Citation: 6B_1290/2015 E. 2.7

2.7. Verletzung von Art. 6 StPO durch fehlende umfassende Sachverhaltsermittlung (Ziff. 7). Selbst der Gutachter schliesse, dass "eine lineare und differenzierte Rekonstruktion des angelasteten Tatgeschehens... wegen der zahlreichen Unklarheiten und Widersprüche zwischen den vorliegenden Aussagen kaum möglich" sei. Trotzdem habe man sich von Anfang an auf ihn als Täter fixiert. Auch die Vorinstanz zeige mit der sich an der Grenze zur Unzulässigkeit befindlichen reformatio in peius und der pejorativen Kürzung des Honorars des Verteidigers ihren unbedingten Willen zur Verurteilung um jeden Preis (Ziff. 7.2). Die Torpedierung der Ermittlung der Wahrheit, die Einseitigkeit der Würdigung des Beweisergebnisses und die nicht anders als aktiv zu bezeichnende Gehörsverweigerung durch die Behörden des Kantons Zürich könnten nicht anders als skandalös bewertet werden und überschreite die Grenze zur Vorbefasstheit (Ziff. 7.3).