Citation: 4C.471/2004 24.06.2005 E. 1

Am 17. Mai 2002 eröffnete der Kläger bei der Beklagten das Konto Nr. 0000000 , auf welches er USD 424'269.93 einzahlte. Mit Telefax vom 23. Mai 2002 erteilte der Kläger der Beklagten den Auftrag, im Nominalbetrag von USD 2,2 Mio. Obligationen der 12 % Anleihe Republik Argentinien 2001-2031, Valor 1248190, zu kaufen. Das Faxschreiben war überschrieben mit "Kauf USD 2,2 Mio., 1248190 12 % ARGENTINIA 31". Handschriftlich war sodann festgehalten: "Neuer Limitkurs 20,75 %! Danke! Y.________" sowie "Gültig 27.05.02". Am 24. Mai 2002 (Freitag) kaufte die Beklagte für den Kläger die Anleihe für den Nominalbetrag von USD 2 Mio. zu einem Kurs von "21,995 % FLAT". Der Kaufpreis betrug USD 439'900.-- (ohne Kommission). Mit Faxschreiben vom 26. Mai 2002 (Sonntag) ersuchte der Kläger die Beklagte, den Kaufauftrag zu stornieren, mit der Begründung: "Der Kurs scheint etwas weiter nachzugeben, so dass ich noch etwas abwarten möchte". In der Folge beklagte sich der Kläger darüber, dass die Beklagte am 24. Mai 2002 die Obligationen zu einem Preis von 21,995 % anstatt zu der von ihm definierten Limite von 20,75 % gekauft hatte. Umstritten ist im vorliegenden Verfahren einerseits, ob der Erwerb der Obligationen zum Preis von 21,995 % anstatt der vom Kläger vorgegebenen Limite von 20,75 % als Vertragsverletzung zu qualifizieren ist (nachfolgend E. 2). Sollte eine Vertragsverletzung zu bejahen sein, ist weiter zu prüfen, ob dem Beklagten dadurch ein Schaden entstanden ist (nachfolgend E. 3).