Citation: 7B_52/2023 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer bestreitet den von der Vorinstanz bejahten hinreichenden Tatverdacht nicht, rügt jedoch eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips und der Unschuldsvermutung nach Art. 10 Abs. 1 StPO, Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK. Er macht geltend, allein aufgrund der gegen ihn erhobenen Tatvorwürfe könne nicht geschlossen werden, er habe "generell" sexuelle Kontakte zu Minderjährigen. Er sei nicht einschlägig vorbestraft und ihm würden auch keine anderen Straftaten vorgeworfen. Er bestreite zwar nicht, dass er die B.________-App genutzt habe, und es möge zutreffen, dass gewisse Nutzer dieser App Kontakt zu deutlich jüngeren Frauen suchten; dies treffe aber auch auf erwachsene junge Frauen zu, ausserdem werde die App auch von älteren Frauen genutzt. Es gebe keine Hinweise dafür, dass er über diese App Minderjährige suche bzw. gesucht habe, oder dass er eine pädophile Neigung habe. Auf seinem Mobiltelefon seien daher auch keine "verbotenen Inhalte" gefunden worden. Er fühle sich sexuell eher zu älteren Frauen hingezogen. Die Aussagen der Geschädigten, wonach der Betreiber der B.________-App um ihr Alter gewusst und ihr mitgeteilt habe "je jünger, desto besser, mehr Geld und so...", seien, was ihn (den Beschwerdeführer) betreffe, irrelevant. Im Übrigen habe die Staatsanwaltschaft anstelle von Haft lediglich ein Kontaktverbot zur Geschädigten beantragt, was die Staatsanwaltschaft wohl nicht getan hätte, wenn sie ernsthaft befürchtet hätte, er würde noch weitere Delikte begehen. Ferner habe die Staatsanwaltschaft - entgegen der Auffassung der Vorinstanz - ihre Verfügung vom 24. August 2023 nicht hinreichend begründet. Dies verletze seinen Anspruch auf rechtliches Gehör.