Citation: 1C_147/2023 E. 3.2

3.2. Zwar ist der Vorinstanz im Lichte des Dargelegten zuzustimmen, dass der Beseitigung rechtswidriger Bauten ausserhalb der Bauzone ein gewichtiges öffentliches Interesse zukommt. Dies setzt jedoch eine Prüfung der Rechtswidrigkeit voraus. Weder das Departement noch das Verwaltungsgericht haben sich mit der materiellen Rechtmässigkeit der an der Scheune vorgenommenen baulichen Massnahmen auseinandergesetzt. Die Vorinstanz verwies diesbezüglich auf das bundesgerichtliche Urteil 1C_131/2018 vom 27. August 2018. In diesem hatte sich das Bundesgericht jedoch bloss im Rahmen des Umnutzungsgesuchs (zonenfremdes Materiallager für Skiliftbetrieb statt zonenkonformer Tierhaltung) mit den an der Scheune vorgenommenen baulichen Massnahmen zu befassen (vgl. E. 2, 5.1 und 7 des zitierten Urteils). Dabei kam es zum Schluss, die Umnutzung könne gestützt auf Art. 24a RPG nicht bewilligt werden, weil die durchgeführten Arbeiten den Rahmen eines bewilligungsfreien Unterhalts sprengten. Zur Frage, ob die baulichen Massnahmen selbst bewilligungsfähig sind und ob sie einer (erneuten) zonenkonformen Nutzung der Scheune, etwa als landwirtschaftliche Remise, entgegenstehen, kann dem Urteil nichts entnommen werden. Entsprechend durften die Vorinstanzen - gerade auch angesichts der offenen Rückweisungsanordnung - nicht ohne Weiteres davon ausgehen, das Bundesgericht habe die materielle Rechtswidrigkeit der baulichen Massnahmen verbindlich festgestellt.