Citation: 7B_290/2022 E. B

B.a. Die Staatsanwaltschaft Bischofszell eröffnete am 24. September 2019 eine Strafuntersuchung gegen B.________. Mit Strafbefehl vom 31. August 2020 sprach sie ihn wegen fahrlässiger Körperverletzung nach Art. 125 Abs. 2 StGB schuldig und bestrafte ihn mit einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je Fr. 180.-- (Probezeit zwei Jahre) sowie mit einer Busse von Fr. 1'000.--. Dem Strafbefehl lagen die Vorwürfe zugrunde, B.________ sei für die Arbeitssicherheit verantwortlich gewesen und habe es unterlassen, dafür zu sorgen, dass bei laufender Maschine keine Reinigungsarbeiten durchgeführt werden und sich keine Mitarbeitende im Gefahrenbereich der Maschine aufhalten. Auch habe er sich nicht darum gekümmert, dass an der zu reinigenden Umkehrwalze ein Sicherungsschutz angebracht wird. B.b. Nachdem B.________ gegen den Strafbefehl Einsprache erhoben hatte, führte das Bezirksgericht Weinfelden in der Produktionshalle der C.________ AG einen Augenschein durch und befragte verschiedene Mitarbeiter, darunter auch die am Unfall direkt Beteiligten. Mit Urteil vom 30. November 2021 sprach das Bezirksgericht B.________ vom Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung frei. Die Zivilforderungen von A.________ verwies es auf den Zivilweg. B.c. Gegen dieses Urteil erhob A.________ Berufung. Das Obergericht des Kantons Thurgau bestätigte am 2. Mai 2022 das Urteil des Bezirksgerichts.