Citation: I 88/04 24.05.2005 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat zunächst erwogen, sie erachte es als nicht zulässig, zeitlich befristete Leistungen zuzusprechen. Rechtsprechung und Lehre betrachten die Zusprechung abgestufter und/oder befristeter Renten hingegen als zulässig (BGE 109 V 24 f., 106 V 49 Erw. 1 und 51 Erw. 2b mit weiteren Hinweisen). Im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der prognostisch verfügten Abstufung oder Aufhebung kann die Richtigkeit der Prognose überprüft werden. Dies hat verfahrensmässig entweder durch die Einleitung eines Revisionsverfahrens von Amtes wegen oder durch Einreichung eines Revisionsgesuches durch den Versicherten zu geschehen (RKUV 1993 Nr. U 173 S. 145). Es besteht kein Anlass, auf diese Rechtsprechung zurückzukommen. Sie gilt analog für die Revision für Leistungen an die Hauspflege (vgl. BGE 113 V 17; siehe auch Erwägung 2.1 hievor) 3.2 Mit Verfügung vom 22. Juni 2001 wurden für den Zeitraum vom 1. April 2000 bis 30. April 2002 medizinische Massnahmen in Form von Rückvergütungen für die Kosten der Hauspflege für einen hohen Betreuungsaufwand zugesprochen. Die IV-Stelle hat in der hier strittigen Verfügung vom 27. Januar 2003 den Anspruch im genannten Umfang ab 1. Mai 2002 bis 28. Februar 2003 bestätigt, gleichzeitig aber erkannt, ab 1. März 2003 bestehe nur noch ein Anspruch für einen geringen Mehraufwand. Mit der Formulierung: "Der durchschnittliche Mehraufwand an intensiver Pflege im Vergleich zu nichtbehinderten Kindern gleichen Alters beträgt nach unseren Abklärungen neu 2 Stunden 37 Minuten pro Tag", drückt die Verwaltung aus, dass ihres Erachtens veränderte Verhältnisse eingetreten seien, die eine Anpassung, somit eine Revision im Sinne von Art. 17 ATSG (bzw. Art. 41 aIVG), rechtfertige. In dieser Hinsicht ist das Vorgehen der Verwaltung daher nicht zu beanstanden. Sie hat die befristet zugesprochenen Leistungen nach Revisionsgesichtspunkten (Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV) reduziert.