Citation: 4P.90/2000 31.07.2000 E. 1

1.- a) Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und in welchem Umfang auf eine staatsrechtliche Beschwerde einzutreten ist (BGE 124 I 11 E. 1 S. 13; 118 Ia 184 E. 1 S. 186). Die falsche Bezeichnung eines Rechtsmittels schadet nicht. Eine Eingabe ist als staatsrechtliche Beschwerde entgegenzunehmen, wenn sie den gesetzlichen Voraussetzungen dieses Rechtsmittels genügt (Kälin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 1994, S. 285 f.). Es ist somit zu prüfen, ob auf die als kantonales Rechtsmittel konzipierte Beschwerde (§ 335 ZPO/AG) eingetreten werden kann. b) Die Beschwerde wurde innerhalb der 30-tägigen Beschwerdefrist gemäss Art. 89 OG vom Handelsgericht des Kantons Aargau an das Bundesgericht weitergeleitet, womit diese gewahrt wurde. c) Von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen ist die staatsrechtliche Beschwerde rein kassatorischer Natur (BGE 120 Ia 256 E. 1b S. 257; 119 Ia 28 E. 1 S. 30; 118 Ia 64 E. 1e S. 69 mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer mehr verlangt als die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die damit notwendig verbundene Rückweisung an die kantonale Instanz, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. d) Nach der alten, bis Ende Februar 2000 gültigen Fassung von Art. 87 OG (aOG) ist die staatsrechtliche Beschwerde gegen letztinstanzliche Zwischenentscheide wegen Verletzung von Art. 4 aBV nur zulässig, soweit diese einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil zur Folge haben. Mit dem Bundesgesetz über prozessuale Anpassungen an die neue Bundesverfassung vom 8. Oktober 1999 ist der Wortlaut von Art. 87 aOG geändert worden (AS 2000 416/417). Nach Art. 87 Abs. 2 OG ist die Beschwerde gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide allgemein und unabhängig vom Rügegrund nur zulässig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können. Diese Gesetzesnovelle ist am 1. März 2000 in Kraft getreten (AS 2000 418). Die genannte Änderung des Organisationsgesetzes enthält keine Übergangsbestimmungen. Im Rahmen früherer Änderungen dieses Gesetzes wurde jeweils ausdrücklich festgehalten, dass die geänderten Bestimmungen nur auf Entscheide, die nach deren Inkrafttreten gefällt wurden, anwendbar seien. Entsprechend ist auch in diesem Fall vorzugehen. Der angefochtene Entscheid wurde am 21. März 2000 getroffen, d.h. nach Inkrafttreten der Novelle, womit Art. 87 OG in seiner neuen Fassung anwendbar ist. Letztinstanzliche Massnahmeentscheide sind nach der bisherigen Praxis des Bundesgerichts, die insoweit auch auf das neue Recht anwendbar ist, in diesem Sinne stets nachteilig und somit beschwerdefähig und es kann offen bleiben, ob der angefochtene Entscheid, der nicht an eine andere kantonale Behörde weitergezogen werden konnte, als End- oder bloss als Zwischenentscheid im Sinne von Art. 87 OG anzusehen ist (BGE 118 II 369 E. 1 S. 371; 116 Ia 446 E. 2 S. 447; 114 II 368 E. 2a S. 369; 108 II 69 E. 1 S. 71 mit Hinweisen). e) Die Legitimation zur staatsrechtlichen Beschwerde ergibt sich aus Art. 88 OG. Zur Beschwerdeführung ist legitimiert, wer beschwert ist, ein aktuelles und praktisches Rechtsschutzinteresse hat und wenn rechtlich geschützte Interessen durch den angefochtenen Entscheid betroffen sind. Da aus Art. 9 BV, ebenso wie aus Art. 4 aBV, kein eigenständiger Anspruch auf willkürfreies staatliches Handeln folgt, ist die Legitimation zur Willkürbeschwerde nur gegeben, soweit das Gesetzesrecht, dessen willkürliche Anwendung behauptet wird, dem Beschwerdeführer einen Rechtsanspruch einräumt oder gerade den Schutz seiner beeinträchtigten Interessen bezweckt. Das in Art. 9 BV enthaltene allgemeine Willkürverbot verschafft für sich allein demnach noch keine geschützte Rechtsstellung im Sinne von Art. 88 OG (BGE 126 I 81 E. 3b S. 86; 120 Ia 110 E. 1 S. 111 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer macht zum einen willkürliche Beweiswürdigung geltend. Die Regeln betreffend die Beweiswürdigung bestehen zum Schutz des Rechtssuchenden bei der Durchsetzung seiner Ansprüche. Der Beschwerdeführer ist somit zur Erhebung der Rüge der willkürlichen Beweiswürdigung legitimiert. Weiter macht der Beschwerdeführer die willkürliche Anwendung von Art. 707 und 712 OR geltend. Die Befugnis zur staatsrechtlichen Beschwerde besteht in diesem Bereich entsprechend der obgenannten Voraussetzungen nur, wenn Art. 707 und 712 OR dem Beschwerdeführer Rechte einräumen oder zu seinem Schutz erlassen wurden. Ob dies der Fall ist, kann im vorliegenden Fall offen bleiben, da die erhobenen Rügen ohnehin unbegründet sind.