Citation: 2C_1015/2017 E. 4.2.2

4.2.2. Bereits seit 1995 wurde der Beschwerdeführer regelmässig straffällig, und es ist nicht ersichtlich, dass sich sein Verhalten über die Jahre gebessert hätte. Entgegen seiner in der Beschwerde geäusserten Auffassung ist es der Ausländerbehörde nicht verwehrt, strafrechtlich relevante Daten, die sich in ihren Akten befinden, namentlich solche, die Anlass zu einer fremdenpolizeilichen Verwarnung gaben, auch nach deren Löschung aus dem Strafregister in die Beurteilung des Verhaltens des Ausländers einzubeziehen. Dabei kann weit zurückliegenden Straftaten in der Regel selbstverständlich keine grosse Bedeutung mehr zukommen, insbesondere wenn es sich um relativ geringfügige Verfehlungen handelt. Bei der im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung vorzunehmenden ausländerrechtlichen Interessenabwägung kann nicht ausgeblendet werden, wie sich der betroffene Ausländer während seiner gesamten Anwesenheit in der Schweiz verhalten hat (vgl. Urteile 2D_37/2014 vom 9. Februar 2015 E. 3.2.3; 2C_136/2013 vom 30. Oktober 2013 E. 4.2 mit Hinweisen).