Citation: 9C_316/2019 E. 4.1

4.1. Im Urteil 9C_114/2018 vom 19. Juli 2018 hat das Bundesgericht in Bezug auf die Härtefallkriterien dargelegt, dass die vom BSV in Rz. 2053*, 2055* und 2056* getroffene Regelung im Dienste rechtsgleicher Gesetzesanwendung stehe und hat die Härtefallregelung als gesetzeskonform erachtet. Ebenso haben die hier anwendbaren Verwaltungsweisungen (Rz. 2048 KHMI; Ziff. 4.2 der Richtlinien des BSV für ORL-Expertenärzte zum Abklärungsauftrag zur Vergütung von Hörgeräten durch die Sozialversicherungen IV und AHV) betreffend vorzeitige Auszahlung des Pauschalbetrags vor Ablauf von sechs Jahren eine rechtsgleiche Behandlung der Versicherten zum Ziel. Auch hinsichtlich einer vorzeitigen Auszahlung der Pauschale ist auf audiologische Kriterien, d.h. eine von der prüfenden ORL-Klinik festgestellte Zunahme des Gesamthörverlusts um mindestens 15 Prozentpunkte, abzustellen. Dabei handelt es sich um ein objektives, audiologisch messbares Kriterium, von welchem auszugehen ist. Inwiefern die sich am Grad des Hörverlusts der versicherten Person orientierende Verwaltungsweisung Bundesrecht, insbesondere das Hilfsmittelrecht der Invalidenversicherung, verletzen sollte, führt die Vorinstanz nicht aus. Eine Rechtswidrigkeit ist auch nicht erkennbar.