Citation: 8C_78/2020 E. 3

Die Vorinstanz erachtete es nach ausführlicher Auseinandersetzung mit den medizinischen Unterlagen als erstellt, dass der Beschwerdeführer im zu beurteilenden Zeitraum keine gesundheitliche Verschlechterung in Bezug auf seinen linken Fuss erlitten hat. Aus den schlüssigen kreisärztlichen Beurteilungen des Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates vom 5. September 2017 und 19. März 2018 gehe hervor, dass sich der klinische Befund im Vergleich zur letzten kreisärztlichen Untersuchung vom 30. September 2009 wie auch zu derjenigen vom 27. August 1987 nicht verändert habe. Es bestehe kein Anlass, an diesen Einschätzungen zu zweifeln. Ferner seien die lumbalen Rückenbeschwerden nicht unfallkausal. Diese Beschwerden seien schon 1987 nicht als unfallbedingt angesehen worden, woran sich nichts geändert habe. Dr. med. D.________, Orthopädische Chirurgie FMH, habe hinsichtlich des MRT-Befundes (vom 31. Oktober 2008) in seinem Bericht vom 23. Februar 2009 festgehalten, dass die Kausalität der Rückenbeschwerden nicht mehr hinterfragt werden sollte. Der Kreisarzt Dr. med. E.________ habe ebenso anlässlich seiner Untersuchung vom 30. September 2009 ausgeführt, die bildgebenden Befunde der LWS mittels MRI vom 31. Oktober 2008 zeigten ein Hämangiom im Wirbelkörper L5 ohne posttraumatische Veränderungen, beginnende chondrotische Veränderungen L3/4 und L4/5 sowie eine Chondrose im Bereich Th11/Th12, mithin durchwegs degenerative, unfallfremde Veränderungen. Damit übereinstimmend sei auch im Austrittsbericht der Klinik F.________ vom 10. August 2017 ein Lumbovertebralsyndrom bei degenerativen Veränderungen diagnostiziert worden. Es seien insgesamt keine Berichte vorhanden, die Hinweise auf unfallbedingte Rückenbeschwerden lieferten. Hüftbeschwerden seien sodann erstmals im Bericht der Frau Dr. med. G.________, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Klinik H.________, vom 27. Juni 2018 erwähnt worden. Ungeachtet der Frage, ob die bisherige Rente des Versicherten gestützt auf Art. 22 UVG bezüglich des damit erst nach Erreichen des AHV-Rentenalters geltend gemachten Leidens überhaupt in Abweichung von Art. 17 Abs. 1 ATSG noch revidierbar sei, fehle es am Kausalzusammenhang zwischen den rechtsseitigen Hüftbeschwerden und dem Unfallgeschehen. Eine gewisse Fehlbelastung mit Problemen am restlichen Bewegungsapparat sei aufgrund der Fehlbelastung des linken Fusses (vermehrte Belastung des Fussaussenrandes mit Schonung des linken Fussinnenrandes und verminderte Abrollfunktion im Bereich des linken Fusses) zwar möglich, jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich. Dr. med. C.________ habe am 9. August 2018 hierzu Stellung genommen und einleuchtend dargelegt, dass die rechtsseitigen Hüftbeschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom Dezember 1985 zurückgeführt werden könnten.