Citation: 5A_634/2022 E. 2

Die Nachfristverfügung vom 9. September 2022 gilt am siebten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellversuch und damit am 19. September 2022 als zugestellt (sog. Zustellfiktion; Art. 44 Abs. 2 BGG). Die Beschwerdeführerin macht zwar in ihrer Eingabe vom 20. September 2022 geltend, beide Postbevollmächtigten hätten wegen einer Covid19-Infektion die Sendung nicht abholen können. Sie belegt dies jedoch nicht. Im Übrigen erfolgte die Zustellung nochmals per A-Post Plus, und zwar am 24. September 2022 und damit mehrere Tage vor Fristablauf. Anlass für eine Neuansetzung der Nachfrist (bzw. eine Wiedereinsetzung in einen früheren Stand) bestand damit nicht. Die Zustellfiktion gilt sodann auch im Hinblick auf die Präsidialverfügung vom 14. September 2022. Der von der Beschwerdeführerin ausgelöste Postrückbehaltungsauftrag ändert daran nichts (BGE 141 II 429 E. 3.3). Die Verfügung gilt damit als am 24. September 2022 zugestellt, nachdem sie am 17. September 2022 an der Abholstelle eingetroffen war (vgl. Urteil 5A_976/2021 vom 2. Dezember 2021 E. 3). Der Beschwerdeführerin stand damit genug Zeit zur Verfügung, um den Kostenvorschuss noch zu leisten, zumal sie von vornherein damit rechnen musste, dass ihren Gesuchen vom 12. September 2022 allenfalls nicht stattgegeben würde. Nachdem die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss nicht bezahlt hat, ist androhungsgemäss durch das präsidierende Mitglied der Abteilung im vereinfachten Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten (Art. 62 Abs. 3 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG). Mit dem vorliegenden Entscheid wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. Dasselbe gilt für das Wiederherstellungsgesuch in Bezug auf die Einreichung der Vollmacht.