Citation: 8C_698/2017 E. 4.2

4.2. Das kantonale Gericht hat die massgebliche Rechtslage im angefochtenen Entscheid zutreffend dargestellt. Demnach ist im Kanton Wallis die Hilfe in Notlagen im Gesetz über die Eingliederung und die Sozialhilfe vom 29. März 1996 (GES; SGS 850.1) und im gestützt auf dessen Art. 36 Abs. 2 ergangenen Ausführungsreglement des Staatsrates vom 7. Dezember 2011 (ARGES; SGS 850.100) geregelt. Nach Art. 1 Abs. 2 GES wird jenen Personen Hilfe gewährt, die sich in einer schwierigen Lage befinden oder denen die notwendigen Mittel für ihren Lebensunterhalt oder für die Befriedigung unerlässlicher persönlicher Bedürfnisse fehlen. Unterstützt werden gemäss Abs. 3 die soziale und wirtschaftliche Eingliederung von Bedürftigen, welche ihrerseits verpflichtet sind, aktiv am Erhalt oder an der Wiedererlangung ihrer Selbstständigkeit mitzuwirken. Nach Art. 2 Abs. 1 GES obliegt der Familieneinheit der Unterhalt ihrer Mitglieder. Die Sozialhilfe ist subsidiär zu allen anderen Einkommensquelllen, auf welche die Mitglieder der Familieneinheit ein Anrecht haben (Art. 2 Abs. 2 GES). Die Familieneinheit besteht unter anderem aus der hilfesuchenden Person und ihrem Konkubinatspartner (Art. 2 Abs. 4 GES). Als Konkubinatspartner werden Personen betrachtet, die im gefestigten Konkubinat leben. Dies ist unter anderem der Fall, wenn sie seit mehr als einem Jahr ununterbrochen im gemeinsamen Haushalt leben (Art. 3 Abs. 5 ARGES). Richtig sind auch die vorinstanzlichen Ausführungen zur Praxis, wonach es nicht willkürlich ist, wenn die kantonale Sozialhilfebehörde bei einem stabilen Konkubinat das Einkommen und Vermögen des nicht sozialhilfeberechtigten Konkubinatspartners im Sozialhilfebudget der Leistungsansprecherin angemessen berücksichtigt (BGE 136 I 129 E. 6.1 f. S. 134 f.; Urteil 8C_138/2016 vom 6. September 2016 E. 4.1 mit Hinweisen). Die Anrechnung eines Konkubinatsbeitrages verletzt unter diesen Voraussetzungen weder das Willkürverbot noch das Rechtsgleichheitsgebot (BGE 141 I 153 E. 5 S. 157 f.). Darauf wird verwiesen.