Citation: 2C_717/2019 E. 3.2.3

3.2.3. Hinsichtlich der Zukunftsaussichten des Beschwerdeführers in der Schweiz geht aus den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen, die vom Beschwerdeführer nicht in einer durch das Bundesgericht überprüfbaren Weise als offensichtlich unrichtig oder rechtsverletzend (vgl. oben, E. 1.4) gerügt werden, hervor, dass er zwar eine Lehre als Detailshandelsangestellter abgeschlossen hat, die weiteren Anstellungen jedoch nur von kurzer Dauer waren: Die kurzfristig dauernden Arbeitsverhältnisse wurden vom Beschwerdeführer selbst gekündigt, aus dem vom 5. August 2016 bis 1. Dezember 2016 dauernden Arbeitsverhältnis wurde er entlassen, ein weiteres, im Jahr 2019 eingegangenes Arbeitsverhältnis dauerte nur drei Monate. Die seit dem 6. Mai 2019 ausgeübte Erwerbstätigkeit war auf voraussichtlich vier, maximal zwölf Wochen beschränkt. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer nicht dargelegt hat, inwiefern die Voraussetzungen für die Abnahme neuer Beweismittel erfüllt wären, weshalb darauf verzichtet werden muss (Art. 99 Abs. 1 BGG; oben, E. 1.4). Echte Noven kann das Bundesgericht nicht berücksichtigen (Art. 99 Abs. 1 BGG). Aus den Akten geht somit hervor, dass der Beschwerdeführer in der Lage war, Arbeit zu finden, was durch die im Recht liegenden Arbeitszeugnisse bestätigt wird, an einer dauerhaften Arbeitsstelle und an einem Abbau seiner Schulden jedoch nicht ernsthaft interessiert war. Vielmehr delinquierte der Beschwerdeführer auch nach zwei ausländerrechtlichen Verwarnungen, einer formlosen Ermahnung und der Androhung eines ausländerrechtlichen Verfahrens weiter. Von einer nachhaltigen Veränderung seiner Verhältnisse kann keine Rede sein.