Citation: 2C_74/2016 E. 2.1

2.1. Verfügt ein ausländischer Staatsangehöriger über ein aus dem FZA fliessendes Anwesenheitsrecht, kommt die Verweigerung eines Aufenthaltstitels einer Beschränkung der aus diesem Abkommen fliessenden Rechte gleich (BGE 139 II 121 E. 5.3 S. 125; Urteile 2C_560/ 2016 vom 6. Oktober 2016 E. 2.3; 2C_784/2014 vom 24. April 2015 E. 2.1) und hat, zusätzlich zu den Verweigerungsgründen nach nationalem Recht (Art. 62 f. AuG), den im FZA selbst aufgestellten Voraussetzungen für deren Beschränkung zu genügen (BGE 130 II 176 E. 3.2 S. 181). Der Beschwerdeführer kann sich als deutscher Staatsangehöriger, der nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen eine unselbstständige Erwerbstätigkeit in der Schweiz ausübt, auf das FZA berufen (Art. 4 FZA und Art. 6 Anhang I FZA; BGE 141 II 1 E. 2.1.1 S. 3; Urteile 2C_793/2015 vom 29. März 2016 E. 3.1; 2C_784/2014 vom 24. April 2015 E. 2.2). Eine Aufenthaltsbewilligung zur Ausübung der Freizügigkeitsrechte kann ihm nur verweigert werden, wenn die dafür in Art. 5 Anhang I FZA aufgestellten Voraussetzungen erfüllt sind.