Citation: 6B_163/2022 E. 2.2.1

2.2.1. Zunächst erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer sei unter anderem mehrfach wegen Wirtschaftsdelikten im Zusammenhang mit von ihm selbst geführten Unternehmen vorbestraft. Auch zum Zeitpunkt, als er um Gewährung des Strafvollzugs in Halbgefangenschaft ersucht habe, sei der Beschwerdeführer selbständig tätig gewesen, wobei über diese Firma - wie über seine bisherigen Firmen - bereits wieder der Konkurs eröffnet worden sei. Dies nur zehn Tage, nachdem der Beschwerdeführer über einen erfreulichen Geschäftsgang berichtet habe, was einzig den Schluss zulasse, dass er versucht habe, das Amt für Justizvollzug über den wahren Geschäftsgang zu täuschen. Der Konkurs sei denn auch mangels Aktiven eingestellt worden. Vor dieser neuerlichen, selbständigen Tätigkeit hatte der Beschwerdeführer ein Arbeitsverhältnis angetreten, war aber wegen mutmasslicher Verfehlungen gegenüber dem Arbeitgeber nach wenigen Monaten wieder entlassen worden. Aus den vorinstanzlichen Erwägungen erhellt ferner, dass der teilbedingte Vollzug der hier strittigen Freiheitsstrafe vor dem Hintergrund der vorerwähnten unselbständigen Anstellung und der infolgedessen nicht vollends negativen Legalprognose für weitere Wirtschaftsdelikte im Rahmen einer selbständigen Tätigkeit gewährt worden war. Sodann erwog die Vorinstanz, gemäss Strafregisterauszug vom 18. Januar 2021 seien bereits zwei weitere Verfahren, unter anderem wegen Veruntreuung sowie wegen betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetrugs, gegen den Beschwerdeführer eröffnet worden. Wenngleich insoweit die Unschuldsvermutung gelte, könne dies bei der Beurteilung des Gesuchs um Halbgefangenschaft berücksichtigt werden, zumal dessen Gutheissung die Erwartung voraussetze, dass der Verurteilte keine weiteren Straftaten begehe. Analog zu den Bestimmungen über die Gewährung des bedingten Vollzugs könne ohne weiteres von einer schlechten Prognose ausgegangen und die Halbgefangenschaft verweigert werden, wenn ein Täter trotz mehrerer, teilweise vollzogener Vorstrafen immer wieder straffällig geworden sei. Dies sei hier offensichtlich der Fall. Zudem habe der Beschwerdeführer das verfahrensführende Amt über den Geschäftsgang während seiner selbständigen Erwerbstätigkeit getäuscht. Sein soweit ersichtlich einziger Arbeitgeber habe ihm kein gutes Leumundszeugnis ausgestellt, was der Beschwerdeführer nicht bestreite. Im Rahmen einer Gesamtwürdigung der Umstände seien die Voraussetzungen für die Gewährung der Halbgefangenschaft daher nicht erfüllt, namentlich die erforderliche positive Prognose mit Bezug auf das Unterlassen weiterer Straftaten. Das Gesuch sei abzuweisen, ohne dass die weitere Voraussetzung eines bestehenden Arbeitsverhältnisses geprüft werden müsste. Indes sei auch diese Voraussetzung nicht erfüllt.