Citation: 5A_458/2019 E. 3.4.3

3.4.3. Für den - nun eingetretenen - Fall, dass sie mit ihren Vorstellungen hinsichtlich der zwei neueren Pläne nicht durchdringen sollten, wehren sich die Beschwerdeführer auch dagegen, wie das Kantonsgericht den ursprünglichen Plan vom 30. April 2007 und den Dienstbarkeitsvertrag vom 30. Mai 2007 interpretiert. Zur Erklärung, weshalb das im Plan eingezeichnete Rechteck von 4 x 8 Metern die Lage der Dachlaube markiere, begnügen sie sich mit der pauschalen Behauptung, es sei "nicht einzusehen, weshalb eine so genau definierte und vermasste Fläche keine Bedeutung haben soll". Ebenso wenig überzeugt ihre (fast schon zirkuläre) Überlegung, wonach sich die Formulierung "in diesem Bereiche" im Dienstbarkeitsvertrag nicht - wie die Vorinstanz erklärt - auf den ganzen im Plan grün gefärbten Bereich, sondern nur auf das besagte, darin befindliche Rechteck beziehen könne, weil der Text andernfalls auf die ganze Dienstbarkeitsfläche und nicht nur auf einen "Bereich" hinweisen würde. Das Demonstrativpronomen ("in diesem Bereiche") verlangt nach einem Bezugspunkt im vorangehenden Text. Der betreffende Abschnitt des Dienstbarkeitsvertrages beginnt damit, dass die Eigentümer des Grundstücks Nr. aaa den Eigentümern des Grundstücks Nr. bbb "auf dem Dach des geplanten Zweifamilienhauses... (im beiliegenden Plan I grün eingezeichnet) " auf dem Grundstück Nr. aaa ein ausschliessliches Terrassen-/Gartenbenützungsrecht einräumen. Im Anschluss daran wird das Benützungsrecht genauer umschrieben: Erstens dürfen die Berechtigten die Gestaltung der Dachbepflanzung, inkl. des Anbringens einer Umzäunung, vornehmen und bestimmen. "Im weiteren" - so der Wortlaut des Vertrages - beinhaltet das Benützungsrecht das hier umstrittene Recht der Dienstbarkeitsberechtigten, im Rahmen der baugesetzlichen Bestimmungen "in diesem Bereiche" eine Dachlaube zu erstellen und zu benützen. Mit dieser Formulierung führt der Text einfach die Beschreibung des am Anfang des Abschnitts eingeführten Terrassen-/Gartenbenützungsrechts weiter. Von einem Rechteck von 8 x 4 Metern, das in der Planbeilage eingezeichnet ist und auf das sich diese Passage beziehen könnte, ist nirgends im Vertragstext die Rede. Der angefochtene Entscheid ist in dieser Hinsicht nicht zu beanstanden.