Citation: 4A_481/2019 E. 4.5.4

4.5.4. Zu Recht weist die Vorinstanz denn auch darauf hin, dass in einem Haushalt verschiedene Aufgabenteilungen möglich seien (vgl. hiervor E. 4.2.3.1) und die Beschwerdeführerin eine Obliegenheit zur Schadenminderung habe (vgl. hiervor E. 4.2.2). So umfassen zumutbare Organisationsmassnahmen im Rahmen der Schadenminderung u.a. eine zweckmässige Arbeitsteilung (im Rahmen der Ohnehinhilfe der Angehörigen vgl. BGE 127 III 403 E. 4 bb. S. 407) und die Anschaffung von geeigneten Haushaltseinrichtungen und -geräten (Urteil 1A.228/2004 vom 3. August 2005 E. 8.2, nicht publ. in: BGE 131 II 656; HARDY LANDOLT, Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2007, N. 1181 f. zu Art. 46 OR; IGNACIO MORENO, Der Haushaltschaden - die verbliebenen schwarzen Löcher, HAVE 2018 S. 269 ff., 271). Ohne substanziierte Aussagen zum Haushalt kann die Frage nach der Schadenminderung nicht beurteilt werden. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass ein Gerichtsgutachten vorliegt, zumal der Beschwerdeführerin gemäss diesem eine Vielzahl von Aufgaben selbstständig möglich sind, wenn auch zeitlich verlangsamt (vgl. hiervor E. 4.5.1). Der Einschränkungsgrad im Haushalt ist aber final, d.h. nach Wahrung der (zumutbaren) Schadenminderung zu beurteilen (vgl. MORENO, a.a.O., S. 271).