Citation: 2C_732/2021 E. 4.4

4.4. Die Frage, ob eine zusätzliche Belastung der öffentlichen Wohlfahrt bei einem Nachzug des Beschwerdeführers mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann, ist daran zu messen, ob und in welchem Umfang die zukünftigen Erwerbsmöglichkeiten und das damit verbundene Einkommen des Beschwerdeführers bei einer Wohnsitznahme bei seiner Ehefrau als ausreichend gesichert erscheinen. Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin bis November 2020 von der Sozialhilfe unterstützt wurde, weil sie sich Vollzeit um ihre drei Kinder kümmerte und keiner Arbeit nachging. Ab dem 1. Dezember 2020 wurde sie auf ihren Wunsch hin von dieser abgelöst, weil sie ihren Angaben zufolge seitdem vom Beschwerdeführer in der Höhe von Fr. 4000.-- unterstützt werde. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, dass er mindestens den im Dezember 2020 in V.________ erhaltenen Lohn von Fr. 3'788.-- wird erwirtschaften können, ist ihm entgegenzuhalten, dass diese Aussage unbelegt geblieben ist. Zu Recht hat die Vorinstanz in diesem Zusammenhang das von ihm eingereichte Arbeitsversprechen für unzureichend qualifiziert, da er weder hatte nachweisen können, dass er über eine Ausbildung als Chauffeur noch über eine Fahrerlaubnis in der Schweiz verfügte. Unbehelflich ist deshalb auch die Behauptung, eine zukünftige Sozialhilfeabhängigkeit könne ausgeschlossen werden, da gemäss den Angaben des Migrationsamts des Kantons Freiburg das monatliche Budget eines Dreipersonenhaushalts Fr. 1834.-- nicht übersteige. In Abwesenheit eines Nachweises, der aufzeigt, dass ein ausreichendes Einkommen mittelfristig gesichert erscheint, muss die Gefahr einer zusätzlichen Belastung der öffentlichen Wohlfahrt bejaht werden. Auch die Voraussetzungen von Art. 43 Abs. 1 lit. c AIG sind insofern vorliegend nicht erfüllt.