Citation: 8C_326/2018 E. 4.3.3

4.3.3. Der Sachverständige führte sodann aus, dass sich der Infektionszeitpunkt aufgrund der serologischen Werte oder der HCV RNA nicht feststellen lasse. Die HCV RNA korreliere (im Gegensatz z.B. zu HIV) nicht mit der Aktivität oder dem Ansteckungszeitpunkt der Erkrankung. Da keine serologischen Untersuchungen vor dem 1. Juni 2013 vorhanden seien, könne eine Serokonversion zeitlich nicht eingegrenzt werden. Zwar sei es durchaus möglich, dass sich die Versicherte bei der von ihr vermuteten Indexperson angesteckt haben könnte. Dafür könnte sprechen, dass nach einer deutlichen Transaminasenerhöhung am 23. Juli 2013 die Transaminasen am 17. September 2013 wieder normal gewesen seien. Zeitlich wäre der Verlauf somit möglicherweise assoziierbar mit dem Unfall vom 13. Juni 2013, aber eine Kausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit lasse sich nicht herstellen. Aufgrund der erwähnten, fehlenden Korrelation lässt sich darin - entgegen der Beschwerdeführerin - kein innerer Widerspruch des Gutachtens erblicken. Dies ergibt sich auch aus der auf die Laborbefunde vom 1. Juli 2014 gestützten Feststellung des Prof. Dr. med. D.________, dass es vor der Begutachtung anscheinend wieder zu einer Aktivierung mit stark erhöhten Transaminasen und einer massiven Virämie gekommen sei.