Citation: 1C_351/2023 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführenden kritisieren, im angefochtenen Entscheid würden die in der ständigen kantonalen Rechtsprechung und Lehre entwickelten Anforderungen an den Entzug der aufschiebenden Wirkungen unvollständig wiedergegeben. In der Zwischenverfügung des Vorsitzenden des Obergerichts (Oliver Herrmann) vom 31. Oktober 2022, mit welcher die aufschiebende Wirkung ihres Rekurses einstweilen wiederhergestellt worden sei, werde hingegen (noch) darauf hingewiesen, dass der Entzug der aufschiebenden Wirkung nur dann zulässig sei, wenn "andernfalls ein schwerer Nachteil droht, namentlich die unmittelbar bevorstehende, wesentliche Beeinträchtigung bedeutender Polizeigüter" (OLIVER HERRMANN, in: Meyer/Herrmann/Bilger [Hrsg.], Kommentar zur Schaffhauser Verwaltungsrechtspflege, 2021, N. 15 zu Art. 23 VRG/SH). Im Weiteren sei in der besagten Zwischenverfügung festgehalten worden, abgesehen vom Interesse an der Rechtsdurchsetzung würden keine anderen zwingenden öffentlichen oder privaten Interessen am Entzug der aufschiebenden Wirkung behauptet oder sich aus den Akten ergeben. Anstatt zu prüfen, ob ein solch schwerer Nachteil drohe, also namentlich bedeutende Polizeigüter wesentlich beeinträchtigt werden könnten, gehe die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid unmittelbar zu einer Interessenabwägung über. Indem sie die unbestrittenen, von der Lehre und Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an den Entzug der aufschiebenden Wirkungen gar nicht erst prüfe, verletze sie die anerkannte Auslegung von Art. 23 Abs. 1 VRG/SH und somit auch die Norm selbst in krasser Art und Weise und verfalle damit in Willkür.