Citation: 8C_139/2014 E. 4.2.2

4.2.2. In Würdigung der medizinischen Aktenlage ist das kantonale Gericht zum Schluss gelangt, dass die Ursache der Osteoporose des Beschwerdeführers angesichts der bei jungen Erwachsenen zu erwartenden Reversibilität derselben nicht in der durch den Gleitschirmabsturz im Jahre 1991 bedingten längeren Immobilitätsphase zu sehen ist. Zur Untermauerung dieser Erkenntnis verwies es auf den in Heft 1/2010 (S. 8 f.) der Fachzeitschrift Spectrum Osteoporose erschienenen Artikel "Immobilisations-Osteoporose" von Frau Prof. Dr. med. Preisinger, Wien. Entgegen der Argumentation des Beschwerdeführers handelt es sich bei diesem Fachartikel nicht um ein Beweismittel, mit welchem allenfalls umstrittene sachverhaltliche Elemente des konkreten Einzelfalles nachgewiesen werden könnten. Von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs - welche der Beschwerdeführer darin erblicken will, dass ihm die Vorinstanz diesen Artikel nicht vor Erlass ihres nunmehr angefochtenen Entscheids vorgelegt hat - kann daher keine Rede sein. Es geht einzig um die von der Vorinstanz als Entscheidungsgrundlage medizinischer Art getroffene Annahme, dass eine zufolge länger anhaltender Immobilität bewirkte Osteoporose bei jungen, gesunden Personen reversibel sei. Der Nachweis eines solchen im medizinischen Fachbereich anzusiedelnden Geschehensablaufs ist letztlich von der medizinischen Wissenschaft zu erbringen. Ein Gericht kann lediglich seine Entscheide anhand des aktuellen wissenschaftlichen Standes begründen, nicht aber selbst "Beweise" in fachfremden Gebieten erbringen oder von betroffenen Parteien erbringen lassen. Sind für einen juristischen Entscheid erforderliche Präsumptionen medizinischer Art in der medizinischen Wissenschaft (noch) nicht allgemein anerkannt und existieren diesbezüglich deshalb unterschiedliche fachärztliche Auffassungen, lässt sich nicht vermeiden, dass sich ein Gericht notgedrungen auf eine dieser divergierenden Ansichten beruft, sich einer davon anschliesst. In diesem Sinne lässt sich die Zitierung des erwähnten Beitrages der Frau Prof. Dr. med. Preisinger in einer Fachzeitschrift durch die Vorinstanz nicht beanstanden, zumal aufgrund der Vorbringen des Beschwerdeführers kein Anlass besteht, deren Fachkompetenz in Frage zu stellen.