Citation: 5A_379/2007 03.10.2007 E. 2

Willkür erblickt der Beschwerdeführer in der Festsetzung seines Einkommens und seines Beschäftigungsgrades (S. 3 f. Ziff. 2 und 3 der Beschwerdeschrift). 2.1 Das Kantonsgericht hat es abgelehnt, auf den Lohnausweis für die unselbstständige Tätigkeit des Beschwerdeführers im Jahr 2006 abzustellen mit der Begründung, der Lohnausweis dürfte vom Beschwerdeführer selbst ausgestellt worden sein und sei nicht unterschrieben (E. 4a S. 4 des angefochtenen Entscheids). Das Kantonsgericht hat den Lohnausweis somit gewürdigt und nicht einfach aus den Akten gewiesen, wie das der Beschwerdeführer behauptet. Inwiefern die Würdigung willkürlich sein könnte, legt der Beschwerdeführer nur unzureichend dar. Seine Behauptung, "maschinelle Lohnausweise" müssten nicht unterzeichnet werden, dürfte zwar für Lohnausweise zutreffen, die über EDV-Anlagen erstellt werden, sofern der Aussteller trotz fehlender eigenhändiger Unterschrift eindeutig als Urheber der Bescheinigung und ihres Inhalts erkennbar und nachweisbar ist (Bst. B Ziff. 2 S. 5 des Kreisschreibens Nr. 19 der Eidg. Steuerverwaltung vom 7. März 1995, Steuerperiode 1995/96, betreffend "Auskunfts-, Bescheinigungs- und Meldepflicht im DGB"). Gleichwohl erscheint die angefochtene Würdigung nicht als willkürlich. Es fällt zunächst auf, dass auf dem Lohnausweis 2006 (act. 146) wie auch auf dem Lohnausweis 2005 (act. 139 der Scheidungsakten) der Stempel der A.________ AG angebracht ist, eine Unterschrift des Ausstellers hingegen fehlt, während die ebenfalls aktenkundigen Lohnausweise 2002 und 2004 neben der Angabe "A.________ AG" je eine Unterschrift aufweisen (Beilage 16 zur Gesuchsantwort des Beschwerdeführers im Eheschutzverfahren und act. 17 bzw. 119 der Scheidungsakten). Die "maschinelle" Erstellung der Lohnausweise musste unter Willkürgesichtspunkten nicht als ausreichende Erklärung für die fehlende Unterschrift angesehen werden, da für die Lohnausweise 2002 und 2004 mit Unterschrift das gleiche Formular verwendet wurde wie für den Lohnausweis 2005 ohne Unterschrift. Weiter fällt auf, dass die nicht unterzeichneten Lohnausweise 2005 und 2006, die für das im November 2005 eingeleitete Scheidungsverfahren am ehesten rechtserheblich sind, je einen Nettolohn ausweisen, der mehr als Fr. 10'000.-- tiefer ist als der im Lohnausweis 2004 unterschriftlich bestätigte Nettolohn. Auch dieser Umstand durfte berücksichtigt werden, ohne in Willkür zu verfallen. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich einwendet, er sei nicht Alleinaktionär der A.________ AG und könne über die Höhe seines Einkommens nicht frei bestimmen, trifft Ersteres zwar zu, doch müssen Beherrschungsverhältnisse nicht stets auf Aktienbesitz beruhen. Einflussmöglichkeiten können ihren Grund auch in vertraglichen Bindungen oder in familiären, verwandtschaftlichen und freundschaftlichen Beziehungen haben (Urteil 5P.127/2003 vom 4. Juli 2003, E. 2.2, zusammengefasst in FamPra.ch 2003 S. 909). Willkürfrei durfte insoweit ausser Betracht gelassen werden, dass der Beschwerdeführer "nur" die Hälfte aller Aktien der Firma besitzt, bei der er als Treuhänder angestellt ist. Insgesamt kann die Würdigung nicht beanstandet werden, die zuletzt erstellten und nicht mehr unterzeichneten Lohnausweise seien im vorliegenden scheidungsrechtlichen Massnahmenverfahren als Beweismittel für das Einkommen des Beschwerdeführers ungeeignet und nicht zu berücksichtigen (Art. 9 BV; vgl. zum Begriff: BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9 und 173 E. 3.1 S. 178). 2.2 Das Kantonsgericht hat das Einkommen des Beschwerdeführers gestützt auf die Veranlagungsberechnung der Staats- und Gemeindesteuern 2004 und anhand der anfangs 2007 eingereichten Steuererklärung des Beschwerdeführers ermittelt (E. 4a S. 4 f.). Es ist weiter davon ausgegangen, es könne auch auf das im Eheschutzentscheid festgestellte Einkommen von monatlich Fr. 9'320.-- abgestellt werden, zumal auf Grund des heute wesentlich günstigeren wirtschaftlichen Umfelds nicht anzunehmen sei, dass der Beschwerdeführer heute weniger verdiene (E. 4d S. 5 f. des angefochtenen Entscheids). Damit und mit der zuletzt getroffenen Annahme, die es erst rechtfertigen könnte, dass das Scheidungsgericht bestehende Eheschutzmassnahmen abändert (vgl. BGE 129 III 60 E. 2 S. 61), setzt sich der Beschwerdeführer in keiner den formellen Anforderungen genügenden Weise auseinander. Abgestellt werden durfte deshalb auf ein Einkommen von Fr. 9'320.-- monatlich. 2.3 Vor Kantonsgericht hat der Beschwerdeführer weiter gerügt, die Familienrichterin habe willkürlich angenommen, er könne neben seinem Studium zu 80 % arbeitstätig sein. Das Kantonsgericht ist davon ausgegangen, die erstinstanzliche Annahme sei nicht zu beanstanden, zumal aktuelle Belege über die Fortschritte beim Studium fehlten und insbesondere keine Angaben über besuchte Veranstaltungen und bestandene Prüfungen vorlägen (E. 4b S. 5 des angefochtenen Entscheids). Die Feststellung, Studienbemühungen seien nicht nachgewiesen, greift der Beschwerdeführer nicht hinreichend begründet an. Insoweit gehen auch seine Vorbringen, mit einem Beschäftigungsgrad von 80 % könne er sein Studium nicht fortführen, an den eigentlichen Entscheidgründen vorbei. In diesem Punkt kann auf seine Beschwerde nicht eingetreten werden.