Citation: 2C_94/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog, vorliegend ergebe sich daraus, dass die Beschwerdeführerin auf die Bewilligung zur Ausübung der Versicherungstätigkeit verzichtet habe, zwangsläufig, dass sie aus der Aufsicht zu entlassen sei. Bis dahin verlagere sich die Aufsicht auf die Abwicklung der bestehenden Versicherungsverträge. Neugeschäfte dürfe die Beschwerdeführerin - im Gegensatz zu aktiven Versicherungsunternehmen - keine mehr zeichnen. Da die Beschwerdeführerin in diesem Verfahrensstadium kein oder zumindest erheblich weniger Einkommen erwirtschaften dürfte, sei die FINMA besonders gefordert, um Schaden von den Versicherten abzuwenden. Definitiv aus der Aufsicht entlassen werden könne die Beschwerdeführerin mithin erst, wenn Gewissheit darüber herrsche, dass sie ihren Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen gemäss Abwicklungsplan vollumfänglich nachgekommen sei. Etwaige diesbezügliche Unsicherheiten seien von der Beschwerdeführerin auszuräumen bzw. gingen zu ihren Lasten (vgl. E. 8.2.5.3, 8.2.5.4 und 8.5-8.7 des angefochtenen Urteils). Da die im Recht liegenden Unterlagen keine ausreichenden Angaben enthielten, um das Gesuch der Beschwerdeführerin um Genehmigung von Dividendenausschüttungen beurteilen zu können, sei - so die Vorinstanz weiter - erstellt, dass die von der FINMA verlangten Unterlagen im Sinn von Art. 13 Abs. 2 VwVG notwendig gewesen seien. Allein schon die auf dem "Best Estimate"-Prinzip basierenden Berechnungen der versicherungstechnischen Rückstellungen würden nicht dem geforderten Beurteilungsmassstab entsprechen. Ausserdem fehlten eine ausführliche Portfolio-Analyse sowie eindeutige Angaben betreffend die Verjährungsfristen und gehe aus den eingereichten Unterlagen nicht hervor, wann die Beschwerdeführerin beabsichtige, die Versicherungstätigkeit zu beenden. Darüber hinaus würden keine objektiven Gründe dafür vorliegen, dass die Beschwerdeführerin der FINMA die von ihr benötigten Unterlagen nicht hätte einreichen können. Schliesslich habe die FINMA der Beschwerdeführerin mehrere Nachfristen gewährt, welche diese ungenutzt habe verstreichen lassen. Die Beschwerdeführerin sei ihrer Mitwirkungspflicht folglich in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen, weshalb die FINMA dazu berechtigt gewesen sei, aufgrund der Aktenlage zu entscheiden und das Gesuch um Genehmigung von Dividendenausschüttungen zwecks Wahrung der Versicherteninteressen abzuweisen (vgl. E. 9.2-9.5 des angefochtenen Urteils).