Citation: 1C_565/2022 E. A

Am 13. Februar 2022 reiste A.________ mit dem Zug von Zürich nach Landquart. Während der Fahrt erfolgte eine Billettkontrolle durch den Zugbegleiter D.________. Wegen Unregelmässigkeiten beim vorgezeigten Onlineticket stellte D.________ A.________ einen Beleg "Reisen ohne gültigen Fahrausweis" aus. Daraufhin soll A.________ D.________ beschimpft und so getan haben, als würde er ihn mit seinem Mobiltelefon filmen. D.________ reagierte auf dieses Verhalten mit der Aufforderung, A.________ solle das Filmen unterlassen und die bereits erfolgten Aufnahmen löschen. In der Folge avisierte D.________ die Transportpolizei. Die Transportpolizei informierte ihrerseits die Kantonspolizei St. Gallen und teilte dieser mit, dass D.________ aufgrund der Geschehnisse im Zug eine polizeiliche Kontrolle wünsche. Die Kantonspolizei führte die Kontrolle am Bahnhof Sargans durch, wobei D.________ A.________ wegen des Vorgefallenen anzeigte. Dieser erstattete seinerseits Strafanzeige gegen D.________ wegen Amtsmissbrauchs und Nötigung, da er den Zug habe verlassen müssen. Aufgrund des Vorfalls im Zug wurde A.________ gleichentags durch den Polizeibeamten B.________ als Auskunftsperson einvernommen. Da A.________ mit den Modalitäten der Einvernahme nicht einverstanden war, erstattete er am 8. Mai 2022 bei der Anklagekammer des Kantons St. Gallen eine Strafanzeige gegen B.________ und die Staatsanwältin C.________, die im Rahmen der polizeilichen Einvernahme per Telefon entschieden habe, dass er sein Mobiltelefon vorlegen müsse. Am 10. August 2022 entschied die Anklagekammer, dass aufgrund der Strafanzeigen von A.________ vom 8. Mai 2022 keine Ermächtigung zur Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen B.________ und C.________ erteilt werde.