Citation: 6P.69/2007 11.02.2008 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführerin ist darin zuzustimmen, dass die Untersuchung nicht frei von Mängeln ist. Insbesondere wäre es wünschbar gewesen, wenn die polizeilichen Befragungen der Mitarbeiterinnen relativ kurze Zeit nach dem Ereignis protokollarisch festgehalten worden wären. Stattdessen wurden lediglich die Ergebnisse dieser Befragungen im polizeilichen Erhebungsbericht vom 14. Dezember 2004 (p. 40 ff.) kurz zusammengefasst wiedergegeben (p. 45). Erst die offenbar aufgrund von Ausführungen des Experten im Ergänzungsgutachten vom 16. Dezember 2005 (p. 103.1 ff., 103.2) angeordneten neuerlichen polizeilichen Befragungen mehr als ein Jahr nach dem Vorfall wurden protokolliert (p. 103.9 ff.). Diese Mängel der Untersuchung führen jedoch nicht zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids, da sie die Klärung der letztlich entscheidenden Tatfrage nicht wesentlich beeinflusst beziehungsweise beeinträchtigt haben. 4.2 Die kantonalen Instanzen durften aufgrund der Aussagen von drei Pflegedienstangestellten ohne Willkür davon ausgehen, dass die Mutter der Beschwerdeführerin sich nach der Verabreichung eines Medikaments beruhigte und im Zeitpunkt, als sie allein in ihrem Zimmer gelassen wurde, ruhig war. Die diesbezüglichen Aussagen von drei Mitarbeiterinnen in den protokollierten polizeilichen Befragungen vom 30. Januar 2006 (p. 103.12, 103.21, 103.25) sind entgegen den nicht näher begründeten Behauptungen der Beschwerdeführerin weder in sich widersprüchlich noch stehen sie im Widerspruch zu den - nicht protokollierten - Aussagen von Angestellten kurze Zeit nach dem Ereignis, die im polizeilichen Erhebungsbericht vom 14. Dezember 2004 dahingehend zusammengefasst werden, dass sich die Patientin nach Einnahme der vom Arzt verordneten Tablette Seroquel wieder sehr ruhig verhalten habe (p. 45). Daher ist auch der Einwand der Beschwerdeführerin unbegründet, die Aussagen der Pflegerinnen vom 30. Januar 2006 seien als Schutzbehauptungen zu qualifizieren, weil sie in Kenntnis des Ergänzungsgutachtens vom 16. Dezember 2005 gemacht worden seien, wonach es für die Beurteilung des Verhaltens des Pflegepersonals wesentlich darauf ankomme, in welcher Stimmung sich die Patientin in den letzten zehn Minuten vor der Kaffeepause befunden habe. Unbegründet ist auch die Behauptung der Beschwerdeführerin, die Pflegerinnen hätten sich "kurz" nach der Verabreichung des Medikaments nicht mehr um die Patientin gekümmert und sich offenbar darauf verlassen, dass das verabreichte Medikament "schon irgendwann wirken und die Patientin damit ruhig gestellt sein würde". Zwar ist nicht bekannt, wann genau das Medikament verabreicht wurde. Aus den Aussagen der Pflegerinnen ergibt sich aber immerhin, dass zwischen der Verabreichung des Medikaments und dem Beginn der Kaffeepause zirka 1/2 bis 3/4 Stunden verstrichen. Die Pflegerinnen haben die Patientin nicht bloss in der Erwartung, dass sie sich schon beruhigen werde, sondern in der Überzeugung, dass sie sich - unter anderem aufgrund der einsetzenden Wirkung des Medikaments - beruhigt habe, allein in ihrem Zimmer gelassen. 4.3 Die staatsrechtliche Beschwerde ist demnach abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Nichtigkeitsbeschwerde