Citation: 2C_827/2019 E. 4.6.4

4.6.4. Wie bereits dargelegt, hatte der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren ausgeführt, dass er seit der Einstellung des Ehevorbereitungsverfahrens am 21. Februar 2019 weitere Schritte unternommen habe, um nachzuweisen, dass der Eheschluss in absehbarer Zeit erfolgen könnte, und dass die Prüfung der eingereichten Unterlagen weit fortgeschritten sei (vgl. E. 4.5.1 hiervor). Im bundesgerichtlichen Verfahren macht er zudem geltend, dass er am 6. Juni 2019 beim Zivilstandsamt um die Wiederaufnahme des Ehevorbereitungsverfahrens ersucht habe. Schliesslich behauptet er, dass die Verfahrensverzögerungen nicht von ihm zu verantworten, sondern hauptsächlich auf Versäumnisse der involvierten Behörden zurückzuführen seien. Ob die Behauptungen des Beschwerdeführers zutreffen, bedarf zumindest weiterer Abklärungen. Der Stand des Verfahrens vor dem Zivilstandsamt bzw. der Prüfung der eingereichten Dokumente ist für die Beurteilung der Absehbarkeit des Eheschlusses und somit auch für den Ausgang des Verfahrens von Bedeutung. Das Verwaltungsgericht hat nicht überzeugend dargelegt, weshalb die Akten des Zivilstandsamts nicht geeignet wären, diese Frage zu klären (vgl. E. 4.2 hiervor). Seine Vermutungen, wonach sich die Ausgangslage seit dem Entscheid der Sicherheitsdirektion nicht mehr geändert habe, reichen nicht aus, um abschliessend zu prüfen, ob in absehbarer Zeit mit einem Eheschluss zu rechnen ist. Soweit die Vorinstanz dem Beschwerdeführer schliesslich entgegenhält, er habe seine Partnerin noch nicht geheiratet, ist dieser Vorwurf haltlos, zumal die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zwecks Heirat Voraussetzung für die Eheschliessung bildet und die Frage, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch darauf hat, Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist.