Citation: 8C_620/2015 E. 4.4.2

4.4.2. Dr. med. F.________ nahm im Aktenkonsil vom 30. Juni 2013 zur Unfallkausalität Stellung. Das MRI vom 27. Dezember 2012 zeige eine Auftreibung der Sehne des subscapularis sowie eine leichte Verdickung und Signalalteration der Supraspinatussehne, ohne Rissbildung. Die Sehnen des infraspinatus, des m. teres minor und des Bizeps seien unauffällig, bei normaler Rotatorenmanschettenmuskulatur. Am Labrum sei ein Bufordkomplex als anatomische Normalvariante diagnostiziert worden. Beschrieben werde zudem ein hypoplastisch imponierendes superiores Labrum mit fehlendem Kontakt zum Glenoid. Die Differenzialdiagnose einer SLAP-Läsion Typ II bezeichnete Dr. med. F.________ als irreführend, da eine solche aus einem Abriss des Labrum-Bizepssehnenkomplexes vom superioren glenoid nach kranial bestehe. Aufgrund des MRI sei der Bizepsanker jedoch als unauffällig bezeichnet worden, was eine Läsion ausschliesse. Nach einer persönlichen Untersuchung des Versicherten vom 5. August 2013 diagnostizierte Dr. med. F.________ einzig ein Impingement der linken Schulter bei AC-Arthrose (Bericht vom 8. August 2013). Am 17. September 2013 ging er zusätzlich von einem Status nach Zerrung des m. pectoralis major aus. Der bei der Untersuchung festgestellte Dehnschmerz sollte sich jedoch durch weitere Gewöhnung spontan bessern. Am 15. August 2014 berichtete Dr. med. F.________ von tastbaren Myogelosen im Bereich des pectoralis major, welche eine mögliche Folge der Zerrung des linken Schultergelenks sein könnten. Durch Physiotherapie sollte sich die Muskelverhärtung indessen vollständig zurückbilden. Wenn Dr. med. K.________ am 16. Oktober 2014 den natürlichen Kausalzusammenhang unter anderem mit dem Hinweis verneinte, es habe keine Traumatisierung des m. pectoralis major stattgefunden, ist dies insofern unklar, als die erstbehandelnden Ärzte des Spitals C.________ wie auch Dr. med. F.________ von einer (möglichen) Zerrung des m. pectoralis major ausgingen. Selbst Dr. med. F.________ hält jedoch den Zusammenhang zwischen einer Zerrung und den Myogelosen lediglich für möglich. Ein natürlicher Kausalzusammenhang ist somit nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen.