Citation: 6B_1193/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz legt zunächst die Einsatzstrafe für die mehrfachen, qualifizierten Widerhandlungen gegen das BetmG i.S.v. Art. 19 Abs. 1 lit. a, b, d und g BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 BetmG fest. Als verschuldens- und straferhöhende Aspekte berücksichtigt sie, dass der Beschwerdeführer nicht nur mengenmässig qualifiziert, sondern auch als Mitglied einer Bande gehandelt habe. Zudem liege die Menge von 2.42 kg Kokain massiv über dem Schwellenwert zur Annahme eines qualifizierten Falls, welcher bei 18 g reinem Kokain liege. Weiter sei eine mehrfache Tatbegehung zu beurteilen. Die vom Beschwerdeführer beantragte Freiheitsstrafe von 24 Monaten erscheine unter diesen Umständen viel zu niedrig. In Anbetracht der tiefen Hierarchiestufe des Beschwerdeführers sowie der durch die Verneinung des Anstaltentreffens deutlich niedrigeren Menge von Betäubungsmitteln erscheine die von der ersten Instanz angenommene Einsatzstrafe von 44 Monaten zu hoch. Angebracht seien vorliegend 36 Monate. Die tiefe Hierarchiestufe des Beschwerdeführers könne nicht verschuldensmindernd gewertet werden, sei doch bereits die Zugehörigkeit zu einer Bande an sich verschuldenserhöhend zu werten. Die Vorinstanz erhöht die Einsatzstrafe aufgrund der Weitergabe von Kokain an C.________ und D.________ um einen Monat auf 37 Monate (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG), eine Straferhöhung für den Besitz von 3.8 g Kokain erachtet sie nicht für angebracht. Wie bereits die erste Instanz erhöht die Vorinstanz die Einsatzstrafe aufgrund des Schuldspruchs wegen Geldwäscherei um weitere zwei Monate. Aufgrund der Tatkomponenten geht die Vorinstanz folglich von einer Freiheitsstrafe von 39 Monaten aus (angefochtenes Urteil Ziff. 9.4 ff.). In Bezug auf die Täterkomponenten stützt sich die Vorinstanz zusammengefasst auf die Ausführungen der ersten Instanz. Diese hält fest, aus der Vorgeschichte des Beschwerdeführers lasse sich nichts ableiten, das sein Verschulden erhöhen oder senken würde. Er weise einige grösstenteils nicht einschlägige Vorstrafen auf, welche insgesamt als straferhöhend zu gewichten seien. Der Beschwerdeführer habe zwar einige Delikte gestanden, jedoch erst zu einem Zeitpunkt, als die Beweise erdrückend gewesen seien. Dazu ergänzt die Vorinstanz, die Geständnisse in Bezug auf die Betäubungsmitteldelikte seien beispielsweise erst im erstinstanzlichen Plädoyer abgelegt worden. Insgesamt habe er bei allen Befragungen einen grossen Teil der Delikte bestritten oder die Aussage verweigert. Auch anlässlich der Befragung an der Berufungsverhandlung habe er jegliches Fehlverhalten abgestritten. Das Wohlverhalten des Beschwerdeführers nach der Tat werten sowohl die erste als auch die Vorinstanz als neutral. Zur Strafempfindlichkeit führt die Vorinstanz weiter aus, eine solche sei nicht zu erkennen und die vom Beschwerdeführer dazu vorgebrachten Argumente würden auf jeden Straftäter mit Familie zutreffen und seien eine unvermeidbare Konsequenz des deliktischen Verhaltens und der daraus folgenden freiheitsentziehenden Sanktion. Die Vorinstanz erhöht die Strafe um einen Monat auf insgesamt 40 Monate (angefochtenes Urteil Ziff. 9.9 f.). Zur Medienberichterstattung führt die Vorinstanz aus, es hätten offensichtlich nur Personen, die den Beschwerdeführer eher gut kannten, aus der anonymisierten Berichterstattung darauf schliessen können, dass er der erwähnte Straftäter sei. Die grosse Mehrheit der Einwohner U.________s kenne wohl weder das Alter noch die Nationalität des Beschwerdeführers. Zudem mache er nicht substanziiert geltend, dass er dadurch, dass er von Personen, die ihn bereits näher gekannt hätten, angesprochen worden sei, Nachteile erlitten hätte. Demnach sei kein Grund ersichtlich, die Strafe zu mildern (angefochtenes Urteil Ziff. 9.12). Die Vorinstanz erwägt zur geltend gemachten Verletzung des Beschleunigungsgebots, das Verfahren habe von der Verhaftung am 3. Juni 2016 bis zum erstinstanzlichen Urteil vom 12. November 2019 rund drei Jahre und fünf Monate gedauert. Obwohl dies auf den ersten Blick für ein Strafverfahren nicht gerade kurz erscheine, sei nicht ausser Acht zu lassen, dass es sich vorliegend um einen eher komplexen Fall mit mehreren Beteiligten handle. Diese seien mehrfach einvernommen worden, wobei die Termine jeweils mit mehreren Verteidigern hätten koordiniert werden müssen. Ein längerer Stillstand sei nicht zu erkennen. Der dreifache Wechsel des amtlichen Verteidigers des Beschwerdeführers habe das Verfahren etwas verzögert. Zwar seien von der Anklageerhebung bis zur Vorladung zur Hauptverhandlung 11 Monate ohne sichtbare Tätigkeit des Kantonsgerichts vergangen, jedoch sei in Anbetracht der Grösse des Falls aber auch hier keine Verletzung des Beschleunigungsgebots zu erkennen (angefochtenes Urteil Ziff. 9.11). Zusammenfassend sei der Beschwerdeführer mit einer Freiheitsstrafe von 40 Monaten (drei Jahren und vier Monaten) zu bestrafen. Eine (teil-) bedingte Strafe komme demnach nicht in Frage.