Citation: 2C_139/2022 E. A

Der in U.________/GR wohnhafte Rentner A.________ erhielt 2019 für seine bei der Mutter im Fürstentum Liechtenstein wohnhafte Tochter B.________ (geb. 2001), die in Wien studiert, eine AHV- und zwei BVG-Kinderrenten. Während die AHV-Kinderrente direkt an die Tochter ausbezahlt wurde, überwies A.________ jeweils die Beträge der BVG-Kinderrenten an seine Tochter. In der Steuererklärung 2019 deklarierte A.________ die AHV-Kinderrente (Fr. 9'924.--) nicht und machte für die beiden BVG-Kinderrenten (total Fr. 8'832.--) einen Abzug für Unterhaltsbeiträge für minderjährige Kinder geltend. In den Veranlagungsverfügungen für die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer 2019 rechnete die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden die AHV-Kinderrente auf und kürzte die Unterhaltsbeiträge für minderjährige Kinder auf Fr. 3'112.-- mit der Begründung, dass die Unterhaltsbeiträge nur bis zur Volljährigkeit abzugsfähig seien. Gleichzeitig gewährte die Steuerverwaltung A.________ für die Kantons- und Gemeindesteuern den hälftigen Abzug für Kinder in Ausbildung mit der Begründung, dass ab Volljährigkeit des Kindes beiden Elternteilen je der halbe Kinderabzug zustehe.