Citation: 2A.528/2005 20.04.2006 E. 1

Seit dem 1. Januar 2001 ist die den Kantonen zur Anpassung ihrer Gesetzgebung an das Steuerharmonisierungsgesetz eingeräumte Frist gemäss Art. 72 Abs. 1 StHG abgelaufen. Auf Steuersachverhalte, die ab dem Jahre 2001 steuerbar sind, findet daher das Bundesrecht direkt Anwendung, wenn ihm das kantonale Recht widerspricht. In diesen Fällen steht gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offen (vgl. Art. 72 Abs. 2 und 73 StHG). Vorliegend geht es um die Auslegung und Anwendung von Art. 11 StHG im Rahmen der Staatssteuerveranlagung 2001. Es handelt sich um eine im zweiten Titel des Steuerharmonisierungsgesetzes geregelte Materie, weshalb die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nach Art. 73 StHG zulässig ist. Die Steuerverwaltung des Kantons Bern ist nach Art. 73 Abs. 2 StHG zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert. Soweit die Beschwerdeführerin nicht nur die Aufhebung des Urteils der Vorinstanz verlangt, sondern auch die Aufhebung des Entscheids der unteren kantonalen Instanz beantragt, ist auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht einzutreten. Art. 73 Abs. 3 StHG sieht lediglich vor, dass das Bundesgericht bei Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde den angefochtenen Entscheid aufhebt und die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückweist.