Citation: 8C_620/2019 E. 6.3.2

6.3.2. Die vorinstanzliche Adäquanzbeurteilung lässt sich auch nicht beanstanden. Hinsichtlich der Unfallschwere ist vom augenfälligen Geschehensablauf des Unfallereignisses auszugehen (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; 115 V 133 E. 6 S. 138 f.; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1). Die Folgen des Unfalls, auf die sich der Beschwerdeführer diesbezüglich beruft, sind hingegen nicht dem Unfallgeschehen zuzuordnen und finden bei der Unfallschwere daher keine Berücksichtigung (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 35, 8C_584/2010 E. 4.2.2; SVR 2009 UV Nr. 57 S. 203, 8C_77/2009 E. 4.1.1; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1; Urteil 8C_41/2016 vom 23. Juni 2016 E. 4.1). Es kann daher mit der Vorinstanz höchstens von einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Fällen ausgegangen werden. Inwiefern ein Feuerwerkskörper - der gemäss den Angaben in der Unfallmeldung und im Fragebogen Unfallursache war - objektiv gesehen zu einer unmittelbar lebensgefährlichen Verletzung hätte führen können, lässt sich nicht ersehen (vgl. SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7, 8C_398/2012 E. 6.1; Urteil 8C_611/2016 vom 16. Dezember 2016 E. 3.4 mit Hinweisen). Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung ist mit der Vorinstanz zu verneinen, da sich diese im Wesentlichen auf ärztliche Abklärungen und Kontrollen beschränkte (Urteile 8C_473/2019 vom 11. November 2019 E. 5.6; 8C_137/2014 vom 5. Juni 2014 E. 7.3). Eine ärztliche Fehlbehandlung hat unbestrittenerweise nicht stattgefunden. Für die Bejahung des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs bedürfte es praxisgemäss besonderer Gründe, welche die Genesung bis zum Fallabschluss beeinträchtigt oder verzögert haben. Der Umstand, dass trotz verschiedener Therapien keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte, genügt allein nicht (SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81, U 479/05 E. 8.5; Urteil 8C_473/2019 vom 11. November 2019 E. 5.6 mit Hinweisen). Auch dieses Kriterium ist mit der Vorinstanz zu verneinen. Gemäss Beschwerdeführer seien (auch) die übrigen drei Kriterien der schweren oder besonderen Art der Verletzung (insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen), der körperlichen Dauerschmerzen (in Form von chronischen Ohrenschmerzen) sowie des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit erfüllt, ohne dass jedoch jeweils eine besondere Ausprägung geltend gemacht wird. Selbst wenn ihm diesbezüglich zu folgen wäre, vermöchten diese drei Kriterien bei der gegebenen Unfallschwere für die Bejahung der Adäquanz nicht zu genügen (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100, 8C_897/2009 E. 4.5). Wie es sich damit im Einzelnen verhält, kann daher offen bleiben.