Citation: 2A.307/2002 25.06.2002 E. 2

Die Beschwerdeführerin erhebt ausdrücklich Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Auf dem Gebiete der Fremdenpolizei ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unzulässig gegen die Erteilung oder Verweigerung von Bewilligungen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einräumt (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG). 2.1 Die Beschwerdeführerin kann sich auf keine landesrechtliche Norm berufen, die ihr einen Rechtsanspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung einräumte. Insbesondere fällt, wie sie ausdrücklich anerkennt, Art. 7 Abs. 1 ANAG als anspruchsbegründende Norm ausser Betracht: Ihr schweizerischer Ehemann starb etwas mehr als ein halbes Jahr nach der Heirat. Sie ist heute weder mit einem Schweizer Bürger verheiratet, noch hat die Ehe fünf Jahre gedauert (vgl. BGE 120 Ib 16 E. 2 S. 18 ff.). Die Beschwerdeführerin scheint einen Bewilligungsanspruch aus Art. 8 EMRK ableiten zu wollen. Sie beruft sich einerseits auf das durch diese Norm garantierte Recht auf Schutz des Familienlebens, indem sie hervorhebt, dass sie rege Kontakte zu ihren Schwestern pflege, wovon zwei in der Schweiz und eine in Frankreich lebten. Nach feststehender bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann eine volljährige Person aus der Beziehung zu in der Schweiz lebenden volljährigen Geschwistern keinen Anspruch auf Erteilung einer fremdenpolizeirechtlichen Bewilligung ableiten, es sei denn, es bestehe diesbezüglich ein eigentliches Abhängigkeitsverhältnis (BGE 120 Ib 257 E. 1d und e S. 260 ff.; 115 Ib 1). Dies ist vorliegend, selbst nach Darstellung in der Beschwerdeschrift, nicht der Fall. Es kann daher auch dahingestellt bleiben, ob die in der Schweiz wohnenden Schwestern ihrerseits überhaupt ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz haben, was Voraussetzung für eine Berufung auf Art. 8 EMRK unter dem Aspekt des Familienlebens wäre (BGE 126 II 377 E. 2b/aa S. 382, mit Hinweisen). Andererseits macht die Beschwerdeführerin einen Bewilligungsanspruch insofern geltend, als Art. 8 EMRK das Recht auf Schutz des Privatlebens gewährleistet. Selbst eine langjährige Anwesenheit im Land und die damit verbundenen üblichen privaten Beziehungen würden hiefür aber nicht genügen (BGE 126 II 377 E. 2c S. 384 ff.), nachdem der Gesetzgeber einen solchen Anspruchstatbestand nicht vorsehen wollte. Erforderlich wären besonders intensive private Beziehungen bzw. eine bereits ausgeprägte Verwurzelung in der Schweiz, welche einen Wegzug und ein Leben anderswo als praktisch unmöglich erscheinen liesse (vgl. BGE 126 II 425 E. 4c S. 432 ff.). Was die Beschwerdeführerin über ihre Beziehungen zur Schweiz ausführt, genügt offensichtlich nicht, ihr nach ihrer relativ kurzen Anwesenheit unter dem Gesichtspunkt des Rechts auf Privatleben einen Anspruch auf Bewilligungsverlängerung einzuräumen (s. auch BGE 120 Ib 16 E. 3b S. 21 f.). Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich hat daher zu Recht angenommen, die Beschwerdeführerin habe unter keinem Titel einen Anspruch auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung. Da nach kantonalem Recht die Beschwerde an das Verwaltungsgericht auf dem Gebiete der Fremdenpolizei nur zulässig ist, soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht offen steht ("anspruchsabhängige" Zugangsregelung, § 43 Abs. 1 lit. h in Verbindung mit Abs. 2 des Gesetzes vom 24. Mai 1959 über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen, Verwaltungsrechtspflegegesetz; VRG), hat das Verwaltungsgericht keine Rechtsverweigerung begangen, indem es auf die bei ihm eingereichte Beschwerde nicht eingetreten ist. Die Beschwerdeführerin hat denn auch dessen Nichteintretensbeschluss vom 8. Mai 2002 nicht angefochten, beantragt sie doch nur die Aufhebung des regierungsrätlichen Beschlusses vom 27. Februar 2002. Soweit sie der Auffassung war, dass dennoch ein Bewilligungsanspruch bestand, hätte sie aber den Beschluss des Verwaltungsgerichts anfechten müssen (BGE 127 II 161), was sie nicht getan hat. So oder anders ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde aber wegen Fehlens eines Rechtsanspruchs auf Bewilligung unzulässig.