Citation: 8C_55/2023 E. 4.5.3

4.5.3. Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, das kantonale Gericht habe bei der Ermittlung des Invalideneinkommens zu Unrecht nicht das tatsächlich erzielte Einkommen berücksichtigt. Sie rügt in diesem Zusammenhang auch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Die Vorinstanz ermittelte den Invaliditätsgrad durch Prozentvergleich. Sie hat dies damit begründet, dass das Valideneinkommen und der Ausgangswert des Invalideneinkommens identisch seien. Damit ist sie ihrer Begründungspflicht hinreichend nachgekommen. Inwiefern die Wahl der Bemessungsmethode Bundesrecht verletzen soll, wird in der Beschwerde nicht aufgezeigt und ist auch nicht ersichtlich. In Konstellationen wie der vorliegenden, in welcher die adaptierte Tätigkeit dem bisherigen Beruf entspricht, ist rechtsprechungsgemäss der Prozentvergleich als Variante des Einkommensvergleichs zulässig (vgl. SVR 2014 UV Nr. 1 S. 1, 8C_211/2013 E. 4.1; vgl. auch Urteile 8C_489/2022 vom 9. März 2023 E. 6.5.4; 8C_852/2016 vom 12. September 2017 E. 4.4.4). Dabei ist das ohne Invalidität erzielbare hypothetische Einkommen mit 100 Prozent zu bewerten, während das Invalideneinkommen gegebenenfalls auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (BGE 114 V 310 E. 3a; Urteil 8C_536/2017 vom 5. März 2018 E. 5.1).