Citation: 5A_427/2022 E. 5.2.3

5.2.3. Zum anderen verkenne das Verwaltungsgericht, so die Beschwerdeführerin weiter, dass das Bundesgericht in BGE 134 I 257 den Todeszeitpunkt der Eltern als zulässiges Kriterium für den Aufnahmeanspruch ansehe. In jenem Entscheid habe das Bundesgericht nämlich gerade auf den Todeszeitpunkt der Mutter der Beschwerdeführerin abgestellt. Konkret führe es aus, dass die Mutter das Genossenrecht "nach der zu ihren Lebzeiten geltenden Verfassung und Rechtsanschauung nie wieder hätte erlangen können" (E. 3.4.1). Folglich könne entgegen der Meinung des Verwaltungsgerichts keine Rede davon sein, dass das Kriterium des Todeszeitpunkts der Eltern willkürlich sei. Die Bezugnahme auf BGE 134 I 257 geht an der Sache vorbei. In jenem Fall ging es um die Frage, ob die Tochter einer "ausgeheirateten" Mutter sich auf das Abstammungsrecht berufen könne, was das Bundesgericht verneinte (vgl. E. 3.2). An der von der Beschwerdeführerin referenzierten Stelle hielt das Bundesgericht fest, die im Jahr 1970 verstorbene Mutter habe nach Massgabe der Statuten aus den Jahren 2003 und 2006 nicht rückwirkend - und postum - das Genossenbürgerrecht wiedererlangen können. Zu behaupten, das Bundesgericht habe dort in einer für den vorliegenden Fall relevanten Weise auf den Todeszeitpunkt der Mutter der dortigen Beschwerdeführerin angeknüpft, ist abwegig.