Citation: I 277/00 07.11.2001 E. 6

6.- Die nach Ablauf der Beschwerdefrist und Abschluss des Schriftenwechsels eingereichten Berichte des Dr. med. G.________ vom 2. März und 10. September 2001 sind nicht geeignet, an der festgestellten Abklärungsbedürftigkeit des Sachverhaltes etwas zu ändern. Sie weisen erstens eine erhebliche Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes in den beiden Jahren vor der Berichterstattung aus und erwähnen neu auch eine Persönlichkeitsstörung, sodass die darin enthaltene Beurteilung nicht ohne weiteres auf den Zeitpunkt des Erlasses der Verwaltungsverfügung (24. September 1999) zurückbezogen werden kann. Zweitens wird auch in diesen medizinischen Dokumenten auf die schwierige psychosoziale Lebenssituation hingewiesen. Drittens wird darin der phasenweise Verlauf des Leidens bestätigt, indem im Bericht vom 2. März 2001 von zunehmenden chronisch rezidivierenden depressiven Störungen die Rede ist und darauf hingewiesen wird, dass es während solcher Phasen immer wieder zu suizidalen Äusserungen und Selbstgefährdung komme. Viertens stehen die Berichte hinsichtlich des Beginns der Arbeitsunfähigkeit im Widerspruch zur Beurteilung des gleichen Arztes vom 18. Oktober 1999, wonach die depressive Störung mindestens seit Sommer 1998 zu einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit führt, indem gemäss Bericht vom 2. März 2001 seit mindestens einem Jahr (d.h. seit mindestens März 2000) eine 100%ige "Erwerbsunfähigkeit" besteht bzw. laut Bericht vom 10. September 2001 etwa seit zwei Jahren (d.h. seit etwa September 1999) eine gesicherte 100%ige "Erwerbsunfähigkeit" vorliegt. Die ohne Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels nachgereichten ärztlichen Stellungnahmen sind folglich nach der jüngsten Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (zur Publikation in der Amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil A. vom 15. Oktober 2001, I 147/99) im vorliegenden Verfahren unbeachtlich, weil es sich dabei nicht um neue erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel im Sinne des Revisionsgrundes des Art. 137 lit. b OG handelt.