Citation: 6P.138/2004 11.02.2005 E. 1

Nach der Auffassung der Vorinstanz ist ein ungenügender Abstand zum Vordermann bei günstigen Strassen- und Sichtverhältnissen grundsätzlich als grobe Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG zu qualifizieren, wenn er zeitlich 0,6 Sekunden oder weniger beträgt. Ein zeitlicher Abstand von 0,6 Sekunden, d.h. 1/6 Tacho, entspreche bei einer Geschwindigkeit von 126 km/h einem Abstand von ca. 21 Metern und bei der vom Beschwerdeführer für den fraglichen Streckenabschnitt behaupteten Geschwindigkeit von ca. 110 km/h einem Abstand von ca. 18 Metern (angefochtenes Urteil S. 11). Die Vorinstanz geht davon aus, dass der Beschwerdeführer über eine Strecke von mindestens 800 Metern bei massiv überhöhter Geschwindigkeit mit einem Abstand von lediglich ca. 10 Metern - auf jeden Fall aber weniger als 21 beziehungsweise 18 Metern - zum Vordermann gefahren ist (angefochtenes Urteil S. 12).