Citation: 4C.180/2005 28.11.2006 E. 1

1.1 Wurde ein Prozess gemäss Art. 207 SchKG sistiert, so kann er bei der Durchführung des Konkurses im summarischen Verfahren frühestens 20 Tage nach Auflegung des Kollokationsplanes wieder aufgenommen werden (Art. 207 Abs. 1 SchKG). Diese Frist ist abgelaufen, weshalb dem Antrag der Konkursmasse auf Weiterführung des Berufungsverfahrens stattzugeben ist. Mit diesem Antrag hat die Konkursmasse die vom Kläger nach seinem Konkurs erhobene Berufung genehmigt (vgl. BGE 116 V 284 E. 3e S. 289). 1.2 Der angefochtene Entscheid ist berufungsfähig, da damit materiellrechtlich über die vom Beklagten geltend gemachte Forderung entschieden wurde, welche eine Zivilrechtsstreitigkeit mit einem Streitwert von über Fr. 8'000.-- betrifft. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Berufung ist daher grundsätzlich einzutreten. Zu beachten ist jedoch, dass die Betreibung Nr. 1.________ des Betreibungsamtes Bulle, welche Anlass für die negative Feststellungsklage des Klägers bildete, mit seinem Konkurs gemäss Art. 206 Abs. 1 SchKG dahingefallen und ein Wiederaufleben wegen Einstellung des Konkurses gemäss Art. 230 Abs. 4 SchKG ausgeschlossen ist. Demnach ist die Berufung als gegenstandslos abzuschreiben, soweit damit die Einstellung der genannten Betreibung verlangt wird. Dennoch besteht weiterhin ein aktuelles Feststellungsinteresse, da die Konkursmasse mit dem Begehren um Fortführung des Prozesses zum Ausdruck brachte, dass sie die umstrittene Forderung des Beklagten nicht anerkennt und damit die von ihm verlangte Kollokation ablehnt.