Citation: 2P.61/2001 18.06.2001 E. 2

2.- a) Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Der Anspruch auf rechtliches Gehör wird zunächst durch die kantonalen Verfahrensvorschriften umschrieben. Unabhängig davon greifen die unmittelbar aus Art. 29 Abs. 2 BV (Art. 4 aBV) folgenden Verfahrensregeln zur Sicherung des rechtlichen Gehörs Platz. Da der Beschwerdeführer keine Verletzung kantonaler Verfahrensvorschriften rügt, ist einzig und zwar mit voller Kognition zu prüfen, ob unmittelbar aus Art. 29 Abs. 2 BV (Art. 4 aBV) folgende Regeln missachtet worden sind (BGE 126 I 19 E. 2a S. 21 f.; 124 I 241 E. 2 S. 242 f.; 119 Ia 136 E. 2c S. 138; 118 Ia 17 E. 1b S. 18, je mit Hinweisen). b) Das durch Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistete rechtliche Gehör dient der Sachaufklärung und garantiert dem Betroffenen ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht im Verfahren. Er soll sich vor Erlass des Entscheides zur Sache äussern, erhebliche Beweise beibringen, Einsicht in die Akten nehmen und an der Erhebung von Beweisen mitwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis äussern können, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 124 I 241 E. 2 S. 242 f.; 119 Ia 136 E. 2c S. 138, je mit Hinweisen). Eine Behörde, welche neue Unterlagen beizieht, auf die sie sich in ihrer Verfügung zu stützen gedenkt, ist zwecks Gewährleistung des rechtlichen Gehörs grundsätzlich verpflichtet, die Beteiligten über den Beizug zu informieren (BGE 124 II 132 E. 2b S. 137, mit Hinweisen; Michele Albertini, Der verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 272 f., 349 ff.). c) Der Erziehungsrat (bzw. die instruierende Stelle des Erziehungsdepartements) hat nicht nur wie angekündigt bei der Bezirksschulrätin einen Visitationsbericht eingeholt, sondern zusätzlich die Bezirksschulrätin, den zuständigen Lehrerberater sowie die Schulleiterin über die Unterrichtsführung des Beschwerdeführers telefonisch befragt und darüber eine Aktennotiz erstellt. Diese Aktennotiz vom 1. Februar/9. Februar 2000 wurde dem Beschwerdeführer unbestrittenermassen nicht zur Kenntnis gebracht. Indem der Erziehungsrat diese Auskünfte einholte und verwertete, ohne den Beschwerdeführer darüber in Kenntnis zu setzen und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, hat er den verfassungsmässigen Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt.