Citation: 1C_121/2022 E. 4.2

4.2. Der Vorwurf der Rechtsverweigerung einerseits und derjenige der willkürlichen Anwendung des IDG/BL andererseits, welche die Beschwerdeführerin gegenüber der Vorinstanz erhebt, scheinen beide auf demselben Umstand zu gründen, nämlich dem unterschiedlichen Verständnis der Ansprüche, welche das Prinzip der Öffentlichkeit der Verwaltung nach basel-landschaftlichem Recht gewährleistet. Die Beschwerdeführerin versteht dieses Prinzip weit. Sie ist namentlich der Auffassung, die Behörden seien "nach der Zwecksetzung des Öffentlichkeitsprinzips verpflichtet, Gesuchstellerinnen Hilfestellung zu leisten". Unter Bezugnahme auf verschiedene Lehrmeinungen führt sie aus, die Behörden hätten Informationsansprüchen offen zu begegnen und dürften keine formellen Zugangshürden aufstellen oder verweigernd und verzögernd auftreten.