Citation: 2C_715/2013 E. 3.4

3.4. Die Argumentation des Steuerpflichtigen geht dahin, dass die Steuerzahllast richtigerweise nicht durch die geschilderte Multiplikation zu ermitteln wäre, sondern durch Subtraktion der tatsächlichen Vorsteuer von der tatsächlichen Mehrwertsteuer. Die Höhe der Vorsteuer ist eine Tatfrage. Ungeachtet dessen, ob die Subtraktions- gegenüber der Multiplikationsmethode den Vorrang beanspruchen könnte, ist dem Steuerpflichtigen entgegenzuhalten, dass er für Bestand und Höhe der vorsteuerbelasteten Aufwendungen und Investitionen die Beweisführungslast trägt (vorne E. 2.2.1). Misslingt ihm dies, trägt er die Folgen der Beweislosigkeit. Unter dem Mehrwertsteuerrecht von 1999 ist e ine ermessensweise Bestimmung der Vorsteuern ausgeschlossen (Urteile 2C_426/2008 / 2C_432/2008 vom 18. Februar 2009 E. 3.3; 2C_356/2008 vom 21. November 2008 E. 4.3 mit Hinweisen, in: ASA 79 S. 618; 2C_426/2007 vom 22. November 2007 E. 6; 2A.558/2005 vom 8. Mai 2006 E. 2, in: ASA 76 S. 682). Die Vorinstanz stellt hierzu für das Bundesgericht verbindlich fest, die Vorsteuern seien zwar behauptet, nicht aber bewiesen worden (angefochtenes Urteil E. 3.2.4.2).