Citation: 2F_7/2023 E. 2.5

2.5. Die Gesuchsteller machen im Wesentlichen geltend, sie hätten verschiedene Dokumente (insb. Briefwechsel zwischen der Dienststelle lawa und den Gerichten) genauer geprüft und dabei verschiedene Tatsachen entdeckt. So habe der Gesuchsteller 1 festgestellt, dass er im Jahr 1990 ein Gesuch für einen Gemeinschaftsstall gestellt habe, an welches er sich nicht mehr habe erinnern können. Die entsprechende Verfügung vom 22. Januar 1992 sei ihm mit dem Aktenverzeichnis zum bundesverwaltungsgerichtlichen Vorverfahren B-56/2014 zugestellt worden. Bei genauerer Prüfung habe er in dieser Verfügung verschiedene Ungereimtheiten festgestellt. Ferner weisen die Gesuchsteller auf einen Bericht des Bundesamts für Landwirtschaft betreffend eine Oberkontrolle ("Oberkontrolle Anerkennung von Betrieben und Zusammenarbeitsformen nach landwirtschaftlicher Begriffsverordnung [LBV]") vom 3. Juni 2009 hin, welcher ihnen ebenfalls mit dem Aktenverzeichnis zum bundesverwaltungsgerichtlichen Verfahren B-56/2014 zugestellt worden sei und zu welchem ihnen das rechtliche Gehör verweigert worden sei. Sodann legen sie Dokumente der Dienststelle lawa vom 14. Januar 2011 bzw. vom 7. Februar 2012 ins Recht. Daraus soll ersichtlich sein, dass die Dienststelle lawa den Miteigentümeranteil des Gesuchstellers 1 zu Unrecht als Alleineigentum seines Bruders und dessen Sohn deklariert habe. In diesem Zusammenhang werfen sie der Dienststelle lawa gravierende Fehler vor. Des Weiteren ergebe sich aus diesen Dokumenten, dass die Aufteilung in zwei unabhängige selbständige Betriebe Ende 2010 und somit ein Jahr vor der Verpachtung an den Gesuchsteller 2 eingeleitet worden sei, dass der Gesuchsteller 2 als Sohn des Gesuchstellers 1 Anspruch auf dessen Miteigentumsanteil gehabt habe und dass der vom Bundesgericht als nichtig erachtete Pachtvertrag gültig gewesen sei.