Citation: 2C_29/2024 E. 7.2

7.2. Zu berücksichtigen ist im vorliegenden Fall, dass an einer Rechtsanwendung durch die Migrationsbehörden, die auf einem zutreffend festgestellten Sachverhalt beruht, ein erhebliches öffentliches Interesse besteht. Entsprechendes gilt folglich für die Korrektheit von Angaben, die der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht im Bewilligungsverfahren macht (Urteil 2C_66/2016 vom 12. Oktober 2016 E. 5.1). Das private Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz erschöpft sich hingegen nach den Ausführungen in der Beschwerde in der langen Aufenthaltsdauer und der überdurchschnittlich guten Integration. Dabei kommt dem Aufenthalt von 15 Jahren nur untergeordnete Bedeutung zu, weil er zumindest seit Erteilung der Aufenthaltsbewilligung im Juni 2013 mit unvollständigen Angaben erschlichen worden ist (vgl. Urteile 2C_467/2022 vom 12. Dezember 2022 E. 3.2 und 2C_248/2021 vom 29. Juli 2021 E. 4.2). Der Beschwerdeführer mag sich sodann erfolgreich integriert haben; überdurchschnittlich enge Bindungen in der Schweiz sind aber nicht ersichtlich. Dass er erwerbstätig bzw. nicht sozialhilfeabhängig war und nicht straffällig wurde, darf erwartet werden. Dasselbe gilt angesichts der Aufenthaltsdauer für seine Sprachkenntnisse und soziale Integration.