Citation: 2C_100/2024 E. 8.3

8.3. Auch die Rüge der Verletzung des Diskriminierungsverbots geht ins Leere. Es wird nicht an ein verpöntes Merkmal wie die Herkunft angeknüpft, sondern daran, ob ein Diplom vorliegt, welches auf der Basis eines Staatsvertrages von der Schweiz anerkannt wird. Würde die Beschwerdeführerin über ein Diplom eines EU-Staates verfügen, würde dieses unabhängig von ihrer Herkunft anerkannt. Abgesehen davon würde ohnehin ein qualifizierter Rechtfertigungsgrund vorliegen, sollte in der unterschiedlichen Behandlung von in Drittstaaten ausgestellten Diplomen eine (wie gesagt hier nicht vorliegende) Diskriminierung erblickt werden. Die gegenseitige Anerkennung von Diplomen durch einen Staatsvertrag basiert nämlich darauf, dass die Vertragsparteien von einer gewissen Harmonisierung der Ausbildung ausgehen (vgl. Urteil 2C_622/2012 vom 17. Juni 2013 E. 3.4), während im Verhältnis zu einem Drittstaat gerade nicht davon ausgegangen werden kann. Nicht umsonst handelt es sich bei der Prüfung der Gleichwertigkeit von Drittstaaten-Diplomen im Rahmen von Art. 36 Abs. 3 MedBG um eine materielle Prüfung (vgl. E. 5.2 oben). Die Rüge der Verletzung des Diskriminierungsverbots erweist sich damit als unberechtigt und das vorinstanzliche Urteil als bundesrechtskonform.