Citation: 2C_779/2018 E. 2.2.5

2.2.5. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, es liege klarerweise ein Verstoss gegen die öffentliche Ordnung im Sinne von Art. 80 Abs. 1 lit. b der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE; SR 142.201) in der hier massgebenden Fassung, wie sie bis zum bis 31. Dezember 2018 galt (AS 2007 5497), vor. Die Norm bezieht sich sowohl auf Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG als auch auf Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG, die Voraussetzungen sind aber von unterschiedlicher Intensität (Urteil 2C_93/2018 vom 21. Januar 2019 E. 3.5). Ist der ausländischen Person Schuldenwirtschaft vorzuwerfen, so verlangt die Praxis mutwillige Verschuldung, wenn es um den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung geht (BGE 137 II 297 E. 3.3 S. 304; Urteil 2C_138/2018 vom 16. Januar 2019 E. 2.2; so etwa schon Urteil 2C_273 vom 6. Oktober 2010 E. 3.3). Streitig ist die Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung, weshalb die Anforderungen niedriger anzusetzen sind. Anders als im Fall der Niederlassungsbewilligung, wo das Gesetz einen "schwerwiegenden Verstoss" (Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG) verlangt, ist hier ein "erheblicher oder wiederholter Verstoss gegen die öffentliche Ordnung" ausreichend (Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG; Urteil 2C_127/2016 vom 13. September 2016 E. 4.2.1).