Citation: U 47/05 09.06.2006 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, ihre gesundheitlichen Einschränkungen stützten sich auf organische Befunde, welche - bei Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhanges - praxisgemäss ohne weiteres dem ursächlichen Unfall zugeordnet werden müssten. Allfällige psychische Beeinträchtigungen gehörten zum bunten Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS oder äquivalenter Verletzungen und seien reaktiver Natur ohne selbständige, endogene Ursache. 2.2 In einlässlicher Würdigung der umfassenden medizinischen Aktenlage hat die Vorinstanz zunächst mit zutreffender Begründung, auf welche verwiesen wird, zu Recht erkannt, dass es sich bei den geklagten gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin nicht um klar ausgewiesene organische Unfallfolgen handelt. Gestützt auf das sämtlichen Anforderungen entsprechende MEDAS-Gutachten vom 12. April 2001, welches aus der Zusammenarbeit von zwei Ärzten für innere Medizin, eines Rheumatologen, eines Neurologen, eines Neuropsychologen sowie eines Psychiaters hervorging, ist davon auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit durch eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung sowie ein neurasthenisches Zustandsbild mit Belastbarkeitsminderung und psychogenen Blockierungen beim Initiieren von Handlungsschritten beeinträchtigt ist, wohingegen Krankheitswert, jedoch keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, einem chronischen, therapierefraktären Panvertebralsyndrom, zervikal und lumbal betont zukommt. Aus den verschiedenen fachärztlichen Berichten ergibt sich - wie das kantonale Gericht darlegt - keine somatische Ursache für die noch bestehende, die Arbeitsfähigkeit einschränkende gesundheitliche Beeinträchtigung. Der einzige unfallbedingte organische Befund der Brustbeinkontusion ist - worauf die Beschwerdegegnerin zu Recht hinweist - schnell und ohne Folgen verheilt. Als Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit finden sich somit einzig Erkrankungen aus dem psychiatrischen Fachbereich in Form einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung sowie eines neurasthenischen Zustandsbildes mit Belastbarkeitsminderung und psychogenen Blockierungen beim Initiieren von Handlungsschritten. Daran vermögen weder das psychiatrische Gutachten des Dr. med. G.________ vom 29. November 2002, welches - wie die Vorinstanz überzeugend darlegt - in der übrigen medizinischen Aktenlage keine Stütze findet, noch die Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde etwas zu ändern. Letztere stützen sich auf einzelne Feststellungen anlässlich der Untersuchung durch im Rahmen der MEDAS-Begutachtung beigezogene Ärzte. Massgebend sind indessen nicht diese einzelnen Aussagen für sich allein, sondern die Beurteilung der Ärzte als Ganzes. Diesbezüglich weist die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf hin, dass für die von der Beschwerdeführerin unter diesem Titel erwähnten festgestellten unkoordinierten Zuckungen der unteren Extremitäten, für die von der Versicherten angegebene Beweglichkeitsminderung im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule, für die Verspannung einzelner Muskeln sowie für das als Panvertebralsyndrom umschriebene Beschwerdebild gerade keine strukturelle Ursache gefunden wurde, sondern es sich dabei um klassische Symptome der diagnostizierten Schmerzstörung handelt, während für die gemäss dem neuropsychologischen Konsilium bestehende kognitive Belastbarkeitsminderung und psychogenen Blockierungen das Vorliegen einer organischen Ursache gar explizit ausgeschlossen wurde. Die Verneinung noch vorhandener organischer Unfallfolgen ist somit zu Recht erfolgt.