Citation: 2C_716/2022 E. 7.1

7.1. Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz gewährte die Beschwerdeführerin dem Käufer der Stockwerkeigentumseinheiten zwecks Kaufpreisfinanzierung ein zinsloses und ungesichertes Darlehen im Umfang von Fr. 2'200'000.-- und schrieb diesen Betrag dem Kontokorrent des Alleinaktionärs gut. Als Gegenleistung für die Darlehensgewährung habe sich die Beschwerdeführerin das Recht einräumen lassen, die verkauften Stockwerkeinheiten gegen Provision weiterzuveräussern. Das Darlehen sei von der Beschwerdeführerin dabei fälschlicherweise als Aktivum "Liegenschaft U.________" und nicht als Darlehensforderung gegenüber dem Käufer verbucht worden. Nachdem dem Käufer wegen nicht erreichter Mietzinsvorgaben eine Kaufpreisminderung von Fr. 1'600'000.-- gewährt worden sei, sei dieses Aktivum der Beschwerdeführerin per Ende 2007 um Fr. 2'000'000.-- wertberichtigt bzw. mittels Verrechnung mit dem Konto "Abschr. auf immobilen Sachanl." erfolgswirksam abgeschrieben worden. Es sei nicht ersichtlich, dass die Liegenschaft oder die Darlehensforderung, welche dem Aktivum in Wahrheit zugrunde lag, einer Wertberichtigung oder Abschreibung bedurft hätten. Die Wertberichtigung/Abschreibung sei offenkundig im Interesse des Alleinaktionärs erfolgt und habe ihre Ursache im Beteiligungsverhältnis. Die geschäftsmässige Begründetheit sei weder belegt noch aufgrund der Umstände zu vermuten. Grundsätzlich hätte sich laut der Vorinstanz die Aufrechnung des gesamten wertberichtigten bzw. abgeschriebenen Betrags von Fr. 2'000'000.-- gerechtfertigt. Gleichwohl sei anlässlich der letzten Bücherrevision mit Blick auf Unklarheiten im Sachverhalt unter dem Titel "Anteil Zins" eine Kürzung der Aufrechnung von Fr. 2'000'000.-- auf Fr. 1'600'000.-- vorgenommen worden.