Citation: 5A_723/2017 E. 5.4.2

5.4.2. Vielmehr lässt sich dem angefochtenen Urteil (sowie dem Hinweis auf das Urteil NE160001 des Obergerichts vom 11. August 2016) entnehmen, dass der prima facie-Beweis (der Loss-Berechnung) auf der Regel beruhen soll, geeignete Erfahrungssätze zu beachten, sie aber auch in Frage zu stellen, wenn Einwände erhoben werden, die im konkreten Fall gegen ihre Schlüssigkeit sprechen. Der prima facie-Beweis gehört damit in den Bereich der Beweiswürdigung, der in internationalen Verhältnissen der lex fori untersteht (WALTER, a.a.O., N. 85 zu 8 ZGB). Soweit die Beschwerdeführerinnen in diesem Zusammenhang anhand des prima facie-Beweises die Beweislast wenden wollen, kann ihnen nicht gefolgt werden. Das Gleiche gilt, soweit die Beschwerdeführerinnen aus dem Umstand, dass der Ansprecher gemäss Obergericht den Loss nach "commercial reasonableness" lediglich prima facie geltend zu machen habe, ein herabgesetztes Beweismass ableiten, weil es insoweit nicht um die Anforderungen an die gerichtliche Überzeugung geht.