Citation: 2C_924/2021 E. 3.2

3.2. Das Akteneinsichtsrecht bezieht sich auf sämtliche verfahrensbezogenen Akten, die geeignet sind, Grundlage des Entscheids zu bilden. Die Akteneinsicht ist demnach auch zu gewähren, wenn die Ausübung des Akteneinsichtsrechts den Entscheid in der Sache nicht zu beeinflussen vermag. Die Einsicht in die Akten, die für ein bestimmtes Verfahren erstellt oder beigezogen wurden, kann demnach nicht mit der Begründung verweigert werden, die fraglichen Akten seien für den Verfahrensausgang belanglos. Es muss vielmehr dem Betroffenen selber überlassen sein, die Relevanz der Akten zu beurteilen (BGE 132 V 387 E. 3.2). Damit die Beteiligten die Möglichkeit haben, ein Akteneinsichtsgesuch zu stellen, müssen sie über den Beizug neuer entscheidwesentlicher Akten informiert werden (vgl. BGE 132 V 387 E. 6.2; Urteile 1B_70/2018 vom 10. April 2018 E. 2.2; 5A_125/2016 vom 27. Juli 2016 E. 3.3; 2C_440/2014 und 2C_441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 6.2; 1C_363/2012 vom 1. Februar 2013 E. 3.1).