Citation: U 390/05 07.03.2006 E. 1

Letztinstanzlich streitig und zu prüfen ist nach den Vorbringen der Parteien und aufgrund der Akten nurmehr, ob die erlittene Schulterverletzung eine unfallähnliche Körperverletzung darstellt und damit eine Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers zu begründen vermag. Die Rechtsgrundlagen für die Beurteilung der Streitsache sind im kantonalen Entscheid richtig wiedergegeben. Hervorzuheben ist, dass Sehnenrisse, wie der hier gegebene, nach Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV eine unfallähnliche Körperschädigung darstellen, wenn sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind. Nach der hiezu ergangenen Rechtsprechung müssen mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit auch bei den unfallähnlichen Körperschädigungen die übrigen Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs erfüllt sein. Besondere Bedeutung kommt hierbei der Voraussetzung eines äusseren Ereignisses zu, d.h. eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles. Wo ein solches Ereignis mit Einwirkung auf den Körper nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV aufgezählten Gesundheitsschadens, liegt eine eindeutig krankheits- oder degenerativ bedingte Gesundheitsschädigung vor. Diese schon BGE 123 V 43 zugrunde liegende Betrachtungsweise verträgt sich sehr wohl mit der Konzeption der obligatorischen Unfallversicherung und ihrer Abgrenzung zur Krankenversicherung; denn ein so verstandenes, nahe bei der unfallmässigen Einwirkung liegendes äusseres Ereignis rechtfertigt die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers (BGE 129 V 467 Erw. 2.2 mit Hinweis).