Citation: 1P.708/2006 13.04.2007 E. 2

2.1 Mit der staatsrechtlichen Beschwerde können neue Tatsachen und Beweismittel im Allgemeinen nicht vorgebracht werden (BGE 118 Ia 20 E. 5a S. 26; 107 Ia 187 E. 2a S. 190 f.). Nach der Praxis des Bundesgerichts gelten in den folgenden vier Fallgruppen Ausnahmen: So sind neue Vorbringen rechtlicher und tatsächlicher Art zulässig, zu deren Geltendmachung erst die Begründung des angefochtenen Entscheides Anlass gibt. Ebenfalls zuzulassen sind neue Vorbringen zu Gesichtspunkten, die sich aufdrängen und die deshalb von der kantonalen Instanz offensichtlich hätten berücksichtigt werden müssen (BGE 99 Ia 113 E. 4a S. 122 mit Hinweisen). Eine weitere Ausnahme gilt für Vorbringen, die erstmals im Rahmen von Sachverhaltsabklärungen gemäss Art. 95 OG Bedeutung erlangen (BGE 107 Ia 187 E. 2b S. 191 mit Hinweisen). Neue rechtliche Vorbringen werden schliesslich zugelassen, falls die letzte kantonale Instanz volle Überprüfungsbefugnis besass und das Recht von Amtes wegen anzuwenden hatte (BGE 119 Ia 88 E. 1a S. 90; 107 Ia 187 E. 2b S. 191; zum Ganzen: Walter Kälin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Aufl., Bern 1994, S. 369 f.). Die zulässigen neuen Vorbringen dürfen sich in jedem Fall nur auf Tatsachen und Beweismittel beziehen, die bereits im Zeitpunkt des letzten kantonalen Entscheids existierten bzw. auf Rechtsnormen, die zu diesem Zeitpunkt bereits in Kraft waren (BGE 102 Ia 76 E. 2f S. 79, 243 E. 2 S. 246; Kälin, a.a.O., S. 370). 2.2 Soweit die Beschwerdeführer 1 im bundesgerichtlichen Verfahren erstmals Berechnungen einreichen, die belegen sollen, dass die Wiederherstellungskosten rund Fr. 1.5 Mio. betragen, sind sie mit diesem Novum mit Blick auf die zitierte Rechtsprechung nicht zu hören. Das Baudepartement hatte in seinem Rekursentscheid vom 13. Februar 2006 in E. 4c S. 11 in Erwägung gezogen, die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes würde nach einer groben Schätzung des kantonalen Hochbauamtes Fr. 200'000.-- kosten. Diese Behauptung wurde von den Beschwerdeführern im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht weder in den schriftlichen Eingaben noch anlässlich des Augenscheins bestritten. Anhaltspunkte dafür, dass diese Schätzung offensichtlich falsch sei, waren zudem im kantonalen Verfahren keine ersichtlich und wurden auch nicht geltend gemacht, weshalb das Verwaltungsgericht nicht gehalten war, eingehendere Abklärungen dazu zu treffen. Damit ist gleichzeitig der Vorwurf als unbegründet abzuweisen, wonach das Verwaltungsgericht den Sachverhalt in Bezug auf die Wiederherstellungskosten unvollständig festgestellt habe (siehe dazu sogleich E. 3.1).