Citation: 2C_561/2021 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz hat festgestellt, dass im vorliegenden Fall keinerlei Hinweise für die behauptete eheliche Gewalt vorliegen. Die von der Beschwerdeführerin behaupteten Alkohol- und Drogenexzesse ihres zweiten Ehemannes, die ein weiteres Zusammenleben nicht mehr möglich gemacht hätten, seien lediglich mit einer von der Beschwerdeführerin verfassten Stellungnahme belegt. Hiermit sei keine hinreichend konstante und intensive Druckausübung seitens des Ehemanns der Beschwerdeführerin dargetan, zumal sie keinen einzigen konkreten Vorfall, in dessen Rahmen sie (erfolgreich) psychisch unter Druck gesetzt worden sei, habe schildern können. Der Beschwerdeführerin sei es nicht gelungen, glaubhaft zu machen, dass ihr das weitere Zusammenleben mit ihrem Ehemann nicht mehr zumutbar gewesen wäre (angefochtenes Urteil E. 2.3).