Citation: I 10/06 06.11.2006 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer kritisiert zu Unrecht, dass die Gutachter von einem konstanten Verlauf der Rückenschmerzen seit 1998 ausgegangen sind. Zum einen gaben die Ärzte mit dieser Feststellung die eigenen Angaben des Versicherten wieder. Zum andern entspricht die Annahme eines weitgehend stationären Verlaufs auch der Einschätzung des Prof. Dr. med. B.________ vom 13. November 2001, welcher zum Schluss kam, die Beschwerden seien seit dem Jahre 1999 unverändert. Auch Dr. med. V.________ kam in seinem Bericht vom 13. März 1999 zum Ergebnis, der Gesundheitszustand sei stationär, unter Umständen besserungsfähig. Angesichts der soeben dargestellten, übereinstimmenden und auf den Resultaten der bildgebenden Untersuchungen (welche unbestrittenerweise vor allem teils massive degenerative Veränderungen gezeigt hatten) beruhenden fachärztlichen Einschätzungen vermögen die abweichenden Beobachtungen des Hausarztes Dr. med. K.________, wonach sich der Gesundheitszustand verschlechtert habe (Bericht vom 12. September 2003), nicht zu einer abweichenden Auffassung zu führen. Zum einen kommt den Einschätzungen von Fachärzten im Allgemeinen höheres Gewicht zu als denjenigen eines Allgemeinpraktikers (vgl. etwa Urteil B. vom 3. August 2000, I 178/00, Erw. 4a). Zum anderen gilt es zu berücksichtigen, dass Hausärzte im Zweifel mit Blick auf ihre Vertrauensstellung gerichtsnotorisch eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (statt vieler: AHI 2001 S. 114 Erw. 3b/cc mit Hinweisen), weshalb ihren Einschätzungen nicht der gleiche Beweiswert beigemessen werden kann wie etwa den Berichten von Ärzten, die von der Verwaltung mit der Erstattung einer neutralen Expertise beauftragt werden (SVR 2005 UV Nr. 16 [U 192/03] S. 54 Erw. 2.2; Urteil P. vom 2. August 2006, U 58/06). Schliesslich kann aus der Tatsache, dass der Versicherte an chronischen, insbesondere durch degenerative (Verschleiss-) Veränderungen hervorgerufenen Rückenschmerzen leidet, nicht eo ipso auf eine Verschlimmerung mit zunehmendem Zeitablauf geschlossen werden. Vielmehr können solche Schmerzen durch entsprechendes Training zumindest positiv beeinflusst, allenfalls sogar zum Verschwinden gebracht werden (Bericht des Dr. med. V.________ vom 13. März 1999; rheumatologisches Gutachten des Stadtspitals Z.________ vom 25. November 1999).