Citation: 6B_128/2013 E. A

Die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich wirft X.________ u.a. vor, ungarische Staatsangehörige auf den Strassenstrich in Zürich geschickt und ausgebeutet zu haben. Die ungarische Prostituiertenszene fürchtete ihn, weil sie ihn als unberechenbar und gefährlich einschätzte. X.________ machte sich beim Anwerben der Frauen deren Beeindruckbarkeit und Unwissenheit zunutze. Bei Besprechung der Modalitäten spiegelte er ihnen vor, sie könnten autonom arbeiten. Indessen kontrollierte und überwachte er deren Prostitutionstätigkeit, indem er sich u.a. regelmässig an ihrem Arbeitsort aufhielt und prüfte, ob und wie viele Freier sie bedienten. Die Frauen mussten nach ihrer Ankunft in der Schweiz zuerst überhöhte Forderungen für die Reise und Vermittlung der Arbeitsstelle begleichen, was sie nur konnten, wenn sie sich umgehend als Prostituierte betätigten und die Einnahmen zur Tilgung verwendeten. X.________ drohte ihnen bei Nichtbezahlung weiterer Forderungen mit Nachteilen. Dadurch entstand ein Abhängigkeitsverhältnis, das er sich zunutze machte.