Citation: 5P.454/1999 07.02.2000 E. 3

3.-Die Beschwerdeführerin wirft dem Obergericht zunächst vor, Art. 159 Abs. 3 und Art. 163 ZGB dadurch willkürlich angewendet zu haben, dass der Nebenerwerb des Beschwerdegegners bei der Rentenberechnung nicht berücksichtigt worden sei. Das Obergericht hat festgehalten, dass der Beschwerdegegner zwar einen Nebenverdienst von Fr. 363. --/Monat erziele. Da eine Nebenerwerbstätigkeit bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge aber nur solange zu berücksichtigen sei, als sie zumutbar erscheine, rechtfertige sich die Mitberücksichtigung des Nebenverdienstes nicht, weil sich der Beschwerdegegner neben seiner (Haupt-)Erwerbstätigkeit auch um die Betreuung der gemeinsamen Tochter kümmere. Mit diesen Ausführungen setzt sich die Beschwerdeführerin überhaupt nicht auseinander; vielmehr beschränkt sie sich darauf zu behaupten, dass unerfindlich sei, weshalb die tatsächlich ausgeübte Nebenerwerbstätigkeit im vorliegenden Fall unzumutbar sein sollte. Mit dieser Rüge ist nicht dargetan, weshalb der angefochtene Entscheid willkürlich sein soll, so dass auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten ist (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). 4.-Weiter beanstandet die Beschwerdeführerin als willkürliche Anwendung von Art. 159 Abs. 3 und Art. 163 ZGB, dass beim Aufwand des Beschwerdeführers Kosten für Fremdbetreuung im Betrag von Fr. 350. -- pro Monat berücksichtigt worden seien, die durch nichts belegt seien. Auch diesbezüglich ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Das Obergericht führt in Bezug auf die Fremdbetreuungskosten aus, dass im erstinstanzlichen Verfahren beim Bedarf des Ehemannes zu Unrecht kein Betrag für die Betreuung des Kindes berücksichtigt worden sei. Wenn dieser das Kind während seiner Arbeitszeit bei seinen Eltern unterbringe, sei nicht einfach davon auszugehen, dass diese die Betreuung gratis leisteten; der Betrag von Fr. 350. -- erscheine als angemessen. Die Beschwerdeführerin bestreitet nun nicht, dass das Kind mit Rücksicht auf die Arbeit des Beschwerdegegners fremdbetreut wird. Ebenso wenig bestreitet die Beschwerdeführerin an sich, dass mit der Tagesbetreuung des Kindes gewisse Kosten verbunden sind, sondern macht nur geltend, dass "nirgends belegt und höchst unwahrscheinlich (sei), dass der Ehemann seinen Eltern für die Betreuung des Kindes monatlich Fr. 350. -- abzugeben" habe. Mit diesen Ausführungen zur Höhe der Fremdbetreuungskosten ist nicht dargetan, inwiefern die Annahme des Obergerichtes willkürlich sein soll (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG); insbesondere geht der Hinweis auf den Grundbetrag von Fr. 195. -- fehl, da mit diesem Betrag der Grundbedarf und keine Fremdbetreuungskosten gedeckt werden.