Citation: U 206/05 16.03.2006 E. A

Der 1954 geborene A.________ war seit 1. Januar 1997 als Betriebsmitarbeiter/Bäcker bei der Firma X.________ AG, angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert. Am 6. August 1999 fuhr ein anderes Auto in das Heck des von ihm gelenkten, in einer Kolonne stehenden Personenwagens. Der Versicherte erlitt gemäss Arztzeugnis UVG des am nächsten Tag aufgesuchten Dr. med. G.________, Allgemeine Medizin FMH, eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS). Er setzte die Arbeit bis 15. August 1999 aus, war aber laut seinen Aussagen gegenüber der SUVA vom 20. Januar 2000 nach dem am 30. August 1999 erfolgten Behandlungsabschluss wieder beschwerdefrei und voll arbeitsfähig. Am 13. November 1999 war der Versicherte erneut von einem Verkehrsunfall betroffen, als ein anderer Personenwagen in das Heck des von ihm gelenkten, vor einem Rotlicht stehenden Fahrzeugs fuhr, welches dadurch seinerseits gegen das Heck des vor ihm wartenden Autos geschoben wurde. Dabei zog sich A.________ gemäss Bericht des am Folgetag aufgesuchten Spital Y.________ vom 16. Dezember 1999 erneut eine HWS-Distorsion zu. Die SUVA zog verschiedene ärztliche Berichte bei. Nachdem die Arbeit Ende Januar 2000 wieder aufgenommen, ab Mitte Juni 2000 jedoch abgebrochen worden war und sich der Heilungsverlauf verzögert hatte, veranlasste die Anstalt einen stationären Aufenthalt im Rheuma- und Rehabilitationszentrum Klinik Z.________, welcher vom 18. September bis 12. Oktober 2000 dauerte und eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (ELF) umfasste. Nach dem Austritt nahm der Versicherte die Arbeit zu 50% wieder auf, setzte sie jedoch bereits am 17. Oktober 2000 erneut aus. Die Arbeitgeberin kündigte in der Folge das Anstellungsverhältnis per 31. Januar 2001. Die SUVA erklärte mit Schreiben vom 15. Februar 2001, sie stelle die bisher erbrachten Taggeldleistungen per Ende Januar 2001 ein. Die Swica Gesundheitsorganisation als Krankentaggeldversicherer (nach VVG) richtete ab 3. März 2001 Taggelder im Sinne von Vorschussleistungen aus (Vereinbarung vom 21./27. März 2002). Vom 29. Mai bis 26. Juni 2001 fand ein weiterer stationärer Aufenthalt in der Rehaklinik Rheinfelden statt (Austrittsbericht vom 31. August 2001; psychiatrisches Konsilium des Dr. med. H.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 20. Juni 2001). Ein im September und Anfang Oktober 2001 durchgeführter Arbeitsversuch scheiterte. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen sprach A.________ - nach Einholung eines Gutachtens der Medizinischen Abklärungsstelle am Spital W.________ (MEDAS) vom 30. September 2002 - mit Wirkung ab 1. November 2000 eine halbe Rente zu, welche später per 1. Januar 2004 (Inkrafttreten der 4. IV-Revision) in eine Dreiviertelsrente umgewandelt wurde. Die SUVA ihrerseits holte insbesondere ein Gutachten des Universitätsspitals Q.________, Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie, Abteilung Neuro-Otologie, vom 21. November 2002 ein. Am 28. März 2003 meldete der Versicherte der SUVA, er habe am 6. Februar 2003 erneut einen Autounfall mit Heckkollision erlitten. Die Anstalt erbrachte Leistungen in Form von Heilbehandlung und liess am 3. Juni 2003 im Universitätsspital Q.________ eine neuropsychologische Untersuchung durchführen. In der Folge lehnte sie es mit Verfügung vom 5. August 2003 ab, für die drei genannten Unfälle über den 15. August 2003 hinaus weitere Leistungen zu erbringen. Zur Begründung wurde erklärt, das Ereignis vom 6. Februar 2003 sei nicht mehr bei ihr versichert, während zwischen den beiden früheren Auffahrunfällen und den fortbestehenden behandlungsbedürftigen Beschwerden kein genügender Kausalzusammenhang bestehe. An dieser Beurteilung hielt die Anstalt mit Einspracheentscheid vom 30. Dezember 2003 fest.