Citation: 2C_883/2014 E. 3.1

3.1. In der Sache ist die Interessenabwägung des Verwaltungsgerichts bei dieser Ausgangslage nicht zu beanstanden; sie entspricht Gesetz und bundesgerichtlicher Praxis (vgl. BGE 139 I 145 ff., 31 E. 2 und 3, 16 E. 2 - 5; 137 II 297 E. 2 und 3; 135 II 377 E. 4) : Die Beschwerdeführerin ist erst mit 15 Jahren in die Schweiz gekommen. Sie wurde hier schwer straffällig, wobei es sich um Gewalt- und Drogendelikte handelte. Die Beschwerdeführerin hat sich aus relativ nichtigem Grund mit einem Messer auf eine Freundin ihres Mannes gestürzt; im Übrigen hat sie, ohne selber abhängig zu sein, in einer Zeit, in der sie Sozialhilfeleistungen bezog, mit 1,4 Kilogramm Kokain gehandelt. Sie erzielte einen Verkaufserlös von Fr. 74'070.-- bis 86'270.-- und nahm hierfür in Kauf, die Gesundheit vieler Menschen zu gefährden. Der Umstand, dass sie seit 2007 Mutter war und sich ihre (erweiterte) Familie in der Schweiz (Mutter, Bruder und Tante) befindet, vermochten sie hiervon nicht abzuhalten, sodass wenig überzeugend erscheint, dass die entsprechenden Bindungen sie nach der Entlassung aus dem Strafvollzug stabilisieren könnten. Dass sie im Strafvollzug bisher zu keinen Klagen Anlass gegeben hat, durfte von ihr erwartet werden; im Übrigen lassen sich praxisgemäss aus einem Wohlverhalten in Unfreiheit noch keine zwingenden Schlüsse darauf ziehen, ob und in welchem Umfang eine Rückfallgefahr besteht.