Citation: 4C.380/2000 14.01.2002 E. 3

3.- Der Beklagte rügt hauptsächlich, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, indem sie die Aktivlegitimation des Klägers bejaht habe. a) Im angefochtenen Urteil wird festgestellt, dass im Vertrag mit der D.________ AG der Onkel des Klägers - C.________ - als Anleger angegeben wurde, während der Kläger den Vertrag selbst unterzeichnete und bei diesem Anlass den Check über USD 500'000.-- in Anwesenheit seines Onkels den für die D.________ AG handelnden Personen übergab. Die Vorinstanz weist ausserdem darauf hin, dass der Kläger seinem Onkel am 5. August 1994 eine schriftliche Vollmacht erteilt hat, welche diesen ermächtigte, im Namen des Klägers Verträge abzuschliessen und zu unterschreiben, bei der Bank Kredite aufzunehmen sowie "Gelder abzuheben und zu beleihen". Diese Vollmacht war weder der D.________ AG noch dem Beklagten bekannt. Die Vorinstanz hat jedoch festgestellt, der Beklagte sei bereit gewesen, seine Bestätigung gegenüber dem jeweiligen Vertragspartner der D.________ AG abzugeben. Daraus hat die Vorinstanz den Schluss gezogen, es sei dem Beklagten im Sinne von Art. 32 Abs. 2 OR gleichgültig gewesen, mit wem er den Vertrag schliesse. b) Der Beklagte bestreitet zu Recht nicht, dass ein Vertrag zwischen ihm und dem Kläger zustande gekommen ist, falls die Voraussetzungen von Art. 32 Abs. 2 OR gegeben waren. Er geht zutreffend davon aus, dass die Gleichgültigkeit im Sinne dieser Vorschrift als innerer Wille der betreffenden Person eine Tatfrage betrifft, welche das kantonale Gericht für das Bundesgericht verbindlich feststellt, dass dagegen als Rechtsfrage beurteilt werden kann, ob das kantonale Gericht den Begriff der Gleichgültigkeit und die rechtserheblichen Umstände zutreffend definiert sowie den mutmasslichen Willen nach dem Vertrauensgrundsatz richtig bestimmt hat (BGE 117 II 387 E. 2b). Die Vorinstanz hat den inneren Willen des Beklagten aus dessen Aussage abgeleitet, er habe angenommen, dass die Bestätigung für mehrere Anleger benötigt würde, weshalb er auf Wunsch eines der Verantwortlichen der D.________ AG gleich mehrere derartige Bestätigungen mit seiner Originalunterschrift ausgestellt habe. Entgegen der Behauptung des Beklagten hat die Vorinstanz damit in Würdigung der konkreten Aussage des Beklagten auf dessen tatsächlichen Willen geschlossen. Sie hat eine Bindung des Beklagten gegenüber dem Kläger damit nicht bloss aus einem - normativ - zurechenbaren Verhalten abgeleitet (vgl. zur Bedeutung des Vertrauensgrundsatzes BGE 123 III 35 E. 2b). Dass das Bezirksgericht, auf dessen Urteil der Beklagte Bezug nimmt, aus den Umständen auf einen als hypothetisch bezeichneten Willen der D.________ AG geschlossen hat, bedeutet jedenfalls nicht, dass auch der Wille des Beklagten selbst als normativ zu gelten hätte und vom Obergericht als solcher ermittelt worden wäre. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz von einem unzutreffenden bundesrechtlichen Begriff der Gleichgültigkeit ausgegangen wäre und dementsprechend auf unerhebliche Umstände abgestellt oder erhebliche Umstände unbeachtet gelassen hätte. Der Beklagte behauptet dies denn auch nicht, sondern seine Vorbringen erschöpfen sich in unzulässiger Kritik an der Feststellung der Vorinstanz über seinen tatsächlichen Willen. Insoweit kann auf die Berufung nicht eingetreten werden.