Citation: 4A_41/2020 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erwog, die klägerische (implizite) Behauptung, dass die Beschwerdegegnerin ein Netzwerk und einen Kopierer besitze, sei von dieser im Verfahren bestritten und von der Beschwerdeführerin nicht weiter substanziiert oder bewiesen worden, obwohl sie dafür in Anwendung von Art. 8 ZGB beweisbelastet sei. Diese Behauptung bleibe damit unbewiesen. Ohne Kopiergerät bzw. Netzwerk falle die Beschwerdegegnerin nicht unter die Vergütungspflicht im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 20 Abs. 2 URG; eine bloss im Tarifrecht vorgesehene Anerkennung der Schätzung sei unbeachtlich. Tarifrecht könne zwingendes Gesetzesrecht nicht verdrängen. Somit habe die Beschwerdeführerin gegenüber der Beschwerdegegnerin keinen Anspruch auf Vergütung.