Citation: 5A_182/2017 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer beruft sich auf Art. 602 Abs. 2 ZGB. Er besteht darauf, dass die Beschwerdegegnerin, die gemäss dem Ehe- und Erbvertrag vom 15. November 2007 (s. Sachverhalt Bst. A.b) unbestrittenermassen auf das Erbe ihres Ehemannes verzichtet habe, die streitige Rechnung der I.________ AG nach dem Tod des Erblassers nur noch mit dem Einverständnis aller Erben gemäss Art. 602 Abs. 2 ZGB hätte bezahlen dürfen. Die Beschwerdegegnerin habe die Erben nicht um ihre Zustimmung ersucht. Deshalb müsse sie den Betrag dem Nachlass wieder zurückerstatten. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor zu übersehen, dass eine allfällige Vollmacht des Erblassers für dieses nicht alltägliche Verfügungsgeschäft gemäss Art. 35 Abs. 1 OR mit dem Tod des Erblassers selbst dann erloschen wäre, wenn es sich um eine Vermögensverwaltung im Sinne von Art. 195 ZGB gehandelt haben sollte. Nach der Meinung des Beschwerdeführers ist "rechtlich irrelevant", ob der Nachlass durch die eigenmächtige Vermögensdisposition der Beschwerdegegnerin geschädigt wurde. Ebenso sei unerheblich, ob der Beratungsvertrag zwischen H.________ und dem Erblasser für diesen gültig zustande kam; diese Frage sei vor der Vorinstanz gar nicht Prozessthema gewesen. Der Beschwerdeführer wirft den kantonalen Instanzen vor, den Unterschied zwischen Verpflichtungs- und Verfügungsgeschäft zu verkennen. Das Vermögen des Erblassers stehe im Gesamteigentum der Erben. Nachdem die Beschwerdegegnerin vertraglich auf das Erbe verzichtet habe, sei sie nicht befugt gewesen, aus diesem Vermögen mittels einer Kontoabhebung Geld zu entnehmen. Mit ihrer eigenmächtigen Vermögensdisposition habe die Beschwerdegegnerin ihm, dem Beschwerdeführer, unter anderem die Möglichkeit genommen, die Verrechnung gegenüber der Rechnung der I.________ AG zu erklären, bspw. für Retrozessionen oder wegen übertriebenen Aufwands beim Willensvollstreckermandat. In der güterrechtlichen Auseinandersetzung bzw. der Abrechnung der gegenseitigen Schulden sei der Beschwerdegegnerin deshalb zu Gunsten des Nachlasses der Betrag von Fr. 10'108.80 zu belasten.