Citation: 1P.603/2005 02.03.2006 E. 1

Die Ergreifung der staatsrechtlichen Beschwerde setzt nach ständiger Praxis des Bundesgerichts das Fortbestehen eines aktuellen praktischen Rechtsschutzinteresses voraus (Art. 88 OG). Auf dieses Eintretenserfordernis wird nur verzichtet, wenn die streitige Problematik sich jederzeit unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen könnte, an ihrer Klärung wegen der grundsätzlichen Bedeutung ein öffentliches Interesse besteht und die Frage sonst im Einzelfall kaum je rechtzeitig verfassungsrechtlich geprüft werden könnte (BGE 120 Ia 166 E. 1a; 118 Ia 488 E. 1a, je mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer wurde am 4. April 2005 in eine andere Anstalt verlegt und wird, jedenfalls nach der Einschätzung von Direktor Arquint, nicht mehr in die IKS zurückkehren. Er könnte daher von einer allfälligen Gutheissung der Beschwerde nicht profitieren, weshalb ihm ein aktuelles Rechtsschutzinteresse fehlt. Der Beschwerdeführer behauptet zwar, es bestehe ein öffentliches Interesse an der Klärung der grundsätzlichen Frage, ob Strafanstalten verfassungsrechtlich verpflichtet seien, Anwaltspost in Form von Computerdisketten ohne Einschränkungen - grundsätzlich ohne Zensur - weiterzuleiten. Ob diese Frage von grundsätzlicher Bedeutung ist, ist zweifelhaft. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Anwalt in seiner Tätigkeit behindert wird, wenn er mit seinem in einer Strafanstalt einsitzenden Klienten brieflich verkehren und auf einen elektronischen Datenaustausch verzichten muss. Hinzu kommt, dass nicht für alle Strafanstalten das gleiche Gefängnisreglement gilt, weshalb die Rüge der fehlenden gesetzlichen Grundlage gar nicht in grundsätzlicher Art für alle Strafanstalten beurteilt werden kann. Vor allem aber ist nicht ersichtlich, weshalb diese Frage im Einzelfall kaum je rechtzeitig verfassungsrechtlich geprüft werden könnte. Dies wird vom Beschwerdeführer nicht einmal behauptet, geschweige denn in einer den gesetzlichen Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise (BGE 127 I 38 E. 3c; 125 I 492 E. 1b; 122 I 70 E. 1c) belegt. Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten.