Citation: 4A_248/2018 E. 2.2.1

2.2.1. Nach den Erwägungen der Vorinstanz war der Beschwerdeführer bereits aufgrund seiner geschäftlichen Tätigkeit in Bezug auf die streitgegenständlichen Devisengeschäfte sach- und fachkundig. Darüber hinaus hat er sich nach der Würdigung der Vorinstanz durch Unterzeichnung diverser Dokumente gegenüber der Beklagten als sach- und fachkundig ausgegeben, Fachausdrücke verwendet und die Beschwerdegegnerin auf Fehler hingewiesen. Der Beschwerdeführer habe deshalb gewusst, dass mit den streitgegenständlichen Devisengeschäften das Risiko verbunden war, hohe Verluste in kurzer Zeit zu erleiden. Da die Sach- und Fachkunde eines Anlegers stets im Zusammenhang mit der Art des fraglichen Geschäfts zu würdigen sei, stellte das Handelsgericht im Einzelnen namentlich Fachkundigkeit in Bezug auf Devisentermin-, -swap- und -optionsgeschäfte fest. Auch die Verknüpfung des im Rahmen des Vermögensverwaltungsmandats konservativ angelegten Vermögens mit den OTC-Devisengeschäften in dem Sinne, dass das konservativ verwaltete Vermögen verpfändet war und somit auch als Sicherheit für Verluste aus riskanten Geschäften diente, führte nach den Erwägungen der Vorinstanz nicht an sich zu einer höheren Komplexität, so dass der Beschwerdeführer die Übersicht über seine Vermögenswerte oder deren Risiko-Exposition verloren hätte. Abschliessend hat die Vorinstanz den Beschwerdeführer als erfahrenen Anleger qualifiziert, welcher über mehrere Jahre tausende von OTC-Devisengeschäften mit hohen Volumina abgeschlossen und dabei hohe Verluste, aber auch hohe Gewinne erzielt habe. Angesichts der Anzahl und der Höhe der gehandelten Volumina ging die Vorinst anz davon aus, dass der Beschwerdeführer mit dieser Anlageform regelmässig spekuliert hatte. Hieraus schloss die Vorinstanz, er habe grundsätzlich keiner Aufklärung, Beratung oder Warnung durch die Beschwerdegegnerin bedurft.