Citation: 6B_157/2014 E. 1.3

1.3. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung der Art. 34 Abs. 1, 47 Abs. 2 und 49 Abs. 1 StGB. Sie macht geltend, bei einer sich über einen längeren Zeitraum hinziehenden Serie gleichartiger Delikte müsse von der üblichen Vorgehensweise, bei welcher für das schwerste Delikt eine Einsatzstrafe gebildet und diese hernach im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB angemessen erhöht werde, abgewichen werden, damit dem Deliktsbetrag genügend Gewicht beigemessen werden könne. In diesen Fällen sei daher bereits bei der Bildung der Einsatzstrafe im Rahmen der Würdigung des Verschuldens der Gesamtdeliktsbetrag zu berücksichtigen. Im zu beurteilenden Fall dürfe der Geldstrafe kein Vorrang gegenüber der Freiheitsstrafe gegeben werden. Aufgrund des grossen Verschuldens des Beschwerdegegners sei als Einsatzstrafe zwingend eine Freiheitsstrafe von 12 Monaten festzusetzen und diese aufgrund der Tatmehrheit auf 17 Monate zu erhöhen. Es könne nicht angehen, dass ein Täter, welcher sich über Jahre hinweg mehrere tausend Franken aneigne, besser gestellt werde, als ein Täter, der denselben Betrag auf einen Schlag an sich bringe. Selbst wenn als Einsatzstrafe eine Geldstrafe festgesetzt würde, erfolge durch die Anwendung von Art. 47 Abs. 2 StGB keine Beschränkung auf eine Geldstrafe, wenn der Straftatbestand auch eine Freiheitsstrafe androhe. Somit wäre auch, wenn man mit der Vorinstanz eine Einsatzstrafe von 100 Tagessätzen festsetzen würde, unter Berücksichtigung des Verschuldens des Beschwerdegegners in Bezug auf die weiteren 86 Straftaten mit dem Gesamtdeliktsbetrag von rund Fr. 250'000.-- eine Gesamtstrafe von 17 Monaten Freiheitsstrafe festzusetzen. In Bezug auf die durch die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl am 5. Februar 2010 ausgesprochene Geldstrafe und Busse lägen daher keine gleichartigen Strafen vor, so dass die Strafen kumuliert werden müssten (Beschwerde S. 3 ff.).