Citation: 4A_35/2021 E. 3.1.2

3.1.2. Haben die Parteien zwar keine feste Vergütung vereinbart, sich vertraglich aber auf einen "Circa-Preis" mit einer Höchst- und einer Mindestgrenze geeinigt, wird dadurch das Maximum und das Minimum der zu leistenden Vergütung bestimmt. Im Unterschied zum Pauschalpreis lässt er einen durch die Höchst- und Mindestgrenze definierten Bereich offen, worin sich die Vergütung, soweit keine andere Vereinbarung getroffen wurde, nach Art. 374 OR bemisst (vgl. GAUCH, a.a.O., S. 458 Rz. 941). Mit dem Beweis für den vereinbarten Circa-Preis ist jene Partei belastet, die sich darauf beruft. Steht hingegen fest, dass ein Preis vereinbart wurde, und ist umstritten, ob es sich dabei um einen (festen) Pauschalpreis oder um einen Circa-Preis handelt (in dessen Rahmen sich die Vergütung nach Aufwand bestimmt), hat die Vereinbarung des Fest- beziehungsweise Pauschalpreises zu beweisen, wer dies geltend macht (GAUCH, a.a.O., S. 494 f. Rz. 1018).