Citation: 5A_886/2022 E. 2

Im angefochtenen Entscheid wird die ernsthafte Gesundheitsgefährdung, die Behandlungsbedürftigkeit und die betreffende Urteilsunfähigkeit sowie der Behandlungsplan unter Bezugnahme auf das erstellte Gutachten dargestellt. Mit dem stationären Aufenthalt in der Klinik allein, d.h. ohne Pharmakotherapie, war keine Besserung des psychopathologischen Zustandsbildes zu erreichen, namentlich aufgrund der gänzlich fehlenden Therapiezugänglichkeit ohne medikamentöse Behandlung, und die Beschwerdeführerin gefährdete nicht nur aufgrund der Essensverweigerung sich selbst, sondern zufolge des sehr aggressiven Verhaltens (u.a. Verletzen des Pflegepersonals) auch Dritte, welche sie in ihr Wahnsystem einbaute; angesichts der umfassend fehlenden Krankheits- und Behandlungseinsicht würde ohne Behandlung eine weitere Verschlechterung der ausgeprägten Symptomatik eintreten und eine Chronifizierung zufolge Abbaus der Hirnsubstanz drohen. Mit den ausführlichen Erwägungen des angefochtenen Entscheides setzt sich die Beschwerdeführerin nirgends auseinander und es ist im Übrigen nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz mit dem abweisenden angefochtenen Entscheid Recht verletzt hätte. Ergänzend ist zu bemerken, dass bislang die Verabreichung der Medikamente letztlich auf freiwilliger Basis erfolgen konnte und insofern die am 28. September 2022 erfolgte Anordnung bislang nicht zwangsweise durchgesetzt werden musste.