Citation: 6B_989/2021 E. D

Nach durchgeführter Berufungsverhandlung fasste das Obergericht am 2. Juli 2021 ein neues Urteil. Es stellte eine Verletzung des Beschleunigungsgebots fest, sprach A.________ in einem Fall vom Vorwurf des Betrugs frei und in zwei Fällen des mehrfachen Betrugs schuldig, sprach ihn betreffend diese drei Fälle der mehrfachen Urkundenfälschung schuldig und bestätigte den Schuldspruch des Vergehens nach Art. 105 Abs. 1 AVIG. Es bestrafte A.________ mit einer bedingten Geldstrafe von 300 Tagessätzen zu Fr. 130.-- bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie mit einer Busse von Fr. 4'000.--. D.a. Hinsichtlich der Schuldsprüche des mehrfachen Betrugs und der mehrfachen Urkundenfälschung geht das Obergericht zusammengefasst von folgendem Sachverhalt aus: Kurz nach seiner Beteiligung an der Privatkreditvermittlerin B.________ GmbH wirkte A.________ zusammen mit C.________ (Gesellschafter der B.________ GmbH) und D.________ (kaufmännische Angestellte der Gesellschaft) daran mit, bei der Bank E.________ AG mit Kreditgesuch vom 10. Mai 2013 sowie Kreditantrag und -vertrag vom 13. Mai 2013 für sich selbst einen Privatkredit von Fr. 55'000.-- erhältlich zu machen. Die Bank E.________ AG bezahlte den Kredit am 21. Mai 2013 aus, nachdem wahrheitswidrig angegeben worden war, A.________ sei bei der F.________ AG fest angestellt und verdiene dort monatlich netto Fr. 5'237.95, und nachdem eine diesen Monatslohn ausweisende gefälschte Lohnabrechnung eingereicht worden war. Tatsächlich belief sich der Monatslohn bei der F.________ AG im Zeitpunkt des Kreditantrags nur auf Fr. 3'600.-- zuzüglich Provision und war die Anstellung damals bereits gekündigt. Weiter wirkte A.________ daran mit, zusammen mit den zwei Mitbeschuldigten je einen Privatkredit für zwei Kundinnen der B.________ GmbH erhältlich zu machen, einerseits am 30. August 2013 für G.________ im Umfang von Fr. 30'000.-- bei der H.________ AG und andererseits am 21. November 2013 für I.I.________ bei der Bank K.________ AG im Umfang von Fr. 20'000.--. Die zwei Kredite wurden ausbezahlt, nachdem beide Male wahrheitswidrig angegeben worden war, die Kundin sei beim Kantonsspital Aarau fest angestellt und verdiene dort monatlich netto Fr. 4'789.-- bzw. Fr. 5'411.15 anstatt richtigerweise andernorts Fr. 2'500.-- bzw. Fr. 1'500.--. Im Fall von I.I.________ wurde die Kreditvergabe ebenfalls unter Vorlage einer gefälschten Lohnabrechnung erwirkt. D.b. Betreffend den Schuldspruch des Vergehens gemäss Art. 105 Abs. 1 AVIG erachtet das Obergericht folgenden Sachverhalt als erwiesen: A.________ gab am 18. Dezember 2014 gegenüber der Arbeitslosenkasse an, im Monat Dezember 2014 nicht gearbeitet zu haben, und bezog für jene Zeit eine ungekürzte Arbeitslosenentschädigung. Er arbeitete jedoch seit November 2014 als Versicherungsvermittler für die L.________ AG und verdiente in dieser Tätigkeit im Dezember 2014 eine Provision von Fr. 842.50.