Citation: 4A_45/2023 E. 4

Die Beschwerdeführerin erachtet das Sicherstellungsgesuch (und die damit verbundene Abnahme der Klageantwortfrist) als "rechtsmissbräuchlich". Denn der Beschwerdegegner habe dieses Gesuch unmittelbar vor Ablauf der bereits erstreckten Frist zur Klageantwort eingegeben, obwohl er es "problemlos" auch früher hätte anhängig machen können. Die Klage datiere vom 1. Februar 2021; dennoch habe der Beschwerdegegner bis am 27. Juni 2022 mit der Gesuchseinreichung zugewartet. Es sei ihm allein darum gegangen, die Klageantwortfrist "über den Umweg eines Sicherheitsleistungsgesuchs erneut zu verlängern". Dies stelle einen "offenbaren und krassen Rechtsmissbrauch" dar. Die Beschwerdeführerin formulierte diesen Einwand bereits vor Kantonsgericht. Dieses erkannte, dass das Kautionsbegehren wohlbegründet erfolgt sei und nicht offensichtlich bloss, um eine weitere Fristerstreckung zu erzielen. Aus dem blossen Umstand, dass das Kautionsgesuch während der laufenden Klageantwortfrist auch schon früher hätte eingegeben werden können, sei nicht auf ein rechtsmissbräuchliches Verhalten zu schliessen. Diese Erwägungen der Vorinstanz verletzen kein Bundesrecht (siehe im Übrigen Urteil 4A_487/2021 vom 14. Dezember 2021 E. 6.4).