Citation: 1C_18/2023 E. 5.1

5.1. Gemäss Vorinstanz ist unbestritten, dass der grösste Teil der Verschmutzungen im Untergrund vor der Betriebsaufnahme der Beschwerdeführerin im Jahr 2003 entstanden ist. Diese habe auch Vorkehrungen getroffen, die ein Austreten von PER als weniger wahrscheinlich erscheinen liessen. Trotzdem würden verschiedene Elemente dafür sprechen, dass aus dem Betrieb der Beschwerdeführerin PER in den Untergrund ausgetreten sei. Zunächst sei erstellt, dass die Beschwerdeführerin über viele Jahre erhebliche Mengen an PER verwendet habe. Sodann sei festgestellt worden, dass das Kühlwasser der mit PER betriebenen Textilreinigungsmaschinen in ein Stapelbecken aus Beton im Garten eingeleitet worden sei. Dieses Stapelbecken sei jedoch im oberen Bereich undicht gewesen, weshalb Kühlwasser in den Garten geflossen sei. Gemäss zweier Proben habe dieses Wasser 11.9 µg/l bzw. 0.67 µg/l PER enthalten. Damit sei erstellt, dass mit PER belastetes Wasser in den Untergrund gelangen konnte. Es sei diesbezüglich nicht von Bedeutung, dass das Wasser bei der zweiten Probe den maximal zulässigen PER-Wert für Trinkwasser eingehalten habe, denn auch weniger verschmutztes Wasser könne zu einer relevanten Belastung des Grundwassers beitragen. Seit wann der Riss im Stapelbecken bestanden habe und ob bereits früher und möglicherweise stärker PER-belastetes Wasser in den Untergrund gelangen konnte, sei heute nicht mehr feststellbar. Diesbezüglich sei im Übrigen auch die Diffusionstheorie zu verwerfen, wonach das PER aus dem umliegenden Erdreich in das defekte Stapelbecken gelangt sei. Weiter stehe fest, dass alle bei den drei Grundwassermessstellen gemessenen PER-Konzentrationen gesunken seien, nachdem die Beschwerdeführerin das Stapelbecken repariert bzw. den Betrieb aufgegeben habe. Diese Elemente würden den Schluss zulassen, dass das Austreten von PER-belastetem Wasser aus dem undichten Stapelbecken während der Betriebszeit der Beschwerdeführerin nach überwiegender Wahrscheinlichkeit zur Verunreinigung des Grundwassers beigetragen habe. Folglich sei die Beschwerdeführerin als Verhaltensstörerin zu qualifizieren.