Citation: 8C_291/2009 01.10.2009 E. 4

4.1 Aufgrund der medizinischen Unterlagen ist davon auszugehen, dass der Versicherte in dem für die Beurteilung massgebenden Zeitraum bis zum Erlass des Einspracheentscheids vom 14. Mai 2007 noch an Beschwerden am linken Knie litt, welche zumindest teilweise als unfallkausal zu gelten haben. Soweit der Beschwerdeführer rügt, der Unfallversicherer habe den Beweis für den behaupteten Wegfall der Unfallkausalität zu erbringen, was ihm nicht gelungen sei, gilt es festzuhalten, dass die Unfallkausalität der Kniebeschwerden von der SUVA nicht in Frage gestellt wird. Aus diesem Grund ist es auch unerheblich, dass das Gutachten des medizinischen Begutachtungszentrums A.________ vom 28. Februar 2006 im Auftrag der Invalidenversicherung erstellt wurde, welche sich als finale Versicherung mit kausalen Fragen grundsätzlich nicht zu befassen hat. 4.2 Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden Beeinträchtigungen, die sich der Versicherte bei anderen Schadenereignissen zuzog, einschliesslich der psychischen Beschwerden. Unbestritten ist sodann die Einstellung der Heilbehandlungen und Taggeldleistungen auf Ende April 2001 mit der Begründung, von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung sei keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten (Art. 19 Abs. 1 UVG) und somit der mögliche Rentenbeginn auf den 1. Mai 2001 festzusetzen. Für die Belange der Unfallversicherung ist daher erstellt, ab wann sich der somatische Körperschaden "auswirkt". Streitig ist hingegen, inwiefern die Unfallfolgen am linken Knie die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit des Versicherten beeinträchtigen. In diesem Zusammenhang hat das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht im Urteil vom 30. August 2005 erwogen, die bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen, insbesondere die Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit im Austrittsbericht der Rehaklinik Z.________ vom 14. März 2001, im kreisärztlichen Abschlussbericht des Dr. med. S.________ vom 6. April 2001 und in den Berichten des Dr. med. T.________ vom 18. Oktober 2001, 13. Februar 2002 und 22. Mai 2002 würden bezüglich dieser Frage keine zuverlässige und abschliessende Beurteilung erlauben. 4.3 Laut Gutachten des medizinischen Begutachtungszentrums A.________ vom 28. Februar 2006 - auf welches Beschwerdegegnerin und Vorinstanz im Rahmen der Neubeurteilung der unfallbedingt noch zumutbaren Arbeitsleistungen nach dem Rückweisungsentscheid vom 30. August 2005 abgestellt haben - war lediglich noch eine leichte Behinderung von Seiten des Kniegelenkes festzustellen. Ungünstig seien Tätigkeiten in unebenem Gelände, Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten sowie in Zwangspositionen wie Kauerstellung oder Knien. Unter Berücksichtigung dieser Einschränkungen sei der Versicherte aus orthopädischer Sicht für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ganztags vollschichtig einsetzbar. Auch bezüglich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Chauffeur im Stückgutverkehr sowie als Mitfahrer sei die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigt. Das kantonale Gericht bejahte den Beweiswert dieses Gutachtens anhand der Feststellung, die einzelnen Anforderungen nach BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 seien erfüllt, und legte dessen Zumutbarkeitsbeurteilung der Invaliditätsbemessung zugrunde. 4.4 Die Vorinstanz hat sich mit dem Gutachten des medizinischen Begutachtungszentrums A.________ auseinandergesetzt und dieses rechtsprechungskonform gewürdigt. Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, die Expertise stelle unter den dargelegten Umständen eine tragfähige Grundlage dar, um die Frage der verbleibenden Arbeitsfähigkeit hinsichtlich der unfallbedingten Kniebeschwerden abschliessend zu beurteilen, wird durch den nicht näher substantiierten Einwand, es sei in erster Linie eine formelle und nicht eine materielle Prüfung durchgeführt worden, nicht in Frage gestellt. Der gerügte Fehler in der Anamnese des Gutachtens hinsichtlich des Zeitpunktes der Einreise des Versicherten in die Schweiz ist für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens nicht von Relevanz. Die vorinstanzlichen Feststellungen entsprechen für die zu beurteilenden Belange weder einem unvollständigen Sachverhalt noch beruhen sie auf einer rechtsfehlerhaften Beweiswürdigung. 4.5 Dem widerspricht es nicht, wenn im Gutachten des medizinischen Begutachtungszentrums A.________ bezüglich einer Tätigkeit als Chauffeur im Stückgutverkehr sowie als Mitfahrer aus orthopädischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zuerkannt wird. Denn eine solche Beschäftigung ist selbstredend nur im Rahmen des in der Expertise umschriebenen Zumutbarkeitsprofils einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit möglich, womit schwere Lade- und Entladearbeiten ohne weiteres entfallen. Das kantonale Gericht hat diesem Umstand bei der Bestimmung des Invalideneinkommens insofern Rechnung getragen, als es von einfachen und repetitiven Arbeiten des untersten Anforderungsniveaus 4 der Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) ausgegangen ist. 4.6 Unbehelflich ist auch der Einwand, das medizinische Begutachtungszentrum A.________ habe zur Beurteilung des im schmerztherapeutischen Konsilium der Rehaklinik Z.________ vom 12. März 2001 diagnostizierten neuropatischen Schmerzsyndroms keinen Neurologen beigezogen. Den Gutachtern des medizinischen Begutachtungszentrums A.________ lag die Beurteilung der Rehaklinik vor. Zudem untersuchte der Orthopäde Dr. med. H.________ den Versicherten in Kenntnis der von diesem geschilderten Schmerzen im linken Knie. Die Knieproblematik fand in der Gesamtbeurteilung zudem Eingang in die Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Im Austrittsbericht vom 14. März 2001 bezeichnete die Rehaklinik längeres Stehen oder Gehen, speziell auf unebenem Boden sowie repetitives Treppenlaufen als erschwert und beschwerlich, das Ausführen von knienden, hockenden oder kauernden Tätigkeiten als nur vereinzelt möglich und das Besteigen von Leitern oder Gerüsten als nicht zumutbar. Dies entspricht im Wesentlichen dem Zumutbarkeitsprofil der Gutachter des medizinischen Begutachtungszentrums A.________. Dass und weshalb auf die Einschätzung der Ärzte von Z.________ einer 50 prozentigen Arbeitsfähigkeit an der damaligen Stelle als Betriebsmitarbeiter in der Nahrungsmittelbranche nicht abgestellt werden kann, hat das Gericht im Urteil vom 30. August 2005 dargelegt, worauf verwiesen wird. 4.7 Mit der Beurteilung des Dr. med. S.________ vom 15. November 2001 und 24. April 2001 sowie dessen Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit von mindestens 75 Prozent auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hat sich das Gericht bereits im Urteil vom 30. August 2005 befasst und dort auch dargelegt, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann und aus welchem Grund sich ergänzende medizinische Abklärungen aufdrängten. Es wird diesbezüglich auf die Erwägungen im Urteil U 409/04 verwiesen. Soweit der Beschwerdeführer dieses Vorgehen mit Blick auf die für ihn weniger günstig ausgefallene Schlussfolgerung der Gutachter des medizinischen Begutachtungszentrums A.________ kritisiert, erweist sich der Einwand als unbehelflich. 4.8 Zusammenfassend vermittelt das Gutachten des medizinischen Begutachtungszentrums A.________ eine hinreichend zuverlässige Beurteilungsgrundlage, weshalb von weiteren spezialärztlichen Abklärungen keine entscheidrelevanten neuen Aufschlüsse zu erwarten sind. Damit kann von der eventualiter beantragten Rückweisung der Sache zur ergänzenden medizinischen Abklärung abgesehen werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 131 I 153 E. 3 S. 157, 124 V 90 E. 4b S. 94).