Citation: 6P.114/2004 05.11.2004 E. 2

Der Beschwerdeführer macht geltend, das Obergericht sei willkürlich und in Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" davon ausge-gangen, dass er am 25. März 1999 beabsichtigt habe, einen Raub auszuführen. 2.1 Als Beweiswürdigungsregel besagt der in Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK verankerte Grundsatz "in dubio pro reo", dass sich der Sachrichter nicht von der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Inwiefern dieser Grundsatz verletzt ist, prüft das Bundesgericht unter dem Gesichtspunkt der Willkür, d.h. es greift nur ein, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver Würdigung des Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche bzw. schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an dessen Schuld fortbestanden. Willkür in der Beweis-würdigung nach Art. 9 BV liegt vor, wenn die Behörde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen, auf einem offenkundigen Fehler beruhen oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen. Dabei genügt es nicht, wenn der angefochtene Entscheid sich nur in der Begründung als unhaltbar erweist; eine Auf-hebung rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 127 I 38 E. 2 mit Hinweisen). 2.2 Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, nach dem erstellten Sachverhalt habe er sich zur Begehung eines Einbruchdiebstahls zum Billardcenter begeben, und erst dort habe A.________ vorgeschlagen, einen Raub zu begehen. 2.3 Das Obergericht legte - zum Teil mit Verweis auf das erstinstanzliche Urteil - dar, gestützt auf welche Umstände es davon ausging, dass die Vorkehrungen im Hinblick auf einen Raub getroffen worden seien. Es hielt fest, dass der Beschwerdeführer anlässlich der ersten polizeilichen Befragung vom 26. Oktober 1999 aussagte, A.________ habe vor Ort vorgeschlagen, das Billardcenter zu überfallen. Daraufhin habe der Beschwerdeführer erwidert, dass der Zeitpunkt dafür noch nicht günstig sei. Ursprünglich sei ein Einbruch oder etwas Ähnliches geplant gewesen. Bei den untersuchungsrichterlichen Befragungen vom 26. und 29. Oktober 1999 habe der Beschwerdeführer seine Aussagen bestätigt. Bei einer späteren Einvernahme habe er dann aber behauptet, sie seien lediglich zum Trinken nach Langenthal gefahren, was allerdings unglaubhaft erscheine. Aus dem am Tatabend um 21.45 Uhr abgehörten Telefongespräch gehe hervor, dass die genaue Zahl der sich im Billardcenter aufhaltenden Personen ein Thema gewesen sei. Daraus sei auf einen geplanten Raub und nicht auf einen Einbruchdiebstahl zu schliessen. Unter anderem sei auch über den günstigen Moment für einen Überfall und vom Einsatz des deutsch sprechenden B.________ gesprochen worden. Zudem habe die Polizei beobachtet, wie die Täter ihre Kleider gewechselt hätten. Dieses Vorgehen liesse sich dadurch erklären, dass mit einem Kleiderwechsel eine allfällige Personenfahndung hätte vereitelt werden sollen. Da im Unterschied zu einem Einbruch bei einem Raubüberfall eine Konfrontation mit Zeugen unvermeidbar sei, spreche dieser Umstand ebenfalls für die Planung eines Raubes. 2.4 Die Rüge des Beschwerdeführers, das Obergericht habe nicht explizit festgehalten, ab welchem Zeitpunkt ihm bewusst gewesen sei, dass die Vorbereitungen im Hinblick auf einen Raubüberfall getroffen würden, trifft zu. Aus den vom Obergericht angeführten Indizien - ins-besondere dem Kleiderwechsel - geht indessen eindeutig hervor, dass das Obergericht davon ausging, die Vorbereitung sei von Anfang an von sämtlichen Tätern auf einen Raub gerichtet gewesen. Das Urteil des Obergerichts steht damit entgegen der Auffassung des Be-schwerdeführers in keinem Widerspruch zum erstellten Sachverhalt. 2.5 Soweit der Beschwerdeführer sich gegen die einzelnen Indizien richtet, vermag er keine Willkür in der Beweiswürdigung aufzuzeigen. Die vorgebrachten Argumente erschöpfen sich in appellatorischer Kritik, welche im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde nicht zulässig sind (vgl. E. 1). So spricht beispielsweise die angeführte Tatsache, dass sie keine Waffen auf sich trugen, nicht zwingend gegen einen Raub, da der Grundtatbestand von Art. 140 Ziff. 1 StGB keine Bewaffnung voraussetzt. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, in-wiefern die Annahme des Obergerichts willkürlich sein soll. Der Beschwerdeführer legt auch nicht dar, aus welchem Grund schlech-terdings nicht zu unterdrückende Zweifel an seiner Schuld bestehen sollten. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.