Citation: 8C_172/2017 E. A

Der 1986 geborene A.________ war bei der Firma B.________ als Motorradmechaniker-Lehrling angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 17. September 2003 kollidierte er mit seinem Motorrad frontal mit einem entgegenkommenden Personenwagen. Dabei zog er sich nebst weiteren Verletzungen ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zu. Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Mit Verfügung vom 2. Juli 2007 richtete sie dem Versicherten eine Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von 55 % aus. Die IV-Stelle Thurgau sprach A.________ am 31. Mai 2011 verfügungsweise mit Wirkung ab 1. Juli 2004 bei einem Invaliditätsgrad von 85 % eine ganze Invalidenrente zu. Für die verbliebenen Beeinträchtigungen aus dem Unfallereignis verfügte die Suva am 28. Februar 2012 ab 1. Januar 2012 die Ausrichtung einer als Komplementärrente berechneten Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 85 % und eines versicherten Jahresverdienstes von Fr. 47'468.- sowie eine zusätzliche Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 5 %. Dagegen erhob der Versicherte Einsprache. Über diese wurde am 23. November/4. Dezember 2012 ein Vergleich abgeschlossen. Gestützt darauf hielt die Suva am 14. Dezember 2012 verfügungsweise fest, dass sie mit Wirkung ab 1. Januar 2012 eine als Komplementärrente berechnete Invalidenrente von monatlich Fr. 2'013.10 aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 88 % und eines versicherten Jahresverdienstes von Fr. 47'468.- sowie eine zusätzliche Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 10 % ausrichte. Die Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Der von A.________ im Rahmen der Prüfung einer Rentenrevision eingereichten Steuerbescheinigung des Sozialversicherungszentrums Thurgau für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 entnahm die Suva, dass dieser seit Oktober 2013 Anspruch auf eine Kinderrente der Invalidenversicherung für seinen Sohn C.________ hatte. Mit Verfügung vom 31. März 2015 berechnete sie daher die Komplementärrente ab 1. Oktober 2013 neu auf monatlich Fr. 1'394.10. Gleichzeitig forderte sie für den Zeitraum vom 1. Oktober 2013 bis 30. April 2015 zu Unrecht ausgerichtete Leistungen in Höhe von Fr. 11'761.- zurück. Am 31. März 2015 teilte das Sozialversicherungszentrum der Suva mit, dass A.________ Vater einer Tochter geworden sei. Mit Verfügung vom 22. April 2015 setzte die Suva die Komplementärrente ab 1. April 2014 neu auf monatlich Fr. 775.- fest und verrechnete den zu viel ausgerichteten Rentenbetrag von Fr. 8'047.- mit der Nachzahlung der Invalidenversicherung für die Zeit vom 1. April 2014 bis 30. April 2015. Gegen die Verfügungen vom 31. März und 22. April 2015 erhob A.________ Einsprache. Die Suva vereinigte die Verfahren und wies die Einsprachen mit Einspracheentscheid vom 11. Februar 2016 ab. Am 30. April 2015 hatte A.________ zudem ein Erlassgesuch gestellt.