Citation: 9C_637/2022 E. 2.3.2

2.3.2. Kapitalgesellschaften richten grundsätzlich keine Schenkungen aus, da sie Zuwendungen aus wirtschaftlichen Gründen erbringen (vgl. BGE 146 II 6 E. 7.1; Urteile 2C_148/2020 vom 19. Januar 2021 E. 8.3.2 u. 8.3.3 2C_655/2018 vom 22. August 2018 E. 4.3; 2A.303/1994 vom 23 Dezember 1996 E. 3d). Auch bei Zuwendungen von Stiftungen kann es sich allgemein mangels Schenkungsabsicht der rechtlich verselbständigten Stiftung nicht um einkommenssteuerbefreite Schenkungen im Sinne von Art. 24 lit. a DBG handeln. Eine Stiftung, welche Leistungen an Begünstigte in Erfüllung einer ihr durch die Stiftungsurkunde auferlegten Rechtspflicht ausrichtet, hat keinen Schenkungswillen (vgl. Urteile 2C_44/2018 vom 31. Januar 2020 E. 7.1; 2A.668/2004 vom 22. April 2005 E. 3.4.3; siehe auch das Urteil 2C_711/2012 vom 20. Dezember 2012 E. 2.2). Namentlich angesichts der rechtlich-zwingend ausgestalteten Reglementserfordernisse (mit Einschluss eines präzis formalisierten Verfahrensprozederes) kann seitens einer so entscheidenden Organisation nicht auf eine Schenkungsabsicht geschlossen werden (vgl. das Urteil 2C_379/2019 vom 1. Mai 2020 E. 2.3.2; zur fehlenden Schenkungsabsicht bei einer Anstalt: vgl. das Urteil 2C_9/2019 vom 29. Januar 2020 E. 3.3.3; kein Schenkungswille bei einer moralischen Verpflichtung: vgl. das Urteil 2C_148/2020 vom 19. Januar 2021 E. 7.4 oder im Fall einer Treueverpflichtung im Arbeitsverhältnis: vgl. das Urteil 2C_703/2017 vom 15. März 2019 E. 3.3).