Citation: 8C_242/2016 E. 3.1

3.1. Die IV-Stelle begründete die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenzusprache vom 2. Juli 2009 in ihrer rentenaufhebenden Verfügung vom 22. April 2014 damit, dass seinerzeit die Kriterien zu Unrecht nicht geprüft worden seien, welche Aufschluss über die Überwindbarkeit des festgestellten Leidens - eines chronischen Schmerzsyndroms und damit eines pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage - hätten geben können. Davon abweichend gelangte das kantonale Gericht zum Schluss, die Rentenverfügung vom 2. Juli 2009 sei zweifellos unrichtig gewesen, weil die IV-Stelle gestützt auf die Meinung ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) den Eingliederungserfolg in den Vordergrund gestellt habe und deshalb - abweichend von der von den Experten der MEDAS Bern im Gutachten vom 12. Dezember 2008 "mit aller Deutlichkeit und differenziert" beantworteten Frage nach der Restarbeitsfähigkeit - nurmehr eine angepasste Tätigkeit als zumutbar erachtet habe; relevant für die Invaliditätsbemessung sei nicht, in welcher Tätigkeit der beste Eingliederungserfolg erwartet werden kann, sondern in welchem Umfang aus medizinisch-theoretischer Sicht ein Versicherter noch tätig sein kann. Weil die IV-Stelle die falsche Frage beantwortet habe, erweise sich die darauf basierende Verfügung als zweifellos unrichtig.