Citation: 9C_563/2024 E. 3.2.2

3.2.2. Vorliegend gehen die Erlassgründe einerseits aus Art. 167 ff. des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) und anderseits aus Art. 222 ff. des Steuergesetzes (des Kantons Appenzell Ausserrhoden) vom 21. Mai 2000 (StG/AR; bGS 621.11) hervor. In ständiger Praxis hat das Bundesgericht erwogen, dass das Recht der direkten Bundessteuer keinen Anspruch auf Erlass der Steuer verleihe (zuletzt: Urteil 9D_10/2024 vom 24. Juli 2024 E. 2.4.1). Dasselbe trifft auf das harmonisierte Steuerrecht des Kantons Appenzell Ausserrhoden zu. Auch dieser Norm zufolge "kann" die Veranlagungsbehörde die geschuldeten Beträge auf Gesuch hin ganz oder teilweise erlassen (Art. 222 Abs. 1 StG/AR). Demgemäss kann eine steuerpflichtige Person alleine durch die willkürliche Auslegung und/oder Anwendung des eidgenössischen und/oder kantonalen Erlassrechts und insbesondere die angeblich willkürliche Verweigerung des Steuererlasses in keinen rechtlich geschützten Interessen betroffen sein (Art. 115 lit. b BGG). Folglich ist die steuerpflichtige Person auch nicht legitimiert, um im Erlasspunkt Willkürrügen vorzubringen (Urteil 9D_11/2024 vom 22. August 2024 E. 2.4.1; zum "Bewilligungsanspruch" als Voraussetzung von Art. 115 lit. b BGG: BGE 149 I 72 E. 3.1).