Citation: 8C_182/2020 E. 5.2

5.2. Soweit sich die Lloyd's auf den Standpunkt stellt, die Beurteilung des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs durch die Vorinstanz in ihrem Entscheid vom 25. Oktober 2007 beruhe auf dem falschen rechtserheblichen Sachverhalt und der natürliche und der adäquate Kausalzusammenhang seien bereits im April 2005 nicht gegeben, macht sie eine ursprüngliche Unrichtigkeit geltend und zielt auf eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG ab. Wie das kantonale Gericht indessen zutreffend dargelegt hat, können Verfügungen nur dann von der Verwaltung in Wiedererwägung gezogen werden, wenn sie nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung waren (BGE 138 V 147 E. 2.1 S. 148 f.; Urteile 8C_736/2019 vom 21. Januar 2020 E. 5.2 und 8C_588/2017 vom 22. Dezember 2017 E. 3.1; vgl. auch Thomas Flückiger, Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 77 zu Art. 53 ATSG). Die Lloyd's bringt nichts vor, was eine Überprüfung dieser Rechtsprechung rechtfertigen würde (vgl. zu den Voraussetzungen für eine Praxisänderung: BGE 141 II 297 E. 5.5.1 S. 303). Anzumerken ist in diesem Zusammenhang lediglich, dass selbst bei einer analogen Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG auf Gerichtsentscheide das Recht zur Wiedererwägung dem Gericht, das den zweifellos unrichtigen Entscheid gefällt hat, und nicht der Verwaltung als damals unterlegener Partei, zukommen würde.