Citation: 6B_1464/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, das Kantonsgericht von Graubünden habe den Beschwerdeführer am 14. November 2018 wegen mehrfacher Schändung, mehrfacher sexueller Handlungen mit Kindern, versuchter Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, versuchten Diebstahls, Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung und mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten und einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt; dieses Urteil hat das Bundesgericht am 27. August 2019 bestätigt (Urteil 6B_230/2019). Das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Plessur war am 26. November 2016 ergangen. Gemäss Vorinstanz beging der Beschwerdeführer die versuchte schwere Körperverletzung, den mehrfachen Diebstahl, die Sachbeschädigung sowie den Hausfriedensbruch vor dem massgebenden Ersturteil vom 26. November 2016 (vgl. BGE 129 IV 113 E. 1.4). Die weitere Sachbeschädigung und die Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes verübte er danach. Die Vorinstanz erklärt zutreffend, deshalb sei eine teilweise Zusatzstrafe zu bilden. Die Vorinstanz korrigiert die Erstinstanz. Sie stellt klar, dass für die Sachbeschädigung vom 2. Februar 2017 eine eigenständige Strafe festzulegen ist. Zudem erblickt sie als schwerste Tat im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB richtigerweise die versuchte schwere Körperverletzung und nicht die Schändung (BGE 142 IV 265 E. 2.4.4). Was die versuchte schwere Körperverletzung betrifft, machte der Beschwerdeführer vor Vorinstanz geltend, es sei eine Asperation von 4 statt 6 Monaten angezeigt, weshalb eine Zusatzstrafe von 6 statt 8 Monaten auszusprechen sei. Der Beschwerdeführer verlangte, dass sein Alkoholkonsum am Tatabend erheblich strafmildernd berücksichtigt wird. Diesen Einwand verwirft die Vorinstanz überzeugend. Sie weist darauf hin, dass der Beschwerdeführer in der ersten Einvernahme vom 6. Januar 2017 ausgesagt habe, er sei etwas mehr als angetrunken gewesen, habe aber gewusst, was er mache. An der Konfrontationseinvernahme mit dem Opfer vom 10. April 2019, also zwei Jahre später, habe er angegeben, damals ziemlich betrunken gewesen zu sein und geschwankt zu haben. Konkrete Mengen habe der Beschwerdeführer erst an der Schlusseinvernahme vom 16. Juli 2019, also 3 ½ Jahre nach der Straftat, genannt. Die dortige Angabe, wonach er 2,5 bis 3 Liter Bier und 3 Shots vereinnahmt habe, sei daher mit Vorsicht zu geniessen. Von einer Verminderung der Steuerungs- oder Einsichtsfähigkeit durch den Alkohol könne angesichts der Erstaussage keine Rede sein, denn der Beschwerdeführer habe damals erklärt, er sei sich bewusst gewesen, was er tue. Die Voraussetzungen für eine Strafmilderung gemäss Art. 19 Abs. 2 StGB seien nicht erfüllt. Der Alkoholkonsum könne, wenn überhaupt, höchstens geringfügig strafmildernd berücksichtigt werden, jedoch fraglos nicht zu einem Drittel, wie es der Beschwerdeführer verlange. Im Ergebnis sei deshalb die von der Erstinstanz vorgenommene Asperation von 6 Monaten für die versuchte schwere Körperverletzung für sich allein betrachtet tat-, täter- und schuldangemessen. Zur Sachbeschädigung vom 2. Februar 2017 erwägt die Vorinstanz, dass in Abweichung zum erstinstanzlichen Urteil eine Kumulation statt eine Asperation angezeigt wäre, weshalb eigentlich eine höhere teilweise Zusatzstrafe resultierte. Aufgrund des Verschlechterungsverbots gemäss Art. 391 Abs. 2 Satz 1 StPO verzichtet die Vorinstanz aber auf eine Erhöhung der erstinstanzlichen Zusatzstrafe (BGE 142 IV 89 E. 2.1). Aus den genannten Gründen belässt die Vorinstanz die teilweise Zusatzstrafe bei 8 Monaten. Die von der Erstinstanz ausgesprochene Busse von Fr. 200.-- für die Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes bestätigt die Vorinstanz unter Verweis auf die erstinstanzlichen Erwägungen.