Citation: 4A_580/2017 E. 2.2.2

2.2.2. Die Beschwerdeführerin vermag mit ihren Ausführungen nicht aufzuzeigen, dass das Schiedsgericht anderes zugesprochen hätte, als von ihr verlangt wurde. Es leuchtet nicht ein, inwiefern es sich bei Dispositiv-Ziffer 1b, die im Gegensatz zum entsprechenden Rechtsbegehren (Antrags-Ziffer 3.6) auf eine Definition von "Box Set" verzichtet, um ein aliud handeln soll. Vielmehr ist der Schiedsspruch vom weitergehenden Antrag der Beschwerdeführerin gedeckt. Von einem Entscheid extra petita kann keine Rede sein. Abgesehen davon ist das Vorbringen in der Beschwerde unverständlich, wonach das Schiedsgericht ausser Acht gelassen habe, zu welchem Abrechnungsmodus die Gegenpartei nicht berechtigt sei, wird in der fraglichen Dispositiv-Ziffer 1b doch gerade "festgestellt, dass [...] die Beklagte nicht berechtigt ist, die Abrechnung auf den einzelnen Tonträgern eines Sets dergestalt vorzunehmen, dass [...] [Hervorhebung hinzugefügt]". Die Rüge stösst ins Leere. Der Beschwerdeführerin kann auch nicht gefolgt werden, wenn sie vorbringt, das Schiedsgericht habe den Streit um die Definition der Box Sets schlicht übergangen. Im Gegenteil hat sich das Schiedsgericht ausdrücklich mit der Umschreibung des von ihr verwendeten Begriffs "Box-Set" auseinandergesetzt. Eine Gehörsverletzung liegt nicht vor. Damit stossen auch die Rügen zum Begriff des "Box Sets" in Dispositiv-Ziffer 2b ins Leere, welche die Beschwerdeführerin mit entsprechenden Argumenten begründet.