Citation: 8C_991/2012 E. 4.4.2

4.4.2. Dr. med. A.________ hält im Gutachten vom 14. Dezember 2009 fest, die zeitlichen Angaben des Exploranden seien mehrheitlich sehr präzis, während der gesamten Untersuchungszeit seien keine Konzentrations-, Aufmerksamkeits- oder Auffassungsstörungen und auch keine Ermüdungszeichen zu erkennen gewesen. Ebenso wenig konnten kognitive Störungen oder eine alkoholbedingte Wesensveränderung nachgewiesen werden. Die Arbeitsfähigkeit sei aufgrund der ausgeprägten Selbstwertproblematik, der Kränkbarkeit, der Verletzlichkeit und des "grandiosen Selbst" mit den damit verbundenen Beziehungskonflikten sowie durch die Affektlabilität mit den depressiven Durchbrüchen in der zuletzt ausgeübten wie auch in einer alternativen Tätigkeit zu 50 % eingeschränkt. Er stellt die Diagnosen einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung und einer leichtgradigen depressiven Episode. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei das Alkoholabhängigkeitssyndrom mit andauerndem Substanzgebrauch. Erst nachdem der Gutachter anlässlich der Konsensbesprechung mit den weiteren Experten des Zentrums Y.________ darauf aufmerksam gemacht wurde, dass er vom Exploranden offenbar hinsichtlich der nach wie vor tatsächlich konsumierten Alkoholmenge belogen worden war, hat er seine Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit dahin gehend abgeändert, als er nun mit den weiteren Gutachtern von einer 70 %igen Arbeitsunfähigkeit ausgeht.