Citation: 5A_1067/2021 E. 2.4.3

2.4.3. Gestützt auf den festgestellten Sachverhalt erweist sich die Kostenauflage für das kantonale Beschwerdeverfahren und die Aufwendungen des Konkursamtes nicht als bundesrechtswidrig. Eine gesetzwidrige Ermessensbetätigung im Rahmen von Art. 108 ZPO (Urteil 5A_519/2019 vom 29. Oktober 2019 E. 3.5) wird nicht dargetan, wenn das Kantonsgericht die Kostenverursachung mit der Gutheissung der Beschwerde infolge von zulässigen und entscheiderheblichen unechten Noven begründet hat (Art. 174 Abs. 1, Art. 194 SchKG). Dass das Vorbringen von Tatsachen und Beweismitteln, welche schon von Anfang an in den Prozess hätten eingeführt werden können, zur Kostenpflicht nach Art. 108 ZPO führen kann, ist anerkannt (SCHMID/JENT-SØRENSEN, Kurzkommentar ZPO, 3. Aufl. 2021, N. 2 zu Art. 108; TAPPY, in: Commentaire romand, Code de procédure civile, 2. Aufl. 2019, N. 5 zu Art. 108). Die Beschwerdeführerin legt sodann nicht dar, inwiefern die Vorinstanz Recht verletzt habe, wenn sie angeordnet hat, dass das Konkursamt (nach Begleichung der eigenen Kosten) nur die verbleibende Restanz der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten habe. Die Anwendung des Grundsatzes, dass ein Gläubiger nicht für die Konkurskosten haften soll, wenn die Konkurseröffnung gestützt auf vom Schuldner eingereichte zulässige Noven aufgehoben wird (vgl. NORDMANN, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 12 zu Art. 169), wird nicht in Frage gestellt und ist hier nicht weiter zu erörtern. Schliesslich war die Vorinstanz nicht gehalten, die Zusprechung einer Parteientschädigung zu prüfen. Bei entsprechenden Vorkehren der Beschwerdeführerin wäre die Inanspruchnahme dieser Behörde nicht erforderlich gewesen. Ob der Beschwerdeführerin ein Verhalten vorwerfbar ist, spielt hingegen keine Rolle (BGE 141 III 426 E. 2.4.4).