Citation: U 150/03 12.08.2004 E. 3

3.1 Nachdem die Vorinstanz davon ausging, es sei zu prüfen, ob über die Beschwerde materiell zu befinden sei, oder ob die Sache zur weiteren Abklärung an die SUVA zurückgewiesen werden müsse, hat sie den Rechtsstreit ohne weiteres materiellrechtlich beurteilt. Sie erwog dabei insbesondere, für die Berechnung des Taggeldes sei grundsätzlich vom Höchstbetrag des versicherten Verdienstes und damit von Fr. 97'200.- auszugehen, da beim Beschwerdeführer als orts- und berufsüblicher Lohn mindestens ein Lohn in dieser Höhe anzunehmen sei. Mit einem entsprechenden maximalen Taggeldanspruch von Fr. 214.- sei der anrechenbare berufs- und ortsübliche Lohn zum massgebenden Zeitpunkt jedoch höher gewesen, als jener, den die SUVA 1999 der Prämienberechnung zu Grunde gelegt hatte. Die Firma I.________ AG habe sich darauf beschränkt, gegenüber der SUVA den ausbezahlten Lohn zu melden. Ab 1996 seien die Lohnzahlungen mit einem Jahreslohn von Fr. 82'841.- im Jahr 1996, Fr. 43'789.- (+ Fr. 25'822.-) im Jahr 1997, Fr. 74'100.- im Jahr 1998 und Fr. 62'374.- (+ Fr. 7'226.-) im Jahr 1999 für den Beschwerdeführer unter den Höchstbetrag von Fr. 97'200.- gefallen. Diese Lohnangaben seien teilweise von der SUVA korrigiert (1997 und 1999) und somit als prämienpflichtige Löhne berücksichtigt worden. Da der Beschwerdeführer im Jahr 1999 jedoch einen weit höheren als den gegenüber der SUVA deklarierten Lohn bezogen habe, sei davon auszugehen, dass er bei richtiger Deklaration die Prämien für den Höchstbetrag des versicherten Verdienstes hätte bezahlen müssen. Die für die Prämienberechnung bestimmte Meldung eines geringeren als des effektiv bezogenen Lohnes verdiene keinen Rechtsschutz. Daher gebiete das Rechtsmissbrauchsverbot zusammen mit dem Äquivalenzprinzip, dass der Leistungsbemessung der gleiche versicherte Verdienst zu Grunde gelegt werde, wie zuletzt der Beitragsbemessung. 3.2 Um zur Schlussfolgerung zu gelangen, der Versicherte habe das Rechtsmissbrauchsverbot verletzt, hat sich die Vorinstanz auf eine Rechtsprechung gestützt, bei welcher die Auskunftspflicht des Arbeitgebers gegenüber der SUVA verletzt worden war, weil eine ausdrücklich gestellte Frage des Versicherers nach einer allfälligen Erhöhung des versicherten Verdienstes von Gesellschaftern und Familienangehörigen nicht beantwortet wurde (RKUV 2002 Nr. U 450 S. 57 ff. Erw. 6). Im vorliegenden Fall ist ein solcher Tatbestand indessen nicht gegeben, wurden doch weder den Organen der Firma noch dem Versicherten ausdrückliche Fragen zum dem Beschwerdeführer tatsächlich ausbezahlten Lohn gestellt. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird überzeugend dargelegt, der Arbeitgeber des Beschwerdeführers habe in der SUVA-Jahresabrechnung 1999 nur einen Lohn von Fr. 62'374.- gemeldet, weil das Ersatzeinkommen infolge Ausrichtung von Taggeldern gar nicht abrechnungspflichtig gewesen sei. Bereits 1991 sei der betriebsübliche Lohn auf das Maximum festgesetzt worden und aus dem Revisionsbericht vom 29. August 1996 ergebe sich ebenfalls ein orts- und berufsüblicher Lohn von Fr. 97'200.-. Erst im Revisionsbericht vom 14. November 2000 habe die SUVA die effektiv ausbezahlten Löhne des Versicherten nicht mehr korrigiert, sodass dem Arbeitgeber keine falsche Meldung eines geringeren als des effektiv bezogenen Lohnes vorgeworfen werden könne. Nachdem dem Versicherten keine Verletzung der Mitwirkungspflichten der Firma I.________ AG bei der Erörterung der prämienpflichtigen Löhne anzurechnen ist, besteht kein Anlass, von den durch die Vorinstanz für die Berechnung des massgeblichen versicherten Verdienstes vorgenommenen Erhebungen abzuweichen. Das kantonale Gericht hat diesbezüglich zutreffend festgestellt, als versicherter Verdienst sei dem Beschwerdeführer der Höchstbetrag von Fr. 97'200.- als orts- und berufsüblicher Lohn anzurechnen, da bei ihm mindestens ein Verdienst in dieser Höhe anzunehmen sei. Dies entspricht dem maximalen Taggeldanspruch von Fr. 214.-, welcher in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt wird. Damit ist dem in der Vernehmlassung gestellten Begehren der Beschwerdegegnerin, bei verneintem rechtsmissbräuchlichem Vorgehen des Beschwerdeführers sei die Angelegenheit zwecks weiteren Abklärungen bezüglich versichertem Verdienst an die SUVA zurückzuweisen, nicht stattzugeben.