Citation: 6B_676/2024 E. A

Gegen A.________ wurde aufgrund diverser Sexualstraftaten gemäss Urteilen von 2009 und 2010 eine stationäre therapeutische Massnahme angeordnet. Diese wurde mit Verfügung der Bewährungs- und Vollzugsdienste des Amts für Justizvollzug des Kantons Bern (BVD) vom 28. Juli 2021 infolge Aussichtslosigkeit aufgehoben. Mit Beschluss vom 27. April 2022 ordnete das Regionalgericht Emmental-Oberaargau in einem nachträglichen gerichtlichen Verfahren die Verwahrung an. Das von A.________ angerufene Obergericht des Kantons Bern wies den Antrag auf Verwahrung am 10. Februar 2023 ab und ordnete eine ambulante therapeutische Massnahme gemäss Art. 63 StGB sowie Sicherheitshaft bis zum effektiven Antritt der Massnahme, längstens bis zum 31. März 2023 an. Dagegen führte A.________ Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht, womit er beantragte, der Kanton Bern habe ihn für den unrechtmässigen Freiheitsentzug mit mindestens Fr. 122'200.-- zu entschädigen. Eventualiter sei die Sache zur Festsetzung der Entschädigung an das Obergericht zurückzuweisen. Das Bundesgericht hiess die Beschwerde am 25. März 2024 insoweit gut, als es feststellte, dass vom 1. Mai 2022 bis zum 25. August 2022 kein Hafttitel bestanden habe und wies die Sache zur Festsetzung der Haftentschädigung nach Art. 431 Abs. 1 StPO an das Obergericht zurück. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab (Urteil 6B_433/2023).