Citation: 6P.172/2000 14.05.2001 E. 3

3.- Der Beschwerdeführer macht geltend, das Kantonsgericht habe die Arglist beim Betrug nur willkürlich und in Verweigerung des rechtlichen Gehörs begründen können (Beschwerde S. 6 - 15). a) Wie der Beschwerdeführer selber richtig vorbringt, begründet das Kantonsgericht das Urteil "unter Hinweis auf Aussagen von Letterzeichnern" (Beschwerde S. 7). Daher handelt es sich entgegen der Argumentation des Beschwerdeführers nicht um willkürliche Annahmen des Kantonsgerichts aus einer Prämisse, wonach er um den Betrug gewusst habe, sondern um Folgerungen aus der Würdigung aktenkundiger Aussagen. b) Der Beschwerdeführer macht geltend, es wäre für jeden Käufer "ein Leichtes gewesen, sich z.B. bei einer Bank, einem Treuhänder, einem Anwalt, bei einer Strafuntersuchungsbehörde usw. zu erkundigen, ob eine Rendite von 71 % [...] realistisch sei und wie es sich mit der versprochenen Sicherheit verhalte" (Beschwerde S. 7 f.). Er beruft sich dafür auf die Rechtsprechung zur Arglist (Beschwerde S. 8). Wann aber Arglist anzunehmen ist und wie es sich mit der Opfermitverantwortung verhält, sind Fragen des Bundesrechts. Ob die Sache auf Grund des Sachverhalts materiell beurteilt werden kann, entscheidet sich im Rahmen der bundesrechtlichen Prüfung (vgl. Art. 277 BStP). Darauf ist nicht einzutreten. c) Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, im Gegensatz zu den meisten Letterkäufern seien die Vermittler und somit auch er in einer Traumwelt gefangen gewesen, die ihnen suggeriert habe, "die Sache sei machbar und ergo legal". Es sei eine hörige Ausprägung mit fast kultisch-sektiererischen Auftritten und Ritualen vorhanden gewesen. Das Kantonsgericht setze sich willkürlich mit dieser Verteidigungsargumentation mit keinem Wort auseinander (Beschwerde S. 9). Auch hier geht es um die Frage, wie diese Tatsachen betrugsrechtlich zu beurteilen sind. Von einem Vorgehen in gleichsam "sektiererischer Weise" gehen auch die Staatsanwaltschaft und die Gerichte aus (oben Bst. A, zweiter Absatz). Die weiteren Tatsachen waren indes ebenfalls zu berücksichtigen. d) Das Kantonsgericht würdigt das Vorgehen des Beschwerdeführers ausführlich. Begriffe wie "weisgemacht", "verschwiegen", "im Glauben belassen", "vorgegaukelt" oder "vorgetäuscht" erscheinen in keiner Weise als willkürliche Folgerungen (angefochtenes Urteil S. 16 ff., 20). Auf den S. 12 ff. der Beschwerde macht der Beschwerdeführer geltend, das Kantonsgericht habe gewisse Aussagen von sechs Letterzeichnern aus dem Zusammenhang gerissen und seine Aussagen nicht gewürdigt. Man sei blind, taub und für kritische Stimmen völlig unzugänglich gewesen, und es habe das "EKC-Fieber grassiert"; fehle die Arglist, fehle es auch an einem Tatbestandsmerkmal des Betrugs (Beschwerde S. 14 f.). Diese Vorbringen sind unbehelflich, insgesamt appellatorisch und betreffen sachlich Bundesrecht.