Citation: 1C_262/2022 E. 4.2

4.2. Dass das Verwaltungsgericht nicht von Gutgläubigkeit ausging, ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin setzte sich über die ihr erteilte Baubewilligung hinweg, was anlässlich einer Baukontrolle im Jahr 2006 beanstandet wurde. Daran vermag nichts zu ändern, dass sie der Gemeinderat erst im Jahr 2015 aufforderte, ein nachträgliches Baugesuch einzureichen (vgl. Urteil 1C_572/2020 vom 30. November 2021 E. 9.3 mit Hinweisen). An der Rekultivierung der betroffenen Auslauffläche besteht ein gewichtiges öffentliches Interesse: Fruchtfolgeflächen gehören zum wertvollsten Kulturland und sollen daher der Landwirtschaft erhalten bleiben (Art. 3 Abs. 2 lit. a RPG; vgl. auch BGE 147 II 309 E. 5.6 i.f. S. 318). Dem stehen keine gleichwertigen privaten Interessen der Beschwerdeführerin gegenüber. Diese selbst geht davon aus, dass sich die Rekultivierung ohne bedeutenden Aufwand bewerkstelligen lässt (siehe E. 3.4 hiervor). Der angefochtene Entscheid ist deshalb auch in dieser Hinsicht mit der Eigentumsgarantie vereinbar.