Citation: I 899/05 11.09.2006 E. 2

2.1 Entgegen den Vorbringen des Versicherten ist das Gutachten der MEDAS vom 14. Februar 2005 einleuchtend und nachvollziehbar begründet. Die Einschätzungen der Gutachter beruhen sowohl auf den umfangreichen medizinischen Vorakten als auch auf eigenen Untersuchungen sowie psychiatrischen und orthopädischen Konsilien. Sie erfüllen die von der Rechtsprechung entwickelten Beweisanforderungen (BGE 125 V 352 ff. Erw. 3a und b), weshalb die Vorinstanz zu Recht darauf abgestellt und von weiteren medizinischen Untersuchungen abgesehen hat. 2.2 Was der Versicherte dagegen einwendet, überzeugt nicht. Worin die geltend gemachte, nicht näher begründete Widersprüchlichkeit des Gutachtens bestehen soll, ist nicht ersichtlich. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die Gutachter hätten ihm zu Unrecht eine Drogenabhängigkeit oder (anderweitige) Suchterkrankung unterstellt, kann ihm nicht gefolgt werden. In Anbetracht dessen, dass er selbst im Rahmen der Begutachtung angegeben hatte, täglich ungefähr eineinhalb Liter Bier zu konsumieren und der von ihm geschilderte (zumindest gelegentliche) Opiat- und THC-Konsum in den von der MEDAS veranlassten Laboruntersuchung nachgewiesen werden konnte, sind an seiner Polytoxikomanie ebenso wenig ernsthafte Zweifel angebracht wie angesichts der Tatsache, dass sein langjähriger Hausarzt Dr. med. R.________ ebenfalls auf die seit Jahren bestehende Polytoxikomanie hinwies und ausführte, der Versicherte konsumiere je nach Stimmungszustand mehr oder weniger Alkohol. Sodann ist den Gutachtern nicht entgangen, dass sowohl die chronische (diätpflichtige) Pankreatitis als auch die Osteoporose die Leistungsfähigkeit bzw. den Kreis der zumutbaren Tätigkeiten einschränken, indem die Pankreas-Erkrankung die Leistungsfähigkeit des Versicherten dauerhaft um 10-20 % vermindert und das erhöhte Frakturrisiko schwere körperliche Tätigkeiten ebenso ausschliesst wie Arbeiten auf Leitern und Gerüsten sowie brüske belastende Körperbewegungen. 2.3 Die Einschätzungen der Gutachter stehen auch nicht im Widerspruch zum Bericht des Dr. med. R.________ vom 8. Juli 2003, zumal die hausärztlich attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit (welche ab Datum der Berichterstattung "sicherlich noch zwei Monate" dauere) wesentlich auf der damals noch nicht vollständig verheilten Unterschenkelfraktur beruhte, die sich der Versicherte am 17. Januar 2003 zugezogen hatte. Die Fraktur ist indessen zwischenzeitlich knöchern konsolidiert (orthopädisches Konsilium der Frau Dr. med. C._________, Spital X.________, vom 3. November 2004). Aus der vom Hausarzt angeführten Tendenz des Versicherten, sich in die Alkoholszene zurückzuziehen respektive vermehrt Tabletten einzunehmen, sobald er sich von Dritten angegriffen fühle, kann keine (psychische) Erkrankung abgeleitet werden, umso weniger, als es nach den glaubhaften Einschätzungen des Dr. med. F.________, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Spital S.________ (Konsilium vom 15. September 2004) an einer psychischen Beeinträchtigung von Krankheitswert fehlt.