Citation: 8C_411/2017 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz hat erwogen, vor dem Hintergrund der von ihr umfassend dargestellten medizinischen Akten leuchte ohne Weiteres ein, wenn die medizinischen Sachverständigen des ZMB im Gutachten vom 31. März 2015 die Sensibilitätsstörung und den Schmerz im Bereich des rechten Daumens als unfallkausal bezeichneten, nicht aber die - topografisch - darüber hinausreichenden somatischen Beschwerden (Schmerzausstrahlung in den rechten Arm, in die Schulter, den Nacken und in den Kopf), die sie diagnostisch einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren zugeordnet hätten. Die Frage, ob es sich bei den neurologisch fassbaren Symptomen um ein immer noch florides CRPS II (complex regional pain syndrom) oder um ein neuropathisches Schmerzsyndrom handle, werde von den Ärzten zwar unterschiedlich beantwortet. Stelle man indessen in Rechnung, dass es sich beim CRPS definitionsgemäss um eine regional eingegrenzte Symptomatik handle, so müsse sich diese auf die initial verletzte Daumenregion beziehen. Mithin gehe es um den gleichen Körperteil wie bei der möglicherweise konkurrierenden, möglicherweise identischen Diagnose eines neuropathischen Schmerzsyndroms. Im Hinblick auf die Anspruchsprüfung sei nicht die Diagnose an sich ausschlaggebend, massgeblich seien die sich aus den damit bezeichneten Symptomen ergebenden Einschränkungen. Diesbezüglich seien keine Unterschiede ersichtlich, weshalb die aufgeworfene diagnostische Frage offen gelassen werden könne.