Citation: 6B_952/2015 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt hinsichtlich des Schuldspruchs wegen Raubs eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung. Die von der Privatklägerin anlässlich der Berufungsverhandlungen gemachten Aussagen zum Tatablauf und zur Art und Weise der Gewaltanwendung wichen derart stark von denjenigen der polizeilichen Ersteinvernahme am Tattag ab, dass entgegen der Vorinstanz nicht von einer nachträglichen Verbesserung oder spontanen Präzisierung gesprochen werden könne. Die Privatklägerin schildere zwei verschiedene Geschehensabläufe, was zwingend zu erheblichen Zweifeln an der Richtigkeit ihrer Angaben führen müsse. Die Vorinstanz verharmlose die erkannten Widersprüche und verhalte sich zudem widersprüchlich. Sie habe im ersten, vom Bundesgericht aufgehobenen Berufungsurteil vom 13. März 2014 vollumfänglich auf die Erstaussagen der Privatklägerin vor der Polizei abgestellt und bezeichne diese jetzt als lediglich zusammenfassend, ohne Präzisierung und wegen des angeblichen Schockzustands als ungenau. Die Argumentation belege die mangelnde Objektivität der Vorinstanz bei der Würdigung der Aussagen der Privatklägerin. Deren Schilderung anlässlich der zweiten Berufungsverhandlung entspreche in auffälliger Weise dem Verletzungsbild des nachträglich von ihr eingereichten Arztzeugnisses. Falle der Straftatbestand des Raubes weg, könne der Beschwerdeführer hinsichtlich des vorliegenden Vorfalls auch nicht wegen Diebstahls verurteilt werden. Die Privatklägerin sei nicht in der Lage, den genauen Deliktsbetrag zu benennen, ihre diesbezüglichen Einlassungen seien unpräzise und widersprüchlich. In Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" sei von einem Betrag von unter Fr. 300.- auszugehen. Mangels Strafantrags der Privatklägerin sei der Beschwerdeführer freizusprechen.