Citation: 2C_375/2019 E. 2.1

2.1. Ausländische Ehegatten von Schweizer Bürgern haben unter Vorbehalt von Art. 51 Abs. 1 AIG Anspruch auf Erteilung und Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit ihrem Partner zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AIG). Der Beschwerdeführer lebt seit 1. Juni 2016 von seiner Gattin getrennt. Gestützt auf die Ehe hat er keinen Anspruch auf eine Bewilligungsverlängerung. Da die Ehe weniger als drei Jahre gedauert hat, besteht auch kein Anspruch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG. Dies ist unbestritten. Der Beschwerdeführer macht denn auch nur einen Anspruch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 AIG geltend. Danach besteht auch nach Auflösung der Ehe ein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 AIG weiter, wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen. Beispiele solcher Gründe nennt Art. 50 Abs. 2 AIG, worunter etwa die starke Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung im Herkunftsland fällt.