Citation: 1C_322/2022 E. 2.4

2.4. Ob diese Rüge den Substanziierungsanforderungen für Willkürrügen bezüglich der Anwendung kantonalen Gesetzesrechts genügt (vgl. BGE 148 I 104 E. 1.5; 145 I 26 E.1.3), ist fraglich, kann indessen offen bleiben, weil sie ohnehin offensichtlich unbegründet ist. Die von der Beschwerdeführerin genannten Verwirkungsfristen für die Anfechtung baurechtlicher Entscheide dienen der Verfahrensbeschleunigung und der Schaffung von Rechtssicherheit bezüglich der erteilten Baubewilligungen, nicht jedoch deren späteren Geheimhaltung. So kann gerechtfertigt sein, Personen Einsicht in rechtskräftige Baubewilligungen zu gewähren, um deren Einhaltung bei der Ausführung des Bauprojekts kontrollieren oder namentlich im Hinblick auf die Beachtung des Gleichbehandlungsprinzips die Baubewilligungspraxis feststellen zu können. Die Vorinstanz verfiel daher nicht in Willkür, wenn sie verneinte, dass die Regelung des Baubewilligungsverfahrens im PBG/ZH rechtskräftige Baubewilligungen generell der Geheimhaltung unterstellt.