Citation: 4A_403/2022 E. A

A.a. Die A.________ AG (Beklagte, Beschwerdeführerin) ist eine Immobiliengesellschaft. Sie war Bauherrin des Bauprojekts "Hotel X.________" in V.________. Die B.________ AG (Klägerin 1, Beschwerdegegnerin 1) bezweckt unter anderem die "Bereitstellung von Modernisierungsprojekten und Problemlösungen für Hotels" und ist namentlich spezialisiert auf den Vertrieb von "Hotel-, TV-Radio- und Kommunikationssystemen". Die C.________ AG (Klägerin 2, Beschwerdegegnerin 2) bezweckt die Erbringung von Dienstleistungen, den Verkauf und Installationen im IT-Bereich. A.b. Die beiden Klägerinnen machen geltend, dass ihnen von der (mittlerweile aus dem Handelsregister gelöschten) D.________ GmbH im Rahmen des erwähnten Bauprojekts drei Werkbestellungen erteilt worden seien. Zur Absicherung des aus diesen Werkbestellungen resultierenden finanziellen Risikos hätten sie mit der Beklagten am 18. März 2019 eine "Sicherungsvereinbarung" (im Folgenden: Vereinbarung) abgeschlossen. Darin habe ihnen die Beklagte versprochen, für Forderungen aus dem Werkvertragsverhältnis mit der D.________ GmbH vollumfänglich aufzukommen, sollte die D.________ GmbH ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen. Damit sei bezweckt worden, die Fertigstellung der Arbeiten und damit die geplante Eröffnung des Hotels per Ende März 2019 im Interesse der Beklagten sicherzustellen. A.c. In der im Recht liegenden Vereinbarung vom 18. März 2019 heisst es unter anderem was folgt [Hervorhebungen im Original]: " Vereinbarung zur Zahlung der Forderung aus Verträgen gemäss Beilage 1 zwischen D.________ GmbH und [den Klägerinnen 1 und 2] gem. nachfolgenden Erläuterung, sofern die D.________ GmbH ihren Zahlungen nicht mehr nachkommen kann, für das Hotel X.________, V.________ [...] Präambel Die [Klägerinnen 1 und 2] haben im Zusammenhang mit dem Projekt 'Hotel X.________ V.________' diverse Aufträge vom Schuldübernehmer [Beklagte] bzw. von der D.________ GmbH mit Sitz in W.________ (nachfolgend 'Schuldnerin') erhalten. [...] Die [Klägerinnen 1 und 2] wurden daraufhin vertragsgemäss tätig. Die Schuldnerin jedoch ist mit der Bezahlung der erbrachten Arbeiten bzw. der Akonto-Zahlungen in Verzug (s. beiliegende Aufstellung - Beilage 1 [...]). Per Valuta heute sind CHF 174'723.20 fällig und noch nicht bezahlt. Hinzu kommen noch zu erwartende Abschlussrechnungen in der Höhe von ca. CHF 30'000.00 was eine ausstehende Endforderung von ca. CHF 204'723.20 ergibt. Damit die [Klägerinnen 1 und 2] weiterhin vertragsgemäss tätig werden [können] und die geplante Eröffnung des Hotels nicht gefährdet wird, muss die [Beklagte] sofort eine Akontozahlung von CHF 100'000.00 [den Klägerinnen 1 und 2] entrichten und diese Vereinbarung unterzeichnen. Dies vorausgeschickt vereinbaren die Parteien was folgt: