Citation: 2C_679/2015 E. 6.2.1

6.2.1. Das Bezirksgericht Zürich verurteilte den Beschwerdeführer am 13. März 2012 wegen versuchter schwerer Körperverletzung. Die Begründung des Urteils erfolgte mündlich; dem unbegründeten schriftlichen Urteil wurde (lediglich) die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft beigeheftet. Danach hatte der Beschwerdeführer am 22. April 2011 unangemeldet die Wohnung seines ehemaligen Schwagers aufgesucht, wo es zum Streit kam. Im Verlaufe des Wortwechsels entwickelte sich eine tätliche Auseinandersetzung, in deren Folge der Beschwerdeführer ein Messer, mutmasslich ein Küchen-/Fleischmesser mit Holzgriff, 24 cm lang, Klingenlänge 12 cm, behändigte und es dem Geschädigten in den Oberarm stiess oder es aus einer Distanz von ca. 2 bis 3 m gegen den Oberkörper des Geschädigten warf. Der Geschädigte erlitt dabei eine Durchstichverletzung von aussen nach innen am Oberarm links mit Eindringen der Klinge in die linke seitliche Brustregion mit einer Eindringtiefe von ca. 1 bis 2 cm ohne Eröffnung der Brusthöhle.