Citation: 6B_388/2021 E. 2.2.1

2.2.1. Er bringt zusammengefasst vor, die Vorinstanz habe einen massgeblichen Umstand, der einer willkürfreien Annahme eines Zustands der Widerstandsunfähigkeit der Beschwerdegegnerin 2 entgegenstehe, ausser Acht gelassen. Letztere habe nämlich in ihrer ersten Einvernahme ausgesagt, sie habe erst später (mehr als zwei Wochen nach dem Vorfall) gemerkt, dass es ihr nicht gefallen und sie es nicht gewollt habe. Zwei Wochen nach dem Vorfall habe sie ihm noch geschrieben, sie habe es schön gefunden, weil sie es einfach nicht habe wahrhaben wollen. Dass die Beschwerdegegnerin 2 zuerst hätte denken sollen, es habe ihr gefallen und sie habe es gewollt, wenn sie alles im Zustand der Widerstandsunfähigkeit hätte über sich ergehen lassen müssen, sei schlicht nicht nachvollziehbar. Sei es hingegen so gewesen, dass sie sich von ihm habe überreden lassen, wäre es nachvollziehbar, dass sie später zum Schluss gekommen sei, sie habe das, wozu sie überredet worden sei, eigentlich gar nicht gewollt. Obwohl er die Vorinstanz mehrfach darauf hingewiesen habe, dass sich diese Aussage der Beschwerdegegnerin 2 mit der Annahme einer Widerstandsunfähigkeit nicht vereinbaren lasse, habe sich die Vorinstanz mit diesem grundlegendsten und zentralsten Verteidigungsargument nicht auseinandergesetzt. Dadurch verfalle sie in Willkür und verletze sie die Unschuldsvermutung, den Grundsatz "in dubio pro reo" sowie, selbst wenn Willkür nicht belegt sein sollte, die Begründungspflicht und seinen Gehörsanspruch.