Citation: 9C_302/2021 E. 4.2.1

4.2.1. Das Bundesgericht hatte schon im Urteil 9C_113/2019 vom 29. August 2019 erwogen, namentlich aus der am 11. März 2014 ergänzten SMAB-Expertise vom 25. Juni 2011 (recte: 2013) sowie aus dem Gutachten des Dr. med. D.________ und des lic. phil. E.________ vom 12. November 2015 würden sich deutliche Hinweise auf Inkonsistenzen und eine Aggravation ergeben (dortige E. 5.3). In der Zwischenzeit diagnostizierte auch Dr. med. F.________ im Gerichtsgutachten vom 16. April 2020 eine Aggravation im Sinne einer verstärkten Darstellung von Beschwerden sowie eine Simulation im Sinne eines Vortäuschens von Beschwerden. Konkret führte er aus, der Beschwerdeführer verharre in seiner Krankenrolle, zeige eine appellativ anmutende Selbstlimitierung mit hohem Leidensdruck und Schonverhalten. Dies sei nicht zu sehen, wenn er sich unbeobachtet fühle. Er zeige ein aggravierendes Verhalten und stelle seine Beschwerden verschlimmernd dar mit dem Ziel, eine anhaltende Krankschreibung zu erreichen und dadurch in den Genuss von Versicherungsleistungen zu kommen. Mit Blick auf diese gutachterlichen Aussagen sowie die übrigen seit Jahren bestehenden Hinweise auf Inkonsistenzen und eine Aggravation ist von einer revisionsrechtlich relevanten Tatsachenänderung im Sinne eines früher nicht gezeigten Verhaltens auszugehen. Dieses geht eindeutig über die blosse (unbewusste) Tendenz zur Schmerzausweitung und -verdeutlichung hinaus. Insoweit liegt trotz fehlender gesundheitlicher Veränderung im massgebenden Zeitraum ein Revisionsgrund nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vor (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3 zur umfassenden Prüfung des Rentenanspruchs). Gleichzeitig ist ein Ausschlussgrund im Sinne von BGE 141 V 281 E. 2.2.1 zu bejahen.