Citation: 2C_99/2019 E. 7

Gutzuheissen ist die Beschwerde indessen bezüglich des Entscheids des Kantonsgerichts Luzern über die unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung: Das kantonale Gericht ist davon ausgegangen, dass die Eingabe des Beschwerdeführers von vornherein als aussichtslos zu gelten hatte. Aussichtslos sind nach der Rechtsprechung Prozessbegehren, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer erscheinen als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dies ist nicht der Fall, wenn die Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich etwa die Waage halten. Es stellten sich vorliegend im vorinstanzlichen Verfahren komplexe national- und konventionsrechtliche Fragen, welche das Verwaltungsgericht in seinem Entscheid vertieft hat. Mit dem Anspruch auf Schutz der Familie (Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 EMRK) stellten sich im Rahmen der Interessenabwägung zudem heikle grundrechtsrelevante Probleme; wer über hinreichende finanzielle Mittel verfügt, hätte die entsprechenden Fragestellungen im Hinblick auf die Tragweite des Entscheids ebenfalls einer richterlichen Behörde zur Prüfung unterbreitet. Die Eingabe war in der Sache vor der Vorinstanz nicht von vornherein aussichtslos (vgl. Art. 29 Abs. 3 BV; Urteile 2C_31/2012 vom 15. März 2012 E. 2 sowie 2C_962/2013 vom 13. Februar 2015 E. 5; BGE 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135 f. mit Hinweisen). Insofern ist der angefochtene Entscheid zu korrigieren.