Citation: 1C_170/2023 E. F

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) reichte am 28. Juni 2023 eine Vernehmlassung ein. Es hält fest, die voneinander stark abweichenden Resultate im Straf- und Massnahmenverfahren befänden sich in einem Wertungswiderspruch. Ein Unterschreiten der Mindestdauer des Führerausweisentzugs sei nicht möglich, was vom Gesetzgeber bewusst so gewollt sei. In der vorliegenden sehr speziellen Fallkonstellation erscheine eine Administrativmassnahme in Form eines dreimonatigen Führerausweisentzugs aber als stossend. Seines Erachtens könne das Vorliegen eines Ausnahmefalls, der richterlicher Korrektur zugänglich sei und dieser bedürfe, bejaht werden.