Citation: 6B_1242/2016 E. 1.4

1.4. Die Vorinstanz nimmt eine sehr ausführliche und sorgfältige Strafzumessung vor (vgl. Urteil, S. 46 ff.). Mit den vom Beschwerdeführer konkret genannten Vorbringen, die sie angeblich nicht berücksichtigt habe (vgl. Beschwerde, S. 4), setzt sich die Vorinstanz sehr wohl auseinander. So hält sie zunächst fest, das Bundesgericht sei in seinem Entscheid BGE 113 IV 32 gestützt auf die Meinung von Fachexperten zum Schluss gelangt, dass eine Menge von 36 g Amphetamin geeignet sei, die Gesundheit vieler Menschen zu gefährden. Dem schliesse sich auch die herrschende Lehre an. Da diese Erkenntnis nachvollziehbar und plausibel erscheine und weder geltend gemacht werde noch ersichtlich sei, dass sich die Sachlage seither geändert habe, gebe es keinen Grund, von dieser Rechtsprechung abzuweichen. Der Beschwerdeführer habe mit Amphetamingemisch gehandelt, das 616.25 g Reinsubstanz enthalten und den Grenzwert von 36 g somit bei Weitem überstiegen habe (Urteil, S. 48). Diese vorinstanzlichen Ausführungen stellen entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers eine ausreichende Auseinandersetzung mit der Frage dar, ob der Menge des Amphetamingemischs, mit dem der Beschwerdeführer zu tun hatte, bezüglich der objektiven Deliktsschwere eine entscheidende Bedeutung zukomme. Die Vorinstanz führt weiter aus, der Beschwerdeführer habe die Betäubungsmittel grundsätzlich in jeweils bedeutenden Mengen von einer Person erworben und an seinen Bruder sowie andere Abnehmer weiterveräussert oder -gegeben. Zur Abwicklung der Betäubungsmittelgeschäfte habe er zahlreiche Telefongespräche geführt und dabei konsequent eine verschlüsselte Sprache verwendet. Bis zu einem gewissen Grad sei bei ihm ein autoritäres Gehabe erkennbar, und nicht nur jener Person, die ihm die Betäubungsmittel verkauft habe, habe er ziemlich heftig den Tarif durchgegeben. Aufgrund all dessen sei beim Beschwerdeführer von einer bedeutenden kriminellen Energie auszugehen (Urteil, S. 49). Anhand dieser Erwägungen widerlegt die Vorinstanz eingehend und in überzeugender Weise den Einwand des Beschwerdeführers, wonach er nur eine Nebenrolle gehabt haben will, die sich darauf beschränkt habe, seinem Bruder zu helfen. Schliesslich erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer mache geltend, mit der deliktischen Tätigkeit nur wenig verdient zu haben. Die erste Instanz habe allerdings ausführlich dargelegt, dass beim Beschwerdeführer ein Gesamtgewinn von mindestens Fr. 77'330.-- aus seiner Tätigkeit im Betäubungsmittelhandel anzunehmen sei. Da die Anklageschrift lediglich einen Gewinn von mindestens Fr. 10'000.-- nenne, lege ihm die erste Instanz bloss diesen tieferen Betrag zur Last. Im Übrigen sei anzumerken, dass selbst wenn die erstinstanzliche Berechnung des Gewinns angefochten wäre, diese aufgrund der sachlich überzeugenden Erwägungen vollumfänglich zu bestätigen wäre (Urteil, S. 48). Damit setzt sich die Vorinstanz hinreichend auseinander mit dem Einwand des Beschwerdeführers, er habe am Marihuana sowie an den Ecstasy Pillen gar nichts verdient und auch beim Amphetamin pro Kilo Gemisch nur ca. Fr. 1'000.-- für sich beansprucht. Der Beschwerdeführer führt aus, die Gefährlichkeit von Amphetamin sei in der Wissenschaft kein Thema und werde in der Öffentlichkeit sowie in den Medien nicht thematisiert, weshalb ihm erst nach seiner Verhaftung bewusst geworden sei, wie schwerwiegend die Vorwürfe betreffend Amphetamin seien, und er sei geradezu erschrocken, als er erfahren habe, dass Amphetamin als harte Droge gelte, was ihm bei der Ausführung seiner Taten nicht bewusst gewesen sei. Unter welchem Aspekt die Vorinstanz diese Vorbringen hätte miteinbeziehen sollen, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Wie zuvor aufgezeigt, prüft die Vorinstanz seine Rolle im Verhältnis zu den anderen Tätern eingehend, befasst sie sich ausführlich mit seinen Einwänden zur mengenmässigen Qualifikation und verifiziert sie den von ihm eingehandelten Gewinn. Ausserdem gesteht sie ihm schliesslich aufgrund verschiedener Äusserungen Einsicht und Reue zu, die sie strafmindernd berücksichtigt. Unter diesen Umständen bedeutet es jedenfalls keine Überschreitung bzw. keinen Missbrauch ihres Ermessens, wenn die Vorinstanz sich mit Beteuerungen des Beschwerdeführers nicht ausdrücklich auseinandersetzt, von denen mangels entsprechender Erläuterung seinerseits unklar bleibt, was er damit überhaupt bezweckt.