Citation: I 495/05 29.09.2005 E. 3

3.1 In ihrer Beschwerde an das kantonale Gericht hatte die Versicherte noch ausgeführt, sie habe ihre (lediglich in geringem Masse entlöhnte) Sekretariatsarbeit für das Institut S.________ und dessen Kurswesen "per 1. Februar 1998 zu Gunsten ihrer selbständigen Erwerbstätigkeit" aufgegeben; "wäre der Unfall vom 11. März 1998 (...) nicht dazwischengekommen, wäre ihr Einkommen somit dauerhaft gestiegen". In gleichem Sinne argumentierte die Beschwerdeführerin in ihrer vorinstanzlichen Replik: "Durch die Aufgabe der Sekretariatsarbeit" hätte sich "eine Kapazitätssteigerung von 1 Tag für ihre selbständige Erwerbstätigkeit als Kinderphysiotherapeutin" ergeben. Dieser Einwand wurde im angefochtenen Entscheid mit zutreffender Begründung widerlegt, geht doch aus dem Protokoll der Mitgliederversammlung des Instituts S.________ vom 24. Januar 1998 hervor, dass die Versicherte zwar einerseits ab 1. Februar 1998 nicht mehr für die anfallenden Sekretariatsarbeiten zuständig war (und gleichzeitig aus dem Vereinsvorstand zurücktrat), anderseits aber weiterhin als Fachberaterin, Organisatorin von Kursen und Arbeitsgruppen sowie als Archivarin ("donnerstags 10h bis 21h") für das Institut tätig war (überdies stellte sie sich für die Einarbeitung der neuen Sekretariatskraft zur Verfügung). Von frei werdender Arbeitskapazität zugunsten eines bereits vor dem Unfall vom 11. März 1998 beabsichtigten Ausbaus ihrer praxiseigenen Behandlungstätigkeit kann demnach vernünftigerweise nicht gesprochen werden. 3.2 Wenn nun in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erstmals vorgebracht wird, es sei schon vor dem Unfallereignis "klar" gewesen, dass "spätestens ab dem Jahr 2000 (die) Arbeitstätigkeit (als Selbstständigerwerbende) auf 4 Tage ausgeweitet" worden wäre, findet diese Behauptung in den Akten, wie sie Verwaltung und Vorinstanz zur Verfügung standen, keinerlei Stütze. Nur schon aufgrund des Alters der Beschwerdeführerin (sie stand im Unfallzeitpunkt im 55. Altersjahr) scheint es denn auch fraglich, dass sie damals den festen Plan fasste, ihr - auch ohne die Tätigkeit für das Institut S.________ - 40 Wochenstunden übersteigendes Arbeitspensum (3 x 8-9 Behandlungsstunden in der eigenen Praxis, nebst 8-9 weiteren Stunden. für Buchhaltung und Administration, Team- und Elternbesprechungen, Schulbesuche, Verfassen von Berichten und Verlaufsdokumentationen sowie Praxisreinigung und Wäsche; 8,4 Stunden als Angestellte des Zentrums X.________) spätestens nach eineinhalb Jahren um weitere 8-9 Behandlungsstunden zu erhöhen. Jedenfalls kann eine derartige hypothetische Steigerung der selbständigen Erwerbstätigkeit für den Fall, dass die Versicherte gesund geblieben wäre, nicht mit dem rechtsprechungsgemäss erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b, 125 V 195 Erw. 2, je mit Hinweisen) angenommen werden. Daran ändern die beiden letztinstanzlich vorgelegten, von einer früher in der gemeinsamen Praxis tätigen Ergotherapeutin sowie von der damaligen Präsidentin des Instituts S.________ unterzeichneten "Zeugenbestätigungen" nichts, wonach die Beschwerdeführerin "auf den 1. Februar 1998 ihre Arbeit von einem Tag pro Woche für das Sekretariat des Instituts S.________deshalb gekündigt hat, weil sie ihre selbständige Tätigkeit in der Praxis Kinderphysiotherapie Z.________ von drei auf vier Tage ausweiten wollte". Diesbezüglich kann auf das in Erw. 3.1 hievor Gesagte verwiesen werden.