Citation: 9C_755/2018 E. 4.2.2

4.2.2. Sodann verweist die Versicherte auf einen misslungenen (Selbst-) Eingliederungsversuch, in dessen Rahmen sie eine Stelle als Verkäuferin in einem Pensum von 40 % nach wenigen Monaten aufgrund "immobilisierender Rückenschmerzen" und einem erneut verstärkten Auftreten psychischer Beschwerden Mitte Januar 2015 habe einstellen müssen. Ihr zufolge handelt es sich hierbei um ein "starkes Indiz für das Vorliegen einer invalidisierenden Beeinträchtigung", das im Rahmen des Komplexes Gesundheitsschädigung im Indikator Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz zu würdigen gewesen wäre. Auch diesbezüglich kann ihr nicht gefolgt werden. Der vage Hinweis auf die erneute Aufgabe der Erwerbstätigkeit zufolge "immobilisierender Rückenschmerzen" reicht für die Annahme einer - gesundheitlich bedingten - Eingliederungsresistenz nicht aus, zumal seither keine weiteren Eingliederungsversuche unternommen wurden. Der psychiatrische Experte bejahte ein Rehabilitationspotenzial explizit und erachtete die Wiederaufnahme einer Arbeitstätigkeit als therapeutisch sinnvoll, stellte indes die Motivation zur beruflichen Wiedereingliederung mit Verweis auf eine kontraproduktive "Entschädigungshaltung" der Versicherten in Frage.