Citation: 4A_15/2013 E. 5.1

5.1. Sie machen geltend, das Obergericht hätte im angefochtenen Urteil nur diejenigen Tat- und Rechtsfragen überprüfen dürfen, welche vom Kantonsgericht Zug aufgrund des Rückweisungsentscheids vom 15. April 2008 noch zu beurteilen waren. Die Rückweisung sei beschränkt gewesen auf die Frage, ob die Beschwerdegegnerinnen in die Darlehensvergabe eingewilligt hätten. Da die Haftungsvoraussetzungen bereits in diesem Rückweisungsentscheid rechtskräftig beurteilt worden waren, sei der Beschwerdeführer durch deren erneute Beurteilung im angefochtenen Entscheid in materieller Hinsicht nicht beschwert. Diesbezüglich fehle ihm daher ein Rechtsschutzinteresse an der Beschwerde, weshalb auf diese nicht einzutreten sei. Das Obergericht habe zu dieser bereits vorinstanzlich vorgebrachten Begründung ausgeführt, es habe sich in seinem Urteil vom 15. April 2008 mit den Erwägungen des Kantonsgerichts bezüglich haftungsbegründender Umstände nicht auseinandergesetzt, weshalb keine Bindungswirkung bestehe. Dies sei jedoch einerseits unerheblich und andererseits objektiv betrachtet unzutreffend. Unerheblich sei es, weil sich gemäss dem Grundsatz der Bindungswirkung weder die obere noch die untere Instanz in der späteren Beurteilung auf Gesichtspunkte berufen könne, "die im Rückweisungsentscheid abgelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen (und damit stillschweigend verworfen) worden waren". Objektiv unzutreffend sei die Argumentation im angefochtenen Entscheid sodann, weil das Obergericht in seinem Rückweisungsentscheid vom 15. April 2008 (E. 5.3) selber davon ausgegangen sei, dass die Frage der Einwilligung prozessentscheidend sei. Dies mache aber nur dann Sinn, wenn überhaupt eine Haftung bestehe. Diese Haftung sei somit vorausgesetzt und damit (indirekt) bejaht worden.