Citation: 5A_339/2024 E. 3.3

3.3. Wie sich dem angefochtenen Entscheid entnehmen lässt (Prozessgeschichte, Bst. H), hat das Obergericht die Parteien am 13. März 2024 über die Änderung im Spruchkörper orientiert. Die Beschwerdeführerin hat sich am 20. März 2024 hierzu vernehmen lassen und sich nach eigener Darstellung über die Gründe für die Änderung erkundigt (vgl. E. 3.1 hiervor). Obgleich das Obergericht sie mit Schreiben vom 22. März 2024 über diese informierte (angefochtener Entscheid, a.a.O.), äusserte sie sich in der Folge nicht mehr zur Änderung im Spruchkörper. Der angefochtene Entscheid ging in der Folge auf diese Problematik nicht ein. Unter diesen Umständen bleibt es der Beschwerdeführerin verwehrt, sich vor Bundesgericht auf Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK zu berufen: Ihr wäre es möglich und zumutbar gewesen, noch im obergerichtlichen Verfahren zeitnah zur Bekanntgabe der Gründe für die Änderung im Spruchkörper sämtliche gegen diese sprechenden Einwände zu erheben. Hierzu hätte ihr genügend Zeit zur Verfügung gestanden, verstrich zwischen der Bekanntgabe der Gründe für den Wechsel und der Ausfällung des Urteils des Obergerichts doch rund ein Monat. Dies hat die Beschwerdeführerin indes unterlassen, um sich nach Ergehen des für sie ungünstigen Entscheids bei der Rechtsmittelinstanz auf den angeblichen Verfahrensmangel zu berufen. Dieses Vorgehen ist treuwidrig und verdient keinen Rechtsschutz. Mit Blick auf die in der Beschwerde erhobenen Vorbringen bleibt es im Übrigen unerfindlich, weshalb die Beschwerdeführerin sich zur Frage äussert, ob es sich bei der KESB um ein Gericht nach Art. 30 Abs. 1 BV handelt (mit Hinweis auf Urteil 5A_640/2022 vom 28. März 2023 E. 3.4, in: FamPra.ch 2023 S. 834).