Citation: 5P.347/2004 11.01.2005 E. 4

Auf die Rüge des Beschwerdeführers, es liege hinsichtlich der festgestellten Benachteiligungsabsicht insgesamt kein klarer Nachweis vor, ist das Kassationsgericht nicht eingetreten. Es hat dafürgehalten, "sofern er damit zum Ausdruck bringen will", das Obergericht habe sich bei der Beweiswürdigung von einem falschen Massstab leiten lassen, müsse die Frage als Beweismassverletzung mit eidgenössischer Berufung aufgeworfen werden, der die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde angesichts ihrer Subsidiarität (§ 285 ZPO/ZH) nachgehe (E. 2.2e S. 13). Der Beschwerdeführer wendet ein, das Kassationsgericht habe seine Vorbringen willkürlich ausgelegt und durch das Nichteintreten auf die Rüge seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Er habe in der "Zusammenfassung der Rügen" darlegen wollen, dass die Indizien nicht ausreichten, beim Sachgericht die Überzeugung zu begründen, der Erblasser habe mit der (eventuellen) Absicht gehandelt, die Beschwerdegegnerin bezogen auf den ihr zustehenden Pflichtteil zu benachteiligen. Seine Rüge habe die Beweiskraft der Indizien und damit die Beweiswürdigung und nicht das Beweismass betroffen (Ziff. 11 S. 17 ff. der Beschwerdeschrift). Letztlich kann dahin gestellt bleiben, was der Beschwerdeführer hat rügen wollen (vgl. BGE 116 II 745 E. 2b S. 748, zu nicht offenkundig aufscheinenden oder nicht eindeutig zuzuordnenden Vorbringen). Mit der Wendung "sofern er damit zum Ausdruck bringen will" hat das Kassationsgericht verdeutlicht, dass seine Vorbringen auch in dem von ihm heute dargelegten Sinn verstanden werden können. Dazu hat das Kassationsgericht dann anschliessend zwar nichts mehr gesagt. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör kann darin jedoch nicht erblickt werden. Denn der Beschwerdeführer hat nur noch einmal erneuert, was im kassationsgerichtlichen Beschluss bereits über mehr als sieben Seiten hinweg erörtert und verworfen worden ist. Er hat namentlich nicht näher begründet, dass und weshalb die Indizien selbst unter der Annahme, sie wären beweiskräftig, in ihrer Gesamtheit den klaren Nachweis der Benachteiligungsabsicht nicht zu erbringen vermöchten. Auf eine blosse "Zusammenfassung der Rügen", in der lediglich Gesagtes wiederholt wird, braucht nicht erneut eingegangen zu werden. Ein Anspruch auf Zusammenfassung des Ergebnisses einer Willkürprüfung besteht nicht. Es genügt, dass das Gericht kurz die Überlegungen nennt, von denen es sich hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236). Diese Anforderungen erfüllt der angefochtene Beschluss.