Citation: 1C_82/2024 E. 2

Vorab ist auf den Antrag der Beschwerdeführerin einzugehen, ihr seien die kantonalen Strafakten in anonymisierter Form vor der Herausgabe an die Beschwerdegegnerin zur Einsicht und Stellungnahme zuzustellen (Antrag 3). Wie soeben erwähnt (E. 1 hiervor), handelt es sich beim angefochtenen Entscheid um einen Endentscheid, mit dem das Rückweisungsverfahren abgeschlossen wird. Das Untersuchungsamt St. Gallen wird angewiesen, die kantonalen Strafakten im Sinne der Erwägungen zu anonymisieren und der Beschwerdegegnerin anschliessend herauszugeben. Die Vorinstanz hat klare Vorgaben zur Anonymisierung der kantonalen Strafakten gemacht (vgl. E. 3.1 f. hiernach), weshalb dem Untersuchungsamt St. Gallen diesbezüglich - anders als die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint - kein Entscheidungsspielraum mehr zukommt. Es geht im Wesentlichen nur noch um die Umsetzung des oberinstanzlich Angeordneten. Die Zustellung der anonymisierten Strafakten zur vorgängigen Einsichtnahme und Stellungnahme würde sich vielmehr darauf beschränken, die korrekte Umsetzung der Anonymisierungsvorgaben der Anklagekammer zu überprüfen, was ohnehin nicht in den Anwendungsbereich des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 107 StPO, soweit letztere Bestimmung in abgeschlossenen Strafverfahren überhaupt anwendbar ist) fällt. Einen solchen Anspruch vermag die Beschwerdeführerin auch nicht aus Art. 13 Abs. 2 BV abzuleiten. Im Übrigen wurde der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör bereits zu Beginn des Rückweisungsverfahrens gewährt und sie konnte sich auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren nochmals zur Anonymisierung äussern. Auch aus diesem Grund erübrigt sich eine nochmalige Gewährung des rechtlichen Gehörs.