Citation: 5A_157/2021 E. 2.3.4

2.3.4. Ein Anspruch der Partei, persönlich und/oder mündlich angehört zu werden, kann sich allerdings unter besonderen Voraussetzungen und als Ausfluss des Anspruchs auf ein faires Verfahren ergeben. Auf diesem gründet die Pflicht des Gerichts, die Partei persönlich und mündlich anzuhören, wenn es unter den gegebenen Umständen entscheidend ist, dass das Gericht einen persönlichen Eindruck über die Partei gewinnen kann. Weil der Anspruch, persönlich angehört zu werden, nur unter bestimmten Bedingungen besteht, obliegt es der Partei, die sich darauf beruft, darzulegen, inwiefern es unter den gegebenen Umständen entscheidend ist, dass das Gericht einen persönlichen Eindruck als solchen über die Partei gewinnen kann (BGE 142 I 188 E. 3.3 und E. 3.3.1). Der Beschwerdeführer zeigt dem Bundesgericht nicht auf, inwiefern es gerade in seinem Fall notwendig gewesen wäre, vom Kantonsgericht persönlich angehört werden. Dass das Gericht die Parteien "kennenlernt", ist unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten nicht erforderlich, ebenso wenig wie die Möglichkeit, "eine Lösung" zu finden. Sodann erfordern weder die Untersuchungsmaxime noch die Fragepflicht die Durchführung einer mündlichen Verhandlung. Schliesslich ist nicht einsichtig, weshalb der Beschwerdeführer nicht in der Lage gewesen sein soll, dem Kantonsgericht schriftlich darzutun, "dass ein Wegzug der Kinder keinerlei Sinn mache, da die Beschwerdegegnerin ihre Kanzlei als Quelle des Familieneinkommens in U.________ aufrechterhalte und die Kinder in V.________ nicht beide Eltern hätten". Die Rüge der Verletzung des Äusserungsrechts ist unbegründet.