Citation: U 351/00 10.10.2001 E. 2

2.- Wie von der Beschwerdeführerin zutreffend dargelegt, stimmt der Invaliditätsbegriff in der Invalidenversicherung mit demjenigen in der Unfallversicherung (und in der Militärversicherung) grundsätzlich überein, weshalb die Schätzung der Invalidität, auch wenn sie für jeden Versicherungszweig grundsätzlich selbstständig vorzunehmen ist, mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden im Regelfall zum selben Ergebnis zu führen hat (BGE 126 V 291 Erw. 2a mit Hinweisen). Umgekehrt entbindet die Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffes die verschiedenen Versicherungsträger und im Beschwerdefall die Gerichte nicht davon, die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall selbstständig durchzuführen. Keinesfalls dürfen sie sich ohne weitere eigene Prüfung mit der blossen Übernahme des von einem anderen Versicherer oder Gericht festgelegten Invaliditätsgrades begnügen. Eine derart weitgehende Bindungswirkung ist nicht zu rechtfertigen. Anlass für ein Abweichen von einer bereits rechtskräftigen Invaliditätsschätzung eines anderen Versicherungszweigs können etwa äusserst knappe oder ungenaue Abklärungen sowie kaum überzeugende oder nicht sachgerechte Schlussfolgerungen bieten (BGE 126 V 294 Erw. 2d in fine; RKUV 2000 Nr. U 402 S. 391 Erw. 4a).