Citation: 8C_165/2015 E. 7.2

7.2. Auf Grund des abgeschlossenen Vergleiches zwischen der Arbeitgeberin und dem Versicherten über die Forderung des Letzteren im Zusammenhang mit der Auflösung des Arbeitsvertragsverhältnisses durch die Arbeitgeberin hat das kantonale Gericht ohne Bundesrechtsverletzung zutreffend erkannt, dass über die Frage der Missbräuchlichkeit der Kündigung infolge des Vergleichsabschlusses materiell nicht entschieden werden musste. Daran ändert nichts, auch wenn die wegen Missbräuchlichkeit der Kündigung erhobenen Forderungen des Beschwerdeführers angeblich von der Arbeitgeberin vergleichsweise fast vollständig anerkannt wurden. Denn über das Motiv der Letzteren zum Vergleichsabschluss kann nur spekuliert werden, wobei zumindest nicht auszuschliessen ist, dass die Arbeitgeberin gerade wegen ihrer sensiblen Kundschaft den Streit mit dem Arbeitnehmer so rasch wie möglich ohne öffentliches Aufsehen - bzw. aus "kommerziellen Überlegungen" (Einspracheentscheid S. 4) - vergleichsweise erledigen wollte. Auch aus der Tatsache, dass der Ausgang der gegen den Versicherten wegen seiner Twitter-Äusserungen eingeleiteten Strafuntersuchung bei Abschluss des vorinstanzlichen Verfahrens noch nicht bekannt war, vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Denn entscheidend ist nach Auffassung der Vorinstanz, dass die Twitter-Äusserungen strafrechtliche Relevanz hinsichtlich der Eröffnung eines Strafverfahrens hatten, weil für die Bejahung einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit nicht eine rechtskräftige strafrechtliche Verurteilung vorausgesetzt wird, sondern genügt, dass die versicherte Person durch ihr allgemeines Verhalten Anlass zur Kündigung gegeben hat (vgl. E. 4 hievor). Dass sich der Beschwerdeführer der drohenden Auswirkungen seiner Twitter-Äusserungen bewusst war, ist auch daraus zu schliessen, dass er für seine entsprechenden Äusserungen nicht mit seiner öffentlich erkennbaren Identität Verantwortung übernehmen wollte, sondern sich statt dessen eines Pseudonyms bediente und damit - zu Unrecht - darauf vertraute, dass seine Äusserungen im Schatten der Anonymität ihm nicht zugeordnet werden könnten.