Citation: I 769/03 17.02.2004 E. 2

Im noch nicht in der Amtlichen Sammlung veröffentlichten Urteil D. vom 16. Oktober 2003, I 249/01, gelangte das Eidgenössische Versicherungsgericht durch Auslegung des Art. 87 Abs. 3 IVV (in der bis zum 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Fassung) zum Schluss, dass die versicherte Person mit dem Revisionsgesuch die massgebliche Tatsachenänderung glaubhaft machen muss. Der Untersuchungsgrundsatz, wonach das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat (BGE 125 V 195 Erw. 2, 122 V 158 Erw. 1a), findet insofern keine Anwendung. Macht die versicherte Person im Revisionsgesuch keinen Eintretenstatbestand glaubhaft, sondern verweist sie bloss auf ergänzende Beweismittel, insbesondere Arztberichte, die noch nachgereicht würden, so ist ihr eine angemessene Frist zur Einreichung der Beweismittel anzusetzen. Diese Massnahme ist mit der Androhung zu verbinden, dass ansonsten gegebenenfalls auf Nichteintreten zu erkennen ist. Ergeht eine Nichteintretensverfügung im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens, das den eben umschriebenen Anforderungen in Bezug auf Fristansetzung und Androhung der Säumnisfolgen genügt, so haben die Gerichte ihrer beschwerdeweisen Überprüfung den Sachverhalt zu Grunde zu legen, der sich der Verwaltung geboten hat. Daran vermag für den letztinstanzlichen Prozess auch Art. 132 lit. b OG nichts zu ändern.