Citation: 1C_558/2018 E. 3.4

3.4. Gemäss der nicht rechtsgenüglich angefochtenen Feststellung der Vorinstanz führte die Freizeitnutzung des ehemaligen Jagdhauses gegenüber der vormaligen Jagdnutzung im Wald zu vermehrten Lärm- und Lichtimmissionen. Daraus kann willkürfrei geschlossen werden, die forstwirtschaftlichen lnteressen im Sinne von § 22 Abs. 2 aForstG/ LU hätten bei der neuen Nutzung einen Unterabstand zum Wald nicht gestattet. Daran vermag die Asphaltstrasse zwischen dem Jagdhaus und dem Wald nichts zu ändern, da die Beschwerdeführer nicht aufzeigen, inwiefern die durch die Freizeitnutzung verursachten Immissionen durch diese Strasse beeinflusst würden. Dies ist auch nicht ersichtlich, da die Akten erkennen lassen, dass es sich um eine schmale Überlandstrasse handelt, bei der aufgrund der geographischen Lage nur ein sehr geringes Verkehrsaufkommen zu erwarten ist (vgl. kantonale Akten, Beilage 7 der Dienststelle rawi und das von den Beschwerdeführern eingereichte Google Maps Bild). Unerheblich sind auch die nicht näher substanziierten Immissionen der in der Nähe des Jagdhauses errichteten bäuerlichen Wohn- und Ökonomiebauten, da die Beschwerdeführer nicht geltend machen, diese Bauten stünden ebenfalls im Unterabstand zum Wald, was auch nicht ersichtlich ist. Demnach durfte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, die im Jahr 1976 erfolgte Umnutzung des ehemaligen Jagdhauses sei rechtswidrig erfolgt, weil sie damals aufgrund der Verletzung von § 22 aForstG/LU nicht hätte bewilligt werden dürfen. Die seither rechtswidrige Nutzung des ehemaligen Jagdhauses für Freizeitzwecke lässt keine erweiterte Besitzstandsgarantie gemäss Art. 24c Abs. 2 RPG zu, da an der bestimmungsgemässen Nutzung des Jagdhauses zu Jagdzwecken kein Interesse mehr besteht (vgl. E. 2.1 hievor).