Citation: 6B_238/2013 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz befasste sich in ihrem ersten Urteil vom 8. Juli 2009 mit der Frage der Verjährung nicht ausdrücklich. Sie hatte dazu keinen Anlass, da im Zeitpunkt jenes Entscheids keine der inkriminierten Handlungen mehr als 15 Jahre zurücklag. Die Beschwerdeführerin hatte keinen Grund, in ihrer Beschwerde in Strafsachen vom 1. Februar 2010 gegen das erste vorinstanzliche Urteil die Frage der Verjährung aufzuwerfen. Die Frage der Verjährung wurde erst im zweiten vorinstanzlichen Verfahren aktuell, da nunmehr einige inkriminierte Handlungen mehr als 15 Jahre zurücklagen. Ob die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren die Frage der Verjährung aufwarf, kann dahingestellt bleiben. Die Vorinstanz musste die Frage, welche ein Prozesshindernis betrifft, von Amtes wegen prüfen.