Citation: 5A_629/2015 E. 5.1

5.1. Das Kantonsgericht weist darauf hin, dass sich das Ergänzungsgutachten B.________ vom 18. November 2014 für die Bewertung der Gebäude auf den beiden Grundstücken auf das Schreiben des kantonalen Amts für Landwirtschaft vom 15. September 2014 stütze. Danach sei der Höchstpreis der Gebäude für das Jahr 2007 anhand der Formel 1/2 Ertragswert + 1/2 Realwert festzulegen. Sodann räumt das Kantonsgericht ein, dass es wegen der Verschiedenartigkeit der Nutzung, des Zustandes, der Erschliessung etc. im Vergleich zu den Bodenpreisen schwierig sei, den Wert landwirtschaftlicher Bauten mit einem Vergleich zum landwirtschaftlichen Ertragswert festzustellen, da oftmals Vergleichsobjekte kaum je hinreichend dokumentiert zur Verfügung stünden. Für neuere und in gutem Zustand befindliche Gebäude sei als Methode der Zeitwert heranzuziehen; bei älteren Landwirtschaftsbauten sei der Zeitwert auf dem Markt hingegen nicht mehr realisierbar, weshalb der Verkehrswert zur Anwendung gelange. Dieser setze sich aus der klassischen Mischmethode Zeitwert und landwirtschaftlicher Ertragswert zusammen. In einem Entscheid vom 13. Juli 2001 berechne das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz die Preisgrenze nach Art. 66 BGBB für Bauten (Ställe) nach folgender Formel: 1/2 (Zeitwert + Ertragswert) = Verkehrswert + fünf Prozent. Diese Praxis des Verwaltungsgerichts erachtet das Kantonsgericht für die Berechnung des zulässigen Höchstpreises landwirtschaftlicher Gebäude per 20. Juli 2007 grundsätzlich für massgeblich. Auch die Gerichtsgutachterin nehme in ihrem Ergänzungsgutachten zur Berechnung des zulässigen Höchstwerts der einzelnen landwirtschaftlichen Gebäude eine Mischrechnung von Zeitwert und Ertragswert vor, weil der von ihr anstelle des Zeitwerts angewandte Realwert dem Zeitwert zuzüglich den Umgebungs- und Baunebenkosten und dem Landwert entspreche. Insoweit sei das Ergänzungsgutachten nicht zu beanstanden. Was den Ertragswert der Gebäude angeht, stellt das Kantonsgericht fest, dass die Expertin B.________ der Berechnung des Höchstpreises für das Jahr 2007 die Ertragswerte im Betrag von insgesamt Fr. 304'260.-- zugrunde lege, die auch im besagten Schreiben des Landwirtschaftsamtes aufgeführt seien, sich auf das Jahr 1998 bezögen und deshalb nicht als Grundlage zur Ermittlung des Höchstpreises für das Jahr 2007 dienen könnten. Diese Ertragswerte seien indessen tiefer als jene im Gesamtbetrag von Fr. 475'455.--, die der Expertise D.________ vom 22. April 2010 bei der Berechnung des Verkehrswerts von Fr. 644'000.-- für das Jahr 2010 zugrunde lägen. Gemäss dem bundesgerichtlichen Urteil 5A_670/2012 vom 30. Januar 2013 (s. Sachverhalt Bst. B.e) sei zu prüfen, ob der für das Jahr 2007 bzw. 2010 ermittelte Verkehrswert von Fr. 644'000.-- den zulässigen Höchstpreis im Sinne von Art. 66 BGBB einhält. Weil es, das Kantonsgericht, an diese Feststellung gebunden sei, seien bei der Beurteilung auch die entsprechenden Ertragswerte gemäss Expertise D.________ heranzuziehen. Auch hinsichtlich der Realwerte für die Gebäude erkennt das Kantonsgericht, dass sich der von der Expertin B.________ errechnete Gesamtbetrag von Fr. 724'549.-- auf die im Schreiben des Landwirtschaftsamts aufgelisteten Realwerte stütze, die sich auf das Jahr 1998 bezögen und deshalb nicht zur Ermittlung des Höchstpreises für das Jahr 2007 taugten. Diese Realwerte seien aber "nur wenig tiefer [recte: höher] als jene, die der Gutachter D.________ in seiner Expertise vom 22. April 2010 berechnete und auch bei der Berechnung des Verkehrswerts von Fr. 644'000.-- für das Jahr 2010 verwendete,... insgesamt Fr. 716'032.--". Gestützt auf das bundesgerichtliche Urteil 5A_670/2012 vom 30. Januar 2013 (s. Sachverhalt Bst. B.e) hätten bei der Prüfung, ob der für das Jahr 2007 bzw. 2010 ermittelte Verkehrswert von Fr. 644'000.-- den zulässigen Höchstpreis im Sinne von Art. 66 BGBB einhält, ebenfalls die Realwerte gemäss Expertise D.________ von total Fr. 716'032.-- verwendet werden müssen. Zusammenfassend hält das Kantonsgericht fest, die Expertin B.________ erachte den zulässigen Höchstpreis im Sinne von Art. 66 BGBB für das Jahr 2010 mit erheblich tieferen Ertragswerten (Fr. 304'260.-- anstatt Fr. 475'455.--) und nur wenig höheren Realwerten (Fr. 724'549.-- anstatt Fr. 716'032.--) als eingehalten. Dies müsse umso mehr gelten, wenn die Fachfrau mit den in der Expertise D.________ vom 22. April 2010 aufgeführten bedeutend höheren Ertragswerten und nur wenig tieferen Realwerten gerechnet hätte. Das Kantonsgericht folgert, dass sich die von der Expertin B.________ verwendeten falschen Ertrags- und Realwerte somit im Ergebnis nicht zulasten, sondern zugunsten des Beschwerdeführers auswirken würden.