Citation: 8C_84/2014 E. 5.2

5.2. Im Urteil 2A.495/1999 vom 31. März 2000 hat die II. öffentlichrechtliche Abteilung zwar einen entschuldbaren Irrtum eines Verfügungsempfängers über den Zeitpunkt der Zustellung anerkannt, weil die kantonale Steuerverwaltung die eingeschrieben und mit einem individuellen Begleitschreiben versandte Bundessteuerveranlagungen vor dem angegebenen Entscheid- und Versanddatum zur Post gegeben und damit diese Verfügungen mangelhaft eröffnet habe. Damit war eine Vertrauenslage geschaffen worden, in welcher die Beschwerde führende Firma zu schützen war. Anders als im hier beurteilten Fall waren die beanstandeten Verwaltungsakte aber nicht der professionellen Rechtsvertretung - eine Treuhandgesellschaft - der Beschwerdeführerin, sondern dieser selbst eröffnet worden und enthielten zusätzlich einen ausdrücklichen Versandvermerk, sodass nicht allein das unrichtige Verfügungsdatum für die fehlerhafte Berechnung der Rechtsmittelfrist verantwortlich war. Damit aber kann nicht von vergleichbaren tatsächlichen Verhältnissen ausgegangen werden.