Citation: 5A_997/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, dass die Erstellung und der Unterhalt der Strasse der Ausübung der Dienstbarkeit dienen, hier der Befahrung und Begehung der belasteten Liegenschaft. Insbesondere das Fahrwegrecht von fünf Metern Breite, das im Jahr 1989 erstmals so eingetragen wurde, setze voraus, dass die Fläche, über die das Fahrwegrecht verläuft, zumindest befestigt ist, was dem erstinstanzlichen Entscheid zufolge der Fall sei. Ebenfalls zutreffend sei die Feststellung der ersten Instanz, dass die Aufschüttung und Asphaltierung des Vorplatzes auf der Liegenschaft Nr. xxx zufolge Nutzungsänderung seitens der Beschwerdeführerin erfolgte und die Umbauarbeiten hauptsächlich in ihrem Interesse stattgefunden hätten, insbesondere auch, dass die Wegfläche ohne entsprechende Markierung über den Vorplatz der Liegenschaft Nr. xxx führe und keine eigentlichen, das Wegrecht betreffende Bautätigkeiten erfordere.Die Nebensächlichkeit ergebe sich daraus, dass die geforderte Handlung - die Befestigung des Weges - dazu diene, die Ausübung der Dienstbarkeit zu ermöglichen, zu erleichtern oder zu sichern. Dem Obergericht zufolge verdeutlicht die tatsächliche Argumentation des Bezirksgerichts, dass die Befestigung des Vorplatzes auf der Liegenschaft Nr. xxx vor allem der Beschwerdeführerin und weniger dem Beschwerdegegner diente und dient; Letzteres ergebe sich auch daraus, dass die Beschwerdeführerin den Vorplatz ohnehin befestigen musste, weil ihre Zulieferer diese Fläche mit LKWs befahren. Aus alledem folgt für das Obergericht, dass die Grunddienstbarkeit vom 31. Juli 1989 beziehungsweise der Nachtrag vom 29. Juni 2004 gültig vereinbart worden seien und entsprechend im Grundbuch hätten eingetragen werden können.