Citation: 4A_516/2014 E. 6.2.2

6.2.2. Fehl geht die Beschwerdeführerin sodann auch mit ihrem Argument, es hätten im fraglichen Zeitraum keinerlei Anhaltspunkte für eine nicht vorhandene Arbeitsfähigkeit der Beschwerdegegnerin bestanden. Wie im angefochtenen Urteil zutreffend erwogen wurde, konnte dem Bericht des Dr. med. E.________ vom 10. Dezember 2011, welcher der Beschwerdeführerin Mitte Dezember 2011- und damit nach dem Gutachten des Dr. med. D.________ vom 7. November 2011- zugegangen war, entnommen werden, dass der Hausarzt angesichts der psychischen Verfassung seiner Patientin weiterhin von einem vollständig eingeschränkten Leistungsvermögen ausging. In diesem Sinne hatte die Beschwerdegegnerin anlässlich eines Hausbesuchs vom 24. November 2011 gegenüber einem Mitarbeiter der Beschwerdeführerin angegeben, es lägen psychische Einschränkungen vor, die eine Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit über einen konstanten Zeitraum verhinderten. Im entsprechenden Besuchsbericht vom 5. Dezember 2011 war denn auch vermerkt worden, dass die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit bzw. die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit "unbestimmt" seien. Gleichenorts hatte der Mitarbeiter zudem auf ein am 29. November 2011 mit dem Hausarzt Dr. med. E.________ geführtes Telefongespräch hingewiesen, gemäss dem dieser die von der Beschwerdegegnerin geschilderten krankheitsbedingten Beeinträchtigungen auf Grund der bekannten Vorfälle als glaubhaft bestätigte. Die Arbeitsunfähigkeit sei ausreichend begründet. Rückschlüsse auf eine plötzliche Genesung der Beschwerdegegnerin gehen daraus nicht hervor. Die Behauptung in der Beschwerde, die Beschwerdegegnerin sei ab 16. Dezember 2011 nicht mehr krank geschrieben gewesen und hätte demnach ohne Weiteres bei der Arbeitslosenversicherung zwecks Arbeitsvermittlung vorstellig werden können, verfängt daher nicht.