Citation: 8C_698/2021 E. 5.2.2

5.2.2. Sodann sei festzuhalten - so der Beschwerdeführer weiter -, dass die Gutachter in der Stellungnahme vom 14. August 2021 aufgezeigt hätten, nach vier bis acht Wochen habe sich im konventionellen Röntgenbild eine generalisierte, osteoporotische, gelenknahe Veränderung gezeigt. Auch legten sie überzeugend dar, dass ein CRPS fluktuierend verlaufe, weshalb es bei der Diagnosestellung immer wieder zu Differenzen komme. In diesem Fall komme erschwerend hinzu, dass die Erhebung der Anamnese wegen mangelnder Deutschkenntnisse trotz Beizugs eines qualifizierten Dolmetschers erschwert gewesen sei. Die Vorinstanz wäre in Befolgung des ihr obliegenden Untersuchungsgrundsatzes gehalten gewesen, von der IV-Stelle vor Erlass ihrer Urteilsfindung die gesamten aktuellen Akten beizuziehen. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Verfahren anders ausgefallen wäre, hätte sie von der Erläuterungsantwort der MEDAS vom 14. August 2021 Kenntnis gehabt. Insgesamt sei der Wegfall des Kausalzusammenhangs nicht rechtsgenüglich dargetan, weshalb die Beschwerdegegnerin die Folgen für die rechtsaufhebende Tatsache zu tragen habe.