Citation: 7B_636/2023 E. 4.4

4.4. Die Argumentation der Beschwerdeführerin überzeugt nicht: Sie verkennt, dass Staatsanwalt B.________ nicht vorgeworfen wird, auf eine Kostengutsprache gewartet zu haben, sondern, dass er diese anscheinend trotz der Notwendigkeit und Unaufschiebbarkeit der zahnärztlichen Behandlung gar nicht eingeholt hat. Um die medizinische Versorgung des Beschwerdegegners sicherzustellen, hätte sich Staatsanwalt B.________ aber unverzüglich um die benötigte Kostengutsprache und in der Folge um die weitere Behandlung des Beschwerdegegners kümmern müssen. Indem er dies nicht tat, hat er seine staatsanwaltlichen Pflichten, wie die Vorinstanz zutreffend festhält, verletzt. Angesichts der Bedeutung des Rechts auf medizinische Behandlung des inhaftierten Beschwerdegegners ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz im Fehlverhalten von Staatsanwalt B.________ eine schwere Verletzung von Amtspflichten erkennt und gestützt darauf den Anschein von Befangenheit bejaht.