Citation: 4A_462/2017 E. 3.1

3.1. Wird mit einer Klage die Bezahlung eines Geldbetrags verlangt, so ist dieser zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Nur so ist das Rechtsbegehren genügend bestimmt, damit es bei Gutheissung der Klage unverändert zum Urteil erhoben werden kann (BGE 137 III 617 E. 4.3 S. 619 mit Hinweisen). Genügt ein Rechtsbegehren den prozessualen Bestimmtheitsanforderungen nicht, ist darauf nicht einzutreten (vgl. etwa BGE 131 III 70 E. 3 S. 72). Eine Ausnahme vom Erfordernis, den Betrag bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern, sieht Art. 85 ZPO vor; in diesen Fällen ist nur, aber immerhin, ein vorläufiger Mindestwert anzugeben. Darauf ist nicht weiter einzugehen, ist doch unbestritten, dass hier kein Fall von Art. 85 ZPO vorliegt. In grundsätzlicher Hinsicht ist dem Beschwerdeführer darin zuzustimmen, dass ein Begehren, mit dem nicht ein exakter Betrag gefordert wird, sondern ein Mindestbetrag, dem Erfordernis zur Bezifferung nach Art. 84 Abs. 2 ZPO nicht genügt. Das gilt ohne Weiteres auch, wenn es sich bei der Klage um eine Teilklage handelt. Denn bei einem solchen Begehren bleibt unklar, welchen Betrag der Kläger nun genau verlangt - bekannt ist einzig die Minimalforderung. Die Angabe eines blossen Mindestwerts genügt nur gerade im (hier unstreitig nicht gegebenen) Rahmen von Art. 85 ZPO - und auch dort ist die Bezifferung sobald möglich nachzuholen. Wird ausschliesslich auf die Formulierung des Rechtsbegehrens des Beschwerdegegners abgestellt, liegt somit in der Tat ein ungenügend beziffertes Rechtsbegehren vor.