Citation: 5A_89/2024 E. A

A.a. G.A.________ sel. (der Erblasser) verstarb 2013. Als gesetzliche Erben hinterliess er seine Kinder A.A.________, B.A.________ und C.A.________ sowie seine Enkelkinder D.D.________, E.D.________ und F.D.________, die Kinder seiner vorverstorbenen Tochter H.D.________, geb. A.________. A.b. Nach dem Tod des Erblassers erstellte das Erbschaftsamt ein Inventar über den Vermögensnachlass. A.c. Die gesetzlichen Erben fanden zunächst keine Einigung betreffend die Teilung der Erbschaft, weshalb D.D.________, E.D.________ und F.D.________ gegen die drei Kinder des Erblassers ein Schlichtungsgesuch einreichten. Anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 7. November 2014 einigten sich die Parteien auf einen Vergleich, wonach D.D.________, E.D.________ und F.D.________ ihre Erbanteile am Nachlass gegen Bezahlung einer Entschädigung von Fr. 1'800'000.-- an die drei Beklagten abtraten. A.d. Später stellte sich heraus, dass der Erblasser bis zu seinem Ableben einziger Begünstigter am Kapital und Ertrag eines liechtensteinischen Treuunternehmens, des I.________ Trust Reg., war. Per Todestag verfügte dieses über fünf Bankkonti und ein Wertschriftendepot im Gesamtwert von Fr. 1'368'797.34. Nach seinem Ableben waren B.A.________ und C.A.________ begünstigt. Die entsprechende Regelung gemäss den Beistatuten des I.________ Trust Reg. vom 28. Juni 2005 lautet wie folgt: "Zu seinen Lebzeiten ist [der Erblasser] uneingeschränkt der einzige Begüns-tigte am Kapital und Ertrag des Treuunternehmens. [...] Nach dem Ableben des Erstbegünstigten werden seine Kinder zu gleichen Teilen Begünstigte am Kapital und Ertrag des Treuunternehmens: Herr B.A.________ [...] Herr Dr. iur. oec. C.A.________ [...]." A.e. Das Erbschaftsamt erfasste am 1. Mai 2019 einen Nachtrag zum Inventar und bezog dabei die Vermögenswerte lautend auf das I.________ Trust Reg. per Todestag im Umfang von netto Fr. 1'330'445.64 (Fr. 1'368'797.34 abzüglich zusätzliche Passiven [Nachsteuern] von Fr. 38'351.70) ein. A.f. D.D.________, E.D.________ und F.D.________ verlangten in der Folge eine Nachteilung in Bezug auf diese Vermögenswerte. Die übrigen Erben lehnten dies jedoch ab. Nach Durchlaufen des Schlichtungsverfahrens erhoben die drei Enkelkinder des Erblassers am 21. August 2020 schliesslich Klage am Richteramt Solothurn-Lebern gegen die übrigen Erben. Sie beantragten die Feststellung, dass die auf das I.________ Trust Reg. lautenden Vermögenswerte von total netto Fr. 1'330'445.64, zuzüglich Wertsteigerungen und Erträge bis zum Datum des Eintritts der Rechtskraft des Urteils, zum Nachlass gehören. Sodann seien im Sinn einer Nachteilung zwölf gleichwertige Lose aus diesen Vermögenswerten zu bilden und es seien den Klägern im Weg der Losziehung je eines dieser Lose zuzuweisen, den drei Beklagten je drei dieser Lose. Eventualiter sei festzustellen, dass die Zuwendungen, die der Erblasser dem I.________ Trust Reg. gemacht habe (im Wert von total netto Fr. 1'330'445.64), zu Lasten von B.A.________ und C.A.________ der Ausgleichung im Nachlass des Erblassers unterliegen und diese seien zu verurteilen, die Zuwendungen zuzüglich Wertsteigerungen und Erträge entweder in Natur in die zu bildende Nachteilungsmasse einzuwerfen oder die Hinzurechnung dem Werte nach in die entsprechend zu bildende Nachteilungsmasse hinzunehmen, worauf die Erbteile der Kläger an der so gebildeten Nachteilungsmasse zu berechnen und den Klägern deren Treffnisse entweder herauszugeben (bei Ausgleichung durch Einwerfung in Natur) oder auszuzahlen (bei Ausgleichung durch Anrechnung dem Wert nach) seien. A.g. Mit Urteil vom 8. Dezember 2021 wies das Richteramt die Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Kläger ab.