Citation: 6P.143/2005 24.01.2006 E. 7

7.1 Der Beschwerdeführer macht verschiedentlich geltend, der Geschädigte habe seine Verletzungen selbst verschuldet. Zum eigenen Nachteil habe dieser Sicherungspflichten vernachlässigt, für die er als Polier verantwortlich gewesen sei. Er habe in unverantwortlicher und selbstgefährdender Weise in die Arbeit des Beschwerdeführers eingegriffen. Dieses Verhalten sei ihm "als schwerstgradiges Selbstverschulden" anzurechnen, was sich "kausalunterbrechend" auswirke (Beschwerde Ziff. 4, 8 und 9). 7.2 Ein Verletzungserfolg wird einem Täter nicht zugerechnet, wenn ganz aussergewöhnliche Umstände, wie das Mitverschulden eines Dritten oder Material- oder Konstruktionsfehler, als Mitursache hinzutreten, mit denen schlechthin nicht gerechnet werden musste und die derart schwer wiegen, dass sie als wahrscheinlichste Ursache des Erfolgs erscheinen und so alle anderen mitverursachenden Faktoren - namentlich das Verhalten des Angeschuldigten - in den Hintergrund drängen (BGE 130 IV 27 E. 1.3 mit Hinweisen). 7.3 Dass den Geschädigten ein Mitverschulden an seiner Verletzung trifft, hat auch die Vorinstanz nicht übersehen. Zu Recht stellt sie aber die Sorgfaltswidrigkeit des Beschwerdeführers in den Vordergrund (angefochtenes Urteil S. 11). Die Rüge geht insoweit fehl.