Citation: 2C_106/2021 E. 3.5.2

3.5.2. Das Bundesgericht hat im Zusammenhang mit dem Familiennachzug bereits früher festgehalten, dass mit zunehmenden Alter der Kinder die gebotene Betreuungsintensität abnimmt (ausführlich dazu Urteil 2C_767/2015 vom 19. Februar 2016 E. 5.3.2 und 5.3.3). Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der Gesuchstellung noch neun Monate vom Mündigkeitsalter entfernt. Bei dieser Sachlage erschöpft sich das Kindeswohl darin, dass die Eltern dem Kind mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn es erforderlich ist. Diese Unterstützung kann problemlos aus dem Ausland oder durch Besuche gewährleistet werden. Eine Betreuung im Sinn von Überwachung ist in diesem Alter nicht mehr nötig (vgl. Urteil 2C_146/2017 vom 25. Januar 2018 E. 4.4.3). Wie die Vorinstanz in verbindlicher Weise festgestellt hat (vorne E. 1.4), ist die diagnostizierte Depression des Beschwerdeführers wiederum nicht dergestalt, dass er sein Leben gar nicht mehr selber meistern könnte: Trotz seiner gesundheitlichen Probleme war es ihm möglich seine Schul- wie auch erste Berufsbildung als Automechaniker im Jahr 2018 erfolgreich und mit gutem Zeugnis abzuschliessen. Ebenso besuchte er vom 1. Februar 2017 bis am 1. April 2018 an einer Sprachschule eine wöchentliche, vierstündige Vorlesung zur Verbesserung seiner Deutschkenntnisse und schloss diese am 10. Mai 2018 erfolgreich mit dem A2-Zertifikat ab.