Citation: 1C_683/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz stellte fest, der Beschwerdeführer sei am 18. Juni 2022 um 19.20 Uhr mit einem Personenwagen der Marke Audi auf der Hauptstrasse H14 von U.________ nach V.________ gefahren, habe in der W.________-Strasse das Auto gewendet und sei anschliessend wiederum auf der Hauptstrasse in Richtung U.________ zurückgefahren. Die Fahrt sei von der Kantonspolizei Thurgau mit einer Drohne aufgezeichnet worden. Mittels der Videodatei habe die gefahrene Geschwindigkeit durch eine Weg-Zeit-Berechnung ermittelt werden können. Dazu sei die Videoaufnahme in Einzelbilder ("Frames") zerlegt worden. Die Zeit zwischen den einzelnen Frames werde über die Bildwiederhol- bzw. Framerate definiert, womit die gefahrene Zeit ermittelt werden könne. Für die Berechnung der zurückgelegten Wegstrecke werde dabei die Position des Fahrzeugs jeweiligen Fixpunkten zugeordnet. Der Abstand zwischen den Fixpunkten werde dann vor Ort mittels Messrad ausgemessen. Für die Hinfahrt sei zwischen den beiden Referenzlinien (Fixpunkten im vorgenannten Sinne) eine Länge von 134,7 m gemessen worden, für die Rückfahrt eine solche von 180 m. Die Bildwiederholrate der Videoaufnahme betrage 29,97 Bilder pro Sekunde bzw. 33,37 Millisekunden pro Frame, was sich über die Medieninformation der Videodatei, die Anzahl Bilder der Drohne (300 Bilder in 9,977 s) und die Zeitstempel auf den ausgedruckten Fotos bestätigen lasse. Als Taktgeber für die auf der Videoaufzeichnung sichtbare Zeit diene eine Quarzuhr, die periodisch über einen Synchronisierungsserver im Internet und über ein globales Navigationssatellitensystem abgeglichen werde. Seien zu wenige Satelliten im Empfangsbereich (konkret weniger als acht), lasse sich die Drohne nicht starten. Bei stabiler Positionserfassung empfange die Drohne ein bis auf wenige Nanosekunden genaues Zeitsignal. Da die Videoaufzeichnung die Koordinaten der Drohne anzeige, sei eine Satellitenverbindung vorhanden gewesen. Im Ergebnis habe der Beschwerdeführer die Hinfahrt mit einer Wegstrecke von 134,16 m in einer Zeit von 3,509 s (je unter Berücksichtigung einer Sicherheitsmarge), also mit einer Geschwindigkeit von 137,6 km/h, und die Rückfahrt mit einer Wegstrecke von 179,42 m in einer Zeit von 3,678 s (ebenfalls nach Abzug der Sicherheitsmarge), also mit einer Geschwindigkeit von 175,6 km/h, zurückgelegt. Bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h betrage die Geschwindigkeitsüberschreitung damit 57,6 resp. 95,6 km/h.