Citation: U 274/04 17.03.2005 E. 5

5.1 Das kantonale Gericht hat die Frage, ob die Auffahrkollision vom 26. Oktober 1994 adäquate Ursache für die Konversionsstörung ist, nach Massgabe der Rechtsprechung zu psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall gemäss BGE 115 V 133 beurteilt. Ein HWS-Distorsionstrauma hat es implizit verneint. Dies ist entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde richtig. Das für ein HWS-Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung im Rechtssinne typische Beschwerdebild fehlt weitgehend. Die gegebene ganz ausgeprägte Konversionsstörung gehört nicht zum typischen Beschwerdebild nach einem HWS-Distorsionstrauma (Gutachten vom 10. Juni 2002). Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde «postulierte» Beweislast des Unfallversicherers für die Nichtexistenz von Symptomen aus dem typischen Beschwerdebild bei HWS-Schleudertraumen und ähnlichen Verletzungen ist sachfremd. Die Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS ohne organisch nachweisbare Befunde (BGE 117 V 359) ist somit grundsätzlich nicht anwendbar.