Citation: 6B_249/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer weiter, soweit er vorbringt, die Widerhandlungen nach Art. 19 Abs. 1 BetmG (Erwerb, Besitz und Anstaltentreffen) hätten nicht strafschärfend berücksichtigt werden dürfen, sondern wären so zu behandeln gewesen, wie wenn sie von der Veräusserung konsumiert worden wären. Die in Art. 19 Abs. 1 BetmG aufgeführten Tathandlungen stellen zwar Entwicklungsstufen derselben deliktischen Tätigkeit dar, weshalb etwa bei einer erfolgreichen Veräusserung nur ein Schuldspruch wegen Verkaufs erfolgen und folgerichtig auch nur für den Verkauf eine Strafe ausgefällt werden darf (vgl. Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 10.4.3). Eine derartige Konstellation liegt vorliegend aber nicht vor. Der Beschwerdeführer wurde einerseits aufgrund bereits erfolgter Verkäufe von Marihuana und Haschisch wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das BetmG verurteilt. Andererseits erfolgte eine Verurteilung wegen mehrfacher einfacher Widerhandlung, da er weitere Mengen Marihuana und Cannabis bei sich zu Hause lagerte und eine Indoor-Hanf-Anlage betrieb. Die letztgenannten Taten stellen somit nicht das Durchgangsstadium zu den bereits erfolgten Verkäufen dar, sondern sind als eigenständige Handlungen (allenfalls im Hinblick auf weitere geplante, aber noch nicht stattgefundene Verkäufe) zu betrachten. Demzufolge ist es korrekt, diese Delikte in die Strafzumessung miteinzubeziehen.