Citation: 5C.21/2005 08.03.2005 E. B

Im Sommer 2000 klagte K.________ (Ehefrau) (fortan: Klägerin) auf Abänderung des Scheidungsurteils mit dem Hauptantrag, den ehelichen Sohn unter ihre alleinige elterliche Sorge zu stellen. B.________ (Ehemann) (hiernach: Beklagter) schloss auf Abweisung der Begehren, eventuell sei der Sohn unter seine alleinige elterliche Sorge zu stellen. Beide Parteien ersuchten um Erlass vorsorglicher Massnahmen während des Abänderungsverfahrens. Eine vorsorgliche Massnahme betraf zunächst das Besuchsrecht des Beklagten und eine therapeutische Behandlung des Kindes (Entscheid vom 6. September 2000). Der Präsident am Bezirksgericht Wil verpflichtete den Beklagten sodann vorsorglich, der Klägerin rückwirkend per 1. August 2000 die monatliche IV-Kinderrente von Fr. 601.-- bis 31. Dezember 2000 und danach von Fr. 616.-- unter Verrechnung der bereits geleisteten Unterhaltszahlungen auszurichten. Er wies die Ausgleichskasse an, ab sofort die Kinderrente direkt der Klägerin auszuzahlen. Die BVG-Kinderrente wurde dem Beklagten belassen (Massnahmenentscheid vom 19. März 2001). An der Hauptverhandlung im Abänderungsprozess verdeutlichten die Parteien ihre Rechtsbegehren. Das Bezirksgericht Wil änderte die Dispositiv-Ziff. 2-4 des Scheidungsurteils ab und teilte die elterliche Sorge über das Kind der Klägerin zu unter gleichzeitiger Errichtung einer Beistandschaft (Dispositiv-Ziff. 1.2). Es regelte den persönlichen Verkehr zwischen dem Beklagten und seinem Sohn (Dispositiv-Ziff. 1.3) und verpflichtete den Beklagten, der Klägerin die IV-Kinderrente von monatlich Fr. 616.-- sowie die BVG-Kinderrente von monatlich Fr. 483.25 zu bezahlen verbunden mit der Anweisung an die Träger der Versicherungsleistungen, die Kinderrenten direkt der Klägerin auszuzahlen (Dispositiv-Ziff. 1.4 des Entscheids vom 12. Februar 2002). Erfolglos blieb damit das Rechtsbegehren-Ziff. 2 des Beklagten, den Massnahmenentscheid vom 19. März 2001 aufzuheben und die IV-Kinderrente für den Sohn von Fr. 616.-- rückwirkend ab 1. Juli 2001 dem Beklagten zu belassen, der Ausgleichskasse die Anweisung zu erteilen, die monatliche Kinderrente direkt dem Beklagten auszuzahlen, und die Klägerin zu verpflichten, die vom Bankkonto des Sohnes bezogenen Fr. 1'640.-- zurückzuerstatten.