Citation: 6B_255/2021 E. 1.2.1

1.2.1. Die Vorinstanz erwägt, der in Deutschland (resp. der DDR) geborene und aufgewachsene Beschwerdeführer sei am 20. November 2011 im Alter von 39 Jahren - nach beruflicher Tätigkeit in mehreren anderen Ländern - in die Schweiz eingereist. Mithin habe er die prägenden Jahre seiner Kindheit und Jugend bis hin zur Mitte seines Erwachsenenalters in seinem Heimatland verbracht. Er verstehe nach neunjähriger Anwesenheit in der Schweiz (und obwohl seine Herkunftssprache dem hiesigen Dialekt ähnle) gemäss eigenem Bekunden nur beschränkt Schweizerdeutsch, habe neben seiner Kernfamilie keine Verwandten in der Schweiz und pflege hier ausser mit Arbeitskollegen keine Freundschaften. Sodann sei er bisher in keinem Verein oder dergleichen aktiv. Die Vorinstanz erwägt sodann mit Verweis auf die viermalige Delinquenz des Beschwerdeführers, dieser lasse den Respekt für die Schweizerische Rechtsordnung deutlich vermissen. Betreffend die wirtschaftliche Integration habe der Beschwerdeführer per 1. Januar 2021 erstmals seit mehreren Jahren wieder eine Festanstellung in Aussicht. Gemäss seinen Migrationsakten seien ihm seine Arbeitsstellen in den Jahren 2014, 2015 und 2017 fristlos gekündigt worden, wobei die Gründe dafür teilweise unklar seien. In den Jahren 2015 bis zum Zeitpunkt der Berufungsverhandlung sei er hauptsächlich temporär arbeitstätig gewesen. Die Arbeitsvermittlungsfähigkeit sei ihm wiederholt aberkannt worden. Im Übrigen komme er seinen Zahlungsverpflichtungen - auch gegenüber seiner Ex-Frau - nicht oder nur ungenügend nach und habe mehrere Betreibungen gegen sich laufen. Sein Lohn habe gepfändet werden müssen und er sei in den Jahren 2016/2017 in den Privatkonkurs gefallen. Seine wirtschaftliche Lage sei daher stark durchzogen.