Citation: 2C_998/2020 E. 4.2

4.2. Aufgrund des Transports von rund 17.7 kg Heroingemischs bzw. 8.8 kg reinen Heroins in die Schweiz verurteilte das Obergericht des Kantons Zürich den Beschwerdeführer zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und neun Monaten. Dieses Strafmass liegt weit über der Grenze von einem Jahr, welche für das Vorliegen eines Widerrufsgrunds nach Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit. b AIG massgeblich ist (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.1). Die eingeführte Drogenmenge überschreitet den rechtlich relevanten Grenzwert massiv. Damit hat der Beschwerdeführer die öffentliche Gesundheit als hochwertiges Rechtsgut in einer qualifizierten Weise schwerwiegend gefährdet. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass qualifizierte Drogendelikte gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB zu den Anlasstaten gehören, die - unter Vorbehalt der Härtefallklausel - zwingend zu einer Landesverweisung führen. Auch wenn diese Bestimmung hier nicht rückwirkend anwendbar ist (Tat begangen am 17. Oktober 2014), unterstreicht sie die Schwere der Gesetzesverletzung (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2). Aus migrationsrechtlicher Sicht stellt eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und neun Monaten einen schwerwiegenden Verstoss gegen die Rechtsordnung dar (vgl. BGE 139 I 145 E. 3.4). Ausländerrechtlich ist beim Beschwerdeführer von einem schweren Verschulden auszugehen.