Citation: 1C_414/2022 E. 4.1.1

4.1.1. Die Vorinstanz hielt fest, an der bestehenden Mobilfunkanlage sollten vorhandene Antennen durch adaptive Antennen ersetzt, neue Frequenzbänder eingeführt, 5G eingesetzt und die Sendeleistung umverteilt werden. Die Parteien gingen zu Recht davon aus, dass es sich hierbei um Anlageänderungen im Sinne von Ziff. 62 Abs. 5 Anhang 1 NISV handle, die grundsätzlich der Baubewilligungspflicht unterlägen. Das ALU/OW sei jedoch zum Schluss gekommen, dass mit den geplanten Änderungen die Immissionen im Vergleich zum vorher massgebenden Zustand nicht zunehmen würden und es sich somit um eine Bagatelländerung im Sinne der BPUK-Empfehlungen handle. Diese Schlussfolgerung erweise sich als zutreffend. Ein Vergleich des Standortdatenblatts vom 24. Mai 2018 (Rev. 1.70) mit demjenigen vom 13. März 2019 (Rev. 1.75) zeige, dass die elektrische Feldstärke an den massgeblichen Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) nicht zugenommen, sondern mit Ausnahme eines OMEN, bei dem die elektrische Feldstärke gleich geblieben sei, sogar abgenommen habe. Auch ein Vergleich der Summe der nunmehr umverteilten Sendeleistung zeige, dass diese nach der Anlageänderung nicht höher geworden sei, sondern abgenommen habe.