Citation: 8C_85/2008 16.12.2008 E. 4.3

4.3.1 Der Beschwerdeführer beruft sich überdies auf das Recht auf Hilfe in Notlagen gemäss Art. 12 BV. Nach dieser Bestimmung hat, wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind. Dieses Grundrecht garantiert nicht ein Mindesteinkommen; verfassungsrechtlich geboten ist nur, was für ein menschenwürdiges Dasein unabdingbar ist und vor einer unwürdigen Bettelexistenz zu bewahren vermag. Der Anspruch umfasst einzig die in einer Notlage im Sinne einer Überbrückungshilfe unerlässlichen Mittel (in Form von Nahrung, Kleidung, Obdach und medizinischer Grundversorgung), um überleben zu können. Art. 12 BV steht insofern in engem Zusammenhang mit dem Schutz der Menschenwürde nach Art. 7 BV (BGE 131 I 166 E. 3.1 S. 172 mit Hinweisen). Grundsätzliche Voraussetzung der Anwendbarkeit von Art. 12 BV ist das Vorliegen einer aktuellen, d.h. tatsächlich eingetretenen oder unmittelbar drohenden Notlage (BGE 131 I 166 E. 3.2 S. 173). 4.3.2 Seine Behauptung, die Anrechnung von Zuwendungen, welche in Wirklichkeit gar nie angefallen seien, verletze Art. 12 BV, begründet der Beschwerdeführer nicht näher. Insbesondere macht er nicht geltend, er könne seine existenziellen Bedürfnisse infolge der Reduktion der Sozialhilfe nicht decken, noch macht er konkrete Angaben darüber, für welche lebensnotwendigen Ansprüche er nicht aufzukommen vermag. Somit fehlt es an einem Hinweis für eine Verfassungswidrigkeit der strittigen Anrechnung von zusätzlichem Einkommen.