Citation: 6B_1147/2020 E. 3.5

3.5. Die Anordnung einer ambulanten Behandlung hat sich auf eine sachverständige Begutachtung zu stützen (Art. 56 Abs. 3 StGB). Der Entscheid über die Aufhebung der Behandlung beinhaltet demnach als logische Folge die Prüfung, ob und inwieweit die im Gutachten, welches zu ihrer Anordnung geführt hat, vorgeschlagenen Massnahmen umgesetzt werden konnten. Ein (neues) Gutachten muss hierfür nicht in Auftrag gegeben werden (Urteil 6B_460/2011 vom 16. September 2011 E. 2.4.2; TRECHSEL/PAUEN BORER, a.a.O., N. 3 zu Art. 63a StGB). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz bei ihren Ausführungen zum Störungsbild und der Deliktskonnexität auf das Gutachten und das Ergänzungsgutachten aus dem Jahr 2014 Bezug nimmt. Der Vorwurf des Beschwerdeführers, sie stelle auf ein nicht aktuelles Gutachten ab, geht fehl.