Citation: 4A_205/2019 E. 3.2.2

3.2.2. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin begründe die Erfolgsaussichten ihrer Berufung im Wesentlichen mit dem Argument, die Erstinstanz habe die körperlichen Misshandlungen der Klägerin, wie auch deren psychische Abhängigkeit, zu Unrecht bejaht. Sie kritisiere die erstinstanzliche Beweiswürdigung sinngemäss als pauschal, verkürzt und unvollständig. Die Vorinstanz hielt fest, die Erstinstanz habe die Aussagen der Parteien sowie jene der befragten Zeugen einlässlich und sorgfältig gewürdigt. Sie habe erwogen, die Klägerin habe die Sachverhaltsfeststellungen im Strafbefehl weitgehend bestätigt und ihre Leidensgeschichte, insbesondere die Misshandlungen und ihre Abhängigkeit von der Beschwerdeführerin, detailliert und in sich stimmig geschildert. Sie habe aufgezeigt, dass sie die Freizügigkeitsgelder bezogen habe, weil sie gedacht habe, sie sei dies der Beschwerdeführerin schuldig. Insgesamt habe die Erstinstanz den Aussagen der Klägerin einen hohen Beweiswert zugestanden. Dies wecke im Rahmen der vorzunehmenden summarischen Prüfung keine Bedenken, zumal die Schilderung der Klägerin durch weitere Beweismittel bestätigt werde. Die Erstinstanz habe diesbezüglich insbesondere die Aussagen der befragten Zeugen berücksichtigt und umfassend und nachvollziehbar gewürdigt. Dass sie ergänzend auch die ärztlichen Berichte beigezogen habe, sei angesichts des zeitlichen Ablaufs der Geschehnisse und der verschiedenen Zeugenaussagen durchaus einleuchtend.