Citation: 6B_201/2024 E. 4.2

4.2. Ebenso wenig vermag der Beschwerdeführer aus den Umständen, dass er seine Ferien einschliesslich die Feiertage an Ostern und Weihnachten bei seiner Familie verbringt, er aus diesem Grund und wegen des Ablaufs des temporären Arbeitsverhältnisses vom 15. Dezember 2023 bis 19. Januar 2024 in Deutschland weilte und daher zum Zeitpunkt des Zustellversuchs vom 18. Dezember 2023 und damit auch während der Abholfrist landesabwesend war, etwas zu seinen Gunsten abzuleiten. Angesichts seiner aus dem Prozessrechtsverhältnis fliessenden Pflicht, die Entgegennahme gerichtlicher Sendungen zu gewährleisten (BGE 141 II 429 E. 3.1; Urteil 1B_605/2021 vom 3. März 2022 E. 2.1; je mit Hinweisen), hätte er die Vorinstanz über seine Abwesenheit während der Vorweihnachts- und Weihnachtszeit bis 19. Januar 2024 informieren oder sonstige geeignete Vorkehrungen für die Zeit seiner geltend gemachten Ortsabwesenheit treffen können und müssen. Dass er solche Massnahmen für die Zustellbarkeit von gerichtlicher Post getroffen hätte, macht der Beschwerdeführer nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. Die Vorinstanz musste auch nicht von sich aus berücksichtigen, dass er während der Vorweihnachts- bzw. Weihnachtszeit allenfalls ferien- bzw. ortsabwesend sein könnte (Urteile 6B_826/2023 vom 26. Oktober 2023 E. 4.2, 6B_758/2022 vom 9. November 2022 E. 4.2, 6B_368/2022 vom 29. Juni 2022 E. 5, 6B_940/2013 vom 31. März 2014 E. 2.2.5). Die StPO kennt, anders als das BGG, keine Gerichtsferien (Art. 89 Abs. 2 StPO). Es liegt in der Natur der Sache, dass nach Einreichung eines Rechtsmittels Frist ansetzende gerichtliche Mitteilungen erfolgen können und mit solchen folglich zu rechnen ist. Wer daher wenige Wochen bzw. wenige Monate nach der Erhebung eines Rechtsmittels für längere Zeit vorübergehend abwesend ist und dies dem Gericht weder anzeigt noch jemanden mit der Entgegennahme von Postsendungen betraut, kann sich folglich - wie die Vorinstanz zutreffend erkennt - auch nicht auf ein unverschuldetes Hindernis berufen, wenn er wegen fehlender Kenntnisnahme einer Fristansetzung nicht rechtzeitig zu handeln vermag (vgl. Urteile 6B_1488/2022 vom 16. Juni 2023 E. 3.2, 6B_428/2014 vom 5. Juni 2014 E. 1).