Citation: 9C_323/2023 E. A

A.a. Die A.________ AG (nachfolgend: die Steuerpflichtige) hatte seit dem 21. Februar 2011 statutarischen Sitz in U.________/ZH. Am 22. Mai 2015 verlegte sie diesen nach V.________/ZG. Dort reichte sie am 1. November 2016 die Steuererklärung zur hier interessierenden Steuerperiode 2015 ein, wobei sie nicht geltend machte, auch in einem anderen Kanton steuerpflichtig zu sein. Dementsprechend ging die Steuerverwaltung des Kantons Zug (KSTV/ZG) in den Veranlagungsverfügungen vom 10. Januar 2017 davon aus, dass die Steuerpflichtige im Kanton Zug persönlich zugehörig und unbeschränkt steuerpflichtig sei. Aufgrund der erfolgten Sitzverlegung nahm die KSTV/ZG für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 22. Mai 2015 eine Ausscheidung pro rata temporis an den Kanton Zürich vor, dies einzig bezogen auf die Staats- und Gemeindesteuern. Die Veranlagungsverfügungen vom 10. Januar 2017 blieben unangefochten und wurden rechtskräftig. Für die Zwecke der direkten Bundessteuer (Bundesgesetz vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]) ergab sich bei einem steuerbaren Gewinn von Fr. 1'060'100.- ein Steuerbetrag von Fr. 90'108.50. A.b. Ein knappes halbes Jahr später, mit Verfügung vom 6. Juni 2017, leitete das Steueramt des Kantons Zürich (KSTA/ZH) gegenüber der Steuerpflichtigen eine Untersuchung über den Ort der tatsächlichen Verwaltung ein. Sie verlangte namentlich Kontoauszüge (Mietaufwand, Mietnebenkosten, Umzugskosten), Fotos des Büros im Kanton Zug mit Grundrissplan, eine Beschreibung der dortigen Infrastruktur, Angaben zur Abwicklung der Administration, zu Empfang und Akquisition von Kunden. Die Steuerpflichtige wirkte im Verfahren mit und äusserte sich mit Eingabe vom 31. Juli 2017 dahingehend, dass mit der Sitzverlegung auch die "strategische, organisatorische und finanzielle Führung, Verwaltung, die Kundenakquisition und die Rechnungsstellung" in den Kanton Zug verlegt worden seien. Im Kanton Zürich seien "nur noch wenige administrative Verwaltungsarbeiten" erledigt worden. A.c. Weitere vier Monate später, am 22. November 2017, unterbreitete die Steuerpflichtige dem Kanton Zug ein "vorsorgliches" Gesuch um Revision der Veranlagungsverfügung vom 10. Januar 2017 (hinten lit. A.e). A.d. Mit Veranlagungsverfügung vom 19. Februar 2018 veranlagte der Kanton Zürich die Steuerpflichtige für die Staats- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2015. Daraus ergab sich eine direkte Bundessteuer von Fr. 90'108.50. Da der Kanton Zürich annahm, dass der Ort der tatsächlichen Verwaltung auf seinem Gebiet liege und im Kanton Zug keine Betriebsstätte bestehe, unterliess er für die Zwecke der Staats- und Gemeindesteuern eine Ausscheidung zugunsten des Kantons Zug. Die Steuerpflichtige erhob am 16. März 2018 Einsprache, worin sie namentlich geltend machte, sie habe dem Kanton Zug ein Revisionsgesuch unterbreitet. Das Verfahren sei noch hängig, weshalb sie darum ersuche, das Einspracheverfahren bis zur Erledigung des Revisionsverfahrens zu sistieren. Der Kanton Zürich wies die Einsprache der Steuerpflichtigen - beschränkt auf die Staats- und Gemeindesteuern - mit Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2018 ab. Er erwog im Wesentlichen, der Mietaufwand zum Geschäftsjahr 2015 habe sich im Kanton Zürich auf Fr. 15'360.-, im Kanton Zug lediglich auf Fr. 1'800.- belaufen. Im Kanton Zug unterhalte die Steuerpflichtige keinen Telefonanschluss. Der Umzug sei insgesamt nicht nachgewiesen. Vielmehr lasse der Domizilvertrag auf ein Scheindomizil schliessen. Der Ort der tatsächlichen Leitung liege unverändert im Kanton Zürich. Gegen die Einspracheentscheide gelangte die Steuerpflichtige am 27. November 2018 an das Steuerrekursgericht des Kantons Zürich. A.e. Am 7. Februar 2019 wies der Kanton Zug das Revisionsgesuch vom 22. November 2017 (vorne lit. A.c) ab. Der Kanton Zug legte dar, dass er die Steuerpflichtige am 18. April 2018 aufgefordert habe, im Revisionsverfahren weitere Unterlagen einzureichen. Am 23. Mai 2018 habe die Steuerpflichtige erklärt, dem Geschäftsleiter, der ein Arbeitspensum von 100 Prozent erfülle, stünden im Kanton Zug Büroräumlichkeiten zur Verfügung. Die Angestellte mit einem Pensum von 50 Prozent betreue dagegen im Kanton Zürich "lokale Kunden". Der Kanton Zug erwog weiter, am 31. Juli 2018 sei das Revisionsverfahren antragsgemäss sistiert und am 28. November 2018 ebenso antragsgemäss weitergeführt worden. Im Verfahren im Kanton Zürich habe die Steuerpflichtige eingeräumt, sämtliche Geschäftsaktivitäten dort wahrgenommen zu haben; die beabsichtigte Verlagerung in den Kanton Zug sei ausgeblieben. Die Steuerpflichtige hätte, so der Kanton Zug, diesen Umständen rechtzeitig Rechnung tragen und die erforderlichen Abklärungen treffen müssen. Sorgfaltswidrig habe sie dies unterlassen und zudem eine tatsachenwidrige Steuererklärung eingereicht, weshalb die Berufung auf das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung treuwidrig und rechtsmissbräuchlich sei. A.f. Das Steuerrekursgericht des Kantons Zürich wies den Rekurs vom 27. November 2018 (vorne lit. A.d) mit Entscheid vom 26. Februar 2019 ab. Das Steuerrekursgericht erwog, die Steuerpflichtige anerkenne (nunmehr) sowohl die Steuerhoheit des Kantons Zürich als auch die Veranlagungsverfügung vom 19. Februar 2018. Sie strenge das Rechtsmittelverfahren eigenen Angaben zufolge nur an, um den kantonalen Instanzenzug zu durchlaufen, damit sie schliesslich vor Bundesgericht eine Verletzung des Verbots der interkantonalen Doppelbesteuerung geltend machen könne. Da hinsichtlich der Steuerhoheit und der Steuerfaktoren kein vom Einspracheentscheid abweichender Antrag vorliege, sei das Rechtsmittel abzuweisen. A.g. Die Steuerpflichtige erhob am 2. April 2019 bezüglich der Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Zürich, Steuerperiode 2015, Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, das diese mit Urteil SB.2019.00018 vom 29. Mai 2019 abwies. Die Steuerpflichtige habe, so das Verwaltungsgericht, im Geschäftsjahr 2015 sämtliche Geschäftsaktivitäten im Kanton Zürich wahrgenommen. Wie schon das Rechtsmittel an das Steuerrekursgericht diene die Beschwerde einzig dazu, den kantonalen Instanzenzug zu durchlaufen, damit die Steuerpflichtige in der Folge vor Bundesgericht eine Verletzung von Art. 127 Abs. 3 BV geltend machen könne. Die Steuerpflichtige verfüge über ein Rechtsschutzinteresse, selbst wenn sie die Steuerhoheit des Kantons Zürich und die Veranlagungsverfügung anerkenne. A.h. Mit Eingabe vom 16. Juli 2019 erhob die Steuerpflichtige beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Sie beantragte, in Bestätigung der Veranlagungsverfügungen des Kantons Zürich zu den Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Zürich und der direkten Bundessteuer, Steuerperiode 2015, seien die Veranlagungsverfügungen des Kantons Zug zu den Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Zug und der direkten Bundessteuer, Steuerperiode 2015, aufzuheben und die interkantonale Doppelbesteuerung dadurch zu beseitigen. A.i. Das Bundesgericht wies die Beschwerde mit Urteil 2C_663/2019 vom 26. März 2020 ab. Es erwog, für den Zeitraum vom 23. Mai bis zum 31. Dezember 2015 beanspruchten sowohl der Kanton Zürich als auch der Kanton Zug die (alleinige) persönliche Zugehörigkeit der Steuerpflichtigen und damit deren unbeschränkte Steuerpflicht (Art. 20 Abs. 1 StHG). Es liege eine aktuelle Doppelbesteuerung vor (dortige E. 2.1). Der Rechtsstandpunkt der Steuerpflichtigen habe im Verlauf der Verfahren "einige Brüche und Kehrtwenden erfahren". Ihre Argumentation sei von Anbeginn weg nicht schlüssig gewesen. Spätestens nach Ablauf der Steuerperiode 2015 habe ihr klar sein müssen, dass sie zwar eine Verlegung des handelsrechtlichen Sitzes vorgenommen hatte, dass alleine dadurch aber keine Verlagerung des Ortes der tatsächlichen Verwaltung erfolgt sein konnte. Die Steuerpflichtige anerkenne dies und vermöge im bundesgerichtlichen Verfahren hauptsächlich nur vorzubringen, die Verlegung weiterer Unternehmensfunktionen in den Kanton Zug [sei] geplant und an die Hand genommen worden, sie habe jedoch nicht wie geplant umgesetzt werden können. Die Geschäftsaktivitäten im Jahre 2015 seien ihrer Angabe zufolge überwiegend im Kanton Zürich vorgenommen worden (dortige E. 2.2). Der Kanton Zug bestreite im bundesgerichtlichen Verfahren nicht, fuhr das Bundesgericht damals fort, dass der Ort der tatsächlichen Verwaltung in der Steuerperiode 2015 im Kanton Zürich gelegen habe. Er berufe sich vielmehr auf die Verwirkung des Beschwerderechts der steuerpflichtigen Person. Das Bundesgericht erwog alsdann beweiswürdigend, dass die dem Kanton Zug unterbreitete Steuererklärung zumindest als irreführend zu bezeichnen sei. In der Folge habe sie die Veranlagungsverfügungen des Kantons Zug vom 10. Januar 2017 hingenommen. Wenngleich der Kanton Zürich erst am 6. Juni 2017 in Erscheinung getreten sei, so sei dennoch absehbar gewesen, dass dieser die Steuerhoheit beanspruchen werde. Das Verhalten der Steuerpflichtigen gegenüber dem Kanton Zug erweise sich als treuwidrig und damit rechtsmissbräuchlich. Die Steuerpflichtige sei daher auf ihre Rechtsgestaltung zu behaften. Sie habe die Folgen der durch ihr Verhalten hervorgerufenen Doppelbesteuerung zu tragen (dortige E. 2.3). Dies alles betraf die Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Zug, ist aber unter dem Aspekt der im vorliegenden Verfahren behaupteten Verwirkung der direkten Bundessteuer bedeutsam. Was die direkte Bundessteuer angeht, erwog das Bundesgericht (dortige E. 1.6, leicht gekürzt und redaktionell überarbeitet) : "Die Steuerpflichtige ersucht über die Klärung der interkantonalen Doppelbesteuerung hinaus um Regelung der direkten Bundessteuer. Darauf ist nicht einzutreten: Der Streitgegenstand kann vor Bundesgericht, verglichen mit dem vorinstanzlichen Verfahren, zwar eingeschränkt (minus), nicht aber ausgeweitet (plus) oder geändert (aliud) werden (Art. 99 Abs. 2 BGG;...). Entsprechend ist hier weder adhäsionsweise über die direkte Bundessteuer zu entscheiden noch die Sache an die ESTV zu überweisen (...). Es ist ohnehin unklar, wie weit die Veranlagung der direkten Bundessteuer vorangeschritten ist. Hinzuweisen ist lediglich darauf, dass gemäss Art. 105 Abs. 3 DBG jener Kanton die direkte Bundessteuer erhebt, wo die juristische Person am Ende der Steuerperiode oder Steuerpflicht ihren Sitz oder den Ort ihrer tatsächlichen Verwaltung hat. Im Konfliktfall ist es am Kanton des Sitzes und am Kanton der tatsächlichen Verwaltung, über den Veranlagungsort eine verständigende Lösung zu finden (Art. 111 Abs. 1 DBG). Misslingt dies, haben die beiden Kantone die ESTV anzurufen (Art. 108 Abs. 1 DBG; BGE 146 II 111 E. 2.3.5-2.3.7)." Insofern trat das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht ein.