Citation: 1C_542/2013 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz hat ausgeführt, § 3 WegrodelV betreffe nur die Verwirklichung neuer Wegprojekte. Der vorliegend zur Diskussion stehende öffentliche Fussweg sei nicht neu und falle nicht darunter. Er basiere auf einem vorbestehenden öffentlichen Fusswegrecht, das anlässlich der Bereinigung des Verzeichnisses über die öffentlichen Wege bei der Einführung des eidgenössischen Grundbuchs in das Verzeichnis der öffentlichen Wege mit privater Unterhaltspflicht (Wegrodel) der Gemeinde Ingenbohl aufgenommen worden sei. Das hierfür anwendbare Verfahren sei in den § 5 ff. WegrodelV geregelt und eingehalten worden. Insbesondere sei die zweimalige öffentliche Auflage des bereinigten Verzeichnisses verbunden mit der Aufforderung, allfällige Einsprachen innert Frist bei Rechtsverlust im Unterlassungsfall anzumelden, ordnungsgemäss (im Jahre 1984) erfolgt. Die damaligen Eigentümer der Grundstücke der Beschwerdeführer hätten keine Einsprache erhoben. Der Zustimmung der Beschwerdeführer zum Wegprojekt bedürfe es deshalb nicht. Schliesslich sei der Wegrodel (mit dem Fussweg Nr. 7, Kreis II) am 3. Juli 1991 vom Kantonsgericht genehmigt worden. Von Nichtigkeit könne daher keine Rede sein. Zudem habe das Verwaltungsgericht anlässlich der Verlegung des öffentlichen Fusswegrechts im Bereich von KTN 1502, 2087 und 2196 die neue Linienführung als rechtens befunden (Urteil vom 21. September 2011) und festgehalten, dass der weitere Wegverlauf über den Blumenweg erfolge. Dem rechtskräftigen Urteil sei eine öffentliche Auflage vorangegangen, und die betroffenen Grundeigentümer hätten ihre Rechte wahren können.