Citation: 5A_779/2024 E. 3.5.2

3.5.2. Soweit die Beschwerdeführerin sodann die Dringlichkeit der ergriffenen Massnahmen im Entscheidzeitpunkt bestreitet, geht sie zum einen von falschen Grundlagen aus (so fordert sie eine "besondere" Dringlichkeit, wobei sie sich auf superprovisorische Anordnungen bezieht, die vorliegend jedoch gar nicht in Frage stehen, und zitiert Art. 11 des Haager Kindesschutzübereinkommens, in dem es aber nur um die Zuständigkeit zum Ergreifen von Massnahmen geht). Zum anderen dreht sich auch dieser Einwand letztlich einzig und allein darum, dass die Beschwerdeführerin sich angeblich vom Kindesvater getrennt hat und deswegen keine Kindswohlgefährdung mehr gegeben ist bzw. war, was gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen aber gerade nicht der Fall ist. Weshalb die vorinstanzliche Einschätzung, die Probleme seien mit dem Auszug des Kindesvaters bzw. der Trennung der Eltern nicht behoben, geradezu willkürlich sein sollte, legt die Beschwerdeführerin nicht dar bzw. setzt sie sich mit dieser Erwägung gar nicht im Detail auseinander. Damit hat es sein Bewenden. Dass der Beschwerdeführerin bei dieser Ausgangslage nach der Trennung zunächst die Chance hätte gegeben werden müssen, ihre Kinder "allein" zu betreuen, trifft daher nicht zu. Die weiteren Ausführungen der Beschwerdeführerin - insbesondere betreffend die eingesetzte Beiständin, die ihre Anträge angeblich gestellt hatte, ohne ein einziges Mal Kontakt mit der Familie gehabt zu haben - zielen am Thema vorbei. Darauf ist nicht einzugehen.