Citation: 2C_746/2020 E. 5.5

5.5. Selbst wenn der Beschwerdeführer enge affektive und wirtschaftliche Beziehungen zu seinen drei Kindern unterhalten und über ein mit den beiden Müttern geteiltes Sorgerecht betreffend die vier schweizerischen Kinder verfügen sollte, fehlt es doch an einem weitgehend tadellosen Verhalten: Der Beschwerdeführer hat sich über einen längeren Zeitraum verschiedener Delikte schuldig gemacht und wurde dabei nicht ausschliesslich wegen ausländer- oder ordnungsrechtlicher (untergeordneter) Vorkommnisse, sondern unter anderem wegen - vor dem 1. Oktober 2016 (Inkrafttreten von Art. 66a StGB [AS 2016 2329]; vgl. dazu BGE 146 II 1 sowie hinten E. 6.2) begangenen - mehrfachen Angriffs (Art. 134 StGB) verurteilt. Die Praxis, gewisse "untergeordnete" Vorkommnisse ("atteintes de peu d'importance à l'ordre public") in einer Gesamtabwägung etwas weniger stark zu gewichten, kommt nur in spezifischen Fällen bzw. bei besonderen Umständen zum Tragen. Solche bestehen hier nicht (vgl. BGE 140 I 145 E. 4.3; Urteil 2C_397/2020 vom 26. August 2020 E. 5.3). Ein aus Art. 13 Abs. 1 BV bzw. Art. 8 EMRK abgeleiteter Aufenthaltsanspruch des Beschwerdeführers aufgrund seiner Beziehung zu seinen Kindern besteht vor diesem Hintergrund nicht.