Citation: H 413/00 18.03.2002 E. 2

2.- a) Dauer der Betriebszugehörigkeit (24 Jahre) und Alter (62 Jahre) im Zeitpunkt der Auflösung des Arbeitsverhältnisses sprechen für den Vorsorgecharakter der Zahlung der Firma von Fr. 143'000.- an den Beschwerdeführer. Dass die Verpflichtung zur Zahlung dieser Summe nach Lage der Akten bei Gelegenheit der vorzeitigen Beendigung der Arbeitsbeziehungen eingegangen worden war, ohne dass ein arbeitsvertraglicher Anspruch auf Abschluss einer solchen Vereinbarung bestand (vgl. BGE 123 V 245 Erw. 2d/aa am Anfang), sodann stellt ein Indiz für die Freiwilligkeit der Leistung im Sinne von alt Art. 6bis AHVV (aufgehoben auf Ende 2000 gemäss Verordnung vom 18. September 2000) dar. Schliesslich erlaubt der Umstand, dass die Entlassung im Hinblick auf eine Firmenzusammenlegung erfolgte, für sich allein genommen nicht, die fraglichen Fr. 143'000.- als beitragspflichtiges Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit zu betrachten. Diese rechtliche Qualifikation gilt nur, wenn und soweit die Zahlungen einen Ausgleich des vorübergehend erlittenen Schadens durch den Verlust der Anstellung oder der Unannehmlichkeiten bei der Suche einer neuen Arbeitsstelle bezwecken (BGE 123 V 245 Erw. 2d/aa am Ende sowie AHI 1998 S. 152 Erw. 2d/aa). b) Entgegen der Vorinstanz ist ein solcher die paritätische Beitragspflicht begründender Tatbestand nicht allein schon deshalb zu bejahen, weil gemäss § 3 der Vereinbarung vom 19. Mai 1998 in der englischen Fassung mit der Zahlung von Fr. 143'000.- u.a. auch "vacation", also Ferien, abgegolten werden sollen. Indessen sprechen weitere Umstände für den Lohncharakter dieser Summe. Vorab wurde mit der Vereinbarung vom 19. Mai 1998 das Arbeitsverhältnis auf Ende des folgenden Monats aufgelöst. Dies bedeutet eine beträchtliche Verkürzung der ordentlichen Kündigungsfrist, welche gemäss Art. 335c Abs. 1 OR nach 24 Dienstjahren mindestens drei Monate beträgt. Eine solche Abrede ist laut Art. 335a und c je Abs. 2 OR zwar grundsätzlich zulässig. Anderseits streitet eine natürliche Vermutung für die Annahme, dass dieser Verzicht auf die Einhaltung der gesetzlichen und arbeitsvertraglichen Kündigungsfrist durch den Arbeitgeber abgegolten werden sollte. Im Weitern ist auf die Verpflichtung des Arbeitnehmers gemäss § 5 der Vereinbarung vom 19. Mai 1998 hinzuweisen, für die folgenden 24 Monate keine Arbeit oder Tätigkeit auszuführen, die die Firmengruppe direkt oder indirekt konkurrenziert. Dass dieser Konkurrenzverbotsklausel lediglich deklaratorische Bedeutung beizumessen ist, weil, wie der Beschwerdeführer geltend macht, mit 62 Jahren eine Beratertätigkeit im angestammten Bereich (Vertrieb technischer Investitionsgüter) illusorisch sei, ist aktenmässig nicht belegt. Umgekehrt zeigt die Aufnahme einer solchen Bestimmung in die Vereinbarung vom 19. Mai 1998, dass der Arbeitgeber nicht davon ausging, der im Zuge der Fusion mit zwei anderen Firmen entlassene Arbeitnehmer werde keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen. Insoweit rechtfertigt sich die Annahme, dass mit der Abfindung auch die Einhaltung des Konkurrenzverbotes vergütet werden sollte, was wiederum für massgebenden Lohn spricht (vgl. AHI 1993 S. 133). Im Lichte des soeben Ausgeführten ist schliesslich auch der Umstand, dass die Firma aus dem Management Pensionsfonds Fr. 143'000.- in die