Citation: 5C.213/2004 13.01.2006 E. 6

Die Klägerin macht schliesslich eine Verletzung der Beweislastregel von Art. 8 ZGB geltend. Deren Anwendung setzt ein offenes Beweisergebnis voraus: Die Frage der Beweislastverteilung ist gegenstandslos, wenn die Vorinstanz auf Grund ihrer Beweiswürdigung zum Ergebnis gekommen ist, ein bestimmter Sachverhalt sei nachgewiesen worden (BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 277 mit Hinweisen). Die Klägerin macht in diesem Punkt im Wesentlichen Ausführungen zur Gewichtung ihres eigenen Verschuldens, desjenigen von Y.________, sowie des behaupteten Verschuldens der Beklagten und der angeblich erhöhten Betriebsgefahr. Es ist nicht ersichtlich, was diese Problematik mit Art. 8 ZGB zu tun hat. Ein offenes Beweisergebnis liegt nicht vor. Auf die Berufung kann folglich insoweit nicht eingetreten werden (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG).