Citation: 1B_9/2021 E. 1

Am 24. Oktober 2020 unterzog eine zivile Polizeipatrouille der Regionalpolizei Wettingen-Limmattal A.________ einer strassenverkehrsrechtlichen Kontrolle. Aufgrund äusserer Anzeichen bestand der Anfangsverdacht auf Betäubungs- oder Arzneimittelkonsum. Der daraufhin durchgeführte Drogenschnelltest ergab ein positives Ergebnis in Bezug auf Cannabis. In der Folge ordnete die Staatsanwaltschaft Baden am 24. Oktober 2020 mündlich eine durch einen Arzt oder eine Pflegeperson durchzuführende Abnahme einer Blut- und Urinprobe und deren Auswertung durch das Institut für Rechtsmedizin Aarau in Bezug auf Betäubungsmittelkonsum sowie eine ärztliche Untersuchung von A.________ im Hinblick auf feststellbare Anzeichen von Fahrunfähigkeit an. A.________ weigerte sich, sich freiwillig den angeordneten Massnahmen zu unterziehen. Eine zwangsweise Durchsetzung erfolgte nicht. In Bestätigung der mündlichen Anordnung vom 24. Oktober 2020 wies die Staatsanwaltschaft Baden die Regionalpolizei Wettingen-Limmattal mit schriftlicher Verfügung vom 26. Oktober 2020 an, bei A.________ eine Blut- und Urinprobe und eine ärztliche Untersuchung durch eine medizinische Fachperson durchzuführen und die Probe durch das Institut für Rechtsmedizin Aarau auswerten zu lassen. Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 5. November 2020 Beschwerde. Die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau trat mit Entscheid vom 17. November 2020 auf die Beschwerde nicht ein. Zur Begründung führte die Beschwerdekammer in Strafsachen aus, dass A.________ durch die staatsanwaltschaftliche Anordnung aktuell nicht beschwert sei. Der zuständige Staatsanwalt habe zwar anlässlich des Vorfalls vom 24. Oktober 2020 die umstrittenen Massnahmen angeordnet. Diese Massnahmen durften jedoch nicht mit Zwang durchgesetzt werden. Infolge der Weigerung von A.________ hätten sie deshalb im Zeitpunkt des beabsichtigten Vollzugs nicht vorgenommen werden können. Die Massnahmen hätten damals keine Rechtswirkung entfaltet. Auch aktuell würden die Massnahmen keine Rechtswirkung entfalten, da sie aufgrund des inzwischen längst erfolgten Abbaus allfälliger Substanzen nicht nachgeholt werden könnten.