Citation: 8C_506/2023 E. 4.1

4.1. Die Darlegungen des kantonalen Gerichts, weshalb hier von dem in der Rentenverfügung ermittelten Invaliditätsgrad abgewichen werden soll, überzeugen mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (vgl. E. 2.3.2 hiervor) nicht, wie die Beschwerdeführerin zu Recht moniert. Es kann auf die in den zitierten Bundesgerichtsurteilen genannten Überlegungen, die für die Bindungswirkung sprechen und die hier ebenfalls gelten, verwiesen werden. In den zitierten Urteilen findet sich die Formulierung, dass sich die EL-Durchführungsstelle "grundsätzlich" an die Invaliditätsbemessung durch die Invalidenversicherung zu halten habe. Damit wird eine entsprechende Abweichung vom ermittelten Invaliditätsgrad der IV-Stelle zugelassen, wenn vor Erlass der Verfügung oder des Einspracheentscheids eine gesundheitliche Veränderung eingetreten ist. Eine solche liegt hier unbestrittenermassen nicht vor. Schliesslich hat die Vorinstanz die Einzelfallgerechtigkeit in den Fokus gerückt, die gegen die Übernahme des ihrer Ansicht nach falschen Invaliditätsgrades sprechen solle. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden, da sich die Beschwerdegegnerin über den Rechtsmittelweg im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren hätte wehren können, wäre sie mit der Verfügung der IV-Stelle nicht einverstanden gewesen. Letztlich bleibt anzufügen, dass selbst wenn bei einer zweifellos unrichtigen Rentenverfügung der IV-Stelle in Bezug auf den Invaliditätsgrad für die EL-Behörden keine Bindungswirkung bestände, der Vorinstanz wohl dennoch nicht gefolgt werden könnte. Einzig mit der Begründung, die Beschwerdegegnerin sei angepasst noch 50 % arbeitsfähig, weshalb ein Invaliditätsgrad von mindestens 50 % bestehen müsse, liesse sich eine solche kaum rechtfertigen.