Citation: 6B_780/2024 E. 3.5.2

3.5.2. Weiter beruft sich der Beschwerdeführer auf ein Pflichtversäumnis des Obergerichts, indem es für B.________ aufgrund der Passivität des amtlichen Verteidigers (Weigerung, eine Beschwerde zu erheben) keinen Wechsel des Verteidigers veranlasst habe. Sofern für die Strafzumessung überhaupt relevant, kann diesen Ausführungen ebenfalls nicht gefolgt werden. Das gilt bereits deshalb, weil gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz B.________ zum Tatzeitpunkt amtlich verteidigt war (vgl. angefochtenes Urteil E. II.A.4 S. 7) und der Beschwerdeführer nicht geltend macht und auch nicht offensichtlich ist, B.________ habe vor Einreichung seiner Beschwerde um einen Wechsel der amtlichen Verteidigung ersucht oder die Vorinstanz hätte aus anderen Gründen von einem Fehlverhalten des amtlichen Verteidigers wissen müssen. Der Vorinstanz kann unter diesen Umständen kein Pflichtversäumnis im Zusammenhang mit der Einsetzung eines amtlichen Verteidigers vorgeworfen werden, das sich bei der Bemessung der Schuld bzw. Strafe des Beschwerdeführers allenfalls zu seinen Gunsten auswirken könnte.