Citation: I 339/04 07.12.2004 E. 2

Strittig und zu beurteilen ist vorerst, ob das als Grundlage des Rentenentscheids (Einspracheentscheid vom 23. Juli 2003) dienende medizinische Dossier ein umfassendes Bild der entscheidungserheblichen gesundheitlichen Verhältnisse vermittelt und ob der Verwaltungsakt auf einer zutreffenden Würdigung der ärztlichen Stellungnahmen beruht. Dabei gilt es zu beachten, dass einzig der Sachverhalt zu prüfen ist, wie er sich bis zum Erlass des Einspracheentscheides entwickelt hat. Eventuelle seitherige Veränderungen, insbesondere hinsichtlich des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin, wären im Sinne eines Revisionsgesuches bei der verfügenden Behörde geltend zu machen. 2.1 IV-Stelle und Vorinstanz stützen ihre Beurteilung auf einen Bericht des Spitals Y.________, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation, über eine vom 24. April 2001 bis 15. Mai 2001 dauernde Hospitalisation vom 16. Mai 2001, auf einen Bericht vom 26. November 2001 über einen stationären Aufenthalt vom 31. Oktober bis 21. November 2001 in der Rehaklinik Q.________ sowie einen Bericht des damaligen Hausarztes der Beschwerdeführerin, Dr. med. K.________, vom 27. März 2002. Es werden darin übereinstimmende Diagnosen eines chronischen Panvertebralsyndrom linksbetont mit/bei lumbospondylogener Akzentuierung links, muskulärer Dysbalance im Becken-, Nacken- und Schultergürtel, einer Haltungsinsuffizienz, einer Osteochondrose L5/S1 bei Hemilumbalisation S1 links und einer Fehlform der Wirbelsäule (linkskonvexe thorakale Skoliose und anteriorer Beckenkippung) gestellt. Im Weiteren berichten die Ärzte des Spitals Y.________, ein psychiatrisches Konsilium habe keine Anzeichen für eine schwere depressive Symptomatik ergeben; auffällig sei indessen ein ausgeprägtes Schmerzverhalten. In der Rehaklinik Q.________ werden neben den genannten noch die Diagnosen einer Fibromyalgie, einer Symptomausweitung und eines depressiven Zustandbildes gestellt. Einig ist man sich darüber, dass aus medizinischer Sicht eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer leichten Tätigkeit möglich sei. 2.2 Die Beschwerdeführerin stützte sich bereits im Einspracheverfahren, vor dem kantonalen Gericht, wie auch letztinstanzlich auf die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des orthopädischen Chirurgen Dr. med. B.________. Dieser schliesst sein Gutachten vom 8. November 2002 mit der medizinischen Beurteilung: "Aufgrund der klinischen Untersuchung und der eingehenden Untersuchung der Röntgenbefunde bin ich der Ansicht, dass die Patientin bei diesem chronisch lumbo-vertebralen Syndrom, das seit 13 Jahren besteht, zu 100 % arbeitsunfähig ist. Es handelt sich hier um einen Dauerzustand, welcher durch medizinische Massnahmen nicht zu verbessern ist "