Citation: 2C_854/2018 E. 4.1

4.1. Durch Kur- bzw. Gästetaxen finanziert werden dürfen nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung Einrichtungen, die für Ortseinwohner allein nicht - oder zumindest nicht im selben Ausmass - geschaffen und betrieben würden (BGE 102 Ia 143 E. 2c S. 146 ff.; 141 Ia 437 E. 4b S. 441 f.; 93 I 17 E. 5b S. 26; Urteil 2C_672/2017 vom 8. Oktober 2018 E. 3.4). Dazu zählen etwa der Personal- und Sachaufwand für ein mit allen modernen Hilfsmitteln ausgerüstetes, reich dokumentiertes und dem Besucher mit Gratisauskünften dienendes Verkehrsbüro, Beiträge an Sportorganisationen, Sporteinrichtungen und Sportanlässe für ein (internationales) Publikum, der Aufwand für das Kurorchester, der Unterhalt von Spazierwegen, Ruhebänken und Skipisten sowie der Bau und Unterhalt einer Reithalle, eines Hallenschwimmbades oder einer Kunsteisbahn (BGE 93 I 17 E. 5b S. 25). Dass diese Einrichtungen teilweise auch durch Personen mit Wohnsitz in der betreffenden Gemeinde bzw. durch Tagesaufenthalter benützt werden, stellt die Zweckbindung der Ausgaben nicht in Frage (BGE 93 I 17 E. 5b S. 26; Urteil 2C_794/2015 vom 22. Februar 2016 E. 3.3.5, E. 4.2.1). Der Mehrfachbenützung der Infrastruktur ist allerdings bei der Bemessung der Abgabe Rechnung zu tragen (BGE 102 Ia 143 E. 2c S. 146 ff.). Es besteht entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer kein Anlass, die in diesem Bereich gefestigte bundesgerichtliche Rechtsprechung zu ändern, zumal soweit ersichtlich auch in der Lehre keine Kritik daran geäussert worden ist. Soweit die Beschwerdeführer vorbringen, die Rechtsprechung sei veraltet, und Besitzer von Zweitwoh-nungen hätten in der heutigen Realität typischerweise keine nähere Beziehung zu den getätigten Aufwendungen als Einheimische, ist darauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht auch in neusten Entschei-den keinen Anlass gesehen hat, diesbezüglich eine Praxisänderung vorzunehmen (vgl. statt vieler Urteil 2C_672/2017 vom 8. Oktober 2018 E. 3.4 und 3.5; betreffend die Gästetaxe in der Gemeinde Laax ausserdem Urteil 2C_1049/2017 vom 15. April 2019 E. 5.2). Auch hat das Bundesgericht (teils noch in jüngster Zeit) bestätigt, dass es unter Rechtsgleichheitsaspekten zulässig ist, Tagestouristen aus Gründen der Praktikabilität - im Unterschied zu Zweitwohnungseigentümern - durch die Gästetaxe nicht zu belasten (vgl. Urteile 2C_523/2015 vom 21. Dezember 2016 E. 6.3; 2C_794/2015 vom 22. Februar 2016 E. 3.4). Die Beschwerdeführer zeigen nicht auf, dass die Technologie sich seit 2016 derart stark verändert hätte, dass eine Erfassung von Tagestouristen möglich wäre, ohne dass damit Ungleichheiten geschaffen würden; falls dies dereinst der Fall sein sollte, wäre allenfalls über eine Rechtsprechungsänderung nachzudenken.