Citation: 7B_36/2025 E. 2.4

2.4. Sodann hat sich die Vorinstanz mit den Voraussetzungen der unentgeltlichen Verbeiständung im Platzierungsverfahren befasst, wobei sie auch hier der Einschätzung der Vorinstanzen folgt. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei bei Gesuchseinreichung mit den Verfahrensakten und der Prozessgeschichte bestens vertraut gewesen und habe sich offensichtlich intensiv mit dem Verwahrungsvollzug und den geltenden Regeln in den verschiedenen Vollzugseinrichtungen auseinandersetzt. Er sei in der Lage gewesen, den Behörden seine Standpunkte mitzuteilen und differenzierte Anträge zu stellen. Dies gehe aus seinen eigenen Eingaben hervor. So habe er etwa den BVD in einem Antwortschreiben vom 25. März 2024 mitgeteilt, dass er eine Verlegung in den Normalvollzug der Justizvollzugsanstalt V.________ unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen nicht wünsche. Gleichzeitig habe er Einsicht in die Akten verlangt. Sodann sei einer Aktennotiz vom 3. April 2024 zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer bei den BVD telefonisch erkundigt habe, ob eine Aufnahme in eine andere Justizvollzugsanstalt noch geprüft werde. Er habe ausgeführt, dass er dort wissen würde, was ihn erwarte, was eine gute Voraussetzung sei. Dass er alle drei bis sechs Monate umziehen müsse, gehe jedenfalls nicht. Es könne somit nicht gesagt werden, der Beschwerdeführer finde sich im Platzierungsverfahren alleine nicht zurecht. Ebenso wenig liege eine Bildungslücke vor. Der Beschwerdeführer scheine wortgewandt und alleine in der Lage, sich mit den Erwägungen der Behörden auseinanderzusetzen und seinen Standpunkt zu vertreten. Es sei zudem von Beginn an klar gewesen, dass sich im Platzierungsverfahren keine komplexen rechtlichen Fragen stellen und es einzig darum gehen würde, für den Beschwerdeführer einen Platz in einer geeigneten Einrichtung zu finden. Dass die Suche danach schwierig sei, stelle keine tatsächliche Schwierigkeit für den Beschwerdeführer im Sinne von Art. 111 Abs. 2 VRPG, sondern eine Erschwernis für die Behörden dar. Die schwierige Suche nach einer Einrichtung sei zudem auf das Verhalten des Beschwerdeführers, insbesondere das ständige Einfordern eines Sondersettings, zurückzuführen. Er habe nicht dargelegt, inwiefern seine gesundheitliche Situation im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung eine unentgeltliche Verbeiständung erfordert hätte. Vielmehr habe er auch hier pauschal und ohne nähere Substanziierung behauptet, seine "physischen und psychischen Beeinträchtigungen" seien ernst zu nehmen, er sei kürzlich operiert worden, habe nunmehr "erhebliche gesundheitliche Probleme" und die Inhaftierung belaste ihn psychisch. Seine Einwände genügten der Begründungspflicht und Substanziierungslast nicht. Im Übrigen habe seine Korrespondenz mit den Behörden gezeigt, dass der Beschwerdeführer trotz seiner gesundheitlichen Situation jedenfalls in der Lage gewesen sei, sich im Platzierungsverfahren zu wehren und seine Ansichten zu vertreten. Eine anwaltliche Vertretung sei nicht notwendig gewesen.