Citation: 1B_78/2020 E. 3.4

3.4. Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, lässt die Untersuchungsrelevanz der von der Vorinstanz entsiegelten Dateien nicht dahinfallen. Ebenso wenig erscheint die Durchsuchung der Datenspeicher der beiden sichergestellten Smartphones als unzulässige Beweisausforschung "auf's Geratewohl": Nach willkürfreier Ansicht der Vorinstanz bestehen sachlich begründete Anhaltspunkte, dass es sich bei der MP4-Videodatei, die von der Bundeskriminalpolizei als verdächtig gemeldet wurde, nachdem sie vom Beschwerdeführer unbestrittenermassen über Instagram mit einer dritten Person geteilt worden war, nicht um einen isolierten Einzelfall handelt, sondern sich noch weiteres pornografisches Bild- und Videomaterial auf den sichergestellten Smartphones befinden könnte. Ausserdem könnte die fragliche MP4-Videodatei (und eventuell weiteres einschlägiges Material) auch noch mit anderen Personen und über andere Kommunikationskanäle geteilt oder versendet worden sein, als über den bereits bekannten Instagram-Account des Beschuldigten. Die fraglichen Datenspeicher sind untersuchungsrelevant im Sinne der oben (E. 3.1) dargelegten Rechtsprechung. Der Beschuldigte kann die betreffende Beweiserhebung nicht unterbinden, indem er ein isoliertes Geständnis zu vorläufigen Beweisergebnissen ablegt und sämtliche sachkonnexen Untersuchungshandlungen als "Fishing Expedition" bezeichnet. Ebenso wenig ist im vorliegenden Fall dargetan, wie das Speichern, Teilen und Versenden von Pornografie per Mobiltelefonie durch andere mildere Massnahmen untersucht werden könnte als durch Entsiegelung der sichergestellten Smartphones und Durchsuchung der betreffenden Datenspeicher (vgl. Art. 197 Abs. 1 lit. c StPO). Mit einer vom Beschwerdeführer beantragten "IT-forensischen Auswertung" der fraglichen MP4-Videodatei und ihrer Metadaten kann insbesondere nicht eruiert werden, ob sich noch anderes kinder- bzw. jugendpornografisches Material auf den Smartphones befindet und ob dieses mit anderen Personen geteilt wurde. Sein Vorbringen, "IT-Fachleute" könnten die Verhältnismässigkeit "noch besser" gewährleisten "als die Polizei", verkennt, dass die Durchsuchung entsiegelter untersuchungsrelevanter Dateien Aufgabe der Staatsanwaltschaft ist (Art. 246 f. i.V.m. Art. 198 Abs. 1 lit. a StPO), für die sie nötigenfalls IT-Spezialisten der Polizei beiziehen kann. Der in der Beschwerdeschrift auch noch angerufene Art. 139 Abs. 1 StPO hat in diesem Zusammenhang keine über das bereits Dargelegte hinausgehende selbstständige Bedeutung.