Citation: 4A_160/2015 E. 4.2

4.2. Wie bereits dargelegt (E. 2.3.2 hiervor) konnte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, dass keine Aufklärung über die Dringlichkeit einer Revisionsoperation anlässlich der Besprechung vom 9. Februar 2004 nachgewiesen wurde. Das genügt, um die grundsätzliche Haftung des Beschwerdeführers hinsichtlich des LNS zu bestätigen, sofern nicht - was der Beschwerdeführer rügt - die Beschwerdegegnerin durch ihr Zuwarten mit der Revisionsoperation den Schraubenbruch selbst verursachte und damit den Kausalzusammenhang unterbrach. Der adäquate Kausalzusammenhang wird unterbrochen, wenn zu einer an sich adäquaten Ursache eine andere Ursache hinzutritt, die einen derart hohen Wirkungsgrad aufweist, dass erstere nach wertender Betrachtungsweise als rechtlich nicht mehr beachtlich erscheint. Entscheidend ist die Intensität der beiden Ursachen (BGE 130 III 182 E. 5.4; 116 II 519 E. 4b S. 524; je mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 4A_115/2014 vom 20. November 2014 E. 6.4.1 und 4A_385/2013 vom 20. Februar 2014 E. 5). Der Beschwerdef ührer verweist wie schon vor Vorinstanz auf die am 9. M ärz 2004 bei Dr. med. D.________ eingeholte Zweitmeinung, aufgrund derer die Beschwerdegegnerin über die Dringlichkeit der Operation Bescheid gewusst und trotzdem anschliessend noch weitere Ärzte konsultiert und mit der Operation zugewartet habe. Das ist eine blosse appellatorische Kritik. Er setzt sich mit keinem Wort mit der Begründung der Vorinstanz auseinander, wonach sich aus den Akten einzig ergebe, dass Dr. med. D.________ auf die (objektive) Notwendigkeit der Operation hingewiesen habe, aber nicht auf deren zeitliche Dringlichkeit. Ist aber nicht nachgewiesen, dass die Beschwerdegegnerin um die zeitliche Dringlichkeit wusste, kann ihr das Zuwarten angesichts aller Umstände - u.a. bescheidener schmerzlindernder Erfolg der ersten Operation, noch keine zwei Monate zurückliegende erhebliche Operation, Risiken einer zweiten Operation - nicht als den Kausalzusammenhang unterbrechendes Selbstverschulden angerechnet werden, wie die Vorinstanz richtig erkannte. Besteht somit eine Haftung der Beschwerdeführers für das LNS aufgrund der unterlassenen Aufklärung über die Dringlichkeit einer Revisionsoperation anlässlich der Besprechung vom 9. Februar 2004, muss auf seine Rügen hinsichtlich der diesbezüglichen alternativen Begründungen der Vorinstanz nicht weiter eingegangen werden.