Citation: 6B_569/2018 E. 2.4

2.4. Die vorinstanzlichen Erwägungen sind nicht zu beanstanden. Wie darin zutreffend festgehalten wird, kam die Staatsanwaltschaft in ihrer Einstellungsverfügung vom 25. September 2012 mit sorgfältiger Begründung zum Schluss, dass sich die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs durch die durchgeführte Strafuntersuchung nicht erhärten liessen. So wird in jener Verfügung zusammengefasst ausgeführt, das Gutachten vom 31. Mai 2012 zur körperlichen Untersuchung von E.________ im Kinderspital Luzern (nachfolgend: IRM-Gutachten) lege nicht dar, dass die an dessen Anus festgestellten Narben in Kombination mit seinen Aussagen einen angeblich stattgefundenen analen Missbrauch bestätigen würden. Vielmehr halte das IRM-Gutachten fest, dass als gleichwertige Erklärungshypothese für die beiden festgestellten Narben, eine von der Beschwerdeführerin bestätigte, seit längerer Zeit bestehende Neigung zur Verstopfung in Frage käme. Im Falle eines analen Missbrauchs würde vor allem auch abseits der Mittellinie des Anus Verletzungen bzw. Narben zu finden sein, was beim Sohn der Beschwerdeführerin nicht der Fall gewesen sei. Zudem leide der Privatkläger 2 an einer erektilen Dysfunktion, weshalb eine anale Penetration auszuschliessen sei, so dass die Aussagen von E.________ gegenüber seiner Mutter, der Privatkläger 2 sei mit seinem Penis anal in ihn eingedrungen, im Widerspruch zum Untersuchungsergebnis stehe. Auch sei der Anzeigestellung eine suggestive Befragung von E.________ durch die Mutter vorausgegangen. Auf die Aussagen des Sohnes könne daher nicht vorbehaltlos abgestellt werden. An dieser Einschätzung vermöge auch das Schreiben der Heilpädagogin, wonach E.________ über gute intellektuelle Fähigkeiten verfüge und gut zwischen Realität und Fiktion unterscheiden könne, nichts zu ändern. Zum einen gehe es dabei um Wahrnehmungen über Äusserungen und Verhaltensweisen von E.________, welche dieser einige Zeit nach der Anzeigeerstellung und damit unter dem Einfluss zwischenzeitlich stattgehabter Suggestion gemacht habe. Zum anderen erfolge diese Bewertung einzig aufgrund dieser Wahrnehmungsbasis und nicht in Kenntnis der gesamten Aktenlage. Schliesslich hätte die Hausdurchsuchung, die Durchsuchung der sichergestellten Computer- und Speichergerätschaften durch IT-Spezialisten der Luzerner Polizei sowie die getrennt erfolgten Einvernahmen des Privatklägers 2 und dessen Frau keine Hinweise auf eine pädophile Neigung ergeben. Der Anfangsverdacht des sexuellen Missbrauchs könne damit nicht erhärtet werden. Vor dem Hintergrund dieser in der Einstellungsverfügung enthaltenen und der Beschwerdeführerin bekannten Ausführungen ist es nicht ersichtlich, wie das Bundesgericht den Gutglaubensbeweis der Beschwerdeführerin, entgegen der Vorinstanz, als gelungen beurteilen könnte. Insbesondere vermag der Einwand der Beschwerdeführerin, ihre Annahme des sexuellen Missbrauchs ihres Sohnes stütze sich nicht nur auf dessen Aussagen, sondern auch auf objektive Befunde, wie jene von Dr. F.________ und der Heilpädagogin, die vorinstanzliche Erwägung als bundesrechtswidrig auszuweisen. Die Staatsanwaltschaft hat beide Befunde in ihrem Einstellungsentscheid berücksichtigt und eingehend dargelegt, weshalb ein sexueller Missbrauch trotz des Berichts von Dr. F.________ und dem Schreiben der Heilpädagogin zu verneinen ist. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin, lagen damit keine zureichenden Gründe mehr vor, die gegen den Privatkläger 2 erhobenen Vorwürfe für wahr zu befinden. Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich vorbringt, ihr sei nicht bewusst gewesen, dass sie ihrem Sohn Suggestivfragen gestellt habe, ist nicht ersichtlich, inwiefern dies für den Gutglaubensbeweis von Bedeutung sein sollte. Vorliegend geht es einzig um die Frage, ob die Beschwerdeführerin ihre gegen den Privatkläger 2 erhobenen Vorwürfe in gutem Glauben für wahr halten durfte. Der vorinstanzliche Schuldspruch wegen übler Nachrede zum Nachteil des Privatklägers 2 ist bundesrechtskonform.