Citation: 5A_373/2018 E. 3.2.1

3.2.1. Das Obergericht schickt seinen Erwägungen zum konkreten Fall einen Hinweis auf die Gerichtspraxis voraus. Demnach seien in Fällen, in denen sich die Eltern nicht einvernehmlich über das Besuchsrecht einigen können, bei Kindern im Grundschulalter zwei Wochenenden pro Monat (Samstag bis Sonntag) und zwei bis drei Wochen Ferien pro Jahr, im Vorschulalter jedoch nur ein Tag oder zwei Halbtage pro Monat üblich. In der Folge erklärt das Obergericht, das von der ersten Instanz für alle geraden Wochen festgesetzte Besuchsrecht von Samstag, 9 Uhr, bis Sonntag, 14 Uhr (ab Februar 2018) bzw. 18.30 Uhr (ab Mai 2018), entspreche der solothurnischen Gerichtspraxis in strittigen Fällen, bei denen jedoch keine besonderen Gefährdungen des Kindeswohls auszumachen sind, und sei auch im vorliegenden Fall angemessen. Die unterschiedlichen Vorstellungen der Parteien über den Erziehungsstil seien nicht derart ausserhalb der Norm, dass sie C.________s Wohl gefährdeten. Insbesondere lägen beim Beschwerdeführer keine Erziehungsdefizite vor, weshalb sich keine Einschränkung des Besuchsrechts aufdränge. Mit Blick auf C.________s bevorstehende Einschulung im Herbst 2018 könne ein Wochenendbesuchsrecht ohne Bedenken gewährt werden. Was die Forderung nach einem Besuchsrecht am Dienstag angeht, pflichtet die Vorinstanz dem Beschwerdeführer darin bei, dass hierfür nicht allein entscheidend sein kann, welche Arbeitspensen den Parteien zumutbar sind. Auszugehen ist dem angefochtenen Entscheid zufolge vielmehr von der Rollenteilung, welche die Eltern vor der Trennung pflegten. In diesem Zusammenhang sei von Bedeutung, dass der Beschwerdeführer seit Aufnahme seiner Tätigkeit bei der D.________ im November 2015 bis zur Trennung Anfang 2017 zu hundert Prozent und die Beschwerdegegnerin überhaupt nicht erwerbstätig waren. Daran sei, jedenfalls im Eheschutzverfahren, bei dem es um die infolge der Trennung erforderliche Neuordnung der Verhältnisse geht, anzuknüpfen. Dass die Parteien für den Fall der Trennung eine andere Regelung vereinbart hätten, sei nicht erstellt; von einem umfangreichen Beweisverfahren zur Klärung dieser Frage sei abzusehen. Gestützt auf diese Erwägungen kommt das Obergericht zum Schluss, dass es sich bei dieser Ausgangslage nicht rechtfertige, dem Ehemann über ein übliches Wochenendbesuchsrecht hinaus auch noch am Dienstag ein Besuchsrecht einzuräumen. Dass die E.________ GmbH in ihrem Bericht ein solches empfehle, ändere daran nichts, werde die Empfehlung doch mit keiner Silbe begründet.