Citation: 2C_1163/2013 E. 5.1

5.1. Den Beschwerdeführenden ist darin zuzustimmen, dass das abgeschlossene Verfahren betreffend die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung nicht durch die Verurteilung vom 17. Januar 2006 ausgelöst worden war, sondern durch die Scheidung des Beschwerdeführers 1 von seiner ersten Ehefrau. Aus dieser Tatsache können die Beschwerdeführenden indessen nichts zu ihren Gunsten ableiten: Weil die eheliche Gemeinschaft mehr als drei Jahre gedauert hatte, prüften sowohl das Verwaltungsgericht als auch das Bundesgericht einen Anspruch aus Art. 50 AuG, verneinten diesen jedoch wegen fehlender Integration; auch ein nachehelicher Härtefall wurde verneint. Im Zusammenhang mit Art. 50 AuG thematisierten beide Gerichtsinstanzen die Straffälligkeit des Beschwerdeführers 1. Insbesondere das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 8. September 2010 enthält diesbezüglich eine ausführliche Würdigung. Diese mündete in der Feststellung, insgesamt würden die erhebliche Straffälligkeit und die damit manifestierte kriminelle Energie des Beschwerdeführers 1 gegen das Vorliegen einer erfolgreichen Integration in der Schweiz sprechen (Urteil vom 8. September 2010 E. 4.1.2). Das Bundesgericht bestätigte diese Einschätzung implizit und hielt seinerseits im Zusammenhang mit der Beziehung zum Sohn D.________ fest, der Beschwerdeführer 1 habe "namentlich angesichts seiner nicht unbedeutenden strafrechtlichen Verurteilungen zu erheblichen Klagen Anlass gegeben" (Urteil 2C_787/2010 vom 16. Juni 2011 E. 3.2). Auch wenn nicht erwogen wurde, der Widerrufsgrund nach Art. 62 lit. b AuG sei erfüllt, spielte die wiederholte Straffälligkeit des Beschwerdeführers 1 in den Gerichtsentscheiden des abgeschlossenen Verfahrens eine massgebliche Rolle. Aufgrund der recht ausführlichen Erwägungen (insbesondere des Verwaltungsgerichts) zur Straffälligkeit des Beschwerdeführers 1 durften die Beschwerdeführenden nicht annehmen, die Verurteilung vom 17. Januar 2006 zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten 2006 sei mit der Verwarnung "abgegolten" gewesen und habe im Verfahren um die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung keine Rolle gespielt. Dies umso weniger, als sich der Beschwerdeführer 1 auch nach der Verwarnung nicht klaglos verhalten hatte. Nachdem er schliesslich am 4. März 2010 noch wegen grober Verkehrsregelverletzung zu einer bedingten Geldstrafe und einer Verbindungsbusse verurteilt worden war, musste den Beschwerdeführenden vor der Eheschliessung am 1. Juni 2011 klar sein, dass die Verurteilungen auch im bevorstehenden Familiennachzugsverfahren berücksichtigt werden würden. Das Vorbringen, sie seien davon ausgegangen, das abgeschlossene Verfahren habe (lediglich) im Zusammenhang mit der Scheidung gestanden, ist nur in formeller Hinsicht zutreffend und damit nicht stichhaltig. Die Beschwerdeführenden durften folglich nicht darauf vertrauen, dass sie ihre Ehe in der Schweiz würden leben können.