Citation: 4A_59/2022 E. B

Mit Klage vom 22. August 2019 reichte die Klägerin beim Bezirksgericht Bremgarten, Arbeitsgericht, Klage ein. Sie beantragte zusammengefasst, die Beklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 32'569.85 (Lohnforderungen), Fr. 30'597.45 (Entschädigung gemäss Art. 336a OR) und Fr. 51.10 (Auslagenersatz) zu bezahlen sowie ein Arbeitszeugnis gemäss Klagebeilage auszustellen. Mit Entscheid vom 1. Oktober 2020 wies das Bezirksgericht die Klage grossmehrheitlich ab. Es verpflichtete die Beklagte einzig, der Klägerin Fr. 51.10 (Spesen) und Fr. 119.55 (halber Ferientag) zu bezahlen sowie ihr ein Arbeitszeugnis mit dem im Dispositiv spezifizierten Text auszustellen. Dagegen erhob die Klägerin Berufung an das Obergericht des Kantons Aargau. Das Obergericht hiess mit Entscheid vom 9. November 2021 die Berufung teilweise gut und hob den Entscheid des Bezirksgerichts teilweise auf. Es verpflichtete die Beklagte zusammengefasst, der Klägerin nebst Spesen (Fr. 51.10) und halbem Ferientag (Fr. 119.55) auch Fr. 20'770.50 für Lohnforderungen zu bezahlen. Im Übrigen, insbesondere bezüglich der Entschädigung nach Art. 336a OR, wies es die Berufung ab und regelte die erstinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen neu (Dispositivziffer 1). Sodann auferlegte das Obergericht die Kosten für das oberinstanzliche Verfahren teilweise der Klägerin (Dispositivziffer 2) und verpflichtete diese, der Beklagten eine Parteientschädigung zu bezahlen (Dispositivziffer 3).