Citation: 2C_742/2022 E. 3.3.3

3.3.3. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung, die die Vorinstanz in willkürfreier Weise analog für die umstrittene Frage der Notwendigkeit der Rechtsvertretung herbeizieht, gilt, dass die bedürftige Partei Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung hat, wenn ihre Interessen in schwerwiegender Weise betroffen sind und der Fall in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, die den Beizug eines Rechtsvertreters erforderlich machen. Droht das in Frage stehende Verfahren besonders stark in die Rechtsposition der betroffenen Person einzugreifen, ist die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters grundsätzlich geboten, sonst nur dann, wenn zur relativen Schwere des Falles besondere tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten hinzukommen, denen die gesuchstellende Person auf sich alleine gestellt nicht gewachsen wäre (vgl. BGE 130 I 180 E. 2.2; 128 I 225 E. 2.5.2; Urteil 2C_625/2020 vom 19. August 2020 E. 3.1). Bei Bagatellfällen verneint das Bundesgericht einen verfassungsmässigen Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung (vgl. BGE 143 I 164 E. 3.5 i.f.; 128 I 225 E. 2.5.2; 122 I 49 E. 2c/bb; 120 Ia 43 E. 2a).