Citation: 8C_257/2022 E. 6.5.2

6.5.2. Das kantonale Gericht unterliess es in der Folge, die erwerblichen Auswirkungen der von den SMAB-Gutachtern bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten nach Ablauf des Wartejahres (Art. 28 abs. 1 lit. b IVG) zu prüfen. In der vorliegenden Konstellation mit verbleibender Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit entsteht ein Rentenanspruch, sobald die Invalidität mindestens 40 % beträgt (Urteil 9C_878/2017 vom 19. Februar 2018 E. 5.3 mit Hinweisen). Zu prüfen bleibt zunächst, wie es sich mit den erwerblichen Auswirkungen der ab Oktober 2014 von den SMAB-Gutachtern bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten verhält. Ein Rentenanspruch in der Zeit zwischen Oktober 2014 bis März 2017 kann angesichts der wiedererlangten uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in körperlich angepassten Tätigkeiten ohne Weiteres ausgeschlossen werden. Das Valideneinkommen belief sich im Jahr 2013 gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen auf Fr. 5'700.- pro Monat beziehungsweise (x 13) Fr. 74'100.- pro Jahr, umgerechnet auf das Jahr 2014 Fr. 74'619.- (Nominallohnindex Männer gemäss Tabelle T1.1.10 des Bundesamts für Statistik [BFS], Veränderung gegenüber dem Vorjahr: 0,7 %). Das Invalideneinkommen betrug gemäss LSE 2014 TA1 Fr. 5'261.-, umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (BFS-Tabelle T03.02.03.01.04.01) Fr. 5'485.- pro Monat beziehungsweise Fr. 65'820.- pro Jahr und damit lediglich 12 % weniger. Von April 2017 bis Februar 2018 bestand lediglich noch eine 70%ige Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten. Dem Einkommensvergleich zugrundezulegen ist wiederum das von der Vorinstanz festgestellte Valideneinkommen für das Jahr 2013 von Fr. 5'700.- pro Monat beziehungsweise (x 13) Fr. 74'100.- pro Jahr, umgerechnet auf das Jahr 2017 Fr. 75'618.- (erwähnte Tabelle T1.1.10, Index [Basis 2010=100], 2013: 102,5; 2017: 104,6). Das vom kantonalen Gericht gestützt auf die LSE ermittelte Invalideneinkommen (LSE 2018 TA1) belief sich im Jahr 2016 gemäss LSE 2016 auf Fr. 5'340.- pro Monat. Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (BFS-Tabelle T03.02.03.01.04.01) und angepasst an die Lohnentwicklung (Veränderung gegenüber dem Vorjahr: 0,4 %, s. erwähnte Tabelle T1.1.10) ergibt sich ein monatliches Einkommen von Fr. 5'589.- beziehungsweise ein Jahresverdienst von Fr. 67'068.- beziehungsweise Fr. 46'948.- für das damals noch zumutbare 70 %-Pensum. Zu berücksichtigen ist mit der Vorinstanz ein Abzug wegen des allein noch zumutbaren Teilzeitpensums. Der statistische Minderverdienst bei Pensen von 50 bis 74 % beträgt gemäss Tabelle T18 4 %. Aus dem Vergleich des entsprechend reduzierten Invalideneinkommens von Fr. 45'070.- mit dem Valideneinkommen von Fr. 75'618.- resultiert ein Invaliditätsgrad von 40 %.