Citation: 4A_659/2020 E. A

A.a. Am 6. August 2013 eröffnete die A.________ Holding S.A. (Klägerin, Beschwerdeführerin) bei der Bank Julius Bär & Co. AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) eine Konto- und Depotbeziehung. Bei der Klägerin handelt es sich um eine Gesellschaft mit Sitz in Panama. Sie gehört zur sog. A.________-Gruppe. Die Klägerin ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der A.________ Group Holding S.A., ebenfalls mit Sitz in Panama. Die Aktien der A.________ Group Holding S.A. werden zu 100 % von der A.________ Stiftung - einer Stiftung nach panamaischem Recht mit Domizil in Panama - gehalten. Einzige Begünstigte der A.________ Stiftung ist die A.________ Group Inc. mit Sitz auf den BVI. Sämtliche Aktien der A.________ Group Inc. werden von Viktor Vekselberg gehalten. Die Struktur der A.________-Gruppe lässt sich grafisch wie folgt darstellen: A.b. Im Rahmen der Bankbeziehung unterzeichneten die Parteien ebenfalls am 6. August 2013 ein "Credit Agreement" (nachfolgend: Kreditvertrag) sowie ein "General Pledge and Assignment Agreement" (nachfolgend: Pfandvertrag). Im März, Juni und Oktober 2015 schlossen die Parteien Zusatzververeinbarungen zum Kredit- und Pfandvertrag. Gestützt auf diese Vereinbarungen gewährte die Beklagte der Klägerin ein Darlehen in Form eines festen Vorschusses in der Höhe von USD 160 Mio. Dieses Darlehen war besichert mit hinterlegten Wertschriften im Wert von ca. USD 465 Mio. Anlässlich der Kontoeröffnung hatte die Klägerin mit dem Formular A ("Declaration of identity of the beneficial owner") erklärt, die eingebrachten Vermögenswerte der Klägerin seien wirtschaftlich Viktor Vekselberg zuzurechnen. A.c. Im Jahr 2014 annektierte Russland die Halbinsel Krim. In der Folge erliess der damalige amerikanische Präsident Barack Obama im Jahr 2014 Sanktionen gegen Russland ("Ukraine Executive Orders"). Grundlage dieser Sanktionen war der "International Emergency Economic Powers Act" aus dem Jahr 1977. Im August 2017 erliessen die USA den "Countering America's Adversaries Through Sanctions Act" (nachfolgend: CAATSA). Im CAATSA wurden grundsätzlich die "Ukraine Executive Orders" übernommen. Mit diesen Sanktionen wurden Vermögenswerte von namentlich genannten russischen Personen (sog. "Specially Designated Nationals and Blocked Persons", nachfolgend: SDN) sowie von namentlich genannten russischen Unternehmen blockiert, die zu 50 % oder mehr einem SDN gehörten. Überdies sah der CAATSA sogenannte Sekundärsanktionen ("Secondary Sanctions") vor. Diese richteten sich gegen ausländische Finanzinstitute, wenn diese vorsätzlich "signifikante Transaktionen" für einen SDN tätigten. Am 6. April 2018 publizierte das "Office of Foreign Assets Control" (nachfolgend: OFAC) eine Sanktionsliste, auf welcher Viktor Vekselberg - nicht aber die Klägerin - als SDN aufgeführt war. A.d. Am 24. April 2018 - das heisst nach der Publikation der Sanktionsliste mit Viktor Vekselberg und kurz vor Fälligkeit des festen Vorschusses am 25. April 2018 - instruierte die Klägerin die Beklagte, einen Teil der USD-Wertschriften aus dem Depot 0310.0671 zu verkaufen und den Verkaufserlös zur Tilgung ihres Darlehens zu verwenden. Im Zeitpunkt der Fälligkeit der Darlehensschuld am 25. April 2018 belief sich die Darlehensschuld inkl. Zinsen auf USD 160'187'911.11. A.e. In der Folge weigerte sich die Beklagte, die Instruktionen auszuführen. Zur Begründung gab sie an, Viktor Vekselberg - als wirtschaftlich berechtigte Person an der Klägerin - sei seit dem 6. April 2018 als SDN auf der OFAC-Sanktionsliste aufgeführt. Aufgrund der OFAC-Sanktionen sei es daher verboten, Transaktionen in USD im Zusammenhang mit der Klägerin vorzunehmen. Anstatt Wertschriften in USD entsprechend der klägerischen Anweisung zu verkaufen und das Darlehen zu tilgen, wandelte die Beklagte das am 25. April 2018 fällig gewordene Darlehen in Form eines festen Vorschusses ohne Einwilligung der Klägerin in einen Kontokorrentkredit um und belastete das betreffende Kontokorrenkonto mit einem damaligen Saldo von USD 126'542.91 mit einem Betrag von USD 160'187'911.11, so dass ein Negativsaldo von USD 160'061'368.20 entstand. A.f. Aufgrund des fälligen und ausstehenden Darlehens teilte die Beklagte der Klägerin mit Schreiben vom 31. Mai 2018 mit, der Wert der unter dem Pfandvertrag hinterlegten Wertschriften genüge nicht mehr zur Besicherung des Darlehens. Die Beklagte forderte die Klägerin daher auf, bis am 4. Juni 2018 die bestehende Unterdeckung in der Höhe von USD 156'923'614.-- zu beheben; andernfalls würde sie (die Beklagte) die klägerischen B.________-Aktien verwerten und deren Verkaufserlös mit den fälligen Verbindlichkeiten der Klägerin verrechnen. Nach Darstellung der Beklagten handelte es sich bei den nicht in US-Dollar denominierten B.________-Aktien im Wesentlichen um die einzigen verwertbaren Wertschriften, weil die übrigen Vermögenswerte in USD wegen der OFAC-Sanktionen blockiert seien. A.g. Aufgrund eines Massnahmegesuchs der Klägerin verbot das Einzelgericht des Handelsgerichts des Kantons Zürich mit superprovisorischer Verfügung vom 4. Juni 2018 und Urteil vom 13. September 2018 der Beklagten die Verwertung der B.________-Aktien zur Tilgung des Darlehens und setzte der Klägerin in Anwendung von Art. 263 ZPO eine Prosequierungsfrist an.