Citation: 9C_646/2021 E. A

A.a. Die 1991 geborene A.________ leidet an einer angeborenen Rolando-Epilepsie. Die Invalidenversicherung (IV) unterstützte sie deshalb bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung, unter anderem wurde ihr Kostengutsprache für ein Vorlehrjahr und anschliessend für eine erstmalige berufliche Ausbildung zur Küchenangestellten EBA vom 1. Juni 2008 bis 31. Juli 2010 gewährt. Vom 7. Juli bis 4. August 2009 wurde A.________ in der psychiatrischen Klinik B.________ behandelt. Nach dem auf eigenen Wunsch der Versicherten erfolgten Klinikaustritt kam es am 21. Oktober 2009 zur Auflösung des Lehrverhältnisses. Daraufhin stellte die Verwaltung vorbescheidweise den Abbruch der beruflichen Massnahmen in Aussicht mit der Begründung, dass eine Drogenentzugsbehandlung und eine mehrmonatige Arbeitstherapie notwendig seien. Daran hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 20. April 2010 fest. I n der Folge lehnte die Verwaltung zwei weitere Leistungsgesuche wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht ab (Verfügungen vom 13. Februar 2012 und 24. Oktober 2014). A.b. Im März 2018 wurde A.________ durch ihre Beiständin bei der Invalidenversicherung zur Prüfung des Rentenanspruchs angemeldet. Die IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden tätigte daraufhin verschiedene Abklärungen, insbesondere holte sie ein Gutachten ein, das die Neurologie Toggenburg AG, am 14. Dezember 2018 erstattete. Nachdem die Versicherte anschliessend die Auflage betreffend Cannabisabstinenz eingehalten hatte, veranlasste die Verwaltung eine zweite Begutachtung (Gutachten der Neurologie Toggenburg AG vom 13. Mai 2020). In der Folge verneinte die IV-Stelle nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 13. Oktober 2020 einen Rentenanspruch.