Citation: 6B_355/2016 E. 4

Die Beschwerde genügt den Begründungsanforderungen gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Unklar ist, ob die Beschwerdeführerin hinsichtlich des Freispruchs vom Vorwurf der versuchten vorsätzlichen Tötung Sach- oder Rechtsrügen erhebt. Sie setzt sich mit den vorinstanzlichen Erwägungen nicht auseinander, sondern begnügt sich unter Verweis auf die zitierten Erwägungen des Bezirksgerichts mit der Kritik, die Schlussfolgerungen der Vorinstanz zum subjektiven Tatbestand des Beschwerdeführers seien nicht stichhaltig. Zudem kommt vorliegend der Frage, ob die im Glas festgestellte Menge von 14.3 Gramm GBL hätte tödlich wirken können, keine Indizwirkung hinsichtlich eines Tötungsvorsatzes des Beschwerdeführers zu. Nach den verbindlichen insoweit nicht gerügten Sachverhaltsfeststellungen ging der Beschwerdeführer davon aus, dass GBL erst ab einer wesentlich höheren als der konkret von ihm verabreichten Menge gefährlich werde, da diese wesentlich geringer gewesen sei, als die Dosis, die sein Bekannter durchschnittlich konsumiere. Selbst wenn der Beschwerdeführer angenommen hätte, die von ihm verabreichte Menge GBL wäre abstrakt lebensgefährlich, könnte hieraus nicht ohne weiteres auf einen Tötungsvorsatz geschlossen werden. Denn sicheres Wissen um die unmittelbare Lebensgefahr, also um die Möglichkeit des Todes, ist nicht identisch mit sicherem Wissen um den Erfolgseintritt und kann sowohl mit (eventuellem) Tötungsvorsatz als auch bewusster Fahrlässigkeit bezüglich der Todesfolge einhergehen (vgl. BGE 133 IV 9 E. 4.1; Urteil 6B_1250/2013 vom 24. April 2015 E. 3.1). Die Beschwerdeführerin äussert sich nicht zur vorinstanzlichen Strafzumessung. Ihre Ausführungen erschöpfen sich in einer Aufzählung nicht gewichteter Strafzumessungsfaktoren, die sie im Hinblick auf die als angemessen erachtete Freiheitsstrafe von 8 Jahren infolge des zusätzlichen Schuldspruchs wegen versuchter vorsätzlichen Tötung als relevant erachtet. Dies genügt im Rahmen einer Beschwerde in Strafsachen nicht. Zudem übersieht die Beschwerdeführerin, dass kein letztinstanzliches Urteil im Strafpunkt hinsichtlich versuchter vorsätzlicher Tötung vorliegt und die Sache insofern nicht spruchreif gewesen wäre (vgl. Art. 80 Abs. 1, Art. 107 Abs. 2 BGG).