Citation: 5A_126/2023 E. 6.3.2

6.3.2. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung ihres rechtlichen Gehörs. Das Obergericht habe ihre Rüge nicht geprüft und stattdessen ohne nähere Begründung abgewiesen. Dass das Bezirksgericht alle ihre Beweismittel gewürdigt habe, sei eine offensichtlich unrichtige Feststellung. Aufgrund einer blossen Auflistung von Argumenten könne nicht gefolgert werden, dass das Gericht diese auch gewürdigt hat; dafür bedürfte es zumindest einer kurzen inhaltlichen Auseinandersetzung. Die Gehörsrüge geht fehl. Art. 29 Abs. 2 BV verlangt nicht, dass sich die Behörde zu allen Punkten einlässlich äussert und jedes einzelne Vorbringen widerlegt. Die Behörde kann sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken (s. zum Ganzen: BGE 146 II 335 E. 5.1; 145 III 324 E. 6.1; 143 III 65 E. 5.2 mit Hinweisen). Ob diese Anforderungen erfüllt sind, beurteilt sich anhand des Ergebnisses des Entscheids, das im Urteilsspruch zum Ausdruck kommt und das allein die Rechtsstellung der betroffenen Person berührt (BGE 145 III 324 a.a.O.). Eingedenk dieser Vorgaben ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden. Wie die zitierten Erwägungen des Obergerichts belegen, wurde die Beschwerdeführerin mit ihrer Rüge, dass das Bezirksgericht die Beweise willkürlich gewürdigt habe, sehr wohl gehört. Ob das Obergericht diese Rüge inhaltlich richtig beurteilt, ist keine Frage des rechtlichen Gehörs, sondern - je nachdem - eine solche der Rechtsanwendung oder der Beweiswürdigung.