Citation: 4C.102/2004 01.06.2004 E. 5

Nach dem Gesagten steht fest, dass weder davon auszugehen ist, es sei die Klägerin gewesen, welche für den Unterhalt und den Betrieb des BMW aufgekommen ist, noch dass sie es war, die darüber bestimmte, wer den Wagen fahren konnte. Wenn die Vorinstanz unter diesen Umständen annahm, die Klägerin sei nicht als Halterin im Sinne von Art. 58 Abs. 1 SVG zu betrachten, hat sie nach zutreffenden Kriterien entschieden und diese Bestimmung bundesrechtskonform angewendet (vgl. E. 4.2 hiervor). Entgegen der in der Berufung vertretenen Ansicht besteht kein Anlass, abweichend von der Rechtsprechung den Entscheid darüber, wer als Halter des Fahrzeugs im Unfallzeitpunkt zu betrachten ist, nach dem Eigentum am Fahrzeug auszurichten, umso weniger, als im vorliegenden Fall nicht die Eigentümerin, sondern jene Person als Halter im Fahrzeugausweis eingetragen ist, die es am häufigsten fährt und über die Benutzung entscheidet. Dies führt zur Abweisung der Berufung, soweit darauf einzutreten ist, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten (Art. 156 Abs. 1 und Art. 159 Abs. 1 und 2 OG).