Citation: 8C_600/2010 16.12.2010 E. 4.2

4.2.1 Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens zog das kantonale Gericht den Verdienst heran, den die Beschwerdeführerin im Jahr 2005 als Personalassistentin und Mitarbeiterin Rechnungswesen bei der X.________ GmbH erzielt hatte, und berechnet unter Beachtung der Nominallohnentwicklung für das Jahr 2008 ein Jahreseinkommen von Fr. 75'349.-. Dieses Vorgehen begründete sie damit, dass die Beschwerdeführerin aus freien Stücken eine selbstständige Tätigkeit als Wirtin aufgenommen habe, in der sie lediglich 70 % arbeitsfähig sei, und nicht im kaufmännischen Bereich. Hierfür habe nicht die Unfallversicherung aufzukommen. 4.2.2 Dem kantonalen Gericht ist insofern zu folgen, als bei der Ermittlung des Invalideneinkommens unter Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht nicht die Tätigkeit als Wirtin heranzuziehen ist. Diese Tätigkeit ist der körperlichen Einschränkung nicht angepasst, wie etwa Dr. med. K.________ bei seiner Beurteilung vom 20. Februar 2009 ausführte. Keine Beeinträchtigung bestünde hingegen in einer kaufmännischen Tätigkeit. Der Unfall ereignete sich allerdings in einer Phase der Arbeitslosigkeit. Ihre frühere Tätigkeit im kaufmännischen Bereich musste sie bereits zuvor aus invaliditätsfremden Gründen in Folge Betriebsauflösung aufgeben und hätte nicht mehr an diese Arbeitsstelle zurückkehren können. Das Einkommen der früheren, nicht mehr existierenden Stelle bei der X.________ GmbH ist daher nicht als Invalideneinkommen heranzuziehen. Als Arbeitslose und auch nach Aufnahme der Tätigkeit als Wirtin wäre es der Beschwerdeführerin allerdings zumutbar gewesen, eine andere einträglichere unselbstständige Tätigkeit im kaufmännischen Bereich aufzunehmen (Urteil I 38/06 vom 7. Juni 2006), zumal die gesundheitliche Beeinträchtigung bereits vor Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit als Wirtin eingetreten war. Sind der Beschwerdeführerin generell kaufmännische Tätigkeiten zumutbar, so rechtfertigt es sich, zur Ermittlung des Einkommens auf die nach Tätigkeiten gegliederte LSE-Tabelle TA7 im Jahr 2008 abzustellen. Massgeblich ist dabei der Lohn im Wirtschaftszweig Dienstleistungen, andere kaufmännisch-administrative Tätigkeiten, im Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) für Frauen in der Höhe von Fr. 5633.- pro Monat, was unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41.6 Stunden ein massgebliches Invalideneinkommen von Fr. 70'299.85 pro Jahr ergibt. 4.3 Aus der Gegenüberstellung von Validen- (Fr. 57'756.-) und Invalideneinkommen (Fr. 70'299.85) resultiert kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Die Beschwerde erweist sich demzufolge als unbegründet und ist abzuweisen.