Citation: 6B_749/2016 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer machte im vorinstanzlichen Verfahren geltend, er sei am Manövrieren gewesen, als A.________ unvermittelt vor dem Auto gestanden und sogleich auf die Motorhaube gesprungen sei. Er habe ihn maximal 10 Meter weit auf der Haube mitgeführt und habe dabei nie beschleunigt, sondern sei nur gerollt. Er habe nicht sofort gebremst, sondern möglichst langsam zum Stillstand kommen wollen, damit die geringste Verletzungsgefahr bestehe. Die Vorinstanz erwägt dazu im Wesentlichen, es sei nicht anzunehmen, dass sich A.________ vor das rollende Auto gestellt habe. Auch sei nicht plausibel, dass A.________ unvermittelt auf die Motorhaube gesprungen sei. Dafür bestehe kein vernünftiger Grund, es sei denn, A.________ habe sich retten müssen, um nicht überfahren zu werden. Folge man dennoch der Darstellung des Beschwerdeführers, wonach er zunächst nicht bemerkt habe, dass A.________ vor dem Auto stand, sei nicht erklärbar, warum er nicht sofort gebremst habe. Nach seinen eigenen Angaben sei er mit einer Geschwindigkeit zwischen 2 km/h und 5 km/h gefahren, als A.________ auf die Motorhaube gesprungen sei. Warum Letzterer sich bei einem sofortigen Abbremsen eher hätte verletzen sollen als bei einem andauernden Mitführen, sei nicht einsichtig. Ausserdem sei die normale Reaktion eines überraschten Autofahrers, bei Erscheinen eines Hindernisses auf der Fahrbahn zu bremsen. Dies sei ungeachtet einer allfälligen vorausgehenden Auseinandersetzung mit A.________ vom Beschwerdeführer zu erwarten gewesen. Die Darstellung des Beschwerdeführers sei insgesamt wenig zuverlässig. Demgegenüber bestehe kein Anlass, an den Aussagen von A.________ zu zweifeln. Dieser habe gleichlautend und einleuchtend beschrieben, wie der Beschwerdeführer plötzlich Gas gegeben habe, als er vor dem Auto stand, um das Nummernschild zu notieren. Wegen der kurzen Distanz habe er sich nicht entfernen können, weshalb er instinktiv auf die Motorhaube gesprungen sei, weil er habe verhindern wollen, dass das Auto in seine Beine fahre. Danach habe er sich am Scheibenwischer festgehalten. Die Vorinstanz hält weiter fest, dass auch die Zeugenaussage von B.________ die Darstellung von A.________ im Wesentlichen bestätige. Ausserdem sei die in der Anklageschrift erwähnte Geschwindigkeit von 20 km/h aufgrund der sowohl von A.________ als auch von B.________ geschilderten Beschleunigung und des Aufheulens des Motors realistisch. Dass A.________ und B.________ ein durch die Kupplung verursachtes Aufheulen mit dem Betätigen des Gaspedals verwechselt haben könnten, sei nicht anzunehmen. Einerseits bestehe ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Geräuschen. Andererseits könne eine Beschleunigung auf die von A.________ und B.________ geschätzten 25-30 km/h selbst bei der vorliegend minim abschüssigen Fahrbahn ohne Betätigen des Gaspedals nicht erreicht werden. Im Ergebnis sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auf A.________ zufuhr, diesen auf die Motorhaube auflud, auf einer Strecke von rund 30 Metern mitführte, dabei auf 20 km/h beschleunigte und schliesslich abrupt bremste. Die Vorinstanz qualifiziert das Mitführen von A.________ als versuchte einfache Körperverletzung. Sie erwägt diesbezüglich, dass bei einem Sturz mit einer Geschwindigkeit von 20 km/h ohne Weiteres die Möglichkeit bestehe, sich schwere Verletzungen zuzuziehen. Dies habe dem Beschwerdeführer zweifellos bewusst sein müssen; dennoch habe er beschleunigt. Es sei zwar davon auszugehen, dass es dem Beschwerdeführer vorab darum gegangen sei, seinem Ärger über die durch die Baustelle verursachte Verzögerung Luft zu verschaffen und den vor seinem Auto stehenden A.________ zur Freigabe der Fahrbahn zu bewegen. Er habe deshalb keine direkte Absicht gehabt, diesen zu verletzen. Dadurch, dass der Beschwerdeführer dennoch bis auf 20 km/h beschleunigte, als A.________ auf der Motorhaube lag, habe er zumindest in Kauf genommen, dass dieser sich verletzen könnte. Dass es zu keinen Verletzungen kam, sei den Reaktionen von A.________ zu verdanken.