Citation: 2C_643/2023 E. 5.2

5.2. Betreffend die soziale Wiedereingliederung hat die Vorinstanz zu Recht erwogen, es sei entscheidend, ob unter Berücksichtigung der persönlichen und familiären Umstände die Wiedereingliederung der ausländischen Person in ihr Heimatland als stark gefährdet erscheine, und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher wäre oder vorgezogen würde. Ein persönlicher, nachehelicher Härtefall setze aufgrund der konkreten Umstände erhebliche Konsequenzen für das Privat- und Familienleben voraus, welche mit der Lebenssituation nach dem Dahinfallen des abgeleiteten Anwesenheitsrechts verbunden seien. Habe der Aufenthalt in der Schweiz nur kürzere Zeit gedauert und seien keine engen Beziehungen zur Schweiz geknüpft worden, bestehe praxisgemäss kein Anspruch auf weiteren Verbleib in der Schweiz, wenn die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme stelle (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.2 f.; Urteile 2C_213/2020 vom 10. Juni 2020 E. 4.1; 2C_241/2018 vom 20. November 2018 E. 5.2). Aufgrund der kurzen Aufenthaltsdauer in der Schweiz sei der Beschwerdeführer mit den gesellschaftlichen Gepflogenheiten in Nordmazedonien immer noch stark vertraut. Ausserdem würden seine Eltern und seine Schwester noch in Nordmazedonien leben. Dass die Wirtschaftslage in der Schweiz besser als in Nordmazedonien sei, begründe keinen nachehelichen Härtefall.