Citation: 2C_301/2020 E. 4.2.3

4.2.3. Der Einwand des Beschwerdeführers, er könne wegen der globalen Pandemie nicht in seine Heimat zurückkehren, da er dort keine Arbeit und keine Unterkunft finden werde, überzeugt ebenfalls nicht: Der Corona-Pandemie und der entsprechenden Einschränkungen wird bei der Ansetzung der Ausreisefrist Rechnung zu tragen sein; es liegt hierin jedoch kein dauerndes Vollzugshindernis, welches zu einer vorläufigen Aufnahme Anlass gäbe (vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG). Der Beschwerdeführer befindet sich noch nicht sehr lange in der Schweiz; er ist mit den heimatlichen Gegebenheiten nach wie vor vertraut. Es ist ihm als jungem und gesundem Mann möglich, in der Heimat wieder eine Existenz aufzubauen. Der blosse Umstand, dass die Sicherheits- oder Wirtschaftslage in der Schweiz besser ist als im Heimatstaat, bildet keinen wichtigen persönlichen Grund für einen Verbleib in der Schweiz, auch wenn der Betroffene - wie der Beschwerdeführer für sich in Anspruch nimmt - hier integriert ist, eine Landessprache relativ gut spricht, eine Arbeitsstelle hat und nicht straffällig geworden ist (Urteile 2C_578/2011 vom 1. Dezember 2011 E. 3.3 und 2C_467/2012 vom 25. Januar 2013 E. 2.3; Hugi Yar, a.a.O., S. 83).