Citation: 8C_359/2022 E. 5.2.3

5.2.3. Wenn die Vorinstanz mit Blick auf das soeben Dargelegte feststellte, die Leistungszusprache sei auf der Basis einer blossen Verdachtsdiagnose erfolgt, was keine rechtsgenügliche Grundlage bilde, da die paranoide Schizophrenie dadurch nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sei (BGE 146 V 51 E. 5.1; Urteil 8C_739/2020 vom 17. Februar 2021 E. 5.2) und somit zwingend weitere Sachverhaltsabklärungen notwendig gewesen wären, ist dies weder willkürlich noch anderweitig bundesrechtswidrig. Angesichts der vorliegenden Wiedererwägungsgründe (Verletzung von Beweiswürdigungsregeln und des Untersuchungsgrundsatzes) ist - nach damaliger Sach- und Rechtslage - erstellt, dass die Verfügung vom 27. Oktober 2006 ohne Zweifel rechtsfehlerhaft zustande gekommen ist. Da auch das Erfordernis der erheblichen Bedeutung erfüllt ist (BGE 140 V 85 E. 4.4), sind daher, anders als der Beschwerdeführer meint, die Voraussetzungen für eine wiedererwägungsweise Prüfung mit Wirkung für die Zukunft ("ex nunc et pro futuro") gegeben.