Citation: 8C_663/2021 E. 5.6.8

5.6.8. Rechtsprechungsgemäss bedarf die Diagnose einer PTBS einer sorgfältigen Plausibilitätsprüfung (einlässlich dazu: BGE 142 V 342 E. 5.2.2 f.; SVR 2021 MV Nr. 2 S. 7, 8C_589/2020 E. 6.5.3; Urteile 9C_195/2015 vom 24. November 2015 E. 3.3.3; 9C_687/2013 vom 24. Juni 2014 E. 4.2), die laut dem angefochtenen Entscheid fehlt. Das kantonale Gericht legte ausführlich und nachvollziehbar dar, dass sich die Autorin des psychiatrisch-internistischen Teilgutachtens auf mehrere Simulationsanzeichen berief (E. 5.3 - 5.5 hiervor). Als solche gelten etwa wenig plastisch beschriebene Flashbacks, die Angabe einer kompletten Amnesie, Albträume mit immer gleichem Inhalt und gleicher Frequenz, eine lange Latenzzeit, die im Zeitverlauf unveränderte Symptomdarstellung und ein Behandlungsbeginn im Zusammenhang mit juristischen Auseinandersetzungen (vgl. VENZLAFF ET AL., a.a.O., Ziff. 35.4.5 S. 629; HARALD DRESSING, Die Begutachtung der somatoformen Schmerzstörung, in: Freytag et al. [Hrsg.], Grundlagen der medizinischen Begutachtung, 2011, S. 293 ff., 323 f.). Dass die Vorinstanz vor diesem Hintergrund keine stichhaltigen Gründe erblickt, welche die Schlussfolgerungen der Expertise infrage zu stellen vermöchten, ist nicht zu beanstanden.