Citation: 1P.708/2006 13.04.2007 E. B

Am 30. Juli 2001 reichte der Architekt Y.________ bei der Baupolizei St. Gallen ein Baugesuch für ein Einfamilienhaus auf dem Grundstück Nr. C3356 ein. Eigentümerin der Parzelle war zum damaligen Zeitpunkt noch die Stadt St. Gallen. Dagegen erhob der Nachbar und Eigentümer der Parzelle Nr. C3511, A.________, Einsprache, weil aufgrund des massgebenden Überbauungsplans eine Überbauung von Grundstück Nr. C3356 unzulässig sei. In einer vorläufigen Beurteilung hielt die Leitung der Baupolizei am 5. September 2001 fest, aufgrund der gegenwärtigen Rechtslage sei die Erteilung einer baupolizeilichen Ausnahmebewilligung in keiner Art und Weise gerechtfertigt. Aus städtebaulicher Sicht sei die Baupolizei jedoch der Auffassung, dass ein Neubau mit dem vorgesehenen Volumen auf dieser Parzelle durchaus berechtigt sei. Das Baugesuch könne daher nur bewilligt werden, wenn der Überbauungsplan vollständig aufgehoben oder eine Teilaufhebung für die Parzelle Nr. C3356 rechtskräftig geworden sei. Nach verschiedenen Besprechungen zwischen den Parteien und Behörden zog A.________ seine Einsprache am 17. Juni 2002 zurück.