Citation: 5A_711/2019 E. 3

Vorab wird des längeren ausgeführt, das Kantonsgericht habe den Ehemann statt das erstinstanzliche Gericht als Gegenpartei angesehen und bei diesem statt beim Gericht eine Stellungnahme eingeholt; dies sei falsch, weil die Berufung einzig der Urteilskontrolle diene und als eigenständiges Verfahren ausgestaltet sei. Abgesehen davon, dass die Ausführungen (mit Ausnahme der in diesem Zusammenhang ebenfalls erhobenen Rüge der Verletzung der Rechtsweggarantie im Sinn von Art. 29a BV) rein appellatorisch bleiben, sieht sich das Bundesgericht angesichts des verqueren Vorbringens zu einer weiteren Darlegung zivilprozessualer Grundsätze veranlasst, deren Kenntnis von einem patentierten Rechtsanwalt eigentlich erwartet werden dürfte: Im Verfahren der Ehescheidung und wie auch bei diesbezüglichen vorsorglichen Massnahmen stehen sich die Ehegatten vor allen Instanzen als Prozessparteien gegenüber; das erstinstanzliche Gericht ist im Berufungsverfahren und das zweitinstanzliche Gericht ist im bundesgerichtlichen Verfahren nicht Gegenpartei, sondern Vorinstanz. Entsprechend war die Berufungsantwort beim Ehemann einzuholen (vgl. Art. 312 Abs. 1 ZPO) und ist im Rubrum des vorliegenden Urteils entgegen der Darstellung in der Beschwerde der Ehemann und nicht das Kantonsgericht als Gegenpartei aufzuführen. Eine Verletzung der Rechtsweggarantie ist im Übrigen nicht auszumachen.