Citation: 1B_32/2019 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer wendet zunächst ein, ein Freispruch mangels Schuldfähigkeit erscheine nicht unwahrscheinlich, da er sich nach der momentanen Aktenlage "mehr oder weniger im Vollrausch" befunden habe. Die Vorinstanz hätte diesen Umstand als die Fluchtgefahr reduzierend berücksichtigen müssen. Wie die Vorinstanz mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zutreffend ausführt, liegt bei einer Blutalkoholkonzentration von über 3 Promille in der Regel zwar Schuldunfähigkeit vor. Bei der Beeinträchtigung der Schuldfähigkeit von alkoholisierten Personen besteht jedoch eine erhebliche Variabilität, die von der konkreten Situation, der Alkoholgewöhnung und weiteren Umständen abhängt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_957/2016 vom 22. März 2017 E. 3.3; 6B_676/2016 vom 16. Februar 2017 E. 3.3). Zur Beurteilung der Schuldfähigkeit wäre somit eine detaillierte Prüfung erforderlich, was den Rahmen eines Haftverfahrens sprengen würde. Denn aufgrund des Beschleunigungsgebots in Haftsachen (Art. 5 Abs. 2 StPO) hat das Bundesgericht im Haftprüfungsverfahren zur Frage des dringenden Tatverdachts bzw. zur Schuldfrage weder ein eigentliches Beweisverfahren durchzuführen noch dem erkennenden Strafrichter vorzugreifen (vgl. Urteil 1B_203/2016 vom 17. Juni 2016 E. 3.3.3 mit Hinweis). Dies gilt ebenfalls, soweit der Beschwerdeführer vorbringt, seine Blutalkoholkonzentration wäre selbst im Falle einer hohen Trinkgewöhnung strafmildernd zu berücksichtigen. Das Vorbringen erweist sich als nicht stichhaltig. Die vorinstanzliche Würdigung, wonach seine Alkoholisierung eine Verurteilung nicht als unwahrscheinlich erscheinen lasse, ist nicht zu beanstanden.