Citation: 8C_802/2017 E. 5.1.2

5.1.2. In Bezug auf die verbleibende Leistungsfähigkeit erachtete Dr. med. C.________ wegen der Persönlichkeitsänderung mit mehr Pausenbedarf und einer verlängerten Erholungszeit die Arbeitsfähigkeit um 20 % eingeschränkt. Der Experte verfügt bei der Festsetzung der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) über einen naturgemässen Ermessensspielraum. Dr. med. C.________ gab seine Einschätzung in Kenntnis der gesamten Aktenlage und nach gut dokumentierter eingehender Erhebung eigener Befunde unter Hinweis auf die funktionelle Beeinträchtigung, die leicht verminderten innerpsychischen Ressourcen aufgrund eines starren Bewältigungsschemas und die etwas vermindert guten sozialen Ressourcen ab. Wenn er unter Ziffer 7 "Ressourcen" eine gänzlich emotionale Stabilität festhielt, handelt es sich, wie sich aus dem Kontext des gesamten psychiatrischen Gutachtens ohne Weiteres ergibt, um einen Verschrieb. Richtig sollte es heissen "Seine emotionale Stabilität ist nicht gänzlich gegeben". Die Beweiskraft der Expertise wird dadurch nicht geschmälert. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers kann somit in medizinischer Hinsicht nicht von einer höchst beliebigen gutachterlichen Annahme einer 20 %-igen Arbeitsfähigkeit die Rede sein. Ob vorliegend die diagnostizierte Persönlichkeitsänderung eine solche Annahme aus rechtlicher Sicht nicht zulässt, wovon die Vorinstanz ausging, kann, auch wenn nunmehr sämtliche psychischen Leiden einem strukturieren Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017, zur Publikation bestimmt), offen gelassen werden. Denn auch in Abweichung von der vorinstanzlichen Annahme einer mit Blick auf die gestellten Diagnosen fehlenden invalidisierenden Gesundheitsschädigung, würde sich eine - anhand der medizinischen Gutachten maximal anzunehmende 20 %-ige Arbeitsunfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit - jedenfalls nicht rentenbegründend auswirken: