Citation: 4D_73/2023 E. 1.2

1.2. Die subsidiäre Verfassungsbeschwerde ist gemäss Art. 75 Abs. 2 i.V.m. Art. 114 BGG nur gegen Entscheide zulässig, die ein obereres kantonales Gericht als Rechtsmittelinstanz gefällt hat (Prinzip des doppelten Instanzenzuges), es sei denn, es liege einer der Ausnahmefälle von Art. 75 Abs. 2 lit. a-c BGG vor, was in casu nicht zutrifft. Das Erfordernis des doppelten Instanzenzuges gilt nicht nur für die Anfechtung von Endentscheiden, sondern auch von Zwischenentscheiden. Dennoch hat das Bundesgericht Ausnahmen vom Erfordernis des doppelten Instanzenzuges für Zwischenentscheide zugelassen, wenn das obere kantonale Gericht mit einem Rechtsmittel befasst ist und in diesem Rahmen einen Zwischenentscheid fällt. Das ist etwa dann der Fall, wenn es über den Ausstand eines Mitglieds des oberen kantonalen Gerichts befindet oder über die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege oder der aufschiebenden Wirkung für das Rechtsmittelverfahren entscheidet (BGE 143 III 140 E. 1.2 f.; 137 III 475 E. 2.2). Vorliegend entschied der Kantonsgerichtspräsident über das im Rahmen des Beschwerdeverfahrens gestellte Ausstandsgesuch betreffend Gerichtspersonen des Kantonsgerichts als erste und einzige kantonale Instanz und nicht als Rechtsmittelinstanz. Dies ist nach der erwähnten Ausnahmepraxis nicht zu beanstanden.