Citation: 2C_848/2022 E. 7.4

7.4. In Bezug auf die Leistung des Elektromotors ist dem angefochtenen Urteil zu entnehmen, dass das von der Beschwerdegegnerin angebotene Fahrzeug gemäss deren Angaben über eine Motorenleistung von insgesamt 543 kW verfügt, verteilt auf mehrere einzelne Motoren, welche gemäss der Beschwerdegegnerin ein "Gesamtsystem" bilden (Fahrmotor 350 kW, Gebläsemotor 160 kW, Elektro-Hydraulikaggregat 25 kW sowie elektrischer Antrieb Lenkpumpe und Luftkompressor je 4 kW). Auch wenn die Beschwerdeführerin im Leistungsverzeichnis eine Motorenleistung von mind. 480 kW verlangt, ist keineswegs unhaltbar, dass die Vorinstanz schloss, es sei unklar, welche nachgefragte Funktion das von der Beschwerdegegnerin angebotene Fahrzeug nicht zu erfüllen vermöge, zumal diese nachvollziehbar dargelegt habe, dass ihr leichteres Fahrzeug auch mit einem Fahrmotor von 350 kW über genügend Leistung für den Antrieb verfüge (Betrieb der Reinigungssysteme durch separate Motoren; keine Verminderung der Fahrleistung). Dies gilt insbesondere, zumal die Beschwerdeführerin selber das Fahrzeug der Beschwerdegegnerin beim Test der Motorenleistung überprüfen konnte, und dieses in den Kategorien "Leistung leer (Ebene) ", "Leistung beladen (E) ", "Leistung leer (Berg) " und "Anfahren am Berg" mit jeweils drei von fünf Punkten, und "Leistung beladen (B) " mit zwei von fünf Punkten bewertete. Es ist nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz schliesst, dass eine (relativ) tiefere (aber immer noch im mittleren Bereich liegende) Punktzahl im Rahmen eines Tests der Motorenleistung nicht ohne Weiteres eine wesentlich eingeschränkte Funktionalität begründet, und dass die Abweichungen in die Gesamtpunktzahl für das Zuschlagskriterium "Qualität/Gerätetest" einfliessen und dort berücksichtigt werden können. Mit dem (abstrakten) Hinweis auf die relativ schlechteren Testergebnisse zeigt die Beschwerdeführerin auch vor Bundesgericht nicht substanziiert auf, inwiefern die Funktionalität der Maschine der Beschwerdegegnerin durch die tiefere Motorenleistung effektiv (und wesentlich) eingeschränkt wäre. Die Beschwerdeführerin selber hat einen Ausschluss wegen der Motorenleistung an die Voraussetzung einer wesentlich eingeschränkten Funktionalität (und nicht bloss schlechterer Testergebnisse) geknüpft. Die Vorinstanz verfällt nicht in Willkür, wenn sie von ihr verlangt, sich an die von ihr selber festgelegten Spielregeln zu halten (vgl. vorne E. 7.3).