Citation: 6B_529/2024 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz begründet das Umgangnehmen von einer Bestrafung des Beschwerdegegners mit der EU-Rückführungsrichtlinie. Die Migrationsbehörde habe noch nicht sämtliche für den Vollzug der rechtskräftigen Wegweisung des Beschwerdegegners erforderlichen Massnahmen ergriffen. Somit schliesse die Rückführungsrichtlinie die Verhängung einer Freiheitsstrafe aus. Sie stehe aber auch einer Bestrafung des Beschwerdegegners mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen entgegen, weil eine allfällige Ersatzfreiheitsstrafe in Höhe von 118 Tagen (unter Anrechnung von zwei Hafttagen) die Gefahr berge, eine allfällige Rückführung zu verzögern. Dies gelte es bereits im Strafurteil und nicht erst beim Vollzug zu berücksichtigen.