Citation: 2C_114/2019 E. 5.2.1

5.2.1. Der Beschwerdeführer macht zwar geltend, dass es sich bei der sexuellen Nötigung um eine Tat gehandelt habe, welche sich aus einer ihm aufgezwungenen Situation heraus entwickelt habe. Indessen ist ihm entgegenzuhalten, dass bei der Festsetzung des Strafmasses durch das Strafgericht sämtliche strafmildernden Umstände bereits mitberücksichtigt werden, weshalb im ausländerrechtlichen Verfahren grundsätzlich kein Raum verbleibt, die strafrechtliche Beurteilung (wieder) infrage zu stellen (vgl. Urteil 2C_508/2019 vom 10. September 2019 E. 4.1). Der Beschwerdeführer hat nicht dargetan, dass die Tatumstände im betreffenden Strafverfahren derart zu seinen Ungunsten berücksichtigt worden wären, dass im vorliegenden migrationsrechtlichen Zusammenhang ausnahmsweise nicht auf die vom Strafgericht verhängte Strafe als Ausgangspunkt sowie Massstab für den Verschuldensgrad abgestellt werden könnte. Mangels gegenteiliger Anhaltspunkte ist auch davon auszugehen, dass das Obergericht des Kantons Solothurn bei der Bemessung der vorliegend relevanten Strafe dem Umstand Rechnung trug, dass es sich bei der Tat um einen zeitlich kurz andauernden Vorfall gehandelt hat. Letzteres kann vorliegend folglich nicht (nochmals) zu Gunsten des Beschwerdeführers berücksichtigt werden (in diesem Sinne jedoch Beschwerde, S. 8).