Citation: 2C_203/2022 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz hat festgestellt, dass die stellvertretende Leiterin der Bauabteilung der Gemeinde anlässlich einer Besprechung vom 5. Juni 2019 eine Notiz mit der folgenden Berechnung angefertigt hat: 1'060 m² x 0,4 = 424.0 424.0 x 1,2 = 84.8 424.0 x 1,2 = 84.8 593.60 Grundgebühr jährlich 178.10 Anschlussgebühren 593.6 ZGF x 22.35 =13'266.95 Weil der Wert von 1'060 m² mit der im Grundbuch festgehaltenen Fläche "Bodenbedeckung Gebäude" übereinstimmt, hat die Vorinstanz aus dieser Notiz geschlossen, dass die Gemeindevertreterin dem Beschwerdeführer die konkrete Auskunft erteilt habe, die Kanalisationsanschlussgebühr werde auf der Basis der Fläche "Bodenbedeckung Gebäude" bemessen. Obschon sie also in der Auskunft der Gemeinde grundsätzlich eine taugliche Vertrauensgrundlage sah, war die Vorinstanz der Auffassung, dass der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Vertrauensschutz habe, weil die Unrichtigkeit der Auskunft ohne Weiteres erkennbar gewesen sei. Die laut Notiz implizit für massgeblich erklärte Fläche ("Bodenbedeckung Gebäude") widerspreche eindeutig Art. 32 Abs. 1 lit. b AER/Ipsach ("Umschwung gemäss amtlichem Schätzungsprotokoll"). Dass der Begriff "Umschwung" nicht nur eine Gebäudefläche meinen könne, sondern die nähere Umgebung einschliessen müsse, sei auch für juristische Laien ohne Weiteres erkennbar, ebenso wie die Tatsache, dass die Fläche der Gebäude zwar im Grundbuch ausgewiesen werde, im Protokoll der amtlichen Schätzung aber nicht bzw. mit Null.