Citation: 2C_115/2022 E. 4.2

4.2. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, verfängt nicht: Seine Kritik an den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen sowie deren Beweiswürdigung erschöpft sich vorab in appellatorischer Kritik und in einer Darstellung der eigenen Sichtweise, was nicht ausreichend ist, um die vorinstanzliche Beweiswürdigung als offensichtlich unrichtig bzw. willkürlich erscheinen zu lassen (vorne E. 2.3). Er vermag jedenfalls in keiner Weise aufzuzeigen, dass der starke Kinderwunsch der Ehefrau einer Nötigung (aufenthaltswirksames Zusammenleben im Austausch gegen sofortige Zeugung eines Kindes) gleichgekommen sei oder sie eine von ihm behauptete Machtposition - teilweise gemeinsam mit der Schwiegermutter - derart ausgenutzt hätte, dass ihm das Fortführen der Ehe, weil erniedrigend und seine Menschenwürde und Persönlichkeit verletzend, nicht mehr möglich war. Ebenso fehl geht der Vorwurf des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe die Strafanzeige als Beweismittel in willkürlicher Weise unrichtig gewürdigt. Art. 77 Abs. 6 und 6bis VZAE halten fest, dass insbesondere Arztzeugnisse und Strafanzeigen als Hinweise für eheliche Gewalt gelten. Eine Vorgabe, wie die Beweiswürdigung durch die Behörde vorzunehmen ist, enthalten sie jedoch nicht. Die Vorinstanz hat denn auch der eingereichten Strafanzeige nicht in genereller Weise die Qualität als Beweismittel abgesprochen, sondern zutreffend darauf verwiesen, dass der Beschwerdeführer aus dem Verlauf des besagten Strafverfahrens nichts zu seinen Gunsten ableiten könne, da dieses aufgrund widersprechender Aussagen der Ehegatten und mangels weiterer sachlicher Beweise, welche eine Täterschaft der Ehefrau anklagegenügend hätten beweisen können, eingestellt worden sei und auch ein positives Strafurteil nicht die von der Rechtsprechung geforderte intensive Gewaltausübung belegen würde, welche für eine Bejahung von häuslicher Gewalt im Sinne des Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG erforderlich sei.