Citation: 1C_405/2018 E. 2

Streitig ist in erster Linie, ob die Schliessung der Sammelstelle Portein die Verpflichtung der Gemeinde zur Entsorgung der Siedlungsabfälle nach Art. 31b Abs. 1 Satz 1 USG verletzt, insbesondere weil es den Beschwerdeführern nicht zumutbar ist, ihre Hausabfälle neu in der Sammelstelle in Sarn zu entsorgen. Im Urteil 1C_517/2016 vom 12. April 2017 (E. 4.4) anerkannte das Bundesgericht einen grossen Spielraum der Kantone bzw. Gemeinden bei der Ausgestaltung der Entsorgung von Siedlungsabfällen (vgl. TSCHANNEN, in: USG-Kommentar, 2. Aufl., Art. 31b N. 19). Diese sind aber nach der Rechtsprechung verpflichtet, zweckmässige, den gerechtfertigten Bedürfnissen des Abfalllieferanten entsprechende Entsorgungslösungen anzubieten (BGE 125 II 508 E. 6e S. 515). Sie müssen somit den Anwohnern Sammelstellen in genügender Anzahl, Dichte und Frequenz anbieten, die angemessen situiert sind (F LÜCKIGER, in: Moor/Favre/Flückiger, Commentaire LPE, Art. 31b N. 24), d.h. sich in zumutbarer Entfernung befinden (T SCHANNEN, a.a.O.). Dagegen können die Abfallinhaber nicht verlangen, dass die ihnen bequemste Lösung angeboten wird (BGE 125 II 508 E. 6e S. 515).