Citation: 1C_489/2015 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie müsse als gutgläubig gelten. Die kommunalen Behörden selbst seien von der Bewilligungsfreiheit ausgegangen. Es könne ihr nicht der Vorwurf gemacht werden, sie hätte sich nicht erkundigt. Wenn sie dies getan hätte, hätten ihr die Gemeindebehörden gesagt, es bestehe keine Baubewilligungspflicht. Weiter macht sie geltend, die auferlegten Massnahmen seien zur Immissionsreduktion ungeeignet. Wenn bereits heute den Tag hindurch weniger als fünf Personen am Betriebsstandort anwesend seien, könne die angeordnete Reduktion auf eben diese Zahl keine Beschränkung der Betriebskapazität zur Folge haben. Auch eine Reduktion des Zulieferverkehrs sei damit nicht verbunden. Der Lastwagenverkehr sei kontingentiert und auch bei einer Beschränkung auf fünf Personen dürfe das Kontingent ausgeschöpft werden. Der Lieferwagenverkehr dagegen sei nicht kontingentiert. Der Einsatz der Lieferwagen sei aber nicht abhängig von der Anzahl der am Betriebsstandort tätigen Personen, sondern von der Zahl der auf den Baustellen tätigen Mitarbeiter, deren Zahl aber nicht beschränkt worden sei. Es sei einerlei, ob sich am Morgen mehr als fünf Personen am Betriebsstandort einfinden und von dort aus mit Lieferwagen zu den Baustellen fahren würden oder ob die Beladung am Betriebsstandort durch die dort tätigen fünf Personen erfolge und diese dann mit Lieferwagen die Baustellen belieferten. Möglich sei, dass daraus sogar ein Mehrverkehr resultiere. Auch mit Blick auf das Be- und Entladen am Betriebsstandort bewirke die Beschränkung auf fünf Personen nichts. Der Vorgang dauere dann einfach entsprechend länger. Die Erforderlichkeit der angeordneten Massnahmen stellt die Beschwerdeführerin insofern in Frage, als sie vorbringt, statt einer Bekanntgabe der am Betriebsstandort tätigen Personen könne die Baupolizeibehörde bei einer Kontrolle einfach die anwesenden Personen zählen. Dies habe denselben Effekt. Um den Verkehr mit den Privatautos der Mitarbeiter und die dadurch verursachten Immissionen zu reduzieren, könne die Zahl dieser Privatautos beschränkt werden. Eine Beschränkung der Anzahl Personen, die am Betriebsstandort arbeiten dürften, sei dafür nicht erforderlich. Weiter ist sie der Auffassung, dass die fehlende Berücksichtigung des Beschäftigungsgrads der Mitarbeiter dazu führe, dass die Beeinträchtigung in der Betriebsführung über das Erforderliche hinausgehe. Es liege auf der Hand, dass es darauf ankomme, ob die betreffenden fünf Personen voll- oder teilzeitlich arbeiteten. Sie habe in ihrer Beschwerde an die Vorinstanz darauf hingewiesen, dass im Betrieb auch Teilzeitangestellte arbeiteten, worauf im angefochtenen Entscheid aber nicht eingegangen werde. Zur Zumutbarkeit bringt die Beschwerdeführerin vor, es müsse dem Umstand Rechnung getragen werden, dass eine Bauschreinerei am Betriebsstandort weniger Emissionen verursacht als eine Möbelschreinerei mit gleicher Beschäftigtenzahl. Zudem sei davon auszugehen, dass die Erweiterung des Personalbestands im Jahr 2010 durch die von der Gemeinde angeordneten Massnahmen kompensiert sei. Bei einer Reduktion auf weniger als acht Personen sei die Wirtschaftlichkeit des Betriebs in Frage gestellt. Die drei Unternehmen würden nicht über das Geld verfügen, um an einen anderen Standort zu ziehen. Eine teilweise Verlegung der Aktivitäten würde ebenfalls zu zusätzlichen Kosten führen und mit einer mangelhaften Auslastung der Einrichtungen am derzeitigen Betriebsstandort einher gehen.