Citation: 6B_217/2020 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz erwägt, sowohl die Beschwerdegegnerin 2 als auch der Zeuge C.B.________ (der Ehemann der Beschwerdegegnerin 2) hätten klar und unmissverständlich ausgesagt, dass sie den Beschwerdeführer aufgefordert hätten, die Ambulanz zu rufen. Die entsprechenden Aussagen seien denn auch vom Zeugen F.________ bestätigt worden. Übereinstimmend hätten alle vorgenannten Personen die gleiche Reaktion des Beschwerdeführers geschildert, wonach er der Aufforderung, eine Ambulanz zu rufen, keine Folge geleistet habe. Die Beschwerdegegnerin 2 habe mehrfach ausgeführt, sie habe den Beschwerdeführer gebeten, wenigstens einen Arzt zu rufen. Erst als die Beschwerdegegnerin 2 realisiert habe, dass der Beschwerdeführer offenbar nicht in der Lage war, rechtzeitig zu handeln, habe sie ihn gebeten, ihren Mann anzurufen. Die Schilderung des Sachverhalts durch die Beschwerdegegnerin 2 im Zusammenhang mit der Frage, wer ärztliche Hilfe angefordert hat, erscheine plausibel und nachvollziehbar. Im Gegensatz hierzu habe der Beschwerdeführer zunächst angegeben, er habe der Beschwerdegegnerin 2 gesagt, dass man am besten ins Spital gehe. Das habe sie nicht gewollt. Er habe ihr dann vorgeschlagen, sie selbst zu fahren, was sie ebenfalls abgelehnt habe. Ebenso habe sie keine Ambulanz gewollt. Sie habe ihn dann gefragt, ob er ihren Ehemann anrufen könne. Auf Nachfrage, wer dann den Krankenwagen bestellt habe, habe der Beschwerdeführer erklärt, es sei der Ehemann der Beschwerdegegnerin 2 gewesen. Dies habe er bei mehreren Einvernahmen wiederholt. Die Vorinstanz ist der Auffassung, die Aussagen des Beschwerdeführers seien lebensfremd und nicht plausibel. Weshalb die Beschwerdegegnerin 2 dem Beschwerdeführer in ihrem höchst bedrohlichen gesundheitlichen Zustand die Alarmierung der Ambulanz hätte verbieten sollen, sei nicht nachvollziehbar. Der Beschwerdeführer habe angegeben, es sei ihm sofort klar gewesen, dass die Beschwerdegegnerin 2 Anzeichen eines Schlaganfalls gezeigt habe. Plausible Gründe, weshalb ihm die Beschwerdegegnerin 2 in dieser Situation verbieten sollte, eine Ambulanz zu rufen, habe der Beschwerdeführer nicht namhaft machen können.