Citation: 2C_717/2013 E. 2.2

2.2. Das Bezirksgericht Zürich hat den Beschwerdeführer am 3. April 2012 rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten verurteilt. Insofern läge eine längerfristige Freiheitsstrafe vor. Der Beschwerdeführer bringt allerdings vor, dass die Vorinstanzen die Anwendung von Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit. b AuG zu Unrecht bejaht hätten, da das Urteil des Bezirksgerichts Zürich ein Fehlurteil sei. Im Verwaltungsrecht gilt der Grundsatz, dass die Verwaltungsbehörde und der Verwaltungsrichter an die Sachverhaltsfeststellungen und die rechtliche Würdigung durch den Strafrichter gebunden sind (vgl. Urteil 2C_35/2012 vom 20. August 2012 E. 2.2; BGE 124 II 103 E. 1c S. 106 f.; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, S. 20 f.; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. Aufl. 2009, S. 125 f.). Ein Abweichen davon im Verwaltungsverfahren ist zwar unter bestimmten, eng begrenzten Konstellationen möglich (dazu BGE 124 II 103 E. 1c S. 106 f.), welche hier - wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat - allerdings nicht vorliegen. Handelt es sich aus Sicht des Beschwerdeführers um ein Fehlurteil, hätte dieser das erstinstanzliche Urteil vor den nächst höheren Strafgerichts-Instanzen anfechten müssen. Es ist nicht Aufgabe des Verwaltungsrichters eine strafrechtliche Überprüfung des bestrittenen Strafurteils vorzunehmen, sondern eine verwaltungsrechtliche Angelegenheit auf ihre Rechtskonformität zu prüfen, bei welcher als Vorfrage auf eine strafrechtliche Verurteilung abzustellen ist (siehe auch BGE 128 II 193 E. 2.2.1 und 2.2.2 S. 197 f.); insofern ist auch der diesbezügliche Vorwurf des Beschwerdeführers, dass damit die Vorinstanz das rechtliche Gehör verletzt hätte, nicht relevant.