Citation: 6B_210/2024 E. 3.4.1

3.4.1. Zum Schreiben des Beschwerdeführers vom 23. Juli 2023 an die Staatsanwaltschaft führt die Vorinstanz aus, eine Rechtsverweigerung sei bereits deshalb nicht ersichtlich, da der Beschwerdeführer dasselbe Schreiben auch an das Strafgericht verschickt habe, das die Staatsanwaltschaft in der Folge mit einer Kopie bedient habe. Eine Weiterleitung durch die Staatsanwaltschaft sei entsprechend obsolet gewesen. In diesem Zusammenhang mache der Beschwerdeführer nicht geltend, dass das Strafgericht selbst untätig geblieben sei, weshalb sich Ausführungen dazu erübrigen würden. Die Vorinstanz erwägt weiter, selbst bei Annahme einer Rechtsverweigerung durch das Strafgericht sei das Vorliegen eines aktuellen Rechtsschutzinteresses fraglich; der Beschwerdeführer habe zu lange zugewartet. Er habe weder bei der Staatsanwaltschaft noch beim Strafgericht zeitnah nach dem aktuellen Stand in dieser Sache nachgefragt, obwohl er mangels Rückmeldung der angeschriebenen Behörden davon habe ausgehen müssen, dass diese nicht tätig geworden seien. Erst seine neue Rechtsvertretung habe mit Eingabe vom 11. Dezember 2023 die Rüge der Rechtsverweigerung erhoben. Das Zuwarten sei zu lange. Dies würde selbst dann gelten, wäre die Rüge bereits mit dem Fristwiederherstellungsgesuch vom 3. September 2023, knapp eineinhalb Monate nach dem Schreiben vom 23. Juli 2023, vorgebracht worden. Hinzu komme, dass zweifelhaft sei, ob die Aktualität des Rechtsschutzinteresses nach dem Beschluss vom 17. Oktober 2023 noch gegeben sei. Und schliesslich sei auch das Schreiben vom 23. Juli 2023 nicht innerhalb von 30 Tagen seit Wegfall des Hinderungsgrundes und somit verspätet eingereicht worden. Nachdem der Beschwerdeführer sich in seiner Beschwerde an das Bundesgericht überhaupt nicht dazu äussert, dass er das Schreiben auch an das Strafgericht verschickt habe, weshalb bereits deshalb eine Rechtsverweigerung zu verneinen sei, fehlt es an einer Auseinandersetzung mit der vorinstanzlichen Begründung, weshalb sich das Eingehen auf die Rügen des Beschwerdeführers grundsätzlich erübrigt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Im Übrigen vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers nicht zu überzeugen. Die Vorinstanz argumentiert, er habe nicht zeitnah nach dem aktuellen Stand nachgefragt, obwohl er mangels Rückmeldung der angeschriebenen Behörden davon habe ausgehen müssen, dass diese nicht tätig geworden seien. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz das Zuwarten bis zum 3. September 2023 als zu lang qualifiziert. Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang lediglich und erneut geltend macht, ihm sei der Zugang zu einem neuen Anwalt verwehrt worden, vermag er keine Willkür in der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung darzutun (Art. 105 Abs. 1 BGG). Demnach ist auch nicht relevant, dass er - mit seinen Worten - "umgehend" die Fristwiederherstellung beantragte, sobald er eine neue Rechtsvertretung hatte. Es braucht nicht auf die Ausführungen der Vorinstanz und des Beschwerdeführers eingegangen zu werden, wonach der Beschwerdeführer erst mit Eingabe vom 11. Dezember 2023 eine Rechtsverweigerung erstmals vorgebracht habe. Ebenso wenig erhellt, was er für sich ableiten will, wenn er vorbringt, er habe an alle ihm erdenklichen Behörden geschrieben, habe aber nicht von allen seinen versandten Briefen eine Kopie. Mit seinem Einwand, es sei nicht genau erstellt, an welchem Tag der Hinderungsgrund weggefallen sei, weicht er sodann vom vorinstanzlich verbindlich festgestellten Sachverhalt, wonach der Hinderungsgrund spätestens am 14. Juni 2023 weggefallen sei (vgl. oben E. 2.3), ab, ohne diesen als willkürlich auszuweisen. Entsprechend kann entgegen seiner Auffassung nicht davon ausgegangen werden, "dass der psychische Ausnahmezustand und die anderen Hinderungsgründe erst dann ganz entfallen sind, als er tatsächlich die Möglichkeit erhielt" mit anwaltlicher Unterstützung ein Gesuch um Fristwiederherstellung auszuarbeiten und einzureichen. Die Vorinstanz "wälzt" keineswegs das Fehlverhalten der Behörden mit Bezug auf die Akten auf den Beschwerdeführer ab. Vielmehr begründet die Vorinstanz nachvollziehbar, weshalb sie die Rüge des Beschwerdeführers - soweit überhaupt darauf einzugehen ist - als verspätet einschätzt und eine Rechtsverweigerung seitens der Behörden verneint.