Citation: 1P.728/1999 13.03.2000 E. A

A.- Der Kanton Zürich fügte am 20. Februar 1994 folgen- de Bestimmung in sein Einführungsgesetz zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch vom 2. April 1911 (EG zum ZGB) ein: "§ 229b. In Zeiten von Wohnungsmangel sind Vermiete- rinnen und Vermieter von Wohnräumen verpflichtet, beim Abschluss eines Mietvertrages das in Art. 270 Abs. 2 OR vorgesehene Formular zu verwenden. (..) " Der Regierungsrat des Kantons Zürich setzte diese Bestimmung am 28. September 1994 auf den 1. November 1994 in Kraft. Zugleich stellte er fest, der Leerwohnungsbestand im ganzen Kanton habe am 1. Juni 1994 0,59% betragen, weshalb Woh- nungsmangel im Sinne von § 229b EG zum ZGB herrsche. Dem- entsprechend erklärte er die Verwendung des offiziellen Formulars beim Abschluss eines neuen Mietvertrags im ganzen Kanton Zürich für obligatorisch. Am 28. Mai 1997 beschloss der Regierungsrat: " I. Wohnungsmangel gemäss Art. 270 Abs. 2 OR und § 229b EG zum ZGB liegt vor, wenn im ganzen Kanton ein Leerwohnungsbestand von bis zu 1% besteht. Der Regierungsrat legt gestützt auf den durch das kantonale Statistische Amt per 1. Juni er- mittelten Leerwohnungsbestand fest, wenn sich eine Änderung bezüglich der Pflicht zur Verwen- dung des offiziellen Formulars beim Abschluss eines neuen Mietvertrages ergibt. Eine Änderung tritt jeweils am 1. November des gleichen Jah- res in Kraft.