Citation: 1C_332/2019 E. 4.1.1

4.1.1. Die Vorinstanz erklärte § 104 PBG/TG, wonach privatrechtliche Einsprachen gegen die Erstellung von Bauten und Anlagen gestützt auf Art. 684 ZGB im öffentlich-rechtlichen Verfahren zu entscheiden sind, im angefochtenen Entscheid als bundesrechtswidrig und versagte dem Paragraphen die Anwendung. Sie führte aus, zwar könne eine Einsprache erhebende Person nach wie vor privatrechtliche Rügen erheben, jedoch sei in diesen Fällen immer gemäss § 105 Abs. 1 PBG/TG zu verfahren und eine Frist von 30 Tagen ab Zustellung des Entscheids anzusetzen, innert welcher eine zivilrechtliche Klage eingereicht werden könne. Da die Beschwerdeführer vorliegend nicht darauf hingewiesen worden seien, dass dies auch für die Rüge gestützt auf Art. 684 ZGB gelte, sei hier analog § 105 Abs. 1 PBG/TG zu verfahren und den Beschwerdeführern eine Frist von 30 Tagen ab Zustellung des Entscheids anzusetzen, innert welcher sie auf ordentlichem Weg gemäss ZPO auf Unterlassung des Bauvorhabens klagen könnten.