Citation: 8C_266/2019 E. 3.2.3

3.2.3. Was das Ausmass der Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit anbelangt, hat das kantonale Gericht dargelegt, dass die Einschätzung der RAD-Ärztin auf den umfangreichen, vom 20. April 2015 bis 30. November 2016 dauernden beruflichen Abklärungen des Abklärungszentrums B.________ und verschiedenen Arbeitsversuchen basiert. Soweit die Beschwerdeführerin diesbezüglich erneut einwendet, das Abklärungszentrum B.________ habe im Bericht vom 14. August 2015 von einer Leistungsfähigkeit von aktuell 25 bis 40 % in kaufmännischen Tätigkeiten gesprochen, hat die Vorinstanz überzeugend darauf hingewiesen, dass diese erste Einschätzung des Abklärungszentrums B.________ aufgrund der durch das zuvor innegehabte 100 %-Pensum verursachten Überforderungssituation noch von einer gewissen Unsicherheit geprägt war. So geht bereits aus dem Abklärungsbericht des Abklärungszentrums B.________ vom 30. Oktober 2015 hervor, dass sich die deutlichen Erschöpfungssymptome der ersten beiden Monate gelegt hatten und die Versicherte präsenter sowie weniger fragil wirkte und täglich mit Pausen jeweils zwischen vier und viereinhalb Stunden arbeiten konnte. Die zahlreichen Arbeitstrainings zeigten dann aber, wie das kantonale Gericht unter Hinweis auf den Bericht des Abklärungszentrums B.________ vom 10. Juni 2016 festgestellt hat, dass eine weitere Steigerung auf über viereinhalb Stunden täglich nicht möglich war, eine Leistungsfähigkeit von mehr als 40 % nicht erreicht werden konnte und die verschiedenen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Leistungsfähigkeit auf zwischen 35 und 40 % geschätzt haben. Die Abklärungen und Berichterstattungen des Abklärungszentrums B.________ sind sowohl in die medizinischen Beurteilungen der RAD-Ärztin vom 8. Juli 2016, 29. September 2016, 28. April 2017 und 17. Oktober 2017 wie auch in diejenige der Hausärztin Dr. med. D.________, Innere Medizin FMH, vom 25. Oktober 2017 eingeflossen, welche Beurteilungen wiederum mit der übrigen medizinischen Aktenlage - wie die Vorinstanz aufgezeigt hat - nicht in Widerspruch stehen. Eine Leistungsfähigkeit von weniger als 40 % erweist sich mit dem kantonalen Gericht denn auch in Anbetracht der nach überstandener Erkrankung wieder aufgenommenen, erfolgreich abgeschlossenen kaufmännischen Lehre und anschliessenden beruflichen Vollzeitbeschäftigung als unwahrscheinlich. Nichts zugunsten der Versicherten ergibt sich schliesslich aus deren teilweise aktenwidrigen Vorbringen, sie sei nach Lehrabschluss noch voll leistungsfähig gewesen und habe erst im Jahr 2012 erste Leistungseinschränkungen verspürt, die sich dann bis zum Jahr 2015 zunehmend verschlimmert hätten; vielmehr erwähnte bereits Dr. med. E.________, Oberarzt, FMH Medizinische Onkologie und Innere Medizin, Spital F.________, im Bericht vom 28. November 2011, bei der Versicherten stünden aktuell Probleme am Arbeitsplatz im Vordergrund und es sei aufgrund von Konzentrationsschwierigkeiten sowie Vergesslichkeit zu Problemen mit dem Arbeitgeber gekommen.