Citation: 4A_51/2023 E. 6.2

6.2. Das Handelsgericht hielt fest, die Parteien hätten in Art. 7.1.1 des Werkvertrags und in Art. 32 AVB vereinbart, dass die Beschwerdegegnerin 1 Akonto-/Abschlagszahlungen leiste, was diese denn auch getan habe. Diese vertraglichen Bestimmungen böten indes keine Grundlage für die Annahme, die Parteien hätten in irgendeiner Form eine Anerkennung durch Bezahlung solcher Rechnungen vereinbaren wollen. Akonto-/Abschlagszahlungen hätten nur vorläufigen Charakter, da sie unter Vorbehalt einer definitiven Abrechnung erfolgten. Die Beschwerdeführerin begründe nicht und es sei auch nicht ersichtlich, weshalb aus den von der Beschwerdegegnerin 1 ausgeführten Akonto-/Abschlagszahlungen eine klare Anerkennung zum Ausmass der Forderung gesehen werden könne.