Citation: 8C_634/2018 E. 5.2

5.2. Praxisgemäss muss eine Observation objektiv geboten sein, das heisst, es müssen konkrete Anhaltspunkte vorliegen, die Zweifel an den geäusserten gesundheitlichen Beschwerden oder der geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit aufkommen lassen. Solche Anhaltspunkte können beispielsweise gegeben sein bei widersprüchlichem Verhalten der versicherten Person oder wenn Zweifel an der Redlichkeit derselben bestehen (eventuell durch Angaben und Beobachtungen Dritter), bei Inkonsistenzen anlässlich der medizinischen Untersuchung, Aggravation, Simulation oder Selbstschädigung und Ähnlichem (BGE 137 I 327 E. 5.4.2.1 S. 332 f.; Urteil 8C_195/2011 vom 15. Dezember 2011 E. 3.2, nicht publ. in: BGE 138 V 63, aber in: SVR 2012 IV Nr. 31 S. 124). Das kantonale Gericht erachtete diese Voraussetzung als erfüllt, weil sich bei den medizinischen Abklärungen sowohl aus somatischer wie auch aus psychiatrischer Sicht verschiedentlich Inkonsistenzen gezeigt hätten. Insbesondere folgte es auch der Einschätzung des RAD vom 17. Januar 2014, wonach die massive Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes trotz Therapie nicht nachvollziehbar sei. Inwiefern diese Feststellungen offensichtlich unrichtig sein sollen, wird nicht geltend gemacht. Dass die Vorinstanz einen Anfangsverdacht als gegeben erachtet hat, ist unter den gegebenen Umständen nicht bundesrechtswidrig.