Citation: I 678/06 26.06.2007 E. 3

3.1 Die Vorinstanz erwog, der Versicherte leide an einer von der Drogenproblematik losgelösten psychischen Krankheit, welche seit Juni bzw. November 2002 zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit geführt habe. Diese Feststellung ist tatsächlicher Natur (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398) und daher im letztinstanzlichen Verfahren nur eingeschränkt überprüfbar (Art. 105 Abs. 2 OG). 3.2 Die Beschwerdeführerin bringt zutreffend vor, dass der Versicherte seit seinem 15. Lebensjahr (d.h. seit dem Jahre 1989) mit wenigen Unterbrüchen durchgehend Drogen konsumierte (zunächst Cannabis, in der Folge LSD und Kokain, ab dem Jahre 2000 Heroin). Selbst nach Einschätzung der behandelnden Ärzte bestehen zwischen Drogensucht, psychosozialen Belastungsfaktoren (insbesondere Arbeitslosigkeit nach Auftreten des Bäckerasthmas im Jahre 1998 sowie Beziehungsproblemen im Jahre 2000) und der Arbeitsunfähigkeit vielschichtige Wechselwirkungen (Schreiben des Dr. med. K.________ vom 26. April 2005). Wenn die Vorinstanz die depressive Entwicklung als eigenständigen Krankheitsbefund einordnete, ist diese Beweiswürdigung nicht unproblematisch, sie verstösst indessen vor dem Hintergrund, dass die den Versicherten behandelnden Mediziner dezidiert die Meinung vertraten, die depressive Entwicklung sei von der Drogenproblematik klar abgrenzbar, nicht gegen Bundesrecht. Dies gilt umso mehr, als die ärztlichen Einschätzungen der behandelnden Dres. med. U.________, M.________ und B.________ im Rahmen freier Beweiswürdigung durchaus mitzuberücksichtigen sind. 3.3 Fraglich und nach Lage der Akten nicht schlüssig beurteilbar ist indessen, ob das depressive Syndrom überhaupt invalidisierend ist oder ob eine zumindest teilweise durch den Drogenkonsum geprägte, psychosozial begründete depressive Entwicklung vorliegt, welche durch eine Veränderung der Lebensituation wesentlich gebessert werden könnte und die daher keine Invalidität bewirkt (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes I 955/05 vom 6. November 2006 E. 3.3.2). Eine solche Einschätzung legen zumindest die Ausführungen des Dr. med. U.________, der eine angemessene Tätigkeit "nach ausreichender psychischer Stabilisierung" im Umfang von acht Stunden täglich während fünf Tagen pro Woche als zumutbar erachtet hatte, und der Ärzte am Psychiatriezentrum L.________, die eine spürbare Verbesserung im Hospitalisationsverlauf (Schreiben vom 17. August 2004) bzw. eine Remission der depressiven Störung (Bericht vom 23. September 2004) feststellen konnten, nahe. Ob und allenfalls inwiefern die psychische Störung, selbst wenn sie Krankheitswert hätte, bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, überwindbar wäre (hiezu BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50), lässt sich anhand der Akten ebenfalls nicht abschliessend beurteilen. Insoweit ist der Sachverhalt unvollständig abgeklärt (Art. 105 Abs. 2 OG). Die Sache ist daher zur weiteren diesbezüglichen Abklärung (mittels eines fachärztlichen Gutachtens) an die IV-Stelle zurückzuweisen.