Citation: 4A_392/2021 E. 6.1

6.1. Sie erwog zusammengefasst, gemäss der Erstinstanz hätten die Parteien am 28. Mai 2013 einen Darlehensvertrag über Fr. 1.5 Mio. geschlossen und am 11. April 2016 offene Werklohnforderungen der Beschwerdegegnerin in eine weitere Darlehensforderung über Fr. 6 Mio. umgewandelt. In Ziff. 6 des Darlehensvertrags vom 11. April 2016 hätten die Parteien eine detaillierte Regelung zur Rückzahlung der Darlehen vereinbart. Die dortigen Rückzahlungsmodalitäten würden auch das Darlehen vom 28. Mai 2013 umfassen, mithin von einer Rückzahlungsforderung von Fr. 7.5 Mio. ausgehen. In der erwähnten Ziff. 6 sei festgehalten, dass bei Nichteinhalten des Vertrags (Zinszahlungen und Amortisation) der Vertrag nichtig sei. In diesem Fall werde der gesamte Darlehensbetrag sofort fällig. Die erste Amortisation sei per 30. April 2016 zu leisten gewesen. Diese habe die Beschwerdeführerin nicht erbracht. Deshalb sei gemäss Ziff. 6 der gesamte Darlehensbetrag von Fr. 7.5 Mio. am 1. Mai 2016 zur Rückzahlung fällig geworden. Die Beschwerdeführerin bringe der Erstinstanz zufolge erstmals im Schlussvortrag in der Hauptverhandlung vor, Ziff. 6 sei so zu verstehen, dass die Amortisation im Gleichschritt mit der Realisierung der Etappen 1-3 der Überbauung "X.________" in U.________ zu erfolgen habe. Da die erste Etappe bis heute noch nicht fertiggestellt sei, sei das Darlehen noch gar nicht zur Rückzahlung fällig. Dieses Vorbringen sei nach Aktenschluss und damit verspätet erfolgt. Selbst wenn dieser Argumentation gefolgt werden könnte, wäre die gesamte Darlehensforderung auch deshalb zur Rückzahlung fällig, da die Beschwerdeführerin die fälligen Darlehenszinse nicht bis am 30. Juni 2016 bezahlt habe. Die Vorinstanz hielt weiter fest, die Beschwerdeführerin habe vor der Erstinstanz behauptet, die Beschwerdegegnerin habe sich rechtsmissbräuchlich verhalten. Diesbezüglich habe die Erstinstanz erwogen, aufgrund der allgemein gehaltenen Ausführungen der Beschwerdeführerin sei es unklar, ob und gegen welche konkreten vertraglichen Pflichten die Beschwerdegegnerin verstossen habe. Auch im Zusammenhang mit der Eintragung von Bauhandwerkerpfandrechten könne kein rechtsmissbräuchliches Verhalten der Beschwerdegegnerin erblickt werden.