Citation: 5A_427/2015 E. 3.3

3.3. Wenn die Beschwerdeführer geltend machen, das Obergericht habe die Art. 152, 155 und 157 ZPO nicht korrekt angewandt und gegen die Beweisabnahmepflicht verstossen (Beschwerde S. 6), so rügen sie die Verletzung von ZPO-Normen. Indes beziehen sich diese nicht auf das Verfahren vor Obergericht; für die dortige Beweisabnahme gilt Art. 316 Abs. 3 ZPO. Ohnehin wäre aber auch keine Verletzung von Art. 316 Abs. 3 ZPO zu sehen. Zwar bezieht sich diese Norm nicht nur auf die Abklärung zulässiger Noven im Sinn von Art. 317 Abs. 1 ZPO; vielmehr kann die obere Instanz auch die bisherige Beweisgrundlage ergänzen, wenn sie zum Schluss kommt, dass die erste Instanz form- und fristgerecht beantragte erhebliche Beweise nicht abgenommen hat, jedoch eine Rückweisung nicht tunlich ist (vgl. STERCHI, in: Berner Kommentar, N. 19 f. zu Art. 316 ZPO). In diesem Rahmen konnten sich die Beschwerdeführer aber nicht darauf beschränken, pauschal auf die erstinstanzlich eingereichten Akten zu verweisen und den erstinstanzlichen Entscheid in genereller Hinsicht zu kritisieren; vielmehr wäre im Zusammenhang mit dem Berufungsgrund von Art. 310 lit. a ZPO vorzubringen gewesen, inwiefern das Bezirksgericht für die Beweisabnahme topische Bestimmungen der ZPO/AG verletzt habe, oder im Zusammenhang mit dem Berufungsgrund von Art. 310 lit. b ZPO, inwiefern das Bezirksgericht den Sachverhalt unrichtig festgestellt habe (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1 S. 375 f.). Die Erwägungen des Obergerichts gingen aber genau dahin, dass die Beschwerdeführer ohne substanziierten Bezug zu den behaupteten Leistungen auf einen erstinstanzlich eingereichten Ordner verwiesen hätten. Die Beschwerdeführer müssten vorliegend dartun, inwiefern sich diese Erwägungen nicht halten lassen. Eine entsprechende Rüge erfolgt nicht; mit der Pauschalaussage, als juristische Laien sei ihnen eine Substanziierung nicht möglich gewesen, lässt sich jedenfalls keine Verletzung der anwendbaren prozessualen Normen dartun.