Citation: 8C_852/2017 E. 3.5

3.5. Bleibt die Frage zu beantworten, ob die Versicherte die Stelle gewechselt hätte, um sich so einen höheren Verdienst zu sichern (dazu siehe etwa: Urteile 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E. 3.4 und 9C_414/2011 vom 11. Juli 2011 E. 2.2 und 4.3, beide mit Hinweis auf Urteil U 66/02 vom 2. November 2004 E. 4.1.1, in: RKUV 2005 Nr. U 538 S. 122). Weder wird Derartiges geltend gemacht noch sind entsprechende Anhaltspunkte ersichtlich. Nicht nur, dass die Versicherte bereits bei der Vorgängerunternehmung der Ende 2010 gegründeten B.________ AG angestellt gewesen war und damit schon mehrere Jahre mit denselben hinter der Unternehmung stehenden Personen zusammengearbeitet hat. Es kommt hinzu, dass der GAV bei einem allfälligen Stellenwechsel keine Lohngarantie vorsieht, sondern er schreibt dem neuen Arbeitgeber lediglich den Minimallohn derjenigen Lohnstufe vor, in welcher sich der Arbeitnehmer nachgewiesenermassen bei seinem vorhergehenden Arbeitgeber aufgrund seiner Dienstjahre befunden hat (Ziff. 4.4 GAV). Sodann sind Betriebe mit weniger als 600 Stellenprozenten dem GAV erst gar nicht unterstellt. Mit anderen Worten führt ein Stellenwechsel nicht ohne weiteres zu einem höheren Einkommen.