Citation: 1P.329/2003 29.09.2003 E. 3

3.1 Materiell rügen die Beschwerdeführerinnen eine Verletzung der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV). Soweit sie das Willkürverbot (Art. 9 BV) auch in diesem Zusammenhang anrufen, kommt ihm neben der Eigentumsgarantie keine selbständige Bedeutung zu (Urteil des Bundesgerichts 1P.434/2002 vom 10. April 2003, E. 4.2.2). 3.2 Einschränkungen von Grundrechten halten vor der Verfassung stand, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen, ein öffentliches Interesse verfolgen und verhältnismässig sind (Art. 36 BV). Die Beschwerdeführerinnen bestreiten die gesetzliche Grundlage für den umstrittenen Bau des Trottoirs bzw. die damit verbundene formelle Enteignung nicht. Hingegen machen sie geltend, diese Massnahme liege nicht im öffentlichen Interesse und sei unverhältnismässig. Diese Fragen prüft das Bundesgericht frei. Dies gilt auch für die Auslegung und Anwendung kantonalen Gesetzesrechts, weil es sich bei der formellen Enteignung, d.h. dem zwangsweisen Entzug von Grundeigentum, um einen schweren Eingriff in die Eigentumsgarantie handelt (Urteil des Bundesgerichts 1P.235/2003 vom 30. Juni 2003, E. 3; BGE 108 la 33 E. 3a S. 35). Allerdings auferlegt sich das Bundesgericht eine gewisse Zurückhaltung soweit die Beurteilung von einer Würdigung der örtlichen Verhältnisse abhängt, welche die kantonalen Behörden besser überblicken als das Bundesgericht, und soweit sich ausgesprochene Ermessensfragen stellen, deren Beantwortung den primär für die Strassenplanung verantwortlichen Behörden überlassen bleiben muss (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 1P.434/2002 vom 10. April 2003, E. 5 S. 8; BGE 119 la 348 E. 2a S. 353; 118 la 394 E. 2b S. 397; 117 la 430 E. 4a S. 431 f.). Dies trifft für Fragen des Baus eines Trottoirs regelmässig zu.