Citation: 6S.113/2007 12.06.2007 E. 5

Zusammenfassend ergibt sich folglich, dass der Beschwerdeführer in den Monaten Januar und März 2004 keine Vernachlässigung seiner Unterhaltspflichten begangen hat. Ob er den objektiven Tatbestand von Art. 217 StGB in den Monaten Februar und April 2004 erfüllt hat, kann mangels ausreichender tatsächlicher Feststellungen im angefochtenen Urteil nicht entschieden werden (vgl. E. 3 hiervor). Die Vorinstanz wird somit abzuklären haben, ob und - gegebenenfalls - in welchem Umfang der Eingriff ins Existenzminimum des Beschwerdeführers zur Deckung des Notbedarfs der Beschwerdegegnerin erforderlich gewesen wäre. Gleichzeitig wird sie zu prüfen haben, ob der Beschwerdeführer, soweit in seinen Notbedarf eingegriffen werden durfte, vorsätzlich gehandelt hat, mithin ob er insbesondere in Kenntnis der seine Leistungsfähigkeit begründenden Umstände seine Unterhaltspflicht willentlich nicht gehörig erfüllt hat (vgl. hierzu Bosshard, a.a.O., Art. 217 StGB N. 21).