Citation: 4P.25/2003 16.04.2003 E. 2

Ob ein Vertrag zustande gekommen ist, bestimmt sich in erster Linie durch subjektive Auslegung, das heisst nach dem übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen (Art. 18 OR). Nur wenn eine tatsächliche Willensübereinstimmung unbewiesen bleibt, sind zur Ermittlung des mutmasslichen Parteiwillens die Erklärungen der Parteien aufgrund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sich nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie nach den gesamten Umständen verstanden werden durften und mussten. Während die subjektive Vertragsauslegung auf Beweiswürdigung beruht und im Beschwerdeverfahren überprüft werden kann, handelt es sich bei der objektivierten Auslegung um eine Rechtsfrage, die nur Gegenstand einer Berufung sein kann (im Allgemeinen: BGE 121 III 118 E. 4b/aa, S. 123 m.w.H.; im Besonderen in Bezug auf die Abgrenzung zwischen Vertrag und Gefälligkeit: BGE 116 II 695 E. 2a und b S. 696).