Citation: I 260/03 29.09.2003 E. 3

Der Beschwerdeführer beanstandet, auf die von 1999 datierenden Berichte des Dr. med. R.________ und der Klinik Z.________ sei nicht abzustellen, weil gemäss den aktuellen hausärztlichen Beurteilungen des Dr. med. M.________ von einer zwischenzeitlich eingetretenen Chronifizierung der Schmerzen auszugehen sei, welche zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit geführt habe. Streitig und zu prüfen ist demnach vorweg der Grad der Arbeitsfähigkeit. 3.1 Der Rheumatologe Dr. med. R.________ der den Versicherten seit 14. Januar 1998 behandelte, diagnostizierte ein chronisch-rezidivierendes, therapieresistentes lumbospondylogenes sowie ein chronisch-rezidivierendes cervicospondylogenes Syndrom rechts. Zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit veranlasste er am 4. Februar 1999 - "nachdem die Wirbelsäulen-Orthopäden des Kantonsspitals Y.________ aufgrund der durchgeführten, infiltrativen Wirbelsäulen-Diagnostik eine selektive Dekompression L4/5 und eventuell L5/S1 rechts zwar als möglich, vorderhand aber als nicht absolut notwendig taxiert hatten" - die Durchführung einer intensiven stationären Physiotherapie in der Klinik Z.________. Dort war der Beschwerdeführer vom 25. März bis 15. April 1999 hospitalisiert. Die Klinik Z.________ attestierte ihm gemäss Austrittsbericht vom 30. April 1999 ab 16. April 1999 in Bezug auf eine rückengerechte Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % "mit allmählicher Steigerung auf [ein] volles Pensum" und regte "eine Umschulung auf eine rückengerechte Arbeit (wechselnd stehende und sitzende Tätigkeit, kein Heben schwerer Lasten, keine Überkopfarbeiten)" an. Im Beiblatt zum Arztbericht vom 3. August 1999 bestätigte die Klinik eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit für eine solche Tätigkeit. Gleichzeitig und im Wesentlichen in Übereinstimmung mit der Beurteilung der Klinik Z.________ hielt Dr. med. R.________ den Versicherten gemäss Bericht vom 9. April 1999 in einer körperlich leichten Tätigkeit unter Vermeidung stereotyper Arbeitshaltungen, monotoner Arbeitsabläufe und repetitiver Bück- und Hebebelastungen über 10 kg ohne langes Sitzen/Stehen für voll arbeitsfähig. Auch der Hausarzt Dr. med. M.________ schätzte die Arbeitsfähigkeit in seinem Bericht zuhanden der IV-Stelle vom 15. Mai 1999 in Bezug auf eine dem Versicherten noch zumutbare Tätigkeit auf 100 % bei voller Arbeitsunfähigkeit in Bezug auf die angestammte Tätigkeit. 3.2 Demgegenüber bestätigte Dr. med. M.________ gegenüber dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Schreiben vom 15. Mai 2002 - ohne sich auf eine bestimmte Diagnose abzustützen oder konkrete gesundheitsbedingte Einschränkungen der Leistungsfähigkeit zu bezeichnen -, dass er den Versicherten weiterhin für 100 % arbeitsunfähig halte. Die vom Hausarzt veranlasste spezialärztliche Untersuchung durch Dr. med. I.________ von der Abteilung für Wirbelsäulenmedizin und Schmerztherapie der Klinik X.________ in A.________ zeigte gemäss Bericht vom 3. Mai 2002 das bekannte Bild eines "chronischen, therapieresistenten, invalidisierenden, lumbovertebralen und zeitweise lumboradikulären Reizsyndroms L5 rechts bei Status nach Beckenkontusion 1996". Dr. med. I.________ äusserte sich nicht zur Arbeitsfähigkeit, hielt aber fest, dass eine operative Sanierung ja bereits 1998 diskutiert worden sei (vgl. Bericht der Orthopädischen Klinik des Spitals Y.________ vom 27. Oktober 1998), dass er dem Versicherten in Anbetracht der invalidisierenden Schmerzsituation zur Durchführung der selektiven, diagnostischen Infiltrationen im Bereiche der Fazettengelenke L5/S1 sowie Neoarthrose und ISG rechts geraten habe (eventuell auch zu einer Wiederholung der selektiven Nervenwurzelblockade L5 rechts), dass sich der Beschwerdeführer jedoch zur Zeit noch nicht dazu entschliessen könne. Gemäss Bericht der Institution X.________ vom 2. Mai 2001 wollte der Versicherte nicht durch die Einnahme von mehr Schmerzmitteln eine höhere Arbeitsfähigkeit erreichen. Obwohl der Beschwerdeführer sinngemäss geltend macht, seit der Erstellung der von Verwaltung und Vorinstanz als massgebend betrachteten medizinischen Unterlagen (von 1999; vgl. Erw. 3.1 hievor) und dem für die vorliegende Beurteilung relevanten Verfügungszeitpunkt (18. April 2002) sei es zu einer erheblichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse (Chronifizierung und Verschlimmerung der Schmerzen) gekommen, weshalb eine erneute interdisziplinäre medizinische Begutachtung notwendig sei, sind dafür den Akten keinerlei Anhaltspunkte zu entnehmen. Während Dr. med. M.________ den Gesundheitszustand des Versicherten immerhin als stationär (und nicht etwa "sich verschlechternd") bezeichnete, gingen die Klinik Z.________ von "stationären bis besserungsfähigen" und Dr. med. R.________ sogar von "besserungsfähigen" gesundheitlichen Verhältnissen aus. Liegen keine Anzeichen für eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit 1999 vor, vermögen die im Auftrag des Beschwerdeführers im Rahmen des vorliegenden Streitverfahrens geäusserten hausärztlichen Einschätzungen (vom 20. April und 15. Mai 2002 sowie vom 31. Mai 2003) keine Zweifel an der Zuverlässigkeit der Beurteilungen des Dr. med. R.________ und der Klinik Z.________ hervorzurufen. 3.3 Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass Verwaltung und Vorinstanz auf die nachvollziehbaren, schlüssigen und in sich widerspruchsfreien Berichte des Dr. med. R.________ und der Klinik Z.________ abstellten, wonach dem Beschwerdeführer trotz des objektivierbaren Gesundheitsschadens in einer angepassten Tätigkeit die Verwertung einer vollen Arbeitsfähigkeit zumutbar ist, und demzufolge zu Recht auf weitere medizinische Abklärungen verzichteten. Sollte sich der Gesundheitszustand nach Erlass der streitigen Verwaltungsverfügung verschlechtert haben, kann sich der Beschwerdeführer erneut zum Leistungsbezug anmelden.