Citation: 2C_646/2023 E. 4.5.2

4.5.2. Die Vorinstanz erwog, aus dem Wiedererwägungsgesuch vom 2. Mai 2023 sei ersichtlich, dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wusste, dass der Wegweisungsvollzug für den 3. Mai 2023 vorgesehen war. Da weder der Beschwerdeführer noch sein Rechtsvertreter über das Datum der Überstellung des Beschwerdeführers nach Bulgarien informiert worden waren, sei davon auszugehen, dass der Rechtsvertreter von der Inhaftierung des Beschwerdeführers erfahren hatte und dass das Wiedererwägungsgesuch vom 2. Mai 2023 in Kenntnis derselben bzw. der Haftanordnung und ihrer mangelhaften Eröffnung gestellt worden sei. Mit Blick auf die Frage, ob das am 7. Juni 2023 beim Kantonalen Zwangsmassnahmengericht gestellte Haftüberprüfungsgesuch nach Art. 80a Abs. 3 AIG rechtzeitig eingereicht wurde, sei daher auf den 2. Mai 2023 abzustellen (vgl. E. 4.5 des angefochtenen Urteils).