Citation: H 139/99 28.11.2000 E. 4

4.- Nach Auffassung des Beschwerdeführers ist die Schadenersatzforderung, welche vom Gericht nur geprüft werden kann, weil sie nicht auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruht (AHI 1993 S. 172 Erw. 3a; ZAK 1991 S. 126 Erw. II/1b), in masslicher Hinsicht unklar. a) Der Schadenersatzprozess gemäss Art. 81 AHVV ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 81 Abs. 3 AHVV in Verbindung mit Art. 85 Abs. 2 lit. c AHVG), welcher besagt, dass der Richter von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen hat (vgl. BGE 108 V 197 Erw. 5). Der Untersuchungsgrundsatz gilt aber nicht uneingeschränkt, sondern wird durch die verschiedenen Mitwirkungspflichten der Parteien ergänzt (BGE 122 V 158 Erw. 1a mit Hinweisen). Dazu gehört auch die Substanziierungspflicht, welche beinhaltet, dass die wesentlichen Tatsachenbehauptungen und -bestreitungen in den Rechtsschriften enthalten sein müssen (Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. , Bern 1983, S. 208). Dementsprechend ist es Sache der Ausgleichskasse, die Schadenersatzforderung soweit zu substanziieren, dass sie überprüft werden kann. Anderseits obliegt es im Bestreitungsfall dem Beklagten, substanziiert darzulegen, weshalb der von der Kasse ermittelte Schadensbetrag unzutreffend ist (ZAK 1991 S. 126 Erw. II/1b). b) Die Beschwerdegegnerin hat zusammen mit der Schadenersatzverfügung dargelegt, dass ihre Forderung auf den von ihrem Revisor ermittelten Lohnsummen der Jahre 1996 und 1997 beruht. Zudem ist die Forderung durch die entsprechenden Zusammenstellungen in den Akten nachvollziehbar und widerspruchsfrei begründet. Weder im vor- noch im letztinstanzlichen Verfahren hat der Beschwerdeführer diese Abrechnung substanziiert bestritten. Dies gilt auch bezüglich der beiden von der Ausgleichskasse zu seinen Gunsten berücksichtigten Postzahlungen vom 21. November 1997 und 25. März 1998, hinter welche der Beschwerdeführer zwar ein Fragezeichen setzt, ohne indessen zu bestreiten, dass diese tatsächlich erfolgt sind. Im Lichte der Rechtsprechung (vgl. Erw. 4a) ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf die vorhandenen Akten abgestellt und von näheren Abklärungen abgesehen hat. Auch die Vorbringen des Beschwerdeführers im letztinstanzlichen Verfahren lassen die Sachverhaltsfeststellung im angefochtenen Entscheid nicht als mangelhaft im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG erscheinen, zumal nicht konkret dargelegt wird, welche Abrechnungspositionen die Ausgleichskasse nicht korrekt berücksichtigt hätte.