Citation: 2A.413/2000 12.12.2000 E. 4

4.- Der angefochtene Entscheid wäre im Übrigen auch mit dem Anspruch auf Familienleben nach Art. 8 EMRK vereinbar. Der Familienschutz, wie er in dieser Bestimmung gewährleistet wird, kann zwar unter Umständen einer Entfernungsmassnahme wie einer Ausweisung - und damit einer zwangsweisen Trennung von Angehörigen - entgegenstehen, wenn dadurch die Fortführung des Familienlebens verunmöglicht oder stark beeinträchtigt wird. Art. 8 EMRK vermittelt jedoch nicht ein absolutes Recht auf Einreise und Aufenthaltsbewilligung von Familienmitgliedern, namentlich wenn ein Ausländer selbst die Entscheidung getroffen hat, von seiner Familie getrennt in einem andern Land zu leben (BGE 125 II 633 E. 3a S. 639 f.; 124 II 361 E. 3a S. 366 f.; 122 II 385 E. 4b S. 392). Auch wenn Art. 8 EMRK unter anderem die familiäre Beziehung getrennt lebender Eltern zu ihren Kindern schützt, räumt die Bestimmung grundsätzlich nicht jenem Elternteil ein Recht auf Nachzug eines Kindes ein, der freiwillig ins Ausland verreist ist, ein weniger enges Verhältnis zum Kind hat als der andere Elternteil oder sonstige Verwandte, die für das Kind sorgen, und seine bisherigen Beziehungen zum Kind weiterhin pflegen kann (BGE 118 Ib 153 E. 2d S. 161; 124 II 361 E. 3a S. 366; 125 II 633 E. 3a S. 640). Ein Recht auf Nachzug des Kindes setzt vielmehr voraus, dass das Kind zum hier ansässigen Elternteil die vorrangige familiäre Beziehung unterhält und sich der Nachzug - allenfalls als Folge veränderter Betreuungsbedürfnisse - als notwendig erweist (BGE 125 II 633 E. 3a S. 640; 122 II 385 E. 4b S. 392 f., je mit Hinweisen). Dass diese Voraussetzungen hier nicht gegeben bzw. nicht rechtsgenüglich dargetan sind, ist bereits in E. 3 ausgeführt worden.