Citation: 5A_1038/2021 E. 1.2

1.2. Eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ist nur zurückhaltend anzunehmen. Sie liegt vor, wenn ein allgemeines und dringendes Interesse besteht, dass eine umstrittene Frage höchstrichterlich geklärt wird, um eine einheitliche Anwendung und Auslegung des Bundesrechts herbeizuführen und damit eine erhebliche Rechtsunsicherheit auszuräumen (BGE 146 III 237 E. 1). Hintergrund des vorliegenden Verfahrens ist der Folgende: Der Beschwerdeführer wurde im Dezember 2007 zur Leistung von Ehegattenunterhalt verpflichtet. Gemäss eigener Darstellung bezahlte er entsprechende Beiträge bis im Februar 2008. Ab dem Jahr 2013 bezog die Ehefrau Sozialhilfeleistungen. Die zuständige Sozialhilfebehörde forderte im Juni 2020 vom Beschwerdeführer zuerst im Namen der Ehefrau und nach deren Versterben für den Beschwerdegegner mit Erfolg die Nachzahlung ausstehender Unterhaltsbeiträge. Fragen von grundsätzlicher Bedeutung stellen sich in dieser Situation entgegen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers nicht. Solche ergeben sich insbesondere auch nicht daraus, dass dieser das Vorgehen der Behörden als rechtsmissbräuchlich erachtet oder sich verschiedene Fragen im Zusammenhang mit der Geltendmachung von auf das Gemeinwesen übergegangener Unterhaltsansprüche in einer Vielzahl von Fällen stellen können.