Citation: 6B_823/2024 E. 3.2.2

3.2.2. Die Vorinstanz hält dem Beschwerdeführer zugute, dass er keine einfache Kindheit und Jugend hatte. Zudem lebe er nun, im Unterschied zum Zeitpunkt der erstinstanzlichen Verhandlung, mit seiner Partnerin zusammen und beginne eine neue Arbeitsstelle mit viermonatiger Ausbildung. Seine Eltern und Geschwister lebten in der Schweiz und das Verhältnis zu ihnen sei gut. Zwar liessen die Dauer der Anwesenheit und die vorerwähnten Umstände auf eine gewisse soziale Integration in der Schweiz schliessen, während der Beschwerdeführer zu seinem Heimatland Irak offenbar abgesehen von seinen Verwandten, die er kaum kenne, keine sozialen Kontakte habe. Indes sei seine wirtschaftliche Situation weiterhin prekär. Einerseits unterliege er einer Lohnpfändung, anderseits würden ihn die Kosten des Strafverfahrens erheblich belasten. Ausserdem zeuge seine bisherige berufliche Laufbahn von keiner gelungenen beruflichen Integration. Obwohl der Beschwerdeführer mittlerweile 27 Jahre alt sei und in einem stabilen sozialen Umfeld lebe, habe er noch keine Ausbildung abgeschlossen, aber mehrere abgebrochen oder er wurde gekündigt. Angesichts seiner zahlreichen Vorstrafen und fehlenden Rechtstreue sei zudem die gesellschaftliche Integration gescheitert. Der Beschwerdeführer habe zwischen 2015 und 2017 20 Delikte begangen, darunter auch Verbrechen. Nur wenige Monate nach Ablauf einer Probezeit im Mai 2020 habe er die vorliegend beurteilte Vergewaltigung begangen. Während laufender Strafuntersuchung seien eine Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, zwei Diebstähle und Verkehrsregelverletzungen dazu gekommen. 2023 verbüsste der Beschwerdeführer eine Freiheitsstrafe in Island. Auch wenn er beteuere, nicht mehr gegen das Gesetz verstossen zu wollen, könne keine positive Legalprognose gestellt werden, zumal sich der Beschwerdeführer weder vom angedrohten Widerruf der Niederlassungsbewilligung 2018 noch von einer Haftstrafe von über zwei Jahren habe beeindrucken lassen. Es sei von einer beträchtlichen Rückfallgefahr auszugehen. Zudem habe der Beschwerdeführer eine ernstzunehmende Gewaltbereitschaft gezeigt. Daher sei das öffentliche Interesse an der Landesverweisung sehr hoch. Eine Integration in der Heimat Irak sei sodann möglich und zumutbar. Der kinderlose Beschwerdeführer sei noch jung, habe keine gesundheitlichen Einschränkungen und beherrsche die arabische Sprache. Das öffentliche Interesse an einer Landesverweisung überwiege sein privates Interesse an einem Verbleib bei weitem. Eine Landesverweisung für die Minimaldauer von fünf Jahren sei angemessen.