Citation: 1C_18/2023 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin bestreitet in ihrer Beschwerde nicht, sie habe erhebliche Mengen an PER für ihren Betrieb verwendet. Sie bestreitet auch nicht, dass das erwähnte Stapelbecken einen Riss enthalten habe. Sie macht jedoch geltend, es stehe aus verschiedenen Gründen nicht fest, dass dieser Riss der Grund für die PER-Belastung sei. Zunächst hätten aus diesem Riss höchstens wenige Gramm PER ins Erdreich vordringen können, so dass es gar nicht zu so einer hohen PER-Konzentration im Grundwasser habe kommen können. Zudem sei aufgrund der Höhe des Überlaufrohres unklar, wie oft der Wasserspiegel überhaupt die undichte Stelle habe erreichen können. Schliesslich könne aus den von der Vorinstanz zitierten Messwerten nichts abgeleitet werden, weil diese zu stark voneinander abweichen würden. Die Proben seien zudem an verschiedenen Orten erhoben worden, womit keine vergleichbaren Messreihen vorliegen würden, wodurch wiederum nicht ausgeschlossen werden könne, dass das Kühlwasser nicht bei der Kühlung der Maschinen, sondern durch das sehr alte Leitungssystem verunreinigt worden sei. Es könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass verunreinigtes Wasser durch den Riss in das Stapelbecken gelangt oder eine allenfalls undichte Abwasserleitung der Grund für die PER-Belastung sei. Weiter sei nur bei einer Messstelle ein signifikanter Rückgang der PER-Konzentration festgestellt worden. An zwei weiteren Messstellen hätten lediglich Rückgänge auf tausendfach tieferem Niveau nachgewiesen werden können. Schliesslich sei bei den durch den Verein Kontrollstelle Textilreinigung Schweiz (VKTS) im Auftrag des Kantons Bern durchgeführten Kontrollen am 25. Juni 2010, am 7. November 2011 und am 11. September 2013 jeweils ein mängelfreier Betrieb bescheinigt worden. Deshalb könne im Zeitraum vor September 2013 beweismässig nicht von einem Schaden am Stapelbecken ausgegangen werden. Der massgebliche Zeitraum, in welchem PER habe austreten können, verkürze sich somit auf fünf Jahre.