Citation: 1P.650/2004 09.12.2004 E. 2

2.1 Der Anspruch auf unentgeltliche Verteidigung ergibt sich als Minimalgarantie direkt aus Art. 29 Abs. 3 BV, soweit das kantonale Recht keine weitergehenden Ansprüche gewährt (BGE 128 I 225 E. 2.3 S. 226 f. mit Hinweisen). Da der Beschwerdeführer nicht detailliert vorbringt, § 15 StPO/BS sei verletzt worden, kann sich die Prüfung darauf beschränken, ob der direkt aus Art. 29 Abs. 3 BV hergeleitete Anspruch verletzt worden ist. 2.2 Gestützt auf Art. 29 Abs. 3 BV kann der mittellose Angeschuldigte die unentgeltliche Rechtsverbeiständung in einem für ihn nicht aussichtslosen Verfahren verlangen, sofern dies zur Wahrung seiner Interessen notwendig bzw. sachlich geboten ist. Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers und die sachliche Gebotenheit der Verbeiständung stehen hier nicht in Frage. Die unentgeltliche Verteidigung wurde im angefochtenen Entscheid allein deshalb verweigert, weil die Beschwerde gegen die Verweigerung der Haftentlassung aussichtslos sei.