Citation: 8C_333/2018 E. 5.5

5.5. Ein in den Bewegungsablauf hineinspielendes äusseres Moment und damit ein ausserhalb des Körpers liegendes, objektiv feststellbares, sinnfälliges, unfallähnliches Ereignis liegt hier nicht vor. Vielmehr ist nach dem vorstehend Dargelegten (E. 4.3) von einer normalen, kontrollierten und beherrschten Bewegung auszugehen, auch wenn das Heruntersteigen von einem Schwedenkasten keine alltägliche Lebensverrichtung darstellt. Beim Herunterkommen vom Kasten liegt ferner keine allgemein gesteigerte Gefahrenlage vor. Zwar wohnt vielen sportlichen Aktivitäten, allenfalls auch dem hier zu beurteilenden Ballspiel, aufgrund einer erhöhten Gefahrenlage ein gewisses gesteigertes Gefährdungspotenzial inne, ein äusserer Faktor mit gesteigertem Schädigungspotenzial liegt aber nur vor, wenn die zur Diskussion stehende Betätigung mit einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere der Gliedmassen, verbunden ist. Somit gibt es einzelne Aktivitäten während des Sports, die nicht als besonders risikoreich einzustufen sind, welchen ohne Hinzutreten besonderer Vorkommnisse kein erhebliches Gefährdungspotenzial innewohnt. Dazu ist beim Fussballspiel das blosse Rennen auf dem Spielfeld zu zählen. Gleich ist das Heruntersteigen vom Schwedenkasten zu qualifizieren. Der Beschwerdegegner hat sich nicht während des Spiels - beispielsweise beim Fangen eines Balles - durch eine unkoordinierte Bewegung verletzt, sondern beim Herunterkommen vom Schwedenkasten, ohne dass er gestolpert, ausgerutscht oder heruntergefallen wäre. Ein hinzukommendes äusseres Element im Sinne einer gesteigerten Gefahrenlage oder einer unter sinnfälligen Umständen gesetzten unkoordinierten Bewegung ist im ganzen Geschehensablauf nicht auszumachen (Urteile 8C_325/2017 vom 26. Oktober 2017 E. 4.3 in: SVR 2018 UV Nr. 16 S. 54; 8C_147/2014 vom 16. Juli 1014 E. 3.3 in: SVR 2014 UV Nr. 30 S. 100; 8C_155/2017 vom 22. Mai 2017 E. 6.2). Eine unfallähnliche Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV ist damit - entgegen der Auffassung der Vorinstanz - nicht zu bejahen. Die Beschwerde ist begründet.