Citation: 1B_442/2022 E. 5.4

5.4. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin stellt die Rechtsprechung für die Anwendung von Art. 227 Abs. 7 StPO keine besonderen Anforderungen an die Intensität des Haftgrundes. Wie die Vorinstanz nachvollziehbar dargelegt hat, ist davon auszugehen, dass die bestehende Kollusionsgefahr jedenfalls bis zur Anklageerhebung voraussichtlich weiterhin bestehen wird und nicht vor Ablauf von sechs Monaten mit der Anklageerhebung gerechnet werden kann. Im Übrigen könnte das vorliegende Strafverfahren aufgrund der besonderen Schwere der Tat durchaus als komplexes, langwieriges Verfahren mit grossem Aktenumfang und diversen Zeugenbefragungen erachtet werden. Die sechsmonatige Verlängerung der Untersuchungshaft ist demnach nicht bundesrechtswidrig.