Citation: 4P.91/2002 12.07.2002 E. 8

Die Beschwerdeführerin machte im Kassationsbeschwerdeverfahren geltend, für die Beurteilung des EVG sei der Zeitpunkt des SUVA-Entscheids vom 26. August 1998 massgebend gewesen; das Handelsgericht habe mit der Berücksichtigung des EVG-Urteils vom 4. August 2000 fälschlicherweise die Entwicklung nach diesem Zeitpunkt nicht beachtet. Das Kassationsgericht widersprach diesem Vorwurf. Es führte aus, das Handelsgericht habe die spätere Entwicklung sehr wohl berücksichtigt, indem es auch auf das Gutachten der Klinik X.________ vom 10. Mai 2000 und den darauf fussenden IV-Entscheid vom 30. Januar 2001 abgestellt habe. Der Befund in diesem Gutachten habe nicht zu einer Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit gegenüber dem ersten IV-Entscheid geführt. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, auch der zweite IV-Entscheid vom 30. Januar 2001 sei noch Gegenstand eines Rechtsmittelverfahrens. Zudem seien im Gutachten vom 10. Mai 2000 hinsichtlich Konzentrations- und Sehstörungen Abklärungen empfohlen worden, die nicht erfolgt seien. Die Auswirkungen dieser Störungen auf die Arbeitsfähigkeit hätten somit bei der Festlegung des Gesamtinvaliditätsgrades im zweiten IV-Entscheid gar nicht berücksichtigt werden können. Diese Rüge ist unbegründet. Die kantonalen Instanzen berücksichtigten ausdrücklich, dass die IV eine Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit in Kenntnis der empfohlenen Abklärung verneint hatte und dass der IV-Entscheid noch nicht rechtskräftig ist. Dennoch betrachteten sie es angesichts des IV-Entscheids als unwahrscheinlich, dass der Beschwerdeführerin mit den beantragten Gutachten der Nachweis gelingen könnte, dass sich allenfalls feststellbare Restbeschwerden des Unfalls auf ihre Erwerbsfähigkeit auswirken könnten. Inwiefern dies im Rahmen einer aufgrund der bestehenden Aktenlage vorzunehmenden Beurteilung der Prozessaussichten zu beanstanden sein soll, legt die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenügend dar und ist nicht ersichtlich (Erwägung 1.3 vorne).