Citation: 2C_1057/2012 E. 4.2.3

4.2.3. Wie die Beschwerdeführer 1 darlegen, haben sie ihre Tochter und die Kinder danach wiederholt in Belgien besucht und auch finanziell unterstützt. Dabei haben sie fortdauernd ungenügende Erziehungsfähigkeiten der Mutter festgestellt. Einerseits mag zutreffen, dass es im Interesse des Kindeswohls gewesen wäre, den Nachzug zu den Grosseltern bereits im Jahr 2008 zu beantragen, als dies aufgrund des neuen Ausländergesetzes möglich geworden war. Andererseits mochten die Grosseltern aber durchaus legitime Gründe gehabt haben, trotz bestehender Defizite in der Erziehung die Enkel damals nicht von der Mutter und den jüngeren Geschwistern zu trennen, sondern abzuwarten, bis die beiden Jugendlichen selber entscheiden konnten, ob sie bei der Mutter verbleiben oder zu den Grosseltern ziehen wollten. Dazu kam es im Jahre 2011, als die beiden Enkel etwas über 17 Jahre bzw. fast 15 Jahre alt waren und mit dem Einverständnis ihrer Mutter zu den Grosseltern in die Schweiz übersiedelten. Dass die Beschwerdeführer 1 erst zu jenem Zeitpunkt Schritte in die Wege geleitet haben, um die beiden Enkel definitiv bei sich in der Schweiz aufzunehmen, kann ihnen somit nicht zum Vorwurf gemacht werden.