Citation: 1C_463/2018 E. 2

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz hätte auf seine Rechtsverweigerungsbeschwerde eintreten müssen, da er ein andauerndes Rechtsschutzinteresse an deren Behandlung habe. Er begründet dieses im Wesentlichen mit der ausgebliebenen Anordnung des als vorsorgliche Massnahme wiederholt beantragten Baustopps sowie mit der Gefahr künftiger Rechtsverzögerungen. Gemäss Art. 42 des Gesetzes des Kantons Appenzell Ausserrhoden über die Verwaltungsrechtspflege vom 9. September 2002 (VRPG; bGS 143.1) kann mit einer Rechtsverweigerungsbeschwerde die Verweigerung oder ungebührliche Verzögerung einer Amtshandlung gerügt werden, sofern kein ordentliches Rechtsmittel gegeben ist. Am 5. Dezember 2017 trat der Gemeinderat als zuständige Rekursinstanz gemäss Art. 110 Abs. 1 lit. a des Gesetzes des Kantons Appenzell Ausserrhoden über die Raumplanung und das Baurecht vom 12. Mai 2003 (Baugesetz; bGS 721.1) auf den Rekurs nicht ein, mit dem der Beschwerdeführer die Unrechtmässigkeit des Bauvorhabens auf der Parzelle Nr. 1698 geltend zu machen suchte. Zum Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung an die Vorinstanz lag somit ein Sachentscheid der zuständigen Behörde vor. Folglich hatte der Beschwerdeführer kein aktuelles Rechtsschutzinteresse an einer Rechtsverweigerungsbeschwerde, weil eine solche gerade darauf abzielt, einen Entscheid in der Sache herbeizuführen (vgl. BGE 125 V 373 E. 1 S. 374; Entscheid des Bundesrates vom 28. Oktober 1998, in: VPB 63 [1999] Nr. 14 E. 5). Der Gemeinderat erliess einen solchen Entscheid bereits am 5. Dezember 2017, wovon der Beschwerdeführer vor Erhebung der Rechtsverweigerungsbeschwerde an die Vorinstanz Kenntnis hatte und gegen den er mit Rekurs vom 28. Dezember 2018 ein ordentliches Rechtsmittel ergriff. Im Rahmen dieses Rechtsmittelverfahrens konnte er auch um vorsorglichen Rechtsschutz nachsuchen, womit kein Interesse mehr daran bestand, eine obergerichtliche Anweisung an das Departement zu erwirken, wonach das am 24. November 2017 gestellte Gesuch um Anordnung eines Baustopps zu behandeln sei. Ob - wie der Beschwerdeführer vorbringt - das Departement sich aufgrund der Behandlungsdauer dieses Rechtsmittels eine Rechtsverzögerung hat zu Schulden kommen lassen, ist hier nicht zu prüfen. Allfällige Mängel im Rechtsmittelverfahren gegen den Entscheid des Gemeinderates vom 5. Dezember 2017 sind ebenfalls nicht Gegenstand dieses bundesgerichtlichen Verfahrens. Soweit der Beschwerdeführer die willkürliche Anwendung kantonalen Verfahrensrechts und eine Verletzung seiner Verfahrensgrundrechte überhaupt genügend begründet vorträgt (vgl. hiervor E. 1.2), sind seine Rügen nach dem Gesagten abzuweisen.