Citation: 1C_396/2021 E. 5.4

5.4. Auch die Rüge, die Vorinstanz sei dadurch in Willkür verfallen, dass sie ausschliesslich auf eine falsche, da nicht eindeutige Hauptsachenprognose abgestellt habe, ist unbegründet. Zwar ist die Entscheidprognose gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grundsätzlich nur zu berücksichtigen, wenn sie eindeutig ist (BGE 130 II 149 E. 2.2; 129 II 286 E. 3; Urteile 2C_595/2021 vom 30. September 2021 E. 4.3; 1C_121/2016 vom 27. April 2016 E. 4.2). Das Bundesgericht hat in seiner Rechtsprechung teilweise aber auch festgehalten, dass der Entscheidprognose in Fällen, in denen mit einer längeren Verfahrensdauer gerechnet werden müsse, vermehrte Bedeutung zukomme und nicht leichthin davon abgesehen werden dürfe (vgl. Urteile 1A.302/2005 vom 29. März 2006 E. 3; 1A.172/2004 vom 21. September 2004 E. 3; vgl. auch HANSJÖRG SEILER, in: Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, N. 98 zu Art. 55 VwVG). Vorliegend legen namentlich die Vorbringen des Beschwerdeführers selbst nahe, dass das beim Staatsrat hängige Rechtsmittelverfahren länger dauern könnte. So hebt er hervor, dass gegen den Bauentscheid diverse Einsprechende Beschwerde erhoben hätten und das Beschwerdeverfahren vor dem Staatsrat noch längst nicht abgeschlossen sei. Auch wenn der Beschwerdeführer geltend macht, die Entscheidprognose sei keineswegs eindeutig, setzt er sich sodann mit der vorinstanzlichen Argumentation nicht näher auseinander. Deren Hauptsachenprognose erscheint bei summarischer Prüfung jedenfalls als auf ernsthaften Gründen beruhend. Die Vorinstanz hat weiter bei ihrem Entscheid, wie erwähnt, nicht ausschliesslich auf ihre Entscheidprognose abgestellt, sondern vielmehr auch eine Interessenabwägung vorgenommen. Im Zusammenhang damit hat sie namentlich erwogen, der zu erwartende Fluglärm würde erst nach Abschluss der Bauarbeiten und Inbetriebnahme des Spitalneubaus auftreten. Unter diesen Umständen erscheint es unter Willkürgesichtspunkten vertretbar, dass die Vorinstanz ihren Entscheid auch auf eine Entscheidprognose gestützt hat.