Citation: 1C_516/2016 E. 5.8

5.8. Die Kritik des Beschwerdeführers ist jedoch insofern berechtigt, als das Kantonsgericht, welches nach seinen eigenen Darlegungen Noven bis zum Zeitpunkt seines Entscheids berücksichtigen musste, auf die in jenem Zeitpunkt für die Bewirtschaftung zur Verfügung stehende Fläche hätte abstellen sollen. Offenbleiben kann, ob er ebenfalls zu Recht geltend macht, dass es nicht darauf ankomme, in welchem Verhältnis das zu erwartende Einkommen aus der landwirtschaftlichen Tätigkeit zu seinem Einkommen als Notar und Anwalt stehe. Massgebend ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung insofern, dass ein namhafter Beitrag an den Existenzbedarf der Bewirtschafterfamilie geleistet wird, wobei ein Beitrag von rund einem Drittel vom ARE bei Vorhaben, die keine bedeutenden räumlichen Auswirkungen haben, als sachgerecht bezeichnet wird (Urteile 1C_8/2010 vom 29. September 2010 E. 2.3.3 und 1A.64/2006 vom 7. November 2006 E. 5.3). Im Ergebnis ist der angefochtene Entscheid aus den folgenden Erwägungen jedenfalls nicht zu beanstanden. Grundsätzlich ist die Existenzfähigkeit aufgrund der aktuellen Betriebsstruktur zu prüfen. Beabsichtigte Erweiterungen können nur insoweit berücksichtigt werden, als sie sowie der dadurch zu erwartende zusätzliche wirtschaftliche Ertrag hinreichend gesichert erscheinen. Die längerfristige Existenzfähigkeit muss insgesamt aufgrund gesicherter Fakten und einer vertieften Prüfung der Wirtschaftlichkeit bejaht werden können (Urteil 1C_8/2010 vom 29. September 2010 E. 2.3.3). Im vorliegenden Fall wurde an der betreffenden Lage bisher kein Wein angebaut und fehlt es damit insbesondere an Erfahrungswerten in Bezug auf die vom Beschwerdeführer angepflanzte Traubensorte. Da nur auf gesicherten Erfahrungswerten beruhende Prognosen dem Entscheid zu Grunde gelegt werden können, ist unter diesen Voraussetzungen eine vorsichtige Schätzung des zu erwartenden Ertrags geboten. Der von der Vorinstanz ihrer Beurteilung zu Grunde gelegte Verkaufspreis von Fr. 15.-- bis Fr. 20.-- und der Umstand, dass sie sich insofern von der Analyse, welche Beat Felder im Namen der Dienststelle lawa für den Beschwerdeführer verfasst hatte, entfernte, ist aus diesem Grund nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer rechnet mit einer Jahresproduktion von 4'000 Flaschen Wein. Somit müsste er einen Preis von mindestens Fr. 13.75 erzielen und zudem sämtliche Flaschen verkaufen, um die jährlichen Aufwendungen von Fr. 55'000.-- zu decken. Unter diesen Umständen kann nicht gesagt werden, gesicherte Fakten liessen den Schluss zu, dass der Beschwerdeführer mit seinem Betrieb einen namhaften Beitrag an den Existenzbedarf seiner Familie erzielen wird. Dass der Betrieb einen hohen Arbeitsaufwand verursacht und der Beschwerdeführer aufgrund der berechneten SAK Anspruch auf Direktzahlungen hat (Art. 5 DZV verlangt dafür ein Mindestarbeitsaufkommen von 0,2 SAK), ist dabei nicht entscheidend. Der zeitliche Aufwand für Freizeitbeschäftigungen kann durchaus beträchtlich sein, ohne dass bereits eine berufliche Tätigkeit vorliegt. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann beispielsweise bei einem jährlichen Arbeitsaufwand von fast 1'200 Stunden oder gar auch bei Aufgabe der bisherigen beruflichen und vollständiger Hingabe an die landwirtschaftliche Tätigkeit Freizeitlandwirtschaft vorliegen (vgl. das bereits wiederholt zitierte Urteil 1C_8/2010 vom 29. September 2010 E. 2.3 sowie Urteil 1A.256/2005 vom 10. März 2006 E. 2.2). Bei diesem Ergebnis kann offenbleiben, ob die Kostenrechnung des Beschwerdeführers, welche in die Analyse vom 28. April 2016 übernommen wurde, korrekt ist. Danach wird dem Betrieb Winzigen unter dem Titel Investitionen nur ein Anteil von Fr. 150'000.-- an den Kosten des Ökonomiegebäudes angerechnet. Wie sich dem vom Beschwerdeführer verfassten Dokument "Umbau- und Renovationsaufwand 2013" entnehmen lässt, war der Umbau erheblich teurer. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzte, wenn sie von einem Freizeitlandwirtschaftsbetrieb ausging.