Citation: 1B_90/2021 E. 2

Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht von Verbrechen oder Vergehen nicht (vgl. Art. 221 Abs. 1 Ingress StPO). Er wendet sich jedoch gegen die Annahme des besonderen Haftgrundes der Kollusionsgefahr (Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO). Im Wesentlichen zusammengefasst, macht der Beschuldigte geltend, das Strafverfahren richte sich nicht nur gegen ihn, sondern auch noch gegen seine Ehefrau (die mitbeschuldigte Mutter seines Stiefsohnes) als angebliche Teilnehmerin sowie gegen einen weiteren Mitbeschuldigten, dem ebenfalls ein sexueller Missbrauch des mutmasslich Geschädigten vorgeworfen werde. Beide Mitbeschuldigte seien ebenfalls verhaftet, in der Zwischenzeit aber wieder aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Im Haftverfahren gegen seine Ehefrau habe das Obergericht festgestellt, es bestehe keine Kollusionsgefahr (mehr) zwischen ihr und dem Geschädigten. Nach Ansicht des Beschwerdeführers gebe es keine sachlichen Gründe, mit Bezug auf seine Person anders zu urteilen. Zwar stellten die Beweisaussagen des Geschädigten "ein grundsätzlich wichtiges Beweismittel" dar, "welches es kollusionsfrei zu erheben galt". Unterdessen lägen jedoch mehrere sehr detaillierte Einvernahmen vor; diejenige durch die Staatsanwaltschaft sei auf Video aufgezeichnet worden. Es seien keine konkreten Anzeichen dafür ersichtlich, dass der Geschädigte seine bisherigen belastenden Aussagen "abschwächen, zurückziehen oder sonstwie verändern würde". Auch sonst bestünden keine ausreichenden Anhaltspunkte für eine drohende Verdunkelung.