Citation: 5A_181/2016 E. 2.3.1

2.3.1. Mit dieser Sichtweise verkennt der Beschwerdeführer den Umfang der Kostenvorschusspflicht. Als Gläubiger hat er sämtliche durch die von ihm verlangte Betreibungshandlung anfallenden Gebühren und Auslagen zu bevorschussen. Dazu gehören die in Art. 16 GebV SchKG angeführten Gebühren für den Erlass, die doppelte Ausfertigung, die Eintragung und die Zustellung des Zahlungsbefehls, welche anhand der in Betreibung gesetzten Forderung erhoben werden. Bei einer Forderung von Fr. 100.-- bis Fr. 500.-- beträgt diese Gebühr Fr. 20.-- (Art. 16 Abs. 1 GebV SchKG) und nicht Fr. 17.--, wie der Beschwerdeführer meint. Hinzu kommen weitere Gebühren wie für die allfällige Ausfertigung eines weiteren Gläubigerdoppels und für jeden Zustellungsversuch sowie die Auslagen des Betreibungsamtes in Zusammenhang mit der Zustellung des Zahlungsbefehls (Art. 13 Abs. 1 GebV SchKG). Zur Festsetzung des Kostenvorschusses ist eine gewisse Pauschalierung durchaus zulässig und in der Praxis auch unumgänglich. Über die tatsächlich entstandenen Kosten ist alsdann nach Inanspruchnahme der amtlichen Tätigkeit abzurechnen. Diese Grundsätze entbinden das Betreibungsamt jedoch nicht, die Vorschusspflicht auf die wirklichen, oder wenn nicht genau bestimmbar, vermutlich zu erwartenden Kosten der auszuführenden Amtshandlungen zu beziehen (BGE 85 III 81 E. 3 S. 85/86).