Citation: 8C_243/2023 E. A

A.a. A.________, geboren 1962, war als Maler und Gipser beschäftigt, als er sich im August 2011 wegen Beschwerden an der rechten Schulter bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete. Nachdem die Schulter am 23. Februar 2011 operiert worden war, konnte er seine bisherige Tätigkeit wieder aufnehmen, weshalb die IV-Stelle des Kantons Aargau von beruflichen Massnahmen absah (Verfügung vom 22. April 2012). A.b. Im Mai 2014 meldete sich A.________ erneut an unter Hinweis auf Handgelenksbeschwerden (rechts) sowie eine Insomnie. Er hielt sich im Juni 2014 in der Klinik B.________ auf, wo zudem ein depressives Zustandsbild nebst eines Verdachts auf eine Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ADHS) festgestellt wurde. Ab September 2014 wurde A.________ durch die Psychiatrischen Dienste C.________ betreut, im Frühjahr 2015 im Rahmen eines tagesklinischen Programms. Gemäss der rheumatologischen Abklärung einschliesslich einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) in der Klinik D.________ war A.________ in der angestammten Tätigkeit wegen Schulter- und Rückenbeschwerden vollständig arbeitsunfähig, in einer leidensangepassten Tätigkeit bestand jedoch keine Einschränkung (Gutachten vom 28. Oktober 2015). Die IV-Stelle gewährte daraufhin berufliche Massnahmen in Form einer Abklärung im Frühjahr 2017 mit anschliessendem Aufbautraining von November 2017 bis Februar 2018. Mit Verfügung vom 30. Oktober 2018 lehnte die IV-Stelle den Anspruch auf eine Invalidenrente ab. Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau hiess die dagegen von A.________ erhobene Beschwerde mit Urteil vom 22. August 2019 gut und wies die Sache zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle zurück. A.c. Gestützt auf das Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle MEDAS estimed, Zug, vom 28. September 2021 mit Ergänzung vom 11. März 2022 lehnte die IV-Stelle einen Anspruch auf Invalidenrente mit Verfügung vom 1. September 2022 erneut ab (Invaliditätsgrad: 36 %).