Citation: 9C_728/2014 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, psychiatrischerseits sei entgegen der Vorinstanz keine Verbesserung eingetreten. Das psychiatrische Teilgutachten des Zentrums C.________, in welchem (lediglich) eine Angst- und depressive Störung, gemischt (F41.2) diagnostiziert wurde, beruhe auf falschen Tatsachen und sei daher nicht beweiskräftig. Die Annahme des Experten, die psychiatrische Behandlung sei für mehrere Jahre ausgesetzt und erst ca. drei Wochen vor der (zweiten) MEDAS-Abklärung wieder aufgenommen worden, sei falsch. Dieser Einwand ist unbehelflich. Anders, als der Beschwerdeführer zu glauben machen versucht, vermag er nicht darzutun, dass er sich vor der Begutachtung des Zentrums C.________ in regelmässiger psychiatrischer Behandlung befunden hatte. Nota bene war er nicht einmal in der Lage, dem Experten den Namen des behandelnden Facharztes "mit einer Praxis in ........" zu nennen (Gutachten S. 24). Überdies erhellt aus den Akten, dass er - (erst) nach erfolgter Information über die anstehende Begutachtung des Zentrums C.________ - in der besagten Praxis lediglich einmaligerschienen war und die Folgetermine unentschuldigt nicht wahrgenommen hatte (vgl. Notiz der IV-Sachbearbeiterin vom 31. August 2012). Mithin kann mit der Vorinstanz keine Rede davon sein, das psychiatrische Teilgutachten beruhe auf falschen Grundlagen. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, es werde "nicht angezweifelt", dass er unter einer bipolaren Störung leide - das Vorliegen einer solchen Störung wurde in der Expertise des Zentrums C.________ ausdrücklich verneint (Gutachten S. 27) - übt er unzulässige appellatorische Kritik, auf welche nicht einzugehen ist (E. 1.2 hievor). Ferner rügt der Beschwerdeführer, das polydisziplinäre Gutachten des Zentrums C.________, beinhaltend Untersuchungen in den Fachbereichen der Inneren Medizin, der Orthopädie, der Psychiatrie, der Neurologie sowie der Kardiologie, sei unvollständig, weil die Ohren- und Schwindelproblematik sowie die kognitiven Funktionsstörungen nicht abgeklärt worden seien. Dem kann nicht gefolgt werden. Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, haben sich die Gutachter mit den geklagten Beschwerden, inklusive den beschwerdeweise als unabgeklärt bezeichneten, sehr wohl auseinandergesetzt. Dabei ist der neurologische Gutachter - was den geklagten Schwindel betrifft - aufgrund seiner Untersuchung zum Schluss gelangt, es liessen sich keine klinischen Hinweise für eine Pathologie im Sinne einer zentral- oder peripher vestibulären Schädigung erkennen. Eher wahrscheinlich sei ein leichtgradiger, flüchtiger orthostatischer Schwindel, woraus sich für die Arbeitsfähigkeit keine wesentlichen Beeinträchtigungen ergäben. Entgegen dem Beschwerdeführer kann im Übrigen nicht ernsthaft behauptet werden, der Experte des Zentrums C.________ als "reiner Neurologe" sei nicht kompetent, die Ohren- bzw. Schwindelproblematik beurteilen zu können (zur Diagnostik von Schwindel im Rahmen der neurologischen Untersuchung: Mumenthaler/Mattle, Neurologie, 11. Aufl. 2002, S. 702 ff.; Diener/Putzki/Berlit, Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie, 3. Aufl. 2005, S. 720 ff.; Grehl/Reinhardt, Checkliste Neurologie, 5. Aufl. 2013, S. 258 ff.). Ferner stellten sowohl der Neurologe als auch der psychiatrische Experte keine Hinweise für alltagsrelevante Gedächtnisstörungen bzw. für ein Nachlassen der Aufmerksamkeit oder der Konzentration während der Untersuchung fest, womit keine Veranlassung für eine neuropsychologische Testung bestand. Unter diesen Umständen durfte das kantonale Gericht - ohne gegen den Untersuchungsgrundsatz zu verstossen (Art. 61 lit. c ATSG) - einen weiteren Abklärungsbedarf verneinen bzw. den medizinischen Sachverhalt als durch die Gutachten umfassend abgeklärt erachten.