Citation: 7B_209/2023 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erwägt, dem gegen den Beschwerdeführer (im hängigen Strafverfahren PEN 21 1119) ergangenen Strafbefehl vom 7. Juni 2021 lasse sich zum inkriminierten Sachverhalt und zu den konkreten Tatvorwürfen Folgendes entnehmen: Am frühen Montagmorgen des 21. September 2020 sei der Bundesplatz in Bern von mehreren hundert Aktivisten der sogenannten "Klimajugend" besetzt worden. Für die entsprechende Kundgebung habe keine Bewilligung seitens der Stadt Bern vorgelegen. Nach gescheiterten Gesprächen zwischen den Aktivisten und der Bewilligungsbehörde sei die Kantonspolizei Bern in der Nacht auf den Mittwoch, 23. September 2020, mit der Räumung des Bundesplatzes beauftragt worden. Die zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Bundesplatz verbliebenen Personen seien über die polizeiliche Lautsprechanlage, für alle gut hörbar, mehrmals dazu aufgefordert worden, den Platz freiwillig zu räumen. Nach der letzten Aufforderung um ca. 03.25 Uhr, welche weitgehend wirkungslos geblieben sei, hätten sich noch rund 200 Aktivisten auf dem Bundesplatz aufgehalten. Die Polizei habe den dort verbliebenen Personen mündlich per Megaphon bekannt gegeben, dass sie nun aktiv beginnen würde, den Bundesplatz zu räumen und dass sie darum bitte, beim jeweiligen Ansprechen die Weisungen der Polizei zu befolgen. Anschliessend seien die verbliebenen Personen, jeweils gruppenweise und mündlich per Megaphon, durch die Polizei mit folgendem Wortlaut abgemahnt worden: "Das ist eine Mitteilung der Polizei; Sie werden hiermit aufgefordert, die Örtlichkeit zu verlassen; die Wegweisung stellt eine Verfügung nach Artikel 83 Polizeigesetz dar; wer sie nicht befolgt, wird wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung nach Artikel 292 Strafgesetzbuch angezeigt und mit Busse bestraft". Der Beschwerdeführer habe die entsprechende Wegweisungsverfügung mit Hinweis auf die Strafandrohung gehört und verstanden. Dennoch sei er in der Folge bewusst vor Ort verblieben und habe sich geweigert, den Bundesplatz zu verlassen. Bei der Räumung des Bundesplatzes durch die Polizei habe sich der Beschwerdeführer (gemeinsam mit einer anderen Person) in einem abgestellten Boot befunden und sich über ein Eisenrohr daran angekettet. Die Berufsfeuerwehr habe ihn mit einem Winkelschleifer davon befreien müssen, damit er habe abgeführt werden können. Mit diesem Verhalten habe er die Durchführung der Räumung des Bundesplatzes durch die dazu befugte Polizei bewusst erschwert und verzögert. Es werde ihm deswegen Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen und Hinderung einer Amtshandlung zu Last gelegt.