Citation: 8C_144/2017 E. 2

Streitig ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie der Beschwerdegegnerin eine halbe Invalidenrente zugesprochen hat. Dabei ist hauptsächlich zu prüfen, ob sich die von den Sachverständigen der MEDAS aufgrund der diagnostizierten rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: F33.4) eingeschätzte Arbeitsunfähigkeit von 30 % in einer den körperlichen Leiden angepassten Erwerbstätigkeit aus rechtlicher Sicht invalidisierend auswirkt. Unbestritten ist, dass das Gutachten der MEDAS vom 2. September 2013 vollumfänglich beweistauglich ist. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht prüfen, indem an die zuerst erfolgende ärztliche Stellungnahme eine - freie - juristische Beurteilung der noch zumutbaren Arbeitsleistung anschliesst (BGE 141 V 281 E. 5.2 S. 306). Aus rechtlicher Sicht kann von einer medizinischen Einschätzung der Arbeits (un) fähigkeit abgewichen werden, ohne dass diese ihren Beweiswert verliert (SVR 2016 UV Nr. 25 S. 81, 8C_438/2015 E. 6 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 5.2 S. 306).