Citation: 2C_740/2017 E. 5.2.5

5.2.5. Unter diesen Umständen ist dem Beschwerdeführer ein erhöhtes privates Interesse zuzugestehen, trotz seiner Straffälligkeit in der Schweiz verbleiben zu können. Zwar weist die Vorinstanz darauf hin, dass es ihm als Ehemann einer Staatsangehörigen eines EU-Staates offen stehe, grenznahe oder im Heimatland seiner Ehegattin zusammen mit dieser und der Tochter Wohnsitz zu nehmen. Die entsprechende Auffassung übersieht, dass es wenig wahrscheinlich erscheint, dass dem Beschwerdeführer andernorts in der Union - etwa in der Slowakei - eine Bewilligung erteilt würde; die Argumentation der Vorinstanz ist insofern widersprüchlich, als sie die Voraussetzungen nach Art. 5 Anhang I FZA als erfüllt erachtet, gleichzeitig jedoch nicht den naheliegenden Schluss daraus zieht, dass dem Beschwerdeführer unionsrechtlich bzw. gestützt auf die entsprechende nationale Umsetzungsgesetzgebung der Aufenthalt in einem anderen Unionsstaat mit der gleichen Begründung verweigert werden kann (vgl. Art. 27 der Richtlinie 2004/38/EG vom 29. April 2004 des Europäischen Parlaments und des Rates über das Recht der Unionsbürger und ihrer Familienangehörigen, sich im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten frei zu bewegen und aufzuhalten [ABl vom 30. April 2004 L 158/77]).