Citation: 6B_542/2023 E. 2.3.1

2.3.1. Zu prüfen bleibt, ob die vorinstanzlich angeordnete Landesverweisung gegen das unabhängig von einem ausländerrechtlichen Status und absolut geltende menschenrechtliche Non-refoulement-Gebot im Sinne von Art. 66d Abs. 1 lit. b StGB und damit gegen Art. 25 Abs. 3 BV und Art. 3 EMRK verstösst. Dabei gilt es, wie erwähnt (oben E. 1.3.7.2), unter Betrachtung der Gesamtumstände des Einzelfalls zu erörtern, ob das Risiko einer Behandlung oder Strafe im Sinne von Art. 3 EMRK für den Fall einer Landesverweisung mit stichhaltigen Gründen konkret und ernsthaft glaubhaft gemacht wird.