Citation: 2C_406/2014 E. 5.2

5.2. Zur Frage, inwiefern eine Wahrscheinlichkeit dafür besteht, dass der Beschwerdeführer weitere Raserfahrten mit tödlichem Ausgang unternehmen wird, liegen zwei verkehrspsychologische Gutachten und eine ergänzende Stellungnahme der Gutachterin vor. Weniger als ein Jahr nach der Raserfahrt mit Todesfolge wurde seine Fahreignung in einem ersten Gutachten vom 21. September 2009 verneint. In einem zweiten Gutachten vom 14. Dezember 2010, dem standardisierte Leistungs- und Persönlichkeitstests sowie ein exploratives Interview zu Grunde liegen, wird das Verhalten des Beschwerdeführers bei der Exploration als durchwegs unauffällig, kooperativ, und der Situation angemessen beschrieben. Die erhobenen Befunde würden - auch wenn er seine Situation etwas beschönigend darstelle - dafür sprechen, dass er Einsicht in sein Fehlverhalten zeige und es ihm gelungen sei, sich deutlich zu stabilisieren und auch seine Verkehrseinstellung in prognostisch günstigem Sinn zu verändern. Unter normalen Umständen erachtete es die Gutachterin als vertretbar, ihm den Führerausweis wieder zu erteilen. Wegen des hohen öffentlichen Drucks, der auf den Beschwerdeführer insbesondere durch die Medien ausgeübt werde, kam das Gutachten allerdings zum Schluss, dass die zu prognostizierenden gravierenden Folgen einer Wiedererteilung des Führerausweises dem Beschwerdeführer nicht zumutbar seien. In einer weiteren Stellungnahme vom 20. Mai 2011 hielt die Gutachterin fest, es sei auf Grund der aktuell herrschenden und durch die Medien geschürten feindlichen Stimmung sinnvoll, den Beschwerdeführer zu seinem persönlichen Schutz vorderhand vom Verkehr fernzuhalten. Gleichwohl kam die zuständige kantonale Strassenverkehrsbehörde im September 2011 gestützt auf das positive Ergebnis der gutachterlichen Beurteilung der Fahreignung zum Schluss, dass ihm der Führerausweis wieder zu erteilen sei unter der Auflage, dass die von ihm geführten Fahrzeuge mit einem Datenaufzeichnungsgerät ausgerüstet seien. Diese Massnahme dient nach den Ausführungen des Departements des Innern im Entscheid vom 6. September 2011 bei auffällig gewordenen Automobilisten der Vorbeugung vor Rückfällen.