Citation: U 10/01 16.07.2003 E. A

Die 1949 geborene K.________ war seit dem 27. April 1992 als Büroangestellte bei der Firma S.________ AG erwerbstätig und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Unfälle versichert. Am 19. Juni 1992 verursachte sie als Autolenkerin einen Selbstunfall, indem sie aus Unachtsamkeit von der Fahrbahn auf die angrenzende Böschung geriet, wo sich ihr Fahrzeug überschlug und auf dem Dach liegend zum Stillstand kam. Die Versicherte wurde mit dem Ambulanzfahrzeug ins Spital X.________ transportiert. Dort gab sie Parästhesien an den Händen und Sensibilitätsstörungen am linken Oberschenkel an; radiologisch konnten keine ossären Läsionen der Halswirbelsäule (HWS) oder des Schädels nachgewiesen werden. Die Klinikärzte diagnostizierten ein HWS-Schleudertrauma, eine Commotio cerebri, eine Distorsion der linken Schulter sowie eine Kontusion der Lendenwirbelsäule und des Steissbeins. Die Versicherte klagte in der Folge insbesondere über Kopf- und Nackenschmerzen. Die SUVA übernahm die Heilbehandlung und erbrachte Taggeldleistungen; ab 17. August 1992 bestand wieder volle Arbeitsfähigkeit. Nach einem ersten, im Februar 1996 gemeldeten Rückfall kam der Unfallversicherer bis Mitte März 1997 erneut für die Heilbehandlung von HWS-Beschwerden auf (eine Arbeitsunfähigkeit bestand nicht). Im Juli 1998 wurde der SUVA erneut ein Rückfall gemeldet. Gegenüber ihrem Hausarzt Dr. P.________, Spezialist für Innere Medizin, gab K.________ an, sie leide unter Schwindel, Gefühlsstörungen in der rechten Hand und Schmerzen im Nackenbereich (Bericht vom 5. August 1998). Der genannte Arzt erhob den Befund eines paravertebralen Hartspanns der Muskulatur und einer eingeschränkten Beweglichkeit "allseits der Halswirbelsäule". SUVA-Kreisarzt Dr. W.________ bescheinigte eine leichte Zervikalgie und ein leichtes Rotationsdefizit der HWS nach rechts (Untersuchungsbericht vom 2. November 1998). Er ordnete eine radiologische Verlaufsuntersuchung der HWS im Röntgeninstitut X.________ sowie eine zusätzliche Abklärung durch den Neurologen Dr. M.________ an. Auf den Röntgenbildern vom 18. November 1998 lassen sich u.a. auf Höhe C4/5 minime Chondrosefrühzeichen sowie auf Höhe C5/6 eine fortgeschrittene Osteochondrose mit reaktiver Spondylose und eine leichte Retrolisthese durch Gefügelockerung erkennen; der Befund erweist sich im Vergleich zu den Aufnahmen vom Unfalltag als in zeitentsprechendem Ausmass progredient (Beurteilung Dr. Z.________ vom Röntgeninstitut X.________). Anlässlich der neurologischen Untersuchung durch Dr. M.________ vom 8. Dezember 1998 gab die Versicherte ein "Taubheitsgefühl occipital mit Ausbreitung in die linke Gesichtshälfte und in die linksseitige Lippenpartie" an; manchmal würden Artikulationsschwierigkeiten auftreten (Arztbericht vom 15. Dezember 1998). Sobald zervikale Schmerzen vorhanden seien, bestehe "auch eine Energielosigkeit, Ausstrahlungen in das Sternum und weniger Gefühl in der rechten Hand (es werden manchmal Gegenstände fallengelassen), gleichzeitig trümlig und Schweregefühl im linken Bein". Die beschriebenen Gefühlsstörungen gehören laut Dr. M.________ zu den tendomyotischen Reaktionen; sie liessen sich durch Druck auf bestimmte Triggerpunkte beeinflussen. Für eine Pathologie im Bereiche von Hirnstamm oder Zervikalmark bestünden keine Anhaltspunkte. Schliesslich gelangt Dr. M.________ zum Schluss, dass die angegebenen Beschwerden per se nicht unfallspezifisch seien, "ein Zusammenhang mit dem Ereignis von 1992 ist jedoch möglich". Gestützt auf die beiden von ihm veranlassten ergänzenden Untersuchungen erachtete Kreisarzt Dr. W.________ die Unfallkausalität als erloschen (Beurteilung vom 29. Dezember 1998): Einerseits seien in den Röntgenaufnahmen vom Unfalldatum keine frischen unfallspezifischen Befunde festzustellen und anderseits hat sich "der Befund C5/C6 (...) in den letzten 6 Jahren (zwar) verschlechtert, allerdings nicht stark, so dass meiner Ansicht nach der Status quo sine wahrscheinlicher ist als eine richtungsweisende unfallbedingte Verschlimmerung". Somit sei der "Befund an der HWS C5/C6 heute höchstens noch im möglichen, aber nicht mehr im wahrscheinlichen Unfallzusammmenhang zu sehen". Unter Hinweis auf die unmittelbar hievor genannten ärztlichen Stellungnahmen Dr. M.________ und Dr. W.________ verneinte die SUVA einen Anspruch von K.________ auf Unfallversicherungsleistungen (Verfügung vom 11. Januar 1999 und Einspracheentscheid vom 2. Dezember 1999).