Citation: 6B_816/2007 11.03.2008 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer wendet sich des Weiteren gegen die Strafzumessung und erachtet die ausgesprochene Geldstrafe von 120 Tagessätzen als übersetzt. Obwohl die Vorinstanz auf den Vorwurf der Gefährdung des Lebens gemäss Anklage Ziff. 2 nicht eingegangen und ihn deshalb im Gegensatz zur ersten Instanz einzig wegen einfacher und nicht wegen mehrfacher Gefährdung des Lebens verurteilt habe, habe sie die im erstinstanzlichen Urteil verhängte Strafe fälschlicherweise nicht reduziert. Vorliegend hätten insbesondere seine stark verminderte Schuldfähigkeit und seine subjektiv erlebte Ausweglosigkeit sowie die grosse seelische Belastung, unter welcher er zum Tatzeitpunkt stand, stärker zu seinen Gunsten gewichtet werden müssen. Ebenfalls strafmindernd auszuwirken habe sich der Umstand, dass seine medizinische Behandlung mangels Klinikplatz erst mit einer 7-monatigen Verzögerung habe aufgenommen werden können, was faktisch zu einem unnötig langen Freiheitsentzug geführt habe. Denn obgleich er bereits am 11. April 2007 um vorzeitigen Antritt der Massnahme ersucht habe, habe er erst am 21. November 2007 in eine geschlossene Abteilung eines Massnahmenzentrums übertreten können (Beschwerde S. 20 - 23). 4.2 Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Die Bewertung des Verschuldens wird in Art. 47 Abs. 2 StGB dahingehend präzisiert, dass dieses nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt wird, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden. Nach Art. 50 StGB hat das Gericht die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung festzuhalten. Es liegt im Ermessen des Sachgerichts, in welchem Umfang es die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur in die Strafzumessung ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen über- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. in Überschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (vgl. BGE 129 IV 6 E. 6.1; 127 IV 101 E. 2; 124 IV 286 E. 4a). 4.3 Die Vorinstanz hat die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände eingehend gewürdigt und deren Gewichtung festgehalten (vgl. angefochtenes Urteil S. 30 - 34). Sie hat namentlich erwogen, aufgrund des Einsatzes einer grosskalibrigen Schusswaffe in unmittelbarer Nähe von A.________ sei das Ausmass der Gefährdung des Rechtsguts Leben als gross und das objektive Tatverschulden im Ergebnis als mittelschwer bis schwer einzustufen. Gleichzeitig hat die Vorinstanz die Verminderung der Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers stark strafmindernd berücksichtigt. Der Schluss der Vorinstanz, in Würdigung aller massgeblichen Strafzumessungsgründe erscheine - trotz des Nichteintretens auf Ziff. 2 der Anklage - eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen als angemessen, hält der bundesgerichtlichen Rechtskontrolle stand. Nicht zu bemängeln ist zudem, dass die Vorinstanz dem nicht verschuldensrelevanten Umstand, dass der Beschwerdeführer trotz seines Ersuchens vom 11. April 2007 um vorzeitigen Antritt der Massnahme erst am 21. November 2007 in eine geschlossene Abteilung eines Massnahmenzentrums eingewiesen werden konnte, nicht mit einer Reduktion des Strafmasses Rechnung getragen hat.