Citation: 1C_274/2021 E. 4.3.4

4.3.4. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers steht das vorinstanzliche Verständnis von § 13 Abs. 1 ABV sodann auch nicht in einem offensichtlich unhaltbaren Widerspruch zu § 258 Abs. 1 PBG. Diese Bestimmung umschreibt zwar in allgemeiner Weise, dass bei der Bemessung der Baumassenziffer grundsätzlich der gesamte oberirdische Raum als anrechenbar gilt. Wie gesagt steht es den Gemeinden jedoch gestützt auf § 49 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a PBG sowie § 13 Abs. 1 ABV grundsätzlich offen, in ihrer baurechtlichen Grundordnung bei der Festsetzung der Baumassenziffer differenzierte Regelungen zu treffen oder gar gänzlich auf Bestimmungen zur Baumassenziffer zu verzichten. Die Zulässigkeit eines Verzichts auf die Festsetzung einer Baumassenziffer für besondere Gebäude führt schliesslich auch nicht zum stossenden Ergebnis, dass auf Baugrundstücken ohne Einschränkungen beliebig viele besondere Gebäude im Sinne von § 273 PBG errichtet werden dürfen. Wie die Vorinstanz nachvollziehbar erwog, müssen auch solche Gebäude die allgemeinen kantonal- und kommunalrechtlichen Gestaltungsvorgaben sowie die Vorschriften betreffend Gebäude- und Grenzabstand einhalten, was ihre Dimensionen und ihr Erscheinungsbild hinreichend definiert und eingrenzt. Hinzu kommen die architektonischen Vorgaben für besondere Gebäude gemäss § 273 PBG.