Citation: 1C_373/2020 E. 4.3.4

4.3.4. Wenn die Gemeinde Zernez sodann nebst der Gewerbezone eigens eine Materialaufbereitungszone ausgeschieden hat, erweist es sich auch nicht als offensichtlich unhaltbar, die genannten Nutzungszonen im Rahmen einer engen Auslegung des Begriffs des Produktionsbetriebs klar voneinander abzugrenzen. Vor dem Hintergrund, dass den Gemeinden bei der Handhabung von selbständigem kommunalem Recht rechtsprechungsgemäss zudem ein gewisser Beurteilungsspielraum zusteht, ist es deshalb nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die eher restriktive Bewilligungspraxis der Gemeinde Zernez schützte (vgl. Urteile 1C_226/2019 vom 24. April 2020 E. 3.4; 1C_499/2015 vom 7. Dezember 2015 E. 3.4). Dass eine grosszügigere Auslegung des Begriffs des Produktionsbetriebs, wie von der Beschwerdeführerin vorgeschlagen, ebenfalls denkbar und gegebenenfalls sogar zweckmässiger wäre, steht nicht in Frage. Mit ihren diesbezüglichen Vorbringen vermag die Beschwerdeführerin jedoch einzig aufzuzeigen, dass eine andere Lösung ebenfalls vertretbar gewesen wäre, nicht aber, dass die gegenteiligen Entscheide der Gemeinde Zernez sowie des Verwaltungsgerichts geradezu willkürlich sind (vgl. vorne E. 4.3.1).