Citation: 8C_483/2018 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie die Ablehnung der Ansprüche auf berufliche Massnahmen und Invalidenrente durch die IV-Stelle bestätigte. Das kantonale Gericht erwog im Wesentlichen, das von der IV-Stelle eingeholte Gutachten des Dr. med. D.________ vom 1. Juli 2015 erfülle die Anforderungen an eine beweiskräftige Expertise. Er habe folgende Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit gestellt: Rezidivierende depressive Störung, leichte depressive Episode (ICD-10 F33.0); einfaches Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) im Erwachsenenalter, geringgradige Ausprägung (ICD-10 F90.0). Ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit sei eine Cannabisabhängigkeit (ICD-10 F12.2). Darüber hinaus habe sich Dr. med. D.________ für einen Stopp des Cannabiskonsums ausgesprochen, wobei es bei gleichzeitig erfolgter und erfolgreicher weiterer psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung (wozu auch eine entsprechende Medikation gehöre) gelingen sollte, im Verlauf von etwa zwölf Monaten die Arbeitsfähigkeit auf 80 bis 100 % zu steigern. Das Privatgutachten des Dr. med. E.________ vom 28. April 2016 vermöge die Beweiskraft des Gutachtens des Dr. med. D.________ vom 1. Juli 2015 nicht zu erschüttern. Die IV-Stelle habe noch keine eigentliche materielle Rentenprüfung vorgenommen, sondern dem Beschwerdeführer am 21. Januar 2016 im Rahmen eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens Auflagen erteilt. Einen Anspruch auf berufliche Massnahmen und/oder eine Rente habe sie abgewiesen, weil er diese Auflagen nicht habe erfüllen wollen. Konkret sei ihm auferlegt worden, eine langfristige Drogenabstinenz einzuhalten und eine adäquate psychotherapeutische/-pharmakologische Behandlung mitzumachen sowie allenfalls einen stationären Aufenthalt in Erwägung zu ziehen. Bezüglich der beiden letztgenannten Punkte sei er aufgefordert worden, sich mit der behandelnden Therapeutin zu besprechen und der IV-Stelle mitzuteilen, welche Therapiemassnahmen beschlossen worden seien. Entgegen dem Beschwerdeführer könne nicht gesagt werden, diese Auflagen seien nicht klar genug gewesen. Nicht zu beanstanden sei insbesondere, dass die IV-Stelle ihn aufgefordert habe, den Cannabiskonsum zu stoppen. Da er dies nicht gewollt habe, habe sie diese Auflage zu Recht als nicht erfüllt erachtet und den Anspruch auf berufliche Massnahmen verneint.