Citation: 9C_425/2016 E. 4.2

4.2. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdegegner (nachdem er bereits im Jahr 2009 eine Bookerin eingestellt hatte) im Jahr 2011 aus gesundheitlichen Gründen einen Geschäftsführer anstellte. Die Vorinstanz erwog zu Recht, dass sich damit das Unternehmensrisiko erhöhte. Dies nicht nur wegen der Implikationen der für den Geschäftsführer anfallenden Lohnkosten auf die betriebliche Ertragsstruktur, sondern auch weil in der Tat davon auszugehen ist, dass im Event-Bereich die Person des "Chefs" sowohl für Geschäftspartner als auch für Kunden und Lieferanten eine bedeutende Rolle spielt. Dies trifft im konkreten Fall in besonderem Mass zu, weil sich der Beschwerdegegner gemäss den in den Akten liegenden Presseberichten während Jahrzehnten in der lokalen Ausgangsszene einen Namen als innovativer Veranstalter erarbeitet hatte und als äusserst erfolgreiches "Urgestein" der Szene galt. Wenn die Musikbar auch nach der Umstrukturierung weiterhin erfolgreich betrieben wurde, ändert dies nichts daran, dass die gesundheitlich bedingte Leistungsverminderung des Beschwerdegegners, der sich nunmehr darauf beschränkte, vor allem im Hintergrund zu wirken, zu einer erheblichen Veränderung der Umstände führte. Weil die Obliegenheit, die verbliebene Erwerbsfähigkeit auszuschöpfen, nicht ohne weiteres auch die Weitertragung eines Unternehmerrisikos bei erheblich veränderten Rahmenbedingungen umfasst und der Erfolg eines Ausgangslokals wesentlich durch die Präsenz und den Einfluss des nach aussen in Erscheinung tretenden Betreibers geprägt wird, hat das kantonale Gericht die Aufgabe des eigenen Betriebs korrekt als zu respektierende Handlungsoption erachtet und das Invalideneinkommen gestützt auf die Tabellenlöhne festgesetzt. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.