Citation: 1C_579/2022 E. 4.5

4.5. Der Beschwerdeführer macht zwar geltend, es sei im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 23. August 2017 lediglich von einer geringen Gefahr für die Sicherheit anderer auszugehen. Seine Ausführungen vermögen die vorinstanzliche Beurteilung jedoch nicht infrage zu stellen: Wie die Vorinstanz richtig festgehalten hat, steht einer erhöhten Gefährdung nicht entgegen, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind (vgl. BGE 135 II 138 E. 2.3; Urteil 1C_741/2021 vom 15. Juni 2022 E. 3.1.1 f. mit Hinweisen). Das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach lediglich von einer geringen Gefahr auszugehen sei, weil die Kollision als Folge des Zusammenspiels unglücklicher Umstände zustande gekommen sei, ist weiter unbehelflich. Unabhängig davon, wie dieses Vorbringen sonst zu beurteilen ist, betrifft das geltend gemachte Zusammenspiel unglücklicher Umstände nicht die Frage des Ausmasses der Gefährdung, sondern allenfalls jene des Verschuldensgrades. Unzutreffend ist auch die Auffassung des Beschwerdeführers, für die Annahme einer mittelschweren Widerhandlung gemäss Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG werde eine grosse Gefahr verlangt. Vielmehr wäre umgekehrt für das Vorliegen einer leichten Widerhandlung eine lediglich geringe Gefahr erforderlich. Insofern ist daher auch die im angefochtenen Urteil bisweilen uneinheitliche Formulierung hinsichtlich des Ausmasses der Gefährdung ("erhöht", "erheblich", "gross") nicht weiter von Belang, zumal nie die Rede von einer lediglich geringen Gefährdung ist. Nicht weiter einzugehen ist auf den Hinweis des Beschwerdeführers, wonach die geplanten Neuerungen im Strassenverkehrsrecht künftig eine weniger strenge Anwendung der Strassenverkehrsregeln erwarten liessen. Inwieweit diese noch nicht in Kraft getretenen Neuerungen bzw. die angeblich zu erwartende weniger "repressive" Rechtsanwendung vorliegend von Bedeutung wären, legt er nicht dar und erschliesst sich nicht. Auch sonst bringt der Beschwerdeführer nichts vor, was gegen die vorinstanzliche Beurteilung der von ihm geschaffenen Gefährdung sprechen würde, oder ist solches ersichtlich.