Citation: 1C_577/2019 E. 2.2

2.2. Weiter beanstandet die Beschwerdeführerin es als mangelhafte Sachverhaltsfeststellung (Art. 97 Abs. 1 BGG) und als Gehörsverletzung (Art. 29 Abs. 2 BV), dass ihren Beweisanträgen nicht stattgegeben wurde. Sie hatte vor der Vorinstanz die Durchführung eines Augenscheins, ihre eigene Anhörung und die Befragung weiterer genannter Personen, den Beizug von Bauakten zur Siedlung und die Einholung eines Amtsberichts des zuständigen Grundbuchamts gefordert. Vor Bundesgericht legt die Beschwerdeführerin dar, nur mit diesen Beweismitteln hätten der bauliche Vorbestand und die zivilrechtlichen Gegebenheiten bei der Gesamtüberbauung mängelfrei festgestellt werden können. Die fraglichen Beweismittel seien auch für die Vereinbarkeit der heutigen Bebauung mit den Regelbauvorschriften und die Ermittlung der Verhältnisse auf angrenzenden Flächen, bei denen die Stadt St. Gallen einen Sondernutzungsplan erlassen habe, entscheidend. Die Vorinstanz hat hingegen die Verfahrensakten als ausreichende Beurteilungsgrundlagen betrachtet. Umstritten sind nicht die tatsächlichen Verhältnisse, sondern die rechtliche Beurteilung. Wie sich im Übrigen aus den Verfahrensakten ergibt, fand im erstinstanzlichen Verfahren ein Augenschein statt und hat die Rekursinstanz eine Vernehmlassung der kantonalen Fachstellen zur architektonischen, denkmalpflegerischen und ortsplanerischen Beurteilung der betroffenen Siedlung eingeholt. Deren Ergebnisse hat die Beschwerdeführerin weder vor der Vorinstanz noch vor Bundesgericht substanziiert in Frage gestellt. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung davon ausgehen, dass die fraglichen Beweismittel zu keiner anderen Beurteilung führen würden (vgl. BGE 144 II 427 E. 3.1.3 S. 435 mit Hinweisen). Dadurch hat die Vorinstanz auch den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör nicht verletzt.