Citation: 2A.505/2005 05.09.2005 E. 2

2.1 Nach Art. 17 Abs. 2 ANAG hat der ausländische Ehegatte eines niedergelassenen Ausländers Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, solange die Ehegatten zusammen wohnen (Satz 1; vgl. BGE 130 II 113 E. 4.1 S. 116), sowie nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren Anspruch auf die Niederlassungsbewilligung (Satz 2). Die Beschwerdeführerin fordert, dass auf die Voraussetzung des Zusammenlebens zu verzichten sei. Für eine solche Auslegung von Art. 17 Abs. 2 ANAG besteht indessen kein Raum. Das Gesetz sieht das Erfordernis des Zusammenwohnens ausdrücklich vor, und der klare Wortlaut ist für das Bundesgericht verbindlich (Art. 191 BV). Zur weiteren Begründung kann auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid (vgl. S. 4) verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG). Unbestrittenermassen lebt die Beschwerdeführerin getrennt von ihrem Ehegatten und hat weniger als fünf Jahre in ehelicher Gemeinschaft mit ihm zusammen gewohnt. Im Übrigen sind keine Umstände ersichtlich, die darauf schliessen liessen, dass konkret Hoffnung auf Versöhnung bestünde. Die Umstände, die zum Scheitern der Ehe führten, sind in diesem Zusammenhang nicht von Belang. Der Beschwerdeführerin steht weder nach Bundesrecht noch gemäss einer staatsvertraglichen Bestimmung (bezüglich Art. 8 EMRK vgl. BGE 126 II 425 E. 2a S. 427, mit Hinweis) ein Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung zu. Indem das Verwaltungsgericht mangels Anspruchs auf eine Aufenthaltsbewilligung auf die Beschwerde nicht eingetreten ist, hat es Bundesrecht nicht verletzt.