Citation: U 261/02 02.05.2003 E. 2

2.1 Über den Ablauf des Unfalls vom 14. Mai 1999 ist den Akten, insbesondere dem Polizeirapport sowie den Angaben des Beschwerdeführers vom 13. Juli 1999, zu entnehmen, dass letzterer in einer scharfen Linkskurve die Herrschaft über das von ihm gelenkte Auto verlor, wobei dieses zunächst seitlich gegen eine Steinwand am rechten Strassenrand und danach frontal in die auf der linken Strassenseite befindliche Steinmauer prallte. Der Beschwerdeführer wurde nach eigenen Angaben mit Kopf und Nacken an die Nackenstütze sowie mit der Brust auf das Lenkrad geschleudert. Er zog sich gemäss Bericht des Spitals X.________ vom 15. Mai 1999 ein HWS- Distorsionstrauma, eine Quetschung des Brustkorbes und eine Schädelprellung zu. Im Übrigen wird im polizeilichen Rapport die Frage nach Verletzten verneint. Von diesen in zeitlicher Nähe zum Unfallgeschehen getroffenen Feststellungen ist auszugehen. 2.2 Der medizinische Sachverhalt ist in physischer und psychischer Hinsicht ausreichend dokumentiert. Gestützt auf die durchgeführten Untersuchungen und die Stellungnahmen insbesondere des Dr. med. L.________, der Klinik R.________, des Kreisarztes Dr. med. G.________ sowie des Neurologen Dr. med. H.________, SUVA-Ärzteteam Unfallmedizin, gelangten Vorinstanz und SUVA mit Recht zum Ergebnis, es lägen keine somatischen Unfallfolgen mehr vor. Auf Grund der medizinischen Aktenlage ist davon auszugehen, dass sich bereits relativ kurze Zeit nach dem Unfall ein psychisches Beschwerdebild entwickelt hat (Berichte des Dr. med. L.________ vom 15. September 1999, des Dr. med. V.________ vom 6. Dezember 1999 und des Dr. med. M.________, Klinik R.________, vom 28. Januar 2000), welches in der Folge den wesentlichen limitierenden Faktor darstellte (Schlussbericht der Klinik R.________ vom 20. März 2000; Stellungnahme des SUVA-Kreisarztes Dr. med. G.________ vom 28. Juli 2000). Angesichts der unauffälligen organischen Befunde ist davon auszugehen, dass die psychisch begründete Symptomatik im Verlauf der gesamten Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt dominierte, während die physischen Beschwerden im Vergleich dazu ganz in den Hintergrund getreten sind. Selbst wenn als hinreichend erstellt anzusehen wäre, dass das nach Schleudertraumen der HWS oder äquivalenten Verletzungen nicht selten beobachtete und deshalb von der Rechtsprechung als typisch bezeichnete "bunte" Beschwerdebild (BGE (BGE 119 V 338 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b) jedenfalls teilweise vorlag, wäre deshalb die Adäquanz des Kausalzusammenhangs nach der Rechtsprechung zu einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall (BGE 115 V 133) zu beurteilen (BGE 123 V 99 Erw. 2a; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 439 Erw. 3b). Auf die abweichenden Aussagen des Psychiaters Dr. med. V.________ und der Neurologisch-neurochirurgischen Poliklinik des Spitals E.________ kann, wie die SUVA - insbesondere in der vorinstanzlichen Beschwerdeantwort vom 31. Oktober 2001 - und ihr folgend das kantonale Gericht mit zutreffender Begründung festgehalten haben, nicht abgestellt werden. Angesichts der in der Klinik R.________ durchgeführten neuropsychologischen Untersuchung ist eine erneute diesbezügliche Abklärung nicht erforderlich, da davon keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d; SVR 2003 AHV Nr. 4 S. 11 Erw. 4.2.1 mit Hinweisen).