Citation: 1B_493/2020 E. 4.3

4.3. Aufgrund seiner Erkrankung sei der mehrfach einschlägig vorbestrafte Beschuldigte nicht fähig, von weiteren massiven Tötungsandrohungen Abstand zu nehmen. Nach Ansicht des Sachverständigen erscheine hier "lediglich die Anordnung einer stationären Massnahme nach Art. 59 StGB zweckmässig". Eine ambulante Behandlung könne hingegen "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zielführend durchgeführt werden" und sei "eindeutig nicht zu empfehlen". Für einschlägige Delikte, wie sie zur Anklage gebracht wurden, bestehe nach Ansicht des sehr erfahrenen Gutachters "langfristig ein ausgeprägtes Rückfallrisiko". Die Rückfallgefahr für "leichtere Gewaltdelikte" sei "deutlich"; die "Ausführungsgefahr" betreffend die "Verübung schwerer Gewaltdelikte" gegenüber den bedrohten Personen stufe der Sachverständige als "moderat" ein. Es bestehe diesbezüglich "vor allem langfristig ein Risiko, welches gegenüber dem Risiko der durchschnittlichen Normalbevölkerung deutlich erhöht" sei (angefochtener Entscheid, S. 9 f. E. III/4.2 und 4.4).