Citation: H 164/01 03.06.2002 E. 4

4.- Die Vorinstanz hat die gesetzliche Bestimmung (Art. 11 Abs. 1) sowie die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze über die angemessene Herabsetzung der Beiträge aus selbstständiger Erwerbstätigkeit, namentlich die Prüfung der Unzumutbarkeit der vollständigen Beitragsentrichtung anhand des betreibungsrechtlichen Notbedarfs der beitragspflichtigen Person und ihrer Familie (BGE 120 V 274 Erw. 5a, 113 V 252 Erw. 3a mit Hinweisen), zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass das Herabsetzungsgesuch nach Massgabe der wirtschaftlichen Verhältnisse des Schuldners zu beurteilen ist, die im Zeitpunkt gegeben sind, da er bezahlen sollte. Dies ist - unter Vorbehalt von Fällen missbräuchlicher Verzögerung - jener Zeitpunkt, in welchem die Kassenverfügung, der kantonale Entscheid oder das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Rechtskraft erwächst (BGE 120 V 275 Erw. 5a/dd mit Hinweisen). Die nach Erlass der ursprünglichen Herabsetzungsverfügung eingetretenen Änderungen in der ökonomischen Situation kann das Eidgenössische Versicherungsgericht auf Grund der Bindung an den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt (Erw. 2 hievor) praxisgemäss nur insoweit berücksichtigen, als es sich um offensichtlich klar bewiesene neue Tatsachen handelt (BGE 104 V 63 Erw. 1 in fine, bestätigt in BGE 116 V 294 Erw. 2c in fine, 107 V 80 Erw. 3b; ZAK 1989 S. 112 Erw. 3b; vgl. auch BGE 120 V 275 Erw. 5a/dd).