Citation: U 61/01 28.05.2002 E. A

A.- Der 1958 geborene G.________ arbeitete seit Juni 1987 als Leiter Zahlungsverkehr bei der Bank Q.________ und war bei den Winterthur-Versicherungen (im Folgenden: Winterthur) obligatorisch gegen Unfälle versichert. Am 6. August 1988, um 00.30 Uhr, ging er zu Fuss am linken Strassenrand der Kantonsstrasse von S.________ in Richtung T.________. Dabei wurde er von einem überholenden Personenwagen von hinten angefahren und 2,55 m ins angrenzende Wiesland geschleudert. Er wurde ins Spital X.________ eingeliefert, wo eine Commotio cerebri, eine Unterschenkelfraktur rechts mit beginnendem Compartmentsyndrom sowie multiple Prellungen und Kontusionen diagnostiziert wurden. Nach der operativen Versorgung der Fraktur wurde G.________ am 23. August 1988 aus dem Spital entlassen. Am 14. Oktober 1988 berichtete der Hausarzt Dr. med. A.________, dass beim Versicherten seit dem Unfall eine ausgeprägte psychische Störung vorliege. Laut Bescheinigung des gleichen Arztes bestand bis 11. Dezember 1988 vollständige und anschliessend bis 2. Januar 1989 hälftige Arbeitsunfähigkeit. Die Winterthur erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Am 28. September 1992 erstattete der Psychiater Dr. med. B.________ ein Gutachten zuhanden der Invalidenversicherung. Er diagnostizierte eine posttraumatische Anpassungsstörung (als psychogene Unfallfolge) und attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von über 70 %. Nach Beizug einer Stellungnahme ihres beratenden Psychiaters Dr. med. C.________ vom 3. Mai 1994 lehnte die Winterthur mit Verfügung vom 17. Juni 1994 den Anspruch auf eine Invalidenrente für die Folgen des Unfalls vom 6. August 1988 ab, weil zwischen diesem und der psychischen Erkrankung kein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe. Nachdem G.________ Einsprache erhoben hatte, holte die Winterthur eine Expertise des Dr. med. N.________, Chefarzt der Psychiatrischen Klinik Y.________ (vom 21. August 1995), ein, welche sie Prof. K.________ zur Stellungnahme unterbreitete (Aktengutachten vom 30. September 1995). Mit Entscheid vom 13. November 1995 wies die Winterthur die Einsprache ab. Die vom Versicherten hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden in dem Sinne teilweise gut, dass es den Einspracheentscheid aufhob und die Sache zu ergänzenden Abklärungen in medizinischer Hinsicht an die Versicherungsgesellschaft zurückwies (Entscheid vom 27. September 1996). Die Winterthur beauftragte den Psychiater PD Dr. med. M.________ mit der erneuten Begutachtung des Versicherten. Die Expertise vom 4. Mai 1998 wurde wiederum Dr. C.________ unterbreitet. Am 17. März/18. Mai 1999 erstattete schliesslich Dr. med. R.________, Facharzt für Psychiatrie, im Auftrag der Winterthur ein weiteres Aktengutachten. Mit Verfügung vom 6. August 1999 eröffnete die Winterthur G.________, für die Folgen des Unfalls vom 6. August 1988 bestehe ab 21. Dezember 1991 weder ein Anspruch auf Taggeld- noch auf Rentenleistungen der Unfallversicherung, woran sie mit Einspracheentscheid vom 23. März 2000 festhielt.