Citation: C 9/07 07.08.2007 E. 4

4.1 Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geführten Argumente können nicht überzeugen. Insbesondere steht unwidersprochen fest, dass die Versicherte sich vor ihrer Kündigung des Arbeitsverhältnisses ausdrücklich an das Gemeindearbeitsamt wandte, um sich zu erkundigen, ob sie bei einer Arbeitslosigkeit nach der Rückkehr von einem Auslandaufenthalt mit Einstelltagen zu rechnen habe. Wenn nun der Zeuge K.________ selber nicht sagen konnte, wie die Versicherte seine Antwort auf diese klare Frage verstehen musste, weil er ohne Nachfragen eindeutig ausgeführt hatte, dass die Arbeitslosenversicherung einen Sprachaufenthalt als Weiterbildung anerkenne, ist dies als falsche Auskunft zu werten. Im angefochtenen Entscheid - auf welchen verwiesen wird - wird dies ausführlich dargelegt. Zudem ist erstellt, dass sich der Befragte - obwohl relevant - nicht darüber erkundigte, wie lange der Sprachaufenthalt dauern werde. Ebenso wenig hatte er die Beschwerdegegnerin für eine konkrete Auskunft an die Arbeitslosenkasse weiterverwiesen. 4.2 Auch die Rüge, das Gemeindearbeitsamt sei für die Erteilung der Auskunft nicht zuständig gewesen, was die Versicherte hätte wissen müssen, ist unzutreffend. Gemäss § 6 der Vollzugsverordnung zum Einführungsgesetz des Kantons Solothurn zum AVIG (EG AVIG/AVG) sind die Gemeindearbeitsämter für die - möglichst frühzeitige - Anmeldung der in der Gemeinde wohnhaften Versicherten zur Arbeitsvermittlung gemäss Art. 17 Abs. 2 AVIG zuständig. Sie haben diese über ihre wesentlichsten Rechte und Pflichten gegenüber der Arbeitslosenversicherung zu orientieren. Damit sind sie die erste Anlaufstelle für die Versicherten. Dies in einem Zeitpunkt, in dem die für eine allfällige Einstellung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit zuständige Arbeitslosenkasse (Art. 30 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 sowie Art. 1 Abs. 1 lit. b AVIG) noch nicht feststeht. Der von der Beschwerdegegnerin angefragte Gemeindeschreiber war damit für die Erteilung der Auskunft zuständig.