Citation: 4A_297/2019 E. 6.5

6.5. Hätte die Beschwerdeführerin die X.________-Fondsanteile nicht gekauft und auch keine andere Anlage getätigt, besteht ihr Schaden im geleisteten Kaufpreis bzw. EUR 887'593.29 (nach Abzug des Preises für die bereits zurückgegebenen 10 %); sie wäre dann auch nicht im Besitz der Fondsanteile, weshalb sie die ihr verbliebenen 90 % Fondsanteile zurückzugeben hat. Auf den heutigen allenfalls noch bestehenden Restwert der Fondsanteile kommt es demnach nicht an. Sodann erübrigen sich auch Ausführungen zum eventualiter gestellten Begehren um Feststellung der Schadenersatzpflicht. Unter dem Titel "Entschädigung für entbehrtes Kapital" beantragt die Beschwerdeführerin ausserdem einen "Schadenzins" von 5 % auf dem Betrag von EUR 887'593.29 seit 2. Mai 2011 und einen Betrag von EUR 3'772.--. Der Betrag von EUR 3'772.-- entspreche 5 % auf dem zurückerstatteten Teilbetrag von EUR 111'914.98 für den Zeitraum, während dem sie über diesen Betrag nicht habe verfügen können (2. Mai 2011 bis 3. Januar 2012), ohne dass sie diesen Anspruch weiter begründet. Damit widerspricht sich die Beschwerdeführerin selber. Ihre ganze Argumentation zum Schadenersatz beruht darauf, dass sie bei richtiger Beratung keine Alternativanlage getätigt und sich stattdessen ihres unveränderten Bargeldbestandes erfreut hätte. Also hätte sie zur Schadensubstanziierung darlegen müssen, welchen Zins sie bei dieser unveränderten Bargeldanlage hätte erwirtschaften können. Es geht nicht um einen Schadenzins, sondern um entgangenen Gewinn. Mangels Substanziierung ist diese Klageposition abzuweisen. Die Beschwerdeführerin hat jedoch ab dem Datum der Klageeinreichung (31. Mai 2017) Anspruch auf 5 % Verzugszins auf dem zugesprochenen Betrag.