Citation: 2C_508/2019 E. 4.1

4.1. Das Obergericht des Kantons Zürich verurteilte den Beschwerdeführer am 6. Februar 2018 wegen versuchter schwerer Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten; davon schob es den Vollzug im Umfang von 20 Monaten auf und setzte die Probezeit auf 3 Jahre fest. Für 10 Monate erklärte es die Freiheitsstrafe als vollziehbar. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass ihn das Bezirksgericht Dietikon für die gleiche Tat "nur" zu einer bedingt vollziehbaren Strafe von 18 Monaten bei einer Probezeit von 2 Jahren verurteilt habe. Das Urteil des Obergerichts sei in verschiedenen Punkten weniger nachvollziehbar als der Entscheid des Bezirksgerichts. Der Einwand überzeugt nicht: Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die ausländerrechtliche Interessenabwägung ist die vom Strafgericht verhängte Sanktion und dessen Würdigung des Sachverhalts (BGE 134 II 10 E. 4.2 S. 23; 129 II 215 E. 3.1 mit Hinweisen). Bei der Festsetzung des Strafmasses durch das Strafgericht werden sämtliche strafmildernden Umstände bereits mitberücksichtigt, weshalb im ausländerrechtlichen Verfahren grundsätzlich kein Raum verbleibt, die strafrechtliche Beurteilung (wieder) infrage zu stellen. Das Urteil des Obergerichts ist an die Stelle jenes des Bezirksgerichts getreten. Es ist im vorliegenden Verfahren deshalb auf die rechtskräftige Würdigung der Straftat durch das Obergericht abzustellen.