Citation: U 274/05 07.11.2005 E. A

Die 1973 geborene Z.________ arbeitete seit April 1997 als Reinigerin in der Firma G.________ und war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 30. November 1998 fuhr ein rückwärts aus einem Parkfeld kommendes Fahrzeug in ihren vom Ehemann gesteuerten davor stehenden Wagen und drückte diesem den linken Kotflügel ein, während sie auf dem Hintersitz dem Kleinkind zugewandt mit diesem beschäftigt war. Die zu jener Zeit schwangere Versicherte begab sich gleichentags in die Klinik F.________, wo nebst der bereits im Jahre 1996 festgestellten Multiplen Sklerose (MS) ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS) diagnostiziert wurde. Während der viertägigen Hospitalisation, welche in erster Linie der Überprüfung der Schwangerschaft diente, wurden auch Röntgenbilder und Magnetresonanztomogramme der HWS erstellt, welche indessen unauffällige Befunde ergaben (Austrittsbericht vom 7. Dezember 1998). Wegen Kopf-, Hals-, Nacken- und Schulterbeschwerden wurde sie in der Folge physiotherapeutisch behandelt. Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht, kam für die Heilbehandlung auf und richtete Taggelder aus. Am 5. März 1999 konsultierte Z.________ ihren Hausarzt Dr. med. M.________ und berichtete ihm von vermehrter HWS-Verspannung und Schwindel seit Januar 1999. Dieser stellte gemäss Zeugnis vom 23. März 1999 Schmerzen am Nacken, Schwankschwindel und Redeprobleme fest. Der Neurologe Dr. med. D._______, bei dem die Versicherte bereits wegen der MS-Problematik in Behandlung stand, fand bei der Untersuchung vom 15. März 1999 ein leichtes bis mässiges, links-betontes, oberes Zervikalsyndrom mit leichter, schmerzhafter Funktionseinschränkung und ordnete eine medikamentöse und physiotherapeutische Weiterbehandlung an (Zeugnis vom 17. Mai 1999). Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung durch Dr. med. W.________ vom 18. Juni 1999 klagte Z.________ über immer noch andauernde Nackenbeschwerden, Kopfweh, Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Vergesslichkeit und Sprach- und Ausdrucksschwierigkeiten. Wegen des persistierenden Zervikalsyndroms mit zentralen Nebenerscheinungen war die Versicherte noch nicht arbeitsfähig. Im Arztbericht zu Handen der IV-Stelle Basel vom 8. November 1999 erwähnt Dr. med. D._______ eine seit 1996 schubförmig auftretende Multiple Sklerose mit bisher nur sehr geringen Residuen, wobei der letzte Schub im Juni 1999 stattgefunden habe. Am 21. Dezember 1999 nahm Dr. med. W.________ eine erneute kreisärztliche Untersuchung vor. Dabei fand er ein etwas ausgeprägteres Zervikalsyndrom und empfahl weitere therapeutische Behandlung. Im Auftrag der SUVA führte Dr. med. D._______ am 19. Juni 2000 eine neuropsychologische Testung durch, welche gemäss Bericht vom 11. Juli 2000 leichte Defizite im Bereich der Konzentrationsleistungen und Wortfindungsstörungen ergab. Die SUVA legte die Akten daraufhin Dr. med. R.________ vom SUVA Ärzteteam Unfallmedizin zur Beurteilung vor (Bericht vom 6. Dezember 2000). Gestützt darauf teilte sie der Versicherten am 21. Dezember 2000 mit, dass die Beschwerden nicht mehr mit dem mindestens erforderlichen Beweisgrad der Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 30. November 1998 zurückzuführen seien. Sie werde daher sämtliche Leistungen ab dem 31. Dezember 2000 einstellen. Am 13. November 2001 meldete die Versicherte der SUVA einen Rückfall und gab an, sie verspüre seit einiger Zeit wieder zunehmend Nackenbeschwerden, welche bis in die Arme ausstrahlten und schliesslich in einer Migräne endeten. Dr. med. D._______ diagnostizierte im Zeugnis vom 19. Dezember 2001 ein rezidivierendes Zervikalsyndrom mit cervicaler und cervico-cephaler Symptomatik. Nachdem sie die Akten Kreisarzt Dr. med. W.________ vorgelegt hatte, teilte ihr die SUVA am 8. Januar 2002 mit, es lägen weder Folgen eines versicherten Unfalles noch eine unfallähnliche Körperschädigung vor, weshalb keine Leistungspflicht bestehe. Wegen Sensibilitätsstörungen, Ermüdung in den Beinen und Gangunsicherheit mit Reduktion der Gehstrecke suchte Z.________ im April 2002 notfallmässig die MS-Sprechstunde des Spitals B._________ auf, wo ein Krankheitsschub, vermutlich von einem spinalen Herd ausgehend, festgestellt wurde. Gemäss Bericht vom 22. April 2002 stand das HWS-Syndrom bei den damaligen Untersuchungen nicht im Vordergrund. Mit Schreiben vom 27. Juni 2002 gelangte die Versicherte an die SUVA und ersuchte um Neuüberprüfung der Angelegenheit. Diese teilte am 18. Juli 2002 mit, die eingereichten medizinischen Unterlagen enthielten keine grundlegend neuen Fakten, welche zugunsten von Unfallfolgen sprechen würden. An der Stellungnahme vom 8. Januar 2002 werde daher festgehalten. Wegen in der Nacht plötzlich aufgetretenen heftigen Nackenschmerzen begab sich Z.________ am 1. März 2003 in die medizinische Notfallstation des Spitals B._________. Die Ärzte lokalisierten Schmerzen in der linken Nackenhälfte und empfahlen eine weiterführende Schmerztherapie. Daraufhin ersuchte die Versicherte die SUVA am 19. Juni 2003 unter Hinweis auf die Stellungnahme des Dr. med. D._______ vom 13. Juni 2003 um erneute Prüfung ihrer Leistungspflicht. Die SUVA legte die Akten wiederum Dr. med. R.________ vor, der am 29. April 2004 eine ärztliche Beurteilung vornahm. Mit Verfügung vom 18. Mai 2004 verneinte sie gestützt darauf ihre Leistungspflicht, da keine Folgen eines versicherten Ereignisses vorlägen. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 2. November 2004 ab.