Citation: 5A_740/2014 E. 5.3

5.3. Die Kläger wenden sodann ein, das Vorbringen der Beklagten, zugunsten des Grundstücks Nr. xxx hätten gemäss Grundbuchauszug bereits 1920 siebzehn Wegrechte über den A.________weg bestanden, sei nicht nur unzutreffend, sondern neu und unzulässig im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG (S. 12 und S. 25 der Beschwerdeantwort). Der Einwand ist haltlos. In ihrer Klageantwort vom 9. März 2011 (S. I/83 ff., insbesondere Ziff. 9 und 15) hat sich die Beklagte darauf berufen, dass der A.________weg schon 1920 im heutigen Umfang bestanden habe und benutzt werden konnte. Das Obergericht selber hat zudem festgestellt, dass das Grundstück Nr. xxx über die entsprechenden Wegrechte für den A.________weg bis zur öffentlichen Strasse verfügt (E. V/15.3 S. 16 des angefochtenen Entscheids mit Hinweis auf den Beschwerdeentscheid der Baudirektion des Kantons Bern vom 30. Dezember 1987 in den Baubewilligungsakten 111/86). Ob es sich nun um siebzehn Wegrechte oder um ein Wegrecht über den A.________weg handelt, ändert nichts an der Zulässigkeit des Vorbringens (vgl. BGE 135 II 384 E. 2.1 S. 388).