Citation: 1C_403/2019 E. 3

Die dem vorsorglichen Führerausweisentzug zugrunde liegenden Sachumstände sind nicht strittig oder werden vom Beschwerdeführer jedenfalls nicht in einer Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG genügenden Weise beanstandet. Einigkeit herrscht auch hinsichtlich der anwendbaren Rechtsnormen. Der Beschwerdeführer hat sich denn auch - wie vom SVA angeordnet - einer verkehrsmedizinischen Untersuchung unterzogen. Uneinigkeit zwischen ihm und den Behörden besteht dagegen hinsichtlich der Frage, wie das Ergebnis dieser Begutachtung zu würdigen sei. Die Vorinstanz hat zwar die gutachterlichen Ausführungen betreffend Alkoholkonsum und Fahreignung kritisiert und als nur «teilweise überzeugend» beurteilt. Als problematisch hat sie dagegen - mit dem Experten - den Cannabiskonsum des Beschwerdeführers erachtet, insbesondere den Umstand, dass er diesen während der Fahreignungsabklärung fortgesetzt habe. Dies werfe die Frage auf, ob er in der Lage sei, seinen Cannabiskonsum genügend zu steuern. Angesichts dieser Umstände sei die angefochtene Verfügung nicht rechtsverletzend. Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, er habe nie zeitgleich Cannabis konsumiert und am Strassenverkehr teilgenommen. Da es ihm aufgrund des vorsorglichen Führerausweisentzugs ohnehin verboten sei, ein Fahrzeug zu lenken, spreche nichts gegen den Cannabiskonsum. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung rechtfertige grundsätzlich selbst ein jahrzehntelanger Konsum von wöchentlich vier Joints keinen Schluss auf eine Beeinträchtigung der Fahreignung. Aufgrund der bei ihm gemessenen Werte sei bloss von einem gelegentlichen Konsum auszugehen.