Citation: 6B_919/2023 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer ficht schliesslich die Anordnung der (nicht obligatorischen) Landesverweisung nach Art. 66abis StGB an. Im Wesentlichen macht er geltend, die Interessenabwägung müsse zu seinen Gunsten ausfallen. Eine Landesverweisung sei angesichts des Bagatellcharakters der ihm vorgeworfenen Delikte und weil sich eine allfällige Rückfallgefahr in erster Linie auf blosse Bagatelldelinquenz beziehe in Anbetracht seiner enormen privaten Interessen absolut unverhältnismässig. Er wäre in seinem Heimatland nicht überlebensfähig. Wegen seiner psychischen Situation und des fehlenden sozialen Umfelds vor Ort hätte er keine Chance, sich in Sri Lanka zu reintegrieren. Indem ihn die Vorinstanz des Landes verweise, verstosse sie gegen Art. 8 Ziff. 1 und 2 EMRK und Art. 10 Abs. 2 BV, Art. 13 Abs. 1 BV, Art. 5 Abs. 2 BV sowie Art. 36 Abs. 3 BV. Darüber hinaus seien wegen der konkreten Gefahr von Folter bzw. einer sonstigen unmenschlichen Behandlung auch das Non-refoulement-Gebot (Art. 25 Abs. 3 BV und Art. 3 EMRK), die Antifolter-Konvention (Art. 7 UNO-Pakt Il) sowie Art. 10 Abs. 3 BV verletzt (Beschwerde S. 42 ff. Ziff. 156 ff.).