Citation: 9C_431/2007 27.07.2007 E. 3

3.1 Die IV-Stelle ist nach dem klaren Wortlaut des Dispositivs des Schreibens vom 23. Januar 2007 auf das Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten. Wie das kantonale Gericht zu Recht festgehalten hat, zählte die IV-Stelle in der Begründung des Nichteintretensentscheids die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung auf und führte die Berechnungsgrundsätze für das Valideneinkommen, insbesondere bei Gewinnschwankungen, an. Ferner hat das kantonale Gericht unwidersprochen festgestellt, dass die IV-Stelle keine neuen Abklärungen vorgenommen hat. Daraus zog es den Schluss, die IV-Stelle habe sich darauf beschränkt, Ausführungen allgemeiner Art zu machen und auf die Berechnung des Valideneinkommens gemäss der ursprünglichen Rentenverfügung vom 18. Juli/22. September 2005 hinzuweisen. Damit habe sie die ursprüngliche Verfügung keiner neuen materiellen Beurteilung unterzogen. 3.2 Diese Betrachtungsweise ist im Lichte von Art. 53 Abs. 2 ATSG und der darin kodifizierten früheren Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (BGE 117 V 8, 116 V 62) bundesrechtskonform. Die hiegegen in der Beschwerde erhobenen Einwände sind allesamt unbehelflich. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat die IV-Stelle ein Eintreten auf das Wiedererwägungsgesuch nicht nur nach dem Wortlaut, sondern auch nach dem tatsächlichen rechtlichen Bedeutungsgehalt ihres Schreibens vom 23. Januar 2007 abgelehnt. Das Nichteintreten erfolgte ohne weitere Abklärungen nach äusserst summarischer Prüfung. Von einem Eintreten der IV-Stelle auf das Rückkommensgesuch, das heisst von dessen materieller Behandlung und einem erneut ablehnenden Sachentscheid durch die Verwaltung im Sinne der vorstehenden E. 2.3 (vgl. auch BGE 117 V 8 E. 2b/aa S. 13 mit Hinweisen) kann unter diesen Umständen keine Rede sein. Selbst wenn das Schreiben vom 23. Januar 2007 als neuer Sachentscheid qualifiziert würde, wäre die gerichtliche Prüfung nach BGE 116 V 62 auf die Frage beschränkt, ob die Voraussetzungen der Wiedererwägung (zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen, formell rechtskräftigen Verfügung sowie erhebliche Bedeutung der Berichtigung) gegeben sind. Von einer zweifellosen Unrichtigkeit könnte jedoch nicht gesprochen werden, da bei Selbstständigerwerbenden mit stark schwankenden Einkünften das Valideneinkommen aufgrund des auf mehrere Jahre bezogenen durchschnittlichen Jahreseinkommens festzulegen wäre (vgl. ZAK 1985 S. 466) und für die Jahre 1997 bis 2002 angesichts des Invalideneinkommens von Fr. 81'834.- selbst bei Berücksichtigung des 2002 im IK eingetragenen Einkommens von Fr. 335'200.- kein zu einer Dreiviertelsrente führender Validenlohn resultieren würde.