Citation: 8C_27/2018 E. 4.2.2

4.2.2. Die Vorinstanz legt nachvollziehbar dar, weshalb das Gutachten der MEDAS Bern den Anforderungen an die Beweiskraft genügt. Sie würdigt die verschiedenen ärztlichen Zeugnisse, Berichte und die Expertise vom 25. August 2015. Demnach habe sich Dr. med. C.________, mit der (Differential-) Diagnose des RAD-Arztes, wonach seines Erachtens eine eigentliche Persönlichkeitsstörung (ICD-10:F60.7) und nicht eine blosse Persönlichkeitsakzentuierung im Rahmen der diagnostizierten depressiven Störung (ICD-10: F33.1) vorliege, auseinandergesetzt und sie mit schlüssigen Argumenten verworfen). Die Vorinstanz hat sich mit den von Dr. med. B.________ erkannten Unstimmigkeiten im Administrativgutachten befasst und darauf beruhend eigene Sachverhaltsfeststellungen getroffen. Diese sind jedenfalls nicht willkürlich oder aktenwidrig. Auch die in der Konsensbeurteilung der MEDAS Bern enthaltene Einschätzung - wonach die Arbeitsunfähigkeit aufgrund der somatischen Beschwerden mit Ausnahme der Heilungsphase nach dem Unfall in derjenigen aufgrund der psychischen Erkrankung aufgeht - gibt letztinstanzlich zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Der diesbezügliche Sachverhalt ist für das Bundesgericht verbindlich festgestellt (vgl. E. 1). Es ist denn auch nicht einzusehen, weshalb der von den neurologischen und orthopädischen Teilgutachtern attestierte erhöhte Pausen- beziehungsweise Erholungsbedarf nicht auch der Erholung aufgrund der psychischen Beschwerden dienen sollte. Im Gutachten selbst wird ausdrücklich betont, dass die Beurteilung des objektivierbaren medizinischen Sachverhaltes, der Funktionen und Arbeitsfähigkeit aus Sicht aller beteiligter Gutachter erfolgt. Schliesslich kann die Beschwerdeführerin auch aus der Rechtsprechung gemäss BGE 143 V 409 und 143 V 418, welche nach Erlass des angefochtenen Entscheides ergangen ist, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Das kantonale Gericht ist der Arbeitsfähigkeitseinschätzung der MEDAS-Gutachter vollumfänglich gefolgt, hat also keine Relativierung aus rechtlicher Sicht vorgenommen. Damit bleibt ein strukturiertes Beweisverfahren im Sinne der angeführten Rechtsprechung entbehrlich.