Citation: 1P.549/2005 13.01.2006 E. 1.2

1.2.1 Gegen letztinstanzliche kantonale Urteile kann eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde in Strafsachen erhoben werden, wenn geltend gemacht wird, dass der angefochtene Entscheid eidgenössisches Recht verletzt (Art. 268 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 269 Abs. 1 BStP). Insoweit ist die staatsrechtliche Beschwerde ausgeschlossen (Art. 84 Abs. 2 OG). 1.2.2 Die Kassationsabteilung nahm gestützt auf den festgestellten Sachverhalt an, dem Beschwerdegegner als Leiter der Schreinerei könne keine Sorgfaltspflichtverletzung zur Last gelegt werden, weshalb das gegen ihn eingeleitete Strafverfahren wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung einzustellen sei. Diese Schlussfolgerung betrifft eine im Bundesrecht geregelte Rechtsfrage (vgl. Art. 125 Abs. 2 StGB; BGE 130 IV 7 E. 3.3 S. 11 f.), die im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde nicht überprüft werden kann. Gleich verhält es sich bei der Frage der Adäquanz des Kausalverlaufs (vgl. BGE 130 IV 7 E. 3.2 S. 10). Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, das Strafverfahren hätte nicht eingestellt werden dürfen, weil rechtliche Zweifel an der Straflosigkeit des Verhaltens des Beschwerdegegners bestehen würden, hätte sie dies mit Nichtigkeitsbeschwerde geltend machen und eine Verletzung von Bundesrecht dartun müssen. Das Gleiche gilt für ihr Vorbringen, dass sie zu wenig geübt gewesen sei, um an Schreinereimaschinen selbständig zu arbeiten, und der Beaufsichtigung bedurft hätte. Diese Frage betrifft wiederum den an das Verhalten des Beschwerdegegners anzulegenden Sorgfaltsmassstab und damit eine Rechtsfrage. Ebenso wenig bestreitet die Beschwerdeführerin die implizite Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs der von ihr geltend gemachten Unterlassungen des Beschwerdegegners. Im angefochtenen Urteil wird der Unfall darauf zurückgeführt, dass die Beschwerdeführerin entgegen den Instruktionen des Beschwerdegegners die Schutzhaube nicht nach unten gezogen habe.