Citation: 5A_224/2014 E. 2.2.2

2.2.2. Bereits im Jahre 2012 entschied das Bundesgericht, dass die Prozesskosten für die vorsorgliche Beweisführung vor Einleitung des Hauptprozesses dem Gesuchsteller aufzuerlegen sind. Blosse Zusatz- und Erläuterungsfragen an den Gutachter, die Bestandteil der verlangten Beweisführung bilden, lösen keine Kostenpflicht der Gesuchsgegner aus (BGE 139 III 33 E. 4 S. 34). In BGE 140 III 24 (E. 3.3.4 S. 29) und BGE 140 III 30 (E. 3.5 S. 34) bekräftigte das Bundesgericht diesen Grundsatz. Soweit sich die Lehre dazu äussert, ist dieser Praxis bisher kaum Widerstand erwachsen (Fellmann, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], N. 37 zu Art. 158; Guyan, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2013, N. 9a zu Art. 158; BRÖNNImann, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2012, N. 36 zu Art. 158; GASSER/RICKLI, Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kurzkommentar, 2. Aufl. 2014, N. 10 zu Art. 158). Entscheidend bleibt, dass die vorsorgliche Beweisführung dem Interesse des Gesuchstellers dient, wohingegen der Gesuchsgegner in ein Verfahren gezwungen wird, noch bevor der Hauptprozess angestrengt wird. Dies muss ihm gestatten, sich im erwähnten Umfang gegen das Gesuch zu wehren, ohne bereits ein Kostenrisiko einzugehen (HURNI, Vorsorgliche Beweisführung zwecks Abklärung der Prozessaussichten, ZBJV 2014 S. 90 f.).