Citation: 6B_453/2023 E. 1.5

1.5. Die Vorinstanz würdigt den für die Beurteilung der Frage des Eventualvorsatzes massgebenden Sachverhalt willkürfrei und stellt fest, der Beschwerdeführer habe eine lebensgefährliche Verletzung von B.________ in Kauf genommen. Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, musste der Beschwerdeführer damit rechnen, dass er durch seine Handlungsweise B.________ lebensgefährlich verletzen könnte. Der Beschwerdeführer verneint einen Eventualvorsatz einzig mit der Begründung, die Vorinstanz bejahe eventualvorsätzliches Handeln gestützt auf den willkürlichen Sachverhalt. Er zeigt indes nicht auf, inwiefern die Vorinstanz den bundesrechtlichen Begriff des Eventualvorsatzes verkannt hätte. Nach dem zum Sachverhalt Ausgeführten verstösst es nicht gegen Bundesrecht, wenn die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe durch seine Attacke mit dem Messer gegen den Brustkorb des Opfers eine schwere Körperverletzung in Kauf genommen und somit in Bezug auf den Tatbestand der schweren Körperverletzung Eventualvorsatz bejaht. Der Schuldspruch wegen versuchter schwerer Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB (i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) erweist sich als bundesrechtskonform.