Citation: 1C_510/2014 E. 2.5

2.5. Der Beschwerdeführer 1 bringt vor, er und seine Ex-Ehefrau hätten unabhängig voneinander angegeben, dass die Ehekrise erst einige Zeit nach der erleichterten Einbürgerung eingetreten sei. Zwar hätten ihnen der Tod des Vaters, die Überstunden und das Nierenleiden schon vorher viel Kraft abverlangt, diese Herausforderungen hätten sie aber nur noch mehr zusammengeschweisst. Trotz ihrer gleichlautenden Angaben habe die Vorinstanz nicht auf die eindeutige Aktenlage abgestellt. Damit habe sie den Sachverhalt offensichtlich falsch festgestellt. Im Zweifel sei zudem stets eine Annahme zugunsten des betroffenen Bürgers zu treffen, was das Bundesverwaltungsgericht unterlassen habe. Auch habe es keine zusätzlichen Beweiserhebungen angestellt, obwohl hierfür genügend Zeit zur Verfügung gestanden hätte. Alle Ereignisse, welche zum Scheitern der Ehe geführt hätten, seien erst nach der erleichterten Einbürgerung eingetreten. Es sei nicht statthaft, gestützt darauf Vermutungen für die Zeit davor anzustellen. Zudem könne ihm nicht als negativ angelastet werden, dass die Ehe kinderlos geblieben sei. Angesichts des schweren Nierenleidens seiner Ehefrau sei es nachvollziehbar, dass sie sich ihren gemeinsamen Kinderwunsch nicht erfüllt hätten. Mit den nicht mehr zu beseitigenden Zweifeln seiner früheren Ehefrau sei er erst im Februar 2010 konfrontiert worden. Sie beide hätten schliesslich eingesehen, dass eine Trennung nicht mehr abzuwenden war. Der Beschwerdeführer 1 weist schliesslich darauf hin, dass Art. 41 Abs. 1 BüG der rechtsanwendenden Behörde Ermessen einräume. Dies hätte eine Interessenabwägung erfordert, in die insbesondere die Schwere der Rechtsverletzung, die konkreten Lebensumstände, der Grad der Integration, das bisherige Verhalten in der Schweiz, die Dauer des Aufenthalts und des Verfahrens sowie die Konsequenzen einer Nichtigerklärung für seine jetzige Familie einzubeziehen gewesen wären. Der Schematismus, der dem angefochtenen Entscheid zu Grunde liege, verletze das Verhältnismässigkeitsgebot.