Citation: 4A_371/2023 E. 6.5

6.5. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz verletze ihre Begründungspflicht, indem sie in ihrem Entscheid auf die Erwägungen 3.1-3.16 ihres (aufgehobenen) Entscheids vom 18. Februar 2022 verweise. Die Rüge ist unbegründet. Entgegen der Vorinstanz hat das Bundesgericht im Rückweisungsentscheid zwar nur - aber immerhin - festgehalten, wenn die Vereinbarung 2005 als Gesellschaftsvertrag qualifiziert werde, bestehe ein solcher jedenfalls nur zwischen der Beschwerdeführerin und dem Beschwerdegegner (nicht aber dem Beklagten 2). Dies bedeutet - entgegen der Beschwerdeführerin - aber nicht, dass die Vorinstanz betreffend die Frage der Auslegung und Qualifikation der Vereinbarung 2005 nicht auf ihre Erwägungen 3.1-3.16 in ihrem augehobenen Entscheid vom 18. Februar 2022 verweisen durfte. Wie der Beschwerdegegner zu Recht ausführt, ist es nicht zu beanstanden, dass sie diese Ausführungen nicht nochmals wörtlich im angefochtenen Entscheid wiederholte, sondern sie mittels Verweis zu Erwägungen ihres (neuen) Entscheids gemacht hat. Nichts ändert, dass die Vorinstanz in diesen Ausführungen noch (unzutreffenderweise) von einem Drei- statt einem Zweipersonenverhältnis ausgegangen ist, zumal sie in den betreffenden Erwägungen (weitestgehend) ohnehin nur die Rechte und Pflichten der Beschwerdeführerin und des Beschwerdegegners erwähnt. Eine sachgerechte Anfechtung (vgl. BGE 142 III 433 E. 4.3.2; 141 III 28 E. 3.2.4; 136 I 184 E. 2.2.1) war der Beschwerdeführerin jedenfalls ohne Weiteres möglich, wie denn auch ihre Beschwerde zeigt.