Citation: 6B_1192/2017 E. 5

Die Vorinstanz verneint einen Kausalzusammenhang zwischen dem Tod der Patientin und der Verordnung des Medikaments Surmontil durch den Beschwerdegegner 2 sowie der von diesem angeordneten Computertomografie. Sie erwägt zusammengefasst, in den Akten (namentlich auch den Berichten des Kantonsspitals Zug vom 23. Mai und 25. Juni 2014) fänden sich keinerlei Hinweise auf irgendwelche Folgeerscheinungen der computertomografischen Untersuchung. Angesichts des hohen Alters der Patientin im Zeitpunkt ihres Hinschieds könne eine natürliche Todesursache vermutet werden, zumal bei deren Tod offenbar weder der Beschwerdeführerin noch den Behörden eine amtliche Untersuchung der Todesumstände notwendig erschienen sei. Die Verwendung des Kontrastmittels anlässlich der Erstellung des Computertomogramms am 23. Mai 2014 sei nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung zudem nicht geeignet, den rund 15 Monate später eingetretenen Tod der Patientin zu verursachen. Die Vorinstanz geht gestützt auf einen Bericht des Kantonsspitals Olten vom 7. Dezember 2010 sodann davon aus, die Patientin habe seit Jahren unter Depression gelitten. Sie sei bereits bevor sie sich in die Behandlung des Beschwerdegegners 2 begeben habe, entsprechend medikamentös therapiert worden. Die verschiedenen Arztberichte enthielten keinerlei Hinweise, dass die Patientin durch die Einnahme des Medikaments Surmontil unter Nebenwirkungen oder gar medizinischen Komplikationen gelitten hätte.