Citation: 5C.91/2004 05.08.2004 E. C

Während des Vollstreckungsverfahrens erhob A.________ Klage gegen die Eigentümer der wegrechtsberechtigten Parzellen mit den Anträgen, das Fuss- und Fahrwegrecht sei festzustellen und nach Süden zu verlegen. B.________, der die Klägerin inzwischen geheiratet hatte, wurde im Verlaufe des Verfahrens Miteigentümer der wegrechtsbelasteten Parzelle und trat dem Prozess als Kläger bei. Das Bezirksgericht L.________ wies die Klage vollumfänglich ab (Dispositiv-Ziff. 1). Unter Hinweis auf das rechtskräftige Kantonsgerichtsurteil vom 14. Juni 1999 lehnte das Bezirksgericht die erneute Feststellung von genauem Inhalt und Umfang des Fuss- und Fahrwegrechts ab (E. 6 S. 20 ff. und E. 9 S. 31). Die weiteren Klagebegehren wies es ab, weil eine Verlegung für die Beklagten als Dienstbarkeitsberechtigte Nachteile hätte, die zu einer deutlichen Abnahme der Qualität der bestehenden Zufahrt führten (E. 7 und 8 S. 22 ff. des Urteils vom 5. Februar 2003). Mit kantonaler Berufung erneuerten die Kläger in der Sache ihr Begehren auf Verlegung der Dienstbarkeit. Das Kantonsgericht von Graubünden (Zivilkammer) legte den Berufungsantrag dahin gehend aus, es werde wiederum und ausschliesslich die Feststellung von Inhalt und Umfang des bestehenden Fuss- und Fahrwegrechts begehrt. Unter Hinweis auf sein Urteil vom 14. Juni 1999 nahm das Kantonsgericht an, darüber sei rechtskräftig entschieden (E. 2 S. 7 ff.). Es trat deshalb auf die Klage nicht ein (Dispositiv-Ziff. 1), führte aber in einer Eventualerwägung näher aus, dass sich der Antrag auf Verlegung der Dienstbarkeit auch materiell als unbegründet erwiese (E. 3 S. 9 ff. des Urteils vom 8. Dezember 2003).