Citation: 7B_1439/2024 E. 6.2

6.2. Daran ändern auch die Ausführungen im psychiatrischen Gutachten vom 27. September 2024 nichts. Es ist zwar zutreffend, dass der Gutachter in Bezug auf die von ihm beurteilte Wiederholungs- und Ausführungsgefahr festhält, es sei davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer an ein Kontakt- und Annäherungsverbot gegenüber seiner Ehefrau und den beiden gemeinsamen Töchtern halten werde (Forensisch-psychiatrisches Gutachten von Dr. med. C.________ vom 27. September 2024, S. 65 Ziff. 5.3.2.2). Dass dies auch hinsichtlich der vom Beschwerdeführer ausgehenden Fluchtgefahr gelten soll, hält der Gutachter indessen nicht fest. Zudem ergeben sich auch keine Hinweise, dass sich der Gutachter nebst der Beurteilung der Wiederholungs- und Ausführungsgefahr auch mit der konkreten Fluchtneigung des Beschwerdeführers auseinandergesetzt hätte. Da derzeit somit keine wirksamen Ersatzmassnahmen ersichtlich sind, um der ausgeprägten Fluchtneigung zu begegnen, erweist sich die Untersuchugnshaft als geeignete und notwendige (und insofern verhältnismässige) strafprozessuale Zwangsmassnahme (vgl. Art. 197 Abs. 1 lit. c-d und Abs. 2 StPO). Angesichts der Schwere der untersuchten Strafvorwürfe und der im Falle einer Verurteilung drohenden empfindlichen Freiheitsstrafe droht zum aktuellen Zeitpunkt zudem keine Überhaft (Art. 212 Abs. 3 StPO), was vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht wird. Die Untersuchungshaft erweist sich somit insgesamt als verhältnismässig.