Citation: 2C_164/2022 E. 5.4

5.4. Die Vorinstanz vermutete aufgrund der Lebensumstände des verheirateten Beschwerdeführers, dass sich dessen Lebensmittelpunkt zwischen März 2016 und Sommer 2019 in Deutschland befand. Er folgte seiner Ehefrau, die bei einer Mission in Deutschland eine mehrere Monate dauernde Ausbildung mit anschliessendem Praktikum in Angriff nahm, und arbeitete freiwillig in der Missionsstation als Koch. Ab dem 1. September 2016 mieteten die Ehegatten dort unbefristet eine 3-Zimmerwohnung, welche ihren Bedürfnissen entsprach und die sie gemäss eigenen Angaben auch mit Möbeln aus den Liegenschaften, welche die Ehefrau im Kanton Uri besass, sowie neu gekauften Möbeln und solchen der Mission einrichteten. Die Wohnung diente ihnen als Rückzugsort, sofern sie nicht auf Reisen waren, um nach Abschluss der Ausbildung der Ehefrau ihrer Tätigkeit als christliche Missionare nachzugehen. Auch die zahlreichen Transaktionen, welche im Zusammenhang mit Besorgungen des täglichen Lebens am neuen Aufenthaltsort und in dessen Umgebung anfielen, sprechen gemäss Vorinstanz dafür, dass sich der Lebensmittelpunkt dorthin verschoben hat.