Citation: U 415/01 27.08.2002 E. 3.1

3.1.1 Die Adäquanz der Kausalität zwischen den noch bestehenden Beschwerden und dem Unfallereignis vom 24. Juni 1998 kann vorerst mit der Vorinstanz nach den von der Rechtsprechung für psychische Unfallfolgen entwickelten und seither ständig angewandten Kriterien (BGE 115 V 133 ff.; bestätigt u.a. in BGE 124 V 44 Erw. 5c/bb und 213 f. Erw. 4b; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 Erw. 2) geprüft werden (BGE 123 V 99 Erw. 2b). 3.1.2 Ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf und den erlittenen Verletzungen hat das kantonale Gericht das Ereignis vom 24. Juni 1998 im Rahmen der Einteilung, wie sie für die Belange der Adäquanzbeurteilung Anwendung findet (BGE 115 V 138 ff. Erw. 6), den Unfällen im mittleren Bereich zugeordnet. Dies ist im Lichte der Judikatur (dargestellt u.a. in RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122 ff. Erw. 4b/bb sowie 1995 Nr. U 215 S. 91 Erw. b) nicht zu beanstanden. Die Adäquanz könnte daher nur bejaht werden, wenn ein einzelnes der einschlägigen Beurteilungskriterien in besonders ausgeprägter Form vorläge oder diese in gehäufter oder auffallender Weise gegeben wären (BGE 115 V 140 f. Erw. 6c/bb). 3.1.3 Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass die Kriterien der besonderen Eindrücklichkeit oder der besonders dramatischen Begleitumstände, der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen und ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, der ärztlichen Fehlbehandlung, des schwierigen Heilungsverlaufes und der erheblichen Komplikationen sowie des hohen Grades und der langen Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit nicht vorliegen. Die ärztliche Behandlung war gemäss Bericht des Dr. med. T.________ vom 20. April 1999 rund zehn Monate nach dem Unfall abgeschlossen, während anschliessend lediglich noch Kontrollen und diagnostische Abklärungen stattfanden. Die erneute Arztkonsultation im November 2000 ist mit Blick auf den grundsätzlich massgeblichen, richterlich zu beurteilenden Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass des strittigen Einspracheentscheides entwickelt hat (1. September 2000; BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) ausser Acht zu lassen. Einzig das Kriterium der Dauerschmerzen ist beim Beschwerdeführer nach den medizinischen Berichten erfüllt (Kopf, Schulter), genügt für sich allein mangels besonders ausgeprägter Form und Vorliegens anderer Kriterien jedoch nicht. Demnach fehlt ein adäquat-kausaler Zusammenhang zwischen dem Unfall vom 24. Juni 1998 und den noch geklagten Beschwerden, weshalb die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als unbegründet abzuweisen ist. 3.2 Angesichts der diffusen, dafür typischen Symptome erscheint fraglich, ob das Unfallereignis allenfalls eine hirnorganische Schädigung verursacht hat. Auch bei einer Prüfung nach den in BGE 117 V 369 ff., insbesondere 383 Erw. 4b, entwickelten Kriterien (Verzicht auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten) ist die Adäquanz indessen aus den gleichen Gründen wie bei der adäquaten Kausalität der psychischen Fehlentwicklung (Erw. 3.1.3 hievor) zu verneinen.