Citation: 2C_783/2019 E. 4.2

4.2. Was der Beschwerdeführer gegen diese Erwägungen vorbringt, vermag - soweit es sich nicht ohnehin um unzulässige appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung handelt - keine Bundesrechtswidrigkeit darzutun: Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz den Umstand, dass er seit Geburt in der Schweiz lebt, korrekterweise in die Abwägung der sich entgegenstehenden öffentlichen und privaten Interessen miteinbezogen. Aus der Gewährung des teilbedingten Strafvollzuges kann der Beschwerdeführer im Weiteren für das Ausländerrecht nichts schliessen, wird doch anders als im Strafrecht im Ausländerrecht eine günstige Prognose nicht vermutet (vgl. Urteil 2C_468/2019 vom 18. November 2019 E. 4.2). Ein nur geringes öffentliches Interesse an der Beendigung seines Aufenthalts kann demnach entgegen seinen Vorbringen aus der Gewährung des teilbedingten Strafvollzuges nicht abgeleitet werden. Sodann ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer trotz einer im Jahre 2011 ausgesprochenen Verwarnung weiter delinquierte. Weiter legt der Beschwerdeführer nicht dar, weshalb - sollte sein Sohn mit der Kindsmutter in der Schweiz bleiben - ein Kontakt zwischen Vater und Sohn de facto unmöglich sein soll. Praxisgemäss ist es für einen angemessenen Kontakt in der Regel nicht erforderlich, dass der ausländische Elternteil dauerhaft im selben Land wie das Kind lebt und dort über ein Anwesenheitsrecht verfügt. Unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf Familienleben (Art. 8 Ziff. 1 EMRK sowie Art. 13 Abs. 1 BV) ist es grundsätzlich ausreichend, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausgeübt werden kann, wobei allenfalls die Modalitäten des Besuchsrechts entsprechend auszugestalten sind. Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann ein weitergehender Anspruch nur dann in Betracht fallen, wenn in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung zum Kind besteht, diese Beziehung wegen der Distanz zum Heimatland des Ausländers praktisch nicht aufrechterhalten werden könnte und dessen bisheriges Verhalten in der Schweiz zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat (sog. "tadelloses Verhalten"; BGE 139 I 315 E. 2.2 S. 319 mit Hinweisen). Auch wenn das Bundesgericht diese Bedingungen in Bezug auf die Frage der Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung formuliert hat und sie nicht gleichermassen auf den Widerruf einer langjährigen Niederlassungsbewilligung eines in der Schweiz geborenen Ausländers anwendbar sind, so ist doch bei der Verhältnismässigkeitsprüfung zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer diese offensichtlich nicht erfüllt. Es ist daher trotz seines langen Aufenthalts in der Schweiz festzuhalten, dass er im Rahmen von Besuchsaufenthalten einen angemessenen Kontakt zu seinem Sohn aufrechterhalten kann, so dass die Frage, ob aufgrund der Gesamtsituation auch dem Sohn eine Übersiedlung in den Kosovo zumutbar wäre, nicht näher geprüft zu werden braucht.