Citation: 8C_458/2018 E. 5.2.1

5.2.1. Der Beschwerdeführer beschränkt sich in medizinischer Hinsicht insbesondere mit Verweisen auf ältere Arztberichte aus dem Jahre 2012. Er macht selber unter Berufung auf den hausärztlichen Bericht vom 31. Mai 2012 geltend, anlässlich einer schulpsychologischen Untersuchung sei schon ungefähr 2009 eine Lernschwäche entdeckt worden. Den Eltern sei bereits damals zur IV-Anmeldung des Versicherten geraten worden, was diese jedoch abgelehnt hätten. Infolge dieser Umstände konnte die Invalidenversicherung erst ab 2012 aktiv werden. Am 30. Mai 2013 erteilte sie dem Beschwerdeführer eine Kostengutsprache für die erstmalige berufliche Ausbildung zum Praktiker Automobil in der Stiftung F.________ (mit dem Partnerbetrieb der Garage G.________ AG). Die vom 12. August 2013 bis 11. August 2015 dauernde Ausbildung schloss er erfolgreich ab. Gemäss vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellung konnte der Versicherte während dieser Ausbildung praktische Kompetenzen erwerben. Der Lehrbetrieb berichtete am 28. Februar 2014, dass der Beschwerdeführer die Arbeitsqualität und Fachkompetenz stetig ein wenig steigern konnte und in Bezug auf die Selbstständigkeit Fortschritte machte. Weiter stellte das kantonale Gericht gestützt auf die Berichte des Lehrbetriebes fest, dass der Versicherte stets sehr zuverlässig und motiviert gearbeitet und im persönlichen Kontakt mit Arbeitskollegen und Kunden zu keinerlei Beanstandungen Anlass gegeben habe. In der Folge fielen auch die späteren medizinischen Berichte positiver aus. Obwohl der Hausarzt die kognitiven Einschränkungen weiterhin für nicht therapierbar hielt, attestierte er dem Beschwerdeführer anlässlich der Kontrolluntersuchung vom 17. August 2015 eine maximale Arbeitsmotivation. Zudem könne er problemlos täglich acht Stunden arbeiten. Übereinstimmend schätzte auch die RAD-Ärztin Dr. med. E.________ die praktische Leistungsfähigkeit des Versicherten trotz des niedrigen Intelligenzquotienten angesichts der erfreulichen Entwicklung während der Ausbildung so ein, dass er bei praktischen Aufgaben vorzugsweise im Automobilbereich nach einem erhöhten Einarbeitungsaufwand eine Leistungsfähigkeit von 50 % erreichen könne. Nach mehreren Berufsjahren sei sogar noch eine gewisse Steigerung zu erhoffen.