Citation: 9C_27/2022 E. 5.2

5.2. Nach Feststellung der Vorinstanz käme eine Viertelsrente erst bei einer Herabsetzung des tabellarisch ermittelten Lohns um 20 Prozent infrage. Erforderlich wäre also ein Abzug nahe beim Maximum von 25 Prozent. Die Festlegung der Höhe des Tabellenlohnabzuges ist eine typische Ermessensfrage. Das Bundesgericht kann die vorinstanzliche Festlegung nur korrigieren, wenn das kantonale Gericht das Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt, d.h. sein Ermessen überschritten, missbraucht oder unterschritten hat (BGE 137 V 71 E. 5.1; 132 V 393 E. 3.3). Die Vorinstanz legt zwar nicht dar, ob eine Herabsetzung des Tabellenlohns angebracht ist, und wenn ja, in welcher Höhe. Hätte sie beispielsweise einen Abzug von 15 Prozent für angebracht gehalten, so würde dies selbst in Anbetracht der vom Beschwerdeführer aufgezählten erschwerenden Faktoren (erforderliche Rücksichtnahme bei der Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit; narzisstische, histrionische und hypochondrische Tendenzen; therapiebedingte Fehlzeiten) jedoch kein Eingreifen des Bundesgerichts rechtfertigen; ein Rechtsfehler wäre nicht ersichtlich. Ob sich die Vorinstanz angesichts ihrer Begründungspflicht (Art. 61 lit. h ATSG und Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG) mit der blossen Feststellung begnügen durfte, ein Tabellenlohnabzug sei vorliegend nicht gerechtfertigt, kann daher offen bleiben.