Citation: 6B_1326/2023 E. 1.4

1.4. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung hält einer Willkürprüfung stand. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, erschöpft sich in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid. Er zeigt lediglich auf, wie die Beweise seines Erachtens zu würdigen gewesen wären. Dass die vorinstanzliche Würdigung offensichtlich falsch und insofern willkürlich wäre, vermag er damit jedoch nicht aufzuzeigen. Gemäss Rechtsprechung durfte die Vorinstanz die Haltereigenschaft des Beschwerdeführers am Fahrzeug als Indiz für seine Täterschaft werten. Sodann ist namentlich nicht zu beanstanden, dass sie anhand des persönlichen Eindrucks anlässlich der Berufungsverhandlung und des Vergleichs der vier Fotos des Beschwerdeführers in den Akten mit dem Radarbild zum Schluss kommt (Urteil S. 6 f. E. III.2.d/aa; kantonale Akten act. S1/10-12), es bestehe insgesamt eine grosse Ähnlichkeit zwischen der Person auf dem Radarfoto und dem Beschwerdeführer, was sie als starkes Indiz für dessen Täterschaft wertet. Nicht schlechterdings unhaltbar ist zudem, dass die Vorinstanz feststellt, der Untersuchungsbericht des FOR spreche für die Täterschaft des Beschwerdeführers. In diesem Zusammenhang hält sie fest, das FOR habe eine Vorabsichtung durchgeführt, die lediglich - aber immerhin - eine Tendenz bei der Befundbewertung zulasse. Zwar handle es sich gemäss diesem Bericht beim Radarfoto um ein Bild schlechter Qualität, es hätten aber keine Ausprägungsunterschiede ermittelt werden können, die eine Identität des Beschwerdeführers mit der auf dem Beweisbild dargestellten Person ausschliessen würden. Der Untersuchungsbericht komme zum Schluss, dass der morphologische Bildvergleich "eher für die Identität" des Beschwerdeführers spreche. Die Vorinstanz geht daher davon aus, dass dieser Bericht wahrscheinlich Ausprägungsunterschiede festgestellt hätte, wenn es sich bei der Person auf dem Radarfoto um jemand anderen als den Beschwerdeführer gehandelt hätte (Urteil S. 9 E. III.2.d/ff). Das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Vorinstanz verletze den Grundsatz "in dubio pro reo", weil sie von ihm verlange, dass er mit der Einreichung von Bildmaterial des angeblichen Lenkers seine Unschuld beweise (Beschwerde S. 5 f. Ziff. 14) ist unbegründet. Diese Rüge prüft das Bundesgericht mit freier Kognition (siehe BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.3 mit Hinweisen). Dem angefochtenen Entscheid lässt sich nicht entnehmen, dass die Vorinstanz von der falschen Überzeugung ausgeht, der Beschwerdeführer habe seine Unschuld zu beweisen, und dass sie ihn verurteilt, weil ihm dies nicht gelungen ist. Vielmehr spricht ihn die Vorinstanz der groben Verletzung der Verkehrsregeln schuldig, weil sie in Würdigung der Beweise keine Zweifel daran hat, dass er im fraglichen Zeitpunkt das betreffende Fahrzeug lenkte. In Anbetracht des klaren Beweisergebnisses ist der Entscheid der Vorinstanz, in vorweggenommener Beweiswürdigung auf weitere Beweiserhebungen zu verzichten, nicht zu beanstanden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör des Beschwerdeführers wird dadurch nicht verletzt.