Citation: 4A_353/2020 E. 2.4.2

2.4.2. Der Beschwerdeführer moniert, ob die Arbeit der Beschwerdegegnerin für einen anderen Anwalt im Rahmen eines anderen Auftrags brauchbar gewesen sei, so dass er diesem weniger Honorar habe bezahlen müssen, beschlage den Einwand der Beschwerdegegnerin, er wäre bei Rückerstattung des vollen Honorars im Umfang des eingesparten Aufwands bereichert. Dass dies der Fall sei, habe die Beschwerdegegnerin substanziiert darzulegen und zu beweisen, was sie indes nicht getan habe. Es sei nicht an ihm, zu behaupten und zu beweisen, dass sich die Leistung der Beschwerdegegnerin später zu nichts haben verwenden lassen. Indem die Vorinstanz dies verkannt habe, habe sie Art. 394 OR und Art. 8 ZGB falsch angewandt. Mit dieser Argumentation übergeht der Beschwerdeführer die eingangs dargelegte Beweislastverteilung (vgl. E. 2.1 hiervor). Wäre die Vorinstanz nicht zu einem positiven Beweisergebnis gelangt (Brauchbarkeit der Arbeiten) - hätte mithin Beweislosigkeit geherrscht -, wäre es dem Beschwerdeführer oblegen, die vollständige oder teilweise Unbrauchbarkeit der Arbeiten nachzuweisen. Da er einen solchen Nachweis - wie von der Beschwerdegegnerin zutreffend eingewendet - nicht erbrachte, wäre das Begehren des Beschwerdeführers - selbst wenn die vorinstanzliche Feststellung der Brauchbarkeit, wie gerügt, unbewiesen wäre (dazu sogleich) - abzuweisen.