Citation: 2C_981/2022 E. 7.2.4

7.2.4. Entscheidend ist wie dargelegt allein, dass der vorhandene Investitionsstau nicht unvorhersehbar war und zudem anders als in den bisher vom Bundesgericht entschiedenen Konstellationen durchaus Hoffnung darauf besteht, dass der Hotelbetrieb - nach entsprechenden Sanierungsarbeiten - wiederum erfolgreich gestaltet werden kann, d.h. für die Eigentümer der bewirtschaftungspflichtigen Wohnungen (und zwar auch in einer Gesamtbetrachtung) in Zukunft nicht dauerhaft ein Kostenüberschuss aus den Wohnungen resultieren wird und/oder sie diese nur noch unzureichend werden nutzen können. Im Gegensatz zum vorliegenden Fall war dies in der BGE 130 II 290 und 132 II 171 zugrunde liegenden Fallkonstellation erstellt (vgl. vorne E. 7.2.2; BGE 132 II 171 E. 2.2). Es erübrigte sich daher auch für die Vorinstanz, auf das Vorbringen der Beschwerdeführer betreffend die Position der Gemeinde U.________ mit Bezug auf eine allfällige Aufhebung der Bewirtschaftungspflicht einzugehen; eine Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführer liegt darin nicht. Nur der Vollständigkeit halber rechtfertigt sich in diesem Zusammenhang immerhin der Hinweis, dass entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer auch nach einer allfälligen Aufhebung der Bewirtschaftungsauflage das Schicksal der Wohnungen keineswegs als geklärt erscheint, zumal die Gemeinde U.________ sich in ihrem Schreiben vom 21. September 2021 zwar nicht explizit gegen die Aufhebung der Bewirtschaftungspflicht ausgesprochen hat, jedoch darauf hinwies, dass das Hotel K.________ nach ihrer Auffassung als strukturierter Beherbergungsbetrieb im Sinne der Zweitwohnungsgesetzgebung (vgl. Art. 7 Abs. 2 lit. a und Abs. 5 lit. a und Art. 8 des Bundesgesetzes vom 20. März 2015 über Zweitwohnungen [ZWG; SR 702]; Art. 4 der Zweiwohnungsverordnung vom 4. Dezember 2015 [ZWV; SR 702.1]) zu betrachten sei und daher eine Umnutzung von Wohnungen - auch nach einer allfälligen Aufhebung der Bewirtschaftungspflicht - in Zweitwohnungen unzulässig sei.