Citation: 9C_102/2020 E. 4.1

4.1. Kritisiert wird durch die Beschwerdeführerin zunächst, dem Bericht des RAD vom 7. März 2017 sei der Beweiswert bereits mangels Beizugs eines Dolmetschers abzusprechen. Dem ist entgegenzuhalten, dass die entsprechende Rüge erstmals im letztinstanzlichen Verfahren vorgebracht wird, wohingegen diesbezügliche Einwendungen weder direkt während der Abklärung durch den RAD am 31. Januar 2017 noch im Anschluss daran respektive vor der Vorinstanz erfolgt sind. Vielmehr wurde im RAD-Bericht vom 7. März 2017 ausdrücklich vermerkt, dass auf einen Dolmetscher habe verzichtet werden können, da Sinn und Zweck grammatikalisch inkorrekter Kurzsätze durch wiederholtes Nachfragen jeweils hätten präzisiert werden können und das passive Sprachverständnis als gut zu beurteilen sei. Anhaltspunkte auf Gegenteiliges lässt sich sodann auch den übrigen Akten nicht entnehmen. So war etwa im Bericht zum Evaluationsgespräch Eingliederung vom 20. Februar 2015 ausgeführt worden, die gemäss eigener Aussage in der Schweiz gut integrierte Versicherte verfüge über intakte mündliche Deutschkenntnisse. Auch laut Abklärungsbericht Haushalt vom 22./27. Juni 2016 spricht und versteht die Beschwerdeführerin "etwas Schriftdeutsch". Allfällige sprachliche Verständigungsschwierigkeiten liessen sich, wie aus dem Bericht ebenfalls hervorgeht, auf Nachfrage hin beheben. Eine Übersetzungshilfe wurde jedenfalls beidseitig offenbar als nicht erforderlich erachtet. Dass die Versicherte sich aus sprachlichen Gründen ausserstande gesehen hätte, den RAD-Arzt anlässlich der Exploration von Ende Januar 2017 auf linksseitige Schulterprobleme hinzuweisen, kann daher ausgeschlossen werden.