Citation: 4A_511/2007 08.04.2008 E. 1

Die Beschwerdeführerin weist darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin 3 von den kantonalen Instanzen nicht als Partei aufgeführt worden sei, obwohl sowohl der Beschwerdegegner 2 als auch die Beschwerdegegnerin 3 versicherte Personen und Begünstigte gemäss Versicherungsvertrag seien. Dies sei in der Replik vom 9. Mai 2007 an die erste Instanz zwar ergänzt, offenbar aber versehentlich nicht korrigiert worden. Die Ergänzung sei notwendig, damit die Beschwerdeführerin durch die beantragte Hinterlegung gegenüber beiden Begünstigten gültig befreit werde. 1.1 Der Einzelrichter hat die Beschwerdegegnerin 3 bewusst nicht aufgeführt. Er begründete dies damit, dass es Sache der Beschwerdeführerin sei, die Parteien zu bezeichnen. Ob er dabei die Ausführungen der Beschwerdeführerin in der Replik übersah, kann offen bleiben. Nach Art. 75 BGG ist die Beschwerde in Zivilsachen nur gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen zulässig. Die Beschwerdeführerin zeigt aber nicht auf, dass sie vor der Vorinstanz eine entsprechende Rüge vorgebracht hat. Damit fällt eine Ergänzung des Sachverhalts mangels Erschöpfung des Instanzenzuges ausser Betracht. Überdies kann ein Beschwerdeführer, wenn er direkt Beschwerde in Zivilsachen gegen ein Urteil des Obergerichts erhebt, grundsätzlich nur Rügen vorbringen, die von der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde, welche gemäss der Rechtsmittelbelehrung des Obergerichts gegeben wäre, ausgeschlossen sind (Peter Reetz, Das neue Bundesgerichtsgesetz unter besonderer Berücksichtigung der Beschwerde in Zivilsachen, Auswirkungen auf die Anfechtung von Entscheiden des Zürcher Obergerichts und Handelsgerichts, in SJZ 103 [2007] S. 29 ff., S. 37). 1.2 Soweit sich die Beschwerde gegen die Beschwerdegegnerin 3 richtet, ist nicht darauf einzutreten. Dies schadet der Beschwerdeführerin aber nicht, da die erste Instanz festhielt, der Beschwerdegegner 2 sei gemäss der Police der Erstbegünstigte; erst wenn er ausfalle, komme die Beschwerdegegnerin 3 zum Zuge. Diesen Aspekt thematisieren weder die Vorinstanz in ihrem Entscheid noch die Parteien in ihren Rechtsschriften an das Bundesgericht, weshalb es dabei sein Bewenden hat. Nach dem Gesagten kommt die Beschwerdegegnerin 3 vor Ausfall des Beschwerdegegners 2 nicht als Gläubigerin in Betracht, weshalb keine Rolle spielt, dass sie am Verfahren nicht beteiligt ist. Ob die von der Beschwerdeführerin behauptete Ungewissheit über die Berechtigung noch besteht, falls die Berechtigung der Beschwerdegegnerin 3 aktuell wird, ist offen. Erst mit Ableben des Beschwerdegegners 2 müsste sich die Beschwerdeführerin, falls in diesem Zeitpunkt (noch) eine Ungewissheit besteht, auch gegenüber der Beschwerdegegnerin 3 die Hinterlegung bewilligen lassen.