Citation: 6B_523/2024 E. 1.5.2

1.5.2. Das Gutachten stützt sich auf die von der Vorinstanz zur Verfügung gestellten Akten, drei Untersuchungen des Beschwerdeführers durch den Sachverständigen und die vom Beschwerdeführer zur Verfügung gestellten Unterlagen. Es gliedert sich in I. Aktenlage, II. Eigene Erhebungen, III. Befunde, IV. Diagnose, V. Zusammenfassung und Beurteilung, VI. Fragenbeantwortung, VII. Literatur und VIII. Tabellarische Übersichten zu den Prognoseinstrumenten. Unter dem Titel "Aktenlage" macht der Sachverständige nach der Einleitung Ausführungen zu der Biografie, den Vorstrafen und früherer Delinquenz, den Anlassdelikten und früheren Gutachten, worauf weitere Informationen zum Massnahmen- und Haftverlauf sowie Angaben zu den vom Beschwerdeführer zur Verfügung gestellten medizinischen Unterlagen folgen. Die "eigenen Erhebungen" beinhalten verschiedene Anamnesen, Angaben zu den Anlassdelikten, zum Massnahmenverlauf und zu Perspektiven sowie Zukunftsplänen. Unter dem Titel "Befunde" schildert der Sachverständige das Verhalten bei der Untersuchung und den psychopathologischen Befund, nimmt eine standardisierte Erfassung kriminalprognostischer Risikomerkmale vor, erklärt die Aussagekraft der verschiedenen von ihm angewandten Prognoseinstrumente, bewertet diese und erläutert die Ergebnisse. Auf das Kapitel "Zusammenfassung und Beurteilung" wird im Folgenden noch ausführlich eingegangen (vgl. E. 1.7.3). Die dargestellte Gliederung entspricht dem für forensisch-psychiatrische Gutachten gängigen Aufbau und ist nicht zu kritisieren (vgl. zu den Mindestanforderungen an ein Gutachten KRÖBER/BRETTEL/RETTENBERGER/STÜBNER, Empfehlungen für Prognosegutachten, Erfahrungswissenschaftliche Empfehlungen für kriminalprognostische Gutachten, in: NStZ 10/2019 S. 574 ff.; NEDOPIL/DITTMANN/KIESEWETTER, Qualitätsanforderungen an psychiatrische Gutachten, in: ZStrR 123/2005 S. 139 ff.; DRESSING/FOERSTER, Die Erstattung des Gutachtens, in: Dressing/Habermeyer [Hrsg.], Psychiatrische Begutachtung, 7. Aufl. 2021, S. 58 ff.; Leitfaden zur Gutachtenserstellung der Fachkommission psychiatrische und psychologische Gutachten des Obergerichts des Kantons Zürich, 2014). Auf den Inhalt wird - soweit notwendig - bei der Prüfung der vom Beschwerdeführer kritisierten Punkte näher eingegangen.