Citation: 6B_834/2020 E. 2.2

2.2. Das erstinstanzliche Gericht setzte sich in seinem zweiten Urteil zunächst mit der Kritik des Beschwerdeführers am Sachverständigen und seinen Gutachten auseinander. Es gelangte zum Schluss, es bestünden keine Zweifel an der Unabhängigkeit des Sachverständigen und das Gutachten sowie dessen Ergänzung seien widerspruchsfrei, vollständig, schlüssig und von hohem Beweiswert. Der Gutachter habe sich detailliert mit der Frage auseinandergesetzt, welche Behandlungen bzw. Behandlungsschritte der Beschwerdeführer gestützt auf seine Ausbildung habe vornehmen dürfen und welche nicht, und habe dargelegt, wann, d.h. ob im verjährten oder unverjährten Zeitraum, diese durchgeführt worden seien. Ferner habe er seine Vorgehensweise ausgiebig aufgezeigt. Die Ergebnisse und Erkenntnisse im Gutachten seien stringent sowie überzeugend begründet und es sei darauf abzustützen. Ferner ging das erstinstanzliche Gericht ausführlich auf die Aussagen der ehemaligen Angestellten in der Praxis des Beschwerdeführers ein, gab diese zusammengefasst wieder und bezeichnete sie als detailliert sowie widerspruchsfrei. Alle Zeugen könnten unerlaubte Behandlungen durch den Beschwerdeführer einigen Patienten namentlich zuordnen. Sie untermauerten mit ihren Aussagen die Erkenntnisse aus dem Gutachten. Es bestünden keine Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Zeugenaussagen. Schliesslich ging es auf die Aussagen des Beschwerdeführers und dessen Vorbringen ein. In Würdigung des gesamten Beweisergebnisses erachtete es das erstinstanzliche Gericht als erstellt, dass der Beschwerdeführer ohne im Besitz einer Bewilligung zu sein 195 Untersuchungen, 84 Anästhesien, 52 Zahnreinigungen, 165 chirurgische Behandlungen, 643 konservierende Behandlungen, 68 orthodentische Behandlungen, 1 Setzen von Implantatpfeilern, 153 Beschleifen von Zähnen und 4 Parodontitisbehandlungen (insgesamt 1'365 Behandlungen) durchgeführt hat (zweites erstinstanzliches Urteil S. 21 ff.). Angesichts der im ersten erstinstanzlichen Urteil infolge Verjährung bereits rechtskräftig eingestellten 1'150 Fälle und des rechtskräftigen Freispruchs im ersten vorinstanzlichen Urteil in 133 Fällen, verblieben 1'017 Fälle zur Beurteilung (zweites erstinstanzliches Urteil S. 17 f. und 29). Ferner gelangte das erstinstanzliche Gericht gestützt auf das Gutachten und dessen Ergänzung sowie die Aussagen zweier Zeuginnen und des Beschwerdeführers zum Schluss, dieser habe in 41 Fällen verschreibungspflichtige Medikamente abgegeben, ohne hierzu berechtigt gewesen zu sein, wobei das Verfahren bezüglich acht Fällen bereits rechtskräftig eingestellt worden sei (zweites erstinstanzliches Urteil S. 17 f. und 29 f.). Die Vorinstanz setzt sich ausführlich mit der Kritik des Beschwerdeführers am zweiten erstinstanzlichen Urteil sowie dem (Ergänzungs-) Gutachten auseinander und gelangt zum Schluss, die erste Instanz habe das Gutachten bzw. dessen Ergänzung zu Recht als den Anforderungen genügend erachtet, weshalb sie willkürfrei darauf habe abstellen dürfen. Gleiches gelte für die Aussagen der Zeugen (Urteil S. 20 ff., 51).