Citation: 7B_356/2023 E. 3.1

3.1. Im Einzelnen bringt er vor, der gegenwärtige massive Eingriff in seine persönliche Freiheit sei aufgrund seines Alters, seiner gesundheitlichen Angeschlagenheit und den deutlichen Prisonierungseffekten, die sich ungünstig auf seine kognitiven Fähigkeiten auswirkten, nicht mehr erforderlich. Gleichzeitig zeigten sich darin seine gewichtigen Interessen, welche die Vorinstanz bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit nicht genügend würdige. Es drängten sich Vollzugslockerungen im Setting der bedingten Entlassung bzw. eine Fortsetzung der Verwahrung im offenen oder halboffenen Vollzug bei enger Betreuung auf. Die Argumentation der Vorinstanz, wonach keine günstige Legalprognose vorliege, diese sich aber auch nicht verschlechtert habe, führe im Ergebnis dazu, dass ihm nie eine günstige Prognose eingestanden werde. Damit trage die Verwahrung einseitig und ausschliesslich dem Sicherungsbedürfnis der Allgemeinheit Rechnung. Im fehle eine realistische Entlassungsperspektive. Eine ergebnisoffene Überprüfung in einem ordentlichen gerichtlichen Verfahren, die ihm eine solche Perspektive bieten würde, habe die Vorinstanz nicht vorgenommen. Der Verwahrungsvollzug stelle eine unmenschliche Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK dar. Sein Fall erscheine als besonders gravierend, weil im ganzen bisherigen Vollzug auch nach beinahe vier Jahrzehnten eine mögliche Entlassung und Wiedereingliederung nie auch nur in Erwägung gezogen worden sei.