Citation: 9C_288/2021 E. 4.2.2

4.2.2. Der Beschwerdeführer beanstandet, die ABI-Gutachter hätten nicht begründet, weshalb er - abweichend von den Berichten der behandelnden Ärzte und dem ZMB-Gutachten vom 2. November 2006 - zwischen 2002 und 2006 leidensangepasst vollschichtig arbeitsfähig gewesen sein soll. Eine Auseinandersetzung mit der Einschätzung der ZMB-Gutachter, welche ihm eine entsprechende Arbeitsunfähigkeit lange vor 2006 attestiert hätten, habe nicht stattgefunden. Letztlich werde im ABI-Gutachten vom 2. September 2020 und im angefochtenen Entscheid als Beginn der Arbeitsunfähigkeit ein beliebiger Zeitpunkt im Jahr 2006 angenommen. Zudem seien sämtliche bisherigen Gutachter zum Ergebnis gelangt, dass eine um mindestens 70 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit vorliege. Auf die davon abweichende Einschätzung im Gerichtsgutachten vom 2. September 2020 könne nicht abgestellt werden, weil eine nachvollziehbare Begründung fehle.