Citation: 6B_270/2024 E. 6.3

6.3. Die Vorinstanz geht unter Verweis auf die Ausführungen der ersten Instanz richtig davon aus, dass die Verurteilung wegen gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 2 StGB und wegen Diebstahls in Verbindung mit Hausfriedensbruch Katalogtaten darstellen (Art. 66a Abs. 1 lit. c und d StGB; angefochtenes Urteil S. 76; Art. 82 Abs. 4 StPO). In der Folge prüft sie die Situation des Beschwerdeführers wie insbesondere den Grad der Integration, familiäre Bindungen in der Schweiz und im Heimatland, Aufenthaltsdauer und Resozialisierungschancen. Sie gelangt zum Schluss, dass kein schwerer persönlicher Härtefall gemäss Art. 66a Abs. 2 StGB vorliegt. Konkret berücksichtigt sie, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz geboren und hier aufgewachsen ist und mit Ausnahme von drei Jahren sein ganzes Leben hier verbracht hat. Zu seiner familiären Situation erwägt sie, dass sein einziger familiärer Kontakt in der Schweiz sein Bruder ist, diese Beziehung aber nicht in den geschützten Familienkreis gemäss Art. 8 EMRK fällt. Eine Partnerschaft führt der Beschwerdeführer derzeit nicht; seine von ihm geschiedene Ehefrau und seine Tochter leben in Italien. Weitere Sozialkontakte pflegt er offenbar mit verschiedenen Freunden in den Kantonen Zürich und Aargau. Über die Intensität dieser Freundschaften hat er sich aber nicht geäussert bzw. erklärt, sich zwischenzeitlich "in einem schlechten Umfeld" aufgehalten zu haben. In Deutschland hat der Beschwerdeführer keine Freunde. Indes lebt dort in Grenznähe sein Vater, zu dem er stets Kontakt gepflegt hat. Zur wirtschaftlichen Integration ergibt sich, dass der Beschwerdeführer letztmals in den Jahren 2014 bis ca. 2019 ein geregeltes Einkommen erzielt hat. Während dieser Zeit führte er ein eigenes Fitnessstudio und eine Kampfsportschule in V.________, welche er ungefähr im Jahr 2019 verkaufte. Ab dem 1. April 2021 arbeitete er in einem Pensum von 40 % bis 60 % als Hilfskraft für "Allrounder-Arbeiten". Er befindet sich mithin seit ca. 2019 in keinem stabilen beruflichen Umfeld. Er sieht sich mit Schulden von mehreren zehntausend Franken konfrontiert (angefochtenes Urteil S. 48 f. und 76 [wiederum mit Verweis auf die erstinstanzlichen Ausführungen und dort S. 133 f.]). Seine hinsichtlich seiner schwierigen beruflichen respektive wirtschaftlichen Situation geäusserten Bedenken erachtet die Vorinstanz als unbegründet. Sie schätzt die Chance, dass er im grenznahen deutschsprachigen Ausland beruflich wird Fuss fassen können, als hoch ein, zumal der Arbeitsmarkt dort für Arbeitnehmer intakt sei. Auch aus diesem Grund erachtet sie es als für den Beschwerdeführer "einerlei", ob er wie früher im Kanton Aargau oder aber z.B. im benachbarten Baden-Württemberg wohnt. Insgesamt könne damit nicht im Ansatz von einem schweren persönlichen Härtefall die Rede sein (angefochtenes Urteil S. 79).