Citation: 1F_10/2023 E. 4

Das Bundesgericht ist im Urteil 1B_6/2023 davon ausgegangen (E. 1.1), dass der Gesuchsteller erstmals vor Bundesgericht Rechtsverzögerungs- und Rechtsverweigerungsrügen gegen das Strafgericht erhob. Es ist darauf nicht eingetreten mit der Begründung, sie seien neu und damit unzulässig. Der Gesuchsteller bringt vor, das Bundesgericht habe übersehen, dass er bereits vor Appellationsgericht ausführlich und wiederholt - in den Eingaben vom 3. Dezember 2021, vom 27. Januar 2022, vom 2. Februar 2022 und vom 29. März 2022 ans Appellationsgericht sowie in derjenigen vom 18. Januar 2022 ans Strafgericht - Rechtsverzögerungs- bzw. Rechtsverweigerungsrügen erhoben habe. Das Bundesgericht habe diese aktenkundige Tatsache versehentlich nicht berücksichtigt. Der Strafgerichtspräsident hat mit Verfügung vom 13. April 2022 das Gesuch des Gesuchstellers um Zustellung eines Verfahrensprotokolls abgewiesen; dies war das einzige Thema der Verfügung. Dagegen hat der Gesuchsteller mit Eingabe vom 19. April 2022 Beschwerde ans Appellationsgericht erhoben; darin hat er einzig gerügt, dass das Strafgericht kein formell korrektes Verfahrensprotokoll erstellt habe, was ihm eine sachgerechte Verteidigung verunmögliche. Weitere Beschwerdegründe brachte er nicht vor. Das Appellationsgericht hat diese Beschwerde am 8. Dezember 2022 teilweise gutgeheissen; Gegenstand des Verfahrens war ausschliesslich die beanstandete Aktenführung des Strafgerichts. Die Behauptung des Gesuchstellers, der Entscheid habe auch eine von ihm gerügte Rechtsverzögerung betroffen, was das Bundesgericht übersehen habe, trifft nicht zu. Dass er in anderen Eingaben dem Strafgericht wiederholt Rechtsverzögerung vorgeworfen hat, ist dem Bundesgericht bekannt, in diesem Zusammenhang aber ohne Belang. Das Revisionsgesuch ist unbegründet.