Citation: 4A_591/2015 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erkannte im Wesentlichen, wer aus einer Körperverletzung einen Erwerbsschaden geltend machen wolle, habe den Beweis a) für eine - medizinisch fassbare - Gesundheitsstörung, b) für den Kausalzusammenhang zwischen der Gesundheitsstörung und einem dem Verantwortlichkeitsbereich der Beklagten zugeordneten Vorfall, c) für die Auswirkungen der Gesundheitsstörung auf die Möglichkeit, Arbeit zu verrichten (Arbeitsunfähigkeit), und d) für die darauf zurückzuführende Erwerbseinbusse zu erbringen. Die Vorinstanz erachtete den Zwischenentscheid als widersprüchlich. Einerseits werde darin festgestellt, die Beschwerdeführerin sei - zumindest im Entscheidzeitpunkt - 100 % arbeitsunfähig und in ihrer Tätigkeit als Hausfrau eingeschränkt. Andererseits werde die Ermittlung nicht nur der Dauer sondern auch des Grads der Arbeitsunfähigkeit dem weiteren Verfahren vorbehalten ("Der Grad und die Dauer der Arbeitsunfähigkeit sowie der Beeinträchtigung im Haushalt werden im Rahmen der Schadensberechnung zu eruieren sein"; über die Höhe der Schadenpositionen werde "im Rahmen der Schadenersatzberechnung und -bemessung zu befinden sein"). Aus dem weiteren Verfahrensablauf werde aber klar ersichtlich, dass das Bezirksgericht das Beweisthema c) nicht als durch den Zwischenentscheid beurteilt angesehen habe. Da bereits im Gutachterauftrag vom 31. März 2010 (an die F.________) klar zum Ausdruck gebracht worden sei, dass die Arbeitsfähigkeit für die ganze Zeit nach dem Unfall abzuklären sei, und da das Bezirksgericht im Endentscheid für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einzig auf das F.________-Gutachten abgestellt habe und nicht mit der rechtskräftigen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit im Zwischenentscheid argumentiert habe, könne ausgeschlossen werden, dass das Bezirksgericht die Frage der Arbeitsfähigkeit bereits durch den Zwischenentscheid als rechtskräftig beurteilt angesehen habe. Die Vorinstanz erachtete das G.________-Gutachten für überzeugender als das F.________-Gutachten und das Gutachten E.________ und sah gestützt darauf die Arbeitsunfähigkeit nicht als erwiesen an.