Citation: 5A_819/2023 E. 4.3.4

4.3.4. An diesem Ergebnis vermag nichts zu ändern, soweit sich die Beschwerdeführerin auf ihre Eingabe vom 23. April 2021 im Revisionsverfahren beruft: Sie habe erst in dieser Eingabe (anhand kant. act. 21) aufzeigen können, dass das Konkursgericht tatsächlich durch Täuschung bzw. Irrtum von einem Konkursdekret ausgegangen sei. Bei der Eingabe (vom 23. April 2021) handelt es sich um die von der Beschwerdeführerin im Revisionsverfahren vor der Erstinstanz eingereichte Stellungnahme zur Antwort der Beschwerdegegnerin auf das Revisionsgesuch (vom 18. Februar 2021). Das Obergericht hat (mit Hinw. auf TANNER, a.a.O., S. 218) festgehalten, dass eine derartige Zustellung lediglich zur Wahrung des rechtlichen Gehörs im Sinn des allgemeinen Replikrechts erfolge. Soweit die Beschwerdeführerin ausführt, die Eingabe hätte beachtet werden müssen und damit die Erstinstanz kritisiert, blendet sie aus, dass Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens (einzig) der Entscheid des Obergerichts (vom 26. September 2023) ist. Das Obergericht hat die Rüge erörtert, es sei in der MOCI-Bekanntmachung eine "Konkurseröffnung" oder eine "Überschuldung" nicht erwähnt, und dabei die Akten des Anerkennungsbegehrens (kant. act. 21) berücksichtigt. Dass es Vorbringen in Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) übergangen habe, wenn es festgehalten hat, dass nicht entscheidend sei, ob das Dokument als "Konkursdekret" bezeichnet werde, und dass eine Überschuldung für ein Dekret "mit konkurstypischen Wirkungen" ohnehin nicht vorausgesetzt werde, wird nicht dargetan.