Citation: 1F_36/2019 E. 3

Das schadet dem Gesuchsteller insofern nicht, als er auch nicht rechtsgenüglich darlegt, dass er nachträglich erhebliche Tatsachen erfuhr oder entscheidende Beweismittel auffand, die er im früheren Verfahren nicht beibringen konnte. Er beruft sich zwar auf eine "Selbstauskunft" des deutschen Kraftfahrt-Bundesamtes aus dem Jahre 2013 und eine solche des Verkehrsamtes Wien aus dem Jahr 2019, aus denen sich ergebe, dass er im relevanten Zeitraum über die erforderlichen Lenkberechtigungsklassen verfügt habe. Diese entscheidungsrelevanten Unterlagen seien leider erst auf dem Wege von "Selbstauskünften" bekannt geworden und könnten daher erst jetzt vorgelegt werden. Der Gesuchsteller begründet damit nicht nachvollziehbar, weshalb er diese längst vor dem zu revidierenden Urteil entstandenen Beweismittel nicht rechtzeitig ins Verfahren 1C_556/2016 einführen konnte, weshalb er mit ihnen nicht mit Erfolg dessen Revision verlangen kann. Die Behauptung ist zudem zumindest teilweise unzutreffend, war doch die "Selbstauskunft" des deutschen Kraftfahrt-Bundesamtes aus dem Jahre 2013 als act. 11 Bestandteil der Akten des Verfahrens 1C_556/2016. Der Auszug aus dem österreichischen Führerscheinregister vom 13. April 2006 war in einer am 7. Oktober 2016 ausgedruckten Fassung bereits Bestandteil der kantonsgerichtlichen Akten; die am 1. April 2019 ausgedruckte Fassung, auf die sich der Gesuchsteller nunmehr beruft, ist damit identisch (Stellungnahme des Strassenverkehrsamts zum Revisionsgesuch vom 2. Oktober 2019, S. 2 E. 3, act. 15 mit Beleg in act. 16).