Citation: U 177/00 07.11.2001 E. 2

2.- a) Die Vorinstanz hat erwogen, dass sich die Frage, ob es sich bei den fortdauernden Beschwerden des Versicherten um eine natürliche Folge des versicherten Unfalles handelt, nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 125 V 195 Erw. 2 mit Hinweisen) beantworten lasse. Indessen erübrige sich die Einholung eines Obergutachtens, weil es, selbst wenn aufgrund zusätzlicher Abklärungen der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen wäre, an der nach den Kriterien gemäss BGE 117 V 367 zu beurteilenden Adäquanz des Kausalzusammenhangs fehle. Dieses Vorgehen lässt sich nicht beanstanden (vgl. SVR 2000 UV Nr. 17 S. 58 Erw. 4b, 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c). Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer namentlich in seinem Vorbringen, wonach die Rechtsprechung gemäss BGE 117 V 367 keine Anwendung finde, weil die Schmerzen genau lokalisiert seien (im oberen Bereich der HWS) und somit nicht ein Fall eines Schleudertraumas ohne nachweisbare organische Funktionsausfälle vorliege; denn gemäss den medizinischen Akten konnte ein organisch nachweisbar behandlungsbedürftiger Befund nicht festgestellt werden, woran nichts ändert, dass die Beschwerden, wie geltend gemacht wird, klar abgegrenzt sind. b) Soweit der Beschwerdeführer die für die Beurteilung der Adäquanz des Kausalzusammenhanges rechtsprechungsgemäss vorzunehmende Einteilung in leichte, mittelschwere und schwere Unfälle (BGE 117 V 366 Erw. 6a) kritisiert mit der Begründung, diese entspreche bei der ersten Kategorie nicht den neuesten Forschungsergebnissen, ist darauf hinzuweisen, dass vorliegend ein mittelschwerer Unfall zu beurteilen ist, wovon die Vorinstanz aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs - der Beschwerdeführer musste, wie der vor ihm fahrende Lenker, stark abbremsen und wurde beim Wiederanfahren von hinten durch einen Personenwagen in das vor ihm befindliche Auto gedrückt - und der vom Versicherten erlittenen Verletzungen zutreffend ausgegangen ist. Im Übrigen hat das Eidgenössische Versicherungsgericht seine Rechtsprechung wiederholt damit begründet, dass die Orientierung am objektiv fassbaren Unfallereignis im Hinblick auf die Gebote der Rechtssicherheit und der Gleichbehandlung der Versicherten erfolgt und die Katalogisierung der Unfälle einem praktischen Bedürfnis entspricht (BGE 115 V 138 Erw. 6; nicht veröffentlichtes Urteil E. vom 21. Juni 1999, U 128/98), woran festzuhalten ist. c) Handelt es sich vorliegend um einen Unfall aus dem mittleren Bereich, ist die Adäquanz zu bejahen, wenn ein einzelnes der unfallbezogenen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise gegeben ist oder die zu berücksichtigenden Kriterien insgesamt in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind (BGE 117 V 367 f.). Dem Auffahrunfall kann eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abgesprochen werden. Allerdings handelt es sich auch unter Berücksichtigung des in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hervorgehobenen Umstandes, dass er sich am Anfang eines Tunnels ereignete, um einen Schrecken, wie er üblicherweise bei einem Unfall auftritt (vgl. BGE 117 V 368 Erw. 7b). Von besonders dramatischen Begleitumständen oder einer besonderen Eindrücklichkeit kann demnach nicht gesprochen werden. Schwere oder besondere Verletzungen müssen verneint werden in Anbetracht dessen, dass beim Beschwerdeführer im Wesentlichen bewegungsabhängige Nacken- und Kopfschmerzen auftraten und damit nicht eine Häufung verschiedener, für das Schleudertrauma der HWS typischer Beschwerden mit schwerwiegenden Auswirkungen vorlag (vgl. BGE 117 V 369). Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, dauerte die ärztliche Behandlung nicht übermässig lange, sondern beschränkte sich schon bald nach dem Unfall auf gelegentliche Kontrollbesuche. Sodann liegen keine Anhaltspunkte für eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, vor, was der Beschwerdeführer zu Recht nicht bestreitet. Bereits zehn Wochen nach dem Unfall (ab 21. Oktober 1996) war der Beschwerdeführer - der am 26. August 1996 zudem eine (mit dem Unfall in keinem Zusammenhang stehende) Dupuytren-Kontraktur an der linken Hand operieren liess, mit welcher bei Handwerkern offenbar gewöhnlich eine Arbeitsunfähigkeit von acht bis zehn Wochen einhergeht (ärztliche Beurteilung des Dr. med. E.________ vom 19. März 1999) - wieder zu 50 % arbeitsfähig und weitere sechs Wochen später (ab 2. Dezember 1996) zu 100 %, womit auch Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit nicht als ausserordentlich bezeichnet werden können. Da sodann die geschilderten Dauerbeschwerden in unterschiedlicher Stärke und mit Intervallen auftraten und der Versicherte mehrere Monate auf ärztliche Behandlung verzichtete, kann auch dieses Kriterium höchstens als teilweise erfüllt gelten, dies selbst unter Berücksichtigung des Umstandes, dass der Beschwerdeführer von zäher Natur ist. Gleiches gilt mit Bezug auf dasjenige des schwierigen Heilungsverlaufes und der erheblichen Komplikationen. Zusammenfassend ergibt sich, dass keines der für die Adäquanzbeurteilung relevanten Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist und diese auch nicht in gehäufter und auffallender Weise vorliegen. Mithin kommt dem Unfallereignis vom 8. August 1996 keine massgebende Bedeutung für die als Rückfall gemeldeten Nackenschmerzen zu, weshalb die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen ist.