Citation: 6B_4/2019 E. 5.3.2

5.3.2. Die Vorinstanz erachtet grundsätzlich als unbestritten, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf Entschädigung seiner Aufwendungen für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte im Sinne von Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO hat. Vorliegend sei jedoch die Höhe der Parteientschädigung umstritten. Während der Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 100 Stunden zu Fr. 230.-- verlange, erachte die Staatsanwaltschaft einen Gesamtaufwand von 30 Stunden als angemessen. Die Vorinstanz erwägt, vorliegend handle es sich um kein Verfahren von aussergewöhnlichem Umfang oder einer Vielzahl von Tatbeständen. Die Strafsache sei von mittlerer Komplexität. Der überdurchschnittliche Umfang der Strafsache, die keine nennenswerten rechtlichen Schwierigkeiten aufweise, sei überwiegend auf die Vorgehensweise des Beschwerdeführers im Verfahren zurückzuführen. Die dem Beschwerdeführer in der Einstellungsverfügung zugesprochene Parteientschädigung von Fr. 8'000.-- liege innerhalb des Gebührenrahmens und werde damit begründet, dass er selbst die Länge des Prozesses beziehungsweise die vielen Arbeitsstunden verursacht habe. Hinzukomme, dass er vier verschiedene Anwälte zeitverschieden beigezogen habe, ohne einen plausiblen Grund dafür gehabt zu haben. Er habe zahlreiche Beschwerden, Ausstandsbegehren und Strafanzeigen eingereicht sowie um zahlreiche Terminverschiebungen ersucht, die eine speditive Führung der Untersuchung erheblich erschwert hätten. Darüber hinaus habe die Verteidigung unaufgefordert Eingaben verfasst, die teilweise ohne Belang und in diesem Ausmass unnötig gewesen seien. Dies und das Verhalten des Beschwerdeführers während der Einvernahmen mit ausschweifenden Aussagen, obwohl er aufgefordert worden sei, nur die gestellten Fragen zu beantworten, hätten zu einer Verzögerung des Prozesses sowie zu unnötigem Aufwand und damit verbundenen Kosten geführt. Ferner seien die Kostennoten des Beschwerdeführers bezüglich Aufwand nicht hinreichend substanziiert. Die Staatsanwaltschaft erachte den geltend gemachten Aufwand zu Recht als deutlich übersetzt. Das von ihr festgesetzte Honorar von pauschal Fr. 8'000.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) erscheine angemessen. Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers liessen sich dessen Kostennoten und jene der Beschwerdegegnerin 2 aufgrund der unterschiedlichen Prozessinteressen und -strategien nicht direkt vergleichen. Jedenfalls könne der Beschwerdegegnerin 2 und ihrer Anwältin nicht vorgeworfen werden, sie hätten das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer unnötig verzögert. Die lange Dauer der Einvernahmen und die weiteren Verfahrensverzögerungen durch den Beschwerdeführer stünden in keinem ursächlichen Zusammenhang mit der Anwältin und/oder der Beschwerdegegnerin 2. Die Beschwerdegegnerin 2 beziehungsweise deren Anwältin seien berechtigt gewesen, den ihrerseits im Strafverfahren entstandenen Aufwand in Rechnung zu stellen (Beschluss S. 17 ff.).