Citation: 2C_718/2019 E. 4.2

4.2. Es sei zwar zutreffend, macht er geltend, dass seine Ex-Ehefrau im Herbst 2017 eine aussereheliche Beziehung eingegangen sei. Indes habe sie aber trotzdem bis Ende Dezember 2017 den Willen gehabt, an der Ehe mit dem Beschwerdeführer festzuhalten bzw. um den Fortbestand der Ehe zu kämpfen. Es sei in diesem Zusammenhang deshalb willkürlich, wenn die Vorinstanz aufgrund der festgestellten Indizien annehme, dass die Ex-Ehefrau direkt nach dem ersten Kennenlernen des türkischen Landsmannes in Frankreich den Ehewillen aufgegeben habe. Im Weiteren habe der Beschwerdeführer seinerseits erst Ende Dezember 2017 von der ausserehelichen Beziehung seiner Ex-Ehefrau erfahren. Die Ehe sei deshalb erst zu diesem Zeitpunkt definitiv gescheitert, weshalb der Beschwerdeführer schliesslich per 31. Dezember 2017 aus der ehelichen Wohnung ausgezogen sei und die Eheleute in der Folge am 3. Januar 2018 ein gemeinsames Scheidungsbegehren eingereicht haben. Zudem sei die Aufgabe der ehelichen Wohnung und die damit verbundene, gegen aussen wahrnehmbare Aufgabe des Ehewillens der massgebende Zeitpunkt für die Bestimmung der Ehedauer im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG.