Citation: 1P.393/2005 18.07.2005 E. A

Das Bezirksamt Zofingen nahm X.________ am 7. Juni 2005 in Untersuchungshaft. Es verdächtigt ihn, im Drogenhandel tätig gewesen zu sein. Insbesondere bestünden Verbindungen zwischen ihm und A.________, bei welchem 45 kg Marihuana sichergestellt worden seien. Am Wohnort von X.________ in G.________ seien bei einer Hausdurchsuchung zudem 80 kg Hanfkraut, 80 g Marihuana, eine "Indoor-Anlage" samt einer Aufzuchtanlage für Hanfstecklinge und weitere Gerätschaften zur Drogenherstellung gefunden worden. Am 14. Juni 2005 beantragte X.________ dem Präsidenten der Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Aargau, ihn unverzüglich - eventuell unter Auflagen wie einem Kontaktverbot mit den Verfahrensbeteiligten und einer Pass- und Schriftensperre - aus der Haft zu entlassen. Das Bezirksamt Zofingen beantragte am 17.Juni 2005, das Haftentlassungsgesuch abzuweisen. Mit Eingabe vom 20.Juni 2005 beantragte X.________, über das Haftentlassungsgesuch sei unverzüglich zu befinden. Er machte geltend, über das Gesuch hätte bis zum 17. Juni 2005 entschieden werden müssen, dessen nicht fristgerechte Behandlung stelle eine unzulässige Rechtsverzögerung dar. In ihren Vernehmlassungen zu den jeweiligen Eingaben der Gegenparteien hielten X.________ und das Bezirksamt Zofingen an ihren Standpunkten fest; letzteres beantragte zudem, die Untersuchungshaft bis Mitte Juli 2005 zu verlängern. Der Präsident der Beschwerdekammer des Obergerichts wies das Haftentlassungsgesuch am 21. Juni 2005 ab. Er befand, es treffe zwar zu, dass er nach § 76 Abs. 3 der Strafprozessordnung des Kantons Aargau vom 11. November 1958 (StPO) über Haftentlassungsgesuche spätestens innert dreier Tage zu befinden habe. Dabei handle es sich indessen lediglich um eine Ordnungsfrist, deren Überschreitung gerechtfertigt gewesen sei, da er zunächst die Stellungnahme des Bezirksamtes zum Haftentlassungsgesuch habe einholen und anschliessend X.________ das rechtliche Gehör dazu habe gewähren müssen. Es bestehe der dringende Verdacht, dass dieser im Drogenhandel tätig gewesen sei, und es sei zu befürchten, dass er in Freiheit versuchen könnte, sich mit Lieferanten, Abnehmern und weiteren Beteiligten, deren Namen zu nennen er sich weigere, abzusprechen, wodurch die weiteren Ermittlungen gefährdet würden. Mit separater Verfügung vom gleichen Tag verlängerte der Präsident der Beschwerdekammer die Untersuchungshaft gegen X.________ bis Mitte Juli 2005.