Citation: 2C_979/2015 E. 4.2

4.2. Auch die übrige vom Verwaltungsgericht vorgenommene Interessenabwägung erweist sich als bundesrechts- bzw. konventionskonform: Der Beschwerdeführer ist nicht verheiratet. B.________ und er sind erst seit August 2013 ein Paar. Die Beziehung zur Mutter seiner Tochter ist er mithin erst nach der Begehung seines Delikts eingegangen, und seine Lebenspartnerin hat von seiner strafrechtlichen Vergangenheit gewusst (vgl. Stellungnahme vom 15. August 2014 an das kantonale Departement). Der Beschwerdeführer selber und auch seine Lebenspartnerin mussten aufgrund des Strafurteils vom 8. Januar 2014 bzw. bereits nach der Zustimmung zum entsprechenden Erledigungsvorschlag im strafrechtlichen abgekürzten Verfahren am 14. November 2013 damit rechnen, ihr Familienleben nicht in der Schweiz führen zu können. Trotzdem haben die beiden kurz darauf das am 24. Oktober 2014 geborene Kind gezeugt und beruft sich der Beschwerdeführer nun auf das Schreiben des Migrationsamtes vom 5. Februar 2014, welches ihm das rechtliche Gehör zu einer weiteren "blossen" Verwarnung eingeräumt hatte. Er macht geltend, er habe damals darauf vertrauen dürfen, "eine andere ausländerrechtliche Massnahme würde lediglich drohen, wenn er wiederum ein einen Widerrufsgrund setzendes Verhalten an den Tag legte" (S. 4 der Beschwerdeschrift). Das Schreiben vom 5. Februar 2014 ist indessen keine Vertrauensgrundlage dafür, dass die Migrationsbehörde aufgrund der begangenen Delikte und erwirkten Strafen höchstens eine weitere Verwarnung und nicht den Widerruf der Niederlassungsbewilligung in Erwägung ziehen würde, zumal sie dies dem Beschwerdeführer kurz darauf (zwei Wochen später) ausdrücklich in Aussicht gestellt und ihm die Frist zur diesbezüglichen Stellungnahme um einen zusätzlichen Monat verlängert hatte (vorne lit. B). Seine Hinweise auf die Zeugung bzw. Empfängnis des Kindes sind deshalb so oder anders unbehelflich. Das Verwaltungsgericht hat sodann zutreffend erwogen, dass es Mutter und Tochter zwar grundsätzlich möglich wäre, als Schweizer Bürgerinnen in den Kosovo zu übersiedeln, was ihnen aber nicht ohne weiteres zugemutet werden könne. Es steht den beiden Betroffenen indessen ohne weiteres frei, in der Schweiz zu verbleiben. Sodann ist die Aufrechterhaltung des Kontaktes zwischen Vater und Tochter, aber auch zwischen diesem und den übrigen in der Schweiz lebenden Angehörigen - etwa besuchsweise und über die heute gängigen Kommunikationsmittel - auch von der Heimat des Beschwerdeführers aus möglich. Ebenso wird ihm dort seine in der Schweiz erworbene berufliche Ausbildung von Nutzen sein. Damit erweist sich der vom Beschwerdeführer beanstandete Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung als verhältnismässig (Art. 96 AuG). Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass das deliktische Verhalten die Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilligung für den Beschwerdeführer nicht zwingend ein für alle Mal verunmöglicht. Sollte sich seine Lebenspartnerin dafür entscheiden, zusammen mit der Tochter in der Schweiz zu verbleiben, kann unter gewissen Voraussetzungen nach einer angemessenen Bewährungsdauer des Beschwerdeführers im Heimatland eine Neubeurteilung durch die zuständigen Migrationsbehörden angezeigt sein (vgl. dazu eingehend das Urteil 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 3 mit Hinweisen).