Citation: 1C_462/2022 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin vermag mit ihren Vorbringen die nachvollziehbaren Ausführungen der Vorinstanz nicht umzustossen. Entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin bestreitet das Kantonsgericht nicht, dass neue landwirtschaftliche Ökonomiebauten grundsätzlich beim Betriebszentrum zu errichten sind. Es hielt selbst fest, die Errichtung von Bauten, welche räumlich vom Betriebszentrum abgetrennt sind, sei zu vermeiden, wenn nicht gewichtige Gründe für einen anderen Standort sprächen. Die Beschwerdeführerin verkennt jedoch, dass die Vorinstanz plausibel dargelegt hat, weshalb gewichtige Gründe für einen Standort des Pouletmaststalls abseits des Betriebszentrums vorliegen. Ihr ist damit auch keine Gehörsverletzung vorzuwerfen, wenn sie sich nicht mit dem Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt hat, wonach der vorgesehene Standort im Bereich der Gebäudegruppe Hinter-Dallenbach nie als landwirtschaftlicher Produktions- bzw. Betriebsstandort genutzt worden sei (vgl. dazu bereits E. 3 hiervor). Inwiefern die vorinstanzlichen Ausführungen bzw. Annahmen in tatsächlicher Hinsicht offensichtlich unzutreffend und unhaltbar sein sollen, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Der angefochtene Entscheid ist auch in rechtlicher Hinsicht nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz durfte von einem schutzwürdigen Interesse ausgehen, die Baute am gewählten Ort zu errichten. Um der Zersiedelung entgegenzuwirken und zu verhindern, dass der Pouletmaststall als Solitärgebäude in der freien Landschaft errichtet wird, ist dessen Eingliederung in die Gebäudegruppe Hinter-Dallenbach beabsichtigt. Die Vorinstanz räumt zwar ein, dass der Abbruch der beiden Gebäude Nrn. 29a (Scheune) und 29g (Werkstattgebäude) Lücken in das Gebäudeensemble reisse. Doch blieben auch nachher noch im nahen Umfeld des projektierten Stalls mehrere Gebäude bestehen. Es ist somit vertretbar, wenn die Vorinstanz in diesem Zusammenhang zum Schluss kommt, der Pouletmaststall wirke aufgrund seiner Nähe zu den bestehenden Gebäuden nicht exponiert und bilde auch nach dem geplanten Abbruch der beiden Bauten Teil eines Gebäudeensembles. Die Vorinstanz durfte daher davon ausgehen, dass mit dem Neubau des Maststalls keine weitere Zersiedelung der Landschaft einhergeht. Gegenteiliges vermag die Beschwerdeführerin nicht hinreichend darzulegen.