Citation: 4A_248/2024 E. B

B.a. Mit Eingabe vom 29. März 2021 reichte die Borgerin beim Kantonsgericht Zug gegen den Darleiher eine Aberkennungsklage ein (Verfahren A3 2021 17). Sie beantragte im Wesentlichen, es sei gerichtlich festzustellen, dass die in Betreibung gesetzten Forderungen nicht bestünden. Zudem stellte sie den prozessualen Antrag, ihre Aberkennungsklage mit dem Verfahren A3 2019 37 (vgl. hiervor Sachverhalt lit. A.b) zu vereinigen. Mit Entscheid vom 4. Juni 2021 wurde dieser Antrag der Borgerin auf Vereinigung der Verfahren abgewiesen. Mit Urteil vom 22. Dezember 2022 wies das Kantonsgericht die Aberkennungsklage der Borgerin ab. Die Gerichtskosten von Fr. 30'000.-- auferlegte es der Borgerin und verpflichtete diese, dem Darleiher eine Parteientschädigung von Fr. 33'000.-- zu bezahlen. Das Kantonsgericht erwog, die Borgerin habe weder das Zustandekommen des Darlehensvertrags noch die Fälligkeit der Rückzahlungsforderung bestritten. Sie erhebe verschiedene Einwände, die indessen unbegründet seien. Der Aktienkauf- und der Darlehensvertrag bildeten kein einheitliches Vertragswerk, weshalb Einwendungen aus dem Aktienkaufvertrag der Teilrückzahlung des Darlehens nicht entgegenstünden. Da die Ansprüche aus Sachgewährleistung nicht Streitgegenstand bildeten, seien diese Einwände nicht zu hören. B.b. Eine dagegen gerichtete Berufung der Borgerin hiess das Obergericht des Kantons Zug mit Urteil vom 26. März 2024 gut. Es trat auf die Klage nicht ein und stellte fest, dass die vom Einzelrichter erteilte provisorische Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. xxx nicht definitiv werde, solange über den Bestand des Darlehens im derzeit beim Kantonsgericht Zug hängigen Verfahren A3 2019 37 nicht rechtskräftig entschieden ist. Die Gerichtskosten für das erstinstanzliche Verfahren von Fr. 30'000.-- auferlegte es dem Darleiher und verpflichtete diesen, der Borgerin eine Parteientschädigung von Fr. 33'000.-- zu bezahlen. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren von Fr. 30'000.-- legte es ebenfalls dem Darleiher auf und verpflichtete diesen, die Borgerin für das Berufungsverfahren mit Fr. 23'800.-- zu entschädigen. Das Obergericht erwog, das Kantonsgericht werde im Verfahren A3 2019 37 zu entscheiden haben, ob der Kaufpreis zu mindern (bzw. der Kauf zu wandeln) sei. Damit werde auch entschieden, ob bzw. in welchem Umfang das Darlehen Bestand habe. Die Borgerin habe bereits im Verfahren A3 2019 37 verlangt, dass der Kaufpreis im Umfang von Fr. 9,75 Mio. gemindert werde. Sie mache damit geltend, das Darlehen bestehe nicht (mehr) und die Rückzahlungen seien nicht geschuldet. Aufgrund identischer Streitgegenstände sei auf die Aberkennungsklage nicht einzutreten. Die der Aberkennungsklage zugrunde liegende provisorische Rechtsöffnung werde so lange nicht definitiv, als das Verfahren A3 2019 37 andauere.