Citation: 2C_548/2023 E. 6.4.4

6.4.4. Gemäss Art. 1 der Ergänzungsprüfungs-VO vom 2. Februar 2011 (Stand: 1. Januar 2017) regelt diese die Ergänzungsprüfung für die Zulassung von Inhaberinnen und Inhabern von eidgenössischen Berufsmaturitätszeugnissen und gesamtschweizerisch anerkannten Fachmaturitätszeugnissen zu den universitären Hochschulen. Nach Art. 2 Abs. 1 der Verordnung sollen die Inhaberinnen und Inhaber dieser Abschlusszeugnisse mit der Ergänzungsprüfung die allgemeine Hochschulreife erlangen. Gemäss Art. 2 Abs. 2 gilt die bestandene Ergänzungsprüfung zusammen mit dem eidgenössischen Berufsmaturitätszeugnis oder mit dem gesamtschweizerisch anerkannten Fachmaturitätszeugnis als Abschluss, der einer schweizerischen oder einer schweizerisch anerkannten gymnasialen Maturität gleichwertig ist, und berechtigt als solcher zur Zulassung an die Eidgenössischen Technischen Hochschulen nach dem ETH-Gesetz vom 4. Oktober 1991 sowie zu den eidgenössischen Medizinalprüfungen nach dem Medizinalberufegesetz vom 23. Juni 2006. Art. 2 Abs. 3 der Verordnung verweist für die Zulassung zu den kantonalen Universitäten auf das kantonale Recht. Im kantonalen Recht, welches die Zulassung zu den jeweiligen Universitäten regelt, wird die Dubs-Passerelle für die Zulassung zu den kantonalen Hochschulen soweit ersichtlich anerkannt (vgl. beispielsweise Art. 29 Abs. 1 lit. d und d1 des Gesetzes vom 5. September 1996 über die Universität des Kantons Bern [436.11; UniG/BE]; § 26 lit. e und f der Verordnung vom 27. August 2018 des Universitätsrats über die Zulassung zum Studium an der Universität Zürich [415.31; VZS UZH]; Ziff. 2 lit. a der Zulassungsrichtlinien vom 19. Dezember 2023 der Universität Basel für das akademische Jahr 2024/2025 gemäss Rektoratsbeschluss; Art. 9 Abs. 1 lit. c des Reglements vom 21. Juni 2019 des Universitätsrats der Universität St. Gallen über die Zulassung von Studienbewerbenden an die Universität St. Gallen [ZLR; ErlassNr. II.B.2.06]; Art. 55 Abs. 1 lit. b des Statut de l'Université vom 28. Juli 2011 der Universität Genf). Dasselbe ergibt sich auch aus dem Internetauftritt des Dachverbands der Schweizerischen Hochschulen (vgl. https://www.swissuniversities.ch/themen/zulassung/schweizerische-vorbildungsausweise-/-oder-passerelle, Rubrik "4. Eidgenössische Berufsmaturität und die gesamtschweizerische Fachmaturität", zuletzt abgerufen am 23. September 2024). Während die Ergänzungsprüfung zusammen mit einem eidgenössischen Berufsmaturitätszeugnis oder einem gesamtschweizerisch anerkannten Fachmaturitätszeugnis den Zugang zu allen schweizerischen Universitäten und zu allen Studienrichtungen ermöglicht, handelt es sich beim Zeugnis zur bestandenen Ergänzungsprüfung rechtlich nicht um ein gymnasiales Maturitätszeugnis (vgl. hierzu auch die Ausführungen des Staatssekretariats für Bildung und Forschung SBFI auf der diesbezüglichen Website, https://www.sbfi.admin.ch/sbfi/de/home/bildung/maturitaet/gymnasiale-maturitaet/passerelle.html, zuletzt abgerufen am 23. September 2024).