Citation: 4A_23/2018 E. 2.2.2

2.2.2. Da im Rahmen der einfachen Streitgenossenschaft jeder Streitgenosse den Prozess unabhängig von den anderen führen kann (Art. 71 Abs. 3 ZPO), bleiben sodann die subjektiv gehäuften Klagen grundsätzlich rechtlich selbständig, auch wenn sie in einem einheitlichen Urteil erledigt werden (Art. 71 Abs. 3 ZPO; vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_444/2017 vom 12. April 2018 E. 6.3). Ein gegenüber einem Streitgenossen ergangenes Urteil entfaltet grundsätzlich keinerlei Rechtskraftwirkung für die anderen Streitgenossen (BGE 140 III 520 E. 3.2.2 S. 527 mit Hinweis; FRANÇOIS BOHNET/LORENZ DROESE, Präjudizienbuch ZPO, 2018, N. 7 zu Art. 71 ZPO; JEANDIN, a.a.O., N. 11 ff. zu Art. 71 ZPO; vgl. schon BGE 83 II 79 E. 2 S. 84). Auch hier erweitert der Beschwerdeführer mit der Annahme, der Entscheid gegenüber C.________ entfalte auch für ihn Rechtskraft, die Tragweite der Rechtskraft im Vergleich zur zitierten Lehre und Rechtsprechung. Um die damit aufgeworfene Rechtsfrage als grundsätzlich auszuweisen, müsste er entweder Gründe aufzeigen, die eine Überprüfung dieser Rechtsprechung angezeigt erscheinen lassen, oder darlegen, weshalb sie in Fällen wie dem zu beurteilenden nicht zur Anwendung kommen darf. Diesbezüglich könnte man sich zwar fragen, ob der mit einer Eventual- oder Alternativverknüpfung geschaffene Konnex zwischen den einfachen Streitgenossen eine Ausnahme vom Grundsatz rechtfertigt, dass ein gegenüber einem Streitgenossen ergangenes Urteil keinerlei Rechtskraftwirkung für die anderen Streitgenossen entfaltet. So wirft der Beschwerdeführer die Frage aber nicht auf. Wenn er die Frage stellt, wie weit eine Rechtsmittelinstanz einen vorinstanzlichen Entscheid bei einfacher Streitgenossenschaft, der bezüglich des einen Streitgenossen nicht angefochten werde (und damit in Rechtskraft erwachse), überhaupt auch bezüglich dieses Streitgenossen erneut aufgreifen dürfe, verkennt er, dass genau dies die Vorinstanz nicht getan hat. Sie ging vielmehr davon aus, da weder der Beschwerdegegner noch C.________ bezüglich der erstinstanzlichen Klageabweisung Berufung erhoben hätten, sei dieser nicht mehr am Verfahren beteiligt. Die Vorinstanz hat bezüglich C.________ keinerlei Fragen wieder aufgegriffen, sondern in Bezug auf den Beschwerdeführer gewisse Fragen anders entschieden als im (nach Auffassung der Vorinstanz beendeten) Verfahren zwischen dem Beklagten und C.________. Insoweit geht die Beschwerde an der Sache vorbei. Der Beschwerdeführer setzt sich zudem nicht mit der ergangenen Rechtsprechung auseinander (BGE 83 II 79 E. 2 S. 84 f.), die das Problem unauflösbar verknüpfter Klagen über den Devolutiveffekt zu lösen sucht. Schliesslich würde die Annahme, der Entscheid gegenüber C.________ entfalte auch im Verhältnis zwischen dem Beschwerdeführer und dem Beschwerdegegner Rechtskraftwirkung, bedeuten, dass der Beklagte die Klageabweisung anfechten müsste, wenn er mit deren Begründung nicht einverstanden ist, obwohl er durch die Klageabweisung nicht beschwert ist und sich die Anfechtung diesfalls zu einem blossen Streit über Entscheidgründe entwickeln würde, woran nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kein Rechtsschutzinteresse besteht (vgl. für das Verfahren vor Bundesgericht: BGE 111 II 398 E. 2b S. 400; 121 IV 94 E. 1b S. 95; Urteil des Bundesgerichts 4A_208/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 5.2 mit Hinweisen). Auch darauf geht die Beschwerde nicht ein.