Citation: I 326/03 29.12.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen sind der Zeitpunkt des Beginns und der Umfang des Anspruchs auf Invalidenrente. 2.1 Nach den Erwägungen im angefochtenen Entscheid war im kantonalen Verfahren zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt hinsichtlich des Vorliegens eines chronischen Erschöpfungssyndroms (CFS) ausreichend abgeklärt sei und ob die Versicherte an einer derartigen Krankheit in einem invalidisierenden Ausmass leide. Das Chronic Fatigue Syndrom (CFS) werde vom amerikanischen Center for Disease Control and Prevention (CDC) als klinischer Zustand definiert, der durch schwer hindernde Erschöpfung sowie als Kombination von nur anamnestisch feststellbaren Symptomen, insbesondere Beeinträchtigungen der Konzentration und des Kurzzeitgedächtnisses, Schlafstörungen und Muskelschmerzen, charakterisiert sei. Die Diagnose eines CFS könne erst nach Ausschluss sämtlicher anderer in Betracht fallender medizinischer und psychischer Ursachen für chronische Erschöpfung gestellt werden. Dr. med. G.________ lege in der Stellungnahme vom 22. Dezember 2001 überzeugend dar, dass die im Gutachten des Ärztlichen Beobachtungsinstituts Y.________ angegebenen Diagnosen nicht geeignet seien, eine chronische Erschöpfung ausreichend zu erklären. Das Vorliegen eines CFS erscheine, auch in Berücksichtigung der Angaben des Dr. med. R.________ und der Höhenklinik Z.________, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Auf das Gutachten des Ärztlichen Beobachtungsinstituts Y.________ vom 14. November 2001 sei somit nicht abzustellen. Auszugehen sei von den Angaben des Dr. med. G.________, wonach die Versicherte ab 14. November 1996 bis Ende Mai 1998 zu 60 % und danach vollständig arbeitsunfähig gewesen sei. 2.2 Demgegenüber bringt die IV-Stelle vor, für die Festlegung der Arbeitsunfähigkeit sei nicht die Diagnose entscheidend, sondern vielmehr die sich auf Grund des Krankheitsgeschehens ergebenden Beeinträchtigungen. Dr. med. G.________ äussere bloss eine vom Gutachten des Ärztlichen Beobachtungsinstituts Y.________ abweichende Meinung. Es sei nicht nachvollziehbar, warum das kantonale Gericht auf die Angaben dieses Arztes abstelle und gleichzeitig eine unvollständige Abklärung des Sachverhalts (unterlassene neuropsychologische Untersuchung) feststelle.