Citation: 2C_136/2014 E. 3.5

3.5. Art. 8 EMRK schützt zwar auch das Recht, Beziehungen zu anderen Menschen und der Aussenwelt herzustellen und zu pflegen, und umfasst generell sämtliche Aspekte der sozialen Identität des Menschen. Nach der Rechtsprechung des EGMR bilden deshalb alle sozialen Bindungen zwischen dem Einwanderer und der Gemeinschaft, in der dieser sein Leben und seinen Platz gefunden hat, Teil des Begriffs "Privatleben" im Sinn von Art. 8 EMRK (EGMR-Urteil Vasquez gegen Schweiz vom 26. November 2013 [Nr. 1785/08] § 37); dies gilt jedoch im Wesentlichen für junge Erwachsene, die im Aufnahmestaat gross geworden sind ( MINH SON NGUYEN, La protection de la vie privée et le droit des étrangers, in: Minh Son Nguyen [Hrsg.], Actualité du droit des étrangers, Jurisprudence et analyses, Bd. 1, 2013, S. 9 ff., dort 17 ff.), was beim Beschwerdeführer, der in seiner Heimat sozialisiert wurde, erst mit 21 Jahren in die Schweiz eingereist ist und in der Heimat Kontakte aufrecht erhalten hat, nicht zutrifft. Zwar fällt auch ein Konkubinatsverhältnis in den Anwendungsbereich von Art. 8 EMRK ( HUGI YAR, a.a.O., S. 37; Urteil 2C_702/2011 vom 23. Februar 2012 E. 3), der Beschwerdeführer legt indessen nicht dar, inwiefern die entsprechenden, im angefochtenen Entscheid dargelegten Voraussetzungen in seinem Fall im Verhältnis zu seiner neuen Freundin gegeben wären.