Citation: C 20/06 30.10.2006 E. 1

1.1 Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen über die Pflichten der Versicherten im Allgemeinen (Art. 17 Abs. 1 AVIG) und die Verpflichtung im Besonderen, im Rahmen von arbeitsmarktlichen Massnahmen an Berufspraktika teilzunehmen (Art. 17 Abs. 3 lit. a AVIG in Verbindung mit Art. 64a Abs. 1 lit. b AVIG), zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Ausführungen zu den Grenzen der Zumutbarkeit der Teilnahme an solchen vorübergehenden Beschäftigungen (Art. 64a Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 16 Abs. 2 AVIG lit. c sowie e bis h) und zur Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen unentschuldbaren Abbrechens einer arbeitsmarktlichen Massnahme (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG). Dasselbe gilt hinsichtlich der verschuldensabhängigen Dauer der Einstellung (Art. 30 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 AVIV). Darauf wird verwiesen. 1.2 Hinsichtlich der verschuldensabhängigen (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG; Art. 45 Abs. 2 AVIV) Bemessung der Einstellungsdauer ist zu präzisieren, dass bei Ablehnung einer amtlich zugewiesenen zumutbaren Arbeit nur dann nach Art. 45 Abs. 3 AVIV zwingend von einem schweren Verschulden auszugehen ist, wenn kein entschuldbarer Grund vorliegt (BGE 130 V 130 Erw. 3.4.3). Unter einem entschuldbaren Grund im Sinne dieser Bestimmung ist ein Grund zu verstehen, der das Verschulden als mittelschwer oder leicht erscheinen lassen kann. Ein solcher im konkreten Einzelfall liegender Grund kann - wie etwa gesundheitliche Probleme - die subjektive Situation der betroffenen Person oder - so die Befristung einer Stelle - eine objektive Gegebenheit beschlagen (BGE 130 V 130 Erw. 3.5). 1.3 Zweck der Einstellung in der Anspruchsberechtigung ist eine angemessene Mitbeteiligung der versicherten Person am Schaden, den sie der Arbeitslosenversicherung in schuldhafter Weise natürlich und adäquat kausal verursacht hat (BGE 126 V 523, 124 V 227 Erw. 2b mit Hinweisen). In beweisrechtlicher Hinsicht müssen die dem Einstellungstatbestand zu Grunde liegenden Tatsachen mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfüllt sein (BGE 126 V 360 Erw. 5b, 125 V 195 Erw. 2, je mit Hinweisen; Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. Soziale Sicherheit, Rz 693; Urteil S. vom 13. Juli 2006, C 76/05).