Citation: 6B_1439/2021 E. 2.3.2

2.3.2. Die Vorinstanz führt aus, Facebook habe die in Frage stehende Verdachtsmeldung an die Organisation B.________ weitergeleitet, welche der Bundeskriminalpolizei fedpol den CyberTipline Report habe zukommen lassen. Die Organisation B.________ sei eine private gemeinnützige Organisation aus W.________, Facebook ein privater internationaler Konzern. Facebook sei verpflichtet, der Organisation B.________ Informationen zu Darstellungen von strafbaren Handlungen mit Kindern zu melden, weshalb keine rechtswidrige private Beweiserhebung vorliege. Zudem trete jeder Nutzer gewisse Rechte an den durch ihn über die Plattform versandten Daten an Facebook ab und willige in deren Weiterleitung ein. Zudem finde sich auf der Internetseite ein ausdrücklicher Hinweis darauf, dass Facebook Verdachtsfälle von Kindesausbeutung an die Organisation B.________ weiterleite. Die durch die Organisation B.________ bzw. Facebook als private Akteure an die Bundeskriminalpolizei übermittelten Informationen seien rechtmässig erhoben worden und damit im vorliegenden Prozess verwertbar. Weiter hält die Vorinstanz fest, aus datenschutzrechtlicher Sicht sei nicht immer leicht bestimmbar, nach welcher Rechtsordnung ein bestimmter Sachverhalt zu beurteilen sei. Jedoch wären diese Beweismittel selbst bei einer mit Blick auf die Grundlagen des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über den Datenschutz (DSG; SR 235.1) unrechtmässig erfolgten Weitergabe der Verdachtsmeldung durch Facebook bzw. Weiterleitung des CyberTipline Reports durch die Organisation B.________ trotzdem verwertbar. Die Vorinstanz erwägt, es handle sich um eine schwere Straftat i.S.v. Art. 141 Abs. 2 StPO, wobei die Strafverfolgungsbehörden die in Frage stehenden Beweismittel auch rechtmässig hätten erlangen können.