Citation: 1P.132/2006 29.05.2006 E. 3

3.1 Das Bezirksgericht würdigte die Aussagen von C.________, A.________, B.________ sowie jene des Beschwerdeführers. Das Gericht habe den Umstand, dass sich der Zeuge B.________ weigere, Fragen der Verteidigung zu beantworten, frei zu würdigen. Ausnahmen vom Fragerecht seien nicht erst dann zulässig, wenn das streitige Zeugnis für einen Schuldspruch nicht benötigt würde, sondern bereits dann, wenn andere, nicht bloss nebensächliche, sondern gewichtige Beweise vorlägen. Das Bezirksgericht gelangte aufgrund der Übereinstimmung der Zeugenaussagen von A.________ und C.________ mit jenen von B.________ sowie der unschlüssigen Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers zur Überzeugung, dass dieser schuldig sei. 3.2 Auch das Obergericht verneinte ein Verwertungsverbot der Aussagen von B.________ und gelangte in freier Würdigung der Beweise zur gleichen Überzeugung wie das Bezirksgericht. A.________ und C.________ hätten im Untersuchungsverfahren glaubwürdig ausgesagt, wogegen ihre abschwächenden Aussagen vor Bezirksgericht unglaubwürdig seien. Es sei nicht nachvollziehbar, dass A.________ und C.________ im Untersuchungsverfahren falsche Aussagen gemacht hätten, mit denen sie sich selber belasteten. A.________ habe nicht nur die vorgehaltenen Aussagen von B.________ bestätigt, sondern von sich aus Angaben über die Kokainmenge gemacht. Bei C.________ sei kein Grund ersichtlich, wieso er den Beschwerdeführer, den er offenbar seit einiger Zeit kenne, hätte mit falschen Aussagen belasten sollen. Demgegenüber habe der Beschwerdeführer sich an gewisse, erst kurz zurückliegende Dinge nicht erinnern können, z.B. an den Inhalt eines Telefongesprächs mit B.________, und habe sich in Widersprüche verwickelt, etwa in der Darstellung, wie er B.________ kennen gelernt habe. Es sei unklar geblieben, wieso er sich Anfang Januar 2003 mit dem ihm damals unbekannten B.________ hätte treffen sollen, wenn nicht für Drogen.