Citation: 6B_763/2020 E. 3.3

3.3. Gemäss Art. 107 Abs. 1 lit. a StPO beinhaltet der Anspruch auf rechtliches Gehör namentlich das Recht, die Akten einzusehen. Es handelt sich um den prozessualen Anspruch auf Akteneinsicht während des laufenden Verfahrens. Die Parteien können spätestens nach der ersten Einvernahme der beschuldigten Person und der Erhebung der übrigen wichtigsten Beweise durch die Staatsanwaltschaft die Akten des Strafverfahrens einsehen (Art. 101 Abs. 1 StPO; unter Vorbehalt von Art. 108 StPO; Urteil 6B_880/2020 vom 1. Februar 2021 E. 1.6.2). Dieses Akteneinsichtsrecht wurde dem Beschwerdeführer und seiner Verteidigung nicht verweigert, da die anklagegegenständlichen Dateien unbestritten in den Akten sind. Nach konstanter Rechtsprechung ist das Akteneinsichtsrecht nicht absolut; bei dessen Einschränkung gilt eine Zurückhaltung im Sinne des Verhältnismässigkeitsprinzips (BGE 146 IV 218 E. 3.1.2). Das Einsichtsrecht berechtigt den Berechtigten auf Einsicht in die Originalakten am Sitz der Behörde (NIKLAUS OBERHOLZER, Grundzüge des Strafprozessrechts, 4. Aufl. 2020, Rz. 643). Beim forensischen Image handelt es sich weder um eine Originalakte noch um das Hauptbeweismittel, sondern lediglich um eine interne Arbeitskopie der IT-Forensik (oben E. 3.2). Der Beschwerdeführer verfügte über die massgebenden und in den Akten vorfindlichen Dateien. Er liess darüber ein Privatgutachten erstellen, das von der Vorinstanz weder als notwendig noch angemessen für die Verteidigung beurteilt wird (Urteil S. 31). Trotz dieses Gutachtens ist der Beschwerdeführer auch unter Berücksichtigung seiner sich nachfolgend als bloss appellatorisch erweisenden Einwände nicht in der Lage, ein Einsichtsinteresse zu substanziieren. Inwiefern das forensische Image als bloss technische Zwischenkopie (und nicht die Originaldateien) über die vom Beschwerdeführer angegebenen Fragen beweistauglich sein sollte (Art. 139 Abs. 2 StPO), erschliesst sich daher aus den Beschwerdevorbringen nicht. Die Vorinstanz hatte bei der Kantonspolizei (Forensik, ITK) einen Bericht vom 27. Februar 2020 über die beschlagnahmten Datenträger eingeholt. Der Beschwerdeführer äusserte sich dazu zweimal im Rahmen der Stellungnahmen der Staatsanwaltschaft (Urteil S. 4). Unter diesen Voraussetzungen ist auch der in Art. 6 StPO verankerte Untersuchungsgrundsatz sowie das rechtliche Gehör nicht verletzt, wenn das Strafgericht nicht von Amtes wegen noch weitere Beweiserhebungen vornimmt (unten E. 3.5.3; Urteil 6B_159/2021 vom 8. Dezember 2021 E. 2.3.3).