Citation: 2C_184/2023 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, bei seiner Wegweisung könne er die Beziehungen zu seiner Ehefrau, seinen Kindern und seiner Enkelin nicht mehr pflegen. Art. 8 EMRK schützt in Bezug auf das Familienleben nur die Kernfamilie, d.h. die Gemeinschaft der Ehegatten und ihrer minderjährigen Kinder (BGE 144 II 1 E. 6.1). Darüber hinaus können auch weitere familiäre Verhältnisse in den Schutzbereich des Familienlebens fallen, sofern zwischen der über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügenden Person und dem um Bewilligung nachsuchenden Ausländer ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis besteht (vgl. dazu BGE 144 I 1 E. 6.1 mit Hinweisen). Ein solches Abhängigkeitsverhältnis macht der Beschwerdeführer weder in Bezug auf seine volljährigen Kinder noch sein Enkelkind geltend (vgl. 2C_23/2023 vom 16. Februar 2023 E. 2.1). Hinsichtlich der Ehefrau des Beschwerdeführers ergibt sich aus der Beschwerdebegründung (vgl. Rz. 8 und 9 Beschwerde), dass diese ihren Ehemann, sollte er weggewiesen werden, voraussichtlich ins Ausland begleiten wird. Daraus folgt, dass der Schutz des Familienlebens auch in Bezug auf das Verhältnis zur Ehefrau nicht tangiert ist, denn Art. 8 EMRK ist in diesem Zusammenhang nur berührt, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme eine nahe, echte und tatsächlich gelebte familiäre Beziehung einer in der Schweiz gefestigt anwesenheitsberechtigten Person beeinträchtigt, ohne dass es dieser ohne Weiteres möglich bzw. zumutbar wäre, ihr Familienleben andernorts - d.h. zusammen mit dem Ehegatten im Ausland - zu pflegen (BGE 144 II 1 E. 6.1; 139 I 330 E. 2.1; BGE 137 I 247 E. 4.1.2). Aus der Beschwerdebegründung folgt jedenfalls, dass es für die Ehefrau zumutbar ist, das Familienleben mit dem Beschwerdeführer in Nordmazedonien zu pflegen. Abgesehen davon ist fraglich, ob die Ehefrau überhaupt noch über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfügt, auf welches sich der Beschwerdeführer berufen könnte (vgl. Urteil 2C_448/2022 vom 5. Mai 2023 E. 1.2). Nach dem Gesagten kann sich der Beschwerdeführer nicht in vertretbarer Weise auf einen potentiellen Aufenthaltsanspruch gestützt auf den Schutz des Familienlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK berufen.