Citation: 2C_856/2018 E. 4.4.1

4.4.1. War die Frist für den Nachzug in der früheren Anspruchssituation bereits abgelaufen, beginnt aufgrund der Statusverbesserung nach dem zwischenzeitlichen Verlust des Nachzugsanspruchs keine neue Frist zu laufen, weil sich die massgeblichen Umstände aufgrund des zweiten Statuswechsels in einem solchen Fall nicht wesentlich geändert haben (vgl. sinngemäss BGE 137 II 393 E. 3.3 S. 396 f.; Urteil 2C_409/2018 vom 23. Januar 2019 E. 3.10 [zur BGE-Publikation vorgesehen]). Ein neuerliches Familiennachzugsgesuch, das einzig mit der Statusverbesserung begründet würde, zöge entsprechend einen Nichteintretensentscheid nach sich (vgl. E. 3.2 hiervor). Anders zu entscheiden hiesse, Personen, die ihren Nachzugsanspruch aus eigenem Verschulden zwischenzeitlich verloren haben, im Vergleich zu anderen anspruchsberechtigten Personen ungerechtfertigterweise zu bevorzugen und ihnen längere Fristen einzuräumen, als gesetzlich vorgesehen (Art. 47 Abs. 1 AIG).