Citation: 1C_457/2020 E. 3.1.2

3.1.2. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer wird das angefochtene Urteil den Anforderungen von Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG in allen Teilen gerecht. Das Kantonsgericht legt vorab den Sachverhalt und die Prozessgeschichte in sämtlichen Punkten dar, die sich aus rechtlicher Sicht als massgeblich erweisen (vgl. angefochtenes Urteil, Sachverhalt, lit. A-G). In E. 4.1 äussert sich die Vorinstanz alsdann zur Geltung von Rechtssätzen in zeitlicher Hinsicht und führt aus, dass umweltrechtliche Kostenersatzansprüche im Allgemeinen auf der Grundlage von Rechtsvorschriften zu beurteilen seien, die im Zeitpunkt der Verwirklichung des entsprechenden Sachverhalts in Kraft waren. In Bezug auf den am 1. Juli 1997 in Kraft getretenen Art. 32d USG legt die Vorinstanz weiter dar, dass der Anspruch auf Erlass einer Kostenverteilungsverfügung von der Rechtskraft der Sanierungsverfügung abhänge. Diese sei hier am 8. November 1996 ergangen, habe eine klare Kostenregelung enthalten und sei vor dem Inkrafttreten von Art. 32d USG in Rechtskraft erwachsen. Entsprechend gelange Art. 32d USG nicht zur Anwendung (vgl. angefochtenes Urteil, E. 4.2-4.3). Alsdann prüft die Vorinstanz, ob die Beschwerdeführer über einen gesetzlichen oder verfassungsmässigen Anspruch auf Wiedererwägung des Entscheids vom 8. November 1996 verfügen. Sie verwirft diesen Standpunkt und führt aus, dass der gleichzeitige Erlass von Sanierungs- und Kostenverfügung am 8. November 1996 rechtlich nicht zu beanstanden sei (vgl. angefochtenes Urteil, E. 4.4-4.5).