Citation: 5A_426/2018 E. 3.2.1

3.2.1. Diesbezüglich führt die Beschwerdegegnerin aus, die Waffengleichheit zwischen den Parteien des Scheidungsverfahrens sei angesichts der finanziellen Verhältnisse nicht gewährleistet. Der Beschwerdeführer verfüge über Millionenwerte, während sie selbst unter dem Existenzminimum lebe. Unter diesen Umständen liege es in ihrem Interesse als schwächere Partei, dass der Scheidungspunkt mit den Nebenfolgen beurteilt werde. Sobald über den Scheidungspunkt separat entschieden sei, werde der Beschwerdeführer das Interesse an einem zügigen Abschluss des Verfahrens verlieren. Es sei zu erwarten, dass er das Verfahren bezüglich Güterrecht und Unterhalt dermassen in die Länge ziehe, dass die gesundheitlich angeschlagene Beschwerdegegnerin einer ungenügenden und ungerechten Lösung zustimmen müsse, wolle sie den Verfahrensabschluss noch erleben. Bereits in dem vorzitierten Leitentscheid (BGE 144 III 298 E. 7.1.1) hat das Bundesgericht auf die Gefahr hingewiesen, dass nach dem vorweggenommenen Entscheid über den Scheidungspunkt die Motivation der scheidungswilligen Partei sinken könnte, das Verfahren über die Nebenfolgen zügig zum Abschluss zu bringen. Wie das Bundesgericht aber auch ausgeführt hat, ist dieser Gefahr nicht mit der Verweigerung eines Teilentscheids im Scheidungspunkt beizukommen, sondern mit einer geeigneten gerichtlichen Prozessleitung (Art. 124 ZPO). Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, auch eine geeignete Prozessleitung könne "massive Verzögerungen" des Verfahrens nicht verhindern, wie der vorliegende Prozess aufzeige. Der Beschwerdeführer lasse Vermögenswerte verschwinden, ediere Akten nicht und es würden immer wieder neue Sicherungsvorkehrungen nötig. Abgesehen davon, dass die Beschwerdegegnerin sich mit ihrer Darstellung von den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen des Obergerichts entfernt, ohne diese als bundesrechtswidrig zu rügen ( vgl. vorne E. 1.2), zeigen ihre Ausführungen gerade auf, dass sehr wohl prozessuale Mittel vorhanden sind, um ihre Interessen zu wahren (vgl. etwa Art. 261 ff. ZPO). Aus ihrem Vorbringen vermag die Beschwerdegegnerin folglich nichts für sich abzuleiten.