Citation: 1B_567/2020 E. 2.2

2.2. Die Wiederholungsgefahr ergibt sich für das Obergericht insbesondere aus dem psychiatrischen Gutachten, wonach beim Beschwerdeführer ein erhöhtes Risiko besteht, dass er in Freiheit erneut Gewalttaten begehen könnte. Der Beschwerdeführer bringt zwar mit Recht vor, dass das Bundesgericht das Gutachten im Entscheid vom 8. Oktober 2020 stark kritisiert hat. Es ist dabei zum Schluss gekommen, dass es erhebliche Mängel aufweise, weshalb es keine rechtsgenügliche Grundlage für die Beurteilung der Schuldfähigkeit und die Prüfung der Voraussetzungen für die Anordnung einer Massnahme darstelle (E. 2.4.5 S. 15). Dass auch die Risikobeurteilung des Gutachters in Bezug auf die Rückfallgefahr mangelhaft und nicht überzeugend wäre, ergibt sich aus den bundesgerichtlichen Ausführungen dagegen nicht. Das Obergericht hat unter diesen Umständen kein Bundesrecht verletzt, indem es Wiederholungsgefahr bejahte. Ist damit neben dem allgemeinen Haftgrund des dringenden Tatverdachts mit Wiederholungsgefahr einer der besonderen Haftgründe erfüllt, kann offen bleiben, ob auch Fluchtgefahr besteht.