Citation: 6P.177/2004 22.03.2005 E. 3

Der Beschwerdeführer beanstandet, die mit den Polizeibeamten B.________, C.________ und D.________ geführte Unterredung sei nicht protokolliert worden, obschon der ihm zur Last gelegte Sachverhalt zur Sprache gekommen sei und ihn die Beamten zu einem Geständnis gedrängt hätten. Dieses Vorgehen verletze das Recht auf ein faires Verfahren gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK, den Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV sowie das Willkürverbot gemäss Art. 9 BV. Es ist unbestritten, dass sich der Beschwerdeführer und die genannten Polizeibeamten ausserhalb der eigentlichen Befragungen zu einem informellen Gespräch zusammengefunden haben. Zweck der vom Beschwerdeführer gewünschten Unterredung war die Bereinigung eines Konflikts mit einem der anwesenden Polizisten. Da es sich der Sache nach nicht um ein entscheiderhebliches polizeiliches Verhör handelte, bestand keine Veranlassung, das fragliche Gespräch aufzuzeichnen. Kommt hinzu, dass die anlässlich dieser Aussprache getätigten Äusserungen - auch wenn sie auf das dem Beschwerdeführer vorgehaltene Ereignis Bezug genommen haben - für die Beurteilung des eingeklagten Sachverhalts in keiner Beziehung von Bedeutung sind. Die fehlende Protokollierung stellt daher keine Verletzung der vom Beschwerdeführer geltend gemachten verfassungsrechtlichen Ansprüche dar. Soweit er in dieser Hinsicht auch Art. 87 Abs. 1 StPO/GR als verletzt beanstandet, legt er nicht dar, inwiefern diese Bestimmung über den Schutzbereich der angerufenen verfassungsrechtlichen Mindestgarantien hinausgehen soll (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Die erhobenen Rügen erweisen sich demnach als unbegründet, soweit auf sie überhaupt eingetreten werden kann.