Citation: 2C_93/2023 E. 2.3

2.3. Der angefochtene Entscheid wird den Anforderungen von Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG und Art. 29 Abs. 2 BV nicht gerecht: Auch wenn die Vorinstanz die Sache nur summarisch prüft, muss sich aus ihrem Zwischenentscheid über die unentgeltliche Rechtspflege doch ergeben, auf welchen Sachverhalt sie abstellt und warum sie gestützt auf alle entscheidwesentlichen Aspekte davon ausgeht, die Eingabe sei zum Vornherein aussichtslos (vgl. die Urteile 2C_859/2021 vom 8. April 2022 E. 3.3; 2C_135/2022 vom 10. Februar 2022 E. 2.3). Vorliegend ist nicht ersichtlich, worauf die (wenigen) in der Verfügung enthaltenen Feststellungen zum rechtserheblichen Sachverhalt basieren, obwohl dieser sowohl in Bezug auf die Landesabwesenheit der Beschwerdeführerin (betreffend das Erlöschen der Niederlassungsbewilligung) als auch auf ihre Erwerbstätigkeit (hinsichtlich des freizügigkeitsrechtlichen Aufenthaltsanspruchs) umstritten ist und einen wesentlichen Teil der Beurteilung der Hauptsache bildet. Aus der Kurzbegründung der Vorinstanz ergibt sich jedenfalls nicht, ob (respektive inwiefern) sie die diesbezüglichen Einwände der Beschwerdeführerin - die vor der Vorinstanz verschiedene Belege (darunter Verfügungen der Steuerbehörden, Arbeitsverträge, Lohnabrechnungen und ein aktuelles Sozialhilfebudget) eingereicht hatte - bei ihrer summarischen Beurteilung miteinbezogen hat. Die Vorinstanz legt auch nicht dar, was sie aus ihren Sachverhaltsfeststellungen ableitet: in der angefochtenen Verfügung fehlt jegliche rechtliche Würdigung, sowohl in Bezug auf die unentgeltliche Rechtspflege als solche, als auch betreffend die in diesem Rahmen für die Beurteilung der Aussichtslosigkeit summarisch zu prüfenden Bestimmungen des Bundes- und Völkerrechts. Ohne diese Würdigung kann aber auch nicht überprüft werden, ob die Vorinstanz die relevanten rechtlichen Bestimmungen korrekt angewendet hat. Nach dem Gesagten genügt der angefochtene Entscheid den gesetzes- und verfassungsrechtlichen Begründungsanforderungen (vorne E. 2.1) nicht. Er ist daher aufzuheben und die Sache ist zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Damit erübrigt sich auch die Prüfung der weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin.