Citation: 5D_35/2022 E. 3

Die Beschwerdeführerin ist der Meinung, dass beide Vorinstanzen ihr das rechtliche Gehör verweigert hätten, in Willkür (Art. 9 BV) verfallen seien und den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 5 BV) missachtet hätten, weil sie sich geweigert hätten, den von ihr vorgetragenen Sachverhalt zu prüfen. Sinngemäss macht sie damit geltend, dass ihre vor Bezirksgericht eingereichte Klageantwort verständlich gewesen ist, so dass sich das Bezirksgericht mit dieser Eingabe inhaltlich hätte auseinandersetzen müssen. Dazu ist vorweg das Folgende zu sagen: Anfechtungsobjekt im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren ist ausschliesslich der Entscheid des Obergerichts (Art. 114 i.V.m. Art. 75 BGG). Um vor Bundesgericht mit ihrer Beschwerde Erfolg zu haben, müsste die Beschwerdeführerin deshalb in ihrer Beschwerde an das Bundesgericht aufzeigen, inwiefern das Obergericht die Verfassung verletzt, wenn es ihre Beschwerde gegen den erstinstanzlichen Entscheid abweist, nachdem es feststellte, dass keine Klageantwort eingegangen war. Ebenso müsste die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde an das Bundesgericht dartun, dass sie ihre Kritik am erstinstanzlichen Urteil bereits der Vorinstanz vorgetragen hat, weil sie sonst der Vorwurf trifft, den Instanzenzug nicht materiell ausgeschöpft zu haben (BGE 146 III 203 E. 3.3.4; 143 III 290 E. 1.1). Weder das eine noch das andere tut die Beschwerdeführerin in einer Art und Weise dar, die dem strengen Rügeprinzip genügt (E. 2). Stattdessen wiederholt sie ihren Standpunkt, dass die Verwaltung der Stockwerkeigentümergemeinschaft seit Jahren nicht ordnungsgemäss bestellt sei, so dass weder die klageweise geltend gemachte Forderung noch die Einsetzung von Felix Weber als Rechtsvertreter der Gegenpartei Bestand haben könnten. Auf diese Weise lässt sich keine Verfassungsverletzung begründen.