Citation: 6A.35/2003 16.10.2003 E. 4

Die vom Beschwerdeführer aufgeworfene Frage, ob der Zeitraum des provisorischen Führerausweisentzugs beim Fristenlauf zu berücksichtigen ist, kann vorliegend offen gelassen werden. Bei seinem Entscheid über die Dauer der mit dem Sicherungsentzug zu verbindenden Probezeit lässt sich der Richter von einer Prognose über die mutmassliche Entwicklung des Betroffenen leiten. Es steht ihm dabei ein erhebliches Ermessen zu. Kraft gesetzlicher Fiktion ist - ausser beim Sicherungsentzug aus medizinischen Gründen - jedoch davon auszugehen, dass mindestens ein Jahr erforderlich ist, um die fehlende Fahreignung wieder herzustellen (Art. 17 Abs. 1bis SVG). Die Vorinstanz weicht zwar von der Empfehlung der Sachverständigen ab, indem sie von einer Probezeit von faktisch sechzehn Monaten ausgeht; sie tut dies jedoch mit einlässlicher Begründung. Angesichts des erheblich getrübten automobilistischen Leumunds des Beschwerdeführers liegt der vorinstanzliche Entscheid über den Lauf und damit auch über die Dauer der Probezeit - unwesentlich mehr als das gesetzliche Minimum - jedenfalls im Rahmen des der kantonalen Behörde zustehenden Ermessens. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.