Citation: 2C_108/2025 E. 4.4.4

4.4.4. Im konkreten Fall holte die Haftrichterin die telefonischen Auskünfte am 20. Januar 2025 und damit fünf Tage nach Eingang des Haftentlassungsgesuchs und zwei Tage vor der mündlichen Anhörung ein. Die Auskunft des SEM wurde der Rechtsvertreterin gleichentags zur Kenntnis gebracht. Das SEM verweigerte der Rechtsvertreterin - wie der Beschwerdeführer glaubhaft vorbringt - eine eigene telefonische Auskunft und verwies sie auf den schriftlichen Weg. Vor diesem Hintergrund wäre es zwar grundsätzlich angezeigt gewesen, dass das SEM die dem kantonalen Gericht mündlich erteilte Auskunft schriftlich bestätigt. Unter Berücksichtigung der zeitlichen Umstände und der Möglichkeit des Beschwerdeführers, Stellung zu nehmen, ist das Vorgehen des kantonalen Gerichts jedoch im Licht von Art. 29 Abs. 2 BV nicht zu beanstanden.