Citation: 6B_1165/2019 E. 1.5.2

1.5.2. Die Vorinstanz erwägt, die Hypothese einer Störung aus dem schizophrenen Formenkreis sei nicht neu, sondern bereits der erste Gutachter habe die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit Boderline- und narzisstischen Merkmalen unter Vorbehalt gestellt. Dieser habe festgehalten, dass es auch Hinweise für eine Problematik aus dem schizophrenen Formenkreis gebe. Er habe weiter konstatiert, dass erst der weitere Verlauf zeigen werde, ob differentialdiagnostisch nicht doch von einer anfänglichen Prodromalsymptomatik und einer späteren Entwicklung einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis ausgegangen werden müsse. Entsprechend habe er empfohlen, die Massnahme langfristig anzulegen, um diagnostische Sicherheit erlangen zu können. Nicht gefolgt werden könne dem Beschwerdeführer dahingehend, dass bereits geklärt sei, dass er nicht an Schizophrenie leide. Die Fachkommission des Ostschweizer Strafvollzugskonkordats sei in ihren Stellungnahmen vom 3. März 2015 und 21. März 2016 nicht von einer gesicherten Diagnose einer Persönlichkeitsstörung unter Ausschluss einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis ausgegangen. Die aktuelle Gutachterin habe rückblickend deutliche Hinweise auf eine langdauernde Prodromalsymptomatik einer schizophrenen Erkrankung erkannt, jedoch aufgrund der fehlenden Mitwirkung des Beschwerdeführers keine abschliessende Einschätzung vornehmen können. Die Ausführungen der Gutachterin seien schlüssig und nachvollziehbar begründet. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, dass derzeit noch nicht von einer abschliessend geklärten Diagnose des Beschwerdeführers ausgegangen werden könne, diese müsse erst noch gesichert werden (Urteil S. 23 ff.).