Citation: I 874/05 09.05.2006 E. 5.2

5.2.1 Zur Bestimmung des trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist - die Beschwerdeführerin geht keiner Erwerbstätigkeit mehr nach - die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) heranzuziehen (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1 mit Hinweisen). Der Versicherten stehen verschiedene Hilfsarbeiterstellen namentlich im Aufsichts- und Kontrollbereich offen, weshalb der Totalwert und nicht eine branchenspezifische Zahl relevant ist. Gemäss Tabelle TA1 der LSE 2002 (S. 43) beträgt dieser für im privaten Sektor einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) verrichtende Frauen bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden Fr. 3820.- monatlich oder Fr. 45'840.- jährlich. Aufgerechnet auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft, 4/2006, S. 82, Tabelle B9.2, Total, 2002) resultiert für ein 50%-Pensum ein Einkommen von Fr. 23'894.10. 5.2.2 Die Frage, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, bestimmt sich auf Grund sämtlicher persönlicher und beruflicher Umstände des konkreten Einzelfalles (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug 25 % beträgt (BGE 126 V ff. Erw. 5; AHI 2002 S. 71 Erw. 4b/cc [Urteil D. vom 27. November 2001, I 82/01]). Die Versicherte hat zufolge ihrer Beschwerden auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit im Vergleich zu gesundheitlich nicht beeinträchtigten Arbeitnehmerinnen mit Lohneinbussen zu rechnen. Da die Kriterien des Alters (2002: 40 Jahre; vgl. LSE 2002, S. 55, Tabelle TA9), der Nationalität/Aufenthaltskategorie, die Beschwerdeführerin ist Schweizer Bürgerin (vgl. LSE 2002, S. 59, Tabelle TA12), und der Teilzeitanstellung (vgl. LSE 2002, S. 28, Tabelle T8*) - stets bezogen auf das in Betracht fallende Arbeitssegment - indessen sogar einen eher höheren Verdienst erwarten lassen und auch die Bedeutung der Dienstjahre im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungsprofil ist (vgl. BGE 126 V 79 Erw. 5a/cc mit Hinweisen), trägt der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene, vorinstanzlich bestätigte Abzug in Höhe von 10 % den Umständen angemessen Rechnung. Das Invalideneinkommen beträgt somit für das Jahr 2002 für Fr. 21‘504.70. 5.3 Die Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen ergibt einen Invaliditätsgrad im erwerblichen Tätigkeitsgebiet für das Jahr 2002 von 15,7 %. Gewichtet resultiert daraus eine Invalidität von 8 % (0,5 x 15,7 %; zu den Rundungsregeln: vgl. BGE 130 V 121). Hinweise für eine erhebliche Veränderung der Vergleichseinkommen bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 22. Februar 2005 sind alsdann nicht ersichtlich.