Citation: 2C_1086/2015 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer ist als Kleinkind mit seiner Familie in die Schweiz gekommen und hier aufgewachsen. Bereits während der Schul- und Ausbildungszeit stellte er Lehrern wie Behörden massive Probleme, was Ende Mai 2006 dazu führte, dass er definitiv von der Schule verwiesen wurde. In der Folge schloss er keine Berufsausbildung ab, sondern ging punktuell temporären Anstellungen nach. Bereits als Jugendlicher wurde er straffällig, wobei er bei den mehrfachen Raubtaten und Tätlichkeiten, jeweils - so die Jugendanwaltschaft - "mit äusserster Brutalität und Rücksichtslosigkeit gegenüber den Opfern vorgegangen" ist. In der Folge wurde er als Erwachsener wiederum straffällig: Mit Urteil vom 11. November 2011 verurteilte ihn das Strafgericht Basel-Landschaft zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 16 Monaten; dabei fielen bei den objektiven Tatkomponenten die "nicht geringe Zahl an Delikten" und das hohe "Mass an krimineller Energie" sowie der insgesamt angefallene Deliktsbetrag ins Gewicht; für den Beschwerdeführer sprach, dass er gegenüber den Mittätern eine weniger aktive Rolle gespielt hatte. Bei der Täterkomponente wurde berücksichtigt, dass er bereits jugendstrafrechtlich schwerwiegend straffällig geworden war, wobei es sich bei den 21 verzeichneten Delikten mehrheitlich um Raubtaten und solche gegen das Vermögen sowie gegen Leib und Leben gehandelt habe. Trotz seiner Vorstrafen - so das Strafurteil weiter - sei er nie zu besserer Einsicht gelangt, sondern habe weiter delinquiert; es müsse daher von einer "hartnäckigen Rechtsfeindlichkeit" ausgegangen werden. Der Beschwerdeführer habe nicht gezögert, während der laufenden Probezeit und sogar während des hängigen Strafverfahrens weitere Straftaten zu begehen (Hehlerei). Die Handlungen des Beschwerdeführers sprächen für eine grosse Intensität seines verbrecherischen Willens. Zugute hielt ihm das Strafgericht, dass er sich seit Juni 2009 wohlverhalten und zudem Reue und Einsicht gezeigt habe. Das Gericht sprach den Freiheitsentzug deshalb bedingt aus, doch hielt es fest, dass beim Beschwerdeführer nicht "von einer wirklich stabilisierten persönlichen Situation" ausgegangen werden könne.