Citation: 8C_522/2013 E. 3.2

3.2. Die Beurteilung des kantonalen Gerichts beruht auf einer sorgfältigen Würdigung der Sach- und Rechtslage und ist nicht zu beanstanden. Daran vermögen die Ausführungen in der Beschwerde nichts zu ändern. Soweit die Versicherte geltend macht, ihr Leistungsanspruch sei unter dem Aspekt des Grundfalls zu prüfen, kann ihr nicht gefolgt werden. Es trifft zwar zu, dass die Annahme eines Grundfalls auch bei Brückensymptomen relativ harmloser Natur, welche nicht zwingend eine durchgängige ärztliche Behandlung erfordern, möglich ist (Urteile 8C_433/2007 vom 26. August 2008 E. 2.3 und U 12/06 vom 6. Juni 2006 E. 4.3 und 4.3.2). Vorausgesetzt ist diesfalls, dass die versicherte Person während der leistungsfreien Zeit weiterhin an den nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden gelitten hat bzw. Brückensymptome gegeben sind, die das Geschehen über das betreffende Intervall hinweg als Einheit kennzeichnen (Urteile 8C_185/2008 vom 17. Dezember 2008 E. 4.3 und 8C_433/2007 vom 26. August 2008 E. 2.3 mit Hinweisen). Davon kann vorliegend mit Blick auf die zwei vereinzelten Arztkonsultationen im März 2007 und Dezember 2008 (mit Veranlassung einer physiotherapeutischen Therapie) und die bis im April 2010 fehlende Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit wegen linksseitigen Armbeschwerden bei der die Schultern sehr belastenden Tätigkeit als Friseurin nicht ausgegangen werden. Die der Unfallversicherung am 27. April 2010 gemeldeten Arm-/Schulterbeschwerden sind somit von der Mobiliar und von der Vorinstanz korrekt unter dem Aspekt des Rückfalls geprüft worden. Die Versicherte stützt sich sodann auf das Ergebnis dreier MRI-Aufnahmen vom 25. August 2010, 15. Juni 2011 und 30. März 2012, welche einen subtotalen Einriss der Supraspinatussehne im Ansatzbereich nachweisen sollen. Wie es sich damit verhält, kann offenbleiben. Dr. med. G.________ legt in seinem Aktengutachten vom 4. April 2011 und mit Schreiben vom 30. Juli 2011 schlüssig dar, dass eine durch den Unfall vom Juni 2006 bedingte Supraspinatussehnen (-teil-) ruptur die Arbeit als Coiffeuse nicht mehr zugelassen hätte und im Übrigen im ersten MRI vom 1. Oktober 2008, also über zwei Jahre nach dem Unfallereignis, intakte Sehnen, keine Rotatorenmanschettenruptur, aber feine Verkalkungen im Sinne einer Degeneration, festgestellt worden seien. Er begründet zudem nachvollziehbar, weshalb auf die abweichenden Einschätzungen - insbesondere im von der Rechtsvertretung der Versicherten veranlassten Bericht des Dr. med. J.________, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie FMH, vom 11. November 2010 - nicht abgestellt werden kann. Dr. med. H.________ hatte über neun Monate nach dem Unfall, am 28. März 2007, die Erstbehandlung durchgeführt. Er datiert den Behandlungsabschluss in seinem Kurzbericht vom 27. Juli 2007 auf den 10. April 2007, da die Versicherte zur vorgesehenen Nachkontrolle im Mai 2007 nicht mehr erschienen war. Gemäss seiner Stellungnahme vom 12. Mai 2010 attestiert er - erstmals im Zusammenhang mit den linksseitigen Schulterbeschwerden - eine Arbeitsunfähigkeit (von 100 %) ab 16. April 2010. Dr. med. G.________ legt einleuchtend dar, weshalb diese Gesundheitsstörung, welche im April 2010 zu einer Aufhebung der Arbeitsfähigkeit führte, nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom Juni 2006 zurückzuführen ist. Seine Einschätzungen erfüllen die Anforderungen an einen rechtsgenüglichen medizinischen Aktenbericht. Die Versicherte liefert keine Anhaltspunkte, die auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit seiner Feststellungen wecken (vgl. BGE 135 V 465).