Citation: 8C_668/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erachtete die Anforderungen an eine - in Abweichung von Art. 33 ATSG - zulässige Datenbekanntgabe im Sinne von Art. 97a Abs. 4 lit. b AVIG als nicht erfüllt. Diese Beweismittel seien daher im vorliegenden Verfahren rechtswidrig erlangt worden. Unter Vornahme einer Interessensabwägung (zwischen dem öffentlichen Interesse an der Ermittlung der Wahrheit und dem Interesse von B.A.________ an der Nichtbekanntgabe dieser Daten) gelangte die Vorinstanz zum Schluss, dass diese auch nicht verwertet werden dürften. Damit sei nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass der Beschwerdegegner nach der Anmeldung zum Leistungsbezug weiterhin faktischer Geschäftsführer der B.________ GmbH gewesen sei. Zumindest mit dieser Begründung könne ein Leistungsanspruch nicht abgelehnt werden. Insbesondere zu prüfen habe die Beschwerdeführerin nunmehr die Fragen des Lohnflusses und der genügenden Beitragszeit.