Citation: 4A_230/2022 E. 9.1

9.1. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin lege nicht dar, an welcher Stelle sie im erstinstanzlichen Verfahren konkrete Bestreitungen betreffend die Höhe des Schadens vorgebracht habe. Zudem unterlasse sie es, den Vorteil zu beziffern, den sich die Beschwerdegegnerin anrechnen lassen müsste. Die Überweisungen zugunsten der E.________ AG seien unbestrittenermassen von der Beschwerdegegnerin ausgegangen. Aus dem Umstand, dass die Kredite zugunsten der E.________ AG nicht mehr in der Buchhaltung der Beschwerdegegnerin geführt würden, könne sie nichts zu ihren Gunsten ableiten. Aus der Abschreibung von Debitorenverlusten innerhalb des Bank D.________-Konzerns, einem rein buchhalterischen Vorgang, könne nicht auf den Wegfall einer Forderung oder im konkreten Fall auf den Nichtbestand eines Schadens geschlossen werden. Eine buchhalterische Wertberichtigung ändere an der bei der Beschwerdegegnerin entstandenen Vermögensverminderung nichts. Entsprechend sei nicht zu beanstanden, dass die Erstinstanz das Vorliegen eines Schadens in der Höhe von EUR 6'507'633.33 bejaht habe.