Citation: I 772/05 13.03.2006 E. 5

Eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung begründet demnach nicht ohne weiteres eine Invalidität, weshalb die unter diesem Titel erfolgte vorzeitige Pensionierung invalidenversicherungsrechtlich nicht präjudizierend sein kann. Dass es der Versicherten an den notwendigen Ressourcen, trotz ihrer Schmerzen einer Arbeit nachzugehen, fehlen würde, ist nach den medizinischen Akten nicht dargetan. Ein psychisches Leiden von erheblicher Schwere, welches den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess als unzumutbar erscheinen liesse, ist nicht ausgewiesen. Die MEDAS-Gutachter diagnostizierten eine leichte depressive Episode. Die drei Jahre vorher nur differenzialdiagnostisch in Erwägung gezogene somatoforme Schmerzstörung bestätigten die Experten nunmehr aufgrund der Unfähigkeit, sich Konflikten anzunehmen. Wenn nun aber die Beschwerdeführerin - trotz ärztlicher Aufklärung bezüglich dieser Zusammenhänge - die "damaligen medizinischen Empfehlungen offenbar nicht befolgt" hat, lässt sich darin kein unüberwindbarer Leidenszustand erblicken. Aus dem Bericht der vormals behandelnden Psychiaterin Frau Dr. med. C.________ vom 8. Mai 2002 ergibt sich nichts anderes. Auch mit Blick auf die übrigen in Betracht zu ziehenden Kriterien ist nicht ersichtlich, weshalb es der Beschwerdeführerin unzumutbar sein soll, eine Teilerwerbstätigkeit aufzunehmen. Den Berichten, auf welche sie sich zur Begründung ihres Standpunkts beruft, lässt sich zu dieser Frage nichts Konkretes entnehmen. Prof. Dr. med. M.________ führt zuletzt am 9. Juli 2004 aus, dass die Versicherte trotz der gut gemeinten Therapievorschläge der MEDAS-Ärzte keine Besserung des Gesundheitszustandes erlebt habe und deshalb keiner ausserhäuslichen Tätigkeit mehr nachgegangen sei. Gemäss Bericht des Dr. med. K.________ vom 20. Juni 2004 ist die Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht zweifelsfrei arbeitsfähig, in ihrem subjektiven Krankheitsverständnis jedoch zu 100 % arbeitsunfähig. Letztes ist nach der dargelegten Rechtsprechung für die Annahme einer rentenbegründenden Invalidität nicht massgeblich. Der behandelnde Hausarzt Dr. med. R.________ übernimmt diese Sichtweise, wenn er ohne weitere Begründung davon ausgeht, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Schmerzen den Haushalt nur zeitweise zu führen vermöge und eine Arbeitsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt überhaupt nicht bestehe (zuletzt im Bericht vom 14. Juni 2004). Damit ist eine invalidisierende somatoforme Schmerzstörung nicht ausgewiesen. Die von der Beschwerdeführerin angebrachten Zweifel an der Zuverlässigkeit des MEDAS-Gutachtens vom 27. Januar 2004, auf welches sich Verwaltung und Vorinstanz zur Beurteilung des Rentengesuchs stützen, sind daher unbegründet. Weitere Abklärungen sind nicht erforderlich.