Citation: 5A_576/2009 25.11.2009 E. 2

Das Obergericht hat die Namensänderung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 ZGB im Wesentlichen verweigert, weil nicht ersichtlich sei, weshalb die Beschwerdeführerin sich ohne Namensänderung nicht ebenso mit der Familie R.________ verbunden fühlen und zu ihr bekennen könne. Ein Zusammenhang zwischen den psychischen Leiden der Beschwerdeführerin und dem Namen "Y.________" sei nicht genügend dargetan und objektiv nicht nachvollziehbar. Zudem sei sie mit dem Namen "Y.________" ebenfalls verbunden, zumal ihre Geschwister nach wie vor diesen Namen tragen würden. Das ärztliche Zeugnis von Dr. M.________ vom 21. Juli 2008 (welcher mit der Beschwerdeführerin nicht verschwägert sei) stelle keinen nachvollziehbaren Zusammenhang zwischen dem Namen der Gesuchstellerin und ihren psychischen Problemen her; es werde nicht begründet, weshalb gerade die Namensänderung - bzw. die Voranstellung des Namens "R.________" vor den eherechtlichen Familiennamen "X.________" - die Linderung der seelischen Not und Steigerung des Identitäts- und Selbstwertgefühls bewirken solle. Wenn ihre psychischen Probleme bereits im Jahre 1983 begonnen hätten, sei nicht plausibel, weshalb sie erst so viele Jahre später einen Zusammenhang mit der Namensänderung im Jahre 1967 erkannt haben soll. Auch der Umstand, dass nach heutiger Auffassung grundsätzlich keine Namensänderung für Kinder, die nach der Scheidung ihrer Eltern in der Stieffamilie aufwachsen, bewilligt werde, stelle - wie auch die anderen Vorbringen - kein wichtiger Grund zur Namensänderung zum heutigen Zeitpunkt dar.