Citation: I 92/06 16.08.2006 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat in Würdigung der medizinischen Unterlagen und der durchgeführten beruflichen Abklärungen erwogen, die kurz nach dem Herzinfarkt vorgenommene Beurteilung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit sei zu optimistisch ausgefallen und lasse sich nicht realisieren. In somatischer Hinsicht sei von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % für eine körperlich wenig belastende Tätigkeit auszugehen. Betreffend den psychischen Gesundheitszustand kann nach Auffassung der Vorinstanz vollumfänglich auf den Bericht des Dr. med. K.________ vom 23. April 2004 abgestellt werden, gemäss welchem keine Diagnose mit Krankheitswert vorliegt und keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht festzustellen ist. Dem Bericht des Dr. med. M.________ vom 13. März 2005 könne dagegen wegen gravierender Mängel keine beweisrechtliche Relevanz beigemessen werden. Insbesondere sei nicht nachvollziehbar, wie dieser eine differenzierte Beurteilung abgeben könne, wenn es wegen des ungenügenden Verständnisses der deutschen Sprache und einer eingeschränkten Ausdrucksmöglichkeit schwierig gewesen sei, dem Versicherten differenzierte Fragen zu stellen und das Gespräch über die etwas besser Deutsch sprechende Ehefrau habe geführt werden müssen. Zudem werde die subjektive Beurteilung des Versicherten wiedergegeben, ohne dass diese in einen weiteren Zusammenhang gestellt worden wäre. Die Vorinstanz erachtete es daher auch als wenig sinnvoll, bei diesem Arzt weitere Abklärungen einzuholen, zumal mit dem Bericht des Dr. med. K.________ eine schlüssige Beurteilung vorliege. 3.2 Der Beschwerdeführer wendet ein, aufgrund der widersprüchlichen bei den Akten liegenden ärztlichen Beurteilungen könne die verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht schlüssig beurteilt werden. Die Vorinstanz hätte daher ergänzende Abklärungen veranlassen müssen. Indem sie den entsprechenden Anträgen keine Folge geleistet habe, habe sie seinen Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 42 ATSG verletzt. Das Gutachten des Dr. med. K.________ sei von einem Arzt der Klinik X.________ erstellt worden, wo er nach dem Herzinfarkt behandelt und im Zeitpunkt der Entlassung zu Unrecht eine Arbeitsfähigkeit von 100 % attestiert worden sei. Eine unabhängige Beurteilung sei von vornherein nicht möglich gewesen, weil Dr. med. K.________ sich in einem Interessenskonflikt zu seiner Arbeitgeberin befunden habe. Zudem stamme der Bericht aus dem Frühjahr 2004 und sei somit gar nicht mehr aktuell. Es sei nunmehr auf den neuen, unter Beizug einer professionellen Dolmetscherin erstellten Bericht des Dr. med. M.________ vom 24. Januar 2006 abzustellen. Dieser gehe von einer posttraumatischen Belastungsstörung als Folge des Herzinfarktes und den damit verbundenen notfallmässigen Behandlungsumständen aus. Die psychischen Symptome hätten Krankheitswert. Eine Restarbeitsfähigkeit von maximal 25 % sei nur in geschütztem Rahmen realisierbar.