Citation: 5A_412/2014 E. 4.2

4.2. Vorliegend ist das Obergericht willkürfrei (vgl. E. 3) von den Tatbestandselementen ausgegangen, dass die Person, welche den Kontakt zwischen dem Beschwerdeführer und der Kindsmutter herstellte, ihn darauf hinwies, dass sie sich nicht sicher sei, ob das Kind von ihm stamme, weil die Kindsmutter "so viele Männer habe", dass der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der Geburt selber ernsthafte Zweifel einräumte, dass er sich auch dahingehend geäussert hatte, das Kind solle auf seinen Namen eingetragen werden, soweit er der Vater sei, dass er einen DNA-Test verlangte, als das Kind sechs Monate alt war, dass er das Kind erst anerkannte, als es bereits 2½ Jahre alt war, und dass keine gefestigte Beziehung vorlag. Wenn das Obergericht von diesen Umständen darauf geschlossen hat, dass der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit seiner Vaterschaft hätte Zweifel haben müssen und deshalb kein Irrtum vorgelegen habe, hat es Art. 260a Abs. 2 ZGB richtig angewandt. Dass er anlässlich der Geburt tatsächlich Zweifel hatte, gab der Beschwerdeführer nach den kantonalen Feststellungen selber an. Sodann hat sich das Obergericht auch für die Folgezeit auf sachliche Elemente gestützt, wenn es vom konkreten Verhalten des Beschwerdeführers (Einverlangen eines DNA- Tests; erst sehr spät erfolgte Anerkennung) auf das anhaltende Vorhandensein von Zweifeln schloss. Zumal der Beschwerdeführer keine Gründe vorbringt, weshalb im Anerkennungszeitpunkt plötzlich keine Zweifel mehr hätten bestehen können, ist keine falsche Rechtsanwendung im Zusammenhang mit der Verneinung eines Irrtums im Sinn von Art. 260a Abs. 2 ZGB ersichtlich.