Citation: 1C_534/2020 E. 3.4

3.4. Wie die Vorinstanz aufgrund der Entstehungsgeschichte von § 29 VRPG/AG dargelegt hat, sollen im Kanton Aargau Sachverständige ohne Anwaltspatent im Beschwerdefahren grundsätzlich nicht entschädigt werden. Diese Erwägungen lassen keine Willkür erkennen: Das Verwaltungsgericht hat aufgezeigt, dass die Vernehmlassungsvorlage ursprünglich auch die Kosten der Vertretung durch "weitere Sachverständige" unter den Begriff der Parteikosten subsumieren wollte, was eine Ausweitung gegenüber der vorherigen Praxis bedeutet hätte. Im Vernehmlassungsverfahren wurde dies kritisiert. In der Folge hat der Regierungsrat die Vorlage angepasst und die Ansprüche auf Parteientschädigung eingeschränkt. Gemäss Botschaft müssten Sachverständige (ohne Anwaltspatent) nach der neuen Fassung "nicht mehr entschädigt werden, ausser sie seien vor Verwaltungsjustizbehörden explizit als Vertretung zugelassen (Bsp. § 176 Steuergesetz) ". Daraus folgerte die Vorinstanz, Treuhandgesellschaften gehörten entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht zu den "weiteren vor Verwaltungsjustizbehörden zugelassenen Vertretungen": Anders als in Steuerangelegenheiten seien diese - sofern sie nicht durch Personen mit Anwaltspatent handelten - in Bausachen nicht zur Vertretung zugelassen. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit diesen entstehungsgeschichtlichen Überlegungen der Vorinstanz nicht auseinander. Sie nennt namentlich keine Auslegungselemente, welche zu einem anderen Verständnis von § 29 VRPG/AG führen müssten und beruft sich auch nicht auf entgegenstehende Rechtsprechung oder Lehrmeinungen. Das Verwaltungsgericht durfte diese Regelung somit ohne Willkür so verstehen, dass namentlich bei Vertretung durch eine Treuhandgesellschaft kein Anspruch auf Parteientschädigung besteht.