Citation: H 9/02 28.03.2002 E. 2

2.- a) Das kantonale Gericht hat die Voraussetzungen für den Erlass der Rückerstattung unrechtmässig bezogener Leistungen der Alters- und Hinterlassenenversicherung (Art. 47 Abs. 1 Satz 2 AHVG) zutreffend dargelegt, worauf verwiesen wird. Zu ergänzen ist, dass nach der Rechtsprechung guter Glaube nicht schon bei Unkenntnis des Rechtsmangels vorliegt. Vielmehr dürfen sich Leistungsempfänger nicht nur keiner böswilligen Absicht, sondern auch keiner groben Nachlässigkeit schuldig gemacht haben. Der gute Glaube entfällt zum Vornherein, wenn die zu Unrecht erfolgte Leistungsausrichtung auf eine arglistige oder grobfahrlässige Verletzung der Melde- oder Auskunftspflicht zurückzuführen ist. Andererseits kann sich die rückerstattungspflichtige Person auf den guten Glauben berufen, wenn ihr fehlerhaftes Verhalten nur eine leichte Fahrlässigkeit darstellt (BGE 112 V 103 Erw. 2c, 110 V 180 Erw. 3c; ARV 1998 Nr. 14 S. 73 Erw. 4a, 1992 Nr. 7 S. 103 Erw. 2b). b) Die Vorinstanz ist im Rahmen ihrer Beweiswürdigung zum Schluss gelangt, dass der Beschwerdeführer nicht erst im Juli 2000 vom Tod seiner Ehefrau Kenntnis erhalten hat, sondern sich einzig durch die in diesem Monat von der Ausgleichskasse eingeleitete Überführung der Ehepaar-Altersrente ins neue Recht zu einer Todesfallmeldung veranlasst sah. Dabei handelt es sich um eine für das Eidgenössische Versicherungsgericht nach Massgabe von Art. 105 Abs. 2 OG grundsätzlich verbindliche Feststellung tatsächlicher Art. Von einer offensichtlich unrichtigen oder unvollständigen Sachverhaltsermittlung kann nicht gesprochen werden. Ebenso wenig liegt eine Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen vor. Dass die Vorinstanz auf die Einvernahme zweier Zeugen verzichtet hat, ändert daran nichts. Da - auch unter Berücksichtigung der Ausführungen des Beschwerdeführers - nicht ersichtlich ist, inwiefern die von ihm vorgeschlagenen Personen auf Grund eigener Wahrnehmung Zeugnis über im vorliegend interessierenden Zusammenhang rechtserhebliche Tatsachen ablegen könnten, liess es sich ohne weiteres rechtfertigen, im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung (BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b) von der beantragten Beweisvorkehr abzusehen. Angesichts der wenig hilfreichen Mitwirkung des Beschwerdeführers, welcher des Weitern lediglich den Vornamen der allenfalls als Zeugin in Frage kommenden, in X.________ oder sonst wo in Tschechien wohnhaften Tochter seiner verstorbenen Ehefrau nannte, kann dem kantonalen Gericht schliesslich auch nicht vorgeworfen werden, sich in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes unzureichend um eine korrekte Sachverhaltsermittlung bemüht zu haben. c) Muss somit davon ausgegangen werden, dass sich der Beschwerdeführer trotz Kenntnis des Todes seiner Ehefrau weiterhin eine Ehepaar-Altersrente ausrichten liess, ist gegen die zufolge schuldhafter Meldepflichtverletzung erfolgte Verneinung der Gutgläubigkeit beim Leistungsbezug nichts einzuwenden.