Citation: 5A_149/2023 E. 1

Eine Rechtsmittelinstanz muss das Anfechtungsobjekt kennen; nur dann kann sie die Rechtsmittelvorbringen auch prüfen. Der Beschwerde lag der angefochtene Entscheid nicht bei, weshalb das Kantonsgericht den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 5. Januar 2023 zur Einreichung aufgefordert hat. Ausgehend von den Angaben in der kantonalen Beschwerde ist das Kantonsgericht offensichtlich von einem Kindesschutzverfahren ausgegangen, indem es sich bei seinem Verfahren bzw. für die Aufforderung zur Nachreichung des erstinstanzlichen Entscheides nicht auf die ZPO, sondern auf die kantonale Verwaltungsprozessordnung gestützt hat. Die Anwendung kantonaler Bestimmungen kann das Bundesgericht einzig auf substanziierte Verfassungsrügen hin überprüfen, wobei die Rüge im Vordergrund steht, diese seien willkürlich angewandt worden (BGE 140 III 385 E. 2.3).