Citation: 6B_663/2019 E. 3.1

3.1. Der Verurteilung wegen versuchter einfacher Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 und Art. 22 Abs. 1 StGB) hält der Beschwerdeführer ebenfalls eine Verletzung von Bundesrecht entgegen. Im Unterschied zur ersten Instanz sei er im Berufungsverfahren bloss wegen Versuchs verurteilt worden. Angeklagt gewesen sei aber das vollendete Delikt. Bereits aus diesem formellen Grund sei die Verurteilung aufzuheben. Die Rechtsprechung teilt diese Rechtsauffassung nicht: Ist demnach eine vollendete Tatbegehung angeklagt, so verletzt eine Verurteilung wegen versuchter Tatbegehung den Anklagegrundsatz nicht, da es einer angeklagten Person ohne Weiteres möglich ist, zu sämtlichen Aspekten des objektiven wie auch des subjektiven Tatbestands Stellung zu beziehen (Urteil 6B_267/2008 vom 9. Juli 2008 E. 4.5 [publ. in: AJP 2008 S. 1600]).