Citation: 1C_439/2018 E. 4.3

4.3. Bei der vom Beschwerdeführer realisierten Gartenanlage handelt es sich offensichtlich nicht um einen Bauerngarten und damit nicht um eine Anlage, die unmittelbar der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder dem produzierenden Gartenbau dient. Die in der Umgebung des Wohnhauses realisierten Elemente dienen dem Wohnkomfort der im Mehrfamilienhaus wohnenden Personen bzw. jedenfalls der in der Betriebsleiterwohnung mit Stöckli wohnenden Personen. Wie das ARE überzeugend ausgeführt hat, stellt die Gartenanlage unter diesen Umständen Wohnraum im Sinne von Art. 34 Abs. 3 RPV dar, der zusammen mit der eigentlichen Betriebsleiterwohnung mit Stöckli für den Betrieb des landwirtschaftlichen Gewerbes unentbehrlich sein muss und nicht überdimensioniert sein darf. Die vom Beschwerdeführer realisierte Gartenanlage erstreckt sich ab der Hausfassade rund 10,5 m in Richtung Südosten und rund 20 m in Richtung Südwesten. Sie umfasst unter anderem drei fassadenbündige Sitzplätze mit Sichtschutzwänden aus Steinkörben, einen weiteren Sitzplatz mit Pergola, einen Nutz- und einen Steingarten, eine markante Blocksteinmauer sowie einen Zugangsweg zum Sitzplatz mit der Pergola. In ihrer Grösse und konkreten Ausgestaltung ist die Gartenanlage zusammen mit dem übrigen landwirtschaftlichen Wohnraum mit Blick auf das Interesse an der Vermeidung der Zersiedelung der Landschaft objektiv betrachtet überdimensioniert und für den Betrieb des landwirtschaftlichen Gewerbes des Beschwerdeführers nicht im Sinne von Art. 34 Abs. 3 RPV unentbehrlich. Ausserdem stehen der Gartenanlage aufgrund der beanspruchten Fläche, ihrer Gestaltung sowie des abrupten Übergangs von bebauter zu nicht bebauter Fläche im Sinne von Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV überwiegende Interessen entgegen, nämlich das Interesse des Landschaftsschutzes sowie das Interesse am Erhalt landwirtschaftlich genutzter Flächen.