Citation: 9C_431/2022 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin stellt sich einzig gegen die Berücksichtigung der in Marokko gelegenen Liegenschaft bei den anrechenbaren Einnahmen. Sie rügt eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung und macht im Wesentlichen geltend, sie sei zwar formell Eigentümerin der fraglichen Eigentumswohnung gewesen, sie habe aber darüber nicht verfügen können. Der wirtschaftlich Berechtigte sei ihr in Marokko lebender «Milchbruder» B.________ gewesen, für den sie die Liegenschaft "eine Art treuhänderisch" gehalten habe. Dieses Vorgehen habe dazu gedient, ihn für den Fall einer Scheidung von seiner Ehefrau abzusichern. Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, wonach sie den Kaufpreis auch tatsächlich mittels Scheck bezahlt habe und daher am Grundstück wirtschaftlich berechtigt sei, entbehre eines Beweises und sei unhaltbar. Im Strafurteil, dessen Sinn und Tragweite die Vorinstanz offensichtlich verkenne und unberücksichtigt lasse, sei ihre tatsächliche Verfügungsmacht über die Wohnung verneint worden.