Citation: 2C_519/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Das Kantonsgericht hat im Übrigen erkannt: Soweit - wie vorliegend - eine entsprechende formellgesetzliche Grundlage besteht, können auch (Kausal-) Abgaben erhoben werden, die einen Mehrertrag abwerfen. Im Geltungsbereich des Kostendeckungsprinzips darf die Abgabe aber maximal so bemessen werden, dass sie eine Deckung des massgebenden Gesamtaufwandes erlaubt. Zu diesem zählen nicht nur die laufenden Ausgaben, sondern auch angemessene Rückstellungen, Abschreibungen und Reserven. Dagegen lässt es das Kostendeckungsprinzip nicht zu, dass die Eingänge von vornherein höher als der Gesamtaufwand ausfallen sollen, dass also ein Gewinn angestrebt wird. Dass dem so wäre, haben die Beschwerdeführer zwar wiederholt vorgebracht, aber nicht begründet dargelegt (E. 4.1.3 a.U., m.H. auf BGE 124 I 11 E. 6c u. 6d sowie E. 7c u. 7e; 122 I 279 E. 6a; Urteile 2C_160/2014 vom 7. Oktober 2014 E. 6.2.2, 2C_404/2010 vom 20. Februar 2012 E. 6.5). Die kritisierten Tarife entsprechen mit Fr. 1.17/m3 (Wasser) resp. Fr. 1.44/m3 (Abwasser) den kommunalen Reglementen (Art. 52 des Trinkwasserreglements; Art. 48 Abs. 1 des Abwasserreglements) sowie den vom Gemeinderat am 23. September 2019 verabschiedeten Tarifen (Art. 3 des Trinkwassertarifs; Art. 5 des Abwassertarifs; E. 4.1.4 a.U.).