Citation: 1P.439/2004 09.12.2004 E. 1

1.1 Die Beschwerdeführerin 1 macht geltend, sie sei persönlich Eigentümerin eines Teils der Hanfpflanzen gewesen. Der Untersuchungsrichter bestreitet dies. Wie es sich damit verhält, braucht hier nicht im Einzelnen geprüft zu werden. Denn unstreitig war die Beschwerdeführerin 2 Eigentümerin von Hanfpflanzen. Sie ist damit durch den angefochtenen Beschluss beschwert und zur staatsrechtlichen Beschwerde befugt (Art. 88 OG). Die Beschwerde wäre somit auch dann zu behandeln, wenn man die Beschwerdeberechtigung der Beschwerdeführerin 1 mangels Beschwer verneinen wollte. 1.2 Nach der Vernichtung der Hanfpflanzen haben die Beschwerdeführerinnen kein aktuelles praktisches Interesse mehr an der Prüfung ihrer Vorbringen. Die Pflanzen könnten ihnen auch bei Gutheissung der Beschwerde nicht mehr herausgegeben werden. Das Bundesgericht prüft eine Beschwerde trotz Wegfalls des aktuellen praktischen Interesses, wenn sich die aufgeworfenen Fragen jederzeit unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen könnten, an ihrer Beantwortung wegen der grundsätzlichen Bedeutung ein hinreichendes öffentliches Interesse besteht und eine rechtzeitige verfassungsgerichtliche Überprüfung im Einzelfall sonst kaum je möglich wäre (BGE 127 I 164 E. 1a, mit Hinweisen). Ein solcher Fall ist hier gegeben. Insbesondere die Frage, ob die Hanfpflanzen vernichtet werden durften, ist von grundsätzlicher Bedeutung, weshalb an ihrer Beantwortung ein öffentliches Interesse besteht. Würde das Bundesgericht die Beschwerde nicht behandeln, weil die beschlagnahmten Hanfpflanzen bereits vernichtet wurden, könnte es die aufgeworfenen Fragen kaum je entscheiden. Die Beschwerde ist deshalb grundsätzlich an die Hand zu nehmen (ebenso Urteile 1P.775/2000 vom 10. April 2001, publ. in: Pra. 90/2001 Nr. 111 S. 645 ff. und ZBl 103/2002 S. 150 ff., E. 1a; 1P.699/2000 vom 5. Februar 2001 E. 2; 1P.75/2000 vom 7. Juni 2000, publ. in: EuGRZ 28/2001 S. 132 ff., E. 4). 1.3 Mit dem angefochtenen Beschluss wird aufgrund der Bestätigung der Vernichtungsanordnung endgültig über das Schicksal der Hanfpflanzen entschieden. Dies spricht dafür, dass es sich um einen Endentscheid handelt. Dies braucht jedoch nicht vertieft zu werden. Der angefochtene Beschluss wäre auch dann anfechtbar, wenn man annehmen wollte, dass es sich um einen Zwischenentscheid handelt, da ein nicht wiedergutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 87 Abs. 2 OG zu bejahen wäre (BGE 128 I 129 E. 1, mit Hinweisen; Urteil 1P.775/2000 vom 10. April 2001, publ. in: Pra. 90/2001 Nr. 111 S. 645 ff. und ZBl 103/2002 S. 150 ff., E. 1b). 1.4 Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten.