Citation: 1B_159/2023 E. 2.4

2.4. Das Obergericht legt in seinem neuen, hier angefochtenen Entscheid dar, der Gutachter habe beim Beschwerdeführer einen schädlichen Alkoholmissbrauch diagnostiziert. Dass dieser lediglich einen mittelbaren Zusammenhang zu den Anlasstaten habe, indem er enthemmend wirke, sei nicht entscheidend, solange die Wiederholungsgefahr durch die Alkoholabstinenz verringert werden könne. Dies sei zu bejahen, schlage doch der Gutachter zur Verminderung des Risikos von weiteren Brandstiftungen in erster Linie die Alkoholabstinenz vor. Der Beschwerdeführer habe denn auch bei einer erheblichen Anzahl der ihm zur Last gelegten Brände kurz vorher Alkohol konsumiert. Auch nach seiner Haftentlassung habe er in bedeutenden Mengen Alkohol getrunken. An diesem Ergebnis vermöge die angeordnete und vom Beschwerdeführer akzeptierte GPS-Überwachung (Electronic Monitoring) nichts zu ändern. Der Gutachter erwähne zwar dazu, dass die bisherigen Befunde nicht gegen eine Anpassung des Verhaltens aufgrund der Überwachung sprächen. Dies heisse aber nicht, dass das Electronic Monitoring zur Risikominimierung ausreichend wäre. Es sei und bleibe insbesondere der schädliche Gebrauch von Alkohol, der sich bei der Legalprognose negativ auswirke.