Citation: U 297/05 16.08.2006 E. A

A.a K.________, geboren 1962, arbeitete seit 12. März 2001 als Hilfsmechaniker bei der Firma A.________ AG, welche auf die Reinigung und Wiederaufbereitung von Industriefässern spezialisiert ist. Sein Aufgabenbereich bestand zur Hauptsache in Wartungs- und Reparaturarbeiten an den im Betrieb installierten Maschinen, Anlagen und Einrichtungen. Des Weiteren hatte er Reparaturarbeiten in der betriebseigenen mechanischen Werkstätte und der Schlosserei auszuführen. Ferner oblagen ihm Magazinertätigkeiten sowie Umgebungsarbeiten. Bei seiner Tätigkeit kam er mit Lösungsmitteln, insbesondere dem für Reinigungszwecke eingesetzten Toluol in Kontakt, welches je nach Konzentration und Exposition toxisch ist und dessen Verwendung besonderen Sicherheitsvorschriften unterliegt. Wegen wiederholter Armschwäche rechts, Missempfindungen der Finger, vermindertem Geschmacksempfinden und Gesichtslähmung wurde K.________ vom 9. bis 17. Juli 2001 in der Neurologischen Klinik des Universitätsspitals X.________ untersucht, wo der Verdacht auf eine prädominant kraniale Polyneuroradikulitis geäussert und im Übrigen die Diagnosen eines aktuell remittierten metastasierenden, nicht seminomatösem Keimzellentumors Stadium IV, einer psychosozialen Belastungssituation bei Partnerschaftsproblematik sowie einer tumorösen Hautveränderung ungeklärter Dignität nasobuccal rechts erhoben wurden (Bericht vom 22. Juli 2001). Bei Verlaufskontrollen am 6. August und 7. September 2001 zeigte sich eine wesentliche Besserung der Gesichtslähmung (Berichte vom 7. August und 7. September 2001). Anfang März 2002 suchte K.________ wegen intermittierend auftretenden Sehstörungen, Konzentrationsschwäche sowie wechselnden Muskel- und Gelenkschmerzen Dr. med. S.________, Facharzt FMH für Innere Medizin, auf, welcher eine erneute Hospitalisation im Universitätsspital X.________ (24. April bis 4. Mai 2002) veranlasste. Im Austrittsbericht vom 16. Mai 2002 diagnostizierten die Spitalärzte nebst einer chronischen obstrukiven Lungenerkrankung (sowie Hyperventilationsattacken) ein undifferenziertes generalisiertes Schmerzsyndrom und eine mittelgradig bis schwere depressive Episode. Bezüglich des Schmerzsyndroms wurde die Differentialdiagnose einer Somatisierung bei Depression bzw. einer Intoxikation gestellt und eine arbeitsmedizinische Abklärung als erforderlich bezeichnet. A.b Am 23. Mai 2002 meldete die Arbeitgeberin den Fall der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA), bei welcher K.________ obligatorisch für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert war. Der Unfallversicherer traf medizinische Abklärungen und nahm am 21. November 2002 durch den Internisten Dr. med. R.________ (Abteilung Arbeitsmedizin) und Dr. G.________ (Bereich Chemie) eine Abklärung am Arbeitsplatz vor (Berichte vom 25. November 2002 und 14. Juli 2003). In einer ärztlichen Beurteilung vom 17. Juli 2003 gelangte Dr. med. R.________ zum Schluss, ein Zusammenhang mit arbeitsplatzbedingten Einwirkungen sei bezüglich einzelner der bestehenden Beschwerden und Befunde zwar möglich, nicht aber überwiegend wahrscheinlich. Mit Verfügung vom 5. September 2003 verneinte die SUVA eine Leistungspflicht. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie gestützt auf Stellungnahmen des Dr. med. R.________ (vom 22. März 2004) und des Dr. G.________ (vom 7. Juli 2004) ab (Einspracheentscheid vom 15. Juli 2004).