Citation: 6B_1024/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz verurteilt den Beschwerdeführer unter anderem, weil er einerseits mittels einer selbst erstellten Hanfindooranlage in einem von zwei getarnten Räumen in einer Lagerhalle verbotenen THC- bzw. Drogenhanf hochgezogen und zu 4.3 kg Marihuana (THC-Gehalt 11-16 %) verarbeitet habe, und weil er andererseits im sich davor befindenden ungetarnten Raum 809 Cannabis-Stecklinge zwischengelagert habe, deren künftigen Blüten den zulässigen THC-Gehalt von 1 % ebenfalls überschritten hätten. Hinsichtlich des THC-Gehalts des angebauten Marihuanas stützt sich die Vorinstanz auf ein Gutachten des Forensischen Instituts Zürich ab (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.1 S. 11 f.). Dass der Beschwerdeführer entgegen seiner Sachdarstellung von diesem THC-Gehalt gewusst und das Marihuana gerade deshalb angebaut hat, rechnet sie ihm im Rahmen einer Gesamtwürdigung aller Umstände zu, nämlich mit Hinweis auf die Fälschbarkeit der vor Ort gefundenen, die Pflanzen angeblich als legalen CBD-Hanf ausweisenden Etiketten (Pflanzenpass), auf die Weigerung des Beschwerdeführers, den Lieferanten der Pflanzen zu nennen, auf sein ursprüngliches Abstreiten der Existenz der Hanfindooranlage, auf das Fehlen einer nachvollziehbaren Erklärung für die Tarnung der Anlage hinter einer extra verbauten Wand, auf den bedingt durch diese Wand umständlichen Zugang zur Anlage (Notwendigkeit des Ab- und Wiederanschraubens der Wand) sowie auf die damaligen prekären finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers in Verbindung mit den erheblichen Investitionen in die Hanfindooranlage (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.5 S. 14 f.). Hinsichtlich der im Vorraum zur Hanfindooranlage gelagerten Stecklinge hält die Vorinstanz fest, dass diesbezüglich ein THC-Gehalt-Gutachten mangels Blütenmaterials nicht erstellt worden sei (angefochtenes Urteil E. 3.1 S. 12); in Anbetracht, dass die Stecklinge von der gleichen Sorte, vom gleichen Lieferanten und identisch (offenbar gefälscht) etikettiert gewesen seien wie die in der Hanfindooranlage verwendeten Pflanzen, hat die Vorinstanz jedoch keine Zweifel daran, dass ebenso die aus den Stecklingen gezogenen Blüten den zulässigen THC-Gehalt überschritten hätten. Dass der Beschwerdeführer ebenso davon und somit von der Drogenqualität der Stecklinge gewusst haben musste, rechnet sie ihm aufgrund seines wissentlichen und willentlichen Umgangs mit entsprechendem Pflanzenmaterial bei der von ihm betriebenen Hanfindooranlage zu (angefochtenes Urteil E. 3.6 in fine S. 17).