Citation: I 327/04 07.04.2006 E. 6

6.1 Bezüglich der Behinderung im Haushaltbereich haben Verwaltung und Vorinstanz auf den Abklärungsbericht vom 2. September 2003 abgestellt. Die Beschwerdeführerin bezweifelt, dass es sich dabei um eine unabhängige Beurteilung handelt. Nach der Rechtsprechung ist der durch die IV-Stelle entsprechend den Randziffern 3090 ff. des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung eingeholte Bericht über die Abklärung vor Ort im Regelfall das geeignete Mittel zur Ermittlung des Invaliditätsgrades von im Haushalt tätigen Versicherten (SVR 2005 Nr. 21 S. 84 Erw. 5.1 mit Hinweisen). Anhaltspunkte dafür, dass die Abklärungsperson befangen gewesen wäre oder sich nicht von objektiven Kriterien hat leiten lassen, werden nicht konkret dargetan und sind auch sonst wie nicht ersichtlich. Insbesondere genügt der pauschale Hinweis der Versicherten nicht, um an der Objektivität der Beurteilung zu zweifeln. 6.2 Für den Beweiswert von Berichten über Abklärungen an Ort und Stelle gelten ähnliche Faktoren wie bezüglich der Beweiskraft von Arztberichten (vgl. BGE 130 V 63 Erw. 6.2, 128 V 93 Erw. 4, 125 V 352 Erw. 3a; AHI 2003 S. 218 Erw. 2.3.2). Danach ist erforderlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der sich aus den medizinischen Diagnosen ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben des oder der Versicherten zu berücksichtigen und divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen. Der Berichtstext schliesslich muss inhaltlich plausibel, begründet und mit Bezug auf die konkreten Einschränkungen angemessen detailliert abgefasst sein sowie mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben übereinstimmen. Trifft dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift diesfalls in das Ermessen der Abklärungsperson nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltpunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsresultate (z.B. infolge von Widersprüchlichkeiten) vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht. Der Abklärungsbericht vom 2. September 2003 erfüllt die beweismässigen Voraussetzungen, so dass auf ihn abgestellt werden kann. 6.3 Was die Quantifizierung der Einschränkung in den einzelnen Teilbereichen anbelangt, enthält der Bericht jeweils eine kurze, nachvollziehbare Begründung. Praxisgemäss ist von einer Mithilfe der Angehörigen auszugehen, welche im Rahmen des Zumutbaren über das im Gesundheitsfall übliche Mass hinausgeht (BGE 130 V 101 Erw. 3.3.3 mit Hinweisen). Was die Gesundheitsprobleme des im gleichen Haushalt lebenden Partners der Beschwerdeführerin betrifft, gilt es darauf hinzuweisen, dass Feststellungen über den Umfang seiner Mithilfe ebenfalls im Rahmen der Abklärung an Ort und Stelle zu erheben sind. Aus dem Bericht ergibt sich, dass dieser seit 1991 eine ganze Invalidenrente bezieht. Seine Mithilfe ist daher in einem relativ grossen Umfang zu vermuten, wobei die einzelnen von ihm übernommenen Aufgaben im Bericht detailliert aufgeführt werden. Der Einsatz der beiden Töchter beschränkt sich im Wesentlichen auf die Hilfe bei alltäglichen Arbeiten, der Besorgung des eigenen Zimmers, Schuhe putzen und gelegentliches von der älteren Tochter übernommenes Backen, was nicht als unverhältnismässig bezeichnet werden kann. Wenn in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht wird, die Übernahme der Kinderbetreuung durch den Lebenspartner sei zwar gut gemeint, praktisch aber nicht realisierbar, widerspricht dies den Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der Haushaltabklärung. Abgesehen davon wurde diesem Aspekt nur hinsichtlich der Frage Rechnung getragen, in welchem Umfang eine ausserhäusliche Tätigkeit möglich wäre, während in Ziffer. 6.6 unter dem Titel "Betreuung von Kindern oder anderen Familienangehörigen" berücksichtigt wurde, dass der Partner der Versicherten die Kinder in die Schule fährt. Dass die weiteren gemäss Abklärungsbericht ihm übertragenen Aufgaben gesundheitlich nicht zumutbar wären, ist in keiner Art und Weise erstellt. Damit hat es bei der Einschränkung von 21 % im Bereich Haushalt sein Bewenden.