Citation: 7B_268/2022 E. 8.4

8.4. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist jedoch trotz seiner formellen Natur nicht Selbstzweck. Dessen Verletzung kann nur gerügt werden, solange damit ein rechtlich geschütztes Interesse einhergeht (vgl. BGE 143 IV 380 E. 1.4.1; Urteile 6B_297/2024 vom 13. Mai 2024 E. 3; 6B_1357/2021 vom 21. Februar 2023 E. 2.3.2; je mit Hinweisen). Ein solches ist vorliegend nicht dargetan. Im Berufungsverfahren rügte der Beschwerdeführer einzig die fehlende Möglichkeit zur sachgerechten Überprüfung der Honorarnote. Diese wurde ihm nun nachträglich eingeräumt, indem die Rechtsvertreterin des Beschwerdegegners 2 im Rahmen ihrer Vernehmlassung vor Bundesgericht eine ungeschwärzte Version der Honorarnote eingereicht hat. Darüber hinaus hat der Beschwerdeführer weder vor der Vorinstanz noch im bundesgerichtlichen Verfahren geltend gemacht, die Honorarnote scheine betragsmässig überhöht. Dies hätte er aber, auch wenn aufgrund der Schwärzung nur Datum und Dauer der einzelnen Leistungen ersichtlich waren, ohne Weiteres tun können und letztlich auch müssen. Schliesslich waren ihm die Höhe des daraus resultierenden Honorars und gleichzeitig auch der Gang und die Schwierigkeit des Verfahrens bekannt. Da seinem Ansinnen - der Möglichkeit einer Überprüfung - inzwischen entsprochen wurde und darüber hinaus keine inhaltsbezogenen Begehren vorgebracht wurden, ist dem Beschwerdeführer das rechtlich geschützte Interesse an einer Aufhebung des angefochtenen Entscheids abzusprechen. Der Beschwerde ist in diesem Punkt kein Erfolg beschieden.