Citation: U 344/05 13.03.2006 E. 4

4.1 Die beteiligten Ärzte gehen darin einig, dass die geklagten Beschwerden mehrere Ursachen haben. Nebst einer allfälligen milden traumatischen Hirnverletzung stehen nach dem Gesagten (Erw. 3 hievor) insbesondere die Schmerzproblematik (Knie), der jahrelange hohe Schmerzmittelkonsum (mit daraus entstandener Abhängigkeit) sowie eine Depression im Vordergrund. Zu berücksichtigen ist weiter, dass die damalige Ehefrau bereits vor dem Unfall eine beginnende Persönlichkeitsänderung des Versicherten von einem fröhlichen, sehr aktiven zu einem kraftlosen, unentschlossenen, immer müden, oft abwesenden Menschen beobachten konnte (Bericht des Dr. med. K.________ vom 23. Januar 2002). 4.2 Praxisgemäss muss der Beweis des Wegfalls eines natürlichen Kausalzusammenhangs nicht durch Nachweis unfallfremder Gründe erbracht werden. Entscheidend ist vielmehr ausschliesslich, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens dahingefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 Erw. 3b). Eine Vielzahl möglicher Ursachen genügt daher für sich allein nicht, um dem Unfall jegliche kausale Bedeutung für nachfolgend aufgetretene gesundheitliche Beschwerden abzusprechen. Im Falle ätiologisch unspezifischen Beschwerden sowie einer Ursachenkonkurrenz kann jedoch aus der Dominanz unfallfremder Gründe in Verbindung mit der fraglichen Eignung des Unfallereignisses, dauernde Schädigungen zu erzeugen, unter Umständen auf den Wegfall der natürlichen Kausalität geschlossen werden (vgl. Urteil B. vom 16. Mai 2005, U 264/04, zusammenfassend publiziert in HAVE 2005 S 351).