Citation: 1B_481/2020 E. B

Am 17. Juli 2020 ersuchte die Staatsanwaltschaft das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau um Entsiegelung. Mit Verfügung vom gleichen Tag stellte das Zwangsmassnahmengericht das Entsiegelungsgesuch A.________ zur Stellungnahme zu innert 10 Tagen seit Empfang der Verfügung. Die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts ging am 20. Juli 2020 beim Anwalt von A.________, Advokat Alain Joset, ein. Am 30. Juli 2020 reichte die Anwaltssubstitutin MLaw Hannah Frey die Stellungnahme ein, welche sie "per Alain Joset, Advokat" unterzeichnete. Sie beantragte, das Entsiegelungsgesuch lediglich teilweise gutzuheissen; die Auswertung des Mobiltelefons und des Tabletts sei zu beschränken auf die Nachrichtenverläufe sowie auf die Bild- und Videoaufnahmen, ebenso auf den Zeitraum ab der ersten tatverdächtigen Handlung. Der Stellungnahme legte MLaw Frey die ihr am 6. Juli 2020 von Advokat Joset erteilte Substitutionsvollmacht bei. Am 31. Juli 2020 ersuchte das Zwangsmassnahmengericht Advokat Joset, bis zum 7. August 2020 die temporäre Zulassung von MLaw Frey, ausgestellt von der zuständigen Anwaltskammer, in Kopie zuzustellen. Die Zulassung müsse auch die Befugnis, ausserkantonale Prozesshandlungen vorzunehmen, einschliessen. Am 6. August 2020 teilte Advokat Joset dem Zwangsmassnahmengericht mit, er sei der Ansicht, die Eingabe seiner Substitutin vom 30. Juli 2020 sei gestützt auf die bundesrechtlichen (zivilrechtlichen) Vorgaben und die gesetzliche Regelung im Kanton Aargau korrekt und damit auch gültig erfolgt. "Um weiteren Diskussionen vorzubeugen" sandte Advokat Joset dem Zwangsmassnahmengericht nochmals ein Exemplar der Eingabe vom 30. Juli 2020 zu, welche er persönlich unterzeichnete.