Citation: 6B_665/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Die Beschwerde ist in diesem Punkt ebenfalls abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Es kann erneut offenbleiben, ob auf die erstmals vor Bundesgericht vorgetragenen Rügen der Verletzung des Konfrontationsanspruchs und des Teilnahmerechts überhaupt eingetreten werden kann (vgl. Art. 80 Abs. 1 BGG). Sie erweisen sich als unbegründet. Der Beschwerdeführer hätte spätestens im Berufungsverfahren eine Wiederholung der fraglichen Einvernahmen verlangen müssen. Er behauptet nicht, entsprechende Beweisanträge (frist- und formgerecht) gestellt zu haben. Da aufgrund des (zumindest stillschweigenden) Verzichts des Beschwerdeführers somit weder eine Verletzung seines Konfrontationsanspruchs noch des Teilnahmerechts vorliegt, besteht insofern auch kein Anwendungsfall von Art. 389 Abs. 2 StPO. Die Annahme eines (gültigen) Verzichts auf Teilnahme und Konfrontation steht nicht im Widerspruch dazu, dass die Behörden die erforderlichen Beweise von Amtes wegen zu erheben haben (siehe Art. 6, Art. 343 und Art. 389 Abs 3 StPO). Entgegen seinem sinngemässen Vorbringen muss sich der Beschwerdeführer auch nicht selber belasten (Beschwerde S. 9 Ziff. 20), zumal es ihm freisteht, von seinem Teilnahme- und Konfrontationsrecht Gebrauch zu machen oder nicht. Weder das Teilnahmerecht noch das Recht auf Konfrontation mit den Belastungszeugen noch der Untersuchungsgrundsatz oder die Unschuldsvermutung stehen einer Verwertung der Aussagen entgegen. Folglich erweist sich die Rüge der Verletzung von Art. 389 Abs. 2 StPO, weil die Beweise nicht rechtskonform erhoben worden seien, was die Vorinstanz von Amtes wegen hätte beheben müssen, ebenfalls als unbegründet. Soweit die Rügen des Beschwerdeführers im Übrigen auf neuen tatsächlichen Behauptungen beruhen, sind sie ohnehin unzulässig. Neue Tatsachen dürfen im bundesgerichtlichen Verfahren nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG). Bereits die erste Instanz würdigte die Angaben der Beteiligten und Anwesenden, wobei u.a. auch die Verwertbarkeit dieser Aussagen Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens war (erstinstanzliches Urteil z.B. S. 16 ff. E. 1.3 ff., S. 21 E. 1.10, S. 25 E. 2.6, S. 29 E. 2.10 und S. 36 f. E. 1.3; dabei erwog die erste Instanz unter anderem, die Aussagen von F.________ seien mangels Konfrontation mit dem Beschwerdeführer nicht verwertbar [S. 33 f. E. 6.2] und stellte fest, im Rahmen der Konfrontationseinvernahme zwischen dem Beschwerdeführer und G.________ habe Letzterer äusserst ausweichende Aussagen gemacht [S. 21 E. 1.10]). Damit ist entgegen der Meinung des Beschwerdeführers auch nicht ersichtlich, inwiefern erst der angefochtene Entscheid hätte Anlass dazu geben sollen, die Frage der Verwertbarkeit von (belastenden) Aussagen aufzuwerfen, die der hier gerügten Verletzung von Art. 389 Abs. 2 StPO zugrunde liegt. Anzumerken ist letztlich noch, dass es nicht Aufgabe des Bundesgerichts ist, Beweise abzunehmen und Tatsachen festzustellen, über die sich das kantonale Gericht nicht ausgesprochen hat (Art. 105 Abs. 1 BGG; BGE 136 III 209 E. 6.1 mit Hinweisen).