Citation: 2C_893/2013 E. 4.4.2

4.4.2. Es besteht somit ein erhebliches sicherheitspolitisches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung bzw. an der Wegweisung des Beschwerdeführers. Die dagegen vorgebrachten Sachverhaltsrügen sind unbegründet: Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers war die Vorinstanz nicht verpflichtet, "für die Beurteilung der Verhältnismässigkeit und damit zur vollständigen Abklärung des Sachverhalts" ein unabhängiges psychiatrisches Gutachten einzuholen. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, ist die Rückfallgefahr bei ausländischen Personen, welche sich nicht auf das FZA (SR 0.142.112.681) berufen können, von untergeordneter Bedeutung (Urteile 2C_819/2013 vom 24. Januar 2014 E. 3.2; 2C_522/2013 vom 23. Dezember 2013 E. 3.3; 2C_331/2010 vom 16. September 2010 E. 3.3; 2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 3.3.1; vgl. BGE 130 II 176 E. 4.2 S. 185; 125 II 105 E. 2c S. 110). Die Vorinstanz durfte daher auf die Einholung eines psychiatrischen Gutachtens verzichten (vgl. Urteil 2C_733/2012 vom 24. Januar 2013 E. 3.2). Es trifft auch nicht zu, dass die Vorinstanz die vorliegenden Berichte zur Rückfallgefahr willkürlich gewürdigt hätte. Im Vollzugsbericht der Strafanstalt Saxerriet vom 23. Mai 2013 wird erwähnt, dass eine Rückfallgefahr nicht ausgeschlossen werden könne, denn dies würde voraussetzen, dass der Beschwerdeführer keinen Alkohol und keine Drogen mehr konsumiere. Obwohl sich gegenwärtig keine Hinweise auf das Persistieren einer Alkoholproblematik ergäben, würde in diesem Problembewältigungsmuster zeitlebens ein Gefährdungspotential auch für die zukünftige Legalbewährung liegen. Auch in der Stellungnahme der Psychiatrie-Dienste-Süd vom 1. Juli 2013 wird die Wichtigkeit der Kontrolle eines allfälligen Alkohol- oder Drogenkonsums betont. Das durchwegs positiv beurteilte Führungsverhalten ändert nichts daran, dass ein Rückfallrisiko nicht ausgeschlossen werden kann, zumal ausserhalb des Strafvollzugs die engmaschige Betreuung und Kontrolle teilweise entfällt. Zum Schutz wesentlicher Rechtsgüter muss bei schweren Straftaten ausländerrechtlich selbst ein geringes Rückfallrisiko nicht in Kauf genommen werden (BGE 139 I 16 E. 2.2.1 S. 19 f.).