Citation: 5A_768/2021 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz verwies hier zunächst auf die aus ihrer Sicht zutreffenden Ausführungen der Erstinstanz. Sodann führte sie aus, zwar sei dem kroatischen Scheidungsurteil zu entnehmen, dass die Parteien keine Anträge auf gegenseitige Unterhaltsbeiträge stellten. Das Fehlen von Anträgen sei aber nicht mit einem Verzicht gleichzusetzen. Ein solcher könne auch nicht mittels Befragung des gemeinsamen Rechtsanwalts der Parteien nachträglich konstruiert werden. Selbst wenn die Beschwerdegegnerin sich gegenüber dem Beschwerdeführer und dem gemeinsamen Rechtsanwalt dahingehend geäussert hätte, dass sie auf ihre Unterhaltsansprüche verzichte, sei ein solcher Verzicht im kroatischen Scheidungsurteil nicht festgehalten worden und könne auch nicht anderweitig abgeleitet werden. Entscheidend sei, dass sich das kroatische Gericht weder mit der Unterhaltsfrage beschäftigt noch einen Verzicht auf Unterhaltsbeiträge festgestellt habe. Die Frage des nachehelichen Unterhalts sei daher nicht Gegenstand des kroatischen Verfahrens gewesen.