Citation: 6B_657/2022 E. A

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug verurteilte A.________ mit Strafbefehl vom 18. August 2021 wegen vorsätzlicher Verletzung der Einreisevorschriften gemäss Art. 115 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 5 Abs. 1 lit. a AlG (Grenzübertritt ohne anerkanntes Ausweispapier) zu einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 30.--, wovon zwei Tage als durch vorläufige Festnahme geleistet gelten. Sie wirft A.________ vor, er sei am 17. August 2021 von Italien herkommend mit dem Zug in die Schweiz eingereist und habe sich gleichentags als Afghane unter einem falschen Namen am Schalter der Zuger Polizei gemeldet, wobei er keine Ausweispapiere bei sich gehabt habe. Der Strafbefehl vom 18. August 2021 wurde dem sich damals in Polizeigewahrsam befindenden A.________ gleichentags vom einvernehmenden Polizeibeamten übergeben. A.________ unterzeichnete anlässlich der Aushändigung des Strafbefehls eine Empfangsbestätigung sowie eine Erklärung, dass er auf eine Einsprache gegen den Strafbefehl verzichte. Diese Erklärung war in deutscher Sprache verfasst und enthielt zudem eine Bestätigung des Polizeibeamten, wonach er den Strafbefehl für den Beschuldigten korrekt übersetzt habe.