Citation: 2C_1077/2017 E. 4.4.1

4.4.1. Der Beschwerdeführer versucht den vorinstanzlichen Schluss auf eine Scheinehe in Frage zu stellen, indem er für jedes einzelne der angeführten Indizien eine alternative Lesart präsentiert. Zur Entkräftung des Arguments der Vorinstanz, wonach die Eheleute sich sprachlich zu Beginn der Beziehung nicht hätten verständigen können, bringt er beispielsweise vor, es bestehe eine eigene "Sprache der Liebe", welche Verständigung durch Worte überflüssig mache. Wenn die Vorinstanz ins Feld führt, dass B.________ eine Beziehung mit einem anderen Mann führe, entgegnet er, dass die Vorinstanz einem veralteten Weltbild verhaftet sei und ein "ménage à trois" entgegen ihren Vorstellungen in der heutigen Zeit nichts Ungewöhnliches sei. Und wenn die Vorinstanz auf den Altersunterschied von neun Jahren hinweist, führt er aus, dieser Altersunterschied sei nicht derart offensichtlich, dass ihm Bedeutung zugemessen werden könne. Zuzustimmen ist dem Beschwerdeführer dabei einzig, dass der Altersunterschied von neun Jahren kaum auf Scheinehe schliessen lässt. Mit den übrigen Vorbringen verkennt er jedoch, dass die Vorinstanz keineswegs leichthin auf das Vorliegen einer Scheinehe geschlossen hat; vielmehr ist sie aufgrund einer Gesamtwürdigung der Umstände zum Schluss gekommen, dass die Ehe nie tatsächlich gelebt worden ist. Diese Würdigung ist nicht zu beanstanden: Selbst wenn sich einzelne Indizien isoliert betrachtet durchaus im Sinne des Beschwerdeführers deuten liessen, ist die von der Vorinstanz getroffene Annahme, dass B.________ und er nie die Absicht hegten, eine auf Dauer angelegte wirtschaftliche, körperliche und spirituelle Verbindung einzugehen, aufgrund einer Gesamtbetrachtung keinesfalls als willkürlich anzusehen. Zwar haben sie während mehrerer Jahre in derselben Wohnung gelebt und sich in dieser Zeit naturgemäss auch persönlich besser kennengelernt. Dies erklärt auch, warum sie bei den zweiten Befragungen im Jahr 2015 gemäss den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz deutlich mehr übereinander wussten, als noch 2011. B.________ führte während dieser Zeit aber mit Wissen des Beschwerdeführers eine offenbar auf Dauer angelegte Paarbeziehung mit C.________. Dies ergibt sich nicht zuletzt aus dem Umstand, dass C.________ in derselben Wohnung lebte, wie B.________ und der Beschwerdeführer. Daraus in Kombination mit den zahlreichen weiteren im Recht liegenden Indizien auf das Vorliegen einer Scheinehe zu schliessen, ist bundesrechtskonform, zumal der Beschwerdeführer keinerlei Umstände vorbringt und belegt, die den echten Ehewillen glaubhaft machen. Dabei ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers auch kein Grund ersichtlich, warum die Weigerung von B.________, die Namen der sie auf ihrer Ferienreise nach Sizilien begleitenden Freundinnen zu nennen, nicht als zusätzliches Indiz berücksichtigt werden dürfte. Auch eine Verletzung der Beweislastverteilung liegt nicht vor. Wenn es dem Beschwerdeführer vorliegend nicht gelingt, die auf verschiedenen Indizien basierende Vermutung einer Scheinehe umzustossen, beruht dies einzig auf dem Umstand, dass die dokumentierten Vorgänge in einer Gesamtbetrachtung kaum einen anderen Schluss zulassen.