Citation: 1A.110/2000 18.07.2000 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer rügt ferner, das Obergericht habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, weil es seine nachträgliche Eingabe vom 21. Januar 2000 nicht berücksichtigt habe. Zwar sei diese Eingabe nach Ablauf der Rekursfrist erfolgt; das Obergericht habe aber selbst ausgeführt, dass im Rekursverfahren die Instruktionsmaxime gelte, weshalb es den Sachverhalt von Amtes wegen auch in tatsächlicher Hinsicht prüfe und nicht nur die (rechtzeitig) erhobenen Einwendungen berücksichtige. Gleichwohl sei es auf die Vorbringen der Eingabe vom 21. Januar 2000 nicht mit einer Silbe eingegangen und habe somit unberücksichtigt gelassen, dass den niederländischen Ermittlungsbeamten vorzeitig Einsicht in die erhobenen Bankunterlagen gewährt worden sei und der ersuchende Staat den Spezialitätsvorbehalt verletzt habe bzw. nicht in der Lage sei, diesen zu respektieren. b) Dieser Vorwurf trifft nicht zu: Das Obergericht hat die diesbezüglichen Vorbringen des Beschwerdeführers in Erw. III. 5. (S. 22) seines Urteils - wenn auch in sehr kurzer Form - behandelt. Es vertrat die Auffassung, der Rüge der Verletzung von Art. 65a IRSG komme nach Abweisung des Rekurses gegen die Schlussverfügung keine selbständige Bedeutung mehr zu, da die Bankunterlagen nunmehr ohnehin den niederländischen Behörden auszuhändigen seien; die Rüge der Verletzung des Spezialitätsprinzips hielt es angesichts der formellen Zusicherung der Niederlande für unbegründet. Ob diese Auffassung zutrifft, wird im Folgenden zu prüfen sein (unten, E. 7 und 8). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt jedenfalls nicht vor.