Citation: 9C_366/2021 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer macht geltend, die ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit sei auch auf dem theoretischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht verwertbar. Wie die Vorinstanz indessen zutreffend erwogen hat, bietet dieser Arbeitsmarkt durchaus Stellen, bei denen der Erwerbstätige bei Bedarf jederzeit eine Pause einlegen kann (vgl. auch Urteil 8C_434/2021 vom 10. August 2021 E. 5.4). Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass auch in Zukunft mit Phasen vorübergehender Arbeitsunfähigkeiten gerechnet werden muss. Im konkreten Fall ebenfalls nicht zu einer Einschränkung der Verwertbarkeit führt die Vorgabe, wonach die Tätigkeit in der Nähe zur betreuenden kardiologischen Klinik ausgeübt werden soll. Das kantonale Gericht interpretierte diese Vorgabe dahingehend, dass der Arbeitsort nicht weiter von der Klinik B.________ entfernt liegen dürfe, als sein Wohnort. Mit dieser Interpretation schätzte das kantonale Gericht den Sinn und die Tragweite der gutachterlichen Äusserung nicht offensichtlich falsch ein; gemäss dem Kontext dieser Äusserung wollte der Experte der MEDAS mit ihr in erster Linie eine Aussendiensttätigkeit ausschliessen. Der Versicherte wohnt gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen in U.________, mithin in gut 35 km Entfernung von der behandelnden kardiologischen Klinik. In diesem Umkreis um die Klinik B.________ liegt eine der wirtschaftsstärksten Regionen der Schweiz, so dass diese Vorgabe das Auffinden einer entsprechenden Stelle nicht als unrealistisch erscheinen lässt. Somit hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, als sie die Verwertbarkeit der dem Beschwerdeführer verbliebenen medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit bejahte.