Citation: 6B_1464/2021 E. 3.3.4

3.3.4. Der Beschwerdeführer trägt vor, er sei aus dem Kosovo in die Schweiz gekommen und lebe seit mehr als 20 Jahren hier. Zwar spreche er mit seinen Eltern Albanisch, mit den Geschwistern indessen nur Schweizerdeutsch. Er habe den Kosovo im Alter von knapp 7 Jahren verlassen und sei seither nie mehr dort gewesen. Sein Heimatland sei die Schweiz; hier sei er integriert. Von einer gelungenen Integration des Beschwerdeführers kann angesichts der überzeugenden vorinstanzlichen Erwägungen keine Rede sein. Zudem überschätzt der Beschwerdeführer die Bedeutung seiner Aufenthaltsdauer in der Schweiz. Wie das Bundesgericht bereits mehrfach festgehalten hat, kann bei einer Härtefallprüfung nicht schematisch ab einer gewissen Aufenthaltsdauer eine Verwurzelung in der Schweiz angenommen werden. Spielt sich das gesellschaftliche Leben einer ausländischen Person primär mit Angehörigen des eigenen Landes ab, spricht dies eher gegen die Annahme einer hinreichenden Integration (Urteil 6B_689/2019 vom 25. Oktober 2019 E. 1.7.2 mit Hinweisen). Die Anwendung von starren Altersvorgaben sowie die automatische Annahme eines Härtefalls ab einer bestimmten Anwesenheitsdauer findet somit keine Stütze im Gesetz.