Citation: 1P.26/2005 09.05.2005 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer bringt (S. 10-13 Ziff. 3.1) vor, aus der Begründung des angefochtenen Urteils ergebe sich, dass das Obergericht Zweifel an seiner Schuld gehabt habe. Trotzdem habe es ihn verurteilt. Darin liege eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo". 2.2 Die Rüge ist offensichtlich unbegründet. Das Obergericht kommt nach einlässlicher Würdigung der Beweise (S. 24) zum Schluss, dass der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin mehrmals in seiner Wohnung zu sexuellen Handlungen missbrauchte, indem er sie im Genitalbereich betastete, mit dem Finger in die Scheide eindrang und sie an seinem Penis schlecken und herumdrücken liess, bis er zum Samenerguss kam. Aus dem angefochtenen Urteil ergibt sich nicht, dass das Obergericht an der Schuld des Beschwerdeführers zweifelte. Wenn das Obergericht die Durchführung einer zweiten Befragung der Beschwerdegegnerin im Strafverfahren anordnete, so geschah dies nicht deshalb, weil es ihre erste Befragung im Strafverfahren und jene vor Einleitung des Strafverfahrens als nicht aussagekräftig und unbrauchbar erachtete, sondern weil der Beschwerdeführer bis dahin keine Möglichkeit gehabt hatte, in geeigneter Weise den Einvernahmen beizuwohnen und Ergänzungsfragen zu stellen. Mit der vom Obergericht angeordneten Einvernahme der Beschwerdegegnerin vom 27. August 2004 wurde dieser Verfahrensmangel geheilt (vgl. angefochtenes Urteil S. 9 f.). Wenn das Obergericht an gewissen Aussagen in der zweiten polizeilichen Einvernahme gezweifelt hat, so bedeutet das danach nicht, dass es in der Sache sämtliche Aussagen der Beschwerdegegnerin als nicht schlüssig erachtet hat. Was der Beschwerdeführer im vorliegenden Zusammenhang weiter vorbringt, beschränkt sich auf appellatorische Kritik. Darauf ist nicht einzutreten.