Citation: 4A_476/2024 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz hielt fest, es sei unbestritten, dass der Beschwerdegegnerin ein Honorar aus Gewinnbeteiligung von mindestens Fr. 1'190'910.05 zustehe. Strittig sei hingegen, ob der von der Beschwerdeführerin geltend gemachte eigene Verwaltungsaufwand von Fr. 327'442.50 als abzugsfähige Anlagekosten zu berücksichtigen sei. Dabei treffe die Beschwerdeführerin eine qualifizierte Bestreitungslast, da die Beschwerdegegnerin nicht wissen könne, welche konkreten projektbezogenen Leistungen die Beschwerdeführerin erbracht habe. Sie habe daher darzulegen, woraus sich der von ihr geltend gemachte Verwaltungsaufwand ergebe und welche projektspezifischen Leistungen sie erbracht habe. Diesen Anforderungen genüge sie nicht. Sie äussere sich nicht dazu, wie sich der Verwaltungsaufwand von Fr. 327'442.50 zusammensetze und begnüge sich mit einer pauschalen Aufzählung der von ihr erbrachten Leistungen, ohne diese in einen Bezug zum Bauprojekt X.________ zu setzen. Damit sei unbestritten, dass ihr kein eigener Verwaltungsaufwand entstanden sei.