Citation: 1A.99/2005 04.11.2005 E. A

Die Schiessanlagen der Gemeinden des Kantons Nidwalden sind, wie die in den 90er Jahren eingeleiteten kantonalen und kommunalen Abklärungen ergeben haben, sanierungspflichtig. Da die Bemühungen um die Schaffung einer Gemeinschaftsschiessanlage scheiterten, nahm die kantonale Landwirtschafts- und Umweltdirektion die Sanierung jeder einzelnen Anlage an die Hand und forderte die Standortgemeinden zur Einreichung eines Sanierungskonzeptes auf. Die Schiessanlage "Schwybogen" in Stans besteht aus einer 300m-Anlage mit 24 Scheiben, davon 12 mit elektronischer Trefferanzeige, sowie einer 50m/25m-Pistolenschiessanlage mit je 10 Scheiben. Die Anlagen werden durch die Schützengesellschaft Stans sowie die Pistolenschützen Stans benützt und auch regelmässig durch die militärischen Schulen und Kurse des Waffenplatzes Wil bei Stans belegt. Gemäss einer "Grobbeurteilung", die im Dezember 1992 im Auftrage des Kantons von der Planteam GHS AG vorgenommen wurde, überstieg der Schiesslärm bei allen sechs in Betracht gezogenen Empfangspunkten die massgebenden Immissionsgrenzwerte. Die Gutachter stellten daher fest, dass eine Sanierungsverpflichtung bestehe, Lärmmessungen und eine Feinanalyse vorzunehmen sowie betriebliche und bauliche Massnahmen zur Minderung der Lärmemissionen zu prüfen seien. Die Gemeinde Stans beauftragte hierauf die gleichen Gutachter mit der Ausarbeitung einer Feinanalyse. Die Feinbeurteilung vom November 1995 ergab, dass der Schiessbetrieb auf der 300m/ 50m/25m-Schiessanlage Stans bei mehreren Gebäuden in der Bauzone eine den massgebenden Immissionsgrenzwert und sogar den Alarmwert überschreitende Lärmbelastung zur Folge hat. Die Gutachter legten daher der Gemeinde nahe, eine Verlegung der 300m-Anlage in Betracht zu ziehen. Da auch der Betrieb der 50m/25m-Anlage für sich allein betrachtet bei drei Gebäuden zu einer Überschreitung der Immissionsgrenzwerte führte, wurde zudem empfohlen, die Seitenwand der 25m-Anlage zu erhöhen.