Citation: 6B_803/2017 E. 5.3

5.3. Die Staatsanwaltschaft und die Beschwerdeführer unterlagen mit ihrem Antrag auf Verurteilung des Beschwerdegegners 1 wegen fahrlässiger Tötung. Deshalb auferlegt die Vorinstanz ihre Verfahrenskosten zu Recht den Beschwerdeführern zur Hälfte. Die vorinstanzliche Kostenauflage verletzt auch nicht Art. 30 Abs. 1 OHG. Diese Bestimmung bezieht sich nur auf Verfahren betreffend die von den Beratungsstellen erbrachten Leistungen sowie die Entschädigung und Genugtuung nach Art. 19 ff. OHG. In anderen Verfahren im Zusammenhang mit der Straftat, etwa bei gegen den Täter gerichteten Zivil- oder Strafklagen, gilt die in Art. 30 Abs. 1 OHG statuierte Kostenfreiheit nicht (Urteil 6B_370/2016 vom 16. März 2017 E. 1.2, nicht publ. in BGE 143 IV 154; BGE 141 IV 262 E. 2.2 S. 263 f. mit Hinweisen). Inwiefern darüber hinaus die Vorinstanz den Anspruch auf ein gerechtes Verfahren und das Willkürverbot verletzt haben soll, ist nicht ersichtlich.