Citation: 6B_170/2019 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er nicht ausdrücklich erklärte, sich als Privatkläger zu konstituieren. Er macht aber geltend, dies sei angesichts der adhäsionsweisen Geltendmachung von Zivilforderungen nicht nötig gewesen. Der Einwand ist begründet. Der Beschwerdeführer reichte am 12. Mai 2017 im Nachgang zur Mitteilung der Staatsanwaltschaft, womit sie die Verfahrenseinstellung ankündigte und den Parteien Gelegenheit zur Konstituierung als Privatkläger gab, diverse Unterlagen ein und stellte Beweisanträge. So gab er Unterlagen zum Nachweis seiner Eigentümerschaft am Fahrzeug zu den Akten und ersuchte darum, dieses an dessen Standort in Basel zu beschlagnahmen. Ausserdem seien verschiedene Personen als Zeugen zu befragen. Hinsichtlich der geltend gemachten Geldforderung zeigte der Beschwerdeführer der Staatsanwaltschaft an, dass der Beschwerdegegner sie anerkannt habe, ein Betreibungsverfahren aber fruchtlos verlaufen sei. Schliesslich habe er sich - offensichtlich zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit - von Dritten ein Taxi mieten müssen. Aus dem erwähnten Schreiben erhellt somit klar, dass der Beschwerdeführer ausdrücklich zivilrechtliche Ansprüche gegen den Beschwerdegegner geltend machen will und dass er die Fortsetzung des Verfahrens, namentlich Zeugenbefragungen, wünscht. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz muss dies als ausdrückliche Konstituierung, jedenfalls als Zivilkläger, selbst dann genügen, wenn der Beschwerdeführer damals bereits anwaltlich beraten (nicht vertreten) war und eine zweifelsfreie Willensäusserung wünschenswert gewesen wäre. Enthalten - wie hier - die Strafanzeige oder eine spätere Eingabe des Verletzten an die Untersuchungsbehörden Elemente, die nach den besonderen Umständen als Willenserklärung zu einer Privatklage verstanden werden können, für sich allein aber nicht völlig eindeutig sind, so kommt es überspitztem Formalismus und damit einer Verletzung von Art. 9 BV (resp. aArt. 4 BV) gleich, die Privatklägereigenschaft ohne Anhörung des Anzeigestellers zu verneinen. Damit könnte dem Verletzten die Verfolgung seiner Ansprüche im Strafprozess entgegen seinem wirklichen Willen erschwert oder gar verunmöglicht werden. Die kantonale Behörden kann daher nach Treu und Glauben eine eigentliche Verpflichtung treffen, Anzeiger auf die Gefahr eines Rechtsverlusts hinzuweisen bzw. sich zu versichern, ob sie tatsächlich keine Parteirechte als Geschädigte ausüben wollen. Ein solches Vorgehen wäre unter den gegebenen Umständen nach Treu und Glauben geboten gewesen (BGE 119 Ia 4 E. 3b S. 10). Daran ändert nichts, dass die Staatsanwaltschaft auf die - letzte - Möglichkeit zur Konstituierung als Privatkläger hingewiesen hatte, blieb doch der Beschwerdeführer im Nachgang hierzu nicht passiv, sondern stellte im Gegenteil ausdrücklich Verfahrensanträge und reichte Beweismittel ein. Ein Rechtsmissbrauch ist weder ersichtlich noch macht die Vorinstanz solches geltend. Sie verletzt Bundesrecht, indem sie auf die Beschwerde mangels Legitimation nicht eintritt. Die Beschwerde ist gutzuheissen und die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.