Citation: 1C_390/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Die Belastungsgrenzwerte für den Lärm ziviler Schiessanlagen sind im Anhang 7 zur Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) geregelt. In Ziffer 2 dieses Anhangs werden als Grenzwerte Lärmbeurteilungspegel (Lr) in dB (A) definiert. Dieser hängt einerseits vom Einzelschusspegel der auf der Schiessanlage verwendeten Waffen bzw. der verwendeten Munition und andererseits von der Anzahl jährlicher Schiesshalbtage und Schüsse je Waffenkategorie im Durchschnitt von drei Jahren ab (Ziffer 31 f.; Urteil 1C_162/2020 vom 16. April 2021 E. 6.1.2, zur amtlichen Publikation vorgesehen). Bei bestehenden Schiessanlagen sind die Schiesshalbtage aus Zählungen und die Schusszahlen pro Waffenkategorie aus Erhebungen über den Schiessbetrieb zu ermitteln (Ziff. 322 Abs. 2 Satz 2 und Ziff. 323 Abs. 1). Für neue oder geänderte Anlagen werden die Schiesshalbtage und die Schusszahl anhand von Prognosen über den zu erwartenden Betrieb bestimmt (Ziff. 322 Abs. 2 Satz 1 und Ziff. 323 Abs. 2). In seiner Vernehmlassung an das Bundesgericht vom 18. November 2021 hielt das BAFU fest, dass die Lärmermittlung, wie sie bereits in der ersten Fassung des Lärmgutachtens vom 8. Februar 2017 erfolgt sei, dem gesetzlich vorgesehenen Vorgehen entspreche und aus seiner Sicht korrekt sei. Wenn die Beschwerdeführerin moniert, der Schiessbetrieb in den Jahren 2014-2016 sei bereits zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Verfahrens nicht mehr aktuell gewesen, vermag sie damit nicht das Gegenteil aufzuzeigen, zumal sie nicht (rechtsgenüglich) darlegt, inwiefern sich der Schiessbetrieb seit 2016 verändert haben soll. Es besteht für das Bundesgericht daher kein Anlass, von der Einschätzung der Fachbehörde des Bundes abzuweichen.