Citation: C 250/06 02.02.2007 E. 3

3.1 Unbestritten geblieben ist die grundsätzliche Berechtigung der Arbeitslosenkasse zur geltend gemachten Rückerstattungsforderung. Zu prüfen ist einzig, ob die heutige Beschwerdeführerin zufolge des Leistungsbezugs durch ihren Sozialdienst auch als rückerstattungspflichtige Stelle zu gelten hat. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt diese aus, sie habe der Versicherten keine Fürsorgeleistungen ausgerichtet, da dieser keine solchen zugestanden hätten, wären die Arbeitslosentaggelder früher ausbezahlt worden; sie habe lediglich Leistungen, welche die Arbeitslosenkasse bereits ab Januar 2005 hätte erbringen müssen, bevorschusst und den von der Arbeitslosenversicherung erhaltenen Betrag, soweit er ihre Vorschusszahlungen überstieg, Ende April 2005 an die Versicherte weitergeleitet; eine Rückforderung wäre daher direkt an die Anspruchsberechtigte zu stellen, hätte sie selbst sonst doch für die unkorrekte Berechnung und Auszahlung der Leistungen der Arbeitslosenversicherung "die Verantwortung zu übernehmen". 3.2 Mit dieser Argumentation wird die Rechtmässigkeit der von der Arbeitslosenversicherung gegenüber der Beschwerdeführerin geltend gemachten Rückerstattungspflicht nicht in Frage gestellt. Art. 2 Abs. 1 lit. c ATSV nennt als zur Rückerstattung verpflichtete Stellen ausdrücklich auch Dritte und Behörden, an welche die unrechtmässig gewährte Leistung nachbezahlt wurde. Nachdem die Beschwerdeführerin die zu viel ausgerichteten Leistungen von der Arbeitslosenkasse empfangen hat, kann auch ausschliesslich sie zu deren Rückerstattung verpflichtet werden. Wie und wozu sie die erhaltenen Leistungen verwendet hat, muss dabei ohne Belang bleiben, zumal die Arbeitslosenkasse gar nie die Möglichkeit hatte, darauf Einfluss zu nehmen. Dass die Beschwerdeführerin die ihre Vorschusszahlungen übersteigende Arbeitslosenentschädigung an die taggeldberechtigte Versicherte weiterleitete, ändert daher an ihrer Rückerstattungspflicht nichts (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, N 16 zu Art. 25). Sie wird sich, will sie sich schadlos halten, an die Versicherte selbst wenden müssen. Umgekehrt ist - was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde angeregt wird - nicht ersichtlich, wie die Arbeitslosenkasse, welche ihre Zahlungen gar nicht der Versicherten ausbezahlt hat, von dieser direkt eine Rückerstattung fordern könnte.