Citation: 6S.618/2001 18.01.2002 E. A

A.- X.________ war seit 1. Juni 1993 bei der damaligen Telecom PTT angestellt. Seit Herbst 1994 arbeitete er für die Abteilung Telecom International (TI). Formell wechselte er aber erst auf den 1. Mai 1995 von der Abteilung Unternehmensführung der PTT zur TI. Vor der faktischen Aufnahme seiner Arbeit bei der TI im Herbst 1994 hatte X.________ vom Leiter der TI, Y.________, eine Erhöhung des Lohns um zwei Klassen verlangt. Y.________ stellte ihm einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen Stelle in Aussicht, konnte aber keine verbindliche Zusage machen, da eine Lohnerhöhung von der Abteilung Personal und Organisation Telecom genehmigt werden musste. Diese lehnte in der Folge den Antrag auf Lohnerhöhung ab. X.________ arbeitete weiter zu seinem bisherigen Lohn. Er machte Y.________ aber wiederholt auf die für ihn unbefriedigende Lohnsituation aufmerksam. Y.________ schlug X.________ schliesslich vor, das Arbeitsverhältnis bei der Telecom PTT zu kündigen und direkt mit der TI einen Beratervertrag abzuschliessen. Da aber die TI die Beraterhonorare erst ca. 30 bis 60 Tage nach der Rechnungsstellung zu bezahlen pflegte und X.________ somit während einer gewissen Zeit über kein Erwerbseinkommen verfügt hätte, musste eine für ihn befriedigende Lösung gefunden werden. Zur Lösung dieses Problems wies Y.________ X.________ an Z.________, welcher für Personalfragen zuständig war. Mit Schreiben vom 31. Mai 1995 an Z.________ kündigte X.________ seinen Arbeitsvertrag bei der Telecom PTT, Abteilung Telecom International, auf den 31. August 1995 (kant. Akten p. 385). Z.________ leitete das Kündigungsschreiben am 6. Juni 1995 an die Abteilung Personal und Organisation Telecom weiter mit der Bemerkung, dass X.________ vorläufig als "free-lance consultant" bei TI weiterarbeiten werde (kant. Akten p. 383). Die Abteilung Personal und Organisation Telecom bestätigte mit Schreiben vom 13. Juni 1995 die Kenntnisnahme von X.________ Kündigung und die Auflösung des Dienstverhältnisses mit den PTT-Betrieben auf den 31. August 1995 (kant. Akten p. 399). Ebenfalls am 31. Mai 1995 schloss X.________ mit der TI, vertreten durch Y.________, einen Beratervertrag mit Wirkung ab 1. Juni 1995 ab. Die Vertragsdauer betrug ein Jahr, und es wurde ein Entgelt von Fr. 1'030.-- pro Beratungstag vereinbart (kant. Akten p. 863 ff.). X.________ blieb damit einerseits bis zum 31. August 1995 bei der Telecom PTT angestellt und somit auf deren Lohnliste, und er hatte andererseits gleichzeitig Honoraransprüche für seine Tätigkeit gemäss dem Beratervertrag. In der Zeit vom 1. Juni 1995 bis zum 31. August 1995 bezog er tatsächlich sowohl den Lohn aus dem Arbeitsverhältnis bei der Telecom PTT als auch Entschädigungen aus dem Beratervertrag.