Citation: 6B_1168/2020 E. 2.3.2

2.3.2. Nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz die Vorstrafen des Beschwerdeführers straferhöhend berücksichtigt (vgl. BGE 136 IV 1 E. 2.6.2). Das Sachgericht darf Vorstrafen allerdings nicht wie eigenständige Delikte würdigen, weil dies auf eine Doppelbestrafung hinausliefe (Urteile 6B_18/2022 vom 23. Juni 2022 E. 2.6.1; 6B_105/2015 vom 13. Januar 2016 E. 1.3.2; 6B_510/2015 vom 25. August 2015 E. 1.4; 6B_325/2013 vom 13. Juni 2013 E. 3.2.3). Vorliegend belaufen sich die Sanktionen der einschlägigen Vorstrafen auf 64 Tagessätze Geldstrafe. Werden die aus den Akten ersichtlichen nicht einschlägigen Vorstrafen einbezogen, beträgt die Sanktionshöhe insgesamt 264 Tagessätze (vgl. Urteil S. 44 mit Verweis auf die kant. Untersuchungsakten act. P 1 f., P 14 f.), was umgerechnet einer Strafe von rund 8 ½ Monaten entspräche. Wenn die Vorinstanz die Einsatzstrafe aufgrund der Vorstrafen, die grösstenteils nicht einschlägig sind und einige Jahre zurückliegen, um sechs Monate erhöht, was etwa 70 % der ursprünglich ausgesprochenen - zusammengezählten - Sanktionshöhe ausmacht, überschreitet sie das ihr zustehende Ermessen deutlich. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass ein Teil der Sanktionen in Deutschland gefällt wurde. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als begründet.