Citation: 6B_321/2021 E. A

A.a. A.A.________ besuchte am 16. Februar 2018 um ca. 16.00 Uhr seine Schwester B.A.________ in deren Wohnung. In der Küche stiess er sie unvermittelt kraftvoll gegen den Kochherd, schlug auf sie ein, bis sie auf dem Boden zu liegen kam, trat mit einem Fuss ein oder zwei Mal leicht gegen ihre Hüfte bzw. den Oberkörper und drückte ihr während einiger Minuten das Knie gegen den Kopf. Dabei zog sich B.A.________ eine ca. 5 cm lange Platzwunde am Hinterkopf zu, die mit sieben Stichen genäht werden musste. Im Anschluss behändigte A.A.________ eine Giesskanne aus Metall, fasste diese am Ausgussrohr, und schlug mehrmals wahllos in Richtung des Oberkörpers von B.A.________, die zum Schutz ihre Hände und ihr rechtes Knie anhob. A.A.________ traf sie am rechten Knie und fügte ihr dabei eine ca. 2 cm lange Platzwunde zu, die mit drei Stichen genäht werden musste. A.b. Zwischen dem 4. Mai 2018 und dem 26. November 2018 kontaktierte A.A.________ mehrfach seine frühere Schulkollegin C.________, obschon ein Kontakt- und Rayonverbot bestand. Namentlich liess A.A.________ C.________ Briefe mit wirrem Inhalt zukommen und nahm Kontakt zu deren Arbeitgeberin und Eltern auf. C.________, zu welcher A.A.________ bereits in den Jahren 2016 und 2017 mehrfach unerwünscht Kontakt aufgenommen hatte, befürchtete nicht nur erneute Belästigungen, sondern auch tätliche Angriffe. Denn sie wusste, dass A.A.________ gegenüber seiner Schwester handgreiflich geworden war. C.________ sah sich gezwungen, ihre Lebensgewohnheiten zu ändern und wagte namentlich nicht mehr, sich alleine zuhause aufzuhalten oder abends auszugehen. Sie litt zudem an gesundheitlichen Beeinträchtigungen. A.c. Das im Rahmen der Strafuntersuchung erstellte forensisch-psychiatrische Gutachten von Dr. med. D.________ hält fest, dass A.A.________ aktuell und tatzeitrelevant an einer schwer ausgeprägten paranoiden Schizophrenie leide. Die statistische Rückfallrate für einfache Körperverletzungen und Stalking-ähnliches Verhalten sei hoch. Das Gutachten kommt zum Schluss, dass initial eine längere stationäre Behandlung indiziert sei. Von einer ambulanten Massnahme wird aufgrund der bisherigen Therapieerfahrungen und der aktuellen Einstellung von A.A.________ explizit abgeraten. Bei nachgewiesener entscheidender Besserung der Störung, verlässlicher (Medikamenten-) Compliance und deutlich verbesserter Therapieadhärenz habe eine langfristige Behandlungsfortführung in einem ambulanten Rahmen zu erfolgen.