Citation: 2C_888/2017 E. 3.1

3.1. Das Verwaltungsgericht hat sich auf Art. 4 des Steuergesetzes des Kantons Bern vom 21. Mai 2000, auf Art. 3 StHG und auf Art. 127 Abs. 3 BV (zum Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung) sowie auf die zu den genannten Bestimmungen ergangene bundesgerichtliche Rechtsprechung gestützt (vgl. dazu ausführlich und überzeugend E. 2 des vorinstanzlichen Urteils), um zutreffend festzuhalten, dass der Mittelpunkt der Lebensinteressen der Beschwerdeführerin sich während des Jahres 2014 in Bern befand. Das entspricht der allgemein üblichen Situation einer 30-jährigen und unverheirateten Person, die schon einige Jahre mit einem (sozusagen) vollständigen Pensum am selben Ort arbeitet. In einem solchen Fall wird praxisgemäss davon ausgegangen, dass der steuerrechtliche Wohnsitz sich in der Gemeinde des Wochenaufenthalts befindet und nicht mehr am Ort des allfällig am Wochenende aufgesuchten Wohnorts der Eltern oder an einem sonstigen Ort, es sei denn, es würden im konkreten Fall besondere Einzelumstände überzeugend geltend gemacht (vgl. dazu eingehend insb. E. 3.1 - 3.4 des angefochtenen Urteils).