Citation: 6B_595/2020 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erblickt das Merkmal der Täuschung darin, dass der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte C.________ die Beschwerdegegnerin 2 konkludent über den Verkehrswert der verkauften Liegenschaften bzw. über das eklatante Missverhältnis der Vertragsleistungen der F.________ Hausbau AG zum vereinbarten Kaufpreis in die Irre geführt haben. Damit haben die beiden Täter über im Zeitpunkt des Vertragsschlusses objektiv feststehende gegenwärtige Gegebenheiten getäuscht, mithin über Tatsachen, und nicht lediglich über ungewisse Ereignisse und in der Zukunft liegende Vorgänge. Das angefochtene Urteil ist insofern nicht zu beanstanden. Wie die Vorinstanz in diesem Zusammenhang zu Recht annimmt, ändert der Umstand, wonach die Täter mit falschen, zielgerichtet auf die Renditeerwartungen und Renditevorgaben der Beschwerdegegnerin 2 gemünzten Zahlen operiert haben, nichts daran, dass sie über Tatsachen getäuscht haben (angefochtenes Urteil S. 162 f.). Die Mitglieder des Anlageausschusses D.________ und E.________ sind denn nach den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz auch davon ausgegangen, dass die Berechnungen das Ergebnis seriöser Abklärungen waren und sich die Mieteinnahmen nach Sanierung tatsächlich nachhaltig würden erzielen lassen. Gegenstand der Täuschung bildete dabei nicht die Prognose über die künftige Entwicklung der Mietzinseinnahmen, sondern die gegenwärtigen Grundlagen für die Berechnung des Verkehrswerts der Liegenschaften auf der Basis des vom Beschwerdeführer zu leistenden Sanierungsaufwandes, der wiederum wesentliche Grösse für die Mietzinsvorschläge war. Mit ihren zu einem überhöhten Verkehrswert führenden Berechnungen haben die beiden Täter dabei namentlich auch über den Umstand getäuscht, dass der Mitangeklagte C.________ für die Vermittlung der Geschäfte in beträchtlicher Höhe verdeckte Provisionen bezogen hat. Die Vorinstanz nimmt auch zutreffend an (angefochtenes Urteil S. 163), es läge selbst dann eine Täuschung über Tatsachen vor, wenn man die in den Berechnungen zum Ausdruck kommende Erklärung als reine Prognose über künftige Vorgänge betrachten wollte. Denn die Täuschung hat sich auch insofern nicht bloss auf die subjektive Einschätzung ungewisser künftiger Entwicklungen gerichtet, sondern auf die der Prognose zugrunde gelegten gegenwärtigen tatsächlichen Verhältnisse (BGE 135 IV 76 E. 5.1; GARBARSKI/BORSODI, A.A.O., N 10 F. ZU Art. 146; CHRISTOF RIEDO, Die Gegenwart der Zukunft - Zur Möglichkeit der Täuschung über künftige Tatsachen, in: Festschrift für Andreas Donatsch, 2017, S. 206 ff.; vgl. auch SCHÖNKE/SCHRÖDER-PERRON, Strafgesetzbuch, Kommentar, 30. Aufl., München 2019, N 9 zu § 263).