Citation: 1P.840/2005 06.01.2006 E. 4

4.1 Ein Verstoss gegen das Beschleunigungsgebot ist nicht ersichtlich, nachdem der Beschwerdeführer seit dem 1. September 2005 in Untersuchungshaft ist und die Angelegenheit - wie aus den Akten zu schliessen ist - seither beförderlich behandelt wurde. Seit Erlass der angefochtenen Verfügung wurden denn auch bereits weitere Zeugen einvernommen. In Anbetracht des bei Vergewaltigung angedrohten Strafmasses besteht noch keine Gefahr von Überhaft. Auch scheint es nicht geboten, im jetzigen Zeitpunkt besondere Anordnungen zur Verfahrensbeschleunigung zu treffen. Indes wird nach Durchführung sämtlicher relevanter Befragungen umgehend zu prüfen sein, ob die Untersuchungshaft weiterhin gestützt auf den besonderen Haftgrund der Kollusionsgefahr aufrecht zu halten ist. 4.2 In Bezug auf die Verhältnismässigkeit der Untersuchungshaft ist der Haftrichterin darin zuzustimmen, dass keine mildere Massnahme ersichtlich ist, welche der Kollusionsgefahr hinreichend entgegenwirken könnte.