Citation: I 519/03 11.12.2003 E. 4

4.1 Gestützt auf die Urteile S. vom 25. Oktober 2001, I 120/01, sowie R. vom 11. März 2003, I 757/02, gelangte die Vorinstanz zum Schluss, die strittige Behandlung sei mangels Wissenschaftlichkeit und Zweckmässigkeit nicht als medizinische Eingliederungsmassnahme gemäss Art. 12 IVG durch die Invalidenversicherung zu übernehmen. 4.2 Hiegegen wendet der Versicherte ein, der zur Begründung des angefochtenen Entscheids herangezogenen Rechtsprechung könne nicht gefolgt werden. Es sei nicht zulässig, eine Vorkehr nur deshalb nicht als medizinische Eingliederungsmassnahme zu übernehmen, weil sie gemäss KLV nicht als Pflichtleistung anerkannt sei. Denn die Definition der Wissenschaftlichkeit gemäss altem KUVG finde praxisgemäss nur "grundsätzlich" auch Anwendung in Bezug auf die medizinischen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (vgl. dazu Erw. 2 hievor). Damit habe das Eidgenössische Versicherungsgericht zum Ausdruck bringen wollen, dass bei jedem Eingriff, welcher nach Massgabe der KLV nicht als Pflichtleistung anerkannt sei, geprüft werden müsse, ob die Wissenschaftlichkeit im Sinne der Invalidenversicherung gegeben sei. Umgekehrt könne jedoch unbesehen aus einer anerkannten Pflichtleistung der KLV auch auf die im Bereich der Invalidenversicherung zu bejahende Wissenschaftlichkeit geschlossen werden. Für diese Auslegung spreche auch der unterschiedliche Wortlaut der Artikel 12 IVG und 32 Abs. 1 KVG. Werde die Voraussetzung der Wissenschaftlichkeit auf dem Gebiete der Invalidenversicherung nur in abgeschwächter Formulierung im Verordnungstext erwähnt (Art. 2 Abs. 1 IVV), so sei in demselben Kriterium gemäss Art. 32 Abs. 1 KVG auf Grund des engeren und präziseren Wortlauts eine einschränkendere Bedingung für die Anerkennung einer Vorkehr als Pflichtleistung gemäss KLV zu erblicken. In der Krankenversicherung gehe es um Massnahmen der medizinischen Heilbehandlung, während medizinische Massnahmen im Sinne von Art. 12 IVG die berufliche Eingliederung bezweckten. Die am 4. April 2002 durchgeführte Excimer-Laser-Behandlung nach dem LASIK-Verfahren sei somit als Methode zu bezeichnen, welche nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft angezeigt und deshalb von der Invalidenversicherung als medizinische Eingliederungsmassnahme zu übernehmen sei.