Citation: 5A_346/2018 E. 3.1.2

3.1.2. Der Schuldner ist verpflichtet, bei der Pfändung anwesend zu sein und Auskunft zu geben (Art. 91 Abs. 1 SchKG). Zugleich ist es sein Recht, angehört zu werden und damit selber auf einen möglichst schonenden und ausgewogenen Pfändungsvollzug hinwirken zu können (LEBRECHT, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 9 zu Art. 91). Die Abwesenheit steht einer vorschriftsgemäss angekündigten Pfändung jedoch nicht entgegen (BGE 112 III 14 E. 5a; AMONN/WALTHER, a.a.O., § 22 Rz. 28), ebenso wenig die Verweigerung der Auskunft (vgl. JEANDIN, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N. 18 zu Art. 91). Hat der Betreibungsbeamte - etwa von einer früheren Betreibung - Kenntnis von pfändbarem Vermögen des Betriebenen, so ist er dennoch zur Pfändung befugt (BGE 112 III 14 E. 5a). Die Beschwerdefrist hinsichtlich der Pfändung beginnt indes allgemein erst mit der Zustellung der Pfändungsurkunde zu laufen (JENT-SØRENSEN, a.a.O., N. 19 zu Art. 112; GILLIÉRON, Commentaire de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, Bd. II, 2000, N. 12 zu Art. 114); dies gilt insbesondere auch für die Berechnung des Existenzminimums (BGE 133 III 580 E. 2.2 a.E.). Der Vorinstanz durfte damit ohne Verletzung von Bundesrecht die Beschwerde (vom 6. November 2017) gegen die Pfändung als verfrüht betrachten (ZONDLER, in: Schulthess Kommentar SchKG, 2017, N. 4 zu Art. 114) und musste auf die Beschwerde nicht eintreten. Dass sie im Verlaufe des Verfahrens das Betreibungsamt um eine Beschwerdeantwort und um Auskünfte ersucht hatte, ändert daran nichts. Die Vorinstanz ist nicht nur Beschwerdeinstanz, sondern hat als Aufsichtsbehörde über die Betreibungs- und Konkursämter auch deren Amtsführung zu überwachen (Art. 13 f. SchKG).