Citation: 2C_152/2020 E. 7.3.1

7.3.1. In Bezug auf die direkte Bundessteuer sind die Verfahrenskosten des Steuerrekursverfahrens der unterliegenden Partei aufzuerlegen (Unterliegerprinzip; Art. 144 Abs. 1 DBG), wobei in besonderen Verhältnissen von der Kostenauflage abgesehen werden kann. Dasselbe gilt sinngemäss für das vorinstanzliche Verfahren (Art. 145 Abs. 2 DBG). Rechtsprechungsgemäss ist dem Umstand, dass ein Beschwerdeführer nur deshalb unterlag, weil ein Verfahrensfehler von der Vorinstanz geheilt wurde, bei der Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen angemessen Rechnung zu tragen. Das gilt auch, wenn das vollständige Unterliegen auf die Heilung einer Gehörsverletzung zurückzuführen ist (Urteile 1C_254/2017 vom 5. Januar 2018 E. 3.2 mit Hinweisen; 1C_41/2014 vom 24. Juli 2014 E. 7.3 mit Hinweisen). Allerdings können dem obsiegenden Beschwerdeführer die Kosten ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn er bei pflichtgemässem Verhalten schon im Veranlagungs- oder Einspracheverfahren zu seinem Recht gekommen wäre oder die Untersuchung durch trölerisches Verhalten erschwert hat (Art. 144 Abs. 2 DBG). Damit wird dem Verursacherprinzip Rechnung getragen, welches insbesondere dann zum Zug kommt, wenn der Beschwerdeführer im Verfahren die ihm obliegenden Pflichten verletzt oder das Verfahren durch sein Verhalten ungebührlich verzögert hat (HUNZIKER/MAYER-KNOBEL, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG), 3. Aufl. 2017, N. 6 und 12 zu Art. 144 DBG).