Citation: 6B_230/2022 E. A

A.a. Am 17. September 2010 verunfallte der 17-jährige Mechatroniker-Lehrling B.________ in seinem Lehrbetrieb, der C.________ AG, beim Beladen eines Warenaufzugs des Fabrikats F.________ tödlich. Am selben Tag eröffnete A.________ als Staatsanwalt und Verfahrensleiter eine Untersuchung. In der Folge führte er ein Strafverfahren gegen D.________ (Geschäftsführer und VR-Präsident der C.________ AG), E.________ (Werkstattchef, Sicherheitsbeauftragter und Lehrmeister von B.________) und G.________ (Verantwortlicher der Herstellerfirma des Warenaufzugs) wegen fahrlässiger Tötung (nachfolgend: Basisverfahren). Am 3. Juli 2017 überwies A.________ die Basisverfahren gegen D.________ und E.________ an das Bezirksgericht Appenzell I.Rh., je nach Einsprache gegen den Strafbefehl vom 1. April 2017. Gegen G.________ erhob A.________ am 6. Juli 2017 Anklage. Letztlich verjährten alle drei Basisverfahren, weshalb das Bezirksgericht Appenzell I.Rh. mit Beschluss vom 10. Oktober 2017 die drei Strafverfahren einstellte. A.b. Am 7. November 2019 erhob der ausserordentliche Staatsanwalt Anklage gegen A.________ wegen mehrfacher Begünstigung im Sinne von Art. 305 Abs. 1 StGB. Ihm wird vorgeworfen, mehrfach über mehrere Monate untätig gewesen zu sein und die Basisverfahren nicht rechtzeitig abgeschlossen zu haben.