Citation: 1B_494/2022 E. 2

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass dem Rechtsmittel in der Sache kein Erfolg beschieden wäre. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist nicht automatisch von einem Bagatellfall im Sinne von Art. 132 Abs. 2 StPO auszugehen, bei dem eine amtliche Verteidigung zur Wahrung der Interessen der beschuldigten Person nicht geboten ist, wenn - wie hier - die Schwellenwerte von Art. 132 Abs. 3 StPO unterschritten werden. Erforderlich ist vielmehr eine Beurteilung der konkreten Umstände des Einzelfalls, die sich einer strengen Schematisierung entzieht (BGE 143 I 164 E. 3.6). Die Vorinstanz hat dies nicht verkannt. Ihre Beurteilung hält im Weiteren vor Bundesrecht stand. Wie sie zutreffend ausgeführt hat, bietet der Fall weder in rechtlicher noch in tatsächlicher Hinsicht Schwierigkeiten, denen der Beschwerdeführer allein nicht gewachsen wäre. Vielmehr liegt ein Bagatellfall im Sinne von Art. 132 Abs. 2 StPO vor und sind deshalb die Voraussetzungen für die Anordnung einer amtlichen Verteidigung gemäss Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO nicht erfüllt. Die Vorinstanz durfte die erstinstanzliche Abweisung des Gesuchs auf Anordung einer solchen Verteidigung daher bestätigen, ohne Bundesrecht zu verletzen. Die Beschwerde erwiese sich demnach als unbegründet, wenn auf sie eingetreten werden könnte.