Citation: 2C_756/2013 E. 3.2.3

3.2.3. Für den Beschwerdeführer spricht einzig seine relativ lange Aufenthaltsdauer in der Schweiz. Trotzdem vermochte er sich hier weder ökonomisch noch sozial übermässig zu integrieren (vgl. das EGMR-Urteil Gezginci gegen Schweiz vom 9. Dezember 2010 [Nr. 16327/05], Ziff. 60 ff. [keine Verletzung von Art. 8 EMRK durch die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung bei einer Anwesenheit von 30 Jahren]). Obwohl der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben stets arbeitstätig war, hat einen Schuldenberg von mehreren Hunderttausend Franken angehäuft, wobei die Verlustscheine bis ins Jahr 1994 zurückgehen und damit entgegen seiner Darstellung nicht auf einen kürzlich erfolgten Schritt in die Selbstständigkeit zurückzuführen sind. Auch die Beziehung zu seiner Ehefrau und seinen Kindern hat ihn nicht stabilisieren können. Die Vorinstanz hat weiter verbindlich festgestellt, dass der Beschwerdeführer Kontakt zu Familienangehörigen in seiner Heimat hat, wo er auch die Kindheit und kulturell und sozial prägenden Jugendjahre verbrachte (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.3.4). Andere besondere Beziehungen zur Schweiz, welche die Aufenthaltsbeendigung als unverhältnismässig erscheinen liessen, sind nicht dargetan oder ersichtlich. Der Widerruf der Bewilligung ist damit auch im Lichte von Art. 8 Ziff. 2 EMRK gerechtfertigt, soweit ein Eingriff in das Privatleben des Beschwerdeführers vorliegt. Was den Schutz des Familienlebens betrifft, so sind die Beziehungen zu seinen volljährigen Kindern nicht von Belang, da eine besondere Abhängigkeit nicht dargetan ist. Der Ehefrau, die ebenfalls aus dem Kosovo stammt und bis zum 29. Altersjahr dort gelebt hat, ist eine Übersiedlung dorthin nach der vom Beschwerdeführer nicht bestrittenen Würdigung der Vorinstanz grundsätzlich zumutbar, auch wenn dies mit gewissen Schwierigkeiten verbunden wäre (vgl. angefochtener Entscheid E. 4.3). Aber selbst wenn sich die Ausreise als unzumutbar erwiese und von einem Eingriff in das Familienleben auszugehen wäre, würde sich der Eingriff angesichts des erheblichen öffentlichen Interesses an einer Fernhaltung des Beschwerdeführers rechtfertigen (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 S. 147 mit Hinweisen).