Citation: 5A_538/2016 E. 4.2

4.2. Im vorliegenden Fall hat das Betreibungsamt nach Eingang des Verwertungsbegehrens rund ein Jahr zugewartet. In dieser Zeit wurden Bemühungen für einen Freihandverkauf aufgenommen, die zu keinem Ergebnis führten. Das Betreibungsamt nahm alsdann die Arbeiten für die Verwertung der gepfändeten Liegenschaften durch Versteigerung auf. In dem als Verfügung bezeichneten Schreiben vom 25. April 2016 erinnerte das Betreibungsamt die Beschwerdeführerin daran, dass die öffentliche Versteigerung auf den 28. April 2016 angesetzt sei und stattfinde, falls bis dahin nicht die gesamte Forderung begleichen worden sei. Es machte zudem verschiedene Hinweise zu den Steigerungsbedingungen und wies vor allem die Beschwerdeführerin an, die Mietwohnung im Sinne einer Nachfrist bis am 28. April 2016 zu räumen. Aus dieser Abfolge ergibt sich, dass zu keinem Zeitpunkt eine Abschlagszahlung vereinbart wurde und auch sonst keine Verfahren hängig waren, welche das Betreibungsamt zu einem Aufschub oder einer Aussetzung der öffentlichen Versteigerung veranlassen konnten. Damit war das Betreibungsamt zur - am 28. April 2016 durchgeführten - Verwertung verpflichtet. Insoweit ist der Vorwurf einer Rechtsverletzung unbehelflich.