Citation: 9C_97/2019 E. 3.2

3.2. Der Versicherte wendet ein, die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung seien nicht erfüllt gewesen. Zulässig sei eine Wiedererwägung nur im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens, nicht aber nach Verzicht auf eine solche erst nach Eintritt der Rechtskraft der Rentenverfügung. Abgesehen davon fehle es an der zweifellosen Unrichtigkeit der ursprünglichen Verfügung. Diese habe auf der Expertise des ZMB mit nachvollziehbarer ärztlicher Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit beruht. Die Verfügung vom 26. September 2017 basiere auf einer anderen Würdigung der Akten, was keine Wiedererwägung begründe. Die Gewährung einer ganzen Invalidenrente sei vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der Verfügung vom 22. November 2016 nicht bloss vertretbar, sondern geradezu geboten gewesen, wie sich namentlich auch aus den im ZMB-Gutachten enthaltenen Diagnosen ergebe. Des Weiteren habe die Vorinstanz den Grundsatz von Treu und Glauben verletzt. Er habe im Vertrauen auf die ihm vom kantonalen Gericht zugesicherte Rechtskraft der angefochtenen Verfügung vom 22. November 2016 seine Beschwerde zurückgezogen. In der Folge habe die IV-Stelle die in Rechtskraft erwachsene Verfügung mittels Wiedererwägung aufgehoben. Darin liege ein Verstoss gegen das Vertrauensschutzprinzip. Ferner habe das kantonale Gericht die Beweise, namentlich das Administrativgutachten, nicht umfassend, pflichtgemäss und objektiv gewürdigt, wie dies Art. 61 lit. c ATSG vorschreibe. Aus der Expertise sei ersichtlich, dass sich der Gesundheitszustand seit Dezember 2013 kontinuierlich verschlechterte. Schliesslich sei auch das strukturierte Beweisverfahren nicht korrekt durchgeführt worden.