Citation: 6B_56/2021 E. C

Das Obergericht des Kantons Thurgau hiess die von A.________ erhobene Berufung mit Urteil vom 10. Juni 2020 teilweise gut. Es sprach ihn vom Vorwurf der Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte im Sinne von Art. 179quater Abs. 1 StGB frei. Den Freispruch begründete das Obergericht damit, A.________ habe zwar sowohl den objektiven als auch den subjektiven Tatbestand von Art. 179quater Abs. 1 StGB erfüllt, er sei jedoch einem unvermeidbaren Verbotsirrtum unterlegen. Es sprach A.________ stattdessen der Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte im Sinne von Art. 179quater Abs. 3 StGB schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 110.--.