Citation: 7B.221/2001 20.11.2001 E. 2

2.- Das Gesetz bestimmt nicht, wieviel Zeit den auf Grund von Art. 256 Abs. 3 SchKG zu einem Überbieten Einzuladenden einzuräumen ist. Die Vollstreckungsorgane haben die Länge der Frist in pflichtgemässer Ausübung des ihnen in dieser Hinsicht zustehenden Ermessens festzusetzen. a) Die Beschwerdeführerin nahm die strittige Verfügung am 31. Juli 2001 in Empfang. Zwischen diesem Tag und dem Ende der am 9. August 2001 bis zum 17. August 2001 verlängerten Frist lagen somit 17 volle Tage. b) Diese Zeitspanne hat die kantonale Aufsichtsbehörde als angemessen bezeichnet. Für Fälle, wo das Höhergebot mit einem Finanzierungsnachweis zu verbinden sei, gelte als Bemessungsrichtlinie eine Frist von 14 bis 30 Tagen. Zu den konkreten Verhältnissen bemerkt die Vorinstanz, dass die Grundofferte bis Ende August 2001 befristet gewesen sei und im Falle eines gültigen Höhergebots noch eine interne Steigerung durchgeführt werden müsste und dass die Arbeitsverträge mit den Hotelangestellten auf die Wintersaison hin zu erneuern und die Betroffenen rechtzeitig über ihre Beschäftigungsmöglichkeit zu orientieren sein würden. Ausserdem sei die Beschwerdeführerin mit Verlustscheinen von über 2,13 Mio. Franken registriert, so dass sie allein schon deswegen nicht in der Lage sein dürfte, ein genügendes Höherangebot einzureichen. Frühere Vermittlungsbemühungen der Beschwerdeführerin seien gescheitert und konkrete neue Verhandlungen in dieser Richtung würden in der Beschwerde nicht einmal behauptet. c) Unter Berufung auf BGE 88 III 68 ff. hält die Beschwerdeführerin die ihr eingeräumte Frist (auch unter Berücksichtigung der Verlängerung) als viel zu kurz bemessen. Im erwähnten Urteil war ein an alle Gläubiger gerichtetes Rundschreiben zu beurteilen. Das Bundesgericht erklärte, für Interessenten, die sich nicht schon vorher zum Kauf entschlossen hätten, wäre es, wenn nicht unmöglich, so doch sehr schwierig gewesen, innert der - damals noch in Nachachtung eines von der Rechtsprechung festgelegten Grundsatzes (dazu BGE 101 III 52 E. 3c S. 56 f. mit Hinweisen) angesetzten - Frist von nur 12 Tagen die nötigen Vorkehren im Hinblick auf eine Bereitstellung eines Kapitalbetrags von 13 bis 14 Mio. Franken zu treffen (E. 3c S. 84). Hier lagen indessen besondere Verhältnisse vor: Die Beschwerdeführerin war auf die ihr am 31. Juli 2001 ausgehändigte Einladung zu einem höheren Angebot vorbereitet. In dieser Verfügung verwies die Konkursverwaltung nämlich ausdrücklich auf ein Schreiben der Beschwerdeführerin vom 3. März 2001. Darin hatte diese unter Berufung auf Art. 256 Abs. 3 SchKG ver- langt, dass im Falle eines freihändigen Verkaufs der Hotelliegenschaft sie über die Offerten informiert und ihr Gelegenheit eingeräumt werde, die Angebote zu überbieten. Die Beschwerdeführerin hatte damit Interesse an einem Erwerb bekundet. Nach dem Gesagten verfügte sie über mehrere Monate, um Abklärungen im Hinblick auf eine Übernahme der Hotelliegenschaften zu treffen, sich mit Finanzinstituten in Verbindung zu setzen und diesen die notwendigen Daten zu ihrer wirtschaftlichen Lage und zu den Liegenschaften zukommen zu lassen. Die Beschwerdeführerin war somit ohne weiteres in der Lage, von möglichen Geldgebern einen (vorläufigen) Entscheid zu erwirken. Dieser wäre dann im Lichte der für den Freihandverkauf eingegangenen Offerte(n) unter Umständen nochmals zu überprüfen gewesen, wofür die eingeräumten insgesamt 17 Tage auch unter Berücksichtigung der kurzen Auslandabwesenheit der Beschwerdeführerin ausreichend gewesen wären. Auf Grund der dargelegten Gegebenheiten ist die Dauer der in der angefochtenen Verfügung angesetzten (verlängerten) Frist nicht zu beanstanden. d) Die Vorbringen der Beschwerdeführerin zu den Erwägungen der kantonalen Aufsichtsbehörde brauchen nach dem Ausgeführten nicht erörtert zu werden.