Citation: 5A_582/2021 E. 2

Das Kantonsgericht hat seinen Zuteilungsentscheid in erster Linie auf die entsprechende klare Empfehlung des Gutachtens der Psychiatrischen Dienste Thurgau gestützt, in welchem dem Vater ein guter und normaler Umgang mit C.________ attestiert wurde, während bei der Mutter, welche sich nicht kooperativ zeigte, eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert und eine Bindungsintoleranz festgestellt wurde, welche C.________ in einen starken Loyalitätskonflikt treibt. Der negative Höhepunkt war gemäss den Gutachtern die irritierende Botschaft der Mutter an den Vater, dass er vielleicht Glück habe, wenn D.________ (sein Kind mit der neuen Partnerin) an plötzlichem Kindstod versterbe. Das Verhalten der Mutter sei aufgrund ihrer tiefgreifenden und zeitüberdauernden Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, zwangshaft kontrollierenden und paranoiden Anteilen in vielerlei Hinsicht problematisch. Eine Zuteilung an den Vater sei gemäss Gutachten die einzige Lösung, bei welcher C.________ beide Elternteile sehen könne. Sodann hat das Kantonsgericht darauf verwiesen, dass der Vater mit seiner neuen Partnerin für C.________ ein gutes und stabiles Umfeld bieten könne und sie sich auch gut mit D.________ vertrage. Diese Erfahrung wurde im Übrigen erst durch die mehrmonatige Untersuchungshaft der Mutter möglich, da sie vorher keinen Kontakt zwischen Vater und Tochter zuliess und auch behauptete, C.________ könne nicht auswärts übernachten. Indes hob das Kantonsgericht hervor, dass die Untersuchungshaft der Mutter bei der Zuteilung von C.________ keine Bedeutung habe, sondern das Kind unabhängig davon dem Vater zuzuteilen sei. Das Obergericht begründete seine Verfügung betreffend aufschiebende Wirkung mit der negativen Hauptsachenprognose und verwies dabei auf BGE 144 III 469 E. 4.2 S. 471.