Citation: 1P.281/2006 29.06.2006 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt in erster Linie die Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) bei der Beweiswürdigung. 2.1 Art. 9 BV gewährleistet den Anspruch darauf, von den staatlichen Behörden ohne Willkür behandelt zu werden. Willkürlich ist ein Entscheid, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, insbesondere mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 131 I 57 E. 2 S. 61 mit Hinweis). Willkür liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9 mit Hinweisen). Willkür in der Beweiswürdigung und bei der Sachverhaltsfeststellung liegt namentlich vor, wenn der Richter Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich nicht verstanden hat, wenn er ohne sachlichen Grund ein wichtiges, für den Ausgang des angefochtenen Entscheids erhebliches Beweismittel nicht berücksichtigt oder wenn er aus der Gesamtheit der vorliegenden Beweismittel unhaltbare Schlüsse gezogen hat (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9). 2.2 Der Beschwerdeführer bringt weitgehend appellatorische Kritik gegen die Beweiswürdigung des Obergerichts vor: Er macht geltend, dass seine Aussagen und diejenigen der Beschwerdegegnerin anders hätten gewürdigt werden müssen, ohne jedoch darzutun, inwiefern die Beweiswürdigung des Obergerichts im oben beschriebenen Sinne willkürlich sei. Auch soweit er dem Obergericht vorwirft, Sachverhaltsergänzungen vorgenommen zu haben, die durch keine Beweismittel belegt seien, wird dieser Vorwurf nicht präzisiert und im Einzelnen belegt. Auch die Ausführungen zu möglichen Motiven der Beschwerdegegnerin für eine Falschbezichtigung des Beschwerdeführers stützen sich nicht auf konkrete Indizien, sondern auf blosse Hypothesen, die von vornherein nicht geeignet sind, die Beweiswürdigung des Obergerichts als willkürlich erscheinen zu lassen. Ob die übrigen, im Folgenden (E. 3 und 4) behandelten Rügen genügend begründet worden sind, kann offen bleiben, wenn sie sich ohnehin als unbegründet erweisen.