Citation: 4A_496/2024 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin präsentiert eine eigene Auslegung folgender Passage der Ziffer II. 1 des Kauf- und Verkaufsversprechens vom 16. Juli 2014: "En cas de non-obtention du permis de construire, pour une raison non imputable aux acquéreurs, les parties seront libérées de leurs engagements, l'Hoirie B.________ s'engageant à rembourser l'acompte de CHF 50'000.-- reçu de E.________, D.________ et à payer à F.________ Sàrl les travaux d'aménagement mentionnés ci-dessus." Gemäss Beschwerdeführerin könne die Klausel nur so verstanden werden, dass das Kauf- und Verkaufsversprechen vom 16. Juli 2014 bestehen bleibe. Die Klausel sei "quasi" zu Gunsten der Beschwerdeführerin auszulegen, indem die Frist für die Erteilung der Baubewilligung nicht mehr gelte. Dass die Vorinstanz nicht zu diesem Schluss gelangte, weist die Beschwerdeführerin nicht als willkürlich oder sonst bundesrechtswidrig aus. Sie schreibt zwar, die vorinstanzliche Erwägung, wonach das Kauf- und Verkaufsversprechen vom 16. Juli 2014 wegen Zeitablaufs keine Wirkung mehr entfalte, sei "tatsächlich falsch, vertragswidrig und willkürlich", doch belegt sie dies nicht hinreichend. Im Gegenteil ist es die Beschwerdeführerin, welche die Ziffer II. 1 des Kauf- und Verkaufsversprechens vom 16. Juli 2014 unvollständig zitiert. Liest man die ganze Ziffer II. 1, dann liegt eher nahe, dass das Kauf- und Verkaufsversprechen vom 16. Juli 2014 hinfällig wird, wenn nicht rechtzeitig eine Baubewilligung vorliegt.