Citation: 4A_65/2024 E. 4.2.2

4.2.2. Ein vorbehaltloser Rückzug im Sinne eines definitiven Verzichts auf die Geltendmachung der Gegenstand des Feststellungsbegehrens bildenden Ansprüche könnte durchaus prozesstaktisch motiviert sein, weil sich eine Partei (zu Recht oder zu Unrecht) einen Einfluss auf die Erfolgsaussichten des eingeklagten Leistungsbegehrens erhofft, indem beispielsweise (anders als wenn eine weitere Leistungsklage vorbehalten würde) bei einer Klagegutheissung weitere Streitigkeiten und Prozesse nicht bereits vorprogrammiert erscheinen oder indem einem mit Blick auf die Höhe der Leistungsklage allenfalls möglichen Eindruck entgegengewirkt wird, die Klagepartei wolle einen übermässigen, sachlich nicht zu rechtfertigenden Gewinn erzielen. Gerade weil für die Gegenpartei schwierig zu erkennen ist, von welchen Motiven sich die Klagepartei leiten lässt, ist jedenfalls von anwaltlich vertretenen Parteien, denen dies ohne Weiteres zuzumuten ist, zu verlangen, dass sie unmissverständliche Klarheit schaffen, wenn ein Klagerückzug angebrachtermassen erfolgen soll.