Citation: 1B_127/2014 E. 1

1.1 Die Staatsanwaltschaft Abteilung 2 Emmen führt gegen Y.________ eine Strafuntersuchung wegen Drohung und Tätlichkeiten zum Nachteil von X.________, welcher sich als Privatkläger konstituierte. Gleichzeitig ist gegen X.________ ein Strafverfahren wegen übler Nachrede zum Nachteil von Z.________ hängig. Auf den 11. Februar 2014 war eine Vergleichsverhandlung bei der Staatsanwaltschaft vorgesehen, zu welcher die drei Genannten vorgeladen worden waren. Mit Schreiben vom 29. Januar 2014 teilte X.________ der Staatsanwaltschaft mit, gemäss Rücksprache mit einem Spital in Lugano der Vorladung nicht folgen zu können. In der Folge, mit Verfügung vom 31. Januar 2014, forderte der zuständige Staatsanwalt X.________ in auf, ein Arztzeugnis einzureichen, aus dem hervorgehe, dass er aus medizinischen Gründen an der Vergleichsverhandlung nicht werde teilnehmen können. Die Vergleichsverhandlung fand dann nicht statt, da X.________ ihr fernblieb, nachdem er am 7. Februar 2014 per E-Mail einen Arztbericht eingereicht hatte. 1.2 Bereits mit Eingabe vom 4. Februar 2014 hatte X.________ der Sache nach Beschwerde gegen die Staatsanwaltschaft erhoben. Zur Begründung brachte er vor, gemäss dem an ihn gerichteten Antwortschreiben vom 3. Februar 2014, das er auf seine vom 29. Januar 2014 datierte Eingabe hin erhalten habe, würden sein Operationsarzt und er, X.________, erpresst, da es nicht sein könne, dass er am 6. Februar 2014 in Lugano operiert werde und bereits am 7. Februar 2014 bei der Staatsanwaltschaft ein Arztzeugnis aufzulegen habe. Zudem stehe schon in seinem Schreiben vom 29. Januar 2014, dass er keine Vergleichsverhandlung, sondern nach der Begehung einer Wiederholungstat durch Y.________ dessen Verurteilung verlange. Schliesslich sei er wegen sehr starkem Medikamenten-Einfluss nicht entscheidungsfähig, was die eingereichten Medikationslisten beweisen würden. Mit Beschluss vom 24. Februar 2014 hat die 1. Abteilung des Kantonsgerichts Luzern die Beschwerde vom 4. Februar 2014 abgewiesen. Zur Begründung hat sie im Wesentlichen ausgeführt, die Vorgehensweise des Staatsanwalts sei gesetzeskonform gewesen. Von einer Erpressung könne nicht die Rede sein. Die Staatsanwaltschaft habe den Beschwerdeführer korrekt auf die Folgen eines unentschuldigten Fernbleibens aufmerksam gemacht, ihm also die Gelegenheit gewährt, innert Frist sein allfälliges Nichterscheinen durch ein Arztzeugnis zu belegen, um die gesetzlichen Folgen eines allfälligen unentschuldigten Fernbleibens vermeiden zu können. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers habe der Staatsanwaltschaft nicht einen Operationsbericht verlangt, sondern bloss eine ärztliche Bestätigung, aus der hervorgehe, dass er, der Beschwerdeführer, aus medizinischen Gründen verhindert sei, an der Vergleichsverhandlung teilzunehmen. Mit den bloss eingereichten Medikationslisten sei der Beweis für diese Verhinderung nicht erbracht worden. Auch wenn der Beschwerdeführer gegen eine Vergleichsverhandlung sei, bestehe für ihn nach klarer gesetzlicher Regelung eine Erscheinungspflicht. Eine gemeinsam gefundene Lösung finde bei den Parteien eine stärkere Akzeptanz als ein von staatlicher Seite auferlegtes Ergebnis (Urteil).