Citation: 1C_614/2021 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerinnen rügen, die Anwendung des aufgehobenen bisherigen Rechts verletze Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG, werde doch das geplante Bauvorhaben nicht bewilligt, obschon es dem Zweck des Überbauungsplans "Chastel" und jenem der mit dem BauR 2019 neu festgesetzten Wohnzone W 11.5 entspreche. Da die zonengemässen Nutzungsmöglichkeiten nicht realisiert werden könnten und sich ihr Planungsaufwand als unnütz erweise, verstosse die Anwendung des aufgehobenen bisherigen Rechts auch gegen die Eigentumsgarantie (Art. 26 Abs. 1 BV). Sie widerspreche im Weiteren dem Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 BV) und dem Gebot von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 BV) und verletze die allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätze. Zudem sei sie willkürlich (Art. 9 BV) und liege eine materielle Rechtsverweigerung vor.