Citation: 5A_351/2018 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin rügt weiter die Annahme des Kantonsgerichts als aktenwidrig, sie habe zur Bindungstoleranz des Beschwerdegegners einzig vorgebracht, dieser stelle Tatsachen falsch dar und versuche, die Beschwerdeführerin schlecht zu machen. In der Berufungsantwort habe sie vielmehr auf zahlreiche Eingaben vor Regionalgericht verwiesen, mit denen sie die geltend gemachte Bindungsintoleranz im Detail aufgezeigt habe. Es sei denn auch willkürlich, Bindungstoleranz des Beschwerdegegners anzunehmen. Dieser unterbinde absichtlich den regelmässigen Kontakt zwischen Mutter und Kind und versuche, den Sohn gegen die Mutter zu beeinflussen. Unter Hinweis auf die Berufungsantwort führte das Kantonsgericht aus, die Mutter stelle die Bindungstoleranz des Vaters in Frage, "weil dieser im vorliegenden Verfahren Tatsachen falsch darstelle und versucht, die [Beschwerdeführerin] schlecht zu machen und ihr zu schaden. Anstatt eine kindeswohlorientierte Lösung anzustreben, verbreite er Lügen und beleidige die [Beschwerdeführerin]". In der Folge legte es dar, weshalb diese Darstellung nicht zutreffe. Damit verfängt die Rüge nicht, das Kantonsgericht habe die Vorbringen der Beschwerdeführerin ungenügend berücksichtigt, nur punktuell zur Kenntnis genommen oder gar ignoriert. Unter Verfassungsgesichtspunkten war das Gericht auch nicht gehalten, auf jedes Vorbringen der Beschwerdeführerin explizit einzugehen (vgl. BGE 141 III 28 E. 3.2.4; 141 V 557 E. 3.2.1). In ihren inhaltlichen Ausführungen zur Bindungstoleranz des Beschwerdegegners beschränkt die Beschwerdeführerin sich sodann im Wesentlichen darauf, in einiger Ausführlichkeit ihre eigenen Ansichten denjenigen des Kantonsgerichts entgegenzustellen und letztere als willkürlich zu bezeichnen. Damit genügt sie den an die Beschwerde in Zivilsachen zu stellenden Begründungsanforderungen nicht (vorne E. 1.2). Soweit auf sie einzutreten ist, erweist sich die Beschwerde damit auch in dieser Hinsicht als unbegründet.