Citation: 8C_190/2023 E. A

Der 1959 geborene A.________ bezog seit 1. Juli 1998 eine ganze Rente der Invalidenversicherung bei einem Invaliditätsgrad von 100 % (Verfügung der IV-Stelle Luzern vom 22. Dezember 1999). Die im Jahr 2005 durchgeführte Rentenrevision ergab keine Änderung des Invaliditätsgrades (Verfügung vom 17. November 2005). Unter anderem gestützt auf einen Bericht der B.________ AG vom 14. Juli 2014 bezüglich einer vom 17. April bis 17. Juni 2014 durchgeführten Observation reichte die Verwaltung wegen Verdachts auf ungerechtfertigten Leistungsbezug am 15. Dezember 2015 eine Strafanzeige gegen A.________ bei der Polizei ein. Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 18. Oktober 2018 stellte die IV-Stelle die laufenden Rentenleistungen vorsorglich per sofort ein. Das Kriminalgericht des Kantons Luzern sprach A.________ am 22. September 2020 des Betrugs, der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie der mehrfachen Urkundenfälschung schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Zudem wurde eine Ersatzforderung des Staates in der Höhe von Fr. 430'000.- erhoben. Zur Abklärung des Leistungsanspruchs holte die IV-Stelle unter anderem ein polydisziplinäres Gutachten des Zentrums für medizinische Begutachtung, Basel (ZMB), vom 19. April 2021 (inklusive ergänzender ZMB-Stellungnahme vom 9. August 2021) sowie ein psychiatrisches Gutachten des Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 7. März 2022 ein. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens stellte die IV-Stelle die Rentenleistungen rückwirkend per 1. Oktober 2003 ein und hielt fest, die zu Unrecht bezogenen Leistungen seien gestützt auf Art. 25 ATSG zurückzuerstatten; hierüber werde eine separate Verfügung getroffen (Verfügung vom 22. August 2022).