Citation: 5C.83/2002 24.10.2002 E. 1

1. Ausscheiden von Herrn Dr. C. K.________ aus dem Stiftungsrat Dr. B.________ orientiert die Anwesenden, weshalb Dr. K.________ nicht mehr geeignet sei, im Stiftungsrat der H.X.________ Stiftung mitzumachen. Unmittelbarer Anlass zur Einleitung des Verfahrens auf Ausschliessung aus unserem Stiftungsrat sei folgender: 1984 hat Frau O.X.________ den beiden Geschwistern M.K.________ und C.K.________ (Nichte und Neffe) ein Haus in R.________ geschenkt, das in der Folge in den Alleinbesitz von Dr. K.________ übergegangen ist unter Einräumung eines 50 % Gewinnanspruches der Schwester bei Verkauf. Im Verlaufe des Jahres 1997 ist das Haus zu ca. 7 Mio. verkauft worden. Dr. B.________ war Vertrauter und Rechtsvertreter von Frau X.________ seit dem Tod ihres Ehemannes 1965 und ihr Willensvollstrecker seit ihrem Hinschied 1997. Frau X.________ habe ihm gegenüber wiederholt die Absicht geäussert, die Geschwister K.________ im Zusammenhang mit ihren geldwerten Zuwendungen gleichmässig behandeln zu wollen und sie beauftragte ihn mit entsprechender Überwachung. Nachdem Dr. B.________ feststellen musste, dass Dr. K.________ seine Schwester weder über die Verkaufsverhandlungen, noch den Kaufabschluss und den Eingang von Abschlagszahlungen 1998 orientierte, stellte er ihn am 24.11.1998 zur Rede. Er geriet etwas in Rage, hielt ihm vor, seine Schwester seit Jahren unkorrekt zu behandeln. Bei einem Verkaufspreis des R.________ Hauses von ca. 7 Mio. Franken, einem zu erwartenden Nettoerlös von ca. 5 Mio. habe er den Anteil seiner Schwester über rund Fr. 2,5 Mio. zu Unrecht zurückgehalten. Auf sein Drängen hin hat Dr. K.________ seiner Schwester tags darauf am 25.11.1998 endlich eine Abschlagszahlung von Fr. 1 Mio. geleistet. Jeder normal empfindende Bruder, so meinte Dr. B.________, hätte sich in ähnlicher Lage beeilt, sofort nach Eingang von Millionenbeträgen seiner Schwester mindestens angemessene Anzahlungen zu leisten. Historisch gesehen gehöre Dr. K.________ nicht in den Stiftungsrat der H.X.________ Stiftung. H.X.________ lebte in einem schwierigen Eheverhältnis, das kinderlos blieb. Nach seinem Empfinden wurde er von der Familie K.________sozial nie voll anerkannt. Weil er auch zu seinen Geschwistern ein äusserst schlechtes Verhältnis hatte, setzte er in seinem Testament diese sowie seine Ehefrau auf den Pflichtteil. Das Gros seines Vermögens widmete er der H.X.________-Stiftung. Dies waren die tieferen Gründe, die ihn zur Errichtung einer wohltätigen Stiftung bewogen haben. Trotz der schwierigen Beziehung zur Familie K.________ unterstützte er diese finanziell und bewahrte sie somit vor einem Absturz in den Privatkonkurs. Deshalb liegt es nahe, dass aus der Sicht des Stifters die Teilnahme eines Mitgliedes der Familie K.________ im Stiftungsrat nicht erwünscht war. Dr. B.________ war bereits zu Lebzeiten von H.X.________ dessen Generalbevollmächtigter und Vertrauter. Testamentarisch setzte er ihn zum Stiftungsratspräsidenten ein. Der Hauptgrund dafür, dass Dr. K.________ für den Stiftungsrat zur persona non grata geworden ist und ein Verbleiben im Stiftungsrat ausschliesst, liegt nach Dr. B.________ darin, dass er seine nächste Blutsverwandte, Vollschwester M.K.________, anlässlich der Erbteilungsverfahren von Vater und Mutter zu übervorteilen versucht hat. Er habe ihm deshalb am 24.11.1998 vorgeschlagen, unter Wahrung des Gesichts freiwillig aus dem Stiftungsrat auszutreten. Dr. B.________ liest seine Aktennotiz, erstellt im Jahre 1997, vor. Diese lautet: 'Die Rolle, die Dr. C.K.________ (CK) seiner Schwester M.K.________ (MK) gegenüber gespielt hat in den Erbteilungsverfahren von Vater (gest. Juli 1983) und Mutter (gest. Sept. 1992) und anlässlich der Übertragung des Eigentums am Pächterhaus in S.________ an MK.