Citation: 4A_228/2018 E. 3.3.3

3.3.3. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich in ihrer Beschwerde darauf, ein unzulässiges Abweichen vom gerichtlichen Gutachten zu rügen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist die Vorinstanz aber bei der Würdigung des Gutachtens gerade nicht von den Feststellungen des Gutachtens abgewichen, sondern hat sich vielmehr auf das Gutachten abgestützt. Denn sie interpretierte die Schlussfolgerung in der Antwort der Gutachter zur Frage 6.3.4.1 ("Sind seit Sommer 2000 unfallbedingt zusätzliche gesundheitliche Einschränkungen eingetreten, die vorher nicht bereits vorausgesehen werden konnten?") in Verbindung mit deren Antwort zur Frage 6.1.4, auf welche die Gutachter in der Antwort zu Frage 6.3.4.1 explizit verweisen (vgl. E. 3.3.2 hiervor). Damit ist die Vorinstanz nicht vom Gutachten abgewichen, sondern hat die Aussagen im Gutachten ausgelegt und sich dabei auf die Ausführungen im Gutachten abgestützt. Die Beschwerdeführerin setzt sich in ihrer Beschwerde (abgesehen von der Rüge des unzulässigen Abweichens vom Gutachten) mit der Würdigung des Gutachtens durch die Vorinstanz nicht weiter auseinander. Damit genügt sie den Anforderungen an eine Willkürrüge (vgl. hiervor E. 1.2) nicht. Mangels einer hinreichenden Rüge ist somit mit der Vorinstanz davon auszugehen, das Gutachten verwende den Begriff der "Unvorhersehbarkeit" im Sinne einer unerwarteten Entwicklung und es lasse sich dem Gutachten nicht entnehmen, die Parteien hätten einen negativen Verlauf ausschliessen und den Eintritt der günstigen Prognose als sicher betrachten können. Im Übrigen wurde das Gutachten bereits von der Erstinstanz eingeholt. Es wäre der Beschwerdeführerin also offengestanden, in den vorinstanzlichen Verfahren mittels zusätzlichen Fragen an die Gutachter zu beantragen, dass diese ihre Schlussfolgerung zur Frage der Vorhersehbarkeit (Frage 6.3.4.1) erläutern bzw. gegebenenfalls das Verständnis der Vorinstanzen korrigieren. Dass sie dies getan hätte, zeigt sie nicht auf und ist nicht festgestellt. Damit kann die Beschwerdeführerin den angefochtenen Entscheid auch unter diesem Gesichtspunkt vor Bundesgericht nicht beanstanden (vgl. E. 2 hiervor).