Citation: 8C_30/2018 E. 5.2.3

5.2.3. Das kantonale Gericht hat sich jedoch materiell einlässlich mit den massgebenden Aspekten der neu beachtlichen Standardindikatoren (BGE 141 V 281 E. 4.1.3 S. 297) - soweit diese nach Aktenlage und insbesondere gestützt auf die Erkenntnisse aus dem Beurteilungszeitraum der Oberexpertise hinreichend geklärt waren - auseinandergesetzt. Die Beanstandungen der Beschwerdeführerin sind auch diesbezüglich insbesondere mit Blick auf den Zeitraum von Mai 2014 bis August 2015 appellatorischer Natur. Aus den weitgehend gleichen Umständen, welche die Vorinstanz im Rahmen der Beweiswürdigung faktisch als Indikatoren für eine schlüssige und widerspruchsfreie Feststellung der Einschränkung des funktionellen Leistungsvermögens gemäss Oberexpertise anerkannt hat (unter anderem fehlende Ressourcen, geringes Aktivitätsniveau, sozialer Rückzug, keine Anhaltspunkte für aggravatorisches Verhalten gemäss Oberexpertise, Latenz zwischen Vorfall vom 8. September 2012 und Ausbruch der PTBS-Symptome), zieht die Beschwerdeführerin die gegenteiligen Schlussfolgerungen. Dass die Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung hinsichtlich des Ausmasses und Verlaufs der Arbeitsunfähigkeit bis August 2015 im Sinne des angefochtenen Entscheids Bundesrecht verletzen würde, legt die IV-Stelle nicht dar. Insoweit bleibt es beim kantonalen Entscheid, mit welchem die Vorinstanz der Versicherten ab 1. Mai 2015 eine ganze Invalidenrente zugesprochen hat. Denn gegen die auf der Basis der bis August 2015 festgestellten vollen Arbeitsunfähigkeit erfolgte Invaliditätsbemessung hat die Beschwerdeführerin keine Einwände erhoben.