Citation: 5A_100/2016 E. 3.3

3.3. In Rz. 34 der Replik machte die Beschwerdeführerin plötzlich auch in Bezug auf den Kostenbeitrag von Fr. 800'000.-- gemäss Ziff. 3.2 des Vertrages 2011 geltend, sich geirrt zu haben. Obwohl die Beschwerdegegnerin in ihrer Klageantwort auf S. 11 oben noch zutreffend darauf hingewiesen hatte, dass diese nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilde, bestritt sie in ihrer Duplik auf S. 8 das Vorbringen der Beschwerdeführerin in der Sache und das Handelsgericht behandelte die Frage ebenfalls materiell (angefochtener Entscheid S. 25 ff.), wobei es den Irrtum verneinte. Gegenstand der Aberkennungsklage ist einzig die in Bezug auf die Ausgleichszahlung gemäss Ziff. 3.4 des Vertrages 2011 in Betreibung gesetzte Forderung von Fr. 692'160.--. Zwar hat die Beschwerdeführerin mit Erklärung vom 18. Juni 2012 den ganzen Vertrag gestützt auf Art. 31 OR angefochten (angefochtenes Urteil S. 6 unten), aber der Kostenbeitrag von Fr. 800'000.-- gemäss Ziff. 3.2 des Vertrages 2011 ist nicht Teil der Betreibung Nr. yyy des Betreibungsamtes B.________ und die Beschwerdeführerin hat in den Rechtsbegehren ihrer Klage und Replik denn auch nur die Feststellung des Nichtbestehens der Forderung über Fr. 692'160.-- nebst Zinsforderungen verlangt. Abgesehen davon würden die Vorbringen der Beschwerdeführerin wiederum daran scheitern, dass die Tatsachenfeststellungen des Handelsgerichtes, welche zur Verneinung des Irrtums im Zusammenhang mit der Höhe der Mehrkosten für das Brückenbauwerk und der angeblichen Massgeblichkeit dieses Irrtums für den im Vertrag 2011 festgelegten Beteiligungsbetrag geführt haben, nur mit appellatorischen Ausführungen angefochten werden.