Citation: 5A_97/2014 E. 3.1

3.1. Das Obergericht hat erwogen, dass eine Ausgleichungspflicht im Sinn von Art. 626 Abs. 1 ZGB vom Willen des Erblassers abhänge, die Zuwendung auf Anrechnung an den Erbteil des Begünstigten auszurichten. Dass ein solcher Wille vorgelegen habe, sei eine im Berufungsverfahren neu behauptete und damit unzulässige Tatsache, weil die Beschwerdeführerin nicht darlege, inwiefern sie dies nicht schon vor erster Instanz hätte behaupten können. Im Übrigen würde ein solcher Wille weder im Schenkungsvertrag vom 30. Oktober 2004 zum Ausdruck kommen noch sich aus den Umständen ergeben, so dass der Beweis ohnehin nicht erbracht wäre. In Bezug auf Art. 626 Abs. 2 ZGB hat das Obergericht erwogen, der Meinungsstreit, ob sich über den Gesetzeswortlaut hinaus auch der überlebende Ehegatte auf die betreffende Norm berufen könne, sei nicht von Belang, weil die Beschwerdeführerin vorliegend nicht in ihrer Stellung als Ausgleichungsgläubigerin, sondern als Ausgleichungsschuldnerin betroffen sei.