Citation: 5A_132/2024 E. 3.1

3.1. Vor Obergericht hat die Beschwerdeführerin die zwei fraglichen Betreibungen gegen sie als nichtig erachtet. Sie hat dies damit begründet, dass sie aufgrund des nichtigen Kaufvertrags vom 30. September 2010 nicht Eigentümerin der gepfändeten Liegenschaft an der D.________strasse zz in T.________ geworden sei. Der Kaufvertrag sei nichtig, weil es sich bei der fraglichen Liegenschaft zu diesem Zeitpunkt um eine Familienwohnung gehandelt habe. Sie habe die Liegenschaft durch Übernahme von Schuldbriefen übernommen, wodurch die Rechte an den Wohnräumen beschränkt worden seien und es schliesslich zum Verlust der unbelasteten Familienwohnung gekommen sei. Ohne die Zustimmung des Ehemannes mache dieser Belastungsübertrag die Eigentumsübertragung nichtig. Das Obergericht hat dazu erwogen, die Beschwerdeführerin habe bereits im Beschwerdeverfahren PS230077 geltend gemacht, der Kaufvertrag vom 30. September 2010 sei wegen Verletzung von Formvorschriften nichtig. Schon damals sei ihr entgegengehalten worden, dass materiellrechtliche Fragen vom Sachgericht zu prüfen seien und nicht von den Aufsichtsbehörden. Insbesondere falle die Feststellung der Eigentümerschaft am Pfandobjekt und die Feststellung des materiellen Bestandes eines Pfandes nicht in die Zuständigkeit der Aufsichtsbehörden, sondern sei zum Gegenstand eines Widerspruchsprozesses zu machen. Für die Frage, ob der Kaufvertrag vom 30. September 2010 aufgrund der behaupteten fehlenden Zustimmung des Ehegatten nichtig sei, sei das Sachgericht zuständig. Entsprechend habe offenzubleiben, ob es sich beim Rechtsgeschäft vom 30. September 2010 überhaupt um eine Einschränkung im Sinne von Art. 169 ZGB gehandelt habe. Im Übrigen wäre die Behauptung der Beschwerdeführerin unbegründet, da ihr Ehemann als Vertreter der damals veräussernden E.________ AG den fraglichen Kaufvertrag mitunterzeichnet habe. Zudem sei auf den Entscheid vom 6. Mai 2022 im Verfahren PS220072 zu verweisen, wonach die erst jetzt - nach der Verwertung - vorgebrachte Behauptung, der Verkauf der Liegenschaft an die Beschwerdeführerin sei ungültig, rechtsmissbräuchlich anmute.