Citation: 6B_667/2024 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz knüpft in tatsächlicher Hinsicht am unbestrittenen Anklagesachverhalt an und ergänzt, der Beschwerdeführer sei bereits am 13. März 2021, also rund zwei Wochen vor dem angeklagten Vorfall, zwei Mal unerwünscht in der Wohnung des Beschwerdegegners 2 erschienen. Dort habe er nach einer verbalen Auseinandersetzung zahlreiche Gegenstände im Zimmer des Beschwerdegegners 2 beschädigt und dessen Mutter tätlich angegangen. Deshalb habe ihn die Erstinstanz rechtskräftig verurteilt. Gemäss Vorinstanz sind die Vorfälle vom 13. März 2021 und 29. März 2021 nicht gesondert, sondern gemeinsam im Sinne einer Eskalation zu betrachten. So habe der Beschwerdegegner 2 angegeben, er sei nach dem ersten Vorfall "unter Dauerstress" gestanden. Er habe eine Verlängerung des Kontaktverbots beantragt und nicht mit dem Beschwerdeführer sprechen wollen. Vor diesem Hintergrund wertet die Vorinstanz als glaubhaft, dass der Beschwerdegegner 2 in Panik geriet, als der Beschwerdeführer die Fassade hochgeklettert sei. Dies habe dem Beschwerdegegner 2 gezeigt, dass der Beschwerdeführer keine Grenzen kenne. Während der Beschwerdeführer die Wohnung nach seinen Sachen durchsuchte, habe der Beschwerdegegner 2 seinen Schlüssel gesucht, um aus der von innen verschlossenen Wohnung zu fliehen. Dass er den Schlüssel nicht gefunden habe, habe zusätzliche Panik geweckt. Weil er die Wohnung nicht habe verlassen können, habe er sich ausgeliefert gefühlt. Der Beschwerdegegner 2 habe erklärt, die Augen des Beschwerdeführers seien "ganz irr" gewesen, weshalb er Todesangst verspürt habe. Die Vorinstanz erwägt, auch der Beschwerdeführer habe wiederholt ausgesagt, dass er die Angst des Beschwerdegegners 2 wahrgenommen habe. Aufgrund dieser Umstände ist für die Vorinstanz nachvollziehbar, dass der Beschwerdegegner 2 sich in die Küche zurückgezogen habe, um einer Konfrontation mit dem Beschwerdeführer zu entgehen. Dort habe er sich in einer Sackgasse befunden. Weiter ergänzt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe dem Beschwerdegegner 2 in der Küche zwar gesagt, es brauche keine Polizei. Der Beschwerdegegner 2 habe aber nicht gewusst, dass die Bewegung des Beschwerdeführers gegen seinen Kopf nur dem Mobiltelefon gegolten habe.