Citation: 1P.718/1999 23.02.2000 E. 3

3.- a) Die Beschwerdeführerinnen machen weiter geltend, das rechtliche Gehör sei voraussetzungslos zu gewähren. Die Gewährung des rechtlichen Gehörs dürfe nicht davon abhängig gemacht werden, dass der Bürger das Risiko übernehme, allfällige Verfahrenskosten zu tragen. b) Der Einwand der Beschwerdeführerinnen trifft insoweit zu, als die Behörde einem Bürger das rechtliche Gehör nicht allein deshalb verweigern darf, weil er wegen seiner Bedürftigkeit allfällige Verfahrenskosten nicht bezahlen könnte. Art. 4 aBV (Art. 29 Abs. 3 der neuen Bundesverfassung, BV) verschafft aber einer bedürftigen Partei in einem für sie nicht aussichtslosen Verfahren den Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege (BGE 124 I 304 E. 2a, mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Beschwerdeführerinnen bedürftig wären, und sie behaupten dies auch gar nicht. Das Verwaltungsgericht hat daher ihren Anspruch auf rechtliches Gehör nicht verletzt, als es ihre Beteiligung am verwaltungsgerichtlichen Verfahren von der Übernahme eines Kostenrisikos abhängig machte. Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich auch in dieser Beziehung als offensichtlich unbegründet. c) Weil der angefochtene Zwischenentscheid vom 9. September 1997 mit der Bundesverfassung übereinstimmt, lässt sich verfassungsrechtlich nichts dagegen einwenden, dass das Verwaltungsgericht in seinem Urteil vom 12. Mai 1999 in der Sache selbst den unterliegenden Beschwerdeführerinnen anteilsmässig Verfahrenskosten und Parteientschädigungen auferlegte. Soweit sich die staatsrechtliche Beschwerde gegen dieses Urteil richtet, ist sie ebenfalls offensichtlich unbegründet.