Citation: 5A_366/2022 E. 1

Angefochten ist der Entscheid einer oberen kantonalen Instanz in einem Kindesschutzverfahren; der Entscheid schliesst das Verfahren in Bezug auf den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und die Fremdplatzierung ab (Art. 91 BGG). Strittig ist vor Bundesgericht nur noch der Anspruch auf Parteientschädigung bzw. die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Vor der letzten kantonalen Instanz war jedoch nicht ausschliesslich die Kosten- und Entschädigungsfrage strittig, sodass sich das Rechtsmittel nach der Hauptsache richtet (vgl. BGE 137 III 47 E. 1.2). Dabei handelt es sich um eine Streitsache nicht vermögensrechtlicher Natur (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG). Die Beschwerdeführer sind zur Beschwerde berechtigt, denn ihnen wurden die Kosten ihres unentgeltlichen Rechtsvertreters auferlegt (wenn diese auch einstweilen zulasten des Staates gingen), da ihnen ein Anspruch auf Parteientschädigung abgesprochen wurde (Art. 76 Abs. 1 BGG). Die rechtzeitig (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingereichte Beschwerde in Zivilsachen erweist sich als zulässig.