Citation: 1C_342/2014 E. B

Nachdem C.________ gegenüber dem Gemeinderat Lachen die Meinung vertrat, die Bauherrin müsse bezüglich der auf ihrer Liegenschaft errichteten Sichtschutzwände ein nachträgliches Baugesuch einreichen, vertrat der Gemeinderat Lachen in seinen Schreiben vom 28. September 1998 und vom 21. Mai 2010 die Auffassung, diese Wände stellten keine bewilligungspflichtigen Bauten oder Anlagen dar. In der Folge änderte der Gemeinderat seine Meinung und verpflichtete mit Beschluss vom 17. Dezember 2010 die Bauherrin, insbesondere bezüglich der auf ihrer Liegenschaft angebrachten Sichtschutzwände ein nachträgliches Baubewilligungsgesuch einzureichen. Dieser Beschluss wurde auf Beschwerden der Bauherrin hin am 30. August 2011 vom Regierungsrat und am 18. Januar 2012 vom Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz bestätigt. Mit Baugesuch vom 22. Juni 2012 (Nr. 2012-0037) ersuchte die Bauherrin die Gemeinde Lachen namentlich darum, auf ihrer Liegenschaft im südlichen Teil der Terrasse sechs 1,78 m hohe Sichtschutzwände mit unterschiedlichen Breiten und nach oben abgerundeten Abschlüssen, auf dem nördlichen Teil der Terrasse auf beiden Seiten je eine 2,15 m hohe Sichtschutzwand aus Glas mit Holzumrandung und abgerundetem oberem Abschluss, gegen Osten hin eine bis zum Balkon reichende Sichtschutzwand aus Glas mit Holzumrandung und eine gleiche Sichtschutzwand auf der Ostseite des Balkons im ersten Stock nachträglich zu bewilligen. Die Nachbarn erhoben gegen das öffentlich aufgelegte Baugesuch Baueinsprache. Mit Beschluss vom 11. Juli 2013 verweigerte der Gemeinderat Lachen der Bauherrin die nachträgliche Bewilligung der Sichtschutzwände und ordnete deren Entfernung an. Diese Anordnung hob der Regierungsrat des Kantons Schwyz in teilweiser Gutheissung einer Beschwerde der Bauherrin mit Beschluss vom 17. Dezember 2013 auf und wies den Gemeinderat an, die Sichtschutzwände nachträglich zu bewilligen. In Gutheissung einer dagegen gerichteten Beschwerde der Nachbarn hob das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit Entscheid vom 22. Mai 2014 den angefochtenen Regierungsratsbeschluss betreffend die Bewilligung der Sichtschutzwände auf.