Citation: H 42/05 18.05.2005 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat die Bestimmungen über die Arbeitgeberhaftung (Art. 52 AHVG; Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. AHVV) sowie die hiezu ergangene Rechtsprechung, insbesondere über den Eintritt des Schadens und Zeitpunkt der Kenntnis des Schadens (BGE 119 V 92 Erw. 3), die subsidiäre Haftung der Organe eines Arbeitgebers (BGE 126 V 237, 123 V 15 Erw. 5b, je mit Hinweisen), den zu ersetzenden Schaden (BGE 126 V 444 Erw. 3a, 123 V 15 Erw. 5b, je mit Hinweisen), die erforderliche Widerrechtlichkeit (BGE 118 V 195 Erw. 2a mit Hinweisen), die Voraussetzung des Verschuldens und den dabei zu berücksichtigenden - differenzierten - Sorgfaltsmassstab (BGE 108 V 202 Erw. 3a, ZAK 1992 S. 248 Erw. 4b, je mit Hinweisen; vgl. auch Thomas Nussbaumer, Die Haftung des Verwaltungsrates nach Art. 52 AHVG, in: AJP 9/96, S. 1081) sowie den adäquaten Kausalzusammenhang (BGE 125 V 461 Erw. 5a) zutreffend wiedergegeben. Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in materiellrechtlicher Hinsicht nicht anwendbar ist (BGE 129 V 4 Erw. 1.2 mit Hinweisen). 3.2 Die Beschwerdeführenden machen sinngemäss geltend, die Schadenersatzforderung sei verwirkt, da die Schadenersatzverfügungen vom 3. Dezember 2002 verspätet erfolgt seien. Einerseits führen sie dazu an, der Betrag über Fr. 25'616.50 sei vom Konkursamt Winterthur am 29. November 2001 der Ausgleichskasse überwiesen worden, andererseits verweisen sie auf die Konkurseröffnung vom ... August 2001. 3.2.1 Soweit die Beschwerdeführenden mit dem Hinweis auf die Zahlung des Konkursamtes an die Ausgleichskasse am 29. November 2001 eine Schadenskenntnis schon in diesem Zeitpunkt behaupten, ist festzuhalten, dass es sich im angefochtenen Urteil, auf welches die Beschwerdeführenden diesbezüglich offenbar Bezug nehmen, um einen Verschrieb handelt, erfolgte doch die Auszahlung am 29. November 2002, wie aus dem Kontoauszug der Ausgleichskasse wie auch aus dem Schreiben des Konkursamtes vom 27. November 2002 ohne weiteres hervorgeht. 3.2.2 Sodann ist auch der Hinweis auf die Konkurseröffnung vom ... 2001 nicht stichhaltig, kann doch eine Schadenskenntnis nicht bereits im Zeitpunkt der Konkurseröffnung angenommen werden (BGE 128 V 11, 126 V 446 je mit Hinweisen). Massgebend ist vielmehr die Auflage des Kollokationsplanes, welche hier am ... 2001 erfolgte, wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat. Schliesslich liegen auch keine anderen Anhaltspunkte dafür vor, dass die Ausgleichskasse bereits in einem früheren Zeitpunkt Kenntnis des Schadens gehabt hätte, beispielsweise durch Ausstellung eines Verlustscheins, weshalb entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden nicht von einer verspäteten Schadenersatzverfügung ausgegangen werden kann. 3.3 Weitere Einwände, insbesondere zur Schadenersatzpflicht in verschuldensmässiger Hinsicht, bringen die Beschwerdeführenden nicht vor. Darauf ist nach den Grundsätzen über das Rügeprinzip (BGE 110 V 53, vgl. Urteil B. vom 31. August 2004, H 326/03) nicht näher einzugehen, obwohl eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde praxisgemäss gegebenenfalls aus anderen Gründen als den in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgetragenen gutgeheissen oder abgewiesen werden kann (BGE 110 V 20 Erw. 1), zumal sich vorliegend keinerlei Anhaltspunkte ergeben, welche die vorinstanzliche Beurteilung als bundesrechtswidrig erscheinen liessen. Vielmehr handelt es sich um einen sich über lange Zeit erstreckenden Beitragsausfall, musste doch die Gesellschaft praktisch seit ihrem Bestehen - bereits ab der dritten Beitragsrechnung vom 14. Dezember 1999 - ständig gemahnt und betrieben werden, hat sie also die geschuldeten Beiträge verspätet und nur teilweise bezahlt. Diese grobfahrlässige Missachtung der Pflichten zur Beitragszahlung haben die Beschwerdeführenden als Organe der von ihnen verwalteten Gesellschaft praxisgemäss zu vertreten, wie die Vorinstanz zutreffend dargetan hat.