Citation: 5C.238/2001 16.10.2001 E. 1

1.-Eine Entmündigung nach Art. 369 Abs. 1 ZGB setzt voraus, dass der Betroffene infolge von Geisteskrankheit oder Geistesschwäche seine Angelegenheiten nicht zu besorgen vermag, zu seinem Schutze dauernd des Beistandes und der Fürsorge bedarf oder die Sicherheit anderer gefährdet. Gemäss dem Prinzip der Verhältnismässigkeit des vormundschaftlichen Eingriffs sollen Personen, die des vormundschaftlichen Schutzes bedürfen, gleichwohl nicht entmündigt werden, solange eine mildere Massnahme (z.B. eine Beistandschaft oder Beiratschaft) genügt (Schnyder/Murer, Berner Kommentar, N. 11 zu Art. 369 ZGB).