Citation: 1C_182/2021 E. 2

Die Anklagekammer hat ihren Entscheid detailliert begründet. Sie führte aus, der Beschwerdeführer beanstande insbesondere einen Bericht, welcher vom Beistand seiner Söhne resp. dem Beschwerdegegner verfasst worden sei. Dem Bericht liessen sich aber weder Anhaltspunkte auf eine Ehrverletzung zu Lasten des Beschwerdeführers noch Hinweise auf anderweitiges strafrechtlich relevantes Verhalten entnehmen. Auch hinsichtlich der Beschwerdegegnerinnen, also in Bezug auf die (frühere) Schulratspräsidentin und eine Schulsozialarbeiterin, läge kein hinreichender Tatverdacht vor. Der Strafantrag vom 7. November 2020 sei verspätet, soweit er sich auf Äusserungen der Beschwerdegegnerinnen am 22. November 2018, Ausführungen in einem Schreiben vom 21. Januar 2019, einen E-Mailaustausch vom 8. sowie 12. August 2019 und einen Bericht des schulpsychologischen Dienstes vom 6. Juli 2015 beziehen würde. Aus den eingereichten Dokumenten ergebe sich nicht und es werde auch nicht konkret dargelegt, inwiefern die damalige Schulratspräsidentin hoheitlichen Zwang ausgeübt und dadurch einen Amtsmissbrauch begangen haben könnte. Auch aus einem aktenkundigen Entscheid der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen vom 29. Mai 2018 würden sich keine Indizien für einen Amtsmissbrauch ableiten lassen, auch wenn daraus zu entnehmen sei, dass sich das Departement Bildung und Sport der Stadt X.________ bei der Erhebung einer Gebühr beim Beschwerdeführer zu Unrecht auf einen überholten Tarif gestützt habe.