Citation: 1P.411/2002 06.11.2002 E. 6

6.1 Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, das Obergericht habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, da es die Ablehnung des Gesuches um unentgeltliche Verbeiständung im Rekursverfahren einzig mit der Begründung abgelehnt habe, die Voraussetzungen für die Bestellung eines amtlichen Verteidigers seien für das Verfahren um gerichtliche Beurteilung der Strafverfügung nicht erfüllt und damit bestehe auch kein Anspruch auf einen amtlichen Verteidiger im Rekursverfahren. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung für das Rekursverfahren hätte im Hinblick auf die sich spezifisch für dieses Verfahren stellenden Fragen beurteilt werden müssen. 6.2 Als Begründung für die Ablehnung der Bestellung eines amtlichen Verteidigers für das Rekursverfahren verwies das Obergericht auf seine Gründe für die Verweigerung der amtlichen Verteidigung für das Übertretungsstrafverfahren. Anders als der Beschwerdeführer behauptet, liegt also eine Begründung vor. Eine Verletzung der aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) folgenden Begründungspflicht ist nicht gegeben. Es ist zwar einzuräumen, dass sich zumindest in prozessualer Hinsicht im erstinstanzlichen Verfahren und im Rekursverfahren unterschiedliche Fragen stellen (insbesondere Zulässigkeit des Rekurses), während in materieller Hinsicht das Prozessthema in beiden Verfahren weitgehend identisch ist (besteht für die gerichtliche Beurteilung der Strafverfügung ein Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand). Indessen legt der Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern das Obergericht die Voraussetzungen für einen unentgeltlichen Rechtsbeistand gemäss Art. 29 Abs. 3 BV für das Rekursverfahren (insbesondere dessen Nichtaussichtslosigkeit und die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung wegen allfälliger rechtsmittelspezifischer Schwierigkeiten) zu Unrecht verneint hätte. Soweit der Beschwerdeführer implizit rügt, die Nichtbewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung für das Rekursverfahren verletze Art. 29 Abs. 3 BV, erfüllt die Beschwerdeschrift die Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht. Insoweit kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.