Citation: 1A.257/2006 02.07.2007 E. 2

Für schweizerische Ersuchen um Übernahme der Strafverfolgung durch einen ausländischen Staat (im Sinne von Art. 88 IRSG) ist das BJ zuständig. Das Bundesamt handelt auf entsprechenden Antrag der verfahrensleitenden inländischen Strafjustizbehörde (Art. 30 Abs. 2 IRSG). Im Falle der Bundesgerichtsbarkeit stellt die BA den entsprechenden Antrag (Art. 4 Abs. 2 IRSV; vgl. auch aArt. 340bis und Art. 337 StGB bzw. Art. 17 Abs. 2-4 IRSG). Der zuständigen Strafjustizbehörde (hier: der BA) steht gegen den ablehnenden Entscheid des BJ, wonach kein Strafübernahmeersuchen gestellt werde, grundsätzlich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zu (aArt. 25 Abs. 3 Satz 2 IRSG i.V.m. Art. 4 Abs. 2 IRSV; Urteil des Bundesgerichtes 1A.103/2005 vom 11. Juli 2005, E. 2.2; vgl. auch BGE 118 Ib 269 E. 2a S. 274; 112 Ib 137 E. 3b S. 141 f.). Die BA rügt zulässigerweise eine bundesrechtswidrige Anwendung des IRSG durch das BJ (Art. 104 lit. a OG). Auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen des IRSG und OG sind erfüllt.