Citation: 2C_608/2015 E. 4

Hinsichtlich seiner privaten Interessen an einem Verbleib in der Schweiz ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer bereits im Alter von rund 1 ½ Jahren in die Schweiz eingereist ist. Obwohl er nicht in der Schweiz geboren ist, handelt es sich bei ihm faktisch um einen Ausländer der zweiten Generation (vgl. Urteil 2C_480/2013 vom 24. Oktober 2013 E. 4.4.4). Gemäss den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen ist er sozial integriert und konnte sich nach Beendigung seiner illegalen Aktivitäten seit 2011 auch beruflich gut integrieren. Bei der Zürcher Justiz hat der Beschwerdeführer Schulden in der Höhe von rund CHF 86'000.--, diese stehen im Zusammenhang mit den gegen ihn geführten Strafverfahren. Aufgrund der wiederholten und zum Teil schweren Delinquenz des Beschwerdeführers kann insgesamt allerdings nicht von einer durchwegs gelungenen Integration gesprochen werden. Der Beschwerdeführer besucht sein Heimatland alle zwei Jahre. Er spricht kroatisch und steht in regelmässigem Kontakt mit seiner in Kroatien lebenden Mutter. Ausserdem leistete der Beschwerdeführer einen obligatorischen 10-monatigen Militärdienst in seinem Heimatland. Angesichts seines Alters, seiner Sprachkenntnisse, der Beziehung zur Mutter und seiner in der Schweiz gesammelten beruflichen Erfahrung ging die Vorinstanz zutreffend davon aus, dass der Beschwerdeführer grundsätzlich in der Lage ist, sich in Kroatien eine neue wirtschaftliche und soziale Existenz aufzubauen. Nichtsdestotrotz würde ihn eine Wegweisung aus der Schweiz zweifellos hart treffen. Vor Bundesgericht zu Recht nicht mehr geltend macht der Beschwerdeführer, dass gesundheitliche Gründe gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung sprechen würden. Den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen lässt sich hierzu entnehmen, dass es sich bei den gesundheitlichen Schwierigkeiten des Beschwerdeführers bzw. seiner Familienangehörigen um solche von untergeordneter Natur handelt. Diese stehen nur zum Teil im Zusammenhang mit einer möglichen Familientrennung und könnten auch im Heimatland des Beschwerdeführers behandelt werden. Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz ist die langjährige Partnerin und Ehefrau des Beschwerdeführers mit Kultur und Sprache in dessen Heimatland vertraut, aber in der Schweiz verwurzelt, wohingegen sich die Kinder noch in einem grundsätzlich anpassungsfähigen Alter befinden. Eine Ausreise nach Kroatien, um das Familienleben mit dem Beschwerdeführer fortzusetzen, erscheint daher nicht von vornherein unzumutbar. Allerdings haben die Ehefrau und die Kinder des Beschwerdeführers, welche alle über das Schweizer Bürgerrecht verfügen, offenkundig ein legitimes Interesse daran, in der Schweiz zu bleiben, um von den hiesigen Ausbildungsmöglichkeiten und den allgemeinen Lebensbedingungen zu profitieren (vgl. BGE 135 I 143 E. 4.3 S. 152). Insgesamt besteht daher sowohl mit Blick auf die Ehefrau als auch auf die beiden Söhne ein beachtliches privates Interesse am Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz. Soweit der Beschwerdeführer allerdings dem Kindeswohl gestützt auf Art. 3 Abs. 1 KRK eine ausschlaggebende Bedeutung beimisst, ist ihm nicht zu folgen. Diese Norm statuiert einen Leitgedanken, welche die Mitberücksichtigung anderer Interessen nicht ausschliesst (Urteil 2C_648/ 2014 vom 6. Juli 2015 E. 2.3).