Citation: 4A_163/2018 E. 4.1

4.1. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung verwirkt der Anspruch der Behörden auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands im Interesse der Rechtssicherheit grundsätzlich nach 30 Jahren (BGE 136 II 359 E. 8; 132 II 21 E. 6.3 S. 39; 107 Ia 121 E. 1a). Den Kantonen steht es frei, kürzere Verwirkungsfristen vorzusehen (vgl. Urteil 1P.768/2000 vom 19. September 2001 E. 5b, in: ZBl 103/2002 S. 188), welche sich zudem aus Gründen des Vertrauensschutzes ergeben können (BGE 136 II 359 E. 7; 132 II 21 E. 6.3). Dies kann namentlich der Fall sein, wenn die Behörden den baurechtswidrigen Zustand über Jahre hinaus duldeten, obwohl ihnen die Gesetzeswidrigkeit bekannt war oder sie diese bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt hätten kennen müssen (BGE 136 II 359 E. 7.1 S. 365; 132 II 21 E. 6; Urteil 1C_412/2016 vom 1. Dezember 2016 E. 2.5). Insoweit das Bundesgericht kantonales Recht zu überprüfen hat, kann es aufgrund der eingeschränkten Beschwerdegründe in Art. 95 BGG erst bei Willkür (Art. 9 BV) korrigierend einschreiten.