Citation: 2C_553/2021 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz erwägt, die Gemeinden könnten ihre Aufgaben nur erfüllen und von ihrer Autonomie nur Gebrauch machen, wenn ihnen genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stünden. Das sei zunächst dadurch gewährleistet, dass die Gemeinden gemäss § 130 Abs. 1 KV/BL befugt seien, die zur Erfüllung ihrer Aufgaben notwendigen Abgaben zu erheben. Darunter fielen insbesondere Steuern (vgl. § 132 KV/BL). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin, so die Vorinstanz, bleibe sie frei, den Steuerfuss festzusetzen und sich auf diese Weise die benötigten Mittel zu verschaffen. Dass sie dabei von gewissen faktischen Zwängen nicht verschont werde, bewirke keinen Eingriff in ihre Autonomie. Gemäss § 134 KV/BL stelle der Kanton den Finanzausgleich sicher, wodurch ausgewogene Verhältnisse in der Steuerbelastung sowie in den Leistungen der Gemeinden erreicht werden sollten. Dabei handle es sich indes um eine programmatische Norm, die sich an den kantonalen Gesetzgeber richte. Die Gemeindeautonomie der Beschwerdeführerin verleihe ihr keine Ansprüche, die über das im Finanzausgleichsgesetz Geregelte hinausgingen (vgl. E. 9 des angefochtenen Urteils).