Citation: 4A_537/2022 E. A

Die Schweizerische Vereinigung B.________ (Beklagte, Beschwerdegegnerin) ist für die Durchführung der fallbezogenen Weiterbildung für Tierärztinnen und Tierärzte mit dem Ziel der Erlangung des Titels "X.________" verantwortlich. Die Prüfung zur Erlangung dieses Titels besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. A.________ (Klägerin, Beschwerdeführerin) ist Tierärztin. Sie hatte erstmals im Jahr 2019 an der Prüfung teilgenommen und dabei den schriftlichen Teil der Prüfung bestanden, den mündlichen Teil indessen nicht. Um den mündlichen Teil zu wiederholen, meldete sie sich daher für die Prüfungssession 2020 an, die auf den 26. und 27. März 2020 angesetzt war. Im Frühjahr 2020 breitete sich COVID-19 in Europa aus. Am 15. März 2020 bestätigte die Beklagte die planmässige Durchführung der Prüfungen trotz COVID-19. Sie sagte diese aber am Tag darauf ab, nachdem der Bundesrat die ausserordentliche Lage nach dem Epidemiengesetz ausgerufen hatte. Die Klägerin setzte sich daraufhin gegen die Absage der Prüfungen erfolglos zur Wehr. Am 9. April 2020 gab die Beklagte bekannt, dass die mündliche Prüfung am 26. August 2020 stattfinden werde. Die Klägerin verzichtete auf die Teilnahme.