Citation: U 202/00 16.08.2001 E. 1

1.- a) In formellrechtlicher Hinsicht rügt der Beschwerdeführer eine vorinstanzliche Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes bezüglich der medizinischen Gutachten, namentlich des Berichts des Dr. A.________ vom 27. Januar 1997. Das kantonale Gericht habe auch Beweise willkürlich gewürdigt, da dieses ohne Vorliegen einer gegenteiligen ärztlichen Meinung zum Schluss gelangt sei, das Gutachten der Neurologischen Poliklinik des Spitals X.________ vom 7. Februar 1999 sei nicht stichhaltig. Zudem sei der vorinstanzlich eingereichte Bericht des Psychiaters Dr. H.________ vom 22. April 1999, nicht genügend gewürdigt worden. b) Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, indem Verwaltung und Sozialversicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts zu sorgen haben (BGE 120 V 360 Erw. 1a). Nach dem im Verwaltungsverfahren geltenden Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 40 BZP in Verbindung mit Art. 19 VwVG; Art. 95 Abs. 2 OG in Verbindung mit Art. 113 und 132 OG) haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich der richterlichen Beweiswürdigung von Arztberichten ist festzuhalten, dass entscheidend ist, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 122 V 160 Erw. 1c; siehe auch BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis). Das kantonale Gericht hat sämtliche Gutachten umfassend gewürdigt und dargelegt, warum es sich auf die eine und nicht auf die andere medizinische Aussage stützte. Aus den Akten ist nicht ersichtlich, inwiefern es dabei den Untersuchungsgrundsatz verletzt oder die Beweise willkürlich gewürdigt haben soll, zumal die Vorinstanz bei der Verneinung der natürlichen Kausalität bezüglich der HWS-Problematik lediglich als ein Kriterium unter weiteren berücksichtigte, dass die HWS-Beschwerden erst rund drei Jahre nach dem Unfall erstmals geklagt wurden und Dr. A.________ sich sehr vorsichtig über einen möglichen natürlichen Kausalzusammenhang der HWS-Beschwerden und des allenfalls daraus resultierenden Schwankschwindels äusserte (Bericht vom 27. Januar 1997). Das kantonale Gericht konnte daher ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes davon absehen, beim nämlichen Arzt einen ergänzenden Bericht einzuholen. c) Nach ständiger Rechtsprechung sind für die Beurteilung der vom Versicherten vorliegend geltend gemachten Leistungsansprüche die tatsächlichen Verhältnisse im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides massgebend (BGE 116 V 248 Erw. 1a; vgl. auch BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen). Die nach dem 24. Oktober 1997 eingegangenen Stellungnahmen der Neurologischen Poliklinik des Spitals X.________ vom 7. Februar 1999 und des Psychiaters Dr. H.________ vom 22. April 1999 sind für die Beurteilung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde daher insofern unbeachtlich, als sie sich auf die aktuelle Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beziehen, sodass auch das kantonale Gericht zu Recht nicht darauf abstellte.