Citation: 8C_362/2021 E. 7.2.1

7.2.1. Der Beschwerdeführer beanstandet zunächst, die Vorinstanz hätte nicht einzig auf das Postskriptum (vgl. E. 6) der fraglichen Eingabe vom 15. Februar 2021 abstellen dürfen. Diesbezüglich ist ihm insoweit beizupflichten, dass der übrige Inhalt der Eingabe durchaus den Minimalanforderungen einer Beschwerde gemäss Art. 61 lit. b ATSG zu genügen vermöchte. Für sich alleine betrachtet liesse die Eingabe einen Beschwerdewillen des Beschwerdeführers und damit einen blossen Irrtum betreffend die Unzuständigkeit der Suva denn auch als naheliegend erscheinen. Entgegen dem Beschwerdeführer stellte die Vorinstanz jedoch nicht nur auf das Postskriptum der Eingabe ab. Vielmehr berücksichtigte sie auch die konkreten Umstände der persönlichen Einreichung bei der Suva. In dieser Hinsicht erwog sie, der Beschwerdeführer habe bei der persönlichen Vorsprache am 15. Februar 2021 seine Eingabe nicht bei der Suva gelassen, sondern letztere zum Einscannen des Dokuments aufgefordert, um das Original anschliessend wieder mitzunehmen. Soweit der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, es handle sich um eine nicht substanziierte Parteibehauptung der Suva, ist dies nicht stichhaltig. Dass er am 15. Februar 2021 darauf bestand, das Original der Eingabe wieder mitzunehmen, erwähnte die Suva zwar erstmals in ihrer Beschwerdeantwort im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren. Es sind jedoch keine Anhaltspunkte ersichtlich, weshalb der oder die Mitarbeiterin der Suva das Original der Eingabe - nach Anbringen des Eingangsstempels - dem Beschwerdeführer wieder übergeben sollte, ohne von letzterem hierzu aufgefordert worden zu sein. Der Beschwerdeführer macht denn auch weder geltend, dass er die Eingabe bei der Suva habe lassen wollen, noch, dass er die Eingabe gegen seinen Willen wieder habe mitnehmen müssen. Steht demzufolge fest, dass der Beschwerdeführer seine Eingabe am 15. Februar 2021 bei der Suva bloss vorzeigte, um sie sogleich wieder mitzunehmen, erscheint der (implizite) vorinstanzliche Schluss, er habe zu diesem Zeitpunkt noch keine Beschwerde einreichen wollen, jedenfalls nicht als geradezu willkürlich. Daran ändert der Umstand, dass sich der Beschwerdeführer über den Fristablauf am 15. Februar 2021 offenbar im Klaren war, ebenso nichts wie die Weiterleitung der Kopie des Dokuments durch die Suva mit dem Hinweis, die "Beschwerde" sei fälschlicherweise bei ihr eingereicht worden. Nach der Rechtsprechung ist eine Weiterleitung durch die unzuständige Behörde in jedem Fall geboten; ob eine rechtzeitig eingereichte, nicht notwendigerweise als solche bezeichnete Beschwerde den Formerfordernissen genügt, insbesondere ob ein Anfechtungswille gegeben ist, ist vom zuständigen Versicherungsgericht zu entscheiden (Urteile 8C_757/2019 vom 24. Januar 2020 E. 6.3; 9C_211/2015 vom 21. September 2015 E. 2.1; 9C_ 758/2014 vom 26. November 2014 E. 2 mit Hinweisen). Nachdem die Vorinstanz neben der Eingabe die weiteren Umstände der Einreichung berücksichtigte, ist ihr entgegen dem Beschwerdeführer schliesslich auch kein überspitzter Formalismus (vgl. zum Ganzen BGE 142 V 152 E. 4.2) vorzuwerfen.