Citation: 9C_708/2014 E. 3.2

3.2. Auch der Hinweis, der psychiatrische Experte Dr. med. C.________ habe zwar in seinem Teilgutachten ausgeführt, dass er die Versicherte seit 2012 für psychisch gesund halte, gehe aber von einem Status nach rezidivierender depressiver Störung mit durchgemachten depressiven Episoden aus, ist nicht geeignet, die vorinstanzliche Feststellung einer wesentlichen Verbesserung als bundesrechtswidrig erscheinen zulassen. Denn weder hinterfragte der Arzt damit die ursprüngliche Diagnosestellung und Einschätzung der Erwerbsfähigkeit, noch hielt er im Hinblick auf die ursprünglich gestellte Diagnose einer leichten depressiven Störung fest, dass diese bei der Prüfung des Revisionsgrundes unbeachtet bleiben müsse. Da die MEDAS-Gutachter die anhaltende somatoforme Schmerzstörung und leichte depressive Episode ausdrücklich unter den Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit aufgeführt hatten, kann heute nicht damit argumentiert werden, diese müsse bei der Prüfung des Revisionsgrundes unbeachtet bleiben.