Citation: 8C_6/2014 E. 3

Die Vorinstanz hat gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten des Zentrums B.________ vom 13. September 2011 und dessen Ergänzung vom 9. Januar 2012 sowie des Berichts des Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Arbeitsmedizin, RAD, vom 28. Januar 2012 in für das Bundesgericht verbindlicher Weise (E. 1.2) festgestellt, dass infolge einer Verbesserung des Gesundheitszustandes spätestens zwei Monate nach dem Unfall vom 30. Juni 2004 keine rentenbegründende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr gegeben sei, und die Ablehnung einer Invalidenrente bestätigt. Die Versicherte macht geltend, auf das Gutachten des Zentrums B.________ vom 13. September 2011 könne nicht abgestellt werden, da es bezüglich der psychiatrischen Beurteilung nicht überzeugend sei, so dass es den Anforderungen der Rechtsprechung nicht genüge; die Vorinstanz habe demnach mit ihrem Abstellen auf dieses Gutachten den Untersuchungsgrundsatz von Art. 61 lit. c ATSG verletzt. Hingegen entspreche das Gutachten des behandelnden Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 16. Januar 2013 den Erfordernissen der Rechtsprechung, so dass gestützt auf diese Beurteilung von einer vollen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei und der Versicherten eine ganze Invalidenrente zustehe. Diesen Einwänden kann nicht gefolgt werden: Einerseits legt der psychiatrische Experte in seinem Teilgutachten in überzeugender Weise dar, weshalb nach seiner Einschätzung keine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F 43.1) mehr gegeben sei (weder Flash back-Erinnerungen noch etabliertes Vermeidungsverhalten, da die Versicherte seit 2006 wieder selbst Auto fährt, noch wesentliche Intrusionen oder ständige Bilder, die sie tagsüber einholen) und nur mehr eine leichte depressive Episode (ICD-10: F 33.0) feststellbar sei (erhaltene Vigilanz, Kommunikationsfähigkeit, psychische Spannkraft und affektive Schwingungsfähigkeit); weiter bejaht er sämtliche Kriterien einer generalisierten Angststörung (ICD-10: F 41.1). Andererseits vermag der Bericht des behandelnden Dr. med. D.________ vom 16. Januar 2013 diese Einschätzung des psychiatrischen Experten nicht in Zweifel zu ziehen, da er - wie die Vorinstanz zu Recht festhält - auch nicht ansatzweise darlegt, gestützt auf welche Anhaltspunkte er zur Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung gelangt und sich mit der Beurteilung des psychiatrischen Experten des Zentrums B.________ nicht auseinandersetzt. Zudem ist zu beachten, dass sich der Behandlungs- und der Begutachtungsauftrag unterscheiden (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1, I 514/06), und es kann nicht ausser Acht gelassen werden, dass behandelnde Ärzte im Zweifelsfall mitunter eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353). Demgemäss liegt keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 61 lit. c ATSG vor. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz gestützt auf die Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit gemäss Gutachten des Zentrums B.________ vom 13. September 2011 die Ablehnung des Anspruchs auf eine Invalidenrente bestätigte und festhielt, selbst bei Annahme einer bloss 70 %-igen Arbeitsfähigkeit resultiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad (E. 4.3 des kantonalen Entscheids). Da die Versicherte im Übrigen keine weiteren Einwände gegen den kantonalen Entscheid vorbringt und auch keine Anhaltspunkte bestehen, wonach dieser offensichtlich unzutreffend wäre, hat es bei der Ablehnung des Anspruchs auf eine Invalidenrente sein Bewenden.