Citation: 1C_428/2023 E. 3.6

3.6. Das Haus der Beschwerdeführenden mit seiner landwirtschaftsfremden Nutzung (und ein allenfalls bestehender Fussweg) geniessen lediglich Besitzstandesschutz. Aus der Besitzstandsgarantie kann aber kein Anspruch auf eine befahrbare Zufahrt bzw. - genereller gesagt - auf eine zeitgemässe Erschliessung abgeleitet werden. Eine solche Auslegung stünde im Widerspruch zu den Bestimmungen des Raumplanungsgesetzes (RPG; SR 700), das der Änderung besitzstandsgeschützter Bauten enge Grenzen setzt. Sie liefe der Absicht des Gesetzgebers zuwider, die bauliche Entwicklung zonenwidrig gewordener Zustände im Interesse der Trennung des Siedlungsgebietes vom Kulturland wenn nicht vollständig zu untersagen, so doch stark einzuschränken. Das Bundesgericht hat es daher in seiner Rechtsprechung stets abgelehnt, die Standortgebundenheit mit der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Baute zu rechtfertigen, welche selbst zonenfremd ist (Urteil 1A.256/2004 vom 31. August 2005 E. 5; BGE 115 Ib 295 E. 2c).