Citation: 1P.630/2001 18.02.2002 E. 4

Sodann beklagt sich der Beschwerdeführer in verschiedener Hinsicht über eine Verletzung des in Art. 29 Abs. 2 BV gewährleisteten Anspruchs auf rechtliches Gehör. 4.1 Er erblickt eine Missachtung dieses Anspruchs darin, dass die Frage der widerrechtlichen Persönlichkeitsverletzung nicht in einem ordentlichen Zivilverfahren abgeklärt worden sei. Die Rüge geht klarerweise fehl. Da die Schüler gegen den Beschwerdeführer keinen Zivilprozess wegen Persönlichkeitsverletzung eingeleitet hatten, konnte die Frage nicht in einem ordentlichen Zivilverfahren abgeklärt werden. Dies kann nicht dem Obergericht angelastet werden. 4.2 Ebenfalls unzutreffend ist der Vorwurf, es bedeute eine Verweigerung des rechtlichen Gehörs, dass der Beschwerdeführer im Verfahren vor dem Obergericht keine Möglichkeit gehabt habe, zur Frage der Persönlichkeitsverletzung Stellung zu nehmen. Das Obergericht entschied darüber im Rahmen der Beurteilung der Frage, ob der Beschwerdeführer trotz des Freispruchs die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens zu tragen habe. Diese Frage war aufgrund der Akten zu entscheiden. Der Beschwerdeführer hatte Gelegenheit, sich in der Berufungsschrift zur Kostenfrage zu äussern. Nachdem das Obergericht einen Freispruch in Betracht zog, war es von Verfassungs wegen nicht verpflichtet, dies dem Beschwerdeführer mitzuteilen und ihn zu einer Stellungnahme zum Kostenpunkt einzuladen. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass sich eine Kostenauflage in tatsächlicher Hinsicht nur auf unbestrittene oder bereits klar nachgewiesene Umstände stützen darf (BGE 112 Ia 371 E. 2a S. 374). Das Obergericht stützte sich denn auch nur auf unbestrittene Tatsachen (vgl. E. 5.2). 4.3 Im Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, das rechtliche Gehör sei ihm verweigert worden, weil das Obergericht für die Annahme einer Persönlichkeitsverletzung keine Begründung gegeben habe. Auch diese Rüge dringt nicht durch. Den oben (E. 2) angeführten Feststellungen des Obergerichts lässt sich in hinreichender Weise entnehmen, aus welchen Gründen es annahm, der Beschwerdeführer habe die Persönlichkeit der Schüler verletzt. Ein Verstoss gegen die aus Art. 29 Abs. 2 BV folgende Begründungspflicht liegt nicht vor.