Citation: 6B_1041/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, die vom Beschwerdegegner 4 anlässlich des Vorfalls vom 25. Februar 2019 rechtswidrig vorgenommene Tonaufnahme unterliege als Erstbeweis unbestrittenermassen einem Verwertungsverbot. Hinsichtlich der vom Beschwerdegegner 4 am 28. Februar und 1. März 2019 verfassten E-Mails an die Staatsanwaltschaft, welche das Bezirksgericht Weinfelden noch als unverwertbare Zweitbeweise erachtet hatte, gelangt sie demgegenüber zum Ergebnis, die Frage der Fernwirkung des Beweisverwertungsverbots stelle sich gar nicht. Im Rahmen seiner E-Mails habe der Beschwerdegegner 4 wiedergegeben, was der Beschwerdeführer am 25. Februar 2019 zu ihm gesagt haben soll. Zum Verfassen der E-Mails habe er nicht auf die widerrechtlichen Tonaufnahmen zurückgreifen müssen, weshalb diese (resp. deren Inhalt) keine Folgebeweise darstellen würden. Daran ändere nichts, dass der Beschwerdegegner 4 in den E-Mails jeweils die genauen Fundstellen innerhalb der Tonaufnahmen genannt habe. Weiter habe der Beschwerdeführer anlässlich der Einvernahme vom 12. März 2019 ohne Vorlage der E-Mails respektive der darin aufgeführten Textpassagen ausgeführt, es könne sein, dass er den Beschwerdegegner 4 beschimpft habe. Auf Vorlage der E-Mail vom 1. März 2019 habe er geäussert "Das stimmt, das könnte ich so gesagt haben". Mithin habe er nicht bestritten, den Beschwerdegegner 4 am 25. Februar 2019 beschimpft zu haben. Im Ergebnis erachtet die Vorinstanz als erstellt, dass der Beschwerdeführer den Beschwerdegegner 4 anlässlich des Vorfalls vom 25. Februar 2019 als "hure Sauhund, du verdammte", "hure Hundesohn", "hure Wixer", "hure Pfiffe" und "Löli" bezeichnete.