Citation: 6B_477/2022 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz hält mit Blick auf Art. 52 und 53 StGB (letztere Bestimmung in der zur Zeit der Tatverübung geltenden Fassung) fest, es handle sich vorliegend mitnichten um ein Bagatelldelikt, selbst wenn von einem leichten Verschulden auszugehen sei. Der Beschwerdeführer habe bewusst falsche Angaben gegenüber der Öffentlichen Arbeitslosenkasse gemacht und so einen nicht vernachlässigbaren Betrag unrechtmässig erhalten. Es bestehe auch klar ein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung. Unter Hinweis auf das bundesgerichtliche Urteil 6B_51/2021 vom 11. Juni 2021 betont die Vorinstanz, die Arbeitslosenkasse übernehme eine von öffentlichen Geldern finanzierte sozialstaatliche Aufgabe und ein Missbrauch dieser Institution sei im Interesse der Öffentlichkeit ebenso aus generalpräventiver Sicht zu verfolgen und zu bestrafen. Es bestehe daher kein Raum für eine Strafbefreiung (angefochtener Entscheid E. 5.2 f. S. 13 f.).