Citation: 6B_890/2023 E. 2.5

2.5. Der Beschwerdeführer bestreitet die vorinstanzliche Erwägung, wonach er aus wirtschaftlicher Sicht mangelhaft integriert sei. Er weist darauf hin, eine Ausbildung absolviert, stets gearbeitet und nie Sozialleistungen des Staates in Anspruch genommen zu haben. Angesichts der hohen Schulden, den ausstehenden Unterhaltszahlungen, den Betreibungen, sowie der Arbeitslosigkeit ging die Vorinstanz indes auch unter Berücksichtigung der von ihm vorgebrachten Umstände zu Recht von einer mangelhaften wirtschaftlichen Integration aus. Ferner wendet der Beschwerdeführer ein, bei seinen Vorstrafen handle es sich mehrheitlich um Altlasten. Im vorliegenden Verfahren gehe es primär um Delikte häuslicher Gewalt, während die Vorstrafen im Bereich des Strassenverkehrsgesetzes liegen würden. Aufgrund der Trennung sei das Rückfallrisiko in Bezug auf schwere Straftaten minimiert. In diesem Zusammenhang lässt er ausser Acht, dass die Vorinstanz angesichts der hohen Anzahl Delikte, dem Administrativmassnahmenauszug sowie den ausstehenden, gerichtlich angeordneten Unterhaltszahlungen in nachvollziehbarer Weise von einer grundsätzlichen Missachtung der Rechtsordnung ausgeht, welche sich gesamthaft auf die Legalprognose auswirkt. Zudem führt die Vorinstanz das hinsichtlich der Sexualdelikte festgehaltene Rückfallrisiko auch auf die fehlende Einsicht und Reue des Beschwerdeführers zurück. Wenn die Vorinstanz vor diesem Hintergrund hinsichtlich der Sexualdelikte von einem im Vergleich zum hohen Rückfallrisiko für Strassenverkehrsdelikte geringeren, aber tatsächlich vorhandenen Rückfallrisiko ausgeht und dieses angesichts der betroffenen, besonders hochwertigen Rechtsgüter als nicht hinnehmbar erachtet, sind ihre Erwägungen nicht zu beanstanden. Nicht zu folgen ist dem Beschwerdeführer schliesslich, wenn er vorbringt, bezüglich der Strassenverkehrsdelikte könne aufgrund seiner fehlenden Fahrberechtigung nur von einem geringen Rückfallrisiko gesprochen werden, zumal er sich mehrfach und auch in diesem Verfahren insbesondere dem Fahren ohne Berechtigung schuldig gemacht hat. Ausserordentlichen Umstände, wie sie angesichts der ausgesprochenen Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten erforderlich wären, um von einer Wegweisung abzusehen, liegen keine vor. Die vorgebrachten Rügen erweisen sich als unbegründet.