Citation: 6B_587/2017 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer verkennt, dass Gewalt im Sinne von Art. 189 StGB bereits vorliegt, wenn der Täter ein grösseres Mass an körperlicher Kraft aufwendet, als zum blossen Vollzug des Akts notwendig ist und sich damit über die entgegenstehende Willensbetätigung des Opfers hinwegzusetzen. Eine körperliche Misshandlung, rohe Gewalt oder Brutalität sind indessen nicht erforderlich. Es genügt, wenn der Täter seine überlegene Kraft einsetzt, indem er das Opfer festhält oder sich mit seinem Gewicht auf es legt (Urteile 6B_1149/2014 vom 16. Juli 2015 E. 5.1.3; 6B_834/2013 vom 14. Juli 2014 E. 2.1; 6B_718/2013 vom 27. Februar 2014 E. 2.3.2; 6B_267/2007 vom 3. Dezember 2007 E. 6.3; je mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer erfüllte durch die von der Vorinstanz beschriebene Vorgehensweise das Tatbestandsmerkmal der Gewaltanwendung ohne weiteres. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdegegner 2 dem Beschwerdeführer körperlich unterlegen war. Beim Beschwerdegegner 3 war dies zwar grundsätzlich nicht der Fall. Er war jedoch aufgrund seiner Alkoholisierung körperlich beeinträchtigt und zudem war seine Bewegungsfreiheit durch die heruntergezogene Hose eingeschränkt. Nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz Entscheide zitiert, denen Sexualdelikte mit weiblichen Opfern zugrunde liegen. Diese Rechtsprechung gilt auch bei sexuellen Übergriffen auf Männer, wenn der Täter dem Opfer körperlich überlegen ist. Ebenfalls nicht erforderlich ist, dass sich das Opfer gegen die Gewalt mit allen Mitteln zu wehren versucht. Prinzipiell genügt der Wille, den Geschlechtsverkehr respektive die sexuelle Handlung nicht zu wollen. Die von der Rechtsprechung geforderte Gegenwehr des Opfers meint eine tatkräftige und manifeste Willensbezeugung, mit welcher dem Täter unmissverständlich klargemacht wird, mit den sexuellen Handlungen nicht einverstanden zu sein (Urteile 6B_1149/2014 vom 16. Juli 2015 E. 5.1.3; 6B_834/2013 vom 14. Juli 2014 E. 2.1; 6B_718/2013 vom 27. Februar 2014 E. 2.3.2). Dies verkennt die Vorinstanz ebensowenig wie die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach einem erwachsenen Mann grösserer Widerstand zuzumuten ist als beispielsweise einem Kind (BGE 131 IV 167 E. 3.1; 122 IV 97 E. 2b).