Citation: 7B_21/2022 E. A

A.a. Am 27. Mai 2021 fand in einem Zug der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) auf der Strecke Zürich-Altstetten eine Kontrolle der Fahrausweise statt. Dabei konnte festgestellt werden, dass B.________ ein nicht auf ihn, sondern auf A.________ lautendes Ersatz-Generalabonnement (GA) mit einer gefälschten Unterschrift vorzeigte. Gestützt auf diesen Sachverhalt erstattete die SBB Transportpolizei am 18. Juni 2021 Strafanzeige gegen B.________ wegen Urkundenfälschung, Fälschung von Ausweisen, geringfügigen Erschleichens einer Leistung sowie Benützen eines Fahrzeuges ohne gültigen Fahrausweis oder andere Berechtigungen. Gegen A.________ reichte sie wegen "Mittäterschaft bzgl. Urkundenfälschung und Fälschung von Ausweisen" Strafanzeige ein. A.b. Am 22. Juli 2021 eröffnete die Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung gegen A.________ wegen des Verdachts der Fälschung von Ausweisen (Art. 252 StGB), evtl. der Gehilfenschaft dazu (Art. 252 i.V.m. Art. 25 StGB). Mit Strafbefehl vom 17. Dezember 2021 wurde A.________ der Gehilfenschaft zur Fälschung von Ausweisen schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe von zehn Tagessätzen zu je Fr. 160.-- sowie zur Tragung der Verfahrenskosten von Fr. 400.-- verurteilt. A.c. Der zwischenzeitlich mandatierte Rechtsanwalt Kenad Melunovic Marini erhob am 21. Dezember 2021 namens und im Auftrag von A.________ Einsprache gegen den Strafbefehl. Gestützt auf die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 13. Januar 2021, wonach die Einsprache zu begründen sei, reichte Rechtsanwalt Melunovic Marini am 26. Januar 2022 die Einsprachebegründung ein. Zusammengefasst machte er geltend, B.________ habe das Ersatz-GA ohne Wissen und Wollen von A.________ verwendet. Von einer Gehilfenschaft könne nicht ausgegangen werden. A.d. Mit Verfügung vom 10. März 2022 stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen A.________ wegen des Verdachts der Gehilfenschaft zur Fälschung von Ausweisen vollumfänglich ein. Es wurde keine Entschädigung oder Genugtuung ausgerichtet und die Verfahrenskosten gingen zu Lasten des Kantons Solothurn.