Citation: 2P.59/2000 20.09.2000 E. B

B.- Am 9. März 1998 hatte der Präsident der I. Zivilkammer gegen Rechtsanwalt A.________ im Zusammenhang mit dessen Verhalten in diesem Verfahren bei der Aufsichtskommission über die Rechtsanwälte im Kanton Zürich Anzeige erstattet. Die Kommission eröffnete im Anschluss hieran ein Disziplinarverfahren bezüglich Geschäftsführung, Interessenwahrung und Zutrauenswürdigkeit (§§ 7 Abs. 1, 8 Abs. 1 und 30 Abs. 2 des zürcherischen Anwaltsgesetzes vom 3. Juli 1938; AnwG). Am 4. November 1999 beschloss sie, Rechtsan-walt A.________ unter Auferlegung einer Ordnungsbusse von Fr. 1'000.-- für drei Monate im Beruf einzustellen. Rechtsanwalt A.________ habe zwar nicht gegen die Pflicht zur gewissenhaften Wahrung der Interessen seiner Auftraggeberin verstossen, nachdem gemäss dem Urteil des Kassationsgerichts die (zweite) Berufungsschrift nicht aus den Akten hätte gewiesen werden dürfen; mit seiner (ersten) Eingabe habe er jedoch § 7 Abs. 1 AnwG verletzt, da seine Äusserungen in der Berufungsbegründung die Grenzen der anwaltsrechtlich zulässigen Kritik an Justiz und Gegenpartei überschritten habe. Diese Einschätzung bestätigte das Obergericht des Kantons Zürich auf Rekurs hin am 25. Februar 2000.