Citation: 8C_578/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Der Beschwerdeführer verweist letztinstanzlich erneut darauf, dass im Bericht des Spitals B.________ vom 16. August 2022 die Diagnose ME/CFS gestellt worden sei. Aus diesem Bericht geht indes nicht hervor, ob den behandelnden Ärzten das Gutachten des ZMB bekannt war; jedenfalls nahmen sie nicht darauf Bezug. Unabhängig davon vermag der Beschwerdeführer auch nicht aufzuzeigen, dass der Bericht relevante, nicht nur der subjektiven Interpretation der behandelnden Ärzte entspringende Aspekte enthält, die den Gutachtern entgangen sein könnten (vgl. SVR 2017 IV Nr. 7 S. 19, 9C_793/2015 E. 4.1; nicht publ. E. 6.2 des Urteils BGE 142 V 342, veröffentlicht in SVR 2016 IV Nr. 41 S. 131; Urteil 8C_156/2023 vom 26. Januar 2024 E. 4.3.2). Dies gilt umso mehr, als die Gutachter des ZMB am 6. Dezember 2022 ausdrücklich zum fraglichen Bericht Stellung genommen und an ihren Einschätzungen festgehalten haben. Die weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers erschöpfen sich sodann weitgehend in eigenen laienmedizinischen Einschätzungen, die zudem wörtlich aus der vorinstanzlichen Beschwerdeschrift übernommen wurden und - soweit vor diesem Hintergrund überhaupt darauf einzugehen ist (vgl. Urteil 8C_430/2023 vom 25. März 2024 E. 5.1) - ebenfalls keine Zweifel am Gutachten des ZMB begründen. Soweit in der Beschwerde geltend gemacht wird, die Beurteilung der Diagnose ME/CFS falle in den Fachbereich der Neurologie, ist darauf hinzuweisen, dass der Entscheid über die Fachdisziplin, in deren Rahmen das Krankheitsbild zu beurteilen ist, in den Ermessensspielraum der fachärztlichen Gutachter fällt. Inwiefern die Ausführungen der Sachverständigen sodann den Schluss zulassen sollen, dass sie der Auffassung waren, das Krankheitsbild ME/CFS sei nicht klinisch, sondern durch bildgebende oder laborchemische Untersuchungen im Sinne von "biologischen Markern" zu erfassen, ist nicht nachvollziehbar. Ebenso unbehelflich ist es, wenn der Beschwerdeführer den Gutachtern fachliche Unkenntnis vorwirft, weil sie die "Erkrankung mehrfach falsch geschrieben" hätten. Aus den von ihm insoweit genannten Passagen ergibt sich ohne weiteres, dass die Gutachter lediglich die Schilderungen des Beschwerdeführers wörtlich zitierten. Nicht ersichtlich ist auch, weshalb ihre Ausführung in der ergänzenden Stellungnahme, dass je nach Betrachtung der Erkrankung entweder die Diagnose ME/CFS gemäss ICD-10 G93.3 oder einer Neurasthenie gemäss ICD-10 F48.0 zu stellen sei, gegen die Verlässlichkeit ihrer Einschätzungen sprechen soll, zumal sie letztlich beide Diagnosen ausdrücklich verwarfen.