Citation: I 460/05 13.09.2005 E. 2.2

2.2.1 Der Gutachter Dr. F.________ fand trotz ausgedehnter Untersuchungen kein objektivierbares somatisches Korrelat für die geklagten Beschwerden. Dieser Befund kontrastiert zur späteren Beurteilung der behandelnden Rheumatologin Dr. R._______, wonach der Versicherte an permanenten lumbosakralen Beschwerden leide, die in das linke Bein ausstrahlten und mit Dysästhesien verbunden seien. Die radiologisch nachgewiesenen Veränderungen machten die vorgetragenen Beschwerden plausibel. Auch eine rückenschonende Tätigkeit sei lediglich zu 40 Prozent zumutbar (Bericht vom 20. Oktober 2003). In diesem nur summarisch begründeten Bericht wird allerdings nicht dargetan, inwiefern die gutachtlichen Feststellungen den tatsächlichen rheumatologischen Status nur unvollständig wiedergeben sollten oder die erhobenen Befunde unzutreffend interpretiert worden seien. Die Ausführungen der Frau Dr. R.________ gehen befundmässig nicht über die der gutachtlichen Beurteilung zugrunde liegenden Feststellungen hinaus. Soweit sind die Schlussfolgerungen des Dr. F.________ massgebliche Entscheidungsgrundlage, was den organischen Teil des Leidens anbelangt. Fraglich bleibt, ob der Beweiswert dadurch in Mitleidenschaft gezogen wird, dass sich die von Dr. F.________ unterstellte simulative oder rentenbegehrliche Komponente in der psychiatrischen Begutachtung nicht bestätigte. Dr. S.________ konnte während der psychiatrischen Exploration selbst eine Aggravation nicht vollends bestätigen. Die konkreten gutachtlichen Ausführungen zeigen indessen, dass die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit einzig auf objektivierbaren organischen Befunden beruht. Die Begründung bezieht sich mithin auf Tatsachen, deren Interpretation nicht als durch fachfremde Erwägungen überlagert erscheint. 2.2.2 Ebenso wenig ist ersichtlich, inwiefern die Beweiskraft des gut nachvollziehbaren psychiatrischen Gutachtens des Dr. S.________ vom 22. November 2002 eingeschränkt sein sollte. Der Versicherte lässt in diesem Zusammenhang auf eine weiterführende psychiatrische Behandlung verweisen und stellt im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ein Zeugnis des betreffenden Arztes in Aussicht. Eine rechtserhebliche Änderung des Gesundheitszustandes bis zum hier zu betrachtenden Zeitpunkt des Einspracheentscheids kann indes praktisch ausgeschlossen werden, zumal bereits in der Einsprache vom 3. November 2003 ein entsprechender Bericht angekündigt wurde und ein solcher zwischenzeitlich ohne weiteres hätte beigebracht werden können, sofern sich tatsächlich neue medizinische Gesichtspunkte ergeben hätten. 2.2.3 Der Beschwerdeführer beruft sich auf die Beurteilung durch das Berufliche Trainingszentrum vom 6. Februar 2002, wonach eine praktische Abklärung (Tätigkeit in der Buchbinderei) eine schmerzbedingte weitgehende Arbeitsunfähigkeit ergeben habe, weswegen die Möglichkeit für eine berufliche Eingliederung nicht mehr gegeben sei. Dem ist - mit dem kantonalen Gericht - entgegenzuhalten, dass diese Einschätzung nur dann eine massgebende Bedeutung für die Bemessung der zuzumutenden Leistung haben könnte, wenn sie durch ein medizinisches Substrat verifiziert würde. Das ist nach dem Gesagten nicht der Fall. 2.3 Da schliesslich die vom Versicherten angeführte kardiovaskuläre Problematik offenkundig keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zeitigt (Bericht des Kardiologen Dr. T.________ vom 9. Januar 2002), halten die mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beanstandeten Elemente der Invaliditätsbemessung einer Überprüfung stand.