Citation: 1C_618/2022 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführenden beanstanden, die Vorinstanz habe nicht berücksichtigt, dass gemäss Art. 22 VwVV/OW jede Dauerverfügung in Wiedererwägung gezogen werden könne. Durch die Aufgabe der landwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit und den Tod der damaligen Betreiber habe das Konzept des Mehrgenerationenhauses aufgegeben werden müssen und würden die Räume nunmehr getrennt vermietet. Es handle sich dabei um eine wesentlich veränderte Sachlage, sodass die Vorinstanz verpflichtet gewesen sei, den ursprünglichen Baubewilligungsentscheid in Wiedererwägung zu ziehen. Indem die Vorinstanz die Frage der Wiedererwägung nicht geprüft habe, habe sie Art. 22 Abs. 1 VwVV/OW willkürlich angewandt und zudem das rechtliche Gehör der Beschwerdeführenden verletzt.