Citation: 1P.305/2002 23.01.2003 E. 2

Das Strafgericht trat auf die von den Beschwerdeführern im Strafverfahren gegen den Angeklagten X.________ adhäsionsweise geltend gemachten Zivilklagen zufolge Unzuständigkeit nicht ein. Zur Begründung führte es aus, nach der Bekanntmachung des am 12. Januar 1998 gegen den Angeklagten eröffneten Konkurses hätten nach Art. 232 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG alle Gläubiger ihre (zur Zeit der Konkurseröffnung bereits bestehenden) Forderungen beim Konkursamt anmelden müssen; falls ihre Forderungen im Kollokationsplan ganz oder teilweise abgewiesen würden, könnten die Gläubiger gemäss Art. 250 SchKG gegen die Konkursmasse Kollokationsklage erheben. Sodann verwies das Strafgericht auf Art. 207 SchKG, nach welcher Vorschrift die Konkurseröffnung bewirkt, dass - mit Ausnahme dringlicher Fälle - Zivilprozesse, in denen der Schuldner Partei ist und die den Bestand der Konkursmasse berühren, eingestellt werden. Das Strafgericht erklärte, diese Bestimmung beziehe sich auf im Zeitpunkt der Konkurseröffnung bereits hängige Verfahren; dementsprechend dürften Adhäsionsklagen in einem Strafverfahren nur dann behandelt werden, wenn im Zeitpunkt der Konkurseröffnung bereits Anklage erhoben worden sei und die Zivilkläger ihre Forderungen schon geltend gemacht hätten. Da im vorliegenden Fall die Anklageschrift gegen X.________ vom 25. September 1998 datiere, fehle dem Strafgericht die Kompetenz zur Beurteilung der gegen den Angeklagten geltend gemachten Forderungen. Das Appellationsgericht erachtete die gegen den Nichteintretensentscheid des Strafgerichts erhobenen Rügen der Beschwerdeführer als unbegründet.