Citation: 9C_635/2016 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des Art. 17 Abs. 1 ATSG durch das kantonale Gericht. Das ABI-Gutachten beantworte die allein entscheidende Frage nicht, ob sich der Gesundheitszustand seit der ursprünglichen Rentenzusprache im Jahr 2004 wesentlich verändert habe. Es beinhalte dieselben Diagnosen wie das frühere Gutachten des Spitals C.________ und beschränke sich auf eine andere Beurteilung des gleichgebliebenen Krankheitsbildes, was für eine Rentenrevision nicht genüge. Zudem hätten IV-Stelle und kantonales Gericht den Untersuchungsgrundsatz verletzt, da eine neuropsychologische Untersuchung unterlassen worden sei. Eine solche hätte sich indes aufgedrängt, weil bereits die ursprünglichen Gutachter 2003 Einschränkungen der Konzentrationsfähigkeit und eine leichte Verminderung der Gedächtnisleistungen festgestellt hätten. Abgesehen davon fehlten rheumatologische und kardiologische Untersuchungsergebnisse. Es liege eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung und eine Rechtsverletzung in doppelter Hinsicht vor: Einerseits, weil die Grundsätze der neuen Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 nicht beachtet worden seien, und andererseits, weil die Vorinstanz ohne Gewährung des rechtlichen Gehörs eine Rentenaufhebung auch gestützt auf Art. 53 Abs. 2 ATSG bejaht habe. Schliesslich seien sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen nicht bundesrechtskonform festgelegt worden.