Citation: 6B_138/2024 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer brachte schon im Berufungsverfahren vor, die Untersuchungshaft sei im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Schändung angeordnet worden, weshalb sich die Anordnung im Nachhinein als ungerechtfertigt erweise und ihm gestützt auf Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO eine Entschädigung auszurichten sei. Auch bei einem Schuldspruch wegen der übrigen Delikte sei die Anordnung der Untersuchungshaft per se rechtswidrig, weshalb ihm auch aus Art. 431 Abs. 1 StPO eine Genugtuung zustehe. Ausserdem habe er wegen der Untersuchungshaft 26 Arbeitstage verpasst, woraus ihm ein finanzieller Schaden von mindestens Fr. 5'525.-- entstanden sei.