Citation: U 30/02 24.06.2002 E. 2

2.- Das kantonale Gericht hat im überzeugenden und schlüssig begründeten Entscheid den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den geklagten lumbalen Beschwerden und dem Sturz auf das Steissbein vom 16. Januar 1986 sowie zwischen den geklagten Nackenbeschwerden und dem Unfall vom 4. Juli 1988 mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu Recht verneint. Was dagegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgetragen wird vermag nicht zu überzeugen. a) Namentlich erweist sich die Kritik, beim Gutachten des ZMB vom 25. Mai 2000 fehle die neuropsychologische Sicht, als unbegründet: Das Gutachten ist umfassend im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 122 V 160). Die abschliessende Beurteilung, wonach keine Unfallfolgen mehr ausgewiesen sind, erfolgte auf Grund von orthopädischen, neurologischen, rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchungen. Eine spezielle neuropsychologische Untersuchung konnte daher unterbleiben (BGE 119 V 341 Erw. 2b/bb). b) Es trifft zwar zu, dass das Universitätsspital A.________ im rheumatologischen Gutachten vom 20. November 1998 die Unfallkausalität zwischen dem Ereignis von 1988 und den geklagten Beschwerden nicht ganz negiert hat. Zur Begründung dieses Standpunkts wird indessen einzig auf die persönliche Anamnese hingewiesen. Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise, wonach die Beschwerdeführerin nach dem Unfallereignis vom 4. Juli 1988 über typische Symptome eines Schleudertraumas geklagt hat. Sie hat sich gegenüber der SUVA zum damaligen Zeitpunkt mehrere Male schriftlich geäussert. Dabei hat sie zwar Nackenschmerzen, indessen keine weiteren typischen Symptome, welche auf ein Schleudertrauma hinwiesen, erwähnt. Zu Recht wird denn auch in der Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin ausgeführt, das Unfallereignis vom 4. Juli 1988 sei als Ursache für ein schleudertraumaähnliches Leiden eher unwahrscheinlich: Die Beschwerdeführerin war damals Beifahrerin ihres Lebenspartners, welcher eine Vollbremsung einleiten musste. Dabei kam es zu keiner Kollision. Die Beschwerdeführerin war angegurtet. Bei einem derartigen Manöver kommt es vorerst zu einer Flexion der HWS. Erst in zweiter Linie findet allenfalls eine Reklination statt. Typische Ursachen für Schleudertraumata sind indessen sogenannte Auffahrunfälle, bei denen ein Stoss von hinten erfolgt und daher Körper und Nacken rückwärts geschlagen werden. Einen derartigen Auffahrunfall erlitt aber die Beschwerdeführerin gerade nicht. c) Nichts Anderes ergibt sich aus der Beurteilung von Dr. med. K.________, Leitender Arzt Neurologie, Rehaklinik B.________, in seinem Bericht vom 4. Juni 1997. Dieser hat degenerative Veränderungen an der Wirbelsäule festgestellt. Eine Begründung, weshalb die von der Beschwerdeführerin geklagten Leiden zur Hälfte unfallbedingt seien, findet sich nicht. Auch dieser Arzt stützt sich einzig auf die subjektiven Angaben der Versicherten. d) Nachdem feststeht, dass zwischen den beiden Unfällen und den geklagten Leiden mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit kein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, kann die Beschwerdeführerin aus dem Umstand, dass die SUVA während längerer Zeit für ihre Behandlungskosten aufgekommen ist, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Ebenso kann die Prüfung, ob ein adäquater Kausalzusammenhang gegeben ist, unterbleiben, nachdem schon der natürliche Kausalzusammenhang verneint wird.