Citation: 4A_626/2014 E. 4.1

4.1. Nach den Feststellungen der Vorinstanz hat C.________ für die Beschwerdeführerin den Lieferschein unterschrieben. Die Schiedsklausel befand sich direkt oberhalb seiner Unterschrift. Es findet sich gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen auf dem Dokument kein Hinweis darauf, dass C.________ mit der Schiedsklausel nicht einverstanden gewesen wäre. Es wurde weder die Vereinbarung durchgestrichen noch findet sich irgendeine Bemerkung bzw. ein Vorbehalt auf dem Dokument selbst. Nach Auffassung der Vorinstanz durfte und musste die Beschwerdegegnerin die Unterschrift folglich dahingehend verstehen, dass C.________ auch mit der strittigen Schiedsvereinbarung in dieser Form einverstanden gewesen ist, womit ein normativer Konsens erstellt ist. Der Einwand der Beschwerdeführerin, nicht alle Lieferscheine und Auftragsbestätigungen hätten die Schiedsvereinbarung enthalten und einzig der Lieferschein vom 11. August 2008 sei unterschrieben worden, vermag nach Auffassung der Vorinstanz den Konsens nicht infrage zu stellen. Denn die Beschwerdeführerin stelle selbst klar, dass sie mit ihrer Teilklage nur die Nachbesserungskosten und die damit eng verbundenen Kosten für die erste Teillieferung geltend mache. Da Schiedsvereinbarungen sodann auch im Zuge des Erfüllungsgeschäfts, ja sogar erst nach Entstehung des Streits abgeschlossen werden könnten, sei die vorliegende Schiedsvereinbarung nicht zu spät erfolgt. Die eingeklagten Forderungen seien solche, die aus der behaupteten Mangelhaftigkeit dieser Lieferung resultieren. Sie würden damit explizit von der Schiedsvereinbarung erfasst.