Citation: 4P.171/2006 21.09.2006 E. 5

Der Beschwerdeführer wendet gegen den zugesprochenen Schadenersatz von Fr. 2'850.-- ein, der Beschwerdegegner habe durch die Bezahlung der Kurskosten gar keinen Schaden erlitten. Zum einen habe der Beschwerdeführer seine Arbeitskraft und seine Fähigkeiten für Fr. 3.-- brutto zur Verfügung gestellt, zum andern räume sogar das Kantonsgericht ein, dass die vom Beschwerdeführer in den Kursen erworbenen Fähigkeiten lediglich einen beschränkten wirtschaftlichen Ausgleich hätten gewährleisten können. Das Kantonsgericht, das im Rahmen des Beschwerdeverfahrens lediglich mit Willkürkognition entscheidet (§ 233 ZPO/BL), schützte die Argumentation der Erstinstanz, wonach mit dem zugesprochenen Schadenersatz ein wirtschaftlicher Ausgleich hergestellt werden sollte. Die Kündigung sei keine zwei Monate nach dem Besuch des zweiten und rund sieben Monate nach Beendigung des ersten Kurses erfolgt, weshalb der Beschwerdegegner von den zusätzlich erworbenen Fähigkeiten des Beschwerdeführers nicht habe profitieren können. Diese Fähigkeiten hätten dem Lehrbetrieb vor allem in der zweiten Hälfte der Lehrzeit wenigstens einen beschränkten wirtschaftlichen Ausgleich verschafft, was durch die Kündigung verunmöglicht worden sei. Des Weiteren sei zu bedenken, dass der Beschwerdeführer den zweiten Kurs im Februar 2005 besucht habe, obwohl er spätestens seit Ende November 2004 mit dem Gedanken gespielt habe, das Lehrverhältnis zu beenden. Die aufgebrachten Kurskosten sind ausgewiesen und infolge der vorzeitigen Auflösung des Arbeitsverhältnisses für den Beschwerdegegner nutzlos geworden. Wohl mag es zutreffen, dass nicht genau beziffert werden kann, welchen wirtschaftlichen Gegenwert der Beschwerdegegner dank der zusätzlich erworbenen Fähigkeiten des Beschwerdeführers hätte realisieren können. Selbst der Beschwerdeführer bestreitet jedoch nicht, dass ein wirtschaftlicher Ausgleich vor allem in der zweiten Hälfte des Lehrverhältnisses eingetreten wäre. Mit dem Kantonsgericht ist daher die Zusprechung von Schadenersatz im Umfang von Fr. 2'850.-- nicht als geradezu willkürlich zu bewerten.