Citation: 2C_106/2021 E. 3.5.4

3.5.4. Darüber hinaus wurde die Trennung von den Eltern im Kindesalter bewusst herbeigeführt, um den Beschwerdeführer in seinem Heimatland und nicht in der Schweiz zu sozialisieren. Seit Beginn seiner Schulzeit verbringt der Beschwerdeführer einen Grossteil seiner Zeit in Serbien und ist dementsprechend zum grossen Teil in seiner Heimat sozialisiert worden. Mit Blick auf das Kindswohl wäre der Beschwerdeführer bei seiner Integration - trotz seiner behaupteten regelmässigen Aufenthalte in der Schweiz während seinen Schulferien - aufgrund seiner nicht übermässigen Kenntnisse der deutschen Sprache (2. von 6 möglichen Stufen) mit gewissen Problemen konfrontiert. Ohnehin steht aufgrund seines Alters (mittlerweile ist er bereits 20 Jahre alt) nicht mehr die Zusammenführung der (Teil-) Familie im Vordergrund. Insgesamt sind die bestehenden Betreuungsmöglichkeiten in Serbien angesichts des Alters des Beschwerdeführers zur Wahrung des Kindswohls ausreichend. Jedenfalls sind keine Gründe ersichtlich, weshalb das Kindswohl nur durch einen Nachzug in die Schweiz gewahrt werden könnte (vgl. Art. 75 VZAE).