Citation: I 833/06 23.11.2007 E. 5

Streitig sind die erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens. Die Beschwerdeführerin beanstandet die von der Vorinstanz anhand eines Prozentvergleichs durchgeführte Invaliditätsbemessung. 5.1 Die gesetzlichen und rechtsprechungsgemässen Regeln über die Durchführung des Einkommenvergleichs, einschliesslich derjenigen über die Anwendung der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung, charakterisieren sich als Rechtsfragen (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). Diese sind im Rahmen der geänderten Kognitionsregelung (oben E. 2) frei überprüfbar. 5.2 Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung daher primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne herangezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475). 5.3 Ein solcher Fall liegt hier vor, ist die Beschwerdeführerin doch seit der Kündigung ihrer Arbeitsstelle durch die Arbeitgeberin, welche, wie im vorinstanzlichen Entscheid festgehalten, gemäss übereinstimmender ärztlicher Auffassung zur Entwicklung der psychischen Beschwerden und zum Eintritt der (Teil-) Arbeitsunfähigkeit geführt hat, keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen. Daher ist entgegen der Vorinstanz beim Invalideneinkommen nicht vom bisherigen Lohn auszugehen, sondern es ist die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Lohnstrukturerhebung (LSE) heranzuziehen. 5.4 Das Invalideneinkommen ist demnach anhand von Tabellenlöhnen zu ermitteln. Massgebend ist dabei der Zentralwert (Total) im privaten Sektor gemäss LSE 2002, Tabelle TA1 (S. 53), Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten), welcher sich auf Fr. 3'820.- beläuft (bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden). Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft, 2007 Heft 4, S. 90, Tabelle B 9.2) und angepasst an die Nominallohnentwicklung bei Frauenlöhnen von 1,7 % (Bundesamt für Statistik Lohnentwicklung 2004, S. 37, Tabelle T1.2.93; BGE 129 V 408) ergibt sich für das Jahr 2003 (BGE 128 V 174, 129 V 222) ein Monatslohn von Fr. 4'050.- für ein 100%-Pensum; bei dem der Versicherten noch zumutbaren Pensum von 70 % beläuft sich das Invalideneinkommen auf Fr. 2'835.- im Monat oder Fr. 34'020.- im Jahr. Die Vornahme eines leidensbedingten Abzuges erscheint nicht geboten und wird auch nicht geltend gemacht. Nach den Feststellungen der Vorinstanz würde sich das Valideneinkommen der Versicherten, welche zuletzt als Mitarbeiterin einer Textildruckerei tätig war, gemäss Angaben der vormaligen Arbeitgeberin auf Fr. 56'640.- belaufen. Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, was diesen Betrag als offensichtlich unrichtig erscheinen liesse. Aus dem Vergleich von Invalideneinkommen (Fr. 34'020.-) und Valideneinkommen (Fr. 56'640.-) resultiert ein Invaliditätsgrad von 40 % (vgl. zur Rundung des Invaliditätsgrades BGE 130 V 121). Damit hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Viertelsrente. 5.5 Der Rentenbeginn ist gestützt auf die im Wesentlichen übereinstimmenden Angaben im Gutachten der medizinischen Abklärungsstelle X.________ und im Bericht der Frau Dr. med. T.________ vom 14. Februar 2004, wonach die Arbeitsunfähigkeit im August 2002 eingetreten ist, unter Berücksichtigung der einjährigen Wartefrist gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG auf August 2003 festzusetzen.