Citation: B 5/01 21.09.2001 E. 3

3.- Voraussetzung für eine Erhöhung der Freizügigkeitsleistung bis zum vollen Deckungskapital im Sinne von Art. 4.7.2.5 des Reglements ist, wie bereits erwähnt, dass die Entlassung unverschuldet war. Der wichtigste Anwendungsbereich einer solchen Bestimmung sind Entlassungen im Rahmen von Firmenumstrukturierungen. Solche sind erfahrungsgemäss nicht selten mit Emotionen und gegenseitigen Anschuldigungen verbunden. Es geht daher nicht an, von einzelnen Vorkommnissen im Zuge von Reorganisationsmassnahmen auf eine vom Arbeitnehmer verschuldete Entlassung zu schliessen. So verhält es sich auch mit Bezug auf den Beschwerdeführer. Ein allenfalls zu Beginn der Umstrukturierung ernsthaft gemeintes Angebot einer Ersatzstelle der Arbeitgeberin büsste - wie in Erwägung 2 dargelegt - im Nachhinein so stark an Ernsthaftigkeit ein, dass vom Angebot einer zumutbaren Stelle nicht mehr gesprochen werden kann. Ursache der Entlassung war die Umstrukturierung der Firma, während die damit einhergegangenen Auseinandersetzungen Begleiterscheinungen davon waren. Der Tatbestand der unverschuldeten Entlassung ist daher als erfüllt zu betrachten. Da es im pflichtgemässen Ermessen der Vorsorgeeinrichtung liegt, das Massliche festzulegen (vgl. Erw. 1b), hat sich das Eidgenössische Versicherungsgericht mit dieser Frage nicht zu befassen. Die Vorsorgeeinrichtung wird über die Höhe der Freizügigkeitsleistung unter Berücksichtigung von Art. 4.7.2.5 des Reglementes zu befinden haben.