Citation: 1C_567/2022 E. 3.5

3.5. Diese bundesrechtlichen Gesetzesgrundlagen werden durch die Bestimmungen des Gesetzes des Kantons Thurgau vom 19. April 2017 über den Wasserbau und den Schutz vor gravitativen Naturgefahren (WBSNG/TG; RB 721.1) konkretisiert. Der Schutz vor den schädlichen Einwirkungen des Wassers erfolgt in erster Linie durch Unterhalt und in zweiter Linie durch raumplanerische Massnahmen. Reicht dies nicht aus, sind Korrektionsmassnahmen zu treffen (§ 3 Abs. 2 WBSNG/TG). Gemäss § 13 WBSNG/TG obliegen Bachkorrektionen der Gemeinde. Der Kanton kann an Stelle der Gemeinden eine solche planen oder durchführen, wenn die Bachkorrektion mehrere Gemeinden betrifft, sämtliche Gemeinden diesem Vorgehen zustimmen und die zu treffenden Massnahmen von regionaler Bedeutung sind (§ 14 Abs. 1 WBSNG/TG). Soweit nicht § 14 zur Anwendung gelangt, bedürfen Projekte für Bachkorrektionen der Genehmigung durch den Kanton (§ 16 Abs. 1 WBSNG/TG).