Citation: 4A_163/2017 E. 2.2.2

2.2.2. Weiter trägt der Beschwerdeführer vor, es sei sehr wohl zu einer Verschlimmerung seines Gesundheitszustands seit der Begutachtung durch die Ärzte der MEDAS gekommen. Mit seiner Eingabe vom 15. Juli 2016 habe er den Bericht vom 17. Juni 2014 bezüglich der Abklärung im Zentrum für Medizinische Radiologie eingereicht, der eine Verschlimmerung der Rückenproblematik dokumentiere. Die Vorinstanz erwähne diesen Bericht nicht einmal. Der Beschwerdeführer erblickt darin eine offensichtlich unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. Es trifft zu, dass die Vorinstanz den Bericht vom 17. Juni 2014 nicht erwähnt. Obschon ein Anspruch besteht, in Bezug auf Beweisanträge gehört zu werden und an der Beweiserhebung entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56 mit Hinweis), darf daraus aber nicht abgeleitet werden, das Gericht müsse zu jedem Argument der Parteien Stellung nehmen. Vielmehr kann es sich auf die für den Ausgang des Verfahrens wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 I 97 E. 2b S. 103 mit Hinweis). Vergleichbares gilt für Beweismittel - ein Gericht muss in seiner Urteilsbegründung nicht zwingend auf sämtliche Beweismittel im Einzelnen eingehen; wenn es sich auf die entscheidwesentlichen konzentriert, genügt dies. Als willkürlich erweist sich die Beweiswürdigung erst, wenn ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unberücksichtigt gelassen wird (E. 1.2). Das ist hier offenkundig nicht der Fall. Der vom Beschwerdeführer angerufene Bericht fängt mit folgenden Worten an: "Der Patient lehnt die Gabe eines Beruhigungsmittels bei bekannter Platzangst ab. Leider ist die Beurteilbarkeit aufgrund ausgeprägter Bewegungsartefakte deutlich eingeschränkt". Soweit beurteilbar, wurde keine Neuroaffektion zervikal und keine zervikale Myelopathie festgestellt, jedoch eine beginnende degenerative Bandscheibenveränderung im Segment C6/7 und C4/5 sowie eine Facettengelenksarthrose C3/4 rechts und C6/7 beidseits. Dazu, ob und inwiefern sich dieser - wie einleitend offengelegt - unsichere Befund auf die Arbeitsfähigkeit auswirken könnte, äussert sich der Bericht nicht. Wenn die Vorinstanz trotz diesem Bericht zum Schluss kam, eine rechtserhebliche Verschlimmerung des somatischen Gesundheitszustands seit der Begutachtung durch die Ärzte der MEDAS sei nicht ausgewiesen, ist dies nicht willkürlich.