Citation: 4A_595/2021 E. 7.1.2

7.1.2. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz habe es auch unterlassen, in ihre Gesamtwürdigung einzubeziehen, dass der Beschwerdegegner im gesamten Verfahren bestritten habe, dass überhaupt ein Treuhandverhältnis bestanden habe. Die Vorinstanz habe indes festgestellt, dass zumindest in Bezug auf 26 Aktien (Aktien Nrn. 49-74) sehr wohl Indizien für ein Treuhandverhältnis bestünden. Falls aber für die Aktien Nrn. 49-74 ein Treuhandverhältnis bestanden habe, so sei dies für die Würdigung des Sachverhalts relevant, weil dies die Bestreitungen des Beschwerdegegners inhaltlich als ausgeschlossen erscheinen lasse. Keine der Parteien habe behauptet, dass die von F.________ erworbenen 34 Aktien (Nrn. 67-100) nach dem Erwerb von diesem unterschiedliche wirtschaftliche Berechtigte hatten. Er behaupte, diese Aktien gehörten wirtschaftlich ihm. Der Beschwerdegegner behaupte das Gegenteil. Die vom Beschwerdegegner an die Q.________ S.A. verkauften Aktien Nrn. 75-100 seien alle 1995 von F.________ gekauft worden. Die von der M.________ Trust reg. erworbenen Aktien seien teilweise (Aktien Nrn. 67-74) ebenfalls Aktien, die von F.________ erworben worden seien. Die Frage, wem die Aktien Nrn. 67-74 zum Zeitpunkt des Verkaufs an die M.________ Trust reg. wirtschaftlich gehörten, entscheide auch über die Frage, wem die Aktien Nrn. 75-100 gehörten. Die vorinstanzliche Erwägung, dass die beiden Aktienpakete ein getrenntes Schicksal gehabt haben könnten, sei willkürlich und verletze Art. 55 ZPO. Die Vorinstanz erwog namentlich, selbst wenn dem Beschwerdeführer der Nachweis der (teilweisen) Rückzahlung des Kaufpreises und eines Treuhandverhältnisses betreffend der an die M.________ Trust reg. verkauften Aktien Nrn. 49-74 gelungen wäre, könnte nicht davon ausgegangen werden, der Beschwerdegegner habe auch die Aktien Nrn. 75-100 als Treuhänder für den Beschwerdeführer gehalten. Denn die beiden Aktienpakte könnten, auch was ihre wirtschaftliche Berechtigung durch den Beschwerdeführer bzw. den Beschwerdegegner angehe, durchaus ein getrenntes Schicksal gehabt haben. Eine gewisse Differenzierung scheine im Übrigen auch der Beschwerdeführer selbst vorzunehmen, wenn er ausführe, ein Treuhandverhältnis sei für den gesamten vom Beschwerdegegner gehaltenen Aktienanteil nachgewiesen, mit Sicherheit aber für diejenigen 26 Aktien, welche vom Beschwerdegegner an die M.________ Trust reg. veräussert worden seien. Der Beschwerdeführer vermag nicht darzutun, inwiefern die Vorinstanz damit in Willkür verfallen sein sollte. Vorab ist festzuhalten, dass die Vorinstanz bloss festhielt, es bestünden Indizien für ein Treuhandverhältnis betreffend die Aktien Nrn. 49-74, ein solches aber keinesweg als erstellt erachtete. Es liegt am Beschwerdeführer, den Beweis zu erbringen, dass (auch) betreffend die Aktien Nrn. 75-100 ein Treuhandverhältnis mit dem Beschwerdegegner bestand. Dafür gilt das Regelbeweismass. Entgegen dem Beschwerdeführer reicht es nicht, ein Treuhandverhältnis betreffend die Aktien Nrn. 49-74 nachzuweisen, mit der Begründung, dies belege auch ein Treuhandverhältnis betreffend die Aktien Nrn. 75-100. Erst Recht genügt es nicht, wenn bloss Indizien für ein Treuhandverhältnis betreffend die Aktien Nrn. 49-74 dargetan werden. Nichts ändert, dass keine der Parteien behauptet haben soll, dass die Aktienpakete ein getrenntes wirtschaftliches Schicksal hatten. Entscheidend ist, dass der Beschwerdegegner (auch) betreffend die Aktien Nrn. 75-100 ein Treuhandverhältnis bestritt. Entgegen dem Beschwerdeführer musste die Vorinstanz auch nicht (abschliessend) klären, ob betreffend die an die M.________ Trust reg. verkauften Aktien (Aktien Nrn. 49-74) ein Treuhandverhältnis vorlag, weil dann die Bestreitungen des Beschwerdegegners teilweise zu Unrecht erfolgt wären, was gegen Art. 52 ZPO verstosse, wie der Beschwerdeführer argumentiert. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdegegner sich vorliegend treuwidrig verhalten hätte, indem er ein Treuhandverhältnis hinsichtlich sämtlicher Aktien bestritt. Entgegen dem Beschwerdeführer erfolgte die von ihm als Fragmentierung bezeichnete vorinstanzliche Aufteilung des Sachverhalts im Übrigen keineswegs nur zu seinen Lasten. So erwog die Vorinstanz betreffend die an K.________ und L.________ verkauften Aktien Nrn. 1-48 (vgl. hiervor Sachverhalt lit. A.f) - zugunsten des Beschwerdeführers - der Nichtweiterzug der Klageabweisung im Umfang von USD 9'600'000.-- vermöge die Frage, ob hinsichtlich der übrigen 52 Aktien ein Treuhandverhältnis bestanden habe, nicht zu präjudizieren.