Citation: 2C_674/2022 E. 1.2

1.2. Die Beschwerdeführer bringen vor, es lägen keine Hinweise für ein gesetzeswidriges Verhalten ihrerseits vor. Listenersuchen zu blossen Veranlagungszwecken ohne Verdachtsmomente seien unzulässig. Konkrete Anhaltspunkte, die eine Missachtung steuerrechtlicher Verpflichtungen durch die Beschwerdeführer in rechtsgenüglicher Weise deutlich machen könnten, fehlen sowohl im Amtshilfeersuchen als auch in der Korrespondenz zwischen der ersuchenden Behörde und der ESTV. Ausserdem sei weder erstellt, dass die Beschwerdeführer ihre Vermögenswerte vor der Auflösung ihres Bankkontos nicht ordnungsgemäss deklariert hätten, noch sei geklärt, ob sie im relevanten Zeitraum überhaupt in Österreich ansässig und steuerpflichtig gewesen seien. Überdies, so die Beschwerdeführer weiter, handle es sich vorliegend zwar um ein Bankkonto, an dem sie wirtschaftlich berechtigt gewesen seien. Jedoch sei das Bankkonto per 7. Dezember 2012 saldiert und das Guthaben auf ein anderes Bankkonto bei der Informationsinhaberin übertragen worden. Anschliessend sei eine Regularisierung des neuen Bankkontos gestützt auf Art. 7 des Abkommens vom 13. April 2012 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Österreich über die Zusammenarbeit in den Bereichen Steuern und Finanzmarkt (SR 0.672.916.33; Inkrafttreten: 1. Januar 2013 [AS 2013 97 ff.]; Aufhebung: 1. Januar 2017 [AS 2016 5097 ff.]) erfolgt. Sie hätten in diesem Zusammenhang je EUR 538'992.56 bezahlt. Die ersuchten Informationen seien daher nicht mehr voraussichtlich erheblich. Auch eine Verifikation falle ausser Betracht.