Citation: 8C_159/2020 E. A

Die 2009 geborene A.________ wurde von ihren Eltern am 31. Mai 2017 wegen einer ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) vom gemischten Typ zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung angemeldet. Die IV-Stelle Basel-Stadt klärte den medizinischen Sachverhalt ab. Laut der Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 13. Februar 2018 gingen weder aus den Berichten der Dr. med. B.________, Fachärztin FMH für Kinder- und Jugendmedizin, speziell Neuropädiatrie, vom 17. Mai sowie 18. und 24. Juli 2017 noch aus den Auskünften des Dr. med. C.________, Kinderarzt FMH, vom 27. November 2017 Befunde hervor, die die Diagnose eines frühkindlichen psychoorganischen Syndroms im Sinne von Ziffer 404 Anhang der Verordnung über Geburtsgebrechen (GgV) vom 9. Dezember 1985 (SR 831.232.21) rechtfertigten, weshalb aus medizinischer Sicht keine Leistungen gemäss Art. 13 IVG zugesprochen werden könnten. Zudem bestehe mit der diagnostizierten ADHS eine Erkrankung aus dem hyperkinetischen Formenkreis, der von Art. 12 IVG explizit nicht erfasst werde. Im Vorbescheidverfahren holte die IV-Stelle das Aktengutachten der Dr. phil. D.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie und Psychotherapie FSP, Praxisgemeinschaft E.________, vom 27. August 2018 ein. Danach lag ein Geburtsgebrechen gemäss Ziffer 404 Anhang GgV ausweislich der medizinischen und neuropsychologischen Auskünfte nicht vor. Mit Verfügung vom 3. Oktober 2018 lehnte die IV-Stelle das Gesuch um Kostengutsprache für medizinische Massnahmen ab.