Citation: 1P.181/2006 22.06.2006 E. A

Am 17. Oktober 2003 nach 10 Uhr abends ging bei der Stadtpolizei Aarau die Meldung ein, in der Wohnung von XA.________ und XB.________ sei seit Stunden ein massiver, im ganzen Haus hörbarer Streit zwischen den Eheleuten im Gange. Als die Polizeibeamten Z.________ und Y.________ an deren Wohnort eintrafen, war kein Lärm mehr zu hören. Nach mehrmaligen Klingeln und Klopfen öffnete XA.________ die Wohnungstüre. Die Beamten verlangten Zutritt zur Wohnung, um sich zu vergewissern, ob XB.________ wohlauf sei. XA.________ verweigerte dies, worauf sich der Gefreite Y.________ an ihm vorbeidrängte, um die Wohnung nach der Ehefrau abzusuchen. In der Folge kam es zu einem Gerangel zwischen dem erregten XA.________ und dem Polizeibeamten Z.________, in welches der zurückkehrende Y.________ eingriff. Den beiden Beamten gelang es schliesslich, den um sich schlagenden und spuckenden XA.________ zu überwältigen; dabei wurde ihm - offenbar von Y.________ - der kleine Finger der linken Hand gebrochen. Am 17. bzw. am 28. Oktober 2003 beantragten Y.________ bzw. die Stadtpolizei die Bestrafung von XA.________ wegen Beschimpfung und Sachbeschädigung. Am 15. Dezember 2003 reichte XA.________ eine Strafanzeige wegen einfacher, eventuell fahrlässiger Körperverletzung gegen Y.________ ein. Mit Verfügung vom 9. Februar 2004 wurde das Verfahren gegen Y.________ eingestellt. Dieser Entscheid wurde am 9. Juni 2004 vom Obergericht aufgehoben. Am 22. November 2005 stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Y.________ erneut ein. Mit Strafbefehl vom 5. Dezember 2005 bestrafte das Bezirksamt Baden XA.________ wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Beschimpfung und geringfügiger Sachbeschädigung mit einer Busse von 400 Franken. Die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau wies am 20. Februar 2006 die Beschwerde von XA.________ gegen die Einstellungsverfügung vom 22. November 2005 ab.