Citation: 5A_624/2017 E. 3.2

3.2. Im Berufungsverfahren liess die Vorinstanz den mit der Berufungsschrift beigebrachten Lebenslauf der Beschwerdegegnerin als Novum zu. Die vom Beschwerdeführer eingereichten Ausdrucke der Telefonbucheinträge der Beschwerdegegnerin auf tel.search.ch und www.local.ch berücksichtigte sie hingegen nicht. Gestützt auf den Lebenslauf stellte die Vorinstanz fest, dass die Beschwerdegegnerin gut ausgebildet scheine und mehrere Sprachen spreche. Allerdings seien die Ausbildungen der Beschwerdegegnerin zur Sekretärin und in Psychologie schon vor 30 bis 40 Jahren abgeschlossen worden und in den Niederlanden erfolgt. In der Schweiz habe die Beschwerdegegnerin nicht regelmässig gearbeitet. Ihre Deutschkenntnisse bezeichne sie im Lebenslauf als "schriftlich und mündlich genügend". Anhand der Berufungsschrift entstehe der Eindruck, dass die Parteien teilweise in englischer Sprache miteinander kommunizieren. In der Zeit vor der Trennung sei die Beschwerdegegnerin nicht in einem hohen Pensum tätig und mit der Betreuung der Pflegetochter beschäftigt gewesen. Im Zeitpunkt der Trennung sei sie rund 60 Jahre alt gewesen. Eine Ausdehnung der Erwerbstätigkeit sei der Beschwerdegegnerin aufgrund der Faktoren Alter, Deutschkenntnisse, Tätigkeit in den letzten Jahren sowie vorwiegend klassische Rollenteilung während der Ehe zumindest im Rahmen des Eheschutzverfahrens nicht zumutbar.