Citation: 8C_599/2017 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, indem sie die Therapierbarkeit des Leidens als Ausschlussgrund für den Anspruch auf IV-Leistungen angeführt habe, zumal auch kein Mahn- und Bedenkzeitverfahren nach Art. 21 Abs. 4 ATSG durchgeführt worden sei. Die Versicherte habe die psychiatrische Therapie ferner nicht wegen des fehlenden Leidensdrucks oder mangels eines Willens abgebrochen, sondern aus Angst, noch ernsthafter zu erkranken, da ihrer Überzeugung nach die Therapie ihr mehr geschadet als genutzt habe. Überdies seien die Auswirkungen einer depressiven Störung im gesundheitlichen Gesamtkontext zu beurteilen. Die Vorinstanz habe in willkürlicher Weise nicht auf das Gerichtsgutachten abgestellt. Dr. med. C.________ habe eine schwerstgradige Angststörung und eine depressive Störung diagnostiziert, wobei er übereinstimmend mit den medizinischen Vorakten (Bericht des Dr. med. G.________ und lic. phil. H.________, Psychologe FSP, vom 6. März 2012 und Gutachten der Frau Dr. med. B.________ vom 3. September 2012) festgestellt habe, dass die Versicherte bei der Vorstellung, sich den Anforderungen einer Arbeitssituation zu stellen und dabei nicht zu genügen, psychisch und kognitiv derart - mit Verlust der Affektkontrolle - dekompensiere und blockiere, dass sie nicht mehr handlungsfähig sei. Bei Zweifel an der Schlüssigkeit der gutachterlichen Darlegungen sei ferner nicht auf Beweislosigkeit zu schliessen, sondern ein weiteres Gutachten einzuholen oder bei der Gutachtensperson ergänzend nachzufragen. Die Vorinstanz habe weiter den Aktenberichten des RAD gleiche Beweiskraft beigemessen wie dem Gerichtsgutachten, was die bundesrechtlichen Regeln über die Beweiswürdigung verletze und zu eine offensichtlich falschen Beweiswürdigung geführt habe, vielmehr hätte sie auf das voll beweiskräftige Gerichtsgutachten abstellen müssen.