Citation: 8C_555/2023 E. 4.4.2

4.4.2. Sodann scheint der Beschwerdeführer den Satz im angefochtenen Urteil, bei seiner Krankheit handle es sich fraglos um einen durch Chronifizierung geprägten Verlauf, bei der immer wieder arbeitsmässige Ausfälle aufgrund chirurgischer Eingriffe zu verzeichnen seien, misszuverstehen. Unter Chronifizierung wird der Übergang einer akuten Erkrankung in einen chronischen Zustand bezeichnet ( https://www.duden.de/rechtschreibung/Chronifizierung, zuletzt abgerufen am 22. Dezember 2023). Dieser Prozess war, wie sich ohne Weiteres aus den erwähnten medizinischen Unterlagen ergibt, im Zeitpunkt bei Erlass der Ablehnungsverfügung vom 20. Mai 2022 bekannt gewesen. Der langandauernde Verlauf der Akne inversa war gekennzeichnet durch die immer wieder entstehenden Abszesse in den Achselhöhlen und im Genitalbereich, die gelegentlich chirurgische Entleerungen und Sanierungen erforderten (Bericht des Spitals E.________ vom 21. März 2021). Dr. med. C.________ sprach denn auch im Bericht vom 13. Oktober 2022 bezüglich der Akne inversa von der Grunderkrankung, die mit dem Arzneimittel Humira therapiert werde und die trotzdem weiterhin praktisch monatlich zu Notfallkonsultationen mit Abszessinzisionen führe. Jedenfalls kann aus der Chronizität der Akne inversa allein nichts zur Beurteilung der streitigen Frage hergeleitet werden, ob eine anspruchserhebliche Veränderung glaubhaft gemacht sei.