Citation: H 4/05 19.04.2005 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht hat eine Beiladung der betroffenen Arbeitnehmer abgelehnt mit der Begründung, die Ausgleichskasse habe diesen die Verfügung vom 26. Juli 2004 eröffnet. Die Genannten hätten jedoch davon abgesehen, dagegen Einsprache bzw. Beschwerde zu erheben. Bei einer solchen Konstellation falle eine Beiladung zum versicherungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren ausser Betracht. Indem die Mitbetroffenen nicht innert Frist gegen die ihnen durch die Ausgleichskasse eröffneten Entscheide rekurriert hätten, hätten sie auf eine Parteistellung im Rechtsmittelverfahren verzichtet. Eine unbenützte oder verpasste Rekursfrist könne nicht durch eine Beiladung zum Beschwerdeverfahren geheilt werden. 4.2 Der vorinstanzlichen Betrachtungsweise kann nicht beigepflichtet werden. Wie bereits erwähnt (Erw. 3.2), ist es hinsichtlich des Anspruchs auf rechtliches Gehör nicht von Belang, ob Arbeitgeber oder -nehmer Beschwerde führen. Das kantonale Gericht hat die jeweils nicht Beschwerde führende Person zum Verfahren beizuladen. Unterlässt es dies, ist der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und es ist die Sache an das kantonale Gericht zurückzuweisen, damit es das rechtliche Gehör gewähre und über die Beschwerde neu entscheide, da die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Heilung der Gehörsverletzung im letztinstanzlichen Verfahren bereits deshalb zu verneinen ist, weil dem Eidgenössischen Versicherungsgericht in Beitragsstreitigkeiten nur eine eingeschränkte Überprüfungsbefugnis zusteht (Urteil K. vom 5. Juli 2000, H 376/98). Dies hat auch im vorliegenden Fall zu gelten, zumal S.________ im letztinstanzlichen Verfahren neue Einwände vorbringt, welche angesichts der eingeschränkten Kognition im letztinstanzlichen Verfahren nicht berücksichtigt werden könnten. 4.3 Im angefochtenen Entscheid hat das kantonale Gericht erwogen, ob die Verwaltung den Anspruch des Verlags auf rechtliches Gehör verletzt habe und ob sie bei der Erhebung der Beiträge von den richtigen Zahlen ausgegangen sei, könne offen bleiben, nachdem sie zu Unrecht Arbeitgeberbeiträge erhoben habe und die Beschwerde daher gutzuheissen sei. Nicht nur gegenüber dem Verlag, sondern auch gegenüber den von der Nachzahlungsverfügung der Ausgleichskasse betroffenen Arbeitnehmern hat die Verwaltung das rechtliche Gehör zu wahren (BGE 113 V 1). Da dies aus den nachstehenden Gründen nicht in rechtsgenüglicher Weise geschehen ist, hat im vorliegenden Fall die Rückweisung nicht an die Vorinstanz, sondern an die Ausgleichskasse zu erfolgen.