Citation: 5A_358/2016 E. 3.4.1

3.4.1. Ausgangspunkt für die Berechnung des nachehelichen Unterhalts ist der gebührende Unterhalt der unterhaltsberechtigten Ehegatten. Dieser bezieht sich auf den in der Ehe bis zur Aufhebung des gemeinsamen Haushalts gelebten Standard, auf dessen Fortführung bei genügenden Mitteln beide Ehegatten Anspruch haben. Der Unterhaltsbeiträge beanspruchende Ehegatte muss sich anrechnen lassen, was er mit eigenen Einkünften selbst zu decken in der Lage ist (sog. "Eigenversorgungskapazität"; Art. 125 Abs. 1 ZGB; BGE 140 III 485 E. 3.3 S. 488 mit Hinweisen). Zum Einkommen eines Ehegatten zählen nicht nur die Erwerbseinkünfte, sondern auch die Erträgnisse aus seinem Vermögen (Art. 125 Abs. 1 Ziff. 5 ZGB; Urteil 5A_433/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 7.3.2).