Citation: 6B_1118/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Sodann nimmt die Vorinstanz aufgrund der Gehilfenschaft zu mehrfacher Vergewaltigung und (einfacher) sexueller Nötigung durch zwei Mitbeschuldigte eine Asperation um je 8 Monate, total 24 Monate vor. Der Beschwerdeführer habe in der ersten Phase den Widerstand der Beschwerdegegnerin 2 gebrochen und damit den Boden für die folgenden Taten bereitet. In der Folge habe er die ihm zuzurechnenden Taten durch seine konstitutive Mitwirkung an der gemeinsam geschaffenen und aufrechterhaltenen ausweglosen Zwangssituation gefördert. Erheblich wirke sich die gemeinsame Tatbegehung im Sinne von Art. 200 StGB aus. Auch insoweit habe der Beschwerdeführer direktvorsätzlich gehandelt. Aufgrund des mehrfachen Diebstahls erachtet die Vorinstanz eine asperierte Strafschärfung von je einem Monat für angemessen. Insbesondere sei auch insoweit eine Freiheitsstrafe auszufällen. Die Diebstähle stünden nicht nur in einem engen zeitlichen und örtlichen Zusammenhang zu den Sexualdelikten. Es bestehe auch ein inhaltlicher Zusammenhang, indem den Diebstählen dieselbe ausbeuterische und demütigende Komponente zugrunde liege wie den Sexualdelikten. Angesichts dessen sowie unter Berücksichtigung des Umstands, dass bei der Wahl der Sanktion auch auf die Zweckmässigkeit, die Auswirkungen auf den Beschwerdeführer sowie die präventive Effizienz zu achten sei, komme auch für die Diebstähle nur eine Freiheitsstrafe in Frage. Aus dem Gesagten resultiere eine tatangemessene Freiheitsstrafe von 71 Monaten (45 + [3 x 8] + [2 x 1]).