Citation: 8C_326/2021 E. 3.2.1

3.2.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, Dr. med. D.________ lege im Bericht vom 17. Januar 2020 dar, dass gemäss medizinischer Literatur 94 % aller osteochondralen Läsionen im Bereich der Talusschulter traumatischer Genese seien. Entsprechend müsse man im vorliegenden Fall davon ausgehen, dass der Ursprung der Beschwerdeentwicklung unfallbedingt sei, zumal er vor dem Unfall hinsichtlich des betroffenen Sprunggelenkes beschwerdefrei gewesen sei. Sodann habe die Klinik E.________ mit Mail vom 6. November 2019 mitgeteilt, nach nochmaliger Rücksprache mit der Radiologie seien wohl von der Arthroskopie keine Bilder vorhanden. Obwohl diese Tatsache bekannt gewesen sei, hätten weder die Vorinstanz noch die Suva weitere Nachforschungen angestellt. Der reine Aktenbericht des Kreisarztes sei somit nicht beweiskräftig, da kein lückenloser Befund vorgelegen habe. Das kantonale Gericht hätte daher zur Beurteilung des Streitgegenstandes nicht ohne zusätzliche Abklärungen darauf abstellen dürfen. Es blende zudem aus, dass Dr. med. D.________ im Gegensatz zum Kreisarzt Fussspezialist sei, den Beschwerdeführer operierte und sich ein genaues Bild der Schädigung habe machen können. Jedenfalls bestünden gestützt auf die Auskünfte des Dr. med. D.________ zumindest geringe Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung. Aufgrund der unauflösbaren Widersprüche der ärztlichen Einschätzungen hätte es mit Blick auf den Untersuchungsgrundsatz zwingend die beantragte gerichtliche Expertise anordnen müssen. 3.2.1.1. Zunächst ist festzuhalten, dass der vollständige Bericht der von Dr. med. D.________ am 25. Juli 2019 durchgeführten Arthroskopie aktenkundig ist. Zudem nimmt er in der Stellungnahme vom 17. Januar 2020 darauf Bezug. So hält er fest, anhand der intraartikulären Morphologie der Läsion könne kein eindeutiger Rückschluss auf den Ursprung der Läsion erhoben werden. Intraoperativ habe sich der Knorpel an der Läsionslokalisation zwar als vorhanden, aber als lose und aufgeweicht präsentiert, was durchaus von einer traumatischen Genese herrühren könne. Abhängig von der Beschaffenheit der statischen Stabilisatoren in Form von Bändern müsse es nicht zwangsläufig mit einer ausgedehnten Zerreissung derselben bei einer Verletzung des OSG einhergehen, insbesondere nicht bei Patienten mit einem eher laxen, dehnbaren Bandapparat. Damit ist in diesem Zusammenhang nicht ersichtlich, weshalb die Vorinstanz den Untersuchungsgrundsatz verletzt haben soll. 3.2.1.2. Aus den in vorstehender Erwägung zitierten Auskünften des Dr. med. D.________ allein können keine auch nur geringe Zweifel an der Auffassung des Dr. med. F.________ begründet werden. Aus den medizinischen Akten ergeben sich keine Hinweise auf eine Bandlaxizität. Zentraler Punkt zur Beurteilung des Streitgegenstandes bildet, wie die Vorinstanz letztlich zutreffend erwogen hat, die Aussage, Dr. med. D.________ verwende für die diagnostische Beschreibung der Veränderungen im Bereich des OSG den Begriff "Osteochondrale Läsion", da dieser im Gegensatz zum Begriff "Osteochondrosis dissecans" neutraler und unabhängig von der Genese sei. Mithin stehe der von Dr. med. F.________ gestellten Diagnose einer Osteochondrosis dissecans nichts entgegen. In diesem Zusammenhang ist zu verdeutlichen, dass Dr. med. D.________ der Auffassung des Dr. med. F.________ explizit beipflichtete, sollte eine Osteochondrosis dissecans vorliegen, diese per definitionem krankheitsbedingt sei. Auch aus diesem Grunde ist die Auskunft des Dr. med. D.________, eine Osteochondrale Läsion sei gemäss medizinischer Literatur zu 94 % unfallbedingt, nicht ohne Weiteres nachvollziehbar. Gerade diese Diagnose liess er nach dem Gesagten offen. Er hielt denn auch dazu fest, falls eine dezidierte Beurteilung des Falles notwendig sei, bedürfe es eines weiterführenden Gutachtens. Damit hatte Dr. med. D.________, wie die Vorinstanz bundesrechtskonform erkannt hat, keine Auskunft erteilt, inwieweit die kreisärztliche Beurteilung in Frage zu stellen sei. Ferner hat das kantonale Gericht mit nicht zu beanstandender Begründung erkannt, dass die Kreisärzte der Suva nach ihrer Funktion und beruflichen Stellung über besondere traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen verfügten (mit Hinweis auf das Urteil 8C_59/2020 vom 14. April 2020 E. 5.2). Daher könne ihren Aktenbeurteilungen durchaus besonderes Gewicht beigemessen werden. Dem ist beizupflichten.