Citation: 8C_540/2021 E. 3.2

3.2. Ebenso ins Leere zielt der Einwand, es liege eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 und 61 lit. c ATSG) vor, da kein psychiatrisches Gutachten eingeholt worden sei. Die am 12. Februar 2020 durchgeführte Haushaltsabklärung erfolgte denn auch in Kenntnis der umfangreichen psychiatrischen Akten und unter Berücksichtigung der gestellten Diagnosen (rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode [ICD-10 F33.1]; generalisierte Angststörung [ICD-10 F41.1]; kombinierte und andere Persönlichkeitsstörungen, ängstlich vermeidende, zwanghafte und abhängige Anteile [ICD-10 F61.1]). Hinzu kommt, dass die RAD-Psychiaterin Dr. med. C.________ bei der Erhebung anwesend war und in der Folge zu sämtlichen in medizinischer Hinsicht relevanten Umständen separat Stellung nahm. Dabei bestätigte sie die im Abklärungsbericht festgehaltenen Erkenntnisse ausdrücklich (vgl. Stellungnahme vom 27. Februar 2020). Ein Widerspruch zu den übrigen fachmedizinischen Akten liegt nicht vor (vgl. dazu: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86, 9C_201/2011 E. 2 mit Hinweisen). Inwieweit von der Einholung eines psychiatrischen Gutachtens entscheidwesentliche neue Erkenntnisse zu erwarten wären, ist daher weder ersichtlich noch (substanziiert) dargelegt. Folglich durfte die Vorinstanz auf eine entsprechende Beweisergänzung verzichten, ohne Bundesrecht zu verletzen (antizipierende Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3; 134 I 140 E. 5.3).