Citation: 5A_373/2018 E. 3.2.4

3.2.4. Weiter beruft sich der Beschwerdeführer auf eine "klare Absprache" der Parteien, wonach beide Ehegatten an die finanziellen Verpflichtungen der Familie beitrügen. Er macht geltend, dass die Beschwerdegegnerin noch im Dezember 2016, unmittelbar vor der Trennung, nach einer Arbeitsstelle gesucht habe. Die Parteien hätten abgemacht, dass die Beschwerdegegnerin "sehr bald" eine Erwerbstätigkeit aufnehmen und er sein Pensum auf 80 % reduzieren würde, um C.________ an einem Tag unter der Woche betreuen zu können. Der Beschwerdeführer schildert, wie er vor den kantonalen Instanzen nachgewiesen habe, dass die Beschwerdegegnerin sich im Jahr 2016 um Arbeitsstellen bemühte und sich bei der Wohnungssuche in U.________ gegenüber einer Hausverwaltung entsprechend äusserte. Dass sie sich für 20 %-Stellen interessiert habe, bestätige die Absicht, dass er diesen Tag abdecken würde, da bei Kindertagesstätten praktisch unmöglich nur ein Wochentag belegt werden könne. Der Beschwerdeführer verweist zudem auf den Entwurf einer Trennungsvereinbarung, den er der ersten Instanz eingereicht habe. Dieses Papier halte einleitend fest, dass er seine Arbeitszeit um 20 % reduzieren und die Beschwerdegegnerin eine Berufstätigkeit von ca. 50 % aufnehmen wolle. Dass keine von der Beschwerdegegnerin unterzeichnete Urkunde vorliege, dürfe nicht zu seinem Nachteil ausgelegt werden. Die Haltung der Vorinstanz, von einem umfangreichen Beweisverfahren zur Klärung dieser Frage abzusehen, lasse sich mit dem in Kinderbelangen geltenden uneingeschränkten Untersuchungsgrundsatz nicht in Einklang bringen. Angesichts dieses Grundsatzes und weil als Beweismass das Glaubhaftmachen genüge, könne gemäss Art. 254 ZPO kein Urkundenbeweis verlangt werden, auch wenn der Eheschutzprozess ein Summarverfahren sei. Die Vorinstanzen hätten deshalb die für die Zeit nach der Trennung nachgewiesene Rollenverteilung zumindest als glaubhaft gemacht anerkennen müssen. Die Argumentation geht fehl. Die Vorinstanz kommt gestützt auf den festgestellten Sachverhalt zum Beweisergebnis, dass die Parteien für den Fall der Trennung keine von der bisherigen Rollenverteilung abweichende Regelung vereinbart haben (E. 3.2.1). Soweit der Beschwerdeführer damit nicht einverstanden ist und sich auf den in Kinderbelangen geltenden Untersuchungsgrundsatz (Art. 296 Abs. 1 ZPO) beruft, müsste er in einem ersten Schritt aufzeigen, dass die Vorinstanz den Sachverhalt unvollständig und daher willkürlich festgestellt hat, und alsdann die - für den Ausgang des Verfahrens entscheidenden - Tatsachen behaupten, die sie festzustellen bzw. abzuklären unterlassen hat (s. Urteile 5A_299/2012 vom 21. Juni 2012 E. 3.4; 5A_361/2010 vom 10. September 2010 E. 4.2.2). Was den besagten ersten Schritt angeht, schweigt sich der Beschwerdeführer darüber aus, weshalb die Vorinstanz gestützt auf die besagten Stellenbewerbungen und Äusserungen der Beschwerdegegnerin zwingend hätte zum Schluss kommen müssen, dass die Parteien auch für den Fall ihrer Trennung eine Vereinbarung des behaupteten Inhalts getroffen haben. Ebenso wenig ist dem angefochtenen Entscheid zu entnehmen, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer diesbezüglich eine (durch Unterschrift bekräftigte) Urkunde abverlangt bzw. das Fehlen einer solchen zu seinem Nachteil "ausgelegt" hätte. Soweit der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Würdigung des Entwurfs der Trennungsvereinbarung in Frage stellt, zeigt er nicht auf, warum vom blossen Entwurf einer Vereinbarung zwingend auf das tatsächliche Zustandekommen derselben gefolgert werden müsste. Angesichts dessen erübrigen sich Erörterungen zum weiteren, sinngemäss erhobenen Vorwurf, wonach sich die Vorinstanz über das im Summarverfahren geltende Beweismass des Glaubhaftmachens hinwegsetze.