Citation: 4A_76/2023 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer setzt sich in diesem Zusammenhang kaum hinreichend mit den überzeugenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid auseinander. Vielmehr behauptet er pauschal, eine kontradiktorische Interessenabwägung zwischen Auskunfts- und (persönlichkeitsrelevanten) Drittinteressen könne ausschliesslich im Rahmen des gesetzlichen Prüfschemas von Art. 9 DSG vorgenommen werden. Demgegenüber sei eine solche Interessenabwägung in Art. 15 DSG weder vorgesehen noch könne sie ohne rechtsstaatliche Defizite durchgeführt werden, da dem Auskunftsberechtigten gerade die Möglichkeit genommen werde, seine Interessen im Verfahren einzubringen bzw. sich gegen haltlose und persönlichkeitsverletzende Unterstellungen zu wehren. Inwiefern die Vorinstanz im zu beurteilenden Fall Bundesrecht verletzt haben soll, geht aus der Beschwerdebegründung nicht hervor, stellt doch auch der Beschwerdeführer nicht in Abrede, dass der von ihm bei der Vorinstanz angefochtene Entscheid eine Klage zum Schutz der Persönlichkeit nach Art. 15 DSG betraf. Abgesehen davon, dass er für seinen Standpunkt, Art. 9 DSG gehe als "lex specialis" Art. 15 DSG vor, keinerlei Belege aufzuführen vermag, legt er nicht konkret vor, was sich daraus im zu beurteilenden Fall zu seinen Gunsten ableiten liesse. Soweit er beanstandet, es sei ihm nicht möglich gewesen, sich gegen die Unterstellung zu wehren, er wolle an den Beschwerdegegnern 1 und 2 in rechtswidriger Weise Vergeltung üben, ist kein Zusammenhang mit konkreten Erwägungen im angefochtenen Entscheid erkennbar, zumal die Vorinstanz im Gegenteil festhielt, es bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer rechtswidrig gegen die Beschwerdegegner 1 und 2 vorgehen könnte. Die Rüge ist auch in dieser Hinsicht unbegründet. Soweit der Beschwerdeführer in der Folge erneut beanstandet, die Vorinstanz habe die Anonymität der Beschwerdegegner 1 und 2 zu Unrecht geschützt, erhebt er keine neuen Rügen, sondern wiederholt seine Vorbringen, die sich bereits als unbegründet erwiesen haben (dazu vorn E. 3.2). Zudem behauptet er in diesem Zusammenhang einmal mehr, die Beschwerdegegner 1 und 2 seien bereits im Erkenntnisverfahren von der Beschwerdegegnerin 3 involviert worden, ohne jedoch eine hinreichende Sachverhaltsrüge zu erheben. Das Vorbringen hat daher unbeachtet zu bleiben. Mit dem pauschalen Vorwurf, seine Rechte seien durch "Auslagerung des Prozesses über die Drittinteressen" ohne jede Möglichkeit zur Stellungnahme "unterlaufen" worden, verfehlt er die gesetzlichen Begründungsanforderungen an eine hinreichende Verfassungsrüge (Art. 106 Abs. 2 BGG) ebenso wie mit der nicht weiter begründeten Behauptung, sein Anspruch auf ein kontradiktorisches Verfahren sei verletzt.