Citation: 6B_735/2020 E. 1.3

1.3. Das Bundesgericht hat im Urteil 6B_98/2018 vom 18. April 2019 mit Hinweis auf BGE 143 IV 408 E. 8.2 erwogen, dass die Bestimmungen über die Protokollierung von Einvernahmen zwingender Natur sind und dass deren Beachtung Voraussetzung für die Gültigkeit des Protokolls und damit gemäss Art. 141 Abs. 2 StPO Voraussetzung für die Verwertbarkeit der Aussage ist (E. 2.3.2). Da bis dato die polizeilichen Einvernahmen der beiden Unfallbeteiligten lediglich als Audiodateien abgespeichert waren, wurde das Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 10. November 2017 aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen. Diese hatte die Kantonspolizei anzuweisen, von den Tonaufnahmen eine den Formerfordernissen genügende Abschrift zu erstellen (E. 2.4). Damit einhergehend hat das Bundesgericht erwogen (E. 3), dass der Beschwerdeführer im kantonalen Verfahren keinen Beweisantrag auf eine Konfrontation mit dem Beschwerdegegner 2 gestellt hatte und seine Rüge der Verletzung seines Konfrontationsanspruches mit dem Beschwerdegegner 2 als unbegründet abgewiesen.