Citation: 8F_7/2023 E. 2.1

2.1. Als Revisionsgrund ruft die Gesuchstellerin Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG an. Sie macht im Wesentlichen geltend, ihr sei durch die Evaluation der Eidgenössischen Kommission für Qualitätssicherung in der medizinischen Begutachtung EKQMB (nachfolgend: EKQMB) und den gestützt darauf ergangenen Überprüfungsbericht über die Gutachten der PMEDA der Jahre 2022/2023 vom 7. November 2023 die Tatsache bekannt geworden, dass zahlreiche Gutachten der PMEDA - und somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch das als Grundlage für die Rentenaufhebung dienende Gutachten vom 15. Juli 2015 - an gravierenden formalen und inhaltlichen Mängeln leiden würden. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) habe bereits am 4. Oktober 2023 auf Empfehlung der EKQMB hin einen Auftragsstopp der Invalidenversicherung von medizinischen Gutachten an die PMEDA verhängt. Gemäss Medienmitteilung des BSV vom 4. Oktober 2023 vergäben die mit der Durchführung der Invalidenversicherung betrauten Behörden inskünftig keine medizinischen Gutachten mehr an die Gutachterstelle PMEDA. Aufgrund dieser Evaluation der EKQMB kämen begründete Zweifel sowohl an der Qualität auf als auch an der Art und Weise, wie die PMEDA AG ihre Gutachten erstelle. Diese Zweifel beschränkten sich nicht auf die Expertisen der Jahre 2022/2023. Der Geschäftsführer Prof. Dr. med. B.________ habe sowohl 2015 als auch 2022/2023 jeweils in leitender Funktion an der Verfassung und Prüfung der Gutachten mitgewirkt. Die Gutachten seien unter identischen Vorgaben und Qualitätsanforderungen ergangen. Die Gesuchstellerin habe aufgrund der Evaluation der EKQMB und dem Zuweisungsstopp vom 4. Oktober 2023 Gewissheit über die weitreichenden Mängel der PMEDA-Gutachten erlangt, weshalb sie diese neue Tatsache erst jetzt revisionsweise vorbringen könne.