Citation: 8C_545/2021 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, der Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin habe es in Verletzung der in Art. 46 ATSG statuierten Aktenführungspflicht unterlassen, die Telefongespräche, insbesondere jenes vom 30. November 2020, mittels einer Notiz zu dokumentieren und in die Akten aufzunehmen. Dass der Inhalt dieses Gesprächs nicht nachgewiesen werden könne, habe damit einzig die Beschwerdegegnerin zu verantworten. Die Vorinstanz habe folglich gegen Treu und Glauben verstossen, indem sie - im Sinn der allgemeinen Beweislastregel von Art. 8 ZGB - den Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit tragen lasse. Vielmehr sei von einer Umkehr der Beweislast auszugehen und auf die glaubhafte Darstellung des Beschwerdeführers abzustellen. Dies wiederum habe zur Folge, dass die Voraussetzungen des Vertrauensschutzes mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfüllt seien und ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung über den 31. Dezember 2020 hinaus bestehe.