Citation: I 766/02 07.06.2004 E. 3

Im Weiteren wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde die Auffassung vertreten, die SUVA habe nach der ersten Unfallmeldung bis zum 30. November 1997 eine volle Arbeitsunfähigkeit angenommen. Daher sei zu Beginn des IV-Rentenbegehrens bis mindestens 30. November 1997 eine Rente geschuldet. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden: Zwar trifft es zu, dass die SUVA ab 1. September 1994 die Arbeitsunfähigkeit auf 75 % veranschlagt, zwischenzeitlich eine solche von 50 % und gestützt auf ein Zeugnis des Hausarztes ab 10. März 1996 gar eine solche von 100 % angenommen hat. Dabei handelt es sich aber lediglich um eine Schätzung und nicht um eine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 bzw. Art. 29 Abs. 2 IVG. Das genaue Ausmass der Arbeitsunfähigkeit konnte erst auf Grund von fachspezifischen Gutachten, welche später erstellt worden sind, festgestellt werden. Die hausärztlichen Berichte sind daher für das vorliegende Verfahren nicht massgeblich, und die Versicherte kann aus dem Umstand, dass die SUVA ihr bis zum 30. November 1997 die Heilungskosten sowie Taggelder ausgerichtet hat, nichts zu ihren Gunsten ableiten (vergleiche auch Urteil D. vom 10. Mai 2004, U 199/03 Erw. 2.3 mit Hinweisen).