Citation: 6B_1148/2017 E. 1.4.2

1.4.2. Die Vorinstanz wirft Y.________ vor, er habe in nahezu allen Fällen falsche Angaben bezüglich des Alters bzw. der technischen Eigenschaften der Maschinen gemacht. Die Leasinggesellschaften seien damit in Bezug auf den tatsächlichen Wert der durch sie erworbenen Objekte getäuscht worden. Zusätzlich habe er den Leasinggesellschaften in allen Fällen vorgespiegelt, sie würden die Leasingobjekte über einen unabhängigen Lieferanten, welcher Gewähr für die Bezahlung eines marktüblichen Preises biete, erwerben. Die Leasinggesellschaften seien in diesem Zusammenhang auch bezüglich der Eigentumsverhältnisse und der Ausgestaltung des Leasingvertragsverhältnisses getäuscht worden. Ihnen sei glaubhaft gemacht worden, sie würden ein klassisches Leasinggeschäft im Dreiecksverhältnis eingehen, wobei es sich dabei jedoch tatsächlich um "sale and lease back"-Geschäfte mit zwei Parteien gehandelt habe, welche Y.________ habe abschliessen wollen, da er keine andere Möglichkeit der Liquiditätsbeschaffung für seine Firmengruppe gesehen habe (angefochtenes Urteil E. 11.1 S. 17 f.). Den Schaden der Leasinggesellschaften erblickt die Vorinstanz darin, dass die Leasinggesellschaften aufgrund der falschen Angaben zum Alter bzw. den technischen Eigenschaften für die erworbenen Maschinen mehrheitlich einen zu hohen Kaufpreis bezahlten. Zusätzlich seien die Leasinggesellschaften auch in einen Irrtum über die Unabhängigkeit der Verkäuferin versetzt worden. Dieser Irrtum habe insofern zu einem Schaden geführt, als die Leasinggesellschaften die Leasingobjekte käuflich erworben und Y.________ zum Leasing überlassen hätten. Sie hätten damit tatsächlich ein "sale and lease back" durchgeführt, was sie jedoch aufgrund des damit verbundenen höheren Risikos, keinen angemessenen Marktwert für die Objekte zu bezahlen, nicht gewollt hätten. Überdies habe aufgrund der Tatsache, dass Y.________ gezwungen gewesen sei, ein "sale and lease back"-Geschäft abzuschliessen, um an Liquidität zu gelangen, ein grösseres Risiko für die Forderungen der Leasinggesellschaften gegenüber Y.________ bzw. seinen Gesellschaften bestanden. Dies gelte insbesondere auch unter Berücksichtigung des Umstands, dass die Y.________-Gruppe auf diese Art und Weise zahlreiche Leasingverträge über doch erhebliche Summen abgeschlossen habe. Damit liege ein sogenannter Gefährdungsschaden vor. Bei wirtschaftlicher Betrachtung seien die Forderungen, welche die Leasinggesellschaften gegenüber Y.________ gehabt hätten, erheblich entwertet gewesen, weil ein grösseres Risiko als angenommen bestanden habe. Die Deliktssumme sei jedoch nicht bezifferbar. Zwar seien die Forderungen in ihrem Bestand erheblich entwertet gewesen, jedoch nicht derart erheblich, dass von einem Totalverlust auszugehen wäre (angefochtenes Urteil E. 11.3 S. 22 f.).