Citation: 1B_23/2011 28.01.2011 E. 1

Beamte der Kantonspolizei St. Gallen nahmen am 7. Mai 2008 X.________ fest, führten sie dem Amtsarzt zu und inhaftierten sie. X.________ wurde verdächtigt, gegen Mitarbeiter des Amts für Arbeit des Kantons St. Gallen mittels E-Mails massive Drohungen und Amokankündigungen ausgesprochen zu haben. Wegen ihres renitenten Verhaltens (Widerstand gegen die vorgeschriebene Leibesvisitation, unaufhörliches Betätigen der Gegensprechanlage der Zelle und Beschmutzen der Zelle mit dem Essen) wurde sie gemäss ihren eigenen Angaben während 14 Stunden mit der rechten Hand an die an einer Wand montierten Kette arretiert. In diesem Zusammenhang erhob sie am 27. November 2008 Strafanzeige. Die Anklagekammer des Kantons St. Gallen entschied am 5. Februar 2009, dass kein Strafverfahren eröffnet werde.