Citation: U 53/03 09.02.2004 E. 4

4.1 Wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt hat, handelt es sich bei der Frage, ob der adäquate Kausalzusammenhang gegeben ist, um eine Rechtsfrage, die nicht von einem Arzt beantwortet werden kann. Ärztliche Stellungnahmen - wie auch die Argumentation post hoc, ergo propter hoc - können sich einzig auf den natürlichen Kausalzusammenhang beziehen, welcher vorliegend gar nicht strittig ist. Mithin kann die Beschwerdeführerin aus den die Adäquanzkriterien bejahenden Stellungnahmen der behandelnden Ärzte nichts zu ihren Gunsten ableiten. 4.2 Der Argumentation in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die Versicherte habe die Kollision als traumatisch und besonders eindrücklich erlebt, kann ebenfalls nicht gefolgt werden. Wie schon in dem in RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313 veröffentlichten Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 31. Mai 2000 dargelegt, besteht kein Anlass, von einer objektivierten Adäquanzbeurteilung abzugehen und einer subjektivierten Betrachtungsweise den Vorzug zu geben, dies auch nicht mit Blick auf das Kriterium der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalles. An der bisherigen Praxis, die diesbezüglich kasuistisch ausgestaltet ist, ist festzuhalten. 4.3 Ebenso wenig hat die Beschwerdeführerin Verletzungen erlitten, die als besonders geeignet erscheinen, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. Insbesondere hat sie sich entgegen ihrer Darstellung keine "entstellenden Gesichtsverletzungen" zugezogen. Solche sind in den medizinischen Akten nirgends beschrieben. Das mit einer Fotografie belegte Brillenhämatom heilt erfahrungsgemäss innert weniger Tage oder Wochen und ist keinesfalls geeignet, wegen seiner "entstellenden" Wirkung psychische Dauerbeschwerden zu erzeugen. Einzig die wegen der Labyrinthkontusion aufgetretenen Drehschwindel vermöchten allenfalls eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. Hingegen waren auch diese bereits ungefähr nach einem halben Jahr nach dem Unfall nicht mehr vorhanden (vgl. Erwägung 4.4 hienach). 4.4 Im Weiteren lagen weder eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, noch körperliche Dauerschmerzen vor. Nachdem Prof. Dr. med. W.________ am 26. April 1999 einen gutartigen paroxysmalen Lagerungsnystagmus entdeckt und sofort behandelt hatte, war dieser bereits anlässlich der Kontrolluntersuchung vom 11. Mai 1999 nicht mehr vorhanden und damit geheilt. Bis zu jenem Zeitpunkt war auch die konservativ therapierte Radiusfraktur konsolidiert. Von somatischer Seite lag damit ein völlig komplikationsloser Verlauf vor; auch von einer ärztlichen Fehlbehandlung kann keine Rede sein. 4.5 Schliesslich ist auch das Kriterium einer lange dauernden, erheblichen physischen Arbeitsunfähigkeit nicht erfüllt. Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass eine Wiederaufnahme der Arbeit nach dem 11. Mai 1999 aus physischen Gründen nicht möglich gewesen sein sollte. Aus der Tatsache, dass die SUVA bis zum 14. März 2000 weitere Abklärungen über die tatsächlichen Verhältnisse traf und während dieser Zeit Taggelder bezahlte, darf nicht geschlossen werden, sie habe ebenso lange eine somatisch bedingte Arbeitsunfähigkeit anerkannt. Zusammenfassend ergibt sich, dass weder ein einzelnes von der Rechtsprechung aufgestelltes Kriterum in ausgeprägter Form noch mehrere Kriterien in gehäufter Weise gegeben sind, womit die Vorinstanz die Leistungspflicht des Unfallversicherers über den 15. März 2000 hinaus zu Recht verneinte.