Citation: 5A_625/2023 E. 3.5.4

3.5.4. Wie der Beschwerdeführer sodann zwar zutreffend ausführt, spielt das Kriterium der Stabilität, die mit einer Weiterführung der bisherigen Regelung einhergeht, bei Säuglingen und Kleinkindern eine wichtige Rolle (BGE 142 III 612 E. 4.3; Urteil 5A_975/2022 vom 30. August 2023 E. 3.1.3, in: FamPra.ch 2024 S. 252). Soweit er beanstandet, die Vorinstanz habe dem Kriterium der Stabilität angesichts des Alters der Kinder zu grosses Gewicht beigemessen, verkennt er jedoch, dass die Vorinstanz der Stabilität nicht nur im Sinn der Weiterführung der bisherigen Regelung, sondern vor allem im Sinn einer dauerhaften Beruhigung der Familiensituation entscheidendes Gewicht beigemessen hat. Ausschlaggebender Grund für den Entscheid der Vorinstanz, die seit rund drei Jahren gelebte Betreuungsregelung beizubehalten, war die nach jahrelangen Konflikten erreichte Ruhe und Stabilität der Lebensumstände. Dass die Vorinstanz damit das ihr zustehende Ermessen unter Berücksichtigung der konkreten Umstände - insbesondere angesichts der Vorgeschichte - bundesrechtswidrig ausgeübt hätte, tut der Beschwerdeführer nicht dar. Auch die von ihm angeführten weiteren Umstände, wie die geringe Distanz zwischen den Wohnorten der Parteien, die Erziehungsfähigkeit beider Parteien und die nunmehr gegebene Kooperationsbereitschaft, lassen die von der Vorinstanz festgesetzte Betreuungsregelung nicht als rechtsfehlerhaft erscheinen.