Citation: 8C_572/2009 12.08.2009 E. 4

4.1 Die Vorinstanz ist in eingehender Würdigung der ärztlichen Aktenlage, insbesondere gestützt auf die Erläuterungen des Hausarztes Dr. med. H.________, Facharzt FMH Allgemeine Medizin, vom 5. Juni 2007, den kreisärztlichen Abschlussuntersuchungsbericht des Dr. med. G.________ vom 26. Juli 2007 und das polydisziplinäre Gutachten der Akademie Y.________, Spital B.________, vom 14. November 2007, zum Schluss gelangt, dass dem Versicherten - in Ausklammerung der psychisch bedingten Beschwerdekomponenten - leichte bis mittelschwere, den aus der BWK 12-Fraktur mit Vorderkantenabriss und Deckplattenimpression resultierenden Einschränkungen Rechnung tragende (höchstens 1/3 der Zeit pro Tag sitzend) Tätigkeiten vollzeitlich zumutbar sind. Im Rahmen der Adäquanzprüfung nach der in BGE 115 V 133 für psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall erarbeiteten Rechtsprechung hat das kantonale Gericht alsdann, mit der Beschwerdegegnerin, den am 1. Juni 2006 erlittenen Sturz als mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Vorfällen eingestuft. Von den für die Bejahung der adäquaten Kausalität erforderlichen Kriterien, welche in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein müssten (BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 141), wurde schliesslich - unter Ausserachtlassung psychischer Faktoren (vgl. BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140) - keines als erfüllt betrachtet und die Leistungspflicht des Unfallversicherers für allfällige, natürlich kausal auf das Unfallereignis zurückzuführende psychische Beschwerden verneint. 4.2 Die Einwände des Beschwerdeführers vermögen zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Soweit er insbesondere moniert, der Sturz vom 1. Juni 2006 sei als mittelschweres Ereignis geeignet, die - unbestrittenermassen - vorbestehende psychische Gesundheitsstörung jedenfalls zeitweilig zu verstärken, ist ihm entgegenzuhalten, dass selbst diesfalls mehrere der massgebenden Adäquanzkriterien erfüllt sein müssten oder eines davon in besonders ausgeprägter Art vorzuliegen hätte (BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 141). Davon kann jedoch, wie dies vorinstanzlich einlässlich und in allen Teilen überzeugend dargelegt wurde, nicht ausgegangen werden. Ebenso wenig ist dem Versicherten zu folgen, sofern seine Argumentation, welche eine Auseinandersetzung mit den einzelnen, für die Adäquanzbeurteilung relevanten Kriterien vermissen lässt, dahingehend zu interpretieren wäre, dass, wenn Besonderheiten in der Persönlichkeitsstruktur der betroffenen Person, namentlich Veranlagungen (psychische Prädisposition), bestehen, anstelle einer mittels unfallbezogener Faktoren objektivierten eine subjektiviert individuelle Beurteilung im Sinne einer ergänzenden Ausnahmepraxis Platz zu greifen habe. Das ehemalige Eidgenössische Versicherungsgericht hat diesbezüglich bereits in seinem Urteil U 248/98 vom 31. Mai 2000 (in: RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313) erkannt, dass die versicherte Person, bei der nach einem als mittelschwer zu qualifizierenden Unfall eine psychische Fehlentwicklung eintritt, unabhängig davon, ob sie auf Grund ihrer Veranlagung für psychische Störungen anfälliger ist und einen Unfall seelisch weniger gut verkraftet als eine gesunde Person, Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung hat, sofern die massgeblichen unfallbezogenen Kriterien erfüllt sind, ohne dass ihr diese besondere Veranlagung entgegengehalten werden könnte. Denn abzustellen ist bei der Adäquanzbeurteilung auf eine weite Bandbreite der Versicherten (BGE 115 V 133 E. 4b S. 135 f.; Urteil 8C_965/2008 vom 5. Mai 2009 E. 4.3.1 mit Hinweisen). Die objektivierte Beurteilung der Adäquanz anhand der von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien führt gerade dazu, dass die Notwendigkeit entfällt, nach anderen Ursachen zu forschen, die möglicherweise die psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit mitbegünstigt haben könnten (BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 141). Auch unter diesem Blickwinkel kann indessen keines der entsprechenden Kriterien im hier zu beurteilenden Fall als erfüllt angesehen werden. Sämtliche Ausführungen des Beschwerdeführers, welche sich zu einer Erhöhung der Invalidität und des Integritätsschadens infolge psychisch begründeter Gesundheitsstörungen äussern, erweisen sich vor diesem Hintergrund als obsolet. Es bleibt mithin bei den - die Folgen der organischen Unfallschädigung abgeltenden und im Übrigen unwidersprochen gebliebenen - zugesicherten Versicherungsleistungen (Invalidenrente basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 25 %, Integritätsentschädigung entsprechend einer Einbusse von 10 %).