Citation: 8C_351/2020 E. 4

Der Beschwerdeführer macht geltend, dass nebst der effektiven Unterrichtszeit von sechs Stunden auch der zusätzliche Lernaufwand zu berücksichtigen sei. Dass sein Sohn damit den hinsichtlich des Ausbildungsbegriffs geforderten gesamten Ausbildungsaufwand (hier umfassend den Schulunterricht, die Vor- und Nachbereitung sowie die Prüfungsvorbereitung) von mindestens 20 Stunden pro Woche erreichen würde, legt er nicht (substanziiert) dar. Ein solcher Aufwand ist zudem bereits im Hinblick auf den Umstand, dass sein Sohn eine Tätigkeit im Umfang von 80 % sucht, nicht überzeugend dargetan. Die Feststellung des kantonalen Gerichts, der Sohn widme sich nicht überwiegend einem Ausbildungsziel, da sein Ausbildungsaufwand die 20 Stunden pro Woche klar nicht erreiche, hält vor Bundesrecht stand. Inwiefern die vorinstanzlichen Feststellungen offensichtlich unrichtig oder bundesrechtswidrig sein sollen, ist nicht erkennbar. Einer weiteren Sachverhaltsabklärung bedurfte es diesbezüglich nicht, weshalb dem Gericht keine Verletzung der Untersuchungspflicht nach Art. 43 ATSG vorgeworfen werden kann. Wenn der Beschwerdeführer überdies einwendet, sein Sohn habe insofern keine Wahlmöglichkeit gehabt, als er für das Bestehen der theoretischen Lehrabschlussprüfung zwingend sechs Lektionen Berufsschule pro Woche habe absolvieren müssen, bis er die Prüfung nach einem Jahr Wartezeit wiederholen könne, ändert nichts daran, dass sich dieser zeitlich nicht überwiegend seiner Ausbildung widmete. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich erneut auf BGE 140 V 314 hinweist und einen analogen Sachverhalt erkennen will, legte bereits die Vorinstanz zutreffend dar, dass sich die beiden Fälle wesentlich voneinander unterscheiden. In BGE 140 V 314 orientierte sich das mit einem Repetenten der Lehrabschlussprüfung abgeschlossene Praktikum sowohl bei der Aufteilung zwischen praktischer Arbeit und Berufsschule als auch beim (bis zum Erhalt des Fähigkeitszeugnisses) festgesetzten Verdienst an einem ordentlichen Lehrverhältnis. Daher handelte es sich um eine systematische Vorbereitung auf den zu wiederholenden Berufsbildungsabschluss im Sinne der Absolvierung eines weiteren Lehrjahres (BGE 140 V 314 S. 320 E. 4.3.3). Der Beschwerdeführer kann demnach hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten, zumal sich sein Sohn nicht in einem Praktikum befindet. Fehl geht schliesslich der Einwand, die geringe Höhe der an seinen Sohn ausgerichteten Arbeitslosenentschädigung von rund Fr. 1000.- zeige, dass er nur Taggelder auf der Basis eines Lehrlingslohnes erhalte. Weshalb sich aus dem nach einem Pauschalansatz bemessenen Taggeld (Art. 23 Abs. 2 AVIG in Verbindung mit Art. 41 AVIV) ein überwiegender Ausbildungsaufwand für die konkret zu beurteilende Situation, in der der Sohn steht, ableiten liesse, ist nicht nachvollziehbar. Die in der Beschwerde erhobenen Einwendungen vermögen nach dem Gesagten allesamt nicht aufzuzeigen, inwiefern die vorinstanzlichen Erwägungen auf einer willkürlichen Sachverhaltsfeststellung oder anderweitigen Bundesrechtsverletzung beruhen (E. 1 hiervor). Damit hat es beim angefochtenen Entscheid sein Bewenden.