Citation: I 48/04 03.05.2004 E. 3

3.1 Laut der Gesamtbeurteilung des polydisziplinären Gutachtens der MEDAS vom 4. Juli 2001 bestand im April 2001 (Untersuchungszeitpunkt) hinsichtlich sämtlicher Tätigkeiten ohne Zwangshaltung, häufiges Bücken sowie Heben und Tragen schwerer Lasten eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 75 %. In der Expertise werden unter dem Titel "Diagnosen (mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit)" ein chronifiziertes lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit unspezifischer Schmerzausstrahlung in die Oberschenkel, Schulterbeschwerden, eine sensorische Polyneuropathie, eine asymptomatische Daumengelenksarthrose rechts bei beginnender, beidseitiger Gonarthrose, ein Restless-Legs-Syndrom, chronische Spannungskopfschmerzen sowie eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichter Episode genannt. Gemäss der Konsenskonferenz vom 22. Mai 2001 der begutachtenden Ärzte resultiert die insgesamt um 25 % verminderte Arbeitsfähigkeit hauptsächlich aus der Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit und in bloss geringerem Masse gestützt auf die neurologisch erhobenen Verhältnisse. 3.2 Die Krankengeschichte reicht nach Lage der Akten bis ins Jahr 1991 zurück, als der Beschwerdeführer nach einem Sturz über Rückenschmerzen klagte. Es ist auf Grund der medizinischen Unterlagen darauf zu schliessen, dass die somatischen Beeinträchtigungen jedenfalls im Verlauf der Jahre in den Hintergrund getreten sind und in der Folge insbesondere die psychische Gesundheit die Arbeitsfähigkeit limitierte. Das Gutachten der MEDAS (vom 4. Juli 2001) nennt in diesem Zusammenhang, wie bereits die PUP in ihrer ersten Expertise vom 1. März 2000, eine rezidivierende depressive Störung. Die Differenz in den beiden Expertisen liegt darin, dass die Gutachter der MEDAS im April 2001 eine gegenwärtig leichte Episode diagnostizierten, während die Ärzte der PUP im Rahmen der Untersuchungen Ende 1999 sowie Anfang 2000 von einer mittelgradigen Episode ausgegangen waren, was ihrer Auffassung nach eine um 50 % verminderte Arbeitsfähigkeit zur Folge hatte. Gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS (vom 4. Juli 2001), dem mit der Vorinstanz voller Beweiswert zukommt, da es alle rechtsprechungsgemässen (BGE 125 V 352 Erw. 3 mit Hinweisen) Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen erfüllt, ist überwiegend wahrscheinlich, dass sich der - psychische - Gesundheitszustand in der Zeit von Herbst 1999 bis April 2001 in der Weise verbessert hatte, dass sich die Arbeitsfähigkeit von 50 % auf 75 % steigerte. Der Kurzbericht der PUP vom 4. Dezember 2001, worin ohne nähere Begründung und, soweit ersichtlich, ohne ergänzende Untersuchung von einer anhaltenden, mittelgradigen depressiven Störung und einer nach wie vor 50%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen wird, vermag daran nichts zu ändern. Mit dem Bericht (vom 17. Juli 2002) des Dr. med. F.________, Spezialarzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, der im Rahmen der Begutachtung durch die MEDAS (Expertise vom 4. Juli 2001) für das psychiatrische Untergutachten verantwortlich gezeichnet hatte, ist in keiner Weise schlüssig dargelegt, weshalb der Gesundheitszustand - und mittelbar die Arbeitsfähigkeit - über die Jahre hinweg entgegen der Beurteilung und Stellungnahme der MEDAS unverändert geblieben sein soll. Der Umstand, dass gemäss dem zweiten, vorinstanzlich eingeholten Gutachten der PUP vom 12. Juni 2003 im Anschluss an die einen Rentenanspruch verneinende Verwaltungsverfügung vom 11. Juni 2002 vorübergehend eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten sei, die eine vom 28. August bis 3. September 2002 dauernde Hospitalisation bedingte, worauf ab September 2002 und verstärkt ab November 2002 wiederum eine Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten sei, ist für den hier massgebenden Zeitraum bis zum Verfügungserlass vom 11. Juni 2002 (BGE 121 V 266 Erw. 1b mit Hinweisen) nicht bedeutsam. Nach dem Gesagten ist, mit der Vorinstanz, überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer ab September 1998 gestützt auf die Angaben der Ärzte der PUP zu 50 % arbeitsfähig war und, bei entsprechend verbessertem psychischem Gesundheitszustand, ab April 2001 eine 75 %ige Arbeitsfähigkeit bestand, die, vorausgesetzt die Erwerbsunfähigkeit hat sich erwerblich anspruchserheblich verbessert (nachfolgend Erw. 4), auf den 1. August 2001 hin Auswirkungen zeitigt (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV).