Citation: 6B_460/2020 E. 3.4.1

3.4.1. Die Vorinstanz hat sich nicht explizit in jedem einzelnen Fall zum Vorsatz des Beschwerdeführers in Bezug auf die Bilanzfälschungen und die Erschleichung von falschen Beurkundungen im Zusammenhang mit der Bilanzierung der Marken geäussert. Sie nimmt indes grundsätzlich in allen Fällen Vorsatz an, weil der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte B.________ jeweils mit Absicht mittels der nicht bilanzierbaren Marken eine Verrechnungsposition konstruiert haben. Dabei erwägt sie zu Recht, der Umstand, dass der Beschwerdeführer die Tathandlungen nicht selbst operativ ausgeführt habe, entlaste ihn nicht, zumal er diese trotz seiner Organstellung zumindest toleriert und sie entgegen seinen Pflichten nicht unterbunden hat (vgl. etwa angefochtenes Urteil S. 263, 264 f.). In Bezug auf den Sachverhaltskomplex G.________ Swiss AG führt die Vorinstanz in dieser Hinsicht explizit aus, der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte B.________ hätten wissentlich und willentlich sowie mit Täuschungs- und Vorteilsabsicht gehandelt. Als mehrfache Verwaltungsräte und Präsidenten des Verwaltungsrates hätten sie um die unrichtige Bilanzierung gewusst und hätten damit die Täuschung etwa der Revisionsstelle und die Verschaffung eines unrechtmässigen Vorteils angestrebt (angefochtenes Urteil S. 148). Im Rahmen der Strafzumessung erwägt die Vorinstanz sodann zu Recht, auch wenn der Beschwerdeführer in den Fällen, in denen der Mitangeklagte B.________ die entsprechenden Dokumente zur Erschleichung einer Urkunde erstellt habe, nicht der "ausführende" Täter gewesen sei, sei er als damaliger Verwaltungsratspräsident etwa der E.________ Holding AG über jeden Schritt informiert gewesen und habe auch die notwendigen Urkunden unterzeichnet. Der Beschwerdeführer konnte sich als Verwaltungsratspräsident in der Tat nicht darauf berufen, dass er bezüglich der Bewertung von Marken Laie gewesen sei, zumal er die Handlungen des Mitangeklagten B.________, wenn nicht initiiert, so doch toleriert hat. Wie die Vorinstanz zutreffend annimmt, hat ihm dabei als ausgebildeter Jurist und langjähriger Rechtsanwalt klar sein müssen, dass sich die Aktienkapitalerhöhungen in Millionenhöhe auf blosse Luftblasen stützten, zumal den entsprechenden Gesellschaften in Wirklichkeit keine Liquidität zugeflossen ist (angefochtenes Urteil S. 260).