Citation: 1P.516/2000 07.09.2000 E. A

A.- Die Bezirksanwaltschaft Bülach führt gegen S.________ eine Strafuntersuchung, insbesondere wegen gewerbsmässiger Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und Geldwäscherei. Sie wirft ihm im Wesentlichen vor, zwischen April 1998 und anfangs 1999 dreimal in Guyana je 1,5 - 2 kg Kokain von sehr guter Qualität gekauft, in die Schweiz gebracht und anschliessend teilweise verkauft zu haben. Nach seiner vierten Einkaufstour in Guyana wurde S.________ am 14. Januar 2000 bei seiner Einreise im Flughafen Kloten verhaftet, wobei 1,793 kg Kokain sichergestellt wurden. Insgesamt soll er durch den Verkauf von mindestens 3,6 kg Kokain einen Reingewinn von Fr. 115'000.-- erzielt haben. In ihrer Anklageschrift vom 31. Juli 2000 beantragt die Bezirksanwaltschaft, S.________ mit 6 Jahren Zuchthaus zu bestrafen, unter Anordnung einer vollzugsbegleitenden ambulanten Massnahme im Sinne von Art. 44 Ziff. 1 Satz 2 und Ziff. 6 StGB. Am 15. August 2000 stellte S.________ ein Gesuch um Entlassung aus dem vorzeitigen Strafvollzug. Er anerkannte zwar den Tatverdacht, macht aber geltend, dass keiner der besonderen Haftgründe mehr gegeben sei. Mit Verfügung vom 16. August 2000 beantragte die Bezirksanwaltschaft Bülach dem Haftrichter, die Untersuchungshaft aufrechtzuerhalten, da nach wie vor Fluchtgefahr bestehe, weil S.________ eine langjährige Freiheitsstrafe drohe und er auch über einen Pass von Guyana, dem Heimatland seiner Ehefrau, verfüge.