Citation: 2C_834/2022 E. 4.4.2

4.4.2. In Bezug auf seine Straferkenntnisse führt der Beschwerdeführer aus, dass keine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr und damit keine schwere Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vorliegen würde. Dies spielt indes insofern keine Rolle, als es hier - wie bereits erwähnt (vgl. hievor E. 4.4.1) - nicht um die Frage geht, ob ein Widerrufsgrund vorliegt (vgl. Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG), sondern die Integrationskriterien zu beurteilen sind. Nicht entscheidwesentlich ist zudem, aus welchen Gründen der Beschwerdeführer die Straferkenntnisse erwirkt hat. Vorliegend ergingen gegen den Beschwerdeführer drei Straferkenntnisse: Der Strafbefehl vom 6. Februar 2012 wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand (bedingte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 30.-- und Busse von Fr. 300.--), der Strafbefehl vom 17. September 2016 wegen Beschäftigens von Ausländern ohne Bewilligung (bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 40.--) und der Strafbefehl vom 12. Juli 2019 wegen Überschreitens der Höchstgeschwindigkeit innerorts um 21 km/h (Busse von Fr. 520.--). Das SVG-Delikt von September 2021 betrifft nicht das dritte Straferkenntnis und das diesbezügliche Verfahren wurde, wie von der Vorinstanz festgestellt, eingestellt. Diese Delikte wiegen zwar nicht besonders schwer und geringfügige Straftaten können eine Integration nicht per se ausschliessen (vgl. Urteil 2C_1043/2021 vom 3. August 2022 E. 3.5.5 mit Hinweisen). Nichtsdestotrotz hat der Beschwerdeführer wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen. Damit durfte die Vorinstanz die Straferkenntnisse bei der Gesamtbeurteilung der Integration in rechtskonformer Weise als negatives Integrationsindiz berücksichtigen.