Citation: 4C.16/2003 24.06.2003 E. 3

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Nebenbegründung des angefochtenen Urteils vor Bundesrecht nicht standhält, weil die darin enthaltenen tatsächlichen Feststellungen nicht ausreichen, um die richtige Anwendung des Bundesrechts zu prüfen (vgl. Art. 64 OG). In Anbetracht dieser Sachlage wird das Bundesgericht mit Urteil 4P.10/2003 vom heutigen Tag die staatsrechtliche Beschwerde gutheissen und das angefochtene Urteil aufheben. Damit entfällt das Anfechtungsobjekt der Berufung, weshalb diese als gegenstandslos abzuschreiben ist (Art. 72 BZP i.V.m. Art. 40 OG). Bei Gegenstandslosigkeit des einen von zwei in der gleichen Sache eingelegten Rechtsmitteln wird grundsätzlich diejenige Partei, welche das Rechtsmittel ergriffen hat, kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 156 Abs. 6 OG; Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechts- mittel in Zivilsachen, Rz. 27, S. 36f.). Da es sich vorliegend um eine arbeitsrechtliche Streitsache handelt, ist gemäss Art. 343 Abs. 3 OR keine Gerichtsgebühr zu erheben. In Anbetracht dessen, dass das angefochtene Urteil auf zwei selbständigen Begründungen beruht und die Klägerin beide Begründungen mit dem jeweils richtigen Rechtsmittel anfechten musste (BGE 115 II 300 E. 2a S. 302), verursachte sie keine unnötigen Kosten (vgl. Art. 156 Abs. 6 OG). Dem mutmasslichen Verfahrensausgang in der Berufung entsprechend rechtfertigt es sich, den Beklagten zu verpflichten, die anwaltlich vertretene Klägerin zu entschädigen (Art. 159 Abs. 1 und 2 OG).