Citation: 2A.161/2003 17.04.2003 E. 4

4.1 Nach Art. 55 Abs. 3 VwVG kann die Beschwerdeinstanz oder ihr Vorsitzender die von der unteren Instanz entzogene aufschiebende Wirkung wiederherstellen. Obwohl die aufschiebende Wirkung nach Art. 55 Abs. 1 VwVG die Regel bildet, rechtfertigen nicht nur ganz aussergewöhnliche Umstände ihren Entzug bzw. die Nichtwiederherstellung (Urteil 2A.347/1990 vom 8. November 1990, E. 3b). Die Behörde hat zu prüfen, ob die Gründe, die eine sofortige Vollstreckbarkeit nahe legen, wichtiger sind als diejenigen, die für einen Aufschub sprechen. Bei dieser Interessenabwägung kommt ihr - der Natur der Sache nach - ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu. Sie ist nicht gehalten, für ihren Entscheid zeitraubende zusätzliche Abklärungen zu treffen, sondern kann in erster Linie auf die ihr zur Verfügung stehenden Akten abstellen (BGE 117 V 185 E. 2b S. 191; 110 V 40 E. 5b S. 45; 106 Ib 115 E. 2a S. 116). Das Bundesgericht beschränkt sich auf Beschwerde hin noch ausgeprägter auf eine vorläufige Prüfung. Es kontrolliert, ob die Vorinstanz ihren Anordnungsspielraum überschritten oder missbraucht hat, und hebt den angefochtenen Entscheid bloss auf, wenn wesentliche Aspekte ausser Acht gelassen oder offensichtlich falsch bewertet wurden und der Entscheid somit im Ergebnis willkürlich ist (Urteil 2A.501/2000 vom 11. Dezember 2000, E. 1b). 4.2 Dies ist hier nicht der Fall: Die Vorinstanz hat - wenn auch kurz - die massgebenden Aspekte erwähnt und die Interessenabwägung des BAKOM überprüft, wobei sie sich für die einzubeziehenden Interessen und deren Gewichtung weitgehend auf die ausführlichen Darlegungen in der angefochtenen Verfügung gestützt und festgestellt hat, die Beschwerdeführenden hätten nicht aufzuzeigen vermocht, inwiefern die Überlegungen des BAKOM falsch sein sollten. Der gleiche Schluss drängt sich auch im vorliegenden Verfahren auf. Gewiss mag die Möglichkeit, die Adressen der Inhaber von Telekiosknummern in Erfahrung zu bringen, für die Betroffenen unangenehm und mitunter mit Unzukömmlichkeiten verbunden sein, zumal sie bisher davon ausgehen konnten, ihre Adressangaben blieben vertraulich. Es ist jedoch nicht nachvollziehbar, weshalb die Bekanntgabe dieser Angaben bei rechtskonformem Erbringen von Dienstleistungen per Telefon schwerwiegende Nachteile zeitigen sollte. Dass die Vorinstanz mit dem BAKOM dem Interesse der Öffentlichkeit am sofortigen Wirksamwerden der angestrebten Präventivwirkung gegen rechtswidrigen bzw. missbräuchlichen Gebrauch der Nummern, an der Möglichkeit der Benutzer, gegen Inhaber innert nützlicher Frist rechtliche Schritte einleiten zu können, und an der Herstellung der im Geschäftsverkehr üblichen Transparenz und Offenheit den Vorrang zugemessen hat, erscheint deshalb nicht als bundesrechtswidrig. Dies um so weniger, als die Begehren der Beschwerdeführerinnen - würde ihnen entsprochen - zur Folge hätten, dass das Wirksamwerden einer Regelung auf Erlassstufe (Art. 9 Abs. 2 AEFV) hinausgeschoben würde, was nur in ganz besonders gelagerten Fällen in Betracht fällt. Was die Beschwerdeführerinnen vor dem Bundesgericht neu vorgetragen haben (telefonische Belästigungen der Mutter einer der Beschwerdeführerinnen) kann von vornherein nicht zu einer anderen Würdigung führen, da es sich dabei um unzulässige Noven handelt (BGE 128 II 145 E. 1.2.1 S. 150, mit Hinweisen), auf die nicht eingetreten werden kann.