Citation: 8C_679/2022 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdegegnerin bestreitet, dass das Tragen von Skiern als harmlose Bewegung zu qualifizieren sei. Vielmehr erfordere es aufgrund des Gewichts der Skier samt Bindung eine Kraftanstrengung auch der Finger. Selbst wenn jedoch der Beschwerdeführerin in ihrer Argumentation zu folgen wäre, lasse sich daraus keine Beweiserleichterung zu ihren Gunsten ableiten. Die Beschwerdegegnerin macht sinngemäss im Wesentlichen geltend, dass der Vertrauensarzt, dessen fachliche Befähigung generell in Zweifel gezogen wird, allein auf allgemeine medizinische Annahmen zur Verursachung von Sehnenrissen abstelle. Dies vermöge für den Haftungsausschluss nicht zu genügen, zumal bei der hier konkret vorliegenden Verletzung ("Malletfinger") eine differenziertere Betrachtungsweise Platz greifen müsse.