Citation: 2C_562/2017 E. 6.2.2

6.2.2. Schwieriger präsentiert sich die Situation für seine hier niederlassungsberechtigte Gattin: Diese reiste im Alter von 6 ½ Jahren in die Schweiz ein, wo sie inzwischen seit 23 ½ Jahren lebt. Ihre weitere Familie hält sich ebenfalls in der Schweiz auf. Mit den Angehörigen ihres Gatten steht sie neben den Ferienbesuchen jedoch praktisch täglich über Skype in Kontakt. Sie spricht sowohl Schweizerdeutsch wie Albanisch. Ihr ist somit eine Rückkehr mit ihrem Gatten in den Kosovo grundsätzlich nicht zum Vornherein unzumutbar. Im Übrigen steht es ihr und ihren hier ebenfalls niederlassungsberechtigten Kindern frei, in der Schweiz zu verbleiben oder ihrem Ehemann bzw. Vater in den Kosovo zu folgen. Die Kinder befinden sich noch in einem anpassungsfähigen Alter, sie haben gegebenenfalls schon zivilrechtlich ihren sorge- und obhutsberechtigten Eltern in deren Heimat zu folgen. Nach Angaben der Beschwerdeführerin sprechen sie Deutsch, verfügen aber auch über Albanischkenntnisse. Die Feststellung der Vorinstanz, dass die Gattin mit ihrem Mann ausreisen werde, was noch nicht feststeht, hat unter diesen Umständen keine Auswirkung auf die Interessenabwägung (vgl. oben E. 3.4).