Citation: 8C_369/2021 E. 7.2.2

7.2.2. Der Beschwerdeführerin war es trotz ihres Geburtsgebrechens möglich, mit der Schreinerlehre im Jahr 1997 eine Ausbildung erfolgreich abzuschliessen. Aus den Akten geht nicht hervor, dass der Schreinerberuf damals eine unangepasste Tätigkeit gewesen wäre. Vielmehr gab die Beschwerdeführerin im Rahmen der asim-Begutachtung an, in diesem Beruf nie gearbeitet zu haben, da sie sich während des letzten Lehrjahrs von einem Maschinisten schikaniert gefühlt habe. Es ist nicht erstellt, dass die Beschwerdeführerin bis zur gutachterlich attestierten Arbeitsunfähigkeit als Fleischverpackerin und Reinigungskraft per November 2010 nicht auch als Schreinerin hätte arbeiten können. Dies umso weniger, als sie gemäss ihren Angaben im Rahmen der asim-Begutachtung seit Dezember 2006 bis Mai 2010 in der Acryl-Glasverarbeitung tätig war, wo sie Acrylglas geformt, in einen Ofen geschoben und danach mit einer Bandsäge zugeschnitten, gebohrt und poliert hat. Nach dem Gesagten liegen invaliditätsfremde Gründe für das damalige Nichtarbeiten als Schreinerin vor, weshalb die Beschwerdeführerin nicht als Frühinvalide zu betrachten ist (vgl. auch Urteil 9C_276/2017 vom 23. April 2018 E. 5.2.2). Ihre Einwände, die diesen Aspekt ausser Acht lassen, vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern.