Citation: 5A_44/2020 E. 6

Die Beschwerdeführerin äussert sodann Kritik an der durch das Kantonsgericht festgehaltenen Einkommenshöhe des Beschwerdegegners. Sie zieht dabei namentlich die Dauerhaftigkeit der Arbeitsunfähigkeit in Zweifel, zumal keine IV-Anmeldung und keine Krankentaggeldabrechnungen für die Monate Januar bis Juni 2019 eingereicht worden seien. Es ist zwar richtig, dass die Dauer der Arbeitsunfähigkeit zweifelhaft ist. Das Kriterium der Dauerhaftigkeit als Voraussetzung für eine Abänderung eines früheren Entscheids bedeutet indes nicht, dass die Arbeitsunfähigkeit bis zum Erreichen des Pensionsalters gegeben sein muss. Das Gericht ist bei der Einkommensfestsetzung nicht verpflichtet, allzu weit in die Zukunft zu schauen. Das Kantonsgericht durfte vorliegend auf die Angaben zum Krankentaggeld abstellen. Sollte sich die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdegegners in Zukunft wieder einstellen und kann er deshalb ein höheres Einkommen erzielen, steht gegebenenfalls der Weg des Abänderungsverfahrens offen. Die Rüge ist unbegründet.