Citation: 1C_18/2023 E. 4.2

4.2. Die Rechtsprechung knüpft für die Umschreibung des Verursacherbegriffs im Sinne von Art. 32d USG an den polizeirechtlichen Störerbegriff an und unterscheidet zwischen den Verhaltens- und den Zustandsstörerinnen bzw. -störern: Unter die erste Kategorie fallen diejenigen, die den Schaden oder die Gefahr selbst oder durch das unter ihrer Verantwortung erfolgende Verhalten Dritter unmittelbar verursacht (bzw. mitverursacht) haben. Demgegenüber wird als Zustandsstörerin bzw. -störer bezeichnet, wer über die Sache, die den ordnungswidrigen Zustand verursacht, rechtliche oder tatsächliche Gewalt hat. Dazu gehören insbesondere diejenigen, die im Zeitpunkt der Sanierung Inhaberinnen oder Inhaber des belasteten Grundstücks sind (BGE 144 II 332 E. 3.1; 139 II 106 E.3.1.1; 131 II 743 E. 3, jeweils mit Hinweisen). Abgrenzungskriterium ist die Unmittelbarkeitstheorie: Als kostenpflichtige Verhaltensstörerinnen bzw. -störer gelten nur diejenigen, welche eine Massnahme unmittelbar verursacht haben (BGE 131 II 743 E. 3.2; Urteile 1C_315/2020 vom 22. März 2021 E. 2.1; 1C_117/2020 vom 7. Dezember 2020 E. 4.2; 1C_418/2015 vom 25. April 2016 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 142 II 232).