Citation: 5A_251/2023 E. A

A.a. A.________ (geb. 1970), weissrussische Staatsangehörige, und B.________ (geb. 1962), australischer Staatsangehöriger, heirateten 2010 in der Schweiz, wo sie seither gemeinsam lebten. Im Juni 2018 trennten sich die Eheleute. Die Ehe blieb kinderlos. A.b. A.b.a. B.________ erhob am 19. Dezember 2019 Scheidungsklage beim Familiengericht Dandenong in Australien. A.________ reichte ihrerseits am 3. Februar 2020 Scheidungsklage beim Kantonsgericht Zug ein (Verfahrensnummer A1 2020 9). A.b.b. Mit Entscheid vom 6. Mai 2020 schied das Familiengericht Dandenong die Parteien, ohne die Scheidungsnebenfolgen zu regeln. Das Kantonsgericht führte daraufhin das Scheidungsverfahren als Ergänzungsverfahren zum australischen Scheidungsurteil unter neuer Verfahrensnummer EO 2021 195 fort. A.c. A.________ stellte im Rahmen des Scheidungsergänzungsverfahrens beim Kantonsgericht die folgenden Gesuche: A.c.a. Am 12. Mai 2020 beantragte sie, die Verfügungsbefugnis von B.________ über seine Bankkonten und Grundstücke in der Schweiz bis zum rechtskräftigen Abschluss des Ergänzungsverfahrens (EO 2021 195) superprovisorisch zu beschränken und B.________ zu verpflichten, Auskunft über seine finanziellen Verhältnisse zu erteilen. Das Kantonsgericht eröffnete das Verfahren unter der Geschäftsnummer ES 2020 242. A.c.b. Am 11. Dezember 2020 stellte A.________ den Antrag, B.________ sei zu verpflichten, ihr einen Prozesskostenvorschuss von Fr. 65'000.-- für die vor Kantonsgericht hängigen Verfahren EO 2021 195 (Scheidungsergänzungsverfahren) und ES 2020 242 (vorsorgliche Massnahmen und Auskunftsbegehren) zu bezahlen. Subsidiär ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Das Kantonsgericht eröffnete das Verfahren betreffend den Prozesskostenvorschuss unter der Geschäftsnummer ES 2020 674 und dasjenige betreffend unentgeltliche Rechtspflege unter der Geschäftsnummer UP 2020 181 (zurzeit sistiert). A.d. Das Kantonsgericht fällte am 28. Januar 2022 zwei Entscheide: A.d.a. Im Verfahren ES 2020 242 (vorsorgliche Massnahmen und Auskunftsbegehren) bestätigte es die zwischenzeitlich superprovisorisch verfügten Grundbuch- und Kontosperren teilweise und verpflichtete B.________ unter Androhung von Busse nach Art. 292 StGB, über seine finanziellen Verhältnisse gestützt auf Art. 170 ZGB Auskunft zu erteilen. Die Gerichtskosten von insgesamt Fr. 4'000.-- auferlegte es den Parteien je zur Hälfte und schlug die Parteikosten wett. A.d.b. Im Verfahren ES 2020 674 (Prozesskostenvorschuss) verpflichtete es B.________, A.________ für die Verfahren EO 2021 195 (Scheidungsergänzungsverfahren) und ES 2020 242 (vorsorgliche Massnahmen und Auskunftsbegehren) einen Prozesskostenvorschuss von Fr. 39'500.-- zu bezahlen. Im Übrigen wies es das Gesuch ab, soweit es darauf eintrat. Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- auferlegte es B.________ und verpflichtete ihn, A.________ eine Parteientschädigung von Fr. 6'760.-- zu bezahlen.