Citation: 6B_895/2016 E. 1.1.4

1.1.4. Betreffend ein pflichtwidriges Verhalten am Unfallort (aArt. 51 Abs. 1 SVG) wendet die Beschwerdeführerin ein, es sei ihr aufgrund ihres Zustandes nicht möglich gewesen, "den Unfall zu managen". Der Verkehrsfluss in der 30-Zone sei durch das Unfallfahrzeug nicht behindert worden. Lediglich das rechte Hinterrad sei auf der Strasse gestanden, aber nicht auf der Fahrbahn. Sie sei aufgrund der Akten-, Fakten- und Rechtslage freizusprechen (Ziff. 30-32). Unter dem Gesichtspunkt von aArt. 51 Abs. 3 SVG sei zu berücksichtigen, dass ihre Eltern weniger als fünfzehn Minuten nach dem Unfall am Unfallort waren. Aufgrund einer Kommunikationslücke ihres Bruders sei zunächst eine Verwirrung entstanden, die sich jedoch am Morgen um 09.45 Uhr aufgelöst habe. Ihre Eltern hätten zusammen mit jenem Ehepaar, auf dessen Grundstück das Unfallfahrzeug gestanden habe, das Eintreffen der Polizei abgewartet. Ein Nachteil für die Geschädigten habe durch die Kommunikationslücke nicht bestanden. Sie sei auf Hilfe angewiesen gewesen. Es sei auf Schuldunfähigkeit zu erkennen (Ziff. 33-37). Der Unfall habe sich aufgrund ihrer ernsthaften verkehrsrelevanten Erkrankung ereignet (Ziff. 38).