Citation: 8C_118/2014 E. 4.2

4.2. Art. 61 lit. d ATSG lautet wie folgt: "Das Versicherungsgericht ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden. Es kann eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid zu Ungunsten der Beschwerde führenden Person ändern oder dieser mehr zusprechen, als sie verlangt hat, wobei den Parteien vorher Gelegenheit zur Stellungnahme sowie zum Rückzug der Beschwerde zu geben ist." Mit der laut Satz 1 dieser Bestimmung fehlenden Bindung an die Parteibegehren wird die Verwirklichung des objektiven Rechts über das subjektive Rechtsschutzinteresse gestellt. Dementsprechend gilt denn auch im Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht der Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG; BGE 137 V 314 E. 3.2.2 S. 319). Die Vorinstanz war mithin gehalten, den Einkommensvergleich der SUVA auf seine Rechtmässigkeit hin zu überprüfen und die einzelnen Berechnungsschritte nötigenfalls zu korrigieren. Nur wenn das Endergebnis ihrer Berechnung zu einer Schlechterstellung des Versicherten gegenüber dem Endergebnis des Einspracheentscheides der SUVA vom 6. März 2012 geführt und die Vorinstanz eine reformatio in peius beabsichtigt hätte, wäre sie gehalten gewesen, dem Versicherten Gelegenheit zum Beschwerderückzug zu geben. Nachdem die Vorinstanz aber auf eine reformatio in peius des Einspracheentscheides vom 6. März 2012 verzichtet hat, ist ihr Vorgehen diesbezüglich nicht zu beanstanden.