Citation: 6B_120/2013 E. 3.2

3.2. Die kantonalen Instanzen stützen sich auf die Auswertung zweier bei einer Hausdurchsuchung im Domizil von Y.________ beschlagnahmten Notebooks. Bei deren Spiegelung sei ein Dokument gefunden worden, welches teilweise den Inhalt der als Beweismittel eingereichten Quittung vom 8. September 2009 wiedergegeben habe. Dabei habe es sich um das Dokument "AutoRecovery save of MGA.doc" gehandelt, eine Sicherungskopie des im Original auf den Computern nicht mehr vorhandenen Dokuments "MAG.doc" (angefochtenes Urteil S. 11 ff.; erstinstanzliches Urteil S. 26 ff.). Die erste Instanz gelangte zum Schluss, die Ergebnisse der technischen Auswertung durch den Fachbereich Computer- und Wirtschaftskriminalität der Kantonspolizei Bern (FCWK) und die Befragung des Sachverständigen reichten für sich allein nicht aus, um dem Beschwerdeführer und der Mitangeklagten Y.________ eine nachträgliche Erstellung und Rückdatierung der Quittung nachzuweisen (erstinstanzliches Urteil S. 26 ff., 32 und 35). Die Vorinstanz nimmt demgegenüber an, die Ergebnisse der computertechnischen Abklärungen lieferten zumindest ein starkes Indiz für den Nachweis des Sachverhalts. Es sei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass am 29. September 2009, als die fragliche Quittung durch den Beschwerdeführer bei seiner ersten polizeilichen Befragung in Kopie eingereicht worden sei, auf dem sichergestellten Notebook ein Dokument mit dem Namen "MGA.doc" und mit ähnlichem Inhalt wie die physisch vorhandene Quittung vom 8. September 2009 auf nicht bestimmbare Art und Weise bearbeitet, z.B. geöffnet, gelöscht, gespeichert, überschrieben, abgeändert oder ausgedruckt worden sei. In diesem Zusammenhang sei von Bedeutung, dass der Beschwerdeführer und die Mitangeklagte Y.________ offen gelassen hätten, wo die Originaldatei ursprünglich abgespeichert bzw. ob, wann und warum sie allenfalls gelöscht worden sei, obwohl sich das Vorhandensein der Originaldatei von ihrem Standpunkt aus für sie hätte entlastend auswirken können. Die erstmals im Rahmen des Parteivortrags in der zweitinstanzlichen Hauptverhandlung vorgebrachte Erklärung für den Vermögenszuwachs der Mitangeklagten sei als reine Schutzbehauptung zu qualifizieren. Zudem seien deren Aussagen zum Betrag, welche sie dem Beschwerdeführer übergeben haben wolle, äusserst widersprüchlich. Schliesslich weise der Inhalt der Quittung mehrere Widersprüche zum Kaufvertrag bzw. zu den erwiesenen Umständen der Vertragsschliessung auf. So sei davon auszugehen, dass erst am Abend des 8. September 2009 und in Abwesenheit der Mitangeklagten Y.________ definitiv festgelegt worden sei, welche Gegenstände zu welchem Preis verkauft werden sollten. Die fragliche Quittung enthalte jedoch eine detaillierte Auflistung dieser weiteren Gegenstände, wobei sogar der genaue Kaufpreis genannt werde. Die Quittung habe aber mit diesem Inhalt unmöglich vor Vertragsunterzeichnung und Übergabe des MG A Roadsters erstellt worden sein können. Dies ergebe sich auch aus der Erwähnung der Prüfung durch den TCS, habe man doch vor dem 8. September 2009 offensichtlich nichts in diese Richtung vereinbart. Ungereimtheiten ergäben sich schliesslich auch in Bezug auf die Zahlungsmodalitäten. Eine Gesamtwürdigung aller Umstände zeige, dass die Darstellungen des Beschwerdeführers und der Mitangeklagten Y.________ unlogisch, widersprüchlich, in höchstem Masse unglaubhaft und zum Teil schlichtweg falsch seien. Es sei daher davon auszugehen, dass zwischen der Mitangeklagten Y.________ und dem Beschwerdeführer kein Geld geflossen sei, dass die Quittung erst am 29. September 2009, mithin nach dem 8. September 2009 lediglich zur Plausibilisierung der behaupteten Zahlung von CHF 50'300.-- und der zugrunde liegenden Geldbeschaffung angefertigt worden sei (angefochtenes Urteil S. 32 ff.).