Citation: 6B_798/2024 E. 2.5.3

2.5.3. Die Vorinstanz geht anhand der Aussagen des Beschwerdeführers mit der ersten Instanz davon aus (vgl. angefochtenes Urteil S. 13 [unten] und erstinstanzliches Urteil S. 24 ff.), dass die Beziehung zu der aus seiner Sicht nymphomanisch veranlagten B.________ schwierig und er eifersüchtig gewesen sei. Das von ihm in der fraglichen Nacht aus der Küche wahrgenommene Stöhnen habe das Fass zum Überlaufen gebracht, ihn mithin derart wütend gemacht, dass er B.________ auf das Bett gezogen und mehrmals mit der Faust gegen ihren Kopf (Hinterkopf, Auge, Nase und Mund [vgl. erstinstanzliches Urteil S. 24 unten]) geschlagen, sich auf ihren Rücken gekniet und ihr dann das Ladekabel um den Hals gelegt habe. Die Vorinstanz setzt sich sodann mit den Erkenntnissen der forensisch-klinischen Untersuchung von B.________ vom 18. August 2022 auseinander; damit einhergehend und entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers äussert sie sich auch dazu, welche seiner Handlungen zu welchen Verletzungen geführt haben (vgl. wiederum angefochtenes Urteil S. 11 f. und erstinstanzliches Urteil S. 24). Aus den vorinstanzlichen Erwägungen respektive dem Gutachten des IRM ergibt sich, dass anlässlich der Untersuchung von B.________ keine Verletzungen am Hals oder aber Stauungsblutungen festgestellt werden konnten, die eine Gewalteinwirkung im Sinne einer Strangulation belegten. Hingegen konnten an deren (Hinter-) Kopf, in der Region der Nase, an der rechten Nasen-Mund-Falte, zwischen Nase und Oberlippe und am linken Auge sowie an der Mundvorhofschleimhaut frische Verletzungen festgestellt werden (Weichgewebsschwellung; Hautein- und Unterblutungen), die auf die Einwirkung stumpfer Gewalt zurückzuführen sind und sich zwanglos durch die Einwirkung von Faustschlägen respektive einen Schlag gegen den Mund erklären lassen. Eine "nicht ganz frische" Hautein-/unterblutung an der rechten Halsseite wurde als eher unspezifisch und möglicher "Knutschfleck" erkannt; die Hauteinblutung am rechten Oberam liess aufgrund der Form an eine Bisseinwirkung denken. Zum Zeitpunkt der Untersuchung ergaben sich keine Hinweise für eine Verletzung lebenswichtiger Strukturen oder einen Zustand unmittelbarer Lebensgefahr. Eine medizinische Versorgung war nicht notwendig geworden und das Gutachten ging schliesslich davon aus, dass die erlittenen Verletzungen vollständig ausheilen werden. Die Vorinstanz verfällt nicht in Willkür, wenn sie anhand der Aussagen des Beschwerdeführers ("Ja ich war sehr wütend. Weil sie mich so verarscht hat [...]. Sie hat mich die ganze Zeit verarscht. [...] Als ich aufwachte, war ich noch nicht ganz da, und es stieg mir in den Kopf. Und dann, in der Hitze des Gefechts, habe ich ihr das Kabel an den Hals gelegt [...]") und des rechtsmedizinisch dokumentierten Verletzungsbildes darauf schliesst, dass er sehr wütend und eifersüchtig zuschlug. Ebenso wenig, wenn sie davon ausgeht, dass von diesen Faustschlägen die ganze Kopfregion von B.________ betroffen war und der Beschwerdeführer angesichts seines Gemütszustandes weder willens noch in der Lage war, gezielte und dosierte, konkret bloss gegen die Nase gerichtete und sehr leichte Faustschläge auszuteilen. Dasselbe gilt, wenn die Vorinstanz auf (zumindest) derart heftige Schläge und eine damit einhergehende physische Einwirkung auf die zierliche B.________ schliesst, die das allgemein übliche und gesellschaftlich geduldete Mass (klar) überschritten haben und mit Schmerzen verbunden waren. Gegenteiliges ergibt sich insbesondere nicht daraus, dass beim Beschwerdeführer keine sichtbaren Schlagverletzungen festgestellt werden konnten, im Gegenteil. Diesfalls läge ein Indiz für eine Wucht der Schläge vor, die - insbesondere mit Blick darauf, dass B.________ den sie am Kopf treffenden Faustschlägen völlig unvorbereitet und wehrlos ausgesetzt war - auf einen Sachverhalt schliessen liessen, der allenfalls unter eine härtere rechtliche Qualifikation als jene einer einfachen Körperverletzung i.S.v. aArt. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zu subsumieren gewesen wäre. Auch dass B.________ unmittelbar nach dem Vorfall über keine Schmerzen klagte und eine medizinische Versorgung nicht notwendig geworden ist (vgl. zu letzterem auch ROTH/BERKEMEIER, a.a.O., N. 4 zu Art. 123 StGB), lässt die vorinstanzlichen Erwägungen weder als willkürlich noch sonst wie bundesrechtswidrig erscheinen. Nicht weiter einzugehen ist schliesslich auf den Einwand des Beschwerdeführers, dass sich B.________ die Verletzungen im Kopfbereich allenfalls bei einem vorgängigen, mit einem Unbekannten vollzogenen Sexualakt zugezogen haben könnte. Dass eine andere Lösung ebenfalls möglich erscheint, lässt eine Sachverhaltsfeststellung nicht als schlechterdings unhaltbar erscheinen (vgl. oben E. 2.2). Zusammenfassend verfällt die Vorinstanz weder in Willkür noch verletzt sie sonstiges Bundes- oder Konventionsrecht, wenn sie den Beschwerdeführer der einfachen Körperverletzung i.S.v. aArt. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig spricht.