Citation: 5A_406/2015 E. 4.2.1

4.2.1. Nach Auffassung des Obergerichts, das sich insbesondere auch auf ein Gutachten von Dr. med. D.________ vom 27. Januar 2015 stützt, erweist sich die Behandlung als nötig, zumal ohne sie Rückfälle in die bekannte schizophrene Psychose unausweichlich sind. Allein dies bedeutet gemäss Obergericht eine Gefahr für die gesundheitliche Entwicklung des Beschwerdeführers, da Psychosen auf die Hirnsubstanz destruktive Effekte ausüben mit der Folge, dass weitere kognitive Defizite und letztlich sogar eine Entkernung der Persönlichkeit zu befürchten sind. Das Obergericht hat damit aufgrund des Gutachtens eine konkrete Gefahr der Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers und damit - entgegen dessen Auffassung - eine konkrete Selbstgefährdung für den Fall unterbliebener Behandlung bejaht (zur Notwendigkeit der Behandlung bei der Gefahr der Verschlechterung des Gesundheitszustandes: Urteil 5A_719/2014 vom 29. September 2014 E. 3.2). Zudem ist die Selbstvorsorge im psychotischen Zustand nicht mehr gewährleistet. Abgesehen davon trifft auch nicht zu, dass beim Beschwerdeführer keine Fremdgefährdung auszumachen wäre: Er wurde mit Entscheid vom 13. August 2014 aus der fürsorgerischen Unterbringung entlassen. In der Folge kam es zu einem tätlichen Angriff auf seine Mutter, worauf der Beschwerdeführer am 1./3. September 2014 erneut fürsorgerisch eingewiesen werden musste. Nach dem Gutachten besteht bei ihm nach wie vor eine sehr konkrete Fremdgefährdungsgefahr. Auch wenn diese für sich genommen nicht ausreichte, um eine Behandlung als notwendig erscheinen zu lassen (vgl. E. 2.1), so darf sie doch mit berücksichtigt werden (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Angesichts der vorhandenen konkreten Selbstgefährdung und unter Berücksichtigung der aufgezeigten konkret bestehenden Gefahr für Dritte erweist sich die Schlussfolgerung des Obergerichts, die medikamentöse Behandlung des Beschwerdeführers sei nötig, als bundesrechtskonform.