Citation: 4A_42/2021 E. A

A.a. A.________ (Klägerin, Beschwerdeführerin) erwarb am 8. Dezember 2014 im Nachverkauf zu einer Auktion bei der C.________ AG (Beklagte 1) eine blaue Schwammskulptur ("Eponge bleue") des verstorbenen Künstlers Yves Klein zu einem Preis von Fr. 123'120.-- (inklusive Mäklerprovision und Mehrwertsteuerzuschlag). Bei dieser Skulptur handelt es sich um einen blauen Schwamm auf einem geraden Metallständer. Folgende Abbildung liegt im Recht: Yves Klein hatte den Schwamm im Jahr 1961 geschaffen; der Metallständer wurde nach dessen Tod von seinem Nachlass ergänzt. Daneben fertigte Yves Klein zu Lebzeiten zahlreiche weitere Schwammplastiken an, die teilweise von ihm mit einem Sockel versehen worden sind. A.b. Die Skulptur war der C.________ AG von der B.________ AG (Beklagte 2, Beschwerdegegnerin) eingeliefert und im Auktionskatalog der C.________ AG wie folgt beschrieben worden: "YVES KLEIN 1928-1962 Ohne Titel (Eponge Bleue). 1961. IKB Pigment und Kunstharz auf Schwamm. Ca. 6 × 6 × 6 cm auf Metallständer, Gesamthöhe 17.5 cm." Die Auktionsbedingungen enthielten eine Klausel "Haftungsausschluss". Darin erklärte die C.________ AG unter anderem, dass die Beschreibung der Objekte "nach bestem Wissen und Gewissen" erfolge. Indes werde "keine Haftung" für die Katalogangaben übernommen und "jede Haftung für Rechts- und Sachmängel wegbedungen". Es sei am Käufer, sich ein eigenes Urteil bezüglich der Übereinstimmung des Kunstobjektes mit der Katalogbeschreibung zu bilden. Ferner war darin vermerkt, dass "die Verpflichtungen des Einlieferers gegenüber dem Käufer" in gleichem Mass eingeschränkt seien "wie die Verpflichtungen von C.________ AG gegenüber dem Käufer". A.c. In der Folge erklärte A.________, den Vertrag nicht halten zu wollen. Sie habe erst im Nachhinein erfahren, dass der Schwamm nicht von Yves Klein auf den Sockel montiert worden sei, und berief sich auf Grundlagenirrtum und absichtliche Täuschung, eventualiter auf Sachgewährleistung.