Citation: 8C_281/2022 E. 6.4.2

6.4.2. Der Beschwerdeführer vermag nicht darzutun, inwieweit die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt haben soll (vgl. E. 6.1 hiervor). Vielmehr beschränkt er sich im Wesentlichen darauf, die bereits im kantonalen Verfahren erwähnten Gesichtspunkte vorzubringen, die seiner Meinung nach einen 15%igen Abzug vom Tabellenlohn als zu tief erscheinen lassen. Das stark eingeschränkte Zumutbarkeitsprofil (nämlich im Wesentlichen nur noch vorwiegend sitzende Tätigkeiten mit nicht unerheblichen Einschränkungen betreffend Arm, Schulter und Knie; keine mittelschweren und schweren körperlichen Arbeiten sowie keine Tätigkeiten mit Exposition zu Zement), das der Beschwerdeführer als abzugsbegründend anruft, berücksichtigte die Vorinstanz indes bereits beim Abstellen auf Verweisungstätigkeiten im Kompetenzniveau 1 statt im Kompetenzniveau 2. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Einschränkungen betreffen zudem vorwiegend körperliche Tätigkeiten auf dem Bau, die ihm ohnehin nicht mehr zumutbar sind. Rechtsprechungsgemäss ist sodann der Umstand allein, dass nur mehr leichte (bis mittelschwere) Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteile 8C_48/2021 vom 20. Mai 2021 E. 4.3.4 und 8C_61/2018 vom 23. März 2018 E. 6.5.2, je mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer die Höhe des Abzugs unter Berufung auf sein Alter und die langjährige Betriebszugehörigkeit kritisiert, ist ihm entgegenzuhalten, dass dem Alter ungeachtet der Sonderregelung des Art. 28 Abs. 4 UVV rechtsprechungsgemäss nur beschränkte Bedeutung zukommt (vgl. Urteil 8C_104/2022 vom 5. August 2022 E. 6.2). Dies gilt im konkreten Fall umso mehr, als weder substanziiert dargetan noch ohne Weiteres ersichtlich ist, welche in der erforderlichen beruflichen Neuorientierung liegenden Umstände zu einem Lohnnachteil des Beschwerdeführers verglichen mit anderen gleichaltrigen Versicherten führen könnten (vgl. dazu: Urteil 8C_466/2021 vom 1. März 2022 E. 3.6 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 148 V 195). Dass die Stellensuche altersbedingt erschwert sein mag, stellt für sich allein keinen solchen Faktor dar. Die Bedeutung der Dienstjahre schliesslich nimmt im privaten Sektor ab, je niedriger das zu berücksichtigende Anforderungsprofil ist (BGE 126 V 75 E. 5a/cc; Urteil 8C_104/2022 vom 5. August 2022 E. 6.2 mit Hinweisen). Auch anderweitig bringt der Beschwerdeführer nichts Stichhaltiges vor, was einen Abzug von 15 % als rechtsfehlerhaft erscheinen liesse. Vielmehr geht aus seinen Rügen hervor, dass er die geltende Rechtsprechung zur Gewährung und namentlich zur Höhe des leidensbedingten Abzugs in Frage stellt. Dem kann nach dem in E. 6.2 und 6.3 hiervor Gesagten nicht gefolgt werden.