Citation: 5A_28/2020 E. 3.2.3

3.2.3. In der Folge widerspricht die Vorinstanz der Vorhaltung der Beschwerdeführerin, dass zum körperlichen und geistigen Gesundheitszustand des Kindes ein Gutachten hätte eingeholt werden müssen. Der Gefährdungsmeldung der Kindertagesstätte E.________ vom 8. November 2018 lasse sich nichts über C.________s angeblich "traumatischen Hintergrund" entnehmen, die Hinweise auf häusliche Gewalt hätten sich strafrechtlich nicht verfolgen lassen und auch der Beistand und (gemäss dessen Aussagen) der Besuchsbegleiter hätten nicht bestätigt, dass C.________ von ihrem (Halb-) Bruder geschlagen werde. Wie der Bericht von Dr. med. H.________ zeige, lägen auch keine Anhaltspunkte für eine psychische Beeinträchtigung vor. Im Ergebnis habe das Bezirksgericht gestützt auf die ärztlichen Berichte ohne Einholung eines Gutachtens darauf schliessen dürfen, dass C.________ gesund ist. Auch dass über die Erziehungsfähigkeit der Eltern ein Gutachten hätte eingeholt werden müssen, vermochte die Beschwerdeführerin dem angefochtenen Entscheid zufolge nicht aufzuzeigen, habe sie sich doch mit allgemein bleibenden Vorbringen begnügt. Es sei auch nicht ersichtlich, inwieweit die Rückenprobleme des Beschwerdegegners diesen von einer angemessenen Betreuung von C.________ abhalten könnten. Ebenso wenig enthalte die erwähnte Gefährdungsmeldung konkrete Hinweise auf eine psychische Beeinträchtigung des Beschwerdegegners. Den abermals erhobenen Vorwurf, dass der Beschwerdegegner C.________ den Kontakt zu anderen Personen verunmögliche und nur unter grossem Druck von aussen für ihre Gesundheit sorge, entkräftet die Vorinstanz mit dem Hinweis darauf, dass sich der Beschwerdegegner zwischenzeitlich um die Förderung von C.________s sprachlichen und sozialen Fähigkeiten kümmere und diesbezüglich Einsicht zeige. Für eine psychische Beeinträchtigung des Beschwerdegegners, die gegen eine kindeswohlgerechte Betreuung von C.________ sprächen, lägen im Übrigen keine Anhaltspunkte vor; gestützt auf die vorhandenen Berichte widerspreche die momentan gelebte Regelung nicht dem Kindeswohl und könne auf eine weitere psychologische oder psychiatrische Fachmeinung verzichtet werden.