Citation: 2C_834/2022 E. 4.3

4.3. Vorliegend verneinte die Vorinstanz eine erfolgreiche Integration des Beschwerdeführers: er und seine Ehefrau seien während der Dauer der ehelichen Gemeinschaft mit insgesamt Fr. 28'647.50 von der Sozialhilfe unterstützt worden. Ab Anfang 2018 sei es dem Beschwerdeführer gelungen, sich und seine Familie von der Sozialhilfe zu lösen, was zu seinen Gunsten zu berücksichtigen sei (vorinstanzliches Urteil E. 2.4). Die Ablösung von der Sozialhilfe werde allerdings dadurch relativiert, dass er ab diesem Zeitpunkt begonnen habe, sich in erhöhtem Mass zu verschulden. Die den Beschwerdeführer betreffenden Betreibungsregisterauszüge würden insgesamt 33 Betreibungen im Umfang von über Fr. 59'000.-- unter anderem betreffend Steuern, Krankenkassenprämien und Sozialversicherungsbeiträge enthalten. Der Grossteil dieser Schulden sei laut dem Betreibungsregisterauszug inzwischen beglichen worden. Die noch nicht als bezahlt verzeichneten Betreibungen, für welche der Beschwerdeführer keine Zahlungsbelege vorgelegt habe, würden jedoch noch immer über Fr. 10'000.-- betragen, was gegen eine erfolgreiche wirtschaftliche Integration spreche (vorinstanzliches Urteil E. 2.5). Sodann habe der Beschwerdeführer während seiner Anwesenheit in der Schweiz insgesamt drei Straferkenntnisse erwirkt. Er sei wegen zweier Verkehrsdelikte und des Beschäftigens eines Ausländers ohne Bewilligung mit Geldstrafen von insgesamt 50 Tagessätzen und Bussen von insgesamt Fr. 820.-- bestraft worden. Auch wenn diese Straferkenntnisse allein nicht den Schluss auf eine mangelhafte Integration zulassen würden, seien sie doch im Kontext seiner bereits erwähnten Integrationsdefizite zu berücksichtigen (vorinstanzliches Urteil E. 2.6). Weiter vermöge der Beschwerdeführer keine Deutschkenntnisse zu belegen. Eine automatisch versandte E-Mail der Sprachschule C.________, welche über die Resultate eines kostenlosen Online-Einstufungstests informiere, bei dem er das geringstmögliche Niveau erreicht habe, und eine Anmeldung für einen Deutsch-Einstiegskurs während des Beschwerdeverfahrens würden zum Nachweis der Sprachkenntnisse nicht genügen (vorinstanzliches Urteil E. 2.7). Mit seinem Sozialhilfe-bezug, seiner Verschuldung, seinen Strafen sowie seinen mangelhaften Deutschkenntnissen setze der Beschwerdeführer negative Integrationsindikatoren und vermöge ausser seiner Erwerbstätigkeit kaum positive Kriterien für eine Integration aufzuzeigen. Es könne ihm daher insgesamt keine erfolgreiche Integration attestiert werden.