Citation: 1P.602/2001 08.10.2001 E. 1

1.- a) Der Beschwerdeführer beklagt sich darüber, dass ihm im Wiederaufnahmeverfahren kein Pflichtverteidiger beigegeben wurde und dass dabei drei Richter mitwirkten, die bereits am gegen ihn ergangenen Strafurteil beteiligt waren. Diese Rügen sind mit staatsrechtlicher Beschwerde zu erheben. Die Eingabe ist deshalb als solche entgegenzunehmen. b) Beim angefochtenen Entscheid des Obergerichts handelt es sich um einen letztinstanzlichen kantonalen Endentscheid (Art. 86 Abs. 1 OG). Der Beschwerdeführer ist durch die Abweisung seines Wiederaufnahmegesuches in seinen rechtlich geschützten Interessen berührt (Art. 88 OG), weshalb er befugt ist, die Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend zu machen (Art. 84 Abs. 1 lit. a OG). Die staatsrechtliche Beschwerde ermöglicht indessen keine Fortsetzung des kantonalen Verfahrens. Das Bundesgericht prüft in diesem Verfahren nur in der Beschwerdeschrift erhobene, detailliert begründete und soweit möglich belegte Rügen. Der Beschwerdeführer muss den wesentlichen Sachverhalt darlegen, die als verletzt gerügten Verfassungsbestim- mungen nennen und überdies dartun, inwiefern diese verletzt sein sollen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 125 I 492 E. 1b; 122 I 70 E. 1c). c) Der Beschwerdeführer beruft sich an keiner Stelle seiner Eingabe ausdrücklich auf die Verfassung oder die EMRK und begründet auch nicht näher, inwiefern das Obergericht das Wiederaufnahmeverfahren derart fehlerhaft geführt haben soll, dass damit wenigstens sinngemäss eine Verfassungsverletzung dargetan wäre. Auf die Beschwerde ist daher mangels genügender Begründung nicht einzutreten (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG), ganz abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer entgegen der Vorschrift von Art. 90 Abs. 1 lit. a OG auch keinen Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Urteils stellt, was Voraussetzung für die Wiederholung des Wiederaufnahmeverfahrens wäre. d) Die Beschwerde wäre im Übrigen auch unbegründet. Das Obergericht hat sich im angefochtenen Entscheid mit den geltend gemachten Wiederaufnahmegründen sorgfältig auseinander gesetzt und dargetan, dass sie offensichtlich ungenügend sind. Der Beschwerdeführer setzt sich damit inhaltlich nicht auseinander, und es ist auch nicht ersichtlich, dass diese Einschätzung des Obergerichts unzutreffend wäre. Ist somit davon auszugehen, dass die geltend gemachten Wiederaufnahmegründe offensichtlich unzureichend waren, so war das Wiederaufnahmegesuch des Beschwerdeführers aussichtslos und er hatte damit keinen verfassungsmässigen Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung (Art. 29 Abs. 3 BV). Dass teilweise die gleichen Richter, die bereits das Strafurteil gefällt hatten, am Wiederaufnahmeverfahren mitwirkten, ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.