Citation: 1C_483/2021 E. 3.2.3

3.2.3. Beim umstrittenen Zonenplan «Volksschule Kirchenfeld» handelt es sich entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden nicht um einen projektbezogenen Nutzungsplan, dem die Wirkung eines baurechtlichen Vorentscheids zukommt. Gegenstand des Planungsverfahrens bildet einerseits die Aufhebung einer Baulinie. Andererseits soll die streitbetroffene Parzelle von der Zone FB mit einer oberirdischen Geschossflächenziffer (GFZ) von 0,6 in die Zone FC mit einer GFZ von 1,2 zugeteilt werden (vgl. Art. 24 Abs. 3 lit. a und b der Bauordnung der Stadt Bern vom 24. September 2006 [Bauordnung, BO; SSSB Nr. 721.1]). Weiter legt der angefochtene Zonenplan «Volksschule Kirchenfeld» den Zweck und das Mass der Nutzung fest, wobei er die oberirdisch zulässige Geschossfläche in Abweichung von Art. 24 Abs. 3 lit. b BO auf 6'800 m² beschränkt. Bloss in den Grundzügen regelt der Zonenplan «Volksschule Kirchenfeld» schliesslich die Überbauung und Gestaltung im streitbetroffenen Perimeter. Danach sind Neubauten bis zu einer Gesamthöhe von 9,0 m gestattet und hat die Zu- und Wegfahrt für Motorfahrzeuge über die Kirchenfeldstrasse zu erfolgen. Auf das bestehende, schützenswerte Schulhaus an der Ägertenstrasse 46 ist bei der Anordnung und Gestaltung der Bauten und Aussenräume gemäss dem angefochtenen Zonenplan in besonderem Masse Rücksicht zu nehmen (vgl. Zonenplan «Volksschule Kirchenfeld»; angefochtenes Urteil, E. 3.1).