Citation: 2C_167/2023 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt zunächst, das Verfahren vor dem kantonalen Zwangsmassnahmengericht sei willkürlich respektive treuwidrig durchgeführt worden, indem die kantonale Migrationsbehörde es versäumt habe, dem Zwangsmassnahmengericht das vom 19. Januar 2023 datierende Wiedererwägungsgesuch im Rahmen der Überprüfung der Anordnung der Ausschaffungshaft am 20. Januar 2023 vorzulegen. Die Rüge ist - soweit überhaupt rechtsgenügend vorgetragen (vgl. vorne E. 2.1) - unbegründet. Das Wiedererwägungsgesuch datiert vom Vortag der Haftverhandlung. Angesichts der engen zeitlichen Abfolge zwischen der Eingabe und der Verhandlung vor dem Zwangsmassnahmengericht kann den kantonalen Behörden kein treuwidriges Verhalten vorgeworfen werden, weil die neuen Unterlagen vor dem Zwangsmassnahmengericht noch nicht aktenkundig waren und deshalb im dortigen Verfahren noch nicht berücksichtigt werden konnten. Insbesondere traf den Beschwerdeführer auch im Verfahren hinsichtlich der Anordnung von Administrativhaft wenigstens insofern eine Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 AIG), als es ihm ohne weiteres möglich (und zumutbar) gewesen wäre, im Rahmen der mündlichen Verhandlung vor dem Zwangsmassnahmengericht (bei welcher auch ein Dolmetscher anwesend war) auf das Tags zuvor neu anhängig gemachte Wiedererwägungsgesuch wenigstens hinzuweisen, und so dessen Einbezug in das Haftverfahren zu erwirken. Der Beschwerdeführer erwähnte das neu eingereichte Gesuch im Rahmen der Verhandlung aber nicht einmal. Unter diesen Umständen ist weder eine willkürliche Verfahrensführung noch treuwidriges Verhalten (Art. 9 BV) der Vorinstanz (en) respektive der kantonalen Migrationsbehörden ersichtlich. Die Vorinstanz ihrerseits hat die Unterlagen im angefochtenen Urteil berücksichtigt.