Citation: 4A_588/2023 E. 3.2

3.2. Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz ist unbestritten, dass die Zahlungen des Beschwerdeführers und der mit ihm verbundenen Gesellschaften an den Beschwerdegegner im Zusammenhang mit dem Kauf, Umbau und Ausbau der Alp X.________ getätigt wurden. Ebenfalls ist unbestritten, dass diese Zahlungen ohne Schenkungswillen erfolgten. Die Erstinstanz stellte fest, dass die Parteien eine Rückzahlungsverpflichtung gestützt auf einen Darlehensvertrag vereinbart hätten. Die Vorinstanz kam nach Würdigung der offerierten und erstinstanzlich abgenommenen Beweise zum Schluss, dass diese Feststellung unhaltbar sei; der beweisbelastete Beschwerdeführer habe den Beweis nicht erbracht, dass er mit dem Beschwerdegegner zu einem unbekannten Zeitpunkt und unter nicht näher bekannten Umständen einen Darlehensvertrag geschlossen habe. Der eingeklagten Rückzahlungsforderung liege kein schriftlicher Darlehensvertrag zugrunde. Die vom Beschwerdeführer angerufenen Zeugen hätten aus unmittelbarer Wahrnehmung nichts über eine mündliche Vereinbarung der Prozessparteien gewusst. Der als Urkunde eingereichte Entwurf eines Darlehensvertrags tauge auch nicht als Beweis einer mündlichen Vereinbarung, da ihm die notwendigen Bezüge fehlten. Es seien auch keine Umstände erstellt, die auf einen stillschweigenden Vertragsschluss schliessen liessen. Zwar würden einige formelle Indizien wie die Stellung des Beschwerdegegners als Alleineigentümer und die Einreichung eines Baugesuchs für die Darstellung sprechen, der Beschwerdegegner habe die Alp für sich erworben und sei mittels Darlehen von seinem finanzkräftigen Chef unterstützt worden. Andererseits sei es merkwürdig, dass der geschäftserfahrene Beschwerdeführer dieses grosszügige Engagement nicht schriftlich festgehalten, hierfür keine Sicherheit verlangt und ohne Kostendach laufend Rechnungen für den Um- und Ausbau der Alp übernommen habe. Des Weiteren berücksichtigte die Vorinstanz für das Interesse des Beschwerdeführers bzw. seiner Gesellschaften an der Alp, dass Letztere Aufträge für den Um- und Ausbau der Alp erteilten und dass die Alp für private und geschäftliche Aktivitäten durch den Beschwerdeführer genutzt worden sei. Auf der anderen Seite seien gemäss Vorinstanz auch verschiedene Gegenbehauptungen des Beschwerdegegners nicht erhärtet worden, etwa die Darstellung über die Haltung des Verkäufers der Alp gegenüber dem Beschwerdeführer als "reicher Unterländer", weshalb der Verkauf der Alp über den Beschwerdegegner als Strohmann habe abgewickelt werden müssen. Es sei auch nicht erhärtet worden, dass ausdrücklich eine einfache Gesellschaft vereinbart worden sei. Nicht restlos schlüssig sei die Behauptung des Beschwerdegegners, der Beschwerdeführer habe als wirtschaftlicher Eigentümer der Alp nicht persönlich in Erscheinung treten und einen diskreten Ort für Besprechungen schaffen wollen. Die Vorinstanz schloss daraus, dass die Gegendarstellungen des Beschwerdegegners zwar zum Teil unbewiesen oder unplausibel seien, dies aber nicht heisse, die Darstellung der Klage sei damit bewiesen. Es bleibe nicht nur unbewiesen, sondern auch unplausibel, dass unter den Parteien zu einem (unbestimmten) Zeitpunkt und unter ungeklärten Umständen die Vereinbarung getroffen worden sein soll, der geschäftserfahrene Beschwerdeführer werde mit dem Beschwerdegegner für dessen persönliche und private Alp ohne jede Sicherheit ein Darlehen gewähren. Gemäss der Vorinstanz könne dies zwar sein, die andere Darstellung, wonach der Beschwerdeführer die Alp (jedenfalls vornehmlich) für seine geschäftlichen Interessen habe erwerben, ausbauen und dann nutzen wollen, sei nicht von der Hand zu weisen. Die Elemente, die für ein Darlehen sprechen, würden zwar für ein minimales Glaubhaftmachen ausreichen; den vollen Beweis würden sie aber nicht erbringen. Die gegen ein Darlehen sprechenden Elemente seien so (relativ) gewichtig, dass sie eine Überzeugung des Gerichts für die "Variante Darlehen" ausschliessen würden.