Citation: I 313/04 11.10.2005 E. 4

Schliesslich würde der Versicherten auch übergangsrechtlich aus der Feststellung eines 70 % übersteigenden Invaliditätsgrades bereits unter den bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Bestimmungen kein Vorteil erwachsen. Ein solcher ist einzig in Fällen denkbar, wo die unter altem Recht erfolgte Invaliditätsbemessung einen Invaliditätsgrad von mehr als 70 % ergeben hatte, sich anlässlich der Renten-überprüfung die Verhältnisse aber insofern verändert präsentieren, als der Invaliditätsgrad neu weniger als 70 % beträgt. Da die Überprüfung in Fällen mit einem IV-Grad von über 70 % erst nach dem Jahre 2004 und damit verzögert erfolgt, so dass die Herabsetzung später Wirksamkeit erlangt (Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV; Erw. 2.2 hievor), wird in der Zwischenzeit weiterhin eine ganze Rente ausgerichtet. Angesichts dieses tatsächlichen Vorteils kann ein schutzwürdiges Interesse daran, dass bereits unter Geltung des alten Rechts ein 70 % übersteigender Invaliditätsgrad festgestellt wird, nicht von Vornherein verneint werden. Um eine solche Konstellation handelt es sich hier aber nicht, da sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, die auf eine Verbesserung des Gesundheitszustandes oder eine Änderung der tatsächlichen Verhältnisse, welche zu einem tieferen Invaliditätsgrad führen würden, schliessen lassen.