Citation: 1A.123/2005 10.11.2005 E. 5

Die Beschwerdeführer machen schliesslich geltend, sie hätten im Verfahren vor Verwaltungsgericht gerügt, dass das Bauprojekt den Grenzabstand gegenüber den Parzellen 865 und 867 verletze und diesen Abstand auch gegenüber der Strasse nicht einhalte. Auf diese Rügen sei das Verwaltungsgericht in seinem Entscheid nicht eingegangen. Dies verletze den Anspruch der Beschwerdeführer auf rechtliches Gehör. 5.1 Allerdings sind diese Rügen, wie sich aus den Akten ergibt, erst in der Replik erhoben worden; in der Rekursschrift findet sich kein Hinweis auf eine Verletzung von Grenzabständen. Bemängelt wurde lediglich in formeller Hinsicht, dass die Ausschreibungsunterlagen unvollständig gewesen seien, weil sie keine Dokumente über die Einräumung von Näher- oder Grenzbaurechten enthielten (vgl. Rekursschrift, Ziff. 5 zu A. "Formelles"). Die Beschwerdeführer legen nicht dar, inwiefern das Verwaltungs-gericht verpflichtet gewesen wäre, diese erst in der Replik erhobenen Rügen zu prüfen und inwiefern dies eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darstellt. Insofern ist auf die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs mangels genügender Begründung nicht einzutreten (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). 5.2 Nachdem die Einhaltung der Grenzabstände im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nicht behandelt worden ist, kann auch im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nicht geprüft werden, ob der angefochtene Entscheid hinsichtlich der Grenzabstände willkürlich ist. Es handelt sich insoweit um ein rechtliches Novum, das bei der Willkürbeschwerde unzulässig ist (BGE 118 Ia 20 E. 5a S. 26 mit Hinweis; Walter Kälin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Aufl., S. 369 ff.).