Citation: 6B_550/2019 E. 3.4.2

3.4.2. Mit der ausführlichen und sorgfältigen Begründung der Vorinstanz setzt sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift kaum auseinander. Was die Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung zum Kerngeschehen vorbringt, erschöpft sich überwiegend in einer unzulässigen appellatorischen Kritik, auf die das Bundesgericht nicht eintritt. Sie zeigt nicht auf, inwieweit die von ihr beanstandeten Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid unhaltbar sein sollen. Sie beschränkt sich überwiegend darauf, zu behaupten, der Sachverhalt müsse gestützt auf ihre Darstellung als erstellt gelten, ohne auf die ausführliche und sorgfältige Begründung der Vorinstanz, warum sie die übereinstimmenden Aussagen der Polizeibeamten als glaubhafter erachtet, einzugehen. Nicht zu beanstanden ist die Schlussfolgerung der Vorinstanz, das von der Beschwerdeführerin eingereichte Arztzeugnis vermöge am Beweisergebnis nichts zu ändern. Dies gilt zunächst insofern, als die Vorinstanz bei der Würdigung dieses Beweismittels unter anderem auch berücksichtigt, dass die Beschwerdeführerin einen Arzt erst vier Tage später, nachts um 22.47 Uhr, aufgesucht hat (obwohl nach dem Vorfall ihr Gesicht angeblich gerötet und geschwollen gewesen sei und auch blaue Flecken sichtbar gewesen seien). Sodann hält die Vorinstanz insbesondere gestützt auf die Aussagen der Beschwerdeführerin willkürfrei fest, dass sich die im Arztzeugnis diagnostizierten Verletzungen nicht mit ihrer Sachdarstellung in Einklang bringen lassen, denn die Beschwerdeführerin habe nie behauptet, einen Schlag gegen das Ohr (Diagnose: "leichte Contusio labyrinthi") oder gegen den Kiefer (Diagnose: "Kontusion Kiefer links 2x") erhalten zu haben. Unbehelflich ist sodann der Einwand der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe die Beweise willkürlich gewürdigt, indem sie den Umstand, dass ihre Sachdarstellung durch die im Arztbericht wiedergegebenen "Angaben des Patienten" übereinstimme, nicht als Indiz für den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen gewürdigt habe. Die von der Beschwerdeführerin gegenüber dem Arzt gemachten Angaben, stimmen eben gerade nicht mit den von ihr in den Einvernahmen gemachten Aussagen überein. Es ist nicht aktenwidrig bzw. willkürlich, wenn die Vorinstanz feststellt, dass die Beschwerdeführerin vor der Staatsanwaltschaft und vor Bezirksgericht keine Schläge an den Kiefer und auch keinen Schlag auf den Hinterkopf behauptete (dafür aber einen an den Hals erwähnte) und in der Einvernahme im Berufungsverfahren weder Schläge an den Kiefer noch an den Hals erwähnte, dafür aber neu behauptete, sie habe ihren Kopf nach unten gebückt und ihn mit Händen geschützt und so sei es zu Schlägen auf den Hinterkopf gekommen. Dass die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin in der Privatstrafklage auch Schläge auf den Hinterkopf erwähnte, ändert nichts an der willkürfreien Feststellung der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin selbst habe erstmals in der Befragung vor dem Berufungsgericht (und zudem nicht spontan von sich aus, sondern erst auf Nachfragen) ausgesagt, Schläge auf den Hinterkopf erhalten zu haben. Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin stellt die Vorinstanz nicht auf die Angaben im Polizeirapport ab, sondern auf die von den einvernommenen Personen gemachten Aussagen. Dies gilt auch in Bezug auf die von der Beschwerdeführerin geäusserten Beschimpfungen. B.________ sagte in seiner Einvernahme vor der Berufungsinstanz als Zeuge aus, er habe verstanden, dass die Beschwerdeführerin zu A.________ gesagt habe "Diabolo" oder "Diavolo", "Hijo de puta" und "Policia". Ob nun die Vorinstanz aus dieser Aussage ableitet, dass die Beschwerdeführerin die Polizisten auf spanisch als Hurensöhne und Teufel bezeichnet hatte oder ob sich diese Äusserung nur auf A.________ bezog, ist für die massgebliche Sachverhaltsfeststellung ohne jegliche Relevanz. Sodann ist die Feststellung der Vorinstanz nicht willkürlich, es könne nicht als erstellt gelten, dass A.________ die Beschwerdeführerin als Hure bzw. "fea" (=hässlich) bezeichnet habe, da nicht nur A.________ als Zeuge verneinte, die Beschwerdeführerin beschimpft zu haben, sondern eine solche Äusserung auch von keinem der einvernommenen Polizeibeamten gehört wurde. Dass die Vorinstanz nicht davon ausgeht, die Beschwerdeführerin habe lediglich ihre Hand zur Abwehr gehoben und habe A.________ weder schlagen noch kratzen wollen, wie sie es in ihrer zweiten Einvernahme ausgesagt habe, ist nicht willkürlich. Dass die Beschwerdeführerin A.________ ins Gesicht schlagen wollte, geht nicht nur aus den übereinstimmenden Aussagen der einvernommenen Polizeibeamten hervor. Auch die Beschwerdeführerin selbst gab in ihrer ersten Einvernahme zu Protokoll, sie habe A.________ mit ihrer rechten Hand ins Gesicht schlagen wollen. Sodann durfte die Vorinstanz, auch wenn Sachbeschädigung nicht Gegenstand des Strafbefehls bildet, in willkürfreier Beweiswürdigung den Umstand, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des versuchten tätlichen Angriffs das Funkgerät von A.________ beschädigt hat, mitberücksichtigen.