Citation: 8C_618/2014 E. 5.5

5.5. Dr. med. F.________ nimmt in seiner psychiatrischen Aktenbeurteilung vom 27. Juli 2011 an, es habe weder im Zeitpunkt der Berentung noch bei der Begutachtung durch Dr. med. E.________ vom 28. Februar 2011 eine unfallbedingte psychische Störung vorgelegen. Im zuhanden der Invalidenversicherung erstellten Gutachten lege Dr. med. E.________ dar, dass der Unfall keine Hirnschädigung und keine posttraumatische Belastungsstörung zur Folge gehabt habe. Hingegen diagnostiziere er eine seit 2008 bestehende, rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgradig und eine seit mindestens 2008 bestehende Panikstörung mit einer damit verbundenen Einschränkung der Leistungsfähigkeit von rund 30 Prozent. Zudem beschreibe er eine ausgeprägte Schmerzfixierung und eine Symptomausweitung. Eine eigentliche psychiatrische Erkrankung habe der Gutachter nicht festgestellt, jedoch eine dysfunktionale Schmerzverarbeitung. Dr. med. F.________ schliesst daraus, dass die geschilderten Symptome nicht durch den Unfall bedingt seien. Die Vorinstanz hält zu Recht fest, dass damit keine nachträgliche Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes dargelegt wird, sondern eine von Anfang an fehlende unfallkausale psychische Beeinträchtigung. Die gutachterlichen Schlussfolgerungen zuhanden der Invalidenversicherung wurden mit Blick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung gezogen. Die Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 1 ATSG können gestützt darauf daher nicht beurteilt werden. Auch die von Dr. med. F.________ in einer Aktenbeurteilung gestützt darauf gemachten Aussagen deuten nicht nachvollziehbar auf eine mit Blick auf Art. 17 Abs. 1 ATSG klar ausgewiesene, substanzielle Veränderung des Beschwerdebildes hin. Da es der psychiatrischen Beurteilung an einer vergleichenden Stellungnahme zu den der Rentenzusprache zugrunde gelegenen gesundheitlichen Verhältnissen fehlt, lässt sie keine schlüssige Beurteilung des Rentenanspruchs nach den revisionsrechtlichen Kriterien zu.