Citation: 6B_563/2023 E. 3.3

3.3. Die Erstinstanz ging davon aus, dass die Belastungsaussagen von B.________ vom 7. Oktober 2019 und vom 10. März 2020 verwertbar seien. Aufgrund der zeitlichen Gegebenheiten sei es zulässig gewesen, den Beschwerdeführer von diesen Einvernahmen auszuschliessen, da diesem aufgrund seiner viel späteren Verhaftung im Vergleich zu seinen Mitbeschuldigten bis dahin noch kein Vorhalt des konkreten Tatvorwurfs habe gemacht werden können. Anders wäre es gemäss Erstinstanz nie möglich, einer beschuldigten Person belastende Aussagen, die einen Anfangsverdacht begründen, in einer ersten Befragung vorzuhalten. Ausserdem hätte der Beschwerdeführer bei den Einvernahmen vom 7. Mai 2020 und 26. Mai 2020 sowie an der Hauptverhandlung die Möglichkeit gehabt, B.________ zu seinen Vorwürfen zu befragen.