Citation: U 57/00 08.08.2001 E. 2

2.- a) Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, er habe parallel zu seiner Tätigkeit für die Firma A.______ AG noch einen bis Ende Juli 1995 geltenden Arbeitsvertrag mit seinem früheren Arbeitgeber gehabt und von ihm für diese Zeit auch Lohnauszahlungen erhalten. Im Zeitpunkt des Unfallereignisses habe er somit zwei Arbeitgeber gehabt und bei Berücksichtigung beider Lohnzahlungen den gesetzlichen Höchstbetrag des versicherten Verdienstes deutlich überschritten. Da gemäss Art. 23 Abs. 5 UVV im Rahmen der Regelung von Sonderfällen bei Versicherten, die bei mehr als einem Arbeitgeber tätig sind, der Gesamtlohn massgebend sei, müsse ihm das maximale Taggeld ausgerichtet werden. Dem hält die Winterthur in ihrer Vernehmlassung zu Recht entgegen, zum Zeitpunkt des Unfalles sei der Beschwerdeführer ausschliesslich und im vollen Arbeitspensum für die Firma A.________ AG tätig gewesen und habe demgemäss auch keine entgeltliche Arbeitsleistung für mehrere Arbeitgeber erbracht. Diesbezüglich bringt der Beschwerdeführer nichts vor, was darlegen würde, beim Anspruch gegenüber seinem früheren Arbeitgeber habe es sich nicht lediglich um einen arbeitsrechtlichen Ersatz- und Ausgleichsanspruch gehandelt, welcher trotz Ablauf der Kündigungsfrist auf Ende Juli 1995 im Rahmen der Freistellung per 14. Juni 1995 geleistet wurde. Daraus folgt, dass die in Art. 23 Abs. 5 UVV enthaltene Ausnahme vorliegend keine Anwendung finden kann. b) Der Beschwerdeführer macht sodann erneut geltend, sein Lohn habe starken Schwankungen unterlegen, weshalb die Winterthur in Anwendung von Art. 23 Abs. 3 UVV auf einen angemessenen Durchschnittslohn pro Tag abzustellen gehabt hätte. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid bereits dargelegt, dass die zu dieser Verordnungsbestimmung ergangene Rechtsprechung dann nicht anwendbar ist, wenn die starken Schwankungen im Zusammenhang mit einem Wechsel des Arbeitsverhältnisses auftreten. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde macht der Beschwerdeführer nun geltend, im vorliegenden Fall gehe es um einen anderen Sachverhalt, weil die zukünftigen Lohnerhöhungen bei Schwankungen im gleichen Arbeitsverhältnis stattgefunden hätten. Diesbezüglich ist jedoch zu bemerken, dass Art. 23 Abs. 3 UVV nach der genannten Rechtsprechung keine Anwendung auf Lohnschwankungen im Zusammenhang mit einem vor oder nach dem Unfall vollzogenen Wechsel des Arbeitsverhältnisses bzw. im Zusammenhang mit der künftigen Umgestaltung des bereits bestehenden Arbeitsverhältnisses findet (RKUV 1997 Nr. U 274 S. 185 f. Erw. 3b und c). Ferner führt die Argumentation des Beschwerdeführers dazu, dass der massgebliche Tatbestand nicht die Frage der Schwankungen, welchen der Lohn des Versicherten unterliegen mag (Abs. 3), sondern diejenige einer möglichen zukünftigen Lohnerhöhung gemäss Art. 23 Abs. 7 UVV zum Gegenstand hat. c) Unter diesem Gesichtspunkt macht der Beschwerdeführer geltend, es müsse jedenfalls geprüft werden, ob nicht doch in Berücksichtigung zukünftiger Lohnerhöhungen der massgebende Lohn in Anwendung von Art. 22 Abs. 7 UVV in einem späteren Zeitpunkt neu zu bestimmen sei. Auch dieses Begehren wurde jedoch durch die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid bereits geprüft. Zum einen stellte das kantonale Gericht zutreffend fest, das Arbeitsverhältnis mit der Firma A.________ AG sei aus unfallfremden Gründen bereits auf den 21. Juli 1995 wieder aufgelöst worden, weshalb offen gelassen werden konnte, welche Lohnentwicklung der Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfahren hätte. Zum andern hat die Vorinstanz überzeugend dargelegt, dass selbst die nähere Prüfung der möglichen Lohnentwicklung keinen Anspruch auf ein höheres Taggeld ergebe, da der Nachweis einer hypothetischen Lohnerhöhung um mindestens 10 Prozent nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erbracht werden kann. Sowohl an der einen als auch der anderen dieser Rechtsfragen vermögen die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwendungen nichts zu ändern und geben auch keinen Anlass für eine ergänzende Abklärung. d) Nach dem Gesagten muss es bei der Feststellung sein Bewenden haben, dass die Zusprechung eines Taggeldes von Fr. 134.- zu Recht erfolgt ist. Den zutreffenden Darlegungen von Verwaltung und Vorinstanz, auf welche verwiesen werden kann, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht nichts beizufügen.