Citation: 1C_390/2020 E. 3.2.3

3.2.3. Gemäss Art. 36 Abs. 2 LSV berücksichtigt die Vollzugsbehörde bei der Ermittlung der Aussenlärmimmissionen ortsfester Anlagen die Zu- oder Abnahme der Lärmimmissionen, die zu erwarten ist wegen der Errichtung, Änderung oder Sanierung ortsfester Anlagen, insbesondere wenn entsprechende Projekte im Zeitpunkt der Ermittlung bereits bewilligt oder öffentlich aufgelegt worden sind (lit. a) und wegen der Errichtung, der Änderung oder dem Abbruch anderer Bauten, wenn die Projekte im Zeitpunkt der Ermittlung bereits öffentlich aufgelegt sind (lit. b). Vorliegend geht weder aus dem angefochtenen Entscheid noch aus der Beschwerde eine zukünftige und absehbare Änderung der Lärmbelastung hervor, die zu berücksichtigen wäre. Vielmehr führte auch das BAFU in seiner Vernehmlassung an das Bundesgericht aus, die in den weiteren Fassungen des Lärmgutachtens enthaltene Prognose über den künftigen Betrieb der Anlage stütze sich auf Einschätzungen der beiden Schützenvereine. Ein entsprechendes Projekt zur Änderung der Schiessanlage sei weder bewilligt worden noch liege ein solches öffentlich auf. Die Vorinstanz habe aus seiner Sicht im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens daher nicht auf die Prognose abstellen müssen. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Anzahl Schiessen auf der Schiessanlage und die Mitgliederzahl der beiden aktiven Schiessvereine seien nicht beschränkt, führt zu keinem anderen Schluss.