Citation: U 295/00 12.12.2000 E. 1

1.- Über sozialversicherungsrechtliche Leistungen ist in der Regel in Form einer schriftlichen, mit Rechtsmittelbelehrung versehenen Verfügung zu entscheiden (Art. 5 und 34 ff. VwVG). Für die obligatorische Unfallversicherung bestimmt Art. 99 Abs. 1 UVG, dass über erhebliche Leistungen und Forderungen und über solche, mit denen der Betroffene nicht einverstanden ist, schriftliche Verfügungen zu erlassen sind. Art. 124 UVV enthält eine - nicht abschliessende - Liste der mit förmlicher Verfügung zu eröffnenden Anordnungen. Dazu gehört auch die Kürzung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen (Art. 124 lit. b UVV). Die SUVA wäre daher gehalten gewesen, die Mitteilung vom 30. Mai 1996 in Verfügungsform zu erlassen.