Citation: 6S.478/2005 31.01.2006 E. 1

Am 3. August 2004, um 20.32 Uhr, meldete ein Nachbar bei der Notrufzentrale Frauenfeld, A.________ verbrenne Holz. Die Polizei stellte eine halbe Stunde später fest, dass A.________ ein Feuer unterhielt, welches starke Rauchimmissionen verursachte. Gegen eine Strafverfügung des Bezirksamts Frauenfeld vom 25. August 2004 wegen Widerhandlung gegen das Umweltschutzgesetz (USG) und das Abfallgesetz erhob A.________ Einsprache. Er machte unter anderem geltend, er habe bereits am 1. November 2002 an derselben Stelle Äste und Stauden verbrannt. Auch damals habe der Nachbar die Polizei aufgeboten, welche jedoch festgehalten habe, dass das Verbrennen von Gartenabraum im Freien erlaubt sei. Da die Polizei beim neuen Vorfall die Feuerwehr nicht aufbot, habe es sich zudem nicht um übermässige Immissionen gehandelt. Mit Urteil vom 11./13. Juli 2005 erachtete die Bezirksgerichtliche Kommission Frauenfeld die Einsprache als unbegründet. Sie sprach A.________ der Widerhandlung gegen das USG schuldig und büsste ihn mit Fr. 80.--. Sie ging aufgrund der Aussage eines Polizeibeamten davon aus, dass vom Feuer übermässige Immissionen in Form von Rauch ausgegangen seien. Weil A.________ nach dem Vorfall vom November 2002 die Rechtslage und die einschlägigen Bestimmungen in einem Schreiben des Amtes für Umwelt dargelegt worden seien, könne er sich auch nicht auf Rechtsirrtum berufen. Mit Urteil vom 1. November 2005 bestätigte das Obergericht des Kantons Thurgau im Berufungsverfahren das Urteil der Bezirksgerichtlichen Kommission. A.________ wendet sich mit Nichtigkeitsbeschwerde ans Bundesgericht und beantragt, das Urteil des Obergerichts vom 1. November 2005 sei "infolge Verletzung von Bundesrecht wie Willkür bei der Beweisführung, Gehörsverweigerung, Verletzung der Unschuldsvermutung sowie der verfassungsmässig garantierten Rechtsgleichheit" aufzuheben. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Nachdem er zur Leistung eines Kostenvorschusses aufgefordert wurde, beantragt er die unentgeltliche Rechtspflege. Die Vorinstanz beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne. Ihre Vernehmlassung wurde dem Beschwerdeführer zugestellt. Weitere Vernehmlassungen wurden nicht eingeholt.