Citation: 8C_475/2020 E. 5.3

5.3. Obwohl die SWICA den für die unfallversicherungsrechtliche Beurteilung massgebenden Invaliditätsgrad selbstständig zu bestimmen hatte (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts [heute: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] U 49/05 vom 30. Juni 2005 E. 3.1 i.f.), verzichtete sie bei der ursprünglichen Rentenzusprache gemäss Verfügung vom 5. Dezember 2002 darauf. Statt dessen verwies sie - trotz vorgängiger Beanstandung des Beschwerdegegners - bei der Festsetzung der Komplementärrente lediglich auf den Invaliditätsgrad der Invalidenversicherung. Weil bereits im Rahmen der Überentschädigungsberechnung gemäss Verfügung vom 14. Juni 2002 einspracheweise die Bestimmung des mutmasslich entgangenen Verdienstes umstritten war, ermittelte die Beschwerdeführerin bei der angestammten Arbeitgeberin für das Jahr 2002 einen Jahreslohn von Fr. 58'200.-. Gestützt darauf teilte die SWICA dem Beschwerdegegner am 16. August 2002 mit, dass er "im Jahre 2002 einen Verdienst von CHF 58'200.00 erzielen würde".