Citation: 1C_297/2015 E. 5.4.1

5.4.1. Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, ist die Ausgestaltung des Entwicklungsfonds, nämlich die Zahlung von Fr. 200'000.-- pro Jahr durch die Jungfraubahn Holding AG zur Unterstützung von Projekten im Allgemeininteresse in den Gemeinden Grindelwald und Lauterbrunnen, nicht derart komplex, dass es den Stimmberechtigten nicht möglich gewesen wäre, das Konzept aufgrund der mündlichen Präsentation anlässlich der Gemeindeversammlung zu verstehen. Entscheidend und unbestritten ist insoweit, dass die Gemeindebehörden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger objektiv und sachlich über den Entwicklungsfonds informiert und nicht ungebührlich beeinflusst haben (vgl. auch Protokoll der Gemeindeversammlung vom 24. Oktober 2014). Es bestehen auch keine Hinweise darauf, dass die anwesenden Personen zum Zeitpunkt der Vorstellung des Entwicklungsfonds nicht mehr genügend aufnahmefähig gewesen wären. Im Übrigen hätte es den Stimmberechtigten offen gestanden, Nachfragen zu stellen. Zusätzliche Erläuterungen wurden jedoch von den Versammlungsteilnehmern nicht verlangt.