Citation: 8C_807/2023 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, die Beschwerdegegnerin sei zwischen dem Unfall vom 19. August 2005 und dem Zeitpunkt des Fallabschlusses (31. Dezember 2012) mehr oder weniger durchgehend in ärztlicher bzw. manualtherapeutischer Behandlung gewesen. Grössere behandlungsfreie Intervalle seien nicht ausgewiesen. Dass diese Massnahmen allein oder überwiegend der Zustandserhaltung gedient hätten, folge nicht aus den Akten. Die Femur-Fraktur rechts sei erst im Zeitpunkt der von der Vaudoise veranlassten Begutachtung durch Swiss Medical Business-Center (SMAB) AG, Bern, vom 15. April 2010 radiologisch stabil konsolidiert gewesen, wobei jedoch eine (ebenfalls operative Eingriffe sowie manualtherapeutische Behandlungen erfordernde) Innenrotationsfehlstellung verblieben sei. Von kieferchirurgischer Seite her sei gemäss dem SMAB-Gutachten auch 2010 noch eine weitere Behandlung zwecks anatomischer und funktioneller Wiederherstellung des Vorzustandes als notwendig erachtet worden, darunter nebst operativen Eingriffen auch eine Physiotherapie. Schliesslich seien im Januar 2012 in der Klinik D.________AG zwei weitere operative Eingriffe am rechten Oberschenkel (Entfernung des Osteosynthesematerials) erfolgt. Im SMAB-Gutachten seien die psychischen gegenüber den kieferchirurgischen und orthopädischen Beschwerden zwar als vorrangig taxiert worden. Indessen sei nicht erstellt, dass die unfallbedingten somatischen Beschwerden bis zum Fallabschluss namhaft durch die psychischen Beschwerden überlagert worden seien. Dagegen spreche der Umstand, dass im SMAB-Gutachten auch hinsichtlich der orthopädischen und kieferchirurgischen Befunde weitere medizinische Massnahmen (manualtherapeutischer und chirurgischer Natur) als notwendig erachtet worden seien. Demnach sei bei einer bis zum Fallabschluss gut siebenjährigen Behandlungsdauer ohne längeren Unterbruch das Kriterium in einfacher Form zu bejahen.