Citation: 2C_221/2023 E. 7.6.5

7.6.5. Schliesslich ist die Aufrechterhaltung der Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Tochter im Falle der Wegweisung aus der Schweiz zwar erschwert, aber nicht ausgeschlossen. Das in Art. 8 Ziff. 1 EMRK geschützte Familienleben kann konventionskonform gelebt werden, auch wenn der Beschwerdeführer nicht mehr in der Schweiz aufenthaltsberechtigt ist. Zwar wird das wöchentliche Besuchsrecht kaum so weitergeführt werden können, doch ist es angesichts der Entfernung zwischen der Schweiz und Montenegro und des Alters der Tochter möglich und zumutbar, den persönlichen Kontakt über ausgedehnte Ferienbesuche aufrechtzuerhalten (Urteile 2C_994/2022 vom 22. Juni 2023 E. 6.5; 2C_934/2021 vom 15. Februar 2022 E. 4.6.3). Der tägliche Kontakt kann (video-) telefonisch oder anderweitig über moderne Kommunikationsmittel gelebt werden, was sowohl dem Beschwerdeführer als auch der Tochter zugemutet werden kann (Urteile 2C_994/2022 vom 22. Juni 2023 E. 6.5; 2C_499/2022 vom 23. März 2023 E. 8.6).