Citation: 5A_710/2022 E. 2.3.4

2.3.4. Die vorstehend wiedergegebenen Erwägungen zur deutschen Rechtslage und damit das Verständnis, dass bei der Vollstreckung deutscher Urteile in Deutschland die vollstreckbare Ausfertigung ohne Nachweis der Leistung des Gläubigers erteilt wird, und das Vollstreckungsorgan prüfen muss, ob der Schuldner befriedigt oder in Annahmeverzug gesetzt worden ist (vgl. dazu auch BROX/WALKER, Zwangsvollstreckungsrecht, 12. Aufl. 2021, § 7 Rn. 8 und § 10 Rn. 18 ff.), werden von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt. Ungeachtet dessen macht die Beschwerdeführerin - unter Hinweis auf eine Lehrmeinung (HOFMANN/KUNZ, in: Basler Kommentar, Lugano-Übereinkommen, 2. Aufl. 2016, N. 116 ff. zu Art. 38 LugÜ) - geltend, dass zur Frage, ob ein Zug-um-Zug-Urteil im Sinne von Art. 31 LugÜ 1988 vollstreckbar ist, in jedem Fall auch das Angebot der Gegenleistung gehört.