Citation: 6B_338/2024 E. 2.2.1

2.2.1. Die Vorinstanz geht von folgendem Sachverhalt aus: Der Beschwerdegegner 1 war mit seiner Tramkomposition auf der Rötistrasse vom Hauptbahnhof Solothurn herkommend in Fahrtrichtung Norden unterwegs. Auf der Rötibrücke über die Aare stellte er wie üblich die «Bremse auf Wirkung» (sog. «Anbremsen»), was eine Temporeduktion von 43 km/h auf 38 km/h zur Folge hatte. Zu diesem Zeitpunkt hat er die drei Fussgänger, darunter den Beschwerdeführer, erstmals gesehen. Diese näherten sich der Gleisanlage aus östlicher Richtung und wollten die Rötistrasse, einschliesslich der Tramgleise, auf dem dortigen Fussgängerstreifen in Richtung Altstadt überqueren. Der Beschwerdegegner 1 fuhr nach dem Anbremsen ca. 18 Sekunden oder 200 Meter weiter, bevor es im Bereich der Umlaufschranken zur Kollision mit dem Beschwerdeführer kam. Dieser hatte seinen Blick stets nach Norden gerichtet, wohl zu seiner auf dieser Seite gehenden Ehefrau, so auch, als er die Gleisanlage betrat; vor dem Betreten hat er höchstens einen kurzen Moment gewartet. Der Beschwerdeführer wurde von der rechten Frontkante des Triebwagens der Bahn erfasst und zurück in den Bereich der Umlaufschranken geschleudert. Er erlitt zahlreiche Verletzungen, namentlich ein schweres Schädel-Hirn-Trauma mit offenem Schädelbasisbruch, komplexe Gesichtsschädelbrüche, Blutungen innerhalb der Schädelhöhle, posttraumatische resp. neuropathische Gesichtsschmerzen, leichte bis mittelschwere Beeinträchtigungen in verschiedenen kognitiven Funktionsbereichen und eine posttraumatische Belastungsstörung. Der Beschwerdeführer schwebte nach der Kollision in unmittelbarer Lebensgefahr und ist seither zu 100 % arbeitsunfähig.