Citation: 8C_926/2008 30.07.2009 E. 5

5.1 Der begutachtende Neurologe und Psychiater Dr. med. M.________ setzte sich in seinem psychiatrischen Consiliargutachten vom 6. Januar 2006 unter anderem auch mit den teilweise abweichenden Diagnosen des bereits vor dem stationären Aufenthalt in der Psychiatrischen Klinik X.________ vom Oktober 2001 behandelnden Psychiaters Dr. med. A.________ auseinander. Mit Blick auf dessen Bericht vom 30. Oktober 2005 hielt Dr. med. M.________ nachvollziehbar und überzeugend fest, die von Dr. med. A.________ beschriebenen Symptome stünden im Zusammenhang mit der gemäss behandelndem Psychiater schon früher gestellten Diagnose einer Persönlichkeitsstörung im Sinne eines Borderline-Syndroms. Borderline-Persönlichkeitsstörungen würden üblicherweise nicht abheilen, sondern einen undulierenden Verlauf mit Besserungen und Verschlechterungen nehmen. Die von Dr. med. A.________ gestellte Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung stellte Dr. med. M.________ in Frage, weil es der Versicherten anfänglich nach dem Unfall laut Angaben des behandelnden Psychiaters zunächst "psychisch erstaunlich gut" gegangen sei. Die psychische Krise sei erst dann eingetreten, als sich ihre Hoffnungen auf eine vollständige körperliche Genesung zerschlagen hatten. Anlässlich der psychiatrischen Begutachtung hätten zudem keine Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung festgestellt werden können. Als dauerhafte Folge des Unfalles vom 10. Oktober 2003 verbleibe der Beschwerdeführerin einzig die schmerzhafte Einschränkung der Beweglichkeit im rechten Kniegelenk infolge der radiologisch nachweisbaren, beginnenden medialen Kniegelenksarthrose. 5.2 Soweit die Versicherte geltend macht, die Heilbehandlung in Bezug auf die Schmerzen im rechten Knie samt Ausstrahlungen sei fortzusetzen, ist festzuhalten, dass diesbezüglich von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung bereits im September 2005 jedenfalls keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes (Art. 19 Abs. 1 UVG) mehr zu erwarten war. Gemäss MEDAS-Gutachten war schon damals nicht nur in somatischer, sondern auch in psychischer Hinsicht der Endzustand mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erreicht. Die medikamentöse Schmerzbehandlung mit Lyrica hatte die Versicherte selber wegen Nebenwirkungen abgebrochen, weshalb von einer Wiederaufnahme dieser Therapie nicht ein namhafter Heilbehandlungserfolg von Dauer zu erwarten war. Der explorierende Psychiater Dr. med. M.________ legte zudem dar, dass im Begutachtungszeitpunkt aus fachärztlicher Sicht der Status quo sine erreicht war. Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin findet sich in den Akten keine medizinisch nachvollziehbar und überzeugend begründete Beurteilung, wonach von weiteren Heilbehandlungsmassnahmen nach Ende September 2005 mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit noch eine nachhaltige und namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten gewesen wäre. Nichts anderes ergibt sich aus dem vagen Hinweis des Dr. med. O.________, wonach "allenfalls eine spezifische Schmerztherapie durch [einen] Anästhesisten möglich wäre." Statt dessen ist festzuhalten, dass der zuständige obligatorische Krankenpflegeversicherer gegen die verfügte Einstellung der unfallbedingten Heilbehandlung zu Recht nicht opponiert hat. Der Abschluss der unfallbedingten Heilbehandlung per 30. September 2005 ist somit nicht zu beanstanden.