Citation: U 72/03 28.04.2004 E. 2.2

2.2.1 Für die Vornahme des Einkommensvergleichs hat das kantonale Gericht zutreffend auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns (1. Oktober 1999) abgestellt (BGE 129 V 223 Erw. 4.1). In der dem Rentenbeginn folgenden Zeit ist keine erhebliche Veränderung der hypothetischen Bezugsgrössen eingetreten, weshalb es vor seinem Entscheid keinen weiteren Einkommensvergleich durchzuführen hatte (vgl. BGE 128 V 174). 2.2.2 Zur Ermittlung des Invalideneinkommens hat die Vorinstanz den standardisierten monatlichen Bruttolohn für die im privaten Produktionssektor beschäftigten Männer gemäss Tabelle A1 der LSE 1998 beigezogen. Der Versicherte ist allerdings auf Grund der unfallbedingten Beschwerden nicht auf einen Einsatz in der Produktion beschränkt. Darum ist nicht vom Durchschnittslohn im Produktionssektor in der Höhe von Fr. 4'433.-, sondern vom standardisierten Monatslohn von Fr. 4'268.-, wie er sich für Männer bei Anforderungsniveau 4 aus dem gesamten privaten Sektor ergibt, auszugehen. Unberücksichtigt blieb des Weiteren, dass die LSE 1998 auf einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden basiert. Die betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Jahr 1999 hat 41,8 Stunden betragen (Die Volkswirtschaft 2004, Heft 4, S. 86, Tabelle B 9.2), womit sich ein Monatslohn von Fr. 4'460.-, respektive, angepasst an die Nominallohnerhöhung von 0,3 % - nicht wie vom kantonalen Gericht angenommen 1,3 % - für das Jahr 1999 (Die Volkswirtschaft 2004, Heft 4, S. 87, Tabelle B 10.2), Fr. 4'473.- ergibt. Bei korrekter Berechnung resultiert daher ein Jahreslohn von Fr. 53'681.- (Fr. 4'473.- x 12) und bei den dem Beschwerdeführer noch zumutbaren sieben Arbeitsstunden pro Tag bzw. 35 Wochenstunden ein Einkommen von Fr. 44'948.- ([Fr. 53'681.- : 41,8] x 35). 2.2.3 In BGE 126 V 75 (bestätigt u.a. in AHI 2002 S. 62 ff.) hat sich das Eidgenössische Versicherungsgericht eingehend zur Problematik des Abzugs von den Tabellenlöhnen geäussert. Dabei hat es zusammenfassend festgehalten, dass die betreffenden Abzüge nicht schematisch, sondern unter Berücksichtigung der gesamten Umstände des Einzelfalles vorzunehmen sind, damit sich, ausgehend von statistischen Werten, ein Einkommen ermitteln lässt, welches der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der noch möglichen Verrichtungen im Rahmen der (Rest-)Arbeitsfähigkeit am Besten entspricht. Dieser Gesichtspunkt verdient auch hinsichtlich der übrigen in Betracht fallenden einkommensbeeinflussenden Merkmale, des Lebensalters, der Anzahl Dienstjahre, der Nationalität oder Aufenthaltskategorie und des Beschäftigungsgrades den Vorzug. Der Abzug erfolgt nicht automatisch, sondern dann, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Es rechtfertigt sich dabei nicht, für jedes zur Anwendung gelangende Merkmal separat quantifizierte Abzüge vorzunehmen und diese zu addieren, da damit Wechselwirkungen ausgeblendet würden. Der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft nach pflichtgemässem Ermessen zu schätzen. Dabei ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen. Der Beschwerdeführer kann lediglich noch Arbeiten in sitzender Stellung ausführen. In dieser Position ist ein Heben von Gewichten bis 5 kg zumutbar. Das Einschalten kurzer Geh- und Stehpausen sowie einer längeren Mittagspause müssen möglich sein. Leidensangepasste Tätigkeiten können nur während sieben Stunden pro Tag verrichtet werden. Nach Tabelle 6* der LSE 1998 verdienen Männer, welche einer Arbeit des Anforderungsniveaus 4 nachgehen, bei einem Beschäftigungsgrad zwischen 75 und 89 % knapp 6 % weniger als Vollzeitbeschäftigte. Mit Blick darauf und insbesondere in Berücksichtigung des Umstandes, dass der Beschwerdeführer auch bei einer geeigneten körperlich leichteren Tätigkeit in seiner Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt ist, erscheint der vom kantonalen Gericht vorgenommene Abzug von 15 % als zu niedrig. Auf Grund der genannten Umstände rechtfertigt es sich, den maximalen Abzug von 25 % vorzunehmen. Damit beträgt das massgebende Invalideneinkommen Fr. 33'711.-, was bei einem Valideneinkommen von Fr. 50'180.- zu einem Invaliditätsgrad von gerundet 33 % (vgl. noch nicht in der Amtlichen Sammlung veröffentlichtes Urteil R. vom 19. Dezember 2003, U 27/02) führt. Insoweit ist dem Versicherten, welcher letztinstanzlich unter anderem eine höhere Rente fordert, Recht zu geben. 2.3 Die weiteren in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwände vermögen am Anspruch auf eine Rente der Unfallversicherung, entsprechend einer 33 %igen Erwerbsunfähigkeit, und auf eine Integritätsentschädigung, basierend auf einer 20 %igen Integritätseinbusse, nichts zu ändern. Soweit darin die bereits im vorinstanzlichen Verfahren entkräfteten Rügen wiederholt werden, kann auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Gerichtsentscheid verwiesen werden. Von der beantragten Einholung zusätzlicher Arztberichte und Gutachten kann abgesehen werden, da von weiteren Abklärungen für den vorliegend massgebenden Zeitraum bis zum Erlass des Einspracheentscheides (vom 7. November 2001) keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 Erw. 3.4; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., S. 39 Rz 111 und S. 117 Rz 320).