Citation: 8C_431/2020 E. 5.1

5.1. In seinem Entscheid vom 10. Mai 2013 hielt das kantonale Gericht einerseits fest, dass die ursprüngliche Rentenzusprache nicht als zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG qualifiziert werden könne; damit entfalle die Möglichkeit der Verwaltung, auf die Zusprache wiedererwägungsweise zurückzukommen. Andererseits verneinte es eine erhebliche Veränderung des Invaliditätsgrades in der Zeit zwischen der Rentenzusprache im Jahre 2002 bis zur rentenaufhebenden Verfügung vom 20. August 2012. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin widerspricht es nicht dem Gebot des fairen Verfahrens nach Art. 6 EMRK oder jenem des Handelns nach Treu und Glauben im Sinne von Art. 5 Abs. 3 BV, wenn Vorinstanz und Verwaltung in der Folge den Anspruch unter anderen Gesichtspunkten - sei es aufgrund der im ersten kantonalen Verfahren nicht geprüften Anwendbarkeit der Schlussbestimmungen der IV-Revision 6a, sei es aufgrund einer nach dem 20. August 2012 eingetretenen Veränderung des Sachverhalts - neu prüften.