Citation: 6B_1273/2021 E. 4.3.2

4.3.2. Der Beschwerdeführer vermag die ausführliche vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht als willkürlich auszuweisen. Nach einer detaillierten Auseinandersetzung mit den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 erachtet es die Vorinstanz überzeugend als äusserst unwahrscheinlich, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 einer Vergewaltigung und sexuellen Belästigungen bediene, um sich am Beschwerdeführer dafür zu rächen, dass er mithelfe, den Kontakt zu ihrem Freund zu unterbinden. Die Vorinstanz führt aus, die Beschwerdegegnerin 2 habe glaubhaft verneint, mit ihrem Freund sexuell zu verkehren; und auch die Zeugen hätten insgesamt alle den Eindruck gehabt, sie sei sexuell unerfahren. Mit Blick auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 führt die Vorinstanz schlüssig aus, ihr sei es peinlich, die Geschlechtsteile zu benennen und sie sage sehr authentisch aus, dass sie es "gruusig" finde. In diesem Zusammenhang legt die Vorinstanz zudem nachvollziehbar dar, alle Zeuginnen würden die Beschwerdegegnerin 2 als ehrliche Person beschreiben. Zwar habe die Beschwerdegegnerin 2 gegenüber ihrer Mutter verheimlicht, dass sie mit ihrem Freund telefoniere; daraus könne jedoch nicht auf eine allgemeine Unehrlichkeit geschlossen werden. Die vorinstanzliche Auffassung überzeugt, zumal sie diesbezüglich auch ausführt, es sei kaum vorstellbar, dass sie mit ihrem Entwicklungsrückstand und ihrer sexuellen Unerfahrenheit in der Lage wäre, eine mit dem Verhalten und den Vorlieben des Beschwerdeführers stimmige Anschuldigung und die erfolgten Handlungen zu erfinden. Unter diesem Blickwinkel geben auch die vorinstanzlichen Erwägungen betreffend allfällige emotionale Überreaktionen zu keinen Bemerkungen Anlass (vgl. angefochtenes Urteil S. 30 f.). Weiter überprüft die Vorinstanz die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 auch mit Blick auf den Vorfall im Wald. Sie führt aus, die Beschwerdegegnerin 2 schildere das Kerngeschehen übereinstimmend und insbesondere in der ersten Einvernahme auch in freier Erzählung. Mit der Vorinstanz deuten dabei die detailarmen Schilderungen nicht auf eine Falschbezichtigung, sondern sind ihren kognitiven Einschränkungen geschuldet. Sie hebt mehrere Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 hervor, die auf tatsächlich Erlebtes schliessen würden. Insbesondere stuft sie die Schilderungen der Beschwerdegegnerin 2 zum Penis des Beschwerdeführers und ihren Schmerzen nachvollziehbar als sehr authentisch ein, zumal die Beschwerdegegnerin 2 den bei der Penetration erlebten Schmerz eindrücklich beschreibe (angefochtenes Urteil S. 32 f.). Es erscheine sehr unwahrscheinlich, dass sie die von ihr erwähnten Details - beispielsweise, dass er nicht (vollständig) in sie habe eindringen können, weil der Penis so lang gewesen sei, oder dass sie habe weinen wollen, so fest habe es weh getan - aus Pornofilmen oder Erzählungen entnommen habe. Inwieweit diese Ausführungen der Vorinstanz willkürlich sein sollten, ist weder ersichtlich noch vom Beschwerdeführer rechtsgenüglich dargetan. Die Vorinstanz bezieht sich in ihren Ausführungen weiter auf die Videoaufzeichnung und führt aus, die Empörung über den Altersunterschied und das kindliche Unverständnis der Beschwerdegegnerin 2 darüber, dass ein älterer Mann so etwas mit ihr gemacht habe, steche deutlich zu Tage und wirke sehr authentisch. Auch diese Erwägungen sind nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz bezieht in ihre Würdigung auch mit ein, die Beschwerdegegnerin 2 belaste den Beschwerdeführer nicht übermässig. Wenn sie daraus ableitet, dies spreche für die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen, so gibt dies zu keiner Kritik Anlass. Zu Recht verneint sie mit Blick auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 eine Dramatisierungstendenz (angefochtenes Urteil S. 33 f.).