Citation: 9C_487/2021 E. 4.2.2

4.2.2. Die Vorinstanz hat nicht näher begründet, weshalb sie der Beschwerdeführerin - neben dem Erwerbspensum von (unbestritten) 80 % - keinen Aufgabenbereich zugestanden hat. Diesbezüglich hat sie auch keine Feststellungen getroffen, sondern lediglich die Qualifikation der IV-Stelle bestätigt. Diese hatte im Feststellungsblatt vom 23. März 2020 ausgeführt, die Beschwerdeführerin sei nie einer 100 %igen Arbeitstätigkeit nachgegangen; ihre (1989, 1991 und 1993 geborenen) Kinder seien bereits erwachsen und es beständen keine Betreuungspflichten mehr; sie arbeite freiwillig 80 %. Deshalb würden 20 % in den Freizeitbereich fallen. Diese Folgerung ist ebenfalls nicht nachvollziehbar. Das Bundesgericht kann den Sachverhalt ergänzen (vgl. vorangehende E. 1). Anlässlich der Begutachtung hatte die Beschwerdeführerin angegeben, sie sei für knapp zehn Jahre Hausfrau gewesen, in dieser Zeit seien ihre Kinder geboren. 1997 habe sie wieder begonnen zu arbeiten, zunächst stundenweise als Raumpflegerin. Von 2013 bis zum Unfall habe sie als Pflegehilfskraft in einem Altersheim zu 80 % gearbeitet. Momentan helfe sie ihrem verunfallten Ehemann bei der Körperpflege, ansonsten verrichte sie am Morgen Tätigkeiten im Haushalt, eventuell gehe sie einkaufen und bereite das Mittagessen zu. Die geschilderten Umstände lassen den Schluss zu, dass die Beschwerdeführerin auch ohne Gesundheitsschaden regelmässig übliche Tätigkeiten im Haushalt verrichtet hätte.