Citation: 8C_388/2024 E. 4.4.3

4.4.3. Nachdem die Beschwerdeführerin bereits ein polydisziplinäres Gutachten (vom 11. April 2022) in Auftrag gab und die Experten zweimal zu einer Ergänzung aufforderte, ohne dass das Gutachten hinsichtlich der relevanten Fragen zum Gesundheitszustand der Beschwerdegegnerin Beweiskraft erlangte, ist es rechtsprechungsgemäss (vgl. SVR 2020 IV Nr. 30 S. 107, 8C_503/2019 E. 3.2; Urteil 9C_354/2020 vom 8. September 2020 E. 2.1) angezeigt, die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie ein psychiatrisches Gerichtsgutachten einhole. Da es sich um einen Neuanmeldungsfall nach rechtskräftiger Rentenaufhebung handelt, hat sich das Gutachten insbesondere zur Frage zu äussern, ob - unter Einbezug des Observationsmaterials - seit der Verfügung vom 22. September 2016 in psychischer Hinsicht eine relevante gesundheitliche Veränderung eingetreten ist (E. 2.2. vorne). Anschliessend wird die Vorinstanz über den Leistungsanspruch unter Beachtung der Rechtsprechung zur Neuanmeldung im dargelegten Sinn (E. 3.1 f. und E. 4.1 vorne) neu entscheiden.