Citation: 2C_421/2020 E. 6.6.1

6.6.1. Bei der Interessenabwägung ist dem Kindeswohl und dem grundlegenden Bedürfnis des Kindes - als einem wesentlichen Element unter anderen - Rechnung zu tragen, in möglichst engem Kontakt mit beiden Elternteilen aufwachsen zu können (BGE 143 I 21 E. 5.5.1 S. 29; Urteil des EGMR El Ghatet gegen die Schweiz vom 8. November 2016 [Nr. 56971/10] §§ 27, 28 und 46) Der Beschwerdeführer ist vorliegend allerdings weder sorge- noch obhutsberechtigt und lebt nicht mit seinen Kindern zusammen. Das 14-tägliche Wochenend-, das übliche Feiertags- sowie das ihm eingeräumte Ferienbesuchsrecht im Umfang von drei Wochen pro Jahr nimmt der Beschwerdeführer regelmässig wahr. Das Verwaltungsgericht hat denn auch nicht verkannt, dass eine Wegweisung des Beschwerdeführers die Beziehung zu seinen Kindern stark belasten würde (vgl. E. 4.6 des angefochtenen Urteils); die Kinderinteressen vermögen die öffentlichen Interessen an der Wegweisung aufgrund der erheblichen Delinquenz dennoch nicht zu überwiegen. Seine Vaterfunktion kann der Beschwerdeführer - wenn auch in modifizierter Weise - auch vom Ausland her wahrnehmen (vgl. BGE 144 I 91 E. 5.1 S. 97; 139 I 315 E. 2.2 S. 319; Urteile 2C_783/2019 vom 27. Februar 2020 E. 4.2; 2C_879/2019 vom 27. Februar 2020 E. 3.2; 2C_797/2019 vom 20. Februar 2020 E. 5.4.2) Die Einwendung, dass sich die finanzielle Situation des Beschwerdeführers bzw. seiner Ehegattin wegen seiner Wegweisung verschlechtern wird und deshalb gegenseitige Besuche nicht möglich wären sowie allgemein das Wohlergehen der beiden Kinder eingeschränkt würde, belegt der Beschwerdeführer nicht. Zwar kann davon ausgegangen werden, dass sich die finanziellen Situationen zuspitzen werden, jedoch ist dies rechtsprechungsgemäss nicht relevant.