Citation: 6B_1349/2023 E. 4.3

4.3. Damit hat die Vorinstanz die Situation der Beschwerdeführerin ganzheitlich gewürdigt. Inwiefern sie das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls willkürlich oder rechtsfehlerhaft ausgeschlossen haben könnte, ist auch unter Berücksichtigung der in der Beschwerde erhobenen pauschalen Kritik nicht ersichtlich. Die Vorbringen, die Schweiz besser als Österreich zu kennen, hier seit dem Zuzug vor 18 Jahren etwas "miterwirtschaftet" zu haben, bei guter Gesundheit viele soziale Kontakte zu pflegen und in der Schweiz über bessere Resozialisierungschancen als im Ausland zu verfügen, vermögen daran nichts zu ändern. Nichts anderes gilt, soweit die Beschwerdeführerin die obligatorische Landesverweisung als "unausgereiftes Gesetz" bzw. als diskriminierend und unverhältnismässig bezeichnet und - im Hinblick auf eine Gleichstellung mit Inländern - Zusatzregelungen für Ausländer mit einer langen Aufenthaltsdauer fordert. Soweit sie zudem einwendet, eine derart schwerwiegende und ohne Behördenhinweis nicht absehbare Massnahme für ein leichtes, selbst mittelschweres Delikt sei rechtsstaatlich bedenklich, bleibt auf die vorstehenden Erwägungen (E 4.1) zu verweisen sowie darauf, dass Gerichte, einschliesslich das Bundesgericht, an die Gesetze gebunden sind (Art. 190 BV). Eine Abwägung der privaten Interessen am Verbleib in der Schweiz und der öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung erübrigt sich. Die Vorinstanz hat sodann zu Recht erkannt, dass auch das FZA einer Landesverweisung nicht entgegensteht, zumal die Beschwerdeführerin seit 2014 nicht erwerbstätig ist und seit August 2016 (mit einem Unterbruch von Juli bis November 2017) Sozialhilfe bezieht. Auf die vorinstanzlichen Erwägungen kann auch insofern vollumfänglich verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG).