Citation: I 706/99 26.09.2000 E. 2

2.- Im Gutachten der MEDAS vom 27. Juni 1997 werden als Hauptdiagnosen mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit ein generalisiertes Schmerzsyndrom im Rahmen einer Erschöpfungsdepression mit histrionischen Verhaltensweisen und ein Panalgiesyndrom mit multiplen vegetativen Begleitbeschwerden erhoben. Die Arbeitsunfähigkeit werde vorwiegend durch das generalisierte weichteilrheumatische Schmerzsyndrom bestimmt. Es liege eine enge Verflechtung von somatisch wenig objektivierbaren funktionellen Beschwerden und psychischen Faktoren vor, sodass eine getrennte Beurteilung somatischer und psychischer Aspekte kaum möglich erscheine. Auch für eine körperlich leichtere Tätigkeit, wie sie als Näherin oder zuletzt als Einpackerin ausgeübt worden sei, müsse die Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung psychischer und somatischer Aspekte auf 60 % beurteilt werden. Gestützt auf dieses einlässliche und überzeugende Gutachten der MEDAS vom 27. Juni 1997 ist davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin entgegen ihrer Auffassung für eine körperlich leichtere Tätigkeit 40 % arbeitsfähig ist. Dabei kommen beispielsweise sitzende Tätigkeiten als Näherin, Kontrolleurin oder gewisse Montagetätigkeiten in Betracht (Bericht der Berufsberaterin vom 26. November 1997). Ob aus der Wendung im Gutachten, die Versicherte sei "auch" für eine körperlich leichtere Tätigkeit zu 60 % arbeitsunfähig, mit der Beschwerdeführerin zu schliessen ist, für mittlere Tätigkeiten bestehe die gleiche Arbeitsunfähigkeit, kann dahingestellt bleiben, weil dies - wie noch nachstehend zu zeigen ist - für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens unerheblich ist.