Citation: 5A_369/2014 E. 2.2

2.2. Vorliegend ist das Kind am 2. April 2013 geboren und der Vater hat es am 2. Dezember 2013 anerkannt, so dass erst in diesem Zeitpunkt, somit acht Monate nach der Geburt, ein rechtliches Kindesverhältnis zwischen ihm und dem Kind entstanden ist. Das Zivilstandsamt hat damit zu Recht die Geburt der Kindesschutzbehörde gemeldet und diese hat zu Recht Abklärungen eingeleitet, um festzustellen, ob eine Beistandschaft angezeigt ist. Wie die Vorinstanz für das Bundesgericht verbindlich feststellt und der Beschwerdeführer auch nicht bestreitet, ist bis jetzt keine Unterhaltsvereinbarung zustande gekommen, und er hat auch keinen bzw. nur einen sehr beschränkten Kontakt mit der Kindesmutter und dem Kind. Das Kind ist nun über ein Jahr alt, so dass Unterhaltsansprüche laufend verjähren bzw. verwirken, wenn sie nicht eingeklagt werden (Art. 279 ZGB). Damit besteht dringender Handlungsbedarf zur Wahrung der Interessen des Kindes. Entsprechend hat die Kindesschutzbehörde dem Kind einen Beistand ernannt, der diese Interessen wahrzunehmen hat. Wohl mit Blick auf die Streichung von Art. 309 ZGB durch die inzwischen am 1. Juli 2014 in Kraft getretene Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 21. Juni 2013 (AS 2014 357) hat sie die Beistandschaft nicht (auch) auf diese Bestimmung, sondern auf Art. 308 ZGB gestützt. Die Vorinstanz hat dieses Vorgehen zu Recht gebilligt. Mit Blick auf die Dringlichkeit des Handelns und die offensichtlichen Schwierigkeiten von Vater und Mutter, sich auf eine Regelung zu einigen, kann den kantonalen Behörden auch nicht vorgeworfen werden, das Verhältnismässigkeitsprinzip verletzt zu haben.