Citation: 1C_645/2018 E. 6.2

6.2. Nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann das Waldareal nur durch rechtmässige Rodungen vermindert werden (BGE 108 Ib 509 E. 3 S. 510; 119 Ib 397 E. 6a S. 405; je mit Hinweisen), d.h. der Waldboden muss gestützt auf eine rechtskräftige Rodungsbewilligung zweckentfremdet werden (STEFAN M. JAISSLE, Der dynamische Waldbegriff und die Raumplanung, Diss. Zürich 1994, S. 115). Ob dies geschehen und die Rodungsbewilligung damit ausgenutzt worden ist, hängt von derem Zweck ab: Dient diese (wie üblich) der Erstellung eines bestimmten Werks, so ist die Zweckentfremdung erst vollendet, wenn die baulichen Massnahmen für die Errichtung des Werks getroffen worden sind (Urteil 1A.42/1993 und 1A.244/1994 vom 14. März 1994 E. 5c, ZBl 96/1995 S. 42). Dient die Rodungsbewiligung dagegen (gemäss Art. 12 WaG) der Bauzonenweiterung, so ist sie bereits mit der rechtskräftigen Einzonung des Waldareals in die Bauzone erschöpft, unabhängig davon, ob die Bestockungen bereits entfernt und das Land überbaut worden ist.