Citation: 7B.64/2006 09.05.2006 E. 3

Die Aufsichtsbehörde führt (zusammengefasst) aus, wer durch ein unverschuldetes Hindernis davon abgehalten worden sei, innert Frist zu handeln, könne gemäss Art. 33 Abs. 4 SchKG die Aufsichtsbehörde oder die in der Sache zuständige richterliche Behörde um Wiederherstellung der Frist ersuchen. Er müsse vom Wegfall des Hindernisses an, in der gleichen Frist wie der versäumten, ein begründetes Gesuch einreichen und die versäumte Rechtshandlung bei der zuständigen Behörde nachholen. Die geltend gemachte Verhinderung müsse dabei absolut unverschuldet sein. Es müsse also eine objektive Unmöglichkeit, eine höhere Gewalt, eine unverschuldete persönliche Unmöglichkeit oder ein entschuldbares Fristversäumnis vorliegen (Francis Nordmann, in: Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, SchKG I, [Hrsg.] Staehelin/Bauer/Staehelin, Basel 1998, N. 10 zu Art. 33 SchKG). Selbst bei einem nur leichten zurechenbaren Verschulden müsse die Restitution scheitern. In tatsächlicher Hinsicht hat die Vorinstanz festgestellt, aus dem vom Gesuchsteller eingereichten Arztzeugnis vom 14. Januar 2006 gehe hervor, dass er an einer akuten Infektion der oberen Atemwege, an Husten, an einer akuten Rhinopharyngitis und an einer akuten Laryngotracheitis gelitten und deshalb vom Arzt vom 14. bis am 24. Januar 2006 als arbeitsunfähig erklärt worden sei. Dabei handle es sich offenbar um eine Erkältung (vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 259. Aufl., Berlin 2002, S. 930 und 1294). Trotz dieser beginnenden Erkrankung sei es dem Gesuchsteller nach der Zustellung der Zahlungsbefehle jedenfalls möglich gewesen, nach Deutschland zu reisen und dort am 14. Januar 2006 einen Arzt aufzusuchen. Allein die attestierte Arbeitsunfähigkeit bedeute noch keineswegs, dass der Gesuchsteller nicht in der Lage gewesen wäre, gegen die Zahlungsbefehle Rechtsvorschlag zu erheben oder einen Dritten mit dieser Aufgabe zu betrauen. Dabei falle in Betracht, dass sehr einfach Rechtsvorschlag erhoben werden könne, d.h. mit einer blossen Erklärung, die sogar telefonisch vorgenommen werden könne. Da nicht nachvollziehbar sei, dass der 43-jährige Gesuchsteller trotz seiner Erkältung dazu nicht in der Lage gewesen wäre, müsse das Gesuch um Wiederherstellung der Rechtsvorschlagsfristen in den eingangs erwähnten Betreibungen abgewiesen werden. Der Beschwerdeführer setzt sich mit diesen Erwägungen der Aufsichtsbehörde nicht ansatzweise im Sinne von Art. 79 Abs. 1 auseinander (dazu: BGE 119 III 49 E. 1). Er trägt dagegen vor, er sei am 13. Januar 2006 von hohem Fieber befallen worden und habe deshalb nicht in die Schweiz zurückreisen können. Im Weiteren verweist der Beschwerdeführer auf seine Erklärung vom 9. Februar 2006 gegenüber dem Betreibungsamt B.________. Auf diese neuen tatsächlichen Vorbringen kann nicht eingetreten werden (E. 2 hiervor). Gestützt auf die für die erkennende Kammer verbindlichen Tatsachenfeststellungen der Aufsichtsbehörde ist deshalb der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden, mit dem die Wiederherstellung der Rechtsvorschlagsfristen verweigert worden ist.