Citation: 6B_362/2022 E. 3.2

3.2. Unabhängig davon sind die Landesverweisung von 15 Jahren und die Eintragung im Schengener Informationssystem in keiner Weise zu beanstanden. Gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB verweist das Gericht den Ausländer, der wegen einer Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 2 des Betäubungsmittelgesetzes verurteilt wird, unabhängig von der Höhe der Strafe für 5-15 Jahre aus der Schweiz. Die obligatorische Landesverweisung wegen einer Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 StGB greift grundsätzlich unabhängig von der konkreten Tatschwere (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; 144 IV 332 E. 3.1.3 mit Hinweis). Sie muss zudem unabhängig davon ausgesprochen werden, ob es beim Versuch geblieben ist und ob die Strafe bedingt, unbedingt oder teilbedingt ausfällt (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1 mit Hinweisen; 144 IV 168 E. 1.4.1). Die vorliegende Landesverweisung bewirkt offensichtlich keinen schweren persönlichen Härtefall, und die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung überwiegen die privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz eindeutig (Art. 66a Abs. 2 Satz 1 StGB), denn er hat keinerlei schützenswerten Bezug zur Schweiz. Zur Dauer der Landesverweisung hält die Vorinstanz zutreffend fest, dass angesichts der gravierenden Delinquenz und dem daraus folgenden Strafmass die maximale Dauer der Landesverweisung von 15 Jahren angemessen ist. Gleiches gilt für den Eintrag im Schengener Informationssystem. Daran ändert angesichts der Gefährlichkeit des Beschwerdeführers nichts, dass seine Lebensgefährtin und seine Kinder in Norwegen leben.