Citation: 6B_1208/2020 E. 9.1

9.1. Der Beschwerdeführer stellt sich weiter auf den Standpunkt, der Mitangeklagte C.________ sei rechtmässiger Eigentümer der Marke "K.________" und als solcher berechtigt gewesen, Lizenzzahlungen zu verlangen. Die Franchisingbezüge seien demzufolge korrekt erfolgt. Der Mitangeklagte C.________ sei auch nicht verpflichtet gewesen, die Marke für die B.________ AG zu erwerben. Bei einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise seien ohnehin sämtliche Bezüge des Mitangeklagten C.________, ob sie als Lizenzgebühren oder als Lohnzahlungen betrachtet würden, aufgrund dessen Arbeitsleistungen für das "K.________" in ihrer Höhe gerechtfertigt gewesen, so dass die B.________ AG auch keinen Schaden erlitten hätte, wenn G.________ tatsächlich Aktionär gewesen wäre. Selbst wenn man annehmen wollte, der Mitangeklagte C.________ hätte keine Lizenzzahlungen von der B.________ AG einfordern dürfen, sei für diese kein Schaden entstanden, da er in anderer Weise in gleicher Höhe Entschädigungen hätte beziehen dürfen. Die Privatgutachten U.________ und V.________ hätten bestätigt, dass eine Gesamthonorierung von CHF 300'000.-- für einen Hauptaktionär und Geschäftsführer einer vergleichbaren KMU an der unteren Grenze liege. Nachdem die Herausgabe der Zeitschrift per Ende 2000 zu rentieren begonnen habe, sei der Mitangeklagte C.________ berechtigt gewesen, seine Gesamtbezüge zu erhöhen, soweit diese gesetzlich zulässig und wirtschaftlich vertretbar gewesen seien. Er habe die Bezüge des Mitangeklagten C.________ für seine Tätigkeit im Zusammenhang mit dem "K.________", d.h. Lohn, Bonus und Lizenzzahlungen, als Gesamtentschädigung denn auch als angemessen angesehen. In welcher Form die Vergütungen ausbezahlt worden seien, sei ohne Bedeutung. Schliesslich beanstandet der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz sich im Rahmen der Prüfung des Tatbestandes der ungetreuen Geschäftsbesorgung nicht mit dem Vorsatz auseinandergesetzt und ohne Begründung Mittäterschaft angenommen habe. Er habe sich danach ausgerichtet, dass der Mitangeklagte C.________ Eigentümer der Marke "K.________" und daher lizenzberechtigt gewesen sei. Er habe daher subjektiv kein Unrechtsbewusstsein gehabt. Zudem sei gemäss Organisationsreglement die Geschäftsführung an den Mitangeklagten C.________ delegiert gewesen. Damit seien seine Pflichten als Verwaltungsrat auf die strategische Führung und die Oberaufsicht reduziert gewesen. Er könne daher nicht für sämtliche strafbaren Handlungen des Geschäftsführers zur Verantwortung gezogen werden. Die Vorinstanz habe auch nicht berücksichtigt, dass er sich auf die Einschätzungen seines Vorgängers im Verwaltungsrat, H.________, habe verlassen dürfen und nicht an der Rechtmässigkeit des Erwerbs der Marke und des von diesem abgeschlossenen Lizenzvertrages habe zweifeln müssen. Aufgrund des Umstands, dass dieser die Marke erworben sowie den Lizenzvertrag und die ersten Lizenzzahlungen genehmigt hatte, habe für ihn kein Grund bestanden, gegen die Zahlung der Gebühren einzuschreiten (Beschwerde S. 129 ff.; 198 ff.).