Citation: 2C_112/2019 E. 4.1

4.1. Ob eine Ehe bloss formell und ohne Aussicht auf Aufnahme einer ehelichen Gemeinschaft besteht, mithin also lediglich zum Schein geführt wird, entzieht sich in der Regel einem direkten Beweis und ist oft nur mittels Indizien zu beweisen (BGE 130 II 113 E. 10.2 S. 135; Urteile 2C_403/2018 vom 19. Februar 2019 E. 3; 2C_752/2016 vom 16. September 2016 E. 3.2). Solche Indizien können äussere Begebenheiten sein wie eine drohende Wegweisung, das Fehlen einer Wohngemeinschaft, ein erheblicher Altersunterschied, Schwierigkeiten in der Kommunikation, fehlende Kenntnisse über den Ehepartner und dessen Familie oder die Bezahlung einer Entschädigung. Die Indizien können aber auch psychische Vorgänge betreffen (tatsächlicher Wille). In beiden Fällen handelt es sich um tatsächliche Feststellungen, welche das Bundesgericht nur auf offensichtliche Unrichtigkeit oder Rechtsverletzungen hin überprüft (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 128 II 145 E. 2.3 S. 152; Urteil 2C_631/2018 vom 4. April 2019 E. 2.2). In die vorinstanzliche Beweiswürdigung greift es nur ein, wenn diese willkürlich ist (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; Urteile 2C_631/2018 vom 4. April 2019 E. 2.2).