Citation: 2C_246/2023 E. 7.5.2

7.5.2. Im Lichte dieser Vorbemerkungen erwog die Vorinstanz in haltbarer Weise, dass die Nutzung des Dampfs aus der KVA Forsthaus eine technische Besonderheit des Auftrags darstellt, für die es keine angemessene Alternative gibt (vgl. Art. 21 Abs. 2 lit. c IVöB 2019; zum Nachweis des Fehlens einer angemessenen Alternative zwecks Anwendung des freihändigen Verfahrens siehe auch BGE 150 II 105 E. 5.5-5.10). Die Vorinstanz führt hierzu aus, die KVA Forsthaus werde von der Energie Wasser Bern (ewb) betrieben. Bereits heute beziehe die ARA den Wärmeenergiebedarf für die Kläranlage und die Schlammtrocknung aus Dampf von der KVA Forsthaus. Zu diesem Zweck sei eine Dampffernleitung von der nahegelegenen KVA Forsthaus zur ARA installiert und auf dem Areal der ARA Dampf-Warmwasser-Wärmetauscher errichtet worden. Der aus der KVA Forsthaus stammende Dampf werde von der ARA nicht vollumfänglich benötigt, weshalb er neu zusätzlich für die Fernwärmeanlage eingesetzt werden könne. Hierfür solle der eintreffende Dampf über Wärmetauscher der ARA in einen Zwischenkreislauf dem Verteilsystem des Wärmekollektivs zugeführt werden (vgl. E. 6.5.1 des angefochtenen Urteils). Vor diesem Hintergrund erwägt die Vorinstanz in haltbarer Weise, dass angesichts dieser technischen Besonderheiten für die Umsetzung des warmen Wärmeverbunds keine angemessene Alternative ersichtlich ist. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer führt der Umstand, dass die ARA oder die Energie Wasser Bern (ewb) den (überschüssigen) Dampf des KVA Forsthaus potenziell auch einem Drittunternehmen, das als Konzessionär den warmen Wärmeverbund erstellt und betreibt, zur Verfügung stellen könnte, nicht zu einer Verletzung des Willkürverbots.