Citation: 2C_562/2017 E. 6.1.3

6.1.3. Gestützt auf das strafrechtlich relevante Verhalten des Beschwerdeführers besteht - unter Sicherheitsaspekten - grundsätzlich ein wesentliches öffentliches Interesse daran, dass er die Schweiz verlässt. Der Beschwerdeführer hat in beiden Fällen ein überdurchschnittlich aggressives und von Gewalt geprägtes Verhalten an den Tag gelegt. Zwar ist das Strafgericht der Anklage, die eine dreijährige Freiheitsstrafe (wovon 16 Monate unbedingt) beantragt hatte, nicht gefolgt, und hat "lediglich" eine bedingte Strafe von 24 Monaten ausgesprochen, doch wiegen die der Verurteilung zugrundeliegenden Verhaltensweisen ausländerrechtlich nichtsdestoweniger schwer. Innerhalb von wenigen Monaten legte der Beschwerdeführer bei zwei von einander unabhängigen Vorkommnissen eine nicht zu unterschätzende kriminelle Energie an den Tag. Mit den kantonalen Behörden ist davon auszugehen, dass die mangelhafte Selbstbeherrschung bzw. die überdurchschnittlich zum Ausdruck gekommene Aggressivität die Gefahr der Begehung weiterer gewalttätig gefärbter Delikte nicht ausschliesst, weshalb grundsätzlich ein gewichtiges öffentliches Interesse daran besteht, den Aufenthalt des Beschwerdeführers zu beenden. Hieran ändert nichts, dass er sich zuvor nie auffällig verhalten und sich hier zu integrieren versucht hat, was sein Arbeitgeber bestätigt. Dass sein Vater in dieser Zeit auf dem Sterbebett lag, vermag den Verlust seiner Selbstbeherrschung im geschilderten Rahmen ebensowenig zu rechtfertigen.