Citation: 8C_378/2017 E. 5.3

5.3. Damit genügt der DAP-Lohnvergleich den vom Bundesgericht für die Überprüfung des Auswahlermessens als notwendig bezeichneten Anforderungen. Es ergeben sich keine Hinweise auf eine fehlerhafte Ausübung des Auswahlermessens oder eine mangelnde Repräsentativität der DAP-Angaben, so dass für die Vorinstanz kein Anlass bestanden hätte, das Invalideneinkommen anhand eines Tabellenlohnvergleichs gestützt auf die LSE anstatt anhand des DAP-Lohnvergleichs vorzunehmen. Indem sie dies "aus Gründen der Vergleichbarkeit" dennoch tat (nachdem sie das Valideneinkommen teilweise anhand der LSE-Tabellen festgesetzt hatte), trug sie dem Grundsatz, wonach die Vergleichseinkommen so konkret wie möglich zu ermitteln sind, nicht gebührend Rechnung. Eine Vergleichbarkeit entfällt im Übrigen nicht schon dann, wenn einem anhand konkreter Faktoren bestimmten Einkommen ein nach statistischen Werten ermitteltes, mithin hypothetisches Einkommen gegenübergestellt wird. So wird, wie die Beschwerdeführerin zutreffend anmerkt, ausserhalb von Suva-Fällen, regelmässig ein aufgrund der konkreten Umstände festgelegtes Valideneinkommen mit einem anhand der LSE-Tabellen bemessenen Invalideneinkommen verglichen, wobei auch dort die konkreten Verhältnisse im Rahmen des Möglichen einzubeziehen sind (z.B. in der Auswahl der Tabelle und bei der Festlegung eines allfälligen, leidensbedingten Abzugs). Ein Abweichen vom Prinzip der möglichst konkreten Einkommensbemessung ist somit auch im umgekehrten Fall, in dem ein (teilweise) anhand von LSE-Werten ermitteltes Valideneinkommen angenommen wird, nicht angezeigt.