Citation: 9C_836/2019 E. 4.2.1

4.2.1. Soweit beschwerdeweise eine Verletzung von Art. 8 EMRK geltend gemacht wird, steht zwar angesichts der vom kantonalen Gericht korrekt zitierten bundesgerichtlichen Praxis (BGE 143 I 377) betreffend die invalidenversicherungsrechtliche Umsetzung des Urteils des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom 18. Oktober 2016 (in Sachen Vukota-Bojic gegen die Schweiz [61838/10]) fest, dass die Observation der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt ihrer Durchführung mangels umfassend klarer und detaillierter gesetzlicher Grundlage an sich unzulässig war (zur hier nicht interessierenden Rechtslage seit 1. Oktober 2019 vgl. Art. 43a ATSG). Die erwähnte Rechtsprechung sieht indessen, wie die Vorinstanz richtig erwogen hat, kein prinzipielles Verwertungsverbot vor. Vielmehr können die anhand einer widerrechtlichen Observation gesammelten Materialien gestützt auf eine sorgfältige Interessenabwägung verwertbar sein (BGE 143 I 377 E. 5 S. 385 f.; ebenso Urteil 6B_428/2018 vom 31. Juli 2019 E. 1.4). Eine solche hat das kantonale Gericht vorgenommen. Inwieweit dessen Erwägungen und Schlussfolgerungen, wonach die privaten Interessen der Beschwerdeführerin durch die Observation nicht erheblich tangiert gewesen und folglich die Observationsergebnisse verwertbar seien, Bundesrecht verletzen sollten, ist nicht erkennbar. Demnach ist es bundesrechtskonform, wenn Dr. med. C.________ - wie auch der neuropsychologische Experte Dr. phil. G.________ (Beurteilung vom 14. Januar 2017) - diese berücksichtigten, worauf die Vorinstanz abstellte.