Citation: 8C_382/2016 E. 4.1

4.1. Was die Taggeldberechtigung anbelangt, ist grundsätzlich von dem nach dem Gleitschirmunfall vom 18.August 2009 noch verbliebenen Leistungsvermögen des Beschwerdegegners in seiner bis dahin ausgeübten Tätigkeit als Geschäftsführer eines Gartenbaubetriebes auszugehen. Dabei hat man sich einen Betrieb vorzustellen, dessen Leitung von seiner Grösse her grundsätzlich den Einsatz bei allen anfallenden Aufgaben bedingt, wobei diese zumindest teilweise an weitere beschäftigte Personen delegiert werden können. Dies dürfte für die in einem Gartenbaubetrieb gewiss auch anstehenden - gegenüber den Gutachtern des ABI hatte der Beschwerdegegner etwa erklärt, er würde grössere Pflanzen einkaufen und diese dann einpflanzen - schwereren, nach dem erlittenen Gleitschirmunfall vom 18. August 2009 auf die Dauer aber nicht mehr ohne Weiteres vollumfänglich zumutbaren Arbeiten von Bedeutung sein. Dem Einwand der Beschwerdeführerin, bei der Arbeit in einem Gartenbaubetrieb handle es sich gar nicht um die angestammte Tätigkeit des als Geschäftsführer tätigen Beschwerdegegners, braucht nicht weiter nachgegangen zu werden, zeigt doch schon das Bildmaterial der von der Beschwerdeführerin selbst veranlassten Observation deutlich, dass gerade der Einsatz in einer Firma zur Diskussion steht, deren Wirkungsbereich auch Gärtnereiarbeiten mitumfasst. Dass sich der Geschäftsführer eines solchen Betriebes darüber hinaus auch mit anderweitigen, körperlich weniger oder gar nicht speziell belastenden Aufgaben wie etwa Büroarbeiten oder organisatorischen Vorkehren zu befassen hat, ändert daran für die hier interessierenden Belange - es geht um die Bestimmung der Restarbeitsfähigkeit im gesamten Tätigkeitsbereich - ebenso wenig wie der Umstand, dass in der Versicherungspolice von Gemischtwarenhandel die Rede ist und damit beim Abschluss des Versicherungsvertrages allenfalls nicht ganz präzise der Realität entsprechende Angaben gemacht worden sind.