Citation: 5C.219/2003 08.01.2004 E. 3

3.1 In der Folge hat die Vorinstanz geprüft, ob mit Bezug auf den Kläger die Voraussetzungen des gesetzlichen Vorrechts gemäss Art. 841 Abs. 1 ZGB erfüllt sind. Dabei hat sie unter anderem festgestellt, dass der massgebende Mehrerlös (gemeint ist offensichtlich der "den Wert des Bodens übersteigende(n) Verwertungsteil") der Beklagten rund Fr. 1'089 Mio. betrage, während sie rund Fr. 2'389 Mio. an (andere) Baugläubiger bezahlt habe. Aufgrund der bundesgerichtlichen Praxis (BGE 112 II 496), wonach nur verlangt werde, dass der Verwertungserlös für wertsteigernde Bauleistungen verwendet worden sei, müsse die Klage abgewiesen werden. Soweit der Kläger an den genannten Zahlen Kritik übt, ist er damit nicht zu hören (Art. 63 Abs. 2 OG). Ob er - unter Hinweis auf BGE 115 II 146 (Gleichbehandlung der Bauhandwerker) - auch die Rechtsauffassung der Vorinstanz kritisiert, ist nicht klar. Diese Rüge wäre indessen berechtigt. Die Vorinstanz hat übersehen, dass das Bundesgericht in BGE 115 II 136 E. 6a und b S. 144, die erwähnten Erwägungen (BGE 112 II 493 ff. insbes. S. 495/496) präzisiert und sich für eine gleichmässige Behandlung der Baugläubiger ausgesprochen hat. 3.2 Für diesen Fall hat die Vorinstanz immerhin eine objektive Benachteiligung des Klägers nicht verneint, jedoch bezüglich der Beklagten verneint, dass das Grundstück durch ihre Pfandrechte "in einer für sie erkennbaren Weise" (subjektives Element) zum Nachteil des Klägers belastet worden sei; dabei hat sie in tatsächlicher Hinsicht ausgeführt, der Kläger sei im Budget des Bauherrn nicht vorgesehen gewesen, vielmehr der Baumeister, welcher offenbar auch einen Grossteil dieser Arbeiten ausgeführt habe, während vom Kläger als Unternehmer weder vor noch während der Ausführung der vorgesehenen und budgetierten Arbeiten je die Rede gewesen sei. Der Kläger habe in der persönlichen Befragung selbst erklärt, von der Bauleitung sei "niemand mehr vorhanden gewesen". Der Kläger weist darauf hin, dass er nicht "Subunternehmer", sondern "eigenständiger Unternehmer" gewesen sei, und beruft sich in rechtlicher Hinsicht in diesem Zusammenhang auf das Gebot der gleichmässigen Behandlung der Bauhandwerker. Die Vorinstanz hat den Ausdruck "Subunternehmer" ohnehin nur im Zusammenhang mit einem Zitat aus der Lehre verwendet. Was der Kläger zur Untermauerung seines Standpunktes (eigenständiger Unternehmer) vorbringt, richtet sich gegen die tatsächlichen, für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 63 Abs. 2 OG). Soweit er auf das Gebot der Gleichbehandlung verweist, ist der Rechtsauffassung der Vorinstanz in diesem Punkt zu folgen. Der Kläger macht einen individuellen, zahlenmässig genau bestimmten Anspruch auf Reduktion des Verwetungserlöses der Beklagten zu deren Lasten und zu seinen Gunsten geltend. Das setzt voraus, dass für sie auch seine individuelle Benachteiligung erkennbar war und nicht nur allenfalls jene anderer Bauhandwerker. Ersteres ist nach dem Gesagten zu verneinen.