Citation: 7B_212/2022 E. 3.3.4

3.3.4. Als unbegründet erweist sich schliesslich die Rüge, die nach dem 20. September 2019 erfolgten polizeilichen Einvernahmen verschiedener Auskunftspersonen seien wegen der Nichtgewährung der Teilnahmerechte unverwertbar. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz erfolgten auch diese Einvernahmen vor den jeweiligen Verfahrenseröffnungen durch die betroffenen kantonalen Staatsanwaltschaften. Es handelt sich somit auch insoweit um Beweiserhebungen im polizeilichen Ermittlungsverfahren und besteht nach dem Gesagten vor der Eröffnung einer Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft kein Anspruch auf Parteiöffentlichkeit (siehe vorne E. 3.3.1). Bei den fraglichen polizeilichen Einvernahmen der Auskunftspersonen gestützt auf Art. 306 Abs. 2 lit. b StPO war der Beschwerdeführer somit nicht zur Teilnahme berechtigt (Urteil 6B_780/2021 vom 16. Dezember 2021 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 148 IV 145). Darüber hinaus hat die Vorinstanz jene Auskunftspersonen, deren in verschiedenen Polizeirapporten protokollierten Aussagen im Berufungsverfahren umstritten waren, anlässlich der Berufungsverhandlung nochmals in Anwesenheit des Beschwerdeführers und seines amtlichen Verteidigers befragt. Es ist deshalb auch unter diesem Gesichtspunkt nicht ersichtlich und auch nicht dargetan, inwiefern die Verwertung von deren Aussagen durch die Vorinstanz gegen Bundes- oder Konventionsrecht verstossen soll.