Citation: 6B_852/2019 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, die Privatklägerin habe dem Beschwerdegegner versichert, sie erzähle nichts weiter, da sie es für möglich gehalten habe, dass ihre Schwester "ausraste". Daraus ergebe sich, dass die Privatklägerin die Aussagen des Beschwerdegegners - wie eine andere Person in ihrer Situation auch - nicht so verstanden habe, dass die Tötung in dessen Machtbereich gelegen habe, sondern dass ihre Schwester aus Wut und Eifersucht über die sexuellen Kontakte ausrasten und die Tötung durchführen könnte. Mithin liege keine Drohung, sondern eine blosse (nicht tatbestandsmässige) Warnung seitens des Beschwerdegegners vor. Aus dem gleichen Grund komme auch der Auffangtatbestand der anderen Beschränkung der Handlungsfreiheit nicht zur Anwendung.