Citation: 1B_406/2021 E. 5.2

5.2. Die Beschreibung des mutmasslichen Tatgeschehens am 28. August 2018 und 28. März 2021 im Gutachtensauftrag ist relativ neutral formuliert. Insbesondere wird darin der "Täter" bezeichnenderweise nicht mit dem Beschwerdeführer als "Beschuldigtem" gleichgesetzt. Vielmehr wird im Zusammenhang mit dem "Täter" jeweils von einem "unbekannten Mann" gesprochen (s. jedoch auch E. 5.3 hiernach). Es wird in dieser Beschreibung mit anderen Worten Raum für die Möglichkeit belassen, dass es sich beim Täter trotz gegenteiliger Indizien nicht um den Beschwerdeführer handelte. Unter Berücksichtigung dieser Sachverhaltsbeschreibung können die in der Beschwerde beanstandeten Ausdrücke nicht als unzulässige Vorverurteilung verstanden werden. Denn aus dem Kontext ergibt sich, dass die Täterschaft des Beschwerdeführers eine Hypothese und somit nicht erstellt ist. Gegen die Formulierungen "Tatzeitpunkt", "Tatzeitraum", "Tatzeit", "zur Zeit der Tat (en) ", "Unrecht der Tat (en) " und "vorgeworfene Tat" ist im Übrigen unter dem Gesichtspunkt der Unschuldsvermutung von Art. 10 Abs. 1 StPO ohnehin nichts einzuwenden. Denn damit wird nicht zum Ausdruck gebracht, dass der Beschwerdeführer für schuldig gehalten wird.