Citation: 5A_593/2021 E. 2.3

2.3. Wenn das Kantonsgericht zudem vorbringe, so die Beschwerdeführerin weiter, die von ihm vorgenommene Bemessung des Einkommens des Beschwerdegegners aufgrund der beiden letzten Geschäftsjahre vor Aufnahme des Getrenntlebens (statt gemäss verbreiteter Praxis aufgrund der letzten drei dem Verfahren vorausgegangenen Jahre, welche alle in die Phase des Getrenntlebens gefallen seien) wirke sich deutlich zugunsten der Beschwerdeführerin aus, widerspreche es sich selber in unhaltbarer Weise. In E. II/2a des vorinstanzlichen Entscheids habe das Kantonsgericht dieses Vorgehen selber damit begründet, dass die deutlich gesunkenen Lohnbezüge des Beschwerdegegners seit Aufnahme des Getrenntlebens nicht nachvollziehbar seien, weshalb das Abstützen auf das durchschnittliche Einkommen vor Aufnahme des Getrenntlebens gerechtfertigt sei. Darin liege keine Bevorzugung der Beschwerdeführerin. Eine quasi kompensatorische Beurteilung bei der Spesenfrage zugunsten des Beschwerdegegners sei sachfremd, unhaltbar und willkürlich. Zudem gehe es nicht um die Frage einer finanziellen Bevorzugung der Beschwerdeführerin, sondern um die Frage, ob der Beschwerdegegner wirklich in der Lage sei, die Abdeckung der selbst minimalsten Unterhaltsbedürfnisse der gemeinsamen Töchter mit finanziellen Beiträgen abzusichern. Wenn das Bundesgericht den zu beurteilenden zusätzlichen Spesenbetrag als vergleichsweise "sehr hoch" bezeichnet habe, so wären damit vom Kantonsgericht die Anforderungen an den Nachweis solcher weiteren, dem Arbeitnehmer bei der Berufsausübung entstandenen Auslagen auch entsprechend hoch anzusetzen gewesen. Die pauschalen, nicht mit neuen, zusätzlichen Tatsachen untermauerten Hinweise, wie sie hier vom Kantonsgericht vorgebracht würden, müssten als von vornherein untauglich bezeichnet werden für die vom Bundesgericht aufgrund des allgemeinen Grundsatzes und erst recht im Kontext der Ermittlung von Kindesunterhalt geforderte, diese Bezeichnung verdienende "Überprüfung" der übrigen Pauschalspesen. Die vom Bundesgericht im Rückweisungsentscheid festgestellte Unhaltbarkeit der kantonsgerichtlichen Begründung für die Nichtanrechnung der "übrigen Pauschalspesen" als Lohnbestandteil sei im angefochtenen Entscheid nicht behoben worden; sie bleibe auch im angefochtenen Entscheid unhaltbar und willkürlich. Der Einwand der Beschwerdeführerin trifft zu; die Überlegung des Kantonsgerichts vermag das Ergebnis in der Tat nicht zu rechtfertigen. Diese Feststellung ändert indes am Ergebnis nichts, zumal es sich bei den diesbezüglichen Erwägungen des Kantonsgerichts um eine Eventualbegründung handelt.