Citation: 2C_911/2020 E. 3.3.2

3.3.2. Das Bundesgericht kann zur Ergänzung des Sachverhalts die Akten beiziehen (vgl. Art. 105 Abs. 2 BGG). Daraus ergibt sich (insbesondere aus dem Rekursentscheid der Sicherheitsdirektion vom 23. August 2019 E. 13), dass der Beschwerdeführer, wie er auch selbst vorbringt, seit der letzten Straftat im Dezember 2015 nicht mehr negativ in Erscheinung getreten ist. Allerdings steht er seit Januar 2017 unter dem Druck der drohenden Wegweisung und befand sich zudem vom 3. September 2019 bis zu seiner vorzeitigen Entlassung am 5. August 2020 im Strafvollzug, in welchem ein tadelloses Verhalten regelmässig erwartet werden darf (BGE 139 II 121 E. 5.5.2). Den guten Einschätzungen der Vollzugsbehörden kann er nichts Zusätzliches zu seinen Gunsten abgewinnen, zumal sie im vorliegenden Verfahren ohnehin nicht zu berücksichtigen sind (vorne E. 1.5.2). Aus der bedingten Entlassung eines Straftäters, kann wiederum nicht bereits geschlossen werden, dass von diesem keine Gefahr (im fremdenpolizeilichen Sinne) mehr ausgeht (BGE 137 II 233 E. 5.2.2 S. 237 mit Hinweisen). Dass sich der Beschwerdeführer während der strafrechtlichen Probezeit nichts zu Schulden kommen lässt, darf ebenfalls vorausgesetzt werden. Diesem Wohlverhalten, wie auch einem solchen unter Druck eines hängigen Bewilligungsverfahrens, kommt eine geringere Bedeutung zu als einem solchen in (voller) Freiheit (vgl. Urteile 2C_514/2020 vom 20. November 2020 E. 3.3.2; 2C_410/2018 vom 7. September 2018 E. 5.4.6; ZÜND/HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, EuGRZ 2013, S. 1 ff. Rz. 41). Abschliessend bleibt festzuhalten, dass er sich vom ersten laufenden Strafverfahren nicht von einer erneuten schweren Straftat abhalten liess. Insgesamt ist von einer (weiterhin) bestehenden Gefährlichkeit auszugehen.