Citation: 8C_185/2019 E. A

A.A.________ (bis Oktober 2007: A.B.________) absolvierte vom 29. März bis 21. Oktober 2003 einen Swisscoy-Einsatz als LKW-Monteur im Kosovo. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz am 17. Oktober 2003 (Freitag) begab er sich am 20. Oktober 2003 als Notfallpatient zu Dr. med. B.________, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, in Behandlung. Der Allgemeinmediziner ging von einer Überforderungsreaktion, Orientierungslosigkeit und depressiven Reaktion aus, weshalb er ihn an den externen psychiatrischen Dienst C.________ überwies und ihm ab 17. Oktober 2003 eine volle Arbeitsunfähigkeit attestierte. Vom 18. November 2003 bis 2. Februar 2004 war A.A.________ unter anderem wegen einer schwer depressiven Episode mit psychotischen Symptomen, einer ängstlich-unsicheren retardierten Persönlichkeitsentwicklung, einer Anpassungsstörung und einem hochgradigen Verdacht auf Prodrom einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis zur stationären Behandlung in der Psychiatrischen Klinik D.________ hospitalisiert. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt, Abteilung Militärversicherung (nachfolgend: Suva-MV oder Beschwerdegegnerin), anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Von der Invalidenversicherung bezieht A.A.________ seit 1. November 2004 basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Invalidenrente (Verfügung vom 30. Juni 2010). Nach verschiedenen, teils mehrmonatigen stationären Aufenthalten zwecks Behandlung der psychischen Beschwerden und Abklärungen der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten sprach ihm die Suva-MV basierend auf einer Haftung von 100 % für die befristete Dauer vom 1. November 2009 bis 31. Oktober 2011 eine 100%-ige Invalidenrente zu (Verfügung vom 8. Dezember 2009. Sie gewährte sodann auch für die Dauer vom 1. November 2011 bis 31. Oktober 2013 eine in Anwendung von Art. 69 ATSG in Verbindung mit Art. 32 MVV wegen Überentschädigung gekürzte 100%-ige Invalidenrente wiederum basierend auf einer Haftung von 100 % (Verfügung vom 27. April 2012). Nach weiteren Abklärungen kündigte die Suva-MV dem Rechtsvertreter des Versicherten mit Vorbescheid vom 1. März 2016 an, die Haftung werde aus Billigkeit mit Wirkung ab 1. März 2016 auf 25 % festgelegt. Zudem werde die bisherige - vorschussweise bereits ausgerichtete - 100%-ige, nach Art. 69 ATSG in Verbindung mit Art. 32 MVV gekürzte Invalidenrente rückwirkend vom 1. November 2013 bis 29. Februar 2016 gewährt. Auf die hiegegen erhobenen Einwände hin verneinte die Suva-MV dann aber mit Verfügung vom 8. April 2016 jegliche Haftung für sämtliche psychischen Störungen des Versicherten, stellte alle Leistungen ein und schloss den Fall folgenlos ab. Auf Einsprache hin hielt sie an der Verfügung fest (Einspracheentscheid vom 9. Februar 2018).