Citation: 1C_84/2023 E. 3.5

3.5. Es ist den Beschwerdeführenden insoweit zuzustimmen, als die vorinstanzliche Begründung hinsichtlich der Berechnung der maximal zulässigen Gesamthöhe nicht restlos zu überzeugen vermag. So leuchtet nicht ein, weshalb die maximal zulässige Abweichung bei der Gesamthöhe von 3 m (§ 75 Abs. 1 PBG/LU) in den Gebieten mit Gestaltungsplanpflicht bereits kraft kantonalem Recht gelten soll. Soweit die Vorinstanz dies aus der Botschaft des Regierungsrates zur Teilrevision des PBG/LU ableiten möchte, wonach gestützt auf das Vernehmlassungsergebnis nicht mehr vorgesehen werde, dass (ergänzende) Vorschriften im Sinne von § 75 Abs. 1 PBG/LU zu erlassen seien, geht sie fehl. Mit der Revision von § 75 Abs. 1 PBG/LU wurde gerade beabsichtigt, die nach früherem Recht geltende unbefriedigende Situation zu lösen, in welcher Abweichungen von der Grundnutzungsordnung (damals: zusätzliches Geschoss und Überschreitung der maximalen Ausnützungsziffer bis zu 15 %) bewilligt werden konnten, ohne dass diese den Stimmberechtigten unterbreitet werden mussten (vgl. Botschaft des Regierungsrates an den Kantonsrat des Kantons Luzern B62 vom 25. Januar 2013 [nachfolgend: Botschaft], S. 36). So hielt der Regierungsrat in seiner Botschaft hierzu explizit fest, "da die Gestaltungsplanpflicht schon im Zonen- oder im Bebauungsplan festzulegen ist, sind die möglichen Abweichungen gerade mit Blick auf die Vorgabe, das Ausmass und die Kriterien der Abweichungen soweit erforderlich bereits im Bau- und Zonenreglement oder in den Vorschriften zum Bebauungsplan festzulegen, demokratisch legitimiert und auch für den Nachbarn und die Nachbarin vorhersehbar" (Botschaft, S. 36). Die Vorinstanz scheint in diesem Zusammenhang zu übersehen, dass die Stadt Sursee in Bezug auf das Ausmass der möglichen Abweichungen von der Grundnutzungsordnung in Anhang 6 des BZR eine Regelung getroffen hat (vgl. E. 3.6 hiernach). Da es vorliegend um die Anwendung von kantonalem bzw. kommunalem Recht geht, ist die Kognition des Bundesgerichts im Wesentlichen auf Willkür beschränkt (vgl. E. 2.1 hiervor). Willkür liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheids, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (vgl. BGE 146 II 111 E. 5.1.1; 144 I 113 E. 7.1; 141 I 49 E. 3.4; 140 III 16 E. 2.1). Auch wenn die Begründung der Vorinstanz nach dem Gesagten nicht in jeder Hinsicht schlüssig erscheint, legen die Beschwerdeführenden nicht hinreichend dar, inwiefern der angefochtene Entscheid (auch) im Ergebnis willkürlich sein soll. Dies ist vorliegend auch nicht ersichtlich.