Citation: 6B_468/2015 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz erwägt (Urteil, S. 11 ff.), relevant seien vor allem die Aussagen von B.________. Diese seien generell detailliert, lebensnah und glaubhaft. Sie berichte authentisch über die Vermittlung, ihre Beweggründe und die Zustände im Cabaret. Es sei offensichtlich, dass sie die Situation nicht für eigene Zwecke missbrauche. Sie äussere keine übertriebenen Anschuldigungen, mache überlegte Angaben und relativiere diese an mehreren Stellen. Ihre Ausführungen wirkten emotional, aber nicht reisserisch. Insbesondere bei der Schilderung des Lohngesprächs mit dem Cabaret-Besitzer in Anwesenheit des Beschwerdeführers kämen deutlich ihre Verzweiflung und Machtlosigkeit zum Ausdruck. Ausserdem sei kein Grund ersichtlich, weshalb B.________ die Teilnahme und Übersetzungstätigkeit des Beschwerdeführers am fraglichen Lohngespräch hätte erfinden sollen, da sie keine Vorteile daraus ableite. Und schliesslich wiesen die Aussagen der übrigen Frauen deutliche Parallelen zu jenen von B.________ auf. Dafür, dass die Tänzerinnen ein Komplott gegen den Beschwerdeführer und den Cabaret-Betreiber organisiert haben könnten, gebe es keinerlei Anhaltspunkte. Die Aussagen der einzelnen Tänzerinnen hätten eine zu starke individuelle Färbung, als dass der Eindruck entstehen könnte, sie hätten sich in irgendeiner Art abgesprochen. Auch machte eine solche Absprache zulasten des Beschwerdeführers wenig Sinn, da sie keine Ansprüche gegen ihn stellten. Was das Kerngeschehen anbelange stimmten die Aussagen der Frauen überein, wirkten realitätsnah und aussagekräftig. Dass sie hie und da variierten, spreche gegen eine Absprache und somit für ihre Glaubhaftigkeit. Gemäss den Aussagen der Tänzerinnen habe der Beschwerdeführer an den Gesprächen zu den Lohnmodalitäten jeweils als Übersetzer teilgenommen. Eine regelmässige Übersetzertätigkeit bestätige auch dieser selbst. Dass er ausgerechnet bei den Diskussionen über das heikle Thema Lohn nie anwesend gewesen sein wolle, erscheine unlogisch und stehe im Widerspruch zu den diversen gegenteiligen Aussagen der Tänzerinnen. Die Angaben des Beschwerdeführers vermöchten die Aussagen von B.________ insgesamt nicht in Zweifel zu ziehen. Weiter erwägt die Vorinstanz, wann genau das Lohngespräch von B.________ mit dem Cabaret-Betreiber stattgefunden habe, sei ihren Aussagen nicht zu entnehmen. Sie gebe aber an, sie habe dies klarstellen wollen, als sie den Februarlohn erhalten habe. Deshalb gehe sie davon aus, das Gespräch habe Ende Februar bzw. nach den ersten beiden Monaten stattgefunden. Die Vorinstanz schliesst daraus, dass das Gespräch Anfang März, allenfalls Ende März, nachdem auch der Märzlohn nicht korrekt gezahlt worden sei, geführt worden sei. Folglich habe der Beschwerdeführer spätestens ab Ende März 2010 gewusst, dass B.________ nicht den vertraglich vereinbarten Lohn, sondern lediglich eine Umsatzbeteiligung am infolge ihrer Animation ausgeschenkten Alkohol erhielt und somit zwangsläufig der Animationstätigkeit nachging. Dass einige der Tänzerinnen offenbar tatsächlich den vertragsgemässen Lohn erhalten hätten, ändere an diesem Wissen nichts.