Citation: C 215/02 03.11.2003 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat sich mit der Frage, ob die Beschwerdeführerin sich der Unrechtmässigkeit ihres Leistungsbezugs tatsächlich bewusst war, nicht abschliessend auseinandergesetzt. Der angefochtene Entscheid beruht auf der Erkenntnis, diese sei wegen grobfahrlässiger Verletzung der ihr obliegenden Meldepflicht nicht gutgläubig gewesen. Diese wird im Umstand erkannt, dass die Versicherte gemäss eigenen Angaben nach der Geburt ihres Kindes am 11. Februar 2000 erhebliche gesundheitliche Probleme hatte, mit der Folge, dass sie kaum habe sitzen, schlecht aufstehen und fast nicht gehen können. Die rechtskräftige Verfügung vom 20. September 2000, womit der Beschwerdeführerin die Vermittlungsfähigkeit im Zeitraum vom 13. März bis 31. Juli 2000 abgesprochen wurde, beruhe auf der Tatsache, dass Frau D.________, praktische Ärztin, der Versicherten einerseits am 16. Juni 2000 eine rückwirkend ab 11. Februar 2000 bis "auf Weiteres", mindestens bis Ende Juli geltende Arbeitsunfähigkeit bescheinigte, und andererseits mit neuem Zeugnis vom 30. Juni 2000 ab 13. März 2000 der Beschwerdeführerin eine volle Arbeitsfähigkeit attestierte, solange keine schweren Lasten zu tragen seien und sie nicht zu lange stehen müsse. Da das zweite Zeugnis von der Ärztin selbst als "Gefälligkeitszeugnis" bezeichnet wurde, habe man auf ersteres abgestellt. Nachdem die Beschwerdeführerin hätte wissen müssen, dass ihre körperlichen Beschwerden einen Einfluss auf ihre Vermittlungsfähigkeit und damit auf den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung haben könnten, und sie ihrer Meldepflicht nicht nachgekommen sei, habe sie sich einer groben Nachlässigkeit schuldig gemacht, was die Annahme einer gutgläubigen Entgegennahme der Taggelder ausschliesse.