Citation: 6P.17/2001 30.05.2001 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer macht betreffend den ersten Vorfall um 19.00 Uhr geltend, das Obergericht habe einseitig und willkürlich nur sein Verhalten gewürdigt, dass er mit dem Auto auf die Fussgänger aufgefahren sei. Die Reaktion des Opfers, das ihn beschimpft habe und dem Auto nachgerannt sei, habe es in keiner Weise berücksichtigt (Beschwerde S. 7). Das trifft nicht zu. Das Obergericht hat sorgfältig und ausführlich die Aussagen der verschiedenen am Vorfall beteiligten Personen gewürdigt (angefochtenes Urteil S. 19 - 32) und dazu auch eine Bilddokumentation beigezogen (angefochtenes Urteil S. 28). Das Obergericht würdigt das Verhalten von A.________ ausführlich und nimmt zu dessen Äusserungen ("hei", "goht's no", allenfalls "Tubel") willkürfrei an, selbst wenn dieser - wie vom Beschwerdeführer behauptet - "Schafseckel" gerufen hätte, wäre das nicht ausschlaggebend (angefochtenes Urteil S. 29). Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht Willkür vor, weil es nicht berücksichtigt habe, dass B.________ die "Lebensabschnittspartnerin des Opfers" sei, eine Beschimpfung bestätigt und weiter zu Protokoll gegeben habe, dieser habe sich mit der linken Hand gegen den Bus gesperrt (Beschwerde S. 8). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, weshalb es erheblich sein sollte, dass A.________ sich mit der linken Hand gegen den Bus gesperrt habe. Dem Obergericht ist nicht entgangen, dass A.________ "ihr Freund" war (angefochtenes Urteil S. 22 und 23), und es berücksichtigt ausdrücklich die Aussage von B.________, dass A.________ unter anderem allenfalls "Tubel" gerufen habe (angefochtenes Urteil S. 22 und 29). b) Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei willkürlich nicht auf die erste Einvernahme vom 6. September 1996 im Spital abgestellt worden. Nach ständiger Praxis sei auf die ersten Aussagen abzustellen. Dass A.________ bereits am 25. September 1996, 19 Tage nach der ersten Einvernahme im Spital, wieder befragt worden sei und er sich an die erste Einvernahme nicht erinnern könne, besage nichts. Entscheidend sei, was er glaubwürdig zu Protokoll gegeben habe, nicht was er in der Zwischenzeit erlebt habe. Er habe zehn Stunden nach der Operation befragt werden können. Er habe an der ersten Einvernahme klar gesagt, dass er noch einmal zu ihm (dem Beschwerdeführer) zurückgegangen sei, ihn gepackt und mehrmals mit körperlichen Züchtigungen bedroht habe, dass er dem Fahrzeug nachgerannt sei und dass D.________ ihn zurückzuhalten versucht habe. Willkürlich begründe das Obergericht nicht, welches die klaren Aussagen seien und weshalb es darauf abstelle. Es verletze das rechtliche Gehör, die wenig aufwändige Abhörung des Tonbands dieser Einvernahme zu verweigern (Beschwerde S. 7 - 15). Wie erwähnt (oben E. 2c), existiert die behauptete Beweisregel nicht und sind neue Vorbringen wegen der vorausgesetzten Erschöpfung des kantonalen Verfahrens im staatsrechtlichen Verfahren grundsätzlich unzulässig. Die Vorbringen des Beschwerdeführers erweisen sich ohnehin als unbegründet. Ausführlich und nachvollziehbar legt das Obergericht dar, dass der ersten Einvernahme auf der Intensivstation nach der mehrstündigen Operation kein grösserer Beweiswert als die Bestätigung der Täterschaft beigemessen werden könne (angefochtenes Urteil S. 25 - 28). Dass A.________ noch stark unter den Verletzungs- und Operationsfolgen litt, ergibt sich auch aus dem Einvernahmeprotokoll, das den Gesprächsverlauf mit den Pausen anschaulich wiedergibt (act. 23 - 25). Ohne Willkür berücksichtigt das Obergericht daher nur den Kerngehalt der Einvernahme. Aus seiner ausführlichen Begründung ergibt sich klar, was es unter dem Kerngehalt versteht (vgl. angefochtenes Urteil S. 36/37 mit den zwei nicht relevanten Differenzen). Die Ablehnung weiterer Beweismassnahmen erscheint nicht willkürlich (angefochtenes Urteil S. 27). c) Der Beschwerdeführer macht geltend, das Obergericht lege sämtliche Indizien willkürlich zu seinen Lasten aus, so dass das Verhalten des Opfers zwar nicht sehr gepflegt, aber nachvollziehbar sei. Es lasse ausser Acht, dass wahrscheinlich gröbere Schimpfwörter gefallen seien, als das Opfer und seine Freundin zugegeben hätten. Gehe man von der Richtigkeit der Aussage des Opfers vom 6. September 1996 aus, so sei es zum Touchieren gekommen, weil dieses ihm entgegen gelaufen sei. A.________ habe in der ersten Einvernahme selber ausgesagt, dass er dem wegfahrenden Auto nachgerannt sei. Dieser habe sich in relativ emotionaler Stimmung befunden. Damit würden seine (des Beschwerdeführers) Aussagen glaubwürdiger, dass jener wie ein "Wilder" beim ersten wie beim zweiten Vorfall auf ihn losgegangen sei (Beschwerde S. 15 - 17). Eine Willkür ist nicht ersichtlich. Die Vorbringen sind weitgehend appellatorisch. Das Obergericht prüft die verschiedenen Zeugenaussagen und die Bilddokumentation sorgfältig. Der fragliche Weg ist sehr schmal und daneben liegt ein Maisfeld. Indem sich der Beschwerdeführer "durchmostete", verhielt er sich offensichtlich rücksichtslos (angefochtenes Urteil S. 28). Es ist unbestritten, dass sich A.________ "in relativ emotionaler Stimmung" befand, dass er die Arme verwarf und sich gegenüber dem Beschwerdeführer wohl auch mit Schimpfworten äusserte. Das Obergericht berücksichtigt diese Umstände hinreichend.