Citation: 2C_480/2014 E. 5.4.2

5.4.2. Die Beschwerdeführerin hat sich seit dem 16. Januar 2005 rechtmässig in der Schweiz aufgehalten. Von den gut neun Jahren bis zum angefochtenen Urteil vom 2. April 2014 entfällt ein (kleinerer) Teil auf die aufschiebende Wirkung eingelegter Rechtsmittel. Die Aufenthaltsdauer in der Schweiz ist nicht als kurz zu werten, indessen auch nicht als so lang, dass eine Rückkehr in die Ukraine deswegen unzumutbar wäre. Im Übrigen wird nicht klar, was die Beschwerdeführerin aus der Tatsache ableiten will, dass sie und D.________ vor der Heirat bereits eine Beziehung geführt und anscheinend teilweise zusammen gewohnt haben. Im Urteil 2C_678/2011 vom 22. Februar 2012 E. 3.4, welches die Beschwerdeführerin anführt, ging es um die Frage, ob das Ableben des Ehegatten der ausländischen Person vor Ablauf der Dreijahresfrist nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG einen nachehelichen Härtefall darstellt. Wenn in jener Konstellation mitberücksichtigt wurde, dass die überlebende Ehefrau bereits vor der Eheschliessung eine intensive, mehrjährige Beziehung mit dem nunmehr verstorbenen Ehegatten geführt hatte, kann daraus für den vorliegenden Fall nichts abgeleitet werden, weil hier die Ehe aus anderen Gründen geendet hat. Eine längere, über die gelebte Ehegemeinschaft hinausgehende Aufenthaltsdauer in der Schweiz kann (in Verbindung mit anderen Faktoren) allenfalls relevant sein für die Frage, ob die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet wäre. Dies ist hier nicht der Fall. Die Beschwerdeführerin pflegt nach wie vor Kontakte zur Ukraine und besitzt dort nach eigenen Angaben eine Wohnung. Aufgrund ihrer Ausbildung und beruflichen Tätigkeit in der Schweiz dürfte ihr, die im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils knapp 40 Jahre alt war, eine Wiedereingliederung keine grösseren Schwierigkeiten bereiten.