Citation: 6B_1118/2017 E. 1.4.4

1.4.4. Der Beschwerdeführer handelte mit Vorsatz. Er hatte gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz Kenntnis von den finanziellen Schwierigkeiten der X.________ GmbH im Zeitpunkt der angeklagten Überweisungen der Bauherren sowie vom Minussaldo auf dem Kontokorrentkonto der X.________ GmbH bei der Bank I.________. Er wusste zudem oder nahm zumindest in Kauf, dass er die überwiesenen Gelder nicht entsprechend seiner Verpflichtung für die Bauprojekte der jeweiligen Bauherren verwenden konnte (angefochtenes Urteil S. 46). Angesichts der ihm bekannten massiven Überschuldung der X.________ GmbH fehlte ihm gemäss der Vorinstanz auch die Fähigkeit und der Wille, auf den massgeblichen Zeitpunkt hin mit eigenen Mitteln Ersatz zu leisten (angefochtenes Urteil S. 46 f.). Der Tatbestand der Veruntreuung setzt entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 16) nicht voraus, dass dieser bereits bei der Unterzeichnung der GU-Vereinbarungen resp. der GU-Erklärungen wusste, dass er die Gelder der Bauherren vereinbarungswidrig nicht für die entsprechenden Bauprojekte verwenden werde. Es genügt vielmehr, dass er dieses Wissen im Zeitpunkt der vereinbarungswidrigen Verwendung der Gelder hatte bzw. dass er im Zeitpunkt, als er die Überweisungen auf das Kontokorrentkonto der Bank I.________ veranlasste, in Kauf nahm, dass er die gutgeschriebenen Gelder nicht entsprechend seiner Verpflichtung für die Bauprojekte der jeweiligen Bauherren verwenden konnte. Nicht nachvollziehbar ist zudem der Einwand des Beschwerdeführers, er habe erst auf den vereinbarten Bezugstermin der Einfamilienhäuser ersatzfähig sein müssen und damit zu einem Zeitpunkt, der ausserhalb der Deliktszeit gemäss Anklage liege (Beschwerde S. 16 f.). Eine Verletzung des Anklagegrundsatzes ist weder ersichtlich noch rechtsgenügend dargetan. Dass die Bank I.________ später nicht mehr bereit war, der X.________ GmbH auf dem Kontokorrentkonto Kredit zu gewähren, tut ebenfalls nichts zur Sache. Die Ersatzbereitschaft hätte nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz vorausgesetzt, dass der Beschwerdeführer bzw. die X.________ GmbH mit eigenen Mitteln in der Lage war, Ersatz für die vereinbarungswidrig verwendeten Gelder der Bauherren zu leisten. Dies war, wie der Beschwerdeführer wusste, angesichts der massiven Überschuldung nicht der Fall.