Citation: 5P.332/2004 16.12.2004 E. A

Im Sinne eines Eheschutzbegehrens verlangte X.________ (Ehefrau) mit Eingabe vom 16. Juli 2003 beim Gerichtspräsidium A.________, es sei Y.________ (Ehemann) zu verbieten, sich mehr als 500 Meter ihrem jeweiligen Wohn- oder Aufenthaltsort zu nähern, bzw. zu befehlen, im Falle einer Begegnung einen Abstand von mindestens 500 Metern einzuhalten. Y.________ schloss auf Abweisung des Begehrens und stellte seinerseits unter anderem die Begehren, es sei X.________ zu verpflichten, ihm eine Kopie ihres Schreibens vom 24. Mai 2003 an seinen Arbeitgeber zukommen zu lassen und ihre verleumderischen Interventionen bei diesem einzustellen, und es sei die mit Urteil des Gerichtspräsidiums A.________ vom 6. Januar 2003 angeordnete Gütertrennung unverzüglich durchzuführen. In der Antwort auf diese Eingabe verlangte X.________ ferner, Y.________ sei wegen grober Missachtung des Prozessanstandes gerichtspolizeilich zu büssen. Nachdem Y.________ am 15. August 2003 beim Bezirksgericht Baden die Scheidungsklage eingereicht hatte, entschied der Gerichtspräsident 2 von A.________ im Verfahren nach Art. 137 ZGB (vorsorgliche Massnahmen für die Dauer des Scheidungsprozesses). Er erkannte mit Urteil vom 24. November 2003, die Begehren von X.________ abzuweisen und diejenigen von Y.________ abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne. Die Gerichtskosten wurden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und die Parteikosten wettgeschlagen.