Citation: I 531/01 06.05.2002 E. A

A.- Der 1953 geborene G.________ war ab 19. Juni 1978 als Bauarbeiter bei der W.________ AG, bzw. bei deren Tochtergesellschaften angestellt. Er leidet seit Jahren an Rückenbeschwerden. Nach dem 19. August 1992 setzte er die Arbeit krankheitshalber aus. Am 5. November 1992 meldete sich G.________ unter Hinweis auf ein seit etwa drei Jahren bestehendes Bandscheibenleiden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Bern holte einen Arbeitgeberbricht vom 11. Februar 1993 ein und zog Berichte des Dr. med. B.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 17. November 1992, der Universitätsklinik für Orthopädische Chirurgie am Spital X.________ vom 21. August 1992 (Wirbelsäulen-Poliklinik), 9. September 1992 (Operationsbericht), 4. März 1993 (Wirbelsäulen-Poliklinik) und 21. April 1993 sowie des Dr. med. S.________, Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen FMH, vom 18. August 1993 bei. Zudem liess sie die beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten abklären. Anschliessend gab sie bei der Klinik und Poliklinik für Orthopädische Chirurgie der Universität Y.________ ein Gutachten in Auftrag, welches am 27. Januar 1995 erstattet wurde. Die Gutachter Dr. med. K.________ und Dr. med. Z.________ diagnostizierten chronische, therapieresistente Lumbalgien, eine Facettengelenksarthrose und eine Discopathie. Sie hielten fest, der Versicherte könne eine abwechslungsreiche, mit häufigen Positionswechseln verbundene Arbeit noch zu 50 % ausführen, wenn sie gleichmässig über die gesamte Woche verteilt werde. Dr. med. H.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, führte in einem von der IV-Stelle angeforderten spezialärztlichen Gutachten vom 4. April 1995 aus, aus psychiatrischer Sicht könne der Versicherte wie früher arbeiten. Es bestehe keine Chronifizierung des psychischen Leidens. Daraufhin sprach die IV-Stelle dem Versicherten - nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens - mit Verfügung vom 15. September 1995 für die Zeit ab 1. August 1993 eine halbe Rente (basierend auf einem Invaliditätsgrad von 57 %) zu. Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft. Am 11. Oktober 1996 liess G.________ eine erneute medizinische Untersuchung verlangen. Die IV-Stelle Bern lehnte dies unter Hinweis auf die Rechtskraft der Verfügung vom 15. September 1995 ab (Schreiben vom 21. November 1996). Im Rahmen des ordentlichen Rentenrevisionsverfahrens gab der Versicherte an, dass sich sein Gesundheitszustand verschlimmert habe, wie auch dass er gleich geblieben sei. In einem am 28. Oktober 1997 der IV-Stelle abgelieferten Gutachten kommen Dr. med. C.________ und Dr. med. E._______ von der Medizinischen Abteilung des Universitätsspitals P.________ zum Schluss, dass eine Erwerbstätigkeit nur in einem geschützten therapeutischen Rahmen möglich sei. Eine Arbeitsdauer von mehr als vier Stunden ohne Unterbrechung sei zum derzeitigen Zeitpunkt nicht sinnvoll. Die Verwaltung forderte den Versicherten am 30. März 1998 auf, sich zur Einleitung der notwendigen medizinischen Heilbehandlung mit dem Hausarzt in Verbindung zu setzen. Sie hielt fest, dass die Arbeitsfähigkeit durch einen operativen Eingriff und allenfalls durch einen Rehabilitationsversuch wesentlich verbessert werde. In einem Schreiben vom 3. April 1998 erklärte die IV-Stelle, eine Spondylodese (Versteifungsoperation bestimmter Wirbelsäulensegmente) könne dem Versicherten derzeit nicht zugemutet werden. Im Rahmen der Schadenminderungspflicht sei es ihm aber zumutbar, sich in psychiatrische Behandlung zu begeben. In einem Bericht vom 15. März 1999 gab der behandelnde Arzt Dr. med. B.________ an, der Gesundheitszustand des Versicherten sei "stationär bis leicht verschlechtert (psychisch)". Dr. med. A.________, Spezialärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, attestierte dem Versicherten in einem bei der IV-Stelle am 10. Mai 1999 eingetroffenen Bericht eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Gleichzeitig gab sie jedoch zu "Verlauf und Veränderung der Arbeitsfähigkeit und des Gesundheitszustandes seit dem Gutachten von Dr. med. H.________ vom 05.04.1995 und dem Gutachten des Spitals L.________ vom 28.10.1997" an, es sei "keine Veränderung" eingetreten. Die Verwaltung holte daraufhin bei Dr. med. H.________ erneut ein Gutachten ein. Dieses datiert vom 7. September 1999 und enthält die Aussage, die Arbeitsfähigkeit liege weiterhin bei 50 %. Eine dem Leiden angepasste Tätigkeit könnte leistungsmässig knapp halbtags durchgeführt werden. Die IV-Stelle hielt mit Verfügung vom 8. Oktober 1999 fest, dass die Überprüfung des Invaliditätsgrades keine rentenbeeinflussende Änderung ergeben habe. Am 5. November 1999 wurde die Verfügung vom 8. Oktober 1999 zusätzlich dem vom Versicherten beigezogenen Vertreter eröffnet.