Citation: 8C_1021/2009 03.11.2010 E. A

P.________, geboren 1965, war bei der Firma X.________ AG im Aussendienst beschäftigt und dadurch obligatorisch bei der CSS Kranken-Versicherung AG (nachfolgend: CSS oder Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Die Schadenerledigung erfolgte für die CSS durch die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA). P.________ lenkte am 25. Februar 2004 einen Volvo V40 2,0T auf dem Autobahnzubringer A1.1 von Widehorn Richtung Meggenhus mit einer Geschwindigkeit von ca. 80 km/h, als ein mit ungefähr 100 km/h entgegenkommender VW Golf über die Sicherheitslinie auf die Gegenfahrbahn der Versicherten geriet. Während P.________ noch ein Ausweich- und Abbremsmanöver einzuleiten vermochte, prallte der VW auf dem Gemeindegebiet der Gemeinde Roggwil/TG mit der linken Fronthälfte ungebremst in die linke Fronthälfte des Volvos. Die Versicherte erlitt beim Unfall eine Fibulafraktur sowie eine Fraktur des Malleolus medialis am oberen Sprunggelenk (OSG) rechts, eine Contusio cordis, eine Rissquetschwunde (RQW) ca. 5 cm parietal links sowie eine Kontusion des Ellenbogen links, des Unterschenkels links und des Knies rechts (Austrittsbericht des Kantonsspitals M.________ vom 4. März 2004, wo die Versicherte vom 25. Februar bis 3. März 2004 hospitalisiert war). Zusätzlich wurde radiologisch der dringende Verdacht auf eine Fraktur der Massa lateralis des Os sacrum links erhoben. Am 25. Februar 2005 berichtete Dr. med. S.________, Rheumatologie und Rehabilitation FMH, von Beschwerden im Bereich der lumbalen Wirbelsäule, die vor dem Unfallereignis nicht vorhanden gewesen seien. In der von der SUVA veranlassten technischen Triage und biomechanischen Beurteilung des Rechtsmediziners Prof. Dr. med. W.________ und des Elektroingenieurs Dr. sc. techn. U.________ (Dozent für Traumabiomechanik) vertraten die Experten am 14. September 2005 die Auffassung, dass auch später festgestellte Nackenbeschwerden aufgrund der verletzungsbedingten Fehlhaltung im Bein-Beckenbereich erklärbar seien und Nackenbeschwerden direkt anschliessend an die Kollision aufgrund des Verletzungspotenzials der Kollision gut erklärbar wären. Die SUVA gab am 7. September 2006 beim Schweizerischen Institut Y.________ eine polydisziplinäre Begutachtung in Auftrag, die am 23. Februar 2007 durch den Neurologen Dr. med. H.________ und den Psychiater med. prakt. E.________ erstattet wurde. Dr. med. G.________, Fachärztin FMH für Innere Medizin, und Dr. med. O.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, beide von der Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA, nahmen am 23. Juli 2007 bzw. 7. Dezember 2007 Stellung zum Gutachten des Instituts Y.________. Dr. med. G.________ stellte an organischen Unfallfolgen einzig gewisse Restbeschwerden am rechten Sprunggelenk fest. Dr. med. O.________ kam zum Schluss, das Gutachten des Instituts Y.________ sei in der Darstellung der zugrunde liegenden Daten ungenügend und die sich daran anknüpfende Beurteilung enthalte Aussagen, die nicht erläutert seien, nicht plausibel und schlüssig belegt würden und nicht nach allen Seiten abgesichert seien. Mit Verfügung vom 30. Januar 2008 stellte die CSS ihre Leistungen per 31. Januar 2008 ein. Dagegen liess die Versicherte am 3. März 2008 Einsprache erheben und insbesondere die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung von 25% beantragen. Im Rahmen einer kreisärztlichen Untersuchung der SUVA hielt Dr. med. A.________, Facharzt FMH für Chirurgie, am 15. April 2008 auftragsgemäss einzig mit Blick auf die Unfallrestfolgen am rechten Fussgelenk fest, dass bezüglich der Situation am OSG eine weitgehende Beschwerdefreiheit eingetreten sei. Aus diesem Grund bestehe kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. Der Endzustand im Bereiche OSG sei erreicht. Mit Verfügung vom 25. April 2008 verneinte die CSS einen Anspruch auf einen Integritätsentschädigung. Auch dagegen liess die Versicherte am 28. Mai 2008 Einsprache erheben. Die beiden Einsprachen wurden von der CSS vereinigt und am 10. November 2008 abgewiesen.