Citation: 1C_547/2022 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerinnen bringen dagegen vor, der klare Wortlaut würde die Mobilfunkbetreiberinnen verpflichten, allfällige Ansprüche von Mitbewerberinnen sicherstellen zu müssen. Diese Verpflichtung zur Mitbenutzung ergebe sich jedoch bereits aus Art. 62 Abs. 1 und 3 BauG/Sufers, weshalb Art. 62 Abs. 2 lit. d BauG überflüssig sei. Mit dieser Argumentation vermögen sie jedoch nicht aufzuzeigen, inwiefern die angefochtene Bestimmung gegen übergeordnetes Recht verstossen sollte: Nur weil eine Bestimmung gegebenenfalls überflüssig sein mag, ist sie noch nicht bundesrechtswidrig. Die Beschwerdeführerinnen machen im Übrigen auch nicht geltend, die Absätze 1 und 3 des Art. 62 BauG/Sufers seien verfassungswidrig und haben diese dementsprechend vor dem Bundesgericht auch nicht angefochten. Soweit die Beschwerde diesbezüglich überhaupt der Rügepflicht genügt, ist aus den oben erwähnten Gründen des Föderalismus und der Verhältnismässigkeit (oben E. 2.2) von der vorinstanzlichen Auslegung der Bestimmung auszugehen, wobei die kommunalen und kantonalen Rechtsanwendungsbehörden auch auf diese Auslegung zu behaften sein werden. Danach verpflichtet Art. 62 Abs. 2 lit. d BauG/Sufers die Gesuchstellenden zur Erteilung von Auskünften über die Ausbau- und Mitbenützungsmöglichkeiten ihrer geplanten Anlage. Die Beschwerdeführerinnen führen nicht aus, inwiefern die Bestimmung bei einer solchen Auslegung gegen übergeordnetes Recht verstossen würde; dies ist auch nicht ersichtlich. Soweit darauf eingetreten werden kann, ist die Rüge betreffend Art. 62 Abs. 2 lit. d BauG/Sufers somit unbegründet.