Citation: 6B_1260/2019 E. 3.2.2

3.2.2. Wie die Vorinstanz zutreffend feststellt, war vorliegend keine erhebliche Gewaltanwendung erforderlich. Dies ist zunächst auf die Alkoholisierung und allenfalls auch auf die Persönlichkeit der Privatklägerin zurückzuführen. Dennoch ist nicht zu vernachlässigen, dass der Beschwerdeführer versuchte, die Privatklägerin mit seiner Körperkraft und Schlägen gefügig zu machen, wobei er die ihm vollkommen unbekannte und körperlich unterlegene Privatklägerin ohrfeigte und beschimpfte und mit seiner Tat vollkommen überrumpelte. Kurz zuvor hatte er sie zudem bereits zum Oralverkehr gezwungen. Unter Anbetracht dieser Umstände ist die Gewaltanwendung nicht marginal und es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz von mittelgradiger Gewaltanwendung ausgeht. Den Beschwerdeführer entlastet nicht, dass sich die Tat an einem öffentlich zugänglichen Ort ereignet hat. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers lässt sich dem vorinstanzlichen Urteil sodann ohne Weiteres entnehmen, dass der Versuch strafmildernd berücksichtigt wurde. So führt die Vorinstanz aus, die Strafe würde höher ausfallen, wenn es zu einer Penetration und somit einem vollendeten Delikt gekommen wäre. Sie nimmt eine zutreffende Abgrenzung zwischen dem vollendeten und dem versuchten Delikt vor. Die Vorinstanz hat den Umständen des konkreten Falles adäquat Rechnung getragen und das Vorgehen bei der Festsetzung der Einsatzstrafe ist nicht zu beanstanden.