Citation: 2C_848/2022 E. 7.6

7.6. Schliesslich erweist sich das angefochtene Urteil auch betreffend die Leistungsfähigkeit der Hochdruckwaschanlage nicht als willkürlich. Das von der Beschwerdegegnerin offerierte Fahrzeug wurde am Testtag bei der Qualität des Waschbalkens und der Düsen sowie beim Handling der Hochdruckwaschanlage mit je null Punkten bewertet, weil der Schwemmbalken nicht ausschreibungsgemäss an der Stossstange, sondern stattdessen in der Mitte des Fahrzeugs montiert war. Diesbezüglich durfte die Vorinstanz willkürfrei schliessen, die nicht ausschreibungsgemässe Montage könne der Beschwerdegegnerin angesichts des sehr knapp bemessenen Terminplans zwischen Angebotseinreichung und Testtag (weniger als zwei Wochen) nicht negativ angelastet werden, zumal die Beschwerdegegnerin für die Endauslieferung ausdrücklich einen ausschreibungsgemäss montierten Schwemmbalken offerierte und die Beschwerdeführerin auch nicht geltend machte, die Beschwerdegegnerin sei zu einer solchen Montage nicht in der Lage. Ebensowenig unhaltbar ist, wenn die Vorinstanz gestützt auf ein von der Beschwerdegegnerin erstelltes Protokoll und zwei Videoaufnahmen des Testtags - die zeigen, dass die Maschine der Beschwerdegegnerin am Testtag zuerst ohne und dann mit Einsatz der Hochdruckwaschanlage Ölbindemittel von einem Platz reinigte - davon ausgeht, dass die Beschwerdeführerin Gelegenheit hatte, die vorhandene Hochdruckwaschanlage umfassend zu testen, und dass es folglich an der Beschwerdeführerin gewesen sei, aufzuzeigen, welche (konkreten) Schwemm- und Reinigungsleistungen die Maschine der Beschwerdegegnerin beim Test nicht zufriedenstellend erfüllt habe. Mangels solcher Erläuterungen durfte das Verwaltungsgericht schliessen, es bleibe offen, welches Bedürfnis der Vergabebehörde die offerierte Hochdruckanlage nicht erfülle, und dass sich ein Ausschluss aus dem Vergabeverfahren damit nicht begründen lasse. Entgegen den Beschwerdevorbringen ist nicht entscheidend, ob die Vorinstanz auf das Protokoll der Beschwerdegegnerin hätte abstellen dürfen, nachdem auch die beiden Videoaufnahmen (unbestrittenermassen) zeigen, dass die Waschanlage getestet wurde. Auch die angerufene "physikalische Logik", wonach bei höherem Wasserdruck schwerere Verunreinigungen besser gelöst werden können, das kleinere Tankvolumen des Fahrzeugs der Beschwerdegegnerin sowie der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin auch andere Fahrzeuge mit (nominell) leistungfähigeren Reinigungssystemen im Angebot führt, lassen den Schluss der Vorinstanz, die Beschwerdegegnerin habe trotz Testung der Maschine keine wesentlichen funktionalen Abweichungen der Reinigungsleistung der vorgeführten Maschine aufgezeigt respektive aufzeigen können, nicht als willkürlich erscheinen.