Citation: 6B_541/2021 E. 1.4

1.4. Die Beschwerdegegnerin 2 wurde im Vorverfahren mehrfach einvernommen und auch in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung befragt. Während die polizeiliche Einvernahme der Beschwerdegegnerin 2 in Abwesenheit des Beschwerdeführers stattfand, nahm er an deren Einvernahmen bei der Staatsanwaltschaft und vor der ersten Instanz teil. Die Vorinstanz hat zu Recht von Amtes wegen geprüft, ob die Beschwerdegegnerin 2 auch an der Berufungsverhandlung zu befragen ist und kam mit überzeugenden Argumenten zum Schluss, dass auf deren erneute Einvernahme verzichtet werden kann. Mit seinen Vorbringen zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, weshalb die erneute Einvernahme der Beschwerdegegnerin 2 notwendig ist. Ihm ist nicht zu folgen, wenn er alleine daraus, dass eine "Aussage gegen Aussage"-Konstellation vorliegt, ableitet, die ihn belastende Aussage der Beschwerdegegnerin 2 müsse vor der Berufungsinstanz erneut erhoben werden. Die Bestimmung von Art. 343 Abs. 3 StPO verankert in den dort erwähnten Fällen lediglich eine (einmalige) Unmittelbarkeit im erstinstanzlichen Verfahren, in der Regel jedoch keine solche für das Rechtsmittelverfahren (BGE 140 IV 196 E. 4.4.1 mit Hinweisen; Urteile 6B_798/2021 vom 2. August 2022 E. 2.2; 6B_145/2018 vom 21. März 2019 E. 2.3; 6B_499/2017 vom 6. November 2017 E. 1.2.2; 6B_1149/2014 vom 16. Juli 2015 E. 6.3). Der Beschwerdeführer zeigt nicht rechtsgenüglich auf (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG), weshalb vorliegend eine Ausnahme von der erwähnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung vorliegen sollte, die eine erneute Befragung der Beschwerdegegnerin 2 vor der Vorinstanz von Amtes wegen erfordert hätte. Er beschränkt sich darauf, geltend zu machen, die persönliche Befragung der Beschwerdegegnerin 2 wäre angezeigt gewesen, weil sich in deren Aussagen relevante Widersprüche gezeigt hätten und die Aussagen auch aufgrund der übrigen Tatumstände unglaubhaft seien, ohne jedoch seine Behauptung näher zu begründen. Insgesamt handelt die Vorinstanz im Rahmen ihres Ermessens, indem sie auf eine erneute Einvernahme der Beschwerdegegnerin 2 verzichtet. Damit erweist sich die Rüge der Verletzung von Art. 343 Abs. 3 StPO als unbegründet.