Citation: 1C_34/2020 E. 3.2

3.2. Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt (E. 6 S. 3 ff.), dass und weshalb die tatsächlichen Behauptungen des Beschwerdeführers nicht geeignet sind, einen Tatverdacht gegen den Beschwerdegegner in Bezug auf Ehrverletzungsdelikte zu begründen, der die Eröffnung eines Strafverfahrens rechtfertigen könnte. Der Beschwerdeführer kritisiert den angefochtenen Entscheid und das Vorgehen der Behörden zwar ausufernd und in verschiedenster Hinsicht, setzt sich indessen nicht sachgerecht mit diesen Ausführungen des Obergerichts auseinander und legt nicht konkret dar, weshalb der Beschwerdeführer entgegen dessen Auffassung verdächtig sein soll, ihn in seiner Ehre verletzt zu haben. Das ist auch nicht ersichtlich. Im Übrigen wäre die Eröffnung eines Strafverfahrens in Bezug auf die Ehrverletzungsdelikte im Sinne von Art. 173, 174, 175 und 177 StGB ohnehin ausgeschlossen. Deren Verfolgung setzt das Vorliegen eines gültigen Strafantrags voraus. Die Vorwürfe des Beschwerdeführers beziehen sich auf die Einvernahme vom 21. März 2019 und deren Protokollierung, die dem Beschwerdeführer zum Durchlesen und Unterschreiben vorgelegt wurde. Die angebliche Tat und der Täter waren dem Beschwerdeführer somit am 21. März 2019 bekannt, womit die dreimonatige Antragsfrist gemäss Art. 31 StGB am 26. August 2019, als er den Beschwerdegegner anzeigte bzw. sinngemäss einen Strafantrag stellte, offenkundig bereits abgelaufen war. Der Strafantrag war verspätet und damit ungültig.