Citation: 4P.67/2002 16.07.2002 E. 2

Soweit in einer staatsrechtlichen Beschwerde Willkür in der Sachverhaltsermittlung oder in der Beweiswürdigung geltend gemacht wird, ist zu beachten, dass dem Sachgericht ein weiter Ermessensspielraum zukommt. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn das kantonale Gericht sein Ermessen missbraucht hat, namentlich zu völlig unhaltbaren Schlüssen gelangt ist oder erhebliche Beweise übersehen oder willkürlich nicht berücksichtigt hat (BGE 124 I 208 E. 4a S. 211, mit Hinweisen). Sodann liegt weder eine formelle noch eine materielle Rechtsverweigerung vor, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 124 I 208 E. 4a S. 211, mit Hinweisen).