Citation: 8C_597/2019 E. A

A.a. A.________, geboren 1963, ist gelernter Metzger. Nach mehreren Jahren Tätigkeit in seinem Beruf erwarb er das Diplom eines technischen Kaufmanns. In der Folge übernahm er auch Stellen mit Führungsaufgaben und war mit dem Einkauf und Verkauf betraut. Während einiger Jahre war er als Aussendienstmitarbeiter bei Versicherungen angestellt. Zuletzt war er als Betriebsleiter bei der B.________ AG beschäftigt. Zusammen mit seiner Ehefrau hielt er zudem verschiedene Tiere, unter anderem vier Pferde. Geplant war, später auf bereits erworbenem Land eine Pferdepension zu führen. Am 25. August 2004 erlitt A.________ einen Unfall auf der Weide. Ein Pferd scheute und durchbrach ein Zauntor. Dieses wurde aus den Angeln gehoben und stürzte um. Dabei wurde A.________, der das Pferd beobachtet hatte, zu Boden gerissen und unter dem Tor eingeklemmt. Gemäss Bericht des Spitals C.________ vom 27. August 2004 zog er sich dabei ein Schädelhirntrauma, eine dislozierte Nasenbeinfraktur, eine Rissquetschwunde am linken Augenlid, eine Distorsion des linken oberen Sprunggelenks sowie multiple Schürfwunden zu. Weitere Untersuchungen ergaben zudem eine Orbitabodenfraktur links, die am 2. September 2004 im Spital D.________ operiert wurde. In der Folge klagte A.________ über neuropsychologische Defizite. Er stand deswegen in Behandlung bei Dr. phil. E.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie sowie für Psychotherapie FSP. Eine Abklärung dieser Defizite erfolgte Ende 2004 in der Klinik F.________ (Bericht vom 1. März 2005) sowie Ende 2006 durch Dr. phil. E.________. Im Juli 2005 meldete sich A.________ bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Sein Arbeitsverhältnis war inzwischen aufgelöst worden. Der Unfallversicherer liess A.________ in der Klinik G.________ untersuchen. Dres. med. H.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und I.________, Neurologie FMH, erstatteten ihre Gutachten nach interdisziplinärer Besprechung am 3. August 2007 beziehungsweise 26. Februar 2008. Die Abklärungen umfassten jeweils eine mündliche Exploration durch die beiden Fachärzte in der Klinik. Auf eine erneute neuropsychologische Untersuchung wurde verzichtet. Die Gutachter gingen davon aus, dass A.________ wegen mittelschwerer bis schwerer Unfallfolgen in der angestammten Tätigkeit derzeit vollständig arbeitsunfähig sei. Er kümmere sich um seine zweijährige Tochter. Zudem beschäftige er sich in seinem Reitstall mit den Pferden, wobei er jedoch von seiner als Lehrerin tätigen Ehefrau überwacht und angeleitet werden müsse. Die Gutachter diagnostizierten ein hirnorganisches Psychosyndrom. Sie gaben jedoch zu bedenken, dass zuverlässige echtzeitliche Abklärungen der von ihnen angenommenen Hirnschädigung nicht stattgefunden hätten. Die IV-Stelle Solothurn liess A.________ aus diesem Grund durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), Dr. phil. K.________, neuropsychologisch untersuchen. Dieser vermochte die gezeigten neuropsychologischen Defizite in Testverfahren nicht zu validieren. Gestützt auf die Einschätzung des RAD, Dr. med. L.________, Allgemeine Medizin FMH, wonach diese Defizite sehr wahrscheinlich auf ein psychoreaktives Geschehen zurückzuführen seien, sprach die IV-Stelle A.________ ab dem 1. August 2005 dennoch eine ganze Invalidenrente zu (Verfügung vom 13. Oktober 2008). A.b. Im Zuge eines von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahrens holte die IV-Stelle zunächst ein neuropsychologisches Gutachten des lic. phil. M.________ vom 27. Oktober 2016 ein. Zudem liess sie A.________ durch die interdisziplinäre medizinische Gutachterstelle MEDAS Zentralschweiz abklären. Gestützt auf deren Gutachten vom 7. Februar 2018 hob sie den Rentenanspruch mit Verfügung vom 13. November 2018 wiedererwägungsweise auf.