Citation: 6B_1406/2022 E. 2.3.2

2.3.2. Weiter gelangt die Vorinstanz zum Schluss, der Beschwerdeführer habe sich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zumindest bewusst sein müssen, dass die C.________ Ltd. nicht existiere und er sie somit auch nicht vertreten könne. Sie hält fest, dass die C.________ Ltd. unbestrittenermassen nie rechtsgültig im Handelsregister eingetragen gewesen sei. Der Beschwerdeführer habe aufgrund der Umstände zumindest mit der Möglichkeit rechnen müssen, dass die C.________ Ltd. nicht rechtsgültig gegründet worden sei. Es hätten handfeste Anzeichen dafür bestanden, dass es beim Gründungsversuch Probleme gegeben habe. So habe der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge nicht die gesamten Gesellschaftsunterlagen erhalten, sondern nur die Gründungsurkunde ("Certificate of Incorporation") bzw. den Handelsregisterauszug, der aber einen formellen Fehler aufgewiesen habe. Er habe die D.________, die er mit der Gründung beauftragt haben will, betreffend den formellen Fehler eigenen Angaben zufolge zu kontaktieren versucht, habe aber keine Antwort erhalten. Allein aufgrund dieser Umstände habe der Beschwerdeführer mit der Möglichkeit rechnen müssen, dass die C.________ Ltd. jedenfalls nicht rechtsgültig gegründet worden sei. Zudem sei die D.________ im Jahr 2016 Konkurs gegangen. Der Beschwerdeführer habe gewusst, dass Gesellschaftsverträge etc. gefehlt hätten. Er wolle dies bei der D.________ moniert haben, habe dort aber niemanden erreicht und es dabei bewenden lassen. Der Beschwerdeführer habe gewusst, dass die D.________ am Schluss ihrer Tätigkeit zwar viel Geld von den Kunden genommen, aber nichts getan, also keine Leistungen mehr erbracht habe. Als er im Jahr 2019 für das Geschäft mit B.________ die C.________ Ltd. benutzt habe, habe er bewusst keine Abklärungen über die Existenz des Unternehmens getätigt, obwohl er gemäss eigenen Angaben gedacht habe, er sollte da nochmals nachhaken. Doch selbst wenn der Beschwerdeführer von der korrekten Gründung der Gesellschaft im Jahr 2016 ausgegangen wäre, habe er im Jahr 2019 nicht davon ausgehen dürfen, dass die C.________ Ltd. weiterhin existiere. Denn er habe aufgrund der ihm bekannten Schliessung von D.________ nicht davon ausgehen können, dass diese die - für den Fortbestand der C.________ Ltd. notwendigen - jährlichen Abgaben an das "Companies House" geleistet habe. Die Rügen des Beschwerdeführers an der Sachverhaltsfeststellung beschränken sich auf die Behauptung, er habe nicht gewusst, dass die C.________ Ltd. nicht bzw. nicht mehr existiert habe. Mit der Argumentation der Vorinstanz, wonach er aufgrund der vorliegenden Umstände um die Nichtexistenz zumindest hätte wissen müssen, setzt er sich nicht auseinander. Die Vorinstanz verfällt nicht in Willkür, wenn sie zum Schluss gelangt, der Beschwerdeführer sei sich bewusst gewesen, dass die Gründung der C.________ Ltd. im Jahr 2016 möglicherweise nicht oder nicht korrekt erfolgt sei und habe bewusst auf Abklärungen betreffend Existenz oder Nichtexistenz der Gesellschaft verzichtet. Gleiches gilt für die Feststellung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe mit der Möglichkeit rechnen müssen, dass die C.________ Ltd., selbst wenn sie korrekt gegründet worden sei, im Jahr 2019 nicht mehr existiert habe. Ausgehend von dem von der Vorinstanz zur Frage des Vorsatzes ohne Willkür festgestellten Sachverhalt hat der Beschwerdeführer zumindest eventualvorsätzlich unechte Urkunden erstellt, denn er hat zumindest in Kauf genommen, dass der wirkliche Aussteller (der Beschwerdeführer als Privatperson) mit dem aus den Urkunden ersichtlichen angeblichen Urheber (der C.________ Ltd., vertreten durch den Beschwerdeführer) nicht übereinstimmt. Zu Recht bejaht die Vorinstanz zumindest ein eventualvorsätzliches Handeln des Beschwerdeführers.