Citation: 1C_129/2021 E. 6.4

6.4. Das Bundesgericht prüft die Auslegung und Anwendung des kantonalen Rechts bei schwerwiegenden Einschränkungen von Grundrechten ohne Beschränkung der Kognition, andernfalls nur auf Willkür hin (vgl. BGE 145 II 70 E. 3.5 mit Hinweisen). Ein schwerer Eingriff liegt nach der Rechtsprechung namentlich vor, wenn Grundeigentum zwangsweise entzogen wird oder die bisherige oder künftig mögliche, bestimmungsgemässe Nutzung eines Grundstücks durch Verbote oder Gebote verunmöglicht oder stark erschwert wird (vgl. BGE 145 I 156 E. 4.1; 124 II 538 E. 2a). Beide Konstellationen sind vorliegend bei objektiver Betrachtung nicht gegeben. Im Übrigen bildet eine Regelung, wonach private Strassen zur Erschliessung von Bauland mangels Einigung der beteiligten Grundeigentümer auf deren Kosten von der Gemeinde erstellt werden können (wie bei einem Quartierplan), im Allgemeinen keinen schweren Eingriff in die Eigentumsgarantie (vgl. BGE 98 Ia 43 E. 2b; Urteil 1C_59/2018 und 1C_60/2018 vom 25. Oktober 2018 E. 3.2, in: SJ 2019 I 109). Die Rechtsprechung hat aus der Eigentumsgarantie bei derartigen Massnahmen einen Anspruch auf wertgleichen Realersatz und - sofern dies nicht möglich ist - auf Geldausgleich in der Höhe des Verkehrswerts abgeleitet (vgl. dazu BGE 122 I 120 E. 5; Urteil 1P.62/2007 vom 17. August 2007 E. 5). Eine Verletzung der zuletzt genannten Grundsätze wird in der vorliegenden Beschwerde nicht substanziiert geltend gemacht. Insgesamt ist nicht von einem schweren Eingriff in die Eigentumsgarantie auszugehen. Die Anwendung des kantonalen Rechts durch die Vorinstanz als Grundlage für die Errichtung der umstrittenen Dienstbarkeit ist unter dem Blickwinkel des Willkürverbots zu prüfen. Dabei geht es um die substanziierten Vorwürfe der Beschwerdeführer gegen die Annahme von Art. 58 Abs. 4 und Art. 70 KRG als gesetzliche Grundlagen. Soweit in der Beschwerdeschrift ans Bundesgericht beiläufig die Art. 16 ff. der kantonalen Raumplanungsverordnung vom 24. Mai 2005 (KRVO; BR 801.110) und die Bestimmungen zur Quartierplanung im kommunalen Baugesetz als verletzt bezeichnet werden, fehlt es an rechtsgenüglichen Verfassungsrügen (vgl. oben E. 2.1). Darauf kann nicht eingetreten werden.