Citation: 2A.542/2003 09.02.2004 E. 8

8.1 Subeventualiter für den Fall, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde hinsichtlich des nachgesuchten Familiennachzugs nicht gutgeheissen werden sollte, beantragen die Beschwerdeführerinnen die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung für das kantonale Verwaltungs- und Gerichtsverfahren. Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid die hierfür erforderliche Mittellosigkeit der Beschwerdeführerin 1 zwar bejaht, hat aber die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit der Beschwerde verweigert. 8.2 Die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung im kantonalen Verfahren richtet sich nach kantonalem Recht. Kommt es bei dessen Anwendung zu einer Verfassungsverletzung, so kann diese im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ebenfalls geltend gemacht werden. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde übernimmt hier die Funktion der staatsrechtlichen Beschwerde (vgl. Alois Pfister, Staatsrechtliche und Verwaltungsgerichts-Beschwerde: Abgrenzungsschwierigkeiten, in: ZBJV 121, 1985, S. 547; Walter Kälin/Markus Müller, Vom ungeklärten Verhältnis zwischen Verwaltungsgerichtsbeschwerde und staatsrechtlicher Beschwerde, in: ZBl 94, 1993, S. 450). Die Kognition des Bundesgerichts richtet sich in diesem Fall nach den bei der staatsrechtlichen Beschwerde geltenden Grundsätzen (BGE 120 Ib 379 E. 1b S. 382). Die Beschwerdeführerinnen haben es unterlassen, eine Verfassungsverletzung geltend zu machen und legen nicht dar, welches verfassungsmässige Recht durch die Nichtgewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung verletzt worden sei. Damit genügen sie den Anforderungen an eine substantiierte Rüge nicht (BGE 125 I 71 E. 1c S. 76, mit Hinweisen). Selbst wenn die Rüge einer Verfassungsverletzung formell richtig erhoben worden wäre, erwiese sie sich ohnehin als unbegründet. Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat nämlich mit ausführlich begründetem Beschluss das Gesuch um Familiennachzug abgewiesen. Was die Beschwerdeführerinnen in ihrer Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich vortrugen, war nicht geeignet, die Aussichten ihres Gesuchs um Familiennachzug in einem andern Licht erscheinen zu lassen, weshalb das Verwaltungsgericht das Begehren um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung ablehnen durfte, ohne ein verfassungsmässiges Recht der Beschwerdeführerinnen zu verletzen.