Citation: 5P.224/2006 27.11.2006 E. 4

4.1 Bei der Bestimmung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdegegners hat die kantonale Appellationsinstanz unter Berufung auf das im Eheschutzverfahren zwischen den Eltern des Beschwerdeführers am 2. Dezember 2002 vom Obergericht (5. Zivilkammer) des Kantons Aargau gefällte Urteil festgehalten, das Einkommen habe sich in den Monaten Juni 2001 bis Dezember 2001 auf Fr. 12'698.90 und in den Monaten Januar 2002 bis Dezember 2003 auf Fr. 10'136.55 belaufen. Ausserdem stellte sie fest, die vom Beschwerdegegner bezogenen Ausbildungszulagen seien als in den Unterhaltszahlungen, zu denen er verpflichtet worden sei, inbegriffen zu betrachten, da solche Zulagen in dem zu deckenden Bedarf des Kindes vorweg zu berücksichtigen seien und vorliegend auch im Einkommen des Beschwerdegegners enthalten gewesen seien. 4.2 Der Beschwerdeführer macht zu Recht geltend, dass diese letzte Feststellung unzutreffend ist: Nach den Angaben in dem vom Obergericht beigezogenen Eheschutzentscheid verstanden sich die genannten Einkommensbeträge ausdrücklich ohne Kinder- bzw. Ausbildungszulagen. Dass die Höhe der für die fragliche Zeitspanne zugesprochenen Unterhaltsbeiträge schlechterdings unhaltbar wäre, ist damit indessen nicht dargetan. Dem Sachrichter steht bei der Bemessung des Mündigenunterhalts ein gewisses Ermessen zu. Die in Frage stehenden Zulagen machen etwas mehr als ein Prozent des jeweiligen Monatseinkommens aus. Unter diesen Umständen kann nicht gesagt werden, die zugesprochenen Unterhaltsbeiträge seien im Ergebnis vollkommen unhaltbar.