Citation: 6B_789/2024 E. 1.8.2

1.8.2. Aus dem Gutachten ergibt sich, dass Dr. med. vet. B.________ gestützt auf das Bildmaterial zur Erkenntnis gelangte, die Einstreu sei nicht ausreichend tief und nicht frisch gewesen. Der Gutachter führte zudem aus, anhand des Bildmaterials könne der Feuchtigkeitsgehalt der Einstreu nicht sicher bzw. nur schwer beurteilt werden. Seiner Meinung nach sei die Beurteilung des Feuchtigkeitsgrades der Einstreu durch den Kantonstierarzt in die Gesamtbeurteilung der Haltungsbedingungen einzubeziehen, weil vorausgesetzt werden könne, dass der Kantonstierarzt über die entsprechende Expertise verfüge (vgl. angefochtenes Urteil S. 18). Der Gutachter zog die Feststellungen des Kantonstierarztes im Kontrollbericht vom 14. Mai 2013 folglich nur ergänzend im Rahmen einer Gesamtbeurteilung bei und dies nur in Bezug auf Tatsachen, nämlich den Feuchtigkeitsgrad der Einstreu, die sich für eine Fotodokumentation nicht eigneten. Dies ist nicht zu beanstanden. Gemäss dem Gutachten liess das Bildmaterial durchaus auch Aussagen zur Qualität der Einstreu (kein frisches Stroh) zu, welche sich mit der Feststellung des Kantonstierarztes deckten, wonach die Einstreu nass war.