Citation: 1P.708/2000 08.12.2000 E. A

A.- Am 16. Mai 2000 wurde in Zürich der 8-jährige Schüler S.________ entführt und in einem Einfamilienhaus im luzernischen Hellbühl, das A.________ und seiner Frau gehört, festgehalten. Die Entführer forderten vom Vater des Schülers ein Lösegeld in der Höhe von 1,2 Millionen Franken, das in Serbien übergeben werden sollte. In der Nacht vom 19. auf den 20. Mai 2000 verhafteten die serbischen Behörden zwei Personen kurz vor der Übergabe des Geldes und stellten dieses sicher. Am Morgen des 20. Mai 2000 wurde der entführte Knabe in der Nähe von Luzern unverletzt aufgegriffen. Am Nachmittag des selben Tages wurde A.________ im Garten des Hauses in Hellbühl wegen des dringenden Verdachts verhaftet, an der Entführung des Kindes beteiligt gewesen zu sein. A.________ wurde am 23. Mai 2000 in Untersuchungshaft genommen. Das Haftrichteramt des Bezirksgerichts Zürich wies am 29. Mai 2000 ein erstes und am 3. Juli 2000 ein zweites Haftentlassungsgesuch ab. Am 22. August 2000 verfügte es die Fortsetzung der Untersuchungshaft bis zum 22. November 2000. Ein drittes Haftentlassungsgesuch vom 27. Oktober wies der Haftrichter am 1. November 2000 wegen dringenden Tatverdachts und Weiterbestehens der Kollusionsgefahr ab und verlängerte die Untersuchungshaft bis zum 1. Februar 2001.