Citation: 6B_660/2021 E. 3.4.3

3.4.3. Die Beschwerdeführerin bemängelt, soweit ersichtlich, weder die für das Untersuchungsverfahren zugesprochene Entschädigung noch die Höhe der Auslagen, welche auf den von ihr geltend gemachten Forderungen basieren. In Bezug auf die Anwendung des kantonalen Tarifs für die Entschädigung der Bemühungen ihres Rechtsvertreters im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhebt die Beschwerdeführerin keine konkreten Rügen. Dieser Tarif ist der bundesgerichtlichen Beurteilung zugrunde zu legen. Gestützt auf den Umstand, dass sich die Entschädigung nach dem im Kanton üblichen Tarif bzw. dem entsprechenden Reglement richtet (vgl. BGE 142 IV 163 E. 3.1.2 mit Hinweisen), ist die Pauschalisierung grundsätzlich nicht zu beanstanden. Dies ist nicht gleichbedeutend mit einer unangemessenen Entschädigung. Gemessen am einfachen Sachverhalt, der Verfahrensgegenstand bildete und am überschaubaren rechtlichen Vorwurf der üblen Nachrede zum Nachteil des Beschwerdegegners 2 und des mittlerweile verstorbenen Beschwerdegegners C.C.________, ist es mit dem Recht auf eine wirksame Verteidigung vereinbar, wenn die Vorinstanz der Beschwerdeführerin für das erstinstanzliche Hauptverfahren pauschal Fr. 3'000.-- sowie für eine weitere Beweiseingabe und eine weitere Verhandlung zwei Zuschläge von je Fr. 1'000.-- als Entschädigung zubilligt. Die Beschwerdeführerin kann nichts zu ihren Gunsten daraus ableiten, dass der Beschwerdegegner 2 und der verstorbene Beschwerdegegner C.C.________ einen mit ihrem vergleichbaren hohen Aufwand betrieben und geltend gemacht hatten, zumal dieser ebenfalls gekürzt wurde. Ebenso wenig lässt sich aus der Anzahl der Beschwerdegegner auf ihren angemessenen Aufwand schliessen. Vielmehr war die Beschwerdeführerin vorliegend nebst der zwangsläufig involvierten Staatsanwaltschaft mit zwei unisono handelnden Privatklägern konfrontiert. Soweit die Beschwerdeführerin behauptet, Verfahren mit dem Beschwerdegegner 2 und dem verstorbenen Beschwerdegegner C.C.________ seien generell aufwändig, ergibt sich daraus nichts zu ihren Gunsten, abgesehen davon, dass sich eine solche Feststellung dem angefochtenen Urteil nicht entnehmen lässt.