Citation: 4A_351/2022 E. 2.3

2.3. Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG muss nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung rechtlicher Natur sein, was voraussetzt, dass er durch einen späteren günstigen Entscheid nicht oder nicht mehr vollständig behoben werden kann (BGE 148 IV 155 E. 1.1; 144 III 475 E. 1.2 S. 479; 141 III 80 E. 1.2; 136 IV 92 E. 4 S. 95; 134 III 188 E. 2.1 S. 190; 133 III 629 E. 2.3.1, je mit Hinweisen). Rein tatsächliche Nachteile wie die Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens reichen nicht aus (BGE 148 IV 155 E. 1.1; 142 III 798 E. 2.2 S. 801; 141 III 80 E. 1.2; 138 III 190 E. 6 S. 192; 137 III 380 E. 1.2.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin macht geltend, der vom Obergericht nicht korrigierte Zwischenentscheid des Bezirksgerichts bewirke für sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil. Sie führt dazu unter dem Titel "Darlegung des nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteils" im Wesentlichen aus, sie könne den Streit an die maltesischen Streitberufenen 2 und 3 schlicht überhaupt nicht mehr wirksam verkünden, nachdem das Obergericht fälschlicherweise auf die Beschwerde gegen die Verfügung des Bezirksgerichts vom 31. März 2022 nicht eingetreten sei. Zweck der Streitverkündung sei zum einen der Einbezug der streitberufenen Partei in den Prozess, um die streitverkündende Partei zu unterstützen, und zum anderen das Vorbereiten eines allfälligen Regresses gegen den Litisdenunziaten. Die Beschwerdeführerin könne nur mit der vermittels dieser Beschwerde durchzusetzenden Unterstützung des Bezirksgerichts die von ihr gewünschte Streitverkündung vornehmen. Bei der Streitverkündung sei zudem der Zeitpunkt derselben von entscheidender Bedeutung. Verkürzt gesagt, sei es für den Litisdenunzianten empfehlenswert, den Streit möglichst früh, aber unbedingt noch vor dem Fall der Novenschranke zu verkünden. Das Bezirksgericht habe deutlich gemacht, dass es ohne weitere Bemühungen, die Streitberufenen zu informieren, rasch eine Hauptverhandlung durchführen wolle, anlässlich derer die Streitsache nach dem Willen des Gesetzgebers erledigt werden sollte. Könne die Beschwerdeführerin den Streit nicht zum jetzigen Zeitpunkt verkünden, erleide sie den nicht leicht wieder gutzumachenden Nachteil, ohne Hilfe der Litisdenunziaten und ohne wirksame Absicherung ihrer Rechtspositionen gegenüber diesen (Verhinderung, dass ihr die Streitberufenen später den Einwand des schlecht geführten Prozesses vorhalten) dazustehen. Die Voraussetzung nach Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG sei vorliegend erfüllt. Es ist fraglich, ob die Beschwerdeführerin einen durch den angefochtenen Entscheid drohenden nicht wieder gutzumachenden Nachteil bloss behauptet, sich aber damit begnügt, einen drohenden nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil zu begründen. Wie es sich damit verhält, kann offen bleiben, da die Beschwerdeführerin mit ihren Ausführungen jedenfalls keinen drohenden nicht wieder gutzumachenden Nachteil darzutun vermag. Sollte die Beschwerdeführerin im verfahrensabschliessenden Urteil der Erstinstanz ganz oder teilweise unterliegen, kann sie die Fragen, ob die Erstinstanz die Streitberufenen 2 und 3 zu Unrecht aus dem Rubrum gestrichen und zu einer Hauptverhandlung vorgeladen hat, ohne vorher die Streitberufung in einem Amtsblatt zu publizieren, anschliessend in Rechtsmitteln an die Vorinstanz und nötigenfalls an das Bundesgericht aufwerfen. Sollten diese Fragen alsdann zu bejahen sein, wäre die Sache an die Erstinstanz zurückzuweisen zur Wiederholung des Verfahrens unter Einbezug der Streitberufenen 2 und 3. Damit könnte ein der Beschwerdeführerin durch den angefochtenen Entscheid erwachsender Nachteil vollständig behoben werden. Eine damit verbundene Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens stellt, wie ausgeführt, keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG dar.