Citation: 6B_157/2016 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt ferner, die beschuldigten Personen seien in den Konfrontationseinvernahmen des Vorverfahrens als Beschuldigte zur Wahrheit ermahnt und auf die Straffolgen der Rechtspflegedelikte hingewiesen worden. Eine derartige Aufforderung sei jedoch klar prozessrechtswidrig, da die beschuldigte Person nicht zur Wahrheit verpflichtet sei und daher auch nicht zur Wahrheit ermahnt werden dürfe. Auch der Hinweis auf die Strafbarkeit der Rechtspflegedelikte finde für die beschuldigte Person keine Rechtsgrundlage. Im Übrigen gehe es bei diesem Hinweis nicht um eine Aufforderung zur Wahrheit, sondern nur um die Information über die Straffolgen dieser Delikte. Durch die Ermahnung zur Wahrheit sei das Nemo-tenetur-Prinzip verletzt worden. Dieser schwerwiegende Verfahrensfehler habe die Nichtigkeit der Einvernahmen zur Folge (Beschwerde S. 12 ff.).