Citation: I 457/06 14.02.2007 E. 4

Näher einzugehen ist zunächst auf das Valideneinkommen. 4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns bzw. vorliegend im Zeitpunkt der allfälligen Herabsetzung des Rentenanspruchs nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdient hätte. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (BGE 129 V 224 Erw. 4.3.1 mit Hinweisen). 4.2 Gemäss beglaubigter Übersetzung eines kroatischen Zeugnisses hat der Beschwerdegegner 1972 die Abschlussprüfung als Metzger absolviert. In den Jahren 1977 bis 1990 war er fast ununterbrochen auf diesem Beruf tätig. Nachdem der Versicherte im Januar 1990 einen Arbeitsunfall erlitten hatte, nahm er Ende 1990 einen Wechsel zum Beruf als Chauffeur vor. Wie die Vorinstanz einlässlich und überzeugend dargelegt hat, ist aufgrund der Aktenlage und in Anbetracht der Biographie des Beschwerdegegners davon auszugehen, dass er ohne die zufolge des Unfalles erlittene Beeinträchtigung nicht den mit einer massiven Lohneinbusse verbundenen Berufswechsel vorgenommen hätte, sondern heute noch als Metzger tätig wäre. Ebenfalls korrekt ist es, den Versicherten gestützt auf das Abschlusszeugnis vom 15. Juni 1972 und auf das Zeugnis der Firma X.________ AG vom 5. Februar 1987 als gelernten Metzger, nicht als Hilfsmetzger, zu qualifizieren. Auf die entsprechenden Erwägungen im kantonalen Entscheid kann verwiesen werden. In Anbetracht dieser Umstände ist bezüglich Ermittlung des Valideneinkommens nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf das letzte bei der Firma Y.________ Fleischwaren AG als Metzger erzielte Einkommen 1990 von Fr. 59'540.- abgestellt und dieses gemäss Nominallohnentwicklung per 2005 auf Fr. 77'276.- hochgerechnet hat. Was die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die Lohnstatistik des Verbandes Schweizer Metzgermeister dagegen einwendet, vermag nicht zu überzeugen. Zum einen ist der Beschwerdegegner seit 2003 nicht mehr Ausländer, sondern Schweizer Bürger. Im Jahre 2005 wäre sodann ohne Gesundheitsbeeinträchtigung von einer 28-jährigen Tätigkeit als Metzger in der Schweiz auszugehen, was es unabhängig vom Bürgerrecht kaum mehr gerechtfertigt hätte, ihn lohnmässig als ausländischen Metzger zu qualifizieren. Wie der Beschwerdegegner schliesslich zu Recht geltend macht, liegt der auf das Jahr 2005 hochgerechnete statistische Wert für Schweizer Metzger lediglich 6.6 % unter dem vom kantonalen Gericht aufgrund des tatsächlich erzielten Einkommens ermittelten Wert. Diese Differenz lässt sich mit der Vorinstanz damit begründen, dass der Versicherte zufolge seiner Tätigkeit in grossen Fleischverarbeitungsbetrieben bereits 1990 ein überdurchschnittliches Einkommen als Metzger erzielt hatte.