Citation: 2C_56/2023 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz betrachtete den Widerrufsgrund gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG aufgrund der seit Februar 2016 ununterbrochen bestehenden Sozialhilfeabhängigkeit und der bezogenen Sozialhilfeleistungen von über Fr. 250'000.-- sowie aufgrund dessen, dass mit Blick auf das Alter und die Erwerbsbiografie der Beschwerdeführerin (und ihres Ehemannes) nicht mehr mit einer existenzsichernden Erwerbstätigkeit zu rechnen ist, zu Recht als erfüllt. Die Beschwerdeführerin bezieht seit ihrer Einreise in die Schweiz wirtschaftliche Sozialhilfe. Innert sechs Jahren hat sie zusammen mit ihrem Ehemann gesamthaft etwa Fr. 250'000.-- Fürsorgeleistungen bezogen. Der Sozialhilfebezug erweist sich damit als dauerhaft und erheblich. Sie hat trotz zweier Ermahnungen und einer Verwarnung keine Erwerbstätigkeit aufgenommen, obwohl sie dazu gesundheitlich in der Lage gewesen wäre. Zwar hat sie nach dem Entscheid über die Nichtverlängerung begonnen, in einem Kleinstpensum von 10 Prozent als Unterhaltsreinigerin zu arbeiten. Doch wird sie damit nicht ihren Lebensbedarf decken können. Es ist somit bundesrechtlich nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz daraus schliesst, die Beschwerdeführerin werde auch in Zukunft nicht selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können, und den Widerrufsgrund bejaht.