Citation: 8C_555/2024 E. 4.2

4.2. Die Gutachterwahl bei polydisziplinären MEDAS-Begutachtungen nach Art. 44 ATSG hat rechtsprechungsgemäss immer nach dem Zufallsprinzip zu erfolgen. Bei bidisziplinären Gutachten gilt diese Regelung nicht (Art. 72 bis Abs. 1 f. IVV; BGE 139 V 349 E. 5.2.1; 138 V 271 E. 1.1). Das Gutachten des PD Dr. med. C.________, Zentrum D.________, vom 7. November 2022 samt dem darin berücksichtigen Gutachten der Dres. med. E.________ und F.________ vom 10. September 2022 stellt - wie die Vorinstanz richtig erkannt hat - eine vom Krankentaggeldversicherer der Beschwerdeführerin veranlasste vertrauensärztliche Expertise dar. Sie wurde mithin nicht im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt, weshalb keine Verletzung des Zufallsprinzips vorliegt. Den Gutachten der Dres. med. E.________ und F.________ vom 10. September 2022 sowie des PD Dr. med. C.________ vom 7. November 2022 kommt - wie die Vorinstanz richtig erkannt hat - der Beweiswert versicherungsinterner ärztlicher Feststellungen zu (vgl. auch Urteil 8C_54/2022 vom 23. Mai 2022 E. 3.2). Gleiches gilt für die RAD-Stellungnahmen vom 7. Dezember 2022 sowie 23. und 25. August 2023. Somit ist zu prüfen, ob wenigstens geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit ihrer Einschätzungen bestehen. Bejahendenfalls sind ergänzende Abklärungen erforderlich (BGE 145 V 97 E. 8.5).