Citation: I 97/01 12.07.2001 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin anstelle der ihr zugesprochenen halben eine ganze Invalidenrente beanspruchen kann. a) Umstritten ist als Erstes, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin ohne ihre Gesundheitsschäden heute erwerbstätig wäre bzw. als Hausfrau arbeiten würde. Die Vorinstanz legte dar, ein Auszug aus dem Lohnkonto der Beschwerdeführerin für die Periode Januar bis Oktober 1996 weise ausbezahlte Stundenlöhne von total Fr. 24'837.- aus. Gemäss Fragebogen für den Arbeitgeber habe sie in dieser Zeit einen Stundenlohn von Fr. 17.10 erzielt, was 1452 Arbeitsstunden oder 36 Stunden pro Woche ergebe. Für das Jahr 1995 resultiere bei einem ausbezahlten Lohn von Fr. 29'989.- und einem (angenommenen) Stundenlohn von Fr. 17.10 dieselbe wöchentliche Arbeitszeit. Bei einer betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 43 Stunden habe die Beschwerdeführerin demnach ein Arbeitspensum von 84 % absolviert. Die Beschwerdeführerin macht geltend, gemäss Änderung ihres Arbeitsvertrages vom 10. Februar 1992 habe ihre wöchentliche Arbeitszeit 39,5 Stunden betragen; dafür sei sie entlöhnt worden. Zu diesem Ergebnis komme man auch aufgrund der Stundenzahlen auf den Lohnabrechnungen der Jahre 1995/96 sowie aufgrund der Umrechnung des Bruttoeinkommens gemäss Lohnausweis 1995. Entgegen der Annahme der Vorinstanz habe der Stundenlohn im Jahre 1995 Fr. 16.90 betragen. Um die Differenzen und Widersprüche zwischen ihren Angaben sowie denjenigen der Vorinstanz und der Arbeitgeberin im Fragebogen zu klären, sei bei der Letzteren eine Bestätigung über die tatsächlich geleistete und entlöhnte Arbeitszeit einzuholen. Dies werde ein wöchentliches Arbeitspensum von mindestens 39,5 Stunden bzw. 92 % ergeben. b) Bei der Beantwortung der umstrittenen Frage nach dem mutmasslichen Anteil der Erwerbstätigkeit ohne die gesundheitlichen Leiden ist derjenige Sachverhalt massgebend, der sich bis zum Zeitpunkt der Entstehung des Rentenanspruchs nach dem üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ergeben hat (BGE 125 V 150 Erw. 2c; nicht veröffentlichtes Urteil C. vom 31. März 1999, I 238/98). Vorab ist festzuhalten, dass die Berechnung der Vorinstanz für das Jahr 1995 nicht korrekt ist, da der Stundenlohn aufgrund der von der Beschwerdeführerin aufgelegten Lohnabrechnungen damals Fr. 16.90 und nicht Fr. 17.10 betrug. Im Weiteren sind die Akten bezüglich der Arbeitszeit der Beschwerdeführerin unklar. Gemäss dem Abänderungs-Vertrag mit der Arbeitgeberin vom 12. Februar 1992 betrug ihre Arbeitszeit ab 1. Januar 1992 39,5 Stunden pro Woche. Die Arbeitgeberin gab indessen im am 8. Januar 1998 ausgefüllten Fragebogen an, die Beschwerdeführerin habe vor Eintritt des Gesundheitsschadens seit 1996 bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 43 Wochenstunden 6 Tage pro Woche à 4 Stunden pro Tag gearbeitet. Aus den von der Beschwerdeführerin aufgelegten Lohnabrechnungen für die Zeit von Januar 1995 bis Juli 1996 ergeben sich monatliche Arbeitszeiten (ohne Überstunden) zwischen maximal 195, 5 Stunden im Juli 1995 und minimal 55,5 Stunden im August 1995. Im Jahre 1996 betrug der Arbeitseinsatz (Stundenlohn ohne Entschädigung) gemäss diesen Abrechnungen im Januar 183 Stunden bzw. 45,75 Wochenstunden, im Februar 156, 5 Stunden bzw. 39,125 Wochenstunden, im März 145 Stunden bzw. 36,25 Wochenstunden, im April 171, 5 Stunden bzw. 42,875 Wochenstunden, im Juni 164, 5 Stunden bzw. 41,125 Wochenstunden und im Juli 151 Stunden bzw. 37,75 Wochenstunden; dies ergibt einen Durchschnitt von 40,48 Wochenstunden. Die Krankheits- und Ferienstunden werden in diesen Lohnabrechnungen jeweils zusätzlich aufgeführt. Zieht man indessen das von der Vorinstanz angeführte Lohnkonto 1996 heran, so betrugen die ausbezahlten Stundenlöhne (ohne Entschädigung) von Januar 1996 bis Oktober 1996 total Fr. 24'837. 75, woraus beim Stundenlohn von Fr. 17.10 im Jahre 1996 1452, 5 Stunden bzw. 36,3 Stunden (1452, 5 : 40) pro Woche resultieren. Aus diesen unklaren bzw. widersprüchlichen Angaben lässt sich - wie die Beschwerdeführerin selber einräumt - das Ausmass ihrer Erwerbstätigkeit nicht zuverlässig ermitteln. Deshalb wird die IV-Stelle, an welche die Sache (auch) aus diesem Grunde zurückzuweisen ist, den durchschnittlichen Umfang der Beschäftigung der Versicherten durch nochmalige Anfrage bei der I.________ AG zu ermitteln haben.