Citation: 4C.425/2005 02.02.2007 E. 6

Einen nächsten Rügenkomplex betiteln die Kläger mit "unterlassene Prüfung weiterer Schadensursachen und Kausalverläufe". 6.1 Die Kläger werfen der Vorinstanz vor, die geltend gemachte Anspruchsgrundlage eines pflichtwidrigen Handelns beziehungsweise Unterlassens der Beklagten während des Februar trading window nicht geprüft zu haben. Die Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz hat sich mit der Frage, ob die Beklagte selbständig hätte handeln dürfen, befasst, sie aber verneint. Eine Bundesrechtsverletzung ist nicht ersichtlich. 6.2 Die Vorwürfe betreffend "Unterlassungen der Beklagten mit Bezug auf einen Privatverkauf" gehen von vornherein fehl. Die Vorinstanz hat die Frage einer Pflichtverletzung der Beklagten im Zusammenhang mit einem allfälligen Privatverkauf eingehend behandelt, konnte sie jedoch offen lassen, da die Kläger den aus einer solchen Pflichtverletzung entstandenen Schaden nicht rechtsgenügend substantiiert dargelegt hätten. Die Vorinstanz verlangte, die Kläger hätten konkrete Umstände nennen müssen, welche die annähernd sichere Annahme eines Verkaufs der A.________-Aktien zu einem Preis von US$ 60.-- und damit eine Schädigung im geltend gemachten Umfang zuliessen. Sie hätten spezifische Anhaltspunkte dafür liefern müssen, dass konkrete Käufer bereit gewesen wären, am 7. März 2000 - oder gar schon zu einem früheren Zeitpunkt - die mit einer Verkaufsbeschränkung belasteten A.________-Aktien zu einem Preis von US$ 60.-- zu erwerben. Dass sie damit übertriebene Anforderungen an die Behauptungs- und Substanziierungslast der Kläger stellte (BGE 127 III 365 E. 2b; 108 II 337 E. 2 und 3; 98 II 113 E. 4a S. 116 f.), wird ihr zwar von den Klägern pauschal vorgeworfen und in diesem Zusammenhang eine Verletzung des Beweisführungsanspruchs nach Art. 8 ZGB gerügt. Einschlägig begründet werden diese Rügen aber nicht. Vielmehr breiten die Kläger erneut ihren im kantonalen Verfahren eingenommenen Standpunkt aus und behaupten einfach, sie hätten den Schaden genügend substantiiert. Das reicht nicht aus, um eine Bundesrechtsverletzung aufzuzeigen. 6.3 Die Kläger hatten vor Handelsgericht geltend gemacht, die Beklagte habe es in pflichtwidriger Weise versäumt, auf andere Absicherungsmöglichkeiten als den Abschluss eines collars hinzuweisen. Die Vorinstanz gelangte in Würdigung der Akten zur Verneinung einer solchen Pflicht der Beklagten und damit zur Verneinung einer diesbezüglichen Pflichtverletzung. Die Einwendungen der Kläger hiegegen erweisen sich als unzulässige Kritik an der Beweiswürdigung und den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Damit erübrigt es sich auch, auf die Vorbringen der Kläger gegen die zusätzliche Begründung der Vorinstanz einzugehen, nach der die Kläger es unterlassen hätten, den allfälligen Schaden hinreichend konkret geltend zu machen.