Citation: I 191/06 13.08.2007 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht hat in einlässlicher und überzeugender Würdigung der medizinischen Aktenlage (vgl. Erw. 3 und 4 des vorinstanzlichen Entscheides) zu Recht festgehalten, es sei primär gestützt auf das zweite MEDAS-Gutachten vom 21. Juli 2004 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für den revisionsrechtlich massgebenden Zeitraum keine namhafte Veränderung des Gesundheitszustandes anzunehmen, und die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Lastwagen- und später Kurierfahrer darum durchgehend mit 75 % zu veranschlagen, gleich wie in jeder körperlich leichten leidensangepassten Tätigkeit. Dieses zweite Gutachten der MEDAS Kliniken A.________ erfüllt wie das erste vom 22. Oktober 2001 sämtliche von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c). 4.2 Die Rüge, es sei nicht berücksichtigt worden, dass laut Bericht vom 1. März 2001 des Spitals B.________ aus kardiologischer Sicht die Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Arbeiten lediglich 50 % betrage und Dr. med. H.________, Leitender Arzt des Spitals C.________, aus der gleichen Sicht zum selben Ergebnis gelangt sei, weshalb er gemäss Berichten vom 24. März und 26. April 2002 die Ausrichtung einer 50-prozentigen Rente befürwortet habe, ist unbehelflich. Diese Stellungnahmen sind in den MEDAS-Gutachten enthalten. Wenn der Umstand, dass Dr. med. H.________ die Ausrichtung einer halben Rente empfahl, die Vorinstanz zur Feststellung veranlasste, er habe sich aus der spezifischen Optik des behandelnden Arztes geäussert und sich nicht auf eine objektivierende Beurteilung beschränkt, so ist eine solche Bemerkung nicht wie gerügt unhaltbar, und dem Arzt wird damit auch nicht etwas Negatives unterstellt. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe des Arztes, den Gesundheitszustand zu beurteilen, und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Aufgabe der Verwaltung und im Streitfall des Gerichtes ist es, sich zur Frage der verbliebenen Erwerbsfähigkeit und somit zum Invaliditätsgrad bzw. zum Umfang der allenfalls zuzusprechenden Rente zu äussern (BGE 125 V 261 Erw. 4; AHI 2002 S. 70 Erw. 4b/cc). Zudem waren die vom Beschwerdeführer angerufenen Berichte in dem für die gerichtliche Beurteilung massgebenden Zeitpunkt (hier: Einspracheentscheid vom 23. Februar 2005) bereits mehrere Jahre alt, und ihr Beweiswert ist gerade im Verhältnis zum zweiten MEDAS-Gutachten vom 21. Juli 2004 stark zu relativieren. Verwaltung und Vorinstanz sind zu Recht zum Schluss gekommen, da sich gegenüber dem Zeitpunkt der ersten Verfügung vom 15. November 2002 (vgl. dazu das erste MEDAS-Gutachten vom 22. Oktober 2001) keine namhafte Veränderung des Gesundheitszustandes ergeben habe, gehe es nicht um die Rentenrevision wegen veränderter Verhältnisse.