Citation: 7B_348/2023 E. 3.2

3.2. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens haben die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). Wie die Vorinstanz zu Recht festhielt, ergibt sich aus Art. 29 Abs. 3 BV kein Anspruch von (aktuell) mittellosen Beschwerdeführenden auf definitive Befreiung von Verfahrenskosten. Finanziell bedürftige Rechtsuchende, die nicht zum Vornherein aussichtslose Rechtsmittel erheben, haben im Rahmen der unentgeltlichen Prozessführung lediglich Anspruch auf Befreiung von der Kostenvorschussobliegenheit (vgl. BGE 142 III 131 E. 4.1; 122 I 322 E. 2c; Urteil 1B_517/2022 vom 22. November 2022 E. 1.3.2; je mit Hinweisen). Daher ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz in Anwendung dieser Rechtsprechung dem Beschwerdeführer die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- auferlegt hat. Es besteht kein Anlass, die konstante bundesgerichtliche Rechtsprechung hierzu zu ändern bzw. allenfalls zu "präzisieren", wie vom Beschwerdeführer beantragt. Daran ändert auch der Verweis des Beschwerdeführers auf Art. 425 StPO nichts, wonach Forderungen aus Verfahrenskosten gestundet oder unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kostenpflichtigen herabgesetzt oder erlassen werden können. Die Vorinstanz war nicht von Amtes wegen gehalten, die Verfahrenskosten zu stunden, herabzusetzen oder zu erlassen. Folglich stellt es weder eine Ermessensunterschreitung noch eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör dar, dass die Vorinstanz nicht begründet hat, weshalb sie Art. 425 StPO nicht angewendet und dem Beschwerdeführer trotz seiner Bedürftigkeit die Kosten auferlegt hat. Dem Beschwerdeführer steht es allerdings offen, ein Gesuch bei der Strafbehörde einzureichen und um Stundung oder Erlass der Verfahrenskosten zu ersuchen.