Citation: 7B_280/2023 E. 2.4.3

2.4.3. Die Vorinstanz nimmt die Beurteilung der Prognose über das künftige Wohlverhalten zu Recht aufgrund von Tatsachen vor, wie sie sich im Zeitpunkt des Entscheides über die bedingte Entlassung präsentierten, unabhängig davon, ob die Prognose bei Anordnung einer anderen Vollzugsform günstiger ausgefallen wäre (vgl. Urteil 6B_441/2018 vom 23. Juli 2018 E. 1.3). Der Einwand des Beschwerdeführers, dass seine Entlassung bereits mehr als zwei Jahre zurückliege und er sich straffrei verhalten habe, vermag die von der Vorinstanz erstellte ungünstige Prognose über das künftige Wohlverhalten nicht als unhaltbar auszuweisen. Die Vorinstanz erwägt überzeugend, die Tatsache, dass in der Zwischenzeit keine weiteren Straftaten des Beschwerdeführers bekannt geworden seien, ändere nichts an der Prognoserelevanz der mangelnden Tataufarbeitung. Im Einklang mit der nachvollziehbar begründeten forensisch psychiatrische Risikoabklärung des AFA NWI sei von einer ungünstigen Prognose und einer hohen Rückfallgefahr für Hands-on-Sexualdelikte mit Kindern sowie für Pornografie auszugehen. Insbesondere darf in diesem Zusammenhang relativierend beachtet werden, dass der Beschwerdeführer, trotz seiner vermeintlichen Deliktsfreiheit, gegenüber dem VBD wie auch den im Rahmen der Ersatzmassnahmen bzw. ambulanten Behandlung involvierten Behörden ein unkooperatives Verhalten an den Tag legte, welches die begründeten Zweifel an künftiges Wohlverhalten unterstreichen. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass angesichts der sehr hohen Rechtsgüter, die mit der sexuellen Integrität und der ungestörten Entwicklung eines Kindes bei einem Rückfall betroffen wären, in einer Gesamtwürdigung die Prognose über das künftige Wohlverhalten des Beschwerdeführers negativ ausfalle. Inwiefern die vorinstanzlichen Beurteilungsgrundlagen der Legalprognose unzureichend bzw. unzutreffend und die darauf gründenden Feststellungen willkürlich sein sollten, legt der Beschwerdeführer nicht (substanziiert) dar. Vielmehr beschränkt er sich - ohne eingehende Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid - darauf, in weiten Teilen seine bereits vor Vorinstanz vorgebrachten Argumente zu wiederholen, welche sich in der Darlegung der eigenen Auffassung zur Anwendbarkeit von Art. 86 Abs. 1 StGB und Art. 95 Abs. 5 StGB erschöpfen. Aus den genannten Verfassungsbestimmungen und Grundsätzen (Art. 9 und Art. 5 Abs. 3 BV sowie Art. 2 Abs. 2 ZGB) vermag der Beschwerdeführer jedenfalls nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Darauf ist, soweit überhaupt rechtsgenüglich begründet, nicht einzugehen.