Citation: 6B_407/2015 E. 2

Die Vorinstanz erwägt, der Strafanzeige der Kantonspolizei Aargau sei zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer den positiven Befund auf Opiate nicht erklären konnte; er habe angegeben, er konsumiere Marihuana, wisse jedoch nicht, was Opiate seien. In seiner bei den Akten liegenden E-Mail vom 13. Januar 2011 an die Kantonspolizei Aargau bedaure der Beschwerdeführer, dass ihm, im Gegensatz zu seinem Kollegen, kein zweiter Test zugestanden worden sei. Dieser sei beim Kollegen negativ ausgefallen. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, aufgrund der E-Mail, der Anzeige und des im Strafbefehl vermerkten Sachverhalts sei der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau im Zeitpunkt des Erlasses des Strafbefehls klar gewesen, dass beim Beschwerdeführer ausschliesslich ein Drogenschnelltest durchgeführt worden war, obwohl dieser Test eine gewisse Unzuverlässigkeit mit sich bringe. Die Tatsache, dass beim Kollegen der zweite Test negativ ausgefallen war, zeige gerade, dass der Staatsanwaltschaft die Unzuverlässigkeit des Drogenschnelltests im zu beurteilenden Fall durchaus bekannt gewesen sei. Unter Hinweis auf einen Zeitungsartikel aus dem Jahr 2004 mit dem Titel "Drogen-Schnelltest nicht zuverlässig?" führt die Vorinstanz aus, die Unzuverlässigkeit von Drogenschnelltests sei ohnehin bereits beim Erlass des Strafbefehls und schon Jahre vorher allgemein bekannt gewesen. Da die Staatsanwaltschaft über die Unzuverlässigkeit des Drogenschnelltests informiert gewesen sei, trage der Beschwerdeführer keine neue Tatsache im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO vor. Das verkehrspsychiatrische Gutachten vom 7. Februar 2013 sei zwar ein neues Beweismittel, indes nicht erheblich. Ein Gutachten von Februar 2013 sei naturgemäss nicht geeignet den Nachweis zu erbringen, dass der Beschwerdeführer im Januar 2011 keine Opiate konsumiert habe.