Citation: 5A_236/2023 E. 5.3.2

5.3.2. Nach der Rechtsprechung gehört zum gebührenden Unterhalt auch der Betrag, der zum Aufbau einer angemessenen Altersvorsorge erforderlich ist. Dabei geht es um den Ausgleich allfälliger künftiger nachehelicher Einbussen, wenn ein Ehegatte nach der Scheidung einer lebensprägenden Ehe keiner oder vorübergehend nur einer beschränkten Erwerbstätigkeit nachgehen und deshalb auch keine oder nicht die vollen Beiträge in die eigene Altersvorsorge einzahlen kann (BGE 135 III 158 E. 4.1). Auch in diesem Zusammenhang begnügt sich die Beschwerdeführerin mit pauschalen Reklamationen, die ihr nicht weiterhelfen können. Gemäss Art. 125 Abs. 1 ZGB bezieht sich die Eigenversorgungskapazität ausdrücklich auch auf die angemessene Altersvorsorge. Indem das Obergericht erkennt, dass die Eigenversorgungskapazität der Beschwerdeführerin vorhanden sei, bejaht es somit (implizite) auch die Möglichkeit der Beschwerdeführerin, aus eigener Kraft allfällige nacheheliche Einbussen in ihrer Altersvorsorge auszugleichen. Dass sie dazu mit ihren eigenen Mitteln (einschliesslich derjenigen aus der güterrechtlichen Auseinandersetzung) nicht imstande wäre, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Allein mit dem Vorwurf, die Vorinstanz gehe nicht auf die Zusammensetzung des Unterhalts ein, ist nichts gewonnen. Die Beschwerde ist auch in dieser Hinsicht unbegründet.