Citation: 8C_860/2015 E. 4.2.1

4.2.1. Einfache Auffahrkollisionen sind praxisgemäss in der Regel als mittelschwere Unfälle im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen zu qualifizieren (SVR 2007 UV Nr. 26 S. 86, U 339/06 E. 5.2; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.1.2, U 380/04). Ob gar nur ein leichter Unfall vorliegt, kann mit der Vorinstanz offenbleiben, da der adäquate Kausalzusammenhang auch bei einem mittleren Unfall an der Grenze zu den leichten Unfällen zu verneinen ist. Es sind keine Umstände ersichtlich, die es rechtfertigen würden, von dieser Praxis abzuweichen, zumal es sich um eine Streifkollision mit geringem Kraftaustausch zwischen den beiden Fahrzeugen handelte (Unfallanalyse der Versicherungsgesellschaft vom 23. Dezember 2002). Für die Klassifikation eines Unfalls als leicht, schwer oder mittelschwer ist in erster Linie auf den äusseren, augenfälligen Geschehensablauf abzustellen (Urteil U 2/07 vom 19. November 2007, E. 5.3.1 mit Hinweis), weshalb der Hinweis in der Beschwerde auf die lange Arbeitsunfähigkeit daran nichts ändert. Diese findet als Kriterium bei der Adäquanzbeurteilung Berücksichtigung.