Citation: 4A_579/2019 E. 1.2

1.2. Aus der Befugnis des Bundesgerichts, reformatorisch entscheiden zu können (Art. 107 Abs. 2 BGG), folgt, dass die Beschwerdeführerin sich nicht darauf beschränken darf, einen rein kassatorischen Antrag zu stellen. Anders verhält es sich, wenn das Bundesgericht im Falle einer Gutheissung in der Sache ohnehin nicht selbst entscheiden könnte, insbesondere weil die erforderlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz fehlen (BGE 133 III 489 E. 3.1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 137 II 313 E. 1.3 S. 317; 136 V 131 E. 1.2 S. 135 f.; 134 III 379 E. 1.3 S. 383 sowie die Urteile 4A_129/2019 vom 27. Mai 2019 E. 1.1; 2C_489/2018 vom 13. Juli 2018 E. 1.2). Die Beschwerdeführerin beantragt unter anderem, die erste Instanz, eventualiter die Vorinstanz, sei zu verpflichten, die Prozesshandbücher der Beschwerdegegnerin zu edieren, eine Expertise zur Frage der Organisationsmängel in Auftrag zu geben und ein Obergutachten über die Frage der medizinischen Sorgfaltspflichtverletzung einzuholen. Es ist fraglich, ob die vor Bundesgericht erneuerte Rüge der verweigerten Beweisanordnung ausreicht, um die Beschwerdeführerin von ihrer grundsätzlichen Pflicht zur Bezifferung ihres materiellen Begehrens zu dispensieren. Falls der Beschwerde ohnehin kein Erfolg beschieden sein sollte, braucht nicht abschliessend beurteilt zu werden, ob die ausschliesslich kassatorischen Begehren vorliegend ausnahmsweise ausreichen. Die übrigen Eintretensvoraussetzungen sind indessen zweifelsfrei erfüllt und geben zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass.