Citation: 8C_2/2020 E. 4

Die Vorinstanz hat erwogen, der Kreisarzt, der RAD-Arzt sowie die behandelnden Ärzte würden übereinstimmend davon ausgehen, dass dem Versicherten infolge der Kniebeschwerden die Tätigkeit als Gärtner nicht mehr zumutbar sei. Sowohl der Kreisarzt als auch der RAD-Arzt würden leichte bis höchstens mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten mit sitzenden Anteilen von 1/3 für voll zumutbar halten. Somit stehe fest, dass die Arbeitsfähigkeit unter Einhaltung des Belastungsprofils nicht eingeschränkt sei. Die Tätigkeit als Fachperson Betreuung EFZ erfordere gerade bei Kleinkindern nebst einer hohen Belastbarkeit und Verantwortungsbewusstsein auch die Fähigkeit zur Teilnahme an Aktivitäten wie Spielen, Basteln und ähnlichem, welche vermehrt hockend und knieend ausgeführt und häufiges Bücken, Heben, Tragen und Gehen bedingen würden. Bei den ärztlich geschilderten Einschränkungen seien aber gerade diejenigen Tätigkeiten und Bewegungsabläufe betroffen, die für die Ausübung des Berufes Fachmann Betreuung EFZ täglich notwendig seien. Auch mit Blick auf das Belastbarkeitsprofil und gestützt auf die überaus deutliche medizinische Einschätzung sei erstellt, dass die Einschränkungen am Bewegungsapparat - ungeachtet des geschilderten gegenwärtig problemlosen Verlaufs - einer Ausbildung zum Fachmann Betreuung EFZ mit langfristiger Tätigkeit in diesem Beruf entgegenstehen und somit nicht als erfolgsversprechend erscheinen würden. Damit fehle eine wesentliche Voraussetzung für die beantragte Umschulung. Daran vermöchten auch die vorgebrachten kognitiven Ressourcen und die schulischen Resultate nichts zu ändern, zumal diese angesichts der benötigten Unterstützungsmassnahmen und der neuropsychologischen Abklärung vom 26. Februar 2019 ebenfalls fraglich erschienen.