Citation: 8C_40/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erkannte zutreffend, dass hier der für eine erhebliche Sachverhaltsveränderung (im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG) massgebliche Referenzzeitpunkt auf den Erlass der anspruchsverneinenden Verfügung vom 3. März 2016 fällt (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4). Sie stellte nach umfassender Würdigung der medizinischen Akten fest, sowohl aus somatischer als auch aus psychiatrischer Sicht habe sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verglichen mit dem Zeitpunkt der Verfügung vom 3. März 2016 nicht massgeblich verändert. Im SMAB-Gutachten vom 13. Oktober 2021 sei angegeben worden, die Frage nach der Veränderung des Gesundheitszustandes könne nicht mit Sicherheit beantwortet werden. Die Experten hätten aber erklärt, dass die Entwicklung der psychiatrischen Problematik vor dem Jahr 2016 erfolgt sei und die von ihnen attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit sicherlich seit dem 3. März 2016 bestanden habe. Damit fehle es an Anhaltspunkten für eine gesundheitliche Verschlechterung seit März 2016. Diese Auslegung dränge sich auch auf, weil erste stationäre Behandlungen in psychiatrischen Kliniken bereits ab 2012 und damit vor dem 3. März 2016 stattgefunden hätten. Die Darstellung des Beschwerdeführers, wonach die Grunderkrankung zwar seit längerem angelegt gewesen sei, sich aber erst in neuster Zeit im Sinne einer funktionellen Einschränkung und einer Verschlechterung ausgewirkt habe, sei nicht belegt und widerspreche der gutachterlichen Beurteilung des Verlaufs der Arbeitsfähigkeit. Soweit die Gutachter eine volle Arbeitsunfähigkeit attestierten - welche allerdings einer Indikatorenprüfung nicht standhalte - sei im Übrigen von einer anderen Beurteilung des gleichen Sachverhalts auszugehen. Von somatischer Seite habe sich der Beschwerdeführer im September 2017 einen Abriss des Tuberculum majus der rechten Schulter zugezogen. Im Dezember 2019 sei eine Femurkopfnekrose mit leichtgradiger subchondraler Fraktur in den kranialen und ventralen Anteilen des Femurkopfes festgestellt worden. Gemäss SMAB-Gutachten würden sich die somatischen Diagnosen jedoch nicht auf die Arbeitsfähigkeit in einer körperlich angepassten Tätigkeit auswirken. Auch aus somatischer Sicht bestehe daher verglichen mit März 2016 keine massgebliche gesundheitliche Verschlechterung. Nach Prüfung der Standardindikatoren sei sowohl für die angestammte als auch für eine angepasste Tätigkeit eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 100 % anzunehmen. Die IV-Stelle habe damit einen Rentenanspruch zu Recht verneint.