Citation: 2C_270/2017 E. A

A.________ (geb. 1981) stammt aus Bosnien und Herzegowina. Er reiste im August 1983 im Alter von zwei Jahren im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und wurde in die Niederlassungsbewilligung seiner Eltern einbezogen. Mit Verfügung vom 24. Oktober 2001 der Fremdenpolizei des Kantons Aargau (heute: Amt für Migration und Integration Kanton Aargau [MIKA], hiernach: Migrationsamt) wurde A.________ erstmals ausländerrechtlich verwarnt, nachdem er u.a. wegen Strassenverkehrsdelikten zu mehreren Bussen sowie wegen mehrfacher Veruntreuung, mehrfachen Betruges und mehrfacher Urkundenfälschung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt worden war. In den Jahren 2003 bis 2007 ergingen gegen A.________ weitere Strafbefehle wegen Strassenverkehrsdelikten, Tätlichkeiten und Ungehorsams im Betreibungs- und Konkursverfahren. Mit Urteil des Bezirksgerichts Baden vom 10. Oktober 2007 wurde A.________ wegen Gehilfenschaft zu Diebstahl, Hehlerei, Verfügung über mit Beschlag belegte Vermögenswerte, Hausfriedensbruchs, Ungehorsams im Betreibungs- und Konkursverfahren, Überschreitens der Höchstgeschwindigkeit und Führens eines Motorfahrzeuges ohne den erforderlichen Führerausweis zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zehn Monaten und einer Busse von Fr. 1'000.-- verurteilt. Am 29. Februar 2008 wurde A.________ erneut ausländerrechtlich verwarnt, wobei er darauf hingewiesen wurde, dass eine weitere wesentliche Bestrafung infolge erneuter Delinquenz entweder die Androhung des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung oder den Widerruf der Niederlassungsbewilligung selbst zur Folge haben könne. Am 4. Februar und 3. November 2009 wurde A.________ wegen Strassenverkehrsdelikten zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 30.-- und einer Busse von Fr. 100.-- bzw. Fr. 150.-- verurteilt. Mit Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 17. Dezember 2009 wurde A.________ wegen Gehilfenschaft zu bandenmässigem Diebstahl, Gehilfenschaft zu mehrfacher Sachbeschädigung, Gehilfenschaft zu mehrfachem Hausfriedensbruch und falscher Anschuldigung zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt. Zudem wurde er verwarnt und die Probezeit auf insgesamt sechs Jahre festgesetzt. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs, von welchem A.________ keinen Gebrauch machte, verfügte das Migrationsamt am 11. Juni 2010 den Widerruf der Niederlassungsbewilligung und wies ihn aus der Schweiz weg. Die dagegen erhobene Einsprache blieb erfolglos (Entscheid vom 21. Februar 2011). Während des Einspracheverfahrens ergingen gegen A.________ drei weitere Strafbefehle, mit denen er zu Bussen von insgesamt Fr. 1'100.-- verurteilt wurde. Mit Entscheid vom 3. Mai 2012 hiess das Rekursgericht im Ausländerrecht die gegen den Einspracheentscheid vom 21. Februar 2011 erhobene Beschwerde gut. Dabei erwog es: "Dem Beschwerdeführer wird lediglich, und dies sei in aller Deutlichkeit betont, eine allerletzte Chance eingeräumt, sein Leben in der Schweiz deliktsfrei zu gestalten. Sollte der Beschwerdeführer weitere Straftaten begehen, steht es dem MIKA frei, seine Anwesenheitsberechtigung erneut in Frage zu stellen und dabei seine früheren Verurteilungen mitzuberücksichtigen." Mit Strafbefehl vom 4. Februar 2014 verurteilte die Staatsanwaltschaft Baden A.________ zu einer Busse von Fr. 1'000.-- wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz betreffend die Lotterien und die gewerbsmässigen Wetten (SR 935.5). Am 25. November 2014 erging ein weiterer Strafbefehl wegen Strassenverkehrsdelikten (Busse von Fr. 750.--). Mit Urteil des Bezirksgerichts Bremgarten vom 7. Mai 2015 wurde er im abgekürzten Verfahren wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, begangen zwischen September 2013 und Januar 2014, zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt, davon acht Monate bedingt, unter Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren. Zudem wurde er bezüglich der mit Urteil des Bezirksgerichts Baden vom 10. Oktober 2007 ausgefällten Freiheitsstrafe von zehn Monaten verwarnt.