Citation: I 279/03 02.07.2004 E. 3

3.1 Dr. med. R.________ diagnostiziert in seinem Bericht vom 26. April 2001 eine schwere, ausgeprägte Spondylarthrose der HWS mit Diskopathie C5/C6 und radikulären Symptomen. Weiter führt der Arzt aus, der Versicherte habe sich 1993 erstmals wegen eines Zervikalsyndroms gemeldet, welches sich seither langsam, aber progredientlich immer verschlechtert habe. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Baufachmann bestehe zur Zeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Zumutbar seien dem Patienten noch leichte Arbeiten, bei welchen er keine Lasten tragen müsse und die Lage immer wieder verändern könne, im Umfang von etwa vier Stunden pro Tag. Die Prognose sei mittelfristig eher ungünstig. Mit Sicherheit werde der Patient als Bauarbeiter die Arbeit nie mehr voll aufnehmen können. Auf Nachfrage der IV-Stelle bestätigte Dr. med. R.________ am 26. September 2001 eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % für die Zeit vom 7. Februar bis 30. November 2000 und von 100 % seit 1. Dezember 2000, wobei er ansonsten auf seinen Bericht vom 26. April 2001 verwies. Im Anschluss an die Verfügung vom 6. August 2002 wandte sich Dr. med. R.________ in einem Schreiben vom 15. August 2002 erneut an die IV-Stelle. Er führte aus, in den letzten Monaten sei es zu einer deutlichen Verschlechterung der Gesamtsituation gekommen, woran auch eine intensive physikalisch-balneologische Behandlung vom 28. April bis 15. Mai 2002 nichts habe ändern können. Der Patient leide an einem schwersten chronischen zervikospondylogenen Syndrom bei muskulärer Dysbalance. Im Weiteren habe er ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom und sei nach wie vor 100 % arbeitsunfähig. Seit Sommer 2002 bestehe neu auch ein zunehmendes Kniegelenksproblem rechts bei Zustand nach einer Fraktur des distalen Femurs, die vor Jahren konservativ behandelt worden sei. 3.2 Aus diesen medizinischen Aussagen ist zu schliessen, dass dem Beschwerdeführer körperlich belastende Tätigkeiten, insbesondere das Heben von Lasten, nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt zugemutet werden kann. Dagegen bestand bei Abfassung des Berichts von April 2001, dessen Inhalt im Schreiben vom September 2001 nochmals bestätigt wurde, hinsichtlich einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von rund vier Stunden pro Tag. Der Stellungnahme des Dr. med. R.________ vom 15. August 2002 ist zu entnehmen, dass sich der physische Zustand weiter verschlechtert hat. Damit ist die Ausübung einer körperlich belastenden Tätigkeit als ausgeschlossen zu betrachten. Demgegenüber bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass diese Entwicklung auch mit einer zusätzlichen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in leichten, insbesondere administrativen Arbeiten verbunden wäre. Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer während des vorliegend relevanten Zeitraums bis zum Erlass der Verfügung vom 6. August 2002 (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) eine derartige Tätigkeit im Umfang von höchstens rund vier Stunden pro Tag, jedenfalls aber im Umfang von 25 % eines Vollpensums als Selbstständigerwerbender (vgl. Erw. 5.2.1. hienach), zumutbarerweise ausüben konnte.