Citation: 6B_335/2020 E. 3.4.6

3.4.6. Zur vorinstanzlichen eingehenden Würdigung der Verkäufe an B.________ und C.________ (oben E. 3.4.1 letzter Absatz) äussert sich der Beschwerdeführer nicht. Hinsichtlich der Herstellungskosten usw. hält die Vorinstanz am Ersturteil fest und ergänzt, die Ermittlungsbehörden hätten umfassende Editionen getätigt und die Kosten der einzelnen Produkte berechnet. Der Beschwerdeführer habe die Richtigkeit der Editionen erstinstanzlich anerkannt; die Berechnungen seien unbestritten geblieben (Urteil S. 32 f.). Dem Beschwerdeführer seien sämtliche Ordner zugestellt worden, und er habe nachweislich Kenntnis von sämtlichen Verfahrensakten und damit auch von den Ordnern A bis D gehabt (oben Sachverhalt A.h). Wie die Vorinstanz richtig annimmt (Urteil S. 33 f.), verletzt ihre Bezugnahme auf die Akten weder das rechtliche Gehör noch die Verteidigungsrechte (Urteile 6B_403/2018 vom 14. Januar 2019 E. 2.3.3; 1B_251/2017 vom 21. Februar 2018 E. 2.2). Der Beschwerdeführer wendet ferner ein, die Vorinstanz lasse die Frage einer Verletzung von Art. 141 Abs. 5 StPO nach wie vor offen (Beschwerde Ziff. 213-219). Dazu ist festzustellen, dass die Frage der Verwertbarkeit der Beweismittel im gesamten Verfahren umstrittener Verfahrensgegenstand blieb und die Vorinstanz diese Akten entsprechend zu würdigen hatte. Vom Strafrichter ist zu erwarten, die zulässigen von den unzulässigen Beweisen zu unterscheiden (BGE 143 IV 387 E. 4.4 S. 394). Die abschliessende Verwertbarkeit bleibt dem Sachrichter vorbehalten, insbesondere auch unter dem Gesichtspunkt der Interessenabwägung im Sinne von Art. 141 Abs. 2 StPO. Es kommt auf die Umstände des Einzelfalles an, wenn die Unverwertbarkeit nicht bereits ohne Weiteres feststeht. Eine unverzügliche Feststellung der Unverwertbarkeit war in casu nicht möglich (BGE 143 IV 387 E. 4.4 S. 395). Die Vorinstanz hat diesen Fragenkomplex umfassend beurteilt. Es ist weder eine formelle Rechtsverweigerung infolge Nichtbeurteilens einer rechtserheblichen Rüge (vgl. Urteil 6B_266/2020 vom 27. Mai 2020 E. 3.1) festzustellen noch eine Gehörsrechtsverletzung im Sinne einer ungenügenden Urteilsbegründung (dazu unten E. 3.4.10). Wie die Vorinstanz überdies feststellt, waren dem Beschwerdeführer sämtliche Verfahrensordner (inkl. der Ordner A bis D) zur Einsichtnahme zugestellt worden. Sie nahm auf die Ordner A bis D insoweit Bezug, als sich der Beschwerdeführer explizit/und oder implizit auf entsprechende, in den fraglichen Ordnern vorhandene Aktenstücke berufen hatte (Urteil S. 33 f., E. 9.1). Es ist somit keine Rechtsverletzung (Gehörsrecht, Verteidigungsrechte) zum Nachteil des Beschwerdeführers ersichtlich.