Citation: 6B_904/2015 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz hält fest, die Aussagen der Zeugen C.A.________ und A.A.________ würden übereinstimmend und mit hinreichender Klarheit belegen, an welcher Stelle es zum fraglichen Überholmanöver des Beschwerdeführers gekommen sei. Beide hätten in den wesentlichen Punkten übereinstimmend ausgesagt, dass sich das Überholmanöver in der Rechtskurve auf Höhe der Vorsignalisation "San Bernardino 1000 m" ereignet habe (Urteil S. 28-32 E. 12a-d). Die Vorinstanz würdigt die Aussagen der Zeugen eingehend und sachlich. Es ist nicht zu beanstanden, dass sie zum Schluss kommt, dass diese in Bezug auf die wesentlichen Punkte glaubhafte Angaben zum fraglichen Überholmanöver (Phase 2) machten. Damit bringt sie auch zum Ausdruck, dass sie die Aussage des Beschwerdeführers, wonach er in einer solchen Kurve niemals überholen würde, als unglaubhaft qualifiziert. Entgegen dessen Einwand musste sie dies nicht ausdrücklich erwähnen. Aus dem angefochtenen Urteil ergibt sich hinreichend deutlich, dass die Vorinstanz auch die Angaben des Beschwerdeführers würdigt (Urteil S. 32 E. 12.d). Dass die Aussagen von C.A.________ bezüglich der dem Beschwerdeführer in der Phase 1 vorgeworfenen Abstandunterschreitung nicht stimmig sowie widerspruchsfrei sind und dass die Angaben der beiden Zeugen in Bezug auf die Behinderung des Gegenverkehrs voneinander abweichen, bedeutet nicht, dass die Vorinstanz in Willkür verfällt, wenn sie das dem Beschwerdeführer zur Last gelegte Überholmanöver als erwiesen erachtet. Nach ständiger Rechtsprechung genügt für die Begründung von Willkür nicht, dass der angefochtene Entscheid mit der Darstellung des Beschwerdeführers nicht übereinstimmt oder auch eine andere Lösung oder Würdigung vertretbar erscheint. Dieser zeigt nicht auf, inwieweit die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz offensichtlich unhaltbar sein soll und die vorhandenen Beweise andere Schlussfolgerungen geradezu aufdrängen sollen. Dass der Beschwerdeführer aufgrund der Unstimmigkeiten erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der Aussagen der Zeugen hat, führt nicht dazu, dass die vorinstanzliche Beweiswürdigung im Ergebnis schlechterdings unhaltbar ist. Das Bundesgericht ist keine Appellationsinstanz, die eine freie Prüfung in tatsächlicher Hinsicht vornimmt und die vorinstanzliche Beweiswürdigung durch eine eigene als richtig oder naheliegender erachtete ersetzen kann. Der Einwand des Beschwerdeführers, für die vorinstanzliche Feststellung, die Signalisation "San Bernardino 500 m" sei nicht in einer Rechtskurve, sondern in einer Geraden positioniert, finde sich in den Akten keine Grundlage und sei damit aktenwidrig (Beschwerde S. 8 und S. 16), geht an der Sache vorbei. Damit lässt sich nicht begründen, dass die Beweiswürdigung der Vorinstanz und ihre Schlussfolgerungen willkürlich sind. Dass eine Tatsachenfeststellung nicht aus den Akten hervorgeht, bedeutet nicht, dass sie aktenwidrig ist. Die Vorinstanz hält fest, wie sich aus den Akten ergebe, gehe in Fahrtrichtung Süden unmittelbar vor der Signalisation "San Bernardino 1000 m" die unterbrochene Leitlinie in eine ununterbrochene Sicherheitslinie über. Habe der Beschwerdeführer das Fahrzeug von C.A.________ und A.A.________ nach dem Gesagten in der Rechtskurve überholt, müsse er zwangsläufig die Sicherheitslinie überfahren haben. In einer solchen Kurve dürfe prinzipiell nicht überholt werden, da in einer derartigen Konstellation der nötige Raum eben gerade nicht übersichtlich sei. Dieser Umstand werde durch die ununterbrochene Sicherheitslinie verdeutlicht. Daran vermöge der seitens des Beschwerdeführers geltend gemachte Widerspruch in Bezug auf die erste Aussage von C.A.________ bezüglich des Endes des Überholmanövers nichts zu ändern. Ob der Überholvorgang nämlich ungefähr am Ende der dortigen Brücke bzw. in der Rechtskurve im Bereich der Sicherheitslinie beendet worden sei, sei nur von untergeordneter Bedeutung, da es sich um eine langgezogene Kurve handle, die mehr oder weniger fliessend in die anschliessende Gerade übergehe, sodass im Nachgang zu einem dynamischen Vorgang wie einem Überholmanöver schwer zu beurteilen sei, ob dieser Vorgang in oder erst nach der Kurve beendet worden sei. Letztlich könne die genaue Stelle des Wiedereinbiegens offen gelassen werden, weil der Beschwerdeführer in jedem Fall eine ausgezogene Sicherheitslinie überfahren habe. Es bestehe kein Zweifel, dass er in einer unübersichtlichen Rechtskurve überholt und dabei eine Sicherheitslinie überfahren habe (Urteil S. 32 E. 12d). Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, ist nicht geeignet, die vorinstanzliche Beweiswürdigung willkürlich erscheinen zu lassen, soweit auf die hauptsächlich appellatorischen Rügen, wie beispielsweise die Behauptung, es fehlten Feststellungen zu den Sichtverhältnissen in der Rechtskurve, überhaupt einzutreten ist.