Citation: 2C_235/2021 E. 5.6

5.6. Es trifft zu, dass der Beschwerdeführer bis anhin niemanden mit einer Waffe bedroht oder mit einer Waffe um sich oder in die Luft geschossen hat. Entgegen dem Beschwerdeführer sind solche Handlungen zwar ein starker Hinweis auf eine fortbestehende Gefahr missbräuchlicher Verwendung und insbesondere in der Vergangenheit erfolgte Bedrohungssituationen lassen eine solche Gefahr vermuten (vgl. Art. 31 Abs. 3 lit. a WG); derartige Handlungen sind jedoch keine Voraussetzung für eine definitive Einziehung. Auch hilft es dem Beschwerdeführer nicht, dass sein Strafregisterauszug bloss eine Verurteilung aufweist. Die Vorinstanz hat zahlreiche andere Elemente berücksichtigt, wobei auch ein einziger Strafregistereintrag nicht positiv, sondern negativ ins Gewicht fällt. Auch der Einwand, die Vorinstanz setze die diversen Handlungen des Beschwerdeführers der Annahme der Gewalthandlung mit einer Waffe gleich, zielt ins Leere. Wenn der Beschwerdeführer damit ausdrücken wollte, die Vorinstanz habe zu Unrecht die fortbestehende Gefahr einer Drittgefährdung mit einer Waffe respektive missbräuchlichen Verwendung einer Waffe prognostiziert, so ist ihm nicht zuzustimmen. Aufgrund der verschiedenen Vorkommnisse und des festgestellten, erheblichen Aggressionspotentials des Beschwerdeführers durfte die Vorinstanz bundesrechtskonform zum Schluss gelangen, es sei von einer ungünstigen Prognose auszugehen. Dass es darüber hinaus suizidaler Tendenzen bzw. Depressivität bedürfte, ist für diesen Schluss nicht erforderlich.