Citation: I 284/02 31.10.2002 E. 3

3.1 Laut dem von der Verwaltung im Anschluss an den vorinstanzlichen Entscheid vom 24. November 1999 eingeholten polydisziplinären Gutachten des ZMB vom 28. Juni 2001 leidet der Beschwerdeführer an einem chronischen Schmerzsyndrom mit Somatisation im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung mit beginnender depressiver Dekompensation bei Verdacht auf hysterische Neurose. Er ist deshalb sowohl in der angestammten Tätigkeit als Automechaniker als auch in andern Tätigkeiten zu 50 % arbeitsunfähig. Als Nebendiagnosen bestehen ein Schmerzsyndrom bei leichter ISG-Symptomatik links, ein Status nach Varizenstripping bei Status nach tiefer Venenthrombose am linken Unterschenkel sowie ein Status nach Metatarsale-Fraktur links. Nach Meinung der Gutachter beeinflussen diese Befunde die Arbeitsfähigkeit nicht. Die Beurteilung stimmt mit der Feststellung im Gutachten des Spitals X.________ vom 11. Dezember 1998 überein, wonach der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht sowohl im Beruf als Automechaniker als auch in einer anderen angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig ist. Die Vorinstanz ist im angefochtenen Entscheid folglich zu Recht von einer (ausschliesslich) psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit von 50 % ausgegangen. Zu weiteren Abklärungen besteht kein Anlass. 3.2 Was die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit betrifft, macht der Beschwerdeführer unter Hinweis auf das Gutachten des ZMB geltend, er sei als (selbstständiger) Automechaniker optimal eingegliedert. Dort wird zwar ausgeführt, der Versicherte scheine in seiner Tätigkeit als Automechaniker in eigener Regie zur Zeit optimal eingegliedert zu sein. In ähnlichem Sinn hatte sich der behandelnde Arzt Dr. med. F.________, Spezialarzt für Chirurgie FMH, in einem Bericht vom 17. September 1998 geäussert. Damit wird indessen lediglich gesagt, dass eine solche Tätigkeit unter medizinischen Aspekten als ideal erscheint, insbesondere weil sie wechselbelastend ist und der Beschwerdeführer die Arbeit frei einteilen kann. Es wird damit jedoch nicht gesagt, dass ihm lediglich Tätigkeiten zumutbar sind, bei denen er die Arbeitszeit nach Art eines Selbstständigerwerbenden frei zu bestimmen in der Lage ist. Auch kann aus den ärztlichen Feststellungen nicht geschlossen werden, dass er mit der Tätigkeit als selbstständiger Automechaniker die verbleibende Arbeitsfähigkeit zumutbarerweise voll ausnützt. Diesbezüglich geht aus den Akten hervor, dass der Beschwerdeführer ab 1998 in einer kleinen Werkstatt Autos repariert hat, soweit er Aufträge erhielt. Im Jahr 1999 mietete er einen etwas grösseren Garagenraum, doch blieben seine Einkünfte bescheiden. Der Steuerbehörde gab er an, die selbstständige Erwerbstätigkeit am 1. September 2000 aufgenommen zu haben, wobei er für die vier Monate bis Ende 2000 einen Betriebsverlust von Fr. 4269.- bei einem Umsatz von Fr. 9045.- deklarierte. Nach dem im letztinstanzlichen Verfahren aufgelegten Geschäftsabschluss für das Jahr 2001 belief sich der Gewinn auf Fr. 14'579.95 bei einem Betriebsertrag (Umsatz) von Fr. 34'646.65. Damit war das Einkommen selbst im vierten Betriebsjahr nicht existenzsichernd. Auch wenn Versicherten, welche eine selbstständige Erwerbstätigkeit aufnehmen, eine gewisse Übergangszeit einzuräumen ist, kann unter den gegebenen Umständen nicht von einer geeigneten Selbsteingliederung gesprochen werden. Dem Beschwerdeführer stünden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zahlreiche Stellen offen, bei denen er trotz des Gesundheitsschadens ein deutlich höheres Einkommen zu erzielen vermöchte. Auch eine Tätigkeit als angestellter Automechaniker wäre ihm nach ärztlicher Beurteilung im Umfang von 50 % zumutbar. Mit einer solchen Tätigkeit könnte er aber auch unter Berücksichtigung der reduzierten Arbeitsfähigkeit einen wesentlich höheren Verdienst erzielen als mit der aufgenommenen selbstständigen Erwerbstätigkeit. Im Lichte der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht (BGE 123 V 233 Erw. 3c mit Hinweisen) nützt der Beschwerdeführer die Restarbeitsfähigkeit mit der Tätigkeit als selbstständiger Automechaniker somit nicht voll aus, weshalb bei der Invaliditätsbemessung nicht auf das mit dieser Tätigkeit erzielte Einkommen abgestellt werden kann (BGE 117 V 18 mit Hinweisen). Verwaltung und Vorinstanz haben bei der Festsetzung des für die Invaliditätsbemessung massgebenden Invalideneinkommens daher zu Recht Tabellenlöhne herangezogen (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb mit Hinweisen).