Citation: 2C_511/2019 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin beantragt, es sei ihr vollständige Akteneinsicht zu gewähren und ihr die Möglichkeit einzuräumen, danach die Beschwerdebegründung zu ergänzen. Den gleichlautenden Antrag stellte sie bereits im Verfahren vor der Vorinstanz. Diese gewährte ihr umfassende Einsicht in die Akten des Migrationsamts und gab ihr Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen. Im angefochtenen Entscheid stellte die Vorinstanz eine Gehörsverletzung im Verwaltungsverfahren fest, die sie indes mit der Gewährung der umfassenden Akteneinsicht und darauf folgenden Stellungnahme durch die Beschwerdeführerin als geheilt erachtete. Die Beschwerdeführerin rügt, das Migrationsamt habe ihr nur pro forma das rechtliche Gehör zum beabsichtigten Widerruf ihrer Aufenthaltsbewilligung gewährt. Dies stelle eine schwerwiegende, nicht heilbare Verletzung ihrer Verfahrensrechte dar. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) ist formeller Natur. Seine Verletzung führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst grundsätzlich zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3 S. 17). Eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs kann ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer Heilung des Mangels auszugehen, wenn die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 142 II 218 E. 2.8.1 S. 226 f.; 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197 f.; je mit Hinweisen). Die Vorinstanz stellte fest, die Sicherheitsdirektion habe von ihr neu in das Verfahrensdossier aufgenommene Aktenstücke dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin nicht zugestellt und ihm auch deren Aufnahme in die Verfahrensakten nicht angezeigt. Sie führte zutreffend aus, dass darin eine Gehörsverletzung zu erblicken sei, welche indes nicht schwer wiege. Die Beschwerdeführerin erhielt vor Verwaltungsgericht die umfassende Möglichkeit zur Akteneinsicht sowie Gelegenheit, zu den Akten Stellung zu nehmen. Da das Verwaltungsgericht sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtsfragen umfassend überprüfen kann (§ 50 i.V.m. § 20 Abs. 1 lit. a und b und Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons Zürich [VRG/ZH; LS 175.2]), betrachtete es die Gehörsverletzung zu Recht als geheilt. Die diesbezüglichen Ausführungen im angefochtenen Urteil sind nicht zu beanstanden und lassen keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör erkennen. Die Rüge der Beschwerdeführerin erweist sich als unbegründet. Den im Verfahren vor Bundesgericht wiederholten Antrag, es sei ihr Akteneinsicht und die Möglichkeit zur ergänzenden Beschwerdebegründung zu gewähren, begründet die Beschwerdeführerin nicht. Sie präzisiert auch nicht, in welche Akten sie Einsicht wünscht. Nachdem seit der ihr gewährten, umfassenden Akteneinsicht lediglich Dokumente hinzukamen, deren Autorin oder Adressatin sie war, dürften ihr sämtliche das Verfahren betreffende Akten bereits bekannt sein. Es ist mithin nicht ersichtlich, welches Interesse sie an der pauschal beantragten erneuten Akteneinsicht haben könnte. Dem entsprechenden, nicht begründeten Antrag ist nicht stattzugeben.