Citation: 4A_342/2021 E. 3.3.8

3.3.8. Schliesslich warf die Vorinstanz dem Beschwerdeführer eine Pflichtverletzung aufgrund eines potenziellen Interessenskonflikts vor. Der Beschwerdeführer sei Ende März 2014 Verwaltungsrat einer Firma (H.________ AG) geworden, die seinem Bekannten, I.________ (F.________ AG), nahe gestanden habe und die im Zusammenhang mit dem Projekt "X.________" mit der Beschwerdegegnerin in einer Geschäftsbeziehung hätte stehen sollen. Es könne gut sein, dass der Beschwerdeführer damit seinen Absprung vorbereitet habe. Wenngleich es letztlich nicht zum Vertragsschluss zwischen der H.________ AG und der E.________ AG gekommen sei, hätte der Beschwerdeführer seine Involvierung in die H.________ AG der Beschwerdegegnerin melden müssen. Gemäss der einschlägigen Fachrichtlinie zur ASIP-Charta (Ziff. 3.2) löse bereits die Möglichkeit einer Interessenskollision eine Offenlegungspflicht aus. Deren Verletzung sei allerdings nicht gravierend.