Citation: 5A_796/2016 E. 3.3.1

3.3.1. Zutreffend hält die Beschwerdeführerin fest, dass Art. 209 Abs. 1 SchKG vorsieht, im Falle der ungenügenden Deckung mit dem Verwertungserlös (in Abweichung von Art. 85 OR) in erster Linie die Forderung und die bei Konkurseröffnung fälligen Zinsen zu decken, und dass der Pfandgläubiger für den durch diesen Betrag nicht gedeckten Teil in die ihm entsprechende Klasse kolloziert wird, nicht aber für den ungedeckten Betrag, der sich auf die zwischen der Konkurseröffnung und der Pfandverwertung aufgelaufenen Zinsen bezieht. Diese Lösung soll es nach Ansicht des Gesetzgebers erlauben, die Interessen der Pfandgläubiger und der übrigen (nicht pfandgesicherten) Gläubiger angemessen zu berücksichtigen, und betrifft alle pfandgesicherten Forderungen, gleichgültig ob es eine oder mehrere Garantien durch ein oder mehrere Pfänder im gleichen Rang oder in unterschiedlichen Rängen gibt (BGE 137 III 133 E. 2.1 S. 137).