Citation: 1C_305/2018 E. 4

Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, sie habe dem Ablagern/Zwischenlagern von Abfällen auf ihrem Grundstück nie zugestimmt. Die Kostenbelastung des "Inhabers" der Abfälle i.S.v. Art. 31c Abs. 1 und 32 Abs. 1 USG sei eine Ausprägung des Verursacherprinzips (Art. 2 USG) und dürfe deshalb nicht überdehnt werden, insbesondere mit Blick auf die Ausfallhaftung des Gemeinwesens gemäss Art. 31b Abs. 1 und 32 Abs. 2 USG. Wäre der Grundeigentümer stets (subsidiärer) Abfallinhaber, würde er (und nicht das Gemeinwesen) das Ausfallrisiko tragen. In der Literatur werde deshalb verlangt, dass der Grundeigentümer die Ablagerung von Abfällen auf seinem Grundstück aktiv ermöglicht oder ihr zumindest zugestimmt habe. Vorliegend habe die Beschwerdeführerin zwar gewusst, dass ihr Grundstück für den Betrieb einer galvanischen Werkstätte genutzt werde. Zu jenem Zeitpunkt aber seien die Behandlungsbäder keine Abfälle, sondern Betriebsmittel gewesen. Zu Abfällen seien sie erst mit dem Konkurs der B.________ AG bzw. dem Entscheid des Konkursamts geworden, den Betrieb nicht weiterzuführen und die Beheizung der Behandlungsbäder abzuschalten. Für diesen ordnungswidrigen Zustand seien allein die B.________ AG bzw. das Konkursamt und nicht die Beschwerdeführerin verantwortlich.