Citation: 1C_306/2020 E. 2.5

2.5. Da die Annahme eines besonders leichten Falls kumulativ eine besonders geringe Gefahr und ein besonders leichtes Verschulden voraussetzt, ist dem Verwaltungsgericht kein Vorwurf zu machen, wenn es sich mit der Gefahr nicht mehr befasste, nachdem es das Verschulden als nicht mehr besonders leicht eingestuft hatte. Es spielte insofern auch keine Rolle, ob das zulässige Gewicht der Fahrzeugkombination eingehalten worden war. Dieser Umstand ist zwar möglicherweise für die Gefährdung von Bedeutung, jedoch nicht - wie aus den nachfolgenden Erwägungen hervorgeht - für das Verschulden. Dass das Verwaltungsgericht davon ausging, die Fahrzeugkombination habe das zulässige Gewicht überschritten, obwohl im Polizeirapport vom 27. Juni 2018 festgehalten wird, dass dies nur für das Zugfahrzeug galt, erweist sich vor diesem Hintergrund als nicht ausschlaggebend (s. Art. 97 Abs. 1 BGG, wonach die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts nur gerügt werden kann, wenn sie für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann).