Citation: 5A_909/2021 E. 1

Es trifft zu, dass die Fragen rund um die Platzierung des Kindes und das Besuchsrecht der Mutter aktuell bleiben, solange dieses im Kinderheim untergebracht ist. Allerdings haben sich vorab die Rechtsgrundlage sowie der Regelungsgegenstand in entscheidender Weise geändert, ferner aber bis zu einem gewissen Grad auch die tatsächlichen Verhältnisse. Es geht nicht mehr um die Obhutszuteilung zwischen den Eltern und C.________ befindet sich auch nicht mehr aufgrund der Entscheidung des Vaters als Obhutsinhaber im Kinderheim, sondern seit der superprovisorischen Verfügung, welche zwischenzeitlich mit Entscheid vom 23. Februar 2022 bestätigt worden ist, aufgrund einer autoritativen Anordnung der Unterbringung seitens des Familiengerichts. Der betreffende Entscheid bildet eine neue und anders gelagerte rechtliche Grundlage für die Unterbringung des Kindes und die damit einhergehenden Nebenfolgen; sie unterliegt dem ordentlichen Rechtsmittelzug, welcher wiederum bis vor Bundesgericht führen wird. Die vorliegende Beschwerde ist damit gegenstandslos geworden, zumal eine virtuelle Sachentscheidung die möglicherweise im Rahmen des neuen Rechtsmittelzuges zu treffenden Entscheide insofern in einer unzulässigen Weise präjudizieren könnte, als sich die Frage der Unterbringung wie auch diejenige der Ausgestaltung des Besuchsrechts der Mutter durchaus anders stellen kann, wenn das Kind nur noch über einen Elternteil verfügt: Der starke elterliche Konflikt, welcher das bisherige Geschehen und die getroffenen Massnahmen massgeblich mitbestimmt hatte, ist mit dem Tod des Vaters obsolet geworden. Weiter hatte die starke Herabwertung des Vaters einen grossen Anteil an der Schlussfolgerung, bei der Mutter sei die Erziehungsfähigkeit nicht gegeben (vgl. angefochtener Entscheid, S. 10 unten). Sodann besteht auch der im angefochtenen Entscheid erwähnte Loyalitätskonflikt des Kindes nicht mehr (vgl. S. 11 oben). Ferner wird sich die Anhörung von C.________ aufgrund der veränderten Verhältnisse entsprechend neu stellen. Vor diesem Hintergrund ist die Beschwerde nicht nur gegenstandslos, sondern ist wie gesagt auch eine virtuelle materielle Behandlung nicht angezeigt. Nach dem Gesagten ist das Beschwerdeverfahren 5A_909/2021 durch den Abteilungspräsidenten als gegenstandslos geworden abzuschreiben (Art. 32 Abs. 2 und Art. 71 BGG i.V.m. Art. 72 BZP).