Citation: 1B_145/2009 29.05.2009 E. 2

Am 27., 29. und 30. April 2009 gingen drei weitere Haftentlassungsgesuche ein, welche das Präsidium der Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Aargau mit Verfügung vom 30. April 2009 abwies, soweit es darauf eintrat. Zur Begründung führte es zusammenfassend aus, dass die drei Haftentlassungsgesuche unzulässige Kritik an den bisher ergangenen Haftentlassungsentscheiden enthielten. Neu sei einzig die nicht zutreffende Beanstandung, die Dauer der Untersuchungshaft sei unverhältnismässig. Die Mindeststrafe für den dem Beschwerdeführer vergeworfenen gewerbsmässigen Diebstahl betrage neunzig Tagessätze bzw. drei Monate Freiheitsstrafe. Der Beschwerdeführer könne aufgrund seiner einschlägigen Vorbelastung nicht mit einer Mindeststrafe rechnen, weshalb die von ihm bislang ausgestandene Untersuchungshaft noch keinesfalls in die Nähe der zu erwartenden Strafe gerückt sei.