Citation: 5A_140/2010 11.06.2010 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführerin trägt vor, das Obergericht habe den Grundsatz von Treu und Glauben gemäss Art. 9 BV verletzt. Es habe auf S. 25 des angefochtenen Entscheides erwogen, die Feststellungen der Gutachterin, Frau Dr. U.________ deckten sich auch mit den Beobachtungen der Beiständin V.________ über die Durchführung des Besuchsrechts im Jahre 2005 und dessen Scheitern gemäss ihren Berichten. Weshalb diese Berichte unwahr sein sollten, habe die Beschwerdeführerin nicht substantiiert und die angeblichen Beweise dafür im Sinne von § 267 Abs. 2 ZPO/ZH auch nicht rechtzeitig vorgelegt. Weil die Vorinstanz die Berichte der Besuchsbeiständin V.________ und des Jugendsekretariates C.________ in ihre Urteilsbegründung mit einbezogen habe, sei gegen Art. 9 BV verstossen worden. Das Kassationsgericht hat dazu unter anderem ausgeführt (S. 10/11), die Berufung der Beschwerdeführerin auf § 267 Abs. 2 ZPO/ZH sei unbehelflich. Soweit dieser Bestimmung nebst Art. 138 Abs. 1 ZGB überhaupt eigenständige Bedeutung zukomme, schreibe § 267 Abs. 2 ZPO/ZH nicht vor, dass auch nach Begründung resp. Beantwortung der Berufung/Anschlussberufung im Scheidungsverfahren noch Noven zugelassen werden müssten. Abgesehen davon, dass Art. 138 ZGB nicht für Kinderbelange gilt, sondern hiefür die Offizialmaxime nach Art. 145 ZGB zur Anwendung gelangt (Christoph Leuenberger, Basler Kommentar, ZGB I, 3. Aufl. 2006, N. 2 zu Art. 138 ZGB), sind die weiteren Erwägungen des Kassationsgerichts nicht zu überprüfen; denn die Beschwerdeführerin wirft dem Obergericht einen Verstoss gegen das Willkürverbot vor, dessen Urteil mit Bezug auf diesen Vorwurf nicht letztinstanzlich ist (E. 1.2 hiervor). Auf ihre Vorbringen kann deshalb nicht eingetreten werden.