Citation: 8C_401/2023 E. 9.2.2

9.2.2. Dr. med. G.________ legte in der Stellungnahme vom 20. August 2022 dar, die Arthro-MRT vom 3. März 2021 habe zwar eine transmurale ossäre Ablösung der genannten Sehne gezeigt, die lediglich noch in ihren ventralen Anteilen am Humeruskopf inseriert habe. Es hätten sich jedoch keine strukturellen Hinweise auf das erfolgte Trauma ergeben, z.B. in Form von Prellmarken der Weichteile, "bone bruises" oder sonstigen Residuen einer Direktkontusion. Entsprechend habe auf morphologischer Ebene bereits mit dieser Untersuchung von einem Status quo sine ausgegangen werden können. Dr. med. I.________ stellte im Bericht vom 9. September 2022 fest, das MRI der Schulter rechts vom 3. März 2021 lasse keine Rückschlüsse auf einen exakten Zeitpunkt des Auftretens der Ruptur der Supraspinatussehne zu. Aus der Morphologie der Ruptur lasse sich keine exakte Ursache dafür ableiten. Die Vorinstanz kam gestützt hierauf mithin richtig zum Schluss, es sei nicht erstellt, dass der Unfall vom 15. Januar 2021 zu zusätzlichen strukturellen Läsionen in der rechten Schulter geführt habe. Er habe lediglich eine vorübergehende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes bewirkt, weshalb die Visana die Leistungen zu Recht per 14. März 2021 eingestellt habe. Aus dem Urteil 8C_594/2016 vom 4. November 2016 kann die Beschwerdeführerin unter den gegebenen Umständen nichts zu ihren Gunsten ableiten.