Citation: 2C_202/2018 E. 4.5.2

4.5.2. Soweit die Beschwerdeführerin der Vorinstanz vorwirft, sie habe ihre Familie nicht befragt, vermag sie jedoch nicht substantiiert aufzuzeigen, welche neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse dadurch hätten gewonnen werden können. Wie das Kantonsgericht zu Recht ausführt, lebte die heute 47-jährige Beschwerdeführerin während 41 Jahren in Bosnien und Herzegowina. Es ist daher davon auszugehen, dass sie mit der Sprache und den Verhältnissen vor Ort vertraut ist, was sie im Übrigen auch nicht bestreitet. Sollte sie tatsächlich nicht mehr zu ihrer Familie zurückkehren können, hätte sie die Möglichkeit, sich an einem anderen Ort niederzulassen und eine Existenz aufzubauen. Folglich durfte die Vorinstanz in antizipierter Beweiswürdigung und ohne das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin zu verletzen, auf eine Parteieinvernahme zu diesem Thema verzichten (vgl. E. 5.4.2 des angefochtenen Urteils).