Citation: 6B_128/2013 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erachtet die Elemente in der Anklage, die sich auf den Menschenhandel beziehen, aufgrund der Aussagen der Geschädigten als erstellt (Urteil S. 39 ff. E. 3.3.1 mit Hinweis auf den erstinstanzlichen Entscheid S. 85 ff.). Sie hält fest, aus der Anklageschrift gehe indes nicht hervor, welche Umstände in Ungarn die Geschädigte dazu veranlasst hätten, der Reise zuzustimmen. Die Vorinstanz erwägt, dass die Geschädigte Angst vor dem Beschwerdegegner gehabt habe, reiche für sich alleine nicht aus, auf Menschenhandel zu schliessen. Aus ihren Aussagen ergebe sich nicht, dass ihr Selbstbestimmungsrecht durch diese Furcht so eingeschränkt gewesen sei, dass sie keine andere Wahl gehabt habe, als nachzugeben. Nach eigenen Angaben habe sie sich zunächst geweigert und ihm widersprochen. Danach habe er so lange versucht sie zu überzeugen, bis sie endlich zugesagt habe. Die Vorinstanz schliesst daraus, es habe eher an der Überzeugungskunst des Beschwerdegegners und nicht an der Angst vor ihm gelegen, dass die Geschädigte in die Schweiz gereist sei, um als Prostituierte zu arbeiten. Ihren Aussagen sei ebenso wenig zu entnehmen, dass sie nur unter dem Eindruck der zuvor erlittenen Gewalt eingewilligt habe (Urteil S. 93 f. E. 4.2.2).