Citation: 1C_363/2020 E. 4.3.4

4.3.4. Der Beschwerdeführer erachtet die interessierende Anlage schliesslich als nach Art. 24 RPG bewilligungsfähig, denn der Veranstaltungsparkplatz sei positiv standortgebunden. Es bestünden keine anderen geeigneten Parkplätze und ein Shuttlebus-Service sei unzumutbar. Der Abstellplatz für Campingfahrzeuge sei negativ standortgebunden, weil in einem grösseren Umkreis keine Alternative zur Verfügung stehe. Schliesslich lägen auch keine überwiegenden entgegenstehenden Interessen vor. Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Eine Anlage ist im Sinne von Art. 24 lit. a RPG standortgebunden, wenn sie aus technischen oder betriebswirtschaftlichen Gründen auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen ist oder wenn die Anlage aus bestimmten Gründen in einer Bauzone ausgeschlossen ist. Zwar genügt es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wenn gewichtige Gründe einen Standort in der Nichtbauzone gegenüber anderen Standorten innerhalb der Bauzone als erheblich vorteilhafter erscheinen lassen (sog. relative Standortgebundenheit; BGE 141 II 245 E. 7.6.1 S. 253 f. mit Hinweisen). Dabei beurteilen sich die Voraussetzungen aber nach objektiven Massstäben und es kann weder auf die subjektiven Vorstellungen und Wünsche der Einzelnen noch auf die persönliche Zweckmässigkeit oder Bequemlichkeit ankommen (BGE129 II 63 E. 3.1 S. 68 mit Hinweisen). Genau darum handelt es sich aber bei den Anliegen des Beschwerdeführers. So kann nicht gesagt werden, ein Abstellplatz für Campingfahrzeuge sei auf einen Standort in der Landwirtschaftszone angewiesen, bloss weil in der Nähe keine passende Parkierungsanlage besteht. Eine solche gehört vielmehr grundsätzlich in eine Gewerbezone, und es ist nicht ersichtlich, weshalb es sich vorliegend anders verhalten sollte. Was den Parkplatz für Veranstaltungen betrifft, kann dieselbe Funktion, mit einer gewissen Komforteinbusse, auch durch einen Shuttlebus-Service für die Besucherinnen und Besucher erfüllt werden. Ein solcher gehört, wie das ARE in seiner Vernehmlassung richtigerweise festhält, zu einem Verkehrskonzept einer Veranstaltung mit grösserem Verkehrsaufkommen. Das Anliegen des Beschwerdeführers, über genügende Parkierungsmöglichkeiten direkt vor Ort zu verfügen, ist zwar verständlich, muss aber gegenüber dem fundamentalen raumplanerischen Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet (BGE141 II 245 E. 2.1 S. 248) zurücktreten.