Citation: 1C_620/2023 E. 5.1.2

5.1.2. Auf kantonaler Ebene sind die Waldabstände im Planungs- und Baugesetz bestimmt. Dieses Gesetz sowie die dazugehörige Verordnung wurden revidiert und die Neufassungen per 1. Januar 2019 in Kraft gesetzt. Wie die Vorinstanz darlegte und von den Beschwerdeführenden nicht beanstandet wird, gelangt nach den Übergangsbestimmungen auf das vorliegende Baugesuch das im Zeitpunkt der Einreichung des Baugesuchs am 24. April 2018 geltende Recht zur Anwendung. Folglich ist nachfolgend auf die bis am 31. Dezember 2018 gültigen Fassungen des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Zug vom 26. November 1998 (nachfolgend: aPBG/ZG; BGS 721.11) und der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz vom 16. November 1999 (nachfolgend: aV PBG/ZG; BGS 721.111) abzustellen. Demnach müssen einzelne Bauten und Anlagen sowie Baulinien einen Waldabstand von mindestens 12 m einhalten (§ 12 Abs. 1 aPBG/ZG). Die zuständige Behörde gewährt Ausnahmen von den kantonalen Plänen und Bauvorschriften, falls sich sonst im Einzelfall eine offensichtlich unzweckmässige Lösung oder eine unbillige Härte ergäbe und wo das übergeordnete Recht es zulässt (§ 14 aPBG/ZG).