Citation: 4A_189/2018 E. 4.5.3

4.5.3. Die Beschwerdeführerin dringt auch mit ihren Vorbringen betreffend Unterbruch des Kausalzusammenhang durch grobes Drittverschulden nicht durch. Die Beschwerdeführerin ist als Haftpflichtige bezüglich der Unterbrechung eines an sich gegebenen Kausalzusammenhangs beweisbelastet (vgl. Art. 8 ZGB; Urteil 4A_385/2013 vom 20. Februar 2014 E. 6.2), womit ihre Argumentation mangels Feststellung eines konkreten Drittverschuldens schon deshalb nicht verfangen kann. Im Übrigen legt sie ohnehin nicht dar, inwiefern allfällige durch Dritte vorgenommene Manipulationen am Gerüstgang eine derart intensive Unfallursache darstellen könnten, dass die fehlenden Kontrollen und entsprechenden Unterhaltsarbeiten seitens der Beschwerdeführerin als Ursache verdrängt würden. Denn wie von der Vorinstanz festgestellt, gab der Alleineigentümer der Beschwerdeführerin selbst zu Protokoll, es sei durchaus üblich gewesen, dass Teile des Gerüstes entfernt und für andere Zwecke verwendet worden seien. Es wäre an der Beschwerdeführerin gelegen, die Kenntnis von der Manipulationgefahr hatte, zumutbaren Aufwand zu betreiben, um allfällige Änderungen am - gemäss ihrer Darstellung ursprünglich einwandfreien - Werk zu unterbinden respektive rückgängig zu machen. Ein entsprechendes Tätigwerden behauptet die Beschwerdeführerin indessen selbst nicht.