Citation: 2C_35/2019 E. 3.4

3.4. Aufgrund dieser Rechtsprechung haben die Beschwerdeführer unter den genannten Voraussetzungen einen Anspruch auf Familiennachzug: Der Ehemann verfügt über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht (vorne E. 3.2). Das Nachzugsgesuch muss innerhalb von fünf Jahren seit Entstehung des Familienverhältnisses gestellt werden (Art. 47 Abs. 1 und Abs. 2 lit. b AIG). Diese Frist ist eingehalten: Die Ehe wurde im Jahre 2013 geschlossen und das hier zu beurteilende Nachzugsgesuch im Jahre 2016 gestellt. Im Hinblick auf dieses Gesuchsdatum ist noch Art. 44 des Ausländergesetzes (AuG) in der bis Ende 2018 geltenden Fassung anwendbar (Art. 126 Abs. 1 AIG analog). Daher ist namentlich das Erfordernis der Sprachkenntnisse bzw. der Anmeldung zu einem Sprachförderungsangebot (Art. 44 Abs. 1 lit. d bzw. Abs. 2 AIG in der seit 1. Januar 2019 geltenden Fassung) noch nicht anwendbar. Es bestehen sodann keine Hinweise, dass die Ehegatten nicht zusammen leben möchten (Art. 44 lit. a AuG) oder dass der Anspruch missbräuchlich geltend gemacht würde (Art. 51 Abs. 2 lit. a AIG). Ferner war bereits im kantonalen Verfahren unbestritten, dass eine bedarfsgerechte Wohnung (Art. 44 lit. b AuG) zur Verfügung steht (Beschwerdeentscheid des Departements vom 7. Mai 2018 S. 11 Ziff. 5).