Citation: 8C_66/2024 E. 6.2.2

6.2.2. Das BSV hat in Ziff. 3017 KSH für Kinder mit schwerer Hörschädigung als Voraussetzung für den Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades u.a. statuiert, dass trotz Hilfsmittel kein genügendes Sprachverständnis erreicht wird (vgl. auch KSH Anhang I). Im von der Beschwerdeführerin angerufenen Schreiben vom 17. April 2023 legte das BSV dar, die in Ziff. 3016 KSH statuierten Grenzen der Hörbarkeit (vgl. E. 5.1 hiervor) korrespondierten mit den Werten ohne ein Hörgerät. Wenn das Kind diese Grenze erreiche, habe es aber nicht automatisch Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung. Vielmehr müsse es die in Ziff. 3017 KSH aufgeführten Kriterien erfüllen. Insbesondere müsse das Kriterium des Sprachverständnisses mit dem Hörgerät gemessen werden. In den meisten Fällen sei dies gleichbedeutend mit dem Erreichen der Schwellenwerte gemäss Ziff. 3016 KSH mit einem Hörgerät. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, inwiefern diese vom BSV vorgenommene Konkretisierung des Art. 37 Abs. 3 lit. d IVV, wonach der Hörverlustgrad bei Kindern aufgrund der Hörwerte unter Einsatz des Hörgeräts zu ermitteln und dabei massgebend ist, ob ein genügendes Sprachverständnis erreicht wird, sachlich nicht gerechtfertigt bzw. gesetzes- und verordnungswidrig sein soll (vgl. E. 2.2 hiervor). Ihr blosses Vorbringen, das ungenügende Sprachverständnis müsse als Konkretisierung eines unbestimmten Rechtsbegriffs verstanden werden, womit das BSV eine einheitliche Verwaltungspraxis in Bezug auf die Gewährleistung der Kontaktpflege sicherstellen wolle, lässt Ziff. 3017 KSH jedenfalls nicht als bundesrechtswidrig erscheinen.