Citation: 7B_483/2023 E. 5.4.1

5.4.1. Insoweit die Beschwerdeführerin vorbringt, es sei zu ihren Gunsten davon auszugehen, dass keine konkrete Gefährdung bestanden habe, erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Für die Erfüllung des objektiven Tatbestands von Art. 90 Abs. 2 SVG genügt eine erhöhte abstrakte Gefährdung (vgl. oben E. 5.2.2). Diese lag hier vor. Die Vorinstanz weist zutreffend darauf hin, dass es der Beschwerdeführerin - aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeit - nicht möglich gewesen wäre, beispielsweise auf Bewohner der U.________strasse 24 zu reagieren, welche das Haus verlassen hätten. Mit der Vorinstanz ist zudem festzuhalten, dass auch andere Verkehrsteilnehmer nicht damit hätten rechnen müssen und können, dass die Beschwerdeführerin mit derart überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Bei dieser Sachlage nimmt die Vorinstanz ohne Verletzung von Bundesrecht an, dass das Verhalten der Beschwerdeführerin ungeachtet der konkreten Umstände den objektiven Tatbestand der groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG erfüllt (vgl. oben E. 5.3.1).