Citation: 6B_697/2014 E. 1.1

1.1. Die Vorinstanz stellt fest, die Firma Gebrüder C.________ Transporte, habe gestützt auf einen Rahmenvertrag vom 30. Juni 1998 im Auftrag der B.________ AG Transportdienstleistungen ausgeführt. Nachdem die Abrechnungen der Gebrüder C.________ Transporte bis und mit Mai 2000 von der B.________ AG in vollem Umfang vergütet worden seien, seien die Zahlungen ab Juli 2000 nur noch schleppend erfolgt, worauf die Gebrüder C.________ Transporte den Vertrag mit der B.________ AG im Februar 2001 gekündigt und die Fahrten eingestellt habe. Gemäss der Bilanz der B.________ AG hätten die Verbindlichkeiten gegenüber der Gebrüder C.________ Transporte Fr. 533'294.60 betragen. Diese habe schliesslich beim Kantonsgericht Schaffhausen einen Betrag von Fr. 517'583.25 eingeklagt. In der Friedensrichterverhandlung vom 6. November 2001 habe der Beschwerdeführer die Forderung zwar grundsätzlich in vollem Umfang anerkannt, ihr aber gestützt auf eine Aktennotiz vom 8. September 1999, die angeblich von dem in der Zwischenzeit verstorbenen A.________ herrührte, eine Gegenforderung in der Höhe von Fr. 768'203.-- zur Verrechnung gegenübergestellt, welche aus einem Transportschaden, einer Rückforderung gemäss der genannten Aktennotiz (Untersuchungsakten Ordner I act. 1) und einer Forderung aus unzeitiger Vertragsauflösung bestand. Diese Schadenersatzforderung habe der Beschwerdeführer am 12. Dezember 2001 in der Erfolgsrechnung der B.________ AG auf Buchhaltungskonto xxx (Umsatzprovision) und als Gegenbuchung auf Buchhaltungskonto yyy (Forderung Gebr. C.________) - mit einer ungenügenden Wertberichtigung von Fr. 150'000.-- - erfolgswirksam verbuchen lassen. Auf diese Weise habe er in der Bilanz der Gesellschaft per 31. Dezember 2001 einen Bilanzverlust von lediglich Fr. 29'865.75 ausgewiesen, womit das Aktienkapital scheinbar zu mehr als der Hälfte gedeckt gewesen sei, obwohl bei ordnungsgemässer Rechnungslegung eine Überschuldung von Fr. 648'068.75 (Fr. 29'865.75 Bilanzverlust gemäss Bilanz 2001 zuzüglich Fr. 618'203.-- zu Unrecht bilanzierter Ertrag) hätte ausgewiesen werden müssen (angefochtenes Urteil S. 5 f. [Anklageschrift; Anklageziffer I/3 ], 44 f.). Die Vorinstanz nimmt an, die Aktivierung der Forderung von Fr. 768'203.-- sei unzulässig gewesen. Die Gebrüder C.________ Transporte habe die Forderung in vollem Umfang bestritten. Ebenso habe sie in Abrede gestellt, mit der B.________ AG eine Vereinbarung getroffen zu haben, wie sie in der angeblich von A.________ stammenden Aktennotiz vom 8. September 1999 festgehalten worden sei. Eine solche Vereinbarung liege denn auch nicht in schriftlicher Form vor. Die Aktennotiz trage keine Unterschrift und halte nur ein einseitiges Vorgehen fest. Zwar habe der Revisor D.________ in der untersuchungsrichterlichen Konfrontationseinvernahme vom 17. August 2010 ausgesagt, A.________ habe ihn mündlich darüber informiert, dass mit der Gebrüder C.________ Transporte eine Rückzahlung bzw. Rückerstattung vereinbart worden sei; wann, könne er nicht mehr sagen. Indes enthielten weder der Rahmenvertrag zwischen der B.________ AG und der Gebrüder C.________ Transporte vom 30. Juni 1998 noch dessen Ergänzung vom 5. Mai 2000 eine derartige Absprache. Darüber hinaus hätten auch der Buchhalter der B.________ AG, E.________, und F.________, welcher nach dem Tod von A.________ als Geschäftsführer das Transportwesen der Gesellschaft leitete, nichts von einer zusätzlichen Abmachung gewusst. Überdies habe A.________ selber gegenüber der Gebrüder C.________ Transporte nie Rückforderungen geltend gemacht. Bis zu seinem Tod am 12. Juli 2000 seien die Rechnungen dieser Gesellschaft vielmehr vorbehaltlos, wenn auch ab Juli 2000 schleppend bezahlt worden. Angesichts dieser Sachlage bestünden erhebliche und berechtigte Zweifel an der Existenz einer Vereinbarung zwischen der B.________ AG und der Gebrüder C.________ Transporte mit einem der erwähnten Aktennotiz entsprechenden Inhalt. In jedem Fall könne nicht gesagt werden, dass die Realisation der Forderung gegenüber der Gebrüder C.________ Transporte im Betrag von Fr. 768'203.-- "so gut wie sicher" gewesen sei. Vielmehr sprächen mindestens genauso viele Tatsachen gegen deren Bestand wie dafür. Die Revisionsstelle der B.________ AG habe in ihrem Bericht vom 6. Juni 2002 denn auch im Sinne eines Vorbehalts festgehalten, dass die Forderung im Rahmen eines Rechtsstreits erhoben worden sei, die Position derzeit gerichtlich abgeklärt werde und deshalb nicht beurteilt werden könne (angefochtenes Urteil S. 47 f.). Die Vorinstanz gelangt gestützt auf diesen Sachverhalt zum Schluss, die B.________ AG sei ohne die unzulässige Aktivierung der genannten Forderung per 31. Dezember 2001 bereits mit Fr. 648'068.75 überschuldet gewesen. Indem der Beschwerdeführer die Bilanz der B.________ AG durch die unzulässige Aktivierung verfälscht habe, um die bestehende Überschuldung zu verschleiern, habe er im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB arg nachlässig in der Berufsausübung gehandelt (angefochtenes Urteil S. 48).