Citation: 8C_720/2020 E. 7.3

7.3. Im hier zu beurteilenden Fall stand die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbsfähigkeit mit der Erstattung der MEDAS-Expertise am 6. Mai 2016 - und nicht wie der Beschwerdeführer vorbringt erst mit der ergänzenden Stellungnahme vom 28. Februar 2017 - fest. Die Nachfrage bei der Gutachterstelle durch die IV-Stelle erfolgte einzig deshalb, weil die Verwaltung die Arbeitsfähigkeit von 60 % in der angestammten Tätigkeit für ungenügend begründet hielt. Die Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit stand aber schon vorher fest. Im massgebenden Zeitpunkt war der Beschwerdeführer 59 Jahre und 3 Monate alt. Bis zum Erreichen des AHV-Pensionsalters verblieb ihm somit eine Aktivitätsdauer von mehr als fünf Jahren.