Citation: C 38/00 26.11.2001 E. 2

2.- a) Eine gesetzliche Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ist die Vermittlungsfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG). Ein Arbeitsloser ist vermittlungsfähig, wenn er bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen (Art. 15 Abs. 1 AVIG). Somit gehört zur Vermittlungsfähigkeit nicht nur die Arbeitsfähigkeit und die Vermittlungsbereitschaft, sondern auch die Arbeitsberechtigung. Wenn und solange keine Arbeitsberechtigung besteht, fehlt es auch an der Vermittlungsfähigkeit des Versicherten und damit an seiner Anspruchsberechtigung (BGE 126 V 378 Erw. 1b mit Hinweisen). b) Ausländer, die über eine Niederlassungsbewilligung verfügen (Ausländerausweis C), sind für dauernd in der Schweiz zugelassen und können jede selbstständige oder unselbstständige Erwerbstätigkeit ausüben, die nicht ausdrücklich Schweizer Bürgern vorbehalten ist (Gerhards, Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz, Bd. I, N 7 zu Art. 12 AVIG). Der Ausländerausweis für Niedergelassene wird aus Kontrollgründen für eine Laufzeit von jeweils höchstens drei Jahren ausgestellt (Art. 11 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung vom 1. März 1949 zum Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer [ANAV, SR 142. 201]), was - unter anderem - gerade ermöglichen soll zu prüfen, ob die Bewilligung allenfalls erloschen ist. Diese Befristung des Ausländerausweises berührt die Rechtsbeständigkeit der - grundsätzlich unbefristeten (Art. 6 Abs. 1 ANAG) - Niederlassungsbewilligung nicht. Sie bezweckt lediglich festzustellen, ob sich der Ausländer tatsächlich noch in der Schweiz befindet und ob er noch über gültige heimatliche Ausweispapiere verfügt (Peter Kottusch, Die Niederlassungsbewilligung gemäss Art. 6 ANAG, in ZBl 87/1986 S. 516). c) Die Vorinstanz begründete den angefochtenen Entscheid damit, die Einreichung einer neuen gültigen Niederlassungsbewilligung C sei keine zwingende Voraussetzung für die Geltendmachung des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung bezogen auf "weitere Kontrollperioden" im Sinne von Art. 29 Abs. 2 (lit. d) AVIV, soweit mit Blick auf die abgelaufene Kontrollfrist der Niederlassungsbewilligung C keine Anhaltspunkte für das Vorliegen von Beendigungsgründen nach Art. 9 Abs. 3 und 4 ANAG ersichtlich seien. Deshalb könne an die Nichteinreichung einer neuen gültigen Niederlassungsbewilligung mit laufender Kontrollfrist innert der Dreimonatsfrist von Art. 20 Abs. 3 AVIG nicht die Rechtsfolge der Anspruchsverwirkung geknüpft werden. Ob dies zutrifft, kann wegen den nachfolgend dargelegten Gründen offen bleiben.