Citation: K 134/98 02.03.2000 E. 2

2. Aufl., S. 341 und 384) abzuklären, ob die versicherte Person einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde, wenn sie nicht erkrankt wäre. Dabei haben Verwaltung und Gericht nach der Rechtsprechung grundsätzlich zwei Fallkategorien zu unterscheiden: Wenn eine versicherte Person ihre Stelle durch Kündigung zu einem Zeitpunkt verliert, da sie bereits zufolge Krankheit arbeitsunfähig ist, gilt die Vermutung, dass sie - wie vor der Erkrankung - erwerbstätig wäre, wenn sie nicht erkrankt wäre. In solchen Fällen kann der An- spruch auf Krankentaggelder nur verneint werden, wenn kon- krete Indizien dafür vorliegen, dass die versicherte Per- son, auch wenn sie nicht erkrankt wäre, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Erwerbstätigkeit ausüben würde (BGE 102 V 83; RKUV 1994 K 932 S. 65 Erw. 3; nicht veröf- fentlichtes Urteil F. vom 1. September 1997, K 142/96). Anders sind jene Fälle zu beurteilen, da die versicherte Person erkrankt, nachdem sie bereits zuvor arbeitslos ge- worden ist. Diesfalls ist von der Vermutung auszugehen, dass die versicherte Person, auch wenn sie nicht erkrankt wäre, weiterhin keine Erwerbstätigkeit ausüben würde. Diese Vermutung kann indessen durch den Nachweis, dass die ver- sicherte Person mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine konkret bezeichnete Stelle angetreten hätte, wenn sie nicht erkrankt wäre, widerlegt werden (RKUV 1998 KV Nr. 43 S. 422 Erw. 2b; SVR 1998 KV Nr. 4 S. 9 Erw. 3b). b) Der Beschwerdeführer war bis zum 31. Juli 1995 vollständig arbeitsfähig. Er wurde deshalb von der Arbeits- losenversicherung als vermittlungsfähig anerkannt und bezog von dieser das volle Taggeld. Andererseits blieb unbestrit- ten, dass er, entsprechend den ärztlichen Bescheinigungen vom 20. Oktober und 5. Dezember 1995, ab 1. August 1995 vollständig arbeitsunfähig war. Nach der in Erw. 2c hievor angeführten Rechtsprechung könnte deshalb der Anspruch auf Fr. 10.- übersteigende, einen Erwerbsausfall deckende Tag- gelder von der Helsana nur anerkannt werden, wenn der Be- schwerdeführer, wäre er nicht erkrankt, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine von ihm konkret bezeichnete Stelle angetreten hätte. Dass dies der Fall gewesen wäre, macht der Beschwerdeführer nicht einmal geltend, und es finden sich auch keine diesbezüglichen Anhaltspunkte in den Akten. Letzteres gilt auch bezüglich anderer ungedeckter Kosten im Sinne von Art. 1 des Reglements. Demzufolge ist der ange- fochtene Entscheid im Ergebnis zu bestätigen.