Citation: H 153/03 18.12.2003 E. 5

5.1 Der Beschwerdegegner macht in seiner Vernehmlassung geltend, er habe nie eine Rechnung vom 21. Dezember 2001 gestützt auf die Nachtragsverfügung vom 20. Dezember 2001 erhalten; der von der Ausgleichskasse vorgelegte Kontoauszug sei kein genügender Nachweis für deren Zustellung. 5.2 Die Vorinstanz hatte den Beschwerdegegner aufgefordert, ihr die Rechnung vom 21. Dezember 2001 zu schicken. Dieser liess ihr eine Kopie der Verzugszinsrechnung vom 24. Januar 2002 zukommen. Auf die Aufforderung des kantonalen Gerichts, eine Kopie der Rechnung vom 21. Dezember 2001 einzureichen, teilte die Ausgleichskasse der Vorinstanz mit, dies sei ihr nicht möglich, da diese vom Rechnungssystem zentral erstellt worden sei und nicht mehr nachproduziert werden könne. Zum Nachweis des Versands der entsprechenden Rechnung verwies die Ausgleichskasse auf den detaillierten Kontoauszug des Versicherten. Die Vorinstanz liess in ihrem Entscheid vom 14. März 2003 die Frage offen, wann genau die Rechnung vom 21. Dezember 2001 versandt wurde. 5.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (Kummer, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 126 V 360 Erw. 5b, 125 V 195 Erw. 2, je mit Hinweisen). 5.4 Der Nachweis des Versands der Rechnung vom 21. Dezember 2001 kann nicht bloss durch eine Kopie derselben, sondern auch durch andere Beweismittel erbracht werden. In ihrer Beschwerdeantwort im kantonalen Verfahren verweist die Ausgleichskasse auf die Nachtragsverfügung vom 20. Dezember 2001 sowie auf den Kontoauszug vom 7. März 2002, wonach am 21. Dezember 2001 eine EDV erstellte Rechnung bezüglich der persönlichen Beiträge 2000 über Fr. 71'001.60 versandt wurde. Dass der Beschwerdeführer diese Rechnung erhalten haben muss, ergibt sich aus der Verbuchung vom 23. Januar 2002 im Kontoauszug, wonach der ausstehende Betrag mit dem EDV erstellten und der Rechnung angehängten Einzahlungsschein beglichen wurde (Vermerk: 23.01.2002 ESR). Die Darlegung des Beschwerdegegners erweist sich somit als reine Schutzbehauptung und es ist der Darstellung der Ausgleichskasse zu folgen, gemäss welcher die Rechnung am 21. Dezember 2001 versandt wurde. Auf der Verzugszinsabrechnung vom 24. Januar 2002 wird denn auch - in Übereinstimmung mit dem Kontoauszug - auf die Rechnung 2001/0005 vom 21. Dezember 2001 Bezug genommen. Das Eidgenössische Versicherungsgericht erachtet es demnach mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als erstellt, dass die Rechnung vom 21. Dezember 2001 an diesem Tag versandt und dem Beschwerdegegner auch zugestellt wurde.