Citation: 9C_775/2019 E. 4.3

4.3. Die "Belehrung" durch Dr. B.________, wonach die Versicherte nicht aus "Kosovo" stamme, sondern aus "Ex-Jugoslawien", ist hingegen im Rahmen der Begutachtung unnötig und deplatziert. Über die näheren Umstände lässt sich den Akten nichts entnehmen. Die Vorinstanz hat (für das Bundesgericht verbindlich) einzig festgestellt, dass sich der orthopädische Gutachter in der erwähnten Weise geäussert habe. Dass er dabei "ausser sich geriet", wie die Beschwerdeführerin geltend macht, liesse sich wohl auch durch zusätzliche Abklärungen nicht mehr eruieren. Hier ist jedenfalls nicht von der behaupteten Gefühlsregung des medizinischen Experten auszugehen. Die in Frage stehende deplatzierte Bemerkung lässt indessen für sich allein den Gutachter objektiv noch nicht als voreingenommen erscheinen. Trotz anzuwendendem strengem Massstab ist Misstrauen in seine Unparteilichkeit bei der Mitarbeit an der Expertise einzig mit Blick auf die inkriminierte "Belehrung" nicht gerechtfertigt. Wie das kantonale Gericht zu Recht erwog, untersuchten sowohl Dr. B.________ als auch die übrigen am MGSG-Gutachten beteiligten medizinischen Sachverständigen die Versicherte umfassend und sorgfältig. Abgesehen von den beiden angeführten und hievor näher beleuchteten Äusserungen wird denn auch nichts am Expertenverhalten während der Begutachtung beanstandet, so dass der Anschein der Befangenheit von Dr. B.________ (oder einer anderen begutachtenden Person) zu verneinen ist. Der Berücksichtigung des polydisziplinären Gutachtens steht unter dem Blickwinkel der erforderlichen Unabhängigkeit der beteiligten Experten nichts entgegen.