Citation: 2C_1142/2018 E. 3.3

3.3. Massgebend ist, in welchem Umfang der Beschwerdeführer seine Fahrzeuge beruflich nutzt bzw. diese Nutzung vom Arbeitgeber entschädigt wird. Unbestritten ist, dass der Arbeitgeber im Zürcher Unterland über keine Räumlichkeiten verfügt und der Beschwerdeführer von seinem Wohnort direkt zu den Kunden fährt. Im Lohnausweis 2016 hat der Arbeitgeber angegeben, dass die Beförderung zwischen Wohn- und Arbeitsort unentgeltlich erfolge, was vermuten lässt, dass mit den Spesen nicht nur die Fahrten innerhalb des Zürcher Unterlandes entschädigt werden, sondern zumindest auch teilweise die Hin- und Rückfahrt. Der Beschwerdeführer ist mehrfach dazu aufgefordert worden, die beruflich gefahrenen Kilometer nachzuweisen. Er räumt ein, dass ihm dies nicht möglich sei (Ziff. 7 der Beschwerde). Vor diesem Hintergrund kann der Auffassung des Beschwerdeführers nicht gefolgt werden, dass ihm die Kosten des Hin- und Rückwegs vollumfänglich zum Abzug zuzulassen sind. Die Steuerbehörden haben die beruflich zurückgelegten Kilometer und damit die totalen Fahrkosten zu Recht nach pflichtgemässem Ermessen geschätzt (Art. 130 Abs. 2 DBG [SR 642.11] bzw. § 147 Abs. 2 des Gesetzes [des Kantons Solothurn] vom 1. Dezember 1985 über die Staats- und Gemeindesteuern [StG/SO; BGS 614.11]), die Spesenentschädigung des Arbeitgebers abgezogen und den Rest zum Abzug zugelassen.