Citation: 6S.1/2007 24.04.2007 E. 3.5

3.5.1 Der Beschwerdeführer macht weiter eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend, weil er keine Gelegenheit gehabt habe, sich zur Annahme des Kantonsgerichts, eine talseitige Absperrung mit einem Seil oder mit Fähnchen hätte genügt, zu äussern. Damit habe das Kantonsgericht seinem Urteil neue, bisher aus den Akten nicht erkennbare Sicherheitsmassnahmen zu Grunde gelegt, die sich auch aus dem Privatgutachten nicht entnehmen lassen würden. Weil im Urteil davon nie die Rede gewesen sei, habe er dazu auch keine Stellung nehmen können. Er habe auch sonst keine Veranlassung gehabt, sich zu diesen ihm damit neu vorgeworfenen Sorgfaltspflichtverletzungen zu äussern. 3.5.2 In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 18. Januar 2005 wird unter anderem aufgeführt, dass im Zielauslauf der Absicherungszaun wesentlich nach unten zu verlängern und der Zielraum nach unten hin abzuschliessen gewesen wäre. Damit war dem Beschwerdeführer klar, welche Unterlassung ihm in rechtlicher Hinsicht vorgeworfen wurde. Es kann deshalb keine Rede davon sein, er habe sich mit einem Umstand konfrontiert gesehen, mit dessen Erheblichkeit er nicht rechnen musste (vgl. BGE 115 Ia 96). Die Rüge ist unbegründet.