Citation: 5P.414/2004 22.03.2005 E. 1

Während es sich beim Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsverfahren um Endentscheide handelt (BGE 100 Ia 12 E. 1 S. 14), trifft dies für vorsorgliche Massnahmen im Abänderungsverfahren nicht zu, denn erst mit dem Abänderungsurteil selbst wird definitiv darüber befunden, ob die Unterhaltsbeiträge mit Wirkung ab Einreichung der Abänderungsklage herabgesetzt werden oder nicht. Beim Entscheid darüber, ob provisorisch bereits eine Herabsetzung zu erfolgen hat, handelt es sich um einen Zwischenentscheid (Art. 87 Abs. 2 OG). Dieser hat aber nicht wieder gutzumachende Nachteile rechtlicher Natur zur Folge (dazu BGE 122 I 39 E. 1a/bb S. 42; 126 I 207 E. 2 S. 210), die nach der Rechtsprechung darin liegen können, dass dem Beschwerdeführer für eine bestimmte Zeit die Verfügungsmacht über Vermögensbestandteile entzogen bleibt (BGE 93 I 401 E. 2 S. 402 f.; 96 I 629 E. 2b S. 634; 105 Ia 318 E. 2a S. 320 f.). Gegen die Abweisung eines Begehrens um einstweilige Herabsetzung bzw. Aufhebung geschuldeter Unterhaltsbeiträge ist die staatsrechtliche Beschwerde daher zulässig. Gleiches gilt mit Bezug auf die nicht einstweilig aufgehobene Schuldneranweisung.