Citation: 8C_502/2008 14.04.2009 E. 5

5.1 Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ging die Vorinstanz von einem unbestrittenen Valideneinkommen von Fr. 61'304.- (im Jahr 2004) aus. Bezüglich des Invalideneinkommens stützte sie sich auf die Tabellenlöhne gemäss Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen (LSE 2004) und ging dabei abweichend von der IV-Stelle, in Anwendung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 129 V 472 E. 4.3.2 S. 483; RKUV 2001 Nr. U 439 S. 347, U 240/99) von einem durchschnittlichen monatlichen Bruttolohn (Total) für Männer bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor (LSE 2004, Tabelle TA1) aus, was Fr. 4'588.- ergab. Diesen Betrag passte sie der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden an, und errechnete ein jährliches Einkommen von Fr. 57'396.- (12 x 4'783.-), was nicht zu beanstanden ist und vom Beschwerdeführer auch nicht gerügt wird. In der Folge erwog sie in Analogie zum Einspracheentscheid, dass daraus bei einer 50%igen Tätigkeit ein Jahreslohn von Fr. 28'698.- resultiere. Unter Berücksichtigung einer 20 % Leistungseinschränkung sowie einer zusätzlichen Reduktion von 10 % für leichte Tätigkeiten ergebe dies einen Jahreslohn von Fr. 20'662.55. Demnach entspreche der durch den Gesundheitsschaden verursachte Erwerbsverlust Fr. 40'641.45, was einen Invaliditätsgrad von 66 % ergebe. Als Folge davon verneinte sie einen Anspruch des Versicherten auf eine ganze Invalidenrente. 5.2 Der Beschwerdeführer sieht in dieser Vorgehensweise zu Recht eine Verletzung von Bundesrecht. Indem die Vorinstanz bei der Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens nicht die ausgewiesene Restarbeitsfähigkeit von 30 % (vgl. E. 5 vorne) berücksichtigte - welche der Versicherte aufgrund der massiven Adipositas aktuell aufwies -, ist ihr eine rechtsfehlerhafte, da offensichtlich unrichtige Feststellung des hypothetischen Invalideneinkommens vorzuwerfen, woran das Bundesgericht nicht gebunden ist. Wie der Beschwerdeführer zu Recht anführt, ist aufgrund der medizinischen Aktenlage von einer Restarbeitsfähigkeit des Versicherten von 30 % auszugehen, die er in einer Dauer von 4 Stunden erbringen kann. Damit ist der Invalidenlohn um 70 % reduziert anzunehmen, was einem Jahresgehalt von Fr. 17'219.- (30 % von Fr. 57'396.- (12 x 4'783.-)) entspricht. Mithin resultiert, selbst ohne Berücksichtigung des von der Vorinstanz zusätzlich gewährten Abzugs von 10 % (für leichte Tätigkeiten), bereits ein Invaliditätsgrad von über 70 % (nämlich 72 %), womit der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung ab November 2003 hat.