Citation: 6B_553/2022 E. 3.4.4

3.4.4. Drittens machen die Beschwerdeführer eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts betreffend Entzug der Einnahmen aus den Aktienverkäufen der H.________ geltend. Die Vorinstanz komme durch eine Reihe offensichtlich unrichtiger Feststellungen zum Schluss, es bestünden verschiedene Hinweise für eine Geschäftstätigkeit bzw. für eine versuchte Aufnahme einer Geschäftstätigkeit der H.________. Widerlegt sei, dass zumindest der Grossteil der Einnahmen aus den Aktienkäufen auf die Bankkonten der H.________ gegangen seien, weil den mutmasslich deliktischen Aus- und Weiterüberweisungen keine Rechnung getragen werde. Der Kontostand sei über drei Jahre hinweg auf konstant tiefem Niveau geblieben (Beschwerde S. 46 f.). Dass verschiedene Hinweise für eine Geschäftstätigkeit vorliegen, lässt sich ebenso wenig bestreiten wie die Tatsache, dass ein Grossteil der Einnahmen aus den Aktienverkäufen auf die Bankkonten der H.________ ging (Beschluss S. 34, E. 6.3.12). Die geltend gemachten Aus- und Weiterüberweisungen treffen zu, wie das auch die Beschwerdeführer darlegen. Ob aber von "mutmasslich deliktischen Aus- und Weiterüberweisungen" ausgegangen werden könnte und sich in dieser Weise ein betrügerischer Tatverdacht erhärten liesse, ist umso fraglicher, zumal "Aus- und Weiterüberweisungen" systemkonform sind, da mit Aktienverkäufen bei sogenannten Wachstums- oder Start-up-Unternehmen gerade erst die Voraussetzungen geschaffen werden sollen, um überhaupt schon die Aufnahme einer relevanten Geschäftstätigkeit finanzieren zu können. Es handelt sich um Risikokapital. Eine Rendite hängt vom Erfolg des Projekts ab und ist rein prognostisch-spekulativ erwartbar und damit keine Tatsache im Sinne des Betrugstatbestands. Zukünftige Ereignisse sind, soweit sie jedenfalls ungewiss sind, keine Tatsachen (BGE 135 IV 76 E. 5.1). Eine willkürliche Feststellung hinsichtlich einer betrugsindizierenden Täuschung in der Variante prognostischer Berechnungen der zugrunde gelegten gegenwärtigen tatsächlichen Verhältnisse machen die Beschwerdeführer nicht geltend (vgl. unten E. 4.3.1 ad Urteil 6B_595/2020 vom 8. April 2021 E. 4.1). Die Beschwerdeführer stellen nicht in Frage, dass die Schürfprojekte erst in der Anfangsphase waren, und zeigen nicht auf, dass die Prospekte falsche Angaben enthielten (Beschluss S. 33 f.; unten E. 4.2, 4.3.2). Eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung lässt sich mithin auch in diesem Punkt nicht annehmen.