Citation: 5A.32/2002 06.02.2003 E. 5

Nach dem Dargelegten (E. 4.1) vermag der Beschwerdeführer die von der Vorinstanz festgestellten Tatsachen, insbesondere dass die Ehefrau ab Juli 1995 keinen Ehewillen mehr besass und die eheliche Gemeinschaft bei der Einbürgerung im Jahre 1996 nicht mehr als stabil im Sinne von Art. 27 BüG bezeichnet werden konnte, nicht zu erschüttern. Er wäre deshalb gehalten gewesen, die Einbürgerungsbehörde im Herbst 1996 über die in der Ehe aufgetretenen Schwierigkeiten im Sinne von Art. 41 Abs. 1 BüG zu informieren (vgl. BGE 120 Ib 193 E. 4 S. 198; Urteil 5A.4/2002 des Bundesgerichts vom 26. März 2002 E. 3b S. 7). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kann aus BGE 120 Ib 193 nichts zu seinen Gunsten abgeleitet werden. In diesem Urteil hat das Bundesgericht in E. 4 ausgeführt, es sei unbestritten geblieben, dass der Beschwerdeführer das Departement auf das hängige Scheidungsverfahren telefonisch aufmerksam gemacht habe. Weil die Behörde trotz dieses Hinweises die erleichterte Einbürgerung gewährt hatte, wurde der Widerruf derselben vom Bundesgericht nicht geschützt. Im vorliegenden Fall hat das EJPD indessen zu Recht befunden, der Beschwerdeführer habe während des laufenden Einbürgerungsverfahrens die faktische Trennung von seiner Ehefrau sowie die von ihr eingeleitete Scheidung verheimlicht und wider besseren Wissens am 21. Oktober 1996 die Erklärung über die eheliche Gemeinschaft unterzeichnet. Die Vorinstanz hat somit weder Art. 27 Abs. 1 noch Art. 41 BüG verletzt, noch ihr Ermessen missbraucht oder überschritten, wenn sie die Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung bestätigt hat.