Citation: 5C.46/2003 16.04.2003 E. 3

Die Klägerin rügt, das Obergericht habe in Übereinstimmung mit dem Kantonsgericht die von ihr geltend gemachte Entführungsgefahr als gering eingeschätzt. Sie bringt dagegen verschiedene Argumente vor. Ob eine Entführungsgefahr besteht, ist eine auf Beweiswürdigung beruhende Tatfrage und kann im Rahmen der Berufung nicht kritisiert werden (BGE 127 III 248 E. 2c S. 252). Auf die diesbezüglichen Vorbringen der Klägerin kann deshalb nicht eingetreten werden. Das Gleiche gilt auch für die konnexen Einwände mit Bezug auf die medizinische Versorgung in Jugoslawien, denn neue Tatsachen sind unzulässig (E. 1.2 hiervor). In BGE 122 III 404 E. 4c/bb S. 413 wurde auf die Entführungsgefahr nur insoweit eingegangen, als die Sache zur Vervollständigung des Sachverhalts nach Art. 64 Abs. 1 OG zurückgewiesen wurde. Die Klägerin hat wohl eventualiter einen Rückweisungsantrag gestellt, doch wird dieser in keiner Weise begründet (zu den Begründungsanforderungen: BGE 119 II 353 E. 5c/aa S. 357).