Citation: 1B_205/2018 E. 4.3

4.3. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschwerdeführer fortgesetzte Erpressung und weitere Delikte vor. Fortgesetzte Erpressung wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft (Art. 156 Ziff. 2 StGB). Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, sind zudem mehrere Vorstrafen und ein möglicher Widerruf einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten zu berücksichtigen. Ob eine allfällige Freiheitsstrafe bedingt auszusprechen ist, wird der Sachrichter zu beurteilen haben. Bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit der Haft ist dieser Umstand grundsätzlich nicht zu berücksichtigen und vorliegend besteht diesbezüglich auch kein Ausnahmefall (vgl. BGE 143 IV 160 E. 4.2 S. 166; 133 I 270 E. 3.4.2 S. 281 f.; 125 I 60 E. 3d S. 64; je mit Hinweisen). Wie bereits das Obergericht festhielt, ist zudem das vom Beschwerdeführer erwähnte Urteil 6B_507/2016 vom 9. August 2016 mit dem vorliegenden Fall nicht vergleichbar, denn zu beurteilen war damals nicht eine fortgesetzte Erpressung und die eingeforderte Geldsumme belief sich nur auf Fr. 5'000.--. Die bisher erstandene Haft von knapp 18 Monaten erweist sich unter Berücksichtigung dieser Umstände noch nicht als unverhältnismässig lang. Nicht von Bedeutung ist in dieser Hinsicht die Beweislage und die Auswirkungen der Haft auf das Privat- und Berufsleben des Beschwerdeführers.