Citation: 6B_205/2017 E. 3

Der Beschwerdeführer beanstandet den Widerruf der Vorstrafen. Das Obergericht hat die gesetzlichen Voraussetzungen des Widerrufs des bedingten Strafvollzugs (Art. 46 Abs. 1 StGB) und die diesbezügliche Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 134 IV 140 E. 4) zutreffend wiedergegeben. Darauf kann verwiesen werden. Das Obergericht verweist darauf, dass sich der Beschwerdeführer von den bedingt ausgesprochenen Geldstrafen nicht habe abschrecken lassen und während den Probezeiten mehrmals innert kurzer Frist delinquiert habe, was in den Jahren 2010 bis 2012 zu vier rechtskräftigen Verurteilungen und einer Verwarnung geführt habe. Es sei deshalb zu erwarten, dass er erneut straffällig würde, sofern er nicht eine warnende Wirkung durch den Widerruf der Vorstrafen erfahren würde. Es seien mit Ausnahme des Wohlverhaltens in den letzten rund vier Jahren keine Umstände ersichtlich, welche die Aussichten für eine Bewährung massgeblich verbessern würden. Die aktuelle Arbeitssituation und die familiären Strukturen vermöchten daran nichts zu ändern. Zu seinen Ungunsten falle auch ins Gewicht, dass keine ernsthafte Besserung seiner Einstellung zu erkennen sei. Er zeige im vorliegenden Verfahren und auch rund vier Jahre nach der Tat keine Reue. Der Beschwerdeführer hält der Beurteilung des Obergerichts entgegen, seine positive Entwicklung weder wirklich festgestellt noch deren Bedeutung verstanden zu haben. Seine heutige Situation lasse erkennen, dass er auf gutem Wege sei. Er brauche keinen Denkzettel im Sinne einer einschneidenden Verpflichtung zur Bezahlung der widerrufenen Strafen. Er lebe auf dem Existenzminimum, weshalb eine Bezahlung von insgesamt Fr. 6'100.-- für ihn schlicht unmöglich sei und somit Ersatzfreiheitsstrafe zum Zuge käme. Wieder eingesperrt zu werden, wäre für ihn fatal (Beschwerde, S. 2 ff.). Diese Einwände lassen den Entscheid des Obergerichts jedoch nicht als bundesrechtswidrig erscheinen, denn dem Sachrichter steht bei der Prognose des künftigen Legalverhaltens ein Ermessenspielraum zu, in den das Bundesgericht nur eingreift, wenn der Richter sein Ermessen über- bzw. unterschreitet oder missbraucht und damit Bundesrecht verletzt (BGE 134 IV 140 E. 4.2). Davon kann aber nicht die Rede sein, denn das Obergericht hat in die Beurteilung nicht nur einbezogen, dass der Beschwerdeführer in den Probezeiten immer wieder delinquiert hat, sondern hat sich auch mit dessen Wohlverhalten, seiner Arbeitssituation und den familiären Strukturen befasst. Ob und inwieweit ihm im Rahmen des Vollzugs der Strafen allenfalls Zahlungserleichterungen gewährt werden können (vgl. Art. 35 f. StGB), ist im vorliegenden Verfahren nicht zu entscheiden.