Citation: 2C_304/2021 E. 4.2

4.2. Gemäss den unbestrittenen Feststellungen des Regierungsrates in seinem Entscheid vom 17. März 2020 gab der Beschwerdeführer 1 per Ende Juni 2019 seine 3.5-Zimmer-Wohnung auf und zog wieder bei seiner Mutter und seinen Geschwistern ein. Dort bewohnte er gemäss einem Untermietvertrag vom 31. Juli 2019 ein Zimmer. Gestützt auf den auf die Mutter des Beschwerdeführers 1 lautenden Hauptmietvertrag vom 20. Dezember 2014 stellte der Regierungsrat fest, dass es sich bei der Familienwohnung um eine 4-Zimmer-Wohnung mit einer Wohnfläche von 88 m² gehandelt habe und dass im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in der Wohnung sechs Personen gewohnt hätten. In der Folge ging der Regierungsrat davon aus, dass die Wohnung beim Einzug des Beschwerdeführers 1 nach wie vor von sechs Personen bewohnt worden sei, sodass bei einer Bewilligung des Nachzugs der Beschwerdeführerin 2 insgesamt acht Personen in der Wohnung leben würden. Daher ist er zum Schluss gelangt, dass - selbst unter Berücksichtigung des kulturellen Hintergrunds der Beschwerdeführer und der damit möglicherweise einhergehenden bescheidenen Platzbedürfnisse - keine bedarfsgerechte Wohnung im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. b AIG vorliege.