Citation: 5A_283/2024 E. 2.2.1

2.2.1. Die Beschwerdeführerin führt aus, es stelle sich die Frage, ob bei Vaterschaftsaberkennungsklagen, bei welchen vor Klageeinreichung des Kindes alle Parteien der Nichtvaterschaft des gesetzlich [recte: als Vater] vermuteten Ehemanns zustimmen, die Verfahrenskosten dennoch der Mutter auferlegt werden dürfen und sie zu einer Parteientschädigung zu ihren Lasten verurteilt werden dürfe. Die Verfahrenskosten und Parteientschädigungen von Aberkennungsverfahren würden nie eine Streitwertsumme von Fr. 30'000.-- erreichen, weshalb diese Frage von grundsätzlicher Bedeutung zu beantworten sei. Das Bundesgericht habe diese Frage noch nie geklärt und die Berner Praxis werde in allen Aberkennungsprozessen nach Art. 256 ZGB angewendet, weshalb es unabdingbar sei, diese Praxis höchstrichterlich zu prüfen.