Citation: 2C_185/2024 E. 3.5

3.5. Die Beschwerdebefugnis setzt sowohl im Rahmen der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten als auch der subsidiären Verfassungsbeschwerde ein aktuelles und praktisches Interesse an der Behandlung der gestellten Rechtsbegehren voraus (vgl. u.a. Urteil 8C_252/2018 vom 29. Januar 2019 E. 7.2). Dieses muss nicht nur bei der Beschwerdeeinreichung, sondern auch noch im Zeitpunkt der Urteilsfällung aktuell und praktisch sein. Fällt das aktuelle Interesse im Verlaufe des Verfahrens dahin, wird die Sache als erledigt erklärt; fehlte es schon bei Beschwerdeeinreichung, ist auf die Eingabe nicht einzutreten (vgl. BGE 142 I 135 E. 1.3.1; 139 I 206 E. 1.1; Urteil 1C_4/2021 vom 27. April 2021 E. 1.2). Wie dem angefochtenen Urteil zu entnehmen ist, hatte der Beschwerdeführer seine Partnerin bereits am 5. September 2022 und somit vor der Beschwerdeerhebung an das Verwaltungsgericht (am 22. Juni 2023) geheiratet. Folglich war das vor dem Migrationsamt hängige Verfahren betreffend die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zwecks Vorbereitung der Heirat bereits im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils gegenstandslos geworden, was im Übrigen auch von der Vorinstanz festgestellt wurde. Damit war auch die hier strittige Sistierungsverfügung vom 14. Juni 2023 dahingefallen, zumal verfahrensleitende Verfügungen nur für die Dauer des Hauptverfahrens Bestand haben (vgl. u.a. Urteil 2C_910/2022 vom 8. Januar 2024 E. 1.2.1). Folglich fehlte das Interesse des Beschwerdeführers an der Behandlung der Frage, ob dieses Verfahren zu Recht sistiert worden sei, bereits bei der Einreichung der Beschwerde an das Bundesgericht. Umstände, die es ausnahmsweise rechtfertigen würden, auf das Erfordernis des aktuellen Interesses zu verzichten (vgl. BGE 142 I 135 E. 1.3.1; 139 I 206 E. 1.1; Urteil 1C_736/2021 vom 17. März 2022 E. 1.2), sind mit Blick auf den Streitgegenstand nicht ersichtlich. Der Umstand, dass die Vorinstanz die Beschwerdelegitimation des Beschwerdeführers dennoch bejaht hat, weil sie der Ansicht war, die Zwischenverfügung vom 14. Juni 2023 sei "präjudizierlich", da "sich die gleiche Frage der Sistierung auch in einem neuen Verfahren betreffend Familiennachzug wieder stellen wird", hat nicht zur Folge, dass das Bundesgericht ein rein hypothetisches Interesse an der Prüfung von Fragen, die den Streitgegenstand sprengen, als genügend erachtet und auf die Eingabe eintritt.