Citation: 1C_383/2022 E. 4.1

4.1. Das Verwaltungsgericht erwog, Betriebsbewilligungen für Abfallanlagen seien gemäss § 9 Abs. 3 Satz 1 AbfallG/TG i.V.m. Art. 30h Abs. 2 USG zu befristen; die Dauer der Betriebsbewilligung sei aber nicht normativ festgelegt, sondern liege im Ermessen der zuständigen Behörde. Es sei unstreitig, dass es im Betrieb der Beschwerdeführerin im Zeitraum vom 7. Januar 2017 bis 16. September 2020 zu insgesamt drei Störfällen respektive Zwischenfällen mit Gewässerverschmutzungen gekommen sei, die vom AfU zur Anzeige gebracht worden seien. Diese rechtfertigten die Abweichung von der üblichen bzw. praxisgemässen Bewilligungsdauer von fünf Jahren, um die sicherheitsrelevanten Aspekte innerhalb eines kürzeren Abstands erneut überprüfen zu können, und allenfalls die Betriebsbewilligung anzupassen oder sogar nicht weiter zu verlängern. Die verkürzte Bewilligungsdauer schaffe einen Anreiz für die Beschwerdeführerin, einen ordnungsgemässen Betrieb unter Beweis zu stellen, um in der Folge wieder eine übliche Bewilligungsdauer von fünf Jahren zu erhalten. Somit habe es die Beschwerdeführerin selbst in der Hand, durch einen störungsfreien Betrieb ihre getätigten und geplanten Investition zu sichern. Das Verwaltungsgericht verneinte eine Verletzung des Grundsatzes der Gleichbehandlung, weil die behaupteten Störfälle der Vorgängerbetreiberin nicht aktenkundig seien und sich die technischen Gegebenheiten seither verändert haben dürften.