Citation: 1P.464/2006 10.11.2006 E. 5

Der Beschwerdeführer macht geltend, das Obergericht habe ihn verurteilt, weil er den Entlastungsbeweis nicht erbracht habe. Dies verletze die Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV). Der Einwand ist unbegründet. Das Obergericht hat den Beschwerdeführer verurteilt, weil es aufgrund der belastenden Umstände an seiner Schuld keinen Zweifel hatte, und nicht deshalb, weil er seine Unschuld nicht bewiesen hätte. Eine Verletzung der Unschuldsvermutung als Beweislastregel ist zu verneinen.