Citation: 6B_343/2020 E. 5.3.1

5.3.1. Die Vorinstanz verletzt auch kein Bundesrecht, wenn sie annimmt, der Beschwerdeführer habe in objektiver Hinsicht den Tatbestand der ungetreuen Amtsführung erfüllt, indem er in Umgehung der damals geltenden Zweckbestimmung mit den C.________-Beiträgen persönliche Talent- und Nachwuchsförderung betrieben und diese schliesslich zu Privatbezügen genutzt habe (angefochtenes Urteil S. 15, 21, 34). Wie die Vorinstanz zutreffend annimmt, hat der Beschwerdeführer den ihm als Abteilungsleiter zustehenden begrenzten Spielraum bei der Vergabe der Gelder überschritten, indem er die dem Sportverband C.________ ausgerichteten und auf das seinem Zugriff unterliegenden F.________-Konto überwiesenen jährlichen Beiträge ohne förmliche Genehmigungen faktisch nach eigenem Gutdünken ausschüttete (angefochtenes Urteil S. 41). Dabei nimmt die Vorinstanz zunächst zu Recht an (angefochtenes Urteil S. 38), der Beschwerdeführer habe zwar bezüglich der fraglichen Beiträge an den Verband keine endgültigen Entscheidungen treffen können, es sei ihm aber aufgrund seines Fachwissens und seiner Stellung in Bezug auf die Zusprechung von Geldern aus dem Sportförderungsfonds faktische Entscheidungskompetenz zugekommen. Das ergibt sich schon daraus, dass ihm aufgrund seiner Stellung als Leiter des Sportamtes, als Mitglied und Geschäftsstellenleiter der D.________-Kommission sowie als Vorstandsmitglied des Sportverbands C.________ bei der Bearbeitung der Beitragsgesuche und der Verteilung der Gelder aus dem Sportförderungsfonds eine zentrale Stellung zukam. Nach den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz fiel es denn auch in den Aufgabenbereich des Beschwerdeführers, die Gesuche vorzuprüfen und aufzulisten und die D.________-Kommission in den jeweiligen Sitzungen darüber zu orientieren. Was der Beschwerdeführer hiegegen einwendet, führt zu keinem anderen Ergebnis. So teilt der Beschwerdeführer die Beiträge von der Zusprechung durch die D.________-Kommission und den Kanton bis zur Verteilung an die Nachwuchssportler zu Unrecht auf in einen hoheitlichen Teil, der die Einholung des Visums des Regierungsrats und Weiterleitung der abgesegneten Gesuchsliste zur Zahlung an das Finanzdepartement umfasste, und in einen Teil, in welchem er nicht als Beamter, sondern als Privatperson tätig gewesen sein soll. Der Standpunkt, wonach das "Projekt 2" ein privates Konzept des Sportverbands C.________ ohne öffentlichen Hintergrund gewesen sei (Beschwerde S. 10, 30), verfängt schon deshalb nicht, weil der gesamte Vorgang einheitlich als Akt der Sportförderung im Kanton Schwyz zu verstehen ist und auch von allen Beteiligten als solcher verstanden wurde. Die kantonale Sportförderung hat sich nicht in der Zusprechung von Beiträgen aus den Lotteriegeldern durch die D.________-Kommission an den Sportverband C.________ erschöpft, sondern erstreckte sich auch auf die Weiterleitung der Gelder an die Gesuchsteller als endgültige Beitragsempfänger. Das ergibt sich schon aus den einschlägigen Bestimmungen in der kantonalen Verordnung über den Fonds zur Förderung des Sports. Damit lässt sich nicht sagen, der Beschwerdeführer habe in Bezug auf die Verteilung der Beitragsgelder an die Empfänger ausschliesslich als vom Sportverband C.________ beauftragte Privatperson gehandelt. Auch die vom Beschwerdeführer selber (Beschwerde S. 10) zitierte Regelung im "Projekt 2", wonach die Beiträge durch den "Vorsteher kant. Sportamt" zu visieren waren, spricht nicht dafür, dass dies lediglich auf seine Person, nicht aber auf seine amtliche Tätigkeit bezogen war. Als rein privates Projekt erscheint allein das vom Beschwerdeführer initiierte Kalenderprojekt (erstinstanzliches Urteil S. 15), das im vorliegenden Kontext aber nicht weiter von Bedeutung ist.