Citation: 9C_714/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Die im öffentlichen Grund verlegte Kabelkanalisation stellt Teil des Verwaltungsvermögens der Beschwerdegegnerin dar. Die mit der streitigen Gebühr abgegoltene Nutzung besteht darin, dass den Beschwerdeführerinnen das Recht verliehen wird, ihre Fernmeldeleitungen in die bestehenden Kabelrohre (Zementrohre und Kunststoffrohre) einzuziehen und dort zu belassen. Dabei handelt es sich um eine Sondernutzung, die nicht jedem, sondern nur den Beschwerdeführerinnen offen steht. Dementsprechend handelt es sich bei der infrage stehenden Abgabe um eine solche für diese Sondernutzung (vgl. BGE 143 II 283 E. 3.7.2 m.H. sowie Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., S. 652 Rz. 2769).