Citation: 6P.124/2004 25.02.2005 E. 7

Für den Fall, dass die Vorinstanz nach weiteren Abklärungen erneut zum Schluss gelangen sollte, in einzelnen oder gar sämtlichen Einzelfällen sei das Merkmal der Arglist erfüllt, ist nachfolgend in aller Kürze auf die weiteren Rügen des Beschwerdeführers einzugehen, soweit diese im heutigen Zeitpunkt beurteilt werden und im Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde überhaupt erhoben werden können (Art. 269 Abs. 1 BStP), sie den Begründungsanforderungen von Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP genügen und soweit sie nicht offenkundig unbegründet sind. 7.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe keinen kausalen Beitrag geleistet. Die D.________ AG habe lediglich den Auftrag übernommen, die auf ihr Kundenkonto einbezahlten Gelder zu einem bestimmten Zeitpunkt in vorgesehener Weise zu verwenden. Diese Dienstleistung weise keinen kriminellen Sinnbezug auf. 7.2 Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, der Beschwerdeführer habe, indem er mit den Kunden ein Treuhandverhältnis begründete, dazu beigetragen, dass diese an die Seriosität des Geschäfts glaubten und insbesondere annahmen, die Sicherheit ihrer Geldeinlagen sei gewährleistet. Indem er als Treuhänder gegenüber seinen Kunden - zumindest nach deren Auffassung - als "Garant" für Seriosität und Sicherheit der finanziellen Transaktionen aufgetreten sei, habe er die Tatbegehung objektiv unterstützt und als Gehilfe einen Beitrag zum Gelingen des Betruges geleistet. 7.3 Nach der Rechtsprechung gilt als Hilfeleistung im Sinne von Art. 25 StGB jeder kausale Beitrag, der die Tat fördert, so dass sich diese ohne Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt hätte. Nicht erforderlich ist, dass es ohne die Hilfeleistung nicht zur Tat gekommen wäre. Die Förderung der Tat genügt. Andererseits muss die Hilfeleistung tatsächlich zur Tat beigetragen, also einen kausalen Beitrag dargestellt haben. Der Gehilfe muss die Erfolgschancen der tatbestandserfüllenden Handlung erhöhen (BGE 121 IV 109 E. 3a S. 119; 120 IV 265 E. 2c/aa S. 272; 119 IV 289 E. 2c/aa S. 292; 117 IV 186 E. 3, mit Hinweisen). Subjektiv ist erforderlich, dass der Gehilfe weiss oder damit rechnet, eine bestimmt geartete Straftat zu unterstützen, und dass er dies will oder in Kauf nimmt, wobei zum Vorsatz auch die Voraussicht des Geschehensablaufs in seinen wesentlichen Zügen gehört (BGE 117 IV 186 E. 3 mit Hinweisen). Nach den Feststellungen der Vorinstanz bewirkte der Umstand, dass die Haupttäter einen schweizerischen Treuhänder einschalteten, in dessen Büroräumlichkeiten die Verträge unterzeichnet worden sind, für die Anleger einen zusätzlichen Anschein von Sicherheit und Seriosität. Damit hat der Beschwerdeführer die Erfolgschancen des betrügerischen Geschäfts erhöht, womit die Voraussetzungen für die Annahme der Gehilfenschaft erfüllt sind. Dass der Beschwerdeführer hier lediglich neutrale Handlungen ohne deliktischen Sinnbezug bzw. ohne eine Solidarisierung mit den Haupttätern begangen hätte, die ohne weiteres auch anderweitig zugänglich gewesen wären (vgl. hiezu BGE 119 IV 289 E. 2c/bb mit Hinweisen), ist nicht ersichtlich. Dass nahezu jede Beihilfehandlung auch legalen Zwecken dienen kann, führt nicht dazu, dass sie, wenn sie in einem deliktischen Kontext erfolgen, straflos bleibt. Im vorliegenden Fall musste dem Beschwerdeführer zudem aufgrund der besonderen Art des Geschäfts das Risiko strafbaren Verhaltens der Haupttäter als derart hoch erscheinen, dass sich seine Hilfeleistung nicht anders denn als Förderung der Tat würdigen lässt.