Citation: 5P.420/1999 27.01.2000 E. 3

3.-Zunächst kritisiert der Beschwerdeführer Feststellungen des Obergerichtes im Zusammenhang mit der Fremdgefährdung. a) Soweit er geltend macht, das Obergericht verweise im Zusammenhang mit einer angeblichen Gefährdung durch Schusswaffen zu Unrecht auf das Gutachten vom 6. Februar 1997, erweist sich die Beschwerde als unbegründet. An der vom Obergericht zitierten Stelle des Gutachtens wird ausgeführt, dass der Beschwerdeführer "mit seinem krankhaft-querulanten Verhalten und dem öffentlichen Waffentragen ... seine nächste Umgebung zu verängstigen oder sogar zu bedrohen" scheine. Es kann somit keine Rede davon sein, dass das Gutachten "klar falsch wiedergegeben" werde. b) Unbegründet ist die Beschwerde auch insoweit, als dem Obergericht vorgeworfen wird, trotz den Feststellungen im Zusatzgutachten vom 26. Februar 1997 tunlichst verschwiegen zu haben, dass die Fremdgefährlichkeit praktisch ganz weggefallen sei. Im angefochtenen Urteil wird in diesem Zusammenhang festgehalten, dass das Zusatzgutachten die Fremdgefährlichkeit des Beschwerdeführers im Zeitpunkt seiner Hospitalisierung im Januar 1997 als hoch bezeichnet habe; "inzwischen sei jedoch eine erfreuliche, eigentlich unerwartete Wende eingetreten, da die ... medikamentöse Therapie nun allmählich Wirkung zu zeigen scheine". Auch wenn des Obergericht die eigentliche Quintessenz des Gutachtens, dass eine Fremdgefährdung des Beschwerdeführers "kaum mehr nachzuweisen" sei, nicht explizit wiedergegeben hat, wurde der Gehalt des Gutachtens in einer Weise dargestellt, welche dem Willkürverbot standhält. c) Desgleichen ist die Rüge unbegründet, dass die Aussagen des zweiten Ergänzungsgutachtens vom 22. Juli 1999 zur Frage der Fremdgefährdung "willkürlich ausgeklammert" worden seien. Im angefochtenen Urteil wird festgehalten, dass der Beschwerdeführer seit dem 27. Februar 1997 beim Externen Psychiatrischen Dienst des Kantons Aargau behandelt werde und die vierzehntäglichen Termine einhalte; seither seien - u.a. gemäss dem erwähnten Ergänzungsgutachten - keine psychotischen Störungen mehr aufgetreten. Das Obergericht hat somit die Feststellungen im Gutachten wiedergegeben, dass keine Gefahr für die Sicherheit Dritter zu erkennen sei. d) Schliesslich ist die Beschwerde auch insoweit unbegründet, als der Beschwerdeführer dem Obergericht vorwirft, in willkürlicher Weise unterstellt zu haben, dass er gegen seinen Nachbarn J.V.________ Drohungen ausgestossen und in der Filiale der Schweizerischen Bankgesellschaft in S.________ gedroht habe, "er werde nun mit dem Sturmgewehr zur Amtsvormundschaft gehen". Das Obergericht stützte seineAnnahme in Bezug auf die Drohungen gegen den Nachbarn auf die Klage des Gemeinderates E.________, worin ausgeführt wurde, dass der Beschwerdeführer J.V.________ auf die übelste Art diffamiert und auch Drohungen gegen Leib und Leben ausgesprochen habe. Der dagegen erhobene Vorwurf der Willkür geht einerseits deshalb fehl, weil sich der Beschwerdeführer überhaupt nicht mit der Begründung des Obergerichtes auseinandersetzt, weshalb am Wahrheitsgehalt der Darstellung des Gemeinderates E.________ nicht gezweifelt werden könne. Andrerseits vermag der Beschwerdeführer nichts aus dem Vollzugsbericht der Kantonspolizei Aargau vom 27. August 1996 abzuleiten, wonach er sich während einem mehr oder weniger sachlichen Gespräch ruhig verhalten habe; dies schliesst nicht aus, dass vorher Drohungen ausgesprochen wurden. Ebenso wenig verfängt der Willkürvorwurf im Zusammenhang mit dem Vorfall in der SBG-Filiale von S.________. Wenn der Beschwerdeführer gegenüber einem Bankangestellten, der nach Rücksprache mit dem Vormund die Auszahlung eines grösseren Geldbetrages abgelehnt hatte, von einem Gewehr gesprochen und anschliessend gefragt haben soll, "wieviel es wohl gebe, wenn man einen Beamten umlege", ist die Feststellung offensichtlich nicht willkürlich, der Beschwerdeführer habe gedroht, er werde jetzt mit einem Sturmgewehr zur Amtsvormundschaft gehen.