Citation: 6B_54/2008 09.05.2008 E. 7

7.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, die Verurteilung wegen Misswirtschaft verletze Bundesrecht. Misswirtschaft setze Vorsatz, Eventualvorsatz oder grobe Fahrlässigkeit voraus, ihm jedoch könne höchstens leichte Fahrlässigkeit zur Last gelegt werden. Beim leichtsinnigen Gewähren von Krediten sei an Kreditvergaben an Dritte zu denken. Da sowohl die Ab.________ AG wie auch die Darlehensnehmerinnen von Y.________ beherrscht worden seien, sei er davon ausgegangen, es würden gar keine Darlehen an Drittpersonen gewährt, sondern das Geld intern vorübergehend umgeschichtet. Ebensowenig habe er Art. 725 OR verletzt, denn aus seiner Sicht habe keine begründete Besorgnis einer Überschuldung bestanden, da er aufgrund des "Side-Letters" zum Anteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 30. Oktober 2002 von einer weiterbestehenden solidarischen Haftung der B.________-Gruppe ausgegangen sei (Beschwerde S. 22-25). 7.2 Die Vorinstanz hat gefolgert, die Darlehensgewährung erfülle die Voraussetzungen der leichtsinnigen Kreditgewährung im Sinne von Art. 165 StGB. Aufgrund der Liquiditätsprobleme der Ab.________ AG habe zudem die begründete Besorgnis einer Überschuldung bestanden. Der Beschwerdeführer sei insoweit den ihm aus Art. 725 OR erwachsenden Anzeigepflichten nicht nachgekommen (angefochtenes Urteil S. 29-33).