Citation: 2C_835/2018 E. 1.1

1.1. Auf dem Gebiet des Ausländerrechts ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ausgeschlossen gegen Entscheide, welche Bewilligungen betreffen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Für das Eintreten genügt, dass die betroffene Person in vertretbarer Weise dartut, dass potenziell ein Anspruch besteht (BGE 137 I 284 E. 1.3 S. 287; 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f., 497 E. 3.3. S. 500 f.). Die Beschwerdeführerin 2 verfügt gestützt auf ihre Ehe mit ihrem in der Schweiz niederlassungsberechtigten Ehegatten über eine Aufenthaltsbewilligung (Art. 43 Abs. 1 AIG). Als "lediglich" aufenthaltsberechtigte Person kann sie sich für den Nachzug ihrer aus früherer Beziehung stammenden Tochter damit nur auf Art. 44 AIG stützen. Diese Bestimmung räumt ihr, anders als Art. 42 und 43 AIG, keinen Nachzugsanspruch im Sinne von Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ein (vgl. BGE 137 I 284 E. 1.2 S. 287 mit Hinweisen). Indessen beruft sie sich für den Nachzug ihrer Tochter zusätzlich auf den Schutz des Familienlebens nach Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV. Durch das Zusammenleben mit ihrem in der Schweiz niedergelassenen Ehegatten hat sie selber einen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 43 Abs. 1 AIG und verfügt in der Schweiz damit über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht (BGE 137 I 284 E. 1.3 S. 287). Dies erlaubt ihr grundsätzlich, sich auf den Anspruch auf Achtung des Familienlebens nach Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV zu berufen (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1 S. 145; 130 II 281 E. 3.1 S. 286). Die Verweigerung des Familiennachzugs der minderjährigen Beschwerdeführerin 1 berührt den Schutzbereich dieses Anspruchs, zumal die Aufrechterhaltung einer nahen, echten und tatsächlich gelebten familiären Beziehung in Frage steht, und es der Beschwerdeführerin 2 angesichts ihrer familiären Bezugspunkte in der Schweiz nicht ohne weiteres zumutbar wäre, das Familienleben mit ihrer Tochter im Heimatstaat zu pflegen (vgl. BGE 139 I 330 E. 2.3 S. 337). Vor diesem Hintergrund ist insgesamt vertretbar dargetan, dass ein konventions- bzw. verfassungsrechtlich begründeter Anspruch auf Familiennachzug besteht. Mit Blick auf den Beschwerdeantrag, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin 1 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei ihrer Mutter zu erteilen, greift die Ausnahmebestimmung von Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG daher nicht. Weil auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten insoweit einzutreten. Für die hilfsweise erhobene subsidiäre Verfassungsbeschwerde bleibt diesbezüglich kein Raum (Art. 113 BGG).