Citation: 6B_87/2020 E. 1.4.3

1.4.3. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Anordnung der Landesverweisung verletze Art. 8 EMRK. Berührt die Landesverweisung Gewährleistungen von Art. 8 Ziff. 1 EMRK, sind die Voraussetzungen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK, insbesondere die Verhältnismässigkeit der Massnahme, zu prüfen (BGE 146 IV 106 E. 4.2 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer beruft sich auf das geringe Tatverschulden sowie die Legalprognose und macht geltend, es liege kein öffentliches Interesse an der Landesverweisung vor. Anders als von ihm vorgebracht, hat die Vorinstanz keine günstige Legalprognose, sondern lediglich keine Schlechtprognose gestellt. Im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK gilt es auch zu berücksichtigen, dass sich der Beschwerdeführer nebst dem unrechtmässigen Bezug von Leistungen der Sozialhilfe auch der Urkundenfälschung schuldig gemacht hat. Im Übrigen wird dem leichten Tatverschulden mit der ausgesprochenen Mindestdauer der Landesverweisung Rechnung getragen. Angesichts der beschränkten Tragweite des Eingriffs in den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK (oben E. 1.4.2) vermögen die privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz das öffentliche Interesse an seiner Landesverweisung indes nicht zu überwiegen. Die Landesverweisung erweist sich als verhältnismässig und eine Verletzung von Art. 8 EMRK ist zu verneinen.