Citation: I 578/06 16.07.2007 E. 3

Vorliegend steht fest, dass der berufstätige Versicherte als Rollstuhlfahrer für den Arbeitsweg sein Auto benötigt. Streitig und zu prüfen ist, ob ihm ein Treppenlift gemäss Ziff. 13.05* der Liste im Anhang zur HVI zur Überwindung des Arbeitsweges zusteht bzw. ob die IV-Stelle die Kosten für die Revision des bestehenden Treppenliftes von der Garage ins Parterre zu übernehmen hat. Unbestritten ist die Eingliederungswirksamkeit dieser Massnahme. 3.1 Die Vorinstanz ging in Bestätigung der Verwaltung davon aus, dass der Versicherte bei guter Witterung in der Lage ist, den Weg von und zur Garage um das Haus herum selbstständig zurückzulegen. Demgegenüber kam sie aufgrund ausführlicher und überzeugender Erwägungen zum Schluss, dass bei ungünstigen Witterungsverhältnissen der Zugang zur Garage über den Aussenbereich des Hauses mit Blick auf die steile Garagenzufahrt für den Versicherten auch bei Hilfe durch eine andere Person unzumutbar ist, was sich mit der Einschätzung des SAHB im ergänzenden Abklärungsbericht vom 14. April 2005 deckt. Es besteht kein Grund von diesen zutreffenden Ausführungen abzuweichen. Dies wird denn von der IV-Stelle auch nicht mehr bestritten. 3.2 Die Verwaltung stellt sich vielmehr auf den Standpunkt, der Hauptgrund der Abweisung liege darin, dass gemäss Bericht des SAHB vom 14. April 2005 dem Beschwerdegegner zudem ein Aussenparkplatz direkt vor dem Haus zur Verfügung stehe. Die kurze Wegstrecke dorthin sei eben und rollstuhltauglich. Unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Einfachheit und Zweckmässigkeit bedürfe es keiner weiteren Anpassungen nach Ziff. 13.05* der Liste im Anhang zur HVI. Falls der Versicherte den Aussenparkplatz benutzen würde, könnte allenfalls auch eine Standheizung im Auto durch die Invalidenversicherung finanziert werden, welche bei Wegfahrt die freie Sicht der Frontscheibe garantieren würde. Im Weitern sei der Versicherte trotz Zugang der Garage via Treppenlift auf Hilfe anderer angewiesen, welche die steile Garagenauffahrt von Schnee und Eis freihalten müssten. Sowohl mit als auch ohne Garage sei der Versicherte auf gewisse Unterstützung angewiesen. Ein Aussenparkplatz (direkt vor dem Hauseingang) mit ebener Wegfahrmöglichkeit sei einfacher zu unterhalten als die Auffahrrampe direkt auf die Strasse. Bei ungünstigen Wetterverhältnissen sei der Versicherte nie völlig unabhängig und es müsse zumutbar sein, eine gewisse Mithilfe zu organisieren. Diesfalls seien die Familienangehörigen gehalten, im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu helfen.