Citation: 2C_204/2019 E. 3.3

3.3. In der Interessenabwägung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK sowie Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 96 AIG ist somit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit Strafbefehl vom 23. Mai 2017 der Täuschung der Behörden nach Art. 118 Abs. 1 AIG schuldig gesprochen und zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 60 Tagen verurteilt wurde. Dieses Delikt zielte direkt darauf ab, sich einen Aufenthaltstitel zu erschleichen, weshalb ein hohes öffentliches Interesse an seiner Ausreise besteht. Zu berücksichtigen in der Interessenabwägung ist weiter die erhebliche Verschuldung des Beschwerdeführers: Das wirtschaftliche Wohlergehen des Aufnahmestaates wurde von den Konventionsstaaten ausdrücklich als ein Kriterium verankert, welches einen Eingriff in die konventionsrechtliche Garantie des Privat- und Familienlebens im Sinne nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK zu rechtfertigen vermag (zit. Urteil des EGMR Hasanbasic, § 59). Der Beschwerdeführer gab unter diesem Gesichtspunkt schon vier Jahre nach seiner Einreise Anlass zu Klagen, verwarnte ihn doch die vormalige kantonale Fremdenpolizei schon im Jahr 1996 wegen Schulden, verweigerte ihm im Jahr 1999 aus diesem Grund die Niederlassungsbewilligung und verlängerte seine Aufenthaltsbewilligung in den Jahren 2000, 2003, 2005, 2006, 2013 und 2014 nur unter der Bedingung, dass er seinen finanziellen Verpflichtungen nachkomme und sich klaglos verhalte. Im Betreibungsregisterauszug des Beschwerdeführers vom 5. März 2018 sind 37 Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 166'724.50 sowie gepfändete Forderungen im Gesamtbetrag von Fr. 27'763.45 verzeichnet. Des Weiteren musste der Beschwerdeführer wegen Verstössen gegen das SVG verurteilt werden, insbesondere wegen Führens eines Motorfahrzeugs trotz Führerausweisentzug bzw. ohne Führerausweis. Die erheblich ins Gewicht fallenden öffentlichen Interessen an seiner Ausreise sind gegenüber das durch den langjährigen Aufenthalt begründete private Interesse des Beschwerdeführers an einem weiteren Aufenthalt in der Schweiz abzuwägen. Auszugehen ist davon, dass die Ehe zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau nicht intakt ist, jedoch auch die Ehefrau daran festhält (oben, E. 3.3.2). Eine enge Bindung zwischen dem Beschwerdeführer und seinem noch minderjährigen Sohn ist unbelegt geblieben (oben, E. 3.3.3). Angesichts dessen, dass das Familienleben des Beschwerdeführers, dessen Ehe nicht intakt ist und der keine enge Beziehung zu seinem im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils vierzehnjährigen Sohn hat, überwiegt das öffentliche Interesse an seiner Ausreise sein privates Interesse an einem weiteren Aufenthalt. Entgegen seiner Darstellung ist seine Ehefrau auch nicht krank, sondern haben keine Auffälligkeiten hinsichtlich ihrer Konzentrations- oder Merkfähigkeit bestanden und hätten keine Hinweise auf Wahn, Ich-Störung oder Sinnestäuschungen vorgelegen. Aufgrund der verbindlichen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung ist nicht davon auszugehen, dass das Kindeswohl bei einer alleinigen Betreuung der Kinder durch die Ehefrau in der Schweiz beeinträchtigt würde. Das bis anhin gelebte Familienleben kann auch durch Kurzbesuche und durch moderne Kommunikationsmittel aufrecht erhalten werden. Dem Beschwerdeführer, der in Serbien 19 Jahre seines Lebens verbracht hat, die heimische Sprache spricht und oft für Besuche in seinen Heimatstaat zurückgekehrt ist, ist eine Rückreise zumutbar. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.