Citation: 9C_390/2022 E. 2.2

2.2. Zum Valideneinkommen erwägt die Vorinstanz, die Beschwerdeführerin habe zwar keine Berufsausbildung, sich aber nach Angaben ihrer ehemaligen Arbeitgeberin in ihrer rund 30-jährigen Tätigkeit ein hohes arbeitsplatzspezifisches Fachwissen angeeignet. Das erkläre, weshalb sie zuletzt ein über dem statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterinnenlöhne liegendes Einkommen erzielt habe. Dieser Lohn (unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung 2017-2019: Fr. 66'985.-) sei als Valideneinkommen einzusetzen. Für das Invalideneinkommen geht die Vorinstanz von einem statistischen Zentralwert der Hilfsarbeiterinnenlöhne in Höhe von Fr. 55'222.- (2019) aus. Sie stellt auf die Schlussfolgerung der MEDAS-Sachverständigen ab, die Beschwerdeführerin sei für leidensadaptierte Hilfsarbeiten zu 90 Prozent arbeitsfähig. Der Tabellenlohn sei unter dem Titel des leidensbedingten Abzugs (BGE 126 V 75) um 10 Prozent herabzusetzen. Damit belaufe sich das Invalideneinkommen auf Fr. 44'730.-. Werde dieses dem Valideneinkommen von Fr. 66'985.- gegenübergestellt, ergebe sich ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von maximal 33,22 Prozent.