Citation: 6B_1427/2020 E. 5.3

5.3. Als unbegründet erweist sich der Vorwurf, die Vorinstanz erwäge, dass die Voraussetzungen von Art. 64 Abs. 1 lit. a StGB erfüllt seien, begründe ihren Entscheid aber nicht gemäss Art. 29 Abs. 2 BV, diese Sache könne nicht unter Art. 82 Abs. 4 StPO subsumiert werden. Die Vorinstanz müsse im Rechtsmittelverfahren ein neues, den erstinstanzlichen Entscheid ersetzendes Urteil fällen (Beschwerde S. 34 f.). Dazu ist auf die vorangehende E. 4.4 zu verweisen. Allerdings fällt das Berufungsgericht, soweit es auf die Berufung eintritt, mit umfassender Kognition in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht gemäss Art. 408 StPO ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (BGE 143 IV 408 E. 6.1). Daran ändert die Möglichkeit, im Rechtsmittelverfahren auf die Begründung der Erstinstanz zu verweisen, natürlich nichts (BGE 141 IV 244 E. 1.3.3). Die Vorinstanz setzt sich indessen auf 50 Seiten ihres Beschlusses mit der Verwahrungsfrage auseinander. Dass sie sich dabei dem ihrer Ansicht nach zutreffenden erstinstanzlichen Urteil anschliesst, verletzt kein Bundesrecht.