Citation: 5A_208/2024 E. 11.2

11.2. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass sich der Elternkonflikt verschärft hat, der Loyalitätskonflikt beim Sohn grösser geworden ist und es diesem insgesamt nicht gut geht. Er kritisiert jedoch, die Vorinstanz begründe mit keinem Wort, inwiefern die Obhut durch die Beschwerdegegnerin den Paar- und Loyalitätskonflikt eindämmen und den Sohn so entlasten würde. Massgebend müssten die verschiedenen Zuteilungskriterien sein. Da die Vorinstanz diese willkürlich geprüft habe, sei ein qualifiziert mangelhafter Entscheid entstanden und die Vorinstanz habe den Anspruch des Beschwerdeführers auf Zuteilung der alleinigen Obhut nach Art. 298b Abs. 3 und 3bis ZGB qualifiziert verletzt. Durch die fehlende Bindungstoleranz der Beschwerdegegnerin werde das Kindeswohl des Sohnes massiv gefährdet.