Citation: 8C_317/2024 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer wendet als Erstes im Wesentlichen ein, das MEDAS-Gutachten vom 11. Februar 2019 sei unvollständig, weil ihm die medizinischen Akten der Rentenprüfung in Belgrad nicht zugrunde gelegt worden seien. Die dortige Gutachterstelle für erstinstanzliche Verfahren habe am 11. (richtig 12. April) 2018 ein Gutachten erstellt. Hierin seien gegenüber dem ABI-Gutachten vom 3. November 2011 zumindest zwei neue Diagnosen gestellt worden, nämlich Asthma bronchiale und Depression. Seit mindestens dem 19. Januar 2016 sei eine vollständige Arbeitsunfähigkeit festgestellt worden. Somit hätte die IVSTA die vollständigen medizinischen Akten der Begutachtung in Serbien einholen bzw. der dortigen Gutachterstelle Ergänzungsfragen stellen müssen, um die widersprüchliche Beurteilung zu klären. Indem sie diese Unterlagen nicht eingeholt bzw. keine Ergänzungsfragen gestellt hat, habe sie das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers und ihre Pflicht zur Abklärung des Sachverhalts verletzt. Da das MEDAS-Gutachten ohne Berücksichtigung des serbischen Gutachtens vom 12. April 2018 und somit ohne vollständige Aktenkenntnis erstellt worden sei, sei es unverwertbar.