Citation: 8C_591/2019 E. 4.2

4.2. Zur Beantwortung der Frage, ob und in welchem Ausmass die Versicherte im Zeitpunkt der rentenaufhebenden Verfügung vom 15. Dezember 2017 leistungsmässig eingeschränkt war, stützte sich die Vorinstanz auf das Gutachten der MEDAS Bern vom 23. August 2017, dem sie Beweiswert zuerkannte. Allerdings schloss sie sich der gutachterlichen Einschätzung nicht an, wonach die Arbeitsfähigkeit wegen der seit 2014 evidenten psychiatrischen Diagnosen (Dysthymie, F34.1, und rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert, F33.4) nur noch 70 % betrage. Vielmehr ist nach der Vorinstanz davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin lediglich insofern verschlechtert hätten, als sie in einer leidensangepassten Tätigkeit mit dem (im Vergleich zum Gutachten von 12. Dezember 2012) enger formulierten (somatischen) Belastbarkeitsprofil zu 100 % arbeitsfähig sei, wobei eine 20%ige Leistungseinschränkung bestehe. Die Beschwerdeführerin beanstandet diese Feststellung ausdrücklich nicht. Sie bemängelt lediglich, die Gutachter hätten nicht diskutiert, ob aus somatischer Sicht in einer angepassten Tätigkeit nach wie vor eine qualitative Leistungsminderung von 20 % bestehe. Dem kann jedoch nicht gefolgt werden, da die Gutachter aufzeigten, dass sich das Rückenleiden seit 2012 schicksalhaft verstärkt habe und HWS-Degenerationen hinzugetreten seien, somatisch allerdings seit 2012 nur das Zumutbarkeitsprofil geändert habe.