Citation: 1B_165/2008 10.07.2008 E. 3

Nach Ansicht des Haftgerichts hat sich der Beschwerdeführer im vorzeitigen Massnahmevollzug befunden, bis dieser per 13. Mai 2008 aufgehoben wurde. Seither sei der Freiheitsentzug in Form der Sicherheitshaft wegen Fortsetzungsgefahr weiterzuführen. Der dringende Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer ergebe sich aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft vom 31. März 2008. Hinsichtlich des besonderen Haftgrundes der Fortsetzungsgefahr verweist das Haftgericht auf das psychiatrische Gutachten vom 30. November 2007, wonach der Beschwerdeführer an einer ausgeprägten dissozialen Persönlichkeitsstörung mit deutlichen narzisstischen und gewissen unreifen Zügen leide. Das Haftgericht würdigte überdies die Zwischenberichte der Anstalt A.________ und die Sitzungsprotokolle ab Jahresbeginn 2008. Es sei keine Entwicklung zum Besseren hin erkennbar, der Beschwerdeführer habe trotz einer Vorstrafe von 2004 weitere Straftaten begangen, dies teils vor seiner Festnahme im Dezember 2004, teils während der Flucht aus dem vorzeitigen Massnahmevollzug im Oktober und November 2005. In Freiheit belassen, würde es an festen Strukturen fehlen, die dem Beschwerdeführer Halt geben würden. Eine Rückversetzung in die Anstalt A.________ sei ausgeschlossen, eine Entlassung mit Meldepflicht vermöge die Rückfallgefahr nicht wirksam zu bannen, aktuell sei einzig die Sicherheitshaft denkbar. Die bisherige Dauer des Freiheitsentzugs von rund 3 ½ Jahren sei angesichts des drohenden Vollzugs der Vorstrafe von 16 Monaten Gefängnis, der Delinquenz während des laufenden Strafverfahrens sowie der Vielzahl und Schwere der Widerhandlungen nicht zu beanstanden. Es bleibe jedoch zu erwarten, dass die Hauptverhandlung rasch an die Hand genommen werde.