Citation: U 333/00 27.07.2001 E. 3

3.- a) Das kantonale Gericht hat im Lichte der Rechtsprechung zu Art. 22 Abs. 4 und 24 Abs. 2 UVV zutreffend erwogen, dass gestützt auf Art. 24 Abs. 2 UVV der letzte Lohn massgebend ist, den der Versicherte ohne Unfallgeschehen im Jahre vor Rentenbeginn bezogen hätte, sofern der Verdienst höher ist als der letzte vor dem Ereignis erzielte, und dieser lediglich der eingetretenen Nominallohnentwicklung im ausgeübten Tätigkeitsbereich anzupassen ist (BGE 118 V 303 Erw. 3b). Die Vorinstanz hat zudem richtig festgehalten, dass die Bestimmung von Art. 24 Abs. 2 UVV es nicht ermöglicht, andere den versicherten Verdienst beeinflussende Änderungen in den erwerblichen Verhältnissen zu berücksichtigen, wie z.B. eine vom Versicherten angestrebte berufliche Weiterentwicklung mit einer ohne Unfall mutmasslich realisierten Lohnerhöhung (RKUV 1999 Nr. U 327 S. 110). Im selben Sinn hielt das Eidgenössische Versicherungsgericht im nicht veröffentlichten Urteil R. vom 13. August 1999, U 62/99, fest, dass der massgebende Jahresverdienst nicht angepasst werden könne, wenn zwischen dem Eintritt des versicherten Ereignisses und der Rentenfestsetzung nach Art. 24 Abs. 2 UVV eine berufliche Veränderung oder Karriereschritte zu höherem Einkommen führten oder ein neues Arbeitsverhältnis mit anderem Lohnniveau angetreten werde. Denn es handle sich hierbei um Änderungen in den erwerblichen Verhältnissen, welche bei der Bemessung des für die Rentenberechnung massgebenden Verdienstes ausser Acht bleiben müssen. Ebensowenig sind Kinderzulagen zu berücksichtigen, auf die erst nach Eintritt des Unfallereignisses ein Anspruch entsteht (noch nicht in der Amtlichen Sammlung veröffentlichtes Urteil B. vom 18. April 2001, U 62/99, Erw. 3b). b) Mit der Beschwerdeführerin ist der Berechnung des versicherten Verdienstes nicht ein Jahressalär von Fr. 46'199.- zu Grunde zu legen, da dies nicht dem effektiv im Jahr vor dem Unfallereignis erzielten Einkommen, sondern vielmehr einem hypothetischen Verdienst entspricht, welchen der Beschwerdegegner nach Auskunft seiner letzten Arbeitgeberin, der Firma H.________, als Saisonnier im Jahr 1998 verdienen könnte, dies umgerechnet auf die normale neunmonatige Dauer der Saisonbeschäftigung (RKUV 1999 Nr. U 340 S. 404 mit Hinweis). Demnach bedarf dieser Verdienst keiner Anpassung mehr an die Nominallohnentwicklung, wie sie die Vorinstanz vornahm. c) Der Beschwerdegegner stellt sich auf den Standpunkt, das zwischen versichertem Verdienst und Prämienordnung herrschende Äquivalenzprinzip sei verletzt, wenn der Tatsache nicht Rechnung getragen würde, dass der Versicherte sechs Jahre lang nach dem Unfallereignis zu 100 % weiter tätig gewesen sei und nach Erhalt einer Jahresaufenthaltsbewilligung sozialversicherungsrechtliche Prämien auf der Grundlage eines Jahreslohnes entrichtet habe. Somit sei von zwölf und nicht neun Monaten bei der Berechnung des versicherten Verdienstes auszugehen. Obwohl diese Argumentation nicht einfach von der Hand zu weisen ist, vermag sie letztlich nicht zu einer Erhöhung des versicherten Verdienstes zu führen. Denn das Eidgenössische Versicherungsgericht hat in RKUV 1999 Nr. U 340 S. 404 f. erkannt, dass nicht nur hypothetische, sondern auch tatsächlich eingetretene erwerbliche Veränderungen im Sinne einer höheren Einkommenserzielung nach dem Unfallereignis für die Berechnung des versicherten Verdienstes ausser Acht fallen und auch kein Systemwechsel zwischen Saisonnier- und Jahresaufenthaltstatut vorgenommen werden kann, sodass die Umrechnung auf die normale Dauer der Saisonniertätigkeit von neun Monaten beschränkt bleibt. d) Somit findet der Grundsatz Anwendung, dass sich der versicherte Verdienst an den tatsächlichen beruflichen und erwerblichen Verhältnissen im Zeitpunkt des Unfalls orientiert und das Einkommen auf das Jahr vor Rentenbeginn aktualisiert wird. Vorliegend ist der Rentenberechnung das Einkommen von Fr. 46'199.- zu Grunde zu legen, das der Beschwerdegegner vom 1. November 1997 bis 31. Oktober 1998 bei der Firma X.________ AG, bei welcher er im Zeitpunkt des Unfalls angestellt war, mutmasslich (unter Einbezug einer Kinderzulage) erzielt hätte.