Citation: 1B_37/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt im angefochtenen Beschluss, grundsätzlich umfasse das Akteneinsichtsrecht der Parteien des Strafverfahrens die Gesamtheit der Untersuchungsakten. Vorbehalten bleibe dabei aber namentlich die Beschränkung des Einsichtsrechts wegen überwiegender privater Geheimhaltungsinteressen. Im vorliegenden Fall sei das Interesse des Beschwerdegegners an der vollumfänglichen Einsichtnahme in die edierten Bankunterlagen aber weit grösser als die Interessen der Beschwerdeführerin an der Geheimhaltung ihrer Vermögensverhältnisse: Der Beschwerdegegner bringe zu Recht vor, dass zur Feststellung des angeblich von ihm verursachten Schadens Einsichtnahme in Bankunterlagen, die sich auf die Zeit nach Ende März 2017 beziehen, erforderlich sei. Bei der Berechnung des Schadens seien nämlich allfällige aus seinen Handlungen resultierende Vorteile zu berücksichtigen. Die Schadenshöhe habe unter anderem Einfluss auf die Strafzumessung. Das Interesse des Beschwerdegegners an der Einsichtnahme in die fraglichen Bankunterlagen sei dementsprechend gross.