Citation: 8C_380/2021 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht erkannte der kreisärztlichen Aktenbeurteilung des Dr. med. C.________ vom 26. März 2019 vollen Beweiswert zu. Der Kreisarzt habe sich zu grossen Teilen auf die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 18. Januar 2019 (Untersuchung vom 16. Januar 2018) gestützt, wobei er aber von dessen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abgewichen sei, indem er eine leidensangepasste Tätigkeit als vollzeitig zumutbar erachtet habe. Dabei sei zu berücksichtigen, dass der RAD-Arzt eine mindestens 60 %ige Arbeitsfähigkeit angegeben habe. Diese könne somit ebenso gut höher ausfallen. Zudem habe Dr. med. D.________ angemerkt, dass die Augenproblematik die Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten, sitzenden Tätigkeit - die bei ausschliesslicher Berücksichtigung der Schulterproblematik sicher nicht wesentlich eingeschränkt wäre - erheblich beeinträchtige. Daraus erhelle, dass der RAD-Arzt augenscheinlich nicht von einer erheblichen, ins Gewicht fallenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der Schulterproblematik ausgegangen sei. Er habe denn auch mit keinem Wort begründet, weshalb die Arbeitsfähigkeit in einer schulterschonenden Tätigkeit tangiert sein solle, was sich aus objektiver Sicht aufgrund der medizinischen Akten auch nicht erhelle. Weiter erwog die Vorinstanz, auch der Bericht von Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie (spez. Schulterchirurgie), vom 6. August 2019 vermöge keine Zweifel an der kreisärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu erwecken. Dieser habe anlässlich seiner Untersuchung vom 9. Juli 2019 hauptsächlich Bewegungs- und Belastungsschmerzen auf Schulterhöhe rechts und darüber festgestellt, wobei auch bei Mobilisation unterhalb der Horizontalen sowie bei Gewichtsbelastungen Schmerzen im Bereich der rechten Schulter bestünden. Daraus lasse sich aber keine Arbeitsunfähigkeit für eine leidensangepasste Tätigkeit ableiten, da nach Aktenlage nicht erstellt sei, dass sich die Schmerzsituation bei Nicht- oder zumindest nicht permanentem Gebrauch der rechten Schulter hindernd auswirke. Zusammenfassend sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Hinblick auf seine Schulterbeschwerden jedenfalls seit 1. März 2016 in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig und diese Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertbar sei. Weiterer Abklärungsbedarf bestehe nicht, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung von zusätzlichen Erhebungen abzusehen sei.