Citation: 9C_511/2008 04.08.2008 E. 4

4.1 Soweit mit den genannten Einwänden sinngemäss eine Missachtung bundesrechtlicher Grundsätze über den Beweiswert ärztlicher Berichte und Gutachten (vgl. Urteil I 853/06 vom 3. Oktober 2007, E. 4.1 a.A.; zu den einzelnen Beweisanforderungen: BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 ff., 122 V 157 E. 1c S. 160 ff., je mit Hinweisen) und über die freie, pflichtgemässe Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG; BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) gerügt wird, ist die Beschwerde unbegründet. Die Vorinstanz hat namentlich mit Blick auf die Verschiedenheit von Behandlungs-/Therapieauftrag einerseits und Begutachtungsauftrag andererseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; s. auch Urteile 8C_286/2007 vom 3. Januar 2008, E. 4; I 844/06 vom 24. September 2007, E. 2.3.2; I 828 vom 5. September 2007, E. 4.3; I 701/05 vom 5. Januar 2007, E. 2 in fine, mit zahlreichen Hinweisen) beweisrechtlich einwandfrei dargelegt, weshalb bei der Feststellung des Gesundheitszustands und der (erwerblich verwertbaren) Restarbeitsfähigkeit im Revisionszeitpunkt auf das rheumatologisch-psychiatrische Gutachten der Dres. med. E.________ und S.________ vom 9. Mai 2007 abzustellen ist und der Bericht der behandelnden Dres. med. R.________ und A.________ vom 15. Oktober 2007 nicht geeignet ist, die Zuverlässigkeit des Gutachtens in Frage zu stellen. Diese Beweiswürdigung ist auch im Lichte der letztinstanzlich neu eingereichten Berichte der Dres. med. R.________ und A.________ vom 18. Juni 2008 sowie des Neurologen Dr. med. H.________ vom 16. Juni 2008 nicht zu beanstanden. Wohl stellt der Bericht vom 18. Juni 2008 - wie bereits jener vom 15. Oktober 2007 - ein psychisches Leiden fest; die Psychiater bleiben jedoch diagnostisch vage und äussern sich, im Unterschied zum Gutachten vom 9. Mai 2007, nirgends medizinisch nachvollziehbar zur spezifischen Arbeits(un)fähigkeit; insbesondere vermögen sie in keiner Weise einleuchtend zu begründen, weshalb der Versicherten die seit mehreren Jahren faktisch ausgeübte Hausabwartstätigkeit und Heimarbeit für die Firma M.________ AG nicht vollumfänglich zumutbar sein soll. Entgegen der im Bericht vom 18. Juni 2008 geäusserten konkreten Kritik am Gutachten vom 9. Mai bestehen zudem keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei den ausdrücklichen Hinweisen der Gutachter auf die (für die Zwecke der Begutachtung) problemlosen Kommunikationsmöglichkeiten zwischen ihnen und der Versicherten um tatsachenwidrige Behauptungen handelt und in Wirklichkeit erhebliche Sprach-/Verständigungsschwierigkeiten oder gar Voreingenommenheit der Dres. med. E.________ und S.________ einer gutachterlichen Exploration lege artis entgegenstanden. Schliesslich lässt sich auch aus dem Bericht des Dr. med. H.________ vom 16. Juni 2008 nichts zu Gunsten der Versicherten ableiten, zumal sich dieser nicht auf den revisionsrechtlich massgebenden Zeitraum bis zur Aufhebungsverfügung vom Juni 2007 bezieht und hier daher unbeachtet zu bleiben hat. 4.2 Sind die gestützt auf das rheumatologisch-psychiatrische Gutachten vom 9. Mai 2007 getroffenen Feststellungen der Vorinstanz zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit im Jahre 2007 weder offensichtlich unrichtig noch sonstwie fehlerhaft im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG, ist auch die vorinstanzliche Tatsachenfeststellung (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 692/06 vom 19. Dezember 2006, E. 3.1) nicht zu beanstanden, dass sich der Gesundheitszustand seit 1996 bis zum hier massgebenden Zeitpunkt der Revisionsverfügung wesentlich verbessert und das erzielbare - und faktisch auch erzielte - Invalideneinkommen heute deutlich höher ist als im Jahre 1996. Selbst wenn aber im Sinne der beschwerdeführerischen Vorbringen von einem seit 1996 im Wesentlichen gleich gebliebenen, von den Dres. med. E.________ und S.________ bloss - revisionsrechtlich unbeachtlich - anders und abweichend beurteilten Gesundheitszustand ausgegangen würde (vgl. BGE 112 V 371 S. 372 unten; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2, I 574/02), hält die vorinstanzlich bestätigte Rentenaufhebung im Ergebnis stand: Angesichts der seit 1996 unbestritten (vgl. E. 3.1 hievor) eingetretenen tatsächlichen Änderungen bezüglich des Anteils Erwerbstätigkeit/ Haushalt (neu: 50 %/50 %; 1996: 71 %/29 %), der Einschränkung im Haushalt (neu: ungewichtet 2 %; 1996: ungewichtet 20%) und des Valideneinkommens (neu: Fr. 39'964.-; 1996: Fr. 50'000.-) müsste die Versicherte heute im erwerblichen Bereich zu 77 % (gewichtet 38.5 % [77 x 0.5]) invalid sein, um im massgebenden Revisionszeitpunkt einen rentenbegründenden Gesamtinvaliditätsgrad zu erreichen. Ein derart hoher Invaliditätsgrad wird von der Beschwerdeführerin nicht behauptet und kann nach Lage der Akten klar ausgeschlossen werden, ohne dass von weiteren Abklärungen neue, rechtserhebliche Erkenntnisse zu erwarten wären (antizipierte Beweiswürdigung): Denn selbst wenn das Invalideneinkommen gleich wie in der ursprünglichen Rentenverfügung vom 16. Dezember 1996 auf Fr. 12'500.- festgesetzt oder gar nur - ungeachtet des in der Heimarbeit für die M.________ AG faktisch erzielten Lohnes - das seit Jahren (regelmässig) erzielte Einkommen aus der Hausabwartstätigkeit von durchschnittlich Fr. 10'716.80 (Mittel der Jahre 2000 bis 2005; IK-Auszug) angerechnet würde, resultierte im Vergleich zum unbestrittenen Valideneinkommen von Fr. 39'964.- ein ungewichteter Invaliditätsgrad von weniger als 77 %, konkret 69 % bzw. 73 %. Hinsichtlich des jedenfalls anrechenbaren Einkommens aus der (nur einige Stunden pro Woche beanspruchenden, weitgehend frei gestaltbaren) Hauswartstätigkeit bleibt festzuhalten, dass die Versicherte das entsprechende Einkommen nach den weder offensichtlich unrichtigen noch rechtsfehlhaft getroffenen Feststellungen der Vorinstanz aus rein medizinischer Sicht (Gutachten der Dres. med. E.________ und S.________ vom 9. Mai 2007) ohne Hilfe der Familienmitglieder zu erzielen in der Lage ist; das Schreiben der Arbeitgeberfirma vom 8. Februar 2007 betreffend Mithilfe arbeitsvertraglich nicht mitverpflichteter Familienmitglieder (Ehemann; nicht mehr zu Hause lebende Kinder) ändert daran nichts, zumal sich daraus keinerlei medizinisch begründete Schlussfolgerungen ziehen lassen. Beträgt nach dem Gesagten der Invaliditätsgrad im erwerblichen Bereich im Jahre 2005 allerhöchstens 73 % und gewichtet 36.5 %, resultiert zusammen mit der gewichteten Einschränkung im Haushalt von 1 % jedenfalls ein rentenausschliessender Gesamtinvaliditätsgrad. Relevante Änderungen ab 2005 bis zur Verfügung vom 13. Juni 2007 sind keine ersichtlich, weshalb die Vorinstanz die revisionsweise Rentenaufhebung zu Recht bestätigt hat.