Citation: 4A_111/2018 E. 5.3.2

5.3.2. Die Beschwerdeführer rügen weiter, nachdem das Gutachten der Firma E.________ AG vorgelegen habe, habe die Beschwerdegegnerin bauliche Massnahmen ergriffen. Konkret habe sie am 24. November 2011 eine neue Abdichtung mit Kitt an den Fenstern angebracht. Die Vorinstanz habe die Aussage des Zeugen D.________ in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 11. Februar 2016 bei der Urteilsfällung unberücksichtigt gelassen. Er habe in der Hauptverhandlung vom 11. Februar 2016 wichtige Aussagen zum Verhalten und zu den Handlungen der Beschwerdegegnerin gemacht. So habe er gemäss Zeugenprotokoll ausgesagt, die Beschwerdegegnerin habe im Jahr 2011 bauliche Massnahmen ergriffen, nachdem das Gutachten der Firma E.________ AG vorgelegen hätte. Der Zeuge habe wörtlich ausgesagt: "2010 Frist gesetzt für Problem zu beheben, teilweise erfolgreich, Absprache mit Versicherung und E.________ [...]. Ich bediente die Firma mit Unterlagen, April 2011 erst wegen Krankheit E.________. Es wurden danach immer noch Schäden festgestellt, Beregnung. Beklagte machte wieder Massnahmen. Wieder gerügt. Danach gab es wieder Gespräche wegen Schlagregen und den nötigen Massnahmen". Die Beschwerdeführer leiten aus dieser Zeugenaussage ab, die Beschwerdegegnerin habe im Jahr 2011 am mangelhaften Werk gestützt auf eine gutachterliche Abklärung Nachbesserungsarbeiten ausgeführt, ohne diese unmittelbar danach in Rechnung zu stellen und ohne Hinweis, ausschliesslich aus Kulanz zu handeln. Die Beschwerdeführer behaupten in ihrer Beschwerde, aufgrund der Zeugenaussage und des terminlichen Ablaufs in Klagebeilage 5 sei erstellt, dass die Beschwerdegegnerin am 24. November 2011 eine neue Abdichtung mit Kitt an den Fenstern angebracht habe. Sie zeigen in ihrer Beschwerde aber nicht rechtsgenüglich auf, dass sie die Behauptung, die Beschwerdegegnerin habe am 24. November 2011 eine neue Abdichtung mit Kitt an den Fenstern angebracht, in den vorinstanzlichen Verfahren prozesskonform eingebracht haben. Den Anforderungen an eine Sachverhaltsrüge (vgl. hiervor E. 4) genügen sie damit nicht. Auch der Verweis auf Rz. 22 der Berufung ist unbeheflich, denn an dieser Stelle in der Berufung werden Arbeiten durch die Firma F.________ thematisiert, die 2009 in Rechnung gestellt wurden, folglich spätestens 2009 erbracht worden sein mussten. Auf die Rüge der offensichtlich unrichtigen und willkürlichen Feststellung des Sachverhalts ist nicht einzutreten. Die Beschwerdeführer zeigen in ihrer Beschwerde auch nicht auf, dass sie vor der Vorinstanz gerügt hätten, das Bezirksgericht habe aus der Zeugenaussage von D.________ und der Klagebeilage 5 in tatsächlicher Hinsicht nicht die korrekten Schlüsse gezogen, nämlich dass am 24. November 2011 Arbeiten durchgeführt wurden, welche als Anerkennungshandlung qualifizieren oder dass die Vorinstanz diesbezüglich von der Beweiswürdigung der Erstinstanz abgewichen wäre. Die Beschwerdeführer beschränken sich darauf in ihrer Beschwerde darzulegen, wie die Aussage des Zeugen D.________ durch die Vorinstanz hätte gewürdigt werden sollen. Damit fehlt es hinsichtlich dieser Rüge auch an der materiellen Ausschöpfung des Instanzenzugs (vgl. hiervor E. 2). Die Beschwerdeführer ergänzen auch im Rahmen ihrer rechtlichen Ausführungen den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt, ohne dass die Voraussetzungen an eine Sachverhaltsrüge (vgl. E. 4 hiervor) gegeben wären. Darauf wird (soweit überhaupt relevant) nicht eingetreten. Massgeblich ist allein der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt. Mangels hinreichender Sachverhaltsrüge bzw. Ausschöpfung des materiellen Instanzenzugs verletzt es kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz im Jahre 2011 keine Verjährungsunterbrechung annahm. Es kann somit offenbleiben, wie das angebliche Verhalten der Beschwerdegegnerin (Anbringen von Abdichtungen mit Kitt) nach Erstellung des Gutachtens nach Treu und Glauben zu werten wäre. Damit stösst auch die Rüge der Beschwerdeführer ins Leere, wonach die Vorinstanz übersehe, dass die Beschwerdegegnerin mit der Rechnung vom 7. September 2012 ausschliesslich die im August 2012 erbrachten Leistungen fakturiert hätte.