Citation: 2P.103/2004 01.04.2005 E. B

A.________ focht den Einspracheentscheid am 8. August 2003 mit Rekurs (Staatssteuer) und Beschwerde (direkte Bundessteuer) beim Steuergericht des Kantons Solothurn an. Sie machte geltend, die eingereichten Beweisurkunden, namentlich der Kaufvertrag vom 22. Dezember 1995, würden zur Genüge belegen, dass die Übertragung der Hunde eine Vermögensübernahme mit Aktiven und Passiven nach Art. 181 OR gewesen sei. Die Aktiven seien ihr mit dem "Vollstreckungsexzess" vom 18. April 1996 enteignet worden; in der Steuererklärung, die sie am 31. Mai 1996 abgegeben habe, seien lediglich die Passiven nicht angegeben worden. Das Steuergericht wies mit Urteil vom 1. März 2004 Rekurs und Beschwerde betreffend die Nachsteuer ab. Mit Bezug auf die Strafsteuern hiess es Rekurs und Beschwerde gut und hob die Strafsteuer-Veranlagungen vom 6. März 2003 auf. Das Steuergericht sah es in freier Würdigung der Beweismittel und der widersprüchlichen Sachdarstellungen der Rekurrentin als erwiesen an, dass diese die Hunde als Gegenleistung für ihre langjährige Tätigkeit bei B.________ erhalten habe. Da sie im Zeitpunkt der Steuerpflicht die wirtschaftliche Verfügungsmacht über die zugeeigneten Hunde gehabt habe, sei die Kaufpreissumme zu Recht als zusätzliches Erwerbseinkommen des Jahres 1995 im Nachsteuerverfahren erfasst worden. Hingegen sei nicht erwiesen, dass A.________ wissentlich und willentlich Steuern hinterzogen habe, weshalb die Strafsteuer nach dem Grundsatz der Unschuldsvermutung aufzuheben sei. Auf ein Revisions- und Wiedererwägungsgesuch von A.________ trat das Steuergericht mit Urteil vom 3. Mai 2004 nicht ein. Dieser Entscheid blieb unangefochten.