Citation: 1B_52/2018 E. 2.7

2.7. Es ist unbestritten, dass die Polizei im Auftrag des Beschwerdegegners E.________ und C.________ schriftlich befragt und ihnen in diesem Zusammenhang die Strafantrags-/Privatklageformulare ausgehändigt hat. Inwieweit dies eine Befangenheit des Beschwerdegegners begründen soll, ist nicht ersichtlich. Wie die Staatsanwaltschaft zurecht vorbringt, handelt es sich dabei um ein übliches Vorgehen. Dem Argument des Beschwerdeführers, der Beschwerdegegner habe durch die Beschaffung der Strafanträge lediglich die unverhältnismässige Untersuchungshaft nachträglich rechtfertigen wollen, kann ebenfalls nicht gefolgt werden, zumal bei Anordnung der Untersuchungshaft bereits ein unterzeichneter Strafantrag vorlag. Weiter kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten, soweit er geltend macht, ein Telefonanruf des Beschwerdegegners an die antragsberechtigten Personen und eine einfache postalische Zustellung des Strafantragsformulars hätten gereicht. Es ist nicht ersichtlich, weshalb einerseits ein Befangenheitsgrund vorliegen soll, wenn der Beschwerdegegner die Polizei beauftragt, das Strafantragsformular den Berechtigten zu unterbreiten, es andererseits aber keine Befangenheit begründen soll, wenn er die Formulare selber austeilt. Das vom Beschwerdegegner gewählte Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Ob dabei die Staatsanwaltschaft erst durch die Beschwerdeergänzung vom 17. Mai 2016 auf die fehlenden Strafanträge aufmerksam gemacht wurde, ist nicht relevant.