Citation: 5A_747/2020 E. 4.2.2

4.2.2. Der Beschwerdeführer will die vorinstanzliche Beurteilung nicht gelten lassen und der Beschwerdegegnerin ein hypothetisches monatliches Erwerbseinkommen von Fr. 7'500.-- anrechnen. Er argumentiert, dass die Beschwerdegegnerin bei der Trennung erst 48 Jahre alt gewesen sei und spätestens im Jahr 2011 eine Weiterbildung hätte in Angriff nehmen können. Ausgestattet mit einer eidgenössischen Maturität hätte sie ohne Weiteres einen Bachelor der ZHAW "oder Ähnliches" erreichen können. Der Beschwerdeführer wehrt sich dagegen, der Beschwerdegegnerin eine Erwerbstätigkeit mit der Begründung nicht zuzumuten, dass sie nur einen bescheidenen Lohn erzielen könnte; diese Bewertung sei bundesrechtswidrig. Aufgrund ihrer Ausbildung wäre es ihr schon längst zumutbar gewesen, eine Anstellung zu finden. Hätte die Beschwerdegegnerin bereits im Jahr 2012, als die jüngere Tochter 16 Jahre alt war, eine Erwerbstätigkeit aufgenommen, so würde sie heute ein Einkommen erzielen, mit dem sie ihren Lebensunterhalt zumindest teilweise bestreiten kann. Auch wenn die Verhältnisse in der Branche, in der die Beschwerdegegnerin früher tätig war, heute anders seien, hätte sie sich nach einer Einführungszeit in die Berufswelt einleben können. In seiner Replik insistiert der Beschwerdeführer, dass sein Standpunkt auch auf der neuesten bundesgerichtlichen Rechtsprechung liege, der zufolge die sog. "45er-Regel" formell aufgegeben worden sei (Urteil 5A_104/2018 vom 2. Februar 2021 E. 5.5, zur Publikation vorgesehen).