Citation: 2C_548/2023 E. 6.2

6.2. Im Anwendungsbereich von Art. 4 AkKVO dürfen die für die Zulassung zum Akkreditierungsverfahren zuständigen Behörden von einer privaten Institution des Hochschulbereichs, die sich in der Schweiz als Universität akkreditieren lassen möchte, erwarten, dass sie in der Lage ist, die in Art. 4 AkkVO aufgeführten Kriterien in einer schlüssigen und nachvollziehbaren Art und Weise darzulegen. Beim Erfordernis von Art. 4 Abs. 1 lit. c AkkVO geht es letztlich darum, glaubhaft zu machen, dass die Institution für die Zulassung zur ersten Studienstufe klare und mit der Schweizerischen Hochschullandschaft vereinbare Zugangsregeln aufstellt. Es kann in diesem Rahmen von einer Institution des Hochschulbereichs, die eine Akkreditierung als Universität nach Schweizer Recht anstrebt, verlangt werden, dass sie die Studienzulassung in einem klaren und nachvollziehbaren Reglement regelt, und dass sich daraus zweifelsfrei ergibt, welche Voraussetzungen zur Aufnahme des Studiums berechtigen. Insbesondere obliegt es dabei der gesuchstellenden Institution, die hierfür notwendigen Belege beizubringen, wobei das Fehlen respektive die mangelnde Klarheit oder Aussagekraft der Unterlagen der gesuchstellenden Institution zum Nachteil gereichen. Zudem verfügt der Schweizerische Akkreditierungsrat bei der Beurteilung der Eignung der Dokumente zur Glaubhaftmachung über einen Beurteilungsspielraum und steht es ihm frei, diesbezüglich - angesichts der Tragweite einer Anerkennung als Universität respektive universitäre Hochschule in der Schweiz - einen strengen Massstab anzulegen.