Citation: 8C_131/2007 03.01.2008 E. 5

Wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren rügt die Beschwerdeführerin weiter eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben, welche sie darin erblickt, dass die SUVA entgegen früherer Aussage das sistierte Verfahren wieder aufgenommen und einen Entscheid gefällt hat, ohne den Entscheid der Invalidenversicherung über die Arbeitsfähigkeit abzuwarten. Dieser Einwand ist unberechtigt. Zum einen entfaltet die Invaliditätsschätzung der Invalidenversicherung gegenüber dem Unfallversicherer keine Bindungswirkung (BGE 131 V 362). Zum andern hat die SUVA ihre Sistierung vom 28. April 2005 damit begründet, dass die Invalidenversicherung eine Verfügung nach Durchführung von weiteren medizinischen Abklärungen in Aussicht gestellt habe. Nach dem Vorliegen des von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenen Gutachtens der Medas vom 5. Januar 2006 bestand für die SUVA daher kein Anlass mehr, das Einspracheverfahren weiterhin sistiert zu halten, zumal der Entscheid der Invalidenversicherung zur Rentenhöhe auf die Beurteilung, ob die Leistungseinstellung der SUVA auf den 29. November 2004 zu Recht erfolgte, keinen Einfluss hat. Eine Verletzung von Treu und Glauben im Sinne von Art. 5 Abs. 3 BV ist damit nicht zu erblicken.