Citation: 8C_694/2020 E. 4.2.4

4.2.4. In Bezug auf die nachdienstlichen epileptischen Anfälle richte sich die Haftung nach Art. 6 MVG. Da nach Einschätzung des neurologischen Gutachters zur definitiven Ursache der Epilepsie auf der Basis der vorliegenden Befunde keine abschliessenden stichfesten Aussagen getroffen werden könnten, sei auch die Frage nach einem allfälligen Vorzustand und dem Verlauf nicht abschliessend zu beantworten. Alkoholkonsum und abrupter Entzug kämen als Provokationsfaktoren ebenso in Frage wie Stresssituationen. Gestützt auf das neurologische Gutachten könne nicht auf einen überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zwischen den dienstlichen Einwirkungen und den Anfällen geschlossen werden. Es sei nicht anzunehmen, dass die vom Gutachter an sich noch vorgesehenen Abklärungen zur weiteren Diagnostik (MRT des Schädels und Langzeit-EEG) zu einem anderen Ergebnis geführt hätten, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung darauf verzichtet werden könne, nachdem der Beschwerdeführer den entsprechenden Aufgeboten des Gutachters keine Folge geleistet habe.