Citation: 2C_373/2023 E. A

A.a. A.________ (geb. 1967) erwarb den Führerausweis der Kategorie B am 18. Januar 1986. Seit 2002 war er als selbständiger Fahrlehrer tätig. Nach mehreren Warnungsentzügen wurde ihm im Januar 2005 der Führerausweis vom Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt St. Gallen (nachfolgend: Strassenverkehrsamt) wegen charakterlicher Nichteignung auf unbestimmte Zeit entzogen. Im Juni 2005 wurden ihm der Führerausweis und im August 2005 die Fahrlehrerbewilligung wiedererteilt. Mit Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 23. September 2011 erfolgte erneut ein Führerausweisentzug auf unbestimmte Zeit, weil A.________ einer zuvor angeordneten verkehrsmedizinischen und -psychologischen Untersuchung ferngeblieben war. A.b. Ein Gutachten vom 13. November 2015 verneinte die Fahreignung A.________s aus verkehrspychologischer Sicht. Nach positiv verlaufener verkehrsmedizinischer Fahreignungsabklärung (Gutachten vom 27. Januar 2016) und erfolgreicher Absolvierung einer neuen Führerprüfung für die Kategorie B wurde ihm der Führerausweis am 16. August 2016 unter der Auflage einer kontrollierten Alkohlabstinenz wiedererteilt. Das Gesuch um Wiedererteilung der Fahrlehrerbewilligung beantwortete das Strassenverkehrsamt mit Verfügung vom 2. November 2016 abschlägig. Die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen hiess einen dagegen erhobenen Rekurs am 29. Juni 2017 insofern gut, als sie feststellte, dass sich der Bewilligungsentzug vom 23. September 2011 lediglich auf den Führerausweis erstreckte und die Fahrlehrerbewilligung folglich nicht entzogen worden war, und die Vorinstanz anwies, zu prüfen, ob die Fahrlehrerbewilligung unbefristet zu entziehen sei. A.c. Wegen Missachtung der Alkoholabstinenzauflage entzog ihm das Strassenverkehrsamt am 1. März 2017 den Führerausweis und am 7. September 2017 die Fahrlehrerbewilligung erneut auf unbestimmte Zeit. Der Führerausweis der Kategorie B wurde A.________ am 13. September 2017 unter der Auflage einer Alkoholfahrabstinenz sowie eines sozialen Trinkverhaltens wiedererteilt. Die Wiedererteilung der Kategorien A und C sowie der Unterkategorie D1 wurde abgewiesen. Den von A.________ gegen den erneuten Entzug der Fahrlehrerbewilligung erhobenen Rekurs hiess die Verwaltungsrekurskommission mit Entscheid vom 31. Mai 2018 gut und wies die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an das Strassenverkehrsamt zurück. Mit Entscheid vom gleichen Datum hiess sie den Rekurs gegen die Abweisung der Wiedererteilung des Führerausweises der Kategorien A und D1 insoweit gut, als sie die Auflagen des sozialen Trinkverhaltens aufhob und ihm den Führerausweis der Kategorie A und der Unterkategorie D1 wiedererteilte. A.d. Am 2. Juli 2018 stellte das Strassenverkehrsamt A.________ eine verkehrspsychologische Abklärung in Aussicht und entzog ihm zugleich vorsorglich die Fahrlehrerbewilligung. Gegen den vorsorglichen Entzug der Bewilligung erhob A.________ Rekurs. Darin ersuchte er auch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und aufschiebende Wirkung. Diese Gesuche wies die Verwaltungsrekurskommission mit Verfügung vom 29. Oktober 2018 ab, wogegen A.________ Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen erhob. Zugleich beantragte er die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, was Letzteres mit Verfügung vom 15. November 2018 verweigerte. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht im Urteil 2C_1130/2018 vom 1. Februar 2019 gut, soweit es darauf eintrat, und wies die Vorinstanz an, die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Das Verwaltungsgericht hiess mit Entscheid vom 9. April 2019 die Beschwerde gegen die Verfügung der Verwaltungsrekurskommission vom 29. Oktober 2018 hinsichtlich der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gut und wies sie im Übrigen ab. Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht im Urteil 2C_430/2019 vom 10. Mai 2019 nicht ein. Der gegen den vorsorglichen Entzug erhobene Rekurs wies die Verwaltungsrekurskommission am 20. November 2019 ab. Das Verwaltungsgericht wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 15. Januar 2020 ab. Das Bundesgericht bestätigte den vorsorglichen Entzug der Fahrlehrerbewilligung im Urteil 2C_171/2020 vom 15. Juni 2020.