Citation: 6B_1106/2019 E. 1.3.2

1.3.2. Hinsichtlich seiner Beweisanträge macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, dass die Vorinstanz die Einholung eines schlafmedizinischen Gutachtens abgelehnt habe, ohne über ausreichende medizinische Kenntnisse zu verfügen. Ein verkehrstechnisches Gutachten sei erforderlich, um zu bestimmen, ob das Spurenbild auf ein Ausweichmanöver oder auf einen Sekundenschlaf hindeute. Zur Beweiswürdigung rügt der Beschwerdeführer sodann hauptsächlich, die Vorinstanz verfalle in Willkür, indem sie feststelle, dass er zum Unfallzeitpunkt übermüdet gewesen sei. Die Vorinstanz berücksichtige nicht, dass er normalerweise nur 7 ½ Stunden Schlaf benötige. Vor der Abreise in Rumänien habe er aber 10 ½ Stunden geschlafen. Damit habe er den von ihm benötigten Schlaf bereits vor der Abreise vorgezogen. Zudem fahre er regelmässig in der Nacht lange Strecken und habe dabei nie Probleme gehabt. Entsprechend sei er an regelmässige Nachtschichten gewohnt. Die eineinhalbstündige Schlafpause vor dem Unfall sei einem "Mittagsschlaf" gleichzustellen, in welchem er einen vollständigen und erholsamen Schlafzyklus durchlaufen habe. Zudem habe er während der Fahrt insgesamt 3 ½ Stunden Pause eingelegt. Der Beschwerdeführer moniert weiter, das Spurenbild deute auf eine logische und naturgemässe Reaktion aufgrund eines abrupten Ausweich- und Bremsmanövers hin. Ohne rechtsgenügliche Beweise dürfe von nichts anderem ausgegangen werden. Die Vorinstanz verfalle in Willkür, indem sie feststelle, dass die Spuren denjenigen eines typischen Unfallverlaufs infolge Sekundenschlafs entsprechen würden. Zudem habe die Vorinstanz die von ihm eingereichte Statistik über das Fallwild im Bereich der Unfallstelle zu Unrecht nicht berücksichtigt.