Citation: 9C_655/2021 E. 4.2

4.2. Das kantonale Gericht erwog, Art. 44 Abs. 1 letzter Satz Reglement sei dahingehend auszulegen, dass für die Anrechnung der Dauer der Lebensgemeinschaft an die Ehedauer ein gemeinsamer Haushalt erforderlich sei. Da mithin der Bezug der gemeinsamen Wohnung am 1. April 2014 den Beginn der Lebensgemeinschaft darstelle, resultiere bis zum Tod des Versicherten am xxx Februar 2019 eine Gesamtdauer (d.h. Ehe einschliesslich Lebensgemeinschaft mit gemeinsamem Haushalt) von weniger als fünf Jahren. Selbst wenn ein gemeinsamer Haushalt nicht vorausgesetzt wäre, ergäbe sich kein anderes Ergebnis, weil die Beziehung, wie sie vor dem 1. April 2014 bestanden habe, keine Lebensgemeinschaft im Sinne der Rechtsprechung sei. Während die Beschwerdegegnerin diesen vorinstanzlichen Erwägungen vollumfänglich beipflichtet, vertritt die Beschwerdeführerin den Standpunkt, Art. 44 Abs. 1 letzter Satz Reglement setze nach richtiger Auslegung keinen gemeinsamen Haushalt voraus. Zudem habe sie im vorinstanzlichen Verfahren rechtsgenüglich aufgezeigt, dass zwischen ihr und dem Versicherten spätestens seit Anfang 2014 in persönlicher, wirtschaftlicher und örtlicher Hinsicht eine Beziehung bestanden habe, die als Lebensgemeinschaft zu qualifizieren sei.