Citation: 6B_47/2021 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin kritisiert, die Vorinstanz stelle selber zwar fest, dass dem Beschwerdegegner nicht nur ein Unterlassen, sondern ein Handeln vorzuwerfen sei, da er aktiv die Erlaubnis zum Öffnen der Entladeklappe erteilt habe. Im Rahmen ihrer rechtlichen Würdigung, namentlich bei der Prüfung des Vorliegens einer Sorgfaltspflichtverletzung, berücksichtige sie dies dann aber nicht (Beschwerde S. 13). In diesem Zusammenhang bringt der Beschwerdegegner vor, ein aktives Tun sei nicht angeklagt. Gemäss Anklageschrift werde ihm vorgeworfen, die unfallherbeiführende Handlung nicht verboten zu haben. In der Anklageschrift würden sich keine tatsächlichen Darstellungen auffinden, wonach ihm ein Handeln, d.h. das Erteilen der Erlaubnis zur Öffnung der Entladeklappe, vorgeworfen werde. Eine derartige Auslegung der Anklageschrift verletze das Anklageprinzip (Vernehmlassung Beschwerdegegner, act. 15 S. 5 f.).