Citation: 1C_75/2022 E. A

Am 21. Juni 2006 bewilligte der Gemeinderat V.________ der Architekturbüro J._______ AG den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit vier Aussenparkplätzen auf ihrer Grundstückparzelle Nr. xxx, V.________ (U.________ strasse). Die Architekturbüro J.________ AG begründete in der Folge Stockwerkeigentum am neu erstellten Mehrfamilienhaus, während sie selber einzig mit einem Einstellparkplatz am Eigentum beteiligt blieb. Am 26. November 2012 bewilligte der Gemeinderat V.________ auf der östlich liegenden Nachbarsparzelle Nr. yyy, V.________, den Neubau von drei Mehrfamilienhäusern. Die von den Stockwerkeigentümern der U.________ strasse dagegen erhobene Beschwerde hiess der Regierungsrat des Kantons Obwalden wegen mangelhafter Erschliessung gut (Beschluss Nr. 172 vom 11. November 2014). Als Begründung führte er an, auf der Parzelle der Stockwerkeigentümergemeinschaft U.________ strasse (nachfolgend: STWEG) seien offenbar die Aussenparkplätze zu breit erstellt worden, weshalb die danebenliegende Strasse nur noch 3 m anstelle von 3.5 m betrage und die Nachbarsparzelle somit nicht hinreichend erschlossen werden könne. Es sei an der Gemeinde V.________, von den Stockwerkeigentümern die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zu verlangen. Der Gemeinderat liess in der Folge durch die K.________ AG Messungen durchführen. Mit Schreiben vom 27. Juli 2016 orientierte er die Stockwerkeigentümer, dass die Messungen eine Abweichung von der Baubewilligung ergeben hätten. Namentlich seien die Sickerböschung beim Hauseingang und somit das davorliegende Parkfeld nicht zurückversetzt worden. Die beiden anderen Parkplätze seien breiter markiert worden, als auf den bewilligten Plänen eingezeichnet, und ein Parkfeld ganz weggelassen worden. Die STWEG werde deshalb aufgefordert, den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen oder ein nachträgliches Baugesuch einzureichen.