Citation: 2P.69/2005 16.06.2005 E. 3.1

3.1.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Aus diesem Anspruch leitet das Bundesgericht in ständiger Rechtsprechung die Pflicht der Behörden ab, ihre Verfügungen und Entscheide zu begründen. Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht verlangt, dass die Behörde die Vorbringen desjenigen, der vom Entscheid in seiner Rechtsstellung betroffen ist, auch tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. etwa BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236 mit Hinweisen). 3.1.2 Nach Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Willkürlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen umstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheids, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (siehe z.B. BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9 mit Hinweisen). 3.2 Das Verwaltungsgericht hat weder das kantonale Verfahrensrecht willkürlich angewendet noch zu Unrecht verneint, das rechtliche Gehör sei den Beschwerdeführern verweigert worden, als es das Revisionsgesuch abwies: 3.2.1 In Bezug auf die Frage, ob der vom Beschwerdeführer erzielte Gesamterlös auch der Einkommenssteuer unterliegende Komponenten enthalte, hat es vielmehr zu Recht darauf hingewiesen, dass es sich dabei um eine Rechtsfrage und nicht um eine solche der Tatbestandsfeststellung handelt. Die rechtliche Würdigung des an sich unbestrittenen Sachverhalts kann aber zum Vornherein nicht Gegenstand eines Revisionsverfahrens bilden, und eine neue Sachverhaltsfeststellung liegt nicht vor. Dies verkennen die Beschwerdeführer nicht nur im Revisionsgesuch, sondern auch in der zweiten staatsrechtlichen Beschwerde. Diese Annahme bloss zu bestreiten, reicht zum Nachweis einer Verfassungsverletzung nicht aus. 3.2.2 Wenn das Verwaltungsgericht einräumt, sein Sachentscheid hätte besser begründet werden können, besagt dies noch nicht, dass die Begründung den Minimalanforderungen überhaupt nicht genügte und deshalb den Gehörsanspruch der Beschwerdeführer verletzte; das Gericht konnte nur eine Rechtskontrolle durchführen (vgl. § 153 Abs. 3 StG/ZH). Ebenso wenig folgt daraus, dass die Beschwerdeführer aus diesem Grund hinreichenden Anlass hatten, das Revisionsgesuch einzureichen, weshalb ihnen die Kosten nicht hätten auferlegt werden dürfen. Die zweite Beschwerde erweist sich daher als unbegründet.