Citation: 5A_994/2018 E. 6.5.2

6.5.2. Während die erste Instanz dem Beschwerdeführer für die Besuchsrechtskosten einen Betrag von monatlich Fr. 250.-- zugestanden hat, rechnete die Vorinstanz ihm Fr. 410.-- pro Monat an. Dies entspreche den monatlichen Kosten für die Autofahrt zwischen den elterlichen Wohnorten, welche pro Weg zwei Stunden daure (158 km). Obwohl die Kosten für die Benutzung des Autos mehr als doppelt so hoch seien als mit dem öffentlichen Verkehr (Fr. 160.--), sei dieser Variante der Vorzug zu geben. So weise die Reisezeit mit dem öffentlichen Verkehr mehr als drei Stunden pro Weg auf, wobei drei bis fünf Mal umgestiegen werden müsse. Dies erscheine für die Kinder als unzumutbar. So sei für den Sohn die Autofahrt von St. Gallen nach Luzern mit knapp zwei Stunden schon lange genug. Bei Abholung der Kinder am Freitagabend zwischen 17.00 und 18.00 Uhr für das Besuchsrecht wären sie bei Nutzung des öffentlichen Verkehrs frühstens um 21.00 Uhr zu Hause, was für Kinder in diesem Alter als nicht sachgerecht erscheine.