Citation: 6B_781/2021 E. 2.5

2.5. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe den Sachverhalt teilweise willkürlich festgestellt. Sie sei fälschlicherweise davon ausgegangen, er sei erst seit 1990 in der Schweiz und nicht bereits seit 1979. Entgegen seinen Ausführungen behauptet die Vorinstanz jedoch nicht, der Beschwerdeführer habe vor 1990 nie in der Schweiz gelebt, sondern sie führt lediglich aus, seit 1990 habe er seinen Wohnsitz bemerkenswert häufig gewechselt. Damit ignoriert die Vorinstanz weder 11 Jahre Aufenthaltsdauer noch lässt sie die damit einhergehende Integration in der Schweiz nicht in die Begründung des Urteils einfliessen. Sofern sich der Beschwerdeführer überdies auf seinen Aufenthalt seit 1979 bezieht, setzt er sich nicht mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander, wonach der Beschwerdeführer selbst uneinheitlich angegeben habe, wann er vom Kosovo weg und in die Schweiz gezogen sei. Die Ausführungen der Vorinstanz zur Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz sind unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden. Verfehlt ist auch der Hinweis des Beschwerdeführers, wonach die Vorinstanz willkürlich davon ausgehe, seine Eltern würden immer noch bei einem Onkel leben und er könne bei einer allfälligen Rückkehr dort wohnen. Die Vorinstanz hält einzig fest, der Umstand, dass seine Eltern bei einem Onkel im Kosovo wohnen würden, vereinfache die beschränkt zeitliche Rückkehr des Beschwerdeführers in seine Heimat. Die übrige diesbezügliche Kritik des Beschwerdeführers bezieht sich weniger auf den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt und mehr auf die konkrete Würdigung in der Härtefallprüfung, weshalb an diesem Punkt auf seine Ausführungen unter Willkürgesichtspunkten nicht näher einzugehen ist. Soweit der Beschwerdeführer zudem ausführt, seine Eltern seien keine Stütze, sondern vielmehr eine Belastung, ist sein Vorbringen als rein appellatorisch zurückzuweisen. Und schliesslich ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers auch in den vorinstanzlichen Begründungen zum Gesundheitszustand keine Willkür ersichtlich. Er wirft der Vorinstanz vor, pauschal und einzig gestützt auf das Gutachten zu behaupten, es bestünden im Kosovo geeignete Behandlungsmöglichkeiten. Die Vorinstanz setzt sich ausführlich mit dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers auseinander und hält gestützt auf das Gutachten fest, der Beschwerdeführer lege seine gesundheitliche Situation dramatischer dar als sie eigentlich sei. Dies ergebe sich nicht nur aus dem Gutachten, sondern auch aus weiteren edierten Unterlagen. Die Feststellung des Gutachters, wonach eine Therapie auch im Kosovo möglich sei, stütze sich zudem auf einen Bericht der Schweizerischen Eidgenossenschaft aus dem Jahr 2016 und nicht auf unverwertbare Unterlagen. Diese Auffassung ist angesichts der gutachterlichen Ausführungen nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer belässt es in seiner Argumentation denn auch dabei, das im Kosovo bestehende dreistufige psychiatrische Versorgungsmodell zu präsentieren und zu behaupten, keine der drei Stufen sei für seine Behandlung geeignet. Er stellt die Behandlungsmöglichkeiten im Kosovo in Frage, ohne sich dabei mit den vorinstanzlichen Ausführungen begründet auseinanderzusetzen, weshalb seine Kritik in dieser Hinsicht grösstenteils appellatorischer Natur ist. Die Vorinstanz verfällt jedenfalls nicht in Willkür, wenn sie gestützt auf das Gutachten und den Bericht des Staatssekretariats für Migration die Behandlungssituation im Kosovo als geeignet betrachtet. Die Rüge des Beschwerdeführers erweist sich als unbegründet.