Citation: 6B_641/2021 E. 2.3.3

2.3.3. Zunächst führt die von der Vorinstanz festgestellte schwere Therapierbarkeit der psychischen Störung vorliegend nicht dazu, die Eignung der Massnahme zu verneinen. Gemäss den Erwägungen der Vorinstanz würden aktuell keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Behandlung aussichtslos wäre. Vielmehr biete eine stationäre therapeutische Massnahme laut Gutachten die geeignete Therapie, um der hohen Rückfallgefahr für Delikte, ähnlich den Anlasstaten, zu begegnen. Diese Schlussfolgerung wird vom Beschwerdeführer nicht explizit in Frage gestellt. Sie gibt auch mit Blick auf das Gutachten, das eine psycho- und sozialtherapeutische, begleitet von einer medikamentösen Behandlung im geschlossenen Rahmen empfiehlt und fundierte Hinweise auf die Wirksamkeit einer solchen Therapie erkennt (Untersuchungsakten act. 6/5 S. 65), zu keiner Kritik Anlass. Zu beachten ist überdies, dass eine Massnahme nach Art. 59 StGB nicht zum Ziel hat, die psychische Störung des Täters vollständig zu beheben, sondern die Gefahr weiterer mit seinem Zustand in Zusammenhang stehender Taten zu reduzieren. Eine Verbesserung des Gesundheitszustandes interessiert das Strafrecht grundsätzlich nur insoweit, wie sie der Deliktsprävention dient (BGE 146 IV 1 E. 3.5.3; 141 IV 236 E. 3.7; je mit Hinweisen). Dass der Gutachter mit Blick auf die endgültigen Heilungsschancen des Beschwerdeführers keine eindeutigen Angaben machen kann, ist für die Eignung der Massnahme somit ohne Belang.