Citation: 6B_142/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hält fest, die Verfahrenskosten und die vom Beschwerdeführer zu bezahlende Busse würden sich auf insgesamt Fr. 20'938.30 belaufen. Im Weiteren stehe eine Ersatzforderung von Fr. 13'798.55 aus. Der Beschwerdeführer würde in prekären finanziellen Verhältnissen leben. Abgesehen vom hälftigen Miteigentum an der von ihm bewohnten Stockwerkeigentumswohnung verfüge er weder über Vermögen noch über Einkommen. Das Stockwerkeigentum sei zudem mit einer hohen Hypothek belastet. Insofern würden begründete Anzeichen dafür bestehen, dass der Beschwerdeführer die Verfahrenskosten, die Busse und die Ersatzforderung nicht zahlen werde. So zeige dieser denn auch nicht auf, wie er diese Schulden begleichen wolle. Der Wert des beschlagnahmten hälftigen Miteigentumsanteils⁠ des Beschwerdeführers an der Stockwerkeinheit STW U.________ sei nach Abzug der Grundpfandschuld auf Fr. 28'750.-- zu bemessen. Es handle sich dabei nicht um ein Kompetenzgut nach Art. 92 ff. SchKG, welches einer Beschlagnahme bzw. einer Verwertung entgegenstehen würde. Eine Aufrechterhaltung des Beschlags an seinem Miteigentumsanteil an der Wohnung unter Ansetzung einer angemessenen Zahlungsfrist würde dem Beschwerdeführer als mildere Massnahme zumindest vorerst eine weitere Nutzung ermöglichen. Da hohe Verfahrenskosten zu begleichen seien, erscheine eine Tilgungsfrist von sechs Monaten seit Rechtskraft des Urteils als angemessen. Ein Umzug wäre dem Beschwerdeführer und seinem ebenfalls in der Wohnung wohnenden erwachsenen Sohn, der seine Ausbildung abgeschlossen habe, jedoch zumutbar, selbst wenn dadurch höhere Wohnkosten anfallen würden. Hinzu komme, dass die Exfrau des Beschwerdeführers, welcher die andere Hälfte der Wohnung gehöre, gegenüber einer Verwertung nicht abgeneigt sei. Die Deckungs- und die Ersatzforderungsbeschlagnahme seien verhältnismässig. Die Beschlagnahme über den hälftigen Miteigentumsanteil des Beschwerdeführers an der Stockwerkeinheit sei einstweilen aufrechtzuerhalten. Der hälftige Miteigentumsanteil des Beschwerdeführers an der Stockwerkeinheit sei bei nicht vollständiger Begleichung der Verfahrenskosten sowie der Busse innert einem Jahr seit Rechtskraft des Urteils zu verwerten und der Erlös sei zur Deckung der aus diesem Strafverfahren resultierenden finanziellen Forderungen des Staates gegenüber dem Beschwerdeführer zu verwenden. Dabei seien mit dem allfälligen Verwertungserlös zunächst die Verwertungskosten und anschliessend die erst- sowie zweitinstanzlichen Verfahrenskosten und die Busse zu begleichen. Auf einem allfälligen Überrest bleibe der Beschlag aufrechterhalten, bis auch die Ersatzforderung vollständig bezahlt sei bzw. bis in einem allfälligen Zwangsvollstreckungsverfahren über die Anordnung von Sicherungsmassnahmen gemäss Art. 98 ff. SchKG entschieden werde. Sollte der Beschwerdeführer die Verfahrenskosten und die Busse vor einer Verwertung vollständig bezahlen, sei der Beschlag auf dem hälftigen Miteigentumsanteil des Beschuldigten an der Stockwerkeinheit aufrechtzuerhalten, wobei diese Massnahme auch hier solange gelte, bis die Ersatzforderung vollständig bezahlt sei bzw. bis in einem allfälligen Zwangsvollstreckungsverfahren über die Anordnung von Sicherungsmassnahmen gemäss Art. 98 ff. SchKG entschieden werde. Der hälftige Miteigentumsanteil des Beschwerdeführers könne nicht direkt verwertet und die STWEG nicht direkt daraus befriedigt werden.