Citation: U 470/05 10.08.2006 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer beanstandet die vorinstanzliche Beurteilung dahingehend, dass das kantonale Gericht zu Unrecht die Folgen eines Morbus Sudeck mit dem organisch bedingten und von aussen nicht sichtbaren neuropathischen Schmerzsyndrom vermische. Nicht die biomechanische Sichtweise des Chirurgen Dr. med. B.________ vermöge zu überzeugen, sondern die übereinstimmend festgestellte Meinung der erfahrenen Neurologen Dres. med. M.________ und E.________, des Rheumatologen Dr. med. F.________ und des Schmerzspezialisten Dr. med. A.________. Die Argumentation von Dr. med. B.________ sei auch deshalb nicht stichhaltig, weil sie davon ausgehe, der Versicherte leide an einer somatoformen Schmerzstörung, was der Psychiater Dr. med. G.________ in seinem Bericht vom 3. Juni 2003 nur diskutiert, allerdings nicht diagnostiziert habe. Einzige wirksame Gegenmassnahmen seien beim neuropathischen Schmerzsyndrom das Hochlagern des Beines und die Einnahme von Medikamenten, wobei die Heilbehandlung vor Juni 2003 nicht als abgeschlossen zu gelten und das Leiden ab jenem Zeitpunkt eine volle Arbeitsunfähigkeit bewirkt habe. In seinem Bericht vom 23. September 2002 habe Dr. med. J.________ zur Frage, ob von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung zu erwarten sei, nicht abschliessend Stellung bezogen. Zu beanstanden seien sodann der für den Rentenanspruch ermittelte Invaliditätsgrad und der dafür massgebende versicherte Verdienst, die auf 17,5 % festgesetzte Höhe der Integritätseinbusse und der Umstand, dass die Auslagen für die zusätzlich vom Versicherten veranlassten ärztlichen Untersuchungen nicht durch den Unfallversicherer zu übernehmen seien. 2.2 Bei einer Gesamtwürdigung der eingeholten fachärztlichen Gutachten und Arztberichte gelangte das kantonale Gericht mit zutreffender und überzeugender Begründung zum Schluss, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung zu erwarten war und dass der Invaliditätsgrad richtig festgesetzt wurde. Insbesondere ist zu beachten, dass sich der Fallabschluss durchaus aus der Abschlussuntersuchung von Dr. med. J.________ vom 23. September 2002 ergibt, was auch für die Bemessung des versicherten Verdienstes massgebend ist. Die Frage, ob der Beschwerdeführer an einem neuropathischen Schmerzsyndrom leidet, hat die Vorinstanz ebenfalls richtig beurteilt. Dabei ist mit dem kantonalen Gericht auf das Gutachten von Dr. med. B.________ (Untersuchung vom 27. Mai 2003 und ergänzende Berichte vom 17. Mai 2004 und vom 28. September 2004) abzustellen, weil dieser Arzt sowohl die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden als auch sämtliche medizinischen Vorakten berücksichtigt hat. Nach den Schlussfolgerungen von Dr. med. B.________ wird das Beschwerdebild des Versicherten weder durch einen Morbus Sudeck oder CRPS I, noch durch ein neuropathisches Schmerzsyndrom verursacht und hat daher keine somatischen Ursachen. Vielmehr geht dieser Arzt in Übereinstimmung mit dem Psychiater Dr. med. G.________ (Untersuchung vom 27. Mai 2003) davon aus, dass der Beschwerdeführer an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F 45.4) mit somatisch nicht erklärbaren quälenden Schmerzen und gleichzeitigem Bestehen von emotionalen Konflikten und psychosozialen Problemen bei Zuständen nach depressiven Episoden leidet. Nach der Beurteilung des Psychiaters weist der Beschwerdeführer diesen Gesundheitsschaden auf, ohne dass eine auf psychischen Gründen beruhende zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgewiesen wäre. Zutreffend führt schliesslich die SUVA in ihrer Vernehmlassung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde aus, die übrigen Rechtsbegehren bezüglich Höhe des versicherten Verdienstes, des Invaliditätsgrades, des Integritätsschadens und des Anspruchs des Beschwerdeführers auf Kostenübernahme der von ihm ergänzend veranlassten medizinischen Abklärungen durch den Unfallversicherer seien nur teilweise nicht substanziiert worden und gingen von der falschen Annahme eines neuropathischen Schmerzsyndroms aus. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwände sind daher nicht stichhaltig und vermögen am kantonalen Entscheid nichts zu ändern.