Citation: 6B_692/2024 E. 2.3.3

2.3.3. Das C.________-Gutachten arbeitet mit verschiedenen Varianten. Die Vorinstanz geht von jener Variante aus, wonach der Privatkläger mit 94 km/h unterwegs war. Bei dieser Geschwindigkeit habe der Beschwerdeführer den Privatkläger wegen der Büsche am rechten Strassenrand nicht sehen können, als er sich zum Abbiegen entschlossen habe, und zwar unabhängig davon, ob er die Sicherheitslinie überfahren habe. Gehe man davon aus, dass der Beschwerdeführer vor dem Abbiegen angehalten habe, so habe es gemäss C.________-Gutachten von seinem Abbiegeentschluss bis zur Kollision 4,75 Sekunden gedauert. Der Privatkläger sei für den Beschwerdeführer nach 0,3 Sekunden sichtbar gewesen oder sogar nach 0,15 Sekunden, wenn der Beschwerdeführer die Sicherheitslinie nicht überfahren hätte. Diese Schlussfolgerung des C.________-Gutachtens beanstandete der Beschwerdeführer schon im Berufungsverfahren. Die Vorinstanz hält dazu fest, eine höhere Geschwindigkeit des Privatklägers würde lediglich dazu führen, dass der Beschwerdeführer ihn noch eher hätte sehen müssen.