Citation: 4P.244/2000 21.12.2000 E. 5

5.- a) Der Umfang des Anspruchs auf rechtliches Gehör richtet sich zunächst nach den kantonalen Verfahrensvorschriften. Davon unabhängig garantiert die Verfassung dem Bürger in allen Streitsachen ein bestimmtes Mindestmass an Verfahrensrechten. Da die Beschwerdeführerin keine Verletzung kantonaler Verfahrensvorschriften geltend macht, ist einzig, und zwar mit freier Kognition, zu prüfen, ob die unmittelbar aus der Verfassung folgenden Regeln missachtet worden sind (BGE 126 I 15 E. 2 S. 16 mit Hinweisen). Da der Entscheid des Schiedsgerichts erging, bevor am 1. Januar 2000 die revidierte Bundesverfassung in Kraft trat, ist insoweit das alte Recht und somit Art. 4 aBV massgeblich. b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör bedeutet, dass die Gerichte die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien anhören und bei der Entscheidfindung berücksichtigen müssen (BGE 126 I 15 a.a.O.; 121 III 331 E. 3b S. 333). Damit sich die Parteien ein Bild über die Erwägungen des Gerichts machen können, ist der Entscheid zu begründen. Die Begründung muss kurz die Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 121 I 54 E. 2c S. 57 mit Hinweisen). Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Es genügt, wenn der Entscheid gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden kann (BGE 125 II 369 E. 2c S. 372 mit Hinweisen).