Citation: 1C_100/2017 E. 2.7.1

2.7.1. Die Vorinstanz hat erwogen, die geplante Massnahme sei geeignet, um die beabsichtigten Ziele des Hochwasserschutzes und der Renaturierung zu erreichen. Mit der geplanten Offenlegung des Bachs könne neben der Gewährleistung des Hochwasserschutzes auch eine zumindest teilweise Renaturierung erreicht werden, was mit einer erneuten Eindolung nicht möglich wäre. Eine Überdeckung des Bachs stelle daher von vorneherein keine gleich geeignete, mildere Alternative dar. Eine offene Wasserführung auf dem Grundstück der Beschwerdeführer sei für diese auch zumutbar. Die geplante Verlegung des Gewässers an die Grundstücksgrenze erscheine grundsätzlich sinnvoll und auch im Interesse der Beschwerdeführer. So würden die Gebäude auf dem Grundstück Gbbl. Nr. 1027 anders als bisher nun gegenüber dem Dorfbach den Gewässerabstand von 6 m innerhalb der Bauzone einhalten, womit das Verbot entfalle, bauliche Veränderungen vorzunehmen, die über den ordentlichen Unterhalt hinausgingen (vgl. § 5 f. WBG/LU). Zwar würde es eine (Teil-) Überdeckung des Bachs erlauben, dass Lastwagen auf dem streitbetroffenen Grundstück weiterhin wenden könnten. Am Augenschein vom 9. November 2016 habe der Beschwerdeführer 2 indes eingeräumt, dass Lastwagenlieferungen in der Regel nur einmal pro Woche erfolgen würden und dass die Lastwagen teilweise auch weiter oben auf dem Vorplatz bei den Kundenparkplätzen (näher zur Strasse) entladen würden. Weiter sei am Augenschein festgestellt worden, dass auf einem rund 2 m breiten Streifen entlang der Südgrenze des Grundstücks Gbbl. Nr. 1027 - ungefähr im Bereich, wo nach den Plänen des Kantons das versetzte und offengelegte Gewässer verlaufen solle - verschiedene Behälter und Gegenstände gelagert würden. Es sei durchaus möglich, diese rund 2 - 2,5 m weiter nördlich zu platzieren, ohne dass die Betriebsabläufe übermässig gestört würden. Im Weiteren erscheine es praktikabel, dass Lastwagen zur Entladung von oder Beladung mit Gütern entweder - was bereits heute teilweise der Fall sei - von der Strasse nur bis zum Vorplatz bei den Kundenparkplätzen oder gegebenenfalls (mit den erforderlichen Sicherheitsvorkehren) rückwärts weiter auf den Südteil des Grundstücks fahren würden. Zudem gebe es keinen überzeugenden Hinweis darauf, dass es nicht möglich sein sollte, auch bei um 2 - 2,5 m engeren Platzverhältnissen auf der verbleibenden Fläche im Südteil des Grundstücks (gemäss Plänen immerhin noch rund 8 m breit und rund 25 - 28 m lang), Revisionsarbeiten an grösseren Pumpen durchzuführen. Nach dem Gesagten seien die Folgen einer gänzlichen Öffnung des an die Grundstücksgrenze zu verlegenden Dorfbachs für die Beschwerdeführer als Grundeigentümer und Mieter durchaus noch zumutbar, selbst wenn sich dadurch gewisse Beschränkungen für den Betrieb ergäben. Die angefochtene Massnahme sei folglich verhältnismässig.