Citation: 8C_507/2018 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdegegnerin tritt der Behauptung entgegen, wonach ihr Revisor gegenüber der Beschwerdeführerin eine Zusicherung abgegeben habe. Im Gegenteil habe dieser im Revisionsbericht festgehalten, dass der Betrieb mit der Aufrechnung der BVG-Beiträge nicht einverstanden sei und sehr wahrscheinlich eine Einsprache machen werde. Zudem sei mit dem Schreiben der Helvetia vom 8. September 2017 keine rückwirkende Finanzierungsänderung nachgewiesen, denn daraus sei keineswegs ersichtlich, um welche Finanzierungsänderung es sich handeln sollte. Überdies seien die darin erwähnten Beschlüsse aus den Jahren 1999 und 2008 nie aufgelegt worden. Selbst wenn ein mündlicher Beschluss aus dem Jahr 2001 existieren würde und das Reglement der Vorsorgeeinrichtung zu ändern vermöchte, sei eine Finanzierung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge an die Personalvorsorge durch die Arbeitgeberin in den vorliegend massgebenden Jahren 2012 bis 2015 mit Sicherheit nicht im Vorsorgereglement oder den Statuten vorgesehen gewesen. Es sei nicht glaubhaft, dass sowohl die Helvetia wie auch die Vorsorgekommission all die Jahre übersehen und vergessen hätten, den Vorsorgeplan bezüglich der Finanzierung anzupassen. Die Verpflichtung der Arbeitgeberin zur Bezahlung der ganzen Prämie ergebe sich wohl einzig aus dem arbeitsvertraglichen Reglement, welches aber bis anhin nicht aufgelegt worden sei. Eine derartige arbeitsvertragliche Verpflichtung reiche jedoch nicht aus. Massgebend sei einzig, ob die Statuten oder das Reglement der Vorsorgeeinrichtung die Einlagen der Arbeitgeberin bzw. die Übernahme der Arbeitnehmerbeiträge durch die Arbeitgeberin zwingend vorschreiben würden, was hier für die massgebende Zeit der Nachrechnung eben gerade nicht der Fall sei.