Citation: 1C_493/2019 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz hat bei der Auslegung von Art. 24 Abs. 2 ZRS die Bestimmung von Art. 23 Abs. 2 ZRS herangezogen, wo der Begriff der Nebenbaute definiert wird. Diese Bestimmung hat folgenden Wortlaut: "Als Nebenbauten gelten eingeschossige Bauten (freistehend oder angebaut), welche anders genutzt werden, z. B. Garagen, Schöpfe, Velo- und Containerunterstände, Garten- und Gerätehäuschen, überdachte Sitzplätze, Carports, Pergolen und dergleichen. Für Nebenbauten gelten eine maximale Fassadenhöhe 2.5 m und eine maximale Gebäudelänge von 7.0 m." Die Vorinstanz hat aus dieser Bestimmung geschlossen, dass für die Qualifikation als Nebenbaute ein funktionaler Zusammenhang zur Hauptbaute verlangt wird, was bei der Trafostation, die eine technisch unabdingbare Baute sei, als Versorgungsanlage nicht gegeben sei. Daher bilde die Trafostation zusammen mit dem Haus B keine Gebäudegruppe und die maximale Gebäudelänge werde somit nicht überschritten. Von einem klaren Wortlaut, der keine Abweichungen zulassen würde, kann bei der Bestimmung von Art. 24 Abs. 2 ZRS entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht ausgegangen werden. Vielmehr wird in diesem Absatz der Begriff der Nebenbaute verwendet, der wiederum in Art. 23 Abs. 2 ZRS umschrieben wird. Dabei hat die Vorinstanz mit nachvollziehbarer Begründung dargelegt, dass nicht jede beliebige eingeschossige Baute eine Nebenbaute darstellt. Zwar ist die Aufzählung in Art. 23 Abs. 2 ZRS, mit der die eingeschossigen Bauten umschrieben werden, nicht abschliessend. Jedoch kann aus der exemplarischen Auflistung doch willkürfrei geschlossen werden, dass diese Bauten in der Regel einen engen funktionalen Zusammenhang mit der Hauptbaute aufweisen, was bei einer Trafostation, die viele Liegenschaften mit Elektrizität versorgt, nicht gegeben ist.