Citation: U 66/05 17.08.2005 E. 6

6.1 Den medizinischen Akten ist weiter zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer mit psychischen Störungen zu kämpfen hat. So ist die Müdigkeit gemäss Dr. med. R.________ wahrscheinlich Ausdruck einer somatischen Depression (Bericht vom 9. März 2003). Laut Dr. med. L.________ ist nach dem Unfall eine posttraumatische Belastungsstörung entstanden mit Symptomen wie Angst, Hilflosigkeit, andauerndem Wiedererleben des traumatischen Ereignisses mit beträchtlichem subjektivem Leiden und bedeutenden Veränderungen des beruflichen und sozialen Verhaltens und Selbstbildnisses. Seiner Ansicht nach hat sich als Unfallfolge eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung entwickelt (Bericht vom 28. Juni 2003). 6.2 In den kurz nach dem Unfallereignis erstellten Arztberichten werden keine psychischen Probleme erwähnt. Es erscheint daher bereits aus diesem Grund fraglich, ob die diesbezüglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen überhaupt in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 24. Oktober 2004 stehen. Je grösser das zeitliche Intervall zwischen einem Unfall und dem Eintritt psychischer Störungen ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (Urteil E. vom 25. Februar 2003 [U 78/02], teilweise publiziert in SVR 2003 UV Nr. 12 S. 35 ff.). Ob die von Dr. med. L.________ erwähnten sprachlichen Verständigungsschwierigkeiten für das späte Erwähnen psychischer Probleme in den medizinischen Unterlagen verantwortlich ist, braucht nicht näher geprüft zu werden. Denn auch wenn die Frage, ob die psychischen Beschwerden in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis stehen, aufgrund der bestehenden Aktenlage nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit beantwortet werden kann (BGE 126 V 360 Erw. 5b, 125 V 195 Erw. 2, je mit Hinweisen; vgl. 130 III 324 f. Erw. 3.2 und 3.3), können weitere Abklärungen unterbleiben, wenn es an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs fehlt (vgl. SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c). 6.3 SUVA und Vorinstanz sind mit Bezug auf das Ausrutschen mit schweren Lasten in beiden Händen, verursacht durch nassen Boden, zu Recht von einem leichten Unfall ausgegangen. Die Einstufung des Unfalles vom 24. Oktober 2001 im Rahmen der für die Adäquanzbeurteilung vorzunehmenden Katalogisierung (BGE 115 V 138 Erw. 6) aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs als leichter Unfall wird durch die Gerichtspraxis bestätigt. Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat unter anderem folgende Ereignisse aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs den leichten Unfällen zugeordnet: Stolpern und Sturz auf einer Strasse und Aufschlagen mit Gesicht und Knie auf dem Boden (Urteil S. vom 21. März 2003 [U 367/01]); Ausrutschen auf einer Eisfläche, Sturz auf den Rücken und Aufprall mit dem Kopf auf dem Boden (Urteil E. vom 25. Februar 2003 [U 78/02], teilweise publiziert in SVR 2003 UV Nr. 12 S. 35 ff.). Bei dieser Qualifizierung kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und nachfolgenden (nicht organisch nachweisbaren) Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 115 V 139 Erw. 6a). Aus diesem Grund ist auch im vorliegenden Fall der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinten. Die Unfallversicherung ist daher für psychische Gesundheitsschäden mit Auswirkung auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit nicht leistungspflichtig.