Citation: 8C_327/2020 E. 4

Die Vorinstanz stellte fest, der Versicherte habe seit Aufnahme seiner Arbeitstätigkeit bei der B.________ GmbH nie den vereinbarten, bei seinem Antrag auf Insolvenzentschädigung angegebenen Monatslohn von Fr. 7258.- erhalten. Ab dem Jahr 2018 seien nur noch unregelmässige Barauszahlungen erfolgt, im Jahr 2019 pro Monat jeweils Fr. 1000.- bis 2000.-. Bei diesen hohen Ausständen und der entsprechend anzunehmenden prekären finanziellen Lage der Arbeitgeberin wäre der Versicherte gehalten gewesen, allerspätestens zum Zeitpunkt der von der Arbeitgeberin ausgesprochenen Kündigung am 29. März 2019 konkrete Massnahmen zur Realisierung der von ihm behaupteten Lohnforderungen einzuleiten. Dass er die Arbeitgeberin bereits früher gemahnt habe, sei unbewiesen geblieben. Belegt sei lediglich die Einleitung der Betreibung am 1. Mai 2019. Daran könne das bestehende Familienverhältnis nichts ändern. Durch sein zögerliches Handeln habe der Versicherte seine Schadenminderungspflicht zumindest grobfahrlässig verletzt.