Citation: 2C_551/2015 E. 2.2

2.2. Das angefochtene Urteil stützt sich auf Art. 59 Abs. 3 der Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (TSchV; SR 455.1). Danach müssen Pferde Sicht-, Hör- und Geruchkontakt zu einem anderen Pferd haben; die kantonale Behörde kann in begründeten Fällen eine befristete Ausnahmebewilligung für ein einzeln gehaltenes, altes Pferd erteilen. Diese Norm verlangt ein gewisses Mass an Sozialkontakten, die einem Pferd mit anderen Tieren der Pferdegattung ermöglicht werden müssen. Gestützt auf die am Augenschein gewonnenen Erkenntnisse stellt das Kantonsgericht fest, dass es im vorliegenden Fall an solchen Kontakten fehle; es befinde sich kein Tier der Pferdegattung in der Nähe von Stall und Auslauf des Pferdes "Huck"; zwei Höfe mit Pferdehaltung lägen mehrere hundert Meter entfernt, welche Distanz zu gross sei (E. 3.6). Sodann erkennt es, die Voraussetzungen für eine Ausnahme (die es näher definiert) seien vorliegend nicht erfüllt; das Pferd könne nicht als alt gelten, zudem gäbe es vom Beschwerdeführer bisher nicht versuchte Halteformen, die die erforderlichen Sozialkontakte ermöglichen würden (E. 3.7). In der Beschwerde wird Folgendes ausgeführt: "Anklagepunkt ist die Alleinhaltung eines Pferdes. Dieses Pferd wurde bereits zweimal zu vergesellschaften versucht. Fazit: ein Pferd wurde getötet und das Zweite geschlagen und musste entfernt werden. - Das Veterinäramt versucht mit allen Mitteln, dass das Pferd vergesellschaftet wird. Begründung: Ein Pferd muss Blick-, Hör- und Geruchskontakt zu anderen Pferden haben. Dies hat das Pferd, jedoch nicht gerade Box an Box. Wie weit der Abstand zu einem anderen Pferd sein muss, steht in keinem Gesetz. - Fakt ist, dass das Pferd "Huck" seit über 5 Jahren alleine ist und es ihm an nichts fehlt. Er ist ein lieber, friedlicher, ausgeglichener Wallach." Mit diesen Äusserungen wird weder eine qualifiziert falsche Sachverhaltsermittlung gerügt noch lassen sie eine (hinreichende) Auseinandersetzung mit den Erwägungen des Kantonsgerichts zu Auslegung und konkreter Anwendung von Art. 59 Abs. 3 TSchG im Einzelnen erkennen.