Citation: 1B_678/2021 E. 3.4

3.4. Entgegen der vom Beschwerdeführer vertretenen Auffassung stellte die Vorinstanz selber fest, dass sich der Beschwerdeführer an jenem Tag unter Alkohol- und Drogeneinfluss befunden habe. Nach ihrer Einschätzung vermochte der vorgängige Konsum vorsätzliches Handeln jedoch nicht auszuschliessen. Der Beschwerdeführer sei es gewohnt gewesen, viel Alkohol zu trinken, und nach der Tat in der Lage gewesen, die Polizei und Drittpersonen zu kontaktieren und deren Anweisungen zu befolgen. Auch im forensisch-psychiatrischen Gutachten werde im Übrigen von zur Tatzeit erhaltener Einsichtsfähigkeit ausgegangen. Dass diese Ausführungen der Vorinstanz nicht zutreffen sollten, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Nicht nachvollziehbar ist zudem, inwiefern die Vorinstanz dem Beschwerdeführer dessen Erinnerungslücken "angelastet" haben sollte: Die Vorinstanz hielt in diesem Zusammenhang lediglich fest, bis heute habe der Beschwerdeführer keine nähere Erklärung beibringen können, wie sich das "Blödeln" und das "Käpslipistole-Spielen" genau zugetragen haben sollen. Selbst wenn beim "Blödeln" oftmals kein Sinn und Zweck erkennbar sei, dürfe erwartet werden, dass die diesbezügliche Situation bzw. der entsprechende Geschehensablauf geschildert werden könne. Ob die vom Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang geltend gemachten Erinnerungslücken als Schutzbehauptung bezeichnet werden müssten oder auf eine Schutzreaktion oder Verdrängung zurückzuführen seien, könne dahingestellt bleiben. Immerhin falle auf, dass sich der Beschwerdeführer gut an die Zeit nach der Tat zu erinnern vermöge. Schliesslich ist dem angefochtenen Beschluss zu entnehmen, dass zwischenzeitlich offenbar ein 3D-Modell zur Tatrekonstruktion erstellt worden sei. Dem Anzeigerapport vom 28. September 2021 könne diesbezüglich entnommen werden, dass die erstellte virtuelle Tatrekonstruktion eindeutig aufzeige, dass es sich bei der Schussabgabe unmöglich um einen Unfall handeln könne. Auch mit dieser Feststellung der Vorinstanz setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Nach dem Gesagten hat sich die Vorinstanz ausführlich mit den bisherigen Untersuchungsergebnissen auseinandergesetzt und ist nicht zu beanstanden, dass sie das Vorliegen konkreter Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Tötung und eine diesbezügliche Beteiligung des Beschwerdeführers bejahte. Mit seinen Vorbringen, "die genauen Umstände und der Hergang" seien "nach wie vor völlig unklar", vermag der Beschwerdeführer den dringenden Tatverdacht vorliegend nicht zu zerstreuen. Hinsichtlich der dem Beschwerdeführer ebenfalls vorgeworfenen Drohung hat gemäss den Ausführungen im angefochtenen Beschluss bisher einzig eine Einvernahme des Bedrohten selber stattgefunden. Dass die Vorinstanz auch diesbezüglich von einem dringenden Tatverdacht ausgegangen ist, ist derzeit ebenfalls nicht zu beanstanden. Im Übrigen obliegt die Beweiswürdigung dem Strafgericht, dem im Rahmen des Haftverfahrens nicht vorzugreifen ist.