Citation: 2C_851/2017 E. 5.2.4

5.2.4. Der Beschwerdeführer legte gegen das Urteil keine Beschwerde ein. Erst viel später machte er geltend, dem vereinfachten Verfahren nur unter dem Druck seiner Anwälte zugestimmt zu haben. Diese hätten ihm angedroht, mit einer lebenslangen Haft oder der Todesstrafe in den USA rechnen zu müssen, sollte er sich nicht schuldig bekennen. Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise auf eine entsprechende Druckausübung; im Übrigen wurde der Beschwerdeführer durch das Gericht über die Folgen des abgekürzten Verfahrens informiert. Dass es die polnischen Gerichte abgelehnt haben, gegen seine Mittäter ebenfalls vereinfachte Verfahren durchzuführen, und den Fall im Hinblick auf die sich stellenden komplexen Fragen dem Bezirksgericht Warschau, statt dem Amtsgericht, überwiesen (Entscheid des Berufungsgerichts Warschau vom 5. Mai 2011), ändert an der Zulässigkeit der Berücksichtigung des Strafurteils vom 18. Juli 2011 nichts: Der Beschwerdeführer war geständig und hatte selber darum ersucht, im vereinfachten Verfahren verurteilt zu werden, womit er auf die beweismässig unterlegte Ermittlung des Sachverhalts in einem normalen Verfahren verzichtete. Dies stellt die Rechtsstaatlichkeit im Hinblick auf den schweizerischen "Ordre public" nicht infrage, selbst wenn das polnische abgekürzte Verfahren weniger Garantien bieten sollte als das schweizerische (vgl. Art. 358 ff. StPO [SR 312.0]) und das Bezirksgericht Warschau die Regelung zwischen Anklage und Verteidigung zu Unrecht genehmigt haben sollte.