Citation: 4A_337/2017 E. A

A.a. Die B.________ AG (Klägerin, Beschwerdegegnerin) ist in der Produktion, dem Handel sowie der Montage von Sonnen- und Wetterschutzsystemen tätig. Am 16. Februar 2012 schloss sie mit der A.________ AG (Beklagte, Beschwerdeführerin) einen Mäklervertrag (nachfolgend: der Vertrag). Gegenstand dieses Vertrages war der Auftrag an die Beklagte, der Klägerin als Gelegenheitsmäklerin Kunden zu vermitteln. Für eine erfolgreiche Vermittlung sah der Vertrag eine Entschädigung in der Form einer an den Nettoverkaufspreisen der verkauften Waren orientierten Provision vor. Ziffer 11 des Vertrages bestimmte, dass die Beklagte berechtigt sei, auch für andere Auftraggeber als Mäklerin tätig zu sein. Die Klägerin ihrerseits war berechtigt, auch andere Mäkler für den Vertrieb ihrer Produkte zu beauftragen. Unter der Ziffer 3b des Vertrages vereinbarten die Parteien, dass die Klägerin die Werbekosten "bis zu einer Höhe von 5% des Nettoumsatzes" trage und ein Werbekosten-Konto eingerichtet werde, das jeweils Ende Jahr ausgeglichen werde. Die Ziffer 3b wurde mit dem handschriftlichen Vermerk "Details gemäss E-Mail vom 15.2.2012" ergänzt. A.b. Zur Akquisition von Kunden führte die Beklagte Verkaufsveranstaltungen in Restaurants etc. durch. Vorgängig wurden an Haushalte in der jeweiligen Umgebung Flyer verschickt, und es wurden Zeitungsinserate geschaltet. Von Dezember 2011 bis Juli 2012 vermittelte die Beklagte mit ihrer Mäklertätigkeit monatliche Umsätze zwischen rund Fr. 28'000.-- und rund Fr. 177'000.--. Von August 2012 bis Mai 2013 ergaben sich monatliche Umsätze von (deutlich) weniger als Fr. 15'000.--, wobei in den Monaten Oktober 2012, Dezember 2012, Januar 2013 und Februar 2013 keine Umsätze vermittelt wurden. Die Gesamtsumme der von der Beklagten vermittelten Verträge beläuft sich auf rund Fr. 590'000.--. A.c. Am 16. Oktober 2012 vereinbarten die Parteien, dass - rückwirkend ab September 2012 - die Beklagte alle Saalmieten und Spesen und die Klägerin die Kosten für Printwerbung, wie Karten und Inserate, bezahle, wobei sich die Beklagte an den von der Klägerin zu tragenden Kosten mit monatlich Fr. 800.-- zu beteiligen habe. A.d. Am 11. Juni 2013 kündigte die Klägerin den Mäklervertrag per sofort wegen unlauterem Geschäftsgebaren der Beklagten.