Citation: 6B_607/2021 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz eine willkürliche Beweiswürdigung und die Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" vor. Er rügt, die Vorinstanz beurteile den Handlungsablauf zu wenig differenziert, setze sich mit seinem Aussageverhalten und demjenigen der Beschwerdegegnerin 2 zu wenig auseinander, beachte wesentliche Realitätsmerkmale nicht und stelle zu Unrecht auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 ab. Der Vorinstanz reiche es offensichtlich, dass Letztere ihre Aussagen pauschal wiederhole, ohne irgendwelche Details zu nennen. So sage die Beschwerdegegnerin 2 weder, wohin er gespuckt haben soll, noch schildere sie, wie sie die Spucke weggeputzt habe. Auch führe sie in keiner Einvernahme aus, dass sie das Anspucken angeekelt habe. Das Fehlen entsprechender Details, welche alle Realitätsmerkmale darstellten, habe die Vorinstanz nicht hinterfragt. Auch weitere entlastende Sachverhaltselemente seien nicht abgeklärt worden, etwa welche Grösse das Fahrzeug der Beschwerdegegnerin 2 aufgewiesen habe und wie weit sein Gesicht von jenem der Beschwerdegegnerin 2 entfernt gewesen sei. Die Vorinstanz habe diesbezüglich zu wenige Fragen an die Beschwerdegegnerin 2 gestellt. Wenig plausibel erschienen sodann die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 betreffend das Öffnen ihrer Seitenscheibe, die aufgrund des "komischen" Wetters beschlagen gewesen sein solle. Denn aufgrund der milden Temperaturen und des vorherigen Gebrauchs des Fahrzeugs dürfte sich das Fahrzeug zur fraglichen Zeit kaum derart abgekühlt haben, dass sich die Scheiben beschlagen hätten. Daraus sei zu folgern, dass die Beschwerdegegnerin 2 ihn (den Beschwerdeführer) sehr wohl gesehen haben müsse bzw. sie wie von ihm geschildert das Fenster erst auf sein Klopfen hin geöffnet habe, er jedoch nicht wie aus dem Nichts vor ihr gestanden sei. Merkwürdig sei auch, dass die Beschwerdegegnerin 2 sich an den Wortlaut seiner Aussagen erinnern könne, nicht aber an die von ihr getätigten Aussagen, die zu ihrer Verurteilung wegen Beschimpfung geführt hätten. Die Angaben der Beschwerdegegnerin 2 wirkten aus diesen Gründen nicht glaubhaft. Er selber habe stets bestritten, die Beschwerdegegnerin 2 willentlich angespuckt zu haben. Allerdings sei es aufgrund des sehr lautstarken Streits möglich, dass von ihm stammender Speichel durch die Luft geflogen sei und die Beschwerdegegnerin 2 diesen auf ihrem Gesicht gespürt habe. Die Vorinstanz lasse dies und seinen fehlenden Vorsatz willkürlich ausser Acht. Bei korrekter Würdigung der Aussagen hätten berechtigte Zweifel an seiner Schuld betreffend das Anspucken bestehen müssen, weshalb er vom Vorwurf der Beschimpfung freizusprechen sei.