Citation: 4A_574/2013 E. A

C.________ und A.________ beschäftigten sich seit Sommer 2007 mit der Herstellung und dem Verkauf von Schmuck. Am 7. November 2007 wurde die B.________ GmbH gegründet, als deren Geschäftsführerin C.________ fungierte. A.________ war an der Gesellschaft weder als Gesellschafterin noch als Geschäftsführerin beteiligt. Die B.________ GmbH und A.________ kamen in der Folge überein, dass sie ab Mai 2008 nicht mehr weiter geschäftlich zusammenarbeiten wollten. Am 6. November 2008 unterbreitete die B.________ GmbH A.________ den Vorschlag einer schriftlichen Austrittsvereinbarung, in welcher A.________ als " Partnerin/Mitarbeiterin" aufgeführt wurde und worin für sie ein Anteil am Geschäftserfolg von 50 % vorgesehen war. Der Vereinbarungsvorschlag vom 6. November 2008 hielt einerseits fest, dass A.________ ein Austrittsguthaben von Fr. 54'577.83, bestehend aus einem hälftigen Gewinnanteil von Fr. 48'824.03, einem Kontokorrentguthaben per 31. Mai 2008 von Fr. 311.30, einem Lohnguthaben von Januar bis Mai 2008 von insgesamt Fr. 6'671.25, abzüglich einer offenen Debitorenrechnung vom 11. Juni 2008 von Fr. 548.75, eines Computers von Fr. 700.-- und eines Druckers von Fr. 250.--, zugute habe. Andererseits sei A.________ noch im Besitz von Fr. 50'000.-- Bargeld, das von einer Kundin als Depot für Schmucklieferungen hinterlegt worden sei und der B.________ GmbH gehöre. A.________ habe diesen Betrag sowie sämtliche der B.________ GmbH gehörenden Geschäftsunterlagen, Schmuck, Modelle, Materialien, Schachteln usw. zurückzugeben. Mit diesem Vorschlag war A.________ nicht einverstanden. Ihr Lebenspartner D.________ formulierte in der Folge eine eigene, vom 18. Dezember 2008 datierende Austrittsvereinbarung, in welcher A.________ als "Mitarbeiterin " bezeichnet wurde, und unterbreitete diese dem Ehemann von C.________. Darin wurden Guthaben von A.________ gegenüber der B.________ GmbH in der Höhe von Fr. 55'806.58, bestehend aus einem hälftigen Gewinnanteil von Fr. 48'824.03, einem Kontokorrentguthaben per 31. Mai 2008 von Fr. 311.30 und einem Lohnguthaben von Fr. 6'671.25 benannt. Demgegenüber wurden Beträge in der Höhe von Fr. 500.-- für ein Apple MacBook und von Fr. 50'000.--, bezeichnet als "Bargeld im Besitz der Mitarbeiterin aufgrund Depot", in Abzug gebracht. Total sollte A.________ also eine Austrittsentschädigung von Fr. 5'306.58 erhalten. Die B.________ GmbH hat diese Austrittsvereinbarung nicht akzeptiert.