Citation: H 17/04 15.11.2004 E. 4

4.1 Nach der Rechtsprechung erstreckt sich die Verbindlichkeit der Steuermeldung auch auf den Zeitpunkt (Kalenderjahr), in welchem die versicherte Person ein Einkommen aus einer nebenberuflichen selbstständigen Erwerbstätigkeit erzielt hat (ZAK 1989 S. 306). Auf Grund der Steuermeldung vom 30. November 2001 / 24. Mai 2002 war die Ausgleichskasse gehalten, auf dem vom Beschwerdeführer erzielten Gewinn aus der Übertragung der Liegenschaft an die einfache Gesellschaft "S.________" Beiträge aus selbstständiger Erwerbstätigkeit zu erheben. Beitragsobjekt bildete der Kapitalgewinn, welchen der Beschwerdeführer mit der Abtretung der Liegenschaft an die einfache Gesellschaft "S.________" im Jahr 1996 erzielt hat. Der Kapitalgewinn aus der Veräusserung oder Verwertung von Geschäftsvermögen wird auch von der direkten Bundessteuer erfasst (Art. 18 Abs. 2 DBG). Sowohl im Rahmen der AHV als auch der direkten Bundessteuer gilt das Einkommen in dem Zeitpunkt als erzielt, in welchem der Rechtsanspruch auf die Leistung erworben wird (ZAK 1989 S. 308 Erw. 3c mit Hinweisen). Ein Verstoss gegen den Grundsatz der Identität von Steuer- und Beitragsobjekt liegt nicht vor, da keine sachlichen Umstände zu würdigen waren, die steuerrechtlich belanglos, sozialversicherungsrechtlich aber bedeutsam waren. Unerheblich ist, dass das Kantonale Steueramt Zürich die Einbringung der Liegenschaft in das Geschäftsvermögen auf den 31. August 1989 festgesetzt hat. Laut Steuerakten wurde auf diesen Zeitpunkt abgestellt, weil im Teilungsvertrag vom 10. Juli 1989, welcher die Übernahme durch den Beschwerdeführer per 31. August 1989 regelte, eine baldige Neuüberbauung der Grundstücke durch den Erwerber vorgesehen war. Die Überbauung verzögerte sich in der Folge jedoch. Soweit Vorarbeiten erfolgten, geschah dies über die Firma M.________ AG. Nach den Angaben der Steuerbehörde hat der Beschwerdeführer mit der Liegenschaft bis 1996 keinen Gewinn erzielt, weil die Schuldzinsen die Netto-Einkünfte überstiegen. Selbst wenn davon ausgegangen würde, er habe die nebenberufliche selbstständige Erwerbstätigkeit bereits vor dem 1. Januar 1996 aufgenommen, bestand daher kein Anlass zu einer Steuermeldung und einer Beitragserhebung. Die Ausgleichskasse hat den Beschwerdeführer demnach zu Recht ab 1. Januar 1996 der Beitragspflicht aus nebenberuflicher selbstständiger Erwerbstätigkeit unterstellt. 4.2 Wie bereits die Vorinstanz festgestellt hat, kann dem Beschwerdeführer auch insoweit nicht gefolgt werden, als er geltend macht, bei der Festsetzung der Beiträge seien die mit der Liegenschaft in den Vorjahren erlittenen Verluste zu berücksichtigen. Zwar lässt das Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG) die Verrechnung von in den drei vorangegangenen Bemessungsperioden erlittenen Verlusten zu, soweit diese bei der Berechnung des steuerbaren Einkommens der Vorjahre nicht berücksichtigt werden konnten (Art. 31 DBG). Demgegenüber können nach der Rechtsprechung zu Art. 9 Abs. 2 lit. c AHVG die in einem Geschäftsjahr entstandenen Verluste mangels einer Art. 31 DBG entsprechenden Norm nur mit dem Einkommen aus einem andern Jahr verrechnet werden, welches in dieselbe Berechnungsperiode fällt, wogegen ein Verlustvortrag auf künftige Perioden für die Ermittlung des beitragspflichtigen durchschnittlichen Jahreseinkommens ausgeschlossen ist (ZAK 1988 S. 452 Erw. 6 mit Hinweisen; Urteile R. vom 4. Dezember 2003 [H 255/03], K. vom 2. September 2003 [H 187/03], B. vom 23. Dezember 1997 [H 345/95] und S. vom 27. Januar 1997 [H 222/96]). Dies gilt auch dann, wenn es um eine nebenberufliche, gelegentlich ausgeübte selbstständige Erwerbstätigkeit geht, für welche die Beiträge auf dem im jeweiligen Kalenderjahr erzielten Einkommen festzusetzen sind (Art. 22 Abs. 3 AHVV in der bis 31. Dezember 2000 gültig gewesenen Fassung). Weil in diesen Fällen die Beitragsperiode und die zugehörige Berechnungsperiode identisch sind, entfällt eine Verrechnungsmöglichkeit (ZAK 1988 S. 453).