Citation: 1B_80/2007 04.06.2007 E. 6

Auch das Beschleunigungsgebot gemäss Art. 31 Abs. 3 BV und Art. 5 Ziff. 3 EMRK erscheint vorliegend nicht verletzt. Nach der Rechtsprechung ist im Haftprüfungsverfahren die Rüge, das Strafverfahren werde nicht mit der verfassungs- und konventionsrechtlich gebotenen Beschleunigung geführt, indessen nur soweit zu beurteilen, als die Verfahrensverzögerung geeignet ist, die Rechtmässigkeit der Untersuchungshaft in Frage zu stellen und zu einer Haftentlassung zu führen. Dies ist nur der Fall, wenn sie besonders schwer wiegt und zudem die Strafverfolgungsbehörden, z.B. durch eine schleppende Ansetzung der Termine für die anstehenden Untersuchungshandlungen, erkennen lassen, dass sie nicht gewillt oder nicht in der Lage sind, das Verfahren nunmehr mit der für Haftfälle verfassungs- und konventionsrechtlich gebotenen Beschleunigung voranzutreiben und zum Abschluss zu bringen. Diese Voraussetzungen sind vorliegend aufgrund der Aktenlage nicht gegeben. Die Haft wurde in regelmässigen Abständen umfassend geprüft, und die Untersuchungen wurden stets vorangetrieben. Aus dem Antrag auf Haftverlängerung vom 16. April 2007 wird denn auch deutlich, dass das BUR bestrebt ist, die Untersuchungen zu einem raschen Ende zu führen. Darauf ist es zu behaften. Nachdem der polizeiliche Schlussbericht vom 29. Januar 2007 vorliegt und die massgeblichen Einvernahmen des Grosskunden ebenfalls stattgefunden haben, sind die Untersuchungen nun bald möglichst abzuschliessen.