Citation: 6B_1134/2022 E. 6

Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde nichts vor, was die Erwägungen der Vorinstanz als willkürlich, rechts- oder ermessensfehlerhaft erscheinen liesse. Soweit er auf seine familiäre Situation mit "2 Minderjährigen" hinweist, für die er zu sorgen habe, und er insofern (sinngemäss) geltend macht, bei ausserordentlichen familiären Verhältnissen habe jeder das Recht auf eine "Fristverlängerung", verkennt er, dass das geltende Recht selbst bei Vorliegen wichtiger Gründe im Sinne von Art. 17 JVG keinen Anspruch auf Gewährung eines Aufschubs des Vollzugs einer Haftstrafe einräumt. Die entscheidende Behörde verfügt vielmehr auch diesbezüglich über einen Ermessensspielraum. Inwiefern diese bzw. konkret die Vorinstanz den Sachverhalt in Bezug auf die familiäre Situation des Beschwerdeführers willkürlich festgestellt und/oder das ihr zustehende Ermessen in Bezug auf die Frage des Vollzugsaufschubs vorliegend verletzt haben könnte, zeigt der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht auf. Er macht insbesondere nicht geltend, eine allfällige Fremdbetreuung seiner Tochter (und eventuell des Sohnes seines Stiefbruders, den er bei sich aufgenommen haben will) liesse sich in angemessener Weise nicht gewährleisten oder sei generell ausgeschlossen oder unzumutbar. Zudem wendet er namentlich auch nicht ein, es sei ihm insgesamt zu wenig Zeit zu deren Organisation und Sicherstellung eingeräumt worden. Dies ist auch nicht ersichtlich. Die Erwägungen der Vorinstanz stehen mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Einklang (BGE 146 IV 267 E. 3.2.2 insbesondere mit dem Hinweis auf das Urteil 6B_540/2010 vom 21. Oktober 2010 E. 1.4.2), wonach der Straf- und Massnahmenvollzug für die betroffene Person, das Kind sowie die Partnerschaft zwar unbestreitbar eine Belastung darstellt, die Trennung vom Kind und eine allenfalls erforderliche Fremdbetreuung desselben während des Strafvollzugs jedoch eine unvermeidbare Konsequenz der freiheitsentziehenden Sanktion bildet. Darauf kann verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG). Eine Verletzung von Bundesrecht ist nicht auszumachen. Im Übrigen befasst sich der Beschwerdeführer nicht mit der Begründung der Vorinstanz. Stattdessen äussert er sich zu seinem Gesundheitszustand. Losgelöst von den vorinstanzlichen Erwägungen bringt er vor, mittlerweile an einer Depression erkrankt zu sein; er könne nicht mehr arbeiten, und es seien ihm fachärztliche Behandlung und Medikamente verschrieben worden. An Belegen reicht er eine vom 12. September 2022 datierende Zuweisung an eine Fachperson für fachärztliche/psychologische Hilfe ein sowie eine Fotografie der Verpackung eines rezeptpflichtigen Medikaments, das auf ihn ausgestellt wurde. Damit macht der Beschwerdeführer, erstmals vor Bundesgericht, sinngemäss geltend, nicht (mehr) hafterstehungsfähig zu sein. Seine tatsächlichen Vorbringen zu seiner gesundheitlichen Verfassung sind neu. Dass und inwiefern sie durch den vorinstanzlichen Beschluss veranlasst worden wären und es sich damit um zulässige Noven handelte, legt der Beschwerdeführer indessen nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Sie haben daher, weil im bundesgerichtlichen Verfahren unzulässig, unbeachtlich zu bleiben (Art. 99 Abs. 1 BGG). Aus dem pauschalen Hinweis auf eine offenbar anhängig gemachte Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) vermag der Beschwerdeführer schliesslich nichts für sich abzuleiten. Die Beschwerde ist damit im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.