Citation: 4A_29/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Das anerkennt die Beschwerdeführerin in der Beschwerdereplik letztlich selbst, wenn sie ausführt, der Auslöser der Schadensfälle (der Wechsel der Lackrezeptur im Sommer 2017) und die Anerkennung eines Serienschadens durch die Beschwerdegegnerin hätten die Parteien veranlasst, sich über die Rügeobliegenheiten in Bezug auf die eingetretenen Schadensfälle zu einigen. Damit hätten die Parteien versucht, wiederkehrende Verhandlungen über einen bereits festgestellten Serienschaden zu vermeiden. Darin kann keine Behauptung einer Regelung betreffend die Rügemodalitäten eines allfälligen zukünftigen und damit noch nicht gerügten und bekannten Mangels gesehen werden, der zu einem anderen Schadensbild führt. Dass ein derartiges Verständnis mit Blick auf den Zweck der Mängelrügen sinnwidrig wäre, hält der angefochtene Entscheid zu Recht fest.