Citation: H 348/00 04.06.2002 E. 4

4.- Am 22. März 1996 wurde über die Arbeitgeberin der Konkurs eröffnet und das summarische Verfahren (Art. 231 SchKG) angeordnet. Der unter Erw. 3b hievor dargelegten Regel folgend hat das kantonale Gericht die zumutbare Schadenskenntnis auf den Zeitpunkt der Auflage des Kollokationsplanes am 18. April 1997 festgelegt. Da keine Gläubigerversammlungen stattfanden (Art. 231 Abs. 3 Ziff. 1 SchKG), kommt die hiezu ergangene Rechtsprechung zur Vorverlegung des Zeitpunkts der Schadenskenntnis nicht zur Anwendung. Der Beschwerdeführer erblickt hingegen den massgebenden Zeitpunkt für die Schadenskenntnis in den fehlgeschlagenen Sanierungsbemühungen und in der SHAB-Publikation vom ..., mit welcher die Konkursverwaltung ihre Absicht mitteilte, die beweglichen Sachen sowie die Verlagsrechte zum Teil durch Freihandverkauf zu verwerten. Die fehlgeschlagenen Sanierungsbemühungen fallen zum Vornherein ausser Betracht. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Beitragsforderung der Beschwerdegegnerin im Konkurs in der zweiten Klasse privilegiert war und die Ausgleichskasse im Unterschied zum Beschwerdeführer keinen Überblick über die finanziellen Verhältnisse der ihr angeschlossenen Gesellschaft hatte. Dies spricht auch gegen eine Schadenskenntnis im Zeitpunkt der Ankündigung des Freihandverkaufs im SHAB am ... Trotz der Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist die Betrachtungsweise des kantonalen Gerichts nicht bundesrechtswidrig, wonach aus der SHAB-Publikation nicht hervorgehe, dass es sich bei den für die Verwertung im Freihandverkauf mit Angeboten von rund Fr. 16'000.- vorgesehenen Kostümen, Dekor und Verlagsrechten um die gesamten Aktiven der Gesellschaft gehandelt habe.