Citation: 6B_175/2009 12.06.2009 E. 1

Die Verurteilung des Beschwerdeführers beruht auf folgendem, unbestrittenem Sachverhalt: Das Y.________ bot bis zum hier zu beurteilenden Vorfall vom 23. Juli 2004 Passagierflüge mit einem Fesselballon ("Hiflyer") an. Dieser wurde von mindestens zwei Personen betrieben, dem für den Flug verantwortlichen fliegenden Piloten (ballon operator) und dem am Boden für die Bedienung der Winden zuständigen zweiten Piloten (ground winch operator). Am 23. Juli 2004 stieg der Beschwerdeführer, um ca. 14:30 Uhr, zusammen mit 21 Passagieren, zu einem Flug auf. Auf einer Höhe von ca. 40 m stellte der Beschwerdeführer stärkeren Wind (18 Knoten) fest und wies Z.________ an der Bodenstation an, den Ballon einzuziehen. Der Fesselballon wurde dann von starken Böen erfasst, geriet ausser Kontrolle und wurde gegen umliegende Gebäude und einen Baum geschleudert. Dabei wurde er wiederholt nach unten gedrückt. Das sich beim nachfolgenden Wiederaufstieg abrupt straffende Halteseil durchtrennte einen tragenden Teil der Gondel, worauf eine Bodenplatte abfiel. Die Passagierin B.________ stürzte durch das entstandene Loch und zog sich tödliche Verletzungen zu. Unbestritten ist zudem, dass der Fesselballon ein Luftfahrzeug ist (Art. 1 der Verordnung über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien vom 24. November 1994, SR 748.941, VLK), der Beschwerdeführer beim Unfallflug dessen Kommandant war und als solcher die Verantwortung für die sichere Durchführung des Flugs trug (Art. 3 Abs. 1, Art. 6 und Art. 7 der Verordnung vom 22. Januar 1960 über die Rechte und Pflichten des Kommandanten eines Luftfahrzeugs, SR 748.225.1). Umstritten hingegen ist, ob der Beschwerdeführer für den Unfalltod seiner Passagierin strafrechtlich verantwortlich ist. Für das Bundesstrafgericht steht dies fest. Es ist im angefochtenen Entscheid zur Überzeugung gelangt, der Beschwerdeführer habe pflichtwidrig gehandelt, indem er trotz des erkennbar nahenden Gewitters mit überladenem Ballon gestartet sei und dadurch die Havarie des "Hiflyers" und den Tod seiner Passagierin schuldhaft verursacht habe. Für den Beschwerdeführer hingegen war das Gewitter nicht erkennbar und der Ballon nicht überladen.