Citation: 6B_291/2024 E. 2.5.1

2.5.1. Zunächst beanstandet der Beschwerdeführer, wie die Vorinstanz seine Aussagen und die Depositionen der beiden Zeugen würdigte. Allerdings legt er nicht dar, dass die Vorinstanz dabei in Willkür verfallen wäre. Vielmehr erschöpfen sich seine Ausführungen in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil. Dies ist der Fall, wenn er in einer Tabelle über mehrere Seiten Zeugenaussagen zu den beiden Tatvorwürfen auflistet. In diesem Zusammenhang ist auf die vorinstanzliche Erwägung hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer vom Tatvorwurf 2 nicht etwa freigesprochen wurde, weil die Aussagen der Zeugen unglaubhaft gewesen wären. Vielmehr hielt die Erstinstanz fest, dass auch aus den glaubhaften Zeugenaussagen nicht ausreichend klar hervorgehe, wie schnell und wie nahe der Beschwerdeführer effektiv am Fahrzeug der Zeugen vorbeigefahren sei. Weder die Erstinstanz noch die Vorinstanz stellten fest, dass die Zeugen mit Blick auf den Tatvorwurf 2 unglaubhaft ausgesagt hätten. Vielmehr konnte die Gefährdung aufgrund der subjektiven Wahrnehmungen schlicht nicht erstellt werden. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers liegt darin kein Widerspruch und schon gar keine Willkür. Es ist durchaus vertretbar, dass die Erstinstanz den Tatvorwurf 1 als erstellt erachtete, während sie den Beschwerdeführer vom Tatvorwurf 2 freisprach. Was die Vorinstanz betrifft, so konnte sie wegen des Verbots der reformatio in peius auf den Freispruch vom Tatvorwurf 2 überhaupt nicht mehr zurückkommen (Art. 391 Abs. 2 StPO). Soweit der Beschwerdeführer den Grundsatz "in dubio pro reo" anruft, ist er darauf hinzuweisen, dass der Unschuldsvermutung als Beweiswürdigungsregel im Verfahren vor Bundesgericht keine über das Willkürverbot hinausgehende Bedeutung zukommt (BGE 148 IV 409 E. 2.2; 146 IV 88 E. 1.3.1). Im Übrigen scheint der Beschwerdeführer zu übersehen, dass für die Annahme von Willkür nicht einmal genügen würde, dass eine andere Lösung oder Würdigung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint.