Citation: 5A_113/2023 E. 1

Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid betreffend Ausstandsbegehren in einem KESB-Verfahren; die Beschwerde in Zivilsachen ist zulässig (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6, Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG). Allerdings ist zu beachten, dass der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich ist (Art. 105 Abs. 1 BGG) und nur eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung gerügt werden kann, für welche das strenge Rügeprinzip gilt (Art. 97 Abs. 1 und Art. 106 Abs. 2 BGG), was bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und belegte Rügen prüft, während es auf ungenügend substanziierte Rügen und rein appellatorische Kritik am Sachverhalt nicht eintritt (BGE 142 III 364 E. 2.4; 144 V 50 E. 4.2; 145 II 32 E. 2.1). Sodann sind vorliegend auch in rechtlicher Hinsicht nur Verfassungsrügen möglich, für welche das erwähnte Rügeprinzip gilt, weil im Bereich des Kindes- und Erwachsenenschutzes aufgrund des zuteilenden Vorbehaltes in Art. 450f ZGB das Prozessrecht (abgesehen von hier nicht interessierenden punktuellen bundesrechtlichen Normen) kantonal geregelt ist und kantonales Recht vom Bundesgericht nur auf substanziierte Verfassungsrügen hin überprüft werden kann, wobei die Rüge im Vordergrund steht, dieses sei in Verletzung des verfassungsrechtlichen Willkürverbotes und damit willkürlich ausgelegt worden (BGE 140 III 385 E. 2.3). Dass mithin insgesamt nur Verfassungsrügen erhoben werden können, ergibt sich im Übrigen auch daraus, dass das zugrunde liegende KESB-Verfahren vorsorglicher Natur war und deshalb die sich aus Art. 98 BGG ergebenden Kognitionsbeschränkungen greifen.