Citation: 8C_772/2008 07.04.2009 E. 3.2

3.2.1 Die Argumentation, der medizinische Sachverhalt sei in neurologischer Hinsicht unzureichend abgeklärt worden, wurde im kantonalen Verfahren nicht vorgebracht. Die ihr zugrunde liegenden Behauptungen sind neu und wurden nicht im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG durch den vorinstanzlichen Entscheid veranlasst. Sie könnten deshalb nur berücksichtigt werden, wenn sie - entsprechend E. 1.2 am Ende hiervor - geeignet wären, eine Revision des bundesgerichtlichen Urteils zu begründen. 3.2.2 Den Akten ist zu entnehmen, dass Dr. med. S.________ bereits am 30. September 2005 ein neurologisches Konsilium (inkl. EMG-Bericht) zuhanden von Dr. med. T.________, Orthopädie FMH, verfasste. Dr. med. S.________ wies schon damals auf eine Quadricepsatrophie hin. Zudem hielt er fest, er habe eine massiv erhöhte Muskelinkonsistenz gefunden, wie sie für eine ischämische Muskelschädigung oder Myositis typisch sei. Da der Patient neurophysiologisch nur schwer untersuchbar sei, rate er zu einem ergänzenden seitenvergleichenden MRI der Oberschenkelmuskulatur. Eine ischämische Alteration wäre im Seitenvergleich durchaus erkennbar. Dr. med. T.________ hielt in einem Schreiben vom 21. November 2005 an die Klinik Z.________ fest, eine MRI-Untersuchung habe den Verdacht von Dr. med. S.________ nicht bestätigt. Im Gutachten des ärztlichen Begutachtungsinstituts X.________ werden sowohl der Bericht von Dr. med. S.________ als auch - unter der Rubrik "nachträglich eingereichte Unterlagen" - der Befundbericht MRI des Oberschenkels beidseits durch I.________ an Dr. med. T.________ vom 9. November 2005 erwähnt. Letzterer wird zusammengefasst. Die Gutachter gelangten auf dieser Basis offenbar zum Ergebnis, ein neurologisches Teilgutachten sei entbehrlich. Vor diesem Hintergrund konnte das kantonale Gericht das Gutachten des ärztlichen Begutachtungsinstituts X.________ ohne Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich des Untersuchungsgrundsatzes [Art. 61 lit. c ATSG]) als beweiskräftig ansehen und in antizipierter Beweiswürdigung auf weitere Abklärungen - auch solche in neurologischer Hinsicht - verzichten. An diesem Ergebnis ändern die letztinstanzlich aufgelegten Unterlagen nichts. Der Umstand, dass Dr. med. S.________ eine ischämische Muskelschädigung mit ischämischer Neuropathie vermutet, bildet angesichts der bereits bestehenden Vorakten keine Basis für einen Revisionsgrund. Ebenso wenig besteht Anlass für die beantragte Sistierung des Verfahrens. Eine nach dem 19. April 2007 (Erlass der Verwaltungsverfügung und damit zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung; BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220) eingetretene Veränderung des Gesundheitszustandes wäre im Rahmen eines Neuanmeldungsverfahrens (Art. 87 Abs. 4 IVV) geltend zu machen. Die Beschwerde ist abzuweisen.