Citation: 4A_251/2023 E. 8.1

8.1. Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer habe vor der Erstinstanz ein angebliches Aktienbuch der Beschwerdegegnerin eingebracht. Gemäss dessen Ziff. 5 seien ihm zwischen 2007 und 2009 10 Aktien übertragen worden. Es fehle jedoch das Datum der Eintragung, das Visum und die an ihn übertragende Partei. Gemäss Ziff. 6 dieses Dokuments ergebe sich per 31. Dezember 2009 ein Aktienbestand des Beschwerdeführers von insgesamt 11 Aktien. Weder trage das Aktienbuch Ort und Datum der Erstellung noch irgendeine Unterschrift. Die Erstinstanz habe offengelassen, ob das Aktienbuch des Beschwerdeführers oder dasjenige der Beschwerdegegnerin korrekt sei. Die Beschwerdegegnerin habe die Echtheit und Richtigkeit des vom Beschwerdeführer eingebrachten Aktienbuchs substanziiert bestritten. Das (vom Beschwerdeführer eingereichte) Dokument - so die Vorinstanz weiter - weise Merkmale auf, die Fragen aufwerfen würden. So entspreche es der Praxis, dass ein Aktienbuch (selbst wenn es elektronisch geführt werde) einmal jährlich und bei Transaktionen ausgedruckt und unter Verweis auf Ort und Datum vom Verwaltungsrat unterzeichnet werde. Diese Angaben fehlten gänzlich. Auch fehle das Visum des Verwaltungsrats bei den tabellarisch geführten Transaktionen, obwohl eine entsprechende Spalte vorgesehen sei. Sodann sei es inhaltlich nicht vollständig; es mangle an der Bezeichnung der Aktiennummern, die übertragen worden sein sollen. Insbesondere bei den streitgegenständlichen Aktien sei der ehemalige Eigentümer nicht ergänzt (obwohl diese Information bei den übrigen Transaktionen vorhanden sei) und das Datum der Transaktion mit einem Fragezeichen versehen. Folglich könne nicht gesagt werden, ob es sich hier lediglich um einen Entwurf handle bzw. von wem das Dokument erstellt worden sei. Betreffend den Einwand des Beschwerdeführers, das angeblich richtige Aktienbuch der Beschwerdegegnerin wäre offenzulegen gewesen, sei zu entgegnen, dass kein materiellrechtliches Auskunftsrecht des Aktionärs auf Herausgabe des gesamten Aktienbuchs bestehe; überdies habe er vor der Erstinstanz ohnehin kein solches Editionsbegehren gestellt.