Citation: 7B_268/2022 E. 6.4.2

6.4.2. Im Weiteren konstatiert die Vorinstanz, den vom Beschwerdeführer begangenen Taten liege kein hohes Verschulden zugrunde und es lägen auch keine Anzeichen für eine erhöhte Rückfallgefahr vor. Damit sei das öffentliche Interesse an einer Ausweisung des Beschwerdeführers nicht als besonders hoch anzusehen. Bei Verneinung eines Härtefalls komme es aber nicht mehr entscheidend auf diese Aspekte an, auch wenn dies im Einzelfall nicht immer zu restlos befriedigenden Lösungen führe. Wird nun aber bei korrekter Betrachtung ein Härtefall bejaht und geht die Vorinstanz von einem geringfügigen öffentlichen Interesse an einer Wegweisung aus - eine Einschätzung, die von der Staatsanwaltschaft nicht infrage gestellt wird und der vorbehaltlos gefolgt werden kann -, so fällt die Interessenabwägung zugunsten des Beschwerdeführers aus. Folglich ist in Anwendung von Art. 66a Abs. 2 StGB auf eine Landesverweisung zu verzichten.