Citation: 7B_212/2022 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer rügt weiter, spätestens im Zeitpunkt seiner polizeilichen Festnahme und seiner drei polizeilichen Befragungen in den Kantonen St. Gallen und Thurgau am 20. September 2019 hätte bemerkt werden müssen, dass ein Fall notwendiger Verteidigung vorliege. Sämtliche polizeilichen Einvernahmen ab dem 20. September 2019 seien daher unverwertbar. Zudem seien selbstständige polizeiliche Ermittlungen in der Form von Einvernahmen nach einer eröffneten Strafuntersuchung nicht zulässig, was namentlich aufgrund der nicht gewährten Teilnahmerechte die Unverwertbarkeit der polizeilichen Einvernahmen der nach dem 20. September 2019 befragten Auskunftspersonen zur Folge habe. Indem die Vorinstanz auf die fraglichen Einvernahmen abgestützt habe, habe sie gegen Art. 29, Art. 130 f., Art. 147 und Art. 309 StPO verletzt. Durch die Missachtung der Teilnahmerechte habe die Vorinstanz gleichzeitig auch die verfassungs- und konventionsrechtlichen Garantien von Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 EMRK verletzt.