Citation: 1C_112/2017 E. B

Mit Baugesuch vom 27. Oktober 2014 (eingegangen bei der Gemeinde am 29. Oktober 2014) ersuchte der Bauherr die Gemeinde darum, auf den Bauparzellen einen geschlossenen Velo- und Geräteraum mit einem Rolltor und eine Schallschutzmauer zu bewilligen. Gemäss den entsprechenden Plänen sollte der Velo- und Geräteraum, anders als ursprünglich bewilligt, keine Türe, sondern ein Rolltor aufweisen. Zudem sollte die Länge des Raums von 5,03 m auf 4,52 m reduziert werden. Mit Schreiben vom 3. Dezember 2014 liess die Gemeinde die Bekanntmachung für dieses Abänderungsgesuch des Bauherrn den Nachbarn zu ihrer Information zukommen und führte aus, das Gesuch sei am 26. November 2014 in den Anschlägekästen der Einwohnergemeinde veröffentlicht worden. Die Nachbarn erhoben gegen das Abänderungsgesuch Einsprache. An der Gemeinderatssitzung vom 12. Januar 2015 wurde beschlossen, das Abänderungsgesuch werde bewilligt, die Auflagen gemäss Bauentscheid vom 12. September 2014 müssten strikte eingehalten werden und die Einsprache der Nachbarn werde abgewiesen. Mit Bauentscheid vom 18. Februar 2015 bewilligte die Gemeinde das Abänderungsgesuch (Nr. 2104-03-04) unter folgenden Auflagen: • Es darf ein Rolltor eingebaut werden. • Alle weiteren Auflagen gemäss Bauentscheid vom 12. September 2014 (u/Dossier-Nr. 2014-01-15) sind strikte einzuhalten. • Sie sind integrierender Bestandteil dieser Bauverfügung. Gegen diesen Bauentscheid erhob der Bauherr beim Staatsrat des Kantons Wallis Beschwerde mit dem Antrag, die Auflage betreffend die Freihaltesicht gemäss der von der Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute (VSS) herausgegebenen Schweizer Norm 640 273 a sei aufzuheben. Der Staatsrat trat am 18. Mai 2016 auf die Beschwerde nicht ein, weil er davon ausging, die strittige Auflage sei Teil der Baubewilligung vom 12. September 2014, die in Rechtskraft erwachsen sei und daher nachträglich nicht mehr angefochten werden könne. Daran ändere die Bewilligung des Abänderungsgesuchs nichts, weil diese Bewilligung die vom Bauherrn nachträglich beanstandete Auflage nicht betroffen habe. Der Bauherr focht den Nichteintretensentscheid des Staatsrats mit Beschwerde an, welche das Kantonsgericht des Kantons Wallis mit Urteil vom 20. Januar 2017 abwies, soweit es darauf eintrat.