Citation: 5A_257/2024 E. 3.2

3.2. Hierbei erwog das Obergericht, eine Vielzahl der vorhandenen Beweismittel seien dem Bezirksgericht U.________ bei Ausfällung des Entscheids vom 31. März 2022 bereits bekannt gewesen und in der Entscheidfindung berücksichtigt worden. Diese Beweismittel seien für die hier entscheidende Frage, inwiefern die Umstände sich verändert hätten, nicht direkt relevant. Vorrangig sei vielmehr auf jene Beweise abzustellen, die im abzuändernden Entscheid noch nicht vorgelegen hätten. In der Folge stellt das Obergericht schwergewichtig auf die Tagesprotokolle des BBT, die Schilderungen der Kindesvertreterin sowie einen Haaranalysebericht des Instituts für Rechtsmedizin vom 3. November 2023 ab. Die Ausführungen des Beschwerdeführers berücksichtigte es dagegen nicht. Dessen Standpunkt hafte eine gewisse Widersprüchlichkeit an, weil er der Beschwerdegegnerin aufgrund des Alkoholkonsums zwar eine Arbeitstätigkeit in hohem Pensum, nicht jedoch die Kinderbetreuung zutraue. In der Sache kam das Obergericht zusammenfassend zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin während den Besuchen in der Mutterrolle aufgehe und die Kinder sich bei den Besuchstreffen wohlfühlten. Es sei auch nicht dokumentiert, dass die Alkoholprolematik sich in diesen Zeiträumen aktualisieren würde, etwa indem die Beschwerdegegnerin Entzugserscheinungen zeigen würde, Alkohol trinken wollte oder nicht bewusstseinsklar wäre. Es seien weiter keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass die Mutter sich im Umgang mit den Kindern ausserhalb eines begleiteten Besuchstreffs anders verhalten würde. Indes sei ein gewisser Alkoholkonsum nachgewiesen und habe die Beschwerdegegnerin sich nicht immer zuverlässig gezeigt. Ein allfälliger Einfluss der Alkoholproblematik auf die Kinderbetreuung lasse sich daher nicht ausschliessen. Weiter seien Trinkvorfälle ausserhalb der mit Kindererziehung verbrachten Zeit denkbar. Hierbei handle es sich um ein konkretes Risiko, dem durch Vorkehrungen bei der Ausgestaltung des Besuchsrechts Rechnung zu tragen sei. Dessen Ausweitung komme daher nicht in Frage. Bei einem Besuchsrecht im vorgesehenen Umfang erscheine das Risiko eines Trinkereignisses aber als minimal, womit keine Kindeswohlgefährdung ersichtlich sei, die bloss begleitete Besuche rechtfertigen würde. Als Vorsichtsmassnahme sei die Kinderübergabe aber begleitet durchzuführen, damit eine externe Fachperson eine allfällige Alkoholisierung der Beschwerdegegnerin erkennen könne.