Citation: 2C_800/2015 E. 2.2

2.2. Der Umstand, dass das Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG; SR 642.14) mit Art. 12 ein Kapitel über Grundstückgewinnsteuernenthält, vermag nichts daran zu ändern, dass die vorliegende Streitsache im Kern die ausschliesslich durch das kantonale Recht geregelte Materie der Liquidatorenhaftung für kantonale Steuern betrifft (zur fehlenden Regelung der Steuernachfolge und der Steuerhaftung im harmonisierten Recht vgl. ausdrücklich BAUER-BALMELLI/ROBINSON, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bd. I/1: Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 1997, N. 3 zu Art. 3 StHG). Aus der Begründung des angefochtenen vorinstanzlichen Urteils geht denn auch hervor, dass die Vorinstanz Art. 742 Abs. 2 OR weder auf Grund fehlenden kantonalen Rechts als allgemeinen Rechtsgrundsatz (vgl. dazu Urteil 2C_824/2015 vom 21. Juli 2016 E. 3.2) oder auf Grund eines spezialgesetzlichen Verweises (Urteil 8C_451/2013 vom 20. November 2013 E. 5.2.3) als subsidiäres kantonales Recht zur Anwendung gebracht hat, sondern diese bundesrechtliche Regelung lediglich zwecks Auslegungeiner kantonalen, nicht-harmonisierten Gesetzesbestimmung (§ 60 Abs. 3 StG/SZ) mitberücksichtigte. Das Bundesgericht kann die Anwendung und Auslegung nicht-harmonisierten kantonalen Steuerrechts nur auf Bundesrechtsverletzungen (Art. 95 lit. a BGG), namentlich auf Willkür (Art. 9 BV) oder andere Grundrechtsverletzungen (etwa Art. 127 BV) hin, überprüfen (BGE 134 II 207 E. 2 S. 210; 130 II 202 E. 3.1 S. 205 f.; Urteil 2C_1080/2014 vom 5. Juli 2016 E. 2.2), was auf Grund der spezialgesetzlichen Vorschrift von Art. 106 Abs. 2 BGG eine präzise vorgebrachte und begründete Rüge voraussetzt (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232; 138 I 274 E. 1.6 S. 280 f.; 136 I 229 E. 4.1 S. 235; BERNARD CORBOZ, Commentaire de la LTF, 2. Aufl. 2014, NN. 31 und 40 zu Art. 106 BGG).