Citation: 5A_479/2022 E. 3.1

3.1. Was die Regelung der alltäglichen Kinderbetreuung angeht, schildert das Obergericht zunächst die Arbeitszeiten der Eltern. In der Folge stellt es fest, die Beschwerdeführerin sei im erstinstanzlichen Verfahren damit einverstanden gewesen, dass der Vater "mehr Wochenende[n] und zusätzliche Jokertage" mit C.________ verbringt. Die von der Beschwerdeführerin vorgeschlagene Regelung, wonach das Kind im Ergebnis die Werktage von Montag bis Freitag mehrheitlich bei der Mutter und die Wochenenden mehrheitlich beim Vater verbringt, trage seinen konkreten Bedürfnissen am besten Rechnung. So könne die Beschwerdeführerin sich während der Woche um die alltäglichen Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Betreuung und Pflege des Kindes kümmern. An den Wochenenden habe der Beschwerdegegner Zeit, seinen Sohn persönlich zu betreuen; an den "Jokertagen" unter der Woche könne C.________ tagsüber von D.________ und an den Feierabenden vom Vater betreut werden. Gestützt auf diese Überlegungen erweitert die Vorinstanz den Betreuungsanteil des Beschwerdegegners gegenüber dem erstinstanzlichen Entscheid um zwei Werktage pro Monat (s. Sachverhalt Bst. C.b). Mit Bezug auf die Ferien ist dem angefochtenen Entscheid zu entnehmen, dass der Beschwerdegegner schon im erstinstanzlichen Verfahren verlangte, mit C.________ fünf Wochen Ferien verbringen zu dürfen, und dass er dieses Begehren im Berufungsverfahren erneuerte. Das Obergericht erklärt, angesichts der Tatsache, dass C.________ unter die alternierende Obhut der Parteien gestellt wird, sei der Betreuungsanteil des Beschwerdegegners zu erhöhen, indem dieser im Rahmen der Obhutsregelung mit seinem Sohn Ferien verbringen dürfe. Die Beschwerdeführerin stelle bezüglich Ferien keine Anträge. Sie wehre sich aber gegen die vom Beschwerdegegner beantragten fünf Wochen Ferien. Die Vorinstanz gesteht dem Beschwerdegegner die Ferien in diesem Umfang trotzdem zu, da er bei der gegebenen Obhutsregelung C.________ in einem geringeren Umfang als die Beschwerdeführerin betreue. Im Ergebnis betrage der Betreuungsanteil des Vaters rund 40% (rund zehn Tage pro Monat zuzüglich fünf Wochen Ferien) und derjenige der Mutter rund 60% (rund zwanzig Tage pro Monat).