Citation: 1P.226/2005 08.09.2005 E. 3

3.1 Sodann macht der Beschwerdeführer willkürliche Beweiswürdigung (Art. 9 BV) geltend. 3.2 Art. 9 BV gewährleistet den Anspruch darauf, von den staatlichen Behörden ohne Willkür behandelt zu werden. Willkürlich ist ein Entscheid, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, insbesondere mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 131 I 57 E. 2 S. 61; 129 I 8 E. 2.1 S. 9, 49 E. 4 S. 58, je mit Hinweisen). Geht es um Beweiswürdigung, ist zu beachten, dass dem kantonalen Sachgericht darin ein weiter Ermessensspielraum zukommt. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn das kantonale Gericht sein Ermessen missbraucht hat, namentlich zu völlig unhaltbaren Schlüssen gelangt ist oder erhebliche Beweise übersehen oder willkürlich nicht berücksichtigt hat (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40; 118 Ia 28 E. 1b S. 30). Dagegen genügt es nicht, wenn der Beschwerdeführer lediglich einzelne Beweise anführt, die er anders als im angefochtenen Entscheid gewichtet wissen möchte. Zudem rechtfertigt sich die Aufhebung eines Entscheids nur, wenn er im Ergebnis willkürlich ist (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9, 49 E. 4 S. 58, je mit Hinweisen). 3.3 Der Strafgerichtspräsident, auf dessen Ausführungen das Appellationsgericht verweist, erachtet den inkriminierten Sachverhalt aus folgenden Gründen als erstellt: Die Aussagen der Ehefrau, die zu dem bereits erwähnten IRM-Gutachten zumindest nicht in Widerspruch stehen, seien insgesamt glaubwürdig. Die Ehefrau habe im Kerngeschehen gleichbleibende und in sich stimmige Angaben gemacht. Die Glaubwürdigkeit der Aussagen zeige sich auch darin, dass die Ehefrau zum Teil die direkte Rede verwendet und spontan Ergänzungen in ihren Aussagen angebracht habe. Dass sie die im Dezember 2002 ausgesprochene Drohung des Beschwerdeführers, sie und ihre Eltern umzubringen, zeitlich nicht mehr genau habe einordnen können, trübe die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen nicht. Die Unsicherheit sei darauf zurückzuführen, dass die Drohung schon einige Zeit zurückliege und es sich nicht um den einzigen Vorfall dieser Art gehandelt habe. Da es sich bei der Ehefrau des Beschwerdeführers um ein Opfer handle, das häufig Gewalt ausgesetzt gewesen sei, sei es auch nachvollziehbar, dass die Ehefrau einmal zu Protokoll gegeben habe, praktisch täglich geschlagen worden zu sein, dann aber relativierend Zeitspannen von zwei bis drei Wochen angegeben habe. Sodann würdigt der Strafgerichtspräsident auch die Aussagen einer in der Nachbarschaft wohnenden Freundin der Ehefrau. Diese habe vor Gericht angegeben, dass ihr die Ehefrau wiederholt von den Gewalttätigkeiten des Beschwerdeführers und auch von dessen Drohung, sie und ihre Eltern umzubringen, erzählt habe. Die Freundin habe die im Januar 2003 zugefügten Verletzungen überdies selbst gesehen. Nach Auffassung des Strafgerichtspräsidenten müssten diese Aussagen zwar mit Zurückhaltung gewürdigt werden, da es sich um eine Freundin des Opfers handle und diese gegenüber dem Beschwerdeführer eine eher negative Einstellung habe. Jedoch würden die Aussagen der Freundin zum Persönlichkeitsbild des Beschwerdeführers passen.