Citation: 1C_636/2022 E. A

A.a. Am 1. Juni 1988 resp. 23. August 1991 genehmigte der Bundesrat das generelle Projekt Siders - Leuk West und Leuk West - Gampel als Teilstrecke der neuen Nationalstrasse A9 im Oberwallis. Diese Teilstrecke tangiert das Pfynwaldgebiet, das im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung verzeichnet und zudem ein Auengebiet von nationaler Bedeutung ist. Die A.________ betreibt innerhalb des Auenschutzgebietes in der Gemeinde Salgesch ein Kies- und Betonwerk am linken Ufer des Flusses Rotten (Rhone). Hierfür wurde ihr von der Burgergemeinde Salgesch ein selbstständiges und dauerndes Baurecht über eine Dauer von 60 Jahren bis 2028 eingeräumt. Die Kiesausbeutung erfolgt auf der Grundlage einer jährlichen kantonalen Bewilligung. Das Ausführungsprojekt, das der Kanton Wallis gestützt auf das generelle Projekt ausarbeitete, sah vor, dass die A9 weitgehend unterirdisch der Linie der bisherigen Kantonsstrasse T9 durch den Pfynwald folgt. Die Kantonsstrasse ihrerseits soll auf das rechte Flussufer verlegt werden und die Trassee der dortigen Bahnlinie benutzen, während für die Bahnlinie ein neu zu errichtender Tunnel vorgesehen wurde. Der für das Projekt erstellte Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) vom Februar 1995 sah zudem verschiedene Ersatzmassnahmen vor, insbesondere die Verlegung der Einrichtungen zur Kiesausbeutung in Salgesch vom linken auf das rechte Rottenufer (Massnahme 2). Das Ausführungsprojekt (inkl. die erwähnten Ersatzmassnahmen) wurde zunächst vom Staatsrat des Kantons Wallis am 9. Juli 1997 und später vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) am 14. Juni 1999 bzw. 10. Januar 2001 genehmigt. Dagegen erhobene Rechtsmittel wurden vom Kantonsgericht Wallis abgewiesen oder wegen Rückzug abgeschrieben. Am 29. Oktober 2009 erliess der Staatsrat folgende Verfügung betreffend die Kiesausbeutung in Salgesch: