Citation: 2C_736/2020 E. 3.3

3.3. Ob sich der volljährige Beschwerdeführer im Zusammenhang mit seinen hier lebenden Verwandten (insbesondere der Mutter und den Geschwistern; vgl. zur Voraussetzung eines besonderen Abhängigkeitsverhältnis BGE 139 II 393 E. 5.1 S. 402) oder gestützt auf sein angeblich langjähriges und stabiles Konkubinat mit seiner Verlobten (vgl. dazu BGE 144 I 266 E. 2.5 S. 270 f. mit Hinweisen), einer Schweizer Bürgerin, auf Art. 8 EMRK berufen kann, kann vorliegend offen bleiben. Denn ein für einen allfälligen Grundrechtseingriff vorausgesetzter (gesetzlicher) Widerrufsgrund liegt vor (vgl. vorstehende E. 3.2) und auch das Landesrecht gebietet die Vornahme einer sorgfältigen Interessenabwägung. Die dafür massgeblichen Kriterien sind im Wesentlichen identisch und eine Massnahme, die sich im Sinne der bundesgerichtlichen Praxis als verhältnismässig erweist, hält deshalb grundsätzlich auch vor Art. 8 EMRK stand (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.1 f. S. 19 ff.; Urteil 2C_699/2020 vom 25. November 2020 E. 4.1). Im Folgenden ist deshalb zu prüfen, ob sich die Massnahme als verhältnismässig erweist, was eine Interessenabwägung unter Berücksichtigung aller wesentlicher Umstände des Einzelfalls erfordert.