Citation: 8C_896/2014 E. 6

Soweit die Versicherte eine psychiatrische Abklärung verlangt, ist festzuhalten, dass sie laut den Polizeiakten am 19. Januar 2011 bei einer verbalen Auseinandersetzung von einer Frau aus einem Bus gezerrt wurde und zu Boden stürzte. Dieser Unfall ist aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften (SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7 E. 5.2 [8C_398/2012]) als leicht einzustufen. Ein Grund, die Adäquanz ausnahmsweise nach den für mittelschwere Unfälle geltenden Kriterien zu beurteilen, ist nicht gegeben (vgl. BGE 115 V 133 E. 6a und 6c/aa S. 139 f.; RKUV 1998 Nr. U 297 S. 243; Urteil 8C_454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3). Damit entfällt eine Leistungspflicht der AXA mangels adäquater Unfallkausalität allfälliger psychischer Beschwerden. Somit ist der natürliche Kausalzusammenhang nicht zu prüfen (BGE 135 V 465 E. 5 S. 472).