Citation: 4A_676/2015 E. 3.4

3.4. Im Übrigen lässt sich entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht auch aus dem Urteil 2C_201/2013 vom 24. Januar 2014 (BGE 140 II 194) nichts zugunsten der Beschwerdeführerin ableiten. Darin hält das Bundesgericht fest, dass es unverhältnismässig sei, dem Beschwerdeführer die Einfuhr zum Kontingentzollansatz zu verwehren mit der Begründung, er habe den Zuschlagspreis für das Kontingent 17 Tage zu spät bezahlt, zumal materiell betrachtet die Voraussetzungen für die Anwendung des Kontingentzollansatzes nach Entrichtung der Zahlung erfüllt gewesen seien (BGE 140 II 194 E. 5.8.4). Inwiefern es sich im vorliegend zu beurteilenden Fall, der die Möglichkeit einer nachträglichen Änderung der erfolgten Veranlagung zugunsten der anmeldepflichtigen Person betrifft, um eine vergleichbare Situation handeln soll, leuchtet nicht ein. Auch mit ihrem allgemeinen Hinweis auf das Verhältnismässigkeitsprinzip zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf, inwiefern eine Ausnahme vom Grundsatz der Verbindlichkeit bzw. Unabänderlichkeit der angenommenen Zollanmeldung (Art. 33 Abs. 1 BGG) geboten gewesen wäre, der einen Eckpfeiler des schweizerischen Zollrechts darstellt (BBl 2004 617). Die Vorinstanz hat demnach das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Verweigerung der nachträglichen Umbuchung durch die Zollbehörden sei auf die Nachlässigkeit der Beschwerdegegnerin zurückzuführen und hätte auf dem Beschwerdeweg behoben werden können, zu Recht verworfen.