Citation: 9C_677/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Den Berichten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer zwar theoretisch (teil-) arbeitsfähig, jedoch aufgrund seiner Persönlichkeit keinem Arbeitgeber zumutbar sei. Allerdings wurde im IV-Verfahren rechtskräftig ein IV-Grad von 73 % (ab 1. Juli 2019) festgehalten. Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist im IV-Verfahren dann anzunehmen, wenn die zumutbare Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil 8C_346/2023 vom 21. Dezember 2023 E. 2.3 mit Hinweisen). Da die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 23. Februar 2021 einen IV-Grad von (nur) 73 % festgestellt hat, hat sie damit implizit festgestellt, die Restarbeitsfähigkeit sei - zumindest auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt - auch verwertbar. Die behandelnde Psychiaterin, die behandelnde Psychologin, der Job Coach und der Leiter des regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) gehen zwar davon aus, die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei aufgrund seiner Persönlichkeitsstruktur nicht verwertbar, da er keinem (auch keinem besonders entgegenkommenden) Arbeitgeber zuzumuten sei. Damit widersprechen sie jedoch sowohl der Verfügung der IV-Stelle als auch dem dieser zugrundeliegenden psychiatrischen Gutachten des Dr. med. C.________ vom 7. September 2020 und der Stellungnahme vom 15. Oktober 2020, welche durch die Annahme einer Restarbeitsfähigkeit deren Verwertbarkeit implizit bejaht haben, ohne sich mit dieser abweichenden Meinung auseinanderzusetzen. Die genannten Berichte vermögen daher die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht zu belegen.