Citation: 7B_706/2023 E. 3.5.2

3.5.2. Diese Rügen sind nicht zielführend. Es ist nicht die Aufgabe des Haft-, sondern jene des Sachgerichts, die erhobenen Beweise erschöpfend zu würdigen. Wie die Vorinstanz richtig ausführt, wird vorliegend das Berufungsgericht gestützt auf ein allenfalls noch zu erstellendes ballistisches Gutachten zu prüfen haben, ob und gegebenenfalls inwieweit anlässlich des Raufhandels tatsächlich weitere Schusswaffen in Gebrauch waren und inwiefern dies bei der Beurteilung der von B.________ erlittenen Schussverletzung von Bedeutung ist. Dasselbe gilt in Bezug auf die fehlenden Einschussspuren am silbernen Mercedes, soweit dies für die Beurteilung der Schussverletzung von B.________ überhaupt von Relevanz sein wird. Betreffend das Vorbringen eines alternativen Standorts von B.________ anlässlich des Raufhandels gelingt es dem Beschwerdeführer mit seiner Behauptung, dieser sei mangels vorgefundener DNA-Spur nicht Mitfahrer des schwarzen Pickups gewesen, allenfalls eine alternative Beweiswürdigung darzutun, nicht aber aufzuzeigen, inwiefern das auf Schuldspruch lautende erstinstanzliche Sachurteil in diesem Punkt klarerweise fehlerhaft sein soll (siehe vorne E. 3.3). Aufgrund der Aussagen des Beschwerdeführers zu seinen getätigten Schussabgaben und seines erstinstanzlichen Antrags auf Schuldspruch wegen versuchter vorsätzlicher Tötung (in Notwehrexzess) und Raufhandels liegen in Übereinstimmung mit der Vorinstanz jedenfalls genügend konkrete Verdachtsmomente vor, um zum aktuellen Verfahrenszeitpunkt den dringenden Tatverdacht zu bejahen. Die Beschwerde erweist sich insoweit als unbegründet.