Citation: 6P.160/2002 07.04.2003 E. 3

Der Beschwerdeführer 1 rügt Willkür und eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" bezüglich der Annahme des Obergerichts, er habe C.________ eine Bauchwunde zugefügt. Es dürfe nicht auf die so genannte "Aussage der ersten Stunde" abgestellt werden. Es gebe neben seinen eigenen unklaren Aussagen keine Indizien dafür, dass er C.________ verletzt habe. Die Verletzungen hätten auch von E.________ stammen können. 3.1 Das Obergericht verweist zunächst auf die Ausführungen der Vorinstanz, denen es folgt. Danach habe der Beschwerdeführer 1 selber zugegeben, einem Sicherheitsmann einen Messerstich in die Bauchhöhle versetzt zu haben, als dieser ihn an den Haaren heftig gezogen und gleichzeitig geschlagen habe. Das Opfer habe ihn als denjenigen, den es an den Haaren gezogen habe, erkannt. Selbst wenn der Beschwerdeführer 1 dieses Geständnis später bestritten habe, könne nach der Beweismaxime, wonach die "Aussage der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sei als spätere Darstellungen, auf die belastende Aussage des Beschwerdeführers 1 vom 13. Februar 1996 abgestellt werden. 3.2 Der Beschwerdeführer 1 gab knapp zehn Tage nach dem Vorfall zu Protokoll, der Person einen Messerstich in den Bauch gegeben zu haben, die ihn an den Haaren gezogen habe (act. 427). Das Opfer bestätigte, von der Person am Bauch und am Arm verletzt worden zu sein, die es an den Haaren gezogen hatte (act. 467). E.________, der sich auch mit einem Messer am Raufhandel beteiligte, gab zu, sein Messer einem Sicherheitsmann in die linke Hüftseite gestochen zu haben (act. 411). Das Opfer bestätigte, zusätzlich zu den Bauch- und Armverletzungen von einer anderen Person einen Messerstich in die linke Lendengegend erhalten zu haben (act. 467). Auf Grund dieser Aussagen war es nicht willkürlich, den Beschwerdeführer als Verantwortlichen für die Verletzungen, die dem Opfer im Bauchbereich und am Arm zugefügt wurden, zu betrachten. Die Rüge ist somit unbegründet, sofern sie überhaupt den Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG entspricht.