Citation: 4A_469/2024 E. 3

Die Vorinstanz verneinte das Vorliegen einer gültigen Abtretung. Sie erwog, die Beschwerdeführerin stütze ihr Hauptbegehren auf eine Abtretung nach Art. 260 SchKG. Diese Bestimmung bilde ein betreibungs- und prozessrechtliches Institut sui generis, mit dem die Prozessführungsbefugnis übertragen werde. Der Abtretungsgläubiger handle als Prozessstandschafter zwar im eigenen Namen, auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko; er werde aber durch die Abtretung nicht Träger des abgetretenen Anspruchs. Die Prozessführungsbefugnis sei eine Prozessvoraussetzung, die das Gericht von Amtes wegen zu prüfen habe. Vorliegend habe das Konkursamt Zug gestützt auf Art. 260 SchKG die Ab.________ Co. Ltd. ermächtigt, verschiedene Ansprüche aus der Konkursmasse der K.________ AG geltend zu machen. Indessen habe die Beschwerdeführerin nicht nachgewiesen, dass die Ab.________ Co. Ltd. diese Ansprüche später an die Beschwerdeführerin weiter abgetreten habe. Zwar stütze sich die Beschwerdeführerin auf eine Abtretungsanzeige, welche N.________ im Namen der Ab.________ Co. Ltd. unterzeichnet habe. Indessen habe die Beschwerdeführerin im erstinstanzlichen Verfahren nicht rechtsgenügend behauptet, dass N.________ für die Ab.________ Co. Ltd. zeichnungsberechtigt sei. Das Kantonsgericht habe nicht von sich aus prüfen müssen, ob sich ihre Zeichnungsberechtigung allenfalls aus Beilagen ergebe, welche die Beschwerdeführerin eingereicht habe. Soweit die Beschwerdeführerin Ansprüche der Konkursmasse der K.________ AG geltend mache, fehle ihr die Prozessführungsbefugnis. Folglich hätte das Kantonsgericht die Klage nicht abweisen dürfen, sondern hätte darauf nicht eintreten müssen. Bezüglich des Eventualbegehrens erwog die Vorinstanz, die Beschwerdeführerin mache damit zwar einen direkten Schaden der Ab.________ Co. Ltd. geltend. Indessen habe die Beschwerdeführerin auch hier den Nachweis der gültigen Abtretung von der Ab.________ Co. Ltd. an die Beschwerdeführerin nicht erbracht. Da diese ihre Gläubigerstellung nicht habe belegen können, sei ihre Klage mangels Aktivlegitimation abzuweisen.