Citation: 8C_97/2010 22.06.2010 E. 4

4.1 Streitig und zu prüfen sind die Leistungsansprüche der Versicherten ab 1. Februar 2004. Dabei steht fest und ist nicht mehr bestritten, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung über dieses Datum hinaus keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war. Ebenfalls liegt ausser Streit, dass die SUVA ab 1. Februar 2004 nur noch für im Sinne der Rechtsprechung objektiv hinreichend ausgewiesene Beschwerden Leistungen zu erbringen hat, während die objektiv nicht hinreichend nachweisbaren Einschränkungen nicht adäquat kausal durch das Unfallereignis vom 19. Januar 2002 verursacht wurden. Streitig und zu prüfen ist einzig, ob der Teil des Gesundheitsschadens, welcher gemäss dem Gutachten der medizinischen Akademie X.________ vom 24. August 2007 zumindest teilweise als Korrelat organischer Beschwerden angenommen wird (dolente Sehnenansätze im Beckenbereich, im Schulterbereich und an der Linea nuchalis sowie die dolente paravertebrale Muskulatur zervikal und lumbal), als im Sinne der Rechtsprechung objektiv hinreichend nachgewiesen gelten kann. 4.2 Es wird zu Recht von keiner Seite bestritten, dass das von der Beschwerdeführerin eingeholte Gutachten der medizinischen Akademie X.________ vom 24. August 2007 den von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügt. Gemäss diesem Gutachten ist die Beckenfraktur als ausgeheilt anzusehen; Hinweise auf eine signifikante Beckeninstabilität finden sich keine. Im Bereich der Halswirbelsäule sei es denkbar, dass der Unfall zu radiologisch nicht fassbaren Mikroläsionen geführt habe, die radiologischen Verhältnisse seien jedoch unauffällig. Dies führte die Gutachter zum Schluss, die von der Versicherten beschriebenen Beschwerden liessen sich mit den erhobenen klinischen und radiomorphologischen Befunden nicht erklären. Da sich die Befunde somit nicht durch apparativ/bildgebende Abklärungen bestätigen lassen, können diese Beschwerden nicht als im Sinne der Rechtsprechung objektiv ausgewiesen gelten. Demnach ist entgegen den Erwägungen der Vorinstanz nicht davon auszugehen, die Gutachter meinten mit der Formulierung "Korrelat organischer Beschwerde" einen im rechtlichen Sinne organisch nachweisbaren Unfallschaden. Somit ist die Adäquanz eines Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfallereignis und diesen Beschwerden speziell zu prüfen. Da diese Prüfung - wie die Vorinstanz bezüglich weiterer organisch nicht nachweisbarer Beschwerden festgehalten hat und letztinstanzlich nicht bestritten ist - negativ ausfällt, besteht keine Leistungspflicht der SUVA für die Folgen dieses Gesundheitsschadens. Die Leistungseinstellung der Beschwerdeführerin auf den 31. Januar 2004 erweist sich somit als rechtens. Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen und der kantonale Gerichtsentscheid ist, soweit die Leistungseinstellung betreffend, aufzuheben.