Citation: 4A_255/2022 E. 5.4

5.4. Die Beschwerdeführerin moniert, wie bereits vor der Vorinstanz, die erstinstanzliche Feststellung als willkürlich, dass ein Liquiditätsengpass in der Praxis ein Grund für eine Darlehensaufnahme sei. Die Vorinstanz erwog, der Vorwurf der Aktenwidrigkeit sei unbegründet. Die Erstinstanz habe auch nicht den Sachverhalt festgestellt, sondern eine Praxis zitiert, die sich selbstredend nicht auf die Akten abstütze. Ferner sei weder dargetan noch ersichtlich, was an dieser erstinstanzlichen Feststellung falsch sein solle. Laut Akten seien in der Tat Projektverzögerungen und finanzielle Engpässe der Grund für die mehrmalige Anpassung der Rückzahlungsmodalitäten des ursprünglichen Darlehens gewesen. Die Beschwerdeführerin setzt sich in ihrer Beschwerde nicht hinreichend mit diesen vorinstanzlichen Erwägungen auseinander. Sie macht bloss pauschal geltend, es sei willkürlich, einen angeblichen Grund für die Darlehensaufnahme aus der Praxis auf den konkreten Fall zu übertragen. Damit genügt sie den Anforderungen an eine Willkürrüge (vgl. hiervor E. 2) nicht. Im Übrigen hat die Vorinstanz gerade dargelegt, weshalb die allgemeine Praxis (Liquiditätsengpass als Grund für Darlehensaufnahme) auch im vorliegenden Fall anwendbar ist. Der Einwand der Beschwerdeführerin, ihr werde willkürlich ein falsches Motiv für den Abschluss des Darlehensvertrags vom 16. April 2013 unterstellt, ist unbegründet, zumal ohnehin der Darlehensvertrag vom 1. September 2017 entscheidend ist.