Citation: 2P.1/2002 18.04.2002 E. 3

Sodann macht der Beschwerdeführer geltend, ihm seien die erbetenen Auskünfte ursprünglich nur unter Berufung auf den Datenschutz und nicht mit der Begründung verweigert worden, dass eine aufwendige Recherche notwendig wäre. Dadurch habe die Bezirksschreiberei bei ihm den Eindruck erweckt, "dass sie über die Information verfüge, und er diese theoretisch für Fr. 10.-- erhalten könne". Es werde daher gegen Treu und Glauben (hiezu BGE 121 II 473 E. 2c S. 479; 117 Ia 285 E. 2b S. 287, je mit Hinweisen) sowie gegen das Willkürverbot (hiezu BGE 127 I 54 E. 2b S. 56, 60 E. 5a S. 70, je mit Hinweisen) verstossen, wenn die Bezirksschreiberei von ihm mehr als Fr.10.-- für die Auskunft verlange. Ungeachtet dessen, dass diese Rügen kaum den Begründungsanforderungen (siehe E. 1.2) entsprechen, gehen sie fehl. Die Bezirksschreiberei berief sich mit Verfügung vom 26. Juni 1998 auf einen - (wie sich erst später herausstellte) vermeintlichen - Verweigerungsgrund. Dass eine Auskunft einen grösseren Aufwand erfordert, der dem Gesuchsteller in Rechnung gestellt würde, ist für sich allein hingegen kein Verweigerungsgrund. Schon von dem her kann den Behörden nicht vorgehalten werden, sie hätten sich bei Zurückweisung des Auskunftsbegehrens nicht (auch) darauf berufen. Mitnichten haben sie dabei im Übrigen den Eindruck erweckt, die gewünschte Auskunft würde ohne den angenommenen Verweigerungsgrund für Fr. 10.-- erteilt werden. Die erwähnte Verfügung, die keine Ausführungen zu den Kosten der begehrten Auskunft enthält, vermag als solche nicht, ein bestimmtes schützenswertes Vertrauen in Bezug auf die Gebühren zu begründen. Zwar hatte der Beschwerdeführer seiner ursprünglichen Anfrage vom 19. Juni 1998 eine Banknote von Fr.10.-- beigefügt und damit möglicherweise zunächst zum Ausdruck gebracht, er nehme an, die Kosten für die Auskunft würden sich auf diesen Betrag belaufen. Ob daraus indes eine Obliegenheit der Behörden zum Hinweis auf höhere Gebühren erwuchs und ob die Bezirksschreiberei dem nachkam, kann offen gelassen werden. Auf das Gesuch vom 19.Juni 1998 hin korrespondierten nämlich der Beschwerdeführer und die Bezirksschreiberei, in dessen Verlauf Ersterer mit Telefaxschreiben vom 24. Juni 1998 äusserte, er bitte um Erledigung seiner Anfrage binnen zwei Arbeitstagen "allenfalls gegen Aufpreis (Fr.10.-- liegen bei Ihnen), falls die Zahl der genannten Liegenschaftskäufe 10 überschreitet, bzw. gemäss ihren Tarifen". Spätestens damit konnte sich der Beschwerdeführer nicht mehr darauf berufen, er sei in für die Behörden erkennbarer Weise davon ausgegangen, die Kosten für die begehrte Auskunft würden lediglich Fr. 10.-- betragen. Inwiefern die Bezirksschreiberei ansonsten den Eindruck erweckt haben soll, die Auskunft würde für Fr. 10.-- erteilt werden, hat der Beschwerdeführer nicht dargelegt und ist auch nicht ersichtlich. Sofern der Beschwerdeführer andeutet, "praxisgemässe Datenanfragen" würden für Fr. 10.-- erteilt werden, ist dies vorliegend unbeachtlich. Nicht nur dass es sich bei diesem - vom Regierungsrat im Übrigen bestrittenen - Vorbringen um ein Novum handelt (BGE 118 Ia 20 E. 5a S.26; 99 Ia 113 E. 4a S. 122), das Ersuchen des Beschwerdeführers, welches kein bestimmtes Grundstück nannte, kann offensichtlich auch nicht als gewöhnlich und damit "praxisgemäss" bezeichnet werden. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer der Frage, ob er als Journalist die begehrte Grundbucheinsicht verlangen dürfe, laut seiner eigenen Darstellung grundsätzliche Bedeutung beimass, stösst nach dem Gesagten auch sein Einwand ins Leere, er hätte den Beschwerdeweg betreffend die Verweigerung der Grundbucheinsicht gar nicht erst beschritten, wenn er gewusst hätte, wieviel Kosten von ihm verlangt würden. Er fragte letztlich selber nie, mit welchen Gebühren er für die Auskunft zu rechnen habe. Ebenso wenig ist es willkürlich, dass vom Beschwerdeführer Kostenersatz für die Auskunft verlangt wird, die ihm erst "nach einem langen und aufwändigen Beschwerdeverfahren" erteilt worden ist. Es gibt keinen allgemeinen Rechtsgrundsatz, der die Verwaltung verpflichtet, auf ein Entgelt zu verzichten, das für eine Verwaltungshandlung gefordert wird, welche der Betroffene zunächst durch den Instanzenzug erstreiten musste.