Citation: 2C_980/2014 E. 3.2.1

3.2.1. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin liegt hier weder eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts noch eine fehlerhafte Beweiswürdigung vor. So hat sich die Beschwerdeführerin bereits im Jahr 2009 nur einen Monat in der Schweiz aufgehalten. Am 3. Mai 2010 liess sie sich als Prostituierte in Genf registrieren. Weiter gab sie zu Protokoll, dass sie nur noch zweimal im Monat zu ihrem Ehemann zurückkehre. Zwar verbrachten die Eheleute über den Jahreswechsel 2011/2012 noch gemeinsame Ferien in Thailand, aber nach einem Schlaganfall des Ehemannes im Frühjahr 2012 nahm der Kontakt kontinuierlich ab, bis er vollständig versiegte. In einer weiteren Befragung gab die Beschwerdeführerin an, sie sei seit Juni 2010 nur noch tageweise - im Jahr 2012 nur fünf Tage - bei ihrem Ehemann gewesen und wohne seit Herbst 2012 fest bei ihrem neuen Lebenspartner in Genf. Unter diesen Umständen ist der Schluss der Vorinstanz, wonach die Ehegemeinschaft nur bis anfangs Mai 2010 gedauert habe, nicht zu beanstanden, da die gegen aussen wahrnehmbare Hausgemeinschaft in diesem Zeitpunkt aufgegeben worden ist. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin begründet sodann auch der Umstand, dass die Aufenthaltsbewilligung in Kenntnis der Wohnsituation 2010 bzw. 2011 noch verlängert worden war, keinen Anspruch auf erneute Verlängerung (Urteile 2C_256/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 3.3; 2C_140/2010 vom 17. Juni 2010 E. 5.3; BGE 126 II 377 E. 3b S. 388). Nur schon deshalb kann in den erteilten Bewilligungsverlängerungen kein vertrauensbegründendes Verhalten der kantonalen Migrationsbehörde gesehen werden; ein Verstoss gegen Treu und Glauben (Art. 9 BV) ist damit nicht ersichtlich.