Citation: 1B_422/2017 E. 2

Nach Art. 221 StPO ist Untersuchungshaft unter anderem zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist und ernsthaft zu befürchten ist, dass sie durch schwere Verbrechen oder Vergehen die Sicherheit anderer erheblich gefährdet, nachdem sie bereits früher gleichartige Straftaten verübt hat (Abs. 1 lit. c). Haft ist auch zulässig, wenn ernsthaft zu befürchten ist, eine Person werde ihre Drohung, ein schweres Verbrechen auszuführen, wahrmachen (Abs. 2). Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht nicht. Er ist jedoch der Auffassung, es liege weder Ausführungs- noch Wiederholungsgefahr vor. Zudem stünden jedenfalls hinreichende Ersatzmassnahmen zur Verfügung. Im Folgenden ist zunächst zu prüfen, ob Wiederholungsgefahr besteht, wie die Minderheitsmeinung am Obergericht annimmt. Ist dies zu bejahen, erübrigt sich eine Prüfung der Ausführungsgefahr.