Citation: 5A_52/2019 E. 3.2.2

3.2.2. Offenbar meint die Beschwerdeführerin, ein von ihr nicht erwünschtes Resultat der Schätzung stelle bereits einen Fehler in der Sachverhaltsfeststellung dar, falls die Vorinstanz nicht korrigierend eingreife. Mit dieser Sichtweise blendet die Beschwerdeführerin aus, dass die nunmehr kritisierte Schätzung auf ihr seinerzeitiges Ersuchen um eine Neuschätzung hin erstellt worden ist und ihr dadurch eine Überprüfung ermöglicht wurde. Zwar hatte die Vorinstanz in der Folge die Erstellung eines Obergutachtens abgelehnt; dieses Ergebnis ist vom Bundesgericht geschützt worden (Urteil 5A_561/2014 vom 27. November 2014 E. 2). Dennoch konnte die Beschwerdeführerin die ihr von Gesetzes wegen zustehenden Rechte zur Schätzung durchaus wahrnehmen: Sie konnte Beschwerde nach Art. 17 Abs. 1 SchKG erheben, um Fehler des Betreibungsamtes zu rügen, sowie ein Gesuch um Neuschätzung nach Art. 9 Abs. 2 VZG innert der zehntägigen Beschwerdefrist stellen, um die Höhe der Schätzung überprüfen zu lassen, welche endgültig durch die kantonale Aufsichtsbehörde beurteilt wird (BGE 133 III 537 E. 4.1; Urteil 5A_96/2019 vom 8. Juli 2019 E. 3.1). Weitere Möglichkeiten, die Schätzung überprüfen zu lassen, stehen den Betroffenen nicht zu. Daran ändert auch der für das Beschwerdeverfahren geltende Untersuchungsgrundsatz nichts, da er die Aufsichtsbehörde einzig zur Klärung von rechtserheblichen Tatsachen verpflichtet (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG). Die Vorinstanz war nicht berechtigt, nach allfälligen Fehlern des Gutachtens vom 7. März 2014 bzw. der abgeschlossenen Schätzung zu suchen und diese durch die Anordnung einer erneuten Schätzung zu korrigieren. Eine Verletzung des Gehörsanspruchs infolge der Nichtabnahme von Beweisanträgen liegt daher nicht vor. Der Hauptantrag der Beschwerdeführerin auf Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz (en) ist daher abzuweisen.