Citation: 6B_937/2009 16.02.2010 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer beanstandet ferner die Strafzumessung. Er bringt vor, die für die neuen Taten ausgefällte Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren sei unvertretbar hoch. Ihn treffe ein kleineres Verschulden als einen Händler, da er das Kokain lediglich habe abholen und transportieren wollen. Auch sei es beim Versuch geblieben. Schliesslich habe die Vorinstanz nicht berücksichtigt, dass er unter schwierigen persönlichen und psychischen Umständen gelitten habe (Beschwerde S. 7). 4.2 Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Die Bewertung des Verschuldens wird in Art. 47 Abs. 2 StGB dahingehend präzisiert, dass dieses nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt wird, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden. Es liegt im Ermessen des Sachgerichts, in welchem Umfang es die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur in die Strafzumessung ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen über- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. in Überschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 19 f. mit Hinweisen). 4.3 Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erwägungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und würdigt sämtliche Zumessungsgründe zutreffend. Dass sie sich dabei von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten hätte leiten lassen oder wesentliche Gesichtspunkte nicht berücksichtigt hätte, ist nicht ersichtlich. So beurteilt die Vorinstanz das Verschulden des Beschwerdeführers, der eine grosse Menge Kokain abholen und transportieren wollte, zu Recht als schwer (angefochtenes Urteil S. 12 ff.). Sie rechnet ihm eine Menge von 454 Gramm Kokaingemisch an. Ein wissentliches Handeln mit ausgesprochen reinen Drogen legt sie ihm nicht zur Last. Jedoch habe der Beschwerdeführer nicht von einer schlechten Qualität der Betäubungsmittel ausgehen können. Sie berücksichtigt straferhöhend, dass der Beschwerdeführer einzig aus finanziellen Gründen handelte. Ebenso stellt sie in Rechnung, dass der Beschwerdeführer das Kokain lediglich abzuholen und zu transportieren beabsichtigte. Endlich berücksichtigt die Vorinstanz insbesondere die Vorstrafe und die Nichtbewährung im Sinne von Art. 89 StGB straferhöhend (angefochtenes Urteil S. 12 ff.). 4.3.1 Nach den Erwägungen der ersten Instanz, auf welche die Vorinstanz verweist, habe der Beschwerdeführer versucht, die Postsendungen erhältlich zu machen. Damit habe er im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 und 3 i.V.m. Abs. 6 BetmG Anstalten getroffen, das Kokain zu erlangen und zu transportieren (angefochtenes Urteil S. 12 und vorinstanzliche Akten, act. 147). Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss geltend macht, die Vorinstanz hätte dem Strafmilderungsgrund des Versuchs im Sinne von Art. 22 StGB Rechnung tragen müssen (Beschwerde S. 7), ist seine Rüge unbegründet. Das Betäubungsmittelgesetz enthält in Art. 19 Ziff. 1 Abs. 6 BetmG eine eigenständige Vorschrift, die von den allgemeinen Bestimmungen des Strafgesetzbuches abweicht. Nach dieser Vorschrift wird bestraft, wer zu einer Tat nach Art. 19 Ziff. 1 Abs. 1-5 BetmG Anstalten trifft. Damit werden zum einen der Versuch im Sinne von Art. 22 StGB und zum anderen gewisse qualifizierte Vorbereitungshandlungen erfasst und zu selbständigen Taten mit derselben Strafdrohung wie die übrigen verbotenen Verhaltensweisen aufgewertet. Art. 22 StGB gelangt nicht zur Anwendung (vgl. auch Art. 333 Abs. 1 StGB und Art. 26 BetmG). Eine Strafmilderung bei Versuch in Anwendung der allgemeinen Regeln nach Art. 22 StGB kommt somit nicht in Betracht (BGE 133 IV 187 E. 3.2 S. 192 f. mit Hinweisen). 4.3.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe unter schwierigen persönlichen und psychischen Umständen gelitten, was die Vorinstanz verkannt habe (Beschwerde S. 7). Dieser Einwand ist nicht rechtsgenügend begründet (Art. 42 Abs. 2 BGG) und deshalb nicht zu hören. 4.4 Zusammenfassend hält die vorinstanzliche Strafzumessung vor Bundesrecht stand.