Citation: 2C_346/2022 E. 5.2.1

5.2.1. Unter Verweis auf den schulpsychologischen Bericht hielt die Vorinstanz zusammengefasst fest, dass der gezeigte Entwicklungsverlauf des Beschwerdeführers auf einen globalen kognitiven, sozial-emotionalen Entwicklungsrückstand hinweisen würde, welcher mit sprachlichen sowie kognitiv-adaptiven Beeinträchtigungen einhergehe. Die Meilensteine der kindlichen Entwicklung (Sprache, Kognition) seien im Altersvergleich verzögert. Der Beschwerdeführer zeige typische autistische Verhaltensweisen (soziale Interaktion, soziale Kommunikation und repetitive/restriktive/stereotype Verhaltensweisen) sowie aktuell eine weit unterdurchschnittliche kognitive Leistungsfähigkeit. Dabei lasse sich nicht abschliessend beurteilen, inwiefern der frühkindliche Autismus den Beschwerdeführer daran hindere, seine kognitive Leistungsfähigkeit zu zeigen (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.5 S. 12). Die vorhandenen Einschränkungen in den Körperfunktionen, Aktivitäten und Partizipation würden - so die Vorinstanz - die persönliche, schulische, emotionale und psychosoziale Entwicklung des Beschwerdeführers beeinträchtigen und dem Umfeld erschweren, angemessen darauf zu reagieren. Der Beschwerdeführer zeige zurzeit schwerwiegende Einschränkungen von Aktivität und Partizipation in mehreren Lebensbereichen, eine verlangsamte Entwicklung mit asynchronem Verlauf sowie Einschränkungen sowohl in der sozial-emotionalen Entwicklung als auch den kognitiv-adaptiven Leistungsgrenzen (aufgrund unterdurchschnittlicher Fertigkeiten in der kognitiven Abstraktion, Flexibilität und Problemlösung), welche sich im Lebensalltag deutlich manifestieren würden. Die Selbstversorgung, Selbstregulation, Kommunikation und Interaktion würden nur in eingeschränktem Masse oder in ihm bekannten Situationen gelingen. Eine mögliche Intelligenzminderung könne zurzeit schulpsychologisch nicht ausgeschlossen werden (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.5. insbesondere S. 12 f.).