Citation: 5A_416/2020 E. 5

Juristische Personen haben grundsätzlich keinen Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, denn sie sind nicht arm oder bedürftig, sondern bloss zahlungsunfähig oder überschuldet und haben in diesem Fall die gebotenen gesellschafts- und konkursrechtlichen Konsequenzen zu ziehen (BGE 119 Ia 337 E. 4b S. 339; 131 II 306 E. 5.2.1; 141 I 328 E. 3.1 S. 330). Eine Ausnahme ist allenfalls zu machen, wenn das einzige Aktivum im Streit liegt und neben der Gesellschaft auch die wirtschaftlich Beteiligten mittellos sind, wobei darunter alle am Ausgang des Rechtsstreites wirtschaftlich Interessierten wie Gesellschafter und Organe zu verstehen sind (BGE 131 II 306 E. 5.2.2 S. 327; 141 I 328 E. 3.1 S. 331), und wenn die Führung des betreffenden Prozesses die weitere Existenz der Gesellschaft sichert (BGE 141 I 328 E. 3.3 S. 332). Im angefochtenen Entscheid wird erwogen, dass diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Der Aberkennungsprozess betreffe die Rückforderung von Darlehen bzw. Schuldbriefforderungen und nicht das Grundstück, welches die Beschwerdeführerin als ihr letztes Aktivum bezeichne. Damit setzt sie sich nicht auseinander, weshalb ihre Beschwerde unbegründet bleibt. Ferner äussert sie sich auch nicht dazu, inwiefern die Führung des Aberkennungsprozesses ihre weitere Existenz sichern würde.