Citation: 9C_470/2015 E. 4.2

4.2. Was die Frage nach der Therapierbarkeit oder Behandelbarkeit der depressiven Problematik betrifft (BGE 127 V 294; vgl. auch RAHEL SAGER, Die bundesgerichtliche Rechtsprechung betreffend Depressionen, in: SZS 2015 S. 308 ff., 317 f. Ziff. 5.2), unter welchem Gesichtspunkt die Beschwerdeführerin den invalidisierenden Charakter des psychischen Leidens (zurzeit) verneint, ist der psychiatrische Experte Dr. med. C.________ im Gutachten vom 21. November 2012 (und in der ergänzenden Stellungnahme vom 31. Dezember 2012) ausdrücklich von einem "kurativen Leiden" ausgegangen und hat, weil die therapeutischen Massnahmen nicht erschöpft seien, Vorschläge zur Behandlung unterbreitet. Nebst der Fortführung der integrativen Behandlung im Psychiatriezentrum E.________ empfahl er die Optimierung der medikamentösen Therapie (Erhöhung der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, zusätzliche Gabe einer dualangreifenden Substanz wie Cymbalta). Zudem erachtete er berufliche Wiedereingliederungsmassnahmen (Integrationsmassnahmen der IV) als wichtig und geeignet, um die Restarbeitsfähigkeit von 50 % signifikant anzuheben. Wie sich dem Verlaufsbericht des Psychiatriezentrums E.________ vom 17. Januar 2013 entnehmen lässt, wurden die therapeutischen Massnahmen kontinuierlich ausgebaut: Zusätzlich zur weitergeführten Einzelgesprächstherapie besuchte der Versicherte M odule zur Förderung der Alltagskompetenzen und Stabilisierung des Gesundheitszustandes sowie der Funktionen im Alltag, ein weiteres Programm zur Psychoedukation und Gesundheitsförderung und einmal pro Woche ein computergestütztes kognitives Training im Einzelsetting. Auf medikamentöser Ebene wurde - wie vom Gutachter empfohlen - die Therapie mit Cymbalta ergänzt. Aufgrund dessen gelangte der RAD-Psychiater Dr. med. D.________ am 29. April 2013 zum Schluss, die gutachterlich geforderten medizinischen Massnahmen seien umgesetzt worden. Dennoch habe sich gemäss der behandelnden Institution keine Veränderung resp. Verbesserung des Zustands ergeben. Letzteres wurde vom Psychiatriezentrum E.________ am 18. September 2013 erneut bestätigt. Unter diesen Umständen kann dem Versicherten, der die ihm angebotenen Therapien weitestgehend genutzt und sich auch der vom Experten empfohlenen optimierten Medikation unterzogen hat, keine Verletzung der Selbsteingliederungspflicht vorgeworfen werden. Ferner ist erstellt, dass sich das depressive Leiden bis anhin als therapieresistent erwiesen hat. Nach dem Gesagten verletzt es entgegen der Beschwerdeführerin daher nicht Bundesrecht (Art. 95 lit. a BGG), dass die Vorinstanz dem psychischen Leiden (implizite) invalidisierende Wirkung zuerkannt hat.