Citation: 8C_257/2017 E. 3.2.2

3.2.2. Des Weiteren liegt nach Ansicht der Beschwerdeführerin ein Widerspruch vor zum Urteil U 395/04 vom 12. September 2006, welches Prof. Dr. med. C.________ zitierte. Das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht (seit 1. Januar 2007: I. und II. sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) hatte sich in jenem Fall wie hier mit der unfallbedingten Schädigung einer Coxa profunda zu befassen und zur Beurteilung ein Gutachten des Prof. Dr. med. D.________ eingeholt. Dieser führte unter anderem aus, die Frage, warum die dort vom Unfall nicht betroffene linke Seite mit nahezu ähnlichen Veränderungen nicht oder erst viel später symptomatisch geworden sei, lasse sich wenig gut damit erklären, dass auf dieser Seite kein Unfall stattgefunden habe (E. 2.2 i.f). Ungeachtet dessen stellte das Eidgenössische Versicherungsgericht auf die Einschätzung des Prof. Dr. med. D.________ ab, wonach der Unfall für ein bis maximal zwei Jahre (teil-) kausal für die Hüftgelenksschädigung gewesen sei (E. 2.3.3). Auch nach dem Gutachten des Prof. Dr. med. C.________ war die Hüfterkrankung beidseitig vorhanden und lagen die gleichen radiometrischen Werte wie an der linken Hüfte (welche hier durch den Unfall geschädigt worden war) auch rechts vor, während die rechte Hüfte jedoch noch asymptomatisch war. Prof. Dr. med. C.________ legte dar, dass sich symmetrisch angelegte Körperelemente nach der klinischen Erfahrung auch bei identischer Ausgangssituation sehr verschieden entwickeln könnten. Inwiefern sich daraus ein offenbarer und nicht zu behebender Widerspruch zu der von ihm angenommen Unfallkausalität für eine Dauer von zehn Jahren beziehungsweise zum erwähnten bundesgerichtlichen Urteil ergeben soll, ist nicht ersichtlich.