Citation: 2C_670/2021 E. 3.2

3.2. Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer das erste Erfordernis von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG - jenes der dreijährigen Ehegemeinschaft - erfüllt (vgl. E. 3.3 des angefochtenen Urteils). Das zweite Erfordernis - die Erfüllung der Integrationskriterien nach Art. 58a AIG - betrachtete die Vorinstanz hingegen als nicht gegeben (vgl. E. 3.4 des angefochtenen Urteils). Die Vorinstanz wies in diesem Zusammenhang vorab darauf hin, dass der Beschwerdeführer auch nach der ausländerrechtlichen Verwarnung vom 7. Dezember 2018 (vgl. Bst. A.f hiervor) weiterdelinquiert habe. Insbesondere die Verurteilung wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln (vgl. Bst. A.h hiervor) könne nicht als blosse Bagatelle abgetan werden (E. 3.3.1 des angefochtenen Urteils). Ob die Integration schon aufgrund dieser strafrechtlichen Verfehlungen zu verneinen sei, müsse indes nicht beantwortet werden: Seit dem 15. Juni 2020 - so die Vorinstanz - arbeite der Beschwerdeführer als Lagerist bei der Firma E.________ und verdiene netto ca. Fr. 3'300.-- monatlich. Davor sei er infolge selbstverschuldeten Stellenverlusts bei der F.________ GmbH zeitweise arbeitslos gewesen und eigenen Angaben zufolge auf finanzielle Unterstützung durch Verwandte und Kollegen angewiesen gewesen. Über eine Festanstellung habe er nie verfügt, sondern sei jeweils temporär eingesetzt worden. Die Behauptung, wonach er aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage gewesen sei, einer Arbeitstätigkeit nachzugehen, sei nicht belegt. Nach einer neuen Anstellung habe sich der Beschwerdeführer erst unter dem Druck der drohenden Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung umgesehen. Entgegen der im verwaltungsgerichtlichen Verfahren im Jahr 2018 abgegebenen Zusicherung, durch eine gesicherte Erwerbstätigkeit keine neuen Schulden mehr anzuhäufen, sei der Beschwerdeführer inzwischen mit Schulden im Umfang von insgesamt Fr. 124'160.85 in den Registern der Betreibungsämter V.________-U.________ und W.________ verzeichnet (Stand am 2. bzw. 5. Oktober 2020); die Schulden hätten sich seit der Zusicherung mithin um Fr. 85'000.-- erhöht. Neben hohen Unterhalts- und Krankenkassenausständen bestünden gegen den Beschwerdeführer Steuerforderungen sowie Forderungen der Zentralen Gerichtskasse Solothurn, der Motorfahrzeugkontrolle des Kantons Solothurn, von Versicherungsgesellschaften, Strafverfolgungsbehörden mehrerer Kantone sowie mehrerer Privatunternehmen. Selbst wenn dem Beschwerdeführer zugute zu halten sei, dass er sich bemühe, die gegen ihn verhängten Bussen und Geldstrafen zu bezahlen, habe er seine Zahlungspflichten in den vergangenen Jahren in grober Weise vernachlässigt. Die Schuldenanhäufung müsse als mutwillig bezeichnet werden. Die wirtschaftliche Integration sei gescheitert und das Kriterium der Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung klar zu verneinen (E. 3.3.2 des angefochtenen Urteils). Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer seinem Sohn D.________ - trotz der gegenteiligen Zusicherung im verwaltungsgerichtlichen Verfahren 2018 - bisher keine Unterhaltsbeiträge ausgerichtet habe; die Unterhaltsbeiträge hätten vielmehr bevorschusst werden müssen. Auch das Integrationskriterium der Teilnahme am Wirtschaftsleben sei damit offensichtlich nicht erfüllt (vgl. E. 3.3.3 des angefochtenen Urteils).