Citation: 1C_95/2023 E. 5.2

5.2. Dies ist mitunter auch Grund dafür, dass keine Verletzung von Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV vorliegt. Aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens folgt kein Anspruch auf Erwerb einer bestimmten Staatsbürgerschaft. Die Staatsangehörigkeit stellt aber einen Aspekt der Identität einer Person dar und unter bestimmten Umständen kann eine willkürliche Verweigerung oder Aberkennung der Staatsangehörigkeit Auswirkungen auf das Privatleben der betroffenen Personen haben (Urteil des EGMR i.S. Ramadan gegen Malta vom 21. Juni 2016, [Nr. 76136/12], § 84 ff.). Die Aufhebung der erleichterten Einbürgerung und der Verlust der schweizerischen Staatsangehörigkeit sind vorliegend durch das Gesetz vorgesehen und stehen mit diesem im Einklang. Der Beschwerdeführer hatte die Möglichkeit, sich im Rahmen eines seine Verfahrensrechte wahrenden Verfahrens dagegen zu wehren. Der Entscheid der Vorinstanz erging nicht willkürlich und eine Verletzung des Privat- und Familienlebens liegt nicht vor (vgl. Urteile 1C_339/2022 vom 15. Dezember 2022 E. 4.3; 2C_841/2017 vom 6. November 2018 E. 3) Unklar bleibt dabei, ob dem Beschwerdeführer die Staatenlosigkeit tatsächlich droht. So macht er geltend, er habe auf die kuwaitische Staatsbürgerschaft verzichtet, reicht jedoch gleichzeitig Belege ein (früherer Ausländerausweis), nach welchen er zumindest (auch) über die jordanische Staatsbürgerschaft verfügt hatte oder allenfalls immer noch verfügt. Aber selbst wenn er seine (einzig) andere Staatsbürgerschaft abgelegt hätte, muss ein anderer Staat seine Anwesenheit nicht regularisieren ( (Urteil des EGMR i.S. Ramadan gegen Malta vom 21. Juni 2016, [Nr. 76136/12], § 92).