Citation: 1C_543/2021 E. 7.2.2

7.2.2. Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Urteil nicht zur Frage geäussert, ob § 56 Abs. 3 Halbsatz 2 PBG/ZH Kompetenzgrundlage für den Erlass einer Bestimmung der Bau- und Zonenordnung mit Erlasscharakter sein kann. Sie hat zunächst unter Verweis auf ihre Rechtsprechung festgehalten, die Gemeinden könnten gestützt auf § 56 Abs. 3 Halbsatz 2 PPG/ZH mit oder ohne Zulassung von Handelsbetrieben bestimmte Betriebsarten ausschliessen, mithin auch solche, die den Industrie- und Gewerbebetrieben gemäss § 56 Abs. 1 PBG/ZH zuzuordnen seien. Grundsätzlich sei somit auch ein Verbot der von Art. 12.3 Abs. 2 BZO erfassten gewerblich genutzten Parkierungsanlagen möglich. Sodann hat sie vorgebracht, es schade nicht, dass sich Art. 12.3 Abs. 2 BZO ausserhalb von Art. 6 BZO - den Bestimmungen zu den Industrie- und Gewerbezonen - befinde, kämen doch die von der Vorschrift erfassten Parkierungsanlagen gemäss der BZO der Gemeinde Rümlang ohnehin nur in Industrie- und Gewerbezonen infrage. In diesem Zusammenhang hat sie ergänzend auf die "langjährige Praxis" betreffend Parkierungsanlagen verwiesen und unter anderem ausgeführt, die Verknüpfung einer Parkierungsanlage mit einer in kommunalen Bauzonen nicht bewilligungsfähigen Grossanlage - hier dem Flughafen Zürich - habe zur Folge, dass erstere Anlage lediglich in den am wenigsten immissionsempfindlichen kommunalen Bauzonen (üblicherweise den Gewerbe- und Industriezonen) zulässig sei.