Citation: 8C_40/2014 E. 2.3

2.3. Beim Squat-Jump, in dessen Gefolge bei der versicherten Beschwerdegegnerin Schmerzen in Erscheinung getreten sind, handelt es sich um eine Sprungform zur Testung der rein konzentrischen Kraftfähigkeit der Sprungmuskulatur. Dabei wird - in der Regel aus einer Hockestellung heraus - versucht, ohne Ausholbewegung möglichst hoch in die Luft zu springen, wobei die Arme an die Hüfte angelegt bleiben und an der Sprungbewegung nicht aktiv beteiligt sein sollen (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Squat_Jump). Der von der Beschwerdeführerin vertretenen Betrachtungsweise, wonach der Squat-Jump eine Lebensverrichtung darstelle, die üblicherweise im Rahmen einer physiologisch normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers liege und der grundsätzlich kein besonderes Schädigungspotenzial innewohne, damit aber den Anforderungen der Rechtsprechung für die Annahme eines äusseren schädigenden Faktors nicht genüge, hielt die Vorinstanz entgegen, beim Squat-Jump handle es sich um eine sportliche Betätigung, welche aufgrund des erhöhten Kraftaufwandes und auch einer gewissen Unkontrollierbarkeit eine mehr als physiologisch normale Beanspruchung des Körpers bedinge und zu körpereigenen Verletzungen führen könne. Die Situation bei einerm Squat-Jump hielt sie für vergleichbar mit dem plötzlichen Aufstehen aus der Hocke (BGE 116 V 145 E. 2c mit Hinweisen), dem abrupten Aufspringen von einem Bürostuhl (Urteil [des seinerzeitigen Eidgenössischen Versicherungsgerichts] U 159/06 vom 29. August 2006 E. 3.2) und weiteren im angefochtenen Entscheid explizit angeführten Beispielen (Herabspringen aus einer Höhe von rund 60 cm [Urteil 8C_158/2007 vom 13. November 2007 E. 4.2], Fangen eines Balles bei einem Netzballtournier [Urteil 8C_532/2007 vom 9. Juni 2008 E. 5], Carving-Skifahren [Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 223/05 vom 27. Oktober 2005]), in welchen das Vorliegen eines zu einer unfallähnlichen Schädigung beitragenden äusseren Faktors anerkannt worden ist. Dabei gelangte das kantonale Gericht zum Schluss, dass dies auch beim hier zur Diskussion stehenden Squat-Jump zu gelten habe; obschon diese sportliche Betätigung bei einer Fitness-Instruktorin als alltägliche Lebensverrichtung zu sehen sei, trete bei dieser Übung ein zur Unkontrollierbarkeit der Verrichtung führendes äusseres Moment in Form der Plötzlichkeit, Brüskheit und Belastung hinzu, sodass ein ausserhalb des Körpers liegendes, objektiv feststellbares und sinnfälliges, eben unfallähnliches, Ereignis gegeben sei.