Citation: 6B_645/2023 E. 1.4.3

1.4.3. Weiter befasst sich die Vorinstanz ausführlich mit dem Tatablauf. Sie setzt sich mit dem Einwand auseinander, der Beschwerdeführer habe den Privatkläger zuerst ohne Messer angegriffen sowie das Messer erst gezogen, als ihm der Privatkläger einen heftigen Fusstritt verabreicht habe. Die Vorinstanz berücksichtigt auch hierbei die Aussagen des Privatklägers, den Standpunkt des Beschwerdeführers, ebenso wie die Aussagen von F.________, dem Schwager des Beschwerdeführers. Die Vorinstanz nimmt eine sorgfältige Aussagewürdigung vor und stuft die Aussagen des Privatklägers als glaubhaft ein. Keine Willkür ergibt sich aus dem Umstand, dass der Privatkläger erst anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 29. Juli 2020 erstmals ausgesagt haben soll, er habe sich mit den Händen gewehrt und versucht, den Beschwerdeführer mit den Füssen wegzuschieben. Ebenso wenig lässt diese Aussage einzig den Schluss zu, der Privatkläger hätte an den Händen notgedrungen Verletzungen infolge der Abwehr des Taschenmessers aufweisen müssen, weshalb sie sich nicht mit den objektiven Umständen decke. Ohne in Willkür zu verfallen, stellt die Vorinstanz auf die Aussagen des Privatklägers ab und schlussfolgert sie, der Beschwerdeführer habe das Taschenmesser bereits zu Beginn der Auseinandersetzung gezogen, bevor ihm der Privatkläger zur Abwehr einen Fusstritt versetzt habe.