Citation: 2C_994/2022 E. 6.4

6.4. Das Erfordernis der besonderen Intensität der affektiven Beziehung ist als erfüllt anzusehen, wenn der persönliche Kontakt im Rahmen eines nach heutigem Massstab üblichen Besuchsrechts ausgeübt wird. Massgeblich für das bundesgerichtliche Verfahren ist das tatsächlich ausgeübte Besuchsrecht im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils (BGE 144 I 91 E. 5.2.1; Urteile 2C_8/2023 vom 3. Mai 2023 E. 3.3; 2C_402/2018 19. September 2018 E. 2.1). Gerichtsüblich ist ein Besuchsrecht jedes zweite Wochenende Freitag bis Sonntag und die Hälfte der 13 Wochen Schulferien (BGE 144 I 91 E. 5.2.1; 139 I 315 E. 2.3). Auch diesbezüglich sind die vorinstanzlichen Erwägungen nicht zu beanstanden: Die elterliche Sorge wurde gemäss Scheidungsurteil der Mutter zugeteilt und dem Beschwerdeführer ein Besuchsrecht jeden zweiten Samstag, 9:30 Uhr bis 15:00 Uhr, sowie gemeinsame Sommerferien von 30 Tagen und Winterferien von 15 Tagen zugesprochen. Ein solches Besuchsrecht entspricht angesichts des Alters der Kinder nicht mehr einem nach heutigem Verständnis üblichen Besuchsrecht. Zudem steht fest, dass der Beschwerdeführer kein Besuchsrecht ausgeübt hat, das über das gerichtlich festgelegte hinausgeht (vgl. E. 3.6 hiervor). Gestützt darauf ist nicht von einer besonders intensiven affektiven Beziehung des Beschwerdeführers zu seinen Kindern auszugehen.