Citation: 6B_336/2009 08.07.2009 E. 2.3

2.3.1 Der Beschwerdeführer rügt beispielsweise, er habe A.________ nicht töten wollen, als er ihm am 23. November 2006 mit dem Filetiermesser gedroht habe. Wenn er an diesem Tag tatsächlich seinen Halbbruder hätte umbringen wollen, wäre er mit Sicherheit anders vorgegangen und hätte nicht seine gesamte Familie und überdies seine Freundin und ihre beiden Kinder bei diesem zuhause versammelt. Nicht zutreffend sei insbesondere, dass er A.________ verbal mit dem Tod drohte, als er das Messer gegen ihn erhob. 2.3.2 Die Vorinstanz stützt sich für die Begründung des Tötungswillens in erster Linie auf die Aussagen des Beschwerdeführers in der Voruntersuchung. Anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 5. August 2007 beantwortete dieser die Frage, ob er damals versucht habe, seinen Halbbruder umzubringen, mit "ja, ich hatte einfach keine Kontrolle mehr über mich". Auf die Frage, ob er seinem Halbbruder in der Vergangenheit gedroht habe, ihn umzubringen, gab er an, "als das mit dem Messer geschehen ist, sagte ich ihm, dass ich ihn umbringen will". An der Haftverhandlung vom 7. August 2007 bestätigte der Beschwerdeführer, dass er A.________ damals etwas antun wollte, und anlässlich der Einvernahme vom 15. August 2007 schloss er nicht aus, dass er auf A.________ eingestochen hätte, wenn ihm B.________ und C.________ das Messer nicht abgenommen hätten. Auch A.________ sagte vor dem Appellationsgericht aus, der Beschwerdeführer habe ihm anlässlich dieses Vorfalls mit dem Tod gedroht. 2.3.3 Die Annahme der Vorinstanz, der Beschwerdeführer sei in Tötungsabsicht mit dem Messer auf A.________ losgegangen, ist angesichts der in der Voruntersuchung erfolgten Geständnisse nicht unhaltbar. Der Beschwerdeführer hat die Tötungsabsicht vor Gericht zwar bestritten, jedoch zugestanden, dass er sehr wütend gewesen sei und die Kontrolle über sich verloren habe. Die Vorinstanz weist zu Recht daraufhin, dass der Umstand, dass der Beschwerdeführer im Nachhinein zum rationalen Ergebnis gelangte, er wolle seinen Halbbruder nicht töten, nicht dagegen spricht, dass er in seiner Wut im Tatzeitpunkt auf A.________ eingestochen hätte, wenn ihm B.________ und C.________ das Messer nicht abgenommen hätten. Die Sachverhaltsfeststellung des Appellationsgerichts ist nicht willkürlich. 2.4 A.________ und H.________ befanden sich am 4. August 2007 nicht, wie vom Beschwerdeführer behauptet, auf dem Trottoir neben dem Audi TT, als er in diesen hineinfuhr, sondern im unmittelbaren Gefahrenbereich. Dies ergibt sich aus den Aussagen von H.________, G.________ und A.________, welche übereinstimmend angaben, A.________ habe zum Tatzeitpunkt neben dem vorderen linken Kotflügel gekauert, während H.________ vor dem Fahrzeug auf der Strasse gestanden sei. G.________ und der Polizeibeamte R.________ bestätigten zudem, dass der Beschwerdeführer nach dem Vorfall sehr aufgebracht war und A.________ wiederholt zuschrie, er werde ihn töten, dies auch nach Eintreffen der Polizei. Auch im Verlaufe der Abklärungen vor Ort äusserte sich der Beschwerdeführer gegenüber dem Polizeibeamten P.________ gemäss den Polizeiakten sinngemäss dahingehend, dass er A.________ habe überfahren wollen und ihn bei Gelegenheit töten werde. Die Feststellung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer sei mit der Absicht in den Audi TT gefahren, A.________ zu töten, ist bei dieser Beweislage nicht zu beanstanden. 2.5 Der Beschwerdeführer kritisiert den Befund des forensisch-psychiatrischen Gutachtens, welches ihm eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ und eine Tendenz zur Bagatellisierung attestiert. Gründe, weshalb das Gericht Zweifel an der Schlüssigkeit des Gutachtens hätte haben sollen, legt er jedoch nicht dar, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist. 2.6 Nicht einzutreten ist auf die Behauptung, die Polizei habe die Kalenderdaten von Einvernahmen und seiner Spitaleinweisung verfälscht. Befragungen hätten zwar am 4. August 2007, nicht jedoch am 5. August 2007 stattgefunden, und er sei entgegen den Angaben in den Akten nicht am 6. August 2007, sondern am 4. August 2007 ins Universitätsspital Basel eingewiesen worden. Soweit diese Aussage nicht auf einer offensichtlich mangelnden Kenntnis des Verfahrensdossiers durch den Beschwerdeführer basiert, ist nicht ersichtlich, wie sich die allfällig falschen Protokollierungen zuungunsten des Beschwerdeführers hätten auswirken können.