Citation: 6B_1293/2023 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz bejaht in Übereinstimmung mit der ersten Instanz das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls, gewichtet aber die öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung höher als die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz (Urteil S. 55 ff.; erstinstanzliches Urteil S. 125 und S. 133 f.). Die Vorinstanz erwägt, eine Landesverweisung würde den 38-jährigen Beschwerdeführer sehr hart treffen, zumal er seit dem Säuglingsalter in der Schweiz lebe und sich seine gesamte Familie sowie sein soziales Umfeld ebenfalls hier befände. Zudem habe er sich beruflich integrieren und damit den Lebensunterhalt für sich, seine Ehefrau und seine beiden Kinder bestreiten können. Einzig mit Blick auf seine zahlreichen Vorstrafen sei seine Integration als mangelhaft zu bezeichnen. Hinzu komme, dass ihm gutachterlich ein mittleres bis erhöhtes Rückfallrisiko für Delikte der allgemeinen Kriminalität sowie ein geringes bis mittleres Risiko für Gewalttaten attestiert werde. Insgesamt sei ein persönlicher Härtefall jedoch noch zu bejahen (Urteil S. 57 E. 2.4). Im Rahmen der Interessenabwägung gelangt die Vorinstanz zum Schluss, das öffentliche Interesse an einer Landesverweisung des Beschwerdeführers überwiege deutlich seine persönlichen Interessen an einem Verbleib in der Schweiz. Zum öffentlichen Interesse sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer für seine Delinquenz mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe zu belegen, wobei sein Verschulden als erheblich einzustufen sei. Es handle sich um gravierende Straftaten, die in völlig sinnloser Art und Weise gegen die höchsten Rechtsgüter von gleich zwei Geschädigten gerichtet gewesen seien. Der Beschwerdeführer habe mit einer erschreckenden Gewaltbereitschaft gehandelt und ohne Not gegen die Köpfe der wehrlos am Boden liegenden Opfer geschlagen bzw. getreten. Seine Straftaten seien so schwer, dass es die öffentliche Sicherheit gebiete, ihn des Landes zu verweisen. Hinzu komme, dass er eine strafrechtlich stark belastete Vorgeschichte aufweise. Ganz offensichtlich sehe er sich nicht dazu veranlasst, die geltende Rechtsordnung zu respektieren und sich diesbezüglich ebenfalls zu integrieren. Dies bilde sich auch in der gutachterlichen Einschätzung ab, wonach von einem mittleren bis erhöhten Rückfallrisiko für Delikte der allgemeinen Kriminalität sowie von einem geringen bis mittleren Risiko für Gewalttaten auszugehen sei. Den Kontakt zu seiner Ehefrau, seinen Kindern und übrigen Angehörigen könne er über Videotelefonie oder sonstige Medien pflegen. Sodann könne ihn seine Familie regelmässig im Kosovo besuchen oder gar mit ihm dahin ausreisen. Da er mit der Kultur und der Sprache seines Herkunftslandes vertraut sei und über eine rund 20-jährige Berufserfahrung in der Gastronomie verfüge, seien die Integrationsaussichten als positiv zu werten (Urteil S. 58 f. E. 2.5.2).