Citation: I 752/05 27.06.2006 E. 5

Im zweiten Einspracheentscheid vom 14. Juni 2005 hat die IV-Stelle ihre am 3. März 2005 ergangene Verfügung bestätigt. Darin hatte sie das im Januar 2005 eingereichte erneute Leistungsbegehren als Neuanmeldung behandelt und war darauf mit der Begründung, es sei keine rentenrelevante Veränderung glaubhaft gemacht, nicht eingetreten. Das dargelegte Vorgehen der Verwaltung ist nicht rechtmässig. Ein erneutes Rentenbegehren kann nicht als Neuanmeldung durch Nichteintreten oder materielle Entscheidung behandelt werden, wenn über das vorangegegangene Rentenbegehren resp. über die Befristung der Rente noch nicht rechtskräftig befunden wurde. Der - an die Stelle der Verfügung vom 3. März 2005 getretene (BGE 130 V 425 Erw. 1 mit Hinweis auf BGE 119 V 350 Erw. 1b) - Einspracheentscheid vom 14. Juni 2005 ist daher, auch wenn sich der Beschwerdeführer dazu letztinstanzlich nicht mehr äussert, von Amtes wegen aufzuheben. Das hat letztinstanzlich zu geschehen, da das kantonale Gericht davon trotz der vom Versicherten auch gegen diesen Einspracheentscheid erhobenen Beschwerde abgesehen hat. Im angefochtenen Entscheid findet sich hiefür die nicht überzeugende Begründung, die Verfügung vom 3. März 2005 bilde nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens, und es sei vielmehr davon auszugehen, dass der Versicherte mit der "Anmeldung" vom Januar 2005 gegen den Einspracheentscheid vom 22. Dezember 2004 habe Beschwerde führen wollen.