Citation: 8C_478/2022 E. 4.2

4.2. Was die Beschwerdeführerin hiergegen vorbringt, überzeugt nicht. Soweit sie - wie bereits vor Vorinstanz - geltend macht, zur Beurteilung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts sei auf das von ihr eingeholte, dem Fallabschluss zeitnahe, echtzeitliche Gutachten des Dr. med. E.________ vom 26. März 2015 abzustellen, kann ihr nicht gefolgt werden. Nachdem nämlich Dr. med. E.________ einerseits und med. pract. F.________ andererseits in ihren insgesamt vier medizinischen Beurteilungen widersprüchliche medizinische Einschätzungen abgegeben hatten, erachteten die Suva und die Beschwerdeführerin übereinstimmend eine externe Begutachtung als erforderlich. Dem daraufhin von der Suva eingeholten orthopädischen Gutachten des Prof. Dr. med. G.________ vom 18. Januar 2020 sprach das kantonale Gericht die Beweiskraft ab, da dieses sich nicht mit den divergierenden Beurteilungen in den Vorakten auseinandergesetzt hatte und zudem eine klare Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vermissen liess. Dies wird von den Parteien zu Recht nicht beanstandet. Soweit die Beschwerdeführerin sodann geltend macht, die vorinstanzliche Einholung des Gutachtens des Dr. med. H.________ und des pract. med. I.________ vom 16. April 2021 sei nicht notwendig gewesen, ist ihr entgegenzuhalten, dass Anspruch auf ein Gerichtsgutachten besteht, wenn die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren - wie vorliegend - in rechtserheblichen Punkten nicht ausreichend beweiswertig sind (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.5; Urteil 8C_441/2020 vom 19. August 2020 E. 3.2.2). Auch was die Beschwerdeführerin schliesslich gegen die Beweistauglichkeit des Gutachtens vorbringt, ist nicht stichhaltig. Mit der Vorinstanz ist auf die Rechtsprechung zu verweisen, wonach das Gericht gemäss den Richtlinien zur Beweiswürdigung nicht ohne zwingende Gründe von einem Gerichtsgutachten abweicht (BGE 143 V 269 E. 6.2.3.2 mit Hinweisen). Die Vorinstanz legte nach einlässlicher Würdigung der medizinischen Aktenlage denn auch überzeugend dar, dass die von der Beschwerdeführerin erhobenen Einwendungen die Beweistauglichkeit des Gutachtens nicht zu entkräften vermögen. Namentlich schmälert allein der Umstand, dass das Gerichtsgutachten mehr als acht Jahre nach dem Unfallereignis bzw. mehr als sechs Jahre nach Fallabschluss erstellt wurde, dessen Beweiskraft nicht. Die Einholung eines Gerichtsgutachtens erfolgt zwangsläufig erst nach Ablauf einer gewissen Zeit, dieses enthält jedoch regelmässig eine auf Vorakten basierende retrospektive Beurteilung. Soweit die Beschwerdeführerin sodann erneut Widersprüche in den gutachterlichen Feststellungen zum medizinischen Endzustand rügt, legte die Vorinstanz schlüssig dar, dass dieser im juristischen Sinn gestützt auf das Gerichtsgutachten im Zeitpunkt der kreisärztlichen Untersuchung durch Prof. Dr. med. D.________ vom 18. August 2014 erreicht war; dies namentlich mit Blick darauf, dass keiner der behandelnden Ärzte oder Gutachter zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit eine Arthrodese oder andere medizinische Massnahme vorgeschlagen hatte. Im Gegenteil befand auch Dr. med. E.________, auf dessen Gutachten vom 26. März 2015 sich die Beschwerdeführerin beruft, dass der Kreisarzt der Suva korrekt erkannt und festgehalten habe, mit einer Weiterführung medizinischer Massnahmen sei keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands mehr erreichbar. Davon zu unterscheiden und der Beweiskraft des Gutachtens nicht abträglich ist, wie die Vorinstanz zutreffend aufzeigte, die Aussage im Gerichtsgutachten zum medizinischen Endzustand, wonach sich der Gesundheitszustand der Beschwerdegegnerin seit 2015 verschlechtert habe, indem die posttraumatische Arthrose am USG fortgeschritten sei.