Citation: 2C_338/2024 E. 5.4

5.4. Ob in der vorliegenden Angelegenheit wichtige familiäre Gründe im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AIG in Verbindung mit Art. 8 EMRK vorliegen, ist im Rahmen einer Interessenabwägung aufgrund einer Gesamtsicht unter anderem im Lichte dieses Beweisergebnisses zu entscheiden. Eine Rückkehr zum Vater und Grossvater der Beschwerdeführerinnen ist nach dem Dargelegten (vgl. E. 5.3.1-5.3.3 hiervor), soweit überhaupt noch möglich, jedenfalls nicht zumutbar, insbesondere auch mit Blick auf das Kindswohl (vgl. E. 5.2.1 hiervor). Der vorinstanzlichen Auffassung, wonach der blosse Umstand, dass eine Rückkehr in das Elternhaus nicht zumutbar erscheint, für sich allein allerdings noch keinen wichtigen familiären Grund im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AIG für einen nachträglichen Familiennachzug darstelle, ist indes zu folgen. Es bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdeführerinnen nicht an einem anderen Ort im Heimatland leben können.