Citation: 2C_179/2024 E. 3.2

3.2. Mit Bezug auf den vorliegenden Fall hat die Vorinstanz gestützt auf die ihr vorliegenden Beweismittel und unter Berücksichtigung der auch im öffentlichen Recht anwendbaren Beweislastverteilung gemäss Art. 8 ZGB (vgl. dazu im Allgemeinen BGE 141 III 241 E. 3.1; 130 III 321 E. 3.1 und für den Bereich der öffentlich-rechtlichen Gebäudeversicherung Urteil 2C_113/2021 vom 22. Dezember 2021 E. 6.3.2) erwogen, es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass - abgesehen von den Kompressoren - keine weiteren durch den Blitzschlag verursachten Beschädigungen an der Wärmepumpe bestanden hätten. Zudem würden objektiv nachvollziehbare Belege für die Aussage der Beschwerdeführerin, es sei unumgänglich gewesen, die Wärmepumpanlage gänzlich zu ersetzen, fehlen. Sodann hat die Vorinstanz festgehalten, dass selbst wenn davon ausgegangen würde, dass nicht sämtliche angezeigten Bemühungen zur Schadenermittlung vorgenommen worden wären, könne von weiteren Abklärungen keine zusätzliche Erkenntnis zur Beschädigung mehr erwartet werden. Denn die Beschwerdeführerin habe ohne Zustimmung der Gebäudeversicherung und somit in Missachtung des Veränderungsverbots gemäss Art. 44 GVG/SG die gesamte Wärmepumpe bereits ersetzt, was zu einem Verlust der Versicherungsleistungen führen könne. In diesem Fall habe die Beschwerdeführerin sowohl nach den allgemeinen Regeln zur Beweislastverteilung als auch nach den spezifischen gebäudeversicherungsrechtlichen Bestimmungen (Art. 46 Abs. 2 GVG/SG) die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen. Vor diesem Hintergrund und unter Hinweis auf das Überentschädigungsverbot (Art. 36 Abs. 3 GVG/SG) ist die Vorinstanz zum Schluss gelangt, dass die Gebäudeversicherung der Beschwerdeführerin zu Recht nur die Kosten für einen neuwertigen Ersatz beider Kompressoren und damit die wirklichen Kosten der Wiederherstellung der Wärmepumpanlage zugesprochen habe.