Citation: 5A_88/2020 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt, der Entscheid des Obergerichts sei widersprüchlich und unmöglich umzusetzen. Der Unterhalt werde ab Rechtskraft des Scheidungsurteils zugesprochen. Wie sich aus Dispositivziffer 1 des angefochtenen Entscheids (vgl. vorne Bst. B) ableiten lasse, werde der Rechtskrafteintritt irgendwann vor dem 31. Januar 2018 (recte: 31. Dezember 2018) verortet. Dies widerspreche der Feststellung, wonach das erstinstanzliche Urteil auch im Scheidungspunkt angefochten sei und daher noch nicht habe in Rechtskraft erwachsen können. Mit anderen Worten rügt die Beschwerdeführerin, die Rechtskraft trete erst nach dem Ende der ersten der von der Vorinstanz gebildeten Phasen ein. Unklar bleibt nach Ansicht der Beschwerdeführerin auch, wie der nacheheliche Unterhalt sich unter diesen Umständen zu den zwischenzeitlich rechtskräftig festgelegten Ehegattenunterhaltsbeiträgen verhalte. Unter diesen Umständen sei davon auszugehen, dass die Vorinstanz einfach habe von einer Übergangsfrist von vier Monaten ab Rechtskraft des Scheidungsurteils ausgehen wollen, während der der Beschwerdeführerin kein hypothetisches Einkommen angerechnet und Vorsorgeunterhalt zugebilligt werde. In der Folge beantragt die Beschwerdeführerin eine entsprechende Phasenbildung (vgl. vorne Bst. C).