Citation: 4A_544/2017 E. 4.1

4.1. Willkür liege zunächst vor, weil die Vorinstanz der Erfahrungstatsache keine Rechnung getragen habe, wonach behandelnde Ärzte im Zweifelsfall zu Gunsten ihrer Patienten aussagen würden. Im Streitfall komme eine "direkte Leistungszusprache" einzig gestützt auf Angaben von behandelnden Ärzten per se nicht in Frage, wofür sie sich auf das Urteil 4A_571/2016 vom 23. März 2017 E. 4.2 beruft. Berichte behandelnder Ärzte seien Privatgutachten und daher keine Beweismittel, sondern Parteibehauptungen, was die Vorinstanz nicht beachtet und dadurch Art. 168 Abs. 1 ZPO verletzt habe. Zudem habe die Vorinstanz nicht berücksichtigt, in welchem Zusammenhang die Arztberichte der behandelnden Ärzte ergangen seien. Diese seien nämlich vom Beschwerdegegner eingefordert worden, wobei der behandelnde Psychiater in seinem Bericht sogar darauf hingewiesen habe, dass er eine "parteiische Position" habe und nicht neutral begutachten könne.