Citation: 1C_7/2017 E. 3.5

3.5. Nach der Rechtsprechung ist der Richter an die Auffassung des Experten gebunden, soweit Fachfragen betroffen sind und soweit nicht triftige Gründe für eine abweichende Würdigung sprechen (BGE 132 II 257 E. 4.4.1 S. 269 mit Hinweisen). Vorliegend beruht das Gutachten auf umfassenden verkehrsmedizinischen Abklärungen, wobei auch auf die Vorakten (Anamnese) ausführlich eingegangen wurde. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass er die medizinischen Mindestanforderungen nicht unterschreite, wurde berücksichtigt. Die Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation leuchtet ein und die Schlussfolgerungen des Experten basieren auf einer schlüssigen, nachvollziehbaren und in sich geschlossenen Begründung (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; Urteil 1C_359/2008 vom 23. Februar 2009 E. 2.2, in: JdT 2009 I 517; je mit Hinweisen). Weshalb die verkehrsmedizinische Beurteilung "unhaltbar" oder eine "infame Unterstellung" sein soll, wird vom Beschwerdeführer nicht näher ausgeführt und ist nach dem Dargelegten auch nicht nachvollziehbar. Für die Vorinstanz bestand jedenfalls keine Veranlassung, von der gutachterlichen Einschätzung, welche die Fahreignung des Beschwerdeführers klar verneinte, abzuweichen. Sie hat nach Darlegung der Rechtslage und unter Würdigung der Umstände den Entzug des Führerausweises als rechts- und verhältnismässig erachtet. Auch wenn dies der Beschwerdeführer anders beurteilt, kann deshalb von einer kritiklosen Übernahme des Gutachtens durch die Vorinstanz keine Rede sein. Dies ist nicht zu beanstanden und verletzt kein Bundesrecht. Im Übrigen hat die Vorinstanz auch zutreffend darauf hingewiesen, dass der auf unbestimmte Zeit entzogene Führerausweis bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden kann, wenn eine allfällige gesetzliche oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene Person die Behebung des Mangels nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat (Art. 17 Abs. 3 SVG).