Citation: 1C_314/2022 E. 4.3

4.3. Vor diesem Hintergrund erweist sich auch die von den Beschwerdeführenden erhobene Sachverhaltsrüge, wonach die Baugesuchsunterlagen und das Standortdatenblatt unvollständig seien, als unbegründet, soweit sie überhaupt den Rüge- und Begründungsanforderungen nach Art. 106 Abs. 2 BGG genügt (vgl. E. 2.2 hiervor). Da die streitgegenständliche Baubewilligung die Strahlung der adaptiven Antennen nach dem sog. "worst case"-Szenario berücksichtigt, musste das Standortdatenblatt weder die Anwendung eines Korrekturfaktors noch eine Mittelung der Strahlenexposition ausweisen. Die Befürchtung der Beschwerdeführenden, wonach die Einhaltung der Strahlengrenzwerte für die hier fraglichen adaptiven Antennen nicht überprüfbar sei, ist unbegründet. Gleich verhält es sich mit dem Einwand, es sei völlig unklar, wie stark die Antenne künftig strahlen werde. Das Vorbringen der Beschwerdeführenden, wonach aus dem Standortdatenblatt nicht ersichtlich sei, dass es sich um eine adaptive Antenne handle, ist ebenfalls unbehelflich. Es ist weder dargetan noch ersichtlich, inwiefern eine Berichtigung des angeblichen Mangels für den Ausgang des Verfahrens überhaupt entscheidend sein könnte (vgl. E. 2.2 hiervor). Vorliegend ist unbestritten, dass drei Sendeantennen im Frequenzband von 3600 MHz adaptiv betrieben werden sollen. Ob die Antennen mit der im Standortdatenblatt angegebenen, maximalen Sendeleistung von 575-750 Watt (ERP) überhaupt technisch sinnvoll als adaptive Antennen betrieben werden können, ist dabei - anders als die Beschwerdeführenden anzunehmen scheinen - für die Beurteilung einer Übereinstimmung mit den massgeblichen Grenzwerten der NISV nicht ausschlaggebend (vgl. Urteil 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 7.1). Dass die maximal zulässige, bewilligte Sendeleistung nicht überschritten wird, wird durch das QS-System sichergestellt (vgl. BAFU, Rundschreiben vom 16. Januar 2006, Qualitätssicherung zur Einhaltung der Grenzwerte der NISV bei Basisstationen für Mobilfunk und drahtlose Teilnehmeranschlüsse, S. 2 f.; zum QS-System vgl. E. 7.3 hiernach).