Citation: 8C_193/2007 23.10.2007 E. 4

Das kantonale Gericht ging davon aus, die Verfügung vom 30. August 2001 sei rechtskräftig und das Gericht könne sie nicht mehr abändern. Die Beschwerdeführerin wendet ein, mangels einer rechtsgültigen Eröffnung habe die Verfügung nicht in Rechtskraft erwachsen können. Zudem sei sie in Wiedererwägung zu ziehen. 4.1 Wie das kantonale Gericht festgehalten hat, wurde die Verfügung vom 30. August 2001 richtigerweise der Versicherten selbst eröffnet, da zu diesem Zeitpunkt kein Vertretungsverhältnis bestand (die Anzeige der Mandatierung von Rechtsanwalt Kaufmann erfolgte erst mit Schreiben vom 9. März 2002). Dementsprechend erwuchs die Verfügung in Rechtskraft, nachdem die Versicherte keine Einsprache erhoben und der Krankenversicherer die seine zurückgezogen hatte. 4.2 Nach ständiger Rechtsprechung kann ein Sozialversicherungsträger von den Gerichten nicht dazu verhalten werden, auf ein Begehren um Wiedererwägung einer in Rechtskraft erwachsenen Verfügung einzutreten (BGE 133 V 50 E. 4.1 S. 52 mit Hinweisen auf die im gleichen Sinn lautende Praxis vor dem Inkrafttreten des ATSG am 1. Januar 2003). Das kantonale Gericht hat es daher mit Recht abgelehnt, den Nichteintretensentscheid der SUVA diesbezüglich zu korrigieren. Von einer Nichtigkeit der Verfügung vom 30. August 2001, sofern eine solche mit dem Hinweis in der Beschwerdeschrift auf ein "rechtsstaatswidriges Vorgehen" geltend gemacht werden sollte, kann nicht gesprochen werden (vgl. zu den Voraussetzungen für die Annahme von Nichtigkeit nach der sog. Evidenztheorie Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Auflage, Zürich 2006, Rz. 955 ff. sowie Urteil 6B_113/2007 vom 16. August 2007, E. 2.5).