Citation: 8C_337/2022 E. 4.1.1

4.1.1. Die Vorinstanz hat weiter erwogen, für den Einkommensvergleich gemäss Art. 16 ATSG seien die Verhältnisse im Zeitpunkt des mutmasslichen Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei die hypothetischen Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen seien (BGE 143 V 295 E. 4.1.3). Die Neuanmeldung zum Leistungsbezug sei im Dezember 2018 eingereicht worden, sodass der frühest mögliche Rentenbeginn in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 29 Abs. 1 IVG auf Juni 2019 festzulegen sei. Ab 1. Mai 2019 sei der Beschwerdeführer bis Ende Oktober 2019 vollständig arbeitsunfähig gewesen. Diese gesundheitliche Verschlechterung stelle einen Revisionsgrund dar und sei gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV nach drei Monaten zu berücksichtigen. Ab Januar bis Ende April 2020 sei der Beschwerdeführer erneut vollständig arbeitsunfähig gewesen. Die vorübergehende Verbesserung des somatischen Gesundheitszustands im November und Dezember 2019 habe weniger als drei Monate gedauert und sei daher nicht zu berücksichtigen. Im Anschluss an die viermonatige Rekonvaleszenz nach der Rückenoperation vom 9. Januar 2020 sei gestützt auf das Gutachten der medexperts ag von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen. Dieser Umstand stelle einen erneuten Revisionsgrund dar, der nach drei Monaten zu berücksichtigen sei (Art. 88a Abs. 1 IVV). Der Beschwerdeführer habe nach dem Gesagten ab August 2019 bis Ende Juli 2020 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Auf den 1. August 2020 hin sei eine neue Invaliditätsbemessung vorzunehmen.