Citation: 1B_219/2020 E. 2.2.2

2.2.2. Dem angefochtenen Beschluss der Vorinstanz ist diesbezüglich zu entnehmen, der Vorsitzende habe anlässlich der Hauptverhandlung erläutert, dass die Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bereits "angedroht" hätten, ein Ausstandsgesuch zu stellen, sollten deren Anträge abgewiesen werden. Das Gericht habe also gewusst, dass ein Ausstandsgesuch gestellt werden würde. Dessen Begründung sei aus Zeitgründen - das Verlesen des 47-seitigen Ausstandsgesuchs hätte gemäss Angabe des Rechtsvertreters rund 45 Minuten in Anspruch genommen - zu den Akten genommen worden. Am nächsten Verhandlungstag habe der Vorsitzende erklärt, dass er sowie die beiden anderen Bezirksrichter das Gesuch gelesen hätten und sich nach wie vor nicht befangen fühlen würden. Er werde das Gesuch samt ihrer Stellungnahmen dem Obergericht zustellen.