Citation: 6S.444/2004 14.03.2006 E. 1

Der Beschwerdeführer rügt allein, dass die Vorinstanz eine lebenslängliche Zuchthausstrafe ausspricht, obwohl sie eine Verletzung des Beschleunigungsgebots feststellt. Nach dem angefochtenen Entscheid erhielt die Bezirksanwaltschaft im Dezember 1999 Kenntnis davon, dass in der Wohnung des 1. Opfers Blut gefunden worden war, das dem Beschwerdeführer zuzuordnen sei. Gleichwohl erfolgte seine Verhaftung erst am 5. Dezember 2001. Die Vorinstanz hält fest, dass für jede der beiden Mordtaten als Einsatzstrafe eine lebenslängliche Zuchthausstrafe auszusprechen wäre. Die dadurch vorzunehmende massive Strafschärfung nach Art. 68 Ziff. 1 Abs. 1 StGB vermöge die Strafminderungsgründe der Alkoholisierung und der Verletzung des Beschleunigungsgebots ohne weiteres zu kompensieren, weshalb eine lebenslängliche Zuchthausstrafe auszufällen sei. Nach Ansicht des Beschwerdeführers darf die Strafreduktion, die sich aus der Verletzung des Beschleunigungsgebots ergibt, nicht wie andere Minderungs- und Milderungsgründe mit Erhöhungsgründen aufgewogen werden. Aus diesem Grund hätte die Vorinstanz nicht eine lebenslängliche Zuchthausstrafe aussprechen dürfen.