Citation: 6B_642/2007 04.03.2008 E. 2

Die Schwyzer Strafprozessordnung sieht vor, dass einem Angeschuldigten, der nicht selber einen Verteidiger bestimmt, ein amtlicher Verteidiger beizugeben ist, wenn unter anderem eine Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten in Frage steht (§ 18 Abs. 2 lit. c StPO/SZ). Die Vorinstanz erwägt, die Ernennung des amtlichen Verteidigers stütze sich ausschliesslich auf kantonales Recht und sei damit per se auf das kantonale Strafverfahren beschränkt. Zudem ergebe sich aus der bundesstaatlichen Kompetenzaussscheidung, dass die Regelung von Organisation und Verfahren vor Bundesgericht in der Rechtsetzungskompetenz des Bundes stehe (Art. 164 Abs. 1 lit. g und Art. 188 Abs. 2 BV i.V.m. Art. 42 Abs. 1 BV), sodass der Kanton durch die Bestellung eines Verteidigers für bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren unzulässigerweise in die Verfahrenshoheit des Bundes eingreifen würde. Die Beschränkung des Mandates ergebe sich aus dem Ende des kantonalen Instanzenzugs. Ein im Kanton zugewiesener amtlicher Verteidiger werde nur bis zum Abschluss des kantonalen Verfahrens honoriert. Dies sei auch dem Beschwerdeführer bekannt gewesen, habe er doch für seine Mandantin vor Bundesgericht beantragt, als amtlicher Verteidiger eventualiter als Armenrechtsanwalt bestellt zu werden (angefochtener Entscheid S. 4).