Citation: 6B_388/2021 E. 2.1.5

2.1.5. Inwieweit im zu beurteilenden Fall besondere Umstände vorliegen würden, die trotz erstinstanzlicher Befragung der Beschwerdegegnerin 2 deren erneute Befragung im Berufungsverfahren in Anwendung von Art. 343 Abs. 3 StPO erfordert hätten, ist weder dargelegt noch ersichtlich. Der Beschwerdeführer verweist einzig auf den unmittelbaren persönlichen Eindruck der Beschwerdegegnerin 2, der das Gericht aufgrund der "Aussage gegen Aussage"-Konstellation massgeblich beeinflussen könne, ohne dies näher zu begründen. Die Vorinstanz würdigt die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 gleich wie die Erstinstanz und besondere Unklarheiten, die in Bezug auf diese Würdigung relevant wären und auf welche in einer erneuten Befragung hätte eingegangen werden müssen, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf und sind nicht offensichtlich. Insbesondere vermag er solches auch mit seiner Willkürrüge nicht darzutun (vgl. dazu E. 2.2 sogleich). Die Vorinstanz verletzt das ihr zustehende Ermessen somit nicht, wenn sie auf eine erneute Einvernahme der Beschwerdegegnerin 2 verzichtet. Die Rüge ist unbegründet.