Citation: 2C_1016/2017 E. 3.1

3.1. Eine gemäss Art. 42 Abs. 1 i. V. m. Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG relevante, dreijährige Ehegemeinschaft setzt eine tatsächlich gelebte eheliche Beziehung und einen gegenseitigen Ehewillen voraus, wobei das AuG respektive (seit 1. Januar 2019) AIG vom Grundsatz des Zusammenwohnens ausgeht (BGE 138 II 229 E. 2 S. 231; 137 II 345 E. 3.1.2 S. 347; Urteil 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.1). Der diesbezügliche Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung steht unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs. Letzterer ist insbesondere bei Vorliegen einer Scheinehe gegeben (Art. 51 Abs. 1 lit. a AIG; Urteile 2C_118/2017 vom 18. August 2017 E. 4.1 mit Hinweisen; 2C_804/2013 vom 3. April 2014 E. 2.1). Die Vorinstanz hat die Frage, ob es sich von Anbeginn um eine Scheinehe handelte, allerdings offen gelassen und den Schluss gezogen, dass die Ehegemeinschaft aufgrund der Indizien vor Erreichen der dreijährigen Dauer aufgegeben wurde.