Citation: 4C.371/2004 10.01.2005 E. 2

Die Zulässigkeit der Berufung ist von Amtes wegen zu prüfen (BGE 129 II 453 E. 2, mit Hinweisen). Mit Berufung kann die Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht werden. Wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte ist die staatsrechtliche Beschwerde vorbehalten (Art. 43 Abs. 1 OR). Im angefochtenen Entscheid ist die Vorinstanz als Berufungsinstanz mangels sachlicher Zuständigkeit des Arbeitsgerichts Gaster-See auf die Klage nicht eingetreten. Fraglich ist somit, ob die Klage beim Arbeitsgericht erhoben werden durfte. Diese von der Vorinstanz verneinte Frage untersteht dem kantonalen Prozessrecht und darf daher vom Bundesgericht auf Berufung hin nicht überprüft werden (Art. 43 und 55 Abs. 1 lit. c OG). Zwar hängt die vom kantonalen Prozessrecht geregelte sachliche Zuständigkeit von der zivilrechtlichen Vorfrage ab, ob zwischen den Parteien ein Arbeitsverhältnis bestand. Diese (bundesrechtliche) Vorfrage macht aber den angefochtenen Entscheid nicht berufungsfähig. Denn das zulässige Rechtsmittel bestimmt sich nach dem hauptfrageweise angewendeten Recht. Dies ist hinsichtlich der sachlichen Zuständigkeit, wie erwähnt, das kantonale Prozessrecht. Der vom Kläger angerufene Art. 343 Abs. 2 OR bezieht sich im Übrigen nicht auf die sachliche Zuständigkeit. Dass kantonales Prozessrecht - in verfassungswidriger Anwendung von Bundesrecht - verletzt worden sei, ist mit staatsrechtlicher Beschwerde zu rügen. Nur ausnahmsweise ist die Berufung zulässig, wenn der kantonale Gesetzgeber bei der Regelung der sachlichen Zuständigkeit verpflichtet war, auf das materielle Bundesrecht Rücksicht zu nehmen (BGE 125 III 461 E. 2; 115 II 237 E. 1c; 102 II 53 E. 1; Poudret, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Bd. II, N 1.4.1 zu Art. 43 OG). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Die Berufung steht nicht zur Verfügung.