Citation: 1P.106/2005 18.07.2005 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, D.________ habe unzulässigerweise seinen Namen und Details der Verfahren gegen ihn an den Regierungsrat und an weitere Amtsstellen und Personen weitergegeben. 2.2 Das Obergericht verweist im angefochtenen Entscheid auf sein rechtskräftiges Urteil vom 28. Oktober 2003, in welchem es zu einer Strafanzeige von X.________ gegen Unbekannt ausführte, das Departement für Bildung und Kultur sei verpflichtet gewesen, unverzüglich das Nötige vorzukehren bzw. den betroffenen Schulbehörden zum Schutz der Kinder die Möglichkeit zu geben, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen. Die Information der Schulleitungen durch das Departement erscheine offensichtlich als gesetzlich und dienstlich gerechtfertigt, ja gar als geboten. Im angefochtenen Entscheid wird sodann im Einzelnen dargelegt, dass die vom Beschwerdeführer beanstandeten Handlungen der Regierungsrätin angesichts der aussergewöhnlichen und heiklen Angelegenheit ihren Amtspflichten entsprach und somit gerechtfertigt waren. 2.3 Diese Beurteilung durch das Obergericht ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Bereits dem Entscheid des Bundesgerichts 1P.512/2003 vom 13. Oktober 2003 konnte der Beschwerdeführer entnehmen, dass die Verwaltungsbehörden ein berechtigtes Interesse an der Kenntnis der Strafuntersuchung hatten. Für das Departement und die Schulbehörden war es wichtig, zu erfahren, was dem Beschwerdeführer vorgeworfen wird, um entscheiden zu können, ob sein Wirken als Lehrer für die Kinder und Eltern weiterhin tragbar sei. Der Eingriff in die Privatspähre des Beschwerdeführers war auf der Grundlage von § 30 Abs. 2 StPO gerechtfertigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1P.512/2003 vom 13. Oktober 2003, E. 4.3 und 4.4). Dass das Strafverfahren in der Folge eingestellt wurde, ändert daran nichts. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass der Strafanzeige gegen D.________ wegen Amtsgeheimnisverletzung und Amtsmissbrauch keine Folge geleistet wurde.