Citation: I 380/04 28.02.2005 E. 4.2

4.2.1 Die Beschwerdeführerin, welche keinen Beruf erlernt hat, war nach ihrer Einreise in die Schweiz 1977 bis zu ihrer Heirat im Jahre 1980 in einem Textilunternehmen tätig. Kurzzeitig fand sie in der Folge eine Beschäftigung als Vorhangnäherin, die sie infolge von Schwangerschaftskomplikationen während des Jahres 1981 jedoch wieder aufgab. Bis zur Geburt ihres zweiten Kindes 1985 nahm sie keine Erwerbstätigkeit mehr auf. Ab 1. September 1986 begann sie erneut eine Arbeit als Bestückerin bzw. in der Feinmontage der Firma X.________, wobei sie zunächst Abendschichten von je fünf Stunden und später Nachmittagsschichten in gleichem zeitlichen Umfang absolvierte. Diese Tätigkeit endete per 30. April 1993. Vom 1. Mai 1993 bis 8. Dezember 1994 bezog sie Taggelder der Arbeitslosenversicherung. Seither ist sie ausschliesslich im Haushalt tätig. Anlässlich der ersten Abklärung der häuslichen Verhältnisse im Juni 2000 gab die Versicherte an, ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen aktuell mindestens im gleichen Rahmen wie damals, d.h. zu 62,5 % (vgl. den Arbeitgeberbericht vom 26. April 1996), "eher etwas mehr", zu arbeiten (Abklärungsbericht Haushalt vom 13. Juni 2000). Im Rahmen der im Juli 2002 durchgeführten Erhebung vor Ort erklärte sie, als Gesunde nunmehr zu 100 % erwerbstätig zu sein, da die Kinderbetreuung abgeschlossen sei. 4.2.2 Unbestrittenermassen hat die Beschwerdeführerin nach Beendigung ihres letzten Anstellungsverhältnisses auf den 30. April 1993 keine erwerbliche Beschäftigung mehr aufgenommen, obwohl ihr Gesundheitszustand im damaligen Zeitpunkt wie auch in den Folgejahren noch von keinen erheblichen Problemen geprägt war. Angebliche während dieser Periode getätigte Arbeitsbemühungen vermag sie nicht nachzuweisen. Aus ihren Ausführungen gegenüber den MEDAS-Ärzten gemäss Gutachten vom 5. Februar 1998 ergibt sich ferner, dass sie ihre Berufstätigkeit während der Ehe primär aus finanziellen Gründen zufolge von Fehlspekulationen des Ehemannes während der achtziger Jahre erneut aufgenommen hatte. Im Jahre 1998 war die Familie indessen wieder grösstenteils schuldenfrei und der Ehemann - wie auch noch 2002 - als Bauleiter in einer Generalunternehmung in geregelten beruflichen Verhältnissen gut situiert. Des Weitern zeigen die Abklärungsberichte Haushalt vom 13. Juni 2000 und 11. Juli 2002 auf, dass beide Kinder der Beschwerdeführerin noch im elterlichen Haushalt leben und drei - der Ehemann zwei - Mahlzeiten pro Tag zu Hause einnehmen. Dem MEDAS-Gutachten vom 30. November 2001 kann sodann entnommen werden, dass Tochter wie Sohn nur ungern häusliche Verrichtungen übernehmen, weshalb die Vermutung einer nicht unerheblichen, im Gesundheitsfall wohl sogar noch weitergehenden "Rundumversorgung" durch die Mutter nahe liegt. In Berücksichtigung dieser Umstände erscheint es als wenig wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche Einschränkungen seit 2002 ein erwerbliches Vollzeitpensum ausüben würde. Namentlich das von ihr hierfür vorgebrachte Argument der reduzierten bzw. weggefallenen Kinderbetreuung hält in Anbetracht der realen familiären Verhältnisse nicht stand und vermag kein genügendes Indiz für ihren Standpunkt darzustellen. Mit Vorinstanz und Verwaltung ist daher davon auszugehen, dass die Versicherte ohne Gesundheitsschaden auch nach 2002 weiterhin im Ausmass von 62,5 % erwerbstätig gewesen wäre. Die Invalidität ist folglich für den gesamten Prüfungszeitraum nach der gemischten Methode zu bemessen.