Citation: 8C_610/2013 E. 3.3

3.3. Was die Beschwerdeführerin dagegen einwendet, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Zu ihrer erneut vorgebrachten einzigen Kritik, diese Praxis verstosse gegen den Wortlaut der Bestimmung über den Zwischenverdienst (Art. 24 AVIG) und entspreche nicht dem gesetzgeberischen Willen, hat das Bundesgericht wiederholt festgehalten, dass es angesichts der eindeutigen Gesetzesmaterialien den in der Literatur geäusserten gesetzessystematischen Bedenken gegenüber der Behandlung eines Verdienstes aus einer fortlaufenden Teilzeitarbeit als Zwischenverdienst nicht Rechnung tragen könne. Das Bundesgericht hat in BGE 120 V 233 E. 5b S. 248 f. mit Verweis auf die Ausführungen des Bundesrates in der Botschaft vom 23. August 1989 zu einer Teilrevision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes erkannt, dass die in der Folge von den vorberatenden Kommissionen geteilte und in beiden Räten diskussionslos angenommene (AB 1990 S 74; AB 1990 N 1437) Regelungsabsicht des Gesetzgebers feststeht: Die während einer oder mehrerer Kontrollperioden erzielten Verdienste sollen nach dem Prinzip des Verdienstausfalls, und nicht nach jenem des Arbeitsausfalls, entschädigt werden, von welchem das Gesetz sonst primär ausgeht (Art. 11 AVIG; Gerhard Gerhards, Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz, Band III, S. 1214 N. 15 und S. 1215 N. 22), und zwar in einheitlicher Weise über den Weg von Art. 24 AVIG. Es besteht auch weiterhin kein Anlass, von dieser Praxis abzuweichen: Die gesetzliche Regelung ist seither unverändert geblieben; eine Änderung der Rechtsprechung lässt sich grundsätzlich mit der Rechtssicherheit nur vereinbaren, wenn die neue Lösung besserer Erkenntnis der Ratio legis, veränderten äusseren Verhältnissen oder gewandelten Rechtsanschauungen entspricht (BGE 134 V 72 E. 3.3 S. 76 mit Hinweisen; SVR 2011 AlV Nr. 5 S. 118, C_721/2010 E. 4.2). Dies ist hier nicht gegeben.