Citation: 8C_424/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat die Voraussetzungen für den Fallabschluss zum Verfügungszeitpunkt (16. Juli 2021) bejaht, da von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung der somatischen, neuropsychologischen und psychischen Unfallfolgen mehr zu erwarten gewesen wäre. Am 16. Juli 2021 habe sich der Beschwerdegegner zwar noch in einer Umschulung zum Baumpflegespezialisten befunden. Diese habe die Invalidenversicherung aber nicht unterstützt, da sie nicht als leidensangepasst eingestuft worden sei. Ein Umschulungsanspruch scheine aber ausgewiesen zu sein. Spätestens mit dem dritten Unfall mit Verletzung des rechtens Knies am 21. August 2021 könne nicht mehr von einem unversehrten bzw. folgenlos ausgeheilten rechten Knie ausgegangen werden, womit auch die Tätigkeit als Baumpflegespezialist nicht mehr leidensangepasst sei. Daher sei zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses eine berufliche Neuorientierung erforderlich gewesen, weshalb ein ausstehender Entscheid der Invalidenversicherung über die berufliche Eingliederung anzunehmen sei.