Citation: 7B_696/2023 E. 2.2

2.2. Nachdem am 26. August 2022 die Berufungsverhandlung stattgefunden hatte, nahm die Vorinstanz mit Beschluss vom 29. September 2022 das Beweisverfahren wieder auf. Sie hielt im Beschluss namentlich fest, aus den Akten ergebe sich, dass DNA-Spuren einer unbekannten Person (H1) an der Eisenstange vorhanden seien und diese Spur mit Bio-Material, das an der äusseren Türklinke des Studios gefunden worden sei, übereinstimme. Weiter sei an der aufgefundenen Bierdose die DNA-Spur einer weiteren unbekannten Person (H3) aufgefunden worden. Da es sich bei H1 und H3 um eine männliche Person handle, aber nicht um den Beschwerdeführer oder den Beschwerdegegner 2, rechtfertige es sich aufgrund von aktenkundigen Äusserungen von Zeugen, zu prüfen, ob diese Spuren von D.________ stammten. Die Vorinstanz wies die Kriminalpolizei Wallis an, D.________ zuzuführen, erkennungsdienstlich zu erfassen und eine DNA-Probe zu erheben. Weiter wies sie die Kriminalpolizei an, beim Centre universitaire romand de médecine légale zu prüfen, ob die DNA von D.________ mit derjenigen der unbekannten männlichen Person H1 oder H3 gemäss den übermittelten Berichten übereinstimme, sowie ob andere "Hit-Treffer" mit der damals genannten Person H1 oder H3 vorliegen würden. Die Kriminalpolizei wurde schliesslich angewiesen, sofern keine Treffer vorliegen würden, mittels weiterer DNA-Proben zu prüfen, ob von den nach dem Vorfall anwesenden Polizisten allenfalls DNA an den Türgriff und die Eisenstange (H1) gelangt sei.