Citation: U 105/05 14.06.2005 E. 2.4

2.4.1 Anlässlich des Auffahrunfalls vom 15. Oktober 2001 hat die Beschwerdeführerin laut dem Arztzeugnis UVG des Dr. med. O.________ vom 15. Januar 2002 ein indirektes HWS-Trauma erlitten. Der Arzt berichtet insbesondere über Beschwerden im Nackenbereich und attestiert der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis 22. Oktober 2001 und anschliessend von 50 % bis zur vollen Wiederaufnahme der bisherigen Tätigkeit am 19. November 2001. Die Behandlung wurde am 1. Dezember 2001 abgeschlossen. Anschliessend musste wegen der Augenbeschwerden noch Dr. med. T.________ konsultiert werden, wobei in diesem Zusammenhang auch auf Kopfschmerzen hingewiesen wird. Der Spezialarzt schloss die Behandlung am 2. April 2002 ab. Vom 8. Juli bis 2. Dezember 2002 hielt sich die Beschwerdeführerin wegen einer psychischen Symptomatik stationär in der Klinik X.________ auf. Deren Berichte vom 26. August und 12. Dezember 2002 erwähnen die Unfälle vom 5. Februar 2000 und 15. Oktober 2001 nicht. Bei dieser Aktenlage ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin wohl ein Schleudertrauma der HWS oder eine gleichgestellte Verletzung erlitten hat, in dessen Folge auch einzelne Symptome auftraten, welche dem nach derartigen Verletzungen nicht selten beobachteten und deshalb von der Rechtsprechung als typisch bezeichneten Beschwerdebild (BGE 119 V 338 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b) zuzurechnen sind. Die ursprünglichen Akten lassen jedoch nicht auf eine besonders starke Ausprägung oder Vielfältigkeit dieser Symptomatik schliessen. Demgegenüber befand sich die Versicherte bereits vor diesem Unfall wegen einer psychischen Problematik in Behandlung. Die ab Juli 2002 bestehende längere vollständige Arbeitsunfähigkeit beruhte nach Lage der Akten im Wesentlichen auf dem psychischen Beschwerdebild, wie es bereits vor dem 15. Oktober 2001 existiert hatte. Unter diesen Umständen ist mit dem kantonalen Gericht festzustellen, dass die "typischen" Symptome eines Schleudertraumas im Verlauf der Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gegenüber einer ausgeprägten psychischen Problematik eindeutig im Hintergrund standen. Die Adäquanz ist deshalb nicht nach der in BGE 117 V 359 ff. begründeten Praxis zum Schleudertrauma, sondern nach derjenigen zu den psychogenen Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff.) zu beurteilen (BGE 123 V 99 Erw. 2a mit Hinweisen; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 438 f. Erw. 3a und b). 2.4.2 Das kantonale Gericht hat den Auffahrunfall vom 15. Oktober 2001 richtigerweise den mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten zugeordnet (vgl. zur Praxis in vergleichbaren Fällen statt vieler RKUV 2003 Nr. U 489 S. 360 Erw. 4.2). Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist demzufolge zu bejahen, falls ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Merkmale (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder die zu berücksichtigenden Kriterien insgesamt in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb). Beides ist, wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat, nicht der Fall. Den diesbezüglichen Erwägungen des kantonalen Gerichts ist nichts beizufügen. Dies führt zur Verneinung der Adäquanz des Kausalzusammenhangs, was einem Leistungsanspruch entgegen steht.