Citation: 1P.376/2002 10.09.2002 E. 1

Der Beschwerdeführer stellt über die Aufhebung des angefochtenen Entscheids hinaus den Antrag, die gegen ihn verhängte Pass- und Schriftensperre mit sofortiger Wirkung aufzuheben. Die staatsrechtliche Beschwerde ist grundsätzlich kassatorischer Natur, das heisst es kann mit ihr nur die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, nicht aber der Erlass positiver Anordnungen durch das Bundesgericht verlangt werden. Eine Ausnahme gilt dann, wenn die von der Verfassung geforderte Lage nicht schon mit der Aufhebung des kantonalen Entscheids hergestellt wird, sondern dafür eine positive Anordnung nötig ist (vgl. dazu BGE 124 I 327 E. 4a und 4b S. 332 f.). Nach konstanter Praxis des Bundesgerichts trifft dies hinsichtlich einer nicht oder nicht mehr gerechtfertigten Untersuchungshaft zu. Bei einer Beschwerde betreffend Aufrechterhaltung von Untersuchungshaft ist ein Antrag auf sofortige Entlassung aus der Haft folglich zulässig (BGE 115 Ia 293 E. 1a S. 296 f.; 107 Ia 256 E. 1 S. 257; 105 Ia 26 E. 1 S. 28 f.). An dieser Stelle kann offen gelassen werden, ob auch bei einer Beschwerde, die sich gegen die Aufrechterhaltung einer Pass- und Schriftensperre als einer Ersatzmassnahme für die Untersuchungshaft richtet und damit gegen die Fortdauer eines weniger weit gehenden Eingriffs in die persönliche Freiheit, ein Antrag auf Aufhebung der entsprechenden Anordnung ausnahmsweise zulässig ist. Wie nachfolgend (E. 2) zu zeigen ist, erweist sich die vorliegende Beschwerde als unbegründet. Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten.