Citation: 5A_719/2015 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer pflichtet dem Kantonsgericht darin bei, dass es nicht entscheidend darauf ankomme, ob das Rechtsgeschäft teilweise ein entgeltliches oder unentgeltliches gewesen sei. Im Gegensatz zur kantonsgerichtlichen Ansicht macht er geltend, dass ein Abtretungsvertrag auf Anrechnung künftiger Erbschaft mehrere Merkmale eines eigentlichen Erbteilungsvertrags aufweise und somit analog eines Erbteilungsvertrags zu behandeln sei (S. 7 Ziff. 3 der Beschwerdeschrift). Die Auffassung kann nicht geteilt werden. Zur sog. lebzeitigen Teilung des früheren solothurnischen Erbrechts hat das Bundesgericht festgehalten, dass dem neuen eidgenössischen Zivilrecht eine solche antizipierte Erbfolge nicht bekannt ist. Ein Rechtsgeschäft, wodurch der Erblasser sein Vermögen noch zu Lebzeiten, mit sofortiger Wirksamkeit auf seine präsumtiven gesetzlichen Erben überträgt, ist kein erbrechtliches. Vielmehr hat man es dabei mit einer gewöhnlichen Zuwendung unter Lebenden und zwar, je nach dem die Übertragung unentgeltlich oder gegen eine geldwerte Gegenleistung erfolgt, entweder mit einer Schenkung oder mit einem Kauf zu tun (BGE 45 III 151 E. 3 S. 164). Die Eigentumsübertragung wurde hier zudem vollzogen und der Beschwerdegegner zu Lebzeiten seines Vaters als Alleineigentümer im Grundbuch eingetragen. An dieser Beurteilung als Rechtsgeschäft unter Lebenden ändert die Einräumung eines Rückkaufsrechts an den Veräusserer und jeden dessen Erben für den Fall, dass der Beschwerdegegner seine Selbstbewirtschaftung aufgeben sollte, nichts. Auch das Rückkaufsrecht ist in seinen Wirkungen nicht auf den Tod bedingt, sondern auf die Aufgabe der Selbstbewirtschaftung und kann deshalb bei Eintritt der Bedingung auch bereits lebzeitig ausgeübt werden (BGE 46 II 230 E. 3 S. 234 f., für ein Kaufsrecht). Der Beschwerdeführer stösst sich vor allem am Ergebnis. Werde seine Passivlegitimation verneint, bekomme der Beschwerdegegner eine Maiensässhütte zu Eigentum, für die er - der Beschwerdeführer - insgesamt mehr als Fr. 300'000.-- aufgewendet habe (S. 6/7 Ziff. 3 der Beschwerdeschrift). Auch die ergebnisbezogene Betrachtung legt keine abweichende Beurteilung nahe. Der Beschwerdeführer bleibt nicht schutzlos, zumal ihm eine Forderung aus ungerechtfertigter Bereicherung (Art. 62 ff. OR) gegen den Beschwerdegegner zusteht, sofern ihm das Grundstück mit der Maiensässhütte unentgeltlich überlassen oder bei der Festsetzung des Entgelts der Wert der Maiensässhütte nicht berücksichtigt worden ist (HAAB, a.a.O., N. 10 zu Art. 671/673 ZGB; SUTTER-SOMM, a.a.O., S. 319 f. Rz. 663, mit Hinweisen).