Citation: 6B_707/2024 E. 2.3.5

2.3.5. Die Vorinstanz hält fest, es liege ein gültiger Strafantrag vor. Sodann erwägt sie, der Beschwerdeführer habe nach dem Eingang der EUR 85'743.20 praktisch über den ganzen Betrag verfügt. Des Weiteren habe er eine fiktive Rechnung erstellt, um einen Rechtsgrund für die Zahlung vorzutäuschen. Mit diesem Verhalten habe er den Willen bekundet, die Rückforderungsansprüche der Beschwerdegegnerin 2 zu vereiteln. Er habe nicht nur passiv die Rückerstattung verweigert, sondern praktisch den gesamten Betrag in seinem und im Nutzen der D.________ AG verwendet und durch aktive Verschleierungshandlungen versucht, den Rückforderungsanspruch der Beschwerdegegnerin 2 zu vereiteln. Wegen der schlechten finanziellen Lage der D.________ AG habe das Geld nicht zurückerstattet werden können. Dies decke sich ebenfalls mit den eigenen Aussagen des Beschwerdeführers, wonach die Geschäftstätigkeit im Tatzeitraum erfolglos gewesen sei und man von der finanziellen Unterstützung von Freunden gelebt habe. Entgegen der Ansicht der Verteidigung sei ein nachträglicher Ersatzwille des Beschwerdeführers nicht relevant, nachdem das Delikt mit der vorsätzlich begangenen Tathandlung und dem Eintritt des Vermögensschadens bei der Beschwerdegegnerin 2 bereits vollendet gewesen sei. Schliesslich habe er das Geld unbestrittenermassen im eigenen oder im Nutzen der D.________ AG verwendet, weshalb ohne Weiteres von einer Bereicherungsabsicht auszugehen sei.