Citation: 6B_860/2018 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz gelangt unter Verweisung auf das erstinstanzliche Urteil zum Schluss, die Hausdurchsuchungen vom 5. und 6. Februar 2015 seien rechtskonform angeordnet und durchgeführt worden. Damit hätten auch die direkt oder indirekt daraus gewonnenen Erkenntnisse als Grundlage für weitere Verfahrenshandlungen dienen können. Im Einzelnen nimmt die Vorinstanz an, eine Hausdurchsuchung sei auch bei Vorliegen eines Tatverdachts hinsichtlich eines geringfügigen Vermögensdeliktes i.S.v. Art. 172ter StGB möglich, sofern die Prinzipien der Subsidiarität und der Verhältnismässigkeit beachtet würden. Im Übrigen habe sich im zu beurteilenden Fall der Verdacht nicht auf ein geringfügiges Vermögensdelikt beschränkt. Den ausgerückten Polizisten habe angesichts der angetroffenen Situation auch keine geeignete, mildere Alternative zur Hausdurchsuchung zur Verfügung gestanden. Zudem seien die formellen Anforderungen für die Anordnung der am 5. Februar 2015 durchgeführten Hausdurchsuchung erfüllt gewesen. Aus dem Polizeirapport vom 5. Februar 2015 ergebe sich, dass die Zwangsmassnahme noch vor dem nötig gewordenen Aufgebot der Schlüsselfirma durch die Staatsanwaltschaft mündlich angeordnet worden sei. Daran ändere nichts, dass das Durchsuchungsprotokoll selber keine Angaben über den Auftraggeber enthalte. Die Hausdurchsuchung sei sodann vom zuständigen Staatsanwalt am 20. Februar 2015 durch den Erlass eines schriftlichen Hausdurchsuchungs- und Durchsuchungsbefehls bestätigt worden. Zulässig sei im Weiteren auch die Sicherstellung der weiteren, zufällig aufgefundenen Drogen und weiteren Gegenstände gewesen, die sich im selben Raum und in nächster Nähe des gesuchten iPhones befunden hätten. Insbesondere die im Wohnzimmer aufgefundenen Feinwaagen sowie 16 Mobiltelefone und SIM-Karten hätten den konkreten Verdacht auf weitere strafbare Handlungen begründet, was eine Durchsuchung der übrigen Räumlichkeiten der Wohnung aufgedrängt und gerechtfertigt habe. Angesichts der offen herumliegenden Betäubungsmittel und elektronischen Geräte sei die Ausdehnung der Hausdurchsuchung und die Sicherstellung der weiteren Gegenstände zulässig gewesen. Dies gelte auch für die zweite, auf derjenigen des Vortags beruhende Hausdurchsuchung vom 6. Februar 2015. Nachdem sich herausgestellt habe, dass diverse sichergestellte Gegenstände mit einem bestimmten Einschleich- bzw. Einbruchdiebstahl im Zusammenhang gestanden hätten, habe sich der Verdacht erhärtet, dass sich in der Wohnung des Beschwerdeführers noch weiteres Deliktsgut befinden könnte, was die Durchführung der zweiten Hausdurchsuchung ohne Weiteres gerechtfertigt habe. Auch diese Hausdurchsuchung sei vorab mündlich angeordnet und hernach schriftlich bestätigt worden. Ob im Zeitpunkt der mündlichen Anordnung der Hausdurchsuchung die erforderliche Dringlichkeit vorgelegen habe, könne offenbleiben, zumal die Verwertbarkeit der im Rahmen dieser Hausdurchsuchung sichergestellten Beweismittel dadurch nicht tangiert werde. Im Übrigen schliesse der Umstand, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Durchführung der zweiten Hausdurchsuchung in Haft gewesen sei, die Dringlichkeit der Massnahme nicht zwingend aus (angefochtenes Urteil S. 15 ff.; erstinstanzliches Urteil S. 11 ff.).