Citation: 8C_329/2021 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer sei bis zur Erkrankung im Juni 2011 Geschäftsführer eines Nachtclubs gewesen. Es sei anzunehmen, dass er diesen Betrieb im Gesundheitsfall weiter geführt hätte. Gemäss dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) habe er mit dieser Tätigkeit folgende Einkommen erzielt: im Jahr 2005 Fr. 78'000.-, im Jahr 2006 Fr. 72'000.-, im Jahr 2007 Fr. 60'000.-, im Jahr 2008 Fr. 72'000.- und in den Jahren 2009 sowie 2010 je Fr. 102'000.-. Nur die beiden letztgenannten Löhne hätten über dem Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2010 gelegen. Gemäss der vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2018 TA1 hätten Männer im Bereich Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie (Ziff. 55-56) im Kompetenzniveau 3 (Ausübung komplexer praktischer Tätigkeiten, die ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzten) durchschnittlich ein Einkommen von monatlich Fr. 5450.- erzielt. Mit Blick auf die im Gastgewerbe zu realisierenden Löhne sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer weiterhin das Lohnniveau der Jahre 2009 und 2010 hätte erreichen können. Zudem wiesen die dargestellten Löhne erhebliche Schwankungen auf. Es sei daher auf den Durchschnitt der Jahre 2005 bis 2010 abzustellen, was Fr. 81'000.- und angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2018 ein Valideneinkommen von Fr. 85'105.- ergebe. Zu Gunsten des Beschwerdeführers sei jedoch der von der IV-Stelle errechnete Wert von Fr. 88'364.50 zu verwenden.