Citation: 5A_892/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Kompetenzüberschreitungen werfen die Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner im Zusammenhang mit dem Verkauf der F.________-Aktien an sich selbst vor. Der Beschwerdegegner habe, obschon das Testament diesbezüglich lückenhaft sei, Nachlasswerte an sich selbst veräussert und sich hierbei auch noch einen "Discount" in der Höhe von Fr. 2 Millionen eingeräumt. Nach den vorinstanzlichen Feststellungen lasse das Testament die Art und Weise der Aktienübernahme durch den Willensvollstrecker, die nähere Ausgestaltung der Bewertung der Aktien, die Frage, ob es sich bei Ziff. 15 des Testaments um ein Vermächtnis handle sowie die Höhe der Berücksichtigung des zukünftigen Engagements des Willensvollstreckers offen. Im Testament finde sich schliesslich keine Bestimmung zur Übernahme des Aktionärsdarlehens. Weil es dem Willensvollstrecker nicht erlaubt sei, Lücken in einem Testament eigenmächtig zu schliessen, habe der Beschwerdegegner mit dem "Insichgeschäft" vom 1. März 2022 seine Kompetenzen massiv überschritten.