Citation: 6B_1060/2019 E. 2.3.3

2.3.3. Nach Art. 182 StPO ziehen die Staatsanwaltschaft und Gerichte eine oder mehrere sachverständige Personen bei, wenn sie nicht über die besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die zur Feststellung oder Beurteilung eines Sachverhalts erforderlich sind. Der gerichtliche Experte teilt dem Richter aufgrund seiner Sachkunde entweder Erfahrungs- oder Wissenssätze seiner Disziplin mit, erforscht für das Gericht erhebliche Tatsachen oder zieht sachliche Schlussfolgerungen aus bereits bestehenden Tatsachen. Er ist Entscheidungsgehilfe des Richters, dessen Wissen er durch besondere Kenntnisse aus seinem Sachgebiet ergänzt (BGE 118 Ia 144 E. 1c S. 145 f.; Urteile 6B_1113/2018 vom 10. Dezember 2019 E. 3.3.2 und 6B_488/2016 vom 5. September 2016 E. 3.4.2; je mit Hinweisen). Die Beweiswürdigung und die Beantwortung der sich stellenden Rechtsfragen ist in jedem Fall aber Sache des Richters (BGE 118 Ia 144 E. 1c S. 145 f. mit Hinweisen). Der Entscheid, ob es des Beizugs eines Sachverständigen bedarf, liegt (von hier nicht einschlägigen Ausnahmen abgesehen) im Rahmen der freien richterlichen Beweiswürdigung im pflichtgemässen Ermessen des Gerichts (Urteile 6B_1113/2018 vom 10. Dezember 2019 E. 3.3.2; 6B_354/2016 vom 6. Dezember 2016 E. 3.1 mit Hinweisen; 6B_1196/2015 vom 27. Juni 2016 E. 1.3.3 mit Hinweis).