Citation: 5A_463/2010 20.08.2010 E. C

Im Februar 2008 machte der Vater infolge Umzugs in den Bezirk Steckborn beim dortigen Gerichtspräsidium ein Abänderungsverfahren hängig, in welchem er im Wesentlichen die Obhutsübertragung für die Kinder und die Neufestsetzung der Unterhaltsbeiträge verlangte. Ende März 2008 zog die Mutter mit den Kindern nach Österreich, wo sie am 31. März 2008 beim Bezirksgericht Purkersdorf die Scheidungsklage anhängig machte und ein Begehren um Zuteilung der alleinigen Obsorge sowie ein Gesuch um Abänderung der Besuchsrechtsregelung stellte. Am 31. Juli 2008 wies das Gerichtspräsidium Steckborn das Abänderungsgesuch - mit Ausnahme der Neuzuteilung der ehelichen Liegenschaft an den Vater - ab. Dagegen erhob der Vater Rekurs und beantragte im Wesentlichen die Rückweisung der Streitsache zur Vornahme der nötigen Abklärungen, eventuell die Übertragung der Obhut. Der Obergerichtspräsident unternahm mehrere Versuche einer einvernehmlichen Regelung. Im Juni 2009 reichte der Vater beim Bezirksgericht Steckborn eine Ehescheidungsklage ein, nachdem die Mutter ihre in Österreich eingereichte Klage zurückgezogen hatte. Mit Urteil von 14. Juli 2009 erklärte sich das Bezirksgericht Purkersdorf für die Fragen der Obhut und des Besuchsrechts für zuständig und setzte das Besuchsrecht des Vaters aus. Mit Entscheid vom 19. Mai 2010 modifizierte das Obergericht den Entscheid des Gerichtspräsidiums Steckborn vom 31. Juli 2008 dahingehend, dass es in Abänderung seines Entscheides vom 7./21. Dezember 2007 aufgrund des Wegzuges nach Österreich die Unterhaltspflicht gegenüber der Ehefrau ab April 2008 sowie die Besuchsrechtsbeistandschaft aufhob.