Citation: 4A_398/2022 E. 5.4

5.4. Die vorinstanzliche Auslegung nach dem Vertrauensprinzip ist nicht zu beanstanden. Die Erwägungen der Vorinstanz überzeugen. Die dagegen erhobene Kritik der Beschwerdeführerinnen dringt nicht durch: Sie können von vornherein nicht gehört werden, soweit sie ihre Argumentation auf einen Sachverhalt stützen, der von den tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil abweicht, da sie keine hinreichend begründeten Sachverhaltsrügen gemäss den oben (Erwägung 3.2) dargelegten Grundsätzen präsentieren. Sie bestreiten zwar eine Produktelieferpflicht im Grundsatz nicht, beharren aber auf ihrem Standpunkt, dass sie sich bei Abschluss des CMA nicht zur Herstellung und Lieferung bestimmter Produktmengen verpflichtet hätten. Sie meinen, die Beschwerdegegnerinnen hätten die im CMA vorgesehenen AGP unabhängig von allfälligen Produktbestellungen und -lieferungen zahlen müssen. Die Beschwerdeführerinnen stellen mithin in Abrede, dass zwischen der vereinbarten Produktelieferpflicht und der Pflicht zur Zahlung der AGP ein synallagmatisches Verhältnis besteht. Mit diesem Standpunkt und seiner Begründung haben sich sowohl die erste Instanz wie auch die Vorinstanz sehr eingehend auseinandergesetzt und ihn schliesslich mit überzeugenden Erwägungen verworfen. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, eine solche Beurteilung zum dritten Mal vorzunehmen. Die Auslegung der Vorinstanz ist schlüssig und fundiert. Eine Bundesrechtsverletzung ist nicht erkennbar, geschweige denn wird eine solche von den Beschwerdeführerinnen aufgezeigt.