Citation: 1C_51/2024 E. 4.3

4.3. Wie soeben dargelegt (E. 3.4 hiervor), dringen die Beschwerdeführenden mit ihrer Rüge, die Zufahrt auf ihrer Parzelle Nr. 5617 sei bereits bewilligt worden, nicht durch. Soweit sie eine rechtmässig erstellte Zufahrt aus dem Umstand ableiten wollen, das die Zufahrt bezweckende Bauprojekt sei bereits im Herbst 2009 abgeschlossen worden und damit bevor das Ausführungsreglement zum Raumplanungs- und Baurecht per 1. Januar 2010 in Kraft getreten (vgl. Art. 116 RPBR/FR) bzw. die VSS-Norm 640 273a per 1. August 2010 gültig geworden sei, kann ihnen nicht gefolgt werden. Wie die Gemeinde im vorinstanzlichen Verfahren zutreffend angemerkt hat, enthielt bereits das alte Ausführungsreglement vom 18. Dezember 1984 zum Raumplanungs- und Baugesetz (aRPBR/FR) die Vorgabe, eine Zufahrt zu öffentlichen oder privaten Strassen dürfe für den Verkehr keine Behinderung oder Gefahr darstellen (Art. 25 Abs. 1 aRPBR/FR). Dass damals noch nicht auf die VSS-Normen verwiesen wurde, ist unerheblich und führt jedenfalls nicht zur ursprünglichen Rechtmässigkeit der Zufahrt. Es liegt folglich mit der Vorinstanz keine Verletzung der Eigentumsgarantie bzw. der Besitzstandsgarantie vor, weshalb den Beschwerdeführenden die Bewilligung für die strittige Zufahrt mit den beiden Parkplätzen unter dem Vordach des geplanten Gerätehauses zu Recht nicht erteilt worden ist.