Citation: 5A_890/2014 E. 2.4.2

2.4.2. Der Beschwerdeführer erblickt die Notwendigkeit anwaltlicher Hilfestellung weiter in der schlampigen (d.h. nicht stattgehabten) Behandlung seiner Gefährdungsmeldung vom 18. April 2014, zumal die KESB Ende Juli die Möglichkeit offen lasse, seiner Gefährdungsmeldung nicht nachzugehen. Weitere Beispiele seien die lange Zeit nicht gewährte Akteneinsicht und die Kollusion zwischen der KESB und dem KJPD. Aufgrund der Akten ist indessen nicht ersichtlich, dass die KESB das Verfahren nicht mit der notwendigen Gewissenhaftigkeit und Beschleunigung vorangetrieben hätte. Auf die mündlichen und schriftlichen Vorbringen und Anträge des Beschwerdeführers ist innert nützlicher Frist geantwortet worden. Der KJPD war genauso wie der Beschwerdeführer in das Verfahren einzubeziehen, zumal beide selbstständig eine Gefährdungsmeldung erstattet haben. Die gerügte "Kollusion" besteht aus neutraler Sicht schlicht in gegenseitiger Information. Nach dem Vorliegen des Abklärungsberichts mit einem klaren Ergebnis hat auch begründeter Anlass bestanden, den Beschwerdeführer nochmals anzufragen, ob er an seiner Gefährdungsmeldung festhalte und worin er die Gefährdung sehe (Bst. B.c oben). Zwar ist es nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer ein mehrmonatiges Verfahren subjektiv als (zu) lang empfindet. Eine besondere Dringlichkeit in der Behandlung seiner Gefährdungsmeldung hat jedoch objektiv nicht bestanden. Es ist aktenkundig, dass seine urteilsfähige Tochter und deren Mutter als alleinige Sorgerechtsinhaberin nach umfassender Aufklärung durch die behandelnden Ärzte des KJPD in die medizinische Behandlung eingewilligt haben. Gegen den erklärten Willen der Betroffenen vermag der Beschwerdeführer mit oder ohne Anwalt nur schwer gegen die medizinische Behandlung durch den KJPD aufzukommen.