Citation: 9C_315/2018 E. 6.2.2

6.2.2. Dieser Argumentation ist insofern beizupflichten, als eine Meldepflichtverletzung im Sinne der genannten Bestimmungen begeht, wer seit der Leistungszusprache eingetretene oder künftige Veränderungen, die sich auf den laufenden Anspruch auf eine Dauerleistung auszuwirken vermögen, nicht meldet. Soweit die betreffende "Änderung" bereits vor der Leistungszusprache eingetreten ist, kann keine Meldepflichtverletzung nach Massgabe von Art. 31 ATSG in Verbindung mit Art. 77 und aArt. 88bis Abs. 2 lit. b IVV angenommen werden (BGE 122 V 19 E. 3d S. 23; vgl. auch Urteil P 23/00 vom 26. Juli 2001 E. 1b; Guy Longchamp, in: Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire, 2018, N. 11 und FN 7 zu Art. 31 ATSG [nachfolgend: Commentaire]; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, N. 10 zu Art. 31 ATSG). Da es sich bei der hier fraglichen Tatsache um die unstreitig bereits vor der am 29. April 1999 bzw. 25. September 2001 verfügten Rentenzusprache ausgeübte Musikertätigkeit des Beschwerdeführers und die daraus resultierenden Einkünfte handelt, liegt keine "Änderung" im dargelegten Sinne vor.