Citation: 9C_575/2016 E. 4.1

4.1. Die Invalidenversicherung unterstützte den Versicherten ab 2001 bis zum Übergang der Zuständigkeit für die Sonderschulung an die Kantone per Ende 2007 mit Sonderschulmassnahmen (Sprachheilkindergarten mit integrierter logopädischer Therapie und Sprachheilbehandlung). Wie die IV-Stelle richtig einwendet, hat der Versicherte im Rahmen der logopädischen Behandlung über die Jahre deutliche Fortschritte erzielt. Gemäss dem Bericht des logopädischen Dienstes der IV-Abklärungsstelle vom 17. März 2002 litt er an einer massiven Spracherwerbsstörung in den Bereichen Artikulation, Satzbildung/ Satzplanung und Wortschatz. Das Sprachverständnis war aufgrund des kleinen Wortschatzes und zusätzlicher Probleme bezüglich der auditiven Aufmerksamkeit und Speicherung eingeschränkt. Wegen der sprachlichen Defizite war die Kommunikationsfähigkeit des Versicherten erheblich beeinträchtigt. Zudem bestand eine massive Konzentrationsstörung und ein allgemeiner Entwicklungsrückstand bei einer eindrucksmässig durchschnittlichen Intelligenz. Die Abklärungsstelle hielt in ihren Anträgen um Kostengutsprache für Logopädie vom 15. Juli 2003, vom 2. Juli 2005, vom 17. Juli 2006 und vom 26. Juli 2007 die stetigen Fortschritte des Versicherten fest. Im letzten Bericht wies die Abklärungsperson auf zwar noch bestehende ungenügende Rechtschreibleistungen hin, vermochte indessen lediglich noch Restsymptome der Dysphasie und der Dyslexie/Dysorthographie festzustellen. Der Versicherte sei zwar auch künftig auf therapeutische Unterstützung angewiesen, mit weiteren Fortschritten dürfe angesichts der guten kognitiven Fähigkeiten aber gerechnet werden.