Citation: 1C_63/2019 E. 6.5

6.5. Dabei spielt es - entgegen der Auffassung der Vorinstanz - keine Rolle, ob sich dieser Anspruch auf das USG oder auf Art. 29 BV stützt. Das USG konkretisiert im Bereich des Immissionsschutzrechts den verfassungsrechtlichen Anspruch auf Wiedererwägung. Im Übrigen sind Wiedererwägungsgesuche nicht buchstabengetreu, sondern nach Treu und Glauben auszulegen. Wird ein Tätigwerden der Gemeinde gestützt auf neue Messergebnisse beantragt, darf das Eintreten der Gemeinde auf dieses Gesuch nicht von seiner Bezeichnung (als Wiedererwägungsgesuch, als Gesuch um Erlass einer Sanierungsverfügung oder anderswie) abhängen.