Citation: 5P.457/2002 24.12.2002 E. 2

Der Beklagte beruft sich auf den Revisionsgrund in Art. 136 lit. d OG. Danach ist die Revision eines bundesgerichtlichen Urteils zulässig, "wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat". Der Beklagte macht geltend, die hiervor als neu und erheblich behaupteten Tatsachen habe er im Erläuterungsverfahren vor Bundesgericht vorgetragen. Im Urteil vom 7. Oktober 2002 sei dieser entscheidrelevante Sachverhalt in keiner Weise erwähnt und damit übersehen worden (Ziffern 57-63 des Gesuchs). Der Beklagte hat im Erläuterungsverfahren die Auffassung der Klägerin bzw. die Feststellung des Obergerichts bestritten, dass es sich bei dem von der Klägerin herauszugebenden Pfand um die "share certificate" Nrn. 13 und 160 der A.________ LTD handle. Er hat mit ausführlicher Begründung behauptet, es seien die entsprechende Anzahl "founders' shares" und "ordinary shares" herauszugeben, und in diesem Zusammenhang den heute als neu behaupteten Sachverhalt aufgezeigt (Ziffer 62 des Revisionsgesuchs unter Verweis auf Ziffer 29 der Vernehmlassung zum Erläuterungsbegehren der Klägerin, Beilage 6, sowie Ziffern 11 und 12 S. 6 ff. der Stellungnahme zur Vernehmlassung des Obergerichts, Beilage 10). Das Bundesgericht hat die zitierten Textstellen in seinem Urteil vom 7. Oktober 2002 nicht übersehen, sondern in der Eintretensfrage ausdrücklich erwähnt und darauf hingewiesen, wo auf die entsprechenden Enwände eingegangen werde. Es heisst in E. 2.1 S. 4 des Erläuterungsurteils: "Ein weiterer Schriftenwechsel kann im Erläuterungsverfahren ausnahmsweise stattfinden (Art. 145 Abs. 3 i.V.m. Art. 143 Abs. 3 OG). In seinem diesbezüglichen Gesuch erweitert und ergänzt der Beklagte, was er dem Bundesgericht in seiner Vernehmlassung zum Erläuterungsbegehren der Klägerin (Ziffer 29 S. 11 ff.) bereits in den Grundzügen dargelegt hat. Auf die entsprechenden Einwände kann deshalb ohne weiteres eingegangen werden (E. 2.2 Abs. 2 und 3 sogleich, jeweilen a.E.)" (Hervorhebungen beigefügt). Dem Bundesgericht ist nach dem Gesagten kein Versehen im Sinne von Art. 136 lit. d OG unterlaufen. Das Revisionsgesuch muss abgewiesen werden, womit die Grundlage entfällt, die frühere Entscheidung an den verwiesenen Stellen auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen (Poudret/Sandoz-Monod, N. 1 zu Art. 144 OG, S. 71).