Citation: H 318/01 10.07.2003 E. 6

6.1 Weiter lässt der Beschwerdeführer ausführen, dass sich das Kriterium der Entrichtung des Mindestbeitrages aus Erwerbstätigkeit ausschliesslich auf Unselbstständigerwerbende beziehe. In Art. 8 Abs. 2 AHVG sei nämlich ausdrücklich von Selbstständigerwerbenden die Rede, welche ein Einkommen auswiesen, das unter der zur Entrichtung des Mindestbeitrags führenden Grenze liege; deshalb könne nicht angenommen werden, dass Selbstständigerwerbende - sofern sie eine im Wesentlichen volle und dauernde Erwerbstätigkeit ausübten - gestützt auf Art. 10 Abs. 1 AHVG allein wegen ihrer fehlenden bzw. sehr tiefen Einkommen als nichterwerbstätig anzusehen wären. Dieses Kriterium gemäss Art. 10 Abs. 1 Satz 2 AHVG könne sich mithin nur auf Unselbstständigerwerbende beziehen. 6.2 Mit der 2. AHV-Revision ist der Grundsatz verankert worden, dass bei allen Versicherten - und demzufolge auch bei den Selbstständigerwerbenden - das Kriterium, nach welchem sich beitragsrechtlich die Qualifikation als Erwerbstätiger oder Nichterwerbstätiger bestimmt, darin bestehen soll, ob der Versicherte auf dem Arbeitserwerb Beiträge zu leisten hat, die mindestens den Betrag des Minimalbeitrages erreichen (BGE 115 V 167 Erw. 6c). Somit ist aufgrund von Art. 10 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 28bis AHVV entscheidend, ob der Versicherte dauernd voll erwerbstätig war und gegebenenfalls aus dem Arbeitserwerb die für die Einstufung als Erwerbstätiger notwendigen Beiträge bezahlte bzw. ob mit den Beiträgen aus dem Erwerbseinkommen der Grenzbetrag gemäss Art. 28bis AHVV erreicht wurde, wenn der Versicherte nicht dauernd voll erwerbstätig war (BGE 115 V 169 f. Erw. 7b). Dass sich Art. 10 Abs. 1 Satz 2 AHVG nicht nur auf Unselbstständigerwerbende bezieht, ergibt sich aus der Formulierung "gegebenenfalls mit Einschluss des Arbeitgeberbeitrages". Weiter wurde entschieden, dass Art. 10 Abs. 1 Satz 3 AHVG in Verbindung mit Art. 28bis AHVV auch für Selbstständigerwerbende gilt (BGE 115 V 170 Erw. 8). Die rechtliche Würdigung des Sachverhalts durch die Vorinstanz ist daher zu schützen.