Citation: 6B_1236/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Zum Sachverhalt "Oberes Mätteli" erwägt die Vorinstanz, es sei nicht erstellt, dass der Beschwerdeführer und D.________ den Entschluss zur Begehung der Taten schon vor der Auseinandersetzung auf dem Parkplatz gefasst hätten. Ebenso wenig sei erwiesen, dass der Beschwerdeführer bereits vorab gewusst habe, dass D.________ ein Kantholz mitnehme. Allerdings habe der Beschwerdeführer nach eigenen Aussagen wahrgenommen, dass D.________ zu Beginn der Auseinandersetzung ein Kantholz behändigt habe. In der Anklage sei nicht umschrieben, dass der Beschwerdeführer wahrgenommen habe, wie D.________ F.________ mit dem Kantholz niedergeschlagen habe und auf C.________ losgegangen sei. Als der Beschwerdeführer sich gemäss eigenen Aussagen aus dem Griff von E.________ gelöst und gesehen habe, dass F.________ am Boden liege und C.________ blute, habe er wissen müssen, dass D.________ sehr gewalttätig mit dem Kantholz gegen sie vorgehe. Der Beschwerdeführer habe eingeräumt, dass D.________ das Kantholz benutzt habe. Spätestens als D.________ in der Folge versucht habe, mit dem Kantholz auf den Kopf von E.________ zu schlagen, habe sich der Beschwerdeführer dessen Vorsatz zu eigen gemacht. Er habe keine Anstalten gemacht, das brutale Vorgehen von D.________ zu unterbinden. Vielmehr habe er sich an einem Gerangel zwischen E.________ und D.________ beteiligt, nachdem es E.________ gelungen sei, das Kantholz festzuhalten und wegzureissen. Gemäss Vorinstanz erscheint der Tatbeitrag des Beschwerdeführers wesentlich. Er sei deshalb zusätzlich zum Raufhandel auch wegen mehrfacher versuchter schwerer Körperverletzung zu verurteilen.