Citation: 6B_685/2017 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Anklage stütze die ihm und der Mittäterin vorgeworfene Skrupellosigkeit auf deren Beweggründe, namentlich auf das krass verwerfliche Motiv, nicht aber auf die Art der Tatausführung. In Nachachtung des Anklageprinzips im Sinne von Art. 9 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 325 StPO könne die Skrupellosigkeit damit per se nicht gestützt auf die Art der Tatausführung begründet werden. Dieses erstmalige Vorbringen, soweit es rechtlicher Natur und damit zulässig ist (BGE 136 V 362 E. 4.1 S. 366), sticht nicht. Aus der Anklageschrift vom 22. September 2014 ergibt sich hinreichend klar, was ihm konkret in objektiver und subjektiver Hinsicht vorgeworfen wird. Dabei wird auf über zwei Seiten auch der Tathergang (Vorbereitung und Ausführung) dargelegt. Der Vorwurf des versuchten Mordes im Sinne von Art. 112 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB bedeutet sodann namentlich auch ein besonders skrupelloses Handeln der Beschuldigten. Unerheblich ist, dass die Anklagebehörde sich zu diesem Merkmal nicht umfassend äussert und nur, d.h. "insbesondere" den (verwerflichen) Beweggrund und den Zweck der Tat erwähnt. Abgesehen davon, dass das Obergericht nicht an die rechtliche Würdigung des Sachverhalts gemäss Anklage gebunden war (Art. 350 Abs. 1 StPO; Urteil 6B_480/2016 vom 5. August 2016 E. 2.2), ist entscheidend, dass der Beschwerdeführer von Anfang an genau wusste, was ihm konkret vorgeworfen wird, sodass er seine Verteidigungsrechte angemessen ausüben konnte (Urteil 6B_959/2013 vom 28. August 2014 E. 3.1).