Citation: 9C_641/2024 E. 3

Die Vorinstanz hat dem asim-Gutachten Beweiskraft beigemessen und gestützt darauf festgestellt, dass sich die Gesundheit der Beschwerdeführerin Anfang 2019 verschlechtert habe. Sie sei von Anfang 2019 bis zum 30. Juni 2021 vollständig arbeitsunfähig gewesen; seit dem 1. Juli 2021 seien ihr leidensangepasste Tätigkeiten (ohne Zeitdruck, ohne Schichtdienst, mit frei einteilbarer Zeit) wieder zu 50 % zumutbar. Für den Zeitraum von 2002 bis Ende 2018 sei eine Arbeitsunfähigkeit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Sodann hat das kantonale Gericht gestützt auf den Bericht vom 6. April 2022 über die Abklärung an Ort und Stelle (vgl. Art. 69 Abs. 2 IVV; nachfolgend: Abklärungsbericht) festgestellt, dass die Versicherte im Gesundheitsfall - entsprechend der 2016 bis 2018 tatsächlich ausgeübten Tätigkeit als selbstständige Kosmetikerin - in einem Pensum von 15 % erwerbstätig und zu 85 % im Haushalt tätig gewesen wäre. Dementsprechend hat es die Invalidität nach der gemischten Methode bemessen. Für den Zeitraum vom frühest möglichen Rentenbeginn im November 2020 (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) bis zur (festgestellten) Verbesserung des Gesundheitszustandes im Juli 2021 hat es im Erwerbsbereich eine Invalidität von 100 % erkannt. Die Einschränkung im Haushalt hat es gestützt auf den Abklärungsbericht und unter Berücksichtigung der Schadenminderungspflicht (Mithilfe von Familienangehörigen) auf 24 % festgelegt. Bei entsprechender Gewichtung resultiert daraus ein Gesamtinvaliditätsgrad von 35 %, weshalb die Vorinstanz einen Rentenanspruch ab November 2020 - und folglich erst recht ab Berücksichtigung der im Juli 2021 eingetretenen Verbesserung - verneint hat.