Citation: 2C_549/2023 E. 5.3.1

5.3.1. Wird ein Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht gegenstandslos, ist die Regelung von Art. 5 in Verbindung mit Art. 15 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) anwendbar (Urteil 2C_564/2013 vom 11. Februar 2014 E. 2.4). Massgebend für die Entschädigungspflicht ist, welche Partei die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat. Nach der Rechtsprechung ist auf materielle Kriterien abzustellen. Zu fragen ist nach dem materiellen Grund der Gegenstandslosigkeit, und insofern ist es unerheblich, wer die Prozesshandlung vornimmt, welche das Bundesverwaltungsgericht zur Abschreibung veranlasst (vgl. Urteile 2C_617/2022 vom 21. März 2024 E. 3.4.3; 9C_402/2022 vom 14. November 2022 E. 4.3.1; 2C_564/2013 vom 11. Februar 2014 E. 2.4; 8C_60/2010 vom 4. Mai 2010 E. 4.2.1; MICHAEL BEUSCH, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar VwVG, 2. Aufl. 2019, N. 16 zu Art. 63).