Citation: 4A_497/2018 E. B

Am 17. November 2015 reichte der Besteller beim Bezirksgericht Luzern Klage ein mit dem Begehren, die Beklagte sei zu verpflichten, ihm Fr. 229'529.40 nebst 5 % Zins seit dem 5. Mai 2015 zu bezahlen. Er verlangte damit Ersatz der Kosten, die ihm durch den Rückbau und Neuaufbau des Dachstocks entstanden waren sowie der Kosten für die Ursachenermittlung, für unnützen Aufwand, Kosten auswärtigen Aufenthalts, Ersatz von Gesundheitskosten. Die Beklagte beantragte Abweisung der Klage und stellte Honorarforderungen zur Verrechnung. Mit Urteil vom 28. August 2017 hiess das Bezirksgericht Luzern die Klage teilweise gut und verpflichtete die Beklagte, dem Kläger Fr. 12'284.80 zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 5. Mai 2015 zu bezahlen. Im Übrigen wies es die Klage ab, soweit es darauf eintrat. Das Gericht hielt den Beweis für erbracht, dass die Beklagte die festgestellte Konzentration von Aliphaten in der Luft der Wohnräume durch das verwendete Mittel Arbezol Spezial verursacht hatte. Es lehnte den Kostenersatz für den Rückbau und Neuaufbau des Dachstocks mit der Begründung ab, der Kläger habe die Ersatzvornahme nicht angedroht und unnötigen Aufwand getrieben. Es sprach Ersatz zu für die Ermittlung der Mangelursache, für unnützen Aufwand wegen doppelt getätigtem Aufwand und für auswärtigen Aufenthalt. Die Verrechnungsforderung der Beklagten wies das Gericht ab. Mit Urteil vom 10. Juli 2018 hiess das Kantonsgericht Luzern die Anschlussberufung der Beklagten gut und wies die Klage ab. Das Kantonsgericht kam zum Schluss, dem Kläger sei der Beweis für den behaupteten Werkmangel in Bezug auf Raumluft misslungen. Es stellte fest, dass der Kläger in Bezug auf die Permethrin-Konzentration keine formrichtigen Behauptungen aufgestellt hatte und fügte an, dass darin kein Werkmangel zu sehen wäre. Schliesslich hielt das Kantonsgericht die Berufung auf Arglist und ungerechtfertigte Bereicherung angesichts des Vertragsverhältnisses für ausgeschlossen.