Citation: I 640/02 06.05.2003 E. 3.3

3.3.1 Zu prüfen bleibt, wie sich die festgestellte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in erwerblicher Hinsicht auswirkt. Verwaltung und Vorinstanz sind gestützt auf die aus ärztlicher Sicht am besten geeigneten DAP-Arbeitsplätze Nr. 4528 und 3279 von einem monatlichen Invalideneinkommen von Fr. 1686.- ausgegangen, woraus sich im Vergleich mit dem unbestritten gebliebenen Valideneinkommen von monatlich Fr. 4598.- ein Invaliditätsgrad von 63,34 % ergab. Der Beschwerdeführer macht geltend, in Anbetracht aller Umstände sei zusätzlich ein leidensbedingter Abzug von 15 % vorzunehmen. 3.3.2 Ob die beiden von der IV-Stelle herangezogenen Arbeitsplatzprofile eine zuverlässige und hinreichende Grundlage für die Invaliditätsbemessung darstellen, wie auch die Frage, ob das gestützt auf die DAP-Angaben ermittelte Invalideneinkommen um einen Leidensabzug zu kürzen ist (vgl. dazu RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412), kann offen bleiben. Wie im Folgenden dargelegt wird, ergibt ein Vergleich mit den Lohnangaben in der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE), dass der angefochtene Entscheid im Ergebnis nicht zu beanstanden ist. 3.3.3 Gemäss Tabelle TA1 der LSE 1998 beträgt der Zentralwert für die im privaten Sektor auf Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden beschäftigte Männer monatlich Fr. 4268.- brutto. Angepasst an die Verhältnisse zum Zeitpunkt des Rentenbeginns im Jahre 1999 (Nominallohnentwicklung: + 0,3%, betriebsübliche Wochenarbeitszeit: 41,8 Stunden; Die Volkswirtschaft 3/2003, S. 91 Tabelle B 10.2 und S. 90 Tabelle B 9.2) ergibt sich für das Invalideneinkommen ein - auf ein Arbeitspensum von 100 % bezogener - Betrag von monatlich Fr. 4473.-; unter Berücksichtigung der ärztlich attestierten, mindestens 50 %igen Arbeitsfähigkeit ein solcher von monatlich Fr. 2236.-. Billigt man dem Versicherten den maximal zulässigen behinderungsbedingten Abzug von 25 % (BGE 126 V 79 f. Erw. 5b) zu, resultiert ein monatliches Einkommen von Fr. 1677.-. Die von der IV-Stelle ausgehend von einem Invalideneinkommen von Fr. 1686.- zugesprochene halbe Invalidenrente trägt somit sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen ausreichend Rechnung und ist nicht zu beanstanden. Soweit sich der Beschwerdeführer auf sein Alter beruft und daraus die Unzumutbarkeit der Eingliederung in den Arbeitsprozess ableiten will, ist darauf hinzuweisen, dass die IV nicht dafür einzustehen hat, wenn ein Versicherter zufolge seines Alters (wie etwa auch wegen mangelnder Ausbildung oder Verständigungsschwierigkeiten) keine entsprechende Arbeit findet. Zwar erlangen solche Faktoren bei der Prüfung der einem Versicherten in einem konkreten Fall noch zumutbaren Arbeit durchaus Bedeutung, doch sind diese Aspekte keine zusätzlichen Umstände, welche neben der Zumutbarkeit einer Arbeit das Ausmass der Invalidität beeinflussen würden, wenn sie das Finden einer Stelle und damit die Verwertung der verbliebenen Restarbeitsfähigkeit erschweren oder gar verunmöglichen (BGE 107 V 21 Erw. 2c; AHI 1999 S. 238 f. Erw. 1). Für einen zusätzlichen behinderungsbedingten Abzug besteht damit kein Raum.