Citation: 8C_526/2024 E. 4.2.7

4.2.7. Zusammenfassend lassen sämtliche Einwände des Beschwerdeführers keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit des psychiatrischen Gutachtens des Dr. med. B.________ vom 10. Januar 2022 erkennen (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.3.4). Die Vorinstanz hat foglich zu Recht darauf abgestellt. Demnach steht fest, dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Beschwerden und Einschränkungen nicht im behaupteten Ausmass vorliegen und die tatsächlich vorhandenen Ressourcen weit höher einzuschätzen sind als vom Beschwerdeführer angegeben. Ob allenfalls eine leichtere psychische Störung vorliegt, konnte der Gutachter aufgrund der nicht authentisch präsentierten Beschwerden nicht beurteilen. Der Beschwerdeführer hat also durch sein Verhalten eine Beurteilung seines Gesundheitszustands verunmöglicht und damit seine Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG), auf die er mit Schreiben vom 22. März 2021 noch explizit hingewiesen worden war, - schuldhaft - verletzt. Dies hat rechtsprechungsgemäss eine Umkehr der Beweislast zur Folge (vgl. Urteil 9C_455/2022 vom 13. November 2023 E. 9 mit Hinweis). Die Vorinstanz hat demnach bundesrechtskonform erwogen, die Beweislosigkeit bezüglich Vorliegens eines relevanten Gesundheitsschadens gehe zu Lasten des Beschwerdeführers. Mithin ist im Verfügungszeitpunkt (19. Oktober 2022) sowohl in somatischer als auch in psychischer Hinsicht von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen, wie das kantonale Gericht im Ergebnis richtig erwogen hat.