Citation: 6P.108/2005 24.02.2006 E. 1

Nach Art. 275 Abs. 5 BStP setzt der Kassationshof die Entscheidung über die Nichtigkeitsbeschwerde in der Regel bis zur Erledigung einer staatsrechtlichen Beschwerde aus. Ein Abweichen von der Regel ist aus prozessökonomischen Gründen zulässig, wenn sich durch die vorgängige Behandlung der Nichtigkeitsbeschwerde das Verfahren vereinfacht oder sich die Beurteilung der staatsrechtlichen Beschwerde gegebenenfalls gar erübrigt. Der Beschwerdeführer ficht mit staatsrechtlicher Beschwerde die Kosten- und Entschädigungsregelung des Obergerichts an. Mit Nichtigkeitsbeschwerde wendet er sich gegen den Schuldspruch der üblen Nachrede und die Strafzumessung. Soweit sich die in der Nichtigkeitsbeschwerde erhobenen Rügen in Bezug auf den Schuldspruch als begründet erweisen sollten, erübrigte sich die Beurteilung des Kostenentscheids, so dass es sich rechtfertigt, die Nichtigkeitsbeschwerde im vorliegenden Fall zuerst zu behandeln.