Citation: 1C_565/2018 E. 5

In der Sache machen die Beschwerdeführer geltend, gemäss dem Entscheid über die Genehmigung der Überbauungsordnung des Amts für Gemeinden und Raumordnung vom 12. Mai 2009, gemäss den im daran anschliessenden Rechtsmittelverfahren ergangenen Rechtsmittelentscheiden sowie insbesondere auch gemäss dem bundesgerichtlichen Urteil 1C_303/2011 vom 6. Oktober 2011 seien ab Parzelle Nr. 1261 eine Fläche von 40.55 m2 sowie ab Parzelle Nr. 1262 eine Fläche von 140.9 m2enteignet worden. So wie die Erschliessungsstrasse nun offensichtlich gebaut werde, würden jedoch andere Flächen beansprucht. Die Bauarbeiten seien deshalb unzulässig und zu stoppen. Indem die Vorinstanz die Anordnung eines Baustopps verweigere, verletze sie die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV bzw. Art. 24 KV/BE) sowie den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV bzw. Art. 11 KV/BE). Diese Rügen sind offensichtlich unbegründet. Es kann insoweit auf die folgenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden, denen nichts beizufügen ist (vgl. Art. 109 Abs. 3 BGG) : 2.3 Der Lärchenweg führt vom Gumiweg... auf die Parzellen Nrn. 1261 und 1262, wo er zurzeit endet. Er soll Richtung Westen verlängert werden, um das Gebiet «Kirchbühl»... an das öffentliche Strassennetz anzuschliessen. Die Parzelle Nr. 1261 befindet sich nördlich, d.h. oberhalb, die Parzelle Nr. 1262 südlich, d.h. unterhalb des (geplanten) Weges... Für den Bau der Erschliessungsanlage benötigt die Gemeinde von den Parzellen Nrn. 1261 und 1262 eine Fläche von 140,9 m2 bzw. 40,55 m2... Grundlage für die Übernahme, den Ausbau und die Verlängerung des Lärchenwegs Richtung Westen bildet die von der Gemeinde erlassene ÜO «Detailerschliessung Lärchenweg-Kirchbühl» die, wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, als Baubewilligung gilt, da sie das Bauvorhaben mit der Genauigkeit einer solchen festlegt... 2.5 Es ist unbestritten, dass die Nummern der Parzellen 1261 und 1262 sowohl im Situations- als auch im Landerwerbsplan der ÜO vertauscht wurden... Entgegen ihrer Ansicht können die Beschwerdeführenden aus diesem offensichtlichen Versehen aber nichts zu ihren Gunsten ableiten. Wie die BVE zutreffend ausgeführt hat, muss das Projekt nach den genehmigten Plänen ausgeführt werden. Aus diesen gehen der geplante Strassenverlauf und die zu enteignenden Parzellenflächen unmissverständlich hervor. Die irrtümliche Nummerierung der beiden Parzellen der Beschwerdeführenden im Situations- und Landerwerbsplan der ÜO beeinträchtigt die Eindeutigkeit und Verbindlichkeit dieser Festlegungen nicht. Im Enteignungsverfahren setzte die ESchK die Entschädigung für die beanspruchten Flächen mit den korrekten Parzellennummern fest... Es ist weder ersichtlich noch dargetan, dass die Beschwerdeführenden die Fehlerhaftigkeit der ÜO im Enteignungsverfahren vorgebracht hätten. Vielmehr haben auch sie diese als Grundlage für die Enteignung anerkannt. Da die Gemeinde sodann den Geldbetrag auf das Bankkonto des Grundbuchamts überwiesen hat, ist das Eigentum an den fraglichen Teilen der Parzellen Nrn. 1261 und 1262 auf sie übergegangen. 2.6 Nach dem Gesagten ist mit der Vorinstanz festzuhalten..., dass aus den Plänen der ÜO «Detailerschliessung Lärchenweg-Kirchbühl» klar hervorgeht, welche Flächen für die Erweiterung und Verlängerung der Erschliessungsanlage beansprucht werden. Die Gemeinde hat die Enteignungsentschädigung bezahlt, wodurch sie das Eigentum an den Grundstücksteilen erworben hat. Die Bauarbeiten finden auf diesem Gebiet statt... Das Bauvorhaben wird somit gestützt auf die rechtskräftig genehmigte ÜO «Detailerschliessung Lärchenweg-Kirchbühl» auf Grundeigentum der Gemeinde ausgeführt. Die Bauarbeiten sind folglich nicht rechtswidrig und es besteht kein Anlass für einen Baustopp, wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat. Ebenso wenig rechtfertigt es sich bei diesem Ergebnis, gegenüber der Beschwerdegegnerin 1 ein Betretungsverbot für die fraglichen Parzellen auszusprechen...