Citation: 1C_502/2023 E. 4.4

4.4. Unter Willkürgesichtspunkten ebenfalls nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz weiter festhält, im Zusammenhang mit dem umstrittenen Bauprojekt erübrige sich eine nachträgliche Einbindung der Parzelle Nr. 1579 in das Gesamtkonzept der Arealüberbauung, zumal aufgrund der erfolgten Rechtsänderung die Mindestfläche für die Arealüberbauung auch ohne dieses Grundstück erreicht werde. Ein Fachbericht nach § 40 BauV/AG sei dementsprechend entbehrlich. Von vornherein zu kurz greift der Einwand des Beschwerdeführers, die einzige Begründung der Vorinstanz für die Entbehrlichkeit des Fachberichts nach § 40 BauV/AG bestehe darin, dass aufgrund der erfolgten Rechtsänderung die Mindestfläche auch ohne die Parzelle Nr. 1579 eingehalten sei. Damit verkennt er, dass nach vorinstanzlichem Verständnis auf einen Fachbericht deshalb verzichtet werden kann, weil die Bauparzelle gerade nicht qualitativer Bestandteil des Arealüberbauungsprojekts bzw. -konzepts sei und sich auch nach den heutigen Arealüberbauungsvorschriften ein Einbezug in die Arealüberbauung erübrige, zumal eine solche aufgrund der reduzierten Mindestfläche für Arealüberbauungen (gemäss § 41 Abs. 3 BNO 2'000 m2) auch ohne das Baugrundstück weiterbestehen könne. Im Ergebnis spricht nach der Sichtweise der Vorinstanz somit nichts gegen eine unabhängige Beurteilung bzw. Entlassung der Bauparzelle aus der Arealüberbauung. Im Rahmen eines Fachberichts nach § 40 BauV/AG wird geprüft, ob die Arealüberbauung eine gesamthaft bessere Lösung als die Regelbauweise ermöglicht. Dies bedingt aber einen qualitativen Einbezug der Parzelle in das Gesamtkonzept der Arealüberbauung bzw. dass die Parzelle (noch) nicht aus der Arealüberbauung entlassen worden ist. Dass auch im Hinblick auf eine Entlassung aus der Arealüberbauung ein Fachbericht erforderlich sein soll, wird vom Beschwerdeführer nicht vorgebracht. Die Vorinstanz durfte willkürfrei zum Schluss kommen, die Parzelle Nr. 1579 sei auch nachträglich nicht in das Gesamtkonzept der Arealüberbauung einzubinden, sondern unabhängig von der Arealüberbauung zu beurteilen. Es ist daher auch nicht zu beanstanden, dass sie von der Einholung eines Fachberichts gemäss § 40 BauV/AG abgesehen hat.