Citation: 1C_490/2017 E. 7.1

7.1. Der Staatsrat hielt in seiner Vernehmlassung vor Kantonsgericht fest, der wegleitende Entscheid des Bundesgerichts zur Sanierung nach Art. 80 GSchG (BGE 139 II 28) habe dazu geführt, dass der KGSP aus dem Jahr 2008 neu beurteilt und die auf seiner Grundlage eingeleiteten Sanierungsverfahren sistiert werden mussten. Zur Wahrung der wirtschaftlichen Tragbarkeit der Sanierung für die FMG sei es notwendig gewesen, die Sanierungsmassnahmen auf diejenigen Wasserfassungen zu konzentrieren, die das grösste ökologischen Potenzial hätten, unter Ausschluss anderer Fassungen, wie derjenigen der Turtmänna. Dieser Argumentation schloss sich das Kantonsgericht an. Es erwog, im Bericht des Büros BINA Engineering SA vom September 2013 sei aufgezeigt worden sei, weshalb eine Dotation der Turtmänna, die sich der Mindesrestwassermenge gemäss Art. 31 GSchG annähere, keine substantielle ökologische Verbesserung des Gewässers bewirken könne. Es verwies auf die Stellungnahme des WWF vom 17. Januar 2017, wonach in den Verhandlungen die Interessen des Naturschutzes angemessen berücksichtigt worden seien und eine ökologische Priorisierung der betroffenen Fassungen habe erreicht werden können