Citation: 5C.174/2000 16.10.2000 E. 3

3.- a) Die Klägerin macht vorab eine Verletzung von Art. 8 ZGB geltend, was die zur Ermittlung des Lebensmittelpunktes des Beklagten massgebenden Fakten betrifft. Soweit sie diesbezüglich die Beweiswürdigung angreift, oder rügt, bestimmte Feststellungen des Kantonsgerichts fänden in den Akten keine Stütze, übergeht sie, dass Art. 8 ZGB nicht vorschreibt, wie vorhandene Beweise vom Sachrichter zu würdigen sind (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223, m.H.). Die entsprechenden Vorbringen sind im Berufungsverfahren daher nicht zulässig (Art. 43 Abs. 1 OG). Inwiefern aus anderen Gründen Art. 8 ZGB verletzt sein könnte, legt die Klägerin in keiner Weise dar (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). b) Sodann rügt die Klägerin offensichtliche Versehen des Kantonsgerichts hinsichtlich der tatsächlichen Feststellungen zur Arbeits-, Studien- und Wohnsituation des Beklagten sowie zu dessen persönlichen Verkehr mit den Kindern in Deutschland. Ihre Aktenwidrigkeitsrüge dringt nicht durch. Die Klägerin unterlässt darzutun, dass das Kantonsgericht eine bestimmte Aktenstelle übersehen oder unrichtig wahrgenommen hätte (BGE 109 II 159 E. 2b S. 162, 104 II 68 E. 3b S. 74); im Weiteren hat sie die Rüge nicht näher substantiiert (Art. 55 Abs. 1 lit. d OG). Die Ausführungen der Klägerin laufen zum einen vielmehr auf eine unzulässige Kritik an der Beweiswürdigung hinaus (BGE 109 II 159 E. 2b S. 162 f.; Messmer/Imboden, a.a.O., S. 138); zum anderen wendet sie sich gegen die wohnsitzrechtliche Würdigung der Lebensumstände des Beklagten, so dass die Aktenwidrigkeitsrüge von vornherein unbegründet ist (BGE 115 II 399 E. 2a). Im Übrigen zeigt die Klägerin nicht auf, dass ihre sachverhaltsergänzenden Behauptungen bereits im kantonalen Verfahren prozesskonform aufgestellt, von der Vorinstanz aber zu Unrecht für unerheblich gehalten oder übersehen worden wären (BGE 119 II 353 E. 5c/aa S. 357, m.H.). Inwiefern der vom Kantonsgericht festgestellte Sachverhalt gemäss Art. 64 OG zu ergänzen wäre, um die vorgenommene Anwendung von Art. 20 und Art. 59 IPRG zu überprüfen, ist ohnehin nicht ersichtlich. c) Somit bleibt es für die Beurteilung der Frage der Zuständigkeit schweizerischer Gerichte bei dem vom Kantonsgericht festgestellten Sachverhalt. Soweit die Ausführungen der Klägerin in tatsächlicher Hinsicht über diesen hinausgehen oder ihm zuwiderlaufen, gelten die Vorbringen als neu und sind unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c, Art. 63 Abs. 2 OG).