Citation: 4A_497/2018 E. A

A.________ (Besteller, Kläger, Beschwerdeführer) ist zusammen mit seiner Lebenspartnerin Eigentümer des Grundstücks Nr. xxx in U.________, das mit einem Zweifamilienhaus überbaut ist, worin sie mit ihrem Sohn wohnen. In den Jahren 2012 und 2013 wurde das Obergeschoss des Hauses in zwei Etappen renoviert. Die B.________ GmbH (Unternehmerin, Beklagte, Beschwerdegegnerin) mit Sitz in Luzern hat zum Zweck die Ausführung von Holz- und Bautenschutz sowie von Schreinerarbeiten. Sie führte in der Liegenschaft in U.________ vom 31. Oktober 2012 bis 28. November 2012 im Dachstuhl über dem Kinderzimmer und dem Büro eine Behandlung gegen Schimmelpilz mit Sanosil S010 und gegen Hausbockbefall mit Arbezol Spezial aus. Im Rahmen der zweiten Sanierungsetappe nahm sie vom 12. bis 15. August 2013 auch im Dachstuhl über dem Elternschlafzimmer, dem Gästezimmer und dem Abstellraum eine Behandlung gegen Schimmelpilz und Hausbockbefall mit den gleichen Mitteln vor. Aufgrund gesundheitlicher Beschwerden beauftragten die Eigentümer die C.________ AG mit Abklärungen, welche diese am 22. November 2013 durchführte. Der Privatgutachter D.________ stellte dabei im Elternschlafzimmer einen schwachen Testbenzin ähnlichen Geruch fest. Die Luftanalyse ergab unter anderem einen TVOC-Wert von über 23'000 μg/m³ (TVOC: Total Volatile Organic Compounds oder Summe der flüchtigen organischen Verbindungen) bzw. eine Summe Aliphaten (C 9 - C 16) von über 22'000 µg/m³. In der Holzprobe wurde eine Permethrin-Konzentration von 162 mg/kg sowie eine PCP (Pentachlorphenol) -Konzentration von 13 mg/kg festgestellt. Am 10. April 2014 reichten die Eigentümer beim Bezirksgericht Luzern ein Gesuch um vorsorgliche Beweisführung ein. Die beauftragte Expertin E.________, dipl. Umweltnaturwissenschaftlerin ETH erstellte am 2. Oktober 2014 ein Gutachten und am 27. Januar 2015 einen Ergänzungsbericht. Sie ermittelte am 20. August 2014 im Elternschlafzimmer einen TVOC-Wert von 1'960 µg/m³ bzw. eine Summe Aliphaten (C10 - C13) von 1'790 µg/m³; die Holzprobe ergab eine Permethrin-Konzentration von 530 mg/kg.