Citation: 6B_789/2024 E. 1.8.1

1.8.1. Der vorinstanzliche Entscheid ist auch in der Sache nicht zu beanstanden. Das Bundesgericht kritisierte im Urteil 6B_811/2018 vom 25. Februar 2019 die vorinstanzliche Auffassung, wonach der Kantonstierarzt befugt und fachlich qualifiziert sei, Feststellungen über den Zustand und die Haltung der Tiere abzugeben. Es wies die Vorinstanz an, den Sachverhalt unter Berücksichtigung des im Strafrecht geltenden Grundsatzes "in dubio pro reo" selbst festzustellen. Es stellte jedoch klar, dass es dem Strafrichter nicht untersagt ist, für die Sachverhaltsfeststellung auch verwaltungsrechtliche Kontrollberichte heranzuziehen, und dass die im Kontrollbericht wiedergegebenen (würdigungsfreien) Wahrnehmungen des Kantonstierarztes sowie die darin enthaltene Fotodokumentation auch im Strafverfahren verwertbar ist (Urteil, a.a.O., E. 2.2).