Citation: U 381/06 14.08.2007 E. A

A.a Die 1974 geborene K.________ war im Reinigungsdienst des Spitals X.________ beschäftigt und bei den Berner Versicherungen (nunmehr Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft, im Folgenden: Allianz) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als sie am 6. Dezember 1998 Opfer eines Verkehrsunfalls wurde. K.________ hatte mit ihrem eigenen Fahrzeug auf der schneebedeckten Autobahn einen Verkehrsunfall mit Sachschaden. In einem Polizeifahrzeug wurden in der Folge die Unfalldaten aufgenommen, als dieses von einem weiteren Fahrzeug gerammt und durch die Wucht des Aufpralls in das abgestellte Auto der Versicherten gestossen wurde. K.________ sass nicht angegurtet auf dem Beifahrersitz, dem protokollierenden Polizisten auf dem Fahrersitz zugewandt, und wurde dabei nach vorne geschleudert. In der Notfallstation des Spitals Y.________ wurden eine Tibiakontusion links und eine Myogelose des musculus trapezius rechts diagnostiziert. Die Allianz erbrachte Versicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeldern. Sie liess die Versicherte zudem in der Klinik Z.________ multidisziplinär begutachten. In der Expertise vom 19. Dezember 2002 werden die Diagnosen eines chronischen zervikozephalen und zervikobrachialen Syndroms rechts seit dem Unfall vom 6. Dezember 1998 und eine anhaltende unspezifische Empfindungsstörung der rechten Körperhälfte in Verbindung mit psychischen Faktoren, Verhaltensfaktoren und Kontextfaktoren gestellt. Diese seien unfallbedingt. Unfallfremde Faktoren spielten keine Rolle. In einer angepassten, leichten wechselbelastenden Tätigkeit sei die Explorandin zu 50 % arbeitsfähig. Es sei mit einer weiteren Besserung zu rechnen. Mit Verfügung vom 23. September 2003 teilte die Allianz K.________ mit, ab 1. Februar 2003 habe sie nur mehr Anspruch auf Taggeld im Rahmen einer Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Dagegen liess die Versicherte Einsprache erheben. A.b Vom 22. September bis 19. November 2003 nahm K.________ an einer von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenen beruflichen Abklärung in der Stiftung Q.________ für berufliche Integration teil. Gemäss Bericht vom 1. Dezember 2003 sei eine Eingliederung in der freien Wirtschaft trotz hoher Motivation der Versicherten nicht möglich. Die Schmerzen würden ihr Arbeitsverhalten in hohem Masse beeinflussen. Es wird eine psychiatrische Beratung empfohlen, damit sie lerne, mit diesen umzugehen. Dr. med. G.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, kommt in seinem Bericht vom 13. Juli 2004 zum Schluss, die als Flüchtling von Bosnien in die Schweiz gekommene Versicherte sei in erster Linie als Kriegsgeschädigte zu betrachten. Sie leide an einer posttraumatischen Konversionsneurose nach mehrfacher Traumatisierung. Diese sei chronifiziert und therapeutisch chancenlos. Es bestehe weder irgendeine Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt noch irgendeine Arbeitsfähigkeit. Entgegen dieser Diagnose gelangte die die Versicherte ab Juni 2004 behandelnde Dr. med. S.________, Spezialärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, zur Überzeugung, K.________ leide ausschliesslich an somatischen Beschwerden. Eine psychiatrische Diagnose bestehe nicht. Diese Diskrepanz veranlasste die Allianz, die Versicherte erneut polydisziplinär untersuchen zu lassen. Die Ärzte des beauftragten Medizinischen Abklärungszentrums A.________ (MAZ) gelangten im Gutachten vom 13. Januar 2005 zum Schluss, K.________ leide an einer gemischten dissoziativen Störung gemäss ICD 10: F 44.7, welche eine volle Arbeitsunfähigkeit zur Folge habe. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei ein chronifiziertes, tendomyotisches Cervicalsyndrom rechts bei einem Status nach zwei Verkehrsunfällen am 6. Dezember 1998. Die von der Versicherten beklagten Beschwerden seien in ihrem Ausmass nicht glaubhaft und nicht konkordant zum beobachteten Verhalten während der Untersuchung. Die Unfallversicherung lehnte mit Verfügung vom 20. Mai 2005 ihre weitere Leistungspflicht mit Wirkung per 1. Januar 2005 ab, da die andauernden, ausschliesslich psychischen Beschwerden nicht mehr in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis ständen. Mit Entscheid vom 3. August 2005 hiess die Allianz die Einsprache gegen die Verfügung vom 23. September 2003 insofern teilweise gut, als sie für den Zeitraum vom 1. Februar bis 30. April 2003 einen Anspruch auf Taggeld auf Grund einer vollen Arbeitsunfähigkeit anerkannte, die Nachzahlung indessen mit eigenen Ansprüchen verrechnete. Die weitergehenden Rechtsbegehren wurden ebenso abgewiesen wie die gegen die Verfügung vom 20. Mai 2005 erhobene Einsprache.