Citation: 2C_81/2023 E. 7.3

7.3. Die Vorinstanz beschränkt die Sachverhaltsermittlung in der vorliegenden Angelegenheit auf die für die Beschwerdeführerinnen relevanten und von diesen anerkannten fünf Drittlandstrecken (vgl. E. 8.4.8 des angefochtenen Urteils). Sie stellt fest, dass allen Mitgliedern des "L1.________" im Nachgang zu den diversen ausgewerteten "Informationsrunden" die Protokolle der "L1.________"-Treffen über deren Internetseite grundsätzlich zugänglich gewesen seien (vgl. E. 11.2.1-11.2.12 des angefochtenen Urteils). Beim "L1.________" handle es sich, ohne dass die Beschwerdeführerinnen dem widersprächen, um eine einfache Gesellschaft im Sinne von Art. 530 OR, die gemäss den Statuten unter anderem bezwecke was folgt: "To anticipate, prevent and if necessary, solve air cargo related problems, that have a general relevance to members of the partnership" (vgl. E. 11.4.1 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdeführerinnen seien im "L1.________" mit zwei Mitarbeitenden vertreten gewesen und stellten nicht in Abrede, dass sie als Mitglieder des "L1.________" gewusst hätten, dass die Protokolle der Treffen ab Oktober 2001 auf der Internetseite einsehbar gewesen seien (vgl. E. 11.2.12 des angefochtenen Urteils). Mit Bezug auf die Nicht-Kommissionierung von Zuschlägen berücksichtigt die Vorinstanz überdies, dass O1.________, der Verband P1.________, am 30. Mai 2005 verschiedene Luftverkehrsunternehmen angeschrieben habe, um Kommissionen auf Zuschlägen zu fordern, und dass der "L1.________" am 6. Juni 2005 alle Mitglieder, darunter auch die Beschwerdeführerinnen, für den 17. Juni 2005 zu einer informellen Besprechung zu dieser Thematik eingeladen habe. Daraufhin seien diverse E-Mails versendet worden, in deren Verteiler auch die Beschwerdeführerinnen aufgeführt gewesen seien (vgl. E. 12.1.4 S. 110 f. und E. 12.2 S. 119 des angefochtenen Urteils).