Citation: 2C_718/2019 E. 3.4

3.4. Der Untersuchungsgrundsatz, wonach die Behörden den Sachverhalt möglichst zuverlässig abklären müssen, wird jedoch durch die Mitwirkungspflicht der Parteien relativiert (Art. 90 AIG). Diese kommt naturgemäss bei Tatsachen zum Tragen, die eine Partei besser kennt als die Behörden und die ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erhoben werden können (BGE 138 II 456 E. 8.6.4 S. 496 f.; Urteil 2C_118/2017 vom 18. August 2017 E 4.2). Dies gilt insbesondere, wenn wie vorliegend, nebst der gemäss der verbindlichen Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG; vorne E. 1.3) geführten ausserehelichen Beziehung der Ex-Ehefrau des Beschwerdeführers, noch weitere gewichtige Indizien dafür bestehen, dass die eheliche Gemeinschaft bereits vor Ablauf der Dreijahresfrist gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG aufgelöst wurde. In einer solchen Situation wird vom widersprechenden Ehegatten erwartet, dass er von sich aus Umstände vorbringt, welche dazu geeignet sind, die Dauer der eheliche Gemeinschaft von mindestens drei Jahren zumindest glaubhaft zu machen (vgl. Urteile 2C_1016/2017 vom 6. Februar 2019 E. 3.2; 2C_118/2017 vom 18. August 2017 E. 4.2; 2C_936/2016 vom 17. März 2017 E. 2.3).