Citation: I 473/02 10.09.2003 E. 2

2.1 Im Parallelverfahren gegen den Unfallversicherer hat das Eidgenössische Versicherungsgericht die vorinstanzliche Auffassung, wonach die durch organische Gesundheitsstörungen bedingte Einschränkung der Erwerbsfähigkeit 15 % beträgt, bestätigt (vgl. das Urteil U 209/02 vom heutigen Datum). Auf diese Erwägungen kann verwiesen werden. 2.2 Die Vorinstanz hat im Weitern festgestellt, es könne auf Grund der medizinischen Akten nicht schlüssig beurteilt werden, ob die Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers zusätzlich durch psychische Gesundheitsstörungen beeinträchtigt werde. Diesbezüglich hat es die Sache zur weiteren Abklärung an die Verwaltung zurückgewiesen. Der Beschwerdeführer nimmt den Rechtsstandpunkt ein, der Fall sei entscheidungsreif. 2.2.1 Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts stellt der Rückweisungsentscheid einer kantonalen Rekursinstanz eine im Sinne von Art. 128 in Verbindung mit Art. 97 Abs. 1 OG und Art. 5 VwVG mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Eidgenössische Versicherungsgericht anfechtbare Endverfügung dar. Anfechtbar ist grundsätzlich nur das Dispositiv, nicht aber die Begründung eines Entscheides. Verweist indessen das Dispositiv eines Rückweisungsentscheides ausdrücklich auf die Erwägungen, werden diese zu dessen Bestandteil und haben, soweit sie zum Streitgegenstand gehören, an der formellen Rechtskraft teil. Dementsprechend sind die Motive, auf die das Dispositiv verweist, für die Behörde, an welche die Sache zurückgewiesen wird, bei Nichtanfechtung verbindlich. Beziehen sich diese Erwägungen auf den Streitgegenstand, ist somit auch deren Anfechtbarkeit zu bejahen (BGE 120 V 237 Erw. 1a mit Hinweis). 2.2.2 Wie die Vorinstanz dargelegt hat, weisen die medizinischen Unterlagen zwar verschiedentlich auf eine vom Unfall vom 3. Februar 1997 herrührende psychische Fehlentwicklung hin. Eine fachärztliche Einschätzung des Leistungsvermögens findet sich indes nur im Gutachten des Dr. S.________, Leiter a.i. der psychosomatischen Abteilung des Spitals X.________, vom 15. Mai 2001. Dieser Mediziner äussert sich wie folgt: "Meines Erachtens besteht neben einem komplexen regionalen Schmerzsyndrom der linken Hand eine posttraumatische Anpassungsstörung mit vorwiegend depressiven Symptomen. Für den zukünftigen Verlauf von Bedeutung erscheint mir, dass es dem Patienten gelungen ist, eine Teilzeitstelle mit leichter körperlicher Arbeit in der Küche eines Restaurants zu finden. Die 4 Stunden täglich, die er hier arbeitet, scheinen in Belastung, Tempo seiner maximalen Leistungsfähigkeit zu entsprechen. Spezifische therapeutische Möglichkeiten, die Erwerbsfähigkeit des Patienten zu steigern, sind m.E. keine mehr vorhanden. Der Status quo entspricht m.E. einem chronifizierten Zustand von posttraumatischen Folgen, der unbedingt erhalten werden sollte, da seit der Wiederaufnahme der Teilzeitarbeit der Patient eine Besserung seines psychischen Wohlbefindens nachvollziehbar beschreibt. Die Teilzeit-Arbeit im Restaurant entspricht m.E. der maximal möglichen zumutbaren Arbeitsleistung." Diesen Ausführungen, denen im Übrigen keine einschlägige Fragestellung zugrunde liegt, lässt sich nicht sicher entnehmen, ob eine Arbeit, welche die organisch bedingten funktionellen Einschränkungen berücksichtigt, aus psychiatrischer Sicht tatsächlich nur im Umfang eines halben Pensums bewältigt werden kann. Denn einerseits beschreibt der Sachverständige einen Zustand, der keine Steigerung der Leistungsfähigkeit mehr zulasse, anderseits verweist er darauf, seit Wiederaufnahme der Teilzeitarbeit habe sich die psychische Verfassung des Versicherten verbessert. Ob dieser Rückgang der psychischen Beeinträchtigung im Zeitpunkt der Begutachtung bereits abgeschlossen war oder ob sich diese positive Dynamik fortgesetzt hat, ist für die - allenfalls rückwirkend gestaffelte - Bemessung des Invaliditätsgrades von erheblicher Bedeutung. Das - unter diesen Umständen nicht mehr aktuelle - psychosomatische Konsilium der Klinik Y.________ vom 6. Januar 1998 enthält keine Aussage zur zumutbaren Arbeitsfähigkeit. Eine spezialärztliche Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht ist daher noch einzuholen, was bereits die Vorinstanz erkannt hat. Dabei ist das Verhältnis zwischen den Folgen der hiebei allenfalls erhobenen zusätzlichen Beeinträchtigung für die erwerbliche Leistungsfähigkeit einerseits sowie denjenigen des bereits feststehenden rein organisch bedingten Ausfalls (Erw. 2.1 hievor) anderseits zu klären. Es bedarf mithin einer - allenfalls interdisziplinären - medizinischen Stellungnahme zur Frage, inwiefern sich die physisch und psychisch bedingten Einschränkungen überlagern. 2.2.3 Da die bisher vorliegenden Akten keine abschliessende Gesamtbeurteilung der zumutbarerweise verwertbaren Arbeitsfähigkeit gestatten, lässt sich der Invaliditätsgrad auf dieser Grundlage nicht bestimmen. Dem beschwerdeführerischen Begehren, es seien ihm gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Rentenleistungen zuzusprechen, kann daher nicht entsprochen werden. Nach Abschluss der ausstehenden Abklärungen wird die Verwaltung eine neue beschwerdefähige Verfügung erlassen. Die Rügen hinsichtlich des Vorgehens bei der Invaliditätsbemessung sind in einem allfälligen neuen Rechtsmittelverfahren vorzubringen, sofern sie nicht bereits im Parallelverfahren gegen die SUVA abschliessend behandelt wurden (vgl. das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom heutigen Datum, U 209/02). 2.2.4 Schliesslich kann auf den Eventualantrag, die Sache sei zwecks weiterer medizinischer Abklärung des psychiatrischen Aspekts an das kantonale Gericht zurückzuweisen, nicht eingetreten werden. Da bereits die Vorinstanz eine Rückweisung zu diesem Zweck angeordnet hat, ist der Beschwerdeführer insoweit durch den angefochtenen Entscheid nicht beschwert, weshalb er kein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung (Art. 103 lit. a in Verbindung mit Art. 132 OG) hat (nicht publiziertes Urteil S. vom 11. Juni 1990, I 87/90).