Citation: 2C_91/2024 E. 4.2

4.2. Der angefochtene Entscheid umfasst drei Seiten mit materiellen Erwägungen, welche nicht als Sätze ausformuliert, sondern mit der Formulierung "in der Erwägung, dass" eingeleitet werden. Die Vorinstanz erwägt, die Sistierung des Verfahrens bis zum Abschluss des Adoptionsverfahrens sei nicht zweckmässig, da äusserst fraglich sei, ob die Adoption, selbst wenn sie gutgeheissen würde, einen Einfluss auf das migrationsrechtliche Verfahren habe. Sie begründet dies damit, dass sie Zweifel an der Anwendbarkeit von Art. 3 Abs. 1 und 2 Anhang I FZA habe, da der Beschwerdeführer in der Schweiz ein eigenständiges, finanziell unabhängiges Leben und nicht die Pflege des gemeinsamen Familienlebens anstrebe. Aus demselben Grund und da der Beschwerdeführer die Schweiz für längere Zeit verlassen und sich daher nicht auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK zum Schutz des Privatlebens berufen könne, sieht sie die Zulassungsvoraussetzungen von Art. 17 AIG nicht als offensichtlich erfüllt an. Da ihm die (vorübergehende) Rückkehr in sein Heimatland zumutbar sei, wies die Vorinstanz den Antrag auf prozeduralen Aufenthalt ab. Abschliessend wird festgehalten, dass das Rechtsmittel nach dem Gesagten offenkundig aussichtslos sei, weshalb es an einer Voraussetzung zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege fehle. Aus diesem Grund weist die Vorinstanz das in jenem Gesuch enthaltene Gesuch um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht ab.