Citation: 6B_1391/2016 E. 5.4

5.4. Dass und inwiefern bei der festgestellten Sachlage der Tatbestand der Urkundenfälschung in der Variante des Gebrauchs einer gefälschten Urkunde nicht erfüllt sei, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Der Einwand der Beschwerdeführerin, mangels eines Vermögensschadens beziehungsweise zufolge Opfermitverantwortung liege kein Betrug vor (Beschwerde S. 40 Rz. 58), geht an der Sache vorbei. Die Beschwerdeführerin scheint zu übersehen, dass die Vorinstanz sie vom Vorwurf des Betrugs freigesprochen hat. Für eine Verurteilung wegen Urkundenfälschung durch Gebrauch einer gefälschten Urkunde zur Täuschung genügt die Absicht, sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen. Diese Absicht ist im vorliegenden Fall bei der willkürfrei festgestellten Sachlage offensichtlich gegeben. Dass die Beschwerdeführerin angeblich annahm, sie sei aufgrund einer ihr von ihrer - seit Dezember 1996 - verbeirateten Mutter bereits im Jahr 1989 erteilten Generalvollmacht zum Abheben von Geldern zulasten des Kontos der Mutter berechtigt, ist unerheblich. Ohne Vorlage der Postvollmacht, welche eine auf ihre Mutter lautende Unterschrift enthielt, die, wie die Beschwerdeführerin wusste, gefälscht war, hätte die Beschwerdeführerin auf der Post nicht mehrere Tausend Franken zulasten des Kontos ihrer Mutter beziehen können. Die unbelegte Behauptung der Beschwerdeführerin, sie habe das Geld für die Finanzierung des Umzugs ihrer Mutter in ein anderes Altersheim verwendet beziehungsweise verwenden wollen, wird von der Vorinstanz willkürfrei als nicht glaubhaft qualifiziert.