Citation: I 610/01 02.06.2003 E. 5

Wenn die Vorinstanz in Anlehnung an die Aussage der Abklärungsperson im Bericht vom 20. März 2001, wonach der Beschwerdeführer anders als die Mehrheit von gesunden zweieinhalb jährigen Kindern auch tagsüber Windeln benötige, zur Auffassung gelangt, das Wickeln am Tag sei in Abweichung zur Einschätzung der Abklärungsperson im Umfang von höchstens 32 Minuten als invaliditätsbedingt zu qualifizieren, so ist dies in Berücksichtigung des geltend gemachten weichen Stuhlganges, den die Windeln nicht immer zu fassen vermögen, weshalb damit auch Kleider beschmutzt werden, als grosszügig bemessen zu bezeichnen. Dies in erster Linie deshalb, weil ein regelmässiges Windelnwechseln in diesem Alter auch bei gesunden Kindern keine Seltenheit darstellt und somit keineswegs eindeutig und ausschliesslich auf das Geburtsgebrechen zurückzuführen ist. Umgekehrt ist es aber im Widerspruch zur Annahme der Abklärungsperson sachlich auch nicht gerechtfertigt, den mit dem Verrichten der Notdurft zusammenhängenden Betreuungsaufwand gänzlich unberücksichtigt zu lassen, bleibt dieser doch nach Feststellung der Vorinstanz über den Verfügungszeitpunkt hinaus zumindest über einen längeren Zeitraum unverändert bestehen, während dieser bei einem gesunden Kind abnimmt.