Citation: 6B_1079/2022 E. 8.1

8.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Aussprache einer Landesverweisung neben der Freiheitsstrafe verstosse gegen das Diskriminierungsverbot im Kontext des Rechts auf ein faires Verfahren (Art. 6 Ziff. 1 i.V.m. Art. 14 EMRK) und gegen das in Art. 7 Ziff. 1 EMRK verankerte Gesetzmässigkeitsprinzip. Bei der Landesverweisung handle es sich um eine Sanktion im Sinne von Art. 7 Ziff. 1 EMRK, welche gemäss Art. 66a StGB alleine an die ausländische Staatsangehörigkeit anknüpfe. Er sei ausschliesslich wegen seiner ausländischen Herkunft härter bestraft worden. Die Verhängung einer schwereren Strafe aus Gründen, welche nicht mit dem Verschulden für das zu bestrafende Verhalten zusammenhänge, sei auch mit Art. 7 Ziff. 1 EMRK unvereinbar. Die Vorinstanz setze sich mit diesen vom ihm aufgeworfenen Fragen nicht auseinander, womit sie seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 BV) verletze.