Citation: C 80/06 03.07.2006 E. 3

Das kantonale Gericht erwog, die Versicherte habe ihren Sprachkurs bereits am 13. April 2005 gebucht. Selbst wenn sie anlässlich des ersten Beratungsgesprächs vom 6. Juni 2005 richtig aufgeklärt worden wäre, sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass sie ihre Teilnahme am Kurs angesichts der erheblichen Annullationskosten abgesagt hätte. Dies gelte umso mehr, als die Beschwerdeführerin wiederholt selbst betont habe, wie wichtig der Sprachkurs für ihre berufliche Zukunft (Einführung des Frühenglisch im Kanton Luzern ab Schuljahr 2006/2007) sei. Unter diesen Umständen könne sie aus dem Vertrauensschutz nichts zu ihren Gunsten ableiten. Demgegenüber bringt die Versicherte vor, das RAV hätte sie bereits am 12. Mai 2005 darauf aufmerksam machen müssen, dass der am 13. April 2005 gebuchte Sprachaufenthalt die Vermittlungsfähigkeit beeinträchtigen könne. Zu jenem Zeitpunkt wäre eine Annullation mit geringen Kosten verbunden gewesen, weshalb sie eine solche ohne Weiteres vorgenommen hätte (Stellungnahme vom 25. Mai 2006). Dass am 12. Mai 2005 kein Beratungsgespräch stattgefunden habe, könne ihr nicht angelastet werden. Im Übrigen habe sie selbstverständlich anlässlich ihres ersten Besuches beim RAV auf den vorgesehenen Auslandaufenthalt hingewiesen. Sodann hätte das erste Beratungsgespräch innert 15 Tagen seit der Anmeldung, also spätestens am 27. Mai 2005, stattfinden müssen. Mit Vernehmlassung vom 25. April 2006 führt das wira aus, das RAV habe am 12. Mai 2005 - mangels Erwähnung durch die Versicherte - nichts vom geplanten Sprachaufenthalt gewusst, weshalb eine Aufklärung über allfällige Konsequenzen zu jenem Zeitpunkt unmöglich gewesen sei. Sollte das Beratungsgespräch vom 6. Juni 2005 verspätet erfolgt sein, gelte es zu berücksichtigen, dass auch eine Annullation am 27. Mai 2005 mit beträchtlichen Kosten verbunden gewesen wäre. Zwar wären diese um Fr. 1'600.- geringer gewesen als die auszurichtende Arbeitslosenentschädigung, indessen könne angesichts der Bedeutung, welche die Weiterbildung in englischer Sprache für die Beschwerdeführerin gehabt habe, davon ausgegangen werden, dass sie den Kurs mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch dann nicht annulliert hätte, wenn sie bereits am 27. Mai 2005 auf die (allenfalls) fehlende Vermittlungsfähigkeit aufmerksam gemacht worden wäre.