Citation: 1B_514/2018 E. 4.6

4.6. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, er werde nicht vor der Justiz ins Ausland fliehen. Dies manifestiere sich schon daran, dass er auch nach dem Entscheid des Bundesgerichtes (2C_788/2017 vom 2. November 2017) betreffend Nichtverlängerung seiner ausländerrechtlichen Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz geblieben sei. Seit 2012 hätten ihm die Schweizer Migrationsbehörden bereits fünf Mal Ausreisefristen auferlegt, denen er aber keine Folge geleistet habe. In seinem Heimatland Marokko sei er ausserdem gefährdet bzw. werde er politisch verfolgt. Er pflege kaum Beziehungen zu seiner dort lebenden Familie und sei mittelloser Sozialhilfeempfänger. Sein Kind lebe ebenfalls in der Schweiz. Es verbinde ihn mit der Tochter eine "enge emotional und wirtschaftlich affektive Beziehung". Obwohl ihn sein Vater mehrfach dazu aufgefordert habe, seine Tochter nach Marokko zu entführen, habe er dies abgelehnt. Im Falle einer Haftentlassung (eventuell gegen Ersatzmassnahmen für Haft) könne er bei seiner derzeitigen Freundin wohnen.