Citation: 6B_257/2013 E. 1.3.1

1.3.1. Was die Beschwerdeführerin vorbringt, zeigt ein von der vorinstanzlichen Feststellung abweichendes Bild. Dieses mag durchaus nachvollziehbar sein. Gleichwohl lässt es die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht als schlechterdings unvertretbar erscheinen. Die Beschwerdeführerin legt im Wesentlichen dar, ihr Verhalten sei nicht aus dem Blickwinkel einer westlich geprägten Person zu beurteilen. Sie sei Muslimin, und die albanische respektive islamische Kultur hätten bei ihr tiefe Spuren hinterlassen. Als Jungfrau in die Ehe zu gehen, sei für sie von grösster Wichtigkeit gewesen. Nach dem Vorfall vom 14. Oktober 2010 und damit nach dem Verlust ihrer Jungfräulichkeit sei sie in ihren eigenen Augen wertlos gewesen. Sie habe Ehre und Würde verloren. Wollte sie nicht ihr Leben lang ledig bleiben, so habe sie keine andere Alternative gehabt, als den Beschwerdegegner zu heiraten. Ihr Verhalten nach dem ersten Vergewaltigungsvorfall bis zur Anzeigeerstattung im Frühling 2011 sei deshalb in diesem Lichte zu erklären und zu würdigen (Beschwerde S. 7 ff.). Mit diesen Ausführungen wiederholt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ihren Standpunkt, den sie vor den kantonalen Gerichten sowie bereits in ihren ersten polizeilichen Einvernahmen eingenommen hatte und den die Vorinstanzen in der Beweiswürdigung mitberücksichtigten. Im Ergebnis stellt die Beschwerdeführerin ihre Sachverhaltsschilderungen der vorinstanzlichen Beweiswürdigung gegenüber. Diese appellatorische Kritik zeigt zwar eine andere mögliche Sachverhaltswürdigung auf. Sie vermag jedoch die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht zu erschüttern. Dass eine andere Lösung oder Würdigung auch vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, genügt praxisgemäss für die Begründung von Willkür nicht (BGE 138 I 49 E. 7.1 S. 51; 136 III 552 E. 4.2 S. 560; je mit Hinweisen).