Citation: 9C_273/2021 E. 5.2

5.2. Diese gutachterlichen Ausführungen stimmen mit der Einschätzung der Dr. med. G.________, Fachärztin für Neurologie, Praxis H.________, überein, welche den Beschwerdeführer neurologisch sowie elektrophysiologisch (EMG) untersuchte und im Bericht vom 22. November 2016 keine Anhaltspunkte für eine radikuläre Genese der beklagten Schmerzen sowie sensomotorischen Einschränkungen im rechten Bein feststellte. Auch der von Dr. med. I.________, Fachärztin für Neurologie, Klinik J.________, erhobene klinisch-neurologische Status präsentierte, abgesehen von einem ausgefallenen ASR, keine fokalen Defizite. Sie ging aber dennoch von einer residuellen S1-Radikulopathie rechts aus, welche jedoch das Vollbild der Beschwerden nicht erkläre (Berichte vom 16. Juni und 21. September 2017). Die Diskrepanz zwischen dem objektivierbaren Befund und den angegebenen Beschwerden zeigen auch andere Berichte: Gemäss Dr. med. K.________, Facharzt für Neurochirurgie, Zentrum L.________, bestehe von neurochirurgischer Seite keine Erklärung für die Beschwerden (Bericht vom 17. Januar 2017). Die Dres. med. M.________ und N.________, Ober- bzw. Chefarzt Wirbelsäulenchirurgie der Klinik J.________, wiesen im Bericht vom 29. Mai 2017 u.a. darauf hin, dass die Sensibilitätsminderung keinem Dermatom entspreche und am 25. September 2017 berichteten sie von einer Symptomausweitung. Ferner führte PD Dr. med. O.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Klinik J.________, am 14. November 2017 aus, die Wurzel S1 zeige in der Bildgebung keine eigentliche Kompression. Die aufgeführten Berichte der behandelnden Ärzte belegen somit, dass die Gutachter zu Recht auf Diskrepanzen hinwiesen und die massgeblichen Befunde (abgeschwächter ASR, keinem Dermatom entsprechende Sensibilitätsstörungen, Bildgebung ohne Nachweis einer lumbalen Neurokompression) berücksichtigten. Zudem setzten sich die Gutachter, wie die Vorinstanz zutreffend feststellte, mit den verschiedenen Diagnosen auseinander und begründeten ihre Schlussfolgerungen. Dabei ist festzuhalten, dass im Gutachten nicht in Abrede gestellt wurde, dass als Relikt einer stattgehabten S1-Läsion rechts ein abgeschwächter Achillessehnenreflex (ASR) vorliegt. Die Gutachter berücksichtigen somit die - auch in den Vorakten ausgewiesenen - massgebenden Befunde, weshalb keine Anhaltspunkte, die Zweifel am Beweiswert des Gutachtens begründen, bestehen.