Citation: 5D_112/2019 E. 3

Die Beschwerdegegner stützen sich auf ihre je vom 12. Dezember 2013 datierende Ermessensveranlagungsverfügung und ihre Schlussrechnung sowie ihre vom 13. Oktober 2013 datierende Bussenverfügung. Der Beschwerdeführer bestreitet die Zustellung. Das Kantonsgericht hat erwogen, der Beweis für die Zustellung der nicht eingeschrieben versandten Verfügungen könne durch Indizien erbracht werden. Gemäss den Akten habe das Steueramt die Steuererklärung am 19. Mai und am 18. Juli 2013 angemahnt. Am 13. Oktober 2013 habe es eine Bussenverfügung wegen Nichteinreichung der Steuererklärung erlassen. Alle drei Dokumente seien an die Adresse "B.________strasse yyy, zzzz Luzern" adressiert worden. Ebenfalls an diese Adresse seien die Mahnungen vom 30. Januar und 27. März 2014 für den Steuerbetrag laut Rechnung vom 12. Dezember 2013 gegangen. Mit Schreiben vom 29. Dezember 2017 (nunmehr an die Adresse in U.________ gerichtet) habe das Steueramt den Ausstand 2012 erneut gemahnt. Es sei wenig wahrscheinlich, dass ein Adressat keine einzige von mindestens sechs mit gewöhnlicher Post versandten Sendungen erhalte, ohne dass der Absender von der Unzustellbarkeit erfahre. Dies lasse sich vernünftigerweise nur damit erklären, dass der Beschwerdeführer zwar postalisch immer noch unter der bisherigen Adresse erreichbar war, es aber unterliess, für die Nachsendung besorgt zu sein. Jedenfalls die Mahnung vom 29. Dezember 2017 samt Kontoauszug mit den Angaben über die gegen ihn gerichtete Forderung habe der Beschwerdeführer erhalten, ohne dass er darauf angemessen reagiert hätte. Zwar mache er geltend, er habe Kontakt mit der Behörde in Luzern gesucht. Was er damit bezweckte und was Inhalt seiner Bemühungen war, habe er mit Ausnahme eines Hinweises auf die Bitte um einen persönlichen Termin zur Klärung der Angelegenheit nicht dargelegt. Der Beschwerdeführer wäre nach Treu und Glauben verpflichtet gewesen, Erkundigungen einzuholen und gegebenenfalls Rechtsmittel zu ergreifen, und habe nicht einfach zuwarten dürfen, bis er betrieben würde. Vielmehr könne sein Untätigbleiben als Akzept gewertet werden, mit der Folge, dass der formell nicht korrekt zugestellte Entscheid trotzdem rechtskräftig und vollstreckbar wurde (unter Hinweis auf BGE 141 I 97 E. 7.1 S. 103).