Citation: 6B_697/2014 E. 1.4

1.4. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, es habe der B.________ AG gegenüber der Gebrüder C.________ Transporte keine Rückforderung im Sinne der Aktennotiz vom 8. September zugestanden. Was der Beschwerdeführer gegen die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz vorbringt, ist nicht geeignet Willkür darzutun. Nach ständiger Rechtsprechung liegt Willkür im Sinne von Art. 9 BV nicht schon vor, wenn das angefochtene Urteil mit der Darstellung des Beschwerdeführers nicht übereinstimmt oder wenn eine andere Lösung oder Würdigung vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen ist. Willkür wird nur angenommen, wenn der angefochtene Entscheid auf einer schlechterdings unhaltbaren Beweiswürdigung beruht, d.h. wenn die Behörde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen oder auf einem offenkundigen Fehler beruhen (BGE 140 I 201 E. 6.1; 138 I 49 E. 7.1 und 305 E. 4.3; 138 V 74 E. 7). Der Beschwerdeführer beschränkt sich im Wesentlichen darauf, in seiner Beschwerde die eigene Darstellung des Sachverhalts zu wiederholen und noch einmal die bereits im kantonalen Verfahren vorgetragenen Einwände zu erheben. Dies genügt zum Nachweis einer willkürlichen Beweiswürdigung nicht. Der Beschwerdeführer hätte vielmehr klar und substantiiert dartun müssen, inwiefern die Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unhaltbar sind und dass die vorhandenen Beweise andere Schlussfolgerungen geradezu aufdrängen. Dies hat er nicht getan. Dass er die Aktennotiz einem Anwalt zur Prüfung vorgelegt hat, genügt für den Nachweis von Willkür jedenfalls nicht, zumal die Prüfung der Bedeutung der Notiz nichts darüber auszusagen vermag, ob die darin wiedergegebene Vereinbarung tatsächlich bestand. Zu keinem anderen Ergebnis führt im Weiteren, was der Beschwerdeführer gegen die Erwägung der Vorinstanz vorbringt, wonach sowohl der Rahmenvertrag vom 30. Juni 1998 (Untersuchungsakten Ordner 1 act. 3 ff.) als auch dessen Ergänzung vom 5. Mai 2000 (Untersuchungsakten Ordner 1 act. 6) keinerlei Hinweise auf eine der Aktennotiz entsprechende Vereinbarung enthielten. Es mag zutreffen, wie der Beschwerdeführer geltend macht, dass die Aktennotiz obsolet gewesen wäre, wenn bereits im Rahmenvertrag eine entsprechende Regelung vereinbart worden wäre. Doch gilt dies jedenfalls nicht in Bezug auf die Ergänzung des Rahmenvertrages vom 5. Mai 2000. Ferner räumt die Vorinstanz zu Recht ein, dass der Revisor D.________ eine entsprechende (mündliche) Vereinbarung bestätigt hat, ohne jedoch dazu nähere Angaben machen zu können (vgl. Strafakten act. 2142). Doch legt sie auch dar, dass eine solche weder dem Buchhalter E.________ noch dem Geschäftsführer F.________ bekannt war. Im Übrigen beruhte die aktivierte Forderung nur im Umfang von rund zwei Dritteln auf Rückforderungen gemäss der angeblichen Aktennotiz, im Weiteren aber auf Forderungen aus Transportschaden und unzeitiger Vertragsauflösung (Untersuchungsakten Ordner 1 act. 14). Bei dieser Sachlage ist der Schluss der Vorinstanz, es bestünden erhebliche und berechtigte Zweifel an der Existenz der genannten Vereinbarung, so dass von einer Überschuldung der B.________ AG per 31. Dezember 2001 auszugehen war, jedenfalls nicht schlechterdings unhaltbar. Ergänzend kann in diesem Punkt auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG). Nicht zu beanstanden ist der angefochtene Entscheid auch insofern, als die Vorinstanz annimmt, dass die Aktivierung der angeblichen Forderung ohnehin unzulässig gewesen sei. Gemäss aArt. 662 Abs. 1 OR wird die Jahresrechnung nach den Grundsätzen der ordnungsmässigen Rechnungslegung so aufgestellt, dass die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft möglichst zuverlässig beurteilt werden kann (vgl. Art. 958 OR). Dabei erfolgt die ordnungsgemässe Rechnungslegung u.a. nach dem Grundsatz der Vorsicht (aArt. 662 Abs. 2 Ziff. 3 OR; vgl. nunmehr Art. 958c Abs. 1 Ziff. 5 OR). Der daraus abgeleitete Grundsatz der Imparität besagt, dass Erträge erst realisiert sind, wenn als Folge eines Vorfalls eine rechtlich und tatsächlich durchsetzbare Forderung entstanden ist ( LUKAS HANDSCHIN, Rechnungslegung im Gesellschaftsrecht, Basel 2013, N 348; PETER BÖCKLI, Schweizer Aktienrecht, 4. Aufl. 2009, § 8 N 122/124; STEPHAN J. THIEL, Rechnungslegung für schwebende Rechtsstreitigkeiten, ST 12/2003 S. 1062). Das dies hier der Fall wäre, hat die Vorinstanz zu Recht verneint (angefochtenes Urteil S. 45). Es kann auch in dieser Hinsicht auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden. Insgesamt nimmt die Vorinstanz zu Recht an, dass der Beschwerdeführer angesichts der Überschuldung gestützt auf Art. 725 Abs. 2 OR hätte den Richter benachrichtigen müssen.