Citation: 4A_59/2017 E. 2.5

2.5. Soweit die Vorinstanz annimmt, die übernommene Schuld sei akzessorisch, ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden. Die Beschwerdegegnerin hat sich nur insoweit zur Zahlung verpflichtet, als aus dem Unterleasingvertrag eine fällige Forderung gegenüber der Beklagten 1 besteht, die diese nicht beglichen hat. Es werden nur Forderungen gesichert, die tatsächlich bestehen. Ein Garantievertrag im Sinne von Art. 111 OR kann in der getroffenen Vereinbarung nach Treu und Glauben nicht gesehen werden. Auch eine klassische kumulative Schuldübernahme ist nicht gegeben. Die Beschwerdegegnerin hat sich nicht verpflichtet, direkt und persönlich Schuldnerin der C.________ zu werden (vgl. BGE 111 II 276 E. 2a S. 278 f.). Sie soll nicht selbständig und unabhängig von der Weiterexistenz der Verpflichtung ihrer Mitschuldnerin haften (vgl. E. 2.4.3 hiervor; SILVIO GIOVANOLI, in: Berner Kommentar, 2. Aufl. 1978, N. 17 zu Art. 492 OR; PASCAL MÜLLER, Der Schutz des Bürgen im schweizerischen Privatrecht, 2010, S. 35). Die übernommene Haftung ist vielmehr subsidiär und akzessorisch, was an sich auf eine Bürgschaft hinzudeuten scheint (MÜLLER, a.a.O. S. 35 und Fn. 213 mit Hinweisen).