Citation: 1C_645/2018 E. 8.3

8.3. Unter diesen Umständen erscheint es geboten, die Sache an die VOL zurückzuweisen, um das Waldfeststellungsverfahren bis zum Abschluss der hängigen Strassenplanungs- und Rodungsverfahren zu sistieren und anschliessend von Amtes wegen wieder aufzunehmen, um eine allenfalls gebotene Korrektur der Waldgrenze vorzunehmen oder aber das Gesuch der Beschwerdeführer definitiv abzuweisen. Dabei wird zu beachten sein, dass der aktuell zu Unrecht in der Bauzone eingetragene Streifen seine Waldqualität nur aufgrund einer rechtmässigen Rodung verliert. Dies setzt voraus, dass er in das hängige Rodungsbewilligungsverfahren einbezogen wird. Die Gemeinde wird daher ihr Rodungsgesuch entsprechend anpassen müssen. Nur unter diesen Kautelen erscheint es gerechtfertigt, ein überwiegendes öffentliches und privates Interesse an der sofortigen Anpassung der im Zonenplan eingetragenen Waldgrenze zu verneinen. Mit der Rückweisung werden auch allfällige Verletzungen des rechtlichen Gehörs im Zusammenhang mit dem neuen Rodungsgesuch geheilt.