Citation: 2C_376/2021 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz ging davon aus, dass die Wiedereingliederung bei einer Rückkehr in den Kosovo nicht konkret gefährdet erscheine. Ein pauschaler Verweis auf die Situation geschiedener Frauen im Kosovo sei dazu nicht ausreichend. Auch in der Beschwerde legt die Beschwerdeführerin keine konkrete Gefährdung dar und der angebliche Verstoss durch die Familie ist nicht weiter belegt. Sie begnügt sich mit einem Verweis auf BGE 138 II 229 E. 3.3.3, welchem ein gleich gelagerter Sachverhalt wie der ihrige zugrunde liege. Die 26-jährige Beschwerdeführerin ist erst mit 22 Jahren in die Schweiz eingereist und hat den grössten Teil ihres Lebens im Kosovo verbracht. Massgebliche gesundheitliche Probleme macht sie keine geltend. Angesichts der überwiegend pauschalen Behauptungen der Beschwerdeführerin betreffend die problematische Stellung geschiedener Frauen im Kosovo liegen insgesamt keine hinreichenden Indizien vor, dass die soziale Wiedereingliederung der Beschwerdeführerin in ihrem Herkunftsland gefährdet wäre. Insbesondere vermag sie nicht glaubwürdig darzulegen, inwiefern ihre konkreten familiären Verhältnisse im Heimatsstaat einer Rückkehr als geschiedene Frau entgegenstünden (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.3.4). Die Einschätzung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden und stimmt mit der Praxis des Bundesgerichts in vergleichbaren Fällen überein (z.B. Urteile 2C_45/2021 vom 12. März 2021 E. 5.2; 2C_1072/2018 vom 1. Juli 2019 E. 4.1 ff. betreffend Kosovo oder Urteil 2C_213/2020 vom 10. Juni 2020 E. 4.3 betreffend Türkei).