Citation: 9C_551/2021 E. 3

Die Vorinstanz hat erwogen, dass der Beschwerdegegner im Jahr 2017 von Februar bis September von der B.________ Sàrl ein Einkommen von insgesamt Fr. 24'000.- und von März bis Juli sowie im Oktober von der C.________ GmbH ein solches von insgesamt Fr. 36'000.- erzielt habe. Im Jahr 2018 habe er keinen Lohn bezogen. Keines der beiden Arbeitsverhältnisse habe als besonders stabil gelten können, was der Anrechnung der entsprechenden Einnahmen als Invalideneinkommen entgegenstehe (vgl. BGE 143 V 295 E. 2.2). Über die C.________ GmbH sei denn auch im April 2018 der Konkurs eröffnet worden und zur B.________ Sàrl gebe es kaum weiterführende Angaben in den Akten. Deshalb sei auch nicht anzunehmen gewesen, dass die Verbesserung der Erwerbsfähigkeit (gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV [SR 831.201]) voraussichtlich längere Zeit angedauert hätte. Die durch die genannten Tätigkeiten bewirkte Veränderung der erwerblichen Verhältnisse bilde mangels Dauerhaftigkeit keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG. Sodann hat das kantonale Gericht dem von ihm eingeholten MEDAS-Gutachten "volle" Beweiskraft beigemessen. Gestützt darauf hat es festgestellt, eine anspruchsrelevante gesundheitliche Verbesserung im Vergleich zum Zustand beim Erlass der Verfügung vom 30. Oktober 2012 sei nicht erwiesen. Folglich hat es auch mit Blick auf einen veränderten Gesundheitszustand einen Revisionsgrund verneint. Weiter hat es erwogen, die Wiedererwägung (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) der Verfügung vom 30. Oktober 2012 komme zwar grundsätzlich infrage. Indessen habe die Verwaltung keinen entsprechenden Antrag gestellt und die vorliegenden Akten böten auch keinen Anlass, eine in diesem Sinne substituierte Begründung zu prüfen, weshalb sie unterbleiben könne. Die Vorinstanz hat demnach - mangels eines Rückkommenstitels - sowohl die Herabsetzung der Rente als auch die Rückforderung von Rentenbetreffnissen für unzulässig gehalten.