Citation: U 416/00 31.05.2001 E. A

A.- Der 1964 geborene K.________ war seit 1989 als Elektromonteur/Telefonmonteur bei der H.________ AG angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit versichert. Am Abend des 10. September 1990 erlitt er einen Unfall, als er im letzten Wagen einer auf die Abfahrt wartenden Zugskomposition einer Achterbahn sass, auf welche der erste Wagen der nächsten Zugskomposition, die (offenbar wegen eines Defekts) nicht abgebremst worden war, von hinten auffuhr. Dr. med. R.________, Assistenzarzt, Spital X.________, der den Versicherten am Morgen des 11. September 1990 untersuchte, stellte eine schmerzhafte paravertebrale Muskulatur zervikal und lumbal sowie eine Klopfdolenz der Halswirbelsäule (HWS) und Lendenwirbelsäule (LWS), neurologisch unauffällig, ohne ossäre Läsion, fest und diagnostizierte ein Schleudertrauma HWS/LWS. Der Hausarzt Dr. med. H.________ bestätigte am 9. Oktober 1990 - unter anderem gestützt auf durch Prof. E.________, Radiologie FMH, beschriebene seitliche Funktionsaufnahmen der HWS vom 21. September 1990 - die Diagnose "Schleudertrauma der HWS" und attestierte dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. In der Folge wurde K.________ in der Klinik B.________ behandelt (Berichte vom 22. November und 2. Dezember 1990 sowie 25. März 1991). Ab 11. Februar 1991 nahm er die Arbeit zu 50 %, ab 15. April 1991 zu 100 % wieder auf. Arbeitgeberin war bis 30. Mai 1991 die H.________ AG, anschliessend bis 2. Oktober 1991 die T.________ AG und ab 12. Dezember 1991 die K.________ AG. Als Restbeschwerden diagnostizierte Dr. med. E.________, Innere Medizin FMH, ein Zervikalsyndrom bei segmentaler Dysfunktion und muskulärer Dysbalance nach Schleudertrauma der HWS (Berichte vom 25. Juni und 17. September 1991). Dr. med. K.________, Orthopädische Chirurgie FMH, berichtete am 20. März 1992, es würden in erster Linie persistierende Beschwerden im Bereich der HWS angegeben. Am 25. Mai 1992 meldete die Arbeitgeberin der SUVA, der Versicherte habe die Arbeit wegen eines Rückfalls seit 14. Mai 1992 aussetzen müssen. Die Anstalt holte einen Bericht des Dr. med. K.________ vom 9. Juli 1992 (mit beigelegten Stellungnahmen des Dr. med. W.________, Neurologie FMH, vom 19. Mai 1992 und des Dr. med. U.________, Röntgeninstitut der Klinik Y.________, vom 30. März und 1. April 1992) ein. In einem gleichentags der Invalidenversicherung erstatteten Bericht attestiert Dr. med. K.________ dem Versicherten für die Zeit vom 14. bis 31. Mai 1992 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Nachdem der Anstalt ausserdem eine Stellungnahme des Dr. med. D.________, Leitender Arzt Neurologie, Klinik Z.________, vom 1. September 1992 eingereicht worden war, veranlasste sie eine Untersuchung durch den Kreisarzt Dr. med. S.________, welche am 8. Oktober 1992 stattfand. Bei der neuen Arbeitgeberin S.________ AG, wo der Versicherte seit 1. August 1992 tätig war, musste das Pensum - nach einzelnen halbtägigen Arbeitsaussetzungen im September und Oktober - ab 9. November 1992 auf 50 % reduziert werden. Anschliessend war der Versicherte, abgesehen von einer zwischenzeitlichen 100%igen Arbeitsunfähigkeit nach einem Verkehrsunfall vom 12. Dezember 1992, der ohne längerfristige Folgen blieb, gemäss ärztlicher Bescheinigung zu 50 % arbeitsunfähig (Zeugnisse des Dr. med. D.________ vom 21. Dezember 1992, 8. Januar und 8. November 1993, Bericht des Kreisarztes Dr. med. J.________ vom 22. März 1993). Das Arbeitsverhältnis bei der S.________ AG wurde per 31. Januar 1993 aufgelöst. Seither war K.________ nur noch kurzzeitig oder mit geringem Pensum erwerbstätig. Nachdem er eine am 3. Mai 1993 begonnene, durch die Invalidenversicherung finanzierte Handelsausbildung im September 1993 wegen starker Konzentrationsstörungen vorzeitig abgebrochen hatte, holte die SUVA ein neuropsychologisches Gutachten von Frau Dr. phil. O.________ vom 14. Januar 1994 ein. Eine berufliche Abklärung in der Stiftung U.________, Servicezentrum, vom 14. März bis 13. September 1994 ergab nur bescheidene Eingliederungsmöglichkeiten. Die IV-Stelle sprach dem Versicherten daraufhin für die Zeit ab 1. September 1994 auf Grund eines Invaliditätsgrades von 75 % eine ganze Rente zu (Verfügung vom 10. August 1995). Die SUVA veranlasste eine Magnetresonanztomographie des Schädels vom 15. November 1994 durch das Medizinisch-Radiodiagnostische Institut am Spital W.________ und einen Aufenthalt des Versicherten in der Rheuma- und Rehabilitationsklinik U.________, der vom 24. Januar bis 14. Februar 1995 dauerte. Nach einer kreisärztlichen Untersuchung durch Dr. med. L.________ vom 15. Mai 1995 wurde vom 19. Juli bis 16. August 1995 eine Abklärung in der SUVA-Rehabilitationsklinik A.________ durchgeführt, in deren Verlauf ein neuropsychologischer Bericht vom 4. August 1995 (Frau Dr. phil. B.________) und ein Bericht vom 18. August 1995 über ein psychosomatisches Konsilium (Dr. med. A.________) verfasst wurden. Nach einer weiteren Untersuchung durch den Kreisarzt vom 30. Oktober 1995 erstattete schliesslich Dr. med. T.________ von der Abteilung Unfallmedizin der SUVA am 9. Januar 1996 ein Gutachten, wobei er als somatisches Residuum des Unfallereignisses vom 10. September 1990 ein chronifiziertes mässiges Zervikalsyndrom diagnostizierte. Der Kreisarzt formulierte daraufhin am 9. April 1996 das Zumutbarkeitsprofil. Gestützt darauf sprach die SUVA dem Versicherten eine Invalidenrente auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 15 % für die Zeit ab 1. Juli 1996 und eine Integritätsentschädigung von Fr. 8160.- zu, dies entsprechend einer Integritätseinbusse von 10 % (Verfügung vom 5. Dezember 1996). An dieser Beurteilung hielt die Anstalt - nach Einholung einer weiteren Stellungnahme des Dr. med. T.________ vom 20. Mai 1997 - mit Einspracheentscheid vom 6. März 1998 fest.