Citation: 2C_766/2019 E. 6.4.2

6.4.2. Der Beschwerdeführer weist darauf hin, dass der Deliktszeitpunkt der Vergewaltigung und des Raubs mehr als 14 bzw. 12 Jahre zurücklägen und sein Auszug aus dem Schweizerischen Strafregister keine Einträge (mehr) enthalte. Es trifft zwar zu, dass das Verfahren seit den auslösenden Taten lange andauert; gleichwohl ist zu beachten, dass der Beschwerdeführer seither zudem wegen Geldwäscherei mit Busse und Geldstrafe belegt wurde. Überdies musste der Beschwerdeführer bereits Ende Dezember 2010 damit rechnen, dass allenfalls eine Aufhebung seines Aufenthaltsstatus droht, da ihm zu diesem Zeitpunkt das rechtliche Gehör zum Widerruf seines Asyls gewährt und ihm dieses im April 2011 entzogen wurde. Spätestens als ihm am 17. September 2015, nach Eintreffen des SEM-Berichts, das rechtliche Gehör zum Widerruf seiner Niederlasssungsbewilligung gewährt wurde, musste ihm klar sein, dass sich sein Aufenthaltstitel in Schwebe befindet. Was sein Vorbringen im Zusammenhang mit dem Strafregister betrifft, ist zwar seinem Privatauszug kein Eintrag mehr zu entnehmen, indessen sind sowohl das Urteil des Obergerichts vom 16. März 2010 als auch der Strafbefehl vom 22. Januar 2015 gegen den Beschwerdeführer noch im Strafregister verzeichnet (vgl. vorstehende E. 5.1).