Citation: 5A_24/2016 E. 3.2.3

3.2.3. Zweitens argumentiert der Beschwerdeführer, dass er selbst dann, wenn bei einem derart hohen Familieneinkommen eine Vermutung wider die Sparquote bestehen sollte, er diese Vermutung entgegen der willkürlichen Beweiswürdigung der Vorinstanz jedenfalls rechtsgenüglich umgestossen hätte, womit wiederum die einstufige Methode anzuwenden sei. Er beteuert, vor der Vorinstanz "mehr als genügend Zweifel an der Richtigkeit der Vermutung... erweckt" zu haben, dass die Parteien während des Zusammenlebens über keine Fr. 550.-- pro Monat übersteigende Sparquote verfügten. Es sei "erwiesen und von der Vorinstanz... auch anerkannt", dass die Parteien in den Jahren 2003 bis Mitte 2009 jährlich durchschnittlich Fr. 14'600.-- gespart haben. Weiter sei entgegen der willkürlichen Beweiswürdigung der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Parteien die Fr. 1'000.--, die seit dem Jahr 2009 auf D.A.________s Privatschule entfielen, nach dem Wegfall dieser Kosten ansparen und nicht verbrauchen würden. Die Vorinstanz verkenne nämlich, dass die tatsächliche Vermutung, wonach die Ehegatten auch nach der wirtschaftlichen Selbständigkeit der Kinder die dadurch frei werdenden Mittel für ihren Unterhalt verbrauchen und nicht ansparen, lediglich auf Ehen anwendbar sei, in denen während des gesamten Zusammenlebens keine Sparquote vorhanden war. Hier aber hätten die Parteien in den sechs Jahren bis zum Eintritt des Sohnes D.A.________ in die Sportschule "anerkannterweise jährlich durchschnittlich Fr. 14'600.-- gespart". Aufgrund des Eintritts in die Sportschule bzw. der damit verbundenen Kosten habe sich die monatliche Sparquote von Fr. 1'200.-- auf Fr. 550.-- verringert. In tatsächlicher Hinsicht sei erstellt, dass die Schulkosten zulasten des Sparens und nicht zulasten des Konsums gingen, denn wie auch die Beschwerdegegnerin implizite bestätige, sei die Lebenshaltung der Parteien auch nach D.A.________s Eintritt in die Privatschule unverändert geblieben. Damit sei die Vermutung, dass die Ehegatten die Mittel, die sie zur Deckung der (ordentlichen und ausserordentlichen) Kinderkosten einsetzten, nach deren Wegfall verbraucht und nicht angespart hätten, "mit der Erweckung von hinreichenden Zweifeln rechtsgenüglich umgestossen". Nachdem die Beschwerdegegnerin den Gegenbeweis nicht erbracht habe, sei davon auszugehen, dass die Parteien das Schulgeld und die weiteren frei werdenden Mittel von D.A.________ und C.A.________ nach Abschluss von deren Schulausbildung und Lehre in Höhe von Fr. 2'500.-- pro Monat gänzlich angespart hätten. Die (hypothetische) Sparquote habe vor der Trennung somit mindestens Fr. 1'550.-- pro Monat betragen. Angesichts der nachgewiesenen Sparquote könne somit keine hälftige Teilung des Überschusses Platz greifen. Vielmehr sei die einstufig konkrete Methode anzuwenden.