Citation: 7B_733/2023 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz weist den Antrag auf ein Glaubhaftigkeitsgutachten mit überzeugender Begründung ab. Nach ihren Ausführungen war das Opfer im Zeitpunkt der Einvernahme eine erwachsene Person, es waren Einvernahmeprotokolle sowie eine audiovisuelle Einvernahme vorhanden und damit die Aussagen des Opfers für das Gericht unmittelbar und frei interpretierbar. Sodann erkannte die Vorinstanz keine Auffälligkeiten im Aussageverhalten des Opfers und lagen ihrer Auffassung nach keine Anzeichen einer ernsthaften geistigen Störung vor, welche die Aussagequalität entscheidend hätten beeinträchtigen können. Ebenso bestünden keine Anhaltspunkte auf eine Drittbeeinflussung. Auch wenn sich das Opfer erst zehn Jahre nach den Vorfällen in einem anonymen Brief an die Behörden gewandt habe, habe es sich bereits im Jahr 2011, d.h. kurz nach den Ereignissen, gegenüber seiner Psychiaterin hinsichtlich des sexuellen Missbrauchs anvertraut. Sodann habe das Opfer plausibel einen konkreten Anlass, nämlich ein zufälliges Zusammentreffen mit dem Beschwerdeführer anlässlich eines Einkaufs in der Migros und die damalige persönliche Situation (sie sei schwanger gewesen und es sei ihr durch das Treffen alles hochgekommen), für ihre anonyme Anzeige benannt. Diesen zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen, auf welche der Beschwerdeführer grösstenteils nicht eingeht, sondern seine vor Vorinstanz angebrachte Kritik wiederholt, gibt es nichts beizufügen. Auf sie kann verwiesen werden. Soweit der Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren zusätzlich einen Antrag auf Glaubwürdigkeitsbegutachtung des Opfers stellt, begründet er diesen nicht näher. Die personenbezogene Glaubwürdigkeit des Opfers stellt er mit keinem Wort in Frage. Auf den Verfahrensantrag ist deshalb nicht einzutreten.