Citation: 1B_639/2021 E. 3.4.3

3.4.3. Auch aus seinem Vorbringen, das anfangs 2021 erstellte und von seinem Rechtsvertreter eingereichte Arztzeugnis attestiere seine Reise- und Prozessunfähigkeit in den Jahren 2017, 2019 und im Januar 2021 vermag er vorliegend nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Wie sich aus den Vorakten ergibt, reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers der Vorinstanz am 8. Juni 2021 einen Arztbericht vom 22. April 2021 ein. Neben der Krankengeschichte des Beschwerdeführers ist diesem Bericht zu entnehmen, dass sechs Wochen zuvor die letzte Chemotherapie abgeschlossen, nun aber eine neue metastasenverdächtige Läsion diagnostiziert worden sei. Sollte auch noch in sechs bis acht Wochen eine einzige Läsion sichtbar sein, werde die operative Entfernung empfohlen. Der Beschwerdeführer sei in einem guten Allgemeinzustand und leistungsfähig. Mit diesem Arztbericht alleine vermag der Beschwerdeführer weder zu belegen, dass die Vorinstanz den Sachverhalt (vgl. oben E. 3.2) offensichtlich unrichtig oder im Sinne von Art. 95 BGG rechtsverletzend festgestellt hätte (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG), noch dass die Vorinstanz ihn für die Verhandlung vom 18. und 19. November 2021 nicht hätte polizeilich vorführen lassen dürfen. In seiner Eingabe an die Vorinstanz vom 24. August 2021 hielt der Beschwerdeführer sodann selber abschliessend fest, nach dem Abschluss der Chemotherapie hoffe er, dass sich sein Gesundheitszustand nicht mehr weiter verschlechtere und er anfangs Dezember 2021 an allfälligen Verhandlungen in Bellinzona teilnehmen könne. Zudem ist er am 6. Oktober 2021 persönlich in Bellinzona erschienen.