Citation: 2C_835/2021 E. 5.5

5.5. Der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung erweist sich auch als verhältnismässig (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV; Art. 96 AIG). Es besteht ein erhebliches öffentliches Interesse am Widerruf einer Aufenthaltsbewilligungen, die auf einer Scheinehe beruhen (vgl. Urteil 197/2021 vom 6. Mai 2021 E. 3.6). Der bald 40-jährige Beschwerdeführer reiste am 16. September 2016 und damit vor mehr als fünf Jahren in die Schweiz ein. Da der Aufenthalt seit der Eheschliessung im Jahr 2016 jedoch unrechtmässig ist, ist die relativ lange Aufenthaltsdauer nicht massgebend. Mit seinem Heimatland, in dem er den grössten Teil seines Lebens verbrachte, ist er in kultureller und gesellschaftlicher Hinsicht weiterhin verbunden. Zwar ist der Beschwerdeführer weder strafrechtlich in Erscheinung getreten noch auf Sozialhilfe angewiesen, die Integration des Beschwerdeführers geht jedoch auch nicht über das üblicherweise zu Erwartende hinaus. Das persönliche Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz vermag das erhebliche öffentliche Interesse an der aufenthaltsbeendenden Massnahme deshalb nicht zu überwiegen.