Citation: 9C_391/2020 E. 4.2.1

4.2.1. Die Einwände der Beschwerdeführerin verfangen vor diesem Hintergrund nicht. Entgegen ihrer Darstellung ist den aktenkundigen Aussagen des RAD-Arztes Dr. med. H.________ keine (schlüssige) medizinische Begründung dafür zu entnehmen, dass angesichts der augenscheinlich uneinheitlichen medizinischen Akten der Beurteilung des Hausarztes der Vorzug gegeben werden müsste (zum Beweiswert hausärztlicher Berichte vgl. schon BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 und 3b/cc S. 353; 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). Der Umstand, dass es sich um die aktuellste Beurteilung handelte, genügt für sich allein eindeutig nicht, zumal die unterschiedlichen Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen auf denselben Befunden beruhten (vgl. E. 4.1.1). Weitere Ausführungen des RAD-Arztes, welche die verfügte Rentenzusprache rechtfertigen könnten, liegen - anders als die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint - nicht vor. Dergestalt kann offen bleiben, ob die lediglich in Form von Aktennotizen festgehaltenen telefonischen Angaben des Dr. med. H.________ den formellen Beweisanforderungen grundsätzlich genügten, was das kantonale Gericht verneint hat (zum Beweiswert von Aktennotizen vgl. Urteil 9C_161/2019 vom 28. Juni 2019 E. 5.4.2 mit Hinweis auf BGE 117 V 281 E. 4c S. 284 f.).