Citation: 9C_764/2012 E. 2.1

2.1. Das kantonale Gericht stellte entscheidend auf das Gutachten des Universitätsspitals X.________ vom 24. März 2010 samt Ergänzung vom 28. Mai 2010 ab. Es hielt fest, die Gutachter des Universitätsspitals X.________ setzten sich in ausführlicher und begründeter Weise mit den medizinischen Akten auseinander. Es sei ihnen zuzustimmen, dass sich einzig Dr. med. J.________, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, mit der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auseinandergesetzt und diese sogar noch höher eingeschätzt habe, indem er von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ausgegangen sei. Weshalb die Gutachter des Universitätsspitals X.________ von einer tieferen Arbeitsfähigkeit ausgingen, legten sie ebenfalls nachvollziehbar dar. Ansonsten beurteilten verschiedene Ärzte entweder explizit nur die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit ohne Prüfung einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, oder ihre Angaben seien allgemein zu undifferenziert (indem beispielsweise nicht zwischen bisheriger und leidensangepasster Tätigkeit unterschieden worden sei). Die übrigen von der Beschwerdeführerin namentlich aufgeführten Ärzten würden sich überhaupt nicht zur Arbeitsfähigkeit äussern. Des Weitern hätten die Gutachter des Universitätsspitals X.________ das Marfan-Syndrom berücksichtigt. Dieses bewirke nach ihrer Beurteilung jedoch keine zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, da sich die Folgen der Osteoporose und der Kienböckerkrankung viel stärker auf die körperliche Belastung limitierend auswirkten als die Folgen des Marfan-Syndroms. Ferner fänden sich im Gutachten des Universitätsspitals X.________ keine Hinweise, dass die begutachtenden Experten gegenüber der Beschwerdeführerin kein Verständnis gehabt oder sie nicht erstgenommen hätten. Die Gutachter hätten die Beschwerdeführerin sogar eher in Schutz genommen und hätten festgehalten, dass die gezeigten Auffälligkeiten möglicherweise durch die Begutachtungssituation zu erklären seien. Sodann zeigten sie insbesondere für ihre abwehrende Haltung beispielsweise gegenüber therapeutischen Massnahmen Verständnis. Das kantonale Gericht betrachtete daher den medizinischen Sachverhalt dahingehend als erstellt, dass die Beschwerdeführerin seit Ablauf des Wartejahres im Oktober 2007 in ihrer bisherigen Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig und in einer angepassten Tätigkeit zu 60 % (bei ganztägiger Präsenzzeit mit einer Leistungseinschränkung von insgesamt 40 %) arbeitsfähig sei. Der von der IV-Stelle durchgeführte Einkommensvergleich sei beschwerdeweise unbestritten geblieben und sei nach Lage der Akten nicht zu beanstanden. Entsprechend dem errechneten Invaliditätsgrad von 40 % habe die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Viertelsrente.