Citation: 8C_11/2015 E. A

A.________ war seit dem 1. Januar 2007 bei den Schulen B.________ angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Visana Versicherungen AG (kurz: Visana) gegen Unfälle obligatorisch versichert. Am 5. November 2013 meldete die Arbeitgeberin der Visana einen Meniskus-Riss im rechten Knie, den A.________ am 16. September 2013 beim abendlichen Aerobic-Training erlitten habe und weswegen sie sich, nachdem bei gewissen Bewegungen die beim Ereignis aufgetretenen Schmerzen fortbestanden, seit dem 21. Oktober 2013 in ärztlicher Behandlung befinde. Der Unfallversicherer liess A.________ einen Fragebogen zum Ereignishergang am 18. November 2013 ausfüllen. Auf die darin enthaltene Aufforderung, den Ablauf des Ereignisses vom 16. September 2013 so genau wie möglich zu umschreiben, führte sie aus, während des Trainings eine grosse Bewegung gemacht und sofort einen grossen Schmerz im rechten Knie verspürt zu haben. Die Frage, "Hat sich der Ablauf wie gewohnt und unter normalen Umständen zugetragen oder ist der Ablauf durch etwas Besonderes beeinträchtigt worden?", beantwortete sie im ersten Punkt mit "Ja" und im zweiten mit "Nein". Gestützt darauf und nach Eingang dazu eingeholter Arztberichte teilte der Unfallversicherer ihr mit Verfügung vom 27. Januar 2014 mit, keine Leistungen nach UVG zu erbringen, da es sich bei der von ihr geschilderten Bewegung um eine beherrschte, gleichmässig ausgeführte Tätigkeit ohne erhöhtes Schädigungspotential handle und deshalb weder von einem Unfall noch einer unfallähnlichen Körperschädigung auszugehen sei. In der Einsprache machte A.________ geltend, die im Fragebogen gestellte Frage zu den normalen Umständen oder ob das Ereignis durch etwas Besonderes herbeigeführt worden sei, nicht richtig verstanden zu haben; während einer Übung habe sie mit einer grossen Bewegung vom Stepper wieder auf den Boden stehen wollen, dabei sei dieser unter dem einen Fuss weggerutscht, weshalb sie auf den anderen rechten Fuss hart habe abstehen müssen. Mit Entscheid vom 26. Mai 2014 hielt die Visana an ihrer Auffassung fest.