Citation: 8C_618/2014 E. 5.4

5.4. Dr. med. G.________ hat die Versicherte nicht selber untersucht. Ihm lagen die der rentenzusprechenden Verfügung zugrunde gelegenen medizinischen Unterlagen vor. Bezüglich des Gesundheitszustandes im Zeitpunkt der Rentenaufhebung stützte er sich auf den auf einer persönlichen Untersuchung der Versicherten beruhenden rheumatologischen Konsiliarbericht des Dr. med. H.________ vom 10. Dezember 2008. Dieser ging von einer aus rheumatologischer Sicht im Verlauf eher leicht gebesserten Beschwerdesituation aus. Bezüglich einer leichten Tätigkeit mit der Möglichkeit zur konsequenten Wechselbelastung und ohne lang anhaltende Tätigkeiten der Oberarme über der Horizontebene der Schultern attestierte er aus rheumatologischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit. Bezüglich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit ging er (fälschlicherweise) von einer Erwebstätigkeit als Coiffeuse aus und erachtete diese als zu 50 Prozent zumutbar. Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, war diese Beurteilung im Zeitpunkt der Renteneinstellung (31. Juli 2012) nicht mehr aktuell. Diesen Umstand vermag das Ergebnis der in der Zeit vom 8. Juni bis 1. Juli 2010 durchgeführten Observation nicht zu ersetzen, gilt es doch im Revisionsverfahren, den medizinischen Sachverhalt, wie er im Zeitpunkt der letzten rechtskräftigen Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (hier: Rentenverfügung vom 12. April 2005), mit demjenigen anlässlich der streitigen Revisionsverfügung (hier: Einspracheentscheid vom 25. Oktober 2012) zu beurteilen (BGE 133 V 108 E. 5 S. 110 ff.). Dafür bedarf es einer sich auf dieses Beweisthema beziehenden, auf aktuellen medizinischen Untersuchungen beruhenden Beurteilungsgrundlage (vgl. E. 2.2 f. hievor). Soweit die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf BGE 137 I 327 davon ausgeht, die Ergebnisse einer zulässigen Überwachung stellten zusammen mit einer ärztlichen Aktenbeurteilung eine zuverlässige Beurteilungsgrundlage dar, kann ihr nicht gefolgt werden. Jenes Urteil betraf nicht die Rentenrevision, sondern eine erstmalige Beurteilung des Rentenanspruchs. Weiter bezeichnet Dr. med. G.________ das von Dr. med. D.________ zuhanden des Haftpflichtversicherers erstellte Aktengutachten vom 28. Januar 2011 als aus somatischer Sicht nachvollziehbar. Dr. med. D.________ setzt sich vor allem kritisch mit der bestehenden Aktenlage auseinander und kommt dabei zum Schluss, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den geltend gemachten Beschwerden bis Ende Dezember 2000 überwiegend wahrscheinlich gegeben war. Für die Beschwerdezunahme ab Ende Januar/Anfang Februar 2001 hätten dagegen überwiegend wahrscheinlich unfallfremde Gründe vorgelegen. Diese Aktenbeurteilung lässt auf eine bloss unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens schliessen, weshalb ihr im revisionsrechtlichen Zusammenhang keine entscheidwesentliche Bedeutung beizumessen ist, zumal sie auch nicht auf aktuellen medizinischen Untersuchungen fusst.