Citation: 4A_348/2024 E. A

Zwischen der B.________ AG (Beklagte; Beschwerdegegnerin) beziehungsweise deren Rechtsvorgängerinnen und der A.________ Europe Sàrl (Agentin; Klägerin; Beschwerdeführerin) bestand bis 2014 ein Agenturvertrag. Diese hat gestützt darauf provisionsberechtigte Leistungen erbracht, ausgehend von einem massgeblichen Umsatz von EUR 30'784'739.--. Über die Frage, welchen Satz sie für ihre Provision in Anschlag bringen kann, sind sich die Parteien uneinig. Es kam zum Prozess. A.a. Die C.________ hatte mit der "A.________ Consulting" am 18./25. Oktober 2004 unter dem Titel "Intermediary Agreement" einen Agenturvertrag abgeschlossen. Darin war für den Vermittler eine Provision von 4.5 % des Wertes der mit Dritten abgeschlossenen Verträge vereinbart worden. Der Agenturvertrag sollte nur schriftlich und mit Unterzeichnung durch beide Parteien geändert werden können. Die Klägerin behauptete in ihrer Klage, vor ihrem Zuzug in die Schweiz habe ihre französische Vorgängerin den Agenturvertrag mit der C.________ Ltd. (einer Rechtsvorgängerin der Beklagten) abgeschlossen. Nach ihrem Zuzug in die Schweiz sei dieser Agenturvertrag durch sie übernommen und weitergeführt worden. Das sei der damaligen Ansprechperson der Beklagten, D.________, entsprechend mitgeteilt worden. A.b. Da die Beklagte bestritt, dass die Klägerin die Nachfolgerin der französischen Gesellschaft (A.________ Consulting) sei, die das Intermediary Agreement abgeschlossen habe, trug die Klägerin in ihrer Replik vor, eine unter "A.________ Consulting" firmierende französische Rechtseinheit habe es gar nie gegeben. Durch die Angabe der nichtexistierenden Rechtseinheit "A.________ Consulting" als Partei des Intermediary Agreements habe Herr E.________, damals wohnhaft in U.________ (Frankreich), lediglich die Handelsbezeichnung benutzt, die er damals im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit üblicherweise verwendet habe. Nach seinem Umzug von U.________ in die Schweiz sei die bis dahin unter der blossen Handelsbezeichnung "A.________ Consulting" ausgeübte Tätigkeit nahtlos unter der Ägide der inzwischen gegründeten Klägerin weitergeführt worden.