Citation: H 86/04 20.07.2005 E. 1

Die Gesuchstellerin beruft sich darauf, nachträglich neue erhebliche Beweismittel aufgefunden zu haben, die sie im früheren Verfahren nicht habe beibringen können. Als sie im Februar 2004 das Büro des seit Jahren demenzkranken ehemaligen Verwaltungsratspräsidenten der X.________ AG, M.________, geräumt habe, sei sie im Schreibtisch auf verschiedene Unterlagen gestossen: auf Kontoauszüge der Ausgleichskasse vom 10. Dezember 1992 (betreffend die Periode vom 10. Juli bis 4. September 1992), vom 12. Februar 1993 (betreffend die Periode vom 8. Juli 1992 bis 12. Februar 1993) und vom 3. Oktober 1994 (betreffend die Periode vom 1. Juli bis 3. Oktober 1994) sowie auf eine Rechnung der Ausgleichskasse vom 11. April 1994. Diese Akten, welche von der Ausgleichskasse im gegen sie und T.________ gerichteten Schadenersatzverfahren nicht eingereicht worden seien, bewiesen, dass die Schadenersatzforderung unrichtig ermittelt worden sei. Nach Konkurseröffnung am 24. September 1996 habe sie vernünftigerweise davon ausgehen dürfen, dass sich sämtliche AHV-Unterlagen beim Konkursamt befänden, sodass sie während der Dauer des Schadenersatzverfahrens keinen Anlass gehabt habe zur Annahme, dass M.________, der sich im Übrigen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr um die geschäftlichen Belange habe kümmern können, über weitere Unterlagen verfügen könnte.