Citation: B 66/06 25.04.2007 E. 4

4.1 Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, ergeben sich aus den echtzeitlichen ärztlichen Unterlagen keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer in der Zeit bis zum Ende der Nachdeckungsfrist aus psychischen Gründen erheblich in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war. Im Aktengutachten vom 10. Februar 1996 erachtete Dr. med. B.________ eine narzisstische Persönlichkeit mit hypochondrischen und depressiven Zügen als sehr wahrscheinlich und diagnostizierte schwer deutbare neuropsychologische Defizite, welche nach einem Jahr kaum noch mit dem Unfallereignis in Zusammenhang gebracht werden könnten. Unter Berücksichtigung auch der geklagten psychischen und neuropsychologischen Beeinträchtigungen vertrat er die Auffassung, dass der Versicherte spätestens seit Beginn der beruflichen Eingliederungsmassnahme an der Dr. R.________ Höherer Handelsschule, das heisst am 24. Oktober 1994, voll arbeitsfähig gewesen sei. Nichts anderes ergibt sich aus dem neuropsychologischen Bericht der Rehaklinik X.________ vom 3. Juli 1996. Bei der Untersuchung vom 28. Juni 1996 diagnostizierten die Klinikärzte eine mögliche leichte neuropsychologische Funktionsstörung bei im Vordergrund stehender algogener und psychogener Leistungshemmung nach HWS-Trauma. Neben der Schmerzproblematik und einer erhöhten Ermüdbarkeit stand nach ärztlicher Auffassung ein auffälliges Arbeitsverhalten (pedantisches, überkontrolliertes Vorgehen verbunden mit körperlicher Anspannung und starker Unsicherheit) im Vordergrund. Daraus lässt sich nicht schon auf eine erhebliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit schliessen. Der Beschwerdeführer hat während der fraglichen Zeit die Ausbildung an der Handelsschule absolviert und dabei gute bis sehr gute Noten erzielt. Dass sich - wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht wird - die Anforderungen im Rahmen einer schulischen Ausbildung von denjenigen bei Ausübung einer Erwerbstätigkeit in der freien Wirtschaft unterscheiden, trifft zu. Indessen hätten sich erhebliche psychische Beeinträchtigungen auch im Rahmen einer intensiven schulischen Ausbildung gezeigt und wären vom Lehrpersonal wohl auch bemerkt worden. Aus den in den Akten enthaltenen Schulberichten ergeben sich jedoch keine entsprechenden Hinweise. Vielmehr wurde wiederholt festgestellt, dass der Versicherte in allen wesentlichen Bereichen überdurchschnittliche Leistungen zeigte und sich durch ein tadelloses Arbeitsverhalten auszeichnete. Anhaltspunkte dafür, dass dies nur dank einer im Hinblick auf den Gesundheitszustand unzumutbaren Willensanstrengung möglich war, liegen nicht vor. Dazu kommt, dass die Schulleitung von einer erfolgreichen Wiedereingliederung im kaufmännischen Bereich ausging und auch die vom Versicherten angestrebte Übernahme des Geschäftes für Armbrust- und Bogensportartikel unterstützte. Dass die Geschäftstätigkeit letztlich erfolglos blieb, hatte vorwiegend betriebswirtschaftliche Gründe (Bericht der Y.________ Treuhand AG vom 28. September 2000). Der geschäftliche Misserfolg und persönliche Probleme (Eheschwierigkeiten) haben zu einer Zunahme der psychischen Beeinträchtigungen geführt. Diese Faktoren waren denn auch mitentscheidend dafür, dass von den Gutachtern des ZMB anfangs 1999 eine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von 25 % als Unselbständigerwerbender und von 30 % als Selbständigerwerbender angenommen wurde. Es muss unter diesen Umständen bei der Feststellung bleiben, dass eine für die Invalidität relevante psychisch bedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit erst nach Ende der Versicherungsdeckung bei der Beschwerdegegnerin eingetreten ist. 4.2 Nach dem Gesagten ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen, ohne dass es weiterer Abklärungen bedürfte. Offen bleiben kann, ob die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin auch deshalb zu verneinen wäre, weil der zeitliche Zusammenhang zwischen einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit während der Versicherungsdauer und der geltend gemachten Invalidität zu verneinen wäre. Immerhin ist festzustellen, dass ein Rentenanspruch für die Zeit ab 1. Juni 1996 zur Diskussion steht, weshalb sich der zeitliche Zusammenhang zwischen einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit während der Versicherungsdauer und der späteren Invalidität entgegen den Ausführungen der Vorinstanz nicht schon damit verneinen lässt, dass der Beschwerdeführer während der Anstellung bei der P.________ AG in der Zeit vom 16. November 1998 und 31. Dezember 2000 praktisch voll erwerbstätig und auch arbeitsfähig gewesen ist. Dieser Umstand ist für den Ausgang des Verfahrens jedoch nicht entscheidend.