Citation: 1C_268/2022 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz erwog weiter, als Ortsbild von regionaler (und nicht nationaler) Bedeutung sei das Dorf nicht im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) verzeichnet. Gemäss der seit dem Jahr 1979 nicht mehr aktualisierten ISOS-Dokumentation liege das Baugrundstück nicht in einem Bereich des Ortsbildschutzgebiets, der für das Ortsbild von zentraler Bedeutung sei, sondern in einem Teil von Tschugg, wo in jüngerer Zeit mehrere Einfamilienhäuser gebaut worden seien und keine gewichtigen Schutzinteressen betroffen seien. Unbestrittenermassen sei das Baugrundstück auch nicht Teil einer Baugruppe. Die nähere Umgebung zeichne sich durch eine heterogene Bebauungsstruktur aus. Dies gelte sowohl für die umliegenden Gebäude innerhalb als auch für diejenigen ausserhalb des Ortsbildschutzgebiets, was die Beschwerdeführenden nicht bestreiten. Weiter hielt die Vorinstanz fest, eine Aushöhlung des Schutzes durch den Einbezug von Bauten geringerer Qualität sei daher nicht zu befürchten. Gemessen am Mittelmass der Umgebung erscheine der streitbetroffene Anbau gestalterisch unproblematisch. Dass die Vorinstanz bei dieser Beurteilung auf Bauten ausserhalb des Ortsbildschutzgebiets abgestellt oder einen falschen Massstab angesetzt hat, erschliesst sich entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden nicht. Zum einen führen diese selber aus, der Vorinstanz sei durchaus bekannt gewesen, dass sich nicht alle Bauten in der näheren Umgebung im Ortsbildschutzgebiet befänden. Zum anderen legen sie nicht dar, inwiefern das Bauvorhaben den erhöhten Anforderungen im Ortsbilderhaltungsgebiet nicht genügen soll. Eine willkürliche Anwendung kommunalen Rechts durch die Vorinstanz vermögen die Beschwerdeführenden damit nicht darzutun.