Citation: 1C_185/2022 E. 4.4.2

4.4.2. Gemäss den im angefochtenen Urteil wiedergegebenen Ausführungen der Gemeinde sei die im Jahr 2019 abgeschlossene Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Bettingen durchgeführt worden, um den Mehrbedarf durch die Verlängerung der Primarschule auf sechs Jahre sowie dem entsprechenden Zusatzbedarf an Spezialräumen für Musik, Geographie/Naturlehre und Zeichnen zu decken. Die Basiserhebung für die Schulraumentwicklung sei im Jahr 2016 erarbeitet worden. Seither seien die Schülerzahlen wiederum deutlich gestiegen. Ab Sommer 2021 müsse erstmals eine Schulklasse doppelt geführt werden. Auch dem Planungsbericht nach Art. 47 RPV (SR 700.1) vom 8. September 2020 ist auf Seite 9 weiter zu entnehmen, dass die Schulraumkapazität bereits heute praktisch ausgeschöpft sei und eine Schulraumerweiterung in den nächsten 5-10 Jahren geprüft werden sollte. Die Bauaktivität in der Gemeinde sei aktuell hoch. Es werde mit Zuzügen von Familien mit Kindern gerechnet. Laut angefochtenem Urteil hat die Gemeinde diesbezüglich weiter ausgeführt, gemäss aktuellem Richtplan der Gemeinde Bettingen und in Übereinstimmung mit den kantonalen Vorgaben sei die Gemeinde bestrebt, durch weitere Verdichtungen nach innen sowie durch die Schaffung von vermehrtem Wohnraum in Mehrfamilienhäusern im Dorfzentrum zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Mit der derzeit laufenden Richtplanrevision würden diese Parameter geschärft. Aktuell würden in Bettingen grössere Wohnkomplexe mit bis zu 60 Wohnungen gebaut. Die Schülerzahlen in Bettingen würden somit auch in Zukunft tendenziell weitersteigen. Die Vorinstanz folgerte, die Gemeinde Bettingen habe nachvollziehbar aufzeigen können, dass die zunehmende Anzahl der Bewohnerinnen und Bewohner von Bettingen und St. Chrischona und insbesondere der Zuzug von Familien zu einer Erhöhung des Bedarfs an Schulräumen führen werde. Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, in Beilage 5 der Rekursantwort der Gemeinde an die Vorinstanz sei kein Anstieg der Schülerzahlen in Bettingen für die nächsten Jahre erkennbar. Ebensowenig führe der Bau von 60 Wohnungen zu einem Zuwachs an Schülerinnen und Schülern: Zwei der fünf genannten Bauten seien zum Zeitpunkt der Rekursverhandlung bereits bezogen gewesen und eine Baute sei noch nicht bewilligt und stosse im Dorf auf Widerstand. Eine je unbekannte Zahl der Wohneinheiten sei sodann für Studierende des St. Chrischona-Campus und für ältere Personen vorgesehen, was den langfristigen Schulraumbedarf nicht erhöhe. Ausserdem sei die Entwicklung der Schülerzahlen in kleineren Gemeinden wellenförmig und seien der inneren Verdichtung Grenzen gesetzt. Der behauptete Schulraumbedarf ergebe sich auch mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung nicht. Mit diesen Ausführungen vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt hat (vgl. Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG; oben E. 2.2), zumal er seine Ausführungen zu den Neubauten in der Gemeinde nicht belegt. Ausserdem stellt er auf den mit Urteil des Verwaltungsgerichts vom 5. Februar 2010 festgestellten Schulraumbedarf ab, obwohl die Vorinstanz im angefochtenen Urteil festhielt, dass die damals für die Belassung der Parzelle in der Zone für Nutzungen im öffentlichen Interesse vorgebrachten Argumente heute nicht mehr in unveränderter Form Geltung beanspruchen könnten. Weiter rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör. Er habe im vorinstanzlichen Verfahren um die Offenlegung der Schülerzahlen, aufgeschlüsselt nach Wohnort, ersucht, was ignoriert worden sei. Die Gemeinde Bettingen hält in ihrer Vernehmlassung an das Bundesgericht diesbezüglich fest, dass der Vorinstanz diese Zahlen vorgelegen hätten und die Vorinstanz darauf abgestellt habe, auch wenn sie auf eine Differenzierung der Schülerzahlen nach Wohnort verzichtet habe. Die von der Gemeinde im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Beilage 5 enthält denn auch eine Prognose für die Entwicklung der Schülerzahlen an den sechs Standorten der Gemeindeschulen Bettingen und Riehen. Vor diesem Hintergrund ist nicht nachvollziehbar, inwiefern der Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt worden sein soll.