Citation: 4A_452/2022 E. A

A.a. Die A.________ AG (Bestellerin, Beklagte, Beschwerdeführerin) als Generalunternehmerin beauftragte die B.________ GmbH (Unternehmerin, Klägerin, Beschwerdegegnerin) mit Gipser- und Malerarbeiten im Zusammenhang mit dem Umbau der Liegenschaft U.________ an der V.________strasse in W.________. Hierfür schlossen die Parteien am 8. Juli 2018 einen ersten Werkvertrag ab, welcher am 21./22. September 2018 durch zwei Werkverträge ersetzt wurde: Ein Werkvertrag betraf die Erbringung von Gipserarbeiten zu einem Pauschalpreis von Fr. 410'000.---. Der andere Werkvertrag hatte Malerarbeiten zu einem Pauschalpreis von Fr. 40'000.-- zum Gegenstand. Für beide Werkverträge wurde die Geltung der SIA-Norm 118 vereinbart. A.b. Die Klägerin schloss ihre Gipser- und Malerarbeiten grundsätzlich im Dezember 2018 ab, worauf ihr die Beklagte am 26. Dezember 2018 eine Liste mit Mängeln zur Behebung zustellte. Nachdem die Klägerin die Mängel am 16./17. Januar 2019 behoben haben wollte, fand am 18. Januar 2019 eine gemeinsame Begehung der Baustelle statt. Am 21. Januar 2019 schickte die Beklagte der Klägerin erneut eine Mängelliste zu.