Citation: 5A_474/2023 E. 3.8

3.8. Die Beschwerde ist deshalb im Eventualstandpunkt gutzuheissen, zumal das Bundesgericht über die Angelegenheit nicht reformatorisch entscheiden kann. Die Sache wird an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit sie ein Erziehungsfähigkeitsgutachten über beide Eltern einhole, die KESB-Akten von D.________ und E.________ beiziehe und über die Obhutszuteilung sowie gegebenenfalls die weiteren Kinderbelange neu entscheide. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit zur persönlichen Betreuung angesichts des Alters des Sohnes von nun drei Jahren - vorbehältlich besonderer Bedürfnisse des Kindes - keine für den Obhutsentscheid bedeutende Rolle mehr spielt (vgl. vorne E. 3.1). Angesichts des Verfahrensausgangs erübrigt sich eine Auseinandersetzung mit den Rügen des Beschwerdeführers betreffend die übrigen Kinderbelange.