Citation: 4A_220/2023 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin sieht ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, weil die Vorinstanz auf ihre in der vorinstanzlichen Replik genannten Argumente nicht eingegangen sei, welche gegen die analoge Anwendung der unfallversicherungsrechtlichen Rechtsprechung sprechen würden. Diese Rüge ist unbegründet: Der Gehörsanspruch verpflichtet das Gericht nicht, sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinanderzusetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich zu widerlegen (BGE 148 III 30 E. 3.1; 146 II 335 E. 5.1; 141 III 28 E. 3.2.4). Vielmehr kann sich das Gericht auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 143 III 65 E. 5.2; 138 I 232 E. 5.1). Diesen Anforderungen genügte die Vorinstanz. Sie legte dar, aus welchen Gründen sie die erwähnte Rechtsprechung auf die vorliegende Krankentaggeldversicherung analog anwandte. Die Begründung ist so abgefasst, dass sich die Beschwerdeführerin über die Tragweite des angefochtenen Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an das Bundesgericht weiterziehen konnte. Eine Gehörsverletzung liegt nicht vor.