Citation: 6B_645/2022 E. 2

Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz verschiedene Verfahrensfehler im Zusammenhang mit der Berufungsverhandlung vor. Die Rügen sind offensichtlich unbegründet. Der Beschwerdeführer macht geltend, während der Berufungsverhandlung sei eine lange Diskussionen zwischen der Vorsitzenden und der Auskunftsperson D.________ nicht sofort übersetzt worden. Selbst wenn dies zutreffen sollte, bestand kein Anlass, den Wortwechsel zwischen der Vorsitzenden und der Auskunftsperson D.________ sofort zu übersetzen. Denn gemäss Art. 68 Abs. 2 StPO besteht kein Anspruch auf vollständige Übersetzung aller Verfahrenshandlungen und Akten; vielmehr ist der beschuldigten Person nur der wesentliche Inhalt der wichtigsten Verfahrenshandlungen in einer ihr verständlichen Sprache zur Kenntnis zu bringen. Der Beschwerdeführer konnte sich an der Berufungsverhandlung durch seinen anwesenden Verteidiger zu Aussagen der Auskunftsperson äussern. Weshalb es der Vorsitzenden hätte verwehrt sein sollen, weitere Fragen an die Auskunftsperson zu stellen oder Belege einzufordern, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist nicht ersichtlich. Ebenso unerfindlich ist, was der Beschwerdeführer daraus ableiten will, dass die Auskunftsperson in der Nähe der Staatsanwaltschaft und des Gerichts gesessen sein soll. Von offensichtlichen Verfahrensmängeln oder von einer offensichtlichen Voreingenommenheit kann keine Rede sein.