Citation: U 180/00 19.03.2001 E. 3

3.- Streitig und zu prüfen ist noch, ob die Vorinstanz zu Recht auf die Abnahme weiterer Beweise verzichtet hat. a) Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst auch das Recht, Beweisanträge zu stellen, und - als Korrelat - die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Auf weitere Beweisvorkehren kann auch dann verzichtet werden, wenn der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, nicht rechtserheblich ist, wenn bereits Feststehendes bewiesen werden soll, wenn von vornherein gewiss ist, dass der angebotene Beweis keine Abklärung herbeizuführen vermag, oder wenn die Behörde den Sachverhalt gestützt auf ihre eigene Sachkenntnis bzw. jene ihrer fachkundigen Beamten zu würdigen vermag (BGE 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweisen). Gelangt die Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der angebotene Beweis vermöge keine Abklärung herbeizuführen, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Eine solche antizipierte Beweiswürdigung ist zulässig (BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d, 119 V 344 Erw. 3c in fine mit Hinweisen). Diese zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene Rechtsprechung gilt auch unter der Herrschaft des Art. 29 Abs. 2 BV (nicht veröffentlichtes Urteil G. vom 3. Oktober 2000, U 161/00). b) Die Vorinstanz hat die vorhandenen medizinischen Berichte und Stellungnahmen gewürdigt und ist zu Recht zum Schluss gekommen, dass sie ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhaltes ergeben. Wenn sie bei dieser Sachlage im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung (vgl. Erw. 3a hievor) auf eine Aktenergänzung verzichtet hat, lässt sich dieses Vorgehen von Bundesrechts wegen nicht beanstanden.