Citation: 8C_443/2019 E. A

A.________, geboren 1988, arbeitete vor Eintritt der Arbeitslosigkeit vom 1. Juni 2010 bis 30. April 2017 als Isoleur bei der B.________ AG und vom 1. Mai 2017 bis 30. Juni 2017 als Vorarbeiter bei der C.________ GmbH (nachfolgend: C.________ oder Arbeitgeberin). Die C.________ kündigte das letztgenannte Arbeitsverhältnis am 16. Juni 2017 per 30. Juni 2017 wegen rückläufiger Aufträge. Am 21. Juni 2017 meldete sich A.________ beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an und beantragte ab 1. Juli 2017 Arbeitslosenentschädigung. Am 14. Juli 2017 schloss er mit der C.________ einen neuen unbefristeten Arbeitsvertrag mit Arbeitsbeginn am 17. Juli 2017 ab. Mit Verfügung vom 4. August 2017 verneinte die Unia Arbeitslosenkasse (nachfolgend: ALK oder Beschwerdegegnerin) ab 17. Juli 2017 mangels eines anrechenbaren Arbeits- und Verdienstausfalls einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Nachdem die ALK dem Versicherten die Arbeitslosenentschädigung (in Höhe von Fr. 3422.85) für den Monat August 2017 irrtümlich ausbezahlt hatte, forderte sie diese - angesichts der Verfügung vom 4. August 2017 zu Unrecht erbrachte - Leistung von ihm zurück (Verfügung vom 5. Oktober 2017). Dazu nahm die Arbeitgeberin am 9. Oktober 2017 Stellung und betonte, sie habe den Versicherten laut Arbeitsvertrag monatlich nur während rund 40-50 Stunden im Zwischenverdienst beschäftigt. Am 12. Oktober 2017 kündigte die C.________ das Arbeitsverhältnis erneut wegen der schlechten Auftragslage per 26. Oktober 2017. Mit Schreiben vom 20. Oktober 2017 gewährte die ALK der Arbeitgeberin eine Frist von zehn Tagen zur formellen Ergänzung der Eingabe vom 9. Oktober 2017 zwecks Einspracheerhebung; ansonsten drohte sie an, darauf nicht einzutreten. Am 3. November 2017 liess der nunmehr rechtskundig vertretene A.________ um Erlass der Rückforderung gemäss Verfügung vom 5. Oktober 2017 ersuchen. Innert nochmals verlängerter Frist reichte der Versicherte am 22. November 2017 eine nachträglich von ihm selber mitunterzeichnete Fassung des Schreibens vom 9. Oktober 2017 ein. Am 23. Januar 2018 liess er bei der Schlichtungsbehörde Arbeitsrecht am Bezirksgericht Baden gegen die C.________ unter Berufung auf das vertraglich vereinbarte 100%-Pensum eine Lohnforderung von Fr. 13'011.40 (netto) aus dem Zeitraum vom 17. Juli bis 26. Oktober 2017 geltend machen. Am 28. Februar 2018 wies die ALK die Einsprache vom 9. Oktober 2017 gegen die Verfügung vom 5. Oktober 2017 betreffend Rückforderung ab. Die Präsidentin des Arbeitsgerichts sistierte am 22. Mai 2018 das Verfahren des Versicherten gegen die Arbeitgeberin betreffend Lohnforderung bis zum Abschluss des Verfahrens betreffend Leistungen der Arbeitslosenversicherung. Das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) des Kantons Zürich wies das Erlassgesuch vom 3. November 2017 ab (Verfügung vom 23. Mai 2018). Auf das Gesuch des Versicherten vom 15. Juni 2018, die Verfügung der ALK vom 4. August 2017 in Wiedererwägung zu ziehen, trat die ALK nicht ein; soweit er damit um Revision der genannten Verfügung nach Art. 53 Abs. 1 ATSG ersuchte, wies die ALK das Gesuch ab (Entscheid vom 12. November 2018).