Citation: 2C_888/2017 E. 3.2.1

3.2.1. Im Laufe des Verfahrens ist sie dazu übergegangen, nicht weiter zu behaupten, ihr Wohnsitz befinde sich am Wohnort ihrer Eltern im Kanton Zug. Nunmehr macht sie geltend, sie unterhalte ein gelebtes, eheähnliches Konkubinat und bewohne in Luzern gemeinsam mit ihrem Freund eine Wohnung. Doch entgegen ihren Ausführungen ist es keineswegs so, dass das Verwaltungsgericht dieses Konkubinat als eheähnlich gefestigte Beziehung anerkannt hätte. Vielmehr hat die Vorinstanz dieses Verhältnis (bzw. dessen angeblich vorrangiges Gewicht bei der Bestimmung des Wohnsitzes) in Frage gestellt, nicht zuletzt aufgrund der schriftenpolizeilichen Situation und wegen zumindest ungenügender Angaben zu Dauer und Art des angeblichen Zusammenlebens (vgl. dazu insb. E. 3.3.1 des angefochtenen Urteils). Dabei kann es nicht darum gehen, ob die unzweifelhaft häufigen Aufenthalte der Beschwerdeführerin in Luzern gemäss den vom Verwaltungsgericht gewürdigten Bankauszügen und Chatprotokollen (vgl. dazu E. 3.3.2 des angefochtenen Urteils) als blosse Besuche bei ihrem Freund zu werten sind. Wesentlich ist vielmehr, dass auch diese Elemente die Sachverhaltsermittlung der Vorinstanz in keiner Weise als offensichtlich unrichtig oder die darauf gestützte rechtliche Beurteilung als bundesrechtswidrig erscheinen lassen. Wenn die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nun geltend macht, ihre Beziehung zum Freund bestehe schon seit 2004, und bereits ab 2012 habe das Paar eine "Wohnmöglichkeit" im Elternhaus des Freundes bewohnt, so handelt es sich um Noven im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG, die unberücksichtigt bleiben müssen (vgl. oben E. 2.2).