Citation: 2C_345/2023 E. B

Am 27. April 2018 gewährte das Migrationsamt des Kantons Schaffhausen der Familie das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Widerruf der erteilten Aufenthaltsbewilligungen EU/EFTA wegen der nicht (mehr) erfüllten Voraussetzungen des Aufenthaltsrechts. Am 2. März 2020 widerrief das Migrationsamt Schaffhausen die Aufenthaltsbewilligungen der Familie, wies sie aus der Schweiz weg, und forderte sie auf, die Schweiz bis zum 31. Mai 2020 zu verlassen (die Tochter H.A.________ blieb in der Verfügung unerwähnt). Den hiergegen erhobenen Rekurs wies der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen - nach mehrfachem Schriftenwechsel und zwischenzeitlicher Sistierung - mit Beschluss vom 1. März 2022 ab; ebenso das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Mit Beschwerde vom 23. März 2022 gelangte die Familie hiergegen an das Obergericht des Kantons Schaffhausen. Am 21. November 2022 ersuchten die Beschwerdeführer das Obergericht um Sistierung des Beschwerdeverfahrens um sechs Monate, um im Kanton St. Gallen hängige sozialversicherungsrechtliche Verfahren (betreffend Unfallversicherung und Invalidenversicherung) abzuwarten. Mit Entscheid vom 12. Mai 2023 wies das Obergericht des Kantons Schaffhausen das Sistierungsgesuch ab (Dispositivziffer 1). Gleichzeitig hiess es die Beschwerde teilweise gut und gewährte der Familie für das Verfahren vor dem Regierungsrat die unentgeltliche Verfahrensführung (Dispositivziffer 2 erster Teil). Im Übrigen wies es die Beschwerde ab (Dispositivziffer 2 letzter Satz), wobei es der Familie die unentgeltliche Rechtspflege für das Verfahren vor dem Obergericht gewährte (Dispositivziffer 3), und die Familie in der Folge von den ihr zugeschlagenen Kosten des Beschwerdeverfahrens (Fr. 900.--) einstweilen befreite (Dispositivziffer 4).