Citation: 6S.78/2007 23.02.2007 E. 3

Zur Nichtigkeitsbeschwerde ist nicht jede durch eine angebliche Straftat Geschädigte legitimiert, sondern nur das Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes (OHG), die Strafantragstellerin, soweit es um das Strafantragsrecht als solches geht, und die Privatstrafklägerin, wenn sie nach den Vorschriften des kantonalen Rechts das Verfahren allein und ohne Beteiligung des öffentlichen Anklägers geführt hat (Art. 270 lit. e, f und g BStP). Die Beschwerdeführerin ist nicht Opfer im Sinne von Art. 2 Abs. 1 OHG, da sie durch die angebliche falsche Anschuldigung nicht unmittelbar in ihrer körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität verletzt wurde. Es geht auch nicht um das Strafantragsrecht als solches. Und schliesslich war die Staatsanwaltschaft als öffentliche Anklägerin des Kantons Zürich am Verfahren beteiligt, so dass die Beschwerdeführerin nicht Privatstrafklägerin im Sinne der BStP ist. Auf die Beschwerde ist, soweit sie eine Nichtigkeitsbeschwerde sein soll, mangels Legitimation der Beschwerdeführerin nicht einzutreten.