Citation: 8C_397/2020 E. 5.3.1

5.3.1. Das im Rahmen des damaligen Revisionsverfahrens von der IV-Stelle veranlasste dermatologische Gutachten des Spitals B.________ vom 18. Oktober 2010 sah mit Blick auf das unbestritten schlecht therapierbare dyshidrotische Hand- und Fussekzem noch nicht angewandte Behandlungsmassnahmen mit möglichem Verbesserungspotenzial. Die Gutachter rieten, die seit Jahren unbefriedigende Situation mit der Ciclosporin-A-Therapie während eines stationären Abheilversuchs durch eine Behandlung mit Toctino zu verbessern. Die Therapievorschläge gemäss Gutachten des Spitals B.________ wurden zwischen dem 21. März und dem 21. April 2011 stationär in der Dermatologischen Klinik des Spitals B.________ umgesetzt. Die während dieses stationären Aufenthalts erfolgte Wirkstoffumstellung und die intensive lokale Behandlung zeigten bei Austritt zunächst eine deutliche Besserung des Ekzems an Händen und Füssen. Nach der RAD-ärztlichen Empfehlung vom 10. November 2010 sollte der Erfolg der therapeutischen Massnahmen gemäss Gutachten des Spitals B.________ ein halbes Jahr nach der Durchführung dieser stationären Behandlung neu beurteilt werden. Die Neubeurteilung erfolgte anlässlich der ambulanten Konsultation in der Dermatologischen Klinik des Spitals B.________ am 19. September 2011 und zeigte einen anhaltend schlechten Hautbefund, weshalb von einer weiterhin bestehenden Arbeitsunfähigkeit von 100% auszugehen sei. Nach Überprüfung der Nachhaltigkeit der Behandlungsergebnisse bestätigte der RAD-Arzt am 26. September 2011, dass auf die Angaben gemäss Verlaufsbericht vom 20. September 2011 abzustellen sei. Im gleichen Sinne äusserte sich die behandelnde Dermatologin Dr. med. C.________ in ihrem Bericht vom 25. August 2014. Sie verwies darin auf den sehr therapieresistenten Verlauf. Trotz der Behandlungsumstellung auf Toctino sei keine wesentliche Besserung eingetreten, weshalb sie diese Behandlung Ende 2012 gestoppt habe, ohne dass deswegen eine Veränderung eingetreten sei.