Citation: 8C_42/2007 14.04.2008 E. 2

Das kantonale Gericht hat die Frage nach einem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den noch geklagten Beschwerden und dem Unfall vom 13. März 2004 nicht abschliessend beantwortet, da es ohnehin am adäquaten Kausalzusammenhang fehle. Dies ist nicht zu beanstanden, wenn die Adäquanz in der Tat zu verneinen ist. Denn diesfalls kann praxisgemäss auf weitere Beweisvorkehren zur natürlichen Kausalität verzichtet werden (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 3c; zur Anwendbarkeit dieses Grundsatzes auch im Rahmen der Schleudertrauma-Praxis vgl. aus jüngerer Zeit etwa: Urteile U 70/07 vom 31. Januar 2008, E. 5.1, und U 42/07 vom 16. Januar 2008, E. 3.3 mit Hinweisen). Daran hat sich mit dem erwähnten Urteil U 394/06 vom 19. Februar 2008 (vgl. dortige E. 11) nichts geändert. 2.1 Mit dem kantonalen Gericht ist aufgrund der Ergebnisse der verschiedenen, auch mit bildgebenden Verfahren durchgeführten medizinischen Untersuchungen festzustellen, dass die über den 20. Juli 2005 hinaus geklagten Beschwerden nicht mit einer organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolge zu erklären sind. Anders als bei Gesundheitsschädigungen mit einem klaren unfallbedingten organischen Substrat, bei welchen der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel mit dem natürlichen bejaht werden kann (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen), hat demnach eine spezielle Adäquanzprüfung zu erfolgen. Das ist insoweit auch nicht umstritten. 2.2 Uneinigkeit besteht in der Beantwortung der Frage, ob die Adäquanz, wie von Unfallversicherer und Vorinstanz entschieden, gemäss den bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen oder aber, wie der Beschwerdeführer geltend machen lässt, nach der Schleudertrauma-Praxis zu beurteilen ist. Diesem Gesichtspunkt kann insofern Bedeutung zukommen, als nach der letztgenannten Praxis, anders als im Falle einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall, bei der Prüfung der abhängig von der Unfallschwere in die Adäquanzbeurteilung einzubeziehenden unfallbezogenen Kriterien auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird, weil es hier nicht entscheidend ist, ob Beschwerden eher als organischer und/oder psychischer Natur beurteilt werden (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367 und 369 E. 4b S. 382 f.; erwähntes Urteil U 394/06 vom 19. Februar 2008, E. 2.1 und 9 Ingress). 2.3 Die Diagnose eines beim Unfall vom 13. März 2004 erlittenen HWS-Distorsionstraumas ist unbestritten. Hingegen erscheint tatsächlich eher fraglich, ob die für Schleudertrauma-Verletzungen typischen Beschwerden in genügender Weise aufgetreten sind, um nach der bisherigen Praxis (BGE 117 V 359 E. 4b S. 360, 369 E. 4b S. 382) den Schluss auf eine derartige unfallbedingte Gesundheitsschädigung zu gestatten. Gemäss den echtzeitlichen ärztlichen Angaben waren nämlich initial lediglich Kopf- und Nackenschmerzen und im weiteren Verlauf über geraume Zeit höchstens noch lageabhängige Schwindelgefühle zu verzeichnen. Sodann ist die einige Zeit nach dem Unfall hinzugekommene psychische Problematik nicht unbedingt als Teil einer unfallbedingten HWS-Verletzung zu betrachten; sie wird zudem namentlich auch durch wiederholt bestätigte soziokulturelle und psychosoziale Belastungsfaktoren beeinflusst. Letztlich muss dies aber nicht abschliessend beantwortet werden. Namentlich ist auch nicht erforderlich, das Vorliegen einer natürlich unfallkausalen Verletzung, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis zu rechtfertigen vermag, im Lichte der mit Urteil U 394/06 vom 19. Februar 2008 erhöhten Anforderungen zu prüfen. Denn selbst wenn trotz der bestehenden Vorbehalte der Auffassung des Versicherten gefolgt und die Schleudertrauma-Praxis angewendet wird, ist der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen. Dies wird nachfolgend gezeigt.