Citation: 1A.159/2003 15.09.2003 E. 3

Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe am 28. Mai 2003 zum Auslieferungsersuchen Stellung genommen. Dabei habe er dem Bundesamt beantragt, ihm eine angemessene, mindestens 60 Tage dauernde Frist zur Einreichung einer ergänzenden Stellungnahme anzusetzen. Das Bundesamt habe den Antrag abgelehnt. Damit habe es den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verletzt. 3.1 Wie sich aus der Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 28. Mai 2003 ergibt, beantragte er die Einräumung einer Nachfrist zur Einreichung einer ergänzenden Stellungnahme, weil er noch einen Bericht mitsamt Beweisstücken seines heutigen Anwalts in Serbien nachreichen wollte. Damit sollte die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Missachtung von Verfahrensgarantien im serbischen Strafverfahren dargetan werden. Der vom Beschwerdeführer in Aussicht gestellte Bericht seines Anwaltes in Serbien wäre nicht geeignet gewesen, die behauptete Missachtung von Verfahrensgarantien objektiv zu erhärten. Es hätte sich dabei um einen in eigener Sache verfassten Bericht gehandelt. Solche Berichte beziehen sich auf einen vom Einleger selber gewählten Ausschnitt aus dem Sachverhalt oder aus der Prozessgeschichte. Sie bieten daher allgemein keine Gewähr für Objektivität und Vollständigkeit (BGE 117 Ib 64 E. 5f S. 91/2 mit Hinweisen). Wäre der Bericht des Anwalts in Serbien damit ohnehin nicht geeignet gewesen, die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verletzung von Verfahrensgarantien objektiv zu erhärten, hat das Bundesamt den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör nicht verletzt, wenn es die Einräumung der beantragten Nachfrist abgelehnt hat. 3.2 Selbst wenn man insoweit anderer Auffassung wäre und eine Verletzung des rechtlichen Gehörs annehmen wollte, würde das dem Beschwerdeführer im Übrigen nicht helfen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch das Bundesamt kann im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geheilt werden (BGE 124 II 132 E. 2d S. 138/9 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hätte Gelegenheit gehabt, den in Aussicht gestellten Bericht des serbischen Anwaltes mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde oder auch noch der Replik dem Bundesgericht einzureichen. Das hat er nicht getan. Im Zeitpunkt, als er die Replik einreichte, wäre die von ihm beantragte Nachfrist von 60 Tagen - wenn sie vom Bundesamt sogleich gewährt worden wäre - längst abgelaufen gewesen.