Citation: 6B_999/2023 E. 1.5.2

1.5.2. Die Vorinstanz begründet zudem, weshalb sie nicht von einem reinen Abwehrwillen des Beschwerdeführers ausgeht (vgl. angefochtenes Urteil S. 42 f.). Sie hält diesem zwar zugute, er habe mit seinem Eingreifen die tätliche Auseinandersetzung beenden wollen und insoweit mit einem durchaus ehrenwerten Motiv gehandelt (angefochtenes Urteil S. 29, 32 und 48). Gleichzeitig berücksichtigt sie jedoch willkürfrei, dass der Beschwerdeführer wegen der früher in der Auseinandersetzung durch den Besenstiel erlittenen Verletzung wütend war, er den Geschädigten als "schlechte Person" bezeichnete, die Auseinandersetzung bereits einmal beruhigt werden konnte, der Beschwerdeführer und die Leute aus seiner Gruppe sich in der Überzahl befanden, alle übrigen Beteiligten in dieser Phase des Geschehens mit den blossen Fäusten kämpften, keine anderen Gegenstände (wie der Besenstiel) mehr im Einsatz waren und es andere Möglichkeiten für eine definitive und endgültige Trennung der Streitenden gegeben hätte (vgl. angefochtenes Urteil S. 32 und 42 f.). Die vorinstanzliche Feststellung, der Beschwerdeführer habe nicht mit einem reinen Abwehrwillen, sondern auch aus Wut gehandelt, erscheint daher nicht schlechterdings unhaltbar.