Citation: 1C_490/2017 E. 7

Materiell rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung von Art. 80 ff. GSchG. Die Turtmänna sei ein Fliessgewässer mit ständiger Wasserführung und ein Fischgewässer, das von den Fassungen der FMG im Turtmanntal wesentlich beeinflusst werde. Die Restwasserstrecke unterhalb der Staumauer Gougra sei während des grössten Teils des Jahres auf mehreren hundert Metern ausgetrocknet, was sich auf Flora und Fauna, aber auch auf das Landschaftsbild (Landschaftsschutzgebiet von kantonaler Bedeutung) negativ auswirke. Die Fassungen im Turtmanntal seien daher sanierungsbedürftig. Die Beschwerdeführerin verweist auf den Sanierungsbericht der CEVAP betreffend das Einzugsgebiet der Turtmänna vom Februar 2006, der eine Restwassermenge von 50 l/s als "prioritäre Sanierungsmassnahme" qualifiziert habe. Dieser Bericht sei Bestandteil des kantonalen Gewässersanierungsplans vom 18. Februar 2008 (KGSP). Das Ausführungsprojekt verletze damit auch Art. 38 kGSchG, wonach der Staatsrat die Sanierung auf der Grundlage des kantonalen Gewässersanierungsplans anordne.