Citation: 6B_313/2009 06.07.2009 E. 1

Das Obergericht des Kantons Aargau erkannte in den beiden Verfahren SST.2008.164 und SST.2008.165 mit zwei Urteilen vom 12. Februar 2009 unter anderem, die Beschwerdeführerin habe die Kosten der Berufungsverfahren zu bezahlen und ihre Parteikosten selber zu tragen (je E. 4). Vor Bundesgericht macht die Beschwerdeführerin mit zwei Beschwerden vom 16. bzw. 20. April 2009 geltend, das Obergericht habe ihr den grundrechtlichen Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege verweigert (6B_313/2009 und 6B_322/2009, je act. 1 Ziff. 8.1.). In seinen Vernehmlassungen vom 7. Mai 2009 führt das Obergericht unter Beilage von zwei Berichtigungsurteilen ebenfalls vom 7. Mai 2009 aus, es habe in seinen Urteilen vom 12. Februar 2009 versehentlich nicht berücksichtigt, dass der Beschwerdeführerin mit Verfügung des Präsidenten des Bezirksgerichts vom 28. Februar 2008 die unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden sei. Dabei handle es sich um einen offensichtlichen Irrtum, der von Amtes wegen durch den Richter zu berichtigen sei (je act. 8 und 9). Demgemäss beantragt das Obergericht, die Beschwerden seien durch das Bundesgericht zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben (je act. 8). Die Beschwerdeführerin widersetzt sich dem mit Stellungnahme vom 12. Mai 2009 nicht, überlässt indessen die Erledigung der Beschwerdeverfahren dem Bundesgericht, wobei das Obergericht ihrer Ansicht nach die Beschwerden anerkannt habe (je act. 10). Der Mangel der angefochtenen Entscheide ist indessen mit den Berichtigungsurteilen vom 7. Mai 2009 behoben worden, weshalb die Beschwerden 6B_313/2009 und 6B_322/2009 im Verfahren nach Art. 32 Abs. 2 BGG gegenstandslos geworden und abzuschreiben sind. Praxisgemäss wird in solchen Fällen auf eine Kostenauflage verzichtet.