Citation: 4A_345/2018 E. B

B.a. Mit Urteil vom 28. Juli 2017 entschied das Bezirksgericht Visp im Wesentlichen, die Prozesskosten von Fr. 37'700.-- würden zwischen den Parteien halbiert und die Parteikosten wettgeschlagen. Das Bezirksgericht erwog, beide Parteien hätten mit dem Vergleich beträchtliche Teilerfolge erzielt. Die Klägerpartei habe sich teils widersprüchlich verhalten und vor allem während eines längeren Zeitraums des Prozesses deutlich überklagt. Anderseits wäre der Primärantrag des Beklagten auf Nichteintreten abgewiesen worden, wenn hätte entschieden werden müssen. Sodann seien die Anträge des Beklagten bis zur Duplik deutlich zu niedrig gewesen, was auch mit dem anfänglichen Verschweigen des "Schwarzkontos" zusammen gehangen habe. B.b. Gegen diesen Entscheid gelangte der Beklagte mit Beschwerde ans Kantonsgericht Wallis und beantragte im Wesentlichen, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren eine angemessene Parteientschädigung zu bezahlen (Rechtsbegehren Ziff. 2) und sämtliche Kosten des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Rechtsbegehren Ziff. 3). Mit Urteil vom 2. Mai 2018 wies das Kantonsgericht die Beschwerde ab. Das Kantonsgericht bestätigte, dass entgegen dem Beklagten keine ungültige Klagebewilligung vorgelegen habe. Es verwarf die Rüge des Beklagten, die der Klage beigelegten Vollmachten seien ungenügend gewesen, womit das Bezirksgericht auch aus diesem Grund auf die Klage nicht hätte eintreten dürfen. Das Bezirksgericht habe auch zu Recht das anfängliche Unterklagen des Beklagten berücksichtigt. Der Beklagte habe im Rahmen einer doppelseitigen Klage (actio duplex) eigene Sachanträge gestellt, die über die Klageabweisung hinausgingen und bis zur Duplik einen zu tiefen Betrag beantragt, obwohl ihm die (den höheren Betrag begründende) Existenz eines Schwarzgeldkontos bereits bei Einreichung der Klageantwort bekannt gewesen sei. Unbegründet sei die Beschwerde auch, soweit geltend gemacht werde, Prozessthema sei einzig die Auflösung der Kollektivgesellschaft gewesen, nicht jedoch eine offene Forderung aus dem Kaufvertrag vom 8. Februar 2013 zwischen den Parteien, weshalb diese bei der Kostenverteilung nicht hätte berücksichtigt werden dürfen. Die Kläger hätten ursprünglich Fr. 337'298.15 verlangt und nach Vorliegen des Schiedsgutachtens diesen Betrag auf Fr. 244'295.08 reduziert. Das Bezirksgericht habe dies zwar nicht als Klagerückzug aber im Sinne eines Überklagens berücksichtigt, was zum gleichen Resultat führe. Schliesslich sei auch der Einwand des Beklagten unberechtigt, das Schiedsgutachten sei zur Ermittlung der Ansprüche nicht notwendig gewesen.