Citation: U 275/05 21.12.2005 E. 2

2.1 Gestützt auf zahlreiche medizinische Berichte rheumatologischer, neurologischer und orthopädischer Natur gelangte das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass die Winterthur die Weiterführung ihrer Leistungspflicht für die geklagten Beschwerden mangels erheblichem nachweisbarem organischem Substrat nach dem 30. November 2001 zu Recht verneint hatte. In psychischer Hinsicht stützte sich die Vorinstanz auf einen psychiatrischen Bericht des Dr. med. A.________ vom 21. Juli 2003, wonach eine schwere depressive Störung vorliege, die nach einem Autounfall entstanden sei, sich neben der depressiven Verstimmung, Angstgefühlen sowie Antriebslosigkeit manifestiert und sich auf dem Boden einer selbstunsicheren Persönlichkeit gebildet habe. Diesen Zustand bestätigte der Psychiater Dr. med. C.________ in seinem Bericht vom 10. Februar 2005. Vor allem stellte dieser Arzt eine schwere depressive Episode als Folge des Unfalles (ICD-10 F32.2) und eine posttraumatische Belastungsstörung als Folge des Todes der Tochter (F43.1) fest. Aber auch in den zahlreichen die somatischen Leiden betreffenden Berichten wird die Depression als dominierendes Beschwerdebild hervorgehoben. So attestierte das Kantonsspital R.________, Departement Chirurgie, bereits am 21. März 2001, nach Angaben der Versicherten bestünden Schmerzen, die klinisch nicht objektivierbar seien. Im Bericht der Rheumaklinik desselben Spitals vom 13. Juni 2001 wurden u.a. ein inadäquates Schmerzverhalten und eine posttraumatische Depression diagnostiziert. Schliesslich führte der Orthopäde Dr. med. H.________ in seinem Bericht vom 6. Juli 2004 aus, neurologisch lasse sich das sensible Hemisyndrom links nicht erklären. Es dürfe sich somit am ehesten um eine funktionelle Störung im Rahmen des posttraumatischen Schmerzsyndroms handeln. Die Vorinstanz gelangte gestützt auf diese Angaben zum Schluss, dass von einem mittelschweren Unfallereignis auszugehen sei und dass selbst beim Vorliegen einer psychiatrischen Diagnose der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und allfälligen psychischen Störungen zu verneinen sei. Insbesondere befand das kantonale Gericht, dass für eine Leistungspflicht wegen psychischer Fehlentwicklung in Anbetracht der in BGE 115 V 133 ff. festgelegten Grundsätze kein einziges der notwendigen Kriterien erfüllt sei. 2.2 Dagegen wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde lediglich geltend gemacht, der Unfall dürfe weder in psychiatrischer noch in somatischer Hinsicht banalisiert werden. Hauptsächlich seien die Berichte der Dres. med. Y.________, H.________ und A.________ nicht berücksichtigt worden. Zudem sei der Versicherten eine ganze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen worden. 2.3 Die Argumentation der Beschwerdeführerin ist in keiner Hinsicht stichhaltig und ihrer Betrachtungsweise kann daher nicht gefolgt werden. Insbesondere ist festzuhalten, dass das kantonale Gericht die genannten Berichte vollständig und eingehend geprüft hat und dass es dabei zum selben Ergebnis gelangt ist wie die Beschwerdegegnerin. Gestützt auf die zur Verfügung stehenden medizinischen Akten kann in der Tat die Frage, ob es sich bei den von der Beschwerdeführerin geklagten Gesundheitsstörungen um eine natürliche Folge des versicherten Unfalles handelt, nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen) beantwortet werden. Eine Rückweisung der Sache zwecks Einholung weiterer medizinischer Unterlagen erübrigt sich aber; denn selbst wenn aufgrund zusätzlicher Abklärungen der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen wäre, würde es, wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, jedenfalls an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs fehlen. Unerheblich ist sodann der Umstand, dass der Beschwerdeführerin eine Rente der Invalidenversicherung ausgerichtet wird, zumal sich in jenem Bereich die Frage eines Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden nicht stellt. Demzufolge hat das kantonale Gericht, indem es das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs bei den somatischen Leiden verneint und in psychiatrischer Hinsicht lediglich als teilweise gegeben betrachtet hat (vgl. BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen), das Begehren auf weitere Versicherungsleistungen zu Recht abgelehnt.