Citation: 9C_67/2018 E. 12.2.1

12.2.1. Wie das kantonale Schiedsgericht richtig festgestellt hat, gibt es keinen ANOVA-Index direkte Kosten, welcher auch die vom Arzt selber abgegebenen Medikamente umfasst (E. 10). Indessen ist nicht einsehbar, inwiefern dieser Umstand dazu führen soll, dass die Bewilligung zur Führung einer Apotheke lediglich kompensatorisch im Rahmen der Berechnung des Rückforderungsbetrages Berücksichtigung finden soll. Abgesehen davon erscheint es nicht konsequent, auf die im Sinne des kantonalen Schiedsgerichts bereinigten direkten (Arzt- und Medikamenten-) Kosten, deren Vergütungen im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung allein einer allfälligen Rückerstattungspflicht unterliegen (BGE 137 V 43), den ANOVA-Index (267 Punkte [2013], 275 Punkte [2014] und 258 Punkte [2015]) zugrunde zu legen und nicht den entsprechenden (RSS-) Index (282 Punkte [2013], 260 Punkte [2014] und 245 Punkte [2015]), welcher auch die Medikamentenkosten umfasst, wie der Beschwerdeführer sinngemäss geltend macht. Im Übrigen hält das Schiedsgericht in E. 2.3 des angefochtenen Entscheids selber unter Hinweis auf das Urteil 9C_110/2012 vom 5. Juli 2012 E. 2.2 fest, dass ein überdurchschnittlicher Anteil an selber erbrachten - bei unterdurchschnittlich ausgelagerten - Leistungen zumindest im Sinne einer Praxisbesonderheit und nicht lediglich kompensatorisch zu berücksichtigen ist (vgl. auch BGE 137 V 43 E. 2.5.6 S. 49). Dies muss auch in Bezug auf die Medikamentenabgabe gelten.