Citation: 2A.380/2000 13.09.2000 E. 2

2.- a) Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde hat unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten (Art. 108 Abs. 2 OG), und sie muss sich sachbezogen mit dem angefochtenen Entscheid auseinander setzen (BGE 118 Ib 134 ff.); das gilt grundsätzlich auch bei Laienbeschwerden. Der Beschwerdeführer macht einzig geltend, im Fall einer Rückkehr nach Guinea-Bissau drohten ihm Gefängnis oder Tod. Er rügt damit seine Wegweisung, die aber nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet; mit dem angefochtenen Entscheid setzt er sich nicht auseinander. Unter diesen Umständen erscheint zweifelhaft, ob auf die Eingabe überhaupt einzutreten ist, doch kann die Frage dahingestellt bleiben, da die Haftverlängerung offensichtlich kein Bundesrecht verletzt. b) Die Haft darf höchstens drei Monate dauern; stehen dem Vollzug der Weg- oder Ausweisung besondere Hindernisse entgegen, so kann die Haft mit Zustimmung der kantonalen richterlichen Behörde um höchstens sechs Monate verlängert werden (Art. 13b Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer, ANAG; SR 142. 20). Bei der Haftverlängerung sind, auch wenn der Ausländer die ursprüngliche Haftgenehmigungsverfügung nicht angefochten hat, ebenfalls die Umstände des Haftvollzugs sowie der Haftgrund zu prüfen (vgl. Art. 13c Abs. 3 ANAG); dabei kann auf die entsprechende Begründung im ursprünglichen Entscheid Bezug genommen werden (vgl. BGE 122 I 275 E. 3b S. 277). c) Gegen den Beschwerdeführer wurde die Ausschaffungshaft verfügt, weil er entgegen der Anordnung des Bundesamts für Flüchtlinge die Schweiz nicht sofort verlassen und sich geweigert hatte, am 4. Mai 2000 das Flugzeug zurück nach Guinea-Bissau zu besteigen. Ferner erklärte er gegenüber der Haftrichterin anlässlich der Anhörungen vom 5. Mai sowie vom 3. August 2000, er wolle keinesfalls zurück in sein Heimatland. Dass er nicht innert der dreimonatigen Haftdauer ausgeschafft werden konnte, und dass namentlich auch der zweite Ausschaffungsversuch vom 31. Juli 2000 scheiterte, hat der Beschwerdeführer mindestens teilweise selber zu vertreten, behauptete er doch bei der Ankunft in Guinea-Bissau wahrheitswidrig, nicht von dort zu stammen. Es besteht bei ihm somit nach wie vor Untertauchensgefahr (Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG; BGE 122 II 49 E. 2a S. 50 f., 148 E. 2b/aa S. 151 ff.). Dem Vollzug der Wegweisung stehen zwar die umschriebenen besonderen Hindernisse entgegen, indem die Behörden in Guinea-Bissau trotz eines Laissez-Passer den Beschwerdeführer nicht einreisen liessen; die Rückführung scheint jedoch nach wie vor rechtlich und tatsächlich möglich zu sein (vgl. Art. 13c Abs. 5 lit. a ANAG; BGE 122 II 148 E. 3 S. 152 ff.). Die Verlängerung der Haft wurde denn auch wegen der aufgetretenen Schwierigkeiten beantragt und bewilligt, was ihrem Zweck entspricht (vgl. BBl 1994 I 305 ff. S. 316). Was die Abklärungen der Behörden, die über das Bundesamt für Flüchtlinge nochmals an den zuständigen Honorarkonsul gelangen wollten, in der Zwischenzeit ergeben haben, ist aus den Akten nicht ersichtlich, doch ist das Beschleunigungsgebot bis hierher jedenfalls eingehalten (vgl. Art. 13b Abs. 3 ANAG; BGE 124 II 49 ff.). Die längst mögliche Haftdauer von neun Monaten (vgl. Art. 13b Abs. 2 ANAG) ist noch nicht erreicht, und die Haft ist unter den gegebenen Umständen auch nicht unverhältnismässig. Die Haftbedingungen als solche werden vom Beschwerdeführer nicht beanstandet.