Citation: 8C_706/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erkannte, dass zur Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit auf die in allen Teilen beweiskräftigen Stellungnahmen des RAD, an welchen keine auch nur geringen Zweifel bestünden, abzustellen sei. Danach vermöge die Beschwerdeführerin ab März 2022 leichte Bürotätigkeiten uneingeschränkt auszuüben. Der behandelnde Pneumologe Dr. med. B.________, auf dessen Bericht vom 4. Mai 2022 der RAD verweise, halte angesichts der mit 4.6 METs angegebenen metabolischen Äquivalente eine Leistungsfähigkeit im Alltag von gerade noch leichter und sitzender Tätigkeit für möglich. Gemäss Compendium of Physical Activities (abrufbar im Internet) entsprächen leichte sitzende berufliche Tätigkeiten wie Büroarbeiten und Meetings einem MET von 1.5 (Codes 11580 und 11585). Selbst wenn, wie Dr. med. B.________ im Bericht vom 24. Februar 2023 verdeutliche, bei einer täglichen Arbeit 60 % des maximalen MET-Wertes nicht überschritten werden sollten, wäre es der Beschwerdeführerin ohne Weiteres möglich, eine leichte Bürotätigkeit zu verrichten. Dies gelte umso mehr, als laut Auskünften des Dr. med. B.________ in der letzten Spiro-Ergometrie eine höhere Leistung von 4.9 METs gemessen worden sei. Dieser Arzt halte denn auch selber eine sitzende Tätigkeit ohne Leistungspeaks für gerechtfertigt. Auf welche Beschäftigungen sich die vollständige Arbeitsunfähigkeit beziehe, sei dem Bericht vom 24. Februar 2023 nicht zu entnehmen. Jedenfalls sei nicht anzunehmen, dass Dr. med. B.________ damit sitzende Tätigkeiten gemeint habe, ansonsten diese Bemerkung in direktem und offensichtlichem Widerspruch zu seinen übrigen Ausführungen stünde. Weiter legte das kantonale Gericht dar, aufgrund der Akten sei anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin bereits im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (Dezember 2021) für eine leichte Bürotätigkeit vollständig arbeitsfähig gewesen sei. Im Laufe dieses Monats sei die durch die Magenbypass-Operation bedingte Rekonvaleszenz abgeschlossen gewesen. Zudem sei die Beschwerdeführerin bereits früher in der Lage gewesen, einen Haushalt mit zwei Kindern zu besorgen. Entgegen ihrer Argumentation zeige schliesslich der RAD auf, weshalb der angestammte Beruf als Office Managerin und stellvertretende Geschäftsleiterin nicht mehr zumutbar sei, obwohl es sich dabei ebenfalls um eine Bürotätigkeit gehandelt habe. Den Anforderungen dieser Beschäftigung sei sie wegen der eingeschränkten Belastbarkeit und Stressresistenz nicht mehr gewachsen gewesen. Insgesamt, so die Vorinstanz abschliessend, seien von den eventualiter beantragten zusätzlichen medizinischen Abklärungen keine anderen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon in antizipierender Beweiswürdigung abzusehen sei.