Citation: 1C_205/2019 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin wendet in erster Linie ein, es bestehe kein massgebliches öffentliches Interesse am Nutzungsverbot. Dieser Einwand ist, wie dargelegt (vgl. vorne E. 3.5), unbegründet. Unbehelflich ist auch ihr Vorbringen, sie erziele mit der Vermietung ihres Grundeigentums einen "beträchtlichen Beitrag an ihre persönliche Existenzsicherung" bzw. durch das Nutzungsverbot und die Wiederherstellung der fraglichen Räumlichkeiten würde ihr ein Grossteil der Mietzinseinnahmen wegbrechen, da die Räumlichkeiten nur noch schwer und zu einem tieferen Preis vermietet werden könnten. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil lediglich die weitere sexgewerbliche Nutzung der fraglichen Räume untersagt, jedoch nicht deren Rückbau angeordnet. Sie hat an anderer Stelle im angefochtenen Entscheid zudem festgehalten, diese seien nach wie vor bewohnbar bzw. gewerblich nutzbar. Der Beschwerdeführerin wird durch die strittige Massnahme demnach einzig die Möglichkeit genommen, die betreffenden Räume wie bisher für die sexgewerbliche Nutzung zu vermieten. Zwar mögen ihr dadurch Mietzinseinnahmen entgehen. Grundsätzlich entstehen ihr aber weder Kosten für einen Rückbau noch gehen die damaligen Investitionen verloren. Da sie und davor ihr Vater und Rechtsvorgänger jahrelang von der rechtswidrigen sexgewerblichen Nutzung profitieren konnten und in Bezug auf deren Rechtmässigkeit nicht als gutgläubig zu betrachten sind, erscheint eine allfällige Einbusse bei den Mietzinseinnahmen nicht als unzumutbar (vgl. BGE 136 II 359 E. 9 S. 369; 132 II 21 E. 6.4 S. 41). Auch sonst ist die Beurteilung der Vorinstanz nicht bundesrechtswidrig.