Citation: 1C_562/2023 E. 3.4.5

3.4.5. Die Vorinstanz nennt als weitere in die gleiche Richtung weisende, wenn auch weniger aussagekräftige Indizien die vorliegenden Umstände der Hochzeit - namentlich die kurze Kennenlernphase der Ehegatten, die Unkenntnis der Ehefrau über den Beginn dieser Kennenlernphase, über den Einreisezeitpunkt des Beschwerdeführers in die Schweiz und über den Zeitpunkt, wann sie mit ihm seine Heimat besucht habe. Hinzu komme die Tatsache, dass der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Eheschlusses über keinen gesicherten ausländerrechtlichen Status in der Schweiz verfügt habe. Unter den konkreten Gegebenheiten stelle zudem der grosse Altersunterschied zwischen den Ehegatten von rund 17 Jahren ein gewichtiges Indiz gegen das Bestehen einer tatsächlichen Ehegemeinschaft dar. Bezeichnenderweise begründe der Beschwerdeführer den ausserehelichen sexuellen Kontakt mit dem starken Kinderwunsch in den Jahren 2014 und 2015, als seine Ehefrau bereits in einem Alter gewesen sei, das die Gründung einer eigenen Familie als überwiegend unrealistisch habe erscheinen lassen.