Citation: 2A.211/2002 11.10.2002 E. 2

Die Beschwerdeführerin macht vorab geltend, das Verwaltungsgericht hätte sie persönlich anhören müssen. Durch die Ablehnung des entsprechenden Antrages habe das Verwaltungsgericht eine "Menschenrechtsverletzung" begangen und gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstossen. Die Rüge ist unbegründet. Streitigkeiten über fremdenpolizeiliche Bewilligungen fallen nicht unter die Garantien von Art. 6 EMRK (Ruth Herzog, Art. 6 EMRK und kantonale Verwaltungsrechtspflege, Bern 1995, S. 284 ff.), weshalb kein konventionsrechtlicher Anspruch auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht bestand. Zwar müsste einem dahingehenden Antrag von Verfassungs wegen dann entsprochen werden, wenn die persönliche Anhörung des Betroffenen als entscheidrelevantes Beweismittel erscheint. Zur Feststellung des massgebenden Sachverhaltes bedurfte es vorliegend aber keiner mündlichen Anhörung; der Standpunkt der Beschwerdeführerin kam in den vorhandenen schriftlichen Eingaben ausgiebig zum Ausdruck. Deshalb kann in der Ablehnung des betreffenden Verfahrensantrages auch keine Rechtsverweigerung (bzw. willkürliche Nichtabnahme eines wesentlichen Beweismittels) erblickt werden.