Citation: 5A_765/2022 E. B

B.a. Am 15. Juli 2019 erhob A.________ Klage am Kreisgericht Rheintal gegen die übrigen gesetzlichen Erben. Nach Aufforderung zur Verbesserung der mangelhaften Eingabe reichte sie (inzwischen anwaltlich vertreten) am 25. September 2019 eine vollständige Klageschrift "betreffend Erbteilung" ein. Dort beantragte sie, es sei der Nachlass des Erblassers festzustellen und unter den Parteien entsprechend ihrer Erbquoten zu teilen. Ihre Rechtsbegehren passte sie in der Folge mehrfach an: Mit Eingabe vom 10. Februar 2020 beantragte sie neben der Neuformulierung ihres Begehrens um Feststellung und Teilung des Nachlasses insbesondere die Feststellung, dass der Erbvertrag vom 13. Mai 2011 ungültig, sie selbst Erbin und gemäss Ehevertrag und Erbvertrag zu 1/8 am Nachlass beteiligt sei. Eventualiter beantragte sie die Feststellung des Pflichtteilsanspruchs und die Feststellung, dass durch den Ehevertrag sowie den Erbvertrag ihr Pflichtteilsanspruch verletzt worden sei, wobei die Ehefrau zu verpflichten sei, ihr den Betrag zu bezahlen, der zur Wiederherstellung des Pflichtteils erforderlich sei. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 26. Januar 2021 beantragte A.________ schliesslich, den Nachlass festzustellen und entsprechend der Erbquoten zu verteilen; eventualiter die Zuwendung an die Beklagten proportional auf jenen Bruchteil ihres Wertes herabzusetzen, der ihr den vollen Pflichtteil verschaffe. B.b. Mit Zwischenentscheid vom 26. Januar 2021 bejahte das Kreisgericht die zuvor von den übrigen gesetzlichen Erben angezweifelte Aktivlegitimation von A.________. B.c. Auf Berufung von B.________, C.________, D.________ und E.________ hob das Kantonsgericht St. Gallen mit Entscheid vom 1. September 2022 den Zwischenentscheid auf und wies die Klage ab (Dispositiv-Ziffer 1). Die erstinstanzlichen Gerichtskosten auferlegte es A.________, nahm sie zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege aber vorläufig auf die Staatskasse (Dispositiv-Ziffer 2). Den unentgeltlichen Rechtsvertreter von A.________ entschädigte es für das erstinstanzliche Verfahren mit Fr. 16'585.25 (Dispositiv-Ziffer 3). Die zweitinstanzlichen Gerichtskosten auferlegte es ebenfalls A.________ (Dispositiv-Ziffer 4), die in zweiter Instanz kein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt hatte. Überdies verpflichtete es sie, B.________, C.________, D.________ und E.________ eine Parteientschädigung für beide Instanzen von insgesamt Fr. 33'771.10 zu bezahlen (Dispositiv-Ziffer 5).