Citation: 5A_784/2020 E. 3.5.4

3.5.4. Unbehelflich ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, er könne nicht doppelt belangt werden, was hier von der Beschwerdegegnerin geübt werde, da die Grundschuld mit der Pfandverwertung "getilgt" worden sei. Was auch immer damit genau gemeint ist, erweist sich der Einwand jedenfalls als unbegründet. Einerseits ist der gestützt auf das Schuldanerkenntnis mit Vollstreckungsunterwerfung in Betreibung gesetzte Betrag auch unter Berücksichtigung der aus der Verwertung des Grundstücks bereits erhältlich gemachten Beträge ohne Weiteres durch den definitiven Rechtsöffnungstitel gedeckt, zumal die in der notariellen Urkunde aufgeführten Grundschuldzinsen das Sicherheitenvolumen (bestehend aus Grundschuldkapital und Zinsen) erheblich erhöht haben. Andererseits geht aus der notariellen Urkunde klar hervor, dass der Anspruch aus dem Schuldversprechen in jedem Fall, also unabhängig vom Bestand der Grundschuld, entsteht und fortbesteht. Zumal der Zweck des abstrakten Schuldversprechens gerade darin besteht, dem Grundschuldgläubiger eine zusätzliche Sicherheit neben der Grundschuld zu verschaffen, kann ein Ausfall in der Zwangsversteigerung kein Grund sein, dem Gläubiger auch noch die andere Sicherheit, nämlich das Schuldversprechen, zu versagen (GLADENBECK, a.a.O., S. 147 f. Rz. 296).