Citation: 1P.459/2005 21.09.2005 E. 3

3.1 Der Geschädigte Y.________ sagte gegenüber der Polizei und als Zeuge vor Gericht aus, er habe seinen Wagen zur Tatzeit vor dem Bahnhofkiosk Killwangen hinter einem "Opel Vectra" parkiert gehabt. Beim Wegfahren sei der Opel zunächst rückwärts gefahren worden und sei dabei mit seinem Personenwagen kollidiert, den Aufprall habe er gehört und gespürt. Er habe gedacht, der andere Fahrzeugführer steige nun aus; stattdessen sei er einfach weggefahren, ohne sich um die Kollision zu kümmern. Er habe sich sofort dessen Nummer aufgeschrieben und die Polizei gerufen. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, zur fraglichen Zeit mit seinem "Opel Vectra" am Bahnhof Killwangen gewesen zu sein. Er macht indessen geltend, nichts von einer Kollision bemerkt zu haben, es sei nicht erstellt, dass er eine solche verursacht habe. Der Polizeibeamte Z.________ sagte als Zeuge aus, er habe festgestellt, dass ein Plastikteil unterhalb der Stosstange am Fahrzeug von Y.________ ein wenig aus der Fassung gewesen sei. Er habe an der Kollisionsstelle weder Abrieb- noch Farbspuren festgestellt. Am Fahrzeug des Beschwerdeführers habe er keine Kollisionsspuren bemerkt. In Anbetracht der Höhe der Stossstange des Opels des Beschwerdeführers sei es möglich, dass der Schaden am Fahrzeug von Y.________ durch diesen Opel verursacht worden sei. Er halte es für möglich, dass der Beschwerdeführer die Kollision nicht bemerkt haben könnte, weil nicht die Stossstange am Fahrzeug von Y.________, sondern lediglich ein aufgesetztes Plastikteil in Mitleidenschaft gezogen worden sei; dieser Schaden hätte auch bei einer nur leichten Kollision entstehen können. 3.2 Das Obergericht fand die Aussagen des Zeugen Y.________ glaubhaft. Es schloss aus, dass dieser einen ihm vorher unbekannten Mann ohne Anlass eines Delikts beschuldigt und wegen des eher geringen Schadens von 500 Franken die Risiken einer wissentlichen Falschaussage auf sich genommen haben könnte. Als Indiz für die Glaubhaftigkeit der Aussagen sah das Obergericht auch den Umstand, dass er die 250 Franken, die ihm der Beschwerdeführer für den Schaden angeboten hatte, ablehnte. Der Einwand des Beschwerdeführers, wenn wirklich eine Kollision stattgefunden hätte, hätte der Zeuge mit Sicherheit gehupt und wäre aus dem Wagen gesprungen, überzeugte es nicht. Es fand die Reaktion des Geschädigten, sich sofort die Autonummer des Unfallverursachers aufzuschreiben und mit dem Natel die Polizei zu rufen, für ebenso gut nachvollziehbar und teilte auch die Einschätzung des Polizeibeamten Z.________, dass der Beschwerdeführer die leichte Kollision - möglicherweise wegen des Lärms eines durchfahrenden Zugs - nicht bemerkt haben könnte. 3.3 Diese Beweiswürdigung des Obergerichts ist ohne weiteres nachvollziehbar, und der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was geeignet wäre, sie ernsthaft zu erschüttern. Es hat insbesondere auch den Einwand geprüft und verworfen, der Zeuge könnte eine falsche Anschuldigung gemacht haben, um einen vorbestehenden Schaden an seinem Fahrzeug auf einen unbeteiligten Dritten abzuwälzen. Die Beurteilung des Obergerichts, die Aussagen des Zeugen Y.________ seien glaubhaft, ist offensichtlich haltbar. Damit steht die Unschuldsvermutung einer Verurteilung des Beschwerdeführers gestützt auf diese Aussagen als Hauptbeweismittel nicht entgegen, die Rüge ist unbegründet.