Citation: 8C_264/2007 04.03.2008 E. 4

4.1 Im angefochtenen Entscheid ist die zu Art. 4 alt BV und Art. 29 Abs. 3 Satz 2 BV ergangene Rechtsprechung zur sachlichen Notwendigkeit oder Gebotenheit der anwaltlichen Vertretung als eine der Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. 4.2 Das kantonale Gericht kam zum Schluss, da der Rechtsstreit keine besonderen tatsächlichen oder rechtlichen Schwierigkeiten aufweise, denen die Versicherte auf sich alleine gestellt nicht gewachsen wäre, sei der Beizug einer rechtskundigen Person im vorinstanzlichen Verfahren nicht notwendig. Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, die verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung greife besonders stark in ihre Rechtsposition ein, weshalb die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands für das kantonale Verfahren grundsätzlich geboten sei. 4.3 Entgegen den Vorbringen in der letztinstanzlichen Beschwerde ist dem kantonalen Gericht nicht entgangen, dass es sich bei der verfügten Einstellung in der Anspruchsberechtigung um einen erheblichen Eingriff in die Rechtsstellung der Versicherten handelt. Es gelangte aber gestützt auf die Rechtsprechung (vgl. BGE 128 I 225 E. 2.5.2 S. 232) zum Schluss, dass die angeordnete Sanktion nicht derart schwerwiegend ist, um die Notwendigkeit oder Gebotenheit einer Rechtsverbeiständung zum vornherein zu bejahen. Inwiefern diese Auffassung bundesrechtswidrig ist, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Die Vorinstanz hat weiter in Übereinstimmung mit der Praxis geprüft, ob zur relativen Schwere des Falles besondere tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten hinzukommen, welche den Beizug eines rechtskundigen Vertreters rechtfertigen. Ihre diesbezüglichen Feststellungen sind weder unvollständig, noch offensichtlich unrichtig. Der dem Einspracheentscheid des AWA vom 13. Dezember 2006 zugrunde liegende Sachverhalt wie auch dessen rechtliche Subsumtion sind unbestritten. Im Anhörungsverfahren vor Erlass der Verfügung vom 6. September 2006 hat die Versicherte mit der in deutscher Sprache verfassten, ohne weiteres verständlichen Stellungnahme vom 30. August 2006 gezeigt, dass sie in der Lage ist, ihre Interessen auf sich allein gestellt zu wahren. Der beigezogene (nicht anwaltliche) Vertreter hat denn auch im Einsprache- und vorinstanzlichen Verfahren materiell nichts Neues vorgebracht. Seine allgemein gehaltenen Einwände gegen das vom AWA durchgeführte Verwaltungsverfahren sind offensichtlich nicht stichhaltig. Insgesamt ist die vorinstanzliche Verneinung der sachlichen Notwendigkeit oder Gebotenheit einer (anwaltlichen oder nicht anwaltlichen) Vertretung für das kantonale Verfahren jedenfalls nicht zu beanstanden. Eine Prüfung der weiteren Voraussetzungen (Bedürftigkeit/Nichtaussichtslosigkeit) für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege war daher nicht erforderlich.