Citation: 2C_498/2022 E. 3

Der Beschwerdeführer macht zunächst eine Verletzung des Akteneinsichtsrechts als Teilgehalt des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) geltend. Er bringt im Wesentlichen vor, die E-Mail seiner Ehefrau vom November 2020 an das Migrationsamt, in welcher sie die Einreichung der Ehescheidung mitgeteilt habe, sei ihm nicht zugänglich gemacht worden. Eine neue rechtliche Argumentation bzw. neue rechtliche Rügen (inkl. Rügen wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte) fallen - unter Vorbehalt der Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben - grundsätzlich nicht unter das Novenverbot, soweit sie sich im Rahmen des Streitgegenstandes bewegen (der vom Bundesgericht nicht erweitert werden darf), auf dem vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt beruhen und die Vorinstanz über umfassende Kognition verfügte sowie das Recht von Amtes wegen anzuwenden hatte (BGE 142 I 155 E. 4.4.3; Urteil 2C_562/2020 vom 21. Mai 2021 E. 3.2). Ein treuwidriges Verhalten liegt insbesondere vor, wenn die beschwerdeführende Partei vor Bundesgericht erstmals die Verletzung einer Verfahrensgarantie rügt, die sie bei der Vorinstanz schon hätte geltend machen können und müssen; auf eine solche Rüge hat das Bundesgericht nicht einzugehen (BGE 142 I 155 E. 4.4.6; Urteil 2C_562/2020 vom 21. Mai E. 3.2). Die E-Mail der Ehefrau des Beschwerdeführers an das Migrationsamt vom 25. November 2020 wurde bereits im Entscheid der Rekursabteilung vom 20. Januar 2022 erwähnt. Vor der Vorinstanz hat der Beschwerdeführer nicht gerügt, die E-Mail sei ihm nicht zugänglich gemacht worden. Auf die erstmals vor Bundesgericht erhobene Rüge der Gehörsverletzung ist daher nicht einzugehen.