Citation: 5C.50/2006 23.06.2006 E. 3

Die Beklagte wendet sich zunächst gegen die Berechnung des Valideneinkommens und behauptet, das Obergericht habe dabei auf ein Bruttoeinkommen abgestellt. Sie macht geltend, es liege diesbezüglich eine Lücke im Sachverhalt vor, welche vom Bundesgericht in Anwendung von Art. 64 Abs. 2 OG geschlossen werden könne. Die Beklagte hat die gleiche Rüge bereits in der staatsrechtlichen Beschwerde erhoben. Die Ausführungen dazu stimmen in beiden Rechtsmitteln wörtlich überein. Ob das Obergericht, welches von der Erfolgsrechnung der Zahnarztpraxis der Klägerin ausgegangen ist, auf ein Netto- oder ein Bruttoeinkommen abgestellt hat, stellt eine Tatfrage dar, die im vorliegenden Verfahren nicht geprüft werden kann. Der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt bedarf in diesem Punkt keiner Ergänzung im Sinne von Art. 64 OG, vielmehr kritisiert die Beklagte die Beweiswürdigung. Darauf kann nicht eingetreten werden (Art. 63 Abs. 2 OG). Gleiches gilt, soweit die Beklagte die Berechnung des Invalideneinkommens kritisiert und dabei eine Verletzung diverser Bestimmungen der Sozialversicherungsgesetzgebung rügt, da auch die Höhe dieses Einkommens eine Tatfrage darstellt. Die Ausführungen zur Höhe der gesetzlichen Abzüge gehen an der Sache vorbei. Damit ist der Rüge, das Obergericht habe Bundesrecht verletzt, indem es ein Netto- mit einem Bruttoeinkommen verglichen habe, die Grundlage entzogen.