Citation: 1C_671/2024 E. 4

Das Bundesverwaltungsgericht verneinte ein besonderes Berührtsein der Beschwerdeführerin durch das Sanierungsprojekt. Sowohl der Dienststollen Kandersteg als auch der Zugangsstollen Mitholz befänden sich in beträchtlicher Distanz zur Erlibrunnenquelle und zum Blauseeareal. Gleiches gelte für den Installationsplatz Helke und das Zwischenlager im Zugangsstollen Mitholz. Eine relevante räumliche Beziehung zwischen den Grundstücken der Beschwerdeführerin und diesen Anlagen bestehe nicht. Die Beschwerdeführerin werde auch durch den zusätzlichen Bautransportverkehr auf der Zubringerstrasse Mitholz nicht besonders betroffen: Die Parzelle Nr. 868 der Blausee AG mit der Erlibrunnenquelle liege nicht direkt an der Zufahrtsstrasse, sondern in mindestens 45 m Entfernung Luftlinie davon entfernt, und werde vom grundstückseigenen Wald umrandet. Das Grundstück sei unbebaut und unbewohnt. Der in der Nähe gelegene Steinbruch werde aktiv durch die SHB AG bewirtschaftet, weshalb täglich schwere LKW über die Zufahrtsstrasse Mitholz führen. Für das gesamte Sanierungsprojekt seien insgesamt 1278 Transporte tagsüber und 639 Transporte nachts notwendig, was umgerechnet einen zusätzlichen Bautransportverkehr für das gesamte Sanierungsprojekt von täglich 4.4 Fahrten ergebe. Wie sich diese Fahrten zahlenmässig auf die beiden Seiten (Portal Mitholz und Portal Helke) verteilten, könne offenbleiben: Die Beschwerdeführerin werde von den zusätzlichen Fahrten nicht als Anwohnerin, sondern in ihrer Eigenschaft als Wald- und Quellenbesitzerin betroffen, weshalb zusätzlicher Lärm von vornherein ausser Betracht falle. Ebenfalls nicht nachvollziehbar sei, inwiefern sich durch das Befahren der befestigten Zufahrtsstrasse Mitholz über diese Distanz hinweg zusätzliche Erschütterungen ergeben könnten, die einen negativen Einfluss auf die Quelle oder den Wald hätten. Dass die geringe zusätzliche Luftverschmutzung einen deutlich wahrnehmbaren Effekt auf den Wald und die Reinheit des Quellwassers auf dem Grundstück der Beschwerdeführerin haben werde, könne vernünftigerweise ausgeschlossen werden. Erst recht sei nicht anzunehmen, dass die zusätzlichen Fahrten das Wasser der Erlibrunnenquelle über die Luft derart verschmutzen würden, dass dieses - obwohl mit dem Grundwasserstrom des Kandertals vermischt und durch das Bodensubstrat zusätzlich gefiltert - die 1.5 km weiter nördlich gehälterten Forellen der Beschwerdeführerin schädigen würden. Schliesslich sei von ordnungsgemäss durchgeführten Bautransporten nicht zu erwarten, dass diese auf der 30 m langen Brücke, die über die Kander zum Portal Mitholz führe, Spritzbeton oder Bauschutt verlieren.