Citation: 6B_511/2020 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, die Auffassung der Vorinstanz, wonach die Zivilforderung aufgrund ihrer Abtretung an den Staat nicht an den Zivilrichter zu verweisen sei, sondern als zurückgezogen gelte, verletze Bundesrecht. Die Zuweisung nach Art. 73 StGB setze voraus, dass der Schadenersatz in einem Straf- oder Zivilverfahren rechtskräftig zugesprochen oder durch Vergleich festgesetzt worden sei. Werde die Zivilforderung indes, wie im vorliegenden Fall, nicht zugesprochen, trete die Bedingung nicht ein, es erfolge mithin keine Abtretung und die Zivilklage sei auf den Zivilweg zu verweisen (Beschwerde S. 17). Im Weiteren rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung von Art. 71 Abs. 1 StGB. Sie bringt zunächst vor, die Erwägung der Vorinstanz, wonach die Anschlussberufung in diesem Punkt nicht näher begründet sei, sei ohne Bedeutung, da sowohl Einziehung als auch Festsetzung einer Ersatzforderung nicht dem Anklageprinzip unterlägen und von Amtes wegen zu prüfen seien. Ausserdem sei die Feststellung der Vorinstanz aktenwidrig, zumal sie (sc. die Beschwerdeführerin) den Antrag auf Festsetzung einer Ersatzforderung sehr wohl begründet und im zweitinstanzlichen Verfahren darauf verwiesen habe. Im Übrigen gebe auch das angefochtene Urteil die Auffassung der Staatsanwaltschaft in Bezug auf die Höhe des von der BVG-Stiftung H.________ AG erlittenen Schadens wieder (angefochtenes Urteil S. 217). Soweit die Vorinstanz im Zusammenhang mit der Zivilforderung festhalte, der effektive Schaden sei durch den Strafrichter nicht eruierbar, setze sie sich in Widerspruch zu ihren eigenen Erwägungen zum Schaden bei der angeklagten ungetreuen Geschäftsbesorgung. Sofern die Vorinstanz sich zudem auf den Standpunkt stelle, dass die abzuschöpfende Bereicherung lediglich im Umfang von Fr. 150'000.-- eingetreten sei, hätte sie eine Ersatzforderung in diesem Umfang festsetzen müssen. Sie bejahe die Unrechtmässigkeit der Bereicherung zumindest indirekt, indem sie die Pflichtwidrigkeit mit der unbegründeten und damit unzulässigen Unterbietung sämtlicher vorhandener Schatzungen des fraglichen Grundstücks begründe. Die Beschwerdegegner hätten m.a.W. keinen Anspruch auf die Differenz zwischen dem von ihnen festgelegten Kaufpreis und dem von der Vorinstanz als Mindestmarktwert angenommenen Betrag von Fr. 2,15 Mio. gehabt. Soweit eine unrechtmässige Bereicherung feststehe, müsse diese zwingend abgeschöpft werden. Die Differenz von Fr. 150'000.-- zum vereinbarten Kaufpreis, welche der Bereicherung entspreche, müsse daher abgeschöpft werden. Da der Verzicht auf die Festsetzung einer Ersatzforderung sich als bundesrechtswidrig erweise, verstosse auch die Aufhebung der Kanzleisperre zur Sicherung der Ersatzforderung gegen Bundesrecht (Beschwerde S. 17 ff.).