Citation: I 262/01 23.01.2003 E. A

G.________, geboren 1939, studierte an der Universität A.________ Sprachen und war von 1970 bis 1979 bei der F.________ Treuhandgesellschaft (heute in der Y._______ Group integriert) als Übersetzerin tätig. 1979 musste sie die Stelle aus gesundheitlichen Gründen aufgeben und machte sich anschliessend als Übersetzerin selbstständig, um die Arbeitszeiten flexibler handhaben zu können. Da sich ihr Gesundheitszustand zusehends verschlechterte, war sie nicht mehr in der Lage, genügend Aufträge anzunehmen um ein ausreichendes Einkommen sicherzustellen. Sie meldete sich am 4. Februar 1999 bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden zum Bezug von Leistungen an. Die IV-Stelle nahm einen Einkommensvergleich vor und berechnete auf Grund eines hypothetischen Valideneinkommens von Fr. 84'500.- und eines Invalideneinkommens von Fr. 39'002.- einen Invaliditätsgrad von 53,85 %. Mit Vorbescheid vom 15. November 1999 stellte sie die Ausrichtung einer halben Rente in Aussicht. Den Rentenbeginn setzte sie, unter Berücksichtigung der Wartezeit, auf den 1. Januar 1999 fest. In einer Stellungnahme vom 23. Dezember 1999 zum Vorbescheid liess G.________ rügen, dass bei der Ermittlung des Valideneinkommens die Boni, die durchschnittlich Fr. 14'250.- betragen würden, nicht einbezogen worden seien. Zudem müsse auf Grund ihrer Ausbildung und ihrer Berufserfahrung davon ausgegangen werden, dass sie nicht nur das Durchschnittseinkommen innerhalb der von der Nachfolgerin der ehemaligen Arbeitgeberin angegebenen Salärrahmens erreichen würde, sondern das maximale Gehalt innerhalb dieses Rahmens erzielen könnte. Weiter sei der Rentenbeginn auf den 1. Januar 1998 anzusetzen, da die Arbeitsunfähigkeit nicht erst seit dem 12. Januar 1998 (dem Tag, ab welchem sie ärztlich bestätigt worden war) bestanden habe. Die IV-Stelle verlangte daraufhin von der Y.________ Trust weitere Angaben bezüglich der von dieser angegebenen Saläre. Die Y.________ teilte mit, beim Maximalansatz handle es sich um das Gehalt eines Kadermitgliedes und auf die Boni bestehe kein rechtlicher Anspruch, so dass nicht in jedem Fall mit der Auszahlung solcher Vergütungen gerechnet werden könne. Dr. med. S.________ wurde von der IV-Stelle um zusätzliche Angaben zur Arbeitsunfähigkeit gebeten (Schreiben vom 14. Juni 2000), woraufhin er die 70%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 12. Januar 1998 bestätigte und erklärte, die Arbeitsfähigkeit sei sicher bereits vor diesem Datum eingeschränkt gewesen (Schreiben vom 19. Juni 2000). Mit Verfügung vom 24. März 2000 sprach die IV-Stelle G.________ wie im Vorbescheid angekündigt eine halbe Invalidenrente ab dem 1. Januar 1999 zu.