Citation: I 6/06 07.08.2006 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob sich die für den Invaliditätsgrad massgeblichen Verhältnisse seit Zusprechung der halben Rente (Verfügung vom 15. September 1997) bis zum angefochtenen Einspracheentscheid vom 26. Juli 2005 in revisionserheblicher Weise geändert haben und ob der Sachverhalt zur Beantwortung dieser Frage genügend abgeklärt ist. 3.1 Die Vorinstanz gelangte nach umfassender Würdigung der medizinischen Unterlagen im sorgfältig begründeten Entscheid zur Auffassung, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten im massgeblichen Zeitpunkt des Einspracheentscheids aufgrund der Aktenlage schlüssig und zuverlässig beurteilen lasse, und dass sich keine wesentliche, die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Veränderung ergeben habe. Auf die entsprechenden Ausführungen wird verwiesen. Wenn der Beschwerdeführer erneut eine gesamtmedizinische Abklärung beantragen lässt, ist darauf hinzuweisen, dass Verwaltung und kantonales Gericht sowohl die somatischen wie auch die psychischen Beschwerden mitberücksichtigt haben. In somatischer Hinsicht hielt Frau Dr. med. B.________ in ihrem Bericht vom 12. Mai 2004 unter Hinweis auf eine ausgeprägte Müdigkeit nämlich fest, dass höchstens eine leichte Zunahme der Arbeitsfähigkeitseinschränkung bestehe und nach wie vor eine Halbtagstätigkeit denkbar sei, während Dr. med. U.________ vom RAD am 20. August 2004 gar davon ausging, die körperlichen Gegebenheiten seien wesentlich besser als im Zeitpunkt der Zusprechung einer halben Rente. Im psychiatrischen Gutachten vom 26. Februar 2005 diagnostizierte Dr. med. V.________ eine gegenwärtig remittierte rezidivierende depressive Störung und wies auf eine somatisch und psychisch begründete Müdigkeit hin. Er hielt eine Arbeitstätigkeit während 6.5 Stunden pro Tag ohne weitere Einschränkungen für zumutbar, was einer gut 80%igen Arbeitsfähigkeit entspricht. Mit der Vorinstanz ist dies so zu verstehen, dass dem Versicherten die bis Juli 2003 im Rahmen von 50 % ausgeübte Tätigkeit unter Berücksichtigung sämtlicher Beschwerden weiterhin zumutbar ist, zumal der Psychiater die Müdigkeit auch auf somatische Gründe zurückführte. Daran vermag der Bericht des Dr. med. Z.________ vom 30. Oktober 2003 nichts zu ändern. Wohl attestierte der Hausarzt dem Versicherten ab 1. Juli 2003 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, doch lässt sich dies weder aus der Diagnose (Morbus Basedow mit Hypothyreose seit mehreren Jahren, HIV-Infektion seit 1991 sowie periphere arterielle Verschlusskrankheiten [PAVK] im Stadium II seit 1995) erklären, da sämtliche Beschwerden bereits seit längerer Zeit vorhanden sind, noch kann es mit der Müdigkeit begründet werden, wurde doch auch diese bereits im der Verfügung zu Grunde liegenden Bericht des Dr. med. J.________, Medizinische Poliklinik des Inselspitals Y.________, vom 14. Oktober 1996 mitberücksichtigt. Zudem ist mit dem kantonalen Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärztinnen und Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dass bei dieser medizinischen Aktenlage eine anspruchsrelevante Änderung ohne weitere Abklärungen verneint wurde, ist nicht zu beanstanden. 3.2 Die mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde neu aufgelegten Berichte des Dr. med. A.________ vom 24. November 2005 und der Privatklinik M.________ vom 16. Dezember 2005 beziehen sich nicht auf den massgeblichen Zeitraum bis zum Erlass des Einspracheentscheids vom 26. Juli 2005 und können daher im vorliegenden Verfahren keine Berücksichtigung finden. Der Psychiater Dr. med. A.________ wies in seinem Bericht selber auf die bedingte Aussagekraft seiner Ausführungen hin, da er den Versicherten erst zwei Mal, nämlich am 5. September und 31. Oktober 2005 gesehen habe. Die Ärzte der Privatklinik M.________, in welche der Beschwerdeführer am 25. November 2005 eintrat, bestätigten sodann aktuell eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und gingen aufgrund einer ungünstigen Gesamtprognose nicht davon aus, dass der Patient jemals wieder arbeitsfähig sein werde. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass einer allfälligen Verschlechterung der gesundheitlichen Situation des Versicherten seit dem Zeitpunkt des Einspracheentscheids im Rahmen eines neuen Revisionsverfahrens Rechnung zu tragen wäre.