Citation: 4A_18/2021 E. 4.2.2

4.2.2. Der Beschwerdeführer vermag diese Beurteilung nicht als bundesrechtswidrig auszuweisen: Wohl hat das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung eine Haftung des Versicherers infolge Verletzung seiner bei den Vertragsverhandlungen nach Treu und Glauben (Art. 2 ZGB) geltenden Aufklärungspflichten bejaht und festgestellt, der Versicherungsnehmer sei durch den Schadenersatz in die wirtschaftliche Lage zu versetzen, in der er sich befunden hätte, wenn der Versicherer seine Aufklärungspflichten wahrgenommen und der Vertrag den Wünschen des Versicherten entsprechend geschlossen worden wäre ("Cette responsabilité fonde une prétention du preneur en dommages-intérêts, lesquels visent à replacer celui-ci dans la situation économique qui aurait été la sienne si l'assureur avait correctement rempli son devoir d'information et si le contrat avait été conclu conformément aux souhaits de l'assuré."; Urteil 4C.98/2007 vom 29. April 2008 E. 3.2.2; siehe auch Urteil 5C.267/2004 vom 1. Juli 2005 E. 5.2). Diese Rechtsprechung zielt auf den Fall, dass der Versicherer den Versicherungsnehmer unrichtig oder unvollständig über den Inhalt des abzuschliessenden Versicherungsvertrags, insbesondere die Versicherungsdeckung, informiert. Vorliegend glaubte der Vater des Beschwerdeführers nach dem Beratungsgespräch am 1. Juli 2003 indessen nicht etwa, im neuen Vertrag sei die Privathaftpflichtversicherung enthalten, sondern er vertraute nach der Darstellung des Beschwerdeführers vielmehr gestützt auf die Auskunft von E.________ darauf, es bestehe eine Privathaftpflichtversicherung bei der F.________ AG. Unter diesen Umständen lag es aber an ihm, den Versicherungsvertrag mit der F.________ AG anlässlich von dessen Erneuerung selber zu überprüfen oder sich zu erkundigen, ob eine solche Privathaftpflichtversicherung auch tatsächlich in der neuen Police enthalten war. Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz die Anforderungen an seine Eltern nicht überspannt, da diese doch zumindest wussten, dass mehrere Versicherungen miteinander zu koordinieren waren. Die Auffassung, wonach es im Moment der Erneuerung der Haushaltversicherungspolice bei der F.________ AG im Februar 2005 an einem schutzwürdigen Vertrauen in die fehlerhafte Beratung durch E.________ fehlte, ist nicht zu beanstanden. Unter diesen Umständen hat die Vorinstanz aber eine Vertrauenshaftung zu Recht verneint, zumal der Beschwerdeführer nicht in Frage stellt, dass sein Vater, wenn er seinen Irrtum erkannt hätte, noch rechtzeitig eine Privathaftpflichtversicherung hätte abschliessen können. Somit braucht nicht erörtert zu werden, ob die übrigen Voraussetzungen der Vertrauenshaftung - welche der Beschwerdeführer nun übrigens selber "als untaugliche Haftungsgrundlage" bezeichnet - gegeben sind. Insbesondere kann offenbleiben, ob sich der Beschwerdeführer überhaupt auf das Vertrauen seines Vaters in die Auskunft von E.________ berufen kann, was die Beschwerdegegnerin in Abrede zu stellen scheint.