Citation: 1C_699/2021 E. 2.2

2.2. In Bezug auf den vorliegenden Fall gab die Vorinstanz zusammengefasst an, im Lichte der SIA-Norm 358 sei für die Absturzsicherung der im Verhältnis zur begehbaren Terrasse übrigen Dachfläche nicht die Nutzungsweise, sondern die Begehbarkeit massgeblich. Diese sei offenkundig zu bejahen, weil diese Fläche von der begehbaren Dachterrasse aus ohne merklichen Niveauunterschied betreten werden könne, wenn die Pflanzentröge und die Kissentruhe ausgeblendet würden. Die Begehbarkeit werde durch die Solarpanels angesichts der zwischen ihnen und der Attikawohnung verbleibenden Zwischenräume nicht verhindert, weshalb die nördliche Gebäudeseite, die gemäss den revidierten Plänen nicht mehr durch ein Geländer gesichert sei, mit normalem Verhalten erreicht werden könne. Dies werde durch die Ausgestaltung der übrigen Dachfläche nicht verhindert, da sie gemäss einem von der Bauherrschaft eingereichten Bild mit einer begehbaren Kiesschicht aufgeschüttet worden sei, wobei die Solarpanels offenkundig bereits angebracht worden seien. Da die übrige Dachfläche begehbar sei, müsse sie gegen eine Absturzgefahr mit geeigneten Schutzelementen gesichert werden. Dabei werde die Ausgestaltung der Pflanzentröge und der Kissentruhe zentral. Zu diesem Punkt äussere sich die angefochtene Baubewilligung nicht. Auch den damit bewilligten Plänen lasse sich nicht entnehmen, ob die Pflanzentröge und die Kissentruhe in sicherheitsmässiger Hinsicht genügten, um den Zugang zur übrigen Dachfläche zu verhindern. Insbesondere fehlten Angaben zur Höhe, der geometrischen Ausbildung oder der Festigkeit der Pflanzentröge und der Kissentruhe. Dies ändere nichts daran, dass die angefochtene Baubewilligung die Sicherheitsanforderungen gemäss § 239 Abs. 1 PBG nicht beachtet habe und daher insofern aufzuheben sei. Damit könne offengelassen werden, ob die Pflanzentröge Bestandteil des Gebäudes bildeten und sie daher den Grenzabstand einzuhalten haben, wie dies die Nachbarin ausführe. Zusammenfassend sei die Beschwerde gutzuheissen. Der Entscheid des Bauvorstands der Gemeinde Uitikon vom 7. September 2020 sei insoweit aufzuheben, als er die Dachterrasse betreffe.