Citation: 1P.226/2000 01.11.2000 E. 2

2.- a) Die Beschwerdeführer (bzw. im Falle des Beschwerdeführers 1 dessen Rechtsvorgänger) waren vom Verwaltungsgericht in den von ihm am 7. Juli 1998 erledigten Verfahren beigeladen worden. Nach Art. 35 Abs. 1 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 9. April 1967 (VGG) sind Dritte beizuladen, die durch den Entscheid in ihren schutzwürdigen Interessen berührt werden. Nach Abs. 2 hat ein Beigeladener, der am Verfahren teilnimmt, die gleichen Rechte wie die Hauptparteien. Es können ihm Kosten auferlegt werden, und der Entscheid wird durch die Beiladung auch für ihn verbindlich. b) Die Beschwerdeführer hätten in diesen Verfahren insofern in ihren schutzwürdigen Interessen betroffen werden können, als die Rekurrenten auch den Verteilschlüssel für die Perimeterbeiträge (bzw. die Art und Weise, wie die Strassenlänge dabei zu berücksichtigen sei) beanstandet hatten. Eine Gutheissung der Rekurse in diesem Punkt hätte somit zu einer Abänderung des Verteilschlüssels zu Lasten der Beschwerdeführer führen können. Dies ist indessen nicht eingetroffen, weil das Verwaltungsgericht die Rekurse vollumfänglich abwies. Für die Beigeladenen hat sich mit den Verwaltungsgerichtsurteilen vom 7. Juli 1998 die Rechtslage nicht geändert, da der Perimeterentscheid der Gemeinde Flims bestätigt wurde. Die Beschwerdeführer als Beigeladene fochten diese Urteile des Verwaltungsgerichts nicht an. Die Rekurrenten jenes Verfahrens reichten dagegen staatsrechtliche Beschwerden ein: das Bundesgericht hob die Urteile des Verwaltungsgerichts am 6. Januar 1999 auf, weil es zur Auffassung gelangte, dass die Gemeinde Flims verfassungsrechtlich verpflichtet war, einen 50-prozentigen Beitrag an die Baukosten der Via la Geina zu leisten. Soweit die Bestätigung des Verteilschlüssels überhaupt noch angefochten war, wurden die Beschwerden abgewiesen. Auch mit diesem Urteil verschlechterte sich daher die Rechtslage der Beschwerdeführer nicht. c) In der angefochtenen Verfügung hat der Verwaltungsgerichtspräsident die Beschwerdeführer nicht mehr als Verfahrensbeteiligte betrachtet. Zu diesem Schluss war offenkundig das Verwaltungsgericht bereits in seinen Urteilen vom 7. Juli 1998 gekommen, hat es sich doch darin mit den Begehren der Beschwerdeführer nicht weiter befasst, darüber nicht im Dispositiv entschieden und ihnen auch keine Kosten auferlegt. Es hat sie somit bereits damals nicht (mehr) als Parteien im Sinne von Art. 35 Abs. 2 VGG behandelt, sondern ist stillschweigend davon ausgegangen, dass sich die Verfahrensbeteiligung der Beschwerdeführer als Beigeladene mit der Abweisung der Rekurse erledigt hatte. Die Beschwerdeführer haben dies akzeptiert, indem sie die Urteile des Verwaltungsgerichts vom 7. Juli 1998 unangefochten liessen. Mit dem Entscheid des Bundesgerichts, das die Rekurrenten erstritten, wurden diese Urteile zwar aufgehoben, ohne aber die Rechtslage der Beschwerdeführer zu verschlechtern. Der Verwaltungsgerichtspräsident ist daher jedenfalls nicht in Willkür verfallen, indem er die Beschwerdeführer auch nach der Aufhebung der verwaltungsgerichtlichen Urteile durch das Bundesgericht nicht mehr am Verfahren beteiligte. Er hatte damit auch keinen Anlass, sie vor seinem Abschreibungsbeschluss anzuhören. Da der Vergleich darin nicht aufgenommen wurde, konnte der Verwaltungsgerichtspräsident zudem das Verfahren gestützt auf die Rückzugserklärung der Rekurrenten abschreiben, ohne den Vergleich materiell zu prüfen und sich damit auseinanderzusetzen, ob dieser allfällige Auswirkungen auf die Rechtsstellung der Beschwerdeführer haben könnte. Auch deswegen musste er die Beschwerdeführer nicht als Beigeladene behandeln und er musste sie auch vor der Abschreibung nicht anhören. Die Willkür- und die Gehörsverweigerungsrüge sind unbegründet. d) Ob die Gemeinde Flims aufgrund des kantonalen Rechts verpflichtet ist, auch denjenigen Perimeterpflichtigen die Hälfte ihres Beitrages zu erlassen, die den Perimeterentscheid und die darauf gestützten Beitragsverfügungen nicht anfochten, ist nicht Gegenstand dieses Verfahrens. Falls die Beschwerdeführer der Auffassung sind, ihnen stünden solche Ansprüche zu, liegt es an ihnen, sie auf geeignetem Weg zu verfolgen.