Citation: 5A_990/2018 E. 2.2

2.2. Gemäss Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG stellt die Aufsichtsbehörde den Sachverhalt von Amtes wegen fest. Sie kann die Parteien zur Mitwirkung anhalten und braucht auf deren Begehren nicht einzutreten, wenn sie die notwendige und zumutbare Mitwirkung unterlassen. Das Obergericht hat den Gehalt des in Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG enthaltenen Untersuchungsgrundsatzes zutreffend wiedergegeben (oben E. 2.1.1; vgl. BGE 123 III 328 E. 3 S. 329). Demnach leitet die Aufsichtsbehörde das Verfahren, bestimmt die massgeblichen Tatsachen und notwendigen Beweismittel, ordnet die Beweiserhebungen an und würdigt deren Ergebnisse von Amtes wegen (Urteil 5A_253/2015 vom 9. Juni 2015 E. 4.1 mit Hinweisen). Daraus folgt - wie dies auch allgemeinen prozessualen Grundsätzen entspricht -, dass sich die Abklärungspflicht nicht unbesehen auf alles erstreckt, was von einer Partei behauptet oder verlangt wird, sondern dass sie sich nur auf den rechtserheblichen Sachverhalt bezieht (COMETTA/MÖCKLI, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, 2. Aufl. 2010, N. 7 zu Art. 20a SchKG). Die Aufsichtsbehörde ist demnach weder von Amtes wegen in jedem Fall gehalten, alle Akten der Vollstreckungsbehörde beizuziehen, noch muss sie ohne weiteres die von einer Partei genannten (aber nicht beigelegten) Aktenstücke beiziehen bzw. einem entsprechenden Antrag auf Beizug der Akten oder Aktenstücke stattgeben. Inwieweit das Obergericht dem Untersuchungsgrundsatz zu wenig Rechnung getragen hätte, ist weder genügend dargetan noch ersichtlich. Der Beschwerdeführer müsste vor Bundesgericht im Einzelnen aufzeigen, welche Aktenstücke die Vorinstanz hätte beiziehen müssen und welche Tatsachenvorbringen übergangen worden sein sollen, welchen Sachverhalt sie hätte erstellen müssen und inwiefern die angeblich übergangenen Tatsachenvorbringen geeignet gewesen wären, das vorinstanzliche Urteil zu beeinflussen (vgl. oben E. 1). Dies tut der Beschwerdeführer jedoch nicht. Er belässt es bei pauschalen Behauptungen darüber, dass einzelne Teile seiner Beschwerde übergangen worden sein sollen, ohne detailliert anzugeben, was sich aus ihnen ergeben soll. Es genügt jedoch den Anforderungen an die Beschwerdebegründung nicht, auf frühere Rechtsschriften zu verweisen, denn die Begründung muss in der Beschwerde an das Bundesgericht selber enthalten sein (BGE 143 II 283 E. 1.2.3 S. 286; 138 III 252 E. 3.2 S. 258; 133 II 396 E. 3.1 S. 400). Als einziges konkretes Beispiel einer angeblich übergangenen Behauptung zitiert er seine Ausführungen zu angeblichen, strafbaren Handlungen von C.________, die vom Beschwerdegegner ignoriert würden, während dieser gegen den Beschwerdeführer Strafanzeige erstattet habe. Er übergeht dabei jedoch, dass das Obergericht diese Vorwürfe keineswegs übersehen hat. Vielmehr hat es festgehalten, der Beschwerdeführer mache vor Obergericht nunmehr geltend, dieser Vorwurf sei gar nicht Gegenstand des Ausstandsbegehrens gewesen. Daraus hat das Obergericht geschlossen, der Beschwerdeführer erachte eine Auseinandersetzung damit (bzw. mit den entsprechenden ausführlichen Erwägungen des Bezirksgerichts) offenbar als überflüssig. Es erschliesst sich aus der an das Bundesgericht gerichteten Beschwerdeschrift demnach nicht, von welchem genauen Sachverhalt das Obergericht hätte ausgehen müssen und inwiefern dieser zur Annahme der Befangenheit des Beschwerdegegners hätte führen müssen. Mit den ausführlichen tatsächlichen und rechtlichen Erwägungen des Obergerichts zu einzelnen Vorwürfen gegenüber dem Beschwerdegegner befasst sich der Beschwerdeführer im Übrigen nicht.