Citation: U 90/04 16.02.2005 E. 3

Für die Annahme, die Beschwerdeführerin habe beim zweiten Vorfall ein HWS-Schleudertrauma erlitten, ist die Aktenlage zu dürftig. Eine solche Diagnose war in den Berichten der Klinik X.________ vom 18. Oktober 2000 und 20. November 2000 noch gar nicht aufgeführt, sondern es wurde jeweils ein "Status nach Verkehrsunfall am 14. August 2000 mit Schmerzexazerbation" angegeben. Erst im Gutachten vom 3. Dezember 2002 erwähnte die Klinik X.________ einen "Status nach Verkehrsunfall am 14. August 2000 mit HWS-Distorsion". Diese Diagnose wurde offenbar zunächst nicht gestellt, weil der zweite Unfall zu keiner klaren gesundheitlichen Beeinträchtigung führte. Da das Gutachten eine vorübergehende Exazerbation der Beschwerden bestätigt, ist davon auszugehen, dass der Verkehrsunfall eine temporäre Verschlimmerung des auf den ersten Unfall zurückzuführenden Vorzustandes bewirkte. Im weiteren Verlauf trat die psychische Komponente in den Vordergrund. Auch nach dem Gutachten bewirkte die (fragliche) "HWS-Distorsion wahrscheinlich leichteren Ausmasses" vornehmlich eine Akzentuierung und Persistenz der sich schon vor dem zweiten Unfallereignis abzeichnenden psychischen Entwicklung. Mangels eines ausgewiesenen Schleudertraumas oder einer äquivalenten Verletzung hat die Vorinstanz die Adäquanz zu Recht nach der Methode bei psychischen Störungen nach einem Unfall gemäss BGE 115 V 138 Erw. 6 beurteilt und verneint. Angesichts der geringfügigen Beschädigungen am Fahrzeug der Beschwerdeführerin und auf Grund einer Gesamtwürdigung der gesicherten Fakten ist sie dabei richtig von einem leichten Unfall ausgegangen.