Citation: 5A_121/2022 E. 4.3.3

4.3.3. Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, die KESB habe ihr im Hauptverfahren am 29. Oktober 2020 eine Frist von 20 Tagen ab Rechtskraft des Entscheids über die Verfahrensbeistandschaft angesetzt, um zum Gutachten Stellung zu nehmen. Es sei nicht zulässig gewesen, ihr im vorliegenden Verfahren eine neue Frist zur Stellungnahme anzusetzen, wie die Verfahrensleitung dies getan habe. Die Voraussetzungen einer Wiedererwägung nach Art. 450d ZGB oder einer Revision nach Art. 66 VwVG oder den einschlägigen Bestimmungen des EG KESR/ZH seien nicht erfüllt. Die neue Frist habe sodann nur fünf Tage betragen und sei zu kurz bemessen gewesen. Statt der neuen Fristansetzung hätte sich empfohlen, den Entscheid über die Verfahrensbeistandschaft schneller zu treffen. Vor einem Abstellen auf das Gutachten hätte die Beschwerdeführerin ausserdem angehört werden müssen. Das Obergericht führt dazu aus, die Fristansetzung erfolge nach den einschlägigen kantonalen Bestimmungen in Form einer verfahrensleitenden Entscheidung, die nicht in Rechtskraft erwachse und jederzeit in Wiedererwägung gezogen oder abgeändert werden könne. Aufgrund der Umstände sei nicht zu beanstanden, dass die Verfahrensleitung mit Blick auf das Gebot der beförderlichen Verfahrensführung eine neue Frist zur Stellungnahme angesetzt habe. Fünf Tage seien für eine solche zwar knapp bemessen. Die mit der Sache vertraute Beschwerdeführerin habe aber über die relevanten Akten verfügt, namentlich sei sie bereits ein Jahr im Besitz des Gutachtens gewesen, womit die Frist als ausreichend zu qualifizieren sei. Die Beschwerdeführerin habe sich sodann zwar über die Verfahrensführung beschwert, jedoch nicht dargelegt, weshalb ihr eine fristgerechte Äusserung zum Inhalt des Gutachtens nicht möglich sein solle. Entsprechendes lasse sich auch der Beschwerde ans Obergericht nicht entnehmen. Mit diesen Überlegungen der Vorinstanz setzt die Beschwerdeführerin sich nicht auseinander. Vielmehr beschränkt sie sich in der Beschwerde in Zivilsachen darauf, ihre eigene Sichtweise der Dinge darzulegen und aufzuzeigen, wie das Verfahren ihrer Meinung nach hätte besser geführt werden können. Erneut erfüllt die Beschwerde damit die Anforderungen an eine hinreichende Begründung nicht (vgl. vorne E. 2.1). Unter diesen Umständen bleibt unerfindlich, weshalb eine (erneute) Anhörung der Beschwerdeführerin vor einem Beizug des Gutachtens hätte erfolgen müssen. Soweit die Beschwerdeführerin der Ansicht sein sollte, es habe im vorliegenden Verfahren keine genügende Anhörung (etwa betreffend Beizug des Gutachtens im vorliegenden Verfahren) stattgefunden, so hätte es ihr oblegen, eine entsprechende Rüge hinreichend präzise vorzutragen, was sie jedoch unterlässt. Die Beschwerdeführerin erachtet es sodann als verfassungswidrig, dass ihr Gesuch um Gewährung einer Notfrist zur Stellungnahme zum Gutachten abgewiesen worden sei. Gemäss den entsprechenden Feststellungen des Obergerichts hat sie freilich kein solches Gesuch gestellt. Dies ist vor Bundesgericht nicht beanstandet, womit von der Darstellung der Vorinstanz auszugehen ist (vgl. vorne E. 2.2; zum sog. Prozessachverhalt vgl. BGE 140 III 16 E. 1.3.1). Der Beschwerde ist folglich insoweit die Grundlage entzogen.