Citation: 1P.302/2001 20.08.2001 E. B

B.- Am 22. Mai 2000 erklärte D.________ gegen das Urteil des Kriminalgerichts Appellation. Sie beantragte zur Hauptsache die Aufhebung des Urteils vom 24. März 2000, Freispruch von Schuld und Strafe in sämtlichen Anklagepunkten sowie den Zuspruch einer angemessen Entschädigung und Genugtuung für die erstandene Untersuchungshaft, eventuell die Verurteilung zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von weniger als zehn Monaten. Daneben beantragte sie die Anordnung eines psychiatrischen Gutachtens, die Konsultation von auf Deutsch übersetzten Protokollen abgehörter Telefongespräche, die Edition von Verfügungen, mit welcher die Telefonüberwachungen genehmigt und verlängert worden waren sowie die Einvernahme von Entlastungszeugen. Das Obergericht des Kantons Luzern hiess die Appellation in seinem Urteil vom 17. Oktober 2000 teilweise gut und setzte die gegen D.________ ausgesprochene Zuchthausstrafe auf 18 Monate herab, unter gleichzeitiger Gewährung des bedingten Strafvollzugs bei einer Probezeit von drei Jahren; im Übrigen bestätigte das Obergericht das erstinstanzliche Urteil. Es erwog im Wesentlichen, das Kriminalgericht habe in richtiger Würdigung der Beweise erkannt, dass die Angeklagte an einer am 19. März 1998 erfolgten Übernahme von mehr als 4,8 kg Heroingemisch mitbeteiligt gewesen sei und sich der mehrfachen vollendeten und versuchten Geldwäscherei schuldig gemacht habe. Nicht rechtsgenüglich erwiesen sei jedoch ihre Mitwirkung an der Organisation der Einfuhr und (misslungenen) Entgegennahme von über 9,9 kg Heroingemisch am 15. Juni 1998, weshalb sie von diesem Vorwurf freizusprechen und das Strafmass entsprechend herabzusetzen sei. Die Beweisanträge der Angeklagten wies das Obergericht mehrheitlich ab.