Citation: 2C_767/2021 E. 4.2

4.2. Der Eigenmietwert gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 DBG bestimmt sich grundsätzlich nach dem objektiven Marktwert, wobei diesbezüglich eine gewisse Bandbreite besteht (BGE 132 I 157 E. 3.3; Urteil 2C_418/2020 vom 21. Dezember 2021 E. 4.4.5, zur Publikation vorgesehen). Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) schliesst sich dabei den vom betreffenden Kanton für die Zwecke der direkten Bundessteuer festgelegten Eigenmietwerten an, soweit diese die entwickelte Interventionslimite von 70 % im Durchschnitt nicht unterschreiten (BGE 123 II 9 E. 4b; Urteile 2C_418/2020 vom 21. Dezember 2021 E. 4.4.5, zur Publikation vorgesehen; 2C_843/2016 und 2C_844/2016 vom 31. Januar 2019 E. 2.1; je mit Hinweisen). Die Kantone verfügen daher bei der Festlegung des Eigenmietwerts über einen gewissen Handlungsspielraum, der vom kantonalen Recht ausgefüllt wird. In der Praxis und soweit als möglich gilt dabei der volle kantonale Eigenmietwert (vgl. betreffend Art. 7 Abs. 1 StHG nachstehende E. 7.1) auch für die direkte Bundessteuer (vgl. Urteile 2C_22/2021 vom 7. Mai 2021 E. 3.2 und 3.3; 2C_1/2019 vom 16. Januar 2020 E. 5).