Citation: 2A.1/2006 26.01.2006 E. 2

2.1 Nach Art. 10 Abs. 1 ANAG kann ein Ausländer insbesondere ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde (lit. a) oder wenn sein Verhalten im Allgemeinen und seine Handlungen darauf schliessen lassen, dass er nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich in die im Gaststaat geltende Ordnung einzufügen (lit. b). 2.2 Die Beschwerdeführerin ist zu einer Gefängnisstrafe von 18 Tagen verurteilt worden. Der Ausweisungsgrund der gerichtlichen Bestrafung gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG ist damit grundsätzlich erfüllt. Was den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG betrifft, ist dieser gemäss Art. 16 Abs. 2 der Vollziehungsverordnung vom 1. März 1949 zum Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAV; SR 142.201) namentlich gegeben bei schweren oder wiederholten Verstössen gegen gesetzliche Vorschriften oder behördliche Verfügungen, bei fortgesetzter böswilliger oder liederlicher Nichterfüllung der öffentlichrechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen sowie bei sonstiger fortgesetzter Liederlichkeit oder Arbeitsscheu. Die Beschwerdeführerin beachtete weder Bussenverfügungen, noch amtliche Aufforderungen, noch fremdenpolizeiliche Verfügungen. Sowohl im Kanton Schaffhausen als auch im Kanton Thurgau hat die Beschwerdeführerin dauernd zu Klagen Anlass gegeben. Aus ihrem gesamten Verhalten geht klar hervor, dass sie nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich in die hiesige Ordnung einzufügen. Auch dieser Ausweisungsgrund ist demnach gegeben. Im Weiteren besteht angesichts der fortgesetzten Missachtung von Vorschriften und Verpflichtungen ein erhebliches öffentliches Interesse an der Ausweisung der Beschwerdeführerin.