Citation: 6P.143/2005 24.01.2006 E. 6

6.1 Der Beschwerdeführer bestreitet, dass das Verhalten des Geschädigten voraussehbar war. Vom Polier hätte ein vernünftiges und gefahrenbewusstes Verhalten erwartet werden dürfen. Dass sich dieser über die Mauer beugen würde, sei für den Beschwerdeführer nicht voraussehbar gewesen (Beschwerde Ziff. 8 und 9). 6.2 Voraussehbar ist die Gefahr des Erfolgseintritts für den Täter, wenn sein Verhalten geeignet ist, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuführen oder zu begünstigen. Dabei müssen die zum Erfolg führenden Geschehensabläufe für den konkreten Täter in ihren wesentlichen Zügen voraussehbar sein (BGE 130 IV 27 E. 1.3). 6.3 Der Beschwerdeführer sah, dass sich der Polier im Gefahrenbereich befand, um das Kabel festzuhalten. Hierzu reichte dieser mit seinem Arm über die Mauer, hinter der der Beschwerdeführer die Auffüllarbeiten verrichtete. Unter diesen Umständen war voraussehbar, dass er ihn mit der Baggerschaufel verletzen könnte. Die Rüge geht fehl.