Citation: 2C_397/2022 E. 4.4

4.4. Die von der Vorinstanz angenommene Parallelbeziehung betrifft keinen Umstand, der für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein könnte (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG), da - wie nachfolgend aufgezeigt wird (vgl. hinten E. 5.3 f.) - bereits genügend andere Indizien für das Vorliegen einer Scheinehe bestehen. Auf die diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdeführers ist daher nicht weiter einzugehen. Indem der Beschwerdeführer auf einzelne übereinstimmende Antworten der Ehegatten zu Punkten wie Essgewohnheiten, familiären Verhältnissen und den Umständen des Kennenlernens in der umfangreichen persönlichen Befragung der Ehegatten hinweist, vermag er noch keine willkürliche Beweiswürdigung aufzuzeigen. Die Ausführungen des Beschwerdeführers zu den Fotos, die ihn zusammen mit seiner Ehefrau bei einzelnen Freizeitaktivitäten zeigen, lassen die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz, wonach die Fotos lediglich aufzeigen würden, dass die Ehegatten sporadisch etwas miteinander unternehmen, nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen. Ebenso wenig vermag der Beschwerdeführer aufzuzeigen, inwiefern die Feststellung der Vorinstanz, wonach die Chat-Nachrichten sich zum Grossteil auf ein- und dieselben Texte sowie den Versand von Emojis beschränken, offensichtlich unrichtig sein soll. Dem Beschwerdeführer ist zuzustimmen, dass die Bestätigungsschreiben einer Arbeitskollegin, einer Nachbarin, einer Freundin sowie des Sohns der Ehefrau des Beschwerdeführers im vorinstanzlichen Urteil nicht erwähnt werden. Der Beweiswert dieser kurzen und inhaltlich wenig aussagekräftigen Schreiben ist allerdings als gering einzustufen (vgl. hierzu vorn E. 3.2). Dass die Vorinstanz diese Schreiben nicht berücksichtigt hat, stellt daher keine geradezu willkürliche Sachverhaltsfeststellung dar.