Citation: 6B_135/2020 E. 1.2.2

1.2.2. Die erste Instanz war ebenfalls zum Schluss gelangt, A.________ sei als Täter auszuschliessen, zumal sich dieser nach den Aussagen aller Beteiligten während der gesamten Auseinandersetzung auf ein anderes Opfer der tätlichen Auseinandersetzung konzentriert habe. In Bezug auf den Beschwerdeführer nahm sie an, gegen dessen Täterschaft spreche, dass dieser eher zufällig zusammen mit dem Mitbeschuldigten E.________ an das Fest nach V.________ gekommen sei, weder Deutsch spreche noch über eine Aufenthaltsbewilligung verfügt habe und dass er, weil er nicht mobil und ortskundig gewesen sei, an diesem Abend von E.________ abhängig gewesen sei. Zudem stimmten seine Aussagen mehr oder weniger mit denjenigen der Brasilianer und der übrigen Indizienlage überein. Schliesslich habe er weder ein Motiv gehabt, sich an der Auseinandersetzung zu beteiligen, noch falsch auszusagen. Er habe sich nach der Tat auch nicht sofort ins Ausland abgesetzt, sondern sei erst ausgereist, als er ebenfalls ins Visier der Polizei geraten sei (erstinstanzliches Urteil S. 91 f.).