Citation: 5D_118/2018 E. 3

Die Gläubigerin stützt die Betreibung und das Rechtsöffnungsbegehren auf den Beschwerdeentscheid des Regierungsrates des Kantons Aargau vom 14. Juni 2017, mit welchem die Beschwerde gegen die Verfügung des Departements Bildung, Kultur und Sport vom 6. Februar 2017 abgewiesen wurde. Gemäss der vom genannten Departement verfügten Zahlungsverpflichtung wurde die Schuldnerin zur Zahlung der ausstehenden Elternbeiträge an die Gemeinde U.________ von Fr. 1'900.-- nebst 5 % Zins seit 9. November 2014 für die Zeit von April bis Ende Juni 2014 und von Fr. 2'300.-- nebst 5 % Zins seit 13. Dezember 2014 für die Zeit von Juli bis Ende September 2014 verpflichtet. Das Kantonsgericht hat zusammengefasst erwogen, die Beschwerdeführerin habe mit dem eingereichten Regierungsratsbeschluss entgegen der Ansicht des Bezirksgerichts grundsätzlich einen gültigen Rechtsöffnungstitel eingereicht, sofern die Verfügung des Departements Bildung, Kultur und Sport nicht nichtig sei. Letzteres sei jedoch der Fall. Die Einwohnergemeinde U.________ und Beschwerdeführerin habe die Kosten für die stationäre Fremdplatzierung von B.________ im Kinderheim übernommen und mache gegenüber der Mutter und Beschwerdegegnerin den Betrag geltend, welchen die Eltern zu tragen haben. Hierbei handle es sich um einen Anwendungsfall von Art. 289 Abs. 2 ZGB. Das Gemeinwesen mache einen Unterhaltsanspruch des Kindes geltend, der trotz Zession eine auf Zivilrecht beruhende Forderung bleibe. Der Umstand, dass die Gemeinde ihre Leistungen gestützt auf kantonales öffentliches Recht erbringe, ändere nichts an der rechtlichen Natur der durch gesetzliche Subrogation gemäss Art. 289 Abs. 2 ZGB auf das Gemeinwesen übergegangen Forderung. Werde der Anspruch des Gemeinwesens von den Eltern bestritten, sei er von diesem folglich mittels zivilrechtlicher Klage geltend zu machen. Die Verfügung des Departements Bildung, Kultur und Sport vom 6. Februar 2017 sei folglich von einer sachlich unzuständigen Behörde erlassen worden und demnach nichtig. Mangels gültigem Rechtsöffnungstitel sei die Erteilung der definitiven Rechtsöffnung ausgeschlossen. Die Beschwerde sei deshalb abzuweisen.