Citation: 1C_405/2022 E. 5.4.1

5.4.1. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz es aufgrund der erheblichen Unsicherheit bezüglich der Fahreignung und des konkreten Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin als nicht vertretbar erachtet hat, sie bis zum Vorliegen der Abklärungsresultate der verkehrsmedizinischen Begutachtung weiterhin zum Strassenverkehr zuzulassen. Dass sich die Beschwerdeführerin in fahrunfähigem Zustand nie ans Steuer setzt und sie noch nie eine Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz begangen hat, ändert an diesem Ergebnis nichts. Diese Umstände vermögen die ernsthaften Zweifel an der Fahreignung der Beschwerdeführerin nicht zu beseitigen bzw. so gering erscheinen zu lassen, dass ausnahmsweise auf den vorsorglichen Sicherungsentzug verzichtet werden könnte. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sich diese Faktoren im verkehrsmedizinischen Gutachten positiv auswirken können. Auch der Umstand, dass sie unter regelmässiger ärztlichen Kontrolle steht, vermag die ernsthaften Zweifel an der Fahreignung nicht auszuräumen.