Citation: 1C_528/2019 E. 3

Die Beschwerdeführer beanstanden, dass die Vorinstanz entgegen ihrem Antrag keinen Augenschein durchgeführt hat. Sie machen geltend, eine Feststellung zur tatsächlichen Verkehrsfrequenz sei hilfreich für die Zuordnung zu den Kategorien der öffentlichen oder privaten Strasse. Private Strassen mit einem eingeschränkten Nutzerkreis seien im allgemeinen deutlich weniger frequentiert. Diesen Gedanken habe die Vorinstanz völlig ausser Acht gelassen. Im angefochtenen Entscheid wird die Ablehnung des Augenscheins damit begründet, dass das Verkehrsaufkommen allein nicht ausschlaggebend sein könne und die Baugesuchsakten eine genügende Beurteilungsgrundlage bilden würden. Es kann offenbleiben, ob die Beschwerdebegründung in diesem Punkt den diesbezüglich strengen Anforderungen der Rechtsprechung genügt (vgl. dazu oben E. 2). Die betreffenden Rügen sind ohnehin unbegründet. Streitig sind nicht eigentlich die tatsächlichen Verhältnisse, sondern ihre rechtliche Beurteilung. Die Vorinstanz durfte in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung davon ausgehen, dass ein Augenschein zu keiner anderen Beurteilung führen würde (vgl. BGE 144 II 427 E. 3.1.3 S. 435 mit Hinweisen).