Citation: 9C_497/2022 E. 4.1

4.1. Es steht fest und ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin in der Zeit vor der Geburt ihre Sohnes bereits seit über einem Jahr nicht mehr erwerbstätig war, sondern nach vorbereitenden Englischkursen im Herbst 2015 im Februar 2016 vollzeitlich ein LL.M.-Studium an der Universität Freiburg aufnahm. Unbestritten ist im Weiteren, dass die Versicherte bis mindestens 16. Dezember 2016 aufgrund von Präsenzveranstaltungen und Prüfungen auch ohne Schwangerschaft dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung gestanden hätte und sie damit nicht arbeitslos im Sinne von Art. 29 EOV war. Die Versicherte macht geltend, sie hätte ohne Schwangerschaft ab dem 17. Dezember 2016 eine Erwerbstätigkeit gesucht und sei damit im Zeitpunkt der Geburt ihres Sohnes (29. Dezember 2016) arbeitslos im Sinne der Verordnung gewesen. Demgegenüber stellte das kantonale Gericht unter Hinweis auf die bis zum 1. Februar 2017 zu erledigenden "Take Home-Arbeiten" für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich fest, dass sich die Versicherte auch ohne Schwangerschaft im Dezember 2016 nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt hätte, sondern sie sich weiterhin vollzeitlich dem Abschluss ihres Studiums gewidmet hätte.