Citation: 5A_707/2009 23.11.2009 E. 1

1.1 Angefochten ist ein letztinstanzlicher Entscheid (Art. 75 Abs. 1 BGG), mit dem die unentgeltliche Rechtspflege teilweise verweigert worden ist. Beim Entscheid über die unentgeltliche Rechtspflege handelt es sich um einen Zwischenentscheid, der einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG; BGE 129 I 129 E. 1.1 S. 131), dessen ungeachtet, ob er während des Hauptverfahrens, zusammen mit dessen Hauptentscheid oder nach diesem ergangen ist (Urteil 5A_108/2007 vom 11. Mai 2007, E. 1.2). 1.2 Bei Zwischenentscheiden folgt der Rechtsweg jenem der Hauptsache. Im vorliegenden Fall betrifft es die unentgeltliche Rechtspflege in einem Ehescheidungsverfahren, mithin eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG), die nicht dem Streitwerterfordernis von Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG unterliegt. Somit ist gegen den Entscheid in der Hauptsache die Beschwerde in Zivilsachen zulässig, weshalb sie auch gegen den vorliegenden Zwischenentscheid ergriffen werden kann. 1.3 Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege wird in erster Linie durch das kantonale Prozessrecht geregelt. Unabhängig davon besteht ein solcher Anspruch auf Grund von Art. 29 Abs. 3 BV (bzw. Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK). Während das Bundesgericht die Rüge der Verletzung von direkt aus Art. 29 Abs. 3 BV (bzw. Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK) hergeleiteten Rechtspflegeansprüchen mit freier Kognition untersucht, prüft es die Auslegung und Anwendung der kantonalen Gesetzesbestimmungen über den Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege nur unter dem Gesichtspunkt des Willkürverbotes (BGE 120 Ia 179 E. 3 S. 180 mit Hinweisen). Für die Geltendmachung der Verletzung verfassungsmässiger Rechte gilt das Rügeprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254). Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene Rügen, die soweit möglich zu belegen sind, während es auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 III 638 E. 2 S. 639). 1.4 Tatsachen und Beweismittel, welche bereits anlässlich des vorinstanzlichen Entscheids Bestand hatten und nicht vorgebracht wurden, dürfen vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 BGG; BGE 133 III 393 E. 3 S. 395). In der Beschwerde ist darzutun, inwiefern die erwähnte Voraussetzung für eine nachträgliche Einreichung von Beweismitteln erfüllt sein soll. Der Beschwerdeführer behauptet, erst die fehlerhafte Beweiswürdigung durch den Appellationshof habe ihn veranlasst, die Gutschriftsanzeigen aus der Buchhaltung seines Anwaltes einzureichen. Indessen setzt die angeblich fehlerhafte Beweiswürdigung als solche keinen Grund für das Nachreichen von Dokumenten; insofern hat der Entscheid nicht dazu Anlass gegeben. Die neu ins Recht gelegten Schriftstücke sind daher unbeachtlich. Ebenso bleibt der Umstand, dass offenbar das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich die Beschwerde des Beschwerdeführers im ausländerrechtlichen Verfahren abgewiesen hat, als sog. echtes Novum unbeachtlich (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 133 IV 343 E. 2.1 S. 344). 1.5 Das Begehren um Befreiung der Kostenvorschusspflicht im Scheidungsverfahren ist formell neu und als solches unzulässig (Art. 99 Abs. 2 BGG). Ihm kommt indessen keine gesonderte Bedeutung zu, weil die Pflicht zur Leistung eines Gerichtskostenvorschusses mit der beantragten Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege dahin fiele.