Citation: 1B_326/2021 E. 1.3

1.3. Gemäss Art. 81 Abs. 1 lit. a und b BGG ist zur Beschwerde legitimiert, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat und ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat. Der Beschwerdeführer hat das darin beurteilte Gesuch um Haftentlassung gestellt und am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen. Als betroffener Häftling ist er vom angefochtenen Entscheid besonders berührt. Sein Interesse an der Beschwerde muss jedoch aktuell sein, das heisst, auch im Zeitpunkt der Urteilsfällung noch bestehen. Mit dem angefochtenen Entscheid wurde die Sicherheitshaft lediglich bis zur mündlichen Eröffnung des Berufungsentscheids verlängert, die inzwischen erfolgt ist. Das Bundesgericht verzichtet ausnahmsweise auf das Erfordernis des aktuellen praktischen Interesses. Das gilt insbesondere in Haftfällen selbst nach einer Haftentlassung, wenn nicht von vornherein unbegründet die Verletzung von Bestimmungen der Europäischen Menschenrechtskonvention gerügt wird (BGE 137 I 296 E. 4.3.4). Solche Rügen liegen hier vor, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Da sich der noch immer bestehende Freiheitsentzug des Beschwerdeführers inzwischen aber nicht mehr auf den angefochtenen Entscheid zu stützen vermag, sondern auf anderer Grundlage beruhen muss, die hier nicht angefochten ist, kommt eine Haftentlassung von vornherein nicht in Frage.