Citation: 1C_123/2023 E. 6.2

6.2. Die Beschwerdeführenden bringen vor, sie hätten bei der Vorinstanz verschiedene Beweisanträge gestellt, insbesondere die Durchführung einer Ortsschau bzw. einer mündlichen Verhandlung, die Edition weiterer Akten und das Einholen eines Gutachtens. Die Vorinstanz habe diese Anträge zu Unrecht abgewiesen. Zum Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) gehört das Recht der betroffenen Person, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern sowie das Recht auf Abnahme der rechtzeitig und formrichtig angebotenen rechtserheblichen Beweismittel. Indes kann das Gericht das Beweisverfahren schliessen, wenn die Anträge nicht erhebliche Tatsachen betreffen. Gleichermassen kann es Beweisanträge ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs ablehnen, wenn es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener antizipierter Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweisen). Die von der Vorinstanz eingereichten Akten sind umfangreich und ergiebig. Der Staatsrat führte im Projektgenehmigungsverfahren eine Ortsschau durch, welche protokolliert wurde. Die Vorinstanz durfte auf die Abnahme weiterer Beweise ohne Willkür und ohne Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV verzichten, weil sich der rechtlich relevante Sachverhalt in genügender Weise aus den ihr vorliegenden Akten ergab und sie annehmen konnte, ihre Überzeugung würde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert.