Citation: 1C_165/2017 E. 3

Die Autobahn, auf der die besonderen Regeln für den Verkehr auf Autobahnen gelten, beginnt mit dem Signal 4.01 "Autobahn" (Art. 45 Abs. 1 SSV). Auf Autobahnen ist Rückwärtsfahren und Wenden verboten (Art. 36 Abs. 1 VRV). Bei der in Rechtskraft erwachsenen strafrechtlichen Verurteilung ist das Kantonsgericht davon ausgegangen (Urteil vom 15. September 2016 E. 3 S. 14 ff.), dass der Beschwerdeführer auf der Autobahneinfahrt, nach dem Passieren des Signals "Autobahn", anhielt und eine Wagenlänge zurücksetzte. Nicht ganz klar ist, ob es auch davon ausging, dass dieses Manöver ein nachfolgendes Fahrzeug zwang, seinerseits rückwärts zu fahren, um eine Kollision zu vermeiden. Das Verwaltungsgericht nimmt das an, was der Beschwerdeführer als aktenwidrig rügt. Das Kantonsgericht hat sich dazu nicht explizit geäussert, aber immerhin festgehalten, es sei nicht zu beanstanden, dass der Vorderrichter auf die Aussagen der Polizeibeamten - worunter auch die Darstellung, dass das nachfolgende Auto zurückweichen musste - abgestellt habe (S. 18 unten). Die Frage kann indessen offenbleiben, da sie nicht entscheidrelevant ist. Fest steht jedenfalls, dass der Beschwerdeführer bei nicht unerheblichem Verkehrsaufkommen - die Verkehrskontrolle hatte einen Rückstau bewirkt - auf der Autobahneinfahrt rund eine Wagenlänge zurücksetzte. Weiter ist auf der Fotodokumentation des Polizeirapports klar ersichtlich, dass wenige Meter vor der Signalisationstafel "Autobahn" - also knapp ausserhalb des Autobahnbereichs - ein Fussgängerstreifen die Fahrbahn überquert, dem sich der Beschwerdeführer bei seinem Rückwärtsfahrmanöver näherte. Wer unter diesen Gegebenheiten verbotenerweise rückwärts fährt, schafft ohne Zweifel eine erhöhte abstrakte Gefährdung für die Verkehrssicherheit, weil andere Verkehrsteilnehmer - etwa nachfolgende Fahrzeuge, insbesondere aber auch Fussgänger auf dem Fussgängerstreifen - nicht mit einem derart verkehrswidrigen Verhalten rechnen müssen. Das reicht für die Annahme einer mittelschweren Verkehrsregelverletzung aus, gleichgültig darum, ob der Beschwerdeführer durch sein Manöver ein nachfolgendes Fahrzeug konkret gefährdet hat oder nicht. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer dieses Manöver vorsätzlich ausführte, um dem Stau (und/oder der Verkehrskontrolle) auszuweichen, weshalb auch sein Verschulden nicht bagatellisiert werden kann. Das Verwaltungsgericht hat kein Bundesrecht verletzt, indem es das Manöver als mittelschwere Verkehrsregelverletzung einstufte. Damit erweist sich auch der Führerausweisentzug von einem Monat, was dem gesetzlichen Minimum entspricht, ohne weiteres als rechtens. Die Beschwerde ist offensichtlich unbegründet.