Citation: 1B_258/2022 E. A

Mit Urteil vom 18. Dezember 2018 verurteilte das Bezirksgericht Zürich A.________ wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und weiterer Delikte zu einer Freiheitsstrafe von 11 Jahren. Mit Urteil vom 6. Oktober 2020 bestätigte das Obergericht des Kantons Zürich im Wesentlichen die erstinstanzlich ausgefällte Strafe. Auf eine Beschwerde in Strafsachen hin hob das Bundesgericht das obergerichtliche Urteil wegen Verletzung des Anklageprinzips teilweise auf und wies die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurück (Urteil 6B_1416/2020 vom 30. Juni 2021). Mit Urteil vom 7. April 2022 reduzierte das Obergericht die Freiheitsstrafe von 11 auf 10 Jahre. A.________ befindet sich seit April 2016 in Untersuchungshaft und im vorzeitigen Strafvollzug. Mit Präsidialverfügung vom 11. Januar 2022 gewährte ihm das Obergericht den offenen vorzeitigen Strafvollzug. Mit Schreiben vom 9. Mai 2022 übermittelte das kantonale Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung (JuWe) der Verfahrensleitung am Obergericht mehrere Urlaubsgesuche von A.________. Dabei hielt es fest, ob diese aus seiner Sicht gutzuheissen seien oder nicht. Mit Präsidialverfügung vom 12. Mai 2022 hiess das Obergericht folgende Gesuche gut: Beziehungsurlaub vom 14. bis zum 15. Mai 2022, Ausgang vom 16. Mai 2022 (Podiumsdiskussion), Sonderurlaub vom 20. bis zum 21. Mai 2022. Dagegen wies es folgende Gesuche ab: Sachurlaub vom 16. Mai 2022 (Podiumsdiskussion), Sachurlaub vom 18. Mai 2022 (Treffen mit B.________), Sachurlaub vom 24. Mai 2022 (Anwaltsbesuch). Gleichentags wies es ein Haftentlassungsgesuch ab.