Citation: 2C_76/2024 E. 3

Streitgegenstand der vorliegenden Beschwerde ist die seitens der Vorinstanz bestätigte Verweigerung des Migrationsdiensts, dem Beschwerdeführer eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Dieser Verweigerung ging die Feststellung des Migrationsdiensts voraus, dass die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers aufgrund seiner Rückkehr nach Nordmazedonien von Ende März bis Anfang Dezember 2019 gestützt auf Art. 61 Abs. 2 AIG erloschen sei. Die Vorinstanz erwog, hinsichtlich der Frage, ob die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers von Gesetzes wegen erloschen sei, komme es allein auf die Auslandabwesenheit von sechs aufeinanderfolgenden Monaten an. Dass sich der Beschwerdeführer in der Schweiz keine neue Existenz aufbauen wollte und im Sommer 2019 angeblich für kurze Zeit in der Schweiz weilte, sei nicht entscheidend (vgl. E. 2 des angefochtenen Urteils). Sodann erfülle der Beschwerdeführer aufgrund seiner mutwilligen Schuldenwirtschaft die Voraussetzungen des Widerrufsgrunds des Verstosses gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung (Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG i.V.m. Art. 77a Abs. 1 lit. b VZAE [SR 142.201]), weshalb ihm gestützt auf Art. 43 Abs. 1 AIG kein Aufenthaltsanspruch (mehr) zukomme (vgl. E. 4 des angefochtenen Urteils). Zu bejahen sei im Übrigen auch die Verhältnismässigkeit der Fernhaltemassnahme: Zwar habe sich der 43-jährige Beschwerdeführer rund 21 Jahre in der Schweiz aufgehalten und sei die von Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV geschützte Beziehung zu seiner Ehefrau und seiner jüngsten, noch minderjährigen Tochter bedeutsam. Angesichts seiner hohen Verschuldung, seiner wiederholten Straffälligkeit, seiner mässigen Verankerung in der hiesigen Gesellschaft und des erheblichen Sozialhilfebezugs der Familie lasse sich indes nicht von einer gelungenen Integration sprechen. Die Bindung zu seinem Heimatland sei weiterhin eng und die Beziehung zur Ehefrau und Tochter könne in eingeschränktem Rahmen mittels moderner Kommunikationsmittel und gegenseitiger Besuche gepflegt werden. Insgesamt überwiege das öffentliche Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers sein privates Interesse am Verbleib in der Schweiz (vgl. E. 5 und 6 des angefochtenen Urteils).