Citation: 1P.29/2000 21.01.2002 E. 3

3.- Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör. Die Kassationsabteilung des Obergerichts hätte ihnen Gelegenheit geben müssen, sich zur Frage der verspäteten Erhebung der Ausstandsrügen zu äussern. Eine weitere Verletzung des rechtlichen Gehörs sehen die Beschwerdeführer in der verweigerten Beweisabnahme. a) Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht kein verfassungsrechtlicher Anspruch der Parteien, zur rechtlichen Würdigung der durch sie in den Prozess eingeführten Tatsachen noch besonders angehört zu werden (BGE 108 Ia 293 E. 4c S. 295). Eine Ausnahme besteht namentlich dann, wenn ein Gericht seinen Entscheid mit einem Rechtsgrund zu begründen beabsichtigt, auf den sich die beteiligten Parteien nicht berufen haben und mit dessen Erheblichkeit sie vernünftigerweise nicht rechnen mussten (BGE 126 I 19 E. 2c/aa; 124 I 49 E. 3c; 123 I 63 E. 2d). Im vorliegenden Fall mussten die anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer bereits im Zeitpunkt der Einreichung ihrer Beschwerde bei der Kassationsabteilung des Obergerichts damit rechnen, dass das Gericht überprüfen werde, ob das Ausstandsbegehren überhaupt rechtzeitig gestellt worden sei. Eine Gehörsverletzung liegt insoweit nicht vor. b) Die Kassationsabteilung des Obergerichts wies die Beweisanträge der Beschwerdeführer ab. Diese bezogen sich auf das von der Alternativbegründung betroffene Beweisthema. Daher sind diese Rügen nicht weiter zu prüfen.