Citation: 6B_598/2010 27.07.2010 E. 2

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens können nur die oben erwähnten E. 2a, 2b und 2c des Urteils des Kantonsgerichts vom 28. Juni 2010 sein. Die meisten Ausführungen der Beschwerde befassen sich nicht mit diesen Erwägungen der Vorinstanz. Darauf ist nicht einzutreten. Zur E. 2a macht der Beschwerdeführer geltend, die Argumentation der Vorinstanz sei fragwürdig, solange es keine unabhängige, sondern nur eine parteiische Untersuchung des Vorfalls vom 24. Dezember 2009 gebe (Beschwerde S. 6). Damit ist der Beschwerdeführer zurzeit nicht zu hören. Die Rüge, die Anstaltsleitung sei parteiisch und nicht unabhängig, wird er gegen den neuen Entscheid der Anstaltsleitung vorbringen können. Zum heutigen Zeitpunkt ist das Bundesgericht nicht befugt, sich zu dieser Frage zu äussern. Zur E. 2b macht der Beschwerdeführer geltend, offenbar sei eine versuchte Tötung nach Auffassung der Vorinstanz keine Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft wert (Beschwerde S. 7). Das Vorbringen geht an der Sache vorbei. Die Vorinstanz hat sich nur zur Beurteilung von Disziplinarvergehen im Rahmen des Strafvollzugs geäussert. Zur Frage, ob der Beschwerdeführer wegen des Verdachts, ein Mithäftling habe ihn vorsätzlich zu töten versucht, eine Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft einreichen kann, äussert sich die Vorinstanz nicht. Das Bundesgericht kann deshalb im vorliegenden Verfahren zu dieser Frage ebenfalls keine Stellung nehmen. Zur E. 2c stellt der Beschwerdeführer die Frage, ob der Kanton Graubünden nicht verpflichtet sei, seine Gesetzgebung der Rechtsprechung des Bundesgerichts anzupassen (Beschwerde S. 7). Auch dieses Vorbringen geht an der Sache vorbei. Die Vorinstanz hat nur festgestellt, dass es jedenfalls nicht in ihre Kompetenz falle, Gesetze zu ändern. Dass der Vorinstanz diese Kompetenz zukäme, behauptet selbst der Beschwerdeführer nicht.