Citation: 1P.218/2006 04.05.2006 E. 3

3.1 Ein Verstoss gegen das Beschleunigungsgebot ist im jetzigen Zeitpunkt zu verneinen, nachdem die Beschwerdeführerin seit Anfang Dezember 2005 in Untersuchungshaft ist und die Angelegenheit - wie aus den Akten zu schliessen ist - seither beförderlich behandelt wurde. In Anbetracht des bei den vorgeworfenen Straftatbeständen angedrohten Strafmasses besteht noch keine Gefahr von Überhaft. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführerin in Bezug auf die schwere Körperverletzung lediglich versuchte Anstiftung vorgeworfen wird. Gemäss Art. 24 StGB wird, wer jemanden zu dem von ihm verübten Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich bestimmt hat, nach der Strafandrohung bestraft, die auf den Täter Anwendung findet. Auch wenn nach Art. 22 StGB beim Versuch die Möglichkeit einer milderen Strafe besteht, hat der Haftrichter aufgrund der übrigen Vorwürfe eine Überhaft zu Recht verneint. Indes hat der Staatsanwalt für eine beförderliche Anklageerhebung besorgt zu sein. 3.2 In Bezug auf die Verhältnismässigkeit der Untersuchungshaft ist weder eine mildere Massnahme ersichtlich, welche der Kollusionsgefahr entgegenwirken könnte, noch wurde von der Beschwerdeführerin eine solche aufgezeigt.