Citation: 1B_120/2023 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer beanstandet, dass die Staatsanwaltschaft einem Teil seiner Beweisanträge bisher nicht gefolgt sei und er noch keine Einsicht in die Untersuchungsakten erhalten habe. Ein haftrechtlich relevantes prozessuales Versäumnis wird damit nicht dargetan. Die Strafuntersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Der Beschwerdeführer wird vor Abschluss des Vorverfahrens noch die Gelegenheit erhalten, Beweisanträge nötigenfalls zu wiederholen und hinreichend zu begründen (Art. 318 Abs. 1-2 StPO). Dass ihm ein Beweisverlust drohen würde, legt er nicht nachvollziehbar dar (vgl. Art. 394 lit. b StPO). Ein abgelehntes Gesuch um Einsicht in die Untersuchungsakten (Art. 102 f. StPO) bildet nicht Gegenstand des angefochtenen Haftverlängerungsentscheides. Die Vorinstanz hat sich im Übrigen mit der Rüge der Verletzung des Beschleunigungsgebotes ausführlich befasst. Soweit sich die Beschwerdeschrift damit nicht nachvollziehbar auseinandersetzt, kann auf die betreffenden Erwägungen des Obergerichtes (angefochtener Entscheid, E. 5.3.2, S. 14-16) verwiesen werden. Schliesslich macht der Beschwerdeführer noch Folgendes geltend: Zwar habe die Staatsanwaltschaft am 17. Februar 2023 seine Mutter als Gewährsperson einvernommen. Dies sei jedoch zu spät erfolgt, und er finde es "unglaublich, wie das Beschleunigungsgebot dadurch verletzt worden" sei. Die Staatsanwaltschaft habe ausserdem die Einvernahme von zwei weiteren Zeugen per 30. März 2023 in Auftrag gegeben. Das sei ebenfalls unglaublich und verletze das Beschleunigungsgebot. Auch diese Rügen sind unbegründet, soweit sie überhaupt gesetzeskonform substanziiert erscheinen (vgl. Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG). Der Beschwerdeführer legt nicht nachvollziehbar dar, weshalb es möglich und zwingend geboten gewesen wäre, die zwei neu ermittelten Zeugen schon in einem deutlich früheren Untersuchungsstadium zu befragen. Der blosse Umstand, dass im Verlaufe einer komplexen Strafuntersuchung gewisse Einvernahmen angeordnet werden, etwa auf Beweisanträge der Parteien hin oder angesichts sukzessiver Ermittlungserkenntnisse mit Abklärungsbedarf, lässt keinen schweren Verfahrensfehler und keine Verletzung des Beschleunigungsgebotes erkennen. Dies gilt auch für die erfolgte Befragung der Mutter des Beschuldigten als Gewährsperson.