Citation: I 792/01 24.05.2002 E. 2

2.- Wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht erkannt hat, ist die Notwendigkeit eines Zweitrollstuhls im vorliegenden Fall nicht ausgewiesen. Zwar wäre es aus Sicht des Beschwerdeführers sicherlich wünschenswert, bei schlechten Witterungsverhältnissen auf einen zweiten, in der Schule stationierten Rollstuhl wechseln zu können. Damit wäre es ihm ohne zusätzlichen Aufwand möglich, sich optimal vor Nässe zu schützen und dadurch die bei längerem Sitzen auf einer feuchten Sitzfläche bestehende Gefahr von Druckstellen zu verhindern. Indessen gibt es, wie das kantonale Gericht zu Recht erwogen hat, auch noch andere geeignete Vorkehren den Rollstuhl vor Feuchtigkeit zu schützen, wie beispielsweise durch Schutzüberzüge oder Ersatzbezüge. Zudem ist es dem Versicherten zumutbar, den Rollstuhl in der Schule abzutrocknen, oder falls erforderlich Hilfe Dritter dafür in Anspruch zu nehmen. Zu solchen Vorkehren ist er gemäss dem auch im Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatz der Schadenminderungspflicht gehalten (BGE 123 V 233 Erw. 3c, 117 V 278 Erw. 2b, je mit Hinweisen). Unter diesen Umständen kann der Zweitrollstuhl nicht als einfache und zweckmässige Eingliederungsmassnahme bezeichnet werden. Die geforderte Versorgung mit einem Zweitrollstuhl erscheint vielmehr als bestmögliche Massnahme, für welche die Invalidenversicherung jedoch nicht leistungspflichtig ist. Dass der bisher benutzte Rollstuhl, wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht wird, nicht mehr den gesundheitlichen Gegebenheiten (zunehmende Wirbelsäulenproblematik) angepasst und er deshalb auf einen zweiten, anatomisch besser auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Rollstuhl angewiesen sei, ergibt sich weder aus dem ärztlichen Bericht des Paraplegiker Zentrums X.________ vom 27. Juli 2001, noch sind sonst dahingehende Hinweise den Akten zu entnehmen. Im erwähnten Bericht des Paraplegiker Zentrums X.________ wird lediglich grundsätzlich auf die Notwendigkeit einer optimalen Rollstuhlversorgung hingewiesen, ohne deren Vorhandensein im Falle des Beschwerdeführers in Abrede zu stellen. Bereits bei der Wahl des Erstrollstuhls wurde mit anpassbarem Vecro Rücken und zusätzlicher Abgabe eines Jay Aktiv Sitzkissens auf die speziellen Bedürfnisse des Versicherten bei langem Sitzen entsprechend Rücksicht genommen. Mithin ist davon auszugehen, dass der bisherige Rollstuhl den Bedürfnissen des Beschwerdeführers entspricht, umso mehr, als dieser ja beabsichtigt, den alten Rollstuhl für die ganze Zeit ausserhalb der Schule weiterhin zu benutzen. Im Übrigen bleibt anzumerken, dass, falls der Erst-Rollstuhl den aktuellen gesundheitlichen Anforderungen nicht mehr genügen würde, sich nicht primär die Frage eines zweiten, sondern diejenige eines andern, individuell besser angepassten Rollstuhls stellen würde, was vorliegend nicht zu beurteilen ist.