Citation: 4A_611/2018 E. 3.5.4

3.5.4. Die Rüge geht fehl. Aus den Zeugenaussagen lässt sich - entgegen dem Beschwerdeführer - nicht auf eine mangelhafte Instruktion schliessen. Im Gegenteil lässt sich vielmehr ableiten, dass der Kranführer entsprechend instruiert war, vor dem Anschlagen der Last sicherzustellen, dass sich niemand im Gefahrenbereich aufhält. Er durfte nur anheben, wenn er entweder freie Sicht auf den Gefahrenbereich hatte oder wenn einer am Boden ihm ein entsprechendes Zeichen gab. Die Zeugen D.________, G.________ und F.________ beziehen sich denn auch in ihren Zeugenaussagen unmissverständlich auf diese beiden Möglichkeiten. Im Übrigen sagte der Zeuge D.________, der Kranführer sei in seiner Kabine ein paar Meter über Boden gewesen. Es sei nicht einfach gewesen aber er habe die Leute sehen können. Ebenso führte G.________ aus, ein Zeichen an den Kranführer sei nicht notwendig gewesen, weil dieser freien Blick auf die zu hebende Last gehabt habe und erst dann angehoben habe, als sich die Personen am Boden aus dem Gefahrenbereich entfernt hätten. Die Aussagen der Zeugen D.________ und G.________ stimmen somit überein. Der Kranführer hat im Gegenteil dazu ausgesagt, er habe nicht gesehen, wo der Beschwerdeführer gestanden habe, der Obergiesser habe ihm ein entsprechendes Zeichen gegeben. Die Erstinstanz hielt dazu fest, es sei davon ausgehen, dass der Zeuge, der fast 40 Jahre als Kranführer gearbeitet habe, verschiedene Situationen miteinander vermische und in der Situation der Gerichtsverhandlung einiges durcheinander gebracht habe. Auch sei er hin und her gerissen zwischen einerseits dem Gefühl, irgendeine Schuld am Unfall des Beschwerdeführers zu haben, da er es gewesen sei, der das Schienenstück gehoben habe und andererseits der Überzeugung, erst dann angehoben zu haben, als er von den Mitarbeitern am Boden das OK erhalten habe bzw. von oben selber gesehen habe, dass alle ausserhalb des Gefahrenbereichs gewesen seien. Es ist daher nicht ersichtlich, inwiefern es offensichtlich unrichtig sein sollte, wenn die Vorinstanz aus der Schilderung der besagten Zeugen betreffend die Abläufe bei den Arbeiten mit dem Kran nicht ableitet, die Mitarbeiter wären ungenügend instruiert gewesen.