Citation: 2C_461/2015 E. 4

Art. 27 Abs. 1 DBG sieht vor, dass bei selbständiger Erwerbstätigkeit die geschäfts- oder berufsmässig begründeten Kosten von den gesamten steuerbaren Einkünften abgezogen werden. Abzugrenzen sind diese Kosten von den Aufwendungen für den Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie sowie vom durch die berufliche Stellung des Steuerpflichtigen bedingten Privataufwand; allgemeiner Lebensunterhalt und Privataufwand sind gemäss Art. 34 lit. a DBG nicht abziehbar. Die Steuerpflichtigen verlangten in ihrer Selbstdeklaration im Zusammenhang mit der selbständigen Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers 1 u.a. den Abzug von "Werbeaufwand" in Höhe von Fr. 19'634.30 sowie von "Reisespesen/Kundenbetreuung" in Höhe von Fr. 5'944.60, insgesamt ausmachend Fr. 25'578.90. Die Vorinstanzen gingen indes davon aus, dass die geltend gemachten Auslagen zum Teil private Ausgaben oder Aufwendungen betreffen würden, welche bereits mit den pauschalen Repräsentationsspesen der X.________ AG in Höhe von Fr. 15'000.-- abgegolten worden seien. Aus diesem Grund wurde der zugelassene Abzug im Vergleich zur Selbstdeklaration um einen Privatanteil von Fr. 5'000.-- reduziert. Die Pflichtigen wenden diesbezüglich beschwerdeweise ein, die entsprechenden Rechnungen seien ab Konti der Y.________ bezahlt und die Originalbelege der Steuerverwaltung eingereicht worden. Eine Vermischung mit der erhaltenen pauschalen Spesenentschädigung der X.________ AG habe nicht stattgefunden. Zudem seien von der Steuerverwaltung keine weiteren Beweisanforderungen gestellt worden. Demzufolge seien die geltend gemachten Abzüge vollumfänglich zuzulassen. Die Beschwerdeführer verkennen, dass sie für die geltend gemachten Aufwendungen als steuermindernde Tatsachen die volle Beweislast tragen; die blosse Behauptung genügt nicht (BGE 140 II 248 E. 3.5 S. 252 m.w.H., vgl. E. 3.2 hiervor). Wie das Kantonsgericht zutreffend ausgeführt hat, reicht es für diesen Nachweis nicht aus, beliebige Zahlungsquittungen einzureichen: Damit wird lediglich dargetan, dass eine entsprechende Leistung überhaupt bezogen wurde. Vielmehr ist es erforderlich, dass auch der konkrete Geschäftsbezug nachgewiesen wird, zumal dieser namentlich bei Restaurantbesuchen, Eventtickets, Parkgebühren, etc. nicht offensichtlich ist. Andernfalls wäre es den Steuerbehörden nicht möglich, eine Abgrenzung der geschäfts- oder berufsmässig begründeten Kosten vom nicht abzugsfähigen privaten Konsum vorzunehmen. Im vorliegenden Fall besteht die Notwendigkeit eines Nachweises des Geschäftsbezugs sogar in besonderem Ausmass, da zusätzlich noch eine Abgrenzung von den bereits pauschal abgegoltenen Repräsentationsspesen der X.________ AG erforderlich ist. Die Steuerpflichtigen haben indes weder im kantonalen noch im bundesgerichtlichen Verfahren dargetan, inwiefern die streitbetroffenen Auslagen einen Geschäftsbezug zur Y.________ aufweisen würden, obwohl diese Frage Streitgegenstand bildete. Da der Nachweis von geschäfts- oder berufsmässig begründetem Aufwand i.S.v. Art. 27 Abs. 1 DBG somit insgesamt nicht erbracht wurde, ist es -e majore minus - jedenfalls zulässig, wenn die Vorinstanz den geltend gemachten Abzug nur (aber immerhin) teilweise anerkannt hat, indem sie ihn um einen Privatanteil in Höhe von Fr. 5'000.-- reduzierte.