Citation: 2C_95/2021 E. 7.4

7.4. Die Angaben über den Doktor- und Weiterbildungstitel auf dem Praxisschild zielen primär darauf ab, von den medizinischen Fähigkeit der Assistentin des beschwerdeführenden Arztes zu überzeugen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer handelt es sich daher zumindest bei den Angaben auf dem Schild vor dem Praxiseingang im Innern des Gebäudes um Werbung im Sinne von Art. 40 lit. d MedBG. Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass sich das Praxisschild nicht im öffentlichen Raum im engeren Sinne befindet. Ausserdem ist in tatsächlicher Hinsicht unbestritten, dass sowohl das Briefkastenschild als auch das Praxisschild Angaben enthalten, die nicht den Tatsachen entsprechen. Beide Schilder lassen den falschen Eindruck entstehen, die Praxis werde von der Assistentin des beschwerdeführenden Arztes geführt und diese verfüge über einen Doktortitel sowie den Weiterbildungstitel "Allgemeine Innere Medizin". Die Angaben sind ohne Weiteres irreführend. Jedenfalls beim Praxisschild liegt daher irreführende Werbung im Sinne von Art. 40 lit. d MedBG vor. Demzufolge verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, indem sie dem beschwerdeführende Arzt eine täuschende Auskündung gemäss § 18 Abs. 1 GesV/ZG vorwirft. Es liegt eine Berufspflichtverletzung im Sinne von Art. 40 lit. d MedBG vor.