Citation: 1C_128/2022 E. 3.6

3.6. Weiter ist die Rüge zu prüfen, das Kantonsgericht habe den Beweisantrag auf Edition der Berichte der D.________ AG zu Unrecht abgewiesen. Die Beschwerdeführerinnen sind der Auffassung, diese Berichte seien für die umfassende Interessenabwägung im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung notwendig. Der Anspruch auf rechtliches Gehör lässt zu, dass das Gericht Beweisanträge ablehnt, wenn es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener antizipierter Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 147 IV 534 E. 2.5.1; 144 II 427 E. 3.1.3; je mit Hinweisen). Das Kantonsgericht ging ausführlich auf die Frage ein, ob der angeordnete Rückbau der Anlagen verhältnismässig ist. Insbesondere legte es dar, dass die Standorte in einem Auengebiet von nationaler Bedeutung (Pfynwald) liegen und ein Abweichen vom Schutzziel der ungeschmälerten Erhaltung gemäss Art. 4 der Verordnung vom 28. Oktober 1992 über den Schutz der Auengebiete von nationaler Bedeutung (Auenverordnung; SR 451.31) nur für unmittelbar standortgebundene Vorhaben, die dem Schutz des Menschen vor schädlichen Auswirkungen des Wassers oder einem andern überwiegenden öffentlichen Interesse von ebenfalls nationaler Bedeutung dienen, zulässig sei. Diese Voraussetzungen verneinte es und wies darüber hinaus darauf hin, dass die Beschwerdeführerinnen von Anfang an gewusst hätten, dass ihre Installationen nur zeitlich beschränkt Bestand haben würden. Weshalb die Beschwerdeführerinnen vermuten, dass in der Analyse der D.________ AG "Lösungsansätze" entwickelt worden sind, die eine "Bestvariante" für sie ermöglicht hätten, legen sie nicht dar. Auch konkretisieren sie nicht, worin eine derartige "Bestvariante" überhaupt bestehen könnte. Selbst wenn davon auszugehen wäre, dass ihre Vermutung zutrifft, ist nicht erkennbar, was dies an den von der Vorinstanz dargelegten, rechtlich massgebenden Gesichtspunkten ändern könnte. Die Beschwerdeführerinnen legen dies auch nicht im Ansatz dar (vgl. dazu auch E. 5 hiernach). Das Kantonsgericht durfte deshalb ohne Willkür davon ausgehen, dass seine Überzeugung durch den beantragten Beweis nicht geändert würde. Die Rüge ist deshalb unbegründet.