Citation: 6B_530/2024 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer macht hingegen geltend, der Tatbestand der Veruntreuung sei nicht erfüllt, weshalb nur allenfalls ein Schuldspruch wegen Betrugs in Frage komme. Er argumentiert, das Geld sei ihm nicht anvertraut gewesen, da dies voraussetze, dass Vermögenswerte mit einer besonderen Verpflichtung empfangen würden, welche sich typischerweise aus einem Vertrag ergebe. Ein Vertrag, der auf absichtlicher Täuschung beruhe, entfalte keine Wirkung, womit es an einem gültigen Rechtsgeschäft als Basis für das Anvertrauen fehle. Weiter stelle eine Täuschung über das Motiv der Vermögensverschiebung keine Verletzung der Werterhaltungspflicht dar, sondern könne aufgrund der Motivierung zu einer schädigenden Vermögensverfügung allenfalls einen Betrug darstellen, welcher jedoch mangels Arglist nicht gegeben sei. Der Tatbestand der Veruntreuung sei kein Auffangtatbestand des Betrugs, wenn das Tatbestandsmerkmal der Arglist fehle.