Citation: 2A.32/2000 12.09.2000 E. 1

1.- a) Der Entscheid der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen über die rundfunkrechtliche Konformität von Sendungen ist beim Bundesgericht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbar (Art. 65 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991 über Radio und Fernsehen; SR 784. 40). Der Beschwerdeführer wurde im Beitrag - wenn auch anonymisiert ("Dr. M.") - genannt und seine Vermietungspraktiken bei Prostituierten kritisiert. Er steht zum beanstandeten Beitrag und dem angefochtenen Entscheid damit in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung im Sinne von Art. 103 lit. a OG, weshalb auf seine rechtzeitig eingereichte Eingabe einzutreten ist (vgl. BGE 123 II 115 E. 2a S. 117; 121 II 176 E. 2a S. 177 f., 359 E. 1 S. 361 f.). b) aa) Das programmrechtliche Aufsichtsverfahren dient dem Schutz der unverfälschten Willens- und Meinungsbildung. Das Verfahren vor der Beschwerdeinstanz - und im Anschluss daran jenes vor Bundesgericht (vgl. BGE 119 Ib 166 E. 2a S. 168) - ist nicht als Rechtsschutz für den Einzelnen gedacht; es bezweckt die "Überprüfung von Sendungen im Interesse der Öffentlichkeit und ihrer ungehinderten Willensbildung als wichtiges Element der Demokratie" (BBl 1987 III 708). Anknüpfungspunkt der Programmaufsicht bildet nicht ein privates Rechtsschutzinteresse, sondern das öffentliche Interesse an einer ausgewogenen und sachgerechten Information der Allgemeinheit (BGE 123 II 69 E. 3b S. 72; 119 Ib 166 E. 2a/aa; 114 Ib 204 E. 2 S. 205 f.). Für angebliche Verletzungen anderer Normen (z.B. Strafrecht, Persönlichkeitsrecht usw.) bleiben die ordentlichen Gerichte und Verwaltungsbehörden zuständig. bb) Soweit der Beschwerdeführer die Verletzung privater Interessen rügt - etwa, dass er bzw. sein Wohnort in rechtswidriger Weise nicht hinreichend anonymisiert und er durch die Machart des Beitrags in unzulässiger Weise in seinen persönlichen Verhältnissen beeinträchtigt worden sei -, sind seine Vorbringen nur insofern zu berücksichtigen, als dadurch das Bild beim Zuschauer rundfunkrechtswidrig beeinträchtigt worden sein sollte; im Übrigen stehen dem Beschwerdeführer diesbezüglich die ordentlichen Rechtswege offen (vgl. BGE 119 Ib 166 E. 2a/aa S. 169, mit weiteren Hinweisen).