Citation: 8C_489/2021 E. 6.1

6.1. Das kantonale Gericht leitet aus dem asim-Gutachten vom 29. Januar 2019 ab, der Beschwerdegegner sei seit dem Unfall vom 27. August 2014 in seiner angestammten Tätigkeit anhaltend zu 100 % arbeitsunfähig. Damit bestehe im Zeitraum vom 1. April 2018 bis 31. Januar 2019 Anspruch auf ein Taggeld entsprechend einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit, basierend auf einem versicherten Verdienst im Maximalbetrag. Soweit der Beschwerdegegner zur Ermittlung der Arbeitsunfähigkeit einen Einkommensvergleich verlange, könne ihm nicht gefolgt werden. Zwar sei er mit Schreiben der AXA vom 7. August 2017 aufgefordert worden, sich bei der Arbeitslosenkasse anzumelden und damit seine Arbeitsfähigkeit in einem anderen Beruf zu verwerten. Allerdings sei zu jenem Zeitpunkt kein stabiler Gesundheitszustand vorgelegen. Eine medizinisch ausgewiesene Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Verweistätigkeit habe erstmals im Oktober 2018 bestanden. Die Voraussetzungen für eine abweichende Bemessung des Taggeldanspruchs gestützt auf Art. 6 Satz 2 ATSG seien damit nicht erfüllt.