Citation: C 127/06 14.09.2006 E. 4

4.1 Wie die Vorinstanz richtig festgestellt hat, war der Besuch des Kurses für den Beschwerdeführer durchaus zumutbar, zumal diesbezüglich die Anforderungen nicht hoch gesteckt werden dürfen. Insbesondere genügt es für die Annahme von Unzumutbarkeit nicht, dass der Versicherte in der angeordneten Schulungsmassnahme keinen oder nur wenig Sinn zu erblicken vermochte. Sein Verhalten hat zu wiederholten Störungen des Kurses geführt und dessen Durchführung beeinträchtigt. Durch den Wechsel in den Kurs Modul 3 wurde versucht, seinen Bedürfnissen durch ein Individualcoaching besser gerecht zu werden. Im Rahmen der Absprache über den Wechsel wurde der Vesicherte unbestrittenermassen auf die Konsequenzen eines Abbruchs - die Einstellung in der Anspruchsberechtigung - aufmerksam gemacht. Er war in diesem Sinne vorgewarnt, und es war unter diesen Umständen vom ihm zu erwarten, dass er in einer individuellen Beratung zu konstruktiver Zusammenarbeit bereit war, d.h. Offenheit gegenüber den verschiedenen Bewerbungsinstrumenten und den Methodenansätzen bei deren Umsetzung zeigte. Die Tatsache, dass er mit anderen Bewerbungsinstrumenten als der Inseratenbewerbung keinen Erfolg gehabt hatte, unterstreicht die Notwendigkeit der Umsetzung neuer Methoden, deren Durchführung der Kurs hätte vermitteln sollen. Da aufgrund der verschlossenen Haltung auch nach zwei von fünf Terminen kein konstruktives Zusammenarbeiten möglich war, machte die Fortführung des Kurses keinen Sinn. Der Abbruch des Kurses durch die Kursleitung erfolgte zu Recht und wurde durch den Versicherten verschuldet. Dies hat die Vorinstanz richtig erkannt. Sämtliche in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebrachten Einwendungen vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Insbesondere ist es nicht Aufgabe des Sozialversicherungsgerichts zu beurteilen, ob die Schule von der Arbeitslosenversicherung ein zu hohes Schulgeld verlangt hat. Ebenso wenig hat es die Qualität der Schule und der Kursleiter zu überprüfen. 4.2 Was die Dauer der Einstellung betrifft, ist diese in Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Umstände und in Anlehnung an den "Einstellraster" des seco (Kreisschreiben über die Arbeitslosenentschädigung Januar 2003 Sanktionen [Teil D]), welcher bei Abbruch oder Nichtbesuch eines Kurses ohne entschuldbaren Grund auf die Dauer der Kurstage abstellt, im Rahmen der Ermessensprüfung (Art. 132 OG; vgl. BGE 123 V 152 Erw. 2 mit Hinweisen) nicht zu beanstanden. Bei Abbruch eines Kurses ohne entschuldbaren Grund entsprechen die Einstelltage bei weniger als 10 Kurstagen der effektiven Anzahl nicht besuchter Kurstage. Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer zwei von fünf Terminen wahrgenommen. Die nicht besuchten Kurstage und dementsprechend die Einstelltage wären deren drei. Unter Berücksichtigung, dass der ursprüngliche Kurs 16 Tage gedauert hätte, und der Versicherte mit dem Wechsel ins Modul 3 eine Speziallösung offeriert bekommen hat, sind die 12 Einstelltage jedoch gerechtfertigt. Dies entspricht auch der Anzahl Einstelltage, die gemäss Einstellraster des seco bei Abbruch eines ca. dreiwöchigen Kurses zu verhängen sind.