Citation: 6B_530/2009 12.10.2009 E. 1

Die Vorinstanz würdigte die Äusserungen der Beschwerdegegnerin, die anlässlich der polizeilichen und untersuchungsrichterlichen Einvernahmen sowie der erstinstanzlichen Hauptverhandlung aussagte, dass sie mehrfach gegen ihren Willen mit dem Beschwerdeführer Geschlechtsverkehr gehabt hätte, als ehrverletzend im Sinne von Art. 173 Abs. 1 StGB. Der objektive Tatbestand der üblen Nachrede sei erfüllt (angefochtenes Urteil, S. 14). Die Vorinstanz nahm jedoch an, die Beschwerdegegnerin könne sich auf den Rechtfertigungsgrund der berechtigten Interessen (Art. 14 StGB) sowie auf den Entlastungsbeweis des guten Glaubens (Art. 173 Ziff. 2 StGB) berufen. Aus diesem Grund hiess sie die Berufung gut.