Citation: 4P.236/2005 10.11.2005 E. A

B.________ (nachstehend: Klägerin) verwaltet verschiedene Wohnungen ihres verbeiständeten Vaters, darunter insbesondere eine Dachwohnung in X.________. Nachdem die Klägerin diese Wohnung nach Umbauarbeiten zur Vermietung ausgeschrieben hatte, meldeten sich A.________ (nachstehend: Beklagter) und seine Freundin C.________ als Interessenten. Anfang Mai 2002 zeigte die Klägerin dem Beklagten die Wohnung, wobei er wahrheitswidrig angab, es seien gegen ihn keine Betreibungen hängig. Am 9. Mai 2002 unterzeichnete die Klägerin als Vermieterin betreffend die Dachwohnung einen Mietvertrag. Dieser führte als Mieter den Beklagten und C.________ an und enthielt eine Klausel, wonach der Vertrag erst Gültigkeit habe, wenn beide Vertragspartner unterzeichnet haben. Am 17. Mai 2002 wurden dem Beklagten die Wohnungsschlüssel übergeben und damit der vorzeitige Einzug gestattet, obwohl er den Mietvertrag nicht unterzeichnet hatte. C.________ war damals nicht bereit, den Vertrag zu unterzeichnen. Nachdem die Klägerin erfahren hatte, dass gegen den Beklagten Betreibungen hängig waren, berief sie sich auf Täuschung und verlangte die Räumung der Wohnung. Zur Begründung machte die Klägerin weiter geltend, der von ihr unterzeichnete Mietvertrag sei wegen fehlender Unterzeichnung durch die Mieter nicht zu Stande gekommen. Der Beklagte bestritt eine Täuschung und stellte sich auf den Standpunkt, die Klägerin habe durch die Übergabe der Wohnung auf den Vorbehalt der Schriftform verzichtet.