Citation: 6B_427/2021 E. 2.5.3

2.5.3. Solange aufgrund des tatsächlichen Geschehensablaufs keine im Sinne von Art. 237 StGB tatbestandsmässig hinreichend konkrete Gefahr eingetreten ist, kommt es nicht darauf an, ob ein Zufall oder das Verhalten der Beteiligten deren Eintritt verhindert hat. Ebenso sind hypothetische Geschehensabläufe nach der Rechtsprechung irrelevant (vgl. Urteile 6B_332/2019 vom 29. Oktober 2019 E. 2.2.3; 6B_779/2009 vom 12. April 2010 E. 1.2.4; zur Begehung durch Unterlassen siehe BGE 134 V 255 E. 4.4.1). Andererseits ist der Tatbestand bei Vorliegen einer konkreten Gefahr selbst dann erfüllt, wenn der Eintritt des schädigenden Erfolgs durch Zufall oder das Verhalten der Beteiligten verhindert worden ist; es genügt die blosse Gefahr (vgl. Urteil 6B_332/2019 vom 29. Oktober 2019 E. 2.1.2 mit weiteren Hinweisen; siehe ferner E. 2.1.4 hiervor). Weiterungen dazu erübrigen sich.