Citation: 1C_28/2021 E. 3.1.2

3.1.2. Gemäss dem im Zeitpunkt der Erstellung der streitgegenständlichen Stützmauer (2012/2013) gültig gewesenen früheren Recht richtet sich die Zulässigkeit von Stützmauern nach § 19 ABauV/AG (vgl. auch § 64 Abs. 1 BauV/AG sowie Anhang 3 BauV/AG). Danach dürfen Stützmauern, soweit die Gemeinden nichts anderes festlegen, nicht höher sein als 1,80 m "ab niedriger gelegenem Terrain" (§ 19 Abs. 1 lit. a ABauV/AG; zur vorliegend nicht einschlägigen Möglichkeit höherer Stützmauern, wo es die Geländeverhältnisse erfordern, vgl. § 19 Abs. 2 ABauV/AG). Gemäss § 41 Abs. 4 Satz 1 aBNO, welcher in den Jahren 2012 und 2013 galt, müssen Stützmauern mit einer Höhe von mehr als 1,0 m um die Mehrhöhe von der Grenze zurückversetzt und, soweit nötig, mit einem Schutzgeländer versehen werden.