Citation: 5A_17/2016 E. 4.2.2

4.2.2. Die Beweiswürdigung ist dann willkürlich, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unberücksichtigt gelassen oder auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat (vgl. BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234; 136 III 552 E. 4.2 S. 560). Ob der Beschwerdegegnerin ein hypothetisches Einkommen angerechnet werden kann, lässt sich nicht allein anhand der Arztberichte bzw. der Verfügung der IV beantworten. Damit im Rahmen der Ermittlung der Eigenversorgungskapazität ein Einkommen überhaupt oder ein höheres Einkommen als das tatsächlich erzielte angerechnet werden kann, genügt es nicht, dass der betroffenen Partei weitere Anstrengungen zugemutet werden können. Vielmehr muss es ihr auch möglich sein, aufgrund dieser Anstrengungen ein höheres Einkommen zu erzielen. Von daher gesehen ist auch trotz des Berichts der IV die Annahme nicht willkürlich, es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass die Erzielung eines Fr. 700.-- pro Monat übersteigenden Einkommens möglich sei. Im Übrigen ist Dr. D.________ als behandelnder Arzt der Beschwerdegegnerin durchaus in der Lage, deren Gesundheitszustand und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen. Der Beschwerdeführer macht denn auch nicht geltend, es handle sich bei den Angaben dieses Arztes um ein reines Gefälligkeitszeugnis. Das Vorgehen der Vorinstanz ist daher im Lichte von Art. 9 BV nicht zu beanstanden.