Citation: 6B_751/2018 E. 1.3

1.3. Den vorinstanzlichen Ausführungen betreffend die Lohnvorbezüge von Fr. 140'000.- im Jahr 2006 hält die Beschwerdeführerin zusammengefasst entgegen, der Beschwerdegegner sei Angestellter der G.________ GmbH gewesen. Lohnakontozahlungen an den Beschwerdegegner seien folglich ausschliesslich in der Buchhaltung der G.________ GmbH als Lohnaufwand zu verbuchen gewesen. Indem der Beschwerdegegner als zuständiger Buchhalter nicht sämtliche bezogenen Lohnakontozahlungen bei dieser Gesellschaft verbucht habe, habe er deren Buchhaltung als unwahr und unvollständig ausgewiesen. Dieses Verhalten stelle eine Machenschaft dar, weshalb seine Täuschung arglistig gewesen sei (vgl. Beschwerde Ziff. 5.1.2 S. 4 f.). Darüber hinaus habe der Beschwerdegegner nicht nur in seiner Klageschrift vom 6. Februar 2009 falsche Angaben zu diesen Lohnakontozahlungen gemacht. Vielmehr habe er die unzutreffenden Behauptungen im Beweisverfahren vor dem Kantonsgericht Zug in einer Parteibefragung und damit in einer Beweisabnahme vor Gericht wiederholt. Die Täuschung über die Höhe der Akontozahlungen sei damit durch die unwahre Parteiaussage als zivilprozessuales Beweismittel untermauert und abgesichert worden, was ebenfalls als arglistige Machenschaft zu qualifizieren sei (vgl. Beschwerde Ziff. 5.1.4 S. 5). Seitens der B.________-Gruppe habe zudem keine Veranlassung bestanden, anlässlich des gegen die G.________ GmbH geführten Lohnforderungsprozess weitere Abklärungen in der Buchhaltung der E.________ GmbH zu treffen, da diese Gesellschaft in keinem arbeitsrechtlichen Verhältnis zum Beschwerdegegner gestanden habe. Die B.________-Gruppe habe sich darauf verlassen können, dass die Buchhaltung der G.________ GmbH die Lohnakontozahlungen an ihre Angestellten wahrheitsgemäss und vollständig ausweist. Entsprechend könne nicht mit einer arglistausschliessenden Opfermitverantwortung seitens J.________ bzw. seitens der G.________ GmbH argumentiert werden (vgl. Beschwerde Ziff. 5.1.3 S. 5). Was das Verschweigen der in den Jahren 2007 und 2008 erhaltenen Nettolohnzahlungen in der Höhe von Fr. 82'000. - betreffe, sei darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdegegner seine Täuschung über die Höhe der Bezüge auch hier durch eine unwahre Parteiaussage abgesichert und sich damit arglistiger Machenschaften bedient habe (vgl. Beschwerde Ziff. 5.2.2 S. 5 f.). Im Weiteren habe die Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht festgestellt, dass der Beschwerdegegner die Belege betreffend die Akontozahlungen weder in der Buchhaltung der G.________ GmbH noch in der Buchhaltung einer anderen Gruppengesellschaft abgelegt habe, bzw. dies erst getan hätte, wenn bestimmte Darlehen durch die B.________-Gruppe an Dritte zurückbezahlt worden seien. Dieses Vorgehen habe zu einer unwahren und unvollständigen Buchhaltung geführt. Der G.________ GmbH sei es nicht mehr möglich gewesen, die Buchhaltung zu konsultieren, um den Saldostand der Forderung ihres Arbeitnehmers zu prüfen und sich gegen die unwahren Parteiaussagen des Beschwerdegegners vor dem Kantonsgericht Zug zu wehren. Entsprechend handle es sich bei den Vorbringen des Beschwerdegegners nicht um isolierte Falschangabe, sondern um unwahre Aussagen, welche durch eine Buchhaltungsmanipulation und eine unwahre Beweisaussage als Beweismittel begleitet worden seien. Es handle sich damit auch hier um Machenschaften im Sinne der Arglist (vgl. Beschwerde Ziff. 5.2.3 S. 6). Eine relevante Opfermitverantwortung sei nicht ersichtlich. So habe sich die G.________ GmbH darauf verlassen dürfen, dass der als Buchhalter angestellte Beschwerdegegner die von ihm selber vorgenommenen Lohnakontobezüge korrekt belegt und verbucht. Des Weiteren wäre eine Mitverantwortung rechtlich irrelevant, da im Rahmen des Prozessbetrugs die Richter des Kantonsgerichts Zug irregeführt und getäuscht worden seien (vgl. Beschwerde Ziff. 5.2.4 S. 6).