Citation: 8C_302/2024 E. 7

Die Beschwerdeführerin bringt vor, die im ABI-Gutachten vom 17. Oktober 2022 festgestellten Tätigkeitsprofile seien realitätsfremd und nicht verwertbar. Denn zwischen der IV-Stelle und der ABI bestehe eine auftragsrechtliche Nähe. Dem ist entgegenzuhalten, dass im Rahmen der administrativen Sachverhaltsabklärung für sich allein genommen selbst dann kein formeller Ausstandsgrund vorläge, wenn von wirtschaftlicher Abhängigkeit der ABI-Gutachter von der Invalidenversicherung auszugehen wäre. Denn ein Ausstandsgrund besteht nicht schon deshalb, weil jemand Aufgaben für die Verwaltung erfüllt, sondern erst bei persönlicher Befangenheit (BGE 137 V 210 E. 1.3.3; Urteil 8C_73/2023 vom 28. Juni 2023 E. 7). Hier sind keine Gründe ersichtlich, die auf Voreingenommenheit und mangelnde Objektivität der ABI-Gutachter bzw. auf diesbezügliche Zweifel am Beweiswert ihres Gutachtens schliessen liessen.