Citation: U 182/06 15.02.2007 E. 3

3.1 Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente. 3.2 Die Vorinstanz erwog, dem Gutachten des Ärztlichen Begutachtungsinstitut Z.________ komme voller Beweiswert zu, weshalb die Swica zu Recht darauf abgestellt und die Arbeitsfähigkeit auf 70 % festgesetzt habe. Der Versicherte wendet ein, das Gutachten des Ärztlichen Begutachtungsinstitut Z.________ enthalte keine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, zumal bereits aus somatischer Sicht eine um 30 % eingeschränkte Arbeitsfähigkeit attestiert und die psychiatrische Limitierung in der Beurteilung nicht noch zusätzlich berücksichtigt worden sei. 3.3 Die psychiatrische (Teil-) Begutachtung im Ärztlichen Begutachtungsinstitut Z.________ ergab folgende Diagnosen: 1. Anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.4), 2. leichte depressive Episode, rezidivierend, in Schmerzabhängigkeit (ICD-10 F33.1). Die Gutachter bezifferten die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sowohl als Hilfskoch als auch in einer angepassten Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht auf 30 %. Sie führten aus, die Einschränkung erkläre sich insbesondere durch die Schmerzsymptomatik; die depressive Symptomatik allein führe zu keiner Beeinträchtigung. In der orthopädischen Exploration stellten die Ärzte zum einen ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne gesicherte radikuläre Symptomatik bei Status nach Lendenwirbelkörper (LWK) 2-Kompressionsfraktur (ICD-10 T91.1), zum anderen ein intermittierendes zervikales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.2) fest. Sie führten aus, nach dem doch erheblichen Trauma der Wirbelsäule sei der Versicherte als Hilfskoch sicher nicht mehr einsetzbar, da ihm schwere körperliche Tätigkeiten vorwiegend im Stehen, sowie vor allem das Heben von Lasten nicht mehr zugemutet werden könnten. In einer adaptierten Tätigkeit in wechselnder Position, die vorwiegend sitzend durchgeführt werden könne und die vor allem feinmotorische Tätigkeiten umfasse, betrage die Arbeitsfähigkeit 70 %. Die Einschränkung begründeten sie damit, dass auch ganztägiges Sitzen nicht zumutbar sei und vermehrt Pausen eingelegt werden müssten. In ihrer Gesamtbeurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, die aus organischer Sicht notwendigen Pausen würden gleichzeitig auch dem aufgrund der Schmerzstörung verlangsamten Arbeitstempo Rechnung tragen, weshalb sich die Einschränkungen aus somatischer und aus psychiatrischer Sicht nicht addierten, sondern die Arbeitsfähigkeit insgesamt um 30 % eingeschränkt sei. 3.4 Die Einschätzungen im Gutachten des Ärztlichen Begutachtungsinstitut Z.________ beruhen auf ausführlichen Untersuchungen und sind einleuchtend begründet. Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, überzeugt nicht. Zunächst stehen weder die Ausführungen des Dr. med. T.________, FMH für Chirurgie und Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, noch die Einschätzungen des Hausarztes Dr. med. W.________ mit dem Ärztlichen Begutachtungsinstitut Z.________-Gutachten in Widerspruch. Dr. med. T.________ führte - in Übereinstimmung mit den Ärzten am Ärztlichen Begutachtungsinstitut Z.________ - in seinem Gutachten vom 3. Juni 1999 aus, als Hilfskoch sei der Versicherte vollständig arbeitsunfähig. Die Arbeitsfähigkeit in einer anderen Tätigkeit bezifferte er nicht, sondern erklärte einzig, eine diesbezügliche Beurteilung könne er erst nach Abklärung der beruflichen Umschulungsmöglichkeiten abgeben. Soweit Dr. med. W.________ sich zur Arbeitsfähigkeit äusserte, führte er in den beiden aktuellsten Berichten lediglich an, die Wiederaufnahme der Arbeit sei vielleicht nach einer Operation möglich (Berichte vom 8. Februar 2002 und 2. November 2000). Im Arztbericht zu Handen der IV-Stelle bescheinigte er am 27. August 1999 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab 23. Juni 1998 bis "weiterhin", doch bezog sich diese ausdrücklich nur auf die Tätigkeit als Hilfskoch. Ebenso wenig lässt sich aus den Schlussfolgerungen im Bericht der BEFAS vom 23. November 2000 etwas Abweichendes ableiten. Die berufliche Abklärung ergab, dass der Versicherte selbst im angestammten Beruf zu 50 % arbeitsfähig wäre. 3.5 Weiter überschneiden sich nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz beim Zusammentreffen verschiedener Gesundheitsbeeinträchtigungen deren erwerbliche Auswirkungen in der Regel, weshalb der Grad der Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer sämtliche Behinderungen umfassenden ärztlichen Gesamtbeurteilung zu bestimmen ist. Eine blosse Addition der mit Bezug auf einzelne Funktionsstörungen und Beschwerdebilder geschätzten Arbeitsunfähigkeitsgrade ist nicht zulässig (RDAT 2002 I Nr. 72 S. 485 E. 2b, I 338/01; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 850/02 vom 3. März 2003, E. 6.4.1) Die Gutachter des Ärztlichen Begutachtungsinstitut Z.________ haben überzeugend dargelegt, weshalb die psychischen Beeinträchtigungen die Arbeitsfähigkeit über die aus somatischer Sicht bestehende Limitierung hinaus nicht zusätzlich einschränken. Ob die somatoforme Schmerzstörung im Fall des Versicherten überhaupt zu einer Invalidität führt (was nur unter bestimmten Umständen, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, zu bejahen ist, wogegen in aller Regel die Vermutung besteht, dass die Störung und ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind; BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50), braucht nicht weiter geprüft zu werden. Auf weitere Abklärungen ist in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).