Citation: 2C_854/2022 E. 3.3.3

3.3.3. Nach den Feststellungen der Vorinstanz verfügt der Beschwerdeführer - trotz langer Landesabwesenheit - zudem über Beziehungen in seinem Heimatstaat Tunesien. Dass diese Feststellung offensichtlich unrichtig wäre, wie der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht ersichtlich. So wird etwa die Gattin mit der Aussage zitiert, wonach der Beschwerdeführer vor vielleicht ca. 2 Jahren zuletzt in Tunesien gewesen sei; auch sein Onkel, mit dem der Beschwerdeführer befreundet ist und über den er seine Gattin kennengelernt hatte, sei zurück nach Tunesien gereist (Art. 105 Abs. 2 BGG). Es ist insgesamt davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer, der die dortige Sprache spricht (Art. 105 Abs. 2 BGG), über hinreichende Bezugspunkte zum Heimatland verfügt, um sich ein neues Auskommen und soziales Netz aufzubauen; umgekehrt sind keine Umstände vorgebracht, die besondere Probleme bei der Integration aufzeigen könnten (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.1). Der blosse Umstand, dass die Lebensbedingungen und die Wirtschaftslage hier allenfalls besser sind, genügt nicht, um das Vorliegen eines nachehelichen Härtefalls im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG zu begründen (Urteile 2C_682/2021 vom 3. November 2021 E. 4.2.4; 2C_1043/2021 vom 3. August 2022 E. 4.3).