Citation: 6B_678/2013 E. 4.4

4.4. Ferner sieht die Vorinstanz im Umstand, dass der Beschwerdeführer keine Angaben zum Verbleib der Tatwaffe machte, ein belastendes Indiz (Urteil S. 75 f. Ziff. A.7.2.4.2.e). Dies ist zulässig, wenn sich ein Beschuldigter weigert, zu seiner Entlastung erforderliche Angaben zu machen, obschon eine Erklärung angesichts der belastenden Beweiselemente vernünftigerweise erwartet werden dürfte (Urteile 6B_453/2011 vom 20. Dezember 2011 E. 1.6, nicht publ. in BGE 138 IV 47; 1P.641/2000 vom 24. April 2001, publ. in: Pra 90/2001 Nr. 110, E. 3). Der Beschwerdeführer weist zurecht auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hin, wonach für den Beschuldigten nachteilige Schlüsse nicht zulässig sind, wenn er die Aussage verweigert, um nahe Familienangehörige nicht zu belasten, sich mithin auf ein Zeugnisverweigerungsrecht beruft (Urteile 6B_748/2009 vom 2. November 2009 E. 2 und 1P.641/2000 vom 24. April 2001, publ. in: Pra 90/2001 Nr. 110, E. 4). Die Vorinstanz durfte nicht zu Ungunsten des Beschwerdeführers berücksichtigen, dass er die Angaben zum Verbleib der Tatwaffe verweigerte und sich auf sein Zeugnisverweigerungsrecht berief. Sie verletzte die Unschuldsvermutung nach Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK. Die Aussageverweigerung darf nicht als Indiz dafür gewertet werden, dass der Beschwerdeführer um den Ladezustand der Waffe wusste. Dies ändert jedoch nichts an der insgesamt willkürfreien vorinstanzlichen Beweiswürdigung, weshalb das Urteil nicht aufgehoben werden muss.