Citation: 4C.323/2004 06.07.2005 E. A

A.________ und B.________ (Klägerinnen) eröffneten im Sommer 1997 ein Gemeinschaftskonto und -depot bei der Bank X.________ (Beklagten) und betrauten diese mit der Vermögensverwaltung. Die Klägerinnen unterzeichneten dazu am 4. August 1997 verschiedene Dokumente: - einen "Vertrag über die Errichtung eines Kontos und Depots", - "Besondere Vereinbarungen zum Vertrag über die Errichtung eines Kontos und Depots", - ein "Anlageprofil" mit der angekreuzten Portefeuille-Struktur "kapitalgewinnorientiert" sowie - "Bedingungen für die Vermittlung von Optionskontrakten". Das Anlageprofil "kapitalgewinnorientiert" ist auf dem entsprechenden Formular wie folgt umschrieben: "Anlageziele: - langfristiges Vermögenswachstum durch die stärkere Ausrichtung auf Kapital- und Währungsgewinne Risikobereitschaft: - überdurchschnittliche Risikobereitschaft - Inkaufnahme erhöhter Vermögensschwankungen Vermögensaufteilung: - Sachwerte in der Regel gegenüber Nominalwerten deutlich übergewichtet - das Fremdwährungs-Engagement kann hoch sein." Unter "Bemerkungen" wurde auf dem Formular zudem maschinenschriftlich folgendes festgehalten: "Die erhaltene Prämie aus dem Schreiben von Put-Optionen können wir zum Kauf von Stillhalter-Optionen verwenden". Die Beklagte verfolgte daraufhin eine "dynamische Strategie mit Optionen". Auf dem Konto bzw. dem Depot der Klägerinnen traten erhebliche Verluste ein. Per Saldo waren Fr. 650'000.-- auf das Konto einbezahlt worden. Ende 2001 belief sich der Vermögensstand noch auf Fr. 153'095.-- bzw. im Zeitpunkt der Klageeinleitung auf Fr. 34'000.-- bzw. Fr. 0.--.