Citation: 5C.91/2003 27.05.2003 E. B

Der Kläger verlangte unmittelbar nach seiner Pensionierung Ende Juli 2000 die Abänderung des Scheidungsurteils mit dem Klagebegehren, es sei der von ihm bis anhin geleistete Unterhaltsbeitrag gänzlich aufzuheben. Zur Begründung führte er aus, sein Renteneinkommen vermöge seinen um 20% erhöhten Notbedarf nur knapp zu decken. Die Beklagte bestritt die Berechnung des Notbedarfs des Klägers, wobei insbesondere die Hinzurechnung eines 20%igen Zuschlages bei derart bescheidenen finanziellen Verhältnissen kritisiert wurde. Im Übrigen führte sie aus, einer Reduktion auf der Einkommensseite des Rentenschuldners um 19% müsse allenfalls eine ebenso bemessene Rentenherabsetzung entsprechen: Der indexierte Unterhaltsbeitrag von zuletzt Fr. 910.-- sei demnach auf Fr. 740.-- herabzusetzen.