Citation: 1C_342/2022 E. A

Die israelischen Strafverfolgungsbehörden führten unter anderem gegen B.________ eine Strafuntersuchung wegen Urkundenfälschung, Betrug, Geldwäscherei und weiterer Delikte. Im Verlaufe dieser Strafuntersuchung gelangte das israelische Justizministerium mit Rechtshilfeersuchen vom 24. März 2011 an die Schweiz. Esersuchte um Herausgabe von Bankunterlagen sowie um Kontosperre betreffend zwei Geschäftsbeziehungen bei der Bank A.________ AG (heute: Bank A.________ AG in Liquidation, nachfolgend: Bank A.________), von denen die eine auf B.________ lautet. Die mit der Durchführung des Verfahrens betraute Bundesanwaltschaft trat mit Eintretens- und Zwischenverfügung I vom 28. März 2011 auf das israelische Rechtshilfeersuchen ein und wies die Bank A.________ an, die beiden Konten zu sperren. Mit Schlussverfügung I vom 23. Juli 2012 entsprach sie dem Rechtshilfeersuchen. Neben der rechtshilfeweisen Herausgabe der Bankunterlagen ordnete sie die Aufrechterhaltung der Kontosperren an, bis die ersuchende Behörde über die sichergestellten Vermögenswerte rechtskräftig entschieden und um deren Herausgabe ersucht habe. Mit Rechtshilfeersuchen vom 27. Januar 2019 gelangte das israelische Justizministerium erneut an die Schweiz und ersuchte um die Herausgabe der Vermögenswerte auf dem gesperrten Konto von B.________ zwecks Einziehung. Die israelischen Behörden erklärten, dass B.________ erstinstanzlich wegen Betrug, Urkundenfälschung, Geldwäschereidelikten und weiteren Delikten schuldig gesprochen und zu 30 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden sei. Sie führten weiter aus, dass das Bezirksgericht Tel Aviv die Einziehung aller beschlagnahmten Vermögenswerte von B.________ in der Höhe von NIS 38,8 Mio., einschliesslich der Vermögenswerte in der Schweiz, angeordnet habe. Der Oberste Gerichtshof habe die dagegen von B.________ erhobene Beschwerde am 18. Mai 2017 abgewiesen, womit die Einziehung rechtskräftig sei. Mit Schlussverfügung vom 30. Juli 2021 entsprach die Bundesanwaltschaft dem Rechtshilfeersuchen vom 27. Januar 2019 (Dispositiv-Ziffer 1) und ordnete die Herausgabe sämtlicher Vermögenswerte der gesperrten, auf B.________ lautenden Bankbeziehung bei der Bank A.________ an (Dispositiv-Ziffer 2). Zudem verfügte sie, dass der Bank A.________ keine Parteistellung zuerkannt wird (Dispositiv-Ziffer 3). Dagegen erhob die Bank A.________ Beschwerde ans Bundesstrafgericht. Dieses wies die Beschwerde mit Entscheid vom 23. Mai 2022 ab, soweit es darauf eintrat. Es legte dar, die Bank A.________ habe im Rechtshilfeverfahren keine Parteistellung und sei damit auch nicht beschwerdelegitimiert.