Citation: I 78/04 11.08.2004 E. A

Am 30. April 1996 meldete R.________ seinen 1988 geborenen Sohn E.________ unter Hinweis auf Konzentrationsstörungen, Legasthenie, Bewegungsunruhe und Lernschwäche bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Im von der IV-Stelle des Kantons Aargau eingeholten Bericht vom 3. September 1996 diagnostizierte der Allgemeinpraktiker Dr. med. W.________ eine minimal brain dysfunction mit Legasthenie und Verhaltensauffälligkeiten. Es liege ein Geburtsgebrechen im Sinne von Ziff. 404 GgV vor. Die Verwaltung veranlasste daraufhin eine Abklärung im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst (KJPD) des Kantons X.________. Die Fachärzte schlossen im Bericht vom 22. Januar 1997 auf eine Sprachentwicklungsstörung (Dyslalie und Legasthenie) und eine zentrale ataktische Zerebralparese mit sekundären emotionalen- und Verhaltensstörungen im Sinne des Geburtsgebrechens Ziff. 390 GgV. Die IV-Stelle sprach dem Versicherten medizinische Massnahmen zur Behandlung dieses Geburtsgebrechens zu. Nach vorübergehender Besserung musste das Leiden erneut therapeutisch angegangen werden. Dr. med. H.________ ersuchte daher am 17. Juni 2002 um Kostengutsprache einer Medikation mit Ritalin unter begleitender Psychotherapie. Die Verwaltung zog den Bericht des Hausarztes vom 5. August 2002 bei und holte eine Stellungnahme des internen ärztlichen Dienstes ein. Mit Verfügung vom 6. September 2002 wies sie das Leistungsbegehren ab, da die psychotherapeutische Behandlung noch kein Jahr angedauert habe und zudem auch nicht im Zusammenhang mit einem Geburtsgebrechen stehe.