Citation: U 267/05 19.07.2006 E. 2

Streitig ist, ob eine revisionsbegründende Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist. Dies beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts zum Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom 12. Juli 1999 (mit welcher dem Beschwerdeführer eine Rente auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 70 % zugesprochen wurde) mit dem Sachverhalt im Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 17. Februar 2003 (BGE 125 V 369 Erw. 2; Urteil K. vom 16. März 2005, I 502/04). 2.1 Nach den Akten hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in der massgebenden Zeit nicht wesentlich verschlechtert. Zwar hat der behandelnde Arzt Dr. med. S.________, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, in einem Bericht vom 14. Juni 2001 an die Invalidenversicherung ausgeführt, die Beschwerden hätten in den letzten zwei Jahren zugenommen und es bestehe lediglich noch eine Arbeitsfähigkeit von etwa 25 %. In gleichem Sinn äusserte er sich in einem Bericht an die National vom 19. November 2002. Im Gutachten an das Kantonsgericht Zug vom 1. Mai 2002 verneint Dr. med. R.________ jedoch eine objektive Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit den Untersuchungen vom 13. August 1997, 28. Januar 1998 und 20. April 1998 und stellt fest, die von Dr. med. S.________ angegebene deutliche Verschlechterung könne weder aus neurologischer, neuropsychologischer und psychiatrischer noch aus rheumatologischer Sicht bestätigt werden. Auch die funktionellen Befunde hätten sich nicht geändert. Es besteht kein Anlass, von dieser Beurteilung abzugehen, zumal auch der Beschwerdeführer nicht daran festhält, dass sich der Gesundheitszustand wesentlich verschlechtert hat. Zur Arbeitsfähigkeit des Versicherten im bisherigen Beruf führt Dr.med. R.________ aus, diese sei wie schon im Gutachten vom 11. September 1998 auf 50 % zu schätzen, wobei die "tatsächlich realisierte Erwerbsfähigkeit" lediglich bei 25 % liege, wie von der Invalidenversicherung festgehalten worden sei. Es wird damit Bezug genommen auf den von der IV-Stelle Zug ermittelten Grad der Erwerbsfähigkeit. Darauf kann indessen nicht abgestellt werden. Gestützt auf das medizinische Gutachten ist vielmehr davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer weiterhin zu 50 % arbeitsfähig ist, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ebenfalls anerkannt wird. 2.2 Streitig und zu prüfen ist, ob sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in einer für den Rentenanspruch relevanten Weise geändert haben. Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich geltend, das Einkommen, welches er ohne den Gesundheitsschaden zu erzielen vermöchte (Valideneinkommen), sei im zivilprozessualen Verfahren auf Grund der Feststellungen des Gerichtsexperten auf Fr. 192'000.- festgesetzt worden, wogegen die Invalidenversicherung (und auch der Unfallversicherer) von einem hypothetischen Einkommen von Fr. 128'000.- ausgegangen sei. Hinsichtlich des Einkommens, welches er trotz des Gesundheitsschadens zu erzielen vermöchte (Invalideneinkommen) bringt er vor, mit der Restarbeitsfähigkeit von 50 % sei er nicht mehr in der Lage, ein Einkommen zu erzielen. Anfänglich habe er noch kleinere Gewinne erzielt. Diese seien aber immer geringer ausgefallen, weil er wegen der mangelnden Verfügbarkeit zunehmend Kunden an die Konkurrenz verloren habe. Wegen Schwierigkeiten beim grafischen Gestalten habe er versucht, nur noch als Ideengeber und Projektleiter tätig zu sein und die grafischen sowie manuellen Arbeiten an Dritte zu übertragen. Dies habe bei der gegenwärtigen Wirtschaftssituation dazu geführt, dass er die grossen Kunden verloren und nur noch kleinere Aufträge erhalten habe. Diese Angaben scheinen auf Grund der erfolgten erwerblichen Abklärungen zuzutreffen, auch wenn nicht auszuschliessen ist, dass andere Faktoren, möglicherweise auch ein ungenügendes Anpassen an berufsspezifische Entwicklungen, an der Erwerbseinbusse mitbeteiligt sind. Wie es sich damit verhält, kann indessen dahingestellt bleiben. Nach den in den Akten enthaltenen Geschäftsunterlagen steht jedenfalls fest, dass der Beschwerdeführer in den Jahren nach dem Unfall zunächst noch Gewinne erzielt hat, wogegen ab 2000 regelmässig Verluste resultierten. Es ist daher davon auszugehen, dass in der fraglichen Zeit eine erhebliche Änderung der erwerblichen Verhältnisse eingetreten ist, welche eine revisionsweise Neubeurteilung des Rentenanspruchs zu begründen vermag.