Citation: 1A.75/2001 20.11.2001 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt die Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes und der Wirtschaftsfreiheit, insbesondere des sich daraus ergebenden Gebots der Gleichbehandlung der Gewerbetreibenden. Gewisse Betriebe dürften in Verletzung des Gastgewerbegesetzes die ganze Nacht geöffnet sein, andere Betriebe böten ein After-Hour-Angebot mit teilweise wesentlich höheren Besucherzahlen und Immissionen als die Joystick Bar an. 4.1 Auch in diesem Punkt ist zunächst auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Urteil zu verweisen. Ergänzend ist lediglich beizufügen, dass allein die Tatsache, dass einige bernische Gastgewerbebetriebe von der gemäss Art. 11 GGG gegebenen Möglichkeit Gebrauch machen, ab 05.00 Uhr zu öffnen, selbstverständlich im Fall der Joystick Bar noch keine rechtswidrige Ungleichbehandlung begründet. Massgeblich ist, ob für die unterschiedliche Behandlung sachliche, im Gesetz vorgesehene Gründe vorliegen. Dies ist, wie das Verwaltungsgericht dargelegt hat, der Fall. Die Ausführungen in der Beschwerde sind nicht geeignet, eine unzulässige Ungleichbehandlung darzulegen. Das "Guyas", die Notschlafstelle "Sleeper", die Reithalle und - soweit ersichtlich - der Studentenclub (ICR) liegen, was entscheidend ist, alle ausserhalb der unteren Altstadt. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, dass die Umgebung dieser Lokale hinsichtlich der raumplanerischen Nutzungsordnung und der Lärmempfindlichkeit sowie der Lärmvorbelastung mit der Situation in der unteren Altstadt zu vergleichen ist. Er macht auch nicht substanziiert geltend, dass in ihrer Umgebung vergleichbare Probleme bestehen wie in der Umgebung seines Betriebs. Es kann daher offen bleiben, ob diese Lokale direkte Konkurrenten des Betriebs des Beschwerdeführers darstellen, die sich mit gleichem Angebot an dasselbe Publikum richten. Anders verhält es sich allein hinsichtlich des Lokals "Syrup" (U1) an der Junkerngasse 1. Die Junkerngasse verläuft parallel zur Gerechtigkeitsgasse. Beide Gassen unterliegen dem gleichen Zonenregime und der selben Lärmempfindlichkeit. Der Beschwerdeführer belegt indessen in keiner Weise, dass das Syrup (U1) ein After-Hour-Angebot führt, und dass in dessen Umgebung ähnliche Immissionen vorhanden sind wie in der Umgebung der Joystick Bar. Es kann daher bei der Feststellung des Verwaltungsgerichts sein Bewenden haben, dass die zuständigen Behörden gegenüber dem Syrup gleich vorzugehen hätten wie gegenüber der Joystick Bar, wenn bei jenem Lokal analoge Probleme auftreten sollten. Es weist im Übrigen nichts darauf hin, dass die Behörden sachlich vergleichbare Fälle nicht korrekt und rechtsgleich behandeln würden. Wie es sich mit der Reithalle verhält, kann dahingestellt bleiben, da dort eine Situation besteht, die mit der Vorliegenden in verschiedener Hinsicht nicht vergleichbar ist.