Citation: 2C_561/2021 E. 3.1

3.1. Auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG kann sich die Beschwerdeführerin nicht berufen, da ihre Ehegemeinschaft mit C.________ weniger als drei Jahre (nämlich rund ein Jahr) gedauert hat (vgl. Bst. A./ B. oben). Nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG besteht ein Anspruch auf Erteilung oder Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung eines Ehegatten einer Person mit Niederlassungsbewilligung nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft, wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen. Dies ist gemäss Art. 50 Abs. 2 AIG unter anderem dann der Fall, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde. Damit soll verhindert werden, dass eine von ehelicher Gewalt betroffene Person nur deshalb in einer für sie objektiv unzumutbaren ehelichen Gemeinschaft verbleibt, weil die Trennung für sie nachteilige ausländerrechtliche Folgen zeitigen würde (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.2.2; Urteil 2C_1004/2020 vom 23. März 2021 E. 4.2.1).