Citation: 6B_460/2019 E. A

Am 15. Oktober 2018 reichte der Liquidator der A.________ AG bei der Staatsanwaltschaft Zug Strafanzeige ein und schilderte darin zusammengefasst den folgenden Sachverhalt: Am 19. Dezember 2014 habe ein Verwaltungsrat der A.________ AG namens dieser Gesellschaft einen Darlehensvertrag mit B.________ unterzeichnet. B.________ habe sich darin verpflichtet, der A.________ AG ein Darlehen über 1 Mio. Franken zur Verfügung zu stellen. Die A.________ AG habe sich ihrerseits verpflichtet, das Darlehen am 31. Dezember 2019 zurückzuzahlen und jährliche Zinszahlungen von 6 % auf ein noch zu eröffnendes Treuhandkonto zu leisten. Der Darlehensbetrag sei anschliessend von B.________ auf das im Darlehensvertrag genannte Konto der C.________ AG bei der Bank D.________ in Basel überwiesen worden. Der Betrag sei dann aber nicht für Aktivitäten der Gesellschaft eingesetzt worden, sondern für Kommissionszahlungen an eine ausländische Gesellschaft in der Höhe von Fr. 75'000.-- und für den Kauf von 5'000 Aktien der E.________ AG (mittlerweile ebenfalls in Liquidation) zum Betrag von Fr. 925'000.-- gemäss Kaufvertrag mit der F.________ Ltd. Zinszahlungen habe die A.________ AG nie geleistet. Die erworbenen 5'000 Aktien der E.________ AG habe die A.________ AG nicht zum eigenen Nutzen verwenden können, da sie sich gemäss Darlehensvertrag verpflichtet habe, diese an B.________ auszuhändigen, falls das Darlehen nicht zurückbezahlt werde. Gemäss der vorstehenden Sachverhaltsdarstellung hätten die damaligen Organe der A.________ AG die durch das Darlehen von B.________ nach Abzug der Kommission erhaltenen Mittel von Fr. 925'000.-- einzig für den Kauf der vermutlich wertlosen Aktien der E.________ AG verwendet, und dies ausschliesslich zum finanziellen Vorteil der F.________ Ltd. bzw. der an dieser wirtschaftlich berechtigten Personen.