Citation: 1C_195/2022 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführenden erheben keine (substanziierten) Rügen gegen die Berechnungsmethode MiStra, machen aber geltend, dass nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht einzig auf die Lärmbelastung abgestellt werden dürfe, sondern weitere Gegebenheiten zu berücksichtigen seien, welche die Immobilienpreise zu beeinflussen vermögen, wie insbesondere Art, Lage und Umgebung der Liegenschaft (BGE 130 II 394 E. 12.3; 110 Ib 340 E. 2; 94 I 286 E. 9c; Urteil 1C_78/2019 vom 22. November 2019 E. 3.2). Vorliegend habe die ESchK zwar behauptet, eine eigene Abwägung aufgrund ihres Gesamteindrucks vorgenommen zu haben; sie habe jedoch keinerlei Ausführungen zu den massgebenden Umständen und zum tatsächlich wahrnehmbaren Lärm gemacht und habe damit ihr Schätzungsermessen offensichtlich überschritten. Nicht berücksichtigt worden seien insbesondere die günstige Lage der Liegenschaft im ruhigen Geissmattquartier, die Tatsache, dass der Autobahnlärm bei offenen Fenstern in allen Wohnungen (ausser evtl. den beiden untersten) deutlich wahrnehmbar sei, der durch die Verschiebung des Tunnelportals entstandene "Trompeteneffekt" sowie die Lärmabprallungen an den Häusern und Wänden rund um die Liegenschaft. Das Bundesverwaltungsgericht hätte daher ein unabhängiges Schätzungsgutachten einholen müssen.