Citation: 5A_924/2012 E. 6.2.8

6.2.8. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist nicht müssig, "darüber zu diskutieren, ob sich die Sabena nach dem 3. Oktober 2001 noch anderswo hätte refinanzieren können". Wenn die Sabena - wie es die Beschwerdeführerin dargestellt hat - weder vor der Konkurseröffnung ihre Zahlungen dauerhaft eingestellt hatte, noch ihre Kreditwürdigkeit beeinträchtigt war, durfte dies die Vorinstanz für den Kausalzusammenhang zwischen der Vertragsverletzung der Beschwerdegegnerin und dem geltend gemachten weiteren Schaden als entscheidrelevant betrachten. Ebenso durfte sie zum Ergebnis gelangen, dass gestützt auf die klägerische Darstellung sich nicht ergebe, dass ohne die Vertragsverletzung sich der (weitere) Schaden nicht so verwirklicht hätte, wie er sich verwirklicht hat (vgl. E. 6.2). Diese Überlegung kann als nicht unhaltbar oder geradezu stossend bzw. willkürlich bezeichnet werden. Wenn das Obergericht gestützt auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin den Kausalzusammenhang verneint hat, kann eine geradezu unhaltbare Anwendung belgischen Rechts verneint werden.