Citation: 1P.630/2002 03.04.2003 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer macht eine willkürliche Anwendung von Art. 126 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 25 lit. e und Art. 26 StPO/SH geltend. 4.2 Gemäss Art. 126 Abs. 3 StPO/SH sind die für Justizpersonen geltenden Ausstandsgründe der Art. 25 und 26 mit Ausnahme von Art. 25 lit. f auf den Sachverständigen sinngemäss anwendbar. Nach Art. 25 lit. e StPO/SH ist ein Richter von der Ausübung seiner amtlichen Funktionen ausgeschlossen und hat von Gesetzes wegen den Ausstand zu wahren, wenn er in der Sache bereits in anderer amtlicher Stellung gehandelt oder mitgewirkt hat. Gemäss Art. 26 StPO kann ein Richter abgelehnt werden und damit von der weiteren Mitwirkung am Verfahren ausgeschlossen werden, wenn Tatsachen vorliegen, die ihn als befangen erscheinen lassen und Misstrauen gegen seine Unparteilichkeit erregen. 4.3 Der Beschwerdeführer bringt zur Begründung der Willkürrüge das Gleiche vor wie zur Begründung der Rüge der Verletzung von Art. 29 Abs. 1, 30 Abs. 1 und Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Da der Beschwerdegegner im vorliegenden Fall nicht vorbefasst ist und unter den konkreten Umständen kein Anschein der Befangenheit besteht, ist eine willkürliche Anwendung der vom Beschwerdeführer angerufenen Bestimmungen der kantonalen Strafprozessordnung zu verneinen. Der Beschwerdeführer bringt vor, nach der Auffassung der stellvertretenden Jugendanwältin liege es in seinem Interesse, sich im Kanton Schaffhausen begutachten zu lassen. Diese Ansicht sei willkürlich. Die Rüge ist unbegründet. Gibt es einen Gutachter vor Ort, gegen den kein Anschein der Befangenheit besteht, ist es sachlich begründet, diesen und nicht einen auswärtigen Gutachter einzusetzen. Dem Kind kann so ein längerer Weg erspart werden. Damit fallen auch keine unnötigen Reisekosten an. Da beim Beschwerdegegner kein Ausstandsgrund besteht, stellt sich die Frage nicht, wer sonst allenfalls als Gutachter in Betracht käme. Anzumerken ist immerhin, dass der vom Beschwerdeführer vorge- schlagene Dr. med. Martin Brütsch ebenfalls beim KJPD tätig ist. Dies ergibt sich aus dem Schaffhauser Staatskalender, den der Beschwerdeführer selber ins Recht gelegt hat (Beschwerdebeilage 6).