Citation: 7B_858/2024 E. 4.10

4.10. Im Eventualstandpunkt macht der Beschwerdeführer geltend, er müsse, selbst wenn ein Haftgrund bestünde, jedenfalls gegen Ersatzmassnahmen (Kaution bzw. Grundbuchsperre, Schriftensperre, Electronic Monitoring und Kontaktverbot) aus der Haft entlassen werden. Die Vorinstanz verweist zunächst auf die Erwägungen des ZMG in dessen Haftprüfungsentscheid vom 8. Mai 2024, wonach wirksame "Ersatzmassnahmen zur Verringerung der erheblichen Flucht-, Wiederholungs- und Kollusionsgefahr" nicht ersichtlich seien, und auf die Beschwerdeantwort des ZMG vom 10. Juni 2024 im vorinstanzlichen Verfahren. Danach seien zur Abwendung der Kollusionsgefahr "keine geeigneten Ersatzmassnahmen ersichtlich". Über "allfällige Ersatzmassnahmen zur Verringerung der qualifizierten Wiederholungsgefahr" könne "erst nach Vorliegen des psychiatrischen Gutachtens" befunden werden. Ob eine angemessene Kaution zur Verringerung der Fluchtgefahr geeignet sei, könne "erst nach eingehender Prüfung der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers" beurteilt werden (angefochtener Entscheid, E. 2.1/a S. 5 und E. 2.1/b S. 6). Das Kantonsgericht schliesst sich diesen Erwägungen an. Es führt unter anderem aus, die Beteuerung des Beschwerdeführers, "er werde sich selbstverständlich an alle Vorgaben der Behörden halten", sei als "Lippenbekenntnis" einzustufen, zumal er "beispielsweise in seiner persönlichen Stellungnahme vom 1. Mai 2024 zum Haftentlassungsgesuch bzw. zum Haftverlängerungsantrag (auf Seite 5) dargelegt habe, er werde "in Zukunft seine Familie in Gefahrensituationen ohne Ausweichmöglichkeiten mit all seiner Kraft verteidigen" (angefochtener Entscheid, E. 3.2/b/aa S. 18). Zusammenfassend kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass "auch die Verhältnismässigkeit der Untersuchungshaft mangels geeigneter Ersatzmassnahmen - einzeln wie auch in Kombination - augenscheinlich gewahrt" sei. "Angesichts des Vorliegens gleich dreier Haftgründe" vermöchten "zur Zeit weder die in Art. 237 Abs. 2 StPO exemplarisch aufgelisteten, noch allfällige weitere Ersatzmassnahmen gemäss Art. 237 Abs. 1 StPO den gleichen Zweck wie die Haft zu erfüllen". Die vom Beschwerdeführer "vorgebrachten Ersatzmassnahmen - Schriftensperre, Kaution, Sperre auf einer ihm gehörenden Immobilie, elektronisch überwachter Hausarrest und Kontaktverbot" - seien "klarerweise nicht tauglich, den allesamt in ausgeprägter Form vorhandenen Haftgründen wirksam zu begegnen". Dies sei von ihm auch "nicht ernsthaft bestritten" worden, habe er im vorinstanzlichen Verfahren doch lediglich geltend gemacht, dass "kein Haftgrund gegeben" sei (angefochtener Entscheid, E. 3.2/c/aa S. 20). Dass die kantonalen Strafbehörden die Möglichkeit ausreichend wirksamer Ersatzmassnahmen für Haft, namentlich zur Abwendung der oben dargelegten qualifizierten Wiederholungsgefahr, im derzeitigen Untersuchungsstadium verneinen, hält vor dem Bundesrecht stand.