Citation: 9C_166/2013 E. 4.1.1

4.1.1. Die Versicherte macht geltend, indem sich das Kantonsgericht auf die Aussagen des bidisziplinären Gutachtens vom 10. Mai 2011 abstützte, welches nicht formgerecht zustande gekommen sei - die schriftliche psychiatrische Expertise habe dem Verfasser im Zeitpunkt der Ausfertigung noch nicht vorgelegen -, habe es eine Rechtsverletzung begangen. Das im bidisziplinären Gutachten erwähnte Telefongespräch zwischen Dr. med. W.________ und Dr. med. A.________ am 17. Mai 2011 genüge nicht, um in einer Gesamtwürdigung - unter Berücksichtigung der psychiatrischen Diagnosen - den Grad der Arbeits (un) fähigkeit zu bestimmen. Eine aus psychiatrischer Sicht volle Arbeitsfähigkeit schliesse nicht aus, dass psychische Faktoren im Zusammenhang mit rheumatologischen Diagnosen relevant sein könnten. Solange keine Prüfung des Zusammenspiels zwischen den psychischen und rheumatologischen Faktoren und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit stattgefunden habe, sei das Gutachten nicht schlüssig und der Sachverhalt formell ungenügend erstellt worden.