Citation: 5A_23/2010 31.03.2010 E. 4.1

4.1.1 Hinsichtlich des Einkommens behauptet sie indes nicht aktuelles, vom Kantonsgericht unberücksichtigt gelassenes Zusatzeinkommen, sondern sie führt aus, die Y.________ AG habe in den Jahren 2003-2006 durchschnittlich einen Reingewinn von (gerundet) Fr. 47'000.-- p.a. realisiert, weshalb davon ausgegangen werden müsse, dass diese Reingewinne auch in Zukunft anfallen werden und sie in das Einkommen des Beschwerdeführers eingerechnet werden müssen (Rz 37). Das Kantonsgericht hat in diesem Zusammenhang u.a. ausgeführt (angefochtenes Urteil E. 6a S. 16), ein Abstellen auf die in der Vergangenheit erzielten Erträge könne nur insoweit in Frage kommen, als diese auch aktuell und in der Zukunft anfielen; dies sei indes gerade nicht der Fall, indem der bisherige Mietvertrag mit einem Mietzins von Fr. 120'000.-- per Ende Oktober 2007 aufgelöst worden sei und die Y.________ AG daher in absehbarer Zeit keine Gewinne mehr werde erwirtschaften können. Die Beschwerdegegnerin setzt sich mit diesen Erwägungen nicht auseinander. Deshalb kann ihr Einwand nicht gehört werden; auf ihre im Übrigen bloss appellatorische Kritik an den tatsächlichen Feststellungen ist nicht einzutreten (E. 1.4 hiervor). 4.1.2 Weiter behauptet die Beschwerdegegnerin, es seien dem Beschwerdeführer in der Vergangenheit zusätzliche Mittel von mindestens rund einer Million zugeflossen, was einem jährlichen Einkommen von Fr. 90'000.-- entspreche (Rz 26-30). Sie setzt sich zwar mit den in E. 3.4 wiedergegebenen Erwägungen des Kantonsgerichts, wonach es sich nicht um Einkommen, sondern letztlich um Vermögensverbrauch handle, auseinander, allerdings nur insofern, als sie den Ausführungen des Kantonsgerichts lediglich ihre Sicht der Dinge gegenüberstellt, ohne aufzuzeigen, in welchem Punkt jenes in Willkür verfallen sein soll. Ganz abgesehen davon, übersieht die Beschwerdegegnerin bei ihrer Argumentation, dass es sich um vergangene Geldflüsse handelt, und sie zeigt nicht auf, inwiefern diese auch in der Zukunft anfallen könnten (s. dazu auch E. 4.1.1 hiervor). 4.2 Sodann bestreitet die Beschwerdegegnerin Änderungen bei den Vermögensverhältnissen. Sie rügt Willkür in der Sachverhaltsfeststellung, weil die vom Beschwerdeführer eingereichte Steuererklärung 2007, in welcher eine massive Vermögensverminderung gegenüber 2006 verzeichnet werde, eine reine Parteibehauptung ohne jede Beweiskraft sei, dies umso mehr, als er die Steuerveranlagung 2007 nicht eingereicht habe, obwohl diese im Urteilszeitpunkt längst habe vorliegen müssen. Damit lasse sich nicht erklären, warum sich das Vermögen des Beschwerdeführers in den 15 Jahren zwischen der Scheidung und dem 31. Dezember 2006 lediglich von Fr. 1'054'000.-- um Fr. 63'480.-- auf Fr. 990'520.-- reduziert habe und sich danach innerhalb nur eines Jahres plötzlich um weitere Fr. 337'113.-- auf Fr. 653'407.-- (gemäss Steuererklärung 2007) zu sinken. Von Vornherein nicht eingetreten werden kann auf die geltend gemachte Verletzung von Art. 8 ZGB, denn die vorinstanzliche Auffassung, für die andeutungsweise behauptete Steuerhinterziehung wäre im Übrigen nach dieser Bestimmung die Beschwerdegegnerin - und nicht wie von ihr behauptet der Beschwerdeführer - beweispflichtig (angefochtenes Urteil E. 5d S. 12 und E. 7e S. 22), kann nicht mit der blossen Bemerkung widerlegt werden (Art. 42 Abs. 2 BGG), die Steuererklärung 2007 stelle eine reine Parteibehauptung dar und die definitive Steuerveranlagung des Jahres 2007 sei nicht ins Recht gelegt worden, obwohl sie spätestens zum Zeitpunkt der Berufungsverhandlung vorgelegen haben muss. Die Beschwerdegegnerin setzt sich ferner nicht mit den Erwägungen des Kantonsgerichts auseinander, wonach der Vermögensrückgang einerseits auf den bisherigen Vermögensverzehr zur Bestreitung des Lebensunterhalts und andererseits auf die - namentlich zufolge Wegfalls des Mietertrages in der Höhe von Fr. 120'000.-- p.a. ab November 2007 erfolgte - steuerliche Neubewertung der Y.________ AG von rund Fr. 800'000 per Ende 2006 auf knapp Fr. 480'000.-- per Ende 2007 (angefochtenes Urteil E. 5d S. 12) zurück zu führen sei. Damit legt sie auch nicht dar, weshalb die Schlussfolgerungen des Kantonsgerichts vor Art. 9 BV nicht Stand halten sollen. 4.3 Sodann ist die Beschwerdegegnerin der Meinung, der Beschwerdeführer könne - was von der Vorinstanz nicht berücksichtigt worden sei - auch noch eine persönliche Darlehensforderung von Fr. 50'000.-- einfordern, die ihm gemäss dem Wertschriftenverzeichnis 2007 (kläg. act. 22) zustehe (Rz. 39 Abs. 2). Diese neue Tatsache kann jedoch nicht entgegengenommen werden (Art. 99 Abs. 1 BGG), da sie im kantonsgerichtlichen Verfahren nicht geltend gemacht wurde und die Beschwerdegegnerin nicht rügt, die Vorinstanz habe dieses Guthaben in Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV nicht zur Kenntnis genommen. Daraus folgt, dass ihre Aufstellung der liquiden Mittel des Beschwerdeführers unbeachtlich ist.