Citation: 1C_405/2022 E. 5.4.2

5.4.2. Die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin sind - soweit sie überhaupt den Begründungs- und Rügeanforderungen genügen - ebenfalls unbegründet. So kann der Vorinstanz keine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör vorgeworfen werden, indem es ihre Angaben zur Art der Medikamente und deren Nebenwirkungen - in antizipierter Beweiswürdigung - nicht berücksichtigt hat. Dazu ist anzumerken, dass die Angabe zur Art des Medikaments und die von der betroffenen Person selbst beschriebenen Nebenwirkungen allein nicht genügend aussagekräftig sind. Vielmehr spielen auch die Dosierung der Medikation, ein allfälliger Mischkonsum (insbesondere mit Cannabis oder anderen Medikamenten) sowie die Auswirkung der Medikamente auf das Fahrverhalten der Beschwerdeführerin eine Rolle. Dass die Beschwerdeführerin keine IV-Rente erhält, spielt keine Rolle. Selbst wenn im Rahmen eines IV-Verfahrens die Invalidität verneint wird, muss der betroffenen Person gegebenenfalls die Fahreignung abgesprochen werden (JÜRG BICKEL, in: Basler Kommentar, Strassenverkehrsgesetz, 2014, N. 32 zu Art. 15d SVG). Nicht stichhaltig ist auch das Argument, wonach sie in einem Bereich berufstätig sei, in welchem sie regelmässig mit Werkzeugen und Nähmaschinen arbeite, und ihr diese Tätigkeit konsequenterweise auch untersagt werden müsste.