Citation: 1C_510/2023 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer macht geltend, die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung sei in diesem Punkt offensichtlich unrichtig (Art. 97 Abs. 1 BGG). Er zitiert aus den Ausnahmebewilligungen der Dienststelle rawi vom 30. Oktober 2012 und 1. Oktober 2014 sowie deren Stellungnahme vom 30. Januar 2013 und behauptet, gestützt darauf stehe fest, dass die Dienststelle das Erfordernis der bestimmungsgemässen Nutzbarkeit des Wohnhauses bejaht habe. Es handle sich dabei um eine Beurteilung der örtlichen Verhältnisse, die zudem technischer Natur seien, weshalb sich das Kantonsgericht, dem die entsprechenden Kenntnisse fehlten, nicht über das Ermessen der Dienststelle hätte hinwegsetzen dürfen. Zudem würden die folgenden Umstände die vorinstanzliche Feststellung widerlegen: Die hier umstrittene Doppelhaushälfte auf der Parzelle Nr. 355 sei gleichzeitig mit der Doppelhaushälfte auf der Parzelle Nr. 356 erbaut worden. Letztere werde noch heute bewohnt. Beide hätten sich seit jeher im gleichen Zustand befunden. Zudem hätten die früheren Eigentümer der Parzelle Nr. 355 bis zu ihrem Tod im nun abgebrochenen Wohnhaus gewohnt. Sämtliche erforderlichen Installationen seien vorhanden gewesen (Elektrizität, Wasser, Kanalisation, Heizung mittels Kachelofen etc.). Zum Beweis dieser Ausführungen legt der Beschwerdeführer dem Bundesgericht ein Fotobuch vor und beantragt, es sei ein Augenschein durchzuführen und er selbst sei zu befragen. Es handle sich dabei zwar um neue Beweismittel, diese seien jedoch zulässig, weil das Kantonsgericht in überraschender Weise die bestimmungsgemässe Nutzbarkeit verneint habe, nachdem diese bisher immer bejaht worden sei.