Citation: 6B_359/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz stellt zunächst fest, es sei zu klären, ob der Beschwerdeführer beim Angriff mit der Flasche die Jacke und das sich in der Jackentasche befindliche Messer getragen sowie ob er das Messer vorgängig geöffnet habe. Ausserdem bestreite er, dass er das Messer habe einsetzen wollen (Urteil S. 10 E. 10). Nachdem die Vorinstanz die objektiven Beweismittel erwähnt (Urteil S. 10 f. E. 11.1), gibt sie detailliert die Aussagen des Beschwerdeführers (Urteil S. 11 ff. E. 11.2), diejenigen von B.________ (Urteil S. 15 f. E. 11.3) und der beiden Polizeibeamten I.________ sowie F.________ wieder (Urteil S. 16 ff. E. 11.4). In der Folge hält die Vorinstanz fest, es sei erwiesen und unbestritten, dass anlässlich der Effektenkontrolle im Notfall des Spitals H.________ ein aufgeklapptes Sackmesser in der Jackentasche des Beschwerdeführers gefunden worden sei (Urteil S. 19 E. 1.2). Nach sorgfältiger und eingehender Würdigung stellt sie auf die glaubhaften Aussagen des Beschwerdeführers in der ersten Einvernahme ab, die sich - im Gegensatz zu dessen späteren Angaben⁠ -⁠ mit den weiteren Beweismitteln decken würden. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, der Beschwerdeführer habe seinen Angriff auf B.________ vorbereitet, indem er das fragliche Messer geöffnet und griffbereit in seiner Jackentasche verstaut habe. Wann genau er die Jacke angezogen und ob er das Messer tatsächlich selber geöffnet habe, bleibe ohne Relevanz (Urteil S. 19 ff. E. 12.2). Weiter hält die Vorinstanz fest, es stelle sich noch die Frage, was der Beschwerdeführer beabsichtigt habe. Der Umstand, dass er bewaffnet mit einer Flasche in der Hand und einem geöffneten Sackmesser in der Jackentasche auf sein Opfer losgegangen sei, spreche dabei bereits ein klares Bild. Aus den Aussagen des Beschwerdeführers gehe hervor, dass er wegen der ersten Auseinandersetzung sehr aufgebracht, verletzt, wütend und in seiner Ehre gekränkt gewesen sei. Aus seinen Angaben ergebe sich weiter, dass er gezielt gehandelt habe. Ferner sei unbestritten, dass er sich B.________ von hinten genähert und diesem mit voller Wucht die Bierflasche auf den Kopf geschlagen habe, worauf dieser zu Boden gegangen sei. Die Vorinstanz erachtet es gestützt auf die glaubhaften Aussagen des Beschwerdeführers in der ersten Einvernahme, welche mit den anderen Beweismitteln übereinstimmten, als erstellt, dass dieser sein Opfer habe töten wollen. Hierfür habe er sich nach dem ersten Streit vorbereitet, indem er ein geöffnetes Messer in der Jackentasche verstaut und eine Flasche behändigt habe. Danach habe er das Opfer gesucht. Als er seinen Gegner entdeckt habe, sei er von hinten auf ihn losgegangen und habe mit voller Wucht die Flasche auf dessen Hinterkopf geschlagen. Dieser Schlag habe die in der Nähe patrouillierende Polizei alarmiert. Da der Beschwerdeführer die Polizei - welche umgehend interveniert habe⁠ -⁠ sofort gesehen habe, habe er seinen Plan, das Opfer nach dem Flaschenschlag mit dem Messer zu töten, nicht in die Tat umsetzen können (Urteil S. 23 ff. E. 12.3).