Citation: 6B_611/2020 E. 1.5

1.5. Der Beschwerdeführer macht geltend, entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen vermöge die Abgabe des Informationsblattes den Anforderungen von Art. 68 Abs. 2 StPO nicht zu genügen. Eine Übersetzung des Dispositivs des Strafbefehls lag nicht vor. Das Bundesgericht hat festgehalten, dass die blosse Beilage eines Merkblattes mit Informationen allgemeiner Natur zum Strafbefehlsverfahren und Hinweise auf eine "Übersetzungshilfe" den Anforderungen von Art. 68 Abs. 2 StPO nicht genügen, zumal damit keine Übersetzung des im konkreten Fall gefällten Dispositivs erfolgt (Urteil 6B_1294/2019 vom 8. Mai 2020 E. 1.3.1). Entgegen den Erwägungen der Vorinstanz genügt es demnach nicht, bei nicht ausreichenden Sprachkenntnissen dem Strafbefehl ein derartiges Informationsblatt beizulegen. Indem die Vorinstanz die Verletzung von Art. 68 Abs. 2 StPO mit Hinweis auf das dem Strafbefehl beigelegten "Informationsblatt für fremdsprachige Personen" verneint, verletzt sie Bundesrecht. Vor diesem Hintergrund erübrigt es sich, die vom Beschwerdeführer vorgebrachte Rüge, die Vorinstanz sei in willkürlicher Art und Weise davon ausgegangen, dass das Informationsblatt dem Strafbefehl beigelegt gewesen sei, zu prüfen.