Citation: 1P.155/2002 11.06.2002 E. 2

Ferner zieht die Beschwerdeführerin in Zweifel, dass sie die Verfügung des Bauinspektorats tatsächlich am 28. März 2001 erhalten habe. Sie macht insbesondere geltend, dass die per Internet ausgewiesene angebliche Zustellung am 28. März 2001 um 07.21 Uhr nicht stattgefunden haben könne und daher auch der Poststempel vom 28. März 2001 auf der Abholungseinladung keinen Beweis für den Empfang an diesem Tag darstellen könne. Demgegenüber führte das Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid aus, dass der Zeitpunkt des Empfangs zwar weder von der bezugsberechtigten Person noch von einer Person der Post handschriftlich bestätigt worden sei. Angesichts der Auskünfte der Post sei im vorliegenden Fall auf den Poststempel abzustellen. Es sei nicht ersichtlich, weshalb dieser Poststempel keinen hinreichenden Hinweis auf das Abholdatum darstellen solle. Die Beschwerdeführerin vermag mit ihrer Rüge nicht darzulegen, dass die Auffassung des Verwaltungsgerichts geradezu unhaltbar und damit willkürlich im Sinne von Art. 9 BV sei. Es wird, soweit ersichtlich, von keiner Seite ernsthaft bezweifelt, dass der über das Internet erhaltene Hinweis, die Sendung sei um 07.21 Uhr des 28. März 2001 abgeholt worden, möglicherweise auf einem Irrtum beruhe. Daraus kann indessen nicht geschlossen werden, dass der auf der Abholungseinladung angebrachte Datumsstempel vom 28. März 2001 fehlerhaft sei. Es darf berücksichtigt werden, dass ein solcher Stempel gemäss Auskünften der Post die Auslieferung der Sendung am entsprechenden Tag bedeutet und in diesem Fall auf das Anbringen des Abholdatums verzichtet wird. Schliesslich darf dem Umstand Rechnung getragen werden, dass die Beschwerdeführerin nicht darlegt, an welchem Tage sie denn die Sendung entgegengenommen habe, und keine Begehren stellte, es seien die Personen von Post und ihrem Betrieb zur Frage, wann die Sendung ausgehändigt bzw. in Empfang genommen worden ist, einzuvernehmen. Bei dieser Sachlage erscheint die Annahme des Verwaltungsgerichts, die Verfügung des Bauinspektorats vom 27. März 2001 sei der Beschwerdeführerin tatsächlich am 28. März 2001 zugegangen, nicht als willkürlich und hält demnach vor Art. 9 BV stand.