Citation: 6B_194/2023 E. 5.1.1

5.1.1. Hintergrund der Vorwürfe bilden Schenkungen der Beschwerdegegnerin 2 zum Erwerb und Umbau der Liegenschaft "V.________" im Betrag von rund Fr. 2,5 Mio. im Jahr 2011. Die Schenkungen erfolgten aufgrund mündlicher Zusagen auf ein Konto der Stiftung D.________, welche die Liegenschaft erwarb und im Kaufvertrag als Eigentümerin aufgeführtist. Die Beschwerdeführerin war Stiftungsratspräsidentin der D.________ und verfügte als einzige über deren Konten. Bereits im September 2011 suchte die Beschwerdeführerin nach Möglichkeiten, die Liegenschaft in ihr privates Vermögen zu überführen. Diese Bemühungen nahm sie im folgenden Jahr wieder auf. Sie veranlasste die Beschwerdegegnerin 2 dazu, am 29. September 2012 eine Erklärung zu unterzeichnen, wonach die Beschwerdeführerin hinsichtlich der von der Beschwerdegegnerin 2 der Stiftung zum Erwerb der Liegenschaft "V.________" geschenkten Geldbeträge alleine über deren Verwendung entscheiden könne. Diese Erklärung habe nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entsprochen. In der Folge teilte die Beschwerdeführerin dem Revisor der Stiftung D.________ mit, sie und die Beschwerdegegnerin 2 seien "zum Schluss gekommen, im Jahr 2011 den falschen Weg gewählt zu haben. Die Schenkung zum Erwerb der Liegenschaft sei an die Beschwerdeführerin persönlich erfolgt." Als der Revisor zur Erstellung des Revisionsberichts 2011 einen schriftlichen Vertrag über diesen Vorgang verlangte, liess die Beschwerdeführerin den nötigen Schenkungs- und Darlehensvertrag aufsetzen, von denen sie gewusst habe, dass sie nicht den tatsächlichen Rechts- und Vermögensverhältnissen entsprochen hätten. Darin wurde erklärt, die Beschwerdegegnerin 2habe der Beschwerdeführerin im Jahr 2011 rund Fr. 2,5 Mio. geschenkt und diese habe der Stiftung D.________ ein Darlehen zum Erwerb der Liegenschaft "V.________" gewährt. Auf Basis dieser Verträge wurde die Liegenschaft am 28. Juni 2013 in das private Eigentum der Beschwerdeführerin übertragen, was gemäss Staatsanwaltschaft ohne Gegenwert für die Stiftung geschah, weil der Kaufpreis durch Verrechnung eines fiktiven Darlehens getilgt wurde. Damit habe die Beschwerdeführerin ihre Pflichten gegenüber der Stiftung D.________, deren Vermögen zu verwalten, zweckgemäss zu verwenden und zu vermehren, verletzt und mehrere Urkunden gefälscht.