Citation: 1C_210/2022 E. 5.2.1

5.2.1. Die Vorinstanz erwog mit Blick auf den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung, dass die Beschwerdeführerin bereits am 14. September 2011 und damit zwei Wochen nach dem aussergewöhnlichen Tod der Geliebten ihres damaligen Ehemanns am 30. August 2011 um erleichterte Einbürgerung ersucht habe. Dass sich die davor gemäss den Angaben beider Ehegatten nur noch theoretisch bestehende Ehe innerhalb von zwei Wochen zu einer gelebten Ehe zurückentwickelt haben könnte, erscheine als höchst unwahrscheinlich. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, die Verarbeitung der ausserehelichen Beziehung habe weniger Zeit in Anspruch genommen, weil die Geliebte verstorben sei und sie daher nicht mehr habe befürchten müssen, ihr damaliger Ehemann würde zu dieser zurückkehren. Damit vermag sie indes nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz bei ihren Erwägungen in Willkür verfallen ist, zumal sie nicht rechtsgenüglich bestreitet, dass die Ehe davor auch nach ihren Angaben nur noch theoretisch bestanden habe. Aus ihren Vorbringen, das Gesuchsformular habe der einbürgerungswilligen Person einen Beurteilungsspielraum belassen, ob eine stabile eheliche Gemeinschaft vorliege und dass sie einfach ihre Sicht auf den Zustand der Ehe abgegeben habe, vermag sie nichts zu ihren Gunsten abzuleiten.