Citation: 9C_862/2015 E. 2.1

2.1. Das kantonale Gericht erwog, die Rentenverfügung vom 23. April 2009 habe auf dem Gutachten des Dr. med. B.________, FMH orthopädische Chirurgie, vom 29. Oktober 2008 sowie auf den Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 28. November 2008, vom 29. Dezember 2008 und vom 13. Januar 2009 beruht. Bei der gestützt darauf erfolgten erstmaligen Rentenzusprache habe weder eine Nichtanwendung von massgeblichen Bestimmungen, noch eine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes in Form einer unrichtigen Feststellung oder Würdigung des Sachverhalts vorgelegen. Die Beurteilung materieller Anspruchsvoraussetzungen weise gerade im Bereich der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit und Beweiswürdigung notwendigerweise Ermessenszüge auf. Solange in diesen Fällen keine Missbräuchlichkeit oder eine anderweitige qualifizierte Fehlerhaftigkeit mit der Ermessensbetätigung einhergehe, sondern diese - wie vorliegend - zwar problematisch erscheine, aber noch vertretbar sei, dürfe nicht auf eine zweifellose Unrichtigkeit geschlossen werden.