Citation: 6P.33/2004 03.08.2004 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt weiter eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör, weil er im Zusammenhang mit der Beurteilung des bedingten Strafvollzugs nicht persönlich angehört worden sei und seine Haltung, Glaubwürdigkeit und Gewähr einer günstigen Prognose nicht habe darlegen können. Sinngemäss beruft er sich auf das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV. Dazu gehört das Recht des Betroffenen, sich vor dem Entscheid zur Sache zu äussern (BGE 127 I 54 E. 2b). Ein Anspruch auf vorgängige Anhörung besteht insbesondere, wenn das Gericht seinen Entscheid mit Tatsachen (BGE 124 I 49 E. 3c) bzw. einer Rechtsnorm oder einem Rechtsgrund zu begründen beabsichtigt, die im bisherigen Verfahren nicht herangezogen wurden, auf die sich die Parteien nicht berufen haben und mit deren Erheblichkeit im konkreten Fall sie nicht rechnen konnten (BGE 128 V 272 E. 5b/bb; 126 I 19 E. 2c/aa). Der für die Frage des bedingten Strafvollzugs massgebliche Sachverhalt wurde im erstinstanzlichen Verfahren abgeklärt. Wie erwähnt, führte das Bezirksgericht zwei Verhandlungen durch und hörte den Beschwerdeführer an. Dieser reichte im Berufungsverfahren eine Berufungsschrift ein, in der er sich zur Frage des bedingten Vollzugs der Freiheitsstrafe äusserte und in der er seinen Standpunkt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht darlegte. In der Bestätigung des erstinstanzlichen Entscheids berücksichtigt das Obergericht neben den Aussagen des Beschwerdeführers vor dem Bezirksgericht (act. 253 und 266) auch die in der Berufung behauptete Augenerkrankung (angefochtenes Urteil S. 54). Das rechtliche Gehör ist dem Beschwerdeführer somit gewährt worden. Im Weiteren verzichtet das Obergericht in antizipierter Beweiswürdigung auf eine weitere Beweisabnahme (angefochtenes Urteil S. 12 f. mit Hinweis auf BGE 124 I 208 E. 4a). Dass diese Würdigung willkürlich wäre, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Im Übrigen richtet er sich gegen die Verweigerung des bedingten Vollzugs der Freiheitsstrafe. Das ist eine Frage des Bundesrechts, auf die im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde nicht einzutreten ist.