Citation: 6B_603/2024 E. 1.3.1

1.3.1. Nicht nachvollziehbar ist zunächst der Einwand des Beschwerdeführers, wonach die Vorinstanz die massgebenden Kriterien der Interessenabwägung nicht angewandt habe. Er nennt die Art und Schwere der begangenen Straftaten, die Aufenthaltsdauer in der Schweiz, die seit der Tat verstrichene Zeit und das Nachtatverhalten, die familiäre Situation, das Alter der Kinder, deren Schwierigkeiten bei der Integration im Heimatstaat und die Frage, ob die Ehefrau bei Eingehen der Beziehung von der Straftat wusste. All dies hat die Vorinstanz indes ausdrücklich und genügend berücksichtigt, wobei mit Bezug auf das letzte Kriterium darauf hinzuweisen ist, dass der Beschwerdeführer die meisten Straftaten nach Eingehen der Ehe begangen hat, sodass sie insoweit nicht relevant sein können. Die Vorinstanz erwägt zu Recht, dass er trotz den familiären Verpflichtungen und deren Gefährdung delinquiert hat. Der Beschwerdeführer bestreitet zu Recht weder die zum Teil einschlägigen und schweren Delikte noch die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von über 6 Jahren infolge unter anderem zweier Katalogdelikte im hier angefochtenen Urteil. Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass das Interesse an einer Wegweisung vor diesem Hintergrund sehr schwer wiegt. Es kann keine Rede davon sein, dass sie sich nicht mit den konkreten Umständen des Einzelfalls auseinandergesetzt hätte. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers entlastet es ihn mit Bezug auf die Verurteilung wegen Raubes nicht, dass er lediglich das Fluchtauto gefahren haben mag. Nachdem er augenscheinlich als Mittäter behandelt wurde, sind ihm die Handlungen von Mittätern, insbesondere Gewaltausübung oder -androhung, als eigene anzurechnen. Auch schadet es nicht, dass die Vorinstanz im Rahmen ihrer Erwägungen zur Landesverweisung auf die Tatumstände der gewerbsmässigen Hehlerei nicht weiter eingegangen ist. Vielmehr genügt es hier, auf die Höhe der Gesamtstrafe zu verweisen. Allein daraus ergibt sich eine erhebliche Tatschwere und ein entsprechendes Fernhalteinteresse (oben E. 1.1.1). Unter den gegebenen Umständen ist auch die vorinstanzliche Einschätzung zur Legalbewährung und Gefährdung der öffentlichen Ordnung durch den Beschwerdeführer überzeugend. Wenn er vorbringt, er habe mit dem Strafvollzug seine Lektion gelernt, sind mit der Vorinstanz Zweifel angebracht. Für eine positive Prognose genügt auch nicht, dass der Beschwerdeführer wieder arbeitet.