Citation: 7B_517/2023 E. A

A.a. Die Staatsanwaltschaft Frauenfeld erhob am 21. April 2020 Anklage gegen A.________ beim Bezirksgericht Münchwilen. Sie warf ihm Vergewaltigung und Freiheitsberaubung vor, sexuelle Belästigung von zwei weiteren jungen Frauen sowie Übertretungen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren, kombiniert mit einer Geldstrafe, sowie die Ausfällung einer Busse. Überdies beantragte sie eine Landesverweisung des Beschuldigten für die Dauer von 15 Jahren. Mit Urteil vom 24. Februar 2022 sprach das Bezirksgericht Münchwilen den Beschuldigten von sämtlichen Vorwürfen frei, soweit es das Verfahren nicht infolge Verjährung einstellte. A.b. Am 17. Oktober 2022 erklärte die Staatsanwaltschaft die Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Münchwilen vom 24. Februar 2022 und beantragte, der Beschuldigte sei der Vergewaltigung und der Freiheitsberaubung schuldig zu sprechen. Die Privatklägerin beantragte mit Berufungserklärung vom 19. Oktober 2022 ebenfalls einen Schuldspruch sowie die Zusprechung eines Schadenersatzes bzw. einer Genugtuung von mindestens Fr. 25'000.--. Der verfahrensleitende Oberrichter hiess mit Verfügung vom 22. November 2022 einen Beweisantrag vom 19. Oktober 2022 der Privatklägerin gut und stellte deren persönliche Befragung an der Berufungsverhandlung in Aussicht. Am 29. November 2022 lud die Verfahrensleitung die Parteien für die Berufungsverhandlung vom 13. Februar 2023 vor und nannte die voraussichtliche Gerichtsbesetzung (Oberrichter Matthias Kradolfer, Oberrichterin Irene Herzog und Ersatzrichter Andreas Hebeisen). A.c. Mit verfahrensleitendem Entscheid vom 31. Januar 2023 ordnete das Obergericht, auf Antrag des Beschuldigten vom 6. Januar 2023 hin, die Zweiteilung der Berufungsverhandlung an (sog. "Schuldinterlokut"), wonach die Verhandlung vom 13. Februar 2023 thematisch auf die Tat- und Schuldfrage, die vom Beschuldigten geltend gemachten Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche, die von der Privatklägerin geltend gemachten Zivilansprüche sowie die Kosten- und Entschädigungsfolgen beschränkt sei und über allfällige Sanktionen gegebenenfalls in einem zweiten Verfahrensteil verhandelt und entschieden werde. A.d. Am 13. Februar 2023 fand der erste Teil der Berufungsverhandlung statt. Am 14. Februar 2023 versandte das Obergericht das betreffende Urteils-Dispositiv. Es sprach den Beschuldigten der Vergewaltigung schuldig und verpflichtete ihn, der Privatklägerin eine Genugtuung von Fr. 20'000.-- zuzüglich Zins von 5 % seit 3. Juni 2018 zu bezahlen. Die Zivilansprüche des Beschuldigten wies es ab.