Citation: 9C_432/2009 23.02.2010 E. 2

Die Ausrichtung einer ganzen Rente der Invalidenversicherung ab April 2005 ist letztinstanzlich unbestritten. Zu prüfen bleibt, ob schon in einem früheren Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Beantragt ist die Zusprechung einer ganzen Rente bereits ab 1. November 2000. 2.1 Im vorinstanzlichen Entscheid werden die gesetzlichen Bestimmungen und die Rechtsprechung zum Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2007 geltenden Fassung), dessen Entstehung (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG in der bis Ende 2007 geltenden Fassung) und dessen Beginn bei Bezug eines Taggeldes (Art. 29 Abs. 2 Satz 2 IVG in der bis Ende 2007 geltenden Fassung), zur Aufgabe von Ärztinnen und Ärzten bei der Invaliditätsbemessung (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261) sowie zum Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a-c S. 352 ff.) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. 2.2 Nach Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist. In der seit 1. Januar 2004 gültigen Fassung definiert Art. 6 ATSG die Arbeitsunfähigkeit als die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte (bis Ende 2003: der körperlichen oder geistigen Gesundheit), volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt. Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). 2.3 Nach Art. 88a IVV (in der bis Ende Februar 2004 geltenden Fassung) ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder Verminderung der Hilflosigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Abs. 1). Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder Verschlimmerung der Hilflosigkeit ist die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Abs. 2).