Citation: 6S.712/2000 08.01.2003 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vereinbarung mit A.________ habe einerseits darin bestanden, dass er die ihm selbst zustehende Kommission von 10%, bezogen auf einen Bezugspreis der Aktien von USD 3.25 (insg. USD 162'500.--), an A.________ weiterleiten werde. Andererseits sollte diesem ein Differenzbetrag zum Kaufpreis der Aktien von insg. USD 222'500.-- zufliessen, der daraus entstanden sei, dass bei einem Teil der Aktien zum Nachteil der Bankkunden ein schlechterer Kurs, d.h. ein höherer Verkaufspreis, als der ursprünglich offerierte, abgerechnet wurde. Um diesen Kursdifferenzbetrag seien die Bankkunden, die Anspruch auf den bestmöglichen Kaufpreis gehabt hätten, geschädigt worden. Hierin liege ein betrügerisches Verhalten. Für A.________ habe aus diesen Manipulationen eine Schwarzzahlung von insgesamt rund USD 380'000.-- (recte: 385'000.--) resultiert. Der Beschwerdeführer führt weiter aus, die mit A.________ getroffene Vereinbarung habe hinsichtlich der Kaufpreisdifferenz einen rechtswidrigen Inhalt im Sinne von Art. 20 OR gehabt und sei daher nichtig gewesen. Es habe sich um deliktisch, zum Nachteil der Bankkunden erlangte Vermögenswerte gehandelt. Weder der Alpha Bank noch ihrem Vertreter A.________ hätten daher Rechtsansprüche auf diese Zahlung zugestanden, und A.________ habe insofern auch keine Ablieferungspflicht aus Arbeitsvertrag gemäss Art. 321b OR verletzt. Da die Alpha Bank keinen Anspruch auf diesen Teil der Schwarzzahlung gehabt habe, habe sie somit keinen Vermögensschaden erlitten. Die Schädigung der Kunden bilde, wie die kantonalen Instanzen ausdrücklich festhielten, nicht Gegenstand der Anklage. Der Schuldspruch der Gehilfenschaft zur qualifizierten ungetreuen Geschäftsführung sei daher mit Bezug auf diese Kaufpreisdifferenz zu Unrecht erfolgt. Bezüglich der an A.________ weitergegebenen Kommission von 10% des Kaufpreises macht der Beschwerdeführer geltend, er habe diese A.________ überlassen, um den Verkauf der Titel Hanover Gold zu fördern. Die Weitergabe der Kommission an A.________ sei damit "preissensitiv" gewesen. Er wäre ohne weiteres bereit gewesen, den Verkaufspreis im Umfang dieser Kommission zu reduzieren, so dass die Bankkunden die Aktien zu einem entsprechend tieferen Einstandspreis hätten erwerben können. Die Alpha Bank habe die Titel für ihre Wertschriftenkunden erworben. In zivilrechtlicher Hinsicht wäre die Bank als Kommissionärin verpflichtet gewesen, die von A.________ einkassierte (Retro-)Kommission an ihre Kunden weiterzuleiten und hätte sie nicht für sich behalten dürfen. Es habe ihr daher kein Rechtsanspruch darauf zugestanden. Die Vereinbarung mit A.________ sei auch hinsichtlich der Überlassung der Kommission widerrechtlich gewesen, weil sie in diesem Umfang preissensitiv gewesen sei und unmittelbar eine Schädigung des Vermögens der Kunden bewirkt habe. Bei der an A.________ weitergeleiteten Zahlung handle es sich schliesslich auch nicht um ein eigentliches Schmiergeld. Vielmehr habe A.________ in diesem Umfang seine Verpflichtung gegenüber den Bankkunden verletzt, für den Kauf zum bestmöglichen Preis besorgt zu sein. Geschädigt seien daher einzig die Kunden. Das Verhalten zum Nachteil der Bankkunden werde indes von der Anklage nicht erfasst. 2.2 Die Vorinstanz führt aus, die Alpha Bank habe die Aktien direkt über ihre Broker an der Börse zu marktkonformen Preisen zwischen USD 3.25 und 3.75 erworben, wobei der Beschwerdeführer für die Belieferung der Börse mit einem entsprechenden Aktienpaket besorgt gewesen sei. Das strafbare Verhalten liege darin, dass der Beschwerdeführer seinen aus dem Verkauf des Aktienpakets resultierenden Gewinn nach vorgängiger Absprache A.________ persönlich habe zukommen lassen. Anspruch auf die Rückvergütung habe aber allein dessen Arbeitgeberin gehabt. A.________, der kraft seiner Stellung als Vizedirektor mit weitreichenden Entscheidungskompetenzen verpflichtet gewesen wäre, die Interessen der Alpha Bank bestmöglich zu wahren, hätte somit die an ihn abgetretene Kommission an die Alpha Bank weiterleiten müssen. Indem er das Geld selbst einkassierte, habe er die Bank an ihrem Vermögen geschädigt.