Citation: 2A.470/1999 31.01.2000 E. 5

5.- Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe zu Unrecht ihre Kognition eingeschränkt. a) Gemäss § 56 Abs. 1 und 2 des Gesetzes vom 23. Februar 1981 über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Thurgau (VRG) können beim Verwaltungsgericht mittels Beschwerde Rechtsverletzungen sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden; eine Ermessenskontrolle kommt dem Verwaltungsgericht gemäss § 56 Abs. 3 VRG (in der Fassung vom 18. August 1993) hingegen nur dann zu, wenn es als erste Rechtsmittelinstanz zu entscheiden hat, wenn seine Entscheide an eine Bundesinstanz mit unbeschränkter Überprüfungsbefugnis weitergezogen werden können oder wenn ein Gesetz oder Staatsvertrag dies vorschreibt (vgl. zum Ganzen Urs Haubensak/Peter Litschgi/ Philipp Stähelin, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Thurgau, Frauenfeld 1984, § 56; Rudolf Strehle, Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Kanton Thurgau, Diss. Zürich 1987, S. 98 ff. und 141 f.). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist nicht zu beanstanden, wenn das Verwaltungsgericht vorliegend (in Anwendung von § 56 Abs. 3 e contrario VRG) von der Durchführung einer Ermessenskontrolle abgesehen hat. Das in Art. 13 EMRK garantierte Recht auf wirksame Beschwerde, das es im Zusammenhang mit geltend gemachten Verletzungen von Konventionsgarantien zu beachten gilt, war bereits mit der Möglichkeit des verwaltungsinternen Rekurses an das kantonale Departement gewahrt. Die Garantie von Art. 13 EMRK verlangt im Übrigen lediglich eine Rechtskontrolle und in diesem Rahmen die Überprüfung des relevanten Sachverhalts (vgl. Mark E. Villiger, Handbuch der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), 2. Auflage, Zürich 1999, Rn. 649). Nichts anderes ergibt sich aus bundesrechtlicher Sicht: Die von der Vorinstanz gewählte Kognition genügt dem Grundsatz der Einheit des Verfahrens, wonach die letzte kantonale Instanz die Beschwerdegründe mindestens im gleichen Umfang wie für die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht zu gewährleisten hat (Art. 98a Abs. 3 in Verbindung mit Art. 104 OG). Ist dem Bundesgericht die Überprüfung der Opportunität einer Ausweisung verwehrt (vgl. E. 2a), so ist auch keine Ermessenskontrolle durch das kantonale Verwaltungsgericht erforderlich. b) Im Übrigen kann der Vorinstanz auch nicht vorgeworfen werden, sie habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt. Zwar hat das Verwaltungsgericht mit Blick auf Art. 105 Abs. 2 OG den Sachverhalt umfassend zu prüfen, was grundsätzlich durch die Kognition gemäss § 56 Abs. 1 und 2 VRG (insbesondere in Verbindung mit der in § 12 VRG statuierten Untersuchungsmaxime) gewährleistet ist. Doch erstreckt sich diese Prüfungspflicht nur auf die für den Entscheid rechtserheblichen Sachumstände. Dass das Verwaltungsgericht - wie der Beschwerdeführer zutreffend ausführt - die im Rekursentscheid des Departements für Justiz und Sicherheit vom 8. Februar 1999 (S. 2) gemachte aktenwidrige Feststellung, bei der Hausdurchsuchung vom 20. Februar 1996 seien Drogen gefunden worden, nicht explizit richtig gestellt hat, tut insofern nichts zur Sache.