Citation: 5P.259/2005 17.11.2005 E. A

Am 10. Oktober 2004 publizierte die OnlineReports GmbH in ihrer Internet-Zeitung einen Artikel mit dem Titel "Logistik-Firma Fiege im Visier der Baselbieter Justiz / Umstrittene Bilanz: Strafverfolgungsbehörden ermitteln wegen Urkundenfälschung". Darin wurde berichtet, das Besondere Untersuchungsrichteramt (BUR) in Liestal habe gegen die Firma Fiege AG ein Strafverfahren eingeleitet, bei dem es "laut unbestätigten Angaben eines Zeugen" um beträchtliche Unregelmässigkeiten in der Bilanz für das Jahr 2001 gehe. Unter dem Untertitel "Madörin-Firma als Revisionsstelle" enthielt der Artikel - neben einer Fotografie von Bernhard Madörin - folgenden Passus: "Testiert wurde die jetzt im Visier der Strafverfolger stehende Bilanz durch die offizielle Fiege-Revisionsstelle "BM Swiss Audit AG" in Basel. Diese Firma gehört dem Basler SVP-Finanz- und Steuerexperten und Grossrat Bernhard Madörin (Bild)". Nach einem Hinweis darauf, dass die Fiege AG zur Abwendung einer Unterbilanz ihr Aktienkapital herabgesetzt habe, wurde weiter ausgeführt: "Die BM Swiss Audit schreibt in ihrem von Madörin unterzeichneten Revisionsbericht, die Forderungen der Gläubiger seien auch nach durchgeführter Herabsetzung des Aktienkapitals "voll gedeckt". Ob diese Einschätzung korrekt war und ob die Bilanz für das Jahr 2001 geschönt war, wird das Untersuchungsrichteramt jetzt klären. Aus der Tatsache, dass die Ermittler ein Strafverfahren eröffneten, kann zumindest geschlossen werden, dass es über die entsprechenden Verdachtsmomente verfügte. BUR-Chef János Fábián enthielt sich jeder Information. Das Einzige, was er sagte: Der Ausgang des Verfahrens sei "zur Zeit völlig offen"."