Citation: 6B_217/2021 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz bejaht zu Recht eine Anlasstat und einen Deliktskonnex. Im Personenwagen des Beschwerdeführers wurden Kontaminationswerte verschiedener Drogen von 1.08 bis 3.97 gemessen. Es ist nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz angesichts dieser Werte eine zufällige Kontamination ausschliesst. Die Vorinstanz berücksichtigt, dass im Personenwagen neben Kokain auch Heroin, Metamphetamin und THC aufgespürt wurden, und zwar an diversen Stellen, insbesondere auf dem Fahrersitz, dem Beifahrersitz, der Rückbank, im Kofferraum und im Geheimversteck. Dies alles spricht gegen eine zufällige Kontamination, die umso unwahrscheinlicher erscheint, als es sich um einen privaten Personenwagen handelt. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung steht auch in Einklang mit dem Urteil 6B_220/2018 vom 12. April 2018. Dort ging es um kontaminierte Banknoten, deren Kokainwerte zwischen 3.4 und 5.61 lagen. Das Bundesgericht schützte die vorinstanzliche Annahme, dass angesichts dieser Kontaminierung davon auszugehen sei, die Banknoten stammten mit grosser Wahrscheinlichkeit aus dem Drogengeschäft. Im Übrigen waren Vergleichsmessungen etwa mit Taxis oder öffentlichen Verkehrsmitteln angesichts der hohen Werte obsolet. Die Kontamination bildet offensichtlich ein gewichtiges Indiz, dass mit dem Personenwagen Drogen transportiert wurden. Es ist auch keineswegs willkürlich, dass die Vorinstanz im Geheimversteck ein weiteres Indiz für eine Anlasstat erblickt. Ganz im Gegenteil drängt sich dieser Schluss geradezu auf. Schliesslich berücksichtigt die Vorinstanz, dass mit dem Personenwagen seit der Inverkehrsetzung am 30. März 2016 bis zur Beschlagnahmung am 22. Januar 2017 während weniger als zehn Monaten 75'526 Kilometer gefahren wurden. Das macht gut 250 km pro Tag. Wie die Vorinstanz zutreffend erwähnt, erbringen die gefahrenen Kilometer keinen Beweis für ein Anlassdelikt, wenn man sie für sich betrachtet. Zusammen mit den anderen Indizien wirkt der Kilometerstand jedoch verdächtig, zumal den Rechtsschriften des Beschwerdeführers keine Erklärung dafür zu entnehmen ist. Anzumerken bleibt, dass sich der Beschwerdeführer von der Verhandlung vor dem Regionalgericht dispensieren liess und damit freiwillig auf eine Befragung zu den gefahrenen Kilometern verzichtete. Die Vorinstanz wertet den Kilometerstand zu Recht als zusätzliches Belastungsmoment. Einen Nachweis von Grenzübertritten durch Fotoaufnahmen braucht es nicht. Aus alledem folgt, dass die Vorinstanz willkürfrei erstellte, dass sich im Personenwagen ein Geheimversteck befindet und dass der Personenwagen in direkten Kontakt mit verschiedenen Betäubungsmitteln kam. Daraus folgert sie ohne Willkür, dass verschiedene Betäubungsmittel im Personenwagen zumindest gelagert und allenfalls sogar befördert, eingeführt, ausgeführt oder durchgeführt wurden (Art. 19. Abs. 1 lit. b BetmG). Nach dem Gesagten liegt eine Anlasstat samt Deliktkonnex vor. Ob der Beschwerdeführer damit etwas zu tun hatte, ist unerheblich, da die Sicherungseinziehung eine objektbezogene Massnahme ist. Die Person des Beschwerdeführers spielt nur eine Rolle, wenn es um die Frage geht, ob der Personenwagen in seinen Händen eine künftige Gefährdung darstellt (vgl. E. 6 hiernach) und ob die Einziehung verhältnismässig ist (vgl. E. 7 hiernach).