Citation: 2C_511/2019 E. 4.3.3

4.3.3. Angesichts der vorinstanzlich festgestellten Tatsache, dass der Sohn der Beschwerdeführerin zumindest von September 2016 bis Mitte 2018 in Österreich lebte, ist nicht von einer Verwurzelung in der Schweiz auszugehen. Vielmehr scheint fraglich, ob er abgesehen von der Staatsangehörigkeit überhaupt einen engen Bezug zur Schweiz hat. Ebenso unklar bleibt, ob eine tatsächlich gelebte, enge und intakte Beziehung der Beschwerdeführerin zu ihrem Sohn besteht, was die Vorinstanz berechtigterweise infrage stellte. Sollte der Sohn tatsächlich wieder in der Schweiz leben, würde eine allfällige Rückkehr nach Österreich zusammen mit seiner Mutter nicht gegen das Kindeswohl verstossen, zumal er so in eine ihm bekannte Umgebung zurückkehren könnte, wo er bereits den Kindergarten besuchte und damit eine prägende Zeit seiner Kindheit verbrachte. Der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung führt somit jedenfalls nicht zur Trennung einer engen affektiven Beziehung zwischen Mutter und Sohn. Die Beziehung kann - wie vermutlich bereits in der Vergangenheit - in Österreich gelebt werden. Aus der Schweizer Staatsangehörigkeit ihres Sohnes kann die Beschwerdeführerin unter diesen Umständen kein Anwesenheitsrecht ableiten. Es besteht kein wichtiger persönlicher Grund, der einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen würde.