Citation: 2A.141/2005 12.05.2005 E. 2

Die Vorinstanz hat festgestellt, der Beschwerdeführer sei seit seiner Einreise in die Schweiz im Jahre 1992 von den Fürsorgebehörden mit Fr. 58'000.-- unterstützt worden. Er habe nur sporadisch gearbeitet und sei immer wieder auf die Unterstützung der Arbeitslosenkasse angewiesen gewesen. Schliesslich habe er enorme Schulden angehäuft (gemäss Auszug aus dem Betreibungs- und Verlustscheinregister vom 15. Juni 2004 nebst hängigen weiteren Betreibungen Verlustscheine über insgesamt Fr. 144'000.--). 2.1 Ob die bezogenen Fürsorgeleistungen als erheblich im Sinne von Art. 10 Abs. 1 lit. d ANAG zu betrachten sind, erachtete die Vorinstanz angesichts der Anwesenheitsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz als fraglich, liess die Frage indessen offen. 2.2 Die Vorinstanz erwog, die Fürsorgeabhängigkeit des Beschwerdeführers sei die Folge von dessen Arbeitsscheu bzw. Liederlichkeit im Sinne von Art. 16 Abs. 2 ANAV und bei der Prüfung des Ausweisungsgrundes von Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG zu seinen Ungunsten zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer habe seine desolate finanzielle Situation vorwiegend selber verschuldet; aus den Akten ergebe sich, dass er sich keineswegs ausreichend bemüht habe, Arbeit zu finden bzw. selbst für den Lebensunterhalt für sich und seine Familie aufzukommen. Sie schloss aus den (wenigen) verschiedenen, meist kurzen Arbeitseinsätzen und den jeweiligen Umständen, der Beschwerdeführer sei als arbeitsscheu zu bezeichnen. 2.3 Die Vorinstanz hat weiter erkannt, der Beschwerdeführer sei wiederholt seinen Unterhaltspflichten gegenüber seiner geschiedenen Frau und seiner Tochter B.________ nicht nachgekommen. Auch seine Schulden gegenüber Krankenkasse, Steuerbehörden und Ärzten habe er regelmässig nicht bezahlt. Damit sei er seinen Zahlungsverpflichtungen im Sinne von Art. 16 Abs. 2 ANAV nicht nachgekommen. 2.4 Schliesslich hat die Vorinstanz berücksichtigt, der Beschwerdeführer habe auch wiederholt gegen gesetzliche Vorschriften verstossen. Neben den beiden Verurteilungen in den Jahren 2000 und 2002 verweist sie auf eine Verzeigung vom 8. März 1997 wegen Erregen öffentlichen Ärgernisses im Rauschzustand. Dies zeige seinen fehlenden Willen, sich in die geltende Rechtsordnung einzufügen. 2.5 Zusammenfassend befand die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe mit seinem Verhalten den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG erfüllt. Die Massnahme erweise sich auch als verhältnismässig, denn der Beschwerdeführer habe sich in der Schweiz trotz seiner langen Anwesenheit weder beruflich noch wirtschaftlich zu integrieren vermocht. Auch persönlich sei er mit der Schweiz nicht verbunden, denn seine Ehe mit einer Schweizerin sei nunmehr geschieden. Demgegenüber habe er den Kontakt zu seiner Heimat stets aufrecht erhalten und auch seine frühere türkische Ehefrau, deren Asylgesuch abgewiesen und die rechtskräftig weggewiesen worden sei, wieder geheiratet. Auch sein neuerlicher Stellenantritt am 1. Juli 2004 vermöge angesichts seines bisherigen Verhaltens zu keiner anderen Beurteilung zu führen.