Citation: 8C_949/2009 28.04.2010 E. 5

Aus den der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung vorgelegenen medizinischen Akten ergibt sich was folgt: Gemäss Bericht des Spitals R.________ vom 10. Oktober 2006 wurde nach dem gleichentags erlittenen Autounfall eine Distorsion der Lendenwirbelsäule diagnostiziert. Am 29. Januar 2007 wurde in der Klinik I.________ eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Neurocraniums durchgeführt wegen Schwankschwindels, der seit dem Unfall vom 10. Oktober 2006 aufgetreten war; am 15. Februar 2007 erfolgte in der gleichen Klinik eine weitere MRT-Untersuchung der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule wegen einer progredienten Stand- und Gangataxie sowie Fussheberschwäche rechts. Frau Dr. med. S.________, Neurologie FMH, diagnostizierte am 15. Februar 2007 eine Peroneus-Parese rechts, wahrscheinlich posttraumatisch nach Autounfall am 20. Oktober 2006, eine fortgeschrittene bilaterale periphere vestibuläre Funktionsstörung noch ungeklärter Ätiologie mit Zunahme der Stand- und Gangataxie durch posttraumatische Peroneusparese rechts sowie ein psychophysisches Erschöpfungssyndrom durch beruflichen Stress und Unfallereignis vom 10. Oktober 2006 mit Leistungsabfall und Durchschlafstörungen. Der Hausarzt Dr. med. L.________, Allgemeinmedizin FMH, Sportmedizin SGSM, berichtete am 23. Februar 2007, dass er wegen des Unfalls erstmals am 21. Oktober 2006 konsultiert worden sei. Er stellte die vorläufigen Diagnosen einer LWS-Distorsion mit leichter Fusshebeparese rechts und Hypästhesien, einer HWS-Distorsion mit verstärkt aufgetretenem Schwankschwindel (vorbestehend seit ca. 20 Jahren bei Status nach Trauma an der Schläfe), ohne Nachweis einer intracraniellen Läsion. Es habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden vom 23. bis zum 28. Januar 2007. Anlässlich einer Untersuchung im Spital X.________, Neurologische Klinik und Poliklinik, vom 13. März 2007 wurde eine peripher-vestibuläre Unterfunktion beidseits festgestellt. Am 30. April 2007 stellte Dr. med. L.________ die Diagnosen einer HWS-Distorsion, einer Peroneus-Parese rechts, wahrscheinlich posttraumatisch, einer fortgeschrittenen bilateralen vestibulären Funktionsstörung noch ungeklärter Ätiologie, einer Stand- und Gangataxie, Zunahme durch posttraumatische Peroneusparese, sowie eines psychophysischen Erschöpfungssyndroms. Er attestierte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 5. März 2007 bis zum 18. April 2007, ging jedoch davon aus, dass die Behandlung voraussichtlich Ende Mai 2007 abgeschlossen werden könne. Am 12. Juni 2007 attestierte Dr. med. F.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für voraussichtlich drei Monate. Der Versicherte leide an einem massiven Übererregungssyndrom (Bericht vom 28. Juni 2007). Am 3. Juli 2007 wurde eine Untersuchung im Spital X.________, Herzkreislaufzentrum, Nuklearkardiologie, durchgeführt. Dr. med. L.________ äusserte sich am 8. August 2007 noch einmal zu den persistierenden Beschwerden. Weitere Abklärungen hat die Beschwerdeführerin nicht veranlasst.