Citation: 1C_442/2017 E. 2.7

2.7. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz sei fälschlicherweise von einer erheblichen Gefährdung der Verkehrssicherheit ausgegangen. Sie habe die vom Bundesgericht entwickelten Abstandsegeln bei einem Grenzfall stur zur Anwendung gebracht, ohne die geltend gemachten besonderen Verhältnisse adäquat zu berücksichtigen. Zur Begründung wiederholt er jedoch bloss die bereits im Strafverfahren und im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Einwände. Auf die von der Vorinstanz übernommene Feststellung des Bundesgerichts, wonach unter den gegebenen Umständen der kürzere Bremsweg eines Personenwagens gegenüber demjenigen des vorausfahrenden Lastwagens eine erhöhte Kollisionsgefahr aufgrund der ungenügenden Distanz nicht vermeiden konnte (vgl. E. 2.3 hievor), geht der Beschwerdeführer nicht ein. Er zeigt nicht auf, inwiefern diese Feststellung unzutreffend sein soll, was auch nicht ersichtlich ist. Auch vermag er mit seinen Ausführungen zur Gefährdung des Lastwagenlenkers die vorinstanzliche Feststellung nicht zu widerlegen, dass eine Auffahrkollision auch auf Autobahnen eine Gefahr für nachfolgende Lenker schafft. Ob nach der Darstellung des Beschwerdeführers der voranfahrende Lastwagen seine Geschwindigkeit zweimal reduzierte, ist nicht rechtserheblich, weil nach der allgemeinen Lebenserfahrung auch in einem Autobahntunnel immer mit einer Verlangsamung des Verkehrs bzw. dem Bremsen des voranfahrenden Fahrzeugs gerechnet werden muss und der nachfolgende Fahrzeuglenker diesfalls verpflichtet ist, seine Geschwindigkeit zur Wahrung des Sicherheitsabstands entsprechend anzupassen. Dass der Beschwerdeführer dies unterliess, ergibt sich daraus, dass er über Distanzen von 225 und 400 m nur einem maximalen Abstand von 12 m bzw. 0,45 Sekunden einhielt, weshalb kein Grenzfall vorliegt. Die Vorinstanz nahm daher bundesrechtskonform an, der Beschwerdeführer habe durch ein zu nahes Auffahren über eine längere Distanz eine erhöhte abstrakte Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer geschaffen.