Citation: 5P.121/2006 18.07.2006 E. B

Mit Entscheid vom 15. Februar 2006 hob das Obergericht des Kantons Aargau, Kammer für Vormundschaftswesen als zweitinstanzliche vormundschaftliche Aufsichtsbehörde, im Rahmen der Behandlung einer Aufsichtsbeschwerde der Mutter wegen Verweigerung des Akteneinsichtsrechts von Amtes wegen die Beschlüsse der Vormundschaftsbehörde Rohr vom 18. September 2001, 26. März 2002, 19. November 2002 und 17. Mai 2005 vollumfänglich (Ziff. 1.1.) sowie deren Beschluss vom 8. November 2005 in den Ziffern 2 und 3 (Ziff. 1.2.) auf mit der Feststellung, dass das rechtskräftige Ehescheidungsurteil des Gerichtspräsidiums Lenzburg vom 6. August 1999 mit der darin erlassenen Besuchs- und Ferienrechtsregelung weiter gelte (Ziff. 2.1.), die Kindseltern sich an eine einvernehmlich getroffene, davon abweichende Vereinbarung halten können (Ziff. 2.2.) und im Konfliktfall das rechtskräftige Scheidungsurteil mit seiner vollstreckungsfähigen Regelung auf Begehren des Kindsvaters im summarischen gerichtlichen Zwangsvollstreckungsverfahren vollstreckbar sei (Ziff. 2.3.). Die auf die aufsichtsrechtliche Aufhebung der Beschlüsse der Vormundschaftskammer Rohr entfallenden Kosten des Verfahrens vor der Kammer für Vormundschaftswesen wurden auf die Staatskasse genommen (Ziff. 4).