Citation: 8C_330/2024 E. 4.3.4

4.3.4. Zum Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung wendet der Beschwerdeführer einzig ein, die Behandlung dauere seit dem Unfall im Jahr 2019 an, wobei der neuropathische Schmerz nur sehr schwer einstellbar sei und die bisherige Schmerztherapie keinen durchschlagenden Erfolg gehabt habe. Mit der Vorinstanz ist zu betonen, dass sich das Kriterium nicht allein nach einem zeitlichen Massstab beurteilt. Von Bedeutung sind vielmehr auch Art und Intensität der Behandlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten ist (vgl. Urteil 8C_807/2023 vom 11. Juni 2024 E. 6.1). Es braucht eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer. Manualtherapeutische Massnahmen wie Physiotherapie und medikamentöse Schmerzbekämpfung oder (haus-) ärztliche Abklärungen und Verlaufskontrollen genügen diesen Anforderungen nicht (Urteile 8C_807/2023 vom 11. Juni 2024 E. 6.1; 8C_596/2022 11. Januar 2023 E. 4.5.4; 8C_647/2018 vom 16. Januar 2019 E. 5.3). Wie die Beschwerdegegnerin bereits in ihrem Einspracheentscheid vom 3. Januar 2024 festhielt, musste sich der Beschwerdeführer zwar zeitnah zum Unfallereignis mehreren operativen Eingriffen unterziehen. Nach der Metallentfernung am rechten Malleolus lateralis am 14. Juni 2019 beschränkte sich die weitere somatische Therapie aber auf physio-, wasser- und ultraschalltherapeutische Interventionen sowie schmerztherapeutische Behandlungen. Eine stationäre Rehabilitation fand vom 2. März bis 24. April 2020 statt (Austrittsbericht der Klinik J.________ vom 28. April 2020; ärztliche Beurteilung des Suva-Arztes Dr. med. G.________ vom 5. Januar 2023). Eine ungewöhnlich lange Dauer der physisch bedingten ärztlichen Behandlung verneinte die Vorinstanz damit zu Recht.