Citation: 1P.466/2003 06.01.2004 E. 4

Die Beschwerdeführerin bringt vor, die umstrittene Planungsmassnahme verletze die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV). Zudem erachtet sie es als willkürlich, dass das Verwaltungsgericht ihre Parzellen in die Reservezone eingewiesen und nicht dem weitgehend überbauten Gebiet im Sinne von Art. 15 lit. a RPG zugerechnet hat. 4.1 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. a OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze verletzt sind und inwiefern der angefochtene Entscheid nicht nur unrichtig, sondern qualifiziert falsch ist. Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen. Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 127 I 38 E. 3c S. 43; 125 I 492 E. 1b S. 495 mit Hinweisen). 4.2 Das Verwaltungsgericht kam zum Schluss, dass sich die von der Beschwerdeführerin erwähnte, zwischen Einfamilienhäusern gelegene private Stichstrasse für die Erschliessung ihrer Grundstücke nicht eigne und auch nicht im öffentlichen Interesse liege. Es sei daher sachgerecht, dass die Gemeinde die Parzellen der Beschwerdeführerin zusammen mit der ebenfalls unüberbauten Parzelle GB Nr. 1234 der Erschliessungsplanpflicht unterstellt habe. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, dass das an der Stichstrasse zuletzt gebaute Einfamilienhaus erst nach dem Beschluss der vorliegenden Planung erstellt worden sei. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern auf Grund dieses Umstandes die Sachverhaltsfeststellung des Verwaltungsgerichts zur Erschliessung falsch oder gar willkürlich sein soll. Soweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang zusätzlich geltend macht, das Verwaltungsgericht vermenge willkürlich die Auszonung als Massnahme der Raumplanung mit der Detailerschliessung als Massnahme der Gestaltungsplanung, erschöpfen sich ihre Ausführungen in appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid. Darauf ist nicht einzutreten (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). 4.3 Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich, das Verwaltungsgericht habe das Willkürverbot missachtet, indem es das Vorliegen einer Baulücke im weitgehend überbauten Gebiet (Art. 15 lit. a RPG) verneint habe. Das umstrittene Gebiet befinde sich mitten in Nunningen in der Kernzone. Es sei von Einfamilienhäusern, gewerblich genutzten Bauten sowie Strassen umschlossen, und die Infrastruktur sei vorhanden. Die Parzellen der Beschwerdeführerin gehörten daher zum geschlossenen Siedlungsgebiet. Dass mit dem Bau eines Einfamilienhauses auf der Parzelle GB Nr. 1235 der direkte Zugang erschwert worden sei, habe die Gemeinde zu verantworten. Im Übrigen stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass ihrem Land schon aufgrund seiner geringen Grösse keine eigenständige Bedeutung zukomme. 4.3.1 Das Verwaltungsgericht hat die nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 15 lit. a RPG massgebenden Kriterien zutreffend dargelegt. Gestützt darauf ist es zum Ergebnis gelangt, dass die Grundstücke der Beschwerdeführerin nicht als weitgehend überbaut zu betrachten seien bzw. keine Baulücke vorliege. Sie würden zwar im Osten an die überbaute Kernzone anschliessen. Der Kern der Gemeinde habe sich aber im Bereich der Parzellen der Beschwerdeführerin nicht entwickelt. Diese grenzten im Norden an die Grellingerstrasse, welche erhöht liege und die Kernzone von den locker überbauten Wohnzonen trenne. Als Ortsverbindungsstrasse sei sie für die Erschliessung des Gebiets nicht geeignet. Südlich der Parzellen der Beschwerdeführerin seien an der Strasse "Wieden" drei Einfamilienhäuser gebaut worden, welche keinen Siedlungsbereich bildeten. Bei den Parzellen der Beschwerdeführerin handle es sich in ihrer Gesamtheit und im Zusammenhang mit den Verhältnissen auf den benachbarten Parzellen betrachtet nicht um geschlossenes Baugebiet. Die Anforderungen an eine weitgehende Überbauung gemäss Art. 15 lit. a RPG seien daher nicht erfüllt. 4.3.2 Diese Beurteilung des Verwaltungsgerichts ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, und es ist auch anhand der Rügen der Beschwerdeführerin nicht ersichtlich, inwiefern sie dadurch in ihren verfassungsmässigen Rechten verletzt würde. Dasselbe trifft auch zu, soweit die Beschwerdeführerin eine eigenständige Bedeutung ihrer Parzellen bestreitet. Das Verwaltungsgericht hat hinsichtlich dieser Frage nicht nur die Parzellen der Beschwerdeführerin in seine Beurteilung miteinbezogen, sondern zusätzlich auch die Verhältnisse auf den Nachbarparzellen. Inwiefern eine solche Betrachtungsweise unzulässig sein soll, legt die Beschwerdeführerin nicht dar und ist auch nicht ersichtlich.