Citation: 4A_553/2021 E. 4.4.3

4.4.3. Soweit sich die Beschwerdeführerinnen auf den Gutglaubensschutz berufen, scheitern sie daran, dass sie nach dem angefochtenen Entscheid nicht gutgläubig waren, sondern um die Genehmigungsbedürftigkeit wussten (vgl. E. 4.3 hiervor). Ihre diesbezügliche Willkürrüge erschöpft sich in einer appellatorischen Darstellung ihres eigenen Standpunktes. Weshalb sich aus dem Vorbringen, die Finanzkontrolle des Kantons Wallis müsse die getroffenen Vereinbarungen nicht genehmigen, zwingend ergeben sollte, dass keine Genehmigung des Staatsrats notwendig ist, wird nicht hinreichend dargetan. Daraus, dass die Beschwerdeführerinnen in anderen Fällen allenfalls nicht speziell über die Genehmigung informiert wurden, folgt weder zwingend, dass keine Genehmigung notwendig wäre, noch dass sie nicht um die Genehmigungsbedürftigkeit wussten. Der Verweis auf die praktischen Schwierigkeiten bei der Vertretung öffentlichrechtlicher Körperschaften verkennt, dass diese auf verschiedene Weise ausgestaltet werden kann. Die Frage, ob der Amtschef grundsätzlich den Kanton Wallis vertritt und als Ansprechspartner der Beschwerdeführerinnen auftritt, ist von der Frage, welche Entscheide er in seiner Stellung als Vertreter selbst in eigener Kompetenz definitiv und für den vertretenen Kanton verbindlich fällen darf und welche einer Genehmigung des Vertretenen bedürfen, zu trennen. Soweit die Beschwerdeführerinnen um die Genehmigungsbedürftigkeit wussten, können sie aus der Zustimmung des Amtschefs allein keine verbindliche Einigung ableiten.