Citation: 9C_436/2022 E. 3.3

3.3. Sind mithin keinerlei Anzeichen für einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden vorhanden, haben weder die Beschwerdegegnerin noch die Vorinstanz den Untersuchungsgrundsatz verletzt (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG), indem auf weitere medizinische Abklärungen, namentlich die beantragte Einholung eines psychiatrischen Gutachtens, verzichtet wurde. Vielmehr ist eine solche Vorgehensweise als antizipierte Beweiswürdigung zulässig, wenn der rechtserhebliche Sachverhalt, wie im vorliegenden Fall, umfassend abgeklärt wurde und von zusätzlichen Beweismassnahmen keine neuen Erkenntnisse erwartet werden können (BGE 144 V 361 E. 6.5; Urteil 9C_547/2020 vom 3. März 2021 E. 4.2.2). Entgegen der Behauptung in der Beschwerde hat das kantonale Gericht keine eigene medizinische Einschätzung vorgenommen; vielmehr bilden die sachbezüglichen vorinstanzlichen Schlussfolgerungen Ergebnis einer sorgfältigen Würdigung der (fach-) ärztlichen Angaben und sind damit für das Bundesgericht verbindlich (vgl. E. 2.3 hiervor).