Citation: 1C_481/2020 E. 3.1

3.1. Diese Rüge ist unbegründet. Gemäss den unbestritten gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz haben bereits das kantonale Amt für Raumentwicklung wie auch der Gemeinderat Wangen in ihren jeweiligen Bauentscheiden bzw. Baubewilligungen festgehalten, das strittige Bauprojekt halte die massgebenden Grenz- und Gewässerabstandsvorschriften nicht ein. Das Amt für Raumentwicklung erteilte dem Bauherrn deshalb für die Unterschreitung der bundesrechtlichen Gewässerabstandsvorschriften eine Ausnahmebewilligung nach Art. 41c Abs. 1 lit. a bis der Gewässerschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 (GSchV; SR 814.201). Bezüglich der Unterschreitung des Gewässerabstands gemäss § 66 Abs. 1 PBG/SZ hielten die unteren kantonalen Behörden fest, die Gemeinde Wangen habe im Rahmen der Zonenplanung eine Baulinie mit einer Breite von 5 Metern gegenüber dem Gewässer festgelegt, die gemäss § 68 Abs. 2 PBG/SZ den kantonalen Gewässerabstandvorschriften von § 66 Abs. 1 PBG/SZ vorginge. Da bei der Festlegung der Baulinie die Frage einer Ausnahmesituation auf dem strittigen Baugrundstück bereits geprüft worden sei, sei das Bauvorhaben damit auch insoweit bewilligungsfähig. Hinsichtlich der kantonalrechtlichen Grenzabstandsvorschriften gingen die kantonalen Behörden davon aus, das Bauprojekt sei insoweit aufgrund des eingereichten Dienstbarkeitsvertrags, in welchem die ungleiche Verteilung der Grenzabstände unter den benachbarten Grundeigentümern geregelt sei, nach § 62 PBG/SZ und Art. 35 des Baureglements der Gemeinde Wangen vom 29. August 1991 (BauR/Wangen) bewilligungsfähig.