Citation: 7B_706/2023 E. 4.4.2

4.4.2. Entgegen den Rügen des Beschwerdeführers durfte die Vorinstanz bei der Beurteilung der Fluchtgefahr auch die Tatsache berücksichtigen, dass er sich nach seiner ersten Anhaltung zwischenzeitlich in der Wohnung einer Bekannten versteckte und erst unter Einsatz von Zwangsmassnahmen wieder aufgefunden werden konnte. Zwar geht auch die Vorinstanz davon aus, dass der Beschwerdeführer sich nicht der Strafverfolgung entziehe wollte, sondern sich primär wegen der Befürchtung von Repressalien der gegnerischen Motorradgruppen zwischenzeitlich versteckte. Wie die Vorinstanz überzeugend ausführt, ist diese Furcht des Beschwerdeführers vor potenziellen Vergeltungsmassnahmen bei der Beurteilung der von ihm ausgehenden Fluchtgefahr dennoch von Relevanz, da sie für ihn einen zusätzlichen Anreiz darstellt, im In- oder Ausland unterzutauchen. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung fusst auf keiner aktenwidrigen Sachverhaltsfeststellung, hat der Beschwerdeführer doch gemäss dem aktenkundigen Therapieverlaufsbericht der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern vom 12. Juli 2023 selber ausgesagt, während des Strafvollzugs würden Konflikte gestützt auf "ein Motorradclub-übergreifendes Gesetz" auf "Stand-by" gesetzt. Mithin kann der Vorinstanz insoweit keine willkürliche Beweiswürdigung vorgeworfen werden.