Citation: 8C_274/2017 E. 5.1

5.1. Die Mobiliar macht geltend, die Vorinstanz verkenne mit ihrer Argumentation das Konzept der obligatorischen und der freiwilligen Unfallversicherung sowie die Differenzierung zwischen Berufs- und Nichtberufsunfällen. Aufgrund der Anstellung bei der A.________ AG sei der Beschwerdegegner unter anderem gegen Nichtberufsunfälle versichert. Für die Verletzung beim Fussballspielen vom 12. August 2010 habe sie NBU-Leistungen erbracht. Damals habe für sie kein Grund bestanden, Versicherungsleistungen zu verweigern oder den Vertrag aufzulösen. Beim Ereignis vom 29. Dezember 2014 handle es sich explizit um einen nicht versicherten Unfall als professioneller Skirennfahrer. Dabei gehe es um eine selbstständigerwerbende Tätigkeit. Es liege daher kein bei ihr versicherter Nichtberufsunfall vor. Nach Ansicht der Beschwerdeführerin konnten die Beschwerdegegner gestützt auf das Erbringen von Versicherungsleistungen im Rahmen des Unfalls vom 12. August 2010 nicht darauf vertrauen, dass auch die Skirennfahrertätigkeit versichert sei. Gestützt auf die Leistungserbringung für einen Nichtberufsunfall könnten keine Schlüsse auf andersartige Berufs- und Nichtberufsrisiken gezogen werden. Aus der Tatsache, dass sich der Unfall vom 12. August 2010 während eines Trainingslagers ereignet habe, könne kein Vertrauensschutz abgeleitet werden. Falls die Beschwerdegegner die Skirennfahrertätigkeit als Berufsunfall hätten versichern wollen, hätten sie dies im Versicherungsantrag vom 12. Juni 2009 bei der Betriebsbeschreibung erwähnen müssen. Dort hätten sie das Risiko mit "Beratung im Skibereich" beschrieben. Aufgrund dieser Tätigkeitsumschreibung hätten sie sich im Klaren darüber sein müssen, dass lediglich für die Beratungstätigkeit Versicherungsschutz anbegehrt werde. Für die Tätigkeit als Skirennfahrer hätte der Beschwerdegegner eine freiwillige Unfallversicherung abschliessen können. In der Unfallmeldung zum Ereignis vom 29. Dezember 2014 habe er mit "Skirennfahrer" eine Berufsbezeichnung genannt, die mit den Beratungsdienstleistungen nicht mehr zu vereinbaren sei. Weiter hält die Beschwerdeführerin fest, es bestehe ein grosses öffentliches Interesse daran, dass nur für berechtigte Ansprüche Versicherungsleistungen ausgerichtet würden. Ein vertrauensbegründendes Verhalten, das die Unterlassung des Abschlusses eines anderweitigen Versicherungsvertrages rechtfertigen würde, liege nicht vor.