Citation: 1C_41/2014 E. 7.3

7.3. Gemäss Art. 73 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Graubünden vom 31. August 2006 (VRG) hat im Rechtsmittelverfahren in der Regel die unterliegende Partei die Kosten zu tragen. Diese Bestimmung lässt in begründeten Fällen ein Abweichen von der Auferlegung der Kosten nach dem Unterliegerprinzip zu. Nicht ausdrücklich geregelt ist der Fall, dass ein Beschwerdeführer unterliegt, weil ein Verfahrensfehler im Rechtsmittelverfahren geheilt worden ist. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts muss diesem Umstand bei der Kostenregelung Rechnung getragen werden. Dies kann durch eine angemessene Reduktion der Gerichtsgebühr erfolgen (Urteil 1C_98/2012 vom 7. August 2012 E. 9.3; vgl. auch Urteil 1A.117/2003 vom 31. Oktober 2003 E. 6.3, publ. in ZBl 2004 S. 502 f.). Die Heilung einer Gehörsverletzung kann auch durch den Verzicht auf die Erhebung von Kosten berücksichtigt werden (BGE 122 II 274 E. 6d S. 287; Urteile 1C_233/2007 vom 14. Februar 2008 E. 2.1.3; 1P.140/2000 vom 22. Mai 2000 E. 5, nicht publ. in BGE 126 I 68). Die Gerichtskosten können allenfalls auch der Instanz auferlegt werden, die für die Gehörsverletzung verantwortlich ist, die Anlass zur Beschwerde gab (Urteile 1C_564/2013 vom 30. August 2013 E. 2.3; 1C_4/2012 vom 19. April 2012 E. 8; vgl. auch 1B_22/2012 vom 11. Mai 2012 E. 3.3).