Citation: I 387/00 17.12.2001 E. 3

3.- a) In medizinischer Hinsicht gelangte die Vorinstanz insbesondere gestützt auf das Gutachten der Orthopädischen Universitätsklinik X. vom 23. Dezember 1997 sowie die Stellungnahmen des Prof. Z.________ vom 20. Juni 1997 und des SUVA-Kreisarztes Dr. med. S.________ vom 23. Juli 1997 zum Ergebnis, dem Beschwerdeführer könne eine körperlich leichte, insbesondere eine vorwiegend sitzend zu verrichtende Tätigkeit ohne körperliche Kraftanstrengungen vollumfänglich zugemutet werden. Der Versicherte lässt demgegenüber geltend machen, die Unfallversicherung habe lediglich die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich festgelegt, weshalb auf die ihr erstatteten Berichte nicht abgestellt werden könne. Sowohl Prof. Z.________ als auch die Gutachter der Klinik X. hätten einzig die für die Unfallversicherung relevanten Momente berücksichtigt und unfallfremde Faktoren unbeachtet gelassen. Für die Belange der Invalidenversicherung könne deshalb nicht auf diese Aussagen abgestellt werden. Das Gutachten der Klinik X. vom 23. Dezember 1997 stehe zudem im Widerspruch zum Bericht derselben Institution vom 3. Dezember 1997. b) Im Gutachten der Klinik X. vom 23. Dezember 1997 wird ausgeführt, ausser den objektivierbaren Befunden, welche als wahrscheinliche Unfallfolge angesehen werden könnten, bestünden noch unfallfremde Faktoren im Sinne einer psychischen Überlagerung. In die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit wurde dieser Umstand offenbar nicht einbezogen, was sich einerseits dadurch erklärt, dass die Begutachtung zuhanden der Unfallversicherung erfolgte, welche nur für Unfallfolgen einzustehen hat. Zudem wurde in Ziffer 3 ausdrücklich nach unfallfremden Faktoren gefragt, was die begutachtenden Personen zur Annahme veranlassen konnte, unfallfremde Gesichtspunkte seien für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht zu berücksichtigen. Prof. Z.________ führt in seinem Bericht vom 24. Juni 1997 aus, er glaube nicht, dass echte somatische Probleme vorlägen, welche einer im Beruf als Elektromonteur notwendigen Tätigkeit entgegenstünden. Er äussert sich somit nicht zu einem allfälligen psychischen Leiden. Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. S.________ schliesslich stellt im Bericht über die Untersuchung vom 23. Juli 1997 fest, es sei klar, dass der Versicherte "psychisch zugedeckt wird von Problemen anderweitiger Natur". c) Da sowohl die Gutachter der Klinik X. als auch der SUVA-Kreisarzt Dr. med. S.________ den Verdacht auf das Vorliegen psychischer Symptome äussern, stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit einer psychiatrischen Begutachtung. Die IV-Stelle verzichtete auf eine solche, da die IV-Ärztin erklärt hatte, es fänden sich in den Akten keine Hinweise auf schwerer wiegende psychische Symptome, und der Versicherte würde eine psychiatrische Begutachtung vermutlich als Beleidigung empfinden. Diesen Überlegungen kann nicht gefolgt werden. Die Akten enthalten Anhaltspunkte (in Form ärztlicher Aussagen) dafür, dass psychische Symptome vorliegen könnten. Ob dem so ist und ob diesen gegebenenfalls Krankheitswert zukommt, lässt sich nur durch eine psychiatrische Exploration klären. Da die Arbeitsfähigkeit auch durch leichtere oder mittelschwere psychische Symptome mit Krankheitswert beeinflusst werden kann, macht das Fehlen von Anhaltspunkten für schwerer wiegende Symptome entsprechende Abklärungen nicht entbehrlich. Ebensowenig ist entscheidend, dass der Versicherte eine solche Untersuchung als beleidigend empfinden könnte, denn die Abklärung des Sachverhalts durch die Verwaltung geht derartigen Rücksichten vor. Bei einer allfälligen Verweigerung der Mitwirkung wäre das Mahn- und Bedenkzeitverfahren (Art. 73 IVV) durchzuführen. d) Da der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht unzureichend geklärt ist, indem nicht feststeht, ob auch ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt, ist die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen, damit sie die Arbeitsfähigkeit unter Einbezug der psychischen Seite abklären lasse und über den Rentenanspruch neu entscheide.