Citation: 5A_901/2017 E. 5.2

5.2. Zu Recht bringt der Beschwerdeführer weiter vor, dass die Vorinstanz in ihren Überlegungen dem Kriterium der Stabilität der örtlichen und familiären Verhältnisse ein zu grosses Gewicht einräumt. Bei diesem Kriterium handelt es sich nur um eines von mehreren, welches in die vorzunehmende Gesamtwürdigung der Situation einzubeziehen ist (vgl. vorne E. 2.2 [auch zum Folgenden]). Ihm kommt auch im Eheschutzverfahren keine gesteigerte Bedeutung zu, in welchem über die Obhut wie im Scheidungsfall zu entscheiden ist. Das Obergericht wäre sich dessen grundsätzlich bewusst gewesen, hält es Entsprechendes doch zu Beginn seiner Überlegungen zur Obhutszuteilung explizit fest. Dennoch wich es hiervon ab. Ebenfalls zutreffend ist der Hinweis des Beschwerdeführers, dass sich vorliegend nicht einfach die Frage einer "Heimplatzierung zwecks Durchsetzung eines Besuchsrechts" stellt. Vielmehr wäre in Abwägung sämtlicher Umstände mit Blick auf das Kindeswohl über die Obhutsfrage zu entscheiden gewesen, was das Obergericht nach dem Ausgeführten nur unvollständig getan hat.