Citation: 6B_1354/2017 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer wendet sich überdies gegen den Schuldspruch wegen Widerhandlung gegen Art. 3 HMG i.V.m. Art. 26 und Art. 87 Abs. 1 lit. f HMG infolge fehlender Beschriftung der Arzneimittel. Es sei willkürlich, auf die Regeln der Guten Abgabepraxis für Heilmittel abzustellen. Er habe mit seinem Patienten, bevor die Arzneimittel an der Türklinke bereitgestellt worden seien, eingehend telefoniert. Es handle sich um einen langjährigen Patienten, dessen Gesundheitszustand dem Beschwerdeführer bestens bekannt gewesen sei. Ebenso seien dem Patienten die Arzneimittel seit Jahren bekannt und vertraut gewesen. Damit sei der Verzicht auf die Beschriftung vertretbar und der Patientenschutz nicht gefährdet gewesen. Die vorinstanzliche Argumentation mittels Unachtsamkeit sei konstruiert, da infolge Unachtsamkeit auch ein beschriftetes Arzneimittel verwechselt werden könne. Es habe keine Gefahr für die Gesundheit des Patienten oder anderer Menschen bestanden.