Citation: 6B_1393/2020 E. 1.3

1.3. Die vom Beschwerdeführer behauptete Praxisänderung stellt damit eine unsubstanziierte Behauptung dar. Inwiefern der angefochtene Entscheid gegen das Recht verstossen sollte, ist aber ohnehin nicht ersichtlich. Wie bereits die erste Instanz zutreffend festgehalten hat, ergibt sich aus Art. 9b Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Juni 1997 über Waffen, Waffenzubehör und Munition (Waffengesetz, WG; SR 514.54), dass ein Waffenerwerbsschein nur zum Erwerb einer einzigen Waffe berechtigt. Ausnahmsweise kann ein Waffenerwerbsschein für den Erwerb von bis zu drei Waffen ausgestellt werden (Art. 9b Abs. 2 WG i.V.m. Art. 16 Abs. 1 der Verordnung vom 2. Juli 2008 über Waffen, Waffenzubehör und Munition [Waffenverordnung, WV; SR 514.541]). Die Rechtslage wurde auf den vorliegend interessierenden Waffenerwerbsscheinen unmissverständlich erläutert. Der Beschwerdeführer, bei dem es sich um den Inhaber eines Waffengeschäfts handelt, hat sich über die Rechtslage ohnehin zu informieren. Die Vorinstanz befasst sich sodann mit den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Einwänden und erwägt im Wesentlichen, der Beschwerdeführer habe den äusseren Ablauf der Geschehnisse mehrfach bestätigt. Gestützt auf seine Aussagen und die vorhandenen Beweismittel sei der Sachverhalt in objektiver Hinsicht erstellt. Auch bezüglich des subjektiven Tatbestands sei der Beschwerdeführer geständig. So habe er zugegeben, im Wissen darum, dass keine zusätzlichen Waffen übertragen werden durften, gehandelt und den Kunden willentlich eine zusätzliche Waffe weitergegeben zu haben. In der Detailbefragung habe er zugegeben, dass ihm die Waffenerwerbsscheine jeweils vorgelegt worden seien und er gewusst habe, dass er eigentlich nur so viele Waffen habe abgeben dürfen, wie auf dem Waffenerwerbsschein vermerkt gewesen seien. Soweit sich der Beschwerdeführer auf eine angeblich bestehende Usanz im Waffenhandel, von der tatsächlichen Gesetzeslage abzuweichen bzw. auf eine angeblich bestehende gesetzeswidrige Praxis in der öffentlich-rechtlichen Waffengesetzgebung berief und eine Gleichbehandlung im Unrecht verlangte, erachtete die Vorinstanz seine Argumentation als nicht stichhaltig. Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich keinerlei Einwände vor. Es kann grundsätzlich auf die zutreffenden Erwägungen im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden (Art. 109 BGG).