Citation: 1B_288/2019 E. 2

Nach Art. 221 StPO ist Untersuchungshaft unter anderem zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist und ernsthaft zu befürchten ist, dass sie durch schwere Verbrechen oder Vergehen die Sicherheit anderer erheblich gefährdet, nachdem sie bereits früher gleichartige Straftaten verübt hat (Abs. 1 lit. c). Das Obergericht führte aus, der Beschwerdeführer sei geständig, an der Auseinandersetzung vom 5. Januar 2019 beteiligt gewesen zu sein und einen der beiden Geschädigten mehrfach geschlagen zu haben. Er bestreite jedoch, mit den Füssen gegen die beiden am Boden Liegenden getreten zu haben. Gestützt auf die gegenwärtige Beweislage bestehe jedoch der dringende Verdacht, dass er mindestens einem der Geschädigten gegen den Kopf getreten habe, womit der dringende Tatverdacht auch in Bezug auf die ihm vorgeworfene versuchte schwere Körperverletzung zu bejahen sei. Zudem bestehe Wiederholungsgefahr. Es bestünden aufgrund der Anlasstat vom 5. Januar 2019 und eines weiteren, ähnlichen Vorfalls vom 1. April 2017 zwei Vortaten. Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht nicht. Er ist jedoch der Auffassung, es liege keine Wiederholungsgefahr vor. Jedenfalls reiche die Anordnung von Ersatzmassnahmen. Dem Obergericht wirft er zudem vor, die Begründungspflicht verletzt zu haben.