Citation: 6B_1223/2019 E. A

Das Kantonsgericht Wallis sprach A.________ am 20. September 2012 der mehrfachen versuchten und der mehrfachen vollendeten sexuellen Handlungen mit Kindern, der mehrfachen versuchten und der mehrfachen vollendeten sexuellen Nötigung, der mehrfachen versuchten Vergewaltigung, der Vergewaltigung, der qualifizierten Vergewaltigung, der einfachen Körperverletzung und der Drohung schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren und acht Monaten. Das Gericht schob den Vollzug der Strafe zugunsten einer stationären therapeutischen Massnahme auf. Am 4. November 2016 übermittelte die Dienststelle für Straf- und Massnahmenvollzug, Amt für Sanktionen und Begleitmassnahmen, dem Straf- und Massnahmenvollzugsgericht des Kantons Wallis das Dossier betreffend A.________ für die jährliche Überprüfung der Massnahme. Das Straf- und Massnahmenvollzugsgericht ordnete die Einholung eines forensisch-psychiatrischen Gutachtens bzw. eines Ergänzungsgutachtens an. Das Gutachten sowie das Ergänzungsgutachten wurden am 27. Juli 2017 respektive am 30. Oktober 2017 erstattet. Die fünfjährige Massnahmedauer wurde zwischenzeitlich am 19. September 2017 erreicht. Am 15. Dezember 2017 stellte das Amt für Sanktionen und Begleitmassnahmen dem Straf- und Massnahmenvollzugsgericht den Antrag, die stationäre therapeutische Massnahme sei aufzuheben und stattdessen die Verwahrung anzuordnen. Mit Entscheid vom 8. Mai 2018 hob das Straf- und Massnahmenvollzugsgericht die stationäre therapeutische Massnahme aufgrund festgestellter Aussichtslosigkeit auf und ordnete die Verwahrung an. Auf das Entschädigungsbegehren von A.________ im Zusammenhang mit dem vorübergehend fehlenden Hafttitel trat es nicht ein. Schliesslich ordnete es den Verbleib von A.________ in Sicherheitshaft an. Die dagegen von A.________ geführte Beschwerde wies das Kantonsgericht Wallis (als Einzelgericht) am 22. Oktober 2018 ab. Es bestätigte den Entscheid des Straf- und Massnahmenvollzugsgerichts hinsichtlich der Aufhebung der Massnahme und der Anordnung der Verwahrung. Weiter stellte es fest, dass die Inhaftierung von A.________ vom 20. September 2017 bis zum 18. Januar 2018 mangels gültigen Hafttitels formell unrechtmässig war. Den Entschädigungsantrag wies es ab. Es ordnete an, dass A.________ zur Sicherung der Verwahrung in Sicherheitshaft verbleibt. Das Bundesgericht hiess die Beschwerde von A.________ gegen den Entscheid des Kantonsgerichts vom 22. Oktober 2018 mit Urteil vom 21. März 2019 gut, hob den vorinstanzlichen Entscheid auf und wies die Sache zu neuer Entscheidung in gesetzeskonformer Besetzung als Kollegialgericht an die Vorinstanz zurück (vgl. BGE 145 IV 167).