Citation: 6B_1222/2016 E. 6.2.1

6.2.1. Die Vorinstanz sprach den Beschwerdeführer infolge Betrugs nach Art. 146 Abs. 1 StGB zu Lasten der Arbeitslosenkasse I.________ im Betrag von Fr. 81'260.-- schuldig und führte aus, der Beschwerdeführer sage selbst, er habe nach Übernahme der E.________ AG um deren Überleben gekämpft und daneben noch weitere Projekte betreut. So bestreite er nicht, während des Bezugs von Arbeitslosenentschädigung (Januar bis Dezember 2013) diverse Arbeitsleistungen im Rahmen der Projekte D.________ und J.________ getätigt und dafür Geldzahlungen erhalten zu haben. Er mache jedoch geltend, in dieser Zeit keinen Lohn erhalten zu haben. Mit dieser Argumentation verkenne er aber, dass es bei der Anspruchsberechtigung nach Art. 8 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsgesetz; AVIG; SR 837.0) nicht bloss eines Verdienstausfalls (lit. b) bedürfe, sondern auch der Arbeitslosigkeit (lit. a). Wie er selbst darlege, habe er aber gearbeitet und sei nicht arbeitslos gewesen. Er könne angesichts seines grossen Engagements auch nicht behaupten, er sei auf Arbeitssuche gewesen, was aber nach Art. 10 AVIG verlangt sei. Er habe die Arbeitslosenkasse getäuscht, indem er als faktischer Geschäftsführer der E.________ AG ein Kündigungsschreiben durch eine Angestellte habe unterzeichnen lassen und damit seine eigene Entlassung konstruiert habe. Auch nachdem er die AG umbenennt habe, habe er weiterhin als faktischer Geschäftsführer fungiert. Daneben habe er die G.________ AG erworben und diese in H.________ AG umbenannt. Auch hier habe er sich nicht als Organ ins Handelsregister eintragen lassen, sondern dazu Strohmänner benutzt. Am 23. Oktober 2012 habe er das fingierte Kündigungsschreiben, die von derselben Angestellten unterzeichnete Arbeitgeberbescheinigung sowie Lohnabrechnungen der Arbeitslosenkasse eingereicht. Durch die Erstellung und Verwendung dieser Unterlagen habe er der Arbeitslosenkasse Arbeitslosigkeit vorgetäuscht. Der Arbeitslosenkasse sei es unmöglich gewesen, dieses Lügenkonstrukt zu durchschauen, da er die Unterlagen durch Angestellte unter Verwendung des Firmenstempels habe erstellen lassen und mangels Handelsregistereintrag nirgends in Zusammenhang mit seinen verschiedenen Gesellschaften erschienen sei. Auch die angeblich fehlenden Lohnzahlungen würden daran nichts ändern. Denn der Beschwerdeführer habe einerseits dem Ehepaar D.________ Rechnung gestellt als Akontozahlung für geleistete Arbeit und andererseits im Rahmen der Befragung zu den an seinen Sohn überwiesenen Fr. 150'000.-- ausgesagt, diese würden zu 2/3 ihm für seine geleistete Arbeit zustehen. Damit sei aber erstellt, dass er gearbeitet und Einkommen generiert habe.