Citation: 1C_269/2024 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer macht geltend, die umstrittenen kommunalen Entscheide vom 3. März 2021 und 6. September 2021 würden vor dem Pflichtenheft für den Bauausschuss vom 11. Juli 2022 und vor dem Inkrafttreten des Organisationsreglements des Gemeinderats vom 4. April 2022 datieren. Die Auffassung der Vorinstanz, wonach sie sich rückwirkend auf das erst später in Kraft gesetzte Pflichtenheft berufen könne, verstosse in verschiedener Hinsicht gegen Bundesrecht, insbesondere gegen das Willkürverbot. Der Leiter der Abteilung Hochbau und Planung hält in seiner Vernehmlassung "in Ergänzung zum Urteil des Verwaltungsgerichts" fest, der Gemeinderat Maur habe das Pflichtenheft des Bauausschusses bereits am 16. November 2020 genehmigt und mit sofortiger Wirkung in Kraft gesetzt. Am 6. April 2021 sei lediglich eine untergeordnete Anpassung beschlossen worden. Beide Erlasse seien in der Rechtssammlung veröffentlicht worden, wie sich aus den Gemeinderatsbeschlüssen vom 16. November 2020 und 6. April 2021 ergebe. Die beiden kommunalen Verfügungen vom 3. März und 6. September 2021 würden somit nach dem Erlass des Pflichtenhefts datieren. Bei den von der kommunalen Baubehörde eingereichten Unterlagen handelt es sich um keine neuen Beweismittel im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG. Das Novenverbot bezieht sich auf den Sachverhalt. Angriffs- und Verteidigungsmittel rechtlicher Natur sind davon nicht erfasst (vgl. BGE 150 III 89 E. 3.1 mit Hinweisen). Mit ihrer Eingabe macht die kommunale Baubehörde sinngemäss geltend, die Rechtslage, auf die sich das Verwaltungsgericht bezog, habe entgegen dem Beschwerdeführer bereits im Zeitpunkt des Erlasses der strittigen Verfügungen gegolten. Diese Ausführungen beschlagen nicht den Sachverhalt, sondern das Recht. Die Vernehmlassung samt Beilagen wurde dem Beschwerdeführer im Übrigen zur Kenntnisnahme zugestellt, sodass diesbezüglich das rechtliche Gehör gewahrt wurde. Aus der früheren Fassung des Pflichtenhefts Bauausschuss vom 16. November 2020 folgt, dass das Pflichtenheft vom 11. Juli 2022, auf das die Vorinstanz abstellte, soweit vorliegend interessierend keine wesentlichen Anpassungen erfahren hat. Sowohl nach dem Anhang zum Pflichtenheft in der aktuellen Fassung wie nach derjenigen vom 16. November 2020 war die Leitung Hochbau bzw. Hochbau und Planung und nicht der Bauausschuss für die Beurteilung von Baugesuchen im Anzeigeverfahren zuständig. Die Rüge des Beschwerdeführers, wonach die Vorinstanz zu Unrecht auf das Pflichtenheft abgestellt habe, verfängt somit nicht.