Citation: 2C_379/2015 E. 2.3.7

2.3.7. Im Grunde hat die Schaffung von Art. 28 Abs. 3 StHG kaum zur Harmonisierung beigetragen. Die Struktur des Tatbestandes, der sich hauptsächlich aus unbestimmten Rechtsbegriffen zusammensetzt, und die dahinter stehenden politischen Erwägungen, die dem Institut seit jeher innewohnten, waren einer tatsächlichen Harmonisierung jedenfalls nicht zuträglich. Die Kantone scheinen eine solche in diesem Bereich auch gar nicht ungeteilt befürwortet zu haben (DUSS/VON AH/RUTISHAUSER, a. a. O., N. 128 zu Art. 28 StHG). So fand der Gesetzgeber letztlich zu einem Normtext, der keine abschliessende Regelung anstrebte sondern einer offenen und "flexiblen" Auslegung zugänglich blieb. Auslegung und Anwendung von Art. 28 Abs. 3 StHG erfolgen seit jeher in den Kantonen recht uneinheitlich (CAVELTI/ GREMINGER, a. a. O., S. 469). Wohl auch deshalb hält XAVIER O BERSON zu Art. 23 Abs. 1 LIPM/GE fest: " Parfois, ces sociétés exercent des activités commerciales, mais uniquement à l'étranger" (Droit fiscal suisse, 4. Aufl. 2012, § 12 N. 28; Auszeichnung durch das Bundesgericht).