Citation: I 423/00 13.11.2000 E. 2

2.- a) Das kantonale Gericht, welches die Grundsätze über die Würdigung ärztlicher Berichte und Gutachten richtig dargelegt hat (siehe auch: für den Beweiswert von Arztberichten im Allgemeinen BGE 125 V 352 Erw. 3a und RKUV 2000 Nr. KV 124 S. 214; für den Beweiswert hausärztlicher Berichte BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc; für den Beweiswert von MEDAS-Gutachten BGE 123 V 175 und AHI 1997 S. 122 f.), stellte in zutreffender Würdigung der medizinischen Akten fest, die Beschwerdeführerin sei in ihrem angestammten Beruf voll arbeitsfähig. Auf die diesbezüglichen Ausführungen der Vorinstanz kann verwiesen werden. b) An dieser Feststellung vermögen die Vorbringen der Beschwerdeführerin, soweit erheblich, nichts zu ändern. aa) Das Migräneleiden der Versicherten wurde von allen Ärzten, die eine Arbeitsunfähigkeit verneinten, insbesondere auch im Rahmen der MEDAS-Begutachtung, berücksichtigt. Den MEDAS-Ärzten war auch bekannt, welche Umstände zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses zwischen der Beschwerdeführerin und Dr. med. W.________ geführt hatten. bb) Dr. med. I.________ äusserte in seinem Bericht vom 1. Juni 1996 nicht die Auffassung, die Beschwerdeführerin sei als Sekretärin durch ihre häufige Migräne behindert, sondern rapportierte eine dahin gehende Aussage der Versicherten. cc) Aus dem Umstand, dass nicht bei allen Versicherten eine MEDAS-Abklärung durchgeführt wird, kann die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Dem fundierten MEDAS-Gutachten kommt eine grössere Beweiskraft zu als den hausärztlichen Berichten des Dr. med. B.________, die sich für die Invaliditätsbemessung schon deshalb nicht eignen, weil sich ihnen kein bestimmter Arbeitsunfähigkeitsgrad entnehmen lässt. In seinen Berichten vom 14. Juni und vom 4. September 1996 gab dieser Arzt hinsichtlich der Frage der Arbeitsfähigkeit lediglich die Selbsteinschätzung der Versicherten wieder. In seinem rund zwei Jahre nach Erstattung des MEDAS-Gutachtens vom 16. Dezember 1997 während des kantonalen Beschwerdeverfahrens eingereichten Bericht vom 12. Januar 2000 beschränkte er sich bezüglich seiner eigenen ärztlichen Einschätzung auf die nicht weiter präzisierte Aussage, seines Erachtens bestehe doch eine medizinisch bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für gewisse Berufe. Der letztgenannte Bericht enthält im Übrigen auch keine Hinweise dafür, dass sich die gesundheitliche Situation zwischen dem Zeitpunkt der Erstattung des MEDAS-Gutachtens vom 16. Dezember 1997 und dem für die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der Verwaltungsverfügung vom 27. Dezember 1999 (BGE 121 V 366 Erw. 1b) verschlechtert haben könnte, was die Beschwerdeführerin auch nicht behauptet. dd) Daraus, dass Dr. med. S.________ in seinem zuhanden der MEDAS abgegebenen Konsiliarbericht vom 11. September 1997 "wegen schlechter Erfahrung im medizinischen Bereich" eine Umschulung auf einen nichtmedizinischen Beruf vorschlug, kann keine Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf als Arztgehilfin abgeleitet werden. Unmittelbar vor dieser Bemerkung hatte dieser Arzt nämlich darauf hingewiesen, dass vom neurologischen Standpunkt aus keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe.