Citation: 1P.621/2004 12.11.2004 E. 1

X.________ erstattete am 9. August 2001 Strafanzeige gegen die Vormundschaftsbehörde Reinach und Y.________ (ihr ehemaliger vorläufiger Vertreter gemäss Art. 386 Abs. 2 ZGB) wegen Amtsmissbrauchs, ungetreuer Geschäftsbesorgung, Misswirtschaft und Unterlassung der Buchführung, begangen im Zusammenhang mit dem Obhutsentzug für ihre Kinder und der Einleitung eines Entmündigungsverfahrens gegen sie. In der Folge eröffnete das Statthalteramt Arlesheim ein Verfahren gegen Y.________ wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung. Mit Beschluss vom 25. Februar 2004 stellte die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft das Verfahren gegen Y.________ wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung, Amtsmissbrauchs und Nötigung ein, da ein hinreichender Beweis für die angezeigten Tatbestände nicht erbracht werden könne. Gegen diesen Einstellungsbeschluss erhob X.________ am 29. März 2004 Beschwerde. Das Verfahrensgericht in Strafsachen des Kantons Basel-Landschaft wies diese Beschwerde mit Beschluss vom 9. Juli 2004 ab. Zur Begründung führte das Verfahrensgericht zusammenfassend aus, Gegenstand der angefochtenen Verfügung sei lediglich die Verfahrenseinstellung wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung, Amtsmissbrauchs und Nötigung. Aus formeller Sicht hätte die Verfahrenseinstellung auch hinsichtlich der angezeigten Misswirtschaft und der Unterlassung der Buchführung erfolgen müssen. Da jedoch offensichtlich sei, dass auch insoweit eine Verfahrenseinstellung erfolgen würde, könne aus prozessökonomischen Gründen darauf verzichtet werden, die Staatsanwaltschaft anzuweisen, bezüglich dieser beiden Tatbestände die Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen Y.________ zu veranlassen. Hinsichtlich der Straftatbestände des Amtsmissbrauchs, der Nötigung und der ungetreuen Geschäftsbesorgung könne eine Verurteilung des Beschuldigten ausgeschlossen werden, weshalb die Staatsanwaltschaft das Verfahren zu Recht eingestellt habe.