Citation: 9C_390/2024 E. 6.2

6.2. Das kantonale Gericht nimmt im angefochtenen Urteil zwar auf die bis am 11. Februar 2000 geltende Gesetzeslage im Kanton Luzern zu den erhöhten Kinderabzügen Bezug. Dies aber lediglich um darzulegen, weshalb auch nach neuem Recht Lernenden mit Naturallohn in der Regel nur der Abzug der mittleren Stufe gewährt wird. Es führt hierzu explizit aus, dass beim Abzug von Kost und Logis als Naturallohn diese Kosten nicht bei den Eltern anfallen, weshalb diese keine höheren Kosten zu tragen haben als bei einem zu Hause lebenden Kind in Ausbildung. Nach den kantonalen Weisungen erscheine ein erhöhter Kinderabzug nicht gerechtfertigt (zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen, welche für die Gerichte zwar nicht verbindlich, jedoch zu berücksichtigen sind, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen, vgl. BGE 148 V 385 E. 5.2; 145 V 84 E. 6.1.1; 142 V 442 E. 5.2). Ein Abstützen auf eine alte und damit nicht mehr gültige Rechtslage ist nicht erkennbar. Willkür wird von den Beschwerdeführern nicht substanziiert dargelegt und ist auch nicht ersichtlich.