Citation: 5A_878/2019 E. 3.3.2

3.3.2. Das Konkursamt erstellte am 10. November 2011 im Konkurs über B.________ den Kollokationsplan. Es liess in der 3. Klasse unter anderem eine Forderung der D.________ AG von Fr. 532'314.35 zu. Die Beschwerdeführerin erhob gegen die D.________ AG am 29. November 2011 eine Wegweisungsklage. Dabei hatte sie vorerst nur einen Teilbetrag und im Laufe der Verfahrens den gesamten zu Gunsten der D.________ AG kollozierten Betrag bestritten. Das Bezirksgericht trat auf die Klage im Umfang des Teilbetrags von Fr. 59'826.55 infolge Verwirkung nicht ein und hiess den Antrag im Übrigen gut. Der Weiterzug an das Obergericht und das Bundesgericht blieben erfolglos (zit. Urteil 5D_171/2017). Daraus folgt, dass über die Wegweisungsklage der Beschwerdeführerin ein rechtskräftiges Urteil vorliegt. Nur der Gläubiger, dessen Forderung nachträglich zugelassen worden ist, hat das Recht, eine erneute Wegweisungsklage zu erheben, ohne dass ihm die Einrede der abgeurteilten Sache entgegengehalten werden kann (HIERHOLZER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 82 zu Art. 250). Eine derartige Situation liegt nicht vor, und mit Beschwerde im Rahmen der Verteilung kann nicht der rechtskräftige Kollokationsplan geändert werden (STÖCKLI/POSSA, in: Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl. 2014, N. 16 zu Art. 263).