Citation: 5A_487/2020 E. 1

A.________ und B.________ sind die nicht verheirateten Eltern des 2009 geborenen C.________. Sie trennten sich am 1. Oktober 2016. Gemäss genehmigtem Unterhaltsvertrag leistet der Vater monatlich Fr. 1'200.-- Kindesunterhalt und ist er an jedem zweiten Wochenende von Freitag- bis Sonntagabend sowie zusätzlich an einem Abend pro Woche besuchsberechtigt. Mit Eingabe vom 17. Juni 2017 beantragte der Vater bei der KESB Münchwilen die alternierende Obhut. Es entspann sich ein langwieriges Verfahren, in welchem sich ein tiefgreifender elterlicher Konflikt manifestierte, eine Mediation scheiterte, ein Vaterschaftstest erfolgte und am 31. Januar 2019 eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtet wurde. Nach Einholung eines Fachberichtes und erneuter allseitiger Anhörung ordnete die KESB mit Entscheid vom 3. März 2020 die alternierende Obhut an, wobei C.________ jeweils eine Woche am Stück beim jeweiligen Elternteil verbringt, jedoch bei den Vater-Wochen zusätzlich einen Abend bei der Mutter und bis Sommer 2021 im Sinn einer Übergangsregelung zudem die Zeit von Mittwochnachmittag bis Donnerstagmorgen. Ferner auferlegte die KESB die Verfahrenskosten von Fr. 10'796.50 den Eltern je zur Hälfte. Die hiergegen erhobene Beschwerde der Mutter wies das Obergericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 9. April 2020 ab, soweit es darauf eintrat. Gegen den obergerichtlichen Entscheid hat die Mutter am 11. Juni 2020 beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht mit dem Begehren, die alternierende Obhut nicht zuzulassen und sie auch von den Kosten des Fachberichtes zu befreien.