Citation: C 261/04 25.07.2005 E. 4

4.1 Gestützt auf die Akten und die am 20. Oktober 2004 durchgeführte Partei- und Zeugenbefragung gelangte das kantonale Gericht zum Schluss, anders als im Arbeitsvertrag beschrieben ("geschäftsführender Direktor"), müsse auf Grund der konkreten Gegebenheiten davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdegegner keinen massgebenden Einfluss auf die Unternehmensentscheidungen der Y.________ AG gehabt habe. Oberstes Entscheidungsorgan sei nach übereinstimmenden Zeugenaussagen die Geschäftsleitung der Gesellschaft (Verwaltungsrat) gewesen. Zu diesem Personenkreis, welcher nach Art. 51 Abs. 2 AVIG vom Anspruch auf Insolvenzentschädigung ausgenommen sei, habe der Beschwerdegegner nicht gehört. Die Sache werde darum an die Verwaltung zurückgewiesen, damit sie in masslicher Hinsicht über die Insolvenzentschädigung verfüge, wobei sie den versicherten Verdienst im Rahmen von Art. 23 AVIG zu bestimmen habe. 4.2 Nach Zustellung des kantonalen Gerichtsentscheids hat die Arbeitslosenkasse am 11. November 2004 beim Versicherten weitere Unterlagen angefordert und zur Begründung ihres Vorgehens angegeben, vor einer Auszahlung der Insolvenzentschädigung müssten weitere Kriterien, namentlich die Einhaltung der Schadenminderungspflicht durch den Beschwerdegegner, geprüft werden. Der Rechtsvertreter des Beschwerdegegners stellte sich mit Schreiben vom 13. November 2004 auf den Standpunkt, für weitere grundsätzliche Abklärungen bleibe kein Raum; die Grundlagen für die Leistungsverfügung seien auf Grund der eingereichten Dokumente geklärt und die Arbeitslosenkasse habe endlich "masslich" zu entscheiden. Daraufhin hat die Kasse Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den vorinstanzlichen Entscheid erhoben und ausgeführt, auch wenn der Beschwerdegegner nicht zum Personenkreis gehören sollte, der nach Art. 51 Abs. 2 AVIG vom Anspruch auf Insolvenzentschädigung ausgeschlossen sei, könne mit Blick darauf, dass er seiner Schadenminderungspflicht nicht in genügender Weise nachgekommen sei, keine Insolvenzentschädigung ausbezahlt werden. 4.3 Der Beschwerdegegner lässt letztinstanzlich vorbringen, das kantonale Gericht habe keine Rückweisung zwecks ergänzender Abklärungen vorgenommen, sondern der Kasse die klare Weisung erteilt, die Insolvenzentschädigung festzulegen. Im Übrigen habe er die Schadenminderungspflicht in jeder Beziehung erfüllt, sodass dem Erlass einer Leistungsverfügung durch die Verwaltung nichts entgegenstehe.