Citation: 8C_429/2021 E. 5.1

5.1. Zwar besteht mit der Vorinstanz rechtsprechungsgemäss keine wechselseitige Bindungswirkung auch rechtskräftig festgestellter Invaliditätsgrade der Invalidenversicherung oder der Unfallversicherung für den jeweils anderen Sozialversicherungsbereich. Allerdings sind - wie vom Beschwerdeführer zu Recht geltend gemacht - bereits abgeschlossene Invaliditätsfestlegungen mitzuberücksichtigen (BGE 133 V 549 E. 6.1; SVR 2021 UV Nr. 26 S. 123, 8C_581/2020 E. 6.5.1). Die Invalidenversicherung geht im vorliegenden Fall unbestrittenermassen von einem 100%igen Invaliditätsgrad aufgrund einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in jeder Erwerbstätigkeit aus. Dabei stützt sie sich namentlich auf die Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. D.________, Facharzt für Arbeitsmedizin, vom 26. Juli 2017. Darauf verweist im Verfahren vor Bundesgericht auch der Beschwerdeführer und reicht eine entsprechende Kopie ein. Weil die RAD-Stellungnahme allerdings bereits Teil der Suva-Akten bildet, ist sie nicht als Novum zu qualifizieren und kann im vorliegenden Verfahren ohne Weiteres Beachtung finden (zum Novenverbot: Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 147 V 124 E. 1.2). Dr. med. D.________ kommt darin zum Schluss, die massiv eingeschränkte Beweglichkeit und Belastbarkeit beider Schultern sei dokumentiert und nachvollziehbar (Pseudoparalyse mit fast aufgehobener aktiver Beweglichkeit, wobei eine beidseitige Schulterprothese diskutiert werde). Sowohl für die zuletzt ausgeübte als auch für eine angepasste Tätigkeit geht er von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus. Darüber hinaus gibt er an, selbst unter Annahme eines günstigen Verlaufs müsse nach den geplanten Prothesenimplantationen für die darauf folgenden, mindestens 18 Monate weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Beschäftigung angenommen werden. Der behandelnde Spezialarzt Dr. med. E.________, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Gelenkchirurgie, bestätigt zudem für die nachfolgende Zeit, auch noch kurz vor Erlass der Rentenverfügung vom 15. April 2020, bei (noch) nicht eingesetzten Prothesen und unverändert schmerzhaftem und unbefriedigendem Verlauf weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (vgl. u.a. sein Bericht vom 13. Januar 2020).