Citation: 9C_393/2017 E. 3.4

3.4. Zusammengefasst ergibt sich, dass für das Ende der Rentenbezugsdauer nicht massgeblich ist, wann die Verwaltung die Einleitung des Revisionsverfahrens der versicherten Person mitteilte. Wesentlich ist einzig der Einleitungszeitpunkt des Revisionsverfahrens (verwaltungsintern). Dieser muss mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststehen. Auch nicht massgeblich ist, ob das Verfahren als ordentliches Revisionsverfahren nach Art. 17 Abs. 1 ATSG oder als Revisionsverfahren gemäss den Schlussbestimmungen eingeleitet wurde. Diese Unterscheidung ist nur insofern von Belang, als der Einleitung des Revisionsverfahrens vor dem 1. Januar 2012 bei der Berechnung der Rentenbezugsdauer nicht Rechnung zu tragen ist. Bei Revisionsverfahren, welche während der Geltungsdauer der Schlussbestimmungen eröffnet wurden, besteht aber keine Veranlassung zwischen ordentlichen Revisionsverfahren und Verfahren nach den Schlussbestimmungen zu unterscheiden; in beiden Fällen kann eine Rentenaufhebung bzw. Rentenanpassung sowohl gestützt auf Art. 17 ATSG wie auch auf die Schlussbestimmungen erfolgen, sofern die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind. Diese Erwägungen bedeuten für den vorliegenden Fall, dass die 15-jährige Rentenbezugsdauer gemäss lit. a Abs. 4 SchlB IVG nicht erreicht ist mit der Folge, dass einer Überprüfung der Rente gemäss den Schlussbestimmungen kein Ausschlussgrund im Sinne von lit. a Abs. 4 SchlB IVG entgegensteht.