Citation: 2A.303/2003 04.07.2003 E. 3

3.1 Gemäss Art. 10 Abs. 1 ANAG kann der Ausländer aus der Schweiz unter anderem dann ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde (lit. a) oder wenn sein Verhalten im Allgemeinen und seine Handlungen darauf schliessen lassen, dass er nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich in die im Gaststaat geltende Ordnung einzufügen (lit. b). Die Ausweisung soll nach Art. 11 Abs. 3 ANAG nur verfügt werden, wenn sie nach den gesamten Umständen angemessen erscheint. Für die Beurteilung der Angemessenheit erklärt Art. 1 Abs. 3 ANAV namentlich als wichtig die Schwere des Verschuldens des Ausländers, die Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile. 3.2 Mit der Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe von zehn Monaten erfüllt der Beschwerdeführer den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG. Er hat seit 1995 fortgesetzt, selbst nach Einleitung des Ausweisungsverfahrens und entgegen dem Eindruck, den er in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu erwecken ersucht, auch nach Erreichen der Volljährigkeit, immer wieder gegen das Gesetz verstossen, etwa 2002 durch das Begehen einer Tätlichkeit. Darüber hinaus hat er nach den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichts vorab wegen seines Benehmens keine Arbeitsstelle lange halten können, und er ist seinen Zahlungsverpflichtungen (angesichts der aufgeführten Summen übrigens nicht nur im Zusammenhang mit den aus dem Strafurteil wegen Diebstahls resultierenden Forderungen) verschiedentlich nicht nachgekommen. Das Verwaltungsgericht hat aufgrund dieses Verhaltens zu Recht zusätzlich das Vorliegen des Ausweisungsgrundes von Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG bejaht (vgl. Art. 16 Abs. 2 ANAV). Das Vorliegen von Ausweisungsgründen genügt für eine Ausweisung nicht. Es ist zu prüfen, ob die getroffene Massnahme angemessen, d.h. verhältnismässig ist. 3.3 Das Verwaltungsgericht hat zutreffend wiedergegeben, worauf es bei der Angemessenheitsprüfung ankommt. Es kann auf E. 2a und b des angefochtenen Entscheids verwiesen werden (vgl. Art. 36a Abs. 3 OG). Diesbezüglich ist insbesondere klarzustellen, dass für eine Ausweisung keineswegs eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren erforderlich ist. Wie der Beschwerdeführer selber weiss, hat diese keine feste Limite darstellende Grenze im Falle von Ausländern Bedeutung, die mit Schweizer Bürgern verheiratet sind und daher einen unmittelbar vom Gesetz eingeräumten und auch von Art. 8 EMRK geschützten Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz haben. Der Beschwerdeführer hat keine derartige rechtliche Sonderstellung. Das Verwaltungsgericht schliesst aus dem bisherigen Verhalten des Beschwerdeführers, welches nicht verharmlost werden dürfe, zu Recht, dass er sich auch in Zukunft kaum an die hiesige (Rechts-) Ordnung werde anpassen können bzw. wollen. Es besteht ein erhebliches öffentliches Interesse an der Ausweisung. Das erwähnte Verhalten zeigt umgekehrt, dass der Beschwerdeführer sich in der Schweiz nur sehr unzulänglich zu integrieren vermochte. Er hielt sich gut neun Jahre (nicht zwölf, wie in der Beschwerde fälschlicherweise behauptet) hier auf. Zuvor lebte er seit seiner Geburt während gut 13 Jahren in Mazedonien. Die dortigen Verhältnisse sind ihm nicht unbekannt, was sich auch daraus ergibt, dass die Heirat mit einer Landsfrau im Sommer 1999 in Mazedonien stattfand. Selbst wenn die Ehe heute nicht mehr bestehen sollte, sind mithin die Beziehungen zum Heimatland offensichtlich nicht abgebrochen. Es ist nicht ersichtlich, welche massgeblichen Gesichtspunkte das Verwaltungsgericht bei seiner Interessenabwägung übersehen oder falsch gewichtet haben könnte. Auch die Beziehungen des längst volljährigen Beschwerdeführers zu den in der Schweiz weilenden Eltern und Geschwistern vermögen das öffentliche Interesse an der Ausweisung nicht aufzuwiegen. In Betracht zu ziehen ist auch, dass die Ausweisung auf eine Dauer von drei Jahren begrenzt worden ist. Es kann insgesamt auf die zutreffenden Ausführungen in E. 2d des angefochtenen Entscheids verwiesen werden. 3.4 Der angefochtene Entscheid verletzt Bundesrecht nicht. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. Mit dem vorliegenden Urteil wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. 3.5 Entsprechend dem Verfahrensausgang sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 156 in Verbindung mit Art. 153 und 153a OG).