Citation: 1P.485/2006 30.11.2006 E. 2.5

2.5.1 Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, dass das Kantonsgericht das Beweisthema, d.h. den Gegenstand der zu stellenden Expertenfragen, in einer gegen die angerufenen Grundrechte verstossenden Weise unrichtig dargestellt habe. Wohl ergibt sich aus den Akten, dass er neben abstrakten Fragen auch auf individuell-konkreter Ebene nach den Auswirkungen der Diagnose bei D.Y.________ fragte. Damit bestätigt er aber letztlich die Erwägung des Kantonsgerichts, dass es um ergänzende Fragen zum seinerzeitigen Gutachten der Expertin über D.Y.________ ging. Mit Bezug auf diese Fragestellung verstösst die Abweisung des Ablehnungsbegehrens gegen die mit dem Dossier vertraute Expertin nicht gegen Art. 29 Abs. 1 BV; vorbehalten sind allenfalls besondere, sich aus dem Einzelfall ergebende Gründe. Der Beschwerdeführer macht in diesem Sinne - in allerdings appellatorischer Weise - geltend, die Expertin sei bei D.Y.________ zugleich therapeutisch tätig gewesen. Das Kantonsgericht hat in Würdigung der diesbezüglichen Akten jedoch explizit festgestellt, dass dies nicht zutrifft, und der Beschwerdeführer tut nicht dar, dass und weshalb das Kantonsgericht mit seiner Feststellung in Willkür verfallen ist. 2.5.2 Der Beschwerdeführer rügt ferner, Frau Dr. E.________ habe sich als Gutachterin von D.Y.________ nicht unbefangen zu den Möglichkeiten des Beschwerdeführers äussern können, D.Y.________ von der Ausführung der Tat abzuhalten. Auch in diesem Zusammenhang geht es um die Frage des damaligen Zustandes von D.Y.________, nicht um eine den Beschwerdeführer betreffende gutachterliche Aussage. Das Kantonsgericht nimmt zunächst an, dass der Beschwerdeführer an der Planung und Vorbereitung der Tat aktiv mitgewirkt habe. Gegenüber dieser Feststellung erhebt der Beschwerdeführer keine Rüge. Das Kantonsgericht erwägt aufgrund der Ausführungen der Expertin sodann, es sei nicht auszuschliessen, dass D.Y.________ in der Tatnacht von einer Gefühlsüberschwemmung erfasst wurde und die Tatausübung als Entspannungsaggression zu bewerten sei. An diese Sachverhaltshypothese schliesst das Kantonsgericht zunächst die - nicht Gegenstand der staatsrechtlichen Beschwerde bildende - materiellrechtliche Erwägung an, dass der Beschwerdeführer in Anbetracht seines mittäterschaftlichen Beitrages zur Tatvorbereitung zumindest hätte versuchen müssen, D.Y.________ an der Tatausübung zu hindern, und fügt dann bei, dass dies offenbar - etwa durch kräftiges Schütteln - auch ohne Weiteres möglich gewesen wäre. Die Frage nach den Erfolgsaussichten eines Versuches, D.Y.________ von ihrer Tat abzuhalten, hat das Kantonsgericht lediglich vor dem Hintergrund einer den Zustand von D.Y.________ betreffenden Sachverhaltshypothese in richterlicher Beweiswürdigung seinerseits hypothetisch ("offenbar") in Erwägung gezogen und kann deshalb weder als Befundtatsache bezüglich der Handlungsmöglichkeiten des Beschwerdeführers noch als Tatsachenfeststellung des Kantonsgerichts angesehen werden. Mit Blick auf die im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren nicht zu überprüfende materiellrechtliche Frage betreffend die Qualifikation des Tatbeitrags als Mittäterschaft ist auch weder dargetan noch ersichtlich, inwieweit dies für den Sachausgang überhaupt relevant ist. 2.5.3 Die Rügen des Beschwerdeführers zur Frage der Unvoreingenommenheit von Frau Dr. E.________ als Gutachterin sind daher unbehelflich, soweit darauf einzutreten ist. Zu den Schlussfolgerungen der Gutachterin in der Sache und der darauf gestützten Beweiswürdigung des Kantonsgerichts äussert sich der Beschwerdeführer nicht, so dass darauf nicht einzugehen ist.