Citation: 4A_290/2018 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz verletzte auch insoweit kein Bundesrecht, als sie ein grobes - kausalitätsunterbrechendes und damit haftungsausschliessendes - Verschulden des Verunfallten verneinte, welches die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 59 Abs. 1 SVG von ihrer Haftung befreit hätte und schloss, dem Verunfallten sei nur ein leichtes Verschulden zuzuschreiben. Denn ihm kann einzig vorgeworfen werden, die fragliche Kurve mit einer Geschwindigkeit befahren zu haben, die wohl angesichts seiner mangelnden Kenntnisse der Strecke sowie eingeschränkter Erfahrung bezüglich des konkreten Mietfahrzeugs sowie des Motorradsports im Allgemeinen als leicht übersetzt zu bewerten ist. Da er bei festgestellten 63 km/h mit einer Geschwindigkeit (weit) unter der damals an der fraglichen Stelle erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h fuhr und (nahezu) optimale Verhältnisse herrschten, ist das ihm insoweit vorwerfbare Eigenverschulden mit der Vorinstanz als leicht zu bewerten. Jedenfalls vermögen die Einwände der Beschwerdeführerin an der Bundesrechtskonformität dieser Bewertung des Selbstverschuldens nichts zu ändern: