Citation: 8C_293/2017 E. A

Die 1966 geborene A.________ bezieht von der IV-Stelle Bern seit 31. Juli 2001 eine ganze Invalidenrente (Verfügung vom 6. Oktober 2005). Im Rahmen einer von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision ordnete die IV-Stelle gegen den Widerstand der Versicherten eine polydisziplinäre Begutachtung durch das Ärztliche Begutachtungsinstitut (ABI) GmbH, Basel, an (Verfügung vom 29. Juli 2015). Die hiegegen von der Versicherten geführte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 28. September 2015 ab. Am 12. November 2015 eröffnete die IV-Stelle der Versicherten, die Gutachterstelle habe ihr mitgeteilt, sie wolle keinen neuen Termin vereinbaren. Die IV-Stelle forderte sie deshalb unter Hinweis auf Art. 21 Abs. 4 ATSG auf, einen neuen Termin für die medizinischen Untersuchungen zu vereinbaren, die Termine wahrzunehmen sowie an den Untersuchungen mitzuwirken. Zum daraufhin vom Begutachtungsinstitiut auf den 2. Februar 2016 festgesetzten Begutachtungstermin erschien die Versicherte nicht. Mit Vorbescheid vom 12. Februar 2016 kündigte ihr die IV-Stelle die sofortige Renteneinstellung wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht an. Am 26. April 2016 nahm die Versicherte den psychiatrischen Begutachtungstermin wahr; für die weiteren medizinischen Begutachtungsdisziplinen meldete sie sich ab. Mit Verfügung vom 20. Juni 2016 stellte die Verwaltung die Rente vorübergehend per sofort ein.