Citation: 4A_606/2016 E. 3.2.1

3.2.1. Sie beruft sich vor Bundesgericht darauf, sie habe in der Berufungsschrift explizit festgehalten, die Entschädigung für ihre Arbeiten sei in den späteren Gesprächen ein wichtiges Thema gewesen. Dies ändere jedoch nichts daran, dass sie bereit gewesen sei, den Auftrag auch ohne vorgängige Vereinbarung über die konkrete Höhe des Honorars auszuführen - im Gegenteil; sie habe sich in den verschiedenen Vertragsverhandlungen und -entwürfen über die detaillierte Ausgestaltung des Honorars sehr flexibel gezeigt und wäre unter der Voraussetzung einer fairen Anstellung und Entschädigung für die Einräumung der Lizenzrechte auch bereit gewesen, sich mit einem etwas tieferen auftragsrechtlichen Honorar (als angemessen) einverstanden zu erklären. Da die Vertragsverhandlungen über die konkrete Entschädigung für die erbrachten Arbeiten und die Ausgestaltung der Lizenzrechte aber offensichtlich gescheitert seien, sei sie nun in Anwendung von Art. 394 Abs. 3 OR angemessen zu entschädigen. Die Beschwerdeführerin macht vor Bundesgericht zudem geltend, es sei unverständlich, wie die Vorinstanz zur Auffassung gelangen könne, dass die Beauftragung zur Erstellung der Bilder und Posten etc. sowie die Regelung der immaterialgüterrechtlichen Fragen und der Entschädigungshöhe untrennbar zusammenhingen. Sie verlangt mithin die eingeklagte Entschädigung unabhängig von der Regelung der immaterialgüterrechtlichen Fragen.