Citation: 5A_966/2021 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführer räumen ein, dass der Zeuge H._______ wahrscheinlich nicht den Nachweis für eine Schenkungsabsicht der Erblasserin erbringen könne. Es sei zwischen H._______ und der Erblasserin wahrscheinlich auch nicht über die Ausgleichungspflicht ihres Sohnes gegenüber seinen Geschwistern gesprochen worden. H._______ werde aber jedenfalls bezeugen können, dass die Erblasserin alle Bezüge für F.A.________ getätigt habe. Das werde von der Beschwerdegegnerin bestritten. Der Beweis sei daher abzunehmen, auch wenn eine Gerichtsinstanz der Auffassung sei, Konkursverlustscheinsforderungen oder untergegangene Forderungen infolge Erbausschlagungen seien nicht ausgleichspflichtig. Es sei die Pflicht eines Gerichts, alle Beweise abzunehmen, die entscheidrelevant sein könnten, insbesondere im Hinblick darauf, dass eine Berufungsinstanz die rechtlich nicht klare Ausgangslage anders beurteilen könnte. Die Beweisverweigerung beider Vorinstanzen verletze daher den Anspruch der Beschwerdeführer auf Beweisabnahme nach Art. 152 Abs. 1 ZPO und Art. 29 Abs. 2 BV (rechtliches Gehör) in gravierender Art und Weise.