Citation: 8C_36/2018 E. 5.1

5.1. In einlässlicher und korrekter Würdigung der Aktenlage ist die Vorinstanz namentlich gestützt auf das psychiatrische Gutachten der Dr. med. B.________ vom 17. März 2017 sowie die Stellungnahmen der Dres. med. C.________ und D.________ vom 4. bzw. 23. Mai 2017 zum Ergebnis gelangt, der Versicherte sei aus psychiatrischer Sicht in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, indes unter gewissen Rahmenbedingungen nach wie vor in der Lage, zu 50 % in seiner angestammten Tätigkeit als Arzt zu arbeiten. Die Frage der Verwertbarkeit dieser Arbeitsfähigkeit habe sich spätestens im Zeitpunkt der RAD-Stellungnahme vom 23. Mai 2017 gestellt, als der Versicherte gut 59jährig gewesen sei. So sei ihm noch eine Aktivitätsdauer von fast sechs Jahren verblieben, weshalb das Alter nicht von vornherein zu einer Verneinung der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit führe. Die Restarbeitsfähigkeit bestehe zudem - unter gewissen Rahmenbedingungen wie geregelte Arbeitszeit sowie Möglichkeit, am Vormittag zu arbeiten und sich in einen Raum zurückzuziehen - in der angestammten Tätigkeit. Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt insbesondere im Gesundheits- und Versicherungsbereich, so das kantonale Gericht, gebe es ein breites Spektrum an Arztstellen, die diesen Anforderungen entsprechen würden, weshalb nicht von einer Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne. Zur Ermittlung des Invalideneinkommens haben die IV-Stelle und das kantonale Gericht auf die Gehaltsklassentabelle 2016 des Kantons Bern für das Kantonspersonal abgestellt. Die Vorinstanz hat offen gelassen, ob die von der IV-Stelle beigezogene Gehaltsklasse 25 Lohnstufe 80 massgebend sei, da sich bei Abstellen auf die für die sicher zumutbare Tätigkeit eines Assistenzarztes II massgebende Gehaltsklasse 20 Lohnstufe 60 für eine 50%ige Arbeitsfähigkeit ein Invalideneinkommen von Fr. 63'214.80 und in Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 184'189.80 ein maximaler Invaliditätsgrad von gerundet 66 % ergebe, welcher ebenfalls (nur) einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente begründe.