Citation: 5A_849/2019 E. 3.3

3.3. "In rechtlicher Hinsicht" reklamiert die Beschwerdeführerin, dass das Obergericht ausschliesslich subjektiv beurteile, ob ein für die Beschwerdegegnerin akzeptabler Nachweis über die bei der Bank D.________ verarrestierten Vermögenswerte vorliege, dass sie für das Rechtsschutzinteresse an der Arrestlegung also die blosse Behauptung der Beschwerdegegnerin gelten lasse. Da nach Art. 52 ZPO alle Prozessparteien nach Treu und Glauben zu handeln haben, hätte die Beschwerdegegnerin den vorbehaltlosen und umfassenden Vermögensnachweis der Bank D.________ akzeptieren und ihr Begehren zurückziehen müssen. Willkürlich unterlasse das Obergericht die Prüfung der Frage, ob die Erstinstanz Art 52 ZPO verletze; nach Treu und Glauben sei es "abwegig", dass andere bei der Bank D.________ befindliche Vermögenswerte nicht auf dem Bankauszug erscheinen würden. Die Vorinstanz verletze in willkürlicher Weise Art. 254 und 255 ZPO, indem sie ohne jeglichen Aktenhinweis davon ausgehe, dass bei der Bank D.________ andere Vermögensgegenstände vorlägen als in der Vermögensübersicht angegeben. Die Beschwerdeführerin begnügt sich mit der Behauptung, dass sie mit dem Bankauszug per 30. September 2018 den akzeptablen Nachweis "bereits offensichtlich erbracht" habe und die Beschwerdegegnerin "nicht zu ihrem Wort stehen" wolle. Es stimmt jedoch nicht, dass die Vorinstanz selbst eine "umfassende Bestätigung" verlangt. Der angefochtene Entscheid zitiert an der fraglichen Stelle die Aussage der Beschwerdegegnerin. Das Obergericht geht auch nicht davon aus, dass bei der Bank D.________ andere Vermögenswerte existieren, als im Vermögensauszug angegeben sind. Es kommt lediglich zum Schluss, die Arrestgläubigerin habe in der fraglichen Urkunde keinen akzeptablen Nachweis dafür gesehen, dass bei der Bank D.________ nicht mehr als USD 440'497.-- verarrestiert waren. Die Beschwerdeführerin erklärt nicht, nach welchen Massstäben die Vorinstanz den streitigen Bankauszug der Bank D.________ denn hätte beurteilen, ja warum sie ihre eigene Beurteilung überhaupt an die Stelle derjenigen der Beschwerdegegnerin hätte stellen müssen. Eine andere als ihre eigene Sichtweise mag sie dem Bundesgericht nicht vortragen. Bloss zu behaupten, die Beschwerdegegnerin verletze offensichtlich Art. 52 ZPO, genügt nicht. Insbesondere wirft die Beschwerdeführerin dem Obergericht auch nicht vor, dass es sich willkürlich über konkrete Zusicherungen hinwegsetze, welche die Beschwerdegegnerin ihr mit Bezug auf den "akzeptablen Nachweis" gemacht, jedoch treuwidrig nicht honoriert hätte. Mit dem abstrakten Hinweis, wonach eine Partei auf dem erweckten Anschein zu behaften sei, ist nichts gewonnen. Die Beschwerde ist in dieser Hinsicht unbegründet.