Citation: I 300/06 09.10.2006 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie habe seit dem Ereignis vom 6. Juli 2003 unter erheblichen Beschwerden und Schmerzen gelitten, welche von den konsultierten Ärzten nicht hätten erklärt werden können und die deshalb unrichtig therapiert worden seien. Nun aber hätten neuere bildgebende Abklärungen degenerative Veränderungen im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) ausgewiesen. Sie legt dazu den Bericht des Prof. Dr. med. A.________, Facharzt FMH für Anästhesiologie, vom 2. Dezember 2005 vor, in dem ausgeführt wird, ein MRI der LWS vom 17. September 2005 habe eine mittelgradige Spondylarthrose im unteren LWS-Bereich, eine kleine linksseitige mediolaterale bis foraminale Diskushernie auf Höhe L4/L5 und eine leichte Erweiterung des Gelenkspaltes im linken Ileo-Sacral-Gelenk (ISG) gezeigt. Diese Befunde werden durch Dr. med. T.________, Facharzt FMH für Rheumatologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, Manuelle Medizin, in dem ebenfalls eingelegten Bericht vom 23. Februar 2006 bestätigt, der ein lumbo-spondylogenes Syndrom beidseits und - im Sinne einer Differenzialdiagnose - eine Sakroiliakalgelenkslockerung links, zum Teil auch rechts bei "Status nach Trauma am 6. Juli 2003" angibt. 3.2 Indessen ist schon im Bericht der Neurologischen Klinik des Spitals X.________ vom 21. Juli 2003 - also bereits zu Beginn des Schmerzverlaufes - festgehalten worden ist, dass bei der MRI-Untersuchung der LWS eine Diskusprotrusion (damals L2/L3) festzustellen war. Der behandelnde Arzt Dr. med. G.________, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, Akupunktur - TCM ASA, gab schon am 24. Mai 2004 an, im Bereich des Rückens bestehe eine Druckdolenz des ISG beidseits. Degenerative Veränderungen im Bereich der unteren LWS und des ISG sind somit bereits früher rapportiert und berücksichtigt worden, es handelt sich dabei nicht um neue Erkenntnisse. Anders als die Beschwerdeführerin es darstellt, waren Rückenschmerzen immer schon ein Thema. Durch die am 27. November 2003 gestellte Verdachtsdiagnose eines Restless-legs-Syndroms (erster Bericht des Prof. Dr. med. M.________) ist die Therapie keineswegs negativ beeinflusst worden. Prof. Dr. med. M.________ hat in seiner Expertise vom 12. November 2004 die Entwicklung der geschilderten Symptomatik klar und ausführlich dargelegt. Sämtlichen Ärzten stellte sich das Problem, dass vorab für die Beinbeschwerden ein anatomisches Substrat nicht zu finden war, wie Dr. med. G.________ in seinem Bericht vom 24. Mai 2004 ausdrücklich feststellte. Bei dieser Gelegenheit bescheinigte er der als lebhaft und psychisch unauffällig beschriebenen Patientin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit einzig mit der Begründung, dass sie ihre Beschwerden glaubhaft schildere. Wegen des zeitlichen Zusammenhangs mit "dem Verhebetrauma am 6. Juli 2003", erachtete er sogar eine ähnliche Schädigung (offenbar der LWS) wie von einem HWS-Trauma als denkbar. Auch die beiden in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zitierten Ärzte Prof. Dr. med. A.________ und Dr. med. T.________ sehen als Ursache der Beschwerden ein am 6. Juli 2003 erlittenes Verhebetrauma. Davon kann in Anbetracht des in der Beschwerdesache I 300/06 heute ergehenden Urteils nicht die Rede sein. Die Beurteilung Prof. Dr. med. M.________, die Diskrepanzen bei der Würdigung der Arbeitsfähigkeit in den verschiedenen Arztberichten rührten vorwiegend daher, dass auf die subjektiven Angaben der Explorandin abgestellt und die erhobenen Befunde nicht berücksichtigt würden, hat nach wie vor ihre volle Gültigkeit.