Citation: 6B_1193/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz führt aus, der Tatbestand der Drohung könne auch durch konkludentes Verhalten, wie das Zücken eines Messers in einer angespannten Situation, erfüllt werden. Der Beschwerdeführer habe die Privatklägerin mit einer Hand an den Haaren am Hinterkopf gepackt und mit der anderen Hand ein Brotmesser an ihren Hals gehalten. Dass sie dadurch in Panik geraten sei und um ihr Leben gefürchtet habe, sei ohne Weiteres nachvollziehbar und habe sich auch dem Beschwerdeführer aufgedrängt. Anders als eine Todesdrohung könne die von ihm ausgeführte Geste nicht verstanden werden. Dem Beschwerdeführer sei bewusst gewesen, dass sein Verhalten geeignet sei, die Privatklägerin zumindest möglicherweise in Angst und Schrecken zu versetzen und habe dies zumindest in Kauf genommen. Damit habe er den Tatbestand der Drohung objektiv und subjektiv erfüllt (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 3.3 S. 9).