Citation: 1P.549/2001 11.01.2002 E. 1

Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei als Geschädigter und Strafkläger von den kantonalen Instanzen (entgegen entsprechenden Anträgen) nicht persönlich zur Sache einvernommen worden. Darin liege ein Verstoss gegen Art. 29 Abs. 2 BV (rechtliches Gehör) und gegen Art. 12 der UNO-Kinderrechtskonvention. 1.1 Art. 8 Abs. 1 lit. c OHG räumt Opfern im Sinne des eidgenössischen Opferhilfegesetzes eine auf materiellrechtliche Fragen erweiterte Legitimation zur staatsrechtlichen Beschwerde ein. Insbesondere können Opfer im Falle von Freisprüchen und Verfahrenseinstellungen die Beweiswürdigung der kantonalen Instanzen als willkürlich anfechten (BGE 120 Ia 157 E. 2c S. 161 f.). Als Opfer ist gemäss Art. 2 Abs. 1 OHG jede Person anzusehen, welche durch eine Straftat in ihrer körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt wurde. Mutmassliche Geschädigte ohne Opferstellung können mit staatsrechtlicher Beschwerde nur die Verletzung jener formellen Parteirechte geltend machen, die ihnen nach dem kantonalen Verfahrensrecht oder unmittelbar aufgrund der Bundesverfassung (oder völkerrechtlicher Bestimmungen) zustehen. Dazu gehört namentlich der von Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistete Anspruch auf rechtliches Gehör (BGE 120 Ia 157 E. 2a/bb S. 160, 220 E. 2a S. 222, 227 E. 1 S. 229 f.). Die vom Beschwerdeführer erhobene Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs bzw. des Anspruches auf persönliche Befragung ist nach dem Gesagten zulässig. Es kann offen bleiben, ob ihm darüber hinaus eine Opferstellung im Sinne von Art. 2 Abs. 1 OHG zukäme. 1.2 Von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen, ist die staatsrechtliche Beschwerde rein kassatorischer Natur (BGE 125 I 104 E. 1b S. 107; 125 II 86 E. 5a S. 96, je mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer nicht nur die Aufhebung des angefochtenen Entscheides verlangt, sondern darüber hinaus beantragt, die kantonalen Behörden seien anzuweisen, besondere Beweis-vorkehren zu treffen (persönliche Anhörung des Beschwerdeführers), kann daher auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.