Citation: 5A_266/2017 E. 8.2

8.2. Der Beschwerdeführer ersuchte unbestritten im November 2015 und damit nach Ablauf der Frist von Art. 12 Abs. 4 SchlT ZGB um Übertragung des alleinigen und eventuell Zuteilung des gemeinsamen Sorgerechts. Das Obergericht hat folglich zu Recht über das gesamte Gesuch nach Art. 298d ZGB befunden. Das Sorgerecht ist demnach neu zu regeln, wenn dies aufgrund wesentlicher Veränderungen der Verhältnisse zur Wahrung des Kindeswohls nötig ist. Unstrittig ist vorliegend eine Veränderung der Verhältnisse eingetreten. Sowohl das Obergericht - diesem kommt insoweit ein Ermessensspielraum zu, in den das Bundesgericht nur zurückhaltend eingreift - als auch der Beschwerdeführer verweisen diesbezüglich auf die Umstände, welche zur Unterbringung von C.B.________ im E.________ geführt haben bzw. auf die Unterbringung als solche (vgl. dazu Urteil 5A_30/2017 vom 30. Mai 2017 E. 4.2 mit Hinweisen; AFFOLTER-FRINGELI/VOGEL, Berner Kommentar, 2016, N. 5 zu Art. 298d ZGB). Strittig ist jedoch, ob die Neuregelung des Sorgerechts zur Wahrung des Kindeswohls nötig ist.