Citation: 2C_86/2014 E. 1.3

1.3. Der Beschwerdeführer macht einen Rechtsanspruch auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung gestützt auf sein Privatleben (Art. 8 EMRK) geltend. Nach der Rechtsprechung des EGMR bilden die sozialen Bindungen zwischen dem Einwanderer und der Gemeinschaft, in der dieser sein Leben und seinen Platz gefunden hat, Teil des Begriffs "Privatleben" im Sinne von Art. 8 EMRK (EGMR-Urteil Vasquez gegen Schweiz vom 26. November 2013 [Nr. 1785/08] § 37), insbesondere bei jungen Erwachsenen, die im Aufnahmestaat aufgewachsen sind ( MINH SON NGUYEN, La protection de la vie privée et le droit des étrangers, in: Minh Son Nguyen [Hrsg.], Actualité du droit des étrangers, Jurisprudence et analyses, Bd. 1, S. 9 ff., dort S. 17 ff.). Der Beschwerdeführer lebt zwar bereits sehr lange in der Schweiz, hat allerdings seine gesamte Kindheit und einen Teil der Adoleszenz in seinem Heimatland verbracht. Der gestützt auf die aufschiebende Wirkung eines Rechtsmittels im Aufnahmestaat verbrachten Aufenthaltsdauer kommt jedoch praxisgemäss nur eine geringe Bedeutung zu (BGE 130 II 281 E. 3.3 S. 289). Aufgrund der vorinstanzlichen Feststellungen pflegt der Beschwerdeführer hier auch keine besonders engen persönlichen Beziehungen, die - ausserhalb des Schutzbereichs des Familienlebens - für ein nach Art. 8 EMRK schützenswertes Privatleben von Belang sein könnten. Ausserdem wurde er ab dem Jahr 2002 immer wieder in erheblichem Masse straffällig, was gegen eine besonders enge Bindung an sein Gastland spricht. Von einer "Delinquenz an der Grenze zum Bagatellbereich" kann entgegen den Beschwerdevorbringen nicht die Rede sein. Nach den willkürfreien Feststellungen vermochte sich der Beschwerdeführer in der Schweiz auch nicht vertieft in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Vielmehr musste er bloss dank der Unterstützung durch die Familie nicht von der Fürsorge unterstützt werden. Zusammenfassend fällt ein Anspruch auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung gestützt auf das Privatleben aufgrund der stetigen Delinquenz und mangelhafter sozialer und wirtschaftlicher Integration ausser Betracht (vgl. Urteil 2C_1229/2013 vom 14.Oktober 2014 E.2.2; Urteil 2C_512/2013 vom 17.Februar 2014 E. 3.2.2).