Citation: 8C_23/2021 E. 6.2

6.2. Der angefochtene Entscheid ist widersprüchlich. Einerseits stellte sich das kantonale Gericht zu Recht auf den Standpunkt, das SMAB-Gutachten erfülle die praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert eines Gutachtens (BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweisen). Demzufolge stehe in tatsächlicher Hinsicht fest, dass seit der ursprünglichen Rentenzusprache am 9. Mai 1996 eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit eingetreten seien. Andererseits fügte die Vorinstanz mit Blick auf das SMAB-Gutachten sogleich an, es bestehe jedoch hinsichtlich der gutachterlichen Beurteilung der Leistungsfähigkeit in angepassten Verweistätigkeiten Klärungsbedarf. Ohne von den SMAB-Gutachtern nach Art. 61 lit. c ATSG präzisierende Erläuterungen einzuverlangen oder darzulegen, weshalb diesbezüglich von ergänzenden Sachverhaltsabklärungen in antizipierter Beweiswürdigung keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten gewesen wären, beantwortete die Vorinstanz die aufgeworfene medizinische Tatfrage selber. Die Unterscheidung zwischen "zumutbarer angepasster Tätigkeit" und "optimal angepasster Tätigkeit" gemäss SMAB-Gutachten sei nicht überzeugend. Als Ergebnis dieser vorinstanzlichen Beweiswürdigung stellte das kantonale Gericht auf die gutachterlich begründete Einschätzung der Leistungsfähigkeit in der nicht optimal angepassten Verweistätigkeit ab, in welcher laut SMAB-Gutachten eine Arbeitsfähigkeit von 60% bestehe.