Citation: 1B_51/2015 E. 4.8

4.8. An dieser Rechtslage ändert auch das Vorbringen nichts, dass gegen Haftentlassungsentscheide von kantonalen Beschwerdeinstanzen kein (zusätzlicher) superprovisorischer Rechtsschutz durch das Bundesgericht gewährleistet sei (vgl. BGE 138 IV 92 E. 2 S. 95 f.). Die Staatsanwaltschaft hatte ausreichend Gelegenheit, die Gründe, die ihrer Ansicht nach gegen eine Haftentlassung sprachen, sowohl dem Zwangsmassnahmengericht darzulegen, als auch der kantonalen Beschwerdeinstanz. Eine andere Frage wäre allenfalls, ob die Vorinstanz der Staatsanwaltschaft das rechtliche Gehör ausreichend gewährt hat bzw. ob das Kantonsgericht sie ausdrücklich hätte einladen müssen, zu den von ihm als entscheidrelevant erachteten Umständen nochmals Stellung zu nehmen. Dagegen würde schon der Umstand sprechen, dass es sich bei den von der Staatsanwaltschaft beanstandeten "Noven" ausnahmslos um prozessuale Tatsachen handelte, welche ihr im Detail bekannt waren (Stand der Untersuchung, erfolgte Einvernahmen von Beschuldigten und Geschädigten, erhobene Sachbeweise, vgl. oben, E. 2). Es wäre der Staatsanwaltschaft jedenfalls unbenommen gewesen, im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren darzulegen, inwiefern die Kollusionsgefahr - trotz dem fortgeschrittenen Untersuchungsstand und den unterdessen von ihr abgenommenen Sach- und Personalbeweisen - weiterhin zu bejahen gewesen wäre. Wie es sich damit verhält, braucht hier jedoch nicht weiter vertieft zu werden, da die Staatsanwaltschaft gar nicht rügt, es sei ihr in diesem Zusammenhang das rechtliche Gehör verweigert worden. Eine Verletzung von Verfahrensrechten der Beschwerdeführerin im kantonalen Beschwerdeverfahren ist nicht dargetan.