Citation: 6B_82/2018 E. 1.4.6

1.4.6. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz unterstelle ihm zu Unrecht, seine geltend gemachten Bemühungen betreffend Rückführung der Töchter seien nicht glaubhaft. Die Vorinstanz habe bei ihrer Würdigung seine mehrfach geäusserten Ängste vor seinem älteren Bruder und Familienoberhaupt nicht berücksichtigt. Nicht zu beanstanden ist, wenn die Vorinstanz hinsichtlich der ersten Phase aus der Verweigerung seiner Unterschrift unter das Protokoll vom 17. Juni 2010, dessen Kopie an seinen Bruder hätte geschickt werden sollen, damit dieser das Einverständnis des Beschwerdeführers zur Rückführung der Mädchen schriftlich habe, schliesst, die Aussagen seiner früheren Ehefrau träfen zu und der Beschwerdeführer habe die Rückführung bewusst verhindert (Urteil E. III.2.c/bb S. 17). Wieso er die Unterschrift verweigerte, ob deshalb, weil der Libanon für ihn dann erledigt gewesen wäre, oder aus grosser Angst vor seinem Bruder - wobei das eine wohl zum andern führte - ist irrelevant. Unbesehen des Grundes für die Verweigerung der Unterschrift beziehungsweise ob diese nachvollziehbar ist, darf die Vorinstanz sein Verhalten als Verhinderung der Rückführung der Mädchen werten. Auch trifft es nicht zu, dass sich die Vorinstanz nicht mit seinem Einwand, er habe irgendwann die Tatherrschaft verloren, als sein Bruder die Rückkehr verweigert habe, und seinen geäusserten Ängsten vor diesem grossen Bruder, auseinandersetzt. Entgegen seinem Ansinnen gelangt sie jedoch zum Schluss, der Beschwerdeführer sei weder willenlos noch bestimmungsunfähig gewesen (Urteil E. III.2.c/cc S. 18 f., E. IV.2.c/bb S. 42 ff.; vgl. E. 1.4.3 hiervor und E. 4.4.3 hiernach). Der Beschwerdeführer geht auf die entsprechenden vorinstanzlichen Erwägungen nicht ein und zeigt nicht auf, inwiefern diese willkürlich sein sollen. Soweit der Beschwerdeführer zur Untermauerung seines Standpunkts darauf hinweist, er habe mit einem Scheich, der Schweizer Botschaft und dem Internationalen Sozialdienst SSI Kontakt gehabt, um auf eine rasche Rückführung der Töchter in die Schweiz hinzuwirken, kann auf die diesbezüglichen Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden, die auf eine wenig altruistische Motivation hindeuten (Urteil E. III.2.c/bb S. 16 f.).