Citation: I 463/02 17.02.2003 E. 4

4.1 Die IV-Stelle hat den von ihr auf 42 % festgesetzten Invaliditätsgrad aus der Gegenüberstellung eines Valideneinkommens von Fr. 141'265.‑‑ und eines Invalideneinkommens von Fr. 81'745.‑‑ ermittelt. Das Valideneinkommen hat sie aus den vom Versicherten in den Jahren 1994-1998 erzielten Betriebsergebnissen von durchschnittlich Fr. 151'818.40 pro Jahr (gemäss Jahresabschlüssen der T.________ inkl. persönliche AHV/IV/EO-Beiträge) errechnet und davon einen hypothetischen Frauenlohn von Fr. 10'553.25 pro Jahr für die Mitarbeit der Ehefrau abgezogen. Das Invalideneinkommen ermittelte die IV-Stelle so, dass sie das Valideneinkommen von Fr. 141'265.15 um eine "behinderungsbedingte Erwerbseinbusse" von Fr. 59'520.25 reduzierte. Eine Erwerbseinbusse dieser Höhe ergibt sich nach Auffassung der IV-Stelle aus den von der Ehefrau anstelle des Beschwerdeführers im Personentransportbetrieb auf der B.________- /R.________ zu erbringenden Mehrleistungen von Fr. 14'166.90 und den Kosten für einen ersatzweise angestellten Fahrlehrer von Fr. 56'314.‑‑. Die so errechnete Erwerbseinbusse hat die IV-Stelle sodann um den Ertrag von Fr. 10'960.65 aus den für den Versicherten weiterhin als zumutbar erachteten Theoriestunden reduziert. Das kantonale Gericht hat die so durchgeführte Invaliditätsbemessung als rechtskonform erachtet und lediglich beanstandet, dass darin auch noch 100 sog. "Bussstunden" für Personentransporte auf der R.________-/B.________ enthalten seien, die der Versicherte zumutbarerweise nicht mehr selbst leisten könne. Die Mehrleistungen der Ehefrau seien daher auf Fr. 17'490.‑‑ zu erhöhen, was aber ohne Einfluss auf die Höhe des Rentenanspruches bleibe. 4.2 Vorinstanz und Verwaltung haben mit dem Abstellen auf die durchschnittlichen Betriebsergebnisse der Jahre 1994-1998 als Grundlage sowohl des Validen- als auch des Invalideneinkommens übersehen, dass die dem Versicherten im Fahrschulbetrieb zugerechnete erwerbliche Leistung schon vor Eintritt des Versicherungsfalles im Mai 1999 überwiegend und danach ausschliesslich von seinen beiden Söhnen erbracht wurde. Ebenso war im Personentransport auf der R.________-/B.________ schon vor Eintritt des Versicherungsfalles neben der Ehefrau noch ein Chauffeur als Saisonangestellter tätig. Die der Invaliditätsbemessung zu Grunde gelegten Betriebsergebnisse enthalten somit in erheblichem Ausmasse Erträge, die aus der Mitarbeit der beiden Söhne, eines Saisonangestellten und der Ehefrau resultierten. Für die Invaliditätsbemessung massgebend sind aber nur jene Einkünfte, welche der Versicherte selber durch sein eigenes Leistungsvermögen vor Eintritt des invalidisierenden Gesundheitsschadens erzielt hat und trotz Behinderung noch erzielen könnte. Hinzu kommt, dass in der "Berechnung" der IV-Stelle jede erwerbliche Gewichtung der Haupt- und Nebenerwerbstätigkeit des Beschwerdeführers als Fahrlehrer einerseits und als Inhaber eines Personentransportbetriebes anderseits fehlt. Bei der Fahrlehrertätigkeit gilt dasselbe für den praktischen Fahr- und den Theorieunterricht. Das mit diesen verschiedenen, unternehmerischen Tätigkeiten erzielte und noch erzielbare Einkommen sowie die damit verbundenen Aufwendungen und Investitionen sind unterschiedlich, weshalb ihre erwerbliche Gewichtung nach der Methode des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens unabdingbar ist.