Citation: 6B_25/2017 E. 1.5

1.5. Die Vorinstanz bejaht das Tatbestandsmerkmal der Arglist zu Recht. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin zum Vertrauensverhältnis gehen an der Sache vorbei. Teilweise ergänzt sie dabei die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz oder weicht von ihnen ab, ohne Willkür darzutun (vgl. BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 mit Hinweisen; zum Begriff der Willkür BGE 140 III 16 E. 2.1 mit Hinweisen). Darauf ist nicht einzutreten. Die Vorinstanz erachtet es als erstellt, dass zwischen der Mutter der Beschwerdeführerin und der Geschädigten ein freundschaftliches Verhältnis bestanden habe und sich die beiden seit Jahren gekannt hätten. Die Geschädigte habe die gesamte Familie X.________ als schon fast zu ihrer eigenen Familie gehörig empfunden. Aufgrund ihrer Freundschaft zur Mutter der Beschwerdeführerin und wegen der Bekanntheit der Familie im Dorf habe die Geschädigte der gesamten Familie grosses Vertrauen entgegen gebracht (Urteil S. 32 f. und S. 37 E. 13.1.3). Unter diesen Umständen geht die Vorinstanz zu Recht vom Bestehen eines besonderen Vertrauensverhältnisses aus. Sie nimmt ebenso zutreffend keine die Arglist ausschliessende Opfermitverantwortung an. Objektiv mag das Verhalten der Geschädigten, welche der Familie X.________ ohne jegliche Überprüfung wiederholt Darlehen gewährte, obwohl keine Rückzahlungen erfolgten, die teilweise versprochen worden waren, naiv und nicht nachvollziehbar erscheinen. Es gilt indes zu berücksichtigen, dass es sich bei der Geschädigten gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen um eine in finanziellen Belangen unerfahrene, gutgläubige und hilfsbereite Person handelt. Die Beschwerdeführerin und ihre Eltern nutzten diese Eigenschaften gezielt aus. Die Geschädigte muss sich nicht vorwerfen lassen, dass sie die geschickt mit Details untermauerten Lügen über die Umstände und Gründe für die Darlehen nicht zweifeln liessen oder zu Abklärungen veranlassten. Die Vorinstanz weist zudem zutreffend darauf hin, dass eine Überprüfung der falschen Angaben teilweise gar nicht möglich gewesen wäre, wie zum Beispiel beim Darlehen für die angebliche Leberoperation der Mutter der Beschwerdeführerin. Hinzukommt, dass die Geschädigte zusätzlich unter zeitlichen Druck gesetzt wurde. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin steht der Anschein von guten finanziellen Verhältnissen bzw. von einem gewissen Vermögen der Familie, welcher auch der Geschädigten vermittelt wurde, nicht im Widerspruch zu den Darlehensanfragen, weshalb ihr diese hätten verdächtig vorkommen müssen. Vielmehr stellen der Erwerb einer Eigentumswohnung und einer kostspieligen Einrichtung nachvollziehbare Gründe dar, weshalb sich die angeblich grundsätzlich vermögende Familie kurzzeitig in einem Liquiditätsengpass befand.