Citation: 8C_397/2008 03.12.2008 E. 3

3.1 Dr. med. B.________, den der Versicherte am Unfalltag aufgesucht hatte, diagnostizierte am 10. April 2005 eine Prellung. Im Dokumentationsbogen für Erstkonsultationen nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma hielt er u.a. ein HWS-Beschleunigungstrauma und die Verordnung von Mefenacid fest. 3.2 Dr. med. G.________, Facharzt für Innere Medizin hielt am 14. April 2005 Druckdolenzen und Schmerzen in der rechten Schläfe und der oberen HWS beidseits, eine allseitige Bewegungseinschränkung der HWS, Schmerzen und Druckdolenzen im Bereich der LWS sowie ab dem 22. März 2005 einen Tinnitus rechts fest und diagnostizierte eine Schädelkontusion mit Schmerzsyndrom der oberen HWS, einen Tinnitus sowie eine LWS-Kontusion. Er attestierte eine volle Arbeitsunfähigkeit bis 10. April 2005 und hernach eine solche von 50 %. Am 14. September 2006 hielt Dr. med. G.________ den Behandlungsabschluss fest. Der Versicherte sei praktisch beschwerdefrei. 3.3 Dr. med. K.________, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, diagnostizierte am 13. April 2005 einen Tinnitus capitis. Er habe den Versicherten bereits 1999 wegen eines Tubenkatarrhs behandelt. Auf Grund der nicht veränderten Hörschwelle seit 1999 sei eine Commotio labyrinthi eher unwahrscheinlich. 3.4 Dr. med. T._________, Facharzt für medizinische Radiologie und Neuroradiologie, stellte gemäss MRI der HWS vom 18. November 2005 eine diskrete skoliotische Fehlhaltung, eine mässiggradige Osteochondrose C5/6 und C6/7 mit flachen dorso-medianen subligamentären Diskushernien begleitender Spondylose ohne Neurokompression, eine leichtgradige unkarthrotische Foramenstenose C6 und C7 beidseits sowie keine Hinweise auf eine Ligamentruptur fest. 3.5 Dr. med. N._________, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, hielt am 12. August 2005 eine HWS-Distorsion mit Kopfanprall frontotemporal rechts am 9. März 2005 sowie ein leicht aktiviertes, lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei anamnestisch rezidivierenden Lumbalgien und Status nach Diskushernienoperation 1989 fest. Bei den Lumbalgien handle es sich um Schmerzen, welche sich der Patient von früher her gewohnt sei. Die vorübergehend aktivierten lumbalen Beschwerden hätten gut auf die Physiotherapie angesprochen. Innerhalb der ersten Woche nach Behandlungsaufnahme (konsequente medikamentöse Therapie und Anschaffung eines Spezialkissens) sei eine 20 %-ige Schmerzabnahme eingetreten. Der Versicherte habe seine 50 %-ige Tätigkeit wieder aufgenommen. Am 13. April 2006 gab Dr. med. N._________ an, bei ihm sei die Behandlung am 11. Januar 2006 abgeschlossen worden. 3.6 Dr. med. Z.________, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte am 14. Februar 2006 den Status nach Verkehrsunfall am 9. März 2005 mit Traumatisierung der HWS sowie Kopfanprall frontotemporal rechts, persistierendes zerviko-zephales Schmerzsyndrom sowie rezidivierende lumbovertrebrale Schmerzen bei Status nach Diskushernienoperation 1989. Gemäss dem Patienten hätten Abklärungen bei Dr. med. K.________ und Dr. med. E.________, Augenarzt, zu keinen wesentlichen pathologischen Befunden geführt. Die aktuelle neurologische Untersuchung ergebe deutliche Einschränkungen der Kopfbeweglichkeit sowie Verspannungen im Schulter-/Nackenbereich und in der paravertebralen Muskulatur zerviko-thorakal linksbetont. Radikuläre Ausfälle und eine schwere Depression seien nicht nachweisbar. 3.7 Frau Dr. med. R.________, Oberärztin, Bereich für Schmerztherapie, Spital X.________, berichtete am 22. Mai 2006, bis anhin habe der Versicherte keine konsequente Schmerztherapie durchgeführt. Die relative Schmerzfreiheit nach Einleitung einer Therapie mit Dafalgan sei für eine aktive Physiotherapie zu nutzen. Am 14. September 2006 führte Frau Dr. med. R.________ aus, bei der Nachkontrolle vom 13. Juli 2006 habe sich der Versicherte mit der Therapie zufrieden gezeigt; die Schmerzen hätten um 50 % reduziert werden können. Im Oktober 2006 ergänzte sie, der Versicherte habe am 2. Oktober 2006 betont, sein Zustand im Bereich der LWS und der HWS habe sich verbessert. Die Therapie sei nun abgeschlossen. 3.8 Dr. med. A.________, Facharzt für diagnostische Radiologie, Klinik B.________, hielt am 24. Januar 2007 zunehmende Schulterbeschwerden bei Schulterluxation vor 20 Jahren fest. 3.9 Dr. med. V.________, Facharzt für Anästhesiologie, berichtete am 23. Februar 2007 über die durchgeführte Akupunktur, welche er in ein bis zwei Wochen resp. nach Verlauf abschliesse. 3.10 Dr. med. M.________, Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie, und Vertrauensarzt der Allianz, beantwortete am 1. Juni 2007 Fragen des Sachbearbeiters dahingehend, dass nach den Akten aktuell kein typisches Beschwerdebild eines Schleudertraumas vorliege, der medizinische Endzustand spätestens im Oktober 2006 erreicht gewesen sei und die Schulterbeschwerden in keinem Zusammenhang mit dem Ereignis vom 9. März 2005 stehen würden.