Citation: 5P.317/2004 01.11.2004 E. 4

In der Sache rügt die Beschwerdeführerin, die Voraussetzungen dafür, sie in der Klinik zurückzubehalten, seien nicht erfüllt (vorab in Ziff. 20). Im Einzelnen behauptet sie, der Eingriff in ihre Freiheitsrechte entbehre der gesetzlichen Grundlage (vorab in Ziff. 12 bis 15) und sei unverhältnismässig (vorab in Ziff. 6 bis 11). Ferner wendet die Beschwerdeführerin ein, die offene Abteilung der Psychiatrischen Klinik A.________ sei keine geeignete Anstalt, das Verfahren vor dem Gemeinderat habe zu lange gedauert (Ziff. 16) und auf das Gutachten von Dr. L.________ hätte nicht abgestellt werden dürfen (Ziff. 17). Alle ihre Rügen unterstützt die Beschwerdeführerin mit Hinweisen auf Bestimmungen der Bundesverfassung und der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). Die Regelung der fürsorgerischen Freiheitsentziehung in Art. 397a ff. ZGB bildet eine Konkretisierung des Verfassungsrechts der persönlichen Freiheit und bringt - insbesondere mit Bezug auf das Verfahren - das schweizerische Recht mit internationalen Normen, vor allem mit den Garantien gemäss Art. 5 f. EMRK in Einklang. Ihre Anwendung und Auslegung hat verfassungs- und konventionskonform zu erfolgen. Eine Missachtung der Bundesverfassung bzw. der EMRK bedeutet deshalb zuerst eine Verletzung der Bestimmungen des Zivilgesetzbuches, die vor Bundesgericht mit der eidgenössischen Berufung zu rügen ist (Art. 43 OG); diese geht der staatsrechtlichen Beschwerde vor (Art. 84 Abs. 2 OG; BGE 115 II 129 E. 5a S. 131 und die seitherige ständige Rechtsprechung: BGE 125 III 169 E. 2 S. 171; Urteil 5P.359/2004 vom 30. September 2004, E. 2). Auf die Rügen in der Sache und die damit verbundenen Beschwerde- und Beweisanträge kann nach dem Gesagten nicht eingetreten werden. Sie sind im Rahmen der eidgenössischen Berufung zu behandeln, in der sie allesamt mit der praktisch gleichen Begründung erhoben werden. Dass die von ihr angerufenen Verfassungs- und EMRK-Bestimmungen einen weiterreichenden Schutz gewährleisten würden als die im Sinne dieser Garantien angewendete und ausgelegte Regelung über die fürsorgerische Freiheitsentziehung in Art. 397a ff. ZGB, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend und ist deshalb auch nicht zu prüfen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 130 I 26 E. 2.1 S. 31 und 258 E. 1.3 S. 261; 129 I 113 E. 2.1 S. 120).