Citation: 2C_312/2019 E. 2.3.6

2.3.6. Das KStA/SG weist mit Recht darauf hin, dass die behördliche Untersuchungspflicht, wie sie zusammen mit der Mitwirkungspflicht das Veranlagungs- und Einspracheverfahren kennzeichnet (Art. 130 Abs. 1 und Art. 135 Abs. 1 DBG), auch im Beschwerdeverfahren herrsche (Art. 143 Abs. 1 DBG). Dies heisst nun aber nicht, dass die Verwaltungsrekurskommission von Bundesrechts wegen an das KStA/SG hätte gelangen müssen, um die fehlenden Aktenstücke im laufenden Verfahren beizuziehen und dann materiell zu entscheiden. Die Verwaltungsrekurskommission hat es vorgezogen, die Sache an das KStA/SG zurückzuweisen, damit diese die fehlenden Sachverhaltselemente erhebe und in den Einspracheentscheid einfliessen lasse. Diese Weichenstellung beruht auf kantonalem Verfahrensrecht und wird als solche nicht gerügt. Selbst bei hinreichender Rüge liesse sich im Übrigen kaum sagen, dass es gegen das allgemeine Willkürverbot von Art. 9 BV verstosse, wenn die Verwaltungsrekurskommission in einem ersten Schritt auf Rückweisung erkannte und das Verwaltungsgericht in einem zweiten Schritt annahm, die Verwaltungsrekurskommission hätte, wäre sie umfassend dokumentiert gewesen, materiell entscheiden können.