Citation: U 155/98 15.02.2000 E. 3

3.- Steht fest, dass eine Leistungspflicht nur für die organisch bedingten Beschwerden an der rechten Hand besteht, sind weiter die erwerblichen Auswirkungen zu prüfen. a) Wie und in welchem Umfang der Beschwerdeführer angesichts seines Gesundheitsschadens zumutbarerweise tätig sein kann, wird an einer einzigen Beschäftigungsmöglichkeit, deren Angebot im ausgeglichenen Arbeitsmarkt zudem sehr eingeschränkt ist, gemessen, nämlich an jener eines Hikers. Diese Verweisungstätigkeit ist zu eng, als dass sie allein zur Bestimmung der beruflichen Möglichkeiten des Beschwerdeführers verwendet werden kann (zur Notwendigkeit, Löhne verschiedener Betriebe beizuziehen, siehe RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412 Erw. 4b/aa). Abgesehen davon machten ihm bei dieser Tätigkeit die Einschränkungen seiner rechten Hand glaubwürdigerweise zu schaffen, etwa bei der Montage von Autodachträgern. Die Anstellung als Hiker hatte er im Übrigen Ende August 1993 und damit noch vor der Rentenverfügung verloren. b) Vorinstanz und SUVA sind davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer, weil er die Arbeit als Hiker seit 1. September 1985 verrichtet hat, auch nach dem Unfall als Chauffeur tätig sein kann. Es ist indessen ungenügend abgeklärt worden, ob dies in einer Weise möglich ist, ohne dass der öffentliche Verkehr gefährdet wird. Wenn der Beschwerdeführer am 3. April 1993 sein eigenes Auto "zu Schrott gefahren" und dazu gesagt hat, er habe das Steuer nicht rasch genug herumreissen können, so ist diese Erklärung in jedem Fall nicht zum Vornherein als unglaubwürdig anzusehen. Der heutige Strassenverkehr verlangt rasche Reaktionen, wozu auch gehört, dass das Steuerrad und weitere Bedienungselemente wie etwa die Gangschaltung und die Handbremse mit den Händen einwandfrei betätigt werden können. Für professionelle Chauffeure, die an Arbeitstagen während Stunden am Strassenverkehr teilnehmen, gilt dies in besonderem Masse. Ob der Beschwerdeführer diese Voraussetzungen in einer Weise erfüllt, dass das Invalideneinkommen auf der Grundlage einer Chauffeurtätigkeit errechnet werden kann, ist daher ungenügend abgeklärt worden. Die SUVA wird dies nachzuholen haben. Der kurze Hinweis der SUVA, das berechnete, als Hiker zu verdienende Invalideneinkommen halte auch vor dem Hintergrund der Gehalts- und Erhebungsstatistik des Bundesamtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit (BIGA, seit 1. Juli 1999 Staatssekretariat für Wirtschaft [seco]) vom Oktober 1993 stand, wonach an- und ungelernte Arbeiterinnen Fr. 41'000.- erzielen könnten, vermag die dargelegte ungenügende Abklärung nicht zu ersetzen, insbesondere auch deshalb nicht, weil dieser Wert für weibliche Arbeiterinnen gilt und daher auf den Beschwerdeführer nicht anwendbar ist. c) Die Festlegung des Invalideneinkommens und damit des Invaliditätsgrades vermag nicht zu überzeugen. Die SUVA, an die die Sache zurückzuweisen ist, wird die dazu erforderlichen Abklärungen treffen und danach über den Rentenanspruch neu verfügen.