Citation: 6B_140/2020 E. 3.4.3

3.4.3. Nicht zu beanstanden ist schliesslich, dass die Vorinstanz bei der Prüfung, ob der Tatbestand der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung erfüllt sei, die Höhe des Vermögensschadens nicht genau beziffert. Für die Beurteilung, ob eine ungetreue Geschäftsbesorgung zu bejahen ist, genügt der Umstand, dass die B.________ GmbH einen Schaden erlitten hat (vgl. E. 3.3.2 hiervor). Eine Abweichung von dieser Rechtsprechung drängt sich nicht auf. Das Vorliegen einer konkretisierten Gewinnaussicht, welche durch das Verhalten des Beschuldigten zunichte gemacht wird, und die damit einhergehende Existenz eines Schadens in Form eines entgangenen Gewinns, lässt sich auch ohne genaue Bezifferung desselben erstellen. Das genauere Ausmass des Schadens ist erst bei der Strafzumessung relevant (vgl. Urteil 6B_1101/2017 vom 30. Mai 2018 E. 5.4.3 betreffend eines Betrugs).