Citation: 4P.21/2003 29.04.2003 E. C

Das Obergericht des Kantons Thurgau wies am 9. September 2002 die Rekurse der Beklagten gegen die Wettschlagung der Parteikosten ab. Das Gericht gelangte insbesondere mit der ersten Instanz zum Schluss, bei den gegebenen Verhältnissen wäre eine Kostenverlegung entsprechend dem Verfahrensausgang stossend. Nach den Erwägungen des Obergerichts erhob die Beschwerdegegnerin die Klage in guten Treuen, wobei insbesondere die mangelnde Kooperation der Hauptverdächtigen, die zahlreichen offenen Fragen, welche die Rekurenten offensichtlich rechtzeitig hätten beantworten können, die fehlenden Unterlagen, die die Lieferung nicht klar bestätigenden Zeugenaussagen, die speziellen Zeitumstände (vor der Wende), der grosse Forderungsbetrag sowie das grosse öffentliche Interesse und der grosse öffentliche Druck berücksichtigt wurden.