Citation: 1P.497/2002 11.03.2003 E. 2

Es ist unbestritten, dass auf den vorliegenden Fall noch das alte basel-landschaftliche Gesetz betreffend die Strafprozessordnung vom 30. Oktober 1941 (aStPO/BL, in Kraft bis 31. Dezember 1999) Anwendung findet. Die hier massgebenden §§ 38 und 139 aStPO/BL lauten wie folgt: § 38 Entschädigung Ist ein Strafverfahren durchgeführt worden, ohne dass dies der Angeschuldigte durch sein Verhalten verschuldet oder erschwert hat, kann die Überweisungsbehörde im Falle der Einstellung oder das Gericht im Falle des Freispruches eine angemessene Entschädigung für ungerechtfertigte Haft, für anderweitige Nachteile sowie für Anwaltskosten zusprechen. § 139 Entschädigung wegen ungerechtfertigter Strafverfolgung 1Im Falle des Freispruches entscheidet das Gericht gemäss § 38 auch über ein Entschädigungsbegehren wegen ungerechtfertigter Strafverfolgung. Der Angeklagte kann ein solches Begehren noch innert einer Frist von einem Monat nach der Verkündung des freisprechenden Urteils beim urteilenden Gericht stellen, worauf er bei der Urteilsverkündung aufmerksam zu machen ist. 2Vorbehalten bleiben allfällige Entschädigungsansprüche aus dem Verantwortlichkeitsgesetz.