Citation: 8C_653/2023 E. 4.1.1

4.1.1. Hinsichtlich der Bestimmung des Invaliditätsgrades (vgl. Art. 16 ATSG) hielt das kantonale Gericht fest, umstritten sei in erster Linie das Erwerbseinkommen, das der Beschwerdeführer ohne die gesundheitlichen Beeinträchtigungen erzielen könnte (hyopthetisches Valideneinkommen). Er habe zwar trotz der am 10. März 1989 festgestellten Mehlstauballergie die Lehre zum Bäcker-Konditor im April 1989 abschliessen, deswegen allerdings den Beruf letztlich nicht mehr ausüben können. Er sei vom 21. April 1989 bis am 6. April 1990 im elterlichen Betrieb (Bäckerei Conditorei H.________) angestellt gewesen, wobei er ab Beginn des Anstellungsverhältnisses bis am 23. Februar 1990 wegen der Folgen eines Motorradunfalls vollständig arbeitsunfähig gewesen sei und bis zu deren Beendigung lediglich in einem Pensum von 25 % gearbeitet habe. Diese Umstände liessen, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, den Schluss nicht zu, er hätte im Gesundheitsfall den elterlichen Betrieb übernommen und ihm sei deswegen der Gewinn als Valideneinkommen anzurechnen. Dafür bedürfte es ganz konkreter Anhaltspunkte, woran es fehle. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin sei nicht auf die standardisierten Bruttolöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BfS) abzustellen. Vielmehr sei der im Jahr 1990 im elterlichen Betrieb erzielte Verdienst an die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2019 anzupassen (Fr. 64'705.-).