Citation: 1C_449/2023 E. 2.3

2.3. Der Gemeinderat Baar setzte sich im Rahmen seines Beschlusses vom 23. Juni 2020 mit der Einordnung der geplanten Baute auseinander. Er hielt dabei fest, vorliegend habe das ganze Gebiet Aberen als Umgebung zu gelten. Wie bereits beim ersten geplanten Bauvorhaben der Bauherrschaft auf dem Grundstück Nr. 1940 trete nun auch der geplante Neubau auf dem Grundstück Nr. 1939 gegen Norden hin dreigeschossig in Erscheinung (zwei Vollgeschosse und ein Attikageschoss) und weise wenige kleine Fenster auf. Auf der Südseite komme ebenfalls das Untergeschoss hinzu. Insgesamt werde der Neubau etwas grösser ausfallen als das bestehende Gebäude. Allerdings werde es sich sehr gut zwischen die beiden Nachbarsgebäude im Osten (Grundstück Nr. 1938) und Westen (Grundstück Nr. 1940) einfügen. Auch werde sich das Bauvorhaben mit seinem Flachdach und der modernen, kubischen Architektur gut in die massgebende, heterogene Umgebung einfügen. Darüber hinaus halte es die massgebenden Bauvorschriften ein. Es dürfe ihm nicht zum Nachteil gereichen, wenn es die Bauvorschriften weitgehend ausschöpfe, während Bauten in der Umgebung diese (noch) nicht voll in Anspruch nähmen. Die Unterschiede zwischen dem Bauvorhaben und den bestehenden Bauten im Quartier seien nicht dermassen gross, als dass das gemäss den primären Bauvorschriften (Höhe, Länge, Ausnutzung) zulässige Volumen allein aus Einordnungsgründen zu reduzieren oder anders anzuordnen wäre.