Citation: 9C_56/2023 E. 2.4.3

2.4.3. Nichts daran ändert, dass der Geschäftsführer vor Bundesgericht dartut, Eröffnung und Einstellung des Konkursverfahrens seien im amtlichen Publikationsorgan (Schweizerisches Handelsamtsblatt; SHAB) veröffentlicht worden, weshalb das Bundesverwaltungsgericht hätte orientiert sein müssen. Dem Geschäftsführer ist insofern beizupflichten, als der Handelsregistereintrag u.a. eine positive Publizitätswirkung entfaltet (BGE 123 III 220 E. 3a). Gemäss Art. 936b Abs. 1 OR gilt, dass niemand einwenden kann, eine in Handelsregister eingetragene Tatsache nicht gekannt zu haben. Die Einträge ins Handelsregister werden im SHAB elektronisch veröffentlicht. Sie werden mit der Veröffentlichung wirksam (Art. 936a Abs. 1 OR). Selbst bei aktiver Kenntnis der Tatsache, dass über die Steuerpflichtige der Konkurs eröffnet worden war, hätte sich aber letztlich kein anderes Ergebnis eingestellt. Der einzige Unterschied hätte darin bestanden, dass es in Anwendung von Art. 207 Abs. 2 SchKG bereits mit der Einstellung des Konkursverfahrens mangels Aktiven vom 18. August 2021 zur Einstellung des Beschwerdeverfahrens hätte kommen können. Der Steuerpflichtigen ist dadurch kein Rechtsnachteil entstanden. Diese Beanstandung und die nicht näher substantiierte Rüge, das vorinstanzliche Verfahren habe ungebührlich lange gedauert, gehen fehl.