Citation: 1P.290/2002 20.12.2002 E. 4

4.1 In Bezug auf die Entschädigung für die durch den Bau des Trottoirs verursachten Umtriebe macht die Beschwerdeführerin geltend, die Enteignungskommission, deren Entscheid das Verwaltungsgericht in diesem Punkt geschützt habe, sei von einer Bauzeit von vier Wochen ausgegangen und habe ihr für die dadurch erlittenen Beeinträchtigungen im Betrieb ihres Werkhofes eine Entschädigung von Fr. 2'500.-- zugesprochen. Die Bauzeit habe indessen, wie sie bereits vor Verwaltungsgericht dargetan habe, in Wirklichkeit 10 Wochen betragen. Das Verwaltungsgericht habe dazu in E. 4e seines Urteils lediglich ausgeführt, die Enteignungskommission habe der Beschwerdeführerin für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit ex aequo et bono Fr. 2'500.-- zugesprochen und die Beschwerdeführerin belege nicht schlüssig, dass die Enteignungskommission damit ihren Ermessensspielraum überschritten habe. Damit habe das Verwaltungsgericht einerseits seine Begründungspflicht verletzt, weil es sich mit seiner Argumentation nicht auseinandergesetzt habe. Anderseits sei es in Willkür verfallen: wenn eine Inkonvenienzentschädigung für eine Bauzeit von vier Wochen angemessen sei, wie dies die Enteignungskommission festgestellt habe, sei es willkürlich, diese nicht entsprechend zu erhöhen, wenn sich herausstelle, dass die Bauzeit entgegen deren Annahme nicht vier, sondern 10 Wochen betragen habe. 4.2 Auch wenn es keineswegs zwingend ist, dass die Höhe der Inkonvenienzentschädigung einzig von der Bauzeit abhängig ist und proportional mit dieser steigt, ist es doch offensichtlich, dass diese ein für deren Bemessung massgebender Faktor ist. Indem die Beschwerdeführerin vor Verwaltungsgericht vorbrachte, die Enteignungskommission sei irrtümlicherweise von einer um mehr als die Hälfte zu tiefen Bauzeit ausgegangen und habe ihr eine entsprechend ungenügende Entschädigung zugesprochen, hat sie diese mit einem valablen Argument angefochten. Es trifft daher nicht zu, dass die Beschwerdeführerin nicht "schlüssig" dargelegt hätte, dass die Enteignungskommission die Entschädigung für die Beeinträchtigungen während der Bauzeit zu tief angesetzt bzw. den ihr dabei zustehenden Ermessensspielraum überschritten habe. Das Verwaltungsgericht hat daher seine Begründungspflicht verletzt, indem es die von der Enteignungskommission zugesprochene Entschädigung von Fr. 2'500.-- schützte, ohne den Einwand der Beschwerdeführerin zu prüfen.