Citation: 8C_344/2016 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin wendet ein, der angefochtene Entscheid gründe auf einer unzutreffenden Würdigung der medizinischen Akten in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht, sodass eine Verletzung von Bundesrecht sowie eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts vorliege, welche auf einer Verletzung des verfassungsrechtlichen Willkürverbots beruhe. Der RAD habe die Schlüssigkeit des MEDAS-Gutachtens bejaht. Hätten Zweifel an der Schlüssigkeit der medizinischen Beurteilungen bestanden, so hätte basierend auf dem Untersuchungsgrundsatz eine neue medizinische Abklärung angeordnet werden müssen, da die IV-Stelle und das kantonale Gericht zur medizinischen Beurteilung nicht fachkompetent seien. Im angefochtenen Entscheid seien keine Gesichtspunkte genannt, welche eine Abweichung von der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch das MEDAS-Gutachten zu begründen vermöchten. In allen medizinischen Berichten werde das Vorliegen eines verselbstständigten psychischen Gesundheitsschadens bejaht, weshalb die invalidenversicherungsrechtliche Leistungspflicht ausgewiesen sei. Die depressive Störung halte trotz Ausschöpfung aller Therapiemöglichkeiten seit spätestens 2012 über mehrere Jahre an. Es lasse sich nicht der Versicherten anlasten, dass eine medikamentöse Optimierung aufgrund des somatischen Leidens nicht möglich sei. Die Verneinung einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die depressive Störung stelle eine Rechtsverletzung dar. Die Vorinstanz stütze sich bei der Annahme einer qualitativen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der Agoraphobie mit Panikstörung im Wesentlichen auf die Annahme, die Beschwerdeführerin könne den Hin- und Rückweg zur regelmässigen Behandlung bei Dr. med. C._________ jeweils ohne Begleitung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen. Diese Tatsachenannahme beruhe auf Ausführungen im Gutachten des Dr. med. E._________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, aus dem Jahr 2012, welche weder auf der eigenen Wahrnehmung des Berichterstatters noch auf einer Aussage der Beschwerdeführerin basiere. Deshalb habe Anlass zur Einholung der als Novum zulässigen Stellungnahme der Dr. med. C._________ vom 11. Mai 2016 bestanden, worin diese bestätige, dass die Versicherte seit Jahren nicht allein zur Behandlung komme, jeweils vom Ehemann gefahren werde und zur Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel nicht fähig sei. Gestützt auf die RAD-Beurteilung vom 10. November 2014 habe vom 13. Januar 2012 bis 29. September 2014 eine volle Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit und ab dann eine theoretische Arbeitsfähigkeit im quantitativen Umfang von 50 % bestanden, bei massgeblich erschwerter Umsetzbarkeit. Demnach sei für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 30. September 2014 der Anspruch auf eine ganze Rente ausgewiesen. Da sich die theoretische Restarbeitsfähigkeit ab 29. September 2014 nicht verwerten lasse, bestehe weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente. Werde dennoch von einer Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ausgegangen, so müsse gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 65 % ab 1. Oktober 2014 eine Dreiviertelsrente zur Ausrichtung gelangen.