Citation: 6B_746/2016 E. 1.3.1

1.3.1. Nach den vorinstanzlichen Erwägungen erfüllen bereits die der Verurteilung aus dem Jahr 2001 zugrunde liegenden Delikte die Anforderungen an die Anlasstat nach Art. 64 Abs. 1 StGB. Die Vorinstanz erwägt, eine psychische Beeinträchtigung der Opfer könne erfolgen, ohne dass letztere notwendigerweise von einem äusserlich gravierend in Erscheinung tretenden Übergriff betroffen sein müssten. Im vorliegenden Fall seien die beiden Knaben altersbedingt am Anfang ihrer sexuellen Entwicklung gestanden. Ungewohnte sexuelle Erfahrungen seien durchaus geeignet, nachhaltigen Einfluss auszuüben und diese zu beeinträchtigen. Die Tatsache, dass sich die beiden Opfer trotz Pubertätsalter Erwachsenen anvertraut und die, gerade in dieser Lebensphase besonders schambehafteten, Vorfälle bei der Polizei zur Anzeige gebracht hätten, spreche ebenfalls für einen beträchtlichen Leidensdruck. Schliesslich hätten sie Unterstützung durch die Opferhilfestelle gewünscht. Für eine schwere Beeinträchtigung der sexuellen Integrität spreche auch die Vorgehensweise des Beschwerdeführers. Er habe gezielt ein Vertrauensverhältnis aufgebaut und dieses in der Folge ausgenutzt. Dieses planvolle Vorgehen habe es den Opfern in der konkreten Situation schwer gemacht, sich zu widersetzen, zumal sie dem Beschwerdeführer als erwachsene Person generell unterlegen gewesen seien. Die vorgefallenen Handlungen seien ohne Weiteres geeignet, die ungestörte sexuelle Entwicklung der altersbedingt noch unreifen Knaben zu gefährden bzw. zu beeinträchtigen. Die begangenen Taten würden schwer wiegen und seien mit den Katalogtaten von Art. 64 Abs. 1 StGB vergleichbar.