Citation: U 84/05 12.09.2006 E. 2

2.1 Auffallend bei den Gesundheitsbeschwerden, die von der Versicherten geltend gemacht werden, ist, dass sie von verschiedenen behandelnden resp. untersuchenden Ärzten nicht objektiviert werden können. So wurden bereits im Kantonsspital A.________ während dem kurzen Aufenthalt vom 16. bis 20. März 2001 Auffälligkeiten im Verhalten der Beschwerdeführerin festgestellt. In der Rehabilitationsklinik B.________ demonstrierte die Beschwerdeführerin, sobald sie sich unbeobachtet fühlte, ein beschwerdefreies Verhalten, sowohl im Bereiche der HWS wie auch der Brust- und Lendenwirbelsäule. Dasselbe gilt auch für ihr Gangbild und für die auf Aufforderung hin nur angedeutete Hocke. Die Untersuchungen im Ambulatorium der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten des Kantonsspitals A.________ zeigten, dass bei der objektiven Hörschwellenbestimmung mittels ERA (Electric Response Audiometry) eine deutlich bessere Hörschwelle als bei dem (primär auf den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin basierenden) Tonaudiogramm feststellbar war. Im neurologischen Bereich konnte von Frau Dr. med. F.________ am 27. November 2001 kein neurologisches Leiden ermittelt werden und der die Beschwerdeführerin während mehr als einem halben Jahr behandelnde Psychiater Dr. med. A.________ kam zum Schluss, dass sie bei starker kindlicher Erwartungs-, Anspruchs- und Vorwurfshaltung eine deutlich depressiv‑passive und somatisierende Verarbeitung des Unfallereignisses und der Versehrtheits-, Kränkungs- und Entwertungsthematik zeige.