Citation: 5A_938/2023 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz erwog, vorliegend sei insbesondere die Zuteilung der Obhut über die beiden gemeinsamen Kinder bei einem hochstrittigen Elternverhältnis zu beurteilen gewesen. Entsprechend habe der Kindesvertreter einen ausserordentlichen Aufwand betrieben. Das Verfahren sei aber auch für den Beschwerdeführer aufgrund des notwendigen Aufwands als überdurchschnittlich zu qualifizieren und es sei von einer erhöhten Grundentschädigung von Fr. 4'500.-- (gegenüber einem durchschnittlichen Verfahren betreffend die Abänderung von Eheschutzmassnahmen, bei dem praxisgemäss eine Grundentschädigung von Fr. 2'700.-- festgesetzt werde) auszugehen. Davon erfasst sei die erste (Haupt-) Rechtsschrift (Berufung vom 25. November 2022) sowie das erste Vergleichsgespräch vom 16. Dezember 2022. Zwar habe der Beschwerdeführer im Berufungsverfahren weitere Eingaben (am 30. November 2022 sowie am 19. und 28. April 2023) verfasst. Diese seien jedoch als Korrespondenz zu werten und rechtfertigten deshalb keinen Zuschlag nach § 6 Abs. 3 AnwT. Die als "Vorab-Berufung" betitelte Eingabe gehe über blosse Korrespondenz hinaus, womit diese mit einem Zuschlag von 10 % zu entschädigen sei (§ 6 Abs. 2 AnwT). Aufgrund dessen, dass beim Kindesvertreter zwei Vergleichsgespräche geführt worden seien (am 16. Dezember 2022 und 17. Februar 2023), rechtfertige es sich, auf den Abzug wegen der im Berufungsverfahren entfallenen Verhandlung (§ 6 Abs. 2 AnwT) zu verzichten. Zu berücksichtigen sei jedoch ein Rechtsmittelabzug von 25 % (§ 8 AnwT). Zu den geltend gemachten Fahrkosten sowie der Dauer der Vergleichsverhandlungen in U.________ sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer noch immer mit einer Adresse in V.________ auftrete. Es obliege dem unentgeltlichen Rechtsvertreter, nur notwendigen und nicht übermässigen Aufwand zu Lasten des Staates zu generieren. Er wäre daher gehalten gewesen, die Besprechungstermine in U.________ so zu legen, dass er nicht von W.________ aus anreisen müsse, sondern dies von V.________ aus hätte tun können. Der Aufwand für die Besprechungen vom 16. Dezember 2022 und 17. Februar 2023 sei daher nicht zusätzlich zu entschädigen. Damit resultiere eine Entschädigung gemäss Anwaltstarif in der Höhe von Fr. 3'712.50 (= Fr. 4'500.-- x 1.1 x 0.75).