Citation: 9C_572/2017 E. 3

Die Vorinstanz stellte gestützt auf die hausärztlichen Berichte des Dr. med. B.________, FMH Innere Medizin, vom 17. Dezember 1998 und vom 8. März 1999 fest, ab März 1999 bis mindestens September 1999 habe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % für den Leiden angepasste Tätigkeiten bestanden. Die danach von Dr. med. C.________, FMH Neurochirurgie, im Bericht vom 25. Januar 2000 attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50-100 % beziehe sich einzig auf die angestammte Tätigkeit als Glockengiesser. Zu der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit habe er sich bewusst nicht geäussert. Er habe explizit festgehalten, zur Beantwortung weiterer Fragen hinsichtlich einer zumutbaren Tätigkeit müsse die Myelographie sowie die Operation (vom 28. März 2000; Operationsbericht des Spitals D.________ vom 29. März 2000) abgewartet werden. Trotz dieses unmissverständlichen Bedarfs für ein Zuwarten habe die IV-Stelle gemäss Mitteilung vom 3. März 2000 einen Invaliditätsgrad von 100 % festgestellt und eine Überprüfung drei Monate postoperativ in Aussicht gestellt. Entsprechende Abklärungen habe die Verwaltung aber nie vorgenommen, obwohl die Verfügung vom 25. August 2000 erst fünf Monate nach erfolgter Operation erlassen worden sei. Gestützt auf diese Feststellungen kam das kantonale Gericht zum Schluss, die von der Verwaltung angenommene Invalidität von 100 % entbehre jeglicher Grundlage in den medizinischen Akten. Aufgrund der Ausführungen des Dr. med. C.________ im Bericht vom 25. Januar 2000 liege auch eine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vor, womit die Rentenverfügung vom 25. August 2000 als zweifellos unrichtig zu qualifizieren und ein wiedererwägungsweises Zurückkommen darauf nicht zu beanstanden sei.