Citation: 9C_431/2023 E. 4.5

4.5. In teleologischer Hinsicht hat die Vorinstanz erwogen, dass eine Privilegierung der kantonsfremden Vermieter im Vergleich zu den im Kanton wohnhaften Vermietern keinen Sinn ergebe. Vielmehr entspreche es der Logik der Ersetzung der Beherbergungstaxe durch die Tourismusförderungstaxe, dass alle Eigentümer von Ferienwohnungen unabhängig von Wohnsitz oder Sitz taxenpflichtig seien (vgl. angefochtenes Urteil E. 6.7). Dagegen liesse sich zwar einwenden, dass nach dem Wortlaut von Art. 29 Abs. 1 TG/VS nicht nur die kantonsfremden, sondern auch die ansässigen natürlichen Personen, die ihren Grundbesitz vermieten, vom Geltungsbereich der Taxe ausgeschlossen sind, solange sie die Vermietung nicht im Sinne einer selbständigen Erwerbstätigkeit betreiben. Beizupflichten ist der Vorinstanz hingegen, dass für eine Privilegierung der kantonsfremden Vermieter von Ferienwohnungen keine sachlichen Gründe ersichtlich sind, zumal auch sie von der touristischen Nachfrage nach Wohnraum profitieren. Der verfassungsmässige Grundsatz der Allgemeinheit der Besteuerung (Art. 127 Abs. 2 BV; vgl. dazu BGE 147 I 16 E. 4.2.3) spricht mithin dagegen, kantonsfremde Vermieter wie den Beschwerdeführer von der Tourismusförderungstaxe auszunehmen.