Citation: 6B_871/2023 E. 1

Gemäss Anklage vom 31. Juli 2020 soll der Beschwerdeführer als Lenker des Ferrari 448 6TB während eines Überholvorgangs am 14. August 2019 das Signal "Überholen verboten" sowie die am Boden markierte Sperrfläche missachtet und das Überholmanöver erst nach dem Ende der überfahrenen Sperrfläche auf der linken Gegenfahrbahn abgeschlossen haben. In der polizeilichen Einvernahme vom 14. August 2019 gab der Beschwerdeführer zu Protokoll, das Fahrzeug selbst gelenkt zu haben. Hingegen bestritt er seine Lenkerschaft sowohl an der staatsanwaltschaftlichen Konfrontationseinvernahme vom 22. Juni 2020 als auch im erstinstanzlichen Verfahren. Nicht er, sondern sein Vater sei am Steuer des Fahrzeugs gesessen, was dieser am 25. Mai 2021 in einer rechtshilfeweise vorgenommenen Einvernahme auch bestätigt hat. Das Regionalgericht Plessur verurteilte den Beschwerdeführer am 23. November 2021 unter Auflage der Verfahrenskosten wegen grober Verkehrsregelverletzung mit einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen und einer Busse von Fr. 10'000.-- (Ersatzfreiheitsstrafe 15 Tage). Es erachtete die Anklage als erstellt. Die Aussagen des Beschwerdeführers und seines Vaters betreffend Lenkerschaft des Letzteren hielt es für nicht glaubhaft. Der Beschwerdeführer erhob Berufung. Am 23. August 2022 schrieb das Kantonsgericht von Graubünden das Berufungsverfahren am Geschäftsverzeichnis infolge Rückzugs der Berufung ab. Das Urteil des Regionalgerichts Plessur erwuchs damit in Rechtskraft. Am 26. Januar 2023 reichte der Beschwerdeführer ein Revisionsgesuch beim Kantonsgericht ein, wonach das Urteil des Regionalgerichts revisionsweise aufzuheben und die Strafsache zur neuen Beurteilung an die Staatsanwaltschaft, eventualiter an das Regionalgericht zurückzuweisen sei. Er berief sich in seinem Gesuch kurz zusammengefasst auf einen Zeugen, von dem er bis anhin nicht gewusst habe und der bestätigen könne, dass sein Vater am Nachmittag des 14. August 2019 beim Detailhändler B.________ in U.________ vom Fahrersitz aus dem Ferrari ausgestiegen sei. Die Aussagen des Zeugen seien insofern erheblich, als sie geeignet seien, die Beweisgrundlage des angefochtenen Urteils so zu erschüttern, dass aufgrund des veränderten Sachverhalts ein Freispruch möglich sei. Der Zeuge könne betreffend das vom Vater getätigte Überholmanöver Aussagen machen, weil er mit diesem die Bergfahrt inklusive Überholmanöver diskutiert habe, als er - der Beschwerdeführer - beim Detailhändler B.________ eingekauft habe. Das Kantonsgericht von Graubünden wies das Revisionsgesuch mit Beschluss vom 24. Mai 2023 ab. Dagegen wendet sich der Beschwerdeführer mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht.