Citation: 1F_15/2022 E. 2.2

2.2. Im Übrigen erscheinen die im Schreiben vom 29. September 2021 geltend gemachten Tatsachen auch nicht wesentlich, d.h. nicht geeignet, zur Bewilligung des nachträglichen Baugesuchs der Gesuchsteller zu führen. Diese mussten sich das Verhalten ihrer Rechtsvorgänger zurechnen lassen, die es vorgezogen hatten, ihre am Siedlungsrand gelegene und für die Aussiedlung geeignete Parzelle in Thundorf in eine Zone für Pferdehaltung umzonen zu lassen und zu veräussern, und damit ihre heutige Zwangslage selbst geschaffen hatten (vgl. E. 7.2 des Urteils 1C_251/2021). Zudem hatten sich die Gesuchsteller auch nicht selbst um Alternativstandorte in der Umgebung für ihr neues, redimensioniertes Vorhaben bemüht (vgl. E. 7.3 des zitierten Entscheids). Insofern war die Ausgangslage nicht vergleichbar mit derjenigen des Nachbarn, wo der Bewilligung nach eigenem Bekunden der Gesuchsteller eine intensive und vergebliche Suche nach Alternativstandorten vorausgegangen war. Insofern erscheint die Bewilligung des Baugesuchs des Nachbarn nicht geeignet, einen Anspruch auf Gleichbehandlung der Gesuchsteller zu begründen.