Citation: 6B_1406/2022 E. 2.5.3

2.5.3. Mit zutreffender Begründung bejaht die Vorinstanz ein Handeln in unrechtmässiger Vorteilsabsicht. Mit der Verwendung einer nicht existenten Gesellschaft als vermeintliche Vertragspartnerin des "Licence Agreement" und als Ausstellerin der "Invoice", nahm der Beschwerdeführer zumindest in Kauf, dass B.________ die Durchsetzung allfälliger vertraglicher Ansprüche gegen ihn als Privatperson wenn nicht verunmöglicht, so doch erschwert wird. Unbehelflich ist der Einwand des Beschwerdeführers, B.________ sei sich bewusst gewesen, dass er mit einem Unternemen, das (angeblich) in V.________ registriert sei, einen Vertrag schliesse und er sich daher einer möglichen Erschwerung bei der Durchsetzung allfälliger Ansprüche gegenüber einer Offshore-Gesellschaft bewusst gewesen sein müsse. Wie die Durchsetzbarkeit von vertraglichen Ansprüchen gegenüber einer Offshore-Gesellschaft beschaffen ist, ist vorliegend ohne Bedeutung. Der ihm nicht zustehende und somit unrechtmässige Vorteil für den Beschwerdeführer bestand darin, dass er sich durch das Nichtaufführen seiner Person als Vertragspartei einem direkten Zugriff für allfällige vertragliche Forderungen entzog. Indem der Beschwerdeführer nicht sich selbst als Privatperson als Vertragspartei aufgeführt, sondern eine nicht existente Gesellschaft als Vertragspartei eingesetzt hat, hat er B.________ eine direkte Durchsetzung allfälliger vertraglicher Ansprüche ihm gegenüber verunmöglicht und deren Durchsetzbarkeit zumindest erschwert. Sowohl das Mittel als auch das Ziel der Täuschung waren unzulässig. Somit handelte der Beschwerdeführer zumindest eventualiter in unrechtmässiger Vorteilsabsicht.