Citation: 6B_441/2015 E. 2.3.2

2.3.2. Die Vorinstanz nimmt zu Recht eine grobe Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG an. Soweit der Beschwerdeführer eine solche mit Blick auf die geltende gemachte überdurchschnittliche Reaktionszeit verneint, da er einen Zusammenprall angeblich hätte verhindern können, kann ihm nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz durfte willkürfrei von einer Reaktionszeit von 0,6 Sekunden ausgehen (vorne E. 2.3.1). Unerheblich ist, dass es hinsichtlich des ersten Sachverhaltsabschnitts bei einer Vollbremsung des vorausfahrenden Lieferwagens aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeiten und der variierenden Abstände zwischen 8 und 12 Metern auch bei einer Reaktionszeit des Beschwerdeführers von 0,6 Sekunden nicht in jedem Fall mit Sicherheit zu einer Kollision gekommen wäre. Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, ist dies nicht Voraussetzung für die Annahme einer groben Verkehrsregelverletzung. Vielmehr genügt bereits eine erhöhte abstrakte Gefahr eines Zusammenpralls (vgl. Urteil 6B_290/2015 vom 23. November 2015 E. 2.3.2 mit Hinweisen). Der Abstand des Beschwerdeführers zum Lieferwagen betrug über die gesamte Wegstrecke 8 bis 12 Meter. Dies entspricht bei einer Geschwindigkeit von 83 km/h maximal ca. 1/7 Tacho, mithin einem zeitlichen Abstand von maximal rund 0,52 Sekunden. Ein derart geringer Abstand bei einer Geschwindigkeit von 83 km/h auf der Autobahn begründet eine erhöhte abstrakte Gefahr. Soweit der Beschwerdeführer der Vorinstanz in diesem Zusammenhang Willkür vorwirft, indem sie darlegt, dass bereits eine leicht verzögerte Reaktion des Beschwerdeführers oder der Bremsanlage zu einer Kollision geführt hätte, ist darauf mangels Relevanz nicht einzugehen.