Citation: 8C_167/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Zum einen ist der Einwand, es handle sich bei einer (erneuten) Begutachtung um eine unnötige "second opinion", gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht formeller, sondern materieller Natur, weshalb er erst im Rahmen der Beweiswürdigung in der Hauptsache zu behandeln ist (BGE 138 V 271 E. 1.1; Urteil 9C_542/2022 vom 15. November 2023 E. 4.1 mit Hinweisen). Ein triftiger Grund für ein Abweichen von dieser Rechtsprechung (vgl. zu den Voraussetzungen für eine Praxisänderung BGE 145 V 304 E. 4.4; 141 II 297 E. 5.5.1) legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Soweit aus dem obiter dictum am Ende von E. 4.4 des Urteils 8C_393/2014 vom 24. September 2014 gegenteilige Schlussfolgerungen gezogen werden könnten, ist daran nicht festzuhalten.