Citation: 5A_223/2023 E. 2.4

2.4. Schliesslich kann Rechtsmissbrauch in der Regel ausgeschlossen werden, wenn der Betreibungsgläubiger mit der Betreibung die Unterbrechung der Verjährung bezweckt (Art. 135 Ziff. 2 OR; Urteile 5A_1020/2018 vom 11. Februar 2019 E. 5.1; 5A_250/2015 vom 10. September 2015 E. 4.2). Die Betreibung unterbricht die Verjährung nur im Umfang des in Betreibung gesetzten Betrags, und zwar selbst dann, wenn der Gläubiger das Ausmass seiner Forderung noch nicht bestimmen konnte (BGE 133 III 675 E. 2.3.2; 119 II 339 E. 1c/aa). Dieser Umstand rechtfertigt indes nicht, einen Fantasiebetrag in Betreibung zu setzen. Vielmehr soll sich der Betrag daran ausrichten, was vernünftigerweise infrage kommt (BGE 133 III 675; 119 II 339, je a.a.O.: "[...] soit interrompre la prescription pour le montant le plus élevé pouvant entrer en ligne de compte, soit [...]"; Urteil 4A_298/2021 vom 8. November 2022 E. 6.2.1.1).