Citation: I 807/06 30.03.2007 E. 3

Der Beschwerdeführer beanstandet die vorinstanzliche Invaliditätsbemessung in mehrfacher Hinsicht. Seine Vorbringen sind indessen nicht stichhaltig: 3.1 Vorab trifft nicht zu, dass das kantonale Gericht die durch Betätigungsvergleich ermittelten Behinderungen in den einzelnen Tätigkeitsbereichen überhaupt nicht erwerblich gewichtet hätte. Vielmehr hat die Vorinstanz «Betriebsführung», «Büroarbeiten» sowie «Verkauf und Kundenbetreuung» im Vergleich zu den «Unterhalts-, Reinigungs- und Umgebungsarbeiten» als zumindest gleichwertig erachtet. Zur Begründung hat sie zwar einzig auf BGE 128 V 29 E. 4d S. 34 hingewiesen. Indessen wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht näher dargelegt, inwiefern die beanstandete Feststellung offensichtlich unrichtig sei. Abgesehen davon räumte der Beschwerdeführer in seiner vorinstanzlichen Stellungnahme vom 31. März 2006 zum Gutachten der Klinik X.________ vom 23. Februar 2001 selber ein, der vorliegende Fall weise weitgehende Parallelen zum erwähnten Urteil BGE 128 V 29 auf. Von diesbezüglichen Abklärungen kann abgesehen werden. Sie änderten am Ergebnis nichts (E. 3.3). Im Weitern beruht der vorinstanzliche Betätigungsvergleich offensichtlich nicht auf dem nicht datierten Abklärungsbericht Selbständigerwerbende. Vielmehr stellte das kantonale Gericht einzig auf das Gutachten vom 23. Februar 2001 und den Bericht der Klinik X.________ über die EFL vom 11./12. Dezember 2000 ab. Im Übrigen ist nicht ersichtlich und wird auch nicht dargetan, inwiefern die Mitarbeit der Ehefrau des Beschwerdeführers und seiner beiden Töchter im Betrieb sowie die Aufgabe des Geschäfts der Ehegattin für den Betätigungsvergleich von Bedeutung wären. Sodann ist das erstmalige Vorbringen, der Beschwerdeführer müsse während der Arbeitszeit während mindestens zwei Stunden pro Tag liegen und sich erholen, soweit überhaupt zulässig (Art. 105 Abs. 2 OG), unter dem Gesichtspunkt der Schadenminderungspflicht (BGE 130 V 97 E. 3.2 S. 99 mit Hinweisen) unbegründet. 3.2 Im Weitern spricht der Umstand, dass die Gutachter der Klinik X.________ keinen Augenschein im Betrieb des Beschwerdeführers vorgenommen hatten, nicht gegen den Beweiswert der Expertise vom 23. Februar 2001 und des Berichts über die EFL vom 11./12. Dezember 2000. Im Rahmen der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit wurde die mit Tests ermittelte Belastbarkeit des Versicherten mit den kritischen Arbeitsanforderungen in seinem Betrieb verglichen (Job Match). Hiezu konnte der Beschwerdeführer die hauptsächlich zu verrichtenden Arbeiten schriftlich formulieren. Diese wurden durch Befragung ergänzt. Der Vergleich zeigte, welche Arbeitsanforderungen mit der Belastbarkeit gemäss Tests übereinstimmten und welche nicht. In Bezug auf die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde aufgezählten Arbeiten ist mit Ausnahme des Auffüllens von Gestellen, wo die Leistungsfähigkeit höchstens 20 % betragen soll, und der Reinigungsarbeiten am Boden sowie bis zur Kopfhöhe, wo eine Einschränkung von 50 % bestehen soll, grundsätzlich keine Differenz zum Ergebnis im EFL-Bericht ersichtlich. Dies allein lässt die vorinstanzliche Feststellung einer Behinderung von 30 % im Tätigkeitsbereich «Unterhalts-, Reinigungs- und Umgebungsarbeiten» nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen. Immerhin ist zu beachten, dass in der Beschwerde an das kantonale Gericht geltend gemacht wurde, der behandelnde Arzt Dr. med. B.________ habe nach der «Job matching»-Methode eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % ermittelt. Die Vorinstanz hat sich zu diesem Vorbringen nicht geäussert. Selbst wenn indessen darauf abgestellt und von einer Behinderung von 50 % bei den Unterhalts-, Reinigungs- und Umgebungsarbeiten ausgegangen würde, änderte sich nichts am Ergebnis (E. 3.3). Das Vorbringen schliesslich, im Bereich Verkauf und Kundenbedienung bestehe auf Grund der raschen Ermüdung und der Konzentrationsstörungen eine Behinderung von 25 %, hat unberücksichtigt zu bleiben. Es beruht auf unzulässigen neuen ärztlichen Berichten (Art. 105 Abs. 2 OG). 3.3 Es ist nicht anzunehmen, dass der wirtschaftliche Wert der 70 % der gesamten Tätigkeit umfassenden «Unterhalts-, Reinigungs- und Umgebungsarbeiten» im Vergleich zu den drei anderen, je 10 % ausmachenden Bereichen «Betriebsführung», «Büroarbeiten» sowie «Verkauf und Kundenbedienung» mehr als eineinhalbmal so hoch ist. Daraus ergibt sich bei einer Behinderung von 50 % in diesem Bereich ein Invaliditätsgrad von höchstens 39 % ([0,3 x 0 % + 0,7 x 50 % x 1,5]/[0,3 + 0,7 x 1,5]; zum Runden BGE 130 V 121; vgl. BGE 128 V 29 E. 4c S. 33). Somit besteht selbst bei für den Beschwerdeführer günstigsten Annahmen kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung, weshalb der angefochtene Entscheid zu bestätigen ist.