Citation: 9C_206/2024 E. 4.2

4.2. Was die Beschwerdeführer dagegen vorbringen, hält stand: Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer seine Wiedereinkäufe - mangels anderer Hinweise - wie im wiedergegebenen Urteil 9C_526/2023 vom 29. Mai 2024 (E. 3.5 hiervor) ausschliesslich aus Eigenmitteln finanziert hat. Sodann ist zu berücksichtigen, dass er gemäss vorinstanzlicher Feststellung - ebenfalls wie bei dem dem Urteil 9C_526/2023 vom 29. Mai 2024 zugrunde liegenden Sachverhalt (E. 3.5 hiervor) - bereits kurz nach seiner Scheidung damit begonnen hatte, regelmässig Wiedereinkäufe in die Vorsorgestiftung C.________ zu tätigen. Mit Blick auf die 2018 und 2019 getätigten Einkäufe im Umfang von total Fr. 478'000.- (188'000.- + 290'000.-) wird ersichtlich, dass sich der Beschwerdeführer in den Jahren 2016 und 2017 in der Höhe von Fr. 350'000.- (828'000.- - 478'000.-) wieder eingekauft hatte. Es ist somit von einem planmässigen Vorgehen zur Schliessung der durch die Scheidung entstandenen Vorsorgelücke auszugehen (vgl. E. 3.5 hiervor). Dass die Einkäufe - anders als in der Konstellation gemäss Urteil 9C_526/2023 vom 29. Mai 2024 (E. 3.5 hiervor) - nicht in jedem Jahr gleich hoch waren, ändert daran nichts. Untauglich ist bei dieser Sachlage der Hinweis der Vorinstanz darauf, dass zwischen dem letzten Einkauf und dem Kapitalbezug vom 1. August 2019 nur wenige Monate lagen und dass der Kapitalbezug den 2019 eingekauften Betrag lediglich um rund 20 % überstieg. Diese Argumente resultieren aus einer auf das Jahr 2019 eingeschränkten Betrachtung. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist jedoch eine Gesamtschau vorzunehmen (E. 3.5 hiervor). Den Argumenten könnte daher höchstens dann ein Gewicht zukommen, wenn bis kurz vor dem Zeitpunkt des Kapitalbezugs keine oder nur unbeachtliche Wiedereinkäufe getätigt worden wären, wovon vorliegend jedoch keine Rede sein kann. Andernfalls würde der Gehalt von Art. 79b Abs. 4 BVG in unzulässiger Weise eingeschränkt (vgl. Urteil 9C_526/2023 vom 29. Mai 2024 E. 5.1). In diesem Zusammenhang ist insbesondere auch zu berücksichtigen, dass dem Beschwerdeführer insgesamt lediglich rund vier Jahre zur Verfügung standen, um eine nicht unbeachtliche Summe wieder einzukaufen (vgl. E. 3.5 hiervor, wo der letzte Einkauf im Vormonat zur Pensionierung erfolgt war). Mit Blick auf den Umstand, dass ein Grossteil des Wiedereinkaufs in den Jahren 2016 bis 2018 erfolgt war, könnte auch nicht auf ein missbräuchliches Verhalten geschlossen werden, wenn der Beschwerdeführer bereits Mitte 2018 gewusst hätte, wieviel er per 1. August 2019 in Kapitalform beziehen würde. Entgegen der Vorinstanz sind mit Blick auf das Reglement der Vorsorgestiftung C.________ schliesslich grundsätzlich auch Wiedereinkäufe nach Erreichen des ordentlichen Pensionsalters geeignet, den Vorsorgeschutz zu verbessern. Die Beschwerdeführer verweisen in diesem Zusammenhang insbesondere zu Recht auf die reglementarischen Bestimmungen zur Altersrente. Diese wird auf der Grundlage des vorhandenen Sparkapitals berechnet. Bestandteil dieses Sparkapitals sind unter anderem die Einlagen gemäss Einkaufsplan samt Zins (vgl. Art. 7 in Verbindung mit Art. 6 des Reglements). Dass über das ordentliche Rentenalter hinaus noch Altersguthaben geäufnet werden kann, ist bei der Möglichkeit zur Weiterarbeit systemimmanent und stellt - gegenüber der Konstellation im Urteil 9C_526/2023 vom 29. Mai 2024 (E. 3.5 hiervor) - keinen entscheidwesentlichen Unterschied dar. Die Anforderungen für die Annahme einer Steuerumgehung sind gerade in den Fällen von Art. 79b BVG hoch, hiervon ist nur in ausserordentlichen Situationen auszugehen. Dass derartige Umstände vorliegend erfüllt wären, ist mit Blick auf das Dargelegte nicht ersichtlich. Eine Steuerumgehung liegt daher nicht vor. Indem die Vorinstanz anders beschieden hat, hat sie Recht verletzt. Der von den Beschwerdeführern geltend gemachte Abzug nach Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG ist somit zuzulassen und die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer 2019 gutzuheissen.