Citation: I 677/02 03.02.2003 E. 4

In materiellrechtlicher Hinsicht streitig und zu prüfen ist, ob das kantonale Gericht zu Recht die Eröffnung der Wartezeit nach Art. 29 Abs. 1 lit b IVG auf Ende Mai/anfangs Juni 1999 verlegt hat, mit der Folge, dass der Rentenanspruch frühestens am 1. Mai 2000 entstehen kann, oder ob eine erhebliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bereits ab Januar 1998 anzunehmen ist, wovon die IV-Stelle in der Verfügung vom 17. April 2001 ausgegangen ist. 4.1 Das kantonale Gericht hat erwogen, aufgrund der Berichte des Spitals T.________ in W.________ vom 4. November 1998 und 17. März 1999 sei der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht seit dem Rückfall vom 27. Januar bis 14. April 1998 in seinem angestammten Beruf zu 50 % und während des anschliessenden stationären Klinikaufenthaltes bis zum 3. Mai 1998 vollständig arbeitsunfähig gewesen. In der Folge habe die Arbeitsfähigkeit 100 % betragen. Die kaum begründete Einschätzung des Hausarztes Dr. med. S.________ vom 20. November 1998, wonach der Versicherte seit dem 20. August 1998 wieder zu 100 % arbeitsunfähig sei, vermöge daran nichts zu ändern, zumal sich auch Dr. med. M.________, Facharzt für Neurologie, am 12. April 1999 aufgrund des vollständig normalen Neurostatus nicht im Sinne einer Arbeitsunfähigkeit geäussert habe. Gemäss Gutachten der Medas vom 13. Juni 2000 bestehe infolge der im Vordergrund stehenden psychischen Beschwerden sowohl in der angestammten Tätigkeit wie auch in einer Verweisungstätigkeit seit mindestens einem Jahr eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Davon gehe auch Dr. med. C.________ aus. 4.2 Indem die Vorinstanz in Würdigung der medizinischen Unterlagen geschlossen hat, eine im Sinne der zu Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG ergangenen Rechtsprechung (AHI 1998 S. 124) eingetretene Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit sei - ohne wesentlichen Unterbruch (Art. 29ter IVV) - erst aus psychischen Gründen (lang andauernde Schmerzverarbeitungsstörung mit begleitender depressiver Entwicklung) ausweislich der Akten im Mai 1999 eingetreten, lässt sich dies nicht beanstanden. Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen hiegegen nicht durchzudringen. Wenn Prof. Dr. med. U.________ in seinem Bericht an den behandelnden Arzt Dr. med. S.________ vom 5. Mai 1998 bemerkte, die Schmerzproblematik sei immer noch nicht gelöst, belegt dies keine durchgehende Arbeitsunfähigkeit erheblichen Ausmasses ohne wesentlichen Unterbruch. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat sodann die Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation des Spitals T.________ die Arbeitsunfähigkeit nicht einfach in das Ermessen des Hausarztes gestellt, sondern klar und deutlich festgehalten, dass der Versicherte im Anschluss an die stationäre intensive Physiotherapie vom 14. bis 30. April 1998, d.h. nach dem 3. Mai 1998, aus rheumatologischer Sicht in der Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt war (Bericht vom 4. November 1998). Auch am 17. März 1999 bestätigte das Spital T.________, dass "aus streng rheumatologischer Sicht" (...) "der Patient, wie bereits im April 1998 bemerkt, als 100 % arbeitsfähig zu betrachten" sei. Die trotz diesen fachärztlichen Stellungnahmen zur Arbeitsunfähigkeit vorgenommenen anderslautenden Atteste des Hausarztes Dr. med. S.________ beruhen nicht auf einem hinreichend ausgewiesenen medizinischen Substrat. Vielmehr trat ausweislich der Akten, insbesondere des Berichts des Dr. med. C.________, Spezialarzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, vom 15. August 2001 erst im Mai 1999 eine erhebliche Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes ein. Diese Betrachtungsweise wird durch das Gutachten der Medas vom 13. Juni 2000 bestätigt (50%ige Arbeitsunfähigkeit beginnend ein Jahr vor der im Mai 2000 durchgeführten Untersuchung).