Citation: 8C_201/2010 23.04.2010 E. 4

4.1 Was die Ermittlung des Valideneinkommens anbelangt, ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325 mit Hinweisen). 4.2 Der Versicherte hat sowohl vor als auch nach seinem Unfall keine Berufsausbildung abgeschlossen. Nachdem er eine Lehre zum Maschinenschlosser infolge einer Allergie abgebrochen und Praktika in Pflegeberufen absolviert hatte (vgl. etwa kreisärztlicher Bericht vom 8. April 2008 und Bericht der Berufsberatung, Klinik Y.________, vom 14. September 1995), war er im Zeitpunkt des Ereignisses vom 12. April 1995 als Forstwart-Schnupperlehrling beschäftigt. Die nach dem Unfall begonnenen Ausbildungen (Handelsschule, Autoersatzteilverkäuferlehre, Lehrgänge in der Computerbranche) schloss er (überwiegend aus gesundheitlichen Gründen) nicht ab (vgl. etwa Bericht der Berufsberatung vom 9. Januar 2006 und BEFAS-Bericht vom 11. September 2006). Es kann somit mangels konkreter Anhaltspunkte über seine berufliche Laufbahn ohne Eintritt des Gesundheitsschadens nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass er auch ohne den Unfall bei seiner jetzigen Arbeitgeberin im Druckereigewerbe tätig sein würde. Insofern ist nicht zu beanstanden, dass Vorinstanz und SUVA zur Ermittlung des Valideneinkommens auf tabellarische, alle Branchen umfassende Werte abgestellt haben. Das kantonale Gericht war denn auch nicht gehalten, der beanstandeten angeblichen Aktenwidrigkeit nachzugehen, da selbst bei deren Erhärtung beim Valideneinkommen auf Tabellenlöhne abzustellen wäre. Weitere Einwände gegen die Invaliditätsbemessung werden nicht vorgebracht, so dass es beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden hat.