Citation: 4A_677/2014 E. 3.1

3.1. Der Bestand eines Vertrags ist wie dessen Inhalt durch Auslegung zu bestimmen. Ziel der Vertragsauslegung ist es, in erster Linie den übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen festzustellen (Art. 18 Abs. 1 OR). Diese subjektive Vertragsauslegung beruht auf Beweiswürdigung, die vor Bundesgericht nur unter den Voraussetzungen von Art. 97 Abs. 1 BGG (Erwägung 2.2 vorne) gerügt werden kann (BGE 135 III 410 E. 3.2 S. 412 f.; vgl. dazu auch BGE 140 III 86 E. 4.1 S. 90 f.; 138 III 659 E. 4.2.1 S. 666 f.). Die Vorinstanz kam aufgrund einer einlässlichen Beweiswürdigung zum Schluss, dass zwischen den Parteien in Bezug auf den Aktienkauf ein tatsächlicher Konsens im genannten Sinn zustande gekommen ist. Dabei berücksichtigte sie unter anderem die Zeugenaussagen des bei den streitbetroffenen Geschäften mitwirkenden Notars C.________ und des Buchhalters der A.A.________ AG, Herr D.________, sowie den Aktienkaufvorvertrag. Sie stimmte der Erstinstanz zu, dass der Liegenschaftskauf ohne den Aktienkauf nicht stattgefunden hätte. Wäre dem nicht so, wäre das Motiv, die Liegenschaft zum amtlichen Wert zu verkaufen, nicht nachvollziehbar. Anders wäre auch nicht zu erklären, weshalb sich der Beschwerdegegner nach dem Verkauf der Liegenschaft faktisch weiterhin wie der Eigentümer der Liegenschaft verhalten und der Beschwerdeführer dies geduldet habe.