Citation: 2C_206/2020 E. 4.2.2

4.2.2. In rechtlicher Hinsicht erwägt die Vorinstanz, die Heilmittelgesetzgebung solle zwecks Schutzes der Gesundheit von Mensch und Tier gewährleisten, dass nur qualitativ hochstehende, sichere und wirksame Heilmittel in Verkehr gebracht würden. Mit der Einführung der Bewilligungspflicht für Detailhandelsbetriebe habe der Gesetzgeber zum Ausdruck gebracht, dass eine solche Berechtigung nur dann erteilt werden sollte, wenn der Betreiber oder die Betreiberin die von der Heilmittelgesetzgebung verfolgten - insbesondere gesundheitspolizeilichen - Ziele nicht gefährde. Damit habe er die Voraussetzungen für den Betrieb von tierärztlichen Apotheken und den Schutz der öffentlichen Gesundheit höher gewichtet als die Wirtschaftsfreiheit. Dem Schutz der öffentlichen Gesundheit komme ein erhebliches Gewicht zu (vgl. E. 5.1 und E. 5.3.2 des angefochtenen Entscheids).