Citation: I 33/01 18.03.2002 E. 3

3.- a) Zu prüfen bleibt die erwerbliche Seite. Die IV-Stelle ging in der angefochtenen Verfügung von einem Valideneinkommen von Fr. 50'440.- aus. Sie stellte dabei auf die Angaben im Arbeitgeberbericht vom 22. Dezember 1998 ab, wonach die Versicherte ab April 1997 bei einer Tätigkeit zu 100 % Fr. 3880.- monatlich (x 13) hätte verdienen können und in der Zeit ihrer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auch bis September 1998 zu 50 % ausbezahlt erhielt. Das Invalideneinkommen legte die IV-Stelle auf die Hälfte des Valideneinkommens (Fr. 25'220.-) fest, in der Annahme, der Versicherten sei ihre angestammte Tätigkeit zu 50 % zumutbar. Zwar ist der Beschwerdeführerin eine leichte wechselbelastende Tätigkeit, bei der sie keine Lasten heben, sich nicht bücken muss und keine Drehbewegungen notwendig sind, zu 50 % zumutbar. Ob indes die bisherige Tätigkeit in der Abwaschküche des Spitals X.________ einer derartigen leidensangepassten Tätigkeit entspricht, also Dreh- und Bückbewegungen sowie langes Stehen vermieden werden können, geht aus den Akten nicht schlüssig hervor, da insbesondere nirgends klar festgestellt wird, welche Arbeiten die Tätigkeit in der Abwaschküche genau beinhaltet. Zur Verwirrung trägt auch bei, dass einmal von Küchengehilfin, einmal von Putzarbeiten und auch von der Möglichkeit einer sitzenden Tätigkeit in der Lingerie des Spitals X.________ die Rede ist. b) Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihr tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 126 V 76 Erw. 3b/aa mit Hinweisen). Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne beigezogen werden (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb mit Hinweisen). Seit Aufgabe der Tätigkeit im Spital X.________ per September 1997 geht die Versicherte keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Rechtsprechungsgemäss können daher für die Invaliditätsbemessung die Tabellenlöhne nach der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden. Die Frage, ob der Beschwerdeführerin trotz ihrer gesundheitlichen Probleme die ehemalige Beschäftigung in der Abwaschküche des Spitals X.________ in einem reduzierten Umfang von 50 % zuzumuten und deshalb auf die Lohnangaben der vormaligen Arbeitgeberin abzustellen ist, kann damit offen gelassen werden. c) Unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen statistischen Monatseinkommens für Arbeitnehmerinnen mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten im privaten Sektor von Fr. 3505.- im Jahre 1998 (LSE 1998, Tabelle A1, Anforderungsniveau 4), der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft, 2001 Heft 6, S. 88, Tabelle B 9.2) sowie der massgeblichen Lohnentwicklung (1999: 0,3 %; Die Volkswirtschaft, 2001 Heft 2, S. 28, Tabelle B 10.2) ergibt sich für das Jahr 1999 ein Einkommen von jährlich Fr. 44'085.-. Bei einer zu berücksichtigenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 % resultiert hieraus ein Invalideneinkommen von Fr. 22'043.-. Die tabellarischen Löhne können rechtsprechungsgemäss bis zu 25 % gekürzt werden (BGE 126 V 78 Erw. 5 mit Hinweisen). In Würdigung der gesamten persönlichen und beruflichen Umstände und im Vergleich mit anderen Fällen (unter anderem Urteile H. vom 15. Februar 2002, I 95/01; I. vom 15. Oktober 2001, I 540/00 und H. vom 5. Oktober 2001, I 552/00) erscheint hier auf Grund der Tatsache, dass gesundheitlich beeinträchtigte Versicherte, die wie die Beschwerdeführerin selbst im Rahmen leichter Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind (BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb), ein Abzug angemessen, der im Lichte der bereinigten und weiterentwickelten Judikatur zu den Abzügen vom Tabellenlohn (BGE 126 V 75 ff., Urteil D. vom 27. November 2001, I 82/01) gesamthaft auf 10 % festzulegen ist. Zu beachten ist ferner, dass sich eine Teilzeitbeschäftigung bei Frauen gemäss Statistik jedenfalls nicht lohnmindernd, sondern eher lohnerhöhend auswirkt (vgl. Tabelle 6* der LSE 1998, S. 20). Es ist demgemäss von einem zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 19'838.- jährlich auszugehen, was im Vergleich zum auf 1999 aufgerechneten Valideneinkommen (Nominallohnentwicklung 1999: 0,3 %) von Fr. 50'591.- zu einem Invaliditätsgrad von 60,78 % führt. Damit erweist sich die Revisionsverfügung, mit welcher die halbe Rente bestätigt wurde, im Ergebnis als rechtens.