Citation: 8C_163/2020 E. 3.2

3.2. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist nicht stichhaltig. Die Diskussion darüber, mit welcher Geschwindigkeit er den Traktor überholt hatte, erübrigt sich schon daher, als er selber geltend macht, sein Fahrzeug sei vor dem Aufprall an den Stahlträger der Lagerhalle mit verschiedenen Objekten kollidiert. Aus dem geschilderten Streifen des Fahrzeugs von Zäunen und Holzpfählen kann einzig der Schluss gezogen werden, dass sich die durch die Geschwindigkeit ergebende Energie des Fahrzeugs und damit die Wucht des Aufpralls auf den Stahlträger eher verringert haben musste, wie das kantonale Gericht mit Hinweis auf eine Analyse der Zürich-Versicherungs-Gesellschaft AG vom 5. August 2015 zumindest implizit festgestellt hat. Daher ist nicht einzusehen, was die vom Beschwerdeführer geltend gemachten verschiedenen Kollisionsstellen zur Beurteilung der Schwere des Unfalles beitragen könnten. Der im Urteil 8C_398/2012 vom 6. November 2012 (publ. in SVR 2013 UV Nr. 37) beurteilte Fall ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers durchaus einschlägig. Danach kam der von der Versicherten gelenkte Personenwagen auf einer Landstrasse nach rechts von der Fahrbahn ab, gelangte danach über die Fahrbahn hinweg in den linksseitigen Strassengraben, prallte dort gegen eine circa fünf Meter hohe Böschung, wurde dadurch ausgehebelt, drehte sich in der Luft im Uhrzeigersinn um ca. 170 Grad und kam auf den Rädern zum Stehen (Sachverhalt A). Das Bundesgericht ist nach einlässlicher Darstellung der Praxis zur Qualifizierung eines Unfallereignisses als mittelschwer im engeren Sinn beziehungsweise im Grenzbereich zu den schweren Unfällen (E. 5.2) zum Schluss gelangt, der zu beurteilende Unfall sei als mittelschwer im engeren Sinn und nicht dem Grenzbereich zu den schweren Unfällen zuzuordnen (E. 5.2.3). Es ist nicht einzusehen, inwieweit sich der vorliegende Unfallhergang (augenfälliger Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften) von dem in 8C_398/2012 beurteilten wesentlich unterscheiden und damit anders beurteilt werden sollte.