Citation: 2C_988/2022 E. 6.2

6.2. Die zweite Begründung der Vorinstanz, dem Beschwerdeführer sei vorzuwerfen, dass er seinen Rechtsvertreter nicht auf die ihm bekannten Probleme betreffend Sendungszustellung hingewiesen habe, und der Rechtsvertreter wäre im Rahmen seiner anwaltlichen Sorgfaltspflicht gehalten gewesen, das Zustelldatum des Einspracheentscheids selbst zu überprüfen, anstatt sich auf die unbelegten Angaben seines Mandanten zu verlassen, vermag ebenfalls nicht zu überzeugen. Die Frage, ob der Rechtsvertreter den Zustellungsfehler bei genügender Aufmerksamkeit hätte erkennen können, stellt sich nicht, nachdem davon auszugehen ist, dass der Einspracheentscheid am 5. August 2022 eröffnet und damit der Beginn der Beschwerdefrist ausgelöst wurde.