Citation: 1P.705/2004 07.04.2005 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots (Art. 8 Abs. 1 BV). Das Verwaltungsgericht habe infolge der festgestellten Bundesrechtswidrigkeit des Meliorationsgesetzes zwei Rekurse gutgeheissen, ihren Rekurs hingegen abgewiesen. 2.2 Der Anspruch auf Rechtsgleichheit gebietet, Gleiches nach Massgabe der Gleichheit gleich und Ungleiches nach Massgabe der Ungleichheit ungleich zu behandeln. Das Rechtsgleichheitsgebot wird insbesondere verletzt, wenn gleiche Sachverhalte ohne sachliche Gründe ungleich behandelt werden (BGE 127 I 202 E. 3f/aa S. 209; 125 I 166 E. 2a S. 168, je mit Hinweisen). 2.3 Die Beschwerdeführer legen in ihrer Beschwerdeschrift nicht dar, welche Rekursverfahren gemeint sind. Das Bundesgericht geht davon aus, dass die Beschwerdeführer das im angefochtenen Urteil genannte Rekursverfahren A 02 58 sowie ein weiteres Rekursverfahren meinen. Von einer sachlich nicht gerechtfertigten Ungleichbehandlung der Beschwerdeführer im Vergleich zu diesen Rekursverfahren kann im vorliegenden Zusammenhang nicht gesprochen werden. Das Verwaltungsgericht hat den Rekurs A 02 58 gestützt auf eine geänderte materiellrechtliche Praxis gutgeheissen, weil die Parteien dieses Verfahrens die Veranlagungsverfügung innerhalb der ordentlichen Rechtsmittelfrist angefochten haben. Die Beschwerdeführer verlangen die Aufhebung der sie betreffenden Veranlagungsverfügung dagegen rund zehn Jahre nach deren Erlass mit einem Wiedererwägungsgesuch. Eine rechtskräftige Verfügung kann in einem Wiedererwägungs- resp. Revisionsverfahren nur geändert werden, wenn die besonderen Verfahrensvoraussetzungen dafür erfüllt sind. Da das Verwaltungsgericht der Auffassung ist, dass diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, hat es den Rekurs der Beschwerdeführer abgewiesen. Das Verwaltungsgericht hat das Rechtsgleichheitsgebot daher nicht verletzt, indem es den Rekurs der Beschwerdeführer gestützt auf verfahrensrechtliche Gründe anders beurteilte als den Rekurs A 02 58. Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.