Citation: 6B_500/2015 E. 1.4.3

1.4.3. Wo der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Würdigung der Aussagen seiner Ehefrau rügt, gibt er Erstere nur unvollständig wieder. Seine Ehefrau führte aus, ein Auto hinter ihnen habe gehupt, als sie vor diesem eingebogen seien. Daraus schliesst die Vorinstanz, das Hupen könne nur bedeuten, dass die Lücken zwischen den Fahrzeugen zu klein gewesen seien, womit der Beschwerdeführer zu knapp eingeschert wäre. Selbst wenn das Überholmanöver so abgelaufen wäre, wie von der Ehefrau geschildert, wäre es keineswegs problemlos und ohne jede Gefahr gewesen. Dies widerspreche der Angabe der Ehefrau, wonach keine Personen gefährdet worden seien. Zwar handelt es sich hierbei nur um einen vernachlässigbaren Widerspruch in den Aussagen der Ehefrau, dennoch ist in der vorinstanzlichen Würdigung keine Willkür erkennbar. Ebenfalls nicht unhaltbar ist der vorinstanzliche Schluss, die Ehefrau habe das Geschehen nicht sehr aufmerksam verfolgt, was die Überzeugungskraft ihrer Aussagen mindere. Mit seinem Einwand, seine Ehefrau habe ihre Aufmerksamkeit auf die rechte Strassenseite und die überholten Fahrzeuge fokussiert, widerspricht der Beschwerdeführer deren Angaben. Diese sagte bei der Staatsanwaltschaft, ihr Blick sei nach vorn gerichtet gewesen, als erstes habe sie das entgegenkommende Fahrzeug wahrgenommen (Akten Staatsanwaltschaft, act. 3.11 S. 3). Sollte ihr Blick tatsächlich auf die überholenden Fahrzeuge gerichtet gewesen sein, wäre zudem zu erwarten, dass sie deren genaue Anzahl hätte angeben können (vgl. Akten Staatsanwaltschaft, act. 3.7 S. 1 f., act. 3.11 S. 2).