Citation: 5A_402/2024 E. 1

Aus der Ehe der Beschwerdeführerin mit dem Beschwerdegegner ist die gemeinsame Tochter C.________ (geb. 2018) hervorgegangen. Mit Scheidungsurteil vom 24. Mai 2023 stellte das Zivilgericht Basel-Stadt C.________ unter die gemeinsame elterliche Sorge und ordnete die alternierende Obhut an. Dagegen erhoben die Beschwerdeführerin Berufung und der Beschwerdegegner Anschlussberufung. Am 8. Mai 2024 beantragte der Beschwerdegegner unter anderem, es sei für C.________ superprovisorisch ein Ausreiseverbot zu erlassen. Mit Verfügung vom gleichen Tag untersagte das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt der Beschwerdeführerin superprovisorisch, mit ihrer Tochter C.________ die Schweiz zu verlassen oder das Kind sonst ins Ausland zu verbringen. Zudem wurde die Ausschreibung von C.________ im automatisierten Polizeifahndungssystem angeordnet und die Zentralbehörde zur Behandlung internationaler Kindesentführungen im Bundesamt für Justiz ersucht, die entsprechende Eintragung im RIPOL vorzunehmen. Am 20. Mai 2024 (Postaufgabe) nahm die Beschwerdeführerin Stellung. Mit Entscheid vom 27. Mai 2024 bestätigte das Appellationsgericht die superprovisorische Verfügung und stellte zudem für den Fall, dass die Beschwerdeführerin ihre Tochter bereits ins Ausland verbracht haben sollte, fest, dass dies widerrechtlich erfolgt sei. Dagegen hat die Beschwerdeführerin mit zwei identischen Eingaben vom 26. Juni 2024 (Abgabe der mit einem Kurier aus Litauen versandten Beschwerde beim Bundesgericht bzw. Postaufgabe in Basel) Beschwerde an das Bundesgericht erhoben.