Citation: 2C_271/2007 12.11.2007 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer ist als 12-Jähriger in die Schweiz eingereist und hält sich somit seit 29 Jahren hier auf. Trotz seiner langen Anwesenheit kann jedoch schon aufgrund seiner regelmässigen Verstösse gegen die Rechtsordnung des Gastlandes von einer guten Integration des Beschwerdeführers nicht die Rede sein. Eine solche vermag auch der Umstand allein, dass er akzentfrei Schweizerdeutsch spricht, nicht zu begründen. Kein entscheidendes Gewicht kommt der Arbeits- und Ausbildungssituation des Beschwerdeführers zu, da er eine IV-Rente von 60% bezieht. Weshalb wegen dieser Teilinvalidität ein Verbleiben in der Schweiz angezeigt wäre, ist nicht ersichtlich. Im Gegenteil wird ihm der Rentenanspruch die Wiedereingliederung in der Heimat zumindest in finanzieller Hinsicht erleichtern. Der Einwand des Beschwerdeführers, im Heimatland habe er keine nahen Verwandten und zudem kein Beziehungsnetz, weshalb ihm dort der Aufbau einer Existenzgrundlage nahezu verunmöglicht würde, ändert nichts. Trotz der hier weilenden Familienangehörigen und des angeblichen Beziehungsnetzes in der Schweiz ist es dem Beschwerdeführer in all den Jahren nämlich nicht gelungen, sich in die hiesigen Verhältnisse zu integrieren und eine schuldenfreie Existenz aufzubauen. Weiter ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer von der Mutter seiner Kinder geschieden ist, weshalb seine dauernde Anwesenheit auch aus familiären Gründen nicht unabdingbar ist. Im Übrigen hat er seine Kindheit in seinem Heimatland verbracht und ist somit nicht ein Ausländer der "zweiten Generation". Es kann zudem davon ausgegangen werden, dass er über seinen verstorbenen Vater, den er bis 2005 in der Heimat regelmässig besuchte, mit der heimatlichen Kultur und Sprache vertraut geblieben ist. Dem Beschwerdeführer ist unter diesen Umständen zuzumuten, in sein Heimatland zurückzukehren. 4.2 Die in der Schweiz anwesenheitsberechtigten unmündigen Kinder des Beschwerdeführers leben mit ihrer Mutter zusammen, unter deren elterlicher Sorge sie stehen. Ein Besuchsrecht gegenüber einem in der Schweiz anwesenheitsberechtigten Kind verschafft dem ausländischen Elternteil im Allgemeinen noch keinen Anspruch auf dauernde Anwesenheit; den Anforderungen von Art. 8 EMRK ist Genüge getan, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausgeübt werden kann, wobei allerdings dessen Modalitäten entsprechend aus- bzw. umzugestalten sind. Das Bundesgericht hat daraus gefolgert, dass die Aufenthaltsbewilligung nur dann erteilt oder erneuert werden muss, wenn einerseits zwischen dem Ausländer und dessen in der Schweiz ansässigen Kind in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung besteht, die wegen der Distanz zwischen der Schweiz und dem Land, in das der Ausländer bei Verweigerung der Bewilligung auszureisen hätte, praktisch nicht aufrecht erhalten liesse, und wenn andererseits das Verhalten des Ausländers in der Schweiz zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat (vgl. Urteil 2A.423/2005 vom 25. Oktober 2005 E. 4.3 mit Hinweisen sowie BGE 120 Ib 1 E. 3c S. 4 ff., 22 E. 4 S. 24 ff.). Schon die Bedingung des klaglosen bisherigen Verhaltens erfüllt der Beschwerdeführer, der wegen zahlreicher Delikte gerichtlich bestraft wurde, offensichtlich nicht. Unter diesen Umständen kann er keinen Anspruch auf Aufenthalt aus Art. 8 EMRK ableiten. Vorliegend darf ergänzend berücksichtigt werden, dass die familiären Beziehungen wegen der gegen den Beschwerdeführer verhängten Freiheitsstrafe ohnehin nur unter sehr erschwerten Bedingungen gelebt werden konnten.