Citation: I 130/04 02.06.2004 E. 2

2.1 Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad. Die IV-Stelle hat ihre Verfügung hauptsächlich auf einen von Dr. med. M.________ erstellten rheumatologischen Arztbericht vom 18. Juni 2001 abgestellt. Darin wurde die Diagnose eines chronisch-rezidivierenden Panvertebral-Syndroms mit einer im Vordergrund stehenden lumbo-spondylogenen Komponente rechts gestellt. In seiner medizinischen Beurteilung gelangte der Arzt zum Schluss, dem Versicherten sei eine körperlich leichte und mittelschwere Tätigkeit im Umfang von 50 % zuzumuten. Die Vorinstanz hat erwogen, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig sei und nach erstelltem Einkommensvergleich eine 55 %ige Erwerbsunfähigkeit aufweise. 2.2 Sowohl im vorinstanzlichen Verfahren wie auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, auf Grund psychischer Beeinträchtigungen sei eine weitergehende Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu berücksichtigen. Demnach ist vorliegend zu prüfen, ob sich die vom Versicherten geklagte somatoforme Schmerzstörung auf seine Restarbeitsfähigkeit in einer ihm zumutbaren Tätigkeit auswirkt und ob die darauf gestützte Berechnung des Invaliditäts-grades mittels Einkommensvergleich Anspruch auf eine höhere Rente gibt. 2.3 Im vorinstanzlichen Entscheid hat sich das kantonale Gericht diesbezüglich mit den Arztberichten von Dr. med. E.________, Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 11. Dezember 2002 und 10. März 2003 auseinandergesetzt. Es hat befunden, diesen Erhebungen komme kein Beweiswert zu, weil im Zeitpunkt des Verfügungserlasses keine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit bestand. Die Ärztin habe offenbar nicht über die vollständigen Vorakten verfügt. Zudem sei die von ihr gestellte Diagnose insofern nicht nachvollziehbar, als gemäss Definition ICD-10 F45.4 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung von einem Schmerzbild ausgehe, für welches kein organisches Korrelat bestehe, während dieses vorliegend jedoch gegeben sei. Der Beschwerdeführer habe sich vor dem Erlass der Verfügung im Rahmen des Vorbescheidverfahrens ausdrücklich mit einem (rheumatologisch bedingten) Invaliditätsgrad von 50 % einverstanden erklärt. Nachdem sich aus den Akten keinerlei Hinweise auf eine psychisch verursachte Arbeitsunfähigkeit im Zeitpunkt des Verfügungserlasses ergeben habe, seien weitere medizinische Abklärungen nicht angebracht und von einem psychiatrischen Gutachten keine neuen Erkenntnisse zu erwarten. Den übrigen medizinischen Akten sei kein Hinweis auf eine weitergehende Arbeitsunfähigkeit zu entnehmen. 2.4 Das kantonale Gericht hat in sorgfältiger und einlässlich begründeter Würdigung der medizinischen Aktenlage zu Recht hauptsächlich auf den überzeugenden, von Dr. med. M.________ am 18. Juni 2001 erstellten Arztbericht abgestellt und auf eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in einer körperlich leichten und mittelschweren Tätigkeiten geschlossen. Diese Erkenntnisse sind nicht zu beanstanden. Insbesondere kann auf die Berichte von Dr. med. E.________ aus den oben (Erw. 2.3) erwähnten Gründen nicht abgestellt werden. Es kommt hinzu, dass eine somatoforme Schmerzstörung allein eine langdauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 4 IVG in der Regel nicht zu bewirken vermag (zur Publikation vorgesehenes Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 12. März 2004, I 683/03). Die Voraussetzungen für ein Abweichen von dieser Regel sind ausweislich der Akten nicht erfüllt. 2.5 In erwerblicher Hinsicht hat die Vorinstanz befunden, nach Ermittlung des Invalideneinkommens nach Tabellenlöhne (LSE) sowie einer Herabsetzung des statistischen Lohnes um 15 % resultiere aus dem Vergleich der beiden Einkommen (Valideneinkommen von Fr. 54'124.- und Invalideneinkommen von Fr. 24'174.-) ein Invaliditätsgrad von 55 %. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der Einwand erhoben, im vorliegenden Fall sei ein behinderungsbedingter Abzug von 25 % zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, es bestünden ausreichend Anhaltspunkte dafür, dass ihm wegen mehrerer Merkmale der höchstmögliche Abzug zustünde. Dabei geht er davon aus, ab einem Invaliditätsgrad von 60 % würde ihm eine ¾-Rente zustehen. Die Vorinstanz hat den Invaliditätsgrad des Versicherten auf Grund der Gegenüberstellung eines Valideneinkommens von Fr. 54'124.- und eines Invalideneinkommen von Fr. 24'174.- zutreffend erörtert. Zudem besteht entgegen der Auffassung des Versicherten kein Anlass, den von der Verwaltung festgesetzten und vom kantonalen Gericht bestätigten Abzug in Frage zu stellen. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass der intertemporalrechtlichen Regelung entsprechend (vgl. Erw. 1) die am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 21. März 2003 und der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 21. Mai 2003 im vorliegenden Fall nicht zur Anwendung gelangen (BGE 129 V 4 Erw. 1.2). Da ein leidensbedingter Abzug von 25 % lediglich einen Invaliditätsgrad von rund 60 % zur Folge hätte, die Zusprechung einer ganzen Rente nach dem bis zum 31. Dezember 2003 in Kraft gewesenen Recht jedoch einen Invaliditätsgrad von 66 2/3 voraussetzt, würde auch die Anerkennung des höchstmöglichen Abzugs zu keinem anderen Ergebnis führen. Nach dem Gesagten erfüllt der Beschwerdeführer die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente nicht, wie die Vorinstanz zutreffend entschieden hat.