Citation: 1C_209/2017 E. A

Am 16. März 2013 reichte A.A.________ bei der Einwohnergemeinde (EG) Köniz ein Baugesuch unter anderem für den Bau eines Wintergartens auf dem Dach der an das Einfamilienhaus auf der Parzelle Köniz Gbbl. Nr. 6686 angebauten Garage ein. Das Grundstück liegt in der Wohnzone W, Bauklasse IIa (W IIa). Am 15. August 2013 erteilte die EG Köniz die Baubewilligung. In der Folge stellten die Verantwortlichen der Gemeinde fest, dass das Bauvorhaben in mehrfacher Hinsicht nicht wie bewilligt ausgeführt worden war. So war eine Wohnraumerweiterung vorgenommen worden, indem anstelle des Wintergartens trotz Baueinstellungsverfügung ein Anbau mit gemauerten Ecken und Betondecke erstellt worden war. Zudem waren ohne Baubewilligung raumhohe Fenstertüren mit Zugang auf das davor liegende Garagendach eingebaut worden und auf diesem ein Geländer mit Sichtschutz zur Terrassennutzung angebracht worden. Mit Wiederherstellungsverfügungen vom 28. Januar 2014 und 8. April 2014 ordnete die Einwohnergemeinde unter Androhung der Ersatzvornahme den Rückbau sämtlicher nicht bewilligter Elemente im Bereich des Erweiterungsbaus und des Garagendachs an. A.A.________ ersuchte am 27. Februar 2014 und am 3. September 2014 um Bewilligung der vorgenommenen Bauarbeiten. Mit Verfügung vom 26. November 2015 verweigerte die EG Köniz die nachträgliche Baubewilligung für die anstelle des Wintergartens ausgeführte Wohnraumerweiterung und für die Terrassennutzung auf dem Garagendach mit Geländer und Sichtschutz. Die Einsprachen von D.________, E.________, F.________ und G.________ vom 8. September 2014 und 8. April 2015 hiess sie teilweise gut. Ausserdem ordnete sie die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes innert 180 Tagen unter Androhung der Ersatzvornahme an. Sämtliche nicht bewilligten Elemente im Bereich des als Wintergarten bewilligten Neubaus und im Bereich des Garagendachs, die der Nutzung als Terrasse dienen könnten, seien rückzubauen. Insbesondere seien die Geländer und der Sichtschutz zu entfernen. Die raumhohen Fenstertürelemente seien derart zu sichern, dass sie nur zu Reinigungszwecken geöffnet werden könnten. Mit Eingabe vom 28. Dezember 2015 reichte A.A.________ Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Am 22. Januar 2016 übertrug sie das Grundstück durch Schenkung auf ihre Töchter B.A.________ und C.A.________, weshalb diese von Amtes wegen am Beschwerdeverfahren beteiligt wurden. Nachdem die BVE einen Augenschein durchgeführt hatte, hiess diese die Beschwerde teilweise gut, soweit sie darauf eintrat. Sie hob die angefochtene Verfügung betreffend den Rückbau der nicht bewilligten Elemente im Bereich des als Wintergarten bewilligten Neubaus auf und änderte die Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands auf zwei Monate nach Rechtskraft des Entscheids ab. Im Übrigen wies die BVE die Beschwerde ab.