Citation: 8C_427/2008 02.06.2009 E. 5

5.1 Aufgrund der medizinischen Aktenlage, insbesondere auch angesichts der ebenfalls vom Beschwerdeführer als massgeblich erklärten Ergebnisse des von Dr. med. I.________ für das Institut V.________ erstellten Gutachtens, kann ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen bestehen, welche die persistierenden Beschwerden zu erklären vermöchten. Der Gutachter bezeichnet die festgestellten Beschwerden - Schulter- und Nackenschmerzen mit Bewegungseinschränkungen und Ausstrahlungen in die Arme sowie Tinnitus und Schwindel - als unspezifisch und stellt dazu ausdrücklich fest, dass aus der Art der Beschwerden deren Ursache nicht abgeleitet werden könne (Gutachten des Dr. med. I.________ vom 25. Januar 2006). Demnach hat, anders als bei organisch klar ausgewiesenen Unfallfolgen, bei welchen der adäquate und natürliche Kausalzusammenhang in der Regel ohne Weiteres zusammen bejaht werden können, eine besondere Adäquanzprüfung zu erfolgen (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer stellt sich zu Recht denn auch nicht auf den Standpunkt, es hätte keine Adäquanzprüfung zu erfolgen; vielmehr beanstandet er das Ergebnis der von der Vorinstanz durchgeführten Adäquanzprüfung. 5.2 Die Beschwerdegegnerin vertritt die Auffassung, im Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 5. April 2004 habe kein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den beiden Unfallereignissen im Jahre 1998 und den andauernden Beschwerden mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit mehr bestanden. Sie gelangt zu dieser Meinung insbesondere aufgrund des von Prof. Dr. T.________ vom Spital A.________ erstellten neurologischen Gutachtens vom 10. August 2005, während sie das von der Vorinstanz als schlüssig betrachtete Gutachten von Dr. med. I.________ vom 25. Januar 2006 als nicht überzeugend erachtet. Die Beschwerdegegnerin verneint im Weiteren das Vorliegen des sogenannten typischen Beschwerdebildes. Wie es sich mit dem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den beiden Unfällen vom 12. März sowie 28. Juli 1998 und den anhaltenden Beschwerden genau verhält, kann aber letztlich offen bleiben; es braucht auch nicht abschliessend geklärt zu werden, ob das typische Beschwerdebild gegeben ist. Selbst wenn man zugunsten des Versicherten das Vorliegen des natürlichen Kausalzusammenhangs bejaht und die Adäquanz des Kausalzusammenhangs nach der sogenannten "Schleudertrauma-Praxis" (BGE 134 V 109) prüft, ist die Adäquanz - wie nachfolgend gezeigt wird - zu verneinen (vgl. zur Zulässigkeit dieser Vorgehensweise: Urteile 8C_468/2008 vom 25. September 2008 E. 5.3 und 8C_42/2007 vom 14. April 2008 E. 2).