Citation: I 755/03 10.05.2004 E. 2

Streitig und zu prüfen ist letztinstanzlich einzig das für die Ermittlung des Invaliditätsgrades massgebende Invalideneinkommen. 2.1 Ausser Frage steht, dass der Beschwerdegegner infolge einer protrahiert verlaufenden Anpassungsstörung (ICD-10: F.43.25) im Sinne einer reaktiven Störung von Gefühlen und Sozialverhalten bei seit Jahren persistierender Belastungssituation (mit Symptomen wie Schlafstörungen, Albträumen, sozialem Rückzug) in seinem angestammten Beruf als Lehrer nicht mehr einsetzbar ist, ihm dagegen ein 50 %iges Arbeitspensum in leidensangepassten Tätigkeiten - namentlich solchen ohne hohe Stressbelastung, ohne Lehrerfunktion und ohne hierarchisch strukturierte Teamarbeit - zumutbar ist. 2.2 Seit 1999 arbeitet der Beschwerdegegner im Rahmen des Projekts "Regionales Gedächtnis" insgesamt zu rund 20 % in der Firma G.________ AG. Die Parteien sind sich darin einig, dass die Restarbeitsfähigkeit von 50 % (Erw. 2.1 hievor) damit nicht voll ausgeschöpft wird. Obwohl es sich um eine geeignete Nischentätigkeit handelt, ist - was letztinstanzlich nicht bestritten wird - eine Steigerung des Arbeitspensums im Rahmen dieses Anstellungsverhältnisses unwahrscheinlich. Wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat und nunmehr auch von der Beschwerdeführerin anerkannt wird, ist bei der Ermittlung des Invalideneinkommens daher nicht auf den nach Invaliditätseintritt tatsächlich erzielten, auf ein 50 %-Pensum aufgerechneten Verdienst bei der Firma G.________ AG abzustellen (vgl. Erw. 1 hievor), sondern von den Tabellenlöhnen gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) auszugehen (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1, 126 V 76 Erw. 3b mit Hinweisen). 2.3 Als statistischer Ausgangswert für die Bestimmung des Invalideneinkommens hat die Vorinstanz den von Männern mit Berufs- und Fachkenntnissen (= Anforderungsniveau 3) im Dienstleistungssektor erzielten (Brutto-)Durchschnittslohn gemäss TA1/LSE 1998 (Privater Sektor) herangezogen und unter Berücksichtigung der bloss 50 %igen Arbeitsfähigkeit, einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,9 Stunden sowie eines sog. leidensbedingten Abzugs von 15 % (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5; AHI 2002 S. 67 ff. Erw. 4) für das Jahr 1998 - dem massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns (vgl. BGE 129 V 223 f. Erw. 4.1 und 4.2 [= SVR 2003 IV Nr. 24 S. 73] - ein zumutbares Jahreseinkommen von Fr. 27'235.- ermittelt. Die IV-Stelle hält dem unter Verweis auf die bei der Firma G.________ AG tatsächlich ausgeübte Tätigkeit entgegen, der Beschwerdegegner sei durchaus in der Lage, im Dienstleistungssektor selbstständige und qualifizierte Tätigkeiten zu verrichten. Das Invalideneinkommen sei daher auf der Basis der Durchschnittslöhne für Tätigkeiten mit Anforderungsniveau 1 und 2 zu berechnen. Ferner rechtfertige es sich in Würdigung der Umstände nicht, einen leidensbedingten Abzug vorzunehmen.