Citation: 1C_215/2022 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, die begonnenen und geplanten Bauarbeiten seien nicht baubewilligungspflichtig, weshalb es bereits an einer grundlegenden Voraussetzung der Wiederherstellungsverfügung mangle. Mit dem streitgegenständlichen Aushubmaterial werde weder eine Höhe bzw. Tiefe von 1.5 Metern erreicht, noch eine Fläche von 500 Quadratmetern beansprucht. Das ergebe sich aus den Baugesuchsunterlagen, einem früher ergangenen Bundesgerichtsurteil im Haftungsverfahren sowie der Materialmenge von 500 m3. Höchstrichterlich sei eine Absenkung des Geländes von 80 cm infolge Abtransport durch die Armee festgestellt worden. Mit dem Aushubmaterial hätten lediglich der Vorplatz und bestehende Löcher planiert werden sollen. Die Vorinstanz verfalle in überspitzten Formalismus, wenn sie basierend auf den Baubewilligungsunterlagen die Annahme treffe, mit dem Aushubmaterial hätte die gesamte Parzelle planiert werden sollen und sie damit eine Baubewilligungspflicht konstruiere. Dies sei schlicht tatsachenwidrig. Die Vorinstanz habe deshalb den Sachverhalt willkürlich festgestellt und Art. 16 Abs. 2 lit. c BauV/VS willkürlich angewandt.