Citation: 6B_332/2023 E. 1

Der Beschwerdeführer rügt in Bezug auf alle von ihm beanstandeten Schuldsprüche eine willkürliche Beweiswürdigung. Die Vorinstanz stütze sich nicht auf Beweise, sondern nur auf Indizien, welche sie in willkürlicher Weise würdige. Zudem verletze die Vorinstanz die ihr obliegende Begründungspflicht. Zur versuchten Erpressung unter Gewaltanwendung und zum Hausfriedensbruch (Anklagepunkt 6) führt der Beschwerdeführer aus, die Bekanntschaft zu D.________ sowie ein Grundwissen in Bezug auf die E.________-Filiale träfe auch auf andere Personen zu und tauge daher nicht als Indiz für seine Täterschaft. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass D.________ nicht Opfer, sondern Mittäter gewesen sei. Die Vorinstanz nehme eine willkürliche Würdigung der Aussagen von H.________ und von I.________ vor und stelle zu Unrecht auf deren Belastungen ab. Ebenso zu Unrecht habe die Vorinstanz seinem Beweisantrag auf weitere Abklärungen im Zusammenhang mit den von den Tätern ausschliesslich in der Tatnacht verwendeten Telefonnummern nicht entsprochen, denn die Abklärungen hätten gezeigt, dass nur die tatsächlichen Täter die Nummern benutzt hätten und er mit diesen Telefonaten nichts zu tun gehabt habe. Das Gleiche gelte in Bezug auf seinen Beweisantrag zwecks Abklärung, wer den Alarm deaktiviert habe. Indem die Vorinstanz die Beweisanträge abgewiesen habe, habe sie eine unzulässige antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen und nebst Art. 139, Art. 6 Abs. 1 und Art. 349 StPO auch das Willkürverbot und den Anspruch auf ein faires Verfahren verletzt. Betreffend die Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch (Anklagepunkt 10) rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung der Begründungspflicht, da die Vorinstanz auf die erstinstanzlichen Erwägungen verweise, obwohl sie diesen nicht vollständig beipflichte. Zudem verfalle die Vorinstanz in Willkür, wenn sie die Aussagen von J.________ als glaubhaft werte. Sodann könne die fehlende DNA des Beschwerdeführers im Fahrzeug nicht willkürfrei als ein belastendes Indiz gewertet werden. Zum versuchten Raub (Anklagepunkt 11) führt der Beschwerdeführer aus, die Vorinstanz bejahe die Mittäterschaft des Beschwerdeführers gestützt auf die angebliche Identität des zuvor vom B.________ Areal V.________ entwendeten Fahrzeugs sowie aufgrund des Umstandes, dass man bei ihm eine Softairpistole bzw. K.________-Plastiktüte aufgefunden habe, welche beim Raubüberfall auf den G.________ Shop verwendet worden sein sollen. Eine solche Schlussfolgerung sei willkürlich. In Bezug auf die Identität der Fahrzeuge rügt der Beschwerdeführer, dass sich die Vorinstanz auf Video-Aufnahmen stütze, welche auf einem USB-Stick gespeichert seien. Als er Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft und der ersten Instanz verlangt habe, sei ihm der USB-Stick aber nicht zugestellt worden. Damit habe die Vorinstanz seinen Anspruch auf rechtliches Gehör und ein faires Verfahren verletzt.