Citation: 7B_275/2024 E. 2

Im Nachgang zu dieser polizeilichen Intervention warf A.________ den involvierten Polizeibeamten in verschiedenen E-Mails vor, sie hätten ihre Grundrechte verletzt, da die Voraussetzungen für eine Überführung ins Polizeihauptgebäude zwecks Abklärung ihres psychischen Gesundheitszustands nicht erfüllt gewesen seien. Zudem sei sie im Rahmen des Polizeieinsatzes erniedrigend behandelt worden. Nachdem die Kantonspolizei Zug A.________ auf deren Gesuch hin den Polizeirapport des Einsatzes vom 4. Juli 2023 zugestellt hatte, erhob diese mit Eingabe vom 31. Juli 2023 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zug und stellte diverse Begehren. Mit Beschluss vom 29. Februar 2024 trat das Obergericht auf die Beschwerde nicht ein. Zur Begründung führte es im Wesentlichen aus, die Polizeibeamten hätten A.________ gestützt auf § 12 Abs. 1 lit. a des Polizeigesetzes des Kantons Zugs vom 30. November 2006 (PolG/ZG; BGS 512.1) zwecks Abklärung einer möglichen Selbstgefährdung in polizeilichen Gewahrsam genommen. Die polizeiliche Intervention sei daher ausserhalb eines Strafverfahrens gestützt auf kantonales Polizeirecht erfolgt und handle es sich somit nicht um eine vorläufige Festnahme gemäss Art. 217 StPO. Daher sei die zu beurteilende polizeiliche Handlung der strafprozessualen Beschwerde nach Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO nicht zugänglich.