Citation: 6B_556/2024 E. 9.1

9.1. Der Beschwerdeführer wendet sich schliesslich gegen die Landesverweisung. Er kritisiert, die Vorinstanz habe bewusst eine kriteriengeleitete Interessenabwägung unterlassen und stattdessen die Interessenabwägung selektiv und damit willkürlich vorgenommen. Die Ausweisung des Beschwerdeführers würde zu dessen Entwurzelung und Entmenschlichung führen. Zudem berücksichtige die Vorinstanz bei der Interessenabwägung zu Unrecht die von ihr selbst im Rahmen der Strafzumessung festgestellte positive Legalprognose und die Warnwirkung des vollziehbaren Teils der Strafe nicht. Sie verletze auch die bundesgerichtlichen Prüfungskriterien, indem sie auf die abstrakte Schwere des Delikts abstelle und nicht auf das konkrete, von ihr selbst im unteren Drittel angesiedelte Verschulden. Schliesslich berücksichtige sie die besondere Situation des hier geborenen und aufgewachsenen Beschwerdeführers nicht bzw. ungenügend. Damit verletze die Vorinstanz Art. 66a Abs. 2 Satz 2 StGB und Art. 5 Ziff. 1 Anhang 1 FZA.