Citation: 1C_430/2019 E. 2.2

2.2. Bezogen auf den vorliegenden Fall erwog die Vorinstanz, gemäss Grundbuch betrage die Fläche des Baugrundstücks Nr. 1412, GB Pfaffnau, 752 m². Angesichts der in der zweieinhalbgeschossigen Wohnzone geltenden Ausnützungsziffer von 0.45 gehe damit eine maximale anrechenbare Geschossfläche von 338.4 m² einher. Gemäss Baugesuch betrage das Total der anrechenbaren Geschossfläche des Bauprojekts 678.5 m², wozu eine Ausnützungsübertragung im Umfang von 352.1 m² vom Nachbargrundstück Nr. 1411, GB Pfaffnau, auf das Baugrundstück vereinbart worden sei. Dies würde auf dem Grundstück Nr. 1412, GB Pfaffnau, zu einer Ausnützungsziffer von über 0.9 - und damit mehr als das Doppelte der gemäss BZR zulässigen Ausnützungsziffer von 0.45 - führen. Angesichts der Rechtsprechung, welche bereits eine Übernutzung um 50 % regelmässig als problematisch erachte, könne bei einer Übernutzung um 100 % klarerweise nicht mehr von einer untergeordneten Bedeutung die Rede sein, was mit dem Zonencharakter nicht vereinbar sei. Dies umso weniger, als gerade die Lage des Baugebiets am Siedlungsrand und als Abgrenzung der Landwirtschaftszone gegen eine Massierung der Ausnützung spreche.