Citation: 9C_37/2023 E. 2.3.5

2.3.5. Ausgangspunkt zur Ermittlung des steuerbaren Gewinns bilden auch im Fall der Partnerwerke die allgemeinen Bestimmungen, wie sie insbesondere aus Art. 58 Abs. 1 lit. b Lemma 5 DBG hervorgehen (Urteil 2C_495/2017 / 2C_512/2017 vom 27. Mai 2019 E. 7.2.2 und 8.1), der seinerseits auf das Handelsrecht verweist (DANON, CR-LIFD, a.a.O., N. 287 zu Art. 58; OESTERHELT / MÜHLEMANN / BERTSCHINGER, Komm. DBG, a.a.O., N. 247 zu Art. 58). Das Handelsrecht stellt in Fragen der Buchführung und Rechnungslegung das "Leitrecht" dar und beruht seinerseits auf der Betriebswirtschaftslehre (so etwa BGE 149 II 290 E. 3.3.4.1 [zum Mehrwertsteuerrecht]; LOCHER / GIGER / PEDROLI, a.a.O., N. 11 zu Art. 58). Zur Beantwortung der Frage, ob eine verdeckte Gewinnausschüttung vorliege, ist nach dem hypothetischen Preis zu fragen, den ein unabhängiger Dritter für die gelieferte Elektrizität aufgewendet hätte. Liegt der tatsächlich bezahlte Preis unter dem in Anwendung von Art. 58 Abs. 3 DBG ermittelten Wert, ist die Bemessungsgrundlage auf Ebene des Partnerwerks entsprechend anzuheben ("Primärberichtigung", "ajustement initial", "primary adjustment"). Mittelbar ergibt sich daraus die Minderung der Bemessungsgrundlage auf Ebene der Partner ("Gegenberichtigung", "ajustement corrélatif" bzw. "corresponding adjustment"; näher dazu: DANON, CR-LIFD, a.a.O., N. 288 zu Art. 58; LOCHER / GIGER / PEDROLI, a.a.O., N. 206 ff. zu Art. 58; OESTERHELT / MÜHLEMANN / BERTSCHINGER, Komm. DBG, a.a.O., N. 261 ff. zu Art. 58).