Citation: 6B_353/2024 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer wurde bei der Amtsstelle durch eine Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland darauf hingewiesen, er müsse sich - wie es auf der Vorladung stehe - zum "Obertor 17, 8400 Winterthur" begeben. Dort erschien er trotz dieses Hinweises unbestrittenermassen allerdings weder zur Einvernahme noch meldete er sich telefonisch. Als Grund für sein Nichterscheinen macht der Beschwerdeführer auch vor Bundesgericht lapidar geltend, ortsunkundig zu sein, und bringt zudem vor, der Kollege, der ihn zur Amtsstelle chauffiert habe, sei bereits weggefahren bzw. nicht mehr vor Ort gewesen und sein Mobiltelefon habe sich zu der Zeit in Reparatur befunden. Seine Vorbringen, soweit novenrechtlich überhaupt zulässig (Art. 99 BGG), erschöpfen sich in unbelegten Behauptungen, aus denen sich - selbst wenn sie zuträfen - nichts zu seinen Gunsten ableiten liesse. Weder aus den Akten noch aus dem angefochtenen Beschluss oder der Beschwerde ergibt sich, dass sich der Beschwerdeführer auch nur im Ansatz ernsthaft darum bemüht hätte, um von der Amtsstelle an den - wie verbindlich festgestellt - lediglich 10 Gehminuten entfernten Anmeldungsort zur Einvernahme zu gelangen, und dies, obwohl ihm geradezu augenfällig eine Vielzahl von gangbaren Möglichkeiten/Massnahmen zur Verfügung gestanden hätten. Unter diesen Umständen verletzt es folglich kein Bundesrecht, wenn vorliegend auf ein Desinteresse am weiteren Verfahren geschlossen wird und das Obergericht die Einsprache gestützt auf Art. 355 Abs. 2 StPO mit der Staatsanwaltschaft als zurückgezogen betrachtet. Selbst bei der erforderlichen restriktiven Anwendung der genannten Bestimmung rechtfertigt sich die entsprechende Rechtsfolge. Eine Verletzung der Verfahrensrechte liegt nicht vor.