Citation: 1P.445/2004 13.09.2004 E. 1

Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und inwieweit auf ein Rechtsmittel eingetreten werden kann (BGE 128 I 177 E. 1 S. 179; 128 II 311 E. 1 S. 315, je mit Hinweisen). 1.1 Der angefochtene Entscheid des Kantonsgerichts, mit dem das Gesuch des Beschwerdeführers um Erlass der Einschreibgebühr abgewiesen wurde, ist ein letztinstanzlicher kantonaler Zwischenentscheid, der das Berufungsverfahren nicht abschliesst. Gegen diesen Entscheid ist nach Art. 87 Abs. 2 OG die staatsrechtliche Beschwerde zulässig, sofern er einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kann. Zwischenentscheide, mit denen die unentgeltliche Rechtspflege verweigert wird, haben in der Regel einen solchen Nachteil zur Folge (BGE 129 I 129 E. 1.1 S. 131, 281 E. 1.1 S. 283 f., je mit Hinweisen). Dies trifft auch auf den hier in Frage stehenden Zwischenentscheid zu. Die Anhandnahme der Berufungserklärung des Beschwerdeführers wird im angefochtenen Entscheid von der Bezahlung der Einschreibgebühr abhängig gemacht. Wird die Gebühr nicht rechtzeitig bezahlt, gilt die Berufung als nicht eingelegt (Art. 225 Abs. 2 des Strafprozessgesetzes des Kantons St. Gallen vom 1. Juli 1999, StP). Damit kann der angefochtene Entscheid für den mittellosen Beschwerdeführer einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 87 Abs. 2 OG bewirken. Der Entscheid des Kantonsgerichts ist daher mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechtbar. 1.2 Die staatsrechtliche Beschwerde ist von hier nicht vorliegenden Ausnahmen abgesehen grundsätzlich rein kassatorischer Natur, d.h. sie kann nur zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen (BGE 129 I 129 E. 1.2.1 mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer über die Aufhebung des angefochtenen Entscheids hinaus verlangt, das Kantonsgericht sei anzuweisen, ihn von der Bezahlung der Einschreibgebühr zu befreien, kann auf die Beschwerde von vornherein nicht eingetreten werden. 1.3 Der Beschwerdeführer ist durch die Abweisung seines Gesuchs um Erlass der Einschreibgebühr in seinen rechtlich geschützten Interessen berührt (Art. 88 OG). Er rügt eine Verletzung von verfassungsmässigen Rechten (Art. 84 Abs. 1 lit. a OG). Auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind grundsätzlich erfüllt, weshalb auf die staatsrechtliche Beschwerde unter Vorbehalt der Ausführungen in E. 1.2 hiervor eingetreten werden kann.