Citation: 1C_314/2022 E. 3

In formeller Hinsicht werfen die Beschwerdeführenden der Vorinstanz eine mehrfache Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör vor, wobei sie in erster Linie geltend machen, das angefochtene Urteil sei in verschiedenen Punkten ungenügend begründet. Soweit ihre Ausführungen den Anforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG genügen, sind sie unbegründet. Dem angefochtenen Entscheid ist mit hinreichender Klarheit zu entnehmen, weshalb die Vorinstanz die streitbetroffene Mobilfunkanlage für bewilligungsfähig erachtet hat. Entgegen dem Einwand der Beschwerdeführenden ist es nicht zu beanstanden, dass sich die Vorinstanz dabei nicht mit jedem einzelnen Einwand bzw. jeder einzelnen Annahme der Beschwerdeführenden bezüglich Strahlenexposition bzw. Immissionsberechnung, Messmethode und Qualitätssicherungs-System (QS-System) auseinandergesetzt hat, zumal sie sich zu grossen Teilen auf die Anwendung eines Korrekturfaktors gemäss Nachtrag zur Vollzugsempfehlung des BAFU vom 23. Februar 2021 beziehen. Die Vorinstanz hat hierzu festgehalten, dass Gegenstand des vorliegenden Verfahrens eine adaptive Antenne sei, die nach einem "worst case"-Szenario, also unter Annahme einer gleichzeitigen Abstrahlung der grösstmöglichen Sendeleistung in alle Richtungen, beurteilt worden sei. Eine Beurteilung gemäss dem Nachtrag des BAFU zur Vollzugsempfehlung betreffend "Adaptive Antennen" vom 23. Februar 2021 (nachfolgend: BAFU, Nachtrag zur Vollzugsempfehlung), insbesondere mit Anwendung eines Korrekturfaktors und einer Mittelung der Sendeleistung über einen Zeitraum von sechs Minuten, sowie eine allfällige Anpassung der Anlage an diese neue Vollzugsempfehlung seien deshalb nicht Streitgegenstand. Auf diesbezügliche Rügen war nach Ansicht der Vorinstanz daher nicht einzugehen (zum Streitgegenstand vgl. E. 4 hiernach). Die sich aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) ergebende Begründungspflicht erstreckt sich lediglich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte (vgl. BGE 142 II 49 E. 9.2; 137 II 226 E. 3.2; 136 I 184 E. 2.2). Die Vorinstanz hat die aus ihrer Sicht entscheidrelevanten Überlegungen transparent gemacht und es den Beschwerdeführenden so ermöglicht, den Entscheid sachgerecht anzufechten. Ihrer Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) ist sie damit nachgekommen. Ob sich die Auffassung der Vorinstanz als zutreffend erweist oder nicht, ist im Übrigen eine Frage der Rechtsanwendung. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt somit nicht vor.