Citation: 1C_217/2023 E. 5.1

5.1. Das BAFU führt in seiner Vernehmlassung aus, die Quadra GmbH sei ein anerkanntes unabhängiges Planungs- und Beratungsbüro im Bereich Natur und Landschaft mit erfahrenen Spezialisten für Fauna, Flora und Lebensräume. Es erachtet die Bestandesaufnahme und ihre Bewertung als nachvollziehbar und ausreichend. Ergänzend führt es aus, mit weiteren Begehungen würden viele der Arten vermutlich bestätigt und höchstwahrscheinlich noch weitere dazukommen. Seit dem Jahr 2000 seien dort insgesamt 300 Arten, davon 220 Gefässpflanzen, festgestellt worden. Würde man die Artengruppen Flechten, Moose und Pilze zusätzlich untersuchen, wäre die bereits gefundene beachtlich reichhaltige Biodiversität für dieses kleinräumige Gebiet inmitten dichter Besiedlung sicherlich noch grösser. Tobel seien bekannt für ihre speziellen, zum Teil kleinräumig auftretenden Lebensraumtypen und hätten rund um den Zürichsee aus naturschützerischer Sicht einen hohen Stellenwert. Mit ihrer generell ausgleichenden Funktion im Naturhaushalt seien sie damit als schutzwürdiger Lebensraum im Sinne von Art. 18 Abs. 1bis NHG einzustufen. Dies deckt sich mit der Einschätzung der kantonalen Fachstelle Naturschutz in der Gesamtverfügung vom 12. März 2020 (S. 4 f.), wonach das Bachtobel bisher weitgehend unerschlossen und aufgrund seiner Unberührtheit und fehlenden Störung durch Erholungssuchende für den Naturschutz besonders wertvoll sei. Insbesondere der Abschnitt H, der teilweise durch schützenswerte Lebensräume nach NHV Anh. 1 (Eiben-Buchenwald, Ahorn-Eschenwald) führe, betreffe einen wertvollen Lebensraum für Tierarten, insbesondere Vogelarten, darunter den Baumfalken. Damit ist grundsätzlich belegt, dass es sich beim Tobel und namentlich dem Waldgebiet am Zusammenfluss von Bünis- und Stöckenweidbach, um ein schutzwürdiges Biotop handelt.