Citation: 4P.25/2003 16.04.2003 E. 4

Nachdem sich ergeben hat, dass die Feststellung, es sei kein tatsächlicher Konsens nachgewiesen, nicht willkürlich ist, ist im Folgenden zu prüfen, ob die Meinung des Kantonsgerichtes, aufgrund einer Auslegung nach dem Vertrauensprinzip sei auch das Vorliegen eines rechtlichen Konsenses zu verneinen, einer Willkürprüfung standhält. Dabei ist vorweg festzuhalten, dass im Beschwerdeverfahren nur überprüft werden kann, ob die der Auslegung zu Grunde gelegten Umstände ohne Willkür festgestellt worden sind. Ob aufgrund dieser Umstände nach dem Vertrauensprinzip auf einen rechtlichen Konsens zu schliessen ist, ist eine Rechtsfrage, die im Berufungsverfahren zu prüfen wäre (Art. 43 Abs. 1 OG) und damit nicht Gegenstand einer staatsrechtlichen Beschwerde sein kann (Art. 84 Abs. 2 OG). 4.1 Das Kantonsgericht hat unter anderem festgehalten, "dass nicht genau ersichtlich sei, wie das Geld [des Beschwerdeführers] in der deutschen Unternehmung tatsächlich angelegt worden" sei, und dass "die X.________ AG offenbar davon [ausgehe], dass [der Beschwerdeführer] Berechtigter" sei. Soweit diese Feststellung als willkürlich beanstandet werden, erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Die Auffassung des Kantonsgerichtes, dass das Geld an die X.________ AG weitergeleitet wurde, ist auf jeden Fall nicht willkürlich, weil dies durch verschiedene Zeugenaussagen und Urkunden belegt wird. Zudem macht der Beschwerdeführer selbst nur geltend, dass "nicht klar" sei, ob das Geld an einen Dritten - wohl die X.________ AG - weitergeleitet worden sei. Die Frage, wie das Geld bei der X.________ AG angelegt worden sei, hat das Kantonsgericht nicht vertieft. Soweit der Beschwerdeführer die Kontroverse in den Rechtsschriften der Parteien, ob und wann Zeichnungsscheine, Aktien etc. ausgehändigt worden seien, auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren wieder aufgreift, ist mangels tatsächlicher Feststellungen im angefochtenen Urteil auf die Beschwerde nicht einzutreten. 4.2 Ferner ist auch die Feststellung des Kantonsgerichtes nicht willkürlich, der Beschwerdeführer habe gegen die Geldanlage bei der X.________ AG nicht opponiert. Die Darstellung des Kantonsgerichtes, der Beschwerdeführer habe sich auf jeden Fall nach der schriftlichen Information durch den Beschwerdegegner im Juli 1999 nicht über die Investition in die X.________ AG beschwert, ist unangefochten geblieben. Es ist daher nicht zu sehen, inwieweit das Kantonsgericht in Bezug auf die beanstandete Feststellung in Willkür verfallen sein sollte. 4.3 Soweit der Beschwerdeführer sodann die Meinung des Kantonsgerichtes kritisiert, es sei unklar, ob und inwieweit der Beschwerdeführer geschädigt sei und ob er Schadenersatz wegen Vertragsverletzung oder die Erfüllung der Ablieferungspflicht des Beauftragten verlange, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Ob der Beschwerdeführer geschädigt ist und ob er im kantonalen Verfahren einen Schadenersatz- oder Erfüllungsanspruch geltend gemacht hat, ist eine Frage der Anwendung von Bundesrecht, die wie bereits ausgeführt nicht Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens sein kann (Art. 84 Abs. 2 OG). 4.4 Unbegründet ist ferner die Rüge, dass der Standpunkt des Beschwerdeführers angesichts seines Geschäftsgebarens willkürlich gewürdigt worden sei. Das Kantonsgericht hat eingeräumt, dass in Bezug auf das Geschäftsgebaren des Beschwerdegegners eine "gewisse Skepsis" angebracht sei. Es kann daher keine Rede davon sein, dass bei der Beweiswürdigung diesbezüglich wesentliche Umstände ausser Betracht geblieben wären. Desgleichen ist die Kritik an der Würdigung der Zeugenaussage der Tochter des Beschwerdeführers unbegründet. Auch diesbezüglich hat das Kantonsgericht festgehalten, dass "deren nahe Beziehung bei der Wertung des Aussage ... zu berücksichtigen" sei. Im Übrigen hat das Kantonsgericht in Bezug auf die Zeugen ohnehin in erster Linie auf die Aussagen von C.________ abgestellt. 4.5 Soweit der Beschwerdeführer schliesslich beanstandet, dass er nicht zur Beweisaussage zugelassen worden sei, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, weil die Ablehnung des Beweisantrages nicht als willkürlich kritisiert wird (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Ebenfalls unzulässig ist die Beanstandung, bei der Beweiswürdigung seien ungleiche Massstäbe angelegt worden, weil der Beschwerdeführer einerseits von der Beweisaussage ausgeschlossen worden sei, andrerseits das Geschäftsgebahren des Beschwerdeführers nicht genügend berücksichtigt und die Aussagen der Tochter des Beschwerdeführers verwertet worden seien. Der Beschwerdeführer rügt nicht im Einzelnen, worin die Beweiswürdigung effektiv willkürlich sein soll, sondern ergeht sich in allgemeiner Kritik an der Würdigung der Beweismittel. Mit dieser appellatorischen Kritik ist er nicht zu hören (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG) 4.6 Ob aufgrund aller Umstände, welche das Kantonsgericht unangefochten bzw. willkürfrei festgestellt hat, nach Treu und Glauben auf eine blosse Gefälligkeit oder auf einen Rechtsbindungswillen im Hinblick auf den Abschluss eines Auftrages geschlossen werden kann, ist wie erläutert eine Rechtsfrage. Soweit der Beschwerdeführer diese Rechtsanwendung in der staatsrechtlichen Beschwerde beanstandet, ist auf die Beschwerde ebenfalls nicht einzutreten.