Citation: I 412/05 28.09.2005 E. 2.3

2.3.1 Der erwähnte psychiatrische Bericht des Medizinischen Zentrums X.________ deutet indes auf eine zwischenzeitlich eingetretene Verstärkung der Depression hin. Diese Tatbestandsentwicklung wird näher auf ihre Leistungserheblichkeit hin zu überprüfen sein. Da die psychische Dynamik in einem engen Zusammenhang mit dem organischen Leiden steht, erscheint die Einholung einer interdisziplinären Expertise diesbezüglich durchaus angezeigt. Eine eingehende Untersuchung und neue Einschätzung des Beschwerdekomplexes ist auch mit Blick auf die Feststellungen des Orthopäden Dr. S.________, nötig. Im Bericht vom 8. November 2004, für dessen Massgeblichkeit bereits im hier interessierenden Zeitraum allerdings keine klaren Hinweise bestehen, kommt zum Ausdruck, dass "in einer gut angepassten Tätigkeit von einer dauernden Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50 % ausgegangen werden" könne. Die Arbeit sei auf einen halben Tag zu beschränken; alternativ ergebe sich eine verminderte Leistungsfähigkeit aufgrund der Notwendigkeit, im Rahmen einer Arbeit von "zwei mal drei Stunden" eine längere Pause einzuschalten. Es rechtfertigt sich daher, die Akten an die IV-Stelle zu weiterer Abklärung und neuer Verfügung für die Zeit nach Erlass der angefochtenen Verfügung bzw. des Einspracheentscheides zu überweisen. 2.3.2 Im Übrigen beruht die Annahme der Vorinstanz, die Schlussfolgerung des Orthopäden stehe in Einklang mit der rheumatologischen Stellungnahme des Dr. W.________ (vgl. S. 13 Erw. 5b des angefochtenen Entscheids), auf einem Versehen. Das kantonale Gericht ging davon aus, Dr. S.________ attestiere dem Beschwerdeführer "eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in einer gut angepassten Arbeit von mindestens 50 %". Tatsächlich aber hat der Orthopäde - wie oben zitiert - eine Arbeitsunfähigkeit von "mindestens" 50 Prozent angenommen. Damit besteht kein Raum, diese Einschätzung (über den Zeitraum bis September 2004 hinaus) als mit derjenigen des Rheumatologen (Arbeitsfähigkeit von 80 Prozent in angepassten Tätigkeiten) vereinbar zu betrachten.