Citation: 6B_429/2023 E. 4.5.1

4.5.1. In Bezug auf den Zeitraum vom 1. bis zum 27. Juli 2018 stellt die Vorinstanz willkürfrei auf die Schilderungen der Buchhalterin ab. Aufgrund von Unstimmigkeiten in der Buchhaltung im Betrieb der Arbeitgeberin habe sie Kontrollen durchgeführt. Sie habe festgestellt, dass unüblicherweise nacheinander immer wieder zwei Päckchen aktiviert worden seien. Vor Ort sei nur ein angebrochenes Bündel (sc. Lose) gewesen, das jeweils zweite aktivierte Päckchen habe nicht aufgefunden werden können und der Umsatz sei nur von einzelnen Losen generiert worden. Die Vorinstanz hält die Aussagen der Buchhalterin für ausführlich und schlüssig, insbesondere da sie durch die von der Arbeitgeberin und der C.________ eingereichten Belege untermauert würden. Mit diesen vorinstanzlichen Erwägungen befasst sich die Beschwerdeführerin nicht in genügender Weise (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Vorinstanz hält im Einzelnen unter Angabe der Paketnummern und der Aktivierungsdaten fest, welche Lospakete nicht mehr aufgefunden worden sind. Anhand des Arbeitsplanes für den Juli 2018 stellt sie sodann fest, dass diese jeweils zu einem Zeitpunkt aktiviert worden seien, als die Beschwerdeführerin im Tankstellenshop tätig gewesen sei. Indem die Beschwerdeführerin andeutet, eine andere Mitarbeiterin, namentlich D.________, hätte ebenfalls die Möglichkeit gehabt, die Lose zu entwenden, zeigt sie lediglich eine eigene Sachverhaltsvariante auf, worin keine Willkür liegt. Die Vorinstanz führt die Orte, an denen jeweils einige Tage später die Lose eingelöst worden sind und zu welchen die Beschwerdeführerin teilweise einen Bezug hat, im Einzelnen auf. Nicht zu beanstanden ist der Schluss der Vorinstanz, es sei davon auszugehen, die Lose seien nicht einzeln, sondern als Paket entnommen worden, zumal die Lose mehrheitlich gemeinsam eingelöst worden sind. In Bezug auf die beschlagnahmten Lose stellt die Vorinstanz beachtliche Widersprüche sowie Unstimmigkeiten in den Aussagen der Beschwerdeführerin fest, wogegen Letztere nichts einwendet (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Vorinstanz würdigt weiter den Umstand, dass anlässlich der Hausdurchsuchung vom 27. Juli 2018 in der Wohnung der Beschwerdeführerin 20 Stück Barakalose des Pakets Nr. xxx vorgefunden worden sind. Dieses ist während ihrer Schicht am 25. Juli 2018 aktiviert worden. Die Vorinstanz führt die unterschiedlichen Aussagen der Beschwerdeführerin hierzu auf. Auch hierbei geht die Beschwerdeführerin nicht auf die vorinstanzlichen Ausführungen ein, wonach ihre Aussagen betreffend das Aufschreiben nicht konstant seien (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG). Im Weiteren liegen Fotos einer Überwachungskamera der Tankstelle E.________ in V.________ vom 19. Juli 2018 vor. Die Vorinstanz berücksichtigt diese wie auch damit zusammenhängende Aussagen. Sie hält die Bestreitung des Ehemannes der Beschwerdeführerin, ein Los eingelöst zu haben, mit Blick auf den Auszug, wonach am 19. Juli 2018 eines der gestohlenen Lose des Paketes Nr. yyy bei der Tankstelle E.________ in V.________ deponiert worden sei, für unglaubhaft. Anlässlich seiner Einvernahme habe er bestätigt, auf dem Foto abgebildet zu sein. Darauf stellt die Vorinstanz willkürfrei ab. Mit der vorinstanzlichen Argumentation setzt sich die Beschwerdeführerin auch nicht auseinander (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG). Insofern sie dem entgegen hält, ihr Ehemann sei zu diesem Zeitpunkt an einem Vorstellungsgespräch gewesen, so mangelt es, soweit ersichtlich, an einem Nachweis dazu. Die Vorinstanz legt einlässlich und überzeugend dar, dass es sich aufgrund des Einlösezeitpunktes und der gleichzeitigen Anwesenheit des Ehemannes bei der Tankstelle E.________ bei dem durch ihn eingelösten Los um dasjenige handelte, das gestützt auf die registrierte Losnummer als Teil des am Tag zuvor während der Schicht der Beschwerdeführerin aktivierten und als gestohlen gemeldeten Pakets Nr. yyy identifiziert wurde. Inwiefern es die Vorinstanz unterlassen haben soll, die Identität des Mannes auf dem Beweisfoto und die Authentizität desselben zu überprüfen, ist weder dargetan noch erkennbar. Die in diesem Zusammenhang erstmals vor Bundesgericht vorgetragene Rüge der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (vgl. zur Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs: Art. 80 Abs. 1 BGG) ist unberechtigt, zumal die Beschwerdeführerin sowohl anlässlich der Hauptverhandlung als auch vor Vorinstanz ausdrücklich auf weitere Beweisanträge verzichtete.