Citation: 6B_301/2022 E. 3.5.4

3.5.4. Ebenso wenig kann in den Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der polizeilichen Befragung vom 14. Januar 2019 ein Beweis für sexuelle Handlungen des Beschwerdegegners 1 zum Nachteil des Beschwerdeführers erblickt werden. Wohl erwähnte der Beschwerdeführer anlässlich dieser Befragung verschiedentlich, "jemand habe den 'kiki' in den Mund gelegt", dies bereits eingangs, bevor er überhaupt über den Grund für die Befragung aufgeklärt wurde. Die Vorinstanz führt dies willkürfrei darauf zurück, dass der Beschwerdeführer von seinen Eltern über den Zweck der Einvernahme informiert und dass darüber gesprochen wurde, was der Beschwerdeführer im Verlaufe der Befragung denn auch bestätigte (vgl. etwa Antwort Beschwerdeführer 13:13 Uhr). Im Übrigen konnte der Beschwerdeführer jedoch keine konkreten Angaben zu den Vorkommnissen machen. Er erwähnte vielmehr wiederholt, er könne sich nicht erinnern, er wisse nichts, da er geschlafen habe, und er wisse nicht, wer ihm den "kiki" in den Mund gelegt habe. Damit vermag gemäss den willkürfreien Erwägungen der Vorinstanz auch die polizeiliche Einvernahme vom 14. Januar 2019 keinen rechtsgenügenden Beweis für die angeklagten sexuellen Übergriffe zum Nachteil des Beschwerdeführers zu erbringen.