Citation: 9C_561/2021 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihre persönlichen Umstände und ihre Erwerbsbiografie sprächen klar dafür, dass sie im Gesundheitsfall zu 100 % erwerbstätig gewesen wäre. Vor dem Stellenverlust bei der C.________ AG (September 2006) sei sie dort zu 100 % erwerbstätig gewesen. Nach der Wiederanstellung (März 2008) habe sie weiterhin Arbeitslosenentschädigung bei einer 100 %igen Vermittelbarkeit erhalten und Zwischenverdienste erzielt. Im Februar 2011 habe sie sich bei der Arbeitslosenversicherung abgemeldet, weil sie ihr Pensum bei der C.________ AG zunächst auf 80 % steigern konnte und ein Vollzeitpensum zugesichert erhalten habe, sobald es betrieblich möglich sei. Ihr Sohn sei im August 2013 erst sieben Jahre alt gewesen und habe noch einen hohen Betreuungsbedarf aufgewiesen. Spätestens 2014 hätten sie aber keine Erziehungs- und Betreuungsaufgaben mehr daran gehindert, wieder einer vollen Erwerbstätigkeit nachzugehen; dies wäre auch finanziell notwendig gewesen. Zudem habe sie nicht von sich aus angeben müssen, welches Pensum sie ohne Gesundheitsschaden ausgeübt hätte, und die IV-Stelle habe sie nie danach gefragt. Die Vorinstanz habe diese Umstände zu Unrecht resp. willkürlich ausser Acht gelassen. Die Zusicherung einer Vollzeitanstellung ist nicht aktenmässig belegt und bleibt eine blosse Behauptung. Die Beschwerdeführerin begründet nicht näher, weshalb sich der Betreuungsbedarf des Sohnes innert nur rund vier Monaten erheblich verringert haben soll; ebenso fehlen substanziierte Ausführungen zur behaupteten finanziellen Notwendigkeit eines Vollzeitpensums. Das kantonale Gericht hat auch die Erwerbsbiografie berücksichtigt. Für den vorinstanzlichen Schluss auf eine Teilzeittätigkeit war nicht entscheidend, dass die Beschwerdeführerin nichts Gegenteiliges gegenüber der IV-Stelle geäussert, sondern dass sie unmittelbar vor dem Unfall länger als zwei Jahre tatsächlich in einem 80 %igen Pensum gearbeitet hatte. Damit sind die vorinstanzlichen Feststellungen betreffend die Statusfrage nicht offensichtlich unrichtig. Sie beruhen auch nicht auf einer Rechtsverletzung, weshalb sie für das Bundesgericht verbindlich bleiben (vgl. vorangehende E. 1.2).