Citation: I 561/01 06.08.2002 E. 3.2

Nachdem die SUVA mit rechtskräftigem Einspracheentscheid vom 30. November 1994 unter anderem die Taggeldleistungen für die Arbeitsunfähigkeit in der Folge des Unfalles vom 30. November 1993 eingestellt hatte, bestätigte Dr. med. K.________ am 25. Januar 1995 gegenüber dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, dass sie ab 9. Juni 1994 wegen Krankheit (Epilepsie) 100% arbeitsunfähig sei und in absehbarer Zeit eine Besserung der geklagten Nacken-Schulter-Arm-Schmerzen kaum zu erwarten sei. Zuhanden der IV-Stelle hielt Dr. med. K.________ mit Bericht vom 26. Juni 1995 fest, angesichts des stationären Gesundheitszustandes der Versicherten sei in Bezug auf die seit 30. November 1993 anhaltende vollständige Arbeitsunfähigkeit keine Besserung absehbar. Auch gemäss ZMB-Gutachten 1 (S. 21 f.) vom 18. Dezember 1995 war von einer anhaltenden mindestens 75 %igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen, wobei die zukünftige Verbesserungsfähigkeit der Arbeitsfähigkeit noch nicht abgeschätzt werden konnte, weshalb berufliche Massnahmen (ZMB-Gutachten 1 S. 22) damals für "sicherlich verfrüht" erachtet worden waren. Somit war die Beschwerdeführerin gemäss Einschätzung der medizinischen Experten aus gesundheitlichen Gründen nach Ablauf der einjährigen Wartezeit gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG (noch) nicht eingliederungsfähig (Erw. 3a hievor), weshalb ihr der Anspruch auf eine Invalidenrente nach der durchgehend anhaltenden Arbeitsunfähigkeit von mindestens 75-100% ab 1. Dezember 1993 schon aus diesem Grund ab 1. Dezember 1994 zusteht.