Citation: 1A.231/2000 19.10.2000 E. 1

1.- a) Angefochten ist eine Schlussverfügung der Oberzolldirektion als ausführender Bundesbehörde. Hiergegen steht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht offen (Art. 80g Abs. 1 IRSG). Die Beschwerdeführerin ist als Inhaberin der beschlagnahmten Schriftstücke grundsätzlich zur Beschwerde legitimiert (Art. 80h lit. b IRSG). Auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde ist daher einzutreten. b) Es ist unstreitig, dass im vorliegenden Fall die Voraussetzungen für die Gewährung von Rechtshilfe nach dem massgeblichen Europäischen Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. April 1959 (EUeR; SR 0.351. 1) vorliegen. Die den Angeschuldigten vorgeworfenen Taten sind unter den Tatbestand des Abgabebetrugs i.S.v. Art. 3 Abs. 3 IRSG i.V.m. Art. 14 des Bundesgesetzes vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313. 0) zu subsumieren (vgl. BGE 125 II 250 E. 3 S. 252 ff.), weswegen kein Grund besteht, die Rechtshilfe nach Art. 2 lit. a EUeR zu verweigern. Streitig ist einzig der Umfang der Rechtshilfe: Die Beschwerdeführerin verlangt, dass die fünf Einkaufskontrakte der I.________ SA nicht an die lettischen Behörden herauszugeben seien. Nicht mehr bestritten ist dagegen die Herausgabe der erhobenen Bankbelege: Diese werden im Beschwerdeantrag nicht mehr erwähnt, so dass die Schlussverfügung insoweit rechtskräftig geworden ist.