Citation: 1P.149/2000 22.01.2001 E. 1

1.- Der Beschwerdeführer macht geltend, der Schuldspruch des Obergerichts beruhe auf einer willkürlichen und gegen den Grundsatz "in dubio pro reo" verstossenden Würdigung der Beweise. Das Kassationsgericht seinerseits habe eine willkürliche Beweiswürdigung des Obergerichts zu Unrecht verneint und dadurch selber gegen das in Art. 9 BV enthaltene Willkürverbot verstossen. Ferner beklagt er sich über eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil das Obergericht bestimmte Beweisanträge abwies, die er im Berufungsverfahren gestellt hatte. Das Obergericht lehnte die betreffenden Beweisanträge in vorweggenommener Würdigung ab. Der Sachrichter verfügt im Bereich der Beweiswürdigung über einen weiten Ermessensspielraum. Das Bundesgericht kann die Beweiswürdigung nur unter dem Gesichtswinkel des Willkürverbots prüfen. Willkür im Sinne von Art. 9 BV bzw. der bisherigen Praxis zu Art. 4 aBV liegt vor, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offenkundigen Versehen beruht oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 125 II 10 E. 3a, 129 E. 5b; 124 I 208 E. 4a; 124 IV 86 E. 2a, je mit Hinweisen). Wird mit staatsrechtlicher Beschwerde eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" als Beweiswürdigungsregel gerügt, so kann das Bundesgericht nur eingreifen, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver Würdigung des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an der Schuld des Angeklagten fortbestanden (BGE 124 IV 86 E. 2a; 120 Ia 31 E. 2d u. 4b).