Citation: 2C_1147/2016 E. 4.2.2

4.2.2. Gemäss der gesetzlichen Vorgabe von Art. 21 Abs. 3bis TG/VS ist der durchschnittliche Belegungsgrad der entsprechenden Beherbergungsform für die Berechnung der Pauschale relevant. Als mögliche Beherbergungsformen kommen die Eigennutzung, die Eigennutzung mit gelegentlicher Vermietung und die gewerbliche Vermietung in Frage. In ihrem Mitbericht vom 7. Oktober 2016 führte die kantonale Dienststelle für Wirtschaftsentwicklung aus, die der Berechnung zu Grunde gelegten statistischen Unterlagen seien nicht sehr aussagekräftig. Die effektive Belegung in Form von Eigennutzung könne auch bei bestem Willen nicht zweifelsfrei ermittelt werden. Die Gemeinde Bellwald habe sich deswegen auf die vorhandenen Statistiken der kommerziell vermieteten Wohnungen abgestützt und eine durchschnittliche Belegung von 47 Nächten ermittelt. Zu diesem Wert sei eine Dunkelziffer von 15 % für zu Unrecht nicht abgerechnete Wohnungen dazugezählt worden, was einen Wert von 54 Nächten pro Bett ergebe. In diesem Wert seien auch die Werte der Logiernächte aus gelegentlicher Vermietung eingeschlossen. Eine im Jahr 2016 durchgeführte Umfrage des Walliser Observatoriums mit über 1'200 Antworten habe gezeigt, dass die Besitzer im Schnitt über 50 Tage pro Jahr in ihrer Residenz verbringen würden. Diese Aussage bezieht sich aber nicht auf die hier betroffene Gemeinden. Für den Bezirk Goms wird eine Zahl von durchschnittlich 22 Tagen im Sommer und 23 im Winter angegeben, beruhend auf einer Befragung von 98 Eigentümern. Daraus geht aber nicht hervor, ob diese 98 Eigentümer repräsentativ sind.