Citation: 5A_288/2021 E. 3.4.5

3.4.5. Die Frage, ob ein Güterrechtsanspruch, welcher ausschliesslich aufgelaufene Unterhaltsschulden im Sinne von Art. 205 Abs. 3 ZGB umfasst, unter § 3 Abs. 1 lit. d Satz 1 oder Satz 2 AnwT fällt, beschlägt die Auslegung kantonalen Rechts. Vorliegend hängt davon ab, ob die Parteientschädigung sowie die amtliche Entschädigung des Beschwerdeführers in Anwendung von § 3 Abs. 1 lit. c AnwT gestützt auf eine Grundentschädigung von Fr. 3'630.-- (§ 3 Abs. 1 lit. b AnwT) oder eine solche von Fr. 10'481.65 (§ 3 Abs. 1 lit. a Ziff. 5 AnwT) zu ermitteln ist. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, welches die Anwendung kantonalen Rechts auf Rechtsmittel hin nur unter dem Gesichtspunkt der Verletzung verfassungsmässiger Rechte prüft (vgl. vorne E. 2), anstelle der kantonalen Instanz erstmalig über diese Auslegungsfrage zu urteilen. Die Sache ist mithin auch zum neuen Entscheid über die Parteientschädigung und amtliche Entschädigung des Beschwerdeführers an die Vorinstanz zurückzuweisen (Art. 107 Abs. 2 BGG).