Citation: 6P.68/2007 05.09.2007 E. 4.3

4.3.1 Die Ausführungen der Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 17. Juli 2005 stimmen inhaltlich mit ihrer im Laufe des späteren Verfahrens gemachten Darstellung überein. Das Obergericht hat sich in seinem Entscheid mit sämtlichen Vorbringen der Beschwerdeführerin befasst. Näher auseinandergesetzt hat es sich insbesondere mit ihrer Behauptung, sie habe ihrem Sohn C.________ verschiedentlich Geld geliehen, welches dieser ihr in kleinen Noten, die aus Einnahmen organisierter Anlässe stammten, jeweils wieder zurückbezahlt habe. Im Übrigen macht sie nicht geltend, ihr Sohn C.________ habe sie finanziell massgeblich unterstützt. Vor diesem Hintergrund durfte das Obergericht ohne Willkür in antizipierter Beweiswürdigung auf eine Einvernahme von C.________ verzichten, da dessen Befragung keine Klärung der Herkunft der beschlagnahmten Gelder versprochen hätte. 4.3.2 Das Obergericht hat ausdrücklich erwogen, die Beweisaufnahme durch die Ermittlungsbehörden hätte umfangreicher ausfallen können. Sowohl die Erstellung einer Fotodokumentation anlässlich der Hausdurchsuchung als auch die kriminaltechnische Untersuchung des beschlagnahmten Geldes wäre vorliegend sicherlich wünschenswert gewesen, dies obwohl sich einerseits aus dem Hausdurchsuchungsprotokoll zumindest gewisse Schlüsse auf die Wohnsituation der Beschwerdeführerin ziehen lassen und obwohl andererseits eine kriminaltechnische Untersuchung von Geldscheinen nur selten zu eindeutigen Ergebnissen führt, können doch auch legal erworbene Banknoten Drogenrückstände aufweisen, während sich umgekehrt bei Drogengeld nicht zwingend Spuren von Drogen finden müssen. Diese Beweismassnahmen aber konnte das Obergericht nicht mehr nachholen, da die beschlagnahmten Banknoten und Reka-Checks zufolge der von der Untersuchungsbehörde vorgenommenen Einzahlung auf ein staatliches Konto nicht mehr verfügbar waren. Dementsprechend stellt sich insoweit die Frage einer Gehörsverletzung nicht. Vielmehr hat das Obergericht willkürfrei ausgehend von der bestehenden Beweislage geprüft, ob die Einziehungsvoraussetzungen vorliegen. 4.4 Das Obergericht hat folglich die Grundsätze des fairen Verfahrens und des rechtlichen Gehörs nicht verletzt.