Citation: 1C_301/2009 01.02.2010 E. 6

6.1 Das Verwaltungsgericht prüfte sodann die Verhältnismässigkeit der angeordneten Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. Dazu hielt es ausdrücklich fest, aufgrund der Tatsache, dass die Architektur des neuen Dachausbaus jegliche Rücksichtnahme auf die bestehende bauliche Struktur vermissen lasse, könne nicht von einer bloss geringfügigen Missachtung von § 58 BPG gesprochen werden. Weiter könnten die Beschwerdeführer nicht als gutgläubig gelten; von einer Person, die im Baubewilligungsverfahren sowohl als Gesuchstellerin als auch als verantwortliche Fachperson auftrete, könne erwartet werden, dass sie ihre Bauvorhaben gemäss "gültig" und "ungültig" gestempelten Plänen ausführe und bei allfälligen Unklarheiten Rücksprache mit dem Bauinspektorat nehme. Die Beschwerdeführer hätten die zu erwartenden Kosten nicht substantiiert. Einen allzu gewaltigen Umfang würden diese Kosten allerdings nicht annehmen. Diesem finanziellen Interesse der Beschwerdeführer stehe das öffentliche Interesse an der gesetzeskonformen Ausführung der Baute entgegen. Dabei sei namentlich zu berücksichtigen, dass nicht eine leichte Abweichung von der gesetzlichen Vorschrift zu beurteilen sei, sondern dass die Ausführung jegliche Rücksichtnahme auf die bauliche Struktur vermissen lasse. Damit sei festzustellen, dass die öffentlichen Interessen am Rückbau des Dachausstiegs und des Geländers das private Interesse der Beschwerdeführer überwiegen würden. 6.2 Auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit kann sich auch ein Betroffener berufen, der nicht gutgläubig gehandelt hat. Er muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus grundsätzlichen Erwägungen, so zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands erhöhtes Gewicht beimessen und die dem Betroffenen allenfalls erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Masse berücksichtigen (BGE 132 II 21 E. 6.4 S. 39 f. mit Hinweis). 6.3 Soweit die Beschwerdeführer bestreiten, bösgläubig gehandelt zu haben, lassen sie es bei einer appellatorischen Kritik am vorinstanzlichen Urteil bewenden und bringen sie nichts vor, was geeignet wäre, die verwaltungsgerichtlichen Erwägungen verfassungswidrig erscheinen zu lassen. Darauf ist nicht einzutreten (oben E. 1.4). 6.4 Wenn das Verwaltungsgericht und seine Vorinstanzen in Anbetracht der massiven Abweichung von den gesetzlichen Vorschriften auf dem Rückbau des Geländers und des Dachausstieges bestehen, liegt darin weder Willkür noch eine sonstwie bundesrechtswidrige Anwendung des kantonalen Rechts. Die diesbezüglichen Rügen der Beschwerdeführer erweisen sich, soweit überhaupt auf sie einzutreten ist, als unbegründet.