Citation: 1F_3/2023 E. 1

Das Untersuchungsamt Gossau führt gegen A.________ ein Strafverfahren wegen des Verdachts des gewerbsmässigen Betrugs, der Fälschung von Ausweisen, der Erschleichung einer falschen Beurkundung sowie der unwahren Angaben gegenüber Handelsregisterbehörden. Die Kantonspolizei Thurgau nahm A.________ am 28. September 2022 fest. Mit Entscheid vom 1. Oktober 2022 ordnete der regionale Zwangsmassnahmenrichter am Kreisgericht St. Gallen Untersuchungshaft bis vorläufig längstens am 29. Dezember 2022 an. Dagegen erhob A.________am 10. Oktober 2022 selbständig Beschwerde. Zudem stellte er ein Ausstandsgesuch gegen den verfahrensleitenden Staatsanwalt und den Zwangsmassnahmenrichter; beide zeigte er zudem wegen strafbaren Handlungen an. Am 14. Oktober 2022 erhob der Verteidiger von A.________ ebenfalls Beschwerde gegen den Haftentscheid und beantragte die sofortige Haftentlassung. Ausserdem stellte er den Antrag, dass er auch für das Beschwerdeverfahren als amtlicher Verteidiger von A.________einzusetzen sei. Die Anklagekammer des Kantons St. Gallen vereinigte die verschiedenen Verfahren und hiess mit Entscheid vom 16. November 2022 das Gesuch um amtliche Verteidigung gut, wies die Beschwerde gegen den Entscheid des regionalen Zwangsmassnahmenrichters vom 1. Oktober 2022 sowie das Ausstandsgesuch gegen den Staatsanwalt und den regionalen Zwangsmassnahmenrichter ab, trat auf das Ausstandsgesuch gegen Kantonspolizisten nicht ein und erteilte keine Ermächtigung zur Eröffnung von Strafverfahren gegen den Staatsanwalt und den regionalen Zwangsmassnahmenrichter. Dagegen erhob A.________ mit Eingabe vom 27. Dezember 2022 (Übergabe an Gefängnismitarbeiter am 2. Januar 2023) Beschwerde. Mit Urteil 1B_3/2023 vom 9. Januar 2023 trat das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht ein. Es führte zusammenfassend aus, fristauslösend für die Beschwerde ans Bundesgericht sei die Zustellung des angefochtenen Entscheids an den amtlichen Verteidiger. Seine Beschwerde vom 2. Januar 2023 sei nicht innerhalb der Beschwerdefrist erhoben worden. Da im Verfahren betreffend Anordnung und Verlängerung der Untersuchungshaft der Fristenstillstand im Sinne von Art. 46 Abs. 1 BGG nicht zur Anwendung komme, sei auf die Beschwerde gegen den Haftentscheid wegen Verspätung nicht einzutreten. Soweit sich die Beschwerde gegen die Abweisung des Ausstandsgesuchs und die Verweigerung der Ermächtigung zur Eröffnung von Strafverfahren richte, sei sie zwar rechtzeitig erhoben worden, genüge indessen den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG offensichtlich nicht.