Citation: 5A_461/2013 E. 4.1.2

4.1.2. Durch eine solche "interne Versteigerung" kann ein höherer Verwertungserlös erzielt werden, da sich die Interessenten mit ihren Angeboten gegenseitig antreiben und meist mehrfach überbieten (Amacker/Küng, a.a.O., N. 9 zu Art. 256 SchKG). Dieses Verfahren setzt demnach zwangsläufig voraus, dass die Konkursverwaltung diejenigen Interessenten, deren Angebote überboten wurden, darüber informiert, um ihnen die Möglichkeit zu geben, selbst ihr Angebot zu erhöhen. Anders verhält es sich nur, wenn feststeht, dass die übrigen Interessenten ihr letztes Angebot gemacht haben und zu dessen Erhöhung nicht mehr bereit sind (vgl. Lorandi, a.a.O., S. 56 f.). Um ein solches Verfahren nicht endlos in die Länge zu ziehen und um Aufwendungen und Kosten gering zu halten, steht es der Konkursverwaltung auch frei, allen Interessenten eine Frist anzusetzen, um ihre letzten Gebote einzureichen (vgl. Lorandi, a.a.O., S. 57). Entscheidet sich die Konkursverwaltung für die Ansetzung einer solchen Frist, hat sie den Beteiligten allfällige letzte Gebote (die nach dieser Fristansetzung erfolgen) nicht mehr mitzuteilen: Dies würde dem Zweck der Fristansetzung widersprechen, soll doch das bisherige Verfahren mit der Mitteilung der Gebote, um höhere Angebote zu provozieren, gerade aufgegeben werden, auch wenn damit das Risiko besteht, dass die (letzten) Gebote gleich hoch sein könnten.