Citation: 5A_703/2021 E. 2.1.1

2.1.1. Die Vorinstanz erwog, bezüglich eines über ein blosses Zuwarten hinausgehendes, angeblich über Jahrzehnte bestehendes Einverständnisses des Beschwerdegegners mit der höheren Hecke führe die Beschwerdeführerin nicht klar aus, welche Form und welchen Inhalt das behauptete Einverständnis gehabt habe. Auch würden die Beweisanträge der Klageantwort an den in der Berufung genannten Stellen nicht deutlich zwischen einem blossen Zuwarten und einem implizit oder gar explizit abgegebenen Einverständnis unterscheiden. Der Gerichtspräsident habe den Parteien nach der Beratung über die Beweisabnahmen den Beschluss mitgeteilt, dass keine weiteren Beweisabnahmen erfolgten, worauf die Parteien ohne Widerspruch auf ihre Schlussvorträge verzichteten. Insoweit bestehe kein Anlass, Beweise im Berufungsverfahren zuzulassen. Nach Treu und Glauben hätte die Beschwerdeführerin auf weitere Beweisabnahmen bestehen müssen.