Citation: 1A.269/2005 02.12.2005 E. A

Am 5. Mai 2004 ersuchte die Staatsanwaltschaft Parma (Italien) die schweizerischen Behörden um Rechtshilfe in der Strafuntersuchung gegen A.________, B.________ und weitere Personen wegen betrügerischem Konkurs und anderen Delikten im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Parmalat-Gruppe. Im Rechtshilfeersuchen wird dargelegt, dass ein Teil der der Parmalat-Gruppe deliktisch entzogenen Gelder der "gruppo turistico" (Firma C.________, Firma D.________ bzw. Firma E.________) von A.________ zugeflossen sei. Die Staatsanwaltschaft will deshalb die finanzielle und wirtschaftliche Lage der zu dieser Gruppe gehörenden Gesellschaften abklären und herausfinden, wohin die der Parmalat-Gruppe entzogenen Gelder geflossen sind. In diesem Zusammenhang interessiert sie u.a. die Miete der F.________ Lodge auf den Seychellen durch die Firma G.________. Diese Gesellschaft habe mit der F.________ Lodge Hotels Ltd. zwei Mietverträge abgeschlossen; einen vom 21. November 1997 mit einem Mietzins von USD 7,5 Mio. und einen zweiten vom 22. November 1997 mit einem Mietzins von USD 12,3 Mio. Gemäss einem Telefax der F.________ Lodge vom 24. November 1997 (unterzeichnet von H.________) sei die Firma G.________ angewiesen worden, das Geld auf ein Konto der Firma I.________ bei der Crédit Agricole Indosuez AG in Lugano zu überweisen und die Firma J.________ als Begünstigte zu bezeichnen. Dies stehe im Widerspruch zu einer Weisung des zuständigen Ministeriums der Seychellen, wonach der Mietzins bei der Zentralbank der Seychellen zu bezahlen und in die Landeswährung umzuwandeln sei. Schliesslich existiere ein Telefax der Firma G.________ an die Firma I.________, wonach im ersten Mietvertrag irrtümlich die Firma G.________ als Mieterin genannt worden sei, anstelle der K.________ Ltd., einer von der Firma E.________ beherrschten Gesellschaft.