Citation: 5A_137/2024 E. 3.7

3.7. Sodann darf laut dem Beschwerdeführer die eingegebene Forderung nicht ohne Anrechnung der Versicherungsdeckung der Konkursitin in der Höhe von Fr. 5 Mio. kolloziert werden, zumal der Beschwerdegegner gegenüber der Versicherung unabhängig von der Kollokation über ein eigenes direktes Forderungsrecht verfüge; die obergerichtliche Auffassung, dass dem Beschwerdegegner "kein eigener Anspruch gegenüber der I.________ Versicherung zustehe", sei willkürlich ("Neunte Rüge", Ziff. 205 der Beschwerde). Kritisiert wird der Entscheid des Obergerichts, wonach die Versicherungspolice der Konkursitin bei der I.________ in der Höhe von Fr. 5 Mio. unbeachtlich sei, da sich der Beschwerdegegner an die Konkursitin halten dürfe; Mutmassungen über den Ausgang von allfälligen Prozessen über (nach Art. 260 SchKG) abgetretene Forderungen (gegen die Versicherung) seien nicht erheblich. Soweit sich der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auf Tatsachenfeststellungen der Erstinstanz beruft, welche das Obergericht nicht zu seinen eigenen gemacht hat, kann er nicht gehört werden. Was er aus Art. 60 Abs. 1bis VVG (eingefügt durch die Revision vom 19. Juni 2020, in Kraft seit dem 1. Januar 2022) zu seinen Gunsten ableiten will, ist nicht ersichtlich. Er legt nicht dar, dass im konkreten Fall ein direktes Forderungsrecht gegen den Versicherer den Anspruch gegen den Versicherungsnehmer (hier: Konkursitin) ausschliesst. Inwiefern das Ergebnis des Obergerichts, dass die blosse Abtretung (nach Art. 260 SchKG) von Rechtsansprüchen der Konkursitin gegenüber der Versicherung für den Versicherungsnehmer (Konkursitin) keine Befreiung von einer Leistungspflicht darstellt, willkürlich sei, bleibt unbegründet.