Citation: 6B_530/2020 E. 1.1

1.1. Die beiden Beschwerdegegner haben als Organe der C.________ SA im Verlauf der Jahre 2008 und 2009 von verschiedenen Personen Kapital in der Höhe von mehreren Mio. Franken und Euro (Fr. 2.52 Mio. und EUR 4.45 Mio. von Drittanlegern sowie Fr. 1.126 Mio. und EUR 909'000.-- von den Gründungsaktionären der C.________ SA) entgegengenommen. Die Geldüberweisungen dieser Personen erfolgten jeweils zwecks Teilnahme an hochrentablen Tradingprogrammen, bei welchen das eigene Kapital angeblich nur nachgewiesen werden müsse, ohne es vom eigenen Konto zu bewegen (in casu ist in diesem Zusammenhang von "Blockierung" die Rede), womit auch ein Kapitalverlust unmöglich sei. Konkret wurde mit den Anlegern vereinbart, dass die von ihnen der C.________ SA zur Verfügung gestellten Gelder zu keinem Zeitpunkt in die Verfügungsmacht eines Dritten gelangen, für die Dauer von 18 Monaten auf einem auf die C.________ SA lautenden Bankkonto zwecks "Blockierung" sicher deponiert werden und bis zum Rückzahlungstermin stets unter der Verfügungsmacht der C.________ SA verbleiben sollen. Während die Beschwerdegegner den Geldgebern ausdrücklich keine Rendite zusicherten, garantierten sie ihnen eine Rückzahlung des gesamten Anlagekapitals nach 18 Monaten. Verluste sollten demnach ausgeschlossen sein. Für sämtliche Anleger waren der vereinbarte Verwendungszweck und die garantierte Rückzahlung des von ihnen überwiesenen Kapitals von zentraler Bedeutung für ihren Entscheid, ihre Vermögenswerte der C.________ SA anzuvertrauen (vgl. angefochtenes Urteil S. 13 f.).