Citation: 1B_66/2020 E. 4.6

4.6. Hinzu kommt, dass im vorliegenden Fall weder ein drohender Beweisverlust ersichtlich ist, wenn die Strafuntersuchung vorläufig sistiert bleibt, noch eine Strafverfolgungsverjährung. Nach den unbestrittenen Feststellungen der Vorinstanz tritt die Verjährung frühestens im Jahre 2026 bzw. (je nach Tatbestand) 2031 ein. Bis dahin dürfte das Scheidungsverfahren längst rechtskräftig erledigt sein. Zwar bringt die Beschwerdeführerin noch vage vor, das Verhalten der kantonalen Strafbehörden dürfe es dem Beschuldigten nicht "ermöglichen, Beweismittel zu beseitigen". Sie legt jedoch nicht nachvollziehbar dar, inwiefern die primär relevanten Beweisunterlagen zu vermögensrechtlichen bzw. güterrechtlichen Fragen, darunter die massgeblichen Buchhaltungs- und Steuerunterlagen, nicht auch vom Zivilgericht ausreichend und sachgerecht erhoben werden könnten. Auch ihr Einwand, "Dritte" könnten sich "nach langer Zeit kaum mehr erinnern", schlägt nicht durch, zumal die Beschwerdeführerin nicht konkretisiert, welche Personen ihrer Ansicht nach unverzüglich als Zeugen zu befragen wären und inwiefern nicht auch das Zivilgericht nötigenfalls Zeugenbefragungen durchführen könnte. Ebenso wenig erheischt der Charakter der Strafsache im vorliegenden Fall ein sofortiges Tätigwerden der Strafbehörden. Dass derzeit bereits die Strafverfolgungsverjährung drohe oder die gegenteiligen Feststellungen der Vorinstanz unhaltbar seien, wird in der Beschwerdeschrift nicht geltend gemacht.