Citation: 5A_464/2015 E. 2.5.5

2.5.5. Der Beschwerdeführer sieht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs darin, dass er vor dem Abschreibungsbeschluss nicht zur Frage angehört wurde, ob die Zahlung von Fr. 200'000.-- rechtzeitig erfolgt sei. Dieser Beschluss sei völlig überraschend erfolgt. Als Prozesspartei habe er aber das Recht, sich auch zu Rechtsfragen wie der Rechtzeitigkeit einer Leistung zu äussern. Soweit ersichtlich hat der Beschwerdeführer diesen Einwand vor Obergericht nicht erhoben. Er macht auch nicht geltend, das Obergericht habe einen entsprechenden Einwand übergangen. Hat er die Rüge vor der Vorinstanz nicht erhoben, ist sie mangels materieller Erschöpfung des Instanzenzuges nicht zu hören. Untersteht ein Vorbringen im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren dem Rügeprinzip (oben E. 1.2), wie dies für die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 BV zutrifft, so ergibt sich aus dem Erfordernis der Letztinstanzlichkeit des angefochtenen Entscheides (Art. 75 Abs. 1 BGG), dass die rechtsuchende Partei die ihr bekannten rechtserheblichen Einwände der Vorinstanz nicht vorenthalten darf, um sie erst nach dem Ergehen eines ungünstigen Entscheides im anschliessenden Rechtsmittelverfahren zu erheben (BGE 133 III 638 E. 2 S. 640 mit Hinweisen). Auf die Rüge ist demnach nicht einzutreten. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, worin eine überraschende Rechtsanwendung liegen soll, da der Beschwerdeführer für die Zahlung des Betrags von Fr. 200'000.-- keine Fristverlängerung beantragt hatte.