Citation: I 447/01 17.04.2002 E. 3

3.- a) Im Nachgang zu einem am 6. Mai 1997 vorgenommenen Aortenklappenersatz führte der Kardiologe Dr. med. N.________ in seinem Bericht vom 7. Dezember 1997 (sowie vom 12. Juni 1998), welchem sich der Hausarzt Dr. med. U.________ mit Arztbericht vom 4. April 1998 anschloss, aus, nach objektiven Kriterien sei der postoperative Verlauf erfreulich und komplikationslos. Trotz der günstigen Befunde, auf Grund derer die körperlichen Voraussetzungen für eine manuelle Arbeit durchaus gegeben seien, fühle sich der Versicherte indes nicht in der Lage, eine Arbeit aufzunehmen bzw. seien die versuchsweisen Arbeitseinsätze gescheitert. Die Ärzte des Spitals Y.________ attestierten dem Beschwerdegegner am 2. März 1998 aus kardiologischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf von ca. drei Monaten ab Operationsdatum. Die Dres. med. Z.________ und W.________ bescheinigten mit Bericht vom 7. September 1998 ein gutes postoperatives Resultat und verneinten eine kardial bedingte Einschränkung der Tätigkeit im angestammten Beruf als Etagenportier. Für den Patienten limitierend beurteilten sie jedoch die wahrscheinlich als Folge des Eingriffes aufgetretenen Thoraxwandschmerzen, welche aktuell, sofern keine Aggravation vorliege, eine mit häufigem und kräftigem Einsatz der Arme verbundene körperliche Arbeit - wie auch die bisher ausgeübte Beschäftigung als Etagenportier - verunmöglichten. Im Hinblick auf den psychischen Gesundheitszustand hielt Dr. med. S.________ in seinem psychiatrischen Konsilium vom 21. Juli 1998 fest, es bestehe kein psychisches Leiden, das die Arbeitsfähigkeit auf lange Zeit einschränke; vielmehr existiere beim Versicherten die "fixe Idee, dass das Arbeiten sein Leben gefährden würde". Aus rheumatologischer Sicht erachteten die Dres. med. V.________ und M.________ die Arbeitsfähigkeit mit Gutachten vom 22. März 1999 in körperlich leichten bis mittelschweren Verweisungstätigkeiten - so auch als Etagenportier - zu 100 % gegeben. Namentlich sei der Versicherte trotz erheblicher kardialer Einschränkung bis 1997 über lange Zeit vollumfänglich seiner Arbeit nachgegangen. Der IV-Berufsberater gab in seinem Bericht vom 17. Juni 1999 sodann an, der Beschwerdegegner verharre in seiner - medizinisch nicht nachgewiesenen - kategorischen Arbeitsunfähigkeit, welche jede berufsberaterische Intervention verhindere. b) Aus der geschilderten Aktenlage erhellt, dass die im massgeblichen Zeitpunkt des Verfügungserlasses (3. September 1999; BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) vorhandenen medizinischen Unterlagen - entgegen der Betrachtungsweise der Vorinstanz - mit Bezug auf die aus rheumatologischer, kardiologischer und psychiatrischer Hinsicht noch bestehende Arbeitsfähigkeit insofern ein einheitliches und widerspruchsfreies Bild vermitteln, als dem Beschwerdegegner übereinstimmend ein uneingeschränktes Leistungsvermögen in einer körperlich leichten Tätigkeit bescheinigt bzw. eine solche - im Gegensatz zur bisherigen Beschäftigung als Etagenportier sowie zu anderen, körperlich anspruchsvollen Arbeiten - nicht ausgeschlossen wird. Soweit die Ärzte des Spitals Y.________ in ihrem Bericht vom 2. März 1998 eine ca. dreimonatige vollständige Arbeitsunfähigkeit ab Operationsdatum (6. Mai 1997) attestierten, ist diese Einschätzung abgesehen davon, dass sie sich lediglich auf die bisherige Beschäftigung als Etagenportier bezieht, auch deshalb nur bedingt aussagekräftig, weil die Kardiologen den Versicherten einzig während des Behandlungszeitraums vom 5. bis 15. Mai 1997 betreuten und mit Bericht vom 2. März 1998 demzufolge lediglich eine retrospektive Vermutung des postoperativen Leistungsvermögens äussern konnten. Ebenfalls vor dem Hintergrund der angestammten Tätigkeit als Hotelportier erfolgte ferner die von Dr. med. N.________ mit Arztbericht vom 2. Mai 1998 bescheinigte, ab Dezember 1997 andauernde 100%ige Arbeitsunfähigkeit, zumal derselbe Arzt mit Bericht vom 12. Juni 1998 festhielt, leider habe sich die Überzeugung des Patienten, er werde die Arbeit nie wieder aufnehmen können, nicht geändert. Auch der von Dr. med. L.________ mit Bericht vom 25. November 1999 erhobene radiologische Rückenbefund (belastungsabhängige lumbalgieforme Beschwerden) vermag kein anderes Ergebnis herbeizuführen, da die entsprechenden Diagnosen bereits im - alle rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen erfüllenden (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweisen; vgl. Erw. 2b hievor) - rheumatologischen Gutachten der Dres. med. V.________ und M.________ vom 22. März 1999 eingeflossen und bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt worden sind. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird im Übrigen zu Recht darauf hingewiesen, dass die Bezeichnung eines Leidens letztlich keinen Einfluss auf den für die Invaliditätsbemessung relevanten, allein auf Grund der Auswirkungen des Leidens ermittelten Grad der Arbeitsunfähigkeit hat (nicht veröffentlichtes Urteil R. vom 28. Juni 1999, I 472/98). Die Stellungnahmen der den Beschwerdegegner seit 2. bzw. 15. November 1999 behandelnden Dres. med. C.________ (vom 13. Dezember 1999, 17. Januar und 17. Februar 2000) und A.________ (vom 28. März 2000) wurden alsdann mehrere Monate nach Verfügungserlass abgegeben und enthalten ausser einer Diagnosestellung lediglich nicht näher begründete Angaben zur Arbeitsfähigkeit, wobei es diesbezüglich namentlich an einer Differenzierung zwischen anestammter Tätigkeit und allen-noch zumutbaren Verweisungsbeschäftigungen fehlt. Entgegen den Erwägungen der Vorinstanz lassen diese Berichte keine Rückschlüsse auf die gesundheitliche Entwicklung vor dem 3. September 1999 zu (vgl. BGE 99 V 102 mit Hinweisen), sondern stellen - insbesondere im Hinblick auf die von Dr. med. A.________ diagnostizierte schwere depressive Störung - allenfalls Anhaltspunkte für eine seither eingetretene, nicht in diesem Verfahren zu beurteilende Verschlechterung des Gesundheitszustandes dar.