Citation: 7B.7/2001 30.01.2001 E. 3

3.- Die Eröffnung des Konkurses über Y.________ hat dazu geführt, dass die Konkursmasse in dessen Stellung als Arrest- bzw. Pfändungsgläubiger eingetreten ist. An den hängigen Arrest- bzw. Pfändungsverfahren hat sich durch die Konkurseröffnung sonst nichts geändert. Insbesondere sind die in A.________ arrestierten bzw. gepfändeten Vermögenswerte, die ja zumindest vermutungsweise nicht dem konkursiten Arrestgläubiger gehörten, nicht etwa vom Konkursbeschlag erfasst worden. Die Masse hat denn auch die Verwertung eines Teils der fraglichen Pfändungsobjekte beim Betreibungsamt A.________ verlangt (das dem Begehren stattgab). Auf Grund der Feststellungen im angefochtenen Entscheid ist sodann davon auszugehen, dass sich die arrestierten und in der Folge gepfändeten Schmuckstücke nach wie vor im Gewahrsam des Betreibungsamtes A.________ befinden. Wie die Vorinstanz zutreffend festhält, wäre das mit dem geltend gemachten Dahinfallen des Arrestes (Art. 280 Ziff. 1 SchKG) begründete Herausgabegesuch deshalb bei diesem Amt einzureichen gewesen. Angesichts der sich somit ergebenden Unzuständigkeit des Konkursamtes Oberengadin hat der Kantonsgerichtssausschuss von Graubünden die gegen dessen ablehnende Verfügung erhobene Beschwerde zu Recht abgewiesen. Die Beschwerdeführerin bestreitet zwar die Unzuständigkeit des Konkursamtes Oberengadin, indem sie behauptet, die arrestierten Gegenstände seien in die Verfügungsgewalt dieses Amtes übergegangen, so dass auf der Hand liege, dass für die beantragte Herausgabe einzig die Bündner Behörde befugt sein könne. Diese Begründung genügt den Anforderungen von Art. 79 Abs. 1 OG indessen nicht.