Citation: 1C_249/2018 E. 3.3.2

3.3.2. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht die Auslegung des kantonalen Rechts, sondern dessen Anwendung auf seinen Fall. Dabei wendet er sich zunächst dagegen, dass bei ihm überhaupt ein Drogenschnelltest durchgeführt worden sei. Dies sei grundlos geschehen und daher als willkürlich zu beurteilen. Drogentests dürfen im Unterschied zu Alkoholproben nicht voraussetzungslos angeordnet werden, sondern nur, wenn Anzeichen von Fahrunfähigkeit erkennbar sind (Art. 55 Abs. 1 und 2 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 [SVG; SR 741.01]; Art. 10 Abs. 1 und 2 der Verordnung vom 28. März 2007 über die Kontrolle des Strassenverkehrs [SKV; SR 741.013]). Bei der Polizeikontrolle wurden beim Beschwerdeführer jedoch Schläfrigkeit und eine geringe Reaktion der Pupillen festgestellt. Diese Symptome können durchaus auf einen vorgängigen Konsum von Drogen hinweisen. Der Beschwerdeführer hatte denn auch, wie sich später ergab, zwei Tage vorher noch Cannabis konsumiert und war auch schon früher als Fahrzeugführer unter Drogeneinfluss aufgefallen. Es bestand daher der Verdacht von Fahrunfähigkeit, da für das Führen von Fahrzeugen nach Cannabiskonsum Nulltoleranz gilt, sofern im Blut Tetrahydrocannabinol nachgewiesen wird (vgl. Art. 2 Abs. 2 lit. a der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 [VRV; SR 741.11]). Die Anordnung eines Drogenschnelltests erfolgte mithin nicht grundlos, sondern aufgrund entsprechender Verdachtsmomente. Dasselbe gilt für die vorläufige Abnahme und den in der Folge formellen vorsorglichen Entzug des Ausweises, nachdem der Schnelltest einen positiven Befund des Cannabiswirkstoffs THC ergeben hatte. Da der vorsorgliche Entzug zwangsläufig auf einer vorläufigen tatsächlichen Grundlage beruhen muss und es auf die Einschätzung der Sachlage im entsprechenden Zeitpunkt ankommt, kann der Beschwerdeführer insoweit nichts zu seinen Gunsten ableiten, dass sich nachträglich im Blut keine massgebliche THC-Konzentration nachweisen liess. Sowohl die Polizeikontrolle mit Durchführung eines Drogenschnelltests als auch die sofortige Abnahme des Ausweises und dessen vorsorglicher Entzug sind vielmehr nicht bundesrechtswidrig (vgl. dazu auch das Urteil des Bundesgerichts 1B_180/2012 vom 24. Mai 2012).