Citation: 6B_1388/2017 E. A

A.________ erlitt am 25. Januar 2008 auf der Natureisbahn "Cresta Run" bei einem Selektionsrennen während der "Army Junction Championchips" eine schwere Verletzung. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden stellte am 23. November 2009 die Strafuntersuchung ein, weil niemandem eine strafrechtlich relevante Verletzung von Sorgfaltspflichten und ein Verschulden am Unfall angelastet werden könne. Das Kantonsgericht von Graubünden wies am 3. März 2010 die von A.________ gegen die Einstellung eingereichte Beschwerde ab. Das Bundesgericht hiess die von A.________ erhobene Beschwerde in Strafsachen mit Urteil 6B_800/2010 vom 24. Februar 2011 gut und wies die Sache zu neuer Entscheidung an das Kantonsgericht zurück, weil die Rechtslage nicht als derart klar erschien, dass das Strafverfahren eingestellt werden durfte. Das Kantonsgericht wies die Sache an die Staatsanwaltschaft zurück. Die Staatsanwaltschaft klagte am 7. Januar 2013 X.________ wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung an (Art. 125 Abs. 2 StGB) : "Am 25. Januar 2008, um 09.40 Uhr, befuhr A.________ die Skeletonbahn Cresta Run, Gemeindegebiet Celerina. Dabei wurde Ausgangs der Kurve "Bulpetts" sein Schlitten instabil und kollidierte vorerst mit der rechten, dann mit der linken und erneut mit der rechten Seitenwand der anschliessenden Geraden des Eiskanals. Dadurch wurde der rechte Unterschenkel des Fahrers A.________ über den oberen Rand der rechten Seitenwand geschleudert, wo er an einen der zwischen 10 und 12 cm vom Innenrand der Seitenwand entfernt angebrachten Holzpfosten der Sonnensegel prallte. Durch den Aufprall auf den nicht gepolsterten Vierkantpfosten wurde dem Crestafahrer der rechte Fuss oberhalb des Fussknöchels abgetrennt. X.________ war im Winter 2007/2008 Sekretär und Chief Executive des St. Moritz Tobogganing Clubs (Cresta Run). In dieser Funktion war er für den gesamten Betrieb auf der Cresta-Bahn zuständig. Unter anderem oblag es ihm, jeweils nach Konsultation der Bahnbauer und des Subkomitees für Sicherheit, am Anfang der Saison zu entscheiden, ob die Bahn zur Benützung freigegeben werden konnte. Das tat er auch am 20. Dezember 2007, nachdem er gemeinsam mit den Mitgliedern der erwähnten Kommission die Bahn zu Fuss abgelaufen war und diese für die Betriebstauglichkeit und Sicherheit kontrolliert hatte. Dabei hatte er Kenntnis davon, dass die scharfkantigen Vierkantpfosten der Sonnensegel an der Bahn im Bereich unterhalb der Kurve "Bulpetts" nur wenige Zentimeter vom inneren Bahnrand entfernt angebracht und nicht gepolstert waren. Trotzdem [...] unterliess er es pflichtwidrig, dafür besorgt zu sein, dass diese Pfosten genügend weit von der Wandinnenseite zurückversetzt wurden, um einen Kontakt mit Körperteilen zu verhindern. [...]"