Citation: 1P.458/2002 08.10.2002 E. A

Gegen X.________ ist im Kanton Basel-Landschaft ein Strafverfahren wegen Verdachts der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, der Drohung, der Nötigung, der Körperverletzung, der Vernachlässigung von Unterhaltspflichten sowie weiterer Delikte hängig. Das Bezirksstatthalteramt Liestal als Untersuchungsbehörde führte in seinem Anhaltungsersuchen vom 14. März 2001 aus, X.________ werde in einer Strafanzeige beschuldigt, auf massive Art Mitglieder der Fürsorgebehörde und der Amtsvormundschaft Liestal bedroht zu haben. Die Drohungen stünden im Zusammenhang damit, dass dem Angeschuldigten lediglich ein restriktives Besuchsrecht bei seinen drei Kindern eingeräumt worden sei. Im Anhaltungsersuchen vom 30. August 2001 hielt das Bezirksstatthalteramt fest, in einer weiteren Strafanzeige werde X.________ vorgeworfen, er habe seine ehemalige Freundin und Mutter der drei gemeinsamen Kinder massiv mit dem Tod bedroht. Aufgrund der bisherigen Vorfälle seien die Drohungen ernst zu nehmen, weshalb X.________ zur Verhaftung ausgeschrieben worden sei. Dieser wurde am 26. September 2001 wegen Fortsetzungsgefahr in Untersuchungshaft genommen. Das Bezirksstatthalteramt Liestal entliess ihn mit Verfügung vom 4. Oktober 2001 unter Anordnung einer Ersatzmassnahme (Einweisung in eine stationäre Therapie) aus der Haft. Am 6. November 2001 hob es diese Massnahme auf und verpflichtete den Angeschuldigten, die in der Psychiatrischen Universitätsklinik (PUK) Basel begonnene ambulante Therapie fortzusetzen. Am 23. Mai 2002 wurde X.________ erneut verhaftet, nachdem ihm in einer Strafanzeige zur Last gelegt worden war, er habe am 22. Mai 2002 den Amtsvormund von Liestal und Beistand seiner drei Kinder tätlich angegriffen. Die Untersuchungshaft wurde am 18. Juni 2002 um acht Wochen erstreckt. Mit Beschluss vom 15. August 2002 verlängerte das Verfahrensgericht in Strafsachen des Kantons Basel-Landschaft die Haft bis zum 10. Oktober 2002.