Citation: 4A_203/2023 E. 3.3

3.3. Ebenso wenig hat die in diesem Zusammenhang erhobene Rüge willkürlicher Beweiswürdigung Erfolg. Sie stützt sich wiederum unter anderem auf die angebliche natürliche Vermutung, "dass man sich an das vertragliche Drehbuch bei Rückabwicklungen (Verrechnung mit künftigen Provisionsansprüchen) hielt", die aber nicht berücksichtigt werden musste. Es ist auch nicht unhaltbar, wenn die Vorinstanz die Aussage des Zeugen H.________, die entsprechenden Rückforderungsansprüche der C.________ AG seien jeweils mit den neuen Provisionsansprüchen der Klägerin verrechnet worden, nicht im Sinne der Beschwerdeführerin würdigte. Nicht anders wäre zu entscheiden gewesen, wenn auch der Zeuge G.________ den behaupteten Verrechnungsmodus bestätigt hätte. Denn die Beschwerdeführerin übergeht in grundsätzlicher Hinsicht, dass sie konkret für jeden einzelnen Kreditvertrag das Vorliegen der drei Anspruchsvoraussetzungen für die geltend gemachte Volumenprovision zu behaupten und zu beweisen hatte. Der Zeuge H.________ konnte aber in Bezug auf konkrete Kreditverträge nicht bestätigen, dass diese sechs Monate Bestand hatten. Das wäre aber entscheiderheblich gewesen. Dass der nicht angehörte G.________ Solches hätte bestätigen können, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend, weshalb die diesbezüglichen Rügen von vornherein fehl gehen. Die allenfalls durch die Zeugen bestätigte generelle Behauptung, das Drehbuch bei Rückabwicklungen sei im Alltag wirklich gelebt worden, hilft in Bezug auf die vorzunehmende Würdigung, ob für die von der Klage erfassten Kreditverträge im Einzelnen alle drei Voraussetzungen erfüllt waren, nicht ausschlaggebend weiter, sodass jedenfalls im Ergebnis keine Willkür anzunehmen wäre.