Citation: 6B_135/2020 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz nimmt in rechtlicher Hinsicht an, der Beschwerdeführer habe das Opfer bei der Auseinandersetzung mit einem Messer gestochen und diesem damit die tödliche Verletzung beigebracht. Mangels entsprechender Anhaltspunkte scheide die Möglichkeit, dass der Beschwerdeführer dem Opfer den tödlichen Messerstich im Rahmen einer Gefahrenabwehr zugefügt haben könnte, aus. Damit falle eine fahrlässige Tötung nach Art. 117 StGB ausser Betracht. Es bestünden auch keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer in einer entschuldbaren heftigen Gemütsbewegung oder unter grosser seelischer Belastung im Sinne von Art. 113 StGB gehandelt hätte. Damit sei der objektive Tatbestand von Art. 111 StGB erfüllt (angefochtenes Urteil S. 60). In subjektiver Hinsicht nimmt die Vorinstanz an, es bestünden keine Anhaltspunkte für einen direkten Tötungsvorsatz des Beschwerdeführers. Doch habe dieser beim Angriff ein Messer mitgeführt und dieses auch eingesetzt, indem er damit vor dem Opfer auf Brusthöhe drohend hin und her gefuchtelt und zugestochen habe. Er habe damit in Kauf genommen, dass es zu schweren, allenfalls gar tödlichen Verletzungen kommen könnte. Unter Berücksichtigung dieser Umstände sei von Eventualvorsatz auszugehen, womit auch der subjektive Tatbestand von Art. 111 StGB erfüllt sei (angefochtenes Urteil S. 60 f.).