Citation: 4A_220/2023 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerin macht eine unrichtige Auslegung der allgemeinen Versicherungsbedingungen geltend. Die Vorinstanz habe es sich bei der Auslegung der strittigen Vertragsklausel Art. B10 AVB einfach gemacht. Sie habe auf einen früheren Entscheid verwiesen, statt die Vertragsbestimmung bundesrechtskonform auszulegen und auf die hiesige Sachverhaltskonstellation anzuwenden. Die vorliegende Situation sei nicht mit der Konstellation vergleichbar, welche dem von der Vorinstanz referierten Entscheid zugrundeliege. Bei der Beschwerdegegnerin sei nur der krankheitsbedingte Erwerbsausfall der 50%igen Anstellung krankentaggeldversichert und nur daraus habe die Beschwerdegegnerin Vorleistungen erbracht. Diese Rüge geht fehl. Die Vorinstanz hat es sich bei der Auslegung keineswegs zu einfach gemacht und einzig auf ihren früheren Entscheid verwiesen. Vielmehr ging sie auf die vertragliche Regelung in den AVB der Beschwerdegegnerin, den Entscheid der IV-Stelle und den ermittelten Invaliditätsgrad ein, referierte einen Entscheid des Bundesgerichts zur Anrechnung der Rente der Invalidenversicherung an die Rente der beruflichen Vorsorge, legte die Entscheidgründe des früheren Entscheids dar und zeigte anschliessend auf, aus welchen Gründen die vorliegende Situation mit jenem Sachverhalt vergleichbar ist. In beiden Situationen haben die jeweiligen versicherten Personen ein tieferes Arbeitspensum gehabt als das hypothetische Arbeitspensum, das der Rente der Invalidenversicherung zugrunde lag, weshalb sich in beiden Konstellationen die hier strittige Frage der Anrechnung stellte. Inwiefern die beiden Entscheide nicht vergleichbar wären oder das von der Vorinstanz erwähnte Präjudiz nicht einschlägig sein soll, legt die Beschwerdeführerin nicht hinreichend dar. Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf den früheren Entscheid abstellte. Auch im Übrigen zeigt die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich auf, inwiefern die Vorinstanz diesbezüglich bei der Auslegung der allgemeinen Versicherungsbedingungen Bundesrecht verletzt hätte.