Citation: 9C_424/2020 E. 4.1.2

4.1.2. Im Rahmen der im Dezember 2001 eingeleiteten Rentenrevision holte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen beim neuen behandelnden Arzt Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, einen Revisionsbericht ein. Darin wurde der Behandler explizit nach einer Einschätzung für die Zeit ab dem Bericht von Dr. med. B.________ vom 31. August 2001 gefragt. Am 24. Januar 2002 äusserte sich Dr. med. C.________ dahingehend, dass der Gesundheitszustand seither stationär verlaufen sei und es zu keiner Änderung der Diagnosen gekommen sei. Nach stationärer Rehabilitation habe die Kraft erfreulich zugenommen, jedoch bestünden immer noch starke lumbale Schmerzen mit Ausstrahlung in die Beine. Die Prognose sei stationär, eine Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit sei vorerst nicht absehbar. Die Beschwerdeführerin bleibe weiterhin gänzlich arbeitsunfähig. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen wies Dr. med. C.________ am 29. Januar 2002 darauf hin, dass Dr. med. B.________ mit Bericht vom 31. August 2001 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestätigt hatte. Dr. med. C.________ gebe nun einen stationären Gesundheitszustand an, beurteile die Beschwerdeführerin jedoch als gänzlich arbeitsunfähig. Der Facharzt solle angeben, seit wann diese 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Büroangestellte bestehe. Dr. med. C.________ antwortete am 6. Februar 2002, dass durch ihn festgestellt eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 1. September 2001 auf unbestimmte Zeit gelte. Am 23. April 2002 bestätigte er einen stationären Verlauf mit einer Arbeitsfähigkeit von zwei Stunden pro Tag in leidensangepasster Tätigkeit.