Citation: 6B_782/2018 E. A

Gemäss Anklage der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 30. März 2017 (Eventualsachverhalt) spazierte A.________ mit den beiden nicht angeleinten Hunden "B.________" und "C.________" am 1. Februar 2016 in U.________ auf einem Feldweg. Daraufhin seien die beiden Hunde über eine Autobahnbrücke auf X.________ und dessen angeleinten Hund "D.________" zugelaufen, welche sich auf der anderen Seite der Brücke befunden hätten. Nachdem X.________ A.________ mehrfach mit lautem Zurufen aufgefordert gehabt habe, die beiden Hunde an die Leine zu nehmen, hätten sich der vorauslaufende Hund "B.________" und der etwas zurückversetzte Hund "C.________" ihm mit schnellen Schritten genähert. Die Hunde hätten nicht auf die Rufe von A.________ reagiert und seien weiterhin schnellen Schrittes und zielgerichtet auf X.________ zugelaufen. X.________ habe aufgrund der Umstände - zwei fremde Hunde, die sich als Rudel, in dem sie sich stark fühlten, schnell näherten und nicht abrufbar waren - befürchtet, dass die Hunde auf ihn und seinen Hund "D.________" losgehen oder die Hunde gegenseitig aufeinander losgehen könnten. Um das zu verhindern, habe X.________ seinen Pfefferspray hervorgeholt und damit "B.________" aus ca. 1-2 Meter Entfernung besprüht. "B.________" sei nach dem ersten Besprühen mit dem Pfefferspray kurz zurückgewichen, habe sich X.________ anschliessend aber ein zweites Mal genähert. X.________ habe reagiert, indem er "B.________" erneut mit Pfefferspray besprüht habe. Dieser habe sich in der Folge abgewendet und sei in der Nähe stehen geblieben. Bei den Pfeffersprayeinsätzen sei auch der sich direkt hinter "B.________" befindliche "C.________" getroffen worden, was X.________ zumindest in Kauf genommen habe. Die Hunde hätten keinerlei Anzeichen eines Angriffs gezeigt, was dem erfahrenen Hundehalter X.________ hätte bewusst sein müssen. Ihm habe auch bekannt sein müssen, dass der Einsatz des Pfeffersprays das Wohlbefinden der Hunde, deren Geruchssinn wesentlich stärker ausgeprägt sei als beim Menschen, empfindlich beeinträchtigte. Damit habe sich X.________ der Tierquälerei sowie der Sachbeschädigung schuldig gemacht.