Citation: U 182/05 09.02.2006 E. 2

Zur einzig streitigen Frage, ob die Hepatitis C in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Verkehrsunfall vom 10. Juni 1974 steht (BGE 119 V 337 Erw. 1a), hat das kantonale Gericht Folgendes erwogen: Die Hepatitis C sei anlässlich einer Untersuchung bei Prof. P.________ von der Klinik L.________ im Juli 2000 festgestellt (recte: bestätigt) worden. Laut Bericht des Instituts B.________ vom 8. November 2002 bestünden beim Versicherten zwei Risikofaktoren für den Erwerb einer Hepatitis C, die Geburt in Italien (Hochprävalenzland) sowie der Unfall mit «Schockbehandlung» in W.________, wobei dort Transfusionen nicht explizit erwähnt seien und der Patient sich an eine solche nicht erinnere. Der erste Risikofaktor scheide aus. Ein Blutuntersuch bei der Mutter des Versicherten habe keine Hepatitis C ergeben. Aus den einzig noch existierenden medizinischen Unterlagen über die stationäre Behandlung vom 10. bis 22. Juni 1974 im Spital W.________ sei keine Bluttransfusion ersichtlich. Es sei sehr unwahrscheinlich und müsste gemäss Dr. med. G.________ von der Abteilung Arbeitsmedizin der SUVA aufgrund der damaligen Laborwerte mit Hämoglobin von 13,4 und Hämokrit 39 direkt als Kunstfehler bezeichnet werden, wenn eine Bluttransfusion durchgeführt worden wäre. Es fehle somit schon am klaren Beweis einer Bluttransfusion, welche zudem erst einen Risikofaktor darstelle, um sich möglicherweise mit Hepatitis C zu infizieren. Eine solche Beweisführung reiche nicht, um die Kausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu begründen.