Citation: 5P.1/2005 22.03.2005 E. 1

1.1 Die Auseinandersetzung über die Rückführung eines Kindes nach dem Haager Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung (HEntfÜ; SR 0.211.230.02) stellt keine Zivilrechtsstreitigkeit dar. Es geht in diesem Verfahren vielmehr um eine Art administrative Rechtshilfe zwischen den Vertragsstaaten. Damit steht gegen Entscheide über Rückführungsgesuche die Berufung nicht offen, so dass sich die staatsrechtliche Beschwerde als zulässig erweist (BGE 123 II 419 E. 1a S. 421). 1.2 Bei der Staatsvertragsbeschwerde überprüft das Bundesgericht Konventionsverletzungen frei (BGE 130 III 489 E. 1.4 S. 492; 126 III 438 E. 3 S. 439). Hingegen beschränkt sich die Kognition hinsichtlich der Sachverhaltsfeststellungen auf eine Willkürprüfung, falls sich die Beschwerde - wie hier - gegen den Entscheid einer gerichtlichen Instanz richtet (BGE 129 I 110 E. 1.3 S. 111 f.). In einem solchen Fall ist das Vorbringen von Noven unzulässig (BGE 128 I 354 E. 6c S. 357 f.). Soweit die Parteien Beweise einreichen und die Edition von Akten sowie die Einvernahme von Zeugen beantragen, können ihre Begehren demnach nicht berücksichtigt werden. Ebenso wenig ist auf tatsächliche Vorbringen einzutreten, es sei denn, es werde dem Obergericht eine willkürliche Beweiswürdigung (Art. 9 BV) oder eine Missachtung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) vorgeworfen oder geltend gemacht, die Sachverhaltsfeststellungen der kantonalen Instanz seien offensichtlich unvollständig. Das trifft insbesondere auf die einlässliche Schilderung der Lebensverhältnisse der Parteien in Spanien durch die Beschwerdegegnerin zu.