Citation: 6A.25/2005 03.07.2005 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör. Soweit er sich dabei allerdings auf die Empfehlung der Interkantonalen Fachkommission zur Beurteilung der Gemeingefährlichkeit von Straftätern bezieht, geht die Rüge an der Sache vorbei, weil die Vorinstanz diese Empfehlung als unbeachtlich erachtet hat. Sodann bildet das Urlaubsgesuch des Beschwerdeführers nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheides. Aus dem in Art. 29 Abs. 2 BV verankerten Grundsatz des rechtlichen Gehörs ergibt sich auch die Pflicht von Gerichten und Behörden, ihre Entscheide zu begründen (grundlegend: BGE 112 Ia 107 E. 2b; vgl. auch BGE 126 I 97 E. 2b S. 102). Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann, was nur möglich ist, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 ff., mit Hinweisen). Dem Beschwerdeführer ist zuzugestehen, dass sich der angefochtene Entscheid nur sehr knapp dazu äussert, weshalb die bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug sich nur bei Vollstreckung der fremdenpolizeilichen Ausweisung verantworten lässt. Immerhin ist ersichtlich, weshalb die Vorinstanz zu diesem Schluss gelangt ist (angefochtener Entscheid S. 23 Ziff. 14d), was der verfassungsrechtlichen Anforderung an die Begründungspflicht genügt. Im Folgenden ist zu prüfen, ob der Entscheid materiell mit Bundesrecht vereinbar ist.