Citation: 2C_1041/2020 E. 3.3.3

3.3.3. Davon abzugrenzen seien, wie das Bundesgericht im zitierten Urteil weiter erwogen hat, Konstellationen, bei denen gemäss expliziter bundesrechtlicher Vorschrift im kantonalen Verfahren der unterliegenden Partei die (kantonalen) Gerichtskosten aufzuerlegen seien (vgl. beispielsweise Art. 144 Abs. 1 und Art. 145 Abs. 2 DBG) und die Bundesbehörde mit ihrer Behördenbeschwerde nicht nur eine Aufsichtsfunktion wahrnehme, sondern auch Vermögensinteressen verfolge (sog. Doppelnatur der Behördenbeschwerde). Ebenso müsse die Möglichkeit vorbehalten bleiben, einer Bundesbehörde im Rahmen eines Behördenbeschwerdeverfahrens ausnahmsweise die kantonalen Gerichtskosten aufzuerlegen, wenn sie unnötige Kosten verursacht habe (vgl. Art. 66 Abs. 4 i.V.m. Art. 66 Abs. 3 BGG, wobei der Gesetzeswortlaut "in der Regel" von Art. 66 Abs. 4 BGG dafür den nötigen Spielraum lasse). Konsequenterweise hat das Bundesgericht im zitierten Urteil verneint, dass einer Bundesbehörde, welche im Rahmen einer Behördenbeschwerde ihre spezialgesetzlich vorgesehene Aufsichtsfunktion (ohne jegliche Vermögensinteressen) im kantonalen Verfahren wahrnimmt, auch dann kantonale Gerichtskosten auferlegt werden können, wenn keine Ausnahme im Sinne von Art. 66 Abs. 4 BGG vorliegt. Dies gelte entsprechend auch für § 13 VRG ZH bzw. das VRG ZH generell (Urteil 2C_1038/2020 vom 15. März 2022 E. 3.3.7 und 3.3.8, zur Publ. vorgesehen).