Citation: 6B_1349/2023 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz prüft die Situation der Beschwerdeführerin umfassend unter Einbezug aller massgeblichen Gesichtspunkte, wie insbesondere Grad der (persönlichen und wirtschaftlichen) Integration, einschliesslich familiärer Bindungen in der Schweiz bzw. in der Heimat, Aufenthaltsdauer, Gesundheitszustand und Resozialisierungschancen, und gelangt zum Schluss, es liege kein schwerer persönlicher Härtefall gemäss Art. 66a Abs. 2 StGB vor. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass die Beschwerdeführerin 2005 in die Schweiz zog und damit seit nunmehr 18 Jahren hier lebt. Im Zeitpunkt ihres Zuzugs war sie 35 Jahre alt. Sie hat in der Schweiz weder Kinder noch einen Partner oder eine Partnerin oder Verwandte. Eigenen Angaben zufolge pflegt die Beschwerdeführerin aber Freundschaften und ist vor der Corona Pandemie aktiv gewesen, wobei sie - so die Vorinstanz weiter - weder ihre Aktivitäten noch ihre Freundschaften näher konkretisiert. Nach der Vorinstanz fehlt es damit an Anhaltspunkten für einen besonders engen Bezug zur Schweiz; die blosse Verweildauer für sich allein vermag keine ausreichende soziale Bindung zu belegen. Auch innerhalb der Schweiz ist gemäss der Vorinstanz sodann kein besonderer Bezugsort ersichtlich. Die Beschwerdeführerin hat zufolge ihrer eigenen Angaben seit ihrem Zuzug in die Schweiz in verschiedenen Kantonen gewohnt, gearbeitet und Kontakte gepflegt. Bis 2014 ist sie beruflich aktiv gewesen; danach hat sie nicht mehr relevant Fuss fassen können und ist seit August 2016 (mit einem Unterbruch von Juli bis November 2017) auf Sozialhilfe angewiesen. Zwar ist die Beschwerdeführerin bestrebt, sich wieder in die Berufswelt zu integrieren. Nachdem ihr dies aber seit Jahren nicht mehr richtig gelungen ist, darf mit der Vorinstanz darauf geschlossen werden, dass der Beschwerdeführerin angesichts ihres Alters (52 Jahre) und ihrer geäusserten gesundheitlichen Probleme eine Reintegration in den schweizerischen Arbeitsmarkt nicht entscheidend leichter fallen wird als in den österreichischen. Was die gesundheitliche Situation anbelangt, weist die Vorinstanz darauf hin, dass die von der Beschwerdeführerin angeführten langjährigen Depressionen bzw. anderweitigen Beeinträchtigungen nicht im Detail belegt sind und lediglich eine psychiatrische Behandlung im Jahr 2022 bestätigt ist. Wie die Vorinstanz zudem zu Recht festhält, dürfte die Gesundheitsversorgung in Österreich mit derjenigen in der Schweiz etwa gleichwertig sein und könnte deshalb eine gegebenenfalls notwendige Behandlung auch in Österreich stattfinden. Die Beschwerdeführerin ist mit dem Land, der Sprache und der Kultur ihrer Heimat vertraut.