Citation: 4A_294/2020 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz sei, so die Beschwerdeführerin weiter, in ihren Erwägungen im Zwischenentscheid vom 14. Juli 2015 zum Ergebnis gelangt, dass die Beschwerdegegnerin 3 und der Beschwerdegegner 1 gegenüber A.E.________ stets als Einheit aufgetreten seien. Sie habe in diesem einheitlichen Auftreten nach aussen einen manifesten Interessenkonflikt ausgemacht, sollte die Beschwerdegegnerin 3 Rechtsansprüche der Konkursmasse der F.________ AG gegen den Beschwerdegegner 1 geltend machen können. Daraus ergebe sich, dass die Beschwerdegegner 1 und 3 als eine Einheit zu betrachten seien. Bereits das Kantonsgericht Zug habe diese Interesseneinheit festgestellt und die Wegweisungsklage der Beschwerdegegnerin 3 gegen die H.________ AG in Liquidation als kollozierende Gläubigerin im Konkurs der F.________ AG mangels schutzwürdigem Interesse abgewiesen. Auch dass der Rechtsvertreter des Beschwerdegegners 1 im Kollokationsverfahren sowie im Konkursverfahren der F.________ AG die Interessen der Beschwerdegegnerin 3 und gleichzeitig jene des Beschwerdegegners 1 im damals bereits hängigen Verantwortlichkeitsprozess HOR 2012.28 vor der Vorinstanz vertreten habe, zeige, dass die Interessen der Beschwerdegegner 1 und 3 identisch seien. Indem die Beschwerdeführerin den Zwischenentscheid der Vorinstanz vom 14. Juli 2015 sowie den Beschluss des Kantonsgerichts Zug vom 22. September 2014 auszugsweise wiedergibt und kommentiert, will sie ihren Standpunkt unterstreichen, dass der Beschwerdegegner 1 und die Beschwerdegegnerin 3 allgemein als Einheit aufgetreten seien. Dass deren Verhaltensweisen als "untrennbar einheitliches Verhalten zu betrachten" seien, hatte die Beschwerdeführerin schon vor der Vorinstanz vorgebracht. Die Vorinstanz erachtete dies jedoch nicht als genügend, da die Interessen der Beschwerdegegnerin 3 nicht auf die Einflussnahme auf die Geschäftsführung der F.________ AG gerichtet gewesen seien, sondern auf die Entschädigung für das Bereitstellen des fiduziarischen Verwaltungsrats. Der Beschwerdeführerin gelinge der Nachweis nicht, dass die Beschwerdegegnerin 3 in die Geschäftsführung der F.________ AG eingegriffen habe. Mit Letzterem müsste sich die Beschwerdeführerin auseinandersetzen. Ihre blossen (vertieften) Ausführungen betreffend einheitliches Verhalten genügen hierfür nicht, denn sie erklärt nicht, weshalb aufgrund des allgemein einheitlichen Verhaltens ein Eingriff in die Geschäftsführung nachgewiesen wäre.