Citation: 2C_121/2023 E. 2.2.1

2.2.1. Als Verfügungen gelten autoritative, einseitige, individuell-konkrete Anordnungen einer Behörde, die in Anwendung von Verwaltungsrecht ergangen, auf Rechtswirkungen ausgerichtet sowie verbindlich und erzwingbar sind (BGE 141 II 233 E. 3.1; 139 V 72 E. 2.2.1 mit Hinweisen; Urteil 2C_818/2021 vom 26. Januar 2022 E. 4.2.3). Zentrales Begriffsmerkmal der Verfügung ist damit, dass sie an ein aussenstehendes Rechtssubjekt gerichtet (BGE 136 I 323 E. 4.4) und mit einer auf Rechtswirkungen zielenden Regelungsabsicht verbunden ist. Dabei wird zwar in der Lehre diskutiert, ob auch organisatorische Anordnungen, innerdienstliche Anordnungen (auch als "Dienstbefehle" bezeichnet), Anordnungen in besonderen Dienstverhältnissen sowie verfahrensfreie und sofort vollstreckbare Anordnungen als Verfügung qualifiziert werden können und sollten (vgl. dazu etwa Bernhard Waldmann, Vom Umgang mit organisatorischen, innerdienstlichen und anderen Anordnungen ohne Verfügungscharakter, ZSR 2014 I 489 ff., insbes. 496 ff. sowie Markus Müller, Grenzsituationen in der Verwaltungsrechtspflege, ZBl 2019 S. 295ff., insbes. S. 296 und die Hinweise dort in FN 5 und 6); dies zumal unter dem Aspekt genügender Rechtsschutzgewährung gegen Verwaltungshandeln. Durchgängig wird dabei aber ein Anordnungscharakter des infrage stehenden Verhaltens der Behörde vorausgesetzt. Daran fehlt es hier mit Bezug auf den Antrag der VK STENFO ans UVEK vom 20. Dezember 2017, war doch dieser gerade nicht auf die unmittelbare Erzielung von Rechtswirkungen ausgerichtet, sondern, wie der Beschwerdegegner zutreffend geltend macht, ein Akt der internen Willensbildung auf dem Weg zur Festlegung der Stilllegungs- und Entsorgungskosten 2017 - 2021. Entgegen der Beschwerdeführerin fällt damit eine Qualifizierung des Antrags der VK STENFO ans UVEK als Zwischenverfügung auf dem Weg zur definitiven Festlegung der für den Zeitraum 2017 - 2021 geschuldeten Fondsbeiträge ausser Betracht.