Citation: 6B_548/2023 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz verneint einen schweren persönlichen Härtefall. Der heute ledige und kinderlose Beschwerdeführer sei am xxx. 1997 in Afghanistan geboren, aufgewachsen und habe dort die erste bis sechste Schulklasse besucht. Im Jahr 2015 und damit im Alter von 18 Jahren sei er in die Schweiz gekommen. Aktuell habe er den Status eines Asylsuchenden und verfüge damit über den Ausweis N. Sein Asylgesuch sei vom Staatssekretariat für Migration (SEM) am 27. Dezember bzw. am 14. Januar 2019 abgewiesen worden. Die dagegen erhobene Beschwerde sei am Bundesverwaltungsgericht hängig. Er habe in der Schweiz verschiedene Praktika absolviert. Derzeit arbeite er in einer Festanstellung mit einem 100%-Pensum als Mitarbeiter Landwirtschaft bei B.________ in U.________. Anlässlich der zweitinstanzlichen Verhandlung habe sich gezeigt, dass er sich in Deutsch verständigen könne. Mit zwei Schweizer Familien verbänden ihn freundschaftliche Beziehungen. Seine Familie, namentlich seine Eltern und drei Geschwister, lebten im Iran, eine Tante und ein Onkel in Afghanistan. Damit sei seine finanzielle, soziale und berufliche Integration in der Schweiz insgesamt als durchschnittlich einzustufen. Eine familiäre Verwurzelung in der Schweiz sei nicht vorhanden. Seine Verbindungen mit der Schweiz seien nicht dergestalt, als dass eine Rückweisung in sein Heimatland einen schweren persönlichen Härtefall darstellen würde, zumal er der dort gesprochenen Sprache mächtig, mit der Kultur vertraut sei und dort Verwandte lebten. Die aktuelle menschenrechtliche Lage in Afghanistan sei prekär. Indes werde der völkerrechtlichen Verpflichtung des Non-refoulement-Gebots sowie auch den Interessen des Beschwerdeführers Genüge getan, wenn diesen auf der Ebene des Vollzugs Rechnung getragen werde.