Citation: 6B_814/2015 E. 2.2

2.2. Wer bei Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, handelt nicht schuldhaft. War der Irrtum vermeidbar, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 21 StGB). Auf Art. 21 StGB berufen kann sich nur, wer sein Verhalten aus zureichenden Gründen für erlaubt hält (vgl. BGE 129 IV 238 E. 3.1 S. 241, 6 E. 4.1 S. 18 mit Hinweisen; Urteil 6B_444/2010 vom 16. September 2010 E. 9.2). Neue Tatsachen dürfen im Verfahren vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Ob sich der Täter irrte, betrifft - wie die Frage nach dessen Wissen - eine innere Tatsache und ist damit Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, ob angesichts der subjektiven Vorstellungen des Täters ein Verbotsirrtum zu bejahen ist (Urteile 6B_974/2014 vom 3. Juli 2015 E. 2.4.3, zur Publikation vorgesehen; 6B_768/2009 vom 22. Dezember 2009 E. 2.2).