Citation: 1P.456/2006 24.10.2006 E. A

Mit Strafmandat vom 11. September 2005 sprach das Kreispräsidium Rheinwald X.________ der groben Verletzung von Verkehrsregeln schuldig und bestrafte ihn mit 30 Tagen Gefängnis (unbedingt) und Fr. 500.-- Busse. Nach zwei erfolglosen Zustellversuchen konnte X.________ das Strafmandat am 22. Dezember 2005 durch die Kantonspolizei Zürich gegen Empfangsbescheinigung ausgehändigt werden. Mit Schreiben vom 2. Januar 2006, bei der Post aufgegeben am 3. Januar 2006, erhob X.________ Einsprache gegen das Strafmandat. Am 31. Januar 2006 trat das Kreispräsidium Rheinwald auf die Einsprache wegen Verspätung nicht ein. Die von X.________ dagegen erhobene Beschwerde nahm das Kantonsgericht von Graubünden (Kantonsgerichtsausschuss) als Berufung entgegen und wies sie am 17. Mai 2006 ab.