Citation: 9C_284/2022 E. 4.4.2

4.4.2. Mit diesem Verhalten vereitelte die Beschwerdeführerin schuldhaft die Eingliederungsbemühungen der IV-Stelle und machte sie ihr Desinteresse an einer Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt deutlich. Ein Eingliederungswille, der für die Arbeitsvermittlung nach Art. 18 IVG im Sinne subjektiver Eingliederungsfähigkeit vorausgesetzt ist und dadurch zum Ausdruck kommt, dass die versicherte Person ihre Bereitschaft erklärt, arbeiten zu wollen, und sich entsprechend verhält, ist damit bei der Beschwerdeführerin nicht zu erkennen. Fehlt es aber an der subjektiven Eingliederungsfähigkeit, kann die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung beenden (vgl. Urteil 8C_388/2013 vom 16. Dezember 2013 E. 4.3.2), ohne vorgängig ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchzuführen (SVR 2022 IV Nr. 23 S. 73, 8C_202/2021 E. 7.2; Urteil 9C_469/2016 vom 22. Dezember 2016 E. 7; vgl. zum Ganzen: MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, N. 8 zu Art. 18 IVG). Dass die IV-Stelle die Eingliederungsmassnahmen unter den gegebenen Umständen mit Wirkung auf 28. Juli 2021 abbrach, steht im Einklang mit diesen Grundsätzen und gibt zu keinen Beanstandungen Anlass.