Citation: 5A_356/2024 E. 3.2.1

3.2.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanzen hätten eigenmächtig ein altes Verfahren beigezogen, ohne dass hierzu ein Beweis- oder Verfahrensantrag vorgelegen hätte. Es sei weder bei den Bestimmungen der ZPO über die Beweismittel noch an einem anderen Ort normiert, dass Akten aus anderen Verfahren beigezogen werden könnten. Die Vorinstanzen hätten sich quasi als Gegenpartei erachtet und eine Art "Gegenbeweis", nämlich ein Polizeiprotokoll und Einvernahmeprotokolle aus dem Bundesstrafverfahren eingebracht. Dies könne kein zulässiges Vorgehen sein. Die angerufenen Protokolle seien im Arresteinspracheverfahren vor Bezirksgericht Kriens Parteieingaben der Arrestgläubigerin und nichts anderes als Parteibehauptungen gewesen. Die erfolgte Beweiserhebung erscheine unter diesen Umständen als befangen und willkürlich und verletze die in Art. 58 Abs. 1 ZPO verankerte Dispositionsmaxime.