Citation: 4C.154/2000 10.10.2000 E. 2

2.- Das Obergericht begründete die Abweisung der Klage damit, dass ein etwaiger Minderungsanspruch der Kläger aus Sachgewährleistung mangels rechtzeitiger Mängelrüge verwirkt sei. Im Unterschied zur Begründung des Urteils des Bezirksgerichts Lenzburg hat es die Freizeichnungsklausel zur Wegbedingung der Gewährleistung für Mängel am Kaufobjekt für ungültig erachtet. Das Obergericht erwog, dass den Klägern spätestens mit Erstellung der Expertise vom 9. August 1994 sämtliche Mängel, um welche es im vorliegenden Verfahren gehe, bekannt gewesen seien. Das erste klägerische Schreiben an die Beklagten sei gemäss deren unwidersprochener Behauptung dasjenige ihres Rechtsvertreters vom 20. März 1995 gewesen, in welchem sie als Solidarschuldner bezeichnet wurden. Folglich wäre dieses Schreiben eine verspätete Mängelrüge, selbst wenn es als inhaltlich genügend substanziiert angesehen werden könnte. Bezüglich der von den Beklagten anerkannten mündlichen Mängelrüge vom 26. Februar 1994 gegenüber dem Organ der Beklagten 2, Roland Weber, betreffend Zimmerarbeiten und Trittschall verneinte es eine für das vorliegende Verfahren rechtsgenügliche Mängelrüge. Die damals gerügten Probleme seien im Rahmen des Teilvergleichs erledigt worden. Die Kläger hätten aber nicht nachgewiesen, dass sie anlässlich des Besuchs von Roland Weber eine darüber hinausgehende Mängelrüge erhoben haben. Diese Schlussfolgerungen sind von den Klägern nicht angefochten worden. Nach ihrer Ansicht sind jedoch das am 9. März 1994 an die Adresse des Architekten Roland Santini mit Kopie an die RU Management AG, jedenfalls aber das am 4. Juli 1994 an die Letztere als Generalunternehmerin versandte Schreiben als rechtzeitige und rechtsgenügliche Mängelrüge anzusehen. Letztere seien als Bevollmächtigte der Beklagten zur Entgegennahme von Mängelrügen zu betrachten.