Citation: 5A_724/2016 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt, dass sich die Vorinstanz nicht mit dem Zeugnis ihres Arztes auseinandergesetzt habe. Ihrem Arzt komme eine besondere Stellung zu. Er sei nicht nur ihr Hausarzt, sondern auch der Koordinator ihrer sonstigen Ärzte und Therapeuten. Sie suche ihren Hausarzt regelmässig auf, unter anderem auch um die verschiedenen Medikamente aufeinander abzustimmen. Er habe entsprechend eine zentrale Rolle und wisse bestens über ihren Gesundheitszustand Bescheid. Es komme hinzu, dass im vorliegenden Verfahren kein stringenter Beweis zu führen sei, sondern das Beweismass des Glaubhaftmachens genüge. Mit einem Arztzeugnis, selbst von einem Hausarzt ausgestellt, werde eine Krankheitssituation glaubhaft gemacht. Wolle man darauf nicht abstellen, so habe man dies zumindest konkret zu begründen. Die Vorinstanz verletze den Anspruch auf rechtliches Gehör (Begründungspflicht, Recht auf Beweisanträge), indem sie dem Arztzeugnis ohne Begründung den Beweiswert abspreche. Zudem verfalle die Vorinstanz in Willkür, indem sie einen für die Arbeitsunfähigkeit erheblichen Beweis übersehe bzw. ausser Acht lasse. Dieses Vorgehen führe zu einem Ergebnis, welches der tatsächlichen Situation widerspreche. Das Urteil leide daher an einem qualifizierten Mangel. Es sei unhaltbar, dass die Vorinstanz einerseits festhalte, dass keine gesicherten Informationen und Befunde zu ihrem Gesundheitszustand vorliegen würden, und gleichzeitig den einzig vorhandenen Beleg nicht als Beweismittel anerkannt habe. Ihr, der Beschwerdeführerin, könne nicht vorgeworfen werfen, sie hätte sich nicht um die Dokumentation ihres Gesundheitszustandes bemüht, wenn ein Arztzeugnis vorliegt, welchem jedoch kein Beweiswert zugemessen werde. Die Vorinstanz verstosse damit gegen Art. 9 und Art. 29 Abs. 2 BV.