Citation: 6B_697/2017 E. A

Die Anklage wirft Y.Y.________, W.Y.________, X.________ und Z.________ unter anderem gewerbsmässigen Betrug vor. Sie hätten per aggressives Telefonmarketing in der Zeit vom April 2006 bis Juni 2007 Aktien der A.________ AG verkauft. Dabei hätten sie die A.________ AG als erfolgreiches Start-up-Unternehmen angepriesen und unter anderem verschwiegen, dass die Gesellschaft die vorgegebene Geschäftstätigkeit (Einführung des "Ultimate Fighting" in Europa und Durchführung von Kampfsportveranstaltungen) nicht ernsthaft betrieben habe. Die Einnahmen aus dem Aktienverkauf seien zum grössten Teil nicht für das operative Geschäft, sondern primär zur Bezahlung der hohen Kosten des Telefonmarketings (Provisionen, Löhne, Infrastruktur) sowie für hohe Zahlungen an die Eheleute Y.________ verwendet worden. Die gekauften Aktien seien somit wertlos gewesen, so dass 292 gutgläubigen Anlegern ein Vermögensschaden von insgesamt über sieben Millionen Franken entstanden sei. Y.Y.________ habe die Gesellschaft gesteuert. Er und W.Y.________ seien faktische Organe gewesen, während X.________ und Z.________ zusammen mit Y.Y.________ die Telefonverkäufer geführt hätten, welche formell bei der B.________ AG angestellt gewesen seien. Einziger Verwaltungsrat der B.________ AG sei Y.Y.________ gewesen. Y.Y.________, W.Y.________, X.________ und Z.________ seien am Verkauf der A.________ AG-Aktien massgeblich beteiligt gewesen.