Citation: 1C_383/2022 E. 6.3.4

6.3.4. Die Stellungnahme des BAFU, das als Fachbehörde des Bundes für den Umweltschutz über besondere Sach- und Fachkunde verfügt, bestätigt die Auffassung der kantonalen Fachbehörden und des Verwaltungsgerichts. Es gibt für das Bundesgericht keine Veranlassung, davon abzuweichen. Der blosse, nicht weiter substanziierte Hinweis der Beschwerdeführerin auf gewisse Besonderheiten ihrer Anlage (nachgelagerter Gasspeicher, verkürzte Gärzeiten durch vorgelagerte Hydrolyse), welche die Emission klimawirksamer Gase verhindere bzw. vermindere, genügt dafür nicht, zumal diese Ausführungen vom AfU bestritten werden. Es ist weder dargelegt noch ersichtlich, dass der Beschwerdeführerin zugesichert worden sei, die bisherige Regelung gemäss Bewilligungsverlängerung vom 24. Mai 2017 auch für die Zukunft beizubehalten. Im Übrigen fehlt es auch an einer Vertrauensbetätigung: Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, dass sie im Vertrauen auf den Fortbestand dieser Regelung Investitionen getätigt oder andere Dispositionen getroffen habe, die sie nicht ohne Nachteil wieder rückgängig machen könne.