Citation: 2C_699/2019 E. 6.3

6.3. Wird weiter eine Krankheit als Hinderungsgrund für die Einhaltung einer Rechtsmittelfrist angerufen, muss die Beeinträchtigung praxisgemäss derart erheblich ausfallen, dass die sich in einem hängigen Gerichts- oder Verwaltungsverfahren befindliche Person durch die Krankheit geradezu davon abgehalten wird, innert Frist zu handeln oder eine Drittperson mit der notwendigen Vertretung zu betrauen (vgl. BGE 119 II 86 E. 2 S. 87; 112 V 255 E. 2a S. 255 f.; Urteil 2C_451/2016 vom 8. Juli 2016 E. 2.2.2). Der Nachweis der hinreichend schweren Krankheit unterliegt nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung zwar keiner festen Beweisregel. Wird eine Erkrankung als Grund für die versäumte Frist angerufen, kommt in der Praxis einem zeitnah erstellten Arztzeugnis, dem zufolge das Fristversäumnis gar nicht oder höchstens leicht verschuldet ist, aber ausschlaggebende Bedeutung zu (Urteil 2C_451/2016 vom 8. Juli 2016 E. 2.2.2).