Citation: 9C_474/2023 E. 2.6.1

2.6.1. Ein erstes wichtiges Indiz kann in den Wohnverhältnissen am Herkunftsort (insbesondere im Vergleich zu denen am Wochenaufenthaltsort) liegen. Das gilt z.B. dann, wenn der Betroffene seine Wochenenden und übrige Freizeit am Wochenendort verbringt, wo er eine 4-Zimmer-Wohnung mit 940 m2 Umschwung gemietet hat, währenddem er in der Nähe seines Arbeitsortes lediglich über eine kleine 1-Zimmerwohnung verfügt (Urteil 2C_397/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 2.4.1 u. 2.4.2; vgl. auch das Urteil 2C_87/2019 vom 17. Juli 2019 E. 4.1, in dem der Pflichtige am Familienort seiner Mutter für sein Zimmer und die weiteren mitbenutzten Räume einen monatlichen Mietzins von Fr. 500.- bezahlte). Überwiegende Wohnverhältnisse am Wochenend- und Familienort bestehen regelmässig unter Umständen, unter denen der Kanton des Wochenaufenthalts keinerlei Beziehungen persönlicher und/oder gesellschaftlicher Natur zum Arbeitsort aufzuzeigen vermag, die über die wirtschaftlichen Tätigkeiten hinausreichen, d.h. der Steuerpflichtige sich wohl ausschliesslich zum Broterwerb im Arbeitskanton aufhält (vgl. das Urteil 2C_296/2018 vom 6. Juni 2018 E. 2.3).