Citation: 6B_521/2022 E. 2.3.1

2.3.1. Zunächst ist es, entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers, nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz einen gezielten und wuchtigen Schlag gegen den Kopf des Beschwerdegegners 2 als erstellt erachtet, obwohl sie offenlassen musste, ob der Schlag von vorne, hinten oder von der Seite kam. Sie schliesst dies nachvollziehbar aus den dokumentierten Verletzungen, den schlüssigen Ausführungen der Gutachter und den Aussagen der Zeugen. Wie sie zutreffend erwägt, ist primär das Verletzungsbild entscheidend und kommt es auf die genaue Stand- und Schlagsituation nicht an. Dies, zumal die Vorinstanz auch eine blosse Abwehrbewegung des Beschwerdeführers sowie einen Angriff gegen ihn überzeugend verwirft. Die Annahme einer Abwehrbewegung widerspricht gemäss den Experten namentlich physikalischen Grundsätzen zum Krafteinsatz und dem Verletzungsbild. Einen Angriff auf den Beschwerdeführer habe kein Zeuge behauptet. Ebenso durfte die Vorinstanz die Schlagakustik heranziehen und auch daraus auf einen direkten Schlag gegen den Kopf schliessen. Dafür spricht im Übrigen wiederum das Verletzungsbild, welches ausschliesslich Kopfverletzungen aufzeigt. Es kann auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden. Davon, dass die rechtsmedizinischen Gutachten in wesentlichen Punkten unklar oder widersprüchlich wären oder dass die Vorinstanz daraus unhaltbare Schlüsse gezogen hätte, kann keine Rede sein. Der Beschwerdeführer legt mit seinen gegenteiligen, teilweise weitschweifigen Ausführungen nur dar, wie die Beweise, namentlich das Gutachten und die Zeugenaussagen, seiner Meinung nach zu würdigen sind. Er plädiert damit wie vor einem Berufungsgericht, ohne Willkür darzutun. Wenn er aus der isolierten Aussage des Gutachters med. pract. E.________, wonach es durchaus möglich sei, dass die Verletzungen mit dem Schläger auch ohne etwas auszuholen hätten eintreten können, auf eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" schliesst, verkennt er zudem dessen Tragweite. Der Grundsatz besagt nicht, dass bei sich widersprechenden Beweismitteln unbesehen auf den für die beschuldigte Person günstigeren Beweis abzustellen ist. Die Entscheidregel kommt nur zur Anwendung, wenn nach erfolgter Beweiswürdigung als Ganzem relevante Zweifel verbleiben (Urteil 6B_1302/2020 vom 3. Februar 2021 E. 1.2.3; nicht publ. in BGE 147 IV 176). Aus dem vorinstanzlich wiedergegebenen Gutachten ergibt sich im Übrigen klar, dass "die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Abwehrbewegung ohne Ausholen nach physikalischen Grundlagen keine plausible Erklärung für die Verletzungen darstellt". Insoweit ist das Gutachten hinsichtlich der Schlussfolgerungen eindeutig.