Citation: 2C_434/2020 E. 3.4.2

3.4.2. Der Beschwerdeführer deckte sein Opfer mit mehreren Schlägen ein. Als er infolge einer Abwehrhandlung des Opfers gestürzt war, kam ihm ein Mitbeschuldigter zu Hilfe und versetzte dem unvorbereiteten Opfer einen heftigen Schlag ins Gesicht, sodass dieses zu Boden ging. Diese Gelegenheit nutzte wiederum der Beschwerdeführer, um dem Opfer den finalen, zur Bewusstlosigkeit führenden Schlag gegen den Kopf zu versetzen. Das Opfer ist durch die gesundheitlichen Schäden selbst Jahre später noch stark beeinträchtigt (vgl. E. 3.2.3.2 des Urteils vom 17. April 2020). In der Folge verurteilte ihn das Obergericht wegen schwerer Körperverletzung und Raufhandels zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren. Damit liegt das Strafmass weit über der Grenze von einem Jahr, welche für das vorliegen eines Widerrufsgrunds nach Art. 63 Abs. 1 lit. a AIG i.V.m. Art. 62 lit. b AIG massgeblich ist (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.1 S. 32).