Citation: 2C_962/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Diese Beurteilung ist nicht zu beanstanden. Selbst wenn die Vorinstanz nicht explizit erwähnt hat, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz beruflich gut integriert bzw. der gesundheitlich angeschlagene Lebenspartner der verstorbenen Mutter der Ehefrau auf deren Unterstützung angewiesen sei, erweist sich die Interessenabwägung der Vorinstanz nicht als fehlerhaft. Das private Interesse des kinderlosen Beschwerdeführers an einem weiteren Verbleib in der Schweiz vermag selbst unter Berücksichtigung, dass es für die Ehefrau nicht zumutbar wäre, mit ihm auszureisen, das öffentliche Interesse an seiner Wegweisung nicht zu überwiegen. Der Beschwerdeführer ist jung und gesund und hat die prägenden Kinder- und Jugendjahre sowie sein junges Erwachsenenleben in seiner Heimat verbracht. Dort leben seine Eltern und seine Geschwister, mit denen er in engem Kontakt steht, wie dies insbesondere die Beantragung eines dreimonatigen Besuchsvisums vom 17. Februar 2020 bezeugt. Er verfügt damit in der Heimat über ein soziales Netz und ist dort nicht auf sich selbst gestellt. Zudem hat er in der Schweiz Berufserfahrungen gesammelt, die ihm nützlich sein werden, um in seiner Heimat wieder Fuss zu fassen und eine Existenz aufzubauen.