Citation: 8C_620/2019 E. 6.1.1

6.1.1. Praxisgemäss würde ein weitergehender Anspruch auf Heilbehandlung und Taggeld erfordern, dass von einer weiteren auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten sei (oben E. 3.2). Zwar schlug die Gutachterin weitere Massnahmen vor, so insbesondere eine ganzheitliche Tinnitustherapie mit verhaltenstherapeutischem Ansatz sowie die Behandlung der myofaszialen Problematik der Kau- und Halsmuskulatur durch Physiotherapie, Craniosakraltherapie und eine nächtliche Aufbissschiene. Dass diese Therapien die Beschwerden nach ihrer Einschätzung möglicherweise günstig zu beeinflussen vermöchten, genügt den Anforderungen der Rechtsprechung für eine weitergehende Pflicht des Unfallversicherers zur Übernahme vorübergehender Leistungen indessen nicht.