Citation: 1C_260/2016 E. 4.4.1

4.4.1. In den bisher vom Bundesgericht entschiedenen Fällen lag der zu beurteilende Tierhaltungsbetrieb meist in der Landwirtschaftszone, d.h. ausserhalb einer bewohnten Zone. Diesfalls ist der Mindestabstand zur Grenze von bewohnten Zonen einzuhalten, wie sich bereits aus Ziff. 512 Anh. 2 LRV ergibt. Die Mindestabstandsregelung dient in solchen Fällen der Aufrechterhaltung der Wohnqualität der an die Landwirtschaftszone angrenzenden Bauzonen (BGE 126 II 43 E. 4a S. 45), einschliesslich der in der Wohnzone gelegenen Aussenräume (Gärten, Terrassen). In der Landwirtschaftszone genügt es dagegen, wenn der (reduzierte) Mindestabstand zur nächstgelegenen Wohnbaute Dritter eingehalten wird (Urteil 1A.58/2001 vom 12. November 2001 E. 2e). In BGE 133 II 370 (E. 6.2 S. 380) wurde daher die Mindestabstandsberechnung des BAFU geschützt, die zum Schluss gekommen war, dass der Mindestabstand zum nächstgelegenen Fassadenpunkt des Nachbargebäudes (in der Landwirtschaftszone) und zur nächstgelegenen Bauzonengrenze eingehalten werde.