Citation: 4A_476/2012 E. 4.2.2

4.2.2. Ebenso wenig ist eine Gehörsverletzung darin zu erblicken, dass die Beschwerdeführerin zur Frage, ob die Frist durch Klageanhebung bei der CRCC gegen Y.________ SA de C.V. - die zwischenzeitlich einen Vermögensübertragsvertrag mit der Beschwerdeführerin unterzeichnet hatte - gewahrt wurde, nicht eigens angehört wurde. Es war für alle Parteien ohne Weiteres erkennbar, dass im Verfahren vor der CRCC noch eine andere Gesellschaft eingeklagt war und die Beschwerdeführerin erst wieder vor dem TAS als Berufungsbeklagte auftrat. Obwohl es auf der Hand lag, diesen Umstand - auch im Zusammenhang mit der Verjährung - zu thematisieren, verzichtete die Beschwerdeführerin im Schiedsverfahren darauf, rechtliche Argumente hierzu vorzubringen. Davon, dass es ihr verunmöglicht worden wäre, ihre Rechtsauffassung hinsichtlich der Bedeutung des Parteienwechsels in das Schiedsverfahren einzubringen, kann keine Rede sein. Im Übrigen erhebt sie mit ihrem Vorbringen, die von der Einzelschiedsrichterin vorgenommene Rechtsanwendung sei "krass falsch", keine nach Art. 190 Abs. 2 IPRG zulässige Rüge. Die Rüge, die Einzelschiedsrichterin habe den Grundsatz des rechtlichen Gehörs verletzt (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG), erweist sich insgesamt als unbegründet.