Citation: U 344/05 13.03.2006 E. A

O.________, geboren 1953, war zuletzt als selbstständiger Unternehmensberater tätig und bei den Winterthur Versicherungen (Winterthur) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 1. März 2000 stürzte er in seinem Wohnhaus eine Treppe hinunter und zog sich insbesondere eine Rissquetschwunde am Kopf zu. Der von der Ehefrau herbeigerufene Hausarzt Dr. med. Z.________, Innere Medizin FMH, fand O.________ in nicht ansprechbarem Zustand vor und vermutete einen epileptischen Anfall sowie eine Hypoglykämie. Er verabreichte O.________ eine Glukoseinjektion und überwies ihn ins Spital L.________. Sowohl das dort angefertigte Computertomogramm des Schädels als auch die Commotio-Überwachung und eine Ultraschalluntersuchung des Abdomens waren unauffällig; der Verdacht auf ein Insulinom konnte im Fastentest nicht erhärtet werden (Bericht vom 8. Mai 2000). O.________ wurde am 5. März 2000 in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen. In der Folge fanden umfangreiche medizinische Untersuchungen statt (Elektroenzephalogramme des Schädels vom 13. und 30. März 2000; Abklärung durch den Neurologen Dr. med. R.________, vom 19. März 2001; Kernspintomographie des Gehirns am 28. März 2001 [Klinik H.________]; Anämieabklärung vom 14. Juli 2001 [Dr. med. W.________, Innere Medizin FMH]; Untersuchung des Thorax und Ultraschall des Abdomens vom 7. November 2001 [Klinik H.________]; Gastroskopie am 12. Dezember 2001 [Dr. med. W.________]; Schlafanalyse am 8. und 9. Januar 2002 [Dr. med. B.________, Neurologie FMH]; Untersuchung in der Lungenpraxis X.________ [Bericht vom 23. Januar 2002]; Abklärung im Rahmen der interdisziplinären Schmerzsprechstunde der rheumatologischen Universitätsklinik Y.________ [Bericht vom 16. April 2002]; neuropsychologische Untersuchung im Universitätsspital Y.________ vom 7. Juni 2002; MRI des Schädels in der Klinik H.________, vom 9. Juli 2002; Untersuchung im Institut für Psychotraumatologie IPZ, [Dr. med. A.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH], vom 19. und 27. August 2002; kardiologische Untersuchung durch Dr. med. G.________, FMH Innere Medizin, vom 9./10. September 2002; SPECT-Untersuchung im Spital Q.________ vom 20. September 2002; neuropsychologische Untersuchung durch Frau Dr. phil. C.________/lic. phil. M.________, vom 19./25. März 2003). Trotz all dieser Untersuchungen konnten die Ursachen für den Sturz vom 1. März 2000 (sowie für die weiteren Bewusstseinsstörungen von Februar 2001 und Juni 2002) nicht eruiert werden. Die Winterthur, bei der O.________ am 30. Mai 2002 den Unfall gemeldet hatte, holte Berichte der behandelnden Ärzte ein, führte erwerbliche Abklärungen durch und ersuchte ihre beratenden Mediziner Dres. med. I.________ (Innere Medizin FMH), N.________ (Innere Medizin FMH), U.________ (FMH für Chirurgie), und E.________ (FMH für Psychiatrie) um Einschätzungen vom 5. März und 3. September 2003 sowie vom 23. und 25. Januar 2004. Der Rechtsvertreter des O.________ veranlasste zusätzlich eine biomechanische Beurteilung bei der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik (Prof. Dr. D.________), vom 20. Februar 2003. Mit Verfügung vom 19. November 2003 lehnte die Winterthur ihre Leistungspflicht ab. Hiegegen liess O.________ Einsprache erheben, welche die Winterthur am 10. Mai 2004 in dem Sinne guthiess, als sie bis 31. August 2000 Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung erbrachte. Eine weitergehende Leistungspflicht lehnte sie ab, da seit 1. September 2000 keine Unfallfolgen mehr vorlägen.