Citation: 1C_188/2020 E. 3.3.2

3.3.2. Eine in erster Linie dem Wohnen dienende Baute lässt sich mit dem in Art. 43 Abs. 1 BauR für die Gewerbezone G umschriebenen Zonenzweck (vgl. oben E. 3.1) nicht vereinbaren, ist diese Zone doch für Betriebe des Gewerbes, der Kleinindustrie sowie der Handels- und Dienstleistungsbranchen bestimmt und sind reine Wohnbauten nicht gestattet. Dass das Baugrundstück westlich und östlich sowie teils südlich von der Wohn- und Gewerbezone 4 Geschosse umgeben ist und die Vorinstanz nicht ausschliesst, dass das Grundstück aufgrund seiner Situierung und abstrahiert von planungs- und baurechtlichen Vorgaben für ein Alters- und Pflegeheim geeignet wäre, lässt keinen anderen Schluss zu. Vielmehr würde dies eine Änderung des kommunalen Nutzungsplans nahelegen. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen daran nichts zu ändern. Diese bekräftigt lediglich, dass ihr Betrieb unzweifelhaft ein Gewerbe und höchstens mässig störender Betrieb im Sinne von Art. 43 Abs. 1 BauR sei. Inwiefern die Ausführungen der Vorinstanz (vgl. oben E. 3.2.2) nicht zutreffen sollten, zeigt sie damit indes nicht auf. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, nur weil die Vorinstanz ein Alters- und Pflegeheim als in der gemischten Wohn- und Gewerbezone, in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen, in der Kernzone und in der Zentrumszone grundsätzlich zonenkonform erachte, sei die Zonenkonformität hinsichtlich der Gewerbezone nicht ausgeschlossen, zumal in all diesen Zonen höchstens mässig störende Betriebe zulässig seien (mit Ausnahme der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen, in der aber namentlich Schiessanlagen erstellt werden dürften). Dabei übersieht die Beschwerdeführerin, dass die Vorinstanz die Zonenkonformität in den genannten Zonen nicht vom Immissionspotenzial, sondern vielmehr von der dort gemäss kommunalem Baureglement erlaubten Wohnnutzung abhängig machte, die in der Gewerbezone gerade nicht bzw. nur sehr eingeschränkt zulässig ist.