Citation: 9C_11/2019 E. 4.2

4.2. Das kantonale Gericht hat die Statusfrage in Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin dahingehend beurteilt, dass die Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit während des Beurteilungszeitraums bei uneingeschränkter Gesundheit (weiterhin) einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit im Umfang eines Pensums von 60 % nachgegangen wäre. Für die Vorinstanz war dabei vor allem wesentlich, dass die Versicherte bereits bei der ersten Anmeldung zum IV-Leistungsbezug im Rahmen des sog. Intake-Geprächs am 21. Februar 2012 angegeben hatte, auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigung in einem reduzierten Arbeitspensum von 60 % zu arbeiten. Bei dieser Aussage handle es sich um eine sog. "Aussage der ersten Stunde", die in der Regel unbefangener und zuverlässiger ausfielen als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein könnten.