Citation: 8C_744/2022 E. 4.9

4.9. Indem die Vorinstanz trotz der oben beschriebenen Widersprüche und Unzulänglichkeiten auf den Abklärungsbericht vom 9. Februar 2022 abstellte, ohne eine fachärztliche Klärung der Divergenzen zu veranlassen, verletzte sie den Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) und damit Bundesrecht, wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht. Die Sache ist deshalb an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie die Abweichungen zwischen dem Abkärungsbericht und den vorhandenen fachärztlichen Beurteilungen durch gezielte Rückfragen bei den behandelnden Ärzten und Therapeuten sowie unter Einbezug des RAD klärt. Sie wird dabei zu entscheiden haben, ob eine neue Abklärung an Ort und Stelle durchgeführt werden soll oder aber der Bericht vom 9. Februar 2022 unter Beizug einer medizinischen Fachperson daraufhin zu überprüfen ist, inwieweit er den psychiatrisch festgestellten Beeinträchtigungen hinreichend Rechnung trägt (vgl. BGE 133 V 450 E. 11.3). In jedem Fall ist der notwendige Hilfebedarf in zeitlicher Hinsicht nachvollziehbar zu begründen. Schliesslich wird die IV-Stelle über das Leistungsbegehren neu zu befinden haben.