Citation: 9C_328/2023 E. 5.2.3

5.2.3. Der Verein übersieht denn auch in seiner Argumentation, dass Konkurrenten, die im Wettbewerb stehen, ebenso dem unternehmerischen Risiko wie einer schwankenden Auslastung, den Mietpreisen sowie Lohn- oder anderer Infrastrukturkosten ausgesetzt sind. In diesem Kontext greift auch die Argumentation nicht, dass der Verein auf Rücklagen angewiesen ist, um dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit sowie Unvorhergesehenem vorzubeugen, da diese Faktoren auch andere Konkurrenten am Markt treffen. Vielmehr in den Vordergrund zu rücken ist, dass bei Gewährung der Steuerbefreiung aus wirtschaftsverfassungsrechtlichen Gründen es den Grundsatz der Wettbewerbsneutralität der Steuer zu beachten gilt (MARCO GRETER/ALEXANDER GRETER, a.a.O., N. 33 zu Art. 56 DBG m.w.H.). Diesem Grundsatz hat die Vorinstanz zum Durchbruch verholfen, indem sie dem Verein die Steuerbefreiung zu Recht entzogen hat.