Citation: 1C_217/2023 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdegegnerin wirft den Beschwerdeführerinnen widersprüchliches Verhalten vor, weil diese ihren Antrag auf Einholung eines weiteren Fachgutachtens im kantonalen Verfahren abgelehnt hätten. Ohnehin habe das Verwaltungsgericht das Wegprojekt nicht einzig zum Schutz des Baumfalken aufgehoben, sondern weil die betroffene Waldfläche für zahlreiche Vogelarten besonders günstige Voraussetzungen biete. Die Beschwerdegegnerin bestreitet, dass es schon heute gewichtige menschliche Störungen im Tobel gebe; lediglich während den coronabedingten Schulschliessungen im Frühjahr 2020 sei es zu Freizeitnutzungen durch Kinder gekommen. Die Interessenabwägung der Vorinstanz sei nicht zu beanstanden. Das Bünisbachtobel sei das letzte wanderwegfreie Tobel zwischen der Stadt Zürich und Meilen; alle zehn weiteren Tobel der Region verfügten bereits über einen Fuss- oder Wanderweg. Das Wegprojekt sei aus dem regionalen Richtplan herausgestrichen worden und somit höchstens noch von kommunaler Bedeutung. Im Übrigen weiche die bewilligte Wegführung massiv von den kommunalen Richtplänen ab. Mit dem Rietliweg und der Bünishoferstrasse seien alternative Wegverbindungen vorhanden, welche das Bachtobel nicht beeinträchtigten. Schliesslich gebe es in Meilen und Herrliberg bereits ein sehr grosses und attraktives Wandernetz.