Citation: 2C_870/2016 E. 6.2.4

6.2.4. Die Beschwerdeführer kritisieren zu Unrecht, es sei im Vergleich zu Straftätern mit Schweizer Staatsbürgerschaft diskriminierend bzw. rechtsungleich, wenn der brasilianische Ehegatte und Vater neben den strafrechtlichen Folgen seines Handelns zusätzlich mit einer aufenthaltsbeendenden Massnahme ausländerrechtlich sanktioniert werde: Die entsprechende Ungleichbehandlung beruht mit der unterschiedlichen Staatsbürgerschaft auf einem sachlichen Grund. Schweizerbürger bedürfen für ihre Anwesenheit im Land keiner Bewilligung. Sie kommen in den Genuss zusätzlicher Rechte (Niederlassungsfreiheit, Ausweisungsverbot, politische Rechte usw.) und unterliegen zusätzlichen Pflichten (Militärdienst usw.), welche an ihre Staatsbürgerschaft anknüpfen. Ausländischen Personen fehlt ein entsprechender Bezug zur Schweiz; die für sie weniger günstige Rechtsstellung liegt in der Natur der Sache und basiert auf den völkerrechtlichen Prärogativen des einzelnen Staats.