Citation: 6B_1245/2021 E. 2.4.7

2.4.7. Die erste Instanz erwägt, der Ehemann der Beschwerdeführerin kenne deren (in Thailand wohnhafte) Kinder gut. Gemäss den Aussagen der Beschwerdeführerin sei er zudem bereit, nach Thailand zurückzukehren. Jedoch sei seine in der Schweiz lebende Mutter derzeit krank. Es dürfe folglich angenommen werden, dass er - trotz des Umstands, dass er die thailändische Staatsbürgerschaft nicht besitze - eine besondere Beziehung zum Heimatstaat der Beschwerdeführerin pflege (erstinstanzliches Urteil S. 20 mit Verweis auf Prot. S. 9). Die Vorinstanz führt aus, die Beschwerdeführerin habe die Aussage, wonach ihr Ehemann bereit sei, ihr nach Thailand zu folgen, am 30. November 2020 und damit ein halbes Jahr nach der Operation ihres Ehemannes getätigt. Es sei nicht anzunehmen, dass eine derartige Aussage erfolgt wäre, wenn ihm der Wegzug aus gesundheitlichen Gründen nicht zugemutet werden könnte (vorinstanzliches Urteil S. 10).