Citation: 6P.172/2006 28.12.2006 E. 7

Zu Unrecht habe die Vorinstanz eine Arglist ausschliessende Mitverantwortung der Geschädigten verneint. Diese hätten sich mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit schützen können, indem etwa nur ein Depot geleistet oder sonstige Sicherheiten verlangt worden wären. 7.1 Im Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde gilt (anders als im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren) kein strenges Rügeprinzip. Es muss in der Beschwerde allerdings wenigstens kurz dargelegt werden, welche Bundesrechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt sind (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). Dafür reicht es nicht aus, einfach die Bestimmungen aufzuzählen, deren Verletzung behauptet wird, ohne darzulegen, inwiefern die angefochtene Verurteilung bundesrechtswidrig sei. Insbesondere hat sich die Beschwerdebegründung mit den wesentlichen Erwägungen des angefochtenen Entscheides auseinander zu setzen (BGE 129 IV 6 E. 5; 122 IV 139 E. 1-2 ). 7.2 Die Beschwerdeführer erheben den pauschalen Vorwurf, sämtliche Betrugsopfer hätten sich derart leichtsinnig verhalten, dass die Täuschungshandlungen nicht mehr arglistig erschienen. Eine Auseinandersetzung mit dem vorinstanzlichen Urteil, welches für die Anklagevorwürfe im Einzelnen nachweist mit welchen Machenschaften die Beschwerdeführer ihre Lieferwilligkeit oder Erfüllungsbereitschaft arglistig vortäuschten, findet nicht statt. Die Beschwerden sind insoweit ungenügend substanziiert und werden deshalb nicht behandelt.