Citation: 9C_370/2024 E. 4.1

4.1. Das Recht, die Steuerforderung festzusetzen, verjährt in Anwendung von Art. 42 Abs. 1 MWSTG fünf Jahre nach Ablauf der Steuerperiode, in der die Steuerforderung entstanden ist (sog. relative Verjährungsfrist). Diese Frist wird gemäss Art. 42 Abs. 2 MWSTG durch eine auf Festsetzung oder Korrektur der Steuerforderung gerichtete empfangsbedürftige schriftliche Erklärung, eine Verfügung, einen Einspracheentscheid oder ein Urteil unterbrochen. Zu einer entsprechenden Unterbrechung der Verjährung führen auch die Ankündigung einer Kontrolle nach Art. 78 Abs. 3 MWSTG oder der Beginn einer unangekündigten Kontrolle. Wird die Verjährung durch die ESTV oder eine Rechtsmittelinstanz unterbrochen, so beginnt die Verjährungsfrist nach Art. 42 Abs. 3 MWSTG neu zu laufen. Sie beträgt neu zwei Jahre.