Citation: 8C_435/2007 19.11.2007 E. 2

Streitig sind der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 11. August 2005, namentlich die Erfüllung der Beitragszeit, und die Frage, ob die Verwaltung auf die formlos erfolgte Leistungszusprechung wiedererwägungs- oder revisionsweise zurückkommen durfte. 2.1 Die Beschwerdeführerin war zuletzt bis 28. Februar 2001 bei der Bäckerei X.________ angestellt gewesen. Es ist unbestritten, dass sie während der Rahmenfrist für die Beitragszeit keine Beitragszeit erworben hat. In den zwei der Anmeldung vorangegangen Jahren befand sich die Versicherte in ärztlicher Behandlung und in IV-Abklärungen, da sie im angestammten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten konnte. 2.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie sei in den vergangenen Jahren immer in ärztlicher Behandlung gewesen. Schliesslich habe sie den IV-Bescheid erhalten, der ihr einen Invaliditätsgrad von 33 % attestiere. Sie suche weiterhin eine 100%-Stelle. Ferner erhalte ihr Mann eine ganze IV-Rente, was für die gesamte Familie nicht ausreiche. 2.3 Als Ergebnis einer umfassenden, sorgfältigen Beweiswürdigung und unbestrittenen Sachverhaltsfeststellung hat das kantonale Gericht einen Befreiungsgrund nach Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG verneint, da die Versicherte nur im angestammten Beruf arbeitsunfähig ist. Ferner hat die Versicherte auf Grund der IV-Abklärungen davon ausgehen müssen, dass sie zum Teil arbeitsfähig ist, so dass sie die erfordliche Mindestbeitragszeit auch mit einer Teilzeitstelle hätte erwerben können. Die Aussage in der Beschwerde, sie sei in den vergangen Jahren immer in ärztlicher Abklärung gewesen, vermag zu keinem anderen Resultat zu führen. Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, ist der Zusammenhang zwischen Krankheit und Abklärungen für die Begründung der Kausalität zwischen Krankheit und fehlender Beitragszeit nicht ausreichend, weil sich aus dem Sachverhalt keine Hinweise ergeben, die Abklärungen hätten die Ausübung einer Beschäftigung verunmöglicht. Im Lichte des offensichtlich nicht unrichtig oder unvollständig festgestellten Sachverhalts durfte die Vorinstanz einen Befreiungsgrund nach Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG verneinen, weshalb die Versicherte keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 11. August 2005 hat. 2.4 Schliesslich war die Auszahlung zweifellos unrichtig und somit die Rückforderung zulässig, weshalb das kantonale Gericht auch diesbezüglich kein Bundesrecht verletzt hat (vgl. Seiler/von Werth/Güngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 400 N 9).