Citation: 6P.140/2004 15.12.2004 E. 4

4.1 Im Weiteren rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung seines Anspruchs auf einen Dolmetscher. Anlässlich der Verhandlung vor dem Kantonsgericht sei ihm in einer Pause vom Publikum mitgeteilt worden, der beigezogene Dolmetscher habe ein Problem zwischen serbokroatischen und albanischen Fragen und Antworten nicht korrekt übersetzt. Diesen Vorwurf hätte das Kantonsgericht zumindest genauer überprüfen müssen. 4.2 Gemäss Art. 6 Ziff. 3 lit. e EMRK hat jeder Angeklagte das Recht, die unentgeltliche Beiziehung eines Dolmetschers zu verlangen, wenn er die Verhandlungssprache des Gerichts nicht versteht oder sich nicht darin ausdrücken kann. Der Anspruch ist Teil der allgemeinen Garantien des fairen Verfahrens (Art. 29 und 32 BV, Art. 6 Ziff 1 und 3 EMRK). Die besonderen Garantien von Art. 6 Ziff. 3 EMRK sind im Lichte der allgemeinen Grundsätze von Art. 6 Ziff. 1 auszulegen. Das bedeutet, dass der Anspruch auf Beizug eines Dolmetschers nicht absolut gilt, sondern nur insoweit, wie es in Anbetracht aller Umstände zur Gewährleistung eines fairen Verfahrens nötig ist (BGE 121 I 196 E. 5a S. 204 f.; 118 Ia 462 E. 2a). 4.3 Eine Verletzung der Garantie auf einen unentgeltlichen Dolmetscher ist nicht ersichtlich. Nach den Ausführungen des Kantonsgerichts ist der beigezogene Dolmetscher albanischer Muttersprache mit kroatischer Schulsprache, hat Germanistik studiert und wird im Kanton in Gerichtsverfahren seit langem als Übersetzer u.a. für die serbokroatische Sprache eingesetzt. Es handle sich nicht nur um einen in den fraglichen Sprachen erfahrenen, sondern auch um einen mit dem Justizwesen vertrauten Übersetzer. Er habe seine Tätigkeit bis anhin stets zuverlässig ausgeführt. Aufgrund dieser unbestrittenen Umstände ist der Schluss, es habe eine rechtsgenügliche Übersetzung bestanden, nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer hat sich denn auch auf einen anlässlich der Hauptverhandlung erhobenen pauschal vorgebrachten und allgemein gehaltenen Vorwurf einer mangelhaften Übersetzung beschränkt. Dass er das Übersetzte nicht verstanden hätte, macht er nicht geltend. Ausserdem hat er weder in der Hauptverhandlung noch in der Beschwerde näher konkretisiert, welche Aussagen im Einzelnen falsch übersetzt worden sein sollen. Dass dies dem Beschwerdeführer nicht zumutbar gewesen sein soll, weil sein Verteidiger selbst weder albanisch noch serbokroatisch spricht, lässt sich nicht sagen. Er hätte sich hiefür ohne weiteres auf dieselben Quellen berufen können, die ihm die angeblich falsche Übersetzung hinterbracht haben. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.