Citation: 6B_594/2024 E. 3.5.3

3.5.3. Beide Rügen sind unbegründet. 3.5.3.1. Die Vorinstanz erwägt, die Beschwerdeführerin habe nach dem Besuch der Primarschule und der Hilfsschule eine Anlehre zur Coiffeuse abgeschlossen. Danach habe sie auf diesem Beruf gearbeitet, bevor sie als kaufmännische Sachbearbeiterin über ein Temporärbüro zu verschiedenen Stellen gekommen sei. Zuletzt habe sie 2014 gearbeitet. Heute lebe sie von der Sozialhilfe und erhalte zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts vom Sozialamt pro Monat Fr. 2'146.45. Davon würden monatlich Fr. 150.-- abgezogen wegen einer früheren Verurteilung wegen Sozialhilfebetrugs. Sie habe kaum Vermögen, aber Kreditkartenschulden von rund Fr. 11'000.--. Was die Höhe des Tagessatzes betrifft, übersieht die Vorinstanz nicht, dass Art. 34 Abs. 2 StGB ausnahmsweise eine Reduktion bis auf Fr. 10.-- erlaubt, wenn die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters dies gebieten. Die Vorinstanz berücksichtigt, dass die Beschwerdeführerin seit Jahren von der Sozialhilfe lebt und mit etwa Fr. 11'000.-- verschuldet ist. Sie ergänzt, dass die Beschwerdeführerin alleine lebt und keine Unterstützungspflichten hat. Angesichts dieser persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse unterschreitet die Vorinstanz das eigentliche Minimum von Fr. 30.-- und gelangt zu einem Tagessatz von Fr. 20.--. Damit bewegt sie sich ohne Weiteres in ihrem Ermessensspielraum. Die Beschwerdeführerin legt nicht hinreichend dar, weshalb die Vorinstanz den Tagessatz sogar auf Fr. 10.-- hätte reduzieren müssen. 3.5.3.2. Weiter hält die Vorinstanz fest, die Beschwerdeführerin sei mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 25. Juli 2019 wegen mehrfachen Betrugs, Tätlichkeit sowie mehrfachen Hausfriedensbruchs zu einer bedingten Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu Fr. 20.-- sowie einer Busse von Fr. 700.-- verurteilt worden. Die ehrverletzende E-Mail-Nachricht vom 30. Juni 2021 habe sie während der Probezeit verschickt. Zudem sei am 13. Januar 2023 ein weiteres Strafverfahren wegen Diskriminierung und Aufruf zu Hass eröffnet worden, was aufgrund der Unschuldsvermutung aber ohne Relevanz für die Strafzumessung sei. Bei der Festlegung der Probezeit berücksichtigt die Vorinstanz die Vorstrafe der Beschwerdeführerin. Zudem lässt sie in ihre Überlegungen einfliessen, dass die Beschwerdeführerin während laufender Probezeit delinquierte und sich von der damals bedingt ausgesprochenen Geldstrafe wenig beeindrucken liess. Das laufende Strafverfahren wegen Diskriminierung und Aufruf zu Hass wertet die Vorinstanz hingegen nicht zu Lasten der Beschwerdeführerin. Zusammenfassend geht die Vorinstanz "gerade noch" von einer guten Prognose aus. Dass sie dabei "Restbedenken" hegt und die Probezeit auf 4 Jahre festlegt, ist in keiner Weise zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin legt angesichts der konkreten Umstände nicht ansatzweise dar, inwiefern die Vorinstanz damit ihr Ermessen überschritten oder missbraucht haben sollte.