Citation: 6B_992/2022 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hält fest, es liege mit der im Jahr 2017 begangenen Schändung eine Katalogtat für eine obligatorische Landesverweisung vor (Entscheid S. 50 E. 2.b). Sie verneint einen persönlichen Härtefall beim Beschwerdeführer. Dieser sei erst mit 21 Jahren das erste Mal in die Schweiz gekommen. Er spreche gut Deutsch, lebe seit 11 Jahren in der Schweiz und habe hier gearbeitet, wobei er nicht über eine Festanstellung verfüge. Er habe in der Schweiz Kinder, zwei geschiedene Ehefrauen und eine heutige Ehefrau, aber keine weiteren Verwandten. Insbesondere seine Mutter und Geschwister lebten in Sri Lanka. Der Beschwerdeführer sei gesund und habe auch in Sri Lanka gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, zumal er die dortige Sprache spreche (Entscheid S. 50 ff. E. 2.c/aa und bb). In einer Eventualbegründung erwägt die Vorinstanz, selbst bei Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls würde das öffentliche Interesse an der Wegweisung das private Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz überwiegen. Er habe sich der Schändung schuldig gemacht, welche vorliegend schwer wiege. Zudem sei er über Jahre hinweg in Bezug auf seine frühere Ehefrau immer wieder straffällig geworden. Erhebliches Verschulden treffe ihn aufgrund der begangenen Vergewaltigung. Er werde zu einer hohen Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt. Seine Straftaten zeugten von einem bedenklichen Mangel an Respekt gegenüber Frauen und ihrer sexuellen sowie körperlichen Integrität. Vom Beschwerdeführer gehe eine gegenwärtige und erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung aus und es bestehe ein grosses öffentliches Interesse an seiner Wegweisung. Dieses überwiege seine privaten Interessen an einem Verbleib. Seine nicht bei ihm wohnenden Kinder sowie die neuen Familienverhältnisse stünden einer Ausweisung nicht entgegen. Er habe im September 2021 erneut geheiratet und ein weiteres Kind gezeugt, obwohl er längst um die Ausweisung gewusst habe (Entscheid S. 52 E. 2c/cc).