Citation: 1C_484/2014 E. 5.1

5.1. In Bezug auf die Parzelle Nr. 1632 hielt die Schätzungskommission in ihrem Entscheid fest, diese sei noch nicht überbaut und werde durch die alte Wilgutstrasse erschlossen. Dies habe sich sowohl anlässlich des Augenscheins als auch gestützt auf den GIS-Plan feststellen lassen. Entsprechend sei das Grundstück nicht vom Verzicht auf Bau- und Einkaufsbeiträge umfasst und habe grundsätzlich solche zu leisten. Das Kantonsgericht teilte diese Auffassung und sah entgegen dem Antrag der Beschwerdeführerin von der Erhebung weiterer Beweise ab. Zu ihrem Einwand, die Parzelle Nr. 1632 könne stattdessen über die Parzelle Nr. 1716 erschlossen werden, hielt es fest, im Zeitpunkt des Entscheids der Schätzungskommission habe kein entsprechendes Zufahrtsrecht bestanden. Die Beschwerdeführerin hält dem in ihrer Beschwerde ans Bundesgericht entgegen, aus der Zusicherung über den Verzicht auf Bau- und Einkaufsbeiträge könne nicht abgeleitet werden, dass ein damals nicht überbautes Grundstück beitragspflichtig werde, auch wenn es, wie das Grundstück Nr. 1632, nach der Bebauung nicht über die neue Wilgutstrasse erschlossen werde. Inwiefern das Kantonsgericht mit der Feststellung, im Zeitpunkt des Entscheids der Schätzungskommission habe kein entsprechendes Zufahrtsrecht bestanden, Bundesrecht verletzte, legt sie jedoch nicht dar (Art. 42 Abs. 2 BGG). Dass das Kantonsgericht in diesem Zusammenhang von der Abnahme der offerierten Beweise (Augenschein und Befragung der Eigentümer der Grundstücke Nr. 1632 und 1716) absah, ist nicht zu beanstanden (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f. mit Hinweisen). Nachdem die Schätzungskommission bereits einen Augenschein durchgeführt und gestützt darauf Feststellungen zur Erschliessungssituation getroffen hatte, durfte das Kantonsgericht angesichts der sehr summarischen Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Beschwerdeführerin willkürfrei davon ausgehen, dass ein erneuter Augenschein keine zusätzlichen Erkenntnisse bringen würde. Wenn die Beschwerdeführerin zudem ausführt, die beantragte Einvernahme hätte gezeigt, dass der Eigentümer der Parzelle 1716 der Einräumung eines Fuss- und Fahrwegrechts zustimme, so übersieht sie, dass eine derartige Absichtserklärung gemäss den Erwägungen des Kantonsgerichts nicht ausreicht.