Citation: 6B_25/2021 E. 3.4

3.4. Die Vorbringen des Beschwerdeführers sind unbegründet, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann. Was dieser den vorinstanzlichen Erwägungen entgegenhält, vermag weder Willkür noch eine anderweitige Verletzung von Bundesrecht zu begründen. Namentlich genügt es für die Rüge einer willkürlichen Beweiswürdigung nicht, wenn der Beschwerdeführer zum Beweisergebnis wie in einem appellatorischen Verfahren frei plädiert und ausführt, wie seiner Auffassung nach die vorhandenen Beweise richtigerweise zu würdigen gewesen wären. Bei der Durchsicht der Videoaufnahme des Vorfalls fällt zwar auf, dass trotz des von weitem sichtbaren Stauendes und einer klar erkennbaren, entsprechenden Gefahrentafel aussergewöhnlicherweise bis zur Kollision überhaupt kein Brems- oder Ausweichmanöver des Beschwerdeführers zu erkennen ist. Von einer (ganz allgemein) korrekten und unauffälligen Fahrweise des Beschwerdeführers bis zur Kollision kann somit nicht die Rede sein. Die Vorinstanz hält, entgegen der Meinung des Beschwerdeführers, aber zutreffend fest, dass auf der Videoaufnahme kein Schlingern, kein leichtes Hin- und Herschwenken oder Ähnliches zu sehen ist. Darauf ist vielmehr zu sehen, wie der Beschwerdeführer mit seinem Lieferwagen zunächst auf der mittleren Spur fuhr, um kurz darauf, nach der Ausfahrt Richtung Arisdorf, mit korrekter Betätigung des Blinkers auf die rechte Spur zu wechseln. Bei der Ausfahrt war ein rotes, gut sichtbares Gefahrensignal angebracht, das auf den nahen Stau hinwies. Zum Zeitpunkt des Spurwechsels hatte sich ca. 150 Meter vor dem Beschwerdeführer ein Stau gebildet. Der Beschwerdeführer fuhr den weiteren, kurvigen Strassenbereich korrekt - ohne Schlingern oder unstetem Fahren - aus, wobei er immer den gleichen Abstand zur rechtsseitigen Leitplanke aufwies. Insofern ist die vorinstanzliche Feststellung so zu verstehen und somit dahingehend zu präzisieren, dass der Beschwerdeführer sein Fahrzeug bis zur Kollision - mit Ausnahme des unterlassenen Brems- oder Ausweichmanövers - korrekt sowie unauffällig lenkte, was in Anbetracht des Dargelegten nicht zu beanstanden ist. Die Vorinstanz stellt weiter fest, es seien die üblichen Untersuchungen durchgeführt worden. Ferner gehe aus dem Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Basel vom 10. März 2017 zwar hervor, dass der Beschwerdeführer mehrere Stunden vor der Blutentnahme Kokain konsumiert haben müsse. Im Protokoll der ärztlichen Untersuchung, das über zwei Stunden nach dem Ereignis abgefasst worden sei, habe der untersuchende Arzt beim Beschwerdeführer jedoch keine Auffälligkeiten festgestellt. Dieser habe den Beschwerdeführer als "nicht merkbar unter Alkoholeinwirkung" sowie als "nicht merkbar unter Drogen- resp. Medikamenteneinwirkung" eingeschätzt. Aus forensisch-toxikologischer Sicht lägen keine sicheren Hinweise für eine Beeinträchtigung des Beschwerdeführers zur Ereigniszeit durch Kokain vor. Eine Beeinträchtigung durch weitere Betäubungsmittel, Arzneistoffe oder Alkohol habe ebenfalls nicht vorgelegen (Urteil S. 13 E. 2.2.3). In Beachtung all dieser Umstände, namentlich auch unter Berücksichtigung der Videoaufnahme, gelangt die Vorinstanz daher ohne Willkür zum Schluss, es gäbe keine Anhaltspunkte dafür, dass eine weitergehende medizinische Untersuchung hätte durchgeführt werden müssen (Urteil S. 14 E. 2.2.3).