Citation: 8C_240/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hielt fest, dass die am 21. März 2018 verfügte Einstellung weiterer Rentenleistungen rechtskräftig geworden war. Soweit es die Verwaltung im Rahmen der Wiedererwägung dieser Verfügung bei der Einstellung ab April 2018 belassen wollte, sprach sich das kantonale Gericht selbst die Befugnis zu einer Korrektur ab. Unter Hinweis auf eine Kommentarstelle (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N. 69 und 71 zu Art. 53 ATSG) ging sie davon aus, dass der Versicherungsträger frei darin sei, über die Modalitäten einer Wiedererwägung zu entscheiden, da rechtsprechungsgemäss unter diesem Titel ohnehin kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf ein Rückkommen bestehe. Das Gesuch des Beschwerdeführers um Wiederausrichtung der Rente vom 11. Juni 2018 sei jedoch als Neuanmeldung entgegenzunehmen gewesen. Weil zudem die Beschwerdegegnerin darin zu bestätigen sei, dass er seine Mitwirkungspflicht verletzt habe, und zwar schuldhaft, da keine Anhaltspunkte für seine Urteilsunfähigkeit bestünden, sei die Wiederausrichtung der Rente erst ab Dezember 2018 rechtens.