Citation: 1P.382/2006 06.07.2006 E. 5

Die Beschwerdeführerin rügt, die Untersuchungshaft sei unverhältnismässig. Ein Kontaktverbot sei ein ebenso wirksames, aber milderes Mittel gegen die Kollusionsgefahr. 5.1 Der Haftrichter führte aus, die Fortsetzung der Untersuchungshaft sei angesichts der mutmasslichen Dauer der im Verurteilungsfall zu erwartenden Freiheitsstrafe verhältnismässig, zumal keine mildere Massnahme gegeben sei. Die Beschwerdeführerin räumt ein, dass die andauernde Untersuchungshaft mit Blick auf das zu erwartende Strafmass "grundsätzlich noch als verhältnismässig erscheinen mag". 5.2 Das Bundesgericht prüft die Verhältnismässigkeit der Untersuchungshaft in erster Linie hinsichtlich ihrer Dauer. Rückt die Haftdauer in grosse Nähe der Freiheitsstrafe, die bei einer Verurteilung konkret zu erwarten wäre, erweist sie sich als unverhältnismässig (BGE 132 I 21 E. 4.1 S. 27 f.). Die Möglichkeit der Gewährung von Ersatzanordnungen wie Kontaktverboten ergibt sich aus dem kantonalen Recht (§ 58 Abs. 4 i.V.m. § 72 f. StPO/ZH). Die kantonale Behörde hat sie nach pflichtgemässem Ermessen zu beurteilen. Im vorliegenden Fall besteht für das Bundesgericht kein Anlass, in das Ermessen der kantonalen Behörde einzugreifen, da eine übermässige Haftdauer weder gerügt noch ersichtlich ist und da ein Kontaktverbot ohne zusätzliche Massnahmen nicht ausreichend vor heimlichen Kontaktnahmen schützt. Das Vorbringen ist unbegründet.