Citation: 6B_961/2016 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Teilnahmerechts und des Beweisverwertungsverbots. Die Staatsanwaltschaft habe mit der rechtsgenüglichen Einvernahme der Anzeigeerstatterin und Hauptbelastungszeugin, der Geschädigten I.________, viel zu lange zugewartet und keine Anstrengungen in der erforderlichen Intensität unternommen, um die diese nach ihrem Untertauchen aufzufinden. Bei dieser Sachlage sei die offensichtliche Einschränkung seiner Verfahrensrechte von der Behörde verschuldet, so dass sich diese nicht zu seinem Nachteil auswirken dürfe. Der erhebliche Verfahrensfehler werde durch die rechtshilfeweise erfolgte schriftliche Befragung der Geschädigten I.________ nicht geheilt. Erschwerend komme hinzu, dass die Verfahrensleitung der Vorinstanz etliche Fragen der Verteidigung nicht zugelassen und aus dem Recht gewiesen habe. Soweit die Vorinstanz diese Selektion der zulässigen Fragen auf eine antizipierte Beweiswürdigung abstütze, verfalle sie in Willkür. Die rechtshilfeweise erfolgte Beweiserhebung sei daher mit einem schweren Verfahrensmangel behaftet, so dass sie nicht verwertet werden dürfe. Die Einvernahmen der Geschädigten I.________ und von J.________ hätten daher aus den Akten entfernt werden müssen und hätten aufgrund der Fernwirkung des Beweisverwertungsverbots auch nicht Grundlage oder Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen bilden dürfen (Beschwerde S. 55 ff.). Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, das Aussageverhalten der Geschädigten I.________ sei zudem widersprüchlich und lasse auf eine offensichtliche Verwirrtheit als Anzeichen einer ernsthaften geistigen Störung schliessen. Indem die Vorinstanz diese Anzeichen negiere und sich auch sonst nicht mit seinen Vorbringen auseinandersetze, verfalle sie in Willkür. Schliesslich sei der Geschädigten, nachdem sie sich trotz Aussagepflicht bei der rechtshilfeweise Einvernahme vor der Untersuchungsrichterin in Mulhouse/F zunächst geweigert hatte, die übermittelten Fragen zu beantworten, der Fragekatalog überlassen worden. Die Zeugin habe somit bis zur neuen Befragung fast fünf Wochen Zeit gehabt, um sich die Antworten auf die Fragen zurechtzulegen. Ein solches Vorgehen stelle keine gültige rechtshilfeweise Beweiserhebung im Sinne von Art. 148 StPO dar (Beschwerde S. 59 f.).