Citation: 6B_668/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Bei der Interessenabwägung erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer sei während rund sieben Monaten als Drogenkurier tätig gewesen. Dabei habe er 580 Gramm reinen Kokains transportiert. Dies liege deutlich über der Schwelle von 18 Gramm, die nach der Rechtsprechung bereits ausreicht, um die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr zu bringen. Der Beschwerdeführer habe eine beträchtliche kriminelle Energie an den Tag gelegt. Negativ falle ins Gewicht, dass er im fraglichen Zeitraum längst verheiratet und Vater einer Tochter gewesen sei. Dies habe ihn von seinem deliktischen Verhalten nicht abgehalten. Dasselbe treffe auf seinen katholischen Glauben zu. Die Vorinstanz berücksichtigt den Lerneffekt, den der teilweise Vollzug der Freiheitsstrafe mit sich bringen sollte. Sie kommt aber zum überzeugenden Schluss, dass keine ausreichende Gewähr für ein künftiges Wohlverhalten des Beschwerdeführers besteht. Daran ändere auch nichts, dass er zurzeit eine Arbeitsstelle habe. Angesichts der erheblichen Drogenmenge schliesst die Vorinstanz überzeugend, dass das öffentliche Sicherheitsinteresse gegenüber dem privaten Interesse des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz klar überwiegt.