Citation: U 494/05 21.04.2006 E. A

W.________, geboren 1950, war seit 1. September 2001 als Sachbearbeiterin in der Gemeindeverwaltung X.________ tätig und bei den Winterthur Versicherungen (Winterthur) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 30. Januar 2003 geriet sie als Lenkerin eines Personenwagens auf einer mit Schneematsch bedeckten Strasse ins Schleudern und kollidierte rück- und seitwärts mit einem Langholzstapel am Strassenrand. Nachdem sie zunächst (mit einem Ersatzwagen) zu ihrem Arbeitsort gefahren und ihre Arbeit aufgenommen hatte, suchte sie im Verlauf des gleichen Tages notfallmässig das Permanence Medical Center Z.________ auf. Die dortigen Ärzte stellten vor allem eine Subluxation der Lendenwirbelsäule (LW3) fest und überwiesen W.________ zur weiteren Beurteilung und allfälligen Therapie ins Spital Y.________. Vom 30. Januar bis 3. Februar 2003 war W.________ in der Klinik für Orthopädie des Spitals Y.________ hospitalisiert, wo eine Distorsion der LWS bei vorbestehender Spondylosisthesis LWK 3/2 festgestellt wurde. Hinweise auf unfallbedingte strukturelle Schädigungen fanden sich keine. Nach Mobilisierung unter Analgesie konnte sie "gut mobil" nach Hause entlassen werden (Bericht vom 3. Februar 2003). Die anschliessende physiotherapeutische und medikamentöse Behandlung führte nur zu einer langsamen Besserung der Beschwerden; ein Arbeitsversuch anfangs April 2003 musste nach wenigen Stunden abgebrochen werden (Bericht des Hausarztes Dr. med. I.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 23. April 2003). Vom 16. Juni bis 14. Juli 2003 war W.________ im Zentrum A.________ in stationärer Behandlung. Im Austrittsbericht vom 4. August 2003 sind als Diagnosen (1) ein chronisches lumbovertebrales Syndrom mit/bei muskulärer Dysbalance, degenerativen Veränderungen (Osteochondrose L1-4), Retrolisthesis L2, Status nach Autounfall mit LWS-Distorsion, (2) ein chronisches cervicovertebrales Syndrom bei Fehlhaltung, degenerativen Veränderungen (Osteochondrose C5-C6, Unkovertebralarthrose C5-C7) und Diskusprotrusion (C6/7 und C5/6) sowie (3) ein Status nach HWS-Distorsion am 31. Januar 2003 und vor 28 Jahren aufgeführt. Die Ärzte attestierten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab 15. Juli 2003 für drei Wochen (Austrittsbericht vom 4. August 2003). Ende August 2003 verlor W.________ ihre Arbeitsstelle. Ab 29. Oktober 2003 war W.________ im Zentrum B.________ in ambulanter Behandlung. Diagnostisch wurden ein chronisches cervicozephales und lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei Status nach Verkehrsunfall und Schleudertrauma sowie degenerativen Veränderungen, klimakterische Beschwerden, eine depressive Verstimmung, eine floride Steatohepatitis, rezidivierende Oesophagitiden sowie ein Status nach Migräne bis 1988 festgestellt. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs verfügte die Winterthur am 4. Dezember 2003 die Einstellung ihrer Leistungen per 30. September 2003, da der status quo ante spätestens sechs Monate nach dem Unfall erreicht worden und die HWS-Problematik nicht unfallbedingt sei. W.________ liess hiegegen Einsprache erheben, worauf die Winterthur eine Stellungnahme ihres beratenden Dr. med. H.________, FMH für Chirurgie, vom 29. Januar 2004 einholte. Nachdem W.________ einen Bericht des Dr. med. S.________, Neurologie FMH, vom 7. Januar 2004 aufgelegt hatte, ersuchte die Winterthur Dr. med. H.________ um eine weitere Beurteilung vom 27. Februar 2004 und wies die Einsprache am 27. April 2004 ab, wobei sie ihre Leistungspflicht bis 31. Januar 2004 anerkannte.