Citation: 6B_279/2024 E. 3.3.3

3.3.3. Unter dem Titel des Vorwurfs der schweren Körperverletzung gelangt die Erstinstanz zum Schluss, die Tatfolgen kämen zumindest in die Nähe einer in Art. 122 Abs. 1-2 StGB aufgezählten Beeinträchtigung, d.h. einer schweren Körperverletzung. Ob die Folgen den objektive Tatbestand der schweren Körperverletzung erfüllen, lässt die Erstinstanz allerdings aufgrund des abschlägig beurteilten subjektiven Tatbestands offen (vgl. erstinstanzliches Urteil E. II.E.4-II.E.6 S. 26 ff.) Die Vorinstanz befindet im angefochtenen Urteil unter dem Titel der schweren Körperverletzung, es sei davon auszugehen, dass sich die psychische Schädigung der Beschwerdeführerin nicht nur in der Nähe einer der in Art. 122 StGB aufgezählten Beeinträchtigungen befinde, sondern im betreffenden Zielbereich. Dementsprechend bejaht die Vorinstanz den objektiven Tatbestand der schweren Körperverletzung in der Variante von Art. 122 Abs. 3 StGB. Sie begründet das mit der weiteren Steigerung der ärztlich dokumentierten Krankheitssymptome nach Ergehen des erstinstanzlichen Urteils, insbesondere mit der seit Ende Januar 2023 nunmehr aufgekommenen akuten Suizidgefahr, in deren Rahmen es bereits zu einem gefährlichen Suizidversuch mittels Tabletteneinnahme und nachfolgendem, rund sechsmonatigem stationärem Aufenthalt gekommen sei, der insbesondere deshalb nötigen Dauermedikation und der fortgesetzten Selbstverstümmelungen der Beschwerdeführerin namentlich am rechten Oberschenkel (vgl. angefochtenes Urteil E. 4.2 S. 9-11).