Citation: 4A_32/2007 16.05.2007 E. 7

Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, der Beschwerdegegner verhalte sich missbräuchlich, da der Mietzinsrückstand nur minim gewesen sei und der Mietzins von Beginn des Mietverhältnisses an nur Ratenweise gezahlt worden sei. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann ein Mietzinsausstand von rund Fr. 14'000.-- nicht als minimal bezeichnet werden (vgl. BGE 120 II 31 E. 4b S. 33). Selbst wenn der Beschwerdeführer tatsächlich seit Beginn des Mietverhältnisses (das allerdings bis zur Kündigung noch keine zwei Jahre gedauert hatte) die Zahlungstermine nicht eingehalten haben sollte, kann er daraus nichts für sich ableiten. Es ist grundsätzlich nicht missbräuchlich, von seinem Vertragspartner zu verlangen, dass er seinen vertraglichen Pflichten nachkommt. Zwar wäre denkbar, dass die Parteien konkludent vom vertraglich Vereinbarten abweichen. Ein Verzicht des Gläubigers auf die vertraglich vereinbarten Zahlungstermine darf aber nicht leichthin angenommen werden. Die festgestellten Umstände reichen dazu jedenfalls nicht aus. Dem Beschwerdeführer wurde eine Zahlungsfrist von 30 Tagen eingeräumt. Damit verblieb ihm Zeit, um auf die berechtigte Forderung nach pünktlicher Zahlung zu reagieren. Rechtsmissbräuchliches Verhalten des Beschwerdegegners ist nicht ersichtlich.