Citation: 2C_403/2015 E. 3

Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass sich der Mittelpunkt der Lebensinteressen der Beschwerdeführerin in W.________ und nicht in V.________ befinde. Die Beziehungen der Beschwerdeführerin zum Arbeitsort seien nicht aussergewöhnlicher Natur. Ausserdem handle es sich bei ihr nicht um eine leitende Angestellte im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, die Vorinstanz habe die verschiedenen Gesichtspunkte zur Bestimmung des Steuerdomizils falsch gewichtet. Die Frage der Wohnsitze der Ehegatten sei getrennt zu entscheiden. Bei kinderlosen Zweiverdiener-Ehepaaren würden die familiären Banden weniger stark ins Gewicht fallen. Im konkreten Fall sprächen sowohl die ideellen als auch die wirtschaftlichen Interessen für ein Steuerdomizil der Beschwerdeführerin in V.________. Die Abklärungen der Vorinstanz zum Sachverhalt betreffend Rebberge und Einträge im Telefonverzeichnis seien richtig zu stellen. Ein Eintrag im Telefonverzeichnis sei kein Indiz für das Vorliegen eines Steuerdomizils. Die Rebberge in W.________ stellten ein Hobby des Ehemannes dar; die Beschwerdeführerin habe sich daran lediglich mitbeteiligt. In übermässiger Gewichtung des Ehebands verkenne die Vorinstanz, dass der Wohnsitz der Ehefrau nicht automatisch demjenigen des Ehemannes folge. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, es handle sich bei ihr um eine leitende Angestellte. Die X.________-Gesellschaften in der Schweiz seien bedeutende Unternehmen und als Mitglied von Gremien, welchen die Geschäftsleitung obliege, führe sie die rund 150 Mitarbeitenden in der Schweiz. Auch ihre berufliche Beanspruchung lasse keinen Zweifel daran, dass es sich bei ihr um eine leitende Angestellte handle.