Citation: 2C_508/2019 E. 4.4.2

4.4.2. Der Beschwerdeführer hat als Erwachsener mit seinem Gewaltdelikt ein grundlegendes Rechtsgut verletzt (Leib und Leben; vgl. vorstehende E. 3.3 Ziffer 1: Art, Alter und Schwere der Straftat); bereits zuvor war er wegen Nötigung zu einer unbedingten Busse verurteilt worden: Damals drohte er einem Dritten (wiederum) mit Gewalt, um bei diesem eine Forderung von Fr. 30'000.-- einzutreiben. Der Beschwerdeführer ist erst im Alter von 21 Jahren in die Schweiz gekommen (vgl. vorstehende E. 3.3 Ziffer 2/13: Aufenthaltsdauer, Nachteile bei einer Ausreise) und hat seine persönlichkeitsprägenden Kindes- und Jugendjahre in der Heimat verbracht. Er lebt erst seit rund 12 Jahren in der Schweiz (vgl. vorstehende E. 3.3 Ziffer 2: Aufenthaltsdauer). In Bosnien/Herzegowina besuchte er eine Touristikfachschule und arbeitete er als Koch. Zu seinen dort lebenden Brüdern pflegt er regelmässig telefonische Kontakte, zudem besucht er sie alle ein bis zwei Jahre; er spricht zudem Bosnisch. Wenn die Vorinstanz gestützt hierauf davon ausgegangen ist, er sei mit den dortigen sozio-kulturellen Verhältnissen vertraut, ist dies - entgegen der Kritik des Beschwerdeführers - vertretbar und nicht willkürlich. Die Vorinstanz durfte darauf schliessen, dass ihm als gesundem, durchtrainiertem Mann und ehemaligem Kickboxer eine Rückkehr in seine Heimat zugemutet werden kann (vgl. vorstehende E. 3.3 Ziffer 6/13: Gesundheitszustand, Nachteile bei der Ausreise); er verfügt dort über ein soziales Netz, das es ihm erlauben wird, wirtschaftlich, beruflich und persönlich wieder Fuss zu fassen, wobei ihm seine hier gemachten Erfahrungen nützlich sein dürften (vgl. vorstehende E. 3.3 Ziffer 10: soziale, kulturelle und familiäre Bindung zum Herkunftsland).