Citation: 1C_117/2020 E. 5.3

5.3. Nach der Rechtsprechung kann auch ein schuldloser Zustandsstörer mit einem Kostenanteil von 10 - 30 % belegt werden. Entscheidend sind die Umstände des Einzelfalles. Die Beschwerdeführerin beruft sich insbesondere auf BGE 139 II 106, wo das Bundesgericht eine Kostenbeteiligung von 10 % als exzessiv und damit bundesrechtswidrig bezeichnete. Dies erfolgte allerdings vor dem Hintergrund, dass mit der Sanierung für die damaligen Standortinhaber selbst kein wirtschaftlicher Vorteil verbunden gewesen wäre (BGE 139 II 106 E. 5.5.3 S. 118). In analoger Weise beurteilte das Bundesgericht in einem anderen Fall einen Kostenanteil von 25 % als exzessiv, weil den damaligen Erben aus der Sanierung nicht ein Vermögensvorteil in Höhe von mindestens ihrem Kostenanteil zugeflossen war (Urteil des Bundesgerichts 1C_533/2017 und 1C_543/2017 vom 11. Juni 2018, nicht publizierte E. 7.6 von BGE 144 II 332). Der vorliegende Fall wäre damit demnach nur vergleichbar, wenn auch die Beschwerdeführerin aus der Sanierung keinen wirtschaftlichen Vorteil erzielen würde, der ihren Kostenanteil massgeblich überstiege.