Citation: 8C_649/2023 E. A

A.a. Die 1992 geborene A.________ ist seit 4. März 2013 verheiratet und Mutter zweier Kinder (geboren am 4. August 2014 und 10. Juli 2017). Sie befand sich im ersten Lehrjahr als Detailhandelsassistentin bei der B.________ GmbH als sie am 29. März 2010 aus dem Badezimmerfenster der elterlichen Wohnung im vierten Stockwerk zirka 6,2 Meter tief auf eine darunter liegende Terrasse stürzte. Dabei zog sie sich diverse Frakturen an den Lendenwirbelkörpern (LWK), am Becken und an beiden Beinen zu. Anfänglich bestand eine sensomotorisch komplette Paraplegie sub Th11 mit partieller Innervation bis L3 beidseits. Die Steh- und Gehfähigkeit konnte A.________ in der Folge mit Tragen von Orthesen teilweise wieder erreichen. Für längere Strecken blieb sie auf den Rollstuhl angewiesen. Am 10. Juni 2010 meldete sie sich unter Hinweis auf die seit dem Unfall bestehenden Beschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht sprach ihr die IV-Stelle Luzern diverse Leistungen zu (so unter anderem eine Hilflosenentschädigung für Hilflosigkeit leichten Grades sowie die Übernahme der Kosten für Hilfsmittel und invaliditätsbedingte bauliche Änderungen an der Wohnung). Zudem erfolgte eine Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten. Mit Verfügung vom 11. November 2014 lehnte die IV-Stelle eine Kostengutsprache für berufliche Massnahmen ab und wies darauf hin, dass eine Rentenprüfung zur Zeit nicht in Frage komme. In teilweiser Gutheissung der dagegen geführten Beschwerde hob das Kantonsgericht Luzern diese Verfügung auf, soweit damit die Zusprache einer Rente verweigert wurde, und wies die Sache zur Prüfung des Rentenanspruchs an die Verwaltung zurück (Urteil vom 15. Juni 2015). Die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Helvetia) als zuständige Unfallversicherung sprach A.________ im Wesentlichen gestützt auf das Gutachten des Zentrums für Medizinische Begutachtung, Basel (ZMB), vom 15. September 2015 nebst anderem mit Wirkung ab 1. August 2014 eine Invalidenrente, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 32 %, zu (Verfügung vom 18. Januar 2017, bestätigt durch den Einspracheentscheid vom 31. Mai 2017). Letztinstanzlich legte das Bundesgericht den Invaliditätsgrad auf 38 % fest (Urteil 8C_560/2018, 8C_618/2018 vom 17. Mai 2019). A.b. Nach Beizug des durch die Helvetia veranlassten ZMB-Gutachtens sowie nach einer Haushaltsabklärung (Bericht vom 2. Februar 2021) und Durchführung dreier Vorbescheidverfahren bejahte die IV-Stelle einen befristeten Anspruch auf eine ganze Invalidenrente für die Zeit vom 1. März bis 31. August 2011 und vom 1. April bis 30. Juni 2020; bei der Berechnung des Invaliditätsgrades ging sie davon aus, dass A.________ im Gesundheitsfall nach der Geburt der zwei Kinder zu 100 % im Haushalt tätig wäre (Verfügung vom 6. April 2022).