Citation: U 175/05 28.09.2005 E. 4

Zu beurteilen sind im Weiteren die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Leistungseinbusse. 4.1 In BGE 129 V 472 hat des Eidgenössische Versicherungsgericht dargelegt, unter welchen Voraussetzungen bei dem im Rahmen der Invaliditätsbemessung anzustellenden Einkommensvergleich auf die von der SUVA geschaffene Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) abgestellt werden kann. Zu Recht hat die Vorinstanz festgehalten, diese Voraussetzungen seien hier nicht gegeben, weshalb bei der Ermittlung des Invalideneinkommens auf die statistischen Löhne der LSE abzustellen sei. Massgebend sind dabei die Gegebenheiten im Zeitpunkt des Rentenbeginns. Das kantonale Gericht hat den Einkommensvergleich gestützt auf die Werte für das Jahr 2002 durchgeführt. Für dieses Jahr ist ein Valideneinkommen von Fr. 61'425.- aktenkundig. Das hypothetische Jahreseinkommen als Basis für die Ermittlung des Invalideneinkommens veranschlagt die Vorinstanz zutreffend mit Fr. 57'145.20; dies ist lediglich insofern zu berichtigen, als sie von 41.8 und nicht wie versehentlich angegeben von 41.5 wöchentlichen Arbeitsstunden ausging. 4.2 Den Vorbringen des Beschwerdeführers, weshalb hier für die Bestimmung des Invalideneinkommens nicht auf die LSE-Tabellenlöhne abgestellt werden dürfe, kann nicht gefolgt werden. Die Tatsache, dass er bereits vor dem Unfall eine Tätigkeit ausübte, die bei der Einstufung der Tabellenlöhne dem Anforderungsniveau 4 zuzuordnen war, ändert nichts daran, dass ihm auch heute eine derartige Tätigkeit zumutbar ist, wenn auch nicht in der Baubranche, so doch im Industrie- oder Dienstleistungsbereich. Es besteht deshalb keine Veranlassung, bei der Festsetzung des Invalideneinkommens des nicht mehr erwerbstätigen Versicherten statt auf die praxisüblichen Tabellenlöhne auf einen konkret geschätzten, nicht weiter begründeten "angemessenen" Lohn von Fr. 2500.- abzustellen. 4.3 Vom errechneten statistischen Lohn gemäss LSE kann nach der Rechtsprechung ein Abzug vorgenommen werden; dieser hängt von den persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität, Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) ab. Der Einfluss sämtlicher Merkmale ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc). Die Vorinstanz hat den von der SUVA gewährten Abzug von 20 % bestätigt. Dies ist nicht zu beanstanden. Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 57'145.20 ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 45'716.15, wie die Vorinstanz zutreffend festhält. Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von 26 % (BGE 130 V 121). 4.4 Die SUVA sprach dem Versicherten eine Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 27 % zu, was von der Vorinstanz im Ergebnis als angemessen bezeichnet wird. Besteht zwischen der Ermittlung des Invaliditätsgrades auf Grund der DAP-Löhne und derjenigen gemäss LSE eine Diskrepanz und erweist sich, dass der Unfallversicherer bei der Invaliditätsbemessung zu Unrecht auf die DAP abgestellt hat, ist der gestützt auf die LSE ermittelte Invaliditätsgrad massgeblich (BGE 129 V 481 Erw. 4.2.2 in fine und 483 Erw. 4.3.2). Die Androhung einer reformatio in peius rechtfertigt sich angesichts der Differenz von lediglich 1 % nicht, setzt eine solche doch unter anderem voraus, dass die Korrektur der Verfügung von erheblicher Bedeutung ist, was hier zu verneinen (BGE 119 V 249 Erw. 5 mit Hinweisen; vgl. auch in RKUV 2004 Nr. U 529 S. 572 nicht publizierte Erw. 3.2.2 mit Hinweisen). Es hat demnach bei der zugesprochenen Invalidenrente sein Bewenden.