Citation: 5A.20/2002 27.11.2002 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe zur Begründung ihres Entscheids vorwiegend auf die Scheidungsakten abgestellt, welche jedoch nicht berücksichtigt werden könnten. Die Scheidungsklage vom 12. April 1999 sei auf Französisch verfasst worden, er sei aber dieser Sprache nicht mächtig und nicht durch einen Rechtsanwalt vertreten gewesen. Mit diesen Einwänden kann nur sinngemäss eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV mit Blick auf die Verfahrenssprache gemeint sein. Der Einwand geht in zweifacher Hinsicht fehl. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ergibt sich aus dem grundrechtlichen Gehörsanspruch keine allgemeine Pflicht der Behörde, sich in der Sprache des Betroffenen an diesen zu wenden, wenn er die Amtssprache nicht beherrscht (BGE 115 Ia 64 E. 6b; vgl. zum Ganzen Michele Albertini, Der verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Diss. Bern 2000, S. 342 ff.). Dass das Französische keine Amtssprache sei, behauptet der Beschwerdeführer zu Recht nicht (vgl. Art. 116 Abs. 2 BV). Im Übrigen erweist sich der Einwand als haltlos, hat doch der Beschwerdeführer im Scheidungsprotokoll erklärt, er habe den Inhalt der Scheidungsklage verstanden.