Citation: C 189/06 16.11.2006 E. A

P.________, geboren 1951, war seit 1. April 1981 bei der Firma O.________ tätig, zuletzt als Betriebsmitarbeiter Sortierung im Zentrum S.________. Am 9. September 2005 wurde das Arbeitsverhältnis von Arbeitgeberin und Arbeitnehmer im Einvernehmen per sofort aufgelöst. Der Grund hierfür war, dass P.________ an die Firma M.________ adressierte Karten dem Kanal entnommen hatte; diese warf er in einer Filiale der Firma M.________ in die Abstimmungsurne ein und erhielt dafür insgesamt dreizehn Tafeln Schokolade. Der Firma O.________ entging dadurch auch die Taxe der Rücksendungen im Betrag von insgesamt Fr. 7.-. Sie drohte P.________ die fristlose Entlassung an, worauf dieser, um es zu verhindern, in die sofortige Auflösung des Arbeitsvertrages einwilligte. Die Kantonale Arbeitslosenkasse St. Gallen stellte den Versicherten mit Verfügung vom 28. Dezember 2005 wegen selbst verschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 55 Tagen in der Anspruchsberechtigung ein. In der Begründung wurde angeführt, er habe durch sein Verhalten Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben, und damit, dass er sich gegen die fristlose Beendigung nicht zur Wehr gesetzt habe, auf die Einhaltung der ordentlichen dreimonatigen Kündigungsfrist verzichtet. Deshalb wiege das Verschulden an der Arbeitslosigkeit schwer. Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Entscheid vom 25. Januar 2006).