Citation: I 120/02 28.11.2002 E. 2

Streitig und zu prüfen ist zunächst, in welchem Ausmass die Versicherte in einer den gesundheitlichen Beschwerden angepassten Tätigkeit arbeitsfähig ist. 2.1 Verwaltung und Vorinstanz stützen sich dabei auf die Angaben in den Gutachten der Rehabilitationsklinik X.________ vom 31. Januar 2001 und der Psychiatrischen Dienste Y.________ vom 2. Februar 2002. Die Beschwerdeführerin bringt vor, Dr. med. O.________ (Gutachter der Rehabilitationsklinik X.________ vom 31. Januar 2001) habe das von Dr. M.________ am 12. Juli 1999 angefertigte Röntgenbild "Pelvis mit Einbeinstand im ap-Strahlengang", das ein Auseinanderklaffen der Schambeinäste um 4 mm zeige, nicht eingesehen oder dieses für die Beurteilung nicht relevant gehalten. Dadurch sei ihm entgangen, dass die chronischen Beschwerden auf eine Beckeninstabilität und nicht, wie von ihm angenommen, auf eine Fehlhaltung und Dekonditionierung zurückzuführen seien. Die vorgeschlagenen therapeutischen Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit (aufbauendes Ausdauer- und Krafttraining) seien untauglich, was anamnestisch belegt sei. Schliesslich hätten Dr. N.________ und Dr. med. E.________ gemäss den letztinstanzlich aufgelegten Berichten die Arbeitsfähigkeit in Abweichung vom Gutachten auf lediglich 50 % eingeschätzt. 2.2 Die Einwände der Beschwerdeführerin vermögen die eingehend und überzeugend begründete Stellungnahme der Rehabilitationsklinik X.________ vom 31. Januar 2001 zur Arbeitsfähigkeit und zu den mit Rücksicht auf den Gesundheitsschaden zumutbaren Arbeitsleistungen nicht in Frage zu stellen. Dr. med. O.________ stellte kein falsches Beschwerdebild in den Vordergrund, sondern hielt in Übereinstimmung mit sämtlichen ärztlichen Berichten und den Angaben der Versicherten fest, dass die täglich vorhandenen, lumbospondylogenen Schmerzen klar belastungs- und positionsabhängig ausgelöst würden. Ursachen der Beschwerden seien die allgemeine Dekonditionierung und Fehlhaltung, welche zu einer Überlastung der lumbosakralen Strukturen führten, und eine Hypermobilität der Iliosakral-Gelenke, welche insbesondere die akuten Exazerbationen durch rezidivierende Gelenksdysfunktionen erklärten. Dem widerspricht Dr. N.________ im letztinstanzlich aufgelegten Bericht vom 19. Februar 2002 nicht, wenn er betont, Ursache der Beschwerden sei eine Beckeninstabilität. Sodann ist die Annahme der Beschwerdeführerin, Dr. med. O.________ gebe als Ursache der Schmerzen eine Protrusion der Lendenwirbelsäule an, klar unzutreffend. Schliesslich ist ohne Bedeutung, ob der Gutachter die Röntgenaufnahme vom 12. Juli 1999 eingesehen hat, nachdem Dr. M.________ sie in seinen Berichten nicht erwähnt und sie im Übrigen mit dem am 23. Juli 1991 erhobenen Röntgenbefund des Spitals Z.________, welcher eine Diastase der Symphysis ergab, übereinstimmt. Auch die Einwände zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sind nicht überzeugend. Gemäss dem letztinstanzlich aufgelegten Bericht des Dr. med. E.________ vom 5. Dezember 2001 litt die Versicherte zwei Tage zuvor an einer erstmals aufgetretenen, akuten lumbospondylogenen Schmerzsymptomatik linksseitig. Da das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung nach demjenigen Sachverhalt beurteilt, der zur Zeit des Verfügungserlasses gegeben war (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen), sind die aufgrund der sich neu manifestierten Beschwerden erfolgten Beurteilungen der Arbeitsunfähigkeit nicht mehr zu berücksichtigten. Die Angaben des Dr. M.________ (Bericht vom 28. April 2000) und des Dr. med. W.________ (Bericht vom 18. Januar 2000) bezogen sich auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, in der die Versicherte unbestrittenermassen nicht mehr arbeitsfähig ist.