Citation: 2A.555/2003 26.11.2003 E. 2

Die Beschwerden erweisen sich als offensichtlich unbegründet und können unter Vereinigung der Verfahren (vgl. Art. 40 OG i.V.m. Art. 24 BZP) in Anwendung von Art. 36a Abs. 1 lit. b OG direkt erledigt werden: Ein Ausländer kann zur Sicherstellung des Vollzugs eines erstinstanzlichen Weg- oder Ausweisungsentscheids in Haft genommen werden, wenn konkrete Anzeichen befürchten lassen, dass er sich der Ausschaffung entziehen will, insbesondere weil sein bisheriges Verhalten darauf schliessen lässt, dass er sich behördlichen Anordnungen widersetzt (Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG [SR 142.20], "Untertauchensgefahr"). Dies ist regelmässig anzunehmen, wenn er bereits einmal untergetaucht ist, durch erkennbar unglaubwürdige und widersprüchliche Angaben die Vollziehungsbemühungen zu erschweren versucht oder sonst klar zu erkennen gibt, dass er auf keinen Fall in sein Heimatland zurückzukehren bereit ist (BGE 128 II 241 E. 2.1 S. 243; 125 II 369 E. 3b/aa S. 375; 122 II 49 E. 2a S. 51). Die Beschwerdeführer sind aus der Schweiz formlos weggewiesen worden. Sie sind mittellos, verfügen hier über keine familiären Beziehungen, haben sich bereits längere Zeit illegal in Italien aufgehalten und sind aus wirtschaftlichen Gründen nach Basel gereist, wo sie angeblich illegal Arbeit suchen wollten. Sie machen über den Verbleib ihrer Papiere und ihre Anhaltung an der deutschen Grenze unglaubwürdige bzw. widersprüchliche Angaben. Schliesslich erklären sie in ihrer Eingabe an das Bundesgericht, auf keinen Fall nach Rumänien zurückkehren, hier aber auch nicht um Asyl nachsuchen zu wollen. Sie möchten die Schweiz vielmehr in Richtung eines anderen europäischen Staates verlassen, doch ist nicht ersichtlich, wie sie dies ohne Papiere rechtmässig tun könnten. Sie bieten damit - wie die Haftrichterin zu Recht festgestellt hat - keine Gewähr dafür, dass sie sich ohne Haft zu gegebener Zeit den Behörden für den Vollzug der Ausschaffung zur Verfügung halten werden, weshalb bei ihnen "Untertauchensgefahr" im Sinne der Rechtsprechung besteht. Da auch alle übrigen Haftvoraussetzungen erfüllt sind - insbesondere nicht gesagt werden kann, dass sich in absehbarer Zeit keine Reisepapiere beschaffen liessen bzw. die Einwohnerdienste sich nicht mit dem nötigen Nachdruck um solche bemühen würden (vgl. BGE 125 II 217 E. 2 S. 220; 124 II 49 ff.) -, ist die Ausschaffungshaft zu Recht genehmigt worden. Soweit die Beschwerdeführer auf ihr jugendliches Alter hinweisen und beantragen, in ein Heim versetzt zu werden, übersehen sie, dass die Ausschaffungshaft ab dem 15. Altersjahr angeordnet und in den gleichen Einrichtungen wie für Erwachsene vollzogen werden kann; den spezifischen Bedürfnissen Minderjähriger ist dabei im Rahmen des Haftvollzugs Rechnung zu tragen (vgl. Hugi Yar, Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, in: Uebersax/Münch/Geiser/Arnold, Ausländerrecht, Basel 2002, Rz. 7.110). Inwiefern dieser hier zu beanstanden wäre, legen die Beschwerdeführer nicht dar und ist nicht ersichtlich.