Citation: 1P.354/2005 19.08.2005 E. 2

Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Inspektionskommission habe den Sachverhalt willkürlich festgestellt und die Garantie des unparteiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Richters verletzt, wie sie sich aus Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK ergibt. 2.1 Nach der in Art. 30 Abs. 1 BV und in Art. 6 Ziff. 1 EMRK enthaltenen Garantie des verfassungsmässigen Richters hat der Einzelne Anspruch darauf, dass seine Sache von einem unparteiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Richter ohne Einwirken sachfremder Umstände entschieden wird. Liegen bei objektiver Betrachtungsweise Gegebenheiten vor, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen vermögen, so ist die Garantie verletzt (BGE 126 I 68 E. 3a mit Hinweisen). 2.2 Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, die Inspektionskommission habe das einschlägige kantonale Verfahrensrecht willkürlich angewandt. Zu prüfen ist daher im Folgenden nur, ob sie Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK verletzte.