Citation: 7B_69/2025 E. 4.3

4.3. Es kann der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden, wenn sie geltend macht, das gegen sie und ihren Ehemann geführte Strafverfahren weise keine Komplexität auf. Vielmehr handelt es sich um ein mehrere Länder betreffendes Strafverfahren wegen qualifizierter Drogendelikte. Wie die Vorinstanz zutreffend festhält, musste die Staatsanwaltschaft deshalb u.a. auf dem Weg der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen den Ermittlungsbericht der belgischen Strafverfolgungsbehörden einholen. Dass dies eine gewisse Zeitspanne in Anspruch nimmt, ist entgegen dem Dafürhalten der Beschwerdeführerin selbsterklärend. Ebenso ist es nicht zu beanstanden, dass die Staatsanwaltschaft bis zum Eintreffen des belgischen Ermittlungsberichts und bis zum Vorliegen von dessen Übersetzung während einer gewissen Zeitspanne untätig blieb. Es ist insoweit ohne Weiteres nachvollziehbar, dass die Staatsanwaltschaft ihre nächsten Untersuchungsschritte abhängig vom Inhalt der belgischen Strafakten machte, um Leerläufe oder Wiederholungen zu vermeiden. Zudem kann von den Strafverfolgungsbehörden nicht verlangt werden, dass sie sich ausschliesslich einem einzigen Verfahren widmen (BGE 130 IV 54 E. 2.3; Urteil 6B_549/2024 vom 26. November 2024 E. 2.2). Deshalb sind selbst in einem Fall, in dem sich die beschuldigte Person in Untersuchungshaft befindet, bis zu einem gewissen Grad Zeiten, in denen das Verfahren stillsteht, unumgänglich (Urteil 1B_328/2019 vom 17. Juli 2019 E. 2.2). In Anbetracht dieser Sachumstände kann der Staatsanwaltschaft in der - soweit ersichtlich - seit dem 29. Mai 2024 gegen die Beschwerdeführerin geführten Strafuntersuchung keine gravierende Verletzung des besonderen Beschleunigungsgebots in Haftsachen vorgeworfen werden. Namentlich vermag auch der Umstand, dass die Staatsanwaltschaft nach ihrer Schlussmitteilung vom 20. Dezember 2024 bis zur Einreichung der vorliegenden Beschwerde noch keine Anklage erhoben hat, daran nichts zu ändern, nimmt doch auch die Ausarbeitung der Anklageschrift eine gewisse Zeitspanne in Anspruch. Die Rüge, wonach die Untersuchungshaft wegen einer Verletzung des besonderen Beschleunigungsgebots in Haftsachen unverhältnismässig geworden sei, ist damit unbegründet.