Citation: 1C_645/2019 E. 5.2

5.2. Die Auslegung des kantonalen Gesetzesrechts durch die kantonalen Instanzen beruht auf nachvollziehbaren sachlichen Gründen. Die Mitwirkungsrechte der betroffenen Privaten, Gemeinden und Organisationen und die Koordination der mit der Materie inhaltlich befassten Amtsstellen sind durch die Verfahrensbestimmungen der §§ 19 und 21 StrWG gewährleistet. Einzig dass der Entscheid über die Realisierung von Kantonsstrassen oder -wegen lediglich durch den entsprechenden Finanzbeschluss des Grossen Rates gefällt wird, erscheint als ungewöhnlich. Das entspricht aber dem Wortlaut von § 15 Abs. 1 StrWG und wird mit dem Einbezug der interessierten Kreise ins Verfahren kompensiert, weshalb es nicht unhaltbar ist. Insgesamt ist die gesetzliche Regelung daher nicht willkürlich und widerspricht dem Raumplanungsgesetz des Bundes nicht.