Citation: 4A_588/2021 E. 4.7

4.7. Die Beschwerdeführerin stellt allerdings in Abrede, dass die Auslegung der Vorinstanz Sinn macht. Sie erachtet es als widersprüchlich, dass die Parteien im ersten Absatz vorsahen, dass die D.________ AG erst mit dem Vollzug des Kaufvertrags keinen Anspruch mehr haben soll und dieser zu 50% an die Käuferschaft gehe, in der gleichen Klausel aber eine sofortige - vom Vollzug des Grundgeschäfts unabhängige - Zession vorgenommen haben sollen. Die Beschwerdeführerin legt nicht mit Aktenhinweis dar, dass sie die Behauptung schon vor der Vorinstanz vorgebracht hätte, dass eine Zession des Versicherungsanspruchs an die Käufer für die Zeit vor dem Eigentumsübergang wirtschaftlich sinnlos sei. Die Behauptung ist als neu und daher unzulässig zu bewerten. Davon abgesehen, kritisiert die Beschwerdeführerin die Formulierung der Vorinstanz, dass es nicht "von vornherein sinnlos" gewesen sei, allfällige Ansprüche unabhängig vom Eigentumsübergang zu zedieren, zu Unrecht. Entgegen der Beschwerdeführerin bedeutet diese Formulierung nicht ein Eingeständnis, dass eine solche Zession keinen Sinn machte, sondern spiegelt vielmehr wider, dass sie im Hinblick auf die Pflichten, die das Ehepaar F.________ bereits mit dem Abschluss des Kaufvertrags übernahm, zu erklären war und insofern Sinn machen konnte. Ergänzend könnte man anfügen, dass die Zession für die Schwebezeit, während welcher der Vollzug des Kaufvertrags vom Eintritt der vereinbarten Bedingung abhing, klarstellte, wer während dieser Zeit gegenüber der GVG legitimiert war.