Citation: 6B_481/2016 E. 4

Die Rügen erweisen sich als unbegründet, soweit sie den gesetzlichen Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG genügen. Der Beschwerdeführer setzt sich mit dem angefochtenen Entscheid allenfalls rudimentär auseinander und wiederholt im Wesentlichen seine bereits im kantonalen Verfahren erhobene Kritik am Institut des Strafbefehls und dessen verfahrensrechtlicher Ausgestaltung durch den Gesetzgeber. Er übersieht, dass unabhängig davon, ob seine Kritik an der gesetzlichen Zustellfiktion begründet ist, gemäss Art. 190 BV Bundesgesetze und Völkerrecht für das Bundesgericht und die anderen rechtsanwendenden Behörden massgebend sind. Das Bundesgericht und die kantonalen Gerichte müssen die Vorschriften über das Strafbefehlsverfahren selbst dann anwenden, wenn diese - wie vom Beschwerdeführer gerügt - gegen seinen verfassungsmässig und völkerrechtlich garantierten Anspruch auf ein faires Verfahren (vgl. Art. 9 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK) verstossen sollten. Es ist Aufgabe des Gesetzgebers, die allenfalls erforderlichen Anpassungen und Neuregelungen im Hinblick auf ein rechtsstaatliches Strafbefehlsverfahren vorzunehmen (vgl. BGE 139 I 180 E. 2.2 mit Hinweisen). Dass die Vorinstanz Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO falsch angewendet habe, behauptet der Beschwerdeführer nicht. Warum die gesetzliche Zustellfiktion, die keine prozessuale Besonderheit des Strafbefehlsverfahrens darstellt, sondern für alle Zustellungen gemäss StPO gilt (vgl. zu identischen Regelungen: Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO; Art. 44 Abs. 2 BGG; Art. 20 Abs. 2bis VwVG), auf den Fall des Beschwerdeführers trotz bestehenden Verfahrensverhältnisses, während dem mit einer Zustellung zu rechnen ist (vgl. hierzu: Urteile 6B_110/2016 vom 27. Juli 2016 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 141 IV 286; 6B_704/2015 vom 16. Februar 2016 E. 2.3), keine Anwendung finden soll, legt er nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Soweit er vorbringt, diverse Strafbehörden würden bei Retournierung eingeschriebener Postsendungen eine Kopie derselben mit Hinweis auf den infolge der Zustellfiktion ausgelösten Fristenlauf nochmals per A-Post verschicken, kann er hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Praxis erscheint zwar im Strafbefehlsverfahren angesichts der kurzen 10-tägigen Einsprachefrist als sinnvoll, jedoch weist der Beschwerdeführer zutreffend darauf hin, dass die StPO ein derartiges Vorgehen nicht vorschreibt und der Zeitpunkt der (fingierten) Zustellung hierdurch nicht verschoben wird.