Citation: 6B_84/2022 E. 5.4.3

5.4.3. Mit diesen Ausführungen begründet die Vorinstanz die objektive Tatschwere rechtsgenüglich. Wenn die Vorinstanz bei der Bestimmung der objektiven Tatschwere auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung Bezug nimmt (vgl. BGE 146 IV 326 E. 3.2 S. 329 f.) und im Rahmen einer Gesamtbetrachtung von einem nicht mehr leichten bis mittelschweren Verschulden ausgeht (vgl. angefochtenes Urteil S. 18 und 20), überschreitet sie den ihr zustehenden (weiten) Ermessensspielraum bei der Strafzumessung nicht (vgl. oben E. 5.2.2). Daran ändern die Hinweise der Beschwerdeführerin auf die "Veränderung der Frage der Strafbarkeit von Cannabis in der politischen Landschaft", auf die Rechtslage in einigen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika, auf die Ampel-Koalition sowie auf das verminderte "Sühnebedürfnis" der Gesellschaft in Anbetracht der immer näher rückenden Legalisierung von Marihuana (vgl. Beschwerde S. 13 f.) nichts. Die Vorinstanz wie auch das Bundesgericht sind an das geltende Gesetz gebunden (vgl. Urteil 6B_210/2017 vom 25. September 2017 E. 1.4). Die angeführten "Entkriminalisierungstendenzen" von Cannabis vermögen nichts daran zu ändern, dass die Beschwerdeführerin gegen bestehende Strafnormen verstossen hat (vgl. Urteil 2C_853/2015 vom 5. April 2016 E. 5.1.2).