Citation: 8C_262/2009 04.08.2009 E. 4

Die Beschwerdeführerin rügt, das kantonale Gericht habe Bundesrecht verletzt, indem es gestützt auf das Gutachten und die ergänzende Stellungnahme des ärztlichen Begutachtungsinstituts vom 11. April 2008 festgestellt habe, der Versicherten sei trotz diagnostizierter Gesundheitsschäden eine vollzeitliche Ausübung ihrer bisherigen und jeder anderen körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit ohne Einschränkung der Leistungsfähigkeit zumutbar. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung betrifft die Feststellung des Gesundheitsschadens, d.h. die Befunderhebung und die gestützt darauf gestellte Diagnose, ebenso eine Tatfrage wie die auf Grund von medizinischen Untersuchungen gerichtlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398). Die Rüge, wonach die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung unter dem Blickwinkel von Art. 105 Abs. 2 BGG nicht standhalte, ist offensichtlich unbegründet. Das kantonale Gericht hat mit angefochtenem Entscheid, worauf verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG), die medizinische Aktenlage vollständig und korrekt dargelegt. Es hat widerspruchsfrei begründet, weshalb dem polydisziplinären Gutachten mit ergänzender Stellungnahme des ärztlichen Begutachtungsinstituts vom 11. April 2008 im Rahmen der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) ausschlaggebendes Gewicht beizumessen und auf die dortige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abzustellen ist, was namentlich mit Blick auf die beweisrechtlich bedeutsame Unterscheidung von Behandlungs-/Therapieauftrag einerseits und Begutachtungsauftrag andererseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil 8C_76/2009 vom 19. Mai 2009 E. 4 mit Hinweis) nicht zu beanstanden ist. Der behandelnde Hausarzt Dr. med. H.________ attestierte der Beschwerdeführerin eine seit 21. April 2003 anhaltende Arbeitsunfähigkeit in unterschiedlichem Umfang. Einen Monat später begab sie sich in psychiatrische Behandlung zu Dr. med. S.________. Dieser wies in seinen Berichten vom 17. Juni 2005 und 30. März 2007 auf die seit Beginn der Arbeitsunfähigkeit im Vordergrund stehende psychosoziale Belastungssituation hin, wonach unter anderem die "als ungerecht und demütigend" empfundene Arbeitsvertragskündigung vor dem Hintergrund einer belasteten Jugendzeit zum "Zusammenbruch ihrer bisherigen Wertewelt" geführt habe und nicht "mangelhafte Arbeitsleistung, sondern Unverträglichkeiten emotionaler Art" schliesslich die Auflösung des angestammten Arbeitsverhältnisses zur Folge gehabt hätten (vgl. auch den Bericht des seit 1997 behandelnden Psychiaters Dr. med. W.________ vom 10. September 2008). Sind weitestgehend soziale Faktoren für die Erwerbslosigkeit der Beschwerdeführerin verantwortlich (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2007 IV Nr. 33 S. 117, I 738/05 E. 5.2), ist festzuhalten, dass diese nicht unter das bei der Beschwerdegegnerin versicherte Risiko fallen (Urteil 9C_75/2009 vom 31. März 2009 E. 2.2). Das kantonale Gericht hat als rechtsanwendende Behörde korrekt erkannt, dass die Versicherte über psychische Ressourcen verfügt, welche es ihr erlauben, mit den Schmerzen umzugehen und trotzdem zu arbeiten (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 4.2 mit Hinweisen). Demzufolge hat die Vorinstanz die Abweisung des Leistungsgesuchs zu Recht bestätigt.