Citation: 1P.458/2002 08.10.2002 E. 3

Der Beschwerdeführer ersucht um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 152 Abs. 1 und 2 OG. Die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege setzt voraus, dass der Gesuchsteller bedürftig ist und sein Rechtsbegehren nicht als aussichtslos erscheint. Der Beschwerdeführer behauptet, er sei völlig mittellos und könne sich weder Gerichts- noch Anwaltskosten leisten. Er legt jedoch keine Belege für diese Behauptungen vor. Im Weiteren ist zu berücksichtigen, dass das Verfahrensgericht dem Beschwerdeführer mit Beschluss vom 8. Oktober 2001 die Offizialverteidigung rückwirkend entzogen hat. Es führte in der Begründung aus, den Akten sei zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer vor seiner Verhaftung seiner Lebensgefährtin ca. Fr. 100'000.-- ausgeliehen habe; es sei deshalb davon auszugehen, dass er über ein beträchtliches Vermögen verfüge. Der Beschwerdeführer habe seine wahren Vermögensverhältnisse verschwiegen und könne daher nicht mehr als mittellos gelten. Im hier angefochtenen Haftverlängerungsentscheid wird auf den Beschluss vom 8. Oktober 2001 verwiesen und erklärt, aus den Akten sei nicht ersichtlich, dass sich die finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers seit diesem Beschluss geändert hätten. Demnach gelte er immer noch als nicht bedürftig, so dass sein Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verteidigung abzuweisen sei. Mit Rücksicht auf alle diese Umstände ist das Gesuch des Beschwerdeführers, es sei ihm für das bundesgerichtliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, abzuweisen. Entsprechend dem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG).