Citation: 5C.42/2000 06.04.2000 E. 3

3.- Der Kläger wirft dem Obergericht eine Verletzung von Art. 8 ZGB vor. Die Beklagte habe zwar behauptet, es hätte ein höherer Verkaufserlös erzielt werden können, ohne jedoch den entsprechenden Beweis zu erbringen oder auch nur einen einzigen Kaufinteressenten zu nennen, der zur Leistung eines höheren Kaufpreises bereit gewesen wäre. Der Vorwurf erweist sich als unbegründet: Das Obergericht ist aufgrund der in der staatsrechtlichen Beschwerde als nicht willkürlich erachteten Beweiswürdigung zum Schluss gelangt, es sei auf die Verkehrswertschatzung des Experten in der Höhe von Fr. 743'000.-- abzustellen. Damit aber liegt ein positives Beweisergebnis vor. Soweit der Kläger aber die Beweislastverteilung anficht, so wird diese Frage nach dem Beweisergebnis des Obergerichts gegenstandslos (BGE 114 II 289 E. 2a S. 291; 118 II 142 E. 3a S. 147); von einer Verletzung des Art. 8 ZGB kann demnach keine Rede sein.