Citation: 8C_290/2023 E. 4.4.1

4.4.1. Sie macht primär - wie schon im vorinstanzlichen Verfahren - geltend, entgegen der Auffassung des psychiatrischen Experten seien die diagnostischen Kriterien einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) erfüllt. Sie begründet dies mit Erlebnissen im Zusammenhang mit medizinischen Eingriffen. So sei sie einmal auf dem Operationstisch fixiert gewesen und habe - ohne sich dagegen wehren zu können - bei vollem Bewusstsein miterleben müssen, wie sie intubiert werde. Es sei aufgrund der dabei erlebten Schmerzen und der Panik vor dem Ersticken von einer aussergewöhnlichen Bedrohung auszugehen. Auch die Darmspiegelung und die Drainage-Einlagen ohne Narkose erfüllten ihres Erachtens das Kriterium der aussergewöhnlichen Bedrohung. Unberücksichtigt gelassen habe der Gutachter sodann die am 27. April 2017 notfallmässig durchgeführte offene Nephrektomie links bei Sepsis und infiziertem Hämatom perirenal links. Dabei handle es sich um eine lebensbedrohliche Situation, welche geeignet sei, eine PTBS auszulösen.