Citation: 2C_644/2022 E. B

B.a. Am 30. März 2017 heirateten B.A.________ und A.A.________ in der Türkei. Im November desselben Jahres wurde B.A.________ bedingt aus dem Strafvollzug entlassen. In der Folge reiste er am 12. März 2018 illegal in die Schweiz, nachdem ihm ein Einreisevisum aufgrund der schengenweit verhängten Einreisesperre verweigert wurde. Am 10. Juli 2018 hielt die Polizei B.A.________ in Basel an und die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt verzeigte ihn. Mit Strafbefehl vom 11. Juli 2018 wurde er wegen Drohung, Fälschung von Ausweisen und mehrfacher Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 180 Tagen verurteilt. B.b. Gleichentags stellte B.A.________ beim Staatssekretariat für Migration ein Asylgesuch und A.A.________ beim Migrationsamt Basel-Stadt ein Gesuch um Familiennachzug für ihren Mann. Mit Entscheid vom 22. Oktober 2018 lehnte das Staatssekretariat für Migration das Asylgesuch ab und es wies B.A.________ aus der Schweiz weg. Eine gegen die Wegweisungsverfügung erhobene Beschwerde hiess das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 9. März 2019 gut, da für die Verfügung nicht die Asylbehörden, sondern die kantonalen Ausländerbehörden zuständig seien. B.c. Mit Verfügung vom 18. November 2019 und nach Gewährung des rechtlichen Gehörs lehnte das Migrationsamt Basel-Stadt das Gesuch um Familiennachzug ab; zudem wies es B.A.________ aus dem Schengenraum weg. Das Migrationsamt erwog im Wesentlichen, B.A.________ sei schwer straffällig geworden und habe sich seither noch nicht hinreichend bewährt. Die dagegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg (Rekursentscheid des Justiz- und Sicherheitsdepartements vom 30. September 2021; Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 29. Mai 2022).