Citation: 9C_86/2017 E. 3.3.5

3.3.5. Nach dem Gesagten ist die reglementarische Statuierung einer Frist zur Geltendmachung einer Kapitalabfindung auch im (obligatorischen) Rahmen von Art. 37 Abs. 2 BVG zulässig (so auch KAHIL-WOLFF, a.a.O., N. 6 zu Art. 37 BVG; STAUFFER, a.a.O., S. 287 Rz. 784; CARL HELBLING, Personalvorsorge und BVG, 8. Aufl. 2006, S. 221; BASILE CARDINAUX, Leistungen aus beruflicher Vorsorge bei Alter, Tod und Invalidität, in: Recht der Sozialen Sicherheit - Sozialversicherungen, Opferhilfe, Sozialhilfe, Beraten und Prozessieren, 2014, S. 989 Rz. 27.124; a.M. HÜRZELER/BRÜHWILER, Obligatorische berufliche Vorsorge, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 3. Aufl. 2016, S. 2142 Rz. 205). Die grundsätzliche Kapitaloption im Umfang eines Viertels des BVG-Altersguthabens steht allen Versicherten offen. Dass je nach Ausgestaltung des jeweils anwendbaren Reglements entweder gar keine oder aber eine kürzere oder längere Frist zu beachten ist, ist vom Gesetzgeber gewollt und stellt keine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots dar.