Citation: 1P.720/2006 20.11.2006 E. B

Im Rahmen dieser Strafuntersuchung verfügte die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat am 14. Juli 2006 gestützt auf §§ 109 ff. der Justizvollzugsverordnung vom 24. Oktober 2001 (JVV/ZH; LS 331.1) haftverschärfende Massnahmen gegen den Angeschuldigten wegen Kollusionsgefahr, da im Bezirksgefängnis Zürich ein Mobiltelefon in einem dem mitangeschuldigten Bruder zugänglichen Bereich sichergestellt worden war. Die Auswertung des Telefonverkehrs hatte ergeben, dass A.________ das Handy benutzt hatte, um mit Personen ausserhalb des Bezirksgefängnisses Zürich in Kontakt zu treten bzw. dass er von Personen ausserhalb des Gefängnisses kontaktiert wurde. Der Staatsanwalt verhängte deshalb gegenüber dem Angeschuldigten eine Besuchssperre, von welcher lediglich die Mitarbeiter des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes der Justizdirektion des Kantons Zürichs, die Mitarbeiter der Bewährungs- und Vollzugsdienste sowie Personen zur medizinischen Betreuung des Angeschuldigten ausgenommen wurden. Insbesondere wurde C.________ nicht länger als Besucher zugelassen. Die geistliche Betreuung des Angeschuldigten sei durch den katholischen oder protestantischen Seelsorger des Bezirksgefängnisses Pfäffikon zu gewährleisten. Zudem wurde der Chef Insassenkoordination ersucht, den Angeschuldigten so rasch als möglich in die Sicherheitsabteilung des Bezirksgerichts Pfäffikon zu verlegen. Weiter verfügte der Staatsanwalt Einzelhaft und entschied, der Angeschuldigte dürfe nur alleine spazieren. Die beiden letztgenannten Regelungen gälten einstweilen, längstens bis zur Durchführung des geschworenengerichtlichen Verfahrens im ersten Quartal des Jahres 2007.