Citation: 1P.247/2005 09.06.2005 E. 5

5.1 Soweit der Beschwerdeführer auf BGE 125 IV 261 ff. und 76 ff. verweist, handelt es sich um Fehlzitate. Auf den betreffenden Seiten äussert sich der bundesgerichtliche Kassationshof nicht zum Tatbestand der Förderung der Prostitution. Im Übrigen kann der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde aus Entscheiden des Kassationshofes zur Auslegung von Art. 195 StGB nichts für sich herleiten. Denn hier geht es nicht um eine entsprechende Auslegungsfrage, sondern um Beweiswürdigung. 5.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, willkürlich seien auch das Strafmass und die nicht begründete Erhöhung der Bewährungsfrist von zwei auf drei Jahre, nachdem er von der Beschuldigung der Veruntreuung freigesprochen worden sei. Bei der Frage des Strafmasses und der Festlegung der Probezeit geht es um die Anwendung von Bundesrecht (Art. 63 ff. StGB und Art. 41 Ziff. 1 Abs. 3 StGB). Insoweit wäre die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde nach Art. 268 ff. BStP gegeben gewesen und scheidet die nach Art. 84 Abs. 2 OG subsidiäre staatsrechtliche Beschwerde damit aus. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs mangels hinreichender Begründung rügt der Beschwerdeführer jedenfalls nicht in einer den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs wäre im Übrigen zu verneinen. Das Strafgericht legt (S. 15 E. 4.3) dar, weshalb es die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt hat.