Citation: 1P.668/2001 21.05.2002 E. 2.1

Der Beschwerdeführer macht geltend, das Vorenthalten der Namen der Zeugen bis zur Einvernahme selbst mache es unmöglich, Ergänzungsfragen vorzubereiten und die Verteidigungsrechte wirksam auszuüben. Indem der angefochtene Entscheid ein solches Vorgehen der Staatsanwaltschaft generell zulasse, bewirke er einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil, zumal nicht anzunehmen sei, dass sämtliche einvernommenen Zeugen nochmals zur Hauptverhandlung vorgeladen würden. Das Strafgericht ist der Auffassung, es bestünden konkrete Anhaltspunkte, wonach der Verteidiger im Falle einer vorgängigen Bekanntgabe der Namen der Zeugen mit diesen Kontakt aufnehmen und sie beeinflussen würde, wodurch der Verfahrenszweck gefährdet würde. Aus diesem Grund verstosse das Vorgehen der Staatsanwaltschaft vorliegend nicht gegen das Prinzip der Waffengleichheit. Der Beschwerdeführer erachtet die Annahme, er beabsichtige, mit gewissen Zeugen in Kontakt zu treten, als aktenwidrig.