Citation: 1B_66/2020 E. 4.2

4.2. Zwar beanstandet die Beschwerdeführerin, das Obergericht habe bei seinem Beschwerdeentscheid "ohne weitere Abklärungen" auf eine telefonische Auskunft abgestellt, welche die Staatsanwaltschaft am 12. Februar 2019 beim Tribunal Régional du Littoral et du Val-de-Travers eingeholt hatte, indem sie sich nach dem Stand des seit dem 4. Juli 2018 dort hängigen Scheidungsverfahrens erkundigte. Die Beschwerdeführerin legt jedoch nicht dar, weshalb es bundesrechtswidrig gewesen sein sollte, diese Auskunft telefonisch einzuholen und eine entsprechende Aktennotiz abzulegen. Ebenso wenig behauptet sie, die darauf gestützte Feststellung des Obergerichtes, das Scheidungsverfahren werde (nach Auskunft des Zivilgerichtes) voraussichtlich "noch mehrere Monate dauern", sei unzutreffend oder gar willkürlich. Ihre beiläufige Spekulation, es sei unsicher "ob und inwiefern die zuständige Staatsanwältin wirklich gut Französisch versteht", ändert daran nichts. Die Beschwerdeführerin verkennt in diesem Zusammenhang auch, dass es nicht die Aufgabe des Obergerichtes als Beschwerdeinstanz im strafprozessualen Vorverfahren war, sich "um die Entwicklung dieses Scheidungsverfahrens bis zum Datum der Urteilsfällung zu kümmern". In diesem Zusammenhang ist keine Verletzung von "Untersuchungspflichten der Vorinstanz" dargetan.