Citation: I 699/05 16.03.2006 E. 5.2

5.2.1 Zur Bestimmung des trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist, da die Beschwerdeführerin keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht, die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) heranzuziehen (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1 mit Hinweisen). Der Versicherten stehen verschiedene Hilfsarbeiterstellen offen, weshalb der Totalwert und nicht eine branchenspezifische Zahl relevant ist. Gemäss Tabelle TA1 der LSE 2000 (S. 31) beträgt dieser für im privaten Sektor einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) verrichtende Frauen bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden Fr. 3658.- monatlich oder Fr. 43'896.- jährlich. Aufgerechnet auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 94, Tabelle B9.2, Total) resultiert für ein 50%-Pensum ein Einkommen von Fr. 22'936.- und für 2001 ein solches von Fr. 23'430.- (in Beachtung der Nominallohnerhöhung [2,4 %; Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 95, Tabelle B10.3, Nominal total, Frauen; BGE 129 V 408] sowie der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit [41,7 Stunden; Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 94, Tabelle B9.2]). 5.2.2 Die Frage, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, bestimmt sich auf Grund sämtlicher persönlicher und beruflicher Umstände des konkreten Einzelfalles (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug 25 % beträgt (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5; AHI 2002 S. 71 Erw. 4b/cc [Urteil D. vom 27. November 2001, I 82/01]). Die Versicherte hat auf Grund ihrer Beschwerden auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit im Vergleich zu gesundheitlich nicht beeinträchtigten Arbeitnehmerinnen mit Lohneinbussen zu rechnen. Da sich im Übrigen indessen das Kriterium des Alters nur minim (vgl. LSE 2000, S. 43, Tabelle TA9 [2000: 29 Jahre alt]) und diejenigen der Nationalität/Aufenthaltskategorie - die Beschwerdeführerin ist seit 2000 Schweizer Bürgerin - sowie der Dienstjahre, deren Bedeutung im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungsprofil ist (vgl. BGE 126 V 79 Erw. 5a/cc mit Hinweisen), gar nicht lohnmindernd auswirken und der Faktor Teilzeit sogar - stets bezogen auf das in Betracht fallende Arbeitssegment - eher einen höheren Verdienst erwarten lässt (vgl. LSE 2000, S. 24, Tabelle 9), trägt der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene, vorinstanzlich bestätigte Abzug in Höhe von 10 % den Umständen angemessen Rechnung. Das Invalideneinkommen beträgt somit für das Jahr 2000 Fr. 20'642.40 und für 2001 Fr. 21'087.-. 5.3 Die Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen führt zu einem Invaliditätsgrad im erwerblichen Tätigkeitsgebiet für das Jahr 2000 von 45 % sowie für 2001 von 43,4 %. Gewichtet resultiert daraus eine Invalidität von 34,2 % (0,76 x 45 %; 2000) und 33 % (0,76 x 43,4 %; 2001).