Citation: 8C_388/2020 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht hat erkannt, zum Ablauf des Ereignisses vom 23. August 2017 sei auf die telefonischen Angaben der Versicherten vom 29. Januar 2018 abzustellen. Danach sei sie beim Duschen ausgerutscht und habe versucht, sich während des Stürzens mit gestrecktem rechten Arm an der Glaswand abzustützen oder festzuhalten. Sie sei mit der rechten Schulter gegen die Glaswand geprallt und an dieser hinunter gerutscht, wobei der rechte Arm nach hinten gezogen worden sei. Dr. med. C.________ habe in ihren sorgfältig begründeten Aktenbeurteilungen nachvollziehbar festgehalten, dass die Prellung/Distorsion der rechten Schulter zu einer vorübergehenden und nicht richtunggebenden Verschlimmerung der vorbestehenden degenerativen Veränderungen im Bereich der Rotatorenmanschette habe führen können, zumal radiologisch keine unfallbedingten strukturellen Läsionen dokumentiert seien. In Übereinstimmung damit habe med. pract. E.________ zudem darauf hingewiesen, die von der Versicherten am 24. August 2017 aufgesuchte Hausärztin habe kein Hämatom feststellen können und fünf Tage nach dem Unfall sei die rechte Schulter wieder frei beweglich gewesen, weshalb eine schwere Kontusion nicht angenommen werden könne. Sowohl der Verletzungsmechanismus wie auch die geringe Gewalteinwirkung sprächen gegen eine traumatisch bedingte Schädigung. Der Zustand, wie er auch ohne den Unfall eingetreten wäre, sei nach allgemeiner traumatologischer Erfahrung nach sechs bis maximal zwölf Wochen und damit spätestens Mitte November 2017 erreicht gewesen. Die Stellungnahmen des behandelnden Dr. med. D.________ vermöchten an den überzeugenden Auskünften der Dr. med. C.________ und des med. pract. E.________ keine auch nur geringe Zweifel zu wecken. Nachdem diese die Annahmen des Dr. med. D.________ vom 24. April 2018 zum Unfallhergang schlüssig entkräftet hätten, sei er im Bericht vom 28. Mai 2019 von einer revidierten Version des Verletzungsmechanismus ausgegangen, mit dem die Beeinträchtigungen an der Supraspinatussehne erklärt werden könnten. Unter diesen Umständen sei davon auszugehen, dass Dr. med. D.________ aufgrund seiner auftragsrechtlichen Stellung zugunsten seiner Patientin ausgesagt habe und seine Auskünfte von Überlegungen versicherungsrechtlicher Art beeinflusst gewesen seien. Insgesamt sei festzuhalten, dass der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 23. August 2017 und dessen unmittelbaren Folgen mit den über den 2. Januar 2018 hinaus geltend gemachten Beeinträchtigungen im Bereich der rechten Schulter nicht mehr mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen sei.