Citation: 8C_478/2018 E. 3.2

3.2. Aus dem angerufenen Urteil kann die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Während der seit dem 1. Januar 1996 in Kraft stehende Art. 51 Abs. 2 AVIG die in dieser Bestimmung genannten Personengruppen ausdrücklich vom Anspruch auf Insolvenzentschädigung ausnimmt, waren sie noch unter dem alten, bis 31. Dezember 1995 gültig gewesenen Recht nicht grundsätzlich von der Anspruchsberechtigung ausgeschlossen (Näheres dazu: Urteil 8C_270/2009 vom 24. August 2009 E. 3.2; siehe auch BGE 126 V 134 E. 5a S. 136). Der Beschwerdeführerin ist insoweit beizupflichten, als es bei Personen mit arbeitgeberähnlichen Eigenschaften mit Blick auf die Beendigung ihrer Organstellung nicht auf den Zeitpunkt der Löschung im Handelsregister ankommt. Nach der Rechtsprechung ist vielmehr in Angleichung an die Praxis nach Art. 52 AHVG der tatsächliche Rücktritt, welcher unmittelbar wirksam wird, massgebend (BGE 126 V 134 mit Hinweisen; siehe auch ARV 2000 Nr. 34 S. 176 [C 184/99]). Dass die Beschwerdeführerin im März 2017 oder früher eine Rücktrittserklärung abgegeben hätte, welche alsdann aber - aus welchen Gründen auch immer - erst am... 2017 im SHAB publiziert worden wäre, wird nicht geltend gemacht. Kein tatsächlicher Rücktritt liegt vor, wenn die in einer arbeitgeberähnlichen Position befindliche Person - wie vorliegend geltend gemacht - Dritte mit einer Generalvollmacht ausstattet, etwa in der Erwartung, diese würden die in Schieflage geratene Unternehmung wieder auf Kurs bringen: Das Gesetz schreibt dem (geschäftsführenden) Verwaltungsrat in Art. 716-716b OR verschiedene, die Entscheidungen des Arbeitgebers bestimmende oder massgeblich beeinflussende Aufgaben vor, welcher er sich weder durch Delegation noch sonstwie entziehen kann (dazu siehe etwa BGE 123 V 234 E. 7a S. 237 und 122 V 270 E. 3 S. 273).