Citation: 8C_727/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Es ist zwar richtig, dass die Radiologin Dr. med. E.________ in ihrem Bericht vom 15. Juli 2019 über die gleichentags erfolgte MRT (Magnetresonanztomographie) -Untersuchung des Schädels und der HWS (nativ und mit intravenösem KM) einen subchondralen "Bone bruise" in den rechtsseitigen Halswirbelkörpern (HWK) 5 und 6 erwähnt. Es mag auch sein, dass damit grundsätzlich eine Verletzung des Knochens durch eine direkte stumpfe Gewalteinwirkung beschrieben wird, wie die Beschwerdeführerin geltend macht. Daraus kann diese aber nichts zu ihren Gunsten ableiten. Denn die Radiologin hielt gleichzeitig auch fest, dass der "Bone bruise" Ausdruck einer Aktivierung der degenerativen Vorzustände (Chondrose/Osteochondrose und rechtsbetonte Unkarthrosen) sei. Sie und der beratende Arzt gehen somit übereinstimmend von einer Aktivierung eines krankhaften Vorzustandes aus. Dass Dr. med. C.________ die Aktivierung als lediglich vorübergehend betrachtet, wird durch die übrigen medizinischen Akten nicht in Frage gestellt. Vielmehr ging offenbar auch der Hausarzt von einer bloss vorübergehenden Verschlimmerung aus (vgl. E. 3.1 hiervor). Zwar handelte es sich dabei um eine prognostische Einschätzung. Diese bestätigte sich in der Folge aber offenbar, kreuzte der Hausarzt doch im Juli 2019 als Grund für die verordnete Physiotherapie das Kästchen "Krankheit" und nicht "Unfall" an. Dass es sich dabei um ein Versehen gehandelt haben soll, wie die Beschwerdeführerin mit Verweis auf die späteren Verordnungen mit angegebenem Behandlungsgrund "Unfall" geltend macht, überzeugt nicht. Vielmehr drängt sich der Schluss auf, dass der Hausarzt den Behandlungsgrund erst auf die von der Beschwerdeführerin erwähnte Intervention ihrerseits hin änderte.