Citation: 8C_114/2015 E. 3

Wie das Bundesgericht in Beantwortung der bisher offen gelassenen Frage kürzlich entschieden hat, ist die Verwaltung auch mehr als zehn Jahre nach Erlass einer zweifellos unrichtigen Verfügung befugt, auf diese wiedererwägungsweise zurückzukommen (BGE 140 V 514 E. 3 S. 516 ff). Dieser Entscheid beruht auf der Überlegung, dass es kaum zu rechtfertigen wäre, wenn einer versicherten Person für die Zukunft eine zweifellos geschuldete Leistung verweigert oder eine zweifellos nicht geschuldete Leistung weiterhin ausbezahlt würde, nur weil der Fehler der Verwaltung schon Jahre zurückliegt. Dem Gebot der Rechtssicherheit wird dabei hinreichend Genüge getan, indem der Rückforderungsanspruch eines Versicherungsträgers auf Rückerstattung zu Unrecht bezogener Leistungen in Anwendung von Art. 25 Abs. 2 ATSG, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung erlischt (a.a.O. E. 3.5 S. 518).