Citation: 8C_474/2022 E. 5.2.1

5.2.1. Soweit sich die Beschwerdeführerin überhaupt rechtsgenüglich mit der Begründung des angefochtenen Urteils auseinander setzt (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG), legt sie nicht dar, weshalb die vorinstanzliche Beweiswürdigung Bundesrecht verletze. Laut versicherungsexternem Gutachten der Gutachterstelle J.________ handelte es sich bei den anlässlich der Schulterarthroskopie vom 10. Mai 2013 festgestellten Veränderungen um degenerative Befunde; insbesondere fanden sich im Bereich des AC-Gelenks keine Traumafolgen. Auf ausdrückliche Nachfrage der Beschwerdegegnerin hin lösten die Experten den vermeintlichen inneren Widerspruch im Gutachten der Gutachterstelle J.________ mit ihren Ausführungen gemäss Erläuterungen der Gutachterstelle J.________ schlüssig auf. Indem sie im Gutachten der Gutachterstelle J.________ (S. 28) einen Vorzustand verneinten, hätten sie damit einzig zum Ausdruck bringen wollen, die Beschwerdeführerin sei vor dem 12. September 2012 am rechten Schultergelenk glaubhaft asymptomatisch gewesen. Demgegenüber hielten die Gutachter der Gutachterstelle J.________ mit Blick auf die Befunde anlässlich der Schulterarthroskopie vom 10. Mai 2013 explizit daran fest, dass die Akromioklavikular-Arthrose geringen Grades, der etwas ausgefranste Bizepsanker und der mögliche kleine Riss an der Unterfläche des Infraspinatus als degenerativ und vorbestehend zum Unfall vom 12. September 2012 bezeichnet werden müssten. Die unfallbedingte AC-Gelenk-Kontusion habe keine strukturellen Schädigungen, insbesondere keine Kapsel-/Bandverletzung mit (Sub-) Luxation und keine ossären Läsionen zur Folge gehabt. Am 10. Mai 2013 seien "keine direkten Traumafolgen operiert worden". Weiter führten die Gutachter der Gutachterstelle J.________ aus, die Schulterarthroskopie vom 10. Mai 2013 sei wegen persistierender Schmerzen und Funktionseinschränkungen in der Hoffnung durchgeführt worden, durch die Korrektur der (vorbestehenden) degenerativen Veränderungen lasse sich eine Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung erzielen. Diese Erwartungen seien jedoch nicht erfüllt worden. Die Folgen der Schulterkontusion vom 12. September 2012 seien gemäss genereller und orthopädischer Erfahrung in einem Zeitraum zwischen drei und maximal sechs Monaten auf den Status quo sine abgeheilt.