Citation: 4A_659/2018 E. 3.5

3.5. Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, mit der Bestätigung der Marktkonformität des Kaufpreises durch ein Gutachten wäre das wichtigste Verdachtsmoment weggefallen, weshalb ihr auch nicht mehr hätte vorgeworfen werden können, ungenügende Abklärungen getroffen zu haben. Sie rügt, die Vorinstanz sei faktenwidrig - und damit willkürlich (vgl. E. 2.3 hiervor) - von der Annahme ausgegangen, das Handels- und das Bundesgericht seien von der Marktkonformität des Kaufpreises ausgegangen. Die Rüge geht fehl. Die Beschwerdeführerin legt nicht rechtsgenügend dar (vgl. hiervor E. 2.3) und es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt haben soll. Sie zeigt nicht auf, inwiefern die Feststellungen der Vorinstanz zum Kaufpreis (vgl. hiervor E. 3.2.3) willkürlich sein sollen, sondern übt über weite Strecken appellatorische Kritik. Darauf ist nicht einzutreten. Es ist jedenfalls nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz davon ausgeht, das Handelsgericht habe den Kaufpreis nicht ausdrücklich als marktkonform bezeichnet, aber als nicht ausserhalb des Rahmen dessen liegend, was noch marktkonform gewesen sei und es habe der Beschwerdeführerin nicht vorgeworfen, einen unangemessen tiefen Preis bezahlt zu haben. Auch die Feststellung, dass der Beschwerdeführerin klar sein musste, dass der Verkäufer D.________ das Fahrzeug zu einem tieferen als dem späteren Verkaufspreis gekauft haben musste, ist - entgegen der Beschwerdeführerin - nicht willkürlich. Diese Feststellung hätte im Übrigen auch ein Gutachten über die Marktkonformität des zwischen ihr und D.________ vereinbarten Kaufpreises nicht aus dem Weg geräumt. Im Übrigen geht die Beschwerdeführerin auch vor Bundesgericht - wie bereits vor den Vorinstanzen - von der falschen Annahme aus, bei Bestätigung der Marktkonformität des Kaufpreises durch ein Gutachten wären keine Umstände mehr übrig geblieben, welche von ihr eine erhöhte Sorgfalt erfordert hätten. Die Vorinstanz stellte mit Verweis auf das Urteil des Handelsgerichts fest, dieses habe mehrere Umstände benannt, aus denen sich ergebe, dass von der Beschwerdeführerin eine erhöhte Aufmerksamkeit verlangt werden durfte (vgl. hiervor E. 3.2.3). Entgegen der Beschwerdeführerin hat das Handelsgericht diese Umstände nicht bloss ausgeführt, weil es von einem " sicher günstigen Kaufpreis" ausgegangen ist. Vielmehr fallen diese Umstände zusätzlich und alternativ zum Kaufpreis ins Gewicht. Auch das Bundesgericht erwog: " Einen weiteren Umstand [Hervorhebung hinzugefügt], welcher der Beschwerdeführerin zu Misstrauen hätte Anlass geben müssen, hat das Handelsgericht darin gesehen, dass das praktisch neuwertige Fahrzeug innert 18 Tagen dreimal den Halter bzw. Eigentümer gewechselt hat." (vgl. zit. Urteil xxx).