Citation: 8C_726/2021 E. 5.1.1

5.1.1. Die Vorinstanz hat erwogen, die Beschwerdegegnerin habe den Lockdown nicht beeinflussen können. Für ihre Situation sei sie jedoch selbst verantwortlich gewesen. Sie habe zwar einen rechtsgültigen Arbeitsvertrag mit der C.________ AG abgeschlossen, der Beginn des Arbeitsverhältnisses sei aber erst für die Zeit nach Aufhebung des Lockdowns verbindlich zugesichert worden. Trotz dieser Ungewissheit habe sie ihre feste Anstellung per 28. Februar 2021 gekündigt, weshalb sie an der ab 1. März 2021 eingetreten Arbeitslosigkeit nicht schuldlos sein könne. Anderseits sei zu berücksichtigen, dass ihr eine neue Anstellung von der C.________ AG zugesichert worden sei. Die objektiven Gesamtumstände (Corona-Pandemie; behördliche Massnahmen; unklare Perspektiven; zugesicherte Stelle; unklarer Arbeitsbeginn; zeitlich befristete Arbeitslosigkeit) wie auch die subjektive Situation der Beschwerdegegnerin (Wunsch nach Stellenwechsel; erster Stellenwechsel überhaupt; wenig Berufserfahrung; eine gewisse Unbedarftheit; Wissen um den Vertragsabschluss; Hoffnung auf das Ende des behördlich angeordneten Lockdowns) seien als entschuldbarer Grund zu werten, so dass kein schweres Verschulden vorliege. Vielmehr sei das Verhalten der Beschwerdegegnerin gesamthaft als leichtes Verschulden zu werten, so dass 10 Einstelltage in der Anspruchsberechtigung angemessen seien.