Citation: 1B_74/2016 E. 4.2

4.2. Auch sonst sind keine Willensmängel (vgl. Art. 386 Abs. 3 StPO) dargetan, welche den am 17./18. November 2014 erfolgten Verzicht auf Zivil- und Strafklägerschaft als ungültig erscheinen liessen. Zwar hat die Beschwerdeführerin nachträglich, im vorinstanzlichen Verfahren, geltend gemacht, der Beschuldigte habe damals gedroht, ihr und ihrer Familie etwas anzutun, wenn sie auf ihre Parteistellung nicht verzichte. Sie behauptet aber nicht, dass sie dies in den polizeilichen und staatsanwaltlichen Befragungen ausgesagt hätte. Noch viel weniger hat sie (neben der Strafanzeige wegen Sexualdelikten) eine Strafanzeige bzw. einen Strafantrag wegen angeblicher Nötigung (Art. 181 StGB) gestellt.