Citation: 5A_351/2018 E. 1.3

1.3. Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Hiervon erfasst sind unechte Noven, also neue Tatsachen, die im bisherigen Verfahren bereits hätten vorgebracht werden können, aber nicht vorgebracht wurden. Echte Noven, also Tatsachen, die erst nach dem angefochtenen Entscheid entstanden sind, sind im Verfahren vor dem Bundesgericht demgegenüber grundsätzlich unbeachtlich. Wer neue Tatsachen vorbringt, hat zu begründen, weshalb diese ausnahmsweise zu berücksichtigen sein sollen (BGE 139 III 120 E. 3.1.2; 133 IV 342 E. 2.1; 133 III 393 E. 3). Die verschiedenen von der Beschwerdeführerin vor Bundesgericht vorgebrachten neuen Tatsachen sind unbeachtlich: Soweit es sich um echte Noven handelt (Beschwerdebeilagen 5 und 7), gilt dies nach dem Ausgeführten ohne weiteres. Es gilt aber auch für die vorgetragenen unechten Noven (Beschwerdebeilage 6), mit denen die Beschwerdeführerin die Dauer einer Reise zwischen den Wohnorten der Ehegatten nachweisen will. Sie legt nicht dar, weshalb die Vorlage dieser Beweismittel erst durch die Begründung des angefochtenen Entscheids notwendig geworden sein soll; zumal der persönliche Verkehr mit dem Sohn bereits Thema des Verfahrens vor dem Kantonsgericht war (vgl. auch Urteil 5A_20/2017 vom 29. November 2017 E. 2.3).