Citation: 1B_298/2022 E. 2

Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid, mit dem das Obergericht die Abweisung des Gesuchs des Beschuldigten um Einsetzung eines amtlichen Verteidigers schützte; dagegen ist die Beschwerde in Strafsachen zulässig (Art. 78 Abs. 1, Art. 80 BGG). Er schliesst das Verfahren indessen nicht ab; es handelt sich mithin um einen Zwischenentscheid, gegen den die Beschwerde nach Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG zulässig ist, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur (BGE 133 IV 139 E. 4) bewirken könnte. Das ist bei der Verweigerung der amtlichen Verteidigung der Fall (BGE 133 IV 335 E. 4 mit Hinweisen; Urteil 1B_436/2011 vom 21. September 2011, E. 1). Der Beschwerdeführer, der im Strafverfahren beschuldigt wird und dessen Gesuch um amtliche Verteidigung abgelehnt wurde, ist zur Beschwerde befugt (Art. 81 Abs. 1 BGG). Es ist allerdings Sache des Beschwerdeführers darzulegen, dass der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzt (BGE 135 III 127 E. 1.6; 134 II 244 E. 2.1 und 2.2; je mit Hinweisen). Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid erwogen, es liege ein Bagatellfall im Sinn von Art. 132 Abs. 3 StPO vor, der weder besondere rechtliche noch tatsächliche Schwierigkeiten biete, denen der Beschwerdeführer nicht gewachsen sei. Er sei zwar mit Jahrgang 1946 schon älter, es gebe aber mit Blick auf seine Eingaben keine Hinweise dafür, dass er nicht (mehr) in der Lage sei, seine Interessen zu wahren. Dass ihm die Verfügung vom 24. Februar 2022 betreffend Ablehnung der amtlichen Verteidigung nicht zugestellt worden sei, habe er an der Verhandlung des Regionalgerichts vom 13. April 2022 sachgerecht vorgebracht, worauf diese abgebrochen und über das Gesuch um amtliche Verteidigung tags darauf neu entschieden worden sei. Auch aus diesem Umstand ergäben sich keine Hinweise dafür, dass er dem Verfahren nicht gewachsen wäre. Der Beschwerdeführer verweist wiederum auf die fehlende Zustellung der Verfügung vom 24. Februar 2022, ohne darzulegen, inwiefern dieser Umstand den angefochtenen Entscheid rechtswidrig erscheinen lassen könnte. Das ist auch nicht ersichtlich. In der Sache setzt er sich mit den Ausführungen des Obergerichts, wonach keine Hinweise darauf bestünden, dass er wegen seines Alters nicht mehr in der Lage wäre, seine Interessen angemessen wahrzunehmen, nicht auseinander. Er beschränkt sich darauf, in allgemeiner und gänzlich unbelegter Weise das Gegenteil - er leide zunehmend an körperlichen und geistigen Altersbeschwerden, was aus seiner Sicht eine anwaltliche Vertretung erforderlich mache - zu behaupten. Damit kritisiert er die obergerichtlichen Ausführungen nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen genügenden Weise.