Citation: 1C_80/2022 E. 4.5

4.5. Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, die Vorinstanz habe seine Interessen unzutreffend festgestellt. Es gehe ihm nicht nur ums Finanzielle. Es sei offensichtlich, dass sich der Wert der Grundstücke Nr. 971 und Nr. 155 ohne Gartennutzung auf der Parzelle Nr. 155 erheblich verringere und die Suche nach einem neuen Eigentümer verkompliziere. Er habe für das Grundstück Nr. 155 nur deshalb einen über dem Marktwert liegenden Preis bezahlt, weil er davon ausgegangen sei, er könne die Grundstücke in Kombination nutzen. Seine finanziellen Interessen setzten sich daher aus den Investitions- und Wiederherstellungskosten sowie dem Wertverlust der Grundstücke zusammen. Mit der Überbauung habe er sich einen Traum erfüllt. Hätte er von Anfang an gewusst, dass er die Parzelle Nr. 155 nicht als Garten nutzen könne, hätte er die Grundstücke nie gekauft. Im Minimum hätte er das Grundstück Nr. 971 so ausgestaltet, dass er noch über einen Garten verfügt hätte. Die Wiederherstellung führte daher faktisch zum Verlust seines Wohnsitzes. Sein Interesse an der Weiternutzung der Gartenanlage sei demnach sehr gross. Auch wenn der Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet ein gewichtiges öffentliches Interesse darstelle, entbinde dies die Vorinstanz nicht, eine Interessenabwägung mit Blick auf den konkreten Einzelfall vorzunehmen. Da die Parzelle Nr. 155 aufgrund der derzeitigen Eigentumsverhältnisse sowie der konkreten Ausgestaltung und Grösse ohnehin nicht zonenkonform genutzt werden könne, kein Verlust des Kulturlandes vorliege und die Änderungen minim seien, vermöge das öffentliche Interesse sein privates Interesse an der Nutzung der Gartenanlage nicht zu überwiegen.