Citation: 6B_291/2024 E. 2.3

2.3. Die Erstinstanz hielt fest, der Beschwerdeführer habe seine Aussagen im Rahmen der Untersuchung angepasst, was deren Glaubhaftigkeit relativiere. Der Beschwerdeführer trug vor, die Zeugen hätten ihn zu Unrecht belastet, weil sie beleidigt gewesen seien. Dem hielt die Erstinstanz entgegen, bei einem normalen Überholmanöver hätten die Zeugen keinen Grund für eine weitere Beobachtung seiner Fahrweise gehabt. Weiter erwog die Erstinstanz, die beiden Zeugen hätten übereinstimmend ausgesagt, es sei ein weiterer Personenwagen vor dem Beschwerdeführer gefahren, als das Foto gemacht worden sei. Der Beschwerdeführer machte geltend, auf dem Foto sei neben seinem Personenwagen kein weiteres Fahrzeug zu erkennen. Auch gemäss Angaben des Forensischen Instituts Zürich spreche nichts dafür, dass vor seinem Personenwagen ein anderes Fahrzeug gefahren sei. Dazu erwog die Erstinstanz, das Forensische Institut Zürich habe nicht erklärt, dass es unmöglich sei, dass ein weiteres Fahrzeug vor dem Personenwagen des Beschwerdeführers gefahren sei. Glaubhaft erscheine, dass der Zeuge nach dem ersten Manöver des Beschwerdeführers gemäss Tatvorwurf 2 diesem nicht mehr getraut, seine Fahrweise für sonderbar erachtet und deshalb seine Tochter angewiesen habe, vorsorglich ein Foto vom Personenwagen des Beschwerdeführers zu machen. Glaubhaft sei auch, dass er deshalb das weitere Verhalten des Personenwagens beobachtet und sich erst nach dem zweiten Manöver in Henggart entschlossen habe, der Polizei Meldung zu machen. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Widersprüche würden die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Zeugen nicht mindern. Die Aussagen der Zeugin fügten sich überzeugend in dessen Schilderung ein und wiesen keine wesentlichen Widersprüche auf. Gründe, die für eine Falschbeschuldigung oder ein Zeugenkomplott sprächen, lägen nicht vor.