Citation: 2F_9/2015 E. 2.3

2.3. Die Gesuchstellerin macht schliesslich Folgendes geltend: "Auch wenn kein offensichtlicher Grund des Ausstandes nach Art. 34 BGG gegeben scheint, so wirft die partei- und ortspolitische, fachliche sowie geschäftliche Nähe der sich wohl gut kennenden und auch oft zusammen zitierten Kollegen Zünd und Berger Fragen hinsichtlich der richterlichen Unabhängigkeit auf." Damit ist Art. 121 lit. a BGG angesprochen, wonach die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts verlangt werden kann, wenn die Vorschriften über die Besetzung des Gerichts oder über den Ausstand verletzt worden sind. Gemäss Art. 34 Abs. 1 lit. e BGG treten Richter in Ausstand, wenn sie aus anderen (als den in lit. a bis d genannten) Gründen, insbesondere wegen besonderer Freundschaft oder persönlicher Feindschaft mit einer Partei oder ihrem Vertreter, befangen sein könnten. Eine Partei hat den Ausstand einer Gerichtsperson unverzüglich zu verlangen, sobald sie vom Ausstandsgrund Kenntnis erhalten hat (Art. 36 Abs. 1 BGG). Mit der Mitwirkung von Bundesrichter Zünd am Urteil der zuständigen II. öffentlich-rechtlichen Abteilung musste gerechnet werden (s. Art. 18 Abs. 1 BGG); die Mitwirkung von Verwaltungsrichter Berger im vorinstanzlichen Verfahren ergab sich aus dem Urteil des Verwaltungsgerichts vom 25. April 2014. Dass der Gesuchstellerin die erwähnte angebliche ausstandsbegründende Nähe von Bundesrichter Zünd und Verwaltungsrichter Berger erst nach Eröffnung des bundesgerichtlichen Urteils vom 24. Februar 2015 bekannt geworden wäre, macht sie nicht geltend. Sie hätte den Ausstand von Bundesrichter Zünd schon im ursprünglichen Beschwerdeverfahren geltend machen können, was dessen nachträgliche Geltendmachung im Revisionsverfahren wohl ausschliesst (BGE 136 I 207 E. 3.4 S. 211 f.; 132 II 485 E. 4.3 und 4.4 S. 496 f.). Ohnehin aber sind die vagen Vorbringen nicht geeignet, einen Ausstandsgrund darzutun: Art. 34 BGG konkretisiert Art. 30 Abs. 1 BV. Danach hat der Einzelne Anspruch darauf, dass seine Sache von einem unparteiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Richter ohne Einwirken sachfremder Umstände entschieden wird. Voreingenommenheit und Befangenheit werden nach der Rechtsprechung angenommen, wenn Umstände vorliegen, die bei objektiver Betrachtung geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit des Richters zu erwecken (BGE 140 I 326 E. 5.1 S. 328; 138 I 1 E. 2.2 S. 3 f; 136 I 207 E. 3.1 S. 210). Dass ein Richter derselben Partei angehört wie ein Richter der Vorinstanz, ist alltäglich und für sich unter dem Aspekt von Art. 30 Abs. 1 BV ohne Relevanz (vgl. Urteile 2F_2/2012 vom 24. Februar 2012 E. 2.2 und 5P.160/2001 vom 13. September 2001 E. 2a mit Hinweisen; sodann allgemein zur Frage der Zugehörigkeit des Richters zu einer politischen Partei BGE 138 I 1 E. 2.4 S. 5 zweiter Absatz sowie Urteile 8C_241/2014 vom 8. Juli 2014 E. 3.2; 1B_460/2012 vom 25. September 2012 E. 3 und 1P.667/2006 vom 29. November 2006 E. 3, publ. in: ZBl 109/2008 S. 280). Jeglicher Substantiierung entbehrt die vermutete "ortspolitische, fachliche sowie geschäftliche Nähe". In welchem Zusammenhang die beiden Richter oft zusammen zitiert werden sollen, wird sodann nicht ausgeführt. Dass sie sich kennen, schliesst unbefangenes Richten offensichtlich nicht aus. Letztlich weiss die Gesuchstellerin dies selber, begnügt sie sich doch mit dem vagen Hinweis, diese Elemente würfen "Fragen hinsichtlich der richterlichen Unabhängigkeit auf". Der Revisionsgrund von Art. 121 lit. a BGG ist offensichtlich nicht erfüllt.