Citation: 8C_358/2016 E. 3.3

3.3. Der Begriff der einem Unfall gleichgestellten Körperschädigung bezweckt - zu Gunsten der Versicherten - die oft schwierige Unterscheidung zwischen Krankheit und Unfall zu vermeiden. Zudem müssen die UVG-Unfallversicherer aufgrund der getroffenen Unterscheidung auch ein Risiko abdecken, welches grundsätzlich von der Krankenversicherung zu tragen wäre. Die in Art. 9 Abs. 2 UVV erwähnten Körperschädigungen werden selbst dann einem Unfall gleichgestellt, wenn sie ihren Ursprung im Wesentlichen in einer Krankheit oder einer Degeneration haben, sofern eine äussere Einwirkung zumindest die Symptome ausgelöst hat, unter welchen die versicherte Person leidet (BGE 139 V 327 E. 3.1 S. 328).