Citation: 4A_71/2008 05.05.2008 E. A

Die X.________ AG (Beschwerdeführerin) forderte von A.B.________ (Beschwerdegegner) mit Klage vom 6. Dezember 2006 beim Handelsgericht des Kantons St. Gallen die Rückzahlung eines von ihr doppelt bezahlten Betrages von insgesamt Fr. 77'449.95 bzw. Schadenersatz in entsprechender Höhe. Sie legte ihrer Klage, soweit hier von Bedeutung, folgende Sachverhaltsdarstellung zugrunde: Die Beschwerdeführerin habe mit dem Beschwerdegegner am 12./17. Mai 2004 einen Werkvertrag über die Sanierung der Wohnüberbauung C.________ abgeschlossen. Der Beschwerdegegner habe sich darin als Unternehmer verpflichtet, verschiedene Arbeiten zu einem Pauschalpreis von Fr. 238'631.15 auszuführen, zum Teil unter Beizug von Unterakkordanten. Im Vertrag sei vereinbart worden, dass die Abrechnungen mit den Unterakkordanten ausschliesslich mit der Bauleitung, d.h. über den Beschwerdegegner zu erfolgen hätten. Zudem habe sich der Beschwerdegegner verpflichtet, für sämtliche Forderungen der Unterakkordanten aufzukommen. Der Beschwerdegegner habe für seine Leistungen mit Rechnungen vom 31. März 2004 und vom 6. Juni 2004 Fr. 238'631.-- sowie mit zwei weiteren Rechnungen vom 24. Juli 2004 für Zusatzarbeiten Fr. 57'798.75 gefordert. Diese Rechnungen seien von der Beschwerdeführerin beglichen worden. Obwohl sich der Beschwerdegegner vertraglich verpflichtet habe, für sämtliche Forderungen der Unterakkordanten aufzukommen, habe die Y.B.________ AG der Beschwerdeführerin für Leistungen als Unterakkordantin im Auftrag des Beschwerdegegners über einen Gesamtbetrag von Fr. 73'990.70 direkt Rechnung gestellt: nämlich die Rechnung Nr. 1298 vom 26. Februar 2004 im Betrag von Fr. 30'364.70, die Rechnung Nr. 1455 vom 26. Februar 2004 (recte: 23. Juli 2004) im Betrag von Fr. 36'137.05 und die Rechnung Nr. 1490 vom 9. Juli 2004 im Betrag von Fr. 7'488.95. Die Beschwerdeführerin habe sämtliche Rechnungen der Y.B.________ AG bezahlt, wobei mit Bezug auf die Rechnung Nr. 1490 eine Bestätigung der Y.B.________ AG vorliege, dass der Beschwerdegegner ihr den entsprechenden Betrag von Fr. 7'488.95 ebenfalls bezahlt habe, worauf sie ihm diesen Betrag umgehend rückerstattet habe. Weiter machte die Beschwerdeführerin geltend, alle ihr von der Y.B.________ AG in Rechnung gestellten Arbeiten seien bereits in den Rechnungen enthalten, die der Beschwerdegegner ihr gestellt habe. Aufgrund der Tatsache, dass ihr die Unterakkordantin deren Arbeiten direkt in Rechnung gestellt habe, sei davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner seiner vertraglichen Verpflichtung, für die Forderungen der Subunternehmer aufzukommen, nicht nachgekommen sei und dass er seinerseits der Subunternehmerin Y.B.________ AG dieses Vorgehen nahegelegt habe, um nicht selber für deren Forderungen aufkommen zu müssen bzw. um eine Doppelzahlung zu bewirken.