Citation: 2C_224/2020 E. 3.2.1

3.2.1. Anders als vor Verwaltungsgericht beruft sich der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht mehr darauf, dass bei ihm ein nachehelicher Härtefall bestehe (Art. 50 Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 AIG); die entsprechende Problematik bildet somit nicht mehr Verfahrensgegenstand. Umstritten ist im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG noch, ob seine eheliche Gemeinschaft drei Jahre gedauert hat oder nicht. Die Vorinstanz verneinte dies - zu Recht: Hinsichtlich des relevanten Zeitpunkts der Trennung ist darauf abzustellen, wann die gemeinsame Wohnung aufgegeben worden und der Ehewille nach aussen wahrnehmbar dahingefallen ist (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.1.2 S. 347); dies schliesst nicht aus, dass trotz des Zusammenwohnens bereits früher keine gelebte Ehegemeinschaft mehr bestanden hat. Die eheliche Gemeinschaft, auf deren Dauer es ankommt, kann aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall auch schon während und trotz des weiteren Zusammenlebens dahingefallen sein, wobei für die Fristberechnung dann auf diesen Zeitpunkt abzustellen ist (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.1.2 S. 347; Urteil 2C_970/2016 vom 6. März 2017 E. 2.4; vgl. zur Berechnung der Dreijahresfrist: Thomas Hugi Yar, Von Trennungen, Härtefällen und Delikten - Ausländerrechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, in: Achermann et al. [Hrsg.], Jahrbuch für Migrationsrecht 2012/2013, 2013, S. 31 ff., dort S. 69 - 74).