Citation: 6B_736/2024 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt zunächst, die Beschwerdeführerin bestreite, am späten Abend des 18. Oktobers 2020 zwischen ca. 22.20 Uhr und 23.00 Uhr ihren Mann angegriffen und getötet zu haben. Diesbezüglich bringe sie zusammengefasst vor, sie sei an diesem Abend mit ihrem Sohn zu Hause gewesen und habe, als dieser um ca. 21.00 Uhr resp. 21.30 Uhr ins Bett gegangen sei, zuerst einen Film geschaut, auch noch geduscht und später noch einen zweiten Film geschaut. Sie sei den ganzen Abend zu Hause geblieben und es sei auch niemand mit ihrem Auto weggefahren. Es sei demnach - so die Vorinstanz weiter - zu prüfen, ob es die Beschwerdeführerin gewesen sei, die das Opfer mit dem Baseballschläger angegriffen und getötet habe resp. ob eine Dritttäterschaft auszuschliessen sei. Da keine direkten Beweismittel für die Täterschaft vorlägen, sei die Frage nach der Täterschaft der Beschwerdeführerin resp. nach einer Dritttäterschaft anhand verschiedener indirekter Beweismittel zu prüfen. Die Vorinstanz gliedert die Würdigung der Indizien in der Folge in 14 Themenbereiche, anschliessend folgen ihre Erwägungen zur Möglichkeit einer Dritttäterschaft, bevor sie eine Gesamtwürdigung vornimmt und auf die subjektive Seite und die Beweggründe der Beschwerdeführerin eingeht. Abschliessend hält die Vorinstanz das Beweisergebnis zusammenfassend fest (Urteil S. 13 ff.). In ihrer Gesamtwürdigung führt die Vorinstanz aus, da sich die Täterschaft mit einem Schlüssel Zugang zur Wohnung des Opfers verschafft haben müsse, sei der Umstand, dass die Beschwerdeführerin als einzige Person neben dem Opfer über einen Wohnungsschlüssel verfügt habe, als Indiz für ihre Täterschaft zu werten (vgl. hierzu E. 2.4.1). Die Täterschaft müsse von der Existenz und dem Aufbewahrungsort des Baseballschlägers im Büroschrank des Opfers Kenntnis gehabt haben, wofür ebenfalls praktisch ausschliesslich die Beschwerdeführerin in Frage komme. Der Baseballschläger als Tatwaffe stelle demnach ein weiteres Indiz für deren Täterschaft dar (vgl. hierzu E. 2.4.2). Die Beschwerdeführerin habe sodann Blutspritzer des Opfers an den Schuhen gehabt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit während der Tat entstanden seien und ebenfalls für ihre Täterschaft sprächen (vgl. hierzu E. 2.4.3). Weiter wertet sie - die Vorinstanz - das bezeichnende Aussageverhalten der Beschwerdeführerin bezüglich der in einem Container gefundenen Trainerjacke - wenn auch mit Zurückhaltung - als Indiz für deren Täterschaft (vgl. hierzu E. 2.4.4). Sodann wiesen auch die Spurenlage im Schlafzimmer des Opfers, namentlich der Snapshot der Nachrichten auf dem Mobiltelefon des Opfers um 18:49 Uhr sowie das Ausstecken und Zerstören desselben um 22:10 Uhr, auf die Täterschaft der Beschwerdeführerin hin (vgl. hierzu E. 2.4.6). Die Sichtung des Fahrzeugs der Beschwerdeführerin in der Tatnacht zwischen 22:30 Uhr und 23:30 Uhr bei der Tankstelle in V.________, ihre Mitteilungen an ihren Sohn und G.________, wonach sie noch joggen gehe bzw. wonach sie joggen gewesen sei, sowie die fehlenden Aktivitäten auf ihren elektronischen Geräten zwischen 21:16 Uhr und 22:58 Uhr in Verbindung mit ihren fehlenden Erinnerungen an den Inhalt des in dieser Zeit gestreamten Films liessen im Weiteren darauf schliessen, dass die Beschwerdeführerin in der Tatnacht zwischen ca. 21:20 Uhr und kurz vor 23:00 Uhr nicht ununterbrochen zu Hause gewesen sei, sondern vielmehr in dieser Zeit nach V.________ und wieder zurück nach Hause gefahren sei, was ebenfalls als Indiz für ihre Täterschaft zu werten sei (vgl. hierzu E. 2.4.7 und E. 2.4.9). Diese Schlussfolgerung werde zudem bekräftigt durch das Auswertungsergebnis der Videoaufzeichnungen der Überwachungskamera einer Bank (vgl. hierzu E. 2.4.8). Die bisher genannten Erkenntnisse bildeten auch zeitlich eine logische und stimmige Abfolge, womit auch die Zeitschiene gemäss Anzeigerapport ein Indiz für die Täterschaft der Beschwerdeführerin darstelle (vgl. hierzu E. 2.4.10). Ferner sei die Beziehung zwischen der Beschwerdeführerin und dem Opfer zum Tatzeitpunkt stark belastet gewesen. Dieser Umstand sowie die Emotionalität der Tat resp. die Einstufung der Tat als Beziehungsdelikt fügten sich als weitere Indizien in das Gesamtbild ein (vgl. hierzu E. 2.4.11). Letztlich würden auch das angeblich plötzliche Auffinden des Wohnungsschlüssels des Opfers durch die Beschwerdeführerin am Morgen des 19. Oktobers 2020 bei sich zu Hause wie auch ihr übriges Verhalten an diesem Morgen viele Fragen aufwerfen, die sich nur dadurch stimmig beantworten liessen, dass die Beschwerdeführerin bereits vor dem Betreten der Wohnung des Opfers gewusst habe, was sie dort erwarten würde (vgl. hierzu E. 2.4.12 f.). Auch diese Umstände sprächen für die Täterschaft der Beschwerdeführerin. Während sich diese Vielzahl von Indizien in der Gesamtbetrachtung zu einem sehr deutlichen Bild zusammenfügten, falle eine mögliche Dritttäterschaft aufgrund der konkreten Umstände als ausserordentlich unwahrscheinlich ausser Betracht (vgl. hierzu E. 2.4.14). Im Ergebnis bestünden für sie - so die Vorinstanz - keine Zweifel an der Täterschaft der Beschwerdeführerin (Urteil S. 103 f.; vgl. hierzu E. 2.4.15).