Citation: 7B_8/2021 E. 9.4.2

9.4.2. Dem Beschwerdeführer ist im Weiteren zwar beizupflichten, dass seine Fremdsprachigkeit mit ein Grund für die Anordnung der amtlichen notwendigen Verteidigung war. Dass dieser bloss eingesetzt wurde, um alle vergangenen oder zukünftigen, vom Beschwerdeführer eigens verfassten Eingaben zu übersetzen, lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Anders als der Beschwerdeführer meint, amtete der amtliche Verteidiger durchaus als Rechtsanwalt und es ist nicht ersichtlich, dass sich dessen Tätigkeit lediglich auf eine blosse Übersetzungsleistung beschränkte. Die vom Beschwerdeführer gemachten Ausführungen, wonach der ihm beigegebene Verteidiger nicht alle, jemals von ihm bei der Polizeirichterin eingereichten Eingaben übersetzt habe bzw. keine Eingaben übersetzt habe, welche die Beigabe eines Verteidigers angeblich nötig gemacht hätten (vgl. Beschwerde Ziff. 8.1 S. 77 f.), laufen damit ins Leere. Die Rüge des Beschwerdeführers, die ihm auferlegte Verpflichtung zur Rückzahlung der Entschädigung an den amtlichen notwendigen Verteidiger stelle eine Umgehung des Anspruchs auf eine unentgeltliche Unterstützung durch einen Dolmetscher bzw. eine Dolmetscherin nach Art. 6 Ziff. 3 lit. e EMRK bzw. auf eine unentgeltliche Übersetzung nach Art. 426 Abs. 3 lit. b StPO dar, ist unbegründet, genauso wie die Kritik an der Kostenauflage in der Sache selbst.