Citation: 6B_887/2014 E. 2.6.2

2.6.2. Der Vorwurf, der Beschwerdeführer habe über einen längeren Zeitraum delinquiert, suggeriert, er habe während eines längeren Zeitraums regelmässig immer wieder Straftaten begangen. Dieser Vorwurf kann jedenfalls nach der Ausfällung des bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids nicht aufrechterhalten werden. Der Beschwerdeführer verübte im Anklagekomplex B.________ im Jahr 2005 einen Betrug zum Nachteil der D.________ und im Anklagekomplex C.________ im Jahr 2006 drei Betrüge zum Nachteil von E.________, F.________ und G.________. Er entwickelte allenfalls eine beträchtliche Energie zur Beschaffung von Geldern zwecks Tilgung von Schulden aus anderen geschäftlichen Unternehmungen; inwiefern er aber auch eine beträchtliche kriminelle Energie entwickelt haben soll, ist nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer täuschte im Anklagekomplex C.________ die russischen Investoren E.________, F.________ und G.________ im Rahmen von Gesprächen bei der Präsentation des Projekts "L.________" über die von ihm beabsichtigte Verwendung der Investitionen. Die vom Beschwerdeführer aufgesetzten "Partizipationsverträge" waren für die Investitionen ohne Bedeutung, was sich unter anderem daraus ergibt, dass die Geschädigten F.________ und G.________ erst nach den von ihnen geleisteten Einzahlungen den Vertragstext zur Kenntnis erhielten und unterzeichneten (siehe Rückweisungsentscheid 6B_714/2012 vom 17. September 2013 E. 3.3.4). Die inkriminierte Täuschung ist zwar arglistig, da die Absicht des Täuschenden als innere Tatsache nicht oder nur schwer überprüfbar ist, doch musste der Beschwerdeführer zur Täuschung der russischen Investoren keinen besonders grossen Aufwand betreiben. Der Deliktsbetrag im Anklagekomplex C.________ ist zwar nach wie vor sehr hoch; er ergibt sich indessen daraus, dass die zahlungskräftigen russischen Investoren E.________, F.________ und G.________ ohne Weiteres zu hohen Investitionen in der Lage waren. Die Geschädigten E.________, F.________ und G.________ wie auch der für die Geschädigte D.________ handelnde M.________ unterliessen es, nähere Abklärungen über die finanzielle Situation des Beschwerdeführers und dessen Unternehmen zu treffen und die Verwendung der Investitionen in ihrem Sinne sicherzustellen. Es ist ihnen daher, zumal sie erfahrene Geschäftsleute sind und es um hohe Investitionen ging, eine gewisse Opfermitverantwortung anzulasten. Diese schliesst zwar im konkreten Fall die Arglist der Täuschungen nicht aus; sie mindert aber das Verschulden des Täters (siehe dazu BGE 135 IV 76 E. 5.3 in fine Urteil 6P.133/2005 vom 7. Juni 2006 E. 15.4.3), was die Vorinstanz zu Unrecht nicht berücksichtigt. Der Beschwerdeführer verwendete die Gelder nicht im eigenen Nutzen, sondern zur Tilgung von Schulden aus anderen Geschäften und damit zu Gunsten von Gläubigern; er handelte damit nicht allein aus egoistischen Beweggründen. Dass er gezielt und überlegt vorging, ist zutreffend, doch erfordert der Betrug als solcher regelmässig ein gezieltes und überlegtes Handeln. Der Beschwerdeführer war jedenfalls im Anklagekomplex C.________ nicht Alleinverantwortlicher; vielmehr wurde er insbesondere von N.________ massgeblich unterstützt.