Citation: 8C_543/2023 E. 4.2.3

4.2.3. Zur Beurteilung der konkreten Lebensumstände stützte sich die Vorinstanz in ihrem Urteil vom 6. Dezember 2016 auf die Angaben der Arbeitgeberin (Stiftung B.________) vom 16. März 2010 und der behandelnden Ärztin med. pract. C.________ sowie auf die Abklärungsberichte Hilflosenentschädigung und Haushalt/Erwerb, je vom 24. März 2016. Sie schloss daraus, dass sich die von verschiedener Seite übereinstimmend dokumentierte Überforderung bei einfachen Tätigkeiten und bei der Verrichtung von Haushaltstätigkeiten bei Fortführung des bisherigen Arbeitspensums nach der Geburt der (ersten) Tochter noch deutlicher manifestiert habe (vgl. ähnlich auch Urteil 9C_779/2015 vom 4. Mai 2016 E. 5.2). Nach der Geburt des ersten Kindes sei daher sichergestellt worden, dass zu dessen Betreuung stets eine andere erwachsene Person anwesend sei. Die Vorinstanz berücksichtigte ebenfalls, dass die Beschwerdegegnerin vor der Geburt des ersten Kindes eine praktisch lückenlose Erwerbsbiografie aufweise und verneinte das Vorliegen von Anhaltspunkten für eine invaliditätsfremde Aufgabe der Erwerbstätigkeit.