Citation: 8C_873/2017 E. 3.2.1

3.2.1. Aus dem Vergleich mit den Ergebnissen des MEDAS-Gutachtens vom 7. Mai 2013, das Grundlage der Rentenaufhebungsverfügung vom 22. Oktober 2013 gebildet und unter anderem eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine depressive Störung verneint hatte, und der damaligen Einschätzung der Dr. med. B.________ vom 15. September 2013, leitet die Vorinstanz eine fehlende wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes ab. Dies kann nicht als offensichtlich unrichtig (willkürlich) oder sonstwie rechtsverletzend qualifiziert werden. Denn es zeigt sich bei der Gegenüberstellung mit den aktuellen Akten, dass keine neuen Leiden dazu gekommen sind und eine Zunahme von Ausmass und Schwere der Beschwerden aus objektiver Sicht zu verneinen ist. Soweit die behandelnde Psychiaterin nun neben der posttraumatischen Belastungsstörung neu (wohl eher als Ablösung der Diagnose der posttraumatischen Belastungsstörung, da die gleichzeitige Befundung dieser beiden Störungen nach ICD-10 ausgeschlossen ist) von einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung und anstelle einer rezidivierenden mittelgradigen depressiven Störung jetzt von einer rezidivierenden mittelgradigen bis schweren depressiven Störung ausgeht, erübrigen sich Weiterungen. Denn - wie schon das kantonale Gericht vermerkt - nicht die Diagnosen an sich, sondern die Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit sind massgebend. In dieser Hinsicht bleibt die Einschätzung der behandelnden Psychiaterin seit 2013 gleich. Auch in ihren Berichten vom 11. Februar und 26. Oktober 2016 gibt sie unverändert eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit sowohl im bisherigen Beruf als Restaurator und Lackierer als auch in einer angepassten Tätigkeit an. Entgegen der Behauptung des Versicherten ging sie bereits im Bericht vom 15. September 2013 davon aus, dass sich sein Leiden auf alle Lebensbereiche auswirke, dass er depressiv, verzweifelt und suizidgefährdet sei; er könne sich nicht konzentrieren, ermüde rasch und pflege mit niemandem ausser den Ärzten und seiner Familie Kontakt. Ausserdem äusserte sie ebenfalls schon im Bericht aus dem Jahr 2013 die Vermutung einer Urgeinkontinenz. Nun behauptet sie in ihren Stellungnahmen aus dem Jahr 2016 zwar eine Verschlechterung der psychischen Symptomatik. Eine solche lässt sich aber in Gegenüberstellung ihrer Funktionalitätsbeschreibungen aus den Jahren 2013 und 2016 nicht ausmachen.