Citation: 4A_624/2019 E. 4

Die Rechtsfrage, inwiefern sich jüngere öffentlich-rechtliche Normen auf eine ältere, ihnen widersprechende privatrechtliche Vereinbarung auswirken, stellt sich schliesslich vorliegend nicht. Denn auch die Anwendung des kantonalen Gesetzes über die Gewässer vom 25. November 1999 (BGS 731.1; GewG), welche das Bundesgericht nur auf eine gehörig begründete Willkürrüge hin zu überprüfen hat (Art. 106 Abs. 2 BGG), führt zum selben Resultat. Nach § 17 Abs. 1 lit. b i.V.m. § 74 Abs. 1 lit. a GewG sind die anstossenden Grundeigentümer für den ordentlichen betrieblichen und baulichen Unterhalt von Ufermauern an öffentlichen Gewässern zuständig, sofern sich das Grundstück - was vorliegend der Fall ist - in der Bauzone befindet. Die Rüge, die Anwendung der entsprechenden Bestimmungen des kantonalen GewG führe zu einem Resultat, das in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft, begründen die Beschwerdeführer einzig mit der unrichtigen Prämisse (vgl. dazu vorstehend E. 2), vertraglich sei eine andere Kostenverteilung vereinbart worden. Damit hat es sein Bewenden.