Citation: 6B_736/2024 E. 1.4.5

1.4.5. Soweit die Beschwerdeführerin den Untersuchungsgrundsatz als verletzt rügt, weil an ihrem Wohnort und in der Umgebung des Tatorts keine Anwohner befragt worden seien, kann darauf mangels entsprechender tatsächlicher Feststellungen der Vorinstanz ebenfalls nicht eingetreten werden. Zwar nimmt die Vorinstanz in ihrer Begründung - soweit ersichtlich - nirgends Bezug auf Befragungen von Anwohnern, jedoch kann daraus nicht geschlossen werden, diese hätten nicht stattgefunden. Immerhin führt die Vorinstanz bei der Prüfung der Alternativhypothese einer Dritttäterschaft (vgl. E. 2.4.14) aus, die Strafverfolgungsbehörden hätten in alle Richtungen ermittelt, was bereits aus den Zeugenaufrufen vom 19. und 20. Oktober 2020, dem sogenannten "Türfallenputz" bei einem in unmittelbarer Nähe zum Restaurant des Opfers liegenden Hotel und Restaurant sowie dem Umstand, dass die Strafverfolgungsbehörden Einvernahmen mit 65 Personen durchgeführt hätten, hervorgehe (Urteil S. 98). Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, die gesamten, sehr umfangreichen kantonalen Akten zu durchforsten und zu prüfen, welche konkreten Untersuchungen die Strafverfolgungsbehörden vorgenommen und ob sie konkret die Nachbarn der Beschwerdeführerin sowie des Opfers befragt haben. Hinsichtlich des Vorwurfs, die Vorinstanz habe "es aber nicht für notwendig erachtet [...], Herrn C.________ als Zeugen nochmals zu befragen und sich einen persönlichen Eindruck von ihm zu verschaffen", erscheint fraglich, ob es sich dabei überhaupt um eine hinreichend begründete Rüge handelt (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG). Jedenfalls fehlen tatsächliche Feststellungen der Vorinstanz, auf die das Bundesgericht seine Beurteilung stützen könnte, womit auch in diesem Punkt auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann.