Citation: 6B_1424/2021 E. 8.2

8.2. Die Vorinstanz erachtet als erstellt, dass der Beschwerdeführer die Beiständin seiner Grossmutter am 27. Januar 2020 anrief und sie aufforderte, ihre Tätigkeit als Beiständin bzw. die (seiner Meinung nach widerrechtlichen) Zahlungen für seine Grossmutter einzustellen, ansonsten er ihr die Beine spreize und mit ihr halt das passiere, was passiere, wenn man Geschlechtsverkehr habe, womit er ihr mit einer Vergewaltigung gedroht habe. Zur Begründung führt die Vorinstanz aus, die Beiständin habe an der Einvernahme vom 7. Februar 2020 ausgesagt, dass der Beschwerdeführer sie am 27. Januar 2020 angerufen und ihr gesagt habe, sie solle mit den Handlungen respektive Zahlungen aufhören, ansonsten er ihre Beine spreize und mit ihr halt das passiere, was passiere, wenn man Geschlechtsverkehr habe. Sie habe ferner angegeben, dass er ihr wohl nicht bewusst mit einer Vergewaltigung drohen, sondern sie einfach habe einschüchtern wollen. In der Einvernahme vom 6. April 2020 habe sie ausgeführt, der Beschwerdeführer habe gesagt, es sei kein Wunder, dass gegen Personen wie sie Gewalt angewendet werde. Dann habe er noch diese Äusserung gemacht, dass sie dann schon sehe, was passiere, wenn sie mit gespreizten Beinen vor ihm liege. Die Arbeitskollegin der Beiständin habe bestätigt, dass der Beschwerdeführer die Beiständin bei seinem Anruf massivst beschimpft und bedroht habe, sie habe aber den genauen Wortlaut nicht mitbekommen. Sie habe etwas mit "Gewalt gegen Behörden" gehört. Die Aussage mit "Beine spreizen" habe sie nach dem Telefonat von der Beiständin erfahren. In rechtlicher Hinsicht erwägt die Vorinstanz, die Betroffene habe als Berufsbeiständin gearbeitet, womit sie Beamtin im Sinne von Art. 110 StGB sei. Der Beschwerdeführer habe sie aufgefordert, ihre Handlungen als Beiständin zu unterlassen bzw. keine Zahlungen mehr vorzunehmen. Er habe diese Forderung mit der Androhung sexueller Gewalt unterlegt, wobei er mit Wissen und Willen gehandelt habe. Die Beiständin habe ihre Tätigkeit jedoch nicht eingestellt. Der Beschwerdeführer habe sich damit wegen versuchter Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte strafbar gemacht (Urteil S. 50 ff.).