Citation: 8C_10/2009 03.08.2009 E. 4.2

4.2.1 Der Beschwerdeführer legt letztinstanzlich neu folgende Berichte auf: des Dr. med. L.________, Zentrum für medizinische Radiologie vom 22. Februar 2008 mit folgender Beurteilung: - Mässiger Partialriss bursaseits in der Subskapularissehne, isoliert, mit dazu passenden Geröllzysten und Sklerose im Tuberculum minus. Keine Sehnenretraktion und keine Muskelatrophie. - Mässige AC-Gelenksarthrose. - Keine Pathologie am Korakoid und den hier ansetzenden Sehen abgrenzbar; des Dr. med. H.________, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie vom 26. Februar 2008 mit folgender Diagnose: Partialruptur bursaseitig der Subskapularissehne links, mässige AC-Gelenksarthrose; des Dr. med. W.________, Oberarzt Orthopädie vom 3. Juli 2008 mit folgender Diagnose: Status nach Sturz mit unklarer Schulterverletzung links 1989, Schmerzen im ventralen Schulterbereich bei Arthrose im AC-Gelenk sowie Partialruptur mit subskapularis mit Zysten im Tuberculum minus. 4.2.2 Der Versicherte macht geltend, aufgrund dieser neuen Erkenntnisse, die seinem Rechtsvertreter erst im Rahmen der Besprechung des angefochtenen Entscheides Ende vergangenen Jahres (2008) zur Kenntnis gebracht worden seien, lasse sich der Standpunkt, dass keine somatischen Korrelate der unfallbedingten Beschwerden vorlägen, nicht mehr aufrecht erhalten. Es treffe zu, dass er im kantonalen Verfahren zumindest darin zugestimmt habe, es hätten keine somatischen Unfallfolgen festgestellt werden können. Es sei aber nicht so, dass nie pathologische Befunde an seiner linken Schulter festgestellt worden seien. Er habe in der vorinstanzlichen Beschwerde dargelegt, bei der Untersuchung in der Klinik B.________ seien ein Knacken und eine stark erhöhte Stellung der linken Schulter festgestellt worden. Somit müsse heute davon ausgegangen werden, dass er sich beim Unfall vom 1. August 1989 erhebliche Weichteilverletzungen zugezogen habe, die geeignet seien, seine Beschwerden ohne Weiteres zu erklären. Die von ihm neu aufgelegten Arztberichte enthielten neue entscheidende Tatsachen, die im kantonalen Verfahren unbekannt gewesen seien. Weshalb erst 20 Jahre nach dem Unfall die Ursache der Beschwerden habe festgestellt werden können, sei nicht nachvollziehbar. Die Berücksichtigung dieser neuen Arztberichte rechtfertige sich, da nur so der materiellen Wahrheit zum Durchbruch verholfen werden könne. Der Sachverhalt könne nur unter Berücksichtigung dieser neuen medizinischen Tatsachen rechtsgenüglich beurteilt werden. 4.3 Der angefochtene Entscheid datiert vom 13. November 2008. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass ihm die vorinstanzliche Beibringung der letztinstanzlich neu angerufenen Berichte des Dr. med. L.________ vom 22. Februar 2008, des Dr. med. H.________ vom 26. Februar 2008 und des Dr. med. W.________ vom 3. Juli 2008 trotz hinreichender Sorgfalt prozessual unmöglich und objektiv unzumutbar war (vgl. Urteil 8C_948/2008 vom 12. Januar 2009 E. 2.1 mit Hinweis). Insbesondere ergibt sich nicht aus dem kantonalzugerischen Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRG) vom 1. April 1976 und wird auch nicht geltend gemacht, dass nach dem vorinstanzlichen Abschluss des Schriftenwechsels vom 18. Juni 2007 bis zum Entscheid vom 13. November 2008 die Einreichung von Beweismitteln unzulässig gewesen wäre (vgl. § 12, § 63 Abs. 4 und §§ 68 ff. VRG; Urteil U 263/01 vom 4. April 2003 E. 5.2 und 8). Nicht rechtsgenüglich ist das pauschale Vorbringen des Versicherten, diese Arztberichte seien seinem Rechtsvertreter erst im Rahmen der Besprechung des angefochtenen Entscheides Ende vergangenen Jahres (2008) zur Kenntnis gebracht worden. Die von ihm neu aufgelegten Arztberichte können mithin nicht berücksichtigt werden. Nach dem Gesagten kommt auch die Anwendung der Revisonsbestimmung des Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG von vornherein nicht in Frage, da darin vorausgesetzt wird, dass die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte. Letzteres trifft vorliegend nicht zu. Demnach kann grundsätzlich offen bleiben, ob die in BGE 127 V 353 zum OG verankerte Rechsprechung - wonach neue erhebliche Tatsachen oder schlüssige Beweismittel vorgebracht werden konnten, wenn sie eine Revision des Gerichtsurteils zu rechtfertigen vermochten - auch unter der Herrschaft des BGG anwendbar ist (diese Frage bejahend: SVR 2009 IV Nr. 10 S. 21 E. 3.1 f. [9C_40/2007], offen lassend: Urteil 8C_965/2008 vom 5. Mai 2009 E. 1.3). 4.4 Im Übrigen könnte der Versicherte aus diesen drei letztinstanzlich aufgelegen Arztberichten ohnehin nichts zu seinen Gunsten ableiten, da darin zur Frage, ob der festgestellte Gesundheitsschaden natürlich kausal auf den Unfall vom 1. August 1989 zurückzuführen ist, nicht Stellung genommen wurde. Dr. med. W.________ führte im Bericht vom 3. Juli 2008 aus, die krankheits- oder unfallbedingte Genese habe bisher nicht eindeutig geklärt werden können; eine eigene Beurteilung dieser Frage nahm er indessen nicht vor.