Citation: 9C_463/2016 E. A

A.a. Die 1993 geborene, verbeiständete A.________ wuchs seit früher Kindheit in verschiedensten Heimen und Pflegefamilien auf. Ab April 2009 bezog sie Ergänzungsleistungen zur IV-Kinderrente (Invalidenrente der Mutter). Im November 2009 trat sie in die Sozialpädagogische Wohngemeinschaft Q.________ ein, wo sie mittels Fernlektionen den Sekundarschul-Abschluss nachholen konnte. Seit 1. Januar 2012 wurden die diesbezüglichen Heimkosten im Rahmen der EL-Berechnung mit der maximal anrechenbaren Tagespauschale von Fr. 33.- berücksichtigt (Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen als EL-Durchführungsstelle vom 16. Januar 2012). A.b. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen sprach A.________ eine (mit mehrwöchigem Unterbruch) vom 23. April bis 31. Juli 2012 dauernde berufliche Abklärungsmassnahme zu und übernahm die Mehrkosten der daran anschliessenden erstmaligen beruflichen Ausbildung (Vorbereitungsjahr im kaufmännischen Bereich bis 31. Juli 2013; Mitteilungen vom 5. Juli und 22. Oktober 2012). Beide Massnahmen wurden im Spital L.________ in X.________ durchgeführt, wobei die Versicherte intern in dessen Wohnheim wohnte. Die entsprechenden Heimkosten wurden der Institution von der Invalidenversicherung direkt vergütet. Zudem wurde A.________ ein sog. kleines IV-Taggeld ausgerichtet (Verfügungen der IV-Stelle vom 13. Juli und 18. September 2012). A.c. Die Beiständin der Versicherten, B.________, Amtsvormundin bei der damals zuständigen Amtsvormundschaftsbehörde, stellte die letztgenannte Taggeld-Verfügung im September 2012 der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen zu. Obwohl daraus die neue Heimadresse von A.________ in X.________ hervorging, berücksichtigte die Sozialversicherungsanstalt im Rahmen der erforderlichen EL-Neuberechnung weiterhin die maximale Tagespauschale von Fr. 33.- für den Aufenthalt in der Wohngemeinschaft Q.________ (EL-Verfügung vom 8. Oktober 2012). Auch bei den folgenden Anpassungen der Ergänzungsleistung fanden der Heimwechsel und der Umstand, dass die Heimkosten in X.________ von der Invalidenversicherung übernommen wurden, keine Berücksichtigung (Verfügungen vom 27. Dezember 2012, 8. Juli, 3. Oktober und 27. Dezember 2013). In der Zwischenzeit hatte die Versicherte, wiederum im Spital L.________ und weiterhin gleichermassen unterstützt durch die IV, die interne dreijährige Lehre zur Kauffrau (Profil B) angetreten. Erst aufgrund eines Telefongesprächs mit A.________ vom 18. Juni 2014 realisierten die zuständigen Angestellten der Sozialversicherungsanstalt, dass seit Beginn der beruflichen Abklärungs- und Eingliederungsmassnahmen der IV bei der Ermittlung des EL-Betrages zu Unrecht Heimkosten als Ausgaben angerechnet worden waren. Die Neuberechnung ergab für den gesamten Zeitraum einen Einnahmenüberschuss. A.d. Die Sozialversicherungsanstalt verneinte deshalb rückwirkend ab 1. Juni 2012 einen EL-Anspruch und forderte gleichzeitig die bis 30. April 2014 zu Unrecht bezogenen EL-Betreffnisse von Fr. 12'668.- und die für diesen Zeitraum vergüteten Krankheitskosten in Höhe von Fr. 2087.85, d.h. insgesamt Fr. 14'755.85, von A.________ zurück (Verfügungen vom 21. Juni 2014). Diese liess am 24. September 2014 um Erlass der Rückerstattung ersuchen, was von der Sozialversicherungsanstalt mit Verfügung vom 6. November 2014 und Einspracheentscheid vom 5. November 2015 mangels guten Glaubens beim unrechtmässigen Bezug der Ergänzungsleistung abgelehnt wurde.