Citation: 4A_154/2018 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat für die Bestimmung des Verzugsschadens auf den durchschnittlichen Tagespreis des Rohöls abgestellt. Sie hat festgestellt, dass sich der Rohölpreis zum Zeitpunkt des Eintritts des Verzugs am 4. November 2014 im Tagesdurchschnitt noch auf USD 83.65 pro Barrel belief und damit höher war als der vereinbarte Kaufpreis von USD 75.81 pro Barrel. Aus diesem Grund stellte sie für die Berechnung des Verzugsschadens nicht auf den Tagesdurchschnitt vom 4. November 2014 ab, sondern auf den vereinbarten Kaufpreis. Am Ende des Verzugs der Beschwerdegegnerin betrug der Rohölpreis nach den Feststellungen im angefochtenen Entscheid nur noch durchschnittlich USD 56.74 pro Barrel. Den Verzugsschaden errechnete die Vorinstanz mit der Differenz zwischen dem vereinbarten Kaufpreis und dem durchschnittlichen Rohölpreis am Ende des Verzugs (31. Dezember 2014) und gelangte für die 58'000 Barrel Rohöl auf einen Verzugs-Schaden von USD 1'106'060.-- (Kaufpreis USD 3'290'920.-- minus Marktpreis per 31. Dezember 2017 von USD 3'290'920.--).