Citation: 6B_160/2022 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführer rügen eine willkürliche Beweiswürdigung der Vorinstanz und eine Verletzung der Beweiswürdigungsregel "in dubio pro reo". Mit Bezug auf die Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" führen sie aus, im vorinstanzlichen Urteil würden einzelne Indizien abgenommen und je einzeln "in dubio pro reo" ausgelegt, so dass letzten Endes ein Freispruch habe erfolgen können, respektive erfolgt sei. Das Gericht hätte aber sämtliche Indizien und Beweise als Ganzes betrachten müssen und dann eine Abwägung für oder gegen die Schuld des Beschwerdegegners 2 vornehmen müssen. Eine Mehrzahl von Indizien, die für sich allein nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf die Täterschaft oder die Tat hinwiesen und einzeln betrachtet die Möglichkeit des Andersseins offen lassen, könnten in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeugen, das bei objektiver Betrachtung keine Zweifel bestehen lasse, dass sich der Sachverhalt so verwirklicht habe. Der Indizienbeweis sei dem direkten Beweis gleichwertig. Die Beschwerdeführer machen geltend, die Vorinstanz verletze die Beweisregel "in dubio pro reo", wenn sie davon ausgehe, der Pistenrand sei erkennbar gewesen. Sei die Erkennbarkeit zweifelhaft, so dürfe nicht in Bezug auf die Sicherungspflicht respektive für die Frage nach dem Rand der Piste "in dubio" für die Erkennbarkeit ausgegangen werden. Vielmehr müsse davon ausgegangen werden, der Rand sei nicht erkennbar gewesen. Nur bei einer klaren Abgrenzung der Piste sei der Rand als erkennbar zu qualifizieren. Wenn Zeugen und Auskunftspersonen aussagen würden, die Unfallstelle befinde sich neben der Piste, so sei dies nicht gleichbedeutend damit, dass der Pistenrand vor der Unfallstelle erkennbar gewesen sei. Zudem beanstanden die Beschwerdeführer die vorinstanzlichen Ausführungen zur Frage, ob die Verunfallte bewusst auf dem Nebenweglein abseits der Piste gefahren sei. Es könne nicht willkürfrei aus den Aussagen von I.________, die Verunfallte sei von der Piste auf ein Nebenweglein gefahren, geschlossen werden, die Verunfallte sei ausserhalb der Piste gefahren. Bei I.________ handle es sich um eine Skischülerin, welche sich in den korrekten Pistenbezeichnungen nicht auskenne. Weiter führe die Vorinstanz aus, es sei fraglich, ob die Verunfallte bewusst in Richtung des Grabens rechts von der Markierung bzw. der Piste weitergefahren sei oder ob sie die Kontrolle über ihre Skier verloren habe und deshalb nicht mehr rechtzeitig zurück auf die Piste habe einbiegen können. "In dubio pro reo" gehe sie in der Folge davon aus, dass die Verunfallte nach dem bewussten Verlassen der Skipiste die Kontrolle über ihre Skier verloren habe, obwohl es dazu kein Indiz gebe. Ohne Weiteres von einem Kontrollverlust auszugehen, sei jedenfalls willkürlich. Ebenso habe die Vorinstanz willkürlich in Anwendung von "in dubio pro reo" aufgrund des Kontrollverlusts gefolgert, dass ein zusätzliches Markierungsseil den Sturz nicht verhindert hätte. Dieser Schluss sei unzulässig, da wiederum nicht erstellt werden könne, dass die Verunfallte die Kontrolle über ihre Skier verloren habe. Jedenfalls sei die Beweiswürdigung der Vorinstanz willkürlich, weil - anstatt sämtliche Beweise in ihrer Gesamtheit zu betrachten - für die einzelnen Indizien In-dubio-Varianten genommen worden seien und gestützt darauf ein Freispruch erfolgt sei.