Citation: 5A_187/2021 E. 8.3.2

8.3.2. Die Beschwerdeführer räumen ein, die Beschwerdeführerin 3 habe mit den Eltern keine Entschädigung ihrer Unterstützungsleistungen vereinbart. Gleichwohl könne es nicht sein, dass sie sich sämtliche Schenkungen anrechnen lassen müssten, die Dienstleistungen, die sie für den Erblasser erbracht hätten, jedoch nicht angerechnet würden. Der Beschwerdegegner habe während 20 Jahren keinen Kontakt zu seinem Vater gepflegt, sich dementsprechend zu keinem Zeitpunkt um ihn gekümmert und die anfallenden Leistungen der Beschwerdeführerin 3 überlassen. Das gehe so nicht und sei nicht nur eine Frage von Recht, sondern auch von Moral. Hätte die Beschwerdeführerin 3 die Aufwendungen nicht betrieben, so hätten sie einem Dritten in Auftrag gegeben werden müssen, der ebenfalls zu entschädigen gewesen wäre. Die Leistungen seien ausgewiesen und vom Beschwerdegegner nie substantiiert bestritten worden, so dass die Forderung zugelassen und der Pflichtteilsberechnungsmasse angerechnet werden müsse. Das Obergericht betreibe unrichtige Sachverhaltsfeststellung, wenn es ausführe, es habe sich um freiwillige Leistungen gehandelt (S. 29 Rz. 81-86 der Beschwerdeschrift).