Citation: 5A_976/2020 E. 2.2.1

2.2.1. Die Vorinstanz hielt fest, dass der Beschwerdeführer den Bestand seiner Verrechnungsforderungen nicht hinreichend glaubhaft mache. Selbst wenn die diesbezüglichen Ausführungen als genügend substantiiert erachtet würden, erweise sich die Beschwerde gegen den Rechtsöffnungsentscheid als unbegründet. Zwar sei von einem Treuhandverhältnis zwischen den Parteien auszugehen, welches dem Beschwerdeführer (verrechenbare) Gegenansprüche verschaffen könnte. Die Vorinstanz nahm daraufhin zu den eingereichten Dokumenten im einzelnen Stellung. Konkret ging es um zwei E-Mails des Beschwerdeführers, in welchen er Forderungen auflistete bzw. eine Freistellungsforderung geltend machte, um die Bestätigung von zwei Mandatsübernahmen sowie um einen von ihm selber protokollierten Verwaltungsratsbeschluss und eine Beratungskostenaufstellung. Die Vorinstanz gelangte zum Ergebnis, dass sich aus diesen Dokumenten der Bestand und der Umfang der geltend gemachten Verrechnungsforderungen nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit ableiten lasse. Zudem spreche der Umstand, dass sich der Beschwerdeführer das innert Jahresfrist rückzahlbare Darlehen von (umgerechnet) Fr. 131'616.-- gegen Ende August 2018 überweisen liess und bereits Ende 2018 über verrechenbare Ansprüche von total Fr. 190'000.-- verfügt haben wolle, ohne dannzumal die Verrechnung zu erklären oder bereits im Darlehensvertrag die Verrechnung vorzubehalten, gegen den Bestand der Verrechnungsforderung.