Citation: 2C_929/2017 E. 2.2.2

2.2.2. Beaufsichtigte im Sinne von Art. 3 lit. a FINMAG trifft gemäss Art. 29 Abs. 1 FINMAG zudem eine unmittelbar von Gesetzes wegen bestehende aufsichtsrechtliche Auskunfts- und Herausgabepflicht (Urteil 2C_1097/2014 vom 6. Oktober 2015 E. 2.3). Die Beaufsichtigten selbst und ihre Prüfgesellschaften müssen sämtliche Informationen erteilen und Unterlagen herausgeben, die die FINMA zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigt (ebenso die vor Inkrafttreten des FINMAG herrschende Rechtslage, vgl. BGE 126 II 111 E. 3b S. 115 f.; 125 II 79 E. 3a S. 81; 121 II 147 E. 3a S. 149 f.). Die vorsätzliche Erteilung falscher Auskünfte gegenüber der FINMA, einer Prüfgesellschaft, einer Selbstregulierungsorganisation, einer Beauftragten oder einem Beauftragten wird gemäss Art. 45 Abs. 1 FINMAG mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe bestraft; die fahrlässige Begehung kann mit einer Busse von bis zu Fr. 250'000.-- geahndet werden (Art. 45 Abs. 2 FINMAG). Indem die Beaufsichtigte anlässlich der GwG-Prüfung für das Geschäftsjahr 2013 schriftlich bestätigte, dass "keine hängigen oder abgeschlossenen Verfahren gegen A.________ und B.________ bestehen oder bestanden haben, die mit der finanzintermediären Berufstätigkeit und Geschäftstätigkeit zusammenhängen", hat die Beaufsichtigte gegenüber der GwG-Prüfgesellschaft als verlängerter Arm der FINMA falsche Auskünfteerteilt und Art. 29 Abs. 1 FINMAG verletzt. Das EFD hat den Beschwerdeführer mittlerweile auch mit rechtskräftigem Strafbescheid vom 8. Juli 2016 des mehrfach begangenen Erteilens falscher Auskünfte nach Art. 45 FINMAG schuldig gesprochen.