Citation: 6B_1009/2008 25.02.2009 E. 8

8.1 Die Vorinstanz hat dem Beschwerdegegner eine Prozessentschädigung von Fr. 2'700.-- für die Kosten seiner anwaltlichen Vertretung in der Untersuchung und im erstinstanzlichen Verfahren zugesprochen. Sie hat dazu ausgeführt, eine solche Entschädigung sei mit der Berufungsschrift nicht beantragt worden. Zur Kostenverteilung stützt sie sich auf § 188 Abs. 1 der Strafprozessordnung des Kantons Zürich (StPO/ZH, LS 321), wonach die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Verfahrens dem Verurteilten aufzuerlegen sind. Die Höhe der Prozessentschädigung hat die Vorinstanz nicht weiter begründet. 8.2 Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Zusprechung einer Parteientschädigung von Fr. 2'700.-- an den Beschwerdegegner für das erstinstanzliche Verfahren. Er macht geltend, die Zusprechung einer Prozessentschädigung sei willkürlich. Der Beschwerdegegner sei während der Untersuchung nicht und im erstinstanzlichen Verfahren nur auf dem Papier vertreten gewesen. Der Vertreter des Beschwerdegegners sei weder an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung erschienen, noch habe er eine Stellungnahme eingereicht und es habe mangels Teilnahme an der Hauptverhandlung keine Instruktionsarbeit im Hintergrund geleistet werden müssen. Der Beschwerdegegner habe keine Entschädigung für das erstinstanzliche Verfahren beantragt und keine Kostennote eingereicht. Eine Prozessentschädigung sei lediglich für tatsächlich anfallende Kosten zu leisten, welche vorliegend fehlen würden. 8.3 Auch wenn der Beschwerdegegner an der erstinstanzlichen Verhandlung nicht anwesend war, so hat er sich doch am Verfahren beteiligt. Sein Vertreter hat bereits im Untersuchungsverfahren am 26. September 2007 die Akten einverlangt (act. 20/2), um sie im Hinblick auf einen allfälligen Rückzug des Strafantrags zu studieren. Zu diesem Zweck musste er den Fall mit seinem Klienten, dem Beschwerdegegner, besprechen. Weiter hat er Arztzeugnisse eingereicht (act. 4). Der Beschwerdegegner selbst hat eine Zivilforderung geltend gemacht (act. 3). Er hat die Zusprechung einer Parteientschädigung für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren zwar nicht in der Berufungsschrift, aber im Plädoyer (act. 48, S. 7) beantragt und die entsprechenden Parteikosten auf Fr. 4'000.-- beziffert. Die Pauschalisierung der Parteientschädigung ohne Einholung einer Kostennote ist im Ergebnis nicht unhaltbar, da der Beschwerdeführer seine Aufwendungen für das Verfahren vor erster und zweiter Instanz mit Fr. 4'000.-- beziffert hat und die Vorinstanz die Angemessenheit der Forderung anhand des ortsüblichen bzw. gerichtsnotorischen Stundenansatzes für Anwälte abschätzen kann. Im Ergebnis erweist sich die Zusprechung einer pauschalen Entschädigung von Fr. 2'700.-- für die Vertretung im Untersuchungs und erstinstanzlichen Verfahren nicht als willkürlich, deckt diese doch einen durchschnittlichen Arbeitsaufwand von wenigen Stunden ab. Dass und inwiefern die Vorinstanz Bestimmungen des kantonalen Prozessrechts willkürlich angewendet habe, macht der Beschwerdeführer nicht geltend, weshalb dies nicht zu prüfen ist.