Citation: 8C_403/2023 E. 4.1

4.1. Mit Urteil 8C_136/2021 vom 7. April 2022 erachtete das Bundesgericht sowohl die internistischen und neurologischen Teilgutachten der estimed als auch das separate psychiatrische Gutachten des Dr. med. B.________ als beweiskräftig. Im Weiteren erkannte es jedoch einen Widerspruch zwischen dem neuropsychologischen Teilgutachten und der Konsensbeurteilung der estimed, da in ersterem für leidensangepasste Tätigkeiten eine Arbeitsunfähigkeit von 70 %, in letzterem hingegen - ebenfalls aus neuropsychologischer Sicht - eine Arbeitsunfähigkeit von 30-50 % postuliert wurde. Weiter erwog es, mit Blick auf den Bericht des Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 15. April 2020 könne auch auf das orthopädische Teilgutachten der estimed nicht abgestellt werden. Während in letzterem Bewegungsdefizite des Bewegungsapparates und ein Einfluss des diagnostizierten "Status nach Beckenfraktur" auf die Arbeitsfähigkeit verneint würden, schildere Dr. med. C.________ ein komplett ankylotisches (eingesteiftes) Becken, welches zu einer ausgesprochen unphysiologischen Belastung beim Gehen führe und eine Kompensation der verminderten Beweglichkeit durch den lumbosakralen Übergang notwendig mache. Da nicht festgestellt werden könne, welche Auffassung zutreffe, habe die Vorinstanz auch diesbezüglich Abklärungen zu tätigen.