Citation: 1C_37/2013 E. 8.2

8.2. Fahrnisbauten können je nach ihrer Verwendung gemäss den anwendbaren raumplanungs- und baurechtlichen Regelungen bewilligungspflichtige Bauten darstellen (vgl. E. 3.1 hiervor). Trifft dies zu, ist der Grundeigentümer hinsichtlich der Bewilligung bzw. des rechtmässigen Zustandes der auf seinem Grundstück abgestellten Fahrnisbauten auch dann mitverantwortlich, wenn diese zivilrechtlich nicht ihm gehören. Da der umstrittene Wohnwagen gemäss den vorstehenden Erwägungen eine bewilligungspflichtige Baute darstellt, ist die Beschwerdeführerin demnach dafür solange mitverantwortlich, als sich der Wohnwagen auf ihrem Grundstück befindet. Als Grundeigentümerin hat sie zudem gemäss Art. 641 Abs. 2 ZGB das Recht, jede ungerechtfertigte Einwirkung auf ihre Sache bzw. ihr Grundstück abzuwehren (BGE 131 III 505 E. 5.1 S. 508; vgl. auch MISCHA BERNER, Die Baubewilligung und das Baubewilligungsverfahren, Zürich 2009, S. 107). Die Beschwerdeführerin ist daher zur Erfüllung ihrer öffentlichrechtlichen Verpflichtungen berechtigt und verpflichtet, vom jeweiligen zivilrechtlichen Eigentümer des Wohnwagens die Entfernung nicht bewilligter Einrichtungen zu verlangen, solange sich der Wagen als Fahrnisbaute auf ihrem Grundstück befindet. Damit würde nicht ungerechtfertigt in das Eigentum am Wohnwagen eingegriffen, da daraus kein Recht abgeleitet werden kann, ihn als Baute baurechtswidrig zu verwenden oder einzurichten. Da dies selbstverständlich ist, braucht das Verwaltungsgericht darauf nicht ausdrücklich hinzuweisen.