Citation: 1A.258/2004 01.04.2005 E. A

Die Nationalstaatsanwaltschaft in Rotterdam führt ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen Y.________ wegen des Verdachts der Urkundenfälschung, Hehlerei und Geldwäscherei. Am 25. Juni 2004 ersuchte die Nationalstaatsanwaltschaft in Rotterdam die Schweiz um Rechtshilfe gestützt im Wesentlichen auf folgenden Sachverhalt: Y.________ sei durchschnittlich zweimal pro Monat nach England gereist, um dort für eine kriminelle Amsterdamer Gruppe Geld zu holen. Am 16. und 17. Oktober 2003 habe eine Person, die sich als Z.________ vorgestellt habe, die Wechselstube am Zentralbahnhof von Amsterdam angerufen und gesagt, sie wolle 4 Milliarden italienische Lire (Gegenwert ca. 1,9 Millionen Euro) wechseln. Die Person habe mitgeteilt, sie sei behindert, wohne in Belgien und könne daher nicht selber nach Amsterdam kommen. Am 20. April 2004 habe Y.________ die erwähnte Wechselstube angerufen und gefragt, ob er fünf Millionen US-Dollar in Stückelungen von 100 US-Dollar wechseln könne. Y.________ habe dabei gesagt, er habe die Geschäfte von Z.________ übernommen, der inzwischen verstorben sei. Am 25. Mai 2004 habe Y.________ die Wechselstube angefragt, ob er 4 Millionen britische Pfund wechseln könne. Am 27. Mai 2004 habe die Kriminalauskunftsgruppe des Nationalkriminalamtes einen Bericht verfasst, wonach Y.________ noch immer britische Pfund für die kriminelle Amsterdamer Gruppe wechsle; dabei handle es sich um Drogengeld. Die Einkommensverhältnisse von Y.________ hätten es ihm nicht erlaubt, über die angegebenen Beträge zu verfügen; er empfange wegen Arbeitsunfähigkeit Sozialhilfe. Z.________ sei am 12. März 2004 gestorben. Gegen diesen sei bis zu seinem Hinschied in Antwerpen eine strafrechtliche Untersuchung wegen des Verdachts der Geldwäscherei geführt worden. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Y.________ während der Krankheit bzw. Invalidität von Z.________ dessen Geschäfte übernommen habe. Am 1. Juni 2004 habe die Bank A.________ in den Niederlanden der dortigen Polizei gemeldet, es seien am 26. Mai 2004 6,4 Millionen Euro auf das Konto der Firma H.________ überwiesen worden; dies vom Konto Nr. 1.________ von X.________ bei der Bank B.________ in Zürich. Inhaber der Firma H.________ sei Y.________. Die Nationalstaatsanwaltschaft in Rotterdam ersuchte um Auskunft, ob vor der Überweisung der 6,4 Millionen Euro Geld auf das Konto von X.________ bei der Bank B.________ eingegangen sei, womit die genannte Überweisung finanziert worden sei; von wem dieses Geld stamme und von welchen Konten es überwiesen worden sei; wer Bevollmächtigter des Kontos Nr. 1.________ sei. Im Weiteren ersuchte die Nationalstaatsanwaltschaft um Herausgabe der Kontounterlagen für die Zeit von 2003 bis zum 15. Juni 2004.