Citation: 1C_328/2024 E. 3.3.2

3.3.2. Weiter moniert die Beschwerdeführerin, dass selbst dann, wenn der Vorinstanz gefolgt und eine Lücke vorliegen würde, keine echte, sondern höchstens eine unechte Lücke bestehe, bei der eine Regelung existiere, aber die Antwort zu einem sachlich unbefriedigenden Resultat führe. Ein sachlich unbefriedigendes Resultat sei jedoch nicht auszumachen. Eine Lücke im Gesetz besteht, wenn sich eine Regelung als unvollständig erweist, weil sie jede Antwort auf die sich stellende Rechtsfrage schuldig bleibt. Hat der Gesetzgeber eine Rechtsfrage nicht übersehen, sondern stillschweigend - im negativen Sinn - mitentschieden (qualifiziertes Schweigen), bleibt kein Raum für richterliche Lückenfüllung. Eine Gesetzeslücke, die vom Gericht zu füllen ist, liegt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts vor, wenn der Gesetzgeber etwas zu regeln unterlassen hat, was er hätte regeln sollen, und dem Gesetz diesbezüglich weder nach seinem Wortlaut noch nach dem durch Auslegung zu ermittelnden Inhalt eine Vorschrift entnommen werden kann. Von einer unechten oder rechtspolitischen Lücke ist demgegenüber die Rede, wenn dem Gesetz zwar eine Antwort, aber keine befriedigende zu entnehmen ist. Echte Lücken zu füllen, ist dem Gericht aufgegeben, unechte zu korrigieren, ist ihm nach traditioneller Auffassung grundsätzlich verwehrt (Urteil 1C_648/2023 vom 8. Oktober 2024 E. 4.4, zur Publikation vorgesehen; zum Ganzen: BGE 149 IV 376 E. 6.6; 146 III 426 E. 3.1; je mit Hinweisen). Nachdem die Vorinstanz willkürfrei zum Schluss gelangte, dass Ziff. 7.2 Abs. 2 des Spesenreglements eine Entschädigung lediglich für freiwillige Heimarbeit ausschliesst (vgl. E. 3.3.1 hiervor) und auch sonst keine explizite Regelung für die Entschädigung notwendiger Heimarbeit vorliegt, ist es nicht unhaltbar, dass sie auch davon ausgeht, eine Regelung für die Entschädigungspflicht von unfreiwilliger Heimarbeit fehle und es liege eine vom Gericht zu füllende Lücke vor. Dass es sich entgegen der Auffassung der Vorinstanz offensichtlich um ein qualifiziertes Schweigen handeln soll, vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen.