Citation: 9C_717/2023 E. 6.2

6.2. Der in Art. 73 Abs. 2 BVG statuierte Untersuchungsgrundsatz betrifft den rechtserheblichen Sachverhalt und verpflichtet das Gericht gegebenenfalls zur Erhebung der notwendigen Beweise. Er wird zurückgedrängt durch die Mitwirkungspflicht der Parteien, namentlich wenn diese anwaltlich vertreten sind. Dazu gehört in erster Linie die Substanziierungspflicht, die besagt, dass die wesentlichen Tatsachenbehauptungen und -bestreitungen in den Rechtsschriften enthalten sein müssen (BGE 139 V 176 E. 5.2; 138 V 86 E. 5.2.3; Urteil 9C_506/2023 vom 12. April 2024 E. 6.3 mit weiteren Hinweisen). Die Stiftung FAR führte in ihrer Klage u.a. aus, dass resp. weshalb und inwiefern die hier interessierenden Einsatzunternehmen nach ihrer Auffassung vom betrieblichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR erfasst waren. Es oblag dem kantonalen Gericht, diese Behauptungen zu überprüfen und nach allfällig angezeigten Abklärungen die rechtserheblichen, d.h. die zur Beurteilung der geltend gemachten Ansprüche notwendigen Sachverhaltsfeststellungen zu treffen. In diesem Zusammenhang kann - auch wenn die Stiftung FAR hinsichtlich der anspruchsbegründenden Tatsachen die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat (vgl. Art. 8 ZGB; Urteil 9C_339/2023 vom 28. Februar 2024 E. 6.3 mit Hinweis auf BGE 139 V 176 E. 5.2) - nicht von vornherein von einer ungenügend substanziierten Klage gesprochen werden.