Citation: 6B_1284/2021 E. 5.4

5.4. Der Beschwerdeführer vermag nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz zu Unrecht eine offenkundige Verletzung der Unschuldsvermutung durch die kosovarischen Gerichte verneint hat. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, lagen die vom Beschwerdeführer eingebrachten Dokumente, namentlich der auf den 4. März 2011 datierte Darlehensvertrag, der Vorvertrag über den Kauf/Verkauf von Immobilien vom 10. Mai 2012, die Erklärung betreffend Fristverlängerung für die Rückerstattung des Darlehens vom 1. Juni 2012 und die notarielle Erklärung vom 13. September 2012, bereits dem erstinstanzlichen Gericht in Gjakova vor (vgl. angefochtenes Urteil S. 12 mit Verweis auf S. 5 und 14 des übersetzten Urteils des erstinstanzlichen Gerichts in Gjakova [RHI 2019 240, Bel. 6]). Dass dieses sich im Wesentlichen darauf beschränkte, die besagten Dokumente aufzulisten und deren Kenntnisnahme und Berücksichtigung in der Beweiswürdigung zu versichern (vgl. S. 5 und 13 des übersetzten Urteils des erstinstanzlichen Gerichts in Gjakova [RHI 2019 240, Bel. 6]), ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden, zumal das kosovarische Gericht gestützt auf die von ihm als glaubhaft erachteten Ausführungen von C.C.________ davon ausging, dass die in den besagten Dokumenten getroffenen Regelungen zumindest teilweise simuliert waren. Desgleichen ist nicht ersichtlich, inwiefern mit der entsprechenden Beweiswürdigung in offenkundiger Weise gegen die Unschuldsvermutung nach Art. 6 Ziff. 2 EMRK verstossen worden sein sollte. Wie bereits vor Vorinstanz, erschöpft sich die diesbezüglich vorgebrachte beschwerdeführerische Kritik darin, der Beweiswürdigung des erstinstanzlichen Gerichts in Gjakova seine eigene Auffassung gegenüberzustellen, wonach er C.C.________ ein zinsloses Darlehen von £ 450'000.-- gewährt habe. Mit der Vorinstanz ist es indessen nicht Aufgabe des Rechtshilferichters, bei der Prüfung eines Ersuchens um Übernahme der Strafvollstreckung, den Strafprozess, aus dem der zu vollstreckende Entscheid resultierte, neu aufzurollen und im Sinne eines nachträglichen Appellationsverfahrens eine eigene Beweiswürdigung vorzunehmen. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer die vorhandenen Beweise anders gewürdigt haben möchte, belegt noch keine manifeste Verletzung des "in dubio pro reo"-Grundsatzes. Im Übrigen fällt auf, dass der Beschwerdeführer noch im Verfahren vor der 1. Abteilung des Kantonsgerichts Luzern ausführte, er habe nach anfänglichen Bedenken der Gewährung eines Darlehens an C.C.________ zugestimmt, dabei jedoch einen Zinssatz von 7% vorgeschlagen, um das eingegangene finanzielle Risiko ein wenig zu begrenzen (vgl. Ziff. 20 und 22 der dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, eingereichten Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 14. Januar 2020 [2P 19 7, amtl. Bel. 8]). Zu diesen vormaligen Angaben, welche gemäss den Ausführungen der Vorinstanz im Widerspruch zu seiner im Berufungsverfahren vertretenen Position stehen (vgl. angefochtenes Urteil S. 11), äussert sich der Beschwerdeführer nicht. Wie der Beschwerdeführer auf die Darlehenssumme von £ 450'000.-- kommt, ist zudem auch mit Blick auf die, von den kosovarischen Gerichten freilich als simuliert erachtete Darlehensvereinbarung vom 4. März 2011 nicht erkennbar. Schliesslich ging das erstinstanzliche Gericht in Gjakova weder davon aus, dass der Beschwerdeführer C.C.________ ein Fahrzeug unter Wert abgekauft habe, noch hielt es die vom Geschädigten geltend gemachten Drohungen für erwiesen (vgl. zum erstellen Sachverhalt S. 14 des übersetzten Urteils des erstinstanzlichen Gerichts in Gjakova [RHI 2019 240, Bel. 6]). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers stellte es damit nicht blind auf die Aussagen von C.C.________ ab und folgte in diesen Punkten auch nicht der Anklage. Dass es in seinem Entscheid nicht weiter auf die im Zusammenhang mit dem Fahrzeugkauf vom Beschwerdeführer eingereichten Fotoaufnahmen einging (vgl. Beschwerde S. 9), ist vor diesem Hintergrund nachvollziehbar und gibt zu keiner Kritik Anlass.