Citation: 8C_600/2023 E. 4.3

4.3. Die IV-Stelle bestreitet eine Verletzung der Abklärungspflicht und des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz. Der Beschwerdeführer sei Mitglied der Geschäftsleitung eines grossen und wachsenden Betriebs und in einem 100%-Pensum vorwiegend in der Immobilienverwaltung tätig. In dieser Position sei es durchaus normal und üblich, gewisse weniger anspruchsvolle Tätigkeiten zu delegieren, zum Beispiel an eine Sekretärin. Aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers im Einwand habe nicht davon ausgegangen werden können, dass die von der Sekretärin zu verrichtenden Hilfsarbeiten über deren normales Tätigkeitsfeld hinausgehen würden. Zudem habe der Beschwerdeführer nicht angegeben, dass ihm ein Verdienstausfall entstehen würde. Bereits deshalb bestehe in Nachachtung von Rz. 1035 KHMI kein Anspruch auf Dienstleistungen Dritter. Mit Blick auf den anspruchsvollen Tätigkeitsbereich des Beschwerdeführers müssten auch ohne Sehbehinderung zahlreiche Dokumente gescannt, kopiert und abgelegt werden. Somit verrichte die Sekretärin keine Arbeiten im Sinne eines Ersatzes der Sehkraft des Beschwerdeführers.