Citation: 5A_184/2023 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer wiederholt vor Bundesgericht im Wesentlichen seine Vorwürfe aus dem Berufungsverfahren. Es sei willkürlich, dass die Vorinstanz allein auf das Einkommen gemäss Steuererklärung 2016 und nicht auf den Durchschnittswert der Jahre 2013 bis 2015 abstelle, zumal die Steuererklärung 2016 ein nicht rechtzeitig eingereichtes Novum betreffe und dessen Berücksichtigung verwerflich sei. Die Beschwerdegegnerin hätte die Steuererklärung 2016 jederzeit bei der Steuerverwaltung einholen können, was sie unterlassen habe. Offensichtlich widersprüchlich und damit willkürlich sei es auch, dass die Vorinstanz nicht zumindest für die Zeit der Pandemie den aufgezeigten Einbruch bei den Mietzinseinnahmen berücksichtigt habe. Verletzt sei in diesem Zusammenhang auch Art. 29 Abs. 2 BV: Die Ertragseinbussen rund um die Pandemie könnten als notorisch angesehen werden und würden mit der Steuererklärung 2020 durch den Beschwerdeführer auch belegt. Bezüglich der Liegenschaft U.________ sei nach wie vor ein Einbruch der Mietzinseinnahmen von rund 2/3 zu beklagen. Die Ertragseinbussen seien nicht nur vorübergehend, sondern hielten weiterhin an. Weiter wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz im Zusammenhang mit der Bestimmung seiner Leistungsfähigkeit unter Rückgriff auf den Gewinn der C.________ GmbH vor, die Bestätigung der kantonalen Steuerbehörden vom 23. April 2021 offensichtlich willkürlich (Art. 9 BV) und in absolut haltloser Weise gewürdigt zu haben. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung dürften nur frei verfügbare Einkünfte für die Bestimmung der Leistungsfähigkeit herangezogen werden. Der angefochtene Entscheid sei offensichtlich unhaltbar und stehe mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch: Unter Berücksichtigung der Verrechnungssteuer von 35 % und der Verzinsung zu den Ansätzen der Eidgenössischen Steuerverwaltung müsste die C.________ GmbH eine Dividende von jährlich rund Fr. 950'000.-- beschliessen, damit die vereinbarte Amortisation von Fr. 500'000.-- pro Jahr überhaupt erst möglich sei. Erst ab diesem Betrag fliesse effektiv Geld an den Beschwerdeführer. Dies habe die Vorinstanz verkannt und damit auch sein rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt. Aktenkundig stehe fest, dass der Gewinn der C.________ GmbH stark rückläufig sei und die Gesellschaft 2016 nur noch einen Gewinn von Fr. 498'429.-- ausweisen konnte. Im Ergebnis sei es so, dass dem Beschwerdeführer keinerlei Mittel zufliessen würden, wohingegen er für die Steuern gleichwohl aufzukommen habe. Es sei willkürlich (Art. 9 BV) und verletze das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV), wenn das Kantonsgericht ihm gleichwohl einen angeblichen Gewinn von Fr. 1'218'740.-- an sein Einkommen anrechne. Der von der Vorinstanz herangezogene Durchschnittswert sei nicht sachgerecht und hätte überdies um ausserordentliche Erträge bereinigt werden müssen, wenn man sich die enormen Gewinnschwankungen vor Augen führe. Das Ergebnis sei umso stossender, wenn man bedenke, dass der Beschwerdeführer Jahrgang 1950 habe, mithin längst pensioniert sei, und die C.________ GmbH gemäss Würdigung der Vorinstanz mit der Tätigkeit des Beschwerdeführers stehe und falle. Dem Beschwerdeführer könne nicht zugemutet werden, dass er mit 72 Jahren immer noch zu 100 % als Geschäftsführer für die C.________ GmbH tätig sei. Unter Berücksichtigung der in den letzten Jahren erfolgten, strengeren Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ehelichen und nachehelichen Unterhalt erweise sich die Bestimmung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers als offensichtlich haltlos. Schliesslich moniert der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz die Steuererklärung 2020 für verspätet und als blosse Parteibehauptung bezeichnet habe, während sie frühere Steuererklärungen als Beweismittel habe genügen lassen. Auch für den Beschwerdeführer gelte das Beweismass des Glaubhaftmachens. Offensichtlich habe die Vorinstanz beim Beschwerdeführer einen anderen Massstab angelegt als bei der Beschwerdegegnerin.