Citation: 5P.57/2005 11.04.2005 E. 1

Die Beschwerdeführerin hat gleichzeitig staatsrechtliche Beschwerde und eidgenössische Berufung erhoben. Es besteht kein Anlass, von der Regel in Art. 57 Abs. 5 OG abzuweichen und ausnahmsweise die eidgenössische Berufung vor der staatsrechtlichen Beschwerde zu behandeln (vgl. dazu BGE 122 I 81 E. 1 S. 82 f.). Zur Anfechtung der fürsorgerischen Freiheitsentziehung ist die Beschwerdeführerin nach erfolgter Entlassung - hier unzutreffende Ausnahmefälle vorbehalten - nicht legitimiert (BGE 109 Ia 169 Nr. 30 und die seitherige ständige Rechtsprechung, z.B. Urteile 5P.363/2002 vom 5. Dezember 2002, E. 1.2, und 5P.364/2003 vom 27. Oktober 2003, E. 1.1, zusammengefasst in: ZVW 59/2004 S. 131 f.). Dasselbe gilt für ihren Vorwurf, das Obergericht habe über die Entlassung nicht an einer öffentlichen Gerichtsverhandlung entschieden (vorab in Ziff. 13 S. 20 ff. der Beschwerdeschrift). Da sie diesbezüglich obsiegt hat, kann sie die Verfahrensgarantie mangels Beschwer nicht anrufen (Villiger, Handbuch der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), 2. A. Zürich 1999, N. 150 S. 99 und N. 441 S. 280; Haefliger/Schürmann, Die Europäische Menschenrechtskonvention und die Schweiz, 2.A. Bern 1999, S. 395). Die Rügen der Beschwerdeführerin in der Sache (vorab in Ziff. 5-16 S. 10 ff. der Beschwerdeschrift) stehen denn auch allesamt vor dem Hintergrund der Begehren, Verletzungen der EMRK förmlich festzustellen. Das Obergericht hat die Feststellungsbegehren wie auch alle anderen Verfahrensanträge abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden konnte. In diesem Punkt ist die erforderliche Beschwer gegeben (Art. 88 OG; vgl. BGE 127 III 41 E. 2b S. 42). Mit den erwähnten Vorbehalten kann auf die staatsrechtliche Beschwerde eingetreten werden. Weitere formelle Einzelfragen werden im Sachzusammenhang zu erörtern sein.