Citation: 6B_326/2015 E. 1.3

1.3. Die Beschwerdeführerin stellt sich zusammengefasst auf den Standpunkt, sie habe oftmals gesehen, wie A.________ die fraglichen Drogengeschäfte in der von ihr bewohnten Liegenschaft getätigt habe. Drogenverkäuferinnen seien aber andere Landsfrauen und nicht sie selbst gewesen. Was die Beschwerdeführerin vorbringt, vermag keine Verletzung der Unschuldsvermutung zu begründen. Das Bundesgericht ist keine Appellationsinstanz, die eine freie Prüfung in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht vornimmt. Insbesondere reicht für die Rüge einer willkürlichen Beweiswürdigung respektive Verletzung der Unschuldsvermutung nicht aus, wenn die Beschwerdeführerin zum Beweisergebnis wie in einem appellatorischen Verfahren frei plädiert und darlegt, wie ihrer Auffassung nach die vorhandenen Beweise richtigerweise zu würdigen gewesen wären. Dies ist beispielsweise der Fall, soweit sie geltend macht, A.________s revidierten Aussagen vor Vorinstanz seien im Gegensatz zu den früheren Antworten klar und stimmten mit ihrer eigenen Schilderung überein. Es sei möglich, dass sich A.________ in der Person der Drogenlieferantin getäuscht und er erst einige Monate nach seiner Inhaftierung Klarheit erlangt habe. Solche allgemein gehaltenen Einwände sind ungenügend und erschöpfen sich in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid. Was die Beschwerdeführerin betreffend die belastenden Aussagen von A.________ als Abnehmer des Kokains und deren Würdigung durch die Vorinstanz im Einzelnen vorbringt, überzeugt nicht (Beschwerde S. 4 ff. und 14 f.). Gleiches gilt in Bezug auf den im Berufungsverfahren erfolgten Sinneswandel von A.________ (Beschwerde S. 11 ff. und 14 f.).