Citation: 5A_677/2022 E. 4.4.4

4.4.4. Die Vorgabe, wonach sie als Geschäftsführerin jene Tatsachen zu behaupten und zu beweisen hat, die es erlauben, den Beginn der Verjährungsfrist festzustellen, bestreitet die Beschwerdeführerin nicht. Das Obergericht hat keine positive Feststellung dazu getroffen, ab welchem Zeitpunkt der Beschwerdegegner Kenntnis von der Vermietung einer Wohnung an C.________ und der Vereinnahmung eines Mietertrags hatte. Es hat dargelegt, weshalb es zu diesem offenen Beweisergebnis gelangt ist. Die Beschwerdeführerin entgegnet mit einer eigenen Einschätzung der Lage. Damit vermag sie allerdings die Schlussfolgerung des Obergerichts nicht als offensichtlich unrichtig auszuweisen (vgl. E. 2.2) und es bleibt bei der Erkenntnis, dass die Beschwerdeführerin ihrer Pflicht, den Zeitpunkt des Beginns der Verjährungsfrist zu beweisen, nicht nachgekommen ist. Bei diesem Ergebnis verlieren die subsidiären Erwägungen des Obergerichts ihre Bedeutung und zielen die von der Beschwerdeführerin dagegen erhobenen Rügen ins Leere.