Citation: 8C_636/2022 E. 5.4

5.4. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sämtliche Berichte der behandelnden Ärzte auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustands seit der Begutachtung hindeuten. Damit ist die Feststellung der Vorinstanz, wonach eine solche zu verneinen sei, offensichtlich unrichtig. Da auch nicht unbesehen auf die Einschätzung der behandelnden Ärzte abgestellt werden kann, erweist sich der Sachverhalt - was die Zeit nach der Begutachtung in der asim betrifft - als nicht genügend abgeklärt. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz kann nicht in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5) gesagt werden, von weiteren Abklärungen seien keine entscheidrelevanten Erkenntnisse mehr zu erwarten. Die Rüge der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes ist begründet. Die Sache ist an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese ein (Verlaufs) Gutachten über den Gesundheitszustand über die asim-Expertise hinaus einhole und danach über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers ab diesem Zeitpunkt neu entscheide. Insoweit ist die Beschwerde begründet. Bei diesem Ausgang kann offen bleiben, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, dass der Beschwerdeführer unter Hinweis auf seine Verbeiständung nach Art. 394 Abs. 1 i.V.m. Art. 395 Abs. 1 ZGB und aufgrund der Rüge, er sei bereits kleinsten Alltagsbelastungen nicht gewachsen, nichts zu seinen Gunsten ableiten könne.