Citation: 4A_271/2023 E. 4.3.1

4.3.1. Der Beschwerdeführer rügt eine falsche Anwendung des Art. A4 Ziff. 2 AVB durch die Vorinstanz. Wer aus gesundheitlichen Gründen nur noch einen untergeordneten Teil der für den bisherigen Beruf erforderlichen Tätigkeiten ausüben könne, sei in diesem vollständig arbeitsunfähig. So sei ein Koch, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Küche arbeiten könne, aber noch in der Lage sei, am Computer Lebensmittelbestellungen aufzugeben, in seinem bisherigen Beruf als Koch ebenso als vollständig arbeitsunfähig anzusehen, wie ein Teamleiter CNC, der keine Führungsaufgaben mehr wahrnehmen könne. Der Beschwerdeführer macht somit im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz sei von einem falschen Begriff der Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf ausgegangen. Währenddem der Gesundheitszustand des Versicherten, der Aufgabenkatalog des bisherigen Berufs sowie die Feststellung, welche Arbeitstätigkeiten in welchem Umfang aufgrund des Gesundheitszustands nicht mehr ausgeübt werden können, Sachverhaltsfeststellungen darstellen, bildet der Begriff der Arbeitsunfähigkeit einen Rechtsbegriff, der vom Bundesgericht frei überprüft werden kann (ULRICH MEYER - BLASER, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, namentlich für den Einkommensvergleich in der Invaliditätsbemessung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, 2003, S. 47 ff.; vgl. auch BGE 140 V 193 E. 3.1). Entsprechend ist nachfolgend der Begriff der Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. A4 Ziff. 2 AVB auszulegen.