Citation: 9C_378/2020 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz hat den nicht wiedergutzumachenden Nachteil der Beschwerdeführer in Bezug auf die Sistierungsverfügung der Beschwerdegegnerin vom 24. Februar 2020 im Wesentlichen mit folgender Begründung verneint: EL-rechtlich erweise sich als massgebend, dass der Aufenthaltsstatus von Beschwerdeführerin 2 streitig sei respektive unbestrittenermassen Gegenstand eines laufenden Verfahrens bilde. Dessen Ausgang könne für die Beurteilung des EL-Anspruchs des Beschwerdeführers 1, etwa mit mit Blick auf Art. 9 Abs. 2 sowie Art. 10 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 und 2 ELG, von Bedeutung sein. Die dadurch bewirkte Verzögerung des Einspracheverfahrens stelle keinen irreversiblen Nachteil dar. Daran vermöge auch der mit Mitteilungen des Migrationsdienstes vom 6. Januar und 29. April 2020 bestätigte Umstand nichts zu ändern, dass die Beschwerdeführerin 2 ihren bisherigen Aufenthaltsstatus während des hängigen ausländerrechtlichen Prozesses beibehalte. Ferner erleide der Beschwerdeführer 1 durch die Sistierung - wie auch durch den Entzug der aufschiebenden Wirkung - keinen irreparablen finanziellen Schaden, da erst im Rahmen des später nach durchgeführtem ausländerrechtlichen Rechtsmittelverfahren zu erlassenden Einspracheentscheids der Beschwerdegegnerin über den EL-Anspruch zu befinden sei und die streitigen Ergänzungsleistungen allenfalls nachträglich ausgerichtet werden könnten. Sodann werde dem Beschwerdeführer 1 auch weiterhin beziehungsweise auf der Grundlage eines Einpersonenhaushalts EL ausgerichtet, womit mit der Verfahrenssistierung keine vollständige (vorübergehende) Einstellung der EL einhergehe. Zudem sei rechtsprechungsgemäss das Interesse der Verwaltung, keine Leistungen zu erbringen, welche sie später allenfalls zurückfordern müsse oder deren Einbringlichkeit fraglich sei, höher zu gewichten als das Interesse des Beschwerdeführers 1, weiterhin ungeschmälert EL zu beziehen und nicht die Sozialhilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Schliesslich werde auch nicht ersichtlich, inwiefern die - infolge Nichtberücksichtigung der Beschwerdeführerin 2 in der EL-Berechnung erfolgte - Herabsetzung der EL die Stellung der Beschwerdeführenden im ausländerrechtlichen Verfahren verschlechtern sollte.