Citation: 9C_455/2024 E. 4.4.2

4.4.2. Solche Anhaltspunkte ergeben sich aus den Feststellungen der Vorinstanz nicht. Die Vorinstanz stützt ihre gegenteilige Würdigung im Wesentlichen darauf, dass die beiden faktischen Geschäftsführer als Rennfahrer für die J.________ AG tätig gewesen seien und einer von ihnen überdies mit dem Aktionär der J.________ AG befreundet gewesen sei, ferner auf den Jahresabschluss 2011 der J.________ AG und auf Aussagen der beiden faktischen Geschäftsführer. Das überzeugt nicht. Aus der Jahresrechnung 2011 der J.________ AG können von vornherein keine derartigen Schlüsse gezogen werden, weil sie den faktischen Geschäftsführern der Beschwerdeführerin vor dem Ende des Geschäftsjahrs 2011 noch gar nicht vorgelegen haben kann. Erst recht zu weit geht die Vorinstanz, wenn sie den faktischen Geschäftsführern unterstellt, sie hätten wissen müssen, dass die Aktiven der J.________ AG als Nischenwaren nur deutlich unter ihren Buchwerten gemäss der Jahresrechnung 2011 hätten liquidiert werden können. Auch die von der Vorinstanz angeführten Aussagen, welche die beiden faktischen Geschäftsführer zu Protokoll gegeben haben, stützen ihre Würdigung nicht. Diese Aussagen beziehen sich nicht spezifisch auf die Situation per Ende des Geschäftsjahrs 2011 (Aussage von H.________; vgl. oben E. 3.2) respektive sogar spezifisch auf die Situation, als G.________ die Forderung bereits erworben hatte (Aussage von G.________; vgl. oben E. 3.3).