Citation: 8C_102/2023 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz legte ferner zur geltend gemachten somatoformen Schmerzproblematik willkürfrei dar, weshalb der psychiatrische Gutachter eine solche nicht diagnostizierte. Sie erkannte, dieser habe insbesondere festgehalten, dass der Beschwerdevortrag der Beschwerdeführerin oberflächlich gewesen sei. In zwei verschiedenen Beschwerdevalidierungsverfahren habe sie signifikant schlecht abgeschnitten und auch der Bericht über die stattgehabten Reisen und die verhaltensmässig nicht wahrnehmbare Depression, aber auch die faktisch vollständig fehlende Medikamenteneinnahme und insgesamt bestehende mentale Beweglichkeit würden gegen eine relevante depressive Symptomatik und eine chronifizierte Schmerzstörung sprechen. Ebenso wenig verfangen die im Zusammenhang mit den gutachterlichen Ausführungen zur Medikamenteneinnahme erhobenen Einwände. Der Psychiater wies auf Widersprüche in Bezug auf die klinischen Angaben der Beschwerdeführerin zur Medikamenteneinnahme hin. Gemäss den Laboruntersuchungen vom 26. Mai 2020 sei kein Nachweis von Paracetamol, Naproxen und Duloxetin erfolgt. In der Stellungnahme vom 6. September 2021 thematisierte er erneut die fehlende Einnahme der verordneten Medikation. Anders als die Beschwerdeführerin annimmt, steht dem nicht entgegen, dass das Opioid Tramadol und das Benzodiazepin Alprazolam nachgewiesen wurden, zumal der psychiatrische Gutachter einen Missbrauch von Alprazolam feststellte (vgl. vorstehende E. 3.3). Inwiefern die Laborergebnisse die von ihm gezogenen Rückschlüsse nicht zuliessen oder den sonstigen Angaben hinsichtlich Medikamentenkonsum und Konsistenz widersprechen sollten, legt die Beschwerdeführerin nicht stichhaltig dar. Wenn die Vorinstanz seiner Einschätzung im SMAB-Gutachten vom 28. August 2020 folgte, ist dies unter dem Blickwinkel der Willkürprüfung nicht zu beanstanden. Soweit die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf das Urteil 8C_618/2014 vom 19. Dezember 2014 E. 2.1 geltend machen will, die Angaben des Psychiaters im SMAB Gutachten zur Aggravation stellten lediglich eine andere Sichtweise des gleichen Sachverhalts dar, die angesichts der Vorgutachten und der behandelnden Psychiater keine Revision rechtfertigten, dringt sie damit nicht durch. Sie übersieht dabei, dass die Vorinstanz hinsichtlich der Voraussetzungen der materiellen Revision nicht auf die Angaben des Psychiaters abstellte, sondern eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustands in Bezug auf die orthopädische Problematik annahm (vorstehende E. 3.3).