Citation: 2C_885/2021 E. 2.3.4

2.3.4. Die Steuerpflichtigen betonen in ihrer Beschwerdeschrift, die Messungen seien "nicht aufgrund privater oder persönlicher Gründe initiiert" worden. Die "diversen Messungen durch neutrale Instanzen" belegten ausreichend, dass ein "erheblicher Handlungsbedarf vorliegt zur Einschränkung der Lärmimmissionen". Der "tieffrequente Schall" erweise sich als "immissionsseitig kaum reduzierbar" und sei daher "emissionsseitig einzuschränken". Dies alles würde eigentlich erwarten lassen, dass die Steuerpflichtige weitere Massnahmen ergriffen hätten. Ihre Parteigutachten, die sie im Jahr 2016 einholten, hätten die Grundlage einer vorsorglichen Beweisführung bilden können. Sie hätten im nachbarrechtlichen Zivilverfahren (Art. 679 und 684 ZGB; zur vorsorglichen Beweisführung: Art. 158 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO; SR 272]) ins Recht gelegt werden können. Ebenso wäre denkbar gewesen, dies im lärmrechtlichen Verwaltungsverfahren zu tun (Art. 13 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz [USG, SR 814.01]; zur vorsorglichen Beweisabnahme im kantonalen Verfahren: Art. 33 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 56 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021] per analogiam; Urteil 2A.267/2000 vom 10. November 2000 E. 2c, wo von den "vorläufigen Beweissicherungsmassnahmen" die Rede ist). Der privatrechtliche und der öffentlichrechtliche Immissionsschutz stehen an sich selbstständig nebeneinander (BGE 126 III 223 E. 3c; 95 I 193 E. 3; 83 II 384 E. b).