Citation: 6B_285/2019 E. 2.2.1

2.2.1. Mit Bezug auf den Vorwurf der angeblich zu Unrecht bilanzierten Warenvorräte erwägt die Vorinstanz nachvollziehbar, gemäss den glaubhaften Aussagen der Buchhalterin der Beschwerdeführerin habe diese der Beschwerdegegnerin 2 zur Aktivierung des Warenlagers nach der sog. POC-Methode geraten. Es könne daher ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdegegnerin 2 ernsthaft mit der Möglichkeit einer Vermögensschädigung aufgrund der Bilanzierung der Warenvorräte gerechnet und solches in Kauf genommen habe. Sie habe sich vielmehr auf die Einschätzung der eigens dafür zuständigen Expertin verlassen dürfen. Es fehle jedenfalls klar am erforderlichen Vorsatz einer ungetreuen Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung. Dem ist zuzustimmen. Entgegen dem bereits vorinstanzlich vorgebrachten Einwand der Beschwerdeführerin ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf die Aussagen der Buchhalterin abstellt. Es ist nicht ersichtlich, weshalb diese fälschlicherweise behaupten sollte, sie habe der Beschwerdegegnerin 2 zur Bilanzierung geraten. Ein eigenes Schutzinteresse, wie die Beschwerdeführerin meint, ist nicht erkennbar. Im Gegenteil würde sie sich selber belasten, wenn sie zu einem strafbaren Verhalten geraten hätte. Im Übrigen weist die Vorinstanz darauf hin, dass auch die Beschwerdegegnerin 2, soweit deren Aussagen überhaupt verwertbar seien, angegeben habe, die Buchhalterin habe sie dazu angehalten, Inventur zu machen und das Warenlager zu aktivieren. Davon scheint selbst die Beschwerdeführerin auszugehen, betrachtet sie doch die Buchhalterin als Initiatorin der Aktivierung für diese Frage als befangen. Wie die Vorinstanz aber zutreffend erwägt, ist es für den subjektiven Tatbestand ohne Belang, ob das Warenlager zufolge eines von der Beschwerdeführerin eingereichten Spezialprüfungsberichts zu Unrecht aktiviert wurde. Selbst wenn dem so wäre, hätte dies angesichts des fachmännischen Rates ihrer Buchhalterin offensichtlich keinen Einfluss auf den Vorsatz der Beschwerdegegnerin 2. Die Vorinstanz verzichtet vor diesem Hintergrund zu Recht auf ein Gutachten zur Anwendbarkeit der POC-Methode. Gleiches gilt für die von der Beschwerdeführerin unter dem Gesichtspunkt des Untersuchungsgrundsatzes verlangte weitere Auswertung der umfangreichen elektronischen Akten zur Frage, weshalb die Aktivierung des Warenlagers erstmals im Vorfeld der Geschäftsaufgabe der Beschwerdegegnerin 2 im Frühjahr 2012 erfolgte. Überhaupt zeigt sie nicht auf, welche Umstände eine weitergehende Aktenauswertung gebieten sollen. Blosse Vorwürfen genügen hierfür jedenfalls nicht.