Citation: U 353/00 29.11.2000 E. 2

2.- Die Vorinstanz ist nach einlässlicher Würdigung der Akten zum Ergebnis gelangt, dass innerhalb der massgebenden Frist von zehn Jahren seit Eröffnung der Verfügungen vom 7. Juli und 5. August 1982 kein (formgültiges) Revisionsgesuch gestellt worden sei (vgl. Art. 67 Abs. 1 VwVG und RKUV 1994 Nr. U 191 S. 145). Das Schreiben vom 19. April 1992, womit die Rechtsvertreterin des Versicherten die SUVA ersuchte, die Rentenverfügung vom 5. August 1982 zu ersetzen und eine 100 %ige Rente zuzusprechen, könne auch nicht sinngemäss als ein solches Begehren verstanden werden, weil darin keine revisionsbegründenden Tatsachen geltend gemacht, geschweige denn nachgewiesen würden. Dass ebenfalls ein Hinweis auf die Rechtzeitigkeit fehle, lasse zudem darauf schliessen, dass diese Eingabe seitens des Beschwerdeführers gar nicht als Gesuch um prozessuale Revision verstanden worden sei. Diese Annahme dränge sich auch deshalb auf, weil er auf das Antwortschreiben vom 4. Juni 1992, in welchem lediglich von den Unfallfolgen die Rede gewesen sei, nicht reagiert habe. Die Argumente des kantonalen Gerichts überzeugen. Entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann nicht die Rede davon sein, die SUVA habe das Schreiben vom 19. April 1992, um welches es hier einzig gehen kann, immer als rechtsgenügliches und verständliches prozessuales Revisionsgesuch betrachtet. In ihrer Antwort vom 4. Juni 1992 verneinte der Unfallversicherer den Anspruch auf weitere zusätzliche Leistungen, da sich die Unfallfolgen nicht verschlimmert hätten und deren Behandlung nicht mehr notwendig sei. Abgesehen davon sei es ihm von Gesetzes wegen (Art. 80 KUVG) ohnehin verwehrt, die Rente in der «revisionslosen Zeit» zu ändern. Diese im Übrigen unerwidert gebliebenen Feststellungen belegen klar, dass das Rentenerhöhungsgesuch tatsächlich im Sinne einer materiellen Revision der Verfügung vom 5. August 1982 verstanden wurde und auch so interpretiert werden durfte. Was sodann den Vorhalt anbelangt, die SUVA habe sich auf die Frage der mit Verfügung vom 7. Juli 1982 verneinten Unfallkausalität der Rückenbeschwerden materiell eingelassen und müsse sich dies sinngemäss entgegen halten lassen, trifft dies allenfalls für die Zeit nach der Eingabe des Dr. med. G.________ vom 6. Juni 1996 zu, als die absolute 10jährige Verwirkungsfrist längstens abgelaufen war. Schliesslich lässt sich auch daraus, dass die SUVA erst im Verlaufe des Beschwerdeverfahrens die Frage eines rechtzeitigen (formgültigen) Revisionsgesuchs aufwarf (und verneinte) und dementsprechend ihre Begründung des Antrags auf Abweisung des Rechtsmittels änderte, nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers ableiten. Dies vermag unter den gegebenen Umständen, insbesondere aufgrund der klaren Rechtsprechung zur Befristung der prozessualen Revision von rechtskräftigen Verwaltungsverfügungen (RKUV 1994 Nr. U 191 S. 145) so wenig wie die Tatsache, dass die Anstalt (zu Unrecht) die materiellen Voraussetzungen für eine prozessuale Revision der Verfügungen vom 7. Juli und 5. August 1982 in Bezug auf die Unfallkausalität des Rückenleidens prüfte, den Mangel eines fehlenden formgültigen Gesuchs zu beheben.