Citation: 8C_578/2023 E. 5.2.1

5.2.1. Wie bereits die Vorinstanz festhielt, erörterte der psychiatrische Gutachter mit Blick auf die verschiedenen und wechselnden körperlichen Symptome, die nicht vorwiegend vegetativ seien und auch nicht ausreichend durch eine körperliche Ursache erklärt werden könnten, verschiedene Diagnosen, darunter ein CFS, eine Persönlichkeitsstörung, eine Panikstörung, eine Somatisierungsstörung und eine Neurasthenie. Unter Berücksichtigung der medizinischen Vorakten und der Schilderungen des Beschwerdeführers gelangte er zu dem Ergebnis, dass im Längsverlauf am meisten Hinweise auf eine Somatisierungsstörung vorlägen und deren Kriterien erfüllt seien. Hinsichtlich des vom Beschwerdeführer im Rahmen der Begutachtung primär geltend gemachten CFS stellte der Gutachter unter anderem fest, dass sich der Beschwerdeführer umfassend über das Krankheitsbild informiert habe und eine gewisse Identifizierung mit dieser Erkrankung zeige; gleichzeitig verweise er auch auf eine Long-Covid-Symptomatik. Letztlich konnte der Sachverständige die Diagnose eines CFS mangels Hinweisen auf eine Erschöpfung und Ermüdung des Beschwerdeführers während der Exploration jedoch nicht bestätigen. Soweit die Vorinstanz die Beurteilung als schlüssig und überzeugend einstufte, erscheint dies angesichts des Umstands, dass bei keiner der Begutachtungen, einschliesslich einer fast dreieinhalbstündigen neuropsychologischen Untersuchung Erschöpfungssymptome festgestellt wurden und auch von den behandelnden Ärzten seit 2017 regelmässig eine Somatisierungsstörung diagnostiziert wurde, nicht willkürlich.