Citation: 2C_919/2020 E. 3.3.1

3.3.1. Das Migrationsamt hatte dem Beschwerdeführer am 23. Juli 2019 das rechtliche Gehör zum Erlöschen der Niederlassungsbewilligung gewährt. Der Beschwerdeführer reichte seine Stellungnahme Anfang August 2019 ein. Er räumt ein, dass es danach bis zum Erlass der Verfügung zu keiner weiteren Kommunikation mit dem Migrationsamt gekommen sei. Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, wodurch das Migrationsamt beim Beschwerdeführer das berechtigte Vertrauen erweckt haben könnte, dass das Verfahren abgeschlossen sei (vgl. BGE 137 II 182 E. 3.6.2 S. 193 zu den Voraussetzungen des Vertrauensschutzes). Das Migrationsamt war nicht verpflichtet, den Beschwerdeführer regelmässig auf das hängige Verfahren hinzuweisen; es durfte sich darauf beschränken, nach Gewährung des rechtlichen Gehörs die Verfügung zu erlassen. Dabei spielt es keine Rolle, dass das Verfahren nicht auf Initiative des Beschwerdeführers eingeleitet wurde. Ein Verstoss gegen Treu und Glauben liegt offensichtlich nicht vor.