Citation: 2C_403/2019 E. 5

Zu prüfen bleibt, ob die aufenthaltsbeendende Massnahme auch als verhältnismässig gelten kann. Dies ist der Fall: Die Ehegattin lebt mit den drei gemeinsamen Kindern im Kosovo. Der Beschwerdeführer hält sich - gestützt auf eine lediglich drei Monate dauernden Ehe - seit bald 16 Jahren in der Schweiz auf. Im Hinblick auf seine Verschuldung und das bloss geringe Arbeitspensum, das er nie ernstlich versucht hat, heraufzusetzen, ist er wirtschaftlich hier nur unvollständig integriert. Er hat - trotz der zeitlichen Möglichkeiten - nie versucht, sein Einkommen durch eine zusätzliche Tätigkeit in einem anderen, nicht saisonbedingten Gewerbe zu ergänzen. Soweit er in diesem Zusammenhang einwendet, dass ein Branchenwechsel für ihn unzumutbar wäre, begründet er dies nicht weiter; immerhin hat er in der Heimat das Gymnasium abgeschlossen, was ihm erlauben dürfte, sich beruflich auch anderweitig orientieren zu können. Mit den sozio-kulturellen Verhältnissen in seiner Heimat ist er gestützt auf seine regelmässigen Besuche im Kosovo nach wie vor bestens vertraut. Der Beschwerdeführer hat die lebensprägenden Jugendjahre in der Heimat verbracht und ging - vor der Einreise in die Schweiz - dort verschiedenen Aktivitäten nach. Der Beschwerdeführer wird das Familienleben zu seiner Kernfamilie in der Heimat einfacher pflegen können als grenzüberschreitend besuchsweise von der Schweiz aus. Gestützt auf sein bisheriges Verhalten (zusätzliche Verschuldung nach der Verwarnung) ist nicht absehbar, dass er seine Schulden bei einem weiteren Verbleib im Land tatsächlich innert vernünftiger Frist wird abbauen können. Die von ihm hier gesammelten Erfahrungen werden ihm auch in seiner Heimat dienlich sein. Der Umstand, dass der Arbeitsmarkt im Kosovo schwieriger ist als in der Schweiz, spricht nicht gegen den Vollzug seiner aufenthaltsbeendenden Massnahme, besteht doch auch in seiner Heimat Bedarf an Baufachleuten.