Citation: 4A_256/2017 E. 4.2.2

4.2.2. Vorab ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin mit ihren Ausführungen den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt ergänzt, ohne dabei die diesbezüglichen Voraussetzungen zu beachten (vgl. E. 2.2). Dem vorinstanzlichen Urteil lässt sich nämlich nur entnehmen, dass für die Observationstage widerlegt sei, dass die Angaben des Beschwerdegegners zu den Fragen 7 und 8 zutrafen. Was Gegenstand dieser Fragen war und wie der Beschwerdegegner diese beantwortet hat, wird im angefochtenen Urteil hingegen nicht festgehalten. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es sei dabei um die Fahrfähigkeit und den Tagesablauf des Beschwerdegegners gegangen, doch unterlässt sie die erforderlichen Aktenhinweise. Da ihre weiteren Ausführungen bezüglich Art. 40 VVG auf dieser Sachverhaltsergänzung beruhen, die nicht zu hören ist, fehlt es diesen von vornherein an einer Grundlage. Aber selbst wenn diesem Vorbringen die sachverhaltsmässige Basis nicht fehlen würde, wäre ihm kein Erfolg beschieden. Die Beschwerdeführerin scheint damit der Ansicht zu sein, Angaben zum Tagesablauf des Versicherten seien stets als Tatsachen zu werten, welche die Leistungspflicht des Versicherers ausschliessen oder mindern könnten, auch wenn sich aus dem Tagesablauf im konkreten Fall keine Rückschlüsse auf die Arbeits (un) fähigkeit ziehen lassen. Das trifft jedoch nicht zu - anspruchsbegründende Tatsache bei der Taggeldversicherung ist die Arbeitsunfähigkeit bzw. Erwerbsunfähigkeit (Urteil 4A_432/2015 vom 8. Februar 2016 E. 5.2). Auch wenn der Beschwerdegegner seinen Tagesablauf so geschildert hätte, wie er an drei Tagen durch die Observation festgestellt worden ist, hätte sich an der Leistungspflicht der Beschwerdeführerin nichts geändert. Ausschlaggebend für diese war die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers, wie sie von der Vorinstanz trotz der beobachteten Aktivitäten willkürfrei festgestellt worden ist (E. 3 hiervor). Sollte die Beschwerdeführerin mit diesem Vorbringen noch weitere Punkte gerügt haben wollen, wäre dies jedenfalls nicht mit der erforderlichen Deutlichkeit geschehen, weshalb nicht darauf einzugehen ist (E. 2.1).