Citation: 8C_156/2019 E. 4.2

4.2. Hat die IV-Stelle einen Umschulungsanspruch mit Verfügung vom 24. Juli 2013 rechtskräftig verneint, so ist ein neues Leistungsgesuch als Neuanmeldegesuch entgegenzunehmen und es stellt sich mit Blick auf Art. 10 Abs. 1 IVG (vgl. E. 3.1 hievor) die Frage, zu welchem Zeitpunkt die Versicherte sich erneut zum Leistungsbezug anmeldete. Dabei genügte zur Fristwahrung grundsätzlich auch eine mit formalen Mängeln behaftete Anmeldung. Die Beschwerdeführerin beruft sich in diesem Zusammenhang auf ihre E-Mail vom 9. Januar 2014, in dem sie den ihr zugeteilten Eingliederungsfachmann um eine Besprechung des weiteren Vorgehens bat. Das kantonale Gericht verneinte jedoch den fristwahrenden Charakter dieser E-Mail, da es sich hiebei nicht um die Geltendmachung eines Umschulungsanspruchs, sondern um den Versuch einer Inanspruchnahme der ihr zugesprochenen Arbeitsvermittlung gehandelt habe. Inwiefern diese vorinstanzliche Interpretation der E-Mail offensichtlich unrichtig oder bundesrechtswidrig sein sollte, ist entgegen den Ausführungen der Versicherten nicht ersichtlich. Insbesondere hat sie in ihrer E-Mail ausdrücklich Bezug auf das "Schreiben vom 24. Juli 2013", mithin auf die Arbeitsvermittlung zusprechende Verfügung Bezug genommen und ein Treffen entsprechend diesem Schreiben (folglich entsprechend dieser Verfügung) verlangt.