Citation: 1C_269/2024 E. 2.5.2

2.5.2. Durfte die Vorinstanz willkürfrei zum Schluss gelangen, die Leitung Hochbau und Planung sei zuständig gewesen, über das nachträgliche Baugesuch zwecks Verzicht auf ein Bankett und die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands im Anzeigeverfahren zu entscheiden, hält es auch vor dem Willkürverbot stand, diese als zuständig zum Erlass der Verfügung vom 6. September 2021 zu erachten: Mit seinem während dem hängigen Rekurs gegen die Verfügung vom 3. März 2021 eingereichten "Alternativgesuch" ging es dem Beschwerdeführer im Wesentlichen darum, die kommunale Baubehörde dazu zu bewegen, vom bereits verfügten Rückbau abzusehen und stattdessen die südliche Terrassenecke mit einem Holzpoller zu ergänzen. Die Auffassung der kantonalen Instanzen, dabei handle es sich um ein Wiedererwägungsgesuch, ist keineswegs unhaltbar. Das Institut der Wiedererwägung ist ein formloser Rechtsbehelf, durch den die Betroffenen die verfügende Verwaltungsbehörde ersuchen, auf ihre Verfügung zurückzukommen und sie abzuändern oder aufzuheben. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich um eine Bitte, die behördliche Anordnung nochmals zu überdenken und eine andere Würdigung der Sach- oder Rechtslage vorzunehmen oder ein allfälliges Ermessen anders zu gebrauchen (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 1272; RENÉ RHINOW UND ANDERE, Öffentliches Prozessrecht, 4. Aufl. 2021, Rz. 646; zum Anspruch auf Behandlung eines Wiedererwägungsgesuchs siehe E. 3 hiernach). Dies trifft nach dem Gesagten auf das Alternativgesuch des Beschwerdeführers zu. Ist diese Eingabe willkürfrei als Wiedererwägungsgesuch zu qualifizieren, überzeugt auch der vorinstanzliche Schluss, für deren Behandlung sei die ursprünglich verfügende Behörde zuständig gewesen.