Citation: 6P.123/2006 08.09.2006 E. 4

Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe sich zur subjektiven Tatbestandsseite nicht geäussert und damit Art. 18 Abs. 1 und Art. 187 StGB verletzt. 4.1 Der Tatbestand der sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 StGB setzt Vorsatz voraus (Art. 18 Abs. 1 StGB). Eventualvorsatz genügt. 4.2 Der Beschwerdeführer ist einschlägig vorbestraft, und es sind mehrere Strafverfahren gegen ihn geführt worden (angefochtener Entscheid, S. 3). Sein Opfer war zur Tatzeit knapp zehn Jahre alt, er selbst war 66-jährig. Der Beschwerdeführer bezeichnet sich selbst als pädophil. Gestützt auf diese Veranlagung und seine einschlägigen Vorstrafen legt das Kantonsgericht im Einzelnen dar, dass und weshalb die angeklagten Handlungen nicht nur objektiv betrachtet sexualbezogen waren, sondern der sexuellen Lustbefriedigung des Beschwerdeführers dienten, dieser allein aus sexuellen Motiven heraus handelte (Urteil Kreisgericht, S. 12 - 16; angefochtener Entscheid, S. 8-11) und sich der Grenzüberschreitung bewusst sein musste (angefochtener Entscheid, S. 11). 4.3 Angesichts des zur Tatzeit noch nicht 10-jährigen Opfers erübrigten sich Ausführungen zum Wissen des Beschwerdeführers darüber, dass es im Schutzalter war. Was die dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Tathandlungen betrifft (gemeinsames Duschen und Einseifen, "Schleckspiel" sowie Kitzeln und Streicheln beim Einschlafen), durfte die Vorinstanz ausgehend von den oben (E. 4.2) dargelegten verbindlichen tatsächlichen Feststellungen (Art. 277bis Abs. 1 BStP) ohne weitere Begründung annehmen, der Beschwerdeführer habe auch hinsichtlich des sexuellen Charakters der Handlungen mit Vorsatz gehandelt. Eine Verletzung von Bundesrecht liegt nicht vor.