Citation: 7B_995/2024 E. 5.2

5.2. Begangene Straftaten sind bei der Beurteilung der bedingten Entlassung zu berücksichtigen, wenn sich daraus prognoserelevante Rückschlüsse auf die Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen ergeben (Urteil 6B_102/2015 vom 24. Juni 2015 E. 3.3 mit Verweis auf BGE 105 IV 167 E. 3). Ebenso ist die Vorstrafenlosigkeit beim Vorleben als Prognosekriterium zu beachten, wenn diese für die nachhaltige Resozialisierung der sich im Strafvollzug befindenden Person aussagekräftig ist (vgl. Art. 75 Abs. 1 StGB). Sie ist gegebenenfalls - wie andere Aspekte des Vorlebens (bisherige Entwicklung der Arbeitstätigkeit oder des Suchtverhaltens in Freiheit etc.) - im Rahmen der Gesamtwürdigung bei der Beurteilung der Prognose über das künftige Wohlverhalten zu berücksichtigen.