Citation: 1B_230/2008 25.08.2008 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer ist geständig, den Geschädigten mit einem Messer Stichverletzungen beigebracht zu haben. Er ist aber der Auffassung, dass es sich nur um leichte Körperverletzungen gehandelt habe. Er bestreitet auch den subjektiven Tatverdacht der versuchten schweren Körperverletzung. 3.2 Im Gegensatz zum erkennenden Sachrichter hat das Bundesgericht bei der Überprüfung des dringenden Tatverdachts keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse vorzunehmen. Auch der subjektive Tatbestand der (versuchten) schweren Körperverletzung braucht nicht "nachgewiesen" zu werden (Urteile des Bundesgerichts 1P.617/2001 vom 15. Oktober 2001, E. 2d; 1P.733/1999 vom 13. Januar 2000, E. 2a/aa). Macht ein Angeschuldigter geltend, gegen ihn würden ohne ausreichenden Tatverdacht strafprozessuale Massnahmen ergriffen, ist zu prüfen, ob genügend konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Beschwerdeführer eine Straftat begangen hat, die kantonalen Behörden somit das Bestehen eines dringenden Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften (BGE 116 Ia 143 E. 3c S. 146). 3.3 Mit seinem Vorbringen, er habe dem Geschädigten lediglich eine leichte Körperverletzung zugefügt, verkennt der Beschwerdeführer, dass Untersuchungshaft - unter Vorbehalt des Verbots der Überhaft - bereits angeordnet werden darf, wenn der Angeschuldigte eines Vergehens (einfache Körperverletzung) dringend verdächtigt wird. In seinem Fall bezieht sich der dringende Tatverdacht auf eine versuchte schwere Körperverletzung. Die Beurteilung, ob die den Geschädigten zugefügten Messerstiche als leichte oder schwere Körperverletzung zu qualifizieren sind, ist Sache des Strafgerichts. Ebenso wenig lässt das blosse Bestreiten der vorsätzlichen oder eventualvorsätzlichen Tatbegehung die Annahme des dringenden Tatverdachts dahinfallen. Unter den gegebenen Umständen ist die Frage des subjektiven Tatbestandes nicht im Haftprüfungsverfahren abschliessend zu beurteilen, sondern (nach einer entsprechenden Anklageerhebung) vom erkennenden Strafgericht. Der dringende Tatverdacht ist somit zu bejahen.