Citation: 4A_170/2022 E. 4.2.4

4.2.4. Die Vorinstanzen waren auch nicht gehalten, selbst einen Mindestwert festzusetzen. Art. 85 Abs. 1 ZPO verlangt nach seinem Wortlaut die Angabe eines Mindestwerts durch die klagende Partei. Damit umschreibt er eine Voraussetzung für die Zulässigkeit der unbezifferten Forderungsklage. Es geht nicht bloss um die Angabe des Streitwerts, sondern um die korrekte Abfassung des Klagebegehrens. Wenn keine Bezifferung möglich ist, verlangt das Gesetz einen Mindestwert. Sonst ist das Rechtsbegehren ungenügend. Es ist nicht Sache des Gerichts, anstelle der Parteien ein korrektes Rechtsbegehren zu formulieren (Urteil 4A_502/2019 vom 15. Juni 2020 E. 7.2).