Citation: 6B_1147/2020 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer argumentiert, es sei für den Rechtssuchenden gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung unerheblich, auf welche Gründe die Rechtsverzögerung zurückzuführen sei. Entscheidend sei einzig, dass die Behörde rechtzeitig handle. Aus seiner Sicht hätten sich keine Gründe ergeben, weshalb die SID ihren Entscheid dermassen lange hinausgezögert habe. Beispielsweise sei ihm nicht offengelegt worden, dass mit dem Entscheid absichtlich zugewartet werde, um seine beruflichen Entwicklungen abzuwarten. Auch stelle sich die Frage, ob die SID im Falle eines erfolgreichen Abschlusses der Lehre im Resultat anders entschieden hätte. Diese Frage sei zu verneinen, denn in ihrer Begründung der Aufhebung der Massnahme stelle sie vorwiegend auf die unregelmässige Teilnahme an den Therapiesitzungen und nicht auf den Abbruch der Lehre ab. Es stehe ausser Frage, dass die SID nicht rechtzeitig gehandelt habe, was besonders schwer ins Gewicht fallen müsse, da es für ihn um den möglichen Vollzug einer Freiheitsstrafe gehe. Es sei festzuhalten, dass das Beschleunigungsgebot im Beschwerdeverfahren vor der SID verletzt worden sei.