Citation: 5A_106/2019 E. 5.1

5.1. Das Obergericht erinnert daran, dass das Bezirksgericht die Voraussetzungen für eine Übertragung der elterlichen Sorge auf einen Elternteil als erfüllt erachtete. Dem erstinstanzlichen Entscheid zufolge sei die elterliche Beziehung aufgrund des Dauerkonfliktes derart verfahren, dass die Parteien überhaupt nicht mehr kommunizieren könnten. Laut Bezirksgericht sei deshalb nicht davon auszugehen, dass sie sich über die wesentlichen Fragen der Erziehung einigen könnten, zumal sie bereits wegen der Ausübung des Besuchsrechts im Dauerkonflikt stünden. Das Obergericht findet, der Beschwerdeführer stelle dies in der Berufung zu Recht nicht in Frage. Er beanstande denn auch nicht die Zuweisung der alleinigen elterlichen Sorge "für sich genommen", sondern vielmehr, dass die Zuweisung an die Beschwerdegegnerin und nicht an ihn erfolgte. In der Folge legt die Vorinstanz dar, weshalb unter Berücksichtigung der Erhebungen des Bezirksgerichts und namentlich gestützt auf den Abklärungsbericht des Sozialzentrums U.________ vom 8. März 2017 und das gerichtliche Obhuts- und Erziehungsfähigkeitsgutachten von Dr. med. D.________, vom 25. Mai 2018 davon auszugehen sei, dass die Beschwerdegegnerin trotz der unbestrittenen Vorfälle häuslicher Gewalt in ihrer Sorge für C.________ und deren Halbgeschwister nicht eingeschränkt ist. Seit dem letzten Vorfall häuslicher Gewalt hätten sich die Wohnbedingungen der Familie verbessert und seien für sie unterstützende Massnahmen getroffen worden. Als wesentlich erweise sich sodann der Umstand, dass C.________ seit der Trennung der Eltern bei der Beschwerdegegnerin und in der neuen Familie lebe und sie sich hier sowohl schulisch als auch hinsichtlich weiterer Kompetenzen gut habe entwickeln können. Dem angefochtenen Entscheid zufolge sind die Kontinuität der Verhältnisse sowie der Verbleib im lokalen Umfeld für die Fortentwicklung wesentlich. Müsse - wie im vorliegenden Fall - im Rahmen der Ergänzung des Scheidungsurteils hinsichtlich der Kinderbelange eine Alleinzuweisung der elterlichen Sorge erfolgen, so komme eben diesen Faktoren entscheidende Bedeutung zu und dies unabhängig davon, ob die Erziehungsfähigkeit auch auf Seiten des Beschwerdeführers gegeben ist. Im Übrigen weist das Obergericht darauf hin, dass der Beschwerdeführer seiner Begründungspflicht nicht genüge, wenn er bloss geltend mache, das Bezirksgericht habe mit seinem Urteil Grundrechte bzw. verfassungsmässige Rechte verletzt. Zuletzt stellt das Obergericht klar, dass sich mit der Zuweisung der elterlichen Sorge an die Beschwerdegegnerin eine Regelung der Obhut erübrigt und nur noch der persönliche Verkehr zwischen dem nicht sorgeberechtigten Elternteil und dem Kind zu regeln bleibt.