Citation: 1C_606/2020 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwog, gemäss § 16 des Gesetzes des Kantons Basel-Stadt vom 14. Juni 1928 über die Verfassungs- und Verwaltungsrechtspflege (VRPG/BS; SG 270.100) sei der Rekurs binnen zehn Tagen nach der Zustellung der Verfügung schriftlich beim Verwaltungsgericht anzumelden und spätestens binnen 30 Tagen eine schriftliche Rekursbegründung einzureichen. Aufgrund der ausserordentlichen Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19) habe der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt am 24. März 2020 einen Fristenstillstand in den kantonalen Verwaltungsverfahren beschlossen und gleichentags per Medienmitteilung publiziert. Demnach seien die durch Gesetz oder die Behörden angesetzten Fristen vom 21. März 2020 bis zum 19. April 2020 stillgestanden. In der vorliegenden Bausache habe am 19. Februar 2020 eine Verhandlung stattgefunden, an der die Beschwerdeführer persönlich teilgenommen hätten. Der Entscheid der Baurekurskommission vom 19. Februar 2020 sei sodann am 23. April 2020, und damit nach Ablauf des Fristenstillstands, versandt worden. Den Beschwerdeführern sei die Sendung an deren Wohnort angezeigt worden. Diese hätten am 29. April 2020 einen Postrückbehaltungsauftrag ausgelöst. Nach dessen Ablauf am 23. Mai 2020 habe die Post die Sendung an die Baurekurskommission retourniert. Diese habe den Beschwerdeführern die Sendung, inklusive einer Kopie des retournierten Umschlags, mit B-Post nochmals zugestellt. Die Beschwerdeführer hätten die Sendung am 27. Mai 2020 erhalten. Nachdem die Beschwerdeführer in Kenntnis des laufenden Verfahrens einen Postrückbehaltungsauftrag erteilt, die Post innerhalb dessen Laufzeit aber nicht entgegengenommen hätten, komme die Zustellfiktion zur Anwendung. Demzufolge sei von einer fristauslösenden Zustellung am 2. Mai 2020 und dem Ablauf der 10-tägigen Frist für die Anmeldung des Rekurses am 12. Mai 2020 auszugehen. Innert dieser Frist hätten die Beschwerdeführer keinen Rekurs angemeldet und auf einen verspätet angemeldeten Rekurs sei grundsätzlich nicht einzutreten. Die erneute Zustellung der Sendung ändere an der Anwendung der Zustellfiktion nichts. Mit der Zustellung des zurückgesandten Couverts habe die Baurekurskommission vielmehr zum Ausdruck gebracht, dass es sich um eine zweite Zustellung gehandelt habe. Die Beschwerdeführer machten geltend, ihre Verhinderung, die eingeschriebene Sendung entgegenzunehmen, sei auf eine Kombination föderaler und internationaler Bewegungsbeschränkungen aufgrund der COVID-19-Pandemie zurückzuführen und damit unverschuldet, ohne dies zu belegen. Es liege daher kein Entschuldigungsgrund für die Verhinderung der Zustellung vor. Das Gesuch um Wiedereinsetzung in die verpasste Frist sei somit abzuweisen. Der Rekurs sei damit verspätet angemeldet worden, weshalb darauf nicht einzutreten sei.