Citation: 9C_422/2018 E. 4.2.2

4.2.2. Anders als die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint, unterscheiden sich die Aussagekraft der pneumologischen und der kardiologischen Beurteilung wesentlich. Im Unterschied zum pneumologischen Teilgutachten war das kardiologische von Anfang an mit (im angefochtenen Entscheid im Einzelnen dargelegten) Widersprüchen behaftet. Zudem relativierte der kardiologische Gutachter seine ursprüngliche Arbeitsfähigkeitsschätzung (50 % in leidensangepassten Tätigkeiten) in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 5. Dezember 2016 erheblich, indem er "bei guter Motivation" eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 100 % für möglich hielt, während die pneumologische Gutachterin, wie dargelegt (E. 4.2.1), an ihrer Einschätzung unverändert festhielt. Die Beschwerdeführerin geht deshalb zu Unrecht davon aus, das kantonale Gericht hätte aus denselben Gründen, aus welchen es von der kardiologischen Beurteilung abwich, auch nicht auf das pneumologische Gutachten abstellen dürfen.