Citation: 4A_56/2021 E. 5.3

5.3. Die Rüge, die Vorinstanz habe gegen diese Grundsätze verstossen, ist unbegründet: Die Beschwerdeführerin beharrte in ihrer vorinstanzlichen Berufungsschrift einzig auf ihren erstinstanzlichen Vorbringen und bezeichnete die Zusprechung der Beträge an den Beschwerdegegner als "unrichtig" und als "zu korrigieren". Sie kritisierte damit den erstinstanzlichen Entscheid in pauschaler Weise, ohne sich aber mit den erstinstanzlichen Erwägungen bezüglich Lohnfortzahlung bei Krankheit argumentativ auseinanderzusetzen und ohne auch nur ansatzweise aufzuzeigen, inwiefern die Erstinstanz Recht verletzt hätte. Auch unter Berücksichtigung des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin im kantonalen Verfahren nicht anwaltlich vertreten war, hat die Vorinstanz die Anforderungen von Art. 311 ZPO offensichtlich nicht überspannt, wenn sie auf diese allzu pauschalen Ausführungen der Beschwerdeführerin mangels hinreichender Begründung nicht eingetreten ist. Die Beschwerdeführerin macht sodann zwar geltend, dass aus ihrer vorinstanzlichen Rechtsschrift erkennbar gewesen sei, dass sie die dem Beschwerdegegner unter den Titeln "Krankentaggelder" und "Lohn" zugesprochenen Beträge nicht schulde und der erstinstanzliche Entscheid auf offensichtlichen Mängeln beruhe, die einem geradezu ins Auge sprängen. Welche konkreten Mängel der Vorinstanz im Zusammenhang mit der Lohnfortzahlung bei Krankheit aber geradezu hätten ins Auge springen sollen und inwiefern der erstinstanzliche Entscheid mit offensichtlichen Mängeln behaftet gewesen wäre, zeigt die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich auf (Erwägung 2.1) und ist im Übrigen auch in keiner Weise ersichtlich. Die Rüge der Verletzung von Art. 311 ZPO und Art. 57 ZPO ist unbegründet.