Citation: 4A_455/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Der Behauptungs- und Substantiierungslast ist grundsätzlich in den Rechtsschriften nachzukommen. Ausnahmsweise kann es jedoch zulässig sein, den Substantiierungsobliegenheiten durch Verweis auf eine Beilage nachzukommen. Das Bundesgericht hat an einen solchen Verweis aber strenge Bedingungen gestellt. Unter anderem muss aus dem Verweis selbst klar werden, welche Teile des Aktenstücks als Parteibehauptung gelten sollen (zum Ganzen: BGE 144 III 519 E. 5.2.1.2; Urteil 4A_415/2021 vom 18. März 2022 E. 5.4; je mit weiteren Hinweisen). Aus der Rechtsschrift hat mithin für die Gegenpartei und das Gericht klar hervorzugehen, dass die Partei durch einen Verweis Informationen aus der Beilage zur Parteibehauptung erhebt und es sich bei der Beilage nicht um eine blosse Beweisofferte handelt, mit welcher die Partei ihre Behauptung beweisen möchte. So genügt es beispielsweise nicht, im Anschluss an eine Behauptung lediglich eine Beilage als Beweisofferte anzuführen, weil daraus nicht hervorgeht, dass die in der Beilage enthaltenen Informationen einen Teil der Tatsachenvorbringen bilden sollen (Daniel Brugger, Der Verweis auf Beilagen in Rechtsschriften, SJZ 115 [2019], S. 533 ff., S. 537).