Citation: 8C_870/2018 E. 4.2.5

4.2.5. Materiell betrifft der Streit um die von der Suva am 22. Mai 2017 gegenüber der Beschwerdeführerin verfügte Qualifikation als Arbeitgeberin die Frage, ob dem Beigeladenen nach UVG die Versicherteneigenschaft zukommt oder nicht (vgl. dazu Art. 1a UVG in Verbindung mit Art. 1 UVV). Dies hängt von der Beurteilung seines arbeitsorganisatorischen Verhältnisses gegenüber der Beschwerdeführerin ab (selbstständig oder unselbstständig ausgeübte Erwerbstätigkeit als Chauffeur im Bereich Einzelpersonentransport; vgl. dazu SVR 2018 UV Nr. 19 S. 66, 8C_571/2017; SVR 2017 UV Nr. 44 S. 153, 8C_189/2017). Der Beschwerdegegnerin kann nicht gefolgt werden, soweit sie diesen Streit über die Versicherteneigenschaft des Beigeladenen als "Beitragsstreit" bezeichnet, weshalb sich der Gerichtsstand auf Grund des überwiegenden Interesses des Arbeitgebers als gesamthafter Prämienschuldner (vgl. Art. 91 Abs. 3 UVG) nach dessen Sitz zu richten habe. Entgegen der Suva ist der Beigeladene gleichermassen wie die Beschwerdeführerin vom Streit über die Versicherteneigenschaft betroffen. Zwar würde die Letztere nach Art. 91 Abs. 3 UVG gegenüber dem zuständigen Versicherungsträger den gesamten Prämienbetrag schulden. Doch hätte der Beigeladene grundsätzlich nach Art. 91 Abs. 2 UVG die Prämien für die obligatorische Versicherung der Nichtberufsunfälle zu tragen. Es ist nicht erkennbar, inwiefern die Beschwerdeführerin am Ausgang des materiellen Streites über die Versicherteneigenschaft des Beigeladenen ein gegenüber dem Letzteren überwiegendes Interesse haben sollte, zumal dies seitens der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht wird. Denn wie von ihr dargelegt, ist eine Einzelfallbetrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände des Beigeladenen für die materielle Beantwortung der Streitfrage nach dessen Versicherteneigenschaft ausschlaggebend, weshalb der ihn betreffende Entscheid für die übrigen Fahrdienstleister der Beschwerdeführerin grundsätzlich keine Wirkung entfaltet. Entgegen der Vorinstanz trifft auch nicht zu, dass die Beschwerdeführerin ihr Verhältnis zu allen ihren Fahrdienstleistern vertraglich identisch gestaltet hat. So ist unter anderem den vor dem 1. September 2016 abgeschlossenen Verträgen ein sechsseitiges Z.________ Agreement zu Grunde gelegt worden, während bei später abgeschlossenen Verträgen eine dreizehnseitige Version des Z.________ Agreement zur Anwendung gelangte.