Citation: 6B_151/2009 01.05.2009 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, das Amtsstatthalteramt hätte sich nicht mit polizeilichen Vorabklärungen begnügen dürfen, an denen sie nicht habe teilnehmen können. Es wäre vielmehr verpflichtet gewesen, sie anzuhören, den Angeschuldigten zu befragen und die Auskunftspersonen als Zeugen einzuvernehmen und ihr Gelegenheit einzuräumen, an diesen Beweiserhebungen mitzuwirken. Mit dem Unterlassen eigener Untersuchungshandlungen habe das Amtsstatthalteramt sowohl gegen § 68 der Luzerner Strafprozessordnung vom 3. Juni 1957 (StPO/LU) verstossen als auch ihr rechtliches Gehör verletzt. 2.2 Der Amtsstatthalter hat die Strafklage der Beschwerdeführerin entgegengenommen und sich, wie sein Einstellungsentscheid zeigt, mit den darin erhobenen Vorwürfen eingehend beschäftigt. Damit hat er ihren Gehörsanspruch gewahrt. Es bestand für ihn keine verfassungsrechtliche Verpflichtung, sie auch noch mündlich anzuhören. Er hat die Untersuchung gestützt auf die Strafklage und die polizeilichen Vorabklärungen eingestellt, ohne eigene Untersuchungshandlungen vorzunehmen. Die Beschwerdeführerin rügt nicht, dieses Vorgehen beruhe auf einer willkürlichen Anwendung des kantonalen Verfahrensrechts, was dementsprechend nicht zu prüfen ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die angerufenen, in Art. 29 BV verankerten Verfahrensrechte geben ihr als Partei zwar den Anspruch, an den Untersuchungshandlungen des Amtsstatthalters - insbesondere an den Befragungen der Zeugen und des Angeschuldigten - teilzunehmen und Ergänzungsfragen zu stellen. Ob solche Beweise erhoben werden müssen, ergibt sich dagegen allein daraus, ob dies für die Abklärung des Tatverdachts im Hinblick auf die Weiterführung des Verfahrens durch Anklageerhebung oder auf dessen Einstellung erforderlich ist. Dieser Entscheid liegt im pflichtgemässen Ermessen des Amtsstatthalters. Aus Art. 29 BV ergibt sich nicht, ob der Untersuchungsrichter eine bestimmte Untersuchungshandlung - z.B. eine Zeugenbefragung - durchführen muss, sondern nur, wie er dabei vorzugehen hat. Die sinngemäss erhobene Rüge, der Amtsstatthalter habe Art. 29 BV verletzt, indem er keine eigene Untersuchungshandlungen vorgenommen habe, ist unbegründet.