Citation: 9C_234/2020 E. 4.3

4.3. Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich geltend macht, sie benötige zur Verhinderung einer Verwahrlosung wöchentlich mehr als zwei Stunden lebenspraktische Begleitung (eine Stunde für die Wohnungspflege sowie je 30 Minuten für Kleiderpflege, Einkaufen und Aufrechterhalten der gesellschaftlichen Kontakte), erschöpfen sich ihre Vorbringen hinsichtlich Einkaufen in appellatorischer Kritik an der Beweiswürdigung der Vorinstanz, der zufolge der Tageseinkauf möglich und die Mithilfe bei schweren Grosseinkäufen sowie beim Verräumen der Einkäufe der seit August 2018 im selben Haushalt lebenden Tochter zumutbar ist. Weshalb für die Wohnungspflege statt 30 Minuten eine Stunde und für die Kleiderpflege statt 15 Minuten deren 30 angerechnet werden sollten, legt sie mit keinem Wort dar und ist auch nicht ersichtlich. Schliesslich stellte die Vorinstanz fest, gemäss Abklärungsbericht seien für die persönliche Administration im Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung des selbständigen Wohnens eine Stunde pro Monat bzw. 15 Minuten pro Woche einzurechnen, was nicht zu beanstanden sei. Damit trug sie der anerkannterweise eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit der Versicherten Rechnung. Nach dem Gesagten hat das Sozialversicherungsgericht kein Bundesrecht verletzt, indem es mit Blick auf den Hilfsbedarf von insgesamt einer Stunde pro Woche (zusätzlich zur Hilflosigkeit in den drei Lebensverrichtungen Ankleiden/Auskleiden, Fortbewegung/Pflege gesellschaftlicher Kontakte sowie Körperpflege) ein Angewiesensein auf lebenspraktische Begleitung im Sinne der Invalidenversicherung (von mindestens zwei Stunden pro Woche, vgl. etwa Urteil 9C_98/2020 vom 8. April 2020 E. 2.2) verneinte.