Citation: 6B_430/2012 E. 3.4.1

3.4.1. Der Zeitablauf ist bei der Einziehung respektive der Festsetzung einer staatlichen Ersatzforderung grundsätzlich einzig unter dem Gesichtspunkt der Verjährung relevant. Das Recht zur Einziehung ist im vorliegenden Fall weder nach dem alten noch nach dem neuen, seit 1. Oktober 2002 geltenden Verjährungsrecht verjährt, da weder im Zeitpunkt der Ausfällung des angefochtenen Urteils noch zur Zeit der Ausfällung des erstinstanzlichen Entscheids die Verjährungsfrist, die angesichts der Anlasstat der qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung in Bereicherungsabsicht (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 3 StGB) altrechtlich absolut 15 Jahre und neurechtlich ebenfalls 15 Jahre beträgt, verstrichen war.