Citation: 6P.144/2003 26.03.2004 E. 9

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe ihn zu Unrecht der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gesprochen und zu einer Strafe von 30 Monaten verurteilt. Er sei - wenn überhaupt - als Gehilfe und nicht als Mittäter zu qualifizieren. Zudem hätte er wie der Mitangeklagte A.________ zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt werden sollen. Die Einwände des Beschwerdeführers sind unbehelflich. 9.1 Nach den verbindlichen tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz fuhr der Beschwerdeführer zusammen mit A.________ mit einem eigens umgebauten Personenwagen nach dem ehemaligen Jugoslawien, um den Transport von fünf Kilogramm Heroin in die Schweiz zu vermitteln und überwachen. Hauptorganisator und Auftraggeber des Drogentransports war B.________, der A.________ im Beisein und mit Hilfe des Beschwerdeführers und von C.________ angeworben hatte. Der Beschwerdeführer liess nach seiner Ankunft im ehemaligen Jugoslawien das Heroin in das Auto einbauen. A.________ fuhr dann allein am Steuer des Personenwagens mit dem Heroin in die Schweiz zurück, während der Beschwerdeführer auf anderem Weg zurückreiste. In der Schweiz übergab A.________ den Personenwagen an den Beschwerdeführer, B.________, und C.________ (angefochtenes Urteil, S. 13, 20 f.; Urteil Bezirksgericht, S. 46 ff.). Die Vorinstanz schätzt die Beiträge des Beschwerdeführers bei der Organisation (vgl. dazu etwa Urteil Bezirksgericht, S. 48) und der Einfuhr von fünf Kilogramm Heroin zutreffend als Mittäterschaft zur Vorbereitung und Einfuhr der Drogen ein. Sie hat dabei zu Gunsten des Beschwerdeführers angenommen, dass sich seine Beziehungen zum Lieferanten des Heroins im ehemaligen Jugoslawien "in der Rolle als eigentliches Verbindungsglied erschöpften", er gegenüber dem Hauptorganisator des Drogentransports in einer ungeordneten Stellung gewesen sei und weniger als dieser über die Organisation als Ganzes gewusst habe (angefochtenes Urteil, S. 21). Die Tatbeiträge des Beschwerdeführers gehen aber gleichwohl über eine blosse Gehilfenschaft zu Drogendelikten hinaus (vgl. dazu BGE 119 IV 266 E. 3a; 118 IV 397 E. 2c; 106 IV 72 E. 2b; vgl. auch BGE 113 IV 90: Gehilfenschaft zur Beförderung von Betäubungsmitteln). Abgesehen davon erfüllen sie ohnehin selbständige Tathandlungen von Art. 19 Ziff. 1 BetmG. Das gilt auch für die im ehemaligen Jugoslawien begangenen Handlungen (vgl. Art. 19 Ziff. 4 BetmG). 9.2 Die Vorinstanz hat die Strafzumessung sorgfältig und einsichtig begründet. Sie hat dabei auch eingehend die für die Strafzumessung relevanten Unterschiede zwischen dem Beschwerdeführer und dem Kurier A.________ erörtert und überzeugend dargelegt, weshalb sie den Beschwerdeführer zu zweieinhalb Jahren Gefängnis und den Kurier A.________ zu 22 Monaten Gefängnis verurteilt hat (angefochtenes Urteil, S. 23 f.; vgl. auch Urteil Bezirksgericht, S. 83). Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was die Strafzumessung in Frage stellen könnte. Die ausgesprochene Strafe ist angesichts der Drogenmenge und der Beteiligung des Beschwerdeführers bei Planung und Ausführung der Tat eher milde. Sie verletzt jedenfalls kein Bundesrecht. Es kann vollumfänglich auf die überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden.