Citation: 8C_318/2023 E. 5.2

5.2. Was die Verwertbarkeit ihrer Restarbeitsfähigkeit betrifft, macht die Beschwerdeführerin geltend, dass ihr bis zum Eintritt ins Pensionsalter nur noch eine Aktivitätsdauer von gut drei Jahren verbleibe. Zwischen 1993 und 2011 sei sie nicht mehr berufstätig gewesen, und es sei aus medizinischer Sicht ungeklärt geblieben, zumindest aber fraglich, ob sie ihren erlernten Beruf als kaufmännische Angestellte noch ausüben könne, zumal ihr selbst gemäss RAD nur noch Tätigkeiten ohne kognitive Anforderungen zumutbar seien. Die von der Vorinstanz erwähnten leichten Überwachungs-, Prüf- und Kontroll- oder Sortierarbeiten seien mit diesem Profil nicht vereinbar. Bei dem vom kantonalen Gericht für die Ermittlung des Invalideneinkommens herangezogenen Tabellenlohn handelt es sich um den statistischen Verdienst für einfache und repetitive Hilfsarbeitertätigkeiten (Kompetenzniveau 1), die keiner besonderen Kenntnisse oder Anforderungen und auch keiner längeren Einarbeitungszeit bedürfen (Urteil 8C_535/2021 vom 25. November 2021 E. 5.4.1 mit Hinweisen). Dass die Vorinstanz eine entsprechende Tätigkeit mit Blick auf das hier anzuwendende Belastungsprofil als zumutbar erachtete, ist nicht zu beanstanden. Dies muss selbst unter Berücksichtigung des Umstands gelten, dass gemäss kantonalem Gericht gestützt auf die RAD-Einschätzung keine höheren kognitiven Anforderungen zu stellen sind, die allenfalls die Wiederaufnahme des ursprünglich erlernten kaufmännischen Berufs erschweren könnten. Zu weitergehender Konkretisierung der entsprechenden Verweistätigkeiten war die Vorinstanz nicht gehalten. Dass entsprechende Tätigkeiten auf dem massgeblichen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (BGE 148 V 174 E. 9.1) nicht vorhanden wären, wird beschwerdeweise nicht geltend gemacht. Da es für die Aufnahme einer solchen Tätigkeit auch keiner längeren Einarbeitung bedarf, kann das Alter der Beschwerdeführerin und der Umstand, dass sie zuletzt nur noch auf selbstständiger Basis erwerbstätig war, dafür keine unüberwindbare Hürde bilden. Dass das kantonale Gericht von der Zumutbarkeit der Verwertung der verbliebenen vollzeitlichen Restarbeitsfähigkeit ausging, ist nicht zu beanstanden.