Citation: 5A_936/2023 E. 3.2.2

3.2.2. Nach den vorinstanzlichen Feststellungen zum Prozesssachverhalt hat die Beschwerdegegnerin in der Klagebegründung und der Replik vorgebracht, der Beschwerdeführer sei an diversen Renditeliegenschaften wirtschaftlich berechtigt, die er auf den Namen seiner Eltern habe eintragen lassen. Sie hat in diesem Zusammenhang ein Immobilienportefeuille von mindestens 12 Renditeliegenschaften mit einem geschätzten Nettowert von insgesamt Fr. 12'000'000.-- aufgeführt. Die Vorinstanz hat erwogen, dieser Sachvortrag sei zwar nicht bis in alle Einzelheiten gehalten, aber konkret genug gewesen, um dazu Stellung beziehen und bestritten werden zu können. Der Beschwerdeführer zeigt weder auf, inwiefern die Feststellungen zum Prozesssachverhalt willkürlich sein sollen, noch legt er dar, warum es ihm nicht möglich gewesen wäre, die behauptete wirtschaftliche Berechtigung an den Grundstücken und den behaupteten Wert dieser Grundstücke einzeln zu bestreiten. Aus seinen Vorbringen ergibt sich auch nicht, inwiefern das Recht bezüglich der Anforderungen an die Behauptungslast unrichtig angewendet worden wäre. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von einer hinreichenden Behauptung der Beschwerdegegnerin ausgegangen ist (vgl. vorne E. 3.2.1). Insbesondere hat die Beschwerdegegnerin mit der Nennung des erwähnten Betrags auch den Wert der Liegenschaften hinreichend behauptet; daran ändert nichts, dass es sich um einen geschätzten Betrag handelt. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Beschwerdegegnerin habe nicht ausgeführt, weshalb seine Eltern nicht in der Lage gewesen sein sollen, Immobilien zu halten. Er legt jedoch nicht dar, warum entsprechende Ausführungen erforderlich gewesen wären. Solange der Beschwerdeführer seine wirtschaftliche Berechtigung an den Grundstücken nicht bestritten hat (vgl. dazu E. 3.2.3), ist denn auch nicht ersichtlich, warum die Beschwerdegegnerin auf die finanziellen Verhältnisse seiner Eltern hätte eingehen müssen. Das Gleiche gilt, soweit der Beschwerdeführer vorträgt, wenn es eine wirtschaftliche Berechtigung geben sollte, müssten dem Verträge, Absprachen oder sonstige faktische Nachweise zugrunde liegen. Die Rüge des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe ungenügende Beweisanträge gestellt, insbesondere bezüglich Steuerdaten und Auskünften aus dem Betreibungsregister, betrifft nicht die Frage der genügenden Tatsachenbehauptung. Beweisanträge und Beweismittel werden grundsätzlich erst dann relevant, wenn Tatsachenbehauptungen bestritten worden sind. Aus dem gleichen Grund vermögen die vom Beschwerdeführer angeführten Steuererklärungen und -veranlagungen seine Rüge der unzureichenden Behauptung nicht als berechtigt auszuweisen. Ohne Bedeutung ist im vorliegenden Zusammenhang auch, warum der Beschwerdeführer (nicht) in der Lage gewesen sein soll, die betreffenden Liegenschaften zu erwerben, und wie viel Geld er hierfür jährlich hätte erwirtschaften müssen. Diese Frage wäre ebenfalls erst dann möglicherweise relevant geworden, wenn der Beschwerdeführer seine wirtschaftliche Berechtigung an den Grundstücken bestritten hätte. Mit seinem Vorbringen, per Stichtag sei im Grundbuch kein Eigentum an den Grundstücken auf ihn eingetragen gewesen, übersieht der Beschwerdeführer sodann, dass die Beschwerdegegnerin nicht sein Eigentum, sondern seine wirtschaftliche Berechtigung an den Grundstücken behauptet hat. Eine Obliegenheit, konkrete Umstände zu behaupten, die auf das Bestehen von wirtschaftlichem Eigentum hindeuten, und Nachweise hierfür anzuführen, hätte die Beschwerdegegnerin wiederum erst dann getroffen, wenn der Beschwerdeführer seine wirtschaftliche Berechtigung an den Grundstücken bestritten hätte.