Citation: 4A_259/2008 09.09.2008 E. 4

4. Durch die Zahlung des vorgenannten Betrages von Fr. 400'000.-- und die Anerkennung des erwähnten Resthonorars von Fr. 44'000.-- sind sämtliche Leistungen und Forderungen gegenseitig in der Sache per Saldo aller Ansprüche unwiderruflich abgegolten und erledigt." Gemäss "Pauschal-Abrechnung Honorar u. Nebenkosten" vom selben Tag setzt sich die Vergleichssumme wie folgt zusammen: Pos. Bezeichnung Betrag TOTAL 1 Architektenhonorar siehe Arch. (365'000.-) Vertrag datiert vom 05.03.1997 Fr. 376'750.00 2 Notariatskosten Kaufverträge Fr. 23'710.80 Zins Fr. 612.55 Fr. 25'000.00 3 Darlehen Fr. 390'000.- Fr. 390'000.00 Zins Fr. 12'241.65 Fr. 403'000.00 4 Darlehen Wir Fr. 100'000.- Fr. 100'000.00 Zins Fr. 3'694.45 Fr. 104'000.00 5 Zins betreffend Akonto-Zahlungen Fr. 2'978.85 Fr. 3'000.00 Total Honorar und Nebenkosten Y.________ Fr. 911'750.00 Laut mündl. Vereinbarung pauschal Fr. 900'000.00 Akonto-Zahlungen von X.________ 1 Zahlung WIR-Check vom 03.2.98 vereinbart Fr. 56'000.00 2 Zahlung Valuta 24.12.1997 Fr. 150'000.00 Fr. 206'000.00 Zwischentotal zu Gunsten Y.________ Fr. 694'000.00 1 Akonto wie im Kaufvertrag dat. 19.2.98 vereinbart - Fr. 250'000.00 2 Akonto bis spätestens am 27.2.98 - Fr. 400'000.00 Restbetrag zahlbar nach Usus Fr. 44'000.00 Gestützt auf den Vergleich wurden gleichentags zwei Verträge öffentlich beurkundet. Der erste betrifft die Rückübertragung des Stockwerkeigentumsanteils 000/b durch den Beklagten zu einem Kaufpreis von Fr. 570'000.--, der ordnungsgemäss abgewickelt wurde und aus welchem die Parteien einander nach den Feststellungen der Vorinstanz nichts mehr schulden. Der zweite Vertrag betrifft den Stockwerkeigentumsanteil 000/a, der vom Beklagten auf den Kläger zurück zu übertragen war. Diesbezüglich einigten sich die Parteien auf einen Rückübertragungspreis von Fr. 680'000.-- , zahlbar wie folgt: Fr. 380'000.-- (Franken dreihundertachtzigtausend) in bar oder Einzahlung des vollen Betrages vor Grundbucheintrag auf das Konto des Verkäufers bei der Walliser Kantonalbank ... die Kaufpreisrestanz gemäss interner privater Vereinbarung. Eine derartige private Vereinbarung liegt jedoch nicht bei den Akten. Im gleichen Vertrag legten die Parten unter dem Titel "Eintragungsbedingungen / Dahinfallen des Vertrages" folgendes fest: "Der stipulierende Notar darf diesen Vertrag erst anmelden und eintragen lassen, wenn er vorgängig dem Verkäufer die Bezahlung des gesamten Kaufpreises in bar oder mittels Quittung von der Walliser Kantonalbank Sitten nachweist. Falls der Vertrag nicht bis zum 13.03.1998 im Grundbuch eingetragen ist, fällt seine Rechtswirksamkeit dahin. ... " Der Grundbucheintrag des ersten Vertrags betreffend den Stockwerkeigentumsanteil 000/b erfolgte am 27. Februar 1998. Der zweite Vertrag wurde nicht im Grundbuch eingetragen. Vielmehr verkaufte der Beklagte den Stockwerkeigentumsanteil 000/a mit öffentlich beurkundetem Vertrag vom 23. Juli 1999 zum Preis vom Fr. 600'000.-- einer Drittpartei. Am gleichen Tag, d.h. am 19. Februar 1998, als die Parteien miteinander den Vergleich abschlossen, unterzeichnete der Kläger zudem einen Schuldschein über Fr. 65'000.-- . Diesen Betrag will der Kläger bereits zurückbezahlt haben. Am 16. Oktober 1998 wurde dem Beklagten der Architekturauftrag entzogen. Die Gemeinde W.________ verlangte die Einreichung einer Baubewilligung im Nachvollzugsverfahren. Der Kläger kam dieser Aufforderung nach, die Gemeinde lehnte jedoch das nachträgliche Baugesuch ab und sprach eine massive Busse gegen den Baugesuchsteller aus.