Citation: 2C_393/2017 E. 3.4.3

3.4.3. Aus den vom Beschwerdeführer zitierten Urteilen des EGMR vermag er nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Art. 8 Ziff. 2 EMRK erfordert eine Interessenabwägung im Einzelfall. Der EGMR hat wiederholt erklärt, dass den Behörden eines jeden Konventionsstaates ein gewisser Beurteilungsspielraum bei der Umsetzung ihrer Migrations- und Ausländerpolitik und damit auch bei der Interessenabwägung von Art. 8 Ziff. 2 EMRK verbleibt (BGE 139 I 145 E. 2.5 S. 150 mit Hinweis auf die Urteile des EGMR Kissiwa Koffi gegen die Schweiz vom 15. November 2012, Rz. 64; Slivenko gegen Lettland vom 9. Oktober 2003, Rz. 113). Vorliegend ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz den ihr zustehenden Beurteilungsspielraum überschritten oder missbraucht hätte.