Citation: 8C_662/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz stellte im angefochtenen Urteil fest, die Beschwerdeführerin habe die Parzellen Nrn. rrr und qqq im September 2020 unentgeltlich als Erbvorbezug ihrem Sohn übertragen. Darin sei ein Verzicht in der ganzen Höhe des Verkehrswertes der beiden Grundstücke zu erblicken. Diesbezüglich stellte sie auf die amtliche Verkehrswertschätzung vom 10. Februar 2023 ab, zumal keine offensichtlichen Fehler oder Irrtümer erkennbar seien, die ein Abweichen gebieten würden. Entgegen der Beschwerdeführerin könne nicht auf den Katasterwert von Fr. 55'242.- abgestellt werden. Massgebend sei vielmehr der auf dem Markt erzielbare Wert, der für gewöhnlich um einiges höher liege als der Katasterwert. Zudem weise der in der Ferienhauszone liegende Teil der Parzelle Nr. rrr mit 1'402 m2 eine komfortabel zu bebauende Grösse auf. Weiter erkannte die Vorinstanz, die Ausgleichskasse habe bei der Berechnung der Vermögensschwelle von Fr. 100'000.- gemäss Art. 9a Abs. 1 lit. a ELG zu Recht den gesetzlichen Freibetrag von Fr. 30'000.- (vgl. Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG) unberücksichtigt gelassen. Richtig sei auch, dass die Beschwerdegegnerin eine Verminderung des Verzichtsvermögens von jährlich Fr. 10'000.- angerechnet habe. Allerdings sei in den Verfügungen vom 11. April 2023 und 12. April 2024 die Parzelle Nr. qqq vergessen gegangen. Dieses Grundstück sei nie von einer Planungszone betroffen gewesen und dessen Bewertung in der Höhe von Fr. 32'000.- für 400 m2 deshalb im Rückweisungsentscheid vom 10. Januar 2023 auch nicht bemängelt worden. Der Einspracheentscheid der Ausgleichskasse sei deshalb zu Lasten der Beschwerdeführerin zu korrigieren und das anrechenbare Vermögen auf Fr. 150'071.- (anstatt Fr. 118'071.- gemäss Verfügung vom 12. April 2024) festzulegen. Schliesslich hielt das kantonale Gericht fest, die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Schulden seien lediglich im Umfang von Fr. 2.- belegt. Aber auch wenn die Steuerschulden und die Betreibung in der Höhe von insgesamt Fr. 28'835.- berücksichtigt würden, würde sich an der Ablehnung nichts ändern, da die Vermögensschwelle von Fr. 100'000.- noch immer überschritten wäre.