Citation: 9C_909/2017 E. 5.2.3

5.2.3. Die Vorinstanz stellte im Zusammenhang mit der (fehlenden) Therapieresistenz fest, der behandelnde Arzt hätte einen Klinikaufenthalt erwogen, ein solcher sei jedoch nach Lage der Akten nicht umgesetzt worden. "Im Gegenteil", habe die Beschwerdeführerin ein Aufbautraining bei der E.________ GmbH absolviert. Indessen ist in Bezug auf den "Schweregrad der Gesundheitsschädigung" nicht nur die medizinische Behandlung sondern auch die Eingliederung im Rechtssinne von Bedeutung; die versicherte Person hat an entsprechenden Eingliederungs- und Integrationsmassnahmen teilzunehmen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 300). In diesem Sinne können medizinische Behandlungen und Eingliederungsmassnahmen nicht gleichsam gegeneinander ausgespielt werden. Der Umstand, dass die Versicherte anstelle einer stationären Therapie eine Eingliederungsmassnahme absolvierte, darf somit nicht zu deren Ungunsten ausgelegt werden.