Citation: 9C_636/2018 E. 6.2.1

6.2.1. Zum Indikator "Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome" (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1 S. 298) hat das kantonale Versicherungsgericht erwogen, ausgehend vom Tagesablauf und den Aktivitäten des Beschwerdeführers sei insgesamt von einem durchaus noch aktiven und geregelten Leben auszugehen. Es könne demnach nicht auf eine schwere Ausprägung der psychischen Störungen geschlossen werden, zumal dies auch dem Gutachten - insbesondere mit Blick auf die Befunde - nicht zu entnehmen sei. Vielmehr habe der psychiatrische Experte aufgrund des Verhaltens des Exploranden lediglich eine formale Zuordnung der Beschwerden vornehmen und den Schweregrad nicht hinreichend bestimmen können. 6.2.1.1. Die Gutachter des MZR stellten aus psychiatrischer Sicht folgende Diagnosen: Rezidivierende (chronifizierte) depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig, mit somatischem Syndrom (ICD-10 F.33.11). Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4). Das kantonale Versicherungsgericht legt nicht dar, inwiefern lediglich nicht oder zumindest nicht relevant ausgeprägte Befunde vorliegen sollen, was jedoch mit Blick darauf angezeigt gewesen wäre, dass zwei Störungen diagnostiziert wurden, auf welche beide das strukturierte Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 anwendbar wäre. 6.2.1.2. Was sodann die Bestimmbarkeit des Grades der depressiven Störung betrifft, hielt der psychiatrische Gutachter fest, seine Beurteilung stimme inhaltlich vollständig überein mit den Berichten der behandelnden Ärzte. "Dass mal eine mittelschwere und mal eine schwere depressive Störung diagnostiziert wird, entspricht einer natürlichen Schwankungsbreite, die für Depressionen nicht ungewöhnlich sind" (Expertise S. 59). Diese gutachterlichen Feststellungen sprechen gegen die Annahme, die Befunde seien im unteren Bereich des mittleren Schweregrades anzusiedeln bzw. höchstens mässig ausgeprägt, wie der Beschwerdeführer sinngemäss vorbringt.