Citation: 1C_478/2023 E. 3.3

3.3. Die Gemeinde Herisau gelangte zum Schluss, die Notwendigkeit der Unterhaltsarbeiten der Beschwerdeführenden könne mangels detaillierter Erfassung der Arbeitsleistung nicht beurteilt werden. Die Beschwerdeführenden hätten nicht dargelegt, worin die Unterhaltsarbeiten für das Jahr 2020 konkret bestanden hätten. Sie hätten ohne weitere Darlegungen und Belege einen pauschalen Aufwand von insgesamt 440 Stunden (je 220 Stunden pro beschwerdeführende Partei) zu einem stündlichen Ansatz von Fr. 35.-- geltend gemacht, und hiervon 40 % verlangt. Dieser Betrag erscheine zu hoch, entspreche er doch einem zeitlichen Aufwand von rund 70 Minuten pro Tag zu einem Stundenansatz, der üblicherweise von kommerziellen Anbietern von Reinigungsarbeiten verlangt werde. Stattdessen hat die Gemeinde für die Feststellung der zu entschädigenden Unterhaltskosten auf eine Studie des Schweizerischen Verbands Kommunale Infrastruktur (SVKI) abgestellt, wo ein maximaler Ansatz für die Reinigung von Strassen von Fr. 5.60 pro Quadratmeter und Jahr vorgesehen ist. Unter Berücksichtigung der Länge des Fussweges von 52.5 m und einer gewöhnlichen Wegbreite von 2 m werde eine massgebende Fläche von 105 m 2 angerechnet. Da die Gemeinde 40 % der Kosten des gerechtfertigten betrieblichen Unterhalts zu tragen habe, könne damit ein Beitrag von Fr. 235.20 ausgerichtet werden.