Citation: 4A_33/2009 04.05.2009 E. 3

Die Vorinstanz hielt mit der Erstinstanz auch einen konkludenten oder stillschweigenden Vertragsabschluss für nicht nachgewiesen. 3.1 Sie führte aus, wenn der Mäkler die ausdrückliche Auftragserteilung nicht beweisen könne, so könne er sich darauf berufen, er habe dem Auftraggeber seine Vermittlerdienste angeboten und dieser habe sie angenommen. Der Abschluss des Mäklervertrages sei dabei durch stillschweigende Annahme der Vermittlerdienste eines Mäklers nach allgemeinen auftragsrechtlichen Grundsätzen möglich. Die den Mandatskonsens bewirkende stillschweigende Annahme sei die wissentliche Duldung oder die stillschweigende Genehmigung der Mäklertätigkeit. Nötig sei jedenfalls, dass dem Auftraggeber nach den Umständen klar sein müsse, dass der Mäkler für ihn tätig werden wolle und daher im Falle erfolgreicher Tätigkeit von ihm Vergütung erwarte. Damit das Fehlen eines Widerspruchs seitens des Auftraggebers als Wille zum Abschluss eines Mäklervertrags interpretiert werden könne, sei ein Verhalten des Mäklers von genügender Bestimmtheit erforderlich. Seine Tätigkeit müsse entweder durch ihre Dauer oder kraft ihrer Bedeutung geeignet sein, eine Dienstofferte darzustellen. Im konkreten Fall unterstützte sie die Beurteilung der Erstinstanz, die ausführte, für die Zeit bis zur Unterbreitung des schriftlichen Mandatsentwurfs seitens der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 12. Juli 2002 fehle es am Nachweis eines hinreichend klaren Angebots der Beschwerdeführerin. Selbst wenn ein solches erfolgt wäre, wäre es mit der E-Mail von I.________ vom 5. August 2002 endgültig und unmissverständlich abgelehnt worden. Zudem könne der an A.________ gerichtete Auftrag, zur Finanzierung des geplanten "Management-supported Buyout" einen geeigneten Finanzinvestor zu finden, durchaus als Sonderaufgabe eines Verwaltungsratsmitgliedes der Beschwerdegegnerin ausgestaltet gewesen sein, da sowohl in der Gesprächsnotiz zur Besprechung, die einen Tag nach der Telefonkonferenz vom 23. Mai 2002 stattgefunden habe, als auch im Protokoll der Verwaltungsratssitzung vom 12. Juni 2002 jeweils von einem Auftrag an A.________ persönlich und nicht an die Beschwerdeführerin die Rede sei. Hinzu komme, dass die Beschwerdegegnerin gar nicht als Partei des abzuschliessenden Kaufvertrages in Frage gekommen sei und es bei dessen tatsächlichem Abschluss denn auch nicht gewesen sei. Die nach dem abschlägigen Bescheid der Beschwerdegegnerin ausgeführte Tätigkeit der Beschwerdeführerin sei offensichtlich nicht zum Nutzen der Beschwerdegegnerin, sondern zu jenem des Managements der Beschwerdegegnerin erfolgt, welches die Loslösung der Beschwerdegegnerin von der insolventen C.________Gruppe angestrebt habe. Später habe die Beschwerdeführerin auch die Interessen der vom Management der Beschwerdegegnerin als Käufer bevorzugten Investorengruppe um H.________ gewahrt. Unter diesen Umständen habe die Beschwerdegegnerin gerade nicht davon ausgehen müssen, dass die erwähnte Tätigkeit für sie erfolgt sei und von ihr im Falle erfolgreichen Wirkens eine Vergütung erwartet werden würde. Die Beschwerdeführerin habe somit den Nachweis eines hinreichend klaren Angebotes, für die Beschwerdegegnerin als Mäklerin tätig werden zu wollen, nicht erbracht. 3.2 Die Beschwerdeführerin unterzieht diese Erwägungen der Vorinstanz wiederum bloss einer appellatorischen Kritik, indem sie ihnen ihre eigene Darstellung der Geschehnisse und die eigene Interpretation der Abläufe und Urkunden gegenüber stellt, teilweise unter Wiedergabe ihrer Ausführungen in den kantonalen Rechtsschriften. Eine rechtsgenüglich begründete Willkürrüge ist darin nicht zu erkennen. Dies namentlich auch, soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Vorinstanz sei in Willkür verfallen und habe den Gehörsanspruch verletzt, indem sie das Ergebnis ihrer Beweiswürdigung - wonach die Beschwerdeführerin den Nachweis eines hinreichend klaren Angebotes, für die Beschwerdegegnerin als Mäklerin tätig werden zu wollen, nicht erbracht habe - als derart eindeutig betrachtete, dass sie aufgrund der gewonnenen Überzeugung auf weitere Beweiserhebungen verzichten durfte. Darzutun wäre, dass die Ansicht der Vorinstanz, ihre Überzeugung würde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert, offensichtlich unhaltbar sei. Solches zeigt die Beschwerdeführerin aber in keiner Weise auf.