Citation: 4A_355/2015 E. A

Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 19. September 2005 verkaufte C.________ die Liegenschaft xxx, an der Strasse U.________, in V.________, an seine Tochter B.________ (Beklagte, Beschwerdegegnerin). Der vereinbarte Kaufpreis von Fr. 500'000.-- sollte durch Übernahme einer bestehenden Grundpfandschuld im Umfang von Fr. 150'000.-- einerseits und durch eine Banküberweisung im Betrag von Fr. 350'000.-- andererseits getilgt werden. Am 20. September 2005 (Valuta: 19. September 2005) ging auf dem Konto bei der Bank D.________ von C.________ eine Zahlung von B.________ mit dem Vermerk "Kauf EFH Grundstück xxx, Strasse U.________, in V.________" von Fr. 350'000.-- ein. Am 22. September 2005 (Valuta: 19. September 2005) ging vom nämlichen Konto eine Zahlung über Fr. 50'000.-- auf ein auf B.________ lautendes Hypothekarzins-Konto ab. C.________ verstarb am 29. Januar 2006. Die Erbengemeinschaft entrichtete mit Auftrag vom 21. August 2006 Grundstückgewinnsteuern im Betrag von Fr. 34'685.45. A.________ (Klägerin, Beschwerdeführerin) stellt sich auf den Standpunkt, die Zahlung von Fr. 50'000.-- von ihrem Vater C.________ an ihre Schwester B.________ sei eine Rückvergütung des geleisteten Kaufpreises; dieser habe damit statt Fr. 500'000.-- nur Fr. 450'000.-- betragen. Daraus folge zum einen, dass der beurkundete Kaufvertrag nichtig sei, zum anderen, dass Fr. 10'229.45 zu viel an Grundstückgewinnsteuern bezahlt worden seien. Gemäss B.________ hingegen sei der Kaufpreis mit Fr. 500'000.-- vereinbart gewesen; die Zahlung von Fr. 50'000.-- stehe mit dem Grundstückkauf nicht in Zusammenhang, sondern sei eine Abgeltung für die jahrelange Pflege der Mutter gewesen.