Citation: 4P.172/1999 17.02.2000 E. A

A.- Die Corange Ltd. war Muttergesellschaft der Boeh- ringer Mannheim-GmbH, Mannheim, D, (nachstehend: BMG) und der Boehringer Mannheim Pharmaceuticals Corporation, Gaithersburg, USA, (nachstehend: BMC). Am 13. Januar 1992 schlossen die BMG und die BMC mit der Rhône-Poulenc Rorer Pharmaceuticals Inc., College- ville, USA, (nachstehend: RPRP) verschiedene Verträge. Zum einen vereinbarten die BMG mit RPRP eine gemeinsame Entwick- lung des von der BMG entdeckten Medikaments "Bisphosphonate" gegen Osteoporose, welches auch mit "BM 21" oder "Ibandro- nate" bezeichnet wurde. Diese Vereinbarungen wurden "Bispho- sphonate"-Verträge" genannt. Zudem anderen gewährte die RPRP an ihrem etablierten Medikament "Lozol" gegen kardiovaskulä- re Erkrankungen der BMC für den amerikanischen Markt ein Vertriebsrecht. Nachdem sich gezeigt hatte, dass das Medikament "Bisphosphonate" in Kapselform schwerwiegende Nebenwirkungen zeigte, musste ein neuer Plan zur Entwicklung dieses Medika- ments in Tablettenform erstellt werden. Die BMG legte dazu einen sogenannten "fast-track" Plan vor, den die RPRP jedoch ablehnte. Sie stellte sich auf den Standpunkt, die Fortfüh- rung der "Bisphosphonate"-Verträge sei nicht mehr zumutbar und kündigte diese und den nach ihrer Auffassung damit ver- bundenen "Lozol"-Vertrag auf den 31. März 1993. Die BMG und die BMC erachteten diese Kündigungen als ungerechtfertigt und erhoben gegenüber der RPRP Ansprü- che wegen Vertragsverletzung.