Citation: U 57/01 29.11.2001 E. 3

3.- a) aa) Bei der Ermittlung des Erwerbseinkommens, welches die versicherte Person ohne invalidisierenden Gesundheitsschaden erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im massgebenden Zeitpunkt auf Grund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verdient hätte (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b mit Hinweis). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Es ist daher in der Regel vom letzten Lohn auszugehen, welchen die versicherte Person vor dem Eintritt der unfallbedingten Gesundheitsschädigung erzielt hat (ZAK 1980 S. 593 mit Hinweisen). Dass sich das Einkommen in der Folge - über die allgemeine Lohnentwicklung hinaus - verändert hätte, muss mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b mit Hinweisen; vgl. auch SVR 2000 UV Nr. 5 S. 14 Erw. 4b). bb) Der Beschwerdeführer verlor die Stelle bei der Firma J.________, wo er vor dem Eintritt der Arbeitslosigkeit gearbeitet hatte, Mitte 1991, also rund zwei Jahre vor dem Unfall vom 30. Juli 1993. Anzeichen dafür, dass er bei dieser Firma wieder angestellt worden wäre, wenn sich der Unfall nicht ereignet hätte, bestehen nicht. Der ohne Unfall im massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 22. April 1997 (BGE 116 V 248 Erw. 1a) mutmasslich erzielte Verdienst kann somit nicht gestützt auf die Bedingungen dieser Anstellung festgelegt werden. Demgegenüber hatte der Versicherte gemäss den Bestätigungen der Arbeitgeberin vom 5. September und 20. November 1996 ab 1. Januar 1993 mit einem Pensum von rund 45 Stunden pro Woche (mit Ausnahme der Schulferien) bei der K.________ als Schulbuschauffeur gearbeitet, wobei für das Jahr 1993 von einer Gesamtarbeitszeit von 1680 Stunden auszugehen war. Der Stundenlohn belief sich im Jahr 1996 auf Fr. 26.70, wobei zusätzlich ein 13. Monatslohn ausbezahlt wurde. Dafür, dass der Versicherte in der Folge eine andere Stelle angetreten oder sein Pensum erhöht hätte, bestehen keine konkreten Anhaltspunkte. Eine entsprechende Steigerung des Valideneinkommens ist daher nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Damit ergibt sich für das Jahr 1996 ein mutmassliches Einkommen ohne Unfall von Fr. 48'594.- (1680 x 26.70 : 12 x 13) und für das Jahr 1997, unter Berücksichtigung der durchschnittlichen allgemeinen Lohnerhöhung von 1996 auf 1997 von 0,5 % (Die Volkswirtschaft 3/2000 Anhang S. 28, Tabelle B10.2), ein solches von Fr. 48'837.-. b) Das Einkommen, welches der Beschwerdeführer mit der unfallbedingten gesundheitlichen Beeinträchtigung bei ausgeglichenem Arbeitsmarkt durch eine ihm zumutbare Erwerbstätigkeit erzielen könnte (Invalideneinkommen), setzte die Vorinstanz auf Fr. 24'700.- fest. Sie stützte sich dabei auf das von ihr eingeholte Gutachten der Klinik und Poliklinik für Orthopädische Chirurgie B.________ vom 15. Juli 1999 (mit ergänzender Stellungnahme [Antworten auf Ergänzungsfragen] vom 2. Februar 2000) und die darin enthaltene Zumutbarkeitsbeurteilung sowie die durch die SUVA beigezogenen Erfassungsblätter der Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP), wobei sie deren Ergebnisse anhand der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1996 überprüfte und bestätigt fand. Dieses Vorgehen ist korrekt, und die Höhe des Invalideneinkommens wird denn auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ausdrücklich nicht mehr bestritten. Damit resultiert bei einem Valideneinkommen von Fr. 48'837.- ein Invaliditätsgrad von 49,4 %. Dass die SUVA dem Beschwerdeführer eine Rente auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 50 % zugesprochen hat, ist unter diesen Umständen nicht zu beanstanden.