Citation: 4A_350/2023 E. 7.2.3

7.2.3. Selbst wenn einzelne Stiftungsräte der Beschwerdegegnerin über das notwendige Wissen zur Genehmigung des Fonds 1 verfügt hätten, habe die Beschwerdeführerin ohnehin nicht gutgläubig von einer Genehmigung der Investition in den Fonds 1 ausgehen können. Unbestrittenermassen hätten während der gesamten Zeit des Vermögensverwaltungsmandats Exponenten der Beschwerdeführerin dem Stiftungsrat der Beschwerdegegnerin angehört. An dessen Sitzungen habe regelmässig auch Dr. J.________ von der Beschwerdeführerin teilgenommen. Es sei der Beschwerdeführerin zweifellos bekannt gewesen, dass im Stiftungsrat nie eine vertiefte Diskussion über die Vor- und Nachteile des Fonds 1, insbesondere über dessen Mehrkosten im Vergleich zu einer Direktinvestition, sowie über ihre Doppelrolle stattgefunden habe. Erst recht sei keine Abstimmung darüber durchgeführt worden, ob der Fonds 1 im Portfolio belassen werden sollte.