Citation: 2C_752/2020 E. 5.2

5.2. Soweit der Beschwerdeführer Argumente vorbringt, die über die Anknüpfung an Geschlechterstereotypen hinausgehen, macht er geltend, mehr Frauen als Männer würden die Maturität erlangen. Wie bereits dargelegt (vgl. E. 4.3 hiervor), hat das Bundesgericht wiederholt erklärt, dass dem Gesetzgeber grundsätzlich verwehrt ist, Normen zu erlassen, welche Mann und Frau ungleich behandeln. In diesem Sinne hat das Bundesgericht in BGE 108 Ia 22 festgehalten, dass höhere Hürden für Mädchen bei der Aufnahme an das Gymnasium, um die Geschlechteranteile am Gymnasium zugunsten der Knaben auszugleichen, das Diskriminierungsverbot verletzen (vgl. BGE 108 Ia 22 E. 5b ff.). Eine unterschiedliche Behandlung von Mann und Frau ist nur zulässig, wenn auf dem Geschlecht beruhende biologische oder funktionale Unterschiede eine Gleichbehandlung absolut ausschliessen. Eine solche Ausnahme liegt beispielsweise bei der Mutterschaft vor (vgl. BGE 140 I 305 E. 8 ff.; E. 4.3 i.f. hiervor). Das Diskriminierungsverbot erfordert daher, dass im Grundsatz die gleichen, im öffentlichen Interesse liegenden Promotionsfächer geprüft werden. Die vom Beschwerdeführer geforderte (kollektive) Ergebnisgleichheit bei der Maturitätsquote wäre erst anzustreben, wenn eine besonders starke Benachteiligung vorläge, ohne dass diese sachlich begründet wäre. Die zu ergreifenden Massnahmen hätten diesfalls unter Berücksichtigung der öffentlichen Interessen dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit standzuhalten (vgl. auch BGE 125 I 21 E. 3b; 123 I 152 E. 7b). Die Voraussetzungen für solche Massnahmen sind in Anbetracht der - im Folgenden noch darzulegenden (vgl. E. 5.3 hiernach) - öffentlichen Interessen an den bestehenden Promotionsfächern indes ohnehin nicht gegeben.