Citation: 6B_659/2018 E. 3.6

3.6. Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in das durch Ziff. 1 geschützte Rechtsgut statthaft, soweit er einen Akt bildet, der sich in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, für das wirtschaftliche Wohl des Landes und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer als nötig erweist. Die Konvention verlangt, dass die individuellen Interessen an der Erteilung bzw. am Erhalt des Anwesenheitsrechts und der öffentlichen Interessen an dessen Verweigerung gegeneinander abgewogen werden (BGE 142 II 35 E. 6.1 S. 47). Diese Abwägung nimmt die Vorinstanz vor. Angesichts der den Drogenhandel betreffenden Rechtsprechung (oben E. 3.4) und der in casu durch den schweren Drogenhandel manifestierten Uneinsichtigkeit und der Fortsetzung der einschlägigen Delinquenz durfte die Vorinstanz ohne Verletzung von Bundesrecht (Art. 95 BGG) die ausnahmsweise Annahme eines schweren persönlichen Härtefalls (Art. 66a Abs. 2 StGB) verneinen und dem öffentlichen Interesse am Fernhalten des Beschwerdeführers überwiegendes Gewicht beimessen.