Citation: 1C_452/2012 E. 7.3

7.3. Wie die Vorinstanz und die Beschwerdeführer übereinstimmend und zutreffend ausführen, kommt der kommunalen Baubewilligungsbehörde in Fragen der Ästhetik und des Ortsbildschutzes ein erheblicher Beurteilungsspielraum und damit Autonomie zu. Die kantonalen Behörden greifen einzig ein, wenn sich die Würdigung der Baubewilligungsbehörde nicht vertreten lässt. Entgegen der Behauptung in der Beschwerde hat die Vorinstanz insoweit nicht verkannt, dass ihr im Gegensatz zum Regierungsrat lediglich eine Sachverhalts- und Rechtskontrolle, nicht aber eine Ermessenskontrolle zukommt. In materieller Hinsicht hat die Vorinstanz erwogen, rund um den vorgesehenen Standort der Mobilfunkanlage bestehe keine Landschaftsschutzzone, und es könne nicht von einer unberührten Landschaft oder einem einheitlich gestalteten Ortsbild gesprochen werden. Der Regierungsrat habe daher die Einordnung der Mobilfunkanlage zu Recht nicht unter dem Blickwinkel von Art. 22 aBauR/Wollerau, sondern einzig im Lichte des Beeinträchtigungsverbots gemäss Art. 21 Abs. 1 aBauR/Wollerau geprüft. Die Umgebung des Standorts sei, wie der Regierungsrat zutreffend festgehalten habe, geprägt durch die Autobahn und das Eisenbahntrassee. Der schmale Mast der Antenne bewirke in keiner Hinsicht eine besonders geartete visuelle Beeinträchtigung. Der Gemeinderat habe seine gegenteilige Auffassung nur sehr pauschal begründet. Im Ergebnis habe der Regierungsrat mit seinem Entscheid nicht in den Autonomiebereich der Gemeinde eingegriffen.