Citation: 6B_1394/2017 E. 4.2

4.2. Die Familie der Beschwerdeführerin (Beschwerdeführerin, ihr Ehemann, zwei Söhne) und die Familie der Tochter der Beschwerdeführerin (B.________ [Beschwerdegegnerin 3], ihr Ehemann [Beschwerdegegner 2], zwei Söhne) sind verfeindet. Am 7. Januar 2014 kam es auf dem Parkplatz der G.________ AG zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen beiden Familien. Dabei erlitt der Beschwerdegegner 2 eine vom rechten Mundwinkel bis zum rechten Ohrläppchen verlaufende, klaffende, glattrandige Schnittverletzung mit Durchtrennung der Gesichtsschlagader. Die Beschwerdegegnerin 3 erlitt einen Durchstich ihres linken Oberarms. Die Vorinstanz gelangt zur Überzeugung, dass die Beschwerdeführerin mit einem Jagdmesser auf ihre Kontrahenten losging und sie verletzte. Nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen lancierte die Beschwerdeführerin die tätliche Auseinandersetzung mit der Beschwerdegegnerin 3, indem sie mit dem gezückten Messer in der Hand sich zwischen zwei geparkte Fahrzeuge begab, wo ihre mit einem Stock bewaffnete Tochter wartete. Dort beschimpften und bedrohten sich Mutter und Tochter massiv, wobei die Beschwerdeführerin das Messer zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht einsetzte. In der Folge erhob die Beschwerdegegnerin 3 den Stock gegen ihre Mutter. Diese lief davon, wobei die Beschwerdegegnerin 3 sie von hinten mehrmals mit dem Stock schlug respektive dies zumindest versuchte. Darauf drehte sich die Beschwerdeführerin um, versuchte zuerst bloss abzuwehren und startete darauf einen Gegenangriff. Im folgenden Handgemenge gewann die Beschwerdeführerin mehr und mehr die Oberhand und drängte ihre Tochter zurück. Darauf machte die Beschwerdeführerin während des Handgemenges mit der rechten Hand eine Ausholbewegung und führte von oben herab eine ziemlich heftige Stichbewegung gegen den linken Oberarm/Schulterbereich ihrer Tochter aus. Dabei war es ihr egal, wo und wie sie ihre Gegnerin treffen würde. Beide Frauen versuchten weiter aufeinander loszugehen, wurden aber von den anderen Familienmitgliedern schliesslich getrennt (Entscheid S. 25 ff.). Keine Zweifel hegt die Vorinstanz auch in Bezug auf die Täterschaft, welche dem Beschwerdegegner 2 die Schnittverletzung im Gesicht zufügte. Sie stellt fest, dass die Beschwerdeführerin mit dem gezückten Messer von hinten auf ihren Schwiegersohn zurannte. Dieser sah sie nicht kommen. Von hinten und für den Beschwerdegegner 2 überraschend fügte sie ihm gezielt einen Schnitt an der rechten Backe zu. Die Beschwerdeführerin wurde von ihrem Schwiegersohn weder angegriffen, noch eilte sie einem Dritten zu Hilfe. Auch schliesst die Vorinstanz aus, dass die Beschwerdeführerin fälschlicherweise von einem solchen Angriff gegen sie oder einen Dritten ausging (Entscheid S. 33 ff.).