Citation: I 159/06 18.07.2006 E. 4

4.1 Die Einschätzungen des Dr. med. M.________ vom 4. Juni 2004 stimmen im Wesentlichen überein mit denjenigen aus den Jahren 1997 und 1998. Insbesondere war der Hausarzt bereits damals der Meinung, der Versicherte werde höchstens an einer geschützten oder therapeutischen Arbeitsstelle eine Erwerbstätigkeit aufnehmen können. Nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz enthält der Bericht vom 4. Juni 2004 keine Anhaltspunkte, die auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes schliessen lassen. 4.2 Der Einwand, Vorinstanz und Verwaltung hätten nicht auf die hausärztlichen Einschätzungen abstellen dürfen und stattdessen fachärztliche Berichte einholen müssen, ist unbegründet. Zwar trifft es zu, dass den Einschätzungen eines Spezialarztes in Bezug auf sein Fachgebiet im Vergleich zu den Beurteilungen eines Allgemeinpraktikers im Allgemeinen höheres Gewicht zukommt (statt vieler: Urteil B. vom 3. August 2000, I 178/00). Jedoch handelt es sich hiebei nicht um eine förmliche Beweiswürdigungsregel, sondern lediglich um eine Richtlinie im Rahmen freier Beweiswürdigung (Urteil O. vom 22. Dezember 2004, I 556/04). Jedenfalls kann daraus nicht geschlossen werden, ein Allgemeinpraktiker sei grundsätzlich nicht in der Lage, den Gesundheitszustand seiner Patienten zu beurteilen und insbesondere zur Frage Stellung zu nehmen, ob sich die gesundheitlichen Verhältnisse verändert haben. Hausärzte, bei welchen es sich oft um allgemeinpraktizierende Ärzte handelt, pflegen in der Regel den engsten Kontakt zu den Versicherten, weshalb sie Veränderungen im Gesundheitszustand oft als erste bemerken (vgl. Erw. 3a des nicht veröffentlichten Urteils B. vom 11. Juni 1997, I 255/96). Es darf somit angenommen werden, dass Dr. med. M.________, der bereits im Rahmen der ursprünglichen Rentenzusprechung eine sehr zurückhaltende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abgab (Erw. 4.1 hievor), eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Revisionsverfahren sicherlich angeführt hätte. Von weiteren medizinischen Abklärungen ist in antizipierter Beweiswürdigung (SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4; BGE 124 V 94 Erw. 4) abzusehen. Dies gilt umso mehr, als auch dem im letztinstanzlichen Verfahren nachgereichten Bericht des Dr. med. D.________ - sofern dieser überhaupt berücksichtigt werden kann (BGE 121 V 366 Erw. 1b, 127 V 357 Erw. 4b) - keine abweichende Einschätzung zu entnehmen ist.