Citation: 7B_14/2021 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz bejaht den Tatbestand gemäss Art. 303 Abs. 1 Ziff. 1 StGB mit Bezug auf den Vorwurf vom 12. April 2015 zu Recht. Sie verletzt namentlich kein Bundesrecht, wenn sie zum Schluss gelangt, die falsche Anschuldigung sei im Sinne der Bestimmung "bei der Behörde" erfolgt. Wie sie zutreffend erwägt, reicht hierfür aus, dass nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge damit zu rechnen war, die Strafverfolgungsbehörden würden von der falschen Anschuldigung Kenntnis erlangen und ein Verfahren gegen den Nichtschuldigen eröffnen. Dies ist hier der Fall. Es gilt umso mehr, als die Einforderung des Fahrpreises und Zuschlags durch die Verkehrsbetriebe angesichts der Angaben des Beschwerdeführers erfolglos bleiben musste, was der Beschwerdeführer wusste. Er hat daher die Eröffnung einer Strafverfolgung gegen C.________ mindestens in Kauf genommen. Die Vorinstanz verfällt nicht in Willkür, wenn sie dies annimmt. Was der Beschwerdeführer dagegen vorträgt, begründet solches nicht. Ob er glaubte, C.________ befinde sich längst im Ausland, ist ohne Belang. Auch die von ihm an dieser Rechtsauffassung geübte Kritik und sein Hinweis auf BGE 95 IV 17 ändern nichts. Es kann offen bleiben, ob es sich bei den Verkehrsbetrieben um eine Behörde handelt. Entscheidend ist, dass unter den gegebenen Umständen mit einer Anzeige gegen C.________ zu rechnen war. Nicht einzugehen ist hier zudem auf die Ausführungen des Beschwerdeführers zur seiner Auffassung nach fehlenden Arglist. Die Vorinstanz stützt die Verurteilung zu Recht nicht auf von Art. 303 Ziff. 1 Abs. 2 StGB, zumal dies auch nicht angeklagt war.