Citation: 8C_476/2018 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwog, der Privatkonkurs sei keine verwerfliche oder moralisch unvertretbare Tatsache, die per se zu einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung führen müsse. Der aus arbeitslosenversicherungsrechtlicher Sicht massgebliche Vorwurf gegenüber der Beschwerdeführerin bestehe vielmehr darin, dass sie es in Missachtung ihrer arbeitsrechtlichen Offenbarungspflicht unterlassen habe, die KESB darüber zu informieren. An eine Berufsbeiständin bestünden gesteigerte Anforderungen an ihre persönliche Eignung, weshalb als Beistand ausser Betracht falle, wer beispielsweise wegen eines Vermögensdelikts verurteilt worden sei oder seine Finanzen nicht in Ordnung halte. Die Vermögensverwaltung bei einer schutzbedürftigen Person einem Beistand anzuvertrauen, der über kein einwandfreies Betreibungsregister verfüge, sei unverantwortbar (mit Verweis auf: RUTH E. REUSSER, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl. 2014, N. 22 zu Art. 400 ZGB). Ob im konkreten Einzelfall trotz des Privatkonkurses von einer Nichteignungserklärung hätte abgesehen werden können, sei im Ermessen der KESB gelegen. Hinzu komme, dass die Beschwerdeführerin gemäss Schreiben vom 28. Februar 2017 im Nachgang zu ihrer verschwiegenen Insolvenz zu einem Gespräch gebeten worden sei, um Näheres über die Umstände, die zu dieser Privatinsolvenz führten, zu erfahren. Sie habe sich dazu aber mit dem Hinweis, dies sei ihre private Angelegenheit, nicht äussern wollen. Sie habe ihrer Arbeitgeberin weder einen Betreibungsregisterauszug zukommen lassen noch Auskunft über die Höhe der Schulden geben wollen. Es sei ihr demnach vorzuwerfen, dass sie für ein klärendes Gespräch mit der KESB nicht Hand geboten habe. Damit habe sie jegliche Kooperation verweigert und am Ende eine ausnahmsweise Weiterbeschäftigung vereitelt, die massgeblich davon abhängig gewesen sei, ob und wie sie sich gegenüber ihrer Arbeitgeberin erkläre. Dass die Anhörung ohne Vorankündigung erfolgte, ändere nichts daran, da sie jederzeit damit habe rechnen müssen, dass die Arbeitgeberin von ihrer Insolvenz erfahre und sie damit, auch kurzfristig, konfrontiere.