Citation: 2C_831/2021 E. 3.3.3

3.3.3. Zudem entspricht es der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, dass die Gewährung der Halbgefangenschaft durch die Strafvollzugsbehörden keine bindende Wirkung für die Ausländerbehörde hat, da das Ausländerrecht zum Schutz der Gesellschaft hinsichtlich des noch hinzunehmenden Risikos strengere Anforderungen stellt als das Strafrecht (ausführlich dazu Urteil 2C_367/2021 vom 30. September 2021 E. 4.3 mit zahlreichen Hinweisen). In Verbindung mit der Tatsache, dass in Fällen wie dem vorliegenden höchstens ein minimales Rückfallrisiko in Kauf genommen werden darf (vgl. oben E. 3.3.1), hat die Vorinstanz die Gewährung der Halbgefangenschaft in ihrer Interessenabwägung zu Recht nicht schwer gewichtet. Der positive Führungsbericht aus dem Strafvollzug wurde sodann von der Vorinstanz berücksichtigt. Dass sie ihm kein besonderes Gewicht zumisst, ist in Anbetracht des Inhalts, wonach der Beschwerdeführer im Strafvollzug zu keinen Klagen Anlass gegeben habe und stets korrekt, kooperativ und zuvorkommend gewesen sei (vgl. act. 11), nicht zu beanstanden. Dies stellt ein Verhalten dar, welches grundsätzlich von einer Person im Strafvollzug erwartet werden darf und lässt keine Rückschlüsse über eine allfällige Rückfallgefahr zu.