Citation: H 338/02 12.01.2004 E. 3

Die vom 6. Februar 2002 datierte Verfügung der Ausgleichskasse wurde unbestrittenermassen uneingeschrieben an die ihr bekannte Adresse bei den Eltern des Beschwerdeführers verschickt. Der Briefumschlag war mit keinem Poststempel versehen, enthielt jedoch einen Strichcode. Die Vorinstanz gelangte mit Schreiben vom 24. Oktober 2002 an die zuständige Briefpoststelle und ersuchte sie um Entschlüsselung dieses Codes. Am 30. Oktober 2002 teilte die Post dem Gericht mit, dass der Umschlag in einem geraden Monat am 6. Tag zwischen 18.00 Uhr und 19.12 Uhr verarbeitet worden sei. Die Empfängerpostleitzahl sei richtig codiert worden. Zudem sei die Sendung mit grösster Wahrscheinlichkeit mit A-Post aufgegeben worden. Auf diese Auskunft hat die Vorinstanz bei der Beurteilung der Rechtzeitigkeit der Beschwerdeeinreichung in tatbeständlicher Hinsicht entscheidend abgestellt. Dies durfte sie indessen nicht tun ohne vorgängige Anhörung des Beschwerdeführers. In den Akten finden sich keine Anhaltspunkte dafür, dass sie ihm von der für den Ausgang des erstinstanzlichen Verfahrens entscheidenden Auskunft Kenntnis gegeben und ihm Gelegenheit eingeräumt hat, dazu Stellung zu nehmen. Darin liegt eine schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs, die im gegenwärtigen Verfahren - in welchem dem Eidgenössischen Versicherungsgericht nur eingeschränkte Kognitionsbefugnis zukommt (vgl. Erw. 1.2) - nicht geheilt werden kann. Wenn neue Beweismittel und Argumente erstmals in der vorliegend zu beurteilenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht werden, können diese daher auch nicht als unzulässige Noven qualifiziert werden, hatte der Beschwerdeführer doch bisher keine Möglichkeit, sich zum Ergebnis der Abklärungen bei der Post zu äussern. Der Sachverhalt ist somit im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG). Dies führt zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids und zur Rückweisung der Sache an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, damit dieses den gerügten Verfahrensmangel behebe und alsdann über die Beschwerde neu befinde. Bei diesem Ergebnis braucht der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde aufgeworfenen Frage der einzelrichterlich Zuständigkeit im vorinstanzlichen Verfahren nicht nachgegangen zu werden.