Citation: 5A_181/2022 E. 2.2.2

2.2.2. Ausserdem zähle das Gesetz in Abs. 2 von Art. 47 ZPO nicht abschliessend fünf Gründe auf, die für sich allein keinen Ausstandsgrund darstellten. Zusätzlich müssten besondere Umstände vorliegen; die vormalige Befassung allein genüge nicht. Insbesondere sei in der Anordnung vorsorglicher Massnahmen kein Ausstandsgrund anzunehmen. Die Offenheit des Verfahrens werde nicht beeinträchtigt, wenn eine Hauptsachenprognose gestellt werden müsse, weil diese prozessualen Anordnungen ein anderes Ziel verfolgen würden als der Entscheid in der Hauptsache. Ebenso verhalte es sich beim Eheschutzverfahren. Die vorliegend in der Funktion als Instruktionsrichterin vorgenommene Gutheissung eines prozessualen Antrags mit der Begründung, dass hinreichende Interessen für die Fällung eines Teilurteils sprechen würden, könne ebenfalls nicht den weiteren Ausschluss aus dem Verfahren bewirken.