Citation: 1C_639/2022 E. 1.3

1.3. Mit Blick auf die Anträge der Beschwerdeführerin ist zu beachten, dass Streitgegenstand im bundesgerichtlichen Verfahren nur sein kann, was bereits Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war oder allenfalls hätte sein müssen und was gemäss der Dispositionsmaxime zwischen den Parteien noch strittig ist. Im Laufe eines Rechtsmittelverfahrens kann sich der Streitgegenstand somit verengen bzw. um nicht mehr strittige Punkte reduzieren, grundsätzlich jedoch nicht erweitern oder inhaltlich verändern (vgl. BGE 142 I 155 E. 4.4.2; 136 II 457 E. 4.2; Urteil 1C_740/2021 vom 18. Juli 2022 E. 1.4). Gemäss dem vorinstanzlichen Urteil war im kantonalen Verfahren umstritten, ob die teilrevidierten Statuten der Beschwerdeführerin sowie die Festlegungen zum Einzugsgebiet und zum Kostenteiler genehmigungsfähig sind. Diese vorinstanzlichen Feststellungen zum Prozesssachverhalt sind für das Bundesgericht verbindlich (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG; BGE 140 III 16 E. 1.3.1; Urteil 1C_153/2019 vom 5. Juli 2019 E. 2.2), zumal sie von der Beschwerdeführerin jedenfalls nicht in einer Art. 106 Abs. 2 BGG genügenden Weise in Zweifel gezogen werden (vgl. BGE 147 I 1 E. 3.5 und unten, E. 2.2). Bei dieser Sachlage gehen die Anträge der Beschwerdeführerin, die sie dem Bundesgericht unterbreitet, in verschiedenen Punkten über den Streitgegenstand hinaus. Das trifft insbesondere zu, soweit sie in allgemeiner Weise eine Überprüfung der kantonalen Gesetzgebung und deren Rechtsanwendung über das "Sonderrecht Bodenverbesserungen" (Beschwerde-Antrag Ziff. 1) oder die Gleichstellung von Strassen der Beschwerdeführerin mit Gemeindestrassen verlangt (Beschwerde-Antrag Ziff. 4). Auf die Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten.