Citation: 6B_173/2021 E. 3.4

3.4. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist nicht an die rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz gebunden. Die Beschwerdeführerin hat den Beschwerdegegner 2 nach den zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz arglistig darüber getäuscht, ihm zu einer Ehefrau und zu einer Familie zu verhelfen (siehe E. 2 oben). Weiter führt die Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht aus, der Beschwerdegegner 2 sei im Zeitpunkt des Rückzugs der Privatklage immer noch unter dem Druck der Beschwerdeführerin gestanden (siehe E. 3.2 oben). In rechtlicher Hinsicht ist aus diesen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen zu folgern, dass die arglistige Täuschung des Beschwerdegegners 2 durch die Beschwerdeführerin im Moment des Rückzugs der Privatklage weiterhin andauerte. Der psychisch kranke und in seiner Willensbildung eingeschränkte Beschwerdegegner 2 unterlag dem Irrtum, dass die Beschwerdeführerin ihm bei Rückzug der Privatklage eine Frau aus Thailand nach Hause bringen würde, mit der er nach seiner Wahrnehmung bereits verlobt war. Dieser Irrtum ist nicht dem Beschwerdegegner 2 zuzuschreiben. Vielmehr wurde er ausgelöst durch die Beschwerdeführerin. Der qualifizierte Willensmangel des Beschwerdegegners 2 wurde durch deren arglistige Täuschung hervorgerufen. Dass die Vorinstanz den qualifizierten Willensmangel nicht ausdrücklich auf die Täuschung zurückführt, ändert nichts daran, dass die Zulassung der Zivilklage zu Recht erfolgte. Die entsprechende Rüge der Beschwerdeführerin ist unbegründet.