Citation: 6B_139/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz schliesst sich der erstinstanzlichen Verneinung eines Härtefalls im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB an. Sie beschreibt sein Aufwachsen in der Schweiz, doch handle es sich bei ihm nicht um einen sogenannten "Secondo" (dazu oben E. 3.2). Die familiären Beziehungen liessen nicht auf eine besonders ausgeprägte persönliche Integration schliessen. Seine beiden noch minderjährigen Kinder mit Jahrgängen 2014 und 2016 seien seit längerer Zeit fremdplatziert; es könne nicht von einer nahen, echten und tatsächlich gelebten Beziehung gesprochen werden (oben E. 3.1). Zur Mutter der Kinder habe er keinen Kontakt. Seine Mutter und der Bruder lebten in der Schweiz und seien nicht Teil der gemäss Art. 8 EMRK geschützten Kernfamilie. Er verfüge über keinen Lehrabschluss und nenne keine einheimischen Kollegen, Bekannten oder soziale respektive gesellschaftliche Tätigkeiten, die auf eine Verwurzelung schliessen liessen. Er sei schon früh mit dem Gesetz in Konflikt gekommen und sei mehrfach vorbestraft. Ihm sei deshalb am 21. März 2003 erstmals die Ausweisung durch das Ausländeramt angedroht worden. Er sei nach dem Schuldspruch von 25. April 2005 wegen einfacher Körperverletzung und Sachbeschädigung am 15. Juni 2005 erneut ausländerrechtlich verwarnt worden. Nach den Akten habe er bis 15. Dezember 2020 über eine Niederlassungsbewilligung C verfügt. Er arbeite nunmehr. Zuvor sei er keiner langfristigen und dauerhaften Arbeitstätigkeit nachgegangen und zwischen 2006 und 2016 immer wieder arbeitslos gewesen. Vom November 2009 bis Januar 2011 sei er vom Sozialamt unterstützt worden. Er sei hoch verschuldet und nicht als wirtschaftlich integriert zu betrachten. Er habe zu Nordmazedonien nach eigenen Angaben keinen Bezug, sei jedoch der albanischen Sprache mächtig. Er sei gesund. Eine berufliche Integration dürfte in Nordmazedonien nicht leicht fallen, sei aber machbar. Den Kontakt in die Schweiz könne er über Kommunikationsmittel aufrechthalten (Urteil S. 15 ff.). Angesichts der strengen bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei Betäubungsmitteldelikten und aufgrund der verschiedenen Verurteilungen und des schweren Verschuldens der mit einer 31-monatigen Freiheitsstrafe geahndeten Anlasstaten sowie mangels hinreichend ausgeschlossener Rückfallgefahr sei das öffentliche Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers offensichtlich als hoch zu werten und überwiege das persönliches Interesse am Verbleib in der Schweiz.