Citation: 4A_248/2024 E. 6.2.2

6.2.2. Die Streitsache sei bereits teilweise mit Schlichtungsgesuch vom 18. März 2019 und schliesslich vollumfänglich mit der Klage vom 13. September 2019 rechtshängig gemacht worden. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringe, werde das Kantonsgericht im Verfahren A3 2019 37 zu entscheiden haben, ob der Kaufpreis zu mindern [bzw. der Kauf zu wandeln] sei (vgl. Art. 205 Abs. 1-3 OR). Mithin werde es - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - auch zu entscheiden haben, ob bzw. in welchem Umfang das vom Beschwerdeführer zur teilweisen Tilgung des Kaufpreises gewährte Darlehen Bestand habe. Bestehe dieses weiterhin im entsprechenden Umfang, seien auch die diesbezüglich vereinbarten Darlehensrückzahlungen zu leisten. Werde die Darlehenssumme demgegenüber gemindert, seien im entsprechenden Umfang auch keine Rückzahlungen geschuldet. Damit hänge die im vorliegenden Verfahren im Streit liegende Rückzahlung des Darlehens massgebend vom Ausgang des Verfahrens A3 2019 37 ab, weshalb in beiden Verfahren identische Streitgegenstände zwischen der Beschwerdegegnerin und dem Beschwerdeführer vorlägen. Der Umstand, dass im Verfahren A3 2019 37 im Sinne einer Streitgenossenschaft nebst dem Beschwerdeführer auch seine Ehefrau als Partei auftrete, habe nicht zur Folge, dass dadurch der Streitgegenstand nicht zwischen den gleichen Parteien rechtshängig sei. Die vorliegend strittige Darlehensrückzahlung betreffe einfach den im Verfahren A3 2019 37 ebenfalls rechtshängigen Streit über das Darlehen zwischen der Beschwerdegegnerin und dem Beschwerdeführer. Die Beschwerdegegnerin habe bereits im Verfahren A3 2019 37 verlangt, dass der Kaufpreis im Umfang von Fr. 9,75 Mio. gemindert werde. Sie mache damit ausdrücklich geltend, dass das Darlehen nicht (mehr) bestehe und die Rückzahlungen entsprechend nicht (mehr) geschuldet seien. Denselben Standpunkt bringe sie im vorliegenden Verfahren erneut vor. Ob und in welchem Umfang entsprechende Gewährleistungsansprüche bestünden, sei indessen im Verfahren A3 2019 37 zu prüfen. Demzufolge sei wegen identischer Streitgegenstände und der Gefahr sich widersprechender Entscheide auf die vorliegende Aberkennungsklage nicht einzutreten.