Citation: 8C_219/2022 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer wendet im Wesentlichen ein, die kreisärztlichen Beurteilungen vom 17. September und 11. (richtig 15.) Dezember 2020 seien nicht rechtsgenüglich. Unbestritten sei, dass er in seiner angestammten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig sei. Sein Gesundheitszustand habe sich seit dem Unfall vom 19. August 2009 verschlechtert. Dr. med. D.________ habe in den Berichten vom 8. Oktober und 17. November 2020 u.a. eine beginnende Arthrose links diagnostiziert. Dr. med. F.________ habe im Bericht vom 26. November 2020 u.a. chronisch rezidivierende Fussbeschwerden plex, eine Fascitis plantaris links und eine leichtgradige Polyneuropathie mit linksseitig neuropathischem Schmerzsyndrom bei motorischer Teilstörung des Nervus tibialis links diagnostiziert. Diese unfallkausalen Verschlechterungen habe der Kreisarzt in der Stellungnahme vom 11. (richtig 15.) Dezember 2020 anerkannt, aber fälschlicherweise weiter an einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten gemäss seiner Beurteilung vom 3. Mai 2018 festgehalten. Dieses Arbeitsplatzprofil sei nicht nur aufgrund des verschlechterten Gesundheitszustandes, sondern auch wegen der relativ langen Zeitspanne von 2 1/2 Jahren nicht mehr verwertbar. Zudem hätten Dr. med. D.________ und Dr. med. F.________ eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) bzw. eine arbeitsmedizinische Abklärung verlangt. Diese sei erforderlich, da es sich um einen langjährigen und medizinisch komplexen Fall handle. Es bestünden mehr als nur geringe Zweifel an den kreisärztlichen Stellungnahmen, weshalb weitere Abklärungen vorzunehmen seien.