Citation: I 583/99 06.07.2000 E. 4

4.- a) Bei der Festsetzung des für den Einkommensvergleich massgebenden Valideneinkommens ist die Vorinstanz von dem von der Beschwerdeführerin als Hilfsschwester zuletzt erzielten Verdienst von Fr. 47'824. 40 (1994) ausgegangen, welchen Betrag sie unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis zum Verfügungserlass (19. April 1999) und einer Inkonvenienzentschädigung von Fr. 2700. - (12 x Fr. 225. - gemäss Schreiben des Krankenheimes L.________ vom 12. Mai 1999) auf Fr. 52'366. 55 erhöht hat. Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin gestützt auf die Bestätigung des Krankenheims L.________ vom 7. April 1998 für das Jahr 1998 ein Einkommen von Fr. 54'738. 75 (einschliesslich 13. Monatslohn und mutmassliche Inkonvenienzentschädigung) geltend. Auf diese Angabe kann abgestellt werden. Unter Berücksichtigung der Nominallohnerhöhung bis zum Verfügungserlass von höchstens 1 % ergibt sich, wie die Beschwerdeführerin richtig darlegt, ein Valideneinkommen von Fr. 55'287. -. b) Es steht fest und ist unbestritten, dass mit Bezug auf das Invalideneinkommen von einem der Nominallohnentwicklung angepassten Tabellenlohn von Fr. 43'951. 65 auszugehen ist. Bei einem zumutbaren Arbeitspensum von 70 % (vgl. Erw. 3 hievor) ergibt sich ein Jahreseinkommen von Fr. 30'766. 15. Die Vorinstanz hat hievon einen Abzug 15 % vorgenommen, weil die Beschwerdeführerin nur noch eine körperlich leichte, sitzende Tätigkeit auszuüben vermag, und einen weiteren Abzug von 10 %, weil sie als Teilzeiterwerbstätige mit einer überproportionalen Lohneinbusse rechnen muss. Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht indessen im nach dem vorinstanzlichen Entscheid ergangenen, zur Publikation in BGE 126 V bestimmten Urteil A. vom 9. Mai 2000, I 482/99, Erw. 5b/bb und cc, festgehalten hat, rechtfertigt es sich nicht, für jedes zur Anwendung gelangende Merkmal separat quantifizierte Abzüge vorzunehmen und diese zusammenzuzählen. Vielmehr ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Dabei ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen. Wird vorliegend dieser maximal zulässige Abzug gewährt, beläuft sich das Invalideneinkommen auf Fr. 23'074. 60. c) Stellt man diesen Betrag dem Valideneinkommen von Fr. 55'287. - gegenüber, resultiert ein Invaliditätsgrad von 58 %. Unter diesen Umständen besteht die Verfügung vom 19. April 1999, mit welcher der Beschwerdeführerin eine halbe IV-Rente zugesprochen wurde, zu Recht.