Citation: 8C_577/2023 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer rügt, diese Invaliditätsbemessung sei unzulässig, da Art. 28 Abs. 4 UVV für Validen- und Invalideneinkommen keine unterschiedlichen Bemessungszeitpunkte vorsehe. Nach dieser Bestimmung seien vielmehr die Erwerbseinkommen massgeblich, welche ein Versicherter im mittleren Alter erzielen würde. Damit sei aber nicht gemeint, welcher Lohn im mittleren Alter - im konkreten Fall vor über 15 Jahren - effektiv erwirtschaftet worden wäre, sondern was die versicherte Person heute (hypothetisch) verdienen würde. Daher müssten beide Vergleichseinkommen auf den Zeitpunkt des Rentenbeginns hin indexiert werden, woraus sich ein deutlich höheres Valideneinkommen von Fr. 108'655.- ergebe. Anhand der notwendigen Neuberechnung sei somit eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von rund 39 % geschuldet.