Citation: 1C_169/2015 E. 7.5

7.5. Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV verpflichtet Behörden nicht, alle angebotenen Beweise abzunehmen. Vielmehr darf ein Beweisantrag abgelehnt werden, wenn die Verwaltungs- oder Gerichtsbehörde ihre Meinung aufgrund zuvor erhobener Beweise bereits bilden konnte und sie ohne Willkür in vorweggenommener, antizipierter Beweiswürdigung annehmen darf, die gewonnene Überzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht erschüttert (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3 S. 148). Das Bundesgericht hat eine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung bezüglich des Verzichts auf ein Fachgutachten bejaht, das von der betroffenen Partei beantragt und von zwei Fachbehörden zur erstmaligen Gesamtbeurteilung von zwei Bauvorhaben als (zwingend) erforderlich erachtet wurde, da für ein Abweichen von der Meinung dieser Behörden keine Gründe ersichtlich waren (Urteil 1C_288/2012 vom 24. Juni 2013 E. 2.5.1 und 2.5.2).