Citation: 9C_282/2020 E. 4

Die Vorinstanz hat gestützt auf das polydisziplinäre MGSG-Gutachten vom 17. Mai 2017 in für das Bundesgericht verbindlicher Weise (oben E. 1.2) festgestellt, dass der Versicherte an keinen eine Arbeitsunfähigkeit verursachenden somatischen Beschwerden leide, aber in psychischer Hinsicht ein die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigendes Leiden in Form einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F33.1, 33.2), vorliege. In der Folge hat sie gestützt auf die Ausführungen im MGSG-Gutachten vom 17. Mai 2019, namentlich des psychiatrischen Teilgutachters, sowie unter Einbezug der Berichte der behandelnden psychiatrischen Klinik sowie des Abschlussberichts des Belastbarkeitstrainings vom 16. Juni 2016 im Rahmen eines strukturierten Beweisverfahrens geprüft, ob und in welchem Umfang die fachärztlichen Feststellungen anhand der Indikatoren auf eine rechtserhebliche Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Dabei hielt sie bezüglich des funktionellen Schweregrads fest, die objektiven Befunde und Symptome seien nicht besonders ausgeprägt. Bei den psychosozialen Belastungsfaktoren schloss sie darauf, dass diese ursächlich für die Entstehung des Leidens gewesen seien, dieses auch aufrecht erhielten und sich leistungsmindernd auswirken würden. Der soziale Lebenskontext enthalte durchaus Ressourcen, auf die der Versicherte zurückgreifen könne. Konstrastierend zu seinen Tätigkeiten halte sich der Versicherte für nicht arbeitsfähig. Zusammenfassend schloss das kantonale Gericht darauf, insbesondere mangle es unter Ausklammerung der psychosozialen Belastungsfaktoren an einer plausiblen Erklärung für die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit. Folglich fehle es an einem stimmigen Gesamtbild für die Annahme einer rechtlich relevanten psychischen Funktionseinbusse und ein versicherter Gesundheitsschaden sei nicht ausgewiesen.