Citation: 8C_700/2019 E. 8.3

8.3. Auch der von der Vorinstanz angeführte Werdegang des Versicherten lässt nicht darauf schliessen, dass er im Gesundheitsfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seine Lehrerausbildung abgeschlossen und danach auch bis zu seiner Anmeldung bei der Invalidenversicherung in diesem Beruf gearbeitet hätte. Er absolvierte ab 1992 eine kaufmännische Ausbildung, die er 1995 mit dem Diplom abschloss. Sofern er die Lehrerausbildung lediglich aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen gehabt hätte, hätte er diese wieder aufnehmen und abschliessen können. Wie mit Bezug auf das Arbeitspensum stellt sich auch hier die Frage, weshalb der Versicherte dies nicht bereits im Rahmen der ersten Rentenzusprache vorbrachte. Die Beschwerdeführerin zeigt daher zutreffend auf, dass die vorinstanzliche Annahme einer Validenkarriere als Lehrer dem aktenkundigen Werdegang vor Eintritt der Invalidität widerspricht. Entgegen dem vorinstanzlichen Schluss kann daher nicht davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdegegner im Gesundheitsfall als Lehrperson gearbeitet hätte.