Citation: 4A_324/2016 E. 4.3.4

4.3.4. Wie der Beschwerdeführer erkennt, hat die Vorinstanz in anderem Zusammenhang (Erwägung IV.2c.bb S. 14 f. des angefochtenen Entscheids) die Frage behandelt, ob der Beschwerdeführer in den Bereichen Trade Finance und Private Banking grundsätzlich bonusberechtigt gewesen sei. Die Vorinstanz bejahte die grundsätzliche Bonusberechtigung des Beschwerdeführers in beiden Bereichen mit dem Argument, dass der Beschwerdeführer "für das letzte Drittel des Jahres 2006 auch einen Bonus im Bereich Trade Finance" erhalten habe, was zeige, "dass die Bonusberechtigung nicht durch die Funktion gemäss Arbeitsvertrag beschränkt" gewesen sei. Sodann fügte die Vorinstanz mit Verweis auf die Klageantwort der Beschwerdegegnerin an: "Dabei wurde der Bonus auf der Basis von 25 % ermittelt". Die Vorinstanz stellte damit einzig fest, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer für das letzte Drittel des Jahres 2006 für den Bereich Trade Finance einen Bonus ausbezahlte und dass die Beschwerdegegnerin für diesen Bonus damals davon ausging, dass der Bonus auf Basis von 25 % [wohl der Nettoerträge] ermittelt werde. Die Vorinstanz befasste sich in diesen Erwägungen indes noch nicht mit der Berechnungsbasis des Bonuses, sondern einzig mit der grundsätzlichen Bonusberechtigung des Beschwerdeführers für das Jahr 2006 in beiden Bereichen Trade Finance und Private Banking. Sie stellte damit entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht fest, dass sie selbst davon ausgehe, dass dem Beschwerdeführer ein Bonus für den Bereich Trade Finance für das Jahr 2006 auf der "Basis von 25 %" zustehe. Vielmehr kam die Vorinstanz diesbezüglich in einer ausführlichen Beweiswürdigung an anderer Stelle in ihrem Urteil (Erwägung IV.4.b.cc S. 22 - 25 des angefochtenen Entscheids) zum gegenteiligen Schluss, worauf gerade nachfolgend eingegangen wird. Eine "widersprüchliche Sachverhaltsfeststellung", wie dies der Beschwerdeführer behauptet, liegt daher nicht vor. Die entsprechende Rüge geht damit fehl. In der gerade erwähnten Erwägung IV.4.b.cc S. 22 - 25 befasst sich die Vorinstanz mit der Berechnung des Bonuses, namentlich ob der Beschwerdeführer nachgewiesen habe, ob er vom 16. Februar bis zum 31. Dezember 2006 auf ihn [allein] geschlüsselte Nettokommissionerträge von Fr. 2'170'000.-- generiert habe. Sie führte hierfür eine ausführliche Beweiswürdigung durch und berücksichtige dafür einerseits drei Zeugenaussagen, namentlich die Zeugenaussagen von F.________, G.________ und E.________. Andererseits berücksichtigte sie die vom Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang nach dem erstinstanzlichen [Beweisabnahme]Beschluss vom 22. Juli 2013 (Urk. 59 S. 5) angerufenen Urkunden, namentlich die internen e-Mails vom 25. Mai 2007, 6. Juni 2007 und 12. Januar 2010 (Urk. 3/8 und Urk. 3/9), den Bericht Nr. 09/20 - Prüfung des Akkreditivgeschäfts der C.________ AG der "Group Internal Audit" der D.________ AG vom 5. Oktober 2009 (Urk. 3/25), die "Trade Services Erträge" per 31. Dezember 2006 in einer Präsentation für die Verwaltungsratssitzung der Beschwerdegegnerin vom 13. März 2007 (Urk. 54/75 S. 39) sowie eine Zusammenstellung der Erträge "Trade Services" (Urk. 54/76). Die Vorinstanz kam unter Berücksichtigung der erwähnten drei Zeugenaussagen und der genannten Urkunden zum Schluss, dass die Erträge im Bereich Trade Finance nicht derart auf den Beschwerdeführer geschlüsselt gewesen seien, dass er daraus direkt bonusberechtigt geworden wäre. Er also für den Bereich Trade Finance für das Jahr 2006 keinen Anspruch auf einen 25 %-Bonus habe. Für diese Beweiswürdigung berücksichtigte die Vorinstanz - wie der Beschwerdeführer richtig erkennt - das damalige Verhalten der Beschwerdegegnerin nicht, wonach diese den Bonus für den Bereich Trade Finance für das letzte Drittel des Jahres 2006 auf "Basis von 25 %" ausbezahlte. Dieses damalige tatsächliche Verhalten der Beschwerdegegnerin bedeutet aber nicht ohne Weiteres, dass die Erträge im Bereich Trade Finance automatisch auf den Beschwerdeführer geschlüsselt gewesen wären; er also hierauf einen Bonusanspruch von 25 % hätte. Auch wenn jenes Verhalten der Beschwerdegegnerin ein Indiz dafür sein mag, dass der Bonus dem Beschwerdeführer auf der Basis von 25 % auszurichten wäre, ist die Beweiswürdigung der Vorinstanz nur deswegen, weil die Vorinstanz jenes Parteiverhalten der Beschwerdegegnerin nicht berücksichtigte, noch nicht willkürlich, zumal der Entscheid nicht nur in der Begründung, sondern auch im Ergebnis willkürlich sein muss (vgl. Erwägung 4.3.2) und sich die Vorinstanz auf die drei übereinstimmenden Zeugenaussagen sowie die vom Beschwerdeführer eingereichten Urkunden stützte. Sodann gab die Vorinstanz im Rahmen der Beweiswürdigung die erstinstanzlichen Aussagen des Zeugen E.________, der im Team des Beschwerdeführers arbeitete, wieder; insbesondere auch diejenigen betreffend seine allfälligen eigenen wirtschaftlichen Interessen, da er, falls der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren obsiegen würde, nach seiner eigenen Aussage auch etwas aus dem Teambonus zu Gute habe. Die Vorinstanz berücksichtigte damit, zumindest implizit, die allfälligen wirtschaftlichen Interessen des Zeugen E.________ und führte denn auch in anderem Zusammenhang explizit aus, dass der Zeuge E.________ ein Teammitglied des Beschwerdeführers gewesen sei und seine Aussagen daher mit Vorsicht zu würdigen seien (dazu nachfolgend Erwägung 4.4.2). Indem der Beschwerdeführer lediglich vorbringt, die Vorinstanz habe dieses Interesse des Zeugen E.________ nicht berücksichtigt und in seiner eigenen Beweiswürdigung diese Aussage anders gewichtet, vermag er nicht hinreichend aufzuzeigen, dass die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar wäre. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung vermag der Beschwerdeführer alsdann auch nicht als willkürlich auszuweisen, indem er lediglich behauptet, dass die Zeugenaussagen "viele Jahre später" durchgeführt worden und die Aussagen der Zeugen "vage" seien oder die Beschwerdegegnerin ihrer Mitwirkungsobliegenheit erst auf gerichtliche Aufforderung nachgekommen sei, was willkürlich und "nicht haltbar" sei. Unberechtigt ist schliesslich der Vorwurf des Beschwerdeführers, die vorinstanzliche Beweiswürdigung entspreche einer "Summarbegründung", hat die Vorinstanz - wie gerade dargelegt - eine umfassende Beweiswürdigung vorgenommen und ihren Schluss namentlich auf die übereinstimmenden Aussagen von drei Zeugen und auf die vom Beschwerdeführer zum Beweis angerufenen Urkunden gestützt.