Citation: U 441/99 29.08.2000 E. 4

4.- Die Schulterbeschwerden sind auch nicht auf eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne des Art. 9 Abs. 2 UVV in Verbindung mit Art. 6 Abs. 2 UVG zurückzuführen. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat wiederholt festgehalten, dass der in Art. 9 Abs. 2 UVV enthaltenen Aufzählung der unfallähnlichen Körperschädigungen abschliessender Charakter zukommt (BGE 114 V 302 Erw. 3d; RKUV 1990 NR. U 112 S. 374 Erw. 2b). Nicht alle Sehnenläsionen (Risse, Zerrungen und Dehnungen) können als unfallähnliche Körperschädigung qualifiziert werden, sondern nach lit. f des genannten Artikels nur Sehnenrisse (BGE 114 V 302 Erw. 3d, 306 Erw. 5c) und unter erschwerten Nachweisanforderungen partielle Sehnenrisse (BGE 114 V 306 Erw. 5c). Vorliegend hat Dr. med. R.________ im Bericht über die MR-Untersuchung vom 17. Februar 1998 nur eine Partialläsion der Supraspinatussehnen-Unterfläche, nicht aber einen Riss derselben festgehalten. Auch liegt, wiederum entgegen der vorinstanzlichen Annahme, keine Rotatorenmanschettenruptur (vgl. dazu BGE 123 V 43) vor, wurden doch die Rotatorenmanschettensehnen sowohl im genannten als auch im Operationsbericht des Spitals Y.________ vom 11. März 1998 ausdrücklich als allseits intakt beschrieben. Eine Kausalitätsbeurteilung erübrigt sich unter diesen Umständen ebenso wie die Prüfung der von der Beschwerdeführerin aufgeworfenen Frage, welche Fassung des vom Bundesrat am 15. Dezember 1997 geänderten Art. 9 Abs. 2 UVV anwendbar ist.