Citation: 7B_168/2023 E. 2.1

2.1. Die Staatsanwaltschaft führte in ihrem Entsiegelungsantrag aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 19. September 2022 im Besitz des Führerausweises auf Probe und habe ab dem 24. Dezember 2021 über einen Lernfahrausweis verfügt. Gegenüber der Polizei habe er ausgesagt, dass er die fragliche Strecke vom 27. November 2022 höchstens zehn Mal gefahren sei und zwar nur, wenn er jeweils ein Auto gemietet habe. Es bestehe der Verdacht, dass der Beschwerdeführer bereits ab der Erteilung des Lernfahrausweises vom 24. Dezember 2021 mit gemieteten HochIeistungsfahrzeugen regelmässig zu schnell gefahren sei und diese Fahrten im Sinne einer Trophäe selber gefilmt oder sich dabei habe filmen lassen und sich diese Videos habe zusenden lassen. Die Auswertung des sichergestellten Mobiltelefons sei zur Aufklärung des Sachverhalts unumgänglich. Der Beschwerdeführer macht zusammengefasst geltend, die Strafbehörden hätten ihm schriftlich zugesichert, dass ihm das Mobiltelefon freigegeben werde, und dieses in der Folge ohne seine Anwesenheit rechtswidrig entsiegelt. Damit hätten sie nicht nur eine abstrakte Zugriffsmöglichkeit geschaffen, sondern auch unerlaubt Zugriff auf eintreffende vertrauliche Textnachrichten erhalten. Weiter bestreitet er einen hinreichenden Tatverdacht in Bezug auf frühere Raserfahrten vor dem 27. November 2022. Überdies bringt er vor, die Durchsuchung sei zumindest auf Videos während einer bestimmten Periode einzugrenzen.