Citation: 6B_487/2018 E. 1.3.5

1.3.5. Die vom Beschwerdeführer erwähnten Ungereimtheiten in den Aussagen des Privatklägers eignen sich nicht, die vorinstanzliche Beweiswürdigung als Ganzes als willkürlich erscheinen zu lassen. Zwar mag es zutreffen, dass sich der Privatkläger in einzelnen Punkten widerspricht, z.B. hinsichtlich der Fragen, wie er sich an den Tatort begab, was mit seinem Fahrzeugschlüssel geschah, wer mit der Metallschiene und der Leitbake auf ihn eingeschlagen hat, wie oft damit zugeschlagen wurde und ob er sich selbst gewehrt hat. Indessen hat die Vorinstanz nachvollziehbar erklärt, dass der Privatkläger infolge der Kopfverletzungen verwirrt war und daher die einzelnen Tathandlungen den beiden Brüdern nicht mehr korrekt zuordnen kann. Dass der Privatkläger das Tatgeschehen erst nach der zweiten Meldung vollständig offenlegte, fügt sich nahtlos in das übrige Geschehen ein. Der Privatkläger, der Beschwerdeführer und dessen Bruder waren vor der Auseinandersetzung befreundet. Insoweit ist nachvollziehbar, dass der Privatkläger das Tatgeschehen angesichts der vorerst geringeren Tatfolgen (der Handverletzung) verharmloste. Der Privatkläger hat entgegen den Einwendungen des Beschwerdeführers nicht völlig widersprüchliche Tatversionen präsentiert. Er hat konstant von zwei Tatabschnitten gesprochen, wobei sich der Beschwerdeführer an beiden Auseinandersetzungen gleichermassen beteiligt habe. Weiter hat der Privatkläger wiederholt bestätigt, am ganzen Körper geschlagen worden zu sein, was sich anhand der Verletzungen objektivieren lässt. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers lässt sich aus seiner Ansicht nach angeblich fehlenden Verletzungsmerkmalen nicht schliessen, dass sich der Tatablauf anders zugetragen haben muss, als die Vorinstanz festgestellt hat. Insgesamt ist die vorinstanzliche Beweiswürdigung vertretbar und die Beschwerde in diesem Punkt unbegründet. Einzelne Ungereimtheiten oder vermeintliche Widersprüche lassen die vorinstanzliche Beweiswürdigung im Ergebnis nicht als schlechterdings unhaltbar erscheinen. Auch eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" ist hinsichtlich der vorinstanzlichen Beweiswürdigung nicht ersichtlich.