Citation: 8C_53/2014 E. A

Der 1986 geborene A.________ war zuletzt vom 1. März bis 30. Juni 2011 als Kaminfeger für Kaminfegermeister B.________ tätig. Am 30. Juni 2011 stellte er sich der Arbeitsvermittlung zur Verfügung und am 29. Januar 2012 beantragte er Arbeitslosenentschädigung ab 1. Juli 2011, wobei er angab, er sei bereit und in der Lage, vollzeitlich zu arbeiten. Ausserdem meldete er sich am 5. März 2012 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Die Öffentliche Arbeitslosenkasse des Kantons Aargau eröffnete eine Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2013 und leistete Taggelder auf der Grundlage eines anrechenbaren Arbeitsausfalls von 100 %. Mit Vorbescheid vom 9. Oktober 2012 stellte die IV-Stelle des Kantons Aargau A.________ mit Wirkung ab 1. September 2012 eine ganze Invalidenrente, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100 %, in Aussicht. Daraufhin hob die Arbeitslosenkasse die Abrechnung für den Monat September 2012 wiedererwägungsweise auf, lehnte ab 1. September 2012 einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab und forderte die für den Monat September 2012 ausgerichtete Arbeitslosenentschädigung von Fr. 3'079.05 (netto) bis zur Höhe der Leistungen der Invalidenversicherung zurück bzw. kündigte an, Fr. 1'569.60 mit der IV-Rentennachzahlung und den Restbetrag bis maximal Fr. 1'509.45 mit einer allfälligen Rente der beruflichen Vorsorge zu verrechnen, wobei sie festhielt, dass ein ungedeckt bleibender Schlussbetrag nicht zurückbezahlt werden müsse (Verfügung vom 7. Januar 2013). Am 9. Januar 2013 erging die dem Vorbescheid vom 9. Oktober 2012 entsprechende Rentenverfügung der IV-Stelle. Die Arbeitslosenkasse lehnte die gegen ihre Verfügung vom 7. Januar 2013 geführte Einsprache ab (Einspracheentscheid vom 4. April 2013).