Citation: 1C_237/2024 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid zunächst die Voraussetzungen für die Erteilung der Ermächtigung erläutert. Anschliessend ist sie auf die Vorwürfe des Beschwerdeführers eingegangen und hat dargelegt, wieso sich keine hinreichend konkreten Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten des Beschwerdegegners ergäben. Sie hat dabei namentlich darauf hingewiesen, dass die sinngemässen Strafanzeigen des Beschwerdeführers gegen C.________ wegen Verleumdung bzw. falscher Anschuldigung wohl formell (mittels anfechtbarer Verfügung) hätten behandelt werden müssen, und darin ein Verfahrensfehler liegen könnte. Dies würde jedoch keinen Amtsmissbrauch begründen. Ebenso fehlten konkrete Anhaltspunkte für eine Begünstigung. Weiter hat sie festgehalten, es stelle sich die Frage, ob die Verfügung, mit welcher der Beschwerdegegner die Strafuntersuchung gegen den Beschwerdeführer eingestellt habe, diesem tatsächlich zugestellt worden sei. Wäre die Frage zu verneinen, läge ein Verfahrensfehler vor. Dies vermöchte jedoch ebenfalls kein strafbares Verhalten des Beschwerdegegners zu begründen. Dieser sei sodann - so die Vorinstanz weiter - für die Rechtshilfeverfahren in der Sache samt Aktenübermittlung nach Polen nicht zuständig gewesen. Abgesehen davon erschliesse sich nicht, inwiefern die rechtshilfeweise Weiterleitung von Akten strafbar sein könne.