Citation: 6B_538/2009 04.11.2009 E. 5

5.1 Der Beschwerdeführer rügt weiter eine Verletzung von Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes vom 20. November 1989 (Kinderrechtskonvention [KRK], SR 0.107) [Berücksichtigung des Kindeswohls] und Art. 12 KRK (Kindesanhörung). Das Bundesgericht hat die direkte Anwendbarkeit (self-executing-Charakter) einzelner Bestimmungen der Kinderrechtskonvention zwar bejaht, so auch in Bezug auf Art. 12 KRK (hierzu ausführlich BGE 124 III 90 E. 3a mit Hinweisen). Ob dies auch mit Blick auf Art. 3 KRK der Fall ist, kann vorliegend offenbleiben, da der Beschwerdeführer aus beiden Bestimmungen nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. 5.2 Der Beschwerdeführer schliesst aus Art. 12 KRK zu Unrecht, dass er in jedem Verfahrensstadium von neuem unmittelbar angehört werden muss. Nach der bundesgerichtlichen Praxis muss die Anhörung nicht notwendigerweise in jedem Fall mündlich erfolgen, sondern es kann genügen, wenn der Standpunkt des Kindes sonstwie in tauglicher Weise, zum Beispiel durch eine Eingabe seines Vertreters, Eingang in das Verfahren gefunden hat (Urteil 2C_19/2008 vom 18. Juni 2008 E. 3.3 mit Verweis auf BGE 124 II 361 E. 3c). Der Beschwerdeführer wurde im vorliegenden Verfahren am 8. Dezember 2008 von der Kantonspolizei Graubünden befragt (act. 4 der Vorakten) und konnte sich hierbei frei äussern. Zudem konnte er als Verfahrenspartei die ihm zustehenden Parteirechte ausüben. Die den Beschwerdeführer vertretenden Eltern hatten es in der Hand, in ihren Eingaben auch seinen Standpunkt und seine Interessen darzulegen. Einer zusätzlichen persönlichen Anhörung bedurfte es hiefür nicht. Die Beschwerde ist daher in diesem Punkt abzuweisen. 5.3 Hinsichtlich der Verletzung von Art. 3 Abs. 1 KRK erwähnt der Beschwerdeführer lediglich, dass es zu seinem Schutz und zum Schutz aller Kinder wichtig sei, dass körperliche Misshandlungen von Kindern verhindert oder zumindest geahndet würden. Er unterlässt es, näher darzulegen, aus welchen Gründen die Vorinstanz diese Bestimmung verletzt haben soll. Zudem zielt die Rüge der Verletzung von Art. 3 Abs. 1 KRK im Ergebnis auf eine materielle Überprüfung des angefochtenen Entscheides ab, weshalb diese auch aus diesem Grund nicht zu hören ist (vgl. oben E. 4.1). Auf die Beschwerde ist in diesem Punkt nicht einzutreten.