Citation: 1P.635/2000 08.01.2001 E. 3

3.- a) Nach dem Grundsatz in dubio pro reo ist bis zum gesetzlichen Nachweis der Schuld zu vermuten, dass der wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte unschuldig ist (BGE 120 Ia 31 E. 2b S. 35). Als Beweiswürdigungsregel besagt der Grundsatz, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Er ist verletzt, wenn der Strafrichter an der Schuld des Angeklagten hätte zweifeln müssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Entscheidend ist, ob die Zweifel erheblich und nicht zu unterdrücken sind, das heisst sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen (BGE 124 IV 86 E. 2a; 120 Ia 31 E. 2c S. 37). b) Das Bundesgericht prüft frei, ob die mit kantonaler Nichtigkeitsbeschwerde erhobene Rüge, das Obergericht habe die Beweise willkürlich gewürdigt, vom Kassationsgericht zu Unrecht verneint worden ist (BGE 125 I 492 E. 1a/cc; 111 Ia 353 E. 1b). Praktisch hat dies zur Folge, dass sich das Bundesgericht - anhand der Vorbringen des Beschwerdeführers (Art. 90 Abs. 1 OG) - auch mit der Beweiswürdigung des Obergerichts unmittelbar auseinander setzt und diese auf Willkür hin überprüft (BGE 125 I 492 E. 1a/cc). Das Bundesgericht hebt den angefochtenen Entscheid demnach nur auf, wenn es zum Schluss kommt, dass das Obergericht den Beschwerdeführer verurteilte, obwohl bei objektiver Betrachtung des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an seiner Schuld fortbestanden (BGE 124 IV 86 E. 2a; 120 Ia 31 E. 2d S. 38). Willkür liegt nicht schon dann vor, wenn die gerichtlichen Schlussfolgerungen nicht mit der Darstellung des Angeklagten übereinstimmen (BGE 116 Ia 85 E. 2b) und jedenfalls im Ergebnis haltbar sind (BGE 125 I 166 E. 2a; 125 II 129 E. 5b S. 134 und 10 E. 3a mit Hinweisen). c) Der äussere Ablauf der fraglichen Delikte ist unbestritten und stellt sich nach den Aussagen des Beschwerdeführers, von denen die kantonalen Behörden ausgegangen sind, wie folgt dar: Der Beschwerdeführer spielte in der Nacht vom 21. auf den 22. Januar 1997 mit C.K.________ in dessen illegalem Spielclub in Zürich mit Würfeln um Geld. Als einzige der ursprünglich Anwesenden setzten sie das Spiel bis zum frühen Morgen fort. Im Verlauf des Spiels begab sich der Beschwerdeführer drei Mal an einen Bancomaten, um Geld abzuheben. Nachdem er das dort bezogene Bargeld von insgesamt Fr. 1'300.-- sowie die bereits vorher eingesetzten Fr. 240.-- an seinen Spielgegner verloren hatte, begab er sich erneut auf den Weg zum Bancomaten. Bald kehrte er jedoch ohne Geld zurück und bat C.K.________, ihm solches zu leihen. Dieser erklärte dem Beschwerdeführer höhnisch, er müsse selbst sehen, wie er zu Geld komme. Kurze Zeit, nachdem der Beschwerdeführer das Lokal wieder verlassen hatte, gelangte er mit derselben Bitte nochmals an C.K.________. Als er damit keinen Erfolg hatte, verliess er das Spiellokal wiederum und überlegte sich draussen im Hof, was er tun sollte. Daraufhin kehrte er in das Gebäude zurück und suchte vorerst die Toilette auf, um sich Hände und Gesicht zu waschen. Bei seiner Rückkehr in den Spielraum ergriff er eines der auf der Bartheke herumliegenden Dreikant-Hölzer des Spiels "Okay" und schlug C.K.________ damit vier bis fünf Mal auf den Hinterkopf. Bevor er sich endgültig aus dem Lokal entfernte, entnahm er den Kleidertaschen von C.K.________ das darin vorgefundene Bargeld und vergewisserte sich, dass dieser nicht mehr lebte, indem er ihm Mund und Nase zuhielt.