Citation: 7B_299/2023 E. 2

Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung von Art. 56 lit. f StPO und des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV). Ihrer Ansicht nach liessen prozessuale Fehlleistungen und Äusserungen der Staatsanwältin im Rahmen der Untersuchungsführung und Anklageerhebung darauf schliessen, dass diese ihnen gegenüber befangen sei und darauf abziele, einen Freispruch für den Beschuldigten zu erwirken. Dies ergebe sich namentlich aus einer "widerwilligen Anklageerhebung", einer "gezielt zugunsten des Beschuldigten unzulässig, unvollständig und fehlerhaft abgefassten Anklageschrift", einem "planmässigen Weglassen von (mit guten Gründen) beantragten Änderungen an der Anklageschrift zugunsten des Beschuldigten", einer Anklageerhebung "ohne Durchführung einer Schlusseinvernahme und ohne Abwarten von Beweisanträgen", einer "fehlenden Bereitschaft, die Anklage zurückzuziehen" sowie aus "Äusserungen der Staatsanwältin gegenüber dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer im Rahmen eines Telefonats vom 23. Januar 2023, wonach sie einen Freispruch beantragen werde". Es handle sich um besonders krasse und wiederholte Fehlleistungen der Beschwerdegegnerin, welche bei gesamthafter Würdigung eine schwere Verletzung ihrer Amtspflichten darstellten und sich einseitig zulasten der Beschwerdeführer auswirkten. Auf die näheren Vorbringen der Beschwerdeführer ist, soweit nötig, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.