Citation: 1C_289/2017 E. 6.3

6.3. Die Ausführungen der Vorinstanz, welche gestützt auf die kantonalen Bestimmungen des Strassengesetzes und den regierungsrätlichen Beschluss festgehalten hat, die Erschliessung von Baugebieten habe grundsätzlich über das kommunale Strassennetz zu erfolgen, sind nicht offensichtlich unrichtig. Der Beschwerdeführerin ist zwar insofern beizupflichten, als sie einwendet, die von der Vorinstanz genannten Voraussetzungen für eine Erschliessung über eine Kantonsstrasse seien nicht ausdrücklich im Strassengesetz erwähnt. § 6 Strassengesetz/BL hält aber fest, dass die Erschliessung über das kommunale Strassennetz die Regel darstellt. Es ist mithin sinnvoll und auch nachvollziehbar, wenn die Vorinstanz festgehalten hat, eine Erschliessung über eine Kantonsstrasse könne lediglich dann gewährt werden, wenn die gesetzeskonforme Erschliessung nicht möglich sei oder zwingende Verhältnisse vorlägen. Vom Einwand der Beschwerdeführerin, die geplanten Bauvorhaben (Neubau Hallenbad, Neubau Tennishalle mit Aussenplätzen und neuer Parkplatz) würden eine neue, den geänderten Verhältnissen angepasste Erschliessung notwendig machen, liess sich die Vorinstanz zu Recht nicht überzeugen. Diesbezüglich lassen sich keine schwerwiegenden Argumente erkennen, weshalb ausnahmsweise eine Erschliessung über die Kantonsstrasse unumgänglich wäre. Die Vorinstanz legte nachvollziehbar dar, es bestünde nach wie vor keine Notwendigkeit einer neuen Einmündung in die Kantonsstrasse, da der Anschluss an das betreffende Gebiet via Lachmattstrasse verkehrstechnisch alle Anforderungen erfülle. Im Übrigen handelt es sich beim Vorbringen der Beschwerdeführerin, die geplante Einmündung des Rüttebergwegs in die Kantonsstrasse liege jetzt im Innerortsbereich, ohnehin um ein unbeachtliches Novum (Art. 99 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass durch die geplanten Freizeitanlagen in den Spitzenstunden (Samstag bei schönem Wetter im Sommer mit parallelem Betrieb von Freibad, Tennisanlage und Fussballplatz) lediglich ein Mehrverkehr von je 40 Zu- und Wegfahrten erwartet wird. Dieses Verkehrsaufkommen ist gemäss den nicht offensichtlich unrichtigen und daher für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen mit der bisherigen Strasseninfrastruktur, namentlich der Erschliessung über die Lachmattstrasse, zu bewältigen. Die Folgerung der Vorinstanz, damit werde durch den Bau der neuen Freizeitanlagen keine neue Erschliessung in die Kantonsstrasse notwendig, ist nicht willkürlich.