Citation: 2C_787/2018 E. 4

Der Beschwerdeführer macht geltend, der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung verstosse gegen Art. 9 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes vom 20. November 1989 (SR 0.107; Kinderrechtskonvention; KRK). Gemäss Art. 9 Abs. 1 KRK stellen die Vertragsstaaten sicher, dass ein Kind nicht gegen den Willen seiner Eltern von diesen getrennt wird. Nach Art. 9 Abs. 3 KRK achten die Vertragsstaaten das Recht des Kindes, das von einem oder beiden Elternteilen getrennt lebt, regelmässige persönliche Beziehungen und unmittelbare Kontakte zu beiden Elternteilen pflegen zu können, soweit dies nicht seinem Wohl widerspricht. Aus Art. 9 KRK lässt sich nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht ein unmittelbarer Anspruch auf eine Niederlassungsbewilligung ableiten. Vielmehr fliesst der Gehalt dieses Übereinkommens in die Interessenabwägung der Verhältnismässigkeitsprüfung ein (vgl. Urteile 2C_499/2018 vom 30. August 2018 E. 2.3.5; 2C_315/2009 vom 27. Oktober 2009 E. 5.2.2; 2A.563/2002 vom 23. Mai 2003 E. 2.5; vgl. auch BGE 143 I 21 E. 5.5.1 S. 29 f.). Nach dem Dargelegten (vgl. E.3 hiervor) ist die vorinstanzliche Interessenabwägung nicht zu beanstanden. Sie trägt den Vorgaben der Kinderrechtskonvention im Rahmen ihrer Interessenabwägung genügend Rechnung (vgl. E. 5.4.3 des Urteils vom 31. Juli 2018). Folglich ist Art. 9 KRK nicht verletzt.