Citation: 6B_1368/2020 E. 4.4.3

4.4.3. Der Beschwerdeführer, geboren am 13. Oktober 1988, lebt seit nunmehr 12 Jahren in der Schweiz, weshalb die Landesverweisung für ihn zweifellos eine gewisse Härte bedeutet. Entgegen seinen Vorbringen folgt daraus jedoch nicht zwingend, dass ein schwerer persönlicher Härtefall anzunehmen ist, weil seine Aufenthaltsdauer 10 Jahre überschreitet. Ob ein Härtefall vorliegt, entscheidet sich weder anhand von starren Altersvorgaben, noch führt eine bestimmte Anwesenheitsdauer automatisch zur Annahme eines Härtefalls. Die Vorinstanz berücksichtigt die Dauer der Anwesenheit des Beschwerdeführers in der Schweiz in der Härtefallprüfung gebührend als ein Element unter mehreren und muss nicht alleine gestützt darauf von einem schweren persönlichen Härtefall ausgehen.