Citation: 8C_85/2024 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, allein aus dem Umstand, dass eine Person entführt und Lösegeld gefordert worden sei, lasse sich für ihn als blossen Vermittler keine unmittelbar drohende, akute Gefahr für Leib und Leben ableiten. Zwar hätten er und seine Begleiter kein Geld mitgebracht. Indessen sei er bereits unmittelbar nach Verlassen des Fahrzeuges angegriffen worden, was nicht als Reaktion auf das fehlende Lösegeld zu werten sei. Die Drohung eines Angriffs habe lediglich dem Entführten gegolten, was im Übrigen nicht retrospektiv, sondern prospektiv zu beurteilen sei. Selbst wenn von einem absoluten Wagnis auszugehen wäre, läge jedenfalls kein besonders schwerer Fall vor, was denn auch von der Vorinstanz nicht weiter begründet worden sei.