Citation: 5A_214/2021 E. 2.5.2

2.5.2. Der Arrest wird als eine auf die Bedürfnisse der Schuldbetreibung zugeschnittene einstweilige Massnahme bezeichnet, welche wegen der fehlenden vorgängigen Anhörung der superprovisorischen Verfügung des Zivilprozessrechts entspricht (BGE 133 III 589 E. 1; AMONN/WALTHER, a.a.O., § 51 Rz. 3; STOFFEL/CHABLOZ, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N. 21 zu Art. 278). Diese Qualifikation führt dazu, dass der Arrestschuldner Gesuchsgegner ist und der Arrestgläubiger Gesuchsteller bleibt. Dies hat zwar für die Behauptungs- und Beweislast keine Bedeutung, wohl aber für den verfahrensmässigen Ablauf und vor allem für die Frage, wer im Einspracheverfahren den ersten Parteivortrag und wer die Beklagtenrolle hat (STOFFEL/CHABLOZ, a.a.O., N. 21 zu Art. 278; MEIER-DIETERLE, in: Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl. 2014, N. 11 zu Art. 278, je mit Hinweis auf das Urteil vom 7. Mai 2001 des Kassationsgerichts des Kantons Zürich, E. II/4.b-c, in: BlSchK 2002 S. 149 ff.).