Citation: 4C.279/2003 03.05.2005 E. 4

Soweit der Kläger mit Berufung schliesslich geltend macht, die Beklagte habe mit ihrer Widerklage den Streitwert in unnötiger Weise auf CHF 521'000.-- angehoben und damit gegen Treu und Glauben verstossen, ist auf die Berufung nicht einzutreten. Mit dieser Beanstandung rügt der Kläger die unrichtige Anwendung von kantonalem Prozessrecht (§ 50 ZPO/ZH), auf welche Bestimmung er auch ausdrücklich Bezug nimmt. Da im Berufungsverfahren nur Bundesrecht überprüft werden kann (Art. 43 Abs. 1 OG), ist darauf nicht einzutreten. Schliesslich erweist sich die Berufung als unbegründet, soweit der Kläger ein fehlendes Rechtsschutzinteresse an der beklagtischen Widerklage geltend macht. Gegen die Leistungsklage, mit welcher nur ein Teilbetrag eingeklagt wird, ist Widerklage auf Feststellung des Nichtbestehens des ganzen Schuldverhältnisses möglich (BGE 42 II 696 E. 4 S. 701; Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 1997, N 24a zu § 59 und N 2 zu § 60 ZPO).