Citation: 1C_381/2008 22.12.2008 E. 2.4

2.4.1 Es kann nicht angehen, dass der Beschwerdeführer gestützt auf § 6 Abs. 3 AnwT/AG im verwaltungsgerichtlichen Verfahren einen Zuschlag von 10% auf die Grundentschädigung in Kauf nehmen muss, weil die Beschwerdegegnerinnen nach den Verfahren vor Bundesgericht zweimal - einmal zum Urteil 1A.125/2005 und einmal zum Entscheid 1C_113/2007 - zur neu vorzunehmenden Entschädigungsbemessung Stellung genommen haben: Diese Verfahren hat nicht der Beschwerdeführer zu verantworten, der in diesem Punkt vollumfänglich obsiegt hat. Das Verwaltungsgericht hat aber einen solchen Zuschlag in der Höhe von Fr. 1'474.-- je für die Beschwerdegegnerin 1 einerseits und die Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 andererseits gewährt. Insbesondere das zweite diesbezügliche Verfahren war nur nötig, weil sich das Verwaltungsgericht mit seinem Urteil vom 16. März 2007 nicht an die bundesgerichtlichen Vorgaben im Urteil 1A.125/2005 vom 21. September 2005 (E. 13) gehalten hat. Die den Beschwerdegegnerinnen daraus erwachsenen Aufwendungen können nicht dem Beschwerdeführer auferlegt werden. Somit ist bei den für das verwaltungsgerichtliche Verfahren zugesprochenen Parteientschädigungen auf den jeweiligen 10%igen Zuschlag von Fr. 1'474.-- für die Stellungnahmen zu den bundesgerichtlichen Urteilen zu verzichten. Diesen Betrag hat der Kanton Aargau zu übernehmen, da - insbesondere bezüglich des Urteils 1C_113/2007 - das Verwaltungsgericht mit seinem Entscheid überhaupt erst zur Beschwerdeführung Anlass gegeben hat. Diese Kostenauferlegung rechtfertigt sich auch mit Blick auf Art. 68 Abs. 4 BGG. 2.4.2 Dieser Zuschlag in der Höhe von 10% der Grundentschädigung ist zu unterscheiden von jenem ebenfalls 10%igen Zuschlag, den das Verwaltungsgericht den Beschwerdegegnerinnen für ihre Stellungnahmen im ersten Verfahren vor Verwaltungsgericht zugesprochen hat (siehe "Zuschlag für die Stellungnahmen vom 14.12.2004" in der nachfolgenden Berechnung), als der regierungsrätliche Entscheid angefochten war. Da dieser Zuschlag ebenfalls auf der Grundentschädigung basiert, beträgt er auch Fr. 1'474.--, ist aber nicht willkürlich. 2.4.3 Der Rechnung des Verwaltungsgerichts folgend ergibt dies folgende Aufstellung: Beschwerdegegnerin 1: Grundentschädigung Fr. 14'740.00 Abzug für fehlende Verhandlung (20%) -Fr. 2'948.00 Zuschlag für die Stellungnahmen vom 14.12.2004 (10%) Fr. 1'474.00 Zwischentotal Fr. 13'266.00 Zuschlag gemäss § 7 Abs. 1 AnwT/AG (20%) Fr. 2'653.20 Zwischentotal Fr. 15'919.20 Abzug gemäss § 8 AnwT/AG (50%) -Fr. 7'959.60 Total Honorar Fr. 7'959.60 Auslagen Fr. 915.20 Total Honorar und Auslagen Fr. 8'874.80 7.6% MWSt Fr. 674.50 Total Honorar und Auslagen inkl. MWSt Fr. 9'549.30 Für die Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 ergibt sich folgende Berechnung: Total Honorar Fr. 7'959.60 Auslagen Fr. 674.50 Total Honorar und Auslagen Fr. 8'634.10 7.6% MWSt Fr. 656.20 Total Honorar und Auslagen inkl. MWSt Fr. 9'290.30 Die anteilmässige Beteiligung an den Entschädigungen der Beschwerdegegnerinnen hat der Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich bestritten. Selbst wenn er dies getan hätte, wäre das Vorgehen des Verwaltungsgerichts nicht als willkürlich zu bezeichnen: Die Vorinstanz hatte diese Verteilung im Urteil vom 23. März 2005 damit begründet, dass das Obsiegen des Beschwerdeführers in Bezug auf den Hauslieferdienst sachlich und im Ergebnis unbedeutend sei, so dass es zu vernachlässigen sei. Das Obsiegen bezüglich der Parteikosten beschlage nur die Beschwerdegegnerin 1. Gegenüber der Beschwerdegegnerin 1 wird der Beschwerdeführer darum im reduzierten Umfang von 9/10 ersatzpflichtig und hat ihr eine Entschädigung von Fr. 8'594.40 zu entrichten. Den Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 hat er die gesamte Summe von Fr. 9'290.30 zu ersetzen. 2.5 Der Beschwerdeführer zeigt mit seinen exemplarischen Berechnungen zwar auf, dass das Prozessrisiko nach wie vor sehr schwierig abzuschätzen ist. Mit der jetzigen Bemessung hat das Verwaltungsgericht indes - unter Vorbehalt von E. 2.4 hievor - die kantonalen Normen willkürfrei angewandt und zumindest im Ergebnis keine prohibitiven Parteientschädigungen festgelegt.