Citation: 6P.83/2006 29.06.2006 E. 6

Hinsichtlich des zweiten Vergewaltigungsvorwurfs setzt sich der Beschwerdeführer erneut im Wesentlichen mit Tatsachenfragen auseinander, worauf - wie erwähnt (oben E. 4) - nicht einzutreten ist. Weiter rügt er, dieser Schuldspruch verletze Art. 190 StGB, wobei er insbesondere geltend macht, die Beschwerdegegnerin sei nicht zum Widerstand unfähig gewesen. Die Vorinstanz hält sachverhaltlich lediglich fest, es erscheine wahrscheinlicher, dass es zu einem kurzen Unterbruch gekommen sei, dass der Beschwerdeführer und die Beschwerdegegnerin ihre Position geändert hätten und dass jener während dieses Unterbruchs das Kondom gewechselt habe. Es sei davon auszugehen, dass auch der zweite Geschlechtsverkehr ohne das Einverständnis der Beschwerdegegnerin erfolgt sei (oben Bst. A, zweiter Absatz; angefochtenes Urteil S. 29 f.). Im Übrigen führt sie aus, "in beiden Fällen" sei der objektive und der subjektive Tatbestand erfüllt (angefochtenes Urteil S. 32). Die Vorinstanz referiert zwar diesbezügliche Aussagen der Beschwerdegegnerin (angefochtenes Urteil S. 10). Sie unterlässt aber eine beweismässige Würdigung sowie die Feststellung eines massgeblichen Sachverhalts. Damit leidet die Entscheidung an derartigen Mängeln, dass die Gesetzesanwendung nicht nachgeprüft werden kann. Die Beschwerde ist somit in diesem Punkt im Sinne von Art. 277 BStP gutzuheissen, das angefochtene Urteil ist aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.