Citation: 1B_416/2016 E. 2.2.2

2.2.2. Aufgrund dessen verletzt es kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz den dringenden Tatverdacht bejaht, der Beschwerdeführer habe in der Nacht vom 17./18. Dezember 2012 seine damalige Ehefrau schwer verletzt bzw. versucht, sie umzubringen. Ein Selbstunfall in geistiger Verwirrung oder ein Suizidversuch durch einen Sturz bzw. Sprung aus dem Fenster wird von den Gutachtern praktisch ausgeschlossen. Die zweite Hypothese, welche die Verletzungen der Frau erklären könnte, nämlich dass der Beschwerdeführer sie mit dem Mietwagen angefahren, ihr wohl mit der Faust ins Gesicht geschlagen und sie anschliessend stundenlang liegen gelassen hat, bevor er die Rettung alarmierte, erscheint dagegen plausibel. Der dringende Tatverdacht in Bezug auf ein Kapitalverbrechen (bzw. des Versuchs dazu) wurde vom Obergericht zu Recht bejaht. Damit ist der allgemeine Haftgrund des dringenden Tatverdachts, der die Anordnung von Untersuchungshaft rechtfertigen kann, gegeben.