Citation: 4A_553/2022 E. 6.2.2

6.2.2. Auch ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz trotz der zu Recht angenommenen Unverwertbarkeit der Zeugenaussage von Dr. med. D.________ (ergänzend) auf dessen Arztzeugnisse abgestellt hat. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe im vorinstanzlichen Verfahren dargelegt, dass die von Dr. med. D.________ ausgestellten Zeugnisse einzig auf den Schilderungen des Beschwerdegegners beruhten, weshalb es wichtig gewesen wäre, ihn mit den widersprüchlichen Arztzeugnissen zu konfrontieren. Gemäss den für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen machte die Beschwerdeführerin sowohl betreffend Dr. med. D.________ als auch betreffend Dr. med. C.________ geltend, sie hätten unreflektiert alle Schilderungen des Beschwerdegegners übernommen, nichts hinterfragt, diesem unkritisch vertraut und so nachlässig zu Ungunsten der Beschwerdeführerin gehandelt. Es ist nicht ersichtlich und die Beschwerdeführerin tut auch nicht dar, inwiefern (betreffend Dr. med. D.________) diese pauschalen Vorwürfe mittels einer Zeugenbefragung hätten bestätigt werden können. Sie begnügt sich denn auch im Wesentlichen mit der pauschalen Behauptung, es hätte eine Konfrontation mit Dr. med. D.________ stattfinden sollen. Dies genügt nicht.