Citation: 9C_714/2023 E. 5.5

5.5. Für alleinstehende Personen, die im Ausland für den Bund tätig sind, sieht die Schweizerische Steuerkonferenz (SSK) in ihrem Kreisschreiben Nr. 1 (Kreisschreiben Nr. 1 der SSK vom 30. Juni 2010, Besteuerung von natürlichen Personen im Ausland mit einem Arbeitsverhältnis zum Bund oder zu einer andern öffentlich-rechtlichen Körperschaft oder Anstalt des Inlandes [nachfolgend: SSK-Kreisschreiben Nr. 1]) in Ziff. 2.2.1 Folgendes vor: "Dauert der ununterbrochene Aufenthalt bei Alleinstehenden weniger als ein Jahr, so wird gemäss bestehender Praxis in der Regel davon ausgegangen, dass die Steuerpflichtigen ohne Rücksicht auf ihren polizeilichen oder militärischen Status in der Schweiz weiterhin wohnhaft sind. In diesen Fällen bleibt die unbeschränkte Steuerpflicht in der Schweiz bestehen. Dauert der ununterbrochene Aufenthalt im Ausland länger als ein Jahr, endet die unbeschränkte Steuerpflicht in der Regel mit der Abreise ins Ausland." Verheiratete Personen sollen demgegenüber auch bei längeren Auslandaufenthalten der unbeschränkten Steuerpflicht unterworfen bleiben, falls der Ehegatte und gegebenenfalls die Kinder am Wohnsitz in der Schweiz verbleiben (Ziff. 2.2.2; vgl. dazu aber BGE 150 II 244 E. 5.6.2). Personen, die militärische Einsätze der Swisscoy bestreiten, seien ungeachtet der Dauer des Auslandaufenthalts durchgehend zu besteuern, weil das Arbeitsverhältnis von vornherein auf sechs Monate (mit zweimaliger Verlängerungsmöglichkeit) befristet sei. Obwohl sich Swisscoy-Angehörige bis zu 18 Monate im Ausland aufhielten, würden sie dort keinen Wohnsitz begründen, weil die Absicht des dauernden Verbleibens am Einsatzort regelmässig fehle (Ziff. 2.2.3).