Citation: 9C_393/2017 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die gemäss lit. a Abs. 1 SchlB IVG durchgeführte Revision sei zu spät erfolgt. Unbestritten sei die Beendigung der 15-Jahresfrist auf den 30. Juni 2012 anzusetzen. Das Revisionsformular, welches im Übrigen keinen Hinweis auf eine Revision nach den Schlussbestimmungen enthalten habe, sei aber erst am 2. Juli 2012 und damit verspätet bei ihr eingegangen. Zudem sei zuerst ein ordentliches Revisionsverfahren nach Art. 17 ATSG eingeleitet worden. Erst nach einer im August 2012 erfolgten Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) sei die IV-Stelle vom Vorliegen eines syndromalen Beschwerdebildes ausgegangen; mithin hätte das Revisionsverfahren nach den Schlussbestimmungen erst nach diesem Zeitpunkt in die Wege geleitet werden können. Es gehe nicht an, ein ordentliches Revisionsverfahren in ein Revisionsverfahren nach den Schlussbestimmungen umzuinterpretieren. Die Beschwerdeführerin stellt sich einerseits auf den Standpunkt, angesichts der Schwere des Grundrechtseingriffs sei es gerechtfertigt, den massgeblichen Zeitpunkt für das Ende der 15-Jahresfrist frühestens auf den Zeitpunkt der Mitteilung über die Eröffnung des Revisionsverfahrens anzusetzen. Anderseits komme es auf die Einleitung eines spezifischen Revisionsverfahrens nach den Schlussbestimmungen an. Die Eröffnung eines ordentlichen Revisionsverfahrens nach Art. 17 ATSG genüge nicht. Beide Überlegungen führten dazu, dass die 15-Jahresfrist abgelaufen und eine Aufhebung der Rente ausgeschlossen sei.