Citation: 4A_255/2009 11.08.2009 E. B

Der Beschwerdegegner erhob Klage und verlangte vor dem Kantonsgericht des Kantons Wallis, nachdem er im Verlaufe des Verfahrens seine Begehren reduziert hatte, von den Beschwerdeführern, unter solidarischer Haftbarkeit Fr. 80'066.-- nebst Zins, entsprechend einem Honorar von Fr. 14'566.-- für Zusatzleistungen und dem Restanteil der im Vertrag vereinbarten Pauschale von Fr. 65'500.--. Das Kantonsgericht erachtete gestützt auf ein Gutachten die Mehrforderung für Zusatzleistungen als ausgewiesen. Es ging davon aus, mit der Kündigung des Vertrages sei die Restforderung gemäss dem geschlossenen Vertrag fällig geworden, soweit der Beschwerdegegner die entsprechenden Leistungen bereits erbracht habe. Es erachtete indessen die Bauabrechnung vom 30. Juni 2004 samt Begleitschreiben und Beilagen als unvollständig. Ferner sei bezüglich der Garantiearbeiten nur eine Teilleistung erbracht worden. Gestützt auf Ziff. 4.5 der SIA-Norm 102 entfalle auf die Teilleistung Schlussabrechnung 2 % und auf die Teilleistung Mängelbehebung 1 % des vereinbarten Honorars. Vor diesem Hintergrund hielt das Kantonsgericht einen Abzug von 2 % des vereinbarten Pauschalhonorars (beziehungsweise Fr. 3'800.--) für angemessen. Die von den Beschwerdeführern zur Verrechnung gestellten Schadenersatzforderungen seien demgegenüber nicht hinreichend substanziiert. Daher sprach es dem Beschwerdegegner Fr. 76'266.-- nebst Zins zu.