Citation: 1B_466/2018 E. 2.5

2.5. Der Beschwerdeführer macht geltend, Dr. E.________ habe mit seiner Eingabe an die Staatsanwaltschaft vom 23. Juli 2017, in der er u.a. auch auf eine vorbestehende Schizophrenie hingewiesen habe, sein Berufsgeheimnis verletzt, da er diesen nicht davon entbunden habe. Aufgrund dieser unverwertbaren Eingabe sei das Kurzgutachten Hiersemenzel eingeholt worden, welches damit unverwertbar sei, auch weil es sich explizit auf die Eingabe von Dr. E.________ berufe. Ermöglicht ein Beweis, der nicht verwertet werden kann, weil er auf strafbare Weise - hier unter Verletzung des Berufsgeheimnisses von Art. 321 Abs. 1 StGB - erhoben wurde, die Beschaffung eines weiteren Beweises, so ist auch dieser nicht verwertbar, wenn er ohne vorgängige Beweiserhebung nicht möglich gewesen wäre (Art. 141 Abs. 4 StPO). Vorliegend waren sowohl die erheblichen psychischen Probleme des Beschwerdeführers als auch deren Zusammenhang mit dessen Delinquenz selbst für Laien offenkundig. Die Notwendigkeit der psychiatrischen Abklärung des Beschwerdeführers war für die Strafverfolgungsbehörden somit auch ohne Berücksichtigung des umstrittenen hausärztlichen Schreibens klar ersichtlich. Die Staatsanwaltschaft wäre daher auch ohne dessen Eingang verpflichtet gewesen, den Beschwerdeführer begutachten zu lassen. Das (ausstehende) Gutachten ist damit verwertbar, gleichgültig darum, ob Dr. E.________ das Berufsgeheimnis verletzte oder nicht. Das kann vorliegend offenbleiben.