Citation: 1C_165/2022 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand mit einer qualifizierten Atemalkoholkonzentration von 0,46 mg/l eine schwere Widerhandlung i.S.v. Art. 16c Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 55 Abs. 6 SVG und Art. 2 lit. b der Verordnung vom 15. Juni 2012 der Bundesversammlung über Alkoholgrenzwerte im Strassenverkehr (SR 741.13) begangen hat. Hingegen wendet er sich gegen die Bemessung der Entzugsdauer. Er ist der Auffassung, die Erhöhung der Mindestentzugsdauer von drei auf sechs Monate sei bundesrechtswidrig. Die Vorinstanz gehe zu Unrecht von einem Rückfall im bundesrechtlichen Sinne aus. Die früheren Ausweisentzüge lägen mehr als fünf Jahre zurück und somit ausserhalb der explizit in Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG normierten Rückfallregel. Er sei zudem dringend auf den Führerausweis angewiesen, da er als Präsident der Sektion Schwyz/Uri des Automobil Clubs der Schweiz für Sitzungen nach Bern fahren müsse. Der öffentliche Verkehr könne ihm nach seiner schweren Corona-Erkrankung praktisch nicht mehr zugemutet werden. Indem das Verkehrsamt die Entzugsdauer erhöht habe, obschon die bundesrechtlichen Voraussetzungen dafür nicht gegeben seien, habe es sein Ermessen überschritten, was die Vorinstanz zu Unrecht geschützt habe.