Citation: 1C_28/2007 22.04.2008 E. 4

4.1 Gemäss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Nach der ständigen Praxis des Bundesgerichts liegt Willkür in der Rechtsanwendung vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begründung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist; dass eine andere Lösung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, genügt nicht (BGE 132 I 13 E. 5.1 S. 17 f.; 131 I 467 E. 3.1 S. 473 f., je mit Hinweisen). 4.2 § 41 PBG/SZ erlaubt dem Gemeinderat die Enteignung von Rechten zum Zwecke der Mitbenützung bestehender Erschliessungsanlagen gegen volle Entschädigung. Dies betrifft nach der Gesetzessystematik die Feinerschliessung von Baugrundstücken. Die Erschliessungshilfe muss nach dem Wortlaut von § 41 Abs. 1 PBG/SZ "zumutbar und für eine landsparende oder zweckmässige technische Lösung notwendig" sein. § 41 PBG/SZ ist eine Kann-Vorschrift, die den Gemeinderat zur Erschliessungshilfe bloss ermächtigt, nicht aber verpflichtet. Die Gesetzessystematik, d.h. die Einordnung der Vorschrift bei der Feinerschliessung von Baugrundstücken, spricht für die Ansicht des Verwaltungsgerichts, wonach ein bereits erschlossenes und seit Jahren bebautes Grundstück - im Gegensatz zu einem Baugrundstück - keine Erschliessungshilfe beanspruchen könne. Die Liegenschaft des Beschwerdeführers besteht seit rund 50 Jahren und ist über den Hergishaltenweg von Osten her zugänglich. Es ist nicht willkürlich, wenn die Gemeinde das Enteignungsgesuch ablehnt, weil sie das Grundstück als erschlossen und die Gewährung einer zusätzlichen Erschliessung von Westen (Rainstrasse) her nicht notwendig erachtet. Allfällige Probleme mit der bestehenden Erschliessung müssen nicht zwingend über eine zusätzliche Erschliessung gelöst werden. Die zurückhaltende Handhabung der Erschliessungshilfe, die für andere Fälle vorgesehen ist und stets mit einem Eingriff ins Eigentum des Enteigneten verbunden ist, ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Die Rüge der willkürlichen Anwendung des kantonalen Rechts ist unbegründet. 4.3 Ist aber die Ansicht haltbar, die Erschliessungshilfe betreffe nur Baugrundstücke, wogegen das Grundstück des Beschwerdeführers seit langem erschlossen sei, musste das Verwaltungsgericht keine weiteren Sachabklärungen vornehmen. Das Verfahren der Erschliessungshilfe gemäss § 41 PBG/SZ findet nach der haltbaren Ansicht des Verwaltungsgerichts im vorliegenden Fall keine Anwendung. Infolgedessen verletzt es kein Verfassungsrecht, wenn das Verwaltungsgericht schliesst, dass sich weitere Sachabklärungen erübrigen. Die Rügen der willkürlichen Sachverhaltsfeststellung und der Verletzung des rechtlichen Gehörs sind unbegründet. Aus den gleichen Gründen ist der Antrag auf Durchführung eines Augenscheins durch das Bundesgericht abzuweisen.