Citation: I 754/06 15.12.2006 E. 3

Aufgrund der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist streitig, ob bzw. in welchem Ausmass der Versicherte noch arbeitsfähig ist. 3.1 Die ärztliche Feststellung des Gesundheitsschadens, d.h. die Befunderhebung und die gestützt darauf gestellte Diagnose betreffen eine Tatfrage. Soweit diese ärztliche Stellungnahme sich zu dem in Anbetracht der festgestellten (diagnostizierten) gesundheitlichen Beeinträchtigungen noch vorhandenen funktionellen Leistungsvermögen ausspricht, die eine versicherte Person im Einzelfall noch hat, handelt es sich ebenfalls um eine Tatfrage. In diesem Sinne ist die aufgrund von (medizinischen) Untersuchungen gerichtlich festgestellte Arbeits(un)fähigkeit Entscheidung über eine Tatfrage. Als solche erfasst sie auch den Aspekt der zumutbaren Arbeit; denn in dem Umfange, wie eine versicherte Person von funktionellem Leistungsvermögen her eine (Rest-)Arbeitsfähigkeit aufweist, ist ihr die Ausübung entsprechend profilierter Tätigkeiten zumutbar, es sei denn, andere als medizinische Gründe stünden der Bejahung der Zumutbarkeit im Einzelfall in invalidenversicherungsrechtlich erheblicher Weise entgegen, was jedoch nach der Rechtsprechung zu den invaliditätsfremden Gründen, welche die versicherte Person an der Aufnahme oder weiteren Ausübung einer gesundheitlich zumutbaren Erwerbstätigkeit hindern, nur in sehr engem Rahmen der Fall ist (vgl. noch nicht in der Amtlichen Sammlung veröffentlichtes Urteil B. vom 28. September 2006, I 618/06 Erw. 3.2). 3.2 Gemäss Arztzeugnis von Dr. I.________, Facharzt für Innere Medizin, vom 5. Dezember 2001 erlitt der Versicherte beim Unfall eine Kontusion des linken Schultergelenks mit Läsion des Tuberculum majus und der Supraspinatus-Sehne links. Im Austrittsbericht der Rehaklinik Y.________ vom 25. Juni 2002 diagnostizierten die Ärzte eine Schulterkontusion links (unfallbedingt) sowie eine Periarthropathia humero-scapularis links mit einem Impingementsyndrom, ein zervikospondylogenes Syndrom links und ein leichtes bis mässiggradiges Karpaltunnelsyndrom links (funktionelle Diagnosen und Probleme). Während des stationären Aufenthalts in der Rehaklinik (vom 13. Mai 2002 bis 14. Juni 2002) wurde insbesondere die funktionelle Leistungsfähigkeit des Versicherten evaluiert. Dabei schlossen die Klinikärzte eine Weiterführung der angestammten Tätigkeit aus, betrachteten den Versicherten indessen in einer leidensangepassten Verweisungstätigkeit (leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Arbeit ohne Tätigkeit über Brusthöhe) als zu 100 % arbeitsfähig. Auch nach der Beurteilung Dr. W.________, Kreisarzt der SUVA, vom 20. Juni 2003 ist der Versicherte "tauglich für ganztags zu besorgende leichte bis knapp mittelschwere Tätigkeiten zwischen Boden und Brusthöhe, immer möglichst rumpfnah und nicht repetitiv, Traglimit links durchaus 5 kg". Gestützt darauf und im Anschluss an die Verwaltung gelangte die Vorinstanz zum Schluss, der Versicherte sei nach wie vor voll arbeitsfähig, da ihm in diesem Umfang eine seine Leiden berücksichtigende Tätigkeit zumutbar sei. Diese Feststellung ist nach dem Gesagten (Erw. 3.1) tatsächlicher Natur und daher für das Eidgenössische Versicherungsgericht grundsätzlich verbindlich. Der Beschwerdeführer vermag denn auch eine offensichtlich unrichtige Tatsachenfeststellung namentlich nicht mit der Begründung darzutun, die Vorinstanz habe zu Unrecht nicht auf die Abklärungsergebnisse der Eingliederungsstätte Z.________ für Behinderte abgestellt, wonach für den Versicherten "auch leichte industrielle Tätigkeiten, so wie sie in der Privatwirtschaft angeboten werden [...] als nicht zumutbar" zu betrachten seien (vgl. etwa Abklärungsbericht vom 21. Mai 2003). Denn die Vorinstanz hat in nachvollziehbarer Weise dargelegt, weshalb sie stattdessen den (durch "wissenschaftliche Tests und medizinische Abklärungen" erlangten) Ergebnissen der Rehaklinik Y.________ gefolgt ist.