Citation: 4A_308/2017 E. A

Mit Zahlungsauftrag vom 2. April 2013 überwies B.________ (Kläger, Beschwerdegegner) einen Betrag von Fr. 180'000.-- auf ein Konto der C.________ GmbH mit Sitz in U.________. Im Handelsregister ist A.________ (Beklagter, Beschwerdeführer) als Gesellschafter und Geschäftsführer der C.________ GmbH mit Einzelunterschrift eingetragen. Grund für die Überweisung war der angebliche Kauf von Inhaberaktien entsprechend einem Verkaufsangebot eines D.________ unter der Zusicherung, dass diese Ende 2013 zum Preis von insgesamt Fr. 400'000.-- wieder zurückgekauft würden. Auf entsprechende Fragen des Klägers hin stellte sich heraus, dass der eigentlich für das Kaufangebot verantwortliche Beklagte die Absicht hatte, eine langfristige Investition in ein Projekt zu verkaufen, welches im Zeitpunkt des vermeintlichen Vertragsschlusses und der Geldüberweisung zwar geplant, aber noch nicht umgesetzt war; mithin sollten Namenaktien einer erst noch zu gründenden AG verkauft werden. Der Kläger wollte hingegen durch den Kauf von Inhaberaktien eine kurzfristige, gut abgesicherte Investition mit hoher Rendite tätigen. Der Kläger stellte sich in der Folge auf den Standpunkt, der Vertrag mit dem Beklagten sei nicht zustande gekommen und forderte ihn zur Rückzahlung von Fr. 180'000.-- wegen ungerechtfertigter Bereicherung auf. Der Beklagte widersetzte sich der Forderung. Ein gegen ihn eröffnetes Strafverfahren ist hängig.