Citation: 4P.306/2004 30.05.2005 E. 1

1.1 Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht in verschiedener Hinsicht eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vor (Art. 29 Abs. 2 BV). Eine Gehörsverletzung sei zunächst darin zu erblicken, dass sich das Obergericht auf die Würdigung der Expertise beschränkt und die Abnahme von weiteren offerierten Beweismitteln - insbesondere eine Parteibefragung und die Befragung verschiedener Zeugen - abgelehnt habe. Weiter sei eine Gehörsverletzung darin zu erblicken, dass das Obergericht dem Experten die Möglichkeit genommen habe, alle vorhandenen Akten zu würdigen. Schliesslich sei der Gehörsanspruch verletzt worden, weil der Experte mangelhaft instruiert und namentlich nicht darauf hingewiesen worden sei, dass er gemäss Art. 257 Abs. 1 ZPO/AG "mit Zustimmung des Richters eigene Erhebungen machen" könne. 1.2 Diese Rügen sind unbegründet. Für das Obergericht war die vom Bezirksgericht Bremgarten angeordnete Expertise schlüssig. Im angefochtenen Urteil ist nicht festgestellt, dass einzelne der vom Experten bewerteten Arbeitsleistungen Fragen aufgeworfen hätten. Selbst der Beschwerdeführer vermag nicht anzugeben, inwiefern noch ein Bedarf nach weiteren Beweisabklärungen bestanden hätte. Wenn er geltend macht, Zeugen hätten bestätigen können, dass das Vorprojekt baubewilligungsreif und die Vorprojektphase abgeschlossen gewesen sei, ist nicht zu sehen, weshalb der Sachverständige als Fachmann dies nicht mindestens ebenso gut beurteilen konnte. Der Vorwurf des Beschwerdeführers, das Obergericht hätte dem Experten nicht nur die ins Recht gelegten, sondern "alle vorhandenen Akten" zur Prüfung überlassen sollen, ist vom Obergericht mit Hinweis auf die kantonalen Vorschriften über den Beweisantritt bereits widerlegt worden. Der Beschwerdeführer verkennt, dass der Gehörsanspruch nur in Bezug auf rechtzeitig und prozesskonform vorgebrachte Begehren Beachtung findet. Nicht begründet ist auch der Vorwurf, der Experte sei nicht richtig instruiert worden, indem ihm von § 257 Abs. 1 ZPO, wonach er selbst Erhebungen machen könne, keine Kenntnis gegeben worden sei. Der Beschwerdeführer führt selbst aus, dass aus den Akten nicht hervorgehe, ob dem Experten diese Bestimmung bekannt war.