Citation: 8C_206/2022 E. 4.3

4.3. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die fehlende Muskelatrophie und fehlende Verfettung bei den Muskelansätzen würden auf eine voll funktionsfähige und im Einsatz gewesene linke Schulter hinweisen und gegen einen erheblichen Vorschaden sprechen, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Gemäss eigenen Angaben litt der Beschwerdeführer bereits vor dem Ereignis vom 24. April 2020 an erheblichen Schulterbeschwerden. So gab er anlässlich einer Besprechung mit einem Aussendienstmitarbeiter der Suva vom 6. August 2020 an, er sei nach der Leistungseinstellung der Suva im Januar 2018 in Bezug auf den Unfall vom 19. Juli 2017 nie mehr beschwerdefrei gewesen. Er habe nur noch unter Einnahme von Schmerzmitteln arbeiten können. Die Vorinstanz erkannte ausserdem richtig, dass in keinem medizinischen Bericht erwähnt wird, die fehlende Muskelatrophie und die fehlende Verfettung bei den Muskelansätzen würden gegen eine degenerativ bedingte Ruptur der Spinatussehne sprechen. Ein solcher Hinweis lässt sich insbesondere auch nicht den Stellungnahmen des behandelnden Arztes und Operateurs Dr. med. E.________, Leitender Arzt Orthopädische Klinik, Spital F.________, vom 3. November 2020 und 14. April 2021 entnehmen. Dessen Kausalitätsbeurteilung erschöpft sich im Wesentlichen im Hinweis darauf, dass die in der aktuellen Bildgebung dargestellte transmurale Ruptur der Supraspinatussehne in der Voruntersuchung im Jahr 2017 noch nicht bestanden habe. Mit der Argumentation des Kreisarztes, wonach die transmurale Ruptur (allein) auf das Fortschreiten der bereits damals vorhandenen degenerativen Veränderungen zurückzuführen sei, setzte sich der behandelnde Arzt aber nicht auseinander. Damit vermag er die Beurteilung des Kreisarztes nicht in Frage zu stellen.