Citation: 1C_678/2013 E. 2.3

2.3. Das Verwaltungsgericht erwog, aus der Abbildung 4 im Anhang II gehe hervor, dass der Grenzabstand für ein Gebäude je nach Geschosszahl unterschiedlich sein könne, also ein fünfgeschossiger Bauteil einen grösseren Abstand (GA 4) einzuhalten habe als der zweigeschossige Teil derselben Baute. Das gelte für jede Fassade, also auch für die Schmalseitige (GA 1). Dies entspreche langjähriger und ständiger Praxis der Baubehörden des Kantons und der Gemeinden. Im vorliegenden Fall befinde sich an der Südwestseite der Bauliegenschaft ein eingeschossiger, zehn Meter breiter Anbau, der zwei Meter von der Liegenschaft der Beschwerdeführer entfernt sei. Auf diesem Anbau soll nun ein Pavillon mit einer Fassadenhöhe von 2.5 m errichtet werden. Aufgrund des gemäss Anhang II Abbildungen 3 und 4 vorgesehenen gestaffelten Grenzabstandes betrage der minimale Grenzabstand für den bestehenden eingeschossigen Anbau zwei Meter. Der darauf zu errichtende Pavillon müsse als zweites Geschoss einen Grenzabstand von drei Metern aufweisen, der durch die Rückversetzung des Pavillons um einen Meter eingehalten werde. Somit verletze das Bauvorhaben den Grenzabstand zur benachbarten Liegenschaft nicht.