Citation: 8C_696/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Sodann hat die Vorinstanz nach umfassender Darstellung der medizinischen Akten ausgeführt, hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geklagten multiplen somatischen Beeinträchtigungen hätten die konsultierten Ärzte verschiedenster Fachrichtung nie ein Korrelat objektivieren können. Dr. med. D.________, Innere Medizin FMH, spez. Onkologie-Hämatologie, (Bericht vom 18. Mai 2018) und später auch Dr. med. E.________, Fachärztin FMH Hämatologie und Innere Medizin, (Bericht vom 6. Januar 2020) hätten keine Hinweise auf ein Rezidiv des Morbus Hodkin finden können. Weder Dr. med. F.________, Kardiologische Gemeinschaftspraxis AG, (Bericht vom 15. Oktober 2018) noch Dr. med. G.________, am selben Ort (Bericht vom 31. Oktober 2019) hätten kardiologisch auffällige Befunde feststellen können. Zwar habe Dr. med. G.________ eine kardiale Ischämie nicht gänzlich ausschliessen können. Sie sei aber davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer mit weiteren Abklärungen nicht von seiner Überzeugung abzubringen sein würde, herzkrank zu sein. Sodann habe der Pneumologe Dr. med. H.________, Lungenpraxis, festgehalten, die somatischen Probleme stünden eindeutig im Hintergrund zu den vom Beschwerdeführer als ungerecht empfundenen Erlebnissen und zu seiner psychosozialen Belastungsreaktion (Bericht vom 21. November 2019). Weiter hat das kantonale Gericht erwogen, dass die Fachärztinnen des Spitals I.________, Klinik für Viszerale Chirurgie und Medizin, keine Hinweise für eine Fibrosierung der Leber nach durchgemachter Hepatitis B hätten finden können (Bericht vom 14. Februar 2020). Dr. med. K.________, Facharzt FMH für Neurochirurgie, habe keine klinischen und radiologischen Befunde erheben können, die für eine radikuläre Ursache des lumbospondylogenen Syndroms sprächen (Bericht vom 25. Februar 2020). Nebst der diffusen Druckdolenz über der Kiefergelenksmuskulatur habe auch Dr. med. L.________, FMH Othorhinolaryngologie, spez. Hals- und Gesichtschirurgie, keine objektivierbaren Befunde zu den geklagten Beschwerden finden können (Bericht vom 20. Januar 2020). In Bezug auf die geltend gemachte tumorbedingte Fatigue habe keiner der behandelnden Ärzte eine solche diagnostiziert beziehungsweise auch nur den Verdacht darauf geäussert. Der Beschwerdeführer habe anlässlich der Exploration bei Dr. med. C.________ lediglich angegeben, tagsüber gelegentlich zu schlafen. Daraus könne nicht geschlossen werden, er sei dauerhaft müde gewesen, um seine alltäglichen Aktivitäten nicht mehr ausüben zu können. Insgesamt sei aus somatischer Sicht, wie der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) zutreffend festhalte, keine die Leistungsfähigkeit beeinträchtigenden körperlichen Beschwerden festzustellen, weshalb auf weitere Abklärungen in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten sei.