Citation: 4A_696/2014 E. A

Mit Klage vom 1. Mai 2013 stellten die C.________ AG und die B.________ AG (Klägerinnen, Beschwerdegegnerinnen) dem Bezirksgericht Visp unter anderen das Begehren, die fünf Beklagten, darunter die A.________ AG (Beklagte 5, Beschwerdeführerin), seien unter solidarischer Haftbarkeit zu verpflichten, der B.________ AG Fr. 2'173'010.05 nebst Zins zu 5% seit 29. November 2012 zu bezahlen. In der Klageantwort stellte die Beklagte 5 unter anderem das Begehren, auf die Klage der Klägerinnen sei nicht einzutreten. In der Folge wurde das Verfahren vorerst auf die Frage beschränkt, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt seien. Mit Zwischenentscheid vom 15. September 2014 wies das Bezirksgericht das Rechtsbegehren der Beklagten 5, auf die Klage gegen sie sei nicht einzutreten, ab. Dagegen erhob die Beklagte 5 Berufung an das Kantonsgericht des Kantons Wallis und beantragte, auf die Klage gegen sie sei nicht einzutreten ("Primärbegehren") bzw. die Angelegenheit sei an die Vorinstanz zum Erlass eines materiellen Endentscheids zurückzuweisen ("Sekundärbegehren"). Mit Urteil vom 10. November 2014 wies das Kantonsgericht die Berufung ab. Es erwog, die Beklagte 5 habe erstinstanzlich vorerst ihre Prozessführungsbefugnis bestritten und alsdann auch ihre Partei- und Prozessfähigkeit sowie ihre Passivlegitimation in Abrede gestellt, wobei sie letztere mit der Prozessführungsbefugnis gleichgesetzt habe. Als im Handelsregister eingetragene Aktiengesellschaft mit ordnungsgemäss bestellten Organen bestünden keine Gründe, die gegen ihre Rechts- und Handlungsfähigkeit und mithin ihre Partei- und Prozessfähigkeit sprächen. Als Beklagte sei sie auch prozessführungsbefugt. Jedenfalls würden keine Gründe geltend gemacht, die dagegen sprächen. Von der Prozessführungsbefugnis sei die Passivlegitimation zu unterscheiden. Diese bilde keine Prozessvoraussetzung, weshalb das Bezirksgericht im Rahmen seines auf das Vorliegen der Prozessvoraussetzungen beschränkten Zwischenentscheids darüber nicht zu befinden gehabt habe. Das Bezirksgericht sei nicht verpflichtet gewesen, einen selbständigen Entscheid über die Sachlegitimation zu erlassen, sondern habe hierfür auf den später zu erlassenden Sachentscheid verweisen dürfen.