Citation: 2C_1055/2019 E. 3.2.3

3.2.3. Das Bundesgericht hat in seiner jüngsten Praxis verschiedentlich festgehalten, dass ein Grundstück unmittelbar vom (landwirtschaftlichen) Geschäftsvermögen der selbständig erwerbstätigen Person in das Privatvermögen des (nicht selbständig erwerbstätigen) Erwerbers bzw. in das Geschäftsvermögen des (selbständig erwerbstätigen) Erwerbers übergehe (Urteile 2C_368/2019 vom 13. März 2020 E. 2.2.4; 2C_317/2018 vom 14. Februar 2020 E. 2.3.3; 2C_993/2017 vom 5. Oktober 2018 E. 3.2). Wenn das Grundstück - wie hier - auch weiterhin unter dem Schutz des bäuerlichen Bodenrechts steht, muss dies ganz besonders gelten. Im vorliegenden Fall bedeutet dies, dass die streitbetroffenen Grundstücke zwar vom Gesamteigentum der Erbengemeinschaft in das Alleineigentum der Übernehmerin gelangt, aufgrund der unveränderten technisch-wirtschaftlichen Funktion aber vom einen Geschäftsvermögen unmittelbar in das andere Geschäftsvermögen getreten sind. Dies steht einer steuersystematischen Realisation im Sinne von Art. 12 Abs. 2 lit. b StHG bzw. § 3 Abs. 1 Ziff. 6 GGStG/LU entgegen (vorne E. 2.1). Eine irgendwie geartete Veräusserung im Vermögen der Übernehmerin liegt nicht vor.