Citation: 2C_782/2018 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass seitens des Ehemanns kein wirklicher Ehewille bestehe und eine einseitige "Missbrauchsehe" vorliege. Sie stützt sich dabei vorab auf den Umstand, dass der Gatte der Beschwerdeführerin sich wiederholt illegal in der Schweiz aufgehalten und hier bewilligungslos gearbeitet hat; zudem missachtete er mehrmals die am 23. Dezember 2015 gegen ihn bis zum 22. Dezember 2018 verhängte Einreisesperre. Gegen den Gatten der Beschwerdeführerin ergingen zwei Strafbefehle der Staatsanwaltschaft Vevey vom 12. März 2015 und der Staatsanwaltschaft Lausanne vom 6. November 2015. Darin wurde er wegen illegaler Einreise, illegalen Aufenthalts und bewilligungsloser Erwerbstätigkeit zu 30 Tagessätzen à Fr. 30.-- bzw. zu einer Freiheitsstrafe von 70 Tagen verurteilt. Gestützt hierauf durfte die Vorinstanz willkürfrei annehmen, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin - als beruflich unqualifizierter Drittstaatsangehöriger - ohne Heirat "keine reelle Aussicht" auf den Erhalt einer Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz gehabt hätte; mit seinen illegalen Einreisen und Aufenthalten bekundete er ein besonderes Interesse am hiesigen Arbeitsmarkt, wofür er die ausländerrechtlichen Bestimmungen vor der Heirat wiederholt übertreten und sich nicht um die schweizerischen Einwanderungsregeln gekümmert hat.