Citation: 4A_187/2024 E. B

Mit Klage beim Kantonsgericht Zug vom 6. Juli 2020 forderte die Beschwerdegegnerin von den Beschwerdeführern in solidarischer Haftbarkeit Schadenersatz von Fr. 22'968'525.-- nebst Zins sowie die Beseitigung der Rechtsvorschläge in den erhobenen Betreibungen. Nachdem die Beschwerdeführer die Abweisung der Klage beantragt hatten, ordnete der Referent des Kantonsgerichts ein Gutachten über die Buchführung der G.________ AG an und setzte einen der von der Beschwerdegegnerin vorgeschlagenen Experten, H.________, I.________ AG U.________, als Sachverständigen ein. Gegen diesen stellten die Beschwerdeführer ein Ausstandsgesuch, weil der Experte vor seiner Tätigkeit bei I.________ für F.________ gearbeitet habe sowie wegen möglicher Kundenbeziehungen ausländischer I.________-Gesellschaften mit der J.________ GmbH, zu der auch die Beschwerdegegnerin gehört. Der Referent des Kantonsgerichts wies das Ausstandsgesuch gegen den Experten am 19. Dezember 2022 ab. Das Obergericht des Kantons Zug hiess die dagegen erhobene Beschwerde teilweise gut und wies das Kantonsgericht an, beim Experten eine Stellungnahme zum Ausstandsgesuch einzuholen, damit er sich zur Kundenbeziehung der ausländischen I.________-Gesellschaften mit der J.________ GmbH substanziiert äussern könne, namentlich bei welchen ausländischen I.________-Gesellschaften die J.________ GmbH Kundin sei, ob die ausländischen I.________-Gesellschaften mit seiner Arbeitgeberin, der I.________ AG U.________ verbunden seien und, falls ja, wie diese Beziehung beschaffen sei. Am 18. Mai 2023 erstattete der Experte seine Stellungnahme. Die Beschwerdeführer machten darin Unklarheiten aus und beantragten, diese seien zu klären oder der Experte habe in den Ausstand zu treten. Das Kantonsgericht wies die Anträge der Beschwerdeführer am 23. November 2023 ab und bestätigte H.________ als Sachverständigen. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zug am 29. Februar 2024 ab.