Citation: 4A_538/2013 E. 2.4.2

2.4.2. Auch mit diesem Einwand geht der Beschwerdeführer fehl. Die Vorinstanz verwies im angefochtenen Entscheid auf die ihrer Ansicht nach überzeugenden Ausführungen der ersten Instanz. Diese stellte auf die Aussagen des Zeugen A.________ vom Amt für Strassen- und Schiffsverkehr Uri ab. Der Zeuge habe anlässlich seiner Befragung ausgeführt, dass er bei der Prüfung des Fahrzeugs nicht geschaut habe, ob es sich um einen Unfallwagen handle oder nicht. Er habe aber darauf hingewiesen, dass das Fahrzeug auf jeden Fall verkehrs- und betriebssicher gewesen sei, da der Prüfungsbericht ansonsten nicht positiv ausgefallen wäre. Nach Auffassung der ersten Instanz kann aus diesen Aussagen für die Frage der arglistigen Täuschung durch die Verkäuferin nichts zu Gunsten aber auch nichts zu Ungunsten des Käufers abgeleitet werden. Aufgrund der Aussagen des Zeugen A.________ ergebe sich aber, dass sich das verkaufte Fahrzeug am 24. Juni 2010 anlässlich der Prüfung durch das Amt für Strassen- und Schiffsverkehr Uri in einem verkehrs- und betriebssicheren Zustand befunden habe. Aus dem Schreiben der Verkäuferin vom 22. Oktober 2010 gehe darüber hinaus hervor, dass das Fahrzeug am 25. August 2010 auch noch durch den Fahrzeugexperten B.________ von der C.________ AG besichtigt und gefahren wurde. Dieser habe auch keine gravierenden Mängel festgestellt. AII dies lasse den Schluss zu, dass sich das Fahrzeug zum Verkaufszeitpunkt in einem verkehrs- und betriebssicheren Zustand befunden habe. Z.________ habe anlässlich seiner Befragung sodann ausgeführt, dass das verkaufte Fahrzeug sechs Vorbesitzer gehabt habe. Diese seien nachträglich angefragt worden und keiner von ihnen habe einen Unfall bestätigt. Für Z.________ sei dieses Auto nach wie vor unfallfrei. Er habe den Mercedes bei ihm in der Garage stehen gehabt und optisch geprüft. Er mache auch immer eine Probefahrt, weil diese meist aussagekräftiger sei als nur das rein Optische. Zudem habe er die Lackdicken gemessen, die sich als gleichmässig herausgestellt hätten. Es sei auch nirgendwo gespachtelt worden. Auch was die einzelnen Teile betreffe, hätten sich diese in einem sehr sauberen und dem Alter entsprechenden Zustand befunden. Wenn es sich tatsächlich um einen Unfallwagen gehandelt hätte, müssten im Motorblock viel mehr neue Teile eingebaut worden sein. Es habe also gar keinen Hinweis für einen Unfall gegeben. Nach Auffassung der ersten Instanz habe Z.________ mit diesen Ausführungen glaubwürdig dargelegt, weshalb er zum Schluss gekommen sei, dass das Fahrzeug unfallfrei ist. Es sei sodann nicht erstellt, dass die Verkäuferin vor Abschluss des Kaufvertrages verbindliche Abklärungen bezüglich der Fahrzeughistorie gemacht hätte. Auch wenn es sich beim verkauften Fahrzeug tatsächlich um einen Unfallwagen handelte (was in casu offenbleiben könne), sei nicht erstellt, dass die Beklagte dies im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gewusst hatte. Die Vorinstanz verwies auf diese Ausführungen und kam zum Schluss, dass dem Käufer der Beweis, dass die Verkäuferin ihm arglistig Mängel verschwiegen habe, nicht gelinge.