Citation: 4C.308/2002 06.12.2002 E. 3

Der Kläger rügt zudem, das Handelsgericht nehme rechtsfehlerhaft an, das anwendbare deutsche Recht lege den Erfüllungsort in Deutschland fest. 3.1 Die Vorinstanz hat das anwendbare Recht für die eingeklagte Schadenersatzforderung wegen der Verletzung angeblicher Vertragspflichten der Beklagten zu Beratung und abredegemässer Investition des Geldes zutreffend nach dem schweizerischen Kollisionsrecht bestimmt. Sie hat dargelegt, dass nach Art. 117 IPRG (Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht vom 18. Dezember 1987; SR 291) der behauptete Anlagevertrag mangels einer Rechtswahl dem Recht des Staates untersteht, mit dem er am engsten zusammenhängt, wobei dieser Zusammenhang mit dem Staat besteht, in dem jene Partei gewöhnlichen Aufenthalt hat, welche die charakteristische Leistung erbringen soll. Als charakteristische Leistung im Sinne von Art. 117 Abs. 3 lit. c IPRG hat die Vorinstanz die Dienstleistung der Beklagten qualifiziert, was der Kläger zu Recht nicht in Frage stellt, nachdem diese Vertragspflicht der vorliegenden Klage zugrunde liegt. Da die Beklagte ihren Sitz in Deutschland hat, hat die Vorinstanz zutreffend nach deutschem Recht beurteilt, wo die eingeklagte Verpflichtung zu erfüllen ist. 3.2 Die Anwendung ausländischen Rechtes ist im Berufungsverfahren nicht zu überprüfen, wenn vermögensrechtliche Zivilrechtsstreitigkeiten zur Beurteilung stehen (Art. 43a Abs. 2 OG e contrario; vgl. BGE 126 III 492 E. 3a mit Hinweis). Die Anwendung deutschen Rechts ist daher der Beurteilung des Bundesgerichts im vorliegenden Verfahren entzogen. Damit ist auf die Berufung auch insoweit nicht einzutreten, als der Kläger rügt, der Erfüllungsort für die hier eingeklagte Vertragsleistung sei nach deutschem Recht unrichtig bestimmt worden.