Citation: 5A_747/2020 E. 3.2.1

3.2.1. Laut Obergericht führte die Beschwerdegegnerin in ihrer Klageantwort aus, "soweit sie sich erinnere", verfüge der Beschwerdeführer über weitere Konti der freien Vorsorge. Sie habe zu den zwei erwähnten Verträgen Belege vorgelegt und darum ersucht, den Beschwerdeführer dazu zu befragen. Dieser habe in der Replik erklärt, dass er ausser der Versicherung "C.________ " mit einem Rückkaufswert von Fr. 136'471.20 keine weiteren Säule 3a-Konti habe; im Zusammenhang mit dem massgeblichen Stichtag (22. September 2011) habe er diese Bestreitung wiederholt. Die Vorinstanz erklärt, je präziser eine Behauptung aufgestellt werde, desto höhere Anforderungen dürften und müssten an die Bestreitung gestellt werden, "dass etwas nicht ist". Die Beschwerdegegnerin habe zwei Urkunden vorgelegt, die mit Policen-Nummer und Angabe des Versicherten die Existenz entsprechender Vertragsverhältnisse belegten; dazu habe sie konkrete Vermögenswerte (Fr. 120'771.50 und Fr. 100'000.--) behauptet. Zwar seien die mehrere Jahre alten Belege für den massgeblichen Stichtag nicht schlüssig beweiskräftig. Im einen Fall habe die Vertragspartnerin auch konkret Antwort auf einen Wunsch auf Rückkauf gegeben, allerdings verbunden mit verschiedenen Optionen wie Umwandlung in eine prämienfreie Versicherung oder Weiterführung unter einem anderen Titel. Daher habe die sehr allgemeine Bestreitung des Beschwerdeführers nicht als Behauptung verstanden werden dürfen und müssen, dass es die schriftlich belegten Vertragsverhältnisse nie gegeben habe. Allenfalls habe die Bestreitung als Behauptung verstanden werden können, "diese Vertragsverhältnisse gibt es nicht mehr ". Diesfalls wäre dem Beschwerdeführer nach Treu und Glauben zuzumuten und sei er auch gehalten gewesen, diese (immer noch vage) Behauptung zu spezifizieren. Da er das unterlassen habe, habe das Gericht davon ausgehen dürfen und müssen, dass die Behauptungen der Beschwerdegegnerin nicht bestritten seien, womit grundsätzlich kein Bedarf für Beweiserhebungen bestanden habe. Da beide Parteien anwaltlich vertreten und einfache Sachverhalte zu beurteilen gewesen seien, habe das Gericht auch nicht gemäss Art. 277 Abs. 2 ZPO von Amtes wegen weitere Unterlagen einfordern müssen. Aus Sicht der Vorinstanz sind die behaupteten Werte in der güterrechtlichen Auseinandersetzung daher zu berücksichtigen. Die Behauptungen des Beschwerdeführers, wonach im einen Fall schon im Jahr 2000 über eine Auflösung der Versicherung diskutiert worden und der andere Vertrag, eine reine Risikoversicherung ohne Rückkaufswert, im Jahr 2014 ausgelaufen sei, sind für die Vorinstanz im Sinne von Art. 317 ZPO unbeachtlich.