Citation: 4A_606/2016 E. 3.2.2

3.2.2. Die Gegenstand des behaupteten Auftrages bildenden Leistungen der Beschwerdeführerin sind zwar eine notwendige Voraussetzung für die Projektrealisierung. Ohne Regelung der immaterialgüterrechtlichen Fragen (zumindest die Einräumung der zur Projektrealisierung nötigen Lizenzrechte), sind diese Arbeiten für die Beschwerdegegnerin aber von keinerlei Nutzen. Sie erlauben nicht, das Projekt zu realisieren. Die Beschwerdeführerin beruft sich aber selbst darauf, die Beschwerdegegnerin habe ihren "Rechtsbindungswillen" betreffend die Fertigstellung der Bilder manifestiert, indem sie sich anlässlich einer Sitzung vom 29. Juni 2010 "definitiv für die Realisierung des Projektes" entschieden habe. Nach Darstellung der Beschwerdeführerin ging es der Beschwerdegegnerin um die Realisierung des Projekts, nicht um eine davon unabhängige Vollendung der Arbeiten. Daher konnte die Beschwerdeführerin nach Treu und Glauben nicht davon ausgehen, sie werde für ihre Arbeiten entschädigt, unabhängig davon, ob und zu welchem Preis sie der Beschwerdegegnerin die zur Projektrealisierung notwendigen Nutzungsrechte einräumt. Diesen Punkt lässt die Beschwerdeführerin ausser Acht, soweit sie in Abrede stellt, dass die umstrittenen Punkte für die Beschwerdegegnerin subjektiv wesentlich gewesen seien, ganz abgesehen davon, dass sie dabei dem Bundesgericht einfach ihre eigene Würdigung der Sachumstände vorträgt, was nicht genügt, um die Beweiswürdigung der Vorinstanz als offensichtlich unhaltbar auszugeben (Art. 105 Abs. 2 BGG; BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen).