Citation: 2C_826/2019 E. 5.2.3

5.2.3. Zwar kann gegebenenfalls sogar sein, dass die Beschwerdegegnerin zu Lebzeiten ihres Ehemanns nichts von der ganzen Steuerhinterziehung gewusst haben sollte. Darauf kann es indessen hier - bei der ausschliesslich vorzunehmenden Prüfung der objektiven Seite der Steuerverkürzung - nicht ankommen. Es geht um die Zuweisung der hinterzogenen Vermögenswerte und die dabei - im Falle ungenügender Nachweisbarkeit von Alleineigentum eines der beiden Ehegatten - bundesrechtlich vorgeschriebenen Zuweisungsregeln. Deren Ergebnis hat die Beschwerdeführerin sich anrechnen zu lassen. Damit stimmt überein, wenn das Bundesgericht zu Art. 151 Abs. 1 DBG allgemein geurteilt hat, dass das Nachsteuerverfahren kein schuldhaftes Verhalten der steuerpflichtigen Person voraussetzt (vgl. das Bundesgerichtsurteil 2C_458/2014 vom 26. März 2015 E. 2.1 u. 3.3 in: StE 2015 B 97.41 Nr. 29).