Citation: 1P.753/2001 24.04.2002 E. 6

6. Es sei von neutraler fachlicher Seite her in einem ergänzenden Gutachten zu beurteilen, ob die während der Untersuchungshaft verabreichten Medikamente geeignet waren, die Wahrnehmungs- und Aussagefähigkeit des Angeklagten zu beeinflussen." Nach einer kurzen Verhandlungspause beschloss das Obergericht, dem Antrag der Staatsanwaltschaft werde entsprochen und Untersuchungsrichter C.________ als Zeuge einvernommen. Auf die Beweisergänzungsanträge des Beschwerdeführers werde nicht eingetreten; im Übrigen seien sie abzuweisen. Nach der Einvernahme von Untersuchungsrichter C.________ wurde die Berufungsverhandlung mit den Plädoyers zur Sache fortgesetzt und abgeschlossen. Das Obergericht gelangte im angefochtenen Entscheid zum Schluss, sowohl der sexuelle Missbrauch von B.________ und A.________ als auch die Täterschaft des Beschwerdeführers seien erwiesen. Erhebliche und unüberwindbare Zweifel an der Schuld des Beschwerdeführers hätten sich nicht ergeben. Das Obergericht wies deshalb die Berufung ab und bestätigte das Urteil des Kantonsgerichts.