Citation: 2C_176/2015 E. 5.4.3

5.4.3. Die Vorinstanz stellt die Erklärung von F.________, sie wolle den Sohn nicht mehr betreuen, nicht inhaltlich in Frage, sondern führt nur aus, dass nicht die Betreuungssituation in Thailand, sondern die neue Situation in der Schweiz für den Zeitpunkt des Nachzugsgesuchs entscheidend gewesen sei. Dies ist aber nach dem Gesagten nicht allein ausschlaggebend. Selbst wenn ihre geltend gemachten Krankheiten eine Kinderbetreuung nicht unbedingt ausschliessen würden, bedeutet dies noch nicht, dass sie weiterhin bereit und in der Lage wäre, die Kinder zu betreuen, und dass das Kindswohl auf diese Weise besser gewahrt würde als bei einem Nachzug in die Schweiz. Es liegt auch nicht auf der Hand, dass und inwiefern F.________ nach dem anwendbaren Recht verpflichtet sein sollte, gegen ihren Willen die Betreuung der Kinder zu übernehmen. Zwar kann das Kindswohl durchaus für die Beibehaltung des bisherigen Zustands sprechen (Urteil 2C_205/2011 vom 3. Oktober 2011 E. 4.4). Doch hat die Beschwerdeführerin bereits vor der Vorinstanz geltend gemacht, dass auch eine Änderung der Verhältnisse erfolgen würde, wenn der Sohn in Thailand bliebe.