Citation: 9C_810/2018 E. 5.2

5.2. Das kantonale Gericht stellte aufgrund der Unterlagen nicht offensichtlich unrichtig und damit verbindlich fest, die Versicherte sei in der Probezeitbeurteilung als genügend (im Einzelnen: hohe Qualität, geringfügige Fehler, sehr zuverlässig; normale Arbeitsquantität; normale Einordnung betreffend Eingliederung und Teamarbeit; aufmerksames, interessiertes, flexibles und offenes Verhalten gegenüber Vorgesetzten; Führungsverhalten bisher noch kein Thema, deshalb offen gelassen) qualifiziert worden und andere Mitarbeiterqualifikationen lägen nicht vor. Mit dem Hinweis, eine gute Zusammenarbeit sei trotz zahlreicher Gespräche nicht zustande gekommen, sei ihr am 27. August 2015 mit Wirkung auf Ende November 2015 gekündigt worden. Am 2. September 2015 sei ihr eine Auflösung des Arbeitsvertrages im gegenseitigen Einvernehmen angeboten worden, wovon sie indessen keinen Gebrauch gemacht habe. Die Vorgesetzte habe die Stimmung in einer an die Vereinspräsidentin gerichteten E-Mail vom 20. Oktober 2015 als schrecklich bezeichnet. Mit Schreiben vom 27. Oktober 2015 sei der Versicherten mitgeteilt worden, sie werde bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses (krankheitsbedingt verlängert bis 31. Dezember 2015) freigestellt, da die aktuelle Stimmung den Alltagsbetrieb negativ beeinflusse und die Situation für alle Beteiligten sehr unbefriedigend sei. Im mehrfach angepassten Arbeitszeugnis vom 31. Dezember 2015 (vgl. auch im Rahmen der Schlichtungsverhandlung vor dem Friedensrichteramt X.________ am 23. August 2016 überarbeitete Version) sei der Versicherten attestiert worden, dass sie die ihr übertragenen Aufgaben engagiert, selbständig und in einer guten Qualität ausgeführt habe. Sie habe sehr effizient gearbeitet, Prioritäten richtig gesetzt und Termine stets eingehalten. Auftretende Probleme habe sie sofort erkannt und entsprechende Lösungsvorschläge unterbreitet. Sie habe die Arbeiten zur guten Zufriedenheit der Arbeitgeberin ausgeführt. Sie sei eine aufmerksame, flexible Mitarbeiterin mit einer schnellen Auffassungsgabe, die den Kontakt zu den verschiedenen Mitarbeitenden gepflegt habe. Gegenüber den Teilnehmenden habe sie sich stets korrekt verhalten. In der im Rahmen des Schlichtungsverfahrens erarbeiteten Schlussversion sei zudem eingefügt worden, dass sie über angenehme Umgangsformen verfüge. In einem weiteren Dokument (Fragebogen zu Handen des Amtes für Wirtschaft des Kantons Zürich, unterzeichnet am 8. Januar 2016) habe die Vorgesetzte angegeben, dass die Zusammenarbeit zwischen der Versicherten und der ihr unterstellten Person nicht funktioniert habe und Gespräche nichts gebracht hätten, aber auch dass die Beendigung aus ihrer Sicht nicht auf ausschliessliches Selbstverschulden der Arbeitnehmerin zurückzuführen sei.