Citation: 6B_504/2021 E. C

Der Schuldspruch wegen Schändung basiert auf dem Umstand, dass es am 3. August 2017 zwischen ca. 6.30 und 13.30 Uhr, nachdem die beiden einige Linien Kokain und drei Flaschen Rotwein konsumiert hatten, zu sexuellen Handlungen zwischen A.________ und B.________ gekommen ist. Gemäss Anklageschrift soll es B.________ morgens gegen 6.00 Uhr schlecht geworden sein und sie habe sich übergeben müssen. Anschliessend habe sie die Zähne geputzt und sich gegen 6.30 Uhr mit einem Slip, einer kurzen gelben Hose, einem BH und einem T-Shirt bekleidet im Schlafzimmer ins Bett gelegt und sei eingeschlafen. A.________, den sie vorher bereits einmal weggeschickt habe, sei ihr gefolgt und habe sich neben sie gelegt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, in der Folge mit B.________ Geschlechtsverkehr vollzogen zu haben. Sie sei damit nicht einverstanden gewesen, habe sich jedoch nicht dagegen wehren können, da sie aufgrund des vorangegangenen erheblichen Kokain- und Alkoholkonsums in tiefen Schlaf gefallen sei. A.________ habe von ihrem fehlenden Einverständnis gewusst und auch gewusst bzw. zumindest damit gerechnet, dass sie vollkommen wehrlos gewesen sei. A.________ verliess die Wohnung von B.________, als diese noch schlief, und wurde von seinem Kollegen C.________ abgeholt. Dabei liess er diesem gegenüber etwas Ähnliches verlauten wie, "ich habe es mit B.________ versaut". B.________ erwachte um 14.07 Uhr. In der Folge kam es zu einem Telefongespräch zwischen ihr und A.________. Erstmals nach dem Vorfall sahen sich die beiden am nächsten Tag in der Wohnung von D.________ wieder. A.________ tauchte dort mit kugelsicherer Weste sowie einem Messer und Pfefferspray bewaffnet auf.