Citation: 2C_717/2019 E. A

A.________ (Jahrgang 1990) ist kosovarischer Staatsangehöriger. Er reiste zusammen mit seinen Eltern am 28. Oktober 1991 als Asylsuchender in die Schweiz ein, woraufhin die Familie vorläufig aufgenommen wurde. Am 8. August 2002 erteilte ihm das Ausländeramt (heute: Migrationsamt) des Kantons Thurgau eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seinen Eltern. Seine Aufenthaltsbewilligung wurde in der Folge jeweils verlängert, letztmals bis zum 7. August 2016. Während seines Aufenthalts in der Schweiz musste A.________ mehrmals strafrechtlich verurteilt werden: - Mit Strafverfügung der Jugendanwaltschaft des Kantons Thurgau vom 29. Juni 2006 wegen mehrfachen geringfügigen Vermögensdelikten (Betrug) und Drohung, begangen am 10. April 2006 bzw. 15. Mai 2006 zu einer Arbeitsleistung von einem Tag; - Mit Strafverfügung der Jugendanwaltschaft des Kantons Thurgau vom 26. Februar 2008 wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz vom 4. Oktober 1985 über den Transport im öffentlichen Verkehr (Transportgesetz, TG; AS 1986 1974) (Benutzen der Bahn ohne gültigen Fahrausweis), begangen am 5. Oktober 2007, zu einem Verweis; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn vom 13. Januar 2011 wegen Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz vom 19. Dezember 1958 (SVG; SR 741.01) (Überschreiten der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf der Autobahn um netto 26 km/h), begangen am 11. Dezember 2010, zu einer Busse von Fr. 360.--; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm vom 28. April 2011 wegen Widerhandlung gegen das SVG (Nichtmitführen des Führerausweises), begangen am 3. Januar 2011, zu einer Busse von Fr. 20.--; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bischofszell vom 17. November 2011 wegen Diebstahls zum Nachteil des Arbeitgebers (Entwendung diverser Geräte und Verkauf unter der Hand an verschiedene Kunden), begangen in der Zeitspanne vom 1. Juli bis 17. November 2010 zu einer bedingten Geldstrafe von 45 Tagessätzen sowie einer Busse von Fr. 800.--; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 28. Februar 2012 wegen grober und mehrfacher einfacher Verletzung der Verkehrsregeln (Überschreiten der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn um netto 22 km/h, Nichtmitführen des Führerausweises, Benutzen einer Nationalstrasse ohne gültige Vignette), begangen am 22. September 2011, zu einer bedingten Geldstrafe von 15 Tagessätzen sowie einer Busse von Fr. 400.--; Das kantonale Migrationsamt verwarnte A.________ am 12. April 2012 und hielt ihn unter Androhung des Widerrufs der Aufenthaltsbewilligung und der damit verbundenen Wegweisung aus der Schweiz an, sich in Zukunft in jeder Hinsicht klaglos zu verhalten und insbesondere die Rechtsordnung zu beachten. Ungeachtet dieser Verwarnung wurde A.________ in der Folge erneut straffällig und musste wie folgt verurteilt werden: - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Emmental-Oberaargau, vom 13. November 2012 wegen Angriffs und einfacher Körperverletzung (Beteiligung an Angriff auf eine Geschädigte, die eine Rissquetschwunde am Kopf und diverse Prellungen erlitt), begangen am 1. September 2012, zu einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen sowie einer Busse von Fr. 800.--. Das kantonale Migrationsamt verwarnte A.________ am 11. März 2013 zum zweiten Mal, wobei ihm erneut der Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung sowie die Wegweisung aus der Schweiz in Aussicht gestellt wurde, falls er sich in Zukunft nicht absolut klaglos verhalten sollte. Diese zweite Verwarnung hielt ihn jedoch nicht davon ab, weiter zu delinquieren, was weitere strafrechtliche Verurteilungen nach sich zog: - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen vom 4. September 2013 wegen geringfügigen Diebstahls (Benzindiebstahl), begangen am 10. und 12. Juni 2013, zu einer Busse von Fr. 300.--; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bischofszell vom 17. Juni 2014 wegen Nichtanbringens oder nicht gut sichtbaren Anbringens der Parkscheibe am Fahrzeug, begangen am 21. Dezember 2013, zu einer Busse von Fr. 80.--; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bischofszell vom 17. Juni 2015 unter anderem wegen mehrfachen Betrugs, begangen im September 2014, und wegen Ungehorsams im Betreibungsverfahren, begangen im Februar/März 2014, zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen sowie einer Busse von Fr. 30.--, verbunden mit dem Widerruf der bedingten Geldstrafen von 45, 15 und 40 Tagessätzen. Mit Schreiben vom 10. November 2014 ermahnte das kantonale Migrationsamt A.________ formlos und forderte ihn auf, sich in Zukunft in jeder Hinsicht klaglos zu verhalten und sich zu bemühen, seinen finanziellen Verpflichtungen ordnungsgemäss nachzukommen. Auch nach dieser formlosen Ermahnung musste er weiterhin strafrechtlich verurteilt werden: - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 14. September 2015 wegen Fahrens ohne Berechtigung, einfacher Verletzung der Verkehrsregeln sowie (anderweitiger) Widerhandlung gegen das SVG, begangen am 5. Januar 2015, zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen sowie einer Busse von Fr. 140.--; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bischofszell vom 9. März 2016 wegen mehrfachen Betrugs sowie Ungehorsams im Betreibungs- und Konkursverfahren, begangen im Zeitraum August 2015 bis November 2015, zu einer unbedingten Geldstrafe von 75 Tagessätzen sowie einer Busse von Fr. 200.--; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bischofszell vom 5. August 2016 wegen mehrfachen Betrugs, begangen im April/Mai 2016, zu einer unbedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen, in teilweisem Zusatz zum Strafbefehl vom 9. März 2016; - Mit Strafbefehl des kantonalen Untersuchungsamtes St. Gallen vom 9. August 2016 wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz vom 3. Oktober 1951 über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe (Betäubungsmittelgesetz, BetmG; SR 812.121) (Konsum von Cannabis oder cannabishaltigen Produkten bis 10g), begangen am 18. Juni 2016, zu einer Busse von Fr. 100.--; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 28. Oktober 2016 wegen Diebstahls, begangen am 27. September 2016, zu einer unbedingten Geldstrafe von 45 Tagessätzen; - Mit Strafbefehl des Untersuchungsamtes St. Gallen vom 7. Dezember 2016 wegen Diebstahls, begangen am 25. August 2016, zu einer unbedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bischofszell vom 8. Februar 2017 wegen Betrugs und Urkundenfälschung, begangen am 21. März 2016, zu einer unbedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bischofszell vom 18. Mai 2017 wegen Ungehorsams im Betreibungsverfahren, begangen im März 2017, zu einer Busse von Fr. 150.--. Auch nach der Gewährung des rechtlichen Gehörs am 22. September 2017 mit Hinblick auf eine beabsichtigte Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung aus der Schweiz delinquierte A.________ weiter und wurde wie folgt strafrechtlich verurteilt: - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bischofszell vom 4. Mai 2018 wegen Nichttragens der Sicherheitsgurten durch den Mitfahrer (unbenutztes Verstreichenlassen der gesetzlichen Zahlungsfrist im Ordnungsbussenverfahren), begangen am 14. Januar 2018, zu einer Busse von Fr. 60.--; - Mit Strafurteil des Bezirksgerichts Arbon vom 12. März 2019 (auf Einsprache gegen einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bischofszell vom 17. Januar 2018) wegen Diebstahls, begangen am 11. Oktober 2017, zu einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen. Mit Verfügung vom 2. März 2018 verlängerte das kantonale Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung von A.________ nicht mehr und wies ihn aus der Schweiz weg. Die Staatsanwaltschaft Bischofszell verurteilte A.________ mit Strafbefehl vom 17. Juli 2018 wegen Ungehorsams im Betreibungsverfahren, begangen am 31. Oktober 2018, 14. November 2018 und 16. November 2018, zu einer Busse von Fr. 250.--.