Citation: 2C_372/2022 E. 1.3.1

1.3.1. Streitgegenstand im vorinstanzlichen Verfahren bildete die Frage, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf uneingeschränkte Akteneinsicht hat oder ob das Veterinäramt zu Recht die Personalien der meldenden Personen geschwärzt hat (angefochtenes Urteil E. 1 S. 3 f.). Die Vorinstanz hat erwogen, das Veterinäramt habe nach der Kontrolle vom 11. August 2020 gegen den Beschwerdeführer kein Verwaltungsverfahren eingeleitet und keine konkreten Tierschutzmassnahmen in Form einer Verfügung angeordnet. Weiter hat sie ausgeführt, dass nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Betroffenen und Dritten jedoch ein verfassungsrechtlicher Anspruch auf Einsichtnahme ausserhalb eines hängigen Verfahrens zustehe, wenn sie ein schutzwürdiges Interesse glaubhaft machen könnten, das allfällige entgegenstehende staatliche oder private Interessen überwiege. Im kantonalen Recht ergebe sich ein Anspruch auf Einsicht in amtliche Akten ausserhalb eines Verfahrens aus dem Gesetz über Information und Akteneinsicht vom 28. April 1996 (InfG/AR; bGS 133.1) und dem Gesetz über den Datenschutz vom 18. Juni 2001 (DSG/AR; bGS 146.1). Vor diesem Hintergrund erwog die Vorinstanz zusammengefasst, dass das Interesse des Beschwerdeführers an der Offenlegung der Namen der Informanten das entgegenstehende öffentliche und private Interesse an der Geheimhaltung nicht überwiege (angefochtenes Urteil E. 3).