Citation: 1B_210/2022 E. 3.4

3.4. Der Argumentation des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Entgegen seinen ersten Angaben gegenüber der Polizei gibt es konkrete Hinweise darauf, dass er seine in flagranti ertappten Mitbeschuldigten kannte. Sodann hielt er sich in unmittelbarer Nähe zum Tatort auf und wurde dabei beobachtet, in den frühen Morgenstunden die Autohupe betätigt zu haben. Selbst wenn er sich nicht selbst auf das Gelände der Privatklägerin begab, hat er in der mutmasslichen Rolle des Aufpassers einen wesentlichen Tatbeitrag geleistet. Damit bestehen genügend konkrete Anhaltspunkte, die auf eine Mittäterschaft schliessen lassen. Die Vorinstanz durfte den hinreichenden Tatverdacht wegen Hausfriedensbruchs bejahen. Auch die Argumentation des Beschwerdeführers betreffend Schadenshöhe verfängt nicht. Selbst wenn der bis zum Eintreffen der Polizei verursachte Schaden unter Fr. 300.-- liegen würde, dürfte sich der Vorsatz der beschuldigten Personen auf einen höheren Betrag gerichtet haben. Es ist davon auszugehen, dass der allfällige Gewinn unter ihnen aufgeteilt werden sollte, wobei es unwahrscheinlich scheint, dass sie sich weniger als Fr. 100.-- pro Person erhofften. Dabei wäre die Schwelle von Fr. 300.-- bei einem Diebstahl von 200 Litern Treibstoff bereits klar überschritten. Zudem mussten die Beschuldigten mit einem Schaden durch das Aufbrechen der Tankdeckel rechnen. Die Vorinstanz hat daher kein Bundesrecht verletzt, indem sie davon ausging, dass Art. 172ter StGB, wonach die Schwelle zu geringfügigen Vermögensdelikten objektiv bei Fr. 300.-- liegt, voraussichtlich nicht zur Anwendung gelange und somit ein hinreichender Tatverdacht wegen Sachbeschädigung und Diebstahls bestehe.