Citation: 5A_928/2016 E. 4.1

4.1. Nach Ansicht des Obergerichts hat der Beschwerdeführer in den Bewerbungsschreiben nicht die tatsächlichen Gegebenheiten wiedergegeben. Er habe angegeben, sich seit Frühjahr 2009 grösstenteils um die Kinderbetreuung gekümmert zu haben, was so nicht zutreffe, da die Kinder während vier Tagen pro Woche in der Krippe betreut worden seien. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht in diesem Zusammenhang vor, es habe sich für das Scheidungsverfahren präjudizierend zur Kinderbetreuung während der Ehe geäussert, ohne hierfür sachlich zuständig zu sein. Damit sei kein faires Verfahren gewährleistet. Vorliegend ist die Qualität der Bewerbungen des Beschwerdeführers strittig. Diese beurteilt sich unter anderem danach, ob der Beschwerdeführer seinen Lebenslauf korrekt wiedergegeben hat. Das Obergericht hatte damit ohne weiteres Anlass, sich dazu zu äussern, ob der Beschwerdeführer seinen Anteil an der Kinderbetreuung richtig angegeben hat. Der Beschwerdeführer selbst führt andernorts denn auch aus, die eheliche Rollenverteilung sei für die sich ihm heute bietenden Möglichkeiten relevant, eine Arbeitsstelle zu finden. Der Beschwerdeführer ist sodann daran zu erinnern, dass der Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsverfahren das Scheidungsurteil nicht präjudiziert und für das Scheidungsgericht nicht bindend ist (BGE 141 III 376 E. 3.4). Der Anspruch auf ein faires Verfahren (Art. 29 Abs. 1 BV) ist nicht verletzt.