Citation: 6B_1104/2019 E. A

A.________ wohnte von ca. 2008 bis Ende März 2017 mit ihrem Freund B.________, mit dem sie eine Liebesbeziehung pflegte (nachfolgend: Privatkläger), gemeinsam in dessen Liegenschaft in U.________/SG. Dieser führte als Einzelunternehmen eine Landmaschinenreparaturwerkstätte und eine Schlosserei. A.________ war in diesem Betrieb mit einem Pensum von 30-50% angestellt. A.________ wird vorgeworfen, sie habe vom 6. Januar 2012 bis zum 4. Februar 2017 in regelmässigen Abständen eine C.________ Maestrokarte und eine C.________ VISA Kreditkarte des Privatklägers aus dessen Portemonnaie genommen und mit diesen ohne Berechtigung bei verschiedenen Bankomaten Bargeld in der Höhe von insgesamt rund Fr. 194'000.-- bezogen, welches sie für eigene Zwecke verwendet habe. Darüber hinaus habe sie in verschiedenen Läden für sich persönlich Waren im Gesamtwert von Fr. 6'259.15 eingekauft sowie zwischen dem 8. August 2014 und dem 14. Januar 2015 im Internet Waren im Wert von Fr. 1'207.60 bestellt und je mit den Karten des Privatklägers bezahlt. Schliesslich habe sie zwischen dem 22. Januar 2014 und dem 3. November 2016 persönliche Rechnungen im Betrag von insgesamt Fr. 16'387.25 ohne dessen Wissen über das E-Banking des Privatklägers beglichen.