Citation: 6B_644/2016 E. 1.5.1

1.5.1. Schliesslich bringt der Beschwerdeführer vor, für die Erstellung des Gutachtens sei ursprünglich eine andere anerkannte Expertin angefragt worden, die den Auftrag abgelehnt habe mit dem Hinweis, dass ein Glaubhaftigkeitsgutachten bei grossem zeitlichem Abstand zwischen dem angeblichen Ereignis und dem Begutachtungszeitpunkt kaum mehr erstellt werden könne, weil die natürlicherweise ständigen Interaktionen zwischen allen Beteiligten kaum mehr rekonstruiert werden könnten. Wenn die Vorinstanz nun das vorliegende Glaubhaftigkeitsgutachten, das die Problematik der Rekonstruierbarkeit von zwischenzeitlichen Interaktionen ausklammere, als schlüssig betrachte und in der Folge die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 als glaubhaft erachte, verfalle sie in Willkür (Beschwerde, S. 11 f.).