Citation: 5P.396/2005 30.11.2005 E. 2

2.1 Nach Art. 250 Abs. 3 SchKG wird der Kollokationsprozess im beschleunigten Verfahren durchgeführt. Das Verfahren selber bestimmt das kantonale Recht. Art. 102 ZPO regelt die Säumnisfolgen. Gemäss Art. 102 Abs. 1 ZPO werden die angeführten Tatsachen und Begehren der nichtsäumigen Partei anerkannt, sofern der Anspruch nach den Akten und der Rechtslage nicht als offensichtlich unzulässig oder unbegründet erscheint. Der Beschwerdeführer rügt diese Bestimmung nicht hinreichend begründet (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG) als verfassungswidrig, so dass sie vorliegend anwendbar ist. Nach der keineswegs willkürlichen und vom Beschwerdeführer auch nicht hinreichend begründet als willkürlich gerügten Auslegung dieser Bestimmung durch das Kantonsgericht ist im Säumnisverfahren eine Beweiserhebung nicht mehr möglich, da nur die bis Säumniseintritt erstellten Akten Berücksichtigung finden. 2.2 Soweit der Beschwerdeführer rügt, es hätte gleichwohl noch ein Beweisverfahren durchgeführt und insbesondere hätten die angerufenen Zeugen C1. und C2.________ angehört werden müssen, liegt er neben dem Prozessthema vor Bundesgericht: Er hätte rügen und begründen müssen, dass und inwiefern Art. 102 Abs. 1 ZPO selber verfassungswidrig ist oder verfassungswidrig ausgelegt und angewendet worden ist. Das tut er in diesem Zusammenhang nicht. Auf die Rüge, der Grundsatz von Treu und Glauben von Art. 5 Abs. 3 BV sei verletzt, weil die Zeugen C1. und C2.________ trotz ihrer Nähe zur Aktiengesellschaft einwandfrei und glaubwürdig über die Lohnauszahlungen und die Buchhaltung hätten Auskunft geben können, kann daher nicht eingetreten werden. Im Weiteren hat das Kantonsgericht entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers nicht angenommen, der Beschwerdeführer habe die beiden Zeugen nicht rechtzeitig angerufen. Vielmehr ist es - wie ausgeführt - zum Schluss gelangt, diese seien gestützt auf Art. 102 Abs. 1 ZPO nicht mehr einzuvernehmen, was nach dem Gesagten nicht zu beanstanden ist. Auch mit dem weiteren Hinweis, das Kantonsgericht habe sich faktisch geweigert, den Sachverhalt abzuklären, was einer verfassungswidrigen Rechtsverweigerung gleichkomme, oder der Behauptung, wegen des fehlenden Beweisverfahrens würden der Grundsatz der Waffengleichheit und der Grundsatz der Fairness von Gerichtsverfahren gemäss Art. 6 EMRK verletzt, belegt und begründet er nicht, dass und inwiefern Art. 102 Abs. 1 ZPO verfassungswidrig sei oder verfassungswidrig angewendet worden sein könnte. Im Übrigen ist nicht erkennbar, inwiefern die Regel, wonach bei Säumnis auf die Tatsachen und Begehren der nichtsäumigen Partei abgestellt wird, sofern der Anspruch nach den Akten und der Rechtslage nicht als offensichtlich unzulässig oder unbegründet erscheint, die vom Beschwerdeführer angerufenen Rechte verletzen könnte.