Citation: 2A.664/2005 13.12.2005 E. 5

Die Steuerrekurskommission trat auf die bei ihr erhobene Beschwerde nicht ein, weil die Beschwerdeführerin im Einspracheentscheid entsprechend ihrer eigenen Steuererklärung veranlagt worden sei und sie somit kein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung des Einspracheentscheids habe. Dem hält die Beschwerdeführerin einzig entgegen, dass ein Beschwerdeverfahren, welches eröffnet worden sei, nicht mehr eingestellt bzw. nicht durch Nichteintreten auf die Beschwerde erledigt werden dürfe. Diese Auffassung trifft nicht zu. Vielmehr musste die Steuerrekurskommission das Vorhandensein der Prozessvoraussetzungen (d.h. die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit ein Urteil in der Sache ergehen darf) von Amtes wegen prüfen. Das bedingt aber, dass ein Verfahren eröffnet wird, andernfalls das Vorhandensein der Prozess- oder Sachurteilsvoraussetzungen nicht geprüft werden kann. Da nach den Feststellungen der Steuerrekurskommission ein schutzwürdiges Interesse der Beschwerdeführerin an der Gutheissung der Beschwerde nicht bestand und es somit an einer Prozessvoraussetzung fehlte, war das Verfahren einzustellen, d.h. mit Nichteintretensentscheid zu erledigen. Das verletzt Bundesrecht nicht. Inwiefern die Feststellung der Vorinstanz, ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung der Einspracheverfügung fehle, falsch sein könnte, ist im Übrigen nicht ersichtlich. Von der Beschwerdeführerin hätte mindestens eine knappe Begründung mit Darstellung der Sachlage in Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erwartet werden dürfen (Art. 108 Abs. 2 OG), wenn sie diese Feststellung als falsch hätte rügen wollen. Da in diesem Punkt jegliche sachbezogene Begründung fehlt, ist auch keine Nachfrist zur Verbesserung der Beschwerde gemäss Art. 108 Abs. 3 OG anzusetzen.