Citation: 1C_250/2020 E. 2

Das Verwaltungsgericht ging mit dem AFW davon aus, die Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands sei verwirkt, weil der Waldparkplatz seit mehr als 30 Jahren bestehe. Es sei gerichtsnotorisch, dass die umstrittene Waldfläche schon vor mehr als 30 Jahren in ihrer heutigen Ausdehnung ohne Bewuchs und als Parkplatz für die Öffentlichkeit bestanden habe. Drei der fünf Richter sowie der Gerichtsschreiber, die in der Stadt Zug bzw. in Cham aufgewachsen seien, könnten sich gut daran erinnern, dass die Fläche schon in den 60er, 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts regelmässig als Parkplatz für Autos verwendet worden sei. Vor allem an Wochenendtagen mit schönem Wetter, wenn die Parkplätze direkt bei der Talstation der Zugerbergbahn besetzt gewesen seien, seien die Automobilisten auf den Waldparkplatz ausgewichen, so dass dieser häufig voll belegt gewesen sei, insbesondere, wenn die Zufahrtsstrasse auf den Zugerberg schneebedeckt und schlecht befahrbar gewesen sei und/oder auf der Strecke zwischen der Berg- und der Talstation geschlittelt werden konnte. Zwar möge es zutreffen, dass im Verlaufe der Jahre dort immer etwas mehr Autos abgestellt worden seien. Dies sei auf die Bevölkerungszunahme in der Region Zug und der damit verbundenen Verkehrszunahme zurückzuführen und könne keinen Anspruch auf Schliessung des Platzes begründen. Auch die Eröffnung des Zugerberg Bike-Trails 2016 sei nicht als Nutzungszäsur einzuschätzen, weil die Passagierzahlen der Zugerbergbahn und damit auch die Nutzung des Parkplatzes seit jeher im Wesentlichen vom Wetter abhingen.