Citation: 9C_278/2021 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat festgestellt, über das Beitragsstatut für die Jahre 2016 und 2017 sei bislang nicht in einer formell rechtskräftigen Verfügung befunden worden. Folglich hat sie, ohne die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder prozessuale Revision zu beachten (vgl. vorangehende E. 2.4), die Frage nach dem Beitragsstatut für die fraglichen Einkommen frei geprüft. Dazu hat sie erwogen, der Beschwerdeführer 2 sei seit der Gründung des Vereins dessen Generalsekretär und einziges Vorstandsmitglied. Er sei somit nicht bloss projektbezogen für den Verein tätig gewesen, sondern habe über Jahre hinweg eine erhebliche Führungsverantwortung übernommen. Zwar habe er 2013 zwei Handlungsbevollmächtigte für den Verein ernannt; jedoch könne er diese ohne Weiteres auch wieder abberufen. Zudem legten die Unterlagen nahe, dass der Beschwerdeführer 2 nie als selbstständiger Anwalt, sondern stets im Namen des Vereins auftrete. Ob er die Eigenschaft eines geschäftsführenden Organs übernehme, könne aber letztlich offenbleiben. Der Verein habe 2016 und 2017 dem Beschwerdeführer 2 jeweils eine Globalentschädigung (Fr. 90'000.- resp. Fr. 73'200.- [recte: Fr. 60'000.-]) ausgerichtet. Die Beschwerdeführer hätten geltend gemacht, dass damit die Organtätigkeit, eine selbstständige Tätigkeit (als Anwalt, Kaufmann und Journalist) und Spesen entschädigt worden seien. Abgesehen von der Behauptung einer maximalen jährlichen Entschädigung für die Organtätigkeit von Fr. 9000.- hätten sie diese Positionen nicht ansatzweise auseinandergehalten, beziffert oder belegt. Bereits Spesen seien unbelegt geblieben; weiter sei nicht dargelegt worden, für welche konkreten Mandate wie viel Zeit aufgewendet und in welcher Höhe ein (Anwalts-) Honorar ausgerichtet worden sei. Somit könne diesbezüglich auch keine Ausscheidung vorgenommen werden. Mangels anderslautender nachvollziehbarer Angaben und Unterlagen sei anzunehmen, dass die gesamte Tätigkeit des Beschwerdeführers 2 direkt mit dessen Stellung im Verein zusammenhänge. Die unter dem Titel der Selbstständigkeit geltend gemachten Tätigkeiten seien für die Ziele des Vereins wesentlich und ständen in engem Zusammenhang mit dessen Interessen und Zweck. Die Beschwerdeführer treffe eine Begründungs- und Substanziierungspflicht. Dass eine Unterscheidung zwischen selbstständiger und unselbstständiger Tätigkeit nicht durchführbar sei, hätten sie sich ebenso wie eine allfällige Beeinträchtigung der steuerrechtlichen Stellung des Beschwerdeführers 2 selbst zuzuschreiben. Auf weitere Beweiserhebungen könne in antizipierender Beweiswürdigung verzichtet werden. Die Ausgleichskasse habe die Globalentschädigungen zu Recht als Lohn behandelt.