Citation: 4A_368/2020 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin rügt, Art. 10 Ziff. 3 des Werkvertrags sei monatelang und fortlaufend bewusst nicht nur nicht beachtet, sondern von beiden Parteien (inkl. Bauleiter) x-fach umgangen worden. Die Beschwerdegegner hätten nicht nur in einzelnen, sondern in mehreren Fällen auf vorgängige Nachtragsofferten bzw. schriftliche Einverständniserklärungen verzichtet und mündliche Aufträge direkt oder via ihren Bauleiter erteilt. Sie hätten sich nie auf Art. 10 Ziff. 3 des Werkvertrags berufen, auch nicht dann, wenn der Bauleiter bauliche Änderungen und Ergänzungen angeordnet habe, was C.B.________, der sich wöchentlich mit dem Bauleiter getroffen habe, nicht verborgen geblieben sein könne. Die Beschwerdeführerin habe jedenfalls, da die Beschwerdegegner das Handeln des Bauleiters geduldet hätten, nach Treu und Glauben davon ausgehen dürfen, dass dieser von der Bauherrschaft ermächtigt worden sei, Bestellungsänderungen vorzunehmen oder Zusatzaufträge zu erteilen, selbst wenn diese vorgängig nicht mit ihnen abgesprochen worden seien.