Citation: U 306/99 06.08.2001 E. 1

verlangt aber, dass als Valideneinkommen nicht der an der letzten Arbeitsstelle tatsächlich erzielte unterdurchschnittliche Lohn massgeblich sei, sondern - im Sinne der "Parallelität der Bemessungsfaktoren" - für dessen Festlegung auf die statistischen Durchschnittseinkommen abzustellen sei. Nach der Rechtsprechung (AHI 1999 S. 240 Erw. 3b mit Hinweisen) ist ein solches Vorgehen an sich möglich. Lag das Einkommen einer versicherten Person bereits vor Eintritt des Gesundheitsschadens unter dem Durchschnitt der Löhne für eine vergleichbare Tätigkeit und ist davon auszugehen, dass der Versicherte sich nicht aus freien Stücken mit einem bescheidenen Einkommen begnügen wollte, so kann angenommen werden, dass die gleichen Faktoren, welche das Valideneinkommen negativ beeinflusst haben, auch Einfluss auf das Invalideneinkommen haben dürften. Steht fest, dass ein Versicherter aus invaliditätsfremden Gründen ein unterdurchschnittliches Erwerbseinkommen erzielt hat, so muss auch beim Invalideneinkommen eine entsprechende Reduktion des bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage noch erzielbaren Durchschnittsverdienstes erfolgen. Zutreffend ist, dass der Beschwerdeführer deutlich weniger verdiente, als die Lohnerhebungen für den gesamten privaten Sektor ausweisen (vgl. Die Schweizerische Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik [LSE] 1994, Tabelle A 1.1.1 [Fr. 4127.- X 12 = Fr. 49 524.-]). Bezogen auf den Sektor 3 (Dienstleistungen) trifft dies immerhin nicht zu (Fr. 3735.- X 12 = Fr. 42 900.-). Wenn die Vorinstanz das Valideneinkommen auf Fr. 41 220.- festgesetzt hat, so ist dies nicht zu beanstanden, da sie dem Umstand, dass er in einer eher lohnschwachen Branche beschäftigt war, mit der Annahme eines unterdurchschnittlichen Invalideneinkommens ausreichend Rechnung getragen hat (Erw. 4a).