Citation: 1C_154/2020 E. A

Die Bürgergemeinde Oensingen ist Eigentümerin der auf den Oensinger Roggen führenden Roggenstrasse und des Waldes, durch den diese weitgehend verläuft. Die Strasse erschliesst den Oensinger Roggenhof, der ganzjährig bewohnt ist, landwirtschaftlich genutzt wird und auch eine Bergwirtschaft umfasst. Im Jahr 2009 bewilligte das Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn die Sanierung (Teerung) des mittleren Teilstücks der mit Juramergel belegten Strasse. Es hielt dabei fest, eine weitergehende Teerung der Strasse werde es nicht genehmigen. Im Jahr 2015 liess die Bürgergemeinde ohne Bewilligung das untere Teilstück der Roggenstrasse betonieren. Mit Verfügung vom 13. Juni 2017 wies das Bau- und Justizdepartement ihr nachträgliches Baugesuch dafür ab und ordnete die Entfernung des Betonbelags sowie die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands des Strassenabschnitts von rund 660 m Länge (gemäss Baueingabe) an. Das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn bestätigte diesen Entscheid am 21. Februar 2018 (VWBES.2017.238). Dagegen gelangte die Bürgergemeinde an das Bundesgericht. Mit Urteil 1C_168/2018 vom 26. Oktober 2018 hiess dieses die Beschwerde gut und wies die Sache im Sinne der Erwägungen zu neuem Entscheid an das Verwaltungsgericht zurück. Ausschlaggebend dafür war, dass sich dieses nicht zum maximalen Gefälle des ohne Bewilligung betonierten Strassenabschnitts geäussert hatte, obschon es diesen Punkt offenbar für entscheidwesentlich hielt.