Citation: 8C_248/2022 E. 2.2.2

2.2.2. Die Beschwerdeführerin wendet schliesslich ein, die Auffassung der Vorinstanz führe zu einer Ungleichbehandlung und Diskriminierung der Schweizer Bürger gegenüber Bürgern der EU sowie von Drittstaatenangehörigen. Ein französisch oder italienisch sprechender Schweizer Bürger wäre mangels Anwendbarkeit des FZA nicht berechtigt, im Kanton Zürich eine Einsprache in seiner Muttersprache einzureichen. Das ehemalige Eidgenössische Versicherungsgericht (heute: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) hat im bereits erwähnten BGE 109 V 224 E. 4b in einem vergleichbaren Fall dazu festgehalten, aus innerstaatlicher Sicht befriedige ein solches Ergebnis zwar nicht. Dies vermöge indessen nicht dazu zu führen, die Bedeutung der einschlägigen Bestimmung des Staatsvertrages entgegen dem Willen der Vertragsparteien in dem Sinne einzuschränken, dass er für eine wesentliche Gruppe der vom Abkommen erfassten Personen nicht Anwendung finde. An dieser Rechtsprechung hat sich bis heute nichts geändert, wobei hier offen bleiben kann, wie im Falle einer tatsächlichen Inländerdiskriminierung zu entscheiden sein wird.