Citation: 4A_498/2023 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerinnen berufen sich im gleichen Zusammenhang darauf, dass unter den alten allgemeinen Versicherungsbedingungen aus dem Jahr 1997 ein "Epidemie-/Pandemieereignis" versichert gewesen wäre. Die Vorinstanz habe dies bei der Auslegung des "Regelungszwecks der Ziffer C7.3.1 der AB" nicht berücksichtigt, obschon sie dies in der Replik substanziiert dargelegt hätten (vorinstanzliches act. 35, Rz. 24, 25 und 26). Die Vorinstanz habe den Sachverhalt willkürlich festgestellt und den Verhandlungsgrundsatz verletzt. Die Beschwerdeführerinnen möchten damit wohl rügen, dass sich aus den früheren Versicherungsbedingungen eine Individualabrede im oben genannten Sinn ergebe. Diese Rüge geht fehl. Wie die Beschwerdegegnerin vor Bundesgericht zutreffend geltend macht, ist in den von den Beschwerdeführerinnen referenzierten Stellen in der vorinstanzlichen Replik im Zusammenhang mit den AVB 1997 keine Rede von "Epidemie" oder "Pandemiedeckung". Zumindest ergibt sich aus diesen Stellen keine hinreichende Behauptung, wonach sich aus den alten AVB 1997 eine Individualabrede im behaupteten Sinne ergeben soll. Entsprechend ist es auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz im Zusammenhang mit der von den Beschwerdeführerinnen behaupteten Individualabrede nicht weiter auf die AVB aus dem Jahre 1997 einging.