Citation: 6B_690/2024 E. 2.4.2

2.4.2. Entgegen dem Beschwerdeführer würdigt die Vorinstanz im Weiteren die konkreten Tatumstände hinreichend, namentlich den Alkohol- und Drogeneinfluss, unter dem der Beschwerdeführer stand, sein emotionsgeladenes Handeln und die Art der Tatausführung, d.h. das unkontrollierte, schwunghafte Einstechen auf ein sich bewegendes Opfer von hinten sowie der Einstichbereich in der Nähe lebenswichtiger Organe. Überzeugend legt die Vorinstanz anhand dieser Umstände dar, dass es sich um einen lebensgefährlichen Vorgang handelte. Der Beschwerdeführer konnte im dynamischen Geschehensablauf nicht kontrollieren, wie er zustach. Er hatte keine Kontrolle darüber, an welcher Stelle und mit welcher Kraft das Messer in den Oberkörper des Opfers eindrang, wie tief der Stich bzw. der Schnitt ging und welche Organe allenfalls dadurch verletzt worden wären. Letztlich hing es vom Zufall ab, welche Verletzungen das Opfer tatsächlich erlitt bzw. hätte erleiden können. Die Vorinstanz hebt in diesem Zusammenhang unter Bezugnahme auf die Erstinstanz zu Recht die rechtsmedizinischen Ergebnisse hervor, dass die effektiv getroffene Stelle gefährlich nahe an lebenswichtigen Organen wie dem Herz und der Lunge liegt. Da es sich um einen Versuch handelt, spielt keine Rolle, dass tatsächlich keine Lebensgefahr bestand und eine schwere Schädigung ausblieb (vgl. Urteile 6B_645/2023 vom 27. September 2023 E. 2.4; 6B_927/2019 vom 20. November 2019 E. 3.2; mit Hinweisen). Das vom Beschwerdeführer geltend gemachte statistisch niedere Mortalitätsrisiko ändert an der überzeugend festgestellten Gefährlichkeit des Tatvorgehens ebenfalls nichts und musste von der Vorinstanz deshalb nicht näher thematisiert werden.