Citation: 9C_623/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat zusammengefasst festgestellt, dass G.________ und H.________ im relevanten Zeitraum faktische Organe der Beschwerdeführerin gewesen seien und diese sich das Wissen dieser beiden Personen zurechnen lassen müsse. H.________ sei bereits 2010 bei der J.________ AG als Rennfahrer engagiert und selbst Gläubiger dieser Gesellschaft gewesen. Schon zum Zeitpunkt der Darlehensbegebung (1. November 2010) habe die Beschwerdeführerin daher Kenntnis der Sanierungsbedürftigkeit und der sich zunehmend verschlechternden finanziellen Situation der J.________ AG gehabt (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.3). Nichtsdestotrotz habe die Beschwerdeführerin im Jahr 2011 die Forderung weder abgeschrieben noch wertberichtigt und auch keine Rückstellung gebildet, was als klares Indiz dafür zu werten sei, dass die Beschwerdeführerin weiterhin von der Werthaltigkeit der Forderung ausgegangen sei. Die Beschwerdeführerin habe alsdann beim Verkauf der Forderung auf eine gleichwertige Gegenleistung verzichtet und so letztlich ihrem faktischen Geschäftsführer G.________ einen geldwerten Vorteil zugewendet (vgl. angefochtenes Urteil E. 4.4). Der L.________ AG sei derweil bloss die Rolle eines "Strohmanns" zugekommen. Diese Gesellschaft sei effektiv gar nie Gläubigerin der ihr übertragenen Darlehensforderung gewesen; es müsse mithin von einer simulierten Übertragung ausgegangen werden (vgl. angefochtenes Urteil E. 4.2). Diese Würdigung der Rolle der L.________ AG hat die Vorinstanz unter anderem auf eine Reihe von Aussagen der involvierten Personen gestützt, die sie selbst befragt hatte (vgl. angefochtenes Urteil Sachverhalt Ziff. E. 4.1). Unter Berücksichtigung der Gegebenheiten, die der Vorinstanz aus dem Parallelverfahren betreffend die B.A.________ AG (Verfahren 9C_621/2022) bekannt waren, hat die Vorinstanz festgestellt, dass die Geschäfte (Forderungsverkauf der Beschwerdeführerin an G.________ via die L.________ AG und Verkauf der Liegenschaft der B.A.________ AG an die J.________ AG) darauf ausgelegt gewesen seien, G.________ einen geldwerten Vorteil zu verschaffen (angefochtenes Urteil E. 4.3). Konkret habe die Beschwerdeführerin durch den Verzicht auf Fr. 525'000.- im Rahmen der Veräusserung der (nach wie vor voll werthaltigen) Darlehensforderung G.________ einen Vorteil zukommen lassen, der einem Dritten so nicht erbracht worden wäre.