Citation: 8C_809/2019 E. 4

Die Vorinstanz hat erwogen, der Bericht des med. pract. D.________, Facharzt für Chirurgie, Kreisarzt, Suva, vom 27. März 2018 halte fest, strukturelle objektivierbare Unfallfolgen seien mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszuschliessen. Bei fehlenden Hinweisen auf eine posttraumatische strukturelle Verletzung im MRI und fehlenden klinischen Angaben für eine strukturelle Läsion sei davon auszugehen, dass die Kontusions-/Distorsionsfolgen innerhalb von vier bis sechs Wochen vollständig abgeheilt und die aktuell geltend gemachten Beschwerden einem degenerativen Prozess zuzuordnen seien. Das kantonale Gericht erachtete diese ärztliche Beurteilung als nachvollziehbar und schlüssig. Hinsichtlich der festgestellten Diskushernien wies es darauf hin, gestützt auf die Rechtsprechung falle dabei nur ausnahmsweise ein Unfallereignis als Ursache in Betracht. Die dafür erforderlichen Symptome seien vorliegend aber nicht unverzüglich aufgetreten. Zudem bediene sich die Versicherte der unzulässigen "Post-hoc-ergo-propter-hoc"-Argumentation. Gestützt auf die Beurteilung des Kreisarztes liege mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den über den 28. Februar 2018 hinaus geklagten Rückenbeschwerden und dem Ereignis vom 22. Juni 2017 vor. Bezüglich der im Austrittsbericht der Rehaklinik E.________ vom 27. Februar 2018 festgehaltenen psychischen Diagnosen verwies die Vorinstanz darauf, rechtsprechungsgemäss seien Treppenstürze in der Regel den mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen, ein gewöhnlicher Sturz oder ein Ausrutschen dem Bereich der leichten Fälle zuzuordnen. Vorliegend sei die Versicherte auf der Treppe ausgerutscht und vier Stufen hinunter geschlittert. Besondere Umstände würden keine vorliegen, so dass der Sturz als leichtes resp. banales Unfallereignis zu qualifizieren und die Adäquanz der psychischen Beschwerden ohne Weiteres zu verneinen sei.