Citation: 8C_766/2023 E. 3.1.3

3.1.3. Weiter erwog das kantonale Gericht, auch die "Replik" des Dr. med. F.________ vom 30. Mai 2023 vermöge keine begründeten Zweifel an der gutachterlichen Einschätzung des Integritätsschadens zu wecken. Entgegen dessen Auffassung sei das neurologische Teilgutachten nicht in sich widersprüchlich. Es sei unerheblich, dass der Sachverständige die Kopfschmerzen als "am ehesten" zervikogen als Folge der muskulären Verspannung im Bereich der oberen BWS und HWS, somit eigentlich als posttraumatisch bezeichnet habe. Massgebend sei vielmehr, dass er diesen Schmerzen - bei nicht ausgewiesener Hirnverletzung - nicht eine derartige Bedeutung zugemessen habe, um daraus auf eine dauernde und erhebliche Beeinträchtigung im Sinn eines Integritätsschadens zu schliessen. Denn die Kopfschmerzen träten circa einmal pro Woche auf, zögen vom Nacken in den Hinterkopf, dauerten maximal ein paar Stunden und müssten nicht medikamentös behandelt werden. Sodann nehme der neurologische Sachverständige, so die Vorinstanz weiter, entgegen den Darlegungen des Dr. med. F.________, Stellung zu den geltend gemachten neuropsychologischen Einschränkungen. Er bezeichne diese - bei fehlender Hirnverletzung - als unspezifisch (mithin nicht neurologisch bedingt) und am ehesten reaktiv (im Rahmen der psychiatrischen Befunde). Auch im psychiatrischen Teilgutachten würden die unplausiblen neuropsychologischen Testergebnisse in die Beurteilung einbezogen und gewürdigt. Die nicht validen Resultate könnten nicht auf psychiatrische Ursachen zurückgeführt werden. Die Vorinstanz fuhr fort, der neurologische Experte beschreibe einen unauffälligen Stand und Normalgang. Einzig beim Strich-, Fersen- und Zehengang hätten sich ungerichtete Unsicherheiten ergeben, die nicht in einer neurologischen Ursache gründeten. Dr. med. F.________ diagnostiziere, so das kantonale Gericht weiter, zwar eine posttraumatische Belastungsstörung, er setze sich indessen mit keinem Wort mit der gegenteiligen Auffassung des neurologischen Sachverständigen auseinander. Zudem nehme er nicht Stellung zu der für das Vorliegen eines psychischen Integritätsschadens vorausgesetzten aussergewöhnlichen Schwere des Unfallereignisses. Im Übrigen sei Dr. med. F.________ kein psychiatrischer Facharzt.