Citation: 1B_639/2021 E. 3.4.2

3.4.2. Zudem macht der Beschwerdeführer geltend, die Begründung des angefochtenen Vorführungsbefehls enthalte unrichtige Tatsachen und Vorverurteilungen gegenüber seiner Person. So habe er - entgegen der vorinstanzlichen Feststellungen - am 6. Oktober 2021 beim Bundesstrafgericht in Bellinzona gewartet. Jedoch sei er nach rund einer Stunde Wartezeit vor dem Gebäude weggewiesen worden mit der Begründung, ihm würde aus epidemiologischen Gründen der Zugang zum Gebäude diese Woche verweigert. Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung fest, sie habe am 6. Oktober 2021 gestützt auf Art. 251 Abs. 2 lit. b StPO angeordnet, dass sich der Beschwerdeführer einem Schnelltest auf Covid 19 unterziehe. Sollte das Testergebnis negativ ausfallen, könne er an der Verhandlung teilnehmen. Der Gerichtsweibel sei gebeten worden, dem Beschwerdeführer diesen Entscheid mitzuteilen. Jedoch habe sich dieser - entgegen den Anweisungen des Gerichtsweibels - entfernt, ohne den Entscheid der Kammer abzuwarten. Was sich am 6. Oktober 2021 konkret zugetragen hat, kann vorliegend offenbleiben. Die Voraussetzungen für den Erlass eines Vorführungsbefehls gemäss Art. 207 Abs. 1 lit. b StPO sind hier mit Blick auf die im Übrigen unbestritten gebliebenen Ausführungen der Vorinstanz (vgl. oben E. 3.2) unabhängig von den Vorkommnissen am 6. Oktober 2021 gegeben, wobei auch zu berücksichtigen ist, dass zur zweitägigen Verhandlung der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts in Bellinzona ein Zeuge und eine Auskunftsperson vorgeladen wurden. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer (wie schon in seiner Beschwerde an das Bundesgericht vom 12. November 2021; vgl. oben Lit. B und E. 1) in seiner Beschwerdeergänzung an das Bundesgericht vom 17. November 2021 zu erkennen gibt, dass er um die am 18. und 19. November 2021 stattfindende Verhandlung der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts (trotz der seiner Auffassung nach mangelhaft zugestellten Vorladung) wusste. Zwar macht er geltend, das Zugbillett nach Bellinzona bereits am 17. November 2021 gekauft zu haben. Sein gleichentags gestellter Antrag, wonach festzustellen sei, dass er aufgrund der nicht erfolgten Vorladung für die Verhandlung entschuldigt abwesend sei (vgl. oben E. 1), deutet jedoch darauf hin, dass er nicht beabsichtigt hat, an der Verhandlung zu erscheinen.