Citation: U 279/06 08.03.2007 E. 2

In verfahrensrechtlicher Hinsicht macht der Beschwerdeführer eine Gehörsverletzung wegen mangelnder Zustellung der SUVA-Akten 65 bis 75 geltend. 2.1 Der Gehörsanspruch umfasst den Anspruch, Kenntnis zu erhalten von allen Akten, auf welche im Urteil abgestellt wird, und sich dazu äussern zu können. Die Akteneinsicht kann von einem Gesuch abhängig gemacht werden; das bedingt aber, dass die Parteien über den Eingang der Akten orientiert werden (BGE 132 V 387 E. 6.2 S. 391). 2.2 Vorliegend hat die Vorinstanz im Urteil auf Akten abgestellt, die dem Beschwerdeführer in diesem Verfahren nicht zugestellt und über deren Eingang er auch nicht informiert wurde. Das ist grundsätzlich eine Gehörsverletzung, unabhängig davon, durch wen sie verursacht worden ist. Allerdings hat die SUVA die betreffenden Akten im Rahmen des Einspracheverfahrens gegen die neue Verfügung vom 29. April 2005 am 16. Juni 2005 dem Anwalt des Beschwerdeführers zugestellt. Dabei handelte es sich zwar nicht um das gleiche Verfahren wie das hängige Beschwerdeverfahren, doch standen die beiden Verfahren in einem engen sachlichen Zusammenhang. Im Zeitpunkt seines ausdrücklichen Verzichts vom 23. Juni 2005 auf Triplik hatte der Anwalt des Beschwerdeführers somit Kenntnis von diesen Akten und hätte diese für die Abfassung einer weiteren Stellungnahme verwenden können. Die Gehörsverletzung ist unter diesen Umständen nicht als schwerwiegend zu betrachten, zumal die Vorinstanz ihre Folgerungen nicht ausschliesslich und nicht einmal schwergewichtig auf diese Akten gestützt hat. Die Gehörsverletzung kann daher vor dem Bundesgericht, welches eine freie Kognition hat, geheilt werden, zumal auch der Beschwerdeführer in seinem Rechtsbegehren nicht etwa die Rückweisung an die Vorinstanz, sondern ein reformatorisches Urteil des Bundesgerichts beantragt.