Citation: 6B_852/2019 E. 3.1

3.1. Inwieweit die Feststellung der Vorinstanz, die Privatklägerin habe die Aussage des Beschwerdegegners nicht so verstanden, dass eine allfällige Tötung durch die Schwester/damalige Freundin nicht in seinem Machtbereich liege, willkürlich sein soll, legt die Beschwerdeführerin nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Dass er nach Auffassung der Beschwerdeführerin die Tötung für den Fall, dass die (betrogene) Schwester der Privatklägerin von den sexuellen Handlungen erfahre, unzutreffenderweise als Tatsache dargestellt habe, lässt deren Ausführung nicht als von seinem Willen abhängig erscheinen. Dies wäre allenfalls denkbar, wenn er der Privatklägerin angedroht hätte, diese selber zu töten oder deren Schwester von den gemeinsamen sexuellen Handlungen zu erzählen, wobei letzteres mit der angestrebten Geheimhaltung der sexuellen Handlungen nicht vereinbar ist. Für die rechtliche Qualifikation als Drohung ist ebenfalls ohne Bedeutung, ob die Privatklägerin aufgrund ihrer Aussage, sie habe sich vorstellen können, dass ihre Schwester "ausraste", tatsächlich davon ausging, diese hätte sie und den Beschwerdegegner umbringen können, wie die Beschwerdeführerin vorbringt (und auch die Vorinstanz anklingen lässt). Denn selbst wenn der Beschwerdegegner die Privatklägerin mit der Ankündigung der in Wahrheit nicht bestehenden Gefahr einer Tötung erschreckt haben sollte, macht dies dessen straflose Warnung nicht zu einer tatbestandsmässigen Drohung, da die behauptete Tötung nicht von seinem Willen abhängt. Die Vorinstanz verletzt mithin kein Bundesrecht, wenn sie aufgrund der Äusserung des Beschwerdegegners eine Drohung im Sinne von Art. 181 StGB verneint.