Citation: 9C_112/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Unstrittig ist zunächst, dass mit Bezug auf die Anmeldung von Pferdesporttreibenden zu Pferdesportveranstaltungen, die unter der Ägide des Beschwerdeführers als Dachverband für den schweizerischen Pferdesport stattfinden, eine Leistung des Beschwerdeführers an den Veranstalter erbracht wird. Während der Beschwerdeführer seine Leistung indes (nur) in der Gewährung bestimmter administrativer Unterstützungsleistungen (namentlich [ab 2017 obligatorische] Zurverfügungstellung von ONS, Aufschaltung der Ausschreibung im Internet, Bulletin oder Jahreskalender, Inkasso und Abrechnung) im Hinblick auf die Durchführung solcher Veranstaltungen erblickt, und dementsprechend nur die Veranstalterpauschale und 5 % des Basisfrankens, die dem Veranstalter als Inkassokommission verrechnet werden, als Entgelt für seine Leistungen betrachtet, ging die ESTV in ihrer Verfügung vom 10. Juni 2021 noch davon aus, dass der Beschwerdeführer dem Veranstalter überdies auch ein Durchführungsrecht einräume, was es ihm erst ermögliche, den entsprechenden Anlass durchzuführen. Die Vorinstanz hat, wie bereits dargelegt, offen gelassen, ob der Beschwerdeführer neben den von ihm erbrachten administrativen Dienstleistungen dem Veranstalter als Leistung auch ein Durchführungsrecht einräumt, weil sie es aus der Perspektive des Veranstalters als klar erachtete, dass dieser, wenn er unter dem Dach des Beschwerdeführers eine Pferdesportveranstaltung durchführen wolle, sich den Reglementen und Weisungen des Beschwerdeführers unterstelle, d.h. nicht darum herumkomme, wolle er die von ihm geplante Veranstaltung durchführen, sämtliche Gebühren gemäss Gebührenordnung, d.h. auch den Basisfranken und den Sportfranken, zu bezahlen.