Citation: 1C_208/2016 E. 5.3

5.3. Gestützt auf diese Erwägungen lässt sich festhalten, dass das Bundesrecht eine Bejagungspflicht nicht direkt vorsieht. Indirekt geht aus Art. 27 Abs. 2 WaG und Art. 31 WaV jedoch hervor, dass eine Regulierung der Wildbestände zu erfolgen hat, soweit die natürliche Verjüngung mit standortgerechten Baumarten aufgrund von Verbiss- und Fegeschäden dies erfordert. Dass es neben Wildschäden auch andere Schadensursachen gibt, wie die Beschwerdeführer an anderer Stelle vorbringen, ändert daran nichts. Art. 27 Abs. 1 WaG verpflichtet die Kantone in Bezug auf solche anderen Schadensursachen, die notwendigen forstlichen Massnahmen zu ergreifen. Indessen ist bei der Beantwortung der Frage, ob die Initiative in offensichtlichem Widerspruch zu übergeordnetem Recht steht, auch dem Umstand Rechnung zu tragen, dass es neben der Jagd weitere Massnahmen gibt, welche die natürliche Verjüngung der Wälder fördern. Den Kantonen kommt bei der Regelung der Jagd im Hinblick auf Art. 27 WaG und Art. 31 WaV ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Die genannten Bestimmungen stehen einer Abschaffung der Sonderjagd nicht von vornherein entgegen. Ein offensichtlicher Widerspruch zum Bundesrecht könnte nur entstehen, wenn bei Abschaffung der Sonderjagd die bundesrechtlich gebotene Regulierung der Wildbestände nicht mehr möglich wäre.