Citation: 8C_80/2022 E. 6.1

6.1. Inwiefern die Vorinstanz die massgeblichen Beweiswürdigungsregeln verletzt haben sollte, indem sie auf das medaffairs-Gutachten abstellte, vermag der Beschwerdeführer nicht darzutun und ist nicht erkennbar. Dies gilt zunächst insbesondere hinsichtlich des psychiatrischen Teilgutachtens. Das kantonale Gericht erachtete dieses als überzeugend, zumal sich der Experte eingehend namentlich zu den vom Beschwerdeführer gezeigten, als dissoziative Störung diagnostizierten Anfällen geäussert habe. Mit seinem Einwand, der Gutachter habe sich mit Traumatisierungen in der Heimat nicht hinreichend auseinandergesetzt, dringt der Beschwerdeführer nicht durch. Der Experte ging ausdrücklich davon aus, dass es vorab bei gedanklicher Konfrontation damit im Rahmen der ärztlichen Abklärungen zu entsprechenden Anfällen gekommen sei. Eine dadurch bedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit schloss er aus diesem Grund aus beziehungsweise erachtete er deswegen die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit sogar als günstige Beeinflussung der geklagten Beschwerden. Der Beschwerdeführer sei im Übrigen im privaten Rahmen bereits heute durchaus in der Lage, entsprechende Aktivitäten auszuüben. Sein Einwand, das psychiatrische Teilgutachten lasse es an einer Befassung mit den psychischen Vorbelastungen vermissen, ist damit nicht gerechtfertigt. Soweit der Beschwerdeführer rügt, die IV-Stelle hätte bereits früher psychiatrische Abklärungen in die Wege leiten müssen, ist ihm entgegenzuhalten, dass er gemäss Vorinstanz bis anhin auf eine fachärztlich psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung verzichtet habe, was auf einen fehlenden Leidensdruck schliessen lasse. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass er selber seine Beschwerden nach den gutachtlichen Angaben nicht als psychisch bedingt betrachte, sich dementsprechend auch nicht psychisch krank fühle und keine psychiatrische Behandlung wünsche.