Citation: 8C_33/2008 20.08.2008 E. 5

Umstritten ist, ob für gesundheitlichen Beschwerden der Versicherten als Folge des Unfalls vom 13. August 2004 ein organisches Substrat objektivierbar und fassbar ist, bei dem die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle spielt (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103). 5.1 Eine manuelle ärztliche Untersuchung der versicherten Person fördert klinische, nicht aber objektivierbare Ergebnisse zu Tage. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar sind und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind (vgl. Dr. med. Urs Pilgrim, Nicht oder schwer objektivierbare Gesundheitsbeeinträchtigungen: Erfahrungen des Hausarztes und Rheumatologen, in: Erwin Murer (Hrsg.), Nicht objektivierbare Gesundheitsbeeinträchtigungen: Ein Grundproblem des öffentlichen und privaten Versicherungsrechts sowie des Haftpflichtrechts", Freiburger Sozialrechtstage 2006, S. 3 f.). Würde auf Ergebnisse klinischer Untersuchungen abgestellt, so würde fast in allen Fällen ein organisches Substrat namhaft gemacht, das eine Adäquanzprüfung als nicht erforderlich erscheinen liesse (vgl. BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen). Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann vielmehr erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 109 E. 9 Ingress S. 122, 117 V 359 E. 5d/aa S. 363; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen, U 479/05; erwähntes Urteil 8C_806/2007, E. 8.2 mit weiteren Hinweisen). Diese Untersuchungsmethoden müssen zudem wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232 mit Hinweisen). Beispielsweise sind ein Thoratic outlet Syndrom (TOS), myofasziale und tendinotische bzw. myotendinotische Befunde für sich allein nicht als organisch hinreichend nachweisbare Unfallfolgen zu betrachten (SVR 2007 UV Nr. 26 S. 86 E. 4.1 mit Hinweisen, U 339/06; Urteile U 36/00 vom 1. März 2001, E. 4, und U 172/97 vom 18. Juni 1999, E. 3). Auch Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im Nacken sowie Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit können für sich allein nicht als klar ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden. Gleiches gilt für Nackenverspannungen bei Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (SVR 2008 UV Nr. 2 S. 3 E. 5.2 mit Hinweisen, U 328/06; Urteil U 334/06 vom 6. Dezember 2006, E. 3; erwähntes Urteil 8C_806/2007, E. 8.2 mit weiteren Hinweisen). 5.2 Die Vorinstanz hat gestützt auf die medizinischen Unterlagen mit einlässlicher Begründung, auf die verwiesen werden kann, zutreffend erwogen, dass für die Beschwerden der Versicherten kein unfallbedingtes organisches Substrat objektivierbar und fassbar ist. Sie hat insbesondere zu Recht erkannt, dass die Diskushernie der Versicherten nicht als unfallbedingt angesehen werden kann (zur diesbezüglichen Rechtsprechung vgl. E. 2 hievor). Aus den von der Versicherten angerufenen Berichten des Dr. med. V.________ vom 31. Januar 2006, des Dr. med. S.________ vom 5. Mai 2006, des Dr. med. H.________ vom 19. September 2006 und des medizinischen Zentrums G.________ vom 25. Januar 2007 geht nicht hervor, es bestünden objektivierbare und fassbare organische Unfallfolgen. Gleiches gilt für die von ihr letztinstanzlich neu aufgelegten Berichte (E. 3 hievor). Unbehelflich ist insbesondere die Argumentation der Versicherten, das medizinische Zentrum G.________ habe bei ihr eine eingeschränktere Kopfrotation festgestellt als von der Vorinstanz angenommen, und die Dres. med. H.________ sowie V.________ hätte aufgrund ihrer klinischen Untersuchungen genaue eigene Befunde erhoben (E. 5.1 hievor).