Citation: I 792/05 15.03.2006 E. 3

Streitig ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und dabei insbesondere die Frage der Höhe des Invaliditätsgrades. 3.1 Das kantonale Gericht stellt auf die Einschätzung des Gutachters Dr. med. I.________ ab und geht von einer Arbeitsfähigkeit von 40 % in einer leidensangepassten Tätigkeit aus. Für den Einkommensvergleich zieht die Vorinstanz den zuletzt bei der Firma S.________ erzielten Lohn als Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) herbei, den sie aufgrund der Zahlen in der Publikation "Die Volkswirtschaft" der Lohnentwicklung bis ins Jahr 2002 anpasst. Das Einkommen nach Eintritt des Gesundheitsschadens (Invalideneinkommen) legt das kantonale Gericht aufgrund der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung fest und berücksichtigt einen behinderungsbedingten Abzug von 15 %. Dies führe zu einem Invaliditätsgrad von 67 % ab 2002. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde führende IV-Stelle rügt einzig, dass das Valideneinkommen zwar gestützt auf das zuletzt verdiente Gehalt bei der Firma S.________ festzusetzen sei, jedoch die Anpassung an die Lohnentwicklung nicht nach den Zahlen der "Volkswirtschaft" zu erfolgen habe. Vielmehr seien diejenigen der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Publikation "Lohnentwicklung" massgebend. 3.2 Es ergibt sich aus den Akten und ist unbestritten, dass der Versicherte in einer leidensangepassten Tätigkeit 40 % arbeitsfähig ist. 3.3 Für die Festsetzung des Valideneinkommens ist - entgegen Vorinstanz und Beschwerde führender Verwaltung - nicht vom zuletzt verdienten Lohn auszugehen, da der Versicherte seine Stelle bei der Firma S.________ bereits auf Ende 1998 aus invaliditätsfremden Gründen verloren hatte und deshalb auch im Gesundheitsfall nicht mehr am angestammten Arbeitsplatz tätig wäre. Weil jedoch davon auszugehen ist, dass der Beschwerdegegner ohne Invalidität weiterhin einer Hilfsarbeit nachginge, ist auf die entsprechenden Zahlen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung abzustellen. Dabei ist der branchenunspezifische Zentralwert massgebend, da entsprechend der bisherigen Erwerbsbiographie anzunehmen ist, der Versicherte würde wenig anspruchsvolle Tätigkeiten in der ganzen Wirtschaft ausüben. Da der Versicherte im Weiteren keine zumutbare Verweisungstätigkeit aufgenommen hat, ist für die zahlenmässige Bestimmung des Invalideneinkommens praxisgemäss auf denselben Wert der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung abzustellen (vgl. BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb). Weil Validen- und Invalideneinkommen aufgrund des gleichen Tabellenlohnes festzusetzen sind, erübrigt sich deren genaue Ermittlung; der Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzuges (Urteil M. vom 15. April 2003, I 1/03, Erw. 5.2). Bei einer Restarbeitsfähigkeit von 40 % (Erw. 3.2 hievor) und einem Abzug von 15 % resultiert ein Invaliditätsgrad von 66 % (60 % entsprechend dem Grad der Arbeitsunfähigkeit sowie zusätzlich 6 % infolge des Abzuges um 15 % von der Restarbeitsfähigkeit in Höhe von 40 %). Der durch die Vorinstanz auf 15 % festgesetzte leidensbedingte Abzug ist nicht zu beanstanden, sind die gemäss Rechtsprechung massgebenden Gesichtspunkte (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) vom kantonalen Gericht doch berücksichtigt worden (BGE 126 V 80 Erw. 5b/bb mit Hinweisen; Urteil Y. vom 25. Juli 2005, U 420/04, Erw. 2.2 ff.).