Citation: 5A_1023/2015 E. 2

Im Verfahren vor der oberen Aufsichtsbehörde war umstritten, zu welchem Zeitpunkt die Beschwerdeführerin die Klage gemäss Art. 93 Abs. 2 VZG auf Feststellung des in einer Grundpfandbetreibung bestrittenen Pfandrechts an den Miet- und Pachtzinsen zu erheben habe, damit die Zinsensperre prosequiert wird. Die Vorinstanz hat das Argument der Beschwerdeführerin, wonach sich während des Aberkennungsverfahrens betreffend Forderung und Grundpfandrecht keine Instanz mit der Einrede gegen das Pfandrecht an Miet- und Pachtzinsen befassen soll, verworfen. Zur Begründung hat die obere Aufsichtsbehörde im Wesentlichen erwogen, dass die Streitgegenstände (Forderung und Grundpfandrecht im Aberkennungsprozess einerseits, Pfandhaft an Miet- und Pachtzinsen im Feststellungsprozess andererseits) wohl Gemeinsamkeiten hätten, indes abgrenzbar und nach der gesetzlichen Konzeption separat zu behandeln seien. Sinn und Zweck sei eine rasche Klärung der Rechtslage betreffend das Pfandrecht an den Miet- und Pachtzinsen. Die Erhebung der Aberkennungsklage hemme daher die Frist zur Prosequierung der Miet- und Pachtzinssperre nicht. Das Betreibungsamt habe zu Recht Frist zur Erhebung der betreffenden Feststellungsklage angesetzt.