Citation: 8C_57/2007 17.07.2007 E. 3

3.1 Der Handchirurg Dr. med. F.________ hält in seinem Bericht vom 29. November 2005 fest, die Abklärung habe ein schwerst geschädigtes Handgelenk gezeigt. Es bestehe eine weit fortgeschrittene Arthrose und eine Fehlstellung des Mondbeins. Die wahrscheinlichste Ursache für diese Entwicklung sei eine länger zurückliegende Bandverletzung im Handwurzelbereich. Dr. med. O.________ schliesst sich in seiner Beurteilung vom 27. Februar 2006 dieser Einschätzung an. Er führt weiter aus, die Ruptur einer Bandstruktur am Handgelenk - vor allem die des sehr kräftigen scapholunären Bandes - könne man sich nur mit einem einmaligen Trauma erklären, das auch heftig genug sein müsse, um eine solche Ruptur herbeizuführen. Eine repetitive Beanspruchung des Handgelenks selbst in einer manuell belastenden beruflichen Tätigkeit wie der eines Dachdeckers sei nicht möglich. Dr. med. M.________, Leitende Ärztin Plastische und Rekonstr. Chirurgie am Spital R.________, gelangt in ihrem Bericht vom 31. August 2006 zu einer identischen Diagnose, welche sie näher erläutert. Zudem hält die Ärztin fest, um die geschilderte Bandverletzung zu verursachen, sei eine grosse Gewalteinwirkung auf das Handgelenk nötig, wie sie z.B. auftrete bei einem ungebremsten Sturz auf das nach hinten gebogene Handgelenk oder bei Dezelerationsmechanismen wie einem Motorradunfall oder einem Sturz aus der Höhe. 3.2 Die SUVA macht grundsätzlich zu Recht geltend, der Nachweis eines die Merkmale des Unfalls (oder einer unfallähnlichen Körperschädigung; dazu BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467 mit Hinweis) erfüllenden Ereignisses lasse sich nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Richtig ist auch, dass sich der medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem Unfallbegriff deckt und dass ein traumatisches Ereignis zwar eine pathologische Ursache ausschliesst, aber auch Vorgänge umfasst, welchen der Charakter der Ungewöhnlichkeit oder der Plötzlichkeit abgeht (Urteil U 236/98 vom 3. Januar 2000, E. 2d, mit Hinweisen). Die hier gegebene Schädigung kann jedoch, wie aus den übereinstimmenden medizinischen Unterlagen deutlich wird, praktisch nur aus einem Unfall oder allenfalls einer unfallähnlichen Körperschädigung (Bandläsion [Art. 9 Abs. 2 lit. g UVV] nach unfallähnlichem Vorfall) resultieren. Damit ist der Nachweis eines entsprechenden Ereignisses mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erbracht.