Citation: 6B_1272/2023 E. 2.3

2.3. Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzliche Beweiswürdigung einwendet, erschöpft sich in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid. Der Zeuge D.________ sagte anlässlich der Erstbefragung vom 17. September 2020 aus, er habe gesehen, wie der Beschwerdeführer nach dem Verlassen des Baucontainers zu seinem (des Beschwerdeführers) Auto und danach mit einem Messer zurück in Richtung des Beschwerdegegners 2 gegangen sei (angefochtenes Urteil S. 16). Der Zeuge schätzte die Abwesenheit des Beschwerdeführers anlässlich der polizeilichen Einvernahme auf zwei bis drei Minuten, was er vor der Vorinstanz insofern relativierte, als er angab, es könnten auch 20 bis 40 Sekunden oder vielleicht eine Minute gewesen sein (vgl. angefochtenes Urteil S. 26). Die Vorinstanz stellt auf die übereinstimmenden Aussagen des Beschwerdegegners 2 und des Zeugen D.________ ab, der gemäss dem angefochtenen Entscheid auch mit dem Beschwerdeführer befreundet ist (angefochtenes Urteil S. 24). Beide sagten aus, der Beschwerdeführer habe den Baucontainer verlassen und er sei danach mit einem Messer zurückgekehrt. Im Zeitpunkt, als der Beschwerdeführer mit dem Messer zurückkehrte, war daher ganz offensichtlich kein Angriff im Sinne von Art. 15 StGB im Gang (sog. Notwehr) und es ist auch nicht ansatzweise nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer in der irrigen Vorstellung über einen solchen Angriff hätte gehandelt haben können (sog. Putativnotwehr; vgl. dazu etwa BGE 129 IV 6 E. 3.2; Urteil 7B_13/2021 vom 5. Februar 2024 E. 3.3.2). Dies gilt unabhängig davon, ob sich der Beschwerdeführer "in dubio pro reo" lediglich 20 Sekunden oder länger entfernte. Die Vorinstanz weist zutreffend darauf hin, dass die exakte Dauer nicht entscheidend ist und es sich jedenfalls nicht um eine lange Zeit handelte (vgl. angefochtenes Urteil S. 26). Gleiches gilt für die Art des verwendeten Messers bzw. dessen Klingenlänge. Aufgrund der im Rechtsgutachten dokumentierten Stichkanäle von 4,5 cm geht die Vorinstanz willkürfrei von einer Klingenlänge von mehr als 4,5 cm aus, was gegen ein Japanmesser mit ca. 2 cm ausgefahrener Klinge spricht (vgl. angefochtenes Urteil S. 26). Gemäss dem IRM-Gutachten vom 8. Januar 2021 erlitt der Beschwerdegegner 2 mehrere Stichverletzungen (vgl. angefochtenes Urteil E. 2.4 S. 10). Eine willkürliche Beweiswürdigung ist daher auch bezüglich der Frage, wie der Beschwerdeführer das Messer gegenüber dem Beschwerdegegner 2 einsetzte (Stich- oder lediglich Schnittbewegungen), nicht ersichtlich.