Citation: 6P.101/2003 17.10.2003 E. 2

Als Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör rügt der Beschwerdeführer, dass das Kantonsgericht die von ihm beantragte Zeugeneinvernahme seines Geschäftspartners abgelehnt hat. Das Kantonsgericht hält in diesem Zusammenhang unter anderem fest, der Verteidiger habe die Einvernahme dieses Zeugen nicht rechtzeitig mit der Berufungserklärung, sondern erst an der Berufungsverhandlung und damit zu spät beantragt. Deshalb sei auf den Beweisantrag nicht einzutreten. Mit dieser Begründung des Kantonsgerichts setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Er macht weder geltend, das Kantonsgericht habe § 146 Abs. 2 StPO SZ unrichtig ausgelegt, noch behauptet er, das Kantonsgericht habe zu Unrecht den Antrag auf Einvernahme des Zeugen als verspätet betrachtet. Ist somit unangefochten, dass dieser Beweisantrag im Berufungsverfahren verspätet gestellt worden ist, so hat das Kantonsgericht dadurch, dass es auf diesen Beweisantrag nicht eingetreten ist, das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers nicht verletzt. Denn dieser Anspruch verpflichtet die Behörde unter anderem nur zur Beweisabnahme, wenn sie nach dem massgeblichen Prozessrecht rechtzeitig beantragt worden ist (BGE 124 I 241 E. 2).