Citation: 5A_505/2022 E. 3.4

3.4. Im Zusammenhang mit dem Darlehen über Fr. 1,3 Mio. machen die Beschwerdeführerinnen geltend, A.________ habe in vielfältiger Weise über lange Zeit mit C.________ verkehrt und die Sachumstände seien bei Klageeinreichung rund zwanzig Jahre zurückgelegen, weshalb die Unterlagen und Belege bzw. die zahlreichen Checks vorerst nicht eindeutig bzw. richtig hätten zugeordnet werden können. Dies sei jedoch mit der Replik berichtigt worden. Ihr sei ohne Schwierigkeiten zu entnehmen, welche vier Teilauszahlungen A.________ für das zweite Darlehen geleistet habe, wie sich diese Teilbeträge zusammensetzten und welche Beweismittel massgebend seien. Indem das Obergericht die tauglichen und formgültigen Beweise nicht gewürdigt habe, habe es den Beweisführungsanspruch verletzt und willkürlich gehandelt. Diese Ausführungen befassen sich einzig mit dem Vorwurf des Obergerichts an den Kläger, seine Ausführungen seien widersprüchlich. Die Beschwerdeführerinnen setzen sich jedoch nicht damit auseinander, dass beide vorgetragenen Varianten nach Beurteilung des Obergerichts auch nicht schlüssig seien, da in beiden Fällen eine Differenz zur behaupteten Darlehenssumme verbleibe. Es bleibt demnach dabei, dass der klägerische Tatsachenvortrag hinsichtlich der Auszahlung des zweiten Darlehens ungenügend war und darüber kein Beweis geführt werden musste.