Citation: 1C_504/2016 E. 4.5

4.5. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Gleichstellungsverordnung die minimale organisatorische Basis für die Fortführung der Zuger Gleichstellungspolitik nach Abschaffung der Gleichstellungskommission geschaffen hat. Nicht mit Sicherheit voraussagen lässt sich indessen, ob die Verordnung ausreicht, um den Gleichstellungsauftrag wirksam umzusetzen, ohne zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen. Immerhin hat der Kanton mit dem Erlass der Verordnung und dem Massnahmenplan Vorkehren eingeleitet, um seinen Verpflichtungen aus Art. 8 Abs. 3 Satz 2 BV, § 5 Abs. 2 KV/ZG und Art. 2 lit. a CEDAW nachzukommen, d.h. er ist nicht untätig geblieben. Insoweit ist der Hauptantrag der Beschwerdeführenden, wonach festzustellen sei, dass der Kanton seine Verpflichtungen weder erfülle noch Vorkehren zu seiner Erfüllung eingeleitet habe, unbegründet, soweit er nicht gegenstandslos geworden ist.