Citation: U 179/04 13.07.2005 E. 3

Das kantonale Gericht kommt zum Schluss, die Allianz habe den massgeblichen Sachverhalt ungenügend erstellt, indem nicht klar sei, ob der laterale Meniskusschaden nur ein unbedeutender und untergeordneter Befund gegenüber den degenerativen Veränderungen am medialen Meniskus und insbesondere der Femoropatellararthrose sei. Dem ist nicht beizupflichten. Mit der in Kauf genommenen Verlagerung der Leistungspflicht von der Kranken- in die Unfallversicherung soll die Problematik der Ausscheidung der Unfall- von den Krankheitsfolgen gerade vermieden werden (BGE 129 V 466 Erw. 2.1 mit Hinweisen). Denn ein degenerativer oder pathologischer Vorzustand schliesst eine unfallähnliche Körperschädigung nicht aus, sofern ein unfallähnliches Ereignis den vorbestehenden Gesundheitsschaden verschlimmert oder manifest werden lässt; es genügt demnach, wenn eine schädigende äussere Einwirkung wenigstens im Sinne eines Auslösungsfaktors zu den vor- oder überwiegend krankhaften oder degenerativen Ursachen hinzutritt (BGE 123 V 43; RKUV 2001 Nr. U 435 S. 333 Erw. 2c, je mit Hinweisen; vgl. auch Urteil S. vom 27. Juni 2001, U 127/00, Urteil S. vom 27. Juni 2001, U 158/00, sowie Urteil R. vom 27. Juni 2001, U 92/00). Damit erübrigen sich medizinische Abklärungen zur Frage, ob eine "eindeutige" krankheits- oder degenerativ bedingte Verursachung vorliegt.