Citation: 2C_1113/2018 E. 2.2.3

2.2.3. Macht die steuerpflichtige Person geltend, es seien Zahlungen ins Ausland geflossen, so sind die Untersuchungsmöglichkeiten der Veranlagungsbehörde naturgemäss eingeschränkt. Dies gilt auch in Zeiten der internationalen Amtshilfe in Steuersachen, zumal hier das Subsidiaritätsprinzip zu beachten ist (BGE 144 II 206 E. 3.3.1 S. 211). Erhöhte Mitwirkungspflichten gelten daher, wenn die Mittel in einen anderen Staat geflossen sein sollen (Urteile 2C_276/2018 vom 15. Juni 2018 E. 2.6.2; 2C_183/2017 vom 6. März 2017 E. 3.3 zum Fürstentum Liechtenstein). Entsprechend unterliegen die steuerpflichtigen Personen in solchen Fällen einer besonders qualifizierten Mitwirkungspflicht (Urteil 2C_16/2015 vom 6. August 2015 E. 2.5.2). Sie haben nicht nur den Empfänger der Zahlung zu nennen, sondern die gesamten Umstände darzulegen, die zur Zahlung geführt haben. Von der steuerpflichtigen Person wird verlangt, dass sie die Verträge, die Korrespondenz und die Bankbelegte vorlegt (Urteile 2C_942/2017 vom 1. Februar 2018 E. 3.3; 2C_473/2016 / 2C_474/2016 vom 22. August 2016 E. 2.2.3 mit Hinweisen).