Citation: 2C_49/2017 E. 2.2

2.2. Gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG besteht nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 43 AuG fort, wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen. Derartige Gründe können gemäss Art. 50 Abs. 2 AuG namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint. Das Verwaltungsgericht erklärt im angefochtenen Urteil, ein persönlicher nachehelicher Härtefall nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG liege nicht vor (E. 3.1). Es verweist dazu ausdrücklich auf sein erstes die Beschwerdeführerin betreffendes Urteil VB.2014.00605 vom 14. Januar 2015. Dort führte es in E. 3.2 aus: "Da Art. 50 Abs. 1 AuG von einem Weiterbestehen des Anspruchs nach dem Scheitern der Ehe spricht, muss der Härtefall sich auf die Ehe und den damit verbundenen Aufenthalt beziehen (BGE 137 II 345 E. 3.2.3). Solche 'wichtigen Gründe' sind keine ersichtlich und werden von der Beschwerdeführerin auch zu Recht nicht geltend gemacht." Zu dieser mit der Verweisung zum Bestandteil der Begründung des hier angefochtenen zweiten Urteils gemachten Erwägung äussert sich die Beschwerdeführerin mit keinem Wort. Es lässt sich der Beschwerdeschrift auch nichts zu den konkreten gesetzlichen Voraussetzungen des nachehelichen Härtefalls, namentlich zu den in Art. 50 Abs. 2 AuG genannten Kriterien, entnehmen. Mit der blossen Behauptung, der "normale" Härtefall gemäss Art. 30 Abs. 1 AuG, welcher nach einer Scheidung auftrete, sei stets als nachehelicher Härtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 AuG zu qualifizieren, lässt sich eine Verletzung von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG nicht aufzeigen. Bei ihren Ausführungen zum Härtefall nach Art. 30 Abs. 1 AuG (womit sie als solche hier nicht zu hören ist; s. vorstehend E. 2.1.2 zweiter Absatz) konzentriert sich die Beschwerdeführerin auf den Aspekt der beruflichen und sozialen Integration. Diese wäre unter dem Gesichtswinkel von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG von massgeblicher Bedeutung, der hier aber wegen Fehlens einer dreijährigen Ehegemeinschaft nicht zur Anwendung kommt; im Zusammenhang mit Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG ist sie notwendige, aber keinesfalls hinreichende Bedingung für eine Bewilligungserteilung.