Citation: 2A.188/2000 08.05.2000 E. 3

3.- Die dargestellten gesetzlichen und von der Rechtsprechung entwickelten Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt. a) Der Beschwerdeführer wurde mit Entscheid der Einwohnerdienste vom 22. Dezember 1999 formlos aus der Schweiz weggewiesen. Dass er sich weigerte, die Eröffnung der entsprechenden Verfügung mit seiner Unterschrift zu bestätigen, ist ohne Belang. Der Beschwerdeführer verwendete für seine Einreise in die Schweiz einen gefälschten Reisepass und trug weitere gefälschte oder angeblich nicht ihm gehörende Dokumente auf sich; seine Identität und Herkunft sind unklar; er machte gegenüber den Behörden widersprüchliche und teils unwahre Angaben im Zusammenhang mit seiner Reise in die Schweiz. Der Haftrichter hat diese Umstände zu Recht als genügend konkrete Hinweise dafür gewertet, dass der Beschwerdeführer behördliche Anordnungen missachten und sich im Fall seiner Freilassung nicht für eine Ausschaffung in seine Heimat bereithalten würde. Der Haftgrund der Untertauchensgefahr (Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG) - es kann dazu auf die zutreffenden Erwägungen in den beiden Haftgenehmigungen vom 23. Dezember 1999 und vom 17. März 2000 verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG) - ist auch während der Dauer der Haft nicht dahingefallen. Dass sich der Beschwerdeführer für den Fall seiner Freilassung verpflichten würde, die Schweiz nicht zu verlassen, ändert an der Untertauchensgefahr nichts. b) Der Beschwerdeführer wurde während der Dauer der Haft noch mehrmals einvernommen und zu seiner Identität befragt (so am 4. Januar, 1. Februar und 8. März 2000). Die Einwohnerdienste gelangten für weitere Abklärungen zudem an das Konsulat von Uruguay in Bern (am 6. Januar und 9. März 2000) sowie an die Staatsanwaltschaft Regensburg (am 7. März 2000). Die schweizerischen Behörden haben somit zielstrebig und ohne Säumnis auf die Klärung der Identität des Beschwerdeführers und auf die Papierbeschaffung hingearbeitet. Auch in diesem Zusammenhang kann für weitere Einzelheiten auf den angefochtenen Haftgenehmigungsentscheid vom 17. März 2000 verwiesen werden. Dass die Abklärungen der Behörden noch nicht zum Erfolg geführt haben, hat zu einem wesentlichen Teil der Beschwerdeführer selber zu vertreten, der die ihm obliegende Mitwirkung bei der Identitätsfeststellung und der Beschaffung von Reisepapieren bis heute verweigert. Damit ist nicht nur gesagt, dass dem Beschleunigungsgebot nachgelebt wurde, sondern auch erstellt, dass dem Vollzug der Wegweisung besondere Hindernisse entgegenstehen und die Verlängerung der Haft gemäss Art. 13b Abs. 2 ANAG deshalb gerechtfertigt ist. Auf Grund des Verhaltens des Beschwerdeführers erweist sie sich auch im Hinblick auf die Dauer als verhältnismässig. Da von den Anfragen an das uruguayische Konsulat und von den Abklärungen im Hinblick auf die mögliche russische Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers, die aus asylrechtlichen Gründen erst nach dem Asylentscheid vom 25. Februar 2000 vorgenommen werden durften, innert absehbarer Frist sachdienliche Ergebnisse zu erwarten sind, sollte die Ausschaffung innert der gesetzlichen Haftdauer vollzogen werden können; auch insofern ist die angeordnete Haft verhältnismässig und gesetzeskonform. c) Die Einwände des Beschwerdeführers betreffend seinen Gesundheitszustand führen zu keinem andern Resultat. Wie aus der Vernehmlassung der Einwohnerdienste hervorgeht, war "im Sinne der Nachbehandlung einer früheren Operation" ein Eingriff notwendig, der am 10. März 2000 im Kantonsspital Basel offenbar ohne Komplikationen erfolgreich durchgeführt wurde. Sollte sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verschlechtern, wie er - neu - in seiner Eingabe an das Bundesgericht behauptet, so ist eine medizinische Betreuung wie bis anhin trotz der Haft gewährleistet. d) Schliesslich besteht für die vom Beschwerdeführer verlangte Verlegung in ein anderes Gefängnis kein Anlass. Der Beschwerdeführer selber nennt keinen einzigen Grund dafür und hat insbesondere die Haftbedingungen im "Schällemätteli" im kantonalen Verfahren nicht beanstandet. Das Vorbringen von neuen tatsächlichen Behauptungen und Beweismitteln wäre übrigens ohnehin grundsätzlich unzulässig (Art. 105 Abs. 2 OG; vgl. dazu im Einzelnen BGE 125 II 217 E. 3a S. 221, mit Hinweisen).