Citation: 4A_544/2019 E. 6

6. Mit dem psychiatrischen Konsilium von Dr. med. E.________ lasse sich eine während des massgebenden Zeitraums bestehende anspruchsbegründende Arbeitsunfähigkeit ebenfalls nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen. Zwar habe Dr. med. E.________ eigene Befunde erhoben, sie habe aber hinsichtlich der Beschreibung der Symptomatik, der Begründung der Diagnosen sowie deren Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hauptsächlich auf die Ausführungen von Dr. med. D.________ verwiesen. Dabei falle auch auf, dass sich im psychopathologischen Befund keine Hinweise auf eine affektive Störung gefunden hätten, was Dr. med. E.________ auch ausdrücklich festgehalten habe. Dennoch habe sie die Diagnose einer derzeit mittelgradigen Episode einer rezidivierenden depressiven Störung übernommen und habe dieser Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen. Diese Beurteilung sei somit nicht nachvollziehbar und widerspreche dem erhobenen Befund. Ausserdem habe Dr. med. E.________ keine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorgenommen, sondern habe sich damit begnügt, sich zur bisherigen Tätigkeit in einem Mitarbeiterteam sowie zu einer Anstellung im geschützten Arbeitsumfeld und zu einer selbstständigen Erwerbstätigkeit zu äussern. Da der Beschwerdeführer gestützt auf die massgebenden Vertragsbestimmungen ausserstande sein müsse, seinen Beruf oder eine andere Erwerbstätigkeit auszuüben, die seinen Kenntnissen und Fähigkeiten angemessen sei, genüge dies nicht, um für den massgebenden Zeitraum eine anspruchsbegründende Arbeits- respektive Erwerbsunfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen.