Citation: 4A_127/2021 E. 3.3.2

3.3.2. Diese Argumentation der Beschwerdeführerin überzeugt nicht. 3.3.2.1. Gemäss den unbestritten gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz wurde die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2. Dezember 2020 aufgefordert, innert einer Frist von zehn Tagen für die Durchführung des Beschwerdeverfahrens einen Kostenvorschuss von Fr. 1'600.-- zu leisten. Da sie diesen nicht innert Frist bezahlt hatte, wurde ihr am 6. Januar 2021 eine Nachfrist von fünf Tagen eingeräumt. Diese Nachfristansetzung wurde mit der Androhung verbunden, dass auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde, falls die Zahlung nicht fristgerecht erfolge. Eine derartige Androhung ist auch für eine nicht anwaltlich vertretene Partei verständlich. Mithin kann die Beschwerdeführerin daraus nicht ableiten, sie träfe kein oder bloss ein leichtes Verschulden, da sie rechtsunkundig sei und die Tragweite ihres Verhaltens nicht hätte abschätzen können. 3.3.2.2. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, es habe eine allgemeine Unsicherheit darüber geherrscht, was in der Quarantäne erlaubt sei, vermag sie die nicht rechtzeitige Zahlung des Kostenvorschusses nicht zu entschuldigen. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, ist nicht einzusehen, weshalb die Beschwerdeführerin durch die Quarantäne daran gehindert worden wäre, eine Zahlung auszuführen - sei es mittels E-Banking oder allenfalls unter Beizug einer Drittperson. Die eingeschrieben verschickte Mahnung betreffend Nachfrist ging ihr am 14. Januar 2021 zu. In den darauffolgenden fünf Tagen wäre es ihr - selbst wenn sich sämtliche Mitarbeiter in Quarantäne befunden hätten - ohne Weiteres möglich gewesen, die Zahlung des Gerichtskostenvorschusses zu organisieren. Inwiefern dafür potenziell Quarantäneregeln hätten verletzt werden müssen, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. 3.3.2.3. Beurteilungskriterium, ob eine versäumte Frist wiederhergestellt werden kann, ist das Verschulden des Gesuchstellers an der Nichteinhaltung der Frist (E. 3.1 hiervor). Keinen Einfluss auf den Entscheid haben jene Sachverhalte, die sich weder direkt noch indirekt auf das Versäumnis auswirken. Wenn die Beschwerdeführerin behauptet, ihr Verschulden wiege leichter, da vorliegend der Organisationsmangel bereits während des erstinstanzlichen Verfahrens behoben worden sei, wird damit ihr Unterlassen weder gerechtfertigt noch ihr Verschulden reduziert, ist doch kein Zusammenhang zwischen der Behebung des Mangels (Eintragung einer Revisionsstelle im Handelsregister) und dem Nichtbezahlen des Kostenvorschusses erkennbar. Namentlich könnte die Beschwerdeführerin nicht einwenden, die Mangelbehebung wäre der rechtzeitigen Zahlung entgegengestanden. 3.3.2.4. Dass durch die Abweisung des Gesuchs um Wiederherstellung der Frist ein Unternehmen möglicherweise ohne Grund liquidiert würde, mag aus der Sicht der Beschwerdeführerin hart erscheinen, doch ist zu bedenken, dass ihr diese Konsequenz bekannt sein musste, nachdem die Erstinstanz die Liquidation anordnete, sie gegen diesen Entscheid ein Rechtsmittel einlegte und die Vorinstanz in der Mahnung androhte, bei Nichtbezahlung des Kostenvorschusses werde auf das Rechtsmittel nicht eingetreten. Jedenfalls wird damit nicht das Verschulden der Beschwerdeführerin herabgesetzt. Im Gegenteil hätte die Beschwerdeführerin - in Kenntnis des Prozessausgangs bei Nichtbezahlung - unter allen Umständen ein Nichteintreten auf die Berufung verhindern müssen.