Citation: 2C_123/2018 E. 2.4

2.4. Diesen Wissensstand und diese Motivationslage lässt bereits der Betrag von Fr. 4.7 Mio. unzweideutig erkennen, den I.________ zu bezahlen versprach. Hätte er sich lediglich auf eine Restbeteiligung von 1.6% bezogen, erschiene er im Licht der bis dahin im Hinblick auf den Erwerb der gesamten Tochtergesellschaft aufgewendeten Beträge (gemäss Sachdarstellung in der Strafanzeige EUR 200'000.-- mit gleichzeitiger Nebenabrede, D.E.________ und H.E.________ zu 40% an der Tochtergesellschaft zu beteiligen; Kapitalerhöhung um EUR 2.2 Mio. mittels Verrechnung mit einem Darlehen, das I.________ der Tochtergesellschaft gewährt hatte) als völlig überhöht. Wie die Vorinstanz weiter erkannte, erschöpfte sich die Leistung der Beschwerdegegnerin aber nicht in der Übertragung der Restbeteiligung. Vielmehr versprach die Beschwerdegegnerin, die Kapitalerhöhung mittels Übergabe entsprechender Verwaltungsrats- und Generalversammlungsbeschlüsse Zug um Zug gegen Erhalt der ersten Kaufpreistranche über Fr. 3 Mio. zu genehmigen. Diesen Verzicht auf die Anfechtung der erlittenen Verwässerung seitens der Beschwerdegegnerin hat die Vorinstanz so gedeutet, dass sich der übereinstimmende Parteiwillen nicht auf die Übertragung der Restbeteiligung von 1.6% beschränkte, sondern in Tat und Wahrheit auf die Übertragung der alleinigen und unanfechtbaren rechtlichen und wirtschaftlichen Beherrschung der Tochtergesellschaft gerichtet hatte.