Citation: 1P.210/2002 03.07.2002 E. A

Mit Schreiben vom 20. Dezember 1999 erstattete B.X.________ beim Oberamt Dorneck-Thierstein und anschliessend beim zuständigen Untersuchungsrichteramt des Kantons Solothurn Anzeige gegen A.________. Sie führte aus, dieser habe am 15. Dezember 1999, um ca. 21.30 Uhr, in Kleinlützel bei der Verzweigung Mühlerainstrasse/Schulstrasse seinen Hund von der Leine gelassen, als er sie erblickt habe, worauf der Hund auf sie zugerannt sei, gebellt und sie angegriffen habe. A.________ habe seinen Hund nicht zurückgerufen, sondern dem Angriff belustigt zugeschaut. Sie erachte das Verhalten des Hundehalters als nicht gesetzeskonform. Das Untersuchungsrichteramt verurteilte A.________ mit Strafverfügung vom 18. Mai 2000 in Anwendung von § 9 des solothurnischen Gesetzes über das Halten von Hunden (Hundegesetz) sowie von § 5 Abs. 2 und § 30 der Vollzugsverordnung zu diesem Gesetz wegen Laufenlassens eines Hundes zu einer Busse von Fr. 50.--. Nachdem A.________ dagegen Einsprache erhoben hatte, wurde die Sache zur gerichtlichen Beurteilung an den Amtsgerichtspräsidenten von Dorneck-Thierstein überwiesen. Dieser sprach A.________ mit Urteil vom 18. Juni 2001 der Widerhandlung gegen das Hundegesetz schuldig und bestrafte ihn mit einer Busse von Fr. 50.--. Gegen dieses Urteil erhob A.________ Kassationsbeschwerde, die das Obergericht des Kantons Solothurn am 14. Februar 2002 abwies.