Citation: 5A_285/2024 E. 3.2

3.2. An der Sache vorbei geht das Vorbringen, das Obergericht hätte die Angemessenheit der Wohnkosten gar nicht überprüfen dürfen, weil in einem ersten Schritt lediglich zu prüfen sei, ob veränderte Verhältnisse vorliegen würden. Es sei ein Widerspruch, zuerst veränderte Tatsachen zu verneinen und im Anschluss dennoch die Angemessenheit der Wohnkosten zu prüfen. Inwiefern diesbezüglich eine Verletzung von Art. 4 und Art. 286 Abs. 2 ZGB gegeben sein soll, ist nicht ersichtlich: Wie vorstehend dargestellt, hat das Obergericht in einem ersten Schritt die veränderten Verhältnisse geprüft und verneint. Dass sich die äusseren Umstände (Ausübung eines auch Übernachtungen einschliessenden Besuchsrechts gegenüber drei Kindern) kurz darauf geändert hätte, macht der Beschwerdeführer selbst nicht geltend. Davon ausgehend laufen seine Ausführungen gegen Ende der Beschwerde, eine kleine Wohnung über lange Jahre hinweg sei ihm unzumutbar und auch nicht kindgerecht, darauf hinaus, die in Rechtskraft erwachsene Unterhaltsfestsetzung als solche in Frage zu stellen und erneut aufzurollen. Wenn sich das Obergericht angesichts dieser bereits im kantonalen Beschwerdeverfahren vorgetragenen Vorbringen in einem zweiten Schritt im Rahmen einer Hauptsachenprognose auch noch zur Angemessenheit geäussert hat, ist darin keine die Aufhebung des Entscheides bedingende Verletzung von Bundesrecht zu erkennen. Vielmehr hat es im Kontext mit der Frage, ob die Abänderungsklage als aussichtslos betrachtet werden muss oder als aussichtsreich geltend kann, auch für den zweiten Schritt eine Antwort auf die vom Beschwerdeführer thematisierte Fragestellung gegeben. Zur obergerichtlichen Erwägung, dass angesichts der prekären finanziellen Verhältnisse auch heute einzig die ursprünglichen Wohnkosten von Fr. 999.-- als angemessen erscheinen würden und die vom Beschwerdeführer herbeigeführten Mehrkosten unbeachtlich bleiben müssten, ist deshalb festzuhalten, was in E. 3.3 folgt.