Citation: 2C_192/2022 E. B

B.a. Auch im Folgejahr, 2020, wies die EZV den Antrag der Importeurin auf Zulassung zum Grenzzonenverkehr ab. Der Verfügung vom 6. Mai 2020 zufolge war die EZV zum Schluss gelangt, dass die im Zollausland gelegenen Grundstücke, die im Eigentum der jeweiligen Gründer stehen, von keinem operativ im Zollinland tätigen Landwirtschaftsbetrieb betrieben würden (was aber erforderlich wäre, um die Bewilligung zu erteilen). Die Gründung der Importeurin im Jahr 2017 sei aus dem alleinigen Grund erfolgt, die abgabebefreite Einfuhr von Waren im Rahmen des Grenzzonenverkehrs zu ermöglichen. Das gewählte Vorgehen widerspreche dem Geist des landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsverkehrs. B.b. Dagegen gelangte die Importeurin mit Beschwerde vom 3. Juni 2020 an die Oberzolldirektion (OZD). Diese wies das Rechtsmittel ab (Beschwerdeentscheid vom 19. November 2020), wobei sie ergänzte, dass die Importeurin in Büsingen am Hochrhein (DE) lediglich einen Briefkasten und einige wenige Gerätschaften unterhalte. Die OZD stützte sich hierzu namentlich auf eine Fotodokumentation, die ihres Erachtens zu belegen vermochte, dass beim Wirtschaftsgebäude keine ausreichenden eigenen landwirtschaftlichen Gerätschaften und Lagerräume verfügbar seien. Von einem operativ im Zollinland tätigen Landwirtschaftsbetrieb könne nicht gesprochen werden. B.c. Die Importeurin erhob am 3. Januar 2021 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Dieses wies das Rechtsmittel mit Urteil A-4/2021 vom 19. Januar 2022 ab. Das Bundesverwaltungsgericht erwog, dass das massgebende Staatsvertragsrecht unter anderem ein in der inländischen Zollgrenzzone liegendes Wirtschaftsgebäude voraussetze, damit der landwirtschaftliche Bewirtschaftungsverkehr beansprucht werden könne. Die Importeurin habe zwar einen Teil einer in Büsingen am Hochrhein (DE) befindlichen Lagerhalle angemietet, ohne aber über genügend eigene landwirtschaftliche Gerätschaften und hinreichend grosse Lagerräume für die tatsächliche Bewirtschaftung der in der ausländischen Grenzzone gelegenen Grundstücke zu verfügen. Der angemietete Gebäudeteil könne folglich nicht als Wirtschaftsgebäude im Sinne des Staatsvertragsrechts betrachtet werden.