Citation: 5A_209/2022 E. 2

Im angefochtenen Entscheid werden die Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung umfassend dargestellt; damit setzt sich der Beschwerdeführer letztlich nicht auseinander, sondern er macht einzig in abstrakter Weise geltend, dass es sich um Freiheitsberaubung handle. Vielmehr wendet er sich gegen verschiedene Tatsachenfeststellungen des angefochtenen Entscheides, indem er festhält, dass eigentlich alles in Ordnung sei und er sich bei einer Entlassung selbstverständlich an die Empfehlungen halten und das Insulin täglich selbst spritzen würde; in einer eigenen Wohnung könnte er sich verstandes- und gefühlsmässig wieder frei entfalten und hätte er auch wieder mehr Taschengeld zur Verfügung. Indes erfolgen diese Ausführungen in rein appellatorischer Weise; es wird nicht dargetan, inwiefern die Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid, wonach ausserhalb einer stationären Unterbringung eine hohe Gefahr der Dekompensation der psychischen Erkrankung und einer Entgleisung des Diabetes mellitus bestehe, willkürlich sein sollen. Ebenso wenig scheint die damit einhergehende Bejahung einer akuten Selbstgefährdung und der Notwendigkeit der aktuellen Unterbringung rechtsverletzend. Das Obergericht schliesst nicht aus, dass mittel- oder längerfristig ein Wechsel in ein betreutes Wohnen denkbar sein könnte, hält aber hierfür einen vorerst im Rahmen der Unterbringung in der Stiftung B.________ erfolgenden Tatbeweis (vermehrte Übernahme von Selbständigkeit, etwa bei der Körperpflege oder Medikamenteneinnahme) für unabdingbar.