Citation: 8C_325/2024 E. A

A.a. A.________, geboren 1959, war im Jahr 1985 über ihre Arbeitgeberin bei der damaligen SCHWEIZ Allgemeine Versicherungs-Aktien-Gesellschaft, Zürich (heute: Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG, im Folgenden: Allianz) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 10. September 1985 einen Verkehrsunfall erlitt. Am 24. Januar 1989 wurde sie im Auftrag eines anderen Versicherers durch Dr. med. B.________, Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, begutachtet. In seinem Gutachten vom 16. März 1989 stellte er die Diagnosen eines Status nach Distorsionstrauma der Halswirbelsäule (HWS) am 10. September 1985, eines chronischen posttraumatischen Cervicalsyndroms, eines Status nach Kontusion des rechten Knies am 10. September 1985 und einer posttraumatischen Chondropathia patellae. Des Weiteren attestierte Dr. med. B.________ A.________ eine volle Arbeitsfähigkeit in ihrem bisherigen Beruf. Der medizinische Zustand sei, zumindest was die HWS betreffe, als weitgehend stationär und damit endgültig anzusehen. Mit Schreiben vom 16. Oktober 1990 schätzte Dr. med. B.________ den Integritätsschaden für die Folgen der HWS-Verletzungen auf 7.5 % und bezüglich der Knieverletzungen rechts auf höchstens 5 %. Gestützt darauf sprach die Allianz der Versicherten mit Verfügung vom 19. Dezember 1990 eine entsprechende Integritätsentschädigung zu. Mit Verfügung vom 14. Oktober 1993 gewährte sie A.________ zudem - basierend auf einem von dieser akzeptierten Vergleichsvorschlag - ab 1. Juli 1993 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 10 %. A.b. Mit Verfügung vom 25. März 2021 zog die Allianz beide Verfügungen in Wiedererwägung und stellte die Versicherungsleistungen per 31. März 2021 ein. Zur Begründung führte sie aus, die Leistungszusprache sei mangels Adäquanzprüfung zweifellos unrichtig gewesen. Die dagegen von A.________ erhobene Einsprache wies sie ab (Einspracheentscheid vom 30. Juni 2023).