Citation: 9C_276/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz stützt die Anordnung von zwei Gerichtskostenvorschüssen auf § 15 Abs. 2 lit. b VRG/ZH und führt begründend aus, dass die Steuerpflichtige den Gerichten des Kantons Zürich Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 16'398.50 schulde. Die Steuerpflichtige erblickt darin zwar ein verfassungs- und konventionswidriges Vorgehen, ohne aber die tatsächliche Feststellung (mithin Bestand und Höhe der Schulden von Fr. 16'398.50) zu bestreiten. Sie macht vielmehr geltend, dass Art. 383 Abs. 1 StPO (SR 312.0) bzw. Art. 6 EMRK (SR 0.101) der Erhebung eines Gerichtskostenvorschusses im Bereich von direktsteuerlichen Ordnungswidrigkeiten (Art. 174 DBG [SR 642.11] bzw. Art. 55 StHG [SR 642.14]) von vornherein entgegenstünden. Abgesehen davon, dass sie auch dies in lediglich appellatorischer und damit Art. 106 Abs. 2 BGG nicht genügender Weise vorträgt, ist ihr Standpunkt klarerweise unbegründet. So findet die bundesgerichtliche Praxis, wonach kantonale Rechtsmittelinstanzen im Strafverfahren von der beschuldigten Person keinen Kostenvorschuss verlangen dürfen (BGE 144 IV 17 E. 2.3), auf das Verfahren der direktsteuerlichen Ordnungswidrigkeiten von vornherein keine Anwendung. Dies ist damit zu begründen, dass die Strafprozessordnung für derartige Verfahren nicht massgebend ist (Art. 1 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 182 Abs. 3 DBG; Urteil 2C_1052/2020 vom 19. Oktober 2021 E. 2.2.2). Anwendbar sind gegenteils die Verfahrensbestimmungen des harmonisierten Steuerrechts und subsidiär jene des kantonalen Verwaltungsverfahrensrechts. Der Anspruch auf Zugang zum Gericht wird durch den Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege ausreichend gewährleistet (Art. 29 Abs. 3 BV; Urteil 2C_581/2019 vom 12. Juli 2019 E. 3.2). Dass im vorliegenden Verfahren eine gesetzliche Pflicht bestanden hätte, die gerichtserfahrene Steuerpflichtige auf die Möglichkeit eines solchen Gesuchs hinzuweisen, bringt die Steuerpflichtige mit Recht nicht vor. Auf ihre weiteren Einwände ist nicht einzugehen.