Citation: 7B_264/2023 E. 1.2

1.2. Der Beschwerdeführer hält in seiner Beschwerde fest, dass die als bundes- und völkerrechtswidrig beanstandete Herausgabe des Thurgauer Strafurteils (inkl. Urteilbegründung) bereits erfolgt sei. Unter Berücksichtigung des herausgegebenen Strafurteils habe das Tribunal d'Arrondissement de l'Est Vaudois mit Entscheid vom 9. Juni 2023 den Antrag von B.________ um vorsorglichen Entzug der hälftigen Obhut des Beschwerdeführers über den gemeinsamen Sohn C.________ superprovisorisch gutgeheissen. Damit steht aber fest, dass das Tribunal d'Arrondissement de l'Est Vaudois vom herausverlangten Thurgauer Urteil bereits inhaltlich Kenntnis genommen hat, womit ein aktuelles und praktisches Interesse an der Behandlung der Beschwerde nicht mehr ersichtlich ist. Dass ausnahmsweise vom Erfordernis eines aktuellen Rechtsschutzinteresses abgesehen werden könnte, weil sich die mit der Beschwerde aufgeworfenen Fragen unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen könnten, an ihrer Beantwortung wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung ein hinreichendes öffentliches Interesse bestünde und im Einzelfall eine rechtzeitige Prüfung kaum je möglich wäre, macht der Beschwerdeführer zu Recht nicht geltend, womit sich auch der Antrag auf Feststellung der Widerrechtlichkeit der Aktenherausgabe als unzulässig erweist. Ihm bleibt aber selbstverständlich unbenommen, die angebliche Widerrechtlichkeit der Herausgabe des Urteils des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 19. Mai 2022 im familienrechtlichen Verfahren vor dem Tribunal d'Arrondissement de l'Est Vaudois bzw. den nachgelagerten Instanzen geltend zu machen. Eines eigenen Feststellungsurteils des Bundesgerichts bedarf es hierzu nicht.