Citation: 2C_504/2022 E. 1.2.5

1.2.5. Der Beschwerdeführer hielt sich zum Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids erst rund sechseinhalb Jahre in der Schweiz auf, womit er die Voraussetzung einer Anwesenheit von 10 Jahren nicht erfüllt. Eine überdurchschnittliche und besonders ausgeprägte Integration ist nicht ersichtlich und wird nicht dargetan. Dass der Beschwerdeführer mittlerweile über eine Sprachkompetenz in Deutsch auf dem Niveau A1 (schriftlich) bzw. A2 (mündlich) verfügt, reicht hierzu nicht aus. Daran ändert nichts, das der Beschwerdeführer in Syrien lediglich ein Jahr lang die Schule besucht hat und nach seiner Einreise in die Schweiz zunächst mehrere Alphabetisierungskurse absolvieren musste. Dass der Beschwerdeführer weder in betreibungs- noch in strafrechtlicher Hinsicht in Erscheinung getreten ist, darf allgemein erwartet werden und begründet keine überdurchschnittliche Integration. Auch mit den Vorbringen, einer Teilzeitarbeit nachzugehen, den Alltag problemlos zu meistern sowie Freundschaften zu pflegen und Kontakte zu knüpfen, tut der Beschwerdeführer keine besonders ausgeprägte Integration dar. Der Beschwerdeführer macht damit nicht in vertretbarer Weise geltend, der Schutz des Privatlebens gemäss Art. 8 EMRK verschaffe ihm einen Anspruch auf die beantragte Bewilligung.