Citation: 8C_495/2022 E. 4.4.1

4.4.1. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, die fraglichen Geldüberweisungen an unterschiedliche Personen im Ausland getätigt zu haben. Sie räumt vielmehr ein, angesichts dieser Überweisungen sei die von der Sozialbehörde aufgestellte Vermutung nachvollziehbar, es habe sich um nicht deklarierte Einkünfte gehandelt. Sie macht aber geltend, ihre eigene Sachverhaltsdarstellung habe die Vermutung ernsthaft in Zweifel gezogen. So sei unbestritten, dass ihr Ehemann als Organisator von Konzerten weltweit tätig gewesen sei. Das bedeute, dass er im Rahmen dieser Tätigkeit Vorauszahlungen an Veranstaltungsanbieter, Künstler und weitere involvierte Personen habe leisten müssen. Da er dabei sein Kontingent an möglichen Geldüberweisungen via Western Union ausgeschöpft gehabt habe, sei er für weitere Dienstleistungen gesperrt worden. Es sei deshalb naheliegend, dass er sie - die Beschwerdeführerin - als Ehefrau gebeten habe, die Geldüberweisungen für ihn in ihrem Namen zu tätigen. Diesen Sachverhalt habe ihr Ehemann im Schreiben vom 6. Juni 2018 bestätigt.