Citation: 6B_1028/2023 E. 3.5.2

3.5.2. Der Beschwerdeführer vermag mit seinen Vorbringen weder Willkür in der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung noch eine Rechtsverletzung aufzuzeigen. Zu der vorinstanzlichen Feststellung, wonach keine Beweise dafür vorliegen würden, dass der Beschwerdeführer sein Schreiben vom 14. November 2018, worin er bereits auf die Missstände aufmerksam gemacht und gegenüber dem Geschädigten ein Hausverbot ausgesprochen habe, auch tatsächlich an die Adressaten verschickt habe, äussert sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nicht. Damit ist letztlich nicht belegt, dass gegenüber dem Geschädigten tatsächlich ein Hausverbot bestand bzw. dieser davon wusste. Nicht zu beanstanden ist, wenn die Vorinstanz ausführt, das Schreiben sei - wenn es denn verschickt worden sei - nicht geeignet darzulegen, dass der Beschwerdeführer in guten Treuen davon ausgegangen sei, der Geschädigte habe schwere Straftaten begangen. Unzutreffend ist der Einwand, die Vorinstanz verlange faktisch den Wahrheitsbeweis, indem sie erwäge, der Beschwerdeführer habe nicht geltend gemacht, dass Strafuntersuchungen gegen den Geschädigten wegen Urkundenunterdrückung oder Hausfriedensbruchs am 27. August 2020 hängig gewesen seien. Nach seinen eigenen Vorbringen war der Beschwerdeführer spätestens seit November 2018 der Ansicht, dass der Geschädigte sich der Unterdrückung von Urkunden und später auch des Hausfriedensbruchs schuldig gemacht habe. Folglich wäre es naheliegend, dass er ein solches Verhalten zur Anzeige bringt, was wiederum ein Hinweis dafür gewesen wäre, dass er seine Anschuldigungen in guten Treuen für wahr hielt. So hielt er denn auch in seiner E-Mail vom 27. August 2020 fest, dass die Behörden (siehe die Polizei, die Staatsanwaltschaft, die KESB) über das ausgesprochene Hausverbot informiert gewesen seien (vgl. kantonale Akten, act. 66/2). Demnach ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer nicht vorbringt, dass zu diesem Zeitpunkt ein Strafverfahren gegen den Geschädigten hängig gewesen sei. Schliesslich ist keine Willkür in der vorinstanzlichen Feststellung ersichtlich, wonach der Beschwerdeführer in seiner E-Mail vom 27. August 2020 an die Rechtsanwältin den Geschädigten neben der Unterdrückung von Urkunden und des Hausfriedensbruchs - wobei zumindest letzterer von vornherein keine schwere Straftat ist - weiterer schwerer Straftaten bezichtigte. Zwar ist eine entsprechende Interpretation der fraglichen E-Mail nicht offensichtlich, jedoch auch in Berücksichtigung der Aussagen des Beschwerdeführers nicht geradezu willkürlich. Die anklagegegenständliche Passage kann durchaus so interpretiert werden, dass der Beschwerdeführer dem Geschädigten neben dem in der E-Mail erwähnten angeblichen Unterdrücken von Urkunden und des Hausfriedensbruchs noch weitere (schwere) Straftaten unterstellt, die nicht näher umschrieben werden. Hierauf lässt insbesondere das von der Vorinstanz nicht wiedergegebene Wort "zumal" schliessen (vgl. kantonale Akten, act. 66/2). Damit verletzt die Vorinstanz weder Verfassungs- noch Bundesrecht, indem sie zum Schluss gelangt, der Beschwerdeführer habe den Gutglaubensbeweis nicht erbracht.