Citation: 1P.638/2004 21.01.2005 E. 2.7

2.7.1 Schliesslich zweifelt der Beschwerdeführer an der Stichhaltigkeit des Gutachtens. Die Experten würden ihre Schlussfolgerungen bezüglich seines Fahrverhaltens auf eine Verkehrsbeobachtung stützen, die sie erst mehr als ein Jahr nach dem Unfallereignis machen konnten. Diese einmalig vorgenommene Verkehrsbeobachtung sei nicht ausschlaggebend zur Beurteilung des tatsächlichen Verkehrsaufkommens am Tag des Unfallereignisses und beweise nicht, dass er tatsächlich auf der Busspur gefahren sei. Selbst wenn er eine ununterbrochene Strecke von 83 Metern hätte zurücklegen können, würde sich allein aus dieser Tatsache nicht ergeben, dass er auf der Busspur gefahren sei. Das Obergericht habe das Willkürverbot und die Unschuldsvermutung verletzt, indem es die Schlussfolgerungen der Experten bezüglich seines Fahrverhaltens nicht in Zweifel gezogen habe. Zudem würden erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der Auswertung des Fahrtschreibers bestehen. Das Obergericht habe es in Verletzung des Willkürverbots unterlassen, ein Obergutachten einzuholen. 2.7.2 Das Obergericht führte aus, dass die Schlussfolgerungen der Experten hinsichtlich der Frage, ob der Beschwerdeführer die Busspur befahren habe, für den Einzelrichter nicht relevant gewesen seien. Die Experten hätten lediglich die letzte ungebremste Fahrt des Beschwerdeführers ermitteln müssen. Es sei nicht ihre, sondern die Aufgabe des Einzelrichters gewesen, in Würdigung sämtlicher Beweismittel zu beurteilen, ob der Beschwerdeführer die Busspur befahren hatte oder nicht. Dass mehrere Autos die linke Fahrspur neben der Busspur befuhren, sei erwiesen. Da der vor dem Beschwerdeführer fahrende Y.________ beim Lichtsignal habe anhalten müssen, sei eine ungestoppte Fahrt des Beschwerdeführers bis zum Aufprall nicht möglich gewesen. Daraus sei zwangsläufig zu schliessen, dass der Beschwerdeführer die Busspur benützte und bei der Kreuzung Kalkbreitestrasse/Weststrasse nicht rechts abbog, sondern rechtswidrig die Fahrt geradeaus fortsetzte. Was die Auswertung des Fahrtschreibers betreffe, sei das Gutachten klar und nachvollziehbar. So würden keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Maschine, mit welcher der Fahrtschreiber ausgewertet wurde, falsche Messresultate geliefert hätte oder dass die Experten ihr Fachgebiet nicht beherrschten. Aus diesem Grund könne auf die Einholung eines Obergutachtens verzichtet werden. 2.7.3 Der Beschwerdeführer setzt sich mit diesen Erwägungen nicht rechtsgenüglich auseinander. Er beschränkt sich darauf, die gegenteilige Behauptung aufzustellen, die Schlussfolgerungen des Gutachtens bezüglich seines Fahrverhaltens hätten Eingang ins Urteil gefunden. Zu den beweismässigen Schlussfolgerungen des Obergerichts äussert er sich dagegen nicht. Auch zeigt er nicht auf, weshalb und inwiefern die Auswertung des Fahrtschreibers falsch sein soll. Mangels rechtsgenüglicher Begründung ist auf die staatsrechtliche Beschwerde in diesem Punkt nicht einzutreten.