Citation: 9C_653/2015 E. 4.2

4.2. Nicht Rechnung getragen hat das kantonale Gericht jedoch dem Umstand, dass das gesetzlich verankerte Austrittsverbot gemäss Wortlaut der Gesetzesbestimmung nur die mit Blick auf Prämien und Kostenbeteiligungen "säumige" versicherte Person treffen kann. Säumigkeit in diesem Sinne liegt laut den hievor zitierten Verordnungsnormen ab Zustellung der Mahnung nach Art. 105b Abs. 1 KVV vor. Da nach den - verbindlichen (vgl. E. 2 hievor) - Vorgaben des kantonalen Gerichts von mit Bezug auf die Prämienausstände verfrühten und damit rechtsunwirksamen Mahnungen sowie zu Unrecht angehobenen Betreibungen auszugehen ist, hat der Beschwerdeführer nicht als "säumig" gemäss Art. 64a Abs. 6 KVG in Verbindung mit Art. 105l KVV zu gelten. Nur unter dieser Voraussetzung entfaltet indessen die von ihm am 20. Juni 2013 ausgesprochene Kündigung keine Rechtswirkung (vgl. auch Gebhard Eugster, Die obligatorische Krankenpflegeversicherung, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 3. Aufl. 2016, S. 457 Rz. 167). Die in Art. 64a Abs. 6 KVG vorgesehene Sanktionsfolge kann daher nicht eintreten und der Beschwerdeführer, der nach eigener Aussage seit 1. Januar 2014 obligatorisch bei der Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG krankenversichert ist, muss per Ende 2013 aus dem Versicherungsverhältnis mit der Beschwerdegegnerin entlassen werden. Er hat somit zwar noch die für die Jahre 2011 bis 2013 ausgewiesenen Prämienausstände zu begleichen, eine weitergehende die Beschwerdegegnerin betreffende vertragliche Verpflichtung besteht aber nicht. Ein durch die Verunmöglichung des Versichererwechsels entstandener Schaden, welchen die Beschwerdegegnerin gemäss Art. 7 Abs. 6 KVG zu ersetzen hätte (vgl. Eugster, a.a.O., S. 457 Rz. 167), wird nicht geltend gemacht, sodass darauf an dieser Stelle nicht näher einzugehen ist.