Citation: 6B_243/2024 E. 6

Weiter nimmt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde Bezug auf den Schuldspruch der Drohung. Er wendet insofern ein, nur "teilweise schuldig" zu sein. Es sei zwar ein grosser Fehler gewesen, die inkriminierte E-Mail vom 28. Mai 2022 an seine frühere Ehefrau zu schreiben. Gehandelt habe er aber aus Verzweiflung und weil ihn seine Ex-Frau ständig provoziert habe. Er sei "ausgetickt" und beantrage eine ambulante Massnahme. Worauf der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen effektiv hinaus will, erschliesst sich nicht ohne Weiteres. Die Vorinstanz berücksichtigt die von ihm geltend gemachte starke seelische Belastung jedenfalls zutreffend bei der Festlegung der Strafe im Sinne von Art. 48 lit. c StGB. Sie hält dem Beschwerdeführer zu Gute, die Drohung vor dem Hintergrund eines eskalierenden Elternkonflikts ausgesprochen zu haben; dabei hebt sie namentlich den Umstand hervor, dass die frühere Ehefrau und Kindsmutter dem Beschwerdeführer den Kontakt zu und Informationen über seinen Sohn verweigere (Urteil S. 61). Er habe aus Verzweiflung und in der Hoffnung gehandelt, seine Ex-Frau möge einlenken. Ausgehend hiervon schliesst die Vorinstanz zugunsten des Beschwerdeführers auf ein leichtes Tatverschulden. Inwiefern sie diesem Aspekt bei der Straffestsetzung in Verletzung ihres Ermessens zu wenig Rechnung getragen hätte, lässt sich der Beschwerde nicht entnehmen und ist auch nicht ersichtlich. Dass die Vorinstanz die festgestellte Verzweiflung nicht unter dem Titel eines Schuldausschlussgrunds, namentlich der Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit, geprüft hat, ist im Übrigen entgegen der vermeintlichen Ansicht des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden, zumal konkrete Anhaltspunkte für die Annahme eines Schuldminderungs- bzw. Schuldausschlussgrunds - auch gestützt auf die Vorbringen in der Beschwerde - nicht erkennbar sind.