Citation: 5C.154/2005 24.11.2005 E. 4

4.1 Vorliegend ergeben sich weder aus der Berufungsschrift noch aus dem angefochtenen Entscheid Anhaltspunkte, dass das Obergericht die Regeln aus Art. 8 ZGB missachtet hätte, was - wie bereits gesagt (E. 3.2 vorne) - der Fall wäre, wenn es z.B. das falsche Beweismass angewandt hätte. Vielmehr hat das Obergericht in unmissverständlicher Art und Weise festgehalten, warum es das zweite Gutachten des IRM A.________ als schlüssig betrachtet. Die Gründe, die das Obergericht für diese Schlussfolgerung anführt (E. 2 vorne), sind ausschliesslich tatsächlicher Natur: Die später erkannte Verwechslung zwischen den zwei Brüdern U.________ und Y.________, die Durchführung neuer Blutproben sicherheitshalber, die sich daraus ergebene Feststellung, dass der Fehler im ersten Gutachten nicht systemisch bedingt gewesen sei. Erachtete das Obergericht aufgrund dieser Umstände das Gutachten vom 6. Mai 2004 als genügenden Beweis für die Vaterschaft, nahm es eine Beweiswürdigung vor. 4.2 Daraus folgt, dass dagegen - wie erwähnt (E. 3.3 vorne) - allenfalls die verfassungsmässige Rüge des Willkürverbotes mit staatsrechtlicher Beschwerde hätte erhoben werden können. Die Rüge einer Verletzung von Art. 8 ZGB kann hier nicht gehört werden. 4.3 Auf die Berufung ist insoweit nicht einzutreten.