Citation: 5A_860/2014 E. 3

Ausserdem rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV). Weder die KESB noch die Vorinstanz habe ein öffentliches oder privates Interesse am sofortigen Vollzug des Entscheides vom 15. Juli 2014 angeführt. Ebenso wenig sei dargelegt worden, worin der Nachteil bestehe bzw. wem ein solcher widerfahren soll, wenn der Entscheid vom 15. Juli 2014 nicht unverzüglich umgesetzt werde. Umgekehrt habe die Beschwerdeführerin ihre eigene Interessenlage und diejenige ihres Sohnes dargelegt. Nach ständiger bundesgerichtlicher Praxis liegt Willkür nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder sogar vorzuziehen wäre; sie ist erst gegeben, wenn ein Entscheid auf einem offensichtlichen Versehen beruht, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dabei genügt es nicht, wenn der angefochtene Entscheid sich nur in der Begründung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f.; 136 III 552 E. 4.2 S. 560; 135 V 2 E. 1.3 S. 5). Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, sich selber und ihrer Tochter aus dem Vermögen ihres Sohnes Darlehen gewährt zu haben. Ebenso wenig dementiert sie, dass dies u.a. zu Zahlungsschwierigkeiten geführt hat. Schliesslich bestreitet die Beschwerdeführerin nicht substanziiert, mit der Buchführung überfordert zu sein. Bei dieser Ausgangslage kann nicht gesagt werden, der sofortige Entzug der Aufgaben der Beschwerdeführerin sei offensichtlich unhaltbar, denn die Fähigkeit, angemessen und ohne Eigeninteressen mit dem Einkommen bzw. Vermögen eines umfassend Verbeiständeten umzugehen, stellt ein wesentliches Beurteilungskriterium für die Eignung als Beistand dar (vgl. zu aArt. 385 Abs. 3 ZGB: Urteil 5A_804/2011 vom 15. März 2012 E. 2.4.1 ). Die hiervor beschriebenen Umstände vermögen denn auch Zweifel an der Eignung der Beschwerdeführerin zu begründen. Daher erscheint es nicht unhaltbar und auch nicht willkürlich, ihr die entsprechenden Aufgaben mit sofortiger Wirkung zu entziehen.