Citation: 9C_474/2023 E. 3.2.4

3.2.4. Wie oft der Beschwerdeführer im strittigen Steuerjahr in seiner Wohnsitzgemeinde übernachtet habe, sei - so die Vorinstanz weiter - nicht bekannt. Er bringe zwar vor, er sei jedes Wochenende und auch in den Ferien nach Y.________ gereist. Genauere Angaben hierzu habe er indes nicht gemacht. Namentlich fehlten konkrete Daten, an denen er bei seinen Eltern in Y.________ übernachtet bzw. Ferien verbracht haben wolle. Angesichts seines Engagements im Skiclub, in der Guggenmusik und im Hockeyclub Y.________ könne zu seinen Gunsten angenommen werden, dass er besonders in den Wintermonaten regelmässig die Wochenenden in Y.________ verbracht und auch dort übernachtet haben dürfte. Nach der Prüfung teilweise nicht miteinander übereinstimmender Angaben des Beschwerdeführers in den verschiedenen kantonalen Verfahrensphasen hat das Verwaltungsgericht erwogen, es sei als erstellt zu erachten, dass der Betroffene im Jahr 2020 monatlich im Durchschnitt an drei Wochenenden von Freitagabend bis Montagmorgen in Y.________ übernachtet habe. Selbst wenn zusätzlich (innerhalb der Arbeitswoche) ein bis zwei Übernachtungen nach allfälligen Spielabenden hinzugerechnet würden, ergebe dies nicht mehr als zehn oder elf monatliche Übernachtungen in seiner Wohnsitzgemeinde. Damit habe er im Steuerjahr 2020 deutlich öfter am Arbeitsort als am Familienort übernachtet. Wenn er dem widersprechend erstmals vor Verwaltungsgericht pauschal und ohne konkretere Angaben vorbringe, höchstens dreimal pro Jahr das Wochenende am Arbeitsort verbracht zu haben (z.B. weil dann ein Betriebsfest stattgefunden habe oder er am Samstag habe arbeiten müssen), erweise sich das nicht als glaubhaft. Gesamthaft könne somit auch aus diesen Gründen nicht von einer Entkräftung der natürlichen Vermutung zugunsten des Wochenaufenthaltsortes ausgegangen werden.