Citation: 6B_452/2023 E. 1.4.2

1.4.2. Der Beschwerdeführer rügte vor der Vorinstanz zudem eine Verletzung von Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK, weil die Schlusseinvernahmen der beiden Beschuldigten getrennt durchgeführt worden seien. Die Vorinstanz erwägt dazu, es bestehe keine gesetzliche Grundlage für die gemeinsame Durchführung der Schlusseinvernahme. Vielmehr gälten auch da die allgemeinen Regeln zu den Teilnahmerechten an Einvernahmen. Wie die Verteidigung selbst ausführe, bestehe ein Anspruch auf nochmalige Konfrontation lediglich dann, wenn die einzuvernehmende Person in einer der Konfrontationseinvernahme folgenden Einvernahme neue belastende Aussagen mache. Das sei vorliegend nicht der Fall: Es seien in den Schlusseinvernahmen keine neuen Erkenntnisse gewonnen worden, sondern einzig die bisher gewonnenen Erkenntnisse vorgehalten worden, weshalb die Schlusseinvernahmen uneingeschränkt verwertbar seien (angefochtenes Urteil E. 5.1 S. 21 f.).