Citation: 4A_577/2015 E. A

A.a. Die A.________ AG (Beklagte, Beschwerdeführerin) bezweckt die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Versicherungsplanung, Risikoberatung sowie Portefeuille-Verwaltung; C.________ ist (einziges im Handelsregister eingetragenes) Mitglied des Verwaltungsrats der Beklagten. Er ist als unabhängiger Versicherungsvermittler im Vermittlerregister der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA (nachfolgend: FINMA) eingetragen. Im Oktober 2002 beauftragten B.A.________ (Kläger, Beschwerdegegner) und seine Frau B.B.________ die Beklagte mit der Verwaltung und Betreuung ihres Versicherungsportefeuilles. Dieses Mandat kündigten sie am 17. Oktober 2011. A.b. Der Kläger trat per 31. Dezember 2007 aus der Pensionskasse Post aus. Per 1. Juli 2008 überwies die Pensionskasse Post die Austritts- bzw. Freizügigkeitsleistung von Fr. xxx an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG. Am 26. September 2008 schloss der Kläger auf Vorschlag der Beklagten mit der D.________ Freizügigkeitsstiftung eine "Vorsorgevereinbarung für Freizügigkeitskonto" ab und entschied sich für ein festverzinsliches Freizügigkeitskonto "10 Jahre". Die D.________ Freizügigkeitsstiftung bestätigte dem Kläger am 29. September 2008 die Eröffnung eines Freizügigkeitskontos und zeigte ihm am 13. Oktober 2008 die Gutschrift von Fr. yyy per Valuta 8. Oktober 2008 an. Die "E.________" stellte dem Kläger am 11. September 2009 einen Versicherungsausweis aus, worin vermerkt war, der Eintritt in die Pensionskasse sei am 1. Juni 2009 erfolgt; als Arbeitgeberin war die Beklagte aufgeführt. Weiter bestätigte die G.________ der Beklagten am 25. September 2009 und 6. Oktober 2009 den Eingang der Freizügigkeitsleistung bei ihr. A.c. Bereits am 14. Juli 2009 hatte die FINMA der D.________ Freizügigkeitsstiftung (und anderen Gesellschaften der F.________-Gruppe) mit superprovisorischer Verfügung jegliche Entgegennahme von Publikumseinlagen sowie jegliche Werbung für deren Entgegennahme untersagt und zwei Untersuchungsbeauftragte eingesetzt. Die Untersuchungsbeauftragten waren ermächtigt, allein für die Gesellschaft zu handeln; den bisherigen Organen war untersagt, ohne Zustimmung der Untersuchungsbeauftragten weitere Rechtshandlungen vorzunehmen. Am 3. Dezember 2009 wurde über die D.________ Freizügigkeitsstiftung der Konkurs eröffnet. Mit superprovisorischer Verfügung vom 11. November 2009 untersagte die FINMA auch der G.________ jegliche Entgegennahme von Publikumseinlagen sowie jegliche Werbung für deren Entgegennahme, setzte zwei Untersuchungsbeauftragte ein und untersagte den bisherigen Organen, ohne Zustimmung der Untersuchungsbeauftragten für die Pensionskasse zu handeln. Am 26. November 2009 untersagte das Amt für berufliche Vorsorge und Stiftungen des Kantons Zürich (BVS) der G.________, weitere Anschlussverträge mit Arbeitgebern abzuschliessen. Am 15. Dezember 2009 suspendierte es den Stiftungsrat und setzte Rechtsanwalt H.________ als interimistischen Stiftungsrat ein. Am 12. November 2010 hob das BVS die G.________ auf und setzte sie in Liquidation. A.d. Am 10. August 2010 orientierte Rechtsanwalt H.________, der Sicherheitsfonds BVG werde für alle Versicherten, für welche die G.________ die aktive Vorsorge betrieben habe, die volle Deckung übernehmen. Dagegen würden die Freizügigkeitsguthaben, welche die G.________ gesetzeswidrig bloss aufbewahrt habe, durch den Sicherheitsfonds BVG wohl nicht gedeckt. Der Sicherheitsfonds BVG leistete am 23. Februar 2011 einen Vorschuss von Fr. 1'500'000.-- für die Sicherstellung der Leistungen derjenigen Destinatäre, die unwidersprochen bei der G.________ aktiv versichert gewesen waren. Am 30. Oktober 2012 erliess der Sicherheitsfonds BVG gegenüber der G.________ in Liquidation eine Verfügung, worin er im Wesentlichen festhielt, bei 30 Personen lägen die Voraussetzungen für eine Sicherstellung der Leistungen nicht vor. In Bezug auf den Kläger erkannte er, das Guthaben des Klägers sei bei der G.________ entgegen deren damaliger Bestätigung nicht eingegangen. Der Kläger sei bei der G.________ nicht versichert gewesen. A.e. Gegen die Verfügung des Sicherheitsfonds BVG erhob die G.________ in Liquidation beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Dieses wies die Beschwerde mit Urteil vom 9. Januar 2015 ab. Die gegen dieses Urteil beim Bundesgericht eingereichte Beschwerde wies die II. sozialrechtliche Abteilung mit Urteil vom 13. November 2015 (Verfahren 9C_119/2015 und 9C_138/2015) ab. Das Bundesgericht stellte fest, gemäss Art. 56 Abs. 1 lit. b BVG stelle der Sicherheitsfonds BVG die gesetzlichen und die über die gesetzlichen Leistungen hinausgehenden reglementarischen Leistungen u.a. von zahlungsunfähig gewordenen Vorsorgeeinrichtungen sicher. Zu Unrecht an eine Vorsorgeeinrichtung übertragene Freizügigkeitsguthaben fielen nicht unter diesen Begriff der "gesetzlichen Leistungen". Beim Transfer der Freizügigkeitsleistung in die Vorsorgeeinrichtung müsse eine Anstellung an einen angeschlossenen Arbeitgeber und ein versicherter Verdienst vorliegen. Keine der hier betroffenen Personen, u.a. der Beschwerdegegner, sei aber in einem Arbeitsverhältnis zu einem der G.________ angeschlossenen Arbeitgeber gestanden. Es lägen daher keine Vorsorgeverhältnisse vor; die G.________ habe hinsichtlich der streitigen Gelder als reine Freizügigkeitseinrichtung fungiert.