Citation: 5A_193/2022 E. 2.2

2.2. Abgesehen von den hier nicht einschlägigen Ausnahmen von Art. 95 Bst. c-e BGG kann die fehlerhafte Anwendung des kantonalen Rechts mit der Beschwerde in Zivilsachen nicht geltend gemacht werden. Zulässig ist allein die Rüge, die Anwendung des kantonalen Rechts führe zu einer Verletzung von Bundes- oder Völkerrecht nach Art. 95 Bst. a oder b BGG, namentlich zu einem Verstoss gegen das Willkürverbot oder gegen andere verfassungsmässige Rechte (BGE 142 II 369 E. 2.1; 137 V 143 E. 1.2). Mit der subisidiären Verfassungsbeschwerde kann ebenfalls einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (Art. 116 BGG). Bei einer Verletzung derartiger Rechte kommt sodann sowohl bei der Beschwerde in Zivilsachen als auch bei der subsidiären Verfassungsbeschwerde eine Korrektur der für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlichen tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz in Betracht (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 sowie Art. 118 BGG). Das Bundesgericht prüft die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG nur insofern, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist (sog. strenges Rügeprinzip). Es prüft daher nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen, während es auf ungenügend substanziierte Rügen und rein appellatorische Kritik am Sachverhalt nicht eintritt (BGE 142 III 364 E. 2.4; 141 I 36 E. 1.3; 140 III 264 E. 2.3).