Citation: 7B_493/2024 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer moniert, die Vorinstanz äussere sich im angefochtenen Entscheid nicht zum Vortatenerfordernis. Ferner werde "bestritten", dass von ihm eine erhebliche Sicherheitsgefährdung ausgehe; er sei körperlich behindert und auf einen Rollstuhl angewiesen. Ihm würden aktuelle keine Delikte schwerer Natur vorgeworfen. Die Vorinstanz habe diese Einwände nicht geprüft und damit sein rechtliches Gehör verletzt. Zudem werde nach neuem Recht eine "unmittelbare" erhebliche Sicherheitsgefährdung verlangt. Dies müsse anhand einer Rückfallprognose abgeklärt werden; die im psychiatrischen Gutachten aus dem Jahr 2021 erstellte Rückfallprognose sei hierzu aber nicht geeignet, denn das Gutachten sei bereits 2.5 Jahre alt und, angesichts der neuen Formulierung des Gesetzes, inzwischen überholt. So sei das Gutachten nicht auf "kurze Zeitfenster" ausgerichtet, sondern beziehe sich auf einen unbestimmten Zeitraum von bis zu 50 Jahren. Da das Gutachten keine unmittelbare Bedrohung aufzuzeigen vermöge, müsse Wiederholungsgefahr verneint werden.