Citation: 8C_324/2009 11.11.2009 E. 3

3.1 Die Parteien sind sich einig, dass der Beschwerdeführer wegen seiner mehr als zwölf Monate andauernden Krankheit während der Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3 AVIG) von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist (Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG), womit dem versicherten Verdienst ein Pauschalansatz nach Massgabe von Art. 41 Abs. 1 AVIV zu Grunde zu legen ist. Streitig und zu prüfen ist, welcher Pauschalansatz zur Berechnung des versicherten Verdienstes heranzuziehen ist, wobei der Beschwerdeführer den mittleren Ansatz für Personen mit abgeschlossener Berufslehre (Art. 41 Abs. 1 lit. b AVIV) für analog anwendbar hält. In Frage gestellt ist dabei die Gesetzmässigkeit der Bestimmung von Art. 41 Abs. 1 AVIV. 3.2 Arbeitslosenkasse und Vorinstanz gelangten zum Schluss, der klare Wortlaut des als bundesrechtskonform erachteten Art. 41 Abs. 1 AVIV, welcher für die Anwendung eines anderen als des tiefsten Pauschalansatzes eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetze, liesse keinen Spielraum, um hievon im Sinne eines Einzelfalls abzuweichen und aufgrund der langjährigen Berufserfahrung den mittleren Ansatz anzuwenden. 3.3 Der Beschwerdeführer hält letztinstanzlich an seinem Standpunkt fest, wonach der Verordnungsgeber in Art. 41 Abs. 1 AVIV der gesetzgeberischen Absicht der Differenzierung der Ansätze des versicherten Verdienstes nach Ausbildungsstand, Alter sowie Umstände, die zur Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit geführt hätten, nicht oder in fast willkürlicher Weise einseitig Rechnung getragen habe. Es liege daher eine Ermessensunterschreitung bzw. eine Lücke vor.