Citation: 6P.23/2000 31.07.2000 E. 2

2. Aufl. , Bern 1996, § 19 N 12/22). Werden die Einzelakte in der Anklageschrift in einer Anklageziffer zusammengefasst, folgt daraus in prozessualer Hinsicht, dass selbst dort, wo einzelne Handlungen nicht nachgewiesen werden können, formell keine (Teil-)Freisprüche erfolgen, sofern das Kollektivdelikt immer noch erfüllt ist. Es erfolgt bei dieser Sachlage immer noch ein einziger Schuldspruch für die Deliktseinheit, allenfalls lediglich "in einem bestimmten Umfang", was jedoch im Dispositiv nicht aufscheint. In Bezug auf den zu beurteilenden Fall ergibt sich daraus, dass die zahlreichen, in den Ziffern 4 und 8 des Überweisungsbeschlusses aufgelisteten Entgegennahmen von Geldern im Urteilsdispositiv nicht einzeln aufgeführt werden müssen. Ein allfälliger Freispruch müsste allein dann ausdrücklich ins Dispositiv aufgenommen werden, wenn die in einer Anklageziffer zusammengefasste Deliktsserie insgesamt nicht nachgewiesen wäre. Wie sich aus dem angefochtenen Urteil indes klar ergibt, ist dies hier nicht der Fall. Der Beschwerdeführer wird vielmehr für die Geldwäschereihandlungen während der gesamten Deliktsdauer, mithin in Bezug auf sämtliche diesbezüglichen Ziffern des Überweisungsbeschlusses verurteilt. Insofern sind im angefochtenen Urteil alle Anklagepunkte erledigt worden, da sich auch sämtliche Anklageziffern auf den selben Geldwäschereikomplex beziehen. Eine willkürliche Verletzung von kantonalem Prozessrecht oder eine Verletzung der bundesrechtlich gewährleisteten Mindestgarantien liegt daher nicht vor. bb) Nicht ersichtlich ist sodann eine Verletzung der Begründungspflicht. Wohl trifft zu, dass das Obergericht das Tatgeschehen deshalb zusammenfasste, weil die Sachverhalte in den einzelnen detaillierten Abläufen nicht zu beweisen gewesen seien, was auch dazu geführt habe, dass die Höhe der Geldsummen letztlich als unbestimmt habe angenommen werden müssen. Auch hinsichtlich der Geldgeber führt das Obergericht aus, es habe sich nicht eruieren lassen, welche Kunden des Beschwerdeführers und seiner Mittäter Drogenhändler gewesen seien. Entscheidend seien aber die Schlüsse, die aus dem gesamten als erwiesen zu erachtenden Sachverhaltskomplex zu ziehen seien. Unter Verweisung auf das erstinstanzliche Urteil und gestützt auf die Aussagen der Beteiligten und die übrigen Beweise, namentlich die Telefonkontrollen, kommt das Obergericht zum Schluss, der Beschwerdeführer und seine Mittäter hätten im überwiesenen Zeitraum in der Schweiz von albanischen Landsleuten Geldbeträge in beträchtlicher Höhe eingesammelt und auf verschiedenen Wegen nach Albanien transferiert. Schliesslich gelangt das Obergericht in Übereinstimmung mit der ersten Instanz zum Ergebnis, dass es sich bei den verschobenen Geldern grösstenteils um Beträge handelte, welche aus Drogenerlös stammten und dass der Beschwerdeführer und seine Mittäter dies gewusst hätten oder zumindest aus den Umständen hätten annehmen müssen. Mit diesen Erwägungen bringt das Obergericht hinreichend klar zum Ausdruck, dass es die meisten Anklagepunkte als erwiesen erachtet, was auch der Beschwerdeführer einräumt, und begründet diesen Entscheid in ausreichendem Masse. Ob diese Begründung in der Sache vor Bundesrecht standhält, ist im vorliegenden Zusammenhang ohne Belang. Entscheidend ist, dass dem Beschwerdeführer damit die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte bekannt waren und er ohne weiteres in der Lage war, den Entscheid sachgerecht anzufechten. Die Rüge erweist sich daher als unbegründet.