Citation: 4P.209/2005 02.11.2005 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin ist zunächst nicht zu hören, soweit sie sich in ihrer Beschwerde allein mit dem erstinstanzlichen Entscheid befasst, ohne die Erwägungen im angefochtenen Entscheid des Obergerichts zu berücksichtigen (oben E. 1.1). Soweit sie mindestens sinngemäss darauf Bezug nimmt und die Art und Weise der Ermessensausübung kritisiert, erschöpfen sich ihre Vorbringen in appellatorischer Kritik. Willkür liegt nach ständiger Rechtsprechung nicht schon vor, wenn eine andere Lösung vertretbar oder gar vorzuziehen wäre. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid vielmehr nur auf, wenn dieser mit der tatsächlichen Situation in offensichtlichem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dabei rechtfertigt sich die Aufhebung des angefochtenen Entscheides nur, wenn er nicht bloss in der Begründung, sondern auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 129 I 49 E. 4 S. 58 mit Verweis). Davon kann hier selbst dann keine Rede sein, wenn der Vergleichsvorschlag von der Beschwerdeführerin, wie sie behauptet, erst im Laufe des erstinstanzlichen Verfahrens abgelehnt wurde. Denn es ist vertretbar und damit nicht willkürlich, zusätzlich zum teilweisen Unterliegen der Beschwerdeführerin mit ihren Anträgen den Umstand zu berücksichtigen, dass sie nach dem Urteil rund doppelt so viel der Gegenpartei zu bezahlen hat, als nach dem ihrerseits abgelehnten Vergleichsvorschlag. Unter der Voraussetzung, dass das Urteil bundesrechtskonform ist, bedeutet es keine Verletzung des Willkürverbots, dass der Beschwerdeführerin in Berücksichtigung des abgelehnten Vergleichs sämtliche Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens auferlegt wurden.