Citation: 2C_929/2014 E. 3.3.2

3.3.2. Erst und nur wenn feststeht, dass Einkünfte aus Wertschriften nicht (auf Grund selbstständiger Erwerbstätigkeit) dem Geschäftsvermögen, sondern, wegen privater Vermögensverwaltung, dem Privatvermögen zuzurechnen sind, muss in einem zweiten Schritt die (nur das Privatvermögen betreffende Abgrenzung, vgl. Art. 7 Abs. 4 lit. b StHG, Art. 16 Abs. 3 DBG) zwischen steuerbarem Vermögensertrag und steuerfreiem Kapitalgewinn vorgenommen werden. Als Ausfluss des Nettoprinzips (vgl. oben, E. 3.2) sind Verwaltungskosten für Privatvermögen nur abzugsfähig, sofern die erzielten Einkünfte nicht als steuerfreie Kapitalgewinne aus Privatvermögen gelten ( NO ël, a.a.O., N. 5 zu Art. 32 DBG am Ende). Zum Vornherein nicht abzugsfähig sind deshalb mit dem Erwerb oder der Veräusserung von Titeln zusammenhängende Kosten oder Kosten der Finanz-, Anlage- oder Steuerberatung (vgl. Locher, Kommentar zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 2001, N. 11 zu Art. 32 DBG, mit zahlreichen Hinweisen auf die Rechtsprechung), werden doch solche Aufwendungen regelmässig zur Realisierung von steuerfreien Kapitalgewinnen getätigt.