Citation: 8C_10/2023 E. 3

Die Vorinstanz stellte fest, der Beschwerdeführer habe bei der Anmeldung zur Arbeitsvermittlung am 28. September 2020 sowie auf dem Antragsformular für Arbeitslosenentschädigung vom 8. Oktober 2020 angegeben, zuletzt Heimarbeit geleistet zu haben, was er auch im Einsprache- und im vorinstanzlichen Verfahren bestätigt habe. Dem Arbeitszeugnis der B.________ GmbH vom 30. September 2020 sei zu entnehmen, dass er vom 1. Februar bis 30. September 2020 in Einzelprojekten als Linux-Engineer im Homeoffice eingesetzt worden sei. Das mit der B.________ GmbH eingegangene Vertragsverhältnis sei als Arbeitsverhältnis nach Art. 319 ff. OR zu qualifizieren, weshalb keine Heimarbeit gemäss Art. 351 OR vorliege. Demnach komme auch nicht die Sonderregelung des Art. 14 Abs. 2 AVIV (Vermittlungsfähigkeit von Versicherten, die vor ihrer Arbeitslosigkeit als Heimarbeitnehmer beschäftigt waren) zum Zuge. Der Beschwerdeführer habe, so die Vorinstanz weiter, in der Einsprache vom 8. November 2021 darauf hingewiesen, er sei nur im Homeoffice vollständig belastungs- und arbeitsfähig, da seine gesundheitliche Situation eine dauerhafte ausserhäusliche Tätigkeit objektiv verunmögliche. Im Attest vom 30. September 2021 habe Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, ohne Begründung festgehalten, der Beschwerdeführer sei auf eine Arbeit im Homeoffice angewiesen, "und [...] da auch" zu 100 % belastbar und arbeitsfähig. Damit übereinstimmend habe sich der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben in der vorinstanzlichen Beschwerde lediglich bis Ende September 2021 auch auf Tätigkeiten mit Präsenz vor Ort beworben. Damit sei der Beschwerdeführer ab 15. September 2021 weder bereit noch in der Lage gewesen, einer ausserhäuslichen Tätigkeit nachzugehen, weshalb spätestens ab diesem Zeitpunkt seine (subjektive) Vermittlungsfähigkeit und damit seine Anspruchsberechtigung zu verneinen sei.