Citation: 1P.57/2007 05.06.2007 E. A

A.a Die X.________ AG ist Eigentümerin des in Burgdorf an der Oberburgstrasse Nr. 81 liegenden, der Landwirtschaftszone zugeteilten Grundstücks Gbbl. Nr. 2183, auf der sich das Bleichigut, ein um 1720/30 erbauter Landsitz, befindet. Im Herbst 2002 stellte die X.________ AG ein Baugesuch für den Abbruch der gesamten Gebäudegruppe Bleichigut. Auf Einsprache der Kantonalen Denkmalpflege und des Berner Heimatschutzes einigten sich diese Behörden mit der X.________ AG darauf, dass die Nebengebäude Nrn. 83, 85, 87 und 91 sowie die Holzveranda und die Holztreppen auf der Nordseite des Hauptgebäudes Nr. 81 abgebrochen werden dürfen, das Hauptgebäude ansonsten aber erhalten bleibt. Das derart beschränkte Abbruchvorhaben wurde in der Folge bewilligt und ausgeführt. Am 10. März 2003 reichte die X.________ AG ein Baugesuch für den Abbruch des Hauptgebäudes ein. Sie machte geltend, der bauliche Zustand habe sich im Winter 2002/2003 massiv verschlechtert, und eine Sanierung sei äusserst aufwendig und teuer, weshalb eine wirtschaftliche Nutzung des Gebäudes im Falle einer Sanierung ausgeschlossen erscheine. Die Kantonale Denkmalpflege und der Berner Heimatschutz erhoben wiederum Einsprache. Mit Gesamtbauentscheid vom 5. September 2003 wies die Bau- und Planungskommission Burgdorf das Baugesuch ab, stellte das Gebäude unter Schutz und belegte es mit einem Abbruchverbot. A.b Die X.________ AG erhob gegen den Gesamtbauentscheid vom 5. September 2003 Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern. Sie machte geltend, das Gebäude sei weder in einem Inventar noch im Zonenplan als schützens- oder erhaltenswertes Baudenkmal eingetragen. Die Frage der Schutzwürdigkeit könne im Baubewilligungs- bzw. im Baubeschwerdeverfahren nicht mehr aufgeworfen werden. Zudem sei das Gebäude weder schützens- noch erhaltenswert und das Abbruchverbot sei unverhältnismässig. Mit Teilentscheid vom 18. Dezember 2003 stellte die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion fest, dass der Liste der "Objekte mit besonderen Vorschriften" im Anhang des Baureglements der Stadt Burgdorf vom 27. September 1992, in welcher die der X.________ AG gehörende Liegenschaft Bleichigut nicht eingetragen sei, keine abschliessende Wirkung (sog. negative Wirkung) zukomme. Gestützt auf Art. 152 Abs. 2 des Baugesetzes des Kantons Bern vom 9. Juni 1985 (BauG/BE) sei deshalb im Baubewilligungs- bzw. im Baubeschwerdeverfahren zu bestimmen, ob es sich beim Bleichigut um ein Baudenkmal handle. Mit Urteil vom 28. Juni 2004 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, die gegen den Teilentscheid erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ab. Dieses Urteil blieb unangefochten. In der Folge führte die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion einen Augenschein durch und holte ein Gutachten über die Schutzwürdigkeit des Bleichiguts sowie eine Expertise über dessen baulichen Zustand, die Nutzungsmöglichkeiten und deren Wirtschaftlichkeit ein. Mit Entscheid vom 27. Januar 2006 wies sie die Beschwerde ab. A.c Gegen den Entscheid der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion erhob die X.________ AG wiederum Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Mit Urteil vom 5. Dezember 2006 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, die Beschwerde ab. Das Verwaltungsgericht vertrat die Auffassung, dass die Voraussetzungen der Zulässigkeit der Eigentumsbeschränkung erfüllt seien. Wie bereits im Teilentscheid vom 28. Juni 2004 entschieden, bestehe eine ausreichende gesetzliche Grundlage für das Verbot des Abbruchs des Bleichiguts. Auch seien das öffentliche Interesse an der denkmalschützenden Massnahme und die Verhältnismässigkeit der Eigentumsbeschränkung zu bejahen.