Citation: 2C_528/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat erwogen, angesichts der vom Beschwerdeführer verübten Gewaltdelikte liege eine hinreichend schwere Gefahr für die Gesellschaft vor, wobei nur ein geringes Rückfallrisiko in Kauf zu nehmen sei. Die Tatumstände liessen auf ein grosses Aggressionspotential, eine ausgeprägte Gleichgültigkeit gegenüber Leib und Leben des Opfers und auch auf eine gewisse kriminelle Energie seitens des Beschwerdeführers schliessen. Der Beschwerdeführer sei kein Ersttäter, aber seine Verurteilung vor fünfzehn Jahren habe keinen Einfluss auf die Rückfallgefahr. Gemäss Therapieberichten verneine der Beschwerdeführer weiterhin mehrheitlich die Schuld an den von ihm begangenen Straftaten. Die Rückfallgefahr für gewalttätige Übergriffe im intrafamiliären Kontext werde als deutlich, die Rückfallgefahr für Gewaltdelikte ausserhalb des familiären Kontextes als gering und die Rückfallgefahr für allgemeine Delinquenz als sehr gering eingeschätzt. Der Therapieerfolg sei bislang mässig. Dass die stationäre therapeutische Massnahme noch nicht abgebrochen worden sei, bedeute nicht, dass die Rückfallgefahr in Zukunft entscheidend reduziert werden könne. Angesichts der gesamten Umstände sei von einer konkreten und hinreichend erheblichen Rückfallgefahr auszugehen. Weil die Wegweisung auch verhältnismässig sei, halte sie vor dem FZA stand.