Citation: 6B_1384/2021 E. 1.6.3

1.6.3. Das vorinstanzliche Urteil ist auch insoweit nicht zu beanstanden. Wie bereits in E. 1.5.3 oben ausgeführt, betrifft das deliktische Verhalten der Beschwerdeführerin ein gewichtiges Rechtsgut und bestehen "nicht unerhebliche Bedenken" an ihrem künftigen Wohlverhalten. Wenn die Beschwerdeführerin an dieser Stelle wiederum einwendet, es könne nicht von einer schweren Straftat die Rede sein und ihr sei keine negative Legalprognose anzulasten, kann ihr nach den oben gemachten Ausführungen nicht gefolgt werden. Zu betonten bleibt, dass - wie ausgeführt - auch im Rahmen der Prüfung der Vereinbarkeit der Landesverweisung mit dem FZA bei Vorliegen eines bedrohten gewichtigen Rechtsguts keine allzu hohen Anforderungen an die Wahrscheinlichkeit einer künftigen Straffälligkeit zu stellen sind (E. 1.6.2 oben; im gleichen Sinne bereits E. 1.5.3 in fine oben). Die Vorinstanz lässt die bestehenden "nicht unerheblichen Bedenken" an der Legalbewährung der Beschwerdeführerin, auch wenn sie keine eigentliche Schlechtprognose zu begründen vermögen, zu Recht genügen, um ebenso unter dem Gesichtspunkt des FZA nicht von einer Landesverweisung abzusehen. Die Landesverweisung erweist sich demnach auch mit Blick auf das FZA als rechtmässig. Die dagegen erhobenen Rügen verfangen nicht.