Citation: 1P.636/2006 14.12.2006 E. A

Am 28. August 2001 telefonierte A.________, Stiftungsleiter der Stiftung G.________ in K.________, der Kantonspolizei Zug und äusserte den Verdacht des sexuellen Missbrauchs zum Nachteil der in ihrer geistigen Entwicklung retardierten Schülerin der Stiftung, Y.________, geb. 1988. Der Tatverdacht richtete sich gegen deren Stiefonkel X.________, auf dessen Hof Y.________ regelmässig die Ferien verbracht hatte. Mit Überweisungsverfügung vom 10. November 2004 schloss das Untersuchungsrichteramt des Kantons Zug die Strafuntersuchung gegen X.________ betreffend sexuelle Handlungen mit Kindern ab und überwies die Sache an die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug. Mit Anklageschrift vom 3. Februar 2005 erhob die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug Anklage gegen X.________ mit den Anträgen, dieser sei schuldig zu sprechen der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB und der mehrfachen Schändung gemäss Art. 191 StGB, eventualiter der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB, der mehrfachen sexuellen Nötigung gemäss Art. 189 Abs. 1 StGB und der mehrfachen Vergewaltigung gemäss Art. 190 Abs. 1 StGB, und zu bestrafen mit 4 ½ Jahren Zuchthaus unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 15 Tagen. Im Anklagesachverhalt wurde X.________ vorgeworfen, "ab einem nicht mehr genau bestimmbaren Zeitpunkt, frühestens aber seit Juli 1997 und spätestens seit Sommer 2000, bis im Sommer 2001 an einzelnen nicht mehr genau bestimmbaren Daten auf seinem Bauernhof in L.________, N.________," mit Y.________ im Einzelnen umschriebene geschlechtliche Handlungen vorgenommen zu haben. X.________ bestritt die gegen ihn erhobenen Vorwürfe vollumfänglich. Y.________ liess dem Strafgericht des Kantons Zug eine Zivilklage einreichen, mit der sie beantragte, X.________ sei zur Leistung einer Genugtuungssumme von CHF 30'000.-- zuzüglich Zins zu 5% seit 1. Juli 1997 an sie zu verpflichten.