Citation: 9C_294/2020 E. 4.1

4.1. Sie macht zunächst geltend, dass die Rentenzusprache auf einem medizinisch und rechtlich abgeklärten Sachverhalt beruhe. Dies ergebe sich namentlich daraus, dass der RAD-Arzt Dr. med. B.________ in seiner Stellungnahme vom 18. Oktober 2006 dem Gutachten der MEDAS Interlaken vom 13. September 2006 Beweiskraft zugemessen habe. Immerhin verwies der RAD-Arzt selbst auf die Rechtsprechung zur somatoformen Schmerzstörung, die "hier zur Anwendung gelangen" könne. Dass er oder die Beschwerdegegnerin die einschlägigen Kriterien geprüft hätte, lässt sich aus dieser nicht näher begründeten Aussage - entgegen der Beschwerdeführerin - allerdings nicht ableiten. Ausserdem war die Rechtsfrage, ob ein mit zumutbarer Willensanstrengung nicht überwindbares unklares Beschwerdebild und somit eine invalidisierende Gesundheitsschädigung gegeben sei, nicht von den Ärzten, sondern von der IV-Stelle als Rechtsanwenderin zu prüfen und zu beantworten (vgl. BGE 137 V 64 E. 5.1 S. 69; Urteile 9C_337/2015 vom 7. April 2016 E. 4.3; 8C_33/2013 vom 13. Dezember 2013 E. 4.2.3 und 4.3.2, nicht publ. in: BGE 140 V 8, aber in SVR 2016 IV Nr. 7 S. 27; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 5.2.1 S. 306). Dass sie dies getan hätte, ist aber in keiner Weise erkennbar. Die rentenzusprechende Verfügung ist, wie die Vorinstanz zutreffend festhält, bereits aus diesem Grund zweifellos unrichtig. Deswegen muss auch nicht nachträglich untersucht werden, ob die massgebenden Kriterien damals erfüllt waren (vgl. Urteile 9C_337/2015 vom 7. April 2016 E. 4.4; 9C_427/2014 vom 1. Dezember 2014 E. 2.3.2). Wiedererwägungsrechtlich fällt entscheidend ins Gewicht, dass der Beschwerdeführerin laut Gutachten vom 13. September 2006 aus rheumatologischer Sicht eine angepasste leichte Tätigkeit vollschichtig "ohne weiteres" zumutbar war, was eine Rentenberechtigung zweifellos ausschloss.