Citation: 6B_999/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Zunächst erhellt aus den vorinstanzlichen Erwägungen, dass entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers sehr wohl eine Konfrontation mit den von ihm erwähnten Personen stattgefunden hat. Soweit er an den Einvernahmen nicht persönlich teilgenommen hat, geht die Vorinstanz zu Recht von einem, jedenfalls impliziten Verzicht aus, zumal die Verteidigung unstreitig stets anwesend war. Deren Handlungen hat sich der Beschwerdeführer anrechnen zu lassen. Eine weitere Konfrontation im Rahmen der Berufungsverhandlung war daher unter dem Aspekt von Art. 147 StPO entbehrlich. Die Vorinstanz begründet auch, weshalb sie annimmt, der Beschwerdeführer sei gehörig vertreten gewesen und er resp. sein Verteidiger hätten genügend Zeit für Ergänzungsfragen gehabt. Er bestreitet dies zwar und verweist in diesem Zusammenhang auf die grosse Zahl von Zeugen und Delikten sowie die längere Deliktsdauer. Indes behauptet er nicht und es ist nicht anzunehmen, dass sämtliche 11 Belastungszeugen durch die Staatsanwaltschaft gleichzeitig befragt worden wären. Wäre dies der Fall gewesen, wäre es vom Beschwerdeführer gehörig darzutun (Art. 42BGG). Es ist nicht am Bundesgericht, die kantonalen Akten danach zu durchforsten. Es ist daher nicht erstellt, dass der Beschwerdeführer nur ungenügend Zeit für eine gehörige Vorbereitung der Einvernahmen gehabt hätte. Wenn er sodann geltend macht, die Staatsanwaltschaft habe sich, im Unterschied zu ihm, während Tagen oder Wochen akribisch auf die Zeugenbefragungen vorbereiten können, so ergeht er sich in Spekulation. Er legt auch nicht dar, dass und insbesondere inwieweit es ihm aufgrund der zeitlichen Abfolge der Befragungen durch die Staatsanwaltschaft nicht möglich gewesen wäre, alle relevanten Ergänzungsfragen an die Zeugen zu stellen. Dies gilt auch, indem er pauschal vorbringt, nicht rechtzeitig Einsicht in alle, laufend erweiterten Akten gehabt zu haben. Der Beschwerdeführer zeigt auch jetzt nicht konkret auf, welche entscheidenden Ergänzungsfragen er deswegen an welche Zeugen nicht hätte stellen können. Er vermag daher nicht darzulegen, dass die Vorinstanz Bundesrecht verletzt hätte, indem sie annimmt, er sei angemessen verteidigt gewesen. Im Übrigen stützten sich die strittigen Schuldsprüche offensichtlich weitgehend auf objektive Beweise, wie sich ebenfalls aus den vorinstanzlichen Erwägungen ergibt. Vor diesem Hintergrund verneint die Vorinstanz eine Verletzung des Konfrontationsrechts sowie des Anspruchs auf eine angemessene Verteidigung - und auf ein faires Verfahren - zu Recht. Auf die Rüge des Beschwerdeführers, wonach der angebliche Verzicht auf eine Konfrontation mit Belastungszeugen unter EMRK-Gesichtspunkten nicht statthaft sei, ist nach dem Gesagten nicht einzugehen.