Citation: 5A_245/2017 E. 2

Dem Beklagten sei hierfür eine einmalige Entschädigung von CHF 20'000.--, eventuell eine Entschädigung nach richterlichem Ermessen, zuzusprechen. " B.c. In seiner Klageantwort beantragte A.________, auf die Klage sei nicht einzutreten, eventuell sei sie abzuweisen. Subeventualiter beantragte er in Form einer Bedingung sinngemäss die Vorlage von Plänen zur Baugrubensicherung, eines Berichts eines unabhängigen Prüfingenieurs und den Nachweis zum Ausschluss von Setzungen bzw. der Entspannung der Erdanker [am Ende der Bautätigkeit] sowie im Sinne eines Gegenantrags den Zuspruch einer Sicherheitsleistung von 5 Mio. Franken und einer Entschädigung von mindestens Fr. 50'000.-- für das Einbringen der Erdanker und Bodennägel unter seinen Parzellen. Widerklageweise beantragte A.________, es sei der Beschwerdegegnerin der Hanganschnitt zu verbieten, solange und soweit diese nicht ein Gutachten vorlege, das Bewegungen des Erdreichs auf seinen Parzellen oder eine Gefährdung desselben ebenso ausschliesst wie die Beeinträchtigung der Vorrichtungen darauf. B.d. In ihrer Replik und Widerklageantwort vom 23. Juni 2014 hielt die B.________ AG an ihren Klagebegehren fest und beantragte die kostenfällige Abweisung der Widerklage. Mit Duplik vom 29. September 2014 hielt auch A.________ an seinen bisherigen Rechtsbegehren fest. B.e. Nach dem Schriftenwechsel holte das Bezirksgericht das Gutachten vom 26. August 2015 zur geplanten Baugrubensicherung ein. Im Wesentlichen verneinte der Gutachter darin eine Gefährdung der Vorrichtungen auf den Parzellen von A.________ durch die Baugrubensicherung unter diesen Parzellen oder durch den Hanganschnitt auf der Parzelle der B.________ AG sowie eine Beeinträchtigung künftiger Bauvorhaben auf den Parzellen von A.________ durch die geplante Baugrubensicherung. Der Gutachter zog diese Schlüsse allerdings nicht zur klägerischen Baugrubensicherung (KB 13-16), die er für unterdimensioniert hielt, sondern für eine von sich aus vorgeschlagene verstärkte Variante, deren Berücksichtigung in der Folge umstritten war. Beide Parteien erhielten Gelegenheit zur Stellungnahme, wovon die Klägerin mit Eingabe vom 21. Oktober 2015 fristgerecht Gebrauch machte. B.f. An der Hauptverhandlung vom 18. Februar 2016 erläuterte der Sachverständige sein Gutachten, namentlich auf Grund der Stellungnahmen der Parteien. Wie nachstehend aufgeführt, hiess das Bezirksgericht die Klage gut und wies die Widerklage ab, basierend auf der vom Gutachter vorgeschlagenen verstärkten Baugrubensicherung und einer entsprechenden Klageänderung, die sie durch Auslegung aus der Stellungnahme der Klägerin vom 21. Oktober 2015 ableitete: " 1. Die Klage wird insoweit gutgeheissen, als A.________ verpflichtet wird, die Einbringung von Erdnägeln und Erdankern durch die B.________ AG Spenglerei / Bedachungen in den Untergrund seiner beiden Parzellen Nrn. 641 und 475, Grundbuch der Gemeinde Klosters-Serneus, im Ausmass des in den vorstehenden Erwägungen Festgehaltenen und ab einer Tiefe von sechs Metern unter dem bestehenden Terrain unter der Bedingung zu dulden, dass ihm die B.________ AG Spenglerei / Bedachungen vorgängig einen Betrag von CHF 20'000.-- bezahlt. 2. Die Widerklage und die Eventualwiderklagen werden abgewiesen, sofern auf sie eingetreten wird und sie nicht zufolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben werden. " " 1. Die Klage wird insoweit gutgeheissen, als A.________ verpflichtet wird, die Einbringung von Erdnägeln und Erdankern durch die B.________ AG Spenglerei / Bedachungen in den Untergrund seiner beiden Parzellen Nrn. 641 und 475, Grundbuch der Gemeinde Klosters-Serneus, im Ausmass des in den vorstehenden Erwägungen Festgehaltenen und ab einer Tiefe von sechs Metern unter dem bestehenden Terrain unter der Bedingung zu dulden, dass ihm die B.________ AG Spenglerei / Bedachungen vorgängig einen Betrag von CHF 20'000.-- bezahlt.