Citation: 1C_328/2024 E. 5.6

5.6. In der Tat ergibt sich anhand der im angefochtenen Urteil zitierten Belege, dass die Vorinstanz mehrheitlich auf Belege der Beschwerdegegnerin, die ausserhalb des strittigen Zeitraums entstanden sind, oder aber auf gänzlich unbelegte Aussagen abstellt. So hält die Vorinstanz fest, dass den Dozierenden Räume zur Verfügung gestanden hätten, welche offenbar neben den Dozierenden auch vermehrt von Studierenden genutzt worden seien und wo auch Pausen, Besprechungen und Sitzungen durchgeführt worden seien. Dabei stützt sich die Vorinstanz auf einen Beleg der Beschwerdegegnerin, der aus diversen E-Mails besteht. In einem E-Mail vom Juli 2012 und einem weiteren vom April 2016 wird erwähnt, dass der Raum an der Sentimatt auch für andere Zwecke genutzt werde. Wie es sich in der massgeblichen Zeit von 2017 bis 2021 und in den anderen Räumen an der Baselstrasse und in der Viscosistadt verhalten hat, geht aus den Belegen hingegen nicht hervor. Was die Feststellung anbelangt, die zur Verfügung stehenden Räume seien im Verhältnis zur Anzahl Dozierenden klein gewesen, stellt die Vorinstanz wiederum auf diverse von der Beschwerdegegnerin eingereichte Belege ab, die zeitlich vor der massgeblichen Periode datieren. In den zitierten Belegen sind überdies keine Informationen zur Grösse der Räume an der Sentimatt und an der Baselstrasse zu finden. Einzig vom Raum in der Viscosistadt, der ab Herbst 2019 zur Verfügung stand, liegen fünf Fotos vor, die nach Angabe der Beschwerdegegnerin Ende 2021 aufgenommen worden seien. Zum Raum an der Baselstrasse sind im Übrigen keinerlei Belege vorhanden. Die Vorinstanz stellte dennoch auf die beschwerdegegnerische Behauptung ab, wonach der Raum nicht ausreichend gross gewesen sei und es an der erforderlichen Infrastruktur gefehlt habe. Ferner erschliesst sich aus dem angefochtenen Urteil nicht, weshalb die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin eine Entschädigung ab 2017 zuspricht, obwohl sich ihre Beweiswürdigung auf den Zeitraum von 2018 bis 2021 beschränkt (E. 5.2 S. 7 zweiter Absatz des angefochtenen Urteils: "Im hier relevanten Zeitraum zwischen 2018 und 2021 [...]"). Des Weiteren bezeichnet es die Vorinstanz als offensichtlich, dass nicht genügend Arbeitsplätze vorhanden gewesen seien. Deshalb sei unerheblich, ob die Beschwerdeführerin Rückmeldungen erhalten habe, dass die Anzahl Arbeitsplätze nicht ausreichen würden. Inwiefern aus dem Umstand, dass 120 Dozierende für die Beschwerdeführerin tätig sind, auf eine ungenügende Raumsituation geschlossen werden kann, ohne die Bedürfnisse der Dozierenden näher festzustellen, ist nicht nachvollziehbar. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin bei der Vorinstanz ein E-Mail aus dem Jahr 2018 eingereicht hat, in dem sie bei den Dozierenden eine Bedürfnisabklärung für ein gut eingerichtetes und brauchbares Dozierenden-Zimmer in der Viscosistadt durchgeführt hat. Die Beschwerdegegnerin hat darauf zusammengefasst geantwortet, sie habe diesen Raum noch nie von innen angeschaut, weil es keine Gelegenheit dazu gegeben habe und weil er für sie zu abgelegen sei. Dass nicht genügend Arbeitsplätze zur Verfügung stünden, erwähnte die Beschwerdegegnerin mit keinem Wort. Aus den Akten geht auch nicht hervor, dass die Beschwerdegegnerin später gegenüber der Beschwerdeführerin ihre konkreten Bedürfnisse bekanntgegeben oder zum Ausdruck gebracht hätte, die Räume seien für die Arbeit nicht geeignet bzw. es gebe nicht genügend Arbeitsplätze. Es ist auch nicht ersichtlich, dass sich andere Dozierende bei der Beschwerdeführerin wegen einer ungenügenden Arbeitsplatzsituation beklagt hätten. Folglich ist es keineswegs offensichtlich, dass nicht genügend Arbeitsplätze vorhanden waren, solange nicht bekannt ist, wie viele Dozierende überhaupt Arbeitsplätze nutzten bzw. nutzen wollten. Von der Beschwerdeführerin kann nicht verlangt werden, Arbeitsplätze für sämtliche Dozierende zur Verfügung zu stellen, wenn nur für einzelne von ihnen ein Bedarf besteht.