Citation: 8C_484/2016 E. A

A.a. A.________ arbeitete seit dem 1. Januar 2008 mit einem Teil-Pensum als technischer Sachbearbeiter beim Amt für Energie des Kantons Uri. Gemäss Pflichtenheft war er im Amt insbesondere zuständig für den Bereich Grundwasser (Wärmepumpen-Kataster und -Konzessionen, Trink- und Brauchwassernutzungen), für die Energiefachstelle (Förderprogramm Kanton, Förderprogramm Klimarappen, Kontaktstelle zum Bundesamt und zu den Gemeinden, Mitarbeit in regionalen und nationalen Arbeitsgruppen) sowie für die Energieberatung (Gebäudebereich, Heizung/Warmwasser, Lüftung, Minergie, Energie Schweiz). A.b. Weil A.________ in engem Kontakt zu Repräsentanten von Wasserkraftprojekten gestanden habe und immer wieder mit hängigen Konzessionsgesuchen zur Wasserkraftnutzung in Verbindung gebracht worden sei, verlangte der Arbeitgeber zur Vermeidung von Interessenkonflikten eine schriftliche Erklärung von ihm. Er bestätigte am 2. Juli 2012, dass er seine private Beratungstätigkeit und sein privates Engagement im Energiewesen innerhalb des Kantonsgebiets namentlich auf Windkraftwerke, Solarenergie und Wärmesanierung beschränke. Zudem versicherte er, dass er auf Tätigkeiten bei Vorhaben verzichte, für die der Kanton eine Gewässernutzungskonzession oder die Zustimmung zu erteilen habe, und dass er im Rahmen seines Anstellungsverhältnisses keine Empfehlungen zugunsten markenspezifischer Produkte und Geräte abgebe. Einige Tage später ersuchte der Arbeitgeber A.________ um eine Stellungnahme zum Vorwurf von Indiskretionen. Es seien Informationen aus dem Amt zu Ausbauplänen eines Kraftwerks und zur Handhabung von Konzessionsgesuchen an interessierte Stellen gelangt. A.________ bestätigte am 16. Juli 2012, er habe keine Informationen weitergegeben. Zwei Jahre später kam es zu weiteren Vorfällen. Nach entsprechenden Gerüchten und Mutmassungen bezeugte A.________ am 5. Mai 2014 unter Ehrenwort, dass er seit seiner Erklärung vom 2. Juli 2012 nicht mit laufenden Kraftwerksprojekten beschäftigt gewesen sei und auch keine Kontakte mit Vertretern dieser Projekte oder mit anderen Personen im Wasserkraftbereich bestanden hätten. Am 1. Juli 2014 reichte Rechtsanwalt Hübner eine Bevollmächtigung der D.________ AG zur Vertretung bei der Konzessionserteilung ein, welche von A.________ unterzeichnet worden war. Es kam in der Folge zu verschiedenen Aussprachen mit dem Leiter des Amts, mit dem Baudirektor sowie mit dessen Direktionssekretär. A.________ bestätigte am 10. Juli 2014 schriftlich, dass er mit der D.________ AG in keiner Weise verbunden sei. Der Baudirektor drohte A.________ am 7. Juli 2014 arbeitsrechtliche Schritte an. Rechtsanwalt Hübner wies sich am 1. Oktober 2014 mit Vollmacht als Rechtsvertreter von A.________ aus. A.c. In zwei Gesprächen zwischen dem Baudirektor und A.________ vom 20. Oktober 2014 und vom 5. November 2014 berichtete dieser darüber, dass Fördergesuche beziehungsweise insbesondere ein Gesuch der Tochter und des Schwiegersohns des Amtsleiters um Beiträge des nationalen Gebäudeprogramms für energieeffiziente Sanierungen manipuliert worden seien. Der Baudirektor informierte den Amtsleiter am 13. November 2014 über die Vorwürfe und beauftragte den Direktionssekretär mit einer umgehenden Abklärung. Dieser erstattete dem Baudirektor einen entsprechenden Bericht vom 27. November 2014. Wie darin unter anderem festgestellt wurde, pflegte das Amt vor einer Änderung beziehungsweise Herabsetzung der Beitragssätze durch den Bund jeweils einige leere Formulare vorzubereiten für Gesuchsteller, welche die Frist knapp verpasst hatten, um diese noch von den besseren Konditionen profitieren zu lassen. Diese sogenannten Leergesuche wurden später ausgefüllt und vordatiert. Der Baudirektor erliess am 1. Dezember 2014 eine Weisung mit dem Verbot des Erstellens von Leergesuchen. A.d. Am 22. Dezember 2014 teilte der Baudirektor A.________ mit, dass er eine Weiterführung des Arbeitsverhältnisses in Betracht ziehe, sofern er aktiv versuche, das Vertrauen gegenüber seinen Vorgesetzten und Arbeitskollegen zurückzugewinnen. Der Baudirektor werde darüber bis Mitte Januar 2015 entscheiden. A.e. Am 5. Januar 2015 wandte sich A.________ an die operative Programmleitung des Gebäudeprogramms des Bundes und teilte mit, dass der Amtsleiter am 25. März 2011 für seine Tochter basierend auf einer Handnotiz xxx Franken im Gebäudeprogramm habe reservieren lassen. Es seien weder Beilagen eingereicht noch ein Gesuch unterschrieben worden. Am 4. Juli 2012, also über ein Jahr später und nach zweifacher Senkung der Fördersätze, habe der Amtsleiter dann die erforderlichen Unterlagen eingereicht. Am 12. Juli 2012 sei eine vom Baudirektor unterzeichnete Verfügung über xxx Franken (gestützt auf die vormals geltenden höheren Ansätze) verschickt worden. A.________ informierte auch über die dazu ergangene amtsinterne Untersuchung, wünschte jedoch, die Meinung der operativen Programmleitung zu erfahren. A.f. Ohne Kenntnis von diesem Schritt eröffneten der Direktionssekretär und der Amtsleiter A.________ am 12. Januar 2015, dass sich der Baudirektor für eine weitere Zusammenarbeit mit ihm entschieden habe, dies allerdings mit einer schriftlichen letzten Verwarnung. Diese führte die Ereignisse seit 2012 auf. Der Baudirektor wünsche sich, dass das berufliche Verhältnis einen neuen Start auf der Basis des Vertrauens nehmen könne. Er werde in Zukunft davon ausgehen, dass A.________ die Weisungen strikt einhalte und gegenüber seinen Teammitgliedern, seinen Vorgesetzten und dem Arbeitgeber seine Loyalität unter Beweis stelle. Sollten nur die geringsten Zweifel aufkommen, werde das Arbeitsverhältnis aufgelöst. Des Weiteren erfolgte eine Anpassung der Organisation des Amtes und des Aufgabengebietes von A.________. A.g. Am 18. Februar 2015 erhielt A.________ ein Antwortschreiben der operativen Programmleitung des Gebäudeprogramms. Er wandte sich damit am 3. März 2015 schriftlich an die Regierungspräsidentin (Frau Landammann). Davon erfuhr am 12. März 2015 auch der Baudirektor. Er wies A.________ per E-Mail an, in diesem Geschäft ab sofort keine weiteren Vorkehrungen mehr zu treffen, und erklärte die Kontakte mit der operativen Programmleitung zur Chefsache. A.h. Am 21. April 2015 eröffnete der Baudirektor A.________, dass er das Arbeitsverhältnis am Folgetag, 22. April 2015, kündigen werde, und übergab ihm den vom Direktionssekretär zu den Vorkommnissen erstellten Bericht vom 15. April 2015. Am 22. April 2015 überreichte er ihm die schriftliche Kündigungsverfügung zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses unter Einhaltung der Kündigungsfrist von drei Monaten auf den 31. Juli 2015. A.________ wurde bis dahin freigestellt. Zur Begründung der Kündigung wurde angeführt, dass die Baudirektion Aufgabengebiete und Organisation habe anpassen müssen, um eine vorderhand geregelte Zusammenarbeit im Amt zu ermöglichen. Sie verwies auf die Verwarnung vom 12. Januar 2015 und auf die nachfolgenden Vorkommnisse. Das an den Tag gelegte Verhalten lasse die notwendige Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber und das erforderliche Teamverhalten im Amt vermissen.