Citation: U 111/03 25.02.2004 E. 3.2

3.2.1 Den Lohnabrechnungen ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer im Juli 2000 65.5 und im August 2000 36.5 Arbeitsstunden leistete. Die Stelle war gemäss Arbeitsvertrag am Freitag, 14. Juli 2000 anzutreten. Letzter Arbeitstag war laut Unfallmeldung der 9. August 2000. Der Versicherte arbeitete an vier Tagen pro Woche, wobei gemäss den unbestritten gebliebenen Angaben in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde jeweils der Montag arbeitsfrei blieb. Die am 29. Juli 2000 ausgestellte Lohnabrechnung für diesen Monat erfasste demzufolge neun Arbeitstage (14., 18., 19., 20., 21., 25., 26., 27., 28. Juli), sodass eine wöchentliche Arbeitszeit (bei vier Arbeitstagen pro Woche) von rund 29 Stunden resultiert (65.5 Stunden : 9 Tage x 4 Tage). Der Dienstag, 1. August 2000, war ein den Sonntagen gleichgestellter arbeitsfreier Tag (Verordnung vom 30. Mai 1994 über den Bundesfeiertag, SR 116). Demzufolge verteilten sich die 36.5 Stunden des Monats August unter Berücksichtigung des arbeitsfreien Montags auf fünf Arbeitstage (2., 3., 4., 8. und 9. August). Dies entspricht einer Wochenarbeitszeit von 29.2 Stunden (36.5 Stunden : 5 Tage x 4 Tage), welche praktisch mit derjenigen im Juli übereinstimmt. Unter diesem Umständen erscheint es, entgegen der Auffassung der Vorinstanz, nicht als gerechtfertigt, in Anwendung von Art. 23 Abs. 3 UVV von einem stark schwankenden Pensum auszugehen und auf den Mittelwert der im Arbeitsvertrag vorgesehenen Arbeitszeit von 20 bis 30 Wochenstunden abzustellen. Vielmehr kann davon ausgegangen werden, dass sich das Pensum in der Folge weiterhin auf rund 29 Stunden pro Woche belaufen hätte. 3.2.2 Der Beschwerdeführer hatte die neue Arbeitsstelle weniger als einen Monat vor dem Unfall angetreten und während dieser Zeit einen durchschnittlichen Stundenlohn (Fixum und Provision, einschliesslich Ferienentschädigung) von Fr. 26.75 erreicht. Der Geschäftsführer der Arbeitgeberin erklärte gegenüber dem Versicherer, der Beschwerdeführer sei ein durchschnittlicher Verkäufer gewesen, der sich aber auch mit mehr Erfahrung kaum zu einem Spitzenverkäufer entwickelt hätte. Unter diesen Umständen sowie angesichts der vorhandenen Verkaufserfahrung ist mit dem kantonalen Gericht davon auszugehen, dass er in der Folge seinen Verdienst auf Fr. 34.60 pro Stunde, entsprechend dem Durchschnitt der mit der gleichen Tätigkeit befassten Angestellten im Betrieb, hätte steigern können. Dieser mutmasslichen, 10 % übersteigenden Lohnerhöhung im Gesundheitsfall kann gemäss Art. 23 Abs. 7 UVV Rechnung getragen werden, indem der massgebende Lohn für die Zukunft neu bestimmt wird, nachdem die Heilbehandlung wenigstens drei Monate gedauert hat. Der für die Taggeldberechnung massgebende Lohn ist somit für den vorliegend streitigen Zeitraum ab 11. November 2000 (drei Monate nach der Erstbehandlung vom 10. August 2000) auf Grund des Stundenansatzes von Fr. 34.60 (einschliesslich Ferienentschädigung) festzusetzen, welchen der Beschwerdeführer damals ohne den Unfall mutmasslich erzielt hätte. 3.3 Bei 29 Arbeitsstunden pro Woche und einem Stundenlohn von Fr. 34.60 (inkl. Ferienentschädigung) ergibt sich ein Taggeldanspruch von Fr. 105.55 (Fr. 34.60 Stundenlohn x 29 Wochenstunden x 48 Arbeitswochen x 80 % : 365; vgl. zur Berechnungsweise Anhang 2 zur UVV, lit. b). Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist dementsprechend teilweise gutzuheissen.