Citation: 5A_292/2023 E. 6.4.3

6.4.3. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin sind Kosten für die (unbetreute) auswärtige Verpflegung nicht mit Fremdbetreuungskosten gleichzusetzen bzw. ist nicht über Letztere zu kompensieren, dass Erstere - nach Ansicht der Beschwerdegegnerin zu Unrecht - nicht in den Bedarf der Söhne aufgenommen wurden. Die Vorinstanz erwog diesbezüglich, die Söhne könnten sich in der Kantine der Kantonsschule verpflegen, sodass ihnen keine höheren Kosten als zu Hause anfielen. Inwiefern sie damit verfassungsmässige Rechte verletzt haben soll, erläutert die Beschwerdegegnerin nicht. Sie gesteht selbst ein, dass für die beiden Söhne seit ihrem Eintritt in die Kantonsschule keine Fremdbetreuungskosten mehr anfallen. Mithin erweist sich deren Berücksichtigung als willkürlich, sodass sie ab September 2021 aus dem Bedarf der Söhne zu streichen sind.