Citation: 5A_627/2014 E. 2.3

2.3. Mit ihrer gerichtlichen Genehmigung verliert die Scheidungskonvention ihren privatrechtlichen Charakter und wird zum vollwertigen Bestandteil des Scheidungsurteils (BGE 105 II 166 E. 1 S. 168 f.; 119 II 297 E. 3 S. 300; bestätigt in Urteil 5A_493/2011 vom 12. Dezember 2011 E.1; vgl. auch Art. 140 Abs. 1 aZGB, nunmehr Art. 279 Abs. 2 ZPO). Ob die Vorinstanz im Streit um die Anordnung der Schuldneranweisung das Scheidungsurteil respektive die darin integrierte Scheidungskonvention in der geschilderten Art und Weise auslegen und gestützt darauf die erstinstanzlich angeordnete Schuldneranweisung bestätigen durfte, kann vorliegend jedoch offen bleiben: Ziff. 4 der Scheidungskonvention, auf welche sich der Beschwerdeführer mit seinem Begehren zur Aufhebung der Schuldneranweisung stützt, ist in zeitlicher Hinsicht nur beschränkt anwendbar. Eine Reduzierung des Unterhaltes nach Ziff. 4 respektive Ziff. 3.4 gilt nur bis zum 30. Juni 2014 (s. Sachverhalt Bst. A.a). Nach diesem Zeitpunkt, d.h. ab dem 1. Juli 2014 bis zum 30. Juni 2021, ist Ziff. 4 weder gemäss der Scheidungskonvention vom 26. April 2007 noch gemäss dem Abänderungsentscheid vom 28. Januar 2013 anwendbar. Im Übrigen schuldet der Beschwerdeführer ab 1. Juli 2014 sowohl unter der Scheidungskonvention vom 26. April 2007 als auch unter der angepassten Scheidungskonvention vom 28. Januar 2013 einen monatlichen nachehelichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 600.--. Damit aber kann der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht mehr argumentieren, die Schuldneranweisung sei aufzuheben, weil er gestützt auf die besagte Ziff. 4 respektive 3.4 keinen Unterhalt schulde. Die Beschwerde wurde am 14. August 2014 eingereicht. Zu diesem Zeitpunkt kommt eine Reduktion gestützt auf diese Klausel nicht mehr in Frage. Im Rahmen der vorliegenden Überprüfung der Schuldneranweisung lassen sich zudem (allfällige) vollzogene Anweisungen nicht mehr rückgängig machen. Andere Rügen gegen die Schuldneranweisung wurden nicht geltend gemacht. Daher kann offen bleiben, ob eine der Schuldneranweisung zugrunde liegende unklare Unterhaltsregelung im Verfahren um Schuldneranweisung überhaupt überprüft werden kann.