Citation: 9C_752/2019 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht hat seine Beurteilung (E. 2 hiervor) auf den Fragebogen betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt vom 21. Dezember 2017 sowie auf die Angaben im Rahmen der Abklärung an Ort und Stelle vom 27. Juni 2018 und anlässlich des Telefongesprächs vom 22. Januar 2018 gestützt. Danach habe die Beschwerdeführerin ein Pensum von 80 % im Gesundheitsfall angegeben und sich dahingehend geäussert, dass die Pensumsreduktion von 100 auf 80 % im Jahre 2013 nicht aus gesundheitlichen Gründen erfolgt sei. Diese übereinstimmenden Äusserungen habe die Versicherte in Kenntnis der Erkrankung und ihres schleichenden Verlaufs gemacht. Die Stellungnahme im Schreiben vom 23. Mai 2018, wonach ein 100 %-Pensum bereits vor der Operation (Lebertransplantation vom Januar 2017) schwierig gewesen sei, weshalb sie auf 80 % reduziert habe, sei auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin hin unter Hinweis auf die Mitwirkungspflicht erfolgt. Dr. med. B.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie, behandle die Beschwerdeführerin schliesslich erst seit November 2016, weshalb er in retrospektiver Hinsicht nur Aussagen allgemeiner Art treffen könne. Echtzeitliche ärztliche Berichte, die vor dem 21. November 2016 eine Arbeitsunfähigkeit attestierten, fänden sich in den Akten nicht.