Citation: 1C_417/2023 E. 2.4

2.4. Art. 1 APB sieht Folgendes vor: "Soweit diese Arealplanbestimmungen nicht besondere Vorschriften enthalten, gelten die Bestimmungen des jeweils rechtsgültigen übergeordneten Rechts, insbesondere des Kantonalen Raumplanungsrechts (KRG und KRVO), der kommunalen Nutzungsplanung und des Baugesetzes der Gemeinde Almens." Der Arealplan enthält für die traufseitige Fassadenhöhe keine besonderen Vorschriften, doch ist das Verwaltungsgericht, wie erwähnt, der Auffassung, dass sich diese indirekt bzw. implizit aus den im Arealplan definierten Höhenkoten für die Firste, der zulässigen Dachneigung und den zulässigen Fassadenbreiten ergibt. Zutreffend ist an dieser Feststellung, dass sich Firsthöhe, Dachneigung, Fassadenbreite und traufseitige Fassadenhöhe gegenseitig bedingen. Indessen ist unklar, von welchen zulässigen Fassadenbreiten das Verwaltungsgericht ausgeht und weshalb gerade dieser Wert verbindlich, die traufseitige Fassadenhöhe jedoch flexibel bzw. die für sie in Art. 13 BauG vorgesehenen Höchstmasse unverbindlich sein sollten. Hinzu kommt, dass die im Arealplan definierten Höhenkoten für Firste gemäss Art. 8 Abs. 3 APB bis zu 3 m unterschritten werden dürfen. Das Argument der Beschwerdegegnerin, es würden sich Hausformen mit tiefen Fassaden, hohen Firsthöhen und steilen Dächern ergeben, ist insofern zu relativieren. Zwar mag zutreffen, dass bei einer Absenkung der Firsthöhe eine Baute resultieren würde, die nicht dem Überbauungskonzept entspricht. Dies ist jedoch nicht relevant, da das Überbauungskonzept nicht zu den verbindlichen Planbestandteilen gehört (vgl. Art. 4 APB). Jedenfalls liegt auf der Hand, dass der im Arealplan bzw. den Arealplanbestimmungen vorgesehene Spielraum für die Festlegung der Firsthöhe ausgeschöpft werden muss, um die in Art. 13 BauG vorgesehene maximale traufseitige Fassadenhöhe einzuhalten. Der angefochtene Entscheid, der stattdessen trotz Fehlen besonderer Vorschriften in den Arealplanbestimmungen von der Unverbindlichkeit der betreffenden gesetzlichen Vorgaben ausgeht, ist nicht haltbar und damit willkürlich.