Citation: 2C_239/2023 E. 1.1

1.1. A.________ (geb. 1974), türkische Staatsangehörige, reiste am 5. Juni 2004 gemeinsam mit ihren beiden Töchtern (geb. 1996 und 1998) im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Mit Entscheid des damaligen Bundesamts für Flüchtlinge (heute: Staatssekretariat für Migration [SEM]) vom 29. Juli 2004 wurden A.________ sowie die beiden Töchter in die Flüchtlingseigenschaft des Ehemannes einbezogen und verfügten seit dem 11. August 2004 über Aufenthaltsbewilligungen. A.________ und ihr Ehemann sind Eltern zweier gemeinsamer Kinder (geb. 2007 und 2018). Seit September 2004 bezieht die Familie Sozialhilfeleistungen. Am 30. Juni 2009 erhielt A.________ eine Niederlassungsbewilligung. Im Oktober 2009 erklärten sie und ihre Kinder den Verzicht auf die Flüchtlingseigenschaft. Am 29. Juni 2020 wurde dem Ehepaar das rechtliche Gehör betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligungen und Ersetzung durch Aufenthaltsbewilligungen (Rückstufung) gewährt, da sie die Integrationskriterien gemäss Art. 58a AIG (SR 142.20) nicht (mehr) erfüllen würden. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Gesamtsumme der bezogenen Unterstützungsleistungen Fr. 557'365.55. Da die Ehegatten in der Folge weiterhin Unterstützungsleistungen bezogen, wurde ihnen am 27. Mai 2021 erneut das rechtliche Gehör betreffend Rückstufung eingeräumt.