Citation: 2C_831/2021 E. 3.4.4

3.4.4. Die vier in der Schweiz geborenen Kinder des Beschwerdeführers waren zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheides 13, 12, 7 und 3 Jahre alt, wobei die drei älteren bereits die Schule besuchen. Es ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass insbesondere die beiden ältesten Kinder nicht mehr in einem anpassungsfähigen Alter sind, womit ihnen eine Ausreise in den Kosovo nicht (mehr) zugemutet werden kann. Sie haben grundsätzlich aber ein grosses Interesse daran und gemäss Art. 9 Abs. 3 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107) auch ein Recht darauf, regelmässige persönliche Beziehungen und unmittelbare Kontakte zu beiden Elternteilen zu pflegen, was durch den Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Vaters erschwert wird. Vor dem Hintergrund, dass sich aus den vorinstanzlichen Akten (Art. 105 Abs. 2 BGG) das Bild einer in der Schweiz intakten und gelebten Familienbeziehung ergibt, wiegt dieses Interesse nicht leicht. Zu beachten ist jedoch, dass das Kindeswohl ausländerrechtlich in der Interessenabwägung gemäss Art. 8 EMRK bloss ein - wenn auch wesentliches - Element unter anderen und somit nicht alleine ausschlaggebend ist (BGE 144 I 91 E. 5.2; 143 I 21 E. 5.5 mit Hinweisen; 140 I 145 E. 4.2; Urteile 2C_493/2018 vom 9. Dezember 2019 E. 3.3; 2C_221/2019 vom 25. Juli 2019 E. 3.4; 2C_904/2018 vom 24. April 2019 E. 2.4).