Citation: 5A_278/2022 E. 3.6

3.6. Soweit der Beschwerdeführer als willkürlich kritisiert, dass ihm die Vorinstanz seine Berufstätigkeit als Hindernis für die persönliche Betreuung der Kinder vorhielt, ist zwar im Grundsatz mit ihm einig zu gehen, dass dies seit dem Inkrafttreten des neuen Kindesunterhaltsrechts keinen Grund mehr gegen eine Obhutszuteilung darstellt (vgl. Urteile 5A_730/2020 vom 21. Juni 2021 E. 3.3.1.1; 5A_345/2020, 5A_357/2020 vom 30. April 2021 E. 5.2, in: FamPra.ch 2021 S. 829; 5A_241/2018, 5A_297/2018 vom 18. März 2019 E. 5.1; je mit Hinweisen). Indessen führte die Vorinstanz dieses Argument vorliegend nur akzessorisch an. Ausschlaggebend für die Obhutszuteilung an die Beschwerdegegnerin waren hauptsächlich die Stabilität der Verhältnisse und der Wille des Sohnes, in U.________ zu bleiben, sowie der Wille der Tochter, nicht von ihrem Bruder getrennt zu werden. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, inwiefern der Obhutsentscheid zwingend anders hätte ausfallen müssen, wenn die Möglichkeit zur persönlichen Betreuung nicht als Kriterium hinzugezogen worden wäre. Auch hier ist seiner Willkürrüge mithin kein Erfolg beschieden.