Citation: 7B_454/2023 E. 3.3.1

3.3.1. Die von der Vorinstanz festgesetzte Einsatzstrafe von 5 Jahren für den gewerbsmässigen Betrug ist, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, nicht zu beanstanden. Sie liegt angesichts des festgestellten mittelschweren bis schweren Verschuldens innerhalb des sachgerichtlichen Ermessens sowie, was unbestritten ist, des bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe reichenden Strafrahmens (Art. 146 Abs. 2 StGB). Dies gilt auch dann, wenn mit dem Beschwerdeführer und der Erstinstanz von einem lediglich mittelschweren Verschulden ausgegangen würde. Zwar kann dem Beschwerdeführer nach Auffassung des Bundesgerichts im Rahmen des Verschuldens nicht straferhöhend vorgeworfen werden, dass er ein schwer fassbares Beschwerdebild gezeigt und das Vertrauensverhältnis zu Ärzten massiv missbraucht habe. Es ist nicht so, dass er sich das Beschwerdebild ausgesucht hätte, um die Versicherungen gezielt zu täuschen. Auch der Experte führte aus, dass sich der Beschwerdeführer über die Jahre in eine scheinbar ausweglose Situation manövriert habe (oben E. 1.2.3). Dennoch ist die Einsatzstrafe von 5 Jahren bei einem mindestens mittelschweren Verschulden bundesrechtkonform. Daran ändert nichts, dass die Symptomatik einen realen Kern aufweist, zumal gleichwohl feststeht, dass der Beschwerdeführer ein weit unter dem effektiven liegendes Leistungsniveau vorgespielt hat. Eine Simulation ist mithin, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, nachgewiesen. Sodann ist nicht relevant, ob die Arbeitsfähigkeit 100 % oder bloss 33 % betragen hat. Entscheidend ist, dass das effektive Leistungsniveau zur Verweigerung von Versicherungsleistungen geführt hätte. Dies ist nach dem Gesagten erstellt.