Citation: 6B_356/2022 E. A

Gemäss Anklageschrift vom 26. März 2020 wird C.________ vorgeworfen, er habe am 14. September 2011 als zuständiger und verantwortlicher Arzt in der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK) gegenüber A.________ eine 7-Punkte-Fixierung angeordnet. Diese sei bis zu seiner Entlassung aus der PUK am 27. September 2011 während insgesamt 13 Tagen aufrechterhalten worden. In derselben Zeit sei er durch diverse Medikation stark sediert worden. Der Mitbeschuldigte B.________, direkter Vorgesetzter des Beschuldigten C.________ und stellvertretender Klinikdirektor, habe spätestens am 20. September 2011 Kenntnis von der bereits sechs Tage andauernden vollständigen Zwangsfixierung von A.________ Kenntnis erlangt, diese als verhältnismässig beurteilt und sei mit der Weiterführung bis zur Entlassung einverstanden gewesen und habe den Entscheid und die Vorgehensweise von C.________ gestützt. Gleiches gelte für den Mitbeschuldigten D.________, Klinikdirektor und Vorgesetzter von C.________, wobei dieser spätestens am 22. September 2011 Kenntnis davon erlangt habe. C.________ wird vorgeworfen, er habe mit Wissen und Willen mit der 7-Punkte-Fixierung von A.________ seit dem 14. September 2011 die freiheitsbeschränkende Massnahme mit der grössten Eingriffstiefe verordnet, diese bis zum 27. September 2011 während der Dauer von insgesamt 13 Tagen aufrechterhalten und damit deren Dauer weder möglichst kurz gehalten noch deren mögliche Beendigung in den von der PUK definierten zeitlichen Abständen (stündlich) selbst überprüft oder ärztlich überprüfen lassen und auch eine Isolation des stark sedierten A.________ nicht in Betracht gezogen. Die Mitbeschuldigten B.________ und D.________ hätten sich als Vorgesetzte von C.________ mit der Zwangsmassnahme vollumfänglich einverstanden gezeigt bzw. ihn bei der Aufrechterhaltung zumindest gestützt und gefördert. Insgesamt hätten die drei Beschuldigten im Rahmen des berechtigten fürsorgerischen Freiheitsentzuges mit der während 13 Tagen andauernden 7-Punkte-Fixierung von A.________ diesen in seiner (Rest-) Freiheit bis praktisch zur Bewegungslosigkeit unzulässig und unrechtmässig beschränkt und durch diese Überschreitung des Notwendigen mit Wissen und Willen unverhältnismässig und damit unrechtmässig gehandelt oder dies zumindest in Kauf genommen.