Citation: 2C_468/2020 E. 7.3

7.3. Insgesamt erweisen sich die privaten Interessen am Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz zwar wegen seiner langen Anwesenheit nicht als unbedeutend. In Anbetracht aller Umstände (insbesondere der Umstände der Tatbegehung beim Gewaltdelikt) hat die Vorinstanz aber kein Bundes- oder Konventionsrecht verletzt, indem sie das öffentliche Interesse am Schutz der Bevölkerung vor weiteren Straftaten des Beschwerdeführers den Interessen an seinem Verbleib in der Schweiz voranstellte. Es ist nicht ersichtlich, dass es anstelle des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung genügen würde, den Beschwerdeführer im Sinne einer milderen Massnahme ausländerrechtlich zu verwarnen (Art. 96 Abs. 2 AIG). Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung erweist sich somit als verhältnismässig. Die Beschwerde ist folglich unbegründet und abzuweisen.