Citation: 1D_5/2022 E. 4.4.2

4.4.2. Wie die Vorinstanz explizit festgestellt hat, ist schliesslich unbestritten, dass seit Gesuchseinreichung sowohl die Lebenshaltungskosten gedeckt und die (gerichtlich festgelegten) Unterhaltsverpflichtungen des Beschwerdeführers gegenüber seinen beiden Söhnen aus erster Ehe erfüllt werden. Ob er seinen Lebensunterhalt und die Unterhaltsbeiträge vollständig aus seiner IV-Rente, den Ergänzungsleistungen und dem selbst erwirtschafteten Geld oder mit zusätzlicher Unterstützung seiner Lebenspartnerin decken konnte, kann hier nicht allein ausschlaggebend sein. Zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung war er zwar noch nicht verheiratet und es bestand somit noch kein Rechtsanspruch auf eheliche Unterhaltsleistungen gemäss Art. 163 ZGB. Wenn die Lebenspartnerin den Beschwerdeführer im Hinblick auf das gemeinsame Familienleben und die gewählte Rollenverteilung bereits vor der Heirat finanziell unterstützt hat, ist dem jedoch Rechnung zu tragen. Der Umstand allein, dass sie erst später während des laufenden Einbürgerungsverfahrens geheiratet haben, soll dem Beschwerdeführer nicht zum Nachteil gereichen.