Citation: 8C_600/2021 E. A

A.a. A.________, geboren 1963, war ab 19. März 1987 bei der Firma B.________ als Metallschlosser angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. In der Folge erlitt er mehrere Unfälle: A.a.a. Am 19. November 1987 wurde sein rechter Daumen zwischen zwei Stahlträgern eingeklemmt. Dabei erlitt er eine offene Trümmerfraktur des Daumenglieds und eine Mehrfachfraktur der Grundphalanx, was die Teilamputation des Daumens zur Folge hatte. Die Suva sprach ihm mit Verfügung vom 15. März 1991 eine Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse von 20 % und eine Rente für eine Erwerbseinbusse von 20 % zu. Letztere wurde per 1. Dezember 1994 auf 10 % herabgesetzt und per 1. April 1998 aufgehoben, weil sich die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht mehr auf die Erwerbsfähigkeit auswirkte. A.a.b. Am 2. Dezember 1993 knickte A.________ bei der Arbeit mit dem rechten Fuss ab und zog sich eine Distorsion des oberen Sprunggelenks (OSG) mit Zerrung des laterodorsalen Bandapparats, ohne traumatische ossäre Läsion zu. Der Behandlungsabschluss erfolgte am 10. Dezember 1993. A.a.c. Am 22. Februar 2001 stürzte A.________ von einer Leiter und verletzte sich am linken Knie. Er erlitt einen Korbhenkelriss des lateralen Meniskus von der Pars intermedia bis ins Hinterhorn, der operativ versorgt werden musste. Die Suva kam für die Unfallfolgen auf und schloss den Fall am 24. Februar 2002 ab, nachdem der Versicherte die Arbeit am 1. Januar 2002 wieder vollumfänglich aufgenommen hatte. A.a.d. Sodann verletzte sich A.________ am 9. Juni 2006 bei einem Sturz am rechten Knie. Die medizinischen Abklärungen ergaben eine laterale Gonarthrose, Femoropatellararthrose bei fortgeschrittener lateraler Meniskopathie nebst Knorpelläsionen sowie ein laterales Friktionssyndrom des Tractus iliotibialis. Auch hierfür erbrachte die Suva die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). In der Folge wurden am rechten Knie mehrere operative Eingriffe vorgenommen. Vom 21. Mai bis 4. Juli 2008 hielt sich der Versicherte in der Rehabilitationsklinik C.________ auf. Des Weiteren fand vom 8. bis 25. September 2009 eine Abklärung in der Beruflichen Abklärungsstelle D.________ statt. Für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 9. Juni 2006 sprach die Suva A.________ mit Verfügung vom 29. April 2010 eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 34 % zu, woran sie im Einspracheentscheid vom 4. Januar 2011 festhielt. Während der Behandlung der Unfallfolgen traten beim Versicherten erneut Beschwerden im linken Knie auf, für die die Suva ihre Leistungspflicht im Sinne eines Rückfalls anerkannte. Im weiteren Verlauf klagte A.________ zudem über Beschwerden an Rücken, OSG, Hüfte, Schultern und Ellbogen beiderseits, wofür er ebenfalls die Suva als leistungspflichtig erachtete. Am 24. Januar 2012 verneinte die Suva jedoch ihre Leistungspflicht für diese Beschwerden mit der Begründung, ein Kausalzusammenhang mit den Unfällen vom 2. Dezember 1993, 22. Februar 2001 und 9. Juni 2006 sei nicht überwiegend wahrscheinlich. Dies bestätigte sie mit Einspracheentscheid vom 15. Mai 2012. Das damalige Verwaltungsgericht des Kantons Luzern hob mit Urteil vom 30. November 2012 die Einspracheentscheide vom 4. Januar 2011 und vom 15. Mai 2012 auf und wies die Sache zur weiteren Abklärung der Kausalität der Beschwerden sowie der verbleibenden Arbeitsfähigkeit und zu neuem Entscheid an die Suva zurück. A.a.e. Am 8. September 2015 erlitt A.________ als Lenker eines Personenwagens einen Heckauffahrunfall und klagte sofort über Schmerzen im Nacken, Schwindel und Ohrensausen. Im chirurgischen Notfall des Spitals E.________ wurde eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) diagnostiziert. Das CT Schädel/HWS zeigte keine intrakranielle Blutung und keine Fraktur der HWS. Die Suva erbrachte auch hierfür Versicherungsleistungen. A.b. Am 23. Februar 2016 erstattete der von der Suva zwischenzeitlich beauftragte Dr. med. F.________, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, sein Gutachten (das er mit Stellungnahme vom 13. Juli 2016 ergänzte), in dem er die Unfallkausalität der Beschwerden verneinte. Auf Antrag des Versicherten holte die Suva anschliessend beim Zentrum für Medizinische Begutachtung (ZMB) ein interdisziplinäres Gutachten in den Disziplinen Innere Medizin, Orthopädie, Neurologie sowie Psychiatrie ein (Gutachten vom 8. März 2018, ergänzt am 22. Oktober 2019). Auch diese Experten kamen zum Schluss, dass sie keine unfallkausalen Gesundheitsschäden gefunden hätten. Demgegenüber befürwortete der vom Versicherten beauftragte Dr. med. G.________, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, in seinem Gutachten vom 12. Februar 2019 (mit Ergänzungen vom 26. August 2019 und 9. Januar 2020) die Unfallkausalität der meisten Beschwerden. A.c. Mit Verfügung vom 24. Februar 2020 stellte die Suva sämtliche Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld und Rente) per 31. März 2020 ein. Zur Begründung führte sie an, es sei laut den übereinstimmenden Gutachten des Dr. med. F.________ und des ZMB erstellt, dass heute keine auf die bei der Suva gemeldeten Unfallereignisse zurückzuführenden Unfallfolgen mehr vorlägen. Die gegen diese Verfügung gerichtete Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2020 ab.