Citation: 1P.258/2001 16.08.2001 E. C

C.- Am 25. Februar 2000 erklärten A.________ und B.________ gegen das Urteil des Amtsgerichtes Appellation unter anderem mit dem Antrag, C.________ und D.________ seien wegen Tätlichkeiten nach richterlichem Ermessen zu bestrafen. Mit Schreiben vom 16. Mai 2000 wies das Obergericht des Kantons Luzern A.________ und B.________ darauf hin, entgegen der Rechtsmittelbelehrung des Amtsgerichtes könnten sie gegen die Freisprüche von C.________ und D.________ lediglich Kassationsbeschwerde nach § 244 der Strafprozessordnung des Kantons Luzern (im Folgenden: StPO) erheben. Das Obergericht setzte A.________ und B.________ eine Frist von 10 Tagen an, um ihre Anträge schriftlich zu begründen. Am 29. Mai 2000 reichten A.________ und B.________ eine Eingabe ein. Am 23. Januar 2001 trat das Obergericht auf die Kassationsbeschwerde mangels hinreichender Begründung nicht ein. Es erwog, die Beschwerdeführer beriefen sich zur Begründung ihrer Anträge auf keinen gesetzlichen Kassationsgrund. Sie verlangten eine Prüfung des amtsgerichtlichen Urteils auf "Korrektheit, Wahrheit, Klarheit und Gerechtigkeit". Zusätzlich legten sie den Sachverhalt aus ihrer Sicht dar, ohne sich mit dem Urteil des Amtsgerichts auseinanderzusetzen. Die Beschwerdeführer kämen damit den gesetzlichen Anforderungen an die Kassationsbeschwerde in keiner Weise nach.