Citation: I 603/02 30.04.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente der Invalidenversicherung. 2.1 In medizinischer Hinsicht gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, die Beschwerdeführerin sei in ihrer angestammten Tätigkeit als Serviceangestellte wie auch in einer anderen Arbeit zu 70 % arbeitsfähig. Sie stützte sich dabei auf das Gutachten des Dr. med. G.________ vom 15. März 2001 sowie die erläuternden Angaben dieses Arztes vom 24. August 2001. Die Beschwerdeführerin bestreitet die Aussagekraft des Gutachtens für die psychiatrische Beurteilung und macht ausserdem geltend, es seien über den psychiatrischen Bereich hinaus Abklärungen in somatischer Hinsicht erforderlich. 2.2 Verwaltung und Vorinstanz ist darin zuzustimmen, dass das psychiatrische Gutachten des Dr. med. G.________ vom 15. März 2001 (mit Erläuterungen vom 24. August 2001) den von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an ein beweistaugliches Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a) gerecht wird. Ihm ist deshalb volle Beweiskraft zuzusprechen, falls nicht andere fachkundige Stellungnahmen vorliegen, welche die Zuverlässigkeit des Gutachtens in Frage stellen. Die Ärzte der Psychiatrischen Klinik des Spitals X.________ gelangten in ihrem Bericht vom 3. April 2000 wohl zu abweichenden Ergebnissen. Dr. med. G.________ legt jedoch mit einleuchtender Begründung dar, warum er sich der Diagnose eines organischen Psychosyndroms nicht anschliesst. Die Aussagen im ergänzenden Bericht der Psychiatrischen Klinik vom 19. Februar 2001, wonach sich die Schmerzsymptomatik und die depressive Symptomatik in der Zwischenzeit verbessert hätten und die "derzeit sicher reduzierte Restarbeitsfähigkeit" wahrscheinlich durch ein geeignetes Arbeitstraining förderbar sei, sind denn auch mit den Ergebnissen des kurz darauf erstellten Gutachtens von Dr. med. G.________ vereinbar. Verwaltung und Vorinstanz haben demnach, was das psychische Beschwerdebild und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit anbetrifft, zu Recht auf dieses Gutachten abgestellt. 2.3 Die Beschwerdeführerin lässt ausserdem geltend machen, es seien ausserhalb des Fachbereichs der Psychiatrie ergänzende Abklärungen angezeigt. Der im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren geltende Untersuchungsgrundsatz besagt unter anderem, dass in Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen vorzunehmen sind, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 Erw. 4a; AHI 1994 S. 212 Erw. 4a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 2c). Der Neurologe Dr. med. Y.________ stellt in seinem Bericht vom 7. Oktober 2001 folgende Diagnose: "Contusio capitis occipital am 10.09.2001 (gemeint wohl: 4.10.1995); chronische Spannungstyp-Kopfschmerzen; unsystematisierter Schwindel; Cervikovertebral-Syndrom; mnestische Störung; Insomnie." Im Anschluss an nähere Ausführungen zu den einzelnen Symptomen folgt unter dem Punkt "Soziales" die Bemerkung, seit Januar 1998 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Aus dem Bericht wird nicht deutlich, ob es sich dabei lediglich um die Wiedergabe von Fremdangaben handelt oder ob der Arzt gestützt auf seine eigenen Erkenntnisse eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit für gegeben hält. Ebenso ist der Bericht des Dr. med. Y.________ im Lichte der von der Rechtsprechung formulierten Kriterien (BGE 125 V 352 Erw. 3a) für sich allein genommen nicht als beweiskräftig anzusehen. Er bietet jedoch hinreichenden Anlass, um zusätzliche Abklärungen in neurologischer Hinsicht als angezeigt erscheinen zu lassen, kann doch auf Grund der bestehenden Aktenlage nicht beurteilt werden, ob ein diesbezüglicher Gesundheitsschaden vorliegt, der zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt hat. Die Sache ist zu diesem Zweck an die IV-Stelle zurückzuweisen, welche auch prüfen wird, ob sich aus dem letztinstanzlich aufgelegten Bericht des Dr. med. M.________ vom 12. Januar 2002 neue Erkenntnisse ergeben.