Citation: 1P.158/2001 19.10.2001 E. 1

1.- Mit dem angefochtenen Entscheid bestätigte das Obergericht die beiden Verfügungen der Staatsanwaltschaft vom 21. Juni 2000, mit denen die auf Strafanzeige des Beschwerdeführers hin eingeleiteten Strafverfahren gegen A.________ und B.________ eingestellt worden waren. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist der durch eine angeblich strafbare Handlung Geschädigte grundsätzlich nicht legitimiert, gegen die Nichteröffnung oder Einstellung eines Strafverfahrens oder gegen ein freisprechendes Urteil staatsrechtliche Beschwerde zu erheben. Der Geschädigte hat an der Verfolgung und Bestrafung des Täters nur ein tatsächliches oder mittelbares, nicht aber ein rechtlich geschütztes, eigenes und unmittelbares Interesse im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 88 OG (BGE 120 Ia 157 E. 2a/aa; 119 Ia 4 E. 1; 108 Ia 97 E. 1 mit Hinweisen). Unbekümmert um die fehlende Legitimation in der Sache selbst ist der Geschädigte jedoch befugt, mit staatsrechtlicher Beschwerde die Verletzung von Verfahrensrechten geltend zu machen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt. Das nach Art. 88 OG erforderliche rechtlich geschützte Interesse ergibt sich in diesem Fall aus der Berechtigung, am Verfahren teilzunehmen. Hatte der Geschädigte - wie im vorliegenden Fall - nach kantonalem Recht Parteistellung, so kann er die Verletzung jener Parteirechte rügen, die ihm nach dem kantonalen Verfahrensrecht oder unmittelbar aufgrund der Bundesverfassung zustehen (BGE 120 Ia 157 E. 2a/aa; 119 Ia 4 E. 1, je mit Hinweisen). Der Geschädigte kann beispielsweise geltend machen, er sei nicht angehört worden, habe keine Gelegenheit erhalten, Beweisanträge zu stellen, oder er habe keine Einsicht in die Akten nehmen können. Hingegen kann er weder die Würdigung der beantragten Beweise noch die Tatsache rügen, dass seine Anträge wegen Unerheblichkeit oder aufgrund antizipierter Beweiswürdigung abgelehnt wurden (BGE 120 Ia 157 E. 2a/bb mit Hinweisen). Eine auf materiellrechtliche Fragen erweiterte Legitimation des Geschädigten aufgrund des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über die Hilfe an Opfer von Straftaten (Opferhilfegesetz, OHG) kommt im hier zu beurteilenden Fall nicht in Betracht, da die in der Strafanzeige des Beschwerdeführers genannten Vermögens- und Urkundendelikte nicht die Annahme einer Opferstellung im Sinne von Art. 2 Abs. 1 OHG rechtfertigen (BGE 122 II 315 E. 3e; 122 IV 71 E. 3a; 120 Ia 157 E. 2d/aa).