Citation: 2C_620/2024 E. 6.2.5

6.2.5. Freisprüche erfolgten im Zusammenhang mit der Geburt der Kälber und dem Tod der Kuh "D.________". Die Vorinstanz würdigte in diesem Punkt den äusseren Geschehensablauf, wie er sich aus dem Bericht des beigezogenen Tierarztes ergibt (angefochtenes Urteil, E. 5.3). Sie stützte sich damit nicht auf einen anderen Sachverhalt als das Strafgericht, sondern würdigte den gleichen Sachverhalt in rechtlicher Hinsicht anders. Dies ist ohne weiteres zulässig. Im Strafverfahren stand der Tatbestand der Tierquälerei zur Diskussion (Art. 26 TschG), während es im verwaltungsrechtlichen Verfahren um ein Tierhalteverbot nach Art. 23 Abs. 1 lit. b TschG geht (vgl. E. 3 hiervor). Ein solches Verbot kommt rechtsprechungsgemäss namentlich in Betracht, wenn aus mangelnder charakterlicher Eignung oder wegen Unzuverlässigkeit der Tierhalter die Gefahr besteht, dass die gehaltenen Tiere erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden erfahren (Urteil 2C_482/2024 vom 5. Dezember 2024 E. 3.2, mit Hinweisen). Es ist mit Blick auf die Bindungswirkungen des Strafurteils nicht zu beanstanden, wenn die Verwaltungsbehörden den äusseren Ablauf rund um die Geburt der Kälber und den Tod der Kuh "D.________" im Hinblick auf die charakterliche Eignung bzw. Unzuverlässigkeit der Beschwerdeführerin würdigen, ohne auf den Freispruch im Strafverfahren einzugehen.