Citation: 4A_163/2017 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz legte in ihrem Entscheid zunächst einlässlich die Beweismittel und Berichte hinsichtlich des Gesundheitszustands und vor allem auch der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers dar. Sie stellte daraufhin fest, die diversen Ärzte würden die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus psychischen Gründen erheblich unterschiedlich beurteilen. Auch die Beurteilung in somatischer Hinsicht falle unterschiedlich aus. Gestützt auf BGE 134 III 24 E. 3.3.1.3 [recte: BGE 140 III 24] hielt die Vorinstanz sodann fest, das MEDAS-Gutachten sei als gerichtliches Gutachten i.S.v. Art. 183 ff. ZPO zu berücksichtigen. In ihrer anschliessenden Beweiswürdigung erachtete die Vorinstanz das MEDAS-Gutachten als überzeugend. Sie wies zunächst auf die diesbezüglichen Ausführungen des Bundesgerichts in dem die Invalidenversicherung des Beschwerdeführers betreffenden Urteil hin (Urteil 9C_270/2013 vom 7. Juni 2013). In diesem Urteil, das nach dem Grundsatzentscheid BGE 137 V 210 betreffend Einholung von Administrativ- und Gerichtsgutachten ergangen war, hatte das Bundesgericht "im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen zu entscheiden, ob das abschliessende Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen im angefochtenen Entscheid vor Bundesrecht standhält (BGE 137 V 210 E. 6 S. 266" (zit. Urteil 9C_270/2013 E. 4.1). Das Bundesgericht stellte fest, dieses MEDAS-Gutachten, das noch vor Erlass von BGE 137 V 210 eingeholt worden sei, erfülle die Anforderungen in jeder Hinsicht, die an ein Administrativgutachten gestellt würden (zit. Urteil 9C_270/2013 E. 4.2). Die Vorinstanz führte anschliessend aus, im MEDAS-Gutachten werde in nachvollziehbarer Weise dargelegt, dass in somatischer Hinsicht ein wesentliches strukturelles Defizit, eine radikuläre Symptomatik oder weitere objektivierbare Befunde, welche die geklagten Beschwerden erklären könnten, nicht festzustellen seien und deshalb in somatischer Hinsicht gegenwärtig keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Auch die Beurteilung in psychischer Hinsicht, wonach kein die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigendes psychisches Leiden von Krankheitswert festgestellt werden könne, überzeuge. Insbesondere überzeuge, dass eine somatoforme Schmerzstörung nicht diagnostiziert werden könne, da weder erhebliche Konflikte noch eine gravierende psychosoziale Belastungssituation ausgewiesen seien, und ferner ein enger ursächlicher Zusammenhang zwischen einer erheblichen psychosozialen Belastungsreaktion oder einem gravierenden emotionalen Konflikt und dem Schmerzbeginn nicht gegeben sei. Dass die beim Beschwerdeführer festgestellte demonstrative Symptomausweitung bzw. Aggravation bei der Beurteilung von dessen Arbeitsfähigkeit mitberücksichtigt worden sei, überzeuge ebenso wie die attestierte vollständige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in seiner bisherigen Tätigkeit. Die Vorinstanz hielt weiter fest, obwohl das MEDAS-Gutachten vom 11. Oktober 2011 datiere und damit vor dem massgeblichen Zeitraum vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2014 erstellt worden sei, könne darauf abgestellt werden. Denn der Beschwerdeführer begründe seinen Taggeldanspruch mit einer somatischen und psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung, die schon im Zeitpunkt der Begutachtung durch die Ärzte der MEDAS vorgelegen haben soll. Die Beurteilung durch die Ärzte der MEDAS werde nicht in Zweifel gezogen durch den Bericht von Dr. C.________ vom 29. April 2013, wonach der Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht unter den Folgen des Unfalls im Sinne eines zervikalen Syndroms und migräniformer Exazerbation der Kopfschmerzen mit Erbrechen leide und in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sei. Denn dieser Bericht enthalte keine nachvollziehbare Begründung, sondern beurteile bloss denselben Sachverhalt abweichend. Hinweise auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers seit der Begutachtung durch die Ärzte der MEDAS liessen sich ihm ebenso wenig entnehmen. Gleich verhalte es sich mit dem Bericht von Dr. D.________ vom 1. April 2012, in dem eine mittelgradige bis schwere depressive Episode diagnostiziert und dem Beschwerdeführer eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit attestiert worden sei. Der Bericht der Ärzte der E.________ AG vom 30. April 2015 enthalte keine Anhaltspunkte für eine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers im strittigen Zeitraum, sondern betreffe vielmehr die Zeit vom 10. März bis 5. Mai 2015. Die Vorinstanz kam aufgrund ihrer Beweiswürdigung zum Schluss, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei von Oktober 2012 bis September 2014 mit Ausnahme von zwei kurzen, die vertragliche Wartezeit nicht übersteigenden Phasen (Hospitalisierung einerseits wegen Gallenblasensteinleidens und -entzündung sowie andererseits wegen Schmerzmittelentzugs) nicht beeinträchtigt gewesen. Da das MEDAS-Gutachten die vom Beschwerdeführer aufgeworfenen Fragen im Wesentlichen bereits beantworte, erübrige sich auch die Erstellung eines weiteren Gutachtens. In antizipierter Beweiswürdigung sei davon auszugehen, dass von einem weiteren Gutachten keine zusätzlichen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten seien.