Citation: 5A_980/2018 E. 2

Umstritten ist, ob der Beschwerdegegner aufgrund des Ehevertrags verpflichtet ist, der Beschwerdeführerin eine Abfindung in der Höhe von Fr. 1,2 Mio. zu bezahlen. Das Kantonsgericht erwog, die fragliche Abfindungsklausel des vorehelich abgeschlossenen Ehevertrages stelle eine (Teil-) Einigung über die Scheidungsfolgen dar. Vorab sei fraglich, ob eine entsprechende Vereinbarung vor der Heirat gültig geschlossen werden könne und ob sie - sie wurde nicht im Hinblick auf ein konkretes Scheidungsverfahren vereinbart - frei widerrufbar sei. In der Folge liess das Kantonsgericht diese Fragen offen, weil die Vereinbarung jedenfalls der Genehmigungspflicht von Art. 279 ZPO unterstehe und eine Genehmigung nicht erfolgen könne. Die Abfindungsklausel sei nicht genügend klar, die getroffene Regelung offensichtlich unangemessen und es fehle an der reiflichen Überlegung durch die Parteien.