Citation: 4A_462/2017 E. 6.2.4

6.2.4. Der Beschwerdeführer nimmt sodann Stellung zum Nachweis des entgangenen Einkommens aus der beabsichtigen Gründung des Liftbauunternehmens in U.________. Er trägt zunächst vor, er habe diesbezüglich bei Einreichung der Klage noch gar keine Bezifferung vorgenommen, sondern ein Gutachten darüber beantragt. Dem habe das Bezirksgericht Liestal stattgegeben und erst nachdem das Gutachten vorgelegen habe, habe er die Gesamtschadenssumme dargetan. Damit macht er geltend, es habe sich beim damaligen Verfahren vor dem Bezirksgericht Liestal um eine Stufenklage gehandelt, in der er seine Forderung erst nach einer Beweisabnahme beziffert habe. Im angefochtenen Urteil ist aber nicht festgestellt, dass das damalige Verfahren vor Bezirksgericht Liestal so ablief. Bei diesen Ausführungen des Beschwerdeführers handelt es sich daher um Ergänzungen des Sachverhalts, wobei der Beschwerdeführer nicht mit den erforderlichen Aktenhinweisen zeigt, wo er solches bereits im kantonalen Verfahren behauptet haben will. Infolgedessen sind diese Ausführungen als neue Tatsachen zu werten, die nur vorgebracht werden dürfen, wenn erst der angefochtene Entscheid dazu Anlass gab (Art. 99 Abs. 1 BGG), was in der Beschwerde näher darzulegen wäre (siehe dazu etwa Urteil 4A_49/2016 vom 9. Juni 2016 E. 2.2 mit Hinweisen). Dem kommt der Beschwerdeführer nicht nach. Diese Sachverhaltsangaben sind daher unbeachtlich. Den darauf bauenden Rügen ist damit die Grundlage entzogen und auf sie ist nicht einzugehen. Weiter trägt der Beschwerdeführer vor, soweit die Vorinstanz der Ansicht sei, die U.________ Liftbauunternehmung sei nicht genügend konkret gewesen, um als Grundlage für Schadenersatzansprüche herangezogen zu werden, sei darauf hinzuweisen, dass es sich dabei um einen reinen Ermessensentscheid handle. Art. 42 Abs. 2 OR greife auch, wenn es um die Existenz eines Schadens gehe, wie die Vorinstanz zutreffend festhalte. Das Bezirksgericht Liestal habe ein Gutachten zum Liftbauwesen in U.________ eingeholt. Zumindest ein Teil von dessen Spruchkörper sei daher von einer genügenden Konkretisierung der Eröffnung dieses Unternehmens ausgegangen. Wenn schon ein Teil des Spruchkörpers selber die Voraussetzungen für ein Gutachten nach Art. 42 Abs. 2 OR als gegeben erachtet habe, könne ihm insofern weder ein Fehler noch ein Verschulden angelastet werden, andernfalls ihm eine Erfolgshaftung aufgebürdet würde. Zutreffend ist, dass das Bezirksgericht Liestal ein Gutachten einholte, wobei dem angefochtenen Urteil über dessen Inhalt und Umfang nichts zu entnehmen ist und sich auch der Beschwerdeführer nicht dazu äussert. Der damalige Prozess wurde noch unter Geltung der kantonalen Zivilprozessordnung von Basel-Landschaft geführt. Zu dieser kantonalen Prozessordnung äussert sich der Beschwerdeführer nicht; insbesondere zeigt er nicht auf, unter welchen Voraussetzungen gemäss dieser Beweise abzunehmen waren. Bereits deshalb ist ihm nicht zu folgen, wenn er aus der Einholung des Gutachtens eine implizite Bestätigung des Bezirksgerichts Liestal oder zumindest eines Teils von dessen Spruchkörper ableitet, dass seine Behauptungen zum entfallenen Einkommen aus dem beabsichtigten Liftunternehmen in U.________ ausreichend gewesen wären. In seinem obiter dictum hielt das Bezirksgericht Liestal vielmehr mit aller Deutlichkeit fest, dass die Angaben des Beschwerdeführers hierfür nicht genügten (siehe Sachverhalt lit. A.b). Und die Vorinstanz stellte im angefochtenen Urteil fest, dass "die entsprechende Position im seinerzeitigen Verfahren äusserst dürftig dokumentiert und vage blieb und unter anderem keinerlei vor dem Unfall im Hinblick auf diese Firmengründung getätigte Dispositionen behauptet oder belegt wurden." Auch im Rahmen von Art. 42 Abs. 2 OR hat der Geschädigte, soweit möglich und zumutbar, alle Umstände zu behaupten, die Indizien für den Bestand des Schadens sind; er kann nicht ohne nähere Angaben unter Anrufung dieser Norm Schadenersatzforderungen in beliebiger Höhe stellen (BGE 122 III 219 E. 3a S. 221 f.). Aufgrund der für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen muss davon ausgegangen werden, dass diese Voraussetzungen offensichtlich nicht erfüllt wurden. Umso wichtiger wäre es gewesen, dass der Beschwerdeführer den Beschwerdegegner entsprechend über die Prozessrisiken, insbesondere das Kostenrisiko, aufklärt. Die Feststellung der Vorinstanz, wonach dies unterblieben ist, wird vom Beschwerdeführer nicht angefochten, womit die Verletzung der Sorgfaltspflicht feststeht.