Citation: 2C_64/2022 E. 1.3

1.3. In der Folge erhob die Steuerpflichtige Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich. Mit einzelrichterlichem Entscheid SB.2021.00113 vom 1. Dezember 2021 wies dieses das Rechtsmittel ab. Die Begründung geht dahin, dass die Rekursfrist am Montag, 29. Juni 2020 um 24.00 Uhr verstrichen sei. Es bestehe zwar die "naheliegende Möglichkeit", dass die Steuerpflichtige ihre Eingabe tatsächlich am letzten Tag der Frist um 21.00 Uhr in den Briefkasten des Steuerrekursgericht geworfen und dadurch die Frist gewahrt habe. Ebenso denkbar sei aber, dass dies "erst nach Mitternacht bzw. frühmorgens" geschehen sei. In der Frage der Wahrung einer gesetzlichen Frist herrsche das Regelbeweismass. Es liege zwar eine handschriftliche Bemerkung auf dem Briefumschlag vor, wogegen die Steuerpflichtige weder einen Beleg für die angebliche abendliche Taxifahrt noch einen Video- oder Zeugenbeweis vorgelegt habe. Als promovierte Juristin hätten der Steuerpflichtigen, so das Verwaltungsgericht abschliessend, die weiteren Beweismöglichkeiten (und die "verkürzten Öffnungszeiten der Sihlpost") bekannt sein müssen.