Citation: U 539/06 20.11.2007 E. 3

Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Beschwerdeführerin aus dem Unfall vom 6. Oktober 2002 über Ende April 2005 hinaus. 3.1 Die Beschwerdeführerin begründete die Einstellung ihrer Leistungen per Ende April 2005 im Wesentlichen damit, dass die Schulterproblematik in diesem Zeitpunkt keine Arbeitsunfähigkeit mehr begründe und mit einer Integritätsentschädigung von 10% abgegolten worden sei. Die Schulter der Versicherten wäre zudem - so die Versicherung - auch ohne Unfall symptomatisch geworden, weshalb die geringfügige traumatische Einwirkung lediglich eine Gelegenheitsursache darstelle. Die noch bestehende Arbeitsunfähigkeit sei auf psychische Probleme zurückzuführen. Deren natürlicher Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis sei auf Grund der medizinischen Aktenlage eher zu bezweifeln, müsse indessen nicht abschliessend geprüft werden, da die Adäquanz von vornherein zu verneinen sei. 3.2 Demgegenüber machte die Versicherte geltend, vor dem Unfall habe sie weder an physischen noch an psychischen Beschwerden gelitten. Die psychischen Probleme seien erst im Verlaufe der verzögerten Heilung der Unfallfolgen aufgetreten. Die Schulterproblematik sei nicht abgeschlossen. Sie leide immer noch an persistierenden Schulter-, Nacken- und Kopfschmerzen, wobei die gesamte Nacken- und Kopfbeschwerdenproblematik ungenügend berücksichtigt worden sei. Die Adäquanz sei sodann zu bejahen. 3.3 Das kantonale Gericht hat festgestellt, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch erhebliche Gesundheitsbeeinträchtigungen vorgelegen haben. Nicht geklärt sei - so die Vorinstanz - welche der somatischen und der psychischen Beschwerden im Sinne eines natürlichen Kausalzusammenhangs auf das Unfallereignis zurückgeführt werden könnten. Zudem stehe noch nicht fest, ob die Versicherte am 6. Oktober 2002 ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule oder eine äquivalente Verletzung erlitten habe, was für die Prüfung der Adäquanzfrage entscheidend sei. Das kantonale Gericht wies die Sache zur Einholung eines versicherungsunabhängigen polydisziplinären Gutachtens, welches sich zum Vorliegen organischer Unfallfolgen sowie zur Frage eines Schleudertraumas oder einer äquivalenten Verletzung zu äussern habe, weshalb die vorgängige Klärung des Unfallmechanismus angezeigt erscheine, und zu anschliessender Neuverfügung an die Unfallversicherung zurück. 3.4 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde legt die Unfallversicherung eine biomechanische Beurteilung vom 7. November 2006 auf, aus welcher hervorgehe, dass die Versicherte kein Schleudertrauma erlitten habe. Die Adäquanzbeurteilung sei daher anhand der Kriterien für psychische Unfallfolgen vorzunehmen und in Anbetracht des als leicht zu qualifizierenden Unfallereignisses zu verneinen.