Citation: 4A_455/2023 E. B

Am 16. Juli 2020 reichte die Klägerin Klage beim Handelsgericht des Kantons Zürich ein. Sie beantragte, die Beklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 179'177.80 samt Zinsen zu bezahlen. Sie verlangte damit die noch ausstehenden Zahlungen aus den beiden Werkverträgen sowie "Verzögerungsschaden/Mehrleistungen". Die Beklagte bestritt einen Forderungsanspruch der Klägerin und erhob Widerklage. Sie berief sich auf mangelhafte Werkausführungen, wodurch ihr ein Schaden von Fr. 410'169.56 entstanden sei. Sie mache den Betrag von Fr. 130'000.-- widerklageweise geltend. Weitere Fr. 160'000.-- klage sie wegen eines merkantilen Minderwerts der Liegenschaft ein bzw. zufolge der mangelhaften Fenster verminderter Mietzinseinnahmen. Mit dem in der Widerklagereplik angepassten Begehren verlangte sie, die Klägerin sei "unter Vorbehalt der Erhöhung bzw. Herabsetzung dieses Betrages nach Durchführung des Beweisverfahrens" zu verpflichten, ihr Fr. 290'000.-- samt Zins zu bezahlen (Rechtsbegehren Ziff. 2). Eventualiter sei die Klägerin zu verpflichten, ihr Fr. 4'523.40 und Fr. 1'793.20 samt Zins zu bezahlen (Rechtsbegehren Ziff. 3). Mit Beschluss und Urteil vom 10. Juli 2023 trat das Handelsgericht auf das Eventualbegehren (Rechtsbegehren Ziff. 3) der Beklagten nicht ein (Beschlussdispositiv Ziff. 1). Auch auf die Widerklageänderung, Rechtsbegehren Ziff. 2, der Beklagten trat das Handelsgericht nicht ein, insoweit die Beklagte damit eine unbezifferte Forderungklage erheben wolle. In der Sache verpflichtete das Handelsgericht die Beklagte, der Klägerin Fr. 166'900.-- nebst Zins zu bezahlen und wies die Klage im Mehrumfang ab (Urteilsdispositiv Ziff. 1). Die Widerklage wies es ab, soweit es darauf eintrat (Urteilsdispositiv Ziff. 2).