Citation: 7B.5/2005 03.02.2005 E. 1

1.1 Der Arrestrichter des Kantonsgerichtspräsidiums Zug erliess am 11. November 2004 auf Begehren von X.________ gegen Dr. med. dent. Z.________ für eine Forderung von Fr. 640'969.75 einen Arrestbefehl. Gestützt auf den Arrestgrund gemäss Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG waren Kontokorrentguthaben, Wertschriften, Safeinhalte des Arrestschuldners bei der UBS AG in Zug sowie Praxiseinrichtung, Materialinventar, insbesondere Zahngold, an der A.________Strasse in Zug mit Arrest zu belegen. Dieser Arrestbefehl wurde mit einem Nachtrag vom 16. November 2004 auf sämtliche Guthaben und Forderungen des Arrestschuldners in in- und ausländischer Währung bei der Zuger Kantonalbank in Zug ausgedehnt. Das Betreibungsamt Zug vollzog den Arrest mit Bezug auf die Bankguthaben, Wertschriften und Safeinhalte bei der UBS AG am 12. November 2004 und teilte dem Vertreter der Gläubigerin gleichzeitig mit, dass der Arrestbefehl mit Bezug auf die Praxiseinrichtung, Materialinventar, insbesondere Zahngold, von der Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 2'000.-- (u.a. wegen Beizugs eines Sachverständigen) abhängig gemacht werde. Die Gläubigerin beanspruchte in der Folge die Unentgeltlichkeit des Betreibungsverfahrens, doch gab das Betreibungsamt Zug mit Verfügung vom 17. November 2004 dem Begehren nicht statt, mit der Begründung, ein unentgeltliches Betreibungsverfahren sei mit Ausnahme einiger kleinerer Amtshandlungen (Art. 67 Abs. 3, Art. 74 SchKG) im SchKG nicht vorgesehen. 1.2 X.________ reichte dagegen mit Eingabe vom 18. November 2004 Beschwerde bei der Justizkommission des Obergerichts des Kantons Zug als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs ein, mit dem Antrag, das Betreibungsamt der Stadt Zug sei unverzüglich anzuweisen, auf den geforderten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- zu verzichten und den Arrest auf die Praxiseinrichtung des Schuldners umgehend zu vollziehen. Sodann sei (sinngemäss) der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Mit Beschluss vom 23. Dezember 2004 schrieb die Justizkommission das Beschwerdeverfahren Nr. JA 2004/44 als gegenstandslos am Protokoll ab. Zur Begründung führte sie an, die Justizkommission habe am heutigen Tag - nämlich dem 23. Dezember 2004 - die Beschwerde von X.________ gegen den Einspracheentscheid des Arrestrichters abgewiesen, mit welchem die Arrestbefehle vom 11. und 16. November 2004 aufgehoben worden seien. Damit sei das vorliegende Beschwerdeverfahren gegenstandslos geworden. 1.3 Mit Eingabe vom 6. Januar 2005 hat X.________ die Sache an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weiterziehen lassen. Sie beantragt die Aufhebung des Beschlusses vom 23. Dezember 2004. Sodann sei das Betreibungsamt Zug anzuweisen, den Arrestbefehl vom 11. November 2004, welchen das Kantonsgerichtspräsidium zur Verarrestierung der Praxiseinrichtung, Materialinventar, insbesondere Zahngold, an der A.________Strasse in Zug erlassen habe, ohne Kostenvorschuss zu vollziehen, sobald die staatsrechtliche Beschwerde, respektive die Berufung an das Bundesgericht gegen das Urteil vom 23. Dezember 2004 der Justizkommission des Obergerichts des Kantons Zug gutgeheissen worden sei. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. Sodann sei der Beschwerdeführerin im Verfahren vor Bundesgericht wie auch im Verfahren vor dem Obergericht des Kantons Zug die unentgeltliche Prozessführung zuzubilligen. Das Obergericht des Kantons Zug, Justizkommission, als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs hat bei der Übersendung der Akten beantragt (Art. 80 OG), die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne.