Citation: 8C_163/2024 E. A

A.a. Mit Verfügungen vom 4. März 2009 sprach die IV-Stelle St. Gallen B.________, dem Ehemann von A.________, ab 1. Mai 2006 eine ganze Invalidenrente zu. In der Folge gewährte sie ihm Kinderrenten für die Kinder C.________ (geb. im August 2009) sowie D.________, E.________ und F.________ (alle geb. im Dezember 2012), die ab November 2015 A.________ ausbezahlt wurden. Am 7. September 2012 bestätigte die IV-Stelle den Rentenanspruch des B.________ revisionsweise. A.b. Im Oktober 2015 eröffnete die IV-Stelle ein weiteres Revisionsverfahren. Sie veranlasste eine vom 8. Juni bis 12. August 2016 dauernde Observation des B.________ (Bericht der G.________ GmbH vom 23. August 2016) und ein psychiatrisch/orthopädisches Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) Bern, ZVMB GmbH, vom 11. Dezember 2017. Mit Verfügung vom 26. Mai 2020 stellte sie die Invalidenrente von B.________ per 1. Juli 2016 ein, da sich sein Gesundheitszustand spätestens seit dem Observationszeitpunkt verbessert habe. Mit Verfügungen vom 28. Mai 2020 forderte die IV-Stelle die seit 1. Juli 2016 bis 31. Mai 2019 dem Versicherten zu Unrecht ausgerichteten Invalidenrenten von Fr. 82'350.- und die Renten für die Kinder C.________, D.________, F.________ und E.________ von Fr. 131'760.- zurück. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen bestätigte mit Entscheid vom 25. Januar 2022 die rückwirkende Einstellung der Renten und deren Rückforderung. Die von B.________ geführte Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil 8C_190/2022 vom 19. August 2022 ab. A.c. Am 12. Oktober 2022 forderte die IV-Stelle von A.________ die ihr ausbezahlten Kinderrenten von Fr. 131'760.- zurück. Ihr Erlassgesuch wies sie mit Verfügung vom 20. Januar 2023 ab, da sie beim Leistungsbezug nicht gutgläubig gewesen sei.