Citation: 9C_343/2023 E. 2.4

2.4. Eine andere Frage ist, ob die Vorinstanz von Bundesrechts wegen gehalten gewesen wäre, die bundesgesetzliche 30-tägige Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 1 BGG) abzuwarten, ehe sie einen Nichteintretensentscheid hätte fällen dürfen. Das Bundesgericht hat die Praxis von Vorinstanzen, die Beschwerdefrist nicht abzuwarten, bereits kritisch gewürdigt ("eher vorschnelles Handeln"; so u.a. im Urteil 2C_931/2019 vom 11. November 2019 E. 2.5), es damals aber rechtlich nicht beanstandet. Die Steuerpflichtige kritisiert das vorinstanzliche Vorgehen zwar mit hinreichender Klarheit, aber letztlich in bloss appellatorischer Form. Damit vermag sie der sie insofern treffenden qualifizierten Rüge- und Begründungsobliegenheit nicht zu genügen (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 148 I 127 E. 4.3; 148 II 392 E. 1.4.1; 148 III 215 E. 3.1.4). Das Bundesgericht hat daher nicht zu prüfen, ob das vorinstanzliche Vorgehen verfassungsrechtlich haltbar sei und ob insbesondere kein Verstoss gegen das auch Behörden treffende Gebot des Verhaltens nach Treu und Glauben vorliege (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV; Urteil 2C_26/2022 vom 15. Februar 2022 E. 3.2.1). Vor diesem Hintergrund ist das vorinstanzliche Nichteintreten nicht zu beanstanden.