Citation: 2A.146/2002 13.02.2003 E. 5

Die Beschwerdeführer wenden schliesslich ein, die Erhebung von 15 Prozent der Nachsteuer als Busse sei unangemessen. Das vorliegende Strafverfahren liege weit zurück und aufgrund der hohen Geldverluste und der Bezahlung der Nach- und Strafsteuern von insgesamt Fr. 210'000.-- führe der vorliegende Fall zu einem stossenden Ergebnis, welches die Eigentumsrechte aushöhle und dem Gerechtigkeitsgedanken krass zuwiderlaufe. Wie in E. 1.2 dargelegt, hat die Vorinstanz zu Recht das mildere Recht des Bundesratsbeschlusses über die Erhebung einer direkten Bundessteuer angewendet. Dabei hat die Veranlagungsbehörde die Busse auf 15 Prozent der Nachsteuer festgesetzt und damit den Bussenrahmen, wie ihn die Eidgenössische Steuerverwaltung in ihren - zwar nicht verbindlichen - Richtlinien herausgegeben hat, erheblich unterschritten. Sie hat dabei das geringe Verschulden ebenso berücksichtigt wie die Tatsache, dass die Beschwerdeführer viel Geld verloren und hohe Nachsteuern zu entrichten haben. Die so ausgefällte Busse erscheint insgesamt als angemessen und eine Strafbefreiung nach Art. 66bis StGB, auf den sich die Beschwerdeführer weiter berufen, fällt ausser Betracht. Nachdem die Nach- und Strafsteuerverfügung dem Bundesratsbeschluss über die Erhebung einer direkten Bundessteuer nicht widerspricht, bleibt für eine Abweichung im Einzelfall kein Platz (vgl. Art. 191 BV). Über die Gewährung von Zahlungserleichterungen im Sinne von Art. 123 BdBSt bzw. eines Erlasses (Art. 124 f. BdBSt) ist im vorliegenden Verfahren nicht zu entscheiden.