Citation: 4P.101/2003 02.09.2003 E. 1

1.1 Das Obergericht prüft vorab, ob der Sennereigenossenschaft ein Schadenersatzanspruch gegenüber dem Beschwerdegegner zustand, weil dieser die produzierte Milch seit dem 21. Juni 2000 nicht mehr ablieferte, sondern an die C.________ AG verkaufte. Da die Sennereigenossenschaft am 15. September 2001 sämtliche Ansprüche gegen den Beschwerdegegner an den Beschwerdeführer abtrat, könn-te der Beschwerdeführer diesen Anspruch gegen den Beschwerdegegner geltend machen. Das Obergericht kommt zum Schluss, dass die Genossenschaft keinen Schaden zu verzeichnen hatte. Die Höhe des vom Beschwer-deführer geschuldeten Käsereizinses (Pachtzins für die Käserei X.________) sei nicht in Abhängigkeit der gelieferten Milch gestanden, sondern es sei im Milchkaufvertrag eine Jahrespauschale von Fr. 69'900.-- vereinbart worden. Der Beschwerdeführer sei deshalb selbst bei Lieferung einer kleineren Milchmenge, als sie die Parteien ursprünglich vereinbart hätten, verpflichtet gewesen, der Genossenschaft den gesamten Käsereizins zu bezahlen. Sodann habe die Genossenschaft weder einen Schaden infolge Haftung aus der Nichter-füllung des Vertrages mit dem Kläger zu tragen gehabt noch habe der Beschwerdeführer substanziiert dargelegt, dass die Genossenschaft eine Gewinneinbusse erlitten hatte. Eine solche sei auch nicht ersicht-lich, da es der Genossenschaft aufgrund der liberalisierten Milch-marktordnung jederzeit möglich gewesen sei, die nicht abgelieferte Milch durch einen Deckungskauf zu ersetzen. Somit habe die Genos-senschaft gegen den Beschwerdegegner keinen Schadenersatzan-spruch gehabt und einen solchen an den Beschwerdeführer nicht abtreten können. 1.2 Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht in verschiedener Hinsicht Willkür vor.