Citation: 2A.181/2006 05.04.2006 E. 2

Die Eingabe erweist sich - soweit sich der Betroffene darin überhaupt gegen die Haftgenehmigung und nicht vielmehr gegen den Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 22. März 2006 wenden will, worin seine Beschwerde gegen die Verweigerung des probeweisen Aufschubs der Landesverweisung abgewiesen wurde - als offensichtlich unbegründet und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG erledigt werden: 2.1 Der Beschwerdeführer ist am 21. April 2004 im Asylverfahren rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen worden. Es besteht gegen ihn zudem eine unbedingt ausgesprochene, erst- und zweitinstanzlich nicht aufgeschobene (Entscheide vom 18. Januar und 22. März 2006), vom Regierungsstatthalter von Bern zudem für vollstreckbar erklärte Landesverweisung (Entscheid vom 8. Februar 2006), deren Vollzug praxisgemäss ebenfalls mit einer Ausschaffungshaft sichergestellt werden kann (BGE 128 II 103 E. 1.3 S. 105 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat sich in der Schweiz als Y.________ (geb. 1963), Bürger der Elfenbeinküste, ausgegeben; er ist im Oktober 2005 jedoch als tunesischer Staatsbürger anerkannt worden. Dennoch hielt er vor der Haftrichterin an seiner ursprünglichen Identität fest ("Mein Name und meine Nationalität ist nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass ich hier bin. Mein Name ist Y.________"). Das Kreisgericht VIII Bern-Laupen verurteilte ihn am 17. Juni 2005 unter anderem wegen Vergewaltigung, Drohung, Tätlichkeit, Raubs, Hehlerei und Diebstahls zu 32 Monaten Zuchthaus; gleichzeitig verwies es ihn für sechs Jahre des Landes. Damit erfüllt X.________ den Haftgrund von Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG (SR 142.20; "Untertauchensgefahr"; vgl. BGE 130 II 377 E. 3.3.3, 56 E. 3.1 S. 58 f.; 125 II 369 E. 3b/aa S. 375). 2.2 Anhaltspunkte dafür, dass der Vollzug seiner Weg- bzw. Landesverweisung rechtlich oder faktisch nicht möglich oder nicht absehbar und die Haft deshalb zu beenden wäre, bestehen nicht (vgl. Art. 13c Abs. 5 lit. a ANAG; BGE 130 II 56 E. 4.1.3 mit Hinweisen): Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, dass ihm in seiner Heimat wegen des dortigen Bürgerkriegs der Tod drohe (vgl. den Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 22. März 2006, S. 5), bezogen sich seine Ausführungen auf die Elfenbeinküste. Die tunesischen Behörden haben ihrerseits inzwischen die Ausstellung eines Laissez-Passer-Papiers zugesichert. Es ist davon auszugehen, dass im Zusammenhang mit der Landesverweisung allenfalls noch mögliche Rechtsmittelverfahren innert nützlicher Frist abgeschlossen werden können, weshalb sich die Ausschaffungshaft nicht als unverhältnismässig erweist (vgl. BGE 128 II 103 E. 1.3 und 1.4). Ausländerrechtlich hat der Beschwerdeführer, der hier über keine Aufenthaltsbewilligung verfügt - unter Vorbehalt einer Non-Refoulement-Problematik, welche er aber weder behauptet noch belegt -, das Land zu verlassen; es kann deshalb kaum ernsthaft mit einem probeweisen Aufschub der strafrechtlichen Landesverweisung gerechnet werden.