Citation: 2C_420/2007 21.09.2007 E. 2

2.1 Die gegen den Beschwerdeführer angeordnete Ausschaffungshaft dient der Sicherstellung des Vollzugs seiner am 1. März 2007 (Art. 12 Abs. 1 ANAG [SR 142.20] in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 ANAV [SR 142.201]) ausgesprochenen formlosen sowie der danach verfügten asylrechtlichen Wegweisung und mithin einem vom Gesetz vorgesehenen Zweck (Art. 13b Abs. 1 ANAG). Nach den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (vgl. Art. 105 Abs. 1 bzw. Art. 105 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 97 Abs. 1 BGG) weigert sich der Beschwerdeführer, in seine mutmassliche Heimat zurückzukehren, hat seine Identität nicht belegt und die Behörden möglicherweise hinsichtlich seiner Herkunft getäuscht, womit er den Haftgrund von Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG ("Untertauchensgefahr"; vgl. BGE 130 II 56 E. 3.1 S. 58 f. mit Hinweisen) erfüllt. Zudem ist auch der Haftgrund von Art. 13b Abs. 1 lit. d ANAG (Nichteintretensentscheid der Asylbehörden) gegeben. 2.2 Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass die erwähnten Haftgründe vorliegen. Er macht jedoch geltend, die Behörden hätten das Beschleunigungsgebot gemäss Art. 13b Abs. 3 ANAG (vgl. BGE 130 II 488 E. 4 S. 492 mit Hinweis) verletzt, indem sie zwischen dem 24. Mai 2007 und dem 8. August 2007 keinerlei Vorkehren zur Förderung der Ausschaffung getroffen hätten. Der Haftrichter hat zu diesem bereits im kantonalen Haftüberprüfungsverfahren vorgebrachten Vorwurf bloss ausgeführt, das Migrationsamt habe das Beschleunigungsgebot zwar ungenügend beachtet, aber noch nicht gerade verletzt. Wie aus der Vernehmlassung des Bundesamtes für Migration (nachfolgend: Bundesamt) vom 3. September 2007 hervorgeht, ist die Rüge jedoch unbegründet: Am 4. Mai 2007 hat das Migrationsamt des Kantons Zürich das Bundesamt um Vollzugsunterstützung gebeten. Gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers betreffend seine Identität und seine Herkunft ersuchte das Bundesamt das Generalkonsulat von Algerien um Ausstellung eines Ersatzreisedokuments. Da der Beschwerdeführer seine algerische Staatsangehörigkeit nicht belegen kann, veranlasste das Bundesamt am 24. Mai 2007 eine Sprachanalyse. Diese wurde am 29. Juni 2007 abgeschlossen und anfangs Juli 2007 der Abteilung Rückkehr zur Kenntnis gebracht. Am 4. August 2007 lehnten die algerischen Behörden die Ausstellung eines Laissez-passer ab mit der Begründung, die Angaben zur Person seien falsch. Da der Beschwerdeführer aufgrund der Sprachanalyse vermutlich aus Marokko stammt, wurde am 8. August 2007 bei der marokkanischen Botschaft in Bern ein Gesuch um Ausstellung eines Ersatzreisepapiers gestellt. Demzufolge kann von einer unzulässigen Verzögerung der behördlichen Vorkehren zur Papierbeschaffung nicht die Rede sein. Der Beschwerdeführer macht geltend, den Akten des Migrationsamtes habe sich nicht entnehmen lassen, dass die Sprachanalyse am 29. Juni 2007 fertiggestellt und anfangs Juli 2007 der Abteilung Rückkehr mitgeteilt worden sei. Dabei handle es sich somit um unzulässige neue Vorbringen. Es trifft zwar zu, dass das Bundesgericht seinem Urteil grundsätzlich den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde legt (Art. 105 Abs. 1 BGG). Hingegen kann es die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder ergänzen, wenn sie - wie im vorliegenden Fall - offensichtlich unrichtig ist (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die Einwendung des Beschwerdeführers ist somit nicht stichhaltig. 2.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die angefochtene Haftverlängerung kein Bundesrecht verletzt. Für alles Weitere wird auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).