Citation: 9C_115/2023 E. 5.1

5.1. Nach Art. 34 Abs. 1 KVG dürfen die Versicherer im Rahmen der OKP keine anderen Kosten als diejenigen für die Leistungen nach den Artikeln 25-33 KVG übernehmen (Listenprinzip). Gemäss Art. 29 Abs. 2 lit. a KVG und Art. 33 Abs. 1 und Abs. 2 KVG in Verbindung mit Art. 33 lit. a und lit. d KVV und Art. 1 KLV in Verbindung mit Anhang 1 Ziffer 3 (Gynäkologie, Geburtshilfe) KLV sowie Art. 13 lit. b KLV in der vorliegend anwendbaren Fassung (AS 2008 3553) wurde für die Leistungspflicht im Rahmen der OKP bei der Ultraschalldiagnostik in der Geburtshilfe und Gynäkologie unter anderem vorausgesetzt, dass die Untersuchung durch einen Arzt oder eine Ärztin mit dem Fähigkeitsausweis Schwangerschaftsultraschall (Schweizerische Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin, SGUM) durchgeführt wurde (vgl. zur sogenannten "Negativliste" BGE 129 V 167 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 28). Diese Vorgabe war auch im Rahmen der Beurteilung der qualitativen Dignität bei der Leistungsabrechnung nach dem Tarifsystem TARMED zu berücksichtigen (vgl. Art. 7 Abs. 1 Rahmenvertrag TARMED in Verbindung mit Konzept Dignität TARMED, Version 9.0, Ziff. 2.2.).