Citation: 6B_873/2016 E. 1.3.5

1.3.5. Nach unbestrittener Sachverhaltsfeststellung hatten die zahlreichen gegenseitigen verbalen und nonverbalen Provokationen zwischen den Mitgliedern der beiden Familien die Stimmung so sehr aufgeladen, dass der provokative Auftritt des Beschwerdeführers den anschliessenden Raufhandel erst auslöste. Unter diesen Umständen lassen sich die letzte, zur Eskalation führende Provokation des Beschwerdeführers vor dem Einstieg in das handgreifliche Gerangel mit den Gebrüdern A.________ und die anschliessende wechselseitige tätliche Auseinandersetzung aller Beteiligten nicht in zwei Phasen aufgliedern (vgl. BGE 137 IV 1 E. 4.3.1 S. 5). Vielmehr ist hier das Tatgeschehen als Einheit zu betrachten. Obwohl der Beschwerdeführer im weiteren Verlauf des Raufhandels im Würgegriff der Gebrüder A.________ mehrheitlich nur - aber immerhin - noch beschränkt aktiv sein konnte, erfüllte er auch unter Mitberücksichtigung seiner anhaltend provokativen Widerstandsleistung gegen das Loslassen der Werkzeuge den Tatbestand des Raufhandels in objektiver Hinsicht.