Citation: 4A_262/2013 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz gelangte im Rahmen der subjektiven Auslegung zu einem positiven Beweisergebnis im Sinne des Standpunktes des Beschwerdegegners. Sie befand, es sei bewiesen, dass zwischen den Parteien ein Vertrag über die Erstellung eines nicht sichtbaren Dachstuhls vereinbart worden sei. Die Vorinstanz stellte entscheidend auf die Zeugenaussagen des Architekten der Beschwerdeführerin, D.________, ab, der in diesem Sinne ausgesagt hatte. Zudem berücksichtigte sie, dass entsprechend ausgeschrieben worden war. Die beiden Schnittpläne - so die Vorinstanz - hätten eine Deckenverkleidung aus Täfer oder Fermacellplatten enthalten. Ferner verwies sie zur Untermauerung dieses Ergebnisses auf die übrigen Zeugenaussagen und deren Würdigung durch die Erstinstanz. Sie erwog, sogar der Privatgutachter der Beschwerdeführerin, E.________, halte in seinem Gutachten vom 1. Februar 2005 fest, in den Schnittplänen A-A bis C-C sei ersichtlich, dass zwischen den Sparren ein Hohlraum für Beleuchtung sowie unter den Sparren eine Deckenverkleidung eingeplant gewesen seien, und dass die Baubeteiligten aufgrund der Leistungsbeschriebe aller Offertvarianten davon ausgegangen seien, die Sparrenlage bleibe nicht sichtbar. Das subjektive Auslegungsergebnis sah die Vorinstanz im Übrigen bestätigt durch eine objektivierte Auslegung, wonach jedenfalls ein normativer Konsens über eine nicht sichtbare Dachkonstruktion zustande gekommen sei.