Citation: 2C_964/2019 E. B

Unter Gutheissung einer von A.________ erhobenen Beschwerde hob das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 14. Oktober 2019 die beiden Einspracheentscheide vom 19. und 30. Juli 2018 auf. Das Bundesverwaltungsgericht erkannte im Wesentlichen, dass die formelle Liquidation am 23. Februar 2009 mit der Genehmigung des Nachlassvertrages eingesetzt habe. Für eine bereits früher durchgeführte faktische Liquidation bestünden entgegen der Eidgenössischen Steuerverwaltung keine hinreichenden Anzeichen. Eine Voraussetzung der Liquidatorenhaftung sei in Analogie zur Rechtsprechung im Bereich der Verrechnungssteuer, dass bei Beginn der Liquidation - als Differenz zwischen den Aktiven zum einen und den Schulden sowie Liquidationskosten zum anderen - ein positives Liquidationsergebnis verbleibe. Im vorliegenden Fall sei im massgebenden Zeitpunkt kein positives Liquidationsergebnis vorhanden gewesen. Damit sei eine Solidarhaftung des Liquidators ausgeschlossen und erübrige sich die Prüfung der weiteren Voraussetzungen der solidarischen Haftung.