Citation: 2P.261/2004 09.05.2005 E. 1

1.1 X.________ besuchte die Kantonsschule A.________ (1. Klasse des wirtschaftlich-rechtlichen Maturitätsprofils). Am 6. Juli 2004 wurde ihm ein Zeugnis mit ungenügendem Notendurchschnitt ausgestellt; unter der Rubrik "Promotion" war vermerkt: "tritt aus". X.________ nahm am 8. Juli 2004 Einblick in dieses Zeugnis. Mit Schreiben vom 9. Juli 2004 teilte der Rektor der Kantonsschule X.________ mit, dass er dem Departement für Bildung und Kultur des Kantons Solothurn angesichts der zahlreichen unentschuldigten Absenzen und wegen des ungenügenden Zeugnisses einen Antrag auf Wegweisung von der Schule stellen werde; das Schreiben enthielt eine Rechtsmittelbelehrung, wonach dagegen innert zehn Tagen Beschwerde an das besagte Departement erhoben werden könne. In einem zweiten Schreiben vom gleichen Tag drohte der Rektor dem Betroffenen die Wegweisung von der Schule an; auch dieses Schreiben enthielt eine Rechtsmittelbelehrung (Beschwerde an das Departement). Mit Schreiben vom 19. Juli (Postaufgabe 20. Juli) 2004 erhob X.________ gegen den Antrag auf Wegweisung von der Schule Rekurs an das Departement für Bildung und Kultur. In einer prozessleitenden Verfügung vom 24. August 2004 hielt das Departement fest, dass die Schulentlassung dem Betroffenen bereits mit dem Zeugnis vom 6. Juli 2004 (unter der Rubrik "Promotion") eröffnet worden sei; da dieser das Zeugnis am 8. Juli 2004 habe einsehen können, habe die Rechtsmittelfrist zu dessen Anfechtung am 19. Juli 2004 (Montag) geendet; da eine Anfechtung des Zeugnisses nicht (rechtzeitig) erfolgt sei, erscheine die Schulentlassung rechtskräftig; ein genügendes Rechtsschutzinteresse an der Anfechtung der diesfalls obsolet gewordenen Wegweisungsandrohung bestehe daher nicht; keine anfechtbare Verfügung stelle sodann der Antrag auf Wegweisung von der Schule dar. Das Departement räumte X.________ Frist bis zum 6. September 2004 ein, um zur in Aussicht gestellten Nichteintretensverfügung Stellung zu nehmen; X.________ äusserte sich innert dieser Frist. Mit Endverfügung vom 13. September 2004 trat das Departement auf die Beschwerde nicht ein. 1.2 Am 15. Oktober 2004 erhob X.________ beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde gegen die Departementsverfügung, deren Aufhebung er beantragte. Zudem stellte er das Gesuch, ihm für das bundesgerichtliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung zu gewähren. Das Departement beantragte Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 18. November 2004 entsprach der Abteilungspräsident dem in der Beschwerdeschrift gestellten Gesuch um aufschiebende Wirkung. X.________ konnte dementsprechend (weiterhin) in Repetition die 1. Klasse des wirtschaftlich-rechtlichen Profils der Kantonsschule A.________ besuchen. 1.3 Da der Beschwerdeführer gemäss Zeugnis vom 2. Februar 2005 die Promotionsbedingungen, denen er als Repetent zu genügen hatte, nicht erfüllte, musste er mittlerweile die Schule verlassen. Das Departement beantragt daher mit Eingabe vom 17./18. März 2005, das bundesgerichtliche Verfahren wegen Dahinfallens des aktuellen praktischen Rechtsschutzinteresses abzuschreiben, eventuell auf die Beschwerde nicht einzutreten, und die Verfahrenskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Dieser beantragt mit Schreiben vom 14. April 2005 innert der ihm mit Verfügung des Abteilungspräsidenten vom 31. März 2005 eingeräumten Frist zur Stellungnahme seinerseits, das Verfahren abzuschreiben, ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und die Verfahrenskosten dem Kanton Solothurn aufzuerlegen. Die Kantonsschule A.________ hat sich nicht geäussert.