Citation: 8C_139/2022 E. 4.3

4.3. Inwiefern die vorinstanzlichen Feststellungen offensichtlich unrichtig sein sollten, vermag die Beschwerdeführerin nicht darzutun. Das kantonale Gericht stellte bezüglich seiner Annahme, die Beschwerdeführerin sei bereits im Jahr 2019, auch nach der Kündigung per 31. Dezember 2018, weiterhin im Restaurant B.________ beschäftigt gewesen, vorab auf die Angaben der Beschwerdeführerin auf dem Formular des Arbeitsinspektorats vom 3. Februar 2020 ab. Dort beantwortete sie die Frage nach dem Beginn der Anstellung mit "2-3 Jahre". Inwiefern es dabei sprachlich bedingt zu einem Missverständnis gekommen sein könnte, ist nicht erkennbar, zumal die Beschwerdeführerin gemäss Protokoll auf Rückfrage hin ausdrücklich bestätigte, dass sie alle Fragen verstanden habe. Es ist nicht nachvollziehbar, warum sie bei dieser Gelegenheit unerwähnt gelassen haben sollte, dass sie erst wieder seit 1. Februar 2020 im Restaurant B.________ beschäftigt sei. Dass das kantonale Gericht auf die beantragte Zeugenbefragung verzichtete, ist nicht zu beanstanden, denn es konnte nicht erwartet werden, dass die frühere Geschäftsinhaberin und die Arbeitskollegen etwas anderes aussagen würden als die Beschwerdeführerin. An diesem Beweisergebnis können auch die Vorbringen der Beschwerdeführerin zu den dokumentierten Ereignissen im Dezember 2019 nichts ändern. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie angeblich von ihrer RAV-Beraterin eines Morgens mit einem T-Shirt mit dem Aufdruck des Restaurants B.________ gesehen worden sei und danach um die Mittagszeit im Restaurant deren Anruf entgegengenommen haben solle, könne nicht zutreffen, weil die betreffende Bushaltestelle nicht auf dem Arbeitsweg liege; zudem arbeite auch ihre Schwester im Restaurant, die ihr zum Verwechseln ähnlich sehe und auch die gleiche Stimme habe. Diese Einwände lassen die von der Vorinstanz gezogenen Schlussfolgerungen nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen. Gleiches gilt hinsichtlich der Behauptung der Beschwerdeführerin, sie habe zu Beginn des Jahres 2020 lediglich einige Tage im Restaurant geschnuppert, was die Vorinstanz mit eingehender Begründung entkräftete. Dass die Vorinstanz schliesslich bereits für das Jahr 2019 darauf schloss, die Arbeitslosigkeit sei nicht zu beweisen, lässt sich nicht beanstanden. Entgegen der Beschwerdeführerin gründete diese Schlussfolgerung nicht auf der Annahme, die Krankheit beziehungsweise der Unfall seien vorgetäuscht gewesen, sondern darauf, dass ohne Präsenz am zweimal angeordneten jeweils dreimonatigen Kurs auch die entsprechende zeitliche Verfügbarkeit zufolge der Arbeitslosigkeit nicht unter Beweis gestellt werden konnte. Inwiefern das kantonale Gericht bei der gegebenen Beweislosigkeit Bundesrecht verletzt haben sollte, indem es die rückwirkende Ablehnung eines Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung und Rückforderung der ausgerichteten Beträge bestätigte, ist nicht erkennbar.