Citation: 2C_140/2007 23.07.2007 E. 2

2.1 Gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG kann der Ausländer aus der Schweiz ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde. Die Ausweisung soll nach Art. 11 Abs. 3 ANAG nur verfügt werden, wenn sie nach den gesamten Umständen angemessen erscheint. 2.2 Massgebend für die Interessenabwägung gemäss Art. 11 Abs. 3 ANAG ist das Verschulden des Ausländers. Dieses findet vorab im vom Strafrichter verhängten Strafmass seinen Ausdruck. Ausgangspunkt und Massstab sowohl für die Schwere des Verschuldens als auch für die fremdenpolizeiliche Interessenabwägung ist daher nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die vom Strafrichter verhängte Strafe (BGE 129 II 215 E. 3.1 f.). Dabei sind umso strengere Anforderungen an die Schwere des strafrechtlichen Verschuldens zu stellen, je länger ein Ausländer in der Schweiz gelebt hat (BGE 125 II 521 E. 2b). Bei schweren Straftaten, insbesondere auch bei schweren Betäubungsmitteldelikten, besteht indessen regelmässig ein wesentliches öffentliches Interesse an einer Ausweisung (BGE 122 II 433 E. 2c).