Citation: 2C_139/2018 E. 2.3.3

2.3.3. Als privates Interesse fällt vor allem ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer hier geboren wurde und seitdem in der Schweiz lebt. Ansonsten tragen seine weiteren privaten Interessen nicht zur Erhöhung des Gewichtes bei: Er ist kinderlos und ledig. Beruflich ist er kaum integriert. Er hat keine berufliche Ausbildung absolviert, war während längerer Zeit arbeitslos und arbeitet (e) nur sporadisch. Er ist nicht fürsorgeabhängig, hat aber beim Obergericht eine Schuld von Fr. 50'000.--, was das Gewicht des privaten Interesses vermindert. Auch seine Eltern und sein Bruder leben hier. Das Gewicht des privaten Interesses wiegt insgesamt nicht besonders schwer. Der Beschwerdeführer bringt vor, dass er sich künftig deliktsfrei verhalten werde. Er habe sich u.a. von seinen ehemaligen Freunden getrennt und arbeite nunmehr. Allerdings ist mit der Vorinstanz einig zu gehen, dass der Zeitraum seit Entlassung aus dem Strafvollzug vom 13. Januar 2017 zum einen zu kurz ist und der Beschwerdeführer zum anderen engmaschig begleitet wurde, weshalb eine sachlich korrekte Aussage, ob er sich in Zukunft positiv verhalten werde, nicht möglich ist. Hier lässt sich somit (noch) nichts zu seinen Gunsten anführen. Der Beschwerdeführer führt sodann aus, dass eine Rückkehr in den Kosovo eine unzumutbare Härte darstellen würde. Es wäre im Übrigen keine Rückkehr in sein Heimatland, sondern ein Wegzug von seiner Heimat in ein fremdes Land. Zwar kenne er die albanische Sprache, könne sie aber nicht schreiben. Zu seinem Onkel (Bruder seines Vaters) habe er keinen Kontakt, er kenne diese Familie kaum. Seine Ferien hätte er in Albanien und nicht im Kosovo verbracht. Mit den Verhältnissen im Kosovo, mit den dortigen Mentalitäten, den kulturellen Gepflogenheiten sowie mit dem Arbeitsmarkt sei er nicht vertraut. Der Beschwerdeführer ist in einem kosovarischen Haushalt aufgewachsen. Insofern sind ihm die sozio-kulturellen Gegebenheiten bekannt. Zwar ändern sich diese im Laufe der Zeit, doch kann er mit seinen bisherigen Kenntnissen und Erfahrungen an die Veränderungen anknüpfen. Zudem dürfte sich mit einem Wohnortswechsel auch der heutige lose Kontakt zu seinem Onkel im Kosovo intensivieren. Wie er ausführt, spricht er die albanische Sprache. Er könne diese aber nicht schreiben. Albanisch gehört zur indogermanischen Sprachfamilie. Das Alphabet besteht aus 36 lateinischen Buchstaben (einschliesslich einer Anzahl von zwei Buchstaben, die für eine Lautung stehen). Da die albanische Sprache grundsätzlich phonetisch geschrieben wird, kann davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer, der ein guter Schüler war (Art. 105 Abs. 2 BGG), diese nach einigen Anfangsschwierigkeiten beherrschen wird. Insgesamt verfügt der Beschwerdeführer über einige Berührungspunkte zu seinem Kulturkreis. Dem Beschwerdeführer fehlt - entgegen seinen Ausführungen - auch sprachlich nicht jegliche Verbindung zu seinem Heimatstaat. Insofern ist eine Rückkehr in sein Heimatland nicht unzumutbar.