Citation: 1B_230/2017 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdegegner 2 wird verdächtigt, die der Beschwerdegegnerin 1 gehörende Uhr veruntreut bzw. sie sich unrechtmässig angeeignet zu haben. Beide Straftatbestände sind, sofern sie wie hier zum Nachteil der Ehegattin erfolgten, nur auf Antrag strafbar (Art. 137 Ziff. 2 und Art. 138 Ziff. 1 Abs. 4 StGB). Die Antragsfrist beträgt drei Monate und beginnt mit dem Tag zu laufen, an welchem der antragsberechtigten Person der Täter bekannt wird (Art. 31 StGB). Hat ein Täter im Sinne einer "Einheitstat" während eines bestimmten Zeitraums einen Tatbestand mehrfach erfüllt, so beginnt die Antragsfrist erst zu laufen, wenn die Geschädigte von der letzten Tat Kenntnis erhalten hat (BGE 126 IV 131 E. 2; 118 IV 325 E. 2b S. 328).