Citation: 4A_313/2007 26.09.2007 E. 2

Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob auf ein Rechtsmittel einzutreten ist (Art. 29 Abs. 1 BGG; BGE 132 III 291 E. 1 S. 292). 2.1 Die Beschwerde in Zivilsachen ist gemäss Art. 75 BGG zulässig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen und des Bundesverwaltungsgerichts (Abs. 1). Die Kantone setzen als letzte Instanzen obere Gerichte ein (Abs. 2). Entsprechendes gilt gemäss Art. 114 BGG für die subsidiäre Verfassungsbeschwerde. Soweit die Kantone diese Voraussetzung nicht erfüllen, räumt Art. 130 Abs. 2 BGG ihnen eine Übergangsfrist ein für den Erlass entsprechender Ausführungsbestimmungen. 2.2 Der Grosse Rat des Kantons Bern ist keine letzte kantonale Instanz im Sinn von Art. 75 BGG. Auch übergangsrechtlich kann er nicht als solche betrachtet werden. Der Grosse Rat als Beschwerdeinstanz kann nach Lehre und Rechtsprechung - ungeachtet Art. 378 ZPO/BE - weder gerichtliche Urteile aufheben noch den Gerichten Weisungen erteilen; ihm stehen nur Disziplinarbefugnisse zu (BGE 45 I 399 E. 1 S. 407 f.; Urteil 1P.55/2007 vom 15. März 2007 E. 1.2; Georg Leuch/Omar Marbach/Franz Kellerhals/Martin Sterchi, Kommentar zur Zivilprozessordnung für den Kanton Bern, 5. Aufl., Bern 2000, N. 2 zu Art. 378 ZPO/BE). Ein Beschwerdeentscheid des Grossen Rates galt deshalb bereits unter dem OG nicht als letztinstanzlicher kantonaler Entscheid. Dementsprechend ist das Bundesgericht trotz Hängigkeit der Beschwerde beim Grossen Rat grundsätzlich auf die staatsrechtliche Beschwerde eingetreten, die die Beschwerdeführer gegen den Ausstandsentscheid des Appellationshofes vom 12. Dezember 2006 erhoben haben (Verfahren 1P.55/2007).