Citation: 8C_225/2020 E. 5.4

5.4. Die Beschwerdeführerinnen rügen sodann bezüglich der mit Verfügung vom 23. August 2019 erfolgten Zuweisung zum Bezug von Nothilfe an die politische Gemeinde Z.________ mit Aufenthaltsort Ausreise- und Nothilfezentrum E.________ eine Verletzung der Bundesverfassung (BV), der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) sowie des Übereinkommens über die Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107). Wie bereits dargelegt, haben Personen mit rechtskräftigem Wegweisungsentscheid, denen eine Ausreisefrist angesetzt worden ist, gemäss Art. 82 Abs. 1 AsylG von Bundesrechts wegen keinen Anspruch mehr auf gewöhnliche Sozialhilfe gemäss Art. 81 AsylG, sondern nur noch auf Nothilfe im Sinne von Art. 12 BV. Die Umsetzung von Art. 12 BV obliegt den Kantonen. Vorbehältlich der verfassungsmässigen Mindestgarantien sind diese in der Ausgestaltung der Art und Weise von Nothilfeleistungen frei. Die Nothilfe ist in Form von Sachleistungen oder täglichen Geldleistungen an den von den Kantonen bezeichneten Orten auszurichten (BGE 139 I 265 E. 3.1 S. 268 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat korrekt festgehalten, dass die Zu- oder Umteilung von Nothilfebezügern eine die beteiligte (n) Gemeinde (n) betreffende organisatorische Anordnung darstellt und in der Regel keine Aussenwirkung entfaltet, da es darum geht, die öffentliche Unterstützung auf die Gemeinden zu verteilen (vgl. Urteil 8C_435/2014 vom 25. August 2014 E. 2.3). Massgebend für den bundesrechtlich vorgesehenen Wechsel von Sozial- zu Nothilfe ist nicht die Zuweisungsverfügung an die politische Gemeinde Z.________ vom 23. August 2019, sondern die Änderung des Asylstatus, über die bei den Beschwerdeführerinnen im Asylverfahren rechtskräftig im Sinne einer Wegweisung befunden worden war. Der Asylstatus ist nicht Gegenstand dieses Verfahrens. Inwiefern durch die Zuweisungsverfügung an sich Verfassungs- oder Völkerrecht verletzt sein soll, wird in den ausufernden Ausführungen der Beschwerdeschrift nicht dargetan und ist auch nicht ersichtlich. Durch die Zuweisung der Beschwerdeführerinnen ins Ausreise- und Nothilfezentrum E.________, das auf die gemeinsame Beherbergung von Erwachsenen und Kindern ausgerichtet ist, wurden der Grundsatz der Einheit der Familie und insbesondere die Bedürfnisse der Tochter, auch was den Schulunterricht anbelangt, im Rahmen des Nothilfeanspruchs gewahrt. In der diesbezüglichen Beschwerdeabweisung liegt ebenfalls keine Rechtsverletzung im Sinne des Art. 95 BGG.