Citation: 5A_677/2022 E. 3.4

3.4. Sodann hält die Beschwerdeführerin an ihrem Einwand fest, bei den vom Beschwerdegegner an seine Lebenspartnerin bezahlten Fr. 12'000.-- handle es sich um "Ohnehinkosten", denn diese Kosten wären dem Beschwerdegegner auch dann angefallen, wenn es wie vereinbart zur Rückübertragung der Liegenschaft an die Beschwerdeführerin gekommen wäre; auch in diesem Fall hätte der Beschwerdegegner auf seine eigenen Kosten eine neue Wohnung beziehen müssen. Diese Aussage trifft zwar zu, verkennt aber die gesetzliche Anspruchsgrundlage. Es geht nämlich nicht um die Frage, wie der Beschwerdegegner stünde, wenn die Vereinbarung vom 10. Januar/30. April 2014 erfüllt worden wäre. Vielmehr ist er - wie das Obergericht zutreffend ausführt - so zu stellen, wie wenn die Vereinbarung vom 10. Januar/ 30. April 2014 nie geschlossen worden wäre (E. 3.1). Letzterenfalls hätte er nicht aus der Obergeschosswohnung ausziehen und folglich keine Wohnungsmieten bezahlen müssen.