Citation: 6B_612/2020 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer wendet sich zunächst gegen den Schuldspruch wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit einem Kind. Er bringt in diesem Zusammenhang vor, die Vorinstanz habe seinen Beweisantrag auf erneute Einvernahme der Beschwerdegegnerin 2 abgewiesen und damit gegen Art. 6 Abs. 2 StPO und Art. 343 Abs. 3 i.V.m. Art. 405 Abs. 1 StPO verstossen. Da vorliegend ein Vier-Augen-Delikt zu beurteilen sei, komme den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 entscheidende Bedeutung zu. Um deren Glaubwürdigkeit bzw. die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen zu beurteilen, hätte die Vorinstanz die Beschwerdegegnerin 2 persönlich befragen müssen, zumal deren Aussagen Widersprüche und Unstimmigkeiten aufweisen würden, sie einsilbig ausgesagt habe und ihr eine freie, zusammenhängende Schilderung des Sachverhalts nicht möglich gewesen sei. Indem die Vorinstanz von einer erneuten Befragung der Beschwerdegegnerin 2 abgesehen habe, habe sie die belastenden und entlastenden Umstände nicht mit gleicher Sorgfalt untersucht (vgl. Beschwerde Rz. 12 f. S. 8 f.).