Citation: 2C_478/2013 E. 3.2.1

3.2.1. Der Beschwerdeführer ist in Kamerun geboren und hat nach dem Wegzug seiner Mutter dort bei seiner Grossmutter gelebt. Nach deren Tod kam er als Neunjähriger zur Mutter in die Schweiz. Damit hat er ab der dritten Klasse die hiesige Schule besucht und anschliessend eine Lehre als Koch erfolgreich abgeschlossen. Er hat an verschiedenen Arbeitsplätzen im erlernten Beruf gearbeitet und kann diesbezüglich gute Arbeitszeugnisse vorweisen. Im Zeitraum vor seiner Festnahme hatte er jedoch keine Anstellung. Er spricht Schweizerdeutsch und hat sich aktiv am Vereinsleben sowie an der Fasnacht beteiligt. Einerseits kann der Beschwerdeführer somit als in der Schweiz erfolgreich integriert bezeichnet werden. Andererseits wird dieses Bild jedoch erheblich getrübt durch das in klarem Widerspruch zur guten Integration stehende und insofern schwer nachvollziehbare, stets wiederholte deliktische Verhalten des Beschwerdeführers, das von einer Geringschätzung der schweizerischen Rechtsordnung und einer gewissen Unverbesserlichkeit zeugt. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer teilweise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkam und daher gegen ihn Betreibungen und Verlustscheine vorliegen. Sein Heimatland hat der Beschwerdeführer während seinem Aufenthalt in der Schweiz offenbar bloss zweimal besucht. Als sein Vater im Jahre 2009 in Kamerun verstarb, nahm er mit seiner Mutter an dessen Beerdigung teil. Er gibt zwar an, über kein soziales Netz in seinem Heimatland zu verfügen. Ein Jahr später ist er aber ein weiteres Mal nach Kamerun gereist und hat dort Ferien verbracht. Weiter ist ihm die heimatliche Kultur wohl teilweise auch durch seine Mutter vermittelt worden und ihm daher nicht völlig unbekannt. Dass die Vorinstanz gewisse Verbindungen zum Heimatland bejaht hat, ist somit nicht zu beanstanden. Es wird den Beschwerdeführer bestimmt sehr hart treffen, die Schweiz verlassen zu müssen, nachdem er hier die prägenden Jugendjahre verbracht hat. Zu bedenken ist aber, dass dem Beschwerdeführer nach der Entlassung aus dem Strafvollzug selbst in der Schweiz ein beruflicher Neueinstieg bevorstünde und er wohl auch sein soziales Umfeld neu aufbauen müsste, um von den früheren deliktischen Verhaltensmustern Abstand nehmen zu können. Er spricht sodann die beiden Amtssprachen (Französisch und Englisch) seines Heimatlandes, ist noch jung und bei guter Gesundheit, weshalb es ihm möglich sein sollte, in Kamerun Fuss zu fassen. Dabei wird ihm seine Ausbildung als Koch die dortige berufliche Eingliederung erleichtern. Der Schluss der Vorinstanz, dem Beschwerdeführer sei zumutbar, in sein Heimatland auszureisen, ist daher nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was die vorinstanzliche Würdigung zu erschüttern vermöchte.