Citation: I 226/06 25.08.2006 E. 5.2

5.2.1 Der Beschwerdeführer verdiente im letzten Jahr vor Eintritt des Gesundheitsschadens - 2001 - Fr. 75'788.-. Diese Summe hätte sich auf Grund von Erhebungen des Bundesamtes für Statistik (Lohnentwicklung 2004 Tabelle T1.93 [Nominallohnindex], Wirtschaftszweig 36-37 [Herstellung von Möbeln, Schmuck und sonstigen Erzeugnissen]) bis ins Jahr 2003 auf Fr. 77'380.- (Index 2001: 109,5; Index 2003: 111,8) erhöht, weshalb das Valideneinkommen auf diesen Betrag zu beziffern ist. 5.2.2 Die IV-Stelle hat das Invalideneinkommen auf 70% (Fr. 53'812.-) des von ihr ermittelten Valideneinkommens (Fr. 76'874.- für das Jahr 2004) festgesetzt, da der Beschwerdeführer laut Gutachten des Dr. B.________ in einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne länger dauernde Zwangshaltung in diesem Umfang arbeitsfähig sei und die zuletzt bei der Firma S.________ AG ausgeübte Arbeit dieser Definition entspreche. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird insbesondere vorgebracht, die bei der ehemaligen Arbeitgeberin verrichtete Tätigkeit werde fälschlicherweise als leicht qualifiziert. Gemäss dem Stellenbeschrieb des Geschäftsführers S.________ hätte diese die gleichen körperlichen Anforderungen gehabt, wie eine Tätigkeit als Carrosseriespengler In dieser sei er laut Dr. B.________ hingegen lediglich zu 40% arbeitsfähig. Wie die Arbeit bei der Firma S.________ AG zu qualifizieren ist, ist insofern irrelevant, als der Beschwerdeführer seine Stelle im hier relevanten Zeitpunkt im Mai 2003 bereits verloren hatte. 5.2.3 Das Invalideneinkommen ist demnach auf Grund der Verhältnisse auf dem ihm offenen Arbeitsmarkt zu bestimmen. Auszugehen ist für jenen Zeitpunkt auf Grund des Gutachten des Dr. B.________ von einer mindestens 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit. Ob sich diese wegen psychischen Problemen weiter reduziert, wird - wie unter Erwägung 4.2.2 dargelegt - noch abzuklären und - gegebenenfalls - zu überprüfen sein, ob solche invalidisierenden Charakter haben. Da der Beschwerdeführer zwar über eine abgeschlossene Berufslehre verfügt, in dieser Tätigkeit aber nur eine 40%ige Arbeitsfähigkeit attestiert wird, ist für die Bestimmung des hypothetischen Invalideneinkommens vom Mittel von Niveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) und Niveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) gemäss den Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik auszugehen. Im Jahre 2002 also vom Mittel von Fr. 5493.- und Fr. 4557.-, somit Fr. 5025.-. Bei einer 70%igen Arbeitsfähigkeit und aufgerechnet auf das Jahr 2003 sowie eine durchschnittliche Arbeitswoche von 41.7 Stunden ergibt das Fr. 44'004.-, wovon ein Abzug von 10% (vgl. BGE 126 V 75 ff.) vorzunehmen ist, was zu einem Invalideneinkommen auf Grund der somatischen Beschwerden von Fr. 39'603.- und damit einem Invaliditätsgrad von mindestens 49% führt. 5.3 Da nicht ausgeschlossen ist, dass die Erwerbsfähigkeit durch berufliche Massnahmen, namentlich Berufsberatung und eine Umschulung, wie sie der Beschwerdeführer mit seiner Anmeldung bei der Invalidenversicherung forderte, wesentlich verbessert werden könnte, damit auch bei einer neuen Tätigkeit vom Lohnniveau mit Berufs- und Fachkenntnissen ausgegangen werden kann, wird die IV-Stelle nach Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse auch den Anspruch auf berufliche Massnahmen erneut zu prüfen haben.