Citation: 9C_557/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Soweit der Beschwerdeführer die Massnahme aufgrund des Zusammenhangs zu seiner psychiatrischen Erkrankung mit einer stationären psychiatrischen Behandlung vergleicht, vermag er auch daraus nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. So weist er selber auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hin, wonach von der Differenzierung einer gegenüber der Sozialgefährlichkeit im Vordergrund stehenden Behandlungsbedürftigkeit - als Hinderungsgrund einer Sistierung - abzusehen ist (BGE 137 V 156). Dass die in Art. 59 StGB statuierten Massnahmen nur psychisch erkrankte Personen betreffen, wie der Beschwerdeführer geltend macht, ist mit Blick auf den Wortlaut eben dieser Norm offensichtlich. Auch daraus erhellt indessen nicht, weshalb unter derlei Massnahmen gestellte Täter unterschiedlich behandelt werden sollten, je nach dem ob sie aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht valide oder invalide sind.