Citation: 4C.322/2001 15.02.2002 E. 6

6.- Die Vorinstanz hat auch ausservertragliche Ansprüche auf Schadenersatz verneint. Die Klägerin habe auch solche nicht genügend substanziiert. Sie habe einerseits vorgebracht, es bestünden Indizien dafür, dass noch einige Dutzend Fahrräder im Lagerhaus der Beklagten vorhanden seien. Andererseits habe sie geltend gemacht, dass die Beklagte unerlaubterweise Fahrräder an Dritte ausgeliefert habe. Demnach hätte sie darlegen müssen, welche Fahrräder sich noch bei der Beklagten befinden und welche von dieser an Dritte veräussert worden sein sollen. Dies habe sie aber unterlassen. Zumindest für die Fahrräder, die noch im Gewahrsam der Beklagten seien, hätte die Klägerin primär auf Herausgabe und nicht auf Schadenersatz klagen müssen. Die Klägerin macht geltend, die Beklagte habe ihr schriftlich bestätigt, dass sich keine Fahrräder mehr im Lager in A.________ befänden. Die Vorinstanz habe daher zu Unrecht angenommen, dass zuerst auf Herausgabe hätte geklagt werden müssen. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz machte die Klägerin im kantonalen Verfahren auch geltend, es beständen Indizien dafür, dass sich noch einige Dutzend Fahrräder im Lagerhaus befänden. Dies wird von der Klägerin vorliegend übergangen. Ihre Rüge findet daher, wie sie erhoben wurde, in den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz über die Parteivorbringen im kantonalen Verfahren keinen Halt. Es kann darauf nicht eingetreten werden (Art. 55 Abs. 1 lit. c und d und Art. 63 Abs. 2 OG). Im Übrigen ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben soll, indem sie aufgrund der verschiedenen klägerischen Vorbringen im kantonalen Verfahren schloss, die Klägerin habe es unterlassen, ausreichende tatsächliche Behauptungen dazu aufzustellen, inwieweit ihr ein Schaden entstanden sei.