Citation: U 258/03 16.03.2004 E. 2

2.1 Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Es ist auf den vorliegenden Fall nicht anwendbar, da nach dem für die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids (hier: 2. Mai 2002) eingetretene Rechts- und Sachverhaltsänderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht berücksichtigt werden (BGE 129 V 4 Erw. 1.2 mit Hinweisen). 2.2 Nach Art. 20 Abs. 1 UVG beträgt die Invalidenrente bei Vollinvalidität 80 % des versicherten Verdienstes; bei Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt. Hat der Versicherte Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (IV) oder der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), so wird ihm eine Komplementärrente gewährt; diese entspricht der Differenz zwischen 90 % des versicherten Verdienstes und der Rente der IV oder der AHV, höchstens aber dem für Voll- oder Teilinvalidität vorgesehenen Betrag. Die Komplementärrente wird beim erstmaligen Zusammentreffen der erwähnten Renten festgesetzt und lediglich späteren Änderungen der für Familienangehörige bestimmten Teile der Rente der IV oder der AHV angepasst (Art. 20 Abs. 2 UVG). Gestützt auf Art. 20 Abs. 3 UVG hat der Bundesrat in Art. 31 ff. UVV nähere Vorschriften zur Berechnung der Komplementärrenten erlassen. Diese Bestimmungen sind auf den 1. Januar 1997 revidiert worden (Verordnungsänderung vom 9. Dezember 1996, AS 1996 3456). Während Art. 31 UVV allgemeine Vorschriften enthält, regelt Art. 32 UVV die Berechnung der Komplementärrenten in Sonderfällen. Gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung wird bei Versicherten, die vor dem Unfall eine Altersrente der AHV bezogen, für die Festsetzung der Grenze von 90 % nach Art. 20 Abs. 2 des Gesetzes neben dem versicherten Verdienst auch die Altersrente bis zum Höchstbetrag des versicherten Verdienstes berücksichtigt. Es soll damit verhindert werden, dass erwerbstätige Personen im AHV-Rentenalter trotz Prämienpflicht unter Umständen vom Anspruch auf eine Rente der Unfallversicherung ausgeschlossen sind (RKUV 1997 S. 50 f.). Nach der Rechtsprechung ist diese Bestimmung als gesetz- und verfassungsmässig zu betrachten (vgl. BGE 115 V 281 Erw. 3b und 289 Erw. 3b; noch nicht in der Amtlichen Sammlung veröffentlichtes Urteil F. vom 26. September 2003, U 182/02, Erw. 4.3).