Citation: 2C_346/2022 E. 3.4

3.4. Im Kanton Luzern ist die Sonderschulung im Gesetz (des Kantons Luzern) vom 22. März 1999 über die Volksschulbildung (SRL Nr. 400a; VBG/LU) geregelt. Nach § 7 VBG/LU gewährleistet die Sonderschulung die individuelle Bildung, Förderung, Erziehung und Pflege von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung (Abs. 3); sie erfolgt integrativ in den Regelklassen oder separativ in den Sonderschulen (Abs. 1), wobei die Einzelheiten in der Verordnung (des Kantons Luzern) über die Sonderschulung vom 11. Dezember 2007 (SRL Nr. 409) geregelt sind (Abs. 4). Gemäss § 14 Abs. 1 der Verordnung über die Sonderschulung sind Lernende, die trotz ihrer Behinderung in der Lage sind, mit Hilfe von integrativen sonderpädagogischen Massnahmen dem Unterricht innerhalb der Regelklasse zu folgen, in der Regel integriert zu schulen. Entsprechend sieht das kantonale Konzept für die Sonderschulung vor, dass die integrative Sonderschulung innerhalb der Regelklasse erfolgt mit dem Ziel einer bestmöglichen schulischen und sozio-emotionalen Entwicklung der Lernenden; die separative Sonderschulung verfolgt dasselbe Ziel und erfolgt dann, wenn ausgewiesen ist, dass für Lernende in einem separativen Rahmen bessere Entwicklungsmöglichkeiten gegeben sind und ihren Förder-, Betreuungs- und Therapiebedürfnissen angemessener Rechnung getragen werden kann (Kantonales Konzept für die Sonderschulung des Kantons Luzern vom 30. Juni 2020, <https://volksschulbildung.lu.ch/unterricht_organisation/uo_sonderschulung/uo_ss_umsetzung> [zuletzt besucht am 15. Dezember 2022], S. 6).