Citation: 9C_870/2013 E. 4.2

4.2. Sodann stellte das kantonale Gericht mit Blick auf die Aktivitäten des Beschwerdeführers fest, dieser habe sich gegenüber den Ärzten anders präsentiert als im Alltag. Im Zeitraum vom 16. September 2002 - nota bene nur vier Tage nach dem Reitunfall - bis zum 10. Oktober 2002 habe er mit der Geschäfts-Eurocard seines ehemaligen Unternehmens Benzin im Betrag von Fr. 714.25 bezogen, was rege Autofahrten belege und mit den gesundheitlichen Beschwerden nach dem Unfall nicht vereinbar sei (selbst wenn, wie geltend gemacht, der Bruder das Auto gelenkt haben sollte). Dasselbe gelte für den Umstand, dass er eine auf ihn lautende Kreditkarte am 6. Oktober in Hamburg und Fulda, am 7. Oktober in Bremen und Hamburg, am 8. Oktober in Walenstadt, am 19. Oktober in Sargans, am 20. Oktober in Martina und am 27. Oktober 2002 in Scuol verwendet habe. Ferner sei er gemäss der Zeugin T.________ u.a. im Winter nach dem Unfall mit ihr Skifahren gegangen (Einvernahmeprotokoll vom ........ 2013, Frage 12). Ebenfalls für eine gute gesundheitliche Verfassung spreche, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum 2003-2012 nur äusserst selten (bspw. 2003, 2004 und 2006 nur je einmal) Medikamente über seine Krankenkasse abgerechnet und die Analyse der am 11. September 2012 sichergestellten Haarprobe ergeben habe, dass der Beschwerdeführer über Monate keine Schmerzmittel oder Psychopharmaka konsumiert hatte. Generell sei über die Jahre eine rege Reisetätigkeit ausgewiesen (in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, Kanada, Pakistan, Ungarn, Dubai, Frankreich, Brasilien etc.). In diesem Zusammenhang falle auf, dass der Beschwerdeführer am 15. Mai 2007 gegenüber seinen Therapeuten ausgesagt habe, das Leben reduziere sich auf Schmerzreduktion, weil der Schmerz allgegenwärtig sei, er aber über den ganzen Monat - vor und nach dem Therapietermin - eine ausgedehnte Reisetätigkeit (Belfast [Nordirland], Dublin [Irland], Lechwiesen, München, Marklkofen und Dingolfing [Deutschland], Muralto und Tenero [Tessin]) entfaltet habe. Des Weiteren habe er angegeben, dass er nicht mehr so weit Autofahren könne, obschon er im Zeitraum der Observierung sein Fahrzeug vom Wohnort im Bezirk M.________ über Sargans nach Österreich habe lenken können. Der Beschwerdeführer vermag nichts darzutun, was die Feststellungen des kantonalen Gerichts zum nicht auflösbaren Widerspruch zwischen den aktenkundigen Aktivitäten und den gegenüber den Ärzten gemachten Angaben als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Soweit er einzelne Aktivitäten in Frage stellt, bspw. ob er am Maserati-Snowtraining vom ........ nur als Zuschauer oder als Fahrer (so die Vorinstanz mit Hinweis auf ein Diplom) teilgenommen habe, so ist dies von vornherein ungeeignet, die Vielzahl der Indizien, welche gegen das Vorhandensein der geschilderten, jegliche berufliche Tätigkeiten verunmöglichende Einschränkungen sprechen, in Zweifel zu ziehen.