Citation: 1B_524/2022 E. 1

Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid, mit dem das Obergericht die Abweisung des Gesuchs des Beschuldigten um Auswechslung seiner amtlichen Verteidigerin schützte; dagegen ist die Beschwerde in Strafsachen zulässig (Art. 78 Abs. 1, Art. 80 BGG). Er schliesst das Verfahren indessen nicht ab; es handelt sich mithin um einen Zwischenentscheid, gegen den die Beschwerde nach Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG zulässig ist, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur (BGE 133 IV 139 E. 4) bewirken könnte. Das droht bei der Abweisung des Gesuchs um Wechsel der amtlichen Verteidigung in der Regel nicht, da eine wirksame und ausreichende Verteidigung - wenn auch nicht durch den Wunsch- oder Vertrauensanwalt - nach wie vor gewährleistet ist. Anders zu beurteilen wäre dies ausnahmsweise etwa dann, wenn die amtliche Verteidigerin ihre Pflichten grob vernachlässigt hätte (BGE 135 I 261 E. 1.2 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer setzt sich zwar mit den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG nicht auseinander, wirft aber der amtlichen Verteidigerin sinngemäss vor, ihn pflichtwidrig ungenügend vertreten zu haben. Für seine in diesem Zusammenhang vorgebrachte Behauptung, sie sei bei staatsanwaltlichen Einvernahmen völlig desinteressiert gewesen und habe nur auf ihr Handy gestarrt, finden sich nach der unwiderlegten Feststellung des Obergerichts in den Akten keine Hinweise. Nicht nachvollziehbar ist die Berufung des Beschwerdeführers auf das Urteil 5A_100/2021 vom 25. August 2021, mit welchem das Bundesgericht seine Beschwerde betreffend Elterliche Obhut und persönlichen Verkehr in allen Punkten abwies, soweit es darauf eintrat. Daraus kann er von vornherein nichts zu Lasten seiner Pflichtverteidigerin ableiten, da sie ihn in diesem Verfahren nicht vertrat. Und aus dem Umstand, dass sie ihn zur Begleichung offener Rechnungen aufforderte, wie er mit einer von ihr an ihn gesandten Mail darlegt, folgt keineswegs, dass sie ihn nicht fachgerecht vertrat und dies auch weiterhin nicht tun würde. Aus den Ausführungen des Beschwerdeführers ergibt sich damit nicht, weshalb ihm vorliegend aus dem Umstand, dass seine amtliche Verteidigerin ihr Amt weiterführt, ein nicht wiedergutzumachender Nachteil drohen könnte, und das ist auch nicht ersichtlich.