Citation: 9C_738/2008 30.01.2009 E. 3

Streitig ist die Herabsetzung der seit September 2002 ausgerichteten ganzen Invalidenrente. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, ihr Gesundheitszustand habe sich nicht erheblich verbessert. 3.1 Die Zusprechung einer ganzen Rente mit Verfügung vom 4. März 2003 basierte nach den verbindlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid hauptsächlich auf dem Bericht des EPD vom 12. Juli 2002. Darin diagnostizierte Dr. med. A.________ nebst einer somatoformen Schmerzstörung mit Symptomausweitung (ICD-10 F45.4) eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt (ICD-10 F43.22) sowie "aktuell eine schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10 F32.3)". Er führte aus, die Situation habe sich eher verschlechtert, da die Versicherte seit September 2001 an akustischen Halluzinationen leide (sie höre Kinderstimmen, die ständig um Hilfe riefen). Es bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. 3.2 Aus der im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren ins Recht gelegten Auskunft des Dr. med. H.________ vom 14. Februar 2007 geht hervor, dass sich seit dem Jahre 2003 an den somatischen Befunden kaum etwas verändert hat und die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit weiterhin 50 % beträgt. Demgegenüber ist nach Einschätzungen des Dr. med. A.________ vom 27. Januar 2006 aus psychiatrischer Sicht insoweit eine Verbesserung zu verzeichnen, als die Beschwerdeführerin ruhiger geworden sei und sich weniger Hinweise auf psychotische Symptome und eine akute Suizidalität fänden. Dr. med. A.________ erachtet nunmehr wenig anspruchsvolle, eher einfache und klar strukturierte Tätigkeiten mit Wechselbelastung für zumutbar bei einer Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht von 50 % und langsamem Einstieg von zwei bis drei Stunden täglich (Bericht vom 30. Oktober 2006). 3.3 Das kantonale Gericht ist in pflichtgemässer Würdigung der medizinischen Akten (Art. 61 lit. c ATSG; BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) zum nachvollziehbar begründeten Schluss gelangt, gestützt auf die Einschätzungen des Dr. med. A.________ vom 27. Januar und 30. Oktober 2006 sei aus psychiatrischer Sicht eine revisionsrechtlich erhebliche Verbesserung eingetreten. Diese tatsächliche Feststellung ist letztinstanzlich bindend (E. 1 hievor). Die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen hieran nichts zu ändern. Mit Blick auf die sich widersprechenden Einschätzungen des Dr. med. A.________ und des Hausarztes Dr. med. C.________, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, der am 22. April 2007 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt hatte, durfte die Vorinstanz ohne Verletzung von Bundesrecht dem Umstand Rechnung tragen, dass die Angaben des behandelnden Arztes in Berücksichtigung der auftragsrechtlichen Vertrauensstellung mit Vorbehalt zu würdigen sind (z.B. Urteil I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4). Entgegen den Vorbringen der Versicherten, wonach sie bei Dr. med. A.________ (lediglich) eine Gruppentherapie besucht habe - weshalb dieser ihre Gesundheitsprobleme nicht ausreichend kenne - war sie nach Lage der Akten bei diesem Arzt auch in Einzelbehandlung; so fanden zwischen 12. Juli 2002 und 27. Januar 2006 (unter anderem) 11 Konsultationen statt. Weiter übersieht die Beschwerdeführerin, dass selbst eine geringfügige Änderung des Sachverhaltes Anlass zu einer Revision geben kann (BGE 133 V 545 E. 7 S. 548). Entgegen den Vorbringen in der Beschwerde steht auch eine (nur) "leicht verbesserte" gesundheitliche Situation, wie sie Dr. med. A.________ mit Verlaufsbericht vom 27. Januar 2006 attestiert hatte, einer Herabsetzung der Rente nicht entgegen. Den Ausführungen des Dr. med. A.________ kann im Übrigen sehr wohl entnommen werden, inwiefern sich der (psychische) Gesundheitszustand verbessert hat. Der Psychiater weist im Einzelnen auf die Veränderungen hin (die Versicherte sei ruhiger geworden; es fänden sich weniger Hinweise auf psychotische Symptome und es bestehe keine akute Suizidalität [mehr]; vgl. E. 3.2 hievor), so dass die Diagnose eines nunmehr noch mittelschweren depressiven Zustandsbildes (ICD-10 F32.11) durchaus einleuchtet. Die letztinstanzlich ins Recht gelegten Auskünfte des Dr. med. C.________ vom 23. August 2008 und des Dr. med. H.________ vom 8. September 2008 können nicht berücksichtigt werden (Art. 99 Abs. 1 BGG; im Übrigen enthalten sie nichts, was den vorinstanzlichen Entscheid als bundesrechtswidrig erscheinen liesse). Schliesslich durfte die Vorinstanz in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 124 V 90 E. 4b S. 94) von weiteren Abklärungen absehen.