Citation: U 328/04 14.02.2005 E. 3

Angesichts der Tatsache, - dass die Beschwerdeführerin in der Folge des Unfalles zunächst während dreieinhalb Monaten nicht unter behandlungsbedürftigen Beschwerden litt und sich erst am 2. November 1998 zur Chiropraktorin Dr. W.________ in die Erstbehandlung begab, - dass Dr. W.________ bereits gestützt auf die initiale röntgenologische Abklärung auf eine geringgradige posteriore Chondrose C2/3 hinwies und die anfängliche Therapie während einem Jahr seit der Erstbehandlung ausschliesslich aus chiropraktischen Massnahmen in unterschiedlichen Intervallen bestand, - dass die Chiropraktorin im Bericht vom 5. Januar 2000 sogar ein beschwerdefreies Intervall von April bis August 1999 beschrieb, - dass der Neurologe Prof. Dr. med. A.________ anlässlich seiner ersten Begutachtung der Versicherten am 22. Februar 2000 primär (vor weiteren chirotherapeutischen Massnahmen) eine zuerst passive und dann zunehmend aktivierende Physiotherapie empfahl, wobei die Beschwerdeführerin zu unterrichten sei, wie sie ihre Schmerzen in den Griff bekommen könne, - dass sie zu diesem Zweck stationär vom 20. Juni bis 18. Juli 2000 in der Höhenklinik weilte mit dem Ergebnis, dass sie bei Austritt keine Kopfschmerzen und in den Armen keine Parästhesien mehr hatte, die Beweglichkeit des Halses nicht mehr eingeschränkt war sowie Inklination, seitliche Rotation und Seitenneigung beidseits symmetrisch vollumfänglich durchgeführt werden konnten (Bericht der Höhenklinik vom 18. Juli 2000 S. 2), - dass die Beschwerdegegnerin auch die von der Höhenklinik angeordnete ambulante Fortsetzung der Physiotherapie und Akupunkturmassage übernahm, - und dass die Behandlung der Unfallfolgen gemäss Bericht des Chiropraktors Dr. H________ per 20. Dezember 2000 einstweilen abgeschlossen wurde, ist der Zeitpunkt der Adäquanzprüfung rund dreieinhalb Jahre nach dem Unfall entgegen der Beschwerdeführerin unter den gegebenen Umständen nicht zu beanstanden. Dies obgleich Dr. med. S.________ im Sommer 2001 von Neuem ambulante Physiotherapie (Bericht vom 7. August 2001) verordnete. Zwar schlug auch Prof. Dr. med. E.________ in seinem Bericht vom 10. Dezember 2003 unter anderem wiederum "strukturierte physiotherapeutische Behandlung mit dem primären Ziel des Aufbaus eigenverantwortlich durchzuführender Übungs- und Trainingsmassnahmen" vor. Er begründete aber mit keinem Wort, weshalb dieselben, in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgiebig und ohne nachhaltigen Erfolg durchgeführten therapeutischen Massnahmen nunmehr fünfeinhalb Jahre nach dem Unfall noch einen namhaften Heilungserfolg herbeiführen können sollten. Weshalb von seinem Behandlungsvorschlag entgegen den früheren Erfahrungen eine erhebliche Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten gewesen wäre, bleibt demnach nicht nachvollziehbar. Mit Beschwerdegegnerin und Vorinstanz ist deshalb gestützt auf die Ausführungen des Prof. Dr. med. A.________ in seinem Bericht vom 22. März 2002 davon auszugehen, dass der dreieinhalbjährige unfallbedingte Heilbehandlungsprozess Ende 2001 an dem Punkt angelangt war, bei welchem von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr erwartet werden konnte, weshalb der von der Verwaltung gewählte Zeitpunkt der Adäquanzprüfung unter den gegebenen Umständen im Lichte der Praxis gemäss Urteil K. vom 11. Februar 2004 (U 246/03, Erw. 2.4 mit Hinweisen, veröffentlicht in HAVE 2004 S. 119) rechtens ist.