Citation: 7B_144/2023 E. 3.2

3.2. Erwächst der Aufhebungsentscheid in Rechtskraft, hat das zuständige Gericht auf Antrag der Vollzugsbehörde über die Konsequenzen der Aufhebung der ambulanten Massnahme zu befinden (BGE 134 IV 246 E. 3.4 mit Hinweis; Urteile 6B_485/2022 vom 12. September 2022 E. 7.3.1 mit Hinweisen; 6B_946/2019 vom 24. Januar 2020 E. 1.2.1; 6B_964/2019 vom 27. September 2019 E. 1.3.1). Dem Gericht obliegt es dann zu prüfen, ob die aufgeschobene Freiheitsstrafe zu vollziehen bzw. eine Reststrafe aufzuschieben (Art. 63b Abs. 2 und 4 StGB) oder eine stationäre therapeutische Massnahme nach den Art. 59-61 StGB (Art. 63b Abs. 5 StGB) resp. im Sinne der Verhältnismässigkeit eine andere ambulante Massnahme (BGE 143 IV 1 E. 5.4) anzuordnen ist. Das Gericht ist hingegen nicht verpflichtet, erneut zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Aufhebung der ambulanten Massnahme infolge Aussichtslosigkeit erfüllt waren (Urteile 6B_946/2019 vom 24. Januar 2020 E. 1.2.2; 6B_964/2019 vom 27. September 2019 E. 1.4.2 mit Hinweis).