Citation: 9C_626/2023 E. 6.2

6.2. Die Beschwerdeführerin zweifelt die Beweiskraft der gutachtlichen Ausführungen der ABI auch in diesem Punkt an. Wie es sich damit verhält, kann offen gelassen werden. Anzumerken ist einzig, dass die betreffend den schwerbehinderten 33-jährigen Sohn der Beschwerdeführerin unter der Woche täglich morgens und abends geleisteten pflegerischen Verrichtungen seit Jahren durch externe Dritthilfe (Spitex) erbracht werden (vgl. Abklärungsbericht Haushalt vom 2. November 2020, S. 8 Ziff. 6.5). Es sind keine Anhaltspunkte erkennbar, dass sich diese Situation - wie auch die wochentags auswärtige Tagesbetreuung des Sohnes - bei intakter Gesundheit der Beschwerdeführerin aktuell anders darstellte. Die entsprechenden Tätigkeiten sind bei der Beurteilung der der Versicherten im Aufgabenbereich Haushalt noch möglichen Handreichungen folglich, da so oder anders nicht durch sie ausgeführt, auszuklammern. Zu beachten ist indes, dass bei einer im Erwerb auf 30 % zu bemessenden Arbeitsunfähigkeit der entsprechende (Teil-) Invaliditätsgrad bezogen auf ein 20 %-Pensum gewichtet 6 % beträgt. Damit eine rentenbegründende Invalidität (39,5 %; zu den Rundungsregeln vgl. BGE 130 V 121) erreicht würde, müsste sich die Behinderung im zu 80 % ausgeübten Aufgabenbereich Haushalt ungewichtet auf mindestens 41,875 % belaufen, woraus gewichtet ein (Teil-) Invaliditätsgrad von 33,5 % resultierte. Für eine derart hohe, die im erwerblichen Kontext festgestellte Leistungsverminderung deutlich übersteigende Beeinträchtigung sind vorliegend keine Hinweise ersichtlich. Vielmehr besteht bei der Bewältigung des eigenen Haushalts in der Regel mehr Spielraum und Flexibilität für die Einteilung sowie die Ausführung der Arbeit als im Rahmen eines Anstellungsverhältnisses. Mit häuslichen Aufgaben betraute Versicherte haben denn auch Verhaltensweisen zu entwickeln, welche die Auswirkungen der Behinderung reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltsverrichtungen ermöglichen (so etwa Urteil 9C_671/2017 vom 12. Juli 2018 E. 4.4.4 mit Hinweisen). Dies hat auch in Anbetracht der hier zugestandenermassen anspruchsvollen familiären Betreuungssituation zu gelten, welche indes, wie hiervor dargelegt, in beträchtlichem Masse durch externe Hilfeleistungen abgefedert wird. Es bleibt damit im Ergebnis bei der vorinstanzlichen Feststellung, wonach kein Anspruch auf eine Invalidenrente ausgewiesen ist.