Citation: 4C.260/2001 04.01.2002 E. A

A.- Die B.________ AG unterbreitete der Bauherrschaft bezüglich der inneren und äusseren Verputzarbeiten für ein Einfamilienhaus an der Helgenstrasse 10 in Winterthur einen Kostenvoranschlag. Dieser sah die Verwendung von Verputzmaterial der A.________ AG und für die Aussenwände einen "Haga-Kalkzementanwurf" vor. Am 2. Oktober 1996 hat sich der projektierende Architekt C.________ telefonisch bei der A.________ AG erkundigt, ob der Kalkzementanwurf notwendig sei. Herr D.________ von der A.________ AG hat dies verneint. Da die B.________ AG den Aussenverputz dennoch mit einem Zementanwurf ausführen wollte, verlangte Architekt C.________ von der A.________ AG eine Garantie für die Ausführungsart ohne Zementanwurf. In der Folge unterzeichnete die A.________ AG eine undatierte Systemgarantie, welche den Wandaufbau im Geschoss und Sockelbereich beschreibt, Anweisungen bezüglich der zu verwendenden Netze bzw. Drahtgittergeflechte enthält und unter dem Titel "Arbeitsausführung" folgende Passage aufweist: "- Vor Arbeitsbeginn Absprache mit der Firma A.________ AG auf Platz, Herr E.________ - Freigabe der Arbeitsausführung durch Firma A.________ AG Der Wandaufbau basiert auf den technischen Unterlagen der Firma A.________ AG Der Putzaufbau wurde telefonisch mit Herrn D.________, Firma A.________ AG, am 2.10.1996 mit folgendem Inhalt besprochen: - Ecken gut einnetzen - Stürze und Materialübergänge, einnetzen erforderlich - Zementanwurf nicht erforderlich - HAGASIT Altputz mind. 1,5 - 2,0 mm, kann aufWärme- dämmputz ohne netzen und Ausglättung verarbeitet werden, ergibt lebendiges Fassadenbild. Die Firma A.________ AG bestätigt, dass der beschrie- bene Wandaufbau den Anforderungen für die Systemga rantie entspricht und garantiert für die Konstruktion gemäss Norm SIA 243, verputzte Aussenwärmedämmung. " Am 18. Oktober und 11., 19. und 21. November 1996 lieferte die A.________ AG der B.________ AG insgesamt 1400 Säcke "Biotherm"-Isolierputz. Dieser wurde in der Folge auf der Baustelle verarbeitet. Im März 1997 stellte Architekt C.________ Risse im inneren Verputz fest, worauf er eine Besprechung auf dem Bau einberief, welche am 19. März 1997 stattfand. Umstritten ist, ob die A.________ AG anlässlich dieser Besprechung eine Schuldanerkennung abgegeben hat. In der Folge liess die B.________ AG Materialproben entnehmen und durch das Baulabor F.________ AG, untersuchen. Zudem liess sie das Schadensbild fotografieren und holte bei Dr. G.________, ein Privatgutachten ein. Danach wurden der Innenputz ganz sowie der Aussenputz teilweise abgebrochen und neu erstellt. Die damit zusammenhängenden Kosten bezifferte das Architekturbüro C.________ und Co. auf Fr. 157'686. 35.