Citation: 1C_34/2018 E. 2.4

2.4. Bei der Renovation von Baudenkmälern kann verlangt werden, dass die ursprünglichen Materialien verwendet werden, soweit sie als charakteristische Eigenschaften zum Zeugniswert des Objektes beitragen (vgl. dazu Urteil 1C_578/2016 vom 28. Juni 2017 E. 4.6 mit Hinweisen, in: ZBl, 119/2018 S. 202). Grundsätzlich stellt es daher eine vertretbare Anwendung der oben erwähnten Bestimmungen dar, beim hier zu beurteilenden Umbau Anordnungen hinsichtlich des zu verwendenden Materials zu treffen. Im vorliegenden Fall lässt auch keine Willkür erkennen, beim Ersatz der Storen auf eine Verbesserung der optischen Erscheinung abzuzielen. So geht aus den Akten hervor, dass die vor dem Umbau am Gebäude vorhandenen Rafflamellenstoren ohne Baubewilligung installiert worden waren. Daher ist es haltbar, deren Ersatz durch neue Rafflamellenstoren als die charakteristische Bausubstanz beeinträchtigend bzw. dem Schutzziel entgegenstehend zu beurteilen. Da die Beschwerdeführerin nicht vorbringt, sie hätte für die zuvor angebrachten Kunststofffenster über eine Bewilligung verfügt und dies auch nicht ersichtlich ist, gilt dieselbe Überlegung auch für die Fenster. Deshalb ist für den Ausgang des Verfahrens nicht entscheidend, aus welchem Material diese im Zeitpunkt der Einreichung des Baugesuchs bestanden oder ob nach deren Ersatz ein Unterschied zum vorherigen Zustand sichtbar ist. Ausschlaggebend ist vielmehr, dass die eingebauten Kunststofffenster mit Rahmenverbreiterung den Anblick der Fassade verändern, da sie dicker und klobiger sind als Holzfenster. Selbst wenn bereits vor dem hier strittigen Bauvorhaben Rafflamellenstoren und Kunststofffenster am Gebäude angebracht waren, hält daher vor dem Willkürverbot stand, dass die Vorinstanz diese gestützt auf die Einschätzung der Fachbehörde als bewilligungspflichtig, aber nicht bewilligungsfähig erachtete. Dafür hatte sie keine weiteren Beweise abzunehmen. Schon aufgrund des Umstands, dass der Systemnachweis Energie in der Baubewilligung nicht erwähnt wird, ist im Übrigen auch der Schluss, durch diesen seien die Kunststofffenster nicht bewilligt worden, vertretbar. Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz weder die Beweise willkürlich gewürdigt noch in offensichtlich unhaltbarer Weise kantonales Recht angewendet.