Citation: U 342/04 18.03.2005 E. 4

Am 21. Februar 2005 lässt der Versicherte einen Bericht des Externen Psychiatrischen Dienstes A.________ vom 2. Dezember 2004 einreichen. Danach liegen eine mittelschwere depressive Episode und eine gestörte Impulskontrolle im Sinne einer andauernden Anpassungsstörung nach Polytrauma durch Arbeitsunfall vor fünf Jahren vor, was eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge habe und als Unfallfolge betrachtet werden könne. Dieser Bericht ist zwar nach Ablauf der Rechtsmittelfrist eingereicht worden, jedoch enthält er neue erhebliche Tatsachen, die eine Revision im Sinne des Art. 137 lit. b OG zu rechtfertigen vermöchten, da er offensichtlich auch den Zeitraum bis zum Einspracheentscheid beschlägt und deshalb hier massgebend ist (RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101), zumal im bisherigen Verfahren die Frage einer allfälligen psychischen Gesundheitsstörung noch nie aufgeworfen worden ist. In der Folge ist dieses neue Beweismittel hier zu berücksichtigen (BGE 127 V 357 Erw. 4b). Der Bericht des Externen Psychiatrischen Dienstes A.________ vom 2. Dezember 2004 stellt (erstmals) einen genügenden Anhaltspunkt für weitere Abklärungen in dieser Hinsicht dar, da ärztlicherseits klar das Bestehen einer psychischen Unfallfolge angenommen wird. Die SUVA wird - im Rahmen des pflichtgemässen Ermessens - entscheiden, ob und gegebenenfalls welche weiteren Abklärungen notwendig sind und anschliessend unter Berücksichtigung der neu geltend gemachten psychischen Beschwerden neu verfügen. Eine Rückweisung rechtfertigt sich im Weiteren auch im Hinblick auf die Frage der Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen dem Unfall von Juni 1999 und den neu geklagten psychischen Beschwerden, weil ansonsten dem Versicherten die Möglichkeit des doppelten Instanzenzuges verwehrt würde (vgl. BGE 125 V 417 Erw. 2c).