Citation: 4A_476/2024 E. 6.3.3

6.3.3. Ob - wie die Beschwerdeführerin geltend macht - ein qualifiziertes Bestreiten nur bei eigentlicher Beweisnot anzunehmen ist, kann vorliegend dahingestellt bleiben. Denn nach den Feststellungen der Vorinstanz konnte die Beschwerdegegnerin die bei der Beschwerdeführerin angefallenen Kosten und Erlöse nicht abschliessend kennen. Soweit die Beschwerdeführerin ihr vor der Vorinstanz erstattetes Vorbringen wiederholt und damit geltend zu machen versucht, die Beschwerdegegnerin hätte diese Kosten und Erlöse ohne Weiteres in Erfahrung bringen können, ergänzt sie den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt in unzulässiger Weise. Diese Ausführungen sind daher nicht weiter zu berücksichtigen. Es ist sodann keine Bundesrechtsverletzung zu erkennen, wenn die Vorinstanz gestützt auf die fehlende Möglichkeit der Beschwerdegegnerin, von den fraglichen Kosten und Erlösen abschliessend Kenntnis zu erlangen, von einer qualifizierten Bestreitungslast der Beschwerdeführerin ausgeht. Eine Verletzung von Bundesrecht ist folglich auch nicht darin zu sehen, dass die Vorinstanz davon ausging, die Beschwerdeführerin hätte darlegen müssen, welche Berechnungsposten sie im Einzelnen bestreitet.