Citation: 2A.237/2002 28.05.2002 E. 2

2.1 Das Bundesamt für Flüchtlinge hat den Beschwerdeführer am 27. Juli 2001 aus dem Gebiet der Schweiz weggewiesen. Dem Vollzug der Wegweisung stehen besondere Hindernisse entgegen, liegen doch nach wie vor keine Reisepapiere für den Beschwerdeführer vor. 2.2 Der Beschwerdeführer wurde gestützt auf den Haftgrund von Art. 13b Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 13a lit. e ANAG in Haft genommen. Danach kann die zuständige Behörde einen Ausländer zur Sicherstellung des Vollzugs in Haft nehmen, wenn er Personen ernsthaft bedroht oder an Leib und Leben erheblich gefährdet und deshalb strafrechtlich verfolgt wird oder strafrechtlich verurteilt worden ist. Dieser Haftgrund ist hier gegeben: Das Amtsstatthalteramt Sursee hat den Beschwerdeführer mit Strafverfügung vom 11. Januar 2001 wegen mehrfacher einfacher Körperverletzung zu einer Gefängnisstrafe von drei Wochen bedingt verurteilt. Es besteht sodann der erhebliche Verdacht, dass er am 7. August 2001 seine Ehefrau massiv geschlagen und verletzt hat. Am 16. Oktober 2001 zeigte ihn ein Mitarbeiter der Caritas bei der Polizei wegen Drohung an, worauf dieser in Untersuchungs- bzw. Präventivhaft versetzt wurde. Der Haftgrund besteht nach wie vor, hat doch die Ehefrau des Beschwerdeführers diesen bei der Polizei angezeigt, weil er anlässlich eines Besuchs vom 7. März 2002 im Gefängnis gedroht habe, die ganze Familie umzubringen.