Citation: 2C_396/2014 E. 4.4

4.4. Der Entzug der Niederlassungsbewilligung trifft den Beschwerdeführer als in der Schweiz geborenen Ausländer der zweiten Generation zweifellos schwer. Die Ausreise in die Türkei kann ihm aber zugemutet werden, zumal die Vorinstanz, in Einklang mit Art. 70 Abs. 1 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE; SR 142.201), die Wegweisung erst auf den Zeitpunkt der Beendigung der Massnahme festsetzte und seine gewichtigen Interessen am Abschluss der Therapie berücksichtigte. Er erhält dadurch nochmals die Gelegenheit, seine Suchtprobleme in den Griff zu bekommen. Sollte ihm dies gelingen, so stünde er sowohl in der Schweiz als auch in der Türkei vor der Herausforderung sein Leben ausserhalb des gewohnten Umfelds neu zu gestalten. Der Aufbau einer beruflichen Zukunft und eines sozialen Netzes wäre an beiden Orten mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Seinen Herkunftsstaat kennt der Beschwerdeführer von früheren Ferienaufenthalten her und ist über das Elternhaus mit der dortigen Sprache und Kultur vertraut. Er kann sich gemäss eigenen Angaben, wenn auch mit Mühe, auf türkisch verständigen. In seinem Alter ist es ihm zumutbar, die bereits vorhandenen Kenntnisse der Sprache weiter zu verbessern. Seine Mutter verbringt jedes Jahr mehrere Monate in der Türkei und kann ihn bei der Integration zusätzlich unterstützen.