Citation: 1P.689/2006 29.01.2007 E. 3

Der Beschwerdeführer 1 beanstandet, dass er am 22. November 2005 nicht unmittelbar mit dem Beschwerdeführer 2 verbunden worden war und bis zur Kontaktaufnahme mit letzterem rund 11/4 Stunden zuwarten musste. Vorliegend steht einzig dieser Vorfall in Frage. Indessen bilden der Freiheitsentzug des Beschwerdeführers 2 als solcher, Sinn und Zweck der Arbeitstherapie, das Regime bei fürsorgerischer Freiheitsentziehung im Allgemeinen und die Tragweite von Art. 312 StGB im vorliegenden Fall nicht Gegenstand der Beschwerde. Der Beschwerdeführer 1 ruft eine ganze Reihe von Freiheitsrechten gemäss Bundesverfassung und Menschenrechtskonvention an. Die Zuordnung zu einzelnen dieser Garantien kann vorliegend offen gelassen werden. Der mit der blossen Verzögerung bewirkte Eingriff beruht auf der Hausordnung der Anstalt, wonach Dispensationen von der Arbeitstherapie nur aus medizinischen Gründen möglich sind und diese jeweils von 08.45 bis 11.30 Uhr bzw. 13.30 bis 16.30 Uhr stattfinden. Es liegt im öffentlichen Interesse, dass die Arbeitstherapie ordnungsgemäss durchgeführt und nicht unnötig unterbrochen wird. Schliesslich erweist sich die Verzögerung der Kontaktaufnahme des Beschwerdeführers 1 mit dem Beschwerdeführer 2 um blosse 11/4 Stunden angesichts des Umstandes, dass ersterer nicht in einer engeren (z.B. verwandtschaftlichen) Beziehung zu zweiterem steht und bisher auch nicht als Rechtsvertreter in Erscheinung getreten war, als verhältnismässig. Anzufügen bleibt, dass der Beschwerdeführer 2 nach Abschluss der Therapie am 22. November 2005 ohne Verzug und Einschränkung mit dem Beschwerdeführer 2 telefonischen Kontakt aufnehmen konnte. Damit erweist sich die Beschwerde in dieser Hinsicht als unbegründet, ohne dass auf die weitern, ausschweifigen Ausführungen in der Beschwerdeschrift näher einzugehen ist.