Citation: 2C_69/2019 E. 5

Eine Verletzung des Anspruchs auf Vertrauensschutz (Art. 9 BV) und des Gebots eines Verhaltens nach Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 BV) liegt nicht vor. Er vermittelt einer Person einen grundrechtlichen Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in behördliche Zu-sicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begründendes behördliches Verhalten. Damit sich der Betroffene auf den Vertrauens-schutz berufen kann, ist erforderlich, dass (1) die Behörde durch ihr Verhalten eine Vertrauensgrundlage geschaffen hat, auf die der Be-troffene in guten Treuen abstellen durfte, (2) dass er gestützt hierauf Dispositionen getroffen hat, die er nicht oder nicht ohne wesentliche Nachteile rückgängig machen kann und (3) dass die gesetzliche Ordnung seit dem behördlichen Handeln keine Änderung erfahren hat (vgl. BGE 143 V 95 E. 3.6.2 S. 103; 137 II 182 E. 3.6.2 S. 193, je mit weiteren Hinweisen). Die blosse Erteilung einer Bewilligung begründet regelmässig kein schutzwürdiges Vertrauen in deren Verlängerung (BGE 126 II 377 E. 3b S. 387; Urteile 2C_599/2018 vom 8. Januar 2019 E. 5.2.3; 2D_37/2018 vom 29. Oktober 2018 E. 4.1). Der Beschwerdeführer kann aus dem Umstand, dass das kantonale Migrationsamt nach Aufhebung des Einreiseverbots durch das SEM eine vom 7. April 2016 bis 29. August 2018 gültige Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zum Verbleib bei seiner ersten Ehefrau erteilt hat, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Beschwerde erwiest sich auch wegen Verletzung von Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV als unbegründet und ist abzuweisen.