Citation: 7B.176/2006 18.10.2006 E. 4

Unbestritten ist, dass die am 1. September 2006 dem Betreibungsamt übergebenen Rechtsvorschläge gegen die am 21. August 2006 zugestellte Zahlungsbefehle (zufolge Fristablauf am 31. August 2006) verspätet sind. Die Beschwerdeführer bringen im Wesentlichen vor, ihr Vertreter H.________ sei kurz vor dem Umzugstermin durch die hierfür notwendige Organisation aufs Äusserste belastet gewesen. Selbst wenn diese besondere Situation für sich allein kein unverschuldetes Hindernis zu begründen vermöchte, so müsse berücksichtigt werden, dass der Umzug eines Geschäftsbetriebes nicht zum Betriebsalltag gehöre. In einem derartigen Extremfall sei das fehlerhafte Verhalten von H.________, der als Vertreter des im Ausland weilenden Vertretenen gehörig und für den Normalfall ausreichend instruiert gewesen sei, ausnahmsweise nicht zuzurechnen. 4.1 Wer durch ein unverschuldetes Hindernis davon abgehalten worden ist, innert Frist zu handeln, kann die Aufsichtsbehörde oder die in der Sache zuständige richterliche Behörde um Wiederherstellung der Frist ersuchen (Art. 33 Abs. 4 SchKG). 4.2 Der Einwand der Beschwerdeführer, dass H.________ als ihr Vertreter wegen des Geschäftsumzuges in entschuldbarer Weise verhindert gewesen sei, rechtzeitig Rechtsvorschlag zu erheben, ist unbehelflich. Wohl kann sich auch ein Vertreter auf ein unverschuldetes Hindernis berufen, durch welches dieser vom Handeln innert Frist abgehalten wurde (BGE 119 II 86 E. 2a S. 87; Nordmann, in: Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, N. 13 zu Art. 33). Allerdings gilt - die hier durch einen Geschäftsumzug verursachte - Arbeitsüberlastung nicht als unverschuldetes Fristversäumnis (BGE 99 II 349 E. 4 S. 352; Nordmann, a.a.O., N. 12 zu Art. 33). Insoweit ist das Ergebnis der Aufsichtsbehörde, wonach kein hinreichender Grund zur Fristwiederherstellung bestehe, nicht zu beanstanden. 4.3 Soweit die Beschwerdeführer geltend machen, H.________ sei als Hilfsperson des Vertreters (d.h. als Hilfsperson von X.________ als Vertreter der Betreibungsschuldner) während der Auslandabwesenheit von X.________ "für den normalen Betriebsalltag" ausreichend instruiert worden, gehen ihre Ausführungen fehl. Nach der Lehre wird zwar das Verschulden einer Hilfsperson des Vertreters dem Vertretenen grundsätzlich nicht angelastet, sofern der Fehler nicht auf eine ungenügende Beaufsichtigung der betreffenden Hilfsperson oder auf eine mangelhafte Organisation zurückzuführen ist (Nordmann, a.a.O., N. 13 zu Art. 33). Die Beschwerdeführer legen indessen nicht dar, inwiefern die Aufsichtsbehörde die Regeln über die Fristwiederherstellung verletzt habe, wenn sie angenommen hat, der vorliegende Fehler sei nicht der Hilfsperson (H.________), sondern dem Vertreter (X.________) anzulasten, weil dieser seine Organisation nicht dem Geschäftsumzug angepasst habe. Insoweit kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (Art. 79 Abs. 1 OG). 4.4 Nach dem Dargelegten ist der Beschwerde kein Erfolg beschieden.