Citation: 4A_605/2020 E. 5.5.2

5.5.2. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, dringt nicht durch. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin habe bloss pauschal behauptet, der Nachtrag Nr. 4 sei von der Beschwerdegegnerin bestellt worden. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz behauptete die Beschwerdeführerin keine nachträglichen Weissputzarbeiten an den Wandflächen in den Häusern vvv, www, xxx, yyy und zzz. Die Flächen seien so akzeptiert worden. Auch in den Treppenhäusern solle der Aufwand nur bei bestimmten Häusern angefallen sein. Die Vorinstanz schloss daraus, der Bauherr hätte sich demnach in den Häusern vvv, www, xxx, yyy, zzz bzw. in bestimmten Treppenhäusern mit einer Ausführung mit Glasfaservlies zufrieden gegeben, während er in den anderen Treppenhäusern eine anspruchsvollere Ausführung verlangt hätte. Diese Argumentation der Beschwerdeführerin erschien der Vorinstanz nicht schlüssig. Denn normalerweise erfolge die Ausführung in mehreren Häusern einer Überbauung einheitlich. Vor diesem Hintergrund erscheine die pauschale Behauptung der Beschwerdeführerin als nicht nachvollziehbar. Sie mache geltend, Q2 und Q3 seien unterschiedliche Genauigkeits- und Qualitätsstufen des Verputzes und eine andere Qualität entspreche einem anderem Preis. Dies sei ein Gemeinplatz ohne konkreten Sachbezug. Zudem sei die zum Beweis angebotene Aussage von drei der Beschwerdeführerin nahestehenden Personen unbehelflich. Ein Beweisverfahren diene nicht der Vervollständigung des unvollständigen Tatsachenvortrags einer Partei. Was die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht dagegen vorträgt, genügt den Begründungsanforderungen nicht. Sie setzt sich nicht hinreichend mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander. Willkür liegt nicht vor. Die Beschwerdeführerin setzt der vorinstanzlichen Würdigung bloss ihre eigene Einschätzung entgegen, zumal die vorinstanzliche Annahme, dass die Ausführung in mehreren Häusern einer Überbauung üblicherweise einheitlich erfolgt, keineswegs abwegig erscheint. Beizupflichten ist der Beschwerdeführerin insoweit, als das angefochtene Urteil in einem Punkt widersprüchlich ist. In E. 2.3.4.5 erwog die Vorinstanz, die gutachterliche Feststellung der Ausmasse erübrige sich, weil die Einheitspreise nicht substanziiert dargelegt seien. Dies ist offensichtlich unrichtig, weil die Vorinstanz für die Positionen 1, 2 und 3 selber Einheitspreise festsetzte. Dies ist allerdings ohne Belang für den Verfahrensausgang, da es sich hierbei lediglich um Eventualbegründungen handelt. Die Vorinstanz ging in der Hauptbegründung davon aus, der Nachtragscharakter der Arbeiten sei ohnehin nicht erstellt.