Citation: 7B_92/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hielt im Wesentlichen fest, die Begründungen von Bernhard Schöni, mit denen er am 29. September 2021 die Beweisanträge des Beschwerdeführers abgewiesen habe, seien insgesamt deplatziert, unprofessionell und unangebracht. Sie erreichten die Qualität einer schweren Verfehlung im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, welche die unbefangene Verfahrensführung ernsthaft in Frage stellen könnte. Das Ausstandsbegehren sei daher insoweit gutzuheissen. Im Übrigen räume der Beschwerdeführer ein, dass sich nicht bestimmen lasse, ab wann das Verfahren parteiisch geführt worden sei. Dies könne auch nicht eruiert werden. Dass keine Untersuchungshandlung zu Entlastungsbeweisen dokumentiert sei, könne hieran ebenso wenig ändern wie der Umstand, dass Bernhard Schöni die Einvernahme der Strafklägerin als Auskunftsperson unterlassen habe. Es sei dem Beschwerdeführer unbenommen, die Erhebung von Entlastungsbeweisen und die Befragung von Personen zu beantragen. Bei dieser Sachlage sei davon auszugehen, dass Bernhard Schöni ab dem Zeitpunkt der Behandlung der vom Beschwerdeführer eingereichten Beweisanträge am 29. September 2021 befangen gewesen sei. Entsprechend seien ab diesem Stichtag die Verfahrenshandlungen aufzuheben und zu wiederholen. Dies betreffe namentlich die Behandlung der vom Beschwerdeführer am 10. September 2021 eingereichten Beweisanträge, die ein neu zu bestimmender fallverantwortlicher Staatsanwalt erneut zu beurteilen haben werde. Von einer Aufhebung und Wiederholung sämtlicher Verfahrenshandlungen sei dabei ebenso abzusehen wie von der Entfernung der bis zum Stichtag erhobenen Beweise aus den Verfahrensakten.