Citation: 1C_502/2019 E. 3.3

3.3. Im angefochtenen Entscheid erwägt das Bundesstrafgericht dazu Folgendes: Seit dem 31. Januar 2019 habe kein Kommunikationsverbot zwischen den Beschwerdeführerinnen und ihrer Bank mehr bestanden. Da die Beschwerdeführerinnen weder über Geschäftssitze noch über Zustellungsdomizile in der Schweiz verfügt hätten, habe das BJ seine Schlussverfügung vom 17. Mai 2019 (rechtmässig) der Bank eröffnet. Erst am 12. Juni 2019 habe der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen beim BJ um Akteneinsicht ersucht. Mit Schreiben vom 13. Juni 2019 habe das BJ den Anwalt darauf aufmerksam gemacht, dass seine Vollmachtsunterlagen nicht vollständig gewesen seien. Angesichts der schon weit fortgeschrittenen Beschwerdefrist habe das BJ dem Anwalt dennoch (allerdings ohne Anerkennung einer Rechtspflicht) die wesentlichen Rechtshilfeakten in elektronischer Form (auf einem USB-Stick) zur Einsicht überlassen. Am 17. Juni 2019 habe der Anwalt weitere Vollmachtsunterlagen beim BJ eingereicht. Das BJ habe dem Anwalt daraufhin noch eine kurzfristige Terminvereinbarung zur Einsicht in sämtliche Akten, inklusive Bankunterlagen, vor Ort angeboten. Mit E-Mail vom 20. Juni 2019 habe der Anwalt auf eine weitere Akteneinsicht beim BJ verzichtet.