Citation: U 43/99 14.02.2000 E. 2

2.- a) Bei der Festsetzung der Integritätsentschädigung für die somatischen Unfallfolgen auf 40 % stützte sich die SUVA auf die Einschätzung des Kreisarztes Dr. med. M.________ vom 15. August 1997. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwände, die eine Wiederholung der von der Vorinstanz mit einlässlicher Begründung entkräfteten Vorbringen im kantonalen Verfahren darstellen, vermögen die Zuverlässigkeit dieser ärztlichen Beurteilung nicht in Frage zu stellen. b) Mit Bezug auf die psychische Beeinträchtigung ist auf Grund der medizinischen Akten erstellt, dass der Beschwerdeführer als Folge seiner Handverletzung, insbesondere der damit im Zusammenhang stehenden chronischen Schmerzen und langwierigen Behandlung, eine reaktive Depression entwickelt hat. Rechtsprechungsgemäss ist anhand der für die Beurteilung der Adäquanz psychischer Unfallfolgen geltenden Praxis (BGE 115 V 138 Erw. 6) zu entscheiden, ob die gesundheitliche Beeinträchtigung die für den Anspruch der Integritätsentschädigung vorausgesetzte Dauerhaftigkeit aufweist (BGE 124 V 44 Erw. 5c/bb). Es steht fest und ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer am 14. Oktober 1994 einen als mittelschwer einzustufenden Unfall erlitten hat. Rechtsprechungsgemäss (BGE 124 V 45) ist vom Regelfall auszugehen, wonach die Dauerhaftigkeit des psychischen Integritätsschadens ohne Weiterungen zu verneinen ist. Ein Ausnahmefall liegt nicht vor, indem weder ein Ereignis im Grenzbereich zu den schweren Unfällen in Frage steht noch erhebliche Anhaltspunkte für eine besonders schwerwiegende, einer Besserung nicht zugängliche Beeinträchtigung der psychischen Integrität bestehen. Denn in seinem Bericht vom 20. April 1998 führte Dr. med. H.________, Oberarzt an der Psychiatrischen Klinik X.________, aus, beim Beschwerdeführer, welcher die begonnene (intensive) Psychotherapie von sich aus abgebrochen habe, liege zwar in psychischer Hinsicht ein chronifiziertes Zustandsbild vor. Indessen hänge die mangelnde Therapiefähigkeit auch mit der vorbestehenden Persönlichkeitsstruktur und Mentalität zusammen. Daraus lässt sich schliessen, dass der Beschwerdeführer das Unfallereignis zwar bisher wegen unfallfremder Faktoren nicht verarbeiten konnte, eine Besserung oder Heilung der psychischen Störung indessen grundsätzlich möglich wäre. Bei dieser Sachlage besteht kein Anlass zur Anordnung einer ergänzenden psychiatrischen Abklärung zur Frage der Dauerhaftigkeit der psychogenen Störung. Vielmehr ist die Dauerhaftigkeit des Integritätsschadens entsprechend der für Unfälle aus dem mittleren Bereich geltenden Regel zu verneinen, was zur Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt.