Citation: 6B_651/2022 E. 1.3

1.3. Die Rügen des Beschwerdeführers sind unbegründet. Die Vorinstanz erwägt zutreffend, dass ein Seriendelikt nicht nur bei einer "unüberschaubaren Zahl von Geschädigten" vorliegen kann. Zwar ist namentlich in diesen Fällen von einem Seriendelikt auszugehen, was aber nicht ausschliesst, dass auch bei einer überschaubaren Zahl von Geschädigten ein Seriendelikt vorliegen kann. Die Vorinstanz durfte daher offenlassen, ob es sich bei den in Frage stehenden 29 Geschädigten um eine überschaubare Zahl handelt. Damit von einem Seriendelikt ausgegangen werden kann, dürfen sich die Einzelfälle in tatsächlicher Hinsicht nicht wesentlich unterscheiden. Die Vorinstanz stellt fest, das Handlungsmuster des Beschwerdeführers sei in Bezug auf alle 29 Geschädigten und alle Zahlungen in den wesentlichen Punkten identisch. So sei erstellt, dass alle Geschädigten mindestens einen Vertrag mit der S.________ Ltd. über den Erwerb von Aktien der R.________ SA abgeschlossen und den jeweiligen Kaufpreis auf ein Konto der S.________ Ltd. in V.________ überwiesen hätten. Die Kaufverträge seien identisch. Wie die Vorinstanz schlüssig darlegt, ist nicht ersichtlich, inwiefern das Alter, Geschlecht, die Erfahrung oder andere Eigenschaften der Geschädigten daran etwas ändern könnten. Die Vorinstanz entnimmt den Akten, dass alle 29 Geschädigten mit der Unterzeichnung der Verträge und den Zahlungen an die S.________ Ltd. beabsichtigten, Aktien der R.________ SA zu erwerben. Dies hätten alle parteiöffentlich einvernommenen Geschädigten bestätigt. Daher nimmt die Vorinstanz folgerichtig an, dass auch die anderen Geschädigten mit der gleichen Absicht handelten. Sie verzichtet deshalb in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung auf die Befragung der anderen Geschädigten, was das Bundesgericht nur unter dem Gesichtspunkt der Willkür prüft (BGE 147 IV 534 E. 2.5.1; zur Publ. bestimmtes Urteil 6B_636/2020 vom 10. März 2022 E. 2.2.2 mit Hinweisen). Die Vorinstanz ging zu Recht von einem Seriendelikt aus. Damit liegt keine Verletzung des Konfrontationsrechts vor. Denn liegt ein Seriendelikt vor, muss die beschuldigte Person nicht mit jedem einzelnen Geschädigten konfrontiert werden. Daher besteht auch keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör oder des Untersuchungsgrundsatzes. Ebenso scheidet eine unzulässige antizipierte Beweiswürdigung aus.