Citation: 2C_947/2019 E. 4.6.2

4.6.2. Aufgrund der Tatsache, dass die weiteren Berechnungen des Gemeinderats auf statistischem Zahlenmaterial der Gemeinde Naters/VS basieren (Anzahl Wohnobjekte Gemeindegebiet; Anzahl Logiernächte Geschäftsjahr 2016/2017 [Beilage 1 Beschwerdevernehmlassung]) und von den Beschwerdeführern, trotz Möglichkeit zur Stellungnahme, nicht bestritten werden, ist davon auszugehen, dass das vorgebrachte Zahlenmaterial den effektiven anzutreffenden Umständen im Gemeindegebiet entspricht. Vor diesem Hintergrund erweisen sich auch die weiteren Ausführungen des Gemeinderats hinsichtlich der Berechnungsgrundlage der Jahrespauschale als plausibel und nachvollziehbar. Im Ergebnis hat die Gemeinde Naters/VS die fingierten Belegungsgrade somit hinreichend ausgewiesen und begründet. Mangels Bestreitung des vorgebrachten Zahlenmaterials ist deshalb davon auszugehen, dass die reglementarisch vorgesehenen durchschnittlichen Belegungsgrade den tatsächlichen örtlichen Begebenheiten hinreichend Rechnung tragen (vorne E. 4.4) und folglich im verfassungsrechtlich zulässigen Bereich liegen. Dass die fingierten Belegungsgrade verfassungsrechtlich haltbar sind, zeigt auch ein Quervergleich mit den Tourismusgemeinden Laax/GR und Leukerbad/VS, wo fingierte Belegungsgrade von 40 Logiernächten (Urteile 2C_1049/2017 vom 15. April 2019 E. 6.3 [Gästetaxe Laax]) bzw. 30 Logiernächte (2C_519/2016 vom 4. September 2017 E. 3.6.1 [Kurtaxe Leukerbad]) als zulässig erachtet wurden. Im Ergebnis erweist sich die Rüge, die fingierten Belegungsgrade seien durch die Gemeinde Naters/VS nicht hinreichend belegt, als unbegründet.