Citation: 8C_774/2023 E. 3.2.3

3.2.3. Die Beschwerdeführerin macht zu Recht geltend, dass weder der Bericht des nachbehandelnden Orthopäden, Prof. Dr. med. D.________, vom 22. Oktober 2020 noch der Bericht der vorangegangenen neurologischen Untersuchung durch PD Dr. med. C.________ im Oktober 2020, auf den PD Dr. med. D.________ verweist, den Gutachtern vorgelegt wurden. Prof. Dr. med. D.________ hält in seinem Schreiben fest, dass sich in der neurologischen Untersuchung durch PD Dr. med. C.________ in der Nervensonographie ein an zwei Lokalisationen volumenakzentuierter Nervus ulnaris zeige. In der EGM- und NLG-Untersuchung zeige sich aber eine deutliche Besserung der Nervenleitgeschwindigkeit, insbesondere im Bereich der motorischen Fasern. Das von der Patientin beschriebene sensible Defizit entspreche einer chronifizierten axonalen Schädigung ohne Hinweis für eine Floridität. Sowohl PD Dr. med. C.________ als auch er selbst würden empfehlen, weiter zuzuwarten. Es bestehe noch eine Restwahrscheinlichkeit, dass sich die neuralgischen Beschwerden und das sensible Defizit besserten, was aber nicht garantiert sei. Am 7. Oktober 2022 (mithin nach der Begutachtung durch die ABI) berichtet PD Dr. med. C.________, dass bei der Patientin ein sensibles Ausfallsyndrom im Ulnarisversorgungsgebiet mit zusätzlichen klinischen Zeichen eines neuropathischen Schmerzsyndroms bestehe. Neurographisch stelle sich ein Status idem zur Untersuchung von Oktober 2020 dar, ebenso elektromyographisch. Die Nervenregeneration sei damit abgeschlossen. Prof. Dr. med. D.________ bestätigt dies in seinem Bericht vom 15. November 2022.