Citation: 5A_751/2015 E. 3.2

3.2. Aus der Differenz zwischen dem Überschuss im Scheidungszeitpunkt und demjenigen bei der aktuellen Beurteilung hatte das Bezirksgericht eine verminderte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Ehemanns von 27,2 % abgeleitet. Die Vorinstanz hat, anders als das Bezirksgericht, zuerst eine Neuberechnung mit dem nunmehr massgeblichen tieferen Lohn vorgenommen und sodann dieselbe Tatsachenänderung nach der Methodik der ersten Instanz nochmals verarbeitet. Diese Kombination zweier - allenfalls alternativ zu handhabenden - Arten, dem Einkommensrückgang (direkt oder indirekt) Rechnung zu tragen, ist unzulässig; sie verletzt Art. 125 und 129 ZGB. Nach der nicht weiter in Frage gestellten Berechnung der Vorinstanz resultiert - ohne doppelte Berücksichtigung des Einkommensrückgangs - neu ein Gesamt-Unterhaltsbetrag von Fr. 5'641.15. Das Obergericht hat den Kindesunterhalt von C.________ bei Fr. 1'300.-- belassen. Der Anteil des Ehegattenunterhalts betrüge demnach Fr. 4'341.15. Die Beschwerdeführerin hatte die - auf einer einfachen Berücksichtigung der Einkommensminderung beruhende - erstinstanzliche Festlegung des Ehegattenunterhalts auf Fr. 3'600.-- akzeptiert. Letztinstanzlich beantragt sie dessen Bestätigung. Daran ist das Bundesgericht gebunden (Art. 107 Abs. 1 BGG). Die von der Beschwerdeführerin als scheidungskonventionswidrig gerügte Berücksichtigung des Wegfalls von behinderungsbedingten Mehrkosten durch das Obergericht wirkt sich unter diesen Umständen nicht zu ihren Ungunsten aus. Die Frage kann folglich offen bleiben.