Citation: 6P.64/2004 19.08.2004 E. B

X.________ reichte am 15. September bzw. 11. Oktober 1995 bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse des Kantons Wallis einen Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ein. Gemäss der dem Antrag beigelegten Arbeitgeberbestätigung soll X.________ vom 1. Januar 1995 bis zum 31. August 1995 für die B.________AG gearbeitet und in den letzten sechs Monaten vor Auflösung des Arbeitsverhältnisses monatlich Fr. 7'500.-- verdient haben. Die Arbeitgeberbescheinigung war von Y.________ unterzeichnet. In der Folge richtete die Öffentliche Arbeitslosenkasse X.________ vom 21. September 1995 bis zum 20. September 1997 Arbeitslosenentschädigungen aus. Anlässlich der Arbeitgeberkontrollen vom 12. März und 13. August 1996 stellten die Revisoren der Kantonalen Ausgleichskasse des Kantons Wallis fest, dass die B.________AG X.________ keine Lohnzahlungen für die fragliche Zeitdauer ausgerichtet hatte. Am 18. Februar 1998 erliess die Öffentliche Arbeitslosenkasse eine Rückforderungsverfügung wegen zu Unrecht bezogener Arbeitslosengelder in der Höhe von rund Fr. 107'000.--. Diese Verfügung focht X.________ an. Am 8. Mai 1998 erstattete die Öffentliche Arbeitslosenkasse Strafanzeige gegen X.________ und Y.________ wegen Verdachts auf Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837). X.________ wurde vorgeworfen, zusammen mit Y.________ eine inhaltlich unwahre Arbeitgeberbescheinigung erstellt zu haben, um die Auszahlung von Arbeitslosengeldern zu erwirken.