Citation: U 203/00 31.01.2002 E. 2

2.- a) Die Beschwerdeführerin macht geltend, der am 30. Oktober 1997 durchgeführte operative Eingriff samt Nachoperation vom 2. Dezember 1998 stünde einzig mit der vorbestehenden Gonarthrose sowie der vorderen Kreuzbandruptur älteren Datums in Zusammenhang und habe lediglich deren Behandlung gedient. Diese wie auch die darauf beruhenden, ab 29. Oktober 1997 eingetretenen Arbeitsunfähigkeiten seien somit weder durch den Sturz vom 10. April 1997 und die damit verbundene Meniskusläsion noch durch die Arthroskopie vom 22. April 1997 verursacht worden, weshalb - in Nachachtung der Art. 36 Abs. 1 UVG präzisierenden Rechtsprechung (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75) - keine Leistungspflicht ihrerseits bestehe. b) Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Bevor sich die Frage der Anwendbarkeit oder Nichtanwendbarkeit von Art. 36 Abs. 1 und 2 UVG stellt, muss feststehen, dass der Sturz vom 10. April 1997 zumindest eine Teilursache für die am 30. Oktober 1997 und 2. Dezember 1998 vorgenommenen Operationen sowie die damit in Verbindung stehende Arbeitsunfähigkeit darstellt. Auf Grund der aktenkundigen medizinischen Unterlagen - namentlich auch der Stellungnahme des beratenden Arztes der Beschwerdeführerin vom 12. Juni 1998 - ist indessen nicht zuverlässig beurteilbar, ob die unstreitig bereits vor dem Unfall latent vorhandenen, zu keiner Leistungsverminderung führenden Beschwerden im rechten Knie (mediale Gonarthrose, vordere Kreuzbandruptur) durch den Vorfall vom 10. April 1997 und die dadurch bedingte Arthroskopie vom 22. April 1997 verschlimmert oder erst manifest wurden. Es ist mithin zunächst abzuklären, ob sich der Sturz und dessen Folgen überhaupt auf das vorbestehende Knieleiden ausgewirkt haben. Bejahendenfalls ist zu prüfen, ob im Gefolge des versicherten Unfalles eine richtunggebende Verschlimmerung (eines krankhaften Vorzustandes) eingetreten ist und der Status quo sine vel ante nicht mehr erreicht wurde, oder ob die traumatische Einwirkung auf den rechten Kniebereich und deren Nachspiel lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des vorbestehenden Knieschadens geführt haben. Angesichts dieser Ausgangslage ist die seitens der Vorinstanz angeordnete Rückweisung der Sache an die Beschwerdeführerin zwecks Einholung einer medizinischen Expertise unumgänglich, sodass der angefochtene Entscheid im Ergebnis zu keinen Beanstandungen Anlass gibt.