Citation: 2C_480/2014 E. 5.3

5.3. Weiter rügt die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe zu Unrecht ausser Acht gelassen, dass sie - die Beschwerdeführerin - von ihrem nunmehr in der Schweiz eingebürgerten Sohn "gleichsam gewaltsam" getrennt würde, was angesichts der nach wie vor bestehenden, überdurchschnittlichen Bindung für ihr Privat- und Familienleben eine massive Konsequenz darstelle. Der Sohn B.________ war im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils 20 Jahre alt und damit seit zwei Jahren erwachsen. Inwiefern die räumliche Trennung von einem erwachsenen Kind aus einer früheren Beziehung einen nachehelichen Härtefall darstellen soll, ist nicht ersichtlich. Die Anrufung des Rechts auf Privat- und Familienleben scheitert daran, dass die Beziehung der Beschwerdeführerin zu ihrem Sohn vom Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK nicht mehr erfasst ist (BGE 135 I 143 E. 1.3.2 S. 146; zu den Ausnahmen infolge eines besonderen Abhängigkeitsverhältnisses vgl. BGE 137 I 154 E. 3.4.2 S. 159; 129 II 11 E. 2 S. 14; Urteile 2C_147/2014 vom 26. September 2014 E. 5.4; 2C_546/2013 vom 5. Dezember 2013 E. 4.1). Zudem verfügte B.________ im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils lediglich über eine Aufenthaltsbewilligung, so dass er der Beschwerdeführerin ohnehin kein Aufenthaltsrecht hätte vermitteln können (zu den Voraussetzungen des umgekehrten Familiennachzugs vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3).