Citation: 2C_650/2019 E. 5.3.2

5.3.2. Aus dem für das Bundesgericht verbindlich festgestellten Sachverhalt ergibt sich, dass nur eine sehr geringe Anzahl von Mitgliedern über den Fortgang und die Verwirklichung des Vereinszwecks entscheiden kann. Einfluss auf die Ausgestaltung des Vereins haben lediglich die wenigen Personen mit einer vom Vorstand signierten Stimmberechtigung. In diesem Lichte gelangt die Vorinstanz zu Recht zur Auffassung, die Tatsache, dass der grösste Teil der Mitglieder über die Verwendung der Mitgliederbeiträge nicht mitbestimmen könne, spreche für eine wirtschaftliche Organisation und damit für den Unternehmenscharakter des Vereins. Den Erwägungen der Vorinstanz entsprechend beanspruchen die Mitglieder ohne Stimmrecht primär die vom Vereinszweck abgedeckten spirituellen Dienstleistungen des Vereins. Folglich sind die Personen mit einer Mitgliedschaft ohne Stimmrecht vielmehr Konsumentinnen und Konsumenten des Vereins, die lediglich durch die Beanspruchung des Leistungsangebot des Vereins dessen Angebot beeinflussen können. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, auch Mitglieder ohne Stimmrecht könnten allfällige Änderungswünsche der Vereinsstatuten zur Diskussion bringen, ist vor diesem Hintergrund zu sehen. Einen eigentlichen Einfluss auf die inhaltliche Entwicklung des Vereins hat die Mehrheit der Vereinsmitglieder indes nicht, zumal ihnen mangels Stimmrecht auch die Besetzung des Vereinsvorstands nicht möglich ist. Die vorinstanzliche Auffassung, wonach der überwiegenden Mehrheit der Mitglieder als Gegenleistung für ihre Beiträge im Wesentlichen kostenpflichtige Leistungen angeboten würden, ohne dass sie darüber hinaus über die Verwendung ihrer Beiträge mitbestimmen könnten, ist damit nicht zu beanstanden.