Citation: 1C_489/2015 E. 4.4

4.4. Unter dem Gesichtspunkt der Zumutbarkeit ist festzuhalten, dass der rechtswidrige Zustand erheblich von der zulässigen Nutzungsordnung abweicht und mit jeder am Betriebsstandort zusätzlich tätigen Person auch die Emissionen in der betroffenen Wohnzone zunehmen. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, wenn das Verwaltungsgericht die wirtschaftlichen Interessen der Beschwerdeführerin weniger stark gewichtete und mit Blick auf die Emissionen eine vollständige Wiederherstellung des früheren Zustands verlangte. Dies gilt selbst dann, wenn die Wirtschaftlichkeit eines der seit 2010 am Betriebsstandort tätigen Unternehmen dadurch in Frage gestellt würde. Dass eine Bauschreinerei am Betriebsstandort weniger Emissionen verursacht als eine Möbelschreinerei mit derselben Beschäftigtenzahl, hat das Verwaltungsgericht zudem berücksichtigt. Es hielt fest, die Beschwerdeführerin könne weitere Personen beschäftigen, die sich direkt auf die Baustellen begeben würden, wie das bereits heute der Fall sei. Weiter ging es davon aus, dass dadurch die Materialzulieferungen und die Materialverarbeitung im Betriebsgebäude zunähmen, was jedoch durch die zeitlichen Vorgaben bezüglich der immissionsträchtigen Arbeiten und durch die baulichen Schallschutzmassnahmen ausgeglichen werde. Mit diesen Erwägungen hat das Verwaltungsgericht die wesentliche Aspekte, welche die von der Schreinerei ausgehenden Emissionen beeinflussen, berücksichtigt und gegeneinander abgewogen. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, ist nicht geeignet, die Zumutbarkeit der angeordneten Massnahmen in Frage zu stellen.