Citation: 4C.300/2005 01.11.2006 E. 3

3.1 Die Vorinstanz ging davon aus, der Kläger habe sich zum Zweck der Darlehensaufnahme mit seinem Bruder zusammengetan und damit zumindest eine sog. Gelegenheitsgesellschaft gebildet, welche als einfach Gesellschaft die gesetzliche Solidarhaftung gemäss Art. 544 Abs. 3 OR begründe. Zudem hätten die Brüder X.________ durch die Bezeichnung "Z.________ ... Head Office: D. & E.X.________ ..." den Anschein einer über die Darlehensaufnahme hinausgehenden einfachen Gesellschaft oder Kollektivgesellschaft erweckt. 3.2 Der Kläger wendet ein, wenn aus dem Verhalten der Brüder X.________ auf eine Gelegenheitsgesellschaft geschlossen werde, so hätte diese nur bezweckt, die Darlehensaufnahme abzuwickeln, nicht aber gleichzeitig auch, das Darlehen zurückzuzahlen, wie dies die Vorinstanz ohne weitere Begründung annehme. Damit dass sich jemand bereit erkläre, an einer Darlehensaufnahme mitzuwirken, indem er sein Konto als Zahlstelle zur Verfügung stelle, bilde er noch lange keine einfache Gesellschaft mit dem Zweck der Darlehensrückzahlung. 3.3 Die Rüge ist unbegründet. Aufgrund der vorliegenden Korrespondenz der Parteien ist zumindest von einer Gelegenheitsgesellschaft zum Zwecke der gemeinsamen Aufnahme eines Darlehens auszugehen. Da dieses mit der im Schreiben vom 11. November 1995 geregelten Rückzahlung untrennbar verbunden ist, hat die Vorinstanz zu Recht angenommen, der Gesellschaftszweck würde auch die Darlehensrückzahlung umfassen. Damit ist von der solidarischen Haftung des Klägers auszugehen.