Citation: 8C_544/2022 E. 4.7

4.7. Wenn die Vorinstanz nach dem Gesagten einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden verneinte, so ist darin keine Bundesrechtswidrigkeit zu erblicken. Denn aufgrund der von fachärztlicher Seite allein durch belastende Lebensumstände begründeten Diagnose (rezidivierende depressive Störung, bis auf neurasthenische Restbeschwerden remittiert [ICD-10 F33.4; F48.0]; somatoforme autonome Funktionsstörung des oberen Gastrointestinaltrakts [ICD-10 F45.31]) erübrigten sich weitere Beweismassnahmen im Sinne ergänzender psychiatrischer Abklärungen. Solche sind vielmehr erst dann angezeigt, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sich eine krankheitswertige, d.h. von den reaktiven, invaliditätsfremden Geschehen auf psychosoziale Belastungsfaktoren abgrenzbare psychische Störung auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirkt (vgl. vorstehende E. 1.3 u. 2.3). Dies ist vorliegend nach den willkürfrei sowie in Beachtung der bundesgerichtlichen Beweiswürdigungsregeln getroffenen Feststellungen der Vorinstanz nicht der Fall. Sie durfte deshalb - ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) - in antizipierter Beweiswürdigung auf weitere medizinische Abklärungen verzichten. Die Beschwerde ist unbegründet.