Citation: 2C_379/2015 E. 2.2.4

2.2.4. Anlässlich der Unternehmenssteuerreform I unterzog der Gesetzgeber den Art. 28 Abs. 3 StHG 1990 gewissen redaktionellen Anpassungen. In materieller Hinsicht haben die "gemischten" Gesellschaften eine eigenständige Regelung erfahren. Unter diese Bestimmung fallen Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, deren Geschäftstätigkeit überwiegend auslandsbezogen ist und die in der Schweiz nur eine untergeordnete Geschäftstätigkeit ausüben (Art. 28 Abs. 4 StHG 1997). Sodann ist seither in Abs. 3 lit. b und c die Rede davon, die übrigen Einkünfte würden " ordentlich besteuert ". Mit der Neuformulierung kam der Bundesrat den Bedenken der Doktrin entgegen. Diese hatte in der bisherigen Wendung (" zum ordentlichen Tarif ") einen unzulässigen Eingriff in die kantonale Tarifautonomie und mithin eine Verfassungsverletzung erblickt (Art. 42quinquies Abs. 2 Satz 2 BV 1874 in der Fassung vom 12. Juni 1977 [AS 1977 1849] bzw. nunmehr Art. 129 Abs. 2 Satz 2 BV 1999 [SR 101]; dazu ROBERT WALDBURGER, Holding- und Domizilprivileg im Steuerharmonisierungsgesetz, 1996, S. 25 und 99). Materiell hat dadurch kaum etwas geändert (MARCO DUSS/JULIA VON AH/FRANK RUTISHAUSER, in: Martin Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, StHG, 2. Aufl. 2002, N. 143a zu Art. 28 StHG).