Citation: U 317/01 05.02.2003 E. 3.1

3.1.1 Die Ärzte der Klinik B.________ kamen im Austrittsbericht vom 11. April 1990 zum Schluss, dass beim damals 39-jährigen Beschwerdeführer zufolge der beidseitigen Radiustrümmerfrakturen eine mässige Bewegungseinschränkung beider Handgelenke, rechts mehr als links, sowie eine verminderte Belastbarkeit mit belastungsabhängigen Schmerzen und Schwellungen der Handgelenke bestanden. Für Kontrollfunktionen ohne wesentlichen manuellen Einsatz wurde eine Arbeitsfähigkeit von 100 % und für leichte manuelle Tätigkeiten ohne grössere Belastung der Handgelenke ein Leistungsvermögen von 75 % bescheinigt. Für Beschäftigungen mit Belastung der Handgelenke - wie im bisherigen Malerberuf - attestierten sie auch langfristig keine Arbeitsfähigkeit von über 50 % mehr. Dieser Einschätzung schloss sich Dr. med. F.________ in seinem Abschlussuntersuchungsbericht vom 12. Juli 1990 vollumfänglich an. 3.1.2 Gemäss Gutachten des Dr. med. X.________ vom 19. Januar 2000 leidet der Beschwerdeführer unfallbedingt an einer ausgeprägten posttraumatischen Arthrose mit erheblicher Bewegungseinschränkung an beiden Handgelenken sowie an Veränderungen der Skelettstrukur der Handgelenke nach ausgeprägter Sudeck'scher Dystrophie. Von kraftbeanspruchenden manuellen Beschäftigungen und stereotypen Bewegungsabläufen riet der Experte ab, während er eine Büroarbeit mit abwechslungsreichen Tätigkeiten für ganztags zumutbar erachtete. Im angestammten Malerberuf gab er ein Leistungsvermögen von 50 % bzw. an kalten Tagen von 25 % an, wobei auf längere Zeit mit einer Zunahme der Arthrosebeschwerden und einer zusätzlichen Reduktion der Arbeitsfähigkeit gerechnet werden müsse. Dr. med. J.________ bestätigte diese Einschätzung in seiner Stellungnahme vom 24. Februar 2000 mit der Ergänzung, nebst vollzeitlichen leichten Büroarbeiten könnten auch überwachende Tätigkeiten, Portiersarbeiten, etc. uneingeschränkt ausgeübt werden; die aktuelle 50 %ige Malerbeschäftigung entspreche demgegenüber nicht einer optimalen Verwertung der Restarbeitsfähigkeit.