Citation: 8C_35/2015 E. 1.2.2

1.2.2. 1.2.2.1. Das allgemeine Interesse an der richtigen Rechtsanwendung verschafft keine Beschwerdebefugnis im Rahmen der allgemeinen Beschwerdelegitimation gemäss Art. 89 Abs. 1 BGG; insbesondere ist die im Rechtsmittelverfahren unterlegene Vorinstanz nicht berechtigt, gegen den sie desavouierenden Entscheid an das Bundesgericht zu gelangen (BGE 140 V 321 E. 2.1.1 S. 323 mit Hinweisen). Soweit das über keine eigene Rechtspersönlichkeit verfügende SECO in casu somit im Zusammenhang mit der Eintretensfrage geltend macht, das Bundesverwaltungsgericht verletze mit seinem Entscheid Bundesrecht, kann es daraus allein nach wie vor (vgl. BGE 136 V 106 E. 3.1 S. 108 f.) nichts zu seinen Gunsten ableiten. 1.2.2.2. Unmittelbar gestützt auf Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG beschwerdebefugt sind die Departemente des Bundes oder, soweit das Bundesrecht es vorsieht, die ihnen unterstellten Dienststellen, wenn der angefochtene Akt die Bundesgesetzgebung in ihrem Aufgabenbereich verletzen kann. Eine Verordnung des Bundesrates oder eines Departements reicht dafür aus (BGE 140 V 321 E. 2.2 S. 323 mit Hinweisen). Die Organisationsverordnung des Bundesrates vom 14. Juni 1999 für das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (OV-WBF; SR 172.216.1) stützt sich auf Art. 43 Abs. 2 und Art. 55 des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 21. März 1997 (RVOG; SR 172.010). Art. 43 Abs. 2 RVOG bestimmt, dass der Bundesrat durch Verordnung die Gliederung der Bundesverwaltung in Ämter festlegt; er weist den Ämtern möglichst zusammenhängende Sachbereiche zu und legt ihre Aufgaben fest. In Ausübung dieser Regelungsbefugnis legt der Bundesrat in Art. 5 Abs. 5 OV-WBF fest, dass das SECO im Bereich der Arbeitslosenversicherung zur Beschwerde an das Bundesgericht berechtigt ist. Das in BGE 136 V 106 veröffentlichte Urteil des Bundesgerichts datiert vom 13. Januar 2010 und basiert auf einer nun überholten Rechtslage, denn Art. 5 Abs. 5 OV-WBF ist erst am 1. August 2010 in Kraft getreten. Die Beschwerde des SECO in der vorliegenden Angelegenheit datiert vom 15. Januar 2015 und richtet sich gegen einen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. November 2014 auf dem Gebiet der Arbeitslosenversicherung. Zeitlich und inhaltlich findet deshalb Art. 5 Abs. 5 OV-WBF auf die vorliegende Beschwerdesache Anwendung. Gestützt auf die neue Verordnungsbestimmung ist das SECO demgemäss zur Beschwerde berechtigt.