Citation: 6B_789/2024 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen den Schuldspruch wegen Widerhandlung gegen Art. 28 Abs. 1 lit. a TSchG i.V.m. Art. 55 Abs. 3 der Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (TSchV; SR 455.1). Er rügt, die Vorinstanz begründe den Schuldspruch alleine mit Verweis auf das Gutachten und die nachträglich aufgetauchten Bilder. Sie erwähne mit keinem Wort, zu welchem Beweisergebnis sie gelange. Unklar sei, für welchen Sachverhalt (feuchte Einstreu, ungenügende Einstreu) genau er verurteilt worden sei. Der Gutachter bemängle die "quantitativ" ungenügende Einstreu, ohne dies zu umschreiben. Er führe nicht aus, dass kein Liegebereich mit genügend Einstreu vorhanden gewesen sei. Weiter sei die Rede von nicht näher umschriebenen "qualitativen" Mängeln. Die Vorinstanz begehe zudem den gleichen Fehler, der zur Rückweisung im Entscheid 6B_811/2018 geführt habe. Sie stütze sich auf einen Gutachter, der unkritisch auf den Kontrollbericht des Kantonstierarztes abstelle, ohne den Sachverhalt selbst festzustellen. Ein Schuldspruch sei nur zulässig, wenn im gesamten Gehege der Ziegen kein geeigneter Liegeplatz mit genügend Einstreu vorhanden gewesen sei. Stattdessen stelle die Vorinstanz darauf ab, ob auf zwei Bildern (Abb. 54 und 55) gemäss Gutachter "quantitativ und qualitativ" zu wenig Einstreu in gewissen Bereichen des Geheges vorhanden gewesen sei. Das Bundesgericht habe die Bilder 54 und 55 im Urteil 6B_811/2018 für den Nachweis einer rechtswidrigen Handlung nicht genügen lassen. Daran seien die Vorinstanz und das Bundesgericht gebunden.