Citation: 2C_860/2020 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz wog das öffentliche Interesse an der verfügten ausländerrechtlichen Massnahme mit dem privaten Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz ab und gelangte zum Schluss, dass der Widerruf der Niederlassungsbewilligung verhältnismässig sei. Es führte aus, der Beschwerdeführer sei im Alter von 28 Jahren in die Schweiz eingereist und halte sich hier seit bald 14 Jahren auf, doch beruhe seine hiesige Anwesenheit einzig auf einer Täuschung der Behörden und könne die Aufenthaltsdauer damit nur eine untergeordnete Rolle spielen. Zwar möge der Beschwerdeführer wirtschaftlich und beruflich gut integriert sein, doch seien ausserfamiliäre soziale Kontakte nicht belegt. Hingegen habe der Beschwerdeführer während seines hiesigen Aufenthalts mit seinen jährlichen Besuchen regelmässige Kontakte zu seinem Heimatland aufrechterhalten, wo nebst seiner heutigen Ehefrau und den Kindern auch seine Eltern sowie vier seiner insgesamt neun Geschwister leben würden. Der Beschwerdeführer sei mit den Verhältnissen im Heimatland, wo er den Grossteil seines bisherigen Lebens verbracht habe, noch bestens vertraut und verfüge dort auch über Wohneigentum. Mit Unterstützung seiner Familie dürfte es ihm - so die Vorinstanz - ohne grössere Probleme möglich sein, sich wieder in der Heimat zu integrieren.