Citation: 6B_452/2023 E. 1.5

1.5. Die Vorinstanz setzte sich entgegen der Kritik des Beschwerdeführers mit den von diesem geltend gemachten Beweisverwertungsverboten auseinander. Sie erklärte die Einvernahmen des Mitbeschuldigten A.________ aus der Zeit zwischen dem 19. Januar und dem 28. März 2017 gegenüber dem Beschwerdeführer in Anwendung von Art. 131 Abs. 3 StPO mangels einer notwendigen Verteidigung im Sinne von Art. 130 lit. a StPO für unverwertbar (angefochtenes Urteil E. 3 S. 20 f.), womit sich eine Prüfung des sich allenfalls aus Art. 147 Abs. 4 StPO ergebenden, zusätzlichen Verwertungsverbots grundsätzlich erübrigte. Die getrennt durchgeführten Schlusseinvernahmen qualifizierte die Vorinstanz für uneingeschränkt verwertbar, da an den Schlusseinvernahmen keine neuen Erkenntnisse gewonnen worden seien (angefochtenes Urteil E. 5.1 S. 22). Bezüglich der Schlusseinvernahmen verneinte die Vorinstanz folglich eine Verwertung zuungunsten des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 147 Abs. 4 StPO.