Citation: 4A_94/2016 E. A

A.a. Dr. med. A.________ (Kläger und Beschwerdeführer) und Dr. med. B.________ (Beklagter und Beschwerdegegner) sind auf dem Gebiet der medizinischen Dienstleistungen und Abklärungen zugunsten von Sozial- und Privatversicherungen tätig. Sie arbeiteten zusammen im C.________, das Dr. A.________ mit einem anderen Arzt gegründet hatte. Die beiden Gründer hatten als einfache Gesellschaft und unter Zuzug verschiedener Spezialärzte in eigenen Räumlichkeiten eine Medizinische Abklärungsstelle (D.________) betrieben, die dem Bundesamt für Sozialversicherung regelmässig Gutachten erstattete. Mitte 2005 trat Dr. B.________ als Nachfolger des altershalber ausgeschiedenen Mitgründers in das C.________ ein. A.b. Ab Frühjahr 2008 wickelten die Parteien die administrativen Angelegenheiten des C.________ (Anstellung des Hilfspersonals, Aufwendungen für die Praxisräumlichkeiten und Verbrauchsmaterial) über die von ihnen gegründete E.________ AG ab. Diese bezweckt ausweislich des Handelsregistereintrags "die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der ärztlichen Versorgung, der Gesundheitspflege, der medizinischen Dokumentation und der wissenschaftlichen Forschung sowie der Erstellung von Programmen der Datenverarbeitung in diesem Bereich". Über ihre Zusammenarbeit schlossen die Parteien am 4. April 2008 zwei Verträge ab: Mit der "Vereinbarung betreffend den Betrieb der einfachen Gesellschaft im medizinischen Bereich " regelten sie den gemeinsamen Betrieb der D.________ als einfache Gesellschaft. Danach verpflichteten sich die beiden Partner, ihre Tätigkeiten für die D.________ - "Aerztliche Leistungen ausgeschlossen " - über die E.________ AG abzuwickeln. Der Geschäftsaufwand, insbesondere die Saläre der Angestellten und die Honorare der Konsiliarärzte, war gemäss der Vereinbarung über ein Geschäftskonto zu bezahlen und an die E.________ AG, welche die organisatorischen und alle nicht-ärztlichen Belange der D.________ betreute, waren monatliche Pauschalzahlungen auszurichten. An Gewinn und Verlust der einfachen Gesellschaft waren die Partner je hälftig berechtigt. Weiter schlossen die Parteien hinsichtlich der E.________ AG einen Aktionärsbindungsvertrag, in dem sie regelten, dass diese "die administrativen Arbeiten der D.________ sowie der Betriebsgesellschaft C.________ " übernehme. In Ziff. 6.3 vereinbarten sie ein Konkurrenzverbot wie folgt: "Die Vertragsparteien verpflichten sich, während der Dauer dieses Vertrages sowie während zwölf Monaten nach Vertragsende dazu, keine die E.________ konkurrenzierende Tätigkeit zu betreiben. Ferner verzichten die Vertragsparteien während dieser Zeit darauf, sich direkt oder indirekt an einem Unternehmen in der Schweiz zu beteiligen oder ihre Arbeitskraft oder Expertise einem solchen in einer Weise zur Verfügung zu stellen, die den Interessen der Gesellschaft zuwiderläuft. Übertritt eine Partei das Konkurrenzverbot, so hat sie den übrigen Parteien den daraus erwachsenden Schaden zu ersetzen und zusätzlich die Vertragsstrafe gemäss Ziffer 7.2 [Fr. 100'000.--] zu bezahlen. Zudem können die übrigen Parteien die Beseitigung des vertragswidrigen Zustandes verlangen." Ab Juni 2011 reduzierte Dr. B.________ sein Pensum beim C.________ aus gesundheitlichen Gründen und stellte auf Ende 2011 seine Tätigkeit schliesslich gänzlich ein. A.c. In der Folge machte Dr. A.________ geltend, Dr. B.________ übe eine "die E.________ AG konkurrenzierende Tätigkeit" i.S. von Ziff. 6.3 des Aktionärsbindungsvertrags aus, indem er noch im Jahr 2011 eine anderweitige Tätigkeit als medizinischer Gutachter aufgenommen und dabei seine Honorare nicht über ein Konto der D.________, der E.________ AG oder des C.________ abgewickelt habe. Damit sei die Konventionalstrafe von Fr. 100'000.-- geschuldet. Dr. B.________ räumt ein, dass er jedenfalls seit Januar 2012 eine Tätigkeit im Kanton Schwyz als medizinischer Gutachter aufgenommen habe, sieht darin aber keine Verletzung vertraglicher Verpflichtungen gegenüber seinem früheren Kollegen.