Citation: 8C_548/2021 E. 6.1

6.1. Das kantonale Gericht stützte sich nicht nur in Bezug auf die Feststellung des Gesundheitsschadens (vgl. E. 4 hievor), sondern auch hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit auf das asim-Gutachten ab. Die Tatsache, dass der psychiatrische asim-Gutachter auf Grund der Symptomausweitung und Aggravation gewisse Symptome im Rahmen einer PTBS (posttraumatische Belastungsstörung) und/oder einer MTBI (mild traumatic brain injury) nicht abschliessend habe beurteilen können und mögliche weitere Beschwerdebilder in seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit habe ausklammern müssen, tue der Beweiskraft seiner Expertise keinen Abbruch. Vielmehr sei auf Grund seiner überzeugenden Angaben davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin eine krankheitsbedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit von 50 % aufweise. In antizipierter Beweiswürdigung seien von ergänzenden Abklärungen keine rechtserheblichen neuen Erkenntnisse zu erwarten. Die RAD-ärztliche Beurteilung, wonach sich krankheitsbedingte Funktionseinschränkungen nicht von den aggravatorischen Verhaltensauffälligkeiten trennen liessen, vermöge die abweichende Einschätzung des psychiatrischen asim-Gutachters nicht in Zweifel zu ziehen, zumal die RAD-Ärzte die Beschwerdegegnerin nicht persönlich untersucht und nicht differenziert aufgezeigt hätten, weshalb die Erkenntnisse aus der umfassenden polydisziplinären Exploration nicht zutreffend seien.