Citation: 5A.32/2002 06.02.2003 E. 4

4.1 Dass im Zeitpunkt der erleichterten Einbürgerung vom 6. November 1996 keine stabile eheliche Gemeinschaft mehr bestand, hat das EJPD gestützt auf das Scheidungsurteil des Bezirksgerichts Zürich vom 16. November 1995 angenommen. Nach Darstellung der Ex-Ehefrau in der Klageschrift hätten die Eheprobleme gleich nach der Heirat begonnen, weil der Beschwerdeführer sie nur wegen der Aufenthaltsberechtigung geheiratet gehabt habe. Obwohl er nur an diesem Punkt interessiert gewesen sei, hätten sie weiterhin zusammengelebt und auch gemeinsame Sachen unternommen. Der Beschwerdeführer habe sie jedoch nicht geliebt, denn er habe zudem häufig ("sicher einmal pro Woche") Frauengeschichten gehabt, weshalb er viele Stunden ausser Haus gewesen sei, dies insbesondere auch nachtsüber. Dagegen wendet der Beschwerdeführer lediglich ein, die Zitate aus diesem Urteil seien "Unsinn", weil das Urteil "annulliert" worden sei. Diese Vorbringen sind mutwillig. Und die Behauptung unter Hinweis auf Ziff. I.3 der Beschwerdeschrift, die Ehe sei gut verlaufen, ist unzutreffend, denn dort wird die Zeit vor der Eheschliessung geschildert. Das Bestehen einer intakten ehelichen Gemeinschaft kann auch nicht mit der gemeinsamen Anfechtung der vom Vermieter am 12. September 1996 ausgesprochenen Kündigung dargetan werden. Denn das Scheidungsverfahren war in jenem Zeitpunkt - auf Berufung des Beschwerdeführers - beim Obergericht des Kantons Zürich hängig; und weder aus dem angefochtenen Entscheid noch aus den Akten kann geschlossen werden, die Ex-Ehefrau habe ihren Willen zur Scheidung je aufgegeben. 4.2 Der grosse Altersunterschied und die Tatsache, dass die Ehe kinderlos geblieben ist, haben die Vorinstanz in der Annahme bestärkt, dass der Beschwerdeführer bei der Heirat mit der Schweizer Bürgerin B.________ Ziele verfolgt habe, welche das Institut der Ehe nicht schützen wolle. Im Abstellen auf die kinderlos gebliebene Ehe erblickt der Beschwerdeführer Willkür. Die Bezugnahme der Vorinstanz auf das Fehlen von Nachkommen ist nur ein Argument in der Indizienkette, dass im Zeitpunkt der Einbürgerung keine stabile eheliche Gemeinschaft mehr bestanden habe; und der Hinweis des EJPD erfolgte offensichtlich im Zusammenhang mit der Tatsache, dass der Beschwerdeführer am 23. Januar 1999 eine um 15 Jahre jüngere libanesische Staatsangehörige geheiratet hat und inzwischen auch Vater eines Kindes ist. Von einer willkürlichen Schlussfolgerung kann keine Rede sein.