Citation: 5C.255/2006 21.03.2007 E. 2

Die vom Kläger erhobenen Rügen entsprechen weitgehend den in der staatsrechtlichen Beschwerde vorgebrachten. Die Begründung der Berufung stimmt in den Art. 2 bis Art. 8 wörtlich mit jener der staatsrechtlichen Beschwerde überein. Auch die Art. 1 und 9 der Berufung decken sich inhaltlich grösstenteils mit den entsprechenden Artikeln in der staatsrechtlichen Beschwerde und wurden nur leicht angepasst, um den Besonderheiten des Rechtsmittels Genüge zu tun. Das Bundesgericht hat bereits in den BGE 116 II 92 und 116 II 745 präzisiert, warum auf eine Berufung, deren Begründung im Wesentlichen mit jener der konnexen staatsrechtlichen Beschwerde übereinstimmt, nicht eingetreten werde. Dabei macht nicht allein die Tatsache, dass die Begründungen beider Rechtsmittel identisch sind, die Rechtsmittel unzulässig, sondern vielmehr erst das Nichtgenügen an die Begründungsanforderungen des jeweiligen Rechtsmittels. Namentlich kann in der Berufung nicht geprüft werden, ob die vorinstanzliche Beweiswürdigung unter dem Blickwinkel von Art. 9 BV haltbar ist oder nicht. Der Kläger bringt in seiner Berufungsschrift nichts vor, was den Begründungsanforderungen von Art. 55 Abs. 1 lit. c OG entspräche. So werden auch die ansonsten in der Berufung einzig zulässigen Vorbringen, die Beklagte habe keine erheblichen Zweifel im Sinne der Rechtsprechung (vgl. BGE 130 II 321 E. 3.4 S. 326) haben müssen und die Glaubwürdigkeit des Klägers sei nicht erschüttert worden, nicht weiter begründet (vgl. oben E. 1.5). Der Kläger beruft sich lediglich auf eine "Verkennung der Beweislastregelung und des Beweismasses gemäss Art. 8 ZGB". In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass selbst bei der Berufung, bei welcher der Grundsatz der richterlichen Rechtsanwendung gilt, eine blosse Bestreitung den Begründungsanforderungen nicht genügt (vgl. oben 1.5).