Citation: 1B_678/2021 E. 4.4

4.4. Entgegen der vom Beschwerdeführer vertretenen Auffassung stellte die Vorinstanz nicht alleine auf das forensisch-psychiatrische Gutachten ab, sondern berücksichtigte auch die übrigen Ermittlungsergebnisse, namentlich die Aussagen verschiedener einvernommener Personen. Diese hätten den Beschwerdeführer als aufbrausend, aggressiv, impulsiv und unberechenbar beschrieben; seine Stimmung könne plötzlich umschlagen. Weiter hätten frühere Partnerinnen erlebt, wie der Beschwerdeführer in der Vergangenheit mit schwierigeren Situationen umgegangen sei. So habe eine frühere Partnerin berichtet, dass der Beschwerdeführer auf sie losgegangen und auf ihren Hals gekniet sei und versucht habe, ihr die Luft abzuschnüren. Eine andere frühere Partnerin habe ausgesagt, dass sich der Beschwerdeführer ab dem Zeitpunkt ihrer Schwangerschaft verändert habe. Er sei ihr gegenüber unter anderem aggressiv und handgreiflich geworden, habe ihr gedroht, sie umzubringen und ihr via Chatnachricht mitgeteilt, dass die letzte Kugel für sie bestimmt sei. Abgesehen davon hielt bereits die Vorinstanz fest, die Kritik des Beschwerdeführers an den gutachterlichen Ausführungen reiche nicht aus, um zum Schluss zu gelangen, dass das Gutachten derzeit als unhaltbar zu betrachten wäre. Dieses erweise sich gestützt auf eine summarische Würdigung als in sich schlüssig und vollständig, was der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Beschwerde nicht bestreitet. Was er sodann aus dem Umstand, dass bei der Verstorbenen keine Verletzungen einer vorgängigen gewalttätigen Auseinandersetzung gefunden worden seien, mit Blick auf die Wiederholungsgefahr zu seinen Gunsten ableiten will, legt er weder dar noch ist dies ersichtlich. Insgesamt ist somit nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das Vorliegen von Wiederholungsgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO bejaht hat. Es kann daher offenbleiben, ob noch andere Haftgründe, insbesondere die von der Vorinstanz ebenfalls bejahte Fluchtgefahr, gegeben wären.