Citation: 5P.61/2005 24.03.2005 E. 4

Das Obergericht hat weiter erwogen, ein Konkursaufschub setze eine formell richtige Überschuldungsanzeige durch den Verwaltungsrat voraus. Da aus formellen Gründen auf die Überschuldungsanzeige nicht eingetreten werden könne, sei konsequenterweise auch auf das Gesuch um Konkursaufschub nicht einzutreten. Auch in diesem Punkt erweist sich der angefochtene Entscheid als nicht willkürlich: Ein Konkursaufschub nach Art. 725a Abs. 1 OR setzt voraus, dass die Gesellschaft überschuldet ist und ihr die Konkurseröffnung nach Art. 725a Abs. 1 OR i.V.m. Art. 192 SchKG droht (Hans Ulrich Hardmeier, a.a.O., N. 1316 zu Art. 725a OR; Alexander Brunner, a.a.O., S. 109; Alexander Dubach, Der Konkursaufschub nach Art. 725a OR, SJZ 94/1998 S. 154; Beat Schönenberger, a.a.O., S. 163). Da indes im vorliegenden Fall eine Überschuldung nicht rechtsgenüglich nachgewiesen worden ist, fällt auch die Grundlage für einen Konkursaufschub dahin. Damit erübrigen sich Ausführungen zu den Sanierungsaussichten.