Citation: 5A_517/2023 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin insistiert, dass das Einzelgericht Audienz ihr im Arresteinspracheverfahren mit Verfügung vom 3. Dezember 2021 die unbeschränkte Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt und insofern im Sinne der in BGE 146 III 237 E. 3.2 publizierten Rechtsprechung einen zweiten Schriftenwechsel angeordnet habe. Mit der Feststellung, der Aktenschluss sei bereits mit der Begründung der Arresteinsprache eingetreten, setze sich das Obergericht "rückwirkend über die klare Anordnung der ersten Instanz" hinweg. Es qualifiziere ihre Vorbringen in der Stellungnahme vom 7. Februar 2022 umfassend als verspätet und prüfe in der Folge auch nicht, welche Vorbringen novenrechtlich zulässig waren. Damit treffe das Obergericht eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung und verletze mehrfach ihren Anspruch auf rechtliches Gehör. Die Gehörsverweigerung wirke sich auch auf den Entscheid aus. Das gelte namentlich im Hinblick auf die Vorbringen betreffend die Zustellung des Investment Reports und die Anerkennung des darin enthaltenen Saldos mit novierender Wirkung.