Citation: 6B_739/2021 E. 3.2.2

3.2.2. Die Vorinstanz hat das Revisionsgesuch des Beschwerdeführers nicht deswegen abgewiesen, weil sie den in den Gesprächsprotokollen vom 17./31. Januar 2019 respektive in den Briefen aus dem Jahr 2014 gemachten Angaben von B.________ die Glaubhaftigkeit abspricht. Davon geht auch der Beschwerdeführer nicht aus (Beschwerde S. 18) und wäre solches grundsätzlich auch nicht zulässig (BGE 116 IV 353 E. 4e; Urteil 6B_953/2022 vom 3. Oktober 2022 E. 2). Stattdessen ist sie richtigerweise und im Sinne einer Hypothese davon ausgegangen, dass die neu gemachten Angaben von B.________ zutreffen und hat geprüft, ob mit diesen neue Tatsachen bzw. Aussagen vorliegen, die geeignet sind, die tatsächlichen Feststellungen, auf die sich die Verurteilung stützt, derart zu erschüttern, als dass sie einen wahrscheinlich deutlich günstigeren Entscheid ermöglichen. Wie hiervor aufgezeigt, hat sie diese Frage im Ergebnis zu Recht verneint. Wie ebenfalls hiervor aufgezeigt, hat sich B.________ neu nicht dahingehend geäussert, dass sie den Oralverkehr aus freiem Willen vollzogen hätte und liegen mehrheitlich keine solchen Aussagen vor, welche überhaupt als revisionsrechtlich neu qualifiziert werden könnten; im Übrigen handelt es sich um Relativierungen, die nicht geeignet sind, die tatsächlichen Grundlagen im hiervor erwähnten Sinn zu erschüttern. An den Darstellungen des vom Beschwerdeführers erzwungenen Schluckens des Ejakulats hat B.________ fortwährend und konstant und insoweit in Übereinstimmung mit dessen eigenen Angaben festgehalten, als dass er dies unbestrittenermassen in Kauf genommen hat (Urteil des Obergerichts vom 21. November 2012 S. 47). Damit erübrigt sich einerseits eine Gegenüberstellung respektive eine Analyse, ob den ursprünglichen oder aber den neuen, bzw. relativierenden Angaben von B.________ eine höhere Glaubhaftigkeit zu attestieren ist. Denn selbst wenn von letzterem ausgegangen würde, vermögen die "neuen" Aussagen die tatsächlichen Grundlagen des Urteils vom 21. November 2012 nicht zu erschüttern. Andererseits und weil mit den (neuen) Angaben weder eine wesentliche Änderung noch eine erhebliche Relativierung der bisherigen Aussagen vorliegt, sind diese respektive das Aussageverhalten von B.________ auch nicht geeignet, die Glaubhaftigkeit von deren ursprünglichen Aussagen grundsätzlich und generell in Frage zu stellen. Dasselbe gilt hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Beeinflussung durch unbekannte Drittpersonen. B.________ hatte bereits in der polizeilichen und in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen vom 9. und vom 25. November 2009 erklärt, unmittelbar nach dem Vorfall mit ihrem damaligen Freund und D.________ gesprochen zu haben und es in den letzten Jahren "noch zwei drei weitere Personen", u.a. E.________, gegeben habe, denen sie die Geschichte erzählt habe (vgl. Urteil des Obergerichts vom 21. November 2012 S. 50 [Verweis]; erstinstanzliches Urteil vom 9. September 2011 S. 33 ff.; act. 3/5 [ND 1/3.1] S. 8 und act. 3/6 [ND 1/3.3] S. 8 f.). Mithin handelt es sich entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers nicht um eine neue Tatsache, dass B.________ nach dem Vorfall im Verlaufe der Jahre respektive bis zur Anzeigeerstattung mit weiteren Drittpersonen gesprochen hat. Anhand dieses Umstandes hat das Berufungsgericht keine Anhaltspunkte erkannt, welche die Glaubhaftigkeit der Aussagen grundsätzlich und generell in Frage gestellt hätten. Insofern der Beschwerdeführer geltend machen will, dass die angenommene Glaubhaftigkeit erschüttert wird, weil B.________ neu erklärt, mit mit der Materie betrauten Personen gesprochen zu haben, tut er nicht rechtsgenüglich dar, inwiefern solches geeignet wäre, die Glaubhaftigkeit sämtlicher Aussagen generell zu erschüttern, respektive genügt hierfür der pauschale Hinweis, "dass sie wusste, was sie sagen musste, um glaubhaft zu wirken", nicht. Schliesslich trifft in Bezug auf D.________ zu, dass B.________ erklärt hat, einzig von ihr "aufgefordert" worden zu sein, Anzeige zu erstatten (act. 3/6 [ND 1/3.3] S. 10). Dies war indes unmittelbar nach dem fraglichen Ereignis der Fall (act. 3/6 [ND 1/3.3] S. 9) und kam B.________ dieser Aufforderung (zum damaligen Zeitpunkt) bekanntermassen nicht nach. Dass sie sich hierzu alsdann vier Jahre später und allenfalls "motiviert" (Frage 2) durch eine andere Person entschloss, mit der sie im Verlauf der Jahre über den Vorfall gesprochen hatte, vermag die generelle Glaubhaftigkeit von ihren Aussagen ebenfalls nicht in Frage zu stellen. Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.