Citation: 6B_915/2014 E. 1.2.2

1.2.2. Die Vorinstanz stellt auf die Aussagen A.________s ab. Dieser habe das Geschehen ausführlich und mit dem notwendigen Detailreichtum geschildert. Insbesondere habe er dem Beschwerdeführer keine beliebigen Verfehlungen vorgeworfen. Vielmehr habe er dessen Verhalten beschrieben und es mit bestimmten Orientierungspunkten entlang der Strecke in Verbindung gebracht. Dies spreche für die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen und erkläre, weshalb er auch nach einem Monat noch in der Lage war, detailliert Auskunft zu geben. Unbedeutend sei, dass seine Aussagen bei der Konfrontationseinvernahme vom 14. August 2012 nicht mehr in allen Einzelheiten übereinstimmten. Im Wesentlichen seien die Aussagen identisch. Abweichungen im Detail seien mit dem Zeitablauf zu erwarten und sprächen keineswegs gegen die Glaubhaftigkeit der ursprünglichen Aussagen. Als zusätzliches Indiz für die Glaubhaftigkeit sei zu werten, dass sich A.________ das Nummernschild des Beschwerdeführers und eines weiteren aus seiner Sicht betroffenen Fahrzeugs notierte sowie die Polizei unverzüglich alarmierte. Es erscheine unwahrscheinlich, dass jemand einen anderen Verkehrsteilnehmer völlig grundlos eines Vergehens bezichtige. Der Beschwerdeführer habe bestätigt, die Strecke zum fraglichen Zeitpunkt befahren zu haben, was belege, dass die belastenden Aussagen nicht frei erfunden sein könnten. Der von A.________ als möglicher Zeuge benannte Lenker des weissen Lieferwagens sei polizeilich kontaktiert worden, habe sich jedoch nicht mehr an den Vorfall erinnern können.