Citation: 1P.304/2006 24.08.2006 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer wendet sich gegen seine Verurteilung wegen Drogenhandelsaktivitäten in der Zeit von Mitte Juni bis Anfang August 2002 und macht geltend, der massgebliche Sachverhalt sei unter Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) und des Grundsatzes "in dubio pro reo" (Art. 32 Abs. 1 BV) festgestellt worden. Die übrigen Anklagepunkte, in denen das Obergericht den Beschwerdeführer schuldig sprach, sind unbestritten. 2.2 Der Beschwerdeführer beanstandet die Sachverhaltsermittlung betreffend den Sachverhalt vom 5./6. August 2002 (Anklage-Ziffer 1.A.8.10). Y.________ ist angeklagt, am 5./6. August 2002 eine Drogenlieferung von Amsterdam in die Schweiz durchgeführt zu haben. Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, er habe sich am 5. August 2002 um 13.35 Uhr mit Y.________ beim Bahnhof Solothurn zwecks Geldübergabe getroffen. Am 6. August 2002 habe ihm Y.________ an nicht genau bekannter Örtlichkeit im Raume Zürich/Kloten Umgebung ein Paket von mindestens 500 Gramm Kokain übergeben. Das Obergericht verwies nach Darlegung der vorhandenen Beweismittel in Bezug auf diesen Anklagepunkt auf die vom Bezirksgericht vorgenommene Beweiswürdigung und folgte dieser. Unter Hinweis auf die früheren Aussagen von Y.________, die es entgegen dem späteren Widerruf als glaubwürdig erachtete, bestanden für das Obergericht keine Zweifel, dass der Beschwerdeführer am 5. August 2002 Y.________ im Bereich des Bahnhofs Solothurn Drogengeld übergeben und am 6. August 2002 von Y.________ im Raum Kloten/Glattbrugg ein Paket Kokain übernommen hatte. 2.3 Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, Y.________ am frühen Nachmittag des 5. August 2002 in Solothurn getroffen zu haben, und räumt ein, dass dieses Treffen durch viele Telefongespräche und die Eingeständnisse der Beteiligten belegt sei. Er anerkennt zwar nicht ausdrücklich, dass es dabei, wie im angefochtenen Urteil festgehalten, zur Übergabe von Drogengeld gekommen sei, stellt dies jedoch auch nicht in Abrede. Er bestreitet jedoch, dass am 6. August 2002 ein weiteres Treffen zwischen ihm und Y.________ stattgefunden habe. Unter Hinweis auf die zahlreichen Telefongespräche, die dem unbestrittenen Treffen vom 5. August 2002 vorausgingen, macht der Beschwerdeführer geltend, am 6. August 2002 sei es insgesamt nur zu drei Telefongesprächen gekommen, wovon das letzte zwischen ihm und Y.________ um 14.03 Uhr stattgefunden habe, bei welchem die beiden vereinbarten, sich um ca. 18.00 oder 19.00 Uhr abends zu treffen. Eine derartige Verabredung habe, so der Beschwerdeführer, niemals ausreichend sein können, damit er und Y.________ sich am 6. August 2002 um etwa 20.00 Uhr hätten treffen können. Y.________ habe an diesem Tag weitere Telefongespräche geführt, jedoch mit anderen Personen und nicht mit dem Beschwerdeführer. Die Bezirksanwältin habe Y.________ angeboten, ihn gegen detaillierte Angaben zu den einzelnen Drogenfahrten nach Holland unter Nennung der Mittäter vorzeitig aus der Untersuchungshaft zu entlassen, was erklären könne, dass dieser den Beschwerdeführer zu Unrecht beschuldigt habe. Ferner bestreitet der Beschwerdeführer, dass es sich bei der von Y.________ als "Grosskopf" bezeichneten Person um ihn selbst gehandelt habe. Die Annahme, er habe am Abend des 6. August 2002 von Y.________ 500 Gramm Kokain in Empfang genommen, erachtet der Beschwerdeführer als willkürlich.