Citation: 6B_1264/2022 E. 3.1.6

3.1.6. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, es sei auch ohne psychiatrisches Gutachten erwiesen, dass der Beschwerdeführer seine physischen und psychischen Beschwerden simuliert habe. Während des zweimonatigen Klinikaufenthalts, der Observation und der Berufungsverhandlung habe, abgesehen von seiner Tablettensucht, kein von ihm geltend gemachtes Beschwerdebild beobachtet werden können. Entsprechend habe Dr. med. C.________ bereits am 10. November 2016 von einem Verdacht der Simulation geschrieben. Die Vorinstanz hält fest, dass keine Beschwerden bestehen, die eine Invalidenrente rechtfertigen. Dies gelte, selbst wenn man "in dubio pro reo" davon ausgehen wollte, dass gewisse psychische Beschwerden tatsächlich bestünden. Insofern wäre von einer sehr starken Aggravation auszugehen, welche die Grenze zur Strafbarkeit überschreite. Gemäss Vorinstanz ändert daran nichts, dass zur Beurteilung einer Aggravation die Wirkungen von Medikamenten berücksichtigt werden müssen.