Citation: 9C_226/2017 E. 5.2.2

5.2.2. Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zur Wirkung des Entzugs des Suspensiveffekts der Beschwerde zutreffend dargelegt. Nach dieser dauert der mit der revisionsweise verfügten Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente oder Hilflosenentschädigung verbundene Entzug der aufschiebenden Wirkung - unter Vorbehalt einer allfällig missbräuchlichen Provozierung eines möglichst frühen Revisionszeitpunktes durch die Verwaltung - bei Rückweisung der Sache an die Verwaltung auch für den Zeitraum dieses Abklärungsverfahrens bis zum Erlass der neuen Verwaltungsverfügung an (BGE 106 V 18; 129 V 370). Massgeblich ist vor diesem Hintergrund, ab welchem Zeitpunkt die Ärzte eine zumutbare Arbeitsfähigkeit attestieren. Bestätigen die erneuten medizinischen Erhebungen die medizinischen Feststellungen im Rahmen der ersten Abklärungen auch in zeitlicher Hinsicht, war der ursprüngliche Entscheid der IV-Stelle korrekt. Somit ist nur für den Fall, dass eine relevante zumutbare Arbeitsfähigkeit erst nach Erlass der ersten Verwaltungsverfügung eingetreten ist und zu einer Rentenherabsetzung oder -aufhebung führt, der entsprechende Verwaltungs- oder Gerichtsentscheid massgebend für den Beginn der Frist gemäss Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV (Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats). Eine Rentenaufhebung oder -herabsetzung kann - abgesehen von hier nicht zur Diskussion stehenden Tatbeständen wie Meldepflichtverletzung - nicht rückwirkend verfügt, wohl aber rückwirkend bestätigt werden (SVR 2011 IV Nr. 33 S. 96, 8C_451/2010 E. 4.2.2 und 4.2.3 mit Hinweisen).