Citation: 6B_690/2016 E. 4

Die Vorinstanz erachtet den Straftatbestand der fahrlässigen schweren Körperverletzung eindeutig für nicht erfüllt. Sie erwägt unter Hinweis auf die Ausführungen in der Nichtanhandnahmeverfügung namentlich, auf der Basis der umfangreichen Akten gebe es keinen Verdacht auf einen Behandlungsfehler, als Folge dessen ein Fremdteil im Körper der Beschwerdeführerin geblieben wäre. In keinem der vorliegenden medizinischen Berichte und Gutachten werde die Möglichkeit erwähnt, dass sich im Körper der Beschwerdeführerin ein Fremdteil befinden würde, geschweige denn, dass ihre Leiden auf ein solches zurückzuführen seien. Dies obwohl über Jahre verschiedenste fachärztliche Untersuchungen stattgefunden hätten. Abgesehen davon sei es allein aufgrund der Beschaffenheit der bei einer Herzkatheteruntersuchung verwendeten Instrumente kaum denkbar, dass dabei der schraubenähnliche Bestandteil eines kardiologischen Bestecks im Körper zurückbleiben könnte. Zudem sei davon auszugehen, dass es den untersuchenden Ärzten aufgefallen wäre, wenn nachher an der Sonde Bestandteile gefehlt hätten. Auch aus der von der Beschwerdeführerin entwickelten These, dass sich eine Sonde in ein Herzkranzgefäss verwickelt habe, ergebe sich kein Anhaltspunkt dafür, dass ein Fremdteil im Körper zurückgelassen worden sei.