Citation: 2C_489/2023 E. 10.2

10.2. Der Rechtsuchende muss gutgläubig sein, will er sich auf den Grundsatz von Treu und Glauben nach Art. 9 BV berufen (vgl. BGE 132 II 21 E. 6.2.2; MATTHIAS KRADOLFER, in: St. Galler Kommentar, Bundesverfassung, N. 87 zu Art. 9 BV). Geschützt ist nur das gutgläubige Vertrauen in die materielle Richtigkeit der behördlichen Auskunft (vgl. 2C_203/2022 vom 16. Dezember 2022 E. 5.3). Neben den eigenen Kenntnissen muss sich die vertrauende Person das Fachwissen eines Vertreters oder einer Vertreterin anrechnen lassen (vgl. BGE 134 I 199 E. 1.3.1; 132 II 21 E. 6.2.2).