Citation: 4A_501/2021 E. 7.6.1

7.6.1. Die Vorinstanz erwog, allgemein bestreite die Beklagte bei sämtlichen eingeklagten Schadenspositionen, dass die Klägerin diese überhaupt beglichen habe, und fordere bessere Beweismittel wie Zahlungsbelege etc. Dieser Ansicht sei nicht zu folgen. Die Klägerin reiche für sämtliche Kosten Rechnungen sowie Aufstellungen von ihren Vertragspartnern ein. Die Rechnungen seien zudem teilweise visiert und mit Zahlungsdaten versehen. Auch wenn der Beklagten dahingehend gefolgt werden könne, dass unterschriftliche Bestätigungen der jeweiligen Vertragspartner gegebenenfalls ein verlässlicheres Beweismittel darstellen würden, könne dies nicht zu einer Abweisung der Klage führen. So bestünden keine Anzeichen dafür, dass die Klägerin die Rechnungen nicht beglichen habe. Die hier relevante Mietdauer habe sich über rund eineinhalb Jahre erstreckt und die Klägerin habe die fragliche Fabrikhalle auch später noch gemietet. Bereits dies spreche klar dafür, dass die Zahlungen geleistet worden seien. Dem Vorwurf der Beklagten fehle es an jeglicher Grundlage. Insbesondere nenne sie keine konkreten Hinweise auf offene Zahlungen. Eine derart pauschale Behauptung genüge den Anforderungen an ein substanziiertes Bestreiten nicht.