Citation: 4A_471/2020 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer habe keine Angaben zur Höhe eines konkludent vereinbarten Honorars gemacht. Vielmehr wiederhole er pauschal, die bereits unter der Existenz der Kollektivgesellschaft gegoltene Abrede, das Honorar laufend vom Konto zu beziehen, habe kraft konkludenten Verhaltens auch nach April 2015 weiterbestanden. Der Beschwerdeführer habe es insbesondere unterlassen, anhand seiner Privatbezüge bis April 2015 aufzuzeigen, dass sich die Belastungen ab April 2015 in etwa im gleichen Rahmen wie zuvor verhielten und die Bezüge jeweils der Hälfte des Geschäftsergebnisses entsprochen hätten. Es fehlten zudem Behauptungen zu den Geschäftsergebnissen der Einzelunternehmung in den Jahren 2015 bis 2017, sodass selbst bei Annahme einer gesellschaftlichen Verflechtung - welche die Vorinstanz aber wie erwähnt verneinte - nicht überprüft werden könnte, ob die Bezüge mit dem dem Beschwerdeführer zustehenden Anteil übereinstimmten. Es bleibe damit im Dunkeln, in welchem Umfang und nach welchen Kriterien der Beschwerdeführer bis April 2015 und danach befugt gewesen sei, private Kosten über das Firmenkonto zu decken. Insbesondere sei auch nicht erkennbar, was der Beschwerdeführer aus der zum Beweis offerierten Beilage 7 ableiten wolle. Dabei handle es sich um eine Sammelbeilage bestehend aus 52 Anlagen, welche zum Teil wiederum Sammelanlagen darstellten. Dies treffe insbesondere auf die Anlagen 33 und 44 der Beilage 7 zu, welche zahlreiche Kontoblätter bzw. E-Mails enthielten. Erläuterungen oder konkrete Bezugnahmen dazu fehlten in den Rechtsschriften. Die Beilagen seien nicht selbsterklärend. Eine konkludent geschlossene auftragsrechtliche Honorarvereinbarung sei nicht rechtsgenügend substanziiert worden. Die Vorinstanz stützte sich dabei auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach die Parteien ihrer Behauptungs- und Substanziierungslast grundsätzlich in den Rechtsschriften selbst nachkommen müssen und blosse Verweise auf eingereichte Akten nicht genügen (vgl. Urteile 4A_209/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 7.2.2.1 und 9.2; 4A_281/2017 vom 22. Januar 2018 E. 5). Die Erstinstanz habe dargelegt, es fehlten jegliche Angaben zum getätigten zeitlichen Aufwand, weshalb auch kein übliches oder angemessenes Honorar festgelegt werden könne. Dazu äussere sich der Beschwerdeführer in der Berufung nicht weiter. Es wäre ihm - so die Vorinstanz - zumutbar gewesen, eine Tabelle mit Angabe des Datums, einer Beschreibung der verrichteten Tätigkeit sowie der aufgewendeten Zeit zu erstellen. Auch aus der erwähnten Beilage 7 ergebe sich aus den bereits dargelegten Gründen nichts zu seinen Gunsten. Die Angaben der Parteien zum benötigten Aufwand gingen sodann erheblich auseinander. Schliesslich erwog die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe eine allfällige Genehmigung seiner privaten Bezüge durch den Beschwerdegegner nicht hinreichend konkretisiert. Eine solche dürfte sich, soweit nachvollziehbar, im Übrigen nur auf wenige tausend Franken beziehen. Es bestehe Einigkeit zwischen den Parteien, dass der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner die Buchhaltungsunterlagen und Steuererklärungen nicht herausgegeben habe, sodass anzunehmen sei, dass Letzterem eine detaillierte Übersicht über die privaten Bezüge des Beschwerdeführers gefehlt habe, zumal dieser dem Konto sowohl private als auch geschäftliche Kosten belastet habe. Daran ändere auch der Einwand des Beschwerdeführers nichts, der Beschwerdegegner habe die Rechnungsunterlagen gar nicht herausverlangt.