Citation: 1C_183/2017 E. 5.4

5.4. Insofern ist mit den Vorinstanzen davon auszugehen, dass technisch-bauliche Massnahmen bzw. aktive Schutzmassnahmen im Sinne von Art. 24 Abs. 2 kWBG geboten sind. Da das Projekt auf eine Ausnahmebewilligung (Art. 24 RPG) und eine Rodungsbewilligung (Art. 5 des Waldgesetzes vom 4. Oktober 1991 [WaG; SR 921.0]) angewiesen ist, muss es standortgebunden sein; dies setzt die Prüfung von Alternativstandorten voraus. Auch Art. 14 Abs. 2 kWBG verlangt (auf Stufe Wasserbauplan) die Prüfung von Varianten. Da das Projekt vorliegend (nach altem Recht) auf einem Wasserbaukonzept beruht (oben E. 4.4), das nicht selbstständig anfechtbar war, können die Beschwerdeführerinnen vorfrageweise dieses Konzept und dessen Variantenprüfung in Frage stellen. Praxisgemäss sind nur Alternativen zu prüfen, die ernsthaft in Betracht fallen; Varianten, die gewichtige Nachteile oder keine wesentlichen Vorteile aufweisen, können bereits aufgrund einer summarischen Prüfung ausgeschieden werden (BGE 139 II 499 E. 7.3.1 S. 516 und Urteil 1C_648/2013 vom 4. Februar 2014 E. 4.1, in: URP 2014 S. 309 mit Anm. Peter M. Keller S. 314).