Citation: 1C_244/2020 E. 5.2.4

5.2.4. Gemäss dem Bericht des TBA vom 5. November 2018 ist von einem bestehenden Verkehrsaufkommen von 300 bis 400 Fahrten pro Tag im Erschliessungsgebiet und einer Zunahme von ca. 55 Fahrten aufgrund des Bauvorhabens auszugehen. Bei der ehemaligen Schreinerei auf dem Baugrundstück wurden in diesem Bericht etwa 40 bis 50 Fahrten pro Tag und bei der geplanten Post-Zustellstelle etwa 95 Fahrten pro Tag angenommen. Die Vorinstanz hat dargelegt, dass die Ausgangszahl von 300 bis 400 Fahrten pro Tag im Einklang mit der privaten Verkehrsstudie vom Februar 2016 stehe, die dem Baugesuch beigelegt wurde. Jene Studie habe das Verkehrsaufkommen aufgrund von Erhebungen vor Ort auf gut 300 Fahrten pro Tag veranschlagt. Die Beschwerdeführerinnen erwidern, die Zahl von gut 300 Fahrten pro Tag gemäss der privaten Verkehrsstudie gelte nur für Wochenarbeitstage (Montag bis Freitag). In jener Studie seien 163 Fahrten am Samstag und 122 Fahrten am Sonntag im Erschliessungsgebiet aufgeführt. Dies senke den Durchschnitt deutlich unter 300 Fahrten pro Tag. Die Beschwerdeführerinnen geben die Fahrtenzahlen für die Wochenendtage aus der aktenkundigen Verkehrsstudie zutreffend wieder. Dennoch sind die dargelegten Erwägungen der Vorinstanz zur Ausgangszahl nicht unhaltbar. Das TBA hat seine Annahme von 300 bis 400 Fahrten pro Tag eigenständig aus der vorhandenen Überbauung im Erschliessungsgebiet abgeleitet. Damit setzen sich die Beschwerdeführerinnen vor Bundesgericht nicht substanziiert auseinander. Zudem erachtete das TBA bei seiner Prognose offensichtlich die Situation an Wochenarbeitstagen als wesentlich. Bei letzteren wirkt sich die Mehrbelastung - insbesondere für die Verkehrssicherheit - wegen des höheren Verkehrsaufkommens nachteiliger aus als an Wochenenden. Vor diesem Hintergrund ist es nicht unhaltbar, der Prognose die Fahrtenzahlen für Montag bis Freitag zugrunde zu legen, obwohl in der Post-Zustellstelle gemäss dem Betriebskonzept jeweils auch am Samstag gearbeitet werden soll.