Citation: 6B_300/2016 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Die Vorinstanz mache eine Pflichtverletzung zur Grundlage ihres Urteils, welche in dieser Form nicht angeklagt sei. In der Anklageschrift werde ihm vorgeworfen, er habe am 21. Juli 2010 in Verletzung seiner Sorgfaltspflichten als Verwaltungsrat mit dem von der Privatklägerin zur Verfügung gestellten Betrag von CHF 450'000.-- nicht eine Beteiligung an der H.________ AG erworben, sondern sich selbst ein Darlehen gewährt. Dabei sei nur das Verhalten im Rahmen des Zahlungsauftrages vom 21. Juli 2010 zu beurteilen, nicht eine allfällig pflichtwidrige Handlung ausserhalb des Deliktszeitraums. Die Vorinstanz hätte mithin prüfen müssen, ob die Darlehensgewährung anstelle des Beteiligungserwerbs eine Pflichtverletzung nach Art. 158 StGB dargestellt und ob diese Pflichtverletzung gegebenenfalls adäquat kausal zum behaupteten Schaden geführt habe. Die Vorinstanz setze sich indes lediglich mit den Modalitäten der Darlehensgewährung auseinander. Zu dem in der Anklage erhobenen Vorwurf des Nichterwerbs von Aktienkapital äussere sie sich nicht. Soweit die Vorinstanz die Frage der Pflichtverletzung auf die Modalitäten der Darlehensgewährung beschränke und diesen Vorgang isoliert betrachte, würdige sie einen Sachverhalt, der in dieser Form nicht angeklagt sei. Darüber hinaus hätte die Vorinstanz prüfen müssen, ob die angeklagte Pflichtverletzung adäquat kausal zum angeblichen Schaden geführt habe. Dafür hätte sie den Stand des Vermögens der Privatklägerin unter Berücksichtigung des strittigen Darlehens mit dem Stand des Vermögens unter Berücksichtigung der Beteiligung an der H.________ AG vergleichen müssen. Dies habe sie indes nicht getan. Zur Kausalität fehlten im angefochtenen Urteil jegliche Ausführungen. Damit verletze sie den Anklagegrundsatz und ihre Begründungspflicht (Beschwerde S. 6 ff.).