Citation: 5A_284/2024 E. 3.2.3

3.2.3. Hingegen erscheine eine Abrechnung nach Zeitaufwand nicht angemessen, da nicht erkennbar sei, inwieweit zwischen der erweiterten Pauschale und den notwendigen Bemühungen der Rechtsvertretung ein - von Art. 10 Abs. 3 HonO vorausgesetztes - offensichtliches Missverhältnis bestünde. Der von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Zeitaufwand von 113 Stunden für das schriftliche Rechtsmittelverfahren erscheine mit Rücksicht darauf, dass dieser nur insoweit zu entschädigen sei, als er der Arbeitsweise eines Anwaltes oder einer Anwältin entspreche, der bzw. die mit gründlichen Fachkenntnissen und längerer Erfahrung ein Mandat zielgerichtet führen und sich auf das zur Interessenwahrung Notwendige beschränken könne, deutlich zu hoch. In der Folge ging die Vorinstanz im Einzelnen auf den für die Berufungsschrift (34 Stunden), die Anschlussberufungsantwort und Berufungsreplik (18 Stunden), die Stellungnahme zum Bericht des Erziehungsbeistands (23 Stunden), Telefonate und Besprechungen (rund 7 Stunden) sowie E-Mail-Kontakte (rund 8 Stunden) mit der Kindsmutter geltend gemachten Aufwand ein und legte dar, weshalb sie diesen als übersetzt erachtete.