Citation: 2C_653/2022 E. 4.3

4.3. Wie auch die Vorinstanz anerkannte, hat der Beschwerdeführer ein gewichtiges privates Interesse daran, in der Schweiz verbleiben zu können: Er hält sich seit rund vierzehn Jahren hier auf und ist entsprechend seiner Aufenthaltsdauer beruflich und sozial integriert. Ebenso hielt die Vorinstanz zutreffend fest, dass der Ehefrau und dem gemeinsamen zwölfjährigen Sohn nicht ohne Weiteres zugemutet werden kann, zusammen mit dem Beschwerdeführer auszureisen. Eine mit der Aufenthaltsbeendigung so allenfalls verbundene örtliche Trennung der Mitglieder der Kernfamilie stünde dabei insbesondere dem grundlegenden Interesse des Sohnes entgegen, weiterhin gemeinsam mit beiden Elternteilen aufzuwachsen. Dennoch durfte die Vorinstanz im Rahmen ihrer Gesamtwürdigung davon ausgehen, dass darin keine aussergewöhnlich schwerwiegenden Umstände liegen, die einer Aufenthaltsbeendigung - trotz des erheblichen öffentlichen Interesses daran - entgegenstehen (vgl. Urteil 2C_773/2019 vom 5. Dezember 2019 E. 3.5.3). Mit der schweren Straffälligkeit hat der Beschwerdeführer insbesondere sein Familienleben und das Kindeswohl aufs Spiel gesetzt. Sollte sich das Ehepaar für den Verbleib der Ehefrau und des Sohnes in der Schweiz entscheiden, könnten die familiären Kontakte zudem weiterhin im Rahmen von Ferienbesuchen oder über die modernen Kommunikationsmittel aufrechterhalten und gepflegt werden (vgl. Urteil 2C_641/2019 vom 3. Oktober 2019 E. 3.6).