Citation: U 588/06 11.12.2007 E. 4

Die Meinungen der Verfahrensbeteiligten gehen hiebei zunächst in der Beantwortung der Frage auseinander, ob die Adäquanz gemäss den bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen oder aber nach der sog. Schleudertrauma-Praxis, welche bei Schleudertraumen der HWS und analog bei äquivalenten Verletzungsmechanismen sowie Schädel-Hirntraumen zur Anwendung gelangt, zu prüfen ist. Diese Unterscheidung ist insofern von Bedeutung, als nach der letzteren Praxis, anders als im Falle einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall, bei der Prüfung der abhängig von der Unfallschwere gegebenenfalls in die Adäquanzprüfung einzubeziehenden unfallbezogenen Kriterien auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird, weil es hier nicht entscheidend ist, ob Beschwerden eher als organischer und/oder psychischer Natur beurteilt werden (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367 und 369 E. 4b S. 382 f.). 4.1 Das kantonale Gericht ist zum Ergebnis gelangt, die Versicherte habe beim Unfall vom 18. Oktober 2003 zwar kein Schleudertrauma der HWS oder eine äquivalente Verletzung, jedoch eine Commotio cerebri erlitten, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis rechtfertige. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde führende SUVA bestreitet das Vorliegen einer solchen Verletzung. Sie macht weiter geltend, selbst wenn es beim Unfall zu einem Schädel-Hirntrauma gekommen sein sollte, wäre dieses höchstens milder Art gewesen. Ohnehin wäre jedenfalls die psychische Problematik als eindeutig dominant zu betrachten. Die Adäquanz müsse daher gemäss den bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen geprüft werden. Die Versicherte lässt vorbringen, das kantonale Gericht habe ein Schleudertrauma der HWS zu Unrecht verneint. Sie habe sich beim Unfall vom 18. Oktober 2003 zudem ein Schädel-Hirntrauma zumindest von der Schwere einer Commotio cerebri zugezogen. Es sei daher mit der Vorinstanz die Schleudertrauma-Praxis anzuwenden.