Citation: 9C_811/2013 E. 4.2

4.2. Von einem inneren Widerspruch der Expertise vom 13. Juli 2011 kann keine Rede sein. Die das psychiatrische Teilgutachten verfassende Dr. med. L.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, führte aus, sie halte die zu Behandlungsbeginn (am 25. August 2009) von den Ärzten am Ambulatorium Y.________ diagnostizierte mittelgradige depressive Episode für nachvollziehbar; in der Folge hätten sich die Symptome zu einer leichten depressiven Episode zurückgebildet. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Arbeitsfähigkeit nur auf 40-60 % eingeschätzt worden sei. Selbst wenn der Beschwerdeführer die psychiatrische Behandlung nach der Begutachtung im medizinischen Abklärungsinstitut Z.________ fortgesetzt oder wieder aufgenommen hätte, könnte - nicht zuletzt mit Blick auf das laufende IV-Abklärungsverfahren - daraus allein jedenfalls nicht auf einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden geschlossen werden. Was die von den behandelnden Fachpersonen im Ambulatorium Y.________ gestützt auf die Hamilton-Depressionsskala erhobenen Diagnosen betrifft, legte RAD-Arzt Dr. med. H.________, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, am 21. Februar 2012 die Schwachstellen dieses Testverfahrens einlässlich dar (zur grundsätzlich nur ergänzenden Funktion psychiatrischer Testverfahren vgl. z.B. Urteil 9C_344/2013 vom 16. Oktober 2013 E. 3.1.5 mit Hinweisen). Davon abgesehen, dass es für die Leistungsberechtigung in der Invalidenversicherung nicht auf die genaue Diagnose, sondern auf die erwerblichen Auswirkungen eines Gesundheitsschadens ankommt (z.B. Urteil 8C_503/2013 vom 23. Dezember 2013 E. 5.5 mit Hinweisen), verfiel das kantonale Gericht keineswegs in Willkür, wenn es nicht auf die Beurteilungen der Fachleute am Ambulatorium Y.________ abstellte. Soweit diese zuhanden des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers am 22. November 2011 und 3. Juni 2012 gestützt auf die vom Versicherten im Hamilton-Testverfahren erreichten Resultate und dessen eigenen Aussagen eine rezidivierende depressive Störung (mittelgradige bzw. mittelgradige bis schwere Episode [ICD-10 F33.1/2]) bescheinigten, ist im Übrigen zu berücksichtigten, dass die diesen Tests zugrunde liegenden Angaben des Beschwerdeführers nach dem zweiten Vorbescheid vom 13. Oktober 2011 datieren, mit welchem ihm nurmehr eine befristete Rente in Aussicht gestellt wurde.