Citation: 9C_397/2016 E. 5.5

5.5. Hinzu kommt, dass auch aus beweisrechtlichen Gründen keine Veranlassung besteht, vom vorinstanzlichen Entscheid abzuweichen. Seit dem Jahre 2007 wurde der Versicherte bereits viermal psychiatrisch begutachtet. Während die beiden Verwaltungsgutachten des ABI (Expertise vom 26. September 2007) und der MEDAS-Zentralschweiz (Expertise vom 26. Oktober 2012) jeweils von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht ausgingen, verneinten sowohl der Parteigutachter (Expertise des Dr. med. B.________ vom 9. Januar 2014) wie auch der Gerichtsgutachter (Expertise vom 24. November 2015) jegliche Arbeitsfähigkeit, wobei letzterer diese Einschätzung gar retrospektiv und in Widerspruch zu den genannten echtzeitlichen Einschätzungen seiner Berufskollegen vornahm. Diese augenfälligen Diskrepanzen legen den Schluss nahe, dass es bei den Gegebenheiten des konkreten Falles unmöglich ist, im Rahmen des im Verwaltungsverfahren wie auch im kantonalen Sozialversicherungsprozess geltenden Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen anspruchsbegründenden - invalidisierenden - Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen. Eine fünfte psychiatrische Begutachtung würde den bisherigen kontroversen Einschätzungen nur eine weitere hinzufügen. Diese Beweislosigkeit wirkt sich zu Lasten des Beschwerdeführers aus (vgl. Art. 8 ZGB; BGE 138 V 218 E. 6 S. 221; 117 V 261 E. 3b S. 264).