Citation: H 172/05 29.06.2006 E. 6

6.1 Nach der Rechtsprechung ist ein Kausalzusammenhang dann gegeben, wenn das Verhalten der belangten Person nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Verhalten allgemein begünstigt erscheint (BGE 125 V 461 Erw. 5a, 119 V 406 Erw. 4a, je mit Hinweisen). Als Folge davon wird im Rahmen der Schadenersatzpflicht nach Art. 52 AHVG der Kausalzusammenhang nur unterbrochen, wenn auch ein pflichtgemässes Verhalten der belangten Person den Schaden nicht hätte verhindern können (Nussbaumer, Das Schadenersatzverfahren nach Art. 52 AHVG, in: Schaffhauser/Kieser, Aktuelle Fragen aus dem Beitragsrecht der AHV, St. Gallen 1998, S. 108; ders., Die Haftung des Verwaltungsrates nach Art. 52 AHVG, AJP 1996 S. 1081; vgl. auch Urteil O. et al. vom 15. September 2004, H 34/04, und Urteil A. vom 21. Januar 2004, H 267/02). 6.2 Nach dem Gesagten ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten des Beschwerdeführers und dem eingetretenen Schaden zu bejahen: Wäre er seinen Pflichten als Verwaltungsrat nachgekommen, etwa durch Rückstellungen für allfällige Nachzahlungen für C.________ sowie Bezahlung oder Sicherstellung der Beiträge auch während der Nachlassstundung, wäre der Ausgleichskasse kein Schaden entstanden. Daran ändert nichts, dass der Mitverwaltungsrat B.________ wie auch der Sachwalter durch Leistung der Beiträge den Schaden hätten abwenden können; denn das widerrechtliche Verhalten des Beschwerdeführers bleibt bestehen.