Citation: 1C_543/2021 E. 6.1

6.1. Gemäss Art. 26 Abs. 1 BV ist das Eigentum gewährleistet. Nach Art. 27 Abs. 1 BV gilt dasselbe für die Wirtschaftsfreiheit. Die Eigentumsfreiheit äussert sich inhaltlich als Nutzungs- und Verfügungsfreiheit, im Zusammenhang mit Grund und Boden insbesondere als Baufreiheit (vgl. PETER HÄNNI, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 6. Aufl. 2016, S. 27). Die Wirtschaftsfreiheit umfasst namentlich die freie Wahl des Berufes sowie den freien Zugang zu einer privatwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit und deren freie Ausübung (Art. 27 Abs. 2 BV). Die Beschwerdeführerin ist als juristische Person Trägerin der beiden Grundrechte und wird durch die auf Art. 12.3 Abs. 2 BZO gestützte Verweigerung der nachträglichen Baubewilligung für die strittige Umnutzung in der Nutzung ihres Grundeigentums sowie in der Ausübung ihrer privatwirtschaftlichen Geschäftstätigkeit berührt. Sie kann sich somit auf diese Grundrechte berufen, was unbestritten ist.