Citation: 2C_911/2019 E. A

Der nordmazedonische Staatsangehörige A.________ (geb. 1990) reiste am 2. Mai 2012 in die Schweiz ein und heiratete eine Schweizer Staatsangehörige. Gestützt auf die Ehe erhielt er eine Aufenthaltsbewilligung, die jährlich verlängert wurde. Am 13. Juli 2013 kam die gemeinsame Tochter zur Welt. Ab dem 1. März 2015 lebten die beiden Ehegatten getrennt. Nachdem sie der Abteilung Sicherheit (Einwohnerdienste) der Einwohnergemeinde Thun mit Schreiben vom 1. September 2015 mitgeteilt hatten, sie hätten vor, in absehbarer Zukunft wieder zusammenzuleben, verlängerte die Einwohnergemeinde Thun die Aufenthaltsbewilligung von A.________ ein weiteres Mal bis zum 1. Mai 2016. Anlässlich dieser Bewilligungsverlängerung teilte sie ihm mit, sie erwarte, dass er sich aktiv darum bemühe, den Sozialhilfebezug einzuschränken, sich ab sofort an die Rechtsordnung halte und keine weiteren Einträge im Straf- sowie Betreibungsregister veranlasse. Der Versuch der beiden Ehegatten, das Zusammenleben wieder aufzunehmen, scheiterte nach wenigen Monaten. Ab März 2016 lebten sie wieder getrennt. Am 11. Oktober 2016 wurde A.________ verhaftet und im Rahmen eines im Kanton Genf laufenden Strafverfahrens in Untersuchungshaft genommen. Mit Urteil vom 6. Juli 2018 verurteilte das Tribunal Correctionnel des Kantons Genf A.________ wegen Raubes, Diebstahls, verursachten Diebstahls, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch sowie versuchten Hausfriedensbruchs zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten. Zudem ordnete es eine ambulante Behandlung von A.________ an. Das Urteil erwuchs in Rechtskraft. Neben dem Strafurteil vom 6. Juli 2018 wurde A.________ am 21. März 2014 wegen Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch und Führens eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis zu einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen à Fr. 30.-- verurteilt. Mit den Strafbefehlen vom 1. Mai 2015 und 17. September 2015 wurde er wegen Widerhandlungen gegen das Personenförderungsgesetz (SR 745.1) schuldig gesprochen. Mit Strafbefehl vom 9. März 2017 wurde er wegen Betrugs zu einer bedingten Geldstrafe von 48 Tagessätzen à Fr. 30.-- verurteilt.