Citation: 8C_51/2019 E. A

A.a. Der 1966 geborene A.________ war seit dem 23. Juni 1997 als Sous-Chef beim Landgasthof B.________ angestellt und somit bei der AXA Winterthur Schweizerische Versicherungsgesellschaft (nachfolgend AXA) obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert. Am 26. Juli 1997 kollidierte er als Motorradfahrer mit einem Fahrzeug. Dabei prallte die Front des Personenwagens gegen die linke Seite des Motorrades. Durch die Wucht des Aufpralls hob es A.________ aus dem Sattel, so dass er in Fahrrichtung weggeschleudert wurde. Nach ca. 20 m kam er am rechten Fahrbahnrand auf dem Bauch zur Endlage. Dadurch erlitt er ein Polytrauma mit Commotio cerebri, Commotio spinalis und Acetabulum-Fraktur rechts. Die AXA erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Taggelder; Heilkosten). Aufgrund von postkomotionellen Störungen (Sensibilitätsausfall, Hyposensibilität) an beiden Beinen wurde der Versicherte vom 26. Juli bis 1. August 1997 im Spital C.________ hospitalisiert, wo morphologische Ursachen ausgeschlossen werden konnten. Vom 29. Oktober bis 26. November 1997 fand ein weiterer Aufenthalt in der Klinik D.________ statt. A.b. Am 6. Juli 1998 unterzog sich der Versicherte einer arthroskopischen Teilmeniskektomie links. Es folgten drei weitere operative Eingriffe am linken Knie. In einem medizinischen Bericht vom 3. September 2007 wurde erstmals über Beschwerden am rechten Kniegelenk berichtet. Am 19. Juni 2008 nahm der Vertrauensarzt der AXA zur Frage des Kausalzusammenhangs zwischen den Kniebeschwerden rechts und dem Unfallereignis Stellung und verneinte diesen. A.c. Am 31. Januar 2007 beauftragte die AXA die Klinik E.________, eine konsiliarische Untersuchung der versicherten Person in Bezug auf die Kniebeschwerden links durchzuführen. Sodann erstattete die MEDAS Ostschweiz (nachfolgend: MEDAS-Gutachten) im Auftrag der AXA am 4. Februar 2010 ein polydisziplinäres Gutachten in den Fachrichtungen Orthopädie, Neuropsychologie, Neurologie und Psychiatrie. Die AXA verfügte darauf gestützt am 10. Juli 2012 für die Unfallfolgen am linken Knie eine Integritätsentschädigung von 10%. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Sodann erliess sie am 24. Mai 2016 eine weitere Verfügung, mit der sie u.a. die Leistungspflicht für die Beschwerden am rechten Knie verneinte und eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 20% für die Unfallfolgen am linken Knie zusprach. Nachdem der Versicherte am 21. Juni 2016 hiergegen Einsprache erhoben hatte, kündigte ihm die AXA am 20. März 2017 eine reformatio in peius an, indem sie sinngemäss in Ermangelung eines Kausalzusammenhangs die Aufhebung der Invalidenrente für die Beschwerden am linken Knie in Aussicht stellte. Der Versicherte hielt an seiner Einsprache fest. In der Folge wies die AXA die Einsprache ab, hob die Verfügung vom 24. Mai 2016 auf und stellte im Übrigen fest, dass ab dem 1. Juli 2017 kein Anspruch auf Versicherungsleistungen bestehe (Einspracheentscheid vom 23. Mai 2017).