Citation: 2C_443/2014 E. 2

Gemäss Art. 32 Abs. 1 und 2 BGG entscheidet der Präsident der Abteilung als Einzelrichter über die Abschreibung von Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit, Rückzugs oder Vergleichs. Gleichzeitig befindet er über die Gerichtskosten und eine allfällige Parteientschädigung, im Falle der Gegenstandslosigkeit (bzw. des Dahinfallens des rechtlichen Interesses) - nach Vernehmlassung der Parteien - aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes (Art. 71 BGG in Verbindung mit Art. 72 BGG). Die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung, die das vorliegende Verfahren dahinfallen lässt, beruht auf einer anderen Grundlage als das angefochtene Urteil. Das Verwaltungsgericht ging davon aus, dass dem Beschwerdeführer gestützt auf die Beziehung zu seinen von ihm anerkannten zwei Kindern und deren Mutter, mit welcher ein Konkubinatsverhältnis zu haben er geltend gemacht hatte, unter dem Gesichtswinkel von Art. 8 EMRK und Art. 13 BV kein Bewilligungsanspruch zustehe, weil Mutter und Kinder nur über eine Aufenthaltsbewilligung verfügten (E. 4 des angefochtenen Urteils). Dass der Beschwerde auf diesem Hintergrund Erfolg beschieden gewesen wäre, namentlich ob darauf überhaupt hätte eingetreten werden können (vgl. Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG), bleibt ungewiss. Nun wurden allerdings der Mutter und den Kindern am 9. April 2014 Niederlassungsbewilligungen erteilt, d.h. gefestigte Anwesenheitsrechte verliehen, aus der sich unter dem Aspekt von Art. 8 EMRK nun ein Bewilligungsanspruch des Beschwerdeführers ableiten liess. Zu jenem Zeitpunkt hatte allerdings das Verwaltungsgericht sein Urteil bereits gefällt, und beim neuen ausländerrechtlichen Status der Kinder handelt es sich um ein echtes, gemäss Art. 99 BGG an sich unzulässiges Novum. Da es ausschlaggebend für die Frage der Zulässigkeit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist, hätte das Bundesgericht es aber wohl berücksichtigen können (s. zur Frage der Veränderung von für das Bestehen von Eintretensvoraussetzungen massgeblichen Umständen während der Hängigkeit des bundesgerichtlichen Verfahrens BGE 118 Ib 145 E. 2b S. 148 f.). Angesichts von E. 5.3 bis 5.5 des angefochtenen Urteils (namentlich wird dem Beschwerdeführer kein strafbares Verhalten vorgeworfen) spricht sodann eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Beschwerde im Eintretensfall gutzuheissen gewesen wäre. Nachdem die vom Verfahren betroffenen Amtsstellen des Kantons Zürich von der Möglichkeit, zum Kosten- und Entschädigungsantrag des Beschwerdeführers Stellung zu nehmen, keinen Gebrauch gemacht haben, rechtfertigt es sich, diesen im Hinblick auf die Kosten- und Entschädigungsregelung als obsiegende Partei zu betrachten. Das Verfahren ist abzuschreiben. Es werden keine Kosten erhoben (Art. 66 Abs. 4 BGG). Der Kanton Zürich hat den Beschwerdeführer für die ihm durch das bundesgerichtliche Verfahren verursachten Kosten zu entschädigen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).