Citation: 1P.214/2000 05.09.2000 E. 2

2.- Hat das Bundesgericht auf staatsrechtliche Beschwerde hin Prüfungs- oder Promotionsentscheide zu beurteilen, so prüft es in erster Linie, ob das gesetzlich vorgeschriebene oder unmittelbar durch die Bundesverfassung gewährleistete Verfahren durchgeführt worden ist und ob die kantonalen Rechtsmittelbehörden ihrer Kontrollpflicht hinreichend nachgekommen sind. Bezüglich der materiellen Bewertung von Schul- oder Examensleistungen beschränkt sich das Bundesgericht auf die Prüfung, ob sich die kantonalen Behörden von sachfremden oder sonstwie ganz offensichtlich unhaltbaren Erwägungen haben leiten lassen, so dass ihr Entscheid unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten als nicht mehr vertretbar und damit als willkürlich erscheint. Diese Zurückhaltung auferlegt sich das Bundesgericht selbst dann, wenn es aufgrund seiner Fachkenntnisse sachlich zu einer weitergehenden Überprüfung fähig wäre (BGE 121 I 225 E. 4b, S. 230, 118 Ia 488 E. 4c S. 495, 106 Ia 1 E. 3c S. 4). Auch die Feststellung des Sachverhalts überprüft das Bundesgericht im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nur auf Willkür hin (BGE 123 I 268 E. 2d; 120 Ia 19 E. 4c S. 30; 115 Ia 384 E. 3 S. 386).