Citation: 2C_957/2021 E. 2

Mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde kann ausschliesslich die Verletzung verfassungsmässiger Individualrechte gerügt werden (Art. 116 BGG). Dazu gehört unter anderem Art. 29 Abs. 3 BV, der unter bestimmten Voraussetzungen (vgl. dazu statt vieler Urteil 2C_367/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 3.1) einen verfassungsrechtlichen Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und amtliche Verbeiständung statuiert. Eine Verletzung dieser Bestimmung muss allerdings substanziiert gerügt werden (Art. 117 in Verbindung mit Art. 106 Abs. 2 BGG). Eine solche Rüge enthält die Eingabe der Beschwerdeführerin (selbst unter Berücksichtigung des Umstands, dass sie keinen professionellen Rechtsvertreter mandatiert hat) nicht: In der Sache scheint sich die Beschwerdeführerin daran zu stören, dass ihr in den Ausgangsverfahren, in denen ihr die nun (teilweise) in Betreibung gesetzten Kosten auferlegt worden sind, die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung verweigert worden sei. Dazu führte die Vorinstanz aus, dass das Institut des Kostenerlasses nicht dazu da sei, frühere Entscheide zur Kostenauflage zu korrigieren; nach konstanter Praxis sei der Kostenerlass deshalb nicht zulässig, wenn der Schuldnerin in den früheren Verfahren die unentgeltliche Prozessführung verweigert worden sei, weil ihr Standpunkt aussichtslos gewesen sei, oder wenn sie nicht erst nach der Kostenauflage in finanzielle Schwierigkeiten geraten sei. Die Beschwerdeführerin behaupte nicht und lege auch nicht dar, erst nachträglich in finanzielle Schwierigkeiten geraten zu sein; den Urteilen zu den Verfahren Geschäfts-Nrn. ET200004-E, FV200023-I und PC20008-O könne überdies entnommen werden, dass die seinerzeit gestellten Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege zufolge Aussichtslosigkeit abgewiesen worden seien. Der Beschwerdeführerin könne deshalb kein Kostenerlass gewährt werden (vgl. E. 2.2 des angefochtenen Urteils).