Citation: U 66/01 14.08.2001 E. 1

1.- In formellrechtlicher Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, er sei im Anspruch auf das rechtliche Gehör verletzt worden, indem die Vorinstanz mit Art. 28 Abs. 4 UVV eine Rechtsnorm zur Anwendung gebracht habe, welche im vorausgegangenen Verfahren nicht zur Diskussion gestanden habe. a) Aufgrund des verfassungsmässigen Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) haben die Parteien u.a. ein Äusserungs- und Mitwirkungsrecht im Beweisverfahren. Gegenstand des Äusserungsrechts bilden alle entscheidrelevanten Sachfragen, dagegen grundsätzlich nicht die rechtliche Beurteilung der Tatsachen (BGE 115 Ia 96 Erw. 1b). Das rechtliche Gehör ist indessen zu gewähren, wenn eine Behörde - im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen (BGE 122 V 36 Erw. 2b mit Hinweisen) - ihren Entscheid mit einer Rechtsnorm zu begründen beabsichtigt, die im bisherigen Verfahren nicht herangezogen wurde, auf die sich die beteiligten Parteien nicht berufen haben und mit deren Erheblichkeit im konkreten Fall sie nicht rechnen konnten (BGE 125 V 370 Erw. 4a mit Hinweisen). b) Es trifft zu, dass die Vorinstanz ihren Entscheid teilweise auf Art. 28 Abs. 4 UVV stützt, wonach bei Versicherten, bei denen sich das vorgerückte Alter erheblich als Ursache der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit auswirkt, für die Bestimmung des Invaliditätsgrades diejenigen Erwerbseinkommen massgebend sind, die ein Versicherter im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheitsschädigung erzielen könnte. Auch musste der Beschwerdeführer nicht ohne weiteres damit rechnen, dass die Vorinstanz den Entscheid u.a. auf diese Bestimmung stützen werde. Ob die Vorinstanz unter den gegebenen Umständen verpflichtet gewesen wäre, dem Beschwerdeführer im Hinblick auf die vorgesehene Begründung das rechtliche Gehör zu gewähren, kann indessen dahingestellt bleiben. Zu einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz besteht schon deshalb kein Anlass, weil es sich nicht um eine schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs handelte und der Verfahrensmangel im letztinstanzlichen Verfahren als geheilt gelten kann (vgl. BGE 125 V 371 Erw. 4c). Zudem ist Art. 28 Abs. 4 UVV für den Ausgang des Verfahrens nicht entscheidend, wie sich aus dem Folgenden ergibt.