Citation: 9C_414/2023 E. 4.1

4.1. Gemäss den grundsätzlich verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen des kantonalen Gerichts erkrankte die Beschwerdeführerin am 14. Juli 2019 an einem akuten viralen Infekt mit gastroenterologischen Symptomen. Am 15. Juli 2019 war sie aufgrund dieses Infektes bettlägerig, fuhr jedoch am 16. Juli 2019 frisch genesen an eine Sitzung nach Bern. Im Rahmen dieser Sitzung wurde ihr für sie unerwartet eröffnet, dass ihr per 31. Juli 2019 gekündigt werde (Kündigung während der Probezeit). In der Folge dieser Kündigung erlitt sie einen psychischen Zusammenbruch, welcher zu einer sofortigen Arbeitsunfähigkeit führte. Was die Beschwerdeführerin gegen diese Feststellungen vorbringt, vermag sie nicht als willkürlich oder sonstwie bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Einzig aufgrund des Umstandes, dass Dr. med. C.________, FMH Allgemeine Medizin, in ihrem Bericht vom 12. September 2019 ohne nähere Begründung für den 16. Juli 2019 von einem abgebrochenen Arbeitsversuch sprach, erscheint der vorinstanzliche Schluss, sie sei am Morgen dieses Tages von einem viralen Infekt frisch genesen gewesen und habe erst in der Folge der Kündigung einen psychischen Zusammenbruch erlitten, nicht als offensichtlich unrichtig. Damit verstösst es nicht gegen Bundesrecht, wenn das kantonale Gericht davon ausgeht, dass sich die Beschwerdeführerin nicht erfolgreich auf die Vermutung berufen kann, wonach eine versicherte Person, die bereits vor der Kündigung arbeitsunfähig war, im Gesundheitsfall nach Ende der Kündigungfrist weiterhin erwerbstätig gewesen wäre und damit einen Erwerbsausfall erleidet.