Citation: 5A_123/2016 E. 2.1

2.1. Gemäss Protokoll der Vereinsversammlung vom 21. März 2013 hat die Beschwerdeführerin zum traktandierten Ausschluss vorgängig mündlich Stellung genommen (die diesbezügliche schriftliche Vorlage ist ebenfalls aktenkundig) und dabei den Antrag gestellt, dass die Beschlussfassung schriftlich und geheim erfolgen soll; der Vereinspräsident lehnte dies ab mit der Begründung, dass die Statuten keine geheime Abstimmung vorsähen. In der Folge wurde offen abgestimmt, wobei 26 Mitglieder für den Ausschluss stimmten (bei Null Gegenstimmen) und sich 10 Mitglieder der Stimme enthielten. Die kantonalen Instanzen gingen davon aus, dass Art. 20 lit. c und d der Statuten in Bezug auf die Wahl des Vorstandes und des Präsidenten vorsähen, dass die Wahl offen und kollektiv erfolge, d.h. durch Handerheben, sofern nicht von einem Fünftel der Verbandsmitglieder eine geheime Wahl beantragt und beschlossen werde; e contrario ergebe sich, dass bei Abstimmungen stets offen Beschluss zu fassen sei. Im Übrigen habe auch kein Vereinsmitglied für die Beschwerdeführerin Partei ergriffen. Mithin sei das Verfahren nicht statutenwidrig verlaufen, wenn der Präsident gar nicht erst über den Antrag auf geheime Beschlussfassung, sondern direkt in der Sache habe abstimmen lassen. Subsidiär gingen beide Instanzen davon aus, dass angesichts des überaus klaren Abstimmungsresultates (26 zu 0 Stimmen bei 10 Enthaltungen) und der Tatsache, dass im Vorfeld niemand für die Beschwerdeführerin Partei ergriffen hatte, eine geheime Beschlussfassung ohnehin nichts am Ausgang der Abstimmung geändert hätte; es bestünden keinerlei Anzeichen, dass die Mitglieder eines Wirtschafts- bzw. Branchenverbandes sich angeblich nicht getraut hätten, offen zu ihrer Meinung zu stehen.