Citation: 6B_1142/2017 E. 1.3.2

1.3.2. Unter den geschilderten Umständen ist ohne Belang, ob B.________ in den folgenden Einvernahmen eine gewisse Belastungstendenz zeigte, wie der Beschwerdeführer rügt und die Vorinstanz im Übrigen berücksichtigt. Angesichts der Übereinstimmung mit dessen eigenen Angaben bedarf es der weiteren Einlassungen der Zeugin nicht. Ebenso wenig ist entscheidend, ob diese zunächst ausgesagt haben soll, die Beschwerdegegnerin 2 sei ansprechbar gewesen und habe berichtet, ihr sei kalt. Gemäss Angaben des Beschwerdeführers selbst antwortete sie auf die Nachfrage nach ihrer Adresse nicht. Es ist daher plausibel anzunehmen, sie sei nicht ansprechbar gewesen, zumal auch die Zeugin aussagte, die Beschwerdegegnerin 2 habe während der ganzen Fahrt geschlafen. Die Vorinstanz erwägt zudem nachvollziehbar, dass die Ansprechbarkeit der Beschwerdegegnerin 2 für die Frage nach ihrem erkennbar schlechten Zustand infolge der schweren Alkoholisierung nicht ausschlaggebend ist. Der Zustand ist objektiv erstellt und war dem Beschwerdeführer nach eigenen Angaben offensichtlich bewusst. Es kommt auch nicht darauf an, ob die Beschwerdegegnerin 2 noch zu rudimentären Handlungen wie verwaschenem Sprechen über ihren Freund und Schreiben von - zum Teil kaum entzifferbaren - SMS im Stande war. Diese Handlungen, wobei von normalem, sozialadäquatem Verhalten keine Rede sein kann, stehen der erkennbaren schweren Alkoholisierung nicht entgegen. Sie beweisen mithin nicht, dass die Beschwerdegegnerin 2 noch in den Geschlechtsverkehr mit dem Beschwerdeführer einwilligen konnte. Soweit er geltend macht, es sei davon auszugehen, dass sich deren Zustand zwischen Verlassen der Bar und dem Geschlechtsverkehr mangels weiteren Alkoholkonsums nach 03.00 Uhr merklich gebessert habe, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt und unbestritten ist, hat sich die Beschwerdegegnerin 2 in der Wohnung des Beschwerdeführers weitere zweimal übergeben. Ausserdem konnte sie sich noch am Morgen danach an nichts erinnern. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz erwägt, am Zustand habe sich vor dem Geschlechtsverkehr nichts Wesentliches geändert. Unerfindlich ist in diesem Zusammenhang, was der Beschwerdeführer aus einem SMS-Chat der Beschwerdegegnerin 2 mit ihrem Freund, worin sie sich als betrunken und kurz danach als nüchtern bezeichnete, für sich ableiten will. Abgesehen davon, dass es sich dabei nicht um den vorliegend beurteilten Sachverhalt handelt, besagt die subjektive Einschätzung der Beschwerdegegnerin 2 nichts über ihren effektiven Zustand. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann daraus nicht auf eine relativ rasche Erholungsphase geschlossen werden. Der ermittelte Blutalkoholwert von 1.41 bis 2.65 Promille lässt zudem unabhängig von individuellen Gewohnheiten auf eine schwere Alkoholisierung der Beschwerdegegnerin 2 schliessen, zumal jene gemäss Gutachter den von den Zeugen geschilderten Zustand zwanglos erklärt.