Citation: 1P.422/2006 11.07.2006 E. 2

Abgesehen von Entscheiden über die Zuständigkeit oder über Ausstandsbegehren (Art. 87 Abs. 1 OG) können selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide nur dann selbständig mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 87 Abs. 2 OG). Dabei muss es sich um einen Nachteil rechtlicher Natur handeln, der auch mit einem späteren günstigen Entscheid nicht gänzlich behoben werden kann (BGE 127 I 92 E. 1c S. 94 f. mit Hinweisen). Eine bloss tatsächliche Beeinträchtigung wie beispielsweise die Verlängerung oder Verteuerung des Verfahrens genügt nicht. Im vorliegenden Fall ist unstreitig, dass die Beschwerdeführer ihre Beweis- und Verfahrensanträge nochmals in der Hauptverhandlung vor dem Strafgericht stellen können. Insofern ist nicht ersichtlich, welchen nicht wiedergutzumachenden Nachteil sie durch den Entscheid des Strafgerichtspräsidenten erleiden. Dies gilt umso mehr, als die Hauptverhandlung in wenigen Tagen bevorsteht, weshalb keine Rede von einer "unerträglichen Verfahrensverschleppung" sein kann. Sollte das Strafgericht die Beweis- und Verfahrensanträge abweisen, so stünden den Beschwerdeführern Rechtsmittel gegen den Endentscheid des Gerichts zur Verfügung. Gegen ein kantonal letztinstanzliches Strafurteil könnten die Beschwerdeführer staatsrechtliche Beschwerde bzw. (ab 1. Januar 2007) Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht erheben. Spätestens in diesem Verfahren könnte ein allfälliger Nachteil, der den Beschwerdeführern aus der angeblichen Verletzung ihrer Verfahrens- und Verteidigungsrechte entstanden ist, behoben werden, indem das Bundesgericht das kantonale Endurteil aufhebt. Damit fehlt es an einem nicht wiedergutzumachenden Nachteil i.S.v. Art. 87 OG. Die Rüge der Beschwerdeführer, Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK seien verletzt, weil die Richter einseitig durch das BUR beeinflusst worden und befangen seien, liegt ausserhalb des durch die Verfügung vom 5. Juli 2006 umschriebenen Streitgegenstands.