Citation: 2C_682/2021 E. 4.2.4

4.2.4. Die Beschwerdeführerin 1 befindet sich erst seit September 2017 in der Schweiz; zwar hat sie hier allenfalls inzwischen soziale Kontakte geknüpft, es kann aber nicht gesagt werden, dass diese die Beziehungen zur Heimat überlagern würden: Sie ist in Serbien sozialisiert worden und mit der dortigen Sprache, den Gebräuchen und den Verhältnissen nach wie vor vertraut. Ihre geltend gemachten gesundheitlichen Probleme waren zeitlich beschränkt. Mit den hier gemachten Erfahrungen im Gastrobereich kann sie sich auch eine Existenz in der Heimat aufbauen. Der bloss Umstand, dass die Lebensbedingungen und die Wirtschaftslage hier allenfalls besser sind als im Heimatland, genügt nicht, um das Vorliegen eines nachehelichen Härtefalls im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG zu begründen.