Citation: U 71/02 27.03.2003 E. 3

Die Vorinstanz hat sich in den Erwägungen zu ihrem Entscheid im Wesentlichen darauf beschränkt, die gesetzlichen Bestimmungen zu Unfall, Rückfall und Spätfolgen sowie die Rechtsprechung zu Fragen des Kausalzusammenhangs und zum Beweiswert und zur Würdigung ärztlicher Berichte darzulegen. Hinsichtlich des konkret zu beurteilenden Sachverhaltes beschränkte sie sich, auf die anlässlich des stationären Aufenthalts des Beschwerdeführers in der Klinik Y.________ erstellten Berichte zu verweisen. Sie bezeichnete diese als einleuchtend, vollständig und klar, sodass ihnen volle Beweiskraft zukomme und das Gericht darauf abstellen könne. Eine Begründung zu dieser Sachverhaltswürdigung findet sich indes keine. Auch wird der von den Ärzten rapportierte schwere und dekompensierte Tinnitus in den Erwägungen nicht konkret angesprochen. Es ist sogar fraglich, ob er überhaupt Beachtung fand, wenn bei der Adäquanzbeurteilung vom Gericht darauf hingewiesen wurde, "die erlittenen Verletzungen könnten als solche eingestuft werden, die erfahrungsgemäss geeignet seien, psychische Fehlentwicklungen auszulösen", wobei "allerdings dieses Kriterium nicht in besonders ausgeprägter Weise erfüllt" sei. Die Begründungspflicht der entscheidenden Behörde als wesentlicher Bestandteil des verfassungsrechtlichen Gehörsanspruches soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und den Betroffenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist jedoch nur möglich, wenn sowohl sie wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt (BGE 124 V 181 Erw. 1a mit Hinweisen). Ob die Vorinstanz vorliegend den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt hat, kann offen bleiben, da der Entscheid aus anderen Gründen aufzuheben und die Sache zum Neuentscheid an die SUVA zurückzuweisen ist (vgl. Erw. 6.4 hienach). Die Rückweisung an die Vorinstanz wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs hätte eine Verfahrensverlängerung zur Folge, die angesichts der Sachlage auch nicht im Interesse des Beschwerdeführers liegt.