Citation: 4A_348/2024 E. 2.6.1

2.6.1. Soweit der Formvorbehalt zur Anwendung gelangt, genügt konkludentes Verhalten aber nicht, um einen Vertragsübergang zu bewirken. Vielmehr müsste die Vertragsübernahme entweder vom Formvorbehalt nicht erfasst sein oder die Parteien müssten konkludent auf diesen verzichtet haben. In Bezug auf den ersten Punkt mangelt es den Vorbringen der Beschwerdeführerin aber schon an Schlüssigkeit. Nach ihren eigenen Vorbringen war für die Beschwerdegegnerin wesentlich, dass E.________ involviert war. Dies spricht dafür, dass der Formvorbehalt auch eine Vertragsübernahme umfasste, so dass die Gefahr, dass konkludent ein Verzicht auf eine Beteiligung von E.________ angenommen werden könnte, gebannt war. Auch erschliesst sich vor diesem Hintergrund ein Motiv für eine Weiterführung des Intermediary Agreement mit E.________ persönlich als Einzelfirma. Denn bei einem Übergang der Vereinbarung auf die Beschwerdeführerin bestünde keine Gewähr, dass E.________ involviert bleibt. Er könnte seine Anteile an der Beschwerdeführerin veräussern und aus ihr ausscheiden, ohne das Intermediary Agreement zu verletzen. Galt dieses zwischen den ursprünglichen Parteiein weiter, bestand unabhängig von der Beteiligung an der Beschwerdeführerin eine Verpflichtung E.________s gegenüber der Beschwerdegegnerin. Damit erscheint diese Lösung bei näherer Betrachtung weniger abwegig, als die Beschwerdeführerin annimmt.