Citation: 9C_282/2017 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht verglich die beiden polydisziplinären Gutachten der MEDAS vom 21. April 2010 und 3. März 2016 miteinander. Dabei gelangte es zum Schluss, dass sowohl in rheumatologischer wie auch insbesondere in psychischer Hinsicht im Vergleichszeitraum eine erhebliche Verbesserung eingetreten sei. So sei im Gutachten von 2010 eine schwere Depression diagnostiziert worden und die psychischen Beschwerden hätten klar im Vordergrund gestanden. Im aktuellen Gutachten sei keine Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen mehr attestiert worden, was aus verschiedenen Gründen plausibel sei. In den Untersuchungen seien Diskrepanzen und Inkonsistenzen festgestellt worden; zudem habe die Beschwerdeführerin ein aggravatorisches Verhalten an den Tag gelegt und dadurch eine seriöse Diagnosestellung einer schweren Depression verunmöglicht. Aufgrund der von den Fachärzten gewonnenen Erkenntnisse sei die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit als voll arbeitsfähig zu erachten. 3.2 Die Beschwerdeführerin bringt keine Einwendungen vor, die geeignet wären, die vorinstanzlichen Feststellungen des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts als offensichtlich unrichtig oder die darauf basierenden Folgerungen als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Eine unvollständige Ermittlung der tatbeständlichen Grundlagen ist nicht erkennbar, weshalb sich eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Ergänzung des Sachverhalts erübrigt. 3.3 Die Versicherte vermag sodann nicht darzutun, weshalb dem Gutachten der MEDAS vom 3. März 2016, auf welches sich das kantonale Gericht hauptsächlich stützt, nicht beweiskräftig sein soll. Die in der Beschwerde aufgeworfene Frage nach der Beweislast würde sich ferner erst stellen, wenn nach Vornahme der in Betracht fallenden Abklärungen von Beweislosigkeit auszugehen wäre. Die trifft hier nicht zu, hat doch die Vorinstanz die Darlegungen der Experten als beweiskräftig erachtet, welche festgehalten hatten, dass sich die im Jahr 2010 diagnostizierte schwere Depression nicht mehr bestätigen lasse. Was schliesslich den leidensbedingten Abzug vom hypothetischen Invalideneinkommen von 10 % betrifft, bemerkt die Beschwerdeführerin richtig, dass dieser einer letztinstanzlichen Korrektur nur zugänglich ist, wenn die Vorinstanz ihr Ermessen rechtsfehlerhaft betätigt hat (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). Davon kann hier nicht gesprochen werden. Die Vorinstanz hat den Abzug von 10 % vom Tabellenlohn hinreichend begründet. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor. Die beschwerdeweise vorgetragenen Argumente für einen höheren Abzug sind nicht stichhaltig. Namentlich die bereits länger dauernde Abwesenheit vom Arbeitsmarkt und das Alter von 56 Jahren (zum massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 22. September 2016) sind unter dem Aspekt des an die Vorinstanz gerichteten Vorwurfs rechtsfehlerhafter Ermessensbetätigung ohne Belang, während Anhaltspunkte dafür, dass die Versicherte aufgrund ihrer Nationalität Nachteile bei der Stellensuche zu gewärtigen habe, nicht bekannt sind und nicht substanziiert geltend gemacht werden (vgl. zu den für einen Abzug vom Invalideneinkommen massgebenden Kriterien BGE 126 V 75 E. 5b aa-cc S. 78).