Citation: 2C_1015/2017 E. 4.4

4.4. Mit Blick auf seine Beziehung zur Ehefrau und dem minderjährigen Sohn kann sich der Beschwerdeführer auf das Recht auf Achtung des Familienlebens berufen (Art. 13 Abs. 1 BV; Art. 8 Ziff. 1 EMRK). Dieser Anspruch gilt nicht absolut. Gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in das geschützte Rechtsgut statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen und in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale oder öffentliche Sicherheit, für das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verhütung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Analoge Voraussetzungen ergeben sich aus Art. 36 BV im Hinblick auf einen Eingriff in Art. 13 BV (BGE 135 I 143 E. 2.1 S. 147). Die Ehefrau und die Kinder des Beschwerdeführers verfügen in der Schweiz über Niederlassungsbewilligungen. Während die Rückkehr in den Kosovo für die Ehefrau, die dort aufgewachsen ist und sich gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen und den Vorbringen in der Beschwerde weder beruflich noch sprachlich in besonderem Mass in der Schweiz integriert hat, grundsätzlich denkbar scheint, dürfte ein Umzug dorthin für den jüngsten, 17-jährigen Sohn, der in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist, nicht zumutbar sein. Da sie über Niederlassungsbewilligungen verfügen, können die Ehefrau und der jüngste Sohn indes unbesehen der Rückkehr des Beschwerdeführers in den Kosovo in der Schweiz bleiben. Die ehelichen und familiären Beziehungen zum Gatten bzw. Vater können über die Grenzen hinweg im Rahmen wechselseitiger Besuche sowie mittels der modernen Kommunikationsmittel aufrecht erhalten werden. Im Übrigen dürfte es für die ebenfalls aus dem Kosovo stammende Ehefrau des Beschwerdeführers innert absehbarer Zeit ebenfalls möglich sein, zu ihrem Ehemann in den Kosovo zurückzukehren, wenn der jüngste Sohn volljährig und selbständig geworden ist. Dass die gemeinsamen Kinder über die Volljährigkeit hinaus in einem Abhängigkeitsverhältnis zu den Eltern stünden und auf besondere Unterstützung angewiesen wären (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1 S. 13 mit Hinweisen), wird nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Der Eingriff in das Familien- und Eheleben des Beschwerdeführers erweist sich nach dem Gesagten als zulässig.