Citation: 9C_414/2023 E. A

Die 1976 geborene A.________ war seit dem 1. Mai 2019 bei der Gewerkschaft B.________ angestellt, als am 16. Juli 2019 (und damit noch in der Probezeit) ihr Arbeitsverhältnis per 31. Juli 2019 gekündigt wurde. Vor der Schlichtungsbehörde Bern-Mittelland schlossen die Parteien des Arbeitsvertrages am 16. Juni 2020 eine Vereinbarung, wonach das Arbeitsverhältnis per 31. Oktober 2019 beendet wurde. Da A.________ spätestens ab dem 17. Juli 2019 krank war, erbrachte die Mutuel Assurance Maladie SA (nachstehend: Mutuel), bei der sie über die B.________ nach KVG krankentaggeldversichert war, ab 1. September 2019 Taggeldleistungen. Mit Verfügung vom 4. Oktober 2019 verneinte die Mutuel einen Taggeldanspruch der Versicherten und stellte die Einstellung der Zahlungen per 30. November 2019 in Aussicht; nachdem die Versicherte hiegegen Einsprache erhoben hatte, leistete die Versicherung auch über dieses Datum hinaus Taggeldzahlungen, ohne über die Einsprache formell zu entscheiden. Mit Verfügung vom 20. März 2020 stellte die Mutuel ihre Taggeldzahlungen per 30. April 2020 ein. Eine von der Versicherten hiegegen erhobene Einsprache wies die Mutuel mit Einspracheentscheid vom 31. März 2022 ab und verneinte im Sinne einer reformatio in peius einen Taggeldanspruch der Versicherten; gleichzeitig forderte sie einen Betrag von Fr. 69'989.28 für zu Unrecht erbrachte Leistungen zurück.