Citation: 9C_160/2009 02.09.2009 E. 4

4.1 Gemäss Art. 57a Abs. 1 IVG teilt die IV-Stelle der versicherten Person den vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren oder den Entzug oder die Herabsetzung einer bisher gewährten Leistung mittels Vorbescheid mit (Satz 1). Die versicherte Person hat Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 42 ATSG (Satz 2). Gegenstand des Vorbescheids sind nach Art. 73bis Abs. 1 IVV Fragen, die in den Aufgabenbereich gemäss Art. 57 Abs. 1 lit. a-d IVG der IV-Stellen fallen. Dazu zählen namentlich die Abklärung der Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person, die Berufsberatung und die Arbeitsvermittlung (Art. 57 Abs. 1 lit. d IVG). Im Falle beruflicher Eingliederungsmassnahmen ist demzufolge ein Vorbescheidverfahren durchzuführen. Die erwähnten Fragen standen denn auch im Mittelpunkt der von der IV-Stelle eingeleiteten Abklärung. Es hätte daher nach Massgabe von Art. 57 Abs. 1 lit. d IVG ein Vorbescheidverfahren durchgeführt werden müssen. 4.2 Der angefochtene Entscheid enthält keine Feststellung zur Frage, ob ein Vorbescheidverfahren durchgeführt wurde. In Ergänzung der insoweit unvollständigen und damit bundesrechtswidrigen Sachverhaltsfeststellung durch das Bundesgericht (Art. 105 Abs. 2 BGG) ergibt sich nach Lage der Akten, dass in der Tat kein Vorbescheidverfahren stattgefunden hat, wie der Beschwerdeführer rügt. Mit Blick auf diesen Umstand sowie die Tatsache, dass zur Frage, welche Konsequenzen der Verzicht auf das seit 1. Juli 2006 gesetzlich verankerte Vorbescheidverfahren für das Verwaltungsverfahren der Invalidenversicherung hat, keine Rechtsprechung besteht, lässt sich der vom Beschwerdeführer vertretene, auf formellrechtlichen Einwendungen basierende Standpunkt nicht als aussichtslos bezeichnen, ohne dass die übrigen Einwendungen des Versicherten einer vertieften Überprüfung unterzogen werden müssten. Damit hat der Beschwerdeführer, sofern auch die Voraussetzung der Bedürftigkeit gegeben ist, was das Kantonsgericht prüfen wird, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wogegen über die materielle Begründetheit der bei der Vorinstanz anhängig gemachten Beschwerde noch nichts ausgesagt ist.