Citation: 6B_1119/2022 E. 5.2.1

5.2.1. Die Vorinstanz erwägt, trotz der erwiesenen Handlungen des Beschwerdeführers sei dessen Mitwirkung gemessen an den bei Sexualdelikten denkbaren mittäterschaftlichen Tatbeiträgen vergleichsweise niederschwellig ausgefallen. Hingegen wirke sich spürbar strafschärfend aus, dass auch er die offensichtlich kognitiv beeinträchtigte und angesichts der Übermacht hoffnungslos überforderte Beschwerdegegnerin 2 zu einem blossen Objekt der Bedürfnisbefriedigung herabgesetzt habe. Er habe die beiden Mittäter nicht nur dabei unterstützt und dazu ermutigt, in hemmungsloser Weise über die Beschwerdegegnerin 2 herzufallen und sie durch alle Körperöffnungen schamlos zu penetrieren, sondern diese Vorgänge zweitweise auch noch zu seinem eigenen Vergnügen gefilmt. Gerade letzteres Verhalten enthalte eine zusätzliche, besonders herabwürdigende und verwerfliche Komponente, selbst wenn die Beschwerdegegnerin 2 dies nicht bemerkt habe. Auch für den Beschwerdeführer falle die gemeinsame Tatbegehung nach Art. 200 StGB erschwerend ins Gewicht. Bezüglich der subjektiven Tatschwere sei ferner das direktvorsätzliche Handeln zu beachten. Das Verhalten des Beschwerdeführers sei rücksichtslos und egoistisch. Er habe dieses im Laufe seiner Mitwirkung zu keiner Zeit reflektiert, zumal er erst auf Aufforderung der anderen Beschuldigten mit dem Filmen aufgehört habe. Die subjektiven Tatkomponenten wirkten sich daher merklich verschuldenserhöhend aus. In Würdigung der objektiven und subjektiven Tatkomponenten erweise sich das Verschulden des Beschwerdeführers sowohl hinsichtlich der von E.________ begangenen Vergewaltigung als auch der von F.________ verübten Vergewaltigung und sexuellen Nötigung als mittelschwer. In Anbetracht des Strafrahmens sei für die erste Tat eine hypothetische Einsatzstrafe von 39 Monaten (drei Jahre und drei Monate) angemessen. Diese Einsatzstrafe erhöht die Vorinstanz aufgrund der Mittäterschaft an den von F.________ vorgenommenen Vergewaltigung und sexuellen Nötigung um je 6 Monate auf 51 Monate (39 + 12). Zwar hätten sich alle drei Taten gegen dasselbe Rechtsgut der Beschwerdegegnerin 2 gerichtet. Jedoch wirke erschwerend, dass die unmittelbar auf die erste Vergewaltigung folgende zweite Vergewaltigung und die nahtlos anschliessende anale Penetration das dem Opfer zugefügte Leid und die Erniedrigung nicht nur fortgesetzt sondern massgeblich erweitert hätten.