Citation: 7B_8/2021 E. 10.2

10.2. Der Privatklägerschaft können die Verfahrenskosten, die durch ihre Anträge zum Zivilpunkt verursacht worden sind, auferlegt werden, wenn sie die Zivilklage vor Abschluss der erstinstanzlichen Hauptverhandlung zurückzieht (Art. 427 Abs. 1 lit. b StPO) bzw. die Zivilklage abgewiesen oder auf den Zivilweg verwiesen wird (lit. c). Die Regelung ist dispositiver Natur. Das Gericht kann von ihr abweichen, wenn die Sachlage dies rechtfertigt (vgl. Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 1327 Ziff. 2.10.2 zu Art. 434 StPO). Hinsichtlich des Gehalts von Art. 426 Abs. 3 lit. a StPO kann auf E. 9.3.3 hiervor verwiesen werden.