Citation: 6B_1002/2017 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, sämtliche Gutachten des IRM hätten zu keinen Befunden geführt, ebenso wenig die durch die Eltern der Beschwerdeführerinnen veranlasste gynäkologische Untersuchung und die darauf folgende erneute Begutachtung der Befunde. Aufgrund der Aussagen beziehungsweise des Aussageverhaltens der Beschwerdeführerinnen habe ohne Weiteres begründeter Anlass zur Einholung von Glaubhaftigkeitsgutachten bestanden. Die psychiatrischen Gutachterinnen seien zum Schluss gelangt, dass bei allen Beschwerdeführerinnen eine massgeblich suggestive Beeinflussung, die Auswirkungen auf die strafrechtlich relevanten Aussagen hatte, nicht ausgeschlossen werden könne und sich in ihren Aussagen zu den strafrechtlich relevanten Inhalten keine Realkennzeichen finden liessen, die einen Erlebnisbezug der angeblichen Vorfälle hätten untermauern können. Auch sei bei der jüngsten Beschwerdeführerin bereits die Aussagetüchtigkeit verneint worden. Die Beschwerdeführerinnen hätten die Gutachten zwar kritisiert, jedoch keine stichhaltigen und substanziierten Einwände vorgebracht. Die Gutachten erschienen sorgfältig, fundiert und ausführlich sowie nach den Regeln der Kunst ausgearbeitet. Auch die Aussagen der Eltern der Beschwerdeführerinnen und von weiteren Drittpersonen, die im Wesentlichen auf Hörensagen sowie blossen Mutmassungen basierten, liessen keinen Verdacht erhärten, ebenso wenig die angebliche "beobachtenswerte Verhaltensänderung" von B.A.________. Insgesamt sei das Untersuchungsverfahren sorgfältig und mit dem nötigen Aufwand geführt worden, zusätzliche und zielführende Beweiserhebungen beziehungsweise Abklärungsmöglichkeiten seien nicht ersichtlich. Bezüglich der von den Beschwerdeführerinnen im Untersuchungsverfahren gestellten Beweisanträge könne auf die überzeugenden und ausführlich begründeten Beweisergänzungsentscheide der Beschwerdegegnerin 1 verwiesen werden. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, dass ein anklagebegründender Tatverdacht zu verneinen sei und eine Verurteilung der Beschwerdegegner 2-4 auf Basis des bisherigen Beweisergebnisses als geradezu ausgeschlossen erscheine. Es seien darüber hinaus auch keine zielführenden Beweisergänzungen zu erkennen, die an dieser Beurteilung noch etwas Wesentliches zu ändern vermöchten. Die Einstellungsverfügungen erwiesen sich daher als rechtens (Entscheid S. 7 ff.).