Citation: 5A_639/2023 E. 1

Mit Eheschutzentscheid vom 24. Mai 2023 löste das Bezirksgericht Kriens den Haushalt der Parteien rückwirkend auf den 30. Januar 2020 auf, wies den VW Passat und die eheliche Liegenschaft samt Mobiliar und Inventar für die Dauer des Getrenntlebens der Ehefrau zu, stellte die Tochter unter die alternierende Obhut der Parteien, regelte die Kindesunterhaltspflicht des Ehemannes, wies das Begehren um Zuspruch ehelichen Unterhaltes ab und regelte weitere Belange. Hiergegen erhob die Ehefrau am 5. Juni 2023 in fast allen Punkten Berufung. Mit weiterer Eingabe vom 14. Juli 2023 verlangte sie die aufschiebende Wirkung. Mit Schreiben vom 17. Juli 2023 teilte ihr das Kantonsgericht Luzern mit, dass Gesuche um aufschiebende Wirkung kurz zu begründen seien. Mit Verfügung vom 3. August 2023 wies das Kantonsgericht das Gesuch um aufschiebende Wirkung ab. Es hielt fest, dass diese gemäss Art. 315 Abs. 5 ZPO die Ausnahme bilde und die Ehefrau in ihrer Stellungnahme vom 18. Juli 2023 keine nicht wiedergutzumachenden Nachteile geltend mache; namentlich in Bezug auf die alternierende Obhut wären solche auch nicht ersichtlich, weil sich die Tochter in einem Internat befinde und sie bereits 16-jährig sei.