Citation: 6B_1416/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, der Einwand, es sei zu geheimen und nicht protokollierten Gesprächen zwischen Mitbeschuldigten und der Staatsanwaltschaft gekommen, könne gestützt auf die Akten beurteilt werden. Weitere Einvernahmen oder der Beizug von Honorarnoten seien nicht notwendig. Zu erwähnen sei zudem, dass sich in Honorarnoten wohl kaum Vermerke zu geheimen Gesprächen finden lassen würden. Die Vorinstanz verweist auf die erstinstanzlichen Erwägungen und nennt weitere Umstände, woraus erhelle, dass die Staatsanwaltschaft keinerlei Druck ausgeübt habe und die Akten vollständig seien und keiner weiteren Erhebungen bedürfen. So habe etwa der Mitbeschuldigte H.________ ausdrücklich bestätigt, weder vom Staatsanwalt noch von anderen Personen unter Druck gesetzt worden zu sein, um Aussagen zu machen (vgl. angefochtenes Urteil, E. I. 3. S. 13). Die Aussagen von I.________, so die Vorinstanz weiter, seien verwertbar. Es habe eine staatsanwaltschaftliche Konfrontationseinvernahme mit dem Beschwerdeführer stattgefunden, anlässlich welcher er seine Rechte habe wahren können. I.________ sei Jurist und kenne die strafprozessualen Regeln, insbesondere die Voraussetzungen des abgekürzten Verfahrens. Zudem sei er bei sämtlichen Einvernahmen anwaltlich verteidigt gewesen. Eine Drucksituation könne daher von vornherein nicht bestehen, wenn die Gesetzesbestimmungen befolgt würden, was vorliegend der Fall sei. Konkrete Umstände, aus denen das Gegenteil hervorgehe, mache der Beschwerdeführer nicht geltend. I.________ habe nur ein Geständnis abgeben können, indem er auch Aussagen über seine Mittäter, mithin auch über den Beschwerdeführer und dessen Beteiligung an den Cannabiseinfuhren, gemacht habe. Dabei habe er sich massiv selbst belastet. Dass er als Mittäter gelte, sei ihm von Anfang an bewusst gewesen und vorgehalten worden. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers habe sich I.________ mit dessen Geständnis in erster Linie selbst und infolge der Mittäterschaft auch den Beschwerdeführer belastet. Die Aussagen von I.________ seien glaubhaft. Schon an der polizeilichen Einvernahme vom 4. September 2017 habe er zugegeben, von den Betäubungsmitteleinfuhren gewusst zu haben. I.________ habe sodann keinerlei Garantie dafür gehabt, dass die Staatsanwaltschaft einem abgekürzten Verfahren zustimme und dieses in der Folge vom Gericht genehmigt werde (vgl. angefochtenes Urteil, E. II. 2.1.1 S. 21 ff.).