Citation: 1C_553/2020 E. 5.5

5.5. Unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit stellt der Beschwerdeführer die Eignung der geplanten Schutz- und Revitalisierungsmassnahmen entlang der Sure in Frage. Einerseits gehe die Hochwassergefahr gar nicht von der Sure, sondern vom Hofbach aus. Schutzmassnahmen müssten deshalb primär entlang des Hofbachs ergriffen werden, was von den kantonalen Behörden gar nie ernsthaft geprüft worden sei. Andererseits habe die angestrebte Umleitung der Sure über Teile seines Grundstücks zur Folge, dass das Gewässer danach auf einer Abwasserleitung zu liegen komme und an einen belasteten Standort angrenze. Das Teilprojekt 1 habe damit negative ökologische Auswirkungen und sei auch deshalb ungeeignet, die vom Kanton angestrebten Ziele des Hochwasser- und Naturschutzes zu erreichen. Ausserdem habe er mit dem von ihm eingereichten alternativen Hochwasserschutzprojekt, der sog. Variante Schilliger, hinreichend aufgezeigt, dass es zur Sicherstellung des Hochwasserschutzes im Gebiet der Gemeinde Münige und der Stadt Sursee gleich geeignete und sogar mildere Massnahmen gebe. Diese Variante sei jedoch von den kantonalen Behörden ohne hinreichende Prüfung ihrer Machbarkeit verworfen worden. Für die Revitalisierung der Sure sei es zudem unverhältnismässig, deren Flusslauf über Teile seines Grundstücks umzuleiten, wenn als mildere Massnahme auch das auf dem Areal der B.________ AG liegende, über den Flusslauf der Sure gebaute Gebäude Nr. 403 entfernt werden könne. Schliesslich überwögen seine privaten Interessen ohnehin die vom Kanton verfolgten öffentlichen Interessen des Hochwasser- und Naturschutzes.