Citation: 8C_824/2023 E. 3.1

3.1. Letztinstanzlich nicht mehr in Streit steht, dass die Beschwerdegegnerin gemäss dem beweiskräftigen psychiatrischen Gutachten des Dr. med. B.________ vom 13. März 2018 während der gesamten Zeit von Februar 2003 bis zur Eröffnung des Strafverfahrens im Sommer 2015 nicht an einer relevanten psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung litt, sondern durch bewusste Vorspiegelung falscher Tatsachen eine rechtswidrige Rentenzusprache erwirkte. Ebenso unbestritten ist, dass daher die Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG für eine prozessuale Revision der Verfügung vom 8. Juni 2004 gegeben sind und der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin einer uneingeschränkten materiellrechtlichen Neuprüfung zu unterziehen ist (zum Ganzen vgl. BGE 129 V 211 E. 3.2.2).