Citation: 6B_1453/2022 E. 1.4.5

1.4.5. Nach Würdigung aller massgebenden Umstände ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass sich erhebliche öffentliche Interessen an der Anordnung der Landesverweisung des Beschwerdegegners und ebenso erhebliche private Interessen des Beschwerdegegners am weiteren Verbleib in der Schweiz gegenüber stehen und sich die Waage halten. Folglich überwiegen die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung die privaten Interessen des Beschwerdegegners am weiteren Verbleib in der Schweiz im Ergebnis gerade noch nicht, womit die Voraussetzungen gemäss Art. 66a Abs. 2 StGB für ein Absehen von einer Landesverweisung erfüllt sind. Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass bei dieser Beurteilung entgegen der Einschätzung der Vorinstanz nicht massgebend auf die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise in Sri Lanka abgestellt werden darf. Dass die Wirtschaftslage in Sri Lanka schwieriger als in der Schweiz ist, vermag eine Landesverweisung nicht zu verhindern (vgl. Urteile 6B_1372/2021 vom 3. März 2022 E. 2.2.5; 6B_759/2021 vom 16. Dezember 2021 E. 4.3.3; 6B_118/2020 vom 2. September 2020 E. 1.4). Da die Vorinstanz ohne Rechtsverletzung von der Anordnung einer Landesverweisung absieht, erübrigt es sich, auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin zur Dauer der Landesverweisung und der Ausschreibung im Schengener Informationssystem einzugehen.