Citation: 6B_460/2020 E. 6.1.1

6.1.1. Der Beschwerdeführer beanstandet in diesem Kontext zunächst den Schuldspruch der Veruntreuung wegen Zahlungen der H.________ AG an die von ihm und dem Mitangeklagten B.________ beherrschten Firmen E.________ Holding AG, O.________ Holding AG und Rechtsberatung A.________ AG. Dabei rügt er zum einen eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Die Vorinstanz habe festgestellt, dass einzelne vorgeworfene Zahlungen nicht so wie angeklagt verbucht worden oder dass die entsprechenden Belege nicht vorhanden gewesen seien. Strafrechtliche Verurteilungen dürften indes nicht auf inexistenten oder falschen Akten basieren. Der Anklagegrundsatz sei darüber hinaus auch insofern verletzt, als die Anklageschrift keine Begründung für die von den angeblich zu Unrecht erfolgten Geldzahlungen der H.________ AG abgezogenen Lohnabgeltungen liefere. Soweit die Staatsanwaltschaft im Rahmen ihres zweiten Parteivortrages die Lohnabgeltungen an die Beurteilten belegt habe, ändere dies nichts, zumal eine Verletzung des Anklagegrundsatzes nicht im Hauptverfahren vor der Berufungsinstanz geheilt werden könne. In jedem Fall habe die Vorinstanz in diesem Punkt ihre Begründungspflicht verletzt, da sie keinen Deliktsbetrag nenne. Dieser wäre indes namentlich im Rahmen der Strafzumessung von Bedeutung gewesen. Zum anderen macht der Beschwerdeführer geltend, die Marke "H.________" sei von der E.________ Holding AG rechtsgültig an die H.________ AG verkauft worden und es habe eine entsprechende Verrechnungsposition bestanden. Die Anklage stütze den Tatvorwurf nicht nur auf die angeblich unrechtmässige Verrechnung mit der Kaufpreisforderung aus dem Markenverkauf, sondern auch auf angeblich unrechtmässige Lohnbezüge sowie weitere Bezüge. In diesem Zusammenhang setze sich die Vorinstanz mit keinem Wort mit den von ihm entgegengehaltenen Argumenten auseinander, wonach er ein enormes Arbeitspensum bewältigt habe, das Salär mit der kreditgebenden Bank abgesprochen gewesen sei, steuerrechtliche Einschätzungen im Strafverfahren untauglich seien und er (sc. der Beschwerdeführer) nach dem Abgang des Mitangeklagten B.________ im Jahr 2009 alleiniger Geschäftsführer der H.________ AG, gewesen sei, was ein höheres Salär gerechtfertigt habe. Dasselbe gelte in Bezug auf die von der Vorinstanz genannten "weiteren Abflüsse". Durch die Annahme, grundsätzlich seien alle Vermögensabflüsse unrechtmässig gewesen, werde ihm auferlegt, die Rechtmässigkeit derselben zu beweisen. Darin liege eine unzulässige Umkehr der Beweislast. Zudem prüfe die Vorinstanz weder die objektiven noch die subjektiven Tatbestandsmerkmale der Veruntreuung. Dasselbe gelte für die Mittäterschaft (Beschwerde S. 35 ff.).