Citation: 4A_251/2023 E. 9.2.2

9.2.2. Ein Nachweis eines Gesuchs um Genehmigung wäre dann entbehrlich, wenn der Beschwerdeführer stattdessen nachzuweisen vermöchte, dass die Beschwerdegegnerin die Übertragung genehmigt hätte. Im vorinstanzlichen Verfahren leitete er - wie erwähnt - eine solche Zustimmung der Beschwerdegegnerin aus der Unterschrift von D.C.________ sel. im Feld "Unterschrift der Gesellschaft" ab. Die Vorinstanz hat sich mit dieser Argumentation ausführlich auseinandergesetzt und namentlich erwogen, es sei kein obligatorisches Grundgeschäft, kein zustimmender Verwaltungsratsbeschluss und kein Eintrag im Aktienbuch erstellt. Diesbezüglich vermag der Beschwerdeführer keine willkürliche Beweiswürdigung darzutun. Betreffend das Aktienbuch beanstandet er die vorinstanzliche Erwägung nicht, dass er im erstinstanzlichen Verfahren kein Editionsbegehren auf Herausgabe des richtigen Aktienbuchs gestellt habe. Auch zeigt er nicht auf, dass er im vorinstanzlichen Verfahren behauptet hätte, es liege ein zustimmender Verwaltungsratsbeschluss der Beschwerdegegnerin vor. Er beanstandet einzig die vorinstanzliche Feststellung, es fehle an stringenten Behauptungen hinsichtlich des obligatorischen Grundgeschäfts. Die Vorinstanz habe durch überspitzte Anforderungen an den Nachweis einer Schenkung Art. 1, Art. 18 Abs. 1 und Art. 239 OR verletzt. Da er in Besitz der originalen Aktientitel mit der Unterschrift von D.C.________ sel. sei, habe er offensichtlich dessen Schenkungsofferte angenommen und sei Eigentümer der streitgegenständlichen Aktien geworden. Weitere Voraussetzungen seien für eine Schenkung nicht erforderlich. Diese Ausführungen stehen in Widerspruch zu denjenigen im erstinstanzlichen Verfahren, in dem der Beschwerdeführer primär noch geltend machte, die betreffenden Aktien seien ihm im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsplans übertragen worden. Betreffend die ersatzweise behauptete Schenkung vermag er jedenfalls nicht darzutun, dass er in den vorinstanzlichen Verfahren hinreichend substanziierte Behauptungen getätigt hätte. Aus seinen Ausführungen wird bereits nicht ersichtlich, in welcher Rolle (persönlich oder als Verwaltungsrat der Bb.________ AG oder als Verwaltungsrat der Beschwerdegegnerin) ihm D.C.________ sel. die streitgegenständlichen Aktien übertragen haben soll. Das Beweisverfahren dient nicht dazu, fehlende substanziierte Behauptungen zu ersetzen oder zu ergänzen, sondern setzt solche vielmehr voraus (Urteile 4A_24/2021 vom 24. Juni 2021 E. 6.4.2; 4A_449/2017 vom 26. Februar 2018 E. 4.3; 4A_113/2017 vom 6. September 2017 E. 6.1.1 mit Hinweis). Zudem war im Berufungsverfahren eine Befragung von D.C.________ sel. gemäss den für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen ohnehin nicht mehr möglich.