Citation: 1C_147/2021 E. 5.2

5.2. Mit dem angefochtenen Beschluss hat die Vorinstanz eine Veranstaltung abgesagt, um die Verbreitung einer übertragbaren Krankheit zu verhindern. Art. 40 Abs. 1 und 2 EpG bilden hierfür trotz der relativ unbestimmt formulierten Voraussetzungen grundsätzlich eine hinreichende formell-gesetzliche Grundlage (vgl. BGE 147 I 8 E. 3.2.2, 478 E. 3.6-3.8; Urteil 2C_308/2021 vom 3. September 2021 E. 5.4, zur Publikation vorgesehen). Zu prüfen bleibt jedoch der Einwand der Beschwerdeführer, wonach der Bundesrat mit der Verordnung vom 19. Juni 2020 über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie (AS 2020 2213; nachfolgend: Covid-19-Verordnung besondere Lage 2020; inzwischen ersetzt durch die Covid-19-Verordnung besondere Lage vom 23. Juni 2021 [SR 818.101.26]) eine Anordnung für politische Versammlungen getroffen habe, welche dem Kanton keinen Raum für eigenständige Massnahmen belassen habe.