Citation: 2C_19/2023 E. 4.1

4.1. Nach Auffassung des Beschwerdeführers ist der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung im Lichte von Art. 8 Abs. 2 EMRK sowie Art. 96 AIG nicht verhältnismässig. Er rügt die vorinstanzliche Interessenabwägung und macht geltend, die Vorinstanz würdige die Umstände falsch, die zugunsten seiner privaten Interessen sprächen. Der Widerruf sei nicht erforderlich, da ihm angesichts seiner Bemühungen und der mittlerweile lange zurückliegenden Verwarnungen betreffend Schuldenwirtschaft eine positive Prognose auszustellen sei, mithin das öffentliche Interesse an der aufenthaltsbeendenden Massnahme nur gering sei. Der Widerruf sei auch nicht zumutbar. Er lebe seit 42 Jahren in der Schweiz, sei sprachlich, kulturell und beruflich integriert und habe keinen Bezug mehr zur Türkei. Zudem beabsichtige er mit seiner Freundin, mit der er seit 2022 im Konkubinat lebe, eine Familie zu gründen.