Citation: 1B_540/2017 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer setzt sich in seiner Rechtsschrift mit diesen nach wie vor aktuellen Erwägungen nicht auseinander, sondern begnügt sich damit, das Gegenteil zu behaupten. Wenn die Vorinstanz insbesondere angesichts der eingehenden bundesgerichtlichen Würdigung darauf verzichtete, ausdrücklich auf den ohnehin bloss pauschal erhobenen Einwand zur Häufigkeit und Intensität der vorgeworfenen Delikte einzugehen, kann ihr dies nicht zum Vorwurf gereichen. Der Beschwerdeführer verkennt dabei überdies, dass die beiden vom Obergericht angeführten psychiatrischen Gutachten vom 10. Januar 2017 und 8. August 2017 übereinstimmend von einer erheblichen Rückfallgefahr mit Blick auf die erneute Begehung deliktischer Handlungen nach dem Muster der bisherigen Straftaten ausgehen. Diese sei insbesondere in Bezug auf weitere Strassenverkehrsdelikte mit gefährlichem Fahren ohne Führerausweis ausgesprochen hoch, da der Beschwerdeführer nicht nur eine delinquenzbegünstigende Persönlichkeit und dysfunktionale Lösungsstrategien aufweise, sondern auch weil durch das gefährliche und schnelle Fahren sein Selbstwertgefühl erhöht und sein Bedürfnis nach Stärke befriedigt würden (Gutachten vom 10. Januar 2017, S. 60). Ebenso wie die Strassenverkehrsdelikte entstammten die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz einer tief verwurzelten dissozialen Handlungsbereitschaft und -motivation, die aufgrund der Schwere des Störungsbildes eine langjährige Behandlung erforderten, bis erste deliktsprotektive Verhaltensänderungen verzeichnet werden könnten (Ergänzungsgutachten vom 8. August 2017, S. 11 f.).