Citation: 6B_134/2021 E. 4

Der von der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau im Strafbefehl vom 23. August 2017 für die verhängte Geldstrafe gewährte bedingte Vollzug wird laut dem vorinstanzlichen Urteil widerrufen (Art. 46 Abs. 1 StGB). Dagegen bringt der Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz stelle alleine auf seine Vorstrafen ab, was für die Anordnung eines Widerrufs nicht ausreiche. Welche Elemente sie sonst noch in ihre Gesamtwürdigung miteinbeziehe, sei nicht ersichtlich, womit sie sein rechtliches Gehör verletze. Ein während der Probezeit begangenes Verbrechen oder Vergehen führt nur dann zum Widerruf des bedingten Strafaufschubs, wenn wegen der erneuten Straffälligkeit eine eigentliche Schlechtprognose besteht (BGE 134 IV 140 E. 4.2 f.; Urteile 6B_223/2021 vom 27. April 2022 E. 2.2.2; 6B_58/2022 vom 28. März 2022 E. 2.1.2). Mit Verweis auf ihre Erwägungen zum unbedingten Vollzug der Geldstrafe bejaht die Vorinstanz eine solche Schlechtprognose. Dass die Geldstrafe zu vollziehen sei, ändere daran nichts. Vielmehr sei der Widerruf zusammen mit dem unbedingten Vollzug der Geldstrafe notwendig, um die Legalprognose hinsichtlich der bedingten Freiheitsstrafe zu verbessern. Damit legt die Vorinstanz hinreichend dar, auf welche Sachverhaltselemente sie sich beim angeordneten Widerruf stützt. Anders als vom Beschwerdeführer behauptet, handelt es sich dabei nicht einzig um die Vorstrafen des Beschwerdeführers. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist nicht auszumachen. Die Vorinstanz durfte, auch unter Berücksichtigung der neuen, unbedingten Geldstrafe (vgl. dazu BGE 134 IV 140 E. 4.5; Urteil 6B_58/2022 vom 28. März 2022 E. 2.1.2; je mit Hinweisen), von einer Schlechtprognose ausgehen. Der Widerruf verletzt kein Bundesrecht.