Citation: 6B_3/2021 E. 4.1

4.1. In der Sache rügt die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz hätte die in Art. 10 Abs. 1 StPO verankerte Unschuldsvermutung sowie Art. 426 Abs. 2 StPO verletzt, indem sie ihr einen Teil der Verfahrenskosten auferlegt habe, obwohl das Strafverfahren gegen sie eingestellt worden sei. Sie wendet ein, sowohl in der Strafanzeige als auch in sämtlichen Dokumenten der ermittelnden Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden seien als Straftatbestände lediglich "Betreibungs- und Konkursdelikte" aufgeführt. Dass die Staatsanwaltschaft im Rahmen der Strafuntersuchung auch hinsichtlich Verfehlungen gegen das AHVG, BVG, UVG und AVIG ermittelt habe, sei ihr nie eröffnet worden. Folglich könne zwischen den angeblich nicht oder nur teilweise beglichenen Sozialversicherungs- und BVG-Beiträgen sowie der Einleitung des Verfahrens bzw. dem Verursachen konkreter Kosten kein Kausalzusammenhang bestehen. Weiter hätte die Vorinstanz nicht davon ausgehen dürfen, dass sie G.________ sel. ein Darlehen über Fr. 21'300.-- nicht zurückbezahlt habe. Sie bestreite ausdrücklich, dass es dieses Darlehen überhaupt je gegeben habe bzw. ihr ein solcher Betrag ausbezahlt worden sei. Es handle sich dabei um eine "reine Vermutung". Darüber hinaus äussere sich die Vorinstanz nicht dazu, inwiefern dieses Darlehen kausal Untersuchungskosten verursacht habe. Schliesslich vermöge auch der pauschale Verweis der Vorinstanz, dass weitere unrechtmässige Handlungen in der Eingabe der Privatkläger vom 30. Juli 2020 zu finden seien, keine Kostentragungspflicht zu rechtfertigen. Die Vorinstanz lege nicht dar, welches rechtswidrige und schuldhafte Verhalten der Beschwerdeführerin für welche konkreten Untersuchungskosten adäquat kausal gewesen sei.