Citation: 6B_166/2007 24.07.2007 E. 3

3.1 Dem Beschwerdegegner B.________ wurde in der Anklageschrift vorgeworfen, er habe zusammen mit dem heutigen Inhaber der Beschwerdeführerin, C.________, und dem zweiten Beschwerdegegner, A.________, ein Lebensmittelgeschäft betrieben. Nach Streitigkeiten seien im Januar 2001 die beiden Beschwerdegegner aus dem Geschäft ausgestiegen. Dabei habe B.________ den Ordner mit den quittierten Lohnabrechnungen gestohlen. In der Folge habe B.________ beim Arbeitsgericht ein Zivilverfahren wegen ausstehender Lohnzahlungen angestrengt und dabei wahrheitswidrig angegeben, die Lohnbuchhaltung nicht geführt und den entsprechenden Ordner nicht mitgenommen zu haben. Die Beschwerdeführerin habe den Zivilprozess aufgrund der fehlenden bzw. abhanden gekommenen Lohnabrechnungen verloren. 3.2 Bei seiner Beweiswürdigung kam der Einzelrichter des Bezirksgerichts zum Schluss, weder die Darstellung C.________s noch diejenigen der beiden Beschwerdegegner vermöchten voll zu überzeugen. Da weitere Beweismittel fehlten, verblieben Zweifel, ob sich der Anklagesachverhalt wie beschrieben ereignet habe, weshalb die Beschwerdegegner "in dubio pro reo" freizusprechen seien. Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid (S. 9) auf die bezirksgerichtliche Beweiswürdigung verwiesen. 3.3 Die Beschwerdeführerin bringt vor (Beschwerde S. 3 Ziff. 6), sie habe mit Bezug auf den Angeklagten B.________ bereits vor erster Instanz geltend gemacht, der angeklagte Sachverhalt sei aufgrund der erstellten bzw. unbestrittenen Umstände rechtsgenügend bewiesen. B.________ habe mit seiner Klage beim Arbeitsgericht eine von ihm quittierte Lohnabrechnung für den Oktoberlohn 2000 eingereicht. Diese Quittung sei ein Beleg der Arbeitgeberin, weshalb sie sich bei ihr hätte befinden müssen, nicht bei B.________. Daraus ergebe sich zwangsläufig, dass dieser sie bei seinem Austritt entwendet habe. Mit diesem Vorbringen habe sich der Einzelrichter unter Verletzung seines rechtlichen Gehörs nicht auseinandergesetzt. Das Obergericht habe dies auch nicht getan, sondern auf die Ausführungen des Einzelrichters verwiesen. 3.4 Soweit die Beschwerdeführerin mit diesen Ausführungen die Beweiswürdigung des Obergerichts bzw. des Einzelrichters des Bezirksgerichts, auf die es verweist, kritisiert, ist darauf mangels Legitimation in der Sache nicht einzutreten (E. 1.2). Von einer Gehörsverletzung kann keine Rede sein. Die Abläufe um die Buchhaltung der Beschwerdeführerin im relevanten Zeitraum blieben sowohl im Zivil- als auch im Strafverfahren weitgehend im Dunkeln. Selbst wenn B.________ die für die Arbeitgeberin bestimmte Lohnquittung für den Oktoberlohn 2000 in seinem Besitz gehabt haben sollte - bei den Akten befindet sich lediglich eine wenig beweiskräftige Kopie -, könnte dies ebensogut auf eine unprofessionelle Abwicklung des Lohn- bzw. Lohnbuchhaltungswesens oder ein Versehen zurückzuführen sein und beweist keineswegs, dass B.________ sie gestohlen hat. Und schon gar nicht beweist es, dass er auch die Quittungen für die Monate November und Dezember 2000 sowie Januar 2001 gestohlen hat, mithin den Zeitraum, für den B.________ im arbeitsrechtlichen Verfahren gegen die Beschwerdeführerin Lohnforderungen stellte (und zugesprochen bekam). War aber somit der von der Beschwerdeführerin behauptete Umstand, dass B.________ die ihr gehörende Quittung für seinen Oktoberlohn 2000 besessen habe, für den Ausgang des Verfahrens unerheblich, konnten Bezirks- und Obergericht ohne Verletzung ihrer verfassungsrechtlichen Begründungspflicht stillschweigend darüber hinweggehen. Die Gehörsverweigerungsrüge ist unbegründet. 3.5 Damit werden auch die langfädigen Ausführungen der Beschwerdeführerin, wie das Bundesgericht den Fall nach einer Gutheissung der Gehörsverweigerungsrüge selber (reformatorisch) entscheiden könnte, gegenstandslos.