Citation: 9C_584/2023 E. 6.2

6.2. Die beiden von der Beschwerdeführerin zusätzlich geltend gemachten Lebensverrichtungen wurden im Rahmen der Zusprache der Hilflosenentschädigung geprüft und ein entsprechender Bedarf verneint. Auch wenn die Verfügung betreffend Hilflosenentschädigung unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, ist die Beschwerdeführerin befugt, im Rahmen des Assistenzbeitrages einen entsprechenden Bedarf geltend zu machen; dies gilt jedenfalls in Fällen wie dem vorliegenden, in denen die Anerkennung des Bedarfs in den geltend gemachten Lebensverrichtungen den Schweregrad der Hilflosigkeit nicht erhöht hätte (vgl. auch BGE 140 V 542 E. 3.4.4). Dies ändert aber nichts daran, dass ein Hilfebedarf im Sinne von Art. 39c lit. a IVV für den Assistenzbeitrag nur anerkannt werden kann, wenn er eine Intensität erreicht, welcher auch bei der Hilflosenentschädigung zur Anerkennung der entsprechenden Lebensverrichtung führen würde.