Citation: 5A_407/2023 E. 3.4.1

3.4.1. Die Beschwerdeführerin beanstandet in erster Linie, die Vorinstanz habe auf den Abklärungsbericht der Fachstelle D.________ vom 4. Dezember 2021, die Aussagen des Kindesvertreters anlässlich der Hauptverhandlung vom 7. Juli 2022 und den Zwischenbericht der Sozialpädagogischen Familienbegleitung im Haushalt des Beschwerdegegners vom 13. Juni 2022 abgestellt. Damit seien Vorfälle zulasten der Beschwerdeführerin, die sich vor dem rechtskräftig abgeänderten Scheidungsurteil vom 4. Dezember 2020 ereignet hätten, berücksichtigt worden. Aspekte zulasten des Beschwerdegegners vor der Abänderung des Scheidungsurteils vom 4. Dezember 2020 seien hingegen unberücksichtigt geblieben. Darin will die Beschwerdeführerin eine offensichtliche Ungleichbehandlung der Parteien und eine Verletzung des Fairnessgebots gemäss Art. 29 Abs. 1 BV erkennen.