Citation: 2C_830/2019 E. 10.1

10.1. Für die Ermittlung des Eigenmietwertes des Chalets C.________ wurde vorliegend der sog. Protokollmietwert ermittelt und dieser mit einem Mietwertfaktor multipliziert, welcher der Marktsituation Rechnung tragen soll (vgl. dazu im Einzelnen E. 3.3.1 des angefochtenen Urteils sowie allgemein zur Bestimmung der Eigenmietwerte im Kanton Bern Schweizerische Steuerkonferenz [SSK], Steuerinformationen, Die Besteuerung der Eigenmietwerte, März 2015, Ziff. 4.4.3). Im vorinstanzlichen Verfahren wendeten die Beschwerdeführer gegen die auf diese Weise seitens der kantonalen Steuerrekurskommission vorgenommene Ermittlung des Eigenmietwertes ein, die errechneten Nutzungserträge hätten auf dem lokalen Markt nicht erzielt werden können, weil die Miet- und Verkaufspreise für Wohneinheiten mit hohem Ausbaustandard in U.________/BE seit längerer Zeit eine sinkende Tendenz aufweisen würden. Die Vorinstanz erachtete diesen Einwand als unbegründet. Ihrer Auffassung nach vermochten die Beschwerdeführer den amtlich ermittelten Mietwert auch nicht ansatzweise in Frage zu stellen. Vor dem Bundesgericht machen die Beschwerdeführer sinngemäss geltend, die Vorinstanz habe in willkürlicher Beweiswürdigung eine rechtserhebliche Abweichung des Marktwertes vom Protokollmietwert verneint und damit den massgeblichen Eigenmietwert in bundesrechtswidriger Weise ermittelt. Insbesondere rügen sie, das kantonale Gericht habe in diesem Zusammenhang ein Schreiben ihrer Liegenschaftsverwaltung vom August 2016 mit der Begründung als nicht massgeblich erachtet, es seien keine konkreten Verkaufsbemühungen betreffend das Chalet C.________ dargetan. Diese Begründung sei willkürlich, weil die Beschwerdeführer erklärt hätten, sie könnten aus Gründen der Diskretion und Geheimhaltungsverpflichtungen keine Namen von potentiellen Kaufinteressenten nennen. Es komme hinzu, dass die Beschwerdeführer zwecks Verkaufes des Chalets ein Buch hätten erstellen lassen. Diese Vorbringen der Beschwerdeführer überzeugen nicht. Es ist den Beschwerdeführern entgegenzuhalten, dass keine Gründe ersichtlich sind, weshalb ein Nachweis von Verkaufsbemühungen zwecks Beweises eines in erheblicher Weise unter dem Protokollmietwert liegenden Marktmietwertes nur mit Namensnennung von konkreten Kaufinteressen möglich gewesen wäre. Es hätte den Beschwerdeführern oblegen, einen entsprechenden, zumutbaren Nachweis zu erbringen. Was das angeblich zwecks Verkaufes erstellte Buch betrifft, ist nicht substantiiert dargetan, dass und inwiefern sich daraus (über allfällige Verkaufsbemühungen hinaus) relevante Angaben zum Marktwert entnehmen lassen sollten.