Citation: I 266/05 11.04.2006 E. 3

In Bezug auf den Gesundheitszustand und die noch zumutbare Arbeitsfähigkeit stützte sich die Vorinstanz nach umfassender Würdigung der medizinischen Unterlagen zu Recht auf das überzeugende und schlüssige interdisziplinäre Gutachten der MEDAS (vom 10. September 2003), basierend auf einem rheumatologischen und einem psychiatrischen Fachgutachten. Wie im angefochtenen Entscheid zutreffend erkannt wurde, erfüllt diese Expertise alle rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien (BGE 125 V 352 Erw. 3 mit Hinweisen) für eine beweistaugliche medizinische Entscheidgrundlage (Beweiseignung) und überzeugt zum andern auch inhaltlich (Beweiskraft), womit ihm voller Beweiswert zukommt. Danach leidet die Beschwerdeführerin - mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit - an einem chronischen lumbovertebralen Syndrom bei/mit - Status nach Spondylodese L5/S1 (Mai 1999) wegen Spondylolisthesis II-IV - intermittierend spondylogener Ausstrahlung links, - Haltungsinsuffizienz und Dekonditionierung, - Verdacht auf Symptomausweitung; an einem anamnestisch intermittierenden zervikospondylogenen Syndrom, - muskulärer Dispalance, - segmentalen Dysfunktionen; an einer Anpassungsstörung nach Rückenoperation; an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichtgradige Episode sowie an Morbus Hirschsprung bei - Status nach diversen Laparotomien, - anamnestisch rezidivierenden Colitiden. Im Rahmen der interdisziplinären Konsensfindung kamen die Gutachter zum Schluss, dass zum jetzigen Zeitpunkt gesamthaft unter Wertung aller Diagnosen eine Arbeitsfähigkeit von maximal 50 % für eine körperlich leichte Tätigkeit bestehe. Namentlich für Tätigkeiten im angestammten Beruf als Verkäuferin und für jede rückenadaptierte, körperlich leicht belastende Tätigkeit ohne Wirbelsäulen belastende Zwangspositionen länger dauernd rein sitzend, rein stehend oder mit repetitiv rumpfrotierenden Stereotypien sowie mit Hebebelastungen von maximal 5-10 kg sahen sie eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (bezogen auf ein volles Pensum) als gegeben. Tätigkeiten im Reinigungsdienst und im Service eines Cafés wurden, da für die Wirbelsäule zu belastend, als nicht mehr möglich bezeichnet. Ebenso wurden alle mittelschweren und schweren Tätigkeiten bleibend ausgeschlossen. Aufgrund dieser Expertise nahm die Vorinstanz eine Restarbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit von 50 % an. Dies ist nicht zu beanstanden. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwendungen, soweit nicht bereits im vorinstanzlichen Verfahren entkräftet, vermögen nicht zu einer andern Beurteilung zu führen. Insbesondere wurde die Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit von 50 % explizit auf ein volles Pensum bezogen, woran die ergänzende Angabe von 4 Stunden pro Tag nichts ändert. Überdies kann aus dem Umstand, dass die MEDAS von der im vorliegenden Verfahren eingereichten Krankengeschichte des Dr. med. Z.________, in dessen Behandlung die Beschwerdeführerin seit 28. Mai 2002 stand, keine Kenntnis hatte, nichts zu ihren Gunsten abgeleitet werden. Zum einen ist von einer umfassenden Abklärung der MEDAS auszugehen, zum andern ist dieser Krankengeschichte nichts medizinisch Relevantes zu entnehmen, das keine Berücksichtigung fand. Eine abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit allein vermag nicht zu genügen. Mit der Vorinstanz kann alsdann auch der Arztbericht des Dr. med. R.________ vom 29. Juni 2004 zu keiner abweichenden Beurteilung führen. So wird darin zwar eine neu aufgetretene Diskushernie LWK 3/4, ohne radikuläre Beteiligung festgehalten. Dabei handelt es sich aber, wie im angefochtenen Entscheid zu Recht bemerkt, um einen geringen Befund, der ohne nähere Auseinandersetzung mit der im MEDAS-Gutachten vorhandenen Untersuchungsergebnissen und Beurteilung der Schmerzproblematik, eine abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht rechtfertigen lässt.