Citation: 1C_68/2024 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil festgehalten, aufgrund der Akten bestehe kein Anlass, an der Richtigkeit des Berichts von Dr. med. B.________ zu zweifeln. Es sei deshalb auch nicht zu beanstanden, dass die Erstinstanz gestützt auf diesen Bericht zur Abklärung der Fahreignung des Beschwerdeführers eine Untersuchung bei einem Verkehrsmediziner bzw. einer Verkehrsmedizinerin angeordnet habe (Art. 15d Abs. 1 Bst. e SVG). Bei Anordnung einer Fahreignungsuntersuchung sei weiter im Regelfall der Führerausweis vorsorglich zu entziehen, bis die Abklärungen durchgeführt worden seien. Vorliegend bestehe kein Anlass, von diesem Grundsatz abzuweichen. Mit Blick darauf, dass ein schweres obstruktives Schlafapnoe-Syndrom und eine Durchschlafinsomnie bzw. Tagesschläfrigkeit fahreignungsrelevante Diagnosen darstellten, bestünden mit dem klaren Schluss von Dr. med. B.________, die Fahreignung des Beschwerdeführers sei zurzeit nicht gegeben, zumindest konkrete Anzeichen dafür, dass dessen körperliche Leistungsfähigkeit nicht mehr ausreichen könnte, ein Motorfahrzeug sicher zu führen (Art. 16d Abs. 1 Bst. a SVG). Die Erstinstanz habe deshalb die gestützt auf den Bericht von Dr. med. B.________ vom 14. Juli 2023 bestehenden Zweifel an der Fahreignung des Beschwerdeführers zu Recht als ernsthaft im Sinne von Art. 30 Abs. 1 der Verkehrszulassungsverordnung vom 27. Oktober 1976 (VZV; SR 741.51) beurteilt. Weil die Fahreignung ernsthaft in Frage gestellt sei, habe sie dem Beschwerdeführer den Führerausweis zu Recht mit sofortiger Wirkung entzogen. Im Rahmen ihrer Ausführungen ist die Vorinstanz auch auf die grundsätzliche Kritik des Beschwerdeführers am Multiplen Wachhaltetest als wirklichkeitsfremde Anordnung, die für die Abklärung der Fahreignung nicht geeignet sei, eingegangen. Der Beschwerdeführer könne aus dieser Kritik nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die Erstinstanz sei lediglich von (ernsthaften) Zweifeln an seiner Fahreignung ausgegangen, habe diese also nur in Frage gestellt und noch nicht verneint. Den definitiven Entscheid darüber, ob dem Beschwerdeführer der Führerausweis im Sinne eines Sicherungsentzugs zu entziehen sei, werde das Amt erst im Rahmen des von ihm weiterzuführenden Hauptverfahrens gestützt auf das Ergebnis der angeordneten verkehrsmedizinischen Fahreignungsabklärung durch einen Arzt bzw. eine Ärztin der Stufe 4 zu treffen haben.