Citation: I 680/03 24.02.2004 E. 1

1.1 Die erste der beiden streitigen Verwaltungsverfügungen betrifft den Zeitraum vom 1. Februar bis zum 31. August 1999, die zweite mangels einer zeitlichen Beschränkung jenen vom 1. September 1999 bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 26. April 2002. Die Verwaltung hat somit für die Zeit sowohl vor als auch ab November 2000 verfügt, wobei der Versicherte im vorinstanzlichen Verfahren die Verfügungen durch seinen Antrag auf Zusprechung einer ganzen Rente ab 1. Februar 1999, eventuell auf Rückweisung zur weiteren Abklärung, hinsichtlich des gesamten Zeitraums beanstandet hat. 1.2 Die IV-Stelle hat im kantonalen Gerichtsverfahren keine neue Verfügung erlassen, wozu sie nach Abgabe ihrer Vernehmlassung auch gar nicht mehr befugt gewesen wäre (BGE 127 V 96 Erw. 2 und 232 Erw. 2b/bb; Art. 85 Abs. 2 des Freiburger Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG]), sondern, indem sie aufgrund einer von ihr anerkannten Verschlechterung des Gesundheitszustandes ab November 2000 eine Rentenerhöhung mit Wirkung ab 1. Februar 2001 bei einem Invaliditätsgrad von 70 % vorschlug, einen Antrag auf teilweise Gutheissung der Beschwerde gestellt. Durch einen solchen Antrag der Verwaltung kann ein Rechtsmittel nicht (teilweise) gegenstandslos werden, lässt er doch im Gegensatz zum rechtzeitig lite pendente erfolgenden Erlass einer dem Rechtsbegehren der Beschwerde führenden Person entsprechenden neuen Verwaltungsverfügung (vgl. zur aus dem Erlass einer solchen Verfügung resultierenden Gegenstandslosigkeit BGE 127 V 233) die angefochtene Verfügung (gänzlich) bestehen. Das kantonale Gericht hätte sich demnach nicht, von einer teilweisen Gegenstandslosigkeit ausgehend, damit begnügen dürfen, davon Vormerk zu nehmen, dass die IV-Stelle über einen Teil des von der (zweiten) Verwaltungsverfügung betroffenen Zeitraums eine neue Verfügung erlassen werde. Vielmehr hätte es hinsichtlich des ganzen Zeitraums bis zum grundsätzlich die Grenze der richterlichen Beurteilung bildenden (BGE 129 V 356 Erw. 1) Zeitpunkt des Erlasses der Verwaltungsverfügung am 26. April 2002 materiell - sei es durch einen reformatorischen Entscheid, sei es durch eine Rückweisung, die die Verwaltung zum Erlass einer neuen Verfügung verpflichtet hätte - über die Beschwerde entscheiden, diese also, wenn es für einen Teil des von der Verfügung abgedeckten Zeitraums einen Anspruch auf eine ganze Rente bejahte, teilweise gutheissen müssen. 1.3 Ob die Sache wegen dieses formellen Fehlers von Amtes wegen an die Vorinstanz zurückzuweisen wäre, wenn die Sache materiellrechtlich korrekt beurteilt worden wäre, kann offen bleiben, weil der vorinstanzliche Entscheid, wie im Folgenden darzulegen ist, ohnehin aus materiellen Gründen aufzuheben ist. 1.4 Da die Vorinstanz auch über die Zeit ab November 2000 materiell hätte entscheiden müssen, ist auch dieser Zeitraum im Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht als im Anfechtungsgegenstand inbegriffen zu betrachten. Denn zum Anfechtungsgegenstand gehört nicht nur, worüber die vorangehende Instanz tatsächlich eine Anordnung getroffen hat, sondern auch das, worüber sie hätte entscheiden müssen (vgl. zum Anfechtungsgegenstand im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren Urteil B. vom 18. August 2003, I 848/02, Erw. 3.2 mit Hinweisen). Dass sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nur auf die Zeit vor November 2000 bezieht, ändert nichts daran, dass sich die Überprüfungsbefugnis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts auch auf die Zeit danach erstreckt; ein Entscheid - ein solcher liegt hier im Übrigen im Sinne einer ganzen Rente nach dem in Erw. 1.2 hievor Gesagten gar nicht vor - erwächst nicht hinsichtlich einer unbestritten gebliebenen Rentenbezugszeit separat in Rechtskraft, und die Frage, ob und wann eine Rentenerhöhung stattzufinden hat, lässt sich nur aufgrund einer Betrachtung des gesamten Zeitraums beantworten (BGE 125 V 415-418 Erw. 2; AHI 2001 S. 278 Erw. 1a).