Citation: 1P.378/2002 09.09.2002 E. A

Y.________ und X._________ heirateten am 21. August 1976. Am 18. Februar 1994 wurde die Scheidungsklage beim Kantonsgericht des Kantons Zug anhängig gemacht. Mit Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums Zug vom 24. Januar 1994 waren der gemeinsame Haushalt der Eheleute aufgehoben und die Folgen des Getrenntlebens geregelt worden. Gestützt auf eine Vereinbarung der Eheleute vom 28. Juni 1994 wurde X._________ vom Kantonsgerichtspräsidium am 30. Juni 1994 verpflichtet, Y.________ ab 1. Juli 1994 einen vorläufigen Unterhaltsbeitrag von Fr. 4'800.-- pro Monat zu bezahlen. Mit Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums vom 14. November 1994 wurde er zur Bezahlung eines monatlichen Unterhaltsbeitrags von Fr. 4'250.-- ab 1. Juli 1994 und eines solchen von Fr. 5'000.-- ab 1. April 1995 verpflichtet. Auf Beschwerden hin setzte die Justizkommission des Obergerichts des Kantons Zug mit Urteil vom 22. Juni 1995 den monatlichen Beitrag ab 1. Juli 1994 auf Fr. 4'550.-- fest. Mit Eingabe vom 5. Oktober 1995 stellte X._________ beim Kantonsgerichtspräsidium den Antrag, der Unterhaltsbeitrag sei aufgrund der veränderten Verhältnisse neu auf Fr. 2'500.-- pro Monat festzusetzen. Das Kantonsgerichtspräsidium verfügte am 19. November 1996, X._________ habe an den Unterhalt von Y.________ ab 1. Oktober 1995 einen monatlichen Beitrag von Fr. 3'450.-- und ab 1. Mai 1996 einen solchen von Fr. 2'950.-- zu leisten. Die gegen diese Verfügung erhobenen Beschwerden wies die Justizkommission des Obergerichts mit Urteil vom 2. Mai 1997 ab. Das Kantonsgericht des Kantons Zug verpflichtete X._________ im Scheidungsurteil vom 9. September 1998, ab Rechtskraft dieses Urteils bis zum Eintritt ins gesetzliche AHV-Alter eine monatliche Unterhaltsersatzrente von Fr. 2'700.-- an Y.________ zu bezahlen, nachher eine solche in der Höhe von Fr. 1'300.--. Am 10. November 1995, 26./29. April 1996, 27. November 1998 und 25. August 1999 stellte Y.________ gegen X._________ Strafantrag wegen Vernachlässigung von Unterhaltspflichten. Das Einzelrichteramt des Kantons Zug sprach X._________ am 29. Januar 2001 der Vernachlässigung von Unterhaltspflichten gemäss Art. 217 Abs. 1 StGB schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingt vollziehbaren Gefängnisstrafe von 75 Tagen. Die Berufungskammer des Strafgerichts des Kantons Zug wies mit Urteil vom 23. November 2001 die vom Angeklagten eingelegte Berufung ab, bestätigte den Schuldspruch der ersten Instanz und bestrafte X._________ mit 60 Tagen Gefängnis, unter Gewährung des bedingten Strafvollzugs.