Citation: 1C_682/2020 E. 6.1

6.1. Wenn vorliegend, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, anstelle der Teilrevision Herdschwand eine Gesamtrevision des Zonenplans geboten wäre und das beim Regierungsrat erhobene Rechtsmittel aus diesem Grund in der Sache gutgeheissen würde, hätte dies zur Folge, dass die Genehmigung der Teilrevision des Zonenplanes im Gebiet Herdschwand und die Genehmigung des Bebauungsplanes Neuschwand aufgehoben würden. Die Beschwerdeführerin behauptet zwar nicht, es gehe mit Bezug auf die beiden streitbetroffenen Grundstücke um die letzte noch mögliche Um- bzw. Einzonung in der Gemeinde, so dass nur entweder ihr Grundstück oder dasjenige der Gemeinde umgezont werden könne. Vielmehr führt sie selbst aus, es bestehe zurzeit kein Bedarf an (weiteren) Wohnzonen (vgl. Beschwerde, Ziff. 21). Nach ihrer Auffassung hätte die Aufhebung der Teilrevision Herdschwand aber einen positiven Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit einer künftigen Umzonung ihres Grundstücks. Wäre dies tatsächlich der Fall und läge damit in Bezug auf das Grundstück der Beschwerdeführerin und dasjenige der Gemeinde eine gewisse Konkurrenzsituation vor, könnte der Beschwerdeführerin im Lichte des Ausgeführten aus einer Gutheissung des Rechtsmittels ein praktischer Nutzen erwachsen. Indes versäumt es die Beschwerdeführerin weitgehend, den von ihr geltend gemachten Zusammenhang zwischen der planerischen Behandlung des eigenen Grundstücks und des Gebiets Herdschwand bzw. des Gemeindegrundstücks Nr. 255 nachvollziehbar aufzuzeigen und gegebenenfalls zu belegen. Sie macht aber immerhin geltend, ihr Grundstück und dasjenige der Gemeinde seien in verschiedener Hinsicht miteinander vergleichbar. Eine solche Vergleichbarkeit der beiden Grundstücke, aufgrund welcher die Umzonung des Gemeindegrundstücks die Wahrscheinlichkeit der Umzonung des Grundstücks der Beschwerdeführerin vermindern würde, ist allerdings nicht ersichtlich: Zwar liegen die beiden Grundstücke relativ nahe beieinander. Auch mögen sie namentlich hinsichtlich ihrer Grösse miteinander vergleichbar sein. Indessen werden sie gemäss den bindenden Feststellungen der Vorinstanz (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG) nicht über die gleiche Strasse erschlossen (Gemeindegrundstück: Oberhofstrasse Süd; Grundstück der Beschwerdeführerin: Oberhofstrasse Nord). Zudem ist das Grundstück der Beschwerdeführerin etwas weniger zentral gelegen als dasjenige der Gemeinde. Vor allem aber liegt das Gemeindegrundstück zum Teil in der Zone für öffentliche Zwecke und teilweise in der fünfgeschossigen Geschäftszone; es ist bereits heute weitgehend überbaut und diente schon bisher dem Wohnen (Alterssiedlung). Demgegenüber befindet sich das Areal der Beschwerdeführerin in der Sondernutzungszone Gärtnerei/Gartenbau. Zwar handelt es sich hierbei gemäss dem kommunalen Bau- und Zonenreglement auch um eine (spezielle) Bauzone (vgl. Art. 18a des Bau- und Zonenreglements für die Gemeinde Emmen vom 4. Juni 1996; Gesetzessammlung der Gemeinde Emmen Nr. 6.0.1); diese wird aber gartenbaulich (d.h. landwirtschaftsnah) genutzt und ist nicht überbaut. Ein bereits zu speziellen Wohnzwecken (Alterssiedlung) genutztes Grundstück ist mit Blick auf die angestrebte Nutzung für allgemeine Wohnzwecke mit einem gartenbaulich genutzten, unüberbauten Gebiet kaum vergleichbar. Ein planungsrechtliches Konkurrenzverhältnis lässt sich aus den Eigenschaften der beiden Grundstücke jedenfalls nicht herleiten.