Citation: 6B_205/2023 E. 1.4.3

1.4.3. Die Vorinstanz erwägt, zwar würden aufgrund der unverfrorenen Art des Beschwerdegegners gewisse Verdachtsmomente für eine deliktsaffine Persönlichkeitsstruktur vorliegen; jedoch sei der Beschwerdegegner weder in der Schweiz noch im Ausland vorbestraft, weshalb jedenfalls nicht von einem Gewohnheitsverbrecher gesprochen werden könne. Diese Ausführungen geben soweit zu keinen Bemerkungen Anlass, zumal (hier fehlende) Vorstrafen für die Beurteilung der Rückfallgefahr von erheblicher Bedeutung sind. Die Vorinstanz geht zudem auch nicht, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, davon aus, es bestehe überhaupt keine Gefahr für erneute ähnliche Gedankengänge in Zukunft. Vielmehr führt sie aus, es würden gewisse Restzweifel hinsichtlich der Persönlichkeitsstruktur bestehen, was jedoch alleine noch keine relevante Rückfallgefahr begründet. Was die Vorinstanz mit Bezug auf die erstinstanzliche Einschätzung der Rückfallgefahr ausführt, ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht zu beanstanden.