Citation: 6B_542/2023 E. 2.3.4

2.3.4. Da vorliegend nicht über die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers zu befinden ist (vgl. oben E. 2.2), erübrigen sich diesbezügliche Ausführungen; umso mehr, als er sich darauf beschränkt, eine in Pakistan im Kontext von Strafverfolgungen generell gegebene Foltergefahr geltend zu machen (vgl. Beschwerde Rz. 19). Auch darauf kann indes nicht weiter eingegangen werden. Die Vorinstanz analysiert die Gesamtumstände und legt dar, weshalb aus ihrer Sicht für den Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko einer Behandlung oder Strafe im Sinne von Art. 3 EMRK besteht (vgl. oben E. 2.3.2 2. Absatz). Indem er sich seinerseits damit begnügt, auf einen Bericht von Human Rights Watch und einen Länderbericht der EASO (European Asylum Support Office; heute: European Union Agency for Asylum, EUAA) zu Pakistan zu verweisen, welche bestätigten, dass Folter von Häftlingen, respektive in Polizeihaft, in Anhörungen und im Gefängnis "weit verbreitet" sei, setzt er sich nicht ansatzweise mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinander (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG), die zu Recht seine individuell-persönliche Gefährdung prüft. Eine solche, mithin eine "konkrete" Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AIG (vgl. Urteile 6B_1115/2022 vom 22. November 2023 E. 5.4.1; 6B_1024/2019 vom 29. Januar 2020 E. 1.3.6) vermag der Beschwerdeführer mit seinem Hinweis auf die erwähnten Berichte nicht darzutun. Er kommt damit weder seiner Mitwirkungspflicht nach (vgl. oben E. 1.3.7.2) noch genügt dies den Begründungsanforderungen (vgl. oben E. 1.4). Folglich vermag er keinen Ausschlussgrund darzutun, der im Zeitpunkt der Anordnung der Landesverweisung zu deren Unzumutbarkeit führen würde und dem die Vorinstanz daher hätte Rechnung tragen müssen. Der (heute) fehlende Nachweis einer relevanten Gefährdung ändert nichts daran, dass die Vollzugsbehörde die Vollstreckbarkeit nötigenfalls anhand der aktuellen Verhältnisse nach Art. 66d Abs. 1 StGB wird überprüfen müssen und dabei auch Umstände zu beachten haben wird, die für die Beurteilung der Zumutbarkeit und Verhältnismässigkeit massgebend sind, in den Sachentscheid jedoch nicht oder erst als Prognose Eingang gefunden haben (vgl. Urteile 6B_1115/2022 vom 22. November 2023 E. 5.4.1; 6B_747/2019 vom 24. Juni 2020 E. 2.1.2 mit Hinweisen). Dies gilt vorliegend umso mehr, als der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts über die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers noch ausstehend und damit derzeit offen ist, ob er sich dannzumal, mithin beim Vollzug der Landesverweisung, allenfalls (auch) auf Art. 66d Abs. 1 lit. a StGB wird berufen können. Zusammenfassend verletzt die Vorinstanz weder Bundes- noch Konventionsrecht, wenn sie das Vorliegen eines schweren, persönlichen Härtefalls gemäss Art. 66a Abs. 2 StGB verneint. Damit erübrigt sich eine Interessenabwägung. Auf die diesbezüglichen Rügen des Beschwerdeführers ist nicht einzugehen.