Citation: 2C_672/2021 E. C

C.a. Für die Zwecke der Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Glarus wurden die Mutter- und die Enkelgesellschaft in den Steuerperioden 2009 bis 2011 als Verwaltungsgesellschaft im Sinne des damaligen Art. 74 des Steuergesetzes (des Kantons Glarus) vom 7. Mai 2000 (StG/GL; GS VI C/1/1) besteuert. Was die direkte Bundessteuer betrifft, waren die Gesellschaften an die Steuerverwaltung des Kantons Glarus (KSTV/GL; nachfolgend: die Veranlagungsbehörde) gelangt, um die internationale Steuerausscheidung zu klären. Mit Schreiben vom 11. Dezember 2008 (betreffend die Muttergesellschaft) und 12. November 2010 (hinsichtlich der Enkelgesellschaft) teilte die Veranlagungsbehörde der jeweiligen Gesellschaft mit, dass für die internationale Steuerausscheidung vom "Inlandumsatz" ausgegangen werde. Dieser setze sich zusammen aus den im Inland angefallenen Kosten (ohne Einbezug der inländischen Bruttolohnsumme), erhöht um einen Zuschlag von 50 Prozent. Von der Berücksichtigung eines Präzipuums zugunsten des Hauptsitzes werde abgesehen. Weiter teilte die Veranlagungsbehörde mit, dass diese Ausscheidungsmethode ab dem 1. Januar 2007(Muttergesellschaft) bzw. ab dem 1. Januar 2008(Enkelgesellschaft) anwendbar sei. C.b. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) gelangte in dieser Angelegenheit mit Schreiben vom 12. Juli 2012 an die Veranlagungsbehörde. Dabei erklärte sie, dass die in den Schreiben vom 11. Dezember 2008 und 12. November 2010 festgehaltene Ausscheidungsmethode in Widerspruch zum Bundesgesetz vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) stehe. Es liege ein unzulässiges Steuerabkommen vor. Demzufolge habe die Methode für die noch nicht veranlagten Steuerperioden ab 2009 unbeachtet zu bleiben. C.c. Die Veranlagungsbehörde schloss sich dieser Sichtweise an und nahm für die Steuerperioden 2009 bis 2011 eine Steuerausscheidung an die ausländischen Betriebsstätten mittels einer Kostenaufschlagsmethode ("Cost-plus-Methode" bezüglich der ausländischen Betriebsstätten) vor. Als Basis legte sie dabei die ihrer Ansicht nach im jeweiligen Betriebsstättestaat angefallenen Kosten (Personal- und Betriebskosten sowie Abschreibungen) zugrunde und ermittelte sie die Betriebsstättegewinne mittels Addition eines Zuschlages von 10 Prozent auf diesen Kosten, unter Berücksichtigung von 1 Prozent des Nettoumsatzes als Maximum. C.d. Auf der Grundlage dieser Steuerausscheidung veranlagte die Veranlagungsbehörde die Mutter- und die Enkelgesellschaft am 17. Dezember 2014 für die direkte Bundessteuer der Steuerperioden 2009 bis 2011, und zwar die Muttergesellschaft mit steuerbaren Reingewinnen von Fr. 200'649'600.-- in der Steuerperiode 2009, Fr. 56'998'400.-- in der Steuerperiode 2010 und Fr. 30'746'200.-- in der Steuerperiode 2011), und die Enkelgesellschaft mit steuerbaren Reingewinnen von Fr. 20'699'000.--, Fr. 26'168'700.-- und Fr. 7'723'400.--.