Citation: 1C_37/2018 E. 6.4

6.4. Gemäss Art. 61 Abs. 2 lit. b aBauG werden Estrichräume nicht zur anrechenbaren Geschossfläche gerechnet. Unter einem Estrichraum im Sinne dieser Bestimmung kann in vertretbarer Weise ein Dachboden bzw. Dachraum verstanden werden, der namentlich aufgrund ungenügender natürlicher Belichtung für Wohn-, Schlaf- und Arbeitszwecke nicht geeignet ist. Von einem solchen Estrichraum ist die für die genannten Zwecke nutzbare Fläche im Dachgeschoss zu unterscheiden, welche gemäss Art. 61 Abs. 2 lit. f BauG über einer lichten Höhe von 1,5 Meter an die Geschossfläche angerechnet wird. Demnach verfiel die Vorinstanz nicht in Willkür, wenn sie die strittigen Räume im Dachgeschoss, die für Wohn-, Schlaf- und Arbeitszwecke anerkanntermassen ungenügend natürlich belichtet sind, gemäss Art. 61 Abs. 2 lit. b aBauG als nicht anrechenbare Estrichräume qualifizierte. Daran vermag nichts zu ändern, dass Art. 40 BauR die unterirdische Anordnung von Werkstätten mit einwandfreien künstlichen Beleuchtungs- und Belüftungseinrichtungen zulässt, weil diese Bestimmung eine solche Beleuchtung für Wohn-, Schlaf- und Arbeitsräume im Dachgeschoss nicht zulässt.