Citation: 1A.360/1999 05.04.2000 E. 4

4.-Sodann bringt der Beschwerdeführer vor, "der Grundsatz der Spezialität" könne "im vorliegenden Fall nicht eingehalten werden, da Z.________ Zugang zu sämtlichen nach Spanien übermittelten Unterlagen haben" werde. Es bestehe "die begründete Befürchtung, dass die nach Spanien übermittelten Unterlagen in Steuerverfahren gegen Herrn X.________ verwendet werden". "Hinsichtlich des Beschwerdeführers" sei "die Steuerproblematik wegen Eintritts der Verjährung mittlerweile hinfällig geworden". a) Art. 2 lit. a EUeR erlaubt den Vertragsparteien die Verweigerung von Rechtshilfe, wenn sich das Ersuchen auf Sachverhalte bezieht, die vom ersuchten Staat als fiskalische strafbare Handlungen angesehen werden. Nach schweizerischem Recht ist die "kleine" Rechtshilfe bei Abgabebetrug zulässig, nicht aber bei Straftaten, die bloss auf eine Verkürzung fiskalischer Abgaben (Steuerhinterziehung) gerichtet sind (Art. 3 Abs. 3 IRSG). Der Spezialitätsvorbehalt gemäss Art. 67 Abs. 1 IRSG soll die strafrechtliche Verwendung von Auskünften zur Verfolgung nicht rechtshilfefähiger Delikte i.S.v. Art. 3 IRSG verhindern. Einer zivilprozessualen Verwendung der Auskünfte stünde der Spezialitätsvorbehalt zwar nicht zum Vornherein entgegen; diese bedürfte jedoch grundsätzlich der Zustimmung durch das Bundesamt für Polizei (Art. 67 Abs. 2; vgl. BGE 125 II 258 ff.). b) Im vorliegenden Fall wird von den spanischen Behörden nicht wegen Steuerdelikten ermittelt. In der Schlussverfügung wurde zudem ein ausdrücklicher Spezialitätsvorbehalt zu Lasten der Verfolgung blosser Steuerhinterziehung angebracht. Weder steht im vorliegenden Fall die Verwendung von Auskünften in einem Zivilprozess zur Diskussion, noch gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die spanische Justiz sich über den erwähnten Spezialitätsvorbehalt hinwegsetzen könnte. Im Übrigen wäre der Beschwerdeführer gar nicht legitimiert, den Spezialitätsgrundsatz im Interesse eines Dritten (X.________) anzurufen (vgl. BGE 125 II 356 E. 3b/aa S. 362). Auch die blossen Spekulationen des Beschwerdeführers, die spanische Untersuchungsbehörde werde Strafuntersuchungsakten an Drittpersonen herausgeben, und diese könnten bestrebt sein, "den Ruf des Beschwerdeführers und Herrn X.________s zu schädigen", können nicht zu einer Verweigerung der Rechtshilfe führen. Gegen rechtswidrige Handlungen spanischer Behörden oder Dritter wären nötigenfalls in Spanien die geeigneten rechtlichen Schritte zu unternehmen. 5.-Der Beschwerdeführer beanstandet im Weiteren eine Verletzung von Art. 2 lit. d IRSG, da sowohl das Verfahren in Spanien als auch das Rechtshilfeverfahren in der Schweiz "gravierende Mängel" aufwiesen. Gemäss Art. 2 lit. d IRSG wird einem Rechtshilfeersuchen nicht entsprochen, wenn Gründe für die Annahme bestehen, dass das Verfahren im Ausland "schwere Mängel" aufweist. Es kann offen bleiben, ob sich im Anwendungsbereich des EUeR aus Art. 2 lit. d IRSG überhaupt selbständige Gründe für die Ablehnung eines Rechtshilfeersuchen ableiten lassen (vgl. Art. 1 Abs. 1 IRSG). Die Ansicht des Beschwerdeführers, die in Spanien eröffnete Strafuntersuchung basiere "auf einer fragwürdigen Anzeige" und werde (gestützt auf ein Parteigutachten) "mit grösster Wahrscheinlichkeit zu keiner Verurteilung führen", erlaubt keinen Rückschluss auf schwere Mängel des Strafverfahrens im Sinne von Art. 2 lit. d IRSG. Analoges gilt für seine Vorbringen, der spanische Untersuchungsrichter habe "innerhalb von nur 2 Tagen ein Rechtshilfeersuchen" gestellt. Zwar wirft der Beschwerdeführer auch den kantonalen Behörden angebliche "schwere Verfahrensmängel" vor (in dem ein Bezirksanwalt den Rechtsvertretern von Z. ________ und spanischen Journalisten unzulässige Informationen und Ratschläge gegeben habe). Er legt jedoch - über das bereits Erörterte hinaus - nicht dar, inwiefern sich daraus Rechtshilfehindernisse im Sinne des EUeR oder des IRSG ergeben würden. Die ebenfalls noch beiläufig angerufenen Bestimmungen von Art. 4 und Art. 58 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 haben in diesem Zusammenhang keine über das bereits Dargelegte hinausgehende selbständige Bedeutung.