Citation: 1E.25/1999 27.04.2000 E. A

A.- Am 22. April 1993 meldete die Stadt Zürich bei der Eidgenössischen Schätzungskommission, Kreis 10, eine nach- trägliche Forderung gemäss Art. 41 Abs. 1 lit. b EntG gegen den Kanton Zürich als Enteigner in Sachen Bau der National- strasse N1 (nachfolgend: N1) an. Sie beantragte die Vergü- tung der Kosten für die Erstellung von zwei Hauptsammel- kanälen ihres Entwässerungs-Kanalsystems in der Juchstrasse und im Bändliweg in Zürich-Altstetten. Ursprünglich befanden sich diese Kanäle im Bereich des der AG Heinrich Hatt-Haller (heute: Hatt-Haller Immobilien AG) gehörenden Grundstücks Kat. Nr. 8359 am Bändliweg 20 und 22. Der Hatt-Haller Immo- bilien AG war am 12. Juli 1991 eine Baubewilligung erteilt worden. Da ihr Bauprojekt mit den genannten Sammelkanälen kollidierte, einigte sich die Stadt Zürich mit ihr auf eine Verlegung der Kanäle, wobei die Kostentragung nicht defini- tiv geregelt wurde. Am 12. Januar 1993 stellte die Hatt- Haller Immobilien AG gegenüber der Stadt Zürich eine Ent- schädigungsforderung für die Durchführung der Verlegung, was zur Anmeldung der nachträglichen Forderung der Stadt Zürich gegenüber dem Kanton führte. Die Stadt Zürich machte dabei geltend, die umstrittenen Hauptsammelkanäle seien bis im Jahre 1974 durch Baulinien rechtlich gesichert gewesen. Diese Baulinien, die 1897 und 1912 zur Sicherung einer Ver- legung der Einmündung der Juchstrasse in den Bändliweg gezogen worden waren, habe der Gemeinderat 1974 ersatzlos aufgehoben, nachdem sich erwiesen habe, dass die genannte Strassenverlegung aufgrund der definitiven Ausführung der N1 nicht mehr erforderlich gewesen sei.