Citation: I 206/06 13.03.2007 E. 3

3.1 Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung weder von den Betroffenen noch vom Gericht zu einer Wiedererwägung verhalten werden. Es besteht demnach kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung. Verfügungen, mit welchen das Eintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch abgelehnt wird, sind somit grundsätzlich nicht anfechtbar (BGE 117 V 8 E. 2a S. 12 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 119 V 475 E. 1b/cc S. 479), was der Beschwerdeführer im Übrigen schon im Verwaltungsverfahren ausdrücklich anerkannt hat. 3.2 Zu prüfen bleibt demnach einzig, ob das MEDAS-Gutachten vom 22. März 2001 Anlass zu einer prozessualen Revision der leistungsverweigernden Verfügung vom 19. Dezember 1997 bietet. Dies wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter Hervorhebung einer einzelnen Passage der Expertise bejaht, welche belegen soll, dass zufolge einer somatoformen Schmerzstörung schon in der Zeit zwischen 1995 und 1997 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist und eine "Interaktion zwischen Rücken- und psychischen Beschwerden" vorliegt, welche in den Jahren 1996/1997 nicht erkannt wurde. Ob das MEDAS Gutachten vom 22. März 2001 dem Grundsatz nach überhaupt als neu entdeckte Tatsache oder neu aufgefundenes Beweismittel im Sinne von Art. 53 ATSG oder aber - wie die Vorinstanz in für das Bundesgericht an sich verbindlicher Weise (vgl. BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 f. und E. 4.1 S. 399 f.) annahm - bloss als eine gegenüber früher abweichende ärztliche Würdigung des nämlichen Sachverhalts zu werten ist, kann dahingestellt bleiben. Wird die Expertise losgelöst von der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zitierten Stelle in ihrer Gesamtheit betrachtet, ist offenkundig, dass sie von vornherein keine schon in den Jahren vor 1997 vorhanden gewesene rentenrelevante Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu belegen vermag. Vielmehr hält Dr. med. M.________, welcher das Gutachten verfasst hat, wiederholt fest, dass sich der Gesundheitszustand seit den Begutachtungen durch den Psychiater Dr. med. H.________ vom 3. Dezember 1996 und den Orthopäden Dr. med. A.________ vom 21. Oktober 1997 stetig verschlechtert hat, bis es zur nunmehr attestierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit gekommen ist. Noch deutlicher ergibt sich das Vorliegen einer seit 1997 evolutiven Entwicklung aus dem Psychiatrischen Teilgutachten des Dr. med. L.________ vom 26. Februar 2001, auf welche sich die Expertise der MEDAS stützt. Dass Dr. med. H.________ und Dr. med. A.________ ein Zusammenwirken somatischer und psychischer Faktoren übersehen hätten, kann demnach aus dem neu vorliegenden ärztlichen Gutachten nicht geschlossen werden. Liegt damit aber offensichtlich kein Grund für eine prozessuale Revision vor, kann der Vorinstanz auch nicht vorgeworfen werden, mit ihrem abweisenden Entscheid Bundesrecht verletzt zu haben. Ebenso wenig kann von einer mangelhaften Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (E. 2.3 hievor, in fine) gesprochen werden. Ob die Verwaltung ihrerseits auf das Revisionsbegehren zu Recht nicht eingetreten ist oder dieses - streng formaljuristisch betrachtet - richtigerweise eher hätte abweisen müssen, braucht nicht abschliessend beantwortet zu werden.