Citation: 2C_246/2023 E. 7.4

7.4. Nach dem soeben Gesagten ist in einem ersten Schritt zu klären, ob die Vorinstanz willkürfrei zum Schluss gelangen durfte, der Anwendungsbereich von Art. 9 IVöB 2019 sei vorliegend eröffnet, andernfalls der von den Beschwerdeführern als verletzt gerügte Art. 21 Abs. 2 lit. c IVöB 2019 von vornherein nicht anzuwenden wäre. Die Vorinstanz hält in diesem Zusammenhang fest, dass Art. 2 Abs. 1 des Wärmeverbundreglements ein rechtliches Monopol verankere und es sich bei der Wärmeversorgung im betroffenen Perimeter gestützt auf diese gesetzliche Grundlage um eine öffentliche Aufgabe der Gemeinde handle. Diese öffentliche Aufgabe in Form einer Versorgungspflicht übertrage die Gemeinde als Anbieterin gemäss Art. 3 Abs. 1 des Wärmeverbundreglements auf einen Konzessionär als Nachfrager. Die Rechte, die dem Konzessionär eingeräumt würden, seien angesichts der Anschluss- und Bezugspflichten ausschliesslich und lägen im öffentlichen Interesse. Zwar erfolge die Übertragung der Konzession zum "Nulltarif". Dennoch komme dem Konzessionär indirekt ein Entgelt zu, da ihm nebst dem öffentlichen Grund und weiteren Sachleistungen auch das exklusive Recht zum Abschluss von Wärmelieferungsverträgen eingeräumt werde (vgl. E. 6.4.1 f. des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdeführer halten diese Erwägung zu Recht nicht für willkürlich. Es ist unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die vorliegend umstrittene Übertragung der öffentlichen Aufgabe in Form der Konzessionsverleihung als öffentlicher Auftrag betrachtet hat, da dem künftigen Konzessionär dadurch ausschliessliche oder besondere Rechte zukommen, die dieser im öffentlichen Interesse wahrnimmt, und diesem dafür direkt oder indirekt ein Entgelt oder eine Abgeltung zukommt (vgl. Art. 9 IVöB 2019; zum Ganzen siehe Étienne Poltier, Droit des marchés publics, 2. Aufl. 2023, N. 278 ff.). Somit brachte die Vorinstanz die Bestimmungen der IVöB 2019 zur Anwendung, ohne in Willkür zu verfallen.