Citation: 5A_435/2019 E. B

B.A.________ klagte am 8. Juli 2014 beim Bezirksgericht Brugg auf Scheidung der Ehe und Regelung der Scheidungsfolgen. Mit Klageantwort vom 19. Mai 2015 beantragte A.A.________ ebenfalls die Scheidung der Ehe und die Regelung der Nebenfolgen. Mit Urteil vom 12. Juni 2018 schied der Präsident des Bezirksgerichts Brugg die Ehe. Bezüglich der Kinderbelange beliess er die Tochter unter der gemeinsamen Sorge der Eltern, wies die Obhut der Mutter zu, regelte das Besuchsrecht des Vaters und bestimmte, dass die bereits am 20. Februar 2017 angeordnete Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB aufrecht erhalten werde. Er umschrieb die Aufgabe der Beiständin und regelte den Kindesunterhalt. Zudem nahm er die güterrechtliche Auseinandersetzung vor, soweit die Ehegatten nicht bereits auseinandergesetzt waren und entschied, dass aufgrund des früher geltenden Art. 123 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB auf die Teilung der beruflichen Vorsorge verzichtet werde. In teilweiser Gutheissung der Berufung von A.A.________ und der Anschlussberufung von B.A.________ regelte das Obergericht mit Urteil vom 3. April 2019 den Unterhalt neu. Es verpflichtete B.A.________, für den Unterhalt der Tochter für die Zeit von der Rechtskraft des Scheidungsurteils an bis zum 31. August 2022 monatlich Fr. 590.-- und für die Zeit vom 1. September 2022 bis zur Mündigkeit bzw. bis zum Abschluss der Erstausbildung monatlich Fr. 466.-- zu bezahlen. Zudem hielt es von Amtes wegen fest, auf welchen Werten die Unterhaltsbeträge basieren. Demgegenüber bestätigte es die Besuchsrechtsregelung und die Weiterführung der Beistandschaft für das Kind. Schliesslich verweigerte es beiden Parteien die unentgeltliche Rechtspflege, weil die Parteien aus der güterrechtlichen Auseinandersetzung für die Prozessführung vor Obergericht genügend Barmittel erhalten hätten.