Citation: 5A_626/2022 E. 3.3

3.3. Wie die vorigen Ausführungen zeigen, sind die Behörden bei der Konkretisierung des ortsüblichen Bewirtschaftungsbereichs im Einzelfall in verschiedener Hinsicht auf ihr Ermessen verwiesen. Das Bundesgericht überprüft die Ausübung dieses Ermessens an sich frei. Es greift allerdings nur ein, wenn die kantonale Instanz von dem ihr zustehenden Ermessen einen falschen Gebrauch gemacht hat, das heisst wenn sie grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgegangen ist, wenn sie Gesichtspunkte berücksichtigt hat, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umstände ausser Acht gelassen hat. Aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (im Allgemeinen: BGE 147 III 393 E. 6.1.8 mit Hinweisen; spezifisch im Kontext des ortsüblichen Bewirtschaftungsbereichs: zit. Urteil 5A_107/2013 E. 4.1).