Citation: 2C_978/2021 E. 4.3.2

4.3.2. Die Schweizer Tochter der Beschwerdeführerin pflegt hier ihren Ehegatten, der nach einem Schlaganfall mit zwei sog. "Streifungen" an einer beinbetonten Tetraparese leidet und deshalb teilweise gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen ist. Die Gattin hat für seine Pflege ihre bisherige Arbeit aufgegeben und sich beim Roten Kreuz weitergebildet. Die Eheleute verfügen über eine grosse Eigentumswohnung und sind bereit, die Mutter bzw. Schwiegermutter aufzunehmen, zu pflegen und für ihre Kosten aufzukommen. Sie haben ihr hierfür ein eigenes Konto eröffnet und dieses mit Fr. 80'000.-- dotiert. Es bestehen mit Blick auf die finanzielle Situation der Tochter und ihrer Familie keine Hinweise darauf, dass die entsprechende Zusicherung nicht nachhaltig wäre. Im Übrigen steht es den kantonalen Behörden frei, die beantragte Bewilligung gegebenenfalls nur mit einem entsprechenden Vorbehalt bzw. einer entsprechenden Bedingung zu erteilen, wie das Amt für Migration dies offenbar bereits in anderen Fällen getan hat.