Citation: 2C_497/2017 E. 4.2.1

4.2.1. Soweit diese Argumentation die fehlende Verhältnismässigkeit schon daraus abzuleiten scheint, dass eine zwangsweise Ausschaffung nach Tansania ohne Einwilligung des Betroffenen nicht möglich sei (was grundsätzlich vom SEM in seiner Stellungnahme bestätigt wird), ist sie unbegründet: Der rechtskräftig Weggewiesene ist primär verpflichtet, selbständig auszureisen. Die Ausschaffung ist subsidiär zur freiwilligen Ausreise. Das Bundesgericht hat mit dem vorne erwähnten Urteil 2C_287/2017 vom 13. November 2017 klargestellt, dass die Eingrenzung nach Art. 74 Abs. 1 lit. b AuG als mildere Massnahme gegenüber der Durchsetzungshaft (Art. 78 AuG) auch und gerade dann zulässig ist, wenn eine zwangsweise Ausschaffung nicht möglich ist, aber der Betroffene die freiwillige Ausreise verweigert; die Eingrenzung ist eine Massnahme, die indirekt darauf abzielt, den Betroffenen zur Einhaltung seiner Rechtspflicht zu bewegen (a.a.O. E. 4). Dass eine zwangsweise Ausschaffung nach Tansania zurzeit unmöglich ist, macht somit die Eingrenzung nicht unverhältnismässig. Erst wenn auch eine freiwillige Ausreise objektiv nicht möglich ist, wäre die Eingrenzung nicht zwecktauglich und daher unzulässig (a.a.O., E. 2.3 und E. 4.8). Das wird vom Beschwerdeführer selber aber nicht behauptet. Das SEM bestätigt in seiner Vernehmlassung, dass die tansanischen Behörden in der Schweiz bereit sind, Ersatzreisedokumente für freiwillige Rückkehrer auszustellen, wenn diese das erforderliche Formular selbständig ausfüllen. Der Beschwerdeführer stellt in seiner Replik diese Ausführungen nicht in Frage. Er macht auch keinen Grund geltend, weshalb er sich weigert, solche Papiere zu beantragen.