Citation: 2C_384/2021 E. 6.2.1

6.2.1. Der Beschwerdeführer 1 lebt seit über 26 Jahren in der Schweiz. Aufgrund der langen Aufenthaltsdauer sowie dem Umstand, dass er mit seiner Ehefrau und seinen minderjährigen Kindern hier lebt, stellt der Widerruf der Niederlassungsbewilligung zweifellos eine besondere Härte für ihn dar. Dennoch kann ihm die Ausreise nach Nordmazedonien grundsätzlich zugemutet werden. Aus den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz ergibt sich, dass er angesichts seiner Schulden trotz der langen Aufenthaltsdauer wirtschaftlich schlecht integriert und auch seine soziale Integration mangelhaft ist, wie die wiederholten strafrechtlichen Verurteilungen unterstreichen. Negativ fällt ebenfalls ins Gewicht, dass ihn auch seine ausländerrechtlichen Verwarnungen nicht zu einer Veränderung seines Verhaltens motivieren konnten. Der Beschwerdeführer 1 kann insbesondere auch nichts zu seinen Gunsten davon ableiten, dass seine Ehefrau schon lange in der Schweiz lebt und einen selbständigen Aufenthaltsanspruch gestützt auf das in Art. 8 EMRK garantierte Recht auf Privatleben geltend macht. Letzterer scheitert schon daran, als sie in keiner Weise aufzeigt, dass sie in einem besonderen Masse, namentlich aufgrund besonders enger sozialer Beziehungen, in der Schweiz integriert wäre (BGE 144 I 266 E. 3.9). Die Beschwerdeführerin 2 lebt zwar seit rund 14 Jahren in der Schweiz, ihre beruflich-wirtschaftliche Integration ist jedoch gescheitert. Einer von den in Konkurs geratenen Unternehmen unabhängigen Erwerbstätigkeit (Teilzeitpensum) geht sie erst seit Mai 2020 nach. Auch sozial ist sie nicht gut integriert, da insbesondere auch keine vertiefte Bindungen im ausserfamiliären Bereich bestehen. Dazu kommen diverse strafrechtliche Verurteilungen (vgl. SV A.d). Sie kann insofern keinen selbständigen Aufenthaltsanspruch gestützt auf Art. 8 EMRK ableiten, weshalb diese Rüge unbegründet ist. Was die gemeinsamen Kinder anbelangt, so verfügen die drei-, fünf- und sechsjährigen Kinder über eine Niederlassungsbewilligung. Minderjährige Kinder teilen jedoch schon aus familienrechtlichen Gründen regelmässig das ausländerrechtliche Schicksal der Eltern und haben das Land gegebenenfalls mit diesen zu verlassen (vgl. Art. 25 Abs. 1, Art. 301 Abs. 3 sowie Art. 301 a des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]; BGE 143 I 21 E. 5.4 betreffend Kinder im Alter von drei und fünf Jahren; BGer 2C_ 488/2019 vom 4. Februar 2020 E. 4.1.2, 2C_709/2019 vom 17. Januar 2020 E. 6.2.2). Die Kinder befinden sich in einem gerade noch anpassungsfähigen Alter und sind anscheinend mit der Sprache ihres Heimatlands bestens vertraut. Die Ausreise mit den Eltern ist ihnen ohne Weiteres möglich. Hinsichtlich der geltend gemachten familiären Nachteile ergibt sich insofern, dass es infolge des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers 1 zu keiner Trennung der Familienmitglieder käme.