Citation: 6B_103/2022 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, die Anklage stütze sich zu grossen Teilen auf die Aussagen von B.________, der sich im Strafverfahren geständig gezeigt und umfassende Angaben gemacht habe. Diese Aussagen, die detailliert und konsistent ausgefallen seien, liessen sich mit dem übrigen Beweisergebnis in Übereinstimmung bringen, weshalb keine ernstzunehmenden Zweifel an deren Glaubhaftigkeit bestehen könnten (angefochtenes Urteil S. 7). B.________ habe ausgeführt, zusammen mit C.________, dem Beschwerdeführer und D.A.________ agiert zu haben. Gemäss B.________ habe der Beschwerdeführer ihn gebeten, zusammen mit C.________ beim Wässern der Pflanzen und der Ernte behilflich zu sein, er (der Beschwerdeführer) werde sich um den Rest kümmern. Der Beschwerdeführer sei für den Aufbau der Anlagen und zusammen mit seiner Ehefrau D.A.________ für die Besorgung der Stecklingen und den Verkauf des Marihuanas zuständig gewesen. Es sei zudem der Beschwerdeführer gewesen, der jeweils das Marihuana verpackt habe. B.________ habe den Beschwerdeführer als "Kopf" der Gruppe bezeichnet, was er anlässlich der Berufungsverhandlung erneut bestätigt habe (angefochtenes Urteil S. 8 f.). C.________ habe die Aussagen von B.________ zu grossen Teilen bestätigt. Zwar treffe zu, dass sie sich in einigen Punkten widersprochen hätten (z.B. zur Frage, ob sie bezahlt worden seien bzw. ob C.________ für seine Dienste Marihuana erhalten habe). C.________ habe jedoch bestätigt, in P.________ und Q.________ bei der Aufzucht der Pflanzen und an der Ernte beteiligt gewesen zu sein. Er habe zudem zugegeben, einmal zusammen mit B.________ Hanf-Abfälle in der Kehrrichtverbrennungsanlage in R.________ entsorgt zu haben und in Q.________ beim Holzaufbau geholfen zu haben. Auffallend sei, dass C.________ sich hinsichtlich der Involvierung des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau D.A.________ bedeckt gehalten habe. Er habe beispielsweise ausgesagt, dass die ganze Angelegenheit das "Ding" von B.________ gewesen sei. Seine weiteren Aussagen würden aber dennoch darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer und seine Ehefrau ebenfalls an den Anlagen beteiligt gewesen sein müssten. So habe er beispielsweise auf die Frage, woher das "Know-How" für die Einrichtung solcher Anlagen stammen würde, beantwortet, dass der Beschwerdeführer und D.A.________ genügend Erfahrung in dieser Sache hätten. Zudem habe er geltend gemacht, dass B.________ die Anlagen sicher nicht finanziert habe, da dieser kein Geld habe. Er (C.________) vermute, dass der Beschwerdeführer oder ein Bekannter von diesem die "Finger im Spiel" gehabt habe. Im weiteren Verlauf des Strafverfahrens habe C.________ zudem bestätigt, dass der Beschwerdeführer beim Holzaufbau in Q.________ den "Lead" gehabt habe. Der Beschwerdeführer sei der "Baumeister" und er selber (C.________) und B.________ seien die Handlanger gewesen. Dabei sei dem Beschwerdeführer bekannt gewesen, was dort drin gebaut werde (angefochtenes Urteil S. 9 f.). Die Vorinstanz erwägt weiter, anlässlich der Hausdurchsuchungen seien weitere Beweise gefunden worden, welche den Beschwerdeführer in Zusammenhang mit den angeklagten Betäubungsmitteldelikten bringen würden: So hätten anlässlich der am 7. Juli 2015 durchgeführten Hausdurchsuchungen am Wohnort des Ehepaars A.________, dem Remiseabstellplatz des Beschwerdeführers in S.________ und seiner Garagebox in T.________ diverse Gegenstände aufgefunden werden können, die beim professionellen Anbau von Hanfpflanzen verwendet würden. In T.________ seien u.a. diverse Lampenschirme, Filter, Lüftungsrohre, Ventilatoren und ein Trocknungsnetz sichergestellt worden. In S.________ seien u.a. mehrere 50L Säcke Substrat, schwarze Wassertonnen, Abluftschläuche, eine Zeitschaltuhr und mehrere Lampenschirme gefunden worden. Auch anlässlich der Hausdurchsuchung am gemeinsamen Wohnort der Ehegatten A.________ hätten weitere Gegenstände sichergestellt werden können, die für den Anbau von Hanfpflanzen verwendet würden, so u.a. ein Feuchtigkeitsmessgerät, mehrere Grosspakete mit Kunststoffhandschuhen und sieben Büchsen zur Aufzucht von Setzlingen. Weiter sei aktenkundig, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum von Februar 2014 bis September 2015 bei der Firma E.________ in Deutschland diverses Baumaterial im Gesamtumfang von rund Euro 15'000.-- bestellt habe, wobei einzelne Lieferungen direkt nach P.________ (an die fiktive Adresse U.________) und V.________ bestellt worden seien. Aufgrund der bestellten Materialien sowie des Zeitpunktes der Lieferungen erscheine offensichtlich, dass es sich hierbei um das Material für den Holzaufbau in den jeweiligen Anlagen gehandelt haben müsse. Anlässlich der Hausdurchsuchung beim Sitz der Firma von B.________ hätten zudem diverse Notizen gefunden werden können, die offensichtlich Berechnungen betreffend den Hanf-Anbau enthalten hätten. Es seien darauf diverse Initialen bzw. Spitznamen ersichtlich, nämlich "MB", "B" und "F.________", wobei es sich dabei gemäss den nachvollziehbaren Angaben von B.________ um ihn selber ("MB"), D.A.________ ("B") und den Beschwerdeführer ("F.________") handle. Der Beschwerdeführer bestreite zwar, dass er von anderen Personen "F.________" genannt werde. Im Handy von B.________ sei er allerdings unter "F.________" abgespeichert. Auch C.________ und der Mitbeschuldigte G.________ hätten bestätigt, dass "F.________" der Spitzname des Beschwerdeführers gewesen sei (angefochtenes Urteil S. 12 f.). Soweit der Beschwerdeführer geltend mache, dass B.________ die Hanf-Indooranlagen alleine und ohne sein Wissen betrieben haben soll, würden sich seine Aussagen im Lichte der oben dargelegten Beweise und Indizien als wenig glaubhaft erweisen. Nicht zu überzeugen vermöchten namentlich seine Aussagen in Bezug auf die aufgefundenen Rechnungen der Firma E.________. Der Beschwerdeführer bestreite die Materialbestellung grundsätzlich nicht, mache aber geltend, dieses Material für B.________ bestellt zu haben. Zudem wolle er für diesen in Q.________ einen Holzaufbau erstellt haben, wobei er nicht gewusst haben wolle, wozu dieser hätte dienen sollen. Diese Aussagen würden sich als abwegig erweisen. Zum einen erscheine höchst fragwürdig, wieso der Beschwerdeführer solch grosse Materialbestellungen im Wert von Tausenden von Franken für B.________ bestellen und insbesondere auch selber bezahlen sollte. Zudem habe dem Beschwerdeführer, der selber bereits im Jahr 2008 eine Hanf-Indooranlage betrieben habe, bewusst sein müssen, wozu ein solcher Holzaufbau diene. Entsprechend seien diese Vorbringen als Schutzbehauptungen zu werten (angefochtenes Urteil S. 13 f.). In einer Gesamtbetrachtung sämtlicher Beweise und Indizien bestünden keine ernstzunehmenden Zweifel, dass der Beschwerdeführer an den drei Hanf-Indooranlagen in P.________, Q.________ und W.________ in massgeblicher Art und Weise beteiligt gewesen sei. Soweit der Beschwerdeführer vorbringe, die Erstinstanz habe den Sachverhalt falsch gewürdigt und die Aussagen von B.________ zu Unrecht als glaubhaft erachtet, vermöge dies nicht zu überzeugen. B.________ habe sich von Beginn an geständig gezeigt und neben den Mitbeteiligten auch massgeblich sich selber belastet. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Widersprüche in den Aussagen von B.________ seien nicht von derart entscheidender Natur, dass dies an der Glaubhaftigkeit dieser Aussagen ernstzunehmende Zweifel aufkommen lassen würden (angefochtenes Urteil S. 14).