Citation: 2C_536/2020 E. 3.2

3.2. Nach den bindenden Feststellungen der Vorinstanz (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG) wäre die D.________ ohne die Wandlung der Forderung von Fr. 2'071'216.-- in Eigenkapital per Ende 2013 überschuldet gewesen (vgl. E. 4.4 des angefochtenen Urteils), was bedeutet, dass deren Fremdkapital nicht mehr vollständig durch Aktiven (Vermögenswerte) gedeckt gewesen wäre. Unter diesen Umständen erweist es sich, dass der wirtschaftliche Wert der eingebrachten Forderung von Fr. 2'071'216.-- unter deren Nominalwert lag resp. diese Forderung vor der Liberierung - jedenfalls partiell - nicht (mehr) werthaltig war und die Liberierung eine Sanierungsmassnahme bildete (vgl. PETER FORSTMOSER/HANS-UELI VOGT, Liberierung durch Verrechnung mit einer nicht werthaltigen Forderung: eine zulässige Form der Sanierung einer überschuldeten Gesellschaft?, in: ZSR NF 122 / I. Hb., S. 531 ff., insbesondere S. 533 Fn. 8). Unklar ist aber jedenfalls, welcher Wert denn der richtige gewesen wäre. Richtigerweise hätte die Vorinstanz den für den vorzunehmenden Vergleich mit dem Buchwert massgebenden Verkehrswert der Beteiligung an der D.________ per Ende 2013 losgelöst von der vorangegangenen Liberierung und unabhängig von der Frage der Werthaltigkeit der früheren Forderung gegen diese Gesellschaft von Fr. 2'071'216.-- ermitteln müssen, und zwar unter Heranziehung der grundsätzlich für die Bewertung von Beteiligungen geltenden Regeln (vgl. zu den Methoden der Bewertung von Beteiligungen [reine Ertragswertmethode einschliesslich Discounted-cash-flow-Methode, reine Substanzwertmethode, Mittelwert- oder Praktikermethode] Urteile 2C_1057/2018 vom 7. April 2020 E. 4; 2C_1168/2013 / 2C_1169/2013 vom 30. Juni 2014 E. 3.5).