Citation: I 209/03 17.06.2003 E. 4.3

4.3.1 Für die Ermittlung des Invalideneinkommens können - mit Verwaltung und Vorinstanz - die so genannten Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden, wenn die versicherte Person wie vorliegend nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine neue Erwerbstätigkeit im zumutbaren Umfang mehr aufgenommen hat (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb). Hier ist wie üblich (vgl. z.B. BGE 126 V 81 Erw. 7a) von der Tabelle A1 ("Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht. Privater Sektor") der LSE auszugehen. Um ein Invalideneinkommen zu ermitteln, welches der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der noch möglichen Verrichtungen im Rahmen der (Rest-)Arbeitsfähigkeit am besten entspricht, ist vom statistischen Lohn gemäss Tabelle A1 der LSE ein Abzug von insgesamt höchstens 25 % (Bestätigung dieser Höchstgrenze in Urteil D. vom 27. November 2001, I 82/01, Erw. 4 [= AHI 2002 S. 67 ff. Erw. 4]) vorzunehmen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen bestimmter einkommensbeeinflussender Merkmale (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 78 Erw. 5). 4.3.2 Geht man von der neuesten Erhebung (LSE 2000) aus, belief sich der monatliche Bruttolohn (Zentralwert) für mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten beschäftigte Männer (TA1, Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden im Jahre 2000 auf Fr. 4'437.-, was bei Annahme einer durchschnittlichen betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,8 Stunden (vgl. Die Volkswirtschaft 7/2002 S. 88 Tabelle B 9.2 Zeile A-O "Total") für den in einer geeigneten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähigen Beschwerdeführer ein Gehalt von monatlich Fr. 2'318.- ([Fr. 4'437.- : 40 x 41,8] x 0,5) und jährlich Fr. 27'816.- (Fr. 2'318.- x 12) ergibt. 4.3.3 Selbst wenn man, um den besonderen Einschränkungen des Versicherten (leidensbedingte Einschränkungen und Teilzeitpensum) Rechnung zu tragen, unter Berücksichtigung der gesamten Umstände des Einzelfalles einen angemessenen Abzug von 15 % (vgl. BGE 126 V 79 ff. Erw. 5b) vornimmt, ergibt sich kein Invaliditätsgrad von mindestens 66 2/3 % (Art. 28 Abs. 1 IVG). Entgegen dem Beschwerdeführer rechtfertigt sich kein Abzug von 25 %. Denn angesichts der Tatsachen, dass er in seinem Heimatland die Primar- und Sekundarschule sowie eine Berufslehre als Maurer absolvierte, seit 1980 in der Schweiz lebt und hier während mehreren Jahren selbstständig erwerbstätig war, verbleiben ihm auf Grund der erworbenen Fähigkeiten im Vergleich zu schwerer behinderten und weniger ausgebildeten Versicherten bessere Möglichkeiten, seine Restarbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit angemessen zu verwerten. 4.3.4 Bei einem Abzug von 15 % beträgt demnach das Invalideneinkommen Fr. 23'644.- [Fr. 27'816.- x 85 %], so dass aus der Gegenüberstellung dieses Invalideneinkommens auf der einen und des Valideneinkommens von Fr. 63'000.- (Erw. 4.2 hievor) auf der andern Seite ein Mindereinkommen von Fr. 39'356.- und ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 62 % [Fr. 39'356.- ./. Fr. 63'000.- x 100] resultieren. Sogar wenn man - mit der Vorinstanz - einen überhöhten Abzug von 20 % (angefochtener Entscheid S. 8) berücksichtigen würde, folgt aus dem entsprechend angepassten (reinen) Einkommensvergleich kein Invaliditätsgrad von mindestens 66 2/3 % (Fr. 63'000.- minus Fr. 22'253.- entspricht einer Erwerbseinbusse von [gerundet] 65 %), weshalb dem Versicherten kein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente zusteht. Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit vorinstanzlich bestätigter Verfügung vom 30. Mai 2002 eine halbe Invalidenrente sowie eine entsprechende Zusatzrente für Ehegatten zugesprochen hat.