Citation: 4A_235/2020 E. 2.2.1

2.2.1. Hinsichtlich der Formulierungen "in der vom Benutzer angewählten Sprache" bzw. "in der von ihm angewählten Sprache" erwog die Vorinstanz, die Beschwerdeführerin verletze - unabhängig von der Qualifikation der Begehren als Unterlassungs- oder Beseitigungsbegehren - das Bestimmtheitsgebot. Die Rechtsbegehren seien zu weit gefasst, da Übersetzungen Spielraum zuliessen. Würden die Rechtsbegehren unverändert zum Dispositiv erhoben, wüsste die Beschwerdegegnerin nicht, welche Übersetzungen der geforderten Äusserungen sie verwenden (Rechtsbegehren 1 und 5) oder welche Übersetzungen der Äusserungen sie unterlassen müsste (Rechtsbegehren 2 und 8), da sich die geforderten Äusserungen unterschiedlich übersetzen liessen. Weiter sei ein solches Urteil auch nicht vollstreckbar, zumal dem Vollstreckungsrichter doch nicht in jedem Fall klar wäre, ob eine Übersetzung einer Äusserung in eine andere Sprache von der Anordnung erfasst werde. Überdies komme auch eine Übersetzung der Äusserung durch das Gericht im Sinne einer Präzisierung der Rechtsbegehren nicht in Frage. Neben des auch für das Gericht zu grossen Spielraums fehlten in den klägerischen Rechtsschriften Ausführungen dazu, welche Sprachen gemeint seien. Es sei nicht Aufgabe des Gerichts, diesbezüglich aufgrund von Beilagen in unterschiedlichen Sprachen oder der Länderdomains Vermutungen anzustellen. Soweit mit den fraglichen Rechtsbegehren 1, 2, 5 und 8 eine bestimmte Formulierung verlangt werde, unterlägen sie folglich nur in ihrer deutschen Fassung der weiteren Beurteilung.