Citation: 2C_350/2023 E. 5.3.3

5.3.3. Die Beschwerdeführenden haben der Vorinstanz unterschiedliche, voneinander abweichende Darstellungen der Jahresabrechnungen eingereicht. Die letzte in das Verfahren eingebrachte Übersicht der Geschäftsjahre 2018/2019, 2019/2020 und 2020/2021 umfasst neun Wohnungen und weist pro Wohnung Jahreskosten (inkl. Unterhalts- und Prozesskosten) zwischen rund Fr. 7'000.-- und Fr. 9'000.-- sowie Einnahmen zwischen rund Fr. 1'000.-- und Fr. 8'000.-- auf. Gemäss Vorinstanz sind zudem pro Wohnung Kapitalkosten von rund Fr. 7'000.-- zu berücksichtigen. Der Einnahmebeteiligung sind aber nicht sämtliche Kosten, sondern nur jene Kapital- und Betriebskosten gegenüberzustellen, die anteilsmässig auf die Vermietungszeit entfallen (vorne E. 5.3.1). Vorliegend stehen die Wohneinheiten gemäss Feststellungen der Vorinstanz während sechs Monaten der Hotelbetreiberin zur Verfügung. Pro Wohnung können demnach bezogen auf den Vermietungszeitraum auf der Grundlage dieser Übersicht durchschnittliche Betriebskosten von rund Fr. 4'000.-- und Kapitalkosten von rund Fr. 3'500.-- berücksichtigt werden. Diesem Betrag von Fr. 7'500.-- stehen in den betroffenen Geschäftsjahren Einnahmen gegenüber, welche diese Kosten teilweise ausgleichen oder geringfügig übertreffen, gelegentlich aber auch markant tiefer liegen. Allerdings ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Covid-19-Pandemie, der Ausfall des World Economic Forum (WEF) im Jahr 2021 sowie Renovationsarbeiten die Einnahmen teilweise beträchtlich geschmälert haben. Soweit die Geschäftszahlen, die der Vorinstanz vorlagen, ein erhebliches Defizit ausweisen, sind diese demnach nicht aussagekräftig. Zudem hob bereits die Vorinstanz hervor, dass die Angaben der Beschwerdeführenden nicht nachvollziehbare Abweichungen und pauschale Gesamtkosten enthalten. Die Beschwerdeführenden legen nicht dar, inwiefern vor diesem Hintergrund ein markantes Missverhältnis zwischen Kosten und Einnahmen besteht, das die Vermietung im Rahmen der Bewirtschaftungspflicht als unzumutbar erscheinen lässt. Hierzu genügt es namentlich nicht, auf einzelne Jahre, Vorfälle, Abrechnungsstreitigkeiten oder Wohneinheiten hinzuweisen. Vielmehr hätten sie eine umfassende und nachvollziehbare Darstellung der Kosten und Einnahmen beibringen müssen, die bezogen auf die Vermietungszeit sowie unter Berücksichtigung pandemiebedingter und anderer aussergewöhnlicher Einschränkungen ein markantes Missverhältnis belegt. Im Ergebnis erweist sich der Schluss der Vorinstanz, es sei kein Substanzeingriff erstellt und daher die Aufrechterhaltung der Bewirtschaftungspflicht zumutbar, als bundesrechtskonform.