Citation: I 160/05 15.09.2005 E. 4

Die Beschwerdeführerin meldete sich im Januar 2002 zum Bezug einer Rente bei der Invalidenversicherung an. Die Parteien sind sich nunmehr einig, dass gemäss Art. 48 Abs. 2 IVG Leistungen längstens für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet werden. 4.1 Für das Jahr 2000 finden sich nur spärliche medizinische Angaben bei den Akten. So berichtet Dr. med. M.________ am 15. Juli 2000, die Patientin leide seit ca. zwei Monaten an gehäuften, von Blähungen sowie leichter Diarrhoe begleiteten Abdominalschmerzen. Er verordnete für beschränkte, nicht näher definierte Zeit eine auf 50 % reduzierte Arbeitsfähigkeit. Vom 1. Juni 1999 bis 31. Oktober 2000 war die Beschwerdeführerin bei der Krankenkasse N.________ in C.________ beschäftigt. Gemäss Fragebogen Arbeitgeber vom 14. Januar 2002 sei die Beschwerdeführerin im Jahre 2000 jeden Monat ungefähr während einer Woche zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. In der Zeit vom 1. November 2000 bis 31. März 2001 arbeitete sie als Sachbearbeiterin Gruppenreisen bei der Firma E.________ AG in Y.________. Gemäss Angaben vom 1. Februar 2002 bestand vom 15. bis 19. Januar und vom 30. Januar bis 4. Februar eine volle Arbeitsunfähigkeit, und danach bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses eine solche von 50 %. 4.2 Zu Gunsten der Beschwerdeführerin gingen Verwaltung und Vorinstanz für das Jahr 2000 von einer ununterbrochenen (Art. 29ter IVV) durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von 25 % (entsprechend einer Woche pro Monat) aus. Ab November 2000 anerkannte man eine durchschnittliche 50%ige Arbeitsunfähigkeit, was dazu führt, dass im Juni 2001 die einjährige Frist gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG mit einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % abgelaufen war (4 Monate à 25 % und 8 Monate à 50 % ergeben eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 41,66 %). Da die damalige Arbeitgeberin für das Jahr 1999 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit während einer Woche alle zwei Monate meldete, war unbesehen von Art. 48 Abs. 2 IVG vor dem genannten Zeitpunkt die Wartezeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG nicht erfüllt.