Citation: 4A_659/2020 E. 7.2.1

7.2.1. Die Beschwerdeführerin geht zwar selbst zu Recht (vgl. Urteil 4A_171/2017 vom 26. September 2017 E. 6) davon aus, dass bei der Parteientschädigung, anders als bei der Gerichtsgebühr, das Äquivalenzprinzip nicht greift. Sie macht aber geltend, trotzdem müsse das Honorar in einem vernünftigen Verhältnis zur Wichtigkeit und Schwierigkeit der Sache und dem gebotenen Zeitaufwand stehen. Es sei deshalb eine willkürliche Anwendung des kantonalen Rechts, wenn die Vorinstanz allein auf den Streitwert abstelle und nicht berücksichtige, dass gemäss § 4 Abs. 2 der Verordnung über die Anwaltsgebühren vom 8. September 2010 (AnwGebV; LS 215.3) die Gebühr je nach Verantwortung, Zeitaufwand oder Schwierigkeit um bis zu einem Drittel ermässigt werden könne. Die Vorinstanz habe vorliegend nicht begründet, inwiefern sie diese Kriterien bei der Festsetzung der Parteientschädigung berücksichtigt habe. Bei der zugesprochenen Parteientschädigung und einem gemittelten Stundenansatz von Fr. 500.-- habe die Beschwerdegegnerin 2'200 Stunden für das Verfahren aufwenden müssen, was nicht nachvollziehbar sei.