Citation: 4C.103/2003 04.08.2003 E. 5

Schliesslich macht die Klägerin als Alternativbegründung geltend, der Kaufpreisanspruch der B.________ SA sei auf Grund einer Legalzession gemäss Art. 401 OR auf die Klägerin übergegangen. Zur Begründung führt die Klägerin dem Sinne nach aus, auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung sei davon auszugehen, dass die Klägerin die B.________ SA mit der Weiterleitung der Bestellung beauftragt habe. Gemäss Art. 401 Abs. 1 OR gehen gegenüber Dritten bestehende Forderungsrechte, die der Beauftragte in eigenem Namen, aber für Rechnung des Auftraggebers erworben hat, auf diesen über, wenn er allen Verbindlichkeiten aus dem Auftragsverhältnis nachgekommen ist. Da aus dem angefochtenen Urteil nicht hervorgeht, inwiefern die Klägerin die B.________ SA im Zusammenhang mit der umstrittenen Weinlieferung beauftragt haben soll und dies auch nicht aus der allgemeinen Lebenserfahrung abgeleitet werden kann, ist eine Legalzession gemäss Art. 401 OR zu verneinen.