Citation: 8C_477/2020 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz gelangte mit Blick auf das Gerichtsgutachten zur Auffassung, zwar habe sich 2015 eine rezidivierende depressive Störung entwickelt. Damit hätten sich natürlich auch die Befunde verschlechtert. Dies jedoch in Abhängigkeit vom Ausprägungsgrad der rezidivierenden depressiven Störung. Anlässlich der Exploration hätten die Gerichtsgutachter aber eine remittierte Depression festgestellt und folglich hinsichtlich des aktuellen Gesundheitszustandes eine Verschlechterung des Befundes ausgeschlossen. Die Einschätzung einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (Creative Manager und Geschäftsführer einer Werbeagentur) und einer 25 bis 30%-igen Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit stimme im Wesentlichen überein mit der Beurteilung gemäss 1. ZMB-Gutachten vom 28. Mai 2014. Seit der Verfügung vom 21. Juni 2010 sei keine massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eingetreten.