Citation: 4A_88/2013 E. 4.6.2

4.6.2. Der Beschwerdeführer lässt ausser Acht, dass die Rechtsprechung des Bundesgerichts Pauschalen zulässt, wenn der Richter bei der Würdigung der ihm unterbreiteten Kostenzusammenstellung zum Schluss gelangt, angesichts besonderer Umstände entspreche eine auf Erfahrungswerten beruhende Pauschale eher der tatsächlichen Kostenentwicklung als der Vergleich der durchschnittlichen Kosten (vgl. E. 4.1 hiervor). Inwiefern das Kantonsgericht diese Würdigung in Anbetracht einer tatsächlichen aussergewöhnlichen Kostensteigerung von 148.7 % bezüglich der gesamten Liegenschaft unzutreffend vorgenommen haben soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Dies ist auch nicht ersichtlich, zumal grundsätzlich von den Unterhaltskosten der gesamten Liegenschaft ausgegangen werden kann (vgl. BGE 106 II 356 E. 5b S. 362) und der Beschwerdeführer nicht behauptet, die entsprechende Kostensteigerung sei im Wesentlichen auf Unterhaltsarbeiten zurückzuführen gewesen, die nicht seine Wohnung betrafen (vgl. ANDREAS MAAG, Unterhaltspauschale, MRA 2005, S. 149 ff. 154). Unter diesen Umständen konnte das Kantonsgericht bundesrechtskonform annehmen, es sei gewährleistet gewesen, dass der Pauschalansatz von 0.5 % nicht über der tatsächlichen Steigerung der Betriebs- und Unterhaltskosten gelegen habe.