Citation: U 146/05 29.08.2005 E. 2

Unbestritten ist, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Auffahrunfall vom 3. Mai 1999 und den von der Beschwerdegegnerin über den 30. September 2002 hinaus geklagten Gesundheitsstörungen sowie der darauf zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist. Ausser Streit steht auch, dass der adäquate Kausalzusammenhang nach den in BGE 117 V 359 ff. für Unfälle mit Schleudertrauma oder einer äquivalenten Verletzung festgelegten Kriterien unter Verzicht auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Unfallfolgen zu beurteilen ist. Ein Ausnahmefall mit ausgeprägter psychischer Problematik (BGE 123 V 99 Erw. 2a mit Hinweisen), einem selbstständigen (sekundären) psychischen Gesundheitsschaden (RKUV 2001 Nr. U 412 S. 80) oder einem durch den Unfall verschlimmerten psychischen Vorzustand (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 f. Erw. 3c), bei dem für die Adäquanzbeurteilung allein auf das Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen körperlichen Gesundheitsschäden sowie deren objektive Folgen im Sinne von BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa abzustellen wäre, liegt nicht vor.