Citation: 6B_1427/2020 E. 6.9

6.9. Schliesslich prüft die Vorinstanz, ob die Anordnung einer Verwahrung den Grundsätzen der Verhältnismässigkeit (Art. 56 Abs. 2 StGB) entspricht (Urteil 6B_1163/2018 vom 14. Dezember 2018 E. 2.5). Sie weist dazu mit Recht auf die Rechtsprechung hin, dass je schwerer die Delikte wiegen, die der Massnahmenunterworfene in Freiheit begehen könnte, desto geringer die Gefahr sein könne, die eine freiheitsentziehende Massnahme rechtfertige und umgekehrt (Urteil 6B_1147/2018 vom 25. März 2019 E. 2.3). Geeignet sei die Massnahme zur Verhinderung weiterer schwerer Verbrechen und erforderlich nach Massgabe der beiden Gutachten. Für die Vorinstanz kommen ausserstrafrechtliche Massnahmen nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zutreffend nicht in Betracht (zur Publikation bestimmtes Urteil 6B_82/2021 vom 1. April 2021 E. 4.5; Urteil 6B_45/2018 vom vom 8. März 2018 E. 1.4 f.). Hinsichtlich der Zumutbarkeit stellt die Vorinstanz fest, dass der Eingriff in die Freiheitsrechte nach nunmehr 17 Jahren Freiheitsentzug zweifellos schwer wiege. Mit Blick auf die zu erwartende bzw. zu befürchtende Delinquenz (schwere Straftaten gegen Leib und Leben) und den Grad der Gefährlichkeit (überdurchschnittlich hohe Rückfallgefahr) sei dieses Kriterium der Dauer des bisherigen Freiheitsentzugs von beschränkter Tragweite. Auch diese Beurteilung ist nicht zu beanstanden (vgl. zur Publikation bestimmtes Urteil 6B_124/2021 vom 24. März 2021, nicht zu publ. E. 2.6.3; Urteil 6B_168/2021 vom 21. April 2021 E. 1.4.2).