Citation: 1P.53/2006 30.05.2006 E. 1

1.1 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen. Auf appellatorische Kritik tritt es nicht ein (BGE 130 I 258 E. 1.3; 125 I 492 E. 1b, mit Hinweisen). 1.2 Die Beschwerdeführerinnen machen (S. 8 Ziff. 1.2) geltend, die Beschlagnahme des Fahrzeuges hätte dokumentiert und dem Beschwerdeführer (gemeint wohl: den Beschwerdeführerinnen) mitgeteilt werden müssen. Dies sei in willkürlicher Weise unterblieben. Darauf kann schon deshalb nicht eingetreten werden, weil das Vorbringen ausserhalb des Gegenstandes des vorliegenden Verfahrens liegt. Die Beschlagnahme des Fahrzeuges wurde nicht angefochten (vgl. Entscheid des Obergerichtes vom 18. Januar 2005, act. 51, S. 5 E. 3.2 am Schluss) und die Frage, ob seine Verwertung zulässig war, stand in einem anderen Verfahren zur Diskussion (vgl. angefochtener Entscheid S. 5 E. 4.3.1). Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist einzig die Frage, ob die Beschlagnahme des Verkaufserlöses von Fr. 4'000.-- die verfassungsmässigen Rechte der Beschwerdeführerinnen verletzt. 1.3 Die Vorbringen auf S. 9-14 (Ziff. 2-6) stimmen wörtlich überein mit jenen im Rekurs vom 3. Januar 2005 (S. 9-14) an das Obergericht, den der damalige Anwalt der Beschwerdeführerinnen, Attilio R. Gadola, verfasst hatte. Die Beschwerdeführerinnen fügen dem in der staatsrechtlichen Beschwerde lediglich hinzu, die dargelegte Argumentation zeige, dass das Obergericht willkürlich entschieden habe. Damit genügen die Beschwerdeführerinnen ihrer Begründungspflicht nicht. Da sie nur ihre im Rekurs erhobenen Vorbringen wiederholen, setzen sie sich mit dem angefochtenen Entscheid überhaupt nicht auseinander. Die Beschwerdeführerinnen legen jedenfalls nicht in einer den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise dar, inwiefern der angefochtene Entscheid ihre verfassungsmässigen Rechte verletze. Vielmehr begnügen sie sich damit auszuführen, inwiefern die Beschlagnahme des Verkaufserlöses "unzulässig", "gesetzwidrig" oder "widerrechtlich" sei. Damit wird substantiiert keine Verletzung verfassungsmässiger Rechte dargetan. 1.4 Selbst wenn man auf die Beschwerde eintreten wollte, würde das den Beschwerdeführerinnen im Übrigen nicht helfen. Das Obergericht legt (angefochtener Entscheid S. 5 E. 4.3.2) dar, das Amtsstatthalteramt habe unter anderem ausgeführt, das verwertete Fahrzeug sei im Eigentum der Firma der Beschwerdeführerin 1 gestanden, welche schon seit mehreren Jahren im illegalen Cannabishandel tätig gewesen sei; es müsse davon ausgegangen werden, dass das Fahrzeug aus illegal erworbenem Geld hervorgegangen sei; in jedem Fall habe es dazu gedient, den Handel mit Marihuana zu erleichtern, indem damit Transporte und andere Geschäftsfahrten unternommen worden seien. Die Beschwerdeführerinnen bestritten nicht ausdrücklich, dass die Beschwerdeführerin 1 seit Jahren im Drogenhandel tätig gewesen sei. Damit bestünden aber genügend konkrete Anhaltspunkte dafür, dass das verwertete Fahrzeug in einem Bezug zur vorgeworfenen Straftat stehe, sei es als "instrumentum sceleris" oder als "productum sceleris". Unter diesen Umständen komme eine Einziehung des Verkaufserlöses gestützt auf Art. 59 StGB in Betracht, weshalb die Voraussetzungen für eine Beschlagnahme im Sinne von § 114 S. 1 StPO/LU erfüllt seien. Bei dieser Sachlage brauche nicht geprüft zu werden, wie es sich mit der Vermögensbeschlagnahme gemäss § 119 StPO/LU verhalte. Mit diesen Erwägungen ist das Obergericht jedenfalls nicht in Willkür verfallen. Ebenso wenig ist ersichtlich, dass der angefochtene Entscheid die verfassungsmässigen Rechte der Beschwerdeführerinnen sonstwie verletzte.