Citation: 5A_834/2017 E. 4.2

4.2. Dass der Beschwerdeführer zur Behandlung seiner psychischen Störung in der Klinik untergebracht ist (Art. 426 ZGB), bleibt unbestritten. Fehlt diesfalls die Zustimmung der betroffenen Person zur Behandlung, kann die Chefärztin oder der Chefarzt der Abteilung oder ihr bzw. sein Stellvertreter (BGE 143 III 337 E. 2.4.2 S. 341) die im Behandlungsplan (Art. 433 ZGB) vorgesehenen medizinischen Massnahmen unter bestimmten, im Gesetz wiedergegebenen Voraussetzungen (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1-3 ZGB) schriftlich anordnen. Eine andere Art der Anordnung der Behandlung ohne Zustimmung der betroffenen Person, insbesondere die Zwangsbehandlung in Form eines Realaktes, ist im Gesetz nicht vorgesehen (vgl. dazu: Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht], BBl 2006 S. 7003). Die lediglich unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen zulässige Massnahme kann nicht durch reinen Realakt umgesetzt werden (vgl. BGE 137 I 120 E. 5.5 S. 125 f). Im Ergebnis kann die Klinik somit nicht umhin, bei gegebenen Voraussetzungen (Art. 434 Abs. 1 Ziff. 1-3 ZGB) die Behandlung ohne Zustimmung schriftlich anzuordnen, falls die betroffene Person die Einnahme der im Behandlungsplan vorgesehenen Medikamente verweigert. Dabei ist es ihr unbenommen, bereits in der Anordnungsverfügung die Vollstreckung der Massnahme vorzusehen und deren Modalitäten festzulegen (siehe dazu BGE 143 III 337 E. 2.5 S. 342). Dass im Fall des Beschwerdeführers gesetzeskonform verfügt worden wäre, ist nicht ersichtlich.