Citation: 4C.389/2004 22.03.2005 E. 3

Als Verletzung von Art. 8 ZGB rügt die Klägerin sodann, dass das Kantonsgericht ihre Beweisanträge betreffend Expertise und Urkundenedition abgelehnt hat. Nach ständiger Rechtsprechung setzt indessen der aus Art. 8 ZGB abgeleitete Beweisanspruch namentlich voraus, dass die Beweismittel rechtzeitig und in der vom kantonalen Verfahrensrecht vorgeschriebenen Form in den Prozess eingeführt worden sind (BGE 126 III 315 E. 4a S. 317; 122 III 219 E. 3c S. 223; 114 II 289 E. 2a S. 290). Das traf im vorliegenden Fall nicht zu, wie bereits im Entscheid über die staatsrechtliche Beschwerde erörtert worden ist (E. 4). Eine Verletzung des Beweisanspruchs gemäss Art. 8 ZGB durch die Vorinstanz scheidet damit aus.