Citation: 4A_544/2022 E. 3.6.2

3.6.2. Auch ist der Vorinstanz keine Willkür vorzuwerfen, wenn sie davon ausgeht, die Beschwerdegegnerin sei ihrer Schadenminderungspflicht hinreichend nachgekommen. Entgegen der Beschwerdeführerin ist es nicht gerichtsnotorisch, dass im Sommer 2018 in der X.________ Region eine sehr hohe Nachfrage nach Personal in der Gastronomie bestanden haben soll. Auch lässt sich aus der Aussage von C.________ nicht ableiten, dass der Beschwerdegegnerin bekannt gewesen sein soll, dass zwei der Mitarbeiter innerhalb der Dauer der befristeten Arbeitsverträge einer anderweitigen Erwerbsmöglichkeit nachgegangen sind. Die Beschwerdegegnerin macht betreffend den Arbeitnehmer E.________ zu Recht geltend, mit 1.5-monatiger Arbeitslosigkeit sei diejenige nach Ablauf des befristeten Arbeitsvertrags gemeint, da der Arbeitnehmer während des befristeten Arbeitsvertrags nicht als arbeitslos gelte. Der Vorinstanz ist insgesamt keine willkürliche Beweiswürdigung vorzuwerfen, wenn sie nicht als nachgewiesen erachtet, dass (jedenfalls) zwei der drei Arbeitnehmer im strittigen Zeitraum anderweitige Arbeitseinkünfte erzielt haben.