Citation: 5A_458/2023 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer erachtet den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV bzw. Art. 6 Ziff. 1 EMRK) im Teilgehalt der Begründungspflicht als verletzt. Die Vorinstanz habe nicht begründet, weshalb sie hinsichtlich der Vertretung der Beschwerdegegnerin im Scheidungsverfahren eine Umkehr der Beweislast angenommen habe. Anstatt sich mit den Ausführungen des Beschwerdeführers und den von diesem vorgelegten Urkunden, namentlich aber dem Scheidungsurteil, auseinander zu setzten, sei das Obergericht den blossen Behauptungen der Beschwerdegegnerin gefolgt. Ausserdem habe das Gericht sich nicht dazu geäussert, ob die Beschwerdegegnerin sich auf das Verfahren in Marokko eingelassen habe, wie er, der Beschwerdeführer, dies geltend gemacht und nachgewiesen habe. Das Recht, angehört zu werden, sei formeller Natur. Die Verletzung des Gehörsanspruchs führe ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen Urteils. Eine Heilung der Gehörsverletzung sei zufolge der beschränkten Kognition des angerufenen Gerichts nicht zulässig bzw. nur möglich, wenn den Rechtsbegehren des Beschwerdeführers in der Hauptsache vollumfänglich entsprochen würden.