Citation: 8C_226/2021 E. 3.2.3

3.2.3. Es trifft zwar zu, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, dass die Beschwerdegegnerin laut dem orthopädischen Teilgutachten der asim anlässlich der Untersuchung den linken Arm immer oder ständig an den Körper anlegte. Dies ist letztlich aber irrelevant, da der orthopädische Sachverständige bei seiner Beurteilung allein die objektiven Befunde berücksichtigte. So hielt er fest, dass der Explorandin eine Bewegung bis zu den festgestellten Ausschlägen (Abduktion: 50°; Aussenrotation: 20°) möglich seien. Die Überlegungen der Beschwerdeführerin, die rechtsdominante Beschwerdegegnerin müsse den linken Arm am Computer weniger bewegen oder einsetzen, entbehren jeglicher nachvollziehbaren Begründung. Mit dem Argument, die Beschwerdegegnerin vermöge durch das Verstellen der Tastatur am Computer uneingeschränkt zu arbeiten, verkennt die Beschwerdeführerin die von den medizinischen Sachverständigen festgehaltenen Umstände (Zwangshaltung). Zuletzt ist auch nicht nachvollziehbar, inwieweit der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin Auto fährt, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit massgeblich sein soll, kann sie sich doch mit dem linken Arm zwanglos am Steuerrad festhalten, ohne ihn über Kopf heben zu müssen. Abschliessend ist auf die von der Vorinstanz zitierte Rechtsprechung hinzuweisen, wonach der Meinung der von einem Gericht ernannten medizinischen Experten bei der Beweiswürdigung hohes Gewicht beizumessen ist (mit Hinweis auf BGE 135 V 465 E. 4.4). Die Beschwerdeführerin stellt, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht einwendet, ohne einschlägigen Ratschlag medizinischer Experten Überlegungen zur Beweglichkeit des linken Armes an. Diese genügen nicht, die Schlüssigkeit des orthopädischen Teilgutachtens der asim in Frage zu stellen.