Citation: 8C_57/2021 E. 6.1

6.1. Inwiefern die Vorinstanz hinsichtlich der Statusfrage offensichtlich unrichtige Feststellungen getroffen hätte, lässt sich nicht ersehen. Dies gilt insbesondere insoweit, als die Beschwerdeführerin aus der Stellungnahme des RAD zu ihren Gunsten ableiten will, sie sei bereits vor der aktenkundigen psychiatrischen Betreuung ab Frühjahr 2016 in erheblichem Umfang arbeitsunfähig gewesen. Selbst wenn gestützt auf den betreffenden Bericht vom 10. September 2019 davon auszugehen wäre, die Symptomatik der PTBS habe bereits vor der Einreise in der Schweiz bestanden, könnte nicht als erstellt gelten, dass diese die Aufnahme auch einer Teilerwerbstätigkeit verunmöglicht hätte. Zum einen finden sich in der Stellungnahme des RAD keinerlei Hinweise auf eine bereits früher bestehende Arbeitsunfähigkeit. Zum andern gab der psychiatrische Gutachter auf entsprechende Frage ausdrücklich an, der Eintritt einer Arbeitsunfähigkeit sei auf den Beginn der ambulanten Behandlung im Frühjahr 2016 festzulegen. Daran kann auch der Einwand der Beschwerdeführerin nichts ändern, sie sei bereits im Jahr 2010 psychisch dekompensiert und habe damals einen Selbstmordversuch unternommen. Entsprechendes wurde zwar anamnestisch im Bericht der behandelnden Ärztinnen der Klinik B.________ vermerkt. Eine weitergehende Dokumentation fehlt jedoch. Ohnehin liesse sich daraus indessen nicht schliessen, dass die Arbeitsfähigkeit in der Folge längerfristig eingeschränkt und eine Erwerbstätigkeit aus diesem Grund unmöglich gewesen wäre. Mangels echtzeitlicher Arztberichte durfte die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung von weiteren diesbezüglichen Abklärungen absehen, ohne Bundesrecht zu verletzen. Eine weitergehende Einschränkung aus somatischen Gründen ist ebenfalls nicht ausgewiesen. Welche anderen Nachforschungen unter Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes hätten getätigt werden müssen, wird beschwerdeweise nicht dargetan und ist nicht erkennbar. Insbesondere wird nicht bestritten, dass die Beschwerdeführerin abgesehen von jeweils nur kurzzeitigen Beschäftigungen in den Jahren 2009 bis 2011 (E.________ AG; Verein F.________) nie erwerbstätig war. Die vorinstanzlichen Feststellungen zur Statusfrage sind daher für das Bundesgericht verbindlich.