Citation: 1P.667/2005 15.02.2006 E. A

Am 29. Juli 2002 eröffnete die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt ein Strafverfahren gegen Y.________ (geb. 1957) wegen Verdachts auf Pornografie, Ausnützung der Notlage und später Delikte gegen die Freiheit. Ihr wurde vorgeworfen, die genannten Delikte gegenüber drei thailändischen Frauen, darunter X.________ (geb. 1975), begangen zu haben. Diese arbeiteten im Restaurant A.________ unter Y.________ und hatten Strafanzeige erstattet. Mit Beschluss vom 29. November 2002 stellte die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren mangels Beweisen ein. Sie führte aus, Y.________ habe Frau X.________ zu keiner Zeit zu Handlungen gezwungen. Diese sei mit dem Ziel des Gelderwerbs freiwillig in die Schweiz eingereist und habe von Frau Y.________ ein Darlehen von rund Fr. 17'000.-- erhalten, womit sie in Thailand ein Haus gebaut habe. Daher habe sie sich bemühen müssen, die Schulden zurückzuzahlen. Den dagegen gerichteten Rekurs von X.________ und einer weiteren Thailänderin wies die Rekurskammer des Strafgerichts Basel-Stadt am 30. August 2005 ab.