Citation: U 135/05 07.07.2005 E. 2

Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG) in Kraft getreten, mit dem unter anderem auch im Unfallversicherungsrecht verschiedene materiellrechtliche Bestimmungen geändert worden sind. Intertemporalrechtlich hat die Vorinstanz zutreffend festgehalten, dass Leistungsansprüche in zeitlicher Hinsicht nach denjenigen Rechtssätzen zu beurteilen sind, die bei der Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhaltes in Kraft waren (BGE 130 V 447 Erw. 1.2.1 und 333 Erw. 2.3 je mit Hinweisen), somit für die Zeit bis 31. Dezember 2002 nach den bis zu diesem Zeitpunkt gültigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen des ATSG. Von den im vorliegenden Fall relevanten Bestimmungen von Art. 6, 10 und 16 UVG hat nur diejenige von Art. 16 Abs. 1 UVG mit dem Inkrafttreten des ATSG eine Änderung insofern erfahren, als darin für die Arbeitsunfähigkeit (als Voraussetzung des Taggeldanspruches) neu auf deren begriffliche Umschreibung in Art. 6 ATSG verwiesen wird. Indessen hat Art. 6 ATSG an dem von der Rechtsprechung entwickelten Begriff der Arbeitsunfähigkeit (BGE 129 V 53 Erw. 1.1 in fine mit Hinweisen, 114 V 283 Erw. 1c und d sowie 287 Erw. 3d je mit Hinweisen) nichts geändert (BGE 130 V 345 f. Erw. 3.1.1 und 3.1.2; RKUV 2004 Nr. U 529 S. 572), weshalb die mit dem ATSG am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen materiellen Rechtsänderungen für den vorliegenden Fall nicht von Belang sind.