Citation: 5A_412/2014 E. 4.3

4.3. Bei der Frage des Irrtums geht es nicht darum, ob der Anerkennende tatsächlich der genetische Vater ist oder nicht; dies wird vielmehr erst im Anfechtungsprozess untersucht, der indes den Nachweis eines Irrtums voraussetzt. Misslingt dies, was vorliegend aufgrund des Gesagten der Fall ist, und beruht die Anerkennung von Y.________ demzufolge nicht auf einem Irrtum im Sinn von Art. 260a Abs. 2 ZGB, steht dem Beschwerdeführer kein Klagerecht zu. Aus diesem Grund geht zum einen das Vorbringen, nur ein DNA-Test könne Klarheit erbringen, an der Sache vorbei. Der DNA-Test ist entgegen der sinngemässen Darstellung des Beschwerdeführers nicht Anlass zur Klagelegitimation, sondern er würde im Rahmen des Anerkennungsprozesses mutmasslich angeordnet, wobei dessen Einleitung wie gesagt ein entsprechendes Klagerecht voraussetzt. Indem der Beschwerdeführer im Vorfeld der Anerkennung auf einen Test verzichtete bzw. den Standpunkt der Mutter, sie lasse ihn nicht zu, akzeptierte, nahm er die Möglichkeit, dass er nicht der leibliche Vater ist, bewusst in Kauf, was nach dem Gesagten den Irrtum ausschliesst. Zum anderen stellt sich infolge des nicht gegebenen Klagerechts die in der Beschwerde thematisierte Frage der Klagefrist gemäss Art. 260c Abs. 1 ZGB gar nicht erst. Ebenso wenig stellt sich die Anschlussfrage im Fall des Fristablaufs, ob zufolge wichtiger Gründe für die Verspätung eine Anfechtung gemäss Art. 260c Abs. 3 ZGB möglich wäre.