Citation: 4A_94/2016 E. 2.3.2

2.3.2. Im Übrigen erweisen sich seine Einwände gegen die vorinstanzliche Vertragsauslegung als unbegründet: Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz keineswegs "willkürlich und zusammenhangslos einzelne Passagen aus dem Vertrag zum Betrieb der D.________" herausgepickt, sondern die beiden unterschiedlichen Regelungsgegenstände der am 4. April 2009 abgeschlossenen Verträge nachvollziehbar herausgearbeitet und dargestellt, dass die Parteien die ärztlichen Leistungen über die D.________ und nur die administrativen Belange über die E.________ AG abwickeln wollten. Aus dem Umstand, dass sich das Konkurrenzverbot lediglich im Aktionärsbindungsvertrag bezüglich der E.________ AG und gerade nicht im (gleichentags abgeschlossenen) Vertrag betreffend den Betrieb der D.________ befand, schloss die Vorinstanz, dass die ärztliche Tätigkeit nach dem mutmasslichen Parteiwillen vom Konkurrenzverbot ausgenommen war. Diese Schlussfolgerung ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Es trifft denn auch nicht zu, dass die Vorinstanz das Konkurrenzverbot ausgelegt hätte, "ohne den Umständen irgendwelche Bedeutung zu schenken", wie dies der Beschwerdeführer behauptet. Die Vorinstanz hat die entsprechenden Umstände durchaus einbezogen, daraus aber andere Schlüsse gezogen, als sie der Beschwerdeführer ziehen will. Dies macht die vorinstanzliche Auslegung aber nicht unrichtig. Ebensowenig trifft zu, dass die Vorinstanz die "Interessen" der E.________ AG ausgeblendet hätte, wie sie in Ziff. 9.3 des Aktionärsbindungsvertrags erwähnt sind: Sie ist in E. 3.3 des angefochtenen Entscheids vielmehr gerade von diesen Interessen ausgegangen, hat diese dann aber im Kontext der Vereinbarung betreffend die D.________ ausgelegt, in der die Parteien klargestellt haben, dass die E.________ AG nur "die administrativen Belange sowie alle nicht ärztlichen Belange" organisiere. Daraus den Schluss zu ziehen, dass sich eine "die E.________ AG konkurrenzierende Tätigkeit" (Ziff. 6.3 des Aktionärsbindungsvertrags) nicht auf ärztliche Gutachtertätigkeit beziehe, erscheint nicht bundesrechtswidrig.