Citation: 6P.173/2004 18.02.2005 E. 3

Der Beschwerdeführer beruft sich auf die Subsidiarität von Art. 260bis StGB gegenüber der Vollendung der Zieltat. Seine Verurteilung wegen strafbarer Vorbereitungshandlungen zum Raubüberfall in Pfäffikon sei unzulässig, da er vom Vorwurf der Mitwirkung an der Haupttat mangels Beweisen freigesprochen worden sei. 3.1 Zu jeder Vollendung einer Tat gehören als Durchgangsstadien die Vorbereitung und der Versuch. Das vollendete Vorsatzdelikt verdrängt dabei grundsätzlich den dazugehörigen Versuch, die vollendete Tat und der Versuch ihrerseits die vorsätzlichen Vorbereitungshandlungen gemäss Art. 260bis StGB (Jürg-Beat Ackermann, Basler Kommentar zum Strafrecht, Strafgesetzbuch II, Art. 260bis N 18). Demnach ist Art. 260bis StGB in Bezug auf dieselbe Zieltat zum Versuch und zur vollendeten Delikt subsidiär, vorausgesetzt, dass alle an der Vorbereitung Beteiligten am Versuch oder an der Haupttat mitwirkten. Beschränkte sich die Mitwirkung eines Täters auf die Vorbereitung (und liegt kein strafbefreiender Rücktritt von der Vorbereitung vor), bleibt die Strafbarkeit wegen Mitwirkung an der Vorbereitungshandlung bestehen (BGE 115 IV 121 E. 3a; 111 IV 144 E. 3b; vgl. dazu auch Hans Schultz, Strafbare Vorbereitungshandlungen und deren Abgrenzung vom Versuch, in ZStrR 107/1990, S. 85). 3.2 Der Beschwerdeführer war - wie dies der rechtskräftige Freispruch vom entsprechenden Vorwurf belegt - am Raub in Pfäffikon nicht beteiligt. Hingegen steht fest, dass er an dessen Vorbereitung mitgewirkt hat. Unter diesen Umständen tritt der Tatbestand von Art. 260bis StGB gegenüber der Haupttat nicht zurück. Die Vorinstanz hat deshalb Bundesrecht nicht verletzt, indem sie den Beschwerdeführer wegen vorbereitender Handlungen zum Raub in Pfäffikon verurteilte. Die Rüge erweist sich damit als unbegründet.