Citation: 5A_309/2022 E. 4.2.4

4.2.4. Zu dem ihm zwischen dem 1. Oktober 2020 und dem 31. Dezember 2021 angerechneten Einkommen bringt der Beschwerdeführer vor, er habe keine negativen Tatsachen und damit auch nicht zu beweisen, dass er keine weiteren als die ausgewiesenen Einnahmen erwirtschafte. Mit den eingereichten Belegen und aufgrund der Parteibefragung habe er ohnehin glaubhaft gemacht, dass er kein über die ihm ausbezahlten Löhne und Tantiemen hinausgehendes Einkommen erziele. Im Einklang mit der Erstinstanz sei davon auszugehen, dass sämtliche Einnahmen aus Produktionen der Arbeitgeberin und nicht ihm zustehen würden. Damit sei das erstinstanzlich errechnete Einkommen korrekt. Die erste Instanz habe auch richtig festgehalten, dass der Beschwerdeführer seine Erwerbsmöglichkeiten ausschöpfe. Es bestehe somit kein Raum für die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens. Die Schlussfolgerungen des Obergerichts seien daher willkürlich und würden sein verfassungsmässiges Recht auf Existenzsicherung verletzen. Das Obergericht hat dem Beschwerdeführer kein hypothetisches Einkommen angerechnet. Vielmehr hat das Gericht es nach Würdigung der vorhandenen Beweismittel als glaubhaft erachtet, dass der Beschwerdeführer (tatsächlich) ein höheres als das im Arbeitsvertrag ausgewiesene Einkommen erwirtschaftet (vgl. zu diesem Punkt bereits das Urteil 5A_301/2021 vom 21. Juni 2021 E. 3.2). Da das Obergericht die Erzielung eines entsprechenden Einkommens dergestalt als erwiesen erachtet, spielt auch die vom Beschwerdeführer weiter angesprochene Frage der Beweislastverteilung keine Rolle (BGE 141 III 241 E. 3.2 [einleitend]). Hierauf ist folglich nicht einzugehen. Was sodann die Würdigung der vorhandenen Beweismittel anbelangt, geht der Beschwerdeführer auch hier nicht auf die Überlegungen des Obergerichts ein, es könne nicht auf die von ihm eingereichten Unterlagen abgestellt werden. Vielmehr stellt er, teilweise unter Hinweis auf das erstinstanzliche Urteil, dem angefochtenen Entscheid seine eigene Würdigung der Sachlage entgegen, was den massgebenden Begründungserfordernissen nicht genügt (vgl. vorne E. 2).