Citation: 6B_568/2020 E. 2.4

2.4. Die Rügen des Beschwerdeführers gehen an der Sache vorbei. Die Vorinstanz stützt sich für den Nachweis des ihm vorgeworfenen Lebenssachverhalts weder auf seine Aussagen noch auf diejenigen des Beschwerdegegners. Sie hält vielmehr fest, die Angaben des Beschwerdeführers erschienen nicht genügend zuverlässig und glaubhaft, um den Sachverhalt anhand dieser zu erstellen. Der Beschwerdeführer schildere das Vorgefallene detailarm, verharmlosend und lückenhaft. Seine Darstellung sei widersprüchlich und unlogisch (Urteil S. 17 f. E. 5.2). Weiter stellt die Vorinstanz fest, auch die Ausführungen des Beschwerdegegners würden übertrieben und nicht zuverlässig genug erscheinen. Deshalb könne nicht darauf abgestellt werden (Urteil S. 19 E. 5.2). Die Vorinstanz erachtet den angeklagten Sachverhalt gestützt auf die massgeblichen Verletzungen und den glaubhaften Aussagen des Zeugen C.________ für erwiesen. Sie gelangt zum Schluss, es lasse sich aber nicht erstellen, dass der Beschwerdeführer den Beschwerdegegner mehr als einmal mit der Faust oder ihn mehr als einmal mit dem Radmutternschlüssel geschlagen bzw. zu schlagen versucht habe. Weiter lasse sich nicht erstellen, dass der Beschwerdegegner im Mundbereich oder an den Handgelenken verletzt worden oder vom Beschwerdeführer bedroht worden sei (Urteil S. 20 ff. E. 5.3). Damit kann offen bleiben, ob bei der ersten (polizeilichen) Befragung des Beschwerdeführers erkennbar war, dass es sich um einen Fall notwendiger Verteidigung handeln könnte und ob die Untersuchung verspätet eröffnet wurde.