Citation: 4P.9/2001 15.05.2001 E. 6

6.- a) Das Kantonsgericht führte aus, die Parteien hätten im Vergleich vom 21. Februar 1992 die Fälligkeit des Betrages von Fr. 4'000.-- an die Bedingung geknüpft, dass feststehen müsse, dass der Heizkessel keine Korrosionsmängel (mehr) aufweise und gleichzeitig geregelt, wie diese Feststellung - auch im Streitfall - getroffen werden müsse. Die Beschwerdeführer hätten nun nicht einmal behauptet, dass diese Bedingung erfüllt sei. Die Beschwerdeführerinnen rügen, diese Feststellung sei aktenwidrig und willkürlich, weil die Beschwerdeführerinnen in ihrer Antwort zur Anschlussberufung ausdrücklich darauf hingewiesen hätten, dass der Heizkessel innerhalb der Jahresfrist seit Unterzeichnung des Vergleiches vom Heizkessellieferanten überprüft und - auf Wunsch der Kläger - auch in seiner Leistung reduziert worden sei, und der Heizkessellieferant bei seiner Prüfung nicht nur keine Korrosionsmängel festgestellt, sondern erst noch ausdrücklich bestätigt habe, dass alles getan worden sei, um einen wirtschaftlich einwandfreien Betrieb zu gewährleisten. Diese Rüge ist unbegründet. Die Beschwerdeführerinnen haben an der von ihnen angegebenen Stelle der Anschlussberufungs-Antwort ausdrücklich zugegeben, dass weder innerhalb der vereinbarten Jahresfrist noch später der Heizkessel von den Parteien förmlich auf Korrosionsmängel untersucht wurde. Auch haben die Beschwerdeführerinnen in dieser Rechtsschrift bloss angegeben, der Heizkessel sei innerhalb der Jahresfrist vom Heizkessellieferanten "überprüft" worden, ohne jedoch zu behaupten, dass eine Untersuchung im Hinblick auf Korrosionsmängel stattgefunden habe. Dass eine solche Untersuchung erfolgt sei, ergibt sich auch nicht aus dem Verweis der Beschwerdeführerinnen auf das Schreiben des Heizkessellieferanten vom 27. Oktober 1992, weil dieses sich alleine auf die von den Beschwerdegegnern bemängelte zu grosse Kesselleistung bzw. die Wirtschaftlichkeit des Betriebes bezog und das Problem der Korrosionsmängel darin nicht erwähnt wird. Das Kantonsgericht ist daher nicht in Willkür verfallen, wenn es annahm, die Beschwerdeführerinnen hätten nicht behauptet, der Heizkessel sei auf Korrosionsmängel hin untersucht worden. b) Weiter machen die Beschwerdeführerinnen sinngemäss geltend, das Kantonsgericht habe Art. 2 ZGB bzw. 156 OR verletzt, indem es die Berufung der Beschwerdegegner auf die fehlende (förmliche) Untersuchung hinsichtlich der Korrosionsmängel nicht als treuwidriges Verhalten qualifiziert habe. Auf diese Rüge ist im Beschwerdeverfahren nicht einzutreten, weil sie eine Frage des Bundesrechts betrifft, welche mit Berufung erhoben werden kann (Art. 84 Abs. 2 OG). c) Schliesslich rügen die Beschwerdeführerinnen in diesem Zusammenhang, das Kantonsgericht habe eine Beweisverweigerung und eine Verletzung des Novenrechts gemäss Art. 227 Abs. 2 ZGB begangen, indem es den "rechtsrelevanten" Sachverhalt nicht näher abgeklärt habe. Die Beschwerdeführerinnen legen jedoch nicht dar und dies ist auch nicht ersichtlich, dass das Kantonsgericht auf die von ihnen vorgetragenen Umstände wegen prozessualer Verspätung nicht näher eingegangen ist. Vielmehr ist anzunehmen, dass das Kantonsgericht die entsprechenden Ausführungen der Beschwerdeführerinnen als nicht rechtserheblich erachtete, weshalb eine willkürliche Anwendung kantonalen Prozessrechts zu verneinen ist.