Citation: 6B_741/2021 E. 4.5.3

4.5.3. Anders als der Beschwerdeführer geltend macht, geht die Vorinstanz nicht "unbestrittenermassen" davon aus, dass die Nachricht via Facebook Messenger vom 31. August 2018 vom Facebook-Account des Beschwerdeführers stammte; vielmehr zitiert sie diesen Begriff aus den Untersuchungsakten und würdigt anschliessend die Beweise plausibel. Die Vorinstanz legt insbesondere dar, unter welchen Umständen sie die Ausdrucke der fotografierten Nachricht ad hoc an der Berufungsverhandlung zu den Akten nahm (vgl. Art. 389 Abs. 3 StPO; Urteil 6B_1362/2020 vom 20. Juni 2022 E. 14.4.1), und weshalb sie die Nachricht für echt hält. Der Beschwerdeführer bringt nicht vor, warum die Beschwerdegegnerin 2 ihr Mobiltelefon hätte zeigen müssen, oder dass die Ausdrucke nicht dem entsprechen, was darauf ersichtlich war. Dass die Nachricht nicht direkt durch die Tante, sondern über den Bruder an die Beschwerdegegnerin 2 weitergeleitet wurde, erklärt laut Vorinstanz, weshalb die Nachricht zunächst nicht auf dem Mobiltelefon der Beschwerdegegnerin 2 aufgefunden wurde. Das ist ebenso nachvollziehbar wie der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin 2 ihren Bruder nicht erwähnt hatte, zumal dieser nicht Adressat von Nachrichten der hier interessierenden Art war. Zum Fehlen der Nachricht auf dem Facebook-Account der Beschwerdegegnerin 2 gilt das oben Gesagte (vgl. vorangehende E. 4.3.3). Soweit der Beschwerdeführer bestreitet, selbst über vier verschiedene Mobiltelefonanschlüsse zu verfügen, ergibt sich nichts für ihn: Einerseits gestand er ein, Zugang zu zwei eigenen Anschlüssen und zu zwei Anschlüssen seines Arbeitgebers zu haben; anderseits geht er selber davon aus, dass eine Auswertung des Facebook-Accounts auf den unterschiedlichen Geräten die gleichen Ergebnisse zeigen würden. Damit legt er bezüglich der vorinstanzlichen Feststellung, wonach im Facebook Messenger der Verfasser seine bereits gesendeten Nachrichten löschen könne, keine Willkür dar. Mit den Vorwürfen, das Mobiltelefon der Tante sei nicht ausgewertet worden, und die Beschwerdegegnerin habe die Nachricht an C.________ weitergeleitet, weshalb sie auf ihrem Mobiltelefon resp. im E-Mail-Ordner hätte gefunden werden müssen, übt er appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung. Die Behauptung des Beschwerdeführers, er habe die Beschwerdegegnerin 2 lediglich angerufen, um die Ausübung des Besuchsrechts zu organisieren, steht seiner Urheberschaft an der hier interessierenden Drohnachricht nicht entgegen. Die Vorinstanz berücksichtigt insbesondere, dass neben dem Beschwerdeführer - gemäss dessen Aussage - höchstens die Beschwerdegegnerin 2 die Login-Daten zu seinem Facebook-Account kannte, und dass Anhaltspunkte für eine Manipulation durch die Beschwerdegegnerin 2 oder Dritte fehlen. Dass sie unter diesen Umständen auf die Urheberschaft des Beschwerdeführers schliesst, ist unter dem Gesichtspunkt der Willkür vertretbar.