Citation: 6B_1293/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, beim Beschwerdeführer liege eine paranoide Schizophrenie vor, die auch Auslöser der Anlasstat gewesen sei. Unstrittig sei, dass er bis anhin die unabdingbare Medikation verweigert habe und eine Krankheitseinsicht gänzlich fehle. In dieser Hinsicht sei ihm Urteilsunfähigkeit attestiert worden. Ohne die notwendige Behandlung bestehe weiterhin die Gefahr, dass der Beschwerdeführer schwere Gewaltstraftaten begehe. Zudem richte sich seine Aggressivität inzwischen auch gegen den Therapeuten, sodass auch das Risiko einer Eskalation innerhalb der Anstalt hoch sei. Wenn der Beschwerdeführer es vorziehe, die Massnahme ohne Medikation zu verlängern, verkenne er den eigentlichen Zweck des Massnahmenrechts. Dieses ziele nicht so sehr auf eine Heilung, sondern auf eine Verbesserung der Legalprognose ab. Der Chefarzt der Forensischen Psychiatrie der Forensischen Dienste Solothurn (nachfolgend: Chefarzt) habe diesbezüglich im Therapiebericht vom 3. Mai 2021 (nachfolgend: Therapiebericht) ausgeführt, alleine durch Unterbringung und Warten verbessere sich die Legalprognose nicht. Die Fachpersonen seien sich einig, dass die antipsychotische Medikation eine essentielle Säule im Behandlungskonzept schizophrener Patienten darstelle. Zwar lasse sich nicht im Voraus sicher bestimmen, ob die neuroleptische Zwangsmedikation geeignet sei, das komplexe Wahnsystem des Beschwerdeführers zu behandeln. Wenn er die neuroleptische Medikation vertrage und diese die erwünschte Wirkung zeige, könne sie ihn durch Abklingen der produktiven Wahnsymptomatik zur Entwicklung eines Krankheitsverständnisses bzw. Problembewusstseins befähigen. Die vorgesehene Zwangsmedikation sei daher geeignet und erforderlich, um eine Krankheitseinsicht zu erreichen und langfristig die Legalprognose zu verbessern. Nachdem die Therapieversuche der letzten Jahre keinerlei Besserung gebracht hätten, sei eine mildere Massnahme nicht ersichtlich. Das öffentliche Interesse an einer Verminderung der Rückfallgefahr und der Schutz des Betreuungspersonals vor einer Eskalation würden gegenüber den Interessen des nicht krankheitseinsichtigen Beschwerdeführers, nicht gegen seinen Willen Medikamente einnehmen zu müssen, überwiegen. Im Falle einer Nichtbehandlung bestehe die Gefahr, dass sich die Legalprognose zusehends verschlechtere. Insgesamt erscheine die Zwangsmedikation und die Verlegung des Beschwerdeführers in die UPK Basel als geeignet, erforderlich sowie zumutbar und stelle die mildere Alternative dar als eine etwaige Verwahrung nach Art. 64 StGB (Urteil S. 10 ff.).