Citation: K 115/01 26.04.2002 E. 4

4.- Die Vorinstanz hat zu Recht erkannt, dass der Versicherte angesichts der laufenden Versicherungsleistungen nicht eine Einzelversicherung mit längerer Wartezeit als bisher abschliessen konnte. Auf die zutreffenden Erwägungen kann verwiesen werden. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, sticht nicht. a) Namentlich im Vorverfahren hat sich der Versicherte auf BGE 125 V 112 berufen, wonach ihm beim Übertritt in die Einzelversicherung keine Nachteile erwachsen dürfen. Entgegen den Überlegungen des Beschwerdeführers kann sich dies jedoch nicht auf die Höhe der Prämien beziehen. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat sich in jenem Entscheid insofern etwas ungenau ausgedrückt, als es gesagt hat, es stehe dem Versicherten die Fortführung des Versicherungsverhältnisses in der Einzelversicherung zu, ohne dass er Nachteile, namentlich die Anbringung eines Vorbehaltes, in Kauf zu nehmen habe. Wie die folgenden Erwägungen jedoch zeigen, ist es im Entscheid ausschliesslich um die Wahrung des bisherigen Umfanges der Leistungen gegangen, also um leistungsrechtliche Überlegungen. Auch aus BGE 127 III 237 ergibt sich, dass Art. 71 Abs. 1 KVG den Leistungsbestand garantiert. Eine Prämienerhöhung kann daher als Nachteil nicht gemeint sein, dies auch deshalb nicht, weil das KVG dem Versicherer erlaubt, unterschiedliche Prämien für die Einzel- und die Kollektivversicherung vorzusehen (Art. 76 und 77 KVG). b) Der Versicherte legt ausführlich dar, er habe mit der Einzelversicherung, da er bereits bei Eintritt in dieselbe invalid gewesen sei, den Eintritt des Versicherungsfalles nicht nochmals versichern können und damit sei auch die Regelung der Wartefrist ohne Bedeutung. Er hätte deshalb ebenso gut eine Einzelversicherung mit einer Wartefrist von 361 Tagen abschliessen können. Das Versicherungsverhältnis wäre so oder so fortgesetzt worden, was einzig wesentlich sei. Er übersieht dabei jedoch Folgendes: Die Prämie in der Kollektivtaggeldversicherung (welche anscheinend viel gewichtiger vom Arbeitgeber als vom Arbeitnehmer erbracht worden ist) war die Prämie für eine Risikoversicherung. Jene Versicherten, welche Taggelder nicht beanspruchten, waren gute Risiken. Die Versicherten mit guten Risiken finanzierten die Leistungen für die schlechten Risiken. Bei Übertritt in die Einzelversicherung war der Beschwerdeführer ein denkbar schlechtes Risiko. Es wäre stossend, wenn er nur die Prämie für das geringste Risiko, nämlich mit der längstmöglichen Wartezeit, bezahlen müsste, obgleich bei Übertritt in die Einzelversicherung auch nach seiner Meinung feststand, dass er fortan Taggelder bis zur Erschöpfung der Versicherungsleistungen beziehen würde. Dabei ist von Interesse, dass die Prämie, die ihm in der Einzelversicherung in Rechnung gestellt wird, nicht etwa eine besondere Prämie für Versicherte mit laufenden Leistungen, sondern die gleiche Prämie ist, wie sie von jedem anderen Versicherten mit demselben Eintrittsalter und derselben Wartezeit zu erbringen ist und demnach auch Geltung hat für Versicherte ohne laufende Leistungen. Daraus folgt, dass es nicht so sehr darauf ankommt, ob der Versicherte grundsätzlich auch bei Übertritt in die Einzelversicherung die Wartefrist verlängern kann. Er kann dies jedenfalls dann nicht tun, wenn er bei Eintritt in die Einzelversicherung voraussichtlich dauernd invalid ist und entsprechend Leistungen bezieht.