Citation: 4A_116/2023 E. 5.5

5.5. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz verkenne, dass in casu zwischen der "effektiven" bzw. der "aktiven" Arbeitszeit und der Präsenzzeit zu unterscheiden sei. Es könne sein, dass nur während fünf Stunden pro Tag bzw. 35 Stunden pro Woche aktiv geholfen werden müsse, dennoch sei eine Präsenz rund um die Uhr erforderlich. Wenn die Arbeitnehmerin den Arbeitsplatz nicht verlassen dürfe, weil sie für allfällige Einsätze anwesend sein müsse, qualifiziere auch diese Zeit als zu entschädigende Arbeitszeit. Die beschwerdeführende Partei darf der Vorinstanz die ihr bekannten rechtserheblichen Einwendungen nicht vorenthalten, um sie nach Erlass eines ungünstigen Entscheids im nachfolgenden Rechtsmittelverfahren geltend zu machen (sog. materielle Ausschöpfung des Instanzenzugs; BGE 146 III 203 E. 3.3.4.; 143 III 290 E. 1.1.). Die Beschwerdeführerin zeigt nicht hinreichend auf, dass sie bereits vor der Vorinstanz geltend gemacht hat oder erst der Entscheid der Vorinstanz zum Einwand Anlass gibt, dass auch die inaktive Präsenzzeit als Arbeitszeit zu gelten habe. Entsprechend ist diese Rüge unbeachtlich. Ausserdem verkennt die Beschwerdeführerin, dass die Vorinstanz (mit der Erstinstanz) die nötige Präsenzzeit in der Annahme einer durchschnittlichen 35 Stundenwoche der Beschwerdeführerin mitberücksichtigte. Soweit die Beschwerdeführerin im Übrigen zur Darlegung der angeblich geleisteten Arbeitszeit der Beschwerdeführerin verschiedentlich Passagen aus den Protokollen des Arbeitsgerichts bzw. aus den Eingaben der Parteien wiedergibt und in frei gehaltenen Ausführungen eine eigene Beweiswürdigung vornimmt, ohne sich mit dem vorinstanzlichen Urteil auseinanderzusetzen, ist ihre Rüge unzulässig (vgl. E. 2.1 und 2.2 hiervor).