Citation: 6B_480/2014 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, indem der Beschwerdeführer das seit 19,03 Sekunden auf Rot stehende Lichtsignal überfuhr, habe er eine der elementarsten Pflichten im Strassenverkehr verletzt. Wie bereits das erstinstanzliche Gericht bejaht sie eine erhöhte abstrakte Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer. Sie berücksichtigt dabei die konkreten Verhältnisse, namentlich das Verkehrsaufkommen im Zeitpunkt der Widerhandlung kurz vor 8 Uhr morgens an einem Werktag, die Geschwindigkeit des Beschwerdeführers und die Dauer der Rotlichtphase. In subjektiver Hinsicht führt sie aus, dass nicht von einem "Augenblickversagen" gesprochen werden könne, wenn jemand trotz guter Sichtbarkeit auf der geraden Anfahrtsstrecke offenbar nicht ein Mal auf das Lichtsignal achte und prüfe, ob dieses auf Rot stehen könnte. Sie bejaht eine unbewusste grobe Fahrlässigkeit des Beschwerdeführers.