Citation: 6B_1151/2022 E. 2.1.3

2.1.3. Zu prüfen sei der Vorinstanz zufolge weiter, ob diese Drohung beim Beschwerdeführer Angst und Schrecken auszulösen vermocht habe. Die sei mit der Eventualbegründung der ersten Instanz zu verneinen. Aus der Aktennotiz vom 23. April 2019 ergebe sich, dass sich der Beschwerdegegner noch während des Gesprächs mit der Staatsanwältin beruhigt habe und seiner Frau zuliebe vom Gedanken der selbst herbeigeführten Gerechtigkeit abgekommen sei. Daher habe der Beschwerdeführer, als er die entsprechende Aktennotiz zur Kenntnis genommen habe, gar nicht in Schrecken und Angst versetzt werden können. Mit der ersten Instanz sei festzustellen, dass beim Beschwerdeführer beim Lesen der Aktennotiz allenfalls ein gewisses Unbehagen aufgekommen sein könne. Ein solches reiche aber für eine schwere Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls nicht aus. Damit fehle es am objektiven Tatbestandsmerkmal des in Schrecken oder Angst Versetzens und der Beschwerdegegner sei vom Vorwurf der Drohung freizusprechen.