Citation: 4A_148/2021 E. A

B.________ (Versicherte, Beschwerdegegnerin) war ab dem 1. September 2016 bei der C.________ GmbH, U.________ (Arbeitgeberin), als "Event Senior Manager" angestellt und im Rahmen dieses Anstellungsverhältnisses aufgrund eines Kollektivvertrages bei der A.________ AG (Versicherung, Beschwerdeführerin) krankentaggeldversichert. Die Arbeitgeberin kündigte das Arbeitsverhältnis am 27. September 2017 per 31. Dezember 2017 mit sofortiger Freistellung. Ab dem 28. September 2017 wurde der Versicherten von Dr. med. D.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die Kündigungsfrist wurde deshalb bis 31. März 2018 verlängert. Die Versicherung leistete nach Ablauf einer Wartefrist von 90 Tagen ab dem 27. Dezember 2017 Taggelder in Höhe von Fr. 460.-- pro Tag. Die Versicherung veranlasste im November 2017 und im Mai 2018 vertrauensärztliche Abklärungen. Zwischen dem 14. Februar und dem 9. März 2019 wurde die Versicherte im Auftrag der Versicherung an insgesamt neun Tagen während jeweils einigen Stunden observiert. An einer Besprechung vom 2. Mai 2019 wurde die Versicherte über die Überwachung informiert und es wurde ihr mitgeteilt, dass die Leistungen ruhen und ab diesem Datum keine weiteren Schadenfälle versichert seien. Insgesamt wurden Taggelder in Höhe von Fr. 182'160.-- ausgerichtet.