Citation: 8C_620/2014 E. 3.1

3.1. Mit Blick auf den Sachverhalt ist ebenfalls unbestritten, dass sich die Versicherte beim Versuch, auf einer Wiese ein Rad zu schlagen, worin sie ungeübt war, verletzte. Etwas Besonderes, Unvorhergesehenes hat sich dabei nicht ereignet (Frageblatt zur Verletzung vom 11. August 2013). Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, dass das Radschlagen ein Vorwärtsbewegen des ganzen Körpers erfordere, weshalb das Gewicht - anders als bei einem blossen Ausfallschritt - verlagert werde. Mit dem Standbein erfolge zudem eine Abstossbewegung, bei welcher das andere Bein in die Luft gebracht werde. Ob die Beschwerdegegnerin beim gehörten "Knall" bereits beide Beine in der Luft gehabt habe oder das linke Bein als Standbein noch am Abstossen war, sei dabei ebenso unerheblich wie die Frage, wie genau die Übung abgeschlossen wurde. Es könne ferner nicht von einer blossen Lebensverrichtung gesprochen werden. Die Beschwerdegegnerin habe eine Turnübung ausgeführt, wobei bei einer ungeübten Turnerin dem Radschlagen ein gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohne, indem sie eine nicht alltägliche Bewegung möglichst kraftvoll, mit Belastung der Oberschenkelmuskulatur, auszuführen versuchte.