Citation: 6B_748/2024 E. 7.4

7.4. Ferner liegt auch keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vor. Eine sofortige Befragung des Beschwerdeführers (und hernach gar seiner Eltern) noch am späteren Tatabend musste sich der Polizei im vorliegenden Fall nicht als erforderlich aufdrängen und war auch ex post nicht angezeigt. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer auf die erstmalige Kontaktaufnahme durch die Polizei zunächst mit der Ankündigung reagierte, dass er die Aussage verweigern werde und sich eine Einvernahme damit erübrige. Dafür, dass er (wie von ihm behauptet) bei sofortiger Konfrontation mit dem Vorwurf anders reagiert hätte, bestehen keinerlei Anhaltspunkte. Die Staatsanwaltschaft kann sodann lediglich unter den in Art. 269 Abs. 1 lit. a - c StPO genannten Voraussetzungen zur Verfolgung der in Art. 269 Abs. 2 StPO genannten Straftaten den Post- und den Fernmeldeverkehr überwachen lassen. Vorliegend bestand der Verdacht auf eine Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB, womit eine rückwirkende Überwachung bzw. "Ortung" des Mobiltelefons des Beschwerdeführers von vorneherein unzulässig gewesen wäre. Dass der Beschwerdeführer dies vor Vorinstanz selber angeboten hätte, macht er nicht geltend.