Citation: 4A_290/2018 E. 2.1

2.1. Es ist unbestritten, dass G.B.________ am 9. Juni 2010 um ca. 13.45 Uhr in einer Linkskurve mit einem gemieteten Motorrad zu weit nach rechts gelangte, gegen einen rechts ausserhalb der Fahrbahn liegenden Felskopf prallte und noch auf der Unfallstelle verstarb. Die Beschwerdeführerin stellt auch nicht in Frage, dass sie als Haftpflichtversicherung für den Schaden einzustehen hat (Art. 64 Abs. 1 SVG), soweit sie sich nicht gestützt auf Art. 59 Abs. 1 SVG von der Haftung befreien kann. In diesem Zusammenhang beanstandet sie, dass die Vorinstanz das Verschulden des Verunglückten als leicht bewertete. Sie macht geltend, dem Motorradlenker sei vielmehr ein grobes Eigenverschulden an seinem tödlichen Unfall anzulasten, das sie gemäss Art. 59 Abs. 1 SVG von einer Haftung befreie bzw. - so die Beschwerdeführerin in ihrem Eventualstandpunkt - treffe ihn zumindest ein so schweres Verschulden, dass ihre Haftungsquote in Anwendung von Art. 59 Abs. 2 SVG um zwei Drittel zu reduzieren sei.