Citation: 5C.203/2004 22.04.2005 E. B

Am 24. September 1998 verkaufte X.________ sein Heimwesen seinem Cousin und dessen Sohn zum Preis von Fr. 750'000.--. Zwei Wochen später liess Y.________ die vorläufige Eintragung einer Grundpfandverschreibung vorsorglich vormerken, und mit Klage vom 21. Mai 1999 forderte sie die gerichtliche Verurteilung von X.________ zur Bezahlung ihres Gewinnanteils aus dem Verkauf des Heimwesens. Erstinstanzlich wurde das Verfahren zunächst auf die Frage beschränkt, ob es sich beim Heimwesen "H.________" um Eigengut oder Errungenschaft von X.________ handelte; daraufhin wurde die Klage mit Urteil vom 12. Dezember 2000 abgewiesen. Auf Appellation hob der Appellationshof des Kantons Bern diesen Entscheid am 3. Juli 2001 auf und stellte fest, dass mit Ehescheidungsurteil vom 31. Oktober 1995 die Zugehörigkeit des Heimwesens zur Errungenschaft von X.________ rechtskräftig festgestellt worden sei. Der erstinstanzliche Richter hiess daraufhin die Klage teilweise gut und verpflichtete X.________, Y.________ einen Gewinnanteil aus dem Verkauf des Heimwesens "H.________" von Fr. 41'293.-- zuzüglich Zins zu bezahlen.