Citation: 2C_67/2015 E. 3.2

3.2. Die Kosten der Errichtung der öffentlichen Anlage werden über eine einmalig zu erhebende Abgabe abgegolten, während die Kosten des Betriebs- und des Unterhalts über periodische Benutzungsgebühren gedeckt werden (Urteil 2C_101/2007 vom 22. August 2007 E. 4.2; HUNGERBÜHLER, a.a.O., S. 510). Die Kantone können zwecks Abgeltung der Kosten der Errichtung der öffentlichen Anlage eine nach Massgabe des dem Grundeigentümer daraus erwachsenden wirtschaftlichen Sondervorteils (in Form der Wertsteigerung des Grundstückes) zu erhebende Vorzugslast (zum Begriff vgl. BGE 131 I 313 E. 3.3 S. 317; 118 Ib 54 E. 2b S. 57; 110 Ia 205 E. 4c S. 209; 98 Ia 169 E. 2 S. 171; HUNGERBÜHLER, a.a.O., S. 510; VALLENDER, Grundzüge des Kausalabgaberechts, 1976, S. 94; ZAUGG, Steuer, Gebühr, Vorzugslast, in: ZBl 1973 S. 217 ff., S. 220; RUCH, Die Bedeutung des Sondervorteils im Recht der Erschliessungsbeiträge, in: ZBl 1996 S. 529 ff., S. 531) oder eine Gebühreinführen, für deren Bemessung auf die dem Gemeinwesen erwachsenden Investitionskosten abgestellt wird (Urteile 2C_759/2014 vom 6. Februar 2015 E. 6.2; 2P.223/2004 vom 18. Mai 2005 E. 3.2). Das in Art. 60a Abs. 1 GSchG statuierte Verursacherprinzip entfaltet seine Wirkungen insbesondere für die periodisch anfallenden Benutzungsgebühren; diese müssen notwendigerweise einen Bezug zur produzierten Abwassermenge aufweisen (Urteil 2C_1054/2013 vom 20. September 2014 E. 5.1). In nur geringerem Umfang ist die einmalige Anschlussabgabe, mit welcher der Anschluss an die Kanalisation abgegolten wird, verursachergerecht auszugestalten (Urteile 2P.323/2006 vom 16. April 2007 E. 3.2; 2P.223/2004 vom 18. Mai 2005 E. 3.2).