Citation: B 20/05 15.02.2007 E. 8

Da die Firma X.________ am 1. September 1999 gegründet (vgl. Fragebogen für Selbstständigerwerbende der Ausgleichskasse vom 29. Mai 2000) und B.________ von der Ausgleichskasse ab diesem Zeitpunkt als Selbstständigerwerbender erfasst wurde (Mitteilung der Ausgleichskasse vom 28. Juli 2003), lag Ende 2001 kein verbindlicher Erfahrungswert über den AHV-Lohn des Inhabers der Einzelfirma vor, zumal sich diese zu jenem Zeitpunkt noch in einer Aufbauphase befunden haben dürfte. Die definitive Beitragsverfügung der Ausgleichskasse für das Jahr 2001 stellte diese erst am 5. Dezember 2003 zu. Die Sammelstiftung musste daher auf die von der Beschwerdeführerin für das Jahr 2002 gemeldeten Jahreslöhne abstellen. Diese deklarierte in der Anmeldung zur Personalvorsorge vom 12. November 2001 für 2002 einen AHV-Jahreslohn von Fr. 120'000.- für B.________ und von Fr. 10'000.- für C.________. Auf der von der Beschwerdeführerin am 18. März 2002 unterzeichneten Mutationsmeldeliste mit Stand 21. Dezember 2001 figurieren dieselben Beträge. Erst in der Mutationsmeldeliste vom 4. April 2003 wurde für das Jahr 2003 für beide Personen ein Jahreslohn von Fr. 10'000.- angegeben. Mit Schreiben vom 23. April 2003 teilte die Beschwerdeführerin der Sammelstiftung mit, sie habe bereits auf die Unkorrektheiten des Abrechnungsverfahrens für das Jahr 2002 hingewiesen. Worin diese bestanden, erwähnte sie indessen nicht. Am 30. April 2003 teilte die Sammelstiftung mit, sie habe aufgrund der Mutationsmeldung 2003 den AHV-Jahreslohn für B.________ auf den 1. Januar 2003 von bisher Fr. 120'000.- auf neu Fr. 10'000.- reduziert. Entgegenkommenderweise sei sie auch bereit, nachträglich die Löhne für das Jahr 2002 zu korrigieren, sofern bis zum 9. Mai 2003 entsprechende AHV-Lohnbestätigungen der zuständigen Ausgleichskasse eingereicht würden. Nachdem die Sammelstiftung mit Schreiben vom 22. Juli 2003 nochmals eine AHV-Lohnbescheinigung für das Jahr 2002 einverlangt hatte, mit der Androhung, dass ohne entsprechende Meldung und AHV-Lohnbescheinigung 2002 bis 31. Juli 2003 angenommen werde, die versicherten Löhne seien korrekt, liess die Beschwerdeführerin die Sammelstiftung am 28. Juli 2003 wissen, dass die AHV-Abrechnung 2002 zugestellt werde, sobald die definitive Einschätzung der zuständigen Ausgleichskasse vorliege. 8.1 Es geht hier somit nicht um eine unterjährige Anpassung des versicherten Jahreslohnes im Sinne von Art. 2.3.2 Abs. 6 erster Satzteil des Vorsorgereglements, sondern um gemeldete Löhne, die sich im Nachhinein als tiefer erwiesen haben. Deren spätere Anpassung an das tatsächlich erzielte Einkommen wurde weder vertraglich vereinbart noch ist dies der Vorsorgeeinrichtung gesetzlich vorgeschrieben. Sie kann den Ausgleich jeweils im Folgejahr vornehmen, wenn sich herausstellt, dass das im Voraus bestimmte mutmassliche Einkommen eines Selbstständigerwerbenden nicht dem effektiven AHV-Jahreslohn entspricht. Damit kann verhindert werden, dass der versicherte Jahreslohn regelmässig über dem AHV-pflichtigen Einkommen liegt. In diesem Sinne ist die Beschwerdegegnerin vorgegangen. 8.2 Es verstösst nach dem Gesagten nicht gegen Bundesrecht, wenn der Jahreslohn 2002 (ausnahmsweise) nicht dem massgebenden AHV-Lohn entsprach und die Beschwerdegegnerin für dieses Jahr nachträglich keine Anpassung vorgenommen hat. Daran vermag auch die ursprüngliche Erklärung der Sammelstiftung, wonach sie entgegenkommenderweise zu einer rückwirkenden Anpassung des versicherten Jahreslohnes bereit sei, nichts zu ändern. Diese war zeitlich beschränkt, weshalb sich die Beschwerdeführerin nicht mehr darauf berufen kann, zumal sie es bis und mit dem kantonalen Gerichtsverfahren unterlassen hatte, die geltend gemachte Lohnreduktion durch Buchungsbelege, Lohnabrechnungen oder andere Mittel glaubhaft zu machen. 8.3 Die im letztinstanzlichen Verfahren eingereichte definitive Beitragsveranlagung der Ausgleichskasse gemäss Verfügung vom 24. März 2005 hat bei diesem Ergebnis für die Beitragsfestsetzung der beruflichen Vorsorge des Jahres 2002 unbeachtet zu bleiben. Von der eventualiter beantragten Rückweisung der Sache an die Vorinstanz ist daher abzusehen.