Citation: 4A_196/2021 E. 2.3

2.3. Dasselbe gilt für die hypothetische Kausalität: Im erstinstanzlichen Verfahren des ersten Prozesses war unbestritten, dass sich mit einer Chorionzotten-Biopsie die CF-Erkrankung mit grösster Wahrscheinlichkeit hätte erkennen lassen. Diese pränatale Diagnostik hätte sich gemäss dem damaligen Entscheid aufgedrängt, da der Vater des Kindes nicht habe zuverlässig angegeben werden können. In diesem Punkt unterscheidet sich der Sachverhalt im hier zu beurteilenden Verfahren grundlegend, erachteten die kantonalen Instanzen es doch als erstellt, dass die Beschwerdeführerin gegenüber der Beschwerdegegnerin und dem Pflegepersonal bei Spitaleintritt geäussert habe, die jetzige Schwangerschaft entspringe der Beziehung mit einem anderen Partner.