Citation: 6B_443/2014 E. 3.3.1

3.3.1. Mit dem Verzicht auf einen Widerruf der bedingten Freiheitsstrafe von 13 Monaten aus dem Jahr 2008 überschritt die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen nicht. Der Vollzug jener Freiheitsstrafe stünde offenkundig nicht in einem angemessenen Verhältnis zur relativen Geringfügigkeit des individuellen Verschuldens beim zuletzt beurteilten Raufhandel (vgl. oben E. 2.4.2) sowie den günstigen persönlichen Perspektiven (Festigung der familiären und der Beschäftigungssituation). Der Umstand, dass am Raufhandel beteiligte Personen (eher geringfügige) Verletzungen erlitten haben, betrifft eine objektive Strafbarkeitsbedingung (BGE 137 IV 1 E. 4.2.2 S. 4). Eine solche gehört naturgemäss nicht zu den Elementen einer Rückfallprognose. Bei dieser Ausgangslage hat die Vorinstanz zu Recht erkannt, dass eine unbedingt ausgefällte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 80.- hinreichend abschreckend wirkt; diese Sanktion trifft den Beschwerdegegner, angesichts seiner familiären Verpflichtungen, nicht unerheblich.