Citation: 6B_141/2020 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz verneine zu Unrecht einen entschuldbaren Verbotsirrtum im Sinne von Art. 21 StGB, weil er seit 1985 einen schweizerischen Führerausweis besitze und angegeben habe, er wäre mit einem nachgemachten Kennzeichen nicht zur Fahrzeugkontrolle erschienen. Er habe das Kontrollschild in Italien verloren und daher keine andere Wahl gehabt, als selber ein Kontrollschild anzufertigen, wie das von der Polizei in Italien auch von einem Bekannten verlangt worden sei, der sein Kontrollschild verloren habe. Damit habe er sein Fahrzeug erkennbar machen wollen. Hätte er das Gesetz, wie von der Vorinstanz behauptet, gekannt, wäre er ohne Kontrollschild gefahren, weil dies lediglich mit einer Busse bestraft werde. Die Vorinstanz lasse zudem unberücksichtigt, dass er von sich aus zugegeben habe, das Kontrollschild bereits am 7. Oktober 2018 verloren zu haben. Dies deute auf sein fehlendes Unrechtsbewusstsein hin, ansonsten er anlässlich seiner Befragung geltend gemacht hätte, der Verlust des Kontrollschilds habe erst am 15. Oktober 2018 stattgefunden und er sei mit dem selber angefertigten Kontrollschild in der Schweiz nicht unterwegs gewesen bzw. damit nur bis zum Schweizer Zoll gefahren.