Citation: 1C_248/2020 E. 4.2

4.2. Im Weiteren erfolgte mit Verfügung vom 26. Juni 2014 ein Entzug des Führerausweises für zwei Monate wegen einer mittelschweren Widerhandlung (Geschwindigkeitsübertretung um 24 km/h am 6. Januar 2013) und mit Verfügung vom 11. Januar 2016 für acht Monate wegen zwei schweren Widerhandlungen (Geschwindigkeitsübertretung um 41 km/h sowie Fahren in fahrunfähigem Zustand am 27. Oktober 2013). Das kantonale Gericht wertete diese beiden Entzüge als zwei Entzüge im Sinne von Art. 16b Abs. 2 SVG. Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, er habe die Widerhandlungen vom 27. Oktober 2013 zu einem Zeitpunkt begangen, in welchem über einen Entzug aufgrund der Widerhandlung vom 6. Januar 2013 noch nicht entschieden gewesen sei. In sinngemässer Anwendung der Regeln zur retrospektiven Konkurrenz nach Art. 49 Abs. 2 StGB wäre daher für die Widerhandlungen vom 27. Oktober 2013 eine Zusatzmassnahme zu jener aufgrund des Fehlverhaltens vom 6. Januar 2013 auszusprechen gewesen; entsprechend seien die "Entzüge" aufgrund der Widerhandlungen vom 6. Januar und vom 27. Oktober 2013 lediglich als ein Entzug im Sinne von Art. 16b Abs. 2 SVG zu werten.