Citation: 5A_71/2020 E. 7.3

7.3. Die Vorinstanz hat sich nicht explizit mit dem Antrag auf Beschränkung des Akteneinsichtsrechts auseinandergesetzt und nur dessen umfassende Gewährung begründet. Das Obergericht konnte jedoch keinerlei Interessen der Beschwerdeführerin feststellen, welche der Akteneinsicht entgegenstehen (im Einzelnen dazu vorne E. 6). Folglich lehnte es auch eine Einschränkung des Akteneinsichtsrechts der Beschwerdegegnerin ab. In E. 3.4 auf S. 7 des angefochtenen Urteils erwog es denn auch: "Mit diesen wenig konkreten Ausführungen kann die Beschwerdeführerin das grundsätzlich umfassende Akteneinsichtsrecht der Beschwerdegegnerin nicht in die Schranken weisen." Damit ergibt sich aus dem angefochtenen Urteil mit hinreichender Klarheit, dass sich nach Dafürhalten des Obergerichts auch eine Einschränkung des Einsichtsrechts nicht rechtfertigt. Entsprechend hat das Gericht die Beschwerde denn auch in allen Teilen abgewiesen. Wohl wäre zu wünschen gewesen, dass die Vorinstanz ihre Schlussfolgerung zum Eventualbegehren in aller Kürze ausdrücklich festgehalten hätte. Eine Verletzung des Gehörsanspruch liegt hierin jedoch nicht. Im Übrigen tut die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht in keiner Weise dar, weshalb sich gestützt auf den von der Vorinstanz willkürfrei festgestellten Sachverhalt eine Einschränkung der strittigen Akteneinsicht rechtfertigen könnte.