Citation: 1C_514/2024 E. 7.3

7.3. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführenden wurden die Verdachtsmomente bezüglich einer möglichen Involvierung in die mutmasslichen Geldwäschereiaktivitäten von G.________ bzw. die Zweifel an der legalen Herkunft des Vermögens der Beschwerdeführenden nicht erst durch das fedpol geäussert. Im Gegenteil: Solche Zweifel, insbesondere in Bezug auf die Herkunft der Gelder, die den Erwerb der verschiedenen Luxusimmobilien ermöglichten, werden sowohl in den beiden Amtsberichten des NDB (2019 und 2023), im Bericht des fedpol, in der erstinstanzlichen Verfügung des SEM, wie auch im ersten Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts geäussert. Vor diesem Hintergrund können die Beschwerdeführenden nicht behaupten, sie hätten nicht gewusst, welche Tatsachenbehauptungen in den zugestellten Artikeln relevant für das Verfahren wären - auch wenn die diesbezügliche Zwischenverfügung der Vorinstanz vom 14. März 2024 tatsächlich ein wenig minimalistisch ausfiel. Die Beschwerdeführenden wussten im Zeitpunkt der Gewährung des rechtlichen Gehörs betreffend die Medienberichte ohne Weiteres, dass ihnen vorgeworfen werde, sie könnten ihre Vermögensverhältnisse nicht plausibilisieren. Es wäre den Beschwerdeführenden also offen gestanden, jegliche Dokumente - seien es Steuerdokumente oder Dokumente anderer Art, z.B. Lohnausweise oder detaillierte Geschäftsberichte ihrer Gesellschaften - einzureichen, welche die legale Herkunft ihres Vermögens zumindest nachvollziehbar gemacht hätten. Dabei geht es entgegen den Behauptungen der Beschwerdeführenden gerade nicht um eine komplette Offenlegung der finanziellen Verhältnisse, sondern um eine Plausibilisierung der Vermögensverhältnisse, insbesondere der Käufe von mehreren Luxus-Immobilien im mehrstelligen Millionenbereich. Insgesamt liegt also weder eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, noch eine Verletzung der Aufklärungspflicht oder der Orientierungspflicht vor, da die anwaltlich vertretenen Beschwerdeführenden ohne Weiteres erkennen konnten, welche Dokumente sie einreichen mussten, um die Zweifel der Vorinstanz auszuräumen. Vielmehr hätten sie die nötigen Dokumente aufgrund ihrer Mitwirkungspflicht im Verfahren vor der Vorinstanz ohne Aufforderung vorlegen müssen.