Citation: 8C_560/2014 E. 4.1

4.1. Im angefochtenen Entscheid wird ausgeführt, die Versicherte habe am 1. August 2011 die gynäkologische Notfallstation des Universitätsspitals F.________ aufgesucht und geschildert, sie sei in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli 2011 an einem Ferienort in der Türkei von zwei Tätern sexuell missbraucht worden. Gemäss rechtsmedizinischem Gutachten vom 20. November 2011 könne aus forensisch-gynäkologischer Sicht der zur Diskussion stehende sexuelle Übergriff weder be- noch widerlegt werden. Hingegen gehe aus dem gesamten chronologischen Ablauf der Ereignisse und den aktenkundigen Arztberichten hervor, die Beschwerdegegnerin habe unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus den Ferien Ende Juli 2011 Hilfe wegen erlittener sexueller Gewalt in Anspruch genommen, wobei sich ihr psychischer Zustand im weiteren Verlauf zunehmend verschlechtert habe, sodass schliesslich eine vier Monate dauernde stationäre psychiatrische Hospitalisation notwendig geworden sei. Sämtliche Schilderungen des in der Nacht vom 28. zum 29. Juli 2011 Vorgefallenen seien widerspruchsfrei und kohärent. Insgesamt würden die mehrheitlich von Drittpersonen aufgezeichneten Schilderungen der Versicherten über den Vorfall bemerkenswerte Gemeinsamkeiten aufweisen. Aus dem Umstand, dass diese nach dem Vorfall am frühen Morgen ihres Abreisetages weder die türkische Polizei alarmierte noch am Ferienort einen Arzt aufgesucht habe, könne nicht geschlossen werden, dass das Ereignis nicht stattfand. Insgesamt erscheine es als überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdegegnerin an ihrem Ferienort in der Türkei am frühen Morgen vor der Heimreise am 28./29. Juli 2011 Opfer von sexueller Gewalt geworden sei. Es habe sich um ein aussergewöhnliches Schreckereignis und damit um einen Unfall im Rechtssinne gehandelt.