Citation: 5A_549/2015 E. 3.1

3.1. In der Eventualbegründung übernimmt die Vorinstanz die Erwägungen der ersten Instanz, die zum Ergebnis kam, es seien weder die Voraussetzungen für eine Berichtigung des Eintrages im Zivilstandsregister im Sinne von Art. 42 ZGB noch jene für eine analoge Anwendung der Klage auf Geschlechtsänderung gegeben. Sie führte fort, auch wenn die Beschwerdeführerin auf Grund traumatischer Erlebnisse zehn Jahre ihres Lebens verloren und einen entsprechenden Rückstand in ihrer Entwicklung habe, der nicht mehr aufgeholt werden könne, rechtfertige dies keine Änderung des Geburtsdatums. Das Geburtsdatum sei eine Tatsache, welche nach schweizerischer Rechtsauffassung nicht verändert und an die psychosoziale Entwicklung eines Menschen angepasst werden könne.