Citation: 6B_1073/2022 E. 2.4.2

2.4.2. Zur Hauptsache kritisiert der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Würdigung seiner Aussagen (Beschwerde S. 17 ff.). Sein Einwand, die Vorinstanz berücksichtige nicht, dass zwischen der inkriminierten Tat und seinen Einvernahmen mehr als 20 Jahre vergangen seien (Beschwerde S. 17 und S. 23 f.), ist unbegründet. Die kantonalen Instanzen haben dies sehr wohl einbezogen und kamen dabei unter anderem zum Schluss, es sei schlicht nicht glaubhaft, dass der Beschwerdeführer sich beispielsweise derart detailliert an das Kennenlernen des Opfers, das Zeitungsbinden [angeblich der Grund für seine DNA-Spur auf der Scherenspitze] oder die sexuellen Handlungen mit dem Opfer erinnern könne, auf der anderen Seite aber nur sehr detailarme Angaben über die Räumlichkeiten oder sonstige Begebenheiten des Zusammenseins mit dem Opfer mache (Urteil S. 9 E. 2.3; erstinstanzliches Urteil S. 36 E. 4.7.7). Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers ist es sodann nicht widersprüchlich, dass die Vorinstanz nach eingehender und willkürfreier Würdigung seiner Aussagen diese als insgesamt unglaubhaft qualifiziert, auch wenn sie einleitend zunächst festhält, zumindest in gewissen Teilen, wie z.B. betreffend das Kennenlernen des Opfers, seien seine Schilderungen durchaus detailliert - was a priori für deren Glaubhaftigkeit spreche (Urteil S. 9 E. 2.3; erstinstanzliches Urteil S. 33 E. 4.7.7). Schlichtweg falsch ist ausserdem die Behauptung des Beschwerdeführers, die Vorinstanz begründe nicht, weshalb sie seine Erklärungen für seine DNA-Spuren an der Schere und den Fesselungsutensilien für unglaubhaft halte (Beschwerde S. 18).