Citation: 1C_542/2021 E. 5.4

5.4. Das BAFU führt diesbezüglich in seiner Vernehmlassung zusammengefasst aus, es treffe zu, dass die vom METAS empfohlenen Messmethoden für adaptive Antennen auf der Messung der Strahlung der Synchronisationskanäle beruhten, weil diese dauernd und mit konstanter Leistung abgestrahlt werde und damit einen definierten Zustand ergäbe. Das Messresultat werde anschliessend - wie bereits bei Messungen für nicht adaptive Antennen - auf die massgebende Gesamtstrahlung hochgerechnet. Bei der code-selektiven Messmethode für adaptive Antennen komme neu hinzu, dass die Synchronisationssignale und die Nutzungssignale der Verkehrssignale mit unterschiedlichen Antennendiagrammen abgestrahlt werden könnten, weshalb bei der Hochrechnung auf den massgebenden Betriebszustand auch noch eine Umrechnung der Diagramme vorgenommen werden müsse. Im technischen Bericht des METAS vom 18. Februar 2020 (Ziff. 2-8) und dem Nachtrag vom 15. Juni 2020 werde detailliert beschrieben, wie die Hochrechnung der gemessenen Signale auf den massgebenden Betriebszustand zu erfolgen habe. Weitere Informationen fänden sich in den vom BAFU am 30. Juni 2020 herausgegebenen Erläuterungen zur Messmethode für adaptive Antennen. Gestützt auf den technischen Bericht des METAS seien daher Abnahmemessungen bei adaptiven Antennen auch ohne eine entsprechende offizielle "Messempfehlung als Vollzugshilfe zur NISV" möglich.