Citation: 5A_682/2022 E. 5.4.3

5.4.3. Die Ausführungen des Beschwerdeführers erweisen sich als rein appellatorisch. Auch hier stellt er seine Sicht der Dinge derjenigen der Vorinstanz gegenüber, ohne aufzuzeigen, inwiefern diese in Willkür verfallen wäre. Dass die Vorinstanz der methodenkritischen Stellungnahme nur dann Beweiswert zumessen wolle, wenn der Privatgutachter ermahnt worden wäre, trifft nicht zu. Nach der Rechtsprechung stellt ein Privatgutachten, und zwar auch eines von einer anerkannten Fachperson, eben nur eine Parteibehauptung dar (vgl. oben E. 3.2.3; siehe explizit BGE 141 IV 369 E. 6.2). Der Einwand des Beschwerdeführers, dem sei nicht zuzustimmen, ist unbehelflich. Mit diversen Erwägungen der Vorinstanz setzt er sich sodann nicht auseinander, sondern begnügt sich damit, das Gegenteil zu behaupten. So beruft er sich auf seine noch am Tag der Gefährdungsmeldung versandte E-Mail, wonach er keinen Schutz wünsche. Er setzt sich aber nicht mit den vorinstanzlichen Feststellungen auseinander, dass er noch am selben Tag, nach dem Versand der E-Mail, anlässlich eines Telefonats mit der KESB, die Druckausübung seitens der Ehefrau bestätigt und sich mit einer Konto- und Grundstücksperre einverstanden erklärt hat. Die Vorinstanz hat sodann sehr wohl beachtet, dass der Beschwerdeführer nach dem Tod seiner Mutter eine Phase der Überforderung durchgemacht hat. Sie hat aber auch erwogen, die seiner Bank erteilte Ermächtigung, der KESB Auskunft zu geben, hätte keinen Sinn gemacht, wenn er die Einschätzung der Bank, wonach er von seiner Ehefrau stark unter Druck gesetzt werde, weder ein noch aus wisse und sich Unterstützung wünsche, nicht geteilt und überdies, wie an anderer Stelle behauptet, die Bank als Widerpart angesehen hätte. Mit der Erwägung, dass ein anspruchsvoller Beruf noch kein Garant für Reife sei, setzt sich der Beschwerdeführer ebenfalls nicht auseinander. Zum Vorhalt der Vorinstanz, dass Prof. Dr. med. F.________ die in den Akten dokumentierten Umstände der Vermögenstransaktionen, das in Bezug darauf wechselhafte Verhalten des Beschwerdeführers sowie dessen Erklärungen für das wechselhafte Verhalten übergehe, äussert sich der Beschwerdeführer nicht. Damit vermag er auch die Feststellung nicht als willkürlich auszuweisen, dass der behördliche Gutachter eben nicht anhand einer vermeintlichen Irrationalität von Geldausgaben oder eines vermeintlichen Machtgefälles zwischen den Eheleuten auf ein Störungskonzept schliesst. Die Hinweise in den Akten auf das Verhalten des Beschwerdeführers werden im behördlichen Gutachten entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers durchaus berücksichtigt. Der Gutachter hat somit keineswegs nur aus den vagen Angaben des Beschwerdeführers anlässlich der Exploration auf die diagnostizierte Reifungsstörung bzw. das Abhängigkeitsverhältnis geschlossen, worauf die Vorinstanz in ihrer Stellungnahme zutreffend hinweist.