Citation: 6B_157/2016 E. 1.4.2

1.4.2. Nichts anderes ergibt sich in Bezug auf die Einvernahmen in Bezug auf die Anklageziffer 2. Der Beschwerdeführer wurde zu Beginn der polizeilichen Einvernahme vom 30. April 2013 darüber orientiert, dass gegen ihn ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet worden sei, welches Vorfälle vom Freitag, den 22. März 2013, um 02.36 und 02.43 Uhr in C.________ betraf. Der Beschwerdeführer wurde sodann im Anschluss an die Belehrung über seine Rechte befragt, wo er sich zu jenem Zeitpunkt befunden habe, worauf dieser den Zwischenfall aus seiner Sicht schilderte. Im späteren Verlauf der Einvernahme wurde ihm sodann vorgehalten, er habe den Privatkläger mit der rechten und hernach mit der linken Hand geohrfeigt. Schliesslich wurde er mit den vom Privatkläger erlittenen Verletzungen konfrontiert (Untersuchungsakten act. ND1 6/1). Dem Beschwerdeführer wurde auch hier entgegen seiner Ansicht nicht bloss pauschal vorgeworfen, eine Körperverletzung begangen zu haben, sondern es wurden die äusseren Umstände der Straftat insbesondere hinsichtlich Tatort und Tatzeit zunächst konkret spezifiziert und ihm im späteren Verlauf die Aussagen des Privatklägers vorgehalten, so dass er von Anfang an wusste, was ihm vorgeworfen wird, und er sich entsprechend verteidigen konnte. Dass ihm nicht schon zu Beginn, sondern erst im Verlauf der Einvernahme der vom Privatkläger erlittene Trommelfellriss am rechten Ohr mitgeteilt wurde, führt zu keinem anderen Ergebnis, solange der Vorfall, in dessen Verlauf die Verletzung zugefügt wurde, hinreichend konkretisiert war. Nichts anderes ergibt sich in Bezug auf die nachfolgende Einvernahme vom 4. Februar 2013 (Untersuchungsakten act. ND1 6/2), an welcher auch der Verteidiger des Beschwerdeführers teilnahm, der wiederum weder Ergänzungsfragen stellte, noch die Befragung beanstandete und den nach seiner Ansicht mangelhaften Tatvorhalt monierte. Das angefochtene Urteil verletzt auch in diesem Punkt kein Bundesrecht. Die Aussagen sind ohne weiteres verwertbar. Damit ist die Rüge des Beschwerdeführers, er sei im Vorverfahren nie gültig vernommen worden, so dass keine Verurteilung erfolgen könne (Beschwerde S. 11), unbegründet.