Citation: I 729/99 04.10.2000 E. 2

2.- Zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. a) Das Gutachten der MEDAS vom 4. Januar 1999 ist umfassend, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und hat insbesondere die Einsatzfähigkeit der Versicherten in den erlernten Berufen geprüft. Bei der Beschwerdeführerin liegen demnach keine die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Leiden vor und es ist ihr sowohl die Arbeit als Hausfrau wie auch jene als Bijouteriepolisseuse, Hilfsjuwelenfasserin oder jede andere leichte Tätigkeit, wie z.B. als Verkäuferin, voll zumutbar. Die Versicherte stellt dies gestützt auf das Arztzeugnis des Dr. med. X.________, Spezialarzt für Allgemeine Medizin, vom 23. Oktober 1996 in Frage. Allerdings bezieht sich dieses Zeugnis auf einen früheren Zeitpunkt und steht im Widerspruch zu seinen späteren Aussagen (Bestätigung vom 17. Juni 1997, Bericht vom 28. Mai 1997). Zudem ist zu berücksichtigen, dass es sich um eine nicht näher begründete Einschätzung ihres Hausarztes handelt, weshalb diese Angaben mit Zurückhaltung zu würdigen sind. Nach dem Gesagten liegt bei der Beschwerdeführerin keine in einem Gesundheitsschaden begründete Erwerbsunfähigkeit oder Einschränkung im Aufgabenbereich als Hausfrau und somit auch keine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG vor. Ihr steht demnach keine Invalidenrente zu. b) An diesem Ergebnis vermögen auch die übrigen Einwände nichts zu ändern. Entgegen der Ansicht der Versicherten ist nicht nur auf die von ihr erlernten oder zuvor ausgeübten Tätigkeiten abzustellen, sondern es ist vielmehr von jeder ihr zumutbaren Arbeit auszugehen (Art. 28 Abs. 2 IVG). Auch spielt es keine Rolle, ob sie unter den konkreten Verhältnissen vermittelt werden kann; massgebend ist, ob sie ihre Arbeitskraft wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die entsprechenden Arbeitsplätze verfügbar wären (AHI 1998 S. 291 Erw. 3b). Ebenso wenig ist der Umstand zu berücksichtigen, dass sie alleinerziehende Mutter ist, da es sich hierbei um einen invaliditätsfremden Faktor handelt (BGE 107 V 21 Erw. 2c; ZAK 1991 S. 321 Erw. 3c, je mit Hinweisen).