Citation: I 838/02 19.11.2003 E. 2

Es steht fest, dass der Beschwerdeführer auf Grund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Streitig und zu prüfen sind das Ausmass dieser Einschränkung und deren Auswirkungen in erwerblicher Hinsicht. 2.1 Das kantonale Gericht ist unter Würdigung der medizinischen Unterlagen zum Schluss gelangt, dass der Beschwerdeführer in einer seinem Gesundheitszustand angepassten wechselbelastenden Tätigkeit ganztags arbeitsfähig wäre. Dabei hat es sich im Wesentlichen auf das Gutachten der BEFAS vom 18. April 2001 gestützt. Dieses Gutachten erging unter Berücksichtigung der umfangreichen medizinischen Akten, insbesondere der Schreiben und Berichte von Hausarzt Dr. med. W.________ (vom 16. Mai, 4. Juli, 16. September und 7. Dezember 2000), der Unterlagen des Spitals X.________ (Operationsbericht vom 16. September 1999, neurologische Untersuchungen vom 13. März und 30. November 2000, orthopädischer Befund vom 29. März 2000) sowie der Untersuchungsergebnisse der Klinik Y.________ vom 21. November 2000. Die Gutachter der BEFAS führten aus, dem Versicherten dürfe wegen der linksseitigen Beinproblematik eine Tätigkeit als Kranführer oder eine vergleichbare Beschäftigung nicht mehr zugemutet werden. Unter Berücksichtigung der körperlichen Einschränkungen sei jedoch eine ganztägige Berufstätigkeit im Bereich maschineller Serien- oder Kontrollarbeiten zumutbar. Die bei den Arbeitserprobungen in der industriellen Montage/Ausrüsterei gemessenen geringen Durchschnittsleistungen von maximal 40 % seien nicht auf körperliche Beschwerden zurückzuführen, sondern eher der fehlenden Motivation bzw. dem übertrieben erscheinenden Schonverhalten des Versicherten zuzuschreiben. Demgegenüber wiederholt der Beschwerdeführer im Wesentlichen seine bereits im vorinstanzlichen Verfahren geäusserten Einwände, wonach die medizinischen Abklärungen ungenügend seien, das Gutachten der BEFAS Widersprüche aufweise und insbesondere die psychischen Beschwerden polydisziplinär hätten untersucht werden müssen. 2.2 Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, erweist sich der medizinische Sachverhalt angesichts der zahlreichen und umfassenden ärztlichen Berichte und Stellungnahmen als hinreichend abgeklärt. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde lagen der IV-Stelle diverse ärztliche Berichte und Stellungnahmen vor. Diese beruhen auf eigenen Untersuchungen der jeweiligen Ärzte, berücksichtigen die geklagten Beschwerden und leuchten in ihren Schlussfolgerungen ein, so dass ihnen voller Beweiswert zukommt (BGE 125 V 352). Begründet und in sich stimmig erscheinen insbesondere die Schlussfolgerungen im Gutachten der BEFAS vom 18. April 2001. Die Annahme einer ganztägigen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit widerspricht den neurologischen und orthopädischen Untersuchungen am Spital X.________ vom 13. und 29. März 2000 sowie vom 30. November 2000 und dem Bericht der Klinik Y.________ vom 21. November 2000 nicht. Soweit die Leistungen des Beschwerdeführers anlässlich der praktischen Arbeitserprobungen geringer ausfielen, führten die Gutachter der BEFAS - worauf schon das kantonale Gericht hingewiesen hat - diese Minderleistungen nicht auf körperliche Beschwerden, sondern eher auf fehlende Motivation bzw. übertrieben erscheinendes Schonverhalten zurück. Hinsichtlich der teilweise abweichenden Einschätzung von Dr. med. W.________ erwägt die Vorinstanz zutreffend, dass Hausärzte im Zweifel mitunter eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, was das Gericht als Erfahrungstatsache in seine Beurteilung einzubeziehen hat (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc mit Hinweisen). Zu berücksichtigen ist sodann, dass sich Dr. med. W.________ erst nach Erlass der ablehnenden Verfügung der IV-Stelle vom 15. März 2002 gegen eine vollständige Arbeitsfähigkeit des Versicherten in einer angepassten Tätigkeit aussprach, während er im vorangehenden Verwaltungsverfahren eine Normalisierung der Arbeitsfähigkeit zumindest als möglich erachtete (Arztbericht vom 4. Juli 2000). 2.3 Für weitere medizinische Untersuchungen im Hinblick auf eine allfällige psychische Überlagerung besteht keine Veranlassung, da davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; Erw. 1 hievor). Dass sich der Versicherte seit Dezember 2002 offenbar in psychiatrischer Behandlung befindet (Schreiben Dr. med. W.________ vom 14. Februar 2003), vermag zu keinem anderen Ergebnis zu führen, da eine solche Behandlung bis zum Erlass der streitigen Verfügung (15. März 2002) auch vom Hausarzt nie für nötig befunden wurde. Eine depressive Erkrankung des Beschwerdeführers war seit längerem bekannt und wurde von Dr. med. W.________ seit Juni 2000 mit entsprechenden Medikamenten behandelt. Den Akten lässt sich nicht entnehmen, dass diese Beeinträchtigung im hier interessierenden Zeitrahmen einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten gehabt hätte. Eine seit dem 15. März 2002 eingetretene Verschlimmerung ist im vorliegenden Verfahren nicht zu berücksichtigen (BGE 121 V 366 Erw. 1b). Sodann ist entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eine fachärztlich gestellte genaue Diagnose nicht notwendig; es kommt einzig darauf an, ob ein psychisches Leiden die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt (vgl. Meyer-Blaser, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], in Murer/Stauffer [Hrsg.], Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zürich 1997, S. 12). Wenn die Vorinstanz vor diesem Hintergrund von einer ganztägigen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen ist, lässt sich dies nicht beanstanden.