Citation: 2C_699/2020 E. 5.2.1

5.2.1. Dem angefochtenen Urteil kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer im Jahr 1995 im Alter von 34 Jahren in die Schweiz eingereist ist und sich somit seit 25 Jahren hier aufhält. Damit ist von einer langen Anwesenheit in der Schweiz auszugehen, selbst wenn sie mit Blick auf die in Haft verbrachte Zeit teilweise zu relativieren ist. Der Beschwerdeführer nimmt im Rahmen der Interessenabwägung auf die neuere bundesgerichtliche Rechtsprechung Bezug, wonach es nach einem zehnjährigen rechtmässigen Aufenthalt für die Aufenthaltsbeendigung im Rahmen eines Anspruchs gestützt auf das Privatleben besonderer Gründe bedarf (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.9 S. 277 ff.). Da es vorliegend um den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung geht, auf die an sich ein fortbestehender Anspruch besteht, ist die entsprechende Rechtsprechung zum Vornherein nicht einschlägig. Die Dauer der bisherigen Anwesenheit findet auch im Rahmen des tangierten Rechts auf Familienleben (vgl. vorstehende E. 5.2) Berücksichtigung.