Citation: 8C_41/2023 E. 5.2

5.2. Nach Vorliegen des asim-Gutachtens veranlasste die Beschwerdeführerin eine stationäre Rehabilitation. Die Ärzte der Klinik C.________ hielten in ihrem Austrittsbericht vom 6. Juli 2020 fest, im Rahmen der zweiwöchigen stationären Rehabilitation habe kein therapeutischer Zugang und keine Verbesserung der Beschwerden erzielt werden können. Der Patient habe eine suffiziente Therapie, wie laut Gutachten gefordert, nicht zugelassen. Aus diesem Grund sei der stationäre Rehabilitationsaufenthalt nach Ablauf der initialen Kostengutsprache von zwei Wochen beendet worden, da die Voraussetzungen für ein Verlängerungsgesuch nicht erfüllt gewesen seien. Die Ärzte gaben weiter an, sie hätten keine Möglichkeit gesehen, dem Auftrag der asim-Gutachter nachzukommen, nämlich eine stationäre Rehabilitation von ausreichender Länge anzubieten, um eine als medizinisch möglich erachtete relevante Besserung des Beschwerdebildes zu erreichen. Im Rahmen des Aufenthaltes sei eine Testung der Belastbarkeit durchgeführt worden, die unter Berücksichtigung der Beurteilung des Gutachtens auf tiefem Niveau auf der betroffenen rechten Seite limitiert worden sei. Trotz dieser Limitierung müssten sie dem Patienten auf der Verhaltensebene eine erhebliche Symptomausweitung attestieren. Eine klinische Untersuchung der Schulter habe der Patient nicht zugelassen. Deshalb könne die Einschränkung der Schulterbeweglichkeit nicht objektiv bestimmt werden. Es sei kaum möglich, mit dem Patienten therapeutisch zu arbeiten, weder "hands on" noch "hands off". Es sei weiter davon auszugehen, dass bei gutem Effort eine bessere Leistung erbracht werden könnte, als bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm gezeigt worden sei. Infolge Selbstlimitierung hätten die zu erwartenden Verbesserungen bezüglich Funktion und Belastbarkeit aber nicht erreicht werden können. Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nur ungenügend erklären. Die Ärzte der Klinik C.________ begründeten die Diskrepanz zur Beurteilung im asim-Gutachten damit, dass ihre Einschätzung auch auf einer praktischen funktionellen Testung und einer Beobachtung des Verhaltens nicht nur in der Testsituation, sondern über den gesamten stationären Aufenthalt fusse. Sie kamen zum Schluss, dass von der Fortsetzung der Behandlung keine namhafte Besserung mehr zu erwarten sei.