Citation: 1C_275/2021 E. 2.5

2.5. Die Vorinstanz kam zum Ergebnis, die streitbetroffene Planungszone sei verhältnismässig. Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, zwar habe das Bundesgericht im Hinblick auf die Einführung einer Standortevaluation für Mobilfunkanlagen erlassene Planungszonen, die für das gesamte Gemeindegebiet ein Verbot der Errichtung von Mobilfunkantennen vorsahen, als nicht erforderlich erachtet. Vorliegend beschränke sich das Planungsziel der Gemeinde Malans jedoch nicht auf die Ausscheidung einer bestimmten Schutzzone oder die Einführung der Pflicht zur Durchführung einer Standortevaluation. Vielmehr soll die geplante Regelung die bestmögliche Standortwahl im Sinn aller Beteiligter gewähren, um nicht nur ideelle Immissionen von Antennenanlagen, sondern vor allem auch deren negative Auswirkungen auf das im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) aufgeführte Ortsbild zu vermeiden bzw. zu minimieren. Dabei seien die Grünflächen und die südliche Dorfansicht, die auch Bereiche ausserhalb der Bauzonen erfassten, zentral. Zur Erfüllung dieses Planungsziels seien raumplanerische Abklärungen notwendig, die sich über das gesamte Gemeindegebiet erstreckten, damit negative und positive Standortfestsetzungen oder allfällige prioritäre Standorte ausreichend geprüft und festgesetzt werden könnten. Eine solche ganzheitliche Betrachtung müsse auch Gebiete einbeziehen, in denen bereits Mobilfunkanlagen realisiert worden seien. Daher erscheine der Beschluss der erstmaligen zweijährigen Planungszone über das gesamte Gemeindegebiet als gerechtfertigt. Die von den Beschwerdeführerinnen geltend gemachte Unverhältnismässigkeit in sachlicher Hinsicht sei zu verneinen, weil in der Planungszone die Erteilung von Baubewilligungen für den Bau oder die Erweiterung von Mobilfunkantennen nicht absolut, sondern nur insoweit verboten würden, als sich ein konkretes Baugesuch mit der Absicht der Beschwerdegegnerin, die ideellen Immissionen und die negativen Auswirkungen von Mobilfunkantennen auf das Ortsbild zu minimieren, nicht vereinbaren lasse. Die Beschwerdeführerinnen würden daher nicht gezwungen, ihre Antennen (während der Dauer der Planungszone) ausserhalb des Gemeindegebiets zu errichten. Ausserdem gebe es in der Gewerbezone der Gemeinde bereits eine Mobilfunkanlage der alten Generation. Dass es dennoch Versorgungslücken gäbe bzw. die Mobilfunkabdeckung auf dem Gemeindegebiet aufgrund der Planungszone nicht mehr sichergestellt werden könne, hätten die Beschwerdeführerinnen nicht nachgewiesen.