Citation: 2C_1115/2018 E. 6.2.1

6.2.1. Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, sie sei ihrer "Schadenminderungspflicht" nachgekommen und habe parallel zum Älterwerden ihrer Kinder auch ihre Erwerbstätigkeit ausgebaut. Ihre Auffassung verfängt nicht: Entgegen der Beschwerdevorbringen wäre es ihr schon ab dem Zeitpunkt der Einreise in die Schweiz zuzumuten gewesen, eine Arbeitstätigkeit aufzunehmen: Ihre Kinder waren damals schon 13, 15 und 17 Jahre alt (vgl. zum Alter der Kinder, ab dem den Eltern die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zugemutet werden kann z.B. Urteile 2C_1064/2017 vom 15. Juni 2018 E. 5.2.1; 2C_1228/2012 vom 20. Juni 2013 E. 5.4), und ihr erwerbsloser Ehegatte, der nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) selbst weder an einem invalidisierenden Gebrechen litt, noch auf Betreuung angewiesen war, wäre ohne Weiteres in der Lage gewesen, die dannzumal im Alltag noch anfallenden Betreuungsaufgaben wahrzunehmen (vgl. Urteil 2C_345/2011 vom 3. Oktober 2011 E. 2.2). Auch die Erwägung der Vorinstanz, dass der behauptete Analphabetismus der Beschwerde-führerin einer Tätigkeit insbesondere im Reinigungsbereich nicht entgegengestanden hätte, ist entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift nicht zu beanstanden. Andere Gründe, die es der Beschwerdeführerin verunmöglicht hätten, eine über das doku-mentierte kleine Arbeitspensum hinausgehende Erwerbstätigkeit aufzunehmen, sind nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht. Nachdem die Beschwerdeführerin es trotzdem unterlassen hat, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, die in nennenswerter Weise zum Familienunterhalt hätte beitragen können, ist ihre Sozial-hilfeabhängigkeit als verschuldet zu qualifizieren. Die erhebliche und lange andauernde Sozialhilfeabhängigkeit der Beschwerdeführerin und ihrer Familie begründet vor diesem Hintergrund ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Ausreise der Beschwerdeführerin (vgl. Urteil 2C_419/2018 vom 29. Oktober 2018 E. 2.4.2), zumal dadurch das Ausmass der auszurichtenden Sozialhilfe für die Zukunft zumindest reduziert werden kann (vgl. Urteil 2C_1064/2017 vom 15. Juni 2018 E. 6.2).