Citation: 6B_80/2024 E. 3.2.1

3.2.1. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist das Abstellen der Vorinstanz auf seine Vorstrafenbelastung im Rahmen der Prognosestellung nicht zu beanstanden. Dies gilt sowohl für seine Verurteilung wegen Veruntreuung von Quellensteuern und Vergehen gegen das AHVG und BVG im Jahr 2017 als auch für den Schuldspruch wegen "vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis" während des laufenden Verfahrens. Es trifft zwar zu, dass es sich bei Letzterem nicht um eine einschlägige Vorstrafe handelt. Für die Prognosebildung sind aber auch Vorstrafen, welche andersartige Delikte betreffen, nicht völlig belanglos (Urteile 6B_869/2016 vom 1. Juni 2017 E. 4.3; 6B_1095/2014 vom 24. März 2015 E. 3.2; 6B_1058/2010 vom 1. März 2011 E. 2.3; vgl. auch Urteil 6B_429/2021 vom 3. Mai 2022 E. 2.7.4; je mit Verweis auf BGE 100 IV 133 E. 2d), sodass nicht zu bemängeln ist, wenn die Vorinstanz das Urteil des Amtsgerichts Lörrach vom 15. April 2021 in ihre Würdigung miteinbezieht. Sie stützt sich auch zu Recht auf seine Vorstrafe wegen Steuer- und Sozialversicherungsdelikten aus dem Jahr 2017. Den Vorstrafencharakter dieser Taten vermag der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen, sie hätten denselben Zeitraum betroffen wie die im vorinstanzlichen Verfahren beurteilten Vermögens- und Konkursdelikte, nicht zu widerlegen, hat er doch gemäss angefochtenem Urteil nach seiner Verurteilung vom 24. November 2017 noch bis in das Jahr 2019 weiterdelinquiert. Gleichzeitig anerkennt er mit seinem Vorbringen, es handle sich bei den Verstössen gegen das DBG, AHVG und BVG um blosse "Nebenprodukte" der begangenen Vermögens- und Konkursdelikte, die Einschlägigkeit dieser Vorstrafe. Einschlägige Vorstrafen dürfen - und müssen - nicht nur berücksichtigt, sondern als erheblich ungünstiges Element gewichtet werden (vgl. Urteile 6B_300/2020 vom 21. August 2020 E. 3.6; 6B_125/2018 vom 14. Juni 2018 E. 1.2.2; 6B_963/2017 vom 15. Februar 2018 E. 3.2). Die in diesem Zusammenhang vorgebrachte Kritik des Beschwerdeführers an der vorinstanzlichen Begründung der Einschlägigkeit mit der Verletzung von gesetzlichen Pflichten ist rein appellatorischer Natur (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG). Er setzt sich nicht weiter damit auseinander, dass die Vorinstanz mit der Verletzung von (gesetzlichen) unternehmerischen Pflichten argumentiert und die Einschlägigkeit zusätzlich damit begründet, er habe auch im Kontext der Steuer- und Sozialversicherungsdelikte Gelder unrechtmässig verwendet, um den Verpflichtungen seiner Gesellschaft nachzukommen. Seine Einwände vermögen deshalb, soweit überhaupt auf sie einzutreten ist, nicht zu überzeugen.