Citation: 4A_24/2021 E. 6.8

6.8. Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, die Vorinstanz verknüpfe das Verschweigen von Risiken mit dem Argument, "völlig risikolose" Investitionen gebe es nicht. Bereits auf logischer Ebene sei nicht nachvollziehbar und bleibe unklar, wie die Vorinstanz zu dieser Verknüpfung komme. Ein allgemeines Investitionsrisiko schliesse die Prospekthaftung nicht aus. Indem die Vorinstanz den von ihr selbst festgestellten irreführenden Gesamteindruck in den prospektähnlichen Mitteilungen einem nicht näher definierten allgemeinen Investitionsrisiko gleichsetze, entleere sie die Prospekthaftung ihres Sinns und verletze Art. 752 aOR. Sie verkenne mit ihren Ausführungen, dass es nicht um die generellen Unwägbarkeiten einer Investition gehe, sondern darum, dass sie durch falsche und unvollständige Informationen irregeführt worden seien.