Citation: 2C_786/2022 E. 1.3.1

1.3.1. Dagegen gelangte die Steuerpflichtige mit Schreiben vom 3. März 2022 an das Verwaltungsgericht des Kantons Zug, das die Beschwerde und den Rekurs abwies (Urteil A 2022 4 vom 22. August 2022). Das Verwaltungsgericht erwog, dass die Steuerpflichtige weder die Zustellung bestreite noch postalische Unregelmässigkeiten vorbringe. Mit Blick auf den Versand vom 22. Juli 2021 im Verfahren "B-Post" erweise die am 25. Januar 2022 erhobene Einsprache sich als "deutlich verspätet". Die Steuerpflichtige wende indes ein, dass ihr Geschäftsführer aufgrund des Wechsels des Treuhänders und der "vom Bund verordneten Homeoffice-Pflicht" sowie der "vom Bund angeratenen freiwilligen Kontaktreduzierung bzw. Homeoffice-Empfehlung" die Veranlagungsverfügungen erst am 4. Januar 2022 erhalten habe. Mit Blick darauf könne offenbleiben, fuhr das Verwaltungsgericht fort, ob die Steuerpflichtige ein Gesuch um Fristwiederherstellung habe erheben wollen (das ohnehin bei der Veranlagungsbehörde einzureichen gewesen wäre). So oder anders müsste das Gesuch abgewiesen werden. Die vorgebrachten Argumente reichten nicht aus, um ein entschuldbares Fristversäumnis zu begründen. Die Steuerpflichtige habe "allerspätestens mit dem Empfang der Mahnungen am 9. November 2021 sichere Kenntnis davon erlangt", dass sie für die Steuerperiode 2018 veranlagt worden sei.