Citation: H 201/99 16.02.2000 E. 5

5.- In verschuldensmässiger Hinsicht hat die Vorin- stanz zu Recht erkannt, dass keine Aussicht auf eine baldi- ge Sanierung des Unternehmens bestand und deshalb nicht damit gerechnet werden durfte, die Forderungen der Aus- gleichskasse innert nützlicher Frist begleichen zu können. Die Gesellschaft war schon bald nach dem Kauf durch den Beschwerdeführer im Februar 1995 in misslicher Lage, nach- dem die Schweizerische Bankgesellschaft (heute: United Bank of Switzerland, UBS) im Sommer 1995 die Kredite gekündigt hatte. Der Beschwerdeführer konnte nicht von einer baldigen Beitragszahlung ausgehen, zumal sich die Rückbehaltung der von den anderen Hausbanken versprochenen Kredite im Zeit- punkt der Fälligkeit der schliesslich unbezahlt gebliebenen Beiträge bereits über Monate hinzog. Demgegenüber hat der Beschwerdeführer schon im vorin- stanzlichen Verfahren wie auch in der Verwaltungsgerichts- beschwerde substantiiert behauptet und Beweismittel dafür offeriert, dass die Gesellschaft anfangs 1996, mithin vor Fälligkeit der am Schluss nicht geleisteten Beiträge, sämt- liche Debitoren an die Credit Suisse habe abtreten müssen, indessen von dieser die Beitragszahlung eindringlich ver- langt habe. Die kantonale Rekurskommission hat über diesen gemäss nicht veröffentlichtem Urteil M. vom 17. Februar 1994, H 131/93, rechtserheblichen Umstand keinen Beweis abgenommen, so dass die diesbezügliche Tatsachenfeststel- lung nicht verbindlich ist (Erw. 2). Die Sache ist deshalb auch aus diesem Grund zur weiteren Untersuchung an die Vor- instanz zurückzuweisen.