Citation: 2C_465/2021 E. 3.9

3.9. Folglich kommt das genannte interne Recht (vgl. E. 3.6 f. oben) zur Anwendung. Dieses ermöglicht eine Verlegung des aus dem schweizerischen Grundstück resultierenden Schuldzinsenüberschusses nach Deutschland und damit einen - zumindest aus schweizerischer Sicht - Abzug vom Nettoertrag des deutschen Grundstückes. Entgegen dem Beschwerdeführer steht dies mangels anderweitiger Regelung im DBA CH-DE nicht im Widerspruch zu diesem DBA. Ebenso wenig spielt es entgegen dem Beschwerdeführer eine Rolle, wenn dieser Abzug nach deutschem Steuerrecht nicht gewährt wird. Eine allfällige Doppelbesteuerung ist als Folge von unterschiedlichen Steuersystemen der beiden Länder hinzunehmen und von der Schweiz nicht zu vertreten (Urteil 2C_646/2021 vom 7. Oktober 2021 E. 3.2.4; LOCHER/MEIER/VON SIEBENTHAL/KOLB, a.a.O., B 6.1 (7)). Das allgemeine Völkerrecht kennt zudem kein Verbot der internationalen Doppelbesteuerung (MATTEOTTI/HORN, in: Kommentar Internationales Steuerrecht, Einleitung N. 25). Das angefochtene Urteil erweist sich damit - soweit die Staatssteuer betreffend - als völkerrechts- und bundesrechtskonform.