Citation: 9C_448/2019 E. 4.2

4.2. Gleich in doppelter Hinsicht aktenwidrig ist die Rüge der Beschwerdeführerin, wonach das kantonale Gericht selber festgestellt habe, dem Gutachten fehle es an einer effektiven Auseinandersetzung mit den abweichenden Beurteilungen in den medizinischen Vorberichten. Zum einen bezog sich die vorinstanzliche Feststellung ausdrücklich allein auf die "rückwirkende Festlegung der Arbeitsfähigkeit" für den Zeitraum vor Juni 2015, welcher nicht zum vorliegenden Streitgegenstand gehört. Zum andern haben die Gutachter, namentlich der psychiatrische Experte Dr. B.________ - wie bereits erwähnt (E. 4.1 hievor) - zu den Vorakten substantiell Stellung bezogen. Entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin orientierte sich Dr. B.________ dabei durchaus an den Kriterien der ICD-10. Konnten keine psychischen Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit erhoben werden (neben sog. Z-Diagnosen lediglich sonstige Reaktionen auf schwere Belastung [ICD-10 F43.8]), entfiel die von der Beschwerdeführerin verlangte Beurteilung "anhand der vom Bundesgericht definierten Standardindikatoren" von Vornherein.