Citation: 6B_262/2024 E. 2.4.1

2.4.1. Die Schuldsprüche wegen Pfändungsbetrugs (Tatzeit gemäss Anklage: 17. Oktober 2013 bis 9. Juni 2020) und wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung (Tatzeit gemäss Anklage: 1. Januar 2013 bis 30. September 2019) betreffen die gleichen Gelder. Den Schuldspruch wegen Pfändungsbetrugs, der gleich wie die ungetreue Geschäftsbesorgung mit Bereicherungsabsicht mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe geahndet wird (vgl. Art. 163 Ziff. 1 StGB), ficht der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht an. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer im Zusammenhang mit dem Pfändungsbetrug vor, er habe sich zum Schaden seiner Gläubiger absichtlich einen tiefen Lohn auszahlen lassen. Die Bezüge über das Kontokorrentkonto, welche er formell als Darlehen getätigt habe, hätte er als Einkommen deklarieren müssen. Die Vorinstanz geht für den Pfändungsbetrug daher davon aus, es habe sich um (legale) Gelder gehandelt, welche der Beschwerdeführer faktisch als Lohn bezogen und als solchen hätte deklarieren müssen, weshalb die Gelder seinen Gläubigern hätten zugute kommen müssen (vgl. angefochtenes Urteil E. 3 S. 14 ff.). Dies steht im Widerspruch zu den vorinstanzlichen Erwägungen im Zusammenhang mit dem Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung, da die Vorinstanz insofern von einem Darlehen ausgeht, zu dessen Rückzahlung der Beschwerdeführer verpflichtet gewesen wäre und welches sich der Beschwerdeführer mangels hinreichender Sicherheiten nicht hätte auszahlen dürfen. Hätte sich der Beschwerdeführer durch die Bezüge über das Kontokorrentkonto der ungetreuen Geschäftsbesorgung strafbar gemacht, weil Bezüge in dieser Höhe nicht zulässig waren, wäre nicht von einem verdeckten Lohnbezug, sondern von einem grundsätzlich der Einziehung unterliegenden deliktischen Vermögenswert (vgl. Art. 70 und 73 StGB) auszugehen, auf welchen die Gläubiger des Beschwerdeführers keinen Anspruch hatten. Die Vorinstanz argumentiert daher widersprüchlich, weil sie den Beschwerdeführer bezüglich der gleichen Gelder des Pfändungsbetrugs und der ungetreuen Geschäftsbesorgung schuldig spricht.