Citation: 8C_131/2019 E. 4.2.2

4.2.2. Daran ändert nichts, dass das Arbeitsverhältnis mit der Berufsschule B.________ per 31. Oktober 2016 aufgelöst worden ist und die Beschwerdeführerin per 1. November 2016 eine schlechter bezahlte, befristete Stelle beim beco angenommen hat. Zum einen wird nicht substanziiert dargelegt und ist aus der Aktenlage auch nicht ersichtlich, dass die Beendigung des Arbeitsverhältnisses aufgrund unfallbedingter medizinischer Einschränkungen erfolgt wäre. Missverständlich ist diesbezüglich die Argumentation mit der adäquaten Kausalität, bezieht sich doch das Erfordernis des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs auf das Verhältnis zwischen Unfallereignis und Gesundheitsschaden und nicht auf dasjenige zwischen Unfallereignis und Stellenverlust bzw. Erwerbseinbusse. Zum andern wäre der Versicherten die Ausübung einer Dozentinnentätigkeit weiterhin vollumfänglich zumutbar gewesen. Wenn die Beschwerdeführerin geltend macht, entsprechende Stellen seien an Ausbildungsstätten für Dentalhygiene extrem dünn gesät, stellt sie die effektive Verwertbarkeit der attestierten Arbeitsfähigkeit in Frage. Diese ist allerdings nicht massgebend, da bei der Invaliditätsbemessung nicht der effektive, sondern der hypothetische ausgeglichene Arbeitsmarkt Referenzpunkt bildet (Art. 16 ATSG). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist ein theoretischer und abstrakter Begriff. Er berücksichtigt die konkrete Arbeitsmarktlage nicht, umfasst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch tatsächlich nicht vorhandene Stellenangebote und übergeht die fehlenden oder verringerten Chancen gesundheitlich Beeinträchtigter, tatsächlich eine zumutbare und geeignete Arbeitsstelle zu finden. Er umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält (BGE 134 V 64 E. 4.2.1 S. 70 f.; 110 V 273 E. 4b S. 276; vgl. Urteil 8C_806/2012 vom 12. Februar 2013 E. 5.2.1). Mit Blick darauf ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin eine entsprechende Stelle finden könnte, zumal sie in ihrer Beschwerde ans kantonale Gericht selber bereits andere Schulen für Dentalhygiene in Basel, Bern, Luzern, Olten und Zürich erwähnt hatte.