Citation: 8C_68/2022 E. A

Gemäss Schadenmeldung der B.________ AG vom 20. Februar 2017 zog sich der bei ihr seit dem 1. Januar 2016 als Geschäftsführer in einem Vollzeitpensum angestellte A.________, geb. 1965, am 19. Februar 2017 bei einem Sturz von einer Wendeltreppe eine Verletzung am rechten Unterschenkel (komplette Achillessehnenruptur) zu. Die Suva tätigte in der Folge verschiedene Abklärungen zur Bestimmung des versicherten Verdienstes. Mit Schreiben vom 7. Juni 2017 forderte sie die B.________ AG unter Hinweis auf die Mitwirkungspflicht und die Säumnisfolgen auf, die noch fehlenden Unterlagen einzureichen. Eine von ihr veranlasste Buchprüfung konnte nicht durchgeführt werden. Am xxx 2017 wurde über die B.________ AG der Konkurs eröffnet. Das Konkursverfahren wurde am xxx 2019 mangels Aktiven eingestellt und die Gesellschaft am xxx 2020 im Handelsregister gelöscht. Mit Verfügung vom 19. Februar 2019 lehnte die Suva einen Anspruch des A.________ auf Taggelder der Unfallversicherung ab, da nicht erstellt sei, dass er im Zeitpunkt des Unfalls bei der B.________ AG zu den in der Schadenmeldung angegebenen Konditionen angestellt gewesen sei. Mit Verfügung vom 23. Dezember 2019 kam sie darauf zurück; sie bejahte nunmehr einen Taggeldanspruch, wobei sie diesen wegen absichtlich falscher Unfallmeldung um 75 % auf Fr. 22.90 kürzte. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 12. Juni 2020 ab.