Citation: 6B_741/2021 E. 6.4

6.4. Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Besitzesschutz beruft, substanziiert er nicht, dass er zum Zeitpunkt der Tat (28. Mai 2018) alleiniger Besitzer "seines" Fahrzeugs gewesen sein soll. Die gerichtliche Vereinbarung (vgl. vorangehende E. 4.1.3), wonach dem Beschwerdeführer das von ihm benutzte Auto für die Dauer der Trennung zu Nutzen und Gebrauch zugewiesen wurde, wurde denn auch erst am 5. Juni 2018 getroffen. Damit ist eine verbotene Eigenmacht der Beschwerdegegnerin 2 im Sinne von Art. 926 Abs. 1 ZGB weder genügend behauptet (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG) noch erwiesen. Gleiches gilt hinsichtlich der vom Beschwerdeführer lediglich angedeuteten Nötigung resp. Beschränkung seiner Handlungsfreiheit im Sinne von Art. 181 StGB durch die Beschwerdegegnerin 2. Hinzu kommt, dass sich der Beschwerdeführer in Bezug auf die Verhältnismässigkeit seines Handelns darauf beschränkt, diese bloss zu behaupten. Er begründet auch nicht ansatzweise und es leuchtet auch nicht ein, warum nicht beispielsweise das Rufen der Polizei oder ein Zuwarten von wenigen Minuten genügt hätte, um wegfahren zu können. Es ist daher mit Blick auf die Rechtfertigungsgründe von Art. 14 f. StGB ohne Belang, ob das Motiv für die Tätlichkeit "Eifersucht, Enttäuschung und Wut" war, oder ob es dem Beschwerdeführer vielmehr darum ging, zur Arbeit fahren zu können. Die Vorinstanz verneint zu Recht einen Rechtfertigungsgrund.