Citation: 4A_527/2024 E. 3.1.1

3.1.1. Bezüglich der Quellenangaben in den Fussnoten führte die Vorinstanz aus, es sei nicht ersichtlich, inwiefern die blosse Nennung einer Quelle wie beispielsweise "PROD-FTS22019-001-0000001" das Geschäftsgeheimnis oder ein schutzwürdiges Interesse der Gesellschaft verletzen könnte. Diese und ähnliche Bezeichnungen seien bloss als Quelle genannt; aus den Dokumenten, auf die verwiesen werde, werde weder zitiert noch seien sie dem Bericht beigelegt. Zudem gehe allein aus der Quellenangabe nicht hervor, um welche Art von Quelle es sich handle. Einzig aus dem Fliesstext ergebe sich, dass es sich um E-Mails oder allenfalls Gesprächsnotizen handeln müsse. Die betreffenden Stellen im Fliesstext wolle die Gesellschaft aber nicht gestrichen haben (mit Ausnahme der einen Passage auf S. 19). Insofern könnten die Gesuchsteller im US-Gerichtsverfahren die betreffenden Dokumente - sollten sie im dortigen Gerichtsverfahren deren Edition beantragen - auch ohne die zu streichenden Bezeichnungen in den Fussnoten umschreiben oder eingrenzen. Zudem gehe aus der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 19. August 2024 nicht hervor, bei welchen der zu streichenden Quellen es sich überhaupt um "anwaltliche Korrespondenz" handle. Diese Beurteilung hält der Willkürkognition des Bundesgerichts (vgl. E. 1.3) ohne weiteres stand. Was die Beschwerdeführerin ihr entgegenhält, lässt sie nicht als unhaltbar erscheinen: Sie behauptet, alle zur Streichung beantragten Stellen seien vom Anwaltsgeheimnis erfasst. Gerade wegen des Anwaltsgeheimnisses sei sie nicht in der Lage, dies detaillierter zu beschreiben. Die blosse Behauptung, dass die zur Streichung beantragten Stellen Anwaltsgeheimnisse beinhalteten, kann nicht genügen. Dies erschliesst sich bezüglich der Quellenangaben in den Fussnoten nicht. Ohnehin lässt die Beschwerdeführerin die weitere Begründung der Vorinstanz intakt, dass sich einzig allenfalls aus dem Fliesstext ergeben könnte, um was für Dokumente es sich handle. Die Streichung des Fliesstexts hat die Beschwerdeführerin aber nicht beantragt. Aus diesem Grund geht auch der weitere Vorwurf ins Leere, die Vorinstanz verkenne ihr schutzwürdiges Interesse, den gesuchstellenden Aktionären zu verwehren, die Dokumente im US-Verfahren zur Edition zu beantragen. Die Sonderprüfung dürfe nicht dazu dienen, im Sinne einer "vorprozessualen Documents Discovery" einzelne Dokumente zu identifizieren. Aufgrund der verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz, dass aus den zur Streichung beantragten Quellenangaben nicht ersichtlich ist, um was für Dokumente es sich handelt, und dass die zugehörigen Passagen im Fliesstext, aus denen allenfalls auf bestimmte Dokumente geschlossen werden könnte, nicht zur Streichung beantragt werden, kann keine Rede davon sein, die Vorinstanz ermögliche den gesuchstellenden Aktionären eine "vorprozessuale Documents Discovery" zur Verwendung im US-Gerichtsverfahren, indem sie die Streichungsanträge abgewiesen habe.