Citation: 2C_764/2017 E. 3.1

3.1. Ein Widerruf einer Niederlassungsbewilligung ist u.a. möglich, wenn der Ausländer in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen oder diese gefährdet hat (Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG). Dieser Widerrufsgrund gilt auch, wenn der Ausländer sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgemäss im Land aufgehalten hat (Art. 63 Abs. 2 AuG). Die bundesgerichtliche Praxis geht von einer solchen schweren Gefährdung aus, wenn (1) die ausländische Person durch ihr Handeln besonders hochwertige Rechtsgüter verletzt oder in Gefahr gebracht hat oder (2) sich von strafrechtlichen Massnahmen nicht beeindrucken lässt und sich im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zeigt, dass sie auch künftig weder gewillt noch fähig ist, sich an die Rechtsordnung zu halten (BGE 139 I 16 E. 2.1 S. 18 f.; 137 II 297 E. 3 S. 302 ff.; Urteile 2C_562/2011 vom 21. November 2011 E. 3.2; 2C_310/2011 vom 17. November 2011 E. 5, vgl. zur Kasuistik ferner das Urteil 2C_884/2016 vom 25. August 2017 [E. 3.1]). Die Vorinstanz hat diese Rechtsprechung korrekt wiedergegeben (E. 3.2.1/3.2.2) und das Verhalten des Beschwerdeführers (namentlich auch das strafrerchtlich relevante) zutreffend darunter subsumiert. Bei ihm, der seit seiner Einreise in die Schweiz fortlaufend und bis in die jüngste Zeit besonders hochwertige Rechtsgüter gefährdet (wiederholter Handel mit Betäubungsmitteln) bzw. verletzt (körperliche Integrität) hat, der sich von vier fremdenpolizeilichen Verwarnungen nicht von weiteren Straftaten hat abhalten lassen, der seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist und der seinen Lebensunterhalt über Jahre nicht aus eigener Kraft aufbringen konnte bzw. auch heute nicht aufbringen kann, zeigt sich in geradezu exemplarischer Weise im Rahmen einer Gesamtbetrachtung, dass er entgegen seinen anderslautenden Beteuerungen auch künftig weder gewillt noch fähig ist, sich an die Rechtsordnung zu halten. Der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG ist erfüllt. Bei diesem Ergebnis kann offengelassen werden, ob dem Beschwerdeführer auch der zweite von den kantonalen Instanzen herangezogene Widerrufsgrund, nämlich die dauerhafte und in erheblichem Masse bestehende Angewiesenheit auf Sozialhilfe, noch entgegengehalten werden kann (vgl. Art. 63 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 63 Abs. 2 AuG).