Citation: 2C_456/2020 E. 3.3

3.3. Die Eidgenössische Steuerverwaltung bringt sinngemäss vor, für die Frage, welche Kosten der Beschwerdegegnerin tatsächlich angefallen sind, müsse eine der Beschwerdegegnerin mit dem Urteil des Kantonsgerichts Wallis vom 17. Februar 2017 zugesprochene Parteientschädigung von Fr. 7'400.-- berücksichtigt werden. Aus dem sowohl bei der direkten Bundessteuer, als auch bei den Staats- und Gemeindesteuern geltenden Periodizitätsprinzip folgt, dass Einkommen und Verlust grundsätzlich in derjenigen Periode zu berücksichtigen sind, in der sie angefallen sind (Urteile 2C_534/2018 vom 27. September 2019 E. 3.5; 2C_1278/2012 / 2C_1279/2012 vom 14. Oktober 2013 E. 3.1 und E. 4.2; Urteil 2C_240/2011 vom 8. April 2011 E. 2, in: StR 66/2011, S. 679). Die erwähnte, mit rechtskräftigem Kantonsgerichtsurteil vom 17. Februar 2017 zugesprochene Parteientschädigung ist der Beschwerdegegnerin in einer späteren als der Gegenstand des angefochtenen Entscheids bildenden Steuerperiode 2015 zugeflossen. Deshalb ist sie nicht in der Steuerperiode 2015 angefallen und im Zusammenhang mit dieser Steuerperiode nicht zu berücksichtigen. Da sich der Streitgegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens im Verlaufe des Rechtsmittelzuges grundsätzlich nur verengen und sich nicht erweitern kann (vgl. BGE 136 II 165 E. 5 S. 174; 133 II 30 E. 2.4 S. 34), ist vorliegend nicht über die Steuerfolgen anderer als der Gegenstand der Veranlagungsverfügung vom 6. Oktober 2016 bildenden Steuerperiode 2015 zu befinden. Ob die erwähnte Parteientschädigung im vorliegenden Verfahren auch mit Blick auf das Novenverbot (vgl. dazu E. 2.2.2 hiervor) nicht zu berücksichtigen ist, kann hier deshalb dahingestellt bleiben.