Citation: C 315/02 12.06.2003 E. 2

2.1 Im Gegensatz zur Verwaltung bejahte die Vorinstanz für die Zeit vom 28. Februar bis 13. März 2002 die Vermittlungsfähigkeit. Sie führte aus, der Versicherte habe sich auch in der Zeit, als er seine Ehefrau pflegte, weiter um Arbeit bemüht, was darauf hindeute, dass er bereit gewesen wäre, eine Stelle anzutreten. Ferner habe er sich nicht von der Arbeitsvermittlung abgemeldet, was ebenfalls ein Indiz dafür sei, dass er einzig vom Einsatzprogramm habe freigestellt werden wollen, jedoch weiterhin bereit gewesen sei, eine ordentliche Arbeitsstelle anzutreten. 2.2 Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Es steht fest, dass der Beschwerdegegner am 18. Februar 2002 das Einsatzprogramm unterbrechen wollte, um seine schwer kranke Ehegattin zu Haus zu pflegen. Die gewünschte Freistellung wurde vom Spital Z.________, wo die Ehefrau hospitalisiert war, in einem ärztlichen Zeugnis unterstützt. In der Folge wurde mit dem RAV für den Zeitraum bis 27. Februar 2002 eine Lösung getroffen. Nachdem die Verwaltung ihm Gelegenheit gegeben hatte, zur Vermittlungsfähigkeit ab 28. Februar 2002 Stellung zu nehmen, hielt der Versicherte in seiner Eingabe vom 25. März 2002 fest, die Betreuerin seiner Ehefrau sei vom 19. Februar bis 25. März 2002 in den Ferien gewesen. Die unerwartete Verschlechterung des Gesundheitszustandes habe medizinische Betreuung erfordert. Die vorgesehene Ersatzperson habe nicht über die nötigen Fachkenntnisse verfügt. Im sehr kritischen Zustand, in dem sich seine Ehefrau befunden habe, wäre es für seine Familie eine Zumutung gewesen, sie in ein Pflegeheim mit völlig neuen Bezugspersonen zu verlegen. Deshalb habe er die intensive Pflege und Sterbebegleitung zu Haus übernommen. In der Beschwerde an die Vorinstanz wiederholte der Versicherte diese Ausführungen. Der Beschwerdegegner beteuerte zwar in den beiden Eingaben, dass er eine ausgewiesene Fremdbetreuung oder die Verlegung vom Akutspital in ein Privatspital organisiert hätte, wenn er eine Arbeitsstelle gefunden hätte; aufgrund der von ihm geschilderten Situation und der im Hinblick auf die Freistellung vom Einsatzprogramm unternommenen Schritte erscheint es indessen wahrscheinlicher, dass der Versicherte, der sich für Pflege und Sterbebegleitung zu Hause entschieden hatte, seine Ehefrau, die sich in einem sehr kritischen Zustand befand, in der fraglichen Zeit ab 28. Februar 2002 nicht der Betreuung durch Drittpersonen überlassen hätte, wenn er eine zumutbare Erwerbstätigkeit hätte aufnehmen können. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdegegner weiterhin Arbeitsbemühungen tätigte, lässt sich nichts zu seinen Gunsten ableiten, da damit die subjektive Vermittlungsbereitschaft für den in Frage stehenden Zeitraum von zwei Wochen nicht belegt wird.