Citation: 6B_1028/2019 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführer beanstandet, die Vorinstanz verletze Bundesrecht, indem sie die erstinstanzliche Einsatzstrafe massiv erhöhe. Diese Kritik erfolgt ohne Grund. Das Berufungsgericht fällt ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 StPO). Die Vorinstanz war nicht an die Erwägungen der ersten Instanz gebunden, sondern musste vielmehr eine eigenständige Strafzumessung vornehmen. Dass die Berufungsinstanz eine höhere Strafe als die erste Instanz ausfällt, ist nicht für sich genommen bundesrechtswidrig. Weitere Kritikpunkte betreffend die Bemessung der objektiven Tatschwere führt der Beschwerdeführer nicht an. Mithin legt er nicht dar, inwiefern die Vorinstanz ihr Ermessen überschreitet oder missbraucht. Im Übrigen gibt die Vorinstanz ihre Überlegungen nachvollziehbar wieder. Sie zeigt auf, welche Strafzumessungsfaktoren sie berücksichtigt und weshalb sie das objektive Tatverschulden insgesamt als mittelschwer einschätzt und damit den ordentlichen Strafrahmen zur Hälfte ausschöpft. Dabei war sie nicht verpflichtet, auf die erstinstanzliche Strafzumessung Bezug zu nehmen und explizit zu begründen, weshalb sie in Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft eine höhere Strafe ausspricht (Urteil 6B_794/2014 vom 9. Februar 2015 E. 6.3.2). Die Vorinstanz kommt entgegen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers ihrer Begründungspflicht im Sinne von Art. 50 StGB nach. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor.