Citation: 1B_71/2015 E. 4.2

4.2. In der Anklageschrift vom 10. Oktober 2012 wirft die Staatsanwaltschaft dem Beschwerdeführer vor, von Januar 2007 bis April 2008 bzw. von November 2008 bis März 2009 zwei ihm hörige Frauen unter Ausnützung seiner Stellung als "spiritueller Meister" dazu veranlasst zu haben, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen bzw. zu dulden. Er habe den Frauen am Geschlechtsteil und den Brüsten herumgerissen und von ihnen verlangt, ihn oral zu befriedigen. In der Zusatzanklage vom 6. März 2015 wirft die Staatsanwaltschaft dem Beschwerdeführer vor, drei weitere Frauen in gleicher Weise sexuell missbraucht zu haben; dies von April 2001 bis Dezember 2006, von April 2008 bis Januar 2011 und von Februar 2011 bis Oktober 2012. Der Beschwerdeführer ist einschlägig vorbestraft. Am 22. April 2009 sprach ihn das Obergericht des Kantons Solothurn auf Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Solothurn-Lebern vom 23. Oktober 2006 hin namentlich schuldig der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind, begangen von Juli 2000 bis August 2002, sowie des mehrfachen Ausnützens der Notlage zum Nachteil von zwei Frauen; dies von April 2003 bis Januar 2004 und von Oktober 2001 bis Mai 2004. Das Obergericht auferlegte ihm eine Freiheitsstrafe von 27 Monaten, unter Gewährung des bedingten Vollzugs für 21 Monate, und eine Busse von Fr. 1'000.--. Das obergerichtliche Urteil erwuchs in Rechtskraft.