Citation: 5A_31/2024 E. 4.3.3

4.3.3. Auch diese Beanstandungen sind zum Scheitern verurteilt. Inwiefern sich die vorinstanzliche Angabe der bis zur Zustellung der Aktennotiz verstrichenen Zeit (sieben Werk tage) von ihrer eigenen (elf Tage) unterscheidet, ist nicht ersichtlich. Allein mit der Unterstellung, dass die Beschwerdegegnerin ihre Aufzeichnungen betreffend den 30. Juni 2023 nicht habe herausrücken oder das Geschehene habe verheimlichen wollen, vermag sie die vorinstanzliche Beurteilung, wonach die verzögerte Zustellung der Telefonnotiz keinen Anschein der Befangenheit erwecke, nicht als verfassungswidrig auszuweisen. Im Übrigen schildert die Beschwerdeführerin aus ihrer eigenen Sicht, inwiefern die Beschwerdegegnerin die Situation am 30. Juni 2023 inhaltlich falsch beurteilt haben soll und wie richtigerweise zu entscheiden gewesen wäre, und wirft der Beschwerdegegnerin vor, die Komplexität der Streitlage zu verkennen und in Missachtung des Kindeswohls Partei für den Ehemann zu ergreifen. Allein mit derlei appellatorischer Kritik vermag sie nicht den Nachweis zu erbringen, dass das Kantonsgericht in den (angeblichen) Einschätzungsfehlern eine Haltung der Beschwerdegegnerin verkannte, die auf fehlender Distanz und Unparteilichkeit beruht. Die vorinstanzliche Erwägung, dass der Besuch beim Vater am fraglichen Wochenende im Einklang mit dem superprovisorischen Entscheid vom 2. Juni 2023 stand, stellt die Beschwerdeführerin nicht in Abrede, noch geht sie auf die Einschätzung im angefochtenen Entscheid ein, wonach die Äusserung der Beschwerdegegnerin, dass die Schule die Mutter am selben Abend nicht mehr kontaktieren sollte, der Deeskalation diente und angesichts der Umstände nachvollziehbar war.