Citation: 6B_1427/2020 E. 3.6

3.6. Die Sicherheitsdirektion des Kantons Basel-Landschaft entliess den Beschwerdeführer am 23. Dezember 2016 bedingt mit dreijähriger Probezeit aus der stationären Massnahme. Mit Verfügung vom 25. Januar 2018 hob die Sicherheitsdirektion die stationäre Massnahme mangels Erfolgsaussichten auf. Am 8. Februar 2018 beantragte sie bei der Erstinstanz die nachträgliche Verwahrung. Am 9. Februar 2018 eröffnete die Erstinstanz das Nachverfahren. Nach diesem Sachverhalt (oben A.d und A.e) wurde der Beschwerdeführer aus der Sicherheitshaft aufgrund des günstigen Gutachtens vom 7. Juli 2017 bedingt entlassen. Gestützt auf das Gutachten vom 22. Dezember 2017 erfolgte der Antrag auf Verwahrung. Der Kanton Basel-Landschaft war für den Vollzug der am 2. März 2005 angeordneten Massnahme zuständig und blieb dies nach der bedingten Entlassung. Dass im Kanton Basel-Stadt eine Strafuntersuchung eröffnet worden war, konnte die massnahmenrechtlich zuständige Erstinstanz nicht hindern, das selbständige Nachverfahren weiterzuführen, dessen causa im Scheitern der stationären Massnahme und nicht im baselstädtischen Untersuchungsverfahren begründet lag. Die neue Strafuntersuchung und nicht auch das anhängige Massnahmenverfahren war nach der "Kann"-Vorschrift" von Art. 38 Abs. 1 StPO staatsanwaltschaftlich abgetreten worden. Weder mussten der Kanton Basel-Landschaft das Nachverfahren abtreten noch der Kanton Basel-Stadt es übernehmen.