Citation: I 589/02 25.03.2003 E. 3

3.1 Die IV-Stelle kann gemäss Art. 73 IVV - wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat - unter Ansetzung einer angemessenen Frist und Darlegung der Säumnisfolgen auf Grund der Akten beschliessen, wenn Versicherte schuldhaft eine Begutachtung (Art. 69 Abs. 2 IVV) verweigern (BGE 111 V 222 Erw. 1, 107 V 28 Erw. 3; zum Mahn- und Bedenkzeitverfahren bei Widersetzlichkeit gegenüber einer Eingliederungsmassnahme vgl. BGE 122 V 219 Erw. 4b mit Hinweisen). Wer Leistungen der Invalidenversicherung beansprucht, hat sich jeder zumutbaren Massnahme zu unterziehen. Bei der Beurteilung der Zumutbarkeit sind die gesamten (objektiven und subjektiven) Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen. 3.2 Die Schreiben der IV-Stelle an die Versicherte vom 29. März und 4. April 2001 erfüllen die formellen Voraussetzungen des Art. 73 IVV. Die Beschwerdeführerin wurde unter Hinweis auf die Notwendigkeit der angeordneten medizinischen Abklärung im Spital G.________ ausdrücklich darauf hingewiesen, dass allfällige Leistungen eingestellt oder verweigert werden können, wenn sich Versicherte einer angeordneten zumutbaren Abklärungs- oder Eingliederungsmassnahme entziehen oder widersetzen. Zudem enthielten die Schreiben die Aufforderung an die Versicherte, sich innert einer angesetzten Frist zu melden, verbunden mit dem Hinweis, dass aufgrund der Akten entschieden werden könne, wenn sie die Abklärungsbemühungen weiterhin erschwere. Trotzdem gab die Beschwerdeführerin mehrmals unmissverständlich zu verstehen, dass sie sich der angeordneten Untersuchung nicht unterziehen werde. 3.3 Das kantonale Gericht hat mit zutreffender Begründung, auf welche verwiesen wird, dargelegt, dass die angeordnete medizinische Abklärung im Spital G.________ notwendig und zumutbar war. Daran vermögen die Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu ändern. Bezüglich Notwendigkeit ist mit dem BSV auf das Schreiben der MEDAS vom 7. Februar 2001 hinzuweisen, in welchem Dr. med. H.________ darlegte, für eine ganzheitliche Beurteilung, wie sie der MEDAS obliege, brauche es interdisziplinäre Besprechungen zwischen den einzelnen Fachgutachtern. Nur bei einfacher Sachlage könne auf vorhandene Berichte abgestellt werden. Ansonsten sei eine ärztliche Untersuchung durch einen versicherungsmedizinisch erfahrenen Spezialisten, welcher auch bereit sei, an der interdisziplinären Diskussion teilzunehmen, erforderlich. Anzumerken sei, dass die gutachterliche Beurteilung nicht durch die behandelnden Ärzte erfolgen könne. Eine ORL-fachärztliche Begutachtung sei vorliegend schon deswegen notwendig gewesen, weil Dr. med. I.________ die Unfallkausalität diskutiert, sich aber zur Arbeitsunfähigkeit nicht geäussert habe. Von der Zumutbarkeit der am Spital G.________ angeordneten Begutachtung sodann darf mit der Vorinstanz ohne weiteres ausgegangen werden. Da die Versicherte diese Abklärung verweigerte, war die Verwaltung befugt, gemäss Art. 73 IVV vorzugehen und schliesslich einen Entscheid auf Grund der Akten zu fällen.