Citation: 6B_688/2021 E. 2.6.2

2.6.2. Die Vorinstanz bringt vor, der Beschwerdeführer habe der IV-Stelle und den Vertrauensärzten und Gutachtern derselben gegenüber unvollständige und teilweise gänzlich falsche und damit täuschende Angaben über seinen tatsächlichen Zustand und über seine tatsächliche Lebenswirklichkeit sowie Alltagsaktivitäten gemacht (angefochtenes Urteil S. 10). Indem der Beschwerdeführer seinen Gesundheitszustand als derart schlecht schilderte, dass ihm Arbeitsunfähigkeit ärztlich attestiert wurde, täuschte er die Ärzte. Durch das Vorspiegeln eines falschen Gesundheitszustands im Sinne einer schweren Depression gegenüber den Ärzten, insbesondere Dr. med. B.________, hat er mittelbar, durch die von jenen erstellten Arztberichte und Gutachten, auch die Versicherungen getäuscht (vgl. Urteil 6B_1168/2016 vom 17. März 2017 E. 3.2 mit Hinweis). Zudem täuschte er die Versicherungen unmittelbar durch die direkt ihnen gegenüber gemachten falschen Angaben, insbesondere anlässlich des Gesprächs bei der IV-Stelle am 13. Oktober 2016. Mit Bezug auf das Verschlechterungsverbot lässt die Vorinstanz offen, ob aus strafrechtlicher Sicht Betrugshandlungen nicht bereits zu einem früheren Zeitpunkt zu bejahen gewesen wären. Die Vorinstanz nimmt eine Täuschung zu Recht zumindest für den Zeitraum ab 1. Oktober 2016 und damit auch für den Deliktszeitraum ab dem 13. Oktober 2016 an.