Citation: 4A_419/2023 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer beanstandet diese Feststellung zu Unrecht als aktenwidrig und willkürlich. Der ins Feld geführte Umstand, dass gemäss der Aussage von Dr. med. vet. E.________ "manchmal" am Unfalltag geröntgt werde, bedeutet nicht, dass eine sofortige Röntgenuntersuchung aus tiermedizinischer Sicht in jedem Fall geboten ist. Auch mit dem blossen Hinweis auf die Aussage des Gutachters PD Dr. med. vet. F.________, wonach "in Verdachtsfällen die Röntgenuntersuchung nach 7-14 Tagen zu wiederholen [sei], falls die initial erstellten Röntgenbilder 'negativ' (also ohne den Befund einer Fissur) [ausfielen]", lässt sich keine anerkannte Regel der tiermedizinischen Wissenschaft in Bezug auf die Notwendigkeit einer Röntgenaufnahme am Unfalltag ableiten, geschweige denn werden damit die vorinstanzlichen Feststellungen als willkürlich ausgewiesen. Entsprechendes gilt für den Hinweis in der Beschwerde auf die "einschlägige Literatur"; abgesehen davon bezieht sich die in der Beschwerde zitierte Aktenstelle auf Fälle, in denen die Verletzung "nachweisl ich" durch einen Schlag auf die Beingliedmassen herrührt, was im konkreten Fall nicht ohne Weiteres zutrifft. Ebenso wenig vermag der Beschwerdeführer mit dem Hinweis auf die Erklärung von Dr. med. vet. D.________, weshalb dieser am Unfalltag auf eine Röntgenaufnahme verzichtet hatte, die vorinstanzlichen Feststellungen zu den allgemein anerkannten Regeln der Tiermedizin als willkürlich oder aktenwidrig auszuweisen. Mangels Nachweises einer entsprechenden tiermedizinischen Regel zielt der Vorwurf, Dr. med. vet. D.________ sei aufgrund der unterlassenen Röntgenuntersuchung am 4. März 2018 eine Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen, ins Leere. Damit erweist sich auch die Rüge, die Vorinstanz habe mit ihrer Erwägung Art. 398 Abs. 2 OR verletzt, als unbegründet.