Citation: 5A_243/2018 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer wehrt sich nicht gegen die Unterbringung an sich. Er erklärt vielmehr, die Schulabschluss- und Berufsvorbereitungsgruppe des Jugendheims Z.________ sei nicht die für ihn geeignete Einrichtung. Er verlangt stattdessen die Einweisung in eine Klinik bzw. jedenfalls in eine therapeutisch ausgerichtete Einrichtung und schlägt dafür die Stiftung G.________ in Kombination mit dem Besuch einer altersübergreifenden Schule vor. Es ist unbestritten, dass die Einweisung auch bei einem Minderjährigen nur in eine geeignete Einrichtung zulässig ist. Art. 426 Abs. 1 ZGB hält diese Voraussetzung ausdrücklich für Erwachsene fest. Art. 310 Abs. 1 ZGB handelt davon, dass das Kind "in angemessener Weise unterzubringen" sei. Lässt sich keine geeignete Einrichtung finden, hat die Unterbringung zu unterbleiben (GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., N. 39 zu Art. 426 ZGB). Der Entscheid über die Eignung stellt eine Wertung dar. Es kann nicht verlangt werden, dass geradezu eine ideale Einrichtung zur Verfügung steht. Es muss vielmehr genügen, dass die Einrichtung den wesentlichen Bedürfnissen entspricht (BGE 112 II 486 E. 4c). Dabei ist die Eignung der Institution unter dem Blickwinkel der spezifisch kindesrechtlichen Gefährdungslage zu beurteilen und zu bejahen, wenn die betreffende Einrichtung dem eingewiesenen Kind Hilfe bei der Lösung seiner Probleme zu leisten vermag, so dass Aussicht besteht, seine Entwicklung in geordnete Bahnen zu lenken (vgl. Urteil 5A_188/2013 vom 17. Mai 2013 E. 5.1 mit Hinweis, in: FamPra.ch 2013 S. 811). Von mehreren möglichen und Erfolg versprechenden Massnahmen ist immer die am wenigsten einschneidende anzuordnen (Proportionalität und Subsidiarität; a.a.O., E. 3 mit Hinweis). Beim Entscheid, welche Einrichtung diesen Voraussetzungen entspricht, steht der Sachbehörde ein grosses Ermessen zu. Sie hat sorgfältig sowohl die Bedürfnisse des Kindes wie auch das Angebot der Einrichtung zu ermitteln und zu prüfen, ob diese auf einander abgestimmt sind. Das sind Tatfragen, welche das Bundesgericht auf Beschwerde in Zivilsachen hin grundsätzlich nicht prüfen kann (vgl. vorne E. 1.2). Überprüfbare Rechtsfrage ist demgegenüber, ob die Vorinstanz ihrem Entscheid die richtigen Kriterien und Wertungen zu Grunde gelegt hat.