Citation: 8C_599/2017 E. 2.1

2.1. Das kantonale Gericht hat sich zunächst unter Würdigung der Expertise des Dr. med. C.________ vom 22. Juli 2016 (einschliesslich der Ausführungen vom 14. Februar 2017) mit der gesundheitlichen Situation der Versicherten auseinandergesetzt. Dr. med. C.________ habe eine nicht näher bezeichnete Angststörung (ICD-10 F41.9) mit phobischen Anteilen und Panikattacken und eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) diagnostiziert. Zur Arbeitsfähigkeit habe er ausgeführt, die Versicherte sei aufgrund der Angststörung, die "nur schon beim Gedanken an jegliche Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aktiviert" werde, vollständig arbeitsunfähig. Nachdem med. pract. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der IV-Stelle, am 26. August 2016 zur Expertise Stellung genommen hatte, ersuchte das kantonale Gericht Dr. med. C.________ um ergänzende Ausführungen, die abermals seitens des RAD durch Frau Dr. med. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, am 7. April 2017 gewürdigt wurden. Der RAD sei - so das kantonale Gericht - zum Schluss gekommen, die Diagnosen seien nicht nachvollziehbar. Auch das Gericht folgte dem Gutachten nicht. Es führte dazu aus, auch wenn an der Verwertbarkeit des Gerichtsgutachtens gewisse Zweifel bestünden, bedeute dies nicht ohne Weiteres, dass ein neues Gutachten einzuholen sei, denn der Untersuchungsgrundsatz gelte nicht schrankenlos. Es sei daher zu prüfen, wie es sich im Verfügungszeitpunkt (August 2013) mit dem geklagten Gesundheitsschaden im Lichte der verfügbaren Beurteilungselemente verhalte. Die Versicherte habe sich bis zum Arbeitskonflikt im Jahr 2011 gemäss dem Gutachter auf sehr hohem kognitiven Niveau ohne jedwelche Auffälligkeiten bewegt. Ihr Funktionsniveau und ihre Ressourcen seien bis zu diesem Konflikt sehr hoch gewesen. Danach habe sie mit einem klassischen Vermeidungsverhalten und zunehmenden funktionellen Einschränkungen reagiert. Dr. med. C.________ habe festgehalten, der dysfunktionale Bewältigungsversuch bestehe darin, "möglichst nur schon den Gedanken an Arbeit zu vermeiden"; es handle sich um eine schwerstgradige, pathologische, extreme existenzielle Angst, die sich initial auf alles, "was mit Arbeit zu tun hat" bezogen und sich nun auf viele Bereiche des Lebens ausgeweitet habe. Die Angststörung werde "nur schon beim Gedanken an jegliche Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aktiviert". Das kantonale Gericht führte weiter aus, der im Jahr 2012 behandelnde Psychiater Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, habe die Beeinträchtigungen als behandelbar eingestuft (Bericht vom 6. März 2012) und auch der Gutachter Dr. med. C.________ habe die Notwendigkeit einer Behandlung unterstrichen. Die Behandlungsoptionen seien indessen nicht ausgeschöpft, indem die Versicherte die psychiatrische Behandlung im Jahr 2013 unter dem Eindruck, diese belaste sie mehr als ihr gut tue, aufgegeben habe. Die Vorinstanz gelangte gestützt hierauf zum Schluss, dass die dysfunktionale Bewältigung eines Arbeitskonflikts, die sich im Verfügungszeitpunkt (August 2013) als eine Aversion ausschliesslich gegen Erwerbsarbeit bei in den anderen Lebensbereichen intaktem Funktionsniveau manifestiere, könne, nachdem diese als behandlungswürdig und behandelbar eingestuft, jedoch nicht adäquat bzw. genügend therapiert worden sei, keine versicherungsrelevante Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit begründen. Die IV-Stelle habe daher zu Recht einen Anspruch auf Invalidenrente verneint.