Citation: U 221/05 09.08.2007 E. A

Der 1948 geborene B.________ war als Elektromonteur bei der S.________AG angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Berufs- und Nichtberufsunfall versichert. Am 1. Februar 1996 stürzte er beim Langlaufen und am 3. Juli 1996 erlitt er beim Umbau eines Verteilkastens einen Stromunfall. In der Folge wurde er in mehreren Institutionen und von verschiedenen Fachärzten stationär und ambulant medizinisch eingehend abgeklärt, wobei insbesondere in kardiologischer, angiologischer, pneumologischer, neurologischer und psychiatrischer Hinsicht umfangreiche Untersuchungen durchgeführt wurden. Die SUVA, welche ihre Haftung für den Unfall anerkannt hatte, für die Heilungskosten aufgekommen war und Taggelder ausgerichtet hatte, kam gestützt auf die medizinischen Unterlagen zum Schluss, es liege kein unfallbedingtes organisches Substrat für die geltend gemachten Beschwerden vor, weshalb diesbezüglich ab Ende Oktober 2003 kein Leistungsanspruch mehr bestehe. Hingegen anerkannte sie aufgrund der psychiatrischen Beurteilung von Frau Dr. med. H.________ von der SUVA-Versicherungsmedizin vom 5. August 2003, welche ihrerseits auf das Gutachten der Psychiatrischen Universitätsklinik A.________ vom 20. Juni 2000 abstellte, ihre weitergehende Leistungspflicht für die psychischen Unfallfolgen (undifferenzierte Somatisierungsstörung, hypochondrische Störung und Agoraphobie mit Panikattacken) und sprach B.________ mit Verfügung vom 19. November 2003 bei einer Erwerbsunfähigkeit aus psychischen Gründen von 100% mit Wirkung ab 1. November 2003 eine Komplementärrente zur Rente der Invalidenversicherung und bei einer psychisch bedingten Integritätseinbusse von 20% eine Integritätsentschädigung von Fr. 19'440.- zu. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 9. Februar 2004 fest. In der Begründung führte sie aus, für die Klärung der Frage der Dauerhaftigkeit und für die Bemessung der Höhe der Integritätsentschädigung wäre wichtig zu wissen, wie sich der psychische Zustand in den letzten Jahren entwickelt habe und welche Aussichten auf Heilung bestünden. Da der Versicherte nicht bereit sei, sich einer psychiatrischen Verlaufsuntersuchung zu unterziehen und auch mit der im Gutachten der Psychiatrischen Universitätsklinik A.________ vom 20. Juni 2000 vorgeschlagenen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung nicht einverstanden sei, habe sie - in Übereinstimmung mit dem damaligen Rechtsvertreter des Versicherten - die psychische Problematik gestützt auf die bestehende Aktenlage beurteilt.