Citation: 4A_260/2014 E. 3.3

3.3. Vor diesem Hintergrund erweist sich die Annahme der Vorinstanz, aufgrund der vielen Unbekannten könne einzig ein durchschnittlicher Werdegang als dem gewöhnlichen Lauf der Dinge entsprechend zur Schätzung des Erwerbsausfallschadens herangezogen werden, als problematisch. Die Schätzung des Erwerbsausfalls ist bei im Kindesalter Verunfallten regelmässig mit vielen Unbekannten verbunden, die nach der Rechtsprechung gerade nicht dazu führen sollen, dass ohne Rücksicht auf die konkreten Umstände auf statistische Mittelwerte zurückgegriffen wird (vgl. BGE 100 II 298 E. 4a S. 305 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat denn auch selbst erkannt, dass sich aus dem Werdegang der Geschwister und Eltern erahnen lasse, dass die Beschwerdeführerin eine Ausbildung absolviert und abgeschlossen hätte. Gerade wenn mehrere Geschwister vorhanden sind, die äquivalente Ausbildungen absolviert haben, kann dies Rückschlüsse darauf zulassen, welche Ausbildung in einer Familie als "normal" angesehen wird.