Citation: 5A_17/2013 E. 5

Die Beschwerdeführer verlangen aus einem weiteren Grund die Rückweisung der Sache an das Obergericht: Dieses solle über die Appellation, die Nichtigkeitsbeschwerde und die Kostenbeschwerde die "nötigen Rechtssprüche" erlassen. Die Beschwerdeführer sind der Meinung, sie hätten gestützt auf Art. 29 Abs. 2 BV Anspruch darauf, dass zu jedem eingelegten Rechtsmittel je für die ins Recht gefasste Gegenpartei auch ein Rechtsspruch gefällt werde. Sie werfen dem Obergericht vor, sich nicht dazu geäussert zu haben, ob es die drei Rechtsmittel gutheisse, abweise oder nicht darauf eintrete. Überdies übersehe das Obergericht, dass es im erstinstanzlichen Urteil an einer "differenzierten" Rechtsmittelbelehrung für jede beklagte Partei gefehlt habe. Aus all diesen Gründen habe das Obergericht das "Recht verweigert bzw. das rechtliche Gehör verletzt". Die Vorwürfe sind unbegründet: Wie in Erwägung 4.3 erwähnt, muss ein Entscheid so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In dieser Hinsicht genügt der angefochtene Entscheid den Anforderungen von Art. 29 Abs. 2 BV. Er äussert sich nicht nur zur Hauptsache, der Persönlichkeitsverletzung, sondern auch zu einer Reihe prozessualer Fragen, welche die Beschwerdeführer dem Obergericht unterbreiten, insbesondere zur Durchführung einer Instruktions- und einer Hauptverhandlung sowie zur Festsetzung der Gerichts- und Anwaltskosten im erstinstanzlichen Verfahren. Die Beschwerdeführer waren denn auch ohne weiteres in der Lage, das Urteil des Obergerichts in allen Teilen umfassend und sachgerecht anzufechten. Dies zeigen ihre weitschweifigen Ausführungen vor Bundesgericht. Ob das Obergericht, nachdem es den Weiterzug der Beschwerdeführer als Appellation behandelte und auf dieses Rechtsmittel eintrat, auch hinsichtlich der anderen Rechtsmittel bzw. für jede der betroffenen Parteien separat noch einen ausdrücklichen "Rechtsspruch erlassen" musste, ist nicht eine Frage des rechtlichen Gehörs, sondern der Anwendung des kantonalen Prozessrechts. Das Gleiche gilt für die Frage, ob schon die erste Instanz für die verschiedenen Parteien gesonderte Urteile hätte aussprechen und diese je mit speziellen Rechtsmittelbelehrungen hätte versehen müssen. Diesbezüglich erheben die Beschwerdeführer indessen keine Verfassungsrüge, sondern nennen lediglich einzelne luzernische Vorschriften, von denen sie behaupten, das Obergericht habe sie verletzt. Das allein aber genügt nicht, um eine verfassungswidrige Anwendung des kantonalen Rechts darzutun (E. 3).