Citation: 6B_932/2023 E. 6

Die Vorinstanz erwägt, der Umstand, in welchem der Beschwerdeführer einen potentiellen Ausstandsgrund erkennen wolle, ziele auf eine mögliche freundschaftliche Beziehung zwischen dem Gerichtsschreiber und der Gemeindepräsidentin von U.________. Hintergrund des Strafverfahrens bilde ein Entscheid der Sozialbehörde U.________ über die Verpflichtung des Beschwerdeführers zur Rückzahlung von Sozialhilfe. In der Folge habe er mehrere E-Mails an diverse Behördenmitglieder versandt, in denen er mit Gewaltanwendung gegen die Leiterin Soziales und Gesundheit der Gemeinde U.________ gedroht habe. Die Gemeindepräsidentin von U.________ habe durch ihre Mitarbeiter davon erfahren und kraft ihres Amtes im Namen der Gemeindeverwaltung Anzeige gegen den Beschwerdeführer erstattet, weil die Direktbetroffenen bzw. die angeschriebenen Behördenmitarbeiter aus Angst vor Repressalien nicht dazu bereit gewesen seien. Die Gemeindepräsidentin und Anzeigeerstatterin habe keine Parteistellung im Verfahren gehabt, weshalb eine Konstellation im Sinne von Art. 56 lit. f StPO, mithin eine besondere Beziehung des Gerichtsschreibers zu einer Partei oder einem Parteienvertreter im Strafverfahren, nicht vorliege bzw. vorgelegen habe. Selbst wenn ein freundschaftliches Verhältnis zwischen dem Gerichtsschreiber und der Gemeindepräsidentin bestehen würde und zum Urteilszeitpunkt bereits bestanden hätte, läge hinsichtlich des Gerichtsschreibers - wegen der fehlenden Parteistellung der Gemeindepräsidentin im Verfahren - kein Ausstandsgrund nach Art. 56 lit. f StPO vor. Aus den gleichen Gründen dringe auch das Vorbringen in Bezug auf den am fraglichen Urteil mitwirkenden Bezirksrichter und die Gemeindepräsidentin von U.________, die sich nach dem Beschwerdeführer offenbar ebenfalls kennen würden, nicht durch. Soweit der Beschwerdeführer im Übrigen - aufgrund der Zugehörigkeit zur selben Bezirkspartei - mit einem Näheverhältnis zwischen dem Richter und der Gemeindepräsidentin bzw. mit einem angeblichen Näheverhältnis zwischen dem Richter und der Gemeindeverwaltung U.________ argumentiere, handle es sich um Vorbringen, die bereits im letzten Revisionsverfahren abgehandelt und abgelehnt worden seien. Deren erneutes Einbringen im vorliegenden Verfahren sei rechtsmissbräuchlich.