Citation: 8C_730/2023 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hat die massgebenden rechtlichen Grundlagen betreffend die zusätzlich zur jährlichen Ergänzungsleistung vergüteten Krankheits- und Behinderungskosten, zu denen namentlich die Kosten für Hilfe, Pflege und Betreuung durch Familienangehörige zählen, zutreffend dargelegt (Art. 14 ELG). Darauf wird verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG). Hervorzuheben ist, dass das Reglement des Kantons Solothurn vom 18. Januar 2011 über die Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten bei den Ergänzungsleistungen (RKEL; BGS 831.3) zwischen der Übernahme der Kosten für direkt angestelltes Pflegepersonal (§ 15 RKEL) und der Kosten für Pflege und Betreuung durch Familienangehörige (§ 16 RKEL) unterscheidet. Kosten für direkt angestelltes Pflegepersonal werden zu Hause wohnenden Bezügerinnen und Bezügern mit einer Hilflosenentschädigung der Invaliden- und der Unfallversicherung für schwere und mittelschwere Hilflosigkeit nur für den Teil der Pflege und Betreuung vergütet, der nicht durch eine anerkannte Spitex-Organisation im Sinne von Art. 51 der Verordnung vom 27. Juni 2024 über die Krankenversicherung [KVV; SR 832.102]) erbracht werden kann (§ 15 Abs. 1 RKEL). Die Ausgleichskasse kann eine externe Fachstelle (wie z.B. den Kantonalen Spitex-Verband) mit der Bedarfsabklärung beauftragen. Ohne Bedarfsabklärung oder bei Nichteinhaltung der Vorgaben der externen Fachstelle werden keine Kosten übernommen (§ 15 Abs. 2 RKEL). Kosten für Pflege und Betreuung, die durch Familienangehörige erbracht wird, werden nur vergütet, wenn die betreffenden Familienangehörigen nicht in der EL-Berechnung eingeschlossen sind und durch die Pflege eine länger dauernde, wesentliche Erwerbseinbusse erleiden (§ 16 Abs. 1 RKEL). Die Kosten werden im Umfang des Erwerbsausfalls vergütet, jedoch höchstens in der Höhe von Kosten, die bei Inanspruchnahme einer Pflegefachperson erwachsen würden (§ 16 Abs. 2 RKEL). Die Vorinstanz hat zudem aufgezeigt, dass diese Regelung weitestgehend der früheren bundesrechtlichen Normierung entspricht (vgl. Art. 13-13b der Verordnung über die Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten bei den Ergänzungsleistungen [ELKV; SR 831.301.1], in Kraft bis 31. Dezember 2007).