Citation: 2C_71/2020 E. 5.3.5

5.3.5. Bei der Betrachtung sämtlicher entscheidwesentlicher Elemente des vorliegenden Einzelfall fällt weiter auf, dass der Beschwerdeführer zu seinem Heimatland nur noch schwache Beziehungen pflegt. Dort lebt zwar noch sein 74-jähriger Grossvater (act. 10 pag. 227); zu diesem pflegt der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben jedoch keinen intensiven Kontakt. Immerhin spricht er gemäss den Feststellungen der Vorinstanz die Landessprache Urdu, lesen kann er diese Schrift gemäss dem Rekursentscheid der unteren kantonalen Instanz indes nicht (E. 28.2 des Rekursentscheides der Sicherheitsdirektion). Sein Heimatland hat er zwar mehrmals ferienhalber besucht und zudem scheint er aufgrund seines Elternhauses mit den dortigen kulturellen Gepflogenheiten in einem gewissen Umfang vertraut zu sein (E. 5.5.1 des angefochtenen Entscheid). Insgesamt scheint ihn gestützt auf die kantonalen Akten mit seinem Heimatland aber nicht viel mehr als die blosse Staatsbürgerschaft zu verbinden. Das Bundesgericht geht deshalb mit der Vorinstanz überein, dass den Beschwerdeführer eine Wegweisung nach Pakistan hart treffen würde. Ob gar aufgrund der vorliegenden Ausgangslage mit Blick auf das Urteil des UN-Ausschusses für Menschenrechte Nystrom gegen Australien No. 1557/2007 vom 18. August 2011 gegebenenfalls auch eine Verletzung von Art. 12 Abs. 4 des Internationalen Pakts vom 16. Dezember 1966 über bürgerliche und politische Rechte (SR 0.103.2) im Raum stehen könnte, kann aufgrund des Verfahrensausgangs offengelassen werden.