Citation: 4A_103/2018 E. 2.1.3

2.1.3. Nach den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz zum Prozesssachverhalt (vgl. E. 1.2 hiervor) behauptete die Beschwerdegegnerin, man habe sich mit der Beschwerdeführerin über die Lieferung und Montage von Hebeschiebetüren für brutto Fr. 26'214.85 geeinigt. Die Beschwerdegegnerin habe sich hierfür auf die Auftragsbestätigung der Beschwerdeführerin vom 26. November 2009 bezogen, die diesen (Brutto-) Preis enthalten habe. Die Beschwerdeführerin habe eine solche Einigung bestritten. Unbestritten sei, dass es sich bei der Lieferung der Hebeschiebetüren um einen Nachtrag gehandelt habe, der eine Änderung gegenüber dem ursprünglichen Werkvertrag dargestellt habe und in der Rechnung vom 16. Dezember 2009 ausgeklammert worden sei. Die Vorinstanz schloss aus diesem Sachverhalt, indem die Beschwerdeführerin in der Folge im Januar 2010 mit der Beschwerdegegnerin Pläne zum Auftrag "Hebeschiebetüren" ausgetauscht habe und, ohne Einspruch zu erheben, die Beschwerdegegnerin die fraglichen Arbeiten in der zweiten Jahreshälfte habe vollenden lassen, habe sie die Auftragsbestätigung vom 26. November 2009 bzw. das dieser vorangehende Angebot der Beschwerdegegnerin genehmigt und damit auch den Preis. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit diesen Erwägungen der Vorinstanz nicht im Einzelnen auseinander. Es ist deshalb fraglich, ob die Beschwerde insoweit den Begründungsanforderungen genügt (vgl. E. 1.1 hiervor). Die Frage kann offenbleiben. Denn jedenfalls ist die Würdigung der Vorinstanz rechtsfehlerfrei. Wenn sich die Beschwerdegegnerin auf eine vereinbarte Nachtragsofferte zu einem bestimmten Preis bezog, behauptete sie inhaltlich nichts anderes als eine Pauschalpreisabrede für diesen spezifischen Werkteil, auch wenn sie das Wort "Pauschalpreisabrede" selber nicht verwendete. Es kommt auch nicht darauf an, dass die Auftragsbestätigung selber nicht die Formulierung "Pauschalpreis" oder etwas Ähnliches enthielt. Von Bedeutung ist vielmehr, dass dieser einzelne Werkteil bzw. diese einzelnen Werkteile gemäss Auftragsbestätigung im Nachhinein zu einem separaten Preis vergeben wurden. Es ist ohne weiteres möglich, dass zwar grundsätzlich ein Werkvertrag mit Abrechnung nach Einheitspreisen vereinbart, hingegen ein bestimmter Werkteil pauschal vergeben wird (Urteil 4A_221/2015 vom 23. November 2015 E. 5.1 und 5.2, nicht publ. in: BGE 141 III 549). Die angeblich mangelnde Fälligkeit der Forderung kann damit nicht mit der fehlenden Schlussrechnung für die Hebeschiebetüren begründet werden. Auf die zusätzliche Begründung der Vorinstanz, das Verhalten der Beschwerdeführerin sei rechtsmissbräuchlich, muss nicht mehr eingegangen werden.