Citation: 7B_1055/2023 E. 2.2.1

2.2.1. Die Vorinstanz verneint das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB. Bezüglich der Lebensumstände hält sie fest, der im Jahr 1978 in Nordmazedonien geborene Beschwerdeführer sei im Jahr 1990 im Rahmen des Familiennachzugs mit seiner Mutter und den Geschwistern in die Schweiz gekommen. Seine Eltern seien im Jahr 2016 wieder nach Nordmazedonien gezogen, wo sie ein Haus besitzen. Gemäss eigenen Angaben habe der Beschwerdeführer keine Lehre abgeschlossen, aber einige Kurse absolviert und während rund drei Jahren als Badeaufseher gearbeitet. Seit dem 1. Oktober 2021 sei er in einem Pensum von 60 % als Lagerist tätig. Zuvor sei er während rund zehn Jahren keiner Arbeitstätigkeit nachgegangen. Er verdiene Fr. 3'000.-- brutto und verfüge über kein Vermögen. Gemäss eigenen Angaben bestünden Schulden zwischen Fr. 10'000.-- bis Fr. 20'000.--. Er bezahle derzeit monatlich zwischen Fr. 200.-- bis Fr. 300.-- ab. Seine Eltern und seine Familie würden ihn bei der Abzahlung der Schulden unterstützen. Der Beschwerdeführer habe keine Sozialhilfebeiträge bezogen bzw. beziehe solche nicht. Zu seinen familiären Verhältnissen in der Schweiz hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe keine Kinder und keine Unterhaltsverpflichtungen. Er habe angegeben, seine drei Geschwister lebten mit ihren Familien im Kanton Schwyz. Er habe regelmässig Kontakt bzw. treffe sich einmal pro Woche und telefoniere 2-3 Mal pro Woche mit ihnen. Mit den Eltern habe er weniger Kontakt, er besuche sie in letzter Zeit aber mehr. Sein Vater sei krank. Das Verhältnis des Beschwerdeführers zu seinen Eltern sei besser als früher. In Bezug auf die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers erwägt die Vorinstanz, dieser habe angegeben, psychische Probleme und eine Suchtproblematik gehabt zu haben. Er sei letztmals vor der Ohrenoperation (d.h. im Herbst 2022) beim Psychiater gewesen. Derzeit benötige er keine Psychotherapie. Die Vorinstanz hält weiter fest, der Beschwerdeführer kenne in seinem Heimatland ausser seinen Eltern niemand. Er habe zwar Verwandte dort, pflege aber nur wenig Kontakt mit ihnen und habe sie viele Jahre nicht gesehen. Er spreche Serbisch und Deutsch sowie ein wenig Russisch.