Citation: 6S.41/2003 01.07.2003 E. 2

2.1 Das erstinstanzliche Kriminalgericht sprach den Beschwerdeführer von der Anklage der Gläubigerschädigung frei. Es nahm an, mit der im SHAB publizierten Geschäftsübernahme vom 1. April 1995 seien sämtliche Aktiven und Passiven, mit Einschluss der in der Übernahmebilanz nicht aufgeführten Wechselschuld des Beschwerdeführers und des WIR-Guthabens, auf seinen Sohn übergegangen. Die Solidarhaftung des Beschwerdeführers sei am 1. April 1997 von Gesetzes wegen erloschen. Durch die Ausstellung zweier neuer Wechsel mit Datum vom 16. Juli 1997 sei eine neue Wechselforderung der Privatklägerin entstanden (novatorische Wirkung der indirekten Wechselprolongation). Damit habe die Ende 1997 in Betreibung gesetzte Forderung der Privatklägerin im Zeitpunkt der Abtretung der Darlehensforderung vom Beschwerdeführer an seine Ehefrau vom 15. November 1995 noch gar nicht bestanden. Umgekehrt sei das Schuldnervermögen zur Zeit der Entstehung des neuen abstrakten Schuldverhältnisses bereits reduziert gewesen. Der Beschwerdeführer könne nicht für vermögensmindernde Handlungen zur Verantwortung gezogen werden, welche er bereits zwei Jahre vor Entstehung der in Betreibung gesetzten Forderung begangen habe.