Citation: 1C_160/2020 E. 5.3

5.3. Da der Beschwerdeführer eine Gefahr für die Sicherheit anderer schuf, die nicht mehr als gering im Sinne von Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG beurteilt werden kann, kommt die Annahme einer leichten Widerhandlung im Sinne dieser Bestimmung nicht in Betracht. Im Übrigen hat die Vorinstanz zu Recht auch auf ein insgesamt nicht leichtes Verschulden des Beschwerdeführers geschlossen. Er hat sich sorgfaltswidrig von dem zum Erliegen gekommenen Personenwagen entfernt, ohne unverzüglich die Sicherheitsorgane in Anspruch zu nehmen. Die erhöhte Gefahr von Auffahrkollisionen, die sich mit dem Stillstand des Fahrzeugs wegen Treibstoffmangels und dem Andauern dieser Situation verband, hätte er erkennen müssen. Dass er nicht von einer Notsituation auszugehen brauchte, überzeugt nicht. Mit der Einstufung als mittelschwere Widerhandlung hat die Vorinstanz auch keinen Widerspruch zum Ausgang des Strafverfahrens geschaffen; eine einfache Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG entspricht sowohl einer leichten als auch einer mittelschweren Widerhandlung (vgl. BGE 135 II 138 E. 2.4 S. 143). Dem Beschwerdeführer war der Führerausweis weniger als zwei Jahre vor dem fraglichen Vorfall bereits einmal wegen einer schweren Widerhandlung entzogen gewesen. Demzufolge verletzt der im Streit liegende Entzug des Führerausweises für vier Monate (vgl. Art. 16b Abs. 2 lit. b SVG) kein Bundesrecht.