Citation: 7B_1282/2024 E. 3.2

3.2. Für das Vorliegen von einfacher Wiederholungsgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO sind drei Elemente konstitutiv: Erstens muss das Vortatenerfordernis erfüllt sein und es müssen schwere Vergehen oder Verbrechen drohen. Zweitens muss die Tatwiederholung ernsthaft zu befürchten sein, was anhand einer Rückfallprognose zu beurteilen ist. Hierdurch muss drittens die Sicherheit anderer unmittelbar erheblich gefährdet sein (BGE 146 IV 136 E. 2.2; 143 IV 9 E. 2.5; Urteil 7B_843/2024 vom 4. September 2024 E. 3.1 mit Hinweisen). Wie das Bundesgericht jüngst entschieden hat, kann das Erfordernis von "früher verübten gleichartigen Straftaten" im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO nur als erfüllt angesehen werden, wenn mindestens zwei rechtskräftig beurteilte Straftaten vorliegen (Urteil 7B_1035/2024 vom 19. November 2024 E. 2.10, zur Publikation vorgesehen; siehe auch 7B_1124/2024 vom 29. November 2024 E. 3.3.2).