Citation: 6B_355/2021 E. 2.4.6

2.4.6. Dem Beschwerdeführer ist sodann zwar beizupflichten, dass sich die Vorinstanz bei der Prüfung des Widerrufs nicht dazu geäussert hat, wie sich der unbedingte Strafvollzug für die neuen Delikte auf die Prognose auswirken könnte. Indessen hat sie im Rahmen ihrer Erwägungen zum Vollzug der neuen Strafe festgehalten, dass ein Widerruf der früher bedingt ausgefällten Strafe von 18 Monaten nichts an der dem Beschwerdeführer auszustellenden Schlechtprognose ändere, zumal dieser sich durch die im früheren Verfahren erstandene Untersuchungshaft offensichtlich nicht beeindrucken liess. Geht die Vorinstanz davon aus, dass der Vollzug einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten keine präventive Wirkung auf den Beschwerdeführer haben wird, gilt dies selbstredend auch für den Vollzug der für die neuen Delikte ausgefällten Gesamtfreiheitsstrafe von 12 Monaten. Die Würdigung der Vorinstanz erscheint zwar als streng, liegt aber noch in ihrem Ermessen. Dass ein anderes Ergebnis und eine andere Gewichtung ebenfalls möglich gewesen wäre, begründet keine Bundesrechtsverletzung.