Citation: I 248/01 16.01.2002 E. 3

3.- a) In medizinischer Hinsicht ist nach den Akten von erheblichen Befunden auszugehen, deren Relevanz unter den Aerzten umstritten ist. Dr. med. S.________, Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin, speziell Rheumatologie, diagnostizierte seinerseits ein chronifiziertes Schmerzsyndrom der Halswirbelsäule bei degenerativen Veränderungen (Bandscheibenschaden), ein nicht objektivierbares Schmerzsyndrom beider Hände nach operativer Nervendekompression beidseits sowie wiederholte Lumbalgien. Auf Grund der chronischen, ausgeweiteten Schmerzsymptomatik sei die Belastbarkeit bleibend reduziert; die Wiederaufnahme der Arbeit als Maurer sei nicht zumutbar, aus "rheumatologischer Sicht besteh(e) keine bleibende Arbeitsfähigkeit für eine leichte körperliche Arbeit (Arbeit in wechselnder Position, keine Lasten über 5-10kg)" (Bericht vom 4. Januar 2000). Seine Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit weicht, entgegen der Vorinstanz, insoweit grundsätzlich von derjenigen der Rheumatologen des Universitätsspitals Zürich (vgl. Erw. 2a in fine hievor) ab, als er, anders als diese, unmissverständlich eine Arbeitsfähigkeit (auch) für leichte körperliche Tätigkeiten verneint. Die zeitlichen Verhältnisse erhellen - die strittige Verwaltungsverfügung erging am 3. November 1999, der Beschwerdeführer stand seit 18. November 1999 bei Dr. med. Schildknecht in Behandlung, dessen Arztbericht datiert vom 4. Januar 2000 -, dass die Angaben des Dr. med. S.________ geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses der Verwaltungsverfügung (3. November 1999) zu beeinflussen (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis). Sie sind daher, entgegen der Vorinstanz, für den hier zu beurteilenden Fall grundsätzlich massgeblich. b) In Würdigung der gesamten medizinischen Akten erscheint der Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. Beim Bericht der Rheumatologen des Spitals (vom 6. April 1999) handelt es sich nicht um ein Administrativgutachten, sondern bloss um eine erweiterte ärztliche Berichterstattung, der die rechtsprechungsgemäss erforderlichen Voraussetzungen abgehen, unter denen einem Arztbericht volle Beweiskraft zukommt (BGE 122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen): Es ist, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht gerügt wird, nicht klar, ob der Rheumaklinik sämtliche Akten zur Verfügungen standen; es fehlt eine ausführliche Aufnahme der geklagten (subjektiven) Beschwerden und deren kritische Gegenüberstellung mit den objektiven Befunden, worunter Diskushernien C4/5 und C5/6. Insbesondere die Widersprüche zum Bericht des Dr. med. Schildknecht (vom 4. Januar 2000), seines Zeichens auch Spezialarzt FMH für Rheumatologie, lassen sich im Wege der Beweiswürdigung nicht ausräumen. Die Vorinstanz durfte demnach nicht abschliessend auf den Bericht der Rheumatologen des Spitals (vom 6. April 1999) abstellen. Die IV-Stelle wird im Rahmen von ergänzenden Abklärungen dem Umstand Rechnung tragen, dass Dr. med. B.________, ebenfalls Spezialarzt FMH für Rheumaerkrankungen "im Hinblick auf die zervikale Dekompression und Diskushernienoperation" eine neurologische Abklärung für "dringend" erachtete (Bericht vom 5. April 2001). Im Lichte des Berichtes des E.________, Arzt und Psychoanalytiker, vom 29. August 2001 wird auch der Frage nachzugehen sein, ob allenfalls psychiatrische Aspekte mitzuberücksichtigen sind.