Citation: 2P.325/2001 29.01.2002 E. 2

2.- Die Veranlagung nach Aufwand (§ 29 aStG) erfasst alle Kosten der Lebenshaltung, welche die Pflichtigen für sich und ihre Familie in der Bemessungsperiode aufgewendet haben. Zum Aufwand gehören somit auch die Kosten für die Anschaffung und Verbesserung von Vermögensgegenständen so- wie die Aufwendungen für die Tilgung von Schulden. Eine allfällige Vermögensvermehrung ist somit beim Aufwand zu berücksichtigen. Das ist zwischen den Parteien unbestritten. Nicht bestritten ist auch das Reinvermögen am Ende des Jahres 1994 (Bemessungsperiode). Streitig ist einzig eine Differenz beim Reinvermögen zu Beginn des Jahres 1994 von rund Fr. 260'000.--, welche die Steuerrekurskommission nicht anerkannt und somit als Einkommen des Jahres 1994 aufgerechnet hat. Der Beschwerdeführer macht geltend, das Vermögen sei anfangs Jahr um diesen Betrag höher gewesen. Am 22. Juni 1993 habe die VITA Lebensversicherungs-Gesellschaft Zürich eine Kapitalleistung im Betrag von Fr. 463'582.-- erbracht. Der Beschwerdeführer habe damit noch im gleichen Jahr eine Lebensversicherung mit einer Einmalprämie von Fr. 220'000.-- für seine Ehefrau erworben und den restlichen Betrag von Fr. 243'582.-- "zuzüglich aufgelaufener Zinsen", nämlich Fr. 260'322. 35, auf ein Konto bei der Bank Rüd, Blass & Cie. AG überweisen lassen. Ab diesem Konto habe er dann am 31. Januar 1994 die Einmalprämie von Fr. 204'191.-- für die bei der Winterthur Leben abgeschlossene Lebensversicherung bezahlt. Es sei sachwidrig und willkürlich eine Vermögensvermehrung im Jahre 1994 in der genannten Höhe anzunehmen. Diese Vorbringen hatte bereits die Steuerrekurskommission, auf deren Feststellungen das Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid verweist, eingehend geprüft und sie verworfen: Die Steuerrekurskommission erwog namentlich, dass für den Vermögensstandsvergleich der Stichtag (31. Dezember 1993) massgebend sei und nicht der 22. Juni 1993, wo die Versicherung die Kapitalleistung erbrachte, oder der 31. Januar 1994, wo die Zahlung der Einmalprämie an die Versicherung erfolgte. Allein die Tatsache, dass Ende Januar/ anfangs Februar 1994 der Betrag von Fr. 204'191.-- an die Winterthur Leben bezahlt worden sei, bilde daher noch keinen genügenden Beweis für den Bestand der Aktiven am Stichtag. Die Steuerrekurskommission hat sich auch mit den Einwendungen des Beschwerdeführers eingehend auseinandergesetzt, sie aber verworfen, zumal der Beschwerdeführer die Belege trotz Aufforderung nicht lückenlos vorlegte, obschon damit der Nachweis des Vermögens am Stichtag am ehesten hätte erbracht werden können. Die Rekurskommission wies ferner auf verschiedene Umstände hin - mangelnde Übereinstimmung bei den überwiesenen Beträgen; Benutzung des Kontos bei der Bank Rüd, Blass & Cie. AG lautend auf die Y. AG________ und nicht auf den Beschwerdeführer; Beherrschung der Gesellschaft durch den Beschwerdeführer -, die zu Vorsicht bei der Würdigung der vom Beschwerdeführer vorgebrachten Sachdarstellung verpflichteten. In der Beschwerde an das Verwaltungsgericht bestritt der Beschwerdeführer die Sachverhaltsfeststellungen der Steuerrekurskommission nicht, sondern gab zu, "dass er im vorinstanzlichen Verfahren den strikten Nachweis des von ihm deklarierten Vermögens per 31. Dezember 1993 nicht geleistet hat". Das Verwaltungsgericht hat denn auch im angefochtenen Entscheid für den Sachverhalt auf die zutreffenden Erwägungen der Steuerrekurskommission verwiesen (§ 161 des Gerichtsverfassungsgesetzes des Kantons Zürich vom 13. Juni 1976). Die Kritik am Sachverhalt bringt der Beschwerdeführer erstmals in der staatsrechtlichen Beschwerde vor. Es handelt sich um eine Willkürrüge, für welche eine entsprechende Sachverhaltsrüge im Verfahren vor der letzten kantonalen Instanz nicht erhoben wurde und die neu ist. Hinsichtlich dieser Rüge ist deshalb der kantonale Instanzenzug nicht erschöpft. Die Voraussetzungen, unter denen nach der Rechtsprechung ausnahmsweise auch noch der unterinstanzliche Entscheid mit angefochten werden kann (BGE 126 II 377 E. 8b S. 395), sind nicht erfüllt, zumal mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht auch die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden konnte (§ 153 Abs. 3 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997). Auf die Beschwerde ist in diesem Punkt nicht einzutreten.