Citation: 9C_108/2019 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht prüfte, ob bei der teilinvaliden Beschwerdeführerin Umstände vorliegen, welche gegen die Erzielung eines Einkommens im Sinne von Art. 14a Abs. 2 ELV sprechen. Es erwog insbesondere, die Beschwerdeführerin könnte die notwendige Hilfe für den leicht hilflosen Beschwerdeführer vor und nach den ausserhäuslichen Arbeitseinsätzen leisten. Die erst 44 bzw. 45 Jahre alte Beschwerdeführerin verfüge zudem aufgrund ihrer Berufserfahrung und sprachlichen Kenntnisse über die erforderlichen Fertigkeiten, um auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt eine Anstellung zu finden. Ihr habe ein relativ breites Spektrum möglicher Tätigkeiten offen gestanden, so hätte sie gemäss den ABI-Gutachtern auch der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Kundenberaterin/Verkäuferin in einem 50%-Pensum nachgehen können. Zwar hätten ihr die behandelnden Ärzte im Jahr 2014 und 2015 wiederholt teils weitgehende Arbeitsunfähigkeiten attestiert. Dies sei jedoch im ABI-Gutachten berücksichtigt worden und ändere nichts daran, dass die Beschwerdeführerin auch während des laufenden IV-Verfahrens gehalten gewesen wäre, das ihr Zumutbare zu tun, um ihre Restarbeitsfähigkeit auszuschöpfen. Im Übrigen gäbe es keine Anhaltspunkte, dass im Nachgang an die Begutachtung im ABI eine massgebliche Verschlechterung eingetreten sei. Zusammenfassend bleibe es in Anbetracht dieser Gesichtspunkte bei der Vermutung, dass die Beschwerdeführerin ein Erwerbseinkommen von Fr. 19'290.- (bzw. Fr. 11'860.-) hätte erzielen können.