Citation: 5A_835/2012 E. 3

Was die Tatbestandsvoraussetzungen der Gläubigerschädigung und der Schädigungsabsicht angeht (s. dazu BGE 137 III 268 E. 4.1 und 4.2 S. 283 ff. mit Hinweisen), schliesst sich das Obergericht wenn nicht ausdrücklich, so doch zumindest konkludent den Ausführungen des Bezirksgerichts an. Dieses hat eine Gläubigerschädigung bejaht, allerdings darauf verzichtet, den umstrittenen genauen Wert der übertragenen Grundstücke festzustellen. Weil die Gegenleistung des Beschwerdegegners sich in der teilweisen Finanzierung der Reisen des Schuldners erschöpft habe, sei klar, dass die Gegenleistung ohne jegliche Rücksicht auf den Wert der Grundstücke in einer für die Gläubiger nachteiligen Weise verwendet worden sei. Dadurch sei ihnen Haftungssubstrat entzogen worden. Unter solchen Bedingungen wäre eine Gläubigerschädigung ausschliesslich dann ausgeblieben, wenn die genannten Grundstücke völlig wertlos wären, was allerdings nicht einmal der Beschwerdegegner behauptet habe. Hinsichtlich der Absicht des Schuldners, seine Gläubiger zu benachteiligen, hat das Bezirksgericht gestützt auf die Akten als erstellt erachtet, dass sich dessen finanzielle Verhältnisse kurz vor 2003 anzuspannen begannen. Zwar seien vor dem fraglichen Geschäft weder Betreibungen noch Verlustscheine zu verzeichnen. Für den Schuldner sei aus damaliger Sicht aber durchaus erkennbar gewesen, wie sich die Situation zu entwickeln schien. So sei die Wertzuwachssteuer aus dem Verkauf einer weiteren Parzelle bereits im Juni 2002 veranlagt worden. Auf die Erwiderung des Beschwerdegegners hat das Bezirksgericht ausgeführt, die Wahl der Kaufform sei weniger verdächtig gewesen als eine erbrechtliche Disposition, wenn die Parteien nur nicht auf die Überweisung des Gegenwertes der Grundstücke Zug um Zug verzichtet und damit zum Ausdruck gebracht hätten, dass eine gleichwertige Gegenleistung im Sinne eines Austausches von Aktiven gar nie beabsichtigt gewesen sei. Aus alledem hat das Bezirksgericht gefolgert, der Schuldner habe eine Gläubigerschädigung zumindest in Kauf genommen.