Citation: 9C_15/2024 E. 5.4.4

5.4.4. Zusammenfassend ist es nicht willkürlich, wenn die Vorinstanzen Sinn und Zweck der Vergleichsvereinbarung einzig darin gesehen haben, dass die Beschwerdeführerin allfällige Gegenforderungen zur Verrechnung bringen kann. Diese Möglichkeit wurde ihr im vorliegenden Fall gewährt, nachdem sie gleichzeitig mit der Veranlagungsverfügung aufgefordert wurde, ihre Gegenforderungen anzugeben. Damit haben die Vorinstanzen willkürfrei erkannt, dass die Gemeinde die Veranlagung nicht zu früh vorgenommen hat bzw. nicht verpflichtet war, vor der Veranlagungsverfügung eine Feststellungsverfügung zu erlassen. Inwieweit eine Parteibefragung oder ein Augenschein an dieser Beurteilung etwas ändern könnten, ist nicht ersichtlich, weshalb die Vorinstanz ohne Rechtsverletzung in antizipierter Beweiswürdigung darauf verzichten durfte (vgl. E. 3 des angefochtenen Urteils). Vor diesem Hintergrund muss auf die weiteren Rügen zu diesem Streitpunkt (Verwendung der Kurtaxenerträge durch die Gemeinde etc.) nicht weiter eingegangen werden. Ausserhalb des Streitgegenstands liegt schliesslich die Frage, inwieweit das in der Vergleichsvereinbarung vorgesehene Prozedere funktionieren soll, wenn die Gegenforderung von der Gemeinde nicht anerkannt wird.