Citation: 4A_115/2014 E. 6.2

6.2. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, gegen Bundesrecht verstossen zu haben bzw. von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung abgewichen zu sein, indem sie jegliche aus der sozialversicherungsrechtlichen Praxis fliessende Argumentation ablehne im Widerspruch zu ihren eigenen Ausführungen und zur bundesgerichtliche Praxis wonach bei der Adäquanzbeurteilung sämtliche Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen seien. Das grundlegende Ziel der Adäquanz bleibe in jedem Rechtsgebiet eine Haftungsbeschränkung auf ein vernünftiges Mass, eine Schadenszurechnung nach Billigkeit. Allgemeine Erwägungen der sozialversicherungsrechtlichen Praxis hierzu, seien demnach auch im Haftpflichtrecht gültig. Es sei damit davon auszugehen, dass die Überlegungen des EVG zur Schadenersatzrechnung (recte wohl: Schadenszurechnung) im konkreten Fall zu berücksichtigen seien.