Citation: 6B_587/2015 E. 1.3.3

1.3.3. Der Beschwerdeführer bringt vor, er und sein Mittäter hätten die begonnene strafbare Handlung aus eigenem Antrieb nicht zu Ende geführt. Von der mitgeführten Machete hätten sie keinen Gebrauch gemacht und die dem Opfer gesetzte Frist von zwei Stunden zur Bezahlung nicht abgewartet. Schliesslich hätten sie trotz ihrer körperlichen Überlegenheit davon abgesehen, die später hinzugekommenen Personen in Schach zu halten. Aufgrund des unvollendeten Versuchs rechtfertige sich eine Strafreduktion von sieben Monaten. Dem kann nicht gefolgt werden. Der Umfang der zulässigen Reduktion der Strafe hängt unter anderem von den tatsächlichen Folgen der Tat und der Nähe des tatbestandsmässigen Erfolgs ab (vgl. zum alten Recht BGE 127 IV 97 E. 1b S. 99 f., 101 E. 2b S. 103; 121 IV 49 E. 1b S. 54). Die Vorinstanz führt unter Verweis auf diese Rechtsprechung aus, der Beschwerdeführer und sein Mittäter hätten den Überfall abgebrochen, nachdem unverhofft die Ehefrau von A.________ in Begleitung von drei Kindern erschienen sei. Aufgrund des dadurch entstandenen Tumults seien die Täter in Panik geraten und mit leeren Händen geflüchtet. Das Opfer habe jedoch zuvor gesagt, sie könnten "alles haben" und ihnen die Schlüssel seines Wagens angeboten. Es sei demnach davon auszugehen, dass dieses zu Vermögensdispositionen bereit gewesen sei. Durch das maskierte Auftreten, die Faustschläge und das Auffordern zur Zahlung von Fr. 200'000.-- hätten die Täter das Notwendige getan, um das Opfer zur Vermögensdisposition zu bringen und der Eintritt des Erfolgs sei nicht mehr weit entfernt gewesen. Insgesamt erscheine eine Reduktion der Strafe um sechs Monate angemessen. Damit hält sich die Vorinstanz ohne Weiteres im Rahmen ihres Ermessens.