Citation: 5A_236/2021 E. 3.1

3.1. Das Obergericht widerspricht dem Vorwurf der Beschwerdeführerin, das Bezirksgericht habe sich weder mit ihrer Gehörsrüge noch mit ihren Ausführungen auseinandergesetzt, wonach sie gestützt auf eine analoge Anwendung von Art. 153 Abs. 2 SchKG über die Betreibungen hätte informiert werden müssen. Das Bezirksgericht habe klargestellt, dass es im vorliegenden Verfahren nicht um die Verwertung eines Pfandes, sondern um die Verwertung eines gepfändeten Schuldbriefs gehe, weshalb Art. 153 SchKG nicht einschlägig sei. Es habe ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf Zustellung sämtlicher Betreibungsurkunden und Verfügungen in den Betreibungen Nrn. xxx und vvv habe, da die in ihrem Eigentum stehenden Grundstücke nicht gepfändet seien. Das Obergericht stellt fest, dass sich die Beschwerdeführerin mit diesen Erwägungen des Bezirksgerichts in keiner Weise auseinandersetzt, sondern sich im Wesentlichen darauf beschränkt, ihre bereits vor dem Bezirksgericht gemachten Ausführungen zu wiederholen. Mithin zeige sie nicht auf, weshalb dem Bezirksgericht eine falsche Rechtsanwendung vorzuwerfen sei. Insoweit sei auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin nicht einzutreten. In der Folge äussert sich der angefochtene Entscheid zum Einwand der Beschwerdeführerin, dass die Nichtigkeit aller in den Betreibungen Nrn. xxx und vvv ergangenen Verfügungen und Entscheide von Amtes wegen festzustellen gewesen und vom Bezirksgericht zu Unrecht nicht berücksichtigt worden sei. Das Obergericht erinnert an die bezirksgerichtlichen Erwägungen, wonach der Beschwerdeführerin die Zustellung sämtlicher Betreibungsurkunden und Verfügungen in den fraglichen Betreibungen nicht zustehe, nachdem die ihr gehörenden Grundstücke nicht gepfändet worden seien. Damit habe das Bezirksgericht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführerin und somit den von ihr geltend gemachten Nichtigkeitsgrund ausdrücklich verneint. Der Beschwerdeführerin hält die Vorinstanz abermals entgegen, nicht aufzuzeigen, weshalb die bezirksgerichtlichen Erwägungen falsch sein sollen. Sie verkenne, dass ihr keine Stellung als Drittpfandeigentümerin im Sinne von Art. 153 Abs. 2 SchKG zukomme und das zu versteigernde bzw. verwertende Faustpfand der Schuldbrief sei, der nicht ihr, sondern dem Schuldner gehöre. Gründe für eine analoge Anwendung der besagten Norm sind laut Obergericht nicht ersichtlich. Die Verwertung des Schuldbriefes wirke sich nicht direkt auf das Eigentum der Beschwerdeführerin an den Grundstücken aus; Art. 153 Abs. 2 SchKG beziehe sich auf das Verfahren der Betreibung auf Pfandverwertung und regle den hier nicht gegebenen Fall, da das verwertende Pfand einem Dritten gehört. Daran ändere auch die Behauptung nichts, dass der neue Eigentümer den Schuldbrief umgehend kündigen werde. Mit diesen Erwägungen kommt das Obergericht zum Schluss, die Beschwerde sei auch unbegründet. "Der Vollständigkeit halber" fügt das Obergericht schliesslich an, dass der Beschwerdeführerin selbst dann kein Zahlungsbefehl zuzustellen gewesen wäre, wenn Art. 153 Abs. 2 Bst. a SchKG in der gegebenen Situation analog anwendbar wäre. Die Beschwerdeführerin habe das Eigentum an den fraglichen Grundstücken per 21. November 2016 und damit nach der am 30. Oktober 2012 erfolgten Bestellung des Inhaberschuldbriefes erworben, der im Grundbuch auf der ersten Pfandstelle ihrer beiden Grundstücke lastet. Nach Massgabe von Art. 88 Abs. 2 der Verordnung des Bundesgerichts über die Zwangsverwertung von Grundstücken vom 23. April 1920 (VZG; SR 281.42) habe der Drittpfandeigentümer, der das Grundstück erst nach Vormerkung einer Verfügungsbeschränkung im Grundbuch gemäss Art. 90 und 97 VZG erworben hat, auch in der Betreibung auf Pfandverwertung kein Recht auf Erhebung des Rechtsvorschlags.