Citation: 1C_204/2023 E. B

Mit Baugesuch vom 7. Dezember 2021 beantragten A.A.________ und B.A.________ bei der Gemeinde Goldach die Baubewilligung für die Erstellung einer Loggia (Vorbaute) an der Westfassade ihres Wohnhauses. Innert der Auflagefrist erhoben C.C.________ und D.C.________ Einsprache gegen das Bauvorhaben mit der Begründung, dass eine Vorbaute lediglich punktuell abgestützt werden dürfe und bloss ein Drittel der Fassadenlänge der Hauptbaute einnehmen dürfe, um von der Grenzabstandprivilegierung nach Art. 17 des Baureglements der Gemeinde Goldach (BauR Goldach) vom 13. Oktober 1998 / 20. August 2013 profitieren zu können. Die geplante Vorbaute erfülle diese Anforderungen nicht, weshalb sie allseitig einen Grenzabstand von 5 m einzuhalten habe. Mit Beschluss vom 1. März 2022 erteilte der Gemeinderat Goldach die Baubewilligung unter Bedingungen und Auflagen und wies die Einsprache ab. Den dagegen von C.C.________ und D.C.________ erhobenen Rekurs vom 25. März 2022 wies das Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen mit Rekursentscheid vom 14. Juli 2022 ab. Dagegen erhoben C.C.________ und D.C.________ am 29. August 2022 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen. Sie beantragten, der Entscheid sowie der Einspracheentscheid vom 1. März 2022 seien aufzuheben und das Baugesuch sei abzuweisen. Mit Entscheid vom 16. März 2023 hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde gut und hob den Rekursentscheid des Bau- und Umweltdepartements vom 14. Juli 2022 sowie den Gemeinderatsbeschluss vom 1. März 2022 auf.