Citation: 5A_969/2019 E. 4.2.1

4.2.1. Zum einen wendet sich die Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzliche Feststellung, wonach die Parteien in der Lage gewesen seien, grundlegende Entscheidungen über ihre Kinder gemeinsam zu treffen oder zumindest die von einer Seite getroffenen Entscheidungen nicht zu torpedieren. Das Kantonsgericht blende aus, dass sie, die Beschwerdeführerin, bereits seit März 2014 sämtliche Entscheide in Kinderbelangen alleine treffe und es "absolut" keine Kooperation und auch keinen Austausch unter den Parteien über Entscheidungen in Kinderbelangen gegeben habe. Dies sei aktenkundig und unbestritten. Faktisch habe sie somit bereits seit März 2014 die alleinige elterliche Sorge inne. Einzig beim Pass für C.A.________ sei sie auf die Mitwirkung des Kindsvaters angewiesen gewesen. Hier habe die Beiständin aufgrund der Mitwirkungsverweigerung seitens des Kindsvaters eingreifen müssen. Entsprechend bestehe sehr wohl die Gefahr, dass auch künftige wichtige Entscheide, bspw. schulischer oder medizinischer Art, verschleppt würden und bei jeder zu treffenden Entscheidung die Beiständin oder die Gerichte eingreifen müssten. Die Rüge der Beschwerdeführerin schlägt fehl. Das Kantonsgericht hat festgestellt, dass die Parteien grundsätzlich kooperationsfähig sind. Für ihre Behauptung, die mangelnde Kooperationsfähigkeit der Eltern sei aktenkundig und unbestritten, bezeichnet sie keine konkreten Aktenstellen. Wohl ist erstellt, dass die Beiständin bei der Beantragung des Passes von C.A.________ eingreifen musste. Daraus ist indes nicht zwingend zu folgern, dass auch künftig wichtige Entscheide verzögert bzw. behördliche Interventionen nötig sein werden. Insgesamt gehen die Einwände der Beschwerdeführerin nicht über die pauschale Behauptung des Gegenteils hinaus, womit sich keine Willkür dartun lässt.