Citation: 5A_747/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Der Beschwerdeführer will diese Beurteilung nicht gelten lassen. Er hält daran fest, dass seine Bestreitung bezüglich der von der Beschwerdegegnerin behaupteten Säule 3a-Konti "sehr wohl beachtlich" sei. Nachdem die Beschwerdegegnerin aus den beiden Säule 3a-Guthaben Rechte ableite, müsse sie das Vorliegen dieser Guthaben per Stichtag behaupten und gegebenenfalls auch beweisen. Dem Obergericht wirft der Beschwerdeführer vor, zu hohe Anforderungen an die Substanziierung von Bestreitungen zu stellen. Eine Bestreitung müsse nicht begründet werden; sie müsse so genau sein, dass die behauptungsbelastete Partei erkennen kann, welche Behauptungen bestritten und daher zu beweisen sind. Diese Anforderungen seien hier erfüllt: Es sei sowohl für das Bezirksgericht als auch für die Beschwerdegegnerin klar gewesen, welches der von der Beschwerdegegnerin genannten Säule 3a-Guthaben er anerkannte und welche beiden er bestritt. Indem das Obergericht ihm vorhalte, seine "Behauptung" nicht spezifiziert zu haben, auferlege es ihm bundesrechtswidrig die Behauptungslast, obwohl hier die Bestreitungslast zur Diskussion stehe. Der Beschwerdeführer verwahrt sich gegen den Vorwurf, dass sein Verhalten Treu und Glauben verletze. Er erinnert daran, dass die Beschwerdegegnerin in der Klageantwort die Einholung schriftlicher Auskünfte bei den Versicherungen gefordert und damit sachdienliche Beweisanträge gestellt habe. Dieses einfache Beweisverfahren hätten die kantonalen Instanzen durchführen müssen.