Citation: 1C_254/2017 E. 9.5

9.5. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, die vorinstanzliche Feststellung, es gebe im Moment keine wissenschaftlichen Studien über die Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf Pflanzen und keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung, sei offensichtlich unrichtig. Sie werde durch die vor Bundesgericht beigelegte Liste von Studien widerlegt, bei denen negative Effekte auch bei Feldstärken unterhalb der Anlagegrenzwerte festgestellt worden seien. Diese und andere im EMF-Portal aufgelistete Studien belegten, dass Pflanzen namentlich in der Keim- und Wachstumsphase durch elektromagnetische Felder des Mobilfunks erheblich beeinträchtigt werden könnten. Solche Beeinträchtigungen hätten für die nahe bei der Mobilfunkanlage gelegene Gärtnerei der Beschwerdeführerin verheerende Folgen. Der vorsorgliche Schutz ihres vergleichsweise kleinen Betriebsgeländes mit extensiver und empfindlicher Pflanzenzucht sei für die Beschwerdegegnerin problemlos möglich und wirtschaftlich tragbar, weil sie auf einen Standort ausweichen könne, der nicht unmittelbar neben dem Gärtnereibetrieb liege. Um diesen besonderen Verhältnissen Rechnung zu tragen, müsse zum Schutz von Pflanzen eine Einzelfallbeurteilung gemäss Art. 12 Abs. 2 USG vorgenommen werden, da die NISV nur Menschen schützen soll und der Bundesrat für Pflanzen keine Grenzwerte für nichtionisierende Strahlung erlassen habe.