Citation: 1C_252/2017 E. 9.1

9.1. In Absprache mit der Fachstelle Lärmschutz des Kantons Zürich beurteilten der Bericht Pöyry (Ziff. 6 S. 24 f.) und die Baukommission den Bar- und Discobetrieb im Anschluss an das Grümpelturnier (von 20-02 Uhr) separat und gingen davon aus, dieser sei nicht dem Sportlärm zuzurechnen, sondern nach den Bestimmungen der Schall- und Laserverordnung vom 28. Februar 2007 (SLV; SR 814.49) und allgemeinen Grundsätzen (Art. 11 ff. USG) zu beurteilen. Dem folgte das Baurekursgericht: Es wies darauf hin, dass für den Festbetrieb während der Nachtruhe von 22.00 bis 7.00 Uhr und den Gebrauch von Lautsprechern gemäss Art. 21 und 24 der kommunalen Polizieiverordnung eine Ausnahmebewilligung des Ressorts Sicherheit einzuholen sei, die mit Auflagen verbunden werden könne. Diese Betrachtungsweise ist nicht zu beanstanden: Die Richtwerte für Sportlärm sind auf Sportveranstaltungen zugeschnitten, die aus dem allgemeinen Sportbetrieb herausragen, wie z.B. Clubmeisterschaften, Aufstiegsspiele, Turniere (Vollzugshilfe 2013 Ziff. 3.2.2 S. 15). Die Vollzugshilfe 2017 (Ziff. 3.5 S. 26) sieht daher ausdrücklich vor, dass nicht-sportliche Veranstaltungen auf Sportanlagen nicht zu den seltenen Ereignissen gehören, sondern einer gesonderten, einzelfallweisen Beurteilung unterliegen. Muss für den Bar- und Discobetrieb nach kommunalem Recht ohnehin eine Ausnahmebewilligung eingeholt werden, ist es zulässig, wenn sich die Baukommission auf gewisse vorsorgliche Massnahmen (insbesondere zur Einhaltung der SLV) beschränkte und weitergehende - insbesondere zeitliche - Beschränkungen des Festbetriebs dem für die Ausnahmebewilligung zuständigen Ressort Sicherheit überliess. Die Beschwerdeführer haben in jenem Verfahren die Möglichkeit, Anträge zu stellen und allenfalls auch Rechtsmittel zu ergreifen.