Citation: 6B_597/2022 E. 5

Rechtsanwalt Theodor Seitz hat innert der ihm angesetzten (Nach-) Frist keine aktuelle beschwerdebezogene Vollmacht eingereicht, sondern hält an seiner Auffassung fest, wonach die beigelegte Vollmacht vom 12. August 2019 ausreiche. Zwar trifft es zu, dass die Vollmacht im Betreff nicht nur die nationale und internationale Rechts- und Steuerberatung, sondern, abgetrennt mittels Strichpunkt, auch die Prozessvertretung nennt. Letztere erweist sich aber als nichts anderes als eine der in den folgenden zwei Absätzen standardmässig in Anwaltsvollmachten jeweils umschriebenen Rechts- bzw. Vertretungshandlungen, zu denen der Rechtsvertreter ermächtigt wird (vgl. insbesondere "Vertretung vor allen Gerichten"). Der Hinweis "sowie Prozessvertretung" vermag damit den (materiellen) Gegenstand der Vollmacht, auf den sich die Rechts- bzw. Vertretungshandlungen beziehen sollen, nicht näher zu bestimmen. Der Gegenstand der Vollmacht bleibt mit dem (seinerseits offenen) Beschrieb "nationale und internationale Rechts- und Steuerberatung" ein anderer als jener des vorliegenden Verfahrens. Nachdem die beigelegte Vollmacht vom 12. August 2019 nicht den vorliegenden Verfahrensgegenstand betrifft und eine aktuelle beschwerdebezogene Vollmacht trotz Aufforderung nicht eingereicht wurde, ist auf die Beschwerde infolge fehlender Behebung des Mangels im Verfahren nach Art. 108 BGG androhungsgemäss nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 5 BGG). Gleiches gilt für die eventualiter erhobene subsidiäre Verfassungsbeschwerde, die ohnehin ausgeschlossen ist, weil mit Beschwerde in Strafsachen ebenfalls die Verletzung von Verfassungsrecht gerügt werden kann (vgl. Art. 95 und 113 BGG), sowie für das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.