Citation: 4A_605/2020 E. 5.3.2

5.3.2. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, verfängt nicht. Die Beschwerdeführerin beharrt auch vor Bundesgericht auf einem Einheitspreis von Fr. 27.50 pro m². Einen solchen Einheitspreis hat sie nach den Erwägungen der Vorinstanz nicht hinreichend substanziiert. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin hätte konkrete Behauptungen zu den Kalkulationsgrundlagen aufstellen müssen. Im Hauptstandpunkt stütze sich die Beschwerdeführerin auf ihre letzte Nachtragsofferte. Diese habe die Beschwerdegegnerin aber abgelehnt, weshalb sie als Basis für die nachträgliche Festsetzung des Einheitspreises ausscheide. Im Eventualstandpunkt beantrage die Beschwerdeführerin ein gerichtliches Gutachten. Ein Beweisverfahren diene jedoch nicht der Vervollständigung eines mangelhaften Tatsachenvortrags. Die Beschwerdeführerin beziffere ihren Eventualstandpunkt nicht und gebe nicht an, ob das gerichtliche Gutachten sich auf ihre Kalkulationsgrundlagen oder auf einen Marktpreis stützen solle. Sinn und Zweck eines gerichtlichen Gutachtens könne nicht sein, die Kalkulationsgrundlagen der Beschwerdeführerin zu untersuchen. Es sei Aufgabe der Beschwerdeführerin, ihre eigenen Kalkulationsgrundlagen darzulegen, wenn sie sich auf diese berufe. Gutachterlich klären liesse sich einzig die Höhe einer marktüblichen Vergütung. Dazu dürfe jedoch mindestens eine Bezifferung durch die Beschwerdeführerin erwartet werden. Die Beschwerdeführerin begründet auch vor Bundesgericht nicht hinreichend, aus welchen Preiselementen sich der von ihr geforderte Einheitspreis von Fr. 27.50 pro m² ergibt. Sie wiederholt im Wesentlichen die Argumente, welche sie bereits vor der Vorinstanz vorgebracht hat. Mit den vorinstanzlichen Erwägungen setzt sie sich nicht hinreichend auseinander. So genügt es nicht, wenn die Beschwerdeführerin ausführt, dass sie keine konkreteren Behauptungen habe aufstellen können und dass es überspitzt sei, den Betrag von Fr. 27.50 pro m² in weitere Elemente zerlegen zu müssen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin durfte die Vorinstanz vom Einheitspreis ausgehen, den die Beschwerdegegnerin anerkannt hatte, nachdem sie zum Schluss gekommen war, die behauptungs- und beweisbelastete Beschwerdeführerin habe nicht hinreichend substanziiert, dass der Einheitspreis höher liegt. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz nehme die kalkulatorischen Grundlagen des Werkvertrags als Ausgangspunkt, obwohl nicht von einer Preisfortschreibung auszugehen sei. Es trifft zu, dass bei Werkverträgen mit Pauschalpreis vorbehältlich einer anderslautenden Vereinbarung für die Bestimmung von Nachtragspreisen nicht von einer Preisfortschreibung auszugehen, sondern auf die allgemeinen Marktpreise abzustellen ist. Dies heisst aber nicht, dass deshalb ein ausgefülltes Leistungsverzeichnis oder Preisanalysen von vornherein unbeachtlich wären. Vielmehr können solche Unterlagen im Rahmen der gerichtlichen Bildung der Nachtragspreise berücksichtigt werden (BGE 143 III 545 E. 4.4.4.2 S. 551 f.; Urteil 4A_234/2014 vom 8. September 2014 E. 5.2). Schliesslich beanstandet die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe ihr vorgeworfen, sie habe die Stunden für Nachtrag Nr. 2 nicht beziffert, sondern lediglich auf die Stundenrapporte verwiesen. In Wahrheit habe die Beschwerdeführerin eine Urkunde aufgeführt, jedoch vergessen, diese zu nummerieren und beizulegen. Dies sei ein offensichtliches Versehen, weshalb die Vorinstanz der Beschwerdeführerin Gelegenheit zur Verbesserung hätte geben müssen und deren rechtliches Gehör verletzt habe. Darauf ist nicht näher einzugehen, da die Vorinstanz eine Vergütung nach Aufwand bereits deshalb ausschloss, weil die Beschwerdeführerin die fraglichen Rapporte bereits separat unter den Regiearbeiten geltend mache. Die Beschwerdeführerin setzt sich nicht mit der vorinstanzlichen Erwägung auseinander, wonach dieselben Arbeiten nicht gleichzeitig als Nachtrags- und Regiearbeiten doppelt vergütet werden könnten.