Citation: 4A_473/2021 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin rügt die willkürliche Feststellung des Sachverhalts sowie eine Verletzung des Rechts auf Beweis. Sie macht geltend, der Werkvertrag sei - entgegen der Annahme der Vorinstanz - nicht gestützt auf die Auftragsbestätigung vom 20. Juli 2016 zustandegekommen, sondern basiere auf der letzten eingereichten Offerte, der Richtpreis-Offertvariante V1 zur Offerte-Nr. 481817, sowie auf der Ausschreibung. Es sei daher aktenkundig, dass die Beschwerdegegnerin nicht die bestellten Fenster mit einem Energiedurchlassgrad (g) von 62%, sondern einem solchen von 51% geliefert habe. Infolge Mangelhaftigkeit des Werks hätten Fenster durch Dritte ausgewechselt werden müssen, da sie nicht dem Minergie-P-Standard entsprochen hätten. Die entsprechende Verpflichtung der Beschwerdegegnerin ergebe sich mangels anderer Abrede aus der Ausschreibung, auf deren Massgeblichkeit sie ausdrücklich hingewiesen worden sei, und deren Einhaltung die Beschwerdegegnerin bestätigt resp. zugesichert habe. Die vom Bauzeichner C.________ signierte Auftragsbestätigung stelle sodann keinen gültigen Vertrag dar. Aus der Ausschreibung sei ersichtlich, dass das Architekturbüro nur zur Bauleitung und Kontrolle der ausführenden Unternehmen befugt gewesen sei, nicht aber zur Genehmigung resp. zum Vertragsschluss. Dies habe aufgrund der Ausschreibung und der Vertragsverhandlungen auch der Beschwerdegegnerin bewusst sein müssen. Ohnehin habe der Bauzeichner nur die Öffnungsrichtung und Fenstermasse geprüft und mit einem Häkchen genehmigt, nicht jedoch die Glaswerte. Zu Letzterem sei er kraft seines Berufs nicht im Stande gewesen, was der Beschwerdegegnerin ebenfalls hätte auffallen müssen. Die vorinstanzliche Annahme, dass aufgrund der Kontrolle von Ausmassen ein Werkvertrag zustande komme, sei willkürlich. Dies gelte ebenso für die Annahme, dass der Bauzeichner das Dokument als Ganzes unterzeichnet habe, zumal das Unterschriftfeld leer geblieben sei. Ausserdem sei eine Befragung des Architekten und des Bauzeichners zu den Umständen der Kontrolle und einer Vollmacht zu Unrecht unterblieben.