Citation: 8C_638/2018 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, gemäss Bericht der Dres. med. G.________ und H.________, Leitende Ärzte, Spital C.________, vom 26. Januar 2017 hätten bereits nach dem Unfall vom 21. April 2016 neuropathische Schmerzen im Innervationsgebiet des Nervus medianus bestanden. Die damalige Schwellung im Handgelenksbereich deute darauf hin, dass das erst später definitiv diagnostizierte CRPS schon damals existiert habe. Durch dieses bzw. durch die Schwellung im Carpaltunnel sei das CTS verursacht worden. Laut diesen Ärzten seien somit das CTS und die Operation vom 21. September 2016 unfallkausal. Diese Auffassung vertrete auch der Hausarzt Dr. med. I.________, Facharzt Allgemeinmedizin FMH. Demgegenüber habe die Suva-Ärztin Dr. med. F.________ in der Beurteilung vom 22. August 2017 die Diagnose eines CRPS vor dieser Operation als nicht gesichert und das CTS als nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal erachtet. Denn die MRI-Aufnahme vom 20. Juni 2016 habe keine Hinweise auf Blutergüsse im Bereich der oberflächlichen Weichteile des Handgelenks und keine Flüssigkeitsansammlungen in den tieferen Schichten wie dem Beugesehnenfächer oder dem Nervus medianus gezeigt. Die neurologischen Abklärungen im Spital D.________ vom 19. August 2016 hätten gemäss Bericht vom 25. August 2016 ein mehr oder weniger seitengleiches CTS links und rechts, rechts symptomatisch, bestätigt. Laut Dr. med. F.________ sei es nicht überwiegend wahrscheinlich, dass das beidseitige CTS unfallkausal sei. Auch eine unfallkausale Verschlimmerung sei unwahrscheinlich. Zur Frage des CRPS habe sie ausgeführt, im Bericht des Spitals D.________ vom 25. August 2016 sei es bloss als Verdacht formuliert worden. Zwar liessen gemäss Dr. med. F.________ die am 25. Januar 2017 im Spital C.________ festgestellte leichte Schwellung von Hand und Fingern mit vermehrter Schweiss-Resektion und vermehrtem Haarwachstum auf Hand und Fingern an sich auf ein CRPS schliessen. Doch seien im entsprechenden Bericht vom 26. Januar 2017 die für die Begründung einer CRPS-Diagnose relevanten Budapest-Kriterien nicht geprüft worden. Gleiches gelte für den Bericht des Spitals D.________ vom 25. August 2016. Diese Kriterien seien erstmals im Austrittsbericht der Rehaklinik E.________ vom 18. Mai 2017 angewendet worden und für die Bejahung eines CRPS nicht mehr erfüllt gewesen. Somit sei laut Dr. med. F.________ ein CRPS bloss für die Zeit ab 3. November 2016 (Verlaufseintrag der Handchirurgie des Spitals D.________) bis zum Eintritt des Versicherten in die Klinik E.________ am 20. April 2017 höchstens möglich. Jedenfalls könne es für die Zeitpunkte der knöchernen Konsolidation der Fraktur am 6. September 2016 und der Operation am 21. September 2016 nicht als erstellt gelten. Überwiegend wahrscheinlich sei einzig ein Zusammenhang zwischen der CTS-Operation und dem fraglichen CRPS. Zusammenfassend seien gestützt auf die Einschätzung der Dr. med. F.________ weder ein CRPS noch eine unfallursächliche Entstehung oder Verschlimmerung des vorbestehenden CTS überwiegend wahrscheinlich. Somit habe die Suva ihre Leistungspflicht zu Recht verneint.