Citation: 2C_80/2023 E. 5.5.2

5.5.2. Ferner vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen, inwiefern das von der Vorinstanz bezeichnete Fremdenverkehrsgebiet Bundesrecht verletzen soll. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts liegt Willkür in der Rechtsanwendung vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 145 II 32 E. 5.1; 144 I 113 E. 7.1; Urteil 2C_867/2022 vom 18. Juli 2023 E. 5.1). Wenn die Beschwerdeführerin vorbringt, an der Verkaufsstelle U.________ würden wie am Bahnhof viele Menschen vorbeifahren, die Verkaufsstelle sei nur 4 Autominuten vom Camping Muntelier entfernt und es würden vor allem autofahrende Camping-Touristen in der Verkaufsstelle U.________ einkaufen wollen, bezieht sich dies auf die tatsächlichen Grundlagen. In dieser Hinsicht hat sie keine Willkür nachgewiesen, weshalb für das Bundesgericht nicht ihre Sicht der Dinge, sondern der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt massgeblich ist (vorstehend E. 4.2). Die Vorinstanz legt den Ortsbegriff anhand der Hauptattraktionen Altstadt, Ringmauer, Seeufer fest. Das Bahnhofsareal bezieht sie mit ein, da viele Touristen mit dem Zug anreisten und dort auch Übernachtungsmöglichkeiten seien. Sie bedient sich damit objektiver Kriterien, um dieses Gebiet als Tourismusort zu qualifizieren. Das ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Auch dass sie auf Gehdistanzen abstellt, um den Radius festzulegen, ist in Anbetracht der Anreise mit dem öffentlichen Verkehr und der Zugänglichkeit von Altstadt und Ringmauer nur zu Fuss ebenfalls bundesrechtskonform. Wenn die Verkaufsstelle U.________ in einem von Industrie geprägten Gebiet ohne touristisches Angebot an einem Verkehrsknotenpunkt für Autos liegt, ist es mit Bundesrecht vereinbar, dieses Gebiet nicht als Bestandteil des Tourismusgebietes zu qualifizieren. Schliesslich macht auch die Tatsache, dass jene Autofahrer, die von der Autobahn her nach Murten gelangen wollen, an der Filiale U.________ vorbeifahren müssen, den Standort nicht zum Bestandteil des Tourismusziels, wie bereits die Vorinstanz erwogen hat. Dass die Beschwerdeführerin dies anders sieht und die Verordnung zum Bundesgesetz über die Förderung der Beherbergungswirtschaft (SR 935.121) den Begriff breiter fasst (dazu angefochtener Entscheid E. 4.3.3 sowie BGE 140 II 46 E. 5.1; Urteil 2C_44/2013 vom 12. Februar 2014 E. 5.3.4), begründet keine falsche Rechtsanwendung der Vorinstanz.