Citation: I 352/02 24.04.2003 E. 3.1

3.1.1 Die Versicherte leidet unbestrittenermassen seit Geburt an einer beidseitigen Hüftluxation, welche bis 1964 diverse Operationen notwendig machte. Wie Dr. med. P.________ in seinem Bericht vom 5. Juli 2001 aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin ausführt, war sie anschliessend wegen der körperlichen Behinderung in ihrem gelernten Beruf als Lehrerin für textiles Werken nur in Teilpensen tätig und verzichtete während der Jahre 1966 bis 1970 infolge dreier Geburten vollständig auf eine Erwerbstätigkeit. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird im Weiteren ausgeführt, dass sie nach dem Wegfall der Kinderbetreuung aus wirtschaftlichen Gründen kein volles Pensum habe aufnehmen können, jedoch zu dieser Zeit - d.h. von 1982 bis 1990 - einen Nebenerwerb ausgeübt habe, indem sie für eine Firma strickte und Strickanleitungen schrieb. Wie der Anamnese des Berichts des Dr. med. P.________ zudem entnommen werden kann, traten 1997 intensive Beschwerden im Bereich des rechten Hüftgelenkes auf, was 1999 zu einer Operation geführt hat; gemäss den Angaben im Abklärungsbericht an Ort und Stelle vom 13. Dezember 2000 hatte die Beschwerdeführerin ab Beginn des Jahres 1998 zunehmend Beschwerden. Aufgrund der Aktenlage ist somit davon auszugehen, dass die Versicherte zwar seit Geburt an einem Gesundheitsschaden leidet, dieser sich jedoch erst in den letzten Jahren - seit 1997/98 - ernsthaft auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ausgewirkt hat. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und den - primär auf den Angaben der Versicherten beruhenden - Ausführungen im Bericht des Dr. med. P.________ vom 5. Juli 2001 wäre es der Beschwerdeführerin vor dieser Zeit daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b) aus medizinischen Gründen möglich gewesen, ein volles Pensum auszuüben, wenn sie dies gewollt hätte, sodass die Nichtaufnahme der vollen Erwerbstätigkeit nicht infolge gesundheitlicher Einschränkungen, sondern wegen anderen - von der Invalidenversicherung nicht gedeckten - Gründen unterblieben ist. Dass die Versicherte erst in den letzten Jahren, in denen sich ihr Hüftleiden intensiviert hat, als Gesunde einer vollen Erwerbstätigkeit nachginge, ist weder behauptet noch dargetan; die im Abklärungsbericht vom 13. Dezember 2000 erfolgte Angabe, sie habe aus gesundheitlichen Gründen zwei bis vier Wochenstunden übersteigende Pensen abgelehnt, bedeutet noch nicht, dass ohne Gesundheitsschaden - anstelle von höheren Teilzeitpensen als bisher - eine Vollzeitstelle ausgeübt worden wäre. Damit ist die Beschwerdeführerin als Teilerwerbstätige zu betrachten, was die Anwendung der gemischten Bemessungsmethode zur Folge hat. In diesem Rahmen ist die von der Vorinstanz vorgenommene Aufteilung in zwei Drittel Erwerbstätigkeit und einen Drittel Aufgabenbereich nicht zu beanstanden. 3.1.2 Die Versicherte leidet unbestrittenermassen seit Geburt an einer beidseitigen Hüftluxation, welche bis 1964 diverse Operationen notwendig machte. Wie Dr. med. P.________ in seinem Bericht vom 5. Juli 2001 aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin ausführt, war sie anschliessend wegen der körperlichen Behinderung in ihrem gelernten Beruf als Lehrerin für textiles Werken nur in Teilpensen tätig und verzichtete während der Jahre 1966 bis 1970 infolge dreier Geburten vollständig auf eine Erwerbstätigkeit. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird im Weiteren ausgeführt, dass sie nach dem Wegfall der Kinderbetreuung aus wirtschaftlichen Gründen kein volles Pensum habe aufnehmen können, jedoch zu dieser Zeit - d.h. von 1982 bis 1990 - einen Nebenerwerb ausgeübt habe, indem sie für eine Firma strickte und Strickanleitungen schrieb. Wie der Anamnese des Berichts des Dr. med. P.________ zudem entnommen werden kann, traten 1997 intensive Beschwerden im Bereich des rechten Hüftgelenkes auf, was 1999 zu einer Operation geführt hat; gemäss den Angaben im Abklärungsbericht an Ort und Stelle vom 13. Dezember 2000 hatte die Beschwerdeführerin ab Beginn des Jahres 1998 zunehmend Beschwerden. Aufgrund der Aktenlage ist somit davon auszugehen, dass die Versicherte zwar seit Geburt an einem Gesundheitsschaden leidet, dieser sich jedoch erst in den letzten Jahren - seit 1997/98 - ernsthaft auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ausgewirkt hat. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und den - primär auf den Angaben der Versicherten beruhenden - Ausführungen im Bericht des Dr. med. P.________ vom 5. Juli 2001 wäre es der Beschwerdeführerin vor dieser Zeit daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b) aus medizinischen Gründen möglich gewesen, ein volles Pensum auszuüben, wenn sie dies gewollt hätte, sodass die Nichtaufnahme der vollen Erwerbstätigkeit nicht infolge gesundheitlicher Einschränkungen, sondern wegen anderen - von der Invalidenversicherung nicht gedeckten - Gründen unterblieben ist. Dass die Versicherte erst in den letzten Jahren, in denen sich ihr Hüftleiden intensiviert hat, als Gesunde einer vollen Erwerbstätigkeit nachginge, ist weder behauptet noch dargetan; die im Abklärungsbericht vom 13. Dezember 2000 erfolgte Angabe, sie habe aus gesundheitlichen Gründen zwei bis vier Wochenstunden übersteigende Pensen abgelehnt, bedeutet noch nicht, dass ohne Gesundheitsschaden - anstelle von höheren Teilzeitpensen als bisher - eine Vollzeitstelle ausgeübt worden wäre. Damit ist die Beschwerdeführerin als Teilerwerbstätige zu betrachten, was die Anwendung der gemischten Bemessungsmethode zur Folge hat. In diesem Rahmen ist die von der Vorinstanz vorgenommene Aufteilung in zwei Drittel Erwerbstätigkeit und einen Drittel Aufgabenbereich nicht zu beanstanden. 3.2 Die Einschränkung im Haushalt basiert auf dem Abklärungsbericht vom 13. Dezember 2000 (vgl. Art. 69 Abs. 2 IVV). Für den Beweiswert eines solchen Berichtes sind - analog zur Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben des Versicherten zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig. Der Richter greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der Abklärungsperson nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsresultate (z.B. infolge von Widersprüchlichkeiten) vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 128 V 93 Erw. 4, zur Publikation in der Amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil S. vom 30. Dezember 2002, I 90/02). Die Versicherte hat in dieser Hinsicht im vorinstanzlichen Verfahren - nicht jedoch vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht - gerügt, wegen ihrer Schmerzen im Haushalt einen Mehraufwand von 20 % bis 30 % zu benötigen. Diese Auffassung war der Abklärungsperson bekannt und ist von ihr in der - nach der Natur der Haushaltsabklärung individuell durchgeführten - Einschätzung berücksichtigt worden. In der Abklärung vom 13. Dezember 2000 ist ebenfalls beachtet worden, dass die Versicherte keine schwereren Arbeiten mehr durchführen kann. Da auch die weiteren Anforderungen an einen Abklärungsbericht erfüllt sind, ist die festgestellte Einschränkung im Haushalt von 17 % nicht zu beanstanden; in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden denn auch keine diesbezüglichen Rügen mehr vorgebracht. 3.3 Das kantonale Gericht hat im erwerblichen Bereich auf die Berichte der Orthopädischen Klinik des Spitals X.________ vom 10. April 2000 und vom 3. September 2001 abgestellt und ist von einer medizinisch begründeten Reduktion des bisherigen Pensums von 66 2/3 % auf 55 % ausgegangen, sodass die Invalidität im Erwerbsbereich knapp 12 % betrage, da im Übrigen keine Verweisungstätigkeit vorliege, in der die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit besser verwerten könne als im ausgeübten Beruf. Entgegen der Annahme in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann als Vergleichsgrösse nicht eine Vollzeitstelle angenommen werden, sondern es ist - infolge des Vorliegens von Teilzeitarbeit (vgl. Erw. 3.1.2 hievor) - vom bisher geleisteten Pensum auszugehen (vgl. BGE 125 V 153 ff. Erw. 5, insbesondere S. 155 unten). Jedoch kann der Vorinstanz insoweit nicht gefolgt werden, als sie allein auf die Aussagen der Orthopädischen Klinik des Spitals X.________ abgestellt hat, finden sich doch im neu eingereichten Bericht des - die Versicherte (auch) zur Zeit des Verfügungserlasses behandelnden - Psychotherapeuten Dr. phil. F.________ vom 9. Mai 2002 wie auch im Bericht des Dr. med. P.________ vom 5. Juli 2001 Hinweise auf psychische Probleme; die IV-Stelle wird in der Folge abzuklären haben, ob diese einen Gesundheitsschaden darstellen, der einen Einfluss auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat, und anschliessend neu verfügen.