Citation: 8C_707/2023 E. 5.5

5.5. Wie das Bundesgericht mit Urteil 8C_122/2023 vom 26. Februar 2024 entschieden hat, ist bei der Würdigung von durch die PMEDA erstellten Gutachten dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die Invalidenversicherung gestützt auf die am 4. Oktober 2023 veröffentlichte Empfehlung der Eidgenössischen Kommission für die Qualität bei der medizinischen Begutachtung (EKQMB) die Vergabe von bi- und polydisziplinären Expertisen an diese Gutachterstelle beendet hat. In der Übergangssituation, in der bereits eingeholte Gutachten der PMEDA zu würdigen sind, rechtfertigt es sich, an die Beweiswürdigung strengere Anforderungen zu stellen und die beweisrechtliche Situation der versicherten Person mit derjenigen bei versicherungsinternen medizinischen Entscheidungsgrundlagen zu vergleichen (dazu BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4). In solchen Fällen genügen bereits relativ geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, um eine neue Begutachtung anzuordnen bzw. ein Gerichtsgutachten einzuholen (vgl. SVR 2013 IV Nr. 6 S. 13, 9C_148/2012 E. 1.4; Urteil 9C_168/2020 vom 17. März 2021 E. 3.2). Die strengeren Anforderungen an die Beweiswürdigung entbinden den Beschwerdeführer aber nicht von seiner Pflicht, allfällige Mängel des PMEDA-Gutachtens resp. eine willkürliche Beweiswürdigung der Vorinstanz aufzuzeigen. Im hier zu beurteilenden Fall vermag der Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit der Beurteilung der psychiatrischen Gutachterin der PMEDA zu begründen. Die Beschwerde beschränkt sich im Wesentlichen darauf, das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung zu behaupten, ohne dabei aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz im Rahmen ihrer Beweiswürdigung in Willkür verfallen sein soll. Allein der Verweis auf die seines Erachtens bestehenden Auffälligkeiten in seiner Biographie genügt ebenso wenig wie der Hinweis darauf, dass in den Jahren 2002, 2005 und 2008 sowie zuletzt durch Dr. med. F.________ eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert worden sei.