Citation: 2A.584/2005 04.10.2005 E. 2.3

2.3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, in die Schweiz zurückgekehrt zu sein, um hier ein weiteres Asylgesuch zu stellen, welches niemand habe entgegennehmen wollen. Bei seiner Anhaltung sei er von der Empfangsstelle in Basel gekommen, welche bereits geschlossen gewesen sei. Diese Ausführungen erscheinen wenig glaubwürdig: Nachdem sich der Beschwerdeführer bereits seit anfangs August 2005 hier aufgehalten haben will, ist nicht nachvollziehbar, warum er sich erst im September zur Empfangsstelle hätte begeben sollen; dass er noch auf Papiere aus Moldawien wartete, wie er einwendet, überzeugt nicht, will er heute doch gerade nicht von dort, sondern aus Weissrussland stammen. Weder aus dem Protokoll der Verhandlung vor dem Haftrichter noch aus den anderen vorliegenden Unterlagen ergeben sich Hinweise darauf, dass er bereits vor seiner formlosen Wegweisung (Art. 12 Abs. 1 ANAG i.V.m. Art. 17 Abs. 1 ANAV [SR 142.201]) Asyl beantragt hätte. 2.3.2 Soweit der Beschwerdeführer in der vorliegenden Eingabe hierum ersucht, wird eine Kopie seines Schreibens an das Bundesamt für Migration weitergeleitet. Hierdurch fällt der erstinstanzliche Wegweisungsentscheid indessen nicht dahin. Mit einer entsprechenden Antwort kann in absehbarer Zeit gerechnet werden (vgl. Art. 13c Abs. 6 ANAG; Art. 33 AsylG [SR 142.31]; BGE 125 II 377 E. 2b S. 280, mit Hinweisen), falls das Bundesamt nicht bereits entschieden hat. Nach Angaben des Beschwerdeführers ist er inzwischen zu seinen Asylgründen befragt worden. Der Migrationsdienst und der Haftrichter werden dem Stand des entsprechenden Verfahrens bei ihren weiteren Entscheiden Rechnung zu tragen und gegebenfalls die nötigen Konsequenzen zu ziehen haben, sollten sich unvorhergesehene Verzögerungen ergeben. Nach BGE 122 II 148 E. 3 muss mit dem Vollzug der Weg- oder Ausweisung in absehbarer Zeit zu rechnen sein, andernfalls sich die Ausschaffungshaft als unverhältnismässig erweist und der Betroffene zu entlassen oder in Vorbereitungshaft zu nehmen ist. Die mit dem (weiteren) Asylverfahren verbundenen Verzögerungen bei der Papierbeschaffung hat der Beschwerdeführer zu verantworten.