Citation: 1C_3/2024 E. 8

Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Verwaltungsgericht habe zumindest den ersten Satzteil von Abs. 1 ( "Im Gebiet Greutensberg zwischen Braunau und Wuppenau dürfen höchstens Grosswindanlagen realisiert werden, welche die landschaftliche Qualität sowie die Wohn- und Lebenssituation der bestehenden Besiedlung nicht übermässig beeinträchtigen") als genehmigungsfähig erachtet und lediglich den zweiten Satzteil und Satz 2 (betreffend Grenzwerte) als nicht genehmigungsfähig qualifiziert. Es sei deshalb widersprüchlich, wenn es die Beschwerde auch in diesem Punkt abgewiesen habe. In seiner Vernehmlassung legt das Verwaltungsgericht dar, der erste Satz enthalte zwei kumulativ zu erfüllende Voraussetzungen für Grosswindkraftanlagen; die zweite Voraussetzungen (Einhaltung der noch zu definierenden Grenzwerte) sei unzulässig, weshalb die Genehmigung nur des ersten Halbsatzes keinen Sinn machen würde. Dem ist zu widersprechen: Der erste Satzteil ergibt auch für sich alleine Sinn. Zwar mögen die nachfolgend aufgeführten Grenzwerte die gebotene Rücksichtnahme auf Landschaft und Siedlungen konkretisieren; erweisen sich diese aber als nicht genehmigungsfähig, entspricht es dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz, zumindest den ersten Satzteil zu genehmigen. Dieser bezieht sich lediglich auf "übermässige" Beeinträchtigungen und lässt daher genügend Spielraum für die gebotene Interessenabwägung im Einzelfall. In diesem Punkt ist die Beschwerde gutzuheissen.