Citation: 2C_644/2022 E. 7.3.2

7.3.2. Das nach Gesagtem grundsätzlich grosse familiäre Interesse der Beschwerdeführer ist allerdings zu relativieren. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass den Beschwerdeführern bereits im Zeitpunkt der Eheschliessung am 30. März 2017 bekannt gewesen sein muss, dass die Ehe aufgrund des noch laufenden Haftvollzugs bzw. der bis am 29. August 2019 verfügten Einreisesperre vorerst in der Türkei gelebt werden muss und aufgrund der massiven Straffälligkeit des Rekurrenten nicht unmittelbar nach Wegfall der Einreisesperre mit der Bewilligung des Familiennachzugs zu rechnen war. Hinzu kommt, dass das gemeinsame Familienleben in der Schweiz auf die illegale Einreise des Beschwerdeführers zurückzuführen ist. In diesem Zusammenhang machte sich auch die Beschwerdeführerin straffällig; am 16. Mai 2019 erliess die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt einen Strafbefehl wegen Begünstigung und Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts gegen sie (angefochtener Entscheid E. 5.3.2 S. 15 und E. 5.3.3).