Citation: 4A_18/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz prüfte den Tatbestand der Vertrauenshaftung und gelangte - entgegen der Erstinstanz - unter diesem Titel zum Schluss, dem Beschwerdeführer sei der Beweis einer unsorgfältigen Beratung durch E.________ gelungen. Die erteilte Falschauskunft (wonach in der Haushaltversicherungspolice der F.________ AG eine Privathaftpflichtdeckung enthalten war) sei geeignet gewesen, bei den Eltern des Beschwerdeführers ein Vertrauen zu schaffen, dass sie (und der Beschwerdeführer) nunmehr bei der F.________ AG (und nicht mehr bei der Beschwerdegegnerin) privathaftpflichtversichert gewesen seien. Auf dieses Vertrauen könnten sich auch Personen berufen, die (wie der Beschwerdeführer) offenkundig, d.h. für den Versicherungsvertreter erkennbar, hätten mitversichert werden sollen. Indessen hätten die Eltern des Beschwerdeführers "nicht unbeschränkt darauf vertrauen [dürfen], nun für alle Zukunft bei der F.________ AG für das Risiko 'Privathaftpflicht' versichert zu sein", sondern nur bis zur Erneuerung der Haushaltversicherungspolice im Februar 2005. Ab diesem Zeitpunkt sei ein schutzwürdiges Vertrauen der Versicherungsnehmer in die fehlerhafte Beratung durch E.________ und deshalb eine Vertrauenshaftung zu verneinen. Im Sinne einer Eventualbegründung befand die Vorinstanz, wenn man neben der Sorgfaltspflichtverletzung durch E.________ auch ein berechtigtes Vertrauen der Versicherungsnehmer bejahen würde, wären die Ansprüche aus Vertrauenshaftung jedenfalls verjährt. Weiter prüfte die Vorinstanz das Forderungsbegehren unter dem Gesichtspunkt der vertraglichen Haftung und verneinte eine solche zusammengefasst mit der Begründung, dass der Beschwerdeführer nicht Vertragspartei, sondern lediglich (mit-) versicherte Person sei.