Citation: 6B_539/2023 E. 5

Verfahrensgegenstand ist vorliegend einzig der vorinstanzliche Entscheid (Art. 80 Abs. 1 BGG). Es kann vor Bundesgericht daher nur um die Frage gehen, ob die Vorinstanz das Kostenerlassgesuch des Beschwerdeführers zu Recht abgewiesen hat. Soweit der Beschwerdeführer sich zu Begebenheiten äussert, die nicht das Kostenerlassverfahren betreffen, er insbesondere die ihn betreffenden ausländerrechtlichen Entscheide kritisiert oder sich über eine angeblich nicht korrekte Behandlung durch Amtspersonen sowie Behördenmitglieder beklagt, ist darauf von vornherein nicht einzutreten. Was den eigentlichen Verfahrensgegenstand betrifft, fehlt es dem Beschwerdeführer am aktuellen rechtlich geschützten Interesse an der Behandlung der Beschwerde, da er angesichts der Stundung der Bezahlung der offenen Verfahrenskosten bis zum 29. Februar 2024 durch die formelle Abweisung des Kostenerlassgesuchs nicht beschwert ist bzw. die Abweisung zurzeit mit keinerlei Rechtsfolgen verbunden ist. Aus der Begründung des vorinstanzlichen Entscheids ergibt sich sodann, dass dem Beschwerdeführer die Kosten lediglich einstweilen nicht erlassen werden, da die Vorinstanz zwar eine materielle Bedürftigkeit des Beschwerdeführers im Entscheidzeitpunkt annimmt, jedoch davon ausgeht, diese sei vorübergehender Natur. Sollte sich die Situation des Beschwerdeführers - wie er dies geltend macht - bis zum Ablauf der Stundung nicht verändert bzw. verbessert haben, steht es ihm frei, bei der Vorinstanz erneut um Erlass der Verfahrenskosten zu ersuchen (vgl. hierzu Urteile 6B_1371/2016 vom 3. Februar 2017 und 6B_255/2018 vom 3. Mai 2018). Dabei wird er seine, soweit ersichtlich, erstmals vor Bundesgericht dargelegte rechtliche Situation der Vorinstanz schildern können. Folglich kann offenbleiben, ob es sich dabei um (unechte) Noven handelt, zu deren Geltendmachung erst der vorinstanzliche Entscheid Anlass gegeben hat (Art. 99 Abs. 1 BGG) bzw. ob die Beschwerde angesichts der unbelegten Vorbringen des Beschwerdeführers zu seiner rechtlichen Situation überhaupt den (qualifizierten) Begründungsanforderungen genügt. Auch rechtfertigt es sich vorliegend nicht, ausnahmsweise vom Erfordernis eines aktuellen Rechtsschutzinteresses abzusehen. Damit ist auf die Beschwerde mangels aktuellen Rechtsschutzinteresses im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.