Citation: 2C_425/2017 E. 1.3

1.3. Als Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung erkennt die Beschwerdeführerin die Frage nach den Auswahlskriterien bei der Submission zur Vergabe von Arbeiten der laufenden Nachführung im Rahmen einer hoheitlichen Tätigkeit. Damit verknüpft sei auch die Frage, wer in welchem Verfahren über eine Nachfolgeregelung befinden könne, wenn der Nachführungsgeometer die Voraussetzungen zur Arbeitsausübung (in casu durch eine unbegründete fristlose Auflösung des Vertragsverhältnisses durch den Geometer) nicht mehr erfüllen könne. Die Beschwerdeführerin weist darauf hin, dass diese Frage soweit ersichtlich höchstrichterlich noch nicht beurteilt worden sei. Das Vorliegen einer "Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung" ("question juridique de principe", "questione di diritto d'importanza fondamentale") darf indessen nur zurückhaltend angenommen werden (vgl. BGE 140 III 501 E. 1.3 S. 503; 133 III 493 E. 1.1 S. 494 f., mit Hinweisen), zumal bei Unzulässigkeit des ordentlichen Rechtsmittels der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten bei kantonalen Submissionen immer noch die subsidiäre Verfassungsbeschwerde zur Verfügung steht und bei Vergabeverfahren von Bundesorganen, soweit sie aufgrund ihres Auftragswertes überhaupt den Vorschriften des Beschaffungsrechts unterstehen (Art. 6 BöB), das Bundesverwaltungsgericht als Rechtsmittelinstanz angerufen werden kann (Art. 27 Abs. 1 BöB). Der blosse Umstand, dass die aufgeworfene Rechtsfrage noch nie entschieden wurde, genügt ebenfalls nicht, um ihr eine grundsätzliche Bedeutung zuzuschreiben. Vielmehr muss es sich um eine Rechtsfrage handeln, deren Entscheid für die Praxis wegleitend sein kann und von ihrem Gewicht her nach einer höchstrichterlichen Klärung ruft (Urteil 2C_116/2007 bzw. 2C_396/2007 vom 10. Oktober 2007 E. 4.2; vgl. BGE 139 II 404 E. 1.3 S. 410 zur analogen Thematik auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuersachen). Gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG obliegt es dem Beschwerdeführer, in der Beschwerdeschrift darzutun, dass und inwiefern die Voraussetzung des Vorliegens einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung erfüllt ist. Vermag er dieser prozessualen Obliegenheit nicht zu genügen, ist auf das Rechtsmittel nicht einzutreten (Urteil 2C_116/2007 bzw. 2C_396/2007 vom 10. Oktober 2007 E. 4.2; Urteil 2C_224/2007 vom 10. September 2007 E. 2.2; vgl. auch BGE 133 III 439 E. 2.2.2.1 S. 442). Im vorliegenden Fall ist keine gewichtige unbeantwortete Rechtsfrage mit hoher Relevanz für die Praxis zu erkennen: Die von der Beschwerdeführerin aufgeworfene Fragestellung ergibt sich aufgrund von zeitlichen Übergangsregelungen, welche in einem einzigen Kanton gelten, und lediglich einen sehr beschränkten Teilaspekt eines einzigen Rechtsgebiets beschlagen. Aufgrund dieser engen zeitlichen, örtlichen und sachlichen Limitierungen hat die von der Beschwerdeführerin aufgezeigte Frage einen weitestgehend singulären Charakter und kaum eine über den Einzelfall hinausgehende Bedeutung. Namentlich geht es hier auch nicht um die Frage, ob das in einer Submissionsangelegenheit angerufene Gericht einen geschlossenen Vertrag aufheben kann: Das Kantonsgericht hat hier vielmehr festgehalten, dass eine Übertragung des (im Jahr 2007) geschlossenen Vertrages auf Dritte gar nicht möglich sei, da sich eine solche Transferierung der rechtsgeschäftlichen Verfügungsgewalt der beteiligten Firma (C.________ AG) entziehe. Nach dem Ausgeführten ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten somit ausgeschlossen, weswegen auf dieses Rechtsmittel nicht einzutreten ist. Nachfolgend zu prüfen bleibt die Zulässigkeit der gleichzeitig erhobenen subsidiärenVerfassungsbeschwerde (Art. 113 und Art. 119 BGG).