Citation: 5P.69/2004 14.04.2004 E. 5

Soweit das Kantonsgericht die Einreden der Beschwerdeführerin unter dem Aspekt der Gewährleistung geprüft hat, hat es - wie oben ausgeführt (siehe E. 3 vorangehend) - eine Glaubhaftmachung der Mängel gefordert. Diesen Nachweis hat es als nicht erbracht angesehen. 5.1 Als vor allem massgeblich hat das Kantonsgericht ein E-Mail vom 5. Juni 2003 angesehen, worin die Beschwerdeführerin sinngemäss geschrieben hat, sie kläre ab, warum die Lizenzzahlung für Juni nicht erfolgt sei und werde, sobald sie ein Feedback von der Bank habe, wieder auf die Beschwerdegegnerin zukommen. Das Kantonsgericht hat erwogen, mangels Unterschrift könne dieser Mitteilung nicht die Qualität einer Schuldanerkennung zukommen und die provisorische Rechtsöffnung allein gestützt darauf erteilt werden. In der Sache stelle sie aber eine Schuldanerkennung zumindest für die damals fällige Juni-Lizenzrate dar; es komme im E-Mail klar zum Ausdruck, dass nicht die Schuld an sich in Zweifel gezogen werde, sondern das Problem der noch nicht erfolgten Zahlung abgeklärt werden wolle. Zudem relativiere es die angebliche Mangelhaftigkeit der Leistungen der Beschwerdegegnerin erheblich; denn wer auf Mahnung für die Ratenzahlungen mit dem blossen Hinweis auf Abklärungen bei der Bank reagiere, bringe deutlich zum Ausdruck, dass die Mängel, sofern überhaupt, nicht derart seien, dass er sich deswegen berechtigt fühle, seine Leistungen zu verweigern. 5.2 Die Beschwerdeführerin verweist dagegen vornehmlich auf Berichte ihrer Softwareentwickler, in welchen diese diverse Probleme mit dem Softwaresystem schildern. Dabei zeigt sie jedoch nicht auf, inwiefern das Kantonsgericht in Willkür verfallen sein soll, sondern legt einfach ihre eigene Sicht der Dinge dar und würdigt die Belege selber frei. Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde ist ein solches Vorgehen nicht zulässig (BGE 109 Ia 217 E. 2b S. 226; 117 Ia 10 E. 4b S. 12). Selbst wenn Zweifel daran bestehen, ob die kantonsgerichtliche Würdigung der Sachlage einer freien Prüfung standhalten würde, zeigt die Beschwerdeführerin nicht genügend substantiiert auf, dass der angefochtene auch im Ergebnis geradezu willkürlich ist (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).