Citation: 8C_320/2022 E. 7.3.3

7.3.3. Die Beschwerdeführenden bringen vor, bei der Unterkompetenz "Kooperations- und Teamfähigkeit" gebe es zwischen Kindergarten und Primarschule keine relevanten Unterschiede. Bei der Unterkompetenz "Führung" habe die Vorinstanz einzig in Bezug auf die Anzahl der zu unterrichtenden Schülerinnen und Schüler eine Unterscheidung vorgenommen, obwohl beide Stellenbeschreibungen die Anzahl der Schülerinnen und Schüler auf 25 bezifferten. Jedenfalls könne entgegen der Ansicht des kantonalen Gerichts nicht davon ausgegangen werden, die Erteilung von Unterricht wäre umso anspruchsvoller, je grösser die Klasse sei. Auch in Bezug auf die Unterkompetenz "Kenntnisse, Fertigkeiten" würden identische Stellenbeschreibungen vorliegen, weshalb nicht von den Beschwerdeführenden zu konkretisieren sei, inwiefern bei ihrer Aufgabenerfüllung, gleich wie bei den Primarlehrpersonen, "weitergehende bis erhöhte Praxis- und Umsetzungskenntnisse" verlangt seien, anstatt lediglich "grundlegende Praxis- und Umsetzungskenntnisse". Die Vorinstanz habe insoweit eine unzulässige Beweislastumkehr vorgenommen, da bei identischen Stellenbeschreibungen (im Sinne einer Vermutung) von gleichwertigen Stellen auszugehen sei. 7.3.3.1. An dieser Stelle ist in Erinnerung zu rufen, dass es nun, nach der zwischenzeitlichen Einreihung der Beschwerdeführenden in Lohnklasse 14 durch den Regierungsratsbeschluss vom 21. Januar 2020, nicht mehr darum gehen kann, die Kindergartenlehrpersonen den Primarlehrpersonen insgesamt gegenüberzustellen, um die Frage der Gleichwertigkeit beantworten zu können. Zu vergleichen sind hier die Volksschulklassen 1 - 5 (Stellenbeschreibungen 15091.000001 und 15093.000001) einerseits und die Volksschulklassen 3 - 8 (Stellenbeschreibung 15099.000001) andererseits im Sinne der Ausführungen in Erwägung 7.1.2 hiervor (vgl. auch E. 7.2.2 hiervor). Die Vorinstanz betont mit Blick auf diese Aufgabenfelder nachvollziehbar, dass das unterschiedliche Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler gegen Ende der Primarschule zunehmend sichtbar werde, weshalb im Hinblick auf den Übertritt in einen Leistungszug der Sekundarschule I eine gezieltere Förderung zu erfolgen habe, die mit allen involvierten Lehrpersonen sowie der Schulleitung auch hinsichtlich des Beizugs von Fachpersonen zu prüfen sei. Ihre Annahme, dass bei der Stelle Lehrperson Primarstufe in den letzten Jahren vor dem Übertritt in die Sekundarschule I anspruchsvollere, gemeinsam in einer grösseren Gruppe von Kooperationspartnern zu lösende Problemstellungen anzutreffen seien, ist vertretbar. Dass der Übertritt von der Primarschule in die Sekundarschule I, und dort in einen der drei Leistungszüge, komplexere Probleme mit sich bringt, die sich bei den verschiedenen Unterkompetenzen bzw. in der Folge in den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden der Modellumschreibungen abbilden, als derjenige vom Kindergarten in die Primarschule, lässt sich ebenfalls nicht von der Hand weisen. Der Entscheid der Kindergartenlehrperson, ob der Übertritt in die erste Primarklasse (3. Klasse Volksschule) stattfinden oder ob stattdessen ein drittes Kindergartenjahr angehängt werden soll, konnte von der Vorinstanz aus vertretbaren Gründen als nicht vergleichbar komplex eingestuft werden. 7.3.3.2. Bezüglich der Unterkompetenz "Führung" trifft zwar zu, dass die Stellenbeschreibungen 15093.000001 und 15099.000001 als "unterstellte Stellen" maximal 20-25 ("Unterstellte Personen: Schüler/in") anführen (während die Stellenbeschreibung 15091.000001 dazu keine Angaben enthält). Aus der abweichenden Formulierung des generellen Auftrags in den genannten Stellenbeschreibungen (vgl. E. 7.3.2 hiervor) ergeben sich jedoch basierend auf § 67b Abs. 1 Schulgesetz unterschiedliche Klassengrössen: In der Regel sind dies für die Kindergartenlehrpersonen maximal 20 (lit. a) und für die Primarschullehrpersonen maximal 25 Schülerinnen und Schülern pro Klasse (lit. b). Soweit das kantonale Gericht aus den grösseren Klassen in der Primarschule auf höhere Anforderungen an die Führung schliesst, erscheint dies vertretbar. Eine andere Einschätzung, etwa im Sinne der Vorbringen der Beschwerdeführenden, wonach die Klassengrösse im Kindergarten geringer sei, da der dortige Betreuungsaufwand höher eingestuft werden müsse, wäre unter Umständen wohl ebenfalls sachlich begründbar. Selbst wenn aber eine solche Sichtweise sogar als zutreffender bezeichnet werden müsste, könnte die Würdigung der Vorinstanz nicht als offensichtlich unhaltbar bezeichnet werden, weshalb sich an dieser Stelle weitere Ausführungen zum einen und zum anderen Standpunkt erübrigen. 7.3.3.3. Schliesslich kritisieren die Beschwerdeführenden, dass die Vorinstanz bei den Beschwerdeführenden in der Unterkompetenz "Kenntnisse, Fertigkeiten" von "grundlegenden", nicht aber von "grundlegenden bis erhöhten" Praxis- und Umsetzungskenntnissen ausgeht. Nach Einschätzung des kantonalen Gerichts beziehen sich die erforderlichen Praxiskenntnisse auf der Stufe Primarschule auf verschiedene Methoden zur Übermittlung des Schulstoffs. Dabei müssten die Methoden mit zunehmendem Abstraktionsgrad des Schulstoffs stärker individualisiert angewandt werden. Folglich würden die Anforderungen an die Kenntnisse und Fertigkeiten mit dem Schwierigkeitsgrad des zu vermittelnden Stoffes steigen. Die Beschwerdeführenden vermögen nicht aufzuzeigen, weshalb diese Schlussfolgerung aus verfassungsrechtlicher Sicht (vgl. E. 6.3.1 am Ende, hiervor) zu beanstanden sein soll. Sie rügen im Übrigen auch in diesem Zusammenhang eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil der Regierungsrat seine (im hier angefochtenen Urteil übernommenen) Ausführungen auf eine fundierte Abklärung der effektiven Tätigkeit der Beschwerdeführenden und der Primarlehrpersonen gestützt habe, ohne die Ergebnisse daraus in nachvollziehbarer Weise zu dokumentieren. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass sich der zunehmende Schwierigkeitsgrad des zu vermittelnden Schulstoffes in den letzten Primarschulklassen vor dem Übertritt in die Sekundarschule I ohne Weiteres aus dem allgemein zugänglichen Lehrplan 21 ergibt. Eine Verletzung des Akteneinsichtsrechts kann daher nicht bejaht werden.