Citation: 1C_3/2024 E. 9.1

9.1. Nach dem oben (E. 7.2) Gesagten widerspricht es grundsätzlich der kantonalen Richtplanung, wenn die Gemeinde abstrakte Kriterien zur Landschaftsverträglichkeit (architektonische Wirkmächtigkeit) und zum Nachbarschutz (Abstände) festlegt, die vollständig, d.h. ohne Abwägungsmöglichkeit, erfüllt sein müssen, bevor ein Nutzungsplanverfahren eingeleitet und Standorte für Windenergieanlagen aufgrund einer gesamthaften Interessenabwägung ausgeschieden werden können. Dies gilt jedenfalls, wenn die festgelegten Kriterien die Standortwahl wesentlich einschränken.