Citation: 1B_245/2019 E. A

Am 8. November 2017 verurteilte das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt in Dreierbesetzung als Berufungsinstanz A.________ wegen versuchten Totschlags zu 18 Monaten Freiheitsstrafe unter Aufschub des Vollzugs und ordnete eine stationäre Suchtbehandlung an. Mit Urteil 6B_183/2018 vom 31. Oktober 2018 hiess das Bundesgericht eine dagegen erhobene Beschwerde wegen Gehörsverletzung aufgrund einer ungenügenden Entscheidbegründung durch im Wesentlichen Verweis auf das erstinstanzliche Strafurteil gut, hob das Urteil des Appellationsgerichts auf und wies die Sache zu neuer Entscheidung an dieses zurück. Mit Eingabe vom 10. Dezember 2018 an das Appellationsgericht beantragte A.________, die Streitsache wegen unzulässiger Zusammensetzung des Strafgerichts an dieses zurückzuweisen, allenfalls das Berufungsverfahren in Neubesetzung des Appellationsgerichts zu wiederholen. In jedem Fall ersuchte sie um Ausstand der am Urteil vom 8. November 2017 beteiligten Appellationsrichter Christian Hoenen, Christoph A. Spenlé und Jacqueline Frossard sowie des Gerichtsschreibers Aurel Wandeler. Mit Urteil vom 22. März 2019 wies das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt als Dreiergericht in geänderter Besetzung das Ausstandsbegehren ab. Im Wesentlichen führte es dazu aus, das Berufungsgericht sei ohnehin neu zu besetzen; aus verfahrensökonomischen Gründen rechtfertige es sich, über das Ausstandsgesuch zu entscheiden, wobei die frühere Mitwirkung am vom Bundesgericht aufgehobenen Urteil keinen Ausstandsgrund begründe und auch sonst ein solcher nicht ersichtlich sei.