Citation: 1P.403/2004 10.11.2004 E. 4

Der Beschwerdeführer wirft dem Kantonsgericht sodann vor, den Sachverhalt willkürlich festgestellt zu haben (Art. 9 BV). 4.1 Er hält dafür, die Telefongespräche, mit denen die Tat bewiesen werden sollte, stammten gar nicht von jenem Tag, an dem er angeblich die Tiere getrieben haben soll. Es sei kein Gespräch vom 24. September 2001 nachgewiesen. Zudem könne das Gespräch mit C.________ um 12.00 Uhr gar nicht stattgefunden haben, da ihm sein Telefon zu diesem Zeitpunkt bereits abgenommen worden sei. Das Kantonsgericht erwog, der Beschwerdeführer habe nach seinen eigenen Aussagen um 04.20 Uhr C.________ und um 06.00 Uhr seinen Vater angerufen, um ihnen seinen Standort bekannt zu geben. C.________ habe zugegeben, den Beschwerdeführer angerufen zu haben. Die Auswertung seines Mobiltelefons habe dies bestätigt. Aufgrund der Liste der gewählten Rufnummern sei ersichtlich, dass der Beschwerdeführer um 04.40 Uhr D.________ angerufen habe. Die Aussagen der Beteiligten und die Auswertung der registrierten Telefonanrufe des Beschwerdeführers an die Mitglieder der Jagdgruppe belegten, dass dieser zwischen 04.40 Uhr und 11.58 Uhr verschiedentlich mit den genannten Jagdkollegen telefoniert habe. Der Wildhüter hielt in seinem Bericht fest, er habe nach 11.00 Uhr einen Mann (den Beschwerdeführer) aus dem Banngebiet herauskommen sehen, der ständig sein Mobiltelefon am Ohr gehabt habe. Er habe ihn angehalten und ihm das Telefon als Beweismittel zu Handen der Polizei abgenommen. Diese habe den Beschwerdeführer dann abgeholt. Gemäss dem Polizeibericht vom 16. Oktober 2001 gingen noch während der Identitätsüberprüfung des Beschwerdeführers zwei Anrufe, einerseits von seinem Vater, andererseits von B.________, ein. Der Beschwerdeführer gab den Eingang dieser beiden Anrufe an der Einvernahme vom 24. September 2001 zu. B.________ bestätigte, er habe den Beschwerdeführer um 11.44 Uhr anrufen wollen, wobei ein gewisser E.________ den Anruf entgegengenommen habe. Dies ist der Name des rapportierenden Polizeibeamten. Die Sachverhaltsfeststellungen des Kantonsgerichts stehen somit keineswegs im Widerspruch zu den Akten. Sie beruhen auf den Aussagen des Beschwerdeführers und der weiteren Beteiligten und lassen sich aufgrund der Akten nachprüfen. Die Datumsangabe im Mobiltelefon des Beschwerdeführers war für das Kantonsgericht nicht entscheidwesentlich. Vielmehr ging es von den protokollierten Aussagen der Beteiligten aus und verifizierte diese anhand der Liste der vom Beschwerdeführer gewählten und entgegengenommenen Anrufe. Die entsprechende Kritik am angefochtenen Entscheid ist daher unbegründet. 4.2 Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, es habe unter den Jägern keine Absprache stattgefunden. Nicht einmal C.________ behaupte dies. Das Kantonsgericht stützte sich in diesem Punkt namentlich auf die Aussagen von C.________ ab und überprüfte deren Schlüssigkeit. Dieser hat nach den Ausführungen des Kantonsgerichts ausgesagt, er wisse, dass der Beschwerdeführer zur Jagd mitgekommen sei, damit er Hirsche aus dem Banngebiet hinausjage und diese dann im offenen Gebiet erlegt werden könnten. Das Kantonsgericht berief sich bei seinen Feststellungen nicht auf die Aussagen der übrigen Jäger, wie der Beschwerdeführer behauptet. Es stellte vielmehr die Aussage von C.________ in einen Gesamtzusammenhang und würdigte die vorhandenen Elemente. Das Kantonsgericht gab die Schilderungen von C.________ zum Teil wörtlich wieder. Für die Behauptung, die Auskunftsperson sei massiv eingeschüchtert gewesen, liegen keine Anhaltspunkte vor. Dass er von keiner Abmachung wusste schliesst nicht zwingend aus, dass sich andere Personen nicht abgesprochen haben. Letztlich ist aber gar nicht entscheidend, ob sich der Beschwerdeführer mit jemandem abgesprochen hat. Das Kantonsgericht hält dies niemandem vor. Es schloss aufgrund des Verhaltens des Beschwerdeführers darauf, er habe Tiere aus dem Banngebiet getrieben. Auch in diesem Punkt liegt demzufolge keine willkürliche Sachverhaltsfeststellung vor. 4.3 Ferner seien - nach Auffassung des Beschwerdeführers - die Tiere erst erschrocken und geflüchtet, als sie den Wildhüter erblickt hätten. Vorher seien sie zwar unruhig gewesen, letztlich aber im Schritt und ohne zu flüchten auf den Wildhüter zugegangen. Erst aufgrund dessen Anwesenheit seien sie aus dem Banngebiet geflohen. Das Kantonsgericht zog für seine Feststellungen die Aussagen des Wildhüters bei. Danach seien die Hirsche etwa um 10.00 Uhr unruhig geworden und durch die "Lauene" ins offene Gebiet geflüchtet. Ein Hirsch sei auf den Wildhüter zugelaufen, habe diesen bemerkt und sei unterhalb desselben mit anderem Rotwild ins offene Jagdgebiet geflüchtet. Es sei also bereits getriebenes Wild auf den Wildhüter zugelaufen. Diese Passage entspricht den Darlegungen des Wildhüters in seinem Bericht vom 24. September 2001. Von willkürlicher Sachverhaltsfeststellung kann daher auch in diesem Punkt keine Rede sein. In Gegenteil findet die Behauptung des Beschwerdeführers, die Tiere seien im Schritt und ohne zu flüchten langsam auf den Wildhüter zugegangen, keine Stütze in den Akten bzw. widerspricht der Aussage des Wildhüters. 4.4 Der Beschwerdeführer wirft dem Kantonsgericht schliesslich vor, es habe die Tathandlung als erwiesen erachtet, weil er beim Treiben der Tiere beobachtet worden sei. Wie er auf diese Aussage kommt, ist nicht ersichtlich. Das Kantonsgericht hat mit keinem Wort gesagt, der Beschwerdeführer sei beim Treiben der Tiere beobachtet worden. Soweit er in diesem Zusammenhang sodann die Anwendung des Jagdgesetzes kritisiert, ist auf seine Beschwerde nicht einzutreten. Die Rüge der Verletzung des eidgenössischen Jagdgesetzes ist in der staatsrechtlichen Beschwerde unzulässig (vgl. Art. 84 Abs. 1 OG).