Citation: I 36/04 14.06.2004 E. 3

Aus somatischer Sicht stehen die rheumatologischen Beschwerden im Vordergrund, zumal die Herzbeschwerden unbestrittenerweise keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit haben. Die Diagnosen im Gutachten der MEDAS vom 2. November 2000 und in den Berichten des Spitals X.________ (Rheumaklinik und Institut für physikalische Medizin und Rehabilitation) vom 30. Juli und 14. August 2002 stimmen zwar nicht exakt überein. Sämtliche untersuchenden Ärzte beschreiben aber Weichteilschmerzen, die - nach den unbestritten gebliebenen Einschätzungen des medizinischen Dienstes der IV-Stelle vom 18. März 2003 - grundsätzlich einem Fibromyalgiesyndrom entsprechen. Darüber hinaus stellten die Ärzte (übereinstimmend) degenerative Veränderungen der Wirbelsäule und Schmerzen in den Handgelenken fest. Inwieweit die gesundheitlichen Beschwerden die Arbeitsfähigkeit einschränken, wird jedoch nicht einheitlich beantwortet. Die Ärzte der MEDAS kamen im Untergutachten vom 8. November 2000 zum Schluss, aus rheumatologischer Sicht sei ein Arbeitspensum von 100 % in einer angepassten leichten körperlichen Tätigkeit zumutbar. Demgegenüber führten die Ärzte am Spital X.________ am 30. Juli 2002 aus, die starke subjektive Beschwerdesymptomatik und die anhaltende Behinderung könnten aus rheumatologischer Sicht nur ungenügend erklärt werden. Es spielten sicher nicht-rheumatologische Faktoren, in erster Linie psychosoziale Rehabilitationshindernisse, eine Rolle. Aus rheumatologischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit für eine geeignete, körperlich leichte Tätigkeit mit der Möglichkeit zu Wechselpositionen höchstens um ca. 40-50 % eingeschränkt. Rechtsprechungsgemäss hat das Vorliegen eines (polydisziplinären) Gutachtens der MEDAS allein noch nicht zur Folge, dass dieses ohne weitere Prüfung als überzeugend zu qualifizieren ist (Urteil M. vom 9. Januar 2003, I 380/02). Der Bericht der Rheumaklinik und Institut für physikalische Medizin und Rehabilitation am Spital X.________ vom 30. Juli 2002 ist jedoch hinsichtlich der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit sehr vage und lässt erkennen, dass die untersuchenden Ärzte eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geltend gemachten Beschwerden und den objektivierbaren Befunden festgestellt hatten. Demgegenüber enthält das in Kenntnis der Vorakten ergangene, nachvollziehbar begründete und auf umfassenden Untersuchungen beruhende Gutachten der MEDAS hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit eine klare und eindeutige Aussage. Wenn Vorinstanz und Verwaltung auf Letztere abgestellt und - aus rheumatologischer Sicht - eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit angenommen haben, ist dies nicht zu beanstanden. Dies gilt umso mehr, als die Beurteilung der Ärzte am Spital X.________ der Annahme eines rentenausschliessenden Invaliditätsgrades nicht zum Vornherein entgegensteht und auch aus den Berichten des Dr. med. M.________ hervorgeht, dass die Beschwerdeführerin aus invaliditätsfremden Gründen ("pavor laboris") einer Arbeitsaufnahme ablehnend gegenübersteht. Von weiteren Abklärungen in somatischer Hinsicht kann abgesehen werden, da davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b).