Citation: 8C_661/2010 18.10.2010 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat die Berichte der behandelnden Ärzte, das Gutachten des Zentrums O.________ sowie die von der Beschwerdeführerin eingeholte und im kantonalen Beschwerdeverfahren eingereichte Stellungnahme des Dr. med. S.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 29. Januar 2009 einlässlich und sorgfältig gewürdigt. 3.2 Nach den Feststellungen der Vorinstanz ist das MEDAS-Gutachten schlüssig und genügt den für den Beweiswert von Arztberichten massgebenden Anforderungen (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) in jeder Hinsicht. Gestützt darauf ist das kantonale Gericht zum Schluss gelangt, dass im richterlich zu überprüfenden Zeitraum ein invalidisierendes Leiden nicht ausgewiesen war und ein Rentenanspruch nicht entstehen konnte. 3.3 Die Versicherte rügt eine unvollständige Sachverhaltsabklärung und beruft sich zur Begründung ihrer Beschwerde auf die Stellungnahmen ihrer behandelnden Ärzte, wonach sie zu 100 % beziehungsweise zu 50 % arbeitsunfähig sei. Sie macht sinngemäss im Wesentlichen geltend, dass die Gutachter des Zentrums O.________ sich auf einen Eindruck des Gesundheitszustandes stützten, den sie an lediglich zwei Untersuchungstagen gewonnen hätten. Eine retrospektive Attestierung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit vermöge die Einschätzung ihrer Hausärzte, welche sie bereits seit Jahren betreuten, nicht umzustossen. 3.4 Das kantonale Gericht hat erwogen, dass die Gutachter des Zentrums O.________ die von den behandelnden Ärzten gestellte Diagnose einer Fibromyalgie nicht bestätigen konnten. Nach Auffassung der MEDAS-Ärzte fanden sich auch keine Anhaltspunkte für eine Persönlichkeitsstörung, wie vom vormals behandelnden Psychiater angenommen, sondern allenfalls eine Tendenz zur Somatisierung bei invaliditätsfremden psychosozialen Belastungen (unter anderem Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit). Die Diagnosekriterien für eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung waren nicht erfüllt. Die Versicherte leide unter einer Dysthymia, einer chronisch depressiven Verstimmung, die nach Schweregrad und Dauer die Kriterien für eine rezidivierende leichte oder mittelgradige depressive Störung nicht erfülle. Damit konnten die Gutachter keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellen. Die Vorinstanz hat weiter erkannt, dass sich die MEDAS-Gutachter eingehend und schlüssig mit den Stellungnahmen der behandelnden Ärzte auseinandergesetzt und namentlich auch ausführlich dargelegt haben, unter welchen Beschwerden die Versicherte leidet, dass diese nur teilweise objektiviert werden können und dass ihr die angestammte Tätigkeit im Gastgewerbe wie auch jede andere leidensangepasste Tätigkeit weiterhin uneingeschränkt zumutbar ist (vgl. zur Aufgabe des Arztes im Rahmen der Ermittlung des Invaliditätsgrades BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 mit Hinweisen; Urteile 8C_907/2009 vom 12. Februar 2010 E. 1.2; I 802/06 vom 5. Juli 2007 E. 4.3). Nach Auffassung der Gutachter des Zentrums O.________ lag der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die behandelnden Ärzte keine versicherungsmedizinisch nachvollziehbare Ermittlung eines positiven und negativen Leistungsprofils in Gegenüberstellung mit den konkreten körperlichen Anforderungen im zuletzt ausgeübten Beruf oder in einer (anderen) leidensangepassten Tätigkeit zugrunde. 3.5 Nachdem sich das kantonale Gericht einlässlich zur (vollen) Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens und zu den abweichenden früheren Stellungnahmen der behandelnden Ärzte geäussert hat, vermögen die Einwände der Beschwerdeführerin eine diesbezügliche offensichtliche Unrichtigkeit beziehungsweise Rechtsfehlerhaftigkeit der vorinstanzlichen Feststellung des Sachverhalts nicht zu begründen.