Citation: I 74/06 19.07.2006 E. 4

4.1 Die Verfügung vom 4. Juli 2000, mit welcher dem Beschwerdeführer ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 58 % eine halbe Invalidenrente zugesprochen wurde, stützt sich wesentlich auf die Einschätzungen der Ärzte am Spital Y.________ vom 3. Juni 1998, 13. August 1999 und 28. Januar 2000. Im Bericht vom 13. August 1999 sind als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches thoraco-lumbospondylogenes Schmerzsyndrom linksbetont, ein chronisches Cervicovertebralsyndrom bei wahrscheinlich degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule (HWS), eine adhäsive Capsulitis des linken Schultergelenks sowie ein Verschluss der Aorta subclavia am Abgang links festgehalten. Die Ärzte attestierten aus rheumatologischer Sicht eine 50%ige Arbeitsfähigkeit und führten aus, bezüglich der Capsulitis könne in zwei bis drei Jahren mit einer weitgehend normalen Beweglichkeit und Schmerzfreiheit gerechnet werden. Am 28. Januar 2000 bestätigten die Ärzte, dass im Verlauf der folgenden ein bis zwei Jahre mit einer Verringerung der Arbeitseinschränkung zu rechnen sei. 4.2 Die im Revisionsverfahren eingeholten Arztberichte ergeben folgendes Bild: Dr. med. H.________ hielt am 11. März 2002 fest, der Gesundheitszustand habe sich verschlechtert, indem sowohl das Lumbovertebralsyndrom als auch die Femoropatellararthrose progredient seien. Die Arbeitsunfähigkeit habe sich seit Januar 1998 zunehmend erhöht und im Laufe der Jahre 2000 und 2001 (unter Berücksichtigung der arteriellen Durchblutungsstörung) ein Ausmass von 80 % erreicht. Demgegenüber gab Dr. med. V.________ am 19. März 2002 an, der Gesundheitszustand sei stationär geblieben; an den Diagnosen habe sich nichts geändert. Die Ärzte am Spital Y.________ führten im Gutachten vom 12./25. August 2003 aus, seit dem 13. August 1999 sei es hinsichtlich des chronischen thoraco-lumbospondylogenen und Zervikovertebral-Syndroms zu keiner wesentlichen Änderung gekommen. Die linksseitige Capsulitis habe sich hingegen praktisch vollständig verbessert. Bezüglich des Panvertebralsyndroms sei eine körperlich wechselbelastende Tätigkeit ohne repetitives Bücken oder längeres Knien während acht Stunden täglich mit halber Leistungsfähigkeit zumutbar. Im später als ungültig bezeichneten Gutachten des Spitals X.________ vom 8. Januar 2004 (unterzeichnet durch den Oberarzt Dr. med. G.________ und den Assistenzarzt Dr. med. A.________) wird aufgrund des chronischen thoraco-lumbospondylogenen und zervikovertebralen Schmerzsyndroms sowohl in schwerer körperlicher als auch in leichter Arbeitstätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Anlässlich eines Telefongesprächs vom 21. Januar 2004 teilte Dr. med. A.________ der IV-Stelle mit, bei den Ausführungen vom 8. Januar 2004 handle es sich lediglich um einen Entwurf; der IV-Stelle werde eine "korrigierte Fassung" zugestellt. Gemäss Protokoll der IV-Stelle vom 21. Januar 2004 war namentlich die (abweichende) Beurteilung der Ärzte am Spital Y.________ nicht in die Beurteilung einbezogen worden, was eine Überarbeitung des Gutachtens notwendig machte. Dem Gutachten in der Fassung vom 24. März 2004 ist zu entnehmen, dass der Versicherte zufolge Panvertebralsyndrom und Verschluss der Arteria subclavia links bezüglich schwerer körperlicher Arbeit vollständig arbeitsunfähig, in einer leichten bis mittelschweren Arbeit hingegen zu 50 % arbeitsfähig sei.