Citation: 6B_299/2007 11.10.2007 E. 9

Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz in diesem Zusammenhang und an weiteren Stellen vor, sich mit ihren Vorbringen oder mit der Sache nicht hinreichend auseinander gesetzt oder das Urteil ungenügend begründet und damit Art. 6 Ziff. 1 EMRK sowie Art. 29 BV verletzt zu haben. Die Begründungspflicht wird zu den Erfordernissen eines fairen Verfahrens im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK gerechnet. Der Anspruch kann verletzt sein, wenn im Dunkeln bleibt, welche Erwägungen die Entscheidung tragen. Die Begründung muss erkennen lassen, dass das Gericht den wesentlichen Vortrag der Parteien verarbeitet hat (Walter Gollwitzer, Menschenrechte im Strafverfahren, MRK und IPBPR, Berlin 2005, Art. 6 MRK N 74). Der Anspruch auf ein faires Verfahren erfordert aber keine "réponse détaillée à chaque argument" (Urteil des EGMR i.S. Robert Spang c. Schweiz vom 4. Mai 2004, Req. 45228/99; VPB 2004 2183). Nach der Rechtsprechung zu Art. 29 Abs. 2 BV müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Sie muss sich nicht ausdrücklich mit jedem Einwand auseinander setzen, sondern kann sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (ausführlich BGE 129 I 232 E. 3.2; 126 I 97 E. 2b). Diesen Begründungsanforderungen genügt das 76-seitige angefochtene Urteil mit Verweisungen auf das 105-seitige Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 30. März 2006.