Citation: 6B_688/2021 E. 2.7.1

2.7.1. Der Tatbestand des Betrugs setzt eine irrtumsbedingte Vermögensverfügung des Getäuschten voraus, wodurch dieser sich selbst oder das seiner tatsächlichen Verfügung unterliegende Vermögen einer Drittperson unmittelbar schädigt (vgl. E. 2.3.4 oben). Im Sozialversicherungsrecht ist ein Vermögensschaden gegeben, wenn der Versicherte auf die ausbezahlten Leistungen keinen Anspruch hatte (Urteile 6B_1168/2016 vom 17. März 2017 E. 3.5.1; 6B_646/2012 vom 12. April 2013 E. 2.4.2). Ein Vermögensschaden liegt vor, wenn die Ärzte und Gutachter, hätten sie von den falschen Vorbringen des Beschwerdeführers und dem von diesem wirklichen Gesundheitszustand Kenntnis gehabt, zu einer anderen Beurteilung gelangt wären und im konkreten Fall die Versicherungen gestützt darauf zumindest eine volle Versicherungsleistung verweigert hätten. Dabei muss nicht eine effektive Arbeitstätigkeit in einem gewissen Pensum nachgewiesen werden, sondern lediglich eine Arbeitsfähigkeit in diesem Umfang (Urteile 6B_1168/2016 vom 17. März 2017 E. 3.5.1; 6B_519/2011 vom 20. Februar 2012 E. 3.2).