Citation: 2D_11/2015 E. 2.3

2.3. Ausgangspunkt des Verfahrens ist das Gesuch vom 13. Januar 2012, der Familie sei eine Härtefallbewilligung nach Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG (bzw. Art. 31 Abs. 1 VZAE) zu erteilen. Da das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 29. Oktober 2011 die Bewilligungsverlängerung faktisch unter Härtefallgesichtspunkten geprüft hatte, wäre nach Auffassung der kantonalen Behörden auf das rund zwei Monate nach Eröffnung der bundesverwaltungsgerichtlichen Urteils gestellte Härtefallgesuch nur unter den Voraussetzungen eines Wiedererwägungstatbestands einzutreten gewesen. Dies wird von den Beschwerdeführern unter verfassungsrechtlichen Aspekten nicht gerügt, vielmehr gehen sie selber davon aus (namentlich Ziff. II.11 und II.22 der Beschwerdeschrift), dass auf ihr Härtefallgesuch nur einzutreten war, wenn sich die tatsächlichen Verhältnisse in Bezug auf die ausländerrechtliche Situation erheblich verändert haben sollten, sodass ein anderes Ergebnis ernsthaft in Betracht fiel (spezifisch für ausländerrechtliche Bewilligungen BGE 136 II 177 E. 2.1 und 2.2.1; Urteil 2C_125/2014 vom 12. Februar 2014 E. 3; s. auch BGE 138 I 61 E. 4.3 S. 72 f. mit Hinweisen).