Citation: 1B_28/2022 E. 4.3.1

4.3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, bereits vor seiner Verhaftung bewiesen zu haben, sich vollumfänglich an behördliche Anordnungen zu halten und trotz der Schwere der Vorwürfe keinerlei Anstalten zu treffen, die Strafuntersuchung in irgendeiner Form zu beeinflussen oder sich einer solchen zu entziehen. Weder habe er Kollusionshandlungen vorgenommen noch habe er seiner Ehefrau oder seiner anderen Tochter etwas angetan. Vielmehr habe er Hilfe bei seiner Psychotherapeutin gesucht. Die Vorinstanz hat insbesondere in Bezug auf das Verhalten des Beschwerdeführers vor seiner Verhaftung - ohne dessen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) zu verletzen - auf ihre Beschlüsse vom 19. Oktober 2020 und vom 27. Mai 2021 verwiesen. Dem erstgenannten Beschluss ist zu entnehmen, es bestehe der Verdacht, dass der Beschwerdeführer gegenüber seinen beiden Töchtern sowie deren Mutter bzw. seiner Ehefrau gedroht habe. So habe die Schwester von B.________ ausgesagt, der Beschwerdeführer habe seiner Ehefrau kurz vor der Verhaftung eine Sprachnachricht geschickt mit der Aussage, er werde dieser "die Zunge rausschneiden", wenn sie "Seich" erzählen würde. Der Beschwerdeführer habe die Drohung zugegeben, sie aber in den Zusammenhang mit einer Beleidigung seines Vaters durch seine Ehefrau gestellt. Die beiden Töchter sowie ihre Mutter hätten weiter übereinstimmend angegeben, der Beschwerdeführer habe am Tag vor ihrem Umzug ins Frauenhaus anlässlich seines Besuchs in ihrer neu bezogenen Wohnung gesagt, "dass er sie und dann sich umbringen würde bzw. müsse, wenn diese Blamage bzw. peinliche Nachricht (gemeint: vom Vergewaltigungsvorwurf) hinausgehe" (Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 19. Oktober 2020 E. 3.6.2). Des Weiteren ist in diesem Beschluss von Hinweisen auf die Kontrolle der Mobiltelefone mit Löschungen von eventuell belastenden Chatinhalten, Briefen aus der Untersuchungshaft, Hinweisen auf Einflussversuche aus dem Umfeld des Beschwerdeführers sowie der narzisstischen Persönlichkeitsstörung des Beschwerdeführers bei gleichzeitiger Depression der Tochter die Rede (Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 19. Oktober 2020 E. 3.6.3-3.7). Den Vorbringen des Beschwerdeführers kann vor diesem Hintergrund nicht gefolgt werden.