Citation: 6B_1428/2020 E. 2.6.7

2.6.7. Nach dem Ausgeführten muss die Vorinstanz auch unter dem Gesichtspunkt des Rechts auf Achtung des Privat- und Familienlebens i.S.v. Art. 8 EMRK und Art. 13 BV keinen Härtefall annehmen. Denn unter dem Titel der Achtung des Privat- und Familienlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK genügen selbst eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration nicht; erforderlich sind besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende private Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur (BGE 144 II 1 E. 6.1; Urteile 6B_1024/2019 vom 29. Januar 2020 E. 1.3.2; 6B_1218/2019 vom 19. Dezember 2019 E. 2.3.1 f.; je mit Hinweisen). Obwohl die Beschwerdeführerin überzeugend vorbringt, dass zu ihrer Kernfamilie in der Schweiz eine intensive Beziehung besteht, vermag sie kein den erhöhten Anforderungen genügendes Verhältnis aufzuzeigen, welches einen Härtefall begründen würde. Die Vorinstanz führt in Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung denn auch aus, dass der Kontakt zu den erwachsenen Kindern und dem Ehemann im Rahmen von Kurzaufenthalten, Ferienbesuchen oder über die modernen Kommunikationsmittel vom Ausland her wahrgenommen werden kann (vgl. BGE 143 I 21 E. 5.3; Urteile 6B_1087/2020 vom 25. November 2020 E. 5.4.2.1; 6B_300/2020 vom 21. August 2020 E. 3.4.5 mit Hinweisen). Diese Würdigung ist nicht zu beanstanden.