Citation: 5A_584/2007 13.02.2008 E. 3

Die Beweislast im Widerspruchsprozess bestimmt sich nach der allgemeinen Regel in Art. 8 ZGB und anhand der Rechtsvermutungen aus dem Besitz gemäss Art. 930 f. ZGB (BGE 117 II 124 E. 2 S. 126). Das Obergericht hat zwar die auf dem Besitz beruhenden Eigentumsvermutungen erörtert, dann aber als Ergebnis der Beweiswürdigung festgestellt, dass die Beschwerdeführerin das Fahrzeug nicht für sich, sondern für den Schuldner erworben habe (E. 3b S. 10) und dass es sich beim Mietvertrag um eine bloss vorgeschobene Gefälligkeitshandlung der Beschwerdeführerin handle, der Mietvertrag somit bloss simuliert sei (E. 3c/bb S. 13 des angefochtenen Urteils). Liegt damit ein positives Beweisergebnis vor, ist die Frage der Beweislastverteilung gegenstandslos. Denn wo das Gericht sich überzeugt hat, dass ein Sachvorbringen bewiesen oder widerlegt ist, kann eine allenfalls unrichtige Verteilung der Beweislast den Inhalt des Urteils nicht beeinflussen (vgl. Kummer, Berner Kommentar, 1962/66, N. 23 zu Art. 8 ZGB; zuletzt: BGE 132 III 626 E. 3.4 S. 634). Der daherige Vorwurf der Beschwerdeführerin (S. 4 Ziff. 9-11) erweist sich als unberechtigt.