Citation: 2C_701/2019 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, er sei den Behörden stets zur Verfügung gestanden und habe mit diesen während den letzten acht Jahren kooperiert, ohne je unterzutauchen. Mit Hilfe der Behörden wäre es möglich, seine Identität mit Fingerabdrücken festzustellen und diese bei den Botschaften der in Frage kommenden Herkunftsländer abzugleichen. Er habe sich dazu bereit erklärt; dies sei jedoch nur unter Mitwirkung der Behörden möglich. Die Aussagen der Vorinstanz, ein Fingerabdruckvergleich in Indien sei lediglich zielführend, wenn ein entsprechendes Ausweisdokument vorliege, sei weder zutreffend noch belegt. Indien besitze die grösste biometrische Datenbank, die rund 99 % der Bevölkerung erfasse und enthalte nebst Fingerabdrücken auch Adresse, Foto und Iris-Scans. Ungeachtet dessen, ob diese Aussagen zutreffen, muss sich der Beschwerdeführer entgegen halten lassen, dass er selbst in Abrede stellt, in Indien je aufenthaltsberechtigt gewesen zu sein. Der Vorwurf, die Behörden hätten in treuwidriger Weise ihm ihre Mitwirkung vorenthalten, ist insofern nicht nur widersprüchlich, sondern geradezu mutwillig. Was die Möglichkeit eines Fingerabdruckvergleichs in Nepal anbelangt, ist zu berücksichtigen, dass dieses Land gemäss dem SEM weder über ein zentrales Register noch über umfassende biometrische Datenbanken verfügt. Mangels einer Offenlegung der Identität und detaillierter Angaben zu den Aufenthaltsorten des Beschwerdeführers besteht insofern keine Möglichkeit, zielgerichtete Abklärungen über die Schweizer Vertretungen dort vorzunehmen. Der Einwand des Beschwerdeführers erweist sich insofern als unbegründet.