Citation: 6B_796/2023 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erachtet folgenden Sachverhalt als erstellt: Betreffend den Vorwurf gemäss Ziffer 1 der Anklageschrift vom 25. August 2021 sei erwiesen, dass der Beschwerdeführer am 19. März 2014 mit Unterstützung der C.________ die "Application for social benefits" ausgefüllt und unterzeichnet habe. Dabei sei er von der C.________ darüber informiert worden, dass er seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse offenlegen und jede Änderung derselben deklarieren müsse. Obwohl der Beschwerdeführer dies gewusst und aufgrund seiner Englischkenntnisse insbesondere das Wort "Cash" in der "Application for social benefits" verstanden habe, habe er - indem er bei sämtlichen aufgeführten Vermögenswerten "No" angekreuzt und die Felder "Other" beim Einkommen und Vermögen offengelassen habe - verschwiegen, dass er mehrere tausend Franken besässe. Insbesondere vom 1. Oktober 2016 bis am 20. April 2020 habe er sodann über Vermögen verfügt und durch die Teilnahme an Läufen Einkommen generiert, das er gegenüber der C.________ trotz Kenntnis der Melde- und Informationspflicht bezüglich geänderter wirtschaftlicher Verhältnisse nicht offengelegt und dadurch bewusst Nothilfeleistungen im Umfang von Fr. 49'800.-- erlangt habe, die ihm aufgrund seiner finanziellen Verhältnisse nicht zugestanden hätten. Betreffend den Vorwurf gemäss Ziffer 2 der Anklageschrift vom 25. August 2021 sei erstellt, dass der Beschwerdeführer am 21. April 2020 in das von der D.________ AG betriebene Rückkehrzentrum in U.________ bzw. am 24. Juni 2020 in dasjenige in V.________ transportiert worden sei. Dabei habe er mit Unterstützung der D.________ AG je einen "Antrag auf Nothilfe" ausgefüllt. Dieser habe insbesondere die Sätze "ich befinde mich in einer finanziellen Notlage. Aus diesem Grund beantrage ich Nothilfe [...]" enthalten. Er habe die Anträge unterzeichnet, obwohl er die zitierten Sätze aufgrund seiner relativ guten Deutschkenntnisse verstanden, die D.________ AG ihn erneut auf seine Offenlegungs- und Meldepflichten bezüglich seiner wirtschaftlichen Verhältnisse - die ihm im Übrigen bereits seit der Einreichung der "Application for social benefits" im März 2014 klar gewesen seien - hingewiesen und er zu diesem Zeitpunkt Fr. 49'800.-- besessen habe, die er in einem Rucksack bei seiner Exfreundin aufbewahrt habe. Dadurch habe er vom 21. April 2020 bis am 22. Juli 2020 Nothilfeleistungen im Umfang von Fr. 4'650.-- erwirkt, die ihm angesichts seiner effektiven und wahren wirtschaftlichen Verhältnisse nicht zugestanden hätten.