Citation: 8C_584/2014 E. 4.1

4.1. Das Bundesverwaltungsgericht hält im angefochtenen Entscheid fest, der Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung sei am 1. Oktober 2010 entstanden. Da die Anmeldung zum Leistungsbezug jedoch erst am 10. Januar 2011 erfolgt sei, habe der Beschwerdeführer erst nach Ablauf der sechsmonatigen Frist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG ab 1. Juli 2011 Anspruch auf Auszahlung der Rente. Dem (formlosen) Schreiben vom 10. Januar 2011 könne ein klarer Anmeldewille entnommen werden. Der Formularpflicht sei der Versicherte durch die nachträgliche Einreichung des amtlichen Gesuchsformulars am 19. Mai 2011 nachgekommen. Zur Festlegung des Anmeldezeitpunkts sei daher im Sinne von Art. 29 Abs. 3 ATSG auf das Schreiben vom 10. Januar 2011 abzustellen. Eine frühere Anmeldung sei nicht aktenkundig. Das vom Beschwerdeführer mit der Beschwerde eingereichte Anmeldeschreiben vom 2. November 2009 finde sich nicht in den Vorakten. Auch nach den auf Aufforderung der Instruktionsrichterin hin getätigten weiteren Abklärungen sei es bei der Verwaltung nicht gefunden worden. In den Akten befinde sich lediglich ein Schreiben vom 25. August 2009, mit dem der Versicherte einen Auszug aus seinem individuellen Konto gefordert habe. Dieses könne nicht als Anmeldung qualifiziert werden. Es seien keine Indizien für eine Anmeldung im Jahr 2009 vorhanden, zumal der Beschwerdeführer in seinem Schreiben vom 10. Januar 2011 keinen Bezug auf eine allfällige frühere Anmeldung genommen und sich auch nie nach dem Stand der Bearbeitung seiner geltend gemachten Anmeldung vom 2. November 2009 erkundigt habe. Zudem datiere die eingereichte Vollmacht seines Vertreters erst vom 11. Oktober 2010. Da eine frühere Anmeldung somit nicht nachgewiesen sei, stehe mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass sich der Beschwerdeführer am 10. Januar 2011 zum Bezug einer Invalidenrente angemeldet habe.