Citation: U 125/01 26.03.2003 E. 3

Während die Vorinstanz die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 16. April 1996 und den seither anhaltenden Beschwerden mit Blick auf das angebliche Fehlen des adäquaten Zusammenhangs (dazu Erw. 4 hiernach) unbeantwortet lässt, hat die Zürich das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges verneint. Dies unter Hinweis auf das von ihr eingeholte biomechanische Gutachten vom 6. Juli 1998, wonach bei einer kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung der beteiligten Fahrzeuge von 6-9 km/h eine Verletzung der HWS mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen sei. 3.1 Für die Bejahung der natürlichen Kausalität von gesundheitlichen Folgen eines Schleudertraumas sind - wie dargelegt (Erw. 2.2 hiervor) - in erster Linie die medizinischen Fakten massgebend. Ein biomechanisches Gutachten kann zwar gewichtige Anhaltspunkte zur Schwere des Unfallereignisses liefern, ist aber allein nicht geeignet, die Unfallkausalität der nach einem Schleudertrauma anhaltenden gesundheitlichen Beschwerden zuverlässig zu bestimmen. 3.2 Keiner der die Versicherte seit dem Unfall vom 16. April 1996 behandelnden oder begutachtenden Ärzte haben je Zweifel an der Unfallkausalität der für ein Schleudertrauma typischen, körperlichen Beschwerden geäussert. Die ärztlichen Angaben differieren einzig hinsichtlich der kausalen Bedeutung, welche dem bei der Versicherten im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule festgestellten degenerativen Vorzustand beizumessen ist. Prof. Dr. D.________ etwa bewertete die vorbestandenen Veränderungen im Bericht vom 17. März 1998 als "sicherlich leicht über das Alter hinausgehende" Gesundheitsstörung, hielt aber auch fest, dass deswegen keine Zweifel an der Unfallkausalität des diagnostizierten Cervikal- und Lumbovertebralsyndroms begründet seien. Der von der Beschwerdeführerin beauftragte Privatgutachter Dr. E.________ beschreibt am 30. März 2000 die vorbestandenen degenerativen Veränderungen als "ungünstig disponierender Faktor" für die Entwicklung des posttraumatischen Schmerzsyndroms; da aber für die Jahre vor dem Unfall keine Behandlungen oder Untersuchungen von Wirbelsäulenbeschwerden eruierbar und diese nach dem Unfallereignis vom 16. April 1996 ohne zeitliche Latenz aufgetreten seien, liege eine richtungsweisende Änderung des Vorzustandes vor. Prof. Dr. Y.________, Spezialarzt FMH für Neurologie, schliesslich spricht in der von der Versicherten mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verurkundeten Beurteilung vom 31. Januar 2001 von einer "sehr beträchtlichen vorbestehenden Pathologie der Wirbelsäule", stellt aber die Unfallkausalität der von der Versicherten geklagten, körperlichen Beschwerden ebenfalls nicht in Frage. Angesichts dieser medizinischen Aktenlage ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geltend gemachten Beschwerden ausgewiesen.