Citation: 6B_369/2022 E. 2.3.3

2.3.3. Die Vorinstanz bezieht sodann die Vorstrafen des Beschwerdeführers in ihre Würdigung mit ein. Dieser sei am 12. März 2014 wegen mehrfachen Vergehens gegen das Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG) zu einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 30.-- bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt worden. Nach einem Jahr habe er während laufender Probezeit wieder delinquiert und sei mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 5. Juni 2018 abermals wegen mehrfachen Vergehens gegen das AVIG schuldig gesprochen und mit einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.-- bei einer Probezeit von drei Jahren bestraft worden. Die Geldstrafe vom 12. März 2014 sei derweil widerrufen worden. Auch wenn es sich beim Strafbefehl vom 5. Juni 2018 nicht um eine Vorstrafe handle, da der Beschwerdeführer bereits vor Erlass dieses Strafbefehls den unrechtmässigen Bezug der Sozialhilfe getätigt habe, so habe er dennoch im Wissen um eine laufende Strafuntersuchung delinquiert. Die bisherigen Verurteilungen seien zwar nicht schwerwiegend, es handle sich dabei aber um Vergehen, wobei der Beschwerdeführer dreimal wegen desselben Verhaltens - gegenüber unterschiedlichen Behörden - verurteilt worden sei. Dies illustriere eine erhebliche Unbelehrbarkeit und Gleichgültigkeit gegenüber der hiesigen Rechtsordnung und lasse weder Reue noch Einsicht erkennen. Auch wenn der Beschwerdeführer beteuere, das unrechtmässig bezogene Geld zurückzahlen zu wollen, sei dies bisher nicht geschehen. Diese Ausführungen überzeugen. Der Beschwerdeführer wurde zwischen 2014 und 2018 (also innert lediglich vier Jahren) drei Mal wegen vergleichbarer Vergehen verurteilt. Im Lichte dieser mehrfachen und noch dazu einschlägigen Delinquenz ist es nicht zu beanstanden, wenn ihm die Vorinstanz eine mangelnde Respektierung der Schweizer Rechtsordnung vorwirft. Die Schwere der einzelnen Tatverschulden sind für diese Einschätzung nicht entscheidend und der Beschwerdeführer kann aus der von ihm zitierten Kommentierung von Art. 58a AIG nichts zu seinen Gunsten ableiten.