Citation: 9C_659/2023 E. 2.3.1

2.3.1. Die Beschwerdelegitimation nach Art. 89 Abs. 1 BGG ist auf Privatpersonen zugeschnitten. Gemeinwesen sind gestützt auf die allgemeine Legitimationsklausel nur restriktiv zur Beschwerdeführung zuzulassen. Namentlich ist die im Rechtsmittelverfahren unterlegene Vorinstanz nicht grundsätzlich berechtigt, gegen den sie desavouierenden Entscheid ans Bundesgericht zu gelangen (BGE 141 II 161 E. 2.1; 140 V 321 E. 2.1.1). Ein Gemeinwesen ist lediglich dann zur Beschwerde legitimiert, wenn es in hoheitlichen Befugnissen berührt ist und zentrale öffentliche Interessen auf dem Spiel stehen (vgl. BGE 140 I 90 E. 1.2.2; 138 I 143 E. 1.3.1; 135 II 156 E. 3.1), etwa wenn Entscheide erhebliche vermögensrechtliche bzw. finanzielle Auswirkungen oder präjudizielle Bedeutung für die öffentliche Aufgabenerfüllung haben (vgl. BGE 141 II 161 E. 2.1 und 2.3; 138 II 506 E. 2.1.1 und 2.1.2). Das allgemeine Interesse an der richtigen Rechtsanwendung genügt dagegen nicht (BGE 141 II 161 E. 2.1; 136 II 274 E. 4.2 [zum Bereich der harmonisierten direkten Steuern]).