Citation: 1C_362/2021 E. 4.5.2

4.5.2. Die Gemeinde erwog im Einleitungsbeschluss, das Quartierplangebiet sei auf alle über die nördliche und die östliche Rongelliastrasse erschlossenen Grundstücke auszudehnen. Bezüglich der über die östliche Rongelliastrasse erschlossenen Grundstücke einschliesslich der Grundstücke des Beschwerdeführers erwog sie, den Anwohnern entstünde ein Vorteil, falls die nörliche Rongelliastrasse ausgebaut würde. Ausserdem verfügten die Grundstücke des Beschwerdeführers über im Grundbuch eingetragene Dienstbarkeiten zur Sicherung der Zufahrt über die nördliche Rongelliastrasse, welche im weiteren Quartierplanverfahren unter Umständen angepasst werden müssten. Unter Hinweis auf Art. 51 Abs. 1 KRG/GR und ihre Rechtsprechung wies die Vorinstanz im angefochtenen Urteil zunächst auf den Grundsatz hin, wonach ein Quartierplangebiet so zu begrenzen sei, dass es ein einheitliches, zusammenhängendes Gebiet umfasse. Das Quartierplanverfahren bezwecke, in einem genau begrenzten Gebiet überschaubare und nach einem Gesamtkonzept hinreichend erschlossene Parzellen zu schaffen. Ein Quartierplanperimeter sei so zu begrenzen, dass er ein einheitliches, zusammenhängendes Gebiet umfasse. Abzustellen sei dafür auf den generellen Gestaltungsplan, auf die Bauetappierungen in der Gemeinde oder auf die bereits bestehenden Strassen- und Erschliessungsanlagen. Zu berücksichtigen sei sodann, ob eine Parzelle von einem Quartierplanverfahren Vorteile zu ziehen vermöge oder ob sie zwecks Erschliessung anderer baureifer Grundstücke aus technischer und planerischer Notwendigkeit heraus in ein solches Verfahren miteinbezogen werden müsse. Ein Nichteinbezug einzelner Grundstücke falle nur in Betracht, wenn sie auf keinen Fall für die Erschliessung der übrigen Parzellen oder für eine allfällige Baulandumlegung benötigt würden. Der Einbezug einer Liegenschaft in das Beizugsgebiet setze voraus, dass im Zeitpunkt des Einleitungsbeschlusses ein - wenn auch nur geringer - wirtschaftlicher Sondervorteil zu Gunsten der betroffenen Grundeigentümer resultieren müsse. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist diese Auslegung des kantonalen Rechts aus Sicht des Bundesrechts nicht zu beanstanden und jedenfalls nicht willkürlich (Urteil 1C_494/2018 vom 13. Juni 2019 E. 3.3). Nach der Auffassung der Vorinstanz resultiert für die neu ins Quartierplangebiet aufgenommenen Grundstücke ein Vorteil im Sinne ihrer Rechtsprechung, weil deren verkehrsmässige Erschliessung verbessert werden soll. Dies gelte auch für die Parzellen des Beschwerdeführers, zumal die Zufahrt zu diesen auf den ersten 47 Metern ab der Kantonsstrasse über die nördliche Rongelliastrasse führe, welche ausgebaut und unter Umständen ins Eigentum der Gemeinde überführt werden soll.