Citation: 8F_1/2024 E. 2.2.2

2.2.2. Im Revisionsgesuch wird geltend gemacht, die Gesuchstellerin habe am 7. November 2023 durch die Veröffentlichung des Überprüfungsberichts der EKQMB Kenntnis von den gravierenden Mängeln der PMEDA-Gutachten erlangt. Mit der Eingabe vom 22. Januar 2024 sei die Frist von 90 Tagen somit gewahrt. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass das BSV bereits mit Medienmitteilung vom 4. Oktober 2023 die Empfehlungen der EKQMB vom gleichen Tag veröffentlicht und über die von dieser festgestellten Mängel der PMEDA-Gutachten sowie darüber informiert hat, dass der Gutachterstelle im Bereich der Invalidenversicherung aus diesem Grund keine Gutachtensaufträge mehr erteilt werden (https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/publikationen-und-service/medieninformationen/nsb-anzeigeseite.msg-id-98053.html, zuletzt abgerufen am 10. September 2024). In Anbetracht dessen sowie der diesbezüglichen Medienberichterstattung im Anschluss an die erwähnte Medienmitteilung erscheint es fraglich, ob die Gesuchstellerin - bzw. ihr bereits seit dem 24. Februar 2023 mandatierter, unter anderem im Sozialversicherungsrecht tätiger Rechtsvertreter - tatsächlich erst am 7. November 2023 Kenntnis vom geltend gemachten Revisionsgrund erlangt hat. Gerade die Angabe im Revisionsgesuch, die Kenntnisnahme sei genau am Tag der Veröffentlichung des Überprüfungsberichts vom 7. November 2023 erfolgt, lässt jedenfalls darauf schliessen, dass sich der Rechtsvertreter zeitnah über die Vorgänge im Bereich des Sozialversicherungsrechts informiert. Ob der Gesuchstellerin deshalb allenfalls eine "sichere Kenntnis" des Revisionsgrunds bereits in der Zeit nach dem 4. Oktober 2023 zuzurechnen ist und wie es sich demzufolge mit der Einhaltung der 90-tägigen Frist von Art. 124 Abs. 1 lit. d BGG verhält, kann jedoch letztlich dahingestellt bleiben, da die Voraussetzungen für eine Revision des Urteils 8C_153/2023, wie nachfolgend zu zeigen sein wird, ohnehin nicht erfüllt sind.