Citation: 9C_794/2020 E. 3.2

3.2. Für die zwischen dem Beschwerdeführer und der Allianz abgeschlossene Einzelkrankentaggeldversicherung gelten unter anderem die Zusatzbedingungen (ZB) für die Fortsetzung des Versicherungsschutzes als Einzelversicherung (Ausgabe 2008), die Allgemeinen Bedingungen (AB) für die Kollektiv-Krankenversicherung (Ausgabe 2008) und die ZB für die Krankentaggeld-Versicherung (Ausgabe 2008; vgl. auch Art. 7 der ZB für die Fortsetzung des Versicherungsschutzes als Einzelversicherung). Art. 7 der ZB für die Krankentaggeld-Versicherung regelt das Zusammentreffen von Taggeldleistungen mit Leistungen Dritter. Danach steht der Allianz ein Rückforderungsrecht zu, wenn Leistungen aus Sozialversicherungen (oder anderen betrieblichen Versicherungen) rückwirkend für einen Zeitraum eingeräumt werden, für welchen sie die versicherten Taggelder bereits ungekürzt erbracht hat (Ziff. 3 lit. a). In dem Umfang, in welchen die Taggelder zusammen mit den Leistungen aus Sozialversicherungen (oder anderen betrieblichen Versicherungen oder eines haftpflichtigen Dritten) das versicherte Taggeld übersteigen, kann die Allianz verlangen, dass die rückwirkend für den gleichen Zeitraum eingeräumten Leistungen der anderen Versicherungen direkt an sie ausbezahlt werden (Ziff. 3 lit. b). Insbesondere ist sie berechtigt, beim zuständigen Sozialversicherungsträger die Verrechnung ihrer Vorschussleistungen mit Nachzahlungen der IV (oder Nachzahlungen der Mutterschaftsentschädigung nach EOG) direkt geltend zu machen und dort einzufordern, ohne die schriftliche Zustimmung der versicherten Person einholen zu müssen (Ziff. 3 lit. c).