Citation: 7B_730/2023 E. 4.7.3

4.7.3. Verstärkt werden die öffentlichen Sicherheitsinteressen durch die kriminelle Vorgeschichte des Beschwerdeführers. Er hat bereits drei Vorstrafen, die zwar allesamt bedingt ausfielen, aber dennoch von einer beharrlichen Unbelehrbarkeit zeugen, zumal sie zum Teil einschlägig sind. Gleichzeitig betreffen sie wiederum ganz unterschiedliche Rechtsgüter. Dies unterscheidet den vorliegenden Fall im Übrigen auch vom Sachverhalt gemäss Urteil des EGMR in Sachen P.J. und R.J. gegen die Schweiz, wo der Beschwerdeführer nicht vorbestraft und "nur" zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt worden war (a.a.O., § 48). Die Vorinstanz stellt überdies fest, dass der Beschwerdeführer bereits mit einer kriminellen Vergangenheit in die Schweiz eingereist ist. Im Alter von 16 Jahren wurde er wegen bandenmässigen Raubes zu einer freiheitsbeschränkenden Massnahme verurteilt. Darauf folgten weitere Verurteilungen wegen Betrugs, Angriffs, Raufhandels und diverser Widerhandlungen gegen die australische Strassenverkehrsordnung. In Nordmazedonien wurde der Beschwerdeführer wegen zwei weiteren Delikten zu je einer bedingten Freiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt. Die kriminelle Laufbahn des Beschwerdeführers geht somit weit zurück und setzte sich bis zur räuberischen Erpressung im April 2018 kontinuierlich fort.