Citation: 6S.717/2001 09.07.2002 E. A

A.- Am Samstag, den 14. Dezember 1996, 09.40 Uhr, ereignete sich bei der Gondelbahn Riederalp-Moosfluh ein Seilbahnunglück. Da die Achse der Umlenkscheibe, über welche das Förderseil in der Talstation geführt wurde, brach, wurde das Förderseil von der Umlenkscheibe abgeworfen. Das Seil gab in der Folge nach, sodass es zuerst in starke Schwingung geriet und schliesslich erschlaffte. Dabei wurden die Kabinen gegen das Seil geschlagen und gerieten anschliessend in starke Bewegung. Mehrere Kabinen schlugen infolge des erheblich vergrösserten Seildurchhanges auf dem Boden auf. Ein Passagier starb, drei Passagiere erlitten schwere Verletzungen; ausserdem zogen sich verschiedene weitere Passagiere leichte Verletzungen zu, welche aber mangels gültiger Strafanträge strafrechtlich nicht von Belang waren. Bei der Moosfluhbahn handelt es sich um eine Einseilumlaufbahn mit kuppelbaren Klemmen und zwölfplätzigen Gondeln. Diese Bahn wurde im Auftrag der Verkehrsbetriebe Riederalp AG von der Garaventa Seilbahnen AG geplant und erstellt. Die eidgenössische Konzession datiert vom 16. März 1995, am 4. Dezember 1995 erfolgte die Kollaudation - die amtliche Prüfung und Schlussgenehmigung des Bauwerks - durch das Bundesamt für Verkehr (BAV) mit auflagenbedingter Betriebsbewilligung. Der Betrieb für das Publikum wurde am 8. Dezember 1995 aufgenommen, die formelle Betriebsbewilligungsverfügung datiert vom 12. Februar 1996.