Citation: 6B_109/2018 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführer legen dem Beschwerdegegner 2 zur Last, sie hätten ihn, zusammen mit weiteren Einsprechern, als Rechtsvertreter beauftragt, eine öffentlich-rechtliche Baueinsprache gegen das Gesuch der C.________ um Verlängerung der Bewilligung für Abbau und Auffüllung der Kiesgruben in D.________ und E.________ zu erheben. Dieser habe die am 6. Mai 1999 erhobene Einsprache ohne vorherige Rücksprache mit ihnen am 12. September 2008 zurückgezogen, womit er seine Vertretungsmacht missbraucht habe. Überdies habe sich der Beschwerdegegner 2 von der Gegenpartei eine Honorarzahlung versprechen lassen und diese ihnen gegenüber zunächst verheimlicht. Der Beschwerdegegner 2 habe sie über die mit der Gegenpartei getroffenen Vereinbarungen nicht aufgeklärt, sondern die Einsprache schliesslich gegen ihren Willen zurückgezogen. Durch dieses Vorgehen habe der Beschwerdegegner 2 einen finanziellen und immateriellen Schaden verursacht. Einerseits hätten sie die Möglichkeit verloren, ihre Abwehrrechte auf dem Rechtsweg durchzusetzen. Andererseits sei der Wert ihrer Liegenschaft massiv beeinträchtigt worden. Die Vorinstanz bejaht einen hinreichenden Tatverdacht auf ungetreue Geschäftsbesorgung. Sie erwägt, "der Umstand, dass der Beschuldigte als Anwalt die Baueinsprache seiner Mandanten ohne Rücksprache zurückzog und sich dabei, was zunächst geheim gehalten werden sollte, von der Bauherrschaft für seinen Aufwand bezahlen liess, setzt einen hinreichenden Tatverdacht auf ungetreue Geschäftsbesorgung. Demzufolge geht auch die Staatsanwaltschaft in der Einstellungsverfügung davon aus, es wäre zu erwarten gewesen, dass der Beschuldigte seine Mandanten über den Einspracherückzug sowie die Übernahme der Anwaltskosten durch die Gegenpartei informiert hätte.... Die Staatsanwaltschaft verkennt also insoweit nicht, dass ein Missbrauch dieser Vollmacht... nicht sicher auszuschliessen ist, sondern liess dies offen. In diesem Zusammenhang weisen die Beschwerdeführer nicht ohne Grund auf nicht unverdächtige Widersprüche in den Angaben der Beteiligten hin.... Ebenfalls leuchtet es nicht ein, inwiefern die Bauherrschaft mit der Übernahme dieser Kosten hätte Goodwill bei den Einsprechern schaffen können, wenn der 'Spender' hätte geheim gehalten werden sollen." Die Vorinstanz erachtet jedoch weitere Abklärungen für nicht erforderlich, da sie in objektiver Hinsicht einen Vermögensschaden und unter dem Gesichtspunkt des subjektiven Tatbestands eine Bereicherungsabsicht des Beschwerdegegners 2 verneint.