Citation: 9C_563/2024 E. 2.2

2.2. Bei der Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung muss es sich um eine solche aus dem Bereich des Steuererlasses handeln (Urteile 9D_11/2024 vom 22. August 2024 E. 2.1; 9D_10/2024 vom 24. Juli 2024 E. 2.1). Eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ist ganz allgemein, d.h. nicht beschränkt auf den Bereich des Steuererlasses, nur zurückhaltend anzunehmen. Eine solche liegt (nur) vor, falls ein allgemeines und dringendes Interesse besteht, dass die Streitfrage höchstrichterlich geklärt wird, um eine einheitliche Anwendung und Auslegung des Bundesrechts herbeizuführen und damit eine erhebliche Rechtsunsicherheit auszuräumen (BGE 147 II 201 E. 2; 146 III 237 E. 1; 144 III 164 E. 1). Die Anwendung rechtsprechungsgemässer Prinzipien auf einen Einzelfall stellt keine Grundsatzfrage dar. Der blosse Umstand, dass die aufgeworfene Rechtsfrage noch nie entschieden worden ist, genügt ebenso wenig (BGE 148 IV 155 E. 2.8). Vom Bestand einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ist unter anderem auszugehen, wenn es sich um eine erstmals zu beurteilende Rechtsfrage handelt, deren Entscheid für die Praxis wegleitend sein kann und die aufgrund ihres Gewichts nach einer höchstrichterlichen Klärung ruft (BGE 144 III 164 E. 1; 143 II 425 E. 1.3.2; 141 II 14 E. 1.2.2.1; Urteile 4A_151/2024 vom 22. August 2024 E. 1.3.1; 2C_512/2023 vom 5. Juni 2024 E. 1.2.1; 2D_11/2022 vom 11. Mai 2022 E. 2.2.3).