Citation: U 71/04 28.01.2005 E. 3

Das kantonale Gericht hat insbesondere gestützt auf das Gutachten der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie des Spitals Z.________ vom 17. September 2001 einen Kausalzusammenhang zwischen den drei MRI-Untersuchungen vom 5., 20. und 27. Oktober 2000 und den linksseitigen Gehörbeschwerden verneint. Die Vorinstanz hat der Expertise vollen Beweiswert zuerkannt und die dagegen erhobenen Einwendungen des Versicherten als nicht stichhaltig bezeichnet. Unter anderem sprach sie den eingereichten Reintonaudiogrammen keine Beweiskraft zu. Diese belegen nach Auffassung des Beschwerdeführers eine Gehörsverschlechterung auch im Hochtonbereich (Frequenzen zwischen 4 und 6 kHz). Gemäss dem oto- und audiologischen Gutachten vom 17. September 2001 leidet der Versicherte an einer kombinierten tieftonbetonten Schwerhörigkeit links, Status nach wahrscheinlich zweizeitigem tieftonbetontem Hörsturz links, mit partieller Mittelohratelektase, Status nach Tympanoplastik 1963. Die Frage, ob diese Diagnose mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im kausalen Zusammenhang mit den drei MRI-Untersuchungen im Oktober 2000 stehe, wird mit 'Nein' beantwortet. Zur Begründung wird ausgeführt, es liege eine tieftonbetonte kombinierte Schwerhörigkeit mit einer Schwelle bei 70 Dezibel (dB) und einem Air bone gap von 30 dB vor. Noch im August 2000 habe die linksseitige Hörschwelle symmetrisch zur Gegenseite im Tieftonbereich um 20 dB gelegen. Die partielle Mittelohratelektase links bei Status nach Tympanoplastik 1963 erkläre den Air bone gap. Die Verschlechterung der Innenohrfunktion im Tieftonbereich sei im Rahmen eines Hörsturzes zu interpretieren. Eine Lärmtraumatisierung als Ursache der Tieftonschwerhörigkeit sei unwahrscheinlich. Lärmbedingte Hörstörungen manifestierten sich vorwiegend in den Frequenzen zwischen 4 und 6 kHz. In diesem Bereich fänden sich aber im Vergleich zu den Gehörsprüfungen im August 2000, also vor der Lärmbelastung durch das MRI, beidseits unveränderte Hörschwellen.