Citation: 6B_73/2019 E. 1.4.1

1.4.1. In seiner Bedarfsrechnung listet der Beschwerdeführer Wohnnebenkosten in der Höhe von Fr. 285.-- auf. Die Vorinstanz gewährte für die Wohnnebenkosten keinen Zuschlag mit der Begründung, diese seien im Grundbetrag enthalten. Gemäss den Richtlinien des Kantons Basel-Landschaft für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums (Notbedarf) nach Art. 93 SchKG (nachfolgend: betreibungsrechtliche Richtlinien), welche gemäss der basellandschaftlichen Praxis zur Prüfung des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege im Zivilprozess herangezogen werden (vgl. z.B. Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 5. Dezember 2017 [410 17 313]) und worauf auch die Vorinstanz Bezug nimmt, ist für Heiz- und Nebenkosten ein Zuschlag zum Grundbetrag zu gewähren. Der Beschwerdeführer belegte die Wohnnebenkosten in der Höhe von Fr. 285.-- im vorinstanzlichen Verfahren mit dem eingereichten Mietvertrag. Die Nichtgewährung des Zuschlags für die Nebenkosten steht in offensichtlichem Widerspruch zu den betreibungsrechtlichen Richtlinien des Kantons Basel-Landschaft und ist insofern willkürlich, als die Vorinstanz sich explizit auf die genannten Richtlinien bezieht. Gleiches gilt hinsichtlich der Beiträge, welche der Beschwerdeführer als Nichterwerbstätiger an die AHV zu leisten hat. Auch dafür ist gemäss den betreibungsrechtlichen Richtlinien ein Zuschlag zu gewähren. Der Beschwerdeführer belegte die Ausgaben im vorinstanzlichen Verfahren mittels einer Verfügung der Ausgleichskasse, weshalb auch diese zu berücksichtigen gewesen wären.