Citation: 6B_988/2023 E. 1.8.5

1.8.5. Insgesamt vermag der Beschwerdeführer nicht darzulegen und es ist auch nicht ersichtlich, inwieweit die Vorinstanz zu Unrecht und willkürlich von einer fehlenden individuell-persönlichen Gefährdung i.S.v. Art. 83 Abs. 4 AIG in Sri Lanka ausgehe. Nicht nachvollziehbar ist in diesem Zusammenhang, was er für sich ableiten will und inwieweit es ihm zugute kommen sollte, wenn er sich auf die Rechtsprechung betreffend die Möglichkeit der Ausschaffung von ehemaligen Angehörigen der Tamil Tigers nach Sri Lanka bezieht und geltend macht, dies betreffe jedoch Personen, die in Sri Lanka geboren worden seien, nicht aber ihn, der in der Schweiz geboren worden sei. Er macht keine über die Abstammung hinausgehenden konkreten Gründe geltend, aufgrund derer ihm in Sri Lanka Gefahr oder Folter drohen würden. Als unbehelflich erweist sich in dieser Hinsicht auch sein Vorbringen, die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers respektive seiner Eltern sei von der Vorinstanz weder thematisiert noch berücksichtigt worden. Die Vorinstanz äussert sich soweit ersichtlich nicht zum Aufenthaltsstatus des Beschwerdeführers und seinen Eltern. Der Beschwerdeführer tut weder Willkür dar noch begründet er, inwieweit die Vorinstanz aufgrund eines allfälligen Flüchtlingsstatus des Beschwerdeführers oder seiner Eltern eine konkrete Gefahr hätte bejahen müssen. Entsprechend verfängt seine Rüge, die Vorinstanz hätte die Flüchtlingseigenschaft in die Interessenabwägung miteinbeziehen müssen, nicht. Im Übrigen hält die Vorinstanz fest, der Vater des Beschwerdeführers könne problemlos nach Sri Lanka reisen. Damit setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Eine individuell-persönliche Gefährdung wird auch durch die vom Beschwerdeführer in der Beschwerde vorgebrachten allgemeinen Länderreports nicht begründet, weshalb sich seine Ausführungen diesbezüglich als unbehelflich erweisen. Folglich vermag der Beschwerdeführer keinen Ausschlussgrund vorzubringen, der im Zeitpunkt der Anordnung der Landesverweisung zu deren Unzumutbarkeit führen würde und dem die Vorinstanz daher hätte Rechnung tragen müssen. Der (heute) fehlende Nachweis einer relevanten Gefährdung ändert nichts daran, dass die Vollzugsbehörde die Vollstreckbarkeit nötigenfalls anhand der aktuellen Verhältnisse nach Art. 66d Abs. 1 StGB wird überprüfen müssen und dabei auch Umstände zu beachten haben wird, die für die Beurteilung der Zumutbarkeit und Verhältnismässigkeit massgebend sind, in den Sachentscheid jedoch nicht oder erst als Prognose Eingang gefunden haben (vgl. Urteile 6B_1115/2022 vom 22. November 2023 E. 5.4.1; 6B_747/2019 vom 24. Juni 2020 E. 2.1.2 mit Hinweisen). Die Rüge erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet, soweit überhaupt darauf einzugehen ist.