Citation: 8C_561/2022 E. A

Die 1965 geborene A.________ meldete sich am 5. September 2017 wegen verschiedener psychischer Leiden zur Früherfassung und am 26. Oktober 2017 zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle Bern klärte den Sachverhalt in erwerblicher und medizinischer Hinsicht ab. Sie gewährte im Rahmen einer Frühinterventionsmassnahme ein Belastbarkeitstraining (vgl. Mitteilung vom 9. Mai 2018), das wegen der gesundheitlichen Situation abgebrochen wurde (vgl. Mitteilung vom 5. Juni 2018). Weiter holte sie unter anderem das auf rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchungen beruhende bidisziplinäre Gutachten der ABI, Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH, Basel, vom 23. September 2020 ein. Danach leidet A.________ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.31) sowie einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode (ICD-10 F33.0, F33.1). Sie sei in der zuletzt langjährig ausgeübten Tätigkeit im IT-Bereich zu 60 % arbeitsfähig. In einer angepassten einfachen Tätigkeit, beispielsweise Sachbearbeitung, vermöge sie ab Mai 2017 eine höhere Leistung zu erzielen (80 % bezogen auf ein Vollzeitpensum). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf Invalidenrente mangels leistungsbegründenden Invaliditätsgrades (Verfügung vom 18. März 2022).