Citation: 2C_815/2018 E. 4.3.1

4.3.1. Soweit er geltend macht, er sei strafrechtlich nur zu einer bedingten Freiheitsstrafe verurteilt worden, was dafür spreche, dass keine schwere Delinquenz vorliege, verkennt er das Verhältnis von straf- und ausländerrechtlichem Verfahren. Diese verfolgen je unterschiedliche Zielsetzungen: Ausländerrechtlich steht der Sicherheitsaspekt im Vordergrund, der ausserhalb des Anwendungsbereichs des Freizügigkeitsabkommens (FZA; SR 0.142.112.681) auch generalpräventiv wirken darf und soll (Urteil 2C_846/2018 vom 26. März 2019 E. 5.3 mit Hinweisen); strafrechtlich geht es um die verschuldensabhängige Sanktionierung verpönten Verhaltens und die Reintegration des Täters oder der Täterin in den hiesigen Verhältnissen (Urteile 2C_447/2017 vom 10. September 2018 E. 3.2; 2C_410/2018 vom 7. September 2018 E. 5.4.5 und 2C_935/2017 vom 17. Mai 2018 E. 3.4).