Citation: 8C_243/2023 E. 7.3

7.3. Die medizinisch ausgewiesene Leistungsminderung bei vollzeitlicher Präsenz in leidensangepasster Tätigkeit begründet unter dem Aspekt des Beschäftigungsgrades praxisgemäss keinen leidensbedingten Tabellenlohnabzug (vgl. zuletzt etwa Urteile 9C_360/2022 vom 4. November 2022 E. 4.3.3; 8C_627/2021 vom 25. November 2021 E. 5.1 und 5.2; 9C_283/2020 vom 17. August 2020 E. 7.2.2; 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.3; zum Teilzeitabzug: Urteil 8C_729/2019 vom 25. Februar 2020 E. 5.3.3.1). Per 1. Januar 2022 (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705 und 706, BBl 2017 2535) und per 1. Januar 2024 (Änderung vom 18. Oktober 2023, AS 2023 635) sind Neuerungen des IVG und der IVV in Kraft getreten. Gemäss der bis 31. Dezember 2023 geltenden Fassung von Art. 26bis Abs. 3 IVV werden vom statistisch bestimmten Invalideneinkommen 10 % für Teilzeitarbeit abgezogen, sofern die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit von 50 % oder weniger tätig sein kann. Nach der zuletzt in Kraft getretenen Änderung hat in diesem Fall ein Abzug von 20 %, ansonsten eine 10%ige Kürzung zu erfolgen. In seinem erläuternden Bericht zu den Ausführungsbestimmungen zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung per 1. Januar 2022 (Weiterentwicklung der IV, nach Vernehmlassung, S. 54) führte das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV dazu aus, es spiele keine Rolle, ob es sich bei der versicherten Person um eine vollerwerbstätige oder um eine teilerwerbstätige Person handle.