Citation: U 10/98 14.11.2000 E. 2

2.- a) Der Einspracheentscheid der SUVA vom 22. November 1995 stützt sich auf den Bericht ihres Kreisarztes Dr. med. L.________ über eine Untersuchung vom 29. Juni 1995. Dieser habe einen sehr bescheidenen Befund, insgesamt aber keine Folgen der initialen Weichteilkontusion mehr erhoben. Auch die weiteren medizinischen Akten enthielten keine Berichte, die sich für das Vorliegen von Unfallfolgen über den 3. Juli 1995 hinaus aussprächen. b) Das kantonale Gericht mass neben dem Bericht des Kreisarztes vor allem jenem des Prof. Dr. med. D.________, Orthopädische Klinik X.________ vom 7. Februar 1996 entscheidende Bedeutung bei. Nach den anamnestischen Angaben bestehe eine Zervikobrachialgie. Am ehesten entspreche die Ausstrahlung dem Segment C7. Es bestehe kein wesentliches Lokalsyndrom. Klinisch-neurologisch und myographisch bestehe kein Hinweis für ein sensibles oder motorisches, radikuläres Defizit. Nach den Schmerzangaben und vor allem bei der Untersuchung bestehe Verdacht auf eine funktionale Überlagerung. c) Der Beschwerdeführer weist darauf hin, dass noch vor Erlass des Einspracheentscheides der SUVA die Ärzte der Klinik X.________ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert und eine stationäre Abklärung in Y.________ angeregt hätten. In einem Bericht vom 14. Dezember 1995 hätten die zuständigen Ärzte, Dres. B.________ und V.________ deutlich darauf hingewiesen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem Unfallereignis und der nachgewiesenen Diskushernie C5/6 und C6/7 nicht sicher ausgeschlossen werden könne, weshalb ein unabhängiges Gutachten empfohlen werde. Da das kantonale Gericht eine erneute Begutachtung als nicht notwendig erachtete, habe der Beschwerdeführer PD Dr. med. F.________, Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, damit beauftragt. Dieser habe nach einer eingehenden Untersuchung, u.a. mit dem Path-Tester MPI 100 und dem Vibra-Tester 100, in der interdisziplinären Schmerzsprechstunde Hinweise auf eine neurogene Läsion und Schmerzen neuropathischen und/ oder neurogenen Charakters festgestellt (Gutachten vom 5. Januar 1998). Entgegen der Annahme der Vorinstanz bestehe daher für das Beschwerdebild des Beschwerdeführers eine organische Grundlage.