Citation: 1C_379/2017 E. 5.2

5.2. Unter Berufung auf die vorgenannten Regelungen führte die Vorinstanz aus, auf der streitbetroffenen Parzelle habe sich der Wald südlich des Bewirtschaftungswegs im Laufe der Zeit auf das Gebiet nördlich davon ausgedehnt. Die Luftbilder zeigten, dass zwischen den Bäumen südlich und nördlich dieses Wegs ein Kronenschluss stattgefunden habe. Ein solcher sei gemäss den Richtlinien verschiedener Kantone für die Waldfeststellung auch möglich, wenn zwei Bestockungsbereiche nur durch eine weniger als 4 m breite Strasse voneinander getrennt würden. Eine Skizze in der Richtlinie für die Waldfeststellung des Kantons St. Gallen (S. 7) illustriere, dass eine Strasse nur dann die Waldgrenze bilden könne, wenn deren Rand im Bereich zwischen der Stockgrenze und dem Waldsaum vom 2 m liege. Dagegen entspreche eine Strasse, die innerhalb der Stockgrenze verlaufe, nie der Waldgrenze. Vorliegend sei die Einwuchsfläche nördlich des Bewirtschaftungswegs gemäss den zutreffenden Feststellungen des BVU, das am Augenschein entsprechende Messungen vorgenommen habe, mit über 15-jährigen Waldbäumen bestockt gewesen, die in den Jahren 2013 und 2014 ohne Bewilligung teilweise gerodet worden seien. Da die Einwuchsfläche Teil des südlich der Strasse gelegenen Waldes sei, erfülle sie auch die Kriterien der Mindestfläche von 600 m2 und der Minimalbreite von 12 m.