Citation: 4A_307/2020 E. A

A.a. Am 15. Oktober 2012 schloss die B.________ (Beklagte, Beschwerdegegnerin) mit der C.________ AG einen Totalunternehmer-Werkvertrag (nachfolgend: der Werkvertrag) ab. Die C.________ AG verpflichtete sich darin zur schlüsselfertigen Erstellung und betriebsbereiten Übergabe der Wohnüberbauung " X.________ " bestehend u.a. aus vier Mehrfamilienhäusern mit 145 Wohnungen auf den Grundstücken der Beklagten in U.________. Vereinbart wurde ein Pauschalpreis von Fr. 69'498'216.-- inkl. MwST. Nach Baubeginn am 27. November 2013 zahlte die Beklagte der C.________ AG in 13 Zahlungen insgesamt Fr. 37'712'000.-- sowie Fr. 8'244.20 für eine Leistung der D.________ AG. A.b. Am 24. Juni 2014 stellte die A.________ AG (Klägerin, Beschwerdeführerin) eine Erfüllungsgarantie über Fr. 6'900'000.-- zugunsten der Beklagten zwecks Besicherung der werkvertraglichen Verpflichtungen der C.________ AG aus. A.c. Mit E-Mail vom 19. Dezember 2014 teilte die C.________ AG der Beklagten mit, dass die Arbeiten am Bauprojekt eingestellt würden. Daraufhin forderte die Beklagte die C.________ AG am 23. Dezember 2014 auf, die Arbeiten bis am 15. Januar 2015 wieder aufzunehmen. A.d. Mit Urteil vom 6. Januar 2015 wurde über die C.________ AG der Konkurs eröffnet. Mit Schreiben vom 16. Januar 2015 teilte das Konkursamt V.________ mit, es werde nicht in den mit der Beklagten abgeschlossenen Werkvertrag eintreten. Am 19. Januar 2015 forderte die Beklagte die durch das Konkursamt vertretene C.________ AG erneut auf, die Arbeiten wieder aufzunehmen. Hierauf liess das Konkursamt mit Schreiben vom 22. Januar 2015 verlauten, der Werkvertrag werde seitens der C.________ AG nicht mehr erfüllt. Die Beklagte kündigte darauf mit Schreiben vom 2. Februar 2015 den Werkvertrag mit der C.________ AG, beanspruchte das teilausgeführte Werk für sich und führte das Projekt unter Beizug eines Ersatztotalunternehmens - der E.________ AG - zu Ende. Am 30. März 2015 rief die Beklagte die Erfüllungsgarantie in vollem Betrag ab, worauf die Klägerin ihr Fr. 6'900'000.-- ausbezahlte. A.e. Auf Antrag der Klägerin kollozierte die Konkursverwaltung der C.________ AG sodann einen Anspruch gegen die Beklagte aus der Abrechnung des Bauprojekts " X.________ ", welchen sich die Klägerin gestützt auf Art. 260 SchKG am 12. Dezember 2006 abtreten liess. A.f. Die Klägerin erachtet das von der C.________ AG zwischen dem 27. November 2013 (Baubeginn) und dem 2. Februar 2015 (Kündigung des Werkvertrags) erstellte Teilwerk als ungenügend entschädigt. Zudem habe die Beklagte durch Ziehung der Erfüllungsgarantie den Saldo der Bauabrechnung weiter zu Ungunsten der C.________ AG verschoben. Die Beklagte hält die Forderung für unberechtigt, eventualiter stellt sie ihr verrechenbare Gegenforderungen entgegen.