Citation: 4A_310/2016 E. 3.2.2

3.2.2. Die Beschwerdeführerin zeigt weder mit ihrem Vorbringen, das Schiedsgericht habe die eingereichten Beweise offensichtlich falsch gewürdigt noch mit ihrem Vorwurf, es habe die Beweislastregel unzutreffend angewendet, einen in Art. 190 Abs. 2 IPRG vorgesehenen Beschwerdegrund auf. In ihrer weiteren Beschwerdebegründung setzt sie sich zudem nicht hinreichend mit den konkreten Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinander und legt nicht dar, inwiefern das Schiedsgericht die massgebenden Grundsätze der Vertragsauslegung missachtet hätte, sondern unterbreitet dem Bundesgericht weitgehend losgelöst von den schiedsgerichtlichen Erwägungen ihre Ansicht zu den Absichten und zum tatsächlichen Verständnis der Parteien hinsichtlich der durch den Aktionärbindungsvertrag vom 15. Mai 2013 gebundenen Vertragsparteien. Das Schiedsgericht hat ausführlich und nachvollziehbar dargelegt, weshalb nach Artikel 1 des Aktionärbindungsvertrags die Umschreibung der Vertragsparteien auf dem Titelblatt ("Shareholders Agreement dated May 15, 2013 for B.________ Limited Company [the 'Company'] made by and between A.________ A.S. and D.________" [Hervorhebung hinzugefügt]) sowie auf der ersten Seite ("This shareholders agreement... is... entered into by and among: Parties (1) A.________ A.S.... and (2) D.________... [Hervorhebung hinzugefügt]") der Definition der Parteien in der Auflistung nach Anhang 1 ("'Party' shall mean each of the Shareholders and the Company") vorgehen soll. Dagegen erhebt die Beschwerdeführerin keine zulässigen Rügen. Ausserdem führt der von ihr ins Feld geführte Umstand, dass D.________ im Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung Alleinaktionär der Beschwerdegegnerin gewesen sei, nicht dazu, dass die in seinem Namen unterzeichnete Vereinbarung ohne Weiteres auch für die von ihm beherrschte Gesellschaft rechtsverbindlich ist. Mit dem nicht weiter begründeten Einwand, das Schiedsgericht habe die Möglichkeit eines "umgekehrten Durchgriffs" übersehen, zeigt die Beschwerdeführerin keine Verletzung der massgebenden Bestimmungen über die Zuständigkeit auf. Ebenso wenig legt sie dar, inwiefern das Schiedsgericht die Grundsätze der Auslegung nach dem Vertrauensprinzip missachtet hätte. Sie vermag weder aufzuzeigen, dass sie das Verhalten der Beschwerdegegnerin nach Treu und Glauben so verstehen durfte und musste, dass auch diese sich durch die im Aktionärbindungsvertrag enthaltene Schiedsvereinbarung verpflichten wollte, noch legt sie dar, inwiefern im konkreten Fall eine in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung erörterte Konstellation der Ausdehnung der Schiedsvereinbarung auf Dritte vorliegen soll (dazu vorn E. 3.1.1).