Citation: 5A_191/2024 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin ist eine seit Februar 2022 im Handelsregister eingetragene GmbH mit Sitz in U.________, welche die Erbringung von Bauarbeiten aller Art, insbesondere Schalungs-, Eisenleger-, Renovations- und Montagearbeiten, sowie Baureinigungen bezweckt. Zu Recht hat die Vorinstanz im Rahmen der Prüfung der Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit positiv hervorgehoben, dass die Beschwerdeführerin in der Lage war, alle offenen Betreibungs- und Verlustscheinforderungen innert kurzer Frist zu bezahlen. Weiter hat die Beschwerdeführerin Belege über Zahlungseingänge in der Vergangenheit, Rechnungen für erbrachte Leistungen sowie einen Werkvertrag ins Recht gelegt. Entsprechend hat es die Vorinstanz als glaubhaft erachtet, dass die Beschwerdeführerin einen gewissen Umsatz erzielt. Aus den von der Beschwerdeführerin im kantonalen Verfahren eingereichten Bankbelegen sind jedoch einzig Zahlungseingänge, aber keine Zahlungsausgänge und keine Saldi ersichtlich. Welche laufenden Kosten die Beschwerdeführerin zu tragen hat, ist damit unklar geblieben. Sodann hat die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren keine Jahres- bzw. Zwischenabschlüsse ins Recht gelegt, womit es insgesamt an den Buchhaltungsunterlagen fehlt, die von einer juristischen Person grundsätzlich erwartet werden müssen. Aus welchen Quellen die Mittel stammten, mit denen die Beschwerdeführerin die Zahlungen getätigt hat, hat sie gemäss den Feststellungen im angefochtenen Entscheid ebenfalls nicht dargelegt. Unbestritten geblieben ist sodann, dass aus dem von der Vorinstanz von Amtes wegen eingeholten Betreibungsregisterauszug hinsichtlich der Zahlungsgewohnheiten der Beschwerdeführerin kein positives Bild gewonnen werden kann. Unter diesen Umständen gestaltet sich die Beurteilung der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit der Beschwerdeführerin als schwierig. Zwar sind an die Glaubhaftmachung der Zahlungsfähigkeit keine allzu strengen Anforderungen zu stellen, weil sie regelmässig auf einer naturgemäss unsicheren Prognose beruht; umso mehr kommt es jedoch auf eine substanziierte Sachdarstellung jener konkreten Momente an, welche diese günstige Prognose rechtfertigen sollen (BREITSCHMID, Der Richter als Sanierer? Oder: Wer sagt, wann wer weshalb konkurs ist?, in: Richterliche Rechtsfortbildung in Theorie und Praxis - Festschrift für Hans Peter Walter, 2005, S. 413). Eingedenk dessen, dass die Beschwerdeführerin zu ihrem Geschäftsgang unbestrittenermassen nur wenige Unterlagen eingereicht hat und die geltend gemachten Umsätze keine genügenden Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Lebensfähigkeit zulassen, hält der von der Vorinstanz gezogene Schluss, die Beschwerdeführerin habe ihre Zahlungsfähigkeit nicht glaubhaft gemacht, vor Bundesrecht stand.