Citation: 6B_1283/2016 E. 2.3

2.3. Diese Erwägungen sind nicht zu beanstanden. Die Strafbarkeit nach Art. 180 StGB setzt voraus, dass der Täter einen schweren Nachteil in Aussicht stellt und das Opfer dadurch in Schrecken oder Angst versetzt wird. Mit seiner Argumentation verkennt der Beschwerdeführer, dass sich die Androhung des Übels auch gegen Rechtsgüter Dritter oder gar des Drohenden selber richten kann, sofern sie geeignet ist, das Opfer in Schrecken oder Angst zu versetzen. Das Gesetz verlangt nicht einmal, dass es sich bei den Dritten, deren Rechtsgüter bedroht werden, um dem Opfer nahestehende Personen handeln muss (Urteil 6B_1338/2015 vom 11. Oktober 2016 E. 1.4 mit Hinweis). Sowohl den angedrohten schweren Nachteil als auch Angst und Schrecken auf Seiten des Beschwerdegegners bejaht die Vorinstanz deshalb zu Recht (vgl. Urteil 6S.251/2004 vom 3. Juni 2005 E. 3.2). Haltlos ist damit auch der Einwand des Beschwerdeführers, es liege kein gültiger Strafantrag vor, da nur der Beschwerdegegner, nicht aber dessen Ehefrau einen solchen gestellt habe (Beschwerde, S. 13). Der Beschwerdegegner war in eigener Sache strafantragsberechtigt (Art. 30 Abs. 1 StGB), nachdem der Beschwerdeführer ihm einen schweren Nachteil in Aussicht stellte mit der Drohung, er würde seiner Ehefrau etwas antun. Der Schuldspruch wegen Drohung erweist sich als bundesrechtskonform.