Citation: U 412/04 10.06.2005 E. 4

Zu prüfen bleibt die Höhe der Integritätsentschädigung. SUVA und Vorinstanz haben die Integritätseinbusse gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung vom 15. Januar 1997 auf 15 % bemessen, wobei zu bemerken ist, dass sich Dr. med. B.________ strikt an das Schaubild 7 der Tabelle 4 Integritätsentschädigung gemäss UVG "Amputation nach Lisfranc: 15 %" gehalten hat. Als besonderer, die Integrität zusätzlich beeinträchtigender Umstand ist jedoch beim Beschwerdeführer zu berücksichtigen, dass - wie im ZMB-Gutachten vom 20. Dezember 2000 festgehalten - eine Narbe quer plantar verläuft, stark druckdolent ist und im mittleren Abschnitt immer wieder leicht sezerniert. Dieser problematische, wiederkehrend zu nässender Haut und sogar Ulcusbildung Anlass gebende Befund war laut Bericht der Klinik für Fusschirurgie des Spitals X.________ vom 16. Februar 2001 noch vorhanden. Auch wenn Kreisarzt Dr. med. G.________ am 22. Juli 2003 indolente Verhältnisse erhob, ist die Tendenz zur Sezernierung/Ulcusbildung nicht zu vernachlässigen, dies insbesondere auch im Hinblick darauf, dass der Beschwerdeführer anscheinend Diabetiker ist. Abhilfe schaffen könnte nur die zu früheren Zeitpunkten diskutierte Reoperation in Form einer zusätzlichen Amputation eines Teils des Mittelfusses, was jedoch gemäss Schaubild 8 der erwähnten Tabelle 4 mit einem zusätzlichen Integritätsverlust von 5 % verbunden wäre. Einer weiteren Verkürzung des Restfusses steht der Versicherte ablehnend gegenüber. Die beim erreichten Operationsresultat verbleibenden ungünstigen Narben- und Hautverhältnisse sind im Rahmen der in Erw. 1 dargelegten gerichtlichen Angemessenheitskontrolle mit einem Zuschlag von 5 % zum Tabellenwert zu entschädigen.