Citation: 7B_13/2021 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, den Tatbestand der Freiheitsberaubung nach Art. 183 Ziff. 1 StGB erfüllt zu haben. Auch die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen werden von ihm nicht bestritten. Mit seiner Rüge, die Freiheitsberaubung sei in rechtfertigender oder entschuldbarer Notwehr erfolgt, dringt der Beschwerdeführer nicht durch. Eine mögliche Notwehrlage könnte einzig im Angriff in Form der Verletzung des Hausrechts des Beschwerdeführers erblickt werden. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, war dieser Angriff jedoch bereits abgewendet, als der Beschwerdeführer den Beschwerdegegner 2 gefangen nahm, da sich die Eindringlinge - und mit ihnen der Beschwerdegegner 2 - bereits auf der Flucht vom Bauernhof des Beschwerdeführers befanden. Die Freiheitsberaubung kann damit nicht in Notwehr erfolgt sein. Dass es ex post betrachtet zu einem späteren Zeitpunkt zu einem unmittelbaren Angriff auf die körperliche Integrität des Beschwerdeführers gekommen ist (der Angriff mit der Mistgabel), ist entgegen der Argumentation des Beschwerdeführers für die Frage, ob die Freiheitsberaubung in Notwehr erfolgt ist, bereits deshalb unerheblich, weil das Vorliegen einer Notwehrlage ex ante zu beurteilen ist. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie den Beschwerdeführer der Freiheitsberaubung schuldig erklärt.