Citation: 5A_75/2009 25.03.2009 E. 2

2.1 Im vorliegenden Fall geht es ausschliesslich um die den beiden Beschwerdeführerinnen geschuldete Parteientschädigung für das Verfahren der kantonalen Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Nach § 2 Abs. 1 der Verordnung des Verwaltungsgerichts über den Anwaltstarif für Streitigkeiten vor dem Verwaltungsgericht (Rb 176.6; ATVG) beträgt die Grundgebühr bei Beschwerden Fr. 800.-- bis Fr. 6'000.--. Innerhalb dieses Rahmens bemisst sich die Gebühr nach dem Zeitaufwand, der Bedeutung und der Schwierigkeit der Sache und nach dem Streitwert, soweit dieser bestimmbar ist. Letzteres Kriterium fällt vorliegend ausser Betracht, geht es doch um eine Entmündigung, mithin um eine streitwertfremde Angelegenheit. Nach § 2 Abs. 2 ATVG können die Minimal- bzw. die Maximalansätze unter- oder überschritten werden, wenn Aufwand oder Interesse der Parteien in einem erheblichen Missverhältnis zur Grundgebühr einschliesslich allfälliger Zuschläge gemäss § 4 stehen. Gemäss § 4 können zur Grundgebühr folgende Zuschläge von je 10 bis 40 % in Rechnung gestellt werden: Für jede Verhandlung oder zusätzlich angeordnete Rechtsschrift (§ 4 Abs. 1 lit. a ATVG); in Verfahren mit unverhältnismässig umfangreichen Akten oder besonderer Weitläufigkeit, ohne dass die Voraussetzungen von § 2 Abs. 2 ATVG gegeben sind (§ 4 Abs. 1 lit. b ATVG). Überdies verweist § 80 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Februar 1981 für den Ersatz der ausseramtlichen Kosten auf § 75 der Zivilprozessordnung. Danach kann die unterliegende Partei zum Ersatz für alle dem Gegner verursachten notwendigen Kosten und Umtriebe verpflichtet werden. 2.2 Gestützt auf die aufgezeigte gesetzliche Regelung hat das Verwaltungsgericht beiden Beschwerdeführerinnen eine Grundgebühr von Fr. 6'000.-- zugesprochen (§ 2 Abs. 1 ATVG) und diese durch Zuschläge von je 33 % (je Fr. 2'000.--) für die Beweisverhandlung und den zusätzlich angeordneten Schriftenwechsel erhöht (§ 4 Abs. 1 lit. a ATVG). Für die Beschwerdeführerin 1, deren Rechtsvertreter erst für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht beigezogen worden war, ergab sich ein weiterer Zuschlag von 1/3, d.h. Fr. 2'000.-- (§ 4 Abs. 2 ATVG). Das ergab für die Beschwerdeführerin 1 eine Entschädigung von Fr. 12'000.-- und für die Beschwerdeführerin 2 eine solche von Fr. 10'000.--. Weiter wurden Auslagen und Mehrwertsteuer berücksichtigt. Die Beschwerdeführerinnen rügen die Anwendung der zitierten Bestimmungen des ATVG durch das Verwaltungsgericht als willkürlich (Art. 9 BV).