Citation: I 703/99 13.10.2000 E. 2

2.- a) Die IV-Stelle ist bei einer ersten Abklärung vor Ort am 18. September 1997 zum Schluss gelangt, der von ärztlicher Seite auf 50 % eingeschätzten Restarbeitsfähigkeit als Hausfrau entspreche eine Einschränkung von insgesamt 41,5 %. Dabei ging die Verwaltung namentlich in den Bereichen "Einkauf und weitere Besorgungen", "Ernährung", "Wohnungspflege" sowie "Verschiedenes" - dort bezüglich der Gartenpflege - von einer Mithilfe des Ehegatten aus. b) Die zweite, von der gleichen Person der IV-Stelle durchgeführte Abklärung vom 14. Mai 1998 wurde einerseits in Kenntnis des Umstandes durchgeführt, dass der Ehegatte der Versicherten infolge eines am 22. September 1997 erlittenen Unfalls nicht mehr im bisherigen Ausmass Hilfeleistungen erbringen konnte. Anderseits liess sich die Abklärungsperson bei der Bestimmung der prozentualen Einschränkung in den einzelnen Tätigkeitsbereichen massgeblich vom subjektiven Beschwerdebild der Versicherten leiten, wonach sich der Gesundheitszustand seit der ersten Abklärung massgeblich verschlechtert haben soll. Deshalb gab die Abklärungsperson ihre Neueinschätzung (Behinderung von 56,5 %) unter Ziffer 8 "Beurteilung" deutlich unter dem Vorbehalt einer ärztlichen Bestätigung der von der Versicherten behaupteten Veränderung des Gesundheitszustandes ab. Der daraufhin befragte Dr. B.________ erachtete die somatischen Beschwerden aber als unverändert stabil (Bericht vom 12. Juni 1998). Allein der darüber hinaus erstmals geäusserte Verdacht einer depressiven Symptomatik mit Zeichen einer Resignation und Verbitterung genügt nicht, um von einem den Einsatz der Versicherten zusätzlich beeinträchtigenden psychischen Leiden (vgl. BGE 102 V 165; AHI 1996 S. 302 Erw. 2a, S. 305 Erw. 1a, S. 308 Erw. 2a; ZAK 1992 S. 170 Erw. 2a mit Hinweisen) auszugehen. Folgerichtig hat Dr. B.________ denn auch den medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeitsgrad unverändert bei 50 % belassen. c) Wenn nun die Vorinstanz gestützt auf diese ärztlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand der Versicherten sowie zur Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit den Bericht vom 23. Oktober 1997 als für den Zeitraum bis zum Unfall des Ehegatten am 22. September 1997 massgebend betrachtet hat, so ist dies nicht zu beanstanden. Auch ist der Vorinstanz beizupflichten, dass mit dem Wegfall oder der Reduktion der bisherigen Unterstützungsmöglichkeiten des Ehemannes möglicherweise eine anspruchserhöhende Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist. Ebenso hat sie in diesem Zusammenhang zutreffend auf die gegebenenfalls sinngemäss anwendbare dreimonatige Wartefrist von Art. 88a Abs. 2 IVV hingewiesen, weshalb erst ab 1. Dezember 1997 eine den veränderten Verhältnissen entsprechende Rente ausgerichtet werden kann (vgl. Erw. 1 in fine). Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht bereits in BGE 109 V 126 Erw. 4a widerlegt, worauf verwiesen sei. Indessen kann den Erwägungen der kantonalen Rekurskommission nicht gefolgt werden, soweit sie die Auswirkungen der mit dem Unfall des Ehemannes eingetretenen Änderungen auf den Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin anhand des Betätigungsvergleichs vom 15. Mai 1998 festlegen will. Denn die Abklärungsperson hat sich dabei - wie unter Erw. 2b hievor aufgezeigt - in erster Linie vom subjektiven Beschwerdebild der Versicherten leiten lassen, weshalb die daraus resultierende Einschätzung der invaliditätsbedingten Einschränkungen in den einzelnen Tätigkeitsbereichen nicht aussagekräftig ist. In diesem Punkt bedarf es vielmehr weiterer Abklärungen.