Citation: 1C_586/2020 E. 3.1

3.1. Der Gestaltungsplan "Müliberg" sieht zur strassenmässigen Haupterschliessung der aus maximal 21 Wohneinheiten (Einfamilien- und Doppeleinfamilienhäusern) bestehenden künftigen Überbauung im Planungsperimeter eine in beide Richtungen befahrbare Verbindungsstrasse zwischen dem Mülibergweg im Westen und dem Geerenweg im Osten vor. Die neu zu erstellende Strasse verläuft parallel zu den Höhenlinien der leicht gegen Norden geneigten Parzelle Nr. 253, durchquert den Planungsperimeter damit längs und ist fünf Meter breit. Auf der Höhe der Baufelder D1/D2 und I1/I2 ist eine Ausweitung der Strasse zu einem Quartierplatz geplant. Südlich der Strasse sind zwei Bautiefen ausgeschieden, nördlich davon eine. Für die Erschliessung der Gebäude der zweiten Bautiefe im Süden sollen der Mülihalden- und der Mülibergweg genutzt werden, die wie der Geerenweg bereits bestehen. Die Einmündung der geplanten Verbindungstrasse in den Geerenweg ist auf Höhe der Strassenparzelle Nr. 255 der Beschwerdeführerin vorgesehen. Diese Parzelle umfasst den mittleren Teilabschnitt des Geerenwegs. Östlich des Einmündungsbereichs liegt die Parzelle Nr. 256 mit Wohnhaus, die ebenfalls der Beschwerdeführerin gehört. Im Süden schliesst an die Strassenparzelle Nr. 255 die Strassenparzelle Nr. 257 an, die den südlichen Teil des Geerenwegs umfasst und im Eigentum der Gemeinde ist. In diesem Bereich mündet der Geerenweg in den Mülihaldenweg, der gegen Westen hin zum Mülibergweg führt. Der nordöstliche Teilabschnitt des Geerenwegs endet in einer Sackgasse. Der Teil der Strassenparzelle Nr. 255, der im Einmündungsbereich Verbindungsstrasse/Geerenweg liegt, ist gemäss dem Gestaltungsplan zu Erschliessungszwecken an die Gemeinde abzutreten und kann falls nötig enteignet werden. Das betreffende Teilstück ist im Gestaltungsplan mit Strassenlinien gemäss § 6 der Bauverordnung vom 25. Mai 2011 des Kantons Aargau (BauV/AG; SAR 713.121) gekennzeichnet. Im Plan wird ausdrücklich auf das Enteignungsrecht und § 132 des kantonalen Baugesetzes vom 19. Januar 1993 (BauG/AG; SAR 713.100) hingewiesen, wonach Erschliessungs- und Gestaltungspläne als Enteignungstitel gelten (Abs. 1 lit. c).