Citation: C 362/98 18.02.2000 E. 2

2.- Das kantonale Gericht hat in Anwendung der Recht- sprechung gemäss BGE 114 V 56 den Anspruch auf Insolvenz- entschädigung in der Höhe der im Konkurs der X________ AG eingegebenen Lohnforderungen für die Monate Januar bis Juni 1996 verneint. Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses sei zwar aus wirtschaftlichen Gründen und wegen der schlechten Auftragslage erfolgt, jedoch zu einem Zeitpunkt, in welchem die Firma noch nicht insolvent gewesen sei, "konnte diese doch die Löhne ihrer Mitarbeiter bis im Februar 1997 wei- terhin ausrichten". Demgegenüber wird in der Verwaltungs- gerichtsbeschwerde geltend gemacht, die in BGE 114 V 56 behandelte Frage sei vom Gesetzgeber (im Rahmen der Teil- revision vom 5. Oktober 1990 [AS 1991 2125 ff.]) aufgegrif- fen und geklärt worden. Danach umfasse seit 1. Januar 1992 die Insolvenzentschädigung Lohnforderungen für die letzten drei und seit 1. Januar 1996 die letzten sechs Monate des Arbeitsverhältnisses. Der Gesetzgeber habe bei dieser Klar- stellung und Erweiterung des Umfangs der Entschädigung kei- ne weiteren einschränkenden Bedingungen verlangt, wie sie die Rechtsprechung im Rahmen der altrechtlichen Bestimmung als massgebend erachtet habe. Der Anspruch auf Insolvenz- entschädigung lasse sich daher entgegen Verwaltung und Vor- instanz nicht damit verneinen, die Firma sei im Zeitpunkt der Auflösung des Arbeitsverhältnisses noch nicht insolvent gewesen.