Citation: 5C.133/2004 05.01.2005 E. 3

Ein offensichtliches Versehen nach Art. 63 Abs. 2 OG rügen die Beklagten hingegen in Zusammenhang mit den vom Beklagten 2 beglichenen Rechnungen Dritter: Das Obergericht hat dem Beklagten 2 dafür eine Ersatzforderung zugestanden. Es hat aber den Betrag um Fr. 10'000.-- gekürzt mit der Begründung, unter den bezahlten Rechnungen figuriere die Position "Zimmerarbeiten E.________". Der Leistungserbringer dieser Arbeiten sei mitbeteiligter Erbe und somit handle es sich im Verhältnis zwischen den Parteien um Eigenleistungen und nicht um Rechnungen Dritter. Die Beklagten bringen dagegen vor, bei "E.________" handle es sich nicht um ein Mitglied der Erbengemeinschaft, sondern den Verwaltungsrat der Firma F.________ Holzbau AG. Ein offensichtliches Versehen liegt nur vor, wenn die Vorinstanz eine bestimmte Aktenstelle übersehen oder unrichtig, d.h. nicht in ihrer wahren Gestalt, insbesondere nicht mit ihrem wirklichen Wortlaut wahrgenommen hat (BGE 109 II 159 E. 2b S. 162). Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht gegeben, da sich aus dem Wortlaut der strittigen Aktenstelle nicht eindeutig ergibt, dass die Arbeiten von der Firma F.________ Holzbau AG vorgenommen worden sind. Die Berufung ist damit in diesem Punkt abzuweisen.