Citation: 6B_399/2021 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt, es liege ein persönlicher Härtefall vor, wobei sein privates Interesse am Verbleib in der Schweiz aufgrund des lediglich tiefen bis mittleren Verschuldens, seiner guten Entwicklung seit seiner Verurteilung, insbesondere im Strafvollzug, seines stabilen Umfeldes und der daraus resultierenden guten Prognose im Vergleich zum öffentlichen Interesse an seiner Landesverweisung überwiege. Er lebe seit über 20 Jahren in der Schweiz, er sei hier beruflich und sozial integriert und er habe nur selten Sozialhilfe beziehen müssen. Vor den im vorliegenden Verfahren beurteilten Drogendelikten habe er zudem keine schwerwiegenden Straftaten begangen. Er habe vor seiner Verhaftung mit seiner Ehefrau und seiner achtjährigen Tochter, welche in der Schweiz eingeschult sei, zusammengelebt. Er pflege auch zu seinem 19-jährigen Sohn, der bei der Ex-Frau lebe, guten und einigermassen engen Kontakt. Die Landesverweisung führe entweder zur Trennung von seiner Familie oder dazu, dass die Familie aus ihrem jetzigen Leben herausgerissen werde, was insbesondere der Tochter grosse Schwierigkeiten bereiten würde. Er habe eine enge Beziehung zu seinen Familienmitgliedern und insbesondere zu seinen beiden Kindern und seiner jetzigen Ehefrau. Zu seinem Herkunftsland verfüge er über keine festen Verbindungen, weshalb nicht davon auszugehen sei, dass eine Wiedereingliederung ohne erhebliche Probleme gelingen würde.