Citation: 2C_1112/2016 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer bestreitet die in E. 1 aufgezeigten Sachverhaltselemente und insbesondere auch die zeitlichen Abläufe nicht. Es ist nicht zu beanstanden, wenn das Verwaltungsgericht aufgrund dieser Umstände zum Schluss gelangt ist, dass die eheliche Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Schweizer Gattin spätestens mit der Geburt des ersten ausserehelich gezeugten Kindes aufgegeben und die Ehe nur noch mit dem Zweck aufrechterhalten wurde, dem Beschwerdeführer die Niederlassungsbewilligung zu verschaffen. Namentlich steht dieser Schlussfolgerung nicht entgegen, dass die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers nach ersten Ermittlungen im Jahr 2010 basierend auf den Beteuerungen des Beschwerdeführers und seiner damaligen Gattin nochmals verlängert wurde: Wie das Verwaltungsgericht zutreffend erkannt hat, erscheinen die damaligen Ausführungen der Betroffenen aufgrund der weiteren Ereignisse und der neuen Erkenntnisse in einem anderen Licht und dürfen entsprechend auch neu gewertet werden. Wie im vorinstanzlichen Verfahren bringt der Beschwerdeführer auch vor Bundesgericht nichts Geeignetes vor, um die genannte Schlussfolgerung des Verwaltungsgerichts zu entkräften oder gar zu widerlegen: Wie die Vorinstanz nachvollziehbar festgehalten hat, erscheinen die Behauptungen des Beschwerdeführers nicht plausibel, dass die erste aussereheliche Kindeszeugung bei einem einmaligen sexuellen Abenteuer der Ehefrau entstanden sei und anschliessend, trotz angeblich fortgesetzter intakter Ehe, drei Jahre später eine weitere zufällige aussereheliche Kindszeugung mit dem gleichen Mann stattgefunden habe. Daran vermag auch nichts zu ändern, wenn der Beschwerdeführer betont, er selbst habe mit seiner Gattin aus finanziellen Gründen noch keine Kinder haben wollen. Gleiches gilt für die im ausländerrechtlichen Beschwerdeverfahren erstmals aufgestellte Behauptung des Beschwerdeführers, er habe aufgrund eines Missbrauchserlebnisses in der Kindheit sexuelle Störungen, weswegen er sich nun in psychotherapeutische Behandlung begeben habe. Beide Vorbringen können - sollten sie denn zutreffen - wohl eine Erklärung dafür sein, weshalb sich seine Gattin einem anderen Mann zugewandt hat, doch vermögen sie die zeitlichen Auffälligkeiten nicht zu plausibilisieren und insbesondere auch nicht nahezulegen, dass und inwiefern nach der Geburt des ersten ausserehelichen Kindes die Ehe zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Schweizer Gattin dennoch weitergelebt wurde. Kein entscheidender objektiver Beweiswert kommt schliesslich zufolge identischer Interessenlage dem ebenfalls ins Feld geführten Schreiben von Herrn B.________ in U.________ zu, welcher sich selbst als langjährigen Freund und Trauzeugen des Beschwerdeführers bezeichnet. Aus den genannten Gründen hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, indem sie zum Schluss gelangt ist, der Beschwerdeführer habe das Migrationsamt über eine wesentliche Tatsache getäuscht und damit einen Widerrufsgrund gesetzt. Ebenso wenig wird vom Beschwerdeführer aufgezeigt, dass und weshalb der Widerruf der Niederlassungsbewilligung unverhältnismässig sein sollte. Da somit von einer gelebten Ehegemeinschaft von weniger als drei Jahren auszugehen ist (16. August 2007 bis 12. Februar 2010), hat der Beschwerdeführer entgegen seiner Annahme auch keinen Anspruch auf Erteilung resp. Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG e contrario), weshalb auch seinem Eventualantrag nicht entsprochen werden kann.