Citation: 8C_747/2023 E. 4.2.4

4.2.4. Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, dass der Medianlohn der LSE 2020 (Fr. 5'216.-) deutlich tiefer sei als jener der LSE 2018 (Fr. 5'417.-). Dementsprechend falle auch das anhand der LSE 2020 auf das Jahr 2021 hochgerechnete Invalideneinkommen um rund 5 % tiefer aus als das gestützt auf die LSE 2018 errechnete. Da dem leidensbedingten Abzug praxisgemäss eine überragende Bedeutung als Korrekturinstrument bei der Festsetzung eines möglichst konkreten Invalideneinkommens zukomme (BGE 148 V 174 E. 9.2.2), müsse diese Entwicklung auch in der konkreten Festsetzung des Invalideneinkommens abgebildet werden. Dies rechtfertige einen Abzug von 5 %, "ansonsten auf ein hypothetisches Einkommen abgestellt würde, welches im Jahre 2021 nicht hätte erzielt werden können". Nach ständiger Rechtsprechung sind für den Einkommensvergleich die Verhältnisse im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns massgebend. Validen- und Invalideneinkommen sind auf zeitidentischer Grundlage zu erheben; allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen sind bis zum Einspracheentscheid zu berücksichtigen (BGE 129 V 222 E. 4.1; 128 V 174). Wird auf Tabellenlöhne abgestellt, sind grundsätzlich die aktuellsten statistischen Daten zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 2.3 mit Hinweisen), womit die im Verfügungszeitpunkt bezogen auf den Zeitpunkt des Rentenbeginns aktuellsten veröffentlichten Daten gemeint sind (vgl. Urteile 8C_399/2022 vom 9. November 2022 E. 6.1.1; 8C_202/2021 E. 6.2.2, in SVR 2022 IV Nr. 23 S. 73; 8C_132/2020 vom 18. Juni 2020 E. 4.1 und 4.2.1). Diesen Grundsätzen folgend haben Vorinstanz und Beschwerdegegnerin den Einkommensvergleich zu Recht gestützt auf die dannzumal aktuellsten Werte der LSE 2018 vorgenommen, zumal die LSE 2020 erst am 23. August 2022 (mithin nach dem Erlass des Einspracheentscheids vom 10. August 2022) veröffentlicht wurde. Die Argumentation des Beschwerdeführers läuft diesen Grundsätzen jedoch zuwider, hätte sie doch letztlich zur Folge, dass das Invalideneinkommen - und nur dieses - mit Blick auf einen statistischen Wert festzusetzen wäre, der im massgebenden Zeitpunkt noch gar nicht veröffentlicht war. Abgesehen davon hat der Beschwerdeführer im Jahr 2021 gemäss den unwidersprochen gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz faktisch ein deutlich höheres Einkommen erwirtschaftet als das gestützt auf den Zentralwert der LSE 2018 ermittelte (s. vorne E. 3).