Citation: 2C_454/2023 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat in sachverhaltsmässiger Hinsicht festgestellt, dem Ehemann der Beschwerdeführerin sei von den Sozialbehörden nicht explizit davon abgeraten worden, ein Familiennachzugsgesuch für seine Ehefrau zu stellen. Es sei lediglich erstellt, dass er mit einer Sozialarbeiterin über die Möglichkeit eines Nachzugs der Beschwerdeführerin gesprochen habe (vgl. E. 3.4.3 angefochtenes Urteil). Eine diesbezügliche Rüge der willkürlichen, vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung hat die Beschwerdeführerin nicht erhoben, weshalb vom vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt auszugehen ist (Art. 105 Abs. 1 BGG; vgl. E. 2.2 oben). Im Weiteren hat die Vorinstanz erwogen, die fünfjährige Nachzugsfrist für die Beschwerdeführerin gemäss Art. 47 Abs. 3 lit. a AIG habe mit der Wiedereinreise ihres Ehemannes in die Schweiz am 1. April 2012 (vgl. Bst. A oben) zu laufen begonnen und sei im April 2017 unbenutzt abgelaufen. Gründe für einen nachträglichen Familiennachzug aus wichtigen familiären Gründen lägen nicht vor. Vielmehr hätten sich die Eheleute über viele Jahre freiwillig gegen ein gemeinsames Leben entschieden. Vorliegend überwiege deshalb das öffentliche Interesse an der Begrenzung der Zuwanderung das private Interesse der Familie an einem gemeinsamen Familienleben in der Schweiz.