Citation: U 174/01 13.12.2001 E. 2

2.- Unter den Verfahrensbeteiligten ist unbestritten, dass eine Verletzung des rechtlichen Gehörs gegeben ist. Das Aktengutachten des Prof. Dr. med. A.________ vom 14. Januar 2000 ist erstellt worden, ohne dass der Beschwerdegegner vorgängig zur Person des Experten und zu den ihm vorgelegten Fragen hatte Stellung nehmen können (vgl. Art. 57 ff. BZP sowie BGE 120 V 357). Nach Auffassung der Vorinstanz ist dieser Mangel nicht heilbar. Daran ändere nichts, dass der Versicherte sich im Zusammenhang mit der in Aussicht genommenen Begutachtung durch Prof. Dr. med. G.________ geweigert habe, sich einer weiteren medizinischen Untersuchung zu unterziehen. In diesem Verhalten könne weder ein Verzicht auf den weiteren Gehörsanspruch erblickt werden, noch habe es mit einer Verweigerung des rechtlichen Gehörs bezüglich der Anordnung eines Aktengutachtens sanktioniert werden dürfen. In Bezug auf diese Expertise hätte dem Versicherten auf jeden Fall Gelegenheit geboten werden müssen, sich zu den Fragen an den Sachverständigen zu äussern, Abänderungs- und Ergänzungsfragen zu stellen und zur Person des in Aussicht genommenen Gutachters Einwendungen vorzubringen. Dadurch, dass ihm nachträglich Gelegenheit geboten worden sei, zum Aktengutachten des Prof. Dr. med. A.________ Stellung zu nehmen, sei die vorgängige Gehörsverletzung nicht geheilt worden.