Citation: 6B_1065/2022 E. 4

Die Vorinstanz erwägt, die Beschwerdeführerin mache offensichtlich keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a-c StPO geltend. Sie bringe insbesondere keine neuen Tatsachen und/oder Beweismittel vor, sondern wende mit dem Vorwurf, "man hätte ein Ordnungsbussenverfahren durchführen müssen", ein rechtliches Argument ein, das auf Einsprache hin im ordentlichen Verfahren zu prüfen gewesen wäre. Soweit die Beschwerdeführerin mit ihren Rügen ferner auf die Geltendmachung eines (fundamentalen) Verfahrensfehlers abziele, sei festzuhalten, dass Verfahrensverstösse revisionsrechtlich grundsätzlich unbeachtlich seien. Zudem seien keine derart erheblichen, krassen Verfahrensfehler ersichtlich, die von Amtes wegen beachtet werden müssten und die Nichtigkeit des angefochtenen Strafbefehls zur Folge hätte. Das vorliegende Revisionsgesuch sei offensichtlich unzulässig bzw. unbegründet. Das Gesuch um Verfahrensvereinigung sei bei diesem Ergebnis obsolet und daher ebenfalls abzuweisen.