Citation: 1C_565/2014 E. 3.5

3.5. Es erscheint tatsächlich wenig wahrscheinlich, dass es sich beim angerufenen allgemeinen Vorbehalt der "Duldung der Durchleitungsrechte für die vorhandenen Werkleitungen der Gemeinde (Elektr. und Wasser) " um eine Standardformulierung handelte; dies könnte dafür sprechen, dass die zuständigen Angestellten oder Gemeindeorgane zum damaligen Zeitpunkt tatsächlich der Meinung waren, die Leitung befinde sich im Eigentum der Gemeinde. Das Verwaltungsgericht ist dennoch nicht in Willkür verfallen, wenn es aus der angerufenen Passage nicht ableitete, die fragliche Leitung sei spätestens im Jahr 1990 von der Gemeinde übernommen worden, denn eine rechtlich unzutref-fende Erklärung von Angestellten oder Behördenmitgliedern vermag eine frühere vertragliche oder hoheitliche Übernahme der umstrittenen Leitung nicht zu beweisen.