Citation: 5A_451/2022 E. 5.3

5.3. Weiter machen die Beschwerdeführer geltend, der Garten einer Villa erfahre eine grosszügige und gesamthaft geschlossene Pflege. Die konzeptionell einheitliche, gehobene Gestaltung des Gartens sei im Villenbegriff enthalten, auch wenn die Gestaltung im Einzelnen je "nach Gusto" erfolgen könne. Anders wie hier im Fall eines Doppelhauses mit getrennten Gärten. Vorab bleiben die Ausführungen in der Beschwerde zur künftigen Gestaltung des Gartens beim Neubauprojekt (wohl notwendigerweise) abstrakt und spekulativ. Weitergehend erkennen die Beschwerdeführer selbst, dass die Gartengestaltung auf alle Fälle nach dem Geschmack der jeweiligen Bewohner des Gebäudes erfolgen kann. Mit Blick auf die von ihnen angerufene einheitliche Ausgestaltung einer Gartenanlage erscheint es daher als entscheidend, wie viele Parteien auf der Liegenschaft wohnen werden, und nicht, ob ein einheitliches oder ein zusammengebautes Haus erstellt wird und ob der Garten mehr oder weniger strikt unterteilt ist. Es steht aber fest, dass ein Gebäude für zwei Familien geplant und zulässig ist. Der Einwand der Beschwerdeführer ist damit von vornherein nicht geeignet, den angefochtenen Entscheid als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen.