Citation: 9C_184/2022 E. 3.3.3

3.3.3. Ebenso wenig vermag schliesslich die vom Beschwerdegegner letztinstanzlich angeführte Rechtsprechung das Ergebnis des vorinstanzlichen Beschwerdeprozesses zu stützen. Danach sind bei Personen, deren Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben werden soll, nach mindestens fünfzehn Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, praxisgemäss in der Regel vorgängig Massnahmen zur Eingliederung durchzuführen, bis sie sich in die Lage versetzt sehen, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten (unter anderen Urteil 8C_826/2018 vom 14. August 2019 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Vielmehr wurde die ihm per 1. Oktober 2001 zugesprochene Invalidenrente zu Recht auf 31. März 2013 aufgehoben (vgl. Verfügung der Beschwerdeführerin vom 12. Februar 2012, bestätigt durch Entscheid der Vorinstanz vom 5. Mai 2015 und Urteil des Bundesgerichts 9C_423/2015 vom 22. September 2015). Im damaligen Zeitpunkt hatte der 1970 geborene Beschwerdegegner weder das 55. Altersjahr zurückgelegt, noch die Rente bereits während 15 Jahren bezogen. Aus der Tatsache, dass ihm die entsprechenden Rentenleistungen irrtümlich noch bis Ende Mai 2017 ausbezahlt wurden (vgl. Rückforderungsverfügung der Beschwerdeführerin vom 16. März 2018, grundsätzlich bestätigt, wenn auch infolge teilweiser Verwirkung der Rentenleistungen nicht in Bezug auf den gesamten Rückforderungsbetrag, durch den Entscheid der Vorinstanz vom 27. August 2019und BGE 146 V 217), kann im vorliegenden Kontext nichts zu Gunsten seines Standpunkts abgeleitet werden.