Citation: 8C_126/2024 E. 4.4

4.4. Wie sich aus dem von der Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Verfahren mit der Duplik eingereichten Abklärungsbericht vom 30. Mai 2023 ergibt, wurde bereits im Abklärungsbericht vom 10. Mai 2022 bei der Lebensverrichtung im Bereich "Aufstehen/Absitzen/Abliegen" ein maximaler Mehraufwand von 60 Minuten pro Tag als Zusatz für Einschlafrituale veranschlagt (vgl. Anhang III des Kreisschreibens des BSV über Hilflosigkeit [KSH], gültig ab 1. Januar 2022, das d ie in Art. 39 Abs. 2 und 3 IVV geregelten Tatbestände konkretisiert; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen: BGE 145 V 84 E. 6.1.1; 142 V 442 E. 5.2). Was das Aufwachen in der Nacht betrifft, lässt sich dem Bericht vom 10. Mai 2022 Folgendes entnehmen: "Phasenweise hat A.________ Durchschlafschwierigkeiten, dann ist er in der Nacht mehrere Stunden wach und kann nicht wieder einschlafen. Er benötigt dann die Anwesenheit von Herrn oder Frau B.________ und muss beruhigt werden". Der im Bereich "Aufstehen/Absitzen/Abliegen" ermittelte Mehraufwand von 5,38 Stunden enthält zwar denjenigen wegen der Einschlaf-, nicht aber wegen der soeben zitierten Durchschlafschwierigkeiten, wie in der Beschwerde stichhaltig gerügt wird. Nachdem der Beschwerdeführer nicht bloss zum Wieder-Hinlegen und Weiterschlafen aufgefordert werden kann (vgl. Rz. 2034 KSH), sondern über mehrere Stunden wach liegt und von einem Pflegeelternteil beruhigt werden muss, ist es hier gerechtfertigt, den im Bereich "Aufstehen/Absitzen/Abliegen" für nächtliche Durchschlafschwierigkeiten in Anhang III KSH vorgesehenen Maximalwert von 30 Minuten für Zusatzaufwand in der Nacht (Aufstehen, Beruhigen) zu berücksichtigen. Bei einem bereits bestehenden Mehraufwand von 5,38 Stunden hat der Beschwerdeführer demzufolge einen Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag von sechs Stunden. Die Beschwerde ist in diesem Punkt begründet.