Citation: C 47/04 14.06.2004 E. 2

2.1 Das kantonale Gericht hat in zutreffender Würdigung der Akten richtig erkannt, dass der Beschwerdeführer durch sein Verhalten die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch die Arbeitgeberin verursacht hatte und die Einstellung in der Anspruchsberechtigung mithin zu Recht erfolgte. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag zu keinem andern Ergebnis zu führen. Insbesondere übersieht er, dass nach dem unter Erw. 1.2 hievor Gesagten selbstverschuldete Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV nicht voraussetzt, dass der Versicherte seine vertraglich vereinbarte Arbeitsleistung als solche in ungenügender Art und Weise erbracht hat und ihm deshalb gekündigt wurde; es reicht aus, dass das allgemeine Verhalten am Arbeitsplatz aus sachlich gerechtfertigten Gründen vom Arbeitgeber missbilligt wurde und der Arbeitnehmer trotz Wissens um diese Missbilligung sein Verhalten nicht geändert hat, womit er dem Arbeitgeber Anlass zur Kündigung gab bzw. eine solche (eventualvorsätzlich) in Kauf nahm. Dies ist vorliegend zu bejahen. So ergibt sich aus dem Formular zum Mitarbeitergespräch vom 26. Februar 2003, dass sich der Beschwerdeführer schwer tat, seine Arbeitskollegen und insbesondere -kolleginnen zu respektieren, weshalb als Ziel die Verbesserung der "Mitarbeiteratmosphäre" vereinbart wurde. Damit hatte er sich unterschriftlich einverstanden erklärt. Am 28. Mai 2003 erfolgte eine schriftliche, vom Versicherten unterzeichnete Verwarnung, mit der Begründung, dass sich das Verhalten gegenüber den Teamkollegen nicht verbessert habe und er sich nicht an die Präsentationsrichtlinien gehalten habe. Für den Fall, dass keine Verhaltensänderung innert Monatsfrist erfolgte, wurde die Auflösung des Arbeitsverhältnisses in Aussicht gestellt. Ob zuvor noch weitere Verwarnungen ergingen, was der Beschwerdeführer bestreitet, ist für die Beurteilung des Selbstverschuldens der Arbeitslosigkeit nicht weiter beachtlich; ausschlaggebend ist, dass der Versicherte bereits auf Grund dieser einen Verwarnung wissen musste, dass er durch sein Handeln womöglich eine Kündigung bewirkt. Am 16. Juli 2003 erfolgte dann die ordentliche Kündigung. Diese wurde mit Schreiben vom 22. September 2003 damit näher begründet, dass sich der Umgang des Versicherten mit den Arbeitskollegen und -kolleginnen betreffend rassen- und frauenfeindlichen Aussagen sowie Drohungen gegenüber den Teamkollegen und -kolleginnen trotz Verwarnungen nicht verbessert habe. Diese Vorwürfe wurden vom Beschwerdeführer weder im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs durch die Arbeitslosenkasse noch im Einsprache- und Beschwerdeverfahren je konkret bestritten. Vielmehr versuchte er jeweils sein Verhalten durch seine eigene, vorbildliche und im Interesse der Kunden erfolgte Arbeitsleistung und die mangelhafte Leistung der Mitarbeitenden und Vorgesetzten zu rechtfertigen, wie u.a. seine Ausführungen anlässlich des rechtlichen Gehörs vom 16. Oktober 2003 verdeutlichen. Selbst wenn nun in der vom Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren nachgereichten Eingabe vom 14. April 2004 fünf ehemalige Mitarbeiter sein Verhalten während der Dauer des Arbeitsverhältnisses ihnen gegenüber als stets korrekt, freundlich und hilfsbereit unterschriftlich bestätigten, führt dies zu keinem andern Schluss. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer durch sein Verhalten am Arbeitsplatz seine Entlassung durch die Arbeitgeberin zumindest eventualvorsätzlich in Kauf genommen hat. Daran ändert auch der Einwand nichts, dass im Zwischenzeugnis vom 7. August 2003 und im Arbeitszeugnis vom 30. September 2003 das Verhalten des Versicherten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern als korrekt bezeichnet wird, sind doch bei Arbeitszeugnissen wegen der üblichen Verklausulierung Vorbehalte anzubringen. Im Übrigen ist die in Aussicht gestellte Klage bei Arbeitsgericht gegen die Kündigung bislang nicht eingegangen. Mit Blick auf die ohnehin auf Missbrauchstatbestände gemäss Art. 336 OR beschränkte Prüfungsmöglichkeit des Arbeitsgerichts ist dies jedoch vorliegend nicht von Bedeutung. Unbelegt bleibt ferner die erneut gerügte Unzumutbarkeit der Arbeit aus gesundheitlichen Gründen (BGE 124 V 238 Erw. 4b/bb), womit es mit der Vorinstanz sein Bewenden hat. 2.2 Das kantonale Gericht hat das Verschulden des Beschwerdeführers als mittelschwer qualifiziert und die Einstellungsdauer innerhalb des dafür vorgeschriebenen Rahmens von 16 bis 30 Tagen (Art. 45 Abs. 2 lit b AVIV) auf das Minimum von 16 Tage festgesetzt. Dies lässt sich unter Berücksichtigung der gesamten Umstände im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 OG; vgl. BGE 123 V 152 Erw. 2 mit Hinweisen) nicht beanstanden.