Citation: 1A.43/2005 19.08.2005 E. 7

7.1 Die Beschwerdeführer rügen (S. 39 ff.) eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV. Sie bringen vor, nach Ablauf der Frist für die Einreichung der Beschwerde an die Vorinstanz hätten sie erfahren, dass Bezirksanwältin Cornelia Cova, welche die Eintretens- und Zwischenverfügung sowie die Schlussverfügung erlassen habe, am 13. Februar 2003 - also vor Einreichen des Rechtshilfeersuchens - vom peruanischen Präsidenten Alejandro Toledo mit dem Orden "al Mérito por Servicios Distinguidos en el grado de Gran Official" ausgezeichnet worden sei. Es handle sich dabei um den zweithöchsten Orden, der in Peru Zivilpersonen verliehen werde. Den Orden habe sie laut dem peruanischen Amtsblatt in Anerkennung ihrer "ehrenhaften Bemühungen und wertvollen Zusammenarbeit" im Rahmen der Behandlung von Rechtshilfeersuchen betreffend die Fujimori/Montesinos-Affäre erhalten. Die Verleihung des Ordens durch den ersuchenden Staat bewirke in Bezug auf das vorliegende Rechtshilfeersuchen den Anschein der Befangenheit. Bei nach dem 13. Februar 2003 eintreffenden Rechtshilfeersuchen der Republik Peru hätte Bezirksanwältin Cova in den Ausstand treten müssen. Da sie das im vorliegenden Fall nicht getan habe, seien ihre Verfügungen, unbesehen des vorinstanzlichen Verfahrens, aufzuheben. 7.2 Wie die Beschwerdeführer selber darlegen, haben sie die Verleihung des Ordens vorinstanzlich nicht geltend gemacht. Die Vorinstanz hat sich dazu deshalb nicht geäussert. Es handelt sich um ein neues Vorbringen. Ist - wie hier - Art. 105 Abs. 2 OG anwendbar, ist nach der Rechtsprechung die Möglichkeit, neue Tatsachen oder Beweismittel vorzubringen, stark eingeschränkt. Zulässig sind diesfalls lediglich Beweise, welche das kantonale Gericht von Amtes wegen hätte erheben müssen und deren fehlende Berücksichtigung eine Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen darstellt (BGE 121 II 97 E. 1c S. 99). Die Beschwerdeführer legen zum Beweis der Verleihung des Ordens an Bezirksanwältin Cova einen Auszug aus dem peruanischen Amtsblatt ("Diario Official de la Républica del Peru") vom 14. Februar 2003 ins Recht. Diesen musste die Vorinstanz nicht von Amtes wegen erheben. Ein schweizerisches Gericht muss den Inhalt ausländischer Amtsblätter nicht kennen. Das neue Vorbringen ist daher unzulässig. Ob eine allfällige Verletzung der Ausstandspflicht im vorinstanzlichen Verfahren geheilt worden wäre, kann offen bleiben.