Citation: 6B_1118/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz setzt für die schwerste Straftat, die vom Beschwerdeführer eigenhändig vorgenommene Vergewaltigung, eine Einsatzstrafe von 45 Monaten (drei Jahre und neun Monate) fest. Dies ausgehend von einem insgesamt mittelschweren Verschulden im oberen Bereich. Der Beschwerdeführer habe die Geschädigte unter Anwendung physischer Gewalt zu vaginalem Geschlechtsverkehr gezwungen. Zwar sei die Gewalt im Verhältnis zum tatbestandsmässig Möglichen eher niederschwellig ausgefallen. Gerade mit Blick auf die hilflose Persönlichkeit der Geschädigten sei aber auch keine weitergehende körperliche Einwirkung erforderlich gewesen, um sie gefügig zu machen. Zudem wirke erschwerend, dass der Beschwerdeführer, nachdem er festgestellt habe, dass vaginaler Geschlechtsverkehr von vorne aufgrund der Verkrampfung der Geschädigten nicht wie gewünscht möglich gewesen sei, nicht von ihr abgelassen, sondern versucht habe, von hinten vaginal in die Geschädigte einzudringen. Auch als dies misslang, habe er sich keines Besseren besonnen, sondern in der Folge masturbiert und der Geschädigten ins Gesicht ejakuliert. Mithin habe der Beschwerdeführer die Geschädigte mit einer Mehrzahl sexueller Handlungen zum Lustobjekt degradiert, wobei er rücksichtslos und egoistisch gehandelt habe. Zudem wirke subjektiv erschwerend, dass er direkt vorsätzlich gehandelt und eine ihm zuvor unbekannte, erkennbar kognitiv beeinträchtigte Frau zur spontanen Bedürfnisbefriedigung skrupellos missbraucht habe. Ferner habe sein Handeln den Auftakt zur nachfolgenden Gruppenvergewaltigung gebildet.