Citation: 6B_739/2021 E. 3.2.1

3.2.1. Unter dem Hinweis auf Unsicherheiten in den (neuen) Aussagen von B.________ und darauf, dass der Vorfall mittlerweile 13 Jahre her sei, erwägt die Vorinstanz, dass sie als Revisionsgericht keine Aussagenwürdigung vorzunehmen, sondern lediglich zu prüfen habe, ob ein Revisionsgrund vorliege (angefochtener Beschluss S. 14). Alsdann weist sie im Rahmen einer Gesamtbetrachtung auf begründete Anhaltspunkte dafür hin, dass die neuen Aussagen nicht kollusionsfrei seien und zwischen B.________ und dem Beschwerdeführer zwischenzeitlich ein freundschaftliches Verhältnis bestehe. Zudem habe das Berufungsgericht die Aussagen von B.________ als konstant und glaubhaft erachtet und habe letztere im Gesprächsprotokoll ausgeführt, dass ihre vormaligen Aussagen ihrer damaligen vollen Überzeugung von dem entsprochen hätten, was richtig und geschehen sei (angefochtener Beschluss S. 15 f.). Damit hat die Vorinstanz in ihre Erwägungen einbezogen, dass die Frage der Glaubhaftigkeit der verschiedenen Aussagen von B.________ im Raum steht. Indem sie alsdann deren neu gemachten Angaben die revisionsrechtliche Erheblichkeit abspricht und damit einhergehend auf die Frage der (generellen) Glaubhaftigkeit der Aussagen von B.________ nicht weiter eingeht (angefochtener Beschluss S. 16), negiert sie implizit, dass sie darin in der vorliegenden Konstellation einen Revisionsgrund erkennt. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers war es ihm zudem offensichtlich möglich, seinen diesbezüglichen Standpunkt vor Bundesgericht einlässlich zu vertreten. Konkret und namentlich, dass mit dem sich widersprechenden, eingestandene Falschdarstellungen und offensichtlich Unwahrheiten enthaltenden Aussageverhalten von B.________ wesentlich neue Tatsachen vorliegen, anhand welcher entgegen den Feststellungen des Obergerichts vom 21. November 2012 von der allgemeinen Unglaubhaftigkeit aller ursprünglichen Aussagen von B.________ auszugehen sei, was sich rechtlich dahingehend auswirke, dass ein Freispruch wahrscheinlich sei. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt damit nicht vor.