Citation: 6B_803/2013 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hält fest, die Aussagen des Beschwerdegegners zum Gespräch, anlässlich welchem der Beschwerdeführer ihm das Fahrzeug geschenkt habe, würden durch die glaubhaften Ausführungen von E.________ gestützt. Danach habe der an jenem Abend als Wirt arbeitende Beschwerdeführer auf die Frage des Beschwerdegegners, was mit dem Wagen zu geschehen habe, im Vorbeigehen und in heiterem Ton, vielleicht auch als Scherz, geantwortet: "Mach, was du willst mit dem Auto. Verschenke es, gib es weg oder verkaufe es". Nach der Übergabe des Zusatzschlüssels und Fahrzeugausweises am nächsten Tag habe der Beschwerdegegner aber davon ausgehen dürfen, die Schenkung sei ernst gemeint. Selbst wenn er gegenüber der Beschwerdeführerin zunächst nicht habe zugeben wollen, dass er das Fahrzeug einem Dritten überlassen habe, dürfe daraus nicht ohne Weiteres geschlossen werden, er habe angenommen, dass er den Personenwagen gegen den mutmasslichen Willen der Berechtigen weitergegeben habe. Möglicherweise habe er sich lediglich aus einer allfälligen Uneinigkeit zwischen den Beschwerdeführern über das weitere Schicksal des Fahrzeugs heraushalten wollen. Als er es entgegen genommen habe, sei nur der Beschwerdeführer als Halter aufgeführt gewesen. Die Beschwerdeführerin habe sich erst als Halterin eintragen lassen, nachdem sie den Wagen zurück erhalten habe. Daher habe der Beschwerdegegner annehmen dürfen, der Beschwerdeführer könne alleine darüber verfügen. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, es verblieben erhebliche und unüberwindliche Zweifel daran, dass der Beschwerdegegner davon ausgegangen sei oder zumindest in Kauf genommen habe, der Beschwerdeführer könne nicht alleine über das Fahrzeug verfügen und die Weitergabe an seinen Kollegen erfolge daher gegen den mutmasslichen Willen der Eigentümer (Urteil S. 9 ff. E. 2). Hinsichtlich der Rechnung des Beschwerdegegners stellt die Vorinstanz fest, dieser habe eingeräumt, es sei kein neuer Motor eingesetzt worden. Es seien nur die beiden Zylinderkopfdichtungen, die Wasserpumpe, der Zahn- und der Rippenriemen repariert oder ersetzt sowie ein kompletter Service vorgenommen worden. Er habe auch nicht bestritten, die Rechnung vom 3. Dezember 2008 der Beschwerdeführerin am 19. Mai 2009 (erneut im Sinne einer Mahnung) zugestellt zu haben. Er habe aber verneint, versucht zu haben, für eine nicht erbrachte Leistung Geld zu erhalten. Vielmehr habe er vor beiden Gerichtsinstanzen geltend gemacht, bei der Position "Motor Austausch bei 80'000 km" auf der Rechnung habe es sich um einen Schreibfehler gehandelt. Der immer gleich hohe Rechnungsbetrag von Fr. 7'295.-- beziehe sich auf die Reparatur und den Ersatz der Zylinderköpfe sowie das Auswechseln der Pneus. Der von der Beschwerdeführerin beigezogene Experte habe als Zeuge ausgesagt, wenn er sich recht erinnern könne, habe der Beschwerdegegner darauf beharrt, den Motor ausgewechselt zu haben. Jedenfalls habe er an seiner Rechnung festgehalten und es habe keine Einigung gegeben. Die Vorinstanz erwägt, die Darstellung des Beschwerdegegners werde gestützt durch die Tatsache, dass er der Beschwerdeführerin am 3. Dezember 2008 und dem Beschwerdeführer am 25. Januar 2008 Rechnungen mit denselben Beträgen zugestellt habe, jedoch ohne einen Motorenaustausch zu erwähnen. Erst in der Mahnung vom 19. Mai 2009 würde die Auswechslung des Motors angeführt. Die Darstellung des Beschwerdegegners, es handle sich um einen Fehler in der Mahnung, die seine Ehefrau ausgefertigt habe, könne unter diesen Umständen nicht widerlegt werden. Somit sei nicht nachgewiesen, dass er zu diesem Zeitpunkt versucht habe, die Beschwerdeführerin zu täuschen. Da nicht erstellt sei, was die geleistete Arbeit gekostet habe, könne die Angabe des Beschwerdegegners, das Auswechseln zweier Zylinderköpfe koste ca. Fr. 5'800.-- bis Fr. 6'500.--, ebenfalls nicht widerlegt werden. Nach der Reparatur sei das Fahrzeug unbestritten wieder fahrfähig gewesen. Zugunsten des Beschwerdegegners sei anzunehmen, dass der in Rechnung gestellte Betrag keine unverhältnismässige Entschädigung für die geleistete Arbeit [und die Ersatzteile] darstelle. Eine Schädigungs- oder Bereicherungsabsicht könne nicht nachgewiesen werden (Urteil S. 17-19 E. 3).