Citation: U 305/00 13.09.2001 E. 3

3.- Der Vorinstanz ist insoweit beizupflichten, als mit Bezug auf die Unfallkausalität der Kniebeschwerden des Versicherten von Beweislosigkeit auszugehen ist, indem die medizinischen Akten kein klares Bild ergeben und von ergänzenden Abklärungen kein schlüssiges Resultat erwartet werden kann; dies wird auch von der Beschwerdeführerin anerkannt. Nicht gefolgt werden kann hingegen den Ausführungen des kantonalen Gerichts bezüglich der Folgen der Beweislosigkeit. Die auf Art. 8 ZGB beruhenden Beweislastregeln gelten auch in der Unfallversicherung generell, ungeachtet der in Frage stehenden Leistungsart. Dies hat das Gericht im Urteil O. vom 31. August 2001, U 285/00, entschieden; in jenem Fall hatte eine andere Vorinstanz die Rechtsprechung von RKUV 1994 Nr. U 206 auf Taggeld- und Heilkostenansprüche, nicht aber auf Rente anwenden wollen. Die vorliegend von der Vorinstanz vorgenommene Beschränkung der Beweislastregel, laut welcher die Unfallversicherung, die ihre Leistungspflicht auf Grund eines ausgewiesenen natürlichen Kausalzusammenhangs anerkannt hat, im Falle von Beweislosigkeit hinsichtlich des Fortbestehens der Unfallkausalität weiterhin haftet, auf Dauerleistungen, namentlich Invalidenrenten, verletzt ebenso Bundesrecht. Der angefochtene Entscheid ist deshalb aufzuheben mit der Feststellung, dass die SUVA über den 31. März 1998 hinaus für die Behandlung der Kniebeschwerden des Versicherten Leistungen zu erbringen hat.