Citation: 6P.82/2000 22.01.2001 E. 10

10.- a) Im Zusammenhang mit der Ferienclub AG macht der Beschwerdeführer geltend, das Kantonsgericht halte ausdrücklich fest, im vorliegenden Verfahren gehe es nicht um die Frage, ob Kunden geschädigt worden seien, sondern ob durch das Vorgehen des Beschwerdeführers die Ferienclub AG einen Schaden erlitten habe. Dies halte das Kantonsgericht indessen nicht davon ab, bei der Strafzumessung das Kriterium der Kunden der Ferienclub AG - und nicht mehr der Gesellschaft - ausschliesslich in den Vordergrund zu rücken: Diese Rücksichtslosigkeit offenbare sich auch bei den Verfehlungen gegenüber den Kunden der Ferienclub AG. In krass vertragswidriger Weise habe der Beschwerdeführer in diesen Fällen Kundengelder nicht in der versprochenen Art verwendet, sondern damit Löcher einer anderen Gesellschaft gestopft. Ein solches Verhalten lasse auf eine hohe Bedenkenlosigkeit im Umgang mit fremden Geldern schliessen und eine grosse deliktische Intensität erkennen. Art. 159 aStGB schütze den Geschäftsherrn vor vorsätzlicher Schädigung durch einen Geschäftsführer. Es sei daher offensichtlich unhaltbar und durch nichts gerechtfertigt, wenn das Kantonsgericht bei der Strafzumessung im Rahmen von Art. 159 Abs. 1 aStGB diese Argumentation fallen lasse und behaupte, die Verfehlungen gegenüber den "Kunden" - was bei der Prüfung der Erfüllung des Tatbestands gar nicht abgeklärt worden sei - lasse eine grosse deliktische Intensität und Rücksichtslosigkeit erkennen (Beschwerdeschrift S. 43 f. Ziff. 5a). Ob ein bestimmter Umstand als Beurteilungsmerkmal bei der Strafzumessung mitberücksichtigt werden darf, ist eine Frage des Bundesrechts (Art. 63 ff. StGB). Folglich kann im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde auf die Rüge, das Kantonsgericht hätte bei der Strafzumessung die angebliche Schädigung von Kunden der Ferienclub AG nicht berücksichtigen dürfen, nicht eingetreten werden (Art. 84 Abs. 2 OG). b) Der Beschwerdeführer macht geltend, die Kunden der Ferienclub AG seien nicht durch sein Verhalten zu Schaden gekommen, sondern weil die Hotel AG nach seinem Ausscheiden den Pachtvertrag mit der Betriebs AG gekündigt habe, sodass die Ferienclub AG ihre Leistungspflichten gegenüber den Kunden nicht mehr habe erfüllen können. Zudem sei eine angebliche Kundenschädigung im Einzelnen nicht geprüft worden und überdies keineswegs nachgewiesen (Beschwerdeschrift S. 44 f. lit. b). Gegen die Ferienclub AG wurde am 14. Februar 1995 der Konkurs eröffnet. Die Gläubiger der 5. Klasse mit einem angemeldeten Forderungsbetrag von Fr. 203'196. 15 erhielten eine Dividende von 2,58 %; für Fr. 197'946. 60 wurden Verlustscheine ausgestellt (Akten der Staatsanwaltschaft, act. 5.2.27). Wie der Beschwerdeführer unter diesen Umständen behaupten kann, eine angebliche Kundenschädigung sei nicht nachgewiesen, ist nicht nachvollziehbar. Im Zusammenhang mit der Verurteilung des Beschwerdeführers wegen ungetreuer Geschäftsführung hält das Kantonsgericht unter anderem fest, entgegen den Abmachungen im Treuhandvertrag habe der Beschwerdeführer die Kundengelder zum grossen Teil nicht auf das Treuhandkonto fliessen lassen, weshalb die Kunden ihrer Sicherheit im Umfang von 30 % der eingezahlten Gelder verlustig gegangen seien, und zudem habe der Beschwerdeführer mindestens ca. Fr. 240'000.-- der Ferienclub AG für Bedürfnisse der Hotel AG verwendet, also bereits rund Fr. 90'000.-- mehr als dieser Gesellschaft im besten Fall hätten zugeführt werden können, sowie namhafte Zahlungen (u.a. Fr. 75'000.--) aus dem WIR-Konto der Ferienclub AG (angefochtener Entscheid S. 41 - 44 lit. a). Wenn der Beschwerdeführer, ohne sich mit diesen Entscheidgründen auseinander zu setzen, lediglich behauptet, die Kündigung des Pachtvertrags zwischen der Hotel AG und der Betriebs AG habe zur Schädigung der Kunden der Ferienclub AG geführt, so vermag er damit keine willkürliche Beweiswürdigung darzutun.