Citation: 5A_604/2024 E. 5.2

5.2. Sodann ist, ausgehend von einer lebensprägenden Ehe, die angemessene Dauer des nachehelichen Unterhaltes im vorliegenden Fall zu beurteilen. In diesem Sinn bleibt noch der Eventualstandpunkt des Beschwerdeführers relevant, denn sein Hauptstandpunkt, es sei gar kein nachehelicher Unterhalt geschuldet, erfolgt unter der Hypothese, dass keine Lebensprägung vorliegt. Bei der Unterhaltsfestsetzung allgemein, in besonderer Weise aber im Zusammenhang mit der Angemessenheit der Unterhaltsdauer verfügt das Sachgericht über ein Ermessen, bei dessen Ausübung es sich freilich von sachlichen Kriterien leiten lassen und eine den Umständen des Einzelfalles angepasste Lösung finden muss (Art. 4 ZGB; zur Publ. best. Urteil 5A_801/2022 vom 10. Mai 2024 E. 5.5.1).