Citation: 6B_188/2017 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz erwägt u.a., der Beschwerdeführer sei zumindest zum Zeitpunkt, als er seine Ausweispapiere vorgewiesen habe, davon ausgegangen, es handle sich bei B.________ um einen Polizisten (angefochtenes Urteil E. 2.3.7 S. 14). Er habe zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Laufe des Verfahrens verschiedene Begründungen dafür vorgebracht, weshalb er geglaubt habe, dass er nicht Polizisten, sondern Betrügern gegenüberstand. Die Versuche, seine Ausweispapiere zurückzuverlangen und zu flüchten, würden sehr heftige Reaktionen darstellen. Aufgrund der Intensität dieser Handlungen wäre zu erwarten gewesen, dass für den Beschwerdeführer eindeutige Hinweise für die Annahme bestanden, er stehe wie geltend gemacht Betrügern gegenüber, Hinweise welche er konstant hätte wiedergeben können. Die vom Beschwerdeführer aufgeführten Gründe vermöchten höchstens gewisse Zweifel an der Identität des sich zuvor als Polizisten ausgewiesenen Polizeibeamten und der dazugekommenen Polizeibeamtin hervorzurufen. Keiner dieser Gründe erreiche jedoch die Intensität, welche beim Beschwerdeführer in nachvollziehbarer Weise jene durch ihn geltend gemachte Angst, in die Hände von Betrügern geraten zu sein, hätte auslösen können. Sein Vorbringen erscheine daher unglaubhaft (angefochtenes Urteil E. 2.4.1 S. 15). Vor dem Fluchtversuch des Beschwerdeführers habe es zudem keine Hinweise auf Festhaltemassnahmen durch die Polizeibeamten oder Anzeichen für einen Angriff gegeben, vor welchem sich dieser hätte fürchten müssen (angefochtenes Urteil E. 2.4.2 S. 15). Dieser habe anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 26. Mai 2015 erwähnt, er habe Angst gehabt, seinen Job zu verlieren. Vor diesem Hintergrund entstehe der Eindruck, dass er sich bewusst gewesen sei, durch die Polizei angehalten worden zu sein, und befürchtet habe, seine Arbeitgeberin könnte Kenntnis davon erhalten. Darauf deute auch hin, dass er erst dann zu flüchten versucht habe, als er gebeten worden sei mitzukommen. Erst ab diesem Zeitpunkt habe er damit rechnen müssen, dass es nicht bei der Ausweiskontrolle bleiben würde und die Rapportierung durch die Polizei allenfalls Folgen haben könnte (angefochtenes Urteil E. 2.4.4 S. 16). Dafür spreche auch, dass sich der Beschwerdeführer noch gewehrt habe, als eine uniformierte Polizistin hinzugekommen sei. Diesem habe spätestens beim Eintreffen des Kastenwagens der Polizei sowie der uniformierten Polizistin klar werden müssen, dass es sich bei ihr um eine richtige Polizistin handelte. Dass er sich danach weiter gegen das Festhalten zur Wehr gesetzt habe, bestätige, dass er auch zuvor nicht davon ausgegangen sei, es handle sich um Betrüger, sondern dass er sich der Kontrolle durch die Polizei habe entziehen wollen (angefochtenes Urteil E. 2.4.5 S. 16 f.).