Citation: 8C_42/2020 E. 6.1

6.1. Bei der dargelegten medizinischen Aktenlage kann der vorinstanzlichen Beurteilung insoweit gefolgt werden, als hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Versicherten seit der ursprünglichen Verfügung vom 26. Mai 1982 bis zum Einspracheentscheid vom 12. September 2017 eine Einbusse von 20 % eingetreten ist. So wurde dem Beschwerdegegner im von der IV-Stelle eingeholten MEDAS-Gutachten vom 28. Januar 2011 in einer angepassten Tätigkeit noch eine 80%ige Arbeitsfähigkeit attestiert und deren Einschränkung vor allem auf die Konzentrations- und Antriebsstörungen, aber auch auf die Verlangsamung und die erhöhte Ermüdbarkeit zurückgeführt. Es bestünden - so die Experten - neuropsychologische Funktionsstörungen mit relevanten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, die zumindest teilweise auf das anlässlich des Unfalls vom 29. Januar 1980 erlittene Schädel-Hirntrauma zurückzuführen seien, wobei sich die kognitiven Defizite erst zusammen mit weiteren Faktoren (Schulteroperation, Stellenverlust etc.) als relevant störend manifestiert hätten. Wohl wird im Rahmen des Invalidenverfahrens grundsätzlich nicht zwischen unfallfremden und unfallkausalen Faktoren der Gesundheitsbeeinträchtigung unterschieden, weshalb das MEDAS-Gutachten allein für das Revisionsverfahren in der Unfallversicherung nicht genügend aussagekräftig ist. Vorliegend zu beachten ist jedoch, dass der Versicherungsmediziner des Kompetenzzentrums Suva die Schlussfolgerungen des von der IV-Stelle eingeholten Gutachtens in seiner Beurteilung vom 9. Mai 2016 für nachvollziehbar erklärte und namentlich die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht in Zweifel gezogen wurde. Die neurologischen/neuropsychologischen Einschränkungen erachtete der Neurologe als zumindest teilweise überwiegend wahrscheinlich natürlich kausal zum Unfallereignis vom 29. Januar 1980.