Citation: 2C_1055/2020 E. D

D.a. Mit Rekurs vom 28. September 2019 gelangte die Steuerpflichtige an das Verwaltungsgericht des Kantons Zug. Sie beantragte, es sei festzustellen, dass der Kanton Zug in der Steuerperiode 2016 "die allein zuständige Veranlagungsbehörde sei" (Art. 22 Abs. 1 StHG und Art. 105 Abs. 2 DBG; Antrag 1). Die "Begründung der Veranlagung" zum Einspracheentscheid sei an den Einspracheentscheid anzupassen ( Antrag 2). Es sei die vollständige Akteneinsicht zu gewähren, und der "vollständige Kommunikationsinhalt zwischen der Veranlagungsbehörde und der Abteilung ASU zur Akteneinsicht offenzulegen" ( Antrag 3). Im Rahmen des Schriftenwechsels beantragte die Steuerpflichtige ergänzend, die Beilagen 1 bis 11 zur Vernehmlassung der Veranlagungsbehörde vom 14. Januar 2020 seien ihr offenzulegen, und es sei ihr eine Frist zur Stellungnahme anzusetzen ( Antrag 4). Ferner sei das Verfahren zu sistieren, bis ein rechtskräftiger Entscheid über die am Bundesstrafgericht hängige Beschwerde von C.________, Mitglied des Verwaltungsrates der Steuerpflichtigen, auf Herausgabe der beschlagnahmten Akten durch die Abteilung ASU und die "Unverwertbarkeitserklärung der ASU-Handlungen" vorliege ( Antrag 5). D.b. Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug wies den Rekurs mit Entscheid A 2019 21 vom 3. November 2020 zu den Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Zug und der direkten Bundessteuer ab, soweit darauf einzutreten war. In der Frage des Akteneinsichtsrechts ( Anträge 3 und 4) erwog das Verwaltungsgericht, der Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2019 stelle in keiner Weise mehr auf den Bericht der Abteilung ASU vom 15. Dezember 2017 an das Steueramt des Kantons Zürich (Beilage 11 der Veranlagungsbehörde) ab, da die Veranlagungsbehörde dem im Bericht geäusserten Korrekturersuchen der Abteilung ASU betreffend die Position "Leasingaufwand" nicht mehr nachgekommen sei. Zudem seien die Beilagen 1 bis 11 mit Schreiben vom 10. März 2020 der Steuerpflichtigen zugänglich gemacht worden, womit die Akteneinsicht gewährleistet sei. Der Anspruch auf rechtliches Gehör sei mithin gewahrt bzw. geheilt (angefochtener Entscheid, E. 2.1). Was die beantragte Sistierung ( Antrag 5) angehe, so begründe die Steuerpflichtige dies mit einem vor Bundesstrafgericht hängigen Verfahren. Vorliegend gehe es aber um die Veranlagung der Steuerpflichtigen. Der sachliche Zusammenhang fehle damit, zumal die Steuerpflichtige im Schriftenwechsel erklärt habe, dass die Abteilung ASU bis dahin kein Strafverfahren gegen sie eröffnet habe (angefochtener Entscheid, E. 2.2). D.c. Zum Antrag 1erwog das Verwaltungsgericht, die direkte Bundessteuer für die Steuerperiode 2016 sei ausschliesslich durch den Kanton Zug - und damit in Einklang mit Art. 105 Abs. 2 DBG - erhoben worden (angefochtener Entscheid, E. 4.1). Hinsichtlich der Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Zug sei die Veranlagungsbehörde in formeller und materieller Hinsicht einwandfrei vorgegangen. Sowohl die Steuerausscheidung des Kantons Zürich mit einer Quote von 263/360 am dort veranlagten steuerbaren Reingewinn und Kapital der Steuerperiode 2016 (Beilage 3 der Veranlagungsbehörde) als auch jene des Kantons Zug mit einer Quote von 97/360 am hier veranlagten steuerbaren Kapital der Periode 2016 (Beilage 9 der Veranlagungsbehörde) trügen der Sitzverlegung per 24. September 2016 Rechnung. In Bezug auf den steuerbaren Reingewinn wichen die Veranlagungsverfügungen der beiden Kantone zwar voneinander ab, was aber auf keine fehlerhafte Ausscheidung zurückzuführen sei. Vielmehr beruhten die Abweichungen darauf, dass der Kanton Zug die gegen seine Veranlagungsverfügung erhobene Einsprache gutgeheissen habe, während der Kanton Zürich auf die Einsprache gegen die dortige Veranlagungsverfügung rechtskräftig nicht eingetreten sei, da die Steuerpflichtige die Einsprachefrist versäumt habe (Beilage 5 der Steuerpflichtigen). Das steuerbare Kapital von Fr. 1'000'000.-- sei pro rata temporis zugewiesen worden (Kanton Zürich: Fr. 730'000.--, Kanton Zug: Fr. 270'000.--). Mithin liege weder eine aktuelle oder virtuelle Doppelbesteuerung (Art. 127 Abs. 3 BV) noch eine Verletzung von Art. 22 Abs. 1 bzw. Art. 39 Abs. 2 StHG vor (angefochtener Entscheid, E. 4.2). D.d. Was schliesslich den Antrag 2(die "Begründung der Veranlagung" zum Einspracheentscheid sei an den Einspracheentscheid anzupassen) betreffe, so habe die Steuerpflichtige diesen damit begründet, dass von der Aufrechnung von Fr. 96'000.-- abzusehen sei. Die Aufrechnung stehe nach Auffassung der Steuerpflichtigen "im krassen Widerspruch zur 'vollumfänglichen' Gutheissung der Einsprache, welche auch die Gutheissung des Rechtsbegehrens 2 miterfasse". Indessen sei zu berücksichtigen, so das Verwaltungsgericht, dass sich aufgrund des Einspracheentscheids ein steuerbarer Reingewinn von Fr. 0.-- ergeben habe. Praxisgemäss fehle damit ein Rechtsschutzinteresse, welches die Steuerpflichtige anrufen könnte. Auf den Antrag sei folglich mangels Beschwer nicht einzutreten (angefochtener Entscheid, E. 5).