Citation: 5A_505/2022 E. 2.4

2.4. Hinsichtlich der Auszahlung des Darlehens über Fr. 1,3 Mio. hat das Obergericht festgehalten, dass A.________ behauptet habe, die Auszahlung sei aus von ihm gehaltenen US-Beteiligungen bzw. aus Rückflüssen von aufgelösten Beteiligungen erfolgt. In der Klageschrift bzw. mit Eingabe vom 28. November 2016 habe er ausgeführt, er habe die Auszahlung über zwei Checks über umgerechnet Fr. 297'610.--, fünf Checks über umgerechnet Fr. 218'658.--, drei Checks über umgerechnet Fr. 40'247.90 sowie eine Überweisung von Fr. 750'000.-- vorgenommen, welche zusammengezählt den Betrag von Fr. 1'306'515.-- (abzüglich Kommissionen bei der Einlösung der Checks) ergeben würden. Mit der Replik habe er demgegenüber geltend gemacht, die Auszahlung sei durch drei Ausschüttungen in der Höhe von umgerechnet Fr. 836'712.--, zwei Checks von insgesamt umgerechnet Fr. 297'610.-- sowie eine Barzahlung von Fr. 150'000.-- erfolgt, was einen Betrag von Fr. 1'284'322.-- ergebe. Daraus resultiere - so A.________ weiter - mit einer währungsbedingten Abweichung von Fr. 15'678.-- der vereinbarte Darlehensbetrag. Die zuvor mit der Klage bzw. mit der Eingabe vom 28. November 2016 eingereichten Belege stünden - so immer noch A.________ - nicht im Zusammenhang mit der Auszahlung des zweiten Darlehens und hätten aufgrund der komplizierten Verhältnisse und der verstrichenen Zeitdauer vorerst nicht korrekt zugeordnet werden können. Das Obergericht hat dazu erwogen, die Ausführungen von A.________ seien einerseits widersprüchlich, andererseits seien beide vorgetragenen Varianten auch nicht schlüssig, zumal in beiden Fällen eine Differenz zur behaupteten Darlehenssumme bleibe, ohne dass sich aus seinen Ausführungen oder den Vertragsdokumenten erschliessen liesse, was die Parteien diesbezüglich vereinbart hätten. Der klägerische Tatsachenvortrag bezüglich der Auszahlung des Darlehens von Fr. 1,3 Mio. sei ungenügend, so dass darüber kein Beweis geführt werden könne. Der nicht schlüssig oder nicht substantiiert vorgebrachte Sachverhalt sei im Geltungsbereich der Verhandlungsmaxime dem nicht bewiesenen Sachverhalt gleichzusetzen. A.________ gelinge somit auch bezüglich des zweiten Darlehens der ihm obliegende Nachweis der Auszahlung nicht.