Citation: 9C_41/2024 E. 2.2.2

2.2.2. In Zivilsachen verlangt das Bundesgericht, dass die Anträge bei Streitigkeiten um Geldbeträge beziffert werden (vgl. BGE 143 III 111 E. 1.2; 134 III 235 E. 2). In Steuersachen ist es demgegenüber jedenfalls nicht von vornherein ausgeschlossen, reformatorische Anträge auf ihre rechtliche Begründung zu stützen, ohne sie exakt zu beziffern, zumal auch das Bundesgericht die rechnerische Umsetzung oft den unteren Instanzen überlässt (Urteil 9C_47/2024 / 9C_48/2024 vom 23. September 2024 E. 1.3.2). Ausserdem kann das Bundesgericht für die Auslegung der Rechtsbegehren die Begründung der Beschwerde heranziehen (BGE 136 V 131 E. 1.2; Urteile 5A_157/2023 vom 12. Oktober 2023 E. 2.1; 9C_710/2022 vom 17. August 2023 E. 1.4, nicht publ. in: BGE 149 II 354, aber in: StE 2024 A 24.5 Nr. 12). Diese Erleichterungen ändern allerdings nichts daran, dass klare und präzise Rechtsbegehren generell ein wesentliches Element in einem gerichtlichen Verfahren sind (vgl. Urteile 5A_157/2023 vom 12. Oktober 2023 E. 2.1; 5A_950/2016 vom 5. April 2017 E. 1.2.1; 5A_64/2015 vom 2. April 2015 E. 1.2; AUBRY GIRARDIN, a.a.O., N. 21 zu Art. 42 BGG). Wenn also auch aus der Begründung der Beschwerde nicht klar wird, um welche konkreten Anordnungen die beschwerdeführende Partei das Bundesgericht ersucht, kann das Bundesgericht der Partei Gelegenheit zur Verbesserung geben oder auf den betreffenden Antrag nicht eintreten. Bei diesem Ermessensentscheid ist auch zu berücksichtigen, ob die Partei anwaltlich vertreten ist (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.4.2 und 2.4.3; Urteil 5A_695/2015 vom 1. Februar 2016 E. 2.2).