Citation: 9C_834/2015 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Frage, ob jemand die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit bzw. die gestützt darauf ermittelte Erwerbsfähigkeit in der Tat auch umsetzen könne, sei nicht Würdigung, sondern Feststellung einer erheblichen Tatsache und somit prozessual revisionsrechtlich von Bedeutung. Bei den zwei Eingliederungsversuchen sei nicht gewürdigt, sondern konkret festgestellt worden, was sie in der Lage sei zu arbeiten. Die Unfähigkeit, das vereinbarte Leistungsziel zu erreichen, gehe aus den Abschlussberichten Integration vom 20. Juni und 1. Dezember 2014 hervor. Mit diesen Berichten werde nicht der selbe Sachverhalt anders gewürdigt; vielmehr enthielten sie aufschlussreiche Informationen über einen völlig neuen Sachverhalt. Desgleichen habe Dr. med. B.________ sie unter realen Bedingungen erlebt und gestützt auf die erhobenen Befunde die Arbeitsfähigkeit festgelegt. Dies sei nicht eine andere Sachverhaltswürdigung, sondern eine konkrete, neue und zu berücksichtigende tatsächliche Feststellung. Die vorliegende Konstellation sei vergleichbar mit dem Fall, wo eine Versicherung mit Hilfe von Detektiven feststelle, dass die medizinisch-theoretisch geschätzte Erwerbsfähigkeit mit der Lebensführung der versicherten Person nicht vereinbar sei und der Leistungsanspruch demnach nicht oder nicht im bestehenden Umfang gerechtfertigt erscheine. Das Observationsmaterial werde sodann ärztlich gesichtet und beurteilt und der neue Arztbericht werde als Entscheidungsgrundlage für eine prozessuale Revision herangezogen.