Citation: 2C_811/2013 E. 3.4

3.4. Der Einwand des Beschwerdeführers, die Abklärungen seines Onkels hätten inzwischen ergeben, dass seine Schwestern nicht mehr in Kabul lebten und er keine familiären Beziehungen mehr dorthin pflege, ist im vorliegenden Zusammenhang verspätet; es wäre an ihm gewesen, dies gegebenenfalls früher geltend zu machen. Seit Ende September 2010 wusste er, dass es hierauf ankommen konnte (BVGE 2011/7). Bereits in der Einvernahme vom 26. November 2003 hat er die Telefonnummer seines Onkels zu Protokoll gegeben; es ist nicht einzusehen, warum er diesen erst Jahre später kontaktiert und um Informationen angegangen ist, nachdem sämtliche asyl- und ausländerrechtliche Verfahren in der Schweiz gescheitert waren. Der Beschwerdeführer legt im Übrigen in diesem Punkt nicht dar, inwiefern die subsidiäre Annahme des Verwaltungsgerichts (Eventualbegründung) offensichtlich unhaltbar wäre, dass - selbst wenn seine Schwestern nicht mehr in Kabul leben sollten - aufgrund seiner früheren Lebensumstände in Kabul ein tragfähiges soziales Netz bestehen dürfte.