Citation: 1P.603/2004 19.01.2005 E. A

Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt eröffnete gegen X.________ ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachtes auf Betrug und Urkundenfälschung zum Nachteil der Bank A.________. Im Verlauf der Untersuchung erhob X.________ seinerseits am 2. Juni 2000 Strafanzeige gegen Y.________. Dieser habe als Mitarbeiter der Bank B.________ das Bankgeheimnis verletzt, indem er sich hinsichtlich einer von der C.________ AG initiierten Transaktion am 3. Mai 2000 mit zwei Angestellten der Bank A.________ getroffen und sie darüber informiert habe, dass der von der Bank A.________ gewährte Kredit für einen Liegenschaftskauf der C.________ AG effektiv mehr betragen habe als der tatsächlich bezahlte Kaufpreis. Dieses Vorgehen erachtete X.________ als Verletzung des Bankgeheimnisses. Die Bank A.________ habe ihm in der Folge den Kredit gekündigt. Auf das Geschäft aufmerksam geworden war die Bank B.________, weil X.________ als Geschäftsführer der C.________ AG den Differenzbetrag zwischen Kredit und Kaufpreis auf ein Konto bei der Bank B.________ und kurz darauf davon wiederum Fr. 300'000.-- auf ein Konto in Vaduz hatte überweisen lassen. Diese Transaktion veranlasste Y.________ zu weitergehenden Abklärungen, worauf ihm X.________ sowohl den Kauf- wie den Kreditvertrag vorlegte. Im Rahmen der Einvernahmen beschuldigte X.________ auch seinen Berater bei der Bank A.________, woraufhin das Strafverfahren von Amtes wegen auf diesen ausgedehnt wurde.