Citation: 9C_699/2022 E. 1.3.3

1.3.3. Es steht ausser Frage, dass sich im Zusammenhang mit den kommerziellen Hängegleiterflügen Fragen in diversen Rechtsgebieten stellen und die Gemeinde bzw. die Einwohner durch die hohe Zahl an Flügen in verschiedener Hinsicht belastet wird bzw. werden. Im vorliegenden Fall ist indessen weder über baurechtliche und raumplanerische Fragen noch über Lärmimmissionen oder die Auswirkungen der Flüge auf den Verkehr zu befinden, sondern ausschliesslich über die Frage nach der beschränkten Steuerpflicht der Beschwerdegegnerin 2. Alleine der Umstand, dass die kommerziellen Hängegleiterflüge in verschiedenen Rechtsgebieten wesentliche öffentliche Interessen der Gemeinde tangieren, führt nicht dazu, dass die Gemeinde in jedem Verfahren, das einen Zusammenhang mit den Flügen aufweist, wesentliche öffentliche Interessen verfolgt. Die Situation präsentiert sich vorliegend ähnlich wie im BGE 136 II 274 zugrunde liegenden Fall, als sich zwei Gemeinden um das Hauptsteuerdomizil eines Einwohners stritten. Das Bundesgericht erwog, es gehe um die innerkantonale Festlegung des Steuerwohnsitzes und daran anknüpfend um die Steuerausscheidung zwischen zwei Gemeinden. Die dazu massgebenden Vorschriften seien nicht im kommunalen, sondern ausschliesslich im übergeordneten Recht zu finden, wo den betroffenen Gemeinden keine Regelungsbefugnis zustehe. Die Gemeinden seien lediglich in fiskalischen Interessen betroffen und in ihren hoheitlichen Interessen nicht so qualifiziert bzw. intensiv berührt, dass ihnen das allgemeine Beschwerderecht nach Art. 89 Abs. 1 BGG zustehen würde (vgl. BGE 136 II 274 E. 4.3).