Citation: 1B_415/2022 E. 5.5

5.5. Da die Voraussetzungen für eine Haftentlassung gegen Leistung der strittigen Kaution nicht erfüllt sind, vermag der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass die beiden Mitangeklagten B.________ und C.________ im Unterschied zu ihm gegen Kaution aus der Haft entlassen wurden, grundsätzlich nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Dass diese Ungleichbehandlung gegen das Gleichbehandlungsgebot verstossen würde und willkürlich wäre, wie er vorbringt, ist im Weiteren nicht ersichtlich. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Beschluss ausgeführt, der gegen die beiden Mitangeklagten erhobene Tatvorwurf wiege substanziell weniger schwer, zumal ihnen gemäss der Anklageschrift eine deutlich tiefere hierarchische Stellung zugekommen sei. Es könne auch nicht ausser Acht gelassen werden, dass beide im Unterschied zum Beschwerdeführer in der Schweiz geboren und aufgewachsen seien und über die Schweizer Staatsbürgerschaft verfügten. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, woraus sich ergäbe, dass die vorinstanzliche Beurteilung, wonach sich die Umstände bei den beiden Mitangeklagten von jenen bei ihm in rechtserheblicher Weise unterscheiden, auf einer offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung beruhen würde oder sonst wie bundesrechtswidrig wäre. Insbesondere ist die Vorinstanz, wie erwähnt (vgl. vorne E. 4.3), nicht in Willkür verfallen, indem sie gestützt auf die Anklageschrift von einer höheren hierarchischen Stellung des Beschwerdeführers ausgegangen ist. Soweit dieser in der Beschwerde und erneut in seiner Stellungnahme vom 22. August 2022 spekuliert, einer der Mitangeklagten sei wegen einer geheimen Absprache mit der Staatsanwaltschaft gegen Kaution aus der Haft entlassen worden, ist darauf sodann nicht weiter einzugehen.