Citation: 2C_866/2020 E. 5.6.1

5.6.1. Soweit die Kritik der Beschwerdeführerinnen darauf hinausläuft, dass das Rückweisungsurteil dahingehend zu interpretieren sei, dass jedes lnbezugsetzen mit globalen, die fünf sanktionierten Strecken überschiessenden Absprachen - ganz gleich, ob "ausdrücklich oder implizit bzw. direkt oder indirekt " - unzulässig sei, geht ihre Kritik fehl. Ein über eine direkte Inbezugsetzung hinausgehender Schutz ist im Lichte des öffentlichen Interesses an einer möglichst umfassenden Veröffentlichung der Sanktionsverfügung nicht zu rechtfertigen. Damit die Unternehmen ihr Verhalten an der Praxis der WEKO ausrichten können, müssen sie insbesondere den internationalen Hintergrund, welcher für die Untersuchungen der WEKO ausschlaggebend war, in geeigneter Weise nachvollziehen können. Die Vorinstanz hat insofern ihr Ermessen nicht missbraucht, insoweit sie den Entscheid der WEKO schützte, dass Sachverhaltsschilderungen und rechtlichen Würdigungen, die ein über die sanktionierten Strecken hinausgehendes kartellrechtswidriges Verhalten lediglich in indirekter Weise insinuieren, nicht gegen Art. 48 KG verstossen.