Citation: 2C_740/2014 E. B

Das Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern lehnte es am 21. Februar 2012 ab, die Aufenthaltsbewilligung von A.________ zu verlängern, und hielt ihn an, das Land auf den Zeitpunkt seiner Entlassung aus dem Strafvollzug zu verlassen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern wies kantonal letztinstanzlich die hiergegen gerichtete Beschwerde am 24. Juli 2014 ab, hielt das Amt für Migration und Personenstand jedoch an, beim Bundesamt für Migration (seit 1. Januar 2015: Staatssekretariat für Migration) ein Verfahren um vorläufige Aufnahme von A.________ einzuleiten; dementsprechend hob es dessen Ausreiseverpflichtung auf (Ziff. 2 des Dispositivs). Das Bundesamt für Migration habe - so das Verwaltungsgericht - am 26. August 2013 beschlossen, nach zwei Inhaftierungen von Rückkehrern Wegweisungsvollzüge nach Sri Lanka vorläufig auszusetzen; inzwischen sei eine neue Asyl- und Wegweisungspraxis für Sri Lanka definiert und der generelle Wegweisungsstopp aufgehoben worden. Aufgrund dieser Situation und ohne Kenntnis der neuen Praxis könne nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass A.________ als Rückkehrer keiner rechtserheblichen Gefährdung ausgesetzt wäre, weshalb die Frage der Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs durch die zuständigen Bundesbehörden zu prüfen sei (vgl. Art. 83 Abs. 1, 6 und 7 AuG [SR 142.20]).