Citation: 1P.536/2006 07.12.2006 E. 3

3.1 Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin Willkür bei der Beweiswürdigung (Art. 9 BV) und eine Verletzung der Unschuldsvermutung als Beweislastregel (Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK). Sie beanstandet die Schlussfolgerung des Obergerichts, aufgrund ihrer einschlägigen Vorstrafen, ihrer intensiven Kontakte zum dominikanischen Drogenmilieu und ihrer regen und dubios finanzierten Reisetätigkeit dränge sich die Vermutung auf, sie sei bei Drogentransporten aktiv beteiligt. 3.2 Das Obergericht begründete den Schuldspruch nicht allein gestützt auf die Vermutung, dass die Beschwerdeführerin in Drogentransporte verwickelt war, sondern in erster Linie darauf, dass sie im Flughafen Zürich-Kloten zusammen mit ihrem Freund A.________ mit fast 2 kg Kokain, das sich im von der Beschwerdeführerin eingecheckten Koffer ihres Freundes befand, aufgegriffen wurde. Bedeutendes Gewicht mass das Obergericht auch der Tarnung des mit Drogen gefüllten Koffers des Freundes und desjenigen der Beschwerdeführerin mit dem Fischgeruch bei. Die einschlägigen Vorstrafen, die Kontakte zum Drogenmilieu und die zahlreichen, auf dubiose Art finanzierten Reisen nach Santo Domingo stellen lediglich weitere Indizien dar, dass die Beschwerdeführerin im Drogengeschäft aktiv und somit auch am Drogentransport vom 6./7. Mai 2003 beteiligt war. Zudem untermauerte das Obergericht den Schuldspruch mit Zeugenaussagen, von denen - wie in E. 2 hiervor gesagt - sämtliche verwertbar waren. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, und es ist nicht ersichtlich, weshalb diese Beweiswürdigung im Ergebnis willkürlich sein soll. Inwiefern der Grundsatz der Unschuldsvermutung als Beweislastregel, wonach es Sache der Anklagebehörde ist, die Schuld des Angeklagten zu beweisen, verletzt sein soll, ist ebenfalls nicht ersichtlich.