Citation: 5A_144/2023 E. 4.6.2

4.6.2. Bestand während des Zusammenlebens eine Sparquote bedeutet dies wie ausgeführt, dass die fraglichen Mittel nicht für die laufende Lebenshaltung verwendet wurden. Das Vorliegen einer Sparquote wirkt sich daher, wird sie nicht durch trennungsbedingte Mehrkosten aufgebraucht, begrenzend auf die Höhe eines allfälligen Unterhaltsanspruchs aus (vgl. E. 4.3.2 hiervor). Daher ist im vorliegenden vom uneingeschränkten Untersuchungsgrundsatz beherrschten Verfahren bei hinreichend substanziierter Behauptung einer Sparquote auch die zuletzt gelebte Lebenshaltung zu bestimmen, damit der Unterhaltsanspruch die (potentiell) in dieser liegende Obergrenze nicht überschreitet. Der Beschwerdeführer hätte damit allen Grund gehabt, eine allfällige Sparquote im kantonalen Verfahren vorzutragen. Dies hat er unterlassen und der Vorinstanz ist keine Verfassungsverletzung vorzuwerfen, weil sie diesen Umstand berücksichtigt hat. Sodann kann nicht davon die Rede sein, dass die Beschwerdegegnerin unzulässig von Verfahrenspflichten entbunden würde: Wie ausgeführt obliegt es auch bei Geltung der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime dem Beschwerdeführer als Unterhaltsschuldner und nicht der Beschwerdegegnerin eine Sparquote und damit die Begrenzung der zuletzt gelebten Lebenshaltung geltend zu machen (vgl. E. 4.3.2 hiervor). Mit dieser Folge der Anwendbarkeit der zweistufig-konkreten Methode hat das Bundesgericht sich bereits früher auseinandergesetzt (ausführlich: BGE 147 III 293 E. 4.4). Hierauf ist nicht zurückzukommen und der Beschwerdeführer kann sich der ihm obliegenden (Mitwirkungs) Pflichten nicht dadurch entziehen, dass er den fehlenden Nachweis der zuletzt gelebten Lebenshaltung behauptet.