Citation: 6B_976/2013 E. 1.4

1.4. Die Vorinstanz würdigt in Wiederholung ihrer Erwägungen aus den Jahren 2010 und 2011 die Aussagen, welche die Geschädigte anlässlich der Anzeigeerstattung bei der Kantonspolizei am 5. Januar 2009 sowie der erstinstanzlichen Hauptverhandlung am 23. Oktober 2009 zu Protokoll gegeben hatte. Das Kerngeschehen, wonach der Beschwerdeführer der Geschädigten im Juli 2008 anlässlich eines Streites im Zusammenhang mit der Erziehung ihres Sohnes gedroht habe, sie zu erschiessen, habe die Geschädigte zweimal nahezu identisch und schlüssig geschildert. Ihre Aussagen seien klar, detailliert und widerspruchsfrei. Letzteres treffe auch auf den Tatzeitpunkt zu, da die Geschädigte die Auseinandersetzung stets mit dem letzten Tag der Abschlussprüfungen ihres Sohnes in Zusammenhang gebracht habe. Die belastenden Aussagen seien teilweise von der Tochter bestätigt worden. Demgegenüber habe sich der Beschwerdeführer (in Bezug auf den früheren Vorwurf der Tätlichkeiten) weitgehend darauf beschränkt, den Vorhalt zu bestreiten. Aus den beigezogenen Akten des gegen die Geschädigte geführten Strafverfahrens wegen falscher Anschuldigung ergebe sich, dass die Geschädigte am 26. Januar 2011 vom Vorwurf der falschen Anschuldigung erstinstanzlich freigesprochen worden sei. Zwar habe sie, indem sie den Beschwerdeführer mittels Strafanzeige tatsachenwidrig der Urkundenfälschung bezichtigte, den objektiven Tatbestand der falschen Anschuldigung im Sinne von Art. 303 StGB erfüllt. Jedoch habe das Strafverfahren zu Tage gebracht, dass sie nicht mit direktem Vorsatz gehandelt habe. Der erstinstanzliche Freispruch sei vom Obergericht am 17. November 2012 (recte: 2011) bestätigt worden. Infolge fehlenden direkten Vorsatzes wirke sich die falsche Anschuldigung nicht auf ihre Glaubwürdigkeit aus. Das gegen die Ehefrau geführte Strafverfahren habe zudem gezeigt, dass sie selbst in seelisch belastenden Situationen in der Lage sei, das Erlebte widerspruchsfrei, detailliert und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Das ihr vom Beschwerdeführer unterstellte prozesstaktische Motiv (im Zusammenhang mit einem Eheschutzverfahren) finde in den beigezogenen Akten keine Stütze (Entscheid S. 10 ff.).