Citation: 9C_213/2009 19.01.2010 E. 5

5.1 Was das (ebenfalls) anhand von Tabellenlöhnen zu ermittelnde Invalideneinkommen anbelangt, sind sich Vorinstanz und IV-Stelle uneinig, ob für die Zeit ab September 2005 ein leidensbedingter Abzug von 10 % (IV-Stelle) oder 15 % (Vorinstanz) vorzunehmen ist. 5.2 Zur Begründung der Erhöhung des leidensbedingten Abzuges auf 15 % führte die Vorinstanz an, eine Reduktion um 10 % trage allein den Umständen Rechnung, dass dem Versicherten nur noch Tätigkeiten zumutbar seien, bei welchen er weder übermässigem Lärm ausgesetzt sei noch intensiv zu kommunizieren habe, nicht aber den seit September 2005 ausgewiesenen rheumatologischen Beschwerden. 5.3 Wie die IV-Stelle richtig vorbringt, hat das kantonale Gericht mit dem zusätzlichen Abzug von 5 % sein Ermessen ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung gesetzt und damit gegen die Rechtsgrundsätze der Ermessenskontrolle verstossen (vgl. dazu BGE 126 V 75 E. 6 S. 81). Denn die vorinstanzliche abweichende Ermessensausübung erscheint nicht als naheliegender, zumal zusätzliche, neben den Bedingungen der lärmarmen Umgebung und der fehlenden Notwendigkeit intensiver Kommunikation bestehende Beeinträchtigungen auch nach dem Auftreten rheumatologischer Beschwerden nicht ersichtlich sind, sondern der Versicherte vielmehr weiterhin in der Lage war, selbst mittelschwere Tätigkeiten auszuüben. Die eingeschränkte Leistungsfähigkeit bei vollem Pensum ist durch die entsprechende Reduktion des Invalideneinkommens bereits berücksichtigt und kann nicht zu einem zusätzlichen Abzug führen (Urteil 9C_344/2008 vom 5. Juni 2008 E. 4 mit Hinweis). 5.4 Bei einem Abzug von 10 % resultiert für die Zeit ab 1. September 2005 ein Invalideneinkommen von Fr. 33'831.- (LSE 2004, S. 53, TA1, Total Männer, Anforderungsniveau 4, Nominallohnindex total von 1 %; Fr. 4'588.- x 1.01 [Nominallohnbereinigung] : 40 x 41.6 [durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit] x 12 x 0.65 x 0.9) und für die Zeit ab 1. April 2006 ein solches von Fr. 41'821.- (Fr. 4'588.- x 1.012 [Nominallohnbereinigung] : 40 x 41.7 [durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit] x 12 x 0.8 x 0.9).