Citation: 8C_98/2023 E. 5.2.7

5.2.7. Steht fest, dass das Valideneinkommen anhand des IK-Auszugs zu bestimmen ist, bleibt die Frage zu beantworten, welche Zeitspanne für die Berechnung eines Durchschnittseinkommens zu berücksichtigen ist. Die Suva weist in ihrer Vernehmlassung zu Recht darauf hin, dass das Einkommen des Beschwerdeführers seit 2008 kontinuierlich sank und in den letzten drei Jahren vor dem Unfall noch konstant Fr. 65'000.- betrug. Mit Blick auf diese Entwicklung erscheint es jedenfalls nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2016 ohne die Unfallfolgen ein Einkommen von mehr als Fr. 140'000.- erzielt hätte. Massgebend ist denn auch nicht was der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Rentenbeginns ohne Unfall bestenfalls hätte erzielen können, sondern was er mit überwiegender Wahrscheinlichkeit verdient hätte (vgl. E. 5.2.3 hiervor). Gegen den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Lohnanstieg nach 2013 sprechen im Übrigen auch sein Alter und die gesundheitlichen (krankheitsbedingten) Beschwerden, insbesondere die ausgeprägte Sehschwäche rechts sowie die zusätzlich eingeschränkte Sehfähigkeit links (vgl. Bericht des RAD-Arztes Dr. med. G.________ vom 16. Januar 2018). Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, lediglich die letzten fünf Jahre vor dem Unfall in die Durchschnittsberechnung einzubeziehen (2009 bis 2013). Dabei sind die einzelnen Einkommen der Jahre 2009 bis 2013 jeweils an die Nominallohnentwicklung (T1.93 Nominallonindex 1993-2022, Baugewerbe) bis ins Jahr 2016 (Rentenbeginn) anzupassen. 2009: Fr. 144'000.- 2016: Fr. 152'194.- 2010: Fr. 0.- 2016: Fr. 0.- 2011: Fr. 65'000.- 2016: Fr. 66'206.- 2012: Fr. 65'000.- 2016: Fr. 65'729.- 2013: Fr. 65'000.- 2016: Fr. 65'414.- Daraus resultiert angepasst an die Lohnentwicklung bis in das Jahr 2016 ein Durchschnittseinkommen von Fr. 69'909.-. Dieser Bertrag ist als Valideneinkommen festzusetzen.