Citation: 6P.56/2005 06.09.2005 E. 6

Der Beschwerdeführer bestreitet, eventualvorsätzlich gehandelt zu haben. Er habe allfällige Unfallfolgen unter Beizug von Drittpersonen in-tensiv abgeklärt und dabei die Einschätzung "kein Schaden" vorgenommen. Diese Einschätzung, welche sich als richtig erwiesen habe, habe er vornehmen dürfen. Ein Handeln mit Eventualvorsatz sei in dieser Situation nicht möglich. Im Übrigen seien dem angefochtenen Entscheid zwar Überlegungen zur Wissensseite, nicht aber zur Willensseite des ihm vorgeworfenen eventualvorsätzlichen Handelns zu entnehmen. Die Vorinstanz halte ohne Fakten schlicht fest, dass er einen Drittschaden in Kauf genommen habe. Dieser simple Schluss vom Wissen auf das Wollen sei nicht zulässig und verletze Bundesrecht. Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft so genannte innere Tatsachen, ist damit Tatfrage (BGE 130 IV 58 E. 8.5; 125 IV 242 E. 3c; 119 IV 1 E. 5a) und kann daher im Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde nicht zur Entscheidung gestellt werden (Art. 273 Abs. 1 lit. b, 277bis BStP). Soweit sich der Beschwerdeführer mit seiner Argumentation erneut über den von der Vorinstanz verbindlich festgestellten Sachverhalt hinwegsetzt, ist auf sein Rechtsmittel nicht einzutreten. Im Übrigen erweist sich die Rüge, er habe in Bezug auf die Schadensverursachung nicht eventualvorsätzlich ge-handelt, als unbegründet. Für den Nachweis des Vorsatzes kann sich der Richter - jedenfalls soweit der Täter nicht geständig ist - regelmässig nur auf Indizien und Erfahrungsregeln stützen, die ihm Rückschlüsse von den äusseren Umständen auf die innere Einstellung des Täters erlauben. Nach der Rechtsprechung darf der Richter jedenfalls vom Wissen des Täters auf seinen Willen schliessen, wenn sich dem Täter die Verwirklichung der Gefahr als so wahrscheinlich aufdrängte, dass sich die Bereitschaft, sie als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann (BGE 130 IV 58 E. 8.4, mit Hinweisen). Das ist hier der Fall. Nach den Feststellungen der Vorinstanz wusste der Beschwerdeführer nicht, dass das Gebäude auf der Abbruchliste stand. Aufgrund der Unfallspuren an der Hausmauer und der Beschädigung des Fahrzeugs habe er die Verursachung eines allfälligen Schadens zumindest für möglich erachten müssen. Dennoch habe er eigenmächtig die Einschätzung "kein Schaden" vorgenommen und von einer Meldung an die Geschädigte abgesehen. Bei dieser Sachlage hat die Vorinstanz vom Wissen des Beschwerdeführers auf seinen Willen schliessen dürfen, zumal sein Verhalten nicht anders interpretiert werden kann, als dass er sich mit dem von ihm verursachten Drittschaden abfand bzw. ihn in Kauf nahm.