Citation: 2C_425/2017 E. 1.2

1.2. Gemäss Art. 1 lit. b der Verordnung des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) vom 23. November 2015 über die Anpassung der Schwellenwerte im öffentlichen Beschaffungswesen für die Jahre 2016 und 2017 (SR 172.056.12), beträgt der Schwellenwert für Dienstleistungen im Anwendungsbereich des BöB Fr. 230'000.--. Betreffend das bilaterale Abkommen mit der Europäischen Gemeinschaft sieht Anhang 1 Art. A1-2 der Interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994 resp. vom 15. März 2001 (IVöB) für Submissionen von Gemeinden betreffend Dienstleistungen einen Schwellenwert von Fr. 350'000.-- resp. EUR 240'000.-- vor. Die Beschwerdeführerin erachtet diesen Schwellenwert als massgebend und als erfüllt. Dabei verweist sie auf eine Aufstellung der C.________ AG, wonach in den Jahren 2007 bis 2016 insgesamt ein Auftragsvolumen von Fr. 1'079'031.20 angefallen sei. Indessen räumt sie selbst ein, dass sie aufgrund des unbekannten künftigen Auftragsvolumens keinen genau bezifferten Auftragswert benennen könne. Tatsächlich erscheint das Erreichen des erforderlichen Schwellenwerts hier fraglich. Dies insbesondere deshalb, weil kein klar definierter Zeitraum für den Auftrag erkennbar ist. Vielmehr sind die streitbetroffenen Arbeiten eine Folge von gesetzlichen Übergangsbestimmungen, welche bis zur Inbetriebnahme einer zentralen Datenverwaltung das Fortbestehen der Gültigkeit von an sich bereits ausgelaufenen Verträgen vorsehen (vgl. Sachverhalt Lit. A hiervor). Wie lange dieser vorübergehende Zustand noch andauert, ist ungewiss, weswegen sich in der Konsequenz auch das Erreichen des Schwellenwerts nicht abschliessend klären lässt. Dies erscheint indes vorliegend auch nicht als erforderlich, da es in jedem Fall an einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung fehlt, wie die nachfolgende Erwägung zeigt.