Citation: 8C_706/2008 30.04.2009 E. 5

5.1 Das kantonale Gericht hat in pflichtgemässer Würdigung der medizinischen Aktenlage, insbesondere gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 27. Oktober 2005, welchem es volle Beweiskraft erkannte, erwogen, dass bei der bisherigen Tätigkeit als Telefonistin oder bei einer andern angepassten Tätigkeit - trotz des linksbetonten fibromyalgieformen Ganzkörper-Schmerzsyndroms mit chronischem lumbospondylogenem Syndrom bei linkskonvexer Skoliose und mehrsegmentalen degenerativen Veränderungen inklusive Diskushernie L5/S1, chronischem zervikospondylogenem Syndrom und Übergewicht, einer Hypercholesterinämie und einer Dysphagie unklarer Genese bei Status nach Schilddrüsenoperation1986 und zweimaliger Narbenkorrektur - keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Die (leichten) degenerativen Befunde - so die Vorinstanz - rechtfertigten die Annahme einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit und das diagnostizierte Ganzkörper-Schmerzsyndrom führe mangels Vorliegens der von der Rechtsprechung geforderten Kriterien nicht zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin bestreitet im Wesentlichen die Beweistauglichkeit des MEDAS-Gutachtens. 5.2 Die Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz zum Vorliegen eines fibromyalgieformen Schmerzsyndroms sowie zum Fehlen der psychischen Komorbidität oder weiterer Umstände, welche die Schmerzbewältigung behindern, sind für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (E. 3.4 hievor). Die Versicherte beschränkt sich in der letztinstanzlichen Beschwerdeschrift über weite Teile auf Wiederholungen der Vorbringen im kantonalen Verfahren. Soweit sie sich mit appellatorischer Kritik gegen die Beweiswürdigung und die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz wendet, ist darauf nicht einzugehen. Insbesondere ist es - entgegen der Beschwerdeführerin - im Rahmen der eingeschränkten Sachverhaltskontrolle (Art. 97 Abs. 1 BGG) nicht Aufgabe des Bundesgerichts, die schon im vorinstanzlichen Verfahren im Recht gelegenen medizinischen Berichte neu zu würdigen und die rechtsfehlerfreien Tatsachenfeststellungen des kantonalen Gerichts hinsichtlich der medizinisch begründeten Einschränkung des funktionellen Leistungsvermögens und des Ausmasses der trotz gesundheitlicher Einschränkungen verbleibenden (Rest-) Arbeitsfähigkeit zu korrigieren. 5.3 Das MEDAS-Gutachten erfüllt - wie die Vorinstanz dargelegt hat - die Kriterien der Rechtsprechung für die Beweistauglichkeit eines Gutachtens. Bezüglich Diagnosestellung ergibt sich in Übereinstimmung mit den früheren Arztberichten im Wesentlichen ein fibromyalgisches und somatoformes Beschwerdebild. Für eine umfassende Beurteilung genügen hiezu neben den medizinischen Vorakten entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin die im Rahmen der polydisziplinären Begutachtung durchgeführten rheumatologischen und psychiatrischen Konsilien sowie die zusammenfassende Beurteilung. Die zusätzlich beantragte neurologische und/oder neurochirurgische Untersuchung ist nicht erforderlich, da Frau Dr. med. L.________, Neurologie FMH, am 27. Februar 2005 ebenfalls eine somatoforme Schmerzstörung mit diffusen und wechselnden Kribbelparästhesien im Bereich der Hände diagnostiziert hatte. Dass die Neurologin zusätzlich festhielt, die Schmerzanamnese und die generalisierte Druckschmerzhaftigkeit gingen über die Befunde einer Fibromyalgie hinaus, ändert nichts, da für die Beurteilung der Frage der invalidisierenden Wirkung einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung oder einer Fibromyalgie die gleichen Kriterien massgebend sind (BGE 132 V 65 E. 4.2.2 S. 71, 131 V 49 E. 1.2 S. 50f. mit Hinweisen). Diebezüglich hat das kantonale Gericht grundsätzlich verbindlich festgestellt, dass weder eine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer, noch wesentliche, über eine degenerative Veränderung hinausgehende, chronische körperliche Begleiterkrankungen, noch das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung trotz kooperativer Haltung der versicherten Person oder ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens gegeben sind. Unter diesen Umständen lässt sich der von der Vorinstanz gezogene Schluss, wonach die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Telefonistin oder in einer andern angepassten Tätigkeit nicht eingeschränkt ist, nicht beanstanden. Mangels Vorliegens der von der Rechtsprechung geforderten Kriterien für die ausnahmsweise invalidisierende Wirkung einer somatoformen Schmerzstörung oder Fibromyalgie ist mit dem kantonalen Gericht davon auszugehen, dass die vorliegende Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Die Einwendungen der Beschwerdeführerin vermögen daran nichts zu ändern. Sie sind nicht geeignet, die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen als mangelhaft im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG oder den angefochtenen Entscheid als bundesrechtswidrig (Art. 95 BGG) erscheinen zu lassen. 5.4 Hinsichtlich der Einschränkung im Haushaltbereich und der Invaliditätsbemessung wird mangels entsprechender Parteivorbringen auf die tatsächlich wie rechtlich korrekten Ausführungen im kantonalen Entscheid verwiesen. Die mit angefochtenem Entscheid bestätigte Verneinung des Rentenanspruchs ist bundesrechtskonform.