Citation: 2C_813/2018 E. 5.3

5.3. Auch im Übrigen überzeugt die Gewichtung der öffentlichen Fernhalteinteressen durch die Vorinstanz. Das Bundesgericht stuft den Drogenhandel - in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des EGMR - angesichts der Gefährdung der öffentlichen Gesundheit als schwere Straftat ein, welche ein hohes öffentliches Interesse an einer Ausweisung bzw. Fernhaltung des Täters begründet (vgl. statt vieler Urteil 2C_630/2017 vom 15. November 2018 E. 6.2). Drogenhandel bildet im Einklang mit der verfassungsrechtlichen Wertung von Art. 121 Abs. 3 BV zudem seit dem 1. Oktober 2016 eine Anlasstat für eine obligatorische Landesverweisung (Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB). Wenngleich letztere Bestimmung keine rückwirkende Anwendung findet und den Beschwerdeführer damit nicht betrifft, ist der verfassungsrechtlichen Wertung im Rahmen des völkerrechtlich Zulässigen Rechnung zu tragen. Allein die im Wesentlichen auf qualifizierten Betäubungsmitteldelikten beruhende Verurteilung des Beschwerdeführers zu einer Gefängnisstrafe von 27 Monaten indiziert deshalb ein erhebliches migrationsrechtliches Verschulden und angesichts der bestehenden Rückfallgefahr (vgl. oben, E. 5.1) ein hohes gesundheits- und sicherheitspolizeiliches Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers (vgl. für vergleichbare Fälle zuletzt Urteile 2C_939/2017 vom 21. Dezember 2018; 2C_1001/2017 vom 18. Oktober 2018). Zu berücksichtigen sind in diesem Zusammenhang auch die zahlreichen weiteren Straferkenntnisse, die gegen den Beschwerdeführer in Deutschland, Österreich und der Schweiz wegen verschiedener Strassenverkehrsdelikte, fahrlässiger Tötung, Betrug, versuchter Anstiftung zur uneidlichen Falschaussage und Körperverletzung über einen Zeitraum von rund zwanzig Jahren hinweg ergangen sind. Die Häufung der Straftaten lässt eine andauernde Gleichgültigkeit des Beschwerdeführers gegenüber der Rechtsordnung seines jeweiligen Aufenthaltsstaates erkennen.