Citation: 8C_171/2010 07.04.2010 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 12. August 2009 zu Recht als verspätet eingereicht qualifiziert hat und darauf nicht eingetreten ist, was davon abhängt, ob bzw. wann der Einspracheentscheid fristauslösend zugestellt worden ist. 3.1 Gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG ist die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung des Einspracheentscheides oder der Verfügung, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, einzureichen. Nach Art. 60 Abs. 2 ATSG sind die Artikel 38 bis 41 ATSG (Art. 38: Berechnung und Stillstand der Fristen; Art. 39: Einhaltung der Fristen; Art. 40: Fristerstreckung und Säumnisfolgen; Art. 41: Wiederherstellung der Frist) sinngemäss anwendbar. 3.2 Der Einspracheentscheid wurde am 12. August 2009 eingeschrieben versandt und dem Beratungszentrum X.________ gemäss Zustellungsnachweis der Post am 13. August 2009 gegen Unterschrift zugestellt. Wie das kantonale Gericht sorgfältig und überzeugend dargelegt hat, konnte und musste die SUVA mit Blick auf die konkreten Umstände von einem Vertretungsverhältnis zwischen dem Beratungszentrum X.________ und der Beschwerdeführerin ausgehen. Die Einsprache wurde auf dem Briefpapier des Beratungszentrums X.________ verfasst und durch den Sozialarbeiter des Beratungszentrums X.________ unterzeichnet. Durch die Beilage einer Vollmacht und die Mitunterschrift gab die Versicherte ihr Einverständnis zur Vertretung durch das Beratungszentrum X.________. Mit der Vorinstanz, auf deren Erwägungen verwiesen werden kann, ist somit der Einspracheentscheid als am 13. August 2009 korrekt und fristauslösend zugestellt zu betrachten. Er gelangte zu diesem Zeitpunkt in den Herrschaftsbereich des Beratungszentrums X.________ und des intern zuständigen Sozialarbeiters, woran der Umstand, dass Letzterer ihn zufolge Ferienabwesenheit erst am 17. August 2009 zur Kenntnis nahm - wie das kantonale Gericht ebenfalls zutreffend dargelegt hat -, nichts zu ändern vermag. 3.3 Ist der Einspracheentscheid am 13. August 2009 fristauslösend zugestellt worden, endete die 30tägige Beschwerdefrist - wie die Vorinstanz des Weiteren korrekt ausgeführt hat - unter Berücksichtigung des Stillstands der Fristen vom 15. Juli bis und mit 15. August (Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG) am 14. September 2009. Die am 15. September 2009 bei der Post aufgegebene Beschwerde ist somit verspätet eingereicht worden und das kantonale Gericht darauf zu Recht nicht eingetreten.