Citation: 9C_48/2016 E. 3

Die Beschwerdeführerin rügt eine stossende mit Art. 8 Abs. 1 und Art. 29 Abs. 1 BV unvereinbare Ungleichbehandlung in dem Sinne, dass in Bezug auf die Sorgfalt bzw. Aufmerksamkeit, eine unrechtmässige Leistungsausrichtung zu erkennen, bei der Frage nach dem guten Glauben nach Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG als eine Erlassvoraussetzung höhere Anforderungen an sie gestellt würden, als bei der Frage nach dem Beginn der relativen einjährigen Verwirkungsfrist für die Geltendmachung des Rückforderungsanspruchs nach Art. 25 Abs. 2 ATSG an die Beschwerdegegnerin (vgl. dazu BGE 124 V 380 E. 1 S. 383). Werde der Verwaltung zugebilligt, sie hätte erst aufgrund des Gutachtens vom 29. März 2012 erkennen können, dass Leistungen ohne hinreichende Grundlage geflossen seien, müsse dasselbe auch für sie gelten. Zu diesem bereits im vorangegangenen Verfahren vorgetragenen Argument habe die Vorinstanz nicht einlässlich Stellung genommen, was indessen zwingend erforderlich gewesen wäre, da es sich dabei um den einzigen entscheidenden Punkt handle. Schliesslich führe das Verwaltungsgericht unter Hinweis auf den eine Meldepflichtverletzung betreffenden, somit nicht einschlägigen BGE 118 V 214 E. 2b S. 219 ihre "anfänglich nicht vorhandene Gutgläubigkeit" ins Feld, ohne zu sagen, worin diese zu erblicken sei, womit es auch insofern seine Begründungspflicht verletze.