Citation: I 802/02 05.09.2003 E. 3

Im vorliegenden Fall hat die Gutachterstelle selber den Beizug eines Dolmetschers als notwendig erachtet, um bei der psychiatrischen Untersuchung eine optimale Verständigung zwischen dem Versicherten und dem Gutachter zu gewährleisten. Daher hatte der Explorand gemäss Einladung der Psychiatrischen Poliklinik des Spital X.________ vom 7. Februar 2001 zu den zwischen Februar und April 2001 stattgefundenen Konsultationen eine Dolmetscherin mitzubringen. Streitig und zu prüfen ist, wer die daraus entstandenen Übersetzungskosten zu tragen hat. 3.1 Im Rahmen von psychiatrischen Abklärungen kommt der bestmöglichen Verständigung zwischen Gutachter und Versichertem besonderes Gewicht zu. Eine gute Exploration setzt auf beiden Seiten vertiefte Sprachkenntnisse voraus. Ist der Gutachter der Sprache des Exploranden nicht mächtig, erscheint es medizinisch und sachlich geboten, dass er eine Übersetzungshilfe beizieht. 3.2 Der Gutachter kann im Rahmen seines Auftrages verschiedene Dispositionen treffen. Insbesondere kann er im Rahmen des ihm erteilten Auftrages für die Begutachtung an sich Anordnungen treffen im Sinne des Beizugs eines professionellen Übersetzers. Ist eine derartige Anordnung erfolgt, wirkt der Übersetzer als Hilfsperson an der Begutachtung mit. Die Aufwendungen für diese Übersetzungshilfe sind Teil der Abklärungskosten im Sinne von Art. 69 Abs. 2 IVV. Dabei handelt es sich nicht um Kosten, welche der Versicherte selber verursacht hat, sondern um solche, welche auf Grund einer gebotenen ärztlichen Anordnung im Rahmen der ordentlichen Begutachtung entstanden sind. 3.3 Von diesen Kosten sind solche, welche dem Versicherten aus der Untersuchung erwachsen (Reisekosten etc.), zu unterscheiden. Derartige Kosten sind ihm nur kraft besonderer Regelung zu vergüten (Urteil L. vom 25. Juli 2003, I 642/01).