Citation: 4A_160/2015 E. 4.1

4.1. Hinsichtlich des LNS übernahm die Vorinstanz mangels Bestreitung im Berufungsverfahren die Feststellung des Bezirksgerichts, dass das LNS auf den Bruch der Schraube zurückzuführen sei, die der Beschwerdeführer bei der Operation vom 30. Dezember 2003 zur Stabilisierung angebracht hatte. Wäre es nicht zum Schraubenbruch gekommen, wären die Verletzungen ausgeblieben, die dann das LNS verursachten. Schliesslich sei gemäss Gutachten das Zuwarten der Beschwerdegegnerin mit der Operation nach dem Schraubenbruch mit hoher Wahrscheinlichkeit für das LNS verantwortlich, weil in der Zeit zwischen Schraubenbruch und Operation im Mai 2004 eine andauernde Nerveneinklemmung bestanden habe. Die dem Beschwerdeführer vorzuwerfende Sorgfaltspflichtverletzung begründete die Vorinstanz dreifach. Einerseits qualifizierte sie als pflichtwidrige Unterlassung, dass der Beschwerdeführer an der Besprechung vom 9. Februar 2004 oder danach nicht auf die Dringlichkeit der erneuten Operation hingewiesen habe; diese Unterlassung sei natürliche und adäquat-kausale Ursache für den Schraubenbruch. Sodann sei der Schraubenbruch auch nach der Darstellung des Beschwerdeführers nichts Aussergewöhnliches, stelle insofern also die Verwirklichung eines allgemeinen Risikos der Operation vom 30. Dezember 2003 dar. Für dieses allgemeine Risiko hafte der Beschwerdeführer, da die Operation mangels Aufklärung widerrechtlich gewesen sei. Schliesslich war die Vorinstanz mit dem Bezirksgericht der Auffassung, gestützt auf das Gutachten sei davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer auch eine Sorgfaltspflichtverletzung in Bezug auf die Operation selber vorzuwerfen sei, nämlich die Wahl einer falschen Operationsmethode (ventral statt dorsal/ventral).