Citation: 4P.174/2006 30.10.2006 E. 3

Das Kantonsgericht erwog, dass zur Schadensbestimmung der mutmassliche Verkaufserlös des Pelzmantels relevant sei, da die Beschwerdegegnerin den Mantel nicht zurückgenommen, sondern verkauft hätte, wenn sie ihn beim Beschwerdeführer hätte abholen können. Dabei sei jedoch nicht - wie dies das Bezirksgericht getan habe - auf Ergebnisse abzustellen, die in Konkursverfahren bei Zwangsverwertungen erzielt würden. Massgebend sei das mutmassliche Ergebnis einer freihändigen Veräusserung, wie wenn beispielsweise der Mantel einem Pelzfachgeschäft zum Verkauf in Kommission gegeben würde. Es falle auf, dass der Zobelmantel im März 2000 gemäss der Schätzung durch Z.________ einen höheren Marktwert gehabt haben solle, als an Kaufpreis für den Ende 1995 erworbenen neuwertigen und ungetragenen Mantel bezahlt worden sei. Beim fraglichen Pelzmantel handle es sich nicht um einen alltäglichen Gebrauchsgegenstand, bei dem der Marktpreis häufig dem wirtschaftlichen Interesse entspreche. Daher sei es möglich, dass für den Pelz im Jahr 2000 ein Preis von Fr. 52'000.-- hätte bezahlt werden müssen und er insofern eine Wertsteigerung erfahren habe. Das Kantonsgericht räumte jedoch ein, es sei äusserst fraglich, dass der Pelz tatsächlich zu diesem Preis hätte verkauft werden können, da es sich um einen damals vierjährigen, gebrauchten und noch speziell mit dem Namen der Beschwerdegegnerin bestickten Mantel gehandelt habe. Bekanntlich gehe der Glanz von Pelzen in der Regel mit der Zeit verloren und selbst bei Pelzmänteln der gehobenen Preisklasse handle es sich nicht um wertbeständige Anlageobjekte. Anderseits stelle die im Jahr 2000 erfolgte Schätzung des Handelswertes doch ein gewichtiges Indiz dafür dar, dass vorliegend der Wert des Zobelmantels erhalten geblieben sei. In Berücksichtigung sämtlicher Erwägungen erscheine es somit als gerechtfertigt, den Schaden im Rahmen der Gestehungskosten, d.h. auf Fr. 38'160.--, festzulegen.