Citation: 4A_35/2024 E. 5.6

5.6. Abschliessend macht der Beschwerdeführer geltend, dass selbst bei Annahme einer Obliegenheitsverletzung eine Leistungsverweigerung spätestens ab dem 29. August 2022 ausgeschlossen sei. Der Rechtsnachteil könne ihn nur für den Zeitraum treffen, in dem ihm eine Obliegenheitsverletzung vorzuwerfen sei. Mit diesen Ausführungen verkennt er die Tragweite der Obliegenheit gemäss Art. 16 Abs. 2 lit. c AVB. So ist die Beschwerdegegnerin gemäss Art. 17 AVB Ziff. 1 AVB bei einer Obliegenheitsverletzung berechtigt, die Taggeldleistungen einzustellen. Die AVB sehen weder eine Ausnahme noch eine Bestimmung vor, wonach diese Taggeldleistungspflicht nach Durchführung der fachärztlichen Konsultation wieder auflebt. Dementsprechend ist Art. 17 Ziff. 1 AVB so zu verstehen, dass bei einer Obliegenheitsverletzung die Taggeldleistungen für das betreffende versicherte Ereignis von der Beschwerdegegnerin definitiv eingestellt werden können. Die Rüge erweist sich als unbegründet.