Citation: 6B_354/2022 E. 3.3.5

3.3.5. Die Vorinstanz setzt sich mit dem Einwand des Beschwerdeführers auseinander, wonach das Gutachten unvermittelt zum Ergebnis gelange, er leide an einer psychischen Störung. Auch diese Argumentation verwirft die Vorinstanz nachvollziehbar. Sie hält fest, gemäss Gutachten weise SKID-II keine Persönlichkeitsstörung aus. Demgegenüber stelle die Sachverständige bei den Erwägungen zu den psychiatrischen Diagnosen fest, dass eine Störung der sexuellen Präferenz und damit eine sexuelle Deviation vorliege. Der Beschwerdeführer leide an einer Ephebophilie. Dies sei eine sonstige Störung der Sexualpräferenz gemäss ICD-10 F65.8. Daraus leitet die Vorinstanz überzeugend ab, dass das Gutachten bereits bei den Ausführungen zu den psychiatrischen Diagnosen eine psychische Störung des Beschwerdeführers feststellt. Ebenso einleuchtend widerlegt die Vorinstanz, dass das Gutachten in unzulässiger Weise Diagnose- und Prognoseinstrumente vermische. Schliesslich erwägt die Vorinstanz zutreffend, dass nach der Erläuterung und Ergänzung des Gutachtens sowie des Zusatzgutachtens an der Berufungsverhandlung keine Gründe für die Erstellung eines neuen oder eines methodenkritischen Gutachtens ersichtlich seien. Auch die weiteren Beweisanträge des Beschwerdeführers weist die Vorinstanz mit nachvollziehbarer Begründung ab.