Citation: 9C_550/2024 E. 4.1

4.1. Es steht fest und ist unbestritten, dass es mit Bezug auf den mittels Neuanmeldung geltend gemachten Rentenanspruch hinsichtlich der ersten (rechtskräftigen) Verneinung eines solchen (Verfügung vom 1. Dezember 2008 resp. Urteil 9C_158/2010 vom 29. Juni 2010) eines Rückkommentitels bedarf (vgl. Urteil 9C_641/2024 vom 31. Januar 2025 E. 4.3.1). Als solcher fällt in concreto einzig die (materielle) Revision im Sinne von Art. 17 ATSG (vgl. vorangehende E. 2.3) in Betracht. Das gilt insbesondere auch mit Blick auf den Umstand, dass die zum Zeitpunkt der erstmaligen Rentenprüfung hinsichtlich psychischer Leiden geltende Praxis (Vermutung der Überwindbarkeit des Leidens) später schrittweise geändert wurde (BGE 141 V 281 betreffend somatoforme Schmerzstörungen; BGE 143 V 409 und 418 betreffend depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur und andere psychische Erkrankungen; BGE 145 V 215 betreffend Abhängigkeitssyndrome) : Diese Änderungen der Rechtspraxis geben keinen Anlass zur Anpassung des früheren Rentenentscheids (BGE 147 V 234 E. 6).