Citation: 7B.71/2002 21.06.2002 E. 2

Wer durch ein unverschuldetes Hindernis davon abgehalten worden ist, innert Frist zu handeln, kann die Aufsichtsbehörde (oder die in der Sache zuständige richterliche Behörde) um Wiederherstellung der Frist ersuchen; er muss, vom Wegfall des Hindernisses an, in der gleichen Frist wie der versäumten ein begründetes Gesuch einreichen und die versäumte Rechtshandlung bei der zuständigen Behörde nachholen (Art. 33 Abs. 4 SchKG). 2.1 Das Obergericht hält mit der unteren Aufsichtsbehörde dafür, dass an das Vorliegen eines unverschuldeten Hindernisses strenge Anforderungen zu stellen seien. Mit dem von der Beschwerdeführerin eingereichten Arztzeugnis sei ein Wiederherstellungsgrund nicht dargetan. Wohl bescheinige der ärztliche Bericht, dass der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin vom 24. bis zum 27. Februar 2002 arbeitsunfähig gewesen sei, doch sei jener trotzdem in der Lage gewesen, den Rechtsvorschlag (in der entsprechenden Rubrik auf dem Zahlungsbefehl) rechtzeitig (d.h. am 25. Februar) zu unterzeichnen. Die Vorinstanz ist der Ansicht, dass es dem Geschäftsführer unter diesen Umständen hätte möglich gewesen sein sollen, telefonisch beim Betreibungsamt Recht vorzuschlagen oder eine Drittperson mit der Postaufgabe zu beauftragen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin sei sodann der Betreibungsbeamte nicht verpflichtet gewesen, sie auf die Möglichkeit, den Rechtsvorschlag telefonisch zu erklären, aufmerksam zu machen, und es sei nicht ersichtlich, weshalb der Geschäftsführer nicht eine Drittperson mit der Postaufgabe hätte beauftragen können. Dass kein Haushaltsmitglied anwesend gewesen sei, habe ein Handeln innert Frist deshalb nicht als unmöglich erscheinen lassen.