Citation: 2P.280/1999 24.07.2000 E. 1

1.- a) Die staatsrechtliche Beschwerde ist zulässig gegen kantonale Erlasse wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte der Bürger (Art. 84 Abs. 1 lit. a OG). Bei der angefochtenen Verordnung handelt es sich, da der Kanton Wallis die Möglichkeit einer abstrakten Normenkontrolle nicht kennt, um einen letztinstanzlichen kantonalen Hoheitsakt (Art. 86 OG), der mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden kann. Die 30-tägige Beschwerdefrist gemäss Art. 89 Abs. 1 OG, welche mit der Veröffentlichung im kantonalen Amtsblatt vom 3. September 1999 zu laufen begann, ist eingehalten, und zwar auch bezüglich der Eingabe vom 4. Oktober 1999. b) Zur staatsrechtlichen Beschwerde gegen einen kantonalen Erlass ist legitimiert, wer durch die angefochtene Bestimmung unmittelbar oder virtuell, d.h. mit einer minimalen Wahrscheinlichkeit früher oder später einmal, in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen ist. Das Anrufen bloss tatsächlicher oder allgemeiner öffentlicher Interessen genügt zur Begründung der Legitimation nicht (BGE 125 I 104 E. 1a S. 106 f.; 125 II 440 E. 1c S. 442; 123 I 41 E. 5b S. 43). Der Beschwerdeführer betreibt einen Rebschulbetrieb in A.________ im Kanton B.________. Er beliefert Rebbauern in der ganzen Schweiz, auch im Kanton Wallis, mit Rebpflanzen. Dies ist ihm auch inskünftig nicht verwehrt, so dass er insoweit in rechtlich geschützten Interessen nicht betroffen ist. Er ist auch nur faktisch, nicht aber in rechtlich geschützten Interessen, davon betroffen, wenn Rebbauern sich nicht für sein Angebot, sondern für dasjenige aus der Selektion "Walliser Auslese" entscheiden. Hingegen scheint der Beschwerdeführer die Meinung vertreten zu wollen, die Handels- und Gewerbefreiheit sowie das Rechtsgleichheitsgebot würden dadurch verletzt, dass er aufgrund der angefochtenen Verordnung davon ausgeschlossen sei, für seine in A.________ gezogenen Rebpflanzen die Bezeichnung "Walliser Auslese" verwenden zu dürfen. Es ist materiell zu prüfen, ob der Beschwerdeführer insoweit in den von ihm angerufenen Grundrechten verletzt ist. c) Der Beschwerdeführer ficht die Verordnung insgesamt an. Die Begründung der Beschwerdeschrift bezieht sich aber allein auf die Bestimmungen von Art. 2 und 3, welche die Bezeichnung "Walliser Auslese" einführen und festschreiben, dass Auswahl, Aufzucht und Vermehrung für die so bezeichneten Rebpflanzen auf Walliser Staatsgebiet zu erfolgen haben. Nicht zu überprüfen sind die weiteren Bestimmungen der Verordnung, da es hiefür an einer Begründung in der staatsrechtlichen Beschwerde fehlt (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).