Citation: 6B_759/2024 E. 4.1

4.1. Wie die Beschwerdeführerin zu Recht vorbringt, erweist sich die Feststellung der Vorinstanz, DNA-Spuren des Beschwerdegegners hätten sich lediglich im Vaginal-, nicht jedoch im Analabstrich von B.________ befunden, als akentwidrig. Gemäss dem Bericht des FOR vom 8. Dezember 2020 (kantonale Akten, act. D1/13/4) wurden im Vaginalabstrich Spermaspuren gefunden. Ab dem spermahaltigen Vaginalabstrich, der die Spurenbezeichnung PCN xx-xxxxxx-88 trägt, liess sich ein DNA-Mischprofil erstellen, zu dem mindestens zwei Personen beigetragen haben, eine davon ist B.________. Der Vergleich des DNA-Mischprofils mit dem DNA-Profil ihres Lebenspartners C.________ zeigt, dass Letzterer als Spurengeber ausgeschlossen werden kann. Im Analabstrich mit der Spurenbezeichnung PCN yy-yyyyyy-84 wurden vereinzelte Spermaköpfe gefunden. Der Bericht führt auf Seite 3 aus, ab dem Analabstrich habe ein inkomplettes DNA-Mischprofil erstellt werden können, welches in den vergleichbaren DNA-Systemen mit dem Mischprofil PCN xx-xxxxxx-88 (hier handelt es sich um den Vaginalabstrich) übereinstimme. Gemäss Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich vom 18. Juni 2021 (kantonale Akten, act. D1/13/12) ist die im Vaginalabstrich PCN xx-xxxxxx-88 enthaltene DNA-Spur zweifelsfrei dem Beschwerdegegner zuzuordnen, worauf auch die Vorinstanz richtigerweise hinweist (E. IV.A.5.1 des vorinstanzlichen Urteils). Daraus folgt jedoch gemäss den soeben erwähnten Ausführungen im Bericht des FOR vom 8. Dezember 2020 zum Analabstrich, dass auch die darin gefundene übereinstimmende DNA-Spur dem Beschwerdegegner zuzuordnen ist. Zu dieser Schlussfolgerung kam zu Recht auch die erste Instanz (E. II.2.2.1 des erstinstanzlichen Urteils). Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, auf die Aussagen von B.________ hinsichtlich Analverkehr könne nicht abgestellt werden, erweist sich daher als unhaltbar. Daran ändert auch der Einwand des Beschwerdegegners in seiner Vernehmlassung, Spermaspuren im Analbereich von B.________ könnten auch ohne anales Eindringen dorthin gelangt sein, sei doch der Vaginalverkehr unbestritten, nichts. Dabei kann offenbleiben, ob diese Erklärung für die festgestellten Spermaspuren im Analbereich plausibel ist, äussert sich doch die Vorinstanz dazu nicht, da sie von fehlenden Spermaspuren im Analabstrich ausgeht.