Citation: 5A_504/2024 E. 3.1

3.1. Das Erziehungsfähigkeitsgutachten attestiert der Beschwerdeführerin eine stark eingeschränkte Erziehungsfähigkeit, wobei insbesondere die Fähigkeiten der Beschwerdeführerin in puncto Feinfühligkeit, Kooperationsbereitschaft und Bindungstoleranz als (stark) eingeschränkt bewertet werden. Betreffend die Bindungstoleranz beruft sich das Gutachten unter anderem auf die Missbrauchsvorwürfe der Beschwerdeführerin an die Adresse des Vaters, die sie allerdings nicht konkretisieren könne und in welche sie sich stark zu verrennen scheine. Dem Gutachten ist weiter zu entnehmen, dass sich die Beschwerdeführerin als stark in ihren Vorstellungen und Ideen verhaftend zeige und ein starkes Kontrollbedürfnis habe. Sie habe Mühe, das Autonomiebestreben des Kindes einzuordnen, zu akzeptieren und auszuhalten sowie zwischen ihren eigenen Bedürfnissen und denjenigen des Kindes zu differenzieren. Die Übergaben zwischen den Eltern, die höchst strittig und teilweise unter Beizug der Polizei wegen körperlicher Gewalt abgelaufen seien, würden verdeutlichen, dass die Mutter nicht fähig sei, das kindliche Wohl zu priorisieren. Mit der Erziehung und Beziehungsgestaltung zu einem Kleinkind sei die Mutter momentan überfordert.