Citation: 6B_569/2018 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, mit Blick auf die zahlreichen familien- und strafrechtlichen Verfahren zwischen dem Privatkläger 1 und der Beschwerdeführerin seien deren Aussagen mit grosser Zurückhaltung zu würdigen. Hingegen bestehe keine Veranlassung an der Glaubwürdigkeit des Zeugen D.________ zu zweifeln. Dieser sei dem Privatkläger 1 ausser am Tag der besagten Tat nie begegnet. Der Zeuge D.________ habe die Äusserungen der Beschwerdeführerin und des Privatklägers 1 von sich aus unter Wahrheitspflicht und Strafandrohung wiedergegeben (angefochtenes Urteil Ziff. 4.4.1 S. 10 f.). Dass er vom Privatkläger 1 für dessen Zwecke eingespannt worden sei, könne nicht angenommen werden. Von einem Komplott gegen die Beschwerdeführerin sei nicht auszugehen (angefochtenes Urteil Ziff. 4.4.1 S. 11 f.). Betreffend der im Strafbefehl aufgeführten Äusserung der Beschwerdeführerin, "Ich kann meine Kinder nicht bei wildfremden Leuten alleine lassen. Wo sind Ihre Frauen? Ihr macht Gruppensex! Ihr macht schwulen Gruppensex!", führt die Vorinstanz aus, der Privatkläger 1 habe diese Anschuldigungen spontan aus seiner Erinnerung abgerufen und mit eigenen Worten formuliert. Auch der Zeuge D.________ habe diesen Teil der Vorwürfe in freier Rede geschildert. Zwar habe er den Ausdruck "schwulen Gruppensex" nicht in vollem Wortlaut wiedergegeben. So oder anders hätte er aber übereinstimmend mit dem Privatkläger 1 die sinngemässe Befürchtung der Beschwerdeführerin, ihre Kinder würden in irgendeiner Weise in sexuelle Handlungen der drei Männer einbezogen werden, zum Ausdruck gebracht. Darüber hinaus habe der Zeuge D.________ auch die Reaktion des Privatklägers 1 auf die Anschuldigungen beschrieben und diese in einen Kontext eingebettet. Die Aussagen des Privatklägers 1 und des Zeugen D.________ zu diesem Teil des Gesprächs seien als glaubhaft anzusehen (angefochtenes Urteil Ziff. 4.4.2 S. 13). Hinsichtlich der im Strafbefehl wiedergegebenen Bezichtigungen, " Dein Vater hat die Kinder schon sexuell missbraucht. Ihr seid Kinderschänder und jetzt willst du sie mit den fremden Männern zusammen sexuell missbrauche n? (...) ",erwägt die Vorinstanz, der Privatkläger 1 habe diese in seiner Einvernahme nicht selber formuliert, sondern die inkriminierte Äusserung auf Vorhalt lediglich als richtig bestätigt. Er habe aber doch spontan ausgesagt, dass die Beschwerdeführerin neben den von ihm frei geschilderten Vorwürfen noch weitere Anschuldigungen gegen ihn, seinen Vater und seine Gäste erhoben habe. Die angeblich fehlende Erinnerung des Privatklägers 1 an den Wortlaut dieser Unterstellungen, würde kein Kriterium für eine Falschaussage bilden. Sodann habe der Zeuge D.________ die im Strafbefehl und in den Privatstrafklagen aufgeführten Äusserungen der Beschwerdeführerin auf Vorhalt ebenfalls als richtig bestätigt. Zwar habe dieser zuvor in freier Rede betont, ganz genau verstanden zu haben, dass die Beschwerdeführerin dem Privatkläger 1 gesagt habe, dass sein Vater (Privatkläger 2) ein Kinderschänder gewesen sei und ihn dann gefragt habe, ob er vorhätte, mit den Kindern einen Kinderporno zu machen. Immerhin habe der Zeuge D.________ hiermit aber in eigenen Worten einen sexuellen Missbrauch der Kinder durch Erstellen eines Kinderpornos angetönt. Offenbar habe er Kindsmissbrauch mit Kinderporno in Verbindung gebracht, was sich in seinem Gedächtnis so festgesetzt habe. Die Diskrepanz zwischen dem in freier Rede Ausgesagten und dem anschliessend als korrekt bestätigten Wortlaut der Strafklagen spreche dafür, dass der Zeuge D.________ vom Privatkläger 3 nicht beeinflusst worden sei. Auch könne davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin den Vorwurf, die Kinder sexuell missbrauchen zu wollen, gegen alle anwesenden Männer erhoben habe. Sie habe die Anschuldigungen daraus abgeleitet, dass sich fremde Männer ohne Frauen auf dem Gartensitzplatz befanden, und habe darin eine Gefahr für ihre Kinder gesehen. Sie habe Angst gehabt, dass man ihr die Kinder entziehen würde (angefochtenes Urteil Ziff. 4.4.2 S. 12 ff.). Es dürfe daher angenommen werden, dass sie den Privatklägern 1 und 3, wie auch dem Zeugen D.________ die Absicht unterstellt habe, dass sie die Kinder sexuell missbrauchen wollten.