Citation: 6B_444/2014 E. 1.4.1

1.4.1. Der Schuldspruch wegen Gehilfenschaft zum versuchten Diebstahl verletzt kein Bundesrecht. Die Vorinstanz hat die Vorbereitungshandlungen zutreffend als Gehilfenschaft qualifiziert. Die gemeinsamen Vorbereitungshandlungen haben den Raubversuch (objektiv) gefördert, was der Beschwerdeführer im Übrigen auch nicht bestreitet. Unbehelflich ist das Vorbringen, er habe die Tatbeiträge zur Begehung seiner eigenen Tat (in Mittäterschaft) und nicht zur Unterstützung des später von Y.________ alleine verübten Raubversuchs geleistet, und seine "straflosen Vorbereitungshandlungen" könnten durch die Abstandnahme von der eigenen Tat nicht zur Hilfeleistungen eines Dritten werden. Der Beschwerdeführer hat im Vorbereitungsstadium zur Begehung des ursprünglich geplanten Diebstahls mitgewirkt, seine Hilfeleistungen mithin vorsätzlich erbracht. Dass er die Tat ursprünglich als eigene wollte, begründet keine Mittäterschaft (vgl. BGE 135 IV 152 E. 2.3.1; 130 IV 58 E. 9.2.1; je mit Hinweisen) und ändert nichts an der rechtlichen Qualifikation der Vorbereitungshandlungen. Die (nachträgliche) Abstandnahme von der Tat vor Versuchsbeginn bei mehreren Beteiligten richtet sich nach den allgemeinen Zurechnungs- und Teilnahmeregeln. Sie lässt zwar den gemeinsamen Tatentschluss als notwendige Grundlage für die Zurechnung der von Y.________ später begangenen Tatbeiträge entfallen, vermag aber nicht rückwirkend den Vorsatz des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Vornahme seiner Vorbereitungshandlungen zu beseitigen. Mit Erbringung seiner Tatbeiträge lag bereits ein - wenn auch in diesem Moment noch strafloser - beendeter "Gehilfenschaftsversuch" vor, unabhängig davon, dass der Beschwerdeführer ursprünglich noch weitere Beiträge liefern wollte. Aufgrund der Akzessorietät der Gehilfenschaft lag mit Begehung des Raubversuchs eine strafbare vollendete Teilnahme daran vor, da die Vorbereitungshandlungen den Raubversuch gefördert haben (sh. vorstehend E. 1.3.3). Dass Y.________ aufgrund der alleinigen Tatausführung die Wegnahme der Wocheneinnahmen unter Zuhilfenahme einer Schusswaffe erzwingen wollte, stellt keine wesentliche Abweichung vom Kausalverlauf der ursprünglich vorgestellten Tat dar, sondern einen über den ursprünglichen Tatplan hinausgehenden Exzess, den die Vorinstanz dem Beschwerdeführer nicht zurechnet. Inwiefern das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt sein soll, ist nicht ersichtlich. Sowohl im erstinstanzlichen als auch im Berufungsverfahren erfolgte ein Schuldspruch wegen Gehilfenschaft zu versuchtem Diebstahl, und der Beschwerdeführer konnte hierzu in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend Stellung nehmen.