Citation: 6B_567/2017 E. 1.2.1

1.2.1. Der Beschwerdeführer bestreitet weder, dass der ihm aufgrund regelmässiger Fahrten vertraute Streckenabschnitt unbeleuchtet und feucht war noch, dass er trotz des relativ geringen Verkehrsaufkommens mit Gegenverkehr rechnen musste. Er räumt ein, dass seine Sicht aufgrund der an eine Böschung und den Wald angrenzenden Rechtskurve maximal 220 Meter betragen hat. Auch diese Wegstrecke genügt jedoch gemäss den Ausführungen des verkehrstechnischen Experten nicht, um mit den gegebenen Geschwindigkeiten zwei mit 60 km/h bis 70 km/h fahrende Fahrzeuge zu überholen und auf die eigene Fahrspur zurückzukehren. Dem Beschwerdeführer standen unter Berücksichtigung von möglichem Gegenverkehr für das Überholmanöver maximal 112 Meter zur Verfügung (Gutachten DTC vom 26. August 2015). Der Experte erachtete die Sichtweite daher bereits aufgrund der Rechtskurve als zu stark eingeschränkt, um das Manöver gefahrlos durchzuführen. Es ist deshalb ohne Belang, ob die Sicht des Beschwerdeführers zusätzlich durch dichten Nebel auf 150 Meter reduziert war, wie die Vorinstanz unter Hinweis auf die kurz nach dem Unfall eingetroffene Polizei annimmt. Sie begründet zudem auch dies nachvollziehbar.