Citation: 2C_278/2024 E. 1.3.2

1.3.2. Der Beschwerdeführer ist wegen Untertauchensgefahr in Ausschaffungshaft gemäss Art. 76 AIG genommen worden. Gegen ihn liegt ein rechtskräftiger Wegweisungsentscheid vor. Indem der Beschwerdeführer bereits einmal für mehr als ein Jahr untergetaucht war, sich weder an die Ausreisefrist noch an die Eingrenzung gehalten hat und kurz vor Anordnung der Ausschaffungshaft noch plante, sich mit gefälschten Papieren nach Kanada abzusetzen, setzte er den Haftgrund gemäss Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 und 4 AIG. Der Beschwerdeführer bot trotz erklärter Freiwilligkeit und beanspruchter Rückkehrhilfe keine Gewähr dafür, dass er sich den Behörden zur Verfügung halten würde, nachdem er mit seinen Reiseplänen und dem Asylgesuch kurz zuvor noch zum Ausdruck gebracht hatte, nicht zurückkehren zu wollen. Nachdem sich eine Eingrenzung bereits als untauglich erwiesen hatte, gab es kein milderes Mittel als die Ausschaffungshaft. Anhaltspunkte, dass diese nicht verhältnismässig, der Vollzug nicht absehbar oder nicht beförderlich vorangetrieben worden wäre, gibt es keine, zumal die Zusicherung der Papiere vorlag und ein erster Flug innert erstmals angeordneter Haftfrist gebucht wurde.