Citation: 2C_1111/2014 E. 3.2.1

3.2.1. In Anbetracht der stetigen und mitunter schweren Straftaten des Beschwerdeführers durfte die Vorinstanz - auch wenn die jüngste Verurteilung wiederum bedingt ausgesprochen worden war - von gravierenden Verstössen gegen die Rechtsordnung und einem entsprechend hohen öffentlichen Interesse an der Beendigung des Aufenthalts des Beschwerdeführers ausgehen (vgl. E. 3.1). Die Beschwerdeführer rügen, die Vorinstanz habe die Straffreiheit seit der Begehung der Taten und den Umstand, dass der Beschwerdeführer diese teils noch minderjährig bzw. als junger Erwachsener sowie aufgrund einer Suchtproblematik ("Alkoholproblem") verübte, zu wenig gewichtet. Die Beschwerdeführer verkennen, dass die Vorinstanz an die rechtskräftigen Erkenntnisse des Strafgerichts gebunden ist, welches allfällige schuldmildernde Umstände wie Minderjährigkeit oder eine Suchtproblematik berücksichtigt (vgl. Urteil 2C_995/2013 vom 24. April 2014 E. 3.1). Insofern besteht im ausländerrechtlichen Verfahren regelmässig kein Raum, die Beurteilung des Strafgerichts zum strafrechtlichen Verschulden und zur Angemessenheit der Sanktion zu relativieren (vgl. Urteile 2C_114/2013 vom 10. September 2013; 2C_1052/2012 vom 2. April 2013 E. 4.3 mit Hinweisen). Zwar erfolgte, wie vorgebracht wird, seit der bisher jüngsten Verurteilung im Jahr 2013 bis zum vorinstanzlichen Urteil (Oktober 2014) keine weiteren Straferkenntnisse. Dem ist indessen entgegenzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer bisher weder durch frühere Straferkenntnisse noch durch bedingt ausgesprochene Strafen oder durch Probezeiten noch durch zwei ausländerrechtliche Verwarnungen von seiner fortwährenden Delinquenz abhalten liess. Praxisgemäss wäre bei Delikten gegen die körperliche Integrität auch ein geringes Rückfallrisiko nicht hinzunehmen (vgl. Urteile 2C_542/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.2.2; 2C_1115/2012 vom 11. Juni 2013 E. 4.2; 2C_864/2012 vom 21. September 2012 E. 2.2.1). Die Vorbringen vermögen das gewichtige öffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts demnach nicht entscheidend zu relativieren.