Citation: 9C_615/2021 E. 8.1

8.1. Die Vorinstanz hat festgestellt, (auch) für gesichtsfeminisierende Operationen sei anerkannt, dass das Komplikationsrisiko mit der Routine des Zentrums respektive des Operateurs, das heisst bei höheren Fallzahlen, geringer werde. Die Rückmeldungen der von der Beschwerdegegnerin angefragten Zentren zeigten auf, dass dort im Schnitt pro Monat mehrere gesichtsfeminisierende Eingriffe durchgeführt würden und die Zahlen tendenziell am Steigen seien. Wenn zur Erreichung und zum Erhalt einer geforderten Expertise im Bereich der hochspezialisierten Medizin als absolutes Minimum ein Eingriff pro Monat verlangt sei (vgl. Schlussbericht [Executive Summary] des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität O.________ vom 30. April 2014 zu Handen der Interkantonalen Vereinbarung zur hochspezialisierten Medizin [nachfolgend: IVHSM], S. 8), werde dies in allen angefragten Zentren um ein Vielfaches übertroffen. Die für eine zuverlässige Qualität geforderten Mindestfallzahlen würden auch dann erreicht, wenn berücksichtigt werde, dass im Bereich der hochspezialisierten Medizin der Median in den für die IVHSM untersuchten Ländern bei 20 Fällen pro Jahr liege, und für die Schweiz Mindestfallzahlen von zwischen 15 und 25 als sinnvoll erachtet würden (vgl. Schlussbericht [Executive Summary], a.a.O. ebd.).