Citation: 6B_83/2016 E. 2.4.2

2.4.2. Die Vorinstanz hat die Skrupellosigkeit zu Recht bejaht. Der Beschwerdeführer wollte die Privatklägerin nach einem Disput zum Schweigen bringen. Sein Tatmotiv erscheint weder verständlich noch kann es gebilligt werden. Indem der Beschwerdeführer die Privatklägerin mit beiden Händen am Hals packte und sie heftig würgte, legte er gemessen an den allgemeinen Grundsätzen von Sitte und Moral ein äusserst verwerfliches Verhalten an den Tag. Tatmotiv und Tatmittel zeugen von einer besonderen Hemmungslosigkeit. Die Vorinstanz legt dem Beschwerdeführer zutreffend zur Last, aus nichtigem Anlass gehandelt zu haben. Daran änderte selbst der Umstand nichts, dass der Beschwerdeführer - wie er vorbringt - seine Tochter nach deren Disput mit der Privatklägerin "in Schutz" nehmen wollte. In diesem Fall wäre sein Verhalten, für die Tochter Partei zu ergreifen, allenfalls einfühlsam. Gleichwohl muss die Handlung des Beschwerdeführers als gewissenlos bezeichnet werden. Es ist nicht erkennbar, wie eine verbale Auseinandersetzung mit der Privatklägerin das äusserst rücksichtslose Verhalten des Beschwerdeführers in einem milderen Licht erscheinen lassen sollte. Soweit der Beschwerdeführer die Lebensgefahr als kurz und vorübergehend und deshalb als "moderat" bezeichnet, vermag er nichts für seinen Standpunkt abzuleiten. Dass die Lebensgefahr von kurzer Dauer war, ist unerheblich, da auch eine bloss wenige Sekunden dauernde Lebensgefahr akut sein kann. Dass die Lebensgefahr nur vorübergehend war und sich mithin nicht verwirklichte, schliesst eine hohe Lebensgefahr offensichtlich ebenso wenig aus. Die Vorinstanz geht in Anlehnung an die Expertisen des IRM von einer konkreten Lebensgefahr aus (Entscheid S. 12; vorinstanzliche Akten act. 12/5 S. 4 und act. 12/7 S. 2). Der sachverständige Zeuge bezeichnete einen Menschen, bei dem (wie bei der Privatklägerin) durch ein Würgen Stauungsblutungen auftreten, als am Abgrund zwischen Leben und Tod stehend (vorinstanzliche Akten act. 88 S. 8). Selbst wenn die Lebensgefahr konkret aber nicht massiv war, bleibt das Verhalten des Beschwerdeführers mit Blick auf seine niedrigen Beweggründe skrupellos. Der vorinstanzliche Schuldspruch verletzt kein Bundesrecht.