Citation: 1A.245/2000 29.06.2001 E. 4

4.- a) Eine Nichteinzonung löst wie erwähnt grundsätzlich keine Entschädigungspflicht aus. Sie trifft den Eigentümer nur ausnahmsweise enteignungsähnlich, etwa dann, wenn er überbaubares oder grob erschlossenes Land besitzt, das von einem gewässerschutzrechtskonformen generellen Kanalisationsprojekt erfasst wird, und wenn er für die Erschliessung und Überbauung seines Landes schon erhebliche Kosten aufgewendet hat, wobei diese Voraussetzungen in der Regel kumulativ erfüllt sein müssen. Sodann können weitere besondere Gesichtspunkte des Vertrauensschutzes so gewichtig sein, dass ein Grundstück unter Umständen hätte eingezont werden müssen. Ein Einzonungsgebot kann ferner zu bejahen sein, wenn sich das fragliche Grundstück im weitgehend überbauten Gebiet (Art. 15 lit. a RPG) befindet. Auf Grund solcher Umstände lässt sich annehmen, der Eigentümer habe am massgebenden Stichtag mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer aus eigener Kraft realisierbaren Überbauung seines Landes rechnen dürfen (BGE 125 II 431 E. 4a S. 434). b) Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid ausgeführt, dass im vorliegenden Fall keine besonderen Umstände vorlägen, die eine Entschädigungspflicht des Gemeinwesens zu begründen vermöchten. So habe der Beschwerdeführer für die Erschliessung und Überbauung seines Landes keine Aufwendungen getätigt. Weiter treffe es auch nicht zu, dass die Stadt Bern beim Beschwerdeführer das berechtigte Vertrauen geweckt habe, sein Land werde auch in Zukunft eingezont bleiben. Vielmehr sei bei den Schritten, welche die städtischen Behörden zusammen mit dem Beschwerdeführer mit Blick auf eine teilweise Überbauung seines Landes unternommen hätten, klar gewesen, dass sie bei einer Annahme der Initiative hinfällig würden. Ferner lasse sich aus dem Vertrag über die Begründung einer Baubeschränkungsdienstbarkeit, den der Beschwerdeführer am 14. März 1980 mit der Einwohnergemeinde Bern abgeschlossen habe, keine Zusicherung entnehmen, dass sein Land auch bei Vertragsablauf am 31. Dezember 1990 noch einer baulichen Nutzung zugeführt werden könne. Schliesslich zähle die Parzelle Gbbl. Nr. 1641 nicht zum weitgehend überbauten Gebiet, so dass auch aus diesem Grund keine Entschädigungspflicht bestehe. c) Der Beschwerdeführer setzt sich mit dieser Begründung des Verwaltungsgerichts nicht auseinander. Er bringt nur vor, sein Land hätte am Stichtag mit hoher Wahrscheinlichkeit in naher Zukunft überbaut werden können, da es vollständig erschlossen und baureif gewesen sei. Seine Argumentation bezieht sich damit allein auf den Fall der Auszonung. Da eine solche aber nicht vorliegt, erübrigt sich eine nähere Prüfung des in der Beschwerde dazu Ausgeführten. Umgekehrt bestehen auf Grund der Darlegungen des Beschwerdeführers keine Anhaltspunkte, dass das Verwaltungsgericht bei der gebotenen Annahme einer Nichteinzonung eine Entschädigungspflicht zu Unrecht abgelehnt hat. Die oben zusammengefassten Erwägungen entsprechen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und sind nicht zu beanstanden. d) Die Verneinung einer materiellen Enteignung im angefochtenen Entscheid verletzt demnach kein Bundesrecht.