Citation: 8C_584/2023 E. 4.2

4.2. Bezüglich der geltend gemachten Unfallfolgen am rechten Bein stützte sich das kantonale Gericht sodann massgeblich auf den Austrittsbericht der Klinik C.________ vom 20. April 2021 zum rund einmonatigen stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers und die verschiedenen Beurteilungen des Kreisarztes Dr. med. univ. D.________ vom 6. Mai 2021, vom 18. Juni 2021, vom 9. Juli 2021 und vom 17. Dezember 2021. Die Ärzte der Klinik C.________ diagnostizierten insoweit eine Patellafraktur rechts, aktuell mit/bei persistierenden unklaren Kniebeschwerden mit Athrophie des Musculus vastus medialis mit/bei konsolidierter Patellafraktur. Weiter hielten sie im Wesentlichen fest, eine Nervenschädigung habe mittels umfangreicher neurologischer Untersuchung bereits im Spital E.________ ausgeschlossen werden können. Der Beschwerdeführer habe die postulierte Ursache der Atrophie, nämlich unzureichendes Training bei wahrscheinlich funktioneller Überlagerung nicht verstanden. Er führe die Übungen zwar aus, aber etwa bei der Legpress mit einem Gewicht von 13.5 kg nicht auf einem Niveau, bei dem Fortschritte zu erwarten seien. Ferner wiesen sie auf diverse Diskrepanzen und Inkonsistenzen im Verhalten des Beschwerdeführers sowie eine erhebliche Symptomausweitung hin. Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen und bildgebenden Untersuchungen sowie den Diagnosen nur ungenügend erklären. Streng genommen liege medizinisch-theoretisch ein Endzustand vor. Die Vorinstanz erachtete diese Beurteilung als plausibel. Unter Hinweis auf die Aktenlage hielt sie fest, nach dem Unfallereignis vom 5. März 2020 seien umfangreiche neurologische, orthopädische und neurophysiologische Abklärungen durchgeführt worden, wobei auch wenige Monate nach dem Unfall weder sichere neurogene Läsionen im Bereich des Musculus quadriceps noch Anhaltspunkte für eine Läsion der zentralmotorischen Bahnen hätten festgestellt werden können. Im August 2021, gut 16 Monate nach dem Unfall, hätten sich schliesslich keine weiteren Behandlungsmöglichkeiten ergeben, die zu einer namhaften Verbesserung der Leistungsfähigkeit hätten führen können. Trotz der umfassenden diagnostischen Abklärungen habe keiner der Ärzte einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der bestehenden Atrophie des rechten Oberschenkels für überwiegend wahrscheinlich gehalten. Ein lediglich möglicher Zusammenhang genüge nicht, um einen Leistungsanspruch zu begründen.