Citation: 1C_249/2018 E. A

Am 19. April 2015 nahm die Kantonspolizei St. Gallen A.________ den Führerausweis zuhanden der zuständigen Entzugsbehörde ab, da ein bei einer Verkehrskontrolle durchgeführter Drogenschnelltest einen positiven Befund des Cannabiswirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) ergeben hatte. Am 22. April 2015 bestätigte das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen schriftlich die vorläufige Abnahme des Führerausweises. Am 27. April 2015 entzog das Strassenverkehrsamt A.________ wegen des Ereignisses vom 19. April 2015 vorsorglich den Führerausweis. Dagegen erhob A.________ am 1. Mai 2015 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen. Diese wies am 13. Mai 2015 ein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab, was unangefochten blieb. Am 1. Juni 2015 widerrief das Strassenverkehrsamt den am 27. April 2015 verfügten vorsorglichen Führerausweisentzug, nachdem der aktive THC-Befund im Blut nicht nachgewiesen worden war. Am 11. Juni 2015 ersuchte A.________ um Abschreibung des Rekursverfahrens unter Entschädigungsfolge. Dazu reichte er eine Kostennote von Fr. 6'437.50 unter Einschluss der Bemühungen vor dem Strassenverkehrsamt zuzüglich Barauslagen von Fr. 257.50 und acht Prozent Mehrwertsteuer ein. Am 28. August 2015 reichte er die Einstellungsverfügung des Untersuchungsamts Gossau vom 12. August 2015 im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 19. April 2015 (Fahren in fahrunfähigem Zustand) nach. Mit Verfügung vom 14. Dezember 2016 schrieb der Abteilungspräsident der Verwaltungsrekurskommission das Rekursverfahren betreffend den vorsorglichen Führerausweisentzug als erledigt ab und verpflichtete A.________ zur Bezahlung amtlicher Kosten im Umfang von Fr. 300.--. In den Erwägungen führte er insbesondere aus, A.________ könne keine ausseramtliche Entschädigung zugesprochen werden, weil der Rekurs gegen den vorsorglichen Führerausweisentzug mit grösster Wahrscheinlichkeit abgewiesen worden wäre.