Citation: 8C_403/2018 E. 4.4

4.4. Ist folglich mit der Vorinstanz von einem maximalen Schallpegel von 91,6 dB (A) auszugehen, stellt sich ferner die Frage, ob der genannte Wert als ungewöhnlicher äusserer Faktor zu qualifizieren ist (zu den kumulativ bedingten Unfallmerkmalen: BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, BGE 142 V 219 E. 4.3.1 S. 221). Mit Blick auf das Urteil 8C_280/2010 vom 21. Mai 2010 E. 3.2.1, worin befunden wurde, dass ein Knalltrauma mit einem maximalen Schallpegel von 111 dB (A) den Unfallbegriff mangels Vorliegen eines ungewöhnlichen äusseren Faktors nicht erfülle (vgl. zum Grenzwert für kurz dauernde, akute Schallereignisse auch Urteil 8C_477/2007 vom 10. September 2008 E. 3.2), muss dies bei einem Schallpegel von maximal 91,6 dB (A) umso mehr gelten. Soweit die Beschwerdeführerin einbringen lässt, dass bei einer Konfettikanone nicht nur ein Schalldruck-, sondern auch eine Luftdruckwelle verursacht werde, dringt sie mit dieser Argumentation ebenfalls nicht durch. Denn selbst wenn der Knall mit einer Lautstärke von 91,6 dB (A) zusätzlich von einer Luftdruckwelle begleitet würde, so könnte angesichts des geringen Schallpegels diese Luftdruckwelle ihrerseits jedenfalls nicht als aussergewöhnlicher äusserer Faktor anerkannt werden. Fehlt es somit bereits am Erfordernis der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors, kann die Frage, ob die übrigen kumulativen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind, wie jene des rechtserheblichen Kausalzusammenhangs zwischen dem geltend gemachten Knalltrauma und den dadurch bewirkten Folgen, offen bleiben.