Citation: 1C_569/2022 E. 5.6

5.6. Der Beschwerdeführer dringt mit seinen Einwendungen dagegen nicht durch. So hat er gestützt auf das Vorsorgeprinzip namentlich keinen Anspruch darauf, dass sein Nachbar die neue Wärmepumpe an einem Ort anbringt, an dem diese am wenigsten Immissionen auf das Grundstück des Beschwerdeführers verursacht (vorne E. 5.3). Auch ist bei der Standortwahl allein gestützt auf das Vorsorgeprinzip keine umfassende Interessenabwägung aller möglichen Standorte auf dem Grundstück durchzuführen; es ist daher ausreichend, dass die Standortwahl bloss plausibel gemacht wird (vorne E. 5.3 und 5.5). Angesichts der vom BAFU bestätigten Plausibilität der Lärmberechnungen und der beachtlichen Unterschreitung der Planungswerte - bei denen es sich immerhin um Vorsorgewerte im Sinne des Vorsorgeprinzips handelt (vgl. ALAIN GRIFFEL, Umweltrecht, 3. Aufl. 2023, S. 124) - bei den lärmempfindlichen Räumen am Nachbarhaus vermögen die vom Beschwerdeführer beanstandeten Mängel und Unsicherheiten die Bewilligungsfähigkeit der gewählten Wärmepumpe am gewählten Ort nicht infrage zu stellen. Die diesbezüglichen Ausführungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden - wie auch das BAFU bestätigt. Zudem hat die Vorinstanz zur Beurteilung, ob eine Alternative wirtschaftlich tragbar ist, zu Recht darauf abgestützt, welche Kosten eine solche im Vergleich mit der geplanten (und vorliegend bereits verwirklichten) Variante verursacht. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, indem sie die Baubewilligung für die streitige Wärmepumpe am gewählten Standort schützte.