Citation: 1P.810/2006 02.07.2007 E. A

A.a X.________ und Y.________ waren Pächter des im Eigentum von Z.________ stehenden Hotels und Restaurants "Berghaus A.________" im ...tal. Nachdem die Pächter gewisse Auflagen der Betriebsbewilligung missachtet hatten, verfügte der Regierungsstatthalter von Frutigen die Schliessung des Hotel- und Restaurantbetriebs und, da dennoch Gäste bewirtet wurden, die Versiegelung. Z.________ kündigte das Pachtverhältnis am 15. Mai 2003 fristlos. X.________ und Y.________ leiteten in der Folge beim Mietamt Frutigen ein Schlichtungsverfahren ein. Z.________ seinerseits beantragte beim Gerichtskreis XII Frutigen-Niedersimmental ein Exmissionsverfahren. Am 2. Juli 2003 erliess der Gerichtspräsident 1 des Gerichtskreises XII Frutigen-Niedersimmental eine superprovisorische Exmissionsverfügung mit der Aufforderung an X.________ und Y.________, die Liegenschaft "Berghaus A.________" innert einem Tag seit Erhalt der Verfügung bis 18.00 Uhr zu verlassen und in besenreinem und geräumtem Zustand an Z.________ zu übergeben, unter Androhung der Ersatzvornahme auf Kosten von X.________ und Y.________ sowie unter Androhung der Strafen gemäss Art. 404 Abs. 4 i.V.m Art. 403 des Gesetzes des Kantons Bern vom 7. Juli 1918 über die Zivilprozessordnung [ZPO/BE] im Falle der Widerhandlung gegen den Räumungsbefehl. A.b Am 20. Oktober 2005 verurteilte der Gerichtspräsident 1 des Gerichtskreises XII Frutigen-Niedersimmental X.________ wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung, begangen am 7. Juli 2003 auf der ...alp zum Nachteil von Z.________, zu einer Busse von Fr. 800.--, bedingt löschbar im Strafregister nach Ablauf einer einjährigen Probezeit. Vom Vorwurf der Beschimpfung wurde X.________ freigesprochen. Y.________ wurde ebenfalls wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung, begangen am 7. Juli 2003 auf der ...alp zum Nachteil von Z.________ gebüsst. Im Zivilpunkt wurden X.________ und Y.________ unter solidarischer Haftbarkeit zur Bezahlung von Fr. 3'736.-- zuzüglich Zins an Z.________ verurteilt. Im darüber hinaus gehenden Betrag wies der Gerichtspräsident die Klage von Z.________ ab. Z.________ seinerseits wurde in demselben Urteil von den Anschuldigungen der Tätlichkeiten, der Anstiftung zu Nötigung und zu Hausfriedensbruch, angeblich zum Nachteil von X.________, freigesprochen. Wegen Beschimpfung zum Nachteil von X.________ wurde er zwar schuldig erklärt, jedoch von Strafe befreit. Die von X.________ erhobene Zivilklage wurde zurückgewiesen. X.________ und Y.________ erhoben gegen das Urteil des Gerichtspräsidenten Appellation, welche sie auf die Verurteilung wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung, die teilweise Gutheissung der Zivilklage von Z.________ sowie den Freispruch von Z.________ von den Anschuldigungen der Tätlichkeiten und der Anstiftung zu Nötigung und Hausfriedensbruch beschränkten. Mit Urteil vom 21. Juli 2006 sprach das Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, X.________ und Y.________ der böswilligen Nichtvornahme einer richterlich auferlegten Handlung (Art. 404 ZPO/BE) schuldig und verurteilte sie zu einer Busse von Fr. 800.-- resp. Fr. 400.--, beide vorzeitig löschbar im Strafregister nach Ablauf einer einjährigen Probezeit. Zudem verpflichtete das Obergericht X.________ und Y.________ zur Bezahlung von Schadenersatz an Z.________ in der Höhe von Fr. 1'868.-- zuzüglich Zins unter solidarischer Haftbarkeit. Im darüber hinausgehenden Betrag wies es die Zivilklage von Z.________ ab. Z.________ wurde in demselben Urteil von der Anschuldigung der Tätlichkeiten freigesprochen, der Anstiftung zu Nötigung und Hausfriedensbruch schuldig befunden und zu einer Busse von Fr. 3'000.--, vorzeitig löschbar nach Ablauf einer zweijährigen Probezeit, verurteilt. In den übrigen Punkten stellte das Obergericht den Eintritt der Rechtskraft des erstinstanzlichen Urteils fest.