Citation: 5A_638/2013 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei unzulässig eine Person wegen einer Suchterkrankung auf unbestimmte Dauer fürsorgerisch unterzubringen, wenn keine Aussicht auf Besserung bestehe. Ob bei ihm Aussicht auf Besserung bestehe, könne offenbleiben, zumal er sich um ein Leben ohne Alkohol bemühe und in den letzten Monaten nur einmal im März 2013 übermässig Alkohol konsumiert und somit den Alkoholkonsum praktisch völlig ausgesetzt habe. Willkürlich sei daher die Auflage der Vorinstanz, er müsse seine abendlichen Ausgänge nutzen, um Realitätserfahrungen zu sammeln. Die Vorinstanz habe damit Art. 426 ZGB verletzt. Der Beschwerdeführer erachtet sodann die weitere Zurückbehaltung in der Einrichtung als mit Art. 5 Abs. 2 und Art. 10 Abs. 2 BV unvereinbar, reichten doch bei ihm anderweitige ambulante Massnahmen, wie eine Beaufsichtigung, regelmässige Kontrollen, Meldepflichten oder die Betreuung durch die Spitex aus, um die frühere Alkoholabhängigkeit zu behandeln, zumal er bereits bewiesen habe, dass er über einen grösseren Zeitraum ohne Alkohol leben könne. Unverhältnismässig sei ferner, ihm anzulasten, er verfüge über keine Wohnung, könne er sich doch erst mithilfe des Beistands darum bemühen, wenn seine Entlassung in die Freiheit feststehe. Sein Beistand sei in der Lage, die geeigneten flankierenden Massnahmen zu treffen, um ihm ein selbständiges Wohnen zu ermöglichen. Er habe keine Drittpersonen belästigt und eine Verwahrlosung sei nicht gegeben. Überdies verfüge er über einen grossen Freundeskreis. Die Voraussetzungen von Art. 426 ZGB seien somit nicht mehr erfüllt.