Citation: 4P.163/2006 20.07.2006 E. B

B.a Am 4. Oktober 2004 reichte der Beschwerdegegner gegen den Beschwerdeführer beim Bezirksgericht Liestal Teilklage ein. Er verlangte mit anlässlich der Hauptverhandlung erweitertem Rechtsbegehren die Bezahlung des Lohns für die Monate August und September 2004 von je Fr. 10'760.-- zuzüglich Anteil am 13. Monatslohn und Zins sowie die Rückerstattung einer von ihm für den Beschwerdeführer bezahlten Telefonrechnung über Fr. 1'910.-- nebst Zins. Mit Urteil vom 31. Mai 2005 wies der Bezirksgerichtspräsident Liestal die Klage ab. Er erachtete die zur Verrechnung gestellte Schadenersatzforderung für ausgewiesen. B.b Am 3. Juni 2005 richtete die damalige Vertreterin des Beschwerdegegners folgendes Schreiben an das Bezirksgericht Liestal: "Heute läuft die dreitägige Frist zur Erklärung der Appellation in rubrizierter Angelegenheit ab, welche ich mit vorliegender Eingabe wahre. Da dem Kläger die Höhe des zu leistenden Kostenvorschusses noch nicht bekannt ist, kann er die Appellationserklärung nicht abgeben. Ich bitte Sie deshalb, mir den entsprechenden Betrag noch mitzuteilen." Mit Verfügung vom 7. Juni 2005 verwies der Bezirksgerichtspräsident Liestal auf die Kostenlosigkeit des Verfahrens nach Art. 343 Abs. 3 OR und ordnete an, die Klagpartei habe innerhalb von drei Tagen seit Zustellung zu erklären, ob ihre Eingabe vom 3. Juni 2005 als Appellation gegen das Urteil vom 31. Mai 2005 zu verstehen sei. Für eine Appellation werde kein Kostenvorschuss erhoben. Hierauf teilte die damalige Vertreterin des Beschwerdegegners dem Bezirksgerichtspräsidenten Liestal am 10. Juni 2005 Folgendes mit: "Ich nehme Bezug auf Ihre Verfügung vom 7. Juni 2005 und erkläre namens des Klägers die Appellation in rubrizierter Angelegenheit." B.c Im Appellationsverfahren vor dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivil- und Strafrecht, bestritt der Beschwerdeführer die Rechtsgültigkeit der Appellationserklärung. Das Kantonsgericht verwarf jedoch diesen Einwand und betrachtete die Appellation als innert Frist gültig erklärt. Am 4. April 2006 hob das Kantonsgericht das Urteil des Bezirksgerichtspräsidenten Liestal vom 31. Mai 2005 in Gutheissung der Appellation auf und hiess die Klage gut. Anders als der Bezirksgerichtspräsident gab das Kantonsgericht der Verrechnungseinrede des Beschwerdeführers nicht statt.