Citation: 9C_32/2018 E. 2.3

2.3. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, verfängt nicht: Dr. med. C.________ hielt zwar fest, die jetzige depressive Verfassung sei nicht nur durch psychosoziale und soziokulturelle Faktoren initiiert worden, sondern werde dadurch auch aufrecht erhalten und verstärkt. Gleichzeitig bezeichnete er aber das depressive Krankheitsbild explizit als Momentaufnahme, die praktisch ausschliesslich unter dem Eindruck der bestehenden psychosozialen Ereignisse stehe (vgl. psychiatrisches Gutachten, S. 14). Eine Depression jedoch, die nach fachärztlicher Angabe zufolge ihres hier augenfällig reaktiv-soziogenen Charakters verschwindet, sobald eine berufliche Eingliederung gelingt, vermag die Beweisanforderungen nach BGE 141 V 281 zum vornherein nicht zu erfüllen (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1 S. 298 f. mit Hinweis auf BGE 127 V 294 E. 5a S. 299). Insbesondere haben entgegen der Ansicht des Versicherten die rechtsanwendenden Behörden zu prüfen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG), ob die ärztliche Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichtspunkte (insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren) mitberücksichtigt, die vom invaliditätsrechtlichen Standpunkt aus unbeachtlich sind (zur Aufgabenverteilung zwischen Arzt und Verwaltung bzw. Gericht vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195 f.). Ist dies - wie hier - der Fall, hat die rechtsanwendende Stelle von der ärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abzuweichen. Für die Rüge, das kantonale Gericht sei in willkürliche Beweiswürdigung verfallen, besteht kein Anhaltspunkt, ebenso wenig in Bezug auf die vorinstanzliche Anwendung der Art. 3 und 7 f. ATSG sowie des Art. 28 IVG. Daran vermögen auch die neu eingereichten Unterlagen - soweit es sich nicht ohnehin um unzulässige Noven handelt (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG) - nichts zu ändern, zumal der Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum Verfügungszeitpunkt entwickelt hat (BGE 121 V 362 E. 1b S. 366).