Citation: 8C_146/2008 22.04.2008 E. 5

5.1 Hinsichtlich der am 12. August 2004 noch bestehenden organischen Gesundheitsschäden hat die Vorinstanz gestützt auf das Gutachten des Dr. med. M.________ (FMH Rheumatologie und Innere Medizin) vom 15. November 2004 zutreffend erwogen, dass diese nicht mehr überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom 18. Juni 2002 zurückzuführen sind. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag keinen Zweifel an dieser Feststellung zu begründen: Ein Facharzt für Rheumatologie ist nicht von vorneherein zu wenig qualifiziert, um ein Gutachten zur Beurteilung eines Rückenleidens zu erstellen (vgl. auch das Urteil I 342/06 vom 30. April 2007, E. 4.1). Da sich der Gutachter auf ein umfangreiches medizinisches Dossier mit einer grossen Zahl von Röntgenbildern abstützen konnte, ist die Dauer des persönlichen Gesprächs zwischen Gutachter und Versichertem nicht von entscheidender Bedeutung. Das Vorbingen der Beschwerdeführerin, der Versicherte sei vor dem Unfall gesund gewesen, ist aktenwidrig; auch Dr. med. B.________ (FMH Orthopädische Chirurgie) geht in seinem von der Beschwerdeführerin angerufenen Gutachten vom 18. Februar 2003 von vorbestehenden, schweren degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule aus. Wie Dr. med. M.________ nachvollziehbar und überzeugend darlegt, erscheint selbst bei der Annahme, der Versicherte habe beim Unfall ein Hyperlordosierungstrauma auf Niveau Lendenwirbelsäule erlitten, die Hypothese des Dr. med. B.________, dieses Trauma habe zu einer Mobilisation der bereits ankylosierten Teile und zu Rissbildungen im Bereich der Anuli fibrosi auf Niveau L2/3 und L5/S1 geführt, nicht als wahrscheinlicher als eine degenerative Genese dieser Schädigungen. 5.2 Das kantonale Gericht liess die Frage, ob die psychischen Beschwerden des Versicherten durch den Unfall verursacht wurden, offen, da es zu Recht erkannte, dass ein allfälliger Kausalzusammenhang nicht adäquat und damit nicht rechtsgenüglich wäre. Die Schwere des Unfallereignisses bestimmt sich aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften, nicht jedoch aufgrund der Folgen des Unfalls oder der Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden können (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, E. 5.3.1, [U 2/07]). In den Akten finden sich verschiedene Versionen des Geschehnisablaufes. Selbst wenn man von jenem Ablauf ausgehen würde, welchen der Versicherte im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemacht hat, so wäre das Ereignis vom 18. Juni 2002 höchstens als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen zu qualifizieren. Wie die Beschwerdegegnerin und das kantonale Gericht zu Recht festgehalten haben, ist keines der massgeblichen Adäquanzkriterien erfüllt. Sowohl die geltend gemachten Dauerschmerzen als auch die Arbeitsunfähigkeit waren schon bald nach dem Unfall nicht mehr auf körperliche Unfallfolgen zurückzuführen (vgl. die Schreiben der Dr. med. A.________ [FMH Innere Medizin spez. Rheumatologie] vom 23. September 2002 und des Dr. med. E.________ [FMH für Allgemeinmedizin] vom 3. Oktober 2002). Zudem kann aufgrund der unterschiedlichen Einschätzungen der Genese der Beschwerden durch die verschiedenen Gutachter noch nicht auf eine ärztliche Fehlbehandlung geschlossen werden. Betreffend der übrigen Kriterien, auf welche sich die Beschwerdeführerin nicht ausdrücklich beruft, kann auf die zutreffenden Ausführungen im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden.