Citation: 5A_880/2020 E. 2.2.3

2.2.3. Alsdann verwarf die Vorinstanz das Argument des Beschwerdeführers, seine vom 17. Juli 2017 als "Klage (Schlichtungsgesuch) " betitelte Eingabe hätte vom Gericht auch als Abänderungsklage des Scheidungsurteils entgegengenommen werden können, da eine Überweisung von Amtes wegen nicht stattfinde. Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer habe die Kurzbegründung seiner Eingabe mit dem Satz "Vorliegende Kurzbegründung erfolgt lediglich summarisch und zur Vorbereitung der Schlichtungsverhandlung" begonnen. Die Schlichtungsbehörde sei gehalten gewesen, sich antragsgemäss auf die Vermittlung zu beschränken und den Entscheid über die Prozessvoraussetzungen dem Gericht zu überlassen. Weiter hielt die Vorinstanz fest, selbst wenn die am 15. Januar 2018 eingereichte Klage als Klage auf Abänderung des Scheidungsurteils entgegengenommen worden wäre, so hätte auf diese mangels örtlicher Zuständigkeit nicht eingetreten werden können. Aufgrund des Wohnsitzwechsels des Beschwerdeführers zwischen Schlichtungsverfahren und Klageeinreichung und des ausserkantonalen Wohnsitzes des Beschwerdegegners habe es im Zeitpunkt der Klageeinreichung an der zwingenden örtlichen Zuständigkeit gefehlt, da bei der Abänderungsklage die Rechtshängigkeit erst mit Einreichung der Klage beginne.