Citation: 8C_98/2023 E. 5.2.5

5.2.5. Der Beschwerdeführer wendet dagegen zu Recht ein, dass die vom kantonalen Gericht erwähnten Umstände kein Abweichen vom Grundsatz der Invaliditätsbemessung anhand der im IK verbuchten Einkünfte rechtfertigen (vgl. E. 5.2.3 hiervor). Den starken Einkommensschwankungen wird mit einer Durchschnittsberechnung hinreichend Rechnung getragen. Sodann erzielte der Beschwerdeführer in den Jahren 2011 und 2012 zwar trotz eines Reinverlustes der GmbH einen Lohn in der Höhe von Fr. 65'000.-. Das allein spricht aber ebenfalls nicht gegen die Aussagekraft der Einkünfte gemäss IK, war doch der Lohn in den Jahren 2006 bis 2009 deutlich höher, so dass sich der Schluss aufdrängt, dass bei der Bestimmung des Lohnes das Betriebsergebnis berücksichtigt wurde. Auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer nicht nur für die GmbH arbeitete, sondern auch noch zwei Einzelunternehmen führte und daraus in den Jahren 2010 und 2011 sowie vor der Gründung der GmbH Ende 2005 Einkommen generierte, steht der Berechnung des Valideneinkommens anhand der Einkünfte im IK nicht entgegen. Freilich ist dieser Tatsache aber im Rahmen der Durchschnittsberechnung Rechnung zu tragen. Denn es ergibt sich weder aus den Akten noch wird dies vom Beschwerdeführer behauptet, dass er für seine selbstständige Erwerbstätigkeit als Einzelunternehmer eine freiwillige Unfallversicherung im Sinne von Art. 4 Abs. 1 UVG abgeschlossen hätte. Folglich haben die entsprechenden Einkommen bei der Bemessung des Valideneinkommens unberücksichtigt zu bleiben (SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 7.3; RKUV 2004 U 512 S. 282, U 349/02 und U 351/02, E. 4.1; je mit Hinweisen; vgl. auch Art. 28 Abs. 2 Satz 2 UVV; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N. 53 zu Art. 16 ATSG). Denn gemäss Art. 28 Abs. 2 Satz 2 UVV bleibt die Behinderung in einer nach dem Gesetz nicht versicherten Tätigkeit bei der Bestimmung des Invaliditätsgrades unberücksichtigt. Mit dieser Regelung soll verhindert werden, dass die Unfallversicherer für Tätigkeiten Leistungen zu erbringen haben, für welche keine Prämien entrichtet wurden (SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 3.4 mit Hinweisen).