Citation: 1P.543/2005 15.11.2005 E. 2.4

2.4.1 Weiter rügt der Beschwerdeführer, das Appellationsgericht hätte auch den Telefonverkehr der Beschwerdegegnerin mit ihrem früheren Handy erheben sollen. Diese Daten seien rückwirkend ab 1. Oktober 2003 auszuwerten, denn aus dem Handyverkehr zwischen ihm und der Beschwerdegegnerin werde deutlich, dass sie eine intensive Bekanntschaft verbunden habe. Die Beschwerdegegnerin habe eine Beziehung zwischen ihnen zunächst in Abrede gestellt. Er habe von Anfang an dargelegt, dass sie seit zwei Monaten ein Paar gewesen seien. Die Frage, wer von ihnen die Wahrheit sage, sei insofern von Bedeutung, als daraus wichtige Rückschlüsse auf den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen gezogen werden könnten. Zudem ergebe sich aus dem Umstand, dass die Parteien mehr als nur befreundet gewesen seien, auch ein zusätzliches Motiv für eine falsche Anschuldigung durch die Beschwerdegegnerin. 2.4.2 Das Appellationsgericht zieht dagegen im angefochtenen Urteil in Erwägung, die Beschwerdegegnerin habe eine nähere Bekanntschaft mit dem Beschwerdeführer nie bestritten, sondern lediglich das von ihm behauptete sexuelle Verhältnis. Diese Streitfrage lasse sich jedoch durch die Auflistung der telefonischen Kontakte zwischen ihnen nicht beantworten. Des Weiteren sei klarzustellen, dass die Telefon- und SMS-Verbindungen zwischen den Parteien vom 1. November bis 4. Dezember 2003 bereits durch die Randdatenermittlung der Handy-Nummer des Beschwerdeführers lückenlos ermittelt worden seien, da alle ein- oder ausgehenden Telefonate und SMS - auch diejenigen von oder an die Beschwerdegegnerin, einschliesslich der Verbindungen mit deren früherer Handy-Nummer - registriert worden seien. Somit seien weitere Abklärungen für jenen Zeitraum überflüssig. 2.4.3 Die relevanten Daten betreffend das Handy des Beschwerdeführers wurden erhoben. Das Appellationsgericht durfte somit zu Recht davon ausgehen, dass zusätzliche Abklärungen in Zusammenhang mit dem Telefonverkehr zwischen den Parteien am Beweisergebnis nichts mehr ändern würden, zumal selbst eine enge Beziehung zwischen den beiden noch keine Schlussfolgerung darüber zulässt, ob die umstrittenen sexuellen Handlungen gegen den Willen der Beschwerdegegnerin erfolgt sind oder nicht. Inwiefern die Beschwerdegegnerin eher ein Motiv hätte, den Beschwerdeführer fälschlicherweise anzuschuldigen, wenn zwischen den beiden eine intime Beziehung bestanden hätte, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht näher aufgezeigt. Der Verzicht auf weitere Ermittlungen zum Handy-Kontakt zwischen den Parteien stellt demzufolge keine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. 2.5 Der Beschwerdeführer hatte im Appellationsverfahren die Befragung dreier Zeugen beantragt, welche seiner Meinung nach bestätigen können, dass zwischen den Parteien ein intimes Verhältnis bestanden habe. Auch diesbezüglich gilt, dass selbst wenn die Parteien ein Paar gewesen wären, daraus nicht automatisch der Schluss gezogen werden kann, die umstrittenen Handlungen seien mit dem Einverständnis der Beschwerdegegnerin erfolgt. Über den inkriminierten Tatablauf hätten die beantragten Zeugen jedenfalls keine Aussagen machen können. Das Appellationsgericht durfte aufgrund seiner Erwägungen im angefochtenen Entscheid willkürfrei auf die Einvernahme der Bekannten des Beschwerdeführers verzichten. 2.6 Gemäss dem Beschwerdeführer hätte sich die Einvernahme eines Gasts des Lokals "Z.________" aufgedrängt, welcher bezeugen könne, dass die Beschwerdegegnerin bereits am Tag nach den angeblichen sexuellen Übergriffen wieder in das Lokal zurückgekehrt sei und sich nach ihm, dem Beschwerdeführer, erkundigt habe. Das Appellationsgericht führt dazu überzeugend aus, die Beschwerdegegnerin habe eingeräumt, sowohl am Freitag-, wie auch am Samstagabend (28. und 29. November 2003) ihr Stammlokal aufgesucht zu haben. Sie habe an jenem Samstagabend versucht, den Beschwerdeführer zu einem Aids-Test zu überreden, um nicht alle Medikamente einnehmen zu müssen, welche sie als Vorsorge auf der Notfallstation erhalten hatte. Mit Hilfe des betreffenden Gastes habe sie den Beschwerdeführer gemäss ihren eigenen Angaben an einem Abend vor der Tat kontaktieren wollen. Damals habe sie die Absicht gehabt, Geld zurückzufordern, welches der Beschwerdeführer ihr geschuldet habe. Zwar zeige sie in diesem Zusammenhang einige Unsicherheiten in Bezug auf den zeitlichen Ablauf. Das tue ihrer Glaubwürdigkeit aber grundsätzlich keinen Abbruch, zumal sich diese Ungenauigkeiten nicht auf das Kerngeschehen, sondern auf nebensächliche Umstände bezögen. Zusammenfassend erachtet es das Appellationsgericht als erwiesen, dass die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer nach der Tat kontaktiert habe und selbst am Freitag, 28. November 2003 - vor ihrem Besuch auf der Notfallstation des Kantonsspitals -, in Kauf genommen habe, diesen im Lokal "Z.________" zu treffen. Da dieser Umstand feststehe, erübrige sich die Befragung des Gastes. Diese Argumentation überzeugt. Da die Beschwerdegegnerin nicht bestreitet, das Lokal auch nach dem umstrittenen Vorfall besucht und sich nach dem Beschwerdeführer erkundigt zu haben, ist nicht ersichtlich, was der vom Beschwerdeführer genannte Zeuge zur Erhellung des Sachverhaltes weiter hätte beitragen können. 2.7 Demzufolge ist als Zwischenergebnis festzuhalten, dass das Appellationsgericht das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers nicht verletzt hat.