Citation: 6B_1260/2019 E. 1.7

1.7. Schliesslich muss gemäss dem Beschwerdeführer an den Aussagen der Privatklägerin gezweifelt werden, da sie bei der ersten Einvernahme nicht von der versuchten Vergewaltigung gesprochen habe. Die Aussagen zur angeblichen versuchten Vergewaltigung seien nur aufgrund suggestiver Fragestellungen zustande gekommen und die Vorinstanz stütze sich bei ihrer Würdigung auf die Umstände und Nebensächlichkeiten. Der Beschwerdeführer rügt in diesem Zusammenhang auch die Verletzung der Protokollierungsvorschriften, da die wesentlichen Aussagen nur sinngemäss und nach eigener Interpretation der Staatsanwaltschaft protokolliert worden seien. Dem Beschwerdeführer kann auch hier nicht gefolgt werden. Die Privatklägerin sagte bereits anlässlich der ersten polizeilichen Einvernahme aus, der Beschwerdeführer habe versucht, in sie einzudringen. Dass die Privatklägerin die versuchte Vergewaltigung dabei nicht detaillierter geschildert hat, lässt ihre späteren Aussagen hierzu bzw. die diesbezügliche Würdigung nicht als willkürlich erscheinen. In Anbetracht der an den Beschwerdeführer gerichteten Vorwürfe ist es nachvollziehbar, dass die Privatklägerin den erzwungenen Oralverkehr subjektiv als gravierendste Handlung empfand und sie deshalb dieses Ereignis in den Vordergrund stellte. Entgegen seiner Ansicht befasst sich die Vorinstanz zudem mit den Einwänden des Beschwerdeführers bezüglich der Protokollierung, indem sie beispielsweise auf Seite 19 des Urteils die Aussagen der Privatklägerin unter Hinweis auf die audio-visuelle Aufzeichnung wörtlich wiedergibt. Dabei werden nicht nur die exakten Aussagen der Privatklägerin wiedergegeben, sondern auch ihre Handbewegungen geschildert. Daraus ergibt sich ohne Weiteres, dass die Privatklägerin auch bei der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 19. Juni 2017 von sich aus von der versuchten Vergewaltigung berichtete und es kann der Staatsanwaltschaft keine Suggestion vorgeworfen werden. Auch kann nicht von Suggestion gesprochen werden, wenn die befragende Person ihre Frage nach dem Zustand des Penis des Beschwerdeführers konkretisiert, nachdem die Privatklägerin diese Frage offensichtlich nicht verstanden hatte. Schliesslich ging die Vorinstanz auf den Einwand des Beschwerdeführers ein, dass die Privatklägerin das Wort "Vagina" nie benutzt habe, obwohl dies so protokolliert sei. Dennoch bringt der Beschwerdeführer denselben Einwand erneut vor, ohne sich mit den Erwägungen im vorinstanzlichen Urteil auseinanderzusetzen. Soweit die Rügen des Beschwerdeführers den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG überhaupt genügen, sind sie somit unbegründet.