Citation: 7B_210/2024 E. 2.3

2.3. Entgegen der Kritik des Beschwerdeführers geben die vorinstanzlichen Erwägungen zur Frage der Hafterstehungsfähigkeit keinen Anlass zur Kritik. Die Vorinstanz geht richtig davon aus, dass die vorhandenen Arztberichte bloss eine Entscheidhilfe für die Beurteilung dieser Frage sind (siehe E. 2.2.2 hiervor). In ihre Würdigung bezieht sie die Berichte von Dr. med. B.________ vom 10. Januar 2023, von Dr. med. C.________ vom 13. Februar 2023 sowie das ärztliche Attest von Dr. med. D.________ vom 29. März 2023 ein. Demnach leidet der mittlerweile 74-jährige Beschwerdeführer an einer Spinalkanalstenose, chronischen Rückenschmerzen bei Radikulopathie, Diabetes mellitus Typ 2 und COPD, wobei er lediglich seine Rückenbeschwerden als Grund für den Antrag auf Aufschub des Strafantritts vorgebracht habe. Er habe sich am 14. November 2022 einer Rückenoperation unterzogen, befinde sich noch in Rehabilitation, benötige Physiotherapie und müsse Heimübungen ausführen. Aus dem letztgenannten Attest ergebe sich namentlich, dass eine gewisse Verbesserung der Beschwerden seit der Operation eingetreten sei, der Beschwerdeführer aber im Alltag immer noch erheblich eingeschränkt sei und unter Schmerzen leide. Er benötige Unterstützung bei der Körperpflege und beim Sitzen. Es sei von einer Verbesserung der Beschwerden im Verlaufe der Zeit auszugehen, wobei der Zeithorizont nicht abgeschätzt werden könne. Jedenfalls sei aufgrund der vorhandenen Berichte eine weitere Verbesserung zu erwarten. In diese Richtung weise auch die E-Mail von Dr. med. C.________ vom 27. Februar 2023, wonach der Beschwerdeführer sich selbständig bewegen könne, auf keine Hilfsmittel angewiesen sei und in zwei Monaten keine Behinderung mehr haben bzw. werde Treppen steigen können. Nach den vorinstanzlichen Erwägungen gefährdet der Strafvollzug aufgrund der dargelegten Umstände weder das Leben noch die Gesundheit des Beschwerdeführers ernsthaft. Auch wenn seine postoperative Rehabilitation noch nicht abgeschlossen sei, so könnten Pflege und Heilung im Rahmen des Strafvollzuges erfolgen. Die Vollzugseinrichtungen seien verpflichtet, für eine ausreichende medizinische Versorgung zu sorgen. Insbesondere könne er die Physiotherapie sowie die notwendigen Eigenübungen auch im Strafvollzug fortführen. Andere medizinische Massnahmen gingen nicht aus den Arztberichten oder den Angaben des Beschwerdeführers hervor. Erforderlichenfalls könne er von der Pflicht zur Arbeitsleistung befreit oder gar bei einer Verschlechterung seines Zustands der Vollzug unterbrochen werden. Insgesamt ist aus Sicht der Vorinstanz die Hafterstehungsfähigkeit zu bejahen.