Citation: 5A_472/2024 E. 3.3.2

3.3.2. Dazu erhebt die Beschwerdeführerin eine Sachverhaltsrüge. Sie bringt vor, sie habe im Nachgang zu ihrem Gesuch vom 1. September 2023 nicht nur weitere Unterlagen eingereicht, sondern auch ergänzende Erörterungen zu ihrer persönlichen und finanziellen Situation gemacht. So habe sie in ihrem ergänzenden Gesuch vom 18. September 2023 ausgeführt, dass sie von April bis Juni 2023 materielle Hilfe vom Sozialamt erhalten habe, dass mehrere Anläufe betreffend Arbeitssuche gescheitert seien und dass sie - abgesehen von den Massagedienstleistungen - immer noch arbeitslos sei. Zudem habe sie die Korrespondenz mit dem Sozialamt sowie die Belege zum Erhalt der materiellen Hilfe eingereicht. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin habe auch darauf hingewiesen, dass sich die Kommunikation mit der Beschwerdeführerin als schwierig erwiesen habe und sprachliche, kulturelle und kognitive Barrieren bestanden hätten. Die Beschwerdeführerin habe diverse weitere Unterlagen eingereicht, namentlich Notizen betreffend ihre Einnahmen von März bis Dezember 2023, Auszahlungsbelege betreffend die materielle Hilfe von November 2023 bis Januar 2024, Kontoauszüge von August bis Oktober 2023 sowie Bestätigungen über die geleisteten Mietzinszahlungen. Zudem seien sowohl die Beschwerdeführerin als auch ihr Ehemann vom Bezirksgericht zu ihrer finanziellen Situation befragt worden. Die Beschwerdeführerin führt weiter aus, dass sie sämtliche Präzisierungen und Ergänzungen betreffend ihre Einkommensverhältnisse von sich aus vorgebracht habe. Sie habe die handschriftlichen Notizen zu ihren Einnahmen keineswegs bewusst verschwiegen, sondern sei sich nicht bewusst gewesen, dass diese als Belege im Sinne von Buchhaltungsunterlagen dienen könnten. Dass sie gegenüber der SVA Aargau erklärt habe, ihre selbständige Erwerbstätigkeit per 31. Mai 2023 aufzugeben, sei im erstinstanzlichen Verfahren nie thematisiert worden und sie sei dazu auch nicht befragt worden. Mit diesen Vorbringen ergänzt die Beschwerdeführerin den vorinstanzlich festgestellten (Prozess-) Sachverhalt, ohne darzutun, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung des Obergerichts willkürlich sein soll (s. vorne E. 2.2). Insbesondere die Behauptung, dass sich die Kommunikation als schwierig erwiesen habe und sprachliche, kulturelle und kognitive Barrieren bestanden hätten, findet im angefochtenen Entscheid keine Stütze. Auch soweit die Beschwerdeführerin abschliessend festhält, dass die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung offensichtlich den tatsächlichen Gegebenheiten widerspreche und damit willkürlich sei, erweist sich ihre Sachverhaltsrüge als ungenügend (s. vorne E. 2.2). Soweit die Beschwerdeführerin pauschal beteuert, dass sie ihre prozessuale Bedürftigkeit glaubhaft gemacht habe, daran keine ernsthaften Zweifel bestünden und sie ihrer Mitwirkungspflicht nachgekommen sei, kommt sie den gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht nach, weshalb auf ihre Beschwerde nicht eingetreten werden kann (s. vorne E. 2.1). Im Zusammenhang mit der zweitgenannten Eventualbegründung gelingt es der Beschwerdeführerin folglich nicht, eine Bundesrechtsverletzung darzutun. Entsprechend erübrigt es sich, auf die Beanstandungen der Beschwerdeführerin einzugehen, wonach die nach dem 1. September 2023 eingereichten Unterlagen zu berücksichtigen seien.