Citation: 4A_591/2015 E. 1

Das Bezirksgericht ging gestützt auf das F.________ Gutachten von einer seit dem Unfall anhaltenden und voraussichtlich bleibenden Arbeitsunfähigkeit aus. Gestützt darauf ermittelte es den Anspruch der Beschwerdeführerin. Es verzichtete auf die von den Beschwerdegegnern beantragte Edition des G.________-Gutachtens, des Berichts von Dr. I.________ und der Verfügung der IV-Stelle vom 11. November 2009, mit der die IV-Rente der Beschwerdeführerin eingestellt worden war, sowie des in diesem Zusammenhang ergangenen Urteils des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 4. November 2010, da die Gutachten/Berichte und Entscheide auf für das Haftpflichtrecht nicht massgeblichen Kriterien (der sogenannten Überwindbarkeitspraxis) fussten. Die Vorinstanz folgte dieser Einschätzung nicht. Sie erkannte, das G.________-Gutachten fusse nicht auf der Überwindbarkeitspraxis, sondern halte fest, die Beschwerdeführerin sei ab sofort 100%ig arbeitsfähig. Auf das F.________-Gutachten stellte die Vorinstanz nicht ab, da es nicht in Kenntnis der Vorakten (zu denen das G.________-Gutachten gehöre) erfolgt sei. Dem F.________-Gutachten sei zwar zu entnehmen, dass zumindest eine Gutachterin in Erfahrung gebracht hatte, dass es im Jahre 2009 im Rahmen eines Revisionsverfahrens der Invalidenversicherung im medizinischen Zentrum H.________ zu einer erneuten Begutachtung der Beschwerdeführerin gekommen sei. Die F.________-Gutachter hätten aber nicht versucht, in den Besitz des Gutachtens zu gelangen, sondern einfach festgehalten, Akten stünden ihnen diesbezüglich nicht zur Verfügung. Aber auch aus anderen Gründen vermochten weder das F.________-Gutachten noch das Gutachten E.________ die Vorinstanz zu überzeugen. Im Gegensatz dazu erachtete die Vorinstanz das G.________-Gutachten für vollständig und nachvollziehbar. Die Vorinstanz hob dabei insbesondere die im Gutachten festgehaltene Diskrepanz zwischen dem Verhalten der Beschwerdeführerin während und ausserhalb einer Untersuchung hervor und gab dem G.________-Gutachten gegenüber den anderen Gutachten den Vorzug. Sie kam zum Schluss, die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im angestammten Beruf sei gemäss Gutachten jedenfalls seit dem Begutachtungszeitpunkt (April/Mai 2009) nicht mehr eingeschränkt. Für die Zeit davor erachtete die Vorinstanz eine über den Juli 2001 (Zeitpunkt in dem bei der Beschwerdeführerin eine Major Depression diagnostiziert wurde) andauernde Arbeitsunfähigkeit nicht als erwiesen. Bis zu diesem Zeitpunkt wären allfällige Ansprüche jedenfalls durch die Akontozahlungen der Beschwerdegegnerin 1 gedeckt. Daher wies die Vorinstanz die Klage ab.