Citation: 6B_772/2013 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz kommt zum Ergebnis, es könne nicht von einer unmittelbaren Lebensgefahr ausgegangen werden. Daher sei der Tatbestand der Gefährdung des Lebens nicht erfüllt. Weiter fehle ein direkter Vorsatz (Urteil S. 13). Die Vorinstanz prüft in der Folge die Tragweite des Verschlechterungsverbots in Art. 391 Abs. 2 StPO. Sie kommt zum Ergebnis, die Bestimmung beziehe sich allein auf die zu verhängende Sanktion. Ihr komme der gleiche Sinn und Zweck zu wie § 399 aStPO/ZH, so dass der Sachverhalt (HD) unter dem Gesichtspunkt der versuchten schweren Körperverletzung beurteilt werden könne. Eine Minderheit der Vorinstanz vertrat eine abweichende Meinung (Urteil S. 14 f. und 22).