Citation: 5A_604/2024 E. 4

Im bundesgerichtlichen Verfahren erneuert der Ehemann vorab seine Beanstandungen an der Sachverhaltsfeststellung (es sei immer vereinbart gewesen, dass die Ehefrau auch während der Ehe in der Reisebranche tätig sei, so habe sie bereits für China einen Kundenstamm aufbauen wollen und sie sei auch später in der Schweiz stets in relativ hohem Umfang teilzeiterwerbstätig gewesen; sein Erwerbseinkommen bzw. der Bonus sei nicht zutreffend eruiert worden und in Wahrheit tiefer; der angenommene Wertschriftenertrag von 1 % sei nicht realistisch; die Reduktion seiner Mobilitätskosten nach der Trennung von Fr. 1'000.-- auf Fr. 300.-- seien nicht nachvollziehbar und ebenso wenig die Reduktion des Betrages für auswärtige Verpflegung von Fr. 220.-- auf Fr. 180.--; die angenommene Steuerbelastung sei zu tief; die Ehefrau könne in der Reisebranche bei einer Vollzeittätigkeit deutlich mehr als die angenommenen Fr. 3'000.-- verdienen und es sei nicht bloss von einigen wenigen Stadtführungen auszugehen, sondern wenn schon von Einnahmen von Fr. 300.-- pro Tag an 240 Arbeitstagen, was einem monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 6'000.-- entspreche, wie es sich ebenfalls unter Anwendung des Lohnrechners Salarium ergeben würde; der Ehefrau seien die entgangenen Mietzinseinnahmen von Fr. 900.-- aus den missbräuchlich unter Wert an die beste Freundin verkauften Wohnungen in Russland anzurechnen; er habe diesbezüglich auch rechtzeitig die nicht erfolgte Edition der Auszüge betreffend die russischen Konten ab 2012 verlangt und Kenntnis, dass zwischen 2008 und 2012 sogar Mietzinszahlungen von Fr. 2'000.-- erfolgt seien). Allerdings trägt er all diese Ausführungen in rein appellatorischer Weise vor. Verfassungsrügen, insbesondere Willkürrügen werden weder explizit noch der Sache nach erhoben. Vielmehr beschränkt sich der Ehemann auf eine Wiederholung der Berufungsvorbringen statt sich im Rahmen expliziter Verfassungsrügen in substanziierter Weise mit den jeweils ausführlich begründeten Feststellungen im angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen und aufzuzeigen, inwiefern diese wie auch die Abweisung des Editionsantrages betreffend die russischen Bankunterlagen unhaltbar sein sollen. Auf all diese Vorbringen kann mithin nicht eingetreten werden (vgl. E. 2). Einen rechtlichen Aspekt würde jedoch das Vorbringen aufweisen, das Kantonsgericht hätte ausschliesslich auf den (wie auch immer parametrisierten) Lohnrechner Salarium abstellen dürfen und müssen (vgl. dazu BGE 137 III 118 E. 3.2; Urteile 5A_129/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.2.1; 5A_994/2018 vom 29. Oktober 2019 E. 6.2.2; 5A_899/2019 vom 17. Juni 2020 E. 2.2.2; 5A_311/2019 vom 11. November 2020 E. 3.2; 5A_112/2020 vom 28. März 2022 E. 5.6; 5A_745/2022 vom 31. Januar 2023 E. 3.2), denn es kann ein gewisser innerer Widerspruch darin erkannt werden, dass die kantonalen Instanzen der Ehefrau zwar einen Vollzeiterwerb in der Reisebranche zugemutet haben, dabei aber von 1,5 Führungen pro Tag und einem Einkommen von Fr. 3'000.-- ausgegangen sind, welches letztlich unter dem liegt, was heute selbst bei Hilfsarbeiten und somit erst recht bei einer angemessenen Stelle in der Reisebranche im Rahmen einer Vollzeitstelle erzielbar wäre. Indes mangelt es diesbezüglich an hinreichenden Ausführungen, wie sie in Anwendung von Art. 42 Abs. 2 BGG erforderlich wären; vielmehr bleibt der Ehemann letztlich selbst ausschliesslich bei Tatsachenbehauptungen, indem er von mehr Führungen pro Tag für eine höhere Zahl von Arbeitstagen ausgeht. Eben diese Vorbringen werden aber nicht im Rahmen von Willkürrügen, sondern in rein appellatorischer Form vorgetragen und können damit nicht gehört werden. Die Ehefrau ihrerseits schildert vernehmlassungsweise ausführlich die Ehegeschichte aus eigener Sicht, namentlich das gemäss ihrer Darstellung erfolgte Versprechen des Ehemannes, stets für sie zu sorgen. Auch wenn sie nicht selbst Beschwerde erhoben hat, kann sie im Rahmen der Vernehmlassung gegenüber dem vorinstanzlichen Entscheid Sachverhaltsbeanstandungen und rechtliche Kritik vortragen, um ihre eigene Position zu stützen; allerdings gelten hierfür die gleichen Begründungsvoraussetzungen wie für die Beschwerde (BGE 124 III 277 E. 2; 133 III 66 E. 2.1; 140 III 86 E. 2; 140 III 115 E. 2; Urteile 4A_347/2009 vom 16. November 2009 E. 4.1; 5A_618/2012 vom 27. Mai 2013 E. 6.4.1; 5A_629/2019 vom 13. November 2020 E. 2.3; 5A_368/2022 vom 24. August 2023 E. 2.1). Ihre Ausführungen zur Lebens- bzw. Ehegeschichte und zu den Versprechungen des Ehemannes werden ausschliesslich in appellatorischer Weise vorgetragen und sind demnach ebenso wenig zu hören wie die Sachverhaltsbeanstandungen des Ehemannes. Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass auf die beidseitige Sachverhaltsdarstellung bzw. Schilderung der Dinge aus eigener Perspektive mangels Verfassungs-, namentlich mangels Willkürrügen nicht eingetreten werden kann und mithin den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen die Feststellungen und Zahlen zugrunde zu legen sind, wie sie sich aus dem angefochtenen Entscheid ergeben (Art. 105 Abs. 1 BGG).