Citation: 6B_577/2024 E. 1.1.1

1.1.1. Art. 66a Abs. 1 lit. h StGB sieht für Ausländer, die wegen Missbrauchs einer urteilsunfähigen oder zum Widerstand unfähigen Person (Schändung; Art. 191 StGB) verurteilt wurden, unabhängig von der Höhe der Strafe, die obligatorische Landesverweisung für 5-15 Jahre aus der Schweiz vor. Art. 66a Abs. 1 StGB erfasst auch den Versuch einer Katalogtat (BGE 144 IV 168 E. 1.4.1). Der Beschwerdeführer ist eritreischer Staatsangehöriger und wurde wegen Schändung schuldig gesprochen. Demzufolge sind die Grundvoraussetzungen für eine Landesverweisung gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. h StGB erfüllt.