Citation: 8C_538/2023 E. A

Die IV-Stelle Bern hatte dem 1989 geborenen A.________ bereits verschiedene berufliche und medizinische Massnahmen gewährt bzw. solche auch verweigert, als er sich am 13. Mai 2007 unter Hinweis auf ein psycho-organisches Syndrom erneut zum Leistungsbezug anmeldete. Die IV-Stelle gewährte ihm daraufhin weitere berufliche Massnahmen, wobei die berufliche Erstausbildung (Grundbildung mit Attest als Küchenangestellter) Ende Juli 2007 wegen seines unangepassten Verhaltens abgebrochen wurde. Nachdem A.________ auf den 15. Juni 2009 hin eine Anstellung gefunden hatte, teilte ihm die IV-Stelle Bern am 17. August 2009 mit, er sei rentenausschliessend eingegliedert. Weitere berufliche Massnahmen lehnte sie wegen der Verweigerung der Mitwirkungspflicht seitens des Versicherten ab (Verfügung vom 9. März 2010). Auf dessen neue Anmeldung vom 13. Oktober 2010 hin tätigte die nunmehr zuständige IV-Stelle Luzern (nachfolgend: IV-Stelle) Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht; mit Verfügung vom 10. Oktober 2012 wies sie das Leistungsbegehren ab, weil keine Invalidität vorliege. Auf zwei Neuanmeldungen von A.________ vom 8. Juli 2015 und vom 16. Oktober 2018 trat sie nicht ein (Verfügungen vom 16. Oktober 2015 und vom 11. Februar 2019). Am 14. März 2021 liess A.________ ein Revisions- und Wiedererwägungsgesuch einreichen, welches die IV-Stelle als Neuanmeldung entgegennahm. Nach medizinischen und erwerblichen Abklärungen lehnte sie das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 30. Juni 2022 ab, da sich die Verhältnisse seit der Verfügung vom 10. Oktober 2012 nicht verändert hätten.