Citation: C 1/07 25.04.2007 E. 3

3.1 Unbestrittenermassen erhielt die Beschwerdeführerin - gemäss ASAL-Auszug vom 13. Januar 2006 - Insolvenzentschädigung in Höhe von Fr. 24'920.- für Lohnforderungen gegenüber der Firma M.________ GmbH ausbezahlt. Laut Angaben in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde stand die Versicherte im Zeitraum Mai bis August 2005 in einem Arbeitsverhältnis mit einer Unternehmensgruppe, bestehend aus den Arbeitgeberinnen der Firma P.________ GmbH, Firma X.________ GmbH, Firma L.________ GmbH und Firma M.________ GmbH. Unstreitig ist sodann, dass sie diese Aktivität nicht ordnungsgemäss monatlich auf den entsprechenden Formularen meldete. 3.2 Vorinstanz und Verwaltung gingen davon aus, dass sich die Versicherte von Anfang an im Klaren über die Meldepflicht gewesen sei, womit sie mit Wissen und Willen den Zwischenverdienst nicht angegeben habe, um die volle Arbeitslosenentschädigung zu erhalten. Die Versicherte wendet hiegegen ein, die Ausrichtung der Insolvenzentschädigung sei noch nicht rechtskräftig und die Auszahlung sei erst im Oktober 2005 erfolgt. Ferner habe ihre Unterlassung von Angaben auf dem Formular "Angaben zur versicherten Person" keine Auswirkungen auf die Leistungsbemessung gehabt; zudem habe die Unterhaltssicherung ihrer Familie absolute Priorität. 3.3 Bei dieser Argumentation verkennt die Beschwerdeführerin, dass es für die zu beurteilende Frage irrelevant ist, zu welchem Zeitpunkt die Auszahlung der Insolvenzentschädigung erfolgt ist. Die Tätigkeit ist Ende desjenigen Monats als Zwischenverdienst anzugeben, in dem sie ausgeübt worden ist (BGE 122 V 367 E. 5b S. 369). Dies geht aus der Fragestellung gemäss Ziffer 1 und 2 des Formulars "Angaben der versicherten Person" unmissverständlich hervor. Die Beschwerdeführerin bringt denn auch nicht vor, es sei ihr nicht bewusst gewesen, dass sie die Tätigkeit hätte angeben müssen. Die unterlassene Deklarierung der Zwischenverdiensttätigkeit in den Kontrollperioden der Monate Mai bis August 2005 erfüllt somit ohne Weiteres den Einstellungstatbestand nach Art. 30 Abs. 1 lit. e AVIG. Unbehelflich ist auch der Einwand, die Deklaration hätte keine Auswirkungen auf die Leistungsbemessung, denn die ausbezahlte Insolvenzentschädigung in Höhe von Fr. 24'920.-- ergibt pro Monat netto ca. Fr. 6'225.- (im Vergleich zum versicherten Verdienst von Fr. 7'583.- bei einer durchschnittlichen Arbeitslosenentschädigung bei 80 % von Fr. 6'066.-), so dass für den Zeitraum von Mai bis August 2005 kein Anspruch auf zusätzliche Leistungen der Arbeitslosenversicherung bestand (Art. 24 Abs. 2 AVIG ). Die Frage, ob die Versicherte die Meldung der leistungsrelevanten Tatsache gegenüber der Kasse mit der Absicht (vgl. ARV 1956 Nr. 24 S. 36), die Ausrichtung unrechtmässiger Arbeitslosenentschädigung zu erwirken, unterliess (BGE 125 V 193), ist ebenfalls zu bejahen. In einem Schreiben an die Arbeitslosenkasse vom 8. November 2005 hielt die Versicherte selber fest, es sei ihr bewusst, dass sie nicht für den gleichen Monat Arbeitslosentaggelder und eine Erwerbsentschädigung erhalten könne. Ihr Verhalten sei zwar nicht geschickt gewesen; sie habe den Unterhalt ihrer Familie sichern wollen. Somit ist der Einstellungstatbestand von Art. 30 Abs. 1 lit. f AVIG erfüllt.