Citation: 4A_298/2017 E. 2.4

2.4. Zu prüfen blieb, wie die Rückabwicklung des Vertrags zu erfolgen hat. Gemäss Beschwerdeführerin solle die Liquidation des Vertrags "TU-vertragsgemäss" vorzunehmen sein, worunter diese verstanden habe, dass nicht die einzelnen, individualisierten und im Rahmen des Vertragsverhältnisses tatsächlich erbrachten Leistungen abzurechnen seien, sondern einzig die in Ziffer 9.1 des TU-Werkvertrags festgehaltenen Teilzahlungen massgebend seien, die sich u.a. nicht nach dem Leistungsstand richten würden. Die Beschwerdegegnerin gehe hingegen davon aus, es seien die konkret erbrachten Leistungen einzeln abzurechnen. Gemäss Vorinstanz hat vorliegend eine wertmässige Rückerstattung stattzufinden, wobei die Rückabwicklung letztlich eine Entschädigung für den beanspruchten Werkteil darstelle. Für die bereits geleistete erste Teilzahlung von Fr. 700'000.-- habe die Beschwerdegegnerin ein Anrechnungsrecht bezüglich allfälliger Rückabwicklungsansprüche der Beschwerdeführerin, was diese auch anerkenne. Weil eine wertmässige Rückerstattung erfolge, könne die Beschwerdegegnerin ihren Rückabwicklungsanspruch (sc. die geleistete Teilzahlung) dabei voll anrechnen und müsse diesen nicht als Konkursforderung eingeben. Erst wenn die nachgewiesenen beschwerdeführerischen Ansprüche den Betrag von Fr. 700'000.-- überstiegen, könne der Beschwerdeführerin etwas zugesprochen werden. Mit den rechtlichen Voraussetzungen der Berechnung des Rückerstattungsanspruchs setze sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Es genüge jedenfalls nicht, vom Pauschalpreis losgelöste konkrete Berechnungen vorzunehmen, um alsdann bloss die vereinbarte Teilzahlung zu fordern. Damit sei der Pauschalpreisabrede nicht Genüge getan, denn es bleibe unbekannt, welche konkreten Einzelleistungen hinter den Teilzahlungen gestanden seien. Von den Teilzahlungen könne nicht auf tatsächlich erbrachte Einzelleistungen geschlossen werden. Die Beschwerdeführerin stütze sich für ihre Berechnung vor allem auf die Leistungsermittlung des Fachexperten der Masse vom 18. Januar 2016 und bringe u.a. vor, ihr Aufwand lasse sich fachgerecht schätzen. Es gehe hier aber um die tatsächlich von ihr erbrachten Leistungen, nicht darum, solche zu schätzen oder um bloss denkbare oder möglicherweise erbrachte Leistungen. Vernachlässigbar sei auch die Frage, welche Leistungen den ersten beiden TU-Teilzahlungen zuzuordnen seien. Denn massgebend sei einzig, welche Leistungen konkret erbracht worden seien; sofern bewiesen, seien diese rückabzuwickeln, auch wenn sie späteren Teilzahlungen zuzuordnen sein sollten. Unterteilt in verschiedene Leistungsgruppen behaupte die Beschwerdeführerin, Leistungen von Fr. 2'133'880.17 (inkl. MWST) erbracht zu haben. Obwohl nach Abzug der ersten Teilzahlung eine Restanz von Fr. 1'433'800.17 (inkl. MWST) verbleibe, fordere sie bloss die zweite Teilzahlung von Fr. 900'000.--. Ihr gelinge es jedoch nicht, Leistungen im erforderlichen Ausmass nachzuweisen, da sie es unterlasse, die einzelnen Leistungen konkret und substanziiert darzustellen, und sich stattdessen weitgehend damit begnüge, mehrere Einzelleistungen in Leistungsobergruppen zusammenzufassen und lediglich zu schätzen. Eine ungenügende Substanziierung lasse sich auch nicht mit allgemeinen, keiner substanziierten Behauptung zuordnenbaren Editionsanträgen kompensieren, wie sie in der Replik gestellt worden seien. Im Folgenden erläuterte die Vorinstanz bezüglich der geltend gemachten Leistungsgruppen jeweils detailliert und im Einzelnen, inwiefern die behaupteten Leistungen aus ihrer Sicht ungenügend substanziiert waren.