Citation: 1A.327/1999 10.01.2001 E. 3

3.- Soweit von den Beschwerdeführern beantragt wird, das Schallschutzkonzept sei zu ergänzen bzw. zur Verbesserung zurückzuweisen, sind die Beschwerden aufgrund des bundesgerichtlichen Urteils vom 8. Dezember 2000 i.S. Politische Gemeinde Bachs und Mitbeteiligte gegenstandslos geworden. Nach diesem Entscheid ist das Konzept zu überarbeiten und wird anschliessend unter Wahrung des Rechtsschutzes neu aufgelegt werden müssen. Auf die gegenstandslos gewordenen Anträge ist nicht mehr einzugehen. Aus prozessökonomischen Gründen können allerdings noch folgende Bemerkungen angebracht werden: a) Wie sich dem Synthesebericht zum Schallschutzkonzept entnehmen lässt (S. 12), beruht dieses auf dem an der EMPA entwickelten Fluglärmsimulationsprogramm FLULA 2, das sich auf eine Grosszahl von Fluglärmmessungen in Zürich-Kloten stützt. Die Simulationsrechnung berücksichtigt die Topographie, die Bodendämpfung, die Luftdämpfung, die Flugverkehrszahlen, die operationellen Verfahren (Flugprofile und -wege), das Abstrahlverhalten sowie die Schallleistung der Quellen. Unerfasst bleiben einzig abschirmende Wirkungen von Hindernissen und Reflexionen in bebauten Gebieten. Die Einwendungen von Irene Maag gegen die dem Schallschutzkonzept zu Grunde liegenden Modellberechnungen sind somit unbegründet. b) Die Frage, ob die Rückerstattung von Schallschutzkosten auch für Wohnbauten gewährt werden müsse, die ab 1978 in der Lärmzone C erstellt oder umgebaut wurden, ist im zitierten Urteil vom 8. Dezember 2000 (E. 48d) verneint worden. Das Bundesgericht hat hierzu ausgeführt, Art. 25 Abs. 3 USG statuiere nur die Pflicht, die durch übermässigen Lärm betroffenen Gebäude auf Kosten des Inhabers der lärmigen Anlage durch Schallschutzfenster oder ähnliche bauliche Massnahmen zu schützen. Das Gesetz spreche sich dagegen über die Rückerstattung von Kosten für - freiwillig oder gezwungenermassen - bereits ergriffene Schutzmassnahmen nicht aus. Die Kosten-Rückerstattung, zu der sich der Flughafenhalter bereit erklärt habe, könnte mithin nur dann beanstandet werden, wenn sie gegen das Gleichbehandlungsgebot oder das Willkürverbot verstiesse. Nun sei die Verpflichtung zum Einbau von Schallschutzfenstern für neue oder umzubauende Gebäude in den Lärmzonen B und C bereits mit dem Erlass bzw. der Auflage der Lärmzonenpläne begründet worden und sei nicht erst - wie für die übrigen Bauten - im Zusammenhang mit dem heutigen Flughafen-Erweiterungsprojekt entstanden. Diese unterschiedliche Rechtslage lasse eine differenzierte Regelung bei der Kosten-Rückerstattung zu. Eine generelle Rückerstattungs-Pflicht bestehe daher nicht. - Nach diesen Ausführungen wird das Rückerstattungs-Begehren von P. und M. Burri für ihre Liegenschaft, die offenbar der Lärmzone C zugewiesen und 1984 überbaut worden ist, auch im künftigen Verfahren wenig Aussicht auf Erfolg haben.