Citation: 1P.6/2007 29.01.2007 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer rügt, indem das Verfahrensgericht von einer mündlichen Verhandlung abgesehen habe, habe es seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. 3.2 Das Verfahrensgericht führt (S. 3 f. E. 4) aus, praxisgemäss werde ein schriftliches Verfahren angeordnet, wenn sich ein Fall von der Aktenlage her klar präsentiere. Dies sei insbesondere der Fall, wenn sich das Vorliegen eines dringenden Tatverdachts, die besonderen Haftgründe gemäss § 77 StPO/BL, die Verhältnismässigkeit und die Hafterstehungsfähigkeit gestützt auf die Verfahrensakten beurteilen liessen. Demgegenüber werde in Zweifelsfällen, wenn zusätzliche Angaben zur Entscheidfindung nötig seien, ein mündliches Haftprüfungsverfahren durchgeführt. Im vorliegenden Fall werde der Sachverhalt aus den haftrelevanten Akten klar ersichtlich, so dass ein Entscheid über die Haftverlängerung ohne weiteres möglich sei. Zusätzlich sei der persönliche Eindruck des Beschwerdeführers hier für die Entscheidfindung nicht ausschlaggebend. Aufgrund der gesamten Umstände erachte es das Verfahrensgericht deshalb als unnötig, ein mündliches Verfahren durchzuführen, da auch im vorliegenden schriftlichen Verfahren das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers genügend gewahrt werde. 3.3 Nach der Rechtsprechung verlangen die Bundesverfassung und die Europäische Menschenrechtskonvention für das Haftprüfungsverfahren (im Gegensatz zum Haftanordnungsverfahren) nicht in jedem Fall eine mündliche Verhandlung und eine persönliche Anhörung durch den Haftrichter. Wo das kantonale Recht jedoch einen weitergehenden Gehörsanspruch einräumt, ist diesem Rechnung zu tragen (BGE 125 I 113 E. 2a S. 115; Urteil 1P.636/2000 vom 30. Oktober 2000 E. 4d f., mit Hinweisen). 3.4 Gemäss § 86 Abs. 3 Satz 1 StPO/BL entscheidet das zuständige Präsidium über die Haftverlängerung vor Ablauf der Haftdauer in einem schriftlichen oder mündlichen kontradiktorischen Verfahren. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend und es ist nicht ersichtlich, dass ihm das kantonale Verfahrensrecht auch im Haftverlängerungsverfahren einen Anspruch auf eine mündliche Verhandlung gewährte. Das Verfahrensgericht musste demnach keine mündliche Verhandlung anordnen. Wenn es davon mit der angeführten Begründung abgesehen hat, ist das verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer hat dem Verfahrensgericht am 21. November 2006 eine 8 Seiten umfassende Stellungnahme zum Haftverlängerungsantrag des BUR eingereicht. Er konnte sich somit umfassend äussern. Bei dieser Sachlage ist eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör zu verneinen.