Citation: 1A.104/2005 28.04.2005 E. 2

Die Revision eines bundesgerichtlichen Entscheids ist u.a. zulässig, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat (Art. 136 lit. d OG). Die Gesuchstellerin behauptet, das Bundesgericht habe übersehen, dass das Standortgebäude nicht über eine durchgehende Betondecke verfüge, sondern Fenster aufweise. Der Anlagegrenzwert könne deshalb am OMEN Nr. 2 im Standortgebäude nicht eingehalten werden, weshalb die Baubewilligung nicht hätte erteilt werden dürfen. 2.1 In der Tat lässt sich der Erwägung 3.2.3 des bundesgerichtlichen Entscheids1 entnehmen, dass das Bundesgericht davon ausgegangen ist, die Gemeinde hätte das Vorhandensein einer durchgängigen Betondecke festgestellt; tatsächlich aber wurde die Baubewilligung mit der Auflage erteilt, die Oberlichter des Standortgebäudes mit einer Folie zu verkleiden, die eine Gebäudedämpfung von mindestens 15 dB garantiere. 2.2 Die Gesuchstellerin verkennt jedoch, dass es sich dabei nicht um eine für den bundesgerichtlichen Entscheid erhebliche Tatsache handelte: Streitgegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens war nicht 1 "Die Rechtsmittelbelehrung der Gemeinde in der Baubewilligung vom 8. März 2004, wonach auch gegen ihren Entscheid noch Rekurs ans Baudepartement erhoben werden könne, bezieht sich nur auf die von der Gemeinde neu beurteilten Fragen (hier: die tatsächlichen Feststellungen zum Vorhandensein einer durchgängigen Betondecke im Standortgebäude), nicht aber auf die vom Baudepartement bereits verbindlich entschiedenen Rechtsfragen." die Baubewilligung, sondern allein die Frage, ob das Verwaltungsgericht den Nichteintretensentscheid des Baudepartements zu Recht geschützt hatte. Mit ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 30. November 2004 hatten die Beschwerdeführerinnen geltend gemacht, der Rekurs vom 29. März 2004 sei von ihnen und nicht vom VgMA erhoben worden. Zum zweiten Argument des Verwaltungsgerichts, sie hätten schon den Rückweisungsentscheid des Departements anfechten müssen, führten sie lediglich aus, ihnen sei von der Gemeinde zugesichert worden, dass ihnen nach Erteilung der Baubewilligung nochmals eine Rekursmöglichkeit eingeräumt werde. Nicht beanstandet wurde dagegen die Erwägung des Verwaltungsgerichts, wonach der Rekurs keine substantiierte Anfechtung der neuen tatsächlichen Feststellungen im Baubewilligungsentscheid vom 8. März 2004, sondern lediglich allgemeine Kritik an den rechtlichen Rahmenbedingungen enthalte (E. 2b S. 14 des verwaltungsgerichtlichen Entscheids). Dementsprechend musste das Bundesgericht nur prüfen, ob die Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichts, wonach die Beschwerdeführerinnen den Rückweisungsentscheid des Baudepartements innert 14 Tagen hätten anfechten müssen, zutrifft und wenn ja, ob auf den verspäteten Rekurs der Beschwerdeführerinnen ausnahmsweise aus Gründen des Vertrauensschutzes (Art. 9 BV) hätte eingetreten werden müssen. In diesem Zusammenhang spielte die Frage des Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins einer Betondecke keine Rolle.