Citation: I 60/00 04.07.2000 E. 2

2.- a) Auf Grund der ärztlichen Angaben ist anzunehmen, dass der Beschwerdeführer den bisherigen Beruf als Bauhilfsarbeiter krankheitsbedingt nicht mehr auszuüben vermag. Jedenfalls ist er im Rahmen der bisherigen Tätigkeit in einem Grad beeinträchtigt, dass die Voraussetzungen für eine Umschulung grundsätzlich gegeben sind. Dass er keine Berufslehre absolviert hat und stets als Hilfsarbeiter tätig gewesen ist, schliesst einen Anspruch nach Art. 17 Abs. 1 IVG nicht aus. Als Umschulung in Betracht fällt auch eine Anlehre oder eine Vorbereitung - beispielsweise in Form eines Sprachkurses (vgl. AHI 1997 S. 79) - auf eine andere, besser entlöhnte Tätigkeit, welche es dem Versicherten erlaubt, die mit der erforderlichen Umstellung auf eine geeignete leichtere Tätigkeit verbundene Verdiensteinbusse ganz oder teilweise auszugleichen. Die Verwaltung hat den Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen nicht umfassend geprüft. Die angefochtene Verfügung beschränkt sich auf die Feststellung, dass die Vermittlung eines adäquaten Arbeitsplatzes aus invaliditätsfremden Gründen zur Zeit nicht möglich sei. Die Feststellung stützt sich auf die Ausführungen der Berufsberaterin der IV-Stelle im Bericht vom 24. Februar 1998, wonach eine berufliche Wiedereingliederung des Versicherten aus invaliditätsfremden Gründen nicht mehr möglich ist. Um was für Gründe es sich dabei handelt, wird im Bericht nicht näher ausgeführt. Festgestellt wird lediglich, dass sämtliche Bemühungen der Organe der Arbeitslosenversicherung, dem Versicherten Arbeit zu vermitteln, erfolglos geblieben seien. Während sechs Monaten sei er in einem Beschäftigungsprogramm integriert gewesen, wo er mit Einsatz gearbeitet habe und seine Leistungen "nicht so schlecht" gewesen seien; er habe jedoch sehr einfache und wenig anspruchsvolle Arbeiten ausführen müssen. Es wird damit allenfalls eine Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG) als aussichtslos bezeichnet, jedoch nichts über die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Umschulung ausgesagt. Wenn die Vorinstanz in diesem Zusammenhang auf das vorgerückte Alter des (1946 geborenen) Beschwerdeführers hinweist, so genügt dies nicht, um die Erfolgsaussichten beruflicher Eingliederungsbemühungen zu verneinen. Der Sachverhalt bedarf daher zusätzlicher Abklärungen. b) Als ungenügend abgeklärt erweisen sich auch der medizinische Sachverhalt und die Frage nach den erwerblichen Auswirkungen der diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Seitens des Diabetes mellitus scheint sich die Beeinträchtigung auf eine täglich zweimalige Insulin-Injektion sowie eine Fussschwellung bei längeren Gehstrecken zu beschränken. Bezüglich der andern Leiden fehlen jegliche Angaben zur Relevanz der Befunde für die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Aus den Arztberichten geht insbesondere nicht schlüssig hervor, inwieweit der Beschwerdeführer auch im Rahmen einer körperlich leichteren Tätigkeit in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt ist. Während sich Dr. med. G.________ im Bericht vom 9. August 1996 hiezu nicht ausspricht, führt Dr. med. S.________ in der ergänzenden Stellungnahme vom 26. Juni 1997 aus, der Versicherte sei seines Erachtens für eine körperlich leichte Tätigkeit mindestens zu 70 % arbeitsfähig. Gemäss einer im Bericht der Berufsberaterin der IV-Stelle erwähnten Auskunft von Dr. med. G.________ soll der Versicherte für leichte körperliche Arbeiten sogar voll arbeitsfähig sein. Angesichts dieser teils unbestimmten, teils widersprüchlichen Angaben wäre die IV-Stelle zur Vornahme ergänzender Abklärungen gehalten gewesen, zumal der Versicherte im Rahmen eines Beschäftigungsprogramms der Arbeitslosenversicherung anscheinend voll gearbeitet hat. Mangels entsprechender Abklärungen lässt sich nicht zuverlässig beurteilen, inwieweit der Beschwerdeführer auch im Rahmen einer geeigneten leichteren Tätigkeit in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt ist und ob gegebenenfalls selbst bei voller Arbeitsfähigkeit eine invaliditätsbedingte Notwendigkeit beruflicher Eingliederungsmassnahmen zum Ausgleich allfälliger Lohnunterschiede besteht. Die Sache ist daher an die Verwaltung zurückzuweisen, damit sie ergänzende medizinische und berufliche Abklärungen, erforderlichenfalls in Form eines stationären Abklärungsaufenthaltes, vornehme und hierauf über den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Eingliederungsmassnahmen befinde. c) Nach dem Gesagten ist die Verfügung vom 26. November 1998 aufzuheben. Über den Rentenanspruch wird die Verwaltung aufgrund der Ergebnisse der vorzunehmenden Abklärungen und nach allfälliger Durchführung beruflicher Eingliederungsmassnahmen neu zu verfügen haben. Bei der Neubeurteilung des Rentenanspruchs werden, soweit erforderlich, die vom Beschwerdeführer gegen die Invaliditätsbemessung vorgebrachten Einwendungen zu prüfen sein.