Citation: 8C_43/2018 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz legte gestützt auf die Feststellungen der Suva-Ärzte Dres. med. D.________ vom 28. Dezember 2012 und H.________ vom 10. Dezember 2015 sowie PD Dr. med. I.________ vom 7. August 2017 dar, dass gemäss dem Behandlungsbericht des Spitals C.________ vom Unfalltag am 11. Februar 2008 keine Verletzungen oder Beschwerden im Bereich der rechten Hüfte des Versicherten bestanden. Aufgrund der Akten klagte er bis zur gutachterlichen Untersuchung durch Prof. Dr. med. E.________ vom 25. Juni 2012 auch nicht über solche Beschwerden. Diese Tatsachen stellen konkrete Indizien dar, die gegen die Zuverlässigkeit der Expertise des Prof. Dr. med. E.________ vom 27. Juni 2012 sprechen (vgl. E. 4 hiervor). Denn dieser begründete die Unfallkausalität der Hüftbeschwerden rechts damit, dass es beim Unfall vom 11. Februar 2008 zu einer Hüftkontusion rechts mit Hämatombildung gekommen sei und seither Brückensymptome bestünden. Demnach erscheinen die erheblichen Zweifel des kantonalen Gerichts an der Bejahung der Unfallkausalität der Hüftproblematik rechts durch den Gutachter Prof. Dr. med. E.________ nicht von vornherein als unbegründet. Indessen bestehen aufgrund dieses Gutachtens zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Berichte der Suva-Ärzte Dr. med. H.________ und PD Dr. med. I.________, wonach die jetzige Situation der rechten Hüfte keine richtunggebende Verschlimmerung einer vorbestehenden, nicht traumatisierten Hüftpathologie darstelle (vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229). Auf deren Berichte kann für sich allein somit ebenfalls nicht abgestellt werden. Vielmehr hat die Vorinstanz aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes und des Gebots der freien und umfassenden Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) von Bundesrechts wegen ein klärendes gerichtliches Gutachten zu veranlassen (vgl. auch Urteil 8C_624/2017 vom 6. Februar 2018 E. 9.2). Dieses Gutachten hat neben der Hüftproblematik rechts die umstrittenen Fragen zu klären, ob und bejahendenfalls in welchem Ausmass aus den als unfallkausal anerkannten Kniebeschwerden rechts eine Arbeitsunfähigkeit sowie ein Integritätsschaden resultieren. Denn auch diesbezüglich stellte das kantonale Gericht einzig auf die Berichte der Suva-Ärzte Dr. med. H.________ und PD Dr. med. I.________ ab (vgl. E. 3.2 hiervor). Danach hat die Vorinstanz über die Beschwerde neu zu entscheiden.