Citation: 5D_170/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Auch diese Willkürrüge schlägt fehl. Die Beschwerdeführerin legt einzig den Verfügungsbegriff aus ihrer Sicht aus und wendet ihn zu ihren Gunsten auf die vorliegende Sachlage an. Dass diese Rechtsanwendung nicht mit derjenigen der Vorinstanz übereinstimmt, begründet indes keine Willkür (dazu oben E. 1.4). Die Beschwerdeführerin scheint vielmehr zu versuchen, in freier, teilweise schwer nachvollziehbarer Rechtsfindung und in Vermengung von materiellrechtlichen mit zwangsvollstreckungsrechtlichen Fragen eine Legitimation zur direkten Durchsetzung eines (behaupteten) öffentlich-rechtlicher Anspruchs auf Kostendeckung im Betreibungsverfahren zu konstruieren. Sie scheint dabei zu verkennen, dass die materiellrechtlichen Fragen zu den Voraussetzungen der Kostengutsprache, der Einhaltung der Zielvereinbarung sowie der strittigen Auszahlung der Beträge im Streitfalle ohnehin nicht durch das Rechtsöffnungsgericht, sondern im Anschluss an den Erlass einer Verfügung im strittigen Verfahren durch das Sachgericht zu klären sind. Im Ergebnis ist es in jedem Fall nicht willkürlich, dass die Vorinstanz keine Rechtsöffnung erteilte.