Citation: 5A_346/2024 E. 5.2.3

5.2.3. Dem Beschwerdeführer ist allerdings darin zuzustimmen, dass eine (möglicherweise) fehlende medikamentöse Compliance allein zur Aufrechterhaltung einer Unterbringung nicht ausreicht (vgl. Urteil 5A_567/2020 vom 18. September 2020 E. 2.2). Das Obergericht hat die Weiterführung der fürsorgerischen Unterbringung indes nicht mit der Gefährdung der Medikamenteneinnahme alleine begründet, sondern zusätzlich auf die Gefahr verwiesen, dass bei einer Entlassung eine Verwahrlosung des Beschwerdeführers drohe, wie sie früher bereits aufgetreten sei. Hierin liegt grundsätzlich eine Selbstgefährdung, die die Weiterführung der streitbetroffenen Massnahme rechtfertigt (Urteil, a.a.O.). Der Beschwerdeführer bestreitet, dass ihm eine Verwahrlosung drohen könnte, die die Aufrechterhaltung der Unterbringung rechtfertigt. Soweit er sich in seinen Ausführungen indes auch hier von den tatsächlichen Feststellungen des angefochtenen Entscheids entfernt, bleibt diesen die Grundlage entzogen (vgl. vorne E. 4.2 und 4.6). Gestützt auf den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Angelegenheiten der Selbstversorgung (Hygiene, Ernährung, Bekleidung und Haushaltsführung) nicht ohne fremde Hilfe besorgen kann (vgl. vorne E. 4.2.2). Vor diesem Hintergrund zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, inwieweit der Vorinstanz eine Rechtsverletzung vorzuwerfen wäre, indem sie im Ergebnis annimmt, der Beschwerdeführer könne auch nach einer Entlassung nicht für sich sorgen, weshalb eine Verwahrlosung drohe (zum Begriff der schweren Verwahrlosung vgl. BGE 128 III 12 E. 3 [zu aArt. 397a Abs. 1 ZGB]; GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., N. 20 zu Art. 426 ZGB). Soweit der Beschwerdeführer hierzu ausserdem vorbringt, eine blosse "Verwahrlosungstendenz" reiche für eine Unterbringung nicht aus, bezieht er sich nicht auf den angefochtenen Entscheid (Art. 75 Abs. 1 BGG), der diese Begrifflichkeit nicht verwendet.