Citation: U 447/05 25.07.2006 E. 4

Mit den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Ungereimtheiten und Widersprüchen hat sich das kantonale Gericht einlässlich auseinandergesetzt. Auf die entsprechenden Ausführungen kann verwiesen werden. So ist in Anbetracht der erlittenen Verletzungen wahrscheinlich, dass die Beschwerdegegnerin für eine gewisse Zeit nicht arbeitsfähig war. Dass die Arbeitsunfähigkeit nicht im Austrittsbericht des Spitals Y.________ vom 20. Juni 2003 vermerkt war, sondern erst von der nachbehandelnden Hausärztin attestiert wurde, vermag daran nichts zu ändern. Keinesfalls spricht es sodann gegen das Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit, wenn die Versicherte in dieser Zeit Arzt- und Zahnarzttermine wahrnahm oder einen Arbeitsversuch machte. Auch die Einwendungen des Beschwerdeführers bezüglich Zeitpunkt der Unfallmeldung und des schriftlichen Arbeitsvertrages sowie bezüglich Qualifikation des Arbeitsverhältnisses vermögen nicht das Fehlen eines Taggeldanspruchs zu belegen. Bei Vorliegen entsprechender Zweifel kann sich der Kranken- und Unfall-Versicherungsverein nicht darauf beschränken, diese zu äussern und auf ein "möglicherweise nicht gerade optimales case management" hinzuweisen. Vielmehr hätte er den angeblichen Ungereimtheiten im Rahmen seiner Sachverhaltsabklärungspflicht nachgehen und allenfalls ergänzende Beweisvorkehren treffen müssen. Diese Pflicht darf er nicht dem Gericht zuschieben. Bei der vorhandenen Aktenlage ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Sache zur näheren Abklärung des Sachverhaltes und allfälligen Neuberechnung des Taggeldanspruchs an den Beschwerdeführer zurückgewiesen hat.