Citation: 1P.623/2001 03.04.2002 E. 3

Die Beschwerdeführerin kritisiert auch den Kostenentscheid des Obergerichts, gemäss welchem keine Gerichtskosten erhoben und die Parteikosten wettgeschlagen wurden. Sie führt aus, sie habe in ihrer an das Obergericht gerichteten Beschwerde vom 30. April 2001 in Ziff. 4 ihrer Rechtsbegehren um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung für das obergerichtliche Beschwerdeverfahren ersucht. Das Obergericht habe sich mit diesem Begehren nicht auseinander gesetzt. Nach dem angefochtenen Entscheid habe sie zwar keine Gerichtskosten zu bezahlen. Sie habe aber die Anwaltskosten zu tragen. Das Obergericht hätte sich mit der Frage befassen müssen, ob das Beschwerdeverfahren von vornherein aussichtslos gewesen sei. Es habe das unterlassen und dadurch den in Art. 29 Abs. 2 BV gewährleisteten Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Das Obergericht hielt am Schluss seiner Erwägungen fest, entsprechend seiner Praxis bei Beschwerden betreffend unentgeltliche Prozessführung würden - um solche Verfahren nicht ihrerseits mit schwer abzuschätzenden Kostenrisiken zu belasten - keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigungen zugesprochen. Es hat damit in hinreichender Weise zur Kostenverlegung im Beschwerdeverfahren Stellung genommen. Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV liegt nicht vor. Dass die Praxis des Obergerichts, wonach bei Beschwerden betreffend unentgeltliche Prozessführung keine Parteientschädigungen zugesprochen werden, verfassungswidrig wäre, wird in der staatsrechtlichen Beschwerde weder behauptet noch dargetan. Nach dem Gesagten erweist sich die staatsrechtliche Beschwerde in allen Punkten als unbegründet. Sie ist daher abzuweisen.