Citation: 6P.106/2006 18.08.2006 E. A

X.________ wird vorgeworfen, als selbständiger Leiter des Jugendheims "Z.________" in Salmsach mehrfach Jugendliche zu Sanktionszwecken und zur Ruhigstellung unter Verwendung eines 8-teiligen Bett-Fixationssatzes ('Segufix 2') auf deren Bett gefesselt oder sie in Handschellen gelegt zu haben. Die damals 16-jährige A.________ fesselte er, weil sie einen Joint unter ihrer Bettdecke geraucht hatte und beliess sie während etwas mehr als einer halben Stunde in dieser Fixation. B.________ (Jahrgang 1983) war von September 1997 bis Mai 2000 zur Erziehung im Jugendheim 'Z.________', wobei er in acht Fällen während maximal sechs Stunden zu Bestrafungszwecken von X.________ ans Bett gefesselt wurde. Weil C.________ als damals knapp 15-jähriger nachts wiederholt zu spät ins Heim zurückkehrte, wurde er von X.________ drei Mal mit den erwähnten Gurten über Nacht ans Bett gefesselt. Ausserdem legte er ihm einmal tagsüber während einer Stunde Handschellen an. Der 11-jährige D.________ floh zweimal aus dem Heim. Von seinem zweiten 'Ausbruch' wurde er von X.________ in Handschellen zurückgeführt und anschliessend für die ganze Nacht ans Bett gefesselt, um ein weiteres Davonlaufen zu verhindern. E.________ (Jahrgang 1988) wurde eines Abends im Herbst 2001 beim Rauchen erwischt und dafür von X.________ für den Rest der Nacht ans Bett gefesselt. Weil er sich immer wieder aus den Gurten entwinden konnte, fixierte X.________ die Arme von E.________ schliesslich oberhalb von dessen Kopf an das Bett. Als er X.________ zu verstehen gab, dass ihn die Arme ihn in dieser Position schmerzten, wurde er nach stundenlanger Fesselung wieder losgebunden.