Citation: 1B_144/2018 E. 3.7

3.7. Anders verhält es sich beim Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung (vgl. Art. 158 Ziff. 3 StGB). Indes geht der Tatbestand der Veruntreuung gemäss Art. 138 StGB nach Rechtsprechung und Lehre jenem der ungetreuen Geschäftsbesorgung in Bereicherungsabsicht im Falle der Konkurrenz vor (Urteil 6B_1161/2013 vom 14. April 2014 E. 2.3.1; TRECHSEL/CRAMERI, a.a.O., N. 25 zu Art. 158 StGB; NIGGLI/RIEDO, a.a.O., N. 211 zu Art. 138 StGB). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass einzelne der Konten einzig wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung gesperrt worden sind, ohne dass nicht zugleich auch der Tatbestand der Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 2 StGB erfüllt sein könnte. Dies ergibt sich auch nicht aus der Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 10. November 2017 betreffend Kontosperre und Beschlagnahme. Demzufolge musste sich die Vorinstanz entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers im angefochtenen Beschluss auch nicht ausdrücklich zum Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung äussern.