Citation: 6B_657/2017 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer nahm die staatsanwaltschaftliche Einstellungsverfügung, wie gesagt, am 14. August 2012 in Empfang. Diese enthielt eine Rechtsmittelbelehrung (S. 1 Dispositiv-Ziffer 5). Darin wies die Staatsanwaltschaft darauf hin, gegen die Einstellungsverfügung könne Beschwerde erhoben werden. Eine allfällige Beschwerde sei schriftlich und begründet innert 10 Tagen seit Zustellung dieser Verfügung bei der Beschwerdeinstanz am Obergericht des Kantons Luzern (heute: Kantonsgericht) einzureichen. Der Beschwerdeführer wusste somit, was er gegen die Einstellungsverfügung tun konnte. Dabei stand es ihm frei, einen Rechtsanwalt beizuziehen. Wie die Vorinstanz zutreffend darlegt, bedurfte es insoweit keiner Zustimmung einer Amtsstelle. Der Beschwerdeführer verfasste die Beschwerde vom 20. August 2012 selbst. Erst nach Ablauf der Beschwerdefrist von 10 Tagen wandte er sich an seinen jetzigen Verteidiger. Wenn er das für die Einreichung der Beschwerde an die Vorinstanz zu spät getan hat, hat er sich das selber zuzuschreiben, wusste er doch aufgrund der erwähnten Rechtsmittelbelehrung, dass er die Beschwerde innert 10 Tagen schriftlich und begründet einreichen musste. Nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz kann die Beschwerde nach Ablauf der Beschwerdefrist nicht ergänzt werden. Wenn die Vorinstanz eine solche Ergänzung abgelehnt hat, stellt das keinen überspitzten Formalismus und somit keinen Verstoss gegen Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 3 Abs. 2 lit. a und b StPO dar (vgl. BGE 142 IV 299 E. 1.3.2 S. 305). Erst recht ist keine Willkür (Art. 9 BV) auszumachen. Die Fürsorgepflicht (Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO; BGE 131 I 350 E. 4.1 S. 360) erlaubte es der Vorinstanz sodann nicht, dem Beschwerdeführer ein Recht einzuräumen, das ihm nicht zustand. Inwiefern die Vorinstanz mit der Ablehnung der Gewährung einer Nachfrist zur Ergänzung der Beschwerde ihre Prüfungsbefugnis gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO unterschritten haben soll, ist nicht erkennbar. Die Beschwerde ist im vorliegenden Punkt demnach unbegründet.