Citation: U 120/00 09.01.2001 E. 9

9.- a) Die Beschwerdeführerin beantragt schliesslich, es seien ihr die Kosten des eingeholten Privatgutachtens sowie eine "angemessene" Parteientschädigung für das vorinstanzliche Beschwerdeverfahren zuzusprechen. Sie hat die entsprechende Rechnung für das Gutachten von Dr. C.________ über Fr. 1540.- und die Kostennote ihres Rechtsvertreters für das vorinstanzliche Verfahren über Fr. 3388.50 aufgelegt. b) Gutachterkosten sind zu entschädigen, soweit diese als notwendig zu gelten haben (Art. 159 Abs. 2 OG; BGE 115 V 62; RKUV 2000 Nr. U 362 S. 44 Erw. 3b in fine). Das von der Beschwerdeführerin veranlasste Privatgutachten von Dr. C.________ vermittelte keine wesentlichen Erkenntnisse, die zur Klärung des rechtserheblichen Sachverhaltes beigetragen hätten. Die entsprechenden Kosten können daher nicht der Winterthur auferlegt werden. c) Die kantonalen Rekursinstanzen sind gemäss Art. 35 Abs. 1 und Art. 61 Abs. 2 VwVG (anwendbar nach Art. 1 Abs. 3 VwVG) verpflichtet, ihre Entscheide zu begründen. Mit diesem aus dem verfassungsmässigen Gehörsanspruch fliessenden Begründungserfordernis soll dem Betroffenen ermöglicht werden, einen Entscheid sachgerecht anzufechten. Zu diesem Zweck müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt sein, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sie ihren Entscheid stützt (BGE 126 I 102 f. Erw. 2a, 121 I 57 Erw. 2c, 117 Ib 86 Erw. 4 je mit Hinweisen). In diesem Sinne gilt die Begründungspflicht für die prozessrechtliche Nebenfolge der Parteikostenfestsetzung in gleicher Weise wie für den materiellrechtlichen Teil eines Entscheides. Sie ist diesbezüglich jedenfalls dann nicht mehr erfüllt, wenn der kantonale Richter zwecks Festsetzung der Parteientschädigung vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers weder eine Kostennote einholt noch in seinem Entscheid darlegt, wie er die zugesprochene Parteientschädigung bemessen hat. Im vorliegenden Fall ist weder das eine noch das andere geschehen. Der angefochtene Entscheid leidet daher mit Bezug auf die der Beschwerdeführerin zugesprochene Parteientschädigung von Fr. 800.- an einem Begründungsmangel, was entsprechend der formellen Rechtsnatur des Gehörsanspruches (BGE 125 I 118 Erw. 3) zu seiner Aufhebung und Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung des Parteientschädigungsanspruches führt. Dabei wird das kantonale Gericht für das Obsiegen/Unterliegen der Beschwerdeführerin auf den Ausgang des letztinstanzlichen Verfahren abzustellen haben.