Citation: I 499/02 17.06.2003 E. 5

Zu prüfen ist als Erstes, ob die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden teil- oder vollerwerbstätig wäre. Sie ist verheiratet und Mutter dreier Söhne, geboren 1982, 1984 und 1995. Ab August 1990 arbeitete sie zu 100 %, von 1993 bis Ende September 1994 wegen Rückenbeschwerden noch zu 70 % bei der Firma X.________ in der Schalenproduktion. Ab August 1994 bis Ende Mai 1997 war sie Selbstständigerwerbende im Lebensmittelgeschäft C._______. Das Geschäft war in der Woche an zwei Nachmittagen und am Samstag ganztags offen; die übrige Zeit verwendete die Versicherte für den Wareneinkauf in Zürich (jeweils montags und donnerstags), für die Eigenherstellung von Würsten und Käse sowie für die Ladenreinigung. Im Rahmen der Haushaltsabklärung vom 3. September 1998 gab sie an, ihr Mann verdiene monatlich ca. Fr. 3800.-. Ohne Behinderung würde sie eine Erwerbstätigkeit ausüben, da die finanzielle Mithilfe für die Familie nötig wäre. Der 1982 geborene Sohn F.________ lebte im Zeitpunkt des Verfügungserlasses nicht mehr zu Hause, sondern absolvierte in Portugal eine Lehre; hiefür bezahlten ihm die Eltern monatlich Fr. 1000.-. Im ersten Vorbescheid vom 30. Oktober 1998 ging die IV-Stelle zunächst davon aus, die Beschwerdeführerin würde ohne Gesundheitsschaden je zu 50 % im Haushalt und ausserhäuslich arbeiten. Mit Schreiben vom 10. November 1998 erklärte sich die Versicherte hiermit nicht einverstanden und gab an, ohne Gesundheitsschaden wäre sie nach wie vor auf eine Erwerbstätigkeit von 100 % angewiesen, so wie sie diese vor ihrer Krankheit ausgeübt habe. Ihr Rechtsvertreter teilte der IV-Stelle mit Schreiben vom 11. Januar 1999 ebenfalls mit, sie habe trotz zweier Kinder bereits bei der Firma X.________ zu 100 % gearbeitet. Damit sei der Beweis erbracht, dass sie ohne die Krankheit neben der Besorgung des Haushalts weiterhin einer 100 %igen Arbeit nachgegangen wäre. Die Versicherte legte zudem eine Bestätigung der Frau D.________, vom 7. Dezember 1998 auf, in der diese ausführte, sie besorge wenn immer erforderlich das Hüten des jüngsten Kindes der Versicherten; dies habe sie auch getan, als diese auswärts gearbeitet habe. Aufgrund der dargelegten persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse sowie der eigenen Angaben der Versicherten im Verwaltungsverfahren besteht Grund zur Annahme, dass sie ohne Gesundheitsschaden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 100 % erwerbstätig wäre. Von einem Verstoss gegen den Vertrauensgrundsatz oder von willkürlichem Vorgehen der Verwaltung kann unter diesen Umständen nicht gesprochen werden. Daran vermögen die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu ändern.