Citation: 2C_248/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin habe seit über zehn Jahren rechtmässigen Aufenthalt in der Schweiz. Sie werde aber seit über sechseinhalb Jahren von der Sozialhilfe unterstützt und sei mit 18 Betreibungen zu einem Gesamtbetrag von Fr. 13'664.-- und Verlustscheinen in der Höhe von Fr. 3'320.65 im Betreibungsregister verzeichnet. In wirtschaftlicher Hinsicht sei somit nicht von einer gelungenen Integration auszugehen. Auch vermöge die Beschwerdeführerin keine besonders intensiven, über eine normale Integration hinausgehenden privaten Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur vorzuweisen. Sie könne sich somit nicht auf den Schutz des Privatlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK berufen. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, der Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK sei eröffnet. Diese Frage kann offengelassen werden, da - wie die folgenden Ausführungen zeigen - jedenfalls die Voraussetzungen für eine Einschränkung des Anspruchs auf Schutz des Privatlebens gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK gegeben sind.