Citation: 6S.203/2004 15.06.2006 E. A

A.a Das Strafgericht des Kantons Zug erklärte mit Urteil vom 15. März 2004 den Direktor der A.________ AG des gewerbsmässigen Betruges sowie der Urkundenfälschung und die Prokuristin der A.________ AG des gewerbsmässigen Betruges, der Gehilfenschaft zum Betrug sowie der mehrfachen Urkundenfälschung schuldig und verurteilte sie zu Freiheitsstrafen von 25 Monaten Gefängnis bzw. 18 Monaten Gefängnis, mit bedingtem Strafvollzug bei einer Probezeit von 2 Jahren. Von der Anklage der mehrfachen Urkundenfälschung, der Beteiligung an einer kriminellen Organisation sowie der Geldwäscherei sprach es die beiden Angeklagten frei. Einen weiteren Mitarbeiter der A.________ AG sprach es vollumfänglich von Schuld und Strafe frei. Ferner verurteilte das Strafgericht die A.________ AG in Konkursliquidation und B.________, einen der Gründer der A.________ AG, gegen welchen ein separates Strafverfahren geführt wird, zur Zahlung einer Ersatzforderung gemäss Art. 59 Ziff. 2 Abs. 1 StGB in der Höhe von Fr. 3'502'000.-- bzw. Fr. 2'730'000.-- an den Staat, welche nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zu Lasten der im Untersuchungsverfahren beschlagnahmten Guthaben bzw. Depotwerte bezogen werden sollten. Von Anordnungen über die Verwendung eingezogener Vermögenswerte oder Ersatzforderungen zu Gunsten der Geschädigten gemäss Art. 60 StGB sah es zur Zeit ab. Schliesslich entschied es über die Aufhebung der Beschlagnahme von Vermögenswerten und die Aushändigung an die Berechtigten. Die von den Geschädigten erhobenen Zivilforderungen verwies es auf den Zivilweg. A.b Gegen das erstinstanzliche Urteil erklärten neben der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, dem Direktor der A.________ AG und B.________ auch verschiedene Privatkläger Berufung. Mit Urteil vom 19. September 2005 trat das Obergericht des Kantons Zug auf die Berufungen der Privatkläger nicht ein, soweit sie die Verweisung der Zivilforderungen auf den Weg des Zivilprozesses durch das Strafgericht anfochten. Hinsichtlich des Direktors der A.________ AG bestätigte das Obergericht das erstinstanzliche Urteil im Schuldpunkt und setzte die Strafe auf 18 Monate Gefängnis, unter Gewährung des bedingten Strafvollzuges bei einer Probezeit von 2 Jahren, herab. Ferner verurteilte es die A.________ AG zur Zahlung einer Ersatzforderung von Fr. 4'122'000.-- an den Staat, welche es beim Konkursamt im Konkurs der A.________ AG anmeldete. Den Verzicht auf Anordnungen über die Verwendung zu Gunsten der Geschädigten gemäss Art. 60 StGB bestätigte es. Von der Festsetzung einer Ersatzforderung gegenüber B.________ sah es ab und wies den Entscheid dem gegen diesen geführten, beim Untersuchungsrichteramt Zug pendenten Strafverfahren zu. Schliesslich entschied es ebenfalls über die Einziehung der beschlagnahmten Vermögenswerte bzw. die Überweisung der freigegebenen Vermögenswerte an die Berechtigten.