Citation: 6B_509/2019 E. 2.2

2.2. Gemäss Art. 369 Abs. 7 StGB darf nach der Entfernung eines Urteils aus dem Strafregister die Eintragung nicht mehr rekonstruierbar sein. Das entfernte Urteil darf dem Betroffenen nicht mehr entgegengehalten werden. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung dürfen Verurteilungen, die aus dem Strafregister entfernt wurden, in einem neuen Strafverfahren weder bei der Strafzumessung noch bei der Prognosebeurteilung zu Lasten des Betroffenen verwendet werden. Bei einer neuen Begutachtung können die einer entfernten Verurteilung zugrunde liegenden Taten jedoch berücksichtigt werden (BGE 136 IV 1 E. 2.6.3; 135 IV 87 E. 2.4 und 2.5; je mit Hinweisen; Urteil 6B_1339/2016 vom 23. März 2017 E. 1.1.3). Der Miteinbezug von gelöschten Vorstrafen bei der Täterpersönlichkeit verletzt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kein Bundesrecht, sofern diese nicht alleiniges Kriterium für die genannten Persönlichkeitszüge sind (vgl. die Urteile 6B_877/2014 vom 5. November 2015 E. 8.4 hinsichtlich des Bewusstseins des Täters betreffend sein Alkohol- und Gewaltproblem sowie 6B_875/2009 vom 22. März 2010 E. 2.4 hinsichtlich der Neigung zu sexuellen Handlungen mit Kindern). Das Bundesgericht hat mehrfach Urteile geschützt, die trotz der Berücksichtigung im Strafregister gelöschter Urteile keine negativen Auswirkungen zu Lasten der Beschwerdeführer hatten (Urteil 6B_101/2008 vom 27. Mai 2008 E. 7.3, 6B_157/2009 vom 29. Oktober 2009 E. 5).