Citation: 9C_84/2019 E. 5.3

5.3. Nach der in der Beschwerde vertretenen Auffassung verletzt die Reduktion der am 1. Januar 2012 erhaltenen Verstärkungs-Gutschriften bei einem späteren Austritt sodann die Bestimmung des Art. 15 FZG. Die Beschwerdeführer erblicken in der anteilsmässigen Reduktion entsprechend der künftigen Betriebs- und Pensionskassentreue ein sachfremdes und damit willkürliches Element. Immerhin aber anerkennen sie andernorts, die Regelung sei in der mit Beitrags- und Leistungsprimat gleichzeitig geführten Vorsorgeeinrichtung (ohne Spartenrechnung) "mit dem Mecano im LP zu erklären". Anders als sie darlegen, steckt hinter der getroffenen Regelung denn auch weniger das Interesse der Pensionskasse, alle angeschlossenen Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen bis zum 30. April 2020 an sich zu binden, als vielmehr das Bestreben, die Gutschrift denjenigen Versicherten zukommen zu lassen, die von der Senkung des Umwandlungssatzes und des technischen Zinses (insbesondere auch im Leistungsprimat) tatsächlich (langfristig) betroffen sind. Damit wurde dem Grundsatz Rechnung getragen, dass (freie) Mittel, auch wenn sie ausserhalb einer Teil- oder Gesamtliquidation grundsätzlich frei verteilt werden können (BGE 141 V 605 E. 3.2.3 S. 609; 138 V 346 E. 5.4 S. 359 mit Hinweis auf BGE 128 II 394 E. 3.3 S. 397 f.), rechtsprechungsgemäss primär zur Erreichung des Vorsorgezweckes einzusetzen sind (Urteil 9C_421/2009 vom 29. September 2009 E. 6.4, in: SVR 2010 BVG Nr. 5 S. 17; ISABELLE VETTER-SCHNEIDER, Berufliche Vorsorge, Kommentar, 3. Aufl. 2013, N. 39 f. zu Art. 53d BVG). Ob die getroffene Regelung in allen denkbaren Fällen gesetzeskonform ist, braucht nicht entschieden zu werden. Eine Gesetzwidrigkeit lässt sich hinsichtlich des hier allein zu beurteilenden Sachverhalts nicht erkennen, weil die Beschwerdeführer mit dem Wechsel zur ASGA Pensionskasse Ende 2014 die Austrittsleistung erhielten, deren Höhe im Beitragsprimat weder vom Umwandlungssatz noch vom technischen Zins abhängt. So betrachtet profitierten die Beschwerdeführer immerhin von den einmaligen Gutschriften, obwohl die geänderten Faktoren für sie konkret mit keinen Nachteilen verbunden waren.