Citation: 8C_648/2020 E. 6.3

6.3. Die Vorinstanz hat in ihrem Entscheid die Spitex-Verordnung vom 8. Dezember 2017 erwähnt (vgl. deren E. 2.2), ist jedoch im Rahmen ihrer Beurteilung der strittigen Frage der allfälligen Verwirkung (vorinstanzliche Erwägung E. 7) nicht weiter darauf eingegangen. Vielmehr hat sie in für das Bundesgericht verbindlicher Weise (vgl. E. 1.2) festgestellt, dass die Suva nach Erhalt der ihr am 14. Juni 2018 zugestellten Spitex-Verordnung die D.________ GmbH habe wissen lassen, sie übernehme keine Kosten von Spitexleistungen, woraufhin die D.________ GmbH der Suva am 25. Juni 2018 telefonisch mitgeteilt habe, dass die bis anhin zugestellten Rechnungen bisher bzw. mindestens seit November 2017 stets von der Suva beglichen worden seien. Mit Schreiben vom 17. Juli 2018 habe die Suva die D.________ GmbH informiert, sie werde eine Rückforderung der von Mai 2017 bis Mai 2018 bezahlten Spitexrechnungen prüfen, und die D.________ GmbH aufgefordert, verschiedene Fragen zu beantworten. Die D.________ GmbH sei dieser Aufforderung am 13. August 2018 nachgekommen. Gestützt darauf stellte die Vorinstanz fest, dass die Suva erst bei Verfassen des Schreibens vom 17. Juli 2018 Kenntnis sämtlicher irrtümlicherweise ausgerichteten Zahlungen und damit des Rückforderungsanspruchs gehabt habe, und schloss daraus, dass die einjährige Verwirkungsfrist somit am 18. Juli 2018 zu laufen begonnen und am 17. Juli 2019 geendet habe, so dass der Rückforderungsanspruch mit Erlass der Verfügung vom 7. März 2019 rechtzeitig geltend gemacht worden sei. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Zwar macht sie einen unvollständigen Sachverhalt geltend, legt jedoch nicht dar, inwiefern der vorinstanzlich festgestellte, für das Bundesgericht verbindliche Sachverhalt (vgl. E. 1.2) willkürlich sein soll. Denn dazu reicht es nicht aus, einen davon abweichenden Sachverhalt zu behaupten, sondern es ist erforderlich aufzuzeigen, inwiefern der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt unhaltbar oder unter Verletzung von Verfahrensvorschriften erstellt worden ist. Soweit die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes durch die Vorinstanz rügt, ist festzuhalten, dass die Vorinstanz ihrem Entscheid sämtliche Akten zugrunde gelegt hat. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin war die Vorinstanz auch nicht zu weiteren Abklärungen, namentlich nicht den beantragten Beweisabnahmen, verpflichtet. Dies gilt auch für die gerügte, aber nicht gegebene Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV wegen nicht erfolgter Einvernahme des Geschäftsführers der D.________ GmbH (vgl. dazu E. 5.3). Insbesondere zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf, inwiefern die Feststellung der Vorinstanz, die Suva habe erst bei Erlass des Schreibens vom 17. Juli 2018 Kenntnis sämtlicher zu Unrecht ausgerichteten Leistungen gehabt, geradezu willkürlich sein soll.