Citation: 7B_891/2024 E. 2.6.3

2.6.3. Weiter erwägt die Vorinstanz, wenn man den Ausführungen des Beschwerdeführers folge, dass die Massagen sexueller Natur gewesen seien, dann sei anzumerken, dass gerade das Vorspielen von Liebe und das Ausüben von Zärtlichkeit zum Angebot einer Sexarbeiterin gehöre. Zudem sei notorisch, dass Sexarbeiterinnen unter einem Pseudonym arbeiteten. Auch mit der Angabe eines falschen Geburtsdatums wäre in diesem Fall zu rechnen gewesen. Genauso wenig dürfe es einen Klienten erotischer Dienstleistungen erstaunen, dass die Sexarbeiterin ihn beim ersten Treffen nicht beim Vornamen, sondern mit "Schatz" anspreche oder ihn "den für sie richtigen Mann" nenne. Auch aus dem Umstand, dass eine Sexarbeiterin länger als vereinbart beim Freier bleibe, lasse sich nichts ableiten. Ebenso wenig überzeugten die Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach die Beschwerdegegnerin 2 ihn bewusst zum Abbruch der Beziehung habe bewegen wollen, indem sie ihn am 17. November 2022 nicht mit einer Umarmung, sondern mit Wangenküssen begrüsst und ihm später erklärt habe, sie wolle nicht mit ihm nach Deutschland auswandern.