Citation: 2C_694/2018 E. 2.5

2.5. Die Steuerpflichtige bringt in ihrer Eingabe im Wesentlichen vor, es sei unhaltbar, Verfügungen nicht mit eingeschriebener Briefpost, sondern lediglich im Verfahren "A-Post Plus" zu versenden. Es sei mit Blick auf die verfassungsmässigen Individualrechte von einer "Nichtzustellung" auszugehen. Es ist der Steuerpflichtigen entgegenzuhalten, dass Verfügungen als eröffnet gelten, sobald sie ordnungsgemäss zugestellt sind und die betroffene Person davon Kenntnis nehmen kann. Dass sie davon tatsächlich Kenntnis nimmt, ist nicht erforderlich (BGE 122 I 139 E. 1 S. 143). Für die ordnungsgemässe Zustellung der Verfügung ist die Verwaltungsbehörde beweisbelastet, wobei - bei eingeschriebener Briefpost - praxisgemäss eine natürliche Vermutung für die ordnungsgemässe Zustellung der Abholungseinladung (im Briefkasten, im Postfach) besteht. Dasselbe gilt aber auch für das Verfahren "A-Post Plus", bei welchem der Briefträger den Brief nicht nur in den Briefkasten legt, sondern zugleich den Zustellzeitpunkt in seinem elektronischen System festhält (dazu etwa Urteil 2C_476/2018 vom 4. Juni 2018 E. 2.3.2). Die Steuerpflichtige weist nicht nach, weshalb die natürliche Vermutung in ihrem Fall nicht greifen sollte und die Vorinstanz entsprechend gegen verfassungsmässige Individualrechte verstossen habe. Ohnehin ist fraglich, ob sie damit den Anforderungen der "Star-Praxis" genügen könnte.