Citation: 9C_431/2023 E. 4.4.1

4.4.1. Nach dem ursprünglichen Konzept des Staatsrats sollten die Gemeinden zusätzlich zur Beherbergungstaxe eine Tourismusförderungstaxe erheben können, wobei die Beherbergungstaxe von der Tourismusförderungstaxe abgezogen werden konnte. Die Gemeinden sollten den Kreis der Steuerpflichtigen, die Berechnungsgrundlagen und die Art und Weise der Erhebung im Reglement festlegen. Vorgaben betreffend den Kreis der Taxenpflichtigen enthielt der Entwurf des Staatsrats nicht (Art. 26 f. TG/VS gem. Entwurf des Staatsrats; vgl. Bulletin der Sitzungen des Grossen Rates des Kantons Wallis, ordentliche Session Februar 1995, 53. Legislaturperiode 1993 - 1997 [nachfolgend: Bulletin 1. Lesung], S. 340). Immerhin ergibt sich aber aus der Botschaft, dass der Staatsrat alleine die Unternehmen (juristische Personen und selbständig erwerbende natürliche Personen) mit einer Betriebsstätte in der Gemeinde als Taxenpflichtige vor Augen hatte (Bulletin 1. Lesung, S. 284). Dies könnte freilich daran gelegen haben, dass die Tourismusförderungstaxe die Beherbergungstaxe nach dem Konzept des Staatsrats nur ergänzte und nicht ersetzte, sodass in subjektiver Hinsicht von vornherein keine Besteuerungslücken auftreten konnten.