Citation: 5A_269/2023 E. B

Mit Schreiben vom 1. Februar 2022 beantragte der Vater sinngemäss die Neuregelung der elterlichen Sorge und des Besuchsrechts. Mit Entscheid vom 21. Juni 2022 (begründete Ausfertigung vom 26. September 2022) stellte das Familiengericht Kulm das Kind unter die gemeinsame elterliche Sorge und errichtete eine Beistandschaft, wobei es der Beiständin u.a. die Regelung des Besuchsrechts übertrug. Dagegen erhob die Mutter eine Beschwerde, mit welcher sie die alleinige elterliche Sorge und die Gewährung eines Besuchsrechts nur in ihrer Anwesenheit forderte. Mit Entscheid vom 20. Februar 2023 hob das Obergericht des Kantons Aargau den erstinstanzlichen Entscheid in Bezug auf die Errichtung einer Beistandschaft auf und wies die Sache zur Regelung des väterlichen Besuchsrechts an das Familiengericht zurück; im Übrigen (d.h. betreffend das Sorgerecht) wies es die Beschwerde ab. Zur Begründung führte es aus, dass die gemeinsame elterliche Sorge die Regel bilde und kein schwerer Dauerkonflikt vorliege, welcher sie ausgeschlösse; in Bezug auf das Besuchsrecht erwog es, dass dessen Regelung Sache des Gerichtes und nicht der Beiständin sei.