Citation: 5P.150/2001 10.07.2001 E. 6

6.- Das Kantonsgericht hat gegen den Standpunkt der Beschwerdeführerin auch den Umstand gewürdigt, dass sie wechselnde Angaben zum Aufbewahrungsort des Bargeldes gemacht habe. Der Polizei habe sie am 3. Juni 1997 gesagt, über Nacht sei nie Bargeld im Restaurant gelassen worden. In der Klageschrift habe sie behauptet, die Tageseinnahmen seien üblicherweise in der oberen Buffetschublade eingeschlossen gewesen. Zur Begründung, weshalb der Verlust nicht sofort angegeben wurde, habe sie in der Replik ausgeführt, die Tageseinnahmen seien in einem anderen Schubladenkomplex verwahrt worden. Schliesslich habe sie in der Berufungsschrift vorgebracht, ihr Ehemann habe das Geld über Nacht jeweils in der Kasse gelassen und sei mit den leeren Portemonnaies nach Hause gegangen. Vor dem Kantonsgericht habe die Beschwerdeführerin schliesslich erklären lassen, beide fraglichen Schubladen seien verschlossen gewesen. Die Beschwerdeführerin wendet zunächst ein, sie sei bezüglich des Liegenlassens des Geldes in der Kasse missverstanden worden. In die Kasse habe man die Einnahmen bloss eingetippt; diese seien nie in die Kasse gelegt, sondern in das Portemonnaie genommen sowie am Tagesschluss abgerechnet und dem Portemonnaie wieder entnommen worden. Nach Feierabend hätten die Serviceportemonnaies nur das Wechselgeld enthalten. Selbst wenn der Beschwerdeführerin insoweit gefolgt werden könnte, begründet sie damit nicht, weshalb ihre Aussagen willkürlich als wechselnd und deshalb unzuverlässig gewürdigt worden sind (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Sie legt z. B. nicht dar, weshalb ihren letzten Aussagen Glauben geschenkt werden muss, wenn sie einmal ausgesagt hat, Bargeld sei nie im Restaurant gelassen worden, das andere Mal aber genau das Gegenteil verlauten liess. Wenn die Beschwerdeführerin lange Ausführungen zur Lage der in Betracht kommenden beiden Schubladen macht, ihre Verwendung des Begriffes "Kasse" richtigstellt und behauptet, das Kantonsgericht habe die örtlichen Umstände falsch oder gar nicht gewürdigt, zielt sie am Kern der Beweiswürdigung des Kantonsgerichts vorbei; ihre Rügen zur Würdigung ihrer Aussagen vermögen das Ergebnis des Beschwerdeverfahrens daher nicht zu beeinflussen.