Citation: 1D_7/2024 E. A

Der syrische Staatsangehörige A.A.________ reiste im Juni 2006 in die Schweiz ein und war von Juni 2012 bis im Frühjahr 2024 in Romanshorn wohnhaft. Danach zog er nach U.________, Kanton Zürich. Er stellte am 12. März 2018 beim Amt für Zivilstandswesen des Kantons Thurgau ein Gesuch um Einbürgerung. Seine beiden während des laufenden Verfahrens geborenen Kinder wurden in das Gesuch miteinbezogen. Nachdem ein erster ablehnender Entscheid der Einbürgerungskommission der Politischen Gemeinde Romanshorn wegen einer Gehörsverletzung aufgehoben wurde, sprach sich diese mit Beschluss vom 14. Juni 2021 erneut gegen eine Einbürgerung von A.A.________ aus. Ein dagegen erhobener Rekurs wies das Departement für Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau (DJS) mit Entscheid vom 4. Januar 2022 ab. Auch das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau wies eine gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde von A.A.________ mit Entscheid vom 10. August 2022 ab. Das Bundesgericht hingegen hiess die daraufhin erhobene subsidiäre Verfassungsbeschwerde vom 13. Oktober 2022 gut, hob den angefochtenen Entscheid auf und wies die Einbürgerungskommission der Politischen Gemeinde Romanshorn an, A.A.________ sowie seinen beiden Kindern, B.A.________ und C.A.________, das Gemeindebürgerrecht zu erteilen (Urteil 1D_5/2022 vom 25. Oktober 2023). In der Folge erteilte die Einbürgerungskommission der Politischen Gemeinde Romanshorn A.A.________ und seinen beiden Kindern am 21. November 2023 das Gemeindebürgerrecht. Auf entsprechende Empfehlung des Amtes für Handelsregister und Zivilstandswesen des Kantons Thurgau vom 22. Februar 2024 stellte das Staatssekretariat für Migration (SEM) diesen die eidgenössische Einbürgerungsbewilligung aus. Mit Schreiben vom 27. Mai 2024 beantragte das DJS beim Grossen Rat des Kantons Thurgau die Erteilung des Kantonsbürgerrechts. Am 11. September 2024 teilte die Justizkommission des Grossen Rates des Kantons Thurgau A.A.________ mit, sie habe beschlossen, dem Grossen Rat die Ablehnung des Einbürgerungsgesuchs zu beantragen. A.A.________ wurde eine Frist von 30 Tagen eingeräumt, um sich dazu zu äussern. Dieser reichte am 26. September 2024 seine Stellungnahme ein.