Citation: 2C_718/2013 E. 2.4.1

2.4.1. Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, er falle in den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK (SR 0.101). Mit Recht macht der Beschwerdeführer nicht geltend, unter diesem Titel einen Anspruch auf Achtung des Familienlebens zu haben. Hingegen ist er der Auffassung, er könne sich auf den Anspruch auf Achtung des Privatlebens (Art. 8 Ziff. 1 EMRK) berufen (Urteile des EGMR Vasquez gegen Schweiz vom 26. November 2013 [1785/08] § 37; A. A. gegen Vereinigtes Königreich vom 20. September 2011 [8000/08] § 49; Üner gegen Niederlande vom 18. Oktober 2006 [46410/99] § 59). Eine lange Anwesenheit und die gewöhnlich damit verbundene Integration genügen hierzu nicht; erforderlich ist vielmehr eine besonders intensive, über eine übliche Integration hinausgehende private Bindung gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. eine entsprechend vertiefte soziale Beziehung zum ausserfamiliären oder ausserhäuslichen Bereich (BGE 134 II 1 E. 4.2 S. 5; 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286). Selbst unter derart qualifizierten Umständen verleiht Art. 8 Ziff. 1 EMRK indessen kein absolutes Recht auf Aufenthalt in einem Konventionsstaat, sodass dieser verpflichtet wäre, ausländischen Personen die Einreise, die Erteilung oder Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung vorbehaltlos zu gewähren (BGE 137 I 247 E. 4.1 S. 249; Urteile des EGMR Vasquez gegen Schweiz vom 26. November 2013 [1785/08] § 36; Gezginci gegen Schweiz vom 9. Dezember 2010[16327/05], § 54 ff.). Die Norm schliesst nicht aus, dass die Konventionsstaaten die Anwesenheit auf ihrem Staatsgebiet eigenständig regeln und den Aufenthalt ausländischer Personen unter Beachtung überwiegender Interessen des Familien- und Privatlebens gegebenenfalls auch wieder beenden (BGE 138 I 246 E. 3.2.1 S. 250; 137 I 247 E. 4.1.1 S. 249; 130 II 281 E. 3.1 S. 285 f.).