Citation: 6B_57/2024 E. 1.2.1

1.2.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, der Schuldspruch basiere in erster Linie auf den Aussagen des Beschwerdegegners, welche die Vorinstanz zu Unrecht als glaubhaft einstufe. Sie verfalle in Willkür, wenn sie feststelle, der Beschwerdegegner habe den Tathergang über alle Einvernahmen hinweg im Kern konstant und detailreich geschildert. Bereits in der ersten Einvernahme habe dieser den Geschehensablauf unterschiedlich dargestellt und sei nicht in der Lage gewesen, die Tatbeiträge den Beteiligten zuzuordnen. So habe er in freier Erzählung zuerst berichtet, sie hätten zugestochen und E.B.________ und nicht er (Beschwerdeführer) habe den Beschwerdegegner am Arm gehalten. Erst im weiteren Verlauf der ersten Einvernahme und nach mehrmaligem Nachfragen habe der Beschwerdegegner berichtet, von ihm (Beschwerdeführer) am linken Unterarm gehalten, an den Schultern gedrückt und nach hinten gezogen worden zu sein, worauf E.B.________ erneut zugestochen habe. In der zweiten Einvernahme habe der Beschwerdegegner schliesslich eine dritte Version präsentiert, gemäss welcher er sich sowohl gegen ihn (Beschwerdeführer) als auch gegen E.B.________ verteidigt habe. Nun sei sich der Beschwerdegegner auch sicher gewesen, im Tatzeitpunkt ein blutiges Messer gesehen zu haben, welches E.B.________ herum geschwungen habe. Vor Vorinstanz habe er sogar noch weitere Details (braune Farbe des Messers, Klingenlänge von 10 cm bis 15 cm) genannt. Insbesondere vor dem Hintergrund seiner Aussagen zur Tatwaffe erweise sich die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach sich in den Schilderungen des Beschwerdegegners keine aggravierende Tendenz zeige, als falsch (Beschwerde Ziff. III.C.1.2 Rz. 22-29 S. 6 f. und Rz. 31 f. S. 8). Im Weiteren moniert der Beschwerdeführer, die Vorinstanz lasse bei der Würdigung der Realkennzeichen unberücksichtigt, dass den Aussagen des Beschwerdegegners der Detailreichtum fehle. Dieser sei namentlich nicht in der Lage gewesen zu schildern, wie lange und intensiv er (Beschwerdeführer) ihn gehalten bzw. angefasst haben soll und ob er ihn einzig an den Kleidern oder um den ganzen Arm gepackt habe (Beschwerde Ziff. III.C.1.2 Rz. 30 S. 7 f.).