Citation: 6B_73/2015 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, dem Beschwerdeführer könne ein direkter Tötungsvorsatz nicht rechtsgenüglich nachgewiesen werden. Mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung müsse bei Würgen mit einem Saram das Risiko der Todesfolge als sehr hoch eingestuft werden. Der Tod als Folge einer Strangulation mit einem Objekt, welches um den Hals gezogen wird, liege denn auch im allgemein bekannten Rahmen des Kausalverlaufs. Dass das Würgen keine konkret lebensgefährliche Verletzung zur Folge hatte, sei für die rechtliche Qualifikation als eventualvorsätzliche Tötung nicht massgeblich. Der Beschwerdeführer habe mit dem Einsatz des Sarams als Würgewerkzeug eine objektiv hohe Gefahr geschaffen, und es sei einzig einer glücklichen Fügung zu verdanken, dass die Ehefrau überlebt hat. Aufgrund des unkontrollierten Würgens des wehrlos am Boden liegenden Opfers habe sich dem Beschwerdeführer die Möglichkeit des Todeseintritts als so wahrscheinlich aufdrängen müssen, dass sein Handeln einzig als Billigung des möglichen Erfolges ausgelegt werden könne. Dass er nicht weitergemacht habe, sei wohl hauptsächlich auf die Tatsache zurückzuführen, dass seine Ehefrau kurzfristig weggetreten sei, denn der Beschwerdeführer habe überrascht reagiert, als sie sich wieder bewegt habe. Selbst wenn das Würgen mit dem Saram nicht in genügender Intensität erfolgt sei, ändere dies nichts am Schuldspruch der eventualvorsätzlichen Tötung, denn der Beschwerdeführer habe im Zuge der Auseinandersetzung mehrmals den Kopf seiner Ehefrau auf den Plattenboden geschlagen. Wer ein wehrlos am Boden liegendes Opfer wiederholt mit dem Kopf auf einen Plattenboden schlägt und gleichzeitig würgt, wisse um das Risiko tödlicher Verletzungen, zumal der Beschwerdeführer aufgrund seiner Alkoholisierung das Ausmass der Verletzungen nicht mehr habe kalkulieren können. Die erstinstanzlichen Schuldsprüche wegen versuchter vorsätzlicher Tötung und Freiheitsberaubung (der im Berufungsverfahren nicht angefochten war) seien zu bestätigen.