Citation: 9C_539/2022 E. 4.3

4.3. Im von A.________ unterzeichneten und an die IV-Stelle des Kantons Aargau gerichteten Einwandschreiben vom 9. Dezember 2021 ("VB 181 S. 2 unten") wurde angekündigt, dass eine Kopie dieses Schreibens "an meine Anwältin, Frau Meichssner Andrea" gehe. Ob und wann Alexandra Meichssner von der Versicherten eine solche Kopie erhielt, ist nicht aktenkundig. Die Rechtsvertreterin gelangte erstmals mit Schreiben vom 15. März 2022, mithin nach Erlass der Verfügung vom 7. März 2022, an die IV-Stelle, wobei sie ihre Interessenvertretung für A.________ "im IV-Verfahren" anzeigte und die entsprechende Vollmacht vom 11. März 2022"betreffend Invalidenversicherung" beilegte. Damit findet die vorinstanzliche Feststellung, wonach die Rechtsvertreterin im Vorbescheidverfahren involviert gewesen sei, in den Akten keine genügende Grundlage; sie ist daher unhaltbar (vgl. Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Ob deswegen die Höhe der (auf der Grundlage kantonalen Rechts) zugesprochenen Entschädigung willkürlich ist, bleibt fraglich. Auch was die gerügte Verletzung der Begründungspflicht anbelangt, lässt sich der mutmassliche Verfahrensausgang nicht ohne Weiteres feststellen. Die summarische Würdigung der gesamten Umstände - insbesondere der Ausgang des Urteils 9C_542/2022 vom heutigen Tag - rechtfertigt es, der Beschwerdegegnerin die Prozesskosten aufzuerlegen.