Citation: 8C_638/2023 E. 4.3

4.3. Im vorliegenden Verfahren geht es um den Anspruch auf Überbrückungsleistungen für ältere Arbeitslose. Die Beschwerdegegnerin verneinte mit Einspracheentscheid vom 6. März 2023 einen entsprechenden Anspruch, da der Beschwerdeführer im November 2015 ausgesteuert worden, zu diesem Zeitpunkt noch nicht mindestens 60 Jahre alt gewesen und das Bundesgesetz über Überbrückungsleistungen für ältere Arbeitslose (ÜLG; SR 837.2) vom 19. Juni 2020 noch nicht in Kraft gestanden sei. Der Beschwerdeführer räumte vor Vorinstanz ein, dass er die Anspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. a ÜLG nicht erfülle, machte jedoch geltend der durch diese Voraussetzungen erfolgte Ausschluss der Langzeitarbeitslosen von Überbrückungsleistungen sei diskriminierend und verletze Art. 14 i.V. mit Art. 8 EMRK. Diesen im kantonalen Verfahren vorgebrachten Einwänden kann nicht von vornherein jegliche Bedeutung abgesprochen werden. Die Argumente waren sachbezogen und für die zu beurteilende Streitfrage grundsätzlich relevant. Wenn die Vorinstanz nach Würdigung der Sach- und Rechtslage zusammenfassend festhielt, die Beschwerde sei offensichtlich unbegründet, entschied sie damit bereits über die Streitsache, die Gegenstand der öffentlichen Verhandlung hätte bilden sollen. Selbst wenn das kantonale Gericht den entsprechenden Antrag mit dieser Begründung abwies, kann von einer offensichtlichen Unbegründetheit der Beschwerde im Sinne von E. 4.2.1 hiervor in Anbetracht seiner vorgängigen materiellen Erwägungen nicht ausgegangen werden.