Citation: 1B_200/2016 E. 2.4.1

2.4.1. Der Beschwerdeführer ist nach eigenen Angaben seit über 20 Jahren heroinsüchtig, er habe bereits in der (1992 geschlossenen) offenen Drogenszene am "Platzspitz" in Zürich verkehrt. Laut aktuellem Strafregisterauszug hat er vier kleinere Vorstrafen (20 Tage Gefängnis und Fr. 100.-- Busse, Geldstrafe von 50 Tagessätzen und Fr. 200.-- Busse, Geldstrafe von 30 Tagessätzen und Fr. 600.-- Busse sowie Geldstrafe von 20 Tagessätzen und Fr. 500.-- Busse) erwirkt wegen Betäubungsmitteldelikten, Tätlichkeiten, Drohung und Beschimpfung. In den Strafakten befindet sich ein weiterer Strafregisterauszug vom 17. August 2006, welcher verschiedene Vorstrafen enthält, die im aktuellen Ausweis nicht mehr enthalten sind und dementsprechend aus dem Register entfernt worden sein müssen. Sie dürfen dem Beschwerdeführer von vornherein nicht mehr entgegengehalten werden (Art. 369 Abs. 7 StGB). Abgesehen davon handelt es sich dabei im Wesentlichen um verschiedene kleinere Drogendelikte, geringfügige Vermögensdelikte und Schwarzfahren, mithin um typische Kleinkriminalität, überwiegend mit Bagatellcharakter, betrug doch die höchste Strafe 3 Wochen Gefängnis. Vor seiner Verhaftung war der Beschwerdeführer in einem Methadonprogramm und lebte von der Sozialhilfe. Zusätzlich konsumierte er Heroin, wenn er "das Reissen" verspürte. Zur Finanzierung dieses Drogenkonsums soll er sich nach den Tatvorwürfen der Untersuchungsbehörden im vorliegenden Strafverfahren in erwähnter Weise (oben E. 2.2) am Drogenhandel beteiligt haben.