Citation: 6B_194/2023 E. 4.1.2

4.1.2. Die Vorinstanz erwägt unter Verweis auf das Kriminalgericht, dem polizeilichen Ermittlungsbericht sowie einer Geldflussrechnung könne entnommen werden, dass ab dem 4. August 2014 bis 6. Juli 2015, als ausschliesslich die Beschwerdeführerin über das Darlehenskonto verfügen konnte, von diesem Zahlungen für private Zwecke der Beschwerdeführerin oder solche ohne Zusammenhang mit dem Umbauprojekt erfolgt seien. Dies, indem die Beschwerdeführerin direkt vom Konto Buchungen auslöste oder Teilbeträge auf private Konten überwies. In der Folge listen die Vorinstanzen zahlreiche Zahlungen der Beschwerdeführerin auf, etwa für Lebensmittel, Kleidung, Hotel- und Restaurantbesuche, das Betreibungsamt, die kantonalen und kommunalen Finanzbehörden sowie die Vermieter der Beschwerdeführerin. Knapp Fr. 21'000.-- konnten keinem Verwendungszweck zugeordnet werden. Davon habe die Beschwerdeführerin zwischen dem 9. Dezember 2014 und dem 19. Mai 2015 Fr. 16'600.-- in bar bezogen. Eine zweckgemässe Verwendung dieses Betrages sei nicht möglich, da nach dem Darlehensvertrag nur der Bautreuhänder Auszahlungen hätte tätigen dürfen. Die Beschwerdeführerin habe eine zweckgemässe Verwendung der Barbezüge auch nicht behauptet. Aus den Akten ergebe sich klar, dass die Beschwerdeführerin gewusst habe, dass sie das Darlehen ausschliesslich für die Fertigstellung des Guesthouse verwenden durfte. Sie habe dem Bautreuhänder gar schriftlich mitgeteilt, sie werde den Verwendungszweck des Darlehens, wonach dieses nur für den Bau benutzt werden dürfe, ändern, da die Beschwerdegegnerin 2 wisse, dass sie (die Beschwerdeführerin) das Geld auch für sich brauche. Es gebe indes keine Hinweise darauf, dass der ursprüngliche Zweck des Darlehens während dessen kurzer Laufzeit geändert worden wäre. Die Beschwerdeführerin habe vor Erstinstanz eingeräumt, dass ihr die Vereinbarung mit der Beschwerdegegnerin 2 im Endeffekt gleichgültig gewesen sei. Dass sie um die zweckwidrige Verwendung gewusst habe, ergebe sich auch daraus, dass die Beschwerdeführerin die Gelder erst nach der Kündigung des Darlehens durch die Beschwerdegegnerin 2 am 30. Juli 2014 (per Ende Februar 2015) für ihre Zwecke verwendet habe. Das Darlehen sei per 6. Juli 2015 bis auf einen Restbetrag von Fr. 148.92 aufgebraucht gewesen. Nach ihren Angaben habe die Beschwerdeführerin über keine eigenen Mittel verfügt. Auch um die versprochene Hypothekarfinanzierung habe sie sich nicht gekümmert. Sie sei daher nicht in der Lage gewesen, das Darlehen an die Beschwerdegegnerin 2zurückzubezahlen. Die Vorinstanz erachtet den Anklagesachverhalt als erstellt, wobei sie die Deliktssumme auf Fr. 68'473.45 reduziert, weil erwiesen sei, dass die Beschwerdeführerin dem Bautreuhänder am 17. Juni 2014 Fr. 30'000.-- in bar zukommen liess und diese Summe daher zweckgemäss verwendete.