Citation: 6B_460/2020 E. 9.4

9.4. Das angefochtene Urteil verletzt auch in diesem Punkt kein Bundesrecht. Einziehung und Ersatzforderung sind zwingend anzuordnen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 139 IV 209 E. 5.3; Urteil 6B_910/2019 vom 15. Juni 2020 E. 6.1; je mit Hinweisen). Dies ist hier der Fall. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer auch deshalb zu Recht eine Ersatzforderung auferlegt, weil die deliktisch erlangten Vermögenswerte in sein Eigentum übergegangen sind und nicht mehr von den legalen Vermögenswerten abgetrennt werden konnten, so dass eine Einziehung nicht mehr möglich war. Schliesslich geht, was der Beschwerdeführer gegen die Feststellung der Einbringlichkeit der Ersatzforderung bzw. seiner Leistungsfähigkeit vorbringt, nicht über eine appellatorische Kritik hinaus, auf die nicht einzutreten ist. Abgesehen davon steht der Umstand, dass die Einbringlichkeit der Ersatzforderung nicht gesichert ist, deren Anordnung nicht entgegen, zumal das Gesetz das Gericht nicht verpflichtet, bei Uneinbringlichkeit von einer Ersatzforderung abzusehen. Im Übrigen dient der Verzicht unter diesem Titel nicht dem Betroffenen, sondern soll lediglich den Behörden ersparen, Massnahmen in die Wege zu leiten, die von vornherein wenig Erfolg versprechen und nur Kosten verursachen (Urteil 6B_988/2017 vom 26. Februar 2018 E. 3.4 mit Hinweisen; vgl. auch MARCEL SCHOLL, Kommentar Kriminelles Vermögen - Kriminelle Organisation, 2018, § 5 N 56 ff.). Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.