Citation: 8C_139/2022 E. 3

Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze über die prozessuale Revision rechtskräftiger Verfügungen nach Entdeckung neuer Tatsachen (Art. 53 Abs. 1 ATSG) sowie über die Rückforderung unrechtmässig bezogener Leistungen (Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt hinsichtlich der Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts im Sozialversicherungsprozess nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen) sowie zum erhöhten Beweiswert der sogenannten "Aussagen der ersten Stunde" (BGE 143 V 168 E. 5.2.2 mit Hinweisen). Zu ergänzen ist, dass der Entscheid im Falle der Beweislosigkeit zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 138 V 218 E. 6; Urteile 8C_282/2020 vom 3. September 2020 E. 6.1; 8C_307/2016 vom 17. August 2016 E. 5.3).