Citation: 7B_287/2022 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, teilweise mit Verweis auf die erstinstanzlichen Erwägungen, die Aussagen des Beschwerdegegners 2 seien plausibel und überzeugend. Er habe konstant ausgesagt, das Beziehungsverhältnis nicht beschönigt und selbst von stetigen Streitereien mit der Beschwerdeführerin gesprochen, ohne sie in diesem Zusammenhang über Gebühr anzuschwärzen. Die Beschwerdeführerin hingegen habe Erinnerungslücken und Aggravierungstendenzen gezeigt. Es müsse davon ausgegangen werden, dass sie die Situation unter dem Eindruck des sich weiter zuspitzenden Streits subjektiv anders empfunden habe, als sich diese im Tatzeitpunkt bei objektiver Betrachtung präsentierte. Hinsichtlich des Vorfalls vom 6. September 2020 sei davon auszugehen, dass sich der Beschwerdegegner 2 in der Hitze des Gefechts unbewusst zum eingeklagten Gebaren, namentlich zum Ballen der Faust, habe hinreissen lassen und die Beschwerdeführerin nicht habe einschüchtern wollen. Damit sei bereits der Sachverhalt nicht erstellt. Hinsichtlich der Drohung durch eine Kopfstossbewegung sei die Version des Beschwerdegegners 2 ebenso wahrscheinlich wie diejenige der Beschwerdeführerin. Zu Gunsten des Beschwerdegegners 2 müsse diese Handlung als nicht erstellt gelten. Hinsichtlich des Vorfalls vom 15. September 2020 sei von einem relativ leichten Tangieren der Beschwerdeführerin durch den Beschwerdegegner 2 auszugehen. Die Videoaufnahme weise ebenfalls nicht auf einen heftigen Schlag hin. Dass die Beschwerdeführerin das Mobiltelefon bei dem von ihr geschilderten heftigen Schlag noch hätte auffangen können, sei kaum möglich. Auch in diesem Punkt sei auf die Aggravierungstendenzen der Beschwerdeführerin hinzuweisen. Insgesamt sei die Darstellung der Beschwerdeführerin nicht hinreichend überzeugend. Demnach sei davon auszugehen, dass es lediglich zu einem leichten Rencontre zwischen den Mobiltelefonen der sich gegenseitig filmenden Partner gekommen sei.