Citation: 4A_130/2023 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin moniert, die Vorinstanz verweise auf die obergerichtlichen Erwägungen im parallelen Sonderprüfungsverfahren. Mit dem "pauschalen Verweis" der Vorinstanz auf ein Urteil in einem anderen Verfahren werde sie der Einzelfallbeurteilung in keiner Weise gerecht. Die Vorinstanz verletze die Begründungspflicht und damit den Anspruch auf rechtliches Gehör. Diese Rüge ist unbegründet. Zunächst hat die Vorinstanz nicht "pauschal" auf ein anderes Urteil verwiesen, sondern spezifische Verweise auf einzelne, namentlich genannte Erwägungen im parallelen Sonderprüfungsverfahren gemacht. Dieses Parallelverfahren betrifft die Anordnung einer Sonderprüfung bei der Beschwerdeführerin und wird im Wesentlichen von den gleichen Aktionären geführt, vertreten durch dieselben Rechtsvertreter wie im vorliegenden Verfahren betreffend Einberufung und Traktandierung. In jenem Verfahren stellte sich die Beschwerdeführerin mit der gleichen Argumentation wie im vorliegenden Verfahren auf den Standpunkt, dass die Rechtsvertreter der dortigen Gesuchsteller wegen verpönter Interessenkonflikte nach BGFA nicht postulationsfähig seien. Da die Beschwerdeführerin in beiden Verfahren gleich argumentierte, durfte die Vorinstanz auf die diesbezüglichen Erwägungen im parallelen Sonderprüfungsverfahren verweisen. Sie kam damit ihrer Begründungspflicht im Einzelfall hinreichend nach. Dass es der Beschwerdeführerin nicht möglich gewesen wäre, den angefochtenen Entscheid sachgerecht anzufechten, macht sie zu Recht nicht geltend, zumal sie den Entscheid vor Bundesgericht denn auch ausführlich kritisiert.