Citation: 4A_385/2013 E. 6.2

6.2. Die Beweislast für die Unterbrechung eines an sich gegebenen Kausalzusammenhangs liegt beim Haftpflichtigen, also bei den Beschwerdegegnern. Aufgrund der Feststellungen der Vorinstanz kann indessen nicht davon ausgegangen werden, vom Kieshügel gehe beim Befahren mit einem Motorrad nur bei grob unvorsichtiger Fahrweise mit weit übersetzter Geschwindigkeit ohne Bremsbereitschaft eine Gefahr aus. Damit kommt der Fahrweise keine derartige Intensität zu, dass sie bei wertender Betrachtung allfällige andere Ursachen gleichsam verdrängen würde. Für die Frage der Unterbrechung des Kausalzusammenhangs ist vielmehr massgebend, ob sich der Verunfallte aufgrund der Umstände zur Benutzung des Pfads für befugt halten durfte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4C.47/1989 vom 26. September 1989 E. 2) beziehungsweise ob der Pfad zumindest als allgemein zugänglich erscheinen konnte (vgl. zit. Urteil 4C.36/1997 E. 2b). Ist dem Beschwerdeführer ein ausgefallenes, unwahrscheinliches Verhalten vorzuwerfen, weil er aufgrund der gesamten Umstände ohne Weiteres hätte erkennen müssen, dass es sich um einen privaten, für Motorradfahrer nicht bestimmten Pfad handelte, auf dem er nichts zu suchen hatte, war das Werk mit Bezug auf den Gebrauch des Beschwerdeführers unabhängig von dessen Fahrweise nicht mangelhaft gesichert. Musste der Beschwerdegegner 1 im Unfallzeitpunkt aufgrund der gesamten Umstände nicht damit rechnen, ein ortsunkundiger Motorradfahrer könnte auf die Idee verfallen, den Pfad zu benutzen oder zu erkunden, war er auch nicht gehalten, diesbezüglich Schutzmassnahmen zu ergreifen (BGE 130 III 736 E. 1.3 S. 742 mit Hinweisen). Und selbst wenn der Beschwerdegegner 1 gegen spezialgesetzliche Sicherungspflichten verstossen hätte, würden diese nicht dem Schutz des Beschwerdeführers dienen, sondern dem Schutz einer Benutzung, mit der objektiv zu rechnen war. Auch in diesem Fall läge die eigentliche Ursache des Unfalls im unvernünftigen, nicht vorhersehbaren Verhalten des Beschwerdeführers. Sie wäre derart intensiv, dass sie eine allfällige Verletzung der Sicherungspflichten verdrängen würde (BGE 130 III 182 E. 5.4 S. 188 mit Hinweisen).