Citation: 7B_237/2022 E. 2.3

2.3. Nach den vorinstanzlichen Feststellungen hatte die durch die Delikte unmittelbar geschädigte Mutter des Beschwerdeführers keine Kenntnis von dessen Vermögensverschiebungen und konnte aufgrund ihres schlechten gesundheitlichen Zustandes auch keine solche Kenntnis haben. Die Vorinstanz stützt sich hierbei auf die medizinischen Unterlagen, wonach die Mutter des Beschwerdeführers am 6. April 2006 einen Schlaganfall erlitten hatte und danach bis zu ihrem Tod am 26. Oktober 2009 praktisch in allen Aktivitäten des täglichen Lebens nicht mehr selbständig agieren konnte. Insbesondere habe sie nicht mehr sprechen und sich lediglich punktuell nonverbal, d.h. rudimentär, ausdrücken bzw. bloss auf einfache ja/nein-Fragen reagieren können. Die Vorinstanz stützt sich hierbei auf Berichte verschiedener Fachleute, die erhebliche Bedenken am Geisteszustand der Mutter des Beschwerdeführers äusserten. So spricht der Bericht des Alters- und Pflegeheims D.________ vom 28. Januar 2018 davon, dass die Patientin nicht mehr fähig war, einfache Geschäfte zur Kenntnis zu nehmen, diese zu verstehen oder die Post zu lesen; der logopädische Bericht vom 4. August 2006 führt aus, dass das Verstehen von Aufgaben eingeschränkt sei und bloss einfachste Aufforderungen und Fragen verstanden würden, der Bericht der Klinik E.________ vom 17. Februar 2009, drei Jahre nach dem Schlaganfall, spricht von einer "geistig schwerbehinderten Patientin mit Verdacht auf eine dementielle Entwicklung". Dass die Vorinstanz auf diese alle in dieselbe Richtung weisenden Berichte abstellt und hierbei von einem fortbestehenden Zustand ausgeht, ist angesichts des Berichts der Klinik E.________ vom 17. Februar 2009 gut vertretbar. Daran vermag der Hinweis des Beschwerdeführers auf die verschiedenen Zeugnisse des Hausarztes, der die Situation punktuell positiver beschrieben hat, nichts zu ändern. Selbst nach den Einschätzungen des Hausarztes blieb eine zuverlässige Beurteilung der kognitiven Fähigkeiten der Geschädigten infolge mangelnder sprachlicher Ausdrucksfähigkeit offen. Wenn die Vorinstanz unter Würdigung aller genannten Dokumente zum Gesundheitszustand der Mutter des Beschwerdeführers davon ausgeht, dass sie nicht mehr in der Lage gewesen sei, die Verfahrensgegenstand bildenden umfassenden und zahlreichen Finanztransaktionen des Beschwerdeführers, welche auf einer vor dem Hirnschlag der Mutter ausgestellten Generalvollmacht bzw. diversen Einzelvollmachten bei verschiedenen Banken beruhten, genügend zu verstehen und ihnen Einhalt zu gebieten und insoweit keine Kenntnis von den Transaktionen gehabt habe, so gibt dies zu keiner Kritik Anlass. Im Übrigen stimmen diese Erwägungen mit dem Umstand überein, dass das Bundesgericht die Errichtung einer kombinierten Beistandschaft über C.________ nach Art. 392 Ziff. 1 (Vertretungsbeistandschaft) und Art. 393 Ziff. 2 aZGB (Verwaltungsbeistandschaft) mit Urteil vom 17. November 2008 geschützt hat (vgl. Urteil 5A_588/2008 vom 17. November 2008). Dass sich das Bundesgericht damals nicht zur Urteilsfähigkeit äusserte bzw. eine notariell beglaubigte Vollmacht von C.________ akzeptierte, ist nicht ausschlaggebend, die Fragestellung war eine andere. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer aus dem Grundsatz in dubio pro reo, zumal sich dieser nicht auf punktuelle Fragen der Beweiswürdigung bezieht und im Übrigen nicht über das Willkürverbot hinausgeht.