Citation: 1B_414/2022 E. 2.3

2.3. Hintergrund des vorliegenden Verfahrens bildet die Strafanzeige vom 11. Mai 2021, mit welcher der Beschwerdeführer Prof. Dr. med. B.________ der üblen Nachrede, weiterer Ehrverletzungsdelikte, der Urkundenfälschung und der Verletzung der Auskunftspflicht beschuldigte. Im Wesentlichen wirft er dem Beschuldigten vor, im Zusammenhang mit einer Darmspiegelung habe dieser für die erbrachten medizinischen Leistungen überhöhte Rechnungen an die Krankenkasse gestellt und in der Folge eine Falschdeklaration begangen. Zudem habe der Beschuldigte in der Rechnung der Darmspiegelung nicht seinen Hausarzt als zuweisenden Arzt angegeben, was bei seiner Krankenversicherung zu einem Wechsel vom Hausarzt- in das Standard-Modell mit höheren Prämien geführt habe. Weiter habe der Beschuldigte ihm die verlangte Zustellung des Pathologieberichts der Darmspiegelung verweigert und ihn bei der Krankenkasse des "Drangsalierens" bezichtigt. Zusammengefasst kam die Staatsanwaltschaft in der Nichtanhandnahmeverfügung vom 3. März 2022 zum Schluss, der Beschuldigte habe die Strafvorwürfe anlässlich der polizeilichen Einvernahmen mittels Dokumenten widerlegen können. Der vom Beschuldigten gegenüber dem Beschwerdeführer erhobene Vorwurf des "Drangsalierens" beziehe sich zudem auf das Verhalten des Beschwerdeführers und stelle keine auf eine Ehrverletzung abzielende Bezeichnung dar. Insgesamt lägen daher keine Anhaltspunkte vor, die einen konkreten Tatverdacht gegen den Beschuldigten zu begründen vermöchten.