Citation: 2D_48/2018 E. 1.2

1.2. Mit Schreiben vom 29. August 2018 gelangten die Steuerpflichtigen an das Steuergericht des Kantons Solothurn und machten geltend, sie seien weder in der Lage die Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Solothurn und die direkte Bundessteuer, Steuerperiode 2015, noch die Gerichtskosten von Fr. 4'729.-- zu begleichen. Das Steuergericht nahm die Eingabe als Erlassgesuch entgegen und wies dieses einzelrichterlich ab (Entscheid SGDIV.2018.13 vom 22. Oktober 2018). Das Steuergericht erwog, den Steuerpflichtigen verbleibe zwar nur ein rechnerischer Überschuss von Fr. 25.-- pro Monat, sie hätten aber "diverse private Schulden", weshalb eine Gesamtsanierung unerlässlich sei. Praxisgemäss sei bei solchen Vorzeichen ein Steuererlass zu verweigern (§ 9 Abs. 2 StVO Nr. 11).