Citation: 4A_249/2019 E. 3.2

3.2. Dagegen weist der Beschwerdeführer zu Recht darauf hin, die Beschwerdegegnerin habe ihm mündlich fristlos gekündigt und diese Kündigung schriftlich bestätigt. Es gebe in den Akten keinen Ausdruck "einvernehmliche Beendigung" oder "in gegenseitigem Einvernehmen" oder "in Annahme ihres Angebotes, das Arbeitsverhältnis per sofort aufzulösen". Die Kündigung - ob ordentlich oder fristlos - beinhaltet die Ausübung eines Gestaltungsrechts, mit dem eine Partei einseitig ein Vertragsverhältnis auflöst. Weil mit der Kündigung das Rechtsverhältnis einseitig umgestaltet wird, ist sie grundsätzlich bedingungsfeindlich und unwiderruflich (BGE 128 III 129 E. 2a S. 135; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 4A_257/2019 vom 6. November 2019 E. 2.2; je mit Hinweisen). Wer eine Kündigung ausspricht, tut damit nach Treu und Glauben seinen Willen kund, das Rechtsverhältnis einseitig umgestalten zu wollen. Darin kann nach Treu und Glauben grundsätzlich nicht die Annahme einer allfälligen Offerte zu einer sofortigen Vertragsauflösung gesehen werden, zumal der Arbeitgeber, wenn er die Kündigung mit einem vertragswidrigen Verhalten des Arbeitnehmers begründet, mit Annahme des Auflösungsvertrags allfälliger Ansprüche aus Art. 337b OR verlustig gehen könnte. Woraus der Beschwerdeführer hätte erkennen sollen, dass es der Beschwerdegegnerin statt um eine fristlose Kündigung um die Annahme eines allfälligen Angebots zur fristlosen Vertragsauflösung gegangen sein sollte, erklärt die Vorinstanz nicht und ist auch nicht ersichtlich. Von einem Aufhebungsvertrag kann nicht die Rede sein, da ein solcher einer Annahme durch die Gegenpartei bedarf und eine fristlose Kündigung jedenfalls für sich allein genommen keine konkludente Annahme zum Ausdruck bringt.