Citation: I 206/06 13.03.2007 E. 2

2.1 Wie das kantonale Gericht richtig ausführte, müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide gemäss Art. 53 ATSG in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Abs. 1); auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide kann der Versicherungsträger zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Abs. 2). Mit dieser Regelung ist keine Änderung der Rechtslage beabsichtigt, sondern vielmehr die bisher geltende Rechtsprechung gesetzlich verankert worden (SVR 2004 ALV Nr. 1 S. 1 E. 2; BBl 1991 II 262; Kieser, ATSG-Kommentar, N 22 zu Art. 53). Die noch vor Inkrafttreten des ATSG am 1. Januar 2003 zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision rechtskräftiger Verfügungen ergangene Rechtsprechung (BGE 127 V 466 E. 2c S. 469, 117 V 8 E. 2a S. 12, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 119 V 475 E. 1b/cc S. 479) ist deshalb weiterhin zu beachten. Diesbezüglich kann auf die Ausführungen im kantonalen Entscheid verwiesen werden. 2.2 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde richtet sich gegen den kantonalen Entscheid vom 25. Januar 2006, mit welchem der die Nichteintretensverfügung vom 23. Juni 2005 bestätigende Einspracheentscheid der IV-Stelle vom 16. August 2005 geschützt worden ist. Das Gericht hat daher zu prüfen, ob der kantonale Entscheid rechtens ist, mithin die Verwaltung zu Recht auf die Anträge um Wiedererwägung oder prozessuale Revision der rechtskräftigen Verfügung vom 19. Dezember 1997 nicht eingetreten ist. Dagegen kann auf den direkt die materielle Seite des Streitfalles beschlagenden Antrag auf Festsetzung eines früheren Rentenbeginns nicht eingetreten werden (vgl. BGE 132 V 74 E. 1.1 S. 76, 117 V 121 E. 1 S. 122 f. mit Hinweisen). 2.3 Weil damit nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen im Sinne von Art. 132 OG, sondern die rein verfahrensrechtliche Frage nach dem Eintreten auf das Revisionsgesuch vom 4. März 2005 streitig ist, prüft das Gericht nur, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzt hat, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG).