Citation: 5A_85/2021 E. 4.4.2

4.4.2. Weiter moniert der Beschwerdeführer, die Kindesanhörung sei von der Erstinstanz um einen Augenschein erweitert worden, ohne dass ihm die Möglichkeit zur Teilnahme an diesem eingeräumt worden sei. Der Beschwerdeführer spricht die Überlegung des Kantonsgerichts an, der Erstrichter habe mit der Befragung der Kinder an ihrem Wohnort die Belastung für diese möglichst tief halten wollen. Ausserdem habe sich ihm durch dieses Vorgehen die Gelegenheit geboten, sich einen Eindruck von der gewohnten Umgebung der Kinder zu machen und festzustellen, wie es ihnen am neuen Wohnort gehe. Anders als der Beschwerdeführer meint, kann hieraus nicht abgeleitet werden, anlässlich der Kinderbefragung hätte ein eigentlicher Augenschein nach Art. 181 ff. ZPO stattgefunden (vgl. zu diesem Urteil 4A_225/2019 vom 2. September 2019 E. 5.3.2). Vielmehr ist hierin mit der Vorinstanz der Versuch einer möglichst kindgerechten Anhörung zu sehen (vgl. zu dieser Urteil 5A_92/2020 vom 25. August 2020 E. 3.4.2, in: FamPra.ch 2020 S. 1075). Die Rüge der Gehörsverletzung erweist sich damit als unbegründet. Ohnehin zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, dass er ein entsprechendes Vorbringen bereits im vorinstanzlichen Verfahren erhoben hätte (BGE 143 III 290 E. 1.1).