Citation: 5A_558/2024 E. 6.1

6.1. Sie bringt vor, es treffe zwar zu, dass das Kind zu beiden Elternteilen eine gute Bindung habe, es sei aber klar festzuhalten, dass diejenige zur Beschwerdeführerin deutlich grösser sei. Dies liege daran, dass sie das Kind den überwiegenden Teil seines Lebens betreut und grossgezogen habe, was die Vorinstanz in Verletzung von Art. 298d ZGB nicht korrekt würdige. Die Vorinstanz hat den Umstand, dass die Beschwerdeführerin das Kind überwiegend betreut hat, jedoch sehr wohl in ihre Würdigung einbezogen. So erwog sie explizit, das Kind habe die ersten viereinhalb Jahre seines Lebens bei der Beschwerdeführerin gelebt, dies vermöge aber die weiteren Faktoren nicht aufzuwiegen. Ob die Beurteilung dieser übrigen Faktoren und die darauf gestützt getroffene vorinstanzliche Entscheidung vor Bundesrecht standhält, ist im Folgenden näher zu prüfen.