Citation: 4A_518/2015 E. 2.2

2.2. Überdies ging die Vorinstanz davon aus, die Fondazione E.________ sei auch mit dem konkreten Darlehen einverstanden gewesen. Sie sei an der Verwaltungsratssitzung vom 15. Oktober 2009, an welcher der Beschluss betreffend die Gewährung des umstrittenen Darlehens gefasst wurde, mit den beiden Stiftungsräten B.________ (dem Beschwerdegegner 1) und D.________ (der auch im Verwaltungsrat der F.________ AG war) vertreten gewesen. Die Fondazione E.________ als Alleinaktionärin der Klägerin sei bereits in diesem Zeitpunkt über die Absicht, das umstrittene Darlehen zu gewähren, informiert gewesen. Es werde aber nicht behauptet, dass sie sich in irgendeiner Form gegen den Beschluss gestellt oder etwas dagegen unternommen hätte. Stattdessen habe die Fondazione E.________ kurz darauf am 23. Oktober 2009 selbst veranlasst, dass der F.________ AG ein weiteres Darlehen aus ihren Mitteln gewährt wurde. Daraus sei zu schliessen, dass die Alleinaktionärin das bisher praktizierte Geschäftsmodell auch nach dem Verwaltungsratsbeschluss vom 15. Oktober 2009 noch immer unterstützte und mit der umstrittenen Darlehensgewährung einverstanden gewesen sei. Daran ändere auch der vom der Fondazione E.________ gefasste Beschluss vom 9. Dezember 2009 nichts, da dieser Beschluss nichts mit der Pflichtwidrigkeit des Darlehens zu tun gehabt habe, sondern mit dem damaligen Vermögensstand der Fondazione E.________. Es könne daraus nicht geschlossen werden, die Fondazione E.________ sei auf ihr Einverständnis mit der Finanzierung der F.________ AG zurückgekommen.