Citation: U 236/04 10.01.2005 E. 2

2.1 Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grundsätze zum Begriff des Unfalls (Art. 9 Abs. 1 UVV; BGE 122 V 233 Erw. 1, 121 V 38 Erw. 1a) zutreffend wiedergegeben. Darauf kann verwiesen werden. 2.2 Am 10. Dezember 2001 erklärte die Beschwerdeführerin auf dem «Fragebogen Berufskrankheit» zum erstmaligen Auftreten der Beschwerden an der rechten Hand, sie habe am 24. Oktober 2001 bei der Arbeit eine Kiste mit der rechten Hand vom Band nehmen wollen. Dann habe es einen «Knick» gegeben, gefolgt von Schmerzen im rechten Handgelenk. Am 5. Mai 2002 äusserte sich die Versicherte gegenüber der Concordia erneut zum Vorfall. Sie hielt fest, dass sie den Korrekturharass genommen habe und ihn auf das Pult habe stellen wollen. «Dann machte das Handegelenk eine kleine Bewegung und es gab ein komisches Klick beim Handgelenk». Der Harass habe rund 4 bis 5 kg gewogen. In der Einsprache wurde der Vorfall abweichend beschrieben: Die Versicherte machte nunmehr geltend, sie habe von einem hohen Stapel das oberste Objekt mit gestrecktem Arm herunternehmen wollen. Dieses sei ungewöhnlich schwer gewesen. Das Ergreifen des Pakets habe zu einem plötzlichen Druck auf das Handgelenk, verbunden mit einem Knacken, geführt. In der Beschwerde an die Vorinstanz wurde diese Sachverhaltsdarstellung im Wesentlichen bestätigt. Zusätzlich wurde eine plötzliche und heftige Fallbewegung auf die ausgestreckte Hand der Beschwerdeführerin geschildert; das Gewicht des Behälters wurde nunmehr mit rund 10 kg angegeben. 2.3 Mit der Vorinstanz ist die ursprüngliche Darstellung des Vorfalls vom 24. Oktober 2001 als glaubwürdiger zu erachten als die späteren Schilderungen nach Erlass der Ablehnungsverfügung der Concordia vom 26. Juli 2002, welche bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher Art beeinflusst sein könnten (BGE 121 V 47 Erw. 2a). Der Umstand, dass das Formular der Concordia am 5. Mai 2002 von der Tochter der Beschwerdeführerin ausgefüllt wurde, spricht nicht gegen die Richtigkeit der darin enthaltenen Angaben, zumal diese mit den früheren Antworten auf dem «Fragebogen Berufskrankheit» vom 10. Dezember 2001 übereinstimmen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass die Tochter der Beschwerdeführerin zweimal - im Abstand von fünf Monaten - praktisch identische unzutreffende Angaben zum Vorfall vom 24. Oktober 2001 gemacht hat. Ergänzende Sachverhaltsabklärungen erübrigen sich, da die Concordia den rechtserheblichen Sachverhalt in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes hinreichend abgeklärt hat. 2.4 Das Ereignis vom 24. Oktober 2001 erfüllt den Unfallbegriff nicht, da es an einem ungewöhnlichen äusseren Faktor fehlt. Die schädigende Einwirkung auf die rechte Hand ereignete sich während eines alltäglichen Arbeitsvorgangs, als die Versicherte einen mehrere Kilogramm schweren Behälter ergriff, um ihn auf das Pult zu stellen. Eine von aussen beeinflusste, unkoordinierte Bewegung, die als «programmwidrig» bezeichnet werden müsste, liegt nicht vor. Ebenso wenig kann von einem ganz ausserordentlichen Kraftaufwand beim Heben des Behälters gesprochen werden.