Citation: 6B_1125/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Die Vorinstanz erwägt, dass betreffend den tatsächlichen Nachweis des Anklagesachverhalts auf die sorgfältigen und eingehenden Erwägungen der ersten Instanz verwiesen werden könne. Die vom Beschwerdeführer im Berufungsverfahren dagegen vorgebrachten Einwände seien unbegründet (vgl. angefochtenes Urteil S. 6 ff.). Gestützt auf die vorhandenen Beweismittel sei erstellt, dass der Beschwerdeführer die beiden vor ihm fahrenden Fahrzeuge in einem Zug mit einer Geschwindigkeit von 93 km/h und mit eingeschaltetem Abblendlicht überholt und den ihm auf der Gegenfahrbahn entgegenkommenden Motorradfahrer trotz dessen brennenden Vorderlichts vor der Kollision nicht gesehen habe (vgl. angefochtenes Urteil S. 10). Daraus könne ohne weitere spezifische äussere Umstände auf dessen fehlende Aufmerksamkeit geschlossen werden. Dies gelte im Übrigen selbst dann, wenn das Vorderlicht des Motorfahrrads nicht gebrannt habe, da der Beschwerdeführer dieses auch im Lichtkegel seines Abblendlichts bzw. des Volllichts des Lieferwagens von F.________ hätte sehen müssen. Wenn der Beschwerdeführer den Motorfahrradfahrer unter diesen Gegebenheiten nicht wahrgenommen habe, gebe es hierfür keine andere Erklärung, als dass dieser sehr unachtsam überholt haben muss (vgl. angefochtenes Urteil S. 12).