Citation: 2C_463/2016 E. 2

Der steuerbare Tatbestand in Form einer Liquidation eines Teils des Geschäftsvermögens eines Landwirtschaftsbetriebs und dessen Überführung in das Privatvermögen wurde gestützt auf die in diesem Punkt unbestritten gebliebene vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung in der Steuerperiode 2003 erfüllt. Der grundsätzlich steuerbare Liquidationsüberschuss (Art. 20 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]) wurde jedoch erst am 30. August 2013 veranlagt. Damit stellte sich offensichtlich die von Amtes wegen zu prüfende (BGE 133 II 366 E. 3.3 S. 368) Rechtsfrage, ob im Zeitpunkt der Veranlagung nicht bereits die Veranlagungsverjährung (Art. 120 Abs. 1 DBG) eingetreten sei. In zulässiger Ergänzung des unvollständig festgestellten rechtserheblichen Sachverhalts von Amtes wegen (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. oben, E. 1.4) ist davon auszugehen, dass das kantonale Steueramt den Lauf der Veranlagungsverjährung mit Schreiben vom 21. Oktober 2008, welches sich ausdrücklich auf die direkte Bundessteuer 2003 bezieht und auf die Geltendmachung des Steueranspruchs gerichtet war (Art. 120 Abs. 3 lit. a DBG; BGE 126 II 1 E. 2/f S. 4 f.), unterbrochen hat. Das Schreiben wurde nachweislich eingeschrieben versandt und kann entgegen der unsubstantiierten Bestreitung durch die Beschwerdeführer aufgrund der allgemeinen Lebenserwartung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als zugestellt gelten. Die Steuerforderung war am 30. August 2013 noch nicht verjährt.