Citation: 8C_60/2024 E. 3

Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, das polydisziplinäre (internistische, kardiologische, rheumatologische, neuropsychologische und psychiatrische) BEGAZ-Gutachten vom 8. Juli 2020, auf das sich die IV-Stelle gestützt habe, sei voll beweiswertig, weshalb darauf abzustellen sei. Sämtliche Arztberichte vermöchten dieses Gutachten nicht zu entkräften. Dies gelte auch für denjenigen der Dr. med. C.________ vom 26. Januar 2023, da sich die von ihr attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit 11. August 2022 auf die angestammte Tätigkeit beziehen dürfte. Der von ihr beschriebenen Einschränkung in der Mobilität werde mit dem formulierten Belastungsprofil der Gutachter Rechnung getragen. Die Beschwerdeführerin selbst stelle denn auch den Beweiswert des BEGAZ-Gutachtens nicht substanziiert in Frage, sondern berufe sich auf die Beurteilung der Fachleute der beruflichen Eingliederung. Medizinisch ausgewiesen sei demnach, dass sie in der bisherigen Tätigkeit als Pflegeassistentin nicht mehr arbeitsfähig sei. In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe unter Berücksichtigung eines erhöhten Pausenbedarfs seit Januar 2019 eine Restarbeitsfähigkeit von sechs Stunden pro Tag. Im Rahmen der Eingliederungsberatung sei keine eingehende berufliche Abklärung an einem konkreten Arbeitsplatz durchgeführt worden, die eine Leistungsfähigkeit zu Tage gebracht hätte, welche von der Einschätzung der BEGAZ-Gutachten erheblich abgewichen wäre. Bei den von der Beschwerdeführerin zitierten Aussagen der Eingliederungsberatung handle es sich vielmehr um Schlussfolgerungen, die nach der erfolglos gebliebenen Arbeitsplatzsuche getroffen worden seien. Zu berücksichtigen sei weiter, dass weder die Gutachter oder der Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der IV-Stelle noch die behandelnden Ärzte davon ausgegangen seien, dass der Beschwerdeführerin nur noch eine Arbeit in einem geschützten Rahmen zumutbar wäre. Angesichts des von den Gutachtern beschriebenen Belastungsprofils stehe ihr im ausgeglichenen Arbeitsmarkt, der auch Nischenarbeitsplätze beinhalte, ein genügend breites Spektrum an Tätigkeiten offen, wie insbesondere leichte Montagearbeiten. Dass für repetitive Arbeiten in der Produktion, wie von den Berufsfachleuten geltend gemacht worden sei, häufig ein 100 %- Pensum verlangt werde, sei nicht belegt und könne im Übrigen nicht ausschlaggebend sein. Insgesamt sei entgegen der Beschwerdeführerin von einer Verwertbarkeit ihrer verbliebenen Restarbeitsfähigkeit auszugehen.