Citation: 2C_556/2015 E. 2.2

2.2. Der Eigentümerin ist nicht zu folgen. Gemäss Art. 110 BGG haben die Kantone, soweit sie aufgrund des BGG als letzte kantonale Instanz ein Gericht einzusetzen haben, zu gewährleisten, dass dieses selbst oder eine vorgängig zuständige andere richterliche Behörde den Sachverhalt frei prüft und das massgebende Recht von Amtes wegen anwendet. Das Obergericht, das unstreitig als einzige kantonale gerichtliche Behörde zu entscheiden hatte, führte hierzu aus, seine Kognition sei auf die Sachverhalts- und Rechtskontrolle ("inbegriffen Ermessensmissbrauch, Ermessensüberschreitung und -unterschreitung") beschränkt. Dies entspricht in allen Teilen den Vorgaben von Art. 110 BGG, sieht diese Norm doch gerade keine Pflicht zur Vornahme einer Angemessenheitskontrolle vor (Urteil 1C_97/2014 vom 9. Februar 2015 E. 3.2; HANSJÖRG SEILER, in: Hansjörg Seiler/ Nicolas von Werdt/Andreas Güngerich/Niklaus Oberholzer, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2015, N. 18 zu Art. 110 BGG; BERNARD CORBOZ, in: Bernard Corboz/Alain Wurzburger/Pierre Ferrari/Jean-Maurice Frésard/Florence Aubry Girardin [Hrsg.], Commentaire de la LTF, 2. Aufl. 2014, N. 7 zu Art. 110 BGG).