Citation: 1C_28/2021 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz führte aus, es sei seit dem Abbruch der unteren Stützmauer zweifelhaft, ob die obere Stützmauer noch die erforderliche Standfestigkeit aufweise. Sie erklärte dazu, das unter der oberen Stützmauer liegende, nun ungesicherte Erdreich weise ein Neigungsverhältnis von 6,5:3 auf. Mit Blick darauf, dass bei Böschungen für deren Standfestigkeit ein maximales Neigungsverhältnis von 2:3 verlangt werde, könne das ungesicherte, graduell beinahe doppelt so stark ansteigende Erdreich nicht mehr als hinreichend stabil bezeichnet werden. Es sei nicht auszuschliessen, dass die streitgegenständliche Stützmauer in eine Schräglage hin zur Parzelle Nr. 2306 gerate. Weiter hielt die Vorinstanz fest, der Abbruch der unteren Stützmauer durch die Beschwerdegegner könne zwar mit der Beschwerdeführerin als trölerisch oder offen konfrontativ bezeichnet werden. Tatsache sei aber auch, dass die Beschwerdegegner das Terrain auf der Parzelle Nr. 2306 nicht in dem Masse abgegraben hätten, in welchem das Erdreich auf der Parzelle Nr. 2227 unterhalb der dortigen L-Stützmauer heute ungesichert sei. Die Beschwerdegegner könnten deshalb nicht zu baupolizeilichen Wiederherstellungsmassnahmen verpflichtet werden, welche dieses (nicht auf ihrer Parzelle befindliche) Erdreich schützen würden. Stattdessen müsse sich - so die Vorinstanz - die Beschwerdeführerin an den notwendigen Sicherungsmassnahmen beteiligen. Konkret müsse entweder die Beschwerdeführerin zumindest einen Teil der erforderlichen neuen Stützmauer (als Ersatz für die abgebrochene untere Stützmauer) auf ihrer Parzelle an die Grenze zur Parzelle Nr. 2306 setzen oder es müsse die neue Stützmauer - unter anteiliger Mitfinanzierung durch die Beschwerdegegner - auf die Parzellengrenze gestellt werden. Die neue Stützmauer müsse dabei unstreitig an die Höhe der heutigen L-Stützmauer angerechnet werden. Damit komme die Beschwerdeführerin nicht umhin, die L-Stützmauer entweder im Gelände etwas abzusenken oder von der Grenze zur Parzelle Nr. 2306 etwas weiter zurückzuversetzen. Andernfalls könnten die Höhen- und Abstandsvorgaben von § 19 Abs. 1 ABauV/AG i.V.m. § 31 Abs. 4 Satz 1 ABNO nicht eingehalten werden.