Citation: 5A_94/2007 31.05.2007 E. 5

5.1 Die Vorinstanz hat in der Hauptsache Folgendes erwogen: Der Kindsvater habe zu Beginn der Sommerferien 2006 das Kind X.________ in die Obhut der Beschwerdegegner gegeben, bei denen es seither in deren grossen 2 ½-Zimmerwohnung in A.________ lebe, wobei es weiterhin die Schule in B.________ besuche und im Elternhaus nach Schulschluss die Mahlzeiten einnehme sowie die schulfreien Nachmittage mit seinen Brüdern verbringe. Es habe sich für den Verbleib bei den Beschwerdegegnern ausgesprochen und zu diesen eine gute Kind-Grosseltern-Beziehung, die erfahrungsgemäss eine gute, tragfähige Grundlage für die Kindesbetreuung sei. Auf den Willen des nunmehr bald 14-jährigen Mädchens sei soweit möglich Rücksicht zu nehmen, wobei eine davon abweichende Entscheidung nur im Falle einer Kindesgefährdung zu treffen sei, die hier bei Betreuung des Kindes durch die Beschwerdegegner auch nach dem Bericht der Beiständin vom 21. August 2006 nicht anzunehmen sei. Es stehe nichts entgegen, auch wenn gemäss dem Bericht die Wohnverhältnisse bei den Beschwerdegegnern mangels eines eigenen Zimmers für X.________ nicht ideal seien, das Kind bei den Beschwerdegegnern zu belassen, zumal diese für Abhilfe besorgt seien und ihm Platz für einen Computer und eigenen Fernseher zur Verfügung gestellt hätten. Zusammenfassend ergebe sich, dass die mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde Aarau vom 11. September 2006 angeordnete Kindesschutzmassnahme des Obhutsentzugs (Art. 310 Abs. 1 ZGB) als weniger einschneidende Kindesschutzmassnahme mit Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts des Kindsvaters für das Kind X.________ unter den vorliegenden Umständen nicht gerechtfertigt sei. Sie sei daher aufzuheben mit der Feststellung, dass die im vorangegangenen Beschluss der Vormundschaftsbehörde Aarau vom 3. Juli 2006 angeordnete, unangefochten in Rechtskraft erwachsene Kindesschutzmassnahme der Beistandschaft genüge, in deren Rahmen die Beiständin nötigenfalls auf die Kindeserziehung einwirken, an den Kindsvater gelangen und das Erforderliche veranlassen könne.