Citation: C 50/05 09.08.2005 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat erwogen, nach Lage der Akten bestünden erhebliche Zweifel daran, dass die ehemalige Arbeitgeberin das mit 29. Oktober 2002 datierte Kündigungsschreiben am genannten Tag zugestellt habe. Zumindest lasse sich die erfolgte Eröffnung nicht nachweisen. Aufgrund der Verteilung der Beweislast sei davon auszugehen, dass der Versicherte bis zur Konkurseröffnung in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis gestanden und somit grundsätzlich bis 26. November 2002 Anspruch auf Lohnzahlung bzw. Insolvenzentschädigung habe. Daran ändere nichts, dass er aufgrund seiner Stellung als Vice President Operation mit Kollektivunterschrift zu zweien allenfalls die Möglichkeit gehabt habe, Kenntnis über die finanzielle Lage der Gesellschaft zu erlangen. Zudem habe er gemäss den eigenen - unbestritten gebliebenen - Angaben bis zur Konkurseröffnung Arbeit geleistet. 3.2 Aufgrund des Rechtsbegehrens des seco ist die grundsätzliche Anspruchsberechtigung des Beschwerdegegners auf Insolvenzentschädigung nicht streitig, sondern lediglich deren Zusprechung für die Dauer vom 9. bis 26. November 2002. Das Beschwerde führende Bundesamt macht im Wesentlichen geltend, die Annahme, der Beschwerdegegner habe bis zur Konkurseröffnung für die Firma A.________ AG gearbeitet, widerspreche der Feststellung in anderen Verfahren, wonach die Zustände in diesem Betrieb chaotisch gewesen seien und niemand mehr vorhanden gewesen sei, der um Arbeitszuweisung hätte angegangen werden können.