Citation: 9C_570/2020 E. 3.6

3.6. Dass die Beschwerdeführerin eine Kiesgrube und bewilligte Deponie gemäss Art. 35 der Verordnung vom 4. Dezember 2015 über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (Abfallverordnung, VVEA; SR 814.600; vgl. auch Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR in der seit 1. Januar 2018 geltenden Version) betreibt, wo das im Bereich "Erd- und Rückbau" gewonnene Material verwendet wird, steht der Annahme eines selbstständigen Betriebsteils nicht entgegen. Insbesondere legt die Beschwerdeführerin nicht dar, dass das von ihr benötigte Material nicht auch aus der (beitragspflichtigen) Bautätigkeit anderer Unternehmen stammt. Weiter bejahte das Bundesgericht im Urteil 9C_75/2016 vom 27. September 2016, das einen Betrieb mit insgesamt 41 Mitarbeitenden betraf, einen selbstständigen Betriebsteil mit zwei Arbeitnehmern und einem Jahresumsatz unter Fr. 500'000.-; auch unter diesen quantitativen Aspekten mass es der im Fokus stehenden Tätigkeit nicht bloss untergeordnete Bedeutung oder Hilfscharakter bei (a.a.O., E. 3.2 und 4.3.3). Ein Grund für die Änderung dieser Rechtsprechung (vgl. dazu BGE 145 V 304 E. 4.4 S. 309; 141 II 297 E. 5.5.1 S. 303) ist nicht ersichtlich und wird auch nicht substanziiert geltend gemacht. Dementsprechend kann in concreto ein selbstständiger Betriebsteil nicht schon deshalb verneint werden, weil er lediglich zwei Mitarbeiter (bei insgesamt 35 Angestellten) umfasst und sein Anteil am Gesamtumsatz des Betriebs nur "knapp 5 %" ausmacht (wobei die interessierenden Jahresumsätze im Bereich "Erd- und Rückbau" zwischen Fr. 692'296.- und Fr. 818'025.- lagen). Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin bedarf ein selbstständiger Betriebsteil auch keiner eigenen Verwaltung (vgl. vorangehende E. 3.2) und somit keines "eigenen Chefs".