Citation: 1C_451/2017 E. 4.5.4

4.5.4. Im vorliegenden Zusammenhang werden visuell nicht wahrnehmbare Mobilfunkanlagen nicht verboten. Wie es sich mit der Bundesrechtskonformität der weitergehenden kantonalen Rechtsprechung verhält, kann daher offenbleiben. Ist es den Beschwerdeführerinnen damit erneut unbenommen, visuell nicht wahrnehmbare Antennenanlagen zu erstellen, wird die Tragweite der angefochtenen Regelung auch hier abgeschwächt. Das korreliert mit dem auch im luzernischen Recht vorgesehenen Anliegen, in der Nähe von Schutzbauten bzw. -objekten insbesondere Bauten mit nachteiligen optischen Wirkungen zu vermeiden. Hinzu kommt, dass das Kantonsgericht ausdrücklich Ausnahmen vorbehalten hat. Die angefochtene Einschränkung beruht daher auf einem ausreichenden öffentlichen Interesse und ist verhältnismässig bzw. lässt sich bundesrechtskonform auslegen und anwenden. Aus dem gleichen Grund erweist sich die von den Beschwerdeführerinnen verlangte Einfügung der Wortfolge "in der Regel" hier als überflüssig. Sind Ausnahmen bereits ohne diese zusätzliche Klarstellung zulässig, ist sie zur Herstellung von Bundesrechtskonformität nicht erforderlich.