Citation: 8C_512/2023 E. 6.3

6.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Schluss der Gutachterin, der heutige Zustand des linken Kniegelenks stehe in einem Teilzusammenhang von 10 % mit der militärversicherten Gesundheitsschädigung, sei nicht nachvollziehbar. Sie habe angegeben, durch den Unfall während des Militärdienstes sei der Zustand des linken Kniegelenks in geringem Ausmass partiell verschlechtert worden. Die erlittene Verletzung sei in der Gesamtsicht nicht mehr abgrenzbar resp. vernachlässigbar. Diese Einschätzung stimme mit den übrigen medizinischen Akten überein. So habe Dr. med. C.________ anlässlich der MRT-Untersuchung vom 23. Dezember 2010 eine vollständige Korbhenkelläsion bei Status nach Meniskusnaht festgestellt. Dr. med. D.________, Kreisarzt der Suva Unfallversicherung, sei in seiner Beurteilung vom 16. August 2011 zum Schluss gelangt, die Beschwerden stünden wahrscheinlich immer noch im Zusammenhang mit dem Unfall vom 8. Dezember 2010. Den Unfall vom 4. April 2007 habe er dabei mangels Zusammenhangs nicht einmal mehr erwähnt. Auch ein anderer Kreisarzt der Suva Unfallversicherung habe den Unfall im Militärdienst nicht erwähnt. Vielmehr habe er die Beschwerden auf das Ereignis vom 2. November 2007 zurückgeführt. Schliesslich verneine auch der Kreisarzt der Suva-MV, Dr. med. E.________, einen Zusammenhang zwischen den heutigen Beschwerden und dem militärdienstlichen Unfall. Wenn die Gutachterin bei dieser Aktenlage von einem Kausalitätsanteil von 10 % ausgehe, sei dies nicht nachvollziehbar. Die Vorinstanz habe zu Unrecht auf die Einschätzung der PD Dr. med. B.________ in ihrer ergänzenden Stellungnahme abgestellt.