Citation: 4A_287/2020 E. 3.4.2

3.4.2. Auch der Hinweis auf die branchenübliche Usanz würde der Beschwerdeführerin nur helfen, wenn sie mit Blick auf das zu vollstreckende Urteil darzulegen vermöchte, dass sie noch nicht erhalten hat, was ihr darin zugesprochen worden ist. Dies zeigt sie allgemein nicht rechtsgenüglich auf. Nur andernfalls müsste näher auf die von der Beschwerdeführerin und der Vorinstanz thematisierte Frage eingegangen werden, ob das im Urteil Zugesprochene hinreichend bestimmt ist, um vollstreckt zu werden. Entscheidend ist nicht die Tragweite der Vertragsbeziehungen zwischen den Prozessparteien und was die Beschwerdeführerin dazu im Vollstreckungsgesuch mit Beweismitteln belegt haben will, sondern einzig, in welchem Umfang darüber konkret bereits im Editionsurteil entschieden wurde. Dies ist nicht im Rahmen eines Beweisverfahrens abzuklären, sondern durch Auslegung des zu vollstreckenden Entscheides (BGE 143 III 420 E. 2.2 S. 423).