Citation: 5A_123/2016 E. 2.3

2.3. Das Obergericht hat subsidiär erwogen, dass jedenfalls nicht nur ein einziges Mitglied die geheime Beschlussfassung verlangen könnte, sondern in analoger Anwendung von Art. 20 lit. c und d der Statuten mindestens ein Fünftel der Mitglieder einen entsprechenden Antrag stellen müsste. Bei der von Art. 20 lit. c und d geregelten Wahl des Vorstandes und des Präsidenten handle es sich um Geschäfte von besonderer Tragweite, bei welchen neben sachlichen Argumenten auch persönliche Elemente eine Rolle spielen könnten, so dass sich die geheime Wahl aufdränge, soweit mindestens ein Fünftel der Vereinsmitglieder eine solche verlange; dieser Wertungsentscheid gelte in gleichem Mass bzw. a fortiori für den Ausschluss eines Vereinsmitgliedes (angefochtener Entscheid S. 9 f.). Ist nach dem in E. 2.2 Gesagten die Hauptbegründung des Obergerichts nicht zu beanstanden, ist die Kritik an der vorstehend zusammengefasst wiedergegebenen Eventualerwägung gegenstandslos. Gleiches gilt in Bezug auf die Subeventualerwägung der kantonalen Instanzen, dass eine geheime Abstimmung zu keinem anderen Resultat geführt hätte; entsprechend ist auch auf die diesbezügliche Kritik in der Beschwerde nicht näher einzugehen.