Citation: 4P.171/2004 13.10.2004 E. B

Am 13. Februar 2004 reichte die Beschwerdegegnerin beim "Friedensrichteramt von Appenzell" gegen die Beschwerdeführerin unter Beilage des Zahlungsbefehls eine Klage auf Zahlung von Fr. 3'240.55 nebst 5 % Zins seit 27. Juli 2003 sowie der Betreibungskosten von Fr. 100.-- ein. Die Post stellte die Klage der Gerichtskanzlei des Bezirksgerichts Appenzell zu. Da das kantonale Verfahrensrecht für die Klage kein Vermittlungsverfahren vorsah, schrieb die Kanzlei sie beim Bezirksgerichtspräsidum ein, ohne jedoch die Beschwerdeführerin darüber zu informieren und ihr eine Nachfrist zur Einreichung oder Bezeichnung allfälliger weiterer Beweismittel einzuräumen. Mit Klageantwort vom 8. März 2004 beantragte die Beschwerdeführerin, die Klage abzuweisen. Zur Begründung führte die Beschwerdeführerin dem Sinne nach an, die C.________ AG habe einen Design Auftrag an die Firma E.________ erteilt. Deren Mitarbeiter hätten zu Folge Zeitmangels die Beschwerdegegnerin beauftragt, bei der Beschwerdegegnerin Platten abzuholen. Die Beschwerdegegnerin sei demnach lediglich als ausführendes Organ der Firma E.________ und nicht als Bestellerin aufgetreten. Die Beschwerdeführerin blieb der erstinstanzlichen Gerichtsverhandlung fern. Dagegen erschien ein Vertreter der Beschwerdegegnerin, der weitere Akten einreichte. Der Bezirksgerichtspräsident von Appenzell liess diese zu und hiess die Klage mit Urteil vom 11. März 2004 gut. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin eine kantonale Berufung, welche der Präsident des Kantonsgerichtes Appenzell I.Rh. am 8. Juni 2004 abwies.