Citation: 5P.39/2004 06.10.2004 E. 2

Gemäss Art. 467 ZGB ist befugt, unter Beobachtung der gesetzlichen Schranken und Formen über sein Vermögen letztwillig zu verfügen, wer urteilsfähig ist und das 18. Altersjahr zurückgelegt hat. Das Kantonsgericht hat die letztwillige Verfügung vom 28. September 1988 gestützt auf Art. 519 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB für ungültig erklärt, weil sie von der Erblasserin zu einer Zeit errichtet worden sei, da sie nicht urteilsfähig und deshalb verfügungsunfähig gewesen sei. Die Urteile des Kantonsgerichts unterliegen der eidgenössischen Berufung. Im Berufungsverfahren werden für das Bundesgericht - von eng begrenzten Ausnahmen abgesehen (Art. 63 f. OG) - die kantonsgerichtlichen Feststellungen verbindlich sein, die den geistigen Zustand der Erblasserin im fraglichen Zeitraum sowie Art und Tragweite möglicher störender Einwirkungen betreffen (BGE 124 III 5 E. 4 S. 13). Es ist - der Regel entsprechend (Art. 57 Abs. 5 OG) - über die staatsrechtlichen Beschwerden vorweg zu entscheiden, mit denen geltend gemacht wird, die rechtserheblichen Tatsachenfeststellungen seien verfassungswidrig zustande gekommen und insbesondere die Ergebnisse des Beweisverfahrens willkürlich gewürdigt worden. Auf die staatsrechtlichen Beschwerden kann eingetreten werden, wobei einzelne Zulässigkeitsvoraussetzungen im Sachzusammenhang noch zu erörtern sein werden.