Citation: 1A.43/2005 19.08.2005 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführer bringen (S. 13 ff.) vor, der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt sei insofern offensichtlich unrichtig, als im Rechtshilfeersuchen nirgends behauptet werde - auch nicht sinngemäss -, in den im Zusammenhang mit Waffengeschäften erfolgten Zahlungen auf das Konto der Firma T.________ bei der Bank B.________ in Panama seien Schmier- oder Kommissionsgelder enthalten gewesen. Ebenfalls unrichtig sei die Feststellung, es bestehe laut Rechtshilfegesuch der Verdacht, diese aus Waffengeschäften stammenden Schmier- oder Kommissionsgelder seien auf das von der Rechtshilfemassnahme betroffene Konto der Beschwerdeführerin 2 transferiert worden. Davon stehe im Rechtshilfegesuch, einschliesslich Beilagen, nichts. 2.2 Nach der Rechtsprechung ist die ersuchte Behörde an die Darstellung des Sachverhaltes im Ersuchen und dessen allfälligen Ergänzungen gebunden, soweit diese nicht durch offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprüche sofort entkräftet wird (BGE 118 Ib 111 E. 5b; 117 Ib 64 E. 5c mit Hinweisen). 2.3 Nach dem Rechtshilfeersuchen vom 10. Mai 2004 ermitteln die peruanischen Behörden gegen den Beschwerdeführer 1 wegen gesetzwidriger Vereinigung und Bestechung zulasten des Staates Peru. Die peruanischen Behörden ersuchen um Sperre des Kontos der Beschwerdeführerin 2 bei der Bank A.________ und Informationen über Kontobewegungen. Insbesondere wollen sie wissen, ob vom Konto der Beschwerdeführerin 2 Gelder nach New York, Singapur, Japan, Luxemburg, Grand Caiman oder Montevideo geflossen seien. Sie legen im Ersuchen dar, der Beschwerdeführer 1 sei am Konto der Beschwerdeführerin 2, auf dem 6,5 Millionen Dollar lägen, wirtschaftlich berechtigt. Er stehe unter dem Verdacht, sich der Korruption von Amtsträgern schuldig gemacht zu haben. Im Ersuchen werden sodann die Machenschaften geschildert, denen sich der ehemalige Geheimdienstchef Perus, Vladimiro Montesinos Torres, schuldig gemacht haben soll. Dieser habe bei in- und ausländischen Banken über Konten verfügt, die für ihn teilweise Strohmänner gehalten hätten. Auf den Konten hätten sich Millionen von US-Dollar befunden und es seien darüber hohe Geldsummen geflossen. Über den Beschwerdeführer 1 seien Hubschrauberturbinen an die peruanische Armee verkauft worden. Über seine Unternehmen seien auch weisser Drillich und Stoffe verkauft worden. An die Nationale Polizei von Peru seien sodann Westen, Hubschrauber MI-17 und anderes verkauft worden. Montesinos habe bei diesen Geschäften durch "Provisionen" 19 Millionen Dollar verdient. Eine Gruppe, welcher der Beschwerdeführer 1 angehört habe, sei in gesetzwidriger Weise gegen die Bezahlung einer "Provision" bevorzugt worden. Zu diesem Zweck sei in Peru das Unternehmen W.________ gegründet worden, das dort den ausländischen Lieferanten Firma T.________ vertreten habe. Diese letztere Gesellschaft habe von der Luftwaffe Perus Überweisungen auf seine Konten bei der Bank B.________ in Panama erhalten. Gemäss Art. 401-A und 401-B des peruanischen Strafgesetzbuches sei der Richter befugt, Mittel der Korruption zu beschlagnahmen. Im vorliegenden Fall seien die auf den Konten der Beschuldigten bei Schweizer Banken liegenden Gelder im Rahmen dieser Gesetzesnormen eingeschlossen. Wegen der Natur der untersuchten Delikte und wegen der Höhe der entdeckten Geldbeträge bei der Bank A.________ bestehe die unmittelbare Gefahr, dass die Gelder, die vermutlich aus gesetzwidrigen Handlungen stammten, von der Bank A.________ abgezogen werden und in die Hände der mutmasslichen Verbrecher oder Dritter gelangen könnten. Das dem Rechtshilfeersuchen beigelegte "Kautelaraktenheft Nr. 40" vom 13. August 2001 rundet diese Sachverhaltsschilderung ab. Darin wird bestätigt, dass gegen den Beschwerdeführer 1 in Peru eine Strafuntersuchung unter anderem wegen Bestechung geführt wird. Es wird dargelegt, der Beschwerdeführer 1 sei Mitgesellschafter der Firma W.________ gewesen. Die Gesellschafter hätten ihre Einwilligung für die Übergabe von Geld an Montesinos gegeben. Der Beschwerdeführer 1 habe zusammen mit anderen eine Gruppe für den Waffenkauf gegründet, die Inhaber eines Kontos in Panama gewesen sei. 2.4 Ausgehend von der Sachverhaltsschilderung im Rechtshilfeersuchen ist es nicht offensichtlich unrichtig, wenn die Vorinstanz annimmt, in den Zahlungen auf die Konten der Firma T.________ bei der Bank B.________ in Panama seien Schmier- oder Kommissionsgelder enthalten gewesen. Vielmehr ist das plausibel, da der Beschwerdeführer 1 nach dem Ersuchen "Provisionen" zu zahlen hatte, um bei der Lieferung militärischen Materials bevorzugt zu werden. Es liegt nahe, dass die "Provisionen" im Kaufpreis enthalten waren. Aufgrund des Ersuchens ist im Übrigen klar, dass die peruanischen Behörden den Verdacht hegen, über die Konten der Beschwerdeführer bei der Bank A.________ könnten Schmiergeldzahlungen geflossen sein und beim gesperrten Betrag auf dem Konto der Beschwerdeführerin 2 könnte es sich um Schmiergeld handeln, sei es, dass dieses an Montesinos oder eine von ihm beherrschte Gesellschaft weitergeleitet werden sollte, sei es, dass der Beschwerdeführer 1 das Geld auf dem Konto der Beschwerdeführerin 2 als Strohmann für Montesinos verwaltete. Eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden. Die Beschwerde ist insoweit unbegründet.