Citation: 1C_414/2022 E. A

Das Amt für Landwirtschaft und Umwelt des Kantons Obwalden (ALU/OW) informierte das Bauamt der Gemeinde Sarnen am 26. März 2019, dass die Swisscom (Schweiz) AG an der bestehenden Mobilfunkantenne auf der Parzelle Nr. 2417, GB Sarnen, Anpassungen plane. Das ALU/OW führte aus, die Immissionen würden im Vergleich zum vorher massgebenden Zustand nicht zunehmen, weshalb es sich um eine Bagatelländerung im Sinne der Empfehlungen der Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz (BPUK) handle. Der Gemeinde werde daher empfohlen, auf die Durchführung eines Baubewilligungsverfahrens zu verzichten. Nebst der Umverteilung der Sendeleistung umfassten die Änderungen auch den Ersatz bestehender Antennen durch adaptive Antennen, die Einführung neuer Frequenzen im Bereich von 700 MHz und 3500 MHz sowie die Aufrüstung auf 5G. Mangels einer Rückmeldung der Gemeinde Sarnen nahm die Swisscom (Schweiz) AG die geplanten Änderungen ohne eine Baubewilligung vor. Davon erhielten diverse Anwohner Kenntnis und verlangten mit Eingabe an den Einwohnergemeinderat Sarnen vom 13. Oktober 2019 die Durchführung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens sowie die Anordnung eines vorsorglichen Benützungsverbots. Der Einwohnergemeinderat wies das Gesuch mit Entscheid vom 20. April 2020 ab. Die gegen den Entscheid des Einwohnergemeinderats erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat Obwalden mit Beschluss vom 15. Juni 2021 ab. Ebenso wies das Verwaltungsgericht des Kantons Obwalden die gegen den regierungsrätlichen Beschluss von A.________ und B.________ sowie weiteren Personen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 8. Juni 2022 ab.