Citation: 8C_380/2020 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat festgestellt, der Versicherte sei Staatsbürger der Schweiz und der USA. Er habe sich vom 7. November 2018 bis 20. Mai 2019 während 140 Tagen in X.________, wo seine Eltern und die Schwester lebten, aufgehalten. In der Schweiz habe er in diesem Zeitraum lediglich während 55 Tagen verweilt, wobei er, nachdem er die von ihm gemietete Wohnung in Y.________ gekündigt habe, sich nach seiner Rückkehr aus den USA jeweils beim erwachsenen Sohn in dessen Wohnung in Y.________ aufgehalten habe. Der Versicherte habe sich, wie aus den Nachweisen der persönlichen Arbeitsbemühungen hervorgehe, vermehrt um Kaderstellen in den USA und weniger in der Schweiz bemüht. Es sei zwar sinnvoll gewesen, dass er sich angesichts seiner amerikanisch-schweizerischen Doppelbürgerschaft, seiner Ausbildung und seines beruflichen Werdegangs sowie seines fortgeschrittenen Alters weiträumig, mithin auch in den USA beworben habe. Indessen habe ihn der Berater des RAV bereits anlässlich eines Gesprächs vom 21. Juni 2018 darauf hingewiesen, eine längere Stellensuche in den USA werde künftig nicht mehr unterstützt. Es könne davon ausgegangen werden, dass im fraglichen Zeitraum in der Schweiz genügend Kaderstellen im Bereich des Finanz- und Rechnungswesens ausgeschrieben gewesen seien. Zwar habe der Versicherte ab Ende November 2018 in den USA mehrere Vorstellungsgespräche und -runden bei verschiedenen Unternehmen und an Anlässen rund um ein Networking teilgenommen. Die langen Aufenthalte in den USA liessen sich jedoch nicht allein durch diese Arbeitsbemühungen erklären. Der Umstand, dass der Versicherte in der Stadt Y.________ angemeldet und in der Schweiz krankenversichert gewesen sei, über ein Halbtaxabonnement der SBB verfügt habe, seine beiden erwachsenen Söhne in der Schweiz und sein Lebenspartner in Süddeutschland lebten, vermöchten nichts daran zu ändern, dass er sich gewöhnlich ab 7. November 2018 bis 20. Mai 2019 in den USA und nicht in der Schweiz aufgehalten habe. Während dieses Zeitraumes habe er demnach keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Ein gegenteiliger Entscheid widerspräche auch dem Verbot des Leistungsexports und dem Prinzip der Verfügbarkeit.