Citation: 8C_17/2024 E. 4.1

4.1. In der Unfallmeldung vom 20. November 2015 wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin habe am 8. November 2015 beim Spazieren einen Fehltritt gemacht und sich dabei das Knie verdreht (der Boden sei feucht gewesen). Am 7. Dezember 2015 beantwortete sie den Fragebogen der AXA betreffend das Ereignis vom 8. November 2015. Zum Unfallhergang hielt sie darin fest: "Beim Spazieren im U.________. Der Boden bedeckt mit Blättern, Untergrund war feucht. Ich bin ausgerutscht und habe mir dabei das rechte Knie verdreht". Diese Angaben zum Ereignis vom 8. November 2015 erscheinen als kohärent und glaubhaft. Sie werden gestützt durch das Schreiben des Lebenspartners der Beschwerdeführerin an die Vorinstanz vom 29. September 2023, worin er schilderte, sie hätten gemeinsam einen Spaziergang im nahegelegenen U.________ unternommen. Der Waldboden sei unter den Blättern feucht gewesen. In einem leicht abfallenden Waldstück sei die Beschwerdeführerin ausgerutscht und habe sich am rechten Bein verletzt. Es besteht kein Grund zur Annahme, die Beschwerdeführerin und ihr Lebenspartner hätten den Unfallhergang nicht korrekt geschildert. Entscheidende Widersprüche können in ihren Angaben nicht erblickt werden. Die Unterschiede, dass das eine Mal von einem Fehltritt, das andere Mal von einem Ausrutschen auf nassem Untergrund gesprochen wird, machen die Aussagen nicht unglaubwürdig. Mit einem Ausrutschen können nämlich auch Fehltritte verbunden sein (vgl. Urteil U 39/92 vom 15. Oktober 1992 E. 3b). Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin am 8. November 2015 bei einem Spaziergang auf feuchtem Waldboden einen Fehltritt machte bzw. ausrutschte und sich dabei das rechte Knie verdrehte.