Citation: 6S.166/2000 08.10.2001 E. 7

7.- Der Beschwerdeführer ficht schliesslich die Strafzumessung an. Die ausgefällte Strafe von 5½ Zuchthaus sei viel zu hoch. Die vorinstanzlichen Erwägungen genügten den Anforderungen an die Begründung einer solchen Strafe nicht. Der Beschwerdeführer vermag indessen nicht darzulegen, weshalb und inwiefern die ausgefällte Strafe im Ergebnis oder in der Begründung bundesrechtswidrig sei. Der Beschwerdeführer hat seine am 23. August 1974 geborene Stieftochter in der Zeit von ca. August 1984 bis ca. Juni 1991 in regelmässigen zeitlichen Abständen, oft mehrmals wöchentlich, unter vielen Malen sexuell missbraucht, indem er sie insbesondere zwang, ihn manuell und oral zu befriedigen. Die Taten wiegen offensichtlich objektiv und subjektiv sehr schwer. Die Vorinstanz hat strafmildernd berücksichtigt, dass sich der Beschwerdeführer seit der letzten Tat ca. im Juni 1991 wohl verhalten und dass das Verfahren wegen verschiedener Verfahrensmängel lange gedauert hat. Sie hat darauf hingewiesen, dass er sich im Juli 1994 wieder verheiratet und seine neue Gattin einen Sohn aus erster Ehe mit in die Ehe gebracht hat. Wohl mag es zutreffen, dass der Vollzug einer mehrjährigen Freiheitsstrafe die auch durch diese neue Eheschliessung erreichte Stabilität ins Wanken bringen kann. Dies ist indessen kein Grund, eine andere als die dem Verschulden angemessene Strafe auszufällen. Die Strafe von 5½ Jahren Zuchthaus und ihre Begründung im angefochtenen Urteil (S. 50 ff.) sind plausibel und nachvollziehbar. Die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde ist daher auch in diesem Punkt abzuweisen.