Citation: 6B_907/2023 E. 1.4.1

1.4.1. Sie erwägt, dass es sich bei den belastenden Aussagen der Geschädigten nicht um die einzigen massgeblichen Beweismittel für den Schuldspruch gehandelt habe. Vielmehr seien für die Erstellung des Anklagesachverhalts auch die Aussagen des Beschwerdeführers selbst, diejenigen seines Schwiegersohns, Aussagen Dritter sowie weitere Beweismittel, insbesondere die Resultate der rückwirkenden Teilnehmeridentifikation, entscheidend gewesen. Gestützt darauf seien sowohl die Beteuerungen des Beschwerdeführers wie auch eine gegen ihn gerichtete Falschbelastung ausgeschlossen worden. Der Beschwerdeführer zeigt diesbezügliche keine Willkür auf. Vielmehr unterlässt er eine inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen Ausführungen und begnügt sich im Wesentlichen damit, ohne Bezugnahme auf die von der Vorinstanz aufgeführten Beweismittel, wiederholt auf die nach seinem Dafürhalten entscheidende Relevanz der Aussagen der Geschädigten zu pochen. Sein Argument, wonach es ohne die Belastung durch die Geschädigten (als einzigem "direktem Beweismittel") zu keinem Strafverfahren und keiner Verurteilung gekommen wäre, geht jedoch an der Sache vorbei. So ist es zwar richtig, dass diese den Anstoss für die Untersuchungen gaben, dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Rückzug sämtliche weiteren im Zuge der Untersuchung erhobenen Beweise sowie alle gesammelten Indizien bedeutungslos machen würde. Gänzlich unbehelflich ist es auch, wenn der Beschwerdeführer - in Abweichung zu den willkürfreien Feststellungen im Urteil vom 29. März 2021 (vgl. dazu das Urteil 6B_912/2021 vom 1. April 2022) - die Glaubhaftigkeit der (ursprünglichen) Aussagen der Geschädigten zu relativieren sucht. Die Vorinstanz verfällt weiter nicht in Willkür, wenn sie die eingereichten "Zeugenbestätigungen" auch im Gesamtkontext als unglaubhaft einstuft und schliesst, diese seien ungeeignet, die Tatsachenfeststellung im Urteil vom 29. März 2021 umzustossen. So wird vom Beschwerdeführer nicht in Abrede gestellt, dass die Geschädigten im Rahmen des Strafverfahrens erhebliche Strapazen (Aufgabe ihres Geschäfts, Aufnahme in ein Zeugenschutzprogramm) in Kauf genommen und aus der Verurteilung des Beschwerdeführers keinen Nutzen gezogen hätten. Das Misstrauen der Vorinstanz hinsichtlich des Rückzugs der Tatvorwürfe erscheint vor diesem Hintergrund berechtigt. Einsichtig ist es sodann, dass sie in der trivialen Bemerkung, die Familien hätten "sich ausgesprochen" bzw. einen "Burgfrieden" geschlossen, eine ungenügende Begründung für die plötzliche Abkehr von den Anschuldigungen erkennt. Entgegen dem Beschwerdeführer erschliesst sich dabei auch nicht, inwiefern der zeitgleiche Eintritt des Sinneswandels bei allen drei Geschädigten der Glaubhaftigkeit der neuen Aussagen zuträglich sein soll. Dieser Umstand lässt sich - wie von der Vorinstanz zu Recht festgestellt - genauso gut als Hinweis auf ein konzertiertes Vorgehen nach entsprechender Einflussnahme durch den Beschwerdeführer deuten. Ob Letzterer derweil in der Lage gewesen wäre, eine Unterredung mit den Geschädigten aufzuzeichnen, ist nicht von Belang. Zumindest wäre von ihm zu erwarten gewesen, dass er sowohl den Anlass für die behauptete Falschbelastung als auch den Grund für die Abkehr davon bei den Geschädigten in Erfahrung gebracht und in seinem Revisionsgesuch erläutert hätte. Die Mitwirkung seines Vertreters oder Fragen "wie in einer behördlichen Einvernahme", wären dazu nicht notwendig gewesen. Die Vorinstanz weist sodann unwidersprochen darauf hin, dass - nachdem das Revisionsgesuch sowohl den Beschwerdeführer wie auch seinen Schwiegersohn entlastet habe - die Eingabe des Beschwerdeführers vom 17. Mai 2023 dem (mit dem Beschwerdeführer zwischenzeitlich zerstrittenen) Schwiegersohn nunmehr die alleinige Schuld für die Tat zuschiebe. Dies, obwohl die Geschädigten im Rahmen des Strafverfahrens primär Angst vor dem Beschwerdeführer geltend gemacht hätten. Es ist nicht willkürlich, dass die Vorinstanz darin eine bedeutende Ungereimtheit erkennt und auf eine mangelnde Aufrichtigkeit der entlastenden Aussagen schliesst.