Citation: 1B_156/2022 E. 1.3

1.3. Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Vorinstanz ein neues rechtliches Argument anführt, mit dem die Partei zuvor nicht konfrontiert worden war (BGE 136 III 123 E. 4.4.3). Im vorliegenden Verfahren wurde der besondere Haftgrund der Fluchtgefahr zwar im Haftantrag der Staatsanwaltschaft (kurz) begründet, wurde vom Zwangsmassnahmengericht aber nicht geprüft und war in der Folge auch im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren kein Prozessthema, was auch darauf zurückzuführen war, dass die Staatsanwaltschaft in ihrer Beschwerdeantwort den besonderen Haftgrund der Fluchtgefahr nicht erneut vorgebracht hatte. Soweit der Beschwerdeführer unter Verweis auf diesen Umstand neue Tatsachen bezüglich der von der Vorinstanz erstmals bejahten Fluchtgefahr vorbringt, handelt es sich somit um zulässige neue Vorbringen. Demgegenüber handelt es sich beim Haftentlassungsgesuch vom 6. April 2022 respektive den diesem zugrunde liegenden Tatsachen um echte Noven, die nicht berücksichtigt werden können (BGE 143 V 19 E. 1.2 mit Hinweisen).