Citation: 6B_893/2016 E. 1.4

1.4. Die Vorinstanz nimmt an, der Beschwerdeführer habe Art. 398 Abs. 2 OR verletzt und es liege gleichzeitig ein Anwendungsfall von Art. 41 Abs. 2 OR vor. Dabei geht sie in tatsächlicher Hinsicht zunächst von der unbestrittenen Tatsache aus, der Beschwerdeführer habe im Vorfeld der beiden Transaktionen xxx und yyy die Mitbeschuldigten X.________ und Z.________ kontaktiert und angefragt, ob sie Käufer für die angebotenen Anleihen hätten. Aufgrund des Untersuchungsergebnisses geht sie davon aus, die beiden Mitbeschuldigten hätten nicht gewusst, dass der Anlagefonds D.________ als (Zwischen-) Verkäufer aufgetreten sei. In rechtlicher Hinsicht nimmt die Vorinstanz an, auf die mündlichen Abreden über die unentgeltlichen Vermittlungstätigkeiten, welche die Mitbeschuldigten X.________ und Z.________ im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeiten ausgeübt hätten, sei Auftragsrecht anwendbar. Den Auftraggeber treffe die Nebenpflicht, alles Zumutbare zu unternehmen, um den Beauftragten vor Schaden zu bewahren. Er habe ihn namentlich auf bekannte bzw. zu erwartende Gefahren hinzuweisen. Dem Beschwerdeführer sei bekannt gewesen, dass die Mitbeschuldigten X.________ und Z.________ Anteile an D.________ besessen hätten und sich somit bei den Transaktionen xxx und yyy in einem allfälligen Interessenkonflikt befunden hätten. Nach Art. 11 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes vom 24. März 1995 über die Börsen und den Effektenhandel (Börsengesetz [BEHG]; SR 954.1) müsse der Effektenhändler sicherstellen, dass allfällige Interessenkonflikte seine Kunden nicht benachteiligten. Die Befolgung dieser Treuepflicht hätte im zu beurteilenden Fall vorausgesetzt, dass die Arbeitgeberinnen der beiden Mitbeschuldigten Kenntnis von der Identität des Anbieters gehabt hätten. Unter den gegebenen Umständen habe der Beschwerdeführer als Auftraggeber mithin die Nebenpflicht gehabt, die Mitbeschuldigten X.________ und Z.________ darüber zu informieren, dass bei den beiden Transaktionen der Anlagefonds D.________ als Zwischenhändler der Anleihen aufgetreten sei. Indem der Beschwerdeführer dies unterlassen habe, habe er seine auftragsrechtliche Nebenpflicht als Auftraggeber verletzt und darüberhinaus bewirkt, dass die Arbeitgeberinnen der Mitbeschuldigten, die A.________ AG und die Bank H.________, ihren Pflichten nach Art. 11 Abs. 1 lit. c BEHG nicht hätten nachkommen können. Damit habe er den Arbeitgeberinnen der Mitbeschuldigten in einer gegen die guten Sitten verstossenden Weise (Art. 41 Abs. 2 OR) Schaden zugefügt. Dass angesichts der geringfügigen Beteiligung der Mitbeschuldigten am Anlagefonds D.________ aus den Transaktionen xxx und yyy lediglich ein geringer persönlicher Gewinn resultiert habe, ändere nichts, zumal ein solcher eine Interessenkollision noch nicht ausschliesse (angefochtener Beschluss S. 12 ff.). In Bezug auf den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen der Rechtsnormverletzung des Beschwerdeführers und der Einleitung des Strafverfahrens wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung nimmt die Vorinstanz an, die Verletzung von Art. 398 Abs. 2 OR durch den Beschwerdeführer sowie sein Verstoss gegen die guten Sitten im Sinne von Art. 41 Abs. 2 OR hätten lediglich eine Teilursache für die Einleitung des Strafverfahrens wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung gebildet. Nach den sich aus Art. 41 OR ergebenden Grundsätzen genüge indes für die Begründung des Kausalzusammenhanges auch eine Teilursache (angefochtener Beschluss S. 15 ff.).