Citation: 1B_377/2022 E. 6.4.4

6.4.4. Der Beschwerdeführer weist zutreffend darauf hin, dass ihm durch die Wahrnehmung seines Rechts auf Aussage- und Mitwirkungsverweigerung keine Nachteile erwachsen dürfen (vgl. Art. 113 Abs. 1 und Art. 158 Abs. 1 lit. b StPO; BGE 142 IV 207 E. 8.3; 138 IV 47 E. 2.6.1; je mit weiteren Hinweisen). Umgekehrt kann der Beschwerdeführer aber aus dem Umstand, dass das Gutachten wegen mangelnder Kooperationsbereitschaft auf Grundlage der Akten erstellt werden musste, keine Vorteile für sich ableiten (vgl. Urteil 1B_19/2019 vom 4. Februar 2019 E. 2.6). Aus dem psychiatrischen Gutachten vom 4. November 2021 geht hervor, dass entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers offenbar gesamthaft kaum Behandlungserfolge erzielt werden konnten (vgl. Vorakten, act. 3/1, S. 46 f.). Nach dem Zwischenbericht vom 25. Juni 2021, welcher die Vorinstanz aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes gemäss Art. 6 StPO ohne Weiteres berücksichtigten durfte, habe sich der Beschwerdeführer zuletzt nurmehr oberflächlich bis gar nicht mehr auf die psychotherapeutische Auseinandersetzung mit seiner Sexualität und seinem Rückfallrisikomanagement eingelassen. Der Verlauf der Therapie wurde darin als "rückläufig" beschrieben, wobei dies, soweit ersichtlich, unabhängig von seiner Mitwirkungsverweigerung betreffend die ihm neu vorgeworfenen Delikte erfasst wurde (vgl. Vorakten, act. 3/1, S. 17). Die Vorinstanz hat somit kein Bundesrecht im Sinne von Art. 95 BGG verletzt, als sie von einem ungünstigen Behandlungsverlauf und mangelnder Behandlungsmotivation ausgegangen ist.