Citation: 1B_442/2022 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Beschluss erwogen, die Kollusionsgefahr gegenüber E.________ bestehe bis zur Hauptverhandlung vor dem erstinstanzlichen Sachgericht. Nach der Staatsanwaltschaft könne eine Anklageerhebung frühestens in sechs Monaten erfolgen. So stehe insbesondere eine psychiatrische Begutachtung der Beschwerdeführerin noch aus, wofür eine Frist bis zum 16. Januar 2023 gesetzt worden sei. Unter anderem sei auch der Schlussrapport der Polizei noch ausstehend, mit welchem etwa im Herbst 2022 zu rechnen sei. Anschliessend werde eine Schlusseinvernahme mit der Beschwerdeführerin durchgeführt und die Anklageschrift ausgearbeitet. Aus diesen Gründen sei bereits im jetzigen Zeitpunkt ersichtlich, dass die Kollusionsgefahr auch nach sechs Monaten noch gegeben sein werde und eine Anklageerhebung zu einem früheren Zeitpunkt nicht möglich sei. Dass die weiteren Ermittlungshandlungen entlastende Tatsachen zu Tage führen könnten, änderten nichts an diesen zeitlichen Überlegungen. Der Beschwerdeführerin stehe es weiterhin frei, jederzeit ein Haftentlassungsgesuch zu stellen. Die sechsmonatige Verlängerung der Untersuchungshaft sei damit zulässig.