Citation: C 86/04 01.09.2004 E. 3

3.1 Das Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers wurde seitens der Z.________ nach vorgängiger mündlicher Besprechung mit Schreiben vom 3. Dezember 2001 per 31. März 2002 aufgelöst. Dem Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen kann entnommen werden, dass sich der Versicherte bereits ab 6. Oktober 2001 verschiedentlich als Pilot, ab 24. März 2002 vereinzelt für andere Stellen wie Inspektor beim Amt Q.________, Assistent des Chefs beim Amt M.________, Einsatzleiter bei der Zentrale P.________ oder Flugzeugmechaniker beworben hatte. Ab 5. August 2002 absolvierte der Beschwerdeführer einen Umschulungskurs auf den Flugzeugtyp Dash 8-314, dessen Kosten im Betrag von rund 20'000 Euro er nach ablehnender Verfügung des RAV Y.________ vom 23. Oktober 2002 selber trug. Wie die X.________ GmbH darlegte, werden in diesem Kurs nur Bewerber ausgebildet, bei welchen mit 98 %iger Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass sie die Ausbildung bestehen. Nach bestandener Ausbildung erfolge der Arbeitsvertrag und würden die durch den Schüler bevorschussten Ausbildungskosten schrittweise zurückerstattet. Am 26. November 2002 unterzeichnete der Versicherte einen Arbeitsvertrag mit der X.________ GmbH als Pilot mit Stellenantritt per 1. Januar 2003, wobei er anlässlich der persönlichen Stellungnahme vom 9. Februar 2003 zu Protokoll gab, eine mündliche Zusage seitens der Arbeitgeberin sei bereits im Juli 2002 erfolgt. Gleichzeitig bestätigte der Beschwerdeführer nochmals, für einen andern Pilotenjob hätte er die Ausbildung sofort abgebrochen. 3.2 Wenn Verwaltung und Vorinstanz die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers und somit den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung für die Zeit ab 1. November bis 31. Dezember 2002 verneinen mit der Begründung, es sei mit rechtsgenüglicher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Versicherte nicht bereit und in der Lage gewesen wäre, jederzeit den Kurs abzubrechen und eine zumutbare Arbeit anzunehmen, kann dieser Auffassung so nicht gefolgt werden. Wohl kann dem Gesuch um Gewährung eines Darlehens für die Kurskosten vom 28. August 2002 entnommen werden, dass der Beschwerdeführer in dieser Umschulung eine Chance sah, wieder als Pilot zu arbeiten, und daran sehr Freude hätte; dies kann ihm jedoch nicht zum Nachteil gereichen, war doch gemäss Protokoll des Beratungsgesprächs vom 17. Juni 2002 auch mit dem RAV abgesprochen, dass sich der Versicherte bis im Herbst als Pilot bewerben könne und nachher das Suchgebiet ausweiten müsse. Zudem lassen die gemachten Äusserungen nicht eindeutig den Schluss zu, dass der Beschwerdeführer den begonnenen Kurs, wie er anlässlich seiner Aussage vom 9. Februar 2003 zu Protokoll gab, nicht zugunsten einer andern Festanstellung als Pilot abgebrochen hätte. Diese Frage braucht indessen nicht abschliessend geklärt zu werden. Die Rechtsprechung, wonach die Vermittlungsfähigkeit von Versicherten, die ohne Bewilligung der Arbeitslosenversicherung einen Kurs besuchen, nur bejaht werden kann, wenn eindeutig feststeht, dass der Versicherte bereit und in der Lage ist, den Kurs jederzeit abzubrechen, um eine Stelle anzutreten, kann vorliegend nämlich keine Berücksichtigung finden. Der Beschwerdeführer besuchte nicht irgendeinen Weiterbildungskurs, sondern einen Umschulungskurs im Hinblick auf ein in Aussicht gestelltes künftiges Arbeitsverhältnis. So führt auch die Vorinstanz diesbezüglich aus, dass der Versicherte am 1. November 2002, von welchem Zeitpunkt an ihm die Vermittlungsfähigkeit abgesprochen worden war, kurz vor dem erfolgreichen Abschluss des Kurses stand, in welchen er bereits einige Kosten und Aufwand investiert habe und in dessen Verlauf er offenbar erfolgreich Prüfungen bestanden habe. Er habe somit damals mit zunehmender Wahrscheinlichkeit mit dem Abschluss des in Aussicht gestellten und von ihm angestrebten Arbeitsvertrages als Pilot rechnen können. In Anbetracht dieser besonderen Umstände kann nun aber nicht - wie dies das kantonale Gericht macht - dem Beschwerdeführer vorgeworfen werden, er sei einerseits nicht bereit gewesen, den Kurs abzubrechen und habe andrerseits seine persönlichen Arbeitsbemühungen weitgehend eingestellt. Vielmehr ist analog der in Erw. 1 ebenfalls zitierten Rechtsprechung zur anderweitigen Disposition auf einen bestimmten Termin und zur Schadenminderungspflicht zu berücksichtigen, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vom Zustandekommen eines Arbeitsvertrages im Anschluss an die Umschulung auszugehen war und der Beschwerdeführer in Erfüllung seiner Schadenminderungspflicht alle Vorkehren getroffen hat, die man vernünftigerweise von ihm erwarten durfte, damit er so rasch als möglich eine neue Stelle antreten konnte. Das AWA und die Vorinstanz haben demzufolge zu Unrecht die Vermittlungsfähigkeit und damit den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung des Beschwerdeführers für die Zeit ab 1. November bis 31. Dezember 2002 verneint. Die Sache ist daher an die Verwaltung zurückzuweisen, damit sie nach Prüfung der übrigen Anspruchsvoraussetzungen (Art. 8 Abs. 1 AVIG) über den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung im betreffenden Zeitraum neu befinde.