Citation: 8C_688/2021 E. 5.4

5.4. Des Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, die Gutachter hätten ihre Beurteilung nach deutschem Rechtsverständnis abgegeben. Im deutschen Haftpflichtrecht werde (mit Blick auf die Beweislastverteilung) zwischen normalen und groben Behandlungsfehlern unterschieden; hingegen kenne das Schweizer Recht eine solche Unterscheidung nicht. Derartiges lässt sich dem Gutachten allerdings nicht entnehmen. Auch der Beschwerdeführer zeigt nicht näher auf, in welchen Punkten sich die Experten am deutschen (Haftpflicht-) Recht orientiert hätten, so dass der Beweiswert ihrer Erkenntnisse für die hier zu beurteilende Rechtsfrage nach dem Unfallcharakter des Behandlungsfehlers in entscheidender Weise zu relativieren wäre. Dessen ungeachtet kann es in einem Fall wie dem vorliegenden, wie gezeigt, auf eine allfällige haftpflicht- oder strafrechtliche Verantwortlichkeit ohnehin nicht ankommen (s. vorne E. 3.2).