Citation: U 205/06 06.10.2006 E. 3

Zwischen den Parteien ist in erster Linie umstritten, wie sich das Ereignis vom 21. Februar 2002 konkret zugetragen hat. Die "Winterthur" geht davon aus, dass die Sehnenläsion an der Schulter beim Heben einer schweren Pfanne eintrat. Demgegenüber beruft sich der Versicherte darauf, er sei, auf ölig-feuchtem Boden stehend, unter der Last der Pfanne weggerutscht resp. habe sein Gleichgewicht verloren und sich dabei an der Schulter verletzt. 3.1 Wie das kantonale Gericht zutreffend erkannt hat, fehlt es an einem äusseren Faktor, wenn allein beim Heben einer schweren Pfanne in der Küche, welcher Vorgang gemäss der Darstellung des Versicherten regelmässig stattfand, ein Schmerz verspürt wird. Damit ist nach der dargelegten Rechtsprechung (Erw. 2), welche entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zumindest sinngemäss vertretenen Auffassung nicht in Frage zu stellen ist, eine unfallähnliche Körperschädigung ebenso zu verneinen wie ein Unfall, welcher überdies die hier ebenfalls nicht gegebene Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors voraussetzen würde. Es kann hiezu auf die in BGE 129 V 469 f. Erw. 4.1 und - auch zum Folgenden - 471 Erw. 4.3 erwähnten Beispiele verwiesen werden. Von den dort aufgeführten Sachverhalten zu erwähnen ist der Fall des Versicherten, welcher im Rahmen der gewohnten beruflichen Tätigkeit mit ausgestrecktem Arm einen 20 kg schweren Plastiksack von der Ladebrücke eines Lastwagens nahm und dabei Schulterschmerzen verspürte. Dieses Ereignis, bei welchem das Eidgenössische Versicherungsgericht den äusseren Faktor verneinte, ist weitgehend mit dem hier zur Diskussion stehenden Heben einer schweren Pfanne vergleichbar und dementsprechend zu beurteilen. An dieser Betrachtungsweise ändert nichts, wenn - wie in der Verwaltungsgerichtbeschwerde erstmals geltend gemacht wird - die Pfanne eine heisse Flüssigkeit enthielt und der Umgang mit ihr daher besonderer Konzentration bedurfte. 3.2 Anders könnte es sich verhalten, wenn der Versicherte in der Tat beim Heben der Pfanne weg- oder ausgerutscht wäre und sich dabei die Schulterverletzung zugezogen hätte. Der Unfallversicherer erachtet dies indessen als nicht gesichert. Das kantonale Gericht ist zum gleichen Ergebnis gelangt. Diese Beurteilung beruht auf einer einlässlichen Würdigung der sich aus den Akten ergebenden Gesichtspunkte. Hervorzuheben ist, dass der Versicherte ein (Aus- oder Weg-)Rutschen erstmals in der Stellungnahme vom 22. Dezember 2004 zur Mitteilung der "Winterthur" vom 21. Dezember 2004 über die vorgesehene leistungsablehnende Verfügung erwähnte. Sowohl in der Unfallmeldung vom 2. April 2003, als auch im Protokoll über eine am 2. September 2003 von der "Winterthur" mit dem Versicherten durchgeführte Befragung, in der Beschreibung der Anamnese im orthopädischen Gutachten des Dr. med. S.________ vom 7. Mai 2004 und im Bericht der Klinik Y.________ vom 4. August 2004 wird einzig ausgeführt, die Schulterverletzung sei beim Heben resp. Wegnehmen vom Herd einer schweren Pfanne aufgetreten. Dass der Versicherte aus- oder weggerutscht wäre, wird in diesen wie auch den übrigen Akten aus der Zeit vor der Stellungnahme vom 22. Dezember 2004 nicht erwähnt. Wenn Unfallversicherer und Vorinstanz bei dieser Ausgangslage einen Rutschvorgang beim Ereignis vom 21. Februar 2002 für nicht mindestens wahrscheinlich erachtet und deswegen das Vorliegen eines äusseren schädigenden Faktors verneint haben, ist dies nicht zu beanstanden. An diesem Ergebnis vermögen die weiteren Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu ändern. Dies gilt namentlich auch, soweit erneut geltend gemacht wird, der Versicherte sei wegen seinen beschränkten Deutschkenntnisse bei der Befragung vom 2. September 2003 falsch verstanden worden. Das kantonale Gericht hat zutreffend erwogen und gewürdigt, dass auch bei mehreren anderen Gelegenheiten, unter anderem bei der Anamneseerhebung durch Dr. med. S.________, im Beisein des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, der dessen Sprache beherrscht, lediglich das Heben einer Pfanne, nicht aber ein Aus- oder Wegrutschen erwähnt wurde. Nicht stichhaltig ist sodann der Hinweis auf das Urteil S. vom 7. März 2006, U 390/05, in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Dass dort zugunsten der versicherten Person entschieden wurde, war auf eine Beweislage zurückzuführen, wie sie hier nicht vorliegt. Festzuhalten bleibt, dass von ergänzenden Abklärungen, ob zum Hergang des Ereignisses vom 21. Februar 2002 oder zum Gesundheitszustand, kein entscheidrelevanter neuer Aufschluss erwartet werden kann, weshalb darauf zu verzichten ist. Es kann im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. 3.3 Fehlt es demnach an dem für die Annahme eines Unfalles oder einer unfallähnlichen Körperverletzung erforderlichen äusseren Faktor, hat der Unfallversicherer seine Leistungen zu Recht eingestellt. Dies gilt entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung trotz der anfänglichen Anerkennung der Leistungspflicht durch den Versicherer (vgl. BGE 130 V 380). Einsprache- und angefochtener Entscheid sind demnach rechtens.