Citation: 2P.64/2005 25.08.2005 E. A

Die seit 1974 bestehende X.________ (eine Aktiengesellschaft) bezweckt nebst der Führung eines Treuhand- und Revisionsbüros unter anderem die Beteiligung an oder die Finanzierung von Gesellschaften jeder Art, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. Das Aktienkapital beträgt Fr. 50'000.-- und ist eingeteilt in 500 Namenaktien à Fr. 100.--. Einziger Verwaltungsrat der Gesellschaft ist A.________, der auch sämtliche Aktien hält. Im Herbst 1997 erwarb A.________ eine Beteiligung von 20 % an einer Anstalt des liechtensteinischen Rechts mit Sitz in L.________ (später M.________). Diese am 14. November 1997 in Y.________ Establishment umfirmierte Anstalt will gemäss Statuten unter anderem Schulungen, Seminare und Vorträge abhalten sowie Dienstleistungen auf dem Aus- und Weiterbildungssektor erbringen. Per Ende 1997 erhielt die X.________ offenbar von A.________ einen Anteil von 12,5 % an der Y.________ Establishment. Am 2. Juni 1998 schloss A.________ mit der Y.________ Establishment einen Darlehensvertrag über Fr. 50'000.-- ab. Die Auszahlung sollte gestaffelt im Lauf des Jahres 1998 erfolgen. Der Zins wurde auf 8 % und die Laufzeit auf fünf Jahre festgesetzt; Sicherheiten wurden keine gewährt. Dieser Vertrag wurde nur von der Borgerin, nicht aber vom Darleiher A.________ unterzeichnet. In der Folge überwies die X.________ im Jahr 1998 Fr. 20'000.-- und im Jahr 1999 Fr. 23'500.--. Insgesamt erhielt die Y.________ Establishment von sämtlichen Inhabern von Gründerrechten Darlehen von Fr. 275'800.--. Die Y.________ Establishment blieb aber erfolglos, fiel in Konkurs und wurde am 26. Januar 2001 nach durchgeführter Liquidation im Handelsregister gelöscht. Die X.________ schrieb deshalb das Darlehen von Fr. 43'500.-- im Geschäftsjahr 2000 erfolgswirksam ab.