Citation: 5P.289/2001 07.11.2001 E. 4

4.- Die grundsätzlich vorweg zu behandelnde staatsrechtliche Beschwerde (Art. 57 Abs. 5 OG) ist gegenüber der Berufung subsidiär (Art. 84 Abs. 2 OG). Daher ist die Rüge, Bundesrecht sei verletzt, mit Berufung zu erheben (Art. 43 OG). Im Beschwerdeverfahren kann auf eine entsprechende Rüge nicht eingetreten werden (z. B. BGE 125 III 454 E. 3b und 4 S. 457 f.). a) Nach bundesgerichtlicher Praxis ist die materielle Rechtskraft, das heisst die Verbindlichkeit eines Urteils für spätere Prozesse, eine Frage des Bundesrechts, sofern der zu beurteilende Anspruch auf Bundesrecht beruht (BGE 125 III 241 E. 1; 121 III 474 E. 2; 119 II 89 E. 2a). Die zuletzt erwähnte Voraussetzung ist hier erfüllt, weil die güterrechtliche Auseinandersetzung offensichtlich auf Bundesrecht beruht (Art. 120 Abs. 1 i.V.m. Art. 204 ff. ZGB). Soweit der Beschwerdeführer rügt, das Obergericht sei in Missachtung des Rechtskraftsprinzips vom Scheidungsurteil vom 26. Februar 1998 abgewichen und habe eine sachliche Ergänzung der damals getroffenen Anordnungen zugelassen, ist auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten. Wenn er für die Zulässigkeit seiner Rügen im Beschwerdeverfahren BGE 95 II 639 anruft, verkennt er, dass mit diesem Urteil die Wirkung des bundesrechtlichen Rechtskraftsprinzips auch auf kantonale Urteile ausgeweitet worden ist, mit denen die Einrede der abgeurteilten Sache verworfen wurde (BGE 95 II 639 E. 3 f. S. 640 und 644 f.). Insoweit beruft er sich auch auf eine nicht mehr einschlägige Praxis (BGE 95 II 639 E. 4b S. 644 unten). b) Der Beschwerdeführer ruft im gleichen Zusammenhang ohne Erfolg § 284 ZPO/AG an. Zwar beschlägt auch diese Bestimmung die materielle Rechtskraft (dazu Bühler/Edelmann/ Killer, Kommentar zur aargauischen Zivilprozessordnung, N 1 zu § 284 ZPO/AG). Jedoch rügt der Beschwerdeführer nicht, die vom kantonalen Gesetzgeber bewusst knapp gehaltene Bestimmung (a.a.O. N 2) reiche über den bundesrechtlichen Gehalt der Rechtskraft hinaus. Dafür legt er auch keine ausreichende Begründung vor (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 126 III 534 E. 1b; 125 1 71 E. 1c S. 76; je mit Hinweisen). Angesichts des subsidiären Charakters der staatsrechtlichen Beschwerde kann auf sie somit auch in diesem Punkt nicht eingetreten werden.