Citation: 4A_683/2016 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, Ziffer 1.3 des Pfandvertrags müsse in guten Treuen so verstanden werden, dass der Beschwerdegegner sich so zu verhalten habe, dass der Wert des Pfands durch sein eigenes Tun oder Unterlassen nicht beeinträchtigt werde. Aus einer korrekten Auslegung des Wortlauts unter Berücksichtigung der Interessenlage der Parteien sowie des Zwecks der Vertragsklausel ergebe sich, dass es den Parteien nicht um die letztlich willkürliche Einordnung bestimmter Verhaltensweisen als "Tun" oder "Unterlassen" gehen konnte, sondern darum, den Pfandgeber zu einem (aktiven und passiven) Verhalten zu verpflichten, das die Rechte der Pfandnehmerin oder den Wert der Aktien nicht gefährde. Jedes schädigende Verhalten sei zu unterlassen, womit auch passives Verhalten gemeint sei. Entsprechend wäre der Beschwerdegegner nach Ziffer 1.3 des Pfandvertrags verpflichtet gewesen, eine Kapitalerhöhung zu unangemessenen Konditionen zu verhindern.