Citation: 9C_484/2014 E. 2.2

2.2. Versicherte, welche die Vorsorgeeinrichtung verlassen, bevor ein Vorsorgefall eintritt (Freizügigkeitsfall), haben Anspruch auf eine Austrittsleistung (Art. 2 Abs. 1 FZG). Bei Austritt aus der Vorsorgeeinrichtung hat die versicherte Person zumindest Anspruch auf die eingebrachten Eintrittsleistungen samt Zinsen sowie auf die von ihr während der Beitragsdauer geleisteten Beiträge samt einem Zuschlag von 4 Prozent pro Altersjahr ab dem 20. Altersjahr, höchstens aber von 100 Prozent. Das Alter ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Kalenderjahr und dem Geburtsjahr (Art. 17 Abs. 1 FZG). Auch wenn eine Vorsorgeeinrichtung den bei ihr versicherten Personen innerhalb eines Vorsorgeplans verschiedene Anlagestrategien anbietet (vgl. Art. 1e der Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVV 2; SR 831.441.1]), schuldet sie austretenden Versicherten im Freizügigkeitsfall die Mindestleistung nach Art. 17 FZG ( HERMANN WALSER, in: BVG und FZG, 2010, N. 4 zu Art. 17 FZG).