Citation: 1C_625/2022 E. 4.6

4.6. Weiter beanstanden die Beschwerdeführenden, es bestehe jedenfalls insofern eine legitimationsbegründende verfahrensrechtliche Wechselwirkung, als dass eine Baubewilligung, die nicht hätte ergehen dürfen, durch Dritte angefochten und überprüft werden können müsse. Grundeigentümer und Grundeigentümerinnen müssten befugt sein, Verletzungen von Bundesrecht, der BV sowie Verfahrensfehler durch die Planungsbehörden zu rügen Wie gesehen (vorne E. 4.1.3), können die Beschwerdeführenden zwar grundsätzlich die Überprüfung eines Bauvorhabens im Lichte aller Rechtssätze verlangen, jedoch nur, wenn sich diese rechtlich oder tatsächlich in dem Sinne auf ihre Stellung auswirken, dass ihnen im Falle des Obsiegens ein praktischer Nutzen entsteht. Ein solcher Vorteil besteht vorliegend nicht und die Beschwerdeführung, mit der einzig ein allgemeines öffentliches Interesse an der richtigen Anwendung des Rechts verfolgt wird, ist nicht möglich. Wie auch der Beschwerdegegner zutreffend anmerkt, sollen Popularbeschwerden ausgeschlossen bleiben. Die Beschwerdeführenden können ihre umfangreichen Beanstandungen zur Planung der Rückzonungen im Planungsverfahren aber zumindest betreffend der Behandlung ihres eigenen Grundstücks einbringen. Wie sich den nachgereichten Unterlagen entnehmen lässt, hat der Regierungsrat am 31. Oktober 2023 die Nutzungsplanung (Gesamtrevision der Ortsplanung und Umsetzung der Rückzonungsstrategie, Gemeinde Schwarzenbach) genehmigt, wogegen die Beschwerdeführenden ebenfalls Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben haben. Es ist somit nicht so, dass ihnen die Wahrnehmung ihrer Rechte hinsichtlich des Grundstücks Nr. 1263, GB Schwarzenberg, verwehrt bleiben würde. Nur verfügen die Beschwerdeführenden im Zusammenhang mit der dem vorliegenden Verfahren zugrundeliegenden Baubewilligung über keine hinreichend nahe Beziehung zum Streitgegenstand und es fehlt ihnen folglich die Beschwerdelegitimation. Daran ändert auch nichts, wenn die Gemeinde Schwarzenberg ihrer Ansicht nach verschiedene rechtliche Bestimmungen nicht korrekt angewendet haben sollte.