Citation: 5A_702/2014 E. 3.4.1

3.4.1. Wirken Vertreter und Dritter einverständlich zusammen, um den Vertretenen durch Abschluss eines Geschäftes absichtlich zu schädigen (Kollusion), ist das Geschäft sittenwidrig und nichtig gemäss Art. 20 OR ( HONSELL, a.a.O.; ZÄCH, in: Berner Kommentar, 1990, N. 18 zu Art. 38). Die Sitten- (oder Rechts) widrigkeit von Vereinbarungen, welche mit fremden Forderungsrechten kollidieren, wird nur bei Vorliegen von qualifizierten Voraussetzungen bejaht ( HUGUENIN, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 5. Aufl. 2011, N. 41 zu Art. 19/20); selbst in der Verleitung zum Vertragsbruch und in der Ausbeutung einer Vertragsverletzung kann nur in Ausnahmefällen ein sittenwidriges Verhalten erblickt werden (BGE 114 II 91 E. 4b S. 101, mit Hinw. auf "besondere Umstände").