Citation: 2C_396/2014 E. A

Der türkische Staatsangehörige A._______ wurde 1984 in der Schweiz geboren und in die Niederlassungsbewilligung seiner Eltern einbezogen. Seine Mutter und seine Schwester wohnen weiterhin in der Schweiz. Im Alter von 14 Jahren begann er regelmässig Cannabis und mit 18 Jahren Heroin zu konsumieren. Seit 2000 wurde er in erheblichem Ausmass straffällig und insgesamt 50 Mal rechtskräftig verurteilt. Die Verurteilungen betrafen u.a. Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz, Diebstahl, Hehlerei, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Sachbeschädigung sowie Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrs- und das Transportgesetz. Die ausgesprochenen Sanktionen reichen von einer Vielzahl an Bussen über Verwarnungen, Geldstrafen, bedingten und unbedingten kürzeren Gefängnisstrafen bis hin zu einer unbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von zwölf Monaten. Die Freiheitsstrafen summieren sich auf insgesamt gut 44 Monate (177 Wochen, davon 15 Wochen bedingt). Nach der letzten Festnahme durch die Polizei am 26. Februar 2012 kam A._______ in Untersuchungshaft und per 5. April 2012 wurde ein vorzeitiger stationärer Massnahmenvollzug angeordnet. Seit dem 3. Juli 2012 befindet sich A._______ im Massnahmezentrum X.________ in U.________, zuerst in der geschlossenen Abteilung und seit dem 30. April 2013 in der offenen Abteilung. Das Bezirksgericht Luzern verurteilte A._______ am 18. März 2013 wegen versuchten Diebstahls, geringfügigen Diebstahls, mehrfachen Hausfriedensbruchs sowie Gewalt und Drohung gegen Beamte zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von sieben Monaten, welche zugunsten der gleichzeitig angeordneten kombinierten stationären Massnahme aufgeschoben wurde.