Citation: 2C_517/2024 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz wies die entsprechenden Anträge des Beschwerdeführers mit der Begründung ab, dass der bei ihr erhobene Rekurs ungenügende Erfolgsaussichten habe. Aufgrund einer summarischen Prüfung gelangte die Vorinstanz zum Schluss, dass die Voraussetzungen für ein Verbleiberecht gestützt auf Art. 2 Abs. 1 lit. a der Richtlinie 75/34/EWG i.V.m. Art. 4 Anhang I FZA offensichtlich nicht erfüllt seien. Insbesondere sei nicht zu beanstanden, dass das Justiz- und Sicherheitsdepartement eine Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der Abwicklung der Erbschaft seines Bruders als Mitglied der entsprechenden Erbengemeinschaft nicht als Aufnahme einer echten und tatsächlichen, selbständig betriebenen wirtschaftlichen Betätigung qualifiziert habe, auch wenn ihm für seine Tätigkeit als Mitglied der Erbengemeinschaft eine Entschädigung ausgerichtet worden sei. Gemäss eigener Darstellung habe der Beschwerdeführer mit seiner Tätigkeit während rund 15 Monaten bloss EUR 2'850.-- und entsprechend durchschnittlich weniger als EUR 190.-- pro Monat verdient. Dies stelle nicht einmal einen wesentlichen Beitrag an die Finanzierung seines Lebensunterhalts dar. Zudem sei der Beschwerdeführer gemäss seiner Darstellung ausschliesslich für die Erbengemeinschaft tätig gewesen, an der er selbst beteiligt gewesen sei und mit deren Mitgliedern er verwandtschaftlich verbunden sei. Schliesslich sei bezeichnend, dass der Beschwerdeführer selbst ausführe, dass er erst nachträglich nach Beendigung der Tätigkeit als Teil der Erbengemeinschaft erstmals im August 2024 auf den Gedanken gekommen sei, dass eine Beratung für die Erbengemeinschaft gegebenenfalls als selbständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren sei. Von einer Absicht, einer echten und tatsächlichen, selbständig betriebenen wirtschaftlichen Betätigung nachzugehen, sei somit bei der Wahrnehmung seiner behaupteten Beratungstätigkeit im Rahmen der Erbengemeinschaft nicht einmal der Beschwerdeführer selbst ausgegangen.