Citation: 1B_401/2021 E. 1.3

1.3. Soweit die Vorinstanz zur Aussonderung dem Anwaltsgeheimnis unterliegender Daten eine Triage des Mobiltelefons angeordnet und dafür einen Sachverständigen eingesetzt hat, handelt es sich um eine verfahrensleitende Zwischenverfügung im Entsiegelungsverfahren. Insoweit muss die Vorinstanz nach erfolgter Triage noch einen materiellen Entsiegelungsentscheid treffen. Dies ergibt sich aus Ziffer 3 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids, in welcher die Vorinstanz hinsichtlich der im Mobiltelefon enthaltenen Daten eine weitere (und abschliessende) Prüfung der Vorbringen des Beschwerdeführers in Aussicht stellt. Eine verfahrensleitende Zwischenverfügung im Entsiegelungsverfahren verursacht nach der Rechtsprechung grundsätzlich keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur und ist daher nicht anfechtbar (Urteile 1B_70/2021 vom 9. November 2021 E. 1.1; 1B_102/2020 vom 8. März 2021 E. 1.3; je mit Hinweisen). Dies gilt insbesondere, soweit das Zwangsmassnahmengericht in der Zwischenverfügung einen amtsexternen Sachverständigen mit der Vornahme der Triage beauftragt und die Modalitäten seiner Tätigkeit festlegt (Urteil 1B_90/2016 vom 8. September 2016 E. 1.4, nicht publ. in BGE 142 IV 372, mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer auf die Rechtsprechung aufmerksam gemacht (angefochtener Entscheid E. 5 mit Hinweis auf das Urteil 1B_151/2013 vom 31. Oktober 2013 E. 2.2). Damit setzt er sich jedoch nicht auseinander. Weshalb hier die verfahrensleitende Verfügung ausnahmsweise einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur verursachen können sollte, ist nicht erkennbar. Der Beschwerdeführer macht geltend, soweit ihn die Vorinstanz verpflichte, den PIN-Code der im Mobiltelefon enthaltenen SIM-Karte und dessen allfälligen Sperrcode bekannt zu geben, verletze dies das Verbot des Selbstbelastungszwangs. Es ist somit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer - zumal er bisher Aussagen und Unterschriften verweigert hat - unter Berufung auf dieses Verbot den PIN- bzw. Sperrcode nicht preisgeben wird. Sollten ihn deshalb nachteilige Säumnisfolgen treffen, könnten diese in einem für ihn günstigen späteren Entscheid aufgehoben werden. Insoweit droht dem Beschwerdeführer daher kein nicht wieder gutzumachender Nachteil rechtlicher Natur. Die Vorinstanz fordert sodann den Beschwerdeführer zur Bekanntgabe auf, zu welchen Rufnummern und E-Mail-Adressen seines Anwalts er Kontakt hatte, und Letzteren zur Bestätigung, dass es sich dabei um seine Rufnummern und E-Mail-Adressen handelt. Die Vorinstanz beauftragt den Sachverständigen, sämtliche Daten, welche diese Rufnummern und E-Mail-Adressen betreffen, auszusondern. Der Sachverständige muss diese Daten somit inhaltlich nicht sichten. Im Übrigen weist die Vorinstanz ihn und seine Mitarbeiter ausdrücklich auf die Geheimhaltungspflicht hin. Damit besteht hinreichende Gewähr, dass die Staatsanwaltschaft von dem Anwaltsgeheimnis unterliegenden Daten keine Kenntnis erlangt. Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil rechtlicher Natur ist daher auch insoweit nicht ersichtlich. Ein solcher Nachteil verursacht dem Beschwerdeführer auch nicht der Stundenansatz von Fr. 220.--, den die Vorinstanz dem Sachverständigen zugesteht. Sollte dieser Ansatz, wie der Beschwerdeführer geltend macht, zu hoch sein oder der Beizug des Sachverständigen unzulässig gewesen sein, könnte dem beim späteren Entscheid über die Frage der Auferlegung der Verfahrenskosten an den Beschwerdeführer immer noch Rechnung getragen werden.