Citation: 2C_614/2014 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer wurde am 23. November 2011 im abgekürzten Verfahren wegen Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 32 Monaten verurteilt. Er hatte zwischen Oktober 2010 und März 2011 mit qualifizierten Mengen harter Drogen gehandelt. Zum Strafurteil liegt keine Urteilsbegründung vor. Aus den Akten geht jedoch hervor, dass der Beschwerdeführer grössere Mengen Kokain entgegengenommen und dieses in U.________ weiterverkauft hat. Mit seinem Verhalten hat er skrupellos die Gesundheit einer Vielzahl von Menschen gefährdet. Besonders verwerflich ist die Tatsache, dass er aus rein finanziellen Motiven handelte, ohne selbst drogenabhängig oder in einer Notlage zu sein. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz sei zu Unrecht von einem schweren Verschulden ausgegangen. Es bestehe keine Rückfallgefahr. Auch sei unberücksichtigt geblieben, dass er sich seit der Tatbegehung nichts mehr habe zu Schulden kommen lassen. Bei seinen früheren Straftaten handle es sich um Bagatelldelikte, die nicht von einer Geringschätzung der Rechtsordnung zeugten. Diese Vorbringen verfangen nicht. Angesichts des Strafmasses von 32 Monaten Freiheitsstrafe ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von einem schweren Verschulden ausging. Ins Leere geht auch die Kritik des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe sein Wohlverhalten seit der Tatbegehung nicht angemessen berücksichtigt. Praxisgemäss kommt dem Wohlverhalten während der strafrechtlichen Probezeit bzw. unter dem Druck eines hängigen ausländerrechtlichen Verfahrens nur untergeordnete Bedeutung zu, da ein vorbildliches Verhalten in dieser Zeit erwartet wird und keine besondere Leistung darstellt, zumal der Bewegungsspielraum des Beschwerdeführers auch teilweise durch die Untersuchungshaft bzw. den Strafvollzug eingeschränkt war. Mit Bezug auf das Rückfallrisiko verkennt der Beschwerdeführer, dass der Rückfallgefahr bzw. der Wahrscheinlichkeit eines künftigen Wohlverhaltens bei ausländischen Staatsangehörigen, die sich - wie hier - nicht auf das FZA (SR 0.142.112.681) berufen können, keine zentrale Bedeutung zukommt (Urteile 2C_84/2014 vom 8. Januar 2015 E. 4.3.3; 2C_282/2012 vom 31. Juli 2012 E. 2.5 mit Hinweisen). Zudem darf praxisgemäss bei Drittstaatsangehörigen auch generalpräventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden (Urteil 2C_373/2014 vom 20. Mai 2014 E. 2.1.1 mit Hinweis). Schliesslich ist - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz angesichts der früheren Straftaten des Beschwerdeführers von einer gewissen Einsichtslosigkeit und Unbelehrbarkeit ausging. Wohl trifft zu, dass die Widerhandlungen des Beschwerdeführers gegen die Transportgesetzgebung schon einige Zeit zurückliegen und - isoliert betrachtet - nicht als schwerwiegend bezeichnet werden können. Jedoch spricht die Häufung der Widerhandlungen durchaus für eine gewisse Geringschätzung der Rechtsordnung. Zudem handelt es sich - entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers - bei den früheren Straftaten nicht nur um Bussenverfügungen, war doch im Jahr 2005 auch eine Gefängnisstrafe gegen ihn ausgesprochen worden.