Citation: I 300/04 19.10.2004 E. 5

Zu beurteilen sind ferner die erwerblichen Auswirkungen des festgestellten Gesundheitsschadens. 5.1 Nach der Rechtsprechung sind für den dafür vorzunehmenden Einkommensvergleich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns eines allfälligen Rentenanspruchs massgebend; Validen- und Invalideneinkommen sind dabei auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass der Verfügung bzw. - seit Einführung der Einsprachemöglichkeit auch im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 52 ATSG) - des Einspracheentscheides zu berücksichtigen (BGE 129 V 222). Die Beschwerdeführerin ist unstreitig seit Ende Mai 2001 in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, weshalb der mögliche Rentenbeginn gestützt auf Art. 29 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 IVG (je in den bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Fassungen) auf Mai 2002 zu veranschlagen ist und die zu diesem Zeitpunkt bestehenden Einkommensverhältnisse relevant sind. Entgegen den Ausführungen der Versicherten vor dem kantonalen Gericht konnte angesichts des Beschwerdeverlaufs im Zeitpunkt der Arbeitsaufgabe Ende Mai 2001 noch nicht von einem irreversiblen Gesundheitsschaden gesprochen werden, welcher die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich dauernd in rentenbegründendem Masse beeinträchtigen würde (vgl. dazu BGE 119 V 102 Erw. 4a mit Hinweisen; AHI 1999 S. 79 ff.; SVR 2002 IV Nr. 3 S. 7 Erw. 2a), sodass lit. b des Art. 29 Abs. 1 IVG - und nicht lit. a der Bestimmung - zur Anwendung gelangt. Da zudem keine Hinweise für eine erhebliche Veränderung der Vergleichseinkommen bis zum Erlass des Einspracheentscheides vom 11. September 2003 ersichtlich sind, erübrigt sich die Vornahme eines weiteren Einkommensvergleichs.