Citation: 9C_224/2022 E. 3.3

3.3. Nach dem medexperts-Gutachten vom 25. November 2019 bestehen bei der Versicherten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: eine histologisch gesicherte Small Fiber-Polyneuropathie, differentialdiagnostisch im Rahmen eines Sjögren-Syndroms, bei persistierender Schmerzsymptomatik der Füsse beidseits bis in die Unterschenkel ziehend, ohne Hinweise auf sensomotorische Ausfälle der unteren Extremitäten, eine rezidivierende depressive Störung, leichtgradig (ICD-10 F33.0), und eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41). Daneben wurden weitere Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt, so eine arterielle Hypertonie, eine Adipositas Grad I, eine Endometriose, eine Kontrastmittelallergie, ein Favismus, eine Hyperurikämie, eine minimal eingeschränkte Nierenfunktion, ein rezidivierendes Zervikalsyndrom linksbetont, ein Morton-Neurom am rechten Fuss, ein isolierter IgG4-Subklassenmangel, ein leichtgradiges Asthma bronchiale, eine REM-assoziierte leichtgradige obstruktive Schlafapnoe und eine spezifisch isolierte Phobie (ICD-10 F40.2). Die Gutachter attestierten der Versicherten in der bisherigen und in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 70 %; rückblickend setzten sie die Arbeitsunfähigkeit fest auf 50 % vom 15. Juli 2016 bis 31. März 2017, 30 % vom 1. bis 30. April 2017, 60 % vom 1. Mai bis 31. August 2017 und auf 40 % vom 1. September 2017 bis 24. September 2019 (Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung).