Citation: 1C_106/2018 E. 4.4

4.4. Nach Art. 43 Abs. 1 lit. b LSV liegt die Wohnzone W1 gemäss Bauordnung der Stadt Zug in der Empfindlichkeitsstufe (ES) II, womit die Immissionsgrenzwerte für Strassenverkehrslärm gemäss Anhang 3 LSV massgebend sind. Diese betragen für Wohnräume am Tag 60 dB (A) und in der Nacht 50 dB (A). Gemäss dem mit den Bauunterlagen eingereichten Lärmgutachten des beigezogenen Ingenieurbüros vom 5. Februar 2015, auf welches sich die Vorinstanz in ihrem Entscheid stützt, sind an vier Fenstern an der lärm- bzw. strassenzugewandten Fassade des als Haus A bezeichneten Gebäudes die Immissionsgrenzwerte überschritten. An einem der vier Fenster beträgt die Überschreitung am Tag 4 dB (A) und in der Nacht 2 dB (A). Das Bauvorhaben wurde dennoch mit der gemäss Art. 31 Abs. 2 LSV erforderlichen Zustimmung des kantonalen Amts für Umweltschutz zum Zweck der Siedlungsverdichtung bewilligt.