Citation: 1A.163/2005 17.01.2006 E. A

Die Z.________ AG und die X.________ AG erwarben im November 1987 das in der Gemeinde Wittenbach (SG) liegende Grundstück Nr. 2526 im Halte von 37'400 m2. Das Grundstück gehörte nach dem damals geltenden Zonenplan von 1977 zur Wohnzone W4 und zur Wohn-Gewerbe-Zone WG4. Im Anschluss an die Durchführung eines Architekturwettbewerbs unter Mitwirkung der Gemeinde wurden für die Überbauung des Grundstücks Nr. 2526 zwei Gestaltungspläne erstellt. Dem Gestaltungsplan "Oberer Oedenhof I" erteilte das kantonale Baudepartement am 17. März 1994 seine Genehmigung. Die Auflage des ergänzenden Gestaltungsplanes "Oberer Oedenhof II", der auch die Restfläche der Parzelle erfasst, wurde vorläufig zurückgestellt. Am 20. Januar 1995 wurde vom Grundstück Nr. 2526 eine Fläche von 2'625 m2 abparzelliert und als neues Grundstück Nr. 2674 ins Grundbuch aufgenommen. Die 1995 bzw. 1997 verkaufte Stammparzelle Nr. 2526 ist gemäss dem Gestaltungsplan "Oberer Oedenhof I" überbaut worden. Der neue, am 6. Dezember 1995 genehmigte Zonenplan für die Gemeinde Wittenbach wies die Parzelle Nr. 2674 zur Sicherstellung eines Strassenbauprojekts dem übrigen Gemeindegebiet zu. Hierauf reichten die X.________ AG und die Y.________ AG, die an die Stelle der Z.________ AG getreten war, am 18. November 1997 ein Entschädigungsbegehren wegen materieller Enteignung ein. Mit Entscheid vom 7. November 2000/25. Januar 2001 stellte die st. gallische Verwaltungsrekurskommission fest, dass die Zuweisung der Parzelle Nr. 2674 zum übrigen Gemeindegebiet den Tatbestand der materiellen Enteignung erfülle. Die Streitsache wurde zur Festsetzung der Entschädigung an die Schätzungskommission für Enteignungen zurückgewiesen. Der Entscheid der Verwaltungsrekurskommission erwuchs in Rechtskraft.