Citation: 8C_780/2009 16.04.2010 E. 4.2

4.2.1 Die Zürich macht zum Kriterium der Schwere oder besonderen Art der Verletzungen geltend, die zum nicht objektivierbaren HWS-Schleudertrauma hinzugetretenen neuropsychologischen Defizite bildeten gleichsam Teil dieser Symptomatik. Die Vorinstanz hat dazu ausführlich dargelegt, dass die für ein HWS-Schleudertrauma oder äquivalenten Verletzung typischen Beschwerden nach den ärztlichen Auskünften in besonders schwerwiegender Weise aufgetreten sind. Zu verdeutlichen ist, dass der Versicherte an mit einer krankheitsbedingten Demenz vergleichbaren Auswirkungen des psychoorganischen Syndroms mit deutlichen Aufmerksamkeits-, Merkfähigkeits- und Gedächtnisstörungen leidet. Dieser Umstand führte zu einer depressiven, die gesundheitlichen Beschwerden zusätzlich verstärkenden Entwicklung. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht das zur Diskussion stehende unfallbezogene Adäquanzkriterium als in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ansah. 4.2.2 Zum Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung macht die Zürich geltend, entgegen der vorinstanzlichen Auffassung seien die durchgeführten Therapien ärztlich nicht indiziert gewesen. Anhaltspunkte dafür ergeben sich aus den Akten jedoch nicht. Insbesondere ist nicht ersichtlich, dass der Versicherte von sich aus wahl- und planlos irgendwelche Behandlungsmethoden ausprobiert hätte. Fehl geht auch der Einwand, er habe sich nicht aktiv um eine Verbesserung des Gesundheitszustands bemüht. Vielmehr suchte er unter anderem mittels dem zwei Mal wöchentlich durchgeführten Schwimmtraining dem cervikocephalen Beschwerdekomplex entgegenzuwirken. Zudem kann in Bezug auf die Psychotherapie bei Frau Dr. phil. U.________, die zum Ziel hatte, mit den Schmerzen sowie den affektiven und kognitiven Defiziten besser umzugehen, nicht von einer passiven Behandlung gesprochen werden. 4.2.3 Laut Auskünften der Gutachter des medizinischen Zentrums A.________ vom 10. Mai 2005 und 15. Februar 2006 war der Beschwerdegegner seit dem stationären Aufenthalt in der Rehaklinik I.________ vom 22. April bis 13. Mai 2003 (vgl. Bericht dieser Klinik vom 16. Juni 2003) wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen weder in der angestammten, noch in einer anderen "behinderungsangepassten" Arbeitstätigkeit einsetzbar gewesen, wovon auch die Zürich ausgeht. Für den Zeitraum vom Unfall (17. April 2002) bis April 2003 ergibt sich aus den Akten, dass der Versicherte sein Unternehmen zunächst weiterführte, wobei er gemäss Angaben der langjährigen Sekretärin vom 25. März 2003 (vgl. Bericht der Frau Dr. phil. U.________ vom 10. April 2003) nur noch kleinere Botengänge zu machen und die eingehende Post zu erledigen vermochte. Der von der Motorfahrzeughaftpflichtversicherung des Unfallgegners eingeholten Analyse der Treuhand H.________ vom 23. März 2005 ist in Bezug auf die Betriebsentwicklung der D.________ AG zu entnehmen, dass die vom Versicherten ausgeübten Funktionen nach dem Unfall weitgehend von einem Mitarbeiter übernommen wurden. Diese Umstände deuten darauf hin, dass der Versicherte sich bemühte, sein Unternehmen weiter zu betreiben. Daher dringt das Vorbringen der Zürich, er habe keine ernsthaften Anstrengungen unternommen, die unbestrittenermassen erhebliche Arbeitsunfähigkeit zu überwinden, nicht durch. 4.2.4 Das Kriterium der erheblichen Beschwerden ist, wie die Zürich explizit einräumt, erfüllt. 4.3 Gesamthaft betrachtet sind vier der in BGE 134 V 109 angeführten Adäquanzkriterien teilweise in ausgeprägter Weise gegeben, weshalb das vorinstanzliche Ergebnis, wonach die Folgen des Unfalls vom 17. April 2002 mit den gesundheitlichen Beeinträchtigungen in einem adäquaten Kausalzusammenhang stehen, insgesamt betrachtet nicht zu beanstanden ist.