Citation: U 191/01 28.03.2002 E. 3

3.- In der kreisärztlichen Untersuchung vom 28. Oktober 1999 klagte der Versicherte über stechende Schmerzen im Bereich der rechten Ferse. Diese würden vor allem auftreten, wenn er darauf stehe. Kreisarzt Dr. med. J.________ stellte völlig reizlose Befunde an Fuss und Ferse rechts fest. Die Calcaneusfraktur sei konsolidiert, Schonungszeichen fänden sich keine. In seinem angestammten Beruf als Automechaniker sei der Versicherte daher wieder voll arbeitsfähig. Am 11. November 1999 untersuchten die Ärzte der Klinik Y._______ den Beschwerdeführer und stellten dabei ebenfalls einen unauffälligen klinischen Befund fest. Einen Zusammenhang zwischen den geklagten Schmerzen und der Calcaneusfraktur verneinten sie. Nach einer weiteren Untersuchung am 10. Januar 2000 kamen sie zum Schluss, dass weiterhin eine Druckempfindlichkeit im Bereich des medialen Calcaneus vorliege, welche nunmehr als Restfolge der Calcaneusfraktur interpretiert wurde. Unter diesen Umständen sei es einfühlbar, dass der Versicherte in einem körperlich strengen Beruf mit ganztägigem Stehen und Gehen nicht voll arbeitsfähig sei. In einer angepassten Tätigkeit mit der Möglichkeit zum Sitzen, sei er hingegen voll einsatzfähig. Med. pract. H.________ fand am 14. Januar 2000 keine wesentliche Überwärmung oder Schwellung im Bereich des rechten Fersenbeines, jedoch eine ausgeprägte Druck- und Klopfdolenz. Es bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, wobei der Beizug eines erfahrenen Fusschirurgen empfohlen werde. Gemäss den Feststellungen von Frau Dr. med. X.________ vom Institut für Anästhesiologie des Spitals U.________ vom 15.September 2000 sind die Schmerzen stark belastungsabhängig, weshalb auf eine Schmerztherapie verzichtet werde. Das Hauptproblem liege in der derzeitigen Arbeitsunfähigkeit als Mechaniker. Die Arbeitsfähigkeit für eine schwere körperliche Arbeit sei eingeschränkt, jedoch betrage sie für eine körperlich leichte Arbeit 100 %. Um eine Chronifizierung mit anhaltender Arbeitsunfähigkeit zu vermeiden, müsse eine Umschulung geprüft werden. Nach Dr. med. K.________ lässt sich zwar nicht abstreiten, dass der Beschwerdeführer gewisse Restschmerzen im Frakturbereich empfindet, doch dürfte sich dieser lokale Schmerzzustand aufgrund der objektiven Begleitbefunde funktionell kaum auswirken. Gehe ein Patient hinkfrei, zeige er eine uneingeschränkte Funktion der am ehemaligen Frakturbereich angrenzenden Gelenke, weise er seitengleiche Beschwielungen auf und fehlten Anhaltspunkte für eine muskuläre Schonung, spreche dies für einen normalen Gebrauch der früher verletzten Extremität mit der Folge, dass eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert werden könne (ärztliche Beurteilung vom 29. Februar 2000). Der vom Beschwerdeführer beauftragte Gutachter Dr. med. D.________, Spezialarzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, berichtete am 21. Mai 2001, dieser habe in Ruhe und im Sitzen keine Schmerzen, hingegen beim Gehen, wenn die ganze Körperlast auf die Fusssohle drücke. Die Untersuchung habe denn auch gezeigt, dass der mediale Teil der Ferse auf Druck empfindlich sei und die Schmerzen somit von der verletzten Stelle ausgingen und damit erklärbar seien. Unter diesem Umständen sei es dem Versicherten nicht zumutbar, den ganzen Tag zu stehen und zu gehen, sondern nur in zeitlich stark beschränktem Umfang. Eine sitzende Arbeit wäre ohne weiteres zumutbar. Da ein Automechaniker den ganzen Tag stehen, gehen und auf den Beinen sein müsse, bestehe in diesem Beruf keine oder allenfalls eine zeitlich sehr beschränkte Arbeitsfähigkeit. Eine Umschulung auf eine sitzende Tätigkeit erscheine aus medizinischer Sicht sinnvoll. Dr. med. K.________, der den Fall nochmals beurteilte, hielt an seinem früheren Standpunkt fest. Die von Dr. med. D.________ vertretene Meinung, wonach die geschilderten Beschwerden auf eine schmerzhafte Vernarbung des Fersenpolsters zurückzuführen sein könnten, lasse sich durch neuere Arbeiten nicht untermauern. Zudem stütze sie sich auf einen Unfallmechanismus, der so gar nicht stattgefunden habe (ärztliche Beurteilung vom 11. Juli 2001).