Citation: 4A_307/2020 E. 7.6.2

7.6.2. Die Beschwerdeführerin setzt sich nicht hinreichend mit den vorinstanzlichen Ausführungen auseinander. Soweit sie erneut geltend macht, die Vorinstanz verkenne, dass die zu erbringenden Leistungen von den Vertragsparteien hinreichend bestimmt worden seien, und dass die Vertragsparteien Teil- bzw. eventualiter Abschlagszahlungen vereinbart hätten, kann auf die vorstehenden Erwägungen verwiesen werden (vgl. hiervor E. 7.4.3 und E. 7.5). Soweit sie erneut analog die relative Minderungsmethode ins Feld führt, kann auf die Ausführungen in E. 6 hiervor verwiesen werden. Entgegen der Beschwerdeführerin kann die Freigabe der Rechnungen durch die G.________ GmbH nicht mit gegengezeichneten Regierapporten verglichen bzw. gleichgesetzt werden, zumal gemäss Ziffer 2.7 des Werkvertrags der Leistungsnachweis lediglich mittels Fotografien zu erbringen war. Nicht einschlägig sind sodann die Ausführungen der Beschwerdeführerin zur Lückenfüllung. Die Vorinstanz hielt im Sinne einer systematischen Auslegung fest, die Parteien hätten in Ziffer 16 des Werkvertrags eine Tatsachenvermutung über den Wert des Teilwerks festgehalten, wenn sie eine solche hätten vereinbaren wollen. Damit kam sie zum Schluss, dass keine Tatsachenvermutung vereinbart wurde und somit die Beschwerdeführerin nicht davon dispensiert war, die von der C.________ AG bzw. deren Subunternehmern erbrachten Leistungen zu substanziieren. Der Einwand der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe eine Lücke festgestellt, ohne diese zu füllen, sticht daher ins Leere. Inwiefern das Vorgehen der Vorinstanz Bundesrecht verletzt, ist nicht ersichtlich. Soweit die Beschwerdeführerin rügt, es hätte (alternativ) eine Schätzung nach Art. 42 Abs. 2 OR erfolgen müssen, übersieht sie, dass jedenfalls auch die (analoge) Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR voraussetzen würde, dass - soweit möglich und zumutbar - alle Umstände behauptet werden, die Indizien für den Bestand eines Schadens (bzw. vorliegend einer Forderung) darstellen und die Schätzung des Umfangs des Schadens (bzw. vorliegend der Forderung) erlauben (BGE 144 III 155 E. 2.3 S. 160; 143 III 297 E. 8.2.5.2 S. 323; 140 III 409 E. 4.3.1 S. 416; 131 III 360 E. 5.1 S. 363 f.). Auch bei Prüfung einer ausservertraglichen Grundlage wäre die Beschwerdeführerin schliesslich nicht davon dispensiert, ihren Anspruch hinreichend zu substanziieren, womit offenbleiben kann, ob sie sich vor der Vorinstanz überhaupt auf ausservertragliche Grundlagen oder auf die analoge Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR berufen hat.