Citation: 1C_544/2022 E. A

Im Zonenplan der Gemeinde Pontresina ist für das Areal Carlihof eine Quartierplanpflicht festgelegt. Das Areal umfasst die Parzellen Nrn. 1861, 1862 (teilweise), 1864, 1865, 1866, 1870 und 2299 und befindet sich zum grössten Teil in der Dorfkernzone. Die Parzellen Nrn. 1861 und 1862 gehören C.B.________ bzw. der Erbengemeinschaft D.B.________. Der Rest des Areals gehört Drittpersonen und ist teilweise überbaut. Die Erbengemeinschaft D.B.________ ersuchte die Gemeinde 2015 um Einleitung des Quartierplanverfahrens. Nach Anhörung der übrigen Eigentümer leitete der Gemeindevorstand von Pontresina am 13. Dezember 2016 das Verfahren ein. Der Einleitungsbeschluss blieb unangefochten und ist in Rechtskraft erwachsen. In der Folge wurde ein Quartierplan ausgearbeitet und vom 8. Oktober bis 7. November 2019 öffentlich aufgelegt. Dagegen erhoben zum einen G.________, zum andern die Geschwister A.A.________ und B.A.________ Einsprache. G.________ verlangte, auf die Garagenzufahrt bei der Kreuzung Via Giarsun/Via Cruscheda zu verzichten. A.A.________ und B.A.________ beantragten im Wesentlichen, der Quartierplan sei nicht zu genehmigen, das Quartierplanverfahren abzubrechen und erst wieder aufzunehmen, wenn die kommunale Grundordnung rechtskräftig totalrevidiert worden sei. Diese Revision müsse zum Ziel haben, zurzeit nicht überbaute Grundstücke dem Nichtbaugebiet zuzuweisen. Für das gesamte Planungsgebiet sei dafür eine Planungszone zu erlassen. Nachdem der Gemeindevorstand am 28. Januar 2020 einen ersten Einsprache- und Genehmigungsentscheid erlassen hatte und dagegen Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden eingelegt worden war, nahm er seinen Entscheid wegen einer Verletzung des rechtlichen Gehörs (unterlassene Zustellung von Vernehmlassungen) wieder zurück. Am 27. Oktober 2020 fällte er einen zweiten Entscheid, der inhaltlich dem ersten entsprach: