Citation: 8C_75/2014 E. 6.2.2

6.2.2. Als unbehelflich erweist sich vor diesem Hintergrund der Einwand in der Beschwerde, das Heranziehen der schulzahnmedizinischen Kriterien sei im Lichte von Art. 36 Abs. 1 BV, wonach Einschränkungen von Grundrechten einer gesetzlichen Grundlage bedürfen, unzulässig. Bei der Anwendung von Richtlinien (die hier in Form der Unterstützungsrichtlinien ihrerseits auf eine kommunale Verordnung verweisen) handelt es sich um eine Auslegungshilfe, welche in casu darauf abzielt, Ungleichbehandlungen in der Ausrichtung von nicht klar geregelten Kostenbeiträgen zu vermeiden. Inwiefern dadurch unverhältnismässig in ein Grundrecht der Beschwerdeführerin eingegriffen wird, ist nicht ersichtlich. Ebenso wenig bestehen Anhaltspunkte dafür, dass das Vorgehen von Vorinstanz und Beschwerdegegnerin anderweitig rechtswidrig sein sollte. Schliesslich wird der Vorwurf, dass der in Ziff. 4 des Anhangs zur SZDMV enthaltene Katalog unvollständig oder übertrieben streng wäre, weder vor- noch letztinstanzlich erhoben. Da die Tochter der Beschwerdeführerin nach der unbestritten gebliebenen, in allen Teilen einleuchtenden Darstellung des kantonalen Gerichts nicht an einer schwerwiegenden, die Gesundheit beeinträchtigenden Anomalie im Sinne der Schwerebewertungsliste gemäss Anhang zur SZMDV leidet, entfällt eine Übernahme der Kosten der - nach den SKOS-Richtlinien folglich nicht notwendigen - kieferorthopädischen Behandlung durch die Beschwerdegegnerin.