Citation: 7B_53/2023 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdegegner brachten im vorinstanzlichen Verfahren vor, dass der Entsiegelungsantrag der Staatsanwaltschaft am 20. September 2022 via WebTransfer (in eingescannter Form, ohne Originalunterschrift und qualifizierte elektronische Signatur) beim Zwangsmassnahmengericht eingegangen sei. In der Folge sei die Staatsanwaltschaft telefonisch aufgefordert worden, das Original nachzureichen, was nicht mittels Telefonnotiz festgehalten worden sei. Das Original des Entsiegelungsantrages sei daraufhin als "act. 1" zu den Akten genommen und mit dem Eingangsstempel des ursprünglichen Eingangs des Entsiegelungsantrages versehen worden. Aufgrund des am Entsiegelungsantrag mit Originalunterschrift angehefteten Übermittlungszettels sei klar ersichtlich, dass diese Urkunde nachgereicht worden sei. In den Akten habe sich zunächst nur der eingescannte Entsiegelungsantrag befunden, bevor der nachgereichte Antrag mit Originalunterschrift hinzugekommen sei; der zuerst eingereichte Entsiegelungsantrag sei nunmehr als "Doppel" von "act. 1" als " (act. 1) " zu den Akten genommen worden. Bei der späteren Akteneinsicht der Verteidigung des Beschwerdeführers sei das Doppel, " (act. 1) ", aus den Akten genommen worden, was dem Vorgehen der Kanzlei-Praxis entspreche.