Citation: 4A_282/2020 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanzen verneinten übereinstimmend ein hinreichendes Interesse an den Feststellungsbegehren der Beschwerdeführerin. Im Einzelnen erwog das Obergericht was folgt: Die Beschwerdeführerin beziehe sich auf Liquidationshandlungen, welche die (anderen) Verwaltungsratsmitglieder der betreffenden Gesellschaften in der Zeit zwischen den Auflösungsbeschlüssen vom 8. Februar 2016 und deren Aufhebung im April beziehungsweise Juli 2018 vorgenommen hätten. Es sei - so begründe die Beschwerdeführerin ihr Rechtsschutzinteresse - unklar, ob diese Liquidationshandlungen auf gültigen Beschlüssen beruhten. Dieser Auffassung - so das Obergericht - sei nicht zu folgen: Die Beschwerdeführerin habe nicht dargelegt, inwiefern sie ein konkretes und aktuelles Interesse an ihren Begehren habe. Die von ihr behauptete Nichtigkeit könne sie jederzeit in jedem beliebigen anderen Verfahren geltend machen. Es stehe ihr insbesondere auch eine Verantwortlichkeitsklage offen, falls sie in den Liquidationshandlungen eine Schädigung der Gesellschaften erblicke. Die Beschwerdeführerin räume denn auch selbst ein, dass die von ihr geltend gemachte Rechtsungewissheit durch eine Leistungsklage beseitigt werden könne. Zu beachten sei ferner, dass die Auflösungsbeschlüsse vom 8. Februar 2016nie im Handelsregister eingetragen worden seien und insofern keine Publizität gegenüber Dritten begründet worden sei.