Citation: 1C_619/2022 E. 4.1

4.1. Gemäss Art. 42 Abs. 3 des Übereinkommens über den Strassenverkehr ist nichts in diesem Übereinkommen so auszulegen, dass es die Vertragsparteien oder eines ihrer Teilgebiete namentlich der Möglichkeit beraubt, einen Führer, der Besitzer eines nationalen oder internationalen Führerscheins ist, daran zu hindern, ein Fahrzeug zu führen, wenn es offensichtlich oder erwiesen ist, dass sein Zustand es ihm nicht erlaubt, ein Fahrzeug sicher zu führen. Diese Vorschrift zielt offensichtlich auf Massnahmen mit Sicherungscharakter ab, die bereits ihrer Natur nach auf unbestimmte Zeit zu erfolgen haben (vgl. BGE 141 II 220 E. 3.1.1), nämlich bis der betroffenen Person der Nachweis gelingt, dass ihr Zustand es ihr wieder erlaubt, Fahrzeuge sicher zu führen. Der Lesart des Beschwerdeführers, wonach Art. 42 des Übereinkommens über den Strassenverkehr mit einer Aberkennung auf unbestimmte Zeit generell nicht vereinbar sei, kann demnach nicht gefolgt werden.