Citation: 2C_732/2021 E. A

A.________ (geb. 1990), kosovarische Staatsangehörige, reiste 2010 im Rahmen des Familiennachzugs zu ihrem damaligen Ehemann in die Schweiz ein. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor ( geb. 2011 und 2013). Seit dem 25. Juni 2015 ist A.________ im Besitz einer Niederlassungsbewilligung. Am 13. Juli 2019 brachte sie ein Mädchen, C.________ zur Welt. In der Geburtsmitteilung wurden keine Angaben zum Kindsvater gemacht. Am 19. Februar 2020 schloss sie die Ehe mit B.________, Staatsangehöriger des Kosovo. B.________ war seinerseits zuvor, am 4. September 2012, wegen illegaler Einreise, illegalem Aufenthalt und Ausübung einer Erwerbstätigkeit ohne entsprechende Bewilligung von der Staatsanwaltschaft La Côte Morges verurteilt worden, und ebenso am 3. Mai 2017 wegen illegaler Einreise von der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) verfügte bereits am 4. Mai 2017 ein Einreiseverbot bis zum 3. Mai 2020 gegen B.________ wegen Widerhandlungen gegen das Ausländerrecht. Ungeachtet dessen stellte B.________ am 3. Juli 2017 bei der Schweizer Vertretung in Pristina/Kosovo einen Antrag auf Erteilung eines Visums für den längerfristigen Aufenthalt zwecks Ehevorbereitung mit einer Schweizer Bürgerin. Dieser Antrag wurde wieder zurückgezogen. Am 10. September 2019 ersuchte B.________ ohne Erfolg beim SEM um eine Kurzaufenthaltsbewilligung, um die Anerkennung seiner Tochter C.________ vornehmen zu können. A.________ und B.________ heirateten am 19. Februar 2020 im Kosovo (Art. 105 Abs. 2 BGG). Gemäss dem Geburtenregister vom 10. Juli 2020 ist B.________ als Vater von C.________ eingetragen.