Citation: I 698/02 26.05.2003 E. 2

Während der Beschwerdeführer im Vorverfahren als Valideneinkommen den letzten Verdienst von Fr. 67'600.- und als Invalideneinkommen das von der IV-Stelle in Anschlag gebrachte von Fr. 21'768.- befürwortete, will er im vorliegenden Verfahren das Valideneinkommen auf Grund der Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE), erhöht um einen Zuschlag von 10 %, und das Invalideneinkommen durch einen grösseren Leidensabzug von mindestens 20 % (statt 15 % wie IV-Stelle und Vorinstanz) berechnet wissen. 2.1 Was zunächst das hypothetische Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) betrifft, hat die Vorinstanz auf den Zentralwert für Männer mit Berufs- und Fachkenntnissen (Anforderungsniveau 3) im privaten Sektor gemäss Tabelle A 1 der LSE 1996 abgestellt, welcher sich bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden auf Fr. 5'108.- beläuft. Dies ergibt bei Annahme einer betriebsüblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft, 2001 Heft 12, S. 80, Tabelle B 9.2) ein Gehalt von monatlich Fr. 5'350.- oder Fr. 64'200.- im Jahr (Fr. 5'350.- x 12). Angepasst an die Nominallohnentwicklung von 0,5 % (Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 81, Tabelle B 10.2, Nominal total) beträgt das Valideneinkommen im Jahr 1997 Fr. 64'521.-. Nach Ansicht des Beschwerdeführers soll der Tabellenlohn um mindestens 10 % erhöht werden, weil er an seiner letzten Stelle laut Arbeitszeugnis vom Dezember 1995 sowohl als Maschinenmechaniker wie auch als Elektriker angestellt war. Dem kann nicht gefolgt werden. Zum einen würde daraus ein Lohn von mindestens Fr. 70'973.- resultieren, welcher deutlich über jenem Lohn liegt, den er an der letzten Arbeitsstelle erhalten hat, nämlich Fr. 67'600.- jährlich (bzw. 5'200.- monatlich sowie eine Gratifikation in etwa der gleichen Höhe, entsprechend den Angaben der vormaligen Arbeitgeberin vom 30. September 1998) und der nach Auffassung der Verantwortlichen an dieser Stelle für die Leistung des Beschwerdeführers zu hoch war (Schreiben vom 31. August 2001). Zum andern fassen die Tabellenlöhne eine Vielzahl von Tätigkeiten und Berufen in einem Anforderungsniveau (1-4) zusammen, sodass dieses jeweils eine gewisse Bandbreite umfasst. Zuschläge zu Tabellenlöhnen würden auf der andern Seite aber auch Abschläge auf denselben ermöglichen, und die statistische Richtigkeit der Tabellenlöhne wäre am Ende gefährdet. Dass der Beschwerdeführer wegen seiner Fähigkeit, sowohl im Bereich der Maschinenmechanik wie im elektrischen Bereich zu arbeiten, in ein höheres Anforderungsniveau eingereiht gehört (Niveau 2, Verrichtung selbstständiger und qualifizierter Arbeiten), behauptet er nicht und wäre auch nicht in Einklang zu bringen mit der Aussage der Verantwortlichen an seiner letzten Stelle. 2.2 Zu prüfen ist im Weiteren das trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbare Einkommen (Invalideneinkommen). Nach dem Gutachten des ZMB vom 24. April 2001 kann die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 50 % entweder ganztägig mit vermindertem Rendement oder halbtägig mit der Möglichkeit, sich während der andern Tageshälfte auszuruhen, verwertet werden. Auf Grund der im Gutachten festgestellten physischen und psychischen Beschwerden liegt die erstere Möglichkeit näher als die zweite. Bei einer ganztägigen Arbeit mit vermindertem Rendement kann den Einschränkungen des Beschwerdeführers weitgehend Rechnung getragen werden, sodass der Abzug von 15 % vom Tabellenlohn keine Erhöhung rechtfertigt. Bei einem Tabellenlohn von Fr. 4'294.- für Männer, die mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor beschäftigt sind (Tabelle A 1 der LSE 1996), umgerechnet auf eine wöchentliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 80, Tabelle B 9.2), angepasst an die Nominallohnentwicklung von 0,5 % (Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 81, Tabelle B 10.2, Nominal total), ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 54'233.-, bei einem Arbeitspensum von 50 % und nach einem leidensbedingten Abzug von 15 % ein solches von Fr. 23'048.-. 2.3 Vergleicht man das Validen- mit dem Invalideneinkommen, resultiert ein Invaliditätsgrad von 64,3 %, sodass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat.