Citation: 1C_78/2023 E. 3.4

3.4. Vorliegend hat die Vorinstanz die verschiedenen strittigen Objekte für die Prüfung der Bewilligungspflicht als Einheit zusammengefasst. Ihr zufolge hat sich der zu beurteilende Teil der Liegenschaft äusserlich derart erheblich verändert, dass von einer Baubewilligungspflicht aller Objekte auszugehen sei. Die Beschwerdeführenden bringen dagegen lediglich vor, es sei widersprüchlich, von einer Gesamtbetrachtung auszugehen, da die Vorinstanz ja selbst festgestellt habe, dass die Gartengestaltung nicht systematisch erfolgt sei. Dieses Argument vermag nicht zu überzeugen, zumal das vorliegend zu beurteilende Baugesuch alle noch streitigen, nicht bewilligten Objekte in der Landwirtschaftszone umfasst. Es ist für die rechtliche Beurteilung des nachträglichen Baugesuchs ohne Belang, ob diese systematisch geplant und erbaut worden sind, oder ob sie mehr oder weniger beliebig hinzugekommen sind. Ob jedoch für die Frage der Bewilligungspflicht vorliegend tatsächlich - wie die Vorinstanz ausführt - von einer Gesamtbetrachtung ausgegangen werden muss, kann offenbleiben, da die fraglichen Objekte so oder so einzeln der Bewilligungspflicht unterstehen. Zunächst geht ohne Weiteres aus der Fotodokumentation des Augenscheins der Gemeinde Birwinken hervor, dass es sich beim Auslauf für die Schildkröten um ein Gehege handelt, das fest mit dem Boden verbunden ist. Weiter spielt es entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden für die Bewilligungspflicht des Gemüsegartens keine Rolle, ob dieser biologisch bewirtschaftet wird oder nicht. Darüber hinaus machen die Beschwerdeführenden bezüglich des Gemüsegartens keine anderen Argumente geltend, insbesondere nicht, dass der Gemüsegarten (bzw. die diesen umfassenden Abgrenzungen usw.) nicht fest mit dem Boden verbunden sei. Ebenfalls keine Rolle spielt, ob dem Sitzplatz, auf welchem der Brunnentrog steht, die Bestandesgarantie zuerkannt worden ist. Beim Brunnentrog handelt es sich um eine neu erstellte Fahrnisbaute in der Landwirtschaftszone, die aufgrund ihrer Dimensionen und ihres Gewichts zweifelsohne über lange Zeiträume ortsfest verwendet wird und somit der Bewilligungspflicht untersteht. Dies trifft auch auf das 1.55 m hohe, 0.8 m breite und 0.4 m tiefe Wildbienenhotel zu, welches das Landschaftsbild aufgrund seiner Dimensionen zudem verändert. Schliesslich äussern sich die Beschwerdeführenden nicht mehr zu den Blumenrabatten, wodurch sie ihre Begründungspflicht verletzen und darauf nicht weiter eingegangen werden muss.