Citation: 1C_10/2021 E. 4.2

4.2. Nach der erleichterten Einbürgerung der Beschwerdeführerin am 1. März 2016 verstrichen rund fünf Monate bis zur Auflösung des gemeinsamen Haushalts am 31. Juli 2016, rund neun Monate bis zum Trennungsentschluss der Ehegatten gemäss dem gemeinsamen Scheidungsbegehren vom 29. November 2016 und rund elf Monate bis zur Scheidung am 8. Februar 2017. Die Vorinstanz durfte demnach davon ausgehen, die Trennung sei kurz nach der erleichterten Einbürgerung und damit innert einer Zeitspanne erfolgt, welche die erwähnte tatsächliche Vermutung begründet. Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Verweis der Vorinstanz auf die Ausführungen im Urteil 1C_466/2018 vom 15. Januar 2019 sei verfehlt, da der erleichtert eingebürgerte Ehemann dort seiner Ex-Frau und den Einbürgerungsbehörden einen ausserehelichen Sohn verschwiegen habe. Die von der Vorinstanz zitierte E. 5.3 des erwähnten Urteils 1C_466/2018 bezog sich jedoch gar nicht auf jenen Sachverhaltsbereich. Vielmehr wird dort - im Sinne der soeben dargelegten Rechtsprechung - eine Zeitspanne von bis zu zwei Jahren als kurze Zeit umschrieben. Hier liegen die relevanten Zeiträume weit darunter.