Citation: 2A.266/2002 11.06.2002 E. A

Der gemäss eigenen Angaben aus Tschetschenien stammende X.________ (geb. *** 1964) reiste am 14. Februar 2001 illegal in die Schweiz ein und ersuchte tags darauf um Asyl. Mit Verfügung vom 6. Juli 2001 trat das Bundesamt für Flüchtlinge auf das Asylgesuch nicht ein und wies X.________ aus dem Gebiet der Schweiz weg. Es war aufgrund eines sprach- und länderkundlichen Gutachtens zum Schluss gelangt, dass X.________ aus Russland oder aus der Ukraine, mit Sicherheit aber nicht aus Tschetschenien stamme und dass er auch nicht im tschetschenischen Milieu sozialisiert worden sei. Mit Verfügung vom 18. Juli 2001 ordnete das Ausländeramt des Kantons Zug über X.________ die Ausschaffungshaft an. Der Haftrichter des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug (im Folgenden: Haftrichter) bestätigte jedoch die Haftanordnung nicht, sondern entliess X.________ mit Verfügung vom 20. Juli 2001 aus der Ausschaffungshaft. Mit Eingabe vom 20. Juli 2001 erhob X.________ bei der Schweizerischen Asylrekurskommission Beschwerde gegen den Nichteintretensentscheid des Bundesamts für Flüchtlinge. Mit Strafbefehl vom 24. August 2001 verurteilte ihn das Einzelrichteramt des Kantons Zug wegen Ladendiebstahls, Hehlerei sowie Konsums von Marihuana zu einer bedingten Gefängnisstrafe von zehn Tagen. Am 25. Oktober wurde er wegen Verdachts auf Diebstahl, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Widerhandlung gegen das Waffengesetz und Vorbereitungshandlung zum Raub verhaftet und blieb bis zum 5. November in Untersuchungshaft. Mit Entscheid vom 22. Januar 2002 wies die Schweizerische Asylrekurskommission die Beschwerde gegen die Verfügung des Bundesamts für Flüchtlinge ab.