Citation: 6B_902/2024 E. 2.3.1

2.3.1. Wie sich aus dem angefochtenen Entscheid ergibt, erfasst der von der Vorinstanz abgegoltene Aufwand für das Aktenstudium und die Ausarbeitung des Plädoyers von insgesamt 30 Stunden lediglich einen Teilbereich, nämlich den Zeitraum "vom 14. November 2023 bis zum 23. Januar 2024" (vgl. angefochtenes Urteil, E. IX.44.2.2 S. 163). Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers berücksichtigte die Vorinstanz folglich für die Vorbereitung der Berufungsverhandlung einen deutlich höheren Aufwand. Die Positionen vom 16. August 2023 ("Erarbeitung Vorgehensweise Berufung"), 18. und 26. Oktober 2023 sowie 2., 7., 9. und 13. November 2023 ("Aktenstudium", "Vorbereitung Berufungsverhandlung") ergeben zusammen ein Zwischentotal von 20,7 Stunden (vgl. act. 3, Beilage 5), das die Vorinstanz - ohne Kürzungen - zu den bereits genannten 30 Stunden hinzu schlug, sodass für die Vorbereitung der Berufungsverhandlung in einem weiten Sinne ein Aufwand von 50,7 Stunden abgegolten wurde. Gesamthaft entschädigte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer für die amtliche Verteidigung im Berufungsverfahren (inkl. Besprechungen mit dem Klienten, Teilnahme an der Verhandlung und Nacharbeiten) 75,5 Stunden zum Ansatz von je Fr. 200.00, zzgl. Auslagen und Mehrwertsteuer (vgl. Urteil, E. IX.44.2.2 S. 163 f. sowie Dispositiv-Ziff. IV.3). Im Weiteren begründet sie entgegen der Kritik des Beschwerdeführers die Kürzung des Aufwandes im Umfang von 28,8 Stunden hinreichend, indem sie den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Aufwand nicht nur zu anderen oberinstanzlichen Verfahren, sondern ebenso zu dem im vorliegenden Strafverfahren entschädigten Aufwand vor erster Instanz in Relation setzt (vgl. Urteil, E. IX.44.2.2 S. 163 f.). Auch unter Berücksichtigung des grossen Aktenumfanges (wovon rund 2'000 Seiten nicht das Strafverfahren selbst, sondern KESB- und Zivilgerichtsverfahren betrafen) und der Vielzahl von Aussageprotokollen, die der (erst im Berufungsverfahren eingesetzte) Beschwerdeführer auszuwerten hatte, ist nicht zu erkennen, dass vorliegend Leistungen nicht honoriert wurden, die zweifelsfrei zu den Obliegenheiten einer amtlichen Verteidigung gehören.