Citation: 9C_224/2024 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, die Abschreibung einer Forderung entspreche nicht einem definitiven Verzicht, weshalb sie nicht mit einem Erlass gleichgesetzt werden könne. Ohne Erlass bleibe jedoch das Passivum in seinem Vermögen bestehen; die Forderung könne (und müsse) zu einem späteren Zeitpunkt dennoch eingefordert werden, wenn er zu neuem Vermögen komme. Dass die Forderung immer noch bestehe, zeige sich auch darin, dass sie nach dem 11. Juli 2023 teilweise mit einem Guthaben verrechnet worden sei. Soweit das kantonale Gericht davon ausgehe, die Schuld sei durch die Abschreibung definitiv untergegangen und er habe daher keinen praktischen Nutzen an der Beurteilung der Beschwerde, verkenne es die Rechtslage. Durch die Nichtbeurteilung seiner Beschwerde begehe die Vorinstanz eine Rechtsverweigerung und verletze damit die Rechtsweggarantie nach Art. 29a BV, das Willkürverbot nach Art. 9 BV sowie den Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV. Zudem stelle sie den Sachverhalt offensichtlich unrichtig fest. Der Nichteintretensentscheid sei vollkommen überraschend gewesen, da die Beschwerdegegnerin das schutzwürdige Interesse zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt habe.