Citation: 5A_669/2021 E. 3.4

3.4. Im Übrigen geht das Bundesgericht, wie sowohl das Kantonsgericht (vgl. E. 3.2 hiervor) als auch die Parteien richtig erkennen, davon aus, dass es einem Gutachten, das wie vorliegend etwa drei Jahre vor einem Gerichtsentscheid datiert, an Aktualität mangelt und ein solches für die Beurteilung von Kinderbelangen nur begrenzt aussagekräftig ist (vgl. Urteil 5A_99/2020 vom 14. Oktober 2020 E. 4.3.6 sowie die Hinweise in E. 3.3 hiervor). Wenn das Kantonsgericht dabei zur Frage der Aktualität ausführt, die Rahmenbedingungen (Wohnsituation etc.) hätten sich nicht geändert, vermag dies nicht ohne weiteres zu überzeugen: Wie sich dem angefochtenen Entscheid entnehmen lässt, kam es im Herbst 2020 bei einer Kindesübergabe zu Handgreiflichkeiten zwischen dem Beschwerdeführer und dem neuen Ehemann der Beschwerdegegnerin, die bei C.________ einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Indes könnten zum jetzigen Zeitpunkt auch mit einem neuen Gutachten kaum Erkenntnisse dazu gewonnen werden, wie dieser Vorfall sich auf das Kind ausgewirkt hat und ob es deswegen dauerhaft eine neue Einstellung zur Betreuungsregelung entwickelte. Auch hat der Beschwerdeführer sich wie dargelegt nicht hinreichend genau zur Frage geäussert, inwieweit die entscheidwesentlichen Gutachtensteile hiervon betroffen sein sollen. Aufgrund dessen erweist sich die Sachverhaltsfeststellung des Kantonsgerichts jedenfalls im Ergebnis nicht als willkürlich. Daran ändern auch allfällige weitere Unklarheiten (z.B. im Zusammenhang mit der Hygiene des Kindes oder die allgemein gehaltene Behauptung, dass die Beschwerdegegnerin C.________ als Mittel zum Zweck nutze, weil sie sich nicht von der Beziehung mit dem Beschwerdeführer lösen könne) nichts, da diese nicht dermassen gravierend sind, dass sie die Erstellung des massgebenden Sachverhalts insgesamt als willkürlich erscheinen lassen.