Citation: 6P.172/2004 03.10.2005 E. 17

Der Beschwerdeführer weist darauf hin, dass er gegenüber B.________ nach dessen eigenen Aussagen lediglich geäussert habe, die Zivilklägerin müsse "verschwinden". Darunter sei nicht notwendigerweise eine Tötung zu verstehen. Dass B.________ die Äusserung in diesem Sinne verstanden habe, sei unerheblich. Massgebend sei, was er, der Beschwerdeführer, damit habe zum Ausdruck bringen wollen. Man könne auch jemanden verschwinden lassen, indem man ihn entführe, einsperre etc. Das Gericht hätte von dieser für ihn günstigeren Variante ausgehen müssen. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht insoweit eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" sowie Verweigerung des rechtlichen Gehörs vor (Beschwerde S. 46 Ziff. D/24). Die Rüge ist unbegründet, Gemäss den Feststellungen des Obergerichts äusserte der Beschwerdeführer gegenüber J.________, dass er "ein Weib entsorgen" müsse. Er wollte sich von J.________ unter anderem eine Pistole mit Schalldämpfer beschaffen, die er, entsprechend seinen Zusagen, bei Bedarf B.________ zur Erfüllung des Auftrags zur Verfügung gestellt hätte. Nach dem Willen des Beschwerdeführers sollte die Zivilklägerin zunächst ihre Aussagen (betreffend Schändung) schriftlich widerrufen und danach dauerhaft, endgültig verschwinden, d.h. getötet werden. Nur auf diese Weise konnte sichergestellt werden, dass die Zivilklägerin nicht eines Tages den Widerruf ihrer den Beschwerdeführer belastenden Aussagen widerrufe und ihre Vorwürfe erneuere.