Citation: U 77/05 22.08.2005 E. A

S.________, geboren 1940, war seit 1969 bei der Gemeinde X.________ als Förster angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Bei vorbestandenen Lumbalgien, rezidivierenden Infekten der oberen Luftwege und essentieller Hypertonie litt er ab Herbst 1987 an Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gleichgewichts- und Sehstörungen sowie Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Es wurde eine durch Zeckenstich hervorgerufene Lyme-Borreliose diagnostiziert, welche mit antibiotischer Therapie angegangen und von der SUVA als leistungsbegründender Unfall anerkannt wurde. Auf den 7. März 1989 konnte der Fall abgeschlossen werden. Weitere Meldungen wegen Zeckenstich/Borreliose erfolgten am 8. Juni 1990, 7. September 1990 und 4. Dezember 1995. Der behandelnde Arzt Dr. med. B.________, Allgemeine Medizin FMH, überwies den Versicherten am 21. September 1995 an Dr. med. A.________, Facharzt für Innere Medizin, welcher eine Lyme-Borreliose Stadium II mit Beteiligung des Zentralnervensystems (ZNS), möglicherweise auch des peripheren Nervensystems (Polyneuropathie), sowie Arthralgien diagnostizierte (Bericht vom 3. Februar 1996). Die durchgeführte Rocephin-Behandlung brachte eine wesentliche Besserung der Beschwerden. Ab dem 10. März 1996 bestand wieder volle Arbeitsfähigkeit. Am 29. Mai 1997 bestätigte Dr. med. A.________, der Versicherte sei zurzeit beschwerdefrei und es bestehe keine Behandlungsbedürftigkeit mehr. Wegen erneuter Gelenkschmerzen und Müdigkeit seit Dezember 2001 erfolgte am 17. März 2002 eine weitere Rückfallmeldung. Gestützt auf eine Stellungnahme ihres Arbeitsarztes Dr. med. I.________ vom 13. Mai 2002 verneinte die SUVA eine Leistungspflicht mit der Begründung, dass die geltend gemachten Gelenkbeschwerden nicht auf den Zeckenstich von 1988 zurückgeführt werden könnten (Verfügung vom 11. Juli 2002). Auf die dagegen erhobene Einsprache holte sie im Einvernehmen mit dem Versicherten bei der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie/Allergologie des Spitals R.________ ein Gutachten ein. In der am 16. März 2003 erstatteten Expertise gelangten Prof. Dr. med. V.________ und Dr. med. N.________ zum Schluss, dass die bestehenden Beschwerden höchstens möglicherweise in Zusammenhang mit einem Borrelieninfekt stünden. Mit Einspracheentscheid vom 20. August 2003 hielt die SUVA an der Verneinung der Leistungspflicht fest.