Citation: 6B_825/2024 E. 2.3.2

2.3.2. Der Beschwerdeführer belegt auch keine Willkür, indem er die vorinstanzliche Beweiswürdigung generell als einseitig rügt. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf den Experten, und nicht auf die behandelnde Ärztin Dr. med. D.________ abstellt, zumal sie zu Recht darauf hinweist, dass Berichte behandelnder Ärzte grundsätzlich zurückhaltend zu würdigen sind. Wie bereits ausgeführt, beurteilte der Experte eine Verletzung der Strecksehnen durch den Shaver überzeugend als sehr unwahrscheinlich. Dies selbst dann, wenn der Operateur zuvor die Gelenkkapsel verletzt hätte. Es kann daher offen bleiben, ob das nach Auffassung des Beschwerdeführers für die Durchführung der Arthroskopie notwendige Perforieren der Gelenkkapsel eine Verletzung im vom Gutachter gemeinten Sinn darstellt. Auch eine thermische Verursachung der Sehnenverletzung verneint die Vorinstanz gestützt auf den Experten schlüssig. Namentlich stellt auch die behandelnde Ärztin nichts Gegenteiliges fest, was an der Beurteilung durch den Gutachter zweifeln liesse. Dass er eine Verletzung durch den Vapor grundsätzlich als möglich erachtete, wurde ebenfalls bereits gesagt. Von Willkür kann keine Rede sein. Dies gilt auch, soweit der Beschwerdeführer auf eine chirurgische Beurteilung zweier Suva-Ärzte hinweist, die eine intraoperative Verletzung zweifelsfrei bejaht hätten und die die Vorinstanz ignoriert habe. Der Beschwerdeführer macht hierzu keine näheren Angaben. Zu keinem anderen Ergebnis führt, dass auch der Beschwerdegegner 2 selbst eine intraoperative Ursache der Verletzung grundsätzlich für möglich hielt. Auch was der Beschwerdeführer zur gemäss Vorinstanz grundsätzlich möglichen post- oder präoperativen Ursache der Verletzung vorbringt, begründet keine Willkür. Die Vorinstanz verweist nachvollziehbar auf den Gutachter, welcher Selbstverletzungen, die nur schwer ersichtlich sind, für möglich hielt und aus seinem eigenen Arbeitsalltag kannte. Die Vorinstanz verkennt nicht, dass weder die Aussagen des Beschwerdeführers noch der dokumentierte Behandlungsverlauf konkret auf post- oder präoperative Ursachen der Verletzung hindeuten, wobei letzteres mangels Hinweisen vom Operateur nicht geprüft wurde. Nicht entscheidend ist in diesem Zusammenhang, ob die Vorinstanz selbst mit Beschluss vom 9. November 2020 gestützt auf weitere Akten festgestellt hatte, die Strecksehnen seien im Zeitpunkt der Operation noch intakt gewesen. Daraus lässt sich nicht schliessen, dass die Operation oder postoperative Handlungen des Beschwerdegegners 2 die strittigen Verletzungen verursachten. Die Vorinstanz verneint dies nachvollziehbar.