Citation: 1C_326/2018 E. 6.3

6.3. Gemäss Art. 73 Abs. 1 VRG werden die Kosten des Rechtsmittelverfahrens in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt, womit ein Abweichen von der Auferlegung der Kosten gemäss dem Unterliegerprinzip nach kantonalem Recht in begründeten Fällen möglich ist. Der Fall, dass ein Beschwerdeführer nur deshalb (vollständig) unterliegt, weil ein Verfahrensfehler von der Rechtsmittelinstanz geheilt wird, ist im VRG zwar nicht ausdrücklich geregelt. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist diesem Umstand bei der Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen aber grundsätzlich angemessen Rechnung zu tragen (BGE 107 Ia 1 E. 1 S. 3; Urteil 1C_98/2012 vom 7. August 2012 E. 9.3 mit Hinweisen). Insgesamt kommt der Vorinstanz bei der Auferlegung der Verfahrenskosten ein weiter Spielraum zu. Dass die Vorinstanz den Beschwerdeführerinnen für das Beschwerdeverfahren Verfahrenskosten auferlegt hat, ist weder willkürlich noch in sonstiger Hinsicht bundesrechtswidrig. Willkürlich ist jedoch, dass die Vorinstanz beim Kostenentscheid den Umstand, dass die Beschwerdeführerinnen nur deshalb (vollständig) unterlagen, weil sie einen Verfahrensfehler geheilt hat, überhaupt nicht berücksichtigt hat. Die Vorinstanz hätte den Beschwerdeführerinnen für das vorinstanzliche Verfahren lediglich eine angemessen reduzierte Gerichtsgebühr auferlegen dürfen.