Citation: 1P.611/2000 28.11.2000 E. 5

5.- a) Eher beiläufig rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebotes von Art. 9 BV (recte: Art. 8 Abs. 1 BV). Der Zulieferant Acklin habe eine Gefängnisstrafe von 30 Monaten erhalten, wobei dieser wegen banden- und gewerbsmässigem, also doppelt qualifiziertem Haschisch-Handel verurteilt worden sei. Er selber habe eine um ein Jahr längere Strafe erhalten, obwohl er einzig wegen gewerbsmässigem Drogenhandel verurteilt worden sei. Abgesehen davon, dass diese Rüge den gesetzlichen Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG offensichtlich nicht genügt, betrifft sie die Strafzumessung und damit eine Frage des materiellen Bundesrechts, welche dem Bundesgericht mit Nichtigkeitsbeschwerde unterbreitet werden kann und daher in der staatsrechtlichen Beschwerde unzulässig ist. Darauf ist nicht einzutreten. b) Der Beschwerdeführer bringt vor, seit seiner Verhaftung seien viereinhalb Jahre, seit seiner Haftentlassung drei Jahre vergangen. In der Zwischenzeit habe er sich längere Zeit therapeutisch behandeln lassen und sich eine neue Existenz aufgebaut. Seine Strafempfindlichkeit sei daher hoch, weshalb es willkürlich wäre, wenn "diese bei der Strafzumessung wie unter Berücksichtigung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK nicht berücksichtigt wird. " Auch diese Rüge genügt den gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht und betrifft, was in diesem Verfahren unzulässig ist, mit der Strafzumessung eine Frage des materiellen Strafrechts. Darauf ist nicht einzutreten. c) Der Beschwerdeführer rügt, Kassations- und Obergericht hätten ihn willkürlich als "nicht therapiefähig" eingestuft. Der Beschwerdeführer sei nach seiner Haftentlassung von Dr. Sandfuchs erfolgreich therapiert worden, was sich darin zeige, dass er nicht mehr straffällig geworden sei. Beide Gutachter habe indessen die Therapiefähigkeit des Beschwerdeführers skeptisch beurteilt, das Kassations- und das Obergericht sind in dieser Beziehung keineswegs von einer willkürlichen Annahme ausgegangen. Eine andere Frage - eine des materiellen Bundesstrafrechts - ist dagegen, ob aufgrund dieser medizinischen Diagnose bzw. Prognose und den im Prozess gewonnenen Erkenntnissen über den Zusammenhang der Persönlichkeitsstörung mit der Straffälligkeit des Beschwerdeführers eine Massnahme im Sinne von Art. 43 StGB hätte ausgesprochen werden müssen. Das kann im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde jedoch nicht beurteilt werden, auf die Rüge ist nicht einzutreten.