Citation: 4A_325/2021 E. 4.3.2

4.3.2. Die Vorinstanz hielt sodann fest, die Beschwerdeführerin bringe dagegen vor, die Erstinstanz beziehe sich hier ausschliesslich auf den Widerrufsgrund der ungerechtfertigten Nichterfüllung von Auflagen (Art. 249 Ziff. 3 OR). Wie aber bereits aus dem Schenkungswiderruf vom 3. August 2020, aber auch aus der Klage, hervorgehe, widerrufe sie das Schenkungsversprechen auch aufgrund der wesentlichen Verschlechterung ihrer Vermögensverhältnisse (Art. 250 Abs. 1 Ziff. 2 OR). Damit habe sich die Erstinstanz gar nicht auseinandergesetzt. Die Vorinstanz geht in E. 5.3 inhaltlich nicht weiter auf diesen Vorwurf ein, sondern hält im Wesentlichen fest, die Beschwerdeführerin argumentiere damit an der Sache vorbei und begnüge sich damit, ihre Sicht der Dinge darzustellen. In E. 5.4 erwog die Vorinstanz aber, die Erstinstanz habe für den Zeitpunkt, wann zum ersten Mal der Grund für den Widerruf der Schenkung erkannt worden sei, die Erwägungen in E. 8.4 des Kantonsgerichts im Verfahren 1B 19 41 (Prozess betreffend Irrtumsanfechtung bzw. Übervorteilung) zitiert und habe festgestellt, dass sich die Beschwerdeführerin selber widerspreche. Aus diesen Erwägungen sei ersichtlich, dass sie im Berufungsverfahren vorgebracht habe, dass das Kaufrechtsgeschäft bei Ausübung des Kaufrechts zu einer totalen Crashsituation führen würde. Mit Crashsituation habe sie auch die finanziell nachteiligen Folgen des Kaufrechtsvertrags gemeint.