Citation: 1B_411/2019 E. 3.5

3.5. Dem Beschwerdeführer droht bei einer allfälligen Verurteilung eine Freiheitsstrafe von mehreren Jahren. Selbst wenn diese nur zwei bis vier Jahre dauern würde, wie er selbst annimmt, müsste er doch noch mit einem längeren Vollzug rechnen. Sollte er tatsächlich wegen aller ihm vorgeworfenen Delikte verurteilt werden, könnte die Freiheitsstrafe allerdings auch deutlich länger ausfallen. Damit besteht ein wesentliches Risiko, dass er sich der Bestrafung durch Flucht ins Ausland zu entziehen versuchen könnte. Die Möglichkeit dazu besteht. Die Muttersprache des Beschwerdeführers ist kroatisch; sodann hat er die kroatische Staatsangehörigkeit. Sein Vater lebt in Kroatien und seiner Familie gehört dort eine Immobilie. Mit einer Ausreise nach Kroatien ist daher durchaus ernsthaft zu rechnen. Durch seine in Serbien lebende Mutter verfügt der Beschwerdeführer auch über Kontakte nach Serbien. Die Beziehungen zu Kroatien mögen zwar enger erscheinen, doch könnte eine Flucht nach Serbien deshalb in Betracht fallen, weil es sich nicht um einen Mitgliedstaat der Europäischen Union handelt. Bereits aufgrund dieser Umstände ist von einer erheblichen Fluchtgefahr auszugehen. Dagegen sprechen im Wesentlichen vor allem die Ehe mit einer Schweizerin und der inzwischen rund 30-jährige Aufenthalt in der Schweiz. Das vermag die Anzeichen für Fluchtgefahr jedoch nicht aufzuwiegen.