Citation: 5A_525/2008 29.10.2008 E. 2.1

2.1.1 Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Dabei ist es unerlässlich, dass die Beschwerde auf die Begründung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Der Beschwerdeführer soll in der Beschwerdeschrift mit seiner Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz ansetzen (vgl. BGE 121 III 397 E. 2a S. 400; Urteil 4A_22/2008 vom 10. April 2008 E. 1). Genügt die Beschwerdeschrift diesen Begründungsanforderungen nicht, so ist darauf nicht einzutreten (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.; 134 III 102 E. 1.1 S. 104). Zwar wendet das Bundesgericht das Recht grundsätzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG); dies setzt aber voraus, dass auf die Beschwerde überhaupt eingetreten werden kann, diese also die Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG erfüllt. Strengere Anforderungen gelten, wenn die Verletzung von Grundrechten, einschliesslich der willkürlichen Anwendung von kantonalem Recht und Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255), geltend gemacht wird. Verfassungsverletzungen prüft das Bundesgericht nicht von Amtes wegen, sondern nur insoweit, als solche Rügen in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden sind (Art. 106 Abs. 2 BGG). Für derartige Rügen gelten die gleichen Begründungsanforderungen, wie sie gestützt auf Art. 90 Abs. 1 lit. b OG für die staatsrechtliche Beschwerde gegolten haben (BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254 mit Hinweisen). Die Beschwerdeschrift muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte inwiefern durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen; auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein. Wird eine Verletzung des Willkürverbots geltend gemacht, muss anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 246; 133 III 585 E. 4.1 S. 588 f., 130 I 258 E. 1.3 S. 261 mit Hinweisen). 2.1.2 Mit der Kurzbegründung des Obergerichts, insbesondere mit den rechtlichen Erwägungen zu Art. 112 BGG und § 135 GO betreffend die nicht erstreckbare Frist von 30 Tagen, um eine schriftliche Urteilsausfertigung zu verlangen, setzt sich der Beschwerdeführer nur ansatzweise auseinander. Aus der Beschwerde geht nicht hervor, was der Beschwerdeführer rügen möchte. Weder macht er explizit eine Verletzung von kantonalen oder bundesrechtlichen Gesetzesvorschriften oder eine Verletzung von Grundrechten geltend noch lassen seine Ausführungen eine klare Sachverhaltsrüge erkennen. Vielmehr begnügt er sich damit, den strittigen Verfahrensablauf vor Kantonsgericht aus seiner Sicht zu schildern und pauschale Kritik an der Arbeitsweise des Kantonsgerichts zu üben bzw. sich über dieses in undifferenzierter Weise zu beschweren. Anzumerken ist, dass der Beschwerdeführer nicht in Abrede stellt, dass er das Formular betreffend Urteilsbegründung nicht vollständig ausgefüllt hat und vom Kantonsgericht umgehend auf seine unklare Eingabe und die Folgen der ungenützten Fristablauf aufmerksam gemacht wurde. Weiter ist darauf hinzuweisen, dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe nach Erhalt des kantonsgerichtlichen Mahnschreibens vom 16. Juni 2008 umgehend und noch vor Ablauf der 30-tägigen Frist mit dem Gerichtsschreiber telefoniert und diesem unmissverständlich gesagt, dass er eine vollständige Urteilsausfertigung verlange, als eine Rüge der willkürlichen Feststellung des Sachverhalts gedeutet werden könnte. Jedoch wäre auch diese Rüge nicht genügend substantiiert. Ohnehin müsste dieses Vorbringen als unglaubwürdige Schutzbehauptung gewürdigt werden. Denn in den sorgfältig geführten kantonsgerichtlichen Verfahrensakten befindet sich keine entsprechende Telefonnotiz. Zudem hat der zuständige Gerichtsschreiber in der Vernehmlassung des Kantonsgerichts ausdrücklich erklärt (und seine Erklärung mittels Unterschrift bekräftigt), dass dieses behauptete Telefongespräch nicht stattgefunden habe. 2.1.3 Nach dem Gesagten entspricht die Beschwerde den Anforderungen an eine rechtsgenügliche Begründung gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG nicht. Es kann daher nicht darauf eingetreten werden. 2.2 Die Beschwerdeschrift hat ein Rechtsbegehren zu enthalten. Der Beschwerdeführer muss folglich angeben, welche Punkte des Entscheids angefochten und welche Abänderungen beantragt werden (vgl. BGE 134 III 379 E. 1.3 S. 383; 133 III 489 E. 3.1 S. 489 f.). Vorliegend beschränkt sich der Beschwerdeführer darauf, sich in undifferenzierter und unsubstantiierter Weise über das Kantonsgericht zu beschweren und den strittigen Verfahrensablauf aus seiner Sicht zu schildern. Ein explizites Rechtsbegehren stellt er nicht. Auf die Beschwerde ist bereits mangels genügender Begründung nicht einzutreten (E. 2.1). Es kann daher offen gelassen werden, ob die Beschwerde auch wegen unzureichendem Rechtsbegehren nicht zulässig wäre oder ob aufgrund der Ausführungen in der Beschwerde, zu Gunsten des Beschwerdeführers anzunehmen wäre, dessen Anträge lauteten in der Sache auf Aufhebung des kantonsgerichtlichen Entscheids und Gutheissung seines Begründungsbegehrens. Anzumerken ist, dass aus dem letzten Satz der Beschwerde hervorgeht, dass der Beschwerdeführer zugleich gegen das Urteil des Kantonsgerichts vom 13. Mai eine vorsorgliche Beschwerde führen möchte. Nach dem Gesagten ist jedoch auf die Beschwerde gegen die Verfügung vom 1. Juli 2008 nicht einzutreten und davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer innert Frist keine Begründung des Urteils vom 13. Mai 2008 verlangt hat. Sein Verzicht auf die Urteilsbegründung bedeutet zugleich den Verzicht auf die Beschwerde gegen dieses Urteil (Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 4351 Ziff. 4.1.4.7). Soweit der Beschwerdeführer seine Eingabe auch auf das Urteil vom 13. Mai 2008 bezieht, erweist sie sich ebenfalls als unzulässig.