Citation: 9C_625/2022 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz hat erwogen, dass das Strassenverkehrsamt nach § 11 Abs. 2 Gebührenverordnung/AG berechtigt gewesen sei, die Beschwerdeführerin als Inhaberin eines Kollektivfahrzeugausweises zu kontrollieren und dafür eine Gebühr zu verrechnen. Nachdem die Beschwerdeführerin im Jahr 2019 die B.________ AG übernommen und ihre Firma angepasst habe, sei eine solche Kontrolle angezeigt gewesen. Die damit vermutungsweise verbundene Veränderung im Aktionariat der Beschwerdeführerin habe auch personelle Veränderungen innerhalb des Betriebs mit sich bringen können. Namentlich sei nicht auszuschliessen gewesen, dass die offenzulegende Betriebsverantwortlichkeit nicht den im Handelsregister eingetragenen Verwaltungsratsmitgliedern der Beschwerdeführerin, sondern einer Drittperson oblegen habe. Das Strassenverkehrsamt habe von einer physischen Betriebsprüfung vor Ort abgesehen und die Bewilligung gestützt auf eine Selbstdeklaration ausgestellt, womit es das zeit- und kostengünstigste und damit für die Beschwerdeführerin günstigste Mittel gewählt habe. Sein Vorgehen sei verhältnismässig.