Citation: 7B_259/2024 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer bemängelt, es ergebe sich aus dem angefochtenen Entscheid nicht, gestützt auf welche konkret ausgestossene Drohung die Ausführungsgefahr bejaht werde. Die erste Instanz habe diese Annahme hauptsächlich noch auf den Vorfall vom 17. Januar 2024 gestützt, bei dem er in Anwesenheit seines Vaters und dessen Partnerin gesagt haben soll, er werde demnächst alle erschiessen. In seiner Einvernahme habe der Vater aber verneint, dass er, der Beschwerdeführer, jemals mit dem Tod gedroht habe. Weder seine nach der Haftanordnung befragte Schwester B.________ noch die beim Vorfall vom 18. Januar 2024 anwesende Mitarbeiterin C.________ hätten zudem jemals von konkreten Drohungen seinerseits erfahren. Zwar sei nicht von der Hand zu weisen, dass er sich in der Vergangenheit bei einigen Vorfällen nicht konform verhalten habe. Ebenso sei unbestritten, dass er vor seiner Inhaftierung in psychiatrischer Behandlung gewesen sei. Diese Umstände bzw. einzig die Befürchtung, er könnte irgendeinmal aus irgendeinem Grund psychisch zusammenbrechen oder ausrasten, reichten für die Bejahung von Ausführungsgefahr nicht aus. Zwingend notwendig wäre eine konkrete Drohung, ein schweres Verbrechen begehen zu wollen. Eine solche sei vorliegend aber nie ausgestossen worden.