Citation: 9C_209/2010 02.09.2010 E. 4

Das Verwaltungsgericht hat in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) den rechtserheblichen Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt, weshalb das Bundesgericht nicht an die entsprechenden Feststellungen gebunden ist (E. 1 hievor). Zwar lag der Vorinstanz ein Fachbericht der Heilpädagogin W.________ vom 12. Dezember 2008 vor, auf welchen im angefochtenen Entscheid Bezug genommen wurde. Die Lehrpersonen des Versicherten wurden hingegen nicht zur konkreten schulischen Situation befragt. So fehlen namentlich Angaben zum Nutzen des Laptops im Zusammenhang mit der im Vordergrund stehenden Sehschwäche des Versicherten und seinen erheblichen Schwierigkeiten beim Schreiben, Behinderungen, die auf die Trisomie 21 zurückzuführen sind. Da der anspruchsrelevante Sachverhalt in diesen beiden entscheidenden Punkten unvollständig abgeklärt wurde, lässt sich nicht abschliessend beurteilen, ob die invaliditätsmässigen Voraussetzungen für die Abgabe des Laptops als Hilfsmittel zum Zwecke der Schulung (Art. 21 Abs. 1 IVG; Art. 2 Abs. 2 HVI und Ziff. 13.01* HVI-Anhang) erfüllt sind. Die IV-Stelle, an welche die Sache zurückzuweisen ist, wird die erforderlichen Sachverhaltsergänzungen vornehmen. Dabei sind zweckmässigerweise Abklärungen bei den Lehrpersonen zu treffen, die sich ergänzend zu den Ausführungen der Heilpädagogin W.________ vom 25. Februar 2010, deren Bericht sich nicht auf den massgeblichen Zeitpunkt des Verfügungserlasses bezieht und der auch deshalb im letztinstanzlichen Verfahren nicht in die Beurteilung miteinbezogen werden kann, über die Auswirkungen der verschiedenen Behinderungen im Schulalltag, namentlich beim Lesen und Schreiben, äussern und zur invaliditätsbedingten Notwendigkeit eines Laptops im Schulunterricht und für die Erledigung von Hausaufgaben Stellung nehmen können. Gestützt auf diese Aktenergänzungen wird die IV-Stelle über den Hilfsmittelanspruch neu verfügen.