Citation: 6P.130/2004 03.02.2005 E. 3

Dem in Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK garantierten Anspruch des Angeklagten, Fragen an den Belastungszeugen zu stellen, kommt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts grundsätzlich absoluter Charakter zu (BGE 125 I 127 E. 6c/cc mit Hinweisen). Es genügt indessen, dass der Beschuldigte einmal während des Verfahrens die Gelegenheit hat, dem Belastungszeugen Fragen zu stellen und das Zeugnis in Zweifel zu ziehen (BGE 129 I 151 E. 3.1 mit Hinweisen). Anlässlich der angeführten Konfrontationseinvernahmen mit A.________ und B.________ vom 29. August 2003 und der Befragung in der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung vom 31. März 2004 hatte der Beschwerdeführer bzw. sein Verteidiger Gelegenheit, den Mitbeschuldigten Fragen zu stellen, worauf sie allerdings verzichtet haben. Das Abstellen auf Aussagen aus der Voruntersuchung ist unter diesen Umständen mit den Anforderungen an ein faires Verfahren der EMRK und BV vereinbar, weswegen die Rüge des Beschwerdeführers unbegründet ist.