Citation: 9C_620/2019 E. 4.2

4.2. Mit Blick auf die vom Bundesgericht hinsichtlich der Altersbegrenzung definierten Ausnahmetatbestände ist zum einen derjenige in Bezug auf die Unterlassung der entsprechenden zeitlichen Befristung im Rahmen der Leistungszusprechung auszuschliessen. Die Beschwerdegegnerin hat sich vielmehr zu Beginn weg gegen die beantragte Eingliederungsmassnahme ausgesprochen und sowohl im Vorbescheid vom 26. Juni 2017 als auch in ihrer Verfügung vom 27. August 2018 ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein entsprechender Anspruch im Sinne von Art. 12 Abs. 1 und Art. 13 Abs. 1 IVG nur bis zur Vollendung des 20. Altersjahrs bestehe. Ebenso wenig liegt ferner eine Konstellation dergestalt vor, dass die Beschwerdegegnerin nicht mit dem notwendigen Nachdruck bei einem (externen) medizinischen Durchführungsorgan auf beförderliche Erledigung der in Auftrag gegebenen Abklärungen respektive Behandlungen gepocht hätte. Zu prüfen ist nachstehend einzig, ob sich die Beschwerdeführerin, wie von ihr geltend gemacht, im Falle einer grundsätzlichen Bejahung ihres Anspruchs auf Eingliederungsmassnahmen im Sinne von Art. 12 oder 13 IVG, auf ein anderweitiges treuwidriges Verhalten der Beschwerdegegnern respektive der Vorinstanz in Form eines rechtsverzögernden Verhaltens berufen könnte.