Citation: 1C_3/2024 E. 9.4.2

9.4.2. Vorliegend zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf, inwiefern mit einer künftigen (Sonder-) Nutzungsplanung von Art. 44 Abs. 3 und 4 BauR abgewichen werden dürfte. Gegen die Annahme, es handle sich um blosse Planungsgrundsätze, spricht die Formulierung von Art. 44 BauR ("Grenzwerte und Schutzanforderungen") und die Festlegung absoluter Abstände bzw. Sichtwinkel. Auch der Planungsbericht der Gemeinde zur Revision Ortsplanung vom 2. November 2021 (S. 25 f.) geht von "verbindlichen Vorschriften" aus, die von den Anlagenbetreibern und -betreiberinnen "eingehalten werden müssen". Damit soll einerseits den berechtigen Ängsten der Bevölkerung Rechnung getragen werden und andererseits Rechtssicherheit für die Anlagenbetreiber und -betreiberinnen geschaffen werden. Diese Zielsetzung könnte nicht erreicht werden, wenn es sich um blosse programmatische Zielvorgaben handeln würde. Die Beschwerdeführerin macht denn auch in ihrer Beschwerde (Rz. 147) selbst geltend, es handle sich um generell-abstrakte Regeln, an denen ein späterer Anwendungsfall individuell-konkret zu messen sei, wie bei anderen Bauvorschriften auch.