Citation: 9C_648/2019 E. 5.2

5.2. Zu prüfen ist weiter, ob das kantonale Gericht Bundesrecht verletzt hat, indem es aufgrund des ästhetischen Mangels eine Kostenübernahme für die Brustoperation verneinte. Die Vorinstanz hat zutreffend erwogen, dass nicht entscheidwesentlich ist, ob die geltend gemachte Brustdeformität in diagnostischer Hinsicht auf das Vorliegen von tubulären Brüsten oder einer Mammaptose zurückzuführen ist. Entgegen der Beschwerdeführerin kann aus der Diagnose nicht auf einen krankheitswertigen ästhetischen Mangel geschlossen werden, muss dafür die bestehende Abweichung doch rechtsprechungsgemäss ein erhebliches Ausmass annehmen, mithin objektiv als entstellend qualifiziert werden. Die Beschwerdeführerin zeigt ferner auch nicht auf, inwiefern das kantonale Gericht im Weiteren in Willkür verfallen ist, indem es auf die vertrauensärztliche Einschätzung abstellte und von einer Mammaptose ausging. Der Verweis der Beschwerdeführerin auf die Befunde und eine mögliche andere diagnostische Einordnung belegen noch keine offensichtliche Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung. Nach den für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen liegt somit das Bild einer typischen Mammaptose vor. Wie das kantonale Gericht zudem darlegte, ist dieser natürliche Schönheitsfehler bei objektiver Betrachtung nicht entstellend. Dies stimmt mit der Rechtsprechung überein, wonach Mammaptosen in der Regel nicht entstellend sind (SVR 2016 KV Nr. 16 S. 80, 9C_319/2015 E. 3.3). Vom Ausmass des ästhetischen Mangels ist sodann keine relevante Beeinträchtigung der sexuellen Integrität oder ein negativer Einfluss auf das Erwerbsleben der Beschwerdeführerin ersichtlich. Die Vorinstanz verletzte daher kein Bundesrecht, in dem sie in Bezug auf die Brustoperation eine Pflichtleistung der obligatorischen Krankenversicherung verneinte.