Citation: 1C_92/2021 E. 5.2

5.2. Inventare sind gemäss § 203 Abs. 2 PBG/ZH - wie erwähnt - über Schutzobjekte im Sinne von § 203 Abs. 1 PBG/ZH zu erstellen (vorne E. 2.1). Die Inventare der kunst- sowie kulturhistorischen Schutzobjekte wurden in erster Linie als Arbeitsinstrument der Gemeinden und des Kantons geschaffen (Entscheid des Baurekursgerichts des Kantons Zürich BRGE II Nr. 0004/2020 vom 21. Januar 2020 E. 3). Sie sollen gemäss der kantonalen Praxis eine Bestandesaufnahme der in Betracht fallenden Schutzobjekte ermöglichen. In diese Inventare aufgenommen werden sollen gemäss dieser Praxis dementsprechend nicht nur Objekte, die mit Sicherheit formell geschützt werden (Urteil des VGer ZH VB.2010.00032 vom 9. Februar 2011 E. 5.3). Zur Aufnahme eines Objekts in diese Inventare genügt danach vielmehr die Möglichkeit, dass es sich bei genauer Untersuchung als Denkmal erweisen könnte (Entscheid des Baurekursgerichts des Kantons Zürich BRGE II Nr. 0004/2020 vom 21. Januar 2020 E. 3). Diese Praxis erscheint als bundesrechtskonform. Dies gilt umso mehr, als es sich bei der Inventarisierung (noch) nicht um eine Schutzmassnahme handelt (vgl. dazu hiervor E. 2.1). Es folgt daraus, dass der Gemeindevorstand für die Inventarisierung eines Objekts keine zu strengen Anforderungen stellen darf.