Citation: 1P.505/2000 01.11.2000 E. 1

1.- Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts ist die durch eine angeblich strafbare Handlung Geschädigte grundsätzlich nicht legitimiert, gegen die Einstellung eines Strafverfahrens staatsrechtliche Beschwerde zu erheben, weil der Strafanspruch dem Staat zusteht und die Geschädigte an der Verfolgung des Täters nur ein mittelbares oder tatsächliches, aber kein rechtliches Interesse im Sinn von Art. 88 OG hat (BGE 108 Ia 97 E. 1 mit Hinweisen). Falls ihr im kantonalen Verfahren Parteistellung zukam, kann sie jedoch unbekümmert um die fehlende Legitimation in der Sache selbst die Verletzung von Verfahrensrechten geltend machen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt (BGE 114 Ia 307 E. 3c mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin, bei der die Beschwerdekammer des Kantonsgerichts nicht abschliessend prüfte, ob sie als Geschädigte zu betrachten sei, ist zur Rüge befugt, dieses habe ihr willkürlich die prozessuale Beschwer abgesprochen. Da die kantonale Beschwerdekammer mangels prozessualer Beschwer auf ihre Beschwerde nicht eintrat, sie also materiell nicht beurteilte, macht sie damit eine formelle Rechtsverweigerung geltend. Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist.