Citation: I 993/06 25.06.2007 E. 3

Aufgrund der Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist streitig, ob die Einschätzung des IV-Grades durch Verwaltung und Vorinstanz zu Recht erfolgte oder ob, wie es die Versicherte beantragt, eine ganze Invalidenrente zuzusprechen ist. 3.1 Dem vorinstanzlichen Entscheid ist zu entnehmen, dass eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit besteht. Diese Feststellung einer beschränkten Leistungsfähigkeit in angepassten Verweisungstätigkeiten ist tatsächlicher Natur (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397) und daher für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (E. 1.2 hievor). 3.2 Soweit in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Austrittsbericht der Rehaklinik S.________ vom 11. Juni 2003 kritisiert wird, weil er die festgestellte Arbeitsunfähigkeit nicht begründe und sich nicht zur Arbeitsfähigkeit ab 6. Juli 2003 äussere, zumal ein Arbeitsversuch abgebrochen worden sei und der Bericht bereits 3 ½ Jahre zurück liege, dringt diese Rüge nicht durch. Die Vorinstanz hat dargelegt, dass die Beurteilung durch die Rehaklinik im Einklang mit derjenigen des seit 1994 behandelnden Hausarzts steht. Dr. med. H.________, Innere Medizin FMH, hielt in seinem Bericht vom 22. Dezember 2003 zwar eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit fest, deren psychische Komponente jedoch ebenso gross wie die somatische sei. Auch Dr. med. G.________, RAD, attestierte der Beschwerdeführerin zwei Jahre später in seinem Bericht vom 9. September 2005 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit aus rheumatologischer Sicht. Insgesamt zeichnet das kantonale Gericht gestützt auf die medizinischen Akten ein einheitliches Krankheitsbild. So stehen die Berichte aus dem Jahr 2003 nicht im Widerspruch zu der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde behaupteten gesundheitlichen Verschlechterung, gingen doch die Ärzte von einer rheumatologisch begründeten 50%igen Arbeitsunfähigkeit aus, erkannten jedoch bereits eine psychische Störung. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geschilderte Zunahme der Schmerzen stützt sich hauptsächlich auf den Bericht des Dr. med. W.________, Rheumatologie FMH, vom 28. Dezember 2005. Diesem Bericht ist zu entnehmen, dass aus rheumatologischer Sicht eine degenerative Wirbelsäulenveränderung besteht, wie dies im Austrittsbericht der Rehaklinik S.________ festgestellt wurde. Dabei handle es sich aber vielmehr um ein generalisiertes Schmerzsyndrom. Die weiteren ärztlichen Berichte zeichnen ein ähnliches Bild, wonach die rheumatologischen Beschwerden gegenüber den psychosomatischen Leiden in den Hintergrund treten. Trotz der gegenüber Dr. med. A.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst, geäusserten Kritik stimmen die anderen Ärzte mit der Diagnose des RAD-Arztes vom 8. September 2005 überein. Die Vorinstanz stellt sodann zu Recht auf die Psychiater Dres. med. A.________ und D.________, Oberarzt, Interner Psychiatrischer Dienst, Klinik K.________, ab, die beide der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht eine in angepasster Tätigkeit 100%ige Arbeitsfähigkeit attestieren (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353). In Anbetracht des Schreibens des Dr. med. P.________ und des Dr. med. B.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 30. Januar 2006 ist zu ergänzen, dass dieses nicht geeignet ist, eine Verschlechterung des somatischen Gesundheitszustandes zu belegen, denn auch hier wird die psychische Störung hervorgehoben. Eine psychische Beeinträchtigung wie eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung vermag sodann als solche noch keine Invalidität zu begründen (BGE 130 V 396 E. 5.3 S. 398). Insgesamt ging die Vorinstanz richtigerweise von einer behinderungsangepassten Arbeitsfähigkeit von 50 % aus. Diese Sachverhaltsdarstellung ist nicht offensichtlich unrichtig oder unvollständig und bindet daher das Bundesgericht (E. 1.2). Damit durfte die Vorinstanz für die weiteren Schritte der Invaliditätsbemessung von einer Arbeitsfähigkeit von 50% in einer dem gesundheitlichen Anforderungsprofil entsprechenden Verweisungstätigkeit ausgehen. Schliesslich ist die Frage nach der Höhe des (im konkreten Fall grundsätzlich angezeigten) Leidensabzugs eine typische Ermessensfrage, deren Beantwortung letztinstanzlicher Korrektur nur mehr dort zugänglich ist, wo das kantonale Gericht das Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Vorliegend liegt keine Ermessensüberschreitung, -missbrauch oder -unterschreitung vor (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). Gegen die vorinstanzliche Festlegung des Invaliditätsgrads auf 55% ist damit nichts einzuwenden.