Citation: 8C_672/2022 E. 4.3.2

4.3.2. 4.3.2.1. Behauptet die Beschwerdeführerin weiter, sie habe über den von der Beschwerdegegnerin terminierten Fallabschluss hinaus an somatischen Unfallfolgen in Form neuropathischer Schmerzen gelitten, so kann auf die detaillierte vorinstanzliche Beweiswürdigung verwiesen werden. Daraus geht im Wesentlichen hervor, die ausgeprägte Schmerzproblematik mit beklagter Allodynie sei nicht mit chronischen neuropathischen Schmerzen in Einklang zu bringen (vgl. EFL-Bericht vom 31. August 2020, S. 4). Zum gleichen Ergebnis gelangte der Suva-Neurologe Dr. med. I.________, welcher bereits Anfang September 2019 festhielt, (auch) angesichts des Fehlens einer unfallbedingten Nervenschädigung könne die Diagnose eines neuropathischen Schmerzes nicht gestellt werden. Rechnung getragen hat die Vorinstanz darüber hinaus dem Umstand, dass eine Neuropathie (neuropathische Schmerzen) ausweislich der Akten zwar teilweise diagnostiziert wurde, ein Nachweis durch wissenschaftlich anerkannte, apparative oder bildgebende Abklärungen, wie er praxisgemäss erforderlich ist, jedoch ausblieb (vgl. statt vieler: BGE 138 V 248 E. 5.1; Urteil 8C_530/2019 vom 20. November 2019 E. 6.2.1). Im Gegenteil zeigte ein bereits Ende 2019 im Spital J.________ durchgeführtes Magnetic resonance imaging (MRI) bis auf eine lediglich "fragliche diskrete Ansatztendinopathie des Musculus tibialis anterior" gerade kein bildmorphologisches Korrelat für die klinischen Beschwerden (vgl. Bericht vom 30. August 2019). 4.3.2.2. Die Beschwerdeführerin beruft sich hingegen vornehmlich auf die abweichende Einschätzung des Dr. med. K.________, Vertrauensarzt der im Einspracheverfahren beteiligten Krankenpflegeversicherung (vgl. Stellungnahme vom 22. Oktober 2020). Dabei lässt sie ausser Acht, dass dieser weder über einen einschlägigen Facharzttitel (für Neurologie) verfügt, noch seine medizinischen Erkenntnisse auf eigene Untersuchungen abstützen konnte. Die Aussage, die subjektiv angegebenen Schmerzen müssten nach wie vor auf das Unfallereignis zurückgeführt werden, weil im bisherigen unfallversicherungsrechtlichen Verfahren keine andere Erklärung dafür gefunden worden sei, läuft auf die im gegebenen Kontext unzulässige Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc" hinaus (vgl. BGE 142 V 325 E. 2.3.2.2; 119 V 335 E. 2b/bb). Solches reicht für den rechtsgenüglichen Nachweis eines Kausalzusammenhangs nicht aus. Entscheidwesentliche neue Aspekte, welche (auch nur geringe) Zweifel an den von der Vorinstanz als massgeblich erachteten Einschätzungen rechtfertigen könnten, werden in der Beschwerde auch anderweitig nicht aufgezeigt (vgl. BGE 145 V 97 E. 8.5; 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4).