Citation: 5C.322/2001 09.07.2002 E. 2

2.- Das Obergericht führt aus, der Kläger habe im Zeitpunkt des Abänderungsurteils vom 16. Mai 1995 ein Jahreseinkommen von rund Fr. 84'000.-- erzielt, während ihm heute ein solches von insgesamt Fr. 66'200.-- anzurechnen sei, nämlich der erzielbare Nettoertrag von Fr. 42'000.-- aus der Liegenschaft in X.________, zuzüglich Fr. 23'000.-- IV-Rente und Fr. 1'200.-- Ertrag aus der Liegenschaft in Z.________. Die Differenz von Fr. 17'800.-- bzw. gut 20 % erachtete die Vorinstanz unter Berücksichtigung des teuerungsbedingten Kaufkraftverlusts als erheblich (E. 3b, 3c und 3d S. 12 f. des angefochtenen Urteils). Die Beklagte wirft dem Obergericht vor, mit der Herabsetzung des Basisbetrages ihrer Rente von Fr. 1'200.-- auf Fr. 900.-- in verschiedener Hinsicht gegen Bundesrecht verstossen zu haben. Der Kläger macht geltend, ihm sei bundesrechtswidrig ein hypothetisches Einkommen angerechnet worden und die ihm auferlegte Scheidungsrente hätte nachträglich nicht in einen schadenersatzrechtlichen und einen unterhaltsersetzenden Teil aufgesplittet werden dürfen. Da in beiden Rechtsmitteln nur die Abänderung der Rente der Beklagten umstritten ist, gelangt das alte Scheidungsrecht zur Anwendung (Art. 7a Abs. 3 SchlTZGB).