Citation: 2C_796/2022 E. 4.3

4.3. Ebensowenig hat die Vorinstanz den Sachverhalt willkürlich erstellt, indem sie nur eine summarische Prüfung der Prozessaussichten vorgenommen und auf weitere Abklärungen (insbesondere betreffend die Aufteilung der Betreuungs- und Erziehungsaufgaben) verzichtet hat. Zwar müssen die Behörden den Sachverhalt in Ausländerrechtsfällen von Amtes wegen möglichst zuverlässig abklären; indessen wird der Untersuchungsgrundsatz durch die Mitwirkungspflicht der Parteien relativiert (Art. 90 AIG). Diese kommt naturgemäss bei Tatsachen zum Tragen, die eine Partei besser kennt als die Behörden und die ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erhoben werden können (vgl. Urteil 2C_891/2021 vom 6. Dezember 2022 E. 4.3.4 mit Hinweisen). Bei der Aufteilung der Betreuungsaufgaben zwischen den Eltern handelt es sich um solche Tatsachen, weshalb es am Beschwerdeführer gewesen wäre, diese in geeigneter Weise darzulegen. In dieser Hinsicht ist auch die Stellungnahme vom 18. Juli 2022 nicht ergiebig. Der (dannzumal) rechtlich vertretene Beschwerdeführer hätte weitere Beweismittel betreffend seine Betreuungsarbeit im Verfahren vor der Vorinstanz ohne weiteres beibringen können, zumal er spätestens nach der Verfügung vom 6. Juli 2022 auch wusste, weshalb die Vorinstanz das Verfahren als aussichtslos einstufte. Auch in dieser Hinsicht ist der angefochtene Entscheid auf einer ausreichenden - jedenfalls nicht willkürlichen - (Sachverhalts-) Grundlage ergangen.