Citation: 4A_476/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Die Vorinstanz hielt fest, die Rechnung vom 1. November 2010 führe explizit die zu entschädigenden Leistungen mit "Marktuntersuchungen von Februar 2006 bis November 2007" sowie "Konzept der Überbauung, Anordnung der Gebäude, Wohnungsmix, Wohnungslayout von April 2006 - März 2007" auf. Die Berechnung der Entschädigung sei zudem genau definiert, nämlich 1.5 % des Gesamtverkaufspreises von Fr. 50'382'000.--. Diese Rechnung sei von der Beschwerdeführerin in der Höhe des Rechnungsbetrages von Fr. 813'165.50 bezahlt worden. Damit liege eine Anrechnungserklärung der Beschwerdeführerin gemäss Art. 86 Abs. 1 OR zugunsten der in der Rechnung aufgeführten Forderungen vor, womit der Gewinnbeteiligungsanspruch der Beschwerdegegnerin nicht getilgt sei. Die Vorinstanz prüfte sodann, ob der Beschwerdeführerin ein bereicherungsrechtlicher Anspruch gemäss Art. 63 OR auf Rückerstattung des geleisteten Betrags zustehe. Sie verneinte dies, da die Beschwerdeführerin zu den Voraussetzungen des Nichtbestehens der Forderung und des Irrtums über die Schuldpflicht lediglich vorgebracht habe, dass andere Forderungen nicht bestünden und die Beschwerdegegnerin auf das in der Rechnung vorgesehene Honorar von 1.5 % des Gesamtverkaufspreises keinen Anspruch habe. Dabei seien die Ausführungen der Beschwerdeführerin pauschal und ohne Bezug zu den in der Rechnung aufgeführten Leistungen. Insbesondere äussere sich die Beschwerdeführerin nicht dazu, ob die Beschwerdegegnerin die genannten Leistungen erbracht habe und wenn ja, wie diese konkret vergütet worden seien. Auch fehle es an weitergehenden Behauptungen zu den Umständen der Zahlung durch die Beschwerdeführerin. Sie lege nicht dar, weshalb sie trotz der eindeutig nicht auf eine Gewinnbeteiligung lautenden Rechnung davon ausgegangen sei, es handle sich um eine Akontorechnung für die Gewinnbeteiligung. Damit gelinge es ihr nicht, das Fehlen eines Rechtsgrundes für die Zahlung sowie das Vorliegen eines Irrtums über die Schuldpflicht aufzuzeigen, weshalb der Beschwerdeführerin kein Rückerstattungsanspruch zustehe.