Citation: 5A_1072/2020 E. 4.3

4.3. Der Vorwurf der Beschwerdeführerin trifft zu. Die Vorinstanz hält zwar in Ziff. 1.8. des Urteilsdispositivs korrekt fest, dass die Beschwerdeführerin ab Mai 2020 Fr. 3'221.-- bei der H.________ AG verdient (s. Sachverhalt Bst. B.b). Aus der Begründung des erstinstanzlichen Urteils, auf das die Vorinstanz mit Bezug auf den Arbeitslohn der Beschwerdeführerin ab Mai 2020 abstellt, ergibt sich aber in der Tat, dass der Betrag von Fr. 3'787.-- der Summe des bei der H.________ AG erzielten Lohnes (Fr. 3'221.--) und der Einkünfte aus selbständigen Nebenerwerb (Fr. 566.--) entspricht. Wie die tabellarische Zusammenstellung in der Beschwerde zutreffend illustriert, hat das für die Zeit ab Mai 2020 um Fr. 566.-- zu hoch ermittelte Einkommen zur Folge, dass die vom Beschwerdegegner geschuldeten Unterhaltsbeiträge für die Söhne F.________ und E.________ um insgesamt Fr. 283.-- zu tief sind und in diesem Umfang direkt der Beschwerdeführerin zur Last fallen: Zwar verteilt das Kantonsgericht den Gesamtüberschuss im Verhältnis von 2:2:1:1:1:1 auf die Eltern und die vier Kinder. "Aus Gründen der Praktikabilität" deckt es die Unterhaltsansprüche der minderjährigen Söhne ab Mai 2020 jedoch zunächst direkt aus dem der Beschwerdeführerin verbleibenden - zu hoch berechneten - Überschuss, während der Beschwerdegegner vollständig für den Unterhalt der volljährigen Töchter in Ausbildung aufzukommen hat. Diese Vorgehensweise verbietet sich ausserdem auch aufgrund des in Erwägung 8.4 Gesagten. Die Beschwerde ist in diesem Punkt begründet.