Citation: 4A_403/2022 E. B

B.a. Am 27. Oktober 2020 reichten die Klägerinnen beim Handelsgericht des Kantons Zürich eine Klage gegen die Beklagte ein, mit der sie verlangten, die Beklagte sei zu verurteilen, ihnen Fr. 97'452.15 nebst verschiedenen Zinsbetreffnissen zu bezahlen. Zur Begründung stützten sie sich auf die Vereinbarung vom 18. März 2019 und brachten vor, offene Forderungen von Fr. 97'452.15 aus dem Werkvertragsverhältnis gegenüber der D.________ GmbH zu haben. Über diese sei zwischenzeitlich mehrfach der Konkurs eröffnet respektive sei das Konkursverfahren mittlerweile abgeschlossen worden. Entsprechend greife die Vereinbarung vom 18. März 2019 und müsse die Beklagte für die ausstehenden Forderungen einstehen. B.b. Die Beklagte begehrte in der Klageantwort, die Klage abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Sie trug unter anderem vor, dass sie sich in der Vereinbarung vom 18. März 2019 einzig verpflichtet habe, eine einmalige "Sofortzahlung" in Höhe von Fr. 100'000.-- zu leisten, und dass sie diesen Betrag den Klägerinnen bereits bezahlt habe. Ohnehin sei die Vereinbarung "nichtig", denn sie sei zu deren Abschluss "genötigt" worden. B.c. Mit Urteil vom 26. Juli 2022 verurteilte das Handelsgericht die Beklagte, den Klägerinnen Fr. 97'452.15 nebst Zins zu 5 % seit 26. August 2019 zu bezahlen. Im Mehrbetrag (Zins) wies es die Klage ab. Es kam zunächst zum Schluss, dass die beiden Klägerinnen hinsichtlich des Bauprojekts "Hotel X.________" in Form einer einfachen Gesellschaft tätig geworden seien. Die von ihnen behaupteten Forderungen stünden ihnen zusammen ungeteilt zu, und sie seien berechtigt, die Forderungen gemeinsam einzuklagen. Eine objektivierte Auslegung der Vereinbarung vom 18. März 2019 ergebe, dass sich die Beklagte kumulativ zu zwei Leistungen verpflichtet habe: Sie habe einerseits zu einer einmaligen "Sofortzahlung" in Höhe von Fr. 100'000.-- eingewilligt. Andererseits habe sie versprochen, für Leistungen der D.________ GmbH einzustehen respektive deren (Rest-) Schulden zu bezahlen, sofern die D.________ GmbH "ihren Zahlungen nicht mehr nachkommen" könne. Dieses Versprechen qualifizierte das Handelsgericht als (bürgschaftsähnliche) Garantie. Spätestens nachdem über die D.________ GmbH am 26. August 2019 (zum zweiten Mal) der Konkurs eröffnet worden sei, habe diese ihren Zahlungspflichten im Sinne der Vereinbarung vom 18. März 2019 nicht mehr nachkommen können und sei der Garantiefall eingetreten. Die Klägerinnen hätten gegenüber der D.________ GmbH ausstehende Forderungen von Fr. 97'452.15 gehabt, für welche die Beklagte als Garantin nun einstehen müsse. Die Klage erweise sich daher als begründet (vorbehalten Zinsenlauf).