Citation: 5A_894/2024 E. 4.4.4

4.4.4. Angesichts dieser Ergebnisse, die im Übrigen durch die weiteren, in den Akten liegenden Berichte der beteiligten Fachstellen bestätigt werden, ist eine Gefährdung des Kindeswohls in der Obhut der Eltern geradezu offensichtlich. Anschaulich mag hier die Aussage der Pflegeeltern der beiden älteren Kinder sein, wonach diese, wenn man ihnen über den Kopf streicheln wolle, den Kopf zurückziehen und verängstigt dreinblicken würden. Die Akten sprechen eine deutliche Sprache: Immer wieder kam es zu Situationen, in denen das Kindeswohl akut gefährdet war. Die Gefährdung war aber nicht auf diese "Akutsituationen" beschränkt, sondern manifestierte sich bei allen drei Kindern in teils schwerwiegenden Defiziten und psychiatrischen Störungen. Dieser Gefährdung konnte nicht anders begegnet werden als mit dem Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und der Platzierung der Kinder gemäss Art. 310 Abs. 1 ZGB. Dass die Eltern inzwischen angeblich über stabile Wohnverhältnisse verfügen, ändert an diesem Befund - abgesehen davon, dass dies von der Vorinstanz nicht festgestellt wurde und der Beschwerdeführer diesbezüglich keine Sachverhaltsrüge erhebt - ebenso wenig etwas wie die Tatsache, dass die bis zum angefochtenen Entscheid monatlichen und begleiteten Besuche positiv verlaufen sind. Dies genügt nicht, um eine nachhaltige Besserung der Situation zu belegen, aufgrund derer die Gefährdungslage für die Kinder anders bewertet werden müsste. Entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers liegen also sehr wohl Hinweise auf eine fortbestehende Kindeswohlgefährdung vor bzw. ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen, dass das Kindeswohl bei einer Rückkehr zu den Eltern bzw. insbesondere zum Beschwerdeführer gefährdet wäre. Eine Verletzung von Bundesrecht liegt nicht vor.