Citation: 6B_55/2024 E. 3.3

3.3. Schliesslich erwägt die Vorinstanz, die zum Tatzeitpunkt geltende Signalisation sei mit Verfügung vom 13. Februar 2018 eingeführt worden. Es handle sich somit nicht um eine erst kürzlich ergangene oder sonstwie überraschende Änderung der Signalisation. Im konkreten Fall lägen keine besonderen Umstände vor, welche die Geschwindigkeitsüberschreitung von 28 km/h innerorts milder erscheinen liessen und die Vermutung, dass bei einer Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit innerorts um 25 km/h oder mehr sowohl die objektiven wie auch die subjektiven Voraussetzungen der groben Verkehrsregelverletzung zu bejahen sind, zu widerlegen vermöchten. Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers werde somit nicht unbesehen vom objektiven auf den subjektiven Tatbestand geschlossen. Indem der Beschwerdeführer der beidseits der Strasse angebrachten Geschwindigkeitsbeschränkung auf 60 km/h sowie der Ortstafel "Davos Laret" nicht die gebotene Aufmerksamkeit geschenkt und daher die Geschwindigkeitsbeschränkung übersehen habe, sei er pflichtwidrig unachtsam gewesen und habe damit offenbart, dass er die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ebenfalls pflichtwidrig zumindest nicht in Betracht gezogen habe. Sein Verhalten erscheine unter den erläuterten Umständen im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als rücksichtslos. Die unbewusste Fahrlässigkeit ändere an der Rücksichtslosigkeit nichts.