Citation: 1C_432/2021 E. 4.2

4.2. Gemäss Ziff. 2 der Vereinbarung vom 8. Januar 2008 dürfen keine Eingriffe in gemeinschaftliche Bauteile vorgenommen werden, soweit nachstehend nicht etwas anderes vereinbart wird. In der nachstehenden Ziff. 3 werden in Bezug auf die Isolation des Bodens der streitbetroffenen StWE-Einheit und des Vorraums allgemeine Rahmenbedingungen festgelegt, deren Einhaltung der Bauherr in Bezug auf ein konkretes Baugesuch nachzuweisen hat. Demnach gelangte die Vorinstanz zu Recht zum Schluss, die Vereinbarung vom 8. Januar 2008 beinhalte keine Zustimmung zu einem konkreten Bauprojekt bzw. zur Anbringung einer bestimmten Isolation und lege insoweit bloss Rahmenbedingungen fest. Dass diese Bedingungen eingehalten wurden, geht im Übrigen weder aus dem vorinstanzlichen Urteil noch dem Baugesuch hervor (vgl. Art. 105 Abs. 2 BGG), zumal die entsprechenden Pläne nicht erkennen lassen, ob im Bereich des Vorraums eine zusätzliche Bodenisolation vorgesehen ist und die Beschwerdeführer dies bestreiten (vgl. E. 3.3.1 hievor). Ohnedies bleibt zu beachten, dass der Vereinbarung vom 8. Januar 2008 keinerlei Zustimmung zur Änderung von Türen zum Vorraum der streitgegenständlichen StWE-Einheit und auch nicht zum Ersatz von Fenstern entnommen werden kann, obschon es sich dabei ebenfalls um gemeinschaftliche Teile handelt (vgl. E. 3.3.2 hievor). Bei dieser Ausgangslage zielt auch der Vorwurf eines rechtsmissbräuchlichen Verhaltens der StWE-Gemeinschaft ins Leere. Die Vorinstanz ist zu Recht davon ausgegangen, dass es den Beschwerdeführern mit der Vereinbarung vom 8. Januar 2008 nicht gelingt, die offensichtlich fehlende Berechtigung für die bauliche Veränderung gemeinschaftlicher Teile durch den rechtsgenüglichen Nachweis einer Zustimmung der StWE-Gemeinschaft zu widerlegen.