Citation: 6B_1047/2015 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz verfällt auch nicht in Willkür, soweit sie annimmt, die vom Beschwerdeführer und dem Mitangeklagten X.________ konkret eingegangenen Anlagegeschäfte der A.________ Ltd. hätten den Vorgaben der Kunden allesamt bei weitem nicht entsprochen. In dieser Hinsicht ist zunächst zu bemerken, dass der Beschwerdeführer sich nur gegen den Schuldspruch der Veruntreuung in Bezug auf die Geschäfte mit K.________, der O.________ AG und Q.________ AG sowie auf die Zahlungen an den Mitangeklagten X.________ wendet. Zu den übrigen Geschäften äussert er sich - abgesehen davon, dass er seine Verantwortlichkeit bestreitet, weil er zu diesem Zeitpunkt noch nicht als Organ eingetragen war - in diesem Zusammenhang nicht. Dies betrifft namentlich etwa die Kommissionskosten bzw. Management Fees (angefochtenes Urteil S. 25 f.), die an die Vermittler der drei Kunden geleisteten Provisionszahlungen (angefochtenes Urteil S. 25), das an den Mitangeklagten Z.________ ausgerichtete Darlehen von CHF 20'000.--, den Betrag von je EUR 50'000.-- im Zusammenhang mit den Darlehen an K.________, welche der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte X.________ für sich vereinnahmt hatten (angefochtenes Urteil S. 26, 29), die Darlehen an R.________ und die Zahlung zu Gunsten von S.________ AG im Umfang von CHF 125'000.-- (angefochtenes Urteil S. 28 f.) sowie den Kauf von 25'000 Aktien der T.________ (angefochtenes Urteil S. 30 f.) und die persönlichen Bezüge zu Lasten des Bank H.________-Kundenkontos (angefochtenes Urteil S. 34 ff.). Was der Beschwerdeführer hinsichtlich der Darlehen bzw. Zahlungen an K.________ und an den Mitangeklagten X.________ und die Immobilien- und Goldgeschäfte gegen die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz vorbringt, erschöpft sich weitgehend in einer appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil, auf welche das Bundesgericht nicht eintritt (BGE 140 III 264 E. 2.3). Nach konstanter Rechtsprechung genügt für die Begründung von Willkür nicht, dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung der beschwerdeführenden Partei nicht übereinstimmt oder auch eine andere Lösung oder Würdigung vertretbar erscheint. Willkür liegt nur vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 141 I 49 E. 3.4 und 70 E. 2.2; 140 I 201 E. 6.1; 138 I 49 E. 7.1 und 305 E. 4.3; 138 V 74 E. 7). Der Beschwerdeführer hätte somit darlegen müssen, inwiefern die Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unhaltbar sein und die vorhandenen Beweise andere Schlussfolgerungen geradezu aufdrängen sollen. Diesen Anforderungen wird seine Beschwerde in weiten Teilen nicht gerecht. In Bezug auf das Darlehen über EUR 200'000.--, welches K.________ am 3. März 2008 bis längstens Ende 2008 gewährt wurde, führt die Vorinstanz zunächst aus, als Sicherheit hätten die persönliche Haftung des Borgers und 20 Aktien der L.________ AG gedient. Der Wert der hinterlegten Aktienzertifikate sei nie abgeklärt worden. Im Zusammenhang mit dem Schuldspruch der Misswirtschaft führt sie aus, die Aktien seien wertlos gewesen (angefochtenes Urteil S. 57). Ferner nimmt die Vorinstanz an, die Geldvergabe sei nicht hinreichend sicher im Sinne der Verträge gewesen. Das Darlehen sei per Ende 2008 nicht zurückbezahlt worden. Der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte X.________ hätten es weder zurückgefordert noch versucht, die Aktien zu verwerten. Sie seien selbst nicht ernsthaft davon ausgegangen, dass sie das Geld von K.________ wieder erhältlich machen könnten (angefochtenes Urteil S. 26). Der Beschwerdeführer beschränkt sich in diesem Punkt darauf, seinen Standpunkt zu wiederholen, wonach das Darlehen sehr wohl hinreichend gesichert und werthaltig gewesen sei. Mit der Erwägung, das Darlehen sei weder zurückgefordert noch sei versucht worden, die als Sicherheit hinterlegten Aktien zu verwerten, setzt er sich nicht auseinander. Dasselbe gilt hinsichtlich des zweiten Darlehens an K.________ vom 26. Januar 2009 über EUR 250'000.-- über eine Laufzeit von 9 Monaten als Investition in das Projekt M.________. Der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte X.________ hätten dieses Darlehen gewährt, obwohl die Laufzeit des ersten Darlehens beendet gewesen sei und K.________ weder den Darlehensbetrag zurückerstattet noch die Zinsen bezahlt habe. Es sei kein schriftlicher Vertrag abgeschlossen und keine über die beim ersten Darlehen mit K.________ hinausgehenden Sicherheiten gestellt worden. Die Vorinstanz nimmt mit überzeugenden Argumenten an, dass auch diese Anlage von vornherein nicht sicher im Sinne der Verträge gewesen sei. Sie verfällt jedenfalls nicht in Willkür, wenn sie zum Schluss gelangt, die Gewährung eines zweiten Darlehens nach Ablauf der Laufzeit eines ersten Darlehens, das samt Zinsen nicht zurückbezahlt worden sei, nehme leichtfertig den Gesamtverlust beider Darlehen in Kauf (angefochtenes Urteil S. 29 f.). Nicht zu beanstanden ist das angefochtene Urteil auch in Bezug auf das Kurzdarlehen an die Q.________ AG über USD 100'000.--. Die Vorinstanz nimmt an, die konkrete Abwicklung des Geschäfts widerspreche den Verträgen zumindest insoweit, als eine Sicherheit nicht gestellt und auch ein weiterer Ertrag nicht wahrscheinlich gewesen sei. Die Gelder sind demnach nicht zum Nutzen der Kunden, sondern zum Nutzen Dritter übertragen worden (angefochtenes Urteil S. 26 f.). Dasselbe gelte hinsichtlich der weiteren Goldhandelsgeschäfte mit der Q.________ AG, welche allesamt ohne Sicherheiten, welche wenigstens einen Gegenwert in Gold gewährleistet hätten, und mithin absprachewidrig erfolgt seien. Aus den Investitionen in Gold seien keine nennenswerten Erträge zurückgeflossen. Es hätten nur Verluste resultiert (angefochtenes Urteil S. 33 f.). Auch dieser Schluss der Vorinstanz ist jedenfalls nicht schlechterdings unhaltbar. Dasselbe gilt in Bezug auf die aus den Vermögenswerten von B.________ und den Brüdern E.________ geleisteten Zahlung an den Mitangeklagten X.________ vom 29. Dezember 2008 über CHF 246'683.30, die keinerlei Nutzen für die Anlagekunden der A.________ Ltd. gehabt hat (angefochtenes Urteil S. 27 f.). Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, namentlich dass er die mangelnde Ersatzbereitschaft des Mitangeklagten X.________ nicht habe erkennen können, ist nicht geeignet Willkür darzutun. Schliesslich führt auch, was der Beschwerdeführer gegen die Erwägungen der Vorinstanz zum Darlehensvertrag vom 8. Juli 2008 mit der O.________ AG über EUR 1'500'000.--, mit einer Laufzeit von mindestens sechs Monaten und einer Verzinsung von 4,5% monatlich, ausführt, zu keinem anderen Ergebnis. Die Vorinstanz hält in diesem Kontext fest, die Darlehenssumme habe in italienische Immobilienprojekte der O.________ AG investiert werden sollen, und die O.________ AG habe als Sicherheit 100% ihrer Aktien bei der A.________ Ltd. hinterlegt. Zu keinen Bemerkungen Anlass gibt der Schluss der Vorinstanz, der Tatbestand der Veruntreuung sei insofern erfüllt, als der Beschwerdeführer am 10. Juli 2008 Beträge in der Höhe von CHF 96'270.-- und EUR 40'000.-- zu Lasten der anvertrauten Kundengelder in bar abgehoben, an den Mitangeklagten Z.________ weitergegeben und in der Folge mit diesem zusammen für private eigene Zwecke verwendet habe. Der Beschwerdeführer setzt sich damit nicht auseinander. Das angefochtene Urteil ist aber auch in Bezug auf die Überweisungen an Empfänger in Italien nicht zu beanstanden, zumal sich der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte X.________ um die Werthaltigkeit der Sicherheit nicht gekümmert und schliesslich auch weder die Rückzahlung der Darlehen noch die Zinsen eingefordert hätten (angefochtenes Urteil S. 31 ff.). Der Einwand des Beschwerdeführers, das Darlehen sei aus damaliger Sicht hinreichend gesichert gewesen, geht nicht über eine appellatorische Kritik hinaus. Insgesamt nimmt die Vorinstanz zu Recht an, die der A.________ Ltd. von B.________ und den Brüdern E.________ übergebenen Vermögenswerte seien dem Beschwerdeführer und dem Mitangeklagten X.________ anvertraut gewesen. Diese waren daher verpflichtet, jene ständig zur Verfügung der Treugeber zu halten oder in deren Sinne zu verwenden - insbesondere anzulegen. Der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte X.________ sind damit zur Erhaltung der Werte verpflichtet gewesen (angefochtenes Urteil S. 22, 43). Durch die Anlagen und den Verzicht auf Rückforderung der investierten Beträge hat der Beschwerdeführer eindeutig den Willen manifestiert, seine Verpflichtungen gegenüber den Treugebern nicht zu erfüllen bzw. deren Ansprüche zu vereiteln. Der Schuldspruch wegen mehrfacher qualifizierter Veruntreuung verletzt daher kein Bundesrecht. Inwiefern die Vorinstanz ihre Begründungspflicht verletzt haben soll, so dass der Beschwerdeführer in diesem Punkt nicht in der Lage gewesen wäre, das vorinstanzliche Urteil sachgerecht anzufechten (Beschwerde S. 6 f., 11; vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1), ist nicht ersichtlich. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet. Damit ist auch der Schuldspruch wegen Geldwäscherei nicht zu beanstanden. Jedenfalls lässt sich nicht sagen, der Tatbestand sei mangels Vortat nicht erfüllt (Beschwerde S. 27). Bei diesem Ergebnis erübrigen sich darüber hinaus auch Erörterungen zu den Zivilklagen (Beschwerde S. 33).