Citation: 4A_116/2023 E. 5.4.2

5.4.2. Zu H.________ hielt die Vorinstanz fest, die Zeuginnen D.________, E.________ sowie F.________ hätten übereinstimmend zu Protokoll gegeben, dass sie sich mit dem Beschwerdegegner über den Prozess im Allgemeinen unterhalten hätten, aber keine Rechtsschriften oder Prozessakten gesehen hätten und dass auch niemand versucht habe, sie zu beeinflussen. Gerade der Aspekt, dass alle drei offen kommunizierten, das Gespräch mit dem Beschwerdegegner gesucht zu haben, liesse grundsätzlich darauf schliessen, dass sie wahrheitsgemäss ausgesagt hätten. Es stelle deshalb keine Gehörsverletzung dar, wenn die Erstinstanz bei dieser Ausgangslage auf die Befragung von H.________ verzichtet habe, da diese das Beweisergebnis nicht umzustossen vermocht hätte. Zur IV-Verfügung 2017 erwog die Vorinstanz, die IV-Verfügung 2018 beruhe auf einer pauschalen Bedarfsermittlung, weshalb die Beschwerdeführerin mit ihr nicht den zeitlichen Umfang der von ihr angeblich erbrachten Arbeitsleistungen nachzuweisen vermöge. Die Vorinstanz habe daher in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung von der beantragten Edition weiterer Verfügungen der IV-Stelle Luzern absehen können, da denselben keine Relevanz zugekommen wäre.