Citation: 6B_1208/2020 E. 13.2

13.2. Die Vorinstanz nimmt an, den Rechnungen über die Franchisingzahlungen habe keine Gegenleistung gegenübergestanden, so dass diese zu Unrecht als Geschäftsaufwand aufgeführt worden seien. Insofern hätten die Bilanzen bzw. Jahresrechnungen sowie die darauf basierenden Steuererklärungen der B.________ AG nicht der Wahrheit entsprochen und seien materiell falsch gewesen. Mit den so verfassten Bilanzen resp. Erfolgsrechnungen seien objektiv falsche Urkunden geschaffen worden, welche nicht nur gegenüber den Steuerbehörden, sondern auch gegenüber dem Minderheitsaktionär verwendet worden seien. Damit sei von echter Konkurrenz zwischen Steuerbetrug und Urkundenfälschung auszugehen. In Bezug auf den Steuerbetrug gelangt die Vorinstanz zum Schluss, der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte C.________ hätten als Verwaltungsrat bzw. Geschäftsführer bewirkt, dass der Gewinn der B.________ AG in der Bilanz bzw. in der Jahresrechnung durch die Aufnahme der unberechtigten Franchising-Zahlungen als geschäftsbezogener Aufwand verfälscht worden sei, und hätten mit der Einreichung derselben den Tatbestand des Steuerbetruges erfüllt (angefochtenes Urteil S. 132 ff.).