Citation: 8C_600/2009 08.01.2010 E. 3.2

3.2.1 Im von der Vorinstanz für massgeblich erachteten Gutachten der Frau Dr. med. S.________ vom 11. März 2008 wird ausgeführt, aufgrund des körperlichen Gesundheitszustandes bestünden Einschränkungen bei Tätigkeiten, welche die Hüftgelenke, das Kreuz und die rechte Schulter stark belasteten. Leidensadaptierte Tätigkeiten könnten ausgeübt werden. Günstig sei eine wechselbelastende Arbeit mit seltenem Heben und Tragen von Lasten über 25 kg und manchmal Heben und Tragen bis 25 kg. Der Versicherte könne keine Lasten von mehr als 10 kg über die Schulterhöhe heben. Längeres Verharren in vornüber geneigter Stellung - ob stehend oder sitzend - sei zu vermeiden. Das Besteigen von Leitern oder Gerüsten sei kaum, längeres Abwärtsgehen und Hinunterspringen nur eingeschränkt möglich. Die angestammte Tätigkeit eines Speditionsmitarbeiters sei, unter Ausschluss des Hebens von Lasten über 10 kg über Schulterhöhe, im Umfang von 8 bis 9 Stunden pro Tag und ohne dass die Leistungsfähigkeit vermindert wäre, zumutbar. Eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 20 % oder mehr habe nie bestanden. Auf weitere Fragen der IV-Stelle bekräftigte die Expertin, in der bisherigen Tätigkeit bestehe mit der erwähnten Einschränkung (Heben über Schulterhöhe) eine volle Arbeitsfähigkeit. Eine solche liege auch für jede andere leidensadaptierte Tätigkeit vor. 3.2.2 Das kantonale Gericht hat diese fachärztlichen Schlussfolgerungen und deren Begründung in der Expertise als überzeugend erachtet. Diese Beweiswürdigung ist in Bezug auf den zunächst zu betrachtenden körperlichen Gesundheitszustand und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nicht offensichtlich unrichtig. Das gilt auch unter Berücksichtigung der weiteren Arztberichte. Der Einwand, die Vorinstanz habe sich nicht mit den weiteren Arztberichten auseinandergesetzt und damit Beweiswürdigungsregeln verletzt, ist ebenfalls unbegründet. Im angefochtenen Entscheid wird dargelegt, weshalb die Vorinstanz die Aussagen der Gutachterin für überzeugender erachtet als die der übrigen Bericht erstattenden Ärzte und Medizinalpersonen, soweit sich diese überhaupt abweichend geäussert haben. 3.2.3 Die Hinweise des Beschwerdeführers auf die Berichte des Dr. med. E.________, Orthopädische Chirurgie FMH, Spital X.________, vom 30. Juli 2008, des behandelnden Physiotherapeuten vom 25. August 2008, des Dr. med. T.________, Facharzt FMH für Rheumatologie, vom 4. Februar 2009 und des Hausarztes vom 9. Februar 2009 führen zu keiner anderen Betrachtungsweise. Dr. med. E.________ bestätigt lediglich eine vorübergehende Verschlimmerung der Hüftbeschwerden und beschreibt diese als aktuell eher gering. Er bestätigt im Übrigen, wie Frau Dr. med. S.________, Beschwerden im lumbalen Bereich und eine Einschränkung der Schultermobilität, ohne sich aber selber zur Arbeitsfähigkeit zu äussern. Den Aussagen des Physiotherapeuten lassen sich ebenfalls keine Anhaltspunkte entnehmen, welche die Feststellungen der Gutachterin in Frage stellen könnten. Gleiches gilt für den Bericht des Dr. med. T.________, zumal darin eine Verschlimmerung der Hüftbeschwerden in den letzten Monaten vor der Berichterstattung am 4. Februar 2009 bestätigt wird, mithin in einem Zeitraum nach dem die gerichtliche Überprüfungsbefugnis zeitlich begrenzenden Erlass der Verwaltungsverfügung vom 23. Juli 2008 (vgl. E. 2 in fine hievor). Hinsichtlich der von Dr. med. T.________ erwähnten gastroenterologischen Beschwerden ist mit der Vorinstanz festzustellen, dass Dr. med. F.________, Facharzt FMH für Innere Medizin, Gastroenterologie, im Bericht vom 24. November 2007 aufgrund einer fachärztlichen Untersuchung zwar eine Colitis ulcerosa diagnostiziert, dieser aber ausdrücklich keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zugeschrieben hat. Wenn das kantonale Gericht darauf abgestellt und eine invalidisierende Krankheit auch im Bereich Magen-Darm verneint hat, ist dies nicht offensichtlich unrichtig oder rechtsfehlerhaft im Sinne von Art. 95 BGG. Daran vermögen die Aussagen in den Berichten der behandelnden Ärzte nicht gastroenterologischer Fachrichtung nichts zu ändern. Die hausärztliche Stellungnahme vom 9. Februar 2009 nimmt ausschliesslich auf den psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers Bezug. Die somatomedizinische Beurteilung der Frau Dr. med. S.________ stellt der Hausarzt, wie schon in seinem Bericht vom 5. September 2008, nicht in Frage.