Citation: 5A_608/2024 E. 5.3.3

5.3.3. Dass sich solcherlei aus den kritisierten Dokumenten ergeben würde, hat die Vorinstanz ausdrücklich verneint (oben E. 5.1). Die Beschwerdeführer gehen darauf nicht näher ein und zeigen auch sonst nicht auf, inwiefern der Verfahrensausgang - und insbesondere die Beurteilung der letztlich entscheidenden Frage der Testierfähigkeit, die mithilfe des Gutachtens gerade abgeklärt werden soll - vorliegend nicht mehr als offen erscheinen sollte. Einzig im Zusammenhang mit der kritisierten Passage, in der von "zwei gültige[n] Testamente[n]" die Rede ist, machen die Beschwerdeführer geltend, damit habe der Referent sich bezüglich der durch den Gutachter erst noch zu klärenden Frage schon festgelegt. Dies mag auf den ersten Blick zutreffen, doch ist hier mit der Vorinstanz festzuhalten, dass sich aus dem Kontext der erwähnten Passage eindeutig ergibt, dass an dieser Stelle lediglich die Formgültigkeit der genannten Testamente gemeint ist. Dass diese Auslegung zwar "für einen juristisch gebildeten Adressaten" möglich sei, jedoch am Eindruck, der Referent sei voreingenommen, nichts ändere, trifft nicht zu. Einen objektiven Anschein, wonach das Verfahren aus Sicht des Referenten nicht mehr offen ist, erweckt diese Passage somit nicht. Inwiefern sich aus den anderen kritisierten Passagen ein objektiver Anschein ergeben sollte, dass das Verfahren nicht mehr als offen erschiene, legen die Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. In diesem Zusammenhang genügt es nicht, wenn sie vereinzelt darauf hinweisen, bestimmte Umstände seien zur Beurteilung der Geschäfts- und Testierfähigkeit "von Bedeutung". Allein dass die vom Referenten erstellte Dokumentation zu Handen des Gutachters keinen objektiven Anschein der Befangenheit erweckt, heisst jedoch nicht, dass die von den Beschwerdeführern geäusserte Kritik an der Art und Weise, wie das erstinstanzliche Gericht den Gutachter zu instruieren gedenkt, allesamt unbegründet ist. Wie bereits die Vorinstanz erwog, sind einzelne Passagen durchaus kritikwürdig, die genaue Formulierung wird im Hauptverfahren jedoch erst noch zu klären sein.