Citation: 5A_498/2023 E. B

Mit Entscheid vom 27. Januar 2021 regelte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Mittelland Nord den persönlichen Verkehr zwischen C.________ und A.________. Die Regelung sah einen schrittweisen Ausbau des persönlichen Verkehrs von anfänglich begleiteten Besuchen an einem neutralen Ort über tageweise Besuche in der väterlichen Wohnung in U.________ bis hin zu zusätzlichen Besuchen mit einer und später zwei Übernachtungen vor. Versuche, die Übergaben von C.________ ohne Begleitung durchzuführen, scheiterten in der Folge aber. Der behördlich vorgesehene stufenweise Ausbau des Besuchsrechts fand nicht statt. Angesichts dessen und mit Rücksicht auf die Zerstrittenheit von C.________s Eltern ersuchte die Beiständin die KESB mit Schreiben vom 23. September 2021 um Erstellung eines "familienrechtlichen" Gutachtens. Am 2. März 2022 beauftragte die KESB lic. phil. F.________ von der Fachstelle Kinder- und Jugendforensik der Universitären Psychiatrischen Dienste (UPD) Bern, zur Erziehungsfähigkeit der Eltern, zum persönlichen Verkehr und zum Wohlbefinden von C.________ ein Gutachten zu erstellen; ausserdem erteilte sie lic. phil. F.________ eine Delegationsbefugnis. Das Gutachten vom 5. August 2022 (im Folgenden "Gutachten UPD") wurde C.________s Eltern am 12. September 2022 mündlich eröffnet.