Citation: 6B_951/2017 E. 1.3.3

1.3.3. Der Beschwerdeführer verweist in seiner Eingabe auf Berichte seines ehemaligen Kardiologen. Diese würden beweisen, dass bereits am 10. Dezember 2008 eine erste gut dokumentierte Episode von Vorhofflimmern aufgetreten und es in der Folge zu Befunden von supraventrikulären Salven, welche als Trigger für Vorhofflimmern gelten würden, gekommen sei. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers erschüttern diese Befunde die Argumentationsbasis des Gutachters nicht. Zunächst trifft es offensichtlich nicht zu, dass der Experte eine VHF-Erkrankung verneint hätte. Er hat diese im Gegenteil bestätigt, aber ausgeführt, der Beschwerdeführer habe die Episoden von Vorhofflimmern immer als Pulsunregelmässigkeiten, Herzrasen und Palpitationen, nie als Schwindel oder Synkopen wahrgenommen. Auch hat er am Ereignistag über keine Symptome von Vorhofflimmern berichtet. Angesichts der Tatsache, dass es während des Einsatzes des Reveal Recorders nachweislich nie zu einer Synkope kam, ist ebenso die Annahme des Experten, dass selbst eine hypothetische Episode von Vorhofflimmern anlässlich des Unfalls höchstwahrscheinlich zu keiner Synkope geführt hat, plausibel. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern die Feststellung des Gutachters, wonach die Erkrankung im Ereigniszeitpunkt jedenfalls noch nicht manifest war, offensichtlich unzutreffend sein soll. Im Übrigen weist er selber darauf hin, dass die Berichte des behandelnden Arztes dem Gutachter bekannt waren. Er behauptet nicht, dieser habe sie nicht in seine Beurteilung miteinbezogen. Wenn er aber argumentiert, die Berichte hätten den Gutachter zu einer Korrektur seiner Einschätzung bewegen müssen, so begründet er dies nicht. Sodann ist nicht ersichtlich, was der Beschwerdeführer mit Blick auf den Ereigniszeitpunkt aus der Behauptung ableiten will, dass der Reveal Recorder lediglich während eines Jahres im Einsatz gewesen sei. Wie er selber ausführt, fand damals noch keine Überwachung des Herzrhythmus statt. Daraus kann aber nicht geschlossen werden, dass die Einschätzung des Gutachters, wonach das Auftreten einer Synkope am Ereignistag sehr unwahrscheinlich sei, offensichtlich falsch wäre. Er behauptet auch nicht, dass das Gerät während seiner Einsatzdauer jemals eine Synkope, wie sie angeblich am Ereignistag aufgetreten sein soll, aufgezeichnet hätte. Überhaupt verkennt der Beschwerdeführer mit seiner Kritik am vorinstanzlichen Gutachten in grundsätzlicher Weise, dass der Umstand, dass eine andere Würdigung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint, mithin die Einschätzung seiner behandelnden Ärzte zutreffen könnte, für die Annahme von Willkür nicht genügt (oben E. 1.1). Gleiches gilt für seine weiteren Einwände.