Citation: 7B_734/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz nimmt direkten Vorsatz an. Sie erwägt, der Beschwerdeführer habe als ausgebildeter Arzt zu wissen vorgegeben, wie gefährlich die vorgeworfene Handlung sei und habe sie trotzdem ausgeführt. Ausserdem habe er im Zuge der Streitigkeit verbal bekundet, dass er mit seinem Tun bezwecke, die Beschwerdegegnerin 2 umzubringen. Allgemein falle die Bösartigkeit und Brutalität auf, mit der er agiert habe. Glaubwürdig (recte: glaubhaft) scheine sodann die detaillierte und eindrückliche Aussage der Beschwerdegegnerin 2, der Beschwerdeführer habe erst nachgelassen, nachdem sie ihm einen Finger ins Auge gedrückt habe. Der Beschwerdeführer habe sein Vorhaben somit nicht freiwillig abgebrochen. Aus rechtsmedizinischer Sicht lasse sich nachträglich nicht beurteilen, ob eine Lebensgefährdung vorgelegen habe, die Rechtsmedizinerin gehe aber von einer bedrohlichen Situation aus. Berücksichtigt werden dabei objektive Beweismittel wie medizinische Unterlagen und Fotos, auf denen Druckspuren am Hals erkennbar sind, sowie namentlich folgende, laut Vorinstanz damit in Einklang stehende Aussagen der Beschwerdegegnerin 2: Der Beschwerdeführer habe sie auf das Bett geworfen und sich mit seinem Gewicht auf sie gestützt. Sie sei auf dem Rücken gelegen und er habe mit beiden Händen ihren Hals zugedrückt. Er habe die Handstellung so gehabt, dass seine Daumen sich beinahe berührt und die kleinen Finger nach aussen gezeigt hätten. Sie habe mit ihren Händen umhergefuchtelt und keine Luft gekriegt. Sie denke, es habe so zwei oder drei Minuten gedauert. Sie habe sich gewehrt und sei nicht bewusstlos geworden. Man kämpfe mit Händen und Füssen und allem, wenn man keine Luft kriege. Während er sie gewürgt habe, habe er gesagt: "Ich bringe dich um, du blöde Schlampe". Er habe so fest zugepackt, dass sie einen Druck auf den Ohren gespürt habe und ihr langsam schwarz vor den Augen geworden sei. Sie habe ihm mit dem Finger in sein Auge gedrückt und sich aus seinem Würgegriff befreien können. Ihr Glück sei es gewesen, dass sie grösser sei als er. So seien auch ihre Arme länger und sie habe sich befreien können. Er habe dann losgelassen und sie habe nach Luft geschnappt.