Citation: 2C_576/2010 29.11.2010 E. 3

3. Ferner machen die Beschwerdeführer geltend, dass die Veranlagung der Sonderjahressteuer 1999 gestützt auf § 179 Abs. 4 des aargauischen Steuergesetzes vom 13. Dezember 1983 (aStG) Ende 1999 verwirkt sei. 3.1 Bei der Verjährung bzw. Verwirkung handelt es sich um ein materiell-rechtliches Institut, das den Bestand der Steuerforderung direkt betrifft, weshalb sich die Frage der Verjährung nach dem für die Steuerforderung geltenden Recht bestimmt (Urteil 2A.100/2007 vom 5. Dezember 2008 E. 2.1, in: StE 2009 B 24.4 Nr. 77 mit Hinweis). Für die Sonderjahressteuer 1999 nach § 263 Abs. 2 des Steuergesetzes vom 15. Dezember 1998 (StG; SAR 651.100) gilt aber bereits das neue Steuergesetz (vgl. auch Art. 69 Abs. 7 StHG), handelt es sich doch hier um eine ausschliesslich nach neuem Recht erhobene Steuer (vgl. Dieter Egloff, Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 3. Aufl., 2009, Rz. 7 zu § 177 StG). Gemäss § 177 Abs. 4 StG verjährt das Recht, eine Steuer zu veranlagen, erst 15 Jahre nach Ablauf der Steuerperiode. 3.2 Im Übrigen wäre das Recht, die Sonderjahressteuer 1999 zu veranlagen, selbst dann nicht verwirkt, wenn noch § 179 Abs. 4 aStG mit seiner zehnjährigen Verwirkungsfrist anwendbar wäre. Nach § 179 Abs. 1 Satz 2 aStG begann die Verjährungsfrist bei nicht periodisch geschuldeten Steuern (u.a. Jahressteuern) am Ende jener Veranlagungsperiode, in deren Bemessungsperiode die steuerbare Leistung entstanden war. Die Jahressteuer 1999 fiel in die Bemessungsperiode 1999/2000, weshalb die Veranlagungsverjährung erst Ende 2000 begann und Ende 2010 endet (vgl. Urteil 2P.19/2005 vom 11. November 2005 E. 5). Mit dem vorliegenden Urteil ist selbst diese Frist noch nicht verwirkt.