Citation: 9C_779/2023 E. 5.6.2

5.6.2. Eine Haftungsbeschränkung wegen mitwirkenden Drittverschuldens eines solidarisch Haftpflichtigen zieht das Bundesgericht bloss als eher theoretische Möglichkeit in Betracht, die, wenn überhaupt, nur bei einer ausgesprochen exzeptionellen Sachlage von praktischer Bedeutung sein kann; so etwa, wenn das Verschulden des in Anspruch genommenen Haftpflichtigen als so leicht erscheint und in einem derartigen Missverhältnis zum Verschulden des Dritten steht, dass es offensichtlich ungerecht wäre, wenn jener den ganzen Schaden tragen müsste (Urteil 9C_66/2016 vom 10. August 2016 E. 5.4). Vorliegend ist einerseits zu beachten, dass C.________ für die im strittigen Zeitraum (2018 und 2019) geschuldeten Sozialversicherungsbeiträge kein solidarisch Haftpflichtiger sein kann, da er am xxxx 2017 aus dem Verwaltungsrat der B.________ AG ausschied. Zudem bestreitet der Beschwerdeführer zwar, dass A.B.________ sich lediglich auf mündliche Zusagen von C.________ verlassen und damit grobfahrlässig gehandelt haben soll, legt aber nicht dar, inwiefern diese Feststellung des kantonalen Gerichts offensichtlich unrichtig sein soll.