Citation: 6B_888/2024 E. 2.1

2.1. Die Verteidigung trägt vor, die Vorinstanz habe "ohne stichhaltige Beweise", "klar willkürlich" und in Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" angenommen, dass der Beschwerdeführer in den linken Oberbauch von A.C.________ gestochen habe. A.C.________ habe keine sachdienlichen Angaben machen können zur Frage, wer ihm seine Verletzung im linken Oberbauch zugefügt habe. Die Vorinstanz halte fest, A.B.________ habe nachvollziehbar geschildert, dass er den Messerstich des Beschwerdeführers gegen A.C.________ gesehen habe. Dies sei "gerade offensichtlich falsch und aktenwidrig". Denn A.B.________ habe zu Beginn der polizeilichen Einvernahme nicht gesagt, dass der Beschwerdeführer A.C.________ auf diese Weise verletzt habe. Er habe lediglich ausgeführt, er glaube, dass es der Beschwerdeführer gewesen sei. Zwar habe A.B.________ bei der polizeilichen Einvernahme davon gesprochen, dass der Beschwerdeführer zu A.C.________ gerannt sei und ihm in den Bauch gestochen habe. Diese Aussage könne aber nicht stimmen, weil der Stich in den linken Oberbauch gemäss Anklage erfolgt sein solle, bevor der Beschwerdeführer A.B.________ zum Auto gefolgt sei. A.B.________ wolle den Stich aber erst nach dem Vorfall im Auto gesehen haben. Bei der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme habe A.B.________ eingeräumt, er habe nicht wahrgenommen, wie A.C.________ die Verletzung im linken Oberbauch erlitten habe. Damit habe er seine anfängliche Aussage bestätigt. Die Vorinstanz habe willkürlich auf die Aussage von A.B.________ abgestellt, wonach der Beschwerdeführer zu A.C.________ gerannt sei und ihm in den linken Oberbauch gestochen habe. Es gebe dafür keinen Beweis. Aus dem rechtsmedizinischen Gutachten gehe nicht hervor, wer die Verletzung verursacht habe. Die Vorinstanz nehme mit der Anklage an, dass der Stich von D.________ in den Unterbauch von A.C.________ etwa zur gleichen Zeit erfolgt sei wie der Stich in den linken Oberbauch. Wenn die Messerstiche in den Unterbauch und in den linken Oberbauch etwa zur gleichen Zeit erfolgt seien, so sei anzunehmen, dass beide Stiche durch denselben Täter verursacht worden seien, also allein durch D.________. Dies stehe auch im Einklang mit der Aussage von A.C.________, der nicht gesehen habe, wie der Beschwerdeführer ihn verletzt habe, aber wahrgenommen habe, dass D.________ das Klappmesser aus seinem Körper gezogen habe. Die Verteidigung macht der Vorinstanz auch eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör zum Vorwurf. Obschon die Verteidigung wiederholt "ausführlich und gut begründet" darauf hingewiesen habe, dass der Beschwerdeführer keinesfalls in den linken Oberbauch von A.C.________ gestochen habe, habe die Vorinstanz es nicht für nötig befunden, sich mit der Argumentation der Verteidigung auseinanderzusetzen, sondern willkürlich dem Beschwerdeführer diese Tat unterstellt.