Citation: 2C_676/2019 E. 3.3

3.3. Den Akten kann entnommen werden, dass das Formular "Gesuch um Familiennachzug" vom Ehemann bzw. Vater der Beschwerdeführerinnen ausgefüllt wurde. Unter der Rubrik "Kinder" wird lediglich die Beschwerdeführerin 2 aufgeführt. In der Rubrik "weitere Kinder unter 18 Jahren, die nicht einreisen" fehlen jegliche Angaben. Es wäre am Ehemann bzw. Vater der Beschwerdeführerinnen gewesen, gestützt auf seine Mitwirkungspflicht (Art. 90 AIG; vgl. E. 3.2 hiervor) nähere Angaben zu seinen Kindern zu machen sowie weitere relevante Tatsachen und Beweismittel zur Begründung des Familiennachzugsgesuchs von sich aus zu nennen. Unter diesen Umständen hat der Migrationsdienst den Instruktionsgrundsatz nicht verletzt, wenn er von weiteren Abklärungen abgesehen hat. Im Übrigen machen die Beschwerdeführerinnen nicht geltend, dass sie keine Möglichkeit gehabt hätten, sich im Beschwerdeverfahren vor der Polizei- und Militärdirektion, die über volle Kognition verfügt (vgl. Art. 66 Abs. 1 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Bern [VRPG/BE; BSG 155.21]), zu äussern. Eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführerinnen wäre vorliegend im Rahmen des anschliessenden Rechtsmittelverfahrens geheilt worden (vgl. E. 3.1 hievor).