Citation: 1C_26/2024 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer moniert vor Bundesgericht, die Vorinstanz habe sein Verhalten im Rahmen des Bauabänderungsverfahrens willkürlich gewürdigt. Würden sich Nachbarn über eine neu zu erstellende Mauer im Grenzbereich verständigen, so betreffe dies nach allgemeiner Lebenserfahrung sämtliche für das Bauwerk wesentlichen Elemente, d.h. sowohl die Lage als auch die Beschaffenheit der Mauer. Eine derartige Verständigung über sämtliche relevanten Details ergebe sich nicht aus den Akten. Die nun erstellte Mauer sei entgegen der Ausführungen der Beschwerdegegnerin so nicht vereinbart worden. Er habe sich mit E-Mail vom 4. Februar 2021 "mit einer Mauer quer zur Fahrbahn, anschliessend an meine Flügelmauer mit gleicher Stärke und Höhe" einverstanden erklärt. Von diesem Zugeständnis sei er in der Folge nicht abgewichen, weshalb es irreführend sei, ihm zu unterstellen, er habe sich mit "der Erstellung einer Flügelmauer, wie sie letztlich im Umgebungsplan vom 5. Februar 2021 dargestellt wurde, einverstanden erklärt". Dies würde nur zutreffen, wenn sich die Parteien nur über den Verlauf der Mauer, nicht aber über deren weitere Einzelheiten hätten verständigen wollen, was keinen Sinn ergebe. Dass die Angabe einer interpretationsbedürftigen, für die Mauerhöhe nicht aussagekräftigen Höhenkote im Umgebungsplan festgehalten sei, könne ihm als Baulaien nicht in guten Treuen entgegengehalten werden; vielmehr hätte die Beschwerdegegnerin die Höhe offen kommunizieren sollen, da er zum Ausdruck gebracht habe, dass für Höhe und Verlauf seine (niedrigere) Bogenmauer massgeblich sein solle. Im seitens der Beschwerdegegnerin zur Genehmigung eingereichten Umgebungsplan vom 24. Januar 2022 sei bei der dargestellten Flügelmauer ausdrücklich vermerkt "OK und Verlauf angepasst an benachbarte Mauer", was belege, dass unter den Parteien keine rechtswirksame Vereinbarung über die bewilligte Flügelmauer zustande gekommen sei. Die vorinstanzliche Annahme, die Vereinbarung betreffe nur die Lage, also den Mauerverlauf, nicht aber die anderen notwendigen Voraussetzungen, sei realitätsfremd und es gehe nicht an, sein Verhalten diesbezüglich als widersprüchlich zu qualifizieren. Es sei willkürlich, ihm gestützt auf eine nicht existierende privatrechtliche Vereinbarung unter den Parteien das Recht auf ein ordentliches Bewilligungsverfahren abzusprechen, in welchem die Zulässigkeit einer solchen Mauer nach der kantonalen Strassengesetzgebung zu prüfen wäre.