Citation: 2A.413/2001 13.03.2002 E. A

Die Eheleute X.________ reichten trotz Mahnung keine Steuererklärung für die Steuerperiode 1999/2000 ein. Sie wurden deshalb von der Steuerverwaltung des Kantons Bern am 1. März 2000 für die direkte Bundessteuer nach Ermessen mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 105'000.-- veranlagt. Mit Einspracheverfügung vom 21. Juni 2000 setzte die Steuerverwaltung das Einkommen auf Fr. 89'100.-- herab. Von der nachträglich eingereichten Steuererklärung wich sie jedoch insoweit ab, als sie davon ausging, X.________ habe im Jahr 1997 einen steuerbaren Vermögensertrag von Fr. 146'535.55 erzielt. Die A.________ AG habe von ihm im Jahr 1994 20 Aktien dieser Gesellschaft mit einem Nennwert von insgesamt Fr. 20'000.- zum Preis von Fr. 51'535.55 und im Jahr 1996 30 weitere Aktien mit einem gesamten Nennwert von Fr. 30'000.- zum Preis von Fr. 145'000.- gekauft. Diese Aktien habe die Gesellschaft mit Beschluss vom 24. November 1997 vernichtet bzw. das Aktienkapital um deren Nennwert herabgesetzt. Im Differenzbetrag von (Fr. 196'535.55 ./. Fr. 50'000.-- =) Fr. 146'535.55 zwischen dem Kaufpreis und dem Nennwert der Aktien liege daher ein steuerbarer Vermögensertrag aus (direkter) Teilliquidation der A.________ AG vor.