Citation: 6B_1394/2021 E. 2.7

2.7. Schliesslich behauptet der Beschwerdeführer ein widersprüchliches Verhalten des Staates (venire contra factum proprium) und beruft sich auf den Grundsatz von Treu und Glauben (Beschwerde S. 13 BS 4). Diese Rüge ist schon deshalb nicht stichhaltig, weil es vorliegend bereits an einer hinreichenden Grundlage des Vertrauens fehlt. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers bedeutet der Umstand, dass die erste Instanz die Einstellung der Verfahren beider Eheleute in Aussicht stellte, offensichtlich nicht, dass sie die Verfahren gleich behandeln würde und auch die Kosten seines Verfahrens vollumfänglich vom Staat getragen würden. Angesichts dieser klaren Sachlage bestand für die Vorinstanz daher auch kein Anlass, sich ausdrücklich zu dieser bereits in ihrem Verfahren erhobenen Rüge zu äussern (vgl. E. 1).