Citation: 8C_640/2022 E. 4.3.1

4.3.1. Was der Beschwerdeführer geltend macht, dringt nicht durch. Das kantonale Gericht stellte zu Recht im Wesentlichen auf die kreisärztliche Beurteilung des Dr. med. D.________ vom 18. Mai 2021 ab. Dieser stehen die angerufenen Berichte des Kantonsspitals E.________ nicht entgegen. Am 2. März 2021 hielt das Kantonsspital E.________ in Übereinstimmung mit den übrigen medizinischen Unterlagen fest, dass nicht die verzögerte Frakturheilung ("Delayed Union") für die ausgeprägte Schmerzausbreitung verantwortlich sei. Aus dem Bericht der Dr. med. G.________, Kantonsspital E.________, vom 21. Juni 2021 ergibt sich nochmals deutlich, dass von einem chirurgischen Eingriff, namentlich von der Entfernung des Osteosynthesematerials, wegen der Schmerzausweitung abzuraten sei. Nach intensiver schmerztherapeutischer Behandlung (medikamentös, infiltrativ) seien die gängigen Massnahmen ausgeschöpft und es sei keine richtunggebende Verbesserung (Schmerzlinderung) mehr zu erwarten. Dr. med. G.________ überwies zwar den Beschwerdeführer an Dr. med. F.________, damit er gestützt auf nicht medikamentöse Behandlungsverfahren und begleitende Physiotherapie die Schmerzbehandlung weiterführe. Dass der Beschwerdeführer prognostisch betrachtet davon möglicherweise würde profitieren können, genügt indessen praxisgemäss nicht, um den Fallabschluss hinauszuzögern (vgl. Urteil 8C_674/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 4.3 mit Hinweisen). Nur am Rande sei angefügt, dass die von Dr. med. F.________ im Bericht vom 1. Dezember 2021 erwähnte gesteigerte Schmerzempfindlichkeit ("Allodynie") bereits von Dr. med. G.________ mit dem Begriff "Sensitisierung" umschrieben worden war. Es handelt sich daher entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers um kein unentdeckt gebliebenes Leiden.