Citation: 5C.95/2000 19.10.2000 E. A

A.- E.M.________ unterzeichnete am 31. Oktober 1997 ein Antragsformular zur Aufnahme in die X.________ Versicherung. Dabei verneinte sie, zur Zeit krank oder arbeitsunfähig zu sein, bejahte aber das Vorliegen von Krankheiten der Knochen und Gelenke mit dem präzisierenden Hinweis auf Arthritis, die 1990 durch Dr. B.________ behandelt worden sei; die Behandlung sei abgeschlossen. Die X.________ Versicherung ordnete eine Untersuchung durch den Hausarzt von E.M.________, Dr. Z.________ an, welche am 25. November 1997 durchgeführt wurde. Per 1. Januar 1998 wurde E.M.________ bei der X.________ Versicherung obligatorisch krankenversichert. Dabei schloss sie auch Zusatzversicherungen für erweiterte besondere Pflegeleistungen, Aufenthalte in der Privatabteilung eines Spitals oder einer Klinik sowie für Naturheilmethoden ab. Erstmals am 13. Januar 1998 begab sich E.M.________ wieder wegen Gelenkschmerzen in ärztliche Behandlung. Die behandelnde Ärztin Dr. G.________ diagnostizierte aufgrund von Untersuchungen vom 18. und 24. März 1998 eine seropositive, ANA positive Polyarthritis mit mässiger Entzündungsaktivität. Mit Schreiben vom 28. August 1998 unterbreitete Dr. Z.________ als behandelnder Hausarzt der X.________ Versicherung ein Kurgesuch für eine stationäre Balneotherapie, da E.M.________ seit Monaten an einem Schub ihrer bekannten chronischen Polyarthritis leide. Die X.________ Versicherung teilte der Versicherten am 12. November 1998 mit, sie hebe die Zusatzversicherungen rückwirkend auf Vertragsbeginn auf und werde die dafür geleisteten Prämien zurückerstatten, da die behandelten Beschwerden bereits im Jahre 1990, also vor dem Beitritt in die Krankenkasse, aufgetreten seien, was weder im medizinischen Fragebogen des Aufnahmegesuchs noch bei der Arztvisite bei Dr. Z.________ erwähnt worden sei.