Citation: 5A_20/2016 E. 3

Das Obergericht erwog, der Ehemann sei darauf zu behaften, dass er im erstinstanzlichen Verfahren selber von einer zweistufigen Berechnung mit Überschussverteilung ausgegangen sei. Zudem sei der frei verfügbare Betrag infolge trennungsbedingter Mehrkosten (zwei Haushalte) im Verhältnis zu den Einkommen relativ gering; eine Berechnung anhand der zweistufigen Methode sei angezeigt. Das anrechenbare Einkommen der Ehefrau betrage Fr. 5'215.--, dasjenige des Ehemanns Fr. 15'256.90 (mit Kinderzulagen), der Gesamtbedarf beider Parteien Fr. 18'088.--. Es resultiere ein frei verfügbarer Betrag von Fr. 2'400.--, der hälftig auf die Parteien zu verteilen sei. Aufgrund des Bedarfs der Ehefrau (mit Kindern) von Fr. 7'656.--, zuzüglich des hälftigen Anteils am verfügbaren Betrag von Fr. 1'200.-- und abzüglich des eigenen Einkommens von Fr. 5'215.--, errechne sich ein Unterhaltsanspruch von Fr. 3'641.--. Davon stehe ein Betrag von Fr. 2'441.-- der Ehefrau persönlich zu und jedem Kind Fr. 600.--. Kinderzulagen seien im angerechneten Einkommen des Ehemanns eingeschlossen und daher nicht zusätzlich zu bezahlen. Der Ehemann sei aber verpflichtet, die Kosten für Krankenkasse und Fremdbetreuung der Kinder zu bezahlen. Die Unterhaltsbeiträge würden ab dem 13. August 2015 (Auszug der Ehefrau aus der ehelichen Wohnung) fällig.