Citation: 5P.208/2006 24.07.2006 E. 4

Gemäss Art. 315 Abs. 1 ZGB werden Kindesschutzmassnahmen am Wohnsitz des Kindes durchgeführt. Steht es in der elterlichen Sorge getrennt lebender Eltern, so befindet sich sein Wohnsitz an demjenigen des Elternteils, der die Obhut ausübt (Art. 25 Abs. 1 ZGB). Im vorliegenden Fall ist nicht bestritten, dass der Eheschutzrichter die Kinder am 15. April 2004 in die Obhut des Vaters gab und die Beibehaltung der Erziehungsbeistandschaft anordnete. Es ist nicht bestritten, dass der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz in A.________ hat. Bei dieser Sachlage ist nicht bestreitbar und wurde im Verfahren 5P.61/2006 den Kanton St. Gallen betreffend auch noch nicht infrage gestellt, wo der gleiche Anwalt schrieb (S. 9 unten): "Heute ist es klar, dass - nachdem beide Kinder beim Beschwerdeführer in A.________ ihren Wohnsitz haben - die Vormundschaftsbehörde A.________ zur Ernennung des Beistandes zuständig wäre". Soweit der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren etwas anderes behauptet, vermag er nicht in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise zu begründen, weshalb diese Zuständigkeit willkürlich sein soll.