Citation: 1C_546/2023 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, § 63 Abs. 2 VRG sei unzweideutig. Der Gesetzgeber habe mit der Bestimmung zum Ausdruck gebracht, dass er die Dispositionsmaxime höher gewichte als die Durchsetzung des objektiv richtigen Rechts. Hinzu komme, dass mit dem Statthalteramt bereits eine unabhängige gerichtliche Instanz in der Sache entschieden habe. Das Bedürfnis nach der Durchsetzung der ausserordentlichen Zuständigkeitsordnung sei auch deshalb gering, weil das Verwaltungsgericht zuständig gewesen wäre, wenn die polizeiliche Behandlung eine Stunde weniger lange gedauert hätte und deshalb nicht als Freiheitsentzug zu qualifizieren gewesen wäre. Der angefochtene Entscheid sei deshalb nicht nur willkürlich, sondern auch überspitzt formalistisch.