Citation: 5A_312/2015 E. 2

Das Obergericht ist von der sog. zweistufigen Methode ausgegangen und hat den Überschuss hälftig geteilt. In Bezug auf das Einkommen der Ehefrau hat es (wie schon die erste Instanz) festgehalten, dass deren Angaben widersprüchlich gewesen seien und sie für das Jahr 2013 auch keinerlei Lohnausweise eingereicht habe. Gleichwohl seien ihre Angaben nach objektiven Kriterien zu überprüfen; ihre Einnahmen könnten auch auf der Basis der eingereichten Bankauszüge eruiert werden, unter Hinzurechnung der angegebenen Bareinnahmen, die vom Ehemann nicht im Einzelnen beanstandet würden. Das Obergericht hat erwogen, dass die Ehefrau während der Ehe zwischen 65 % und 85 % arbeitstätig gewesen sei. Sodann hat es - unter Berücksichtigung der Ferienabwesenheiten, der Bareinnahmen und der Weihnachtsgelder - ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen zwischen dem Jahr 2011 und dem 19. Juni 2014 von Fr. 3'124.-- errechnet. Beim Bedarf der Ehefrau hat das Obergericht eine (vom Ehemann anerkannte) Darlehensrückzahlung an den Stiefvater von noch Fr. 160.-- sowie die (vom Ehemann nicht bestrittene) Unterstützung ihres auf den Philippinen lebenden Sohnes C.A.________ aus früherer Beziehung im Umfang von Fr. 500.-- berücksichtigt. Es errechnete einen erweiterten Bedarf der Ehefrau von Fr. 2'966.90 und des Ehemannes von Fr. 4'227.20.