Citation: 1C_351/2023 E. 3.2

3.2. Das Obergericht stützt seinen Entscheid auf Art. 23 des Gesetzes des Kantons Schaffhausen vom 20. September 1971 über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG/SH; SHR 172.200), wonach der Rekurs aufschiebende Wirkung hat, wenn die Vorinstanz nicht aus besonderen Gründen etwas anderes anordnet (Abs. 1). Die Rekursinstanz kann eine gegenteilige Verfügung treffen (Abs. 2 Satz 1). Das Obergericht erwägt hierzu Folgendes: Da von der gesetzlichen Ordnung auszugehen sei, dürfe dem Rekurs grundsätzlich nur ausnahmsweise bei Vorliegen besonderer, qualifizierter und zwingender Gründe die aufschiebende Wirkung entzogen werden, wenn dies zur Wahrung überwiegender öffentlicher oder privater Interessen notwendig und dringlich sei, um einen Nachteil zu verhindern, der nicht leicht wieder gutgemacht werden könne. Im Vollstreckungsverfahren sei indes zu berücksichtigen, dass bereits ein rechtskräftiger Entscheid ergangen sei, an dessen Vollstreckung grundsätzlich ein erhebliches öffentliches Interesse bestehe.