Citation: 2A.101/2006 11.05.2006 E. 3

3.1 Ist der Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG erfüllt, bleibt zu prüfen, ob die Ausweisung "angemessen", d.h. verhältnismässig erscheint (Art. 11 Abs. 3 ANAG; vgl. BGE 125 II 521 E. 2b S. 524). 3.2 Das Verschulden des Beschwerdeführers wiegt sehr schwer. Um seiner Ehefrau "etwas zu bieten", hat der damals bereits 26 Jahre alte Beschwerdeführer einen geschäftsmässig aufgezogenen Kokainhandel betrieben und damit die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr gebracht. Zudem versuchte er, eine grosse Menge Heroin zu verkaufen, was aber an dessen mangelhafter Qualität scheiterte. Die gesamten Umstände lassen im Übrigen ein Rückfallrisiko nicht ausschliessen. Die Vorinstanz ist daher zu Recht von einem erheblichen öffentlichen Interesse an der Ausweisung des Beschwerdeführers ausgegangen. 3.3 Der Beschwerdeführer ist in seinem Heimatland aufgewachsen und im Sommer 1998 im Alter von 22 Jahren in die Schweiz eingereist. Eine besonders lange Aufenthaltsdauer liegt somit nicht vor, zumal davon 19 Monate auf den Strafvollzug entfallen. Offenbar hat sich der Beschwerdeführer hier beruflich gut eingelebt; von einer Verwurzelung in der Schweiz kann jedoch nicht die Rede sein. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer mit den kulturellen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten in seinem Heimatland nach wie vor bestens vertraut ist. Hinweise darauf, dass die dieser Würdigung zugrunde liegenden Feststellungen offensichtlich unrichtig wären, sind nicht ersichtlich und gehen auch aus den Vorbringen des Beschwerdeführers nicht hervor. Diesem ist daher zuzumuten, in sein Heimatland, wo übrigens noch seine Mutter lebt, zurückzukehren. Für die schweizerische Ehefrau wird es zwar schwierig sein, dem Beschwerdeführer in dessen Heimatland zu folgen. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass sie aktiv als Mittäterin an der Straftat des Beschwerdeführers teilgenommen und so zur Verwirklichung des Ausweisungsgrundes Wesentliches beigetragen hat. Wenn sie nun zur Aufrechterhaltung der ehelichen Beziehung ihrem Ehemann ins Ausland folgen muss, erscheint dies daher nicht als völlig unzumutbar. 3.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass die öffentlichen Interessen an der Ausweisung des Beschwerdeführers dessen private Interessen am weiteren Verbleib in der Schweiz überwiegen. Zur Begründung kann ergänzend auf die Ausführungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG). 3.5 Ferner steht auch Art. 8 Ziff. 1 EMRK der Ausweisung des Beschwerdeführers nicht entgegen, da die nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK erforderlichen Voraussetzungen für einen Eingriff in den Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens erfüllt sind. Die Ausweisung des Beschwerdeführers stützt sich auf Art. 10 ANAG und hat damit eine gesetzliche Grundlage im Landesrecht. Es handelt sich dabei um eine Massnahme, die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und zur Verhinderung weiterer strafbarer Handlungen des Beschwerdeführers notwendig ist.