Citation: 7B_299/2023 E. 4.9

4.9. Die in der Beschwerdeschrift auch noch erhobene Rüge der Verletzung der richterlichen Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) ist ebenfalls unbegründet, soweit sie überhaupt ausreichend substanziiert erscheint (vgl. Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG). Den Erwägungen des angefochtenen Entscheides (vgl. oben, E. 4.3 und 4.7.2-4.7.5) lassen sich die wesentlichen Gründe entnehmen, weshalb die Vorinstanz das Ausstandsbegehren abwies. Dabei musste sie sich nicht mit sämtlichen Vorbringen der Beschwerdeführer ausdrücklich und im einzelnen auseinandersetzen. Deren Vorwurf, die Vorinstanz habe "unberücksichtigt" gelassen, "dass die Staatsanwältin Anklage erhob, ohne die Frist für Beweisanträge gemäss eigener Parteimitteilung abzuwarten", findet in den Akten keine Stütze (vgl. oben, E. 4.7.3). Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer wird im angefochtenen Entscheid auch das Verhalten der Beschwerdegegnerin beim Erlass der drei Einstellungsverfügungen und nach den betreffenden Entscheiden der Rechtsmittelinstanzen ausführlich thematisiert (vgl. oben, E. 4.3). Dass das Obergericht dabei materiell nicht die gleichen juristischen Schlüsse zieht wie die Beschwerdeführer und einen Ausstandsgrund verneint, verletzt deren rechtliches Gehör nicht. Sie legen denn auch nicht dar, inwiefern die Begründung des angefochtenen Entscheides es ihnen faktisch verunmöglicht hätte, den Beschwerdeweg ans Bundesgericht wirksam zu beschreiten.