Citation: 9C_508/2024 E. A

A.a. Die 1965 geborene A.________, Mutter dreier Kinder (geboren 1985, 1999 und 2001), bezog ab dem 1. Januar 2011 eine ganze Rente der Invalidenversicherung und ab dem 3. Oktober 2011 eine Rente (20 %) der Unfallversicherung. Am 9. Mai 2014 auferlegte die IV-Stelle A.________ im Rahmen der Schadenminderungspflicht eine näher umschriebene Intensivierung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung (u.a. wöchentliche ambulante Sitzungen sowie ein stationärer Aufenthalt von ca. drei Monaten Dauer). Anlässlich einer im März 2015 durchgeführten amtlichen Rentenrevision veranlasste die Verwaltung eine polydisziplinäre Begutachtung bei der Medizinisches Gutachtenzentrum Region St. Gallen GmbH (MGSG; Expertise vom 4. April 2016). Im Anschluss daran wurde A.________ erneut eine schadenmindernde Therapie (regelmässige psychiatrisch/psychotherapeutische und psychopharmakologische Behandlung, teilstationäre tagesklinische Behandlung, Ergotherapie, verhaltenstherapeutische Massnahmen etc.) auferlegt und ihr eine Überprüfung der Mitwirkung im Rahmen einer Rentenrevision im Jahr 2017 in Aussicht gestellt. Gleichentags wurde A.________ mitgeteilt, sie habe weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % (Mitteilung vom 15. Juni 2016). A.b. Nachdem sich A.________ zwischenzeitlich zum Bezug einer Hilflosenentschädigung angemeldet hatte, leitete die IV-Stelle im August 2017 die in Aussicht gestellte Rentenüberprüfung ein. Nachdem sie A.________ im Juni und Juli 2020 an insgesamt vier Tagen hatte observieren lassen (Observationsbericht vom 10. August 2020), sistierte die IV-Stelle die Invalidenrente mit Verfügung vom 16. März 2021 vorsorglich per Ende Januar 2021. In der Folge veranlasste sie bei PD Dr. med. B.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, lic. phil. C.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, und Prof. Dr. rer. nat. D.________, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, eine psychiatrische Begutachtung (Expertise vom 17. November 2021). Mit Verfügung vom 12. Oktober 2022 zog die IV-Stelle die Mitteilung vom 15. Juni 2016 in prozessuale Revision, hob die Invalidenrente ab Juli 2016 auf und kündigte die Rückforderung der unrechtmässig bezogenen Leistungen ab März 2017 mit separater Verfügung an. Mit Verfügung vom 13. Oktober 2022 wies die IV-Stelle auch das Leistungsbegehren betreffend Hilflosenentschädigung ab.