Citation: 6B_922/2009 15.01.2010 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer rügt eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz, indem auf unrichtige Indizien abgestellt und von den abgesprochenen Aussagen der Zeugen ausgegangenen worden sei. Er habe L.________, der mit Drohgebärden und geballten Fäusten auf ihn zugerannt sei, einzig mit dem Pfefferspray abzuwehren versucht und habe sich in Notwehr verteidigt. Als L.________ ihn in den Schwitzkasten genommen und gewürgt habe, sei der Selbstschutzreflex aktiv geworden, weshalb er L.________ in den Arm gebissen habe. Der zweite Pfeffersprayeinsatz sei notwendig geworden, da er von L.________ erneut angegriffen worden sei. Dieser sei alkoholisiert und daher Auslöser der Auseinandersetzung gewesen. Die Vorinstanz nehme zu Unrecht an, eine Alkoholkontrolle sei bei L.________ nicht notwendig gewesen. Richtig sei, dass er hierauf, entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen, wiederholt hingewiesen habe (Beschwerde, S. 2, 4 f. und 7). Die Vorinstanz behaupte im Weiteren zu Unrecht, die verschiedenen Zeugenaussagen stimmten überein. Es handle sich jedoch um eine klassische Absprache unter Zeugen, sei doch der Feumer, den er gegen L.________ eingesetzt haben solle, von den Zeugen erst anlässlich der Einvernahme vom 24. Februar 2009, und nicht schon bei der ersten polizeilichen Befragung am 1. Juni 2008, erwähnt worden (Beschwerde, S. 2). Der Beschwerdeführer bringt ausserdem vor, er habe entgegen der vorinstanzlichen Auffassung H.________ nicht als "Schlampe" bezeichnet, sondern den Stockentenerpel "Schlampi" gerufen, was die Zeugen auf der Badewiese offenbar falsch interpretiert hätten (Beschwerde, S. 3). 2.2 Die Vorinstanz geht auf das Vorbringen des Beschwerdeführers, man hätte bei L.________ eine Alkoholkontrolle durchführen müssen, nicht weiter ein, da der Beschwerdeführer nicht begründet habe und es auch nicht ersichtlich sei, inwiefern eine solche Untersuchung zur Feststellung oder tatsächlichen Würdigung des Sachverhalts notwendig gewesen wäre. Betreffend Glaubwürdigkeit der Zeugen habe der Beschwerdeführer nichts vorgebracht, was diese entkräften könne. Zur angezweifelten Zeugenqualität betont die Vorinstanz, die Zeugen hätten schon bei der ersten polizeilichen Befragung, ohne Gelegenheit zu gezielten Absprachen, in den wesentlichen Grundzügen übereinstimmende Aussagen gemacht (angefochtenes Urteil, S. 5 f.). Die Vorinstanz begründet in der Folge, inwiefern sich der Sachverhalt gemäss Anklageschrift und nicht nach der Version des Beschwerdeführers verwirklicht hat, indem sie verschiedene Widersprüche und Ungereimtheiten seiner Begründung aufzeigt (angefochtenes Urteil, S. 6 ff.). 2.3 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat. Die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willkürlich im Sinne von Art. 9 BV ist (BGE 133 II 249 E. 1.2.2), oder wenn sie auf einer Verletzung von schweizerischem Recht im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die Rüge der offensichtlich unrichtigen Feststellung des Sachverhalts prüft das Bundesgericht gemäss Art. 105 Abs. 2 BGG nur insoweit, als in der Beschwerde explizit vorgebracht und substantiiert dargelegt wird, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 133 II 249 E. 1.4.3; 130 I 258 E. 1.3 mit Hinweisen). Willkür im Sinne von Art. 9 BV liegt nach ständiger Rechtsprechung nur vor, wenn der angefochtene Entscheid auf einer unhaltbaren oder widersprüchlichen Beweiswürdigung beruht, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 134 I 140 E. 5.4).