Citation: 6B_542/2019 E. A

An einer Veranstaltung am 27. Februar 2016 kamen A.________ und X.________ ins Gespräch. Als es an seinem Wohnort zu sexuellen Handlungen zwischen ihnen kam, befolgte er die Anweisungen von A.________, wonach er ihren Brustbereich nicht berühren dürfe, da sie nach der fünf Wochen zuvor erfolgten Brustoperation noch rekonvaleszent war. Am Abend des 3. März 2016 erklärte A.________ X.________, dass dieselben Regeln wie beim letzten Treffen gelten würden und er demnach ihren Brustbereich wiederum nicht berühren dürfe. Anschliessend kam es zwischen den beiden mehrfach zu sexuellen Handlungen, anlässlich welcher X.________ diese Anweisung befolgte. Kurz nach Mitternacht kam es zu weiteren sexuellen Handlungen, wobei A.________ den Stütz-Büstenhalter anbehielt. X.________ sass auf einem tiefgelegenen Sitzobjekt im Wintergarten, während A.________ vor ihm kniete und ihn oral befriedigte. X.________ wird vorgeworfen, er habe unvermittelt mit seiner offenen rechten Hand und mit voller Kraft die linke Brust von A.________ gepackt und seine Hand bzw. die Brust in seine Richtung gezogen. Durch diesen Griff an ihre Brust habe A.________ starke Schmerzen erlitten, welche mehrere Minuten angehalten hätten. Infolge des kräftigen Griffs sei es zu einer Drehung des linken Brustimplantats und einer Erweiterung der Implantatkapsel gekommen. A.________ habe am 25. April 2016 erneut operiert werden müssen, wobei ein neues Implantat eingesetzt und die Implantatkapsel verkleinert worden sei. Aufgrund des operativen Eingriffs sei A.________ vom 25. April 2016 bis zum 6. Mai 2016 hospitalisiert und vom 25. April 2016 bis zum 20. Mai 2016 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen.