Citation: 6P.19/2004 30.08.2004 E. 4

Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe zu hohe Anforderungen hinsichtlich der Erziehbarkeit und Delinquenzverhütung gestellt und damit zu Unrecht die Voraussetzungen für eine Arbeitserziehungsmassnahme verneint. 4.1 Wesentliche Beurteilungskriterien für die Einweisung in eine Arbeitserziehungsanstalt bilden Fehlentwicklung, Erziehbarkeit, Delinquenzverhütung und Ungefährlichkeit. Sind die Voraussetzungen von Art. 100 und 100bis StGB erfüllt, muss das Gericht die Massnahme anordnen (BGE 118 IV 351 E. 2d). Es sollen junge Erwachsene eingewiesen werden, deren Entwicklung sich noch wesentlich beeinflussen lässt und die dieser Erziehung zugänglich erscheinen (BGE 123 IV 113 E. 4c; 118 IV 351 E. 2b und d). Die Einweisung wird daher um so weniger in Betracht kommen, je weniger der Betroffene beeinflussbar erscheint. Damit zusammenhängend sind um so höhere Anforderungen zu stellen, je länger die Strafe gegen einen jungen Erwachsenen zu bemessen wäre (BGE 125 IV 237 E. 6b; 118 IV 351 E. 2d). 4.2 Die Vorinstanz ist im Sinne der angeführten Rechtsprechung angesichts der inkriminierten Tat zu Recht von hohen Anforderungen hinsichtlich der Erziehbarkeit und Delinquenzverhütung ausgegangen. Daran vermag auch der Einwand des Beschwerdeführers nichts zu ändern, er habe bereits vier Jahre im Zuchthaus verbüsst, weswegen die Bestrafung in einem zeitlich angemessenen Verhältnis zur Tat stehen würde. Damit verkennt er, dass sich die Frage der schuldangemessenen Strafe bei der Arbeitserziehungsmassnahme grundsätzlich nicht stellt (BGE 125 IV 237 E. 6b; 118 IV 351 E. 2d und e). Nach den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz besteht beim Beschwerdeführer eine Fehlentwicklung, mit der auch die Tat zusammenhängt. Jedoch mangle es an einer Auseinandersetzung mit der Tat, an der Bereitschaft sich einer notwendigen Psychotherapie zu unterziehen und an einer positiven Entwicklung seit der Tat, sodass nicht davon auszugehen sei, dass die erforderliche Erziehbarkeit bestehe und die Gefahr künftiger Taten durch eine Arbeitserziehung verhütet werden könne. Damit hat die Vorinstanz massgebende Gesichtspunkte für die Beurteilung der Erziehbarkeit und Delinquenzverhütung berücksichtigt. Aufgrund der Schwere der Tat - ein Mord mittels Hammer und Schaufel am Bruder seines Schwagers, der ihn beim Entwenden seines Fahrzeugs ertappte -, ist der Beschwerdeführer nach der angeführten Rechtsprechung zu den nur schwerlich beeinflussbaren Tätern zu zählen. In Anbetracht der fehlenden Entwicklung ist nicht ersichtlich, aus welchen Gründen der Beschwerdeführer durch eine Arbeitserziehung alleine derart beeinflussbar sein sollte, dass er von weiteren Delikten abgehalten würde. Die Vorinstanz schloss somit zu Recht, dass unter diesen Umständen die Voraussetzungen für eine Arbeitserziehungsmassnahme hinsichtlich Erziehbarkeit und Delinquenzverhütung nicht erfüllt sind. Die Beschwerde ist unbegründet. Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob die Vorinstanz hinsichtlich der Voraussetzung der Ungefährlichkeit - wie der Beschwerdeführer des Weiteren rügt - von zu hohen Anforderungen ausgegangen ist.