Citation: 1C_256/2017 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer wendet ein, gemäss dem Protokoll der Einspracheverhandlung vom 25. Januar 2016 habe ihm der Beschwerdegegner in Aussicht gestellt, die Projektänderungsgesuche und die dazugehörigen Entscheide zur nachträglichen Wahrung des rechtlichen Gehörs zuzustellen. Nach Treu und Glauben hätte der Beschwerdegegner daher die CD mit den Akten bereits kurz nach der Einspracheverhandlung dem Beschwerdeführer zustellen sollen. Da an dieser Verhandlung vereinbart worden sei, dass dem Beschwerdeführer sämtliche Akten zugestellt würden, habe er der Angabe der Gemeinde im Schreiben vom 17. Februar 2016, das Akteneinsicht sei zu Bürozeiten möglich, keine Beachtung schenken müssen. Er habe auf die vereinbarungsgemässe Zustellung der Bewilligungen vertrauen dürfen, die das Bauamt schliesslich am 14. März 2016 schriftlich angezeigt habe. Da diese Zustellung am 22. März 2016 erfolgt sei, beginne die Beschwerdefrist ab diesem Tag zu laufen. Zudem habe die Gemeinde dem Beschwerdeführer am 3. und 22. Februar 2016 den Erlass einer anfechtbaren Verfügung zugesichert. Aufgrund dieser Zusicherung habe der Beschwerdeführer davon ausgehen dürfen, dass die Beschwerdefrist nicht bereits vor Zustellung der Akten zu laufen beginne. Durch den treuwidrigen Widerruf dieser Zusicherung der Gemeinde am 7. März 2016 dürfe dem Beschwerdeführer kein Nachteil erwachsen. Die Vorinstanz habe daher das treuwidrige Verhalten der Gemeinde nicht durch eine Fristansetzung auf den 7. März 2016 schützen dürfen. Die vorinstanzliche Ansicht, die Zustellung der strittigen Bewilligungen durch die Gemeinde habe keine fristauslösende Wirkung, sei unter Berücksichtigung der Vorgeschichte überspitzt formalistisch.