Citation: 8C_123/2015 E. 3.2.4

3.2.4. Im hier zu beurteilenden Sachverhalt bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die überdurchschnittlichen Lohnsteigerungen der Versicherten nach Aufnahme der Tätigkeit im August 1989 in den Jahren nach dem Unfall im Jahre 1998 ihre die Nominallohnentwicklung übersteigende Dynamik beibehalten hätten. Immerhin war die Beschwerdeführerin zu jenem Zeitpunkt bereits über acht Jahre im selben Betrieb tätig und stand damit nicht mehr am Anfang ihrer beruflichen Karriere. Auch dem Vorbringen der Beschwerdeführerin, es sei auf die Salärempfehlungen 2011 des Kaufmännischen Verbandes Schweiz abzustellen, kann nicht gefolgt werden. Die Lohnangaben von Branchenverbänden beruhen auf blossen Empfehlungen und sind daher für die Bestimmung des Valideneinkommens nicht repräsentativ (Urteile 9C_795/2012 vom 9. Juli 2013 E. 2.2.2; I 708/06 vom 23. November 2006 E. 4.6; U 158/06 vom 4. August 2006 E. 2.3; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 128). Hinweise dafür, dass sich die über eine kaufmännische Ausbildung verfügende Versicherte nach einer anderen Beschäftigung umgesehen hätte, wenn der erzielte Lohn, mit dem sie sich während Jahren begnügte, nicht den Salärempfehlungen des Verbandes angepasst worden wäre, liegen nicht vor.