Citation: 1A.198/2002 21.08.2003 E. A

Am 15. Februar 1951 gründeten Waldbesitzer in der Gemeinde Menzingen die Genossenschaft Black-Mangeli-Waldweg mit dem Zweck, westlich des Gottschalkenbergs eine rund 3 km lange Strasse von Black über Vordermangeli bis Hintermangeli zu bauen und zu unterhalten. Die Genossenschafter wurden durch die Statuten verpflichtet, das für die Weganlage notwendige Land sowie das vorhandene Strassenbaumaterial der Genossenschaft unentgeltlich zu Eigentum zu übertragen. Auf Ersuchen des Kantonsforstamtes genehmigte der Regierungsrat des Kantons Zug mit Beschluss vom 13. April 1951 die I. Sektion des Waldstrassenprojektes (542 m ab Black), mit einem Kostenvoranschlag von Fr. 45'000.-- und sicherte einen kantonalen Beitrag von 26% zu. Die Beitragszusicherung erfolgte mit dem Vorbehalt des öffentlichen Fahrwegrechts. Ausserdem wurde das eidgenössische Oberforstinspektorat um Zusicherung des maximalen Bundesbeitrages ersucht. Der Begründung des Regierungsratsbeschlusses ist zu entnehmen, dass der geplanten Strasse sowohl forst- wie landwirtschaftliche aber auch verkehrstechnische Bedeutung zugemessen wurde (kürzeste Verbindung von Menzingen nach dem Gottschalkenberg). Für die II. Sektion mit einer Länge von ca. 1'800 m sicherte der Zuger Regierungsrat einen Kantonsbeitrag von 30% (Fr. 33'000.--) und der Bundesrat einen Beitrag von 32% (insgesamt Fr. 35'200.--) zu. Mit dem Bezug der Bundessubventionen wurde der Kanton Zug verpflichtet, für den dauernden Unterhalt des neuen Weges zu sorgen. Auch für die III. Sektion wurden jedenfalls kantonale Subventionen und offenbar auch ein Beitrag der Gemeinde Menzingen an die Strassenbaukosten geleistet, wobei für die ganze Strasse das öffentliche Fuss- und Fahrwegrecht vorbehalten wurde. Die nicht von der öffentlichen Hand getragenen Kosten wurden in einem Perimeterbeitragsverfahren auf die Genossenschafter verlegt. Da die Weggenossenschaft nicht in das Handelsregister eingetragen worden war, unterblieb in der Folge die Übertragung des Strassenlandes an die Genossenschaft und wurden verschiedene Grundstücke verkauft, ohne dass die Wegrechte geregelt und die Strassenunterhaltskosten überbunden worden wären. Dies gilt - jedenfalls teilweise - für verschiedene Parzellen im Gebiet Vordermangeli, die mit Ferienhäusern überbaut wurden. Der Unterhalt der Strasse (Inner-)Black-Hintermangeli unterblieb. Auf Ersuchen der Eigentümer der Grundstücke Nrn. 824, 825 und 827 untersagte schliesslich das Kantonsgerichtspräsidium Zug am 8. März 1993 das Fahren auf den über diese Parzellen führenden Strassenstücken. Damit fiel die (rechtliche) Zufahrtsmöglichkeit zu den Ferienhäusern im Vordermangeli, die teils auch ganzjährig bewohnt werden, dahin.