Citation: U 176/03 28.05.2004 E. 3

Gegenstand der Prüfung bildet somit vor dem Eidgenössische Versicherungsgericht die Frage, ob die WINTERTHUR zu Recht per 4. Januar 2000 sämtliche Versicherungsleistungen für die Folgen des Unfalles vom 4. Oktober 1999 einstellte. 3.1 Ausweislich der medizinischen Akten hat die Beschwerdeführerin bei ihrem Sturz im Bus der Verkehrsbetriebe X.________ am 4. Oktober 1999 einzig eine Schulterkontusion rechts erlitten (Bericht des Dr. med. Y.________, Innere Medizin und Tropenkrankheiten FMH, vom 17. November 1999). Die gemäss Bericht des Medizinisch Radiodiagnostischen Institutes am Spital B.________ vom 8. November 1999 gleichentags erhobene Magnetresonanz-Arthrographie der rechten Schulter ergab «eine regelrechte Darstellung der Schultergelenkkapsel»; ein «Kontrastmittelaustritt in die Bursa subacromialis» lag nicht vor. Es zeigte sich einzig im Bereiche des AC-Gelenks eine ausgedehnte Signalanhebung in der T2 Gewichtung mit Flüssigkeitsansammlung intraartikulär und eine ödematöse Schwellung des periartikulären Fettgewebes. Die Supraspinatussehne stellte sich regelrecht dar. Sowohl das vordere als auch das hintere Labrum waren unauffällig bei normaler Lage der langen Bizepssehne im solcus bizipitalis. Bei diesen geringfügigen unfallmässigen Primärverletzungen lässt sich eine richtunggebende Verschlimmerung im Sinne einer über drei Monate hinaus andauernden unfallbedingten Behandlungsbedürftigkeit nicht bestätigen, weshalb sie denn auch durch sämtliche in der Folge erhobenen Berichte, insbesondere durch das Administrativgutachten des Dr. med. S.________, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 6. Oktober 2000, verneint worden ist. Aus den Berichten des Dr. med. H.________, Neurologie FMH, vom 8. Dezember 2000 und 9. Mai 2002 ergibt sich nichts anderes: Er attestiert keinen behandlungsbedürftigen Befund im Bereich der rechten Schulter, sondern setzt sich einerseits mit den Folgen eines am 9. Februar 2001 erlittenen, unstreitig nicht bei der Beschwerdegegnerin versicherten, Unfalles auseinander und beschreibt andererseits eine Symptomausweitung im Sinne einer Cervicobrachialgie rechts mit Ausstrahlungen entsprechend C7, vor allem aber eine myofasciale Symptomatik mit belastungsabhängiger Schwäche bei Verkürzung der Muskulatur. Diese weiteren Gesundheitsschäden können jedoch eindeutig nicht als natürlich kausale Folgen der am 4. Oktober 1999 erlittenen Schulterverletzung interpretiert werden. 3.2 Die nachträglich von der Beschwerdeführerin behauptete Schwere des unfallmässigen Geschehens erscheint in Anbetracht des bei den Akten liegenden Fotos und der Attestation eines Mitpassagiers als unglaubwürdig. Abgesehen davon ist der Unfallhergang insofern von untergeordneter Bedeutung, als es für die Beurteilung des hier allein streitigen natürlichen Kausalzusammenhanges auf die primären Unfallverletzungen mit ihren Auswirkungen ankommt. Diese beschränkten sich, wie gesagt (Erw. 3.1 hievor), auf eine Schulterkontusion, ohne dass irgendwelche Anhaltspunkte für weitere unfallbedingte irreversible Schädigungen vorliegen würden. Die Kritik an den Darlegungen des Dr. med. A.________, Spezialarzt für Chirurgie FMH, im Bericht vom 31. Oktober 2000 ist unbehelflich und kann vernachlässigt werden, weil auf diesen Bericht für die Beurteilung der Kausalitätsfrage nicht abgestellt werden muss. Was die Versicherte im Übrigen mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorbringt, ist nicht stichhaltig und ändert nichts an der zu Recht erfolgten vorinstanzlichen Bestätigung der von der Beschwerdegegnerin verfügten Leistungseinstellung.