Citation: I 685/00 23.10.2001 E. 1

1.- a) Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, welches - im Rahmen des durch die Verfügung bestimmten Anfechtungsgegenstandes - den auf Grund der Beschwerdebegehren effektiv angefochtenen Verfügungsgegenstand bildet. Nach dieser Begriffsumschreibung sind Anfechtungsgegenstand und Streitgegenstand identisch, wenn die Verwaltungsverfügung insgesamt angefochten wird. Bezieht sich demgegenüber die Beschwerde nur auf einzelne der durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisse, gehören die nicht beanstandeten - verfügungsweise festgelegten - Rechtsverhältnisse zwar wohl zum Anfechtungs-, nicht aber zum Streitgegenstand. In der Verwaltungsverfügung festgelegte - somit Teil des Anfechtungsgegenstandes bildende -, aber auf Grund der Beschwerdebegehren nicht mehr streitige Fragen gehören, sofern sie das gleiche - verfügungsweise geregelte - Rechtsverhältnis betreffen, zum Streitgegenstand (BGE 125 V 414 f. Erw. 1b). Mit der verfügungsweisen Zusprechung einer unbefristeten Invalidenrente wird ein im Wesentlichen durch die Anspruchsberechtigung an sich sowie die Höhe und den Beginn der Leistung bestimmtes Rechtsverhältnis geordnet. Werden, was die Regel ist, lediglich einzelne Elemente der Rentenfestsetzung (Invaliditätsgrad, Rentenbeginn, etc.) beanstandet, bedeutet dies nicht, dass die unbestrittenen Teilaspekte in Rechtskraft erwachsen und demzufolge der richterlichen Überprüfung entzogen sind. Indessen prüft das Gericht die nicht beanstandeten Punkte nur, wenn dazu auf Grund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 125 V 414 ff. Erw. 1b und 2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 110 V 53 Erw. 4a in fine). Zieht das Gericht an sich nicht bestrittene Aspekte des streitigen Rechtsverhältnisses in die Prüfung mit ein, hat es bei seinem Entscheid je nachdem die Verfahrensrechte der am Prozess Beteiligten, insbesondere das Anhörungsrecht der von einer möglichen Schlechterstellung bedrohten Partei oder den grundsätzlichen Anspruch auf den doppelten Instanzenzug zu beachten (BGE 125 V 417 Erw. 2c). b) Wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht festgestellt wird, war im vorinstanzlichen Verfahren unter den Parteien lediglich noch der Zeitpunkt des Rentenbeginns streitig, nachdem der Beschwerdeführer in der Replik vom 19. Mai 2000 ausgeführt hatte, mit der Verfügung vom 5. Mai 2000 sei seinem Begehren bezüglich der Rentenberechnung "vollumfänglich" entsprochen worden. Damit beschränkte sich indessen die Überprüfungsbefugnis des kantonalen Gerichts entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers nicht auf die Frage des Rentenbeginns, zumal das den gesamten Rentenanspruch betreffende Rechtsverhältnis, soweit nicht früher rechtskräftig beurteilt, den Streitgegenstand bildet (Erw. 1a hievor). Der Vorinstanz war es mithin nicht verwehrt, den Invaliditätsgrad in der Zeit nach Erlass der Verfügung vom 11. August 1994 - auch über den 1. September 1996 hinaus - zu überprüfen. Erwägung 2 des vorinstanzlichen Entscheids ist insoweit missverständlich formuliert.