Citation: 8C_149/2022 E. 6.2

6.2. Aus materieller Sicht hat das kantonale Gericht rechtsfehlerfrei begründet, weshalb das Gerichtsgutachten vom 9. August 2021 überzeugt. Es hat sich insbesondere mit dem Vorwurf, Dr. med. B.________ habe die Befunde unvollständig respektive mangelhaft erhoben und insbesondere nur deshalb nicht nach den Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F62.0, nachfolgend: PTBS) gefragt, um keine solche diagnostizieren zu müssen, ausführlich auseinandergesetzt (vgl. vorinstanzliche Erwägung 4.3). Demgegenüber beschränkt sich der Beschwerdeführer im Wesentlichen darauf, hinsichtlich der von ihm behaupteten PTBS-Diagnose die eigene Sichtweise darzulegen sowie zum fundierten Gerichtsgutachten und zu der darin berücksichtigten Praxis betreffend Latenzzeit (statt vieler: Urteil 8C_270/2019 vom 5. September 2019 E. 4.1.2 in fine mit Hinweis) im Widerspruch stehende Schlüsse zu ziehen. Anders als in der Beschwerde behauptet, fehlt es zudem an nennenswerten diagnostischen Diskrepanzen zwischen der Gerichtsexpertise des Dr. med. B.________ und dem psychiatrischen Vorgutachten des Prof. Dr. med. D.________ aus dem Jahr 2016. Letzterer konnte beim Beschwerdeführer nämlich ebenfalls keine PTBS finden, sondern attestierte ihm lediglich ein Betroffensein von Katastrophen, Krieg und sonstigen Feindseligkeiten (ICD-10 Z65.5), was ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bleibe (vgl. psychiatrisches IME-Gutachten vom 29. August 2016). Mithin werden in der Beschwerde lediglich einzelne Passagen des Gerichtsgutachtens herausgegriffen und verschiedene Fragen zur Interpretation der vom Gutachter erhobenen Beobachtungen und Befunde aufgeworfen. Dabei übernimmt der Beschwerdeführer in erster Linie die schon im vorinstanzlichen Verfahren (vgl. Stellungnahme vom 16. November 2021) geäusserte Kritik, ohne dies weiter zu substanziieren. So legt er keine zwingenden Gründe (vgl. BGE 134 V 465 E. 4.4 mit Hinweis) dar - und solche sind auch nicht erkennbar -, welche die Beweiskraft des Gerichtsgutachtens - das sich an den massgeblichen normativen Rahmenbedingungen (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.4) orientiert - als Ganzes ernsthaft in Frage stellen könnten.