Citation: 6B_1090/2019 E. 2.2.2

2.2.2. Entgegen seiner Auffassung verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie erwägt, angesichts der dem Beschwerdeführer bekannten Absicht des Hauptbeschuldigten, das Streckmittel mit Betäubungsmitteln zu vermischen und zu verkaufen, stelle bereits die Beschaffung von Streckmittel für den Hauptbeschuldigten bei diesem ein strafbares Anstaltentreffen gemäss Art. 19 Ziff. 1 Abs. 6 aBetmG dar, an welchem eine Teilnahme möglich sei. Ferner ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass der dem Beschwerdeführer vorgeworfene, ohne Willkür als erstellt erachtete Transport von Streckmitteln für den Hauptbeschuldigten die spätere Vermischung und den Verkauf von gestreckten Betäubungsmitteln durch den Hauptbeschuldigten gefördert hat. Wie in Erwägung 2.1.3 hiervor dargestellt, genügt zudem für die Strafbarkeit des Teilnehmers, dass das gesamte Verhalten des (Haupt) -Täters zumindest als strafbarer Versuch der Tat bzw. als Vorbereitungshandlung zu werten ist, was die Vorinstanz unter Hinweis auf die Beschaffung zum Zweck der Verarbeitung und des Verkaufs überzeugend als erstellt erachtet. Hingegen schadet es - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - nicht, dass nicht zweifellos fest steht, wann und wo der Haupttäter, oder ein Dritter, das Streckmittel mit Drogen versetzt und dieses veräussert hat. Die Beschaffung von Streckmitteln in der Absicht der Vermischung zum Verkauf durch den Haupttäter genügt (vgl. oben E. 2.1.2 zweiter Absatz [um die Betäubungsmittel in den Handel zu bringen]). Im Unterschied zum vom Beschwerdeführer angerufen Sachverhalt gemäss BGE 130 IV 131 wird der deliktische Zweck des Erwerbs der Streckmittel für den Hauptbeschuldigten vorliegend in der Anklageschrift umschrieben, was er nicht bestreitet. Er führt selber aus, dass die Anklage eine Vermischungs- und Veräusserungsabsicht des Haupttäters mit Betäubungsmitteln erwähnt (vgl. oben E. 2, Ingress in fine). Entgegen seiner Auffassung ist dem Anklagegrundsatz damit genüge getan (vgl. dazu ausdrücklich BGE 130 IV 131 E. 2.4 f.). Dem Beschwerdeführer war denn auch unter dem Aspekt der Informationsfunktion der Anklage klar, was ihm vorgeworfen wird und er konnte sich dagegen ohne Weiteres zur Wehr setzen.