Citation: 4A_21/2010 17.03.2010 E. A

Die W.________ AG (Beschwerdeführerin) ist im Immobilienhandel tätig. Bei der X.________ AG (Beschwerdegegnerin) handelt es sich um ein Architektur- und Generalplanungsbüro. Am 30. Juni 2004 trafen sich zufällig ein Vertreter der Beschwerdeführerin und ein Vertreter der Beschwerdegegnerin. Sie sprachen über die Vermittlung von Grundstücken an Billigdiscount-Ketten und kamen überein, dass die Beschwerdeführerin Baulandverkaufsangebote an Standorten, welche für die Y.________ AG (nachfolgend: Y.________) interessant sein könnten, der Beschwerdegegnerin zur Weiterleitung unterbreiten würde. Die Beschwerdeführerin legte der Beschwerdegegnerin in der Folge mehrere derartige Offerten vor, welche die Beschwerdegegnerin namentlich im Hinblick auf die Eignung für die Y.________ prüfte. Die Beschwerdegegnerin nahm im Bedarfsfall die notwendigen Ergänzungen und Abklärungen vor, nahm zuweilen an Verhandlungen mit der Verkäuferschaft teil und leitete schliesslich die Unterlagen an ihr bekannte Kontakt- und Verbindungspersonen der Y.________ weiter, so auch betreffend die von der Beschwerdeführerin angebotene, im Eigentum der Z.________ AG stehende Liegenschaft A.________ in B.________. Diesbezüglich kam zwischen der Eigentümerin und der Y.________ ein Kaufvertrag zustande. Die Verkäuferschaft entschädigte sowohl die Beschwerdeführerin als auch die Beschwerdegegnerin für ihre Vermittlerdienste. Die Y.________ selbst bezahlte keiner der Parteien, sondern einzig einer Drittperson einen Mäklerlohn. Für den Bau der Filiale in B.________ erteilte sie der Beschwerdegegnerin den Architekturauftrag. Auf Anfrage der Beschwerdeführerin schrieb sie dieser, dass bei erfolgreicher Vermittlung eines Liegenschaftskaufvertrages, eines Baurechts- oder eines Mietvertrages üblicherweise eine Vergütung von Fr. 130'000.-- zuzüglich Mehrwertsteuer bezahlt werde.