Citation: 1P.551/2006 22.09.2006 E. 2

2.1 Untersuchungshaft kann im Kanton Zürich (u.a.) angeordnet werden, wenn der Angeschuldigte eines Vergehens oder Verbrechens dringend verdächtig ist und die Gefahr besteht, dass er in Freiheit versuchen könnte, sich der weiteren Strafverfolgung durch Flucht zu entziehen oder Beweismittel zu beseitigen, Dritte zu falschen Aussagen zu verleiten oder die Abklärung des Sachverhaltes auf andere Weise zu gefährden (§ 58 der Strafprozessordnung vom 4. Mai 1991, StPO). Liegt neben dem allgemeinen Haftgrund des dringenden Tatverdachts einer der beiden besonderen Haftgründe - Flucht- oder Kollusionsgefahr - vor, steht einer Inhaftierung auch unter dem Gesichtspunkt der persönlichen Freiheit grundsätzlich nichts entgegen. 2.2 Der Haftrichter hat im angefochtenen Entscheid erwogen, es ergebe sich aus dem Haftfortsetzungsantrag der Staatsanwaltschaft und sei unbestritten, dass ein dringender Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer sowie Fluchtgefahr bestünden, weshalb offen bleiben könne, ob dies auch für Kollusionsgefahr zutreffe. Ein gewisses Verständnis hat er für die Kritik des Beschwerdeführers an den "relativ grossen zeitlichen Abständen zwischen den einzelnen Untersuchungshandlungen" gezeigt, aber befunden, eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes liege dennoch (noch) nicht vor. 2.3 Der Beschwerdeführer bestreitet nicht substanziiert, dass gegen ihn ein dringender Tatverdacht besteht. Auf seine Kritik an der Annahme von Fluchtgefahr ist nicht einzutreten (oben E. 1.2). Er ist somit insoweit den Nachweis schuldig geblieben, dass die Fortsetzung der Untersuchungshaft verfassungswidrig sein könnte, und das ist auch nicht ersichtlich. Es bleibt daher sein Vorwurf zu prüfen, die Staatsanwaltschaft habe das Verfahren verschleppt und dadurch das Beschleunigungsgebot verletzt, weshalb die Fortführung der Untersuchungshaft unverhältnismässig sei.