Citation: 8C_93/2023 E. 5.2

5.2. Hinsichtlich des Eingliederungswillens stellte die Vorinstanz fest, es sei im Rahmen der ab 7. November 2017 durchgeführten beruflichen Massnahmen nichts unversucht geblieben, um den Beschwerdeführer für das Arbeitstraining zu gewinnen. Die Tätigkeit sei nach Rücksprache mit dem behandelnden Rheumatologen angepasst und das Programm verlängert worden, um dem Beschwerdeführer doch noch den Einstieg zu ermöglichen. Vereinbart gewesen sei schliesslich noch eine leichte Tätigkeit bei einer Präsenzzeit von dreieinhalb Stunden pro Tag, ohne Leistungsdruck und mit zusätzlichen Pausen. Dennoch habe der Beschwerdeführer auf die definierten Erwartungen mit zunehmenden Schmerzen und Arbeitsunfähigkeiten reagiert. Nach Einstellung der Eingliederungsmassnahmen habe die erneute Begutachtung indessen eine Arbeitsfähigkeit in einer leichten Tätigkeit, nunmehr im 80 %-Pensum, bestätigt. Dass die Eingliederung gescheitert sei, sei somit nicht objektiv medizinisch begründet gewesen. Gemäss Konsensbeurteilung der MEDAS-Gutachter bestünden zudem hinreichende Ressourcen für eine Reintegration im ersten Arbeitsmarkt. Es fehle aber generell am Willen zur Rückkehr ins Berufsleben, was denn auch die Dekonditionierung gefördert und aufrechterhalten habe. Mit Blick auf diese gutachtlichen Ausführungen sei, so die Vorinstanz, die Einschätzung des Eingliederungsverantwortlichen begründet, dass weitere berufliche Massnahmen nicht erfolgsversprechend seien. Inwiefern das kantonale Gericht damit offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellungen getroffen oder die diesbezüglich zu beachtenden Grundsätze verletzt haben sollte, vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen und ist nicht erkennbar. Insbesondere lässt sich aus dem Umstand, dass er anlässlich der ab Ende 2017 durchgeführten beruflichen Massnahmen die vereinbarten Ziele nicht erreichte, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Nach der Vorinstanz erfolgte der Einsatz bereits damals unter Absprache mit dem behandelnden Arzt und wurde gerade wegen des gemäss Beschwerdeführer gesundheitlich bedingten Abbruchs eine erneute, diesmal polydisziplinäre Begutachtung angeordnet. Auch die MEDAS-Ärzte gelangten indessen zum Schluss, dass eine leidensangepasste Tätigkeit vollzeitlich zumutbar sei; eine Abweichung zum früheren bidisziplinären Gutachten ergab sich lediglich insoweit, als sie zusätzliche Pausen als erforderlich erachteten und damit verbunden von einer Leistungsminderung um 20 % ausgingen. Wenn die MEDAS-Gutachter eine Rückkehr ins Arbeitsleben unter Begleitung empfahlen, wie der Beschwerdeführer geltend macht, kann dies an der rechtlichen Beurteilung eines allfälligen Anspruchs auf berufliche Massnahmen vor der Rentenaufhebung und an der dafür vorausgesetzten subjektiven Eingliederungsbereitschaft des Beschwerdeführers nichts ändern. Was Letzteres betrifft, gaben auch die Gutachter selber im interdisziplinären Konsens zu bedenken, dass es dem Beschwerdeführer am dazu erforderlichen Willen fehle. Der Vorwurf, es sei, insbesondere angesichts des rund 25 Jahre dauernden Rentenbezugs und der damit verbundenen besonderen Schwierigkeiten einer Rückkehr ins Berufsleben, vorschnell auf einen fehlenden Eingliederungswillen geschlossen worden, ist angesichts der Bemühungen der IV-Stelle und der von ihr angeordneten erneuten und umfassenden medizinischen Abklärung unberechtigt. Auch vermag es nicht zu genügen, dass sich der Beschwerdeführer, wie er weiter vorbringt, die Integrationsmassnahmen immerhin nicht geradezu verweigerte. Dass die Vorinstanz die Rentenaufhebung unter Verzicht auf eine erneute Prüfung von Wiedereingliederungsmassnahmen und ohne Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens wegen subjektiver Krankheitsüberzeugung geschützt hat, ist nicht zu beanstanden.