Citation: 2P.151/1999 30.05.2000 E. A

A.- Das Departement für Verkehr, Bau und Umwelt des Kantons Wallis schrieb im kantonalen Amtsblatt Nr. 26 vom 26. Juni 1998 im Rahmen des Baus der Rhoneautobahn A9/Oberwallis das Baulos 647 ("Tunnel Gamsen") im offenen Verfahren zur öffentlichen Bewerbung aus. In der Folge reichten fünf Anbieter, unter anderem die im Ingress genannten Arbeitsgemeinschaften, ihre Angebote ein. Am 25. August 1998 wurden die Angebote geöffnet, wobei dasjenige der Arbeitsgemeinschaft ARGE X.________ mit Fr. 72'905'995. 70 das tiefste war, gefolgt von jenem der Arbeitsgemeinschaft Y.________ mit einem Betrag von Fr. 75'545'578. 60. Die Position 591. 001 ("Präzisionsnivellement der Messbolzen im Scheitel des Gewölbes, Toleranz +/- 1 mm, inkl. sofortige Übermittlung des Messprotokolls an die Bauleitung. Pro Messeinsatz, einmessen von ca. 5 Bolzen. 750 St.") wurde von der ARGE X.________ mit einem Stückpreis von Fr. 70.-- (Gesamtbetrag: Fr. 52'500. --) und von der Y.________ mit Fr. 6'030. -- pro Messeinsatz (Gesamtbetrag: Fr. 4'522'500. --) offeriert. In einer von der Vergabebe- hörde verlangten Preisanalyse führte die Y.________ am 24. September 1998 aus, sie habe in der Offerte irrtümlich als Einheitspreis Fr. 6'030. -- anstatt Fr. 603. -- eingegeben. Sie schlug vor, für den Offertvergleich diesen "Eingabe- oder auch Schreibfehler" zu berichtigen, womit sich die Position 591. 001 um Fr. 4'070'250. -- (Fr. 4'522'500. -- abzüglich Fr. 452'250. --) reduziere; sie sei aber auch da- mit einverstanden, dass der Bauherr diese Position ausfallen lasse und die betreffende Arbeit direkt an ein Geometerbüro vergebe. Am 15. Oktober 1998 erklärten sich die beiden Arbeitsgemeinschaften Y.________ und X.________ in einem gemeinsamen Schreiben mit dem Vorschlag des Departementsvorstehers einverstanden, die Arbeiten des Bauloses 647 ("Tunnel Gamsen") auf der Preisgrundlage des Angebots der Y.________ gemeinsam auszuführen; hingegen müsse die Position 591. 001 pauschalisiert werden und als solche im Vertragsdevis aufgeführt sein. Mit Schreiben vom 25. und 27. Oktober 1998 beantragte die ARGE X.________ dem Departement sinngemäss, den Auftrag an sie zu vergeben, da sie das billigste Angebot eingereicht habe; durch die Streichung der fraglichen Position würde das höhere Angebot zum billigeren gemacht und der Vergabeentscheid verzerrt; wenigstens sei eine Aufteilung dieses grossen Auftrags abermals in Wiedererwägung zu ziehen, weshalb der Vergabeentscheid auszusetzen und ihr, der ARGE X.________, das rechtliche Gehör zu gewähren sei. Am 18. November 1998 vergab der Staatsrat des Kantons Wallis die Arbeiten des Bauloses 647 an die Y.________ zum Preis von Fr. 70'728'264. 10. Das Bundesamt für Strassenbau erteilte am 25. November 1998 seine Zustimmung. Der Entscheid wurde der ARGE X.________ und der Y.________ am 27. November 1998 mitgeteilt und im kantonalen Amtsblatt Nr. 49 vom 4. Dezember 1998 publiziert.