Citation: 5A.6/2006 18.07.2006 E. 7

Im Zusammenhang mit der Auferlegung der Gerichtskosten erblicken die Beschwerdeführer sodann Willkür (Art. 9 BV), einen Verstoss gegen Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 BV) sowie eine Verletzung der Begründungspflicht als Teilgehalt des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK), weil sie beim Ergreifen des Rechtsmittels gutgläubig gewesen seien. Entgegen ihren Behauptungen steht gegen die materiell ungerechtfertigte Löschung von Einträgen und Vormerkungen im Grundbuch nach publizierter bundesgerichtlicher Rechtsprechung und einhelliger Literaturmeinung nicht die Grundbuchbeschwerde offen, sondern ist Klage auf Wiedereintragung zu erheben (dazu im Einzelnen Urteil 5A.6/2005, E. 3). Die Beschwerdeführer waren anwaltlich vertreten (bzw. der Beschwerdeführer Ziff. 2 hat seinerzeit als Anwalt der Beschwerdeführerin Ziff. 1 gewirkt), und jedenfalls für einen Anwalt war leicht erkennbar, welches der richtige Rechtsbehelf sei. Vor diesem Hintergrund können sich die Beschwerdeführer nicht auf ihren angeblichen guten Glauben berufen. Entsprechend geht aber auch die Rüge fehl, die Justizkommission habe nicht näher begründet, weshalb die Gerichtskosten den Beschwerdeführern auferlegt worden seien. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts muss der Entscheid über die Kosten- und Entschädigungsregelung normalerweise nicht begründet werden; eine Begründung ist nur dann erforderlich, wenn die Kosten nicht nach dem Verfahrensausgang verlegt werden oder wenn der massgebliche Tarifrahmen nicht eingehalten wird (vgl. BGE 111 Ia 1), was vorliegend nicht der Fall war; eine Verletzung verfassungsmässiger Rechte im Zusammenhang mit dem Kostenentscheid ist mithin nicht ersichtlich. Im Übrigen behaupten die Beschwerdeführer selbst nicht, dass sie den Kostenentscheid nicht sachgerecht hätten anfechten können (vgl. BGE 126 I 97 E. 2b S. 102); die Rüge der Gehörsverletzung stösst auch aus diesem Grund ins Leere.