Citation: I 602/04 05.08.2005 E. 5

5. Zu prüfen bleibt, wie sich Gesundheitszustand und zumutbare Arbeitsfähigkeit in der Folge entwickelten. 5.1 Am 22. September 1999 prognostizierte Dr. med. F.________, eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit bis Ende 1999. Anlässlich von Verlaufskontrollen am 11. Februar und 6. April 2000 hielten Prof. Dr. med. B.________ und Dr. med. W.________ von der Abteilung Wirbelsäulen/ Rückenmarkschirurgie der Klinik X.________ die Beschwerdeführerin immer noch für arbeitsunfähig. Erst aufgrund einer Konsultation vom 15. Juni 2000 erachteten sie ihre Patientin für schwere körperliche Arbeiten zwar weiterhin als vollumfänglich arbeitsunfähig, eine leichte, in wechselnden Positionen (Sitzen, Stehen, Gehen) auszuführende Tätigkeit könne hingegen ab 1. Juli 2000 zu 100 % verrichtet werden. Im Gegensatz dazu gehen die Arztberichte der Dres. med. F.________ (vom 1. Februar 2002) und M.________ (vom 7. Februar 2002) rückwirkend übereinstimmend von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer körperlich nicht belastenden Tätigkeit im Rahmen von 50 % oder 4 bis 5 Stunden pro Tag ab 1. Januar 2000 aus. In einem Arztbericht vom 22. Februar 2001 hatte Frau Dr. M.________ noch von einer vollen Arbeitsunfähigkeit bis Ende November 2000 berichtet. Die jeweils aktuellen - weder prognostischen, noch rückblickenden - Atteste stammen von der Klinik X.________. Dort wurde die Beschwerdeführerin nach der Operation in relativ kurzen Abständen kontrolliert. Auf ihre Beurteilung kann abgestellt werden, womit von einer wesentlichen Veränderung im Sinne einer Besserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit ab Juli 2000 auszugehen ist. 5.2 Gemäss dem hier anwendbaren (Erwägung 1.2) Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.