Citation: 1C_339/2023 E. 5.5

5.5. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass eine Sanierung ihres Grundstücks dereinst eine Verkehrswertsteigerung desselben zur Folge hätte. Entgegen ihrer Auffassung kann nicht gesagt werden, es ergebe sich für sie kein besonderer Vorteil aus der Sanierung, weil sie für deren Kosten ohnehin selbst aufzukommen habe: Wie die Beschwerdeführerin selbst hervorhebt, existiert mit der E.________ AG eine zweite Verursacherin, deren Kostenanteil das Gemeinwesen trägt. Je tiefer der Anteil der Beschwerdeführerin als Zustandsstörerin bemessen wird, desto höher fällt der vom Kanton zu tragende Anteil an den Gesamtkosten aus. Von der Verkehrswertsteigerung profitiert indes einzig die Beschwerdeführerin. Ebenfalls fehl geht die Beschwerdeführerin mit ihrem Argument, dass ihr Verhalten bei der Festlegung ihrer Quote als Zustandsstörerin zu Unrecht mitberücksichtigt worden sei. Gemäss der hiervor zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist auch bei der Standortinhaberin darauf abzustellen, ob sie die Belastung hätte verhindern können und ob sie durch die Belastung einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt hat. Dies trifft auf die Beschwerdeführerin zu, die am betroffenen Standort unbestrittenermassen selbst während mehreren Jahren mit chlorkohlenwasserstoffhaltigen Lösungsmitteln gearbeitet hat. Demzufolge ist sie nicht als schuldlose Zustandsstörerin zu qualifizieren, wie die Vorinstanz zu Recht annahm. Weiter ist mit dem BAFU und dem Departement davon auszugehen, dass sie im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit im Bereich der Metallbearbeitung von der Belastung wirtschaftlich profitieren konnte. Auf die Frage, ob die konkrete Betriebsdauer am belasteten Standort bei der Festlegung des Kostenanteils der Beschwerdeführerin als Verhaltensstörerin korrekt gewürdigt wurde, ist an anderer Stelle näher einzugehen.