Citation: 2C_863/2021 E. 6.5

6.5. Die zehnjährige Verjährungsfrist lief bis 1994. Aus den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz ergeben sich keine verjährungsunterbrechenden Handlungen in diesem Zeitraum. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, die Beschwerdegegnerin habe die Forderung zumindest dem Grundsatz nach in all den Jahren der langfristigen Verhandlungen stets anerkannt und von der Beschwerdeführerin lediglich die Ausschöpfung der Möglichkeiten gegenüber Dritten verlangt, wodurch die Verjährung jeweils im Sinne von Art. 135 Ziff. 1 OR unterbrochen worden sei, substanziiert sie nicht, wann die Beschwerdegegnerin die Forderungen durch welches konkrete Verhalten anerkannt haben soll und inwiefern die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz in dieser Hinsicht willkürlich sein sollen. Auf diese Rüge ist daher nicht weiter einzugehen. Mangels Unterbrechung der Verjährungsfrist ist der Anspruch der Beschwerdeführerin daher seit 1994 verjährt. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin habe ihr mit Schreiben vom 7. Juni 2007 empfohlen, das Gespräch mit den Beteiligten der ersten Sanierungsrunde zu führen, und noch im Juni 2016 darauf bestanden, dass sie sich primär beim Versicherer schadlos halte, vermag an der im damaligen Zeitpunkt bereits eingetretenen Verjährung von vornherein nichts zu ändern.