Citation: 1C_230/2023 E. 3

3. [...] A.A.________ sei die Erstwohnungspflicht sistiert worden und sie habe die Wohnung längstens bis zum Ableben der Mutter als Zweitwohnung nutzen dürfen. Diese Rücksichtnahme erübrige sich mit dem Tod der Mutter. Es werde daher eine Frist bis Ende August 2022 gesetzt, um beide Wohnungen wieder ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung zuzuführen. Dagegen erhoben A.A.________ und C.B.________ am 16. Juni 2022 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden (R 22 36) und beantragten die Aufhebung der Verfügung vom 16. Mai 2022. Ebenfalls am 16. Juni 2022 beantragte A.A.________ der Gemeinde Breil/Brigels die Anerkennung der Wohnsitznahme. Gleichentags reichten die beiden Schwestern bei der Gemeinde Breil/Brigels ein Gesuch ein um Sistierung der Nutzungsbeschränkung auf ihren Wohnungen vorerst für zwei Jahre. A.A.________ stellte dieses Gesuch eventualiter zur beantragten Wohnsitznahme im Falle einer Ablehnung ihrer Niederlassung. Mit Verfügung vom 24. Juni 2022 betreffend Wohnsitznahme/Sistierung der Erstwohnungspflicht entschied die Gemeinde Breil/Brigels, die von A.A.________ beanspruchte Wohnsitznahme und Nutzung ihrer Erstwohnung in Breil/Brigels werde nicht anerkannt. Weiter lehnte die Gemeinde die Gesuche um Sistierung der Nutzungsbeschränkungen ab. Auch hiergegen reichten die beiden Schwestern Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein (R 22 55 und R 22 56). Am 22. August 2022 vereinigte der Instruktionsrichter die Verfahren R 22 36, R 22 55 und R 22 56. Mit Urteil vom 23. Februar 2023 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerden ab.