Citation: 5A_892/2023 E. 1.3

1.3. Die Beschwerdeführer beantragen hauptsächlich die Absetzung des Beschwerdegegners als Willensvollstrecker und den Widerruf des Willensvollstreckerzeugnisses, nur eventualiter beantragen sie die Rückweisung an die Vorinstanz. Diese ist auf die Willensvollstreckerbeschwerde aber gar nicht eingetreten, weil sie sich für nicht zuständig erachtete. Streitgegenstand vor Bundesgericht bildet damit im Grundsatz allein das Nichteintreten, nicht aber die materielle Streitfrage (BGE 135 II 38 E. 1.2). Die Beschwerdeführer hatten mit ihren Vorwürfen der Kompetenzüberschreitung und anderen Pflichtverletzungen an sich zulässige Beschwerdegründe gegen den Beschwerdegegner als Willensvollstrecker erhoben. Die Vorinstanz ging indes davon aus, dass das von den Beschwerdeführern vorgetragene Tatsachenfundament nicht aufsichtsrechtliche, sondern materiell-rechtliche Fragen aufwerfe, deren Beurteilung dem ordentlichen Zivilgericht vorbehalten sei. Es erscheint daher zweifelhaft, ob bei dieser Schlussfolgerung auf eine Willensvollstreckerbeschwerde tatsächlich nicht eingetreten werden kann, oder ob sie nicht eher abzuweisen gewesen wäre. Wie es sich damit verhält, braucht nicht abschliessend beurteilt zu werden, denn vor Bundesgericht ist streitig, ob die geltend gemachten Absetzungsgründe von der Aufsichtsbehörde über Willensvollstrecker zu beurteilen sind oder nicht (E. 3 unten). Sollte sich die Beschwerde diesbezüglich als begründet erweisen, könnte das Bundesgericht nicht reformatorisch entscheiden, zumal sich die Vorinstanz gerade nicht dazu geäussert hat, ob die streitgegenständlichen Handlungen des Beschwerdegegners dessen Absetzung als Willensvollstrecker zur Folge haben müssten. Damit kann so oder anders auf das Hauptbegehren nicht eingetreten werden; zulässig ist hingegen das Eventualbegehren.