Citation: U 366/06 23.05.2007 E. 5.2

5.2.1 Der Unfall vom 25. Juni 2001 hat sich weder unter besonders dramatischen Begleitumständen ereignet, noch war er - objektiv betrachtet - von besonderer Eindrücklichkeit. Ebenfalls zu verneinen ist ferner klarerweise das Kriterium einer die Unfallfolgen erheblich verschlimmernden ärztlichen Fehlbehandlung. Mit Bezug auf Schwere und Art der zugezogenen Verletzung ist davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin einen starken Schlag sowohl im Stirn- wie auch im Hinterkopfbereich erlitten hat. Auf Grund dieses Umstandes, der Häufung der nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden (Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, Nausea, Schwindel) und ihrer schwerwiegenden Auswirkungen auf Befinden und Leistungsfähigkeit ist im vorliegenden Fall das besagte Kriterium als erfüllt zu betrachten. Zu bejahen ist sodann auch das Vorhandensein von Dauerbeschwerden, leidet die Versicherte doch, wie in E. 4.2.1 hievor ausführlich dargelegt wurde, seit dem Unfall an einem mannigfaltigen Beschwerdebild. Was das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung anbelangt, kann den Akten entnommen werden, dass sich die Beschwerdegegnerin seit dem Unfall in ständiger medikamentöser Behandlung bei ihrem Hausarzt Dr. med. G.________ befindet. Des Weitern hielt sie sich zweimal während mehrerer Wochen in stationären Rehabilitationseinrichtungen auf und unterzieht sich seither regelmässig diverser therapeutischer Massnahmen (Psychotherapie, Physiotherapie, Ergotherapie, Akupunktur, Kraniosakraltherapie etc.; vgl. u.a. Bericht der Frau Dr. med. K.________ vom 16. Juli 2004; MEDAS-Gutachten vom 8. April 2003, S. 9; Bericht des Schadeninspektors vom 4. Juni 2002, S. 1). Weder dienten diese Vorkehren nur Abklärungszwecken, noch erschöpften sie sich in blossen ärztlichen (Verlaufs-)Kontrollen (vgl. dazu Urteil des EVG U 479/05 vom 6. Februar 2007, E. 8.3.3 mit Hinweis). Ebenso wenig handelte es sich dabei um rein alternativ- bzw. komplementärmedizinische Therapieformen, welche das in Frage stehende Kriterium allein für sich ebenfalls nicht zu erfüllen vermöchten (Urteil des EVG U 479/05 vom 6. Februar 2007, E. 8.3.3 mit Hinweisen). Mit dem kantonalen Gericht ist von einer in ihrer Gesamtheit kontinuierlichen, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichteten ärztlichen Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer auszugehen (vgl. Urteil U 258/05 vom 16. August 2006, E. 4.3.3 mit Hinweisen). Nach Lage der ärztlichen Unterlagen ist die Beschwerdegegnerin seit ihrem Unfall dauerhaft zu 100 % in ihrem Leistungsvermögen eingeschränkt (vgl. u.a. MEDAS-Gutachten vom 8. April 2003, S. 14 oben). Den vorinstanzlichen Erwägungen kann somit auch bezüglich der Bejahung des Kriteriums des Grades und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit gefolgt werden. 5.2.2 Sind somit bereits vier der relevanten Adäquanzkriterien als erfüllt anzusehen, braucht die Frage, ob das Geschehen auch durch einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen geprägt war, nicht abschliessend geprüft zu werden. Dem Unfall vom 25. Juni 2001 kommt mithin eine massgebende Bedeutung für die in der Folge eingetretene erhebliche Einschränkung in der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit zu, weshalb der adäquate Kausalzusammenhang bejaht werden muss. Die Beschwerdeführerin hat die gesetzlichen Leistungen deshalb über Ende August 2004 hinaus zu erbringen. Über die der Versicherten ab diesem Zeitpunkt im Einzelnen zustehenden Versicherungsleistungen wird der Unfallversicherer, an welchen die Sache zurückzuweisen ist, zu befinden haben. Der vorinstanzliche Entscheid erweist sich daher als rechtens.