Citation: 1C_118/2019 E. 9.5

9.5. Zu den Wohlfahrtsfunktionen gehört insbesondere auch der Landschaftsschutz, das heisst die optisch-ästhetische Funktion der Bestockung und ihre biologische Bedeutung als Lebensraum für Fauna und Flora (BGE 124 II 85 E. 3d S. 88 mit Hinweis). Zwar ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen, dass nicht schon die jeder Baumgruppe im überbauten Gebiet zukommende Wohlfahrtswirkung genügt (Urteil 1A.22/2001 vom 22. August 2001, E. 6b, in: URP 2009 S. 251). Vorliegend wurde der Bestockung jedoch eine darüber hinausgehende ökologische Funktion von der zuständigen Fachstelle zugesprochen, insbesondere als ökologischer Trittstein für die Vernetzung der Lebensräume von Insekten und Reptilien. Solchen Trittsteinen kommt angesichts des Artenschwunds und den immer stärker fragmentierten Lebensräumen der Schweiz verstärkte Bedeutung zu (vgl. Umwelt Schweiz 2018, Bericht des Bundesrates, S. 97 ff.). Eine Wohlfahrtsfunktion kann der streitigen Bestockung daher nicht abgesprochen werden; ob es sich um eine "besondere" Wohlfahrtsfunktion handelt, braucht vorliegend nicht geprüft zu werden.