Citation: 8C_265/2019 E. 6.2

6.2. Der Versicherte rügt, es könne dem Gutachten des Dr. med. G.________ vom 4. Juni 2018 nicht gefolgt werden und die (früheren) Attestierungen einer Commotio cerebri seien durch anerkannte Ärzte erfolgt, weshalb darauf abzustellen sei. Das Gutachten des Dr. med. G.________ vom 4. Juni 2018 ist umfassend, und beruht auf den Vorakten. Die medizinischen Zusammenhänge und Beurteilungen sind schlüssig und nachvollziehbar begründet und es überzeugt in seinen Schlussfolgerungen. Zudem ist Dr. med. G.________ als Facharzt für Neurologie und zertifizierter Gutachter fachlich ausgewiesen zur Erstellung dieser Expertise. Damit erfüllt das Gutachten sämtliche Anforderungen der Rechtsprechung und es ist ihm voller Beweiswert beizumessen. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass es sich um ein Aktengutachten handelt. Denn es geht um die ärztliche Beurteilung der natürlichen Kausalität bei einem an sich feststehenden medizinischen Sachverhalt und lückenlosen Befund (SVR 2010 UV Nr. 17 S. 63, 8C_239/2008 E. 7.2). Entgegen der Ansicht des Versicherten liegt auch keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG vor. Denn Dr. med. G.________ standen sämtliche Unterlagen der Allianz, einschliesslich jener zu den Ereignissen der Jahre 2012 bis 2016 zur Verfügung, die er auch in seine Beurteilung miteinbezog. Mit der Vorinstanz ist für die Prüfung der Leistungspflicht für das Ereignis vom 22. Oktober 2016 auf diese Expertise abzustellen. Gestützt auf das Gutachten des Dr. med. G.________ vom 4. Juni 2018 ist kein unfallkausaler Gesundheitsschaden als Folge des Ereignisses vom 22. Oktober 2016 erstellt (vgl. dazu die zutreffende vorinstanzliche E. 4.4.2 ff.). Damit hat der Versicherte keinen Anspruch auf Leistungen.