Citation: 5A_410/2021 E. 4.3

4.3. In einem weiteren Punkt geht es um die von den Beschwerdeführern in der Berufung erhobene Rüge, die Beschwerdegegnerin habe - selbst wenn sie den Abschluss des Treuhandvertrags und der Sicherungsabrede substantiiert behauptet hätte - keine Beweisofferte für die behaupteten Vereinbarungen genannt, obschon sie nach Bestreitung durch die Beschwerdeführer den Beweis hätte erbringen müssen (Art. 8 ZGB). Das Obergericht hat den Beschwerdeführern erneut vorgehalten, sich nicht mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinandergesetzt zu haben. Für diese in der Berufung erhobene Eventualrüge kann sinngemäss auf das soeben Gesagte verwiesen werden (oben E. 4.2). Auch sie ist verständlich und steht im Zusammenhang mit Erwägungen des Bezirksgerichts zum Bestand von Treuhand- und Sicherungsabrede. Sie ist - wie der Vorwurf der Verletzung des Verhandlungsgrundsatzes - prozessualer Natur. Ob sie zutrifft, d.h. ob die Beschwerdegegnerin beweispflichtig war, und ob Art. 8 ZGB angesichts des Beweisergebnisses überhaupt noch eine Rolle spielt, betrifft nicht die Frage, ob die Berufung genügend begründet wurde. Auch insoweit ist die Beschwerde begründet.