Citation: 1B_64/2019 E. 3.2

3.2. Dem mehrfach und teilweise einschlägig vorbestraften Beschwerdeführer wird vorgeworfen, als Kriminaltourist in die Schweiz eingereist und sich an rund 12 Diebstählen beteiligt zu haben. Das Kantonsgericht hat dazu ausgeführt, nach seiner Praxis habe er dafür im Falle einer Verurteilung mit einer Strafe von "deutlich über einem Jahr" zu rechnen. Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, der dringende Tatverdacht bestehe nicht in allen Fällen, und die Staatsanwaltschaft habe in einem vergleichbaren, aber weit schwerer wiegenden, vom Bundesgericht mit Urteil 1B_160/2009 vom 23. Juni 2009 beurteilten Fall ein Strafmass von 18 Monaten gefordert; er hält eine Strafe von höchstens 12 Monaten für angemessen. Aus dem von ihm angerufenen Urteil kann der Beschwerdeführer indessen schon deswegen nichts zu seinen Gunsten ableiten, weil sich der Beschuldigte in jenem Fall erst rund vier Monate in Untersuchungshaft befand, als er ein Entlassungsgesuch stellte. Die Haftdauer war damit noch weit von der zu erwartenden Strafe entfernt, weshalb die Frage, welches Strafmass der Beschuldigte zu gewärtigen hatte, für die Beurteilung des Falles keine erhebliche Bedeutung hatte und vom Bundesgericht dementsprechend nicht näher zu prüfen war. Die Einschätzung des Kantonsgerichts, dass ein Strafmass von deutlich über einem Jahr in Frage steht, erweist sich als haltbar. Der Beschwerdeführer befindet sich allerdings bereits rund 14 ½ Monate in Haft; bis zur Hauptverhandlung werden es 18 Monate sein. Unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit erscheint es gerade noch akzeptabel, den Beschwerdeführer bis zur Hauptverhandlung in Haft zu behalten. Bei einer (weiteren) erheblichen, nicht dem Beschwerdeführer anzulastenden Verzögerung des Verfahrens bzw. Verschiebung der Hauptverhandlung würde Überhaft drohen, was zu seiner Entlassung führen müsste.