Citation: 7B_554/2023 E. 2.3

2.3. Die Strafuntersuchung wurde gestützt auf eine Strafanzeige der oben genannten Gesellschaft eröffnet. Dem Beschwerdeführer wird unter anderem qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung vorgeworfen (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB). Als ehemaliger Verwaltungsrat der Gesellschaft habe er zwischen ca. 2018 und 2021 aus deren Aktiven mehrfach Zahlungen in seinem eigenen privaten Interesse vorgenommen und sie dadurch an ihrem Vermögen geschädigt. Die Vorinstanz erwägt in diesem Zusammenhang Folgendes: Der Beschwerdeführer sei aufgrund der Strafanzeige und der mit ihr eingereichten Unterlagen verdächtig, Vermögenswerte der Gesellschaft veräussert und die Gegenleistungen persönlich vereinnahmt bzw. einem Dritten zukommen gelassen zu haben. Die Vorinstanz verweist dabei auf diverse inkriminierte Transaktionen. Diesbezüglich sei der Beschwerdeführer auch verdächtig, die betreffenden Vorgänge falsch verbucht zu haben. Ausserdem bestehe der Verdacht, dass er unzulässige Privatbezüge über die Firmenkreditkarte der Gesellschaft getätigt habe. In diesem Zusammenhang verweist das Obergericht auf diverse mit der Strafanzeige eingereichte Kontoauszüge, Buchhaltungsunterlagen, Kreditkartenabrechnungen und Rechnungen von Lieferanten und Dienstleistern. Aus den Belegen werde namentlich ersichtlich, dass zahlreiche Rechnungen der Gesellschaft belastet worden seien, bei denen als Lieferadresse bzw. Bestimmungsort Adressen von anderen Gesellschaften des Beschwerdeführers bzw. von dessen Privatdomizilen in Deutschland und in der Schweiz angegeben seien. Neben Produktlieferungen an ihn, darunter Möbel, Baumarktware, Artikel eines Herrenbekleidungsgeschäftes in Köln, Produkte eines Gartencenters bei Köln oder Kristallwaren der Firma Villeroy & Boch, seien ebenso diverse Dienstleistungen zu seinen Gunsten, darunter Rechnungen einer Möbeltransportgesellschaft, eine Anwaltshonorarrechnung betreffend "Familiensache" oder ein Fitnesscenter-Abonnement, sowie eine ihn betreffende Verkehrsbusse, der Gesellschaft belastet worden. Auch aus den Aussagen der beiden Verwaltungsräte der Gesellschaft gehe hervor, dass viele dieser Belastungen keinen erkennbaren Bezug zum Arztbetrieb der in Luzern domizilierten Gesellschaft aufwiesen. Verdächtig seien etwa Strom- und Energieausgaben in Deutschland oder Ausgaben von ca. Fr. 50'000.-- für diverse IT-Produkte.