Citation: 2C_454/2023 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerin räumt in der Beschwerde (Rz. 56) selbst ein, dass ihre Interessen und diejenigen ihres Sohnes bezüglich Familiennachzug gleichläufig sind (vgl. Rz. 56 Beschwerde). Hinsichtlich eines besondere Abhängigkeitsverhältnisses ihres mittlerweile volljährigen Sohnes ihr gegenüber (vgl. dazu BGE 144 II 1 E. 6.1; Urteil 2C_1011/2022 vom 14. Februar 2023 E. 3.1 f. mit Hinweisen und E. 4.3.3 unten) hat die Vorinstanz keine tatsächlichen Feststellungen getroffen. In der Beschwerde werden nur äusserst vage psychologische Schwierigkeiten des Sohnes erwähnt. Eine Rüge der unvollständigen bzw. willkürlichen Sachverhaltsfeststellung hat die Beschwerdeführerin allerdings nicht erhoben. In diesem Zusammenhang ist auch auf die Mitwirkungspflicht im Ausländerrecht hinzuweisen (Art. 90 AuG). Selbst wenn die Behörden einen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen haben, trifft die Beschwerdeführerin die Pflicht, diejenigen Tatsachen darzulegen, die nur ihr bekannt sind oder die von ihr mit wesentlich geringerem Aufwand erhoben werden können (Urteile 2C_380/2022 vom 8. März 2023 E. 4.1 in fine; 2C_909/2019 vom 7. April 2020 E. 4.6.9; 2C_827/2017 vom 17. April 2018 E. 3.5 mit Hinweisen). Dies betrifft jedenfalls Tatsachen bezüglich eines allfälligen Abhängigkeitsverhältnisses des Sohnes gegenüber der Beschwerdeführerin Es wäre deshalb Sache der Beschwerdeführerin gewesen, im kantonalen Rechtsmittelverfahren Belege und Nachweise für ein allfälliges Abhängigkeitsverhältnis des Sohnes ihr gegenüber vorzubringen, was nicht erfolgt ist (vgl. Urteile 2C_380/2022 vom 8. März 2023 E. 4.1 in fine; 2C_909/2019 vom 7. April 2020 E. 4.6.9).