Citation: 2C_390/2021 E. 4.2

4.2. Aus den vorinstanzlichen Ausführungen ergibt sich, ohne dass eine genaue Analyse der Schulden vorliegt, lediglich, wer u.a. Gläubiger des Beschwerdeführers ist (z.B. Behörden, Krankenkassen, Versicherungen) und wie hoch dessen Schulden zur Zeit sind. Die Vorinstanz bejaht die Mutwilligkeit, begründet diese aber nicht hinreichend, d.h. sie führt nicht genügend aus, ob die Verschuldung selbst verschuldet und qualifiziert vorwerfbar ist (BGE 137 II 297 E. 3.3). Hierzu wäre sie indes verpflichtet (2C_408/2019 vom 9. September 2019 E. 2.4.4 mit Hinweis). Dazu wäre u.a. notwendig, dass die Vorinstanz die zeitliche Abfolge der Schulden auflistet, deren Anlass nennt und festhält, ob es sich dabei um ein von Absicht, Böswilligkeit oder qualifizierter Fahrlässigkeit getragenes Verhalten gehandelt hat (siehe oben E. 3.2 i.f.), ferner, ob der Beschwerdeführer sich bemühte, Schulden abzubauen. Für die Begründung ist auch entscheidend, ob die ausländische Person auf ihr aus migrationsrechtlicher Sicht problematisches Verhalten hingewiesen oder gar verwarnt worden ist, und wenn dies zutreffen sollte, wie lange dies zurückliegt und ob die Verwarnung überhaupt noch Aktualität aufweist. Im vorliegenden Fall nimmt die Vorinstanz zwar Bezug auf die Verwarnung von 2003. Sie führt aber nicht aus, inwiefern diese nach 18 Jahren noch relevant ist, und zeigt nicht auf, inwiefern die Schuldenwirtschaft mutwillig erfolgte (vgl. oben E. 3.3).