Citation: 1B_442/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Nach der Vorinstanz bestätigt die Auswertung des Mobiltelefons des zwölfjährigen E.________ dessen Aussagen in zeitlicher und örtlicher Hinsicht. Die Auswertung könne zwar nicht belegen, dass E.________ die Beschwerdeführerin tatsächlich gesehen habe, erhöhe aber die Glaubhaftigkeit seiner ohnehin bereits glaubhaft erscheinenden Aussagen noch weiter. Auch sein angeblicher Geltungsdrang, welcher von seiner Lehrerin bestätigt werde, vermöge jedenfalls vordergründig nicht derartig an der Glaubhaftigkeit seiner Aussagen zu rütteln, dass sich dies auf den dringenden Tatverdacht auszuwirken vermöchte. Die Vorinstanz verwies zur Begründung des dringenden Tatverdachts auch auf die Verfügungen des Zwangsmassnahmengerichts vom 6. Februar und 4. April 2022 sowie auf den eigenen Beschluss der Vorinstanz vom 5. Mai 2022. In Letzterem wurde festgehalten, es sei durchaus nachvollziehbar, dass E.________ bei der Identifizierung der Beschwerdeführerin auf deren auffällige Piercings und nicht auf ihr grünes Haar verwiesen habe, welches im Halbdunkeln nicht weiter aufgefallen sein dürfte. Im Übrigen kenne er seinen Aussagen zufolge die Beschwerdeführerin aus dem Quartier als Mutter von C.A.________ und habe sie auch deshalb erkannt.