Citation: 9C_38/2022 E. 4.2

4.2. Nach der in der Beschwerde vertretenen Auffassung leidet das Gutachten der B.________ AG vom 10. November 2019 insoweit an einem formellen Mangel, als die Teilgutachten zwar von den jeweiligen Fachärzten unterzeichnet wurden, die Konsensbeurteilung aber lediglich die Unterschrift von pract. med. C.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin (D), trägt. Ob die Unterzeichnung des Hauptgutachtens durch alle beteiligten Experten in diesem Sinne ein Formerfordernis darstellt, kann indessen bei den hier gegebenen Verhältnissen offen bleiben (vgl. auch Urteile 8C_348/2013 vom 19. September 2013 E. 4.2 und 8C_904/2012 vom 28. März 2013 E. 4.4) : Wie sich dem Abschnitt "5. Angaben zur Entstehung des Konsens" der interdisziplinären Gesamtbeurteilung entnehmen lässt, oblag die Führung des Konsens pract. med. C.________, die sich mit den Gutachtern im persönlichen Gespräch und auf dem internen elektronischen Weg austauschte, welches Vorgehen nicht zu beanstanden ist. Nachvollziehbar ist auch die auf diesem Weg zustande gekommene Erkenntnis, dass sich die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung allein nach der neurologischen Beurteilung zu richten hatte, da diese als einzige eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergeben hatte. Ein formeller Mangel liegt bei dieser Sachlage nicht vor.