Citation: U 290/00 27.07.2001 E. 4

4.- Zu prüfen bleibt, wie sich die festgestellte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in erwerblicher Hinsicht auswirkt. a) Bei der Ermittlung des Valideneinkommens (hypothetisches Einkommen ohne Invalidität) ist entscheidend, was der Versicherte im massgebenden Zeitpunkt mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b mit Hinweis; Urteil K. vom 3. Mai 2001, I 49/01). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Vorliegend sind daher die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers vom 12. Dezember 1996 - und zwar, entgegen den Ausführungen des kantonalen Gerichts, auch in Bezug auf die relevante Arbeitszeit - heranzuziehen, wonach dieser im Jahre 1996 einen Stundenlohn von Fr. 22.25 zuzüglich einer Gratifikation von 8,33 % erhalten hätte. Für das Jahr 1997 ergibt sich hieraus - hochgerechnet auf 2'138 Jahresstunden - ein Jahresgehalt von Fr. 51'533.- ([Fr. 22.25 + 8,33 %] x 2'138) sowie in Berücksichtigung der massgeblichen Nominallohnentwicklung (1997: 0,5 %; Die Volkswirtschaft, 1999 Heft 12, Anhang S. 28, Tabelle B10.2) von Fr. 51'791.-. b) aa) SUVA und primär auch die Vorinstanz haben bei der Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) auf sog. DAP-Lohnangaben (vgl. hiezu RKUV 1999 Nr. U 434 S. 412; SZS 1998 S. 487) abgestellt. Danach hätte der Beschwerdeführer - unter Ausklammerung der beidhändige Überkopfarbeiten erfordernden Tätigkeit als Betriebsmitarbeiter (Bedienen von Rohr- und Fräsmaschinen) bei der Firma H.________ AG - als Mitarbeiter im Bereich Montage, Bürstenfabrikation oder Abfüllerei in Industriebetrieben der Region Zentralschweiz einen Lohn von monatlich durchschnittlich Fr. 3'697.- oder Fr. 44'364.- im Jahr erzielen können. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird die Zumutbarkeit dieser Verweisungstätigkeiten mit dem Argument bestritten, sie trügen den erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Versicherten nicht angemessen Rechnung. Dieser Einwand ist allenfalls in Bezug auf die Arbeitsplätze bei der Firma I.________ AG (Teilfertigung/ Motorenmontage) sowie der Firma B.________ AG (Abfüllerei) gerechtfertigt, da bei beiden Beschäftigungen auch das Heben und Tragen von Gewichten von 5 bis 10 kg als notwendig genannt wird, erscheint jedoch im Übrigen als weitgehend unbegründet. Nähere Abklärungen sind indessen nicht erforderlich, weil sich die Invaliditätsbemessung von SUVA und Vorinstanz unter anderen Gesichtspunkten als korrekt erweist. bb) Gemäss den zutreffenden Erwägungen des kantonalen Gerichts können nach der Rechtsprechung - sofern der Versicherte wie vorliegend nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihm an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat - für die Ermittlung des Invalideneinkommens Tabellenlöhne herangezogen werden, wie sie in der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) enthalten sind. Laut Tabelle A 1.1.1 der LSE 1994 betrug der durchschnittliche Monatslohn von Männern im privaten Sektor für einfache und repetitive Arbeiten (Anforderungsniveau 4) bei 40 Arbeitsstunden in der Woche im Jahre 1994 Fr. 4'127.-. In Berücksichtigung einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,9 Stunden (LSE 1994 S. 42) sowie der bis 1997 eingetretenen Nominallohnerhöhung (1995: 1,3 %; 1996: 1,3 %; 1997: 0,5 %; Die Volkswirtschaft, a.a.O.) ergibt sich ein monatliches Einkommen von Fr. 4'458.-, was einem Jahresverdienst von Fr. 53'496.- entspricht. Die herangezogenen tabellarischen Löhne können rechtsprechungsgemäss sodann bis zu 25 % gekürzt werden (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5 mit Hinweisen). In Würdigung der gesamten persönlichen und beruflichen Umstände erscheint vorliegend auf Grund der Tatsache, dass der gesundheitlich beeinträchtigte Versicherte, der selbst im Rahmen leichter Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig ist, lohnmässig gegenüber seinen gesunden Kollegen benachteiligt ist (BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb), ein Abzug vom Tabellenlohn von 15 % als angemessen. Eine weitergehende Herabsetzung rechtfertigt sich nicht, da der Beschwerdeführer im linken Armbereich nur bei über Schulterhöhe auszuführenden Arbeiten eingeschränkt ist und es sich dabei nicht um seine dominante Hand handelt. Es ist demgemäss von einem zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 45'472.- auszugehen, woraus im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 51'791.- ein Invaliditätsgrad von rund 12 % resultiert. Selbst wenn im Übrigen - der Vorinstanz folgend - zur Ermittlung des Invalideneinkommens auf regionale Bruttolöhne im privaten Sektor abgestellt würde (vgl. Tabelle A 5.2.1, LSE 1994 S. 107), beliefe sich das massgebliche Jahresgehalt im Jahre 1997 in der Region Zentralschweiz (Luzern, Zug) auf Fr. 52'704.- oder in Berücksichtigung eines Abzugs von 15 % auf Fr. 44'798.-, was in Gegenüberstellung zum Valideneinkommen eine Erwerbsunfähigkeit von knapp 14 % ergäbe. Der von SUVA und Vorinstanz angenommene Invaliditätsgrad von 15 % ist demnach nicht zu beanstanden.