Citation: 2C_967/2021 E. 7.4

7.4. Der Beschwerdeführer bringt ausserdem vor, bei einer Rückkehr in den Kosovo drohe ihm unmittelbar die Blutrache und er sei konkret an Leib und Leben gefährdet. Die Schweiz würde im Fall seiner Rückschaffung ihrer Verpflichtung, das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit aller Menschen zu schützen, nicht nachkommen und dadurch Art. 3 EMRK sowie Art. 25 Abs. 3 BV verletzen. Gemäss Art. 3 EMRK bzw. Art. 25 Abs. 3 BV sind Wegweisungen unzulässig, wenn nachweisbar ernsthafte Gründe dafür sprechen, dass die betroffene Person im Falle der Wegweisung bzw. deren Vollzugs tatsächlich Gefahr läuft, sich im Aufnahmeland Folter oder einer anderen Art grausamer und unmenschlicher Behandlung oder Bestrafung ausgesetzt zu sehen. Wurde ein solches Risiko mit stichhaltigen Gründen konkret und ernsthaft glaubhaft gemacht ("real risk"), ist die Wegweisung bzw. ihr Vollzug völker- und verfassungsrechtlich unzulässig; die Vollstreckung der aufenthaltsbeendenden Massnahme stellt in diesem Fall selber eine unmenschliche Behandlung dar. Art. 3 EMRK bzw. Art. 25 Abs. 3 BV bieten auch Schutz vor entsprechenden verpönten Handlungen, die von Privaten, sog. nichtstaatlichen Akteuren, ausgehen, wenn die staatlichen Behörden nicht schutzfähig bzw. schutzwillig sind (Urteile 2C_80/2017 vom 8. September 2017 E. 3.2.5; 2C_868/2016 / 2C_869/2016 vom 23. Juni 2017 E. 5.2.2 mit zahlreichen Hinweisen). Der Beschwerdeführer legt jedoch nicht spezifisch und detailliert dar, inwiefern ihm im Kosovo Blutrache drohe, indem er etwa von der Opferfamilie gesucht und bedroht werde. Er bringt keine konkreten Hinweise vor, die auf eine ernsthafte konkrete Gefahr einer Verletzung von Art. 3 EMRK bzw. Art. 25 Abs. 3 BV schliessen lassen. Vor diesem Hintergrund bestand kein Anlass für die Vorinstanz, auf die allgemein gehaltenen Aussagen des Beschwerdeführers bezüglich Blutrache näher einzugehen oder diese weiter abzuklären (vgl. Urteil 2C_80/2017 vom 8. September 2017 E. 3.2.5).