Citation: 1A.43/2005 19.08.2005 E. 6

6.1 Die Beschwerdeführer machen (S. 36 ff.) geltend, es fehle an der Grundlage für die Aufrechterhaltung der Sperre des Kontos der Beschwerdeführerin 2. 6.2 Gemäss Art. 74a IRSG können Vermögenswerte, die zu Sicherungszwecken beschlagnahmt wurden, der zuständigen ausländischen Behörde auf Ersuchen am Ende des Rechtshilfeverfahrens zur Einziehung oder Rückerstattung an den Berechtigten herausgegeben werden (Abs. 1). Vermögenswerte nach Absatz 1 umfassen unter anderem den Erlös aus einer strafbaren Handlung, deren Ersatzwert und einen unrechtmässigen Vorteil (Abs. 2 lit. b); Geschenke und andere Zuwendungen, die dazu gedient haben oder bestimmt waren, die strafbare Handlung zu veranlassen oder zu belohnen, sowie deren Ersatzwert (Abs. 2 lit. c). Die Herausgabe kann in jedem Stadium des ausländischen Verfahrens erfolgen, in der Regel gestützt auf einen rechtskräftigen und vollstreckbaren Entscheid des ersuchenden Staates (Abs. 3). Wie gesagt, besteht der Verdacht, dass der auf dem Konto der Beschwerdeführerin 2 beschlagnahmte Betrag Schmiergeld darstellt. Nach dem Rechtshilfeersuchen wurde durch die darin geschilderten Korruptionshandlungen der peruanische Staat geschädigt. Die Herausgabe des beschlagnahmten Geldes an den peruanischen Staat in Anwendung von Art. 74a IRSG kommt daher in Betracht. Damit besteht entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer eine Grundlage für die Aufrechterhaltung der Verfügungssperre. Gemäss Art. 33a IRSV bleiben Vermögenswerte, die erst gestützt auf einen rechtskräftigen und vollstreckbaren Entscheid des ersuchenden Staates (Art. 74a Abs. 3 IRSG) herausgegeben werden, beschlagnahmt, bis dieser Entscheid vorliegt oder der ersuchende Staat der zuständigen ausführenden Behörde mitteilt, dass ein solcher Entscheid nach dem Recht dieses Staates nicht mehr erfolgen kann, insbesondere weil die Verjährung eingetreten ist. Die Beschwerde ist auch insoweit unbegründet.