Citation: 4A_478/2023 E. 3.3.1

3.3.1. Entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin begründete die Vorinstanz schlüssig, weshalb deren Vorbringen der Behauptungs- und Substanziierungslast nicht genügen. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von der Beschwerdeführerin verlangte, zumindest einen stringenten hypothetischen Kausalverlauf zu behaupten und sich auf einen solchen festzulegen oder zumindest klar eine Reihenfolge der verschiedenen hypothetischen Verläufe zu definieren. Daran ändert nichts, dass der direkte Beweis eines Kausalzusammenhangs zwischen einem Schaden und einer Unterlassung nicht möglich ist. Aus dem von ihr angerufenen Urteil 4A_588/2011 vom 3. Mai 2012 kann die Beschwerdeführerin nichts für sich ableiten. Im Unterschied zu jenem Fall (vgl. dort E. 2.2.3) fehlt es vorliegend an stringenten, in sich schlüssig behaupteten Kausalverläufen für die verschiedenen möglichen Szenarien bei unterstellter vertragsgemässer Beratung resp. Information durch die Beschwerdegegnerin, was die Vorinstanz überzeugend begründet (oben E. 3.2.2). So bestreitet die Beschwerdeführerin namentlich nicht, dass sie für das Szenario, wonach sie die Versicherung der Zürich behalten hätte, keinen eigenen damit zusammenhängenden Schaden behauptet, sondern diesen in Höhe des Vergleichsangebots der Helvetia beziffert hat. Auch äussert sich die Beschwerdeführerin nicht zu den weiteren von der Vorinstanz genannten Widersprüchen in ihren Parteibehauptungen. Hingegen wirft ihr die Vorinstanz nicht an sich vor, dass sie mehrere mögliche Kausalverläufe zur Diskussion gestellt hat. Sie überspannt daher die Anforderungen an die Behauptungs- und Substanziierungslast nicht und verletzt insoweit kein Bundesrecht. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz mangels genügender Parteibehauptungen der Beschwerdeführerin keine Beweise abgenommen und die Klage folglich ohne weitere Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen abgewiesen hat.