Citation: 2C_435/2017 E. B

Am 20. Februar 2012 eröffnete das KStA/SO gegenüber den Steuerpflichtigen ein Nachsteuer- und Hinterziehungsverfahren. Anlass hatte der bei Prüfung des Steuerjahrs 2010 geschöpfte Verdacht gegeben, die vier Veranlagungen nach pflichtgemässem Ermessen seien zu niedrig ausgefallen. Dies beruhte auch auf dem Umstand, dass die Warenvorräte nicht inventarisiert worden waren und der buchführungspflichtige Einzelunternehmer - trotz seines bargeldintensiven Betriebs - kein fortlaufend und lückenlos geführtes Kassenbuch vorweisen konnte. In der Folge legten die Steuerpflichtigen bisher nicht deklarierte Konti und Depots im Wert von rund Fr. 1'000'000.-- offen. Mit Verfügungen vom 6. August 2014 schloss das KStA/SO die Verfahren ab, wobei es nunmehr von Einkünften aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 424'874.-- (2006), Fr. 397'329.-- (2007), Fr. 410'509.-- (2008) und Fr. 51'226.-- (2009) ausging. Das KStA/SO stützte sich dabei auf die gemischte Methode (Vermögensentwicklung und Lebensaufwand). Für die Erhebung der Hinterziehungsbusse wandte es einen Koeffizienten von 0,9 an.