Citation: 8C_427/2023 E. 5

Dass die Vorinstanz offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellungen getroffen haben sollte, wird beschwerdeweise nicht geltend gemacht und ist nicht erkennbar. Des Weiteren vermögen die Einwände der Beschwerdeführerin auch keine Bundesrechtsverletzung zu begründen. Es ist unbestritten geblieben, dass sie Einsicht in sämtliche Akten nehmen konnte und ihr auch das rechtliche Gehör gewährt wurde. Zwar fand gemäss kantonalem Gericht ein telefonischer Kontakt zwischen der Beschwerdegegnerin und der Gutachterstelle statt. Dieser ging von der Beschwerdegegnerin aus und diente der Rückfrage nach dem Stand der Dinge, nachdem die Beschwerdeführerin selber sich danach bei der Beschwerdegegnerin erkundigt hatte. Dass Dr. med. E.________ der Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin bei dieser Gelegenheit am 26. Januar 2022 mündlich mitteilte, nach Einschätzung der Gutachterstelle sei zusätzlich eine externe Abklärung durch einen Spezialisten erforderlich, statt eine schriftliche Eingabe anzukündigen, vermag keine Befangenheit des Experten zu begründen. Ohne Weiteres lässt sich damit die Verzögerung der Gutachtenserstattung erklären, ohne dass sich jedoch Anhaltspunkte dafür erkennen liessen, dass eine weitergehende Besprechung des Falls stattgefunden hätte. Gleiches gilt hinsichtlich der vom 27. Januar 2022 datierenden Anfrage der Gutachtensstelle, umfassend auch das Gesuch um Kostenübernahme der Schwindelabklärung, und insbesondere der beschwerdeweise gerügten Formulierung dieses Schreibens, wonach die unabhängige Reevaluation der Schwindelbeschwerden im aktuellen Gutachten entscheidend sei, um das Ergebnis der neurologischen Begutachtung als offen und nicht vorbestimmt erscheinen zu lassen. Es bleibt daran zu erinnern, dass die Schwindelbeschwerden seit Beginn zentral im Vordergrund standen als allfällige Folge einer durch Zeckenbiss verursachten FSME und die Beschwerdegegnerin vorab deswegen seit April 2017 Taggelder unter Annahme einer dadurch verursachten 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausrichtete. Inwiefern die Anregung zu einer Reevaluation dieser Beschwerden durch einen bis dahin nicht involvierten Spezialarzt einen Verdacht der Befangenheit des mit der ursprünglichen Abklärung und mit der Verlaufsbegutachtung betrauten Neurologen begründen könnte, ist nicht nachvollziehbar. Die Einwände der Beschwerdeführerin erweisen sich damit als nicht stichhaltig. Dass die Vorinstanz keine Befangenheit von MZR-Chefarzt Dr. med. E.________ und dem neurologischen Verlaufsbegutachter Dr. med. D.________ zu erkennen vermochte, ist nicht zu beanstanden. Auch die Verwendung des noch zu erstattenden neurologischen Verlaufsgutachtens verletzt entgegen der Beschwerdeführerin kein Bundesrecht.