Citation: 2C_815/2018 E. 4.3.3

4.3.3. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, die Voraussetzungen einer "biographischen Kehrtwende" (offensichtlich glaubwürdig gemachte besonders tiefgreifende Veränderung des bisherigen Verhaltens) zu erfüllen, welche zu seinen Gunsten ins Gewicht fallen würde (vgl. hierzu das Urteil 2C_634/2018 vom 5. Februar 2019 E. 6.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). An der Ausreise des Beschwerdeführers besteht somit ein erhebliches sicherheitspolizeiliches Interesse, das nur durch entsprechend gewichtige private Interessen aufgewogen werden kann. Der Beschwerdeführer ist in der Schweiz nach dem verbindlich festgestellten Sachverhalt (Art. 105 Abs. 1 BGG) - wie bereits dargelegt - wirtschaftlich wie sozial nicht vertieft integriert. Er beherrscht sowohl die deutsche wie die türkische Sprache. Es ist davon auszugehen, dass er sowohl soziale, kulturelle und familiäre Beziehungen zum Gast- wie zum Heimatstaat pflegt, wobei jene zur Schweiz stärker ausgeprägt sein dürften, indessen nicht derart, dass dem Beschwerdeführer eine Rückkehr in die Türkei unzumutbar wäre, verfügt er doch auch dort über soziale, kulturelle und familiäre Bindungen. Das öffentliche Interesse, dass er die Schweiz verlässt, überwiegt nach den von ihm begangenen Straftaten die privaten Interessen an seinem Verbleib im Land.