Citation: 1C_17/2017 E. 5.2.1

5.2.1. Der Regierungsrat kommt dagegen zum Schluss, auch hinsichtlich des Standorts des Schulraumprovisoriums bestehe keine bzw. jedenfalls keine verhältnismässig grosse Handlungsfreiheit. Er begründet dies in seiner Beschwerdeantwort vom 27. Februar 2017 einerseits damit, dass kein alternativer Standort zur Verfügung stehe, jedenfalls keiner, an dem der Schulbetrieb bereits ab dem Schuljahr 2018/2019 aufgenommen werden könne. Der Kanton Zürich verfüge über keine geeigneten Grundstücke, auf welchen sich kurzfristig ein Provisorium errichten lasse und die Errichtung eines Provisoriums auf einem nicht im Eigentum des Kantons stehenden Grundstück auf das Schuljahr 2018/2019 hin sei ausgeschlossen. Die bestehenden Mittelschulen in Zürich, Wetzikon oder Küsnacht fielen als mögliche Standorte für ein Schulraumprovisorium wegen fehlender Landreserven, mangels geeigneter Verkehrsverbindungen bzw. aus Gründen des Denkmalschutzes ebenfalls ausser Betracht. An einem Ort, wo noch keine Mittelschule bestehe und auch keine geplant sei, erscheine es sodann unmöglich, das Einverständnis der Gemeinde für die Errichtung eines Provisoriums zu erhalten. Andererseits argumentiert der Regierungsrat damit, dass die Errichtung eines Provisoriums in Uetikon am See eine notwendige Voraussetzung dafür darstelle, dass der Schulbetrieb in der neuen Mittelschule in derselben Gemeinde dereinst mit 1'000 bis 1'500 Mittelschülerinnen und Mittelschülern aufgenommen werden könne. Die Errichtung des Provisoriums in Uetikon am See ermögliche es, einen Teil des Personals für die Schulkommission, die Schulleitung und den Unterricht frühzeitig standortgebunden zu rekrutieren bzw. das Personal über die Jahre hinweg laufend aufzustocken. Ausserdem ermögliche ein Provisorium an diesem Standort, im Schuljahr 2018/2019 mit relativ geringen Schülerzahlen zu starten und die Schülerzahlen im Laufe der Jahre zu erhöhen, womit sichergestellt werde, dass die neue Mittelschule trotz freier Schulwahl der Mittelschülerinnen und Mittelschüler dereinst mit hoher Auslastung den Betrieb aufnehmen könne.