Citation: U 322/02 07.10.2003 E. 5

Zu prüfen ist im Weiteren, ob - wie von der Vorinstanz bejaht - eine unfallähnliche Körperschädigung nach Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 lit. e UVV gegeben ist. 5.1 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat er in Art. 9 Abs. 2 UVV Gebrauch gemacht und folgende, abschliessend aufgeführte Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen gleichgestellt: a. Knochenbrüche; b. Verrenkungen von Gelenken; c. Meniskusrisse; d. Muskelrisse; e. Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; g. Bandläsionen; h. Trommelfellverletzungen. 5.2 Das kantonale Gericht stützt sich bei seinem Entscheid, es liege eine unfallähnliche Körperschädigung in Form einer Muskelzerrung vor, im Wesentlichen auf die Angaben in der Unfallmeldung, bei welcher bei der Art der erlittenen Verletzung eine Muskelzerrung angegeben wird. Tatsächlich findet sich sowohl in der Bagatellunfallmeldung UVG vom 22. März 2001 wie auch in der Unfallmeldung UVG vom 28. März 2001, beide vom Personaldienst der Stadtverwaltung X.________ ausgefüllt, unter der Rubrik "Verletzung" bei der Frage nach der "Art der Schädigung" die Formulierung "Muskel gezerrt". Dr. med. L.________ nennt im Arztzeugnis UVG vom 10. April 2001 als Diagnose eine "Distorsion HWS"; der Begriff "Muskelzerrung" wird nicht verwendet. In seinem Bericht vom 22. Mai 2001 erklärt Dr. med. G.________ zuhanden der "Berner", eine Zerrung der Muskulatur sei möglich, die Diagnose aber nicht gesichert, wodurch die Voraussetzung für die Annahme einer unfallähnlichen Körperschädigung nicht gegeben sei.