Citation: U 258/02 18.12.2003 E. 4

4.1 Die Vorinstanz hat die Frage, ob der Wegfall des natürlichen Kausalzusammenhangs nachgewiesen werden könne, offen gelassen. Fest stehe auf Grund der im Wesentlichen übereinstimmenden Aussagen der Fachärzte, dass die Beschwerdeführerin durch ihr selbstschädigendes Verhalten über Jahre immer wieder Infektionen am linken Bein provoziert und so eine Heilung verhindert habe. Ursache dieses Verhaltens sei die krankhafte psychische Veranlagung gewesen, welche durch den als Bagatelle zu qualifizierenden Unfall vom 19. Oktober 1988 nicht adäquat kausal verursacht worden sein könne. Daher sei die Winterthur für den psychischen Gesundheitsschaden und dessen Folgen nicht entschädigungspflichtig. 4.2 Demgegenüber bringt die Beschwerdeführerin vor, es stehe keine psychiatrische Diagnose fest. Sie leide einzig an somatischen Folgen des Unfalles. Soweit von einer krankhaften Prädisposition ausgegangen werde, sei das Krankheitsbild ohnehin durch den Unfall entstanden. Im Übrigen lägen ärztliche Fehlbehandlungen vor, für welche der Unfallversicherer einzustehen habe.