Citation: 4A_614/2014 E. 10.2

10.2. Entgegen der Beschwerdegegnerin handelt es sich bei der Berufung auf die Bedeutung der Vertragsverletzung in ihrem Gesamtzusammenhang nicht um ein unzulässiges Novum im Sinn von Art. 99 Abs. 1 BGG. Dabei geht es nicht um eine neue Tatsache, sondern um die rechtliche Würdigung. Jedoch ist auf die Rüge aus einem andern Grund nicht einzutreten. Die Beschwerdeführerin leitet die Wesentlichkeit der Vertragsverletzung aus der Kombination der von ihr geltend gemachten Vertragsverletzungen ab, die sie auflistet. Die Vorinstanz ist der Beschwerdeführerin in Bezug auf die Wesentlichkeit der einzelnen Verletzungen in vielen Punkten aber nicht gefolgt, was vor Bundesgericht erfolglos beanstandet wurde. Damit stellt sich nicht die Frage, ob aufgrund der Behauptungen der Beschwerdeführerin die geltend gemachten Verletzungen in ihrer Gesamtheit eine wesentliche Vertragsverletzung darstellen, sondern ob die von der Vorinstanz angenommenen Mängel und Vertragsverletzungen unter den von ihr festgestellten Bedingungen (die Beschwerdeführerin war trotz der Verspätung an der Lieferung interessiert, das Aussortieren wäre möglich und nicht mit einem unzumutbaren Aufwand verbunden gewesen, für die Beschwerdegegnerin war nicht erkennbar, dass die Beschwerdeführerin den Draht von zu geringer Zugfestigkeit in ihrer Produktion allenfalls nicht verwenden konnte u.s.w.) in Kombination eine wesentliche Vertragsverletzung darstellen. Unter diesem Blickwinkel setzt sich die Beschwerdeführerin mit der Frage nicht hinreichend auseinander. Insoweit genügt die Beschwerde den Begründungsanforderungen nicht (Art. 42 Abs. 2 BGG).