Citation: 5A_184/2023 E. 5.3

5.3. Auch hinsichtlich der Bedarfsberechnung hat sich die Vorinstanz weder Willkür (Art. 9 BV) noch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) vorwerfen zu lassen. Namentlich ist es nicht zu beanstanden, dass sie bei den Wohnkosten auf den Mietzins des von der Beschwerdegegnerin früher in Frankreich bewohnten Hauses abgestellt hat. Daran ändert nichts, dass die Beschwerdegegnerin neu in einer günstigeren 3,5-Zimmer Wohnung lebt. Unwidersprochen stellt die Vorinstanz fest, dass die Möglichkeit, ein Haus mit Garten zu bewohnen, dem vor der Trennung gepflegten (Wohn-) Standard entspricht, den zu erhalten die Beschwerdegegnerin Anspruch hat (vgl. Urteil 5A_629/2017 vom 22. November 2018 E. 6.5 und dazu SPYCHER/MAIER, in: Handbuch des Unterhaltsrechts, 3. Aufl. 2023, Kap. 2 Rz. 110; zur Bedarfsberechnung im Rahmen der einstufig-konkreten Methode allgemein: BGE 147 III 286 E. 4.1 und 4.4). Vor diesem Hintergrund erübrigt es sich, die Frage zu beantworten, ob der Beschwerdeführer das Novum, dass die Beschwerdegegnerin umgezogen ist, rechtzeitig ins Verfahren eingeführt hat. Gleiches gilt für die Kosten des Gärtners und der Reinigungshilfe. Fehl geht die Annahme des Beschwerdeführers, wonach es sich bei seiner Beilage 14 (Flugkosten Nizza - Tunis) um ein zulässiges Novum im Sinn von Art. 99 Abs. 1 BGG handelt. Dieses Dokument wurde erst im Anschluss an das angefochtene Urteil generiert. Als echtes Novum scheidet dessen Berücksichtigung im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren zum vorneherein aus (BGE 148 V 174 E. 2.2 mit Hinweisen; Urteil 5A_345/2020 vom 30. April 2021 E. 2.2). Auch die bei den Positionen Kosmetik und Fahrzeugkosten behaupteten Rechnungsfehler führen nicht dazu, dass die angefochtene Bedarfsberechnung korrigiert werden müsste: Damit eine Unterhaltsberechnung willkürlich ist, muss sie es nicht nur in der Begründung, sondern auch im Ergebnis sein (vgl. Urteil 5A_926/2019 vom 30. Juni 2020 E. 3.2). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass sich die Rechnungsfehler bis zu einem rechtskräftigen Scheidungsurteil summieren. Insgesamt verkennt der Beschwerdeführer die Rolle des Bundesgerichts im Eheschutzverfahren. Das Bundesgericht ist keine Appellationsinstanz, welche das angefochtene Urteil in jedem angefochtenen Punkt auf seine Richtigkeit hin überprüft (vgl. etwa Urteile 4A_145/2023 vom 3. Juli 2023 E. 6.3; 1C_602/2022 vom 24. März 2023 E. 1.4). Es interveniert nur, wenn das angefochtene Urteil qualifizierte Mängel aufweist. Um solche darzutun, genügt es nicht, dass der Beschwerdeführer im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren im Wesentlichen seinen im vorinstanzlichen Verfahren eingenommen Standpunkt wiederholt und das anders lautende kantonale Urteil vor Bundesgericht weitschweifend und dramatisierend als offensichtlich unhaltbar bzw. willkürlich bezeichnet (vgl. vorne E. 2).