Citation: 1C_504/2016 E.

Die Direktion des Innern des Kantons Zug verzichtet auf einen formellen Antrag. Sie teilt in ihrer Vernehmlassung mit, der Regierungsrat habe als Ersatzmassnahme am 22. November 2016 eine Verordnung zur Gleichstellung von Frau und Mann sowie einen Massnahmenplan beschlossen. Damit sei sichergestellt, dass der Kanton Zug auch in Zukunft verschiedene Massnahmen in unterschiedlichen Lebensbereichen zur tatsächlichen Gleichstellung von Frau und Mann umsetzen werde. Schon zuvor sei der Regierungsrat nicht untätig gewesen, sondern habe sich seit dem Entscheid vom 21. November 2011 bemüht, den bundesgerichtlichen Auftrag zu erfüllen und entsprechende Strukturen zu schaffen; hierzu wird eine Aktennotiz mit zahlreichen Beilagen eingereicht. Trotz der bis zum Erlass der Verordnung 2016 fehlenden Rechtsgrundlage habe der Kanton Zug seit 2012 verschiedene Projekte im Bereich der Gleichstellung umgesetzt, z.B. zur Förderung des Kinderbetreuungsangebots und von familienfreundlichen Arbeitsbedingungen. Zudem seien finanzielle Beiträge aus dem Lotteriefonds an Projekte zur Förderung der Gleichstellung geleistet worden. Der Kantonsrat beantragt, die Beschwerde sei zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben bzw. abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden könne. Der Kanton sei seit dem bundesgerichtlichen Urteil vom 21. November 2011 nicht untätig geblieben, sondern Regierung und Verwaltung hätten sich in mindestens 40 Geschäften mit der Thematik befasst. Zwischenzeitlich sei mit der vom Regierungsrat erlassenen Verordnung und dem Massnahmenplan das Anliegen der Beschwerdeführenden erfüllt worden, weshalb sie kein praktisches und aktuelles Interesse mehr an der gerichtlichen Beurteilung ihrer Beschwerde hätten. Die konkreten Massnahmen lägen im Ermessen des Kantons; für die von den Beschwerdeführenden eventualiter verlangten zusätzlichen Massnahmen bestehe keine Rechtsgrundlage. Im Übrigen seien die Revisionsarbeiten am Gleichstellungsgesetz auf Bundesebene abzuwarten, in denen eine Verpflichtung für Arbeitgeber mit mehr als 50 Mitarbeitenden zu externen Lohnkontrollen diskutiert werde. Das Bundesamt für Justiz hat auf eine Stellungnahme verzichtet.