Citation: I 666/02 28.04.2003 E. 3

3.1 In seinem Bericht vom 13. November 2000 führte Dr. med. B.________ aus, der Versicherte klage über belastungsabhängige Knieschmerzen rechts, gelegentliche Ergüsse im rechten Kniegelenk sowie über belastungsabhängige lumbale Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins rechte Bein. Anamnestisch stellte er eine Gonarthrose rechts nach rezidivierenden Knietraumen sowie ein seit anfangs 1999 bestehendes lumbospondylogendes Syndrom rechts, verstärkt durch die körperlich anstrengende Arbeit bei der Post, und einen Verdacht auf eine Diskushernie L5/S1 fest. Im Vordergrund stünden aktuell die belastungsabhängigen lumbalen Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins rechte Bein, die auf unbestimmte Zeit zu einer Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit bei der Post geführt hätten. Die Funktionseinschränkung erfordere eine berufliche Umstellung, wobei er die vom Versicherten gewünschte Umschulung zum Informatiker befürworten könne. In einer behinderungsangepassten Tätigkeit ohne schweres Heben und Tragen und ohne langes Stehen und Gehen bestehe ab sofort eine ganztägige Arbeitsfähigkeit. Dr. med. D.________ bestätigte mit Bericht vom 18. Dezember 2000 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit in der Postumladestelle sowie generell für Berufe mit körperlicher Tätigkeit, erachtete aber gleichzeitig berufliche Massnahmen als wenig aussichtsreich. Grundsätzlich sei eine sitzende, zu 20 % stehend/gehende Tätigkeit zumutbar; dosiertes Sitzen, Stehen, über Kopf Arbeiten sowie das Bewältigen kürzerer Gehstrecken sei möglich, Tragbelastungen dagegen aktuell kaum zu ertragen. Er diagnostizierte eine Schmerzchronifizierung sowie eine Knorpelschädigung vom Grad II-III im rechten Kniegelenk. Überdies sei der Versicherte aus sozialer Sicht als hilflos zu betrachten, in jeder Beziehung ohne Fundament und auf Fremdhilfe (Beistand, psychologische Betreuung) angewiesen; körperlich und psychisch sei er kaum belastbar. Eine Prognose erweise sich als schwierig, zumal alle Resozialisierungsbemühungen bisher immer wieder zu Abstürzen geführt hätten. Aus rein orthopädischer Sicht sei der Schweregrad der Schädigung nicht in Einklang zu bringen mit der Fähigkeitsstörung. Die eigentlichen Schädigungszeichen auf Organebene seien eher moderat, dagegen erwiesen sich die sozialen Rehabilitationshindernisse als ausgeprägt, so dass die Schmerzchronifizierung im Sinne einer sensorischen Schädigung im Vordergrund stehe. 3.2 Der rechtserhebliche medizinische Sachverhalt ist im Lichte dieser ärztlichen Angaben, entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, genügend abgeklärt. Bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit wurden sämtliche geklagten Leiden - insbesondere auch die Rückenbeschwerden - berücksichtigt sowie die psychosoziale Belastungssituation miteinbezogen. Weder Dr. med. B.________ noch Dr. med. D.________ sprachen sich für weitergehende medizinische Abklärungen aus, weshalb von der anbegehrten Untersuchung in einer Fachklinik abzusehen ist. Es mag zutreffen, dass der Versicherte psychosozialen Belastungsfaktoren ausgesetzt war (und ist), wie sie etwa aus den anamnestischen Erhebungen im Bericht von Dr. med. D.________ vom 18. Dezember 2000 hervorgehen. Dennoch war er in der Lage, über längere Zeit und bis zur Verstärkung seiner somatischen Beschwerden in verschiedenen Hilfsfunktionen zu arbeiten. Den Akten lässt sich nicht entnehmen, dass jemals Notwendigkeit für eine psychiatrische Behandlung bestanden hätte, weshalb sich der Schluss auf eine psychogen bedingte Arbeitsunfähigkeit verbietet, umso mehr, als eine seit längerem bestehende psychosoziale Belastungssituation nicht mit einer psychisch begründeten, ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit gleichgesetzt werden darf (vgl. zur - nur mit Zurückhaltung anzunehmenden - invalidisierenden Wirkung psychosozialer Belastungsfaktoren BGE 127 V 294). Invalidisierend wirken sich daher einzig die Knie- und Rückenbeschwerden aus, die jedoch - wie die Vorinstanz zu Recht erwägt - nach ärztlicher Einschätzung in einer angepassten Tätigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge haben. Soweit der Beschwerdeführer bemängelt, bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit habe sich das kantonale Gericht auf überholte ärztliche Einschätzungen, insbesondere den Austrittsbericht der Klinik S.________ vom 28. November 1997, gestützt, übersieht er, dass im angefochtenen Entscheid dem Umstand, dass die darin enthaltenen Beurteilungen länger zurückliegen und lediglich die Kniebeschwerden berücksichtigen, durchaus Rechnung getragen wird. Ausschlaggebend sind die beiden Berichte der Dres. med. B.________ und D.________ vom 13. November und 18. Dezember 2000, welche die bis zum Verfügungserlass am 31. Mai 2001 eingetretenen Verhältnisse zuverlässig wiedergeben. 3.3 Gegen den von der Vorinstanz vorgenommenen Einkommensvergleich, welcher keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad ergab, wurden in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde keine Einwendungen erhoben. Auch aus den Akten ist nichts ersichtlich, was zu einer anderen Beurteilung zu führen vermöchte (BGE 110 V 53). Hinsichtlich der Gewährung beruflicher Massnahmen erwägt das kantonale Gericht zutreffend, dass an deren Eingliederungswirksamkeit ernsthafte Zweifel bestehen, da es jedenfalls an den subjektiven Voraussetzungen für eine Umschulung (ZAK 1992 S. 366 Erw. 2b) fehlt.