Citation: 1P.764/2000 09.07.2001 E. 2

2.- Das Obergericht führte im angefochtenen Entscheid aus, nach der unwidersprochen gebliebenen Darstellung im Schlussbericht des Bezirksamtes Brugg vom 26. März 1999 habe der Beschwerdeführer seine Unterhaltspflichten von Februar 1997 bis Januar 1999 nicht erfüllt. Aus diesem Grund habe die Alimenten-Inkassostelle des Kantons Aargau am 28. Januar 1999 beim Bezirksamt Brugg einen Strafantrag eingereicht. Es stehe fest, dass der Beschwerdeführer seiner ihm mit Urteil des Bezirksgerichts Brugg vom 12. April 1994 auferlegten Unterhaltspflicht im massgeblichen Zeitraum nicht nachgekommen sei. Bereits dadurch habe er das gegen ihn angehobene Strafverfahren in zivilrechtlich vorwerfbarer Weise verursacht, seien doch die Eltern nach Art. 276 ZGB verpflichtet, für den Unterhalt ihrer Kinder aufzukommen. Indem der Beschwerdeführer die gerichtlich festgesetzten Unterhaltsbeiträge nicht bezahlt habe, habe er seine Unterhaltspflicht verletzt. Es möge - wie das Obergericht im Weiteren erklärte - angefügt werden, dass sich das monatliche Existenzminimum des Beschwerdeführers im Jahre 1998 gemäss Auskunft aus dem Betreibungsregister des Betreibungsamtes Illnau-Effretikon auf Fr. 4'395.-- belaufen habe. Darin seien Mietkosten von Fr. 1'700.-- enthalten. Nach den Aussagen, die der Beschwerdeführer am 18. März 1999 bei der persönlichen Befragung durch die Kantonspolizei Zürich gemacht habe, hätten diese Kosten jedoch bloss Fr. 1'200.-- betragen. Die Gegenüberstellung von Einkommen (Fr. 4'600.--) und Existenzminimum habe daher einen Überschuss ergeben. Der Beschwerdeführer sei denn auch in der Lage gewesen, sowohl im Jahre 1997 als auch 1998 drei Wochen Ferien in Portugal zu verbringen, die mit Gesamtkosten von Fr. 7'000.-- pro Jahr verbunden gewesen seien. Daraus ergebe sich, dass er nebst dem laufenden Unterhalt monatlich Fr. 600.-- für Ferienzwecke habe ersparen können. Dieses "Betreffnis hätte indessen ausgereicht, um seinen Unterhaltspflichten nachzukommen". Aus diesen Überlegungen gelangte das Obergericht zum Schluss, das Bezirksgericht Brugg habe dem Beschwerdeführer zu Recht die Verfahrenskosten auferlegt.