Citation: 1P.688/2003 05.12.2003 E. 1

Beim angefochtenen Haftentscheid handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid, gegen den die staatsrechtliche Beschwerde zulässig ist (Art. 86 Abs. 1 OG). Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten, wozu sie befugt ist (Art. 88 OG). 1.1 Die staatsrechtliche Beschwerde ermöglicht indessen keine Fortsetzung des kantonalen Verfahrens. Das Bundesgericht prüft in diesem Verfahren nur in der Beschwerdeschrift erhobene, detailliert begründete und soweit möglich belegte Rügen. Die Beschwerdeführerin muss den wesentlichen Sachverhalt darlegen, die als verletzt gerügten Verfassungsbestimmungen nennen und überdies dartun, inwiefern diese verletzt sein sollen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 127 I 38 E. 3c; 125 I 492 E. 1b; 122 I 70 E. 1c). Diesen Anforderungen genügt die Beschwerde nicht. 1.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass die vom Haftrichter angenommenen Haftgründe bestehen, sondern macht einzig geltend, die Haftanordnung sei verspätet erfolgt, weshalb sie freigelassen werden müsse. Weder der Bezirksanwalt noch der Haftrichter verkennen, dass die Haftanordnung zu spät erfolgte: nach § 60 Abs. 1 der Zürcher Strafprozessordnung vom 4. Mai 1919 (StPO) muss der Untersuchungsrichter spätestens 24 Stunden nach der Verhaftung dem Haftrichter die Anordnung von Untersuchungshaft beantragen, und dieser hat darüber binnen zweier Tage nach Eingang des Antrages zu entscheiden (§ 62 Abs. 2 StPO). Die Beschwerdeführerin wurde am Morgen des 5. November 2003 verhaftet, weshalb der angefochtene Haftentscheid vom 10. November 2003 offensichtlich verspätet ist. Der Haftrichter hat im angefochtenen Entscheid dazu ausgeführt, dies führe nicht zur sofortigen Haftentlassung, da die gesetzlichen Haftgründe gegeben seien. Die Beschwerdeführerin setzt sich in der staatsrechtlichen Beschwerde damit nicht auseinander, sondern behauptet einfach, die Missachtung der Frist müsse zur sofortigen Haftentlassung führen. Das genügt den gesetzlichen Anforderungen an die Begründung einer staatsrechtlichen Beschwerde nicht. Die Beschwerdeführerin setzt sich im Übrigen auch in ihrer Replik nicht in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise mit den Rechtsfolgen auseinander, die eine Verletzung der in den §§ 60 und 62 StPO festgelegten Fristen nach sich zieht, nachdem sowohl der Bezirksanwalt als auch der Haftrichter in ihren Vernehmlassungen auf die Rechtsprechung von Ober- und Bundesgericht zu dieser Frage hingewiesen hatten. Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten.