Citation: 6B_217/2022 E. 1

Der Beschwerdeführer kritisiert zunächst, die Vorinstanz begnüge sich unzulässigerweise damit, in ihrem Urteilsdispositiv das erstinstanzliche Urteil in einzelnen Punkt abzuändern und im Übrigen zu bestätigen, statt in allen Punkten einen neuen Entscheid zu fällen. Die Kritik ist berechtigt: Tritt das Berufungsgericht auf die Berufung ein, fällt es gemäss Art. 408 StPO "ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt". Dass der angefochtene Entscheid den formellen Anforderungen nicht entspricht, führt indessen nicht zur Gutheissung der Beschwerde. Das Urteilsdispositiv der Vorinstanz spricht sich vollständig und präzis über den Gegenstand der Berufung aus, und es ist daher nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer durch die Verletzung von Art. 408 StPO einen Rechtsnachteil erleidet. In der Beschwerde wird lediglich geltend gemacht, das Dispositiv werde durch die gewählte Formulierung schwer verständlich und unübersichtlich, was jedoch von vornherein kein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG begründet (vgl. Urteil 6B_482/2012 vom 3. April 2013 E. 5.3).