Citation: 8C_115/2021 E. 4.3

4.3. Soweit das kantonale Gericht aus den isoliert geprüften und jeweils im Einzelnen konkret nicht als lohnrelevant erkannten Merkmalen (vgl. dazu E. 3.2.1) schloss, es sei kein Tabellenlohnabzug vorzunehmen, widerspricht dieses Vorgehen der Rechtsprechung (BGE 126 V 75). Praxisgemäss ist nicht für jedes zur Anwendung gelangende Merkmal ein separater Abzug zu quantifizieren (BGE 126 V 75 E. 5b/bb). Statt dessen hat die Verwaltung und im Streitfall das Gericht die potenziell lohnrelevanten Merkmale im Einzelnen konkret zu würdigen und danach - gesamthaft - nach pflichtgemässem Ermessen zu schätzen. Unter den gegebenen Umständen führt dies nach dem Gesagten dazu, dass ein leidensbedingter Tabellenlohnabzug von 10 % begründet ist und angemessen erscheint (vgl. Urteile 9C_787/2018 und 9C_795/2018 vom 19. Juli 2019 E. 6.4 sowie 8C_319/2017 vom 6. September 2017 E. 3.3.2.2 i.f. mit Hinweisen). Im Ergebnis hat die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 6. August 2019 somit zu Recht einen Tabellenlohnabzug von 10 % berücksichtigt. Im Übrigen hat jedoch die Vorinstanz - abweichend von der Beschwerdegegnerin - zutreffend auf die hier massgebenden Zahlengrundlagen gemäss LSE 2016 abgestellt (BGE 144 I 103 E. 5.3.2.3 mit Hinweis).