Citation: 8C_112/2020 E. 1.3

1.3. Das kantonale Gericht hat die Sache, soweit die gesamte Integritätsentschädigung (Schulter und Gehör) betreffend, unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides an die Verwaltung zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägungen neu verfüge. In der einschlägigen Erwägung 9.4 wird festgehalten, eine abschliessende Beurteilung des Integritätsschadens bezüglich der Gehörsproblematik könne aufgrund der vorliegenden Akten nicht vorgenommen werden. Aus dem vom Beschwerdeführer eingereichten otorhinolaryngologischen (Teil-) Gutachten vom 28. August 2018 ergebe sich eine Verschlechterung. Dr. med. C.________ habe einen Hörverlust gemäss CPT-AMA-Tabelle von 61 % rechts sowie 97 % links festgehalten, womit ein Gesamthörverlust von 70 % und damit die Mindesterheblichkeitsgrenze gemäss (Suva-) Tabelle 12 (Integritätsschäden bei Schädigung des Gehörs) wahrscheinlich erreicht sein dürfte. Eine Festsetzung des Gesamthörverlusts habe Dr. med. C.________ jedoch unterlassen. Die Suva werde diesbezüglich den binauralen Gesamthörverlust festzustellen haben, weshalb die Sache in diesem Punkt an sie zurückzuweisen sei. In Bezug auf die Integritätsentschädigung für die Schulterverletzung schloss das kantonale Gericht, die Suva habe zu Recht auf die orthopädisch-traumatologische Einschätzung des Dr. med. D.________, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, abgestellt, wonach eine Integritätseinbusse von 10 % resultiere. Da die Bemessung des Integritätsschadens bezüglich der Gehörsproblematik an die Suva zurückgewiesen werde, könnten dadurch verschiedene versicherte Ereignisse zu verschiedenen Integritätsentschädigungen führen. Diesfalls werde die Integritätsentschädigung gemäss Art. 36 Abs. 3 UVV nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt, weshalb das kantonale Gericht die Sache mit der Vorgabe an die Suva zurückwies, damit sie die gesamte Integritätsentschädigung allenfalls neu berechne.