Citation: 1P.187/2002 27.06.2002 E. 1

1.1 Die staatsrechtliche Beschwerde ist nur gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide zulässig (Art. 86 OG). Nach § 262 Abs. 1 Ziff. 2 des Gesetzes über die Strafprozessordnung des Kantons Luzern vom 3. Juni 1957 (StPO/LU) ist der Entscheid der Staatsanwaltschaft mit Beschwerde an das Obergericht des Kantons Luzern weiterziehbar, wobei dessen Kognition auf offenbare Gesetzesverletzungen beschränkt ist (§ 261 Abs. 1 Ziff. 1 StPO/LU). Demgegenüber prüft das Bundesgericht die Verletzung verfassungsmässiger Rechte der Bürger, wie vom Beschwerdeführer als verletzt geltend gemacht, frei (BGE 127 I 202 E. 3a mit Hinweisen). 1.2 Der Beschwerdeführer erhebt vor Bundesgericht unter anderem die Rüge, die Schriftensperre sei ohne gesetzliche Grundlage verfügt worden, wodurch der Grundsatz der Gesetzmässigkeit von Art. 5 Abs. 1 BV verletzt sei. Diese Kritik hätte vor Obergericht erhoben werden können, macht der Beschwerdeführer doch damit geltend, die Schriftensperre widerspreche klar dem Wortlaut des Gesetzes (Jacob Stickelberger, Rekurs und Beschwerde im Luzerner Strafprozess, Diss. Bern 1970, S. 61). In diesem Punkt liegt somit kein letztinstanzlicher Entscheid vor, weshalb insofern auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten ist. 1.3 Soweit der Beschwerdeführer neben der Aufhebung des angefochtenen Entscheides mehr oder anderes verlangt, kann im Rahmen der grundsätzlich rein kassatorischen Natur der staatsrechtlichen Beschwerde darauf nicht eingetreten werden (BGE 127 I 213 E. 1b mit Hinweisen). 1.4 Der angefochtene Entscheid ist ein selbständig eröffneter Zwischenentscheid, der nach Art. 87 Abs. 2 OG nur dann mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechtbar ist, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann. Die Schriftensperre (Rückbehalt von Pass und Identitätskarte) bewirkt einen zumindest zeitweisen nicht wieder gutzumachenden Nachteil in Sinne von Art. 87 Abs. 2 OG. Da auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, kann unter diesem Aspekt auf die staatsrechtliche Beschwerde - vorbehältlich der erwähnten und der nachfolgenden Einschränkungen - eingetreten werden.