Citation: K 34/00 31.01.2001 E. 3

3.- Die Vorinstanz hat gestützt auf die Auffassung des Dr. med. Z.________ erwogen, dass die von Dr. med. F.________ gewählte systemtherapeutische Behandlungsmethode mit Einbezug des Familienumfeldes zwar durchaus sinnvoll gewesen wäre, die vor dem Klinikeintritt durchgeführten Therapien in quantitativer Hinsicht aber bei Weitem ungenügend und die ambulanten psychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten zum Zeitpunkt des Spitaleintritts bei Weitem nicht ausgeschöpft gewesen seien, sodass deren Erfolglosigkeit damals keineswegs festgestanden habe. Im Weitern sei mit Dr. med. Z.________ zu bezweifeln, dass es sich bei dem lediglich einige Wochen dauernden Klinikaufenthalt um eine geeignete bzw. notwendige Massnahme gehandelt hätte, um der Beschwerdeführerin eine Loslösung aus ihrem familiären Milieu zu ermöglichen, weil dieser nicht hätte bewirken können, dass danach die alten Verhältnisse (negativer familiärer Einfluss) nicht wieder hergestellt worden wären, und das Ziel einer Loslösung vom familiären Umfeld durchwegs auch mit einer (fortgesetzten) ambulanten Behandlung zu erreichen gewesen wäre. Vielmehr wäre es nach den überzeugenden Ausführungen des Vertrauensarztes damals indiziert gewesen, die zeitlich aufwendige, systemtherapeutische Behandlung konsequent fortzusetzen und allenfalls zu intensivieren. Auch sei mit Dr. med. Z.________ nicht einzusehen, weshalb bei der von den behandelnden Ärzten behaupteten fortbestehenden akuten Spitalbedürftigkeit die Beschwerdeführerin nach dem erfolgten Abbruch der stationären Behandlung im Spital X.________ nicht unverzüglich in eine öffentliche psychiatrische Institution verlegt worden sei. Im Weitern habe Dr. med. G.________ in seinem Bericht vom 3. Mai 1998 die stationäre Behandlung bloss als sinnvoll und insofern keineswegs als medizinisch (akut)notwendig betrachtet, als er vorgeschlagen habe, den Beginn der Behandlung erst nach den Ferien der Beschwerdeführerin in Erwägung zu ziehen. Eine Gesamtwürdigung der medizinischen Beurteilungen führe daher zum Ergebnis, dass die Kriterien der Spitalbedürftigkeit zum Zeitpunkt der Spitaleinweisung (noch) nicht erfüllt gewesen seien. Obwohl die stationäre Betreuung von den betreffenden Ärzten zwar als grundsätzlich sinnvoll und erfolgversprechend betrachtet worden sei, habe sie sich angesichts der noch nicht voll ausgeschöpften ambulanten, zumindest ebenso zweckmässigen Behandlungsmöglichkeiten als nicht notwendig bzw. akut notwendig erwiesen, sodass auch das Kriterium der Wirtschaftlichkeit nicht erfüllt sei.