Citation: 5A_482/2007 17.12.2007 E. 3

Der Beschwerdeführer erhebt mehrere Rügen gegen das Verfahren. Er bemängelt die Durchführung der Kindesanhörung (S. 42 f. Ziff. 11) und mehrere unrichtige oder ungenaue Feststellungen des Obergerichts (S. 44 f. Nrn. 1-4 der Beschwerdeschrift). 3.1 Das Obergericht hat das Kind T.________, geboren am xxxx 2001, am 23. Mai 2007 angehört (vgl. S. 27 des Protokolls, act. 155). Obgleich er eingeladen wurde, zum Protokoll der Anhörung Stellung zu nehmen (act. 216), hat der Beschwerdeführer auf eine Stellungnahme verzichtet (act. 217). Heute rügt er, das Gericht habe seine Tochter weder zur elterlichen Sorge noch dazu befragt, welcher Elternteil wichtige, das Kind angehende Entscheidungen treffen solle. Ungeachtet seiner fraglichen Zulässigkeit ist der Einwand unbegründet. Im Sinne einer Richtlinie geht das Bundesgericht davon aus, dass die Kindesanhörung grundsätzlich ab dem sechsten Altersjahr möglich ist (BGE 131 III 553 E. 1.2.3 S. 557; 133 III 553 E. 3 S. 554). Kleinere Kinder sind dabei nicht nach konkreten Zuteilungswünschen zu fragen, können sie sich doch hierüber noch gar nicht losgelöst von zufälligen gegenwärtigen Einflussfaktoren äussern und in diesem Sinn eine stabile Absichtserklärung abgeben. Die Aussagen jüngerer Kinder haben deshalb für die Zuteilungsfrage nur einen beschränkten Beweiswert. Bei ihnen geht es in erster Linie darum, dass sich das urteilende Gericht ein persönliches Bild machen kann und über ein zusätzliches Element bei der Sachverhaltsfeststellung und Entscheidfindung verfügt (BGE 131 III 553 E. 1.2.2 S. 557; 133 III 146 E. 2.6 S. 150/151). Allgemein ist davon auszugehen, dass hinsichtlich der Frage der Zuteilung der elterlichen Sorge ein Kind erst ab dem 12. Altersjahr urteilsfähig ist (Urteil 5C.293/2005 vom 6. April 2006, E. 4.2, in: FamPra.ch 2006 S. 760). Das Obergericht hat das sechsjährige Kind insofern begründet nicht die Fragen gestellt, die der Beschwerdeführer ihm hätte stellen lassen wollen. Die obergerichtliche Kindesanhörung kann nicht beanstandet werden. 3.2 Der Beschwerdeführer rügt ferner unzutreffende Darstellungen des Obergerichts zu seinen Anträgen, falsch angewendete Zitierregeln und eine fehlende Abmahnung des Bezirksgerichts wegen unrichtiger Rechtsprechung. Mangelhafte - unrichtige oder fehlende - Feststellungen behebt das Bundesgericht nur dann, wenn sie für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein können. Inwiefern diese Voraussetzung hier erfüllt sein könnte, ist weder ersichtlich noch dargetan (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 132 III 545 E. 3.3.2 S. 548). 3.3 Die Verfahrensrügen des Beschwerdeführers erweisen sich nach dem Gesagten teils als unbegründet und teils als unzulässig.