Citation: 5D_28/2023 E. 3

Die beschwerdeweise erhobenen Rügen sind, soweit sie überhaupt als stringent betrachtet werden können, nicht geeignet, Willkür aufzuzeigen in Bezug auf die obergerichtliche Kernaussage, der Beschwerdeführer passe seine Behauptungen dem jeweiligen Verfahrensverlauf an und sie seien allesamt unglaubhaft: Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, willkürlich davon ausgegangen zu sein, dass er Spekulationsverluste zulasten der C.________ AG verursacht habe, während er in Wahrheit von dieser Darlehen erhalten habe und die Verluste in seinem Privatvermögen eingetreten seien. Soweit er diesbezüglich behauptet, er habe im zweitletzten Absatz auf Seite 4 der Berufungsschrift darauf hingewiesen, dass es sich im Jahr 2021 um Darlehen der C.________ AG in der Höhe von Fr. 1,22 Mio. gehandelt habe, mit denen er spekuliert habe, so ist festzustellen, dass im dortigen zweitletzten Absatz von etwas anderem die Rede ist, nämlich vom angeblichen Aktienverkauf und vom Rücktritt aus dem Verwaltungsrat. Wenn der Beschwerdeführer sodann die Urkunde 41/11 als Beleg für seine Willkürrüge anführt, dass die darin ausgewiesenen Fr. 1,24 Mio. sein privater Verlust gewesen sei und er bei der C.________ AG lediglich nominell im Rahmen der aufgenommenen Darlehen in der Schuld stehe, übergeht er die obergerichtliche Feststellung, dass es sich bei der Urkunde 41/11 um einen undatierten Auszug handle, auf welchem weder der Name einer Bank noch eine Kontonummer oder der Name eines Kontoinhabers vermerkt sei. Wie ein Blick auf das Dokument zeigt, geht es um eine Liste, die offenbar Verluste zeigen soll, ohne dass sich auch nur ansatzweise eine Verbindung zu einer bestimmten Person oder einer Institution oder einem Konto herstellen liesse. Eine willkürliche Beweiswürdigung durch das Obergericht ist insofern nicht greifbar. Ohnehin ist aber auch nicht ersichtlich, inwiefern es für die vom Beschwerdeführer behaupteten Konsequenzen der angeblichen Spekulationsverluste (Notwendigkeit des Aktienverkaufes und des Ausscheidens aus dem Verwaltungsrat) relevant sein soll, dass diese in seinem Privatvermögen statt direkt bei der Firma eingetreten sein sollen; im Gegenteil wären die von ihm beschriebenen Konsequenzen bei einem Verlust auf dem Privatvermögen sogar weniger einsichtig. Ergänzend und mit Blick auf die Vorwürfe gegenüber dem Obergericht ist schliesslich festzuhalten, dass die Ausführungen in der Beschwerde wie schon diejenigen in der Berufungsschrift (offensichtlich bewusst) unscharf bzw. vertuschend formuliert sind und solches Schreibverhalten nicht geeignet ist, Willkür aufzuzeigen: Unbekümmert um den beschwerdeweise vertretenen Hauptstandpunkt, wonach es sich um Privatverluste gehandelt haben soll, spricht der Beschwerdeführer in der gleichen Beschwerde selbst wieder von zu Lasten der Firma verursachten Verlusten (vgl. S. 3 Mitte). Überdies liegt ein Widerspruch vor, wenn der Beschwerdeführer geltend macht, im erstinstanzlichen Verfahren habe er die hohen Verluste zulasten der AG nicht angeben können, weil sie noch gar nicht in den Büchern verzeichnet gewesen seien, wenn sein Hauptstandpunkt ist, die Verluste seien bei ihm privat und nicht bei der Firma eingetreten, bei welcher er weiterhin aus Darlehen in der Pflicht stehe. Als Zwischenergebnis im Zusammenhang mit den verwirrlich gehaltenen Ausführungen zu den angeblichen Spekulationsverlusten ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen vermag, inwiefern die zentrale beweiswürdigende Feststellung im angefochtenen Entscheid, die behaupteten Verluste - bei wem auch immer diese eingetreten sein mögen - seien nicht belegt, willkürlich sein soll. Ausgehend von dieser Sachverhaltsbasis ist der weiteren Behauptung des Beschwerdeführers, er sei wegen der grossen Spekulationsverluste für die C.________ AG als Aktionär und Verwaltungsrat nicht mehr tragbar gewesen, - abgesehen davon, dass ein Aktionär frei bestimmt, ob er seine Aktien verkaufen will oder nicht, und niemand ihn aufgrund einer "Untragbarkeit" hierzu verpflichten kann - der Boden entzogen, soweit in diesem Zusammenhang überhaupt von Willkürrügen und nicht bloss von appellatorischen Ausführungen auszugehen wäre. Was sodann die vom Obergericht in diesem Kontext erwähnte erstaunliche zeitliche Koinzidenz des angeblichen Aktienverkaufes und des Rücktritts aus dem Verwaltungsrat mit dem Verlauf des Eheschutzverfahren anbelangt, ergibt sich keine Willkür aus der allgemeinen Aussage, zeitliche Zufälle gebe es immer wieder. Ebenso wenig lässt sich Willkür dartun mit der Behauptung, ein Aktienverkauf und eine Mutation im Handelsregister lasse sich nicht so schnell aufgleisen. Ohnehin stösst die Behauptung, all dies sei vor dem Hintergrund der Spekulationsverluste notwendig gewesen und planmässig verlaufen, ins Leere, wenn nach dem vorstehend Gesagten das Obergericht willkürfrei zum Schluss gelangen durfte, dass die angeblichen Spekulationsverluste - seien diese nun privat oder zulasten der AG erfolgt - nicht belegt sind. Was den angeblichen Aktienverkauf an den Vater und die behauptete Absetzung bzw. den erfolgten Rücktritt aus dem Verwaltungsrat anbelangt, erfolgen im Übrigen neue und damit unzulässige Vorbringen (Art. 99 Abs. 1 BGG), wenn vor Bundesgericht nachgeschoben wird, dieser sei schon vorher Grossaktionär gewesen und durch die Spekulationen geschädigt worden, weshalb er mit der sofortigen Abwahl des Beschwerdeführers und der eigenen Wahl in den Verwaltungsrat richtig gehandelt habe. Zusammenfassend lässt sich im Kontext mit den Feststellungen und Erwägungen im angefochtenen Entscheid zum Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers und insbesondere zum beweiswürdigend (Glaubhaftigkeit der Vorbringen) erfolgten obergerichtlichen Vorhalt, der Beschwerdeführer passe seine Ausführungen dem jeweiligen Verfahrensverlauf an, keine Willkür erkennen; im Gegenteil verstärkt sich dieser Eindruck im bundesgerichtlichen Verfahren.