Citation: 9C_330/2021 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht hat erwogen, der Versicherte habe vom 11. März 2014 bis zum 1. November 2015 und vom 1. Dezember 2015 bis zum 30. April 2017 an beruflichen Massnahmen teilgenommen und entsprechende Taggelder bezogen. Ein Rentenanspruch hätte somit frühestens im November 2015 entstehen können, weshalb die (einen davor liegenden Zeitraum betreffende) Rentennachzahlung von vornherein unrechtmässig gewesen sei. Indessen hat es auch für die Zeit ab November 2015 einen Rentenanspruch verneint: Dr. med. B.________ hatte in seinem psychiatrischen Gutachten vom 26. Oktober 2017 eine chronifizierte depressive Entwicklung mit mittelgradiger Episode (ICD-10: F32.1) bei begleitenden multiplen psychosomatischen Symptomen sowie eine Persönlichkeit mit leistungsorientierten, perfektionistischen, regressiven und ängstlich-vermeidenden Zügen (ICD-10: Z73.1) diagnostiziert; für die angestammte Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter (bei wohlwollender Umgebung und mit berechenbarer Stressbelastung) hatte er eine Arbeitsfähigkeit von 60 % ab 2014 attestiert. Das kantonale Gericht hat diesem Gutachten in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt Beweiskraft beigemessen. Nach einer einlässlichen Indikatorenprüfung im Sinne von BGE 141 V 281ist es zum Schluss gekommen, dass auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Experten nicht abgestellt werden könne, und eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit des Versicherten nicht nachgewiesen sei.