Citation: 9C_145/2021 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht stellte fest, werde der Vermögensverzicht ausser Acht gelassen, resultiere aus den Berechnungen der Ausgleichskasse aus den Jahren 2010, 2011, 2015, 2017 und 2018 jeweils ein Ausgabenüberschuss. Es liege auf der Hand, dass der Beschwerdegegner, wenn er nicht auf Vermögen verzichtet hätte, berechtigt gewesen wäre, sein eigens für diesen Zweck bestimmtes Vermögen zur Deckung des Ausgabenüberschusses zu verwenden. Gleiches müsse ihm auch zugestanden werden, wenn er auf Vermögen verzichtet habe. Denn ihm dürfe selbstredend nur ein Vermögensverzicht in der Höhe angerechnet werden, in der das Vermögen, hätte er darauf nicht verzichtet, tatsächlich noch vorhanden gewesen wäre. Dies mit der Folge, dass der anrechenbare Betrag nicht nur um jährlich Fr. 10'000.- (aArt. 17a Abs. 1 ELV) zu reduzieren sei, sondern auch derjenige Betrag vom Vermögensverzicht in Abzug zu bringen sei, den der Beschwerdegegner zur Bestreitung seines Lebensunterhaltes benötigt habe. Andernfalls würde Vermögen, das für den Lebensunterhalt aufgewendet worden sei, als Vermögensverzicht angerechnet.