Citation: 4C.79/2002 02.07.2003 E. 1

Die Beklagte hat mit B.________ unstreitig eine einfache Gesell-schaft im Sinne von Art. 530 ff. OR gebildet. Der Kläger macht in der Berufung geltend, dieser Umstand reiche aus, damit die Beklagte nach Art. 544 Abs. 3 OR solidarisch mit B.________ für dessen mit Vereinbarung vom 18. September 1997 eingegangene Verpflichtungen hafte. Gleichzeitig erkennt jedoch der Kläger selbst, dass dies nur dann der Fall wäre, wenn B.________ beim Abschluss des Vertrages vom 18. September 1997 im Namen der EG Z.________ gehandelt hätte und nach den allgemeinen Regeln über die Stellvertretung (Art. 543 OR in Verbindung mit Art. 32 ff. OR) dazu befugt wäre. Wie aus dem insoweit unangefochtenen Urteil der Vorinstanz hervorgeht, scheint indes nach dem Wortlaut des Vertrages vom 18. September 1997 ausschliesslich B.________ als Vertragspartei auf. Ferner hat der Kläger gemäss den Ausführungen im angefochtenen Urteil weder substanziiert behauptet, er sei der Auffassung gewesen, abweichend vom klaren Wortlaut mit der EG Z.________ zu kontrahieren, noch hat er Umstände dargetan, die ihn zur Annahme hätten berechtigen sollen, die Beklagte und nicht B.________ werde durch die Vereinbarung vom 18. Dezember 1997 verpflichtet. Weiter erwog die Vorinstanz, die Beklagte habe dem Kläger durch ihr Verhalten auch keinen Anlass zur Annahme geboten, B.________ habe sie bei der Kapitalaufnahme vertreten. Vor diesem Hintergrund ist nicht nachvollziehbar, inwiefern von einer solidarischen Haftung der Beklagten für Ansprüche des Klägers aus der Vereinbarung vom 18. September 1997 zwischen dem Kläger und B.________ auszugehen sein soll.