Citation: 9C_455/2024 E. 3.3

3.3. Zusammenfassend hielt die Vorinstanz schliesslich fest, dass die Werthaltigkeit der Forderung bereits im Zeitpunkt der Darlehensbegebung fraglich gewesen sei, die Beschwerdeführerin spätestens aber Ende 2011 nicht mehr damit habe rechnen dürfen, dass die J.________ AG die Darlehensforderung inklusive der aufgelaufenen Zinsen vollständig würde bedienen können. Daraus schloss die Vorinstanz, dass auf der Forderung von Handelsrechts wegen (Art. 662a Abs. 2 Ziff. 3 und Art. 669 Abs. 1 aOR) spätestens in der Steuerperiode 2011 eine Abschreibung hätte vorgenommen werden müssen. Um die Höhe dieser Abschreibung zu bestimmen, orientierte sich die Vorinstanz zunächst an der Jahresrechnung 2011 der J.________ AG, wonach die Forderung der Beschwerdeführerin (inkl. der aufgelaufenen Zinsen) nur noch zu 40.82 % (Fr. 404'560.97) durch Aktiven der J.________ AG gedeckt gewesen wäre. Sie ging jedoch noch einen Schritt weiter und bezifferte den Abschreibungsbedarf auf mindestens Fr. 525'000.-, mithin den Betrag, den die Beschwerdeführerin in der Steuerperiode 2012 effektiv abschrieb. Sie begründete dies damit, dass im Rahmen einer Liquidation - insbesondere bei Spezialgütern wie Rennautos sowie diesbezüglichem Hilfsmaterial und Ersatzteilen - oft nur ein Bruchteil der Buchwerte erhältlich gemacht werden könne, und überdies G.________ als faktischer Geschäftsführer der Beschwerdeführerin zu Protokoll gegeben habe, dass er wohl lediglich eine Dividende von zehn Prozent erhalten hätte, wenn er die Forderung betrieben hätte.