Citation: 5A_614/2022 E. 2.5.2

2.5.2. Diese Ausführungen zeigen, dass die Beschwerdeführerin die vorinstanzlichen Erwägungen entweder nicht verstanden hat oder nicht verstehen will. Die Vorinstanz, die zunächst in Anwendung der oben wiedergegebenen Rechtsgrundlagen (E. 2.1) die Sache an die Erstinstanz zur Einholung einer Stellungnahme zum geltend gemachten Aufwand zurückgewiesen hatte (Sachverhalt Bst. A.b), wirft der Beschwerdeführerin nicht vor, die ausgeschlossenen Behauptungen und Beweismittel nicht in das Scheidungsverfahren eingebracht zu haben. Die Vorinstanz verweist ausdrücklich auf act. 5/101, also die von der Beschwerdeführerin nach Rückweisung eingereichte Stellungnahme vom 28. Januar 2022. In Bezug auf die Feststellung der Vorinstanz zum Prozesssachverhalt, wonach die Beschwerdeführerin die strittigen Behauptungen und Beweismittel in dieser Stellungnahme nicht vorgebracht hat, erhebt diese keine Sachverhaltsrüge im Sinne von Art. 118 Abs. 2 BGG. Damit bleibt die vorinstanzliche Feststellung verbindlich (Art. 118 Abs. 1 BGG). Nachdem die Beschwerdeführerin auch nicht bestreitet, sich nicht auf eine Ausnahme gemäss Art. 326 Abs. 2 ZPO berufen zu haben, vermag sie Willkür in der Anwendung von Art. 326 Abs. 1 ZPO nicht nachzuweisen. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass es an ihr lag, (vor erster Instanz) darzulegen, inwiefern zur gehörigen Erledigung des Mandats der von ihr geltend gemachte Aufwand erforderlich gewesen ist (s. E. 2.1.1). Weiterungen erübrigen sich.