Citation: 8C_212/2014 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer verzichtet letztinstanzlich auf Einwände gegen die rückwirkende Rentenaufhebung. Er rügt weder die vorinstanzliche Annahme einer Meldepflichtverletzung hinsichtlich der Verdiensterhöhung auf 1. Juli 2009 noch die Rentenaufhebung per 1. Oktober 2009 im Hinblick auf den neu berechneten Invaliditätsgrad von 35 %. Er bestreitet einzig noch eine Rückerstattungspflicht in Bezug auf die für den Zeitraum vom 1. Dezember 2010 bis 31. Mai 2012 - eventualiter für den Zeitraum vom 1. April 2011 bis 31. Mai 2012 - empfangenen Rentenzahlungen. Zur Begründung führt er aus, rechtsprechungsgemäss könne eine ordnungsgemässe Meldung für die Zeit des nachfolgenden Leistungsbezuges nicht irrelevant sein. In casu habe er die IV-Stelle mit Schreiben vom 5. November 2010 über seine Nebenerwerbstätigkeiten und die damit erzielten Einkünfte ausdrücklich in Kenntnis gesetzt. Deshalb entfalle die Kausalität der vorangegangenen Meldepflichtverletzung für den unrechtmässigen Leistungsbezug ab dem der verspäteten Meldung folgenden Monat, mithin ab Dezember 2010. Selbst wenn im Brief vom 5. November 2010 noch keine gehörige Meldung erblickt werden sollte, müsste die IV-Stelle immerhin darauf behaftet werden, dass ihr die Nebenerwerbseinkommen spätestens bei Erlass des Vorbescheids vom 18. April 2011 bekannt gewesen seien oder hätten bekannt sein müssen, weshalb - eventualiter - eine Rückzahlungspflicht für die Periode zwischen 1. April 2011 und 31. Mai 2012 nicht in Frage komme.