Citation: 4A_154/2018 E. A

A.a. Die D.________ SpA (Klägerin, Beschwerdegegnerin) ist eine im Handelsregister von U.________/IT eingetragene Aktiengesellschaft italienischen Rechts. Sie betreibt eine Ölraffinerie und ist auf die Produktion von hochwertigem Asphalt spezialisiert, der aus Schweröl hergestellt wird. A.b. Die A.________ AG (vormals B.A.________ AG, Beklagte, Beschwerdeführerin) ist eine ursprünglich in V.________, mittlerweile in W.________ domizilierte Aktiengesellschaft. Sie bezweckt unter anderem die Exploration und Gewinnung von Mineralien, insbesondere von Mineralöl-Ressourcen, sowie deren weltweiten Verkauf. Sie übernahm am 14. Februar 2012 ein Ölfeld in Z.________/AL von der albanischen Mineralölgesellschaft E.________. Dieses Ölfeld wurde von der albanischen Tochtergesellschaft der Beklagten, der C.A.________ Sh.A. bewirtschaftet. Zur Finanzierung und zur Weiterentwicklung dieses Ölfeldes nahm die Beklagte am 13. Dezember 2013 bei der F.________ Company ein Darlehen über USD 60 Mio. auf. A.c. Am 24. Dezember 2013 schlossen die Parteien einen Rahmenvertrag über die Lieferung von Rohöl. Die Beklagte verpflichtete sich, der Klägerin jährlich ansteigende Mengen von Schweröl vom Ölfeld Z.________/AL sukzessiv zu liefern. Für die erste Schiffsladung von rund 3'000 metrischen Tonnen ("MT", 1 MT = 1'000 kg) Rohöl und für weitere Schiffsladungen, bei welchen die Schiffe nicht mittels Pipeline, sondern mittels Tanklastwagen beladen würden, einigten sich die Parteien auf einen Preis von 70 % des Marktpreises der Rohölsorte Brent. Die Parteien bestimmten im Rahmenvertrag als Gerichtsstand das Gericht am Sitz der jeweiligen Beklagten und vereinbarten die Anwendung italienischen Rechts. Ebenfalls am 24. Dezember 2013 schlossen die Parteien ein "Amendment Agreement" über die erste Lieferung von 58'000 Barrel (ca. 9'200 MZ) Rohöl. Danach sollte eine Menge von 40'000 Barrel am 31. März 2014 und die restlichen 18'000 Barrel am 30. April 2014 geliefert werden. Zum Erfüllungsort wurde vereinbart, die Beklagte habe das Rohöl an Bord der Schiffe (incoterm: FOB) im Schiffsterminal Porto Romano in Albanien zu bringen. Der Klägerin wurde zudem das Recht eingeräumt, die Lieferung schriftlich "on the spot" zu verlangen. Der Preis wurde auf 70% des durchschnittlichen Marktpreises der Rohölsorte Brent im Auslieferungsmonat festgelegt und war für die erste Lieferung im Voraus zu zahlen, wobei zur Übereinstimmung mit dem vereinbarten Preis Ausgleichszahlungen abgemacht wurden. Im Übrigen legten die Parteien fest, dass die Bedingungen des Rahmenvertrages Anwendung finden würden, soweit das "Agreement" keine abweichenden Vereinbarungen enthält. Ebenfalls am 24. Dezember 2013 gab die Beklagte in einem Anhang zum " Amendment Agreement" die schriftliche Erklärung ab, dass sie das Rohöl für die Klägerin in verschiedenen Tanks aufbewahre. A.d. Die Klägerin bezahlte am 27. Dezember 2013 für die erste Lieferung von 58'000 Barrel Rohöl den Betrag von USD 4'535'020.--. A.e. Mit E-Mail vom 3. Juni 2014 teilte die Beklagte der Klägerin mit, dass sie sich in finanziellen Schwierigkeiten befinde. Das Lager sei zwar voll. Mangels eines Heizsystems sei es ihr aber nicht möglich, das Öl in den für den Transport nötigen flüssigen Zustand zu bringen. Nachdem sich die Parteien nicht auf eine neue Vereinbarung über die Art und Weise der Lieferung des Öls einigen konnten, setzte die Klägerin der Beklagten mit E-Mail vom 20. Juni 2014 eine Frist bis Ende Juni 2014 zur vereinbarten Lieferung. Die Beklagte erklärte daraufhin mit E-Mail vom 23. Juni 2014, sie sei nicht in der Lage, den Vertrag zu erfüllen, da ihr Finanzierungspartner den Vertrag mit ihr gebrochen habe. Die erforderlichen Anlagen für den Export des Öls hätten nicht erstellt werden können. A.f. Die Klägerin forderte die Beklagte mit Schreiben vom 14. respektive 16. Juli 2014 auf, die vereinbarten 58'000 Barrel innert 15 Tagen "on the spot", d.h. im Z.________/AL Ölfeld auszuliefern, andernfalls das "Amendment Agreement" als automatisch aufgelöst gelte und der Kaufpreis sofort zurückzuzahlen sei. Die Beklagte bat daraufhin mit Schreiben vom 18. Juli 2014 um Entschuldigung für die Leistungsverzögerung und stellte Informationen über die Details der Auslieferung für den 21. Juli 2014 in Aussicht. Per E-Mail gab ihre Tochtergesellschaft bekannt, dass mehr als 10'000 MT Rohöl im Hafen Porto Romano und auf dem Ölfeld bereit stünden und sie zur Lieferung ab Lagerort bereit sei. A.g. Die Klägerin unterbreitete der Tochtergesellschaft der Beklagten mit E-Mail vom 30. Juli 2014 ein neues "Amendment Agreement". Danach sollte sich die Tochtergesellschaft der Beklagten verpflichten, den Transport des Rohöls an andere albanische Häfen ohne zusätzliche Kosten zu übernehmen. Nachdem die diesbezüglichen Verhandlungen scheiterten, leitete die Klägerin am 4. August 2014 eine Betreibung auf Rückzahlung der von ihr geleisteten Anzahlung von USD 4'535'000.--, d.h. von umgerechnet Fr. 4'104'650.-- ein. Die Beklagte erhob Rechtsvorschlag. A.h. Sodann konnte nach weiteren Verhandlungen zwar kein neuer Vertrag geschlossen werden, doch akzeptierte die Beklagte mit Schreiben vom 23. Dezember 2014 die Auflösung des "Amendment Agreements", welches die Klägerin am 31. Dezember 2014 erhielt. Hiernach forderte die Klägerin von der Beklagten erneut die Rückzahlung der geleisteten Anzahlung, die sie auf Fr. 3'895'808.90 umrechnete und mit Zahlungsbefehl vom 21. Januar 2015 in Betreibung setzen liess. Auch gegen diesen Zahlungsbefehl erhob die Beklagte Rechtsvorschlag.