Citation: 6B_315/2020 E. 6.3.2

6.3.2. Die Vorinstanz hält hierzu fest, die bei den Akten befindlichen schriftlichen "Bedingungen für Kranbenützung Elementbauer", welche als Vertragspartner die E.________ Bauunternehmung AG und die G.________ AG bezeichnen würden und auf die sich der Beschwerdeführer berufe, bestimmten, dass die Kranbenützung allein auf das Risiko des Auftraggebers (hier die G.________ AG, Bestellerin gegenüber H.________) erfolge. Das Befestigen und Sichern des Ladeguts sei Sache des Auftraggebers (kantonale Akten BG ed.Bel. 3 Reg. 3 Bel. 19 ff.). Die Vorinstanz erwägt, die Bedingungen der E.________ Bauunternehmung AG enthielten somit im Wesentlichen keine andere Regelung als in Art. 7 Abs. 1 Kranverordnung statuiert sei. Usanzen im Baugewerbe über die Regelung allfälliger zivilrechtlicher Haftbarkeit seien unbeachtlich. Somit gelte Art. 6 Abs. 1 Kranverordnung im Rahmen der gebotenen Sorgfalt eines Kranführers uneingeschränkt. Art. 7 Kranverordnung bzw. die Bedingungen für Kranbenützung würden nichts daran ändern. Es handle sich bei diesen Bestimmungen um eine Regelung der Verantwortlichkeit des einen Kran entleihenden Unternehmens und befreie den Kranführer nicht von seiner strafrechtlichen Verantwortlichkeit im Rahmen seiner Sorgfaltspflichten (Urteil S. 39 E. 8.2.2.2). Das arbeitsteilige Vorgehen mit C.________ als Gruppenleiter und Anweiser einerseits und dem Beschwerdeführer als Kranführer andererseits vermöge unter den gegebenen Umständen Letzteren nicht zu entlasten. Dass das Element hochkant nicht sicher stand und damit eine Gefahrenlage geschaffen wurde, sei derart offensichtlich, dass der Beschwerdeführer nicht vorbehaltlos dem "Chef" habe vertrauen dürfen (Urteil S. 40 E. 8.2.2.2).