Citation: 2C_1011/2021 E. B

B.a. Mit Verfügung vom 5. März 2021 verweigerte das SEM die Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ und wies ihn aus der Schweiz weg. Diese Verfügung stellte das SEM am 9. März 2021 der ehemaligen Beiständin von A.________ zu. B.b. Das Migrationsamt wies A.________ mit Schreiben vom 6. Mai 2021 auf die Rechtskraft der vorgenannten Verfügung hin und forderte ihn auf, die Schweiz bis zum 17. Juni 2021 zu verlassen. Gemäss unwidersprochen gebliebener Darstellung des Beschwerdeführers wurde ihm dieses mit normaler Post versandte Schreiben frühestens am 14. Mai 2021 zugestellt (Art. 105 Abs. 2 BGG). Daraufhin machte A.________, mittlerweile anwaltlich vertreten, mit Eingabe vom 18. Mai 2021 an das SEM geltend, die vorgenannte Verfügung (vom 5. März 2021) nie erhalten zu haben und ersuchte um Wiederherstellung der Beschwerdefrist sowie um Erteilung der Zustimmung zur Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung. "Sollte dies nur im Sinne einer Beschwerde möglich sein", führte er weiter aus, "wäre das vorliegende Schreiben als Beschwerde entgegenzunehmen mit dem Antrag, die Frist wiederherzustellen, die Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, eventualiter die Zustimmung zum Kantonswechsel oder zur Neuerteilung zu erteilen, [...]." Da er bislang keine Kenntnis von der Verfügung des SEM erhalten habe, könne er dagegen auch heute noch ein Rechtsmittel einreichen. Sofern und soweit das SEM nicht (mehr) zuständig sein sollte, wäre das Begehren an die zuständige Behörde weiterzuleiten. Das SEM überwies die Eingabe "zuständigkeitshalber" an das Bundesverwaltungsgericht. B.c. Gemäss Abklärungen des Bundesverwaltungsgerichts ergab sich, dass A.________ wegen der Beendigung der Beistandschaft am 18. März 2021 persönlich bei der KESB vorbeigekommen war. Bei dieser Gelegenheit hatte die ehemalige Beiständin A.________ laut - von A.________ am 18. März 2021 gegengezeichnetem - Übergabeprotokoll inklusive Aktverzeichnis diverse Akten zur Beistandschaft übergeben. Das Aktenverzeichnis war in mehrere Rubriken, unter anderem "Verfügungen" und "Entscheide", unterteilt. Die Verfügung des SEM vom 5. März 2021 war unter keiner dieser Rubriken, sondern unter der Rubrik "Diverses" aufgeführt, und zwar als "Schreiben SEM vom 05.03.2021." B.d. Mit Urteil vom 8. November 2021 wies das Bundesverwaltungsgericht das Fristwiederherstellungsgesuch ab, soweit darauf eingetreten werden könne, und trat auf die "verspätete Beschwerde vom 18. Mai 2021" nicht ein. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wurde abgewiesen. B.e. Anschliessend ersuchte A.________ mit Schreiben vom 18. November 2021 an die Vorinstanz im Hinblick auf eine allfällige Beschwerde (an das Bundesgericht) um Zustellung der gesamten Verfahrensakten zur Einsichtnahme. Die Vorinstanz liess ihm mit Verfügung vom 24. November 2021 die Akten des Bundesverwaltungsgerichts zukommen, verwies ihn bezüglich der Akten des SEM und der Migrationsbehörden der Kantone Luzern und Aargau jedoch an die entsprechenden Behörden. Darauf hielt A.________ mit Schreiben vom 25. November 2021 an die Vorinstanz fest, er gehe davon aus, ihm seien alle Akten zugestellt worden, die der Vorinstanz beim Entscheid vorgelegen hätten, inklusive Vorakten. Er könne nicht dazu angehalten werden, Akten bei unteren Instanzen einzuholen. Daraufhin hielt die Vorinstanz mit Verfügung vom 30. November 2021 fest, ihr Vorgehen, wonach die Gewährung der Einsicht in Beizugsakten dem jeweiligen Aktenherrn obliege, entspreche dem üblichen Vorgehen. Die Beizugsakten seien zudem nur in elektronischer Form vorhanden und die entsprechenden Behörden verfügten im Gegensatz zur Vorinstanz über die technischen Mittel für eine sichere Übermittlung, weshalb sich das gewählte Vorgehen auch aus prozessökonomischen Gründen rechtfertige. Zudem lud die Vorinstanz das SEM und die Migrationsbehörden der Kantone Luzern und Aargau dazu ein, A.________ umgehend Einsicht in die für das vorinstanzliche Verfahren bereitgestellten Akten zu gewähren.