Citation: 2C_33/2024 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz führt vor diesem Hintergrund richtig aus, dass der Beschwerdeführer einerseits in grober Weise gegen die Interessen seiner Klientschaft verstossen und andererseits das Vertrauen in die Anwaltschaft erheblich geschädigt hat. Sie durfte folglich bundesrechtskonform davon ausgehen, dass es sich um eine gravierende Verfehlung handelt, die es sogar rechtfertigen würde, bereits bei einer erstmaligen Berufspflichtverletzung ein befristetes Berufsausübungsverbot auszusprechen (vorstehende E. 4.2). Vorliegend ist der Beschwerdeführer indes am 17. Februar 2020 in einem weiteren Disziplinarverfahren bereits einmal verwarnt worden wegen einer Verletzung von Art. 12 lit. a BGFA. Diese Verwarnung erfolgte zwar erst nachdem der Beschwerdeführer die im vorliegenden Verfahren zu beurteilende Pflichtverletzung (erstmals) beging, da Letztere jedoch weiterhin andauert, muss die Verwarnung vorliegend Berücksichtigung finden. Wie im angefochtenen Entscheid in diesem Zusammenhang zutreffend ausgeführt wird, kann es dabei nicht darauf ankommen, ob der Beschwerdeführer (im Zeitpunkt der Verwarnung) in der Lage war, die ausstehenden Gelder (vollständig) zurückzuzahlen. Mit Blick auf die Schwere der (andauernden) Pflichtverletzung sowie der bereits ausgesprochenen Verwarnung kann das befristete Berufsausübungsverbot - entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers - schliesslich auch im Vergleich zur bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht als klar unverhältnismässig oder geradezu willkürlich gelten (vgl. Urteile 2C_640/2020 vom 1. Dezember 2020 E. 6; 2C_536/2018 vom 25. Februar 2019 E. 5; 2C_878/2011 vom 28. Februar 2012 E. 7; 2A.499/2006 vom 11. Juni 2007 E. 5; 2A.177/2005 vom 24. Februar 2006 E. 4, in: ZBGR 88/2007 S. 356). Daran ändert hier grundsätzlich nichts, dass sich der Beschwerdeführer einsichtig zeigt.