Citation: 4C.415/2005 28.02.2006 E. 1

1.1 Wie schon im kantonalen Verfahren macht die Beklagte auch vor Bundesgericht geltend, der Anspruch des Klägers sei durch Verrechnung mit ihrer Schadenersatzforderung untergegangen. Das von der Vorinstanz herangezogene in Art. 39 Abs. 2 BVG statuierte Verrechnungsverbot komme nicht zur Anwendung, da die Beklagte eine ihr originär zustehende Forderung geltend mache und nicht eine ihr vom Arbeitgeber abgetretene, wie es die Gesetzesbestimmung voraussetze. 1.2 Selbst wenn Art. 39 Abs. 2 BVG grundsätzlich zur Anwendung komme, sei die Verrechnung für vom Arbeitnehmer anerkannte oder gerichtlich festgestellte Ersatzforderungen des Arbeitgebers aus vorsätzlich begangenen Vermögensdelikten, aus denen sich der Arbeitnehmer zu Lasten des Arbeitgebers unrechtmässig bereichert habe, in analoger Anwendung von Art. 323b Abs. 2 OR ausnahmsweise zuzulassen. 1.3 Überdies ist die Beklagte der Auffassung, unter den gegebenen Umständen sei die Anrufung des in Art. 39 Abs. 2 BVG verankerten Verrechnungsverbotes rechtsmissbräuchlich, da der Ausschluss der Verrechnung auf eine Sicherung der kriminell erlangten Beute hinauslaufe. Indem die Vorinstanz die Verrechnung nicht zuliess, habe sie Bundesrecht verletzt.