Citation: 4P.10/2002 26.04.2002 E. 5

5.- Das Kantonsgericht hat die Aussagen der Parteien über den Abschluss des zweiten Arbeitsvertrags auf ihre Glaubwürdigkeit hin geprüft. In der Beschwerde wird kritisiert, die Glaubwürdigkeit der Beschwerdeführerin und jene der Organpersonen des Beschwerdegegners seien mit ungleichen Ellen gemessen worden. Indem das Kantonsgericht lediglich auf Ungereimtheiten in den Aussagen der Beschwerdeführerin, nicht aber in jenen des Präsidenten des Beschwerdegegners hingewiesen und diese bei der Sachverhaltsfeststellung gewürdigt habe, habe es gegen Art. 9 BV und Art. 29 BV sowie gegen Art. 6 Abs. 1 EMRK verstossen. a) Die Rüge der Beschwerdeführerin zielt erneut darauf ab, die Feststellung einer vergleichsweisen Einigung als willkürlich erscheinen zu lassen. Das Kantonsgericht hat diese Feststellung aus einer ausgedehnten Würdigung der Akten und der einzelnen Angaben der verschiedenen Beteiligten getroffen. Inwiefern dabei die Glaubwürdigkeit, welche es den einvernommenen Personen beigemessen hat, von ausschlaggebender Bedeutung gewesen sein soll, legt die Beschwerdeführerin nicht im Einzelnen dar. Sie kommt insoweit ihrer Rügeobliegenheit nicht nach und ist daher nicht zu hören (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). b) In der Einvernahme vor dem Kantonsgericht wurde die Beschwerdeführerin gefragt, was sie bei den Verhandlungen über den zweiten Arbeitsvertrag auf die Bemerkung, dass damit alles abgegolten sei, gesagt habe. Auf diese Frage antwortete sie vor Kantonsgericht zuerst, sie habe sich am 2. Juni zurückgehalten. Kurz darauf gab sie an, sie habe am 2. Juni widersprochen und gesagt, dass es am Schluss der Projektphase noch eine Überstundenforderung geben werde. Dass das Kantonsgericht diese Aussagen als widersprüchlich gewertet und aufgrund der Aussagen der übrigen Befragten sowie der Umstände zum Schluss gekommen ist, die Beschwerdeführerin habe damals nicht auf künftige Überstundenforderungen hingewiesen, erscheint nicht als willkürlich.