Citation: 8C_270/2022 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz stellte fest, die Suva habe den Fall zu Recht per 1. August 2019 abgeschlossen, denn von weiteren Behandlungen sei sowohl aus somatischer als auch aus psychiatrischer Sicht keine namhafte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit mehr zu erwarten gewesen. Ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den danach noch anhaltenden Beschwerden und dem Unfall sei unbestrittenerweise gegeben. Zudem sei, so das kantonale Gericht weiter, auch der erforderliche adäquat-kausale Zusammenhang zu bejahen, den es nach der Praxis zu den psychischen Unfallfolgen prüfte. Es qualifizierte das Ereignis als mittelschwer an der Grenze zu den leichten Unfällen. Die Kriterien der Dauer der ärztlichen Behandlung, der Dauer der Arbeitsunfähigkeit, der Dauerschmerzen sowie des schwierigen Heilungsverlaufs seien erfüllt, die beiden letzteren in erheblicher Weise, sodass die Adäquanz zu bejahen sei. Die Vorinstanz erachtete eine vollständige Arbeitsunfähigkeit sowohl in der angestammten als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit des Weiteren auch unter Beurteilung nach den Standardindikatoren als ausgewiesen. Dem Beschwerdegegner stehe daher, so das kantonale Gericht, eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % zu und zudem seien die psychischen Unfallfolgen auch bei der Integritätsentschädigung mitzuberücksichtigen. Schliesslich habe die Beschwerdeführerin im Rahmen von Art. 21 UVG auch für die weitere psychotherapeutische Behandlung aufzukommen.