Citation: 1C_504/2022 E. 6.3

6.3. Die Beschwerdeführerin zeigt sodann nicht auf, inwiefern die Vorinstanz kantonales Recht willkürlich angewendet bzw. ausgelegt haben sollte. Dies ist auch nicht ersichtlich. § 67a BauG/AG unterstellt bei Unterschreitung des Strassenabstands "untergeordnete" Bauten und Anlagen einer (erleichterten) Ausnahmebewilligung. Dass davon nur an sich baubewilligungspflichtige Bauten und Anlagen erfasst sein sollen, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. So sieht denn auch § 49 Abs. 4 BauV/AG vor, dass die in § 49 Abs. 1 bis 3 BauV/AG von der Baubewilligungspflicht ausgenommenen Bauvorhaben u.a. bewilligungspflichtig sind, wenn öffentlich-rechtliche Vorschriften, insbesondere Abstandsvorschriften, nicht eingehalten werden. Im Übrigen waren die Steinblöcke im Unterabstand zur Kantonsstrasse nach unbestrittener Feststellung des Regierungsrates aus Gründen der Verkehrssicherheit nur deshalb erforderlich, weil die Parkplätze PP48-54 senkrecht zur Aarauerstrasse erstellt worden sind. Er kam - wie bereits das BVU - zum Schluss, dass sich die erstellten Parkplätze PP48-54 nicht als bewilligungsfähig erwiesen, weshalb die mit diesen Parkplätzen in funktionalem Zusammenhang stehenden Steinblöcke ebenfalls nicht bewilligungsfähig seien (Beschluss des Regierungsrates vom 11. August 2021, S. 16; vgl. Verfügung des BVU, Abteilung für Baubewilligungen, vom 17. März 2020, S. 3). Diesen Entscheid des Regierungsrates durfte die Vorinstanz schützen, ohne in Willkür zu verfallen.