Citation: 4A_626/2024 E. 5.3

5.3. Das Schiedsgericht liess das Argument der Beschwerdeführerin nicht gelten, wonach die Beschwerdegegnerin gestützt auf Auftragsrecht oder Art. 61 und Art. 70 VVG zum Ersatz der Rechtsverteidigungskosten verpflichtet sei. Dabei hielt es unter anderem dafür, die von der Beschwerdeführerin eingereichte Korrespondenz stütze ihre Behauptung nicht, wonach die Beschwerdegegnerin ihr eine bestimmte Verteidigungsstrategie bezüglich der Klagen von Bankkunden vorgegeben habe. Aus dem Umstand, dass das Schiedsgericht in der entsprechenden Fussnote die Beilagen R-27 (Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 14. März 2014), C-7 (Schreiben des Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerin vom 16. September 2014) und B-8 (E-Mail des Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerin vom 12. Dezember 2016) nicht eigens aufführte, lässt sich nicht ableiten, diese seien bei der Beurteilung unbeachtet geblieben. Aus anderen Stellen des angefochtenen Entscheids geht im Gegenteil hervor, dass die Beilagen ausdrücklich aufgeführt und mitberücksichtigt wurden, so etwa Beilage R-27 in Rz. 111, C-7 in Rz. 114 und B-8 in Rz. 330. Aus den schiedsgerichtlichen Erwägungen geht auch hervor, dass die in der Beschwerde ins Feld geführten schriftlichen Zeugenaussagen berücksichtigt wurden (Rz. 328 und 331). Eine Gehörsverletzung liegt nicht vor.