Citation: 2C_698/2019 E. 1.3.1

1.3.1. Das rechtlich geschützte Interesse im Sinne von Art. 115 lit. b BGG - mithin die reelle Chance, dass die Beschwerdeführerin den Zuschlag erhalten kann - ist anhand der Anträge und den vorgebrachten Rügen zu beurteilen. Nicht legitimiert ist beispielsweise eine drittplatzierte Anbieterin, die mit ihrer Beschwerde den Zuschlag an sich oder die Aufhebung des Verfahrens beantragt, aber einzig die Eignung oder Rangierung der erstplatzierten Anbieterin kritisiert. Auch wenn ihre Vorbringen begründet wären, könnten ihre Anträge nicht gutgeheissen werden, da der Zuschlag an die zweitplatzierte Anbieterin ginge. Legitimiert ist hingegen eine Anbieterin, wenn sie die Eignung oder Klassierung aller vor ihr rangierten Anbieterinnen beanstandet (vgl. BGE 141 II 14 E. 4.1 S. 27 und E. 4.7 S. 32; Urteil 2D_74/2010 vom 31. Mai 2011 E. 1.3). Die Beschwerdeführerin beantragt mit ihrem Hauptbegehren den Ausschluss der Zuschlagsempfängerin und der zweitplatzierten Anbieterin. In der Beschwerdebegründung macht sie geltend, sie sei als Drittplatzierte die einzige Anbieterin, die die Eignungskriterien erfülle. Die beiden anderen vor ihr rangierten Anbieterinnen erfüllten die Eignungskriterien nicht und seien deshalb vom Vergabeverfahren auszuschliessen. Wären die Angebote der Zuschlagsempfängerin und der zweitplatzierten Anbieterin vom Vergabeverfahren auszuschliessen gewesen, verbliebe nur noch die Beschwerdeführerin im Vergabeverfahren. Im Lichte der von der Beschwerdeführerin gestellten Rechtsbegehren und der vorgebrachten Rügen bestünde eine reelle Chance für einen Zuschlag an sie. Deshalb verfügt sie über das notwendige, rechtlich geschützte Interesse an der Beschwerdeführung im Sinne von Art. 115 lit. b BGG.