Citation: 1B_439/2022 E. 4.4.4

4.4.4. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers stellt auch die zunächst unterbliebene Weiterleitung des vorliegend zu beurteilenden Ausstandsgesuchs vom 13. November 2021 keinen gravierenden Verfahrensfehler dar. Die Vorinstanz weist zu Recht darauf hin, dass die Eingabe des Beschwerdeführers vom 13. November 2021 zwar durchaus den Antrag beinhaltet, der Beschwerdegegner solle seine Funktion als Verfahrensleiter infolge Befangenheit niederlegen. In der Eingabe hält der Beschwerdeführer allerdings auch fest, dass, sofern der Beschwerdegegner das Verfahren weiterführen wolle, ein weiteres, diesmal begründetes Ausstandsbegehren die Folge wäre. Wie die Vorinstanz nachvollziehbar ausführt, erklärt sich anhand der Ankündigung eines begründeten Ausstandsgesuchs, weshalb der Beschwerdegegner zunächst zögerte, die Eingabe vom 13. November 2021 direkt als Ausstandsgesuch zu behandeln und an die Vorinstanz weiterzuleiten. Die zweite Eingabe des Beschwerdeführers vom 17. November 2021, mit welcher dieser mit Nachdruck den Ausstand des Beschwerdegegners verlangte, leitete der Beschwerdegegner dann unbestrittenermassen sofort an die Vorinstanz weiter. Selbst wenn in der einstweiligen Nichtbehandlung des ersten Ausstandsbegehrens ein Ermessensfehler des Beschwerdegegners zu sehen wäre, stellt dies angesichts der nur wenige Tage später erfolgten Weiterleitung jedenfalls keinen schweren Verfahrensfehler dar und lässt das gezeigte Verhalten des Beschwerdegegners nicht den Rückschluss zu, er sei gegenüber dem Beschwerdeführer voreingenommen.