Citation: 6B_355/2022 E. 2.1

2.1. Der als Rechtsanwalt tätige Beschwerdeführer macht in prozessualer Hinsicht geltend, dass die von ihm auf dem Telefonanrufbeantworter hinterlassene Sprachnachricht an B.A.________ dem Beweisverwertungsverbot unterliege. Die Sprachnachricht sei aufgrund einer Verletzung des Anwaltsgeheimnisses gemäss Art. 141 Abs. 2 StPO unverwertbar. Die Polizei bzw. die Staatsanwaltschaft habe in Kauf genommen, vertrauliche Nachrichten seiner Klienten abzurufen, die dem Anwaltsgeheimnis unterliegen würden. Dieses private Interesse der Klienten sei höher zu werten als der Schutz einer möglichst umfassenden Beweiserhebung und Beweisführung im Strafverfahren.