Citation: 6S.180/2003 24.07.2003 E. 4

Ob es sich beim Vorfall aus dem Jahr 1997, der in Anklageziffer II 2 geschildert wird (vgl. angefochtener Entscheid S. 3 Ziff. 2), um eine Gefährdung des Lebens handelt, wie die Vorinstanz annimmt, oder ob auch in diesem Fall auf eine versuchte vorsätzliche Tötung hätte erkannt werden sollen, ist im vorliegenden Verfahren nicht zu prüfen, da der entsprechende Schuldspruch durch die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen nicht angefochten worden ist. Zu prüfen ist nur Anklageziffer II 3c. Aber im Hinblick auf diese Prüfung muss angemerkt werden, dass sich die beiden Sachverhalte in einigen Punkten unterscheiden. Deshalb ist die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe ein widersprüchliches Urteil gefällt, von vornherein nicht zu hören. Für die Frage, ob im Falle von Anklageziffer II 3c eine versuchte vorsätzliche Tötung vorliegt, ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer am 15. Dezember 2001 schon früh am Morgen schlecht gelaunt war und bis zum Nachmittag wegen Kleinigkeiten über seine beiden Töchter in eine zunehmende Wut geriet, die sich schliesslich derart explosionsartig und unkontrolliert entlud, dass er beide Töchter abwechselnd und mehrfach in einer lebensgefährlichen Weise angriff (vgl. angefochtener Entscheid S. 3/4 Ziff. 3a bis 3c). Davon, dass er sich beim letzten und hier zu beurteilenden Angriff auf A.________ noch irgendwie unter Kontrolle gehabt hätte, kann offensichtlich nicht die Rede sein. Seine Tochter dürfte das Würgen nur deshalb überlebt haben, weil ihre Schwester und die Ehefrau des Beschwerdeführers eingriffen. Selbst einige Zeit später am Abend war der Zorn des Beschwerdeführers immer noch so gross, dass er seiner Ehefrau und B.________ vorwarf, sie hätten ihn mit ihrem Eingreifen daran gehindert, die Tat zu "vollbringen". Unter den gegebenen Umständen ist entgegen der Darstellung in der Beschwerde festzustellen, dass es dem Beschwerdeführer im Zeitpunkt seines Angriffs auf A.________ nicht mehr darum ging, "sich Respekt zu verschaffen", sondern dass er seine Tochter wegen ihres seiner Ansicht nach unbotmässigen Verhaltens nur noch züchtigen und bestrafen wollte und dass er es in seinem unmässigen Zorn dabei ohne weiteres in Kauf nahm, seine Tochter sogar zu töten. Der angefochtene Schuldspruch ist folglich bundesrechtlich nicht zu beanstanden.