Citation: 7B.157/2005 11.11.2005 E. 6

Offensichtlich noch bevor die drei Grundstücke der Z.________ AG zugewiesen wurden, übte die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 23. Januar 2005 das ihr gemäss Vertrag vom 2. November 1999 bezüglich der Grundstücke Nrn. 2 und 3 zustehende Kaufsrecht aus. Durch eine Erklärung dieser Art wird der zuvor suspensiv bedingte Kaufvertrag zu einem unbedingten Rechtsgeschäft, d.h. wird der für eine Handänderung erforderliche Rechtsgrund perfekt. Zur Übertragung des Eigentums bedarf es in einem Fall wie dem vorliegenden neben einem gültigen Rechtsgrund indessen noch der Eintragung in das Grundbuch. Der Rechtsgrund allein verleiht dem Erwerber nur einen persönlichen Anspruch gegen den Eigentümer auf Abgabe der für die Eintragung notwendigen Erklärungen (BGE 114 III 18 E. 4 S. 20). Dieser Anspruch ist privatrechtlicher Natur und deshalb nötigenfalls klageweise geltend zu machen. Ob und zu welchen Bedingungen die Beschwerdeführerin die dem Kaufsrecht unterstellten Grundstücke - zu denen das in der angefochtenen Steigerungsanzeige genannte nicht gehört - letztlich wird erwerben können, ist mithin nicht von den Vollstreckungsbehörden und damit auch nicht von der erkennenden Kammer zu beurteilen.