Citation: 9C_280/2018 E. 5.3

5.3. Nachdem die Beschwerdeführerin mit Anmeldung von Juli 2013 ihrer Mitwirkungspflicht nachgekommen war, schlussfolgerte die Vorinstanz, der Rentenanspruch lebe wieder auf und das Revisionsverfahren sei weiter zu führen. Diese Vorgehensweise verletzt, da eine Sanktion verhältnismässig zu sein hat, kein Bundesrecht (BGE 139 V 585 E. 6.3.7.5 S. 390 f.). Dies wirkt sich zudem zu Gunsten der Beschwerdeführerin aus, weil sie zum einen - anders als bei einer Neuanmeldung - die in Art. 29 Abs. 1 IVG statuierte sechsmonatige Frist nicht abwarten muss und zum anderen, wie nachstehend aufgezeigt wird (E. 6.4.1), eine Berechnung des Valideneinkommens nach Massgabe des Lohnes als Sozialtherapeutin im D._________ auch bei einer Neuanmeldung nicht in Frage käme. In der Tat bestehen, was die Beschwerde übersieht, keine strukturellen Unterschiede zwischen Revision und Neuanmeldung, weil es da wie dort um Änderungen im für den IV-Rentenanspruch massgeblichen Tatsachenspektrum geht, und nicht um eine Prüfung ab initio wie bei der erstmaligen Beurteilung der Rentenberechtigung.