Citation: 1C_504/2016 E. 5.2

5.2. Der Regierungsrat strebte ursprünglich eine Regelung in einem formellen Gesetz an, wozu er berechtigt war (oben E. 3). Hierzu wurden verschiedene Abklärungen eingeholt (u.a. Amtsbericht der Finanzdirektion, externes Gutachten von Prof. Pärli) und ein Gesetzesentwurf mit Bericht durch die Direktion des Innern erarbeitet. Im Jahr 2013 wurde zudem eine verwaltungsinterne Fachgruppe geschaffen, die (zum Teil mit Unterstützung der Hochschule Luzern) in zahlreichen Sitzungen eine Bestandesaufnahme durchführte und den Massnahmenplan vorbereitete. Die von der Direktion des Innern eingereichten Protokolle, Aussprachepapiere und andere Unterlagen belegen, dass der Kanton die Umsetzung des Gesetzgebungsauftrags nicht unnötig verzögert hat; vielmehr bedurfte es - insbesondere angesichts der zu erwartenden Opposition im Kantonsrat und der angespannten Finanzlage - einer sorgfältigen Vorbereitung. Nach dem Nichteintretensentscheid des Kantonsrats vom 29. September 2016 erliess der Regierungsrat kurze Zeit später, am 22. November 2016, die Gleichstellungsverordnung. Bis zum Erlass dieser Regelung kam die Gleichstellungsarbeit im Kanton nicht völlig zum Erliegen; vielmehr wurden gewisse bestehende Programme fortgeführt und Beiträge aus dem Lotteriefonds zugesprochen; hierfür kann auf die Zusammenstellung in der Vernehmlassung der Direktion des Innern verwiesen werden. Unter diesen Umständen kann dem Kanton keine Rechtsverzögerung vorgeworfen werden.