Citation: 6B_1025/2019 E. 3.3

3.3. Werden, wie vorliegend geschehen, die Verfahrenskosten der Privatklägerschaft in Anwendung von Art. 427 Abs. 2 StPO auferlegt, kann ihr gestützt auf Art. 432 Abs. 2 StPO auch eine der beschuldigten Person zugesprochene Entschädigung auferlegt werden (Urteile 6B_1032/2018 vom 9. Januar 2019 E. 4.3; 6B_117/2016 vom 18. November 2016 E. 2.2 und 6B_467/2016 vom 14. Juni 2017 E. 2.7). Die Beschwerdeführerin wendet sich mit ihren Ausführungen nicht in grundsätzlicher Weise gegen die Kostentragungspflicht. Vielmehr macht sie geltend, bei der B.________ Genossenschaft handle es sich nicht um die beschuldigte Person des vorliegenden Verfahrens, weshalb sie ihr gegenüber auch keine Entschädigungspflicht treffe. Zutreffend ist, dass die Beschwerdeführerin mit Strafantrag vom 20. Oktober 2017 die Schuldigsprechung und Bestrafung der "verantwortlichen Personen der B.________-Filiale in C.________" verlangte. Gleichzeitig richtete sie allerdings eine Zivilforderung gegen die B.________ Genossenschaft. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass eine Zivilforderung im Strafverfahren adhäsionsweise nur gegenüber der beschuldigten bzw. strafbaren Person geltend gemacht werden kann. Jedenfalls war es somit die Beschwerdeführerin selbst, die die B.________ Genossenschaft als Verfahrensbeteiligte bezeichnete. Dass die B.________ Genossenschaft aufgrund dessen eine Rechtsanwältin mit ihrer Interessenwahrung beauftragte, ist nachvollziehbar. Diese nahm in der Folge auch an den durchgeführten Einvernahmen teil. Die Verpflichtung der Beschwerdeführerin, die B.________ Genossenschaft zu entschädigen, verstösst somit nicht gegen Art. 432 StPO.