Citation: 4F_16/2022 E. 4.4

4.4. Der Revisionsgesuchsteller argumentiert wie folgt: Das Bundesgericht habe ausser Acht gelassen, dass sich der damalige Beschwerdeführer in verschiedener Hinsicht einer anderen Terminologie bediene, als dies in der Schweizer Jurisprudenz üblich sei. So habe er den Schiedsrichter als "Beschwerdegegner" bezeichnet. Dass er auch den Begriff der "Verfahrenskosten" falsch gebrauche, werde bereits aus den Rechtsbegehen selbst deutlich, weil er von den Verfahrenskosten jeweils noch Kostenvorschüsse abgezogen wissen wolle. Verfahrenskosten hätten aber nichts mit Kostenvorschüssen zu tun. Erst bei der Liquidation der Verfahrenskosten müssten Vorschüsse berücksichtigt werden. Damit sei im Rahmen der Dispositionsmaxime zu ergründen, was er gemeint habe, als er den Begriff "Verfahrenskosten" gebraucht habe. Der Beschwerdeführer sei offensichtlich davon ausgegangen, das Schiedsverfahren habe mit der Annahme des Schiedsrichteramts durch A.________ neu begonnen; er verwende den Begriff der "Verfahrenskosten" als Synonym für die Honorare des Einzelschiedsrichters A.________. Das werde bestärkt durch die Begründung der Beschwerdeschrift, die zur Auslegung der Rechtsbegehren heranzuziehen sei. So führe er auf Seite 12 der Beschwerdeschrift aus, für den vom Einzelschiedsrichter A.________ geleisteten Aufwand sei der Betrag von Fr. 30'000.-- angemessen. Daraus gehe hervor, dass er dem Einzelschiedsrichter A.________ ein Schiedsrichterhonorar von Fr. 30'000.-- abzüglich des Restkostenvorschusses habe zugestehen wollen. Letzterer betrage gemäss Bundesgericht Fr. 2'000.--. Die Verfahrenskosten bis zur Übernahme des Schiedsrichteramts durch A.________ seien rechtskräftig auf Fr. 15'000.-- festgelegt worden. Folglich hätten die "Verfahrenskosten (Schiedsrichterhonorar inkl. kanzellarischer Auslagen) " auf total Fr. 45'000.-- festgelegt werden müssen. Diese Argumentation begründet keine Verletzung der Dispositionsmaxime. Der damalige Beschwerdeführer verwendete in seinem Rechtsbegehren den gleichen Begriff "Verfahrenskosten", wie er in Ziffer 2.1 der angefochtenen Schiedsverfügung verwendet wurde. Anstelle des in der Schiedsverfügung festgesetzten Betrags von Fr. 96'600.-- bezifferte er einen solchen von Fr. 30'000.--. Er sprach nicht von Fr. 45'000.--, davon Fr. 30'000.- Honorar für den Einzelschiedsrichter A.________. Das Bundesgericht hatte bei dieser Sachlage nicht zu "ergründen", was genau der Beschwerdeführer unter "Verfahrenskosten" verstehe, verwendete er doch den gleichen Begriff wie der Einzelschiedsrichter. Also war klar, dass er just die in Ziffer 2.1 der Schiedsverfügung genannten "Verfahrenskosten" auf Fr. 30'000.-- herabgesetzt haben wollte. Dem entsprach das Bundesgericht und ging damit nicht über das Rechtsbegehren hinaus. Der Revisionsgrund von Art. 121 lit. b BGG ist ebenfalls nicht dargetan. Es wäre dem Revisionsgesuchsteller freigestanden, in der Vernehmlassung eventualiter darzulegen, dass der Beschwerdeführer Einzelschiedsrichter A.________ ein Honorar von Fr. 30'000.-- zugestehen wolle, weshalb die "Verfahrenskosten" lediglich auf Fr. 45'000.-- herabgesetzt werden dürften. Dass dies offensichtlich gewesen wäre, wie er nun im Revisionsgesuch behauptet, trifft mitnichten zu. In der Vernehmlassung finden sich aber keine entsprechenden Ausführungen. Im Revisionsverfahren können sie nicht mehr berücksichtigt werden. Der Revisionsgrund von Art. 121 lit. b BGG, auf den das Subeventualbegehren gestützt wird, liegt nicht vor.