Citation: 8C_240/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat, wie schon die Beschwerdegegnerin, davon abgesehen, die Sache explizit im Lichte von Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV zu prüfen. Aufgrund des von ihr festgestellten Sachverhalts und ihrer rechtlichen Würdigung erübrigt sich eine Rückweisung; insbesondere bedarf es auch aus Gründen des rechtlichen Gehörs keiner Weiterungen. Denn die vorinstanzlichen Erwägungen behalten ihre Gültigkeit, da ihnen weder eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung zugrunde liegt noch ein anderweitiger Rechtsmangel anhaftet. Grund für die Renteneinstellung mit Verfügung vom 21. März 2018 gab die Verletzung der Mitwirkungspflicht durch den Beschwerdeführer, die zur Folge hatte, dass der Verwaltung die Überprüfung seines Rentenanspruchs verbaut war. Daran änderte sich mit der Vorsprache des Beschwerdeführers am 11. Juni 2018 zunächst noch nichts Grundlegendes. Insbesondere kann auch nicht schon ab diesem Zeitpunkt angenommen werden, der relevante Mangel sei bereits als glaubhaft oder wahrscheinlich dargetan im Sinne der hiervor dargelegten Rechtsprechung. Dazu bedurfte es weiterer Abklärungen und insbesondere der Mitwirkung des Beschwerdeführers, was von der IV-Stelle umgehend veranlasst und in der Folge auch angemahnt wurde. Dabei hat die Vorinstanz für das Bundesgericht verbindlich festgestellt, dass der Beschwerdeführer gemäss Angaben seines Arztes zwar die letzten zwei Jahre nicht in der Lage gewesen sei, seine Steuererklärung auszufüllen. Hingegen sei nicht erstellt, dass er gesundheitsbedingt ausserstande gewesen wäre, auf die Schreiben der IV-Stelle zu reagieren und die verlangten Berichte beizubringen. Weder sei aus den gestellten Diagnosen oder den erhobenen Befunden ersehbar, dass dadurch die Urteilsfähigkeit des Beschwerdeführers aufgehoben gewesen wäre noch werde ihm derlei attestiert. Auch das für Dezember 2016 bis Dezember 2018 bestätigte Unvermögen, die Steuererklärung auszufüllen, bedeute angesichts dieses doch eher komplexen Vorgangs nicht, dass er nicht in der Lage gewesen wäre, seine Post zu öffnen und darauf zu reagieren. Das belegten gerade auch seine Vorsprache beim Kundendienst der Beschwerdegegnerin und die von ihm erhobenen Einwände unter Beigabe der angeforderten Dokumente am 18. Dezember 2018. Dass das kantonale Gericht unter diesen Umständen mit der Beschwerdegegnerin von einer schuldhaften Verletzung der Mitwirkungspflicht durch den Beschwerdeführer ausging, verstösst nicht gegen Bundesrecht und namentlich auch nicht gegen Art. 43 Abs. 3 ATSG. Damit kann die Frage offenbleiben, ob es darauf im Rahmen von Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV überhaupt ankommt. Jedenfalls gilt nach dem Gesagten der Mangel erst mit der Beibringung der angeforderten Unterlagen am 18. Dezember 2018 als entdeckt, weshalb die Rente nicht vor Dezember 2018 wieder auszurichten ist.