Citation: K 190/00 25.05.2001 E. 4

4.- Hinsichtlich der Frage der Wirtschaftlichkeit der Behandlung ist den überzeugenden Ausführungen der Vorinstanz beizupflichten. Der Beschwerdeführer bringt dagegen einzig vor, sein Zahnarzt Dr. med. S.________ habe im Zusammenhang mit der Frage Totalprothese oder Implantation bereits mit Schreiben vom 14. Dezember 1995 darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer einen erhöhten Brechreiz habe. Der entsprechende Abschnitt dieses Schreibens lautet indessen wie folgt: "Ich darf darauf hinweisen, dass dem Zahnarzt nicht immer nur optimal verteilte erstklassige Ankerzähne zur Verfügung stehen, trotzdem leisten auch solche 'Kompromissarbeiten' mittel- oder gar langfristig sehr gute Dienste. Insbesondere bei Patienten mit erhöhtem Brechreiz ist die Akzeptanz einer voll extendierten Basisplatte einer Totalprothese nicht ohne weiteres gesichert.. " Die Ausdrucksweise im zweiten Satz ist nicht eindeutig. Die Aussage kann wohl allgemein in dem Sinne zutreffen, dass bei Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Brechreiz nicht ohne weiteres die Akzeptanz für eine Basisplatte gesichert ist. Ob aber der Beschwerdeführer ein solcher Patient ist, geht nicht hinlänglich klar daraus hervor. Sicher kann keine Rede davon sein, dass rechtlich mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer leide tatsächlich an einem erhöhten Brechreiz. Für diese Annahme fehlt denn auch jegliche Begründung. Zudem ist die Aussage an sich, die Akzeptanz sei nicht ohne weiteres gesichert, zu vage, als dass das Gericht davon auszugehen hätte, dem Beschwerdeführer könne das Tragen einer Totalprothese nicht zugemutet werden. Von einer Rückweisung zur näheren Prüfung dieser Frage ist abzusehen, da sich aus den Akten keinerlei Anhaltspunkte dafür ergeben, dass es sich beim Beschwerdeführer um einen solchen Patienten mit erhöhtem Brechreiz handelt. Das entsprechende Schreiben des Dr. med. S.________ datiert vom 14. Dezember 1995. Bereits im Einspracheentscheid vom 4. Oktober 1996 hat die Beschwerdegegnerin die Übernahme der Kosten einer Totalprothese akzeptiert. In seiner Beschwerde an die Vorinstanz vom 4. November 1996 hat der Versicherte mit keinem Wort erwähnt, dass bei ihm diese Lösung wegen erhöhtem Brechreiz nicht angebracht sei, sondern die Berufung der CSS Versicherung bezüglich Totalprothese statt Implantat auf das Gebot der Wirtschaftlichkeit als Affront und als willkürlich bezeichnet. Wäre indessen ein erhöhter Brechreiz effektiv Thema zwischen dem behandelnden Zahnarzt und dem Beschwerdeführer gewesen, wäre die Beschwerde mit Sicherheit in erster Linie damit begründet gewesen.