Citation: 4A_132/2016 E. 2.4

2.4. Soweit der Beschwerdeführer vor Bundesgericht die Unabhängigkeit des TAS bzw. die Unparteilichkeit der Schiedsrichter (Art. 190 Abs. 2 lit. a IPRG) oder die Gültigkeit der Schiedsvereinbarung (Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG) in Frage stellt, haben seine Vorbringen unbeachtet zu bleiben. Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben ist ein solcher Einwand im Schiedsverfahren sofort geltend zu machen, ansonsten der Anspruch auf Anrufung des Beschwerdegrunds verwirkt (BGE 129 III 445 E. 3.1 S. 449 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat das TAS selber angerufen, ohne im Schiedsverfahren entsprechende Einwände zu erheben. Ebenso wenig hatte er im Schiedsverfahren gerügt, das Verfahren laufe nicht fair ab. Unter diesen Umständen ist es mit dem Grundsatz von Treu und Glauben nicht zu vereinbaren, diese Fragen im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vor Bundesgericht erstmals aufzuwerfen. Der Beschwerdeführer verlangt im gleichen Zusammenhang zu Unrecht unter Berufung auf das Recht auf ein faires Verfahren und die Rechtsweggarantie nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK eine Erweiterung der Prüfungsbefugnis, indem er beanstandet, dass das Bundesgericht im Rahmen einer Schiedsbeschwerde nach Art. 190 Abs. 2 IPRG die Rüge der falschen Rechtsanwendung und der offensichtlich falschen Feststellung des Sachverhalts nicht prüfen kann (vgl. Urteile 4A_178/2014 vom 11. Juni 2014 E. 2.4; 4A_198/2012 vom 14. Dezember 2012 E. 3.1; 4A_43/2010 vom 29. Juli 2010 E. 3.6.1; 4A_612/2009 vom 10. Februar 2010 E. 2.4.1). Er verkennt, dass die eingeschränkte Kognition nach Art. 77 Abs. 1 BGG in Verbindung mit Art. 190 Abs. 2 IPRG für sämtliche Verfahren der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit gilt, so auch, wenn der Rechtsstreit das Arbeitsverhältnis eines Sportlers betrifft.