Citation: 4A_258/2020 E. B

B.a. Nachdem an der Schlichtungsverhandlung vom 12. Juni 2015 keine Einigung erzielt werden konnte, reichte die Architektin gegen die Bauherren beim damaligen Bezirksgericht Prättigau/Davos (nunmehr Regionalgericht Prättigau/Davos) Klage ein. Sie verlangte die Bezahlung von Fr. 142'388.80 zuzüglich Zins unter solidarischer Haftbarkeit. Die Bauherren forderten ihrerseits widerklageweise Fr. 294'721.65 zuzüglich Zins. Das Bezirksgericht erachtete die Forderung der Architektin zufolge fehlender Bestreitung als vollumfänglich ausgewiesen, die widerklageweise geltend gemachte Schadenersatzforderung demgegenüber bloss in der Höhe von Fr. 144'721.40. Es verrechnete die beiden zugesprochenen Beträge, wies die Klage ab, hiess die Widerklage im Differenzbetrag von Fr. 2'332.60 gut und wies sie im Mehrbetrag ab. B.b. Dagegen erhob die Architektin am 3. Juli 2017 Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden und beantragte, den Entscheid des Regionalgerichts aufzuheben und die Bauherren unter solidarischer Haftbarkeit zur Bezahlung von Fr. 142'388.80 zuzüglich Zins zu verpflichten. Mit Urteil vom 26. März 2020 hiess das Kantonsgericht die Berufung gut, hob den angefochtenen Entscheid auf und verpflichtete die Bauherren, der Architektin Fr. 142'388.80 zuzüglich Zins seit dem 11. Mai 2014 zu bezahlen. Die Widerklage wies es ab. Das Kantonsgericht hielt im Wesentlichen fest, der widerklageweise geltend gemachte Schadenersatzanspruch sei mangels Nachweises der Kausalität nicht erstellt. Es bestehe demnach keine verrechenbare Schadenersatzforderung der Bauherren, welche sie mit der unbestrittenen Honorarforderung der Architektin verrechnen könnten.