Citation: C 10/04 17.09.2004 E. 2

2.1 Im vorinstanzlichen Verfahren machte G.________ im Wesentlichen geltend, vom 6. bis zum 16. September 2002 habe sie täglich erfolglos bei der Arbeitgeberin angerufen und an diesem Datum erfah-ren, dass die Stelle besetzt war. Ferner brachte sie vor, die Arbeit-geberin hätte sie wegen der Schwangerschaft ohnehin nicht für diesen Arbeitsplatz vom 15. Oktober 2002 bis 31. Januar 2003 eingestellt, da sie ca. Mitte Januar ihr Kind erwartete. Demgegenüber wies das RAV hauptsächlich darauf hin, die Angabe, die Versicherte habe sich 10 Tage lang andauernd erfolglos telefonisch zu bewerben versucht, erscheine schwer verständlich. Zudem hätte es sich unter diesen Umständen aufgedrängt, eine schriftliche Bewerbung einzureichen. Das kantonale Gericht führte im angefochtenen Entscheid aus, unklar sei, ob G.________ vom 6. bis 16. September 2002 ernsthaft ver-sucht habe, die künftige Arbeitgeberin telefonisch zu erreichen. Selbst in der Annahme, der Arbeitslosen sei dies nie gelungen, sei von einer ungenügenden Bewerbung auszugehen, da die Versicherte in diesem Fall verpflichtet gewesen wäre, schriftlich ihr Interesse an der Arbeits-stelle zu bekunden. Es müsse somit von einer Ablehnung der zuge-wiesenen Stelle ausgegangen werden, wobei aus einer gerichtlich eingeholten Auskunft der künftigen Arbeitgeberin nicht hervorging, dass eine Anstellung auf Grund der Schwangerschaft der Versicherten ohnehin nicht in Frage gekommen wäre. Bei der Bemessung des Verschuldens habe das RAV die persönlichen Verhältnisse der Arbeitslosen, insbesondere ihre missliche finanzielle Lage und die Tatsache, dass es sich bei der zugewiesenen Stelle um eine auf dreieinhalb Monate befristete Arbeit gehandelt hatte, zu wenig gewichtet. Mithin erachtete das Gericht eine Einstellungsdauer wegen mittelschweren Verschuldens im Umfang von 25 Tagen als angemessen. 2.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, mit der Verminderung der Einstellungsdauer von 31 auf 25 Tage habe das Versicherungsgericht unzulässig in die pflichtgemässe Ermessensaus-übung der Verwaltung eingegriffen. Das RAV beanstandet, die Vorin-stanz habe das von ihm als schwer qualifizierte Verschulden zu Unrecht als unangemessen gehalten. Die finanzielle Einbusse der Versicherten sei nicht zu berücksichtigen, weil für die Einstellungsdauer das Verschulden und nicht der verursachte Schaden Massstab sei. Zudem habe das kantonale Gericht unberücksichtigt gelassen, dass sich G.________ eine grobe Pflichtwidrigkeit vorwerfen lassen müsse, weil sie trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage, der begrenzten Arbeitsaussichten im betreffenden Arbeitssegment und der wegen der fortschreitenden Schwangerschaft von ihr selber angeführten erhöhten Schwierigkeiten bei der Stellensuche keine ernsthafte Bemühung um die ausgeschriebene Arbeit vornahm. Im Lichte dieser Betrachtung erscheine eine Einstellungsdauer von 25 Tagen nicht angemessener als eine solche von 31 Tagen.