Citation: 4A_593/2024 E. 5.2

5.2. Diese Begründung vermag die Beschwerdeführerin nicht als bundesrechtswidrig auszuweisen. Die Vorinstanz hat für die Frage des Verschuldens zu Recht auf den Zeitraum vor dem Auslandaufenthalt abgestellt. Dass es ihr gemäss ihren Vorbringen während des Auslandaufenthalts und nach ihrer Rückkehr in die Schweiz aufgrund des zwischenzeitlichen Konkurses ihrer Arbeitgeberin erschwert gewesen sei, sich über ihren Taggeldanspruch zu informieren, ändert bereits in zeitlicher Hinsicht nichts, da die Zustimmung vor dem Auslandaufenthalt einzuholen gewesen wäre. Inwiefern die Beschwerdeführerin im Zeitraum vor dem Auslandaufenthalt unverschuldet daran gehindert gewesen wäre, sich über ihre Obliegenheiten bei ihrer zu diesem Zeitpunkt noch nicht konkursiten Arbeitgeberin zu informieren, begründet die Beschwerdeführerin nicht weiter. Selbst wenn von ihr nur hätte erwartet werden können, dass sie in besagtem Zeitraum ihre Arbeitsunfähigkeit ihrer Arbeitgeberin mittels Arztzeugnissen meldet, könnte die angeblich fehlende Information über die Identität der Versicherung und den Umfang ihrer Obliegenheiten als versicherte Person nicht als Entschuldigung für die Obliegenheitsverletzung dienen. Dass die Beschwerdeführerin nicht über diese Informationen verfügte, ist letztlich auf eine Verletzung der Informationspflichten der Arbeitgeberin zurückzuführen. Diese wäre gemäss Art. 17.1. AVB verpflichtet gewesen, die Beschwerdeführerin bereits bei Vertragsbeginn schriftlich über ihre Verhaltenspflichten zu informieren. Die fehlende Information, auf die sich die Beschwerdeführerin zur Entschuldigung ihrer Obliegenheitsverletzung letztlich stützt, betrifft somit nicht das Leistungsverhältnis mit der Beschwerdegegnerin, sondern die Informationspflicht im Verhältnis zu ihrer damaligen Arbeitgeberin.