Citation: U 55/00 25.10.2001 E. 1

1.- Angefochten ist der Entscheid des Kantonalen Versicherungsgerichts Wallis vom 16. Dezember 1999. Dieser wurde gemäss Poststempel auf der Gerichtsurkunde am 17. Dezember 1999 an die Adresse des Rechtsvertreters versandt, von wo die Sendung mit dem Vermerk "Nicht abgeholt" an das kantonale Gericht zurückgelangte. Dieses nahm am 4. Januar 2000 nochmals eine Zustellung vor, welche zur Aushändigung des Urteils am 5. Januar 2000 führte. a) Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts ist in Fällen, in welchen eine eingeschriebene Postsendung nicht innert der Abholfrist von sieben Tagen abgeholt und die Sendung als am letzten Tag dieser Frist als zugestellt gilt, ein allfälliger zweiter Versand und die spätere Entgegennahme der Sendung durch den Betroffenen für die Frage, ob die Beschwerdefrist eingehalten worden ist, grundsätzlich nicht erheblich (BGE 118 V 190 Erw. 3a mit Hinweisen). In BGE 115 Ia 20 Erw. 5c hat das Bundesgericht ausgeführt, dass sich die Rechtsmittelfrist gestützt auf den verfassungsmässigen Anspruch auf Vertrauensschutz dann verlängern kann, wenn noch vor ihrem Ende eine entsprechende vertrauensbegründende Auskunft erteilt wird. Eine solche Auskunft kann darin bestehen, dass der mit Rechtsmittelbelehrung versehene Entscheid dem Betroffenen noch vor Ablauf der Beschwerdefrist erneut zugestellt wird. Diese Rechtsprechung ist durch BGE 117 II 511 Erw. 2 und 118 V 190 Erw. 3a insoweit präzisiert und klargestellt worden, dass eine nach Ablauf der ordentlichen Rechtsmittelfrist erfolgte zweite Zustellung eines mit Rechtsmittelbelehrung versehenen Entscheids auch unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes keine neue Rechtsmittelfrist in Gang zu setzen vermag. b) Im vorliegenden Fall gilt die erste eingeschriebene Sendung als am letzten Tag der Frist von sieben Tagen ab Eingang bei der Poststelle am Ort des Empfängers zugestellt (vgl. BGE 123 III 494 oben). Gemäss Poststempel ging die Sendung am 21. Dezember 1999 bei der Poststelle Z.________ ein. Die siebentägige Frist endete somit am 28. Dezember 1999. Weil dieser Tag in den vom 18. Dezember 1999 bis 1. Januar 2000 dauernden Fristenstillstand (Art. 34 Abs. 1 lit. c OG) fiel, begann die 30tägige Beschwerdefrist am 2. Januar 2000 zu laufen, wobei dieser Tag bei der Berechnung nicht berücksichtigt wird (Art. 32 Abs. 1 OG; BGE 122 V 60). Sie endete am 1. Februar 2000. Die zweite Zustellung vom 4. Januar 2000 erfolgte somit während der noch laufenden Rechtsmittelfrist. Sie enthält die Rechtsmittelbelehrung mit der Möglichkeit zur Beschwerdeerhebung innert 30 Tagen seit der Zustellung, ohne dass irgendeine Einschränkung gemacht wird. Auf die am 4. Februar 2000 der Post übergebene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher einzutreten.