Citation: 2C_291/2022 E. 3.3.3

3.3.3. Einen eigentlichen Nichtigkeitsgrund stellt die möglicherweise fehlerhafte Besteuerung des Vermögensanfalls infolge Erbschaft, Vermächtnis, Schenkung oder güterrechtlicher Auseinandersetzung freilich nicht dar. Jedenfalls können die Steuerpflichtigen nicht mit Fug vorbringen, die Veranlagungsbehörde sei der ihr obliegenden Untersuchungspflicht nicht nachgekommen. Nichtigkeit ist auch abgaberechtlich nur mit einiger Zurückhaltung anzunehmen. Im diesbezüglich einschlägigen Urteil 2C_679/2016 vom 11. Juli 2017 hat das Bundesgericht die Nichtigkeit einzig bejaht, weil die Veranlagungsbehörde das steuerbare Einkommen im Verlauf mehrerer Steuerperioden systematisch und betraglich ansteigend veranlagt hatte, ohne hierzu irgendwelche Untersuchungs- oder Abklärungsmassnahmen getroffen zu haben (dortige E. 5.2 und 5.3).