Citation: 4A_476/2024 E. 5.2.2

5.2.2. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie sich nicht mit ihrem Vorbringen zum Projektleitungshonorar in Ziff. 3 der Vereinbarung 2007 auseinandergesetzt habe. 5.2.2.1. Im Wesentlichen beanstandet sie, die Vorinstanz lege nicht dar, weshalb beim Projektleitungshonorar keine Akontoabrede gemäss Ziff. 3 der Vereinbarung 2007 vorliegen solle. Die Vorinstanz habe bei sieben von acht Rechnungen für das Projektleitungshonorar eine Akontoabrede bejaht und sich in der Folge nur mit der Frage befasst, ob hinsichtlich der Rechnung vom 15. Oktober 2013 eine Akontoabrede getroffen worden sei. Ergebe sich aber hinsichtlich des Projektleitungshonorars bereits aus Ziff. 3 der Vereinbarung 2007 eine Akontoabrede, bedürfe es keiner spezifischen Akontoabrede bezüglich der Rechnung vom 15. Oktober 2013, die sich ja auch auf das Projektleitungshonorar beziehe. Damit habe die Vorinstanz ihr diesbezügliches Vorbringen übergangen und ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. 5.2.2.2. Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Nicht erforderlich ist es jedoch, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 143 III 65 E. 5.2). 5.2.2.3. Diesen Anforderungen genügt der angefochtene Entscheid. Insbesondere legt die Vorinstanz nachvollziehbar dar, weshalb sie bei der Rechnung vom 15. Oktober 2013 nicht von einer Akontoabrede ausgeht. Sie hält fest, die Beschwerdeführerin habe die Rechnung in der Höhe des Rechnungsbetrages ohne Widerspruch bezahlt und damit eine Anrechnungserklärung gemäss Art. 86 Abs. 1 OR zugunsten der in der Rechnung aufgeführten Forderungen der Beschwerdegegnerin abgegeben. Dabei ging die Vorinstanz auch davon aus, dass die Rechnung gerade nicht für Leistungen der Projektleitung ausgestellt worden sei. Angesichts dieser Annahme bestand kein Anlass, auf eine allfällige Akontoabrede für Projektleitungshonorare in Ziff. 3 der Vereinbarung 2007 näher einzugehen. 5.2.2.4. Die Vorinstanz hat den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör nicht verletzt.