Citation: 6B_936/2019 E. 7.4.2

7.4.2. Die Vorinstanz ist in Bezug auf die Anerkennung der Zivilansprüche auch nicht in Willkür verfallen. So ist in Bezug auf die Kundin Nr. 3 (Privatklägerin 2 [I.________ Ltd.]) nicht schlechterdings unhaltbar, wenn die Vorinstanz annimmt, die Kundin sei zu Recht als Privatklägerin anerkannt worden, zumal weder seitens der Staatsanwaltschaft noch des Rechtsvertreters der Kundin klar zwischen der juristischen Person und dem wirtschaftlich Berechtigten [J.________] unterschieden worden sei und der Rechtsvertreter über eine gültige Vollmacht der Kundin verfügt habe (angefochtenes Urteil S. 12 f., 98 f.; Beschwerde S. 49 f.). Dasselbe gilt in Bezug auf die Kundin Nr. 18 (Privatklägerin 12 [E.________ Ltd.]). Die Vorinstanz nimmt auch in diesem Punkt mit haltbaren Gründen an, der Rechtsvertreter des Kunden habe nicht zwischen der Gesellschaft und den wirtschaftlich berechtigten natürlichen Personen [Ehegatten F.________] unterschieden und jener habe zudem über eine Vollmacht der Direktorin der Kundin Nr. 18 verfügt (angefochtenes Urteil S. 12; Beschwerde S. 49 f.). Soweit die Beschwerdeführerin hinsichtlich des Kunden Nr. 28 (Privatkläger 20) rügt, die Vorinstanz habe zu Unrecht angenommen, dieser habe ihr gegenüber Schadenersatz gefordert (angefochtenes Urteil S. 100), zumal sich dem Dokument, auf welches sich die Vorinstanz stütze, lediglich entnehmen lasse, dass jener gegenüber der Bank eine Korrektur der vorgenommenen Belastung verlangt habe (Beschwerde S. 51), mag zutreffen, dass das Formular "Geltendmachung von Rechten als Privatklägerschaft" auch in der Weise ausgelegt werden kann, dass der Kunde von der Bank eine Korrektur des Kontos verlangt hat. Doch genügt nach ständiger Rechtsprechung für den Nachweis von Willkür für sich allein nicht, dass auch eine andere Lösung in Betracht gezogen werden könnte (oben E. 3.4.3). Schliesslich ist auch keine Verletzung der Dispositionsmaxime (Art. 391 Abs. 1 lit. b StPO) ersichtlich (Beschwerde S. 51 ff.). Nach der Dispositionsmaxime darf das Gericht einer Partei nicht mehr und nichts anderes zusprechen, als sie verlangt hat (Art. 58 Abs. 1 ZPO). Nach derselben Bestimmung darf es ihr aber auch nicht weniger zusprechen, als die Gegenpartei anerkannt hat. Die Vorinstanz hat der Privatklägerschaft an Schadenersatz grundsätzlich genau so viel zugesprochen, wie die Beschwerdeführerin anerkannt hat. Dies gilt etwa in Bezug auf die Kundin Nr. 3. Die Beschwerdeführerin hat im erstinstanzlichen Verfahren die Schadenersatzbegehren in Höhe der in der Anklageschrift aufgeführten Beträge anerkannt. Nach der Anklageschrift hat die Kundin Nr. 3 einen Verlust von TRY 10'574'200.-- erlitten (Anklageschrift S. 7). In diesem Umfang ist ihr von den kantonalen Instanzen Schadenersatz zugesprochen worden (angefochtenes Urteil S. 99; erstinstanzliches Urteil S. 210). Wie die Vorinstanz zudem zu Recht erkennt, entspricht dieser Betrag umgerechnet in Canadische Dollar (CAD 2'432'066.--) einem geringeren Betrag als den geforderten CAD 5 Mio. Dasselbe gilt hinsichtlich der Kunden Nr. 14 und 15 (Privatkläger 9 und 10; Beschwerde S. 53) sowie die Kunden Nr. 21 (Privatkläger 15), Nr. 24 (Privatkläger 18) und Nr. 25 (Privatkläger 19) (Beschwerde S. 53 f.). Auch in diesen Punkten sind die Zivilforderungen bis zum Betrag der Verluste gemäss Anklageschrift (Anklageschrift S. 7, 8) anerkannt worden. Dass die Beschwerdeführerin in Bezug auf die Kunden Nr. 14 und 15 in zweiter Instanz freigesprochen worden ist, ändert daran nichts, da der Sachverhalt, wie die Vorinstanz zutreffend annimmt (angefochtenes Urteil S. 99), im Umfang der Anerkennungserklärung spruchreif ist (Art. 126 Abs. 1 lit. b StPO). Aus denselben Gründen ist schliesslich das angefochtene Urteil auch hinsichtlich des Kunden Nr. 28 (Privatkläger 20) nicht zu beanstanden (vgl. auch oben E. 7.4.4.3).