Citation: 1C_347/2021 E. 4.4

4.4. Es lässt keine Willkür erkennen, wenn das Verwaltungsgericht u.a. eine nicht unbedeutende Änderung des Erscheinungsbilds einer Baute oder Anlage bei der Anwendung von Art. 206 BauG nicht mehr als zeitgemässe Erneuerung, sondern als neubauähnlichen Umbau betrachtet (vgl. Urteil 1C_218/2010 vom 11. Januar 2011 E. 3.3). Der fragliche Materialwechsel führt nicht nur zu einem anderen Erscheinungsbild der Einfassung des Containerplatzes, sondern wirkt sich auch auf ihre Bauweise aus. Eine solche Umgestaltung im Nahbereich der Strasse und des Nachbargrundstücks lässt sich willkürfrei als neubauähnlichen Umbau qualifizieren. Entgegen dem Beschwerdeführer bildet ein solcher Umbau eine erhebliche tatsächliche Änderung der Verhältnisse. In einem solchen Fall ist die Behörde an frühere Zusicherungen und Auskünfte, die sich auf einen anderen Sachverhalt bezogen, nicht mehr gebunden (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 695; TSCHANNEN/MÜLLER/KERN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl. 2022, Rz. 489). Insgesamt kommt es somit nicht darauf an, in welchem Zeitpunkt ein Containerplatz auf dem beschwerdeführerischen Grundstück vor dem umstrittenen Umbau erstellt oder gar bewilligt worden wäre. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, dass die beiden von ihm angerufenen Zeugen sich nicht nur zu einem früheren, sondern auch zum aktuellen Containerplatz äussern sollen. Demzufolge durfte das Verwaltungsgericht auf die Abnahme dieses Beweismittels verzichten (vgl. dazu oben E. 2.6).