Citation: 8C_559/2020 E. 3.2.3

3.2.3. Ein Rückkommen auf den rechtskräftig abgeschlossenen Grundfall wäre, wie die Vorinstanz richtig darlegte, lediglich im Rahmen einer Wiedererwägung oder prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 oder 2 ATSG möglich. Auf das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 2. September 2017 um Wiedererwägung des informellen Bescheids vom 28. November 2012 trat die Suva mit Verfügung vom 5. Oktober 2017, bestätigt durch den Einspracheentscheid vom 25. Juni 2018, nicht ein. Da das Eintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG im Ermessen des Versicherungsträgers steht, ist das Nichteintreten gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung - wie die Vorinstanz zutreffend ausführte - weder mit Einsprache noch mit Beschwerde anfechtbar (BGE 133 V 50 E. 4.2.1 S. 54 ff.; vgl. auch MIRIAM LENDFERS, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 31 zu Art. 56 ATSG mit Hinweisen). Die Vorbringen der Versicherten gegen diese Praxis stellen keinen triftigen Grund für eine Rechtsprechungsänderung dar (zu den Voraussetzungen vgl. BGE 141 II 297 E. 5.5.1 S. 303 mit weiteren Hinweisen). Was sodann die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG anbelangt, zeigte das kantonale Gericht überzeugend auf, dass weder erhebliche neue Tatsachen noch neue Beweismittel vorgebracht worden waren. Die in diesem Zusammenhang vorgebrachte Rüge der ungenügenden Sachverhaltsabklärung ist nicht sachbezüglich, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist. Das Bemühen der Suva, lediglich diejenigen Versicherungsleistungen zu erbringen, auf die ein gesetzlicher Anspruch besteht, stellt schliesslich entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin weder einen Verstoss gegen das öffentliche Interesse noch gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip (Art. 5 Abs. 2 BV) dar.