Citation: 9C_571/2023 E. 6.9

6.9. Die Beschwerdeführerin argumentiert ferner, es bestünden keine ausreichenden Angaben über bisherige Therapiebemühungen; erst beim Scheitern einer lege artis durchgeführten Therapie könne von einer negativen Prognose ausgegangen werden. Dr. med. C.________ hielt im Gutachten vom 15. Dezember 2020 fest, die Arbeitsfähigkeit könne durch eine angepasste Therapie verbessert respektive wiederhergestellt werden. Er stellte dem Versicherten demnach gerade keine schlechte Prognose. Die Beschwerdegegnerin forderte den Versicherten denn auch am 5. Februar 2021 dazu auf, sich einer Therapie zu unterziehen.