Citation: 6B_759/2021 E. 2.3.6

2.3.6. Der Beschwerdeführer beanstandet, dass ihm die Vorinstanz keine Reue und Einsicht attestiert. Die Erstinstanz habe festgehalten, er habe sich in Gegenwart des Opfers reuig gezeigt und sich bei diesem entschuldigt. Die Vorinstanz erwägt dazu, der Beschwerdeführer bemitleide in erster Linie sich selbst. Zwar habe er an der Berufungsverhandlung nebenbei kurz erwähnt, dass es auch für das Opfer schlimm gewesen sei. Doch dann habe er sogleich darauf verwiesen, das lange Warten habe ihn belastet und es sei für alle sehr schlimm gewesen, insbesondere auch für seine Eltern. Die Vorinstanz legt überzeugend dar, dass kein Zeichen echter Reue vorliegt, nur weil der Beschwerdeführer die Genugtuung und den Zivilpunkt nicht angefochten habe. Denn der Beschwerdeführer habe, soweit ersichtlich, keine Bemühungen um Wiedergutmachung unternommen. Bis zum Urteilszeitpunkt sei nicht einmal eine Teilzahlung an die von ihm akzeptierte Genugtuung erfolgt, obwohl der Beschwerdeführer rund 1 ½ Jahre Zeit gehabt und über einen soliden Lohn verfügt hätte. Die fehlende Reue ist bei der Strafzumessung neutral zu behandeln, so wie es die Vorinstanz auch tat. Dass der Beschwerdeführer sich seit der Tat wohlverhalten hat, darf von ihm erwartet werden und rechtfertigt keine Reduktion der Strafe.