Citation: 6B_1203/2023 E. 1.3.1

1.3.1. Gemäss den unbestrittenen Feststellungen der Vorinstanz berührte der Beschwerdeführer seine am Boden liegenden, damals neun- und fünfzehnjährigen Stieftöchter mehrmals mit seinem Fuss zwischen ihren Beinen an deren Scheiden über den Kleidern, zog beiden mehrmals die Hosen herunter, sodass sie nur noch in Unterhosen bekleidet vor ihm standen und drückte ihnen mehrmals über den Kleidern den Finger zwischen die Pobacken. Zudem drückte er der einen Stieftochter mehrmals über den Kleidern mit seinen Fingern die Brustwarzen zusammen, schlug ihr mehrmals mit der Hand auf das Gesäss und fasste sie an den Beinen an, während sie im Bett lag. Die Vorinstanz erwägt im Rahmen der Strafzumessung, die Vorfälle des gesamten Tatzeitraums seien je einzeln geeignet, die Entfaltung der Geschädigten nachhaltig zu stören, weshalb im Sinne einer Gesamtschau von einer gravierenden Beeinträchtigung ihrer psychisch-emotionalen Entwicklung ausgegangen werden müsse. Auf der anderen Seite seien im Spektrum möglicher sexueller Handlungen mit Kindern, namentlich Hinsichtlich Dauer und Intensität, auch schwerere Verhaltensweisen denkbar, was die zu beurteilenden Taten jedoch nicht verharmlosen solle. Das objektive Tatverschulden erscheine hinsichtlich beider Geschädigten nicht mehr leicht. Der Beschwerdeführer habe absichtlich aus egoistischen Motiven und ohne Rücksicht auf die gravierende Beeinträchtigung der Entwicklung seiner minderjährigen Stieftöchter gehandelt. Er habe durch sein Verhalten ganz bewusst und erheblich in deren psychisch-emotionale und sexuelle Entwicklung eingegriffen. Trotz des Widerwillens, den beide Geschädigten dem Beschwerdeführer jeweils mitgeteilt hätten, habe er seine Übergriffe weitergeführt. Im Ergebnis erscheine sein Verschulden nicht mehr leicht. Es sei von mittelschwerem Tatverschulden auszugehen. Betreffend die Vereinbarkeit der Landesverweisung mit Art. 5 FZA wird im angefochtenen Urteil ausgeführt, der Beschwerdeführer werde wegen mehrfachen sexuellen Handlungen mit seinen beiden Stiefkindern über die Dauer von fast einem Jahr schuldig gesprochen. Er lasse damit ein persönliches Verhalten erkennen, das eine gegenwärtige Gefährdung der öffentliche Ordnung darstelle. Es handle sich um schwerwiegende Delikte, für die er mit 12 Monaten Freiheitsstrafe bestraft werde. Da der Beschwerdeführer in keiner festen Beziehung lebe, bestehe die Gefahr, dass er in nächsten Beziehungen wiederum mit Kindern in sexuellen Kontakt kommen könnte, die emotional und sozial von ihm abhängig seien, habe er doch auch keinerlei Einsicht und Reue in seine Taten gezeigt. Es bleibe somit ein gegenwärtiges Rückfallrisiko im Sinne des FZA bestehen, das ein hohes Rechtsgut beschlage. Dies genüge, um die Landesverweisung zu legitimieren.