Citation: U 324/03 30.07.2004 E. 4

4.1 Was die unfallbedingte Beeinträchtigung in der Arbeitsfähigkeit anbelangt, vermag der Beschwerdeführer laut Gutachten des Dr. med. C.________ vom 6. Juni 2000 die frühere Tätigkeit als Maurer/Polier nicht mehr auszuüben, auch wenn trotz mehrfachen klinischen und breiten diagnostischen sowie bildgebenden Abklärungen kein klares Korrelat für die geklagten Beschwerden nachgewiesen werden konnte. Wegen der verminderten Belastbarkeit der Wirbelsäule wäre eine wechselbelastende Arbeitshaltung mit vornehmlich sitzenden Positionen und phasenweise stehend-gehenden Verrichtungen zur Entlastung der Rückenmuskulatur notwendig. Wünschenswert wäre eine durch den Versicherten selbst bestimmbare Körperposition mit der Möglichkeit eines Wechsels derselben je nach Schmerzempfindung. In diesem Sinne wären sämtliche Arbeitstätigkeiten im administrativen Bereich, in der Montage kleinerer bis mittlerer Werkstücke, im Recyclingbereich oder in der Verpackungsindustrie denkbar. Im Weiteren könnten auch botendienstartige Tätigkeiten oder leichtere Magazinertätigkeiten zugemutet werden. Tätigkeiten in der Baubranche wären wegen der verminderten Belastbarkeit des Rückens dagegen kaum mehr geeignet. Vermieden werden sollten andauernd stehende Arbeitshaltungen, Tätigkeiten in vorgeneigter Oberkörperhaltung sowie Verrichtungen, welche das wiederholte Bücken oder Heben von Lasten vom Boden auf die Arbeitsfläche bedingten. Die Gewichtslimite für das Heben und Tragen von Lasten sei auf 15 bis 20 kg anzusetzen. Bei einer geeigneten, den Bedürfnissen des Versicherten entsprechenden Arbeitstätigkeit könne von einem üblichen vollzeitlichen Tagesarbeitspensum ausgegangen werden. 4.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Angaben im Gutachten des Dr. med. C.________ seien widersprüchlich, indem einerseits festgestellt werde, dass bei gleicher Körperhaltung nach rund 1 bis 1½ Stunden starke Schmerzen aufträten, anderseits aber eine wechselbelastende Tätigkeit ganztags als möglich bezeichnet werde. Es bleibe damit unbeachtet, dass er nach Auftreten der Schmerzen abliegen und längere Zeit warten müsse, bis diese abgeklungen seien. Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer seinen Angaben zufolge insbesondere bei längerem Gehen und Stehen sowie beim Tragen von Lasten Schmerzen erleidet, die ihn zum Abliegen zwingen, finden sich im Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. E.________ vom 1. September 2001. Entsprechende Angaben hat der Beschwerdeführer dagegen weder gegenüber den Ärzten des Spitals I.________ noch gegenüber dem Gutachter Dr. med. C.________ gemacht. Nach den im Gutachten dieses Arztes enthaltenen Angaben zu den subjektiven Beschwerden treten bei stehender Körperhaltung nach rund 1 bis 1½ Stunden linkslumbal lokalisierte Schmerzen mit Ausstrahlungen in die linke peritrochantere Gegend sowie zeitweise in die Region des linken Beckenkammes und in die linke Gesässseite auf. Auch beim Gehen sind wechselhaft stechende Rückenschmerzen vorhanden, wiederum nach 1 bis1½ Stunden, sowie rascher auftretend beim Bergaufgehen. Daraus ist zu schliessen, dass in der Regel keine die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten leichteren Tätigkeit beeinträchtigende Beschwerden auftreten, wenn die genannten Limiten für das Verbleiben in der gleichen Körperhaltung und das Tragen von Lasten beachtet werden. Inwiefern zwischen den anamnestischen Angaben und der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten ein Widerspruch bestehen sollte, ist nicht ersichtlich. Im Übrigen erfüllt das Gutachten die nach der Rechtsprechung (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweisen) für den Beweiswert ärztlicher Berichte und Gutachten massgebenden Voraussetzungen und vermag in den Schlussfolgerungen zu überzeugen. Es steht zudem sowohl bezüglich der anamnestischen Angaben (subjektive Beschwerden) als auch der objektiven Befunde im Einklang mit dem Gutachten des Spitals I.________ vom 11. Juni 1999, dessen Ärzte auf eine gewisse Chronifizierung der Beschwerden schlossen. Ohne dass es weiterer Abklärungen bedürfte, ist mit SUVA und Vorinstanz davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung einer wechselbelastenden und den vorhandenen Behinderungen angepassten Tätigkeit ganztags zumutbar wäre.