Citation: 4A_587/2024 E. A

A.a. Die A.________ GmbH (Beklagte, Beschwerdeführerin) mit Sitz in U.________ bezweckt den Betrieb eines Unternehmens für Reinigungs- und Renovationsarbeiten, insbesondere für Bodenbeläge, Teppiche und Parkett. Herr C.________ war bis Anfang August 2022 Geschäftsführer der Beklagten. B.________ (Kläger, Beschwerdegegner) ist Eigentümer zweier Einfamilienhäuser in U.________. Im Januar 2019 kontaktierte er die Beklagte, da in seinen Liegenschaften ein Sanierungsbedarf bestand, woraufhin die Beklagte die Arbeiten aufnahm. A.b. Am 5. März 2019 bezahlte der Kläger der Beklagten Fr. 15'000.-- in bar für die erste Akontorechnung vom 8. Februar 2019. Am 27. März 2019 bezahlte er der Beklagten für die zweite Akontorechnung vom 25. März 2019 Fr. 10'000.-- in bar und am 16. April 2019 für die dritte Akontorechnung vom 15. April 2019 wiederum Fr. 15'000.00 in bar. Die Schlussrechnung vom 29. April 2019 belief sich auf Fr. 75'244.60 und enthielt weder Akontozahlungen noch Rabatte. Herr C.________ unterzeichnete und datierte sie mit dem handschriftlichen Zusatz "Betrag erhalten". A.c. Zwischen den Parteien ist streitig, welcher Betrag anlässlich der Bezahlung der Schlussrechnung in bar bezahlt wurde. Der Kläger behauptet, Herr C.________ habe ihm am 6. Mai 2019 die Schlussrechnung vorgelegt, worauf er den gesamten Rechnungsbetrag von Fr. 75'244.60 in bar an Herrn C.________ bezahlt habe. Die geleisteten Akontozahlungen seien vom Betrag der Schlussrechnung nicht abgezogen worden, was er erst später bemerkt habe. Herr C.________habe ihn unmissverständlich aufgefordert, den Betrag von Fr. 75'244.60 sofort in bar zu bezahlen. Er habe daher kaum Gelegenheit gehabt, die Rechnung im Detail zu prüfen. Demgegenüber behauptet die Beklagte, der Kläger habe Herrn C.________ lediglich Fr. 32'000.-- in bar bezahlt. Die geleisteten Akontozahlungen seien abgezogen worden. Zudem sei dem Kläger ein Rabatt von ca. Fr. 3'000.-- gewährt worden. Herr C.________ habe die Schlussrechnung vom 29. April 2019 nicht unvermittelt und überfallartig präsentiert.