Citation: 6B_837/2016 E. 3

Der Rückschein eines als Gerichtsurkunde versendeten Urteils dient als Zustellungsnachweis. Der Zeitpunkt des Empfangs einer Postsendung soll damit zuverlässig festgestellt werden können. Die Vorinstanz stützt sich bei ihrer Würdigung auf den bei den kantonalen Akten liegenden Rückschein. Sie zieht daraus den Schluss, das Urteil des Kantonsgerichts Schaffhausen sei dem Verteidiger der Beschwerdeführerin am 30. April 2016 zugestellt worden. Inwiefern diese Würdigung willkürlich sein könnte, ist weder ersichtlich noch dargetan. Der Verteidiger der Beschwerdeführerin erhebt in der Beschwerde keine begründeten Einwände gegen die Richtigkeit des Rückscheins. Er macht auch nicht geltend, die Vorinstanz habe die darin enthaltenen Angaben wie Zustelladresse, Datum des Empfangs und Unterschrift des Empfängers bzw. Handzeichen offensichtlich unrichtig gewürdigt. Solches ist auch nicht erkennbar. Seine Vorbringen, wonach er einen Rückschein weder gesehen noch unterzeichnet haben und auch nicht wissen will, ob überhaupt und gegebenenfalls von wem der Rückschein wann unterzeichnet worden sei, gehen im vorliegenden Zusammenhang an der Sache vorbei. Soweit er einwendet, er habe das Urteil persönlich erstmals am 3. Mai 2016 zur Kenntnis erhalten mit der Folge, dass die Berufungsanmeldung vom 13. Mai 2016 rechtzeitig sei, verkennt er, dass nicht (erst) durch die Kenntnisnahme seitens des Empfängers, sondern durch das Datum der Zustellung bestimmt wird, in welchem Zeitpunkt die Rechtsmittelfrist zu laufen beginnt. Die Würdigung der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Dass sie sich von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten hätte leiten lassen oder wesentliche Gesichtspunkte nicht berücksichtigt hätte, ist im Übrigen nicht dargetan und auch nicht ersichtlich. Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.