Citation: 5A_361/2017 E. 4.4.2

4.4.2. Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführer hat sich die Interessenlage seit Begründung des Fahrwegrechts nicht im Ansatz verändert. Das Fahrwegrecht wurde zwecks Erschliessung des berechtigten Grundstücks begründet und wird deswegen auch geltend gemacht. Die Beschwerdegegnerin als Eigentümerin des berechtigten Grundstücks hat aufgrund der Hanglage ihres noch zum grossen Teil überbaubaren Grundstücks von 1'812 m2 alles Interesse daran, wie im Errichtungszeitpunkt auch über eine Erschliessung nach Süden zu verfügen. Da im Norden am F.________ bereits ein Wohnhaus gebaut ist, steht eine mögliche Überbauung im südlichen allenfalls östlichen Teil des Grundstücks im Vordergrund, die rein vom Gelände her einfacher nach Süden zum G.________weg als hangaufwärts nach Norden zum F.________ erschlossen wird. Dass der Grenzbereich im Süden des Grundstücks von der Beschwerdegegnerin heute als Garten benutzt wird und deshalb bepflanzt ist, ändert nichts an der Überbaubarkeit des Grundstücks. Für eine Erschliessung dieses (nicht an den F.________ im Norden grenzenden) Grundstückteils bleibt die strittige Dienstbarkeit somit durchaus von Bedeutung (für einen vergleichbaren Fall: Urteil 5A_236/2008 vom 25. September 2008 E. 4.3, in: ZBGR 90/2009 S. 313).