Citation: 1P.716/2001 31.01.2002 E. A

Am 21. Juni 2001 erstattete A.________ Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen Dr. med. B.________ und dessen Mitarbeiter als Verantwortliche einer an ihm vorgenommenen Operation. Zur Begründung führte A.________ aus, die Prostata-Operation von Ende Juni 2000 habe einen ungewöhnlichen Verlauf genommen, und er sei über die Behandlungsmöglichkeiten und Operationsfolgen nur ungenügend orientiert gewesen. Entgegen der ihm gestellten Prognose leide er 12 Monate nach der Operation an deren Folgen (Zeugungsunfähigkeit, Erektionsschwäche, Beeinträchtigung beim Wasserlassen). Nach Auffassung eines Drittarztes sei die Operation nicht erforderlich gewesen, da modernere Behandlungsmethoden ohne Nebenwirkungen zu Verfügung gestanden seien. Mit nicht datierter Verfügung trat das Bezirksamt Baden auf die Strafanzeige nicht ein, da ihr kein strafrechtlich relevanter Sachverhalt zugrunde liege und das Anliegen in erster Linie patientenrechtlichen Charakter aufweise. Mit Beschwerde gegen diese Verfügung beantragte A.________ dem Obergericht des Kantons Aargau, es sei ein Strafverfahren zu eröffnen. Das Obergericht trat auf diese Beschwerde mit Urteil vom 16. Oktober 2001 wegen Verspätung nicht ein. In einer Eventualbegründung führt das Obergericht aus, es bestünden keine hinreichenden Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten der behandelnden Ärzte, weshalb die Eröffnung einer Strafuntersuchung nicht gerechtfertigt sei.