Citation: 2C_513/2021 E. 3.4.4

3.4.4. Nicht zu beanstanden ist auch, dass die Vorinstanz die Einreise der Beschwerdeführerin vor der Gesuchsstellung (und vor Ablauf der Nachzugsfrist) und ihre seitherige Anwesenheit in der Schweiz nicht zum Vorteil der Beschwerdeführerin gewertet hat. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, kann eine Änderung der Betreuungsverhältnisse nicht durch Sachumstände belegt werden, welche allein Folge einer vorweggenommenen, eigenmächtigen Verlagerung des Lebensmittelpunktes eines Kindes in die Schweiz sind. Die Erforderlichkeit des Nachzugs hat sich vielmehr im Ungenügen der bisherigen Betreuungssituation im Heimatland zu offenbaren, ansonsten die Behörden vor vollendete Tatsachen gestellt werden könnten und der sich rechtskonform verhaltende Bürger benachteiligt würde (BGE 133 II 6 E. 6.3.2; 129 II 249 E. 2; Urteil 2C_781/2015 vom 1. April 2016 E. 4.3).