Citation: 4A_335/2024 E. 3.2.4

3.2.4. Schliesslich äusserte sich die Vorinstanz zum Antrag der Beschwerdeführerin um Aktenedition, dessen Ablehnung durch die Erstinstanz sie ebenfalls schützte. Sie erwog, soweit die Beschwerdeführerin zum Nachweis eines direkten Kontakts der Beschwerdegegnerin zur Lieferantin und zum Beweis einer Verleumdung die Herausgabe sämtlicher Korrespondenzen zwischen den Vorgenannten verlangt habe, habe sie augenscheinlich auf eine Beweisausforschung abgezielt, was unzulässig sei. Ihre Angaben in der Klageantwort machten deutlich, dass die Beschwerdeführerin keine Kenntnis davon habe, was sich zwischen der Beschwerdegegnerin und C.________ tatsächlich abgespielt habe. Vielmehr habe sie versucht, dies mit ihren Editionsbegehren erst in Erfahrung zu bringen. Der einzige von ihr genannte Anhaltspunkt für eine angebliche Verleumdung belege solches klarerweise nicht. Die Beschwerdeführerin habe weder die Wahrheitswidrigkeit von Informationen dargelegt, noch, inwiefern sie dadurch in ihrer Persönlichkeit verletzt worden oder der Verdacht auf weitere Persönlichkeitsverletzungen "begründet" sein sollen. Die behauptete Persönlichkeitsverletzung sei reine Spekulation. Diese vermöge eine umfassende Edition sämtlicher Korrespondenz zwischen der Beschwerdegegnerin und C.________ nicht zu rechtfertigen. Die Beschwerdeführerin habe auch nicht näher begründet, inwiefern die verlangte Edition zur Bezifferung des ihr angeblich entgangenen Gewinns erforderlich sein soll. Hierfür wären die gemäss einem weiteren Antrag der Beschwerdeführerin zu edierenden Zusammenstellungen der Bestellungen der Beschwerdegegnerin bei C.________ seit dem 19. Mai 2021 wesentlich geeigneter und ausreichend gewesen. Diesen Antrag habe die Beschwerdeführerin aber nicht näher begründet und keiner konkreten Tatsachenbehauptung zugeordnet, sodass er unbeachtlich sei.