Citation: 6B_1470/2022 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer und seine Mittäter seien brutal und rücksichtslos vorgegangen. Sein Verhalten zeige, dass er keinen Respekt vor fremdem Eigentum habe und nicht vor der Anwendung von Gewalt zurückschrecke. Der Beschwerdeführer habe zudem aus rein monetären und egoistischen Interessen gehandelt. Zu seinen Gunsten sei aber zu berücksichtigen, dass der Deliktsbetrag relativ gering, das begangene Delikt nicht von langer Hand geplant und seinen Angaben zufolge unter Alkohol- und eventuell Cannabiseinfluss begangen worden sei. Der Beschwerdeführer sei zudem Mittäter und nicht bloss Mitläufer. Er habe den Raub gemeinsam mit seinen beiden Mittätern verübt und bei der Ausführung aufgrund eines gemeinsam gefassten und getragenen Tatentschlusses gehandelt. Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass sich der Beschwerdeführer dem Tatentschluss der anderen Mittäter bloss angeschlossen habe. Es sei von einer spontanen Aufteilung der Handlungen auszugehen. Alle drei Mittäter seien gemeinsam tätlich geworden, weshalb es nicht entscheidend sei, wer genau welche Handlungen vorgenommen habe und wem es schlussendlich gelungen sei, dem Opfer die Tasche zu entreissen. Der Beschwerdeführer habe sich die Tatbeiträge der übrigen Mittäter anrechnen zu lassen. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer und seine Mittäter durch das Herunterzerren des Opfers vom Fahrrad einen Kausalverlauf in Gang gesetzt hätten, bei dem der Ausgang - insbesondere die Verletzungsfolgen - ungewiss gewesen seien. Sie seien vor der Verursachung schwerer Verletzungen nicht zurückgeschreckt. Es könne nicht von einem leichten Verschulden ausgegangen werden. Vielmehr sei das objektive Tatverschulden als im untersten Bereich liegend mittelschwer zu beurteilen. Der Beschwerdeführer habe sodann mit direktem Vorsatz und aus finanziellen Motiven gehandelt. Insgesamt sei das Verschulden als im untersten Bereich mittelschwer zu beurteilen. Die Strafe für den Raub sei auf 15 Monate festzusetzen. Hinsichtlich der Täterkomponente fielen die Vorstrafen des Beschwerdeführers ins Gewicht. Die früheren Verurteilungen hätten ihn offenbar nicht von weiteren Straftaten abzuhalten vermocht. Auch der Umstand, dass er während des vorliegenden Strafverfahrens und auch nach dem erstinstanzlichen Urteil erneut delinquiert habe, wirke sich ungünstig aus. Hingegen habe der Beschwerdeführer am Ende des Untersuchungsverfahrens die ihm vorgeworfenen Taten eingestanden. Das Geständnis sei jedoch erst spät erfolgt und massgeblich auf die erdrückende Beweislage zurückzuführen. Es habe die Untersuchung nicht vereinfacht oder verkürzt. Zudem habe der Beschwerdeführer seine Beteiligung vor der ersten Instanz teilweise relativiert und versucht, die Schuld seinen Mittätern in die Schuhe zu schieben. Darin manifestiere sich fehlende echte Einsicht und Reue. Zu seinen Gunsten wirke sich seine teilweise schwierige Kindheit und Jugendzeit aus. Diese liege aber schon relativ lange zurück und könne die fortgeführte Delinquenz nicht rechtfertigen. Die Würdigung der Täterkomponente führe insgesamt zu einer Erhöhung der Freiheitsstrafe um 2 Monate. Aufgrund der insgesamt langen Verfahrensdauer sei wiederum eine Reduktion der Freiheitsstrafe um 2 Monate angemessen. Dabei werde auch berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer wiederholt nicht zu Verhandlungen erschienen sei. Insgesamt erweise sich damit eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten als angemessen.