Citation: 2C_866/2020 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz hat eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör der Beschwerdeführerinnen mit der Begründung verneint, dass diese ausreichend Gelegenheit gehabt hätten, ihre Meinung wirksam einzubringen und über das Begründungserfordernis weiterer Fristerstreckungsgesuche informiert worden seien. Sie stellte sich auf den Standpunkt, dass es den Beschwerdeführerinnen trotz Zeitnot möglich gewesen wäre, ihre Begründung in knappen Worten zu Papier zu bringen. Soweit erkennbar, habe die WEKO die mutmassliche Begründung bei Abfassung der Publikationsverfügung 2 auch korrekt antizipiert. Diese Beurteilung ist nicht zu beanstanden. Insofern die Beschwerdeführerinnen keinen Grund angegeben haben, weshalb ihnen eine weitere Fristverlängerung eingeräumt werden sollte, hatten sie keinen Anspruch, ihre Anträge nachträglich begründen zu können. Daran ändert nichts, dass die WEKO angeblich regelmässig eine zweite Fristverlängerung gewährt und sieben Monate verstreichen liess, bevor sie die Publikationsverfügung 2 erliess. Die Vorinstanz hat insofern zu Recht festgehalten, dass die Beschwerdeführerinnen zeitgleich zu ihren Änderungsanträgen auch die damit verbundene Begründung hätten einreichen können. Schliesslich vermögen die Beschwerdeführerinnen auch nichts zu ihren Gunsten daraus abzuleiten, dass gemäss der Vorinstanz die WEKO ihre Begründung korrekt antizipiert habe. Sie weisen zwar zu Recht darauf hin, dass sich vorliegend die Frage der antizipierten Beweiswürdigung nicht stelle, die Ausführungen der Vorinstanz vermögen jedoch keine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV zu begründen.