Citation: 1B_667/2020 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz bejaht vor diesem Hintergrund den Haftgrund der Wiederholungsgefahr: Im Falle einer Haftentlassung des Beschwerdeführers drohten derzeit ernsthaft weitere Verbrechen und schwere Vergehen dieser Art sowie eine entsprechende erhebliche Gefährdung der Sicherheit anderer. Er manifestiere eine hohe Gewaltbereitschaft und ein unberechenbares Verhalten. Bei mehreren der untersuchten Tatvorwürfe bestehe eine erdrückende Beweislage, weshalb auch das Vortatenerfordernis erfüllt sei. Weder die ständigen Interventionen der Strafbehörden noch die der hier streitigen neuen Haftanordnung vorausgehende Untersuchungshaft habe dazu geführt, dass der Beschwerdeführer sein Verhalten erkennbar änderte. Hinzu komme, dass bei ihm ein "schweres Suchtproblem" manifest sei, das offenbar "in unmittelbarem Zusammenhang mit seiner Delinquenz" stehe. Bedenklich sei auch, dass er sich einsatzbereite Schusswaffen mit Munition beschafft habe. Insgesamt bestehe eine "sehr ungünstige Legalprognose hinsichtlich der Begehung die Sicherheit anderer erheblich gefährdender Verbrechen oder schwerer Vergehen" (angefochtener Entscheid, E. II/3.3.3-3.3.4, S. 21-24).