Citation: 2C_619/2023 E. A

Die Wettbewerbskommission (WEKO) prüfte im Zuge der Untersuchung 22-0446 Leasing und Finanzierung von Fahrzeugen den Vorwurf, dass sich die A.________ GmbH mit Sitz in U.________ sowie acht weitere Leasing- und Finanzierungsunternehmen von Fahrzeugherstellerinnen und -importeuren, darunter die B.________ SA mit Sitz in V.________, im Rahmen von regelmässigen Treffen sowie in elektronischer Form über die Zinssätze, Restwerte und Gebühren ausgetauscht hätten. Mit Ausnahme der A.________ GmbH schlossen alle betroffenen Unternehmen, so auch die B.________ SA, die Untersuchung mit einer einvernehmlichen Regelung ab. A.a. Mit Verfügung vom 26. Juni 2019 genehmigte die Kammer für Teilverfügungen der WEKO die einvernehmliche Regelung mit der B.________ SA. Am 10. September 2019 focht die B.________ SA die Genehmigungsverfügung vom 26. Juni 2019 beim Bundesverwaltungsgericht an (Verfahren B-4596/2019). A.b. Am 10. Mai 2021 erliess die WEKO die Sanktionsverfügung gegen die A.________ GmbH. Am 8. September 2021 erhob die A.________ GmbH gegen die Sanktionsverfügung vom 10. Mai 2021 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (Verfahren B-4024/2021). A.c. In beiden bundesverwaltungsgerichtlichen Verfahren agierte die Bundesverwaltungsrichterin Kathrin Dietrich als Instruktionsrichterin (nachfolgend nur: Instruktionsrichterin). Mit Urteil B-4596/2019 vom 5. Juni 2023 wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde der B.________ SA ab, wobei die Instruktionsrichterin als Vorsitzende des Spruchkörpers amtete. Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.