Citation: 6B_1164/2023 E. 4.3

4.3. Soweit der Beschwerdeführer der von ihm gerügten Verletzung von Art. 90 Abs. 3 SVG einen anderen, als den von der Vorinstanz willkürfrei und damit für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhalt zugrunde legt, ist auf seine Vorbringen nicht einzugehen. Die Vorinstanz geht im Wesentlichen aufgrund dem mit einer stark überhöhten Geschwindigkeit gefahrenen Überholmanöver bei Vorliegen einer Rechtskurve, dem Spurenabbau, der Zufahrt, der beidseitigen Trottoirs sowie der Busspur auf der Gegenfahrbahn von einem waghalsigen Überholmanöver aus. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist der vorinstanzlichen Würdigung, wonach das Überholmanöver geradezu unsinnig war, unter Berücksichtigung der dargelegten Umstände zu folgen. Ein vernünftiges Motiv für die Fahrweise ist nicht erkennbar, zumal sich in der dargelegten Situation ein Abbremsen geradezu aufgedrängt hatte. Hinsichtlich dem vom Beschwerdeführer vorgebrachten Verkehrsaufkommen ist darauf hinzuweisen, dass der Umstand, dass bei der Einleitung eines Manövers kein Gegenverkehr erkennbar ist, hinsichtlich des geschaffenen Risikos für sich allein, nicht ausschlaggebend ist (vgl. Urteile 6B_180/2023 vom 27. Juni 2024 E. 2.5; 6B_246/2021 vom 8. Juni 2022 E. 3.4). Mit dem unter einer erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitung in einer Kurve gefahrenen Überholmanöver hat der Beschwerdeführer, unter Berücksichtigung der Strassenführung sowie den beidseitigen Trottoirs ein hohes Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern in Kauf genommen. Die Vorinstanz hat das Vorliegen der objektiven sowie subjektiven Voraussetzungen von Art. 90 Abs. 3 SVG zu Recht bejaht.