Citation: 6B_546/2014 E. 1.2.3

1.2.3. Wie die Vorinstanz bei ihren Ausführungen zum angeklagten Sachverhalt mit Verweis auf die Strafanzeige der Beschwerde-gegnerin 2 festhält, hegte die Beschwerdegegnerin 2 den Verdacht, dass die Beschwerdeführerin über nicht deklarierte Drittmittel verfügen könnte. Sie schöpfte indessen alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel erfolglos aus (Überprüfung der deklarierten Konten, Einsatz eines Sozialdetektivs, Arbeitsprogramm, Kürzungen und Einstellungen der Sozialhilfe, zahlreiche Gespräche etc.), um der Beschwerdeführerin Drittmittel nachzuweisen. Aus diesem Grunde sah sich die Beschwerdegegnerin 2 schliesslich zur Strafanzeige veranlasst (Urteil S. 8; Strafanzeige, kantonale Akten, act. 1). Erst aufgrund umfangreicher polizeilicher Ermittlungen (u.a. auch von Observationen) war es möglich, der Beschwerdeführerin nicht deklarierte Dritteinkünfte nachzuweisen (kantonale Akten, act. 8/1 ff.). Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, wie es der Sozialbehörde ohne die polizeilichen Ermittlungen hätte möglich sein sollen, ihr die finanziellen Zuwendungen nachzuweisen. Die Bargeldschenkungen waren gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz nirgends schriftlich festgehalten worden (Urteil S. 25). Es ist daher nicht erkennbar, inwiefern sich die Beschwerdegegnerin 2 leichtsinnig verhalten haben soll und es kann ihr nicht vorgeworfen werden, grundlegende Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet zu haben. Für die Annahme der Arglist bei einer einfachen Lüge genügt es, wenn eine der oben genannten Voraussetzungen erfüllt ist (vgl. E. 2.1). Da vorliegend die Angaben der Beschwerdeführerin nur mit besonderer Mühe überprüfbar waren, und die Arglist bereits aus diesem Grunde zu bejahen ist, muss nicht zusätzlich geprüft werden, ob zwischen der Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin 2 ein besonderes Vertrauensverhältnis bestand. Es erübrigt sich daher, auf die diesbezüglichen Rügen der Beschwerdeführerin weiter einzugehen.