Citation: 4A_447/2018 E. 5.5.1

5.5.1. Die Vorinstanz hielt fest, die Beschwerdeführerinnen würden ausführen, der offerierte Werkpreis von Fr. 14'848'800.-- sei an die Bedingung geknüpft gewesen, dass mindestens 5'000 m2 Wand im Mauerwerk (anstelle von Beton) hätten ausgeführt werden können. Soweit die Kosteneinsparung nicht tatsächlich hätte realisiert werden können, hätte sie auf den Werkpreis aufgerechnet werden sollen. Dies sei anlässlich einer Besprechung vom 9. Oktober 2009 sogar noch zwischen den Parteien (auf Seiten der Beschwerdeführerinnen vertreten durch die Kalkulatoren F.________ und H.________) diskutiert worden. Dass das " Angebot BKP 211" vom 7. Oktober 2009 Vertragsbestandteil bilde, sei bereits in der Auftragsbestätigung vom 9. Oktober 2009 der Beschwerdegegnerin so festgehalten. Und gemäss Ziff. 2.2 des Vorspanns zum Werkvertrag bilde das " (Bereinigte) Angebot des Unternehmers " Vertragsbestandteil. Die Beschwerdegegnerin bestreite dies und mache geltend, die Beschwerdeführerinnen würden nicht plausibel und nachvollziehbar darlegen, weshalb sie im Rahmen der Offertkalkulation auf diese Bedingung hätten vertrauen dürfen. Des Weiteren würden sie sich nicht auf ihre " Allgemeinen Präzisierungen " sowie Angebotsgrundlagen berufen können, da es sich dabei nicht um Vertragsbestandteile handle. Eine entsprechende Vereinbarung sei auch nie getroffen worden. Eine solche Vereinbarung hätte in die Vertragsunterlagen aufgenommen werden müssen, was aber nicht geschehen sei. Die Vorinstanz entschied, es gelinge den beweisbelasteten Beschwerdeführerinnen nicht, die behauptete "vereinbarte Bedingung" hinreichend darzutun. Es sei nicht ersichtlich, wer seitens der Beschwerdegegnerin anlässlich der Besprechung vom 9. Oktober 2009 hierüber diskutiert hätte. Auch hinsichtlich der behaupteten Anfrage der Beschwerdegegnerin zum Kosteneinsparungspotential lasse sich weder das Datum noch die für die Beschwerdegegnerin handelnde Person entnehmen. Dies wäre aber für ein substanziiertes Bestreiten erforderlich gewesen. Mangels Behauptung der konkreten Umstände sei der behauptete Vertragsinhalt nicht hinreichend dargetan. Ein Beweisverfahren entfalle. Die geltend gemachte Mehrforderung erweise sich als unbegründet. Im Übrigen deute der Vorspann zum Werkvertrag, Ziff. 2.2 mit "Bereinigte[s] Angebot des Unternehmers (ohne eigene Vertragsbedingungen) ", vielmehr darauf hin, dass der Werkvertrag nicht unter der von den Beschwerdeführerinnen geltend gemachten Bedingung abgeschlossen worden sei. Zudem wäre es sehr erstaunlich, wenn ein professionelles Bauunternehmen einen derart detaillierten Vertrag abschliessen würde, ohne über einen solchen Punkt eine im Vertrag ersichtliche Regelung getroffen zu haben.