Citation: 8C_483/2018 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er die Auflage betreffend Cannabiskonsum verletzte. Er macht auch nicht geltend, dass diese Auflage unzumutbar oder sonstwie unhaltbar gewesen wäre. Er kritisiert jedoch, dass ihm im Mahn- und Bedenkzeitverfahren jedenfalls bezüglich der Rente keine Leistungsverweigerung, sondern ein Entscheid aufgrund der Akten angezeigt worden sei. Dem Beschwerdeführer ist darin beizupflichten, dass das Auflage-Schreiben insofern missverständlich gehalten war, als einerseits ein Entscheid aufgrund der Akten mit voraussichtlich negativem Ausgang, anderseits ein negativer Entscheid betreffend Eingliederung und Rente angedroht wurden. Dazu kommt in rechtlicher Hinsicht, dass die hier allein in Frage stehende Sanktionsnorm des Art. 7b IVG (in Verbindung mit Art. 21 Abs. 4 ATSG) einzig die Leistungskürzung oder -verweigerung vorsieht, nicht aber den Entscheid aufgrund der Akten, wie ihn Art. 43 Abs. 3 ATSG für den Fall der verweigerten Auskunft oder Mitwirkung kennt. Der Beschwerdeführer legt jedoch nicht dar, und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern ihm dies zum Nachteil gereicht haben könnte. Denn wie der streitbetroffenen Verfügung ohne Weiteres zu entnehmen ist, hat sich die IV-Stelle mit dem Anspruchserfordernis der Invalidität inhaltlich befasst und zufolge deren Fehlens entsprechende Ansprüche abgelehnt. Dies gilt namentlich für den Rentenanspruch, den die IV-Stelle ausschliesslich aus materiellen Gründen verneint hat. So gesehen bestand für sie - mangels eines ausgewiesenen Rentenanspruchs - kein Grund mehr, sich mit der Frage der angemessenen Sanktion (Verweigerung, Kürzung der Leistung) näher auseinanderzusetzen. Sowohl die Vorinstanz als auch der Beschwerdeführer scheinen diesen Gehalt der Verwaltungsverfügung zu verkennen. Zu prüfen bleibt, ob und inwieweit das kantonale Gericht dadurch Bundesrecht verletzt hat.