Citation: 1C_240/2008 27.08.2008 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung des Willkürverbots, des Anspruchs auf rechtliches Gehör und des Verhältnismässigkeitsgebots (sinngemäss im Zusammenhang mit einem Eingriff in die Eigentumsgarantie), indem es das Verwaltungsgericht unterlassen habe, Abklärungen über die Verkehrssicherheit auf dem übergeordneten Strassennetz zu treffen. Zudem habe das Verwaltungsgericht nicht geprüft, ob trotz der bestehenden hohen Verkehrsbelastung von durchschnittlich 12'500 Fahrzeugen pro Tag das übergeordnete Strassennetz östlich und westlich der geplanten Ausbaustrecke den Mehrverkehr aus dem Baufachmarkt aufzunehmen vermöge. Auf jeden Fall sei die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet. Da das übergeordnete Strassennetz in beide Fahrtrichtungen nicht ausgebaut würde, diene der geplante Ausbau ausschliesslich dem Baufachmarkt. Unter enteignungsrechtlichen Aspekten könne nicht mehr von einem öffentlichen Interesse gesprochen werden. Schliesslich habe das Verwaltungsgericht es unterlassen, einen Alternativstandort für den Kreisel zu prüfen. Der Kreisel könne in Richtung Nordosten verschoben werden, so dass er ausschliesslich auf den Grundstücken der Bauherrin (Beschwerdegegnerin) läge. Ohne konkrete Variantenüberprüfung werde das Gebot der Notwendigkeit der Enteignung verletzt. 3.2 Nach Darlegung des Verwaltungsgerichts im angefochtenen Entscheid ist der Ausbau dieses Strassenabschnitts im jährlich aktualisierten Strassenbauprogramm als wichtiges Projekt festgelegt. Der Masterplan sehe verkehrsberuhigende Massnahmen sowie eine Aufwertung des Langsamverkehrs und des öffentlichen Verkehrs vor. Gemäss der regionalen Richtplanergänzung March gelte für die Ortsdurchfahrt Galgenen erste Priorität. Durch den projektierten Kreisel und die Linksabbiegespur soll der geplante Fachmarkt sowie allfällige weitere Einzonungen nördlich und südlich der Kantonsstrasse erschlossen werden. Der auszubauende Strassenabschnitt sei stark verkehrsbelastet und genüge den heutigen verkehrs- und sicherheitstechnischen Anforderungen nicht mehr. Die Erschliessungspflicht im Bereich der Basis- und Groberschliessung obliege grundsätzlich der öffentlichen Hand, dabei sei es unerheblich, wenn dies zugleich einem einzelnen Bauherrn diene. Das Projekt sei verhältnismässig, weil die Lage des Kreisels an der Ortseinfahrt Galgenen den Verkehr beruhige, sich mit dem Nutzungsplan decke und auf den bestehenden, seitlich (gegen Norden) abzweigenden Baumgartenweg Bezug nehme, der als Zufahrt für den geplanten Baumarkt diene. Die Verbreiterung der Strasse sei in Anbetracht der bestehenden Überbauungssituation südlich der Kantonsstrasse gerechtfertigt. Der Aussendurchmesser des Kreisels liege an der unteren Grenze des Vertretbaren. Für die Beschwerdeführer falle ein Verlust von etwa 101 m² Land bei einer Liegenschaftsfläche von 3'442 m² nicht ins Gewicht. Die Lärmimmissionen würden auch bei einer Verschiebung des Kreisels nach Osten hin anfallen. Im Übrigen sei der Strassenausbau auch raumplanerisch vertretbar. 3.3 In der Vernehmlassung bekräftigt das Verwaltungsgericht, dass sich die Priorität des Strassenabschnitts "Ortsdurchfahrt Galgenen Ost" aus dem kantonalen Richtplan ergebe und dass angrenzende Abschnitte der Kantonsstrasse (Hauptstrasse 3) ebenfalls in Planung seien und als wichtige Projekte erachtet würden. Der Regierungsrat verweist in der Vernehmlassung ebenfalls darauf, dass die angrenzenden Strassenabschnitte in späteren Etappen ausgebaut würden und dass ein etappenweises Vorgehen im Strassenbau gang und gäbe sei. Zudem legt der Regierungsrat - wie schon im Beschluss vom 4. Dezember 2007 (S. 6) - dar, dass die Lage des Kreisels durch den Verkehrsknoten mit dem Baumgartenweg und den Axverlauf der Kantonsstrasse vorgegeben sei und daher für eine Standortverschiebung kein Spielraum bestehe.