Citation: 1B_392/2019 E. 3.2

3.2. Der Zwangsmassnahmenrichter verneint das mit der Begründung, in Bezug auf die Aufklärung der Tatvorwürfe zum Nachteil der drei oben erwähnten Geschädigten sei eine technische Überwachung nicht erforderlich. Hinweise dafür, dass in jüngster Zeit in der Schweiz weitere gleichgelagerte Straftaten begangen worden seien, hätten sich trotz entsprechender Nachforschungen nicht ergeben, sodass die beantragte rückwirkende Teilnehmeridentifikation auch für weitere Aufklärungen nicht erforderlich sei. Die Staatsanwaltschaft habe ihm zwar ein noch nicht zu den Akten genommenes, bei einer Hausdurchsuchung am Wohnort des Beschuldigten sichergestelltes Papier nachgereicht, auf welchem vier weibliche Vornamen mit einer Uhrzeit und einer Gemeinde verzeichnet seien. Auch aus diesem Papier ergebe sich aber kein dringender Tatverdacht, dass der Beschuldigte vier weitere Prostituierte ausgeraubt habe; zudem könnte dies mit einer rückwirkenden Teilnehmeridentifikation auch nicht nachgewiesen werden, sondern höchstens, dass er mit vier weiteren Prostituierten telefonische Kontakte gehabt habe. Richtigerweise müssten nach dem Grundsatz der Subsidiarität zuerst die vier Prostituierten ausfindig gemacht und befragt werden, woraus sich dann allenfalls ein dringender Tatverdacht ergeben könnte, der eine rückwirkende Teilnehmeridentifikation rechtfertigen würde.