Citation: 6B_608/2023 E. 2.6

2.6. Mit Bezug auf die Interessenabwägung belässt es die Beschwerdeführerin dabei, vorzubringen, die Höhe der angeklagten Strafe und damit auch die Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten sei lediglich aufgrund des umfassenden Geständnisses der Beschwerdeführerin erfolgt. Vorab gilt anzumerken, dass die Beschwerdeführerin den Schuldspruch wegen mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a und c BetmG nicht angefochten hat und dieser rechtskräftig ist (vgl. oben E. 2.3). Die Frage des Einflusses des Geständnisses auf das Verfahren wurde im Rahmen der Strafzumessung behandelt; die entsprechenden Ausführungen sind nicht zu beanstanden (vgl. oben E. 1.5). Die Vorbringen der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dem Geständnis erweisen sich für die Beurteilung der Landesverweisung als appellatorisch, zumal sie rein hypothetisch geltend macht, ohne ihr Geständnis wäre lediglich ein Bruchteil der Delikte nachgewiesen worden und damit auch keine Freiheitsstrafe von wesentlich über einem Jahr ausgesprochen worden (Art. 42 Abs. 2 BGG). Es reicht nicht aus, pauschal vorzubringen, bei den Strafverfolgungsbehörden unbekannten Delikten bestehe nicht das gleiche öffentliche Interesse an einer Landesverweisung derjenigen Person, die das unbekannte Delikt begangen habe. Erneut setzt sie sich nicht mit den vorinstanzlichen Erwägungen sowohl zu den öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung als auch den privaten Interessen der Beschwerdeführerin am Verbleib in der Schweiz auseinander.