Citation: 5D_149/2021 E. 2.2.1

2.2.1. Nach Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Aus dem verfassungsmässigen Gehörsanspruch folgt unter anderem das Recht einer Partei, sich im Rahmen eines Gerichtsverfahrens zu den Stellungnahmen und Vernehmlassungen der anderen Verfahrensparteien, unteren Instanzen und weiteren Stellen zu äussern. Das Äusserungsrecht steht einer Prozesspartei unabhängig davon zu, ob die eingereichte Eingabe neue und/oder wesentliche Vorbringen enthält (BGE 144 III 117 E. 2.1) und ob sie im Einzelfall geeignet ist, den richterlichen Entscheid zu beeinflussen. Es ist Sache der Parteien und nicht des Gerichts zu beurteilen, ob eine neue Eingabe oder ein neues Beweismittel Bemerkungen erfordert (zum Ganzen BGE 146 III 97 E. 3.4.1 mit Hinweisen). Der Anspruch auf rechtliches Gehör bewahrt eine Partei aber nicht davor, den prozessualen Anforderungen an eine Eingabe zu genügen (Urteile 5A_786/2019 vom 28. Januar 2020 E. 6; 4A_213/2015 vom 31. August 2015 E. 2.1.2). Vielmehr bestimmt sich der Anspruch auf rechtliches Gehör - abgesehen von den sich direkt aus der Verfassung ergebenden Mindestgarantien - nach dem massgebenden Prozessrecht, dessen Formen zu beachten sind (BGE 135 I 279 E. 2.2; Urteil 5A_770/2018 vom 6. März 2019 E. 3.2).