Citation: 4C.3/2004 22.06.2004 E. C

Auf Berufung des Klägers und Anschlussberufung der Beklagten hob das Obergericht des Kantons Zug mit Urteil vom 6. November 2003 Dispositivziffer 1 des Urteils des Kantonsgerichts vom 2. Oktober 2002 in teilweiser Gutheissung der Berufung des Kläger auf und verpflichtete die Beklagte zur Zahlung von Fr. 545'445.-- nebst 5 % Zins seit 6. November 2003 auf Fr. 514'849.-- (Schaden) und Zins in gleicher Höhe vom 22. Mai 1992 bis 11. Juli 1999 auf Fr. 50'000.-- und seit dem 12. Juli 1999 auf Fr. 30'596.-- (Genugtuung). Die Anschlussberufung wurde abgewiesen. Das Obergericht schloss sich zur Hauptsache der Entscheidbegründung des Kantonsgerichts an. Es kam insbesondere zum Ergebnis, dass die Erwerbsfähigkeit des Klägers wegen des Unfalls um 50 % herabgesetzt sei, und verneinte eine Schadenminderungspflicht dahingehend, dass er die selbständige zu Gunsten einer unselbständigen Erwerbstätigkeit aufzugeben habe. Im Übrigen folgte das Obergericht der Berechnungsweise des Kantonsgerichts auch insoweit, als in Abweichung von der mit Urteil vom 19. Dezember 2002 (BGE 129 III 135 E. 2.2) geänderten Rechtsprechung des Bundesgerichts mit Brutto- statt mit Nettoeinkommensbeträgen gerechnet wurde. Eine Differenz zu den vom Kantonsgericht errechneten Beträgen ergab sich dadurch, dass die Parteien im kantonalen Berufungsverfahren übereinstimmend beantragt hatten, die Positionen "Privatanteil Fahrzeug/ Spesen" und "Anteil Miete Archiv" bei der Bestimmung des Valideneinkommens nicht zu dem vom Experten ermittelten und als richtig anerkannten "hypothetischen Bruttoabzug/Lohn" zu addieren.