Citation: 7B_267/2022 E. 4.2

4.2. Die Privatklägerin wurde bei den vorstehend dargestellten sexuellen Handlungen sowie dem vorangehenden Duschen gegen ihren Willen gefilmt, was gemäss Vorinstanz eine tatbestandsmässige Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte darstellt. Betreffend Freiwilligkeit führt die Vorinstanz aus, die Beschuldigten hätten auch hier als Gruppe, in grosser Überzahl und mit einem gemeinsam getragenen Racheplan operiert. Die Privatklägerin sei auf den Aufnahmen nur deshalb lächelnd und mit Kussmund zu sehen, weil sie dazu angewiesen worden sei. Sie habe zudem plausibel dargelegt, mitgemacht zu haben, um in dieser ausweglosen Situation ihre Peinigerinnen - teils vormals Freundinnen - auf ihre Seite zu bringen. Dass sie nach dem vorgängigen Verfrachten ins Auto und den dortigen Erniedrigungen kaum mehr Widerstand zu leisten gewagt habe, sei nachvollziehbar und werde im Übrigen auch von den Beschuldigten C.________ und E.________ bestätigt. Von einer Einwilligung in die Aufnahmen könne keine Rede sein. Was die Anklage angehe, so sei diese mit dem Teilsatz "dass sie möglicherweise ohne Einwilligung der Geschädigten wiederholt mit einem Aufnahmegerät..." wiederum unglücklich formuliert, aber als Ganzes zu lesen. So werde klar, dass sich dieser Teilsatz auf den Eventualvorsatz bezogen habe.