Citation: K 200/00 05.03.2002 E. 3

3.- a) Das kantonale Gericht hielt zur sinngemäss geltend gemachten Verletzung des Grundsatzes des Vertrauensschutzes (Erw. 4d S. 11 ff.) fest, die bisherige Rechtspraxis unter der Herrschaft des KUVG, wonach sich die Bezugs- und Berechnungsperiode proportional zur restlichen Arbeitsfähigkeit (über die Bezugsdauer von 720 Tagen hinaus) verlängert habe (vgl. Gebhard Eugster, Krankenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. Soziale Sicherheit, Rz 373 mit Hinweisen auf die altrechtliche Praxis in Fn 931), sei mit dem Inkrafttreten des KVG auf den 1. Januar 1996 (vgl. Art. 72 Abs. 4 KVG) geändert worden und stelle für sich allein keine ausreichende Vertrauensgrundlage dar. Zusätzlich sei der Beschwerdeführer durch M.________, Leiter der PROVITA-Zweigstelle R.________, falsch informiert worden. Dennoch habe der Beschwerdeführer nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen können, worin die nicht ohne Nachteil rückgängig zu machende Disposition bestanden habe, die er gerade gestützt auf diese Falschinformation getätigt habe. b) Der Beschwerdeführer wendet dagegen sinngemäss ein, die nachteilige Disposition habe in der von falschen Voraussetzungen ausgehenden Vorsorgeplanung hinsichtlich des beabsichtigten vorzeitigen Rückzugs aus dem Erwerbsleben bestanden. Seine seit mehr als zwanzig Jahren als Direktionssekretärin erwerbstätig gewesene Ehefrau habe bereits anfangs 1997 mit ihrem direkten Vorgesetzten vereinbart, dass sie sich gleichzeitig mit dessen Pensionierung im Sommer 1999 aus dem Erwerbsleben zurückziehen wolle. Noch bei Austritt aus der Firma S.________ AG (per Ende August 1998) habe er gutgläubig davon ausgehen können, dass er im schlimmsten Fall bei fortbestehender Arbeitsunfähigkeit von 50 % durch weitere Taggeldleistungen von total Fr. 145'800.- (Fr. 270.- x 720 Tage abzüglich Arbeitgeber-Lohnfortzahlung von Fr. 135.- x 360 Tage) materiell abgesichert sei. Erst im September 1998 habe ihm die PROVITA ihre von seinem Vorsorgedispositiv abweichende Leistungsinterpretation zur Kenntnis gebracht. Zu diesem Zeitpunkt habe er seinerseits aber am bestehenden Dispositiv absolut keine Änderungen mehr vornehmen können. Hätte er rechtzeitig (spätestens per Juni 1997) von den tatsächlich zu erwartenden Krankentaggeldleistungen der PROVITA Kenntnis gehabt, so wäre die schwer verkraftbare Einkommenslücke durch die vorzeitige Pensionierung seiner Ehefrau per Ende September 1999 und den fast gleichzeitigen Ablauf der Krankentaggeld-Bezugsdauer von 720 Tagen per Ende August 1999 dadurch vermeidbar gewesen, dass seine Gattin bei ihrem bisherigen Arbeitgeber noch um eine einjährige Verlängerung ihres Erwerbslebens hätte nachsuchen können. c) Zu Recht macht der Beschwerdeführer nicht geltend, seine Ehefrau habe ab September 1998 (d.h. gut ein Jahr vor ihrer ursprünglich geplanten vorzeitigen Pensionierung) einen konkreten Versuch unternommen, um zur Abwendung einer angeblich schwer verkraftbaren Einkommenslücke bei ihrem Arbeitgeber um eine Verlängerung ihrer Erwerbstätigkeit nachzusuchen. Den Akten sind denn auch keine entsprechenden Hinweise zu entnehmen. Es sind keine Gründe ersichtlich, warum die bestens qualifizierte Direktionssekretärin nicht im September 1998 auf entsprechende Anfrage hin ihre bisherige Erwerbstätigkeit über das erst auf einen Zeitpunkt zwölf Monate später geplante Ende hinaus hätte verlängern können. Zudem legt der Beschwerdeführer keine konkreten Zahlen vor, die belegen könnten, dass ihm als direkte Folge der Falschinformation durch den Leiter der PROVITA-Zweigstelle R.________ eine finanzielle Einbusse entstanden wäre. Es fehlt somit am Nachweis dafür, dass der Versicherte gerade im Vertrauen auf die Richtigkeit der Angaben der PROVITA eine Disposition getroffen habe, die er nicht ohne Nachteil hätte rückgängig machen können. Fest steht jedoch, dass für die Entwicklung des Einkommenssituation des Beschwerdeführers in erster Linie die Veränderungen auf Arbeitgeberseite massgebend waren. So geht aus dem Schreiben der Y.________ AG an den Beschwerdeführer vom 11. Mai 1999 hervor, dass dieser davon ausging, sich ab dem 55. Altersjahr (1995) vorzeitig pensionieren lassen zu können, weshalb er bereits "weit vor der Kündigung" (vor Juni 1997) diesbezügliche Gespräche geführt hatte. Dem Schreiben ist weiter zu entnehmen, dass in der Austrittsvereinbarung vom 7. August 1998/6. Januar 1999 unter anderem eine Austrittsleistung der Arbeitgeberin gemäss Sozialplan geregelt und das Recht zugesichert worden war, sich mit Erreichung des