Citation: I 690/01 10.12.2002 E. 4

Zur Frage der Arbeitsfähigkeit im Erwerbsbereich und der zumutbaren Tätigkeiten hat die Verwaltung medizinische Abklärungen getroffen. Danach ist die Versicherte somatisch hauptsächlich auf Grund einer Fibromyalgie und psychisch auf Grund einer depressiven Symptomatik in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, was unbestritten ist. Bezüglich der Würdigung der medizinischen Akten kann insoweit auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. Auf Grund der medizinischen Akten steht auch fest und ist nicht bestritten, dass die Versicherte ab August 1998 bis Dezember 1999 vor allem aus somatischen Gründen zu 100 % arbeitsunfähig war. Anhaltspunkte für eine erhebliche und längere Arbeitsunfähigkeit vor August 1998 enthalten die medizinischen Akten nicht, auch wenn die Beschwerdegegnerin bereits zuvor über gesundheitliche Beschwerden klagte. Selbst Hausarzt Dr. med. K.________, Allgemeine Medizin FMH, bei dem die Beschwerdegegnerin seit 1993 in Behandlung steht, legte den Beginn der Arbeitsunfähigkeit auf den 20. August 1998 fest (Bericht vom 4. Oktober 1999). Bezüglich der Arbeitsfähigkeit ab Januar 2000 stützte sich die Vorinstanz auf das psychiatrische Gutachten des Dr. med. G.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 18. Januar 2000, wonach die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in der bisherigen oder in einer anderen ausserhäuslichen Tätigkeit weniger als 30 % betrage. Im Gegensatz zur IV-Stelle, die gestützt auf dieses Gutachten von einer 30 %igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausging, erwog die Vorinstanz, dass gemäss dem Gutachter Dr. med. G.________ eine Arbeitsfähigkeit von weniger als 30 % vorliege, weshalb unter Beachtung des Umstandes, dass die Versicherte keine gewichtstragenden und repetitiven Tätigkeiten ausüben sollte, die Arbeitsfähigkeit maximal 25 % betrage. Diesen Überlegungen kann nicht gefolgt werden. Es ist zunächst sachlich nicht gerechtfertigt, auf Grund des Umstandes, dass die Versicherte keine gewichtstragenden und repetitiven Tätigkeiten ausüben sollte, den ärztlich festgestellten Grad der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit weiter zu reduzieren. Dies würde zu einer unzulässigen doppelten Berücksichtigung der gesundheitlichen Beeinträchtigung führen. Unklar ist hingegen die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch den Gutachter. Bei der Beantwortung der Frage nach der Arbeitsfähigkeit ist seine Formulierung, wonach diese "weniger als 30 %" betrage, missverständlich. Auf Grund dieser unüblichen Formulierung auf eine tiefere Arbeitsfähigkeit von 25 % zu schliessen, wie dies die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin vertreten, geht nicht an. Anderseits kann aus der Formulierung auch nicht ohne weiteres auf eine Arbeitsfähigkeit von bis zu 30 % geschlossen werden, obwohl der Gutachter an anderer Stelle ausführte, die Versicherte sei "zu mindestens 70 % arbeitsunfähig", was in diesem Sinn verstanden werden könnte und wovon die Verwaltung in der Verfügung vom 24. August 2000 ausging. In Anbetracht dieser unklaren Aussagen zur Arbeitsunfähigkeit und der möglichen Auswirkungen auf den Rentenanspruch drängen sich ergänzende Abklärungen auf, d.h. beim Gutachter ist eine ergänzende Stellungnahme zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einzuholen. Auch aus diesem Grund ist die Sache zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen.