Citation: 8C_125/2015 E. 7.2

7.2. Die Neuheit eines Begehrens bemisst sich im Verhältnis zu den vorinstanzlich gestellten Begehren (BGE 136 V 362 E. 4.2 S. 367 mit Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin hatte vor der Vorinstanz um Aufhebung der Verfügung der Beschwerdeführerin vom 29. September 2014 und Zusprechung der gesetzlichen Leistungen ersucht. Wenn sie vor Bundesgericht ein Rückkommen auf die Verfügung vom 26. Juni 2012 unter den Titeln der prozessualen Revision bzw. der Wiedererwägung beantragt, so liegt darin keine Veränderung des Streitgegenstands und kein unzulässiges neues Begehren, sondern eine andere rechtliche Begründung für das vorinstanzlich gestellte Begehren (BGE 136 V 362 E. 4.2 S. 367 mit Hinweis). Der auf aktenkundige Tatsachen gestützte Antrag der Beschwerdeführerin, von einer Einstellung der Rentenleistungen sei abzusehen, ist deshalb zulässig.