Citation: K 41/03 02.09.2003 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht ist im angefochtenen Entscheid nach ausführlicher Darstellung und eingehender Würdigung der Aktenlage zum Schluss gekommen, es handle sich bei der Beschwerdeführerin um eine Persönlichkeit, die seit Jahren auf psychosoziale Belastungen immer wieder mit verschiedenen, u.a. auch depressiv-psychisch geprägten Symptomen sowie episodischem Alkoholmissbrauch reagiert habe. Eine solche persönliche Disposition sei mit dem Krankenversicherer unter "F43 ICD-10" zu subsumieren. Im Spätjahr 1992 und Frühling 1993 habe es sich um ein und dasselbe Beschwerdebild gehandelt. Dieses habe im Spätjahr 1992 noch nicht in der ausgeprägten Form bestanden, sondern es sei erst unter dem Druck der äusseren Ereignisse im Jahre 1993 zur Dekompensation gekommen. Diese besondere persönliche Disposition habe bei Vertragsabschluss noch keinen krankhaften Wert erreicht. Auch der Arzt A.________ habe in seinem Gutachten vom 28. Juni 2002 festgehalten, es sei nicht auszuschliessen, dass die Beschwerdeführerin schon vor 1993 an Anpassungsstörungen gelitten habe, was Dr. med. C.________ bestätigt habe. Da ein Aufnahmebewerber in der Gesundheitserklärung auch geringfügige Beschwerden anzugeben habe, die im Verdacht stünden, Symptome einer möglicherweise erst zum Ausbruch gelangenden oder noch nicht überwundenen Erkrankung zu sein, sei diese persönliche Disposition, krisenhaft-depressiv zu reagieren, einem Vorbehalt zugänglich. Dies gelte selbst dann, wenn mit Arzt A.________ angenommen werde, die die Anpassungsstörung auslösende äussere Belastung sei im Spätjahr 1992 noch nicht eingetreten gewesen.