Citation: 8C_255/2021 E. 5.3.2

5.3.2. UELI KIESER (Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, N. 27 zu Art. 14), hält in Anlehnung an BGE 115 V 191 E. 2c fest, als Hilfsmittel gelte ein Gegenstand, dessen Gebrauch den Ausfall gewisser Teile oder Funktionen des menschlichen Körpers zu ersetzen vermöge. Davon ausgenommen seien Gegenstände, die ihre Ersatzfunktion nur erfüllen könnten, wenn sie zunächst durch einen chirurgischen Eingriff in das Körperinnere verbracht würden und nur auf dem entsprechenden Weg wieder ersetzt werden könnten; hier liege kein Hilfsmittel vor (vgl. auch MARTINA FILIPPO, Basler Kommentar, Unfallversicherungsgesetz, 2019, N. 13 zu Art. 11 UVG; zum Hilfsmittelbegriff im Allgemeinen: BGE 141 V 9 E. 3.3). Im erwähnten BGE hat das ehemalige Eidgenössische Versicherungsgericht (heute: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) konkret in einem invalidenversicherungsrechtlichen Fall erkannt, ein Cochleaimplantat stelle, anders als ein Hörgerät, kein Hilfsmittel dar. Daraus kann ohne Weiteres der Schluss gezogen werden, dass körpereigene Sehnen, die zur Behebung der Beeinträchtigung des betroffenen Körperteils dienen, von vornherein kein Hilfsmittel darstellen können, wie das kantonale Gericht im Ergebnis zutreffend erkannt hat. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt abzuweisen.