Citation: 8C_367/2021 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin bringt vor, gegen eine durch den Unfall hervorgerufene Störung des seelischen Gleichgewichts spreche der Umstand, dass echtzeitlich keine Schockreaktion dokumentiert sei. Zu berücksichtigen sei insbesondere, dass die Beschwerdegegnerin ab dem Kollisionszeitpunkt an einer Amnesie/Erinnerungslücke leide. Die Beschwerdegegnerin vermöge sich lediglich daran zu erinnern, dass die Rettungskräfte versucht hätten, ihre Tochter zu reanimieren. Es entspreche ständiger Rechtsprechung, dass bei einer versicherten Person, die den Unfall nicht wahrgenommen habe, der adäquate Kausalzusammenhang mit den geltend gemachten psychischen Beeinträchtigungen von vornherein zu verneinen sei. Fakt sei, dass die Beschwerdegegnerin die unmittelbaren Einwirkungen auf den Körper ihrer Tochter nicht mitbekommen habe. Die Vorinstanz berücksichtige weder die Wirkung einer Amnesie noch die Rechtsprechung zur Unfallschwere, weshalb sie Bundesrecht verletzt habe. Zu erwähnen sei, dass für die Beschwerdegegnerin keine unmittelbare Todesgefahr bestanden habe.