Citation: 5A_85/2021 E. 4.4.1

4.4.1. Zum vorerwähnten interventionsorientierten Gutachten macht der Beschwerdeführer geltend, das Kantonsgericht habe die Beweismassnahme mit keinem Wort erwähnt und darüber auch nicht entschieden. Der Gehörsanspruch gewährt den Parteien das Recht, mit rechtzeitig und formrichtig angebotenen tauglichen Beweismitteln gehört zu werden (vgl. Art. 152 Abs. 1 ZPO). Dies hindert das Gericht aber nicht daran, auf die Abnahme eines Beweismittels zu verzichten, wenn es zum Schluss gelangt, dieses könne am Beweisergebnis nichts ändern (BGE 144 II 427 E. 3.1.3). Die Vorinstanz trifft keinen Vorwurf, dass sie das beantragte Gutachten nicht angeordnet hat (vgl. E. 4.3 hiervor). Unter diesen Umständen würde es sich auch als unschädlich erweisen, hätte sie nicht explizit über die Abnahme dieses Beweismittels entschieden; zumal das Gericht nicht gehalten war, sich mit jedem der zahlreichen Vorbringen des Beschwerdeführers auseinanderzusetzen (vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2).