Citation: 8C_52/2015 E. 4

Dr. med. G.________ hält in seinem Bericht vom 22. September 2012 fest, die diagnostizierten Marklageränderungen und Mikrohämatome an "strategischen" Orten könnten die festgestellten kognitiven Einschränkungen erklären; aus neurologischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit. In seinem Bericht vom 8. Oktober 2013 führt er aus, die mikroangiopathischen Veränderungen kämen häufig vor, vermehrt bei Patienten mit Migräne oder gewissen zerebrovaskulären Risikofaktoren, manchmal aber auch - wie er im Fall des Versicherten vermute - ohne klare Ursache und ohne klinische Relevanz; die Diskussion um unfallfremde Fakoren sei nicht nachvollziehbar, sei der Versicherte doch vor dem Unfall kerngesund und ohne jegliche Zeichen einer ZNS-Erkrankung gewesen. Prof. Dr. med. H.________ qualifiziert die Marklageränderungen explizit als eine konkomittierende Krankheit; er äussert sich jedoch nicht zu deren konkreten Auswirkungen auf die Gesundheit und die Arbeitsfähigkeit (Bericht vom 24. Juli 2013). Dr. med. K.________ geht in seinen Berichten vom 14. August und 11. Oktober 2014 mit Prof. Dr. med. H.________ von krankheitsbedingten Läsionen des Gehirns aus; in seiner Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit differenziert er jedoch nicht zwischen rein unfallbedingter und der durch die Marklageränderungen verursachten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Er begründet dies damit, dass "bei gleichzeitigem Vorliegen von posttraumatischen und krankheitsbedingten bildmorphologisch erfassbaren Läsionen ... eine Zuteilung zu der jeweiligen Ursache medizinisch-theoretisch" zu erfolgen habe, weil eine "vollständig wissenschaftlich korrekte Beurteilung hier nicht sicher möglich" sei. Nach dem Gesagten äussern sich die beteiligten Experten divergierend über die Pathologie und Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der unbestrittenermassen vorliegenden Marklageränderungen. Aus verschiedenen Gründen kann keiner der dargelegten Meinungen gefolgt werden, sei es weil sie gemäss dem Grundsatz der unzulässigen Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc" (BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34 E. 4.2.3, U 290/06; vgl. auch Urteil 8C_189/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 5) argumentieren, sei es, weil sie ungenügende Aussagen für die zu beantwortenden Fragen (namentlich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit infolge der Marklageränderungen einerseits und infolge der rein unfallbedingten Ursachen andererseits) enthalten. Somit ist die Sache an die SUVA zurückzuweisen, damit sie ein versicherungsexternes Gutachten einhole und hernach über den Anspruch auf eine Invalidenrente neu entscheide.