Citation: 1C_277/2021 E. 4.3.4

4.3.4. Keine Willkür ergibt sich weiter aus dem Umstand, dass die BZO der Gemeinde Männedorf in Ziff. 6.4 ("Dachgestaltung") gewisse Vorgaben zur Dachgestaltung trifft und dabei unter anderem auf den Begriff des Dachgeschosses zurückgreift. Wohl trifft zu, dass die Gemeinden gemäss § 45 Abs. 2 PBG/ZH grundsätzlich an die Begriffe des kantonalen Rechts gebunden sind, soweit es ihnen nicht ausdrücklich Abweichungen gestattet. Dass die Gemeinde Männedorf im Hinblick auf gewisse Regelungen zur Dachgestaltung an den Begriff des Dachgeschosses anknüpft, schlägt indes nicht ohne Weiteres auf die Messweise der Gebäudehöhe durch. Zunächst zeigen die Beschwerdeführer nicht auf, dass die Gemeinden in Bezug auf ihre Regeln zur Dachgestaltung zwingend an die kantonalrechtliche Definition des Dachgeschosses gebunden sind, obwohl sie in ihrer BZO abweichende Bestimmungen erlassen dürfen (vgl. § 49 Abs. 2 lit. d PBG/ZH). Aber auch sonst legen die Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich dar, aus welchem Grund Ziff. 6.4 BZO über die Dachgestaltung zwingend eine Messweise der Gebäudehöhe erfordert, die sich an den Geschossdefinitionen des kantonalen Rechts orientiert. Hinzu kommt, dass die von den Beschwerdeführern vertretene Auslegung von Ziff. 6.4 BZO zu einem Spannungsverhältnis mit § 58 Abs. 2 PBG sowie Ziff. 6.1.4 BZO ("Grundmasse") führen würde. Letztere Bestimmung sieht ausdrücklich vor, dass die Aufteilung der Nutzung auf Dach-, Unter- und Vollgeschosse innerhalb des zulässigen Gebäudevolumens, begrenzt durch die Gebäude- und Gesamthöhe, frei wählbar ist. Die vorinstanzliche Auffassung, wonach Ziff. 6.4 BZO keine Auswirkungen auf die Messweise der Gebäudehöhe hat, erweist sich bei dieser Ausgangslage als vertretbar.