Citation: 1C_132/2007 30.01.2008 E. 5

Die Beschwerdeführer verlangen ferner die Erstellung eines Strahlungskatasters, in dem das "Grundrauschen" im Gemeindegebiet von Wohlen aufgezeigt wird, d.h. sämtliche elektromagnetische Strahlungen, die durch technische Anlagen emittiert werden. Zwar trifft es zu, dass für die Einhaltung des Immissionsgrenzwerts nicht nur die Strahlung der untersuchten Anlage, sondern sämtliche hochfrequente Antennen massgeblich sind. Wie das BAFU in seiner Vernehmlassung zutreffend darlegt, besteht das Potenzial für eine IGW-Überschreitung jedoch nur bei Antennen in unmittelbarer Umgebung der projektierten Antenne. Der Vorbelastung durch anlagefremde Antennen muss daher nur dann besondere Beachtung geschenkt werden, wenn sich diese am selben Standort befinden wie die zu beurteilende Mobilfunkanlage. Im vorliegenden Fall befinden sich unstreitig keine hochfrequenten Antennen in der Nähe der projektierten Basisstation, weshalb darauf verzichtet werden durfte, deren Standort und Strahlung im Einzelnen zu ermitteln. Erst recht besteht keine Verpflichtung, die Strahlung sämtlicher hochfrequenter Sendeeinrichtungen auf dem gesamten Gemeindegebiet zu ermitteln.