Citation: 5A_439/2022 E. B

Nach Eingang des in Auftrag gegebenen Zwischenberichtes der Erziehungsaufsicht ordnete die KESB Emmental mit Entscheid vom 8. November 2021 sechs weitere monatlich stattfindende Besuche von drei Stunden im U.________ an. Aufgrund des zwischenzeitlich ergangenen ausländerrechtlichen Ausweisungsentscheides wandte sich die Mutter am 22. November 2021 mit einem gegen den Entscheid vom 8. November 2021 gerichteten Wiedererwägungsgesuch an die KESB und forderte die Sistierung des Besuchsrechts. Sodann reichte sie am 8. Dezember 2021 gegen den KESB-Entscheid auch eine Beschwerde beim Obergericht des Kantons Bern ein, mit welcher sie nebst dessen Aufhebung ebenfalls eine Sistierung des Besuchsrechts forderte, wobei sie nachträglich auch eine Rechtsverweigerung monierte, weil die KESB das Wiedererwägungsgesuch nicht an die Hand nehme. Mit Entscheid vom 19. Mai 2022 trat das Obergericht auf die Rechtsverweigerungsbeschwerde nicht ein und wies die gegen den KESB-Entscheid gerichtete Beschwerde sowie das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab.