Citation: 1P.489/2006 21.08.2006 E. 1

X.________ erhob am 11. Mai 2005 Strafanzeige gegen den geschäftsleitenden Untersuchungsrichter des Untersuchungsrichteramtes III Bern-Mittelland wegen strafbarer Handlungen gegen die Amts- und Berufspflicht bzw. wegen Amtsmissbrauchs, Missbrauchs der Amtsgewalt, Verletzung des Amtsgeheimnisses, Verletzung des Berufsgeheimnisses, übler Nachrede, Verleumdung sowie Verstosses gegen die Geheimhaltungspflicht und gegen den Datenschutz und das Akteneinsichtsrecht. Mit Beschluss des kantonalen Untersuchungsrichters 10 des Kantonalen Untersuchungsrichteramts für Wirtschaft- und Drogenkriminalität und das organisierte Verbrechen, Abteilung Drogenkriminalität, vom 23. November 2005, welchem die Staatsanwaltschaft für den Kanton Bern am 25. November 2005 zustimmte, wurde auf die Strafanzeige nicht eingetreten. Gegen diesen Beschluss erhob X.________ am 8. Dezember 2005 Rekurs und stellte gleichzeitig ein Ablehnungsgesuch gegen die Mitglieder der Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Bern. Das Obergericht des Kantons Bern wies mit Entscheid vom 10. April 2006 das Ablehnungsbegehren ab. Auf eine gegen diesen Entscheid erhobene staatsrechtliche Beschwerde trat das Bundesgericht am 22. Juni 2006 nicht ein (Verfahren 1P.318/2006). Die Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Bern trat mit Beschluss vom 3. Juli 2006 auf den Rekurs nicht ein. Sie führte zusammenfassend aus, der Rekurrent sei einzig hinsichtlich der behaupteten üblen Nachrede und der Amtsgeheimnisverletzung rekurslegitimiert. In Bezug auf die beiden Tatbestände sei im angefochtenen Nichteintretensbeschluss ein strafbares Verhalten zu Recht verneint worden.