Citation: 6B_741/2021 E. 5.3

5.3. Eine Urkundenfälschung im Sinne des Art. 251 StGB begeht, wer in der Absicht, jemanden am Vermögen oder an andern Rechten zu schädigen oder sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen, eine Urkunde fälscht oder verfälscht, die echte Unterschrift oder das echte Handzeichen eines andern zur Herstellung einer unechten Urkunde benützt oder eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet oder beurkunden lässt, oder wer eine Urkunde dieser Art zur Täuschung gebraucht. Somit ist insbesondere vorausgesetzt, dass der Täter in der Absicht handelt, jemanden am Vermögen oder (alternativ) an andern Rechten zu schädigen oder (alternativ) sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen. Als Vorteil genügt jegliche Besserstellung, sei sie vermögensrechtlicher oder sonstiger Natur (Urteil 6B_988/2015 vom 8. August 2016 E. 4.2 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 142 IV 378). Unrechtmässig ist die Vorteilsverschaffung, wenn entweder das verfolgte Ziel oder die Mittel der Täuschung unzulässig sind (BGE 135 IV 12 E. 2.2 mit Hinweisen).