Citation: 8C_660/2020 E. 3

Die Vorinstanz erwog, die IV-Stelle habe sich bei der Rentenzusprache vom 8. Dezember 1997 im Wesentlichen auf den Bericht der Dres. med. B.________, Chefarzt, und C.________, Assistenzarzt, Orthopädische Klinik, Spital D.________, vom 19. April 1996 und die Stellungnahme des Ärztlichen Dienstes der IV-Stelle vom 19. August 1997 gestützt. Im erstgenannten Bericht sei ein Lumbovertebralsyndrom bei kleinen Bandscheibenhernien L4 und L5/S1 diagnostiziert und festgehalten worden, als Autolackierer sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig. Sollten in diesem Bereich leichtere Arbeiten ohne Heben schwerer Lasten durchgeführt werden können, wäre eine Halbtagsbeschäftigung, d.h. 50 %, zumutbar. Die Dres. med. B.________ und C.________ hätten weiter ausgeführt, zusätzliche Abklärungen zwecks Festlegung einer eventuellen Operations-Indikation im Sinne einer Spondylodese seien dem Beschwerdeführer zumutbar. Er lehne aber jegliche invasive Abklärungen ab. Ohne weitere Untersuchungen könnten jedoch keine weiteren Massnahmen getroffen werden. Die Dres. med. B.________ und C.________ hätten - so die Vorinstanz weiter - in diesem Bericht nicht zur Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit und zum entsprechenden Belastungsprofil Stellung genommen. Zudem sei nicht nachvollziehbar, weshalb Dr. med. B.________ im Bericht vom 29. August 1994 bei leichter, angepasster Arbeit von einer annähernd vollen Arbeitsfähigkeit, am 19. April 1996 aber - bei unverändertem Gesundheitszustand - nur noch von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ausgegangen sei. Am 19. August 1997 habe der Ärztliche Dienst der IV-Stelle festgehalten, weitere Abklärungen könnten kaum zu einem baldigen Fallabschluss beitragen. Er habe vorgeschlagen, einen Entscheid auf der Basis der 50%igen Arbeitsfähigkeit gemäss Bericht der Dres. med. B.________ und C.________ vom 19. April 1996 zu treffen. Der Ärztliche Dienst habe somit ausgeführt, gestützt auf deren Einschätzung könne möglichst rasch ein Fallabschluss erreicht werden, nicht aber, sie hätten eine medizinisch-theoretisch angepasste Arbeitsfähigkeit umschrieben. Weiter erwog die Vorinstanz, diese Umstände und die weiteren Aktenhinweise, wonach der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig gewesen sei, hätten die IV-Stelle zu weiteren Abklärungen veranlassen müssen. Somit habe eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vorgelegen, weshalb die Rentenzusprache vom 8. Dezember 1997 zweifellos unrichtig gewesen sei.