Citation: 9C_390/2020 E. A

Der 1943 geborene A.________ ist bei der Atupri Gesundheitsversicherung (nachfolgend: Atupri) obligatorisch krankenpflegeversichert. Er leidet an einem rezidivierenden Hodgkin Lymphom Stadium III B, fortgeschrittenes Stadium. Am 3. respektive 18. Januar 2018 ersuchte die behandelnde Ärztin, Dr. med. B.________, Fachärztin für Medizinische Onkologie und Allgemeine Innere Medizin, Spital C.________, um Kostengutsprache für eine Therapie mit dem Arzneimittel Farydak® (Wirkstoff Panobinostat). Der Krankenversicherer beschied das Gesuch Ende Januar 2018 abschlägig. In der Folge gelangte die Zulassungsinhaberin des Medikaments, die Novartis Pharma Schweiz AG, an die Atupri und sprach sich für eine zweimonatige Therapieversuchsphase mit vollständiger Finanzierung aus, sofern der Krankenversicherer im Anschluss bereit sei, den Fall neu zu evaluieren und allenfalls eine Fortsetzung der Therapie zu unterstützen. Am 7. Februar 2018 erklärte sich die Atupri mit dieser Vorgehensweise einverstanden, wobei die Leistungspflicht nach Ablauf des Therapieversuchs auf Gesuch hin erneut überprüft werde. Mit Schreiben vom 25. April 2018 stellte Dr. med. B.________ den Antrag auf Kostenübernahme zur Weiterführung der Behandlung. Die Atupri zog daraufhin u.a. Stellungnahmen ihres vertrauensärztlichen Dienstes bei und lehnte eine Leistungspflicht ihrerseits ab (Mitteilung vom 9. Mai 2018, Verfügung vom 20. Juni 2018, Einspracheentscheid vom 27. September 2018).