Citation: 7B_187/2022 E. 2.5

2.5. Die Vorinstanz setzt die Einsatzstrafe für die schwerste Tat der Schändung auf zwei Jahre fest. Sie geht von einer hohen Eingriffintensität im breiten Spektrum möglicher sexueller Handlungen aus: Der Beschwerdeführer liess sich durch seine neunjährige Stieftochter oral befriedigen. Das Kind nahm auf seine Anweisung hin seinen erigierten Penis (zu weit) in den Mund, verschluckte sich und musste husten. Der Beschwerdeführer war erregt, kam aber beim wenige Sekunden dauernden Vorfall nicht zum Orgasmus. Nach ihren Ausführungen wiegen die Verletzung der sexuellen Integrität und das Verschulden schwer. Verschuldenserhöhend wirke sich aus, dass der Beschwerdeführer erheblich über die blosse Erfüllung des Tatbestandes hinausgegangen sei, indem er solche Handlungen mit nicht unerheblichere krimineller Energie systematisch angestrebt habe. Er habe jeweils in Abwesenheit der Kindsmutter eine spielerische Annäherung an das Opfer gesucht und dabei das Vertrauensverhältnis und seine Autorität als Stiefvater schamlos ausgenutzt. Das Ausmass der Verwerflichkeit werde durch die kurze Dauer des Vorfalls nicht gemindert, da diese nicht auf das Verhalten des Beschwerdeführers, sondern auf den äusseren Umstand zurückzuführen gewesen sei, dass das Opfer den Penis zu weit in den Mund genommen habe und habe husten müssen. Die Vorinstanz berücksichtigt das dem Tatbestand inhärente sexuelle und egoistische Motiv neutral. Verschuldenserhöhend wirkt sich nach ihren Erwägungen aus, dass er über ein hohes Mass an Entscheidungsfreiheit verfügt habe, zumal gemäss Gutachten seine Einsichts- und Steuerungsfähigkeit voll erhalten gewesen sei. Gesamthaft geht die Vorinstanz von einem mittelschweren Verschulden aus. Was an diesen vorinstanzlichen Strafzumessungserwägungen, ausgehend vom für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Sachverhalt (Art. 105 Abs. 1 BGG), bundesrechtsverletzend sein soll, ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz berücksichtigt die vom Beschwerdeführer genannten Kriterien (kurzer Vorfall, Höhe der kriminellen Energie durch Abwesenheit der Kindsmutter, pädophile Störung ohne Einschränkung der Einsichts- und Steuerungsfähigkeit) in angemessener Weise. Nachdem sie die kurze Dauer des Vorfalls externen Umständen zuschreibt, sieht sie darin treffenderweise keinen das Verschulden des Beschwerdeführers reduzierenden Grund. Soweit der Beschwerdeführer behauptet, sein Verhalten sei erst in Abwesenheit der Kindsmutter möglich gewesen, ergibt sich dies nicht aus dem für den strafbaren Sachverhalt massgebenden rechtskräftigen erstinstanzlichen Urteil. Jedenfalls ergibt sich das grosse Ausmass der kriminellen Energie aus der Ausnützung seiner Position als Stiefvater. Ebenso wenig verletzt es Bundesrecht, wenn die Vorinstanz mangels Einschränkung der Steuerungsfähigkeit das Verschulden nicht geringer bewertet. Die Einsatzstrafe von zwei Jahren Freiheitsstrafe hält in Relation zum Strafrahmen, welcher bis zu 10 Jahren reicht, ohne weiteres vor Bundesrecht stand.