Citation: 1C_171/2022 E. 3.4.2

3.4.2. Der Kritik der Beschwerdeführerin, das Bundesverwaltungsgericht habe die für eine intakte eheliche Gemeinschaft sprechenden Beweise nicht gewürdigt und dadurch den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt, ist unbegründet. Das Bundesverwaltungsgericht hielt fest, dass angesichts der erwähnten Vorfälle die in die Gesamtwürdigung miteinzubeziehenden weiteren Aspekte wie die Beziehungsdauer, das gemeinsame Kind, die Wohnsituation, die Referenzauskünfte sowie die eingereichten Fotos vollends in einem anderen Licht erschienen. Damit kam es seiner Begründungspflicht nach. Es reicht aus, dass das Bundesverwaltungsgericht die aus seiner Sicht wesentlichen Überlegungen aufgeführt hat. Die Beschwerdeführerin war gestützt darauf ohne Weiteres in der Lage, den Entscheid sachgerecht anzufechten (vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2).