Citation: 6B_328/2021 E. 4.2.1

4.2.1. Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). Bei Geldstrafen ist der vollständige Strafaufschub gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB die Regel. Für die Gewährung des bedingten Strafvollzugs im Rahmen von Art. 42 Abs. 1 StGB genügt die Abwesenheit der Befürchtung, der Täter werde weitere Verbrechen oder Vergehen begehen. Vom Strafaufschub darf deshalb grundsätzlich nur bei ungünstiger Prognose abgesehen werden (BGE 135 IV 180 E. 2.1; 134 IV 1 E. 4.2.2, 97 E. 7.3; Urteile 6B_58/2022 vom 28. März 2022 E. 2.2.1; 6B_1001/2021 vom 16. Dezember 2021 E. 2.1; 6B_1213/2020 vom 30. September 2021 E. 2.2).