Citation: 1P.467/2003 27.11.2003 E. 6.1

6.1.1 In der ersten Einvernahme vom 9. Juli 2001 (act. 25) hat die Geschädigte ausgeführt, der Beschwerdeführer habe die Sitzlehne des Beifahrersitzes zum Geschlechtsverkehr leicht nach hinten gestellt. Das Obergericht zieht sinngemäss in Erwägung, eine nur leicht nach hinten gestellte Sitzlehne würde beim Geschlechtsverkehr anatomische Schwierigkeiten bieten, insbesondere aber bei einer Vergewaltigung. Es sei offensichtlich, dass der Beschwerdeführer die Sitzlehne nicht nur leicht, sondern sehr stark nach unten gedreht habe. Dies habe er selber (wenigstens anfänglich) so ausgesagt. Vor der Vorinstanz habe die Geschädigte dann ausgeführt, ihr Ehemann habe den Sitz heruntergedreht, respektive, er sei dann leicht schräg gewesen. Anlässlich der Verhandlung vor Obergericht habe sie ausgeführt, "leicht schräg" habe sie im Zusammenhang mit der waagrechten Sitzposition verstanden. Der Sitz sei "schräg" gewesen und habe fast den Hintersitz berührt. Nach Auffassung des Obergerichtes vermag der Umstand, dass die Geschädigte sich über die Frage, wie weit der Sitz hinuntergedreht worden sei, getäuscht oder missverständlich ausgedrückt haben mag, ihre Glaubwürdigkeit nicht zu beeinträchtigen. 6.1.2 Selbst wenn es seltsam anmutet, dass die Beschwerdegegnerin zuerst behauptet hatte, der Beschwerdeführer habe die Sitzlehne leicht nach hinten gestellt, ist die Schlussfolgerung des Obergerichtes hin- sichtlich der Glaubwürdigkeit der Beschwerdegegnerin doch nicht als willkürlich zu bezeichnen, dies umso weniger, als der Beschwerdeführer selber zugesteht, er habe den Sitz heruntergedreht.