Citation: U 327/99 20.09.2000 E. 4

4.- Auf Grund der medizinischen Berichte steht fest, dass die Beschwerdeführerin an psychischen Störungen leidet, wobei im angefochtenen Entscheid offen gelassen wird, ob es sich dabei um eine natürliche Folge des versicherten Unfalles handelt, welche Frage nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 121 V 47 Erw. 2a, 208 Erw. 6b, je mit Hinweis) beantwortet werden kann. Die von der Beschwerdeführerin sinngemäss beantragte Einholung entsprechender weiterer ärztlicher Stellungnahmen erübrigt sich aber, weil es - wovon die Vorinstanz, wie nachfolgend dargelegt, zutreffend ausgegangen ist - an der Adäquanz des Kausalzusammenhanges fehlt. In Anbetracht des augenfälligen Geschehensablaufes - der Wagen, in welchem die Beschwerdeführerin als Beifahrerin sass, kam ins Schleudern, kollidierte mit einem auf der Überholspur fahrenden Lieferwagen und wurde in die Mittelleitplanke gestossen - und der von der Beschwerdeführerin erlittenen Verletzungen (Prellung des rechten Fusses, Hüftkontusion) ist der Unfall vom 30. Dezember 1996 mit dem kantonalen Gericht höchstens als "mittlerer im mittleren Bereich", d.h. nicht als Grenzfall zu den leichten oder schweren Unfällen zu qualifizieren. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist das Ereignis, auch wenn sie sich durch die Kollision in einer "massiv erhöhten psychischen Anspannung und Stresssituation" befand, nicht als besonders eindrücklich zu bezeichnen, erlitt sie doch dabei einen Schrecken, wie er üblicherweise bei einem Unfall auftritt (vgl. BGE 115 V 145). Ebenso wenig lagen besonders dramatische Begleitumstände vor. Bei der verursachten Prellung des Fusses und der Kontusion des Hüftgelenks handelt es sich nicht um schwere Verletzungen, die erfahrungsgemäss geeignet wären, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. Eine ärztliche Fehlbehandlung ist nicht ausgewiesen, ebenso wenig ein schwieriger Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen. Die von der Beschwerdeführerin geklagten Dauerschmerzen liessen sich nicht objektivieren. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz kann nicht von einer ungewöhnlich langen ärztlichen Behandlung des somatischen Leidens gesprochen werden, weil bis zum Zeitpunkt des Austrittes aus der Rehabilitationsklinik X.________ (am 23. Juli 1997) nicht "über anderthalb Jahre" verstrichen sind, wie die Vorinstanz irrtümlich annahm, sondern bloss rund sieben Monate. Im Weitern ging die Vorinstanz zwar zutreffend davon aus, dass die Beschwerdeführerin ab 4. August 1997 wieder zu 50 % (und nach weiteren zwei Monaten zu 100 %) arbeitsfähig war (Bericht der Rehabilitationsklinik X.________ vom 25. August 1997), errechnete daraus aber eine volle Arbeitsunfähigkeit von gut anderthalb Jahren statt von rund sieben Monaten. Wie die Vorinstanz indessen im Ergebnis richtig festgehalten hat, vermöchten selbst diese beiden Kriterien die Adäquanz des Kausalzusammenhanges nicht zu begründen. Eine gesamthafte Würdigung des Unfallereignisses und der damit zusammenhängenden, objektivierbaren Faktoren führt daher zum Schluss, dass dem Ereignis vom 30. Dezember 1996 für die Entstehung der psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit keine Bedeutung zukommt. Auch in dieser Hinsicht erweist sich der vorinstanzliche Entscheid als rechtens.