Citation: 5A_515/2016 E. 3.1

3.1. In der vorliegenden Beschwerde werden in erster Linie Vorbringen erhoben, welche in jenen beiden Beschwerden identisch geltend gemacht und in den genannten Urteilen ausführlich behandelt wurden. Diesbezüglich kann auf die beiden Urteile und ferner auf das Urteil 6B_627/2015 vom 4. November 2015, mit welchem das Bundesgericht die strafrechtliche Verurteilung des Beschwerdeführers wegen Rassendiskriminierung durch den Tweet bestätigt hat, verwiesen werden und entsprechend lassen sich die nachfolgenden Erwägungen kurz halten. Soweit der Beschwerdeführer aus dem Zusatz "damit die Regierung endlich aufwacht" ableiten will, dass es ihm einzig um Ausdruck von Besorgnis über die Unfähigkeit der Behörden, etwas gegen den islamischen Extremismus zu unternehmen, gegangen sei, ist auf das Urteil 6B_627/2015 E. 2.8 zu verwiesen, welches im angefochtenen Entscheid zitiert worden ist; danach handelt es sich um einen absurden Zusatz, welcher für den Durchschnittsleser schlicht keinen Sinn ergibt und aus dem sich nicht das vom Beschwerdeführer Behauptete ableiten lässt (vgl. auch Urteil 5A_195/2016 E. 3 a.E.). In erster Linie beanstandet der Beschwerdeführer im Sinn einer willkürlichen Sachverhaltsfeststellung und einer unrichtigen Anwendung von Art. 28 ZGB, dass es bei der Bezeichnung "Rassist" nicht um ein Werturteil, sondern eine unwahre Tatsachenbehauptung gehe und er nicht einzig aufgrund des Tweets als "Rassist" bezeichnet sowie dem "rechten Rand" zugeordnet werden dürfe, zumal er weder eine Gruppe noch eine Rasse erwähne und sein Tweet rhetorisch als Ausdruck von Besorgnis und Kritik zu verstehen sei. Das Bundesgericht hat im Urteil 5A_195/2016 E. 5.5 mit ausführlicher Begründung festgehalten, dass und inwiefern der Tweet vom Durchschnittsleser nicht anders verstanden werden kann denn als mit dem Stilmittel der rhetorischen Frage erfolgte Übertragung des Kerngeschehens der Kristallnacht - das staatlich organisierte Anzünden der Synagogen im Land als Aufruf zur systematischen Verfolgung und Vertreibung der Juden - auf die Moscheen und damit als Fanal zur systematischen Verfolgung und Vertreibung der Muslime. Das Bundesgericht hat daraus im Urteil 5A_195/2016 E. 5.6 gefolgert, dass angesichts der rechtskräftigen Verurteilung des Beschwerdeführers wegen Rassendiskriminierung und weil im nazionalsozialistischen Vokabular der Begriff der "Rasse" auch im Zusammenhang mit der Zugehörigkeit zum jüdischen Glauben verwendet worden sei, der Beschwerdeführer als rassistisch und vor dem Hintergrund der bewussten Bezugnahme auf die Kristallnacht, welche der Nazi-Ideologie entsprungen sei, auch als rechtsextrem eingeordnet und bezeichnet werden dürfe, ohne dass dadurch seine Persönlichkeit widerrechtlich verletzt werde. Mithin stösst auch die Ansicht des Beschwerdeführers, er werde durch die Bezeichnung als "halber Rassist" in einem falschen Licht gezeigt, ins Leere. Das im Kristallnacht-Tweet geäusserte Gedankengut ist, wie im Urteil 5A_195/2016 E. 5.6 ausführlich dargelegt wurde, rassistisch. An der Sache vorbei gehen sodann die Vergleiche mit dem Verkehrsunfall und der zweiten Gotthardröhre (dazu Urteil 5A_975/2015 E. 4) sowie mit dem alkoholisierten Autofahrer (dazu Urteil 5A_195/2016 E. 5.6). Im Sinn eines zweiten Schwerpunkts seiner Beanstandungen bestreitet der Beschwerdeführer ein öffentliches Interesse an seinem Tweet, dessen Relevanz für die Öffentlichkeit vergleichbar sei mit einem Sack Reis, der in China einmal umgefallen sei, und insbesondere hält er seine Namensnennung für unzulässig, weil er die Öffentlichkeit nicht selbst gesucht habe. Diesbezüglich ist vorab festzuhalten, dass die vorliegend beanstandete Berichterstattung im Lauf des erstinstanzlichen Verfahrens anonymisiert wurde. Sodann ist auf die Urteile 5A_975/2015 E. 5.2 und 5A_195/2016 E. 5.3 zu verweisen, wonach der Beschwerdeführer mit seinem Tweet selbst die Öffentlichkeit gesucht und sich öffentlich geäussert hat. Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers besteht im Zusammenhang mit dem von ihm verfassten und für die Öffentlichkeit bestimmten Kristallnacht-Tweet durchaus ein Interesse an Berichterstattung; die Gründe wurden im Urteil 5A_975/2015 E. 5.3 ausführlich dargelegt. Schliesslich hat das Bundesgericht in den Urteilen 5A_975/2015 E. 5.4 und 5A_195/2016 E. 5.3 ausgehend von den Tatsachen, dass der Beschwerdeführer aufgrund der unmittelbar nach dem Tweet eingeleiteten Berichterstattung in den Medien und der einberufenen Medienkonferenz ins Blickfeld der Öffentlichkeit getreten ist - worauf im beanstandeten Artikel denn auch ausdrücklich Bezug genommen wird -, er sich in einem zweiseitigen Tagesanzeiger-Interview unter voller Namensnennung und mit Bild breit hat darstellen lassen und er die hängigen Gerichtsverfahren durch laufende eigene Kommentierung in einem Blog sowie auf Twitter weiterhin an die Öffentlichkeit trägt, gefolgert, dass er im Kontext mit dem Kristallnacht-Tweet namentlich genannt werden darf.