Citation: BGE 150 V 410 E. 9.4

Genau besehen kann von einem klaren Wortlaut indessen nur in Bezug auf den Grundsatz, jedoch nicht hinsichtlich des "Wie" die Rede sein. Dass der Bundesrat gemäss Art. 28a Abs. 1 (Satz 2) IVG "die anwendbaren Korrekturfaktoren" und nicht einfach "Korrekturfaktoren" zu umschreiben hat, liesse zwar ein Verständnis zu, wonach schon nach dem Gesetzeswortlaut an dem angeknüpft werden soll, was nach bisheriger Rechtsprechung galt. Eine solche Kontinuität ergibt sich jedoch nur unter Einbezug von Kontext und Vorgeschichte und nicht bereits aus dem Gesetzeswortlaut selbst. Da es dabei um sehr junges Recht geht, kommt der gesetzgeberischen Regelungsabsicht indessen besondere Bedeutung zu (vgl. E. 9.2 oben). Das macht den Beizug der Gesetzesmaterialien unerlässlich.