Citation: 5A_291/2016 E. 2

Vor Obergericht rügte die Beschwerdeführerin zum einen, dass sich das Bezirksgericht im bisherigen Verfahren extrem intensiv mit der finanziellen Situation der Parteien habe auseinandersetzen müssen; sowohl das stark gesunkene Familieneinkommen als auch die hypothekarische Belastung der Liegenschaft seien bekannt und ihre Bedürftigkeit deshalb für das Bezirksgericht derart offensichtlich gewesen, dass sie hierüber nicht noch einmal habe Beweis führen müssen. Zum anderen beanstandete sie die Ansicht, dass die Hypothek auf der ehelichen Liegenschaft aufgestockt werden könnte. Das Obergericht liess offen, ob die Kritik der Beschwerdeführerin in Bezug auf die Notwendigkeit der Darstellung der Einnahmen und Ausgaben berechtigt sei (dazu E 2.2), weil jedenfalls nicht dargetan sei, dass keine weitere hypothekarische Belastung der Familienliegenschaft möglich wäre (dazu E. 2.1). Es hat dabei auf seinen Entscheid vom 25. Januar 2016 verwiesen, wonach gemäss den Ausführungen der Gegenpartei zur Finanzierung des Prozesses die Hypothek auf der Liegenschaft aufgestockt werden könne. Somit stehe nicht fest, dass die Ehefrau von ihrem Ehemann keinen Prozesskostenvorschuss erhältlich machen könne. Die unentgeltliche Rechtspflege sei aber subsidiär zum Prozesskostenvorschuss und es bestehe eine Obliegenheit, zuerst die Gegenpartei um einen Vorschuss anzugehen.