Citation: 8C_670/2013 E. 5.1

5.1. Dr. med. A.________ stellt, insoweit beschwerdeweise unbestritten, die Diagnosen einer medialbetonten Gonarthrose rechts und einer beginnenden medialen Gonarthrose links, einer Osteochondrose L3/L4 und L5/S1, einer breitbasigen Diskushernie C5/6 mit foraminaler Einengung sowie einer Varicosis an beiden Beinen. Mit Blick auf die erhobenen Befunde erachtete er eine leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeit ohne Zwangshaltungen wie Knien und Bücken als zumutbar, wobei er in zeitlicher Hinsicht eine Reduktion des Pensums im Umfang von 33 % zugestand. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag keine hinreichenden Indizien gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens zu begründen. Ihrem Einwand, dass sich Dr. med. A.________ bei seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu Unrecht von einer im Haushaltsabklärungsbericht festgestellten lediglich 10%igen Einschränkung habe beeinflussen lassen, kann nicht gefolgt werden. Entscheidwesentlich ist dabei nicht, inwieweit die Abklärungsperson die Mithilfe von Familienangehörigen berücksichtigt hat (vgl. dazu unten E. 6). Ausschlaggebend ist vielmehr, dass die Versicherte diese Unterstützung gemäss Haushaltsabklärungsbericht nur bei den anfallenden schwereren Arbeiten in Anspruch nehmen müsse, im Übrigen aber ihren Haushalt noch selber besorgen könne, was beschwerdeweise denn auch unbestritten geblieben ist. So kümmere sich die Beschwerdeführerin um die Ernährung einschliesslich der dafür erforderlichen kleinen Einkäufe, erledige die anschliessenden Aufräumarbeiten wie auch die leichte Wohnungsreinigung und ebenso die Wäsche (abgesehen von deren Transport in die Waschküche und längerem Bügeln). Auch wenn die bei der Haushaltsabklärung festgestellte Einschränkung nach Auffassung der Beschwerdeführerin zu gering ausgefallen ist, weil die Abklärungsperson allzu grosszügig die Mithilfe von Familienangehörigen berücksichtigt habe, ändert dies doch nichts daran, dass die Leistungseinbusse sich auf die schwereren Haushaltstätigkeiten bezog. Indessen ist ärztlicherseits ohnehin unbestritten, dass der Beschwerdeführerin solche Arbeiten nicht mehr zuzumuten sind. Hinsichtlich der Schlüssigkeit des Gutachtens ausschlaggebend ist vielmehr die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit, und darauf bezog sich denn auch die beschwerdeweise bemängelte Anmerkung des Dr. med. A.________. Der Gutachter konnte sich der Stellungnahme des Hausarztes Dr. med. B.________, welcher der Versicherten am 4. Juni 2010 ohne weitere Begründung nur noch eine Arbeitsfähigkeit von zwei Stunden pro Tag attestierte, deshalb nicht anschliessen, weil dieser sowohl für die angestammte Tätigkeit als Reinigungsangestellte als auch für leichte Tätigkeiten die gleiche Arbeitsunfähigkeit bescheinigte. Allein in diesem Zusammenhang erwähnte der Gutachter die Abklärung im Haushalt und merkte an, dass eine Unterstützung dort (für den Gutachter nachvollziehbar) nur für schwere körperliche Anstrengungen erforderlich, die vom Hausarzt angenommene erhebliche Einschränkung auch hinsichtlich leichter Tätigkeiten indessen mit den geschilderten Abklärungen im Haushalt nicht vereinbar sei. Anzufügen bleibt, dass sich Dr. med. M.________ zu dem von ihm als zumutbar erachteten Halbtagspensum bei wechselbelastender Tätigkeit am 8. Dezember 2009 ebenfalls nicht weiter äusserte; hinsichtlich rein sitzender Tätigkeiten wurde der zumutbare zeitliche Rahmen nicht vermerkt. Dr. med. K.________, bei welchem sich die Versicherte in gefässchirurgischer Therapie befand, erörterte die beruflichen Möglichkeiten nach einer Sanierung der Gonarthrose; eine frühe Implantation einer Knietotalprothese liess sich nach Ansicht des Gutachters Dr. med. A.________ jedoch nicht rechtfertigen. Inwiefern die Versicherte allein durch die bei ihm behandelte chronische venöse Insuffizienz eingeschränkt sei, führte Dr. med. K.________ in seinem Bericht vom 27. Mai 2010 hingegen nicht weiter aus und es wird auch das Attest einer 30%igen Arbeitsfähigkeit (namentlich bezüglich der als unzumutbar erachteten rein stehenden oder vorwiegend im Gehen ausgeübten Tätigkeiten) nicht näher begründet.