Citation: H 15/03 17.03.2004 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht nahm an, die selbstständige Erwerbstätigkeit habe mit dem Verkauf der letzten Stockwerkeigentumseinheiten im Oktober 1997 geendet. Die Beschwerdeführerin wendet hiegegen ein, beim Verkauf im Jahre 1997 habe es sich um eine Eigentumsübertragung besonderer Art unter Verwandten gehandelt. Der Verstorbene habe damals die verbleibende Wertquote von 479/1000 mit einem grossen Verlust an die Beschwerdeführerin und drei seiner Kinder verkauft. Diese Veräusserung aus familiären und steuerlichen Gründen könne nicht einer Erwerbstätigkeit gleichgesetzt werden. Der Verkauf sei mit einem Erbvorbezug oder einer vorweggenommenen Erbteilung vergleichbar, nicht aber mit der Erstellung und dem Verkauf von Stockwerkeigentumseinheiten an Dritte. 4.2 Da der angefochtene Entscheid in Bezug auf den hier interessierenden Grundstücksverkauf im Oktober 1997 keine Feststellungen tatsächlicher Natur enthält, kann das Eidgenössische Versicherungsgericht den rechtserheblichen Sachverhalt frei prüfen (Art. 105 Abs. 2 OG). Laut Auszug aus dem Protokoll der Sitzung des Gemeinderates X.________ vom 4. Dezember 1997 betreffend Grundstückgewinnsteuer verkaufte W.________ am 28. Oktober 1997 Miteigentumsanteile von gesamthaft 479/1000 an der Liegenschaft zum Preis von Fr. 1'400'000.-- an seine Ehefrau, die heutige Beschwerdeführerin, und drei seiner Töchter zu Gesamteigentum in Folge einfacher Gesellschaft. Dieses Rechtsgeschäft, mit welchem der Verstorbene die noch unverkauften Anteile an der Liegenschaft gesamthaft zu einem herabgesetzten Preis einzelnen Familienangehörigen verkauft hat, ist das Einzige, das er nach 1994 im Immobiliensektor noch abgewickelt hat. Den verstorbenen W.________ einzig wegen dieses Verkaufs, dem die Merkmale gewerbsmässigen Immobilienhandels abgehen, über 1994 hinaus als selbstständigerwerbenden Liegenschaftenhändler zu qualifizieren, ist bundesrechtswidrig. Ob erb- oder steuerrechtliche Gesichtspunkte oder die Neuordnung des Vermögens innerhalb der Familie bei dieser Handänderung im Vordergrund standen, ist unerheblich. Denn die Tatsache, dass mit einer Transaktion steuerliche Effekte verbunden sind und angestrebt werden, macht diese noch nicht zu einer geschäftlichen Transaktion, wie die Beschwerdeführerin zutreffend bemerkt. Für die Jahre 1995 bis Oktober 1997 ist die Beitragspflicht demnach zu verneinen.