Citation: 6B_267/2023 E. 3.3

3.3. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, dringt nicht durch. Er beanstandet die vorinstanzliche Feststellung, wonach er die angebliche Angriffssituation wechselhaft und widersprüchlich geschildert habe. Er mutmasst, es sei fraglich, ob die Vorinstanz unabhängig von den Erwägungen der Erstinstanz entschieden habe oder ob sie sich einfach auf deren Feststellungen verlassen habe. Damit ergeht er sich in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am vorinstanzlichen Beweisergebnis. Weiter trägt er etwa vor, es sei durchaus möglich, dass er aufgrund von Stress oder anderen Faktoren Schwierigkeiten gehabt habe, sich an jedes Detail zu erinnern, was in hektischen Wahrnehmungssituationen und bei kurzen Wahrnehmungsdauern nicht ungewöhnlich sei. Damit übersieht er, dass die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung nicht schon dann willkürlich ist, wenn eine andere Lösung oder Würdigung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint. Abgesehen davon ist die sorgfältige vorinstanzliche Beweiswürdigung ohnehin plausibler als die Version des Beschwerdeführers. Sodann wendet sich der Beschwerdeführer gegen die rechtliche Qualifikation seiner Tat als schwere Körperverletzung. Er macht geltend, eine abschliessende Beurteilung der Verletzungen sei nicht möglich, da B.________ rund zwei Jahre nach der Tat bei einer anderen Schiesserei getötet worden sei. Dabei übergeht er die überzeugende vorinstanzliche Erwägung, wonach offen bleiben kann, ob B.________ arbeitsunfähig geblieben wäre, wenn er am 8. Juni 2021 nicht erschossen worden wäre. Denn er sei wegen der geschilderten Beeinträchtigungen während zwei Jahren arbeitsunfähig gewesen. Mit Blick auf die langwierige Rekonvaleszenz und die psychischen Beeinträchtigungen bejaht die Vorinstanz eine schwere Körperverletzung auch gestützt auf die Generalklausel nach Art. 122 Abs. 3 StGB. Der Beschwerdeführer übersieht, dass das Bundesgericht nur mit einer gewissen Zurückhaltung und nicht ohne Not von einer solchen Auffassung der Vorinstanz abweicht (BGE 129 IV 1 E. 3.2 S. 3; 115 IV 17 E. 2a und b; Urteile 6B_20/2021 vom 17. März 2021 E. 2.2; 6B_115/2018 und 6B_116/2018 vom 30. April 2018 E. 4.3). Jedenfalls kann entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers nicht gesagt werden, dass eine Wiederaufnahme der Arbeit wahrscheinlich gewesen wäre.