Citation: U 309/05 04.05.2006 E. 2

Das kantonale Gericht hat in einlässlicher und überzeugender Würdigung der medizinischen Aktenlage dargelegt, dass für die Umschreibung der zumutbaren Tätigkeiten auf die Beurteilung abgestellt werden kann, welche der Kreisarzt Dr. med. B.________ im Anschluss an die Abschlussuntersuchung vom 6. Januar 2003 vorgenommen hat. 2.1 Der Beschwerdeführer rügt die Abklärung des medizinischen Sachverhalts, wobei er insbesondere geltend macht, es fehle eine fachärztliche Untersuchung. Kreisarzt Dr. med. B.________ verfüge ebenso wie Dr. med. S.________ von der SUVA-Abteilung Versicherungsmedizin, der am 14. April 2004 eine ärztliche Beurteilung auf Grund der Akten vornahm, nur über eine Ausbildung als allgemeiner Chirurg und nicht über eine solche als Orthopäde oder Handchirurg. Die Auswirkungen einer Handverletzung liessen sich jedoch nur gestützt auf ein (orthopädisches) handchirurgisches Gutachten zuverlässig beurteilen. Auf die Aussagen der beiden SUVA-Ärzte könne mangels Fachkompetenz derselben nicht abgestellt werden. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers lässt sich aus dem Urteil A. vom 16. Oktober 2002 (I 779/01) nicht in allgemeiner Weise ableiten, es könne nur auf die medizinischen Beurteilungen spezialisierter Ärzte abgestellt werden. Wohl hat das Eidgenössische Versicherungsgericht in diesem Urteil einen Rückweisungsentscheid des kantonalen Gerichts bestätigt, welcher eine Abklärung durch einen Wirbelsäulenspezialisten (Orthopäden) anordnete. Der Beizug eines Spezialarztes erfolgte jedoch mit Blick auf die unterschiedliche Einschätzung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit durch die bisher involvierten Nichtspezialisten. Demgegenüber bestehen, wie die Vorinstanz überzeugend darlegt, zwischen den Arztberichten im vorliegenden Verfahren keine Widersprüche, welche einer schlüssigen Beurteilung nach Massgabe der für die Würdigung medizinischer Stellungnahmen geltenden Regeln entgegenstünden. Eine ergänzende fachärztliche Abklärung ist deshalb nicht geboten, zumal Beschreibungen der Handverletzung durch die Fachärzte Dr. med. C.________, Oberarzt Abteilung Traumatologie, Klinik für Chirurgie, Spital Y.________, vom 5. Dezember 2002 und Dr. med. F.________, Assistenzarzt Klinik für Plastische, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, Spital Y.________, vom 17. Februar 2003 vorliegen, in denen einerseits eine relativ gute Handbeweglichkeit und andererseits die starken Schmerzen beschrieben sind. 2.2 Mit Blick auf die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneut vertretene Auffassung, die ärztlichen Berichte seien widersprüchlich, ist in Ergänzung zu den Erwägungen der Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass sich die beiden vorgenannten Ärzte in ihren Berichten nicht oder nur am Rande zur Frage der zumutbaren Tätigkeiten äussern und diesbezüglich auf die Einschätzung durch die SUVA-Ärzte verweisen; aus ihren Stellungnahmen lässt sich also kein Widerspruch zur Beurteilung des SUVA-Kreisarztes herauslesen. Auch die Tatsache, dass Dr. med. F.________ in einer kurzen Mitteilung vom 28. Februar 2003, eine Anfrage der SUVA beantwortend, von "vorläufig 100 % arbeitsunfähig" spricht, kann nicht als abweichende Aussage verstanden werden. Denn einerseits ist die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in seinem angestammten Beruf als Gipser unbestritten, und andererseits spricht bereits der Wortlaut der Mitteilung für den vorläufigen Charakter dieser Einschätzung. Der behandelnde Arzt Dr. med. W.________ schliesslich gibt zwar in seinem Arztbericht zuhanden der IV-Stelle vom 18. November 2003 - wie schon in zwei vorgängigen Zwischenberichten - eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für angepasste Tätigkeiten an; diese Aussage ist aber offenbar nicht mit Blick auf den ganzen Fächer möglicher Betätigungsfelder, sondern auf Grund einer Rücksprache mit der Arbeitgeberin über die konkreten Einsatzmöglichkeiten im angestammten Betrieb erfolgt. Wenn der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang ausführen lässt, die medizinische Arbeitsfähigkeit müsse mit der konkreten Arbeitsfähigkeit am Arbeitsplatz übereinstimmen, so ist ihm insofern zu widersprechen, als die Erwerbsfähigkeit nach Massgabe nicht des konkreten, sondern des (theoretischen) ausgeglichenen Arbeitsmarkts beurteilt wird. 2.3 Schliesslich lässt sich aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer glaubhaft und unbestrittenermassen an Schmerzen leidet, wenn er seine rechte Hand belastet, keine zeitliche Einschränkung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit ableiten. Die vom Kreisarzt als zumutbar bezeichneten Tätigkeiten sind dadurch gekennzeichnet, dass keine Belastung der rechten Hand auftritt, sodass eine Schonung des Handgelenks und damit ein Unterbruch oder Abbruch der Arbeit nicht notwendig werden sollte. 2.4 Zusammenfassend kann mit SUVA und Vorinstanz festgehalten werden, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit mit vollem Pensum zumutbar ist.