Citation: 1B_315/2020 E. 3.3

3.3. Die vorinstanzliche Begründung ist zwar (auch) in Bezug auf die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Ausstandsgründe sehr knapp gehalten und nicht in jeder Hinsicht klar. Es geht daraus jedoch hervor, dass die Vorinstanz die frühere Anstellung des Beschwerdegegners in der erwähnten Kanzlei für sich allein nicht als Ausstandsgrund betrachtet, auch wenn der Beschuldigtenvertreter bereits damals mit dem genannten zivilrechtlichen Mandat befasst war. Vielmehr hält sie zusätzliche Umstände für erforderlich, für die sie jedoch das Vorliegen bzw. bereits das Vorbringen konkreter Anhaltspunkte verneint. Aus ihrer Begründung wird demnach deutlich, wieso sie das Ausstandsgesuch auch in materieller Hinsicht für unbegründet hält, auch wenn sie ihren Standpunkt nicht weiter begründet und nicht näher auf die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin eingeht. Ihre Begründung ist entsprechend so abgefasst, dass sich die Beschwerdeführerin über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an das Bundesgericht weiterziehen konnte. Sie vermag daher - gerade noch - den Anforderungen an die Begründungspflicht zu genügen (vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2 S. 70 f. mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat daher insoweit weder diese Pflicht noch den Gehörsanspruch der Beschwerdeführerin verletzt, ebenso wenig ist ihre Begründung willkürlich. Dasselbe gilt hinsichtlich Art. 57 StPO, verneint die Vorinstanz doch mit dem Vorliegen mitteilungsbedürftiger Tatsachen im Sinne dieser Bestimmung implizit namentlich auch eine Verletzung der danach geltenden Mitteilungspflicht sowie des Gehörsanspruchs der Beschwerdeführerin.