Citation: 1C_615/2022 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer hatte die Bundesrechtskonformität des Baulinienplans Seitengewässer Chrottenbach im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht soweit ersichtlich nicht infrage gestellt. Jedenfalls wurde sie im angefochtenen Entscheid nicht thematisiert. Bei den gewässerschutzrechtlichen Einwänden handelt es sich somit um neue rechtliche Vorbringen. Im bundesgerichtlichen Verfahren sind diese zulässig, sofern sie sich im Rahmen des Streitgegenstands bewegen und sich auf den festgestellten Sachverhalt oder gerichtsnotorische Tatsachen stützen (vgl. BGE 142 I 155 E. 4.4.3; Urteil 1C_356/2019 vom 4. November 2020 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 147 II 164). Das trifft hier grundsätzlich zu, da die neuen rechtlichen Vorbringen die Bewilligungsfähigkeit des Bauprojekts betreffen, die bereits im kantonalen Verfahren umstritten war. Mit Blick auf den Verfahrensausgang offen bleiben kann, ob sich der Beschwerdeführer für seine neuen, gewässerschutzrechtlichen Vorbringen auf einen in hinreichendem Umfang festgestellten Sachverhalt der Vorinstanz stützen kann und ob der rechtskräftige Baulinienplan Seitengewässer Chrottenbach einer akzessorischen Überprüfung zugänglich ist, was die Gemeinde Muolen unter Verweisung auf BGE 135 II 209 E. 5.1 bestreitet.