Citation: 9C_651/2019 E. 4.2

4.2. Die vom kantonalen Gericht gewürdigten ärztlichen Einschätzungen präsentieren sich im Wesentlichen wie folgt: Gestützt auf am 5. und 6. September 2016 durchgeführte funktionsorientierte medizinische Abklärungen war das Zentrum D.________ in seinem Bericht vom 24. Oktober 2016 zum Ergebnis gelangt, für leichte bis mittelschwere leidensadaptierte Tätigkeiten sei der Versicherte derzeit bezogen auf einen Achtstundentag mit vermehrten Pausen von über den Tag verteilten zwei Stunden (zusätzlich zu den üblichen Pausen pro Halbtag und einer Mittagszeit von minimal dreissig Minuten) als arbeitsfähig zu betrachten. Jedoch müsse die Situation in ca. drei Monaten nochmals evaluiert werden. In der Folge unterzog sich der Beschwerdeführer im Zeitraum vom 16. Februar bis 12. Mai 2017 einem ambulanten funktionsorientierten Rehabilitationsprogramm im Spital C.________. Dr. med. B.________ hielt in seinem Bericht vom 4. Juli 2017 fest, die im März 2017 für das Rehabilitationsprogramm definierten Ziele seien beim an einem chronifizierten Zervikolumbovertebralsyndrom leidenden Versicherten nicht erreicht worden. Dennoch liessen sich aus physiotherapeutischer Sicht schon geringe Fortschritte bezüglich Kraft und Ausdauerfähigkeit feststellen. Es habe viel Zeit in Coachingelemente und Wahrnehmungsschulung investiert werden müssen. Aus ergotherapeutischer Optik hätten ebenfalls gewisse Fortschritte in der Körperwahrnehmung zur Kontrolle der Stabilisation bei Oberkörpervorneigung realisiert werden können. Der Patient sei weiterhin trotz des erschwerten Verlaufs motiviert, an den Therapien teilzunehmen. Empfohlen würden diesbezüglich regelmässig durchgeführte Physio- und Ergotherapie, tägliches Eigentraining sowie begleitendes psychologisches Coaching zur weiteren Erarbeitung von Bewegungsstrategien und Entlastungsmöglichkeiten für den Arbeitsalltag. Auf Grund des Verlaufs sei tendenziell von einer schlechteren Prognose hinsichtlich der Wiedererlangung der Arbeitstätigkeit als Automechaniker auszugehen. Körperlich leichte berufliche Verrichtungen mit Heben von Gewichten bis maximal zehn Kilogramm seien dem Versicherten aktuell jedoch im Umfang von acht Stunden pro Tag zumutbar. In seiner Stellungnahme vom 18. Dezember 2017 hielt der RAD-Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, fest, aus den Angaben des behandelnden Rheumatologen Dr. med. B.________ sowie des Vertrauensarztes der Krankentaggeldversicherung (vom 20. September 2017) gehe klar hervor, dass der Versicherte infolge der somatisch fassbaren Wirbelsäulenprobleme, speziell im lumbalen Abschnitt, die bisherige Beschäftigung als selbstständiger Automobilmechaniker in seinem Einmannbetrieb aus medizinischer Sicht nicht mehr ausüben könne und können werde. Es seien ihm lediglich noch körperlich leichte Tätigkeiten zumutbar, wobei das Heben von Gewichten bis Taillenhöhe auf fünf Kilogramm und auf Kopfhöhe auf zweieinhalb Kilogramm limitiert sei. Zudem müsse ein häufiges Wechseln der Körperposition gewährleistet sein. Unter diesen Voraussetzungen sei ein Pensum von acht Stunden täglich gemäss Einschätzung des Rheumatologen möglich. Diese Beurteilung gelte für die Zeit ab Juni 2017, nach Abschluss des Rehabilitationsprogramms im Spital C.________. Am 4. September 2018 bekräftigte der RAD-Arzt seine vorangegangene Beurteilung.