Citation: 5A_26/2009 E. 2.3

2.3. Die Rüge, die der Beschwerdeführer vor Bundesgericht erhebt, ist mit derjenigen, welche er vor Kantonsgericht erhoben hatte, nicht identisch: Vor Kantonsgericht machte er geltend, die Beschwerdegegnerin habe in ihrer Berufung einen Bedarf von Fr. 9'834.80 angeführt und dieser sei um rund Fr. 1'500.-- höher als der Betrag, welchen sie im erstinstanzlichen Verfahren geltend gemacht habe (s. oben, E. 2.1). Vor Bundesgericht beruft er sich hingegen darauf, die Beschwerdegegnerin habe den höheren Lebensunterhalt nicht bereits in der Berufungserklärung vom 7. April 2008, sondern erst in der am 20. August 2008 eingereichten Bedarfsberechnung geltend gemacht (s. oben, E. 2.2). Hätte er auch vor Kantonsgericht eine Diskrepanz zwischen Berufungserklärung und später eingereichter Bedarfsberechnung - und nicht eine Diskrepanz zwischen dem im Berufungsverfahren und dem im erstinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Betrag - gerügt, hätte das Kantonsgericht diesen Umstand in tatsächlicher und im Hinblick auf das Novenrecht in rechtlicher Hinsicht würdigen können. Da es der Beschwerdeführer jedoch unterlassen hat, diesen Umstand ebenso vorinstanzlich geltend zu machen, ist die Rüge mangels Erschöpfung des kantonalen Instanzenzugs (Art. 75 Abs. 1 BGG) unzulässig, sodass auf sie nicht einzutreten ist. Vor diesem Hintergrund kann offen bleiben, ob die Beschwerdegegnerin in Bezug auf den erhöhten Bedarf ein Revisionsgesuch nach Art. 243 Abs. 1 Ziff. 2 i.V.m. Art. 250 der Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden vom 1. Dezember 1985 (ZPO/GR; BR 320.000) hätte stellen können bzw. müssen, wie es der Beschwerdeführer geltend macht. Ebenfalls offen bleiben kann, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt, es seien sämtliche in der Berechnung vom 20. August 2008 aufgeführten Positionen bereits mit der Berufung vom 7. April 2008 geltend gemacht und durch Urkunden belegt worden, sodass bereits aus der Berufung der mit Fr. 9'834.80 bezifferte genügende Unterhalt hervorgegangen sei, es seien keine neuen Urkunden eingereicht worden und es genüge, wenn in der Berufung die einzelnen Bedarfspositionen festgehalten würden, ohne dass der Unterhalt zusammengerechnet werden müsse.