Citation: 4A_583/2021 E. 7.2.2

7.2.2. Auch soweit die Beschwerdeführerin rügt, die Rechtsnatur der "retainer fee" als Pauschale, die keinen spezifischen Bezug zu separaten Aufgaben habe, widerspreche einer Teilkürzung, vermag sie nicht durchzudringen. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern es Bundesrecht verletzen soll, wenn die Vorinstanz die "retainer fee" (Pauschale zur Deckung der Generalunkosten der Beschwerdeführerin) kürzt, weil der gewichtigste Teil der Leistungserbringung (Tätigkeit als "pay/financial agent") unter dem Vertrag aufgrund der Einführung der internationalen Sanktionen in den VAE unmöglich wird. Es ist davon auszugehen, dass die Höhe der "retainer fee" zwischen den Parteien im Hinblick auf sämtliche zu erbringende Leistungen vereinbart wurde, weshalb bei Wegfall einer Leistung zufolge Unmöglichkeit eine entsprechende Kürzung vorzunehmen ist. Daran ändert nichts, dass die "retainer fee" (auch) dazu gedient haben soll, eine Grundinfrastruktur zu schaffen und aufrechtzuhalten, wie die Beschwerdeführerin geltend macht.