Citation: 6P.21/2005 07.06.2005 E. 6

Rechtsfrage ist einerseits, ob die Vorinstanz vom richtigen Begriff der neuen Tatsache, des neuen Beweismittels und deren Erheblichkeit im Sinne von Art. 397 StGB ausgegangen ist, und andererseits, ob die voraussichtliche Veränderung der tatsächlichen Grundlagen rechtlich relevant ist, d.h. zu einem im Schuld- oder Strafpunkt für den Verurteilten günstigeren Urteil führen kann (BGE 116 IV 353 E. 2b). Die Vorinstanz hat den zusätzlichen Bericht und die Aussagen von B.________ als neue Beweismittel anerkannt (angefochtenes Urteil S. 8). Zudem liess sie die Polizeifotos edieren. Im Übrigen hat sie die Neuheit der beantragten Beweismittel ohne Willkür verneint. Es ist nicht ersichtlich, dass sie dabei den Begriff der neuen Tatsache oder des neuen Beweismittels verkannt hätte. Die Vorinstanz liess die Tragweite des neuen Beweismittels durch Gutachten abklären und kommt in ihrer Beweiswürdigung zum Ergebnis, die von B.________ geschilderte Version lasse sich nach den Gutachten mit dem objektiven Befund nicht vereinbaren bzw. sei höchst unwahrscheinlich. Die übrigen im Strafverfahren gewürdigten belastenden Tatumstände blieben nach wie vor bestehen (angefochtenes Urteil S. 13). Ist demnach in tatsächlicher Hinsicht davon auszugehen, dass die mit dem Novum behaupteten Tatsachen mit dem objektiven Befund nicht vereinbar bzw. höchst unwahrscheinlich sind, so fehlt es auch an deren Erheblichkeit oder Geeignetheit für ein dem Beschwerdeführer günstigeres Urteil. Daran ändert sich nichts durch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer in einem Indizienprozess verurteilt wurde. Die Vorinstanz kam - wie erwähnt - ohne Willkür zum Ergebnis, dass das Novum den Indizienbeweis nicht zu erschüttern vermag, auch wenn dadurch gewisse Feststellungen dieses Indizienbeweises etwas relativiert werden (angefochtenes Urteil S. 12 f., Ziff. 5). Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.