Citation: C 434/99 08.02.2001 E. 2

2.- a) Gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a AVIG haben beitragspflichtige Arbeitnehmer von Arbeitgebern, die in der Schweiz der Zwangsvollstreckung unterliegen oder in der Schweiz Arbeitnehmer beschäftigen, Anspruch auf Insolvenzentschädigung, wenn gegen ihren Arbeitgeber der Konkurs eröffnet wird und ihnen in diesem Zeitpunkt Lohnforderungen zustehen. Nach der bis 31. Dezember 1991 in Kraft gestandenen Fassung von Art. 52 Abs. 1 AVIG deckte die Insolvenzentschädigung Lohnforderungen für die letzten drei Monate vor der Konkurseröffnung. Laut Art. 52 Abs. 1 AVIG, in der vom 1. Januar 1992 bis Ende Dezember 1995 gültig gewesenen Version, umfasste die Deckung Lohnforderungen für die letzten drei sowie in der ab 1. Januar 1996 geltenden, hier anwendbaren Fassung, die letzten sechs (ab 1. September 1999: vier) Monate des Arbeitsverhältnisses. b) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, gestützt auf den per 1. Januar 1992 geänderten Wortlaut des Art. 52 Abs. 1 AVIG, wonach der Insolvenzentschädigungsanspruch Lohnforderungen für die letzten drei bzw. ab 1. Januar 1996 sechs Monate des Arbeitsverhältnisses (und nicht mehr ausdrücklich für die letzten drei Monate vor der Konkurseröffnung) decke, sei die massgebende Zeitspanne unabhängig vom Datum der Konkurseröffnung neu vom Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses an zurückzurechnen. Dies führe dazu, dass die Insolvenzentschädigung auch für erst nach der Konkurseröffnung entstandene Lohnforderungen auszurichten sei, sofern das Arbeitsverhältnis erst nach der Konkurseröffnung geendet habe.