Citation: 9C_209/2017 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz hat die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie namentlich die Verwertbarkeit der wiedergewonnenen Arbeitsfähigkeit durch die Beschwerdeführerin prüfe und hernach erneut "über die revisionsweise Reduzierung des Rentenanspruchs" befinde. Angesichts des Ausgangs des Verfahrens wurde der Anspruch der obsiegenden Beschwerdeführerin auf Entschädigung ihrer Parteikosten grundsätzlich bejaht. Das kantonale Gericht gelangte indessen zum Schluss, dass der vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin in seiner Kostennote vom 3. Juni 2016, welche auf gerichtliche Aufforderung hin eingereicht worden war, geltend gemachte Aufwand von 22 Stunden 45 Minuten zu hoch veranschlagt sei, da der Fall keine aussergewöhnliche Komplexität aufweise und der Rechtsvertreter ausserdem von bereits vorhandenen Kenntnissen aus dem Vorverfahren habe profitieren können. Es sei vielmehr ein objektiv notwendiger Aufwand von 18 Stunden anzunehmen. Dagegen bringt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, die Angelegenheit sei entgegen der Betrachtungsweise der Vorinstanz sowohl in tatsächlicher wie rechtlicher Hinsicht als komplex zu bezeichnen. Es sei um die Kürzung einer seit über zehn Jahren wegen Fibromyalgie ausgerichteten ganzen Invalidenrente und dabei insbesondere um die Elemente der ungenügenden medizinischen Abklärungen, der Frage der Wiedereingliederung nach jahrelangem Rentenbezug sowie der Rechtsprechung zu den somatoformen Schmerzstörungen und vergleichbaren psychosomatischen Leiden im Rahmen der 6. IV-Revision gegangen. Bis im Juni 2013 hätten sich umfangreiche Akten der Invalidenversicherung angesammelt (knapp 400 Seiten mit zahlreichen und umfassenden medizinischen Berichten und Gutachten). Die Beschwerdegegnerin habe, wie aus ihrer Verfügung vom 1. März 2017 hervorgehe, schlussendlich sogar einen Invaliditätsgrad von 100 % angenommen und auf die beabsichtigte Kürzung der Rente verzichtet. Es sei vor diesem Hintergrund von einem vollumfänglichen Obsiegen auszugehen. Das kantonale Gericht habe seine Feststellung, der Fall zeichne sich nicht durch aussergewöhnliche Komplexität aus, in Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV nur unzureichend begründet.