Citation: 8C_280/2017 E. 3.3

3.3. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz kann nicht gesagt werden, die Rentenzusprache habe auf keiner ärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit beruht. Auf die Frage der IV-Stelle, welche Tätigkeiten dem Versicherten in welchem Ausmass noch zumutbar seien, gab Dr. med. D.________ im Beiblatt zum Arztbericht vom 25. Juni 2003 an, der Patient könne nur leichte Gewichte heben (bis 3 kg), die Stehdauer betrage ca. 15 Minuten, die Sitzdauer 1/2 Stunde, die Gehstrecke ohne Stöcke ca. 5 bis 10 Minuten. Für weitere Strecken benötige der Versicherte Amerikanerstöcke. Das Arbeitstempo sei eindeutig eingeschränkt bei rund 2 Stunden mit langsamem Arbeitstempo. Diese Vorgaben sind laut Dr. med. D.________ auch im Rahmen von beruflichen Massnahmen zu beachten. Bezüglich Prognose verwies er auf die Standortbestimmung des Dr. med. F.________. Am 28. August 2003 teilte Dr. med. D.________ der Verwaltung unter Hinweis auf den Bericht des Dr. med. F.________ vom 18. August 2003 mit, eine berufliche Reintegration sei vorerst nicht möglich. Dr. med. D.________ hat sich somit zur Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit geäussert. Die medizinischen Grundlagen erscheinen aus heutiger Sicht zwar eher knapp. Es kann jedoch nicht gesagt werden, die Rentenzusprache habe auf keiner ärztlichen Einschätzung der massgeblichen Arbeitsfähigkeit beruht. In diesem Zusammenhang gilt es dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die ärztliche Einschätzung von der Natur der Sache her unausweichlich Ermessenszüge trägt (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3 S. 253). Auch wenn die Annahme einer Unverwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und einer Eingliederungsunfähigkeit des Versicherten diskutabel sein mag, wie Dr. med. B.________ meint (vgl. Gutachten vom 6. Februar 2016 S. 8), erscheint sie jedenfalls nicht als unvertretbar. Damit scheidet die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 12. Dezember 2003 mangels zweifelloser Unrichtigkeit aus.