Citation: 5A_901/2017 E. 4.2

4.2. In Ausserachtlassung dieser Umstände habe das Obergericht in dem angefochtenen Entscheid darauf abgestellt, dass die Kinder sich gut zu entwickeln "schienen" und habe aus Sorge vor allfälligen nachteiligen Folgen einer Änderung auf Kontinuität gesetzt. Damit räume das Obergericht dem Kriterium der Stabilität, das nur ein Ausdruck des Kindeswohls sei, einen allzu hohen Stellenwert ein. Ohnehin sei die Sorge der Vorinstanz vor allfälligen nachteiligen Folgen einer Fremdplatzierung des Sohnes verfehlt: Die im Gutachten angesprochenen Dekompensationsrisiken beträfen die Mutter und nicht den Sohn. D.A.________ selbst werde im Gutachten aufgrund der bestehenden Situation als deutlich auffällig beschrieben. Er weise regredierende Verhaltensweisen auf und es bestehe die Gefahr einer manifesten psychischen Störung. Diese Gefahr sei nicht diskutiert worden und die Folgen einer Auflösung der bestehenden Bindungen seien nicht ohne Verharmlosung abgewogen worden, womit die Vorinstanz in Willkür verfallen sei.