Citation: 4A_493/2016 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdegegnerin stellte ihre Taggeldleistungen per 19. Januar 2015 ein, da gemäss dem Bericht ihres Vertrauensarztes, Dr. med. C.________, keine leistungsbegründende Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers (mehr) bestand. Der Beschwerdeführer stellte sich aber auf den Standpunkt, er sei gemäss dem Bericht seines Hausarztes, Dr. med. D.________, weiterhin, jedenfalls bis zum 1. Mai 2015 arbeitsunfähig. Entsprechend prüfte die Vorinstanz, ob dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 19. Januar bis zum 1. Mai 2015 weiterhin ein Taggeldanspruch zustand. Nach den tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid litt der Beschwerdeführer unter urologischen Beschwerden, Bluthochdruckproblemen sowie Hämorrhoiden. Hinsichtlich dem urologischen Problem folgte die Vorinstanz dem Bericht des Urologen Dr. E.________. Dieser hielt den Beschwerdeführer grundsätzlich für arbeitsfähig, attestierte aber aufgrund des konkreten Arbeitsplatzes aus urologischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 10 bis 20 %. Hinsichtlich den Hämorrhoiden hielt die Vorinstanz fest, dass kein Bezug zur Arbeitsfähigkeit behauptet worden sei. Diese würden bloss eine nachvollziehbare Einschränkung des Wohlbefindens bewirken. Entsprechend prüfte die Vorinstanz, ob das Bluthochdruckproblem einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hatte. Dabei hielt sie fest, dass die Meinungen von Dr. med. D.________ und Dr. med. C.________ auseinandergehen würden: Dr. C.________ hielt den Beschwerdeführer in seinem Bericht vom 17. Dezember 2014 für arbeitsfähig. Er führte aus, der ungenügend eingestellte Blutdruck stelle keine Reduktion der Arbeitsfähigkeit dar. Demgegenüber hielt Dr. med. D.________ fest, dass keine neuen medizinischen Fakten zu Tage getreten seien, womit er den Beschwerdeführer (aufgrund seines Bluthochdruckproblems) weiterhin, entsprechend seinen früheren Berichten, für arbeitsunfähig hielt. Die Vorinstanz hielt jedoch fest, dass keiner der beiden Ärzte ihren Standpunkt begründen würden, weshalb es nicht möglich sei, diese Standpunkte von einer objektiven Warte her einer Überprüfung zu unterziehen. Es stehe Meinung gegen Meinung, woraus sich eine Patt-Situation ergebe. Beide Ärzte würden zudem eine gewisse Nähe zur Partei aufweisen, die von ihr profitiere. Mit Blick auf die Beweislastverteilung sei es darüber hinaus müssig zu sinnieren, ob allenfalls die Glaubwürdigkeit von Dr. med. C.________, dessen Distanz zur Beschwerdegegnerin wohl etwas grösser sei als diejenige von Dr. med. D.________ zum Beschwerdeführer, leicht erhöht sei. Unterbleiben könne auch eine Befragung von Dr. med. D.________ sowie die Einholung eines Gutachtens, denn der Beschwerdeführer sei seit einem Jahr wieder voll arbeitsfähig, weshalb von einem gegenüber der fraglichen Periode veränderten Gesundheitszustand ausgegangen werden müsse. Es könnte lediglich ein Aktengutachten erstellt werden, wovon jedoch angesichts der wenigen Unterlagen keine wesentlichen Erkenntnisse zu erwarten seien. Schliesslich lasse sich aus dem Bericht von Dr. med. F.________ vom 22. April 2015 hinsichtlich des Zusammenhanges zwischen Bluthochdruck und Arbeitsfähigkeit nichts entnehmen. Insgesamt sei damit festzuhalten, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen sei, im eingeklagten Zeitraum mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine über 25 % liegende Arbeitsunfähigkeit zu beweisen. Für die Zeit vom 19. Januar 2015 bis Ende April 2015 bestehe damit Beweislosigkeit, welche zu Lasten des Beschwerdeführers gehe. Mithin habe die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht zu Recht verneint.