Citation: I 665/00 05.11.2002 E. 4

4.1 Dr. med. F.________ bezeichnete in seinem zuhanden der MEDAS abgegebenen Konsilium vom 9. Dezember 1998 den Exploranden als aus psychiatrischer Sicht 100 % arbeitsfähig. Er wies aber darauf hin, dass mit grossem Nachdruck - eventuell mittels direktiven Arbeitstrainings - versucht werden sollte, den Versicherten in den Arbeitsprozess zu integrieren. Falls dies nicht gelinge, drohe eine Invalidisierung. Der Beschwerdeführer weise psychisch alle Voraussetzungen auf, die ihn zu einer Schmerzverarbeitungsstörung prädestinierten. Diese psychiatrischen Ausführungen genügen nicht zur Annahme einer unmittelbar drohenden Invalidität, weil sowohl der Eintritt einer Invalidität aus psychischen Gründen als auch der Zeitpunkt des Eintritts einer allfälligen Erwerbsunfähigkeit ungewiss sind und daher nicht gesagt werden kann, eine Invalidität drohe in absehbarer Zeit einzutreten (BGE 124 V 269 Erw. 4; AHI 2001 S. 229 Erw. 2c). Bei der nachstehenden Beurteilung der Frage des Anspruchs auf einzelne Leistungen der Invalidenversicherung ist demnach auch hinsichtlich der beruflichen Massnahmen (vgl. Erw. 2.2 hievor) lediglich eine allfällige bereits eingetretene, nicht aber eine für die Zukunft zu befürchtende Invalidität zu berücksichtigen, wobei sich der Beschwerdeführer bei der Invalidenversicherung neu anmelden kann, falls sich sein Gesundheitszustand seit dem für die gerichtliche Beurteilung massgebenden (BGE 121 V 366 Erw. 1b) Zeitpunkt des Erlasses der Verwaltungsverfügung verschlechtert hat. 4.2 Geht man von einer vollen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Bauarbeiter aus, fallen Leistungen der Invalidenversicherung ohne weiteres ausser Betracht, weil es an einer Invalidität fehlt (Art. 4 und 28 IVG für die Frage des Rentenanspruchs; Art. 4 und 8 IVG für die Eingliederungsmassnahmen). Geht man von einer vollen Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten aus, die keine Schwerstarbeiten beinhalten, wird ein einen Anspruch auf eine Umschulung begründender Invaliditätsgrad von etwa 20 % oder gar ein für einen Rentenanspruch vorausgesetzter Invaliditätsgrad von 40 % (Erw. 2.1 hievor) bei weitem nicht erreicht, wie der von der Vorinstanz durchgeführte, grosszügig zu Gunsten des Beschwerdeführers ausgefallene Einkommensvergleich zeigt. Da der blosse Ausschluss von Schwerstarbeiten keine nennenswerte Beeinträchtigung darstellt, weil sie den Kreis der dem Beschwerdeführer offen stehenden Tätigkeiten nur in sehr geringem Ausmass einschränkt, besteht auch kein Anspruch auf Berufsberatung (Erw. 2.2 hievor). Wenn schliesslich ein Anspruch auf Arbeitsvermittlung schon ausser Betracht fällt, wenn die versicherte Person für leichte Tätigkeiten voll arbeitsfähig ist und nicht zusätzlich eine gesundheitlich bedingte spezifische Einschränkung in der Stellensuche vorliegt (Erw. 2.2 hievor), so gilt dies erst recht, wenn nur Schwerstarbeiten nicht verrichtet werden können. Nachdem ein Anspruch weder auf die eine noch auf die andere Leistungsart besteht, kann offen gelassen werden, ob die vom Versicherten beantragte Abklärung im Rahmen eines Arbeitsversuchs/Arbeitstrainings innerhalb einer geschützten Werkstätte der Berufsberatung, der Arbeitsvermittlung oder der Umschulung zuzuordnen wäre.