Citation: 8C_765/2020 E. 3.2.3

3.2.3. Der Beschwerdeführer rügt die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung. Damit dringt er ebenfalls nicht durch. Wie das kantonale Gericht richtig erkannte, erfüllen der Bericht über die kreisärztliche Untersuchung des med. pract. D.________ vom 4. Mai 2018 sowie dessen Beurteilung vom 28. Juni 2018 die beweismässigen Anforderungen an einen medizinischen Bericht. Insbesondere legte der Kreisarzt gestützt auf die MRI-Untersuchung vom 17. Mai 2017 überzeugend dar, dass unfallkausale strukturelle Läsionen im LWS-Bereich ausgeschlossen werden könnten und es durch das Unfallereignis vom 12. Februar 2017 allenfalls zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines zuvor asymptomatischen degenerativen Vorzustandes gekommen sei. Bezüglich der Beurteilung des beigezogenen Wirbelsäulenspezialisten Dr. med. E.________ vom 5./7. Juni 2018 und Präzisierung vom 31. Juli 2018 zeigte das kantonale Gericht sodann zutreffend auf, dass diese keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit der kreisärztlichen Berichte zu begründen vermögen. Dr. med. E.________ argumentierte, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers selbst auf Nachfrage hin, im Wesentlichen mit dem posttraumatischen Auftreten der Rückenschmerzen, woraus rechtsprechungsgemäss nicht ohne Weiteres geschlossen werden darf, er habe damit ein unfallkausales Leiden festgestellt (vgl. Urteil 8C_555/2018 vom 17. Oktober 2018 E. 4.1.1 mit Hinweisen). Aus seinen Berichten erschliesst sich nicht, wie durch den Skiunfall eine Diskusprotrusion hätte entstehen können oder eine vorbestehende Diskusprotrusion sich zumindest richtunggebend hätte verschlimmern können. Aus den Formulierungen des Dr. med. E.________ wie "es ist gut möglich, dass die Bandscheibe L4/5 durch den Sturz beschädigt wurde" oder "Befunde, die gut zu einem posttraumatischen Bild passen", hat die Vorinstanz zu Recht nicht auf Unfallkausalität geschlossen und keine auch nur geringen Zweifel an den versicherungsinternen Beurteilungen abgeleitet, zumal auch der Kreisarzt als Facharzt für Chirurgie über die nötige fachliche Qualifikation zur Beurteilung des geklagten Leidens an der LWS verfügt. Der "Post-hoc-ergo-propter-hoc-Schluss" im Sinne von "nach dem Unfall, also wegen des Unfalls" ist schliesslich, wie das kantonale Gericht aufzeigte, beweisrechtlich nicht zulässig (BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341; SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55, 8C_331/2015 E. 2.2.3.1; vgl. auch Urteil 8C_519/2020 vom 20. Januar 2021 E. 5.4). Die Vorinstanz durfte mithin gestützt auf die kreisärztlichen Beurteilungen davon ausgehen, dass die Diskusprotrusion L4/5 nicht durch das Unfallereignis vom 12. Februar 2017 verursacht oder richtunggebend verschlimmert worden war und dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung keine unfallkausalen strukturellen Läsionen im Bereich der LWS vorlagen. Auf zusätzliche medizinische Abklärungen konnte bei dieser Ausgangslage in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368 f. mit Hinweisen) verzichtet werden. Eine Bundesrechtswidrigkeit, namentlich eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, ist darin ebenso wenig zu sehen wie eine in medizinischer Hinsicht offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung.