Citation: 4A_252/2020 E. 6.1.3

6.1.3. Im Kern der Diskussion steht damit die Frage, ob der von der Beschwerdeführerin verfolgte Forschungsansatz als "neu" zu qualifizieren ist und als solcher hätte vertraulich behandelt werden müssen, oder ob Dritte bereits ähnliche Forschungsvorhaben verfolgten, die "Geschäftsstrategie" der Beschwerdeführerin mithin als vorbekannt zu gelten hat. Die diesbezüglichen vorinstanzlichen Feststellungen weist die Beschwerdeführerin nicht als willkürlich aus. Sie bringt vor, aus den von der Vorinstanz zitierten Forschungsarbeiten liessen sich keine Rückschlüsse auf eine von Drittpersonen verfolgte "H.________ für den Einsatz beim Menschen" entnehmen. Sodann moniert sie, dass sich aus den vor Handelsgericht eingereichten Unterlagen nicht ergebe, dass ein Marktteilnehmer dabei sei, "ein marktfähiges Produkt auf den Markt zu brin gen". Damit stellt die Beschwerdeführerin den Feststellungen des Handelsgerichts ihre eigene Interpretation der im Recht liegenden Forschungsarbeiten entgegen. Hingegen tut sie nicht hinreichend dar, inwiefern die Folgerung des Handelsgerichts geradezu unhaltbar sein soll, wonach sich aus ihren eigenen Ausführungenergebe, dass der in Frage stehende Forschungsansatz dem Fachpublikum im Kern bereits bekannt gewesen sei. Aus dem blossen Umstand, dass sich die vom Handelsgericht (zusätzlich) zitierten Forschungsarbeiten (angeblich) teilweise mit anderen Fragestellungen beschäftigten, kann jedenfalls nicht auf eine offensichtliche Unrichtigkeit der tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil geschlossen werden. Es genügt zur Begründung des Willkürvorwurfs nicht, dass der von der Beschwerdeführerin beschriebene Sachverhalt ebenfalls mit guten Gründen hätte vertreten werden können oder gar vorzuziehen gewesen wäre (siehe Erwägung 2.2 f.). Die Beschwerdeführerin bemängelt, dass zu "dieser Frage" - neben den von den Parteien eingereichten Gutachten - ein Gerichtsgutachten hätte eingeholt werden müssen. Sie meint, den beteiligten Handelsrichtern fehle es am notwendigen "Fachwissen". Damit allein be gründet sie indes keinen Anspruch auf Einholung eines gerichtlichen Gutachtens, den die Vorinstanz willkürlich missachtet hätte (siehe Erwägung 2.4; vgl. auch Urteil 4A_569/2018 vom 14. Januar 2019 E. 4.2).