Citation: 1C_260/2016 E. 4.3

4.3. Dagegen machen die Beschwerdeführer geltend, massgeblich sei der Abstand zur Grundstücksgrenze, der weniger als 10 m betrage, so dass der Mindestabstand um mehr als die Hälfte unterschritten sei. Dies ergebe sich aus dem Entwurf 2005, aber auch aus dem Wortlaut von Ziff. 512 Anh. 2 LRV, wonach es um Mindestabstände zu "bewohnten Zonen" gehe. Es entspreche der ratio legis der LRV, Anwohner von geruchsemitierenden Anlagen in bewohnten Zonen nicht nur innerhalb, sondern auch ausserhalb von Gebäuden vor schädlichen und lästigen Immissionen zu schützen. Es stünde im Widerspruch zu den grundlegenden Prinzipien des schweizerischen Umweltrechts, wenn der Aufenthalt im Freien in Wohnzonen mit lästigen oder gar schädlichen Geruchsimmissionen verbunden sein dürfe. Die Massgeblichkeit der Grundstücksgrenze entspreche auch dem Eigentumsbegriff gemäss Art. 26 BV und dem Konzept des nachbarrechtlichen Abwehrrechts gemäss Art. 679 i.V.m. 684 ff. ZGB.