Citation: 9C_411/2017 E. 3.4.1

3.4.1. Dr. med. B.________ berücksichtigte den Bericht der Klinik für Augenheilkunde des Spitals D.________ (nachfolgend: Augenklinik) vom 27. August 2015 insofern, als er - bei der Diagnose einer chronischen Keratokonjunktivitis sicca - die Notwendigkeit von Pausen für die regelmässige Applikation von Augentropfen resp. -salben anerkannte. Die Dres. med. B.________ und C.________ attestierten in ihrer "interdisziplinären Beurteilung" aufgrund der Augenbeschwerden eine um "10-20 %" eingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Sie wiesen aber selber darauf hin, dass eine in grösserem Ausmass geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit "ophthalmologisch-fachärztlich" begründet werden müsste. Damit anerkannten sie selber die Grenzen ihrer fachlichen Qualifikation (vgl. E. 2) und die Möglichkeit, dass die Leistungsfähigkeit über die für die Behandlung notwendige Zeit hinaus eingeschränkt sein könnte. Auch wenn die Berichte der Augenklinik vom 11. Mai, 27. August, 1. September 2015 und 10. März 2016 keine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit enthalten, wurde darin jeweils ein erheblicher Leidensdruck ausgewiesen. Im - während des vorinstanzlichen Verfahrens eingereichten - Bericht der Augenklinik vom 20. September 2016 wurde festgehalten, dass die Versicherte "im vergangenen Jahr arbeitsunfähig" gewesen und aus ophthalmologischer Sicht eine Einschränkung von 25 bis maximal 50 % "vertretbar" sei, wobei zur genaueren Beurteilung ein Arbeitsversuch sinnvoll sei. Die diesbezüglich einzige vorinstanzliche Feststellung, wonach der Bericht einen nach Erlass der angefochtenen Verfügung eingetretenen Sachverhalt betreffe, ist aktenwidrig und somit nicht haltbar (E. 1.2).