Citation: 5A_38/2020 E. 2.3

2.3. Damit missachtet die Beschwerdeführerin sowohl die Beschränkung der Kognition des Bundesgerichts im vorliegenden Verfahren als auch die sie treffende strenge Begründungspflicht: Vorab macht sie keine durch das Bundesgericht zu prüfende Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend, soweit sie sich darauf beruft, das Obergericht habe das Kindeswohl missachtet und damit verschiedene Gesetzesbestimmungen verletzt. Bei dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV), den sie ausserdem anruft, handelt es sich sodann nicht um ein verfassungsmässiges Recht, sondern einen verfassungsmässigen Grundsatz. Er kann zwar im Zusammenhang mit der Rüge der Verletzung von Bundesrecht oder anderer Freiheitsrechte angerufen werden, nicht aber unabhängig davon (BGE 134 I 153 E. 4; 131 I 91 E. 3.3; Urteil 2C_658/2015 vom 3. Juni 2016 E. 3.6.3). Sie erhebt damit keine zulässigen Rügen. Unbesehen darum ist der Beschwerdeführerin entgegenzuhalten, dass sie sich im Wesentlichen darauf beschränkt, dem Urteil des Obergerichts die eigene Würdigung der Sach- und Rechtslage entgegenzustellen. Eine Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid, wie sie mit Blick auf das strenge Rügeprinzip notwendig wäre, findet dagegen nicht statt. So geht die Beschwerdeführerin beispielsweise nicht auf die Bedeutung des Umstands ein, dass die Vorinstanz nur ein begleitetes und vorerst auf sechs Monate befristetes Besuchsrecht angeordnet hat (vgl. vorne Bst. A.b und B).