Citation: 9C_8/2021 E. 6.4.2

6.4.2. Da, wie vorstehend aufgezeigt, Vergleichsarzneimittel in der gleichen Gamme vorhanden sind, erweist sich der Entscheid des Beschwerdegegners, D.________ nicht in den TQV von B.________ miteinzubeziehen, auch aus diesem Grund mit der Vorinstanz als sachlich begründet. Das BAG hat in seinen hiervor erwähnten Rundschreiben im selben Passus explizit festgehalten, der Vergleich mit anderen Formen - gammenübergreifend - sei nur zulässig, wenn keine Vergleichsarzneimittel existierten, die in derselben galenischen Form in der SL aufgeführt und damit in der gleichen Gamme eingeteilt seien. In den aktuellsten Rundschreiben vom 2. Dezember 2019, 4. Dezember 2020 und 10. Dezember 2021 wurde diesbezüglich zwar verdeutlicht, etwa bei Arzneimitteln der Gammen Oral und OralRetard könne auch mit Arzneimitteln der Gammen Oral und OralRetard verglichen werden; dies aber ausdrücklich unter der Prämisse, dass die Präparate Therapiealternativen darstellten und der Vergleich der Kostengünstigkeit entspreche. Ein Arzneimittel der Gamme Oral könne also beispielsweise mit Arzneimitteln der Gammen Oral und OralRetard verglichen werden, wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt seien (vgl. zitierter BGE 147 V 464 E. 5.3.2 und zitiertes Urteil 9C_740/2020 E. 6.5). Hier sind jedoch gerade geeignete Medikamente in der gleichen Gamme wie B.________ vorhanden, die von Vorinstanz und Beschwerdegegner zu Recht als Behandlungsalternativen im vorliegend relevanten Sinne eingestuft wurden und zudem, so E. 4.6.2 hiervor, auch noch erheblich kostengünstiger sind. Selbst wenn das von der Beschwerdeführerin zusätzlich angerufene Arzneimittel als ebenfalls vergleichbar im Sinne des hiervor Ausgeführten zu werten wäre (oder sogar Vorzüge aufwiese), stellte sich letztinstanzlich einzig die Frage, ob die vom BAG getroffene, Ermessenscharakter aufweisende Auswahl der Arzneimittel mit einem Rechtsfehler behaftet ist (E. 5.4 hiervor). Dies ist zu verneinen. Im Gegenteil besteht kein Grund, den TQV gammenübergreifend auf weitere Arzneimittel auszudehnen respektive diesen nur mit D.________ durchzuführen. Zusammenfassend ist demnach mit der Vorinstanz nicht ersichtlich, inwiefern das BAG sein Ermessen überschritten haben sollte, indem es D.________, obgleich eine therapeutische Option zu B.________ darstellend, im Rahmen des TQV unberücksichtigt gelassen hat. Die Vergleichsgruppenbildung ist daher bundesrechtskonform erfolgt und ermöglicht einen aussagekräftigen Wirtschaftlichkeitsvergleich.