Citation: 1B_618/2019 E. 2.1

2.1. Das ZMG erwägt, die Beschuldigte habe im vorinstanzlichen Haftbeschwerdeverfahren das Vorliegen von strafprozessualen Haftgründen (Art. 221 StPO) nicht bestritten. Es bestehe der dringende Tatverdacht von sexuellen Handlungen mit einem Kind (Art. 187 StGB). Ausserdem sei derzeit von Flucht- und Kollusionsgefahr auszugehen (angefochtener Entscheid, S. 6, E. 3b-c). Die schweizerische Strafrechtshoheit sei grundsätzlich vom erkennenden Sachrichter zu prüfen und nicht vom ZMG im Haftbeschwerdeverfahren. Eine Ausnahme könne nur bei "evidenter Absenz" eines gesetzlichen Anknüpfungskriteriums gegeben sein. Im vorliegenden Fall "bestünde" eine Anknüpfung nach Art. 5 Abs. 1 lit. a StGB wegen sexueller Nötigung einer minderjährigen Person. "Allenfalls" komme auch Art. 7 StGB in Frage. Die französischen Behörden hätten bisher kein Auslieferungsgesuch gestellt. Allerdings habe die Staatsanwaltschaft bisher auch noch nicht förmlich angefragt, ob Frankreich mit der Strafverfolgung durch die Schweiz einverstanden sei. Von einer entsprechenden Anfrage beim Tatortstaat könne (laut BGE 121 IV 145) aber ausnahmsweise abgesehen werden, wenn nicht nur das Opfer schweizerische Staatsangehörigkeit habe, sondern zudem sowohl die Tat als auch "der Täter oder die Täterin in enger Beziehung zur Schweiz stehen". Es fehle insofern "nicht eindeutig" an einer Zuständigkeit der kantonalen Strafbehörden (angefochtener Entscheid, S. 4 f., E. 2b-d).