Citation: 6B_1236/2018 E. 1.2.3

1.2.3. Die Vorinstanz belegt im Einzelnen, wie der Beschwerdegegner direkt in die Rechnungslegung und Revision einbezogen war (angefochtenes Urteil S. 27 ff.). So schildert sie - für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) - u.a.: - Der Beschwerdegegner habe über den Stand der Anlage oder Nichtanlage von Kundengeldern zum Bilanzstichtag Bescheid gewusst (angefochtenes Urteil S. 28 E. d/cc); - im Zusammenhang mit dem unbestrittenen Umstand, dass (erfolgsunwirksame) Anlagegelder als (erfolgswirksame) Erträge der C.________ verbucht worden sind, seien die dem Beschwerdegegner präsentierten Belege seiner Aussage nach Ende des Jahres jeweils nicht vollständig vorhanden gewesen; bei Fehlen eines Belegs sei die Kontierung nach Angaben von E.________ erfolgt, die er anlässlich von Besprechungen gemacht habe (S. 30 f. E. f); - der Beschwerdegegner habe bei seiner Tätigkeit über die I.________ sowohl im Rahmen der Buchführung wie auch der Buchprüfung registriert, dass E.________ und B.________ regelmässig Lebenskosten durch Bezüge bei der C.________ finanzierten (S. 32 ff. E. h). Im Übrigen hat der Beschwerdegegner seiner eigenen Darstellung nach vor den definitiven Abschlüssen offene Fragen zur Buchhaltung jeweils kurz mit B.________ und E.________ besprochen (Beschwerdeantwort S. 4 oben). Seine Teilnahme an diesen Besprechungen bedingte einen Überblick über die Buchhaltung und die darin abzubildenden Geschäftsvorgänge. Die persönliche Beteiligung an den Belangen der C.________ zeigt die Verbundenheit des Beschwerdegegners mit dieser Gesellschaft. Seine Einzelfirma besorgte die Rechnungslegung der C.________; gleichzeitig war die D.________ AG, deren Inhaber der Beschwerdegegner war, Revisionsstelle. Dies bedeutet eine faktische Verletzung des Unabhängigkeitsgebots nach Art. 728 Abs. 2 Ziff. 4 OR. Die Beschwerdeführerin hebt (mit Blick auf die Beurteilung der Täuschungsabsicht) denn auch hervor, die Vorinstanz habe nicht berücksichtigt, dass der Beschwerdegegner verbotenerweise als Buchhalter (I.________) und Revisor (mit der D.________) in (nach aussen hin nicht transparenter) Personalunion fungiert habe, womit seine nach Gutdünken und Kundenwunsch geführte Buchhaltung nie überprüft worden sei. In das Bild passt ferner, dass der Beschwerdegegner in der Schlussphase des Bestehens der C.________ (die Geschäftstätigkeit der C.________ endete im Sommer 2009) am 12. Juli 2008 (laut Handelsregistereintrag ab Januar 2009) B.________ als Präsident des Verwaltungsrates der C.________ ablöste. Die vom Beschwerdegegner als Präsident des Verwaltungsrates geleitete D.________ AG schied erst im April 2009 als Revisionsstelle der C.________ aus. Diese Überschneidung ist wiederum unzulässig (Art. 728 Abs. 2 Ziff. 1 OR; vgl. Urteil 2C_121/2016 vom 14. November 2016 E. 3.2). Auch sie kann nur mit einem persönlichen Interesse des Beschwerdegegners an der C.________ erklärt werden.