Citation: 5A_765/2022 E. 5

Weiter zu prüfen sind die Einwendungen der Beschwerdeführerin in Bezug auf die Auslegung des Erbvertrags nach dem Vertrauensprinzip durch die Vorinstanz. Auf die Einwendungen wird insoweit nicht eingegangen, als sie sich wiederum auf die Feststellung eines tatsächlichen Willens richten bzw. Behauptungen tatsächlicher Natur enthalten, die von der Vorinstanz nicht festgestellt wurden. Dies betrifft insbesondere die Ausführungen, wonach sich die Erbvertragsparteien bewusst gewesen seien, dass sie dem überlebenden Ehegatten neben seinem Pflichtteil nur das Vermögen abzüglich aller übrigen Pflichtteile zuwiesen, unbesehen davon, wie viele pflichtteilsgeschützte Erben es gebe, dass die Parteien über diesen Umstand vom Notar aufgeklärt worden seien und sie somit wussten, dass der Wortlaut des Erbvertrages den Pflichtteil der Beschwerdeführerin respektiere und sie Erbenstellung habe.