Citation: 2C_140/2020 E. 4

Es ist unstreitig, dass der Ehegatte der Beschwerdeführerin die Voraussetzungen für einen Aufenthaltsanspruch aus Art. 43 AIG (in der hier massgebenden Fassung bis zum 31. Dezember 2018; vgl. Art. 126Abs. 1 AIG) erfüllt. Ebensowenig stellt die Beschwerdeführerin in Frage, dass die frühere Straftat ihres Ehegatten nach Art. 51 Abs. 2 lit. b in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG grundsätzlich (immer noch) das Erlöschen dieses Anspruchs zur Folge hat. Sie macht jedoch geltend, dass diese Konsequenz und die daraus resultierende Fernhaltung ihres Ehegatten unverhältnismässig sei und deswegen Bundes- und Völkerrecht verletze.