Citation: 7B_610/2023 E. 3.4

3.4. Zusammengefasst steht die Notwendigkeit einer nochmaligen Durchführung einer Datentriage durch die Vorinstanz dem Vollzug bzw. der Vollstreckung des Entsiegelungsentscheids vom 20. April 2023 nicht entgegen. Aus der Begründung der Vorinstanz erschliesst sich zudem nicht, weshalb die nochmals durchzuführende Datentriage entsprechend den anlässlich der ursprünglichen Triageverhandlung angewandten Suchbegriffen unmöglich sein soll. Die Vorinstanz führt insoweit keine triftigen Gründe an, die ein Abweichen von der Beurteilung des beigezogenen Sachverständigen zu rechtfertigen vermöchte. Die Beweiswürdigung der Vorinstanz hält damit vor Bundesrecht nicht stand und die angefochtene Verfügung ist aufzuheben, soweit die Vorinstanz die Vollstreckung der Dispositiv-Ziffern 2 und 4 der Entsiegelungsverfügung vom 20. April 2021 in Bezug auf die beiden strittigen Mobiltelefone iPhone X (A012'845'828) und Google Pixel XL 2 mit SIM (A012'869'828) abwies. Insoweit ist die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Entgegen der Anträge der Beschwerdeführerin bedarf dies nur der Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 3 der angefochtenen Verfügung. Ansonsten würde die bewilligte erneute Datenaufbereitung der weiteren entsiegelten elektronischen Datenträger ebenfalls rückgängig gemacht werden. Insoweit stellt die Beschwerdeführerin aber keine Anträge, weshalb sich eine vollumfängliche Aufhebung der angefochtenen Verfügung nicht rechtfertigt.