Citation: 6B_1045/2015 E. 2.3.3

2.3.3. Der von der Vorinstanz angenommene Bestand und Umfang des Schadens ist nicht offensichtlich unrichtig (vgl. zum Willkürbegriff vorne E. 1.2). Soweit die Kunden trotz Bezahlung der Kursgelder noch als "offene Debitoren" in der Buchhaltung geführt wurden, entsprach diese offensichtlich nicht den Tatsachen. Eine korrekt geführte Buchhaltung hätte demnach mindestens eine Vermögensgefährdung ausweisen müssen, nachdem der Beschwerdeführer die entsprechenden Beträge ohne Berechtigung an sich genommen hatte. Dass auf der im Laufe des Verfahrens eingereichten Debitorenliste gewisse Personen, deren einbezahltes Kursgeld der Beschwerdeführer an sich genommen hat, nicht aufgeführt sind, vermag das Vorliegen eines Schadens nicht zu widerlegen. Ob die Liste vollständig ist, steht nicht fest. Sodann wurden die vom Beschwerdeführer angeführten Kunden, die ihre Kursgelder bereits bezahlt hatten, möglicherweise aus der Liste entfernt, da die Beschwerdegegnerin 2 ihnen gegenüber keine Forderung mehr hatte. Eine offensichtlich falsche Feststellung des Schadens liegt auch mit Blick auf die vom Beschwerdeführer angeführten Provisionszahlungen nicht vor. Die Vorinstanz zieht bei den vom Kundenberater einkassierten und in der Folge dem Beschwerdeführer ausgehändigten Geldern die unbestrittenermassen erfolgten Provisionszahlungen in der Höhe von 10 % des Kursbeitrags vom Schaden ab, da die Provision von der Beschwerdegegnerin 2 geschuldet gewesen sei. Dass die Auszahlung der Provision an den Kundenberater durch den Beschwerdeführer nicht buchhalterisch transparent gemacht worden sei, ändere nichts daran, dass der Beschwerdegegnerin 2 insofern kein Schaden entstanden sei. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass auch bei den Kursgeldzahlungen an ihn selbst oder die Sekretärin dem jeweiligen Mitarbeiter, der den Vertrag abgeschlossen hatte, eine Provision von 10 % zugestanden habe. Es sei deshalb auch in den Fällen, in denen er das Geld von der Sekretärin oder selbst erhalten habe, ein Abzug von 10 % bei der Schadenssumme vorzunehmen. Ob der Provisionsanspruch in jedem Fall bestand und auch dem Beschwerdeführer selbst zustand, kann offenbleiben. Weder aus dem vorinstanzlichen Entscheid noch aus den Akten ergibt sich unzweifelhaft, dass der Beschwerdeführer auch in den von ihm angeführten Fällen die Provision aus der Bargeldentnahme entrichtete respektive die Mitarbeiter, die den Vertrag abschlossen, die Provision nicht von der Beschwerdegegnerin 2 vergütet bekommen haben.