Citation: I 739/99 11.06.2001 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist einzig, ob der Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 1995 eine halbe oder eine ganze Invalidenrente zusteht. a) Der medizinische Sachverhalt wurde von der IV-Stelle umfassend abgeklärt. Dabei haben Verwaltung und Vorinstanz zu Recht insbesondere auf den von Dr. med. K.________ erstellten Bericht der Abklärungs- und Ausbildungsstätte Appisberg vom 5. März 1997 abgestellt. Danach ist die Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung der physischen Befunde in Bezug auf körperlich leichte und rückenschonende Tätigkeit bei Möglichkeit zur Wechselbelastung zu 50 % arbeitsfähig. Wie im angefochtenen Entscheid bereits zutreffend erkannt wurde, sind weder medizinisch dokumentierte Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass aus somatischer Sicht weitere als die bereits beschriebenen Einschränkungen die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigten noch, dass eine über das attestierte Leistungsvermögen von 50 % hinausgehende Arbeitsunfähigkeit bestünde. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, es könne nicht auf Grund eines im Jahr 1997 festgestellten Sachverhalts entschieden werden, zumal sich der Gesundheitszustand der Versicherten seither verschlechtert habe. Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Verfügungserlasses gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis). Es bestehen keine Hinweise, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im vorliegend massgeblichen Zeitraum bis zum Verfügungserlass geändert hat. Unter diesen Umständen erübrigt sich die Durchführung ergänzender Untersuchungen. Das medizinische Gutachten von Dr. med. E.________ vom 14. Dezember 2000 kann nicht berücksichtigt werden, da es nach Ablauf der Rechtsmittelfrist eingereicht und die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels abgelehnt wurde. Es ist dem Beschwerdeführer unbenommen, mit einem neuen Gesuch an die IV-Stelle zu gelangen. b) Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen der fachärztlich festgestellten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit ist auf ein Valideneinkommen (hypothetisches Einkommen ohne Invalidität) in Höhe von Fr. 50 858. - und auf ein Invalideneinkommen (hypothetisches Einkommen nach Eintritt der Invalidität) von höchstens Fr. 17 642. - abzustellen. Aus dem Vergleich des Validen- mit dem Invalideneinkommen, welche vorliegend nicht beanstandet werden und somit nicht streitig sind, resultiert ein Invaliditätsgrad von 65,31 %. c) Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der Beschwerdeführerin lediglich eine halbe Invalidenrente zusteht.