Citation: 9C_467/2017 E. 2

Die Beschwerdeführerin beruft sich auf die Rechtsprechung, wonach in Fällen wie dem vorliegenden die der IV-Stelle aufzuerlegenden Kosten für das gerichtlich eingeholte Gutachten anhand der Vereinbarung festzusetzen sind, welche das BSV und die betreffende MEDAS geschlossen haben (BGE 137 V 210 E. 4.4.2 S. 265; SVR 2017 IV Nr. 10 S. 25, 8C_483/2016 E. 2; Nr. 11 S. 27, 9C_253/2016 E. 2; Urteile 9C_672/2016 vom 2. Februar 2017 E. 5, 9C_541/2016 vom 26. Januar 2017 E. 2 und 9C_217/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 4). In E. 7.1 seines zur Publikation vorgesehenen Grundsatzurteils 8C_113/2017 vom 29. Juni 2017 hat indessen das Bundesgericht erkannt, dass nach vertiefter Befassung mit der Rechtslage und der dabei gewonnenen besseren Einsicht hinreichend gewichtige Gründe dafür bestehen, von der bisherigen Rechtsprechung abzuweichen. Die IV-Stellen haben im Rahmen der mit BGE 139 V 496 E. 4.4 S. 502 umschriebenen (und mit BGE 140 V 70 E. 6 S. 75 bestätigten) Grundsätze gestützt auf Art. 45 Abs. 1 zweiter Satz ATSG für die gesamten Kosten der von den kantonalen Versicherungsgerichten und vom Bundesverwaltungsgericht eingeholten polydisziplinären MEDAS-Gutachten aufzukommen (a.a.O. E. 7.2; vgl. auch Andreas Traub, Kosten polydisziplinärer medizinischer Gerichtsgutachten, die von der IV-Stelle zu tragen sind, SZS 2017 S. 451 ff.).