Citation: 6B_1394/2017 E. 7.3

7.3. Im kantonalen Verfahren stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, im Zeitpunkt der Vertragsabschlüsse die Absicht zur Zahlung der Kaufpreise gehabt zu haben. Diese Ansicht widerlegt die Vorinstanz. Sie legt im Detail dar, dass die Beschwerdeführerin zu keinem Zeitpunkt weder in der Lage noch gewillt war, die Kaufpreise respektive Ratenzahlungen eines der drei Fahrzeuge zu begleichen. Nicht mehr Erfolg ist der Beschwerde beschieden, soweit sich die Beschwerdeführerin gegen die Bejahung des Tatbestandsmerkmals der Arglist wendet. Dies ergibt sich schon aus der festgestellten Vortäuschung des Zahlungswillens, zumal dieser als innerer Vorgang seinem Wesen nach nicht direkt überprüft werden kann (BGE 142 IV 153 E. 2.2.2 S. 155 mit Hinweis). Selbst wenn die Verkäufer die Fahrzeuge ohne Begleichung des Kaufpreises übergaben und auch nicht auf eine Anzahlung bestanden, lässt sich nicht sagen, sie hätten fahrlässig gehandelt. Nach den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz kam es zwischen Verkäufern und Käuferin zu persönlichen Treffen. Wenngleich nicht von einem besonderen Vertrauensverhältnis gesprochen werden kann, eröffnete dies der Beschwerdeführerin die Möglichkeit, im persönlichen Kontakt ihren Vertragspartnern eine Seriosität und Notlage vorzuspiegeln. Sie unterzeichnete schriftliche Kaufverträge, zeigte den Verkäufern ihren Führerausweis und liess ihn kopieren und gab Kontaktdaten an, unter denen sie aber nicht erreichbar war. Zudem gelang es ihr, mit erfundenen Geschichten (Reinigungsgeschäft) die Verkäufer unter Zeitdruck zu stellen und an ihr Wohlwollen zu appellieren. Zwar trifft zu, dass die Beschwerdeführerin beim Treffen mit dem dritten Verkäufer ohne Geld erschien, obwohl telefonisch die sofortige Begleichung der ersten Rate vereinbart worden war. Der Verkäufer verzichtete auf die sofortige Begleichung der ersten Rate, nachdem die Beschwerdeführerin ihm erklärt hatte, dies am Telefon anders verstanden zu haben. Dies für bare Münze nehmen, mag in gewisser Hinsicht allenfalls naiv oder fahrlässig gewesen sein. Selbst ein erhebliches Mass an Naivität des Geschädigten hat aber nicht in jedem Fall zur Folge, dass der Täter straflos ausgeht (BGE 142 IV 153 E. 2.2.2 S. 155 f. mit Hinweis). Von einer Leichtfertigkeit, welche das betrügerische Verhalten der Beschwerdeführerin in den Hintergrund treten lässt, kann nicht gesprochen werden. Die Beschwerdeführerin bearbeitete nachgerade ihre Vertragspartner, um von einer (teilweisen) Vorauszahlung abzusehen, und sie täuschte mit verschiedenen Details einen Zahlungswillen vor. Unter diesen Umständen besteht kein Raum, den Verkäufern, bei denen es sich nicht um professionelle Autoverkäufer handelte, die Missachtung grundlegendster Vorsichtsmassnahmen vorzuwerfen und ihnen die Verantwortung für den erlittenen Vermögensschaden zuzuschieben. Der Schuldspruch wegen mehrfachen Betrugs verletzt kein Bundesrecht.