Citation: 5A_357/2023 E. 6.3.2

6.3.2. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs bzw. der Begründungspflicht (Art. 53 ZPO, Art. 238 lit. g ZPO, Art. 29 Abs. 2 BV), eine falsche Anwendung der Verhandlungsmaxime (Art. 55 ZPO), (erneut) die willkürliche Auslegung des gerichtlichen Vergleichs und eine Verletzung des Rechtsmissbrauchsverbots. 6.3.2.1. Ihren Anspruch auf Begründung erachtet die Beschwerdeführerin als verletzt, da die Vorinstanz nicht begründet habe, weshalb die Klage hinsichtlich der Thuja-Bäume hinreichend substanziiert sei. Sie verkennt jedoch die Anforderungen an die Begründungspflicht: Das Gericht hat das Ergebnis des Entscheids zu begründen und muss sich nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen (BGE 146 II 335 E. 5.1; 145 III 324 E. 6.1; 142 III 433 E. 4.3.2). Die Vorinstanz führte aus, die Klage sei hinsichtlich der als Bestandteile der Hecke eingezeichnete Pflanzen hinreichend substanziiert und verwies dabei insbesondere auf S. 25 der Klage. Damit hat sie ihre Auffassung genügend begründet. Ob sie auch zutrifft, beschlägt nicht das rechtliche Gehör. 6.3.2.2. Die Beschwerdeführerin wirft dem Beschwerdeführer eine mangelnde Substanziierung vor, zumal Ausführungen, etwa, dass die beiden Thuja-Bäume der Hecke zuzurechnen seien und deshalb einer Höhenbegrenzung unterlägen, fehlten. Ein Blick ins Rechtsbegehren des Beschwerdeführers genügt jedoch, diesen Vorwurf zu entkräften. Bereits aus diesem geht deutlich hervor, dass er die beiden Thuja-Bäume als Bestandteile der im Vergleich geregelten Hecke betrachtet. Auch in diesem Zusammenhang ist der Vorinstanz folglich keine Bundesrechtsverletzung vorzuwerfen. Insbesondere ist nicht erkennbar, inwiefern die Vorinstanz die Verhandlungsmaxime verletzt haben sollte. 6.3.2.3. Weiter ist die Beschwerdeführerin der Ansicht, der Wortlaut des Vergleichs spreche explizit nur von Hecke. Wären die beiden Thuja-Bäume Gegenstand des Vergleichs gewesen, so hätte man diese explizit miteinbezogen. Damit habe sie entgegen den Ausführungen der Vorinstanz gerade begründet, dass und weshalb die beiden Thuja-Bäume nicht als in die Hecke integrierte Pflanzen gelten würden. Entgegen ihren Behauptungen erschliesst sich jedoch nicht, dass die Beschwerdeführerin vor Vorinstanz mit diesen Ausführungen aufgezeigt haben sollte, inwiefern diese Bäume nicht als in die Hecke integrierte solitäre Pflanzen zu betrachten wären. Die Vorinstanz erachtet die beiden Thuja-Bäume daher zu Recht als vom Wortlaut "Hecke" im Vergleich erfasst. Hiergegen vermag die Beschwerdeführerin mit ihren allgemeinen und pauschalen Ausführungen nicht anzukommen. 6.3.2.4. Schliesslich dringt die Beschwerdeführerin auch mit ihrem Rechtsmissbrauchsvorwurf nicht durch. Dazu führt sie aus, sie habe vor Vorinstanz nicht nur geltend gemacht, dass Pflanzen des Beschwerdeführers selbst seine eigene Sicht verdeckten. Zulässige Sachverhaltsrügen, die zur Ergänzung des Prozesssachverhalts durch das Bundesgericht führen könnten (oben E. 2.2), erhebt die Beschwerdeführerin jedoch keine. Damit ist auch der Rüge die Grundlage entzogen, die Vorinstanz habe sich nicht mit diesen angeblich zusätzlichen Argumenten der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt und so die Begründungspflicht verletzt. Damit hat es bei der vorinstanzlichen Auffassung sein Bewenden.