Citation: 4P.218/2002 22.01.2003 E. 1

1.1 Der Beschwerdeführer stellt die Gültigkeit des Bürgschaftsvertrages vom 16. Januar 1998 und die Höhe der Haftungssumme nicht in Frage. Er stellt sich aber auf den Standpunkt, er sei aus dem Bürgschaftsvertrag nicht mehr verpflichtet. Zur Begründung verweist er auf einen zwischen dem Beschwerdegegner und D.________ am 23. März 1999 abgeschlossenen Vertrag, worin letzterer versprach, die Forderungen des Beschwerdegegners gegenüber der X.________ AG und der mit ihr verbundenen Y.________ AG "vollständig subsidiär und persönlich ... zu übernehmen und auch zu bezahlen". Der Beschwerdeführer macht geltend, der Beschwerdegegner habe ihn aufgrund der übernommenen Verpflichtungen durch D.________ von der Bürgschaftsverpflichtung befreit. Er stützt sich auf die Aussagen von vier Zeugen, die seinen Standpunkt nach seiner Auffassung bestätigen. 1.2 Sowohl das Kantonsgericht wie das Obergericht gehen davon aus, dass die Parteien keinen Schuldaufhebungsvertrag (Art. 115 OR) abgeschlossen haben und der Beschwerdeführer demzufolge nicht von der Bürgschaftsverpflichtung befreit ist. Das Bezirksgericht betrachtet drei der vier Zeugen als glaubwürdig, kommt aber zum Schluss, dass unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensprinzips die von den Zeugen bestätigten Äusserungen des Beschwerdegegners nicht als auf den Abschluss eines Aufhebungsvertrags gerichtete Willenserklärungen verstanden werden dürfen. Das Obergericht ist demgegenüber der Auffassung, dass die Zeugen nicht glaubwürdig und die behaupteten Äusserungen des Beschwerdegegners deshalb nicht nachgewiesen sind. Der Beschwerdeführer rügt, das Obergericht habe die Zeugenaussagen willkürlich gewürdigt.