Citation: 1C_290/2022 E. 3.4.2

3.4.2. Die Ausführungen der Beschwerdeführenden vermögen diese vorinstanzlichen Erwägungen in tatsächlicher Hinsicht jedenfalls nicht als willkürlich umzustossen. Fraglich ist schon, ob ihre diesbezüglichen Ausführungen den Begründungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG entsprechen. 3.4.2.1. Sodann ist unbestritten, dass der Begegnungsfall PW/PW - wenn auch auf einen Teilabschnitt begrenzt - in der Fledermausgasse abgewickelt werden kann. Wie die Vorinstanz verbindlich festgestellt hat, können sich auf der Höhe der Parzelle Nr. 1198 problemlos zwei Personenwagen kreuzen. Die Breite der Fledermausgasse beträgt dort 5 m oder mehr. Dies wird auch von den Beschwerdeführenden nicht in Frage gestellt. Sie bestreiten jedenfalls nicht rechtsgenüglich, dass sich zwei Personenwagen auf dem Teilabschnitt östlich der Parkfelder kreuzen können, wenn sie kurz zurücksetzen und keine weiteren Hindernisse im Weg sind. 3.4.2.2. Die Beschwerdeführenden machen jedoch geltend, dass ein von Westen (von der Geissgasse) einbiegendes Auto aufgrund der leichten Krümmung der Gasse nicht die gesamte Strecke bis zur Kreuzungsmöglichkeit PW/PW überblicken könne, was zu gefährlichen Ausweich- und Rückwärts-Manövern führen könne. Diese Behauptung findet in den Akten keine Stütze. Ein von der Geissgasse herkommendes Fahrzeug, die nur in eine Richtung befahren werden kann, wird nach rechts in die Fledermausgasse abbiegen. Die Vorinstanz durfte willkürfrei davon auszugehen, dass ein Autofahrer oder eine Autofahrerin von dieser Position der Gasse trotz leichter Krümmung in der Lage sein wird, ein entgegenkommendes Auto rechtzeitig zu erkennen. Es ist somit nicht unhaltbar, wenn die Vorinstanz das Vorliegen einer unübersichtlichen Situation verneint hat. Der Vorinstanz ist diesbezüglich weder eine offensichtlich unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts noch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (vgl. E. 2.2 hiervor) vorzuwerfen. 3.4.2.3. Ausserdem hat die Vorinstanz zu Recht darauf hingewiesen, dass die Anforderungen an die Sichtverhältnisse in Relation zum Verkehrsregime zu setzen sind: Hier handelt es sich um eine Begegnungszone mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h und einem Vortrittsrecht für Fussgängerinnen und Fussgänger sowie fahrzeugähnliche Geräte. Es liegt nahe, dass in der schmalen Altstadtgasse, auf der auch Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Fahrradfahrende unterwegs sind, ohnehin nur mit sehr reduzierter Geschwindigkeit gefahren wird. Vor diesem Hintergrund ist nicht unhaltbar, wenn die Vorinstanz auf die Ausführungen des Gemeinderats und der kantonalen Fachstelle im Fachbericht vom 2. Dezember 2020 abstellt, wonach die Geschwindigkeit aufgrund der Platzverhältnisse eher Schritttempo betrage. Abgesehen davon legen die Beschwerdeführenden nicht substanziiert dar, inwieweit höhere Fahrgeschwindigkeiten als das der Beurteilung der Vorinstanz zugrunde gelegte Schritttempo eine entscheidwesentliche Änderung nach sich ziehen würde. Die Vorinstanz durfte auf die beantragte Verkehrszählung inklusive Geschwindigkeitsmessung verzichten, ohne das rechtliche Gehör der Beschwerdeführenden zu verletzen (vgl. E. 2.1 hiervor) und ohne in Bezug auf ihre Sachverhaltsfeststellungen in Willkür zu verfallen. 3.4.2.4. Hinzu kommt, dass das Verkehrsaufkommen auf der Fledermausgasse gemäss verbindlicher Feststellung der Vorinstanz auch bei Realisierung der drei geplanten Längsparkfelder gering bleiben wird und der Begegnungsfall PW/PW nur selten zu erwarten ist. Dies wird von den Beschwerdeführenden auch nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Sie weisen vielmehr auf das ihrer Ansicht nach erhebliche Verkehrsaufkommen an Fussgängerinnen und Fussgängern sowie Fahrradfahrenden hin. Wie die Vorinstanz schlüssig festhielt, erscheint die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Begegnungsfällen PW/Fahrrad oder PW/Fussgängerin kommt, in der Tat deutlich höher (wenn auch immer noch auf einem tiefen Niveau) als der kaum vorkommende Begegnungsfall PW/PW. Die drei Längsparkfelder (und der mit ihnen zusammenhängende Verkehr) führen nach der Auffassung der Vorinstanz jedoch nicht dazu, dass die Fledermausgasse dem Grundbegegnungsfall PW/Fahrrad nicht genügen würde. Inwiefern eine Verkehrszählung an den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz etwas ändern bzw. neue entscheidrelevante Erkenntnisse liefern könnte, ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz durfte somit auf eine beantragte Verkehrszählung verzichten, ohne dass ihr eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (vgl. E. 2.1 hiervor) oder eine offensichtlich unrichtige bzw. unvollständige Sachverhaltsfeststellung vorgeworfen werden kann.