Citation: 8C_627/2020 E. 3.2.1

3.2.1. Bezüglich der Frage, ob eine rückfallrechtlich zu beachtende Verschlechterung des somatischen Gesundheitszustands vorliegt, führte die Vorinstanz aus, Dr. med. C.________, Facharzt FMH für Chirurgie, habe im Gutachten der estimed AG mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Schmerzsyndrom und eine relative Funktionslosigkeit (analog Amputationsbefund im Daumengelenk) bei Zustand nach Avulsionsamputation des linken Daumens mit nachgängiger Reimplantation mit Nerventransfer von D II und zweizeitiger Daumengrundgelenksarthrodese diagnostiziert. Die Gebrauchsunfähigkeit des linken Daumens sei gemäss Gutachter unstrittig. Das zusätzlich festgestellte reaktive progrediente Schulter-Arm-Syndrom mit neuropathischer Schmerzkomponente sowie begleitender Epikondylitis (bilateral) wirke sich hingegen nach dessen Einschätzung nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus. In einer leidensadaptierten Tätigkeit erachte der Gutachter die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers um 30 % eingeschränkt, wobei er eine rein sitzende Tätigkeit als ganztags mit voller Leistungsfähigkeit als zumutbar bezeichnet habe.