Citation: 6B_1353/2019 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz nimmt an, Parteien im vorliegenden selbstständigen Verfahren seien diejenigen geschädigten Personen, welche einen gegen den Täter gerichteten und aus der fraglichen Straftat herrührenden Schadenersatzanspruch geltend machen könnten. Anspruchsberechtigt seien somit auch die als "G.________- bzw. H.________-Kunden" bekannten Beschwerdeführer gewesen. Der überwiegende Teil der Einzahlungen von "G.________- bzw. H.________-Kunden" sei erst in der Zweitphase erfolgt. Das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug vom 19. September 2005, in dem die C.________ AG zur Zahlung einer Ersatzforderung von CHF 4'122'000.-- an den Staat verpflichtet worden sei, habe indes allein die Erstphase betroffen, bezüglich welcher die Schuldsprüche betreffend D.________ und B.________ erfolgt seien. Demgegenüber sei die Beurteilung der Zweitphase gegen die Verantwortlichen der G.________ AG und der H.________ AG, aus welcher die Beschwerdeführer ihre Ansprüche ableiteten, erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt. Das Strafgericht habe sich daher zu Recht auf den Standpunkt gestellt, dass es zwischen den Straftaten in der Zweitphase und der Ersatzforderung am erforderlichen Konnex fehle. Die geltend gemachten Ansprüche der Beschwerdeführer erfüllten daher das Kriterium der Identität der Parteien nicht, da sich der Strafprozess, in welchem das Obergericht die C.________ AG zur Zahlung einer Ersatzforderung verpflichtet habe, gegen B.________ und D.________ als verantwortliche Personen gerichtet habe, während das Verfahren der Zweitphase die Verantwortlichen der G.________ AG und der H.________ AG betroffen habe. Die materiellen Voraussetzungen von Art. 73 StGB seien daher nicht erfüllt (angefochtenes Urteil S. 8 ff.).