Citation: I 80/01 11.06.2001 E. 2

2.- a) Das kantonale Gericht ist - gestützt auf das Gutachten der MEDAS vom 22. Juni 1999 - davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer zu 50 % arbeitsfähig sei; somit sei keine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes seit dem Erlass der Verfügung vom 16. April 1992 eingetreten. Der Beschwerdeführer bringt vor, dass der psychiatrische Gutachter der MEDAS, Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie, mit dem Versicherten nur ein "sehr kurzes Gespräch" geführt habe und vor allem bestrebt gewesen sei, angebliche Widersprüche aufzudecken. Der Aussage des Dr. med. B.________ sei deshalb kein massgebendes Gewicht beizumessen, vielmehr sei auf die Angaben der Frau Dr. med. A.________ abzustellen, wonach sich die Situation des Beschwerdeführers in den vergangenen Jahren nicht verbessert hätte oder es sei ein zusätzliches fachärztliches Gutachten einzuholen. b) Das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 22. Juni 1999 ist umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden und ist in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend; zudem sind die Schlussfolgerungen begründet (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Der Einwand, dass Dr. med. B.________ anlässlich der Begutachtung nur sehr kurz mit dem Beschwerdeführer gesprochen habe, ist nicht zu hören. Liest man die Zusammenfassung des Gespräches von Dr. med. B.________ mit dem Versicherten, wird klar, dass es sich dabei nicht um ein "sehr kurzes" Gespräch gehandelt haben konnte; es sind in der Begegnung alle für die Beurteilung wesentlichen Punkte besprochen worden. Dieser Kritikpunkt beruht zudem einzig auf Aussagen des Versicherten, der gemäss den gutachterlichen Angaben des leitenden Arztes Dr. med. K.________ offensichtlich versucht, die einzelnen Ärzte gegeneinander auszuspielen: so gibt der Beschwerdeführer Dr. med. K.________ gegenüber an, dass es ihm infolge der Untersuchung durch den Rheumatologen Dr. med. G.________ viel schlechter als vorher gehe und dass dieser gesagt habe, die Wirbelsäule sei in einem viel schlechteren Zustand als vor zwanzig Jahren (was gemäss dem Befund des Dr. med. G.________ nicht der Wahrheit entspricht); Dr. med. G.________ gegenüber äusserte sich der Versicherte jedoch in der Weise, dass sich sein Zustand wegen der gestrigen Untersuchung durch Dr. med. K.________ sehr stark verschlechtert habe. Da es gerade zu den Aufgaben eines Gutachters gehört, sich kritisch mit den Angaben des Exploranden auseinanderzusetzen, ist die Rüge, dass Dr. med. B.________ nur Widersprüche aufdecken wollte, unbegründet. Um seinen Auftrag erfüllen zu können, war der Gutachter im Gegenteil verpflichtet, solchen Widersprüchen nachzugehen, wenn dafür - wie in vorliegender Sache infolge der Aussagen des Versicherten - Anhaltspunkte vorliegen. Es ist somit kein Grund ersichtlich, weshalb die Vorinstanz nicht auf das (vier Monate vor Verfügungserlass erstellte und damit aktuelle) Gutachten der MEDAS abstellen könnte. Die Ausführungen der Frau Dr. med. A.________ vermögen daran ebenfalls nichts zu ändern; der Gutachter Dr. med. B.________ war über ihre Meinung informiert und hat sich damit auseinandergesetzt. Das mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ins Recht gelegte Schreiben der Frau Dr. med. A.________ vom 31. Januar 2001 enthält keine neuen Tatsachen, sondern bestätigt nur ihre schon vorher geäusserte Auffassung, die vom Gutachter Dr. med. B.________ jedoch verworfen worden ist. Da das Gutachten der MEDAS nicht zu beanstanden ist und deshalb eine rechtsgenügende Entscheidgrundlage bietet, ist von der Einholung eines zusätzlichen Gutachtens abzusehen. c) Die Vorinstanz hat folglich zu Recht auf das Gutachten der MEDAS vom 22. Juni 1999 abgestellt und eine Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers von 50 % angenommen. Es ist daher festzustellen, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit der Verfügung vom 16. April 1992 nicht in einer für den Anspruch erheblichen Weise verändert hat; die Voraussetzung für eine Rentenrevision nach Art. 41 IVG ist daher nicht erfüllt.