Citation: 5A_301/2021 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer beanstandet es als verfassungswidrig, dass das Obergericht die Schuldneranweisung rückwirkend ab dem 6. April 2018 und nicht nur für die Zukunft anpasste. Die fraglichen Mittel seien verbraucht und es sei nicht mehr möglich, für die Vergangenheit Lohnabzüge zu tätigen bzw. Beträge nachzuzahlen oder zu viel abgezogenen Lohn zu erstatten. Würden frühere Arbeitgeber des Beschwerdeführers oder die Arbeitslosenkasse zu Nachzahlungen verpflichtet, müsste der Beschwerdeführer diesen die Beträge erstatten. Dies wäre, da ihm beim ursprünglichen Vollzug der Anweisung nur das Existenzminimum belassen worden sei, mit einem unzulässigen Eingriff in dieses verbunden. Es liege in der Natur von Massnahmeentscheiden, dass es keine rückwirkende Korrektur von Unterhaltsbeiträgen gebe, sondern eine Neuregelung nur für die Zukunft Geltung erlange.