Citation: I 922/05 02.08.2006 E. 1

1.1 Der Beschwerdeführer beantragt die Sistierung des Verfahrens unter Hinweis auf das hängige unfallversicherungsrechtliche Verfahren. Zur Begründung führt er aus, durch die SUVA werde derzeit seine Arbeitsfähigkeit erneut abgeklärt; dem Ergebnis dieser Abklärung komme auch für das IV-Verfahren mitentscheidende Bedeutung zu, weshalb dieses zur Vermeidung von Doppelspurigkeiten und aus Gründen der Prozessökonomie sistiert werden sollte. 1.2 In der Angelegenheit zwischen der SUVA und dem Versicherten sind die Folgen des am 29. August 1998 erlittenen Unfalls streitig. Das Eidgenössische Versicherungsgericht entschied mit Urteil vom 11. April 2005, U 369/04, dass die SUVA die gesetzlichen Leistungen für die als unfallkausal erkannten Beschwerden im zerviko-thorakalen Übergang mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit zu erbringen hat; die Unfallkausalität allfälliger psychischer Beschwerden wurde ausdrücklich verneint. 1.3 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird die Hängigkeit eines anderen Verfahrens, dessen Ausgang von präjudizieller Bedeutung ist, als Grund für eine Sistierung anerkannt (BGE 122 II 217 Erw. 3e). Dem unfallversicherungsrechtlichen kommt allerdings für das invalidenversicherungsrechtliche Verfahren so lange keine bindende Wirkung zu, als kein rechtskräftiger Entscheid des Unfallversicherers vorliegt (vgl. BGE 126 V 288). Die Erkenntnisse aus dem unfallversicherungsrechtlichen Verfahren sind vorliegend nur bedingt übertragbar, weil die SUVA allfällige psychische Leiden, auf welche der Beschwerdeführer in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schwergewichtig hinweist, im Lichte des Urteils des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 11. April 2005 ohnehin nicht berücksichtigen wird. Gegen eine Sistierung spricht schliesslich, dass mit einem baldigen Abschluss des unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens nicht unbedingt zu rechnen ist, während die Abklärungen der Invalidenversicherung bereits abgeschlossen sind. Das Sistierungsgesuch ist demzufolge abzuweisen. 1.4 Weil mit einer raschen Erledigung der Angelegenheit zu rechnen war, erübrigte es sich, die Ablehnung des Sistierungsgesuches als Zwischenverfügung zu eröffnen; vielmehr wird darüber im Rahmen des materiellen Endurteils entschieden. Gleichzeitig ist damit auch der Antrag des Beschwerdeführers auf Einreichung einer ergänzenden Beschwerdebegründung nach Vorliegen der Abklärungsergebnisse der SUVA gegenstandlos: Wird der Ausgang des unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens nicht abgewartet, kann dazu auch nicht Stellung genommen werden. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass ein zweiter Schriftenwechsel nach Art. 132 OG in Verbindung mit Art. 110 Abs. 4 OG im Interesse eines beschleunigten Verfahrens nur ausnahmsweise stattfindet.