Citation: 4A_526/2016 E. 5.2

5.2. Die Haltung der Beschwerdeführerin zu diesem Punkt ist nur schwer nachvollziehbar. Zwar beantragt sie mit Rechtsbegehren 3, es sei Ziffer 2 lit. b Abs. 2 des Dispositivs im Teil-Urteil der Vorinstanz vom 11. Juli 2016 aufzuheben und sie sei zu verpflichten, über bis 31. Dezember 2004 erhaltene Kompensationszahlungen für "liquidated damages" infolge Vertragsbeendigung sowie über die sich daraus ergebenen Ansprüche des Beschwerdegegners abzurechnen. Sie scheint also die unbefristete (über den 31. Dezember 2004 hinausgehende) Abrechnungspflicht für Kompensationszahlungen unter dem Carried Interest Pool H.________/I.________ anzufechten. Anders als im heute entschiedenen Parallelfall 4A_528/2016 setzt sie sich aber in der Begründung ihrer Beschwerde nicht im Einzelnen mit diesem Punkt des Urteilsdispositivs auseinander. Während ihre Ausführungen zur Auslegung der strittigen Arbeitsvertragszusätze und zu Art. 322a OR parallel sind, äussert sie sich nur im Parallelfall ausdrücklich zu "Auskunft und Abrechnung über Kompensationszahlungen aus vorzeitiger Auflösung von Managementverträgen"; in der vorliegenden Beschwerde fehlt ein solcher Punkt. Nachdem der Beschwerdegegner seinerseits in der Beschwerdeantwort unter Ziffer 3 Rz. 16 dennoch (wohl aufgrund des Parallelfalls) zu "Auskunft und Abrechnung über Kompensationszahlungen aus vorzeitiger Auflösung von Managementverträgen" Stellung nahm, hielt die Beschwerdeführerin dazu in Rz. 12 der Replik fest, damit übersehe er, dass hier - anders als im Parallelverfahren - die Abrechnungspflicht betreffend Kompensationszahlungen nicht mehr strittig und daher auch nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sei. Ein Rechtsbegehren ist immer auch zusammen mit der Begründung auszulegen, weshalb geschlossen werden muss, dass die Beschwerdeführerin Disp.Ziffer 2 lit. b Abs. 2 des vorinstanzlichen Urteils doch nicht anficht. Sollte dem nicht so sein, läge insofern aber jedenfalls eine ungenügend begründete Rüge vor (vgl. E. 2 hiervor), auf die nicht eingetreten werden könnte.