Citation: 4A_600/2014 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin rügt zunächst, die Vorinstanz habe es versäumt, die schriftliche Aussage in der Aktennotiz ihrer Beraterin, die sie in versicherungsadministrativen Belangen unterstützt habe, zu berücksichtigen. Aus der Aktennotiz gehe klar hervor, dass die zuständige Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin für das ganze Vertragsverhältnis erklärt habe, dass die Zahlungen der Taggelder gerechtfertigt seien. Auch habe die Vorinstanz weder ihre Beraterin noch die Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin als Zeugen befragt. Die Vorinstanz habe damit ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Der aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessende Anspruch auf rechtliches Gehör verleiht der betroffenen Partei das Recht, in einem Verfahren, das in ihre Rechtsstellung eingreift, mit rechtzeitig und formgültig angebotenen Beweisanträgen gehört zu werden (BGE 134 I 140 E. 5.3; 131 I 153 E. 3 S. 157; je mit Hinweisen). Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt vor, wenn ein Gericht darauf verzichtet, beantragte Beweise abzunehmen, weil es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 136 I 229 E. 5.3; 134 I 140 E. 5.3; je mit Hinweisen). Das Bundesgericht greift in eine antizipierte Beweiswürdigung nur ein, wenn sie willkürlich und damit offensichtlich unhaltbar ist (BGE 124 I 208 E. 4a), namentlich wenn sie eine prozessuale Vorschrift oder einen unumstrittenen Grundsatz des Beweisrechts krass verletzt oder sonst wie in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 132 III 209 E. 2.1; zum Begriff der Willkür BGE 140 III 16 E. 2.1 mit Hinweisen). Die Vorinstanz stellte fest, dass die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin am 5. Dezember 2011 ein Schreiben zugestellt habe, mit dem erstere von der letzteren Fr. 1'200.-- zurückgefordert habe. Die Rückforderung durch die Beschwerdegegnerin habe explizit die Periode vom 21. Oktober bis zum 30. November 2011 betroffen. Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, dass sich aus der von der Beschwerdeführerin behaupteten telefonischen Aussage der Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin im Anschluss an die Rückzahlung von Fr. 1'200.--, dass die Sache nun in Ordnung sei, nichts zu ihren Gunsten ergebe. Diese behauptete Auskunft habe sich offensichtlich auf die Periode vom 21. Oktober bis zum 30. November 2011 bezogen, für die damals die Rückerstattung verlangt worden war, nicht jedoch auf künftige Taggeldansprüche. Die Vorinstanz ging demnach davon aus, weder die Befragung der Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin, noch die der Beraterin der Beschwerdeführerin bzw. deren Aktennotiz hätten entscheidrelevante Erkenntnisse gebracht, welche die bereits gewonnene Überzeugung umstossen könnten. Dass diese vorweggenommene Beweiswürdigung der Vorinstanz willkürlich gewesen wäre, macht die Beschwerdeführerin nicht, jedenfalls nicht mit einer hinreichend substanziierten Rüge geltend. Die Weigerung, nicht erhebliche Beweise abzunehmen, stellt indessen keine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV dar. Eine Rückweisung der Sache zur Sachverhaltsergänzung infolge einer Gehörsverletzung fällt damit ausser Betracht, und die Beschwerdeführerin kann im Folgenden mit ihren Behauptungen über die Erklärungen der Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin nicht gehört werden (Erwägung 2.2).