Citation: 6B_153/2022 E. 3.4

3.4. Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzlichen Erwägungen zur Landesverweisung vorbringt, vermag - soweit seine diesbezügliche Begründung überhaupt den Anforderungen an Art. 42 Abs. 2 BGG genügt - keine Bundesrechtswidrigkeit darzutun. Der Beschwerdeführer kam im Jahr 2008 mit 21 Jahren in die Schweiz. Er ist in Albanien geboren und aufgewachsen. Seine prägenden Kinder- und Jugendjahre verbrachte er damit in Albanien. Er befindet sich seit ungefähr 13 Jahren in der Schweiz. Die Vorinstanz anerkannte zudem eine gewisse wirtschaftliche Integration in der Schweiz, da er für kürzere Zeit im Verkauf und als Eisenleger tätig war und seit dem 1. Januar 2020 als Mechaniker bei der C.________ arbeitet. In der Zeitspanne von 17. März 2016 bis sicher Juli 2018 wurde der Beschwerdeführer wegen offenbar zu geringen oder nicht vorhandenen Einkommens vom Sozialdienst unterstützt. Demnach kann - wie auch der Beschwerdeführer nicht bestreitet - zwar nicht von einer vollständigen beruflichen Integration die Rede sein, da er während seinen 13 Jahren Aufenthalt in der Schweiz keine mehrjährige Berufserfahrung aufweist oder sonstige Aus-/Weiterbildungen absolvierte, dennoch kann eine wirtschaftliche Integration nicht gänzlich verneint werden. Hinsichtlich der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz festgestellt, dass dieser Schulden im Umfang von Fr. 40'000.-- aufweist. Dem Betreibungsregisterauszug vom 10. April 2017 liessen sich Schulden in der Höhe von Fr. 67'032.25 entnehmen. Seine finanziellen Verhältnisse sind damit als schlecht zu bezeichnen, zumal er in Anbetracht der Höhe seines Einkommens und seiner Unterstützungspflichten gegenüber seinen Kindern in naher (als auch in weiter) Zukunft wohl nicht fähig sein wird, diese abzuzahlen. Sein Gesundheitszustand ist unauffällig und damit als gut zu bezeichnen, so dass dieser wegen keiner medizinischen Behandlung auf den Aufenthalt in der Schweiz angewiesen wäre. Die Möglichkeit der Wiedereingliederung des Beschwerdeführers in seinem Heimatstaat ist aufgrund seiner sozialen Kontakte - da seine Eltern und Geschwister dort leben - wegen seiner einwandfreien Sprachkenntnisse und weil er dort regelmässig Ferien macht, gegeben. Im Weiteren ist zu erwähnen, dass sich der Beschwerdeführer erst seit 13 Jahren in der Schweiz befindet, er jedoch bereits einen fast vierseitigen Strafregisterauszug aufweist. Er liess sich weder von gemeinnütziger Arbeit, von Geldstrafen noch von Freiheitsstrafen von seiner deliktischen Tätigkeit abbringen bzw. liess sich davon nicht beeindrucken. Sogar während laufenden Verfahrens als auch während laufendem Strafvollzug wurde er wieder straffällig. Der Beschwerdeführer zeigt damit eindeutig auf, dass es ihm schwer fallt, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten bzw. diese zu respektieren. Mit seiner jetzigen Ehefrau, D.________, hat der Beschwerdeführer eine Tochter, welche im November 2019 zur Welt gekommen ist. Wie die Vorinstanz korrekt ausführte und vom Beschwerdeführer letztinstanzlich nicht bestritten wurde, wussten er und seine Ehefrau im Zeitpunkt der Zeugung der Tochter allerdings vom laufenden Strafverfahren und der möglichen Landesverweisung, weshalb er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Da seine Frau zudem keiner Arbeitstätigkeit in der Schweiz nachgeht, sie mit der albanischen Kultur vertraut ist und die Tochter noch sehr klein ist, wäre sowohl der Frau als auch der Tochter eine Integration in Albanien möglich. Der Kernfamilie des Beschwerdeführers ist demnach zumutbar, das Familienleben mit ihm andernorts zu pflegen. Von seiner ersten Ehefrau E.________ ist der Beschwerdeführer seit dem 31. Mai 2017 geschieden und hat mit ihr zwei Kinder mit den Jahrgängen 2010 und 2013. Die Kinder leben bei der Mutter und werden hauptsächlich von ihr betreut. Gemäss den verbindlichen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen sieht er diese sehr wenig, etwa zwei Stunden alle zwei Wochen. Seine beiden minderjährigen Kinder aus erster Ehe bilden grundsätzlich Teil seiner Kernfamilie. Selbst wenn man gemäss seinen Vorbringen davon ausgehen würde, dass er seine Kinder aus erster Ehe nunmehr vierzehntäglich jeweils von Samstagmittag bis Sonntagabend sieht, so könnte dennoch nicht von einer tatsächlich gelebten und echten Beziehung im Sinne von Art. 8 EMRK ausgegangen werden. Auch wenn eine solche bejaht würde, so wäre es den Kindern durchaus möglich bzw. zumutbar, den Vater - da sie ihn ohnehin nicht oft sehen - in ihren Ferien in Albanien zu besuchen. Da auch seine Ex-Frau und Mutter der beiden Kinder Albanerin ist, dürften die Kinder mit der Kultur bereits genügend vertraut sein. Ausserdem bestünde auch die Möglichkeit der Aufrechterhaltung des Kontakts mittels der heutigen Kommunikationstechniken (vgl. auch BGE 141 I 91 E. 5).