Citation: 6B_1126/2017 E. 1

Die Privatklägerschaft ist zur Beschwerde in Strafsachen nur berechtigt, wenn der angefochtene Entscheid sich auf die Beurteilung ihrer Zivilansprüche auswirken kann (Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG). Richtet sich die Beschwerde gegen die Einstellung eines Verfahrens, hat die Privatklägerschaft nicht notwendigerweise bereits vor den kantonalen Behörden eine Zivilforderung erhoben. In jedem Fall muss sie im Verfahren vor Bundesgericht darlegen, aus welchen Gründen sich der angefochtene Entscheid inwiefern auf welche Zivilforderungen auswirken kann. Das Bundesgericht stellt an die Begründung des Beschwerderechts strenge Anforderungen. Genügt die Beschwerde diesen nicht, kann darauf nur eingetreten werden, wenn aufgrund der Natur der untersuchten Straftat ohne Weiteres ersichtlich ist, um welche Zivilforderungen es geht (BGE 141 IV 1 E. 1.1 S. 4 f. mit Hinweisen). Als Zivilansprüche im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG gelten solche, die ihren Grund im Zivilrecht haben und deshalb ordentlicherweise vor den Zivilgerichten durchgesetzt werden müssen. In erster Linie handelt es sich um Ansprüche auf Schadenersatz und Genugtuung nach Art. 41 ff. OR. Nicht in diese Kategorie gehören Ansprüche, die sich aus öffentlichem Recht ergeben. Öffentlich-rechtliche Ansprüche, auch solche aus öffentlichem Staatshaftungsrecht, können nicht adhäsionsweise im Strafprozess geltend gemacht werden und zählen nicht zu den Zivilansprüchen im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG (BGE 131 I 455 E. 1.2.4 S. 461; 128 IV 188 E. 2.2 f. S. 191 f.; Urteil 6B_1249/2017 vom 16. November 2017 E. 3). Die Beschwerdeführerin genügt mit ihren Ausführungen den genannten Begründungsanforderungen nicht. Sie führt einzig aus, sie habe bereits am Vorverfahren teilgenommen und die Änderung des vorinstanzlichen Entscheids könne sich auf die Beurteilung ihrer Zivilansprüche auswirken. Grundsätzlich ist aufgrund des in Frage stehenden Delikts ohne weiteres ersichtlich, um welche Art von Forderungen es vorliegend geht. Demgegenüber erscheint nicht ohne weitere Abklärungen offensichtlich, ob diese zivil- oder öffentlich-rechtlicher Natur sind. Die KSA AG ist eine gemeinnützige Aktiengesellschaft des Schweizerischen Obligationenrechts, deren gesamten Aktien vom Kanton Aargau gehalten werden (<https://www.ksa.ch/ueber-uns/organisation> [besucht am 17. April 2018]; § 9 des Spitalgesetzes des Kantons Aargau vom 25. Februar 2003 [SpiG; SAR 331.200]; vgl. Art. 620 Abs. 3 OR). Gemäss Spitalgesetz richten sich die Rechtsbeziehungen zwischen der KSA AG und privaten Dritten grundsätzlich nach dem Privatrecht. Vorbehalten bleiben hoheitliche Tätigkeiten, die ihr durch die Gesetzgebung übertragen werden (vgl. § 12 SpiG; siehe auch Art. 763 OR). Vorliegend braucht jedoch die Rechtsnatur allfälliger Ansprüche der Beschwerdeführerin ebenso wenig abschliessend geklärt zu werden, wie die Frage, ob und wann sie sich als Straf- und Zivilklägerin konstituierte, da ihre Beschwerde ohnehin abzuweisen ist.