Citation: 4A_432/2023 E. B

B.a. Mit Klage vom 3. Februar 2022 beantragte der Kläger beim Kantonsgericht Zug, es sei die Nichtigkeit des Beschlusses über die Neuwahl von C.________ als Verwaltungsrat mit Einzelunterschrift an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 29. Juli 2021 festzustellen; eventualiter sei dieser Beschluss für unwirksam zu erklären und ersatzlos aufzuheben. Mit Entscheid vom 11. Mai 2023 wies das Kantonsgericht die Klage ab. B.b. Mit Insolvenzedikt vom 14. März 2022 eröffnete das Bezirksgericht Mödling, Österreich ein Konkursverfahren über das in Österreich gelegene Vermögen des Klägers (und dessen Ehefrau) und entzog ihm die Eigenverwaltung. Mit Entscheid vom 24. März 2023 wurde das Konkursedikt des Bezirksgerichts Mödling vom zuständigen Einzelrichter am Kantonsgericht Zug anerkannt und mit Wirkung ab 24. März 2023 auch über das in der Schweiz gelegene Vermögen des Klägers der Konkurs eröffnet. B.c. Gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Zug vom 11. Mai 2023 erhob der Kläger Berufung beim Obergericht des Kantons Zug. Mit separater Eingabe vom gleichen Tag beantragte der Kläger, ihm auch für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und Rechtsanwalt Alexander Amann rückwirkend per 5. Juni 2023 als unentgeltlichen Rechtsbeistand zu bestellen. B.d. Mit Präsidialverfügung vom 8. August 2023 wies das Obergericht das Gesuch des Klägers um unentgeltliche Rechtspflege für das Berufungsverfahren ab. Zur Begründung führte der Abteilungspräsident im Wesentlichen aus, dem Kläger stünden mit dem Konkursbeschlag keine Vermögens- oder Mitwirkungsrechte aus dem Aktienbesitz mehr zu und er werde diese Rechte mit der Verwertung der Aktien in den in Österreich und der Schweiz eröffneten Konkursverfahren definitiv verlieren. Unter diesen Umständen habe der Kläger kein aktuelles und praktisches Interesse mehr an der Feststellungsklage. Zudem sei nicht ersichtlich und werde vom Kläger auch nicht nachgewiesen, inwiefern die Klage der Wahrung der Gesellschaftsinteressen der Beklagten diene. Damit fehle es an einer Prozessvoraussetzung, weshalb auf die Berufung aller Voraussicht nach nicht eingetreten werden könne. Das Begehren des Klägers erscheine daher prozessual aussichtslos, weshalb die unentgeltliche Rechtspflege nicht gewährt werden könne.