Citation: 2C_574/2019 E. 6.3

6.3. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung scheint ausgewogen und nachvollziehbar. Die Schlussfolgerung, dass die Ehe des Beschwerdeführers allein der Aufenthaltssicherung diente, verletzt kein Bundesrecht. Da es sich demnach um eine Scheinehe handelte und der Beschwerdeführer sein Aufenthaltsrecht ab März 2014 erschlichen hat, kann nicht von einem rechtmässigen Aufenthalt von rund zehn Jahren im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK (vgl. E. 4.2 hiervor) ausgegangen werden. Es ist zu bezweifeln, dass die Beziehungen des Beschwerdeführers zur Schweiz so eng geworden sind, dass eine Aufenthaltsbeendigung in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK eingreifen würde. Im Lichte des öffentlichen Interesses an einer restriktiven Einwanderungspolitik und angesichts seiner Täuschung der Migrationsbehörden und seines rechtsmissbräuchlichen Verhaltens liegt keine Verletzung von Art. 8 EMRK vor. Der Beschwerdeführer kann somit keinen Aufenthaltsanspruch aus Art. 8 EMRK ableiten.