Citation: 5P.466/2004 07.03.2005 E. 7

7.1 Eine Willkür darstellende Verletzung klaren materiellen Rechts, nämlich der Art. 163 und 137 ZGB, wirft die Beschwerdeführerin dem Obergericht schliesslich insofern vor, als es bei der Ermittlung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdegegners vorweg die Internatskosten für die beiden Söhne abgezogen habe. Es gehe nicht an, ihr im Ergebnis persönlichen Unterhalt zu verweigern mit der Begründung, der Beschwerdegegner sei nach Bezahlung der Kinderunterhaltsbeiträge und der Internatskosten zur Leistung eines solchen nicht mehr in der Lage. Die Erfüllung der ehelichen Unterhaltspflicht gemäss Art. 163 ZGB gehe zumindest im Umfang ihres, der Beschwerdeführerin, Notbedarfs der Bezahlung von Internatskosten für die Söhne vor. Die schulische Ausbildung der Söhne würde grundsätzlich auch in der Volksschule gewährleistet und setze keineswegs zwingend den Besuch eines teuren Internats voraus. Davon abgesehen, sei dem Beschwerdegegner zuzumuten, die Internatskosten aus seinem Vermögen zu bezahlen, zumal er Miteigentümer der ehelichen Liegenschaft in A.________ und des Ferienhauses in C.________ sei. Hinzu komme, dass der Beschwerdegegner die Möglichkeit gehabt hätte, die Internatskosten im Rahmen einer subsidiären Kostengutsprache durch die Fürsorgebehörde A.________ vorauszahlen zu lassen und sie später in Form angemessener Elternbeiträge abzubezahlen. Jedenfalls sei es schlechterdings unhaltbar, ihr jeden persönlichen Unterhaltsbeitrag zu verweigern, nur damit der Beschwerdegegner die Internatskosten aus seinem laufenden Einkommen decken könne. 7.2 Die Vorbringen der Beschwerdeführerin, die schulische Ausbildung der Söhne wäre auch durch die Volksschule gewährleistet und ein Internatsbesuch gar nicht nötig gewesen bzw. der Beschwerdegegner hätte die Internatskosten durch die Fürsorgebehörde A.________ bevorschussen lassen können, sind neu und deshalb nicht zu hören. Das Gleiche gilt für die Bemerkung, der Beschwerdegegner könnte die erwähnten Kosten aus seinem Vermögen bezahlen. In diesem Punkt ist auf die Beschwerde daher von vornherein nicht einzutreten.