Citation: 8C_663/2022 E. 6.5

6.5. Der Einwand der Beschwerdegegner, die Beschwerdeführerin habe im vorinstanzlichen Verfahren zu keinem Zeitpunkt geltend gemacht, das Invalideneinkommen sei anhand des tatsächlich erzielten Einkommens zu bestimmen, weshalb sie damit mit Blick auf das Novenverbot vor Bundesgericht nicht zu hören sei, ist nicht stichhaltig. Bei der Frage, ob Tabellenlöhne anwendbar sind, handelt es sich um eine frei überprüfbare Rechtsfrage (Urteil 9C_566/2019 vom 19. Mai 2020 E. 5.3 mit Hinweis). Eine neue rechtliche Begründung, welche sich auf aktenkundige Tatsachen stützt, ist vor Bundesgericht zulässig (BGE 136 V 362 E. 4.1). Die Beschwerdeführerin berechnete das Invalideneinkommen bereits in ihrer Verfügung vom 13. November 2018 ausgehend vom Lohn der Versicherten als Musiklehrerin. Die Berechnung des Invalideneinkommens war denn auch Prozessthema vor dem kantonalen Gericht. Ein treuwidriges Verhalten der Beschwerdeführerin ist damit ebenso wenig erkennbar wie das Vorliegen (unzulässiger) neuer Tatsachen.