Citation: 2C_828/2016 E. 4.3

4.3. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers hat das Verwaltungsgericht die widerstreitenden Interessen sorgfältig gewichtet, in vertretbarer Weise gegeneinander abgewogen und den Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers zu Recht als verhältnismässig bezeichnet. Der 46-jährige Beschwerdeführer lebt seit 29 Jahren in der Schweiz und ist gemäss eigenen Angaben gut integriert. Die Dauer seines Aufenthalts fällt bei der Verhältnismässigkeitsprüfung zwar zu seinen Gunsten ins Gewicht (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.2.1; Urteil 2C_512/2013 vom 17. Februar 2014 E. 3.1 f. mit Hinweisen), doch ist er hier schwer und wiederholt straffällig geworden. Die Vorinstanz stellte verbindlich fest, dass weder wirtschaftlich noch sozial eine gelungene und stabile Integration vorliegt. Die angeführte Bekanntschaft des Beschwerdeführers zu seinem Freund und Tennispartner belegt er nicht weiter, sodass er in dieser Hinsicht auch keine Ansprüche gestützt auf Art. 8 Abs. 1 EMRK geltend machen kann. Der Entzug der Niederlassungsbewilligung trifft den Beschwerdeführer als langjährig anwesenden Ausländer zweifellos schwer. Die Ausreise ins EU-Land Kroatien kann ihm, der ledig und ohne Kinder ist, indessen zugemutet werden. Er lebte bis zu seinem 18. Lebensjahr in Bosnien und Herzegowina, welches wie Kroatien Teil der ehemaligen Volksrepublik Jugoslawien war, und ist mit der heimatlichen Kultur vertraut. Er beherrscht die kroatische Sprache und hat sich gemäss verbindlicher Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz 2015 während längerer Zeit in Kroatien aufgehalten. Seine Mutter lebt ebenfalls dort und kann ihn bei der Integration zusätzlich unterstützen.