Citation: 5F_21/2021 E. 2

Vorliegend werden die Revisionsgründe von Art. 121 lit. b und d BGG genannt. Dabei verlangt die Gesuchstellerin im Rahmen einer Vorprüfung die Feststellung, dass sie die Beschwerde an das Appellationsgericht rechtzeitig aufgegeben habe, aber aufgrund eines technischen Problems des Automaten in Caslano keine Quittung oder E-Mail erhalten habe. Die Revision dient nicht dazu, Versäumtes nachzuholen. Falls es sich tatsächlich so zugetragen hätte, wie die Gesuchstellerin schildert, hätte sie dies dem Appellationsgericht seinerzeit unverzüglich zur Kenntnis bringen und hierfür auch Beweis anbieten müssen: Die beschwerdeführende Partei trägt die Beweislast für die rechtzeitige Aufgabe der Beschwerde (BGE 92 I 253 E. 3 S. 257; 142 V 389 E. 2.2 S. 391) und die Vermutung, dass der Poststempel das Aufgabedatum wiedergibt, ist gegenüber der Entscheidinstanz zu widerlegen, wenn dies nicht zutrifft (BGE 115 Ia 8 E. 3a S. 11 f.; 124 V 372 E. 3b S. 375; 142 V 389 E. 2.2 S. 391 f.). Vorliegend hätte die Gesuchstellerin offensichtlich sofort erkannt, wenn sie bei der Postaufgabe keinen Beleg erhalten hätte, und sie wäre alsdann zu entsprechendem Handeln aufgerufen gewesen. Im Zusammenhang mit dem Urteil 5A_414/2021 hat das Bundesgericht weder einer Partei mehr oder anderes als das Verlangte zugesprochen noch eine in den Akten liegende erhebliche Tatsache aus Versehen nicht berücksichtigt. Etwas anderes wird jedenfalls nicht in nachvollziehbarer Weise dargetan und ist auch nicht ersichtlich. Mithin ist keiner der geltend gemachten Revisionsgründe gegeben.