Citation: 4A_256/2017 E. A

B.________ (Kläger, Beschwerdegegner) war als Geschäftsführer bei der C.________ GmbH angestellt, die seit 1989/90 ihr festangestelltes Personal bei der A.________ AG (Beklagte, Beschwerdeführerin) krankentaggeldversichert hat. 2011 erkrankte er an Harnleiterkrebs, der im Herbst desselben Jahres entfernt wurde. Wegen einer bakteriellen Infektion musste er im Dezember 2011 erneut hospitalisiert werden. In der Folge kam es bei ihm zu depressiven Verstimmungen, aufgrund welcher er von seinem Hausarzt und dem behandelnden Psychiater ab 2. Februar 2012 arbeitsunfähig geschrieben wurde. Die erstmals seit Versicherungsabschluss für Krankentaggelder in Anspruch genommene Beklagte leistete nach einer Karenzfrist für 38 Tage (23. Februar bis Ende März 2012) ein Taggeld von insgesamt Fr. 9'995.--. Vom 12. bis 14. Juni 2012 liess sie den Kläger durch eine Detektei observieren. Am 26. Juni 2012 befragte sie ihn zu seinem Gesundheitszustand und trat am darauffolgenden Tag gestützt auf Art. 40 VVG (SR 221.229.1) vom Versicherungsvertrag zurück.