Citation: 1C_84/2024 E. 4.2.3

4.2.3. Auch wenn von der Wohnung des Beschwerdeführers im 5. Stock eine direkte Sichtverbindung auf das Bauvorhaben besteht, muss zusätzlich ein gewisses Mindestmass an Lichtimmissionen überschritten werden (vgl. Urteil 1C_216/2010 vom 28. September 2010 E. 1.2, in: URP 2012 S. 325, wonach die Parteistellung einer benachbarten Person als zweifelhaft erachtet wurde, wenn diese ca. 90 m von den streitigen Aussenleuchten entfernt wohne, die keine besonders hohe Leuchtstärke aufwiesen). Die Event-Halle liegt unbestritten mehr als 100 m vom Wohnhaus des Beschwerdeführers entfernt. Dieser vermag mit seinen Ausführungen jedoch keine besondere Betroffenheit infolge deutlich wahrnehmbarer Lichtimmissionen glaubhaft zu machen. Es bestehen keine Hinweise darauf, dass die von den "Oberlichtern" potenziell ausgehenden Lichtemissionen eine besondere Intensität bzw. hohe Leuchtkraft aufweisen sollen, die sich auf dem bahnhofsnahen Gebiet der Stadt St. Gallen von anderweitigen, weithin üblichen Lichtimmissionen absetzen würden. Eine spürbare Wohnraumaufhellung oder Blendung in der Dunkelheit ist jedenfalls nicht zu befürchten. Der Beschwerdeführer kann auch aus dem bundesgerichtlichen Urteil 1C_101/2016 vom 21. November 2016, in welchem es um einen ca. 280 m entfernt liegenden Spitalbau ging, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Ein Spitalbau kann hinsichtlich der Leuchtdichte und deutlich grösseren Fläche der Lichtquelle von vornherein nicht mit dem vorliegenden Bauvorhaben verglichen werden. Im Übrigen hat das Bundesgericht im genannten Fall im der Rückweisung anschliessenden, zweiten Verfahrenslauf eine deutliche Wahrnehmbarkeit der Lichtimmissionen und damit die Legitimation des Beschwerdeführers - wenn auch unter der Voraussetzung, dass die Bauherrschaft ein automatisiertes Schliesssystem für die Jalousien einbaue - verneint (vgl. Urteil 1C_475/2017 vom 21. September 2018 E. 6.3, in: URP 2019 S. 87).