Citation: 8C_66/2023 E. 4

Das kantonale Gericht bestimmte das Invalideneinkommen anhand der vom Bundesamt für Statistik (BfS) herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (nachfolgend: LSE; TA1_tirage_skill_level, Zentralwert, Total, Frauen). Dabei zog es, indexiert und angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit, das Kompetenzniveau 1 heran und ermittelte für das Jahr 2021 auf der Grundlage der LSE 2020 einen Hilfsarbeiterinnenlohn von Fr. 53'386.-, respektive für das Jahr 2019 gestützt auf die LSE 2018 einen solchen von Fr. 55'173.-. Davon ausgehend erkannte die Vorinstanz, weil aktenmässig nicht erstellt sei, dass die Beschwerdegegnerin freiwillig auf ein höheres Einkommen verzichtet hätte, müsse das wegen der Zwänge des realen Arbeitsmarktes branchenunüblich tief ausgefallene Valideneinkommen auf den "LSE-Lohn" angehoben werden. Das hypothetische Valideneinkommen für ein 100%-Pensum beruhe somit auf dem gleichen Verdienst wie das Invalideneinkommen. Dies führe in Anwendung des sog. Prozentvergleichs zu einem dem Abzug vom Tabellenlohn entsprechenden Invaliditätsgrad von 10 %. Demzufolge bestehe vom 1. Dezember 2019 bis 31. Januar 2021 Anspruch auf eine entsprechende Übergangsrente, sofern die Beschwerdegegnerin in diesem Zeitraum kein IV-Taggeld bezogen habe. Ab 1. Februar 2021 sei, basierend auf dem Invaliditätsgrad von 10 %, eine definitive Invalidenrente geschuldet.