Citation: 6B_182/2021 E. 2.5

2.5. Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss einwendet, ihm sei angesichts seiner Angst nicht bewusst gewesen, dass keine Notwehrsituation bestand, und er der Vorinstanz die fehlende Prüfung eines Sachverhaltsirrtums vorwirft, macht er allenfalls Putativnotwehr geltend. Auch davon kann angesichts der verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz nicht ausgegangen werden. Anhaltspunkte, dass der Beschwerdeführer der irrigen Vorstellung unterlag, es stehe ein Angriff im Sinne der oben zitierten Rechtsprechung unmittelbar bevor, liegen nach dem Gesagten nicht vor. Es kann dem Beschwerdeführer aber auch nicht gefolgt werden, wenn er implizit Angst statt Wut als primäres Handlungsmotiv geltend macht. Zum einen sagte er im Zusammenhang mit der von seinem Sohn erhaltenen Warnung vor einem "Kasten" aus, er wäre auch ausgestiegen, wenn zehn "Kästen'' dort gewesen wären. Er betonte zudem, er habe keine Angst vor dem Beschwerdegegner 2 (angefochtener Entscheid E. III.8.3 S. 29). Zum anderen ist unter der Prämisse, er habe sich nur verteidigen wollen, mit der Vorinstanz nicht recht nachvollziehbar, weshalb er nach der ersten tätlichen Auseinandersetzung den Baseballschläger behändigte und auf den angeblich wegen seines Messers gefährlichen Beschwerdegegner 2 losging, anstatt sich vor ihm in Sicherheit zu bringen und mit dem Auto wegzufahren. Die Tatsache, dass sich die zuvor erfolgte tätliche Auseinandersetzung schnell und dynamisch abspielte und der Beschwerdeführer dabei geschlagen und verletzt wurde, vermag daran nichts zu ändern. Im Gegenteil erscheint ein Handeln aus Wut über die erlittene Verletzung umso plausibler. Dass die Vorinstanz Notwehr verneint, verstösst nicht gegen Bundesrecht.