Citation: 4A_55/2022 E. 7.4

7.4. Die Beschwerdeführerin erhebt vier Rügen. Sie macht erstens geltend, die vorinstanzliche Annahme - die Ausschaltung jeden Wettbewerbs sei objektiv gerechtfertigt und verhältnismässig - sei willkürlich. Zweitens ignoriere die Vorinstanz bei der Beurteilung einer objektiven Rechtfertigung des Lieferabbruchs in willkürlicher Weise die Auswirkungen auf den Wettbewerb im konkreten Fall. Drittens beanstandet sie die Annahme der Vorinstanz als willkürlich, dass ein Lieferabbruch unter Art. 102 AEUV bzw. Section 18 UK Competition Act per se sachlich gerechtfertigt sei, wenn eine marktbeherrschende Unternehmung eine Änderung ihres Vertriebssystems beschliesse und die Grosshändler nicht mehr beliefere. Viertens treffe die Vorinstanz eine aktenwidrige und willkürlich Feststellung, wenn sie davon ausgehe, es fehle an einer Abhängigkeit von den Beschwerdegegnerinnen. Die zentrale Rüge ist die Dritte. Die Rügen 1-2 überschneiden sich weitgehend mit dieser.