Citation: 1C_481/2020 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Voraussetzungen für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 41c Abs. 1 lit. a bis GSchV seien nicht erfüllt. Im Wesentlichen bringt sie vor, die Bauparzelle sei aufgrund ihrer bescheidenen Grösse ohne die Inanspruchnahme von Ausnahmebewilligungen gar nicht bebaubar, weswegen gar keine Baulücke vorliege, wie es der Wortlaut von Art. 41c Abs. 1 lit. a bis GSchV verlange. Zudem sei die Bestimmung aufgrund ihrer Systematik und Entstehungsgeschichte restriktiv auszulegen, da es die Absicht des Gesetzgebers gewesen sei, eine lückenlose Verbauung der Seeufer zu verhindern. Folge man der Auffassung der Vorinstanz, werde mit der vorliegenden Bewilligungserteilung gerade dies erreicht, da es dadurch möglich werde, selbst "Kleinstgrundstücke" entlang eines Gewässers zu bebauen. Bei einer solchen Handhabung von Art. 41c Abs. 1 lit. a bis GSchV werde es überdies ermöglicht, dass von grösseren Bauparzellen kleine Teile abparzelliert werden könnten, die dann wiederum mittels Ausnahmebewilligung überbaut würden. Zudem stünden der Erteilung der Ausnahmebewilligung aufgrund dem nahe gelegenen Flachmoorgebiet (Schutzobjekt Nr. 1844 Nuoler Ried) sowie dem an die Franzrüti-Bucht anschliessenden BLN-Gebiet (BLN 1406 Obersee) gewichtige öffentliche Interessen entgegen.