Citation: 5A_625/2024 E. 4.2.2

4.2.2. Weiter erwägt die Vorinstanz, das Kantonsgericht habe dem Umstand Rechnung getragen, dass A.________ an einer Entwicklungsbeeinträchtigung leide und seit längerer Zeit keinen Kontakt mehr zum Beschwerdegegner gehabt habe. Das Kantonsgericht habe festgehalten, dass sich Vater und Sohn an einem neutralen Ort und in einem geschützten Rahmen in Anwesenheit einer Drittperson begegnen müssten, und habe daher vorerst ein begleitetes Besuchsrecht angeordnet. Das Kantonsgericht habe sodann darauf hingewiesen, dass der persönliche Verkehr behutsam eingeleitet und auch zeitlich schrittweise aufgebaut werden müsse, bevor auf ein gerichtsübliches Besuchsrecht gewechselt werden könne. Neu habe die Beschwerdeführerin vorgebracht, dass im Sommer 2024 ein Umzug nach W.________ (SH) bevorstehe, weshalb A.________ neben dem Umzug und dem Wechsel seiner schulischen Umgebung sowie seiner Assistenzperson keine Ressourcen mehr übrig habe, um seinen Vater kennenzulernen. Dem sei entgegenzuhalten, dass das Interesse von A.________, auch zu seinem Vater baldmöglichst eine persönliche Beziehung aufbauen und leben zu können, hoch zu gewichten sei. Ein weiteres Zuwarten würde das Kindeswohl stärker beeinträchtigen als das vom Kantonsgericht angeordnete Besuchsrecht, das vorerst begleitet und in einem geschützten Rahmen durchgeführt werde. Zudem mute es seltsam an, dass die Beschwerdeführerin einerseits selber einen Wechsel der schulischen Umgebung von A.________ veranlasse - ohne näher darzulegen, weshalb ein solcher notwendig sein sollte - und andererseits verlange, dass das Besuchsrecht des Beschwerdegegners bis mindestens 1. Dezember 2024 zu sistieren sei, um A.________ nicht zu überfordern.