Citation: H 62/99 03.08.2000 E. 2

2.- a) Da keine Versicherungsleistungen streitig sind, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht nur zu prüfen, ob der vorinstanzliche Entscheid Bundesrecht verletzt, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG). Ferner ist Art. 114 Abs. 1 OG zu beachten, wonach das Eidgenössische Versicherungsgericht in Abgabestreitigkeiten an die Parteibegehren nicht gebunden ist, wenn es im Prozess um die Verletzung von Bundesrecht oder um die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts geht. b) Im Rahmen von Art. 105 Abs. 2 OG ist die Möglichkeit, im Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht neue Beweismittel geltend zu machen, weitgehend eingeschränkt. Nach der Rechtsprechung sind nur jene neuen Beweismittel zulässig, welche die Vorinstanz von Amtes wegen hätte erheben müssen und deren Nichterheben eine Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften darstellt (BGE 121 II 99 Erw. 1c, 120 V 485 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Diese für neue Beweismittel massgebende Rechtsprechung gilt umso mehr, wenn vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht nicht einmal solche Beweismittel geltend gemacht, sondern lediglich neue Behauptungen aufgestellt werden, welche die betreffende Partei ohne weiteres schon im vorinstanzlichen Verfahren hätte vorbringen können. Unzulässig und mit der weit gehenden Bindung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts an die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung gemäss Art. 105 Abs. 2 OG unvereinbar ist es ferner, dem Eidgenössischen Versicherungsgericht Beweismittel vorzulegen, die schon durch das kantonale Gericht angefordert waren, die aber nicht fristgerecht unterbreitet wurden (BGE 121 II 100 Erw. 1c, 102 Ib 127; ZAK 1990 S. 396 Erw. 1). c) Vor- wie letztinstanzlich unbestritten ist die Beitragspflicht, soweit diese nicht die Provisionszahlungen von Fr. 450'000. - (1992 und 1993) und Fr. 500'000. - (1994) zum Gegenstand hat. Obwohl Prozesse um die Nachzahlung paritätischer Beiträge Abgabestreitigkeiten im Sinne von Art. 114 OG darstellen, besteht insoweit vorliegend weder nach der Aktenlage noch den Vorbringen der Parteien (BGE 110 V 53 f.) Anlass zu näherer Prüfung. Zu beurteilen ist demnach, ob die Vorinstanz dadurch Bundesrecht verletzt (Art. 104 lit. a OG) hat, dass sie auch die gemäss Stellungnahme des Revisors vom 12. Februar 1996 unter dem Titel Provisionen an O.________ ausgerichteten Entgelte als beitragspflichtiges Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit qualifizierte. Die Beschwerdeführerin hat bereits im kantonalen Verfahren, wenn auch noch nicht so einlässlich wie letztinstanzlich, den Standpunkt eingenommen, O.________ sei als Selbstständigerwerbender, Inhaber einer buchführungspflichtigen Einzelfirma, im Bereich Liegenschaftshandel und -vermittlung für sie tätig gewesen. Demjenigen, der bereits im kantonalen Verfahren einen bestimmten Sachverhalt behauptet, kann, wenn er im letztinstanzlichen Verfahren zu eben diesem Punkt nähere (präzisierende) Ausführungen macht, nicht das Novenverbot gemäss Art. 105 Abs. 2 OG entgegengehalten werden (Erw. 2d des nicht veröffentlichten Urteils R. AG vom 30. Juni 1997, H 259/95). Folglich ist die Übereinstimmung des vorinstanzlichen Entscheides mit dem Bundesrecht unter Berücksichtigung der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebrachten Tatsachen zu prüfen.