Citation: 1C_510/2023 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer beruft sich weiter auf den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV). Im vorinstanzlichen Verfahren machte er im Wesentlichen geltend, sämtliche Beteiligten, insbesondere auch die Dienststelle rawi und die Gemeinde, hätten um den von ihm geplanten Abbruch und Wiederaufbau des Wohnhauses bzw. um die Erstellung eines Ersatzneubaus im Sinn einer Rekonstruktion gewusst. Unmittelbar nach Erteilung der Baubewilligung am 6. Dezember 2012 für die Restaurierung des Wohnhauses und der Scheune habe der Gemeindeschreiber auf seine Anfrage hin die Dienststelle rawi um eine Neubeurteilung des Bauvorhabens vor dem Hintergrund der Teilrevision des Raumplanungsgesetzes und der Raumplanungsverordnung ersucht. Im Antwortschreiben vom 30. Januar 2013 habe die Dienststelle ausgeführt, bei dem im Jahr 2012 bewilligten Projekt sei ein Ersatzneubau im Sinn einer Rekonstruktion zulässig. Infolgedessen habe der Gemeindeschreiber ihm und seinem damaligen Planer am 5. Februar 2013 mitgeteilt, dass das Wohnhaus abgebrochen und wie vorgesehen wieder aufgebaut werden könne. Eine Abbruchbewilligung sei seitens der Behörden nie verlangt worden. Im Gegenteil, der Gemeindeschreiber und der Leiter des Bauamts Oberkirch hätten sich mehrmals nach dem Abbruchtermin erkundigt.