Citation: 6B_1464/2021 E. 3.2.1

3.2.1. Der heute 28-jährige Beschwerdeführer ist kosovarischer Staatsangehöriger und lebt seit 2001 in der Schweiz. Er ist nicht verheiratet und hat keine Kinder. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer am 6. Oktober 2016 neben einer Sachbeschädigung einen Diebstahl in Verbindung mit Hausfriedensbruch beging. Es liegt daher eine Katalogtat gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB vor, welche unabhängig von der Höhe der Strafe eine Landesverweisung von 5-15 Jahren zur Folge hat (Art. 66a Abs. 1 StGB). Die versuchte schwere Körperverletzung wäre eigentlich auch eine Katalogtat gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB. Als Anlasstat fällt sie aber ausser Betracht, weil sie am 1. Juli 2016 verübt wurde und damit drei Monate vor dem 1. Oktober 2016, als die Umsetzungsgesetzgebung über die Ausschaffung krimineller Ausländerinnen und Ausländer in Kraft trat (AS 2016 2329; BBl 2013 5975). Hingegen darf die versuchte schwere Körperverletzung bei der Abwägung der Rückfallgefahr und wiederholter Delinquenz berücksichtigt werden (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; Urteile 6B_560/2020 vom 17. August 2020 E. 1.1.1; 6B_396/2020 vom 11. August 2020 E. 2.4.2; 6B_1070/2018 vom 14. August 2019 E. 6.2.2; 6B_873/2018 vom 15. Februar 2019 E. 3.1; 6B_506/2017 vom 14. Februar 2018 E. 2.5.1).