Citation: 7B_829/2023 E. 3.4.2

3.4.2. Der Beschwerdeführer wirft sodann ein, nebst den Verfahrenskosten sei auch die Ersatzforderung zu berücksichtigen. Rechne man diese mit ein, belaufe sich die Forderung des Staates auf Fr. 927'076.80 und übersteige die beschlagnahmten Barschaften damit erheblich. Eine solche finanzielle Last vermöge er nicht zu tragen. Dabei verkennt er Folgendes: Beim Entscheid über die Verwendung beschlagnahmter Vermögenswerte gehen die Verfahrenskosten der Ersatzforderung vor. Dies lässt sich daraus ableiten, dass Art. 442 Abs. 4 StPO eine explizite Grundlage dafür enthält, Verfahrenskosten mit beschlagnahmten Vermögenswerten zu verrechnen. Eine Verrechnung von Ersatzforderungen mit beschlagnahmten Vermögenswerten ist dagegen nicht zulässig, da Ersatzforderungen nach den Vorschriften des SchKG zu vollstrecken sind (Urteil 7B_169/2022 vom 31. Oktober 2023 E. 8.1.3 mit Hinweisen). Das Gericht darf einzig, wie es die Vorinstanz tut, die Beschlagnahme von Vermögenswerten aufrechterhalten, bis die Ersatzforderung vollständig bezahlt ist oder bis in einem allfälligen Zwangsvollstreckungsverfahren betreffend die Ersatzforderung Sicherungsmassnahmen gemäss Art. 98 ff. SchKG angeordnet wurden. Dementsprechend war die Vorinstanz berechtigt, die beschlagnahmten Barschaften vorab zur Deckung der Verfahrenskosten (die Kosten der amtlichen Verteidigung eingeschlossen) zu verwenden. Hierfür reichen die Beschlagnahmen unbestrittenermassen aus. Wenn der Beschwerdeführer nun der Ansicht ist, die Gesamtforderung von Verfahrenskosten und Ersatzforderung übersteige seine finanziellen Möglichkeiten, hätte er sich aufgrund der dargestellten Reihenfolge gestützt auf Art. 71 Abs. 2 StGB gegen die Höhe der Ersatzforderung zur Wehr setzen müssen. Diese blieb vor Bundesgericht jedoch unangefochten, weshalb er mit seinen Einwänden in Bezug auf die Auferlegung der Kosten der amtlichen Verteidigung nicht durchdringen kann.