Citation: 5A_862/2015 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe sich einzig mit den Vorbringen des Beschwerdegegners auseinandergesetzt und ihre Vorbringen unbeachtet gelassen. Insbesondere habe sich das Obergericht mit ihrem Argument nicht befasst, wonach der Beschwerdegegner durch seine ihr gegenüber ausgeübte Gewalt Anlass zur Klage gegeben habe und die Gerichtskosten daher nach Art. 107 Abs. 1 lit. b ZPO zu Lasten des Beschwerdegegners zu verlegen seien. Sie rügt in diesem Zusammenhang eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV. Der Beschwerdegegner lässt ausführen, die Beschwerdeführerin habe vor Bezirksgericht erstmals in ihrem Klagerückzug vom 15. Juni 2015 darum ersucht, die erstinstanzlichen Kosten in Anwendung von Art. 107 Abs. 1 lit. b ZPO zu verlegen. Diesem Antrag habe das Bezirksgericht nicht entsprochen. Vor Obergericht habe sie dieses Argument (mangelnde Überprüfung der Kostenverlegung nach Art. 107 Abs. 1 lit. b ZPO) erst in der Beschwerdeantwort vorgetragen. Angesichts des für das Beschwerdeverfahren geltenden Novenverbots (Art. 309 i.V.m. Art. 326 Abs. 1 ZPO) habe sich das Obergericht damit nicht befassen müssen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs sei nicht ersichtlich.