Citation: 6B_1323/2017 E. A

Im Frühjahr 2007 knüpften X.________ als Verwaltungsratspräsident der B.________ AG und C.________ als Vertreter der A.________ AG erste Kontakte zur Zusammenarbeit in der Verwertung von Klärschlamm. In den folgenden Jahren schloss die B.________ AG mit diversen Kläranlagen Verträge, wonach die B.________ AG Klärschlamm zur fachgerechten Entsorgung übernehmen sollte. Dafür stellte die B.________ AG den Kläranlagen pro Tonne Klärschlamm einen bestimmten Betrag in Rechnung. Weil die B.________ AG anfänglich nicht in der Lage war, sämtlichen Klärschlamm rentabel zu entsorgen, vereinbarte sie mit der A.________ AG, dass diese den Klärschlamm übernimmt und durch den Verband D.________ verwerten lässt. X.________ und C.________ sollen mündlich vereinbart haben, dass der resultierende Gewinn hälftig geteilt wird zwischen der B.________ AG und der A.________ AG. Berechnet wurde der Gewinn aus der Differenz zwischen den Beträgen, die den Kläranlagen in Rechnung gestellt wurden, und den Kosten für den Transport und die Entsorgung des Klärschlamms. Die B.________ AG stellte den Kläranlagen monatlich Rechnung und übermittelte der A.________ AG Kopien davon. Diese stellte der B.________ AG Rechnung für den Transport des Klärschlamms und dessen Entsorgung durch den Verband D.________ sowie für den hälftigen Gewinn. Die A.________ AG war darauf angewiesen, dass die B.________ AG ihr die Rechnungen, welche sie den Kläranlagen schickte, in Kopie zukommen liess, damit sie den ihr zustehenden hälftigen Gewinn berechnen konnte. Der Transporteur sowie der Verband D.________ wurden von der A.________ AG bezahlt. Nach Meinungsverschiedenheiten mit C.________ war X.________ nicht mehr bereit, der A.________ AG den hälftigen Gewinn zu bezahlen. Daher erstellte er zusätzlich zu den Originalrechnungen, die an die Kläranlagen gingen, jeweils eine zweite Rechnung mit tieferen Beträgen. Mit den manipulierten Rechnungskopien täuschte er C.________ über den hälftig zu teilenden Gewinn.