Citation: 6B_125/2021 E. 1.4

1.4. Die Einsatzstrafe von 8 Monaten fällt noch in den unteren Bereich der laut Art. 123 Ziff. 1 StGB für eine einfache Körperverletzung angedrohten Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren. Sie liegt damit innerhalb des Ermessens der Vorinstanz, welche das diesbezügliche Verschulden des Beschwerdeführers als noch knapp leicht erachtet. Konkrete Gründe, weshalb die Einsatzstrafe offensichtlich unhaltbar sei, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Seinen Vorbringen bezogen auf seine Schuldfähigkeit ist nicht zu folgen. Die Vorinstanz berücksichtigt die möglicherweise leicht herabgesetzte Steuerungsfähigkeit explizit und führt aus, diese sei leicht verschuldensmindernd zu berücksichtigen. Gemäss Art. 50 StGB hat sie die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung festzuhalten. Ihre Überlegungen hat sie in den Grundzügen wiederzugeben, sodass die Strafzumessung nachvollziehbar ist. Sie ist entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers jedoch nicht gehalten, in Prozentangaben oder Zahlen anzugeben, in welchem Umfang sie die einzelnen Strafzumessungskriterien gewichtet (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.6 S. 61; 127 IV 101 E. 2c; je mit Hinweisen). Weshalb seine Steuerungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt der weiteren von ihm begangenen Straftaten jeweils herabgesetzt gewesen sei und dies von der Vorinstanz auch diesbezüglich verschuldensmindernd hätte berücksichtigt werden müssen, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Die vom Beschwerdeführer begangene Straftat des Fahrens ohne Berechtigung wird Art. 95 Abs. 1 SVG zufolge mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe bedroht. Die Erhöhung der Einsatzstrafe infolge dieser Tat um 8 Monate bei einem als leicht bis mittelschwer bewerteten Verschulden stellt ebenso wenig per se einen vorinstanzlichen Ermessensmissbrauch dar. Die nicht näher begründete Kritik des Beschwerdeführers, dies sei nicht tat- und schuldangemessen, ist nicht zu hören. Mit Bezug auf die Straferhöhung wegen Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit um 5 Monate rügt der Beschwerdeführer zu Unrecht, die Vorinstanz werfe ihm vor, seine Fähigkeit, ein Motorfahrzeug gefahrlos zu lenken, sei schwer eingeschränkt gewesen. Dies tut die Vorinstanz nicht. Sie erwägt lediglich, es liege der Verdacht nahe, er sei aufgrund Kokainkonsums diesbezüglich eingeschränkt und die Verkehrssicherheit damit einhergehend gleichermassen schwer gefährdet gewesen. Der beim Beschwerdeführer durchgeführte Betäubungsmittelschnelltest zeigte positiv auf Kokainkonsum an, was er nicht bestreitet. Mit Blick auf diesen Umstand verletzt die Vorinstanz im Übrigen auch kein Bundesrecht, indem sie den Verdacht auf eingeschränkte Fahrfähigkeit resp. Gefährdung der Verkehrssicherheit als gegeben erachtet und in der Folge das Verschulden für die Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit höher wertet, als wenn kein positives Testergebnis vorgelegen hätte. Den Zusammenhang der Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz berücksichtigt die Vorinstanz bei ihrer Strafzumessung ebenfalls explizit. Schliesslich ist auch die Erhöhung der Einsatzstrafe um zusätzliche 3 Monate wegen rechtswidrigen Aufenthalts bei mittelschwerem Verschulden nicht zu beanstanden. Der Einwand des Beschwerdeführers, er habe das Recht gehabt, den Ausgang des Strafverfahrens, welches zum früheren Urteil des Präsidiums des Bezirksgerichts Kulm vom 22. März 2019 geführt habe, in der Schweiz abzuwarten, verfängt nicht. Ein Strafverfahren begründet keinen Titel für einen rechtmässigen Aufenthalt in der Schweiz. Die Vorinstanz musste das Verschulden des Beschwerdeführers für seinen rechtswidrigen Aufenthalt in dieser Zeit nicht als leicht qualifizieren. Insgesamt übt die Vorinstanz ihr Ermessen pflichtgemäss aus und die Ausführungen des Beschwerdeführers sind nicht geeignet, einen Ermessensmissbrauch aufzuzeigen.