Citation: 1C_456/2016 E. 2.5

2.5. Wo sich die Verhältnisse so geändert haben, dass das öffentliche Interesse an nutzungsplanerischen Festsetzungen fragwürdig erscheint, hat der davon Betroffene einen Anspruch auf die akzessorische Überprüfung deren Verfassungsmässigkeit (BGE 127 I 103 E. 6b S. 105 f. mit Hinweisen). Diese Voraussetzung ist vorliegend erfüllt. Die Quelle Nr. 269 wird heute aus Qualitätsgründen nicht mehr genutzt. Das BAFU hat deshalb festgestellt, die Grundwasserschutzzone müsse entsprechend den heutigen gewässerschutzrechtlichen Anforderungen neu bemessen werden. Dies bestreitet auch der Beschwerdeführer nicht. Ist freilich das öffentliche Interesse an den Schutzzonen um die Quelle Nr. 269 dahingefallen, so stellt deren Beibehaltung eine unzulässig Eigentumsbeschränkung dar (Art. 26 i.V.m. Art. 36 BV). Das Verwaltungsgericht hat sie deshalb bei der Prüfung des Baugesuchs zu Recht ausser Acht gelassen. Die sinngemäss vorgetragene Rüge der Verletzung von Ziff. 223 Anhang 4 GSchV ist somit unbegründet.