Citation: 8C_199/2019 E. 5.3.3

5.3.3. Seinen Ausführungen zum dritten Unfall (23. Mai 2006) schickte das Bundesverwaltungsgericht die Erwägung voraus, dass mit den Folgeunfällen die Verfahrensherrschaft mit der Befugnis zum Verfügungserlass auf die dafür zuständigen Unfallversicherer übergegangen sei. Deshalb habe die Beschwerdeführerin als für den ersten Fall zuständiger Unfallversicherer nach dem zweiten und dritten Unfall keinen Fallabschluss mehr verfügen können, womit dieses förmliche Kriterium nicht als Indiz dafür dienen könne, dass die Heilbehandlung bei Eintritt des dritten Unfalls noch nicht abgeschlossen gewesen sei. Im Weiteren hielt es fest, dass das Versicherungsgericht des Kantons Aargau die auf Ende August 2005 verfügte Leistungseinstellung hinsichtlich des zweiten Unfalls als verfrüht erachtet habe, da von weiterer Behandlung noch eine namhafte Verbesserung zu erwarten gewesen wäre (Entscheid vom 21. November 2007). Zwar habe sich das kantonale Gericht nicht zu den Folgen des ersten Unfalls geäussert; da diese im späteren Unfall aufgingen, lasse sich indes annehmen, dass bis zum 31. August 2005 auch dafür kein Abschluss möglich gewesen wäre. Gemäss Bericht des Dr. med. C.________ vom 24. Februar 2006 sei die Versicherte noch behandelt worden und zu 80 % arbeitsfähig gewesen. Zudem halte das psychiatrische Teilgutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 3. März 2010 fest, dass nach dem zweiten Unfall der Status quo sine nicht mehr erreicht worden und davon auszugehen sei, dass er in absehbarer Zeit auch nicht mehr erlangt werden könne.