Citation: 9C_476/2022 E. 8.1.1

8.1.1. Die Beschwerdeführerin weist auf den unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. September 2019 hin. Sie macht geltend, gemäss diesem hätte die Mutter der Versicherten mit Ausnahme zweier Zeiträume ab September 2011 stets im Rahmen ihrer Restarbeitsfähigkeit von 50 % erwerbstätig sein können. Insofern die Beschwerdeführerin daraus schliesst, die Mutter der Versicherten habe mit Ausnahme kurzer Zeiträume seit je her aus "in ihrer Person liegenden und invaliditätsfremden Gründen" einen Erwerbsausfall erlitten, gründet dies auf einer unsachgemässen Verkürzung des Sachverhalts. Die Beschwerdeführerin lässt insbesondere ausser Acht, dass das kantonale Gericht im Entscheid vom 2. September 2019 davon ausgegangen war, die Eltern der Versicherten würden deren Pflege und Betreuung grundsätzlich gemeinsam bestreiten. Nur deshalb hatte es in der Folge geschlossen, die Eltern hätten diesen Aufwand unter "normalen" Umständen selbst dann bewältigen können, wenn die Mutter im Umfang von 50 % erwerbstätig gewesen wäre. Das kantonale Gericht stellte zudem fest, mit der Betreuung der bis zu sieben Pflegekinder sei die Mutter der Versicherten überwiegend wahrscheinlich auch tatsächlich zu mindestens 50 % erwerbstätig gewesen. Trotzdem hatte es einen entschädigungspflichtigen Erwerbsausfall der Mutter der Versicherten unter anderem für den Zeitraum von Juni bis Dezember 2013 bejaht mit der Begründung, die Pflege und Betreuung sei wegen einer Erkrankung des Vaters temporär durch die Mutter allein sichergestellt worden.