Citation: 6B_582/2014 E. B

A.A.________, die Ehefrau des Erblassers, beantragte am 7. Juli 2005 beim Bezirksgericht Zürich die Abberufung von X.________ als Willensvollstrecker. Wie das Bezirksgericht (Einzelrichter) in seinem Urteil ("Verfügung") vom 8. Dezember 2005 ausführte, handelt es sich bei diesem summarischen Verfahren um eine quasiadministrative Untersuchung kraft Aufsichts- und Disziplinarrecht. Die Erbinnen können unzweckmässige Anordnungen, Nachlässigkeiten, Mangel an Initiative, Untätigkeit oder andere Pflichtverletzungen des Willensvollstreckers rügen (Art. 518 Abs. 1 i.V.m. Art 595 Abs. 3 ZGB), nicht aber Fragen des materiellen Rechts. Das Bezirksgericht kam zum Ergebnis, X.________ habe trotz mehrmaliger Aufforderung unzureichend informiert und die Erstellung des Steuerinventars nicht mit der nötigen Sorgfalt vorangetrieben, wobei er sich nicht mit der Berufung auf fehlende Kooperation der Erbinnen befreien könne. Er sei nicht berechtigt gewesen, (unverhältnismässige) Kontobezüge (vgl. unten Bst. C) ohne die Zustimmung bzw. Benachrichtigung der Erbinnen zu tätigen. Die Begleichung der Anwaltskosten von Dr. F.________ sowie des Steuerberatungshonorars für eine Erbin stellten eklatante Pflichtverletzungen dar. Pflichtverletzungen gegenüber dem Erblasser zu Lebzeiten seien nicht Gegenstand des Verfahrens, doch lasse die mangelnde Bereitschaft zur lückenlosen Offenlegung seiner Aufwendungen (ungenügende Honoraraufstellung und Tätigkeitsliste) Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit aufkommen. Es lägen Umstände vor, die zumindest den Anschein der Befangenheit weckten. Bei der Beurteilung der aufsichtsrechtlichen Sanktion hielt das Bezirksgericht fest, zwar scheine X.________ die Pflichtwidrigkeit seines Tuns über weite Strecken nicht bewusst zu sein. Gerade deswegen erweise er sich aber ausserstande, das Amt mit genügender Objektivität und Sachkenntnis auszuüben. Die von ihm eingereichte Beschwerdeantwort bestätige den Eindruck, dass er überfordert ist. Das Bezirksgericht setzte ihn als Willensvollstrecker ab. Das Obergericht des Kantons Zürich wies am 12. Juni 2006 den Rekurs (des nunmehr von Rechtsanwältin G.________ vertretenen) X.________ im Sinne der bezirksgerichtlichen Erwägungen ab. Den bestehenden Problemen könne nur mit seiner Absetzung begegnet werden. Es bestätige sich, dass er mit der Durchführung des Willensvollstreckeramts überfordert sei.