Citation: I 588/05 27.04.2006 E. 4

Dr. med. G.________, Facharzt für Innere Medizin, hielt in seinem Bericht vom 23./27. Juni 2003 fest, der Versicherte sei in einer leichten, wechselnden Tätigkeit sitzend und stehend zu 50 bis 100 % arbeitsfähig; eine weitergehende medizinische Abklärung und Ermittlung der funktionellen Leistungsfähigkeit sei empfehlenswert. Zudem füllte er das Raster zur medizinischen Beurteilung der Arbeitsbelastbarkeit aus. Momentan würden keine Therapien durchgeführt, einzig Schmerzmittel nach Bedarf. Die Rheumaklinik und Institut für Physiotherapie mit Poliklinik, Kantonsspital Z.________, berichtete am 4. August 2003, die angestammte Arbeit als Lastwagenfahrer erscheine längerfristig kaum realistisch. Längeres Stehen, Laufen und Sitzen sei nicht möglich; am günstigsten seien häufige Positionswechsel. Es seien aktive physiotherapeutische Massnahmen empfohlen und eine Anmeldung für eine medizinische Trainingstherapie ausgestellt worden. Die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) in der Physiotherapie der Klinik K.________, ergab eine schmerzhafte Funktionsstörung des unteren Rückens mit ausstrahlenden Schmerzen in das linke Bein bis zum Fuss. Diese Schmerzen seien plausibel und behinderten den Versicherten in den relevanten Arbeitsbereichen wie dem langen Sitzen und dem Tragen von Gewichten. Die Schmerzpräsentation erscheine übersteigert und die Leistungsbereitschaft sei infolge seines "fear avoidance" Verhaltens insgesamt fraglich. Die angestammte Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar, eine sehr leichte Arbeit mit Möglichkeit zur Wechselbelastung sei ganztags zumutbar und zu empfehlen (Bericht vom 1. März 2004). Dr. med. A.________, leitender Arzt, und Frau Dr. med. T.________, Oberärztin, Abteilung Rehabilitation, Klinik K.________, konstatierten in ihrem Gutachten vom 21. Juni 2004 auf Grund der festgestellten Störungen eine Einschränkung für längeres Sitzen und Stehen, vorgeneigtes Sitzen und Stehen, Heben und Tragen von Gewichten über 5 kg und Arbeiten über Kopfhöhe und umschrieben die verbleibenden Funktionen und Belastbarkeit als Gehen, Hantieren von sehr kleinen Gewichten, kurzdauerndes Sitzen und Stehen. Eine wechselbelastende, sehr leichte Tätigkeit sei zu 8.5 Stunden pro Tag zumutbar. Medizinisch-theoretisch würde der Versicherte von einem regelmässigen, über Monate durchgeführten Kraft- und Aufbautraining bezüglich Schmerzen und Erhöhung der Belastbarkeit profitieren; infolge des chronifizierten Verlaufs sowie Zeichen der Schmerzausweitung und Schonhaltung sei dies jedoch in Frage gestellt.