Citation: 4A_516/2014 E. 7.2.1

7.2.1. Unbestrittenermassen sind der Beschwerdeführerin im fraglichen Zeitraum in medizinischer Hinsicht einzig der Bericht des Dr. med. E.________ vom 10. Dezember 2011 und die Expertise des Dr. med. D.________ vom 5. April 2012 zugegangen. Mit vom 14. Februar 2012 datierendem, an die Beschwerdeführerin gerichtetem Schreiben hatte die Beschwerdegegnerin ihre Situation dargelegt und namentlich darauf hingewiesen, dass sie die "geschehenen Vorkommnisse" mit Hilfe von psychiatrischer Unterstützung zu bewältigen versuche und einen baldmöglichen Einstieg zurück in das normale Leben anstrebe. Ferner hatte die Beschwerdeführerin Ende Februar 2012 Kenntnis von der Anmeldung der Beschwerdegegnerin bei der Invalidenversicherung erhalten, worin diese eine seit 16. April 2011 andauernde vollständige Arbeitsunfähigkeit angegeben hatte. Die Akten enthalten im Weiteren eine Notiz betreffend eines zwischen der Beschwerdegegnerin und einem Mitarbeiter der Beschwerdeführerin am 12. März 2012 geführten Telefongesprächs, wonach die Versicherte von einem weiterhin im Umfang von 100 % bestehenden Leistungsunvermögen gesprochen hatte. Gleichzeitig hatte die Versicherte auf eine aktuell bei Frau Dr. med. F.________ stattfindende psychotherapeutische Behandlung hingewiesen. Nachdem sich die Beschwerdegegnerin auf Veranlassung der Versicherung hin am 4. April 2012 einer psychiatrischen Untersuchung unterzogen hatte, bestätigte Dr. med. D.________ in seinem Gutachten vom 5. April 2012 eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit in der angestammten und in jeder angepassten Tätigkeit. Aus dem Bericht der Frau Dr. med. F.________ vom 17. September 2012 geht sodann hervor, dass die Beschwerdegegnerin sich am 23. Februar 2012 einer psychiatrischen Behandlung unterzogen und die Ärztin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatte.