Citation: 4A_12/2018 E. 2

Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe die bundesrechtlichen Grundsätze der Stufenklage und des Rechtsschutzinteresses verkannt und stellt sich auf den Standpunkt, auf die Klage wäre nach Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO nicht einzutreten gewesen. Entgegen der in der Beschwerdeschrift vertretenen Ansicht lässt sich aus dem Urteil 4A_498/2008 vom 5. November 2009 (E. 2.2.2) nichts zugunsten der Beschwerdeführerin ableiten. Aus der von ihr wiedergegebenen Erwägung und ihren eigenen Ausführungen geht hervor, dass im zitierten Fall das Rechtsschutzinteresse der klagenden Partei, die auf Grundlage der von der Gegenpartei zwischenzeitlich eingereichten Unterlagen erklärt hatte, ihren zunächst nur grob bezifferten Abfindungsanspruch nun genügend präzisieren zu können und in der Folge auch entsprechend bezifferte, hinsichtlich des Auskunftsbegehrens (Hilfsanspruch) dahinfiel. Entgegen dem, was die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint, ändert dies jedoch nichts hinsichtlich des Rechtsschutzinteresses am Anspruch auf Gewinnherausgabe (Hauptanspruch). Wie die Beschwerdeführerin selber ausführt, wurde über das Auskunftsbegehren bereits mit Teilurteil vom 23. Juni 2015 entschieden; ein Rechtsschutzinteresse hinsichtlich dieses Begehrens stand bei der Beurteilung des Hauptanspruchs nicht mehr zur Diskussion. Zu prüfen war einzig ein schutzwürdiges Interesse der klagenden Beschwerdegegnerin am Begehren auf Gewinnherausgabe (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO). Dass ein solches Interesse an der Beurteilung dieser - von der Beschwerdeführerin bestrittenen - Geldforderung bestand, liegt auf der Hand. Davon, dass es "hinsichtlich der zugesprochenen CHF 120'000 schon an einer Prozessvoraussetzung gefehlt [hätte]", kann keine Rede sein. Die Rüge, die Vorinstanz habe die Grundsätze der Stufenklage und Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO verletzt, erweist sich als unbegründet.