Citation: 9C_512/2021 E. 5.2.2

5.2.2. Ebenso wenig verfangen die im Zusammenhang mit den gutachterlichen Ausführungen zur Medikamenteneinnahme erhobenen Einwände. Diesbezüglich ist dem psychiatrischen ABI-Gutachten zu entnehmen, es liege eine Inkonsistenz betreffend den Konsum von Sedativa und Hypnotika vor. Die Beschwerdeführerin habe zwar angegeben, ihre Medikamente seit Jahren regelmässig (Stilnox) bzw. mehrfach täglich (Alprazolam) einzunehmen. Zu erwarten wäre jedoch ein deutlich höherer Plasmaspiegel. Alsdann befinde sich der Sertralinspiegel in Anbetracht der geschilderten Symptomatik in einem fast subtherapeutischen Bereich (psychiatrisches ABI-Gutachten, S. 34). Diese Angaben stimmen im Wesentlichen mit dem Vorgutachten der MEDAS Bern überein (vgl. Gutachten der MEDAS Bern, S. 25). Die dagegen erhobenen Einwände sind in Anbetracht dessen nicht plausibel, fehlt es doch insbesondere an Anhaltspunkten dafür, dass der Medikamentenspiegel im konkreten Fall die von Dr. med. B.________ gezogenen Rückschlüsse nicht zuliesse oder aus wissenschaftlicher Sicht unverwertbar wäre. Im Gegenteil besteht durch die Laborangaben, welche auf die Website des entsprechenden Instituts verweisen ("Die Website www.team-w.ch ist Bestandteil dieses Befundes."), Transparenz hinsichtlich Probenmaterial, -gewinnung, Ausführungsort der Analytik und Analysedauer (vgl. Laborbericht vom 22. Januar 2020). Gleichfalls ist, anders als die Beschwerdeführerin meint, nicht erkennbar, inwiefern die Aussage des psychiatrischen Experten, die von ihr geschilderte Müdigkeit resultiere aus einer erhöhten Xanax-Einnahme (psychiatrisches ABI-Gutachten, S. 35 oben), den sonstigen Angaben hinsichtlich Medikamentenkonsum und Konsistenz widersprechen sollte.