Citation: B 22/01 29.06.2001 E. 2

2.- a) Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat den in den meisten Sozialversicherungszweigen und im letztinstanzlichen Verfahren geltenden Grundsatz, wonach der obsiegende Sozialversicherungsträger keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Versicherten hat, auch im erstinstanzlichen Verfahren der beruflichen Vorsorge und der Arbeitslosenversicherung als anwendbar erklärt. Eine Ausnahme von diesem allgemeinen Prozessgrundsatz ist analog zur Kostenfreiheit und in Präzisierung der bisherigen Rechtsprechung für sämtliche Sozialversicherungszweige für Fälle vorzusehen, in denen Versicherten mutwillige oder leichtsinnige Prozessführung vorzuwerfen ist (BGE 126 V 150 Erw. 4b). b) Im Lichte dieses neuen allgemeinen Rechtsgrundsatzes des Bundessozialversicherungsprozesses hält die vorinstanzliche Verneinung eines Anspruchs auf Parteientschädigung gestützt auf § 7 Abs. 3 der kantonalen Verordnung über das Verfahren vor dem Versicherungsgericht (BGS 125. 922) nur Stand, sofern der beklagten Partei keine mutwillige oder leichtsinnige Prozessführung vorgeworfen werden kann. Soweit § 7 Abs. 3 der erwähnten Verordnung regelt, dass lediglich der obsiegende Beschwerdeführer oder Kläger gegenüber der unterliegenden Sozialversicherungsanstalt einen Entschädigungsanspruch hat, erweist er sich in dieser Absolutheit im Falle mutwilliger oder leichtsinniger Prozessführung durch die Gegenpartei des Sozialversicherungsträgers als bundesrechtswidrig. Nachdem das kantonale Gericht mit zutreffender Begründung das Verhalten des Beschwerdegegners im kantonalen Verfahren als mutwillig betrachtete und ihm die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 400.- auferlegte, steht der Beschwerdeführerin aufgrund des bundesrechtlichen Prozessgrundsatzes eine Parteientschädigung zu. Es wird Sache des kantonalen Gerichts sein, die Höhe der Parteientschädigung an die Beschwerdeführerin festzulegen.