Citation: I 665/00 05.11.2002 E. 2

2.1 Im angefochtenen Entscheid werden die Grundsätze betreffend den Invaliditätsbegriff (Art. 4 IVG), den Begriff der Arbeitsunfähigkeit (BGE 115 V 404 Erw. 2, 114 V 283 Erw. 1c und d; vgl. auch RKUV 2001 Nr. KV 174 S. 292 Erw. 2a und AHI 2000 S. 157 Erw. 3b) und deren Bedeutung für die Invalidität (BGE 105 V 141 Erw. 1b; vgl. auch BGE 115 V 133 Erw. 2 und ZAK 1985 S. 224 Erw. 2b), den Anspruch auf Umschulung (Art. 17 Abs. 1 IVG), namentlich die für dessen Bejahung erforderliche Erwerbseinbusse von etwa 20 % (vgl. auch BGE 124 V 110 Erw. 2b mit Hinweisen), den für einen Rentenanspruch vorausgesetzten Mindestinvaliditätsgrad von 40 % (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG) sowie die Ermittlung des Invaliditätsgrades nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28 Abs. 2 IVG; vgl. BGE 104 V 136 Erw. 2a und b), insbesondere die Bestimmung des Valideneinkommens unter Rückgriff auf den an der bisherigen Arbeitsstelle erzielten Verdienst (vgl. auch BGE 126 V 76 Erw. 3a, AHI 2000 S. 302 Erw. 3a und RKUV 1993 Nr. U 168 S. 101 Erw. 3b) und die Berechnung des Invalideneinkommens unter Verwendung von Tabellenlöhnen gemäss Schweizerischer Lohnstrukturerhebung (vgl. BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb; AHI 2002 S. 67 Erw. 3b), welche um maximal 25 % gekürzt werden können (siehe dazu nun BGE 126 V 78 Erw. 5 und AHI 2002 S. 62), zutreffend wiedergegeben. Darauf wird verwiesen. 2.2 Beizufügen ist, dass Versicherte, die infolge Invalidität in der Berufswahl oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert sind, Anspruch auf Berufsberatung haben (Art. 15 IVG) und dass eingliederungsfähigen invaliden Versicherten nach Möglichkeit geeignete Arbeit vermittelt wird (Art. 18 Abs. 1 Satz 1 IVG). Für die Begründung eines Anspruchs auf Berufsberatung genügt ein relativ geringes Mass an gesundheitlich bedingten Schwierigkeiten bei der Berufswahl oder in der Ausübung der bisherigen Tätigkeit (nicht veröffentlichtes Urteil S. vom 15. Oktober 1999, I 11/99) und für die Begründung eines Anspruchs auf Arbeitsvermittlung ein relativ geringes Mass an gesundheitlich bedingten Schwierigkeiten bei der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle (BGE 116 V 81 Erw. 6a; AHI 2000 S. 70 Erw. 1a, S. 228 Erw. 1). Keinen Anspruch auf Berufsberatung verleihen geringste Behinderungen, die keine nennenswerte Beeinträchtigung zur Folge haben und deshalb die Inanspruchnahme der Invalidenversicherung nicht rechtfertigen (BGE 114 V 29 Erw. 1a mit Hinweis). Ebenso fällt ein Anspruch auf Arbeitsvermittlung ausser Betracht, wenn die versicherte Person für leichte Tätigkeiten voll arbeitsfähig ist und nicht zusätzlich eine gesundheitlich bedingte spezifische Einschränkung in der Stellensuche vorliegt (AHI 2000 S. 68 Erw. 2; Urteil F. vom 15. Juli 2002, I 421/01, Erw. 2c). Hinzuzufügen ist ausserdem, dass berufliche Massnahmen, von denen vorliegend Umschulung, Berufsberatung und Arbeitsvermittlung zur Diskussion stehen, nicht nur bei bereits eingetretener, sondern auch bei unmittelbar drohender Invalidität gewährt werden (Art. 8 Abs. 1 und 3 IVG). 2.3 Richtig sind auch die vorinstanzlichen Erwägungen zur Würdigung bestimmter Arten ärztlicher Berichte (vgl. zu spezialärztlichen Berichten, hausärztlichen Stellungnahmen und Parteigutachten BGE 125 V 352 Erw. 3b und für MEDAS-Gutachten BGE 123 V 178 Erw. 4b). Auch darauf kann verwiesen werden. Zu ergänzen ist, dass hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes allgemein entscheidend ist, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a).