Citation: 7B.203/2001 06.11.2001 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer verlangt eine "amtliche Bereinigung", und wenn dies nicht geschehe, eine gerichtliche Bereinigung des Lastenverzeichnisses, weil er das Lastenverzeichnis rechtzeitig bestritten habe. Soweit er geltend macht, die obere Aufsichtsbehörde habe zu Unrecht festgehalten, dass er keine Beschwerde gegen das Lastenverzeichnis vom 24. April 2001 führen könne, geht er indessen fehl. Die Aufsichtsbehörden können nicht über im Verzeichnis aufgeführte Ansprüche an sich, sondern nur über die Einhaltung der Verfahrensvorschriften bei der Grundlegung, Ergänzung und Bereinigung des Lastenverzeichnisses entscheiden (Amonn/Gasser, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 6. Aufl. 1997, § 28 Rz. 39). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern die Vorinstanz gegen diese Regeln verstossen habe (Art. 79 Abs. 1 OG), wenn sie festgehalten hat, die materiellen Vorbringen des Beschwerdeführers, dass die im Lastenverzeichnis aufgenommenen Zinsen übersetzt bzw. nicht tatsächlich geschuldet seien, könnten im Beschwerdeverfahren nicht gehört werden. Was das betreibungsamtliche Vorverfahren zur gerichtlichen Lastenbereinigung betrifft, so gehen die Vorbringen des Beschwerdeführers von vornherein ins Leere. Die obere Aufsichtsbehörde hat - für die erkennende Kammer verbindlich (Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Art. 81 OG) - festgestellt, dass der Beschwerdeführer verschiedene im fraglichen Lastenverzeichnis aufgeführte Lasten am 4. Mai 2001 bestritten und das Betreibungsamt ihm am 9. Mai 2001 Frist zur Einleitung der Lastenbereinigungsklage angesetzt hat. Dass das Betreibungsamt - nachdem es frühere Bestreitungen zurückgewiesen hatte - zu Unrecht seine erneute Bestreitung entgegengenommen und ihm Frist zur Klage angesetzt habe, hat die obere Aufsichtsbehörde nicht erkannt; etwas anderes behauptet der Beschwerdeführer im Übrigen selber nicht. c) Mit seinem Hauptargument, dass die Streitigkeit eines im Lastenverzeichnis aufgenommenen Anspruches die Einstellung des Verwertungsverfahrens zur Folge habe oder den Eintritt der Rechtskraft der Steigerungsbedingungen verhindere, geht der Beschwerdeführer ebenfalls fehl: Gemäss Art. 141 Abs. 1 SchKG ist die Versteigerung nur dann bis zum Ende des Lastenbereinigungsprozesses auszusetzen, wenn der Streit die Höhe des Zuschlagspreises beeinflusst oder durch eine vorherige Versteigerung andere berechtigte Interessen verletzt würden. Insofern legt der Beschwerdeführer nicht hinreichend dar, inwiefern die obere Aufsichtsbehörde Bundes- recht verletzt habe (Art. 79 Abs. 1 OG), wenn sie seine Beschwerde gegen das Lastenverzeichnis und die Steigerungsbedingungen abgewiesen hat. Sodann ist nach der Bereinigung des Lastenverzeichnisses das Grundstück neu zu schätzen, wenn seit der Pfändung Änderungen im Wert, wie namentlich infolge Wegfall von Lasten, eingetreten sind (Art. 140 Abs. 3 SchKG, Art. 44 VZG). Inwiefern die obere Aufsichtsbehörde Bundesrecht verletzt habe, wenn sie festgehalten hat, mit Beschwerde gegen das Lastenverzeichnis könne nicht eine Neuschätzung des Grundstückes verlangt werden, setzt der Beschwerdeführer nicht auseinander (Art. 79 Abs. 1 OG). d) Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz schliesslich vergeblich vor, sie habe zu Unrecht festgehalten, dass die Steigerungsbedingungen rechtskräftig seien. Die Steigerungsbedingungen müssen dann neu aufgelegt, publiziert und mitgeteilt werden, wenn sie nachträglich abgeändert wurden (Art. 65 Abs. 2 i.V.m. Art. 52 VZG). Inwiefern die obere Aufsichtsbehörde mit ihrer Auffassung, die bereits früher aufgelegten und unveränderten Steigerungsbedingungen könnten nicht mehr in Frage gestellt werden, Bundesrecht verletzt habe, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Ebenso wenig genügt sein Antrag, die Verfahrenskosten seien aufzuheben, den Begründungsanforderungen; er legt nicht dar, inwiefern die obere Aufsichtsbehörde ihr Ermessen überschritten oder missbraucht habe (Art. 19 Abs. 1 SchKG), wenn sie ihm zufolge mutwilliger Beschwerdeführung die Verfahrenskosten auferlegt hat.