Citation: 6P.172/2006 28.12.2006 E. 2

Die Beschwerdeführer machen geltend, ihr amerikanischer Geschäftspartner, A.________, sei mit den Lieferungen in Verzug gewesen, weshalb die bestellten Autos in der Schweiz nicht hätten ausgeliefert werden können. Es liege somit kein strafrechtliches Betrugs- sondern ein vertragsrechtliches Verzugsproblem vor. Damit wird sinngemäss Willkür in der Beweiswürdigung gerügt. Ferner bringen sie vor, die Verweigerung der Einvernahme von A.________ verletze ihr rechtliches Gehör und stelle eine unzulässige antizipierte Beweiswürdigung dar. 2.1 Willkürlich ist eine Tatsachenfeststellung, wenn der Richter den Sinn und die Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkennt, wenn er ein solches ohne ernsthafte Gründe ausser Acht lässt, obwohl es erheblich ist, und schliesslich, wenn er aus getroffenen Beweiserhebungen unhaltbare Schlüsse zieht (BGE 129 I 8 E. 2.1). -:- Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV umfasst das Recht, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 127 I 54 E. 2b; 126 I 15 E. 2a/aa). Rechtzeitig und formrichtig angebotene Beweise sind abzunehmen (BGE 122 I 53 E. 4a). Dies verwehrt es dem Richter indessen nicht, einen Beweisantrag abzulehnen, wenn er ohne Willkür in freier, antizipierter Würdigung der beantragten zusätzlichen Beweise zur Auffassung gelangen durfte, dass weitere Beweisvorkehren an der Würdigung der bereits abgenommenen Beweise voraussichtlich nichts mehr ändern würden (BGE 124 I 208 E. 4a; 122 II 464 E. 2a; 122 III 219 E. 3c; 122 IV 157 E. 1d, je mit Hinweisen). 2.2 Die Kritik am vorinstanzlichen Urteil ist weitgehend appellatorischer Natur und schon aus diesem Grund nicht zu behandeln (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Im Übrigen erweist sich der Vorwurf willkürlicher Beweiswürdigung als unbegründet. Gemäss dem Obergericht ist unklar, ob A.________ überhaupt existiert und in Miami lebt. Auf die konkrete Frage nach dessen Aufenthaltsort hätten die Beschwerdeführer ausweichend geantwortet. Es sei völlig unglaubwürdig, dass sie diesem ohne Bestellungsbestätigung und Quittung jeweils Zehntausende von Franken übergeben haben sollen. Dass die Übergabe Ehrensache gewesen sei und sie ihm voll vertrauten, sei offensichtlich gelogen. Unnachvollziehbar sei dieses angebliche Vertrauen insbesondere für den Zeitraum, nachdem den Kunden dessen geschäftliche Schwierigkeiten bereits mitgeteilt worden seien. Nicht einzusehen sei auch, weshalb sie nicht spätestens anlässlich ihrer beiden Besuche im Winter 1996/1997 eine Strafanzeige gegen A.________ eingereicht hätten. Angesichts dieser Widersprüche konnte das Obergericht willkürfrei zum Schluss gelangen, dass die Beschwerdeführer A.________ bloss als säumigen Lieferanten vorgeschoben haben, um ihre eigenen Machenschaften zu verschleiern. Vor dem Hintergrund dieser Folgerung erscheint auch der vorweggenomme Schluss nicht unhaltbar, dass auf Aussagen A.________s - sollte er tatsächlich gefunden werden - wegen dessen eigener Verwicklungen nur mit Vorbehalt abgestellt werden könnte. Somit ist auch nicht ersichtlich, inwiefern ein Verzicht auf eine Einvernahme A.________s das rechtliche Gehör der Beschwerdeführer verletzen soll.