Citation: 8C_671/2009 23.12.2009 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht hat die aktenkundigen medizinischen Unterlagen umfassend wiedergegeben, sich eingehend mit den darin enthaltenen Ausführungen auseinandergesetzt und sie rechtsprechungskonform gewürdigt. Gestützt darauf, insbesondere die Schlussfolgerungen des Gutachtens der Abklärungsstelle V.________ vom 5. Februar 2007 sowie die RAD-Stellungnahme vom 13. Februar 2007, ist es zum Ergebnis gelangt, dass der Beschwerdeführer seine angestammte Bautätigkeit zwar nicht mehr auszuüben vermag, ihm eine leidensadaptierte Tätigkeit (ohne schweres Heben, ohne Überkopf-Arbeiten und ohne Verrichtungen, die ein sicheres und belastbares Stehen oder Gehen erfordern) ganztags mit einer um 20 % verminderten Leistungsfähigkeit indes zumutbar ist. Während, so die Vorinstanz im Weiteren, namentlich aus psychiatrischer und neuropsychologischer Sicht keine Beeinträchtigungen bestünden, sei auf Grund der allenfalls verbliebenen Kopfschmerzen sowie des zusätzlich vorliegenden Diabetes mellitus, welcher seinerseits neurologische Ausfälle in Form einer überwiegend sensiblen, leichtgradigen Polyneuropathie verursache, ein um 20 % vermindertes Leistungsvermögen ausgewiesen. 4.2 Bei den vorinstanzlichen Erkenntnissen über Gesundheitsschaden und die daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit handelt es sich, wie hievor dargelegt (vgl. E. 1.2.2), um Sachverhaltsfeststellungen, welche das Bundesgericht nur mit eingeschränkter Kognition überprüft. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Rügen sind nicht geeignet, diese als offensichtlich unrichtig oder unvollständig erscheinen zu lassen. Das kantonale Gericht hat entscheidwesentlich auf die polydisziplinäre Expertise der Abklärungsstelle V.________ vom 5. Februar 2007 abgestellt, der, wie im angefochtenen Entscheid zutreffend erwogen wurde, voller Beweiswert zukommt, da sie alle rechtsprechungsgemässen (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen erfüllt. Das Gutachten (samt Teilbegutachtungen) erging gestützt auf gutachterliche Untersuchungen und in Kenntnis der Vorakten (Anamnese). Es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die Schlussfolgerungen der Fachärzte sind nachvollziehbar und überzeugend begründet. Soweit der Beschwerdeführer dessen Aussagekraft mit dem Argument zu schmälern versucht, es beruhe, da den begutachtenden Ärzten keine Berichte des Hausarztes Dr. med. M.________, Allgemeinmedizin FMH, sowie des den Versicherten seit Februar 2005 behandelnden Psychiaters Dr. med. C.________ vorgelegen hätten, auf inkompletten fremdanamnestischen Angaben, kann ihm nicht gefolgt werden. Zwar erstaunt es mit der Vorinstanz, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen des ihr nach Art. 43 Abs. 1 ATSG obliegenden Untersuchungsgrundsatzes auf den Beizug von Auskünften der behandelnden Ärzte gänzlich verzichtet hat, wobei weder eine erfolglos versuchte telefonische Kontaktaufnahme durch die IV-Berufsberaterin (vgl. Bericht vom 16. Mai 2006) noch die Feststellung der RAD-Ärztin in deren Stellungnahme vom 20. Juni 2006, da es sich beim involvierten Psychiater um Dr. med. C.________ handle, sei es wohl nicht möglich, verlässliche Informationen zum psychischen Gesundheitszustand zu erhalten, diesbezüglich eine taugliche Erklärung darzustellen vermögen. Das Unterlassen derartiger Massnahmen führt indessen noch nicht per se zur Bejahung einer zu sanktionierenden Verletzung der Abklärungspflicht durch die Verwaltung. Vielmehr erübrigen sich diese, soweit der Sachverhalt auf der Basis der übrigen vorhandenen medizinischen Unterlagen in hinreichendem Masse erstellt werden kann und die nicht vorgenommenen Beweisvorkehren - nach Massgabe einer antizipierten Beweiswürdigung - kein anderes Resultat ergeben würden. Die entsprechenden Bedingungen sind vorliegend, wie im angefochtenen Entscheid einlässlich dargelegt wurde, gegeben. Namentlich resultieren aus dem vom Beschwerdeführer nachträglich eingereichten Bericht des Dr. med. C.________ vom 6. Februar 2008 keine Erkenntnisse, welche den Beweiswert des Gutachtens der Abklärungsstelle V.________ erschütterten. Soweit dieser dem Beschwerdeführer einzig basierend auf der Diagnose einer Dysthymie (ICD-10: F34.1), d.h. einer chronisch depressiven Verstimmung, die weder schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer schweren, mittelgradigen oder leichten rezidivierenden depressiven Störung zu erfüllen, eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % bei aus psychiatrischer Sicht grundsätzlich positiver Entwicklung bescheinigt, ist auf die Rechtsprechungsgrundsätze zu verweisen. Danach handelt es sich beim beschriebenen Beschwerdebild, sofern sich im Psychostatus lediglich eine Dysthymie - ohne anderweitige Befunde wie etwa eine ernsthafte Persönlichkeitsstörung - finden lässt, trotz einer möglicherweise vorhandenen Einbusse der Leistungsfähigkeit nicht um einen invalidisierenden Gesundheitsschaden im versicherungsrechtlichen Sinne (Urteile 8C_481/2008 vom 4. November 2008 E. 3.2.1 und I 649/06 vom 13. März 2007 E. 3.3.1, in: SVR 2008 IV Nr. 8 S. 23). Nichts anderes erhellt schliesslich aus den letztinstanzlich beigebrachten Berichten des Dr. med. C.________ vom 9. August 2009 und der Psychiatrischen Klinik A.________ vom 17. Juli 2009, soweit sie für den vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt in zeitlicher Hinsicht überhaupt als massgebend zu betrachten sind (Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis: Erlass der Verfügung vom 11. Januar 2008; vgl. E. 2.1 hievor). Ob die Einreichung der betreffenden Eingaben im bundesgerichtlichen Verfahren angesichts des in Art. 99 Abs. 1 BGG verankerten Novenverbots in prozessual zulässiger Weise erfolgt ist, kann unter diesen Umständen dahingestellt bleiben. Was schliesslich die monierten Unklarheiten in Bezug auf die Todesursachen der beiden Brüder des Versicherten anbelangt - angeblich sind beide an den Folgen einer Hirnblutung gestorben -, kann diesem Umstand kaum derartiges Gewicht beigemessen werden, dass bereits deswegen auf eine Nichtverwertbarkeit des sich damit nicht näher befassenden Gutachtens der Abklärungsstelle V.________ geschlossen werden müsste. Würde der psychische Zustand des Beschwerdeführers dadurch tatsächlich in erheblichem Masse beeinflusst, erscheint es doch mehr als verwunderlich, dass diesbezügliche Hinweise im Rahmen der drei Teilbegutachtungen gänzlich fehlen, obgleich die involvierten Fachpersonen detailliert Auskünfte zur Familienanamnese erfragt haben. Von weiteren spezialärztlichen Erhebungen sind keine entscheidrelevanten neuen Aufschlüsse zu erwarten, weshalb auf weitergehende diesbezügliche Beweismassnahmen, wie sie der Beschwerdeführer im Rahmen seines Eventualbegehrens beantragt, verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 131 I 153 E. 3 S. 157; 124 V 90 E. 4b S. 94; Urteil I 9/07 vom 9. Februar 2007 E. 4, in: SVR 2007 IV Nr. 45 S. 149).