Citation: 9C_597/2016 E. 4.2

4.2. In der Beschwerde wird dagegen vorgebracht, die Anwendung und Auslegung von Art. 11 des Reglements durch die Vorinstanz sei offensichtlich falsch. Es sei vielmehr auf Art. 19 des Reglements abzustellen, welche Bestimmung die nicht explizit geregelten Konstellationen in die Kompetenz des Stiftungsrats lege, damit dieser sie "durch sinngemässe Anwendung und unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften" einer Lösung zuführe. Im Reglement sei der Spezialfall der fristlosen Auflösung des Anstellungsverhältnisses aus wichtigem Grund gerade nicht geregelt. Somit komme dessen Art. 11 nicht zur Anwendung und der Stiftungsrat sei befugt, den Fall nach Massgabe von Art. 19 zu entscheiden. Die Beschwerdeführerin unterstehe nicht dem BVG, sodass grundsätzlich privatrechtliche Rechtsgrundlagen heranzuziehen seien. Eine Auszahlung der Austrittsleistung sei deshalb zu Recht in Analogie zu der in Art. 339c Abs. 3 OR geregelten Abgangsentschädigung, die bei fristloser Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus wichtigem Grund durch den Arbeitgeber herabgesetzt werden oder wegfallen könne, abgelehnt worden. Es wäre in einem derart gelegenen Fall missbräuchlich und absolut stossend und widerspräche dem Grundsatz von Treu und Glauben, wenn eine Patronale Personalvorsorgestiftung, wie sie die Beschwerdeführerin darstelle, im Falle einer fristlosen Entlassung eines Arbeitnehmers aus wichtigem Grund das Sparkapital, welches einzig aus Beiträgen der Arbeitgeberin geäufnet worden sei, ungekürzt bzw. überhaupt auszahlen müsste.