Citation: 8C_173/2009 22.07.2009 E. 5

5.1 Während die Beschwerdeführerin die von ihr über die Leistungseinstellung hinaus geklagten Beschwerden als Folgen der am 3. Juli 2001 erlittenen HWS-Distorsion qualifiziert und damit die Adäquanzprüfung, soweit erforderlich, nach der - gemäss BGE 134 V 109 präzisierten - Schleudertrauma-Praxis als sachgerecht einstuft, erachten Vorinstanz und Beschwerdegegnerin die Anwendung der in BGE 115 V 133 festgehaltenen Grundsätze für psychische Unfallschäden (mit der dem Beurteilungsraster inhärenten Differenzierung von physischen und psychischen Beschwerdekomponenten; BGE 134 V 109 E. 6.1 S. 116 mit Hinweisen und E. 6.2.1 S. 117) für indiziert. 5.2 Entgegen der Sichtweise der Beschwerdeführerin sind im Lichte der medizinischen Unterlagen keine Hinweise dafür ersichtlich, dass die nach dem 14. Juni 2006 bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen klar fassbaren - die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs erübrigenden (BGE 117 V 359 E. 5d/aa S. 365 mit Hinweis) - physischen Befunden zuzuordnen sind. Selbst der von der Versicherten beigezogene Neurologe Dr. med. Y.________ beschreibt in seinem Bericht vom 24. Mai 2006 lediglich eine rotatorische Fehlstellung von C4 um 6° nach links, bei ansonsten normaler Geometrie und Anordnung der Kopfgelenke. Daraus kann nicht auf eine bleibende neurologische Schädigung geschlossen werden, zumal eine solche durch Dr. med. A.________ mit der Feststellung eines unauffälligen neurologischen Befundes negiert und das vorhandene Beschwerdebild als rein funkioneller Natur bezeichnet worden war (Gutachten vom 20. März 2004, S. 10). Bei den Ausführungen des Dr. med. Y.________ fällt ferner auf, dass dieser von einer kurzen Bewusstlosigkeit der Beschwerdeführerin ausgeht, obwohl dafür aktenmässig keine hinreichenden Anzeichen ausgewiesen sind. Unklar ist im Übrigen auch die Art der von ihm verwendeten Computertomographie, wenn die Durchführung eines "Funktions-CT" angegeben wird. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass insbesondere der Beweiswert eines mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT, fmri) erhobenen Befundes für die Beurteilung der Unfallkausalität von Beschwerden nach Schleudertraumen der HWS und äquivalenten Unfallmechanismen nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft verneint wird (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.2-5.5 S. 233 ff. mit Hinweisen). Das von Dr. med. A.________ erwähnte zervikale Schmerzsyndrom schliesslich ist als Teil des nach HWS-Verletzungen auftretenden Beschwerdebildes zu werten und manifestiert sich insofern "somatisch", als es, wie im vorliegenden Fall, zu Spannungskopfschmerzen, Schwindelbeschwerden etc. führen kann (vgl. Gutachten vom 20. März 2004, S. 10 ff.). Ein organisches Substrat der geklagten gesundheitlichen Störungen im Sinne einer bildgebend oder sonst wie nachweisbaren strukturellen Veränderung ist mithin klar auszuschliessen, sodass eine Adäquanzprüfung stattzufinden hat.