Citation: 4A_200/2020 E. 3.1.2

3.1.2. Bei der Feststellung des Stundensatzes ging die Vorinstanz vom Mindestlohn aufgrund des Normalarbeitsvertrags für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Hauswirtschaft zwischen Fr. 18.55 bis Fr. 22.40 (ab 2017 von Fr. 18.90 bis Fr. 22.85) aus. Sie erhöhte diesen Stundensatz in Ausübung des gerichtlichen Ermessens aufgrund der gesamten Umstände des Einzelfalls auf Fr. 30.-- pro Stunde. Die Vorinstanz hat bei dieser Festlegung des Stundenlohnes auch ausdrücklich "der Reallohnentwicklung der letzten Jahre Rechnung" getragen (angefochtener Entscheid, E. 5.2.2 S. 31). Entgegen dem was die Beschwerdeführerin unterstellt, beachtete die Vorinstanz in der konkreten Festlegung der für den behaupteten Haushaltsschaden der Beschwerdeführerin anwendbaren Stundensatz damit sehr wohl die Reallohnentwicklung. Die Vorinstanz stellte zwar nicht einen Stundenlohn im Zeitpunkt des Unfalls (27. Juni 2014) fest und erhöhte diesen für die folgenden Jahre 2015 bis 2017 um jeweils ein Prozent, wie dies die Beschwerdeführerin propagiert. Vielmehr setzte sie für den hier strittigen Zeitraum vom 27. Juni 2014 bis 31. März 2017 unter ausdrücklicher Berücksichtigung der Reallohnerhöhung einen einheitlichen Stundensatz von Fr. 30.-- für die gesamten drei Jahre fest. Das Bundesgericht hat bereits entschieden, dass der kantonale Richter befugt ist, den für die Berechnung des Schadens massgeblichen Stundenansatz etwas zu erhöhen, um zukünftigen Lohnerhöhungen Rechnung zu tragen (vgl. dazu: BGE 145 III 225 E. 4.1.2.2 S. 234; 132 III 321 E. 3.7.1 f.; 131 III 360 E. 8.3 S. 374). Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich, weshalb es der Vorinstanz in ihrem Ermessensentscheid über die Festlegung des Stundensatzes der Beschwerdeführerin nicht hätte erlaubt sein sollen, für die vergangene Zeitspanne vom 27. Juni 2014 bis 31. März 2017 einen mittleren Stundensatz von Fr. 30.-- anzunehmen und in diesem einheitlichen Stundensatz der Reallohnentwicklung der Jahre 2014 bis 2017 Rechnung zu tragen. Zumindest zeigt die Beschwerdeführerin mit ihren allgemeinen Ausführungen nicht rechtsgenüglich auf (Erwägung 2.1), inwiefern die Vorinstanz unter den vorliegenden konkreten Umständen des Einzelfalls mit diesem Vorgehen Bundesrecht verletzt hätte. Ebensowenig zeigt sie hinreichend auf, inwiefern sie im konkreten Fall dadurch im Sinne von Art. 8 BV benachteiligt wäre. Abgesehen von der Thematik der Reallohnentwicklung setzt sich die Beschwerdeführerin mit den Erwägungen der Vorinstanz über die Festlegung des Stundensatzes nicht hinreichend auseinander (Erwägung 2.1), weshalb schon mangels rechtsgenüglicher Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid auf ihre weitere Beanstandung nicht einzutreten ist. Im Übrigen behauptet sie bloss allgemein, ein Stundenlohn von Fr. 30.-- sei bereits in den 1990er Jahren anerkannt worden, weshalb der Stundenlohn zu erhöhen sei, ohne aber rechtsgenüglich darzulegen (Erwägung 2.1), inwiefern die Festlegung des Stundensatzes für den vorliegenden Fall bundesrechtswidrig wäre.