Citation: 2C_958/2012 E. 1

Der 1982 geborene X.________ (geb. Y.________), aus dem Kosovo stammend, reiste 1992 zusammen mit seiner Familie in die Schweiz ein und stellte hier ein Asylgesuch. 1996 wurde er vorläufig aufgenommen und am 12. Mai 2000 erhielt er eine Aufenthaltsbewilligung, welche seither mehrmals erneuert wurde. X.________ absolvierte nach seinem Realschulabschluss keine Berufsausbildung und hat seither nur unregelmässig gearbeitet. Immer wieder war er arbeitslos und musste von der öffentlichen Hand unterstützt werden. X.________ wurde in der Schweiz in erheblichem Masse straffällig: Zwischen dem 11. Mai 2001 und dem 31. Mai 2012 wurde X.________ insgesamt 13 Mal strafrechtlich verurteilt: - Strafbefehl des Bezirksamts Baden vom 11. Mai 2001: Verwarnung wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz; - Strafbefehl des Bezirksamts Brugg vom 7. Februar 2002: Verurteilung wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Busse von Fr. 90.--; - Urteil des Bezirksgerichts Brugg vom 11. März 2003: Verurteilung wegen bandenmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen Hausfriedensbruchs, Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch, Fahrens ohne Führerausweis sowie der Verletzung von Verkehrsregeln zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 10 Monaten, unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren, und einer Busse von Fr. 200.--. Mit Urteil des Bezirksgerichts Baden vom 23. Mai 2006 wurde der gewährte bedingte Strafvollzug widerrufen; - Strafbefehl des Bezirksamts Baden vom 26. März 2003: Verurteilung wegen Widerhandlung gegen das Transportgesetz zu einer Busse von Fr. 60.--; - Mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft V für den Kanton Zürich vom 24. März 2004 wurde X.________ wegen Raufhandels und Tätlichkeiten, begangen Ende Juni bzw. Ende Juli 2003, zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten und einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt; - Strafbefehl des Bezirksamts Aarau vom 9. August 2005: Verurteilung wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Transportgesetz, begangen im April 2005, zu einer Busse von Fr. 300.--; - Strafbefehl des Bezirksamts Baden vom 23. Februar 2006: Verurteilung wegen Führens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand, Entwendung eines Personenwagens zum Gebrauch, Nichtbeachtens polizeilicher Haltezeichen, Ausführens einer Lernfahrt mit dem Personenwagen mit einer Begleitperson, welche die Voraussetzungen nicht erfüllt, Nichtmitführens des Lernfahrausweises sowie der Lernfahrt ohne Anbringung des 'L' - Schildes, begangen am 19. November 2005, zu einer Gefängnisstrafe von 30 Tagen und einer Busse von Fr. 1'500.--; - Strafbefehl des Bezirksamts Baden vom 4. April 2007: Verurteilung wegen Widerhandlung gegen das Transportgesetz, begangen am 22. Januar 2007, zu einer Busse von Fr. 60.--; - Urteil des Bezirksgerichts Lenzburg vom 23. August 2007: Verurteilung wegen Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch, Fahrens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand mit qualifizierter Blutalkoholkonzentration, Führens eines Motorfahrzeugs trotz Entzugs des Lernfahrausweises, einfacher Körperverletzung sowie Diebstahls, begangen am 7. Dezember 2005, 13. Juli 2006 bzw. 30. März 2007, zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten, teilweise als Zusatzstrafe zum Strafbefehl des Bezirksamts Baden vom 23. Februar 2006, sowie Anordnung einer stationären therapeutischen Massnahme zur Suchtbehandlung; - Strafbefehl des Bezirksamts Baden vom 12. September 2007: Verurteilung wegen Widerhandlung gegen das Transportgesetz, begangen im April und Juni 2007, zu einer Busse von Fr. 100.--; - Mit Strafbefehl des Bezirksamts Baden vom 30. Juni 2008 wurde X.________ wegen Widerhandlung gegen das Transportgesetz, begangen am 3. Februar 2008, zu einer Busse von Fr. 60.-- verurteilt; - Mit Urteil des Bezirksgerichts Aarau vom 23. Juni 2010 wurde er wegen Entführung und versuchter Nötigung, begangen im Juli 2007, zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- verurteilt; - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 31. Mai 2012 wurde X.________ wegen Verwendens eines Telefons ohne Freisprechanlage während der Fahrt sowie Nichttragens der Sicherheitsgurten durch den Fahrzeugführer, begangen am 17. März 2012, zu einer Busse von Fr. 160.-- verurteilt. Nachdem das Migrationsamt des Kantons Aargau X.________ bereits am 9. Oktober 2003 und am 7. Juni 2006 verwarnt und ihm die Ausweisung aus der Schweiz angedroht hatte, verfügte das Amt am 13. Juni 2008 die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und es wies X.________ aus der Schweiz weg. Die vom Betroffenen hiergegen erhobenen Rechtsmittel wurden vom Migrationsamt des Kantons Aargau (Einspracheentscheid vom 16. September 2010) sowie vom Rekursgericht im Ausländerrecht des Kantons Aargau (Urteil vom 23. August 2012) abgewiesen. Bereits während der Rechtshängigkeit des Einspracheverfahrens vor dem kantonalen Migrationsamt verheiratete sich X.________ am 9. Oktober 2008 mit einer im Kanton Zürich lebenden schweizerisch-spanischen Doppelbürgerin. Gegenwärtig lebt er jedoch nicht mit seiner Ehefrau zusammen.