Citation: 1C_267/2022 E. 9.4

9.4. Auch mit einem Sichtschutz versehene Baugerüste verändern die optische Wirkung eines Gebäudes erheblich, da sie dessen Volumen vergrössen, was der Einordnung abträglich sein kann. Dazu steht nicht im Widerspruch, dass gemäss den von der Gemeinde verlangten Massnahmen gewisse Gebäudeteile durch einen Sichtschutz abgedeckt werden sollen, zumal dieser Schutz direkt an der Hauswand angebracht werden kann und damit das Volumen der Bauten nicht verändert. Zudem wurde die Entfernung der Baugerüste auch verlangt, um die Behinderung und Gefährdung von Fussgängern zu verhindern. Dass eindringendes Regenwasser gerade bei älteren Gebäuden die Baustruktur beeinträchtigen und eine Einsturzgefahr schaffen kann, widerlegt die Beschwerdeführerin nicht. Demnach dient die verlangte Abdeckung der Dächer der streitbetroffenen Häuser nicht nur dem Erhalt schutzwürdiger Gebäude, sondern auch dem Personenschutz. Die verlangten Massnahmen dienen somit gewichtigen öffentlichen Interessen. Überwiegende entgegenstehende Interessen zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf und sind auch nicht ersichtlich. Unter diesen Umständen durfte Vorinstanz bundesrechtskonform davon ausgehen, die zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands angeordneten Massnahmen seien verhältnismässig.