Citation: 5A_370/2015 E. 2.2

2.2. Das Obergericht hat zusammengefasst erwogen, die Beschwerdeführerin habe am letzten Tag der Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses mitgeteilt, sie könne den verlangten Betrag von Fr. 1'500.-- nicht bezahlen. Die Beschwerdeführerin sei korrekt auf die Möglichkeit eines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege hingewiesen worden. Sie habe die ihr hierfür gesetzte Frist nicht benutzt. Im Weiteren habe die erste Instanz der Beschwerdeführerin einlässlich erklärt, weshalb sie als mithaftende Solidarschuldnerin mitbetrieben worden sei. Sodann treffe auch nicht zu, dass die Beschwerdeführerin keinen Rechtsvorschlag habe erheben können. Bereits aus der von der Beschwerdeführerin eingereichten Kopie des Zahlungsbefehls sei ersichtlich, dass sie auf dem ihr zugestellten Zahlungsbefehl Rechtsvorschlag erhoben habe. In den Akten befinde sich sodann das an das Betreibungsamt Frauenfeld gerichtete Schreiben der Beschwerdeführerin vom 14. August 2014, worin sie ausdrücklich Rechtsvorschlag "gegen Ihren Zahlungsbefehl, erhalten am 11. August 2014" erhoben habe. Die Vorinstanz habe den von der Beschwerdeführerin im Rechtsvorschlag erhobenen Einwand widerlegt, dass sie nämlich als Nicht-Eigentümerin der ehelichen Liegenschaft für die Betreibung nicht hafte. Selbst wenn der Hinweis der Beschwerdeführerin, sie könne den Kostenvorschuss nicht aufbringen, als Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gewertet werde, wären die vorgetragenen Argumente der Beschwerdeführerin bereits von der ersten Instanz widerlegt worden. Die erstmals im Beschwerdeverfahren vorgetragene Behauptung, sie sei vom Ehemann zur Unterzeichnung des Hypothekardarlehensvertrages genötigt worden, könne als neue Tatsachenbehauptung im Sinn von Art. 326 ZPO nicht gehört werden. Die Beschwerde sei daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.