Citation: I 400/05 27.04.2006 E. 4

4.1 Im Einspracheentscheid vom 29. Januar 2004 korrigierte die Verwaltung das ursprünglich in der Verfügung vom 12. Juni 2003 noch angenommene, auf dem Durchschnitt der Betriebsgewinne in den Jahren 1996 bis 1999 basierende Valideneinkommen von Fr. 13'730.-, indem sie neu auf die in den Jahren 1997 bis 1999 erwirtschafteten Gewinne abstellte und daraus einen Durchschnittswert von Fr. 14'425.- im Jahr errechnete. Was das Invalideneinkommen anbelangt, griff sie auf den Monatslohn von Fr. 3'100.- zurück, welchen die Beschwerdeführerin ihrer früheren Angestellten jeweils ausgerichtet hatte, und nahm an, ohne gesundheitliche Beeinträchtigung könnte die Beschwerdeführerin selber diesen Betrag auch erreichen, wenn sie eine Tätigkeit als Coiffeuse im Angestelltenverhältnis annehmen würde. Unter Beachtung einer nunmehr um 50 % reduzierten Arbeitsfähigkeit und nach Vornahme eines 20%igen Abzuges zufolge eines invaliditätsbedingt zu erwartenden niedrigeren Lohnansatzes kam sie auf einen jährlichen Invalidenlohn von Fr. 16'120.-. Weil das Valideneinkommen mit Fr. 14'425.- geringer war, erachtete sie eine Invalidität als nicht ausgewiesen. Die Vorinstanz sah keine Veranlassung, von dem von der Verwaltung angenommenen Valideneinkommen von Fr. 14'425.- abzuweichen. Vielmehr ist aus ihren Erwägungen zu schliessen, dass sie dieses sogar als ein für die Beschwerdeführerin eher vorteilhaft ausgefallenes Resultat betrachtete. Im Weiteren schloss sich das kantonale Gericht der Auffassung der Verwaltung an, dass es der Beschwerdeführerin zumutbar wäre, ihre selbstständige Erwerbstätigkeit aufzugeben und eine Anstellung als Coiffeuse zu suchen. Die Rechtfertigung des von der Verwaltung ermittelten Invalideneinkommens liess es mit der Begründung offen, auch unter Heranziehung der standardisierten Bruttolöhne (Zentralwert) gemäss Schweizerischer Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik für das Jahr 2000 würde sich - unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung hochgerechnet auf das Jahr 2001, dem Jahr des Beginns eines allfälligen Rentenanspruches - mit Fr. 15'948.- noch ein über dem Valideneinkommen liegender Wert und damit keine Invalidität ergeben. 4.2 Die Beschwerdeführerin arbeitete seit rund zwanzig Jahren als Selbstständigerwerbende und hat auch als solche mit der Sozialversicherung abgerechnet. Dabei hat sie während vieler Jahre nur ein geringes und über Jahre hinweg sogar gar kein Einkommen deklariert. Dabei muss sie sich aber nunmehr auch bei der Ermittlung des Valideneinkommens behaften lassen. Unter Vorbehalt eines Gegenbeweises kann nämlich nach der Rechtsprechung grundsätzlich auf die Angaben im Individuellen Konto abgestellt werden (Urteil Z. vom 29. Januar 2003 [I 305/02], Erw. 2.2 und 2.3 mit Hinweisen). Zwar rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, macht aber nicht geltend, die dem Einkommensvergleich von der Invalidenversicherung zugrunde gelegten Werte seien falsch. Auch stellt sie die vorinstanzliche Aussage nicht in Frage, wonach von 1983 bis 1997 überhaupt keine Einträge im Individuellen Konto vorliegen. Offensichtlich hat sie sich - aus welchen Gründen auch immer - offiziell mit bescheidenen Einkünften begnügt und über mehrere Jahre hinweg sogar in Kauf genommen, kein Einkommen zu realisieren. Entweder hat sie wirklich nicht mehr verdient oder aber vorhandenes Einkommen nicht deklariert. Denkbar wäre auch, dass ihre Einkünfte als Einkommen des Ehemannes deklariert wurden und sie von dessen Einkünften gelebt hat. So oder anders muss sie sich auf ihren eigenen Angaben gegenüber den für den Bezug von Sozialversicherungsbeiträgen zuständigen Organen behaften lassen. Würden noch einige Jahre mehr in die Vergleichsrechnung mit einbezogen, ergäbe sich sogar ein noch tieferes Valideneinkommen als das von der IV-Stelle angenommene. Insgesamt wirkt sich das Vorgehen der Verwaltung jedenfalls nicht zum Nachteil der Beschwerdeführerin aus, wie die Vorinstanz richtig erkannte. Als massgebendes Valideneinkommen kann daher der Betrag von Fr. 14'425.- eingesetzt werden. 4.3 Was die Bestimmung des Invalideneinkommens anbelangt, gingen zwar sowohl die Verwaltung als auch die Vorinstanz davon aus, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden nach wie vor als selbstständige Coiffeuse tätig wäre. Beide kamen aber zum Schluss, dass es im Hinblick auf die damit realisierbaren Einkünfte zumutbar wäre, in ein Angestelltenverhältnis zu wechseln, wo sie bedeutend mehr verdienen könnte. Diese Betrachtungsweise ist grundsätzlich nicht zu beanstanden. Zumindest wäre der Beschwerdeführerin jedenfalls eine Anstellung im Betrieb ihres Ehemannes zumutbar. Damit wäre es ihr aber ohne weiteres auch möglich, trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen, und zwar unabhängig davon, ob man mit der Vorinstanz auf die statistisch ausgewiesenen Werte gemäss LSE abstellt oder aber wie die Verwaltung den Lohn als Grundlage nimmt, den die Beschwerdeführerin früher ihrer angestellten Coiffeuse bezahlte. Insoweit kann auf die Erwägungen der Verwaltung wie auch der Vorinstanz verwiesen werden, welchen das Eidgenössische Versicherungsgericht nichts beizufügen hat.