Citation: 4C.84/2004 09.06.2004 E. A

S.C.________ war als Buchhalter in der Einzelfirma seiner Ehefrau A.C.________ (Beklagte 2) angestellt, die als gelernte Herrenschneiderin Nähaufträge von Kunden aus der Schweiz und Österreich entgegennahm. Zu den Kunden der Einzelfirma der Beklagten 2 gehörte auch die B.________ AG (Beklagte 1). S.C.________, welcher überdies Inhaber der "C.________ Produktions GmbH" war, erwarb in den Jahren 1996/97 von einem Kunden die A.________ AG (Klägerin). Für die Nähaufträge der Beklagten 1 erfolgte die Rechnungsstellung ab September 1998 über die Klägerin bzw. S.C.________, der auch für die Abwicklung der Zollformalitäten sorgte. Im Sommer 2000 kam es zum Zerwürfnis der Eheleute C.________, was zur Ehescheidung im Juli 2001 und zu zahlreichen Streitigkeiten sowie Gerichtsverfahren führte. Mit Schreiben vom 2. Oktober 2000 teilte die Beklagte 2 der Beklagten 1 mit, dass die Rechnungsstellung ab sofort nicht mehr durch die Klägerin erfolge und die Zahlungen für die erbrachten Näharbeiten künftig auf das Konto der Einzelunternehmung der Beklagten 2 zu überweisen seien. Am 15. November 2000 trafen die Beklagte 2 und S.C.________ (namens der Klägerin) folgende Vereinbarung: "Forderungsabtretung (Gewinnminderung der Firma A.C.________). Frau A.C.________ tritt alle noch offenen Forderungen und die, die bis zum 31.12.2000 entstehen, an die C.________ GmbH ab. (...) Als Gegenleistung erhält Frau A.C.________ den einmaligen Betrag von ATS 900'000.-- neunhunderttausend. (...) Zur Sicherstellung überträgt Herr C.________ die Forderungen der A.________ AG an die Firma B.________ an Frau C.________ und zwar alle Rechnungen ab 1.9.2000." Nachdem die Beklagte 1 mehrere Rechnungsbeträge an die Beklagte 2 überwiesen hatte, liess die Klägerin bzw. S.C.________ am 18. Juni 2001 die Forderungsabtretung wegen Willensmängeln anfechten.