Citation: 1B_531/2020 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, das Obergericht habe das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt, weil es ohne weitere Begründung davon ausgegangen sei, es handle sich bei der versuchten Nötigung um ein schweres Vergehen. Diese Rüge ist unbegründet. Wie soeben ausgeführt, hat das Obergericht die konkreten Umstände in Bezug auf den Vorwurf der versuchten Nötigung dargelegt. Wenn es gestützt darauf schloss, es handle sich um ein schweres Vergehen, genügte es der aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessenden Begründungspflicht ohne Weiteres (s. zur Begründungspflicht im Einzelnen: BGE 143 III 65 E. 5.2 S. 70 f. mit Hinweisen).