Citation: 2C_948/2019 E. 3.1

3.1. Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführer sich auf einen Härtefall berufen können. Ein nachträglicher (d.h. nicht fristgerechter) Familiennachzug wird bewilligt, wenn wichtige familiäre Gründe dies gebieten (Art. 47 Abs. 4 AIG [Fassung vom 16. Dezember 2005], Art. 73 Abs. 3 und 75 VZAE [Fassung vom 24. Oktober 2007]). Die BV bzw. die EMRK umfassen in Art. 13 Abs. 1 bzw. Art. 8 keinen vorbehaltslosen Anspruch auf Einreise und Aufenthalt bzw. auf Wahl des von den Betroffenen gewünschten Wohnorts für die Familie (vgl. BGE 142 II 35 E. 6.1 S. 46; 139 I 330 E. 2 S. 335 ff.; je mit Hinweisen). Soweit ein Bewilligungsanspruch besteht, gilt er nicht absolut: Liegt eine aufenthaltsbeendende oder -verweigernde Massnahme im Schutz- und Anwendungsbereich von Art. 8 EMRK, erweist sich der Eingriff als zulässig, falls er - wie hier - gesetzlich vorgesehen ist (Art. 47 AIG), einem legitimen Zweck dient und sich in einer demokratischen Gesellschaft als notwendig erweist (Verhältnismässigkeit; BGE 142 II 35 E. 6.1 S. 46 f.; 139 I 330 E. 2.2 S. 336).