Citation: 6B_228/2019 E. 1.2

1.2. Gemäss den unbestrittenen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen äusserte sich die Beschwerdeführerin gegenüber ihrem Ehemann anlässlich eines Streits vom 13. Dezember 2015 wie folgt: Er werde erst vor dem Grab zu seinem Recht kommen, den gemeinsamen Sohn B.________ zu sehen. Falls er B.________ weiterhin lebendig sehen wolle, müsse er sich an die Konsequenzen halten. Es habe schon viele Familiendramen gegeben. Er solle unterschreiben, dass er B.________ nicht mehr als alle zwei Wochen zwei Tage sehen werde, tot oder lebendig. Falls der Brief komme, werde er sie (die Beschwerdeführerin) und B.________ nicht mehr sehen. Falls er das Gesuch (gemeint ist ein Eheschutzgesuch) einreiche, werde er sie und B.________ nicht mehr lebendig sehen. Falls er das Gesuch einreiche, könne er statt Weihnachten Beerdigung feiern (angefochtenes Urteil S. 14). Die Beschwerdeführerin habe solche Drohungen schon früher 200 bis 300 Mal ausgesprochen. Der Ehemann habe im Moment der Äusserungen nicht daran geglaubt, dass die Beschwerdeführerin ihre Drohungen in die Tat umsetze. Er sei nicht eingeschüchtert gewesen, sondern es sei ihm wegen der ab Sommer 2015 sich wiederholenden heftigen Beziehungsstreitigkeiten darum gegangen, Beweise zu sammeln, weshalb er das Streitgespräch auf Tonband aufgenommen habe. Seine Vorgehensweise sei abgeklärt gewesen (angefochtenes Urteil S. 8 ff., S. 10). Er habe nicht mit Fassungslosigkeit oder Konsternation auf die Äusserungen der Beschwerdeführerin reagiert, sondern die erste Drohung fast übergangen und gefragt, ob sie spinne (angefochtenes Urteil S. 8). Nicht aufschlussreich in Bezug auf Wissen, Willen und Inkaufnahme der Beschwerdeführerin sei das Gutachten vom 10. Juni 2016, welches vorwiegend die Fragen der Erziehungsfähigkeit, der suizidalen Absichten der Beschwerdeführerin und die von ihr für den gemeinsamen Sohn ausgehende Gefahr betreffe. Das Gutachten sei zudem geraume Zeit nach der Tat erstellt worden (angefochtenes Urteil S. 13 f.). Relevant hinsichtlich der Absichten der Beschwerdeführerin seien vielmehr die Tonbandaufnahmen. Die Äusserungen der Beschwerdeführerin seien mit dem Ziel erfolgt, den Ehemann dazu zu bringen, die von ihr vorgeschlagene Besuchsrechtsregelung zu akzeptieren. Dies habe sie mehrfach ausgeführt. Zudem habe sie ihre wiederholten und konkreten Drohungen - durch die Verknüpfung mit den Worten "Tod" oder "Beerdigung" - mit Nachdruck ausgesprochen und den Ehemann gefragt, ob er es verstanden habe (angefochtenes Urteil S. 14 f.). Angesichts dieses Verhaltens geht die Vorinstanz davon aus, dass die Beschwerdeführerin wissentlich und willentlich und somit vorsätzlich handelte (angefochtenes Urteil S. 15).