Citation: 5A_1043/2021 E. 5.6

5.6. Mit dem Inkrafttreten der BZO 1985 ist eine neue Tatsache eingetreten, die sich nach dem Abschluss des Vertrags vom 9. April 1981 zugetragen hat. Ab diesem Zeitpunkt waren keine privatrechtlichen Vereinbarungen mehr notwendig, um die Bebaubarkeit der Grundstücke zu erwirken. Aktuell haben die Beschwerdeführer kein Inte-resse an der Aufrechterhaltung der Baubeschränkungen. Dass es konkrete Anhaltspunkte für eine künftige Veränderung der Verhältnisse gäbe, die ihr Interesse wieder aufleben lassen könnte, machen sie nicht geltend. Damit ist die vom Bezirksgericht gezogene und vom Obergericht bestätigte Schlussfolgerung, die Dienstbarkeit habe für das herrschende Grundstück jeglichen Nutzen verloren, nicht zu beanstanden.