Citation: 5A_92/2024 E. 4.1

4.1. Wenn die Nachlassdividenden der übrigen Nachlassgläubiger laut Nachlassvertrag nicht sicherzustellen sind, kann das Nachlassgericht keine Sicherstellung und Hinterlegung nach Art. 315 Abs. 2 SchKG der allfälligen Dividenden von Gläubigern einer bestrittenen Forderungen anordnen, da andernfalls solche Gläubiger in Verletzung des Grundsatzes der Gläubigergleichbehandlung bevorzugt würden (HUNKELER/ WOHL, in: Schulthess Kommentar SchKG, 2017, N. 9 zu Art. 315). Legitimiert zum Antrag auf Hinterlegung ist jeder Gläubiger einer bestrittenen Forderung, für die eine Sicherstellungspflicht besteht (KESSELBACH/DUC/HOSTETTLER, a.a.O., § 97a Rz. 6; GUGGISBERG/JAKOB, a.a.O., N. 24a f. zu Art. 315).