Citation: 8C_286/2008 23.09.2008 E. 3

3.1 Dr. med. A.________, Oberarzt Orthopädie, Wirbelsäulen und Rückenmarkschirurgie, Klinik B.________, hielt am 20. Juli 2004 fest, es gebe keinen Hinweis auf eine Bandscheibenpathologie im Sinne einer Diskushernie oder sonstigen Kompression von Myelon oder Nervenwurzel. Somit liege radiologisch kein Hinweis für die angegebenen Beschwerden vor. 3.2 Die Klinik C.________, Spital E.________, diagnostizierte am 12. Oktober 2006 ein postpunktionelles Schmerzsyndrom nach Periduralinfiltration am 11. Oktober 2006, eine Transaminase-Erhöhung unklarer Genese und ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom. 3.3 Die Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, Spital F.________ (nachfolgend: Rheumaklinik), diagnostizierte im Arbeitsassessment vom 2. Januar 2007 ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechts. Als arbeitsbezogene Probleme lägen vor allem die belastende und unergonomische Arbeitstechnik zusammen mit einer verminderten Schulter-Armkraft und einer verminderten muskulären Stabilisation des Rumpfes vor. Der Versicherte habe in den Tests eine mässige Leistungsbereitschaft gezeigt. Die Belastbarkeit liege allgemein im Bereich einer mittelschweren Arbeit. Auf Grund der bestehenden Ressourcen sei eine arbeitsbezogene Rehabilitation indiziert, obwohl die fehlende Einsicht, trotz Beschwerden sich körperlich zu belasten, ein wesentliches Hindernis darstelle. Die funktionelle Leistungsfähigkeit entspreche den Belastungsanforderungen der bisherigen Tätigkeit. Eine mittelschwere Arbeit sei voll und die angestammte Tätigkeit mit Leistungseinschränkung voll zumutbar. 3.4 Das Institut für Radiologie, Spital E.________, hielt am 18. Januar 2007 eine nur diskrete Protrusion der Bandscheiben der unteren LWS ohne erkennbare relevante foraminale oder spinale Einengung, keinen Hinweis auf eine Nervenwurzelkompression und keinen Nachweis einer anderweitigen spinalen Pathologie fest. 3.5 Die Klinik G.________, Zentrum für Rehabilitation und Nachbehandlung, in welcher der Versicherte sich vom 19. März bis 6. April 2007 aufhielt, diagnostizierte am 3. Mai 2007 ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechts, ein postpunktionelles Schmerzsyndrom nach Periduralinfiltration mit/bei täglichen Kopfschmerzen und Pollakisurie, sowie eine Myotendinose im Bereich des rechten Musculus ilio-psoas und des Beckengürtels. Als Nebendiagnose hielt sie eine Adipositas (BMI 32) fest. Sie empfahl eine physische Rekonditionierung und bei Beschwerdepersistenz über vier Wochen eine Umschulung. Aus rheumatologischer Sicht bestehe bis auf Weiteres volle Arbeitsunfähigkeit, welche vom Hausarzt in zwei bis drei Wochen überprüft werden solle. 3.6 Gemäss Frau Dr. med. H.________, Fachärztin für Anästhesie und Arbeitsmedizin, RAD, welche den Versicherten am 21. Juni 2007 untersuchte, liegen keine Hinweise auf eine Depression vor. Die volle Arbeitsunfähigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht nachvollziehbar. Die angestammte Tätigkeit sei zwar belastend, doch das Problem bestehe in einer ungenügenden Rumpfstabilisation und ungenügender Schulterkraft sowie im Glauben, keine andere Arbeit ausüben zu können. 3.7 Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Medizin, diagnostizierte am 17. Oktober 2007 den Status nach postpunktionellem Schmerzsyndrom nach Periduralinfiltration, ein chronifiziertes lumbovertebrales Schmerzsyndrom, tägliche Kopfschmerzen und eine depressive Entwicklung. Eine Psychotherapie sei eingeleitet. 3.8 Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, bei welchem der Versicherte seit 27. November 2007 in Behandlung ist, diagnostizierte am 12. Februar 2008 eine mittelgradige depressive Reaktion (ICD-10: F 43.21), eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F 45.4) bei chronifiziertem lumbovertebralem Schmerzsyndrom, Dauerkopfschmerzen und Pollakisurie im Rahmen eines postpunktionellen Schmerzsyndroms nach Periduralinfiltration im Oktober 2006 sowie eine Adipositas (BMI 32). Auf Grund der vorgetragenen Beschwerdeäusserungen, des Krankheitsverlaufs und des Fehlens von organischen Korrelaten, welche das Schmerzsyndrom schlüssig erklären könnten, gehe er von einer neurotischen Fehlentwicklung im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung aus. Das psychische Leiden wirke sich auf die Arbeitsfähigkeit deutlich einschränkend aus. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 %.