Citation: 2A.47/2001 03.04.2001 E. 4

4.- a) Die Beschwerdeführerin beruft sich auf Art. 8 EMRK, der den Schutz des Familienlebens garantiert. Art. 8 EMRK schafft indessen nicht ein absolutes Recht auf Einreise und Erteilung einer fremdenpolizeilichen Bewilligung (BGE 124 II 361 E. 3a S. 366). Das in Ziff. 1 dieser Bestimmung gewährleistete Recht auf Achtung des Familienlebens kann nur angerufen werden, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme zur Trennung von Familienmitgliedern führt. Ein staatlicher Eingriff in das Recht auf Familienleben liegt indessen nicht vor, wenn es den Familienangehörigen zumutbar ist, ihr Familienleben im Ausland zu führen. Die Frage der Zumutbarkeit beurteilt sich nicht nach den Wünschen der Betroffenen, sondern ist unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Verhältnisse und aller Umstände objektiv zu prüfen, (BGE 122 II 1 E. 2 S. 6, mit Hinweis). Ist es dem in der Schweiz anwesenheitsberechtigten Familienmitglied in diesem Sinne zumutbar, mit dem Ausländer, dem eine fremdenpolizeiliche Bewilligung verweigert worden ist, auszureisen, ist Art. 8 EMRK von vorneherein nicht verletzt. b) Die Beschwerdeführerin kam nach den für das Bundesgericht verbindlichen (vgl. E. 1b) Feststellungen der Vorinstanz 1990 im Alter von 12 Jahren in die Schweiz und wurde in die Niederlassungsbewilligung ihrer Eltern einbezogen, die heute noch in ihrer Nähe wohnen. Sie macht geltend, sie habe ab der 4. Klasse in der Schweiz die Schule besucht und sich hier einen Bekanntenkreis aufgebaut, während sie mit ihrem Heimatstaat nichts mehr verbinde. Ferner bringt sie vor, sie habe sich hier eine berufliche Existenz aufgebaut, ohne allerdings darzulegen, worin diese besteht. Die Beschwerdeführerin, die zur Zeit im 23. Lebensjahr steht, hat somit rund die Hälfte ihres bisherigen Lebens und prägende Jugendjahre in der Schweiz verbracht. Eine Rückkehr in die Heimat ist für sie zweifellos einschneidend und entbehrt nicht einer gewissen Härte. Immerhin hat sie jedoch ihre Kindheit in Jugoslawien verbracht und spricht die Sprache ihrer Heimat. Eine Rückkehr erscheint daher nicht als unzumutbar, zumal diese nicht allein, sondern mit ihrem Ehemann erfolgen würde. Als zumutbar erweist sich die Ausreise auch für die beiden 1997 und 2000 geborenen Kinder. Diese sind noch im anpassungsfähigen Kleinkindesalter und somit ohne weiteres in der Lage, sich mit ihren Eltern in der neuen Umgebung zurecht zu finden (vgl. BGE 127 II 60 E. 2b). c) Selbst wenn die Frage der Zumutbarkeit der Ausreise lediglich als Bestandteil einer umfassenden Interessenabwägung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK zu betrachten wäre (vgl. BGE 122 II 289 E. 3b S. 297), bliebe dies im vorliegenden Fall ohne Auswirkung auf das Ergebnis. Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in das von Ziff. 1 dieser Bestimmung geschützte Rechtsgut statthaft, insoweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutze der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Angesichts der vom Ehemann begangenen schweren Straftaten, überwiegt das öffentliche Interesse an dessen Fernhaltung das private Interesse der Beschwerdeführerin, das Familienleben in der Schweiz zu führen. d) Zusammenfassend ergibt sich, dass das angefochtene Urteil weder Bundesrecht noch Art. 8 EMRK verletzt.