Citation: 5P.41/2007 23.03.2007 E. 6

6.1 Das Verwaltungsgericht führte zur Begründung seines Entscheides aus, im vorliegenden Fall habe die Vormundschaftsbehörde die Unterbringung bzw. die Zurückbehaltung im Wohnheim angeordnet, womit auch diese Instanz zur Behandlung des Entlassungsgesuchs zuständig sei. Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde an das Verwaltungsgericht um Entlassung ersuche, sei auf die Beschwerde nicht einzutreten (angefochtener Entscheid S. 3, E. 1). Der Beschwerdeführer 1 macht geltend, das nur einen Tag nach dem Entscheid vom 4. Dezember 2006 direkt beim Verwaltungsgericht gestellte Gesuch um Entlassung sei absolut zulässig (Beschwerde S. 5). Er verweist diesbezüglich auf nicht näher spezifizierte Urteile des Zürcher Obergerichts. Mit dieser und anderen allgemein gehaltenen appellatorischen Ausführungen ist die Rüge der Verletzung von Art. 5 Ziff. 4 und 6 Ziff. 1 EMRK nicht in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG entsprechenden Weise zu begründen. Darauf ist nicht einzutreten. 6.2 Mit Bezug auf die Rechtsverzögerungsbeschwerde hat das Verwaltungsgericht dafürgehalten, die Vormundschaftsbehörde habe mit Beschluss vom 4. Dezember 2006 und damit einen Tag vor Einreichung der Beschwerde beim Verwaltungsgericht (5. Dezember 2006) über das Entlassungsgesuch entschieden, womit die Rechtsverzögerungsbeschwerde bereits zum Zeitpunkt ihrer Einreichung gegenstandslos gewesen sei. Im Übrigen erweise sie sich auch als unbegründet, da zwischen dem per Telefax vom 13. November 2006 gestellten Entlassungsgesuch und dem Beschluss der Vormundschaftsbehörde vom 4. Dezember 2006 eine Frist von rund 20 Tagen verstrichen sei, was die Lehre als vertretbar erachte. Im vorliegenden Fall habe die Vormundschaftsbehörde den Beschwerdeführer am 14. November 2006 angehört, den Wohngruppenleiter des Wohnheims befragt, weitere Abklärungen beim Facharzt vorgenommen, schliesslich die Eltern zur Anhörung vorgeladen, welche allerdings dieser Einladung nicht gefolgt seien und auch die schriftlichen Fragen nicht beantwortet hätten. Angesichts der konkreten Umstände sei eine Rechtsverzögerung zu verneinen (angefochtener Entscheid S. 3 ff., E. 1-3). Diesbezüglich ficht der Beschwerdeführer 1 die erste Begründung überhaupt nicht an, weshalb die Beschwerde bereits aus diesem Grund unzulässig ist (BGE 104 Ia 381 E. 6a S. 392; 113 Ia 94 E. 1a/bb mit Hinweisen). Auch mit Bezug auf die zweite Begründung lässt sich der Eingabe keine rechtsgenüglich begründete Rüge entnehmen. Darauf ist nicht einzutreten. 6.3 Nicht rechtsgenügend setzt sich der Beschwerdeführer 1 sodann mit der Begründung auseinander, die unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren sei wegen Aussichtslosigkeit des Verfahrens zu verweigern. Insoweit ist auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten. 6.4 Nicht einzutreten ist sodann auf die staatsrechtliche Beschwerde, soweit sich der Beschwerdeführer 1 zur Zulässigkeit der fürsorgerischen Freiheitsentziehung, zur Zwangsmedikation oder ganz allgemein zur Zwangsbehandlung äussert (Beschwerde S. 7 ff.), setzt er sich doch damit nicht mit dem angefochtenen Entscheid auseinander, der sich über diese Fragen nicht ausgesprochen hat. Unzulässig sind schliesslich die allgemeinen Äusserungen ohne Bezug zur Sache.