Citation: U 237/02 04.08.2003 E. 3

Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen vorgebracht wird, führt nicht zu einer anderen Beurteilung: 3.1 Die Rüge, der medizinische Sachverhalt sei ungenügend abgeklärt, ist nicht stichhaltig. Die umfassende Beurteilung der Dres. med. K.________ und H.________ vom 8. Februar 2000 sowie das MZ-Gutachten vom 11. Juli 2001 erweisen sich als ausreichende Entscheidgrundlagen. Bericht und Expertise sind für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden, sind in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen sind begründet (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c). Es ist überdies kein Widerspruch zwischen den genannten spezialärztlichen Einschätzungen einerseits und dem Bericht des Dr. med. B.________, Spezialarzt für Neurologie FMH, vom 4. März 1999, anderseits auszumachen; auch der letztgenannte Arzt bezeichnet die Kausalitätszuordnung der Beschwerden als nicht einfach und weist auf vorbestehende Beschwerden hin. Entgegen der Beschwerdeführerin hat das kantonale Gericht auch die unterschiedliche Ausrichtung des zuhanden der Invalidenversicherung erstellten medizinischen MZ-Gutachtens einerseits und der für den Unfallversicherer abgegebenen Beurteilung der Dres. med. K.________ und H.________ anderseits in seine Erwägungen einbezogen. Auf die MZ-Expertise stellt es deshalb für die Beantwortung der Kausalitätsfrage zu Recht nur insoweit ab, als sich darin ausdrückliche Aussagen über die unfall- oder krankheitsbedingte Verursachung einzelner Beschwerden finden. Wird der differenzierten Fragestellung in dieser Weise Rechnung getragen, ist die Berücksichtigung einer im IV-Verfahren eingeholten Expertise auch für Belange der Unfallversicherung zulässig. Mit dem kantonalen Gericht ist von zusätzlichen Abklärungen, wie dem Beizug der vollständigen IV-Akten, kein weiterer entscheidrelevanter Aufschluss zu erwarten (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b), weshalb davon abgesehen werden kann. 3.2 Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, im Entscheid der Vorinstanz sei nicht dargelegt, welche unfallfremden Faktoren für die Nackenbeschwerden verantwortlich seien, trifft ebenfalls nicht zu. Für die von den Dres. med. K.________ und H.________ angenommenen psychosozialen Belastungsfaktoren finden sich durchaus Anhaltspunkte. In der persönlichen Anamnese werden die gesundheitliche Situation des Ehemannes und die im Zeitpunkt der Beurteilung bestehende Trennung wegen der Abwesenheit desselben in seiner Heimat erwähnt. Wesentlich ist aber ohnehin nicht die Art der unfallfremden Faktoren. Vielmehr geht es um die Frage, ob der Unfall für die Beschwerden natürlich kausal ist, was die beurteilenden Ärzte nachvollziehbar verneint haben. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist der Vorinstanz überdies darin zuzustimmen, dass die degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule einen Grund nicht nur für die muskuläre Verspannung und Bewegungseinschränkung im Nackenbereich, sondern auch eine Ursache der Schmerzen in diesem Bereich darstellen. In der Rheumatologischen Diagnose im MZ-Gutachten wird die Hauptdiagnose "Cervicocephales, multifaktorielles Schmerzsyndrom" unterteilt in drei Unterdiagnosen, als deren eine die "muskuläre Verspannung und Bewegungseinschränkung bei degenerativen Veränderungen der unteren HWS" genannt ist. Diese Unterdiagnose ist mithin Bestandteil der Hauptdiagnose. Demzufolge sind die festgestellten degenerativen Veränderungen der unteren HWS auch ursächlich für die Schmerzproblematik. 3.3 Weil nach dem Gesagten der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den versicherten Unfallereignissen und dem Gesundheitsschaden - mit Ausnahme der Schulterbeschwerden - zu verneinen ist, erscheint auch nicht wesentlich, ob die in der MZ-Expertise festgestellte Arbeitsunfähigkeit eher als somatisch oder als psychisch bedingt zu qualifizieren ist. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt für beide Arten von Leiden das Vorliegen der natürlichen Kausalität voraus.