Citation: 7B_368/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei dem sich auf einer dringlichen Dienstfahrt befindlichen Polizeifahrzeug bei Dunkelheit, Regen und dichtem Verkehr während ca. zwei Kilometern mit einem Abstand von fünf bis zehn Metern gefolgt. Die Polizisten hätten sich gezwungen gesehen, von der Überholspur auf die Normalspur zu wechseln. Dass sich die Polizisten veranlasst gesehen hätten, eine dringliche Dienstfahrt zu unterbrechen, um der durch den Beschwerdeführer herbeigeführten Gefährdung der Verkehrssicherheit entgegenzuwirken, gleiche in der Intensität einer Androhung ernstlicher Nachteile. Damit sei der objektive Tatbestand der Nötigung erfüllt. Wer zudem einem Polizeifahrzeug, das sich - durch das Blaulicht ersichtlich - auf einer dringlichen Dienstfahrt befinde, so lange und so nah auffahre, wie der Beschuldigte es getan habe, nehme in Kauf, dass das Fahrzeug von der Überholspur auf die Normalspur wechseln müsse, um eine Auffahrkollision zu vermeiden. Damit liege seitens des Beschuldigten mindestens Eventualvorsatz vor. Schliesslich sei das Mittel, der Polizei derart nah aufzufahren, nicht erlaubt. Der Zweck, das vorherfahrende Fahrzeug zu zwingen, die Fahrspur zu wechseln, ebenfalls nicht. Somit sei die Nötigung unrechtmässig.