Citation: 1C_690/2017 E. 3.3.2

3.3.2. In Bezug auf den Vorwurf der häuslichen Gewalt ist unbestritten, dass sich 2006 ein Vorfall zwischen dem Beschwerdeführer und der Mutter des gemeinsamen Kindes ereignete, zu dem die Polizei gerufen wurde. Nicht strittig ist auch, dass dieser Vorfall für keine der beteiligten Personen strafrechtliche Konsequenzen hatte. Die Vorinstanz hat unter anderem erwogen, selbst wenn die Aussage der Beschwerdegegnerin, wonach es zwischen dem Beschwerdeführer und der Kindsmutter zu häuslicher Gewalt gekommen sei, ehrverletzend sein sollte, sei zu berücksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin ausdrücklich zu ihrem beruflichen Verhältnis zum Beschwerdeführer befragt worden sei. Sie sei deshalb gestützt auf Art. 14 StGB berechtigt gewesen, diese Frage zu beantworten und über die Umstände zu berichten, unter welchen sie das erste Mal mit dem Beschwerdeführer zu tun gehabt habe. Das Ereignis, von welchem die Beschwerdegegnerin aus ihrer freien Erinnerung heraus berichtete, liegt rund zwölf Jahre zurück. Vor diesem Hintergrund konnte die Vorinstanz, ohne in Willkür zu verfallen, im Ergebnis den Schluss ziehen, die Aussage sei nicht wider besseres Wissen erfolgt. Folglich findet auch insoweit der Rechtfertigungsgrund von Art. 14 StGB Anwendung.