Citation: 2A.359/2000 29.08.2000 E. 1

1.-Der aus der Bundesrepublik Jugoslawien (Kosovo) stammende G.________ ist abgewiesener Asylbewerber, der vorläufig aufgenommen worden war. Er hatte, nach Aufhebung der vorläufigen Aufnahme, auf den 31. Mai 2000 aus der Schweiz auszureisen und hat die Schweiz offenbar verlassen. Per 1. Juli 1998 nahm G.________, ohne dies der zuständigen Behörde gemeldet zu haben, bei einem Baugeschäft eine Tätigkeit auf. Am 21. September 1998 wurde er fristlos entlassen; da die Entlassung ungerechtfertigt war, sprach ihm das zuständige Arbeitsgericht den Lohn bis Ende Oktober 1998 sowie eine Entschädigung in Höhe eines Bruttomonatslohns zu. Insgesamt erzielte G.________ ein Bruttoeinkommen von Fr. 18'100.--. Die Kantonspolizei des Kantons Aargau stellte im Dezember 1999 den damals vorhandenen Betrag von Fr. 12'390.-- sicher, überliess G.________ davon Fr. 1'000.-- und überwies den Betrag von Fr. 11'390.-- zuhanden des Sicherheitskontos dem Bundesamt für Flüchtlinge. Das Bundesamt für Flüchtlinge kündigte G.________ am 6. Januar 2000 an, dass der gesamte überwiesene Betrag zuhanden des Sicherheitskontos Nr. 1.________ sichergestellt würde, sofern nicht innerhalb von 30 Tagen der Nachweis der Herkunft dieser Vermögenswerte erbracht werde. Das Bundesamt für Flüchtlinge verfügte am 28. Februar 2000, nachdem es vom damaligen Rechtsanwalt von G.________ über die Herkunft des Geldes aus einem Arbeitsverhältnis informiert worden war, dass vom zurückbehaltenen Betrag von Fr. 11'390.-- ein Betrag von Fr. 1'810.-- zuhanden des Sicherheitskontos Nr. 1.________, lautend auf G.________, sichergestellt werde (10% des insgesamt bezogenen Bruttolohns). Das Bundesamt stellte in Aussicht, den Restbetrag von Fr. 9'580.-- nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zurückzuerstatten. Am 14. März 2000 teilte der Rechtsanwalt von G.________ dem Bundesamt für Flüchtlinge mit, dass auf eine Beschwerde gegen die Verfügung vom 28. Februar 2000 verzichtet und um sofortige Überweisung des Betrags von Fr. 9'580.-- ersucht werde. Nach Abklärungen beim Sozialdienst des Kantons Aargau stellte das Bundesamt für Flüchtlinge fest, dass G.________ von seiner früheren Wohnsitzgemeinde Schmidrud vom 1. Juli bis 1. Oktober 1998 mit Fr. 3'268. 74 und vom 1. Oktober bis 19. November 1998 mit Fr. 1'789. 86 sowie von seiner neuen Wohnsitzgemeinde Gipf-Oberfrick vom 19. November bis 31. Dezember 1998 mit Fr. 1'511. 98 und ab 1. Januar mit Fr. 5'732. 27 unterstützt worden war (insgesamt Fr. 12'302. 85). Am 23. März 2000 erliess es daher eine neue Verfügung, womit es einerseits die Sicherstellung des Betrags von Fr. 1'810.-- bestätigte und andererseits, vorbehältlich von zwischenzeitlichen Rückzahlungen, die Verrechnung der Fürsorgeleistungen von Fr. 12'302. 85, die zu Unrecht bezogen worden seien, mit dem Guthaben von Fr. 9'580.-- anordnete. Am 1. Mai 2000 erhob G.________ gegen die Verfügung des Bundesamtes vom 23. März 2000 Beschwerde an das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement. Das für jenes Beschwerdeverfahren gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wies das Departement am 24. Mai 2000 wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab und setzte G.________ Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 700.-- bis 23. Juni 2000. Am 12. Juli 2000 trat es auf die Beschwerde nicht ein, weil der Kostenvorschuss nicht geleistet worden war, und auferlegte G.________ die Verfahrenskosten von Fr. 250.--. Im Auftrag von G.________ reichte Arsim Kelmendi am 14. August 2000 beim Bundesgericht eine Beschwerde ein mit den Anträgen, die Verfügung des Bundesamtes für Flüchtlinge vom 23. März 2000 sei aufzuheben, dem Beschwerdeführer sei der Betrag von Fr. 11'390.-- zurückzubezahlen und die Entscheide des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements vom 24. Mai und 12. Juli 2000 seien aufzuheben.