Citation: 6B_600/2016 E. 1.4.2

1.4.2. Der Beschwerde ist auch nicht mehr Erfolg beschieden, soweit sich der Beschwerdeführer gegen die Bejahung des Tatbestandmerkmals der Arglist wendet. Dies ergibt sich schon aus der festgestellten Vortäuschung des Zahlungswillens, zumal dieser als innerer Vorgang seinem Wesen nach nicht direkt überprüft werden kann (BGE 142 IV 153 E. 2.2.2; 118 IV 359 E. 2 S. 361 mit Hinweisen). Zudem hat sich der Beschwerdeführer, indem er dem Geschädigten eine Bestätigung des Zahlungsauftrages zusandte und ihn wegen der angeblichen zeitlichen Dringlichkeit des Kaufs unter Druck setzte, betrügerischer Machenschaften bedient. Was der Beschwerdeführer hiegegen einwendet, führt zu keinem anderen Ergebnis. Es mag zutreffen, dass aufgrund eines einzigen Telefonats zwischen den Parteien und ihres nachfolgenden E-Mailverkehrs noch kein besonderes Vertrauensverhältnis bejaht werden kann (Beschwerde S. 6 f.). Doch kann nur um der Verbesserung einer mangelhaften Begründung wegen das angefochtene Urteil nicht aufgehoben werden, zumal der Beschwerdeführer durch die Urteilsbegründung grundsätzlich nicht beschwert ist (SEILER ET AL., Bundesgerichtsgesetz, Handkommentar SHK, Art. 81 N. 9). Im Weiteren lässt sich nicht sagen, es sei allein dem Geschädigten anzulasten, dass dieser das Handy "blindlings" und unter Verzicht auf die von ihm sonst eingeforderte Vorkasse versandt habe (Beschwerde S. 7). Das Täuschungsopfer verliert den strafrechtlichen Schutz durch den Betrugstatbestand nur, wenn es sich leichtfertig über sämtliche Vorsichtsmassnahmen hinwegsetzt. Dies ist im vorliegenden Fall nicht ersichtlich. Der Geschädigte ist nach den tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Instanzen vom Beschwerdeführer unter Vorweisung einer Bestätigung des Zahlungsauftrages und Behauptung einer zeitlichen Dringlichkeit nachgerade bearbeitet worden, von der Vorauszahlung abzusehen und das Mobiltelefon umgehend zu versenden. Unter diesen Umständen besteht kein Raum, dem Geschädigten C.________ die Verantwortung für den erlittenen Vermögensschaden zuzuschieben. Ob der Geschädigte als besonders geschäftserfahren anzusehen war, ist in diesem Zusammenhang ohne Bedeutung. Dasselbe gilt für die Frage, ob dem Kauf eines Natels im Betrag von rund CHF 600.-- noch der Charakter eines Alltagsgeschäfts im Rahmen des Internethandels zukommt (angefochtenes Urteil S. 15 mit Hinweis auf BGE 142 IV 153 E. 2.2.4), da dem zu beurteilenden Fall nicht ein Kauf über das Internet ohne direkten Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer zugrunde liegt, bei welchem der Käufer lediglich durch Anklicken der entsprechenden Schaltfläche auf der Webseite des Verkäufers die gewünschte Ware bestellt und dabei konkludent erklärt, leistungsfähig und -willig zu sein. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.