Citation: 1C_59/2023 E. 2

Gemäss den Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichts fuhr der Beschwerdeführer am Abend des 23. August 2014 mit einem Personenwagen auf der Autobahn A53 in Uster. Dabei beteiligte er sich an drei Raserrennen: Beim ersten beschleunigte er auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mindestens 204 km/h, wobei er das neben ihm fahrende Auto rechts überholte. Beim zweiten erreichte er eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mindestens 193 km/h, beim dritten eine solche von 208 km/h. Am 2. Juli 2019 wurde er vom Bezirksgericht Hinwil der mehrfachen qualifizierten groben Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 90 Abs. 3 und 4 SVG und weiterer Delikte (mehrfacher Pfändungsbetrug, mehrfacher Betrug, Urkundenfälschung, versuchte Nötigung, mehrfache Drohung und mehrfache Widerhandlung gegen das Waffengesetz) schuldig gesprochen. Dagegen erhob er Berufung. Mit Urteil vom 15. April 2021 stellte das Obergericht des Kantons Zürich fest, dass die Schuldsprüche in Rechtskraft erwachsen seien, und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten, wovon es 24 Monate aufschob, sowie zu einer unbedingten Geldstrafe. In der Folge entzog ihm das Strassenverkehrsamt mit Verfügung vom 16. September 2021 den Führerausweis für die Dauer von 24 Monaten. Dabei stützte es sich auf Art. 16c Abs. 1 lit. a und Art. 16c Abs. 2 lit. a bis SVG. Nach der erstgenannten Bestimmung begeht eine schwere Widerhandlung, wer durch grobe Verletzung von Verkehrsregeln eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt. Nach der zweitgenannten wird der Führerausweis nach einer schweren Widerhandlung für mindestens zwei Jahre entzogen, wenn durch vorsätzliche Verletzung elementarer Verkehrsregeln das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern bestand, namentlich durch besonders krasse Missachtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, waghalsiges Überholen oder Teilnahme an einem nicht bewilligten Rennen mit Motorfahrzeugen. Zudem wird Art. 90 Abs. 4 SVG für anwendbar erklärt. Danach liegt in jedem Fall eine qualifiziert grobe Verkehrsregelverletzung (gemäss Abs. 3) vor, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit von mindestens 80 km/h um mindestens 80 km/h überschritten wird.