Citation: 2C_108/2018 E. 5.4.3

5.4.3. Die privaten Interessen des Beschwerdeführers vermögen das öffentliche Interesse an seiner Ausreise nicht zu überwiegen. Trotz seiner über 11-jährigen Anwesenheit in der Schweiz kann von einer guten Integration keine Rede sein. Abgesehen von seiner Straffälligkeit kann dem angefochtenen Urteil entnommen werden, dass der Beschwerdeführer über keine Ausbildung verfügt, arbeitslos und verschuldet ist. So lagen im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils Betreibungen in der Höhe von Fr. 9'643.75 sowie Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 14'655.-- gegen ihn vor (vgl. E. 2.2 des angefochtenen Urteils). Zudem wurde er durch Sozialhilfegelder unterstützt. Wie die Vorinstanz ebenfalls festhält, bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer in absehbarer Zeit ein Einkommen erwirtschaften und seine Eigenversorgung nachhaltig steigern könnte (vgl. E. 3.3 des angefochtenen Urteils). So ist ihm namentlich nicht gelungen, nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug eine Arbeitsstelle zu finden oder an einem RAV-Einsatzprogramm teilzunehmen. Bezüglich der Zumutbarkeit der Rückkehr des Beschwerdeführers in sein Heimatland hat die Vorinstanz festgehalten, dass diese zweifellos mit gewissen Schwierigkeiten verbunden sein werde, allerdings nicht als unmöglich erscheine (vgl. E. 3.3 des angefochtenen Urteils). Diese Schlussfolgerung ist nicht zu beanstanden: Der Beschwerdeführer hat die ersten 15 Jahre seines Lebens in der Türkei verbracht, womit davon auszugehen ist, dass er weiterhin mit der Sprache und der Kultur vertraut ist. In seiner Heimat leben zudem noch seine Grosseltern. Diese könnten ihn nach seiner Rückkehr bei seinen Reintegrationsbemühungen unterstützen. Dass die Behandlung seiner Drogen- und Alkoholabhängigkeit in seinem Heimatland nicht möglich sei, macht er im Übrigen nicht geltend.