Citation: 2C_581/2021 E. 1.1

1.1. A.________ (geb. 1987) und ihre Tochter B.________ (geb. 2009) sind eritreische Staatsangehörige. Sie reisten am 14. September 2017 illegal in die Schweiz ein und ersuchten um Asyl. Das Staatssekretariat für Migration wies die Gesuche am 2. November 2017 ab und verfügte die Wegweisung aus der Schweiz. Diesen Entscheid bestätigte das Bundesverwaltungsgericht am 3. Juli 2019. In der Folge wies das Migrationsamt des Kantons St. Gallen Mutter und Tochter mit Verfügung vom 23. August 2019 der politischen Gemeinde D.________ mit Aufenthaltsort im Ausreise- und Nothilfezentrum (ANZ) E.________ zum Bezug der Nothilfe zu. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel wiesen sämtliche Instanzen ab, das Bundesgericht mit Urteil 8C_225/2020 vom 9. Juni 2020. Eine dagegen beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) erhobene Beschwerde blieb erfolglos.