Citation: 1C_760/2021 E. 4.4

4.4. Das Verwaltungsgericht führte einen Augenschein durch, wies im Übrigen aber die Beweisanträge der Beschwerdeführenden, insbesondere das Begehren auf Beizug der Akten der verschiedenen das Grundstück Nr. 908 betreffenden Baubewilligungsverfahren, im Wesentlichen ab. Das Verwaltungsgericht durfte dabei in vorweggenommener Beweiswürdigung davon ausgehen, dass die für seinen Entscheid massgeblichen tatsächlichen Umstände ausreichend aus den ihm vorliegenden Akten hervorgingen und die verlangten Beweismittel nicht geeignet gewesen wären, seine Überzeugung zu ändern. Das gilt insbesondere für die mit der geltenden Bauordnung im fraglichen Gebiet bestehenden baulichen Möglichkeiten, die sich für ein regelmässig mit Fragen des Bau- und Planungsrechts befasstes Gericht aus den einschlägigen Plänen und Bestimmungen, die insofern keine besonderen Schwierigkeiten bieten, nachvollziehbar ergeben. Das Verwaltungsgericht durfte auch von der Einholung von Fachexpertisen zu Umweltfragen bzw. zur Beurteilung der Raumentwicklung absehen, erweisen sich solche doch im vorliegenden Zusammenhang nicht als unerlässlich. Umgekehrt war es dem Verwaltungsgericht nicht verwehrt, einen Augenschein durchzuführen, auch wenn ein Verzicht darauf womöglich keine Gehörsverletzung bedeutet hätte. Es verstiess demnach mit der Verweigerung weiterer Beweiserhebungen nicht gegen den Anspruch der Beschwerdeführenden auf rechtliches Gehör. Das gilt im Übrigen auch für die dem Verwaltungsgericht vorgelagerten unteren Instanzen. Die Ausführungen der Beschwerdeführenden zur Unzulässigkeit der Heilung einer von den Unterinstanzen begangenen Gehörsverletzung durch das Verwaltungsgericht gehen insoweit an der Sache vorbei, als im vorliegenden Fall keine Behörde gegen den Gehörsanspruch der Beschwerdeführenden verstossen hat und es in diesem Sinne auch nichts zu heilen gab. Es ist ferner nicht ersichtlich, worin hinsichtlich der Beweisabnahmen eine Rechtsverweigerung (im Sinne von Art. 29 Abs. 1 BV) liegen sollte. Aus dem gleichen Grund erübrigen sich ergänzende Beweisvorkehren unter Einschluss eines Augenscheins auch für das Bundesgericht.