Citation: 9C_273/2021 E. 5.1

5.1. Gemäss dem Gutachten der SMAB AG vom 5. November 2018 habe sich bei der orthopädisch-traumatologischen Untersuchung eine spontan frei bewegliche Lendenwirbelsäule ohne Hinweis auf das Vorliegen einer lumbalen Nervenwurzel gezeigt. Anhand der radiologischen Untersuchungsbefunde (Röntgen der LWS vom 7. September 2018, MRT [Magnetresonanztomographie] der LWS vom 19. Juni 2018) seien die angegebenen und teilweise bei der Begutachtung demonstrierten Beschwerden nicht nachvollziehbar. Es bestünden Inkonsistenzen und Hinweise auf eine Aggravation: vier von fünf Waddell-Zeichen seien positiv gewesen. Hinsichtlich des objektivierbaren neurologischen Befundes wurde im SMAB-Gutachten festgehalten, dass es keine Hinweise für eine periphere Nervenschädigung, Radikulopathie oder Plexusschädigung gäbe. Die angegebenen Schmerzausstrahlungen sowie Sensibilitätsstörungen seien wechselhaft und diffus. Sie liessen sich neurologisch nicht erklären. Ebensowenig sei das fluktuierende Gangbild von unauffällig bis stark hinkend erklärbar. Als Relikt einer stattgehabten S1-Läsion rechts sei der Achillessehnenreflex (ASR) rechts abgeschwächt. Eine funktionelle Beeinträchtigung liege dadurch aber nicht vor. Passend hierzu zeige das aktuelle MRT keinen Nachweis einer lumbalen Neurokompression. Ein neurologisch erklärbares sensomotorisches Ausfallsyndrom L5/S1 rechts liege nicht vor. Die Gutachter kamen zum Schluss, es bestehe ein Lumbalsyndrom ohne radikuläre Reizung, das keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe.