Citation: 4A_43/2021 E. 7.4.1

7.4.1. Die Beschwerdeführerin rügt, es sei unzutreffend, wenn die Vorinstanz davon ausgehe, sie habe bezüglich der von ihr geltend gemachten Kommerzialisierung die finanzielle oder anderweitig gelagerte Zwangslage nicht aufgezeigt. Die Beschwerdeführerin habe dargelegt, dass aufgrund der angekündigten Verletzung des Aktionärsbindungsvertrages sowie der Ausstellung und der Hinterlegung der Titel den Aktionären und der Gesellschaft Kosten entstehen würden. Weitere, und wohl noch erheblichere Kosten würden auf die Beschwerdeführerin zukommen, wenn sie im Zusammenhang mit den vorprogrammierten Aktionärsstreitigkeiten in weitere Verfahren einbezogen werde. Dabei übersehe die Vorinstanz auch, dass eine eigentliche Zwangslage der Beschwerdeführerin oder ihrer Aktionäre keineswegs erforderlich sei, um von einem missbräuchlichen Verhalten der Beschwerdegegnerin auszugehen. Es genüge, dass die Beschwerdegegnerin das Klagerecht zweckwidrig einsetze, die Beschwerdeführerin schädigen wolle und ihr Verhalten schikanös sei. All dies sei hier der Fall. Die Vorinstanz habe dies mit ihrer rudimentären Begründung übersehen.