Citation: I 433/03 13.05.2004 E. 3

Nach dem Gutachten der MEDAS vom 1. Juli 2001 ist die Beschwerdeführerin in der Tätigkeit als professionelle Musikerin vollständig arbeitsunfähig. Als Musiklehrerin sei indessen von einer knapp 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Wegen der aktiven Infektion sei die Einschränkung höher zu veranschlagen als bei einem Verlust des Daumens mit schmerzfreier Vernarbung. Mögliche Tätigkeiten umfassten Aktivitäten, bei denen die rechte Hand nicht mehr als eine Gegenhaltefunktion ausfüllen müsse. Kraftanstrengungen und das Tragen von Lasten seien mit der rechten Hand nicht möglich. Eine dem Leiden angepasste Tätigkeit sei zeitlich in vollem Umfange zumutbar. Je nach Beschäftigungsart müssten jedoch leistungsmässig Abstriche gemacht werden, welche davon abhingen, wie stark der rechte Arm zusätzlich eingesetzt werden müsse. Dem orthopädisch-traumatologischen Teilgutachten des Dr. med. S.________ vom 14. Februar 2001 ist zu entnehmen, dass die Versicherte zwar weiterhin in der Lage ist, Bratsche zu spielen, die Leistung jedoch den Anforderungen eines Berufsorchesters nicht zu genügen vermöge. Sämtliche Arbeiten, die Kraft, Präzision und Ausdauer verlangten, könnten nicht mehr mit Sicherheit ausgeübt werden. Mit der rechten Hand könnten nur sehr leichte Objekte gehalten werden, da der Daumen die axiale Kraft nicht mehr übertragen könne. Eine dem Leiden angepasste Arbeitsstelle müsse theoretisch eine einhändige Arbeit beinhalten, welche wegen des chronischen Infekts in Räumlichkeiten mit einer konstanten Temperatur ausgeübt werden könne. Der wegen des Infekts unstabile Zustand lasse indessen jegliche Arbeitsstelle als fraglich erscheinen. Zum zeitlichen und leistungsmässigen Umfang führte der Facharzt aus, bei Schmerzschüben oder Infektverdacht müsse die Versicherte jederzeit den Arbeitsplatz verlassen können. Eine Spezialschiene erlaube es ihr, einfache Stücke auf der Bratsche zu spielen und eine Tagschiene biete Schutz bei den Haushaltarbeiten. Aus dem psychiatrischen Teilgutachten von Dr. med. B.________ und Prof. Dr. med. F.________ von der Psychiatrischen Poliklinik des Spitals X.________ vom 29. März 2001 ergibt sich, dass weder eine psychiatrische Erkrankung im engeren noch eine psychische Störung im weiteren Sinne vorliegt und somit aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung besteht.