Citation: U 366/00 20.05.2003 E. 3

3.1 In Nachachtung dieses Urteils hat die Vorinstanz beim Psychiatrie-Zentrum Y.________ das vom 18. Februar 2000 datierte psychiatrische Gutachten eingeholt. Darin wird die Frage, ob es allenfalls psychische Komponenten dem Beschwerdeführer verunmöglicht haben, zu erkennen, dass seine subjektiven Angaben nicht der Realität entsprachen, und gegebenenfalls inwieweit, dahingehend beantwortet, dass keine Hinweise auf psychische Störungen zu finden seien, die eine Diskrepanz zwischen subjektiver Realität und objektiven ophtalmologischen Befunden erklären könnten. Bezüglich der weiteren Frage, ob insbesondere eine neurotische Entwicklung dazu geführt habe, dass der Beschwerdeführer an eine praktische Blindheit geglaubt und deshalb die Beeinträchtigung der Sehschärfe unbewusst überbewertet habe, gaben die Ärzte an, keine neurotische Entwicklung festgestellt zu haben. Der bis dahin beobachtbare günstige Verlauf und die volle Berufstätigkeit liessen eine neurotische Entwicklung als Ursache für die vorübergehende Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Sehbehinderung als unwahrscheinlich erscheinen, da eine Spontanheilung ohne psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung erfahrungsgemäss nicht erwartet werden könne. 3.2 Aufgrund dieser Befunde ging die Vorinstanz davon aus, die Tatsache, dass die seinerzeitigen subjektiven Angaben nicht der Realität entsprachen, lasse sich nicht mit irgend welchen psychischen Komponenten erklären. Damit sei insbesondere auch nicht dargetan, dass es dem Beschwerdeführer am Unrechtsbewusstsein gefehlt habe, als ihm gestützt auf seine Angaben die nunmehr zurückgeforderten Versicherungsleistungen zugesprochen wurden. Vielmehr sei - nach dem Ausschluss besonderer psychischer Ursachen - aus der Diskrepanz zwischen den objektiven Befunden und den subjektiven Angaben zu schliessen, dass er die angebliche Sehbehinderung aggraviert bzw. simuliert habe. Auf jeden Fall sei ihm vorzuwerfen, dass er in diesem Zusammenhang im Rahmen seiner Mitwirkung bei den seinerzeitigen medizinischen Abklärungen die gebotene Aufmerksamkeit habe vermissen lassen. Er habe sich dabei zumindest grob nachlässig verhalten und könne sich daher nicht auf den guten Glauben berufen.