Citation: 1A.183/2001 18.09.2002 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführer rügen des Weitern eine Verletzung der Koordinationspflicht (Art. 25a RPG). Die Gesuchsunterlagen seien nie gemeinsam aufgelegt worden. Zudem fehlten die Stellungnahmen, die aufgrund von Art. 17 Abs. 2 der Verordnung vom 27. März 1991 über die Schiessanlagen für das Schiesswesen ausser Dienst (SchAV; SR 510.512) sowie nach dem Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) geboten seien. Es liege auch keine umfassende Stellungnahme des eidgenössischen Schiessoffiziers vor. Zudem fehle eine Auseinandersetzung mit Art. 125 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 3. Februar 1995 über die Armee und die Militärverwaltung (MG; SR 510.10) und Art. 28 lit. f der Verordnung vom 27. Februar 1991 über das Schiesswesen ausser Dienst (Schiessordnung, SO; SR 512.311); die Vorinstanzen hätten nämlich nicht abgeklärt, wie weit die Wittenbacher Schützen in den Schiessanlagen Breitfeld oder Bernhardzell aufgenommen oder zugewiesen werden könnten. 4.2 Erfordert die Errichtung oder die Änderung einer Baute oder Anlage Verfügungen mehrerer Behörden, so ist eine Behörde zu bezeichnen, die für ausreichende Koordination sorgt (Art. 25a Abs. 1 RPG, in Kraft seit 1. Januar 1997). Die für die Koordination verantwortliche Behörde sorgt unter anderem für eine gemeinsame öffentliche Auflage aller Gesuchsunterlagen und holt von allen beteiligten kantonalen und eidgenössischen Behörden umfassende Stellungnahmen zum Vorhaben ein (Art. 25a Abs. 2 lit. b und c RPG). 4.3 Vorliegend sind die Unterlagen je in den Gemeinden Wittenbach und Waldkirch aufgelegt und die Baubewilligungen von beiden Gemeinden je für den auf ihrem Gebiet liegenden Teil erteilt worden, was sich aus der kommunalen Bewilligungszuständigkeit ergibt. In beiden Gemeinden ist aber das gesamte Plandossier aufgelegt worden, und die Verfahren sind zwischen den beiden Gemeinden koordiniert worden. Im Rahmen der Baubewilligungsverfahren sind sodann die erforderlichen Zustimmungen und Bewilligungen der kantonalen Fachstellen eingeholt und gemeinsam mit der Baubewilligung eröffnet worden. Dieses Vorgehen entspricht der Koordinationspflicht. Allerdings ist aufgrund der einschlägigen gesetzlichen Zuständigkeitsregelung kein einheitlicher Rechtsmittelweg angegeben worden. Während die Baubewilligung als Rechtsmittel den Rekurs an das Baudepartement nannte, enthielten die Verfügungen der kantonalen Amtsstellen teilweise den Hinweis auf den Rekurs an die Regierung oder an das Volkswirtschaftsdepartement. In der Folge wurde aber die gesamte Angelegenheit im Rahmen des Rekursverfahrens koordiniert durch die Regierung beurteilt. Damit ist die Koordinationspflicht auch auf Ebene der Rekursinstanz eingehalten worden. 4.4 Eine obligatorische Begutachtung des Vorhabens gemäss Art. 7 NHG (in der heute geltenden Fassung vom 18. Juni 1999 oder in der zur Zeit der Auflage massgebenden Fassung vom 24. März 1995 [AS 1996 214]) ist nicht erforderlich, da das Projekt nicht in einem inventarisierten Objekt von nationaler Bedeutung im Sinne von Art. 5 NHG liegt. Es ist auch sonst nicht ersichtlich, was für Stellungnahmen nach NHG erforderlich sein sollten.