Citation: C 207/99 16.03.2000 E. 3

3.- a) Es steht auf Grund der Akten fest und ist unbe- stritten, dass die Beschwerdeführerin innert der Rahmen- frist vom 1. Januar 1994 bis 31. Dezember 1995 Arbeits- losenentschädigung von der Öffentlichen Arbeitslosenkasse des Kantons Wallis bezogen hatte. Danach übte sie vom 1. Oktober 1997 bis 31. März 1998 eine beitragspflichtige Beschäftigung in der Firma X.________ aus, bevor sie am 1. April 1998 bei der Arbeitslosenkasse der Gewerkschaft Bau & Industrie GBI einen Antrag auf Arbeitslosenentschä- digung stellte. Wie die Vorinstanz in zutreffender Würdi- gung dieses Sachverhalts feststellte, bestand im vorliegend fraglichen Zeitraum vom 4. Juni bis 31. Dezember 1998 kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Denn die Beschwer- deführerin erfüllte klarerweise weder die Mindestbeitrags- zeit von zwölf Monaten (Art. 13 Abs. 1 letzter Satz AVIG, in Kraft seit 1. Januar 1998), noch war sie auf Grund von Art. 14 Abs. 1 lit. a AVIG von der Erfüllung der Beitrags- zeit befreit (Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG). Der Leistungs- bezug erfolgte daher zweifellos zu Unrecht. b) Die Beschwerdegegnerin erhielt erst im Januar 1999 Kenntnis von der am 31. Dezember 1995 abgelaufenen Rahmen- frist. Am 24. Februar 1999 verlangte sie die zu Unrecht ausbezahlte Arbeitslosenentschädigung für den Zeitraum vom 4. Juni bis 31. Dezember 1998 zurück. Unter diesen Umstän- den kann offen bleiben, ob sie bei Beachtung der ihr zumut- baren Aufmerksamkeit allenfalls bereits zu einem früheren Zeitpunkt Kenntnis vom rückforderungsbegründenden Sachver- halt haben konnte, denn sowohl die einjährige relative als auch die fünfjährige absolute Verwirkungsfrist des Art. 95 Abs. 4 AVIG wurden auf jeden Fall eingehalten (vgl. Erw. 2a hiervor). c) Nach dem Gesagten lässt sich nicht beanstanden, dass die Arbeitslosenkasse mit Verfügung vom 24. Februar 1999 wiedererwägungsweise auf die zu Unrecht erfolgte Ge- währung von Arbeitslosenentschädigung im Gesamtbetrag von Fr. 21'362.40 zurückgekommen ist. Die Einwendungen der Beschwerdeführerin, sie habe ihr Gesuch um Arbeitslosenentschädigung richtig ausgefüllt und ihre Pflichten als Arbeitslose wahrgenommen, vermögen nicht zu einem anderen Ergebnis zu führen. Diese Umstände sind allenfalls bei der Prüfung der Erlassfrage, welche nicht Gegenstand dieses Verfahrens bildet (Erw. 1 hiervor), von Belang.