Citation: 2C_378/2015 E. 2.3

2.3. Unter Berücksichtigung dieser Rechtsprechung hat der vorliegende Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers als verhältnismässig zu gelten: Die Vorinstanz hat den genannten Aspekten angemessen Rechnung getragen und die gegensätzlichen Interessen der Öffentlichkeit und des Beschwerdeführers korrekt gegeneinander abgewogen. Der Beschwerdeführer wurde wegen Handels und Transports erheblicher Mengen von Kokain, Haschisch und Streckmitteln zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt; dieses Strafmass widerspiegelt das schwere Verschulden, welches dem Beschwerdeführer zur Last gelegt wurde. Das öffentliche Interesse an einer Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz ist, wie oben dargelegt (E. 2.2), praxisgemäss hoch. Der Beschwerdeführer hat im Erwachsenenalter und aus rein finanziellen Motiven die Gesundheit einer Vielzahl von Menschen gefährdet. Auch die zahlreichen, zwischen 2007 und 2012 begangenen Verstösse gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung, das Abspeichern verbotener Gewaltdarstellungen aus dem Internet auf seinem persönlichen Mobiltelefon und das Mitführen einer unter dem Fahrsitz griffbereiten Teleskop-Schlagrute lassen darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer grundlegend Mühe damit bekundet, sich an die Rechtsordnung zu halten. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer seit seiner erst kürzlich erfolgten Entlassung aus dem Strafvollzug am 1. Januar 2015 nicht wieder delinquiert hat, fällt nicht massgeblich ins Gewicht, zumal dieses Wohlverhalten unter dem Druck eines ausländerrechtlichen Bewilligungsverfahren zu erwarten war (Urteil 2C_888/2012 vom 14. März 2013 E. 4.2.4). Negativ zu berücksichtigen ist weiter, dass der Beschwerdeführer seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber der öffentlichen Hand und der Krankenkasse in erheblichem Ausmass nicht nachgekommen ist. Das durch dieses Verhalten begründete öffentliche Interesse an seiner Fernhaltung wird durch sein privates Interesse, in der Schweiz zu verweilen, nicht aufgewogen. Das Gericht verkennt nicht, dass sich der Beschwerdeführer seit über 15 Jahren in der Schweiz aufhält und seine Familienangehörigen sowie seine Verlobte hier leben. Er hat jedoch die prägenden Abschnitte seiner Kindheit im Kosovo verbracht, beherrscht die Landessprache und ist in den vergangenen Jahren regelmässig, insbesondere für den Besuch von Familienangehörigen, dorthin zurückgereist. Der Beschwerdeführer befindet sich insbesondere nicht in einer mit sogenannten Angehörigen der zweiten Generation vergleichbaren Situation, die hier geboren, aufgewachsen und sozialisiert worden sind und die, abgesehen von einer nicht mehr gelebten Staatsbürgerschaft und der im Familienkreis erlernten Sprache dieses Heimatstaates, nichts mehr mit diesem verbindet (vgl. Urteile 2C_896/2014 vom 25. April 2015 E. 2.3; 2C_166/2013 vom 12. November 2013 E. 2.3; 2C_224/2013 vom 27. November 2013 E. 2.3; für eine Übersicht über die Rechtsprechung zur Interessenabwägung bei Ausländern der zweiten Generation vgl. Urteil 2C_28/2012 vom 18. Juli 2012 E. 3.4). Der Schluss der Vorinstanz aus diesen Sachverhaltselementen auf eine Vertrautheit des Beschwerdeführers mit den dortigen Gepflogenheiten sowie auf eine Zumutbarkeit der Rückreise und der Wiedereingliederung in die kosovarische Gesellschaft ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerde wegen Unverhältnismässigkeit der aufenthaltsbeendenden Massnahme erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.