Citation: 2C_718/2020 E. 3.3.5

3.3.5. Die Beschwerdeführerin macht ferner geltend, die Offertenauswertung bedinge das Vorhandensein der Fahrzeuge, weshalb die Vorinstanz den verlangten Eignungsnachweis nicht dahingehend auslegen dürfe, dass die Fahrzeuge erst nach dem Zuschlagsentscheid vorhanden sein könnten. Dieses Vorbringen stösst zumindest unter dem vorliegend massgebenden Blickwinkel des Willkürverbots ins Leere, da die Beschwerdeführerin nicht schlüssig aufzeigt, dass eine Beurteilung der Fahrzeugeignung anhand der Kaufofferten als unmöglich erscheint. Die Vorinstanz bringt in diesem Zusammenhang vor, dass es sich bei der Anschaffung dieser Fahrzeuge um wesentliche Investitionen handle. Diese Investitionen tätige eine Anbieterin nur, wenn ein entsprechender Auftrag vorläge (vgl. E. 4.3.3 S. 11 des angefochtenen Entscheids). Müssten die Fahrzeuge beim erheblichen Wert des zu vergebenden Auftrags bereits bei der Einreichung der Offerten vorhanden sein, würden die Anbieterinnen erhebliche Investitionen eingehen, die bei Nichterteilung des Zuschlags nutzlos wären (vgl. Urteil 2D_17/2020 vom 30. November 2020 E. 5.3). Dies würde zwangsläufig viele grundsätzlich interessierte Anbieterinnen vom Vergabeverfahren ausschliessen. Die vorinstanzliche Auslegung des Eignungskriteriums "Eignungsnachweise" verhindert in verfassungskonformer Weise, dass interessierte Anbieterinnen angesichts potenziell nutzloser Investitionen von der Angebotseinreichung absehen.