Citation: 5A_245/2015 E. 4

Im vorliegenden Fall ging dem Rundschreiben der Konkursverwaltung eine zweite Gläubigerversammlung voraus, an welcher ein erster Vergleichsvorschlag von D.C.________ diskutiert und verworfen worden war. Aufgrund der Stellungnahmen der Gläubiger konnte die Konkursverwaltung die Vergleichsverhandlungen weiterführen. Zwar verlangt das Gesetz lediglich die Einberufung von zwei Gläubigerversammlungen (vgl. BÜRGI, a.a.O., N. 3 zu Art. 255; MERKT, a.a.O., N. 1 zu Art. 255), indes hätte die Konkursverwaltung von sich aus eine weitere Gläubigerversammlung einberufen können, falls sie dies als notwendig erachtet hätte (Art. 255 SchKG). Ein solches Vorgehen drängt sich indes nur ausnahmsweise auf, wenn nämlich die Gläubiger mittels direkter Diskussion in einen Entscheid eingebunden werden sollen ( AMACKER/KÜNG, a.a.O., N. 2 zu Art. 255). Daraus folgt, dass es im Ermessen der Konkursverwaltung liegt, ob sie eine weitere Gläubigerversammlung einberuft. Überdies kann ein Viertel der Gläubiger oder - soweit vorhanden - der Gläubigerausschuss eine solche verlangen.