Citation: 5A_405/2022 E. 4.1.3

4.1.3. Selbst wenn die Befragung der Zeugen jedoch zulässig gewesen sei, liesse sich, so die Vorinstanz weiter, anhand dieser Zeugenaussagen nicht beweisen, dass der Erblasser dem Beschwerdeführer die eingeklagte Wohnung definitiv vermacht habe: So könnten die beiden Zeugen keine Feststellungen über die Übereinstimmung der mündlichen Mitteilungen des Erblassers mit dem Aufgeschriebenen machen, da sie kein entsprechendes Dokument erhalten hätten. Den Aussagen liesse sich inhaltlich sodann nicht entnehmen, dass der Erblasser definitiv testiert habe, wer welche Wohnung etc. bekomme. Die Zeugin sage in Übereinstimmung mit der Überschrift des Dokuments aus, dass der Erblasser gestützt auf "etwas" das er "entworfen" habe, seine Absicht mitgeteilt habe, ihnen und dem Beschwerdeführer als "J.________" je eine Wohnung zu geben, weil er nicht wolle, dass gleich alles anders werde, wenn er sterbe. Sie habe den Eindruck gewonnen, dass der Erblasser sich bei seiner Mitteilung sicher war, habe aber auch gedacht, er müsse noch ein Testament machen. Der Zeuge habe von einem Vorschlag gesprochen, wer welche Wohnung bekomme, der anlässlich des Treffens noch nicht bereinigt worden sei; insofern sei nur sicher gewesen, dass der Beschwerdeführer und sie je eine Wohnung bekommen würden.