Citation: 4D_103/2024 E. B

Am 14. Juni 2022 klagte die Arbeitnehmerin unter Einreichung der Klagebewilligung des Friedensrichteramts U.________ beim Arbeitsgericht Pfäffikon. Mit Urteil vom 16. Dezember 2022 verpflichtete das Arbeitsgericht die Arbeitgeberin, der Arbeitnehmerin den ausstehenden Lohn von Fr. 697.95 netto und eine Entschädigung wegen ungerechtfertigter Kündigung von Fr. 9'000.-- brutto zu bezahlen, beides nebst Zins zu 5 % seit 21. Oktober 2021 (Dispositiv-Ziffer 1). Zudem verpflichtete das Arbeitsgericht die Arbeitgeberin, bezüglich des vorstehenden Bruttobetrags die Sozialversicherungsbeiträge abzurechnen und zu Gunsten der Arbeitnehmerin einzuzahlen sowie der Arbeitnehmerin eine ordentliche Abrechnung zuzustellen (Dispositiv-Ziffer 2). Weiter verpflichtete das Arbeitsgericht die Arbeitgeberin unter Strafdrohung nach Art. 292 StGB, der Arbeitnehmerin innert 10 Tagen ab Rechtskraft des Urteils ein unterzeichnetes Arbeitszeugnis mit bestimmtem Wortlaut im Original zuzustellen. Darin sollte insbesondere stehen, dass die Arbeitnehmerin "vom 1. Juni 2021 bis zum 31. Dezember 2021" bei der Arbeitgeberin als "medizinische Praxisassistentin" angestellt gewesen sei (Dispositiv-Ziffer 3). Die Widerklage der Arbeitgeberin wies das Arbeitsgericht vollumfänglich ab (Dispositiv-Ziffer 4). Es erhob keine Verfahrenskosten (Dispositiv-Ziffer 5), verpflichtete aber die Arbeitgeberin, der Arbeitnehmerin eine Parteientschädigung von Fr. 2'900.-- inkl. Auslagen und MWST zu bezahlen (Dispositiv-Ziffer 6).