Citation: 4A_196/2021 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin übergeht, dass im ersten Verfahren anerkannt war, dass der dort eingereichte handschriftliche Vermerk erst mehr als ein halbes Jahr nach der Geburt angebracht wurde, nachdem die Krankheit bereits zutage getreten war. Der Eintrag in der nun eingereichten Krankengeschichte erfolgte dagegen gemäss der Behauptung der Beschwerdegegnerin, welcher die kantonalen Instanzen Glauben schenkten, echtzeitlich. Bereits im ersten Prozess war für die Gerichte aber von Belang, dass eine so grundlegende und schwerwiegende Entscheidung im Arzt-Patient-Verhältnis sich in einer sofortigen Dokumentation niederschlagen würde. Während es im ersten Prozess an einer derartigen Dokumentation fehlte, war diese nach Ansicht der Vorinstanz im zweiten Prozess vorhanden. Damit stand insoweit ein grundlegend anderer Sachverhalt zur Debatte.