Citation: 7B_692/2024 E. 2.4.3

2.4.3. Schliesslich hat das Bundesgericht im Rückweisungsurteil festgehalten, die Vorinstanz gehe auf die mit der Sperrung des Schlittelwegs erkennbaren Unstimmigkeiten nicht ein. Diese liessen in Anbetracht der Gesamtumstände Zweifel am tatsächlichen Willen, den Schlittelweg am Unfalltag ab 17.06 Uhr von Publikumsverkehr fernzuhalten, jedenfalls nicht leichthin von der Hand weisen. So soll das Silvesterschlitteln laut G.________, Geschäftsführer der Sportbahnen D.________, bereits Mitte Dezember 2017 wegen schlechter Schnee- und Pistenverhältnisse abgesagt bzw. die diesbezügliche Öffnungszeit des Schlittelwegs korrigiert worden sein, obschon zwei Wochen im Voraus die entsprechenden Bedingungen kaum schon sicher abgeschätzt werden könnten. Dass der Schlittelweg am Unfalltag im Tagbetrieb geöffnet gewesen sei und am Neujahrsmorgen zwischen 1.00 und 2.00 Uhr (wieder) habe geöffnet werden sollen, stehe sodann in einem Widerspruch zu der am Unfalltag ab 17.06 Uhr wegen schlechter Pisten- und Wetterverhältnisse erfolgten Sperrung, da sich diese Verhältnisse laut den Verantwortlichen bis zum Neujahrsmorgen nicht verändert hätten. Weiter bedeute eine Sperrung des Schlittelwegs am Unfalltag ab 17.06 Uhr, dass sämtliche am Silvesteranlass in der Hütte E.________ teilnehmenden Personen vor dieser Sperrung dorthin gelangt und bis zur Öffnung des Schlittelwegs am Neujahrsmorgen um 1.00 Uhr dort verblieben wären, hätten sie sich nicht verbotenerweise auf den Schlittelweg begehen wollen. Solches erscheine wenig lebensnah und nehme selbst die Vorinstanz nicht an (Urteil 6B_1209/2020 vom 26. Oktober 2021 E. 2.5.3).