Citation: 6B_643/2022 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt vorab eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Er bringt zusammengefasst vor, gemäss Anklageschrift bzw. Strafbefehl werde ihm "nicht korrektes Bedienen des Fahrtenschreibers durch nur Aufzeichnenlassen der Lenkzeit" vorgeworfen. Art. 15 Abs. 1 und Art. 28 der Verordnung vom 6. Mai 1981 über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Führer von leichten Personentransportfahrzeugen und schweren Personenwagen (ARV 2; SR 822.222) seien als massgebende Gesetzesartikel aufgeführt. Andere Vorwürfe seien aus dem Strafbefehl nicht ersichtlich, insbesondere auch nicht der Vorwurf, er hätte die Privatfahrten nicht separat deklariert. In der vorinstanzlichen Verurteilung sei Art. 15 Abs. 1 ARV 2, der gemäss Strafbefehl massgebende Gesetzesartikel, nicht erwähnt. Faktisch sei er wegen Nichtdeklarieren von Privatfahrten auf einem separaten Blatt verurteilt worden. Dabei handle es sich nicht um den gleichen Lebenssachverhalt. Zudem würden auch die massgeblichen Gesetzesartikel nicht übereinstimmen, sei er doch von der Vorinstanz gestützt auf Art. 16a ARV 2 i.V.m. Art. 14 Abs. 1, 14a Abs. 3 und Art. 21 Abs. 2 lit. a und c der Verordnung vom 19. Juni 1995 über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer und -führerinnen (Chauffeurverordnung, ARV 1; SR 822.221) verurteilt worden.