Citation: H 191/00 26.02.2003 E. 3

3.1 Es ist unbestritten, dass die Ausgleichskasse wegen Verletzung der Vorschriften über die Abrechnungs- und Beitragszahlungspflicht des Arbeitgebers (Art. 14 Abs. 1 AHVG und Art. 34 ff. AHVV) in den Monaten März sowie Juli bis Oktober 1997 durch die konkursite Firma zu Schaden gekommen ist. Zu einer näheren Prüfung dieses Punktes besteht aufgrund der Akten kein Anlass (BGE 125 V 415 Erw. 1b am Ende sowie 417 oben). 3.2 Im Weitern sind die tatsächlichen Feststellungen und rechtlichen Schlussfolgerungen der kantonalen Rekurskommission zum (natürlichen und adäquaten) Kausalzusammenhang zwischen dem pflichtwidrigen Verhalten der Beschwerdeführer und dem eingetretenen Schaden sowie zum Verschulden in Form von Grobfahrlässigkeit nicht zu beanstanden. Das Gleiche gilt in Bezug auf die von der Vorinstanz verneinten Rechtfertigungs- und Entschuldigungsgründe. Es kann insoweit ohne weiteres auf die entsprechenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Was die Beschwerdeführer hiegegen vorbringen lassen, vermag zu keiner andern Beurteilung zu führen. 3.2.1 Namentlich kann entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht von einer ordnungsgemässen Zustellung der Buchhaltungsunterlagen bis Ende September 1997 durch den Geschäftsführer gesprochen werden. Bereits die Dokumente für die Monate April bis Juni 1997 waren verspätet und erst auf entsprechende Aufforderung geliefert worden. Ebenso wenig kann die Rede davon sein, es habe keine Veranlassung zu Zweifeln an den Äusserungen des Geschäftsführers gegeben, wonach die Einnahmen ausreichten, um sämtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Im Gegenteil bestand, wie die Vorinstanz richtig festhält, spätestens im August 1997 keine Gewähr mehr dafür, dass die mit dieser Aufgabe betraute Person der Abrechnungs- und Beitragszahlungspflicht korrekt und rechtzeitig nachkommen würde. In diesem Zusammenhang wird im Übrigen nicht geltend gemacht, die Abzüge der Arbeitnehmerbeiträge vom Lohn seien zwar korrekt verbucht worden, tatsächlich aber habe keine Ablieferung stattgefunden. 3.2.2 Unter dem Gesichtspunkt des Verschuldens sodann ist nicht von Bedeutung, dass die Beschwerdeführer nach Kenntnis der ersten Betreibungshandlung der Ausgleichskasse (Zahlungsbefehl vom 30. Oktober 1997 betreffend die Beitragsausstände für Juli 1997) und Meldung des Vorfalles an die Revisionsstelle unverzüglich ihren Rücktritt aus dem Verwaltungsrat erklärten. Stellte ein solches Verhalten einen Entlastungsgrund dar, würde Art. 52 AHVG seines Gehaltes weitgehend entleert. 3.2.3 Kein Entlastungsgrund stellt schliesslich der Umstand dar, dass die Beschwerdeführer keinen Lohn und keine Tantiemen noch sonst eine Entschädigung für ihre Tätigkeit als Präsident und als Mitglied des Verwaltungsrates aus der Firma bezogen hatten (vgl. AHI 2002 S. 51).