Citation: 5A_295/2018 E. 3

Das Obergericht hat erwogen, dass für die ganze geltend gemachte Forderung (deren Höhe unumstritten sei) der Arrestgrund von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG (Vorliegen eines definitiven Rechtsöffnungstitels) erfüllt sei. Zusätzlich sei der Arrestgrund von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG (Flucht) glaubhaft gemacht worden. Die Abreise kurz nach Einleitung der Betreibung lasse aufgrund der Umstände plausibel darauf schliessen, dass sich der Beschwerdeführer seinen Verpflichtungen entziehen wolle. Der Beschwerdeführer habe demgegenüber vorgebracht, dass er mit einer Invalidenrente in der Schweiz nicht mehr habe leben können. Nach seiner Darstellung sei das IV-Verfahren jedoch bereits 2016 abgeschlossen worden. Wäre dieses Ereignis für die Abreise kausal gewesen, so wäre nicht nachvollziehbar, weshalb er noch bis Februar 2017 in der Schweiz geblieben sei. Das Vorliegen dieses Arrestgrundes führe dazu, dass die vorher noch nicht fällige Teilforderung von Fr. 45'000.-- ebenfalls fällig geworden sei (Art. 271 Abs. 2 SchKG). Die Forderung sei sodann nicht pfandgesichert, woran der Einwand des Beschwerdeführers, er sei um eine Lösung bemüht und auch bereit, der Beschwerdegegnerin seinen Miteigentumsanteil zu übertragen, nichts ändere. Das Vorhandensein des von der Beschwerdegegnerin behaupteten Arrestgegenstandes (Konto bei der Bank C.________ AG) sei nicht bestritten. Der Beschwerdeführer spreche sich allerdings gegen die Pfändung des ihm verbliebenen Freizügigkeitsguthabens aus, doch handle es sich beim verarrestierten Konto um ein pfändbares Privatkonto und nicht um Freizügigkeitskapital.