Citation: 1C_432/2021 E. 5.6

5.6. Fehl gehen die Beschwerdeführer weiter, wenn sie sich auf den Standpunkt stellen, ihr Baugesuch hätte wenigstens in Bezug auf die Fenster mit dem dringendsten Massnahmenbedarf materiell behandelt werden müssen. Sie verkennen, dass die Baubewilligungsbehörde ihr Baugesuch gemäss dem Grundsatz der Einheit des Bauentscheids als Gesamtes zu beurteilen hatte (Urteile 1C_658/2017 vom 18. September 2018 E. 3.3; 1C_348/2019 vom 27. April 2020 E. 5.3; je mit Hinweisen). Dieser Grundsatz lässt zwar Ausnahmen zu. Dies gilt etwa, wenn ein besonders dringliches Teilprojekt aus einem Baupaket herausgelöst und in einem vorgezogenen Baubewilligungsverfahren behandelt werden kann (vgl. BGE 124 II 293 E. 26b S. 346 f.; Urteil 1C_348/2019 vom 27. April 2020 E. 5.3). Hinreichende Gründe dafür, dass die Baubewilligungsbehörde hier verpflichtet gewesen wäre, vom Grundsatz der Einheit des Bauentscheids abzuweichen, machen die Beschwerdeführer indes nicht namhaft. Sie behaupten zwar, gewisse Fenster ihrer StWE-Einheit seien nicht mehr gebrauchstauglich und wiesen einen dringenden Handlungsbedarf auf. Inwieweit der Ersatz von Fenstern ihrer StWE-Einheit aufgrund ihrer Baueingabe separat hätte beurteilt werden können, legen sie jedoch nicht dar. Sie zeigen auch nicht auf, dass ein Ersatz von Fenstern ihrer StWE-Einheit ohne Koordination der Unterhaltsarbeiten an den Fenstern des restlichen Gebäudes möglich und zulässig ist. Dies gilt umso mehr, als es sich beim Gebäude um ein geschütztes Kulturobjekt handelt, was gegen eine gestaffelte Beurteilung von Massnahmen mit Auswirkungen auf das Erscheinungsbild spricht.