Citation: 2C_745/2022 E. 1.1

1.1. Die A.________ ag mit Sitz in U.________/AR wurde von der kantonalen Steuerverwaltung Appenzell Ausserrhoden anfangs 2019 aufgefordert, die Steuererklärung für die Steuerperiode 2018 einzureichen; die beantragte Verlängerung der angesetzten Einreichefrist wurde abgelehnt mit der Begründung, die Steuererklärung des Vorjahres sei nicht eingereicht worden. Nachdem die Steuererklärung nicht innert Frist eingereicht worden war, mahnte die kantonale Steuerverwaltung die A.________ ag ein erstes Mal am 23. Juli 2019 und wies sie darauf hin, dass bei Nichteinreichen der Steuererklärung eine Ermessensveranlagung vorgenommen werde. Mit Schreiben vom 13. August 2019 wurde die Frist für das Einreichen der Steuererklärung 2018 bis Ende Dezember 2019 erstreckt. Die A.________ ag reichte jedoch auch innert dieser verlängerten Frist weder die Steuererklärung noch ein weiteres Fristerstreckungsgesuch ein. Am 28. Januar 2020 mahnte die kantonale Steuerverwaltung die A.________ ag erneut. Nach diverser Korrespondenz zwischen der kantonalen Steuerverwaltung und dem Rechtsvertreter der A.________ ag schickte dieser der kantonalen Steuerverwaltung mit Schreiben vom 30. April 2020 schliesslich einen "Fahrplan 2020" zu und schlug darin (u.a.) vor, die Frist zur Einreichung der hier betroffenen Steuererklärung 2018 der Beschwerdeführerin bis zum 30. November 2020 zu erstrecken. Mit E-Mail vom 4. Mai 2020 genehmigte die kantonale Steuerverwaltung diese Fristerstreckung und machte gleichzeitig ausdrücklich darauf aufmerksam, dass bei Nichteinreichen der Steuererklärung innert Frist eine Ermessensveranlagung drohe. Mit einem neuen "Fahrplan 2021" vom 11. bzw. 19. Januar 2021 gewährte die kantonale Steuerverwaltung der A.________ ag erneut verlängerte Fristen zur Einreichung der Steuererklärungen 2018. Die Einreichefrist für die Steuererklärung 2018 der A.________ ag wurde gemäss "Fahrplan 2021" neu auf den 28. Februar 2021 festgelegt. Ein erneutes Fristverlängerungsgesuch des Rechtsvertreters der A.________ ag mit E-Mail vom 19. Januar 2021 beantwortete die Steuerkommissärin mit E-Mail vom 20. Januar 2021 abschlägig. Sie stellte klar, dass die im Fristenfahrplan aufgeführten Fristen als allerletzte Fristen gelten und nicht mehr erstreckt werden könnten; die bereits erfolgten Mahnungen seien nicht zurückgezogen worden.