Citation: 7B_483/2023 E. 3.4.2

3.4.2. Gemäss der Vorinstanz hat sich die Beschwerdeführerin betreffend die Erkennbarkeit bzw. Wahrnehmbarkeit der geltenden Höchstgeschwindigkeit widersprüchlich geäussert. Einerseits habe sie geltend gemacht, sich ausserorts gewähnt zu haben und damit von einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h ausgegangen zu sein; andererseits habe sie vorgebracht, die auf der U1.________strasse geltende Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h sei auf der von ihr befahrenen Strasse nicht aufgehoben worden, weshalb sie (sinngemäss) von dieser zulässigen Höchstgeschwindigkeit ausgegangen sei. Zu berücksichtigen sei zudem, dass die Beschwerdeführerin in V.________ wohnhaft und damit ortskundig sei. Die Begrenzung auf 50 km/h sei für sie ohne Weiteres erkennbar gewesen, weil sie zuvor durch typische Innerortsstrassen gefahren sei, bis sie zur U.________strasse gelangt sei. Unbestritten sei weiter, dass nach dieser "Innerortszone" bis zur Messstelle kein Schild aufgestellt gewesen sei, welches die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h aufgehoben bzw. abgeändert habe. Der Beschwerdeführerin habe somit trotz der fehlenden Signalisation klar sein müssen, dass an der U.________strasse weiterhin Tempo 50 km/h gegolten habe.