Citation: U 494/05 21.04.2006 E. 2

2.1 Die Vorinstanz erwog, es könne davon ausgegangen werden, dass der Autounfall naturgemäss zu einer gewissen Erschütterung der HWS geführt habe. Innert der Latenzzeit von 72 Stunden sei aber kein für HWS-Traumen typisches buntes Beschwerdebild dokumentiert, weshalb eine klinisch relevante HWS-Distorsion unwahrscheinlich und auch nicht überwiegend wahrscheinlich sei, dass die persistierenden HWS-Beschwerden auf den Unfall zurückgingen. Von einer neuropsychologischen Begutachtung könne abgesehen werden, da Konzentrations- und Gedächtnisstörungen verschiedene Ursachen haben könnten und keinen Schluss auf eine natürliche Kausalität zuliessen. Demgegenüber bringt die Beschwerdeführerin vor, sie leide an unfallbedingten massiven psychischen Beeinträchtigungen und kognitiven Leistungsdefiziten. Diese seien weiter abzuklären, was die Vorinstanz in Verletzung des rechtlichen Gehörs unterlassen habe. Allein schon aus psychischen Gründen sei sie vollständig arbeitsunfähig.