Citation: 5A_511/2020 E. 8

8. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin einen Prozesskostenvorschuss im Betrag von Fr. 3'000 zu bezahlen. Eventuell seien der Gesuchstellerin die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und der Unterzeichnete zu ihrem unentgeltlichen Rechtsvertreter zu ernennen." B.b. Der Ehemann beantragte die Abweisung der Anträge und verlangte seinerseits von der Ehefrau einen Prozesskostenvorschuss von Fr. 3'000.--. Ferner stellte er einen Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege. B.c. Mit Entscheid vom 8. Oktober 2019 hielt der Gerichtspräsident fest, dass die Parteien gestützt auf Art. 175 ZGB zum Getrenntleben auf unbestimmte Zeit berechtigt seien und der Ehemann die eheliche Wohnung bis zum 31. März 2020 zu verlassen habe. Er stellte die Tochter unter die Obhut der Mutter und räumte dem Vater ein Besuchsrecht an jedem zweiten Wochenende sowie ein Ferienrecht von jährlich drei Wochen ein. Ferner verpflichtete er den Ehemann dazu, pro Monat an den Unterhalt der Tochter Beiträge von Fr. 2'560.-- (davon Fr. 1'485.-- Betreuungsunterhalt) bis 31. März 2020 bzw. von Fr. 3'385.-- (davon Fr. 1'960.-- Betreuungsunterhalt) ab 1. April 2020 zu leisten. Den Ehegattenunterhalt setzte er auf Fr. 334.-- monatlich fest. Dabei rechnete er der Ehefrau ab 1. April 2020 ein hypothetisches Einkommen an. Schliesslich wies er das Gesuch der Ehefrau um Schuldneranweisung ab und verpflichtete den Ehemann dazu, einen Prozesskostenvorschuss in der Höhe von Fr. 3'000.-- an seine Ehefrau auszurichten.