Citation: 1C_281/2015 E. 6.2

6.2. Neben (zulässigen) Zweckänderungen von untergeordneter Bedeutung und (unzulässigen) vollständigen Zweckänderungen (vgl. BGE 140 II 509 E. 2 S. 511 ff. [Umwandlung einer zonenwidrig gewordenen Sägerei in eine Ferienwohnung]; Urteil des Bundesgerichts 1C_347/2014 vom 16. Januar 2015 E. 3.4 [Nutzungsänderung eines Cafébereichs mit kalter Küche in einem Golf-Clubhaus in ein Restaurant mit umfassenden Speiseangebot]; Urteil des Bundesgerichts 1C_488/2010 vom 8. September 2011 [Umwandlung von Hotel- in Zweitwohnungsnutzung]; zur älteren, auch bereits unter Art. 24 Abs. 2 aRPG ergangenen Kasuistik vgl. HALLER/KARLEN, a.a.O., Rz. 737; HÄNNI, a.a.O., S. 210 f.; MUGGLI, a.a.O., Rz. 22 zu Art. 24c RPG; ZAUGG/LUDWIG, a.a.O., Rz. 27 zu Art. 81-83; MARIO BARBLAN, Bewilligungserfordernis und Zulässigkeitsvoraussetzungen für Zweckänderungen von Bauten ausserhalb der Bauzonen nach dem Recht des Bundes und der Kantone, 1991, S. 201 ff.) gibt es eine weitere Kategorie von Zweckänderungen, deren Vereinbarkeit mit Art. 24c RPG weniger klar ist, weil sich die neue Nutzung zwar von der ursprünglichen Nutzung unterscheidet, die Art sowie die Auswirkung der beiden Nutzungen jedoch Ähnlichkeiten aufweisen. Art. 24c RPG lässt solche Umnutzungen zu, wenn bei einer Gesamtbetrachtung auch der übrigen baulichen Veränderungen die Identität der Baute noch gewahrt bleibt. Als Beispiele nennen die Erläuterungen des Bundesamtes für Raumentwicklung (a.a.O., Ziff. 3.5.1 und 3.5.3) die Umnutzung eines Schützenhauses in eine Hornusserhütte oder in ein Pfadiheim und in ein Materiallager für öffentliche Dienste wie Feuerwehr, Strassenunterhaltsdienst oder ähnliches, nicht dagegen in ein Restaurant oder ein Festlokal.