Citation: 4A_194/2022 E. 4.3

4.3. Das TAS wies zunächst darauf hin, dass der Titel von Art. 6 des Vermittlungsvertrags die "Gerichtsbarkeit" erwähne. Es führte in diesem Zusammenhang allerdings aus, dass diese Bestimmung nach dem Willen der Parteien einzig das anwendbare Recht regle und sich nicht auf die Zuständigkeit beziehe, heisse es darin doch allein: "dieser Vertrag ist gemäss den Bestimmungen des spanischen Rechts auszulegen und anzuwenden" [so die freie Übersetzung der Beschwerdeführerin]. Dagegen - so erwog das TAS (zusammengefasst) - komme in Art. 8 des Vermittlungsvertrags der klare und unzweideutige Wille der Parteien zum Ausdruck, ein Sportschiedsgericht - und zwar konkret das in Art. 8 ausdrücklich genannte TAS - über bestimmte Streitigkeiten entscheiden zu lassen, unter Ausschluss der ordentlichen Gerichtsbarkeit. Dies ergebe sich nicht nur aus dem deutlichen Wortlaut der Klausel, sondern auch aus dem vorvertraglichen Verhalten der Parteien und ihren Vertragsverhandlungen. Damit stelle Art. 8 des Vermittlungsvertrags sowohl nach schweizerischem als auch nach spanischem Recht eine gültige Schiedsvereinbarung dar, welche im vorliegenden Fall anwendbar sei und die Zuständigkeit des TAS begründe.