Citation: 8C_666/2017 E. 4.3

4.3. Dem angefochtenen Entscheid sind keine verbindlichen Feststellungen zu den Ursachen, dem Ausmass und dem Verlauf der ab Mai 2011 attestierten Arbeitsunfähigkeit zu entnehmen. Auch die Gutachter Dres. med. D.________ und E.________ haben sich rückblickend ab dem Zeitpunkt der Exploration im Mai 2013 nicht zuverlässig und nachvollziehbar dazu geäussert. Der Kardiologe Dr. med. G.________, welcher am 27. November 2011 im Auftrag des zuständigen Krankentaggeldversicherers zur Arbeitsfähigkeit Stellung zu nehmen hatte, empfahl dringend, dass angesichts des "therapeutisch anspruchsvollen Managements" ein Facharzt die Fallführung übernehmen sollte. Nach Aktenlage steht fest, dass jedenfalls nicht nur psychische, sondern auch somatische Beschwerden behandlungsbedürftig waren, wobei die medikamentösen Behandlungsansätze wegen Unverträglichkeiten teilweise zu erheblichen - auch psychosomatischen - Nebenwirkungen führten. Dass die von behandelnden Ärzten zwischen Mai 2011 und der Exploration vom 7. Mai 2013 zahlreich attestierten Arbeitsunfähigkeiten allesamt irrelevant gewesen wären, wie die Dres. med. D.________ und E.________ im bidisziplinären Gutachten zum Ausdruck brachten, ist offensichtlich unrichtig und aktenwidrig. So musste sich die Versicherte nach der Magenbypassoperation 2006 unter anderem im Juni 2011 wegen rezidivierenden zunehmenden Abdominalbeschwerden bei morbider Adipositas stationär einer Koloskopie unterziehen. Auch die idiopathische Hyperprolaktinämie erforderte umfangreiche - teils auch stationäre - endokrinologische Abklärungen. Gleichzeitig musste sich die Beschwerdeführerin wegen depressiver Störungen auch psychiatrisch - teilweise stationär - behandeln lassen.