Citation: 9C_295/2024 E. 3.1.1

3.1.1. Die Vorinstanz hat im Zusammenhang mit dem Mietaufwand für die Wohnung in U.________ erwogen, vorliegend gehe es - anders als die Beschwerdeführerin anzunehmen scheine - nicht um die rechtliche Qualifikation der streitgegenständlichen Aufwände als "geschäftsmässig begründet", sondern um deren Nachweis in tatsächlicher Hinsicht. Es sei zwar aus den Akten ersichtlich, dass eine Wohnung in U.________ durch die Beschwerdeführerin angemietet worden sei. Aus den Unterlagen und den diversen Ausführungen der Beschwerdeführerin gehe jedoch nicht hervor, in welchem Umfang überhaupt ein tatsächlicher Konnex zwischen dem geltend gemachten Mietaufwand und der Geschäftstätigkeit der Beschwerdeführerin bestehe. Es könne namentlich nicht nachvollzogen werden, in welchem Umfang die Räumlichkeiten in U.________ für die Geschäftstätigkeit der Beschwerdeführerin und in welchem Umfang sie für andere, offenbar ebenfalls durch die Organe der Beschwerdeführerin beherrschten, Gesellschaften sowie von Kunden genutzt würden. Die eingereichten Unterlagen erlaubten diesbezüglich keine Abgrenzung. Dass die Räumlichkeiten nicht allein der Beschwerdeführerin zur Verfügung stünden, werde aus ihren Ausführungen offensichtlich. In ihrer Sachverhaltsdarstellung mache die Beschwerdeführerin darüber hinaus keine klare Trennung zwischen ihrer Geschäftstätigkeit und der Geschäftstätigkeit ihrer "Partner", namentlich der "B.________" und "vier Firmen im Kanton Zug". Trotz mehrfacher Aufforderung der Steuerverwaltung habe die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang keine sachdienlichen Belege aufgelegt. Hierzu wäre sie im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht jedoch verpflichtet gewesen. Wenn die Beschwerdeführerin mit anderen (ebenfalls durch ihre Organe beherrschten) Gesellschaften Verrechnungen vornehme, die aufgrund ihrer Vorgehensweise nicht nachvollzogen werden könnten, habe sie die daraus folgenden Beweisschwierigkeiten selbst zu verantworten und deren Folgen im Rahmen der geltenden Beweislastverteilung zu tragen. Die Beschwerdeführerin halte im Übrigen fest, dass die Gesellschaft im Jahr 2018 keine "Gruppengesellschaft" gewesen sei. Dass dem so gewesen wäre, sei auch nicht ersichtlich; ferner wären entsprechende (Verrechnungs-) Nachweise auch innerhalb einer Konzernstruktur von Nöten, denn das schweizerische Steuerrecht kenne grundsätzlich keine Konzernsichtweise. Was den erstmals im Rekursverfahren mit der Replik aufgelegten Kontoauszug "Bürokostenumlage" betreffe, sei mit der Steuerverwaltung festzuhalten, dass die dazugehörenden Weiterbelastungsrechnungen sowie Kontodetails zu den weiterbelasteten Kosten nach wie vor nicht vorlägen. Soweit diesbezüglich gar keine beweistauglichen Unterlagen existierten - ein entsprechender Nachweis also überhaupt nicht möglich sei -, habe die Beschwerdeführerin gleichwohl die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen. Die Beschwerdegegnerin verweise im Übrigen zu Recht auf die teilweise widersprüchliche Argumentation der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Nutzung der Wohnung in U.________. Vor diesem Hintergrund sei der von der Steuerverwaltung ermessensweise (zugunsten der Steuerpflichtigen) zum Abzug zugelassene Mietaufwand von Fr. 500.- als durchaus grosszügig zu erachten. Die Beschwerdegegnerin stütze sich dabei - im Sinne einer natürlichen Vermutung für die vertragsgemässe Verwendung der Mietsache - auf den aktenkundigen Mietvertrag vom 27. Januar 2016, welcher gemäss handschriftlicher Ergänzung den späteren Sitz der Gesellschaft "resp. Homeoffice" und die Benützung der Wohnung durch zwei Personen vorsehe. Die von der Beschwerdeführerin behauptete, informelle Umnutzung der Räumlichkeiten, so die Vorinstanz weiter, erschöpfe sich in einer reinen Parteibehauptung, wonach der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin den Vermieter gut kenne und daher die Umnutzung zu einem Büro - auch ohne die gemäss den allgemeinen Bestimmungen zum Schwyzer Mietvertrag vorgesehene Schriftlichkeit - in Ordnung sei. Immerhin implizierten die eingereichten Fotos eine gewisse geschäftliche Nutzung, wenn auch ihr Beweiswert dadurch geschmälert werde, dass nicht alle Räume in der 5.5-Zimmerwohnung abgebildet seien, die Umgebung der Wohnung aufgrund der geschlossenen Jalousien nicht erkennbar sei und auch die Zuordnung der Zimmer zu einem Grundriss (mangels dessen Vorliegens) nicht möglich sei. Anzumerken sei zudem, dass es bei dem behaupteten freundschaftlichen Verhältnis der Vermieter nicht nachvollziehbar bleibe, weshalb der Beschwerdeführerin die Beibringung eines Grundrisses der Mietwohnung offenbar weder im vorliegenden noch im vorinstanzlichen Verfahren möglich gewesen sei. Ferner scheine ein gewisser Privatanteil - nicht zuletzt gestützt auf die Anträge der Beschwerdeführerin - nicht bestritten zu sein. Angesichts der erwähnten Indizien, welche zumindest eine gewisse geschäftliche Nutzung der Räumlichkeiten durch die Beschwerdeführerin als Mietvertragspartei vermuten liessen, dränge sich jedenfalls keine für die Beschwerdeführerin nachteilige Korrektur durch das Gericht (sog. reformatio in peius) geradezu auf, obschon ein anderes Ergebnis (Aufrechnung des vollständigen Mietaufwands) durchaus denkbar gewesen wäre.