Citation: 1B_168/2022 E. 1.2

1.2. Wie dem Dispositiv des angefochtenen Entscheids entnommen werden kann, ist die Vorinstanz auf die Beschwerde nicht eingetreten. Zur Begründung erwog sie, dem Beschwerdeführer mangle es an einem aktuellen, rechtlich geschützten Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids. Das Bezirksgericht habe nach wie vor die Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass die Hauptverhandlung, wie vom Bundesgericht mit Urteil 1B_22/2022 vom 8. Februar 2022 beantragt, im April 2022 durchgeführt werde. Es bestehe kein Anlass, in das Verfahren einzugreifen. Das Interesse des Beschwerdeführers an der Haftentlassung sei derzeit rein tatsächlicher Natur. Diese Rechtsauffassung ist nicht nachvollziehbar. Der Beschwerdeführer befindet sich weiterhin in Haft und hat im Verfahren vor der Vorinstanz die Haftentlassung beantragt. Entgegen der Auffassung des Obergerichts hat er selbstverständlich jederzeit ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 81 Abs. 1 lit. b StPO) des Haftentscheids, stellt doch die Freiheit eines der wichtigsten, vom Staat anerkannten Rechtsgüter dar (vgl. nur Art. 10 Abs. 2 und Art. 31 BV, aber auch Art. 212 Abs. 1 StPO). Dies gilt unabhängig davon, ob die theoretische Möglichkeit besteht, dass das Bezirksgericht, entgegen seinem Schreiben, die Hauptverhandlung doch noch im April 2022 durchführen wird.