Citation: 5A_994/2023 E. 6.7.2

6.7.2. Dem Beschwerdeführer ist darin zuzustimmen, dass Aktionärsdarlehen nicht zwingend simuliert sind, nur weil der statutarische Geschäftszweck der darlehensgebenden Gesellschaft nicht die Gewährung von Darlehen umfasst. Für das Vorliegen einer Simulation spricht jedoch, wenn - wie hier - die zugeflossenen Mittel zu einem grossen Teil für die Bestreitung des privaten Lebensunterhalts verwendet werden (vgl. BGE 138 II 57 E. 5.1.2). Sodann werden die Darlehenszinsen nicht bezahlt, sondern jährlich der Darlehenssumme zugeschlagen. Auch hierin liegt ein Indiz für ein simuliertes Geschäft (vgl. BGE 138 II 57 E. 3.2; Urteil 2C_400/2020, 2C_405/2020 vom 22. April 2021 E. 6.3, in: StE 2021 B 72.14.2 S. 55). Selbst wenn zutreffen sollte, dass das vom Beschwerdeführer erzielte Einkommen sowie Mieteinnahmen und Verkaufserlöse mit dem Darlehen verrechnet werden, fällt dies sodann nicht entscheidend ins Gewicht: Der Beschwerdeführer anerkennt insgesamt ein Einkommen von Fr. 334'000.-- im Jahr. Dem stehen Schulden von rund Fr. 13 Millionen im Jahr 2017 gegenüber. Welche weiteren Miet- und Verkaufserlöse der Beschwerdeführer ansonsten erzielt, bleibt aufgrund der Beschwerde unklar. Soweit der Beschwerdeführer sodann auf angebliche Mittel aus einer Erbschaft verweist, ist dies im vorliegenden Verfahren unbeachtlich (Art. 99 Abs. 1 BGG). Ohnehin finden sich in der Beschwerde auch hierzu keine näheren Angaben. Im Übrigen führt der Beschwerdeführer vor Bundesgericht selbst ausdrücklich aus, dass er neben den Mitteln aus dem Darlehen über kein Vermögen verfügt bzw. einen negativen Vermögensstand aufweist. Diese fehlende Bonität spricht aber dafür, dass das Darlehen bloss simuliert ist (vgl. BGE 138 II 57 E. 3.2; Urteil 2C_400/2020, 2C_405/2020 vom 22. April 2021 E. 6.3, in: StE 2021 B 72.14.2 S. 55). Unter diesen Umständen hilft es dem Beschwerdeführer nicht weiter, dass die E.________ AG das Darlehen jeweils konsolidiert, zumal diese ebenfalls von ihm beherrscht wird (vgl. vorne E. 4; zu dem in diesen Situationen ausserdem massgebenden Drittvergleich vgl. BGE 138 II 57 E. 2.3; HASLEBACHER, Das Arm's Length Principle im schweizerischen Recht, 2023, Rz. 364 f. S. 186 ff. und Rz. 457 ff. S. 236 ff.). Nach dem Ausgeführten ist es nicht willkürlich, vom Vorliegen hinreichender Indizien dafür auszugehen, dass das Einkommen des Beschwerdeführers nicht auf Grundlage der Geschäftsabschlüsse ermittelt werden kann und auf die Privatbezüge abzustellen ist (vgl. vorne E. 6.1.1). Nicht ersichtlich und vom Beschwerdeführer auch nicht näher dargetan ist sodann, weshalb die in der im Jahre 2009 abgeschlossenen Kreditvereinbarung enthaltene Vergütungsbeschränkung (vgl. vorne E. 5.4) etwas an dem Ausgeführten ändern sollte. Unbegründet bleibt weiter der vom Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang ausserdem erhobene Vorwurf der Gehörsverletzung (vorne E. 2).