Citation: 1C_282/2021 E. 9.1

9.1. Bei der Deponie handelt es sich um eine ortsfeste Anlage im Sinne von Art. 7 Abs. 7 USG (SR 814.01) und Art. 2 Abs. 1 LSV. Ihr Betrieb verursacht Lärmemissionen, weshalb die bundesrechtlichen Bestimmungen über den Lärmschutz Anwendung finden. Für die lärmrechtliche Beurteilung der Erweiterung der Deponie ist das Verwaltungsgericht im Entscheid vom 13. April 2021 - entsprechend der Lärmprognose vom 9. März 2020 - von einer Neuanlage ausgegangen. Gemäss Art. 25 USG und Art. 7 LSV haben die durch eine solche Anlage erzeugten Lärmimmissionen - unter dem Vorbehalt von Erleichterungen - die Planungswerte in der Umgebung einzuhalten (vgl. BGE 138 II 331 E. 2.1). Die Vollzugsbehörde beurteilt die ermittelten Aussenlärmimmissionen ortsfester Anlagen anhand der Belastungsgrenzwerte nach den Anhängen 3 ff. LSV (Art. 40 Abs. 1 LSV). Zur Diskussion steht vorliegend der Industrie- und Gewerbelärm der Deponie und die durch die Mehrbeanspruchung bestehender Verkehrsanlagen verursachte Lärmbelastung.