Citation: 9C_402/2021 E. 4

Das kantonale Gericht lehnte eine Revision seines Entscheides vom 3. März 2016 aufgrund der Bestätigung des Dr. B.________ über Gefängnisaufenthalte des Versicherten in den 1990er Jahren mit dem Argument ab, die Rente sei in jenem Entscheid nicht wegen des fehlenden Nachweises einer Inhaftierung verneint worden. Vielmehr sei eine posttraumatische Belastungsstörung aufgrund von Folter im Irak als nicht plausibel beurteilt worden, da der Versicherte während des ganzen Asylverfahrens in der Schweiz nicht geltend gemacht hat, Opfer von Folter geworden zu sein. Damit könne die neu beigebrachte Bestätigung nicht als erhebliches Beweismittel im Sinne der Rechtsprechung gelten. Der Beschwerdeführer rügt diese vorinstanzlichen Erwägungen als bundesrechtswidrig, da mit dem nachträglichen Beweis der Inhaftierungen im Irak auch die von ihm im IV-Verfahren geltend gemachten Folterungen als glaubhaft erscheinen würden. Wie es sich damit verhält, braucht indessen nicht näher geprüft zu werden. Fest steht nämlich, dass die eingereichte Bestätigung erst am 14. März 2021 ausgestellt wurde. Damit handelt es sich bei ihr nicht um ein erst nach dem zu revidierenden Entscheid aufgefundenes Beweismittel, sondern um ein echtes, erst nach diesem Entscheid entstandenes Novum. Als solches vermag es indessen im Vorneherein keine Revision im Sinne von Art. 61 lit. i ATSG zu begründen (vgl. E. 3.2 hievor). Damit kann auch offen bleiben, welche Beweiskraft einer solchen Bestätigung überhaupt zukommen kann. Der vorinstanzliche Entscheid besteht jedenfalls im Ergebnis zu Recht; die Beschwerde ist abzuweisen.