Citation: 1C_651/2021 E. 7.1

7.1. Es folgte der Beurteilung des kantonalen Amts für Landwirtschaft (AFL) sowie des Regierungsrats, wonach die Baute objektiv für die landwirtschaftliche Nutzung der Parzelle Nr. 1639 nicht nötig sei. Der Beschwerdeführer bewirtschafte auf dieser Parzelle 1.94 ha Wiesland und 0.96 ha Wald. Die traditionelle Feldscheune mit offener (Gim-) Wandkonstruktion habe früher aufgrund der grossen Distanz der Parzelle 1639 zum Betriebszentrum auf Parzelle Nr. 438 in Altendorf (Luftlinie 3.4 km) der Zwischenlagerung des vor Ort geernteten Dürrfutters gedient, welches im Winter mit Schlitten ins Tal transportiert worden sei. Mit der zunehmenden Mechanisierung in der Landwirtschaft habe die Feldscheune den ursprünglichen Nutzungszweck verloren und habe bloss noch als Lager für einige Heuballen gedient, welche für die Zufütterung der im Herbst vor Ort geweideten Rinder benötigt würden, sowie der Lagerung von Zaunmaterial und Werkzeugen. Für die Bewirtschaftung des Wieslands und die Pflege des Waldes sei kein Gebäude mit Aufenthaltsraum im vorgesehenen Umfang und Ausbaustandard notwendig. Das Gebäude eigne sich von der Raumeinteilung und den Zugängen zudem nur bedingt für die von der Bauherrschaft geltend gemachte Nutzung (nur 1 m breite Eingangstüre und Treppenaufstieg von ca. 0.9 m Breite ins OG). Zur Erfüllung dieses Zwecks genüge ein einfacher, eingeschossiger Schopf (Holzständerkonstruktion mit Bretterverschalung). Das Verwaltungsgericht wies ergänzend darauf hin, dass das Obergeschoss mit 20 m3 (berechnet nur bis zur Kniestockhöhe von ca. 1.2 m und ohne Berücksichtigung des Treppenbereichs) für die beabsichtigte Nutzung (Lagerung von 10-20 Heuballen mit einem Platzbedarf von max. 4 m³) klar überdimensioniert sei. Nichts anderes gelte für das Erdgeschoss: Die rund 150 Holzpfähle beanspruchten nur 5.4 m3 und bedingten ohnehin kein festgemauertes Gebäude. Im Übrigen erscheine es angezeigt, dass der Beschwerdeführer für die Bewirtschaftung von Parzelle Nr. 1639 Synergien mit der in seinem Eigentum befindlichen Parzelle Nr. 419 nutze, die sich ebenfalls im Gebiet Zauggenwald/Teufruns befinde. Die dortigen zwei Ökonomiegebäude seien für die vorgesehene Lagerung von Heuballen bzw. Werkzeugen, Gerätschaften, Zaunmaterial etc. unstreitig geeignet. Der Beschwerdeführer halte dem lediglich sinngemäss entgegen, bei dieser Lagerungsvariante wäre es ihm unzumutbar, das Material zu Fuss über rund 1 km zu transportieren, weshalb unnötige, die Umwelt belastende Fahrten notwendig würden. Das Verwaltungsgericht qualifizierte dies als blosse Schutzbehauptung, zumal davon auszugehen sei, dass die Bewirtschaftung der beiden Grundstücke regelmässig gleichzeitig erfolge, die Anzahl zusätzlicher generierter Fahrten vernachlässigbar sei und die Wegstrecke weder durch kommunale Naturschutzobjekte noch die Wildruhezone führe.