Citation: 8C_692/2020 E. 3.2.1

3.2.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die von den orthopädischen Sachverständigen des ZMB und der SMAB AG erhobenen Befunde seien praktisch identisch. Die daraus gezogenen Schlussfolgerungen seien indessen sehr diskrepant. Die Experten des ZMB sprächen von einer klinisch und bildgebend objektivierbar abgestützten Arbeitsunfähigkeit von 50 %, wogegen die Gutachter der SMAB AG offenbar teilweise davon ausgegangen seien, die geklagten Beschwerden seien teilweise medizinisch nicht nachvollziehbar, weshalb sie rückwirkend (ex tunc) ab dem Zeitpunkt des Gutachtens des ZMB die Beschwerdeführerin für vollständig leistungsfähig gehalten hätten. Dies komme einer Neueinschätzung der Arbeitsfähigkeit aufgrund des gleich gebliebenen Gesundheitszustands gleich. Daher sei die Annahme das kantonalen Gerichts, es liege ein Revisionstatbestand vor, rechtswidrig.