Citation: I 307/03 03.12.2003 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, in welchem Ausmass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG invalid ist und daher Leistungen der Invalidenversicherung (Rente, Umschulung) beanspruchen kann. 3.1 Die IV-Stelle stützte ihre Ablehnungsverfügung hinsichtlich Befunde, Diagnosen und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf die in diesen Punkten übereinstimmenden Berichte der Orthopädischen Klinik X.________ (vom 31. Juli, 25. September und 3. Oktober 2000) und des Dr. med. T._______ (vom 22. August 2000). Danach bestand ein Status nach intraartikulärer Metatarsale I-Schaft/Basisfraktur 1996, Status nach medialer Lisfrancarthrodese am 25. Oktober 1999 links sowie ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom links. Im Bereich der Arthrodese war der Endzustand der Heilung erreicht. Die auch nach den chirurgischen Eingriffen persistierenden Schmerzen im linken Fuss konnten mit den durchgeführten Therapien (Infiltrationen, ergotherapeutische Abhärtung der Narbe mit verschiedenen Materialien) nicht gelindert werden. Der Versicherte bedurfte keiner weiteren ärztlichen Behandlung mit Ausnahme von regelmässigen Verlaufskontrollen. Im bisher ausgeübten Beruf als Gärtner war er mit optimaler Schuhversorgung wahrscheinlich im Umfang von 50 % einsatzfähig. Wegen der verminderten Belastbarkeit des linken Fusses bestand bei längerem Gehen oder Stehen sowie hinsichtlich Tragen und Heben von Lasten eine leistungsmässige Einschränkung. In einer leichten Tätigkeit, die abwechslungsweise sitzend, stehend und gehend verrichtet werden konnte, war der Versicherte vollständig arbeitsfähig. 3.2 Im vorinstanzlich aufgelegten Bericht der Klinik Y.________ vom 27. November 2001 beschreibt der leitende Arzt des Schmerzzentrums, Prof. Dr. med. R._______, einen oberflächlichen Schmerz im Bereiche der Operationsnarbe über dem Fussrist und einen in der Tiefe lokalisierten Schmerz, welcher sich beim Anlaufen bemerkbar mache, während einer gewissen Zeit deutlich abnehme, danach nicht mehr vorhanden sei und während der Erholungsphase (nach Belastung) wieder auftrete. Die Beschwerden müssten in erster Linie im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Familiennachzug gesehen werden. Darüber hinaus zeige sich auf Grund der Schilderung eine eindeutig psychologische Problematik, die das Ausmass einer depressiven Episode erreiche. Die Beschwerden würden nachvollziehbar und von adäquaten Affekten begleitet geschildert. An der Beurteilung der Klinik X.________ sei nichts zu ändern. 3.3 Im letztinstanzlich aufgelegten Bericht vom 23. September 2002 gelangt Dr. med. S.________, Oberarzt Orthopädie, Klinik Y.________, zum Schluss, der unverändert diffusen Schmerzproblematik verteilt über den ganzen Fussrücken und die Planta pedis könne kein organisches Korrelat zugeordnet werden. Dr. med. E.________ (Bericht der Klinik Y.________ vom 17. September 2002) beschreibt eine funktionelle, übersegmentale Ausbreitung einer vom linken Fuss ausgehenden Schmerzsymptomatik, welche bezeichnenderweise auf Diclofenac peroral nicht anspreche, jedoch sehr gut auf Flector tissugel.