Citation: 5A_857/2024 E. 3.4.1

3.4.1. Die Vorinstanz verneinte die Urteilsfähigkeit der Beschwerdeführerin in Bezug auf ihre Behandlungsbedürftigkeit. Sie stützte sich dabei insbesondere auf den anlässlich der Verhandlung gewonnen persönlichen Eindruck der Beschwerdeführerin und erwog, dass diese zwar die Ablehnung der neuroleptischen Medikation generell und auch in Bezug auf die Depotmedikation zum Ausdruck bringen könne, dabei aber nicht näher auf konkrete Ängste bezüglich einer Depotmedikation eingegangen sei. Es sei deutlich geworden, dass die Beschwerdeführerin krankheitsbedingt keinen Zusammenhang zwischen der stationären Behandlung, der Reizabschirmung und der antipsychotischen Medikation einerseits und der zwischenzeitlich eingetretenen Verbesserung ihres psychischen Zustandes andererseits erkennen könne. Die Beschwerdeführerin sei nicht in der Lage, ihr psychisches Leiden zu erkennen und die Notwendigkeit einer Behandlung einzusehen, weshalb sie weder krankheits- noch behandlungseinsichtig und entsprechend urteilsunfähig sei.