Citation: 6B_309/2016 E. 2.2

2.2. Im vorliegenden Fall ist gemäss den genannten Kriterien davon auszugehen, dass die Betriebsgefahren der beteiligten Fahrzeuge als gleichwertig zu betrachten sind. Die Vorinstanz hat daher bei der Haftungsaufteilung zu Recht auf das Verschulden der Beschwerdeführerin und des Beschwerdegegners abgestellt, was von der Beschwerdeführerin auch nicht beanstandet wird. Sie rügt jedoch, die Vorinstanz habe das Verschulden des Beschwerdegegners unzutreffend beurteilt, indem sie ein Mitverschulden gänzlich ausgeschlossen habe. Die Beschwerdeführerin hält dafür, dem Beschwerdegegner hätte ein Mitverschulden angelastet werden müssen, weshalb sich die Feststellung einer vollen Haftung zu ihren Lasten als bundesrechtswidrig erweise.