Citation: 4A_643/2023 E. 6

Der Beschwerdeführer rügt, die Erstinstanz habe in Verletzung von Art. 8 ZGB die Beweislast zu seinen Lasten umgekehrt, indem sie davon ausgegangen sei, dass wenn er nachweislich die Verfügungen für die Jahre 2013 und 2014 erhalten habe, könne daraus geschlossen werden, dass er auch die Verfügungen für die Folgejahre erhalten habe. Er habe dies vor der Vorinstanz vorgebracht und geltend gemacht, dass damit gerade kein Beweis für die erfolgte Zustellung der Verfügungen erbracht worden sei, und das erstinstanzliche Gericht den Sachverhalt völlig falsch darstelle und die Beweisregel von Art. 8 ZGB verdrehe. Indem die Vorinstanz auf diese explizite Rechtsverletzung nicht eingegangen sei, habe sie die Beweisregel von Art. 8 ZGB ihrerseits verletzt. Dem Beschwerdeführer ist nicht zu folgen. Soweit er geltend macht, die Vorinstanz habe Art. 8 ZGB verletzt, indem sie seine diesbezügliche Rüge nicht behandelt habe, zeigt er keine Verletzung von Art. 8 ZGB auf. Vielmehr macht er damit unter dem Deckmantel von Art. 8 ZGB geltend, dass die Vorinstanz die Begründungspflicht als Teilgehalt seines Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt habe. Eine Verletzung dieses Anspruchs ist jedoch nicht festzustellen. Das Gericht ist nicht verpflichtet, sich eingehend mit allen Parteistandpunkten auseinanderzusetzen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt nur, dass es die Vorbringen der vom Entscheid in ihrer Rechtsstellung betroffenen Partei tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann (BGE 145 III 324 E. 6.1; 143 III 65 E. 5.2). Der angefochtene Entscheid genügt diesen Anforderungen. Die Rüge erweist sich daher als unbegründet.