Citation: 6B_55/2024 E. 2.2

2.2. Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft sog. innere Tatsachen und ist damit Tatfrage. Als solche prüft sie das Bundesgericht nur unter dem Gesichtspunkt der Willkür (Art. 9 BV; Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 141 IV 369 E. 6.3 mit Hinweisen). Rechtsfrage ist hingegen, ob gestützt auf die festgestellten Tatsachen bewusste Fahrlässigkeit, Eventualvorsatz oder direkter Vorsatz gegeben ist (BGE 147 IV 439 E. 7.3.1; 141 IV 369 E. 6.3; Urteil 6B_222/2022 vom 18. Januar 2023 E. 2.1.2, nicht publ. in BGE 149 IV 50; je mit Hinweisen). Feststellungen zum Sachverhalt prüft das Bundesgericht nur unter dem Gesichtspunkt der Willkür (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die Frage, ob im Rahmen einer unbewusst fahrlässig begangenen Strassenverkehrsregelverletzung das Ausmass der Fahrlässigkeit als grob zu bezeichnen und deshalb die von Art. 90 Abs. 2 SVG geforderte Skrupellosigkeit zu bejahen ist, ist hingegen eine Rechtsfrage, welche das Bundesgericht im Rahmen von Art. 95 BGG frei prüft.