Citation: 6B_1260/2019 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz gibt zunächst die Aussagen der Privatklägerin sowie des Beschwerdeführers anlässlich der polizeilichen sowie der staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen und der Berufungsverhandlung wieder. Weiter fasst sie auch den Inhalt der Polizeirapporte zusammen. Anschliessend nimmt die Vorinstanz eine sehr ausführliche Würdigung der Aussagen der Privatklägerin vor. Sie führt im Wesentlichen aus, die Privatklägerin habe sowohl gegenüber der Polizei als auch gegenüber der Staatsanwaltschaft bereits zu Befragungsbeginn eigenständig, sehr detailliert, bildhaft und in stimmiger Abfolge einen Grossteil des inkriminierten Geschehens, einschliesslich damit einhergehender eigener Gedanken und Gefühle sowie Gespräche und Reaktionen der Beteiligten und darüber hinaus prägnante Nebensächlichkeiten zu Protokoll gegeben. Dabei handle es sich um Realkennzeichen. Ihre Schilderungen seien auch in den anschliessenden Detailbefragungen beständig, anschaulich und nachvollziehbar gewesen. Die Schilderungen der Privatklägerin - sei es zum Kerngeschehen oder den Vorgängen bis zur Ankunft am eigentlichen Tatort bzw. zu ihrem Handeln am Tattag und in der Zeit danach - seien differenziert, wiesen einen hohen Detaillierungsgrad auf und erstreckten sich mit grosser Konstanz über alle Befragungen. Die Privatklägerin sei offensichtlich durchgängig um korrekte Aussagen bemüht gewesen und habe Wert darauf gelegt, den Beschwerdeführer nicht unnötig an den Pranger zu stellen. Anschliessend würdigt die Vorinstanz die Aussagen des Beschwerdeführers. Dieser habe ausgesagt, die Initiative für die sexuellen Handlungen sei von der Privatklägerin ausgegangen. Sie habe sich quasi auf ihn gestürzt. Seine Aussagen überzeugten jedoch nicht und würden oftmals den glaubhaften Sachdarstellungen der Privatklägerin widersprechen. Auf Vorhalt der Aussagen der Privatklägerin habe er gesagt, diese leide unter Halluzinationen, sei krank und es sei alles erfunden. Damit versuche er, die Privatklägerin schlecht zu reden und als Schwindlerin darzustellen. Dabei handle es sich um klare Lügensignale. Seine Aussagen enthielten Ungereimtheiten, was die Vorinstanz mit verschiedenen Beispielen untermauert. Zur Sachdarstellung des Beschwerdeführers und zu seinem Aussageverhalten sei zu konstatieren, dass trotz einiger Übereinstimmungen in den Schilderungen der beiden Beteiligten, etwa der Beschreibung des Tatortes, die Aussagen des Beschwerdeführers als überwiegend unglaubhaft zu taxieren seien. Insoweit der Beschwerdeführer die Angaben der Privatklägerin zum Tatgeschehen bestätigt habe, sei dies in aller Regel mit umgekehrten Vorzeichen erfolgt, worauf aber nicht abzustellen sei. Auch seine Verharmlosungen, z.B. dass er die Privatklägerin nur gegen die Wand gehalten, nicht dagegen gedrückt habe, seien nicht glaubhaft. Das gelte auch für seine Bestreitungen, insbesondere die zahlreichen Anwürfe, mit denen er die Privatklägerin in ein schlechtes Licht zu rücken versucht habe, während er sich selbst als ehrenhaft zu positionieren trachtete. Manche seiner Aussagen erwiesen sich als detailarm und unpräzis (Herummachen, normal geflirtet, wo man sich beim Küssen halt so berühre). Sein Aussageverhalten sei wiederholt durch Abweichen, das energische Stellen von Gegenfragen oder erkennbar abschätziges Auftreten gekennzeichnet. All dies sei der Glaubhaftigkeit seiner Aussagen abträglich. Die Vorinstanz würdigt schliesslich die Zeugenaussagen. Die Privatklägerin hatte verschiedenen Personen vom Übergriff sowie von der Wegnahme ihrer Wertgegenstände berichtet. Die Vorinstanz ist der Ansicht, es erscheine abwegig, dass die Privatklägerin all diesen Personen aus Familie und Beruf hinsichtlich eines sexuellen Übergriffs mit anschliessendem Verschwinden ihres Handys und weiterer Wertgegenstände bloss etwas vorgespielt haben sollte. Es sei kein Grund dafür ersichtlich. Ebenso wenig sei ein persönlicher Vorteil für die Privatklägerin erkennbar, der ihrer Anzeigeerstattung zugrunde liegen könnte. Zusammengefasst erachtet die Vorinstanz die Aussagen der Privatklägerin als glaubhaft - im Gegensatz zu jenen des Beschwerdeführers.