Citation: 6B_173/2016 E. 2.3

2.3. Nach Art. 56 Abs. 3 StGB stützt sich das Gericht bei der Anordnung einer Massnahme auf eine sachverständige Begutachtung, welche sich über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des Täters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten und die Möglichkeiten des Vollzugs der Massnahme äussert. Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei. In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gründe abweichen, und Abweichungen müssen begründet werden. Ein Abweichen ist zulässig, wenn die Glaubwürdigkeit des Gutachtens durch die Umstände ernsthaft erschüttert ist. Umgekehrt kann das Abstellen auf nicht schlüssige Gutachten unter Verzicht auf die gebotenen zusätzlichen Beweiserhebungen gegen das Willkürverbot und gegen Verfahrensrechte der Parteien verstossen (BGE 141 IV 369 E. 6.1 mit Hinweisen). Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist das Gutachten schlüssig begründet. Der Gutachter wägt die ambulante gegen die stationäre Massnahme ab und kommt zum Ergebnis, dass eine ambulante Massnahme nicht geeignet sei. Gestützt auf das Gutachten durfte die Vorinstanz eine stationäre Massnahme anordnen. Es erübrigt sich somit, auf die weiteren, in diesem Zusammenhang vom Beschwerdeführer erhobenen Rügen einzugehen.