Citation: 1C_457/2016 E. 3.4

3.4. Gemäss Ziff. 1 des Gestaltungsreglements gelten als integrierende Bestandteile des Gestaltungsplans der Planungsbericht, die technischen Daten, das Modell 1:500 und eine Reihe von Plänen (Pläne Nr. 65 21 bis 65 32 und Plan Nr. 918-1). Ziffer 3 des Gestaltungsreglements sieht zudem in Bezug auf die Gestaltung der Bauten Folgendes vor: "Grundsätzlich ist die Lage, die Gliederung, die Grösse und das äussere Erscheinungsbild der Bauten und Anlagen gemäss dem Gestaltungsplan in den wesentlichen Punkten verbindlich. Interne Umdispositionen sind zulässig, um auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner eingehen zu können. Ein besonderes gestalterisches Element bilden die vorgesetzten, separat abgestützten und überdachten Balkone. Ihre konstruktive (tragende Holzkonstruktion) und formale (Proportionen etc.) Ausbildung ist für das einheitliche Erscheinungsbild von grosser Bedeutung und verbindlich." Während die Beschwerdeführer der Auffassung sind, gestützt auf diese Vorschrift seien nur interne Umdispositionen zulässig, nicht jedoch anderweitige Abweichungen, hält das Verwaltungsgericht die Formulierung zu Recht für einen Ausdruck einer gewissen Flexibilität. Sollten die Vorgaben bezüglich Lage, Gliederung, Grösse und äusserem Erscheinungsbild keinerlei Abweichung erlauben, hätte sich der erste Satz der zitierten Bestimmung erübrigt. Zudem kann aus dem zweiten Satz betreffend interne Umdispositionen nicht der Umkehrschluss gezogen werden, dass äusserlich kein Spielraum besteht. Dasselbe folgt aus der Regelung der Bauweise der Balkone. Diese wird ausdrücklich als für das einheitliche Erscheinungsbild von grosser Bedeutung und als verbindlich bezeichnet, was sich offensichtlich erübrigte, wenn sämtlicher Gestaltungsplaninhalt ohnehin umfassend verbindlich wäre. Besteht aufgrund von Ziff. 3 des Gestaltungsreglements ein gewisser Spielraum bezüglich der Lage, Gliederung, Grösse und dem äusserem Erscheinungsbild der Bauten und Anlagen, so sind andererseits deutliche Abweichungen nicht abgedeckt, wobei zu berücksichtigen ist, dass der Gestaltungsplan selbst bereits eine von der Regelbauweise abweichende Ausnahmeordnung darstellt (Urteil 1C_41/2010 vom 11. Juni 2010 E. 2.5.4 mit Hinweisen). Unter diesem Gesichtswinkel erscheint es nicht als willkürlich, wenn die Vorinstanz eine Abweichung von der gemäss Gestaltungsplan als überbaut bezeichneten Fläche von 85 m2 im Umfang von 7.82 m2 gerade noch als tolerierbar erachtete. Zu prüfen ist in dieser Hinsicht jedoch weiter, ob insofern auch der Dachvorsprung mitzuberücksichtigen ist, soweit er mehr als 1,5 m lang ist. Die der überbauten Grundfläche anrechenbaren Bauteile ergeben sich aus §§ 17 f. aBauV: "§ 17 Überbaute Grundfläche