Citation: 5A_582/2022 E. 2.6

2.6. Der Beschwerdeführer macht sodann sinngemäss geltend, dass er die Abtretung innert einer Frist verlangt habe, die ihm gestützt auf Art. 33 Abs. 2 SchKG von Anfang an hätte gewährt werden müssen. Die Rüge ist unbegründet. Gemäss Art. 32 Abs. 2 SchKG kann, wenn ein Verfahrensbeteiligter im Ausland wohnt oder infolge unbekannten Wohnortes oder Aufenthaltes durch öffentliche Bekanntmachung anzusprechen ist, ihm eine längere Frist eingeräumt oder eine Frist verlängert werden. Da es sich um eine Kann-Vorschrift handelt, hat die SchKG-Behörde oder das Gericht bei der Verlängerung der Frist ein entsprechendes Ermessen, wobei den konkreten Umständen Rechnung zu tragen ist. Es ist insbesondere die für den Postverkehr oder für die Wahrung der Interessen der Partei notwendige Zeit zu berücksichtigen (zit. Urteil 5A_950/2016 E. 3.1; NORDMANN/ONEYSER, a.a.O., N. 4a zu Art. 33 SchKG). Nachdem die Zustellung vorliegend ins grenznahe Ausland erfolgt ist, stellt die Nichtgewährung einer Fristerstreckung bis 21. April 2022 offensichtlich keinen Grund dar, um in das Ermessen der kantonalen Behörden einzugreifen (vgl. Urteil 5A_6/2012 vom 22. Februar 2012 E. 2.1; NORDMANN/ONEYSER, a.a.O., N. 7a zu Art. 33 SchKG).