Citation: 4A_663/2018 E. 3.6.2

3.6.2. Als problematisch erachtet der Beschwerdeführer auch die Mitwirkung von G.________ LLP beim Erwerb durch J.________ S.E. der C.________-Tochtergesellschaft K.________ SA. Dabei steht fest, dass die Kanzlei im Auftrag von J.________ S.E., also auf der Käuferseite, tätig war. Eine Mandatsbeziehung zu einer C.________-Gesellschaft bestand nicht. Aus Sicht des Beschwerdeführers sei dieser Umstand jedoch nicht ausschlaggebend. Mit (erneutem) Hinweis auf die besonderen Eigenschaften einer M&A-Transaktion meint der Beschwerdeführer, eine Bevorteilung der Beschwerdegegnerin sei zu befürchten. Dies hänge damit zusammen, dass zwischen den Parteien im Rahmen einer derartigen Transaktion regelmässiger, fast täglicher und kollegialer Kontakt herrsche. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung erscheint ein als Richter amtierender Anwalt nicht nur dann als befangen, wenn er in einem anderen Verfahren eine der Prozessparteien vertritt oder kurz vorher vertreten hat, sondern auch dann, wenn im anderen Verfahren ein solches Vertretungsverhältnis zur Gegenpartei einer der Prozessparteien besteht bzw. bestanden hat (BGE 139 III 433 E. 2.1.4 mit Hinweisen). Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, lässt sich diese Rechtsprechung nicht auf den vorliegenden Fall übertragen. Dieser liegt die Erfahrungstatsache zugrunde, dass eine Prozesspartei ihre negativen Gefühle gegenüber der Gegenpartei oft auf deren anwaltlichen Vertreter überträgt, da dieser die Gegenpartei in der Auseinandersetzung mit ihr unterstützt (BGE 139 III 120 E. 3.2.2; 138 I 406 E. 5.3). Dass zwischen den beratenden Anwälten bei einer M&A-Transaktion unter Umständen kollegialer Kontakt herrscht, mag zutreffen. Dass deswegen ein Schiedsrichter als befangen erscheint, dessen Kanzlei im Rahmen einer solchen Transaktion den Käufer einer Gesellschaft beriet, die mit einer der Verfahrensparteien konzernmässig verbunden ist, trifft hingegen nicht zu. Mit anderen Worten vermag der blosse - im Übrigen nicht nachgewiesene - Umstand, dass Kollegen von F.________ anlässlich des Erwerbs einer C.________-Gesellschaft durch ihren Klienten J.________ S.E. allenfalls regelmässigen und kollegialen Kontakt zu Vertretern der C.________-Gruppe gepflegt haben, den Anschein der Befangenheit von Schiedsrichter F.________ nicht zu begründen.