Citation: I 105/99 22.03.2000 E. 3

3.- a) Das kantonale Gericht hat die massgeblichen Be- stimmungen über den Invaliditätsbegriff (Art. 4 Abs. 1 IVG) unter Hinweis auf die Rechtsprechung zu den geistigen Ge- sundheitsschäden, die in gleicher Weise wie die körperli- chen eine Invalidität zu begründen vermögen (BGE 102 V 165; ZAK 1992 S. 170 Erw. 2a, 1989 S. 266 Erw. 1a), zutreffend dargelegt. Gleiches gilt für die Ausführungen über den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG), die Bemessung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b) und die Bedeutung der ärztlichen Auskünfte im Rahmen der Invaliditätsschät- zung (BGE 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1). Darauf kann verwiesen werden. b) Beizufügen ist, dass in Fällen, in welchen der Ver- sicherte wegen der Invalidität keine zureichenden berufli- chen Kenntnisse erwerben konnte, das Erwerbseinkommen, das er als Nichtinvalider erzielen könnte, den nach Alter abge- stuften Prozentsätzen des statistischen Tabellenlohnes gemäss Art. 26 Abs. 1 IVV entspricht. Unter diese Regelung fallen Versicherte, die seit ihrer Geburt oder Kindheit einen Gesundheitsschaden aufweisen und deshalb keine zurei- chenden beruflichen Kenntnisse erwerben konnten. Als Erwerb von zureichenden beruflichen Kenntnissen gilt im allgemei- nen die abgeschlossene Berufsausbildung. Dazu gehören auch Anlehren, sofern sie auf einem besonders der Invalidität angepassten Bildungsweg ungefähr die gleichen Kenntnisse vermitteln wie eine eigentliche Lehre oder ordentliche Aus- bildung und dem Versicherten praktisch die gleichen Ver- dienstmöglichkeiten eröffnen (ZAK 1978 S. 32, 1974 S. 548).