Citation: 1P.55/2006 23.05.2006 E. A

X.________ wurde mit Entscheid des Kreisgerichts Rheintal, 2. Abteilung, vom 9. März 2004 wegen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage und Urkundenfälschung zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 8 Monaten und einer Busse von Fr. 1'000.-- verurteilt. Vom Vorwurf der Veruntreuung wurde er freigesprochen. Das Kreisgericht erachtete es als erwiesen, dass X.________ als Angestellter der Bank Y.________ die Unterschrift der Bankkundin A.________ aufgrund der bankinternen Unterschriftenkarte gefälscht, am 20. März 1998 in der Filiale B.________ deren Sparkonto saldiert und den entsprechenden Betrag an sich genommen habe. Die umstrittene Saldierung war an einem Kassenterminal dieser Filiale unter dem Kürzel von C.________ - dem damaligen Filialleiter - eingegeben worden. C.________ hatte in der Strafuntersuchung ausgesagt, der Eintrag treffe zu; er habe den Betrag an eine Drittperson am Schalter ausbezahlt. Das Kreisgericht erwog demgegenüber, die Annahme der Täterschaft des Angeklagten dränge sich wegen der Dichte der gegen ihn sprechenden Indizien geradezu auf; andere Täter kämen vernünftigerweise nicht in Frage. Die Strafkammer des Kantonsgerichts St. Gallen wies die von X.________ eingelegte Berufung mit Entscheid vom 23. November 2005 ab.