Citation: 1C_50/2017 E. 2

Der Beschwerdeführer anerkennt den im Strafverfahren ermittelten Sachverhalt, wonach er vor einer Baustelle und einer unübersichtlichen Rechtskurve zwei vor dem roten Lichtsignal stillstehende Personenwagen überholt und anschliessend das Lichtsignal bei Rot passiert hat. Er macht indessen geltend, das angefochtene Urteil sei bundesrechtswidrig, weil die Vorinstanz sich einzig auf den im Strafverfahren ermittelten Sachverhalt abgestützt habe. Wie der Beschwerde entnommen werden kann, hätte die Vorinstanz nach Ansicht des Beschwerdeführers in tatsächlicher Hinsicht zusätzlich berücksichtigen müssen, dass im fraglichen Bereich eine signalisierte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h bestanden habe, die Lichtsignalanlage auf die langsamsten Verkehrsteilnehmer (Fahrräder) bzw. eine Geschwindigkeit von 10 km/h eingestellt gewesen sei, kurz vor dem Beschwerdeführer noch andere Fahrzeuge das Lichtsignal passiert hätten, der Beschwerdeführer vor dem Überholmanöver noch ein Stück weit in die Kurve habe Einblick nehmen können und gute Strassen- sowie Wetterverhältnisse geherrscht hätten. Nach Art. 105 BGG legt das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Abs. 1). Es kann diese Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Abs. 2). Von der beschwerdeführenden Person kann die Feststellung des Sachverhalts wiederum nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willkürlich (Art. 9 BV) ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Eine entsprechende Rüge ist substanziiert vorzubringen (Art. 42 Abs. 2 BGG i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, sind die erwähnten, erst im Verwaltungsverfahren erhobenen tatsächlichen Einwendungen des Beschwerdeführers für die zu beurteilenden Rechtsfragen nicht wesentlich bzw. vermag der Beschwerdeführer nicht darzutun, inwiefern die Vorinstanz den entscheidwesentlichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt haben sollte. Damit erübrigt sich die Beantwortung der Frage, ob der Beschwerdeführer - wovon die Vorinstanz ausging - nach Treu und Glauben verpflichtet gewesen wäre, die Feststellung des Sachverhalts betreffende Rügen schon im Rahmen des (summarischen) Strafverfahrens vorzubringen sowie allenfalls schon im Strafverfahren die nötigen Rechtsmittel zu ergreifen (vgl. dazu BGE 123 II 97 E. 3c/aa S. 103; Urteil 1C_503/2016 vom 12. Januar 2017 E. 3.1 mit Hinweisen). Unbehelflich ist unter diesen Umständen sodann der Einwand des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie ihm - ohne dass er sich hierzu vorgängig habe äussern können - entgegengehalten habe, er habe aufgrund eines Ausweisentzugs im Jahr 2014 wissen müssen, dass er die Feststellung des Sachverhalts betreffende Rügen schon im Rahmen des Strafverfahrens vorzubringen hatte. Immerhin ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer mit Schreiben des Strassenverkehrsamts vom 29. Juli 2015 ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass die Beurteilung des Falls durch die Strafbehörde auf das Administrativverfahren einen wesentlichen Einfluss habe.