Citation: 6B_611/2020 E. 1.4.2

1.4.2. Das bisherige Verhalten des Beschwerdeführers ist im Hinblick auf die von ihm vorgebrachten Sprachkenntnisse konsistent. Er hat seine fehlenden Sprachkenntnisse kundgetan und seine Kommunikation erfolgte stets auf Englisch. Anders als im Urteil 6B_390/2020 vom 23. Juli 2020 E. 1.3.2, in welchem die ausreichenden Sprachkenntnisse der beschuldigten Person für das Verständnis eines Strafbefehls willkürfrei festgehalten wurden, konnte der Beschwerdeführer weder auf Deutsch einvernommen werden, noch hat er angegeben, keine Übersetzung zu benötigen. Dass der Beschwerdeführer den Inhalt des Strafbefehls verstanden hätte, lässt sich entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen aus seiner am 26. Dezember 2019 zugestellten Einsprache nicht ableiten. Die von ihm geltend gemachten mangelhaften Sprachkenntnisse scheinen im Übrigen unter Berücksichtigung dessen, dass er seine Schulbildung nicht auf Deutsch absolviert hat und er soweit ersichtlich über keine Sprachnachweise verfügt, durchaus plausibel. Schliesslich hat die Vorinstanz mit ihrer zumindest teilweise auf Englisch vorgenommenen Kommunikation mit dem Beschwerdeführer zum Ausdruck gebracht, dass auch sie von seinen fehlenden Deutschkenntnissen ausging. Für die fehlenden Deutschkenntnisse des Beschwerdeführers liegen massgebende Anhaltspunkte vor. Vor diesem Hintergrund ist es nicht nachvollziehbar, wenn die Vorinstanz die fehlenden Deutschkenntnisse lediglich mit dem Verweis auf seinen mehrjährigen Aufenthalt in Deutschland sowie seine Tätigkeit als Kassierer verneint. Indem die Vorinstanz die nicht ausreichenden Deutschkenntnisse des Beschwerdeführers als Schutzbehauptung qualifiziert hat, verfällt sie in Willkür. Aus verfahrensökonomischen Gründen ist im Folgenden auf die weiteren Rügen des Beschwerdeführers einzugehen.