Citation: 7B_459/2024 E. 4.7

4.7. Der Beschwerdeführer rügte bereits im vorinstanzlichen Verfahren, dass die Feststellungen des CPT nicht im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesgerichts stünden, soweit der unsystematische Charakter der Leibesvisitationen betroffen sei. Er zitierte aus dem "Auszug von Empfehlungen des CPT" vom Januar 2023 des Schweizerischen Kompetenzzentrums für den Justizvollzug (SKJV) und des Bundesamts für Justiz. Diese Empfehlungen sind weder für die Vorinstanzen noch für das Bundesgericht verbindlich. Unabhängig davon liegt es im Interesse der Eingewiesenen, dass in der Justizvollzugsanstalt Thorberg Besuche in offenen Besuchsräumen ermöglicht werden. Da aber auch ein eminentes Interesse besteht, die Einfuhr unerlaubter Gegenstände oder Substanzen zu verhindern, sind systematische Leibesvisitationen unumgänglich. Ohne diese Durchsuchungen könnten die Besuche in den offenen Besuchsräumen nicht mehr angeboten werden. Wie die Vorinstanz schlüssig darlegt, lässt sich den Empfehlungen des CPT keine konkrete Lösung für diesen Zielkonflikt entnehmen. Auch der Beschwerdeführer schlägt keine anderen Massnahmen vor, mit denen sich der notwendige Zweck mit vernünftigem Aufwand umsetzen liesse.