Citation: 2C_988/2022 E. 6.1.1

6.1.1. Angesichts der Umstände sei vom Beschwerdeführer zu erwarten gewesen, dass er seinen vollen Namen auf dem Briefkasten anbringe, zumal sich an der Briefkastenanlage seiner Wohnadresse mehrere Briefkästen mit dem Nachnamen B.________ befänden und umso mehr, als es dadurch bereits in der Vergangenheit zu Verwechslungen gekommen sei. Indem der Beschwerdeführer unter diesen Umständen seinen Briefkasten nicht mit seinem vollen Namen (A.B.________), sondern mit "B.________ Tata" beschriftet habe, nehme er in Kauf, dass an ihn adressierte Post jeweils in einen der beiden mit "B.________", aber nicht mit "A.B.________" beschrifteten Briefkästen eingeworfen werde und er gewisse Sendungen erst dann in seinem Briefkasten vorfinde, wenn ihm diese durch den Nachbarn C.B.________ weitergeleitet würden. Entsprechend könne er sich - selbstverschuldet - bezüglich des Zustelldatums einer Sendung nicht darauf verlassen, dass das Zustelldatum mit dem Datum des Vorfindens der Sendung in seinem Briefkasten übereinstimme.