Citation: 9C_248/2017 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz prüfte den Anspruch auf die Hilflosenentschädigung in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend neu, ohne einen Rückkommenstitel zu diskutieren. Sie erwog, es stehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass im Zeitpunkt der Begutachtung im Jahr 2015 keine Hilflosigkeit (mehr) ausgewiesen sei. Es könne offen bleiben, ob sich die Situation seit der (erneuten) Zusprache einer Hilflosenentschädigung im November 2009 verbessert habe oder ob die von der Versicherten demonstrierten Einschränkungen damals überschätzt worden seien. Nach dem Gesagten (vgl. E. 3.2) kann mit Blick darauf, dass das kantonale Gericht den Anspruch umfassend neu prüfte, eben nicht offengelassen werden, ob sich die Situation der Versicherten verbessert hat; eine Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse wird vorausgesetzt, um den Anspruch auf die Hilflosenentschädigung in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11). Folglich fehlt es an Sachverhaltsfeststellungen in dieser Hinsicht. Da die Lage in diesem Punkt liquid ist, kann das Bundesgericht diesen selber ergänzen (BGE 136 V 362 E. 4.1 S. 366).