Citation: 6B_185/2014 E. 2.4.5

2.4.5. Hinsichtlich der Aussagen von B.________ sind die Rügen des Beschwerdeführers weitgehend begründet. Die vorinstanzliche Erwägung, die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Zeugen gebe zu Bedenken Anlass, da nicht nachvollziehbar sei, dass er sich nicht zumindest mit seinem Berufskollegen darüber unterhalten habe, weshalb dieser nicht weiterfahren konnte (Urteil S. 10 E. 4.1.2), überzeugt nicht. Falsch ist die Feststellung, dass der Zeuge überhaupt nicht mit dem Beschwerdeführer gesprochen haben will (vgl. Urteil S. 10 E. 4.1.2; vorinstanzliche Akten, act. 24 Ziff. 5 f., 34 f. und 37). Aus den Angaben des Zeugen ergibt sich, dass er bei seinem Eintreffen an der Haltestelle "Grosshofstrasse" annahm, der Bus des Beschwerdeführers sei in den Unfall mit dem Fahrradfahrer involviert gewesen (vorinstanzliche Akten, act. 24 Ziff. 36). Folglich wusste er auch, weshalb der Beschwerdeführer nicht mehr weiterfahren konnte, womit er sich nicht mit diesem darüber unterhalten musste. Inwiefern die Aussagen des Zeugen hinsichtlich des Kerngeschehens inhaltlich ungenau beziehungsweise widersprüchlich sein sollen, ergibt sich aus der vorinstanzlichen Begründung nicht eindeutig. Aus dem Umstand, dass die Aussagen des Zeugen jenen des Beschwerdeführers widersprechen sollen, kann jedenfalls nicht geschlossen werden, dass die Angaben des Zeugen widersprüchlich sind. Bei der Analyse, ob eine Aussage glaubhaft ist, kommt es in erster Linie darauf an, ob die Aussagen einer Person in sich widersprüchlich sind, und nicht, ob sie den Angaben anderer Personen widersprechen. Zudem bezeichnet die Vorinstanz auch die Aussagen des Beschwerdeführers als widersprüchlich, weshalb sie nicht darauf abstellt. Schliesslich zeigt der Beschwerdeführer auf, dass die vorinstanzliche Würdigung, den Aussagen von B.________ lasse sich nicht entnehmen, wo genau der Bus des Beschwerdeführers gewesen sei, als der Zeuge ihn gesehen habe, nicht zutrifft. Aus den Aussagen des Zeugen ergibt sich, dass er den Bus des Beschwerdeführers respektive dessen Anhänger sah, als sich dieser kurz vor der Unterführung beziehungsweise ungefähr auf der Höhe der Endlage des Opfers befand. Dabei habe er vom rechten Fahrbahnrand einen Abstand von 1.5-2 Meter gehabt (vorinstanzliche Akten, act. 24 Ziff. 30, 42, 44, 46 ff.).