Citation: 2C_311/2021 E. 4.2

4.2. Nach Auffassung der Beschwerdeführerin ist die aufenthaltsbeendende Massnahme nicht verhältnismässig. Sie erachtet ihre Sozialhilfeabhängigkeit nur teilweise als selbstverschuldet. Diesem Umstand habe die Vorinstanz zu wenig Rechnung getragen und dem öffentlichen Interesse an ihrer Wegweisung zu viel Gewicht beigemessen, obschon sich dieses durch ihre Aufnahme einer Erwerbstätigkeit vor einem Jahr reduziert habe. Sie trage nun zum Familienunterhalt bei und ihre Ausreise sei folglich nicht geeignet, zur Reduktion der Fürsorgeleistungen beizutragen. Zudem würde eine Wegweisung zwingend zur Trennung ihrer Familie führen, könne doch den beiden noch minderjährigen Kindern nicht zugemutet werden, ihr bisheriges gewohntes soziales Umfeld zu verlassen und ihrer Mutter nach Nordmazedonien zu folgen. Die beiden hätten ein geschütztes Interesse daran, in einer intakten Familie zusammen mit beiden Elternteilen aufzuwachsen. Sie lebe seit 20 Jahren in der Schweiz und sie und ihre Familie hätten ein erhebliches privates Interesse an einem Verbleib.