Citation: 8C_282/2023 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz hat den Rückforderungsanspruch des Beschwerdeführers damit begründet, dass die streitbetroffenen Zahlungen (Fr. 4'759.50 [Lohn Februar und März 2019] + Fr. 993.- [Anteil IPV für Februar bis April 2019]) infolge nichtiger Lohnabtretung rechtsgrundlos erbracht worden seien (vorstehende E. 3.1). Wie sie zutreffend erwogen hat, lässt sich eine Rückerstattungspflicht der Beschwerdegegnerin weder auf das Gesetz über die öffentliche Sozialhilfe vom 29. März 1984 des Kantons Thurgau (Sozialhilfegesetz, SHG/TG; RB 850.1) noch die Sozialhilfeverordnung des Kantons Thurgau vom 15. Oktober 1985 (SHV/TG; RB 850.11) oder auf eine andere kantonalrechtliche Grundlage stützen. Unstrittig ist ebenso, dass auch im allgemeinen Verwaltungsrecht - analog zu den privatrechtlichen Regeln über die ungerechtfertigte Bereicherung (Art. 62 ff. OR) - als allgemeiner Rechtsgrundsatz gilt, dass die aus einem nicht verwirklichten oder nachträglich weggefallenen Grund erfolgten Zuwendungen bzw. rechtsgrundlos erbrachten Leistungen von der öffentlichen Hand zurückzuerstatten sind (BGE 144 II 412 E. 3.1; 139 V 82 E. 3.3.2; 138 V 426 E. 5.1; 135 II 274 E. 3.1).