Citation: 2C_112/2023 E. 5.1

5.1. Mit dem bundesgerichtlichen Urteil vom 30. Januar 2020 ist die aufenthaltsbeendende Massnahme und Wegweisung des Beschwerdeführers rechtskräftig geworden. In der Folge kam der Beschwerdeführer seiner Ausreiseverpflichtung nicht nach. Er hat sich demnach nicht während einer angemessenen Zeit im Ausland bewährt. Ausserdem besteht gegenüber dem Beschwerdeführer weiterhin ein Einreiseverbot bis zum 22. Juni 2028. In einer solchen Konstellation kommt eine Neubeurteilung nur ausnahmsweise infrage, wenn sich die entscheiderheblichen Umstände seit dem ersten Entscheid wesentlich geändert haben (vorstehende E. 4.4). Das von den Beschwerdeführern in diesem Zusammenhang vorgebrachte Ehe- und Familienleben geht im Wesentlichen darauf zurück, dass der Beschwerdeführer unrechtmässig in der Schweiz verblieb. Ob die Voraussetzungen für eine Neubeurteilung damit überhaupt vorliegen (vgl. Urteile 2C_234/2024 vom 11. November 2024 E. 5.3; 2C_663/2020 vom 2. März 2021 E. 3.7), kann offen gelassen werden. Denn selbst wenn dies mit der Vorinstanz zu bejahen wäre, würde eine ausnahmsweise Neubeurteilung jedenfalls nicht zu einem Aufenthaltsanspruch des Beschwerdeführers führen.