Citation: 6G_2/2021 E. 4.3

4.3. Es ist nicht ersichtlich und wird von der Gesuchstellerin auch nicht dargelegt, inwiefern das Dispositiv des bundesgerichtlichen Entscheids im Verfahren 6B_511/2020 klärungsbedürftig sein sollte. Der erste beanstandete Punkt betrifft die rechtliche Würdigung eines Sachverhalts unter dem Gesichtspunkt der Veruntreuung oder der ungetreuen Geschäftsbesorgung. Die Vorinstanz hat die angeklagte Person in diesem Punkt unter beiden Gesichtspunkten freigesprochen (Urteil 6B_511/2020 E. 2.1.2). Das Bundesgericht ist zum Schluss gelangt, der Sachverhalt sei als ungetreue Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB, nicht aber als Veruntreuung zu würdigen. Es hat daher erkannt, es verletze kein Bundesrecht, dass die Vorinstanz den Tatbestand der Veruntreuung nicht als erfüllt erachtet habe (Urteil 6B_511/2020 E. 2.4). Die Gesuchstellerin weist mit ihrem Gesuch in diesem Punkt letztlich lediglich auf eine aus ihrer Sicht vorhandene inhaltliche Unrichtigkeit des gefällten Entscheids hin, für deren Beseitigung das Rechtsmittel der Erläuterung nicht zur Verfügung steht. Es besteht mithin kein Anlass für eine Erläuterung von Amtes wegen.