Citation: 9C_915/2013 E. 6.3

6.3. Keine verlässliche Entscheidgrundlage bietet nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz auch das von den Beschwerdeführerinnen veranlasste Gutachten des Dr. med. S.________. Nicht nur stützen sich dessen Ausführungen hauptsächlich auf erst nach der am 11. Mai 2011 erfolgten Ablehnung des Leistungsgesuchs durch die Beschwerdegegnerin datierenden Angaben der Witwe und der ältesten Tochter vom 13. September 2011, welche nach zutreffenden Erwägungen des kantonalen Gerichts als massgebende Grundlage für ein beweistaugliches Gutachten nicht ausreichen. Darüber hinaus ist dem Gutachten der gesundheitliche Verlauf nicht hinreichend deutlich zu entnehmen. So hielt Dr. med. S.________ fest, die Exploration der Witwe sowie der ältesten Tochter habe ergeben, dass der Verstorbene nach der Kündigung nur noch zu Hause gewesen sei. Für die Familie habe er "jedoch immer alles gemacht". Dann sei er plötzlich perspektivlos, freudlos und völlig adhedon geworden. Ob der völlige Rückzug bereits nach der Freistellung einsetzte (wie die Beschwerdeführerinnen vorbringen) und bis Ende November 2010 andauerte, oder ob zumindest in einer ersten Phase der Wegfall der beruflichen Belastung zu einer Zustandsverbesserung führte, bleibt unklar. Hausarzt Dr. med. H.________ konnte mangels echtzeitlicher Aufzeichnungen über den Verlauf ab April 2008 ebenfalls nur spekulieren. Es ist denkbar, dass der von Dr. med. H.________ erhobene Befund (drohendes Burnout und dringender Verdacht auf eine depressive Entwicklung; Schreiben vom 10. Dezember 2010) zu einer ununterbrochenen gesundheitlich bedingten Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % geführt hatte. Indes lässt sich aus den (Verdachts-) Diagnosen nicht ohne weiteres auf einen solchen Verlauf schliessen. Nicht entscheidend ist, ob und allenfalls inwieweit der Verstorbene im Mai und Juni 2008 arbeitsfähig gewesen war, weil selbst eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in jenem Zeitraum keine Schlüsse auf den weiteren gesundheitlichen Verlauf zuliesse und eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu begründen vermöchte.