend die Höhe des Valideneinkommens materiell beurteile. 4.2 Hinsichtlich des vorinstanzlich von den Parteien nicht thematisierten, vom kantonalen Gericht jedoch als Anlass für eine Rückweisung der Sache an die Verwaltung genommenen Invalideneinkommens ist Folgendes festzuhalten: Im Vorgehen der Vorinstanz liegt zwar rechtstechnisch keine Ausdehnung des Streitgegenstandes, zumal sich die Entscheidbegründung auf das streitige Rechtsverhältnis als solches - den Rentenanspruch insgesamt - bezieht (vgl. BGE 125 V 415 f. Erw. 2a ff. Erw. 1b und 2 mit Hinweisen; Erw. 2.1 hievor). Tatsache aber ist, dass sich das Gericht damit auf die Prüfung eines nicht bestrittenen Aspektes des streitigen Rechtsverhältnisses beschränkt und seinen Entscheid einzig darauf gegründet hat. Ob die Parteien damit rechnen konnten, nachdem sich bereits der vorinstanzlich angefochtene Einspracheentscheid vom 27. Januar 2005 lediglich noch mit der Höhe des Valideneinkommens befasst hatte, und ob das kantonale Gericht im Lichte der unter Erw. 2.1 in fine und 2.2 hievor dargelegten Rechtsprechung konkret gehalten war, den Parteien vor seinem Entscheid Gelegenheit zur Stellungnahme einzuräumen, kann offen gelassen werden. Denn selbst bei Bejahung einer entsprechenden Verletzung des verfassungsrechtlich gewährleisteten Gehörsanspruchs hat diese - anders als jene gemäss Erw. 3.1 hievor - letztinstanzlich als geheilt zu gelten, nachdem nunmehr eine umfassende Stellungnahme der IV-Stelle zur materiellen Begründetheit des vorinstanzlichen Rückweisungsentscheids vorliegt, welcher sich der Beschwerdegegner vernehmlassungsweise ausdrücklich anschliesst. Es ist dem - im vorliegenden Verfahren über volle Kognition verfügenden (Art. 132 OG) - Eidgenössischen Versicherungsgericht mithin nicht verwehrt und nach übereinstimmender Auffassung der Parteien zudem auch prozessökonomisch geboten, hier abschliessend zu diesem Punkt Stellung zu nehmen.