Citation: 1C_25/2016 E. 2.4

2.4. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann sodann bei einem gesunden und nicht aus anderen Gründen fahrunfähigen Fahrzeugführer Einschlafen am Steuer (sog. "Sekundenschlaf") ohne vorherige subjektiv erkennbare Ermüdungserscheinungen ausgeschlossen werden (BGE 126 II 206 E. 1a S. 207 ff.). Wer solche Symptome missachtet, handelt grobfahrlässig. Muss im vorliegenden Fall angesichts der Bindung im Administrativverfahren an die tatsächlichen Feststellungen im Strafverfahren davon ausgegangen werden, der Unfall sei durch einen Sekundenschlaf ausgelöst worden, so ist Grobfahrlässigkeit zu bejahen. Der Beschwerdeführer behauptet zwar, keine Ermüdungssymptome festgestellt zu haben. Das genügt aber nicht für eine Ausnahme von der sachverhaltlichen Bindung an das Strafurteil. Im Übrigen legt er auch nicht dar, dass und inwiefern die entsprechenden Feststellungen der Vorinstanz im Verwaltungsverfahren offensichtlich unrichtig sein sollten. Er behauptet ja genau genommen nur, sie seien falsch; Anhaltspunkte für willkürliche und damit offensichtlich unrichtige Feststellungen vermag er aber nicht darzutun, weshalb die tatsächlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts schon aus diesem Grund nicht zu beanstanden sind (vgl. vorne E. 1.3). Konkrete Anhaltspunkte für einen unter Umständen massgeblichen Krankheitszustand, der die Annahme widerlegen könnte, es müsse zwingend zu Ermüdungssymptomen gekommen sein, legt er jedenfalls nicht vor. Auch der ärztliche Bericht über seine Fahreignung stellte keinen Zusammenhang zum Unfall her. Hingegen stellte die Vorinstanz für das Bundesgericht verbindlich, weil nicht offensichtlich falsch und auch nicht wirklich bestritten, fest, dass der Beschwerdeführer am Unfalltag "gemäss eigener Aussage in der Zeit von 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr durchgehend bei einer Operation in der Klinik U.________ assistiert, den ganzen Tag nichts gegessen und bloss einen Kaffee getrunken hat". Daraus eine vorhersehbare Ermüdung abzuleiten, erscheint nicht willkürlich. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn das Verwaltungsgericht von grober Fahrlässigkeit ausgegangen ist und die Voraussetzungen von Art. 16c Abs. 1 lit. c SVG als erfüllt beurteilte.