Citation: 4A_43/2024 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin verkennt auch die erwähnte Einschränkung der Willkürrüge betreffend Tatsachenfeststellungen. Dem Schiedsgericht ist nicht entgangen, dass die Beschwerdeführerin in ihrem Schlussvortrag geltend machte, aus zwei eingegangenen Solidarbürgschaften ergebe sich eine Haftungsbeschränkung. Es sah die entsprechende Behauptung jedoch als verspätet an und erwog, das Schiedsgericht sei nicht gehalten, in den Klagebeilagen nach nicht behaupteten Haftungseinschränkungen zugunsten der Beschwerdeführerin zu forschen. Im Sinne einer Eventualbegründung hielt das Schiedsgericht fest, selbst unter Berücksichtigung der Klagebeilagen liesse sich für die streitgegenständlichen Planungsmängel weder aus dem Planervertrag noch den Solidarbürgschaften eine Haftungsbeschränkung ableiten, die zur Abweisung der Klage führen würde. Dem Schiedsgericht kann daher nicht vorgeworfen werden, es habe Ziffer 9 des Planervertrags oder die Haftungsklausel in den Solidarbürgschaften übersehen. Der Vorwurf der Aktenwidrigkeit ist unbegründet. Mit den verschiedentlich erhobenen Vorbringen, diese oder jene Tatsache sei unbestritten oder gerichtsnotorisch, erhebt die Beschwerdeführerin zudem keine hinreichenden Sachverhaltsrügen. Damit zielen auch die weiteren Vorbringen ins Leere, mit denen die Beschwerdeführerin geltend macht, das Schiedsgericht habe verschiedene Bestimmungen des Obligationenrechts verletzt und die Klage hätte infolge der angeblich anwendbaren betragsmässigen Haftungsbeschränkung abgewiesen werden müssen. Bleibt es bei der schiedsgerichtlichen Hauptbegründung, erübrigt es sich, auf die Vorbringen in der Beschwerde zur Eventualbegründung im angefochtenen Schiedsentscheid einzugehen.