Citation: 9F_1/2024 E. 3.3.1

3.3.1. Vor diesem Hintergrund ist nicht von einem vor dem kantonalen Gericht bestehenden Vertretungsverhältnis und daher, entgegen der Sichtweise des Gesuchstellers, nicht von einer mangelhaften Eröffnung des Entscheids vom 9. August 2023 im Sinne von Art. 50 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 49 BGG auszugehen. Daran ändert auch der (implizite) Einwand des Gesuchstellers nichts, seine Ehefrau, welcher die Post die betreffende Sendung am 24. Oktober 2023 ausgehändigt habe, sei zur Entgegennahme an ihn gerichteter geschäftlicher Postzustellungen nicht ermächtigt bzw. befugt gewesen. Vielmehr war seine Ehefrau im Aussenverhältnis vorbehältlich gegenteiliger Weisungen an die Post berechtigt, an der angegebenen Adresse Postsendungen in Empfang zu nehmen (für Geschäftsdomizile: Urteil 2A.533/2004 vom 2. Dezember 2004 E. 3.1.3 und 3.2.2; für Wohndomizile: BGE 113 Ia 22 E. 2c; siehe sodann die aktuellen allgemeinen Geschäftsbedingungen der Post CH AG "Postdienstleistungen" für Privatkunden, Ziff. 2.5.5, sowie für Geschäftskunden, Ziff. 2.3.5, jeweils Ausgabe Januar 2022; Urteil 8C_424/2015 vom 22. September 2015). Eine anderslautende Weisung wird nicht behauptet.