Citation: 2C_224/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Die Eheleute lebten nach der Darstellung des Beschwerdeführers zwischen dem Eheschluss am 4. Februar 2015 bis im Juni 2016 (17 Monate) und vom April 2017 bis im Juni 2018 (15 Monate) ohne Unterbruch zusammen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers bestand in der Zeit dazwischen der Ehewille - in Anwendung von Art. 49 AIG (Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens; Hugi Yar, a.a.O., S. 49 ff.) - nicht fort: Die Ehegattin des Beschwerdeführers zog jedoch nach den Feststellungen der Vorinstanz (E. 2.4, 3.3) bereits im Winter 2015/16 wieder zum Vater ihres ersten Kindes und zeugte mit diesem einen zweiten Sohn. Die Vorinstanz durfte - ohne in Willkür zu verfallen - hierin ein gewichtiges Indiz für die Aufgabe des Ehewillens sehen. Nach dem weiteren kurzen Zusammenleben mit dem Beschwerdeführer und der endgültigen Trennung im Juni 2018 kehrte die Gattin mit den Kindern denn auch wieder zu ihrem Partner und dem biologischen und nunmehr auch rechtlichen Vater ihrer Kinder zurück.