Citation: 9C_789/2007 17.01.2008 E. 4

4.1 Wie das kantonale Gericht verbindlich festgestellt hat (E. 2), hat die konkursite Gesellschaft im Zeitraum von April 2002 bis September 2003 Löhne in der Höhe von mehr als einer halben Million Franken ausgerichtet und die darauf anfallenden Sozialversicherungsbeiträge weitgehend nicht bezahlt. Im gleichen Zeitraum wurde sie regelmässig gemahnt und betrieben. Damit ist sie den ihr als Arbeitgeberin obliegenden Beitragszahlungs- und Abrechnungspflichten nur unvollständig nachgekommen und hat damit Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 2 AHVG grobfahrlässig missachtet. 4.2 Sodann hat das kantonale Gericht in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht ausführlich und zutreffend dargelegt, weshalb dieses zum Beitragsverlust führende qualifizierte schuldhafte Verhalten dem Beschwerdeführer als einzigem Verwaltungsratsmitglied mit Blick auf seine unübertragbaren Aufgaben der Überwachung und finanziellen Oberaufsicht über die Gesellschaft anzurechnen ist. Die dagegen vorgebrachten Argumente erschöpfen sich in einer Wiederholung der vorinstanzlich erhobenen Einwände und sind nicht stichhaltig, wie bereits das kantonale Gericht zutreffend ausgeführt hat: So ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer "alles unternommen hat, um die Unternehmung retten zu können". Vielmehr hat die Vorinstanz verbindlich festgestellt, dass keine ernsthaften Sanierungsaussichten bestanden. Ebenso wenig hat der Beschwerdeführer "selbst aktiv und engagiert zur Tilgung der sich auflaufenden AHV-Schulden beigetragen": Weder der behauptete Verkauf des Motorrades noch die Aufnahme eines Privatdarlehens bei seinem Bruder führten zur Tilgung der laufenden Beitragsschulden, blieben doch im Jahre 2003 sämtliche Monatspauschalen unbezahlt. Die Pfändung des Fuhrparks und deren Fortsetzung mit dem Ergebnis eines geringen Verwertungserlöses hilft dem Beschwerdeführer nicht, hat er doch in der vorausgehenden Zeit, als sich die Beitragsausstände anhäuften, davon abgesehen, die Fahrzeuge selbst zu verkaufen und die Beitragsschulden daraus zu tilgen, wie er das geltend macht. Auch die vom Beschwerdeführer erwähnten Entlassungen von Personal haben nicht zu einer Verringerung der Beitragsausstände geführt. Dass schliesslich das Lohnguthaben über Fr. 16'000.- entgegen der Lohnmeldung nicht an R.________ ausbezahlt worden sein soll, belegt der Beschwerdeführer in keiner Weise. Mit der Vorinstanz ist vielmehr festzustellen, dass die der Forderungsberechnung zugrunde liegenden Lohnzahlungen auf den von der Gesellschaft unterschriftlich bestätigten Lohnmeldungen beruhen und diese Lohnangaben von der Revisionsstelle der Ausgleichskassen bestätigt wurden. Eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann darin jedenfalls nicht erblickt werden, weshalb der vorinstanzliche Entscheid auch in masslicher Hinsicht Bundesrecht nicht verletzt.