Citation: 6B_354/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Sodann erwägt die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer von April 2014 bis 22. September 2014 zahlreiche weitere sexuelle Handlungen am Opfer vollzog. Der Beschwerdeführer gehe von 50 bis 60 Handlungen aus, das Opfer von 50 bis 100 Handlungen. Die Vorinstanz berücksichtigt die leicht verminderte Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers. Bei den Vorfällen, wobei es nacheinander zu Oral- und Analverkehr kam, gelangt sie unter Annahme eines mittelschweren Verschuldens bei isolierter Betrachtung auf Einzelstrafen von je 2 ½ Jahren. Hinsichtlich der Vorwürfe, bei denen es zu gegenseitigem Analverkehr ohne Oralverkehr kam, schliesst die Vorinstanz unter Annahme eines nicht mehr leichten bis mittelschweren Verschuldens bei isolierter Betrachtung auf Einzelstrafen von je zwei Jahren. Für die Vorfälle, wobei es zum gegenseitigen Oralverkehr kam, setzt die Vorinstanz unter Berücksichtigung der minder schweren Eingriffsintensität bei isolierter Betrachtung eine Einzelstrafe von je 1 ¼ Jahren fest. Im Rahmen der Asperation dieser weiteren Straftaten berücksichtigt die Vorinstanz, dass ein gewisser Zusammenhang zwischen den einzelnen sexuellen Handlungen vorliegt. Eine Handlungseinheit schliesst sie aber aus, weil der Beschwerdeführer den Vorsatz während rund eines halben Jahres immer wieder von Neuem fasste. Angemessen erscheint der Vorinstanz eine Erhöhung der Einsatzstrafe für die zahlreichen weiteren sexuellen Handlungen um insgesamt 5 Jahre auf 7 ½ Jahre Freiheitsstrafe. Gemäss Vorinstanz wäre diese Strafe eigentlich weiter zu erhöhen. Denn der Beschwerdeführer machte sich überdies der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern zum Nachteil zweier weiterer Opfer schuldig. Zudem wurde er wegen sexueller Handlung mit einem Minderjährigen gegen Entgelt zum Nachteil eines weiteren Opfers verurteilt. Da jedoch das zulässige Höchstmass von 7 ½ Jahren gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB bereits erreicht sei, habe es damit sein Bewenden. Aufgrund des Verschlechterungsverbots gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO ist es gemäss Vorinstanz ausgeschlossen, für die Verurteilungen wegen Pornografie, Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG und mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19bis BetmG eine zusätzliche Geldstrafe auszufällen.