Citation: 6S.457/2005 14.03.2006 E. 4

Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, das Strafgesetzbuch sei durch die von den eidgenössischen Räten angenommene Revision des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuchs in diesem Umfang aufgehoben worden. Die Revision sei zwar nicht in Kraft, doch bilde das "aufgehobene alte StGB keine formale Eingriffsgrundlage von freiheitsentziehenden Massnahmen im Sinne von Art. 5 EMRK" (Beschwerde, S.16f.). Dieser Einwand ist umso weniger berechtigt, als der Beschwerdeführer auch unter neuem Recht zu einer unbedingten Freiheitsstrafe verurteilt worden wäre. Überdies hat das Bundesgericht im Urteil vom 27. Februar 2006 (6S.425/2005) festgehalten, dass es in Kraft stehende Bundesgesetze anzuwenden hat, und es nicht an ihm liegt, an Stelle des Bundesrates das neue Recht für anwendbar zu erklären.