Citation: U 125/01 26.03.2003 E. 5

Die Beschwerdeführerin verlangt die Vergütung der Kosten des von ihr selbst eingeholten Privatgutachtens. 5.1 Lässt sich der medizinische Sachverhalt erst auf Grund der von der versicherten Person beigebrachten Untersuchungsergebnisse schlüssig feststellen, so sind die damit verbundenen notwendigen Kosten dem Unfallversicherer zu überbinden (Art. 159 Abs. 2 OG; BGE 115 V 63 Erw. 5d; RKUV 2000 Nr. U 362 S. 44 Erw. 3b; SZS 1999 S. 253). 5.2 Es kann dahingestellt bleiben, ob diese Voraussetzung der Vergütungspflicht erfüllt ist. Ausschlaggebend ist das Verhalten der Beschwerdeführerin: Sie hat im Einspracheverfahren einer von der Zürich angeordneten Abklärung durch Prof. Dr. L.________, Chefarzt der Neurologischen Poliklinik, Spital V.________, mit der Begründung abgelehnt, sich "bereits selber einer multidisziplinären Begutachtung unterzogen" zu haben. Die versicherte Person verhält sich rechtsmissbräuchlich, wenn sie selbst eingeholte Arztberichte zu den Akten gibt und den Versicherer daran hindert, seinerseits medizinische Abklärungen vorzunehmen. Es kann nicht Sinn der gesetzlichen Regelung sein, wonach die Abklärung des Sachverhalts - auch in medizinischer Hinsicht - in erster Linie dem Versicherer obliegt (Art. 47 Abs. 1 UVG; Art. 57 UVV), dass die versicherte Person eine versicherungsexterne Beurteilung erzwingen kann, wo ein solcher Anspruch praxisgemäss nicht besteht. Ebenso wenig kann es im Belieben der versicherten Person stehen, einen Entscheid zu erzwingen, der sich ausschliesslich auf von ihr selbst eingeholte versicherungsexterne Stellungnahmen stützt (vgl. RKUV 2002 Nr. U 457 S. 221). Verweigert daher die versicherte Person die Mitwirkung an einer vom Unfallversicherer angeordneten Begutachtung ohne stichhaltigen Grund, steht ihr auch kein Vergütungsanspruch für die Kosten des von ihr selbst eingeholten Privatgutachtens zu.