Citation: 5A_236/2023 E. 5.3.1

5.3.1. Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, dass er für den ihm gebührenden Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufkommt, so hat ihm der andere einen angemessenen Beitrag zu leisten (Art. 125 Abs. 1 ZGB). Beim Entscheid, ob ein Beitrag zu leisten sei und gegebenenfalls in welcher Höhe und wie lange, sind unter anderem Einkommen und Vermögen der Ehegatten zu berücksichtigen (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 5 ZGB). Bei der Berechnung des Vermögens jedes Ehegatten ist auch das Ergebnis der güterrechtlichen Auseinandersetzung zu berücksichtigen (BGE 132 III 178 E. 3.2). Dass das Obergericht die Mittel, die der Beschwerdeführerin als Ergebnis der güterrechtlichen Auseinandersetzung zufliessen, im Rahmen der Beurteilung des Anspruchs auf nachehelichen Unterhalt berücksichtigt, ist also nicht zu beanstanden. Allein auf die pauschale Beanstandung der Beschwerdeführerin, dass sie die güterrechtliche Ausgleichszahlung (s. Sachverhalt Bst. B.c) noch nicht erhalten habe und ihre Eigenversorgungskapazität "derzeit nicht gegeben" sei, ist mangels einer hinreichenden Begründung (Art. 42 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten. Die Vorinstanz bestimmte die Zahlungsfrist auf dreissig Tage ab Vollstreckbarkeit seines Urteils. Der fragliche Urteilsspruch blieb unangefochten. Er ist rechtskräftig und vollstreckbar (Art. 336 ZPO). Inwiefern es ihr nicht möglich ist, ihren gebührenden nachehelichen Unterhalt bis zum Ablauf der Zahlungsfrist aus ihren derzeit verfügbaren Mitteln zu bestreiten, legt die Beschwerdeführerin in keiner Weise dar.