Citation: 4A_512/2009 26.01.2010 E. 4

Die Vorinstanz stellte fest, die Fassade sei abgesehen von den Sanierungskosten bzw. den diesen in Übereinstimmung mit dem Experten gleichgesetzten Minderwerten nunmehr fachgerecht saniert. Sie gestand den Beschwerdegegnern das Recht zu, von der vereinbarten Pauschale Fr. 18'900.-- (Fr. 2'200.-- , Fr. 2'500.-- und Fr. 14'200.--) die ihnen aufgrund der anerkannten Mängel der Fassade und deren Behebung entstandenen Folgekosten abzuziehen. Zwar hätten die Beschwerdegegner unter diesem Titel nur Fr. 11'485.-- verlangt. Dennoch könne der Betrag von Fr. 18'900.-- zugesprochen werden, da er die Rechtsbegehren insgesamt nicht übersteige. 4.1 Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, die Vorinstanz habe Art. 368 Abs. 2 OR verletzt. Zunächst rügt sie, die Beschwerdegegner hätten "für die Positionen der Folgekosten von insgesamt Fr. 18'900.00 Minderung geltend" gemacht, nicht Fr. 11'485.--, wie die Vorinstanz irrtümlich angenommen habe. Den Verstoss gegen Art. 368 Abs. 2 OR leitet sie offenbar aus BGE 116 II 305 E. 4a S. 314 ab, wonach der Herabsetzungsbetrag dem Minderwert des Werks und nicht den Verbesserungskosten zu entsprechen hat, weshalb über dem Minderungsbetrag liegende Verbesserungskosten nicht unter den Begriff der Minderung fallen und dem Besteller auch nicht unter dem Titel eines Schadenersatzes zu vergüten sind. Über den Herabsetzungsbetrag nach Art. 368 Abs. 2 OR hinausgehende Nachbesserungskosten könne der Besteller auch nicht als Mangelfolgeschaden geltend machen. 4.2 Die Beschwerdeführerin verkennt, dass aufgrund einer tatsächlichen Vermutung davon ausgegangen werden darf, der Minderwert des Werkes entspreche den Kosten der Mängelbehebung (BGE 116 II 305 E. 4a S. 313 f. mit Hinweis). Dass sie diese tatsächliche Vermutung umgestossen hätte, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Sie legt auch nicht dar, inwiefern die von der Vorinstanz als "Folgekosten" bezeichneten Aufwendungen nicht zu den Sanierungskosten gehören. Auch diese Rüge ist unbegründet. Dass nach Art. 66 Abs. 5 ZPO/VS, der die Bindung des Richters an die Parteibegehren vorsieht, das Vorgehen der Vorinstanz unzulässig wäre, innerhalb der insgesamt gestellten Begehren für ein Schadenselement mehr und für ein anderes weniger zuzusprechen (BGE 119 II 396 E. 2 S. 397), zeigt die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenügend auf. Ebenso zeigt die Beschwerdeführerin nicht hinreichend auf, inwiefern es sich im Ergebnis zu ihrem Nachteil auswirkt, sollte die Vorinstanz den Beschwerdegegnern den Betrag unter dem falschen Titel (Schadenersatz statt der ebenfalls beantragten Minderung des Werklohns) zugesprochen haben. Mangels hinreichender Begründung (Art. 42 Abs. 2 BGG) ist auf diese Frage nicht näher einzugehen.