Citation: 6B_711/2014 E. 2

Da der Rechtsvertreter das begründete Urteil am 28. April 2014 in Empfang nahm, hätte die Berufung spätestens am 19. Mai 2014 (Montag) erklärt werden müssen. Es ist unbestritten, dass die Berufungserklärung vom 28. Mai 2014 verspätet ist. An der Verspätung vermag nichts zu ändern, dass der Rechtsvertreter mit dem Beschwerdeführer innert der Erklärungsfrist keinen Kontakt aufnehmen konnte. Es wäre ihm ohne Weiteres möglich gewesen, rechtzeitig zu handeln. Dass die Vorinstanz auf die Berufung infolge verspäteter Erklärung des Rechtsmittels nicht eintrat, stellt entgegen der Ansicht des Rechtsvertreters und gemäss ständiger Rechtsprechung auch keinen überspitzten Formalismus dar. Der vorliegende Fall ist mit dem im Urteil 6B_730/2013 vom 10. Dezember 2013 behandelten offensichtlich nicht zu vergleichen (vgl. Pra 2014 Nr. 41 S. 297). Der Rechtsvertreter war im kantonalen Verfahren als amtlicher Verteidiger tätig. Er ist in diesem Zusammenhang der Ansicht, dass die Vorinstanz wegen seines Versagens hätte einschreiten und die versäumte Frist wiederherstellen müssen (vgl. Beschwerde S. 4/5). Indessen hat er es unterlassen, bei der Vorinstanz ein solches Gesuch zu stellen. Das Bundesgericht kann sich damit folglich im vorliegenden Verfahren nicht befassen. Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen. Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.