Citation: 6B_1223/2022 E. 1.3

1.3. Vorliegend wendet sich die Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzlichen Erwägungen zu ihrem Gesundheitszustand. Sie rügt, ihr geltend gemachter kritischer Gesundheitszustand respektive dessen Gefährdung im Falle des Vollzugs der Landesverweisung sei nicht geprüft worden. Im angefochtenen Urteil werde ausgeführt, es sei nicht ersichtlich, inwiefern der Bericht des SEM, auf den sich die Vorinstanz selbst stütze, nicht nachvollziehbar sei bzw. inwiefern weitere Abklärungen hätten getroffen werden müssen. Gerade diese Argumente, die sie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht habe, hätte die Vorinstanz aber abklären oder zumindest behandeln müssen respektive hätte sie begründen müssen, weshalb diese Argumente nicht weiter geklärt werden müssten. Weiter fügt die Beschwerdeführerin an, sie habe zwar knapp aber begründet Kritik am Bericht des SEM geübt und namentlich angezweifelt bzw. in Frage gestellt, ob das genannte Spital ein öffentliches Spital sei und die sogenannte Universal Health Care die Kosten übernehme. Sei dem nicht so, dann sei eine adäquate HIV-Behandlung nicht gewährleistet. Die Vorinstanz habe es unterlassen, überhaupt erst auf diese Argumentation einzugehen; dadurch verletze sie den Anspruch auf rechtliches Gehör.