Citation: U 71/06 12.09.2006 E. 2.2

2.2.1 Weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 129 V 4 Erw. 1.2, 127 V 467 Erw. 1), und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (hier: vom 22. Juni 2005) eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 129 V 4 Erw. 1.2, 121 V 366 Erw. 1b), sind hier die mit der 4. IVG-Revision per 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Gesetzesänderungen anwendbar. 2.2.2 Die mit der 4. IVG-Revision an Art. 24 Abs. 1 UVG vorgenommene Änderung ist rein formeller Natur (Botschaft des Bundesrates über die 4. Revision des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 21. Februar 2001 [nachfolgend: Botschaft], in: BBl 2001 3205 ff., insbesondere S. 3303) und übernimmt lediglich die Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts zum geltenden Begriff des Integritätsschadens (BGE 124 V 29 und 209), wonach unter "geistigen" auch "psychische" Gesundheitsschäden zu verstehen sind (Botschaft, a.a.O., S. 3225; vgl. das in HAVE 2005 S. 241 zusammengefasste Urteil M. vom 8. Juni 2005 [I 552/04] Erw. 1.2).