Citation: 4A_134/2024 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer erblickt die Verletzung des materiellen Ordre public darin, dass der Einzelschiedsrichter das Verhalten des Spielers nicht als rechtsmissbräuchlich ( venire contra factum proprium) anerkannt habe. Er legt dar, dass der Beschwerdegegner ein sehr grosses Interesse am Zustandekommen des Transfers zum neuen Klub gehabt und sich daher im Schreiben vom 2. Februar 2022 bereit erklärt habe, die Differenz von EUR 200'000.-- zur vom neuen Klub akzeptierten Transfersumme von EUR 1.8 Mio. und der vom Beschwerdeführer geforderten EUR 2 Mio. selber zu bezahlen. Dabei sei er rechtlich beraten gewesen. Darauf habe der Beschwerdeführer vertrauen dürfen. Ohne dieses Angebot wäre der Beschwerdeführer mit dem Transfer nicht einverstanden gewesen. Der Beschwerdeführer stellt sodann in Abrede, dass die Auflösungsvereinbarung gegen zwingendes Recht verstosse und daher nichtig sei. Sog. Buy-out Klauseln seien in Arbeitsverträgen von Spielern weit verbreitet und zulässig. Sie seien im Interesse beider Parteien. Der Beschwerdegegner habe zudem mit seinem Verhalten nach Abschluss der Auflösungsvereinbarung (insb. Vorschlag für neuen Zahlplan, Teilzahlungen) mehrmals bestätigt, dass er die Vereinbarung als gültig ansehe. Mit der nachträglichen Berufung auf Nichtigkeit verhalte er sich widersprüchlich.