Citation: I 292/04 13.09.2004 E. 3

3.1 In medizinischer Hinsicht gelangten Verwaltung und Vorinstanz zum Ergebnis, der Beschwerdeführer sei zumutbarerweise in der Lage, eine einfache Hilfsarbeit ohne besondere körperliche Belastung und in einer stressfreien Umgebung im Rahmen eines Arbeitspensums von 75 % auszuüben. Sie stützten sich dabei in erster Linie auf das der Zürich erstattete Gutachten der Klinik X.________. Der Beschwerdeführer erachtet dieses Gutachten ebenfalls als beweiskräftig, beanstandet jedoch dessen Interpretation durch die IV-Stelle und das kantonale Gericht. Er macht geltend, es müsse - insbesondere unter Einbezug des erläuternden Schreibens des Dr. med. Z.________, welcher das Gutachten verfasst hatte, vom 9. Januar 2003 - von einer ungünstigeren Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. 3.2 Anlässlich der Begutachtung in der Klinik X.________ wurden - im Anschluss an entsprechende Untersuchungen - am 4. Juni 2002 ein psychiatrisches (Dr. med. K.________) und ein rheumatologisches (Dr. med. R.________) Teilgutachten sowie am 13. Juni 2002 ein neuropsychologischer Bericht (Dr. phil. C.________) abgefasst. Basierend darauf sowie auf seiner eigenen neurologischen Untersuchung erstattete Dr. med. Z.________ das Gesamtgutachten. Dieses erfüllt die von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Expertise (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Diagnostiziert wird ein Status nach schwerer Frontalkollision am 24. Dezember 1996 in Jugoslawien mit HWS-Distorsionstrauma und durchgemachter milder traumatischer Hirnverletzung mit heute mässiggradigen muskuloligamentären zervikalen Beschwerden mit eingeschränkter Kopfrotation, leichter psychischer Anpassungsstörung, leichten Gleichgewichtsstörungen sowie mittelgradigen neuropsychologischen Störungen unklarer Ätiologie. Weiter führt Dr. med. Z.________ aus, der Unfall, der die alleinige Ursache der geklagten Beschwerden und erhobenen Befunde bilde, habe zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf als Koch um rund 50 % (an einem nicht zu stressigen Arbeitsplatz) geführt. Unter hektischeren Bedingungen erhöhe sich die Arbeitsunfähigkeit leicht auf 60-70 %. Nicht mehr möglich seien das Heben grösserer Gewichte (schwerer Pfannen ab 10 kg) sowie das Arbeiten in einer hektischen Arbeitsumgebung mit zahlreichen Mitarbeitern (Grossküche). Einfache Hilfsarbeiten ohne besondere körperliche Belastung und in einer stressfreien Umgebung seien in einem zeitlichen Umfang von rund 75 % zumutbar, wobei es sich dabei um theoretische Tätigkeiten handle, während dem Gutachter keine entsprechende praktische Tätigkeit bekannt sei. Bezogen auf das alleinige Führen eines Haushalts sei grob geschätzt von einer Einschränkung um ca. 30 % auszugehen. In seinem Schreiben vom 9. Januar 2003 erklärt Dr. med. Z.________, er habe die Zumutbarkeit eines Pensums von 75 % bewusst explizit auf Hilfsarbeiten ohne besondere körperliche Belastung und in einer stressfreien Umgebung beschränkt und in Klammern angefügt, dass es sich um eine theoretische Tätigkeit handle, die es in der Praxis, auf dem freien Arbeitsmarkt und finanziell verwertbar, nicht gebe. Da sich die Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit immer auf Tätigkeiten auf dem freien Arbeitsmarkt beziehe, könne dieser Wert nicht als Basis herangezogen werden. Zudem wäre wahrscheinlich auch keine kompetitive 100%ige Leistung pro Zeiteinheit möglich. De facto bleibe es "halt bei der für den angestammten Beruf festgelegten maximalen Arbeitsfähigkeit von 50 %". 3.3 Das kantonale Gericht hat zutreffend festgehalten, dass die Aufgabe des Arztes darin besteht anzugeben, welche Tätigkeit der versicherten Person in welchem Umfang zumutbar ist, während die Beurteilung der erwerblichen Verwertbarkeit der verbleibenden Arbeitsfähigkeit in den Zuständigkeitsbereich der Verwaltung oder - im Beschwerdefall - des Gerichts fällt (vgl. BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen). Aus dem Gutachten der Klinik X.________ geht hervor, dass der Beschwerdeführer eine leichte Hilfsarbeit in einer stressfreien Umgebung mit einem Pensum von 75 % ausüben könnte. Die erst im Schreiben des Dr. med. Z.________ vom 9. Januar 2003 enthaltene Aussage, es sei "wahrscheinlich auch keine kompetitive 100%ige Leistung pro Zeiteinheit möglich", rechtfertigt unter den konkreten Umständen die Annahme nicht, die Arbeitsfähigkeit sei darüber hinaus zusätzlich eingeschränkt. Die am Gutachten beteiligten Fachleute stellten mit Ausnahme der mittelgradigen neuropsychologischen Störung, deren Ätiologie jedoch unklar ist (insbesondere sind die Testresultate offenbar nicht typisch für eine hirnorganisch bedingte Störung, wie sie nach einer milden traumatischen Hirnverletzung auftreten kann) und welche mit dem im Gespräch gewonnenen, wesentlich günstigeren Eindruck des untersuchenden Spezialisten kontrastiert, in den jeweiligen Bereichen nur relativ leichte Beeinträchtigungen fest. Es ist davon auszugehen, dass diesen Einschränkungen durch die Umschreibung der zumutbaren Arbeit und deren Beschränkung auf ein Teilpensum von 75 % Rechnung getragen wurde. Dagegen ist nicht ersichtlich, warum und inwiefern die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leichten, angepassten Hilfsarbeit über die Reduktion des Pensums hinaus in erheblichem Masse eingeschränkt sein sollte. Der diesbezüglichen vorinstanzlichen Beurteilung ist beizupflichten.