Citation: 1C_269/2024 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hielt fest, im vom Gemeinderat Maur festgesetzten und in der systematischen Rechtssammlung publizierten Pflichtenheft Bauausschuss, das gestützt auf Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Gemeinderats vom 4. April 2022 erlassen worden sei, seien die vorliegend infrage stehenden Konstellationen nicht ausdrücklich geregelt. Der Beschwerdeführer habe mit Gesuch vom 27. November 2020 um Erteilung einer nachträglichen Baubewilligung für die bereits ausgeführte, entgegen der Stammbaubewilligung vom 3. Juni 2015 ohne Bankett erstellte Terrasse ersucht. Dabei habe es sich offenkundig um ein Vorhaben untergeordneter Bedeutung gehandelt, das Gegenstand des Anzeigeverfahrens sei, für das gemäss der kommunalen Kompetenzregelung die Leitung der Abteilung Hochbau und Planung zuständig sei. Für den Entscheid vom 3. März 2021 über die ersuchte nachträgliche Bewilligung der punktuell bewilligungswidrig erstellten Terrasse sei somit die Leitung der Abteilung Hochbau und Planung zuständig gewesen. Auch habe es sich dabei nicht um einen Widerruf einer erteilten Bewilligung gehandelt. Dieselbe Zuständigkeit gelte für den Entscheid über das Wiedererwägungsgesuch vom 9. August 2021. Ein Wiedererwägungsgesuch richte sich an die erstinstanzlich verfügende Behörde, bei der die Befugnis zur Wiedererwägung liege. Da die Leitung der Abteilung Hochbau und Planung für die Beurteilung des Gesuchs um Erteilung der nachträglichen Baubewilligung zuständig gewesen sei, habe auch die Zuständigkeit für den Entscheid über das Wiedererwägungsgesuch bei ihr gelegen.