Citation: 9C_575/2016 E. 4.3

4.3. Aus der - konträren - Feststellung der Vorinstanz, dass in Anbetracht der bisherigen Schullaufbahn und des Bedarfs an Sonderschulung darauf zu schliessen ist, die Einschränkungen des Versicherten in Bezug auf den beabsichtigten Ausbildungsgang seien erheblich, ist - selbst wenn die besagte Feststellung für das Bundesgericht verbindlich ist (vgl. E. 1 hievor) - nicht zwingend abzuleiten, dass der Besuch der Berufsfachschule für Behinderte B.________ invaliditätsbedingt ist. In der Berufsfachschule für Behinderte B.________ werden Menschen mit Hör-, Sprach- und Kommunikationsbeeinträchtigungen unterrichtet. Dass der Versicherte an derlei Beeinträchtigungen litte, geht aus den Akten nicht hervor; nichts Gegenteiliges wird von der Vorinstanz festgehalten. Diese spricht einzig von einer kongenitalen Dyslexie und Dyskalkulie. Ebenso wenig werden im neuropsychologischen Untersuchungsbericht des Instituts C.________ vom 5. Januar 2016 (vgl. dazu auch nachfolgend E. 4.4) oder anderswo in den Akten noch bestehende sprachliche Defizite oder damit einhergehende Beeinträchtigungen der Kommunikationsfähigkeit beschrieben, wie sie beim Versicherten in den ersten Jahren nach der Einschulung vorgelegen und sich dann verbessert hatten (vgl. E. 4.1 hievor). Stattdessen diagnostizierten Prof. Dr. rer. nat. D.________, Leiter Neuropsychologie, und lic. phil. E.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, im Bericht des Instituts C.________ eine einfache Aufmerksamkeitsstörung, eine Dyskalkulie sowie eine Leserechtschreibstörung. In Einklang damit vermochte die Prorektorin der Berufsfachschule für Behinderte B.________ im Schreiben vom 21. September 2015 keine invaliditätsbedingten Gründe für den Besuch der Berufsfachschule für Behinderte B.________ zu nennen und wies stattdessen auf eine durch den Tod seines Vaters bedingte schwierige persönliche Lebensphase des Versicherten hin.