Citation: 9C_429/2024 E. 4.1

4.1. Dr. med. C.________ hatte in seinem psychiatrischen Teilgutachten ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sowie eine Opiatabhängigkeit (ICD-10 F11.2) diagnostiziert und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin als nicht eingeschränkt beurteilt (psychiatrisches Teilgutachten ABI S. 10 ff.). Prof. Dr. med. B.________ diagnostizierte eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), eine chronifizierte rezidivierende depressive Störung (gegenwärtig mittelgradige Episode sekundär zum seit Jahren anhaltenden Schmerzgeschehen; ICD-10 F33.8), den Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS; ICD-10 F34.1) / Differenzialdiagnose: Probleme bei sexuellem Missbrauch durch eine Person ausserhalb der Familie (ICD-10 Z61.5), einen schädlichen Gebrauch von Opioiden (iatrogen unterstützt; ICD-10 F11.1), ein Erschöpfungssyndrom bei chronischen Schmerzen (ICD-10 Z73.0) sowie eine Persönlichkeitsakzentuierung bei anankastischen Zügen (ICD-10 Z73.1; psychiatrisches Teilgutachten IME S. 24). Der Gutachter verneinte eine Arbeitsfähigkeit und wies darauf hin, dass es sich bei den genannten Diagnosen, aber auch in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen um eine andere diagnostische Bewertung desselben medizinischen Sachverhalts im Vergleich zum Referenzzeitpunkt handle (psychiatrisches Teilgutachten IME S. 29).