Citation: 5A_463/2014 E. 4

Nicht zulässig sind vor Bundesgericht neue Begehren (Art. 99 Abs. 2 BGG). Gemeint sind damit Begehren, mit denen die Vorinstanz nicht befasst war (BGE 135 I 119 E. 2 S. 121). Sie führen zu einer Ausweitung des Streitgegenstandes. Das Bundesgericht tritt deshalb nicht auf die Beschwerde ein, soweit der Beschwerdeführer erstmals festzustellen verlangt, dass ihm unter dem Titel des "bisher Geleisteten" über den vor Obergericht geltend gemachten Betrag von Fr. 198'393.50 hinaus auch der Betrag von Fr. 169'841.85 an seine Unterhaltspflicht anzurechnen sei (Sachverhalt Bst. E). Im Übrigen begründet der Beschwerdeführer sein Interesse an einer gerichtlichen Feststellung des anrechenbaren Betrages sinngemäss damit, dass ihm in einem Rechtsöffnungsprozess mangels Bezifferung des bereits Geleisteten die Verrechnung versagt werde. Ob damit ein erhebliches schutzwürdiges Interesse an der sofortigen Feststellung der Höhe seiner anrechenbaren Zahlungen dargetan ist, kann offenbleiben (vgl. zum Feststellungsinteresse BGE 135 III 378 E. 2.2 S. 379 f.). Entgegen dem, was der Beschwerdeführer anzunehmen scheint, befasst sich das Obergericht sehr wohl mit den Zahlungen, die er an seine Unterhaltspflicht angerechnet haben will. Es hält dem Beschwerdeführer vor, sich hauptsächlich auf Zahlungsbelege zu stützen und kaum Rechnungen beizubringen, aus denen der Zahlungsgrund besser eruierbar wäre. Mit den nachgereichten Sammelbelegen habe er nicht glaubhaft dargetan, dass sämtliche von ihm aufgelisteten Zahlungen den Unterhalt von Frau und Kindern nach der Auflösung des gemeinsamen Haushalts am 13. Oktober 2011 betreffen. Dem Beschwerdeführer ist also zu widersprechen, wenn er behauptet, die Vorinstanz stütze sich einzig auf die Vorbringen der Beschwerdegegnerin. Abgesehen davon liegt es in der Natur der Beweiswürdigung, dass sich das Obergericht auch mit den Einwendungen der Beschwerdegegnerin befasst, wenn es prüft, ob der Beschwerdeführer Zahlungen in der behaupteten Höhe glaubhaft gemacht hat. Daran ändert auch die Untersuchungsmaxime nichts, die im Streit um den Kinderunterhalt (Art. 296 Abs. 1 ZPO) gilt und das Obergericht dazu veranlasst hat, zu den neuen Vorbringen des Beschwerdeführers Stellung zu nehmen: Der Untersuchungsgrundsatz schreibt dem Richter bloss vor, wie er den Prozessstoff sammeln muss, nicht aber, wie er die Beweise zu würdigen hat. Mithin gelingt es dem Beschwerdeführer nicht darzutun, inwiefern die Vorinstanz mit der Abweisung seines Feststellungsbegehrens seine verfassungsmässigen Rechte verletzt.