Citation: 2C_574/2019 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz kam gestützt auf zahlreiche Indizien zum Schluss, dass der Beschwerdeführer eine Scheinehe eingegangen sei. Sie führte aus, nach Abschluss seiner Ausbildung hätte er kaum Chancen auf eine weitere Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung gehabt. Er habe seine Ehefrau nach wenigen persönlichen Treffen in Dänemark geheiratet, kurz nachdem sie eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zwecks unselbständiger Erwerbstätigkeit in der Schweiz erhalten habe. Der Beschwerdeführer habe sich an keinerlei Einzelheiten der Hochzeit oder der angeblichen nachfolgenden Feier in der Schweiz erinnert. Ausserdem sei erstellt, dass die Ehefrau während und nach der angeblichen Ehegemeinschaft eine Liebesbeziehung zu einem Landsmann geführt und auf Facebook öffentlich Liebesnachrichten gepostet habe, wovon der Beschwerdeführer, obwohl er sie über Facebook kennengelernt haben wolle, angeblich nichts mitbekommen habe. Im Übrigen habe auch der Beschwerdeführer eine aussereheliche Beziehung gepflegt und sei anlässlich der Wohnungskontrolle im September 2017 mit seiner neuen Freundin angetroffen worden. Soweit der Beschwerdeführer diesen Feststellungen seine eigene Sicht der Dinge gegenüberstellt oder sie als willkürlich bezeichnet, ohne dies näher zu begründen, genügen seine Ausführungen den erhöhten Anforderungen an Sachverhaltsrügen nicht und sind daher vor Bundesgericht nicht zu hören (vgl. E. 2.2 hiervor). Ebenfalls nicht relevant sind seine Ausführungen zu Punkten, auf welche sich die Vorinstanz gar nicht abgestützt hat. Die Behauptung, der Verdacht einer Scheinehe gründe lediglich auf der Ähnlichkeit mit anderen Fällen, trifft angesichts der bestehenden, den individuell-konkreten Fall des Beschwerdeführers betreffenden Indizien klarerweise nicht zu. Seine Ausführungen zu einzelnen Indizien vermögen diese sodann nicht zu entkräften: So trifft es zwar zu, dass er anlässlich seiner Befragung einige seiner Hochzeitsgäste aufzählte, dies wird indes von der Vorinstanz nicht bestritten und vermag den Umstand, dass er keinen einzigen Gast seiner Ehefrau nennen konnte, nicht zu erklären. Dass er von der ausserehelichen Beziehung seiner Ehefrau nichts gewusst habe, weil er zwischen Januar 2011 und September 2016 auf Facebook nicht aktiv gewesen sei, widerspricht den Angaben, wonach er seine Ehefrau im Jahr 2013 via Facebook kennengelernt habe, und erklärt nicht, weshalb sie nicht ihre Ehe, sondern dafür umso mehr eine aussereheliche Beziehung publik machen sollte. Seine Vorbringen müssen als appellatorisch bezeichnet werden und sind nicht geeignet, die vom Verwaltungsgericht gezogenen Schlussfolgerungen als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen.