Citation: 5A_592/2017 E. 2.2

2.2. Für die auf Art. 176 Abs. 1 Ziff. 6 ZGB gestützte Zuteilung der ehelichen Wohnung sind - was vorliegend nicht der Fall ist - vorrangig die Interessen allfälliger Kinder zu beachten. Sodann stehen - was vorliegend ebenfalls nicht der Fall ist - gesundheitliche oder berufliche Bedürfnisse im Vordergrund. Weiter können auch Affektionsinteressen berücksichtigt werden. Führt die hierauf basierende Interessenabwägung, wem die Wohnung besser dient bzw. wem der Auszug eher zugemutet werden kann, zu keinem eindeutigen Ergebnis, ist im Zweifel den Eigentums- oder anderen rechtlich geordneten Nutzungsverhältnissen Rechnung zu tragen (vgl. BGE 120 II 1 E. 2c S. 3; zuletzt Urteile 5A_78/2012 vom 15. Mai 2012 E. 3.1; 5A_291/2013 vom 27. Januar 2014 E. 5.3; 5A_829/2016 vom 15. Februar 2017 E. 3.1).