Citation: 1C_402/2021 E. 3.5.1

3.5.1. Betreffend die Nachfrage nach Erstwohnungen im eher gehobenen Segment hielt die Vorinstanz fest, die Bau- und Verkehrsdirektion habe überzeugend auf die gute Lage des Baugrundstücks mit Aussicht auf den Bielersee verwiesen. Die Parzelle sei nicht peripher gelegen und könne auch mit dem öffentlichen Verkehr problemlos erreicht werden (Haltestellen für Bahn und Moonliner in der Nähe). Die Fahrt nach Biel dauere nur wenige Minuten. Es treffe zwar zu, dass die stark befahrene Neuenburgstrasse und die Eisenbahnlinie, die beide entlang des Sees verliefen, die Wohnlage beeinträchtigten. Der Verkehrslärm werde sich trotz einer Lärmschutzwand, die mit einer Höhe von 3 m errichtet werden solle, störend auswirken. Das ändere aber nichts daran, dass es sich um eine für Erstwohnungen im höheren Preissegment geeignete Lage handle. Grösse und Ausstattung der Wohnungen legten diesen Schluss ebenfalls nahe. Schliesslich vermöge die Beschwerdeführerin nicht plausibel aufzuzeigen, weshalb der Markt für die hier interessierenden Wohnungen einerseits und die im Rahmen der Überbauung von ihr selber errichteten Einfamilienhäuser in der unmittelbaren Nachbarschaft der Bauparzelle andererseits derart unterschiedlich sein solle, wie sie behaupte. Der Hinweis auf den in Aussicht genommenen Mietpreis von Fr. 3'500.-- pro Monat reiche unter den gegebenen Umständen jedenfalls nicht aus, um die Nachfrage in Zweifel zu ziehen. Abgesehen davon handle es sich bei diesem Preis um eine Obergrenze. Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nenne die Bauherrschaft nunmehr eine Bandbreite von Fr. 2'500.-- bis Fr. 3'500.--.