Citation: 6B_707/2022 E. 3.2

3.2. Nachdem die 1. Strafkammer des Obergerichts im Berufungsverfahren über das amtliche Honorar des Beschwerdeführers für das erstinstanzliche Verfahren entschieden hatte, wurde das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos abgeschrieben und dem Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren eine reduzierte Gebühr auferlegt sowie keine Entschädigung zugesprochen. Die Beschwerdekammer begründet dies damit, dass die 1. Strafkammer im Rahmen des Berufungsverfahrens die vom Präsidenten des Bezirksgerichts festgesetzte amtliche Entschädigung vollumfänglich bestätigt hat. Daher wäre der Beschwerdeführer mutmasslich auch im als gegenstandslos abgeschriebenen Beschwerdeverfahren unterlegen. Die vorinstanzliche Begründung überzeugt nicht. Es steht fest, dass der Präsident des Bezirksgerichts zur Festsetzung des amtlichen Honorars des Beschwerdeführers sachlich nicht zuständig war. Dessen Beschwerde wäre daher bereits aus formellen Gründen gutzuheissen gewesen, wäre das Verfahren nicht bis zum Entscheid im Berufungsverfahren sistiert worden. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich nicht, dem Beschwerdeführer im kantonalen Beschwerdeverfahren betreffend das amtliche Honorar Kosten aufzuerlegen. Daran ändert nichts, dass die Vorinstanz die Höhe des amtlichen Honorars für das Berufungsverfahren ohne Verletzung von Bundesrecht bestätigt hat.