Citation: 4C.64/2007 07.11.2007 E. A

A.________ (Kläger) arbeitete seit dem 8. Oktober 2001 bei der X.________ AG (Beklagte) als Buchhalter. Er teilte das Büro seit dem 1. April 2004 mit B.________. Im Zuge der Behebung eines EDV-Problems am Computer von B.________ entdeckte die Office Managerin der Beklagten am 14. April 2004, dass dieser im Internet Pornoseiten besucht hatte. Zur Sicherung des Beweises rief sie den Kläger als Zeugen herbei, der auf diese Weise mit pornographischen Bildern und Videos konfrontiert wurde. Der Kläger teilte dem Geschäftsführer und Inhaber der Beklagten am 21. April 2004 mit, er sei psychisch und physisch nicht mehr in der Lage, B.________ gegenüber zu sitzen. In einem am 23. April 2004 übergebenen Schreiben vom Vortag erklärte er sodann, nach seinem Empfinden verstosse es dermassen gegen Sitte und Arbeitsmoral, einem Mitarbeiter gegenüber zu sitzen, der während der Arbeitszeit Pornoseiten besuche, dass die Situation für ihn nicht mehr annehmbar sei. Er ersuche deshalb um eine Lösung, bei welcher er das Büro nicht mehr mit B.________ teilen müsse. Weiter bat er um die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses. Am 26. April 2004 informierte der Geschäftsführer den Kläger mündlich dahin, dass B.________ das Büro mit dem Chefbuchhalter tauschen werde. Am 28. April 2004 übergab der Geschäftsführer dem Kläger das verlangte Zwischenzeugnis mit einer tadellosen Leistungsbeurteilung und gleichzeitig die schriftliche Kündigung vom 27. April 2004 auf den 30. Juni 2004. Als Kündigungsgrund wurde das Schreiben des Klägers vom 22. April 2004 genannt sowie ein in diesem Zusammenhang erfolgtes Gespräch.