Citation: 7B_35/2024 E. 4.2

4.2. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers war die Vorinstanz von Bundesrechts wegen auch nicht gehalten, im Rahmen des Siegelungsverfahrens ein Beweisverwertungsverbot betreffend die mit Editionsverfügungen vom 29. bzw. 31. August 2023 erhobenen Geschäftsunterlagen festzustellen: Nach der oben (E. 3.3) dargelegten Rechtsprechung sind allfällige allgemeine Beweisverwertungsverbote in der Regel nicht bereits vom Zwangsmassnahmenrichter im Vorverfahren abschliessend zu prüfen und durchzusetzen. Es ist hier auch kein Ausnahmefall gegeben, bei dem das Gesetz bereits zwingend ein Verwertungsverbot bzw. die Entfernung von Beweismitteln aus den Akten vorsähe (vgl. BGE 143 IV 270 E. 7.6; 387 E. 4.4; 142 IV 207 E. 9.8). Ebenso wenig besteht hier offensichtlich eine Unverwertbarkeit nach den Regeln von Art. 141 Abs. 2 und Abs. 4 StPO. Der Beschwerdeführer beruft sich unbehelflicherweise auf das sachkonnexe Verfahren 7B_554/2023. Im betreffenden Urteil vom 23. April 2024 (E. 5.4-5.6) hat das Bundesgericht gerade kein Beweisverwertungsverbot erkannt, das vom Zwangsmassnahmengericht im Vorverfahren festzustellen wäre. Darüber hinaus beträfen die hier streitigen Editionen vom 29. bzw. 31. August 2023 auch keineswegs die "identischen" Unterlagen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers bilden keine minder schweren Delikte Gegenstand der Strafuntersuchung (vgl. dazu zit. Urteil 7B_554/2023, E. 2.3 und 3.4). Der Vorinstanz ist darin beizupflichten, dass es auch hier dem Sachrichter (bzw. der den Endentscheid fällenden Strafbehörde) vorbehalten bleiben muss, nötigenfalls zu prüfen, ob trotz einer vom Beschuldigten behaupteten Verletzung von Gültigkeitsvorschriften eine Beweisverwertung zur Aufklärung einer schweren Straftat unerlässlich erschiene (Art. 141 Abs. 2 StPO, vgl. BGE 147 IV 9 E. 1.4). Von der rechtsmissbräuchlichen Umgehung eines offensichtlichen Beweisverwertungsverbots im Sinne der oben dargelegten Praxis kann keine Rede sein.