Citation: 8C_654/2023 E. 6.1

6.1. Soweit das kantonale Gericht mit Urteil vom 14. August 2020 die Einholung eines externen Gutachtens anordnete, begründete es dies mit den gegensätzlichen Auffassungen des Prof. Dr. med. F.________ einerseits und der Dres. med. K.________ und J.________ andererseits zum Vorliegen einer durch das Unfallereignis vom 25. April 2017 verursachten SLAP-Läsion. Wie es im hier angefochtenen Urteil nunmehr gestützt auf die medizinische Aktenlage, unter anderem das von der AXA ergänzend eingeholte radiologische Zusatzgutachten der Dres. med. L.________ und M.________ vom 16. November 2021 schlüssig feststellte, vermag die isolierte Auffassung des Prof. Dr. med. F.________, welcher eine SLAP-3-Läsion u.a. bereits gestützt auf die Arthro-MRT-Aufnahme vom 17. Mai 2017 als erstellt erachtete, nicht zu überzeugen. Das orthopädische Zusatzgutachten des Dr. med. D.________ vom 14. Dezember 2021 und die Aktenbeurteilung des beratenden Dr. med. E.________ vom 14. Februar 2023 ergaben sodann übereinstimmend, dass der Unfall zwar zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes im Sinne einer Aktivierung der zuvor stummen Impingementanlage führte. Weiter gelangten beide jedoch zum Schluss, dass der Gesundheitszustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf des krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), in der zweiten Jahreshälfte 2017 erreicht war. Dass Dr. med. E.________ den Status quo sine auf den 4. September 2017, Dr. med. D.________ hingegen gestützt auf die unfallchirurgische Lehrmeinung spätestens auf den 1. November 2017 datierte, ist in Anbetracht dessen, dass es bei der betreffenden Frage um eine Schätzung geht, nicht zu beanstanden (vgl. Urteil 8C_167/2018 vom 28. Februar 2019 E. 6.5).