Citation: 5A_740/2009 02.02.2010 E. 4

Umstritten ist schliesslich der dem Beschwerdeführer anrechenbare Aufwand für das ihm gehörende Mehrfamilienhaus an der C.________-strasse in D.________. 4.1 Die Vorinstanz hat die Darstellung des Beschwerdeführers als glaubhaft erachtet, dass gewisse werterhaltende Unterhaltsarbeiten bereits während des Scheidungsverfahrens vorgenommen werden müssten, da sich dieses als langwierig erweise. Es erscheine angemessen, den hiefür vorgesehenen Betrag auf Fr. 450.-- festzusetzen, wie dies bereits das Bezirksgericht getan habe. 4.2 Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, es sei willkürlich, ihm bloss Fr. 450.-- pro Monat an den Unterhalt der Liegenschaft zuzugestehen. Im Ergebnis habe sie ihm sogar bloss Fr. 350.-- für den allgemeinen Unterhalt zugesprochen, da die Vorinstanz offenkundig übersehen habe, dass Fr. 100.-- für den Unterhalt drittvermieteter Wohnungen gedacht seien. Das gerichtliche Gutachten der E.________ AG vom 20. März 2009 weise einen vernachlässigten Unterhalt im Umfang von Fr. 30'000.-- aus. Da ein Gutachten aus dem Jahre 2006 noch keinen Unterhaltsbedarf festgestellt habe, sei pro Jahr ein Unterhaltsdefizit von rund Fr. 10'000.-- angefallen. Indem die Vorinstanz aber pro Jahr nur Fr. 4'200.-- (zwölfmal Fr. 350.--) zugestehe, habe sie ihr Ermessen in willkürlicher Weise überschritten und der Beschwerdeführer werde faktisch verpflichtet, zugunsten der Alimente in sein Vermögen einzugreifen. Im Ergebnis verlangt er die Berücksichtigung von Fr. 100.-- für Reparaturen an drittvermieteten Wohnungen und eine Unterhaltspauschale von Fr. 835.-- pro Monat. Der dergestalt neu berechnete Unterhaltsbeitrag an die Beschwerdegegnerin weiche nur minim vom bisherigen Betrag von Fr. 1'290.-- ab, weshalb es bei Letzterem bleiben müsse. 4.3 Auf den Vorwurf eines offensichtlichen Versehens bei der Aufteilung der Unterhaltskosten ist nicht näher einzugehen, denn einerseits erachtet der Beschwerdeführer die Anrechnung sowohl von Fr. 350.-- wie von Fr. 450.-- als willkürlich, andererseits lässt sich mit der Kritik an der Kostenaufteilung keine Willkür im Ergebnis, d.h. an den angerechneten Gesamtaufwendungen, dartun. Im Übrigen ist dem Beschwerdeführer zwar zuzugestehen, dass das Gutachten der E.________ AG vom 20. März 2009 entgegen den vorinstanzlichen Ausführungen tatsächlich ein gerichtliches und nicht bloss ein Parteigutachten ist. Dies ändert aber nichts daran, dass das Obergericht sein Ermessen nicht in willkürlicher Weise überschritten hat. Die Vorinstanz hegt zunächst offenbar gewisse Zweifel an der Zuverlässigkeit der Schätzung des Unterhaltsbedarfs, da teilweise auf ältere Offerten abgestellt worden sei. Des Weiteren ergebe sich aus dem Gutachten nicht, dass die Arbeiten dringend vorzunehmen seien. Ein bevorstehender Mieterwechsel, bei welchem Investitionen anfallen könnten, sei nicht geltend gemacht worden und entsprechende Ausgaben würden ohnehin nicht monatlich anfallen. Angesichts dieser Überlegungen erscheint die vorinstanzliche Festlegung des anrechenbaren Liegenschaftsunterhalts von monatlich Fr. 450.-- nicht als willkürlich, zumal eine gewisse Zurückhaltung in Anbetracht der finanziell eher knappen Verhältnisse angebracht ist (vgl. BGE 127 III 289 E. 2a/bb S. 292).