Citation: 6B_1180/2018 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erachtet es als erstellt, dass der Beschwerdeführer beim Rückwärtsfahren mit seinem Personenwagen den Privatkläger, als dieser im Begriffe war, die Strasse zu überqueren, übersehen habe und dass es in der Folge zwischen den beiden zu einer Kollision gekommen sei, bei welcher jener in die linke hintere Seite des auf seiner Höhe fahrenden Fahrzeugs gelaufen sei. Die Vorinstanz stützt sich für ihren Schluss zunächst auf die Aussagen des Beschwerdeführers selbst. Sie nimmt an, dieser sei in seinen ersten Aussagen zunächst selber davon ausgegangen, dass der Privatkläger in sein Auto hineingelaufen sei. Erst nach Beizug eines Rechtsvertreters vor der (ersten) Berufungsverhandlung habe der Beschwerdeführer abweichend davon bestritten, dass es zu einer Kollision gekommen sei. Demgegenüber habe der Privatkläger zum Kerngeschehen immer gleich ausgesagt. Er habe den Sturz unzweifelhaft mit dem Personenwagen des Beschwerdeführers in Verbindung gebracht und geschildert, dass er vom Fahrzeug umgeworfen worden sei. Die Vorinstanz nimmt weiter an, es sei kein Motiv ersichtlich, weshalb der Privatkläger den ihm völlig unbekannten Beschwerdeführer zu Unrecht hätte beschuldigen sollen. Im Weiteren würden die Angaben des Privatklägers ganz erheblich durch den Handabdruck und die Wischspuren am verschmutzten hinteren Kotflügel gestützt. Schliesslich sei in Bezug auf den Abstand zwischen Verletztem und Fahrzeug nicht erstellt, dass die Positionen von Auto und Fussgänger auf den Fotos tatsächlich der jeweiligen Endlage unmittelbar nach dem Unfall entspreche. Zumindest beim Privatkläger sei aufgrund der verschiedenen Aussagen der Beteiligten sowie seiner Lage beim Eintreffen der Sanität offensichtlich, dass er sich nach dem Sturz noch bewegt habe. Darüber hinaus sei von einem dynamischen Sturzgeschehen auszugehen, bei welchem der Privatkläger versucht habe, sein Gleichgewicht zu halten und nicht bewegungs- und regungslos zu Boden gegangen sei. Anhand der Fotos lasse sich daher nicht ableiten, dass keine Kollision stattgefunden habe. Schliesslich lägen weder medizinische Gründe vor, die einen plötzlichen Sturz des Privatklägers zumindest plausibel machen könnten, noch stelle die Beschaffenheit der Strasse an der fraglichen Stelle für einen älteren Menschen eine besondere Herausforderung dar (angefochtenes Urteil S. 4 ff.; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 7 f.).