Citation: 1C_260/2016 E. 3.1

3.1. Das AWEL hielt grundsätzlich den FAT-Bericht für massgeblich; allerdings fehlten Vorgaben für die Berücksichtigung spezieller Standorte mit ausgeprägten Wind- oder Kaltluftabflüssen. Vorliegend sei aufgrund der Lage des Laufstalls oberhalb eines Hangs mit einem Gefälle von bis zu 11 % und dem Bewuchs im Beurteilungsgebiet von einem Kaltluftabfluss in Richtung der Liegenschaften der Beschwerdeführer auszugehen. Dies sei durch die Auswertung mit einem speziell zur Abschätzung von Kaltluftströmungen entwickelten Programm "KALOS" und einer Standortbeurteilung durch das Fachbüro KBP vom Januar 2013 bestätigt worden. Soweit der FAT-Bericht bestimmte wissenschaftlich-technische Fragen ungenügend beantwortete, könne auf den Entwurf 2005 im Sinne eines Fachgutachtens abgestellt werden. Das AWEL berücksichtigte daher den Kaltluftabfluss mit einer Erhöhung des Korrekturfaktors für die Geländeform um 0.6 auf 1.8 gemäss Entwurf 2005 (Ziff. 7.3). Dies ergab zusammen mit einem Faktor 1.1 für die Sauberkeit und von 1 für die übrigen Faktoren einen Gesamtkorrekturfaktor von 1.98 (1.8 x 1.1) und einen Mindestabstand zur reinen Wohnzone von 38.8 m (Normabstand 19.6 m x 1.98). Der in der Kernzone einzuhaltende Mindestabstand betrage somit 27,2 m (70% vom 38,3 m). Diese Berechnung wurde von der Baudirektion bestätigt. Das Verwaltungsgericht hielt fest, die gewählten Faktoren lägen im technischen Ermessen der Fachbehörden und seien nicht zu beanstanden.