Citation: 8C_216/2018 E. 3.2

3.2. Nach tatsächlicher Feststellung des kantonalen Gerichts hat der Einwohnergemeinderat Sarnen 21 Belege über Vermietungsanzeigen von richtlinienkonformen Mietwohnungen in der gewünschten Grösse auf dem Gebiet der Gemeinde Sarnen vorgelegt und damit nachgewiesen, dass im relevanten Zeitraum entsprechende Wohnungen angeboten wurden. Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin nicht ortsgebunden sei, sondern selbst geltend macht, ihre Suche hätte sich auf den ganzen Kanton Obwalden sowie auf die Agglomeration Luzern bezogen, könne nicht in dem Sinne von einer Notlage ausgegangen werden, dass die Sozialhilfebezügerin gezwungen gewesen sei, eine zu teure Wohnung zu mieten. Der Einwohnergemeinderat habe dies auch mit fünf anonymisierten Mietverträgen von Sozialhilfeempfängern für mietzinsrichtlinienkonforme Wohnungen, welche im Jahre 2015 abgeschlossen wurden, untermauert. Ein entsprechendes Angebot sei damit nachgewiesen. Da das vorhergehende Mietverhältnis im März 2014 gekündigt worden sei, habe die Beschwerdeführerin 16 Monate Zeit gehabt, eine Wohnung zu suchen. Der Regierungsrat (vgl. RR-Beschluss vom 24. April 2017, Ziff. 2) habe folglich in antizipierter Beweiswürdigung auf die Abnahme der von der Beschwerdeführerin angebotenen Beweise für die Intensität ihrer Suche in Form von Zeugen verzichten dürfen, ohne ihr rechtliches Gehör zu verletzen. Schliesslich habe die Beschwerdeführerin auch vor Verwaltungsgericht keine Belege über ihre effektiv getätigten Suchbemühungen vorgelegt. Da auch die Einvernahme der angebotenen Zeugen nichts an der Einschätzung ändern könne, dass die Erfolglosigkeit der Wohnungssuche über eine Dauer von mehr als einem Jahr nur an der zu geringen Intensität liegen könne, dürfe auch das Gericht in antizipierter Beweiswürdigung auf deren Einvernahme verzichten. Da sie sich ungenügend um eine konforme neue Wohnung bemüht habe und deshalb eine zu teure anmieten musste, habe sie treuwidrig gehandelt, weshalb die Sozialbehörde zu Recht nur den richtliniengemässen Mietzins an das Sozialhilfebudget angerechnet habe.