Citation: 5A_606/2017 E. 3.3

3.3. Was die Begründung in der Sache angeht, können mit der Beschwerde in Zivilsachen Rechtsverletzungen gemäss Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht grundsätzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG) und prüft mit freier Kognition, ob der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Es befasst sich aber nur mit formell ausreichend begründeten Einwänden (E. 2.1.2). Der Beschwerdeführer behauptet zwar pauschal, "das angefochtene Urteil beruhe auf einer Verletzung von Bundesrecht und das Gefühl der Gerechtigkeit in den Schweizer Menschen". Hingegen macht er sich nicht die Mühe, sich auch nur ansatzweise mit der rechtlichen Argumentation der Vorinstanz auseinanderzusetzen. Auch insofern kommt er den Beschwerdeanforderungen nicht nach. Als Beispiele seien hier genannt, wie sich der Beschwerdeführer darin gefällt, sich leicht abschätzig zur beruflichen Tätigkeit der Beschwerdegegnerin zu äussern, während die Vorinstanz ausführlich begründet hat, weshalb es der Beschwerdegegnerin nicht zumutbar ist, in ihren vor der Geburt der ersten Tochter ausgeübten Beruf als Primarlehrerin zurückzukehren. Dass die Vorinstanz dabei von dem ihr zustehenden Ermessen einen falschen Gebrauch gemacht oder anderweitig gegen Bundesrecht verstossen hätte, führt der Beschwerdeführer nicht aus. Ebenso unterlässt er es wie bereits vor den Vorinstanzen aufzuzeigen, wie viel Unterhalt er für seine weiteren Kinder und allenfalls deren Mütter bezahlt. Seine zahlreichen Vaterschaften (ohne Nachweis dessen, dass und in welchem Umfang er Unterhalt bezahlen muss und dies tatsächlich tut) wirken sich daher in vorliegendem Verfahren nicht zu seinen Gunsten aus. Eine ausreichende Begründung fehlt schliesslich auch soweit er behauptet, dass in Finnland eine Scheidung viel günstiger, d.h. für 75 EUR zu haben wäre, während er in der Schweiz der Beschwerdegegnerin Fr. 150'000.-- zahlen müsse. Mangels ausreichender Begründung kann auf die Beschwerde sowohl in Bezug auf die Scheidungsfolgen als auch in Bezug auf die Kosten- und Entschädigungsregelung nicht eingetreten werden. Sollten sich seine Unterstützungspflichten gegenüber seinen Kindern ändern resp. er diesen nicht mehr nachkommen können, bleibt es ihm unbenommen, auf Abänderung des Scheidungsurteils zu klagen (Art. 129 ZGB).