Citation: 1B_412/2016 E. 2.9

2.9. Zulässig erscheint es im vorliegenden Fall, dass das ZMG und die Vorinstanz die Identitäteines rechtshilfeweise befragten Belastungszeugen im jetzigen Verfahrensstadium noch nicht offen legen liessen. Da es sich hier um eine Strafuntersuchung im Umfeld einer weltweit vernetzten und sehr aggressiv auftretenden terroristischen Organisation handelt, sind die allgemeinen gesetzlichen Voraussetzungen für Schutzmassnahmen gegenüber dem Belastungszeugen (nämlich eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben oder ein anderer ihm drohender schwerer Nachteil) zu bejahen (Art. 149 Abs. 1 StPO; s.a. BGE 115 Ia 293 E. 5c S. 304). Die Vorinstanz legt sodann Folgendes dar: Schon in ihrem Haftverlängerungsgesuch vom 9. August 2016 habe die BA dargelegt, das rogatorische Einvernahmeprotokoll erst am 2. August 2016 von der ersuchten ausländischen Behörde erhalten zu haben. Bis zum Haftprüfungsverfahren habe der Beschuldigte noch nicht mit den Aussagen des Zeugen konfrontiert werden können. Zudem wolle die BA den Zeugen auch noch selber einvernehmen. Sie befürchte aber, dass bei einer verfrühten Bekanntgabe seiner Identität "auf ihn eingewirkt" werden könnte. In ihrem (bei den Haftakten liegenden) Haftverlängerungsgesuch habe die BA dargelegt, dass der Zeuge den Beschwerdeführer schwer belaste. Sie habe die betreffenden Passagen des Einvernahmeprotokolls wiedergegeben. Dabei seien die Namen des Zeugen und einer von diesem genannten Person ("X.") nicht erwähnt bzw. anonymisiert worden. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass ihm der Haftverlängerungsantrag mit den fraglichen Passagen aus dem rogatorischen Zeugenprotokoll vorgelegt worden ist und dass er dazu Stellung nehmen konnte. Dass ihm die Identität des Belastungszeugen bisher noch nicht bekannt gegeben wurde, hält vor dem Bundesrecht stand. Dies umso mehr, als die Vorinstanz bei der Begründung des Tatverdachtes im Haftprüfungsverfahren nicht auf diese anonymisierte Zeugenaussage abstellte (vgl. nachfolgend, E. 3.1).