Citation: 8C_582/2023 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht stellte bezüglich der Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit auf das handchirurgische Fachgutachten vom 5. Oktober 2016 ab. Darin wird empfohlen, bei der aktuell instabilen Handwurzelsituation auf häufige leichte manuelle Tätigkeiten zu verzichten. Nach erfolgreicher Stabilisierungsoperation wäre mit einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit für Büroarbeiten zu rechnen. Bis dahin sei für einhändig durchführbare Tätigkeiten eine 100%ige Einsatzfähigkeit gegeben, wobei die rechte Hand bei leichten Tätigkeiten höchstens als Hilfshand eingesetzt werden könne. Gestützt darauf wird im angefochtenen Urteil davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer als Eventmanager oder Geschäftsführer weiterhin voll arbeitsfähig sei. Da ihm die angestammte oder eine lohnmässig vergleichbare Tätigkeit uneingeschränkt zumutbar sei, ergebe sich keine Erwerbseinbusse. Folglich erübrige sich die Durchführung eines Einkommensvergleichs. Selbst wenn ein solcher vorgenommen werde, ergebe sich nichts anderes. In diesem Fall sei bei der Bemessung des Validen- und des Invalideneinkommens auf denselben Tabellenlohn abzustellen, wie dies der Beschwerdeführer in Anlehnung an das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau (vom 3. April 2018 im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren) geltend mache. Der Beschwerdeführer könne trotz des bisherigen Verzichts auf die Versteifungsoperation beispielsweise weiterhin nebenerwerblich Musik machen, was eine Beweglichkeit des (betroffenen) Handgelenks erfordere. Ausserdem habe er seinen Lohn nach dem Unfall im Jahr 2012 sogar noch steigern können, was für die Erzielbarkeit eines ähnlichen Einkommens im Krankheits-, wie auch im Gesundheitsfall spreche. Vor diesem Hintergrund sei es innerhalb des zulässigen Ermessensspielraums der Beschwerdegegnerin gelegen, von einem Abzug beim Invalideneinkommen abzusehen.