Citation: 1C_245/2021 E. 5.3.2

5.3.2. Es ist bereits fraglich, ob die dagegen erhobene Sachverhaltsrüge den Begründungsanforderungen (oben E. 2) genügen. Jedenfalls aber lässt die Beweiswürdigung des Verwaltungsgerichts zu den 2018 durchgeführten Arbeiten keine Willkür erkennen. Die Beschwerdegegner weisen zu Recht darauf hin, dass der Mauerdurchbruch im Obergeschoss bereits in der Aufstellung der Architektin enthalten war ("Ausbruch eines Durchganges ca. 120 cm breit zwischen den Zimmern Kind 1 und Kind 2"). Daran ändern auch die Messdifferenzen zwischen den Berichten Thoms und Strobel nichts: Das BAFU hat beide Messberichte geprüft und erachtet sie als plausibel und nachvollziehbar; der Messbericht Strobel zeige die Lärmproblematik jedoch noch differenzierter auf als der Bericht Thoms. Aus der geringen Differenz zwischen den Messergebnissen kann nach Ansicht des BAFU nicht geschlossen werden, dass sich die Trittschallsituation in der Zeit zwischen den Messungen tatsächlich verschlechtert habe. Ebenso könnten die Differenzen auf Unterschiede bei der Messanordnung, Messungenauigkeiten oder auf die Ungenauigkeit der Mikrofone zurückzuführen sein. Möglicherweise sei der normierte Trittschallhammer nicht exakt am gleichen Ort aufgestellt oder die Messung im Empfängerraum nicht exakt am gleichen Ort vorgenommen worden oder allenfalls sei die Möblierung und damit die Absorption des Schalls nicht identisch gewesen. Die Unterschiede in den Messresultaten könnten somit nicht als Beweis dafür herangezogen werden, dass der Trittschall aufgrund des Umbaus 2018 zugenommen habe. Es gibt für das Bundesgericht keinen Anlass, von der Einschätzung des BAFU als Lärmfachstelle des Bundes abzuweichen. Insofern durfte das Verwaltungsgericht willkürfrei davon ausgehen, es seien 2018 keine Arbeiten an Trennbauteilen (i.S.v. Art. 33 Abs. 2 LSV) vorgenommen worden, und durfte in antizipierter Beweiswürdigung auf weitere Beweiserhebungen verzichten. Damit liegt auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.