Citation: 5A_1034/2018 E. 2

Das Obergericht hat festgehalten, dass der Beschwerdeführer gemäss dem jugendforensisch-jugendpsychiatrischen Gutachten vom 6. November 2012 an einer komplexen Kombination aus einer fehlgeleiteten Persönlichkeitsentwicklung und einer Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen leide; dazu komme ein schädlicher Gebrauch von Cannabinoiden. Das Gutachten vom 31. März 2016 stelle eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen, impulsiven dissozialen Zügen sowie eine leichte Intelligenzminderung fest; der Beschwerdeführer sei aufgrund der psychischen Krankheit nicht in der Lage, seine Angelegenheiten selbständig zu erledigen und bedürfe einer Vertretung in persönlichen wie auch in finanziellen und administrativen Belangen. Im Zusammenhang mit dem Strafantritt sei am 5. Juli 2016 durch den Leitenden Arzt des Psychiatrischen Zentrums V.________ eine dissoziale Persönlichkeitsstörung mit deutlich unreifen Zügen und eine Intelligenz im subnormalen Bereich diagnostiziert worden. Sodann hat das Obergericht auf die zahlreichen und zum Teil noch hängigen Strafverfahren sowie die stark ansteigenden Schulden des Beschwerdeführers hingewiesen. Es ging davon aus, dass der Beschwerdeführer sowohl in finanzieller Hinsicht (Regelung der Bussen; Abzahlungsvereinbarungen; Regelung der Sozialleistungen, namentlich der sistierten IV-Rente, und gegebenenfalls der Sozialhilfe) als auch im Zusammenhang mit der Wohnsituation (stete Wechsel aufgrund seines Verhaltens und seiner Wünsche) auf einen Beistand angewiesen ist, zumal sich seine Situation im Vergleich zum November 2017 nicht verbessert, sondern insgesamt verschlechtert habe. Ferner hat es mit Bezug auf den gewünschten Wechsel der Beistandsperson festgehalten, dass keinerlei Fehlverhalten des aktuellen Beistandes ersichtlich sei, sondern er sich vielmehr sämtlichen Problemen des Beschwerdeführers angenommen habe.