Citation: 7B_577/2024 E. 4.2

4.2. Im Falle einer Anklage und strafrechtlichen Verurteilung wegen mehrfacher qualifizierter Erpressung, mehrfacher qualifizierter Datenbeschädigung, Kinderpornografie und weiteren Delikten droht dem Beschwerdeführer eine mehrjährige Freiheitsstrafe. Diese stellt einen erheblichen Fluchtanreiz dar, auch unter Anrechnung der bisher erstandenen Untersuchungshaft. Die ihm zudem drohende Landesverweisung bzw. der Entzug der Niederlassungsbewilligung C durfte die Vorinstanz ebenfalls als Fluchtindiz mitberücksichtigen. Wie das Obergericht sodann dargelegt hat, spricht der Beschwerdeführer mehrere Sprachen (Deutsch, Englisch, Ukrainisch und Russisch). Nach den bisherigen Untersuchungsergebnissen sei auch davon auszugehen, dass er auf Krypto-Vermögen im Wert von ca. Fr. 1 Mio. (aus Deliktserlösen) Zugriff habe, das noch nicht habe beschlagnahmt werden können und auf das er auch im Falle einer Flucht ins Ausland oder seines Untertauchens elektronisch verfügen könnte. Hinzu komme, dass er sich in einem kriminellen Umfeld bewegt habe, das sich regelmässig falsche Ausweise bzw. fiktive Identitäten verschafft habe. Im Falle seiner Verurteilung drohten dem Beschwerdeführer im Übrigen Schadenersatzforderungen in der Höhe von mehreren Millionen Schweizerfranken. Dass die Vorinstanz im aktuellen Verfahrensstadium von einer ausgeprägten Fluchtgefahr ausgeht, hält vor dem Bundesrecht stand.