Citation: 1P.2/2006 19.05.2006 E. 1

1.1 Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Entscheid. Die staatsrechtliche Beschwerde, mit der eine Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt wird, ist somit grundsätzlich zulässig. 1.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Anklageschrift vom 17. Dezember 2001 das Anklageprinzip verletze. Diese Rüge hat er im kantonalen Verfahren nie geltend gemacht, weshalb diesbezüglich kein kantonal letztinstanzlicher Entscheid vorliegt. Die Eintretensvoraussetzung der relativen Subsidiarität gemäss Art. 86 Abs. 1 OG ist deshalb nicht gegeben und das Bundesgericht kann auf diese Rüge nicht eintreten. 1.3 Der Beschwerdeführer rügt ferner eine Verletzung des "Anspruchs auf Offizialverteidigung" nach Art. 29 Abs. 3 BV und Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK. Nach den Darlegungen des Obergerichts in der Vernehmlassung gilt die einmalige Anordnung des amtlichen Verteidigers i.S.v. Art. 49 Abs. 3 StPO/SH für das gesamte kantonale Verfahren. Einer zusätzlichen Anordnung bedürfe es nicht mehr; die Abrechnung mit dem amtlichen Verteidiger erfolge in einem Nachverfahren (Art. 354 Abs. 2 StPO/SH). Wegen mangelnden Rechtsschutzinteresses i.S.v. Art. 88 OG ist auf diese Rüge nicht einzutreten. 1.4 Staatsrechtliche Beschwerden müssen gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG begründet werden, indem der Beschwerdeführer die wesentlichen Tatsachen benennt und die als verletzt behaupteten Rechte bezeichnet und kurz darlegt, warum und inwiefern die angerufenen Rechte durch den angefochtenen Hoheitsakt verletzt werden (BGE 119 Ia 197 E. 1d). Die Begründung muss in der staatsrechtlichen Beschwerdeschrift enthalten sein (BGE 115 Ia 27 E. 4a S. 30). Beschwerdebegründungen sind mangelhaft, wenn sie in einem blossen Verweis auf Ausführungen in anderen Rechtsschriften bestehen, die zum Bestandteil der staatsrechtlichen Beschwerde erklärt werden. Insofern der Beschwerdeführer nur auf seine Ausführungen im vorinstanzlichen Verfahren verweist, ist seine Beschwerde offensichtlich ungenügend und kann darauf nicht eingetreten werden. 1.5 Ebenfalls ungenügend begründet ist die Rüge betreffend Mitteilung des angefochtenen Urteils an das Psychiatriezentrum Breitenau. Der Beschwerdeführer, der die Begutachtung selber beantragt hatte, beanstandet nicht, dass der Experte des Psychiatriezentrums ein Gutachten erstellte und dafür Tatsachen aus seiner Privatsphäre verwenden musste. Er wehrt sich gegen die Urteilsmitteilung, ohne zu zeigen, ob dem Psychiatriezentrum damit neue, seine Privatsphäre betreffende Angaben zugingen, die ihm nicht schon aufgrund des Begutachtungsauftrags bekannt waren. Auf das Vorbringen ist daher nicht einzutreten. 1.6 Die weiteren Zulässigkeitsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die staatsrechtliche Beschwerde kann im Übrigen eingetreten werden.