Citation: 4A_131/2024 E. 6.5

6.5. Die Vorinstanz erwog, aus den erstinstanzlichen Akten erhelle, dass der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin seine Kostennote vom 6. Dezember 2022 zu Beginn der gleichentags stattfindenden Hauptverhandlung im Doppel aufgelegt habe. Darin habe er die Erstinstanz um Zusprache einer Parteientschädigung von insgesamt Fr. 44'372.40 (Honorar Fr. 40'000.--; Auslagen Fr. 1'200.--; MWST Fr. 3'172.40) ersucht. Der Beschwerdeführerin sei demnach bekannt gewesen, dass die Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung zuzüglich Mehrwertsteuer verlangt habe. Sie hätte Gelegenheit gehabt, im Rahmen der Hauptverhandlung geltend zu machen, die Beschwerdegegnerin könne die Mehrwertsteuer als Vorsteuer abziehen, weshalb ihr diese nicht zuzusprechen sei. Von dieser Gelegenheit habe die Beschwerdeführerin keinen Gebrauch gemacht, weshalb die Mehrwertsteuer habe zugesprochen werden dürfen. Unerheblich ist gemäss Vorinstanz, dass die Beschwerdeführerin die vollumfängliche Abweisung der Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolge beantragt hat. Dieser Antrag stelle keine substanziierte Bestreitung des Mehrwertsteueranspruchs dar. Es bleibe damit bei der erstinstanzlichen Entschädigungsregelung.