Citation: 8C_777/2013 E. 2.2

2.2. Die vom kantonale Gericht mit in Rechtskraft erwachsenem Entscheid vom 3. Juni 2010 bestätigte Rentenablehnung vom 26. Mai 2009 gründete zur Hauptsache auf den Ergebnissen der interdisziplinären Begutachtung des Beschwerdeführers durch die MEDAS. Gemäss deren Bericht vom 15. Januar 2009 litt er u.a. mit Status nach Heckfahrunfall mit HWS-Distorsion vom 13. April 2006 an einem chronischen zervikozephalen Symptomenkomplex ohne adäquates organisches Korrelat am Bewegungsapparat, möglichen schmerzmittelinduzierten Kopfschmerzen, einer leicht- bis mittelgradigen Segmentdegeneration C6/7, intermittierendem Tinnitus beidseits, unbestimmten Schwindelbeschwerden, vegetativer Labilität unter Stress sowie einer dysfunktionalen Schmerzverarbeitung. Eine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Plattenleger sowie in einer anderen adaptierten Arbeit attestierten ihm die Gutachter deswegen nicht, sondern bezeichneten ihn als in diesen Bereichen voll arbeitsfähig. Auf erneute Anmeldung vom 21. Mai 2010 hin liess die Beschwerdegegnerin den Bericht des Dr. med. R.________, Facharzt für Neurologie, vom 23. Juni 2010 über die neurologische Verlaufsuntersuchung vom 22. Juni 2010 einreichen. Darin führt der Arzt aus, seit der letzten Standortbestimmung im Juni 2009 habe sich das Beschwerdebild grundsätzlich nicht verändert; zwar klage der Versicherte seit den vergangenen Wintermonaten eher über vermehrte Beschwerden, insgesamt bestünde (indessen) bei Status nach Beschleunigungstrauma der HWS am 13. April 2006 unverändert ein ausgeprägtes cervico-cephales Beschwerdebild ohne neurologische Ausfälle. Im weiteren Verlauf nahm Dr. med. R.________ nochmals am 17. August 2011 und 24. Mai 2012 Stellung zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers. D irekt um Berichterstattung ersuchte die Verwaltung sodann Dr. med. O.________, Facharzt für Chirurgie, Wirbelsäulenleiden, Schleudertrauma und orthopädische Traumatologie, bei welchem sich der Versicherte seit dem 10. Juli 2009 in psychotherapeutischer und osteopathischer Behandlung befand. Er äusserste sich mit Eingabe vom 18. Oktober 2011 dahin, der Versicherte klage seit Behandlungsbeginn über von Schwindel und Übelkeit begleitete, ständige und intensive, in Schultern und Arme beidseits ausstrahlende Nacken- und Kopfschmerzen. Diese Beschwerden bezeichnete er als seit dem Tramunfall mit Überdehnungstrauma der HWS vom 26. Juni 2009 verstärkt aufgetreten, was zu einer seit diesem Datum bestehenden vollen Arbeitsunfähigkeit führe. Ebenfalls von einer seit dem 26. Juni 2009 eingetretenen Verschlechterung berichten am 26. Januar 2011 einzelne Ärzte des medizinischen Zentrums X.________, bei welchem sich der Beschwerdeführer bereits seit dem 13. April 2006 in einer interdisziplinären Schmerz-/Rehabilitationsbehandlung befindet: Dr. med. S.________ schreibt unter der Rubrik "Aktuelle Beschwerden aus orthopädisch-chirurgischer Sicht" von seit dem Tramunfall wieder vermehrt aufgetretenen Beschwerden. Unter der Rubrik "Aktuelle Beschwerden aus psychosomatischer Sicht" umschreibt Dr. med. F.________ das aus seiner Sicht seit dem 26. Juni 2009 verschlechterte Zustandsbild des Beschwerdeführers wie folgt: Übelkeit, Angst vor Schmerzen, Depression mit Lust- und Interessenlosigkeit, Rückzug, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, Gedankenkreisen, Sinnlosigkeitsgedanken, Müdigkeit, Schlafstörungen und Appetitverminderung. Weiter wird im Bericht unter dem Kapitel "Objektive Befunde, Arbeitsunfähigkeit" von einer seit Rehabilitationsbehandlungsbeginn am 13. April 2006 fortbestehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit, unter dem Titel "Beurteilung Arbeitsunfähigkeit, aktuelle Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit" von einer seit 1. Juni 2006 bestehenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit geschrieben.