Citation: 9C_37/2017 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog, aufgrund der entsprechenden Gutschriftsanzeigen habe die Beschwerdeführerin gewusst oder hätte sie zumindest wissen müssen, dass sie die "Rentenzahlungen" von C.________ erhielt. Mit der Entgegennahme der Zahlungen im Gesamtbetrag von mehr als Fr. 100'000.- während sieben Jahren habe sie zu erkennen gegeben, dass für sie nicht relevant gewesen sei, ob sie eine Witwenrente von der Sammelstiftung erhielt, sondern lediglich, dass sie eine solche aus der von ihrem verstorbenen Ehegatten angesparten Vorsorgeguthaben bekam. Sie habe eine entsprechende Nachfrage bei ihrer eigenen Bank, C.________ oder der Sammelstiftung unterlassen und damit billigend in Kauf genommen, dass das angeblich ohne ihr Wissen und Wollen C.________ ausbezahlte Kapital diesem (teilweise) anvertraut blieb. Sie habe sich mit ihren Anliegen im Zusammenhang mit der Witwenrente nie an die Sammelstiftung, sondern immer an C.________ gewandt. Auch habe sie sich zu keinem Zeitpunkt darüber gewundert, dass sie von der Sammelstiftung nie einen die Zahlungen oder die Anpassungen bestätigenden Beleg erhalten habe. Selbst nach Einstellung der "Rentenzahlungen" im Juni 2009 habe sie sich an C.________ und nicht an die Sammelstiftung gewandt. Erst nachdem ersichtlich geworden sei, dass das Geld weder von C.________ noch vom Patronato D.________ erhältlich gemacht werden konnte, habe sie Akteneinsicht verlangt und die Sammelstiftung mit Schreiben vom 4. Oktober 2012 erstmals aufgefordert, das Kapital nochmals zu bezahlen. Die Sammelstiftung habe aufgrund des Verhaltens der Beschwerdeführerin im Anschluss an die Kapitalauszahlung nach Treu und Glauben davon ausgehen dürfen, dass sie ihre Leistungspflicht ordnungsgemäss erfüllt habe. Selbst wenn die Unterschrift der Beschwerdeführerin auf den von C.________ eingereichten Urkunden gefälscht und C.________ im Zeitpunkt der Auszahlung nicht zur Leistungsentgegennahme bevollmächtigt gewesen wäre, könnte das Schweigen der Beschwerdeführerin angesichts der aktenkundigen und auch für sie erkennbaren unbeschränkten Verfügungsgewalt des C.________ über ihr Kapital nur als Zustimmung zur Vermögensverwaltung durch diesen und damit als nachträgliche Genehmigung der Auszahlung an ihn gewertet werden.