Citation: 2C_423/2020 E. 3.3.4

3.3.4. Die Rügen der Beschwerdeführerin beschränken sich überwiegend auf die Verschuldensfrage der Sozialhilfeabhängigkeit, welche gerade nicht ausschlaggebend für das Bestehen des Widerrufsgrundes ist. Die blosse Hoffnung auf ein baldiges umfangreicheres Engagement im primären Arbeitsmarkt reicht wiederum nicht aus, um die Einschätzung der Vorinstanz als unzutreffend erscheinen zu lassen. Es ist ihr erst vor kurzem gelungen, eine Stelle auf dem primären Arbeitsmarkt zu erhalten und ihr Verdienst reicht bei weitem nicht aus, um ihren Lebensunterhalt und denjenigen ihres Sohnes zu finanzieren. Zudem bereitet es der Beschwerdeführerin immer noch Mühe, sich in einer Landessprache zu verständigen. Mehrere Versuche für ein zusätzliches Engagement im primären Arbeitsmarkt sind gemäss der verbindlichen Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz aus verschiedenen Gründen gescheitert, so z.B. bei E.________ Sàrl oder F.________ S.A. (www.xxx.ch) (vgl. E. 2.3 des angefochtenen Entscheids). Eine nachhaltige Ablösung von der Sozialhilfe erscheint unter diesen Umständen als wenig wahrscheinlich und die Vorinstanz hat das Vorliegen des Widerrufsgrundes der Sozialhilfeabhängigkeit gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. e AIG dementsprechend zu Recht bejaht.