Citation: 9C_53/2024 E. 3.2.1

3.2.1. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass es sich bei den beiden angerufenen Prinzipien des Kostendeckungs- und des Äquivalenzprinzips in verfassungsrechtlicher Hinsicht um Surrogate für eine formellgesetzliche Festlegung der Bemessungsgrundlage handelt, die zum Tragen kommen, wenn der strenge Gesetzmässigkeitsgrundsatz nicht bzw. nicht vollständig eingehalten ist, namentlich wenn das Gesetz die Bemessung einer Abgabe nicht hinreichend bestimmt regelt (vgl. BGE 149 I 305 E. 3.2 f.). Vorliegend findet sich jedoch in Art. 17 IBG/GR (E. 2.2 hiervor) eine gesetzliche Grundlage. Die Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts, wonach die Grundzüge der gemäss Art. 16 Abs. 4 IBG/GR delegierten Materie im IBG/GR umschrieben seien respektive die geschuldete Abgabe in der Gebührenregelung (des IBG/GR) zum Vornherein rechtssatzmässig klar und für die Pflichtigen voraussehbar festgelegt werde (vorinstanzliche Erwägung 4.5. S. 12), wird zu Recht nicht bestritten. Damit bleibt von Verfassungs wegen kein Raum für die Prüfung des Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzips (BGE 149 I 305 E. 3.5). Weiterungen zu den in diesem Zusammenhang vorgebrachten Rügen erübrigen sich daher.