Citation: U 309/06 16.11.2006 E. 4

4.1 In den Beurteilungen des Spitals D.________ vom 19. Mai 2004 und des Spitals C.________ vom 11. Juni 2004 ist davon die Rede, dass einzelne Schritte ohne Gehstöcke nicht möglich seien, wobei dafür weniger ein Kraftproblem als vielmehr eine massive Gangunsicherheit verantwortlich gemacht wurde. Dr. med. W.________ hält im Rahmen der Anamnese fest, der linke Unterschenkel und die rechte Knöchelgegend würden bei längerer Belastung anschwellen. Der Versicherte könne die Grosszehen nur unter Schmerzen bewegen. In Ruhe bestehe eine Art Verletzungsschmerz in der linken Fussohle. Zu Hause könne er sich nur entlang der Wände und Möbel stockfrei bewegen. Auf der Strasse sei er wegen Rückenbeschwerden und einer allgemeinen Unsicherheit auf die Stöcke angewiesen. Die Gehdauer betrage rund 10 Minuten. In der ärztlichen Beurteilung äussert sich Dr. med. W.________ nicht dazu, ob der Versicherte aus medizinischer Sicht objektiv betrachtet ohne Stöcke gehfähig ist. Obwohl der Beschwerdeführer bereits im Einspracheverfahren glaubwürdig darauf hingewiesen hat, dass er nicht ohne Pausen während acht Stunden pro Tag auf einem Spezialstuhl sitzen kann, haben sich weder SUVA noch Vorinstanz mit diesem Einwand auseinandergesetzt. Unklar ist diesbezüglich auch die Stellungnahme des Dr. med. W.________, welcher die Arbeitsfähigkeit nicht in Prozenten angab und auch nicht präzisierte, ob eine ganztägige Erwerbstätigkeit ohne zeitliche Einschränkung zufolge allenfalls notwendiger Pausen, Wechselbelastungen und Hochlangern der Beine möglich ist. Was er mit "arbeitsfähig zur Wiedereingliederung" meint, ist ebenfalls nicht ohne weiteres nachvollziehbar. Der Hausarzt Dr. med. E.________ nimmt im Schreiben an die SUVA vom 24. Juni 2005 nur zur Unfallkausalität der geltend gemachten Beschwerden Stellung, ohne sich zur Arbeitsfähigkeit zu äussern. Psychische Probleme werden in den neueren ärztlichen Stellungnahmen nicht erwähnt. Lediglich dem Bericht des Dr. med. S.________ vom 2. Oktober 2003 ist zu entnehmen, dass der Versicherte psychologisch betreut wurde und Psychopharmaka verabreicht bekam. Dies lässt vermuten, dass im für die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom 11. Juli 2005 (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) keine unfallkausale psychische Problematik (mehr) bestand. Es ist jedoch auch möglich, dass einer solchen angesichts der im Vordergrund stehenden somatischen Beschwerden nicht die notwendige Beachtung geschenkt wurde. 4.2 Der medizinische Sachverhalt erweist sich somit als für die Beurteilung der verbleibenden unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit nicht hinreichend geklärt und bedarf weiterer Erhebungen. Die Sache ist zu diesem Zweck und zu neuer Verfügung über den Rentenanspruch an die SUVA zurückzuweisen.