Citation: 4A_376/2017 E. 7.3

7.3. Der Beschwerdeführer verkennt, dass er gemäss Feststellung der Vorinstanz in der Parteibefragung selbst ausführte, man sei normalerweise um 6 Uhr morgens vom Geschäftsdomizil losgefahren und um 17 Uhr zurückgekehrt, wobei die Rückfahrt in der Regel jeweils eine Stunde gedauert habe. Abzüglich der unbezahlten einstündigen Mittagspause errechneten sowohl die Vor- wie auch die Erstinstanz - unter anderem gestützt auf die vorstehende Aussage des Beschwerdeführers - regelmässig täglich geleistete 11 Stunden, woraus sich bei der Regelarbeitszeit von acht Stunden (Art. 24 Abs. 2 LGAV) drei Überstunden pro Tag ergaben. Der Beschwerdeführer vertrat lediglich eine abweichende rechtliche Würdigung, indem er den Weg vom Geschäftsdomizil zur Baustelle und zurück von jeweils einer Stunde nicht als Arbeitszeit, sondern als unbezahlte Reisezeit betrachtete und eine weitere Überstunde als bereits mit dem Monatslohn abgegolten erachtete. Dass die Vorinstanz eine substanziierte Bestreitung der geleisteten Überstunden übersehen hätte, behauptet der Beschwerdeführer indessen zu Recht nicht. Die Vorinstanz hat Art. 2 Abs. 2 ZGB nicht verletzt, wenn sie mangels Behauptung des Beschwerdeführers, dass er nichts von den geleisteten Überstunden gewusst habe, die Beanspruchung einer Überstundenentschädigung nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht als offensichtlich rechtsmissbräuchlich betrachtete, zumal blosses Zuwarten innerhalb der gesetzlichen Verjährungsfristen noch keinen Rechtsmissbrauch begründet (BGE 131 III 439 E. 5.1 S. 443; 129 III 171 E. 2.4 S. 176; 126 III 337 E. 7b; je mit Hinweisen).