Citation: 5A_463/2014 E. 7.1

7.1. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, willkürlich den Ertragsrückgang zu übergehen, der im Geschäftsgang seiner Arztpraxis "seit Jahren Realität" sei. Nicht nachvollziehbar sei insbesondere, weshalb das Obergericht nur die Geschäftsjahre 2009-2011 berücksichtige, nicht aber das Jahr 2012, in welchem der Jahresgewinn nur noch Fr. 253'470.98 betragen habe. Tatsächlich räumt auch das Obergericht ein, dass die finanzielle Gesundheit der Praxis "aktuell leicht angeschlagen sein mag". Dem angefochtenen Entscheid zufolge sind diese Probleme aber "einzig" auf die temporär zu hohen Privatbezüge zurückzuführen und nicht auf eine mangelnde Ertragskraft der Praxis. Der Beschwerdeführer vermag diese Beurteilung nicht als verfassungswidrig auszuweisen. So beruft er sich auf die Empfehlungen des Experten Dr. F.________. Der hat, wie sich dem angefochtenen Entscheid entnehmen lässt, im Jahr 2009 ein Praxisassessment durchgeführt und dazu am 2. März 2009 einen Bericht verfasst. Der Beschwerdeführer argumentiert, er habe die Anzahl Konsultationen pro Tag wie von Dr. F.________ empfohlen reduziert und die Samstagssprechstunde gestrichen. Dass das Obergericht die Veränderungen in den Patientenzahlen "schlicht übergangen" hätte, kann jedoch nicht gesagt werden. Die Vorinstanz hält fest, der Beschwerdeführer habe "nach der Trennung in eigener Verantwortung offenbar weniger Patienten angenommen". Entgegen dem, was der Beschwerdeführer anzunehmen scheint, schliesst diese Erkenntnis nicht aus, dass die Reduktion in Absprache mit der Beschwerdegegnerin erfolgte. Wie sich aus dem Kontext der vorinstanzlichen Erwägungen ergibt, stellt das Obergericht damit lediglich klar, dass der Rückgang der Konsultationen nicht auf eine Flaute beim Patientenaufkommen zurückzuführen ist, sondern freiwillig erfolgte. Inwiefern es darauf ankäme, ob der Rückgang vor oder nach der Trennung der Eheleute erfolgte, tut der Beschwerdeführer nicht dar. Im Übrigen ergibt sich aus dem angefochtenen Entscheid, dass der Ertrag der Praxis laut dem Assessment-Bericht "bei Bedarf noch gesteigert werden" könne, der Zustand der Praxis "sehr gut" sei, "kein Umbaubedarf" bestehe und "selten Überzeiten geleistet" würden. Dem Einwand des Beschwerdeführers, Ziffer 8 des Berichts habe nicht der Realität entsprochen, hält die Vorinstanz entgegen, dass es keinen ersichtlichen Grund gebe, weshalb Dr. F.________ einen falschen Bericht hätte abfassen sollen. Mit all dem setzt sich der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht auseinander. Um mit dem Willkürvorwurf durchzudringen, genügt es jedoch nicht, einzelne Punkte zu beanstanden und andere Elemente unangefochten stehen zu lassen. Will der Beschwerdeführer den angeblichen "Abwärtstrend" schon mit der Umsetzung der Ratschläge von Dr. F.________ erklären, so müsste er auch aufzeigen, warum die Befolgung dieser Empfehlungen sich nicht mit der Beurteilung verträgt, wonach die Praxis durchaus ertragsstark ist. Das aber tut er nicht.