Citation: 6B_1260/2019 E. 1.4

1.4. Wie bereits dargelegt, ist die vorinstanzliche Beweiswürdigung sehr ausführlich und gut nachvollziehbar. Die Vorinstanz geht auf die Einwände des Beschwerdeführers ein. Inwiefern die Würdigung seiner eigenen Aussagen oder derjenigen der Zeugen willkürlich sein sollte, zeigt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nicht auf. Auch wendet er sich nicht gegen die vorinstanzliche Feststellung, wonach nicht ersichtlich sei, aus welchem Grund die Privatklägerin ihn fälschlicherweise einer Straftat bezichtigen sollte. Er versucht einzig, die Aussagen der Privatklägerin und deren Würdigung in Zweifel zu ziehen, indem er zunächst geltend macht, die Vorinstanz bezeichne ihre Aussagen zu Unrecht als eigenständig, detailliert und bildhaft. Nach Meinung des Beschwerdeführers ist das Gegenteil der Fall, habe die Privatklägerin doch zum Kerngeschehen nur wenige Details nennen können, was unter anderem auf ihre Alkoholisierung zum Tatzeitpunkt zurückzuführen sei. So habe sie sich beispielsweise kaum daran zu erinnern vermocht, wie der Beschwerdeführer sie ausgezogen haben soll. Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden. Die Privatklägerin schilderte die Ereignisse anlässlich der verschiedenen Einvernahmen jeweils zunächst in freier Erzählung und erwähnte dabei verschiedene Details zum Kerngeschehen. Exemplarisch kann auf die polizeiliche Einvernahme vom 6. Mai 2017 verwiesen werden. Dabei schilderte die Privatklägerin detailliert, wie es zum Übergriff kam, dass der Beschwerdeführer sie an die Wand gedrückt und geküsst habe, dass er begonnen habe, ihre Hose auszuziehen, während er sie weiter an die Wand gedrückt und überall geküsst habe. Er habe sie nach unten gedrückt. Er habe sie am Nacken in die Richtung seines Glieds gedrückt, plötzlich habe sie sein Glied im Mund gehabt. Sie schilderte dabei nicht nur die Handlungsabläufe, sondern auch ihre Gedanken und die Beweggründe für ihre Reaktionen. Der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen ist nicht abträglich, dass sich die Privatklägerin nicht mehr im Detail daran erinnern konnte, wie genau der Beschwerdeführer sie ausgezogen hat und lediglich angab, ihre Hose und die Strumpfhosen seien plötzlich unten gewesen, sie könne sich jedoch nicht genau erinnern. Dass die Privatklägerin eingestand, wenn sie sich nicht im Detail erinnern konnte, wertet die Vorinstanz zu Recht als Realkennzeichen. Die Privatklägerin war darum bemüht, den Beschwerdeführer nicht unnötig zu belasten.