Citation: 6B_912/2015 E. 1

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Anklagegrundsatzes und des Immutabilitätsprinzips. Das Anklageprinzip hätte bezogen auf Art. 141 bis StGB verlangt, dass der zugrundeliegende Sachverhalt, insbesondere die Fehlerursache, genauer umschrieben werde. Die Staatsanwaltschaft gehe in der Anklage davon aus, bei der C.________ AG habe sich im Zusammenhang mit der Avisierung der Zinszahlung ein Fehler ereignet, indem deren System automatisch eine Kapitalrückzahlung auf der fraglichen CMO aufgesetzt habe. Die Vorinstanz erachte den Fehler stillschweigend als gegeben, setze jedoch dessen Ursache als unbekannt voraus. Gleichzeitig stelle sie hinsichtlich der Fehlerursache Mutmassungen an. Höchstwahrscheinlich sei der Fehler auf unzulängliche Möglichkeiten der Einbuchung des Titels in das System zurückzuführen. Die Anklage erwähne allerdings lediglich die Variante, wonach sich der Fehler bei der C.________ AG ereignet habe. Die Verurteilung basiere auf einem wesentlichen, in der Anklage nicht erwähnten Sachverhaltselement, was gegen das Anklageprinzip verstosse.