Citation: 4C.275/2004 26.10.2004 E. 1

Die Vorinstanz hat erwogen, der Beklagte sei mit dem Beweis der Einrede der Orts- und Quartierüblichkeit des angefochtenen Mietzinses gescheitert. Er sei nicht in der Lage gewesen, mindestens fünf taugliche Vergleichsobjekte für seine Mietliegenschaft in Bremgarten anzugeben. Der Beklagte, der ursprünglich zwölf Vergleichsobjekte genannt habe, habe zu Recht auf die vier in Wohlen gelegenen Objekte verzichtet. Damit sei noch für drei Wohnungen in Zufikon und fünf Objekte in Bremgarten die Tauglichkeit zu prüfen. Die drei Wohnungen in Zufikon könnten insgesamt nicht als Vergleichsobjekte in Betracht gezogen werden. Selbst wenn man mit dem Beklagten das Gebiet Bremgarten und Zufikon als einen Ort betrachten wollte, lägen die Objekte in Zufikon in einem anderen Quartier als das Mietobjekt der Kläger. Die Vergleichsobjekte seien nicht etwa nur durch eine Strasse oder eine willkürlich gezogene Quartiersgrenze, sondern durch die Reuss und einen weiteren Ortsteil von Bremgarten klar voneinander getrennt. Wenn wie hier die Quartiere verschiedenen Gemeinden zugehörten, sei auch die unterschiedliche Ortsattraktivität (Steuerfuss etc.) von Bedeutung. Das Objekt der Kläger in Bremgarten sei zudem von den gängigen Einkaufsmöglichkeiten meilenweit entfernt. Hingegen seien die Einkaufszentren vom Zufiker Quartier Unterdorf in bequemer Fussdistanz erreichbar. Auch die drei Vergleichsobjekte im Bereich "Bremgarten Ost" lägen nicht im gleichen Quartier wie das Objekt der Kläger, welches im Bereich "Bremgarten West" liege. Aus diesem Bereich habe der Beklagte aber nur zwei Vergleichsobjekte angeboten, was eindeutig nicht genüge.