Citation: 6B_307/2022 E. 2.2.5

2.2.5. Die Vorinstanz erwartet, dass dem Beschwerdeführer bei einer weiteren Verbüssung der Strafe dereinst eine bessere Legalprognose gestellt werden kann. Denn es sei zu hoffen und könne verlangt werden, dass der Beschwerdeführer die künftige Vollzugszeit nutzen werde, um sich mit seinen Taten auseinanderzusetzen, zumal eine erneute Überprüfung der bedingten Entlassung auf den 8. Dezember 2022 terminiert worden sei. Damit äussert sich die Vorinstanz nur knapp zur Frage, ob das Rückfallrisiko bei einer bedingten Entlassung höher sei als bei Weiterverbüssung der Strafe (sog. Differenzialprognose). Im Rahmen ihrer Gesamtwürdigung durfte sie jedoch bereits aufgrund der bestehenden Rückfallgefahr namentlich für schwerere Sexualdelikte willkürfrei und ohne Verletzung von Bundesrecht auf eine noch ungünstige Prognose schliessen. Dieser Rückfallgefahr kann nach der nicht zu beanstandenden vorinstanzlichen Ansicht auch mit anderen Massnahmen nicht hinreichend begegnet werden. Die Verweigerung der bedingten Entlassung ist daher auch unter Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsprinzips nicht zu beanstanden (Urteil 6B_715/2014 vom 27. Januar 2015 E. 8.7).