Citation: 6B_1424/2019 E. 3.4.8

3.4.8. Sofern die Beschwerdeführerin schliesslich die vorinstanzlichen Erwägungen betreffend der medizinischen Versorgung in der Dominikanischen Republik beanstandet und geltend macht, dass aufgrund ihres Gesundheitszustandes ein persönlicher Härtefall anzunehmen sei, ist ihr nicht zu folgen. Die Vorinstanz hat die medizinische Versorgung in der Dominikanischen Republik kritisch hinterfragt, ist aber zum Schluss gelangt, dass es sich bei den von der Beschwerdeführerin vorgebrachten gesundheitlichen Problemen der Drogensucht und der Depression um Krankheiten handle, die in ihrer Heimat behandelt werden könnten. Dies ist unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden und wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht substanziiert bestritten. Mit der blossen Behauptung, es sei klar, dass ihre medizinische Versorgung im Zielland nicht gewährleistet sei (vgl. Beschwerde Ziff. 7.2 S. 12), kommt sie ihrer qualifizierten Rügepflicht (vgl. E. 3.3.1 hiervor) jedenfalls nicht nach. Ob es der Beschwerdeführerin möglich sein sollte, eine private Krankenversicherung abzuschliessen, kann sodann dahingestellt bleiben. Wie ausgeführt, kann davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin in der Lage sein wird, in ihrer Heimat einer Erwerbstätigkeit nachzugehen (vgl. E. 3.4.7 hiervor). Dies erlaubt es ihr, ein Einkommen zu erwirtschaften und für ihre Bedürfnisse, einschliesslich möglicher medizinischer Kosten zur Behandlung der Depression und der Fortsetzung der Suchttherapie aufzukommen.