Citation: 2C_981/2022 E. 7.2.3

7.2.3. Es mag zutreffen, dass, wie die Beschwerdeführer geltend machen, der Prozess abnehmender Gewinne bzw. des Abrutschens in die Verlustzone durch Managementfehler beschleunigt wurde. Ebenso ist nicht auszuschliessen, dass die offenbar zwischen verschiedenen Gruppen der Stockwerkeigentümergemeinschaft bestehenden Streitigkeiten zur jetzigen Situation des Hotels beigetragen haben. Wie es sich damit verhält, kann aber mit Blick auf Art. 14 Abs. 4 BewG und Art. 11 Abs. 4 BewV letztlich offenbleiben. Jedenfalls ergibt sich aus diesen (möglichen) Ursachen für vergangene Verluste angesichts der geschilderten Umstände keineswegs, dass ein wirtschaftlicher Betrieb des Appartementhotels auch zukünftig nicht möglich sein wird. Auch ob der Turnaround mit der neuen Betreibergesellschaft tatsächlich gelingt, ob bei dieser allfällige Interessenkonflikte bestehen und ob die neue Gesellschaft neben der Deckung der Nebenkosten der Stockwerkeigentümer diesen einen Pachtzins zahlen und die versprochenen Gewinnausschüttungen von 20% des erzielten Gewinns vornehmen können wird, ist jedenfalls in der jetzigen Situation für den Entscheid über die Entlassung aus der Bewirtschaftungspflicht - die gemäss Gesetz wie dargelegt (vorne E. 3.2) nur dann möglich ist, wenn deren Weiterführung für den Wohnungseigentümer unmöglich oder unzumutbar ist - nicht entscheidend. Einerseits sind die Vorbringen, dass zurzeit schon gegen ihren Willen Renovationsarbeiten durchgeführt würden und/oder die von der Stockwerkeigentümergemeinschaft neu gewählte Verwaltung den ihr erteilten Auftrag bereits wieder zurückgegegeben habe, vor Bundesgericht novenrechtlich unzulässig (vorne E. 2.3). Andererseits könnten die Vorbringen der Beschwerdeführer für den Entscheid höchstens dann eine Rolle spielen, wenn absehbar wäre, dass die Betreiberin ihren Verpflichtungen nicht nachkommen könnte und die Kosten für die Renovationen der Wohnungen (mit der Eintragung von Grundhandwerkerpfandrechten) letztlich zu Lasten der Wohnungseigentümer gingen; das wurde indessen nicht einmal geltend gemacht.