Citation: 6B_978/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers bejaht die Vorinstanz auch das Tatbestandsmerkmal der Arglist zu Recht. Auf ihre diesbezüglichen Erwägungen kann grundsätzlich verwiesen werden. Nach dem zum Sachverhalt Gesagten steht fest und ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass der Beschwerdeführer ein regelrechtes Lügengebäude errichtet hat. Er hat sowohl zur Anlagestrategie und den zu erwartenden Renditen als auch zum Risikomanagement unwahre Angaben gemacht und dabei zahllose inhaltlich unwahre oder total fabrizierte Urkunden verwendet. Unter diesen Umständen ist praxisgemäss ohne Weiteres von Arglist auszugehen (E. 4.1.1). Dass Umstände vorlägen, die das deliktische Verhalten des Beschwerdeführers in den Hintergrund treten liessen, ist nicht ansatzweise ersichtlich oder dargetan. Namentlich verneint die Vorinstanz eine relevante Opfermitverantwortung zu Recht, zumal hierfür nur grobfahrlässiges Verhalten der Geschädigten in Frage käme, was nicht erkennbar ist. Solches begründet namentlich nicht, dass einzelne Geschädigte einen Onlinezugang zum eigenen Konto hatten. Ohnehin betrifft dieser Umstand einen Sachverhalt, welcher nach den massgebenden Täuschungshandlungen eintrat. Die Vorinstanz weist zudem auf weiteres täuschendes Verhalten des Beschwerdeführers in diesem Zusammenhang hin, womit er die Geschädigten von Nachforschungen abhielt und sie dazu bewog, Kunden zu bleiben (oben E. 3.2.3). Eine Opfermitverantwortung lehnt die Vorinstanz zu Recht auch ab hinsichtlich des Einwands, wonach Geschädigte Gelder auf Konten einzahlten, welche nicht auf ihren Namen lauteten. Die Vorinstanz zeigt am Geschädigten F.________ exemplarisch auf, dass der Beschwerdeführer jenem gegenüber erwähnte, es handle sich dabei um ein Transitkonto und das Geld würde auf ein Einzelkonto transferiert (oben E. 3.2.3). Dies ist nachvollziehbar. Das Verhalten der Geschädigten ist, jedenfalls angesichts der weiteren Umstände, nicht leichtsinnig. Das vorstehend Gesagte gilt auch mit Bezug auf die Warnhinweise, welche einzelne Anleger, namentlich E.________ sel., von der Bank erhielten. Auch dazu kann auf das in Erwägung 3.2.3 Gesagte verwiesen werden, da sich die Vorinstanz mit diesem Einwand explizit auseinandersetzt. Der kaufmännische Hintergrund von Geschädigten und eine gewisse Erfahrung mit Anlagegeschäften begründen keinen Leichtsinn. Solches belegt der Beschwerdeführer auch nicht hinreichend, indem er vorbringt, ein Geschädigter habe ihn auf das "Schneeballsystem" angesprochen, es aber dabei bewenden lassen. Wenn der Beschwerdeführer argumentiert, mangels weiterer Abklärungen zu den beruflichen Hintergründen von Geschädigten sei die Opfermitverantwortung im Zweifel anzunehmen und Arglist zu verneinen, verkennt er ferner die Tragweite des Grundsatzes "in dubio pro reo". Von Vornherein nicht zu hören ist er nach dem Gesagten zudem, soweit er die Opfermitverantwortung damit begründet, dass belastende Geschädigtenangaben nicht gegen ihn verwertet werden dürften (vgl. dazu oben E. 4.2.1).