Citation: 8C_602/2015 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz hat festgestellt, eine Anfrage beim Strassenverkehrsamt habe ergeben, dass seit Beginn der Unterstützung über 40 Autos für kürzere Zeit auf den Namen des Beschwerdeführers eingelöst worden seien, weshalb er am 10. März 2014 angewiesen worden sei, diverse Unterlagen dazu einzureichen. Dieser habe anlässlich der mündlichen Anhörung vom 10. März 2014 geltend gemacht, die Autos würden seinem Bruder gehören, welcher damit handle; er werde dafür sorgen, dass das in Zukunft unterbleibe. In der Folge legte er einen Auszug seines Bankkontos sowie eine Stellungnahme seines Bruders auf, welcher bestätigte, die Autos für seine Zwecke bis zum Aufgebot der Motorfahrzeugkontrolle gebraucht und hernach umgetauscht zu haben. Eine weitere Anfrage beim Strassenverkehrsamt vom 5. Juni 2014 habe ergeben, dass erneut Autos auf den Namen des Beschwerdeführers eingelöst worden seien, weshalb er am 24. Juni 2014 zur Beibringung weiterer Unterlagen aufgefordert worden sei. Dieser habe am 15. Juli 2014 wiederum einen Auszug seines Bankkontos sowie eine Police der Motorfahrzeugversicherung samt Zahlungserinnerung eingereicht. Zudem habe er geltend gemacht, er sowie die Mitarbeiter seines Bruders hätten jeweils auf Kosten des Bruders die Autos benutzen dürfen. Sein Bruder habe die alten Autos ab Platz gekauft, bis zur Aufforderung zur Motorfahrzeugkontrolle behalten und hernach umgetauscht. Da es sich um Autos von geringem Wert gehandelt hätte, bestünden keine Verträge. Das Vorgehen habe etwa drei Jahre gedauert, bis die Firma des Bruders in finanzielle Schwierigkeiten geraten sei; danach habe er nur noch drei bis vier Autos im Jahr benötigt. Am 7. August 2014 habe die Gemeinde die Sozialhilfeleistungen wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht und den damit verbundenen Zweifeln an der Bedürftigkeit per 31. Juli 2014 eingestellt. Der Beschwerdeführer habe sich weiterhin auf den Standpunkt gestellt, er habe seine Mitwirkungspflicht erfüllt; er könne nicht etwas beibringen, was nicht bestehe. Vor Verwaltungsgericht habe er bestritten, dass er oder sein Bruder mit den Autos gehandelt hätten, und habe weitere Unterlagen (neun Quittungen, drei Bestellscheine, vier Kaufverträge, sechs Fahrzeugausweise) aufgelegt. Gestützt auf diesen Sachverhalt, wonach in der Zeit zwischen Dezember 2006 und Mai 2014 insgesamt 55 Autos auf den Namen des Beschwerdeführers eingelöst worden seien, bestehe der Verdacht des Autohandels. Die von der Gemeinde angeforderten Unterlagen wie Kauf- und Verkaufverträge, Versicherungspolicen, etc., seien geeignet gewesen, den Sachverhalt zu klären. Die eingereichten Unterlagen vermöchten jedoch nicht zu klären, wer wann welche Autos erworben habe und was mit diesen letztlich geschehen sei; dies sei nur für einen kleinen Teil der Autos dokumentiert. Auch bestünden Zweifel an der Echtheit der nachgereichten Unterlagen, habe der Beschwerdeführer doch früher gesagt, die Unterlagen seien nicht mehr vorhanden, und ein Schriftstück sei von einer Garage ausgestellt worden, welche zu diesem Zeitpunkt infolge Konkurses bereits nicht mehr bestanden habe. Die Aussage des Beschwerdeführers, jede Police sei gleich und er habe diese bereits eingereicht, sei unzutreffend, werde doch für das Einlösen eines jeden Autos ein neuer Versicherungsnachweis verlangt. Soweit er mangels Schriftlichkeit keine Verträge vorweisen könne, wäre es ihm zumutbar gewesen, dies anderweitig zu dokumentieren. Zudem habe er, obwohl ihm nach dem 10. März 2014 die Notwendigkeit des schriftlichen Nachweises bewusst sein musste, weitere Autos eingelöst, ohne entsprechende Belege vorweisen zu können. Letztlich sei der Grund, weshalb die Autos auf den Beschwerdeführer und nicht auf dessen Bruder eingelöst worden seien, bis anhin nicht dargelegt worden. Auch habe der Bruder trotz seines Sozialhilfebezugs ab März 2014 weiterhin Autos eingelöst. Weiter sei die Angabe, die Autos seien bis zur Aufforderung zur Motorfahrzeugkontrolle gefahren worden, nicht glaubhaft, da bei zahlreichen Fahrzeugen die letzte Kontrolle weniger als zwei Jahre zurückliege, so dass keine neue Aufforderung habe anstehen können. Nach dem Gesagten habe der Beschwerdeführer den Verdacht des Autohandels nicht ausräumen können und trotz Zumutbarkeit die notwendigen Unterlagen nicht beigebracht, weshalb zu Recht eine Verletzung der Mitwirkungspflicht bejaht worden sei. Gestützt auf die Aktenlage seien seine Vermögens- und Einkommensverhältnisse unklar, weshalb seine Bedürftigkeit nicht erstellt sei, wofür er die Beweislast trage. Die Leistungseinstellung sei somit gerechtfertigt.