Citation: 9C_710/2018 E. 4.3.3

4.3.3. Betreffend den Indikator des "behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdrucks" wird im angefochtenen Entscheid festgestellt, der Versicherte sei (soweit ersichtlich) noch nie stationär behandelt worden, habe etwa alle zwei Wochen einen Termin für die ambulante Therapie und vergesse manchmal das verschriebene Medikament (Anafranil), von dessen Wirkung er nichts merke. Der Gutachter pract. med. B.________ habe dazu angegeben, dass Psychopharmaka zur Zeit nicht im Vordergrund ständen, jedoch noch SNRI versucht werden könnte, weil Anafranil nach der Selbstwahrnehmung des Versicherten nicht viel zu bringen scheine. Dass die Vorinstanz bei dieser Sachlage auf einen nur geringen Leidensdruck schloss, ist, insbesondere auch mit Blick auf das fehlende Interesse des Versicherten an einer Optimierung der medikamentösen Therapie, nicht willkürlich. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus den Hinweisen des Beschwerdeführers, wonach die Therapie gemäss dem psychiatrischen Teilgutachten angemessen und seine Kooperation gut gewesen sei.