Citation: U 57/01 29.11.2001 E. 4

4.- Zu prüfen bleibt die Bestimmung des versicherten Verdienstes. Diesbezüglich ist umstritten, wie lange der Beschwerdeführer im Jahr vor dem Unfall wegen Arbeitslosigkeit einen verminderten Lohn bezog (Art. 24 Abs. 1 UVV). Für die Anwendbarkeit dieser Norm ist entscheidend, ob der tatsächliche Verdienst eines Versicherten im Jahre vor dem Unfall aus einem der darin aufgezählten Gründe nicht "normal" ist (BGE 122 V 101 Erw. 5b). a) Die Vorinstanz betrachtete den Beschwerdeführer mit Bezug auf den Zeitraum vom 30. Juli bis 31. Oktober 1992 als arbeitslos und bestimmte den versicherten Verdienst insoweit - gestützt auf Art. 24 Abs. 1 UVV - entsprechend dem Einkommen von Fr. 6426.- pro Monat, welches der Berechnung der Arbeitslosenentschädigung zugrunde lag. Für die Zeit ab 1. November 1992 verneinte sie das Vorliegen einer durch Arbeitslosigkeit bedingten Lohneinbusse, da der Versicherte das Pensum in seiner Tätigkeit als Schulbuschauffeur auf 45 Stunden pro Woche gesteigert habe und somit nicht mehr arbeitslos gewesen sei. Dementsprechend berücksichtigte das Gericht - der SUVA folgend - für die Folgezeit die tatsächlich erzielten Einkünfte von Fr. 1494.95 (Arbeitslohn) und Fr. 1362.20 (auf 100 % hochgerechnete Arbeitslosenentschädigung) für November 1992, Fr. 1494.95 für Dezember 1992, Fr. 3662.65 pro Monat für Januar bis Juni 1993 und Fr. 3426.35 (Fr. 3662.65 : 31 x 29) für die Zeit vom 1. bis 29. Juli 1993. Daraus resultierte für den massgebenden Zeitraum vom 30. Juli 1992 bis 29. Juli 1993 (Art. 15 Abs. 2 UVG; Art. 22 Abs. 4 UVV) insgesamt ein versicherter Verdienst von Fr. 51'812.-. Der Beschwerdeführer verlangt demgegenüber, der versicherte Verdienst sei auf Fr. 77'112.- (12 x Fr. 6426.-) festzusetzen, entsprechend demjenigen Lohn, welchen er erzielt habe, bevor er 1991 arbeitslos geworden sei. b) Die Anwendung von Art. 24 Abs. 1 UVV auf denjenigen Abschnitt des Bemessungsjahres, während welchem Arbeitslosigkeit vorlag, und die Berücksichtigung des tatsächlichen Einkommens für den Zeitraum nach deren Beendigung steht grundsätzlich im Einklang mit der Rechtsprechung (RKUV 1990 Nr. U 114 S. 387 f. Erw. 3c; nicht veröffentlichte Erw. 3b des Urteils BGE 119 V 347). Beizupflichten ist auch der vorinstanzlichen Erwägung, wonach sich Art. 24 Abs. 1 UVV auf Lohneinbussen bezieht, die auf eine - aus einem der in der Bestimmung genannten Gründe - in zeitlicher Hinsicht reduzierte Erwerbstätigkeit zurückzuführen sind (RKUV 1990 Nr. U 114 S. 387 Erw. 3c), und dass diese Voraussetzung nicht mehr erfüllt war, seit der Versicherte regelmässig mit einem Pensum von rund 45 Stunden pro Woche (mit Ausnahme der Schulferien) oder 1680 Jahresstunden erwerbstätig war. Dieses Pensum entspricht einer vollzeitlichen Anstellung in einer Tätigkeit, welche an die Schulzeit gebunden ist. Seit der Beschwerdeführer in diesem Umfang arbeitete, war er nicht mehr arbeitslos, und das erzielte Einkommen stellte den "normalen" Lohn dar. Daran ändert auch die massive Verdiensteinbusse gegenüber der Anstellung vor dem Eintritt der Arbeitslosigkeit nichts. c) Gemäss den Angaben der Arbeitgeberin vom 5. September und 20. November 1996 wurde die Erhöhung der Einsatzzeit auf durchschnittlich 140 Stunden pro Monat mit Wirkung per 1. Januar 1993 vereinbart. Aus den Aussagen vom 14. Juni 1995 ergibt sich nichts anderes. Auch die entsprechende Stunden-Kontrolle bezieht sich nur auf das Jahr 1993. Gemäss den Lohnabrechnungen wurden dem Versicherten demgegenüber für November und Dezember 1992 jeweils nur 60 Stunden ausbezahlt. Der Verdienst des Beschwerdeführers in diesen beiden Monaten lag denn auch deutlich unter demjenigen ab Januar 1993. Der Annahme der Vorinstanz, der Beschwerdeführer sei bereits ab 1. November 1992 mit einem Pensum von 45 Wochenstunden (ohne Schulferien) tätig und daher nicht mehr arbeitslos gewesen, kann daher nicht gefolgt werden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass der Versicherte bis Ende 1992 wegen fortbestehender Arbeitslosigkeit einen verminderten (und daher nicht "normalen") Lohn erzielte. d) Da das Einkommen des Beschwerdeführers bis 31. Dezember 1992 infolge Arbeitslosigkeit reduziert war, ist gemäss Art. 24 Abs. 1 UVV bis zu diesem Datum von demjenigen Lohn auszugehen, den er ohne Arbeitslosigkeit erzielt hätte, also vom vor deren Eintritt erreichten Verdienst von Fr. 6426.- pro Monat. Für die Zeit ab 1. Januar 1993 entspricht der massgebende Lohn demjenigen aus der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit von Fr. 3662.65 pro Monat. Der versicherte Jahresverdienst berechnet sich demnach wie folgt: 30. bis 31. Juli 1992 Fr. 414.60 (Fr. 6426.- : 31 x 2), August bis Dezember 1992 Fr. 32'130.- (5 x Fr. 6426.-), Januar bis Juni 1993 Fr. 21'975.90 (6 x Fr. 3662.65), 1. bis 29. Juli 1993 Fr. 3426.35 (Fr. 3662.65 : 31 x 29). Die Addition dieser Beträge ergibt einen Jahresverdienst von Fr. 57'947.-. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist in diesem Sinn teilweise gutzuheissen.