Citation: 8C_38/2022 E. 4

Das kantonale Gericht stellte fest, die von der IV-Stelle vorgenommenen Zwischenschritte nach Eingang der Verdacht erweckenden Strafakten seien jeweils zielgerichtet und zeitgerecht erfolgt. Die ärztlichen Beurteilungen, namentlich das Gutachten der Dr. med. C.________ vom 2. November 2018 und deren ergänzende Stellungnahme vom 24. November 2018, seien zwingend abzuwarten gewesen. Danach seien nur wenige Tage bis zum Vorliegen des Berichts des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 3. Dezember 2018 verstrichen. Die sich aufgrund der damaligen Aktenlage stellenden schwierigen rechtlichen Fragen seien intern am 22. Februar 2019 von der Sachbearbeitung formuliert, am 28. März 2019 durchgesehen und am 16. April 2019 vom Rechtsdienst der IV-Stelle beantwortet worden. Dieser Zeitablauf über das Jahresende sei als angemessen zu qualifizieren. Hinzu komme, dass das Strafurteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 7. Juli 2017, das der Beschwerdeführer im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren nicht eingereicht habe, und der IV-Stelle erst auf ihr entsprechendes Gesuch hin am 16. April 2019 zugestellt worden sei, massgebliche Bedeutung habe. Denn verschiedene Verhaltensweisen des Beschwerdeführers seien (von diesem) bestritten worden, so dass erst das rechtskräftige Strafurteil vom 7. Juli 2017 (Strafverschärfung) Gewissheit über den Sachverhalt gebracht habe. Dieser Zeitverlust in den Abklärungen könne nicht der Beschwerdegegnerin angerechnet werden. Der Vorbescheid datiere vom 2. Mai 2019, womit die prozessuale Revision rechtzeitig ergangen sei.