Citation: 6B_976/2015 E. 5.5

5.5. Der Beschwerdeführer bemängelt, ihm seien Vorhalte aus überwachten Gesprächen gemacht worden, ohne dass für ihn erkennbar gewesen sei, ob es sich um eine Übersetzung handle. Inwiefern diesem Umstand eine Bedeutung zukommen sollte, ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz erwägt, die von einem anonymen Dolmetscher erstellten Protokolle jener Gespräche, die in albanischer Sprache geführt worden sind, seien nicht verwertbar, da es die Staatsanwaltschaft unterlassen habe, die Zusicherung der Anonymität vom Zwangsmassnahmengericht genehmigen zu lassen (vgl. Art. 150 Abs. 2 und 3 StPO). Die Vorinstanz stützt sich im Rahmen ihrer Beweiswürdigung nicht auf die fraglichen Protokolle. Dementsprechend brauchte sie sich auch nicht zu der unterlassenen Unterzeichnung der entsprechenden Protokolle durch den Dolmetscher zu äussern. Zutreffend ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Tonträger der überwachten Gespräche befänden sich nicht in den Akten. Allerdings befinden sich darin die Protokolle der fraglichen Gespräche, soweit sie den Beschwerdeführer betreffen. Die Staatsanwaltschaft wies im Rahmen des Berufungsverfahrens darauf hin, dass sich die aufgezeichneten Gespräche aus der im Verfahren gegen den Mitbeschuldigten F.________ angeordneten Überwachung in dessen Verfahrensakten befänden und bei Bedarf die Möglichkeit bestanden hätte, diese zu konsultieren (vorinstanzliche Akten act. 126). Inwiefern dem Beschwerdeführer dadurch ein Nachteil entstanden sein sollte, ist nicht ersichtlich. Er macht insbesondere nicht geltend, dass er darum ersucht hätte, die fraglichen Tonträger anzuhören und ihm dies verweigert worden wäre.