Citation: 9C_148/2014 E. 3

Das Gutachten der Klinik D.________ kommt zum Schluss, für eine angepasste Tätigkeit ergebe sich ab sofort eine Arbeitsfähigkeit im Durchschnitt von 6 Stunden pro Arbeitstag (2 x 3 Stunden täglich, entsprechend etwa 70 %). Aus orthopädischer und psychiatrischer Sicht sei die Leistungsfähigkeit gesamthaft um 20 % vermindert. Unmittelbar nach dieser Feststellung ist es von den beiden Begutachtenden unterzeichnet. Gemäss der telefonischen Kurzbesprechung der IV-Stelle mit dem RAD ( Dr. med. E.________ ) vom 11. November 2008 war dies so zu interpretieren, dass die 20%ige Leistungsminderung nicht in der Arbeitsfähigkeit enthalten sei und bei der Rentenberechnung noch zusätzlich berücksichtigt werden müsse. Die IV-Stelle setzte dies um, indem sie in der Begründung der Verfügung vom 9. April 2009 vermerkte, die medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass eine angepasste Tätigkeit mit einem Pensum von 70 % zumutbar wäre. Aufgrund des eingeschränkten Tätigkeitsfeldes aus gesundheitlichen Gründen könne zusätzlich ein statistischer Abzug von 20 % vorgenommen werden. Im Einkommensvergleich ergab sich damit ein Invaliditätsgrad von 46 %.