Citation: C 202/01 03.09.2002 E. 3

3.- a) Bei einer prospektiven Beurteilung der Vermittlungsfähigkeit im Zeitpunkt des Verfügungserlasses ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer seinen letzten Arbeitstag am 14. März 1997 absolviert hatte und anschliessend Leistungen der SUVA bezog. Mit Schreiben vom 14. Juli 2000 teilte ihm die Unfallversicherung mit, dass sie - wie auch die Invalidenversicherung - die Rentenfrage prüfe und dass vorgesehen sei, die Taggeld- und Heilkostenleistungen per 31. August 2000 einzustellen. Im auf diesen Zeitpunkt hin gestellten Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 24. August 2000 beantwortete der Versicherte die Frage, in welchem Ausmass er bereit und in der Lage sei zu arbeiten mit "Teilzeit; Stunden pro Woche unklar". Zudem wies er unter Bemerkungen darauf hin, ab 1. September 2000 sollte die Invalidenversicherung ein Taggeld ausrichten, die Höhe der Arbeitsfähigkeit sei jedoch noch unklar. Ans Gespräch beim RAV vom 6. September 2000 erschien der Beschwerdeführer - wie auf den Notizen vermerkt und anlässlich der gerichtlichen Befragung durch den zuständigen Sachbearbeiter glaubwürdig bestätigt - mit eingebundener Hand und Armschleife. Er äusserte sich dahingehend, er könne nicht arbeiten und sich auch nicht bewerben, dies selbst nachdem er auf die Folgen aufmerksam gemacht worden war. Auf dem Unfallschein UVG der SUVA, auf welchen der Versicherte sich berief, attestierte ihm Dr. med. X.________ von der Klinik K.________ ab 6. September 2000 nach wie vor eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Der Hausarzt Dr. med. Z.________ wies in seinem Zeugnis vom 12. September 2000 darauf hin, dass dem Beschwerdeführer gemäss SUVA-Beurteilung vom Juli 2000 ein ganztägiger Einsatz bei unbelasteten Überwachungsaufgaben zumutbar wäre, dass aber praktisch - in Anbetracht der minimsten Chancen, eine solche Stelle zu finden - eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehen bleibe. Auf dem Kontrollbogen vom 29. September 2000 für den Monat September 2000 ist vermerkt, dass der Versicherte wegen Krankheit (recte Unfall) seit 7. März 1997 bis auf weiteres arbeitsunfähig sei. Als Nachweis für Arbeitsbemühungen listete der Beschwerdeführer für den Monat September 2000 vier Firmen mit Telefonnummern auf. b) Unter den geschilderten Umständen ist es nicht zu beanstanden, dass Verwaltung und Vorinstanz die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers verneint haben. Selbst wenn rückblickend aufgrund der anderslautenden ärztlichen Beurteilungen von einer grundsätzlichen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könnte, ist dem kantonalen Gericht darin beizupflichten, dass die prospektive Würdigung des RAV nicht weiter zu prüfen ist, weil es in Anbetracht des Verhaltens des Versicherten ohnehin an der Vermittlungsbereitschaft gefehlt hat. Auf die diesbezüglichen einlässlichen und überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz kann verwiesen werden. Zutreffend ist insbesondere der Hinweis auf die Rechtsprechung, wonach eine versicherte Person, die sich bis zum Entscheid der Invalidenversicherung als nicht arbeitsfähig erachtet und weder eine Arbeit sucht noch eine zumutbare Arbeit annimmt, nicht vermittlungsfähig ist (ARV 1996/97 Nr. 34 S. 191). Nicht weiter hilft dem Beschwerdeführer sodann die Berufung auf seine Arbeitsbemühungen, liegt doch mit der Auflistung von vier Firmen mit Telefonnummern für den Monat September 2000 kein rechtsgenüglicher Nachweis vor. Vielmehr ist von sowohl in quantitativer wie auch in qualitativer Hinsicht absolut ungenügenden Arbeitsbemühungen auszugehen, die es nicht beanstanden lassen, eine fehlende Vermittlungsbereitschaft anzunehmen.