Citation: 5A_292/2024 E. 4.5

4.5. Weiter wirft der Beschwerdeführer dem Obergericht hinsichtlich der Berechnung der mutmasslichen Prozesskosten eine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) vor. Er argumentiert, es sei angesichts der komplexen Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Hilflosenentschädigung nicht nachvollziehbar, weshalb für den zweiten Schriftenwechsel lediglich ein Zuschlag von 10 % angezeigt sei. Die Hauptverhandlung werde nicht mit einem blossen Zuschlag von 10 % abzugelten sein, zumal eine solche ausser Haus stattfinde und die Auslagen demnach auch nicht in Pauschalen zu bemessen seien, sondern effektiv abgerechnet werden könnten. Das vom Obergericht berechnete Honorar würde nicht kostendeckend sein. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege sei lange vor der Einigungsverhandlung gestellt worden und die Parteien seien nicht dafür zu bestrafen, dass sie bereits eine Teileinigung abgeschlossen hätten. Es sei gerichtsüblich, sowohl den zweiten Schriftenwechsel als auch die Hauptverhandlung mit einem Zuschlag von 30 % zu entschädigen. Der Umstand, dass nur noch der Unterhalt strittig sei, ändere daran nichts. Das Obergericht hat bei der Berechnung der mutmasslichen Prozesskosten eine allfällige zusätzliche Rechtsschrift oder Verhandlung im Scheidungsverfahren berücksichtigt. Allein mit den vor Bundesgericht erhobenen Beanstandungen vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen, inwiefern das Obergericht den Zuschlag willkürlich festgesetzt haben soll. Mit den Ausführungen des Obergerichts, wonach der Zuschlag zu reduzieren sei, zumal nur noch die Kinderunterhaltsbeiträge strittig seien, setzt sich der Beschwerdeführer nicht hinreichend auseinander. Stattdessen beschränkt er sich darauf, den Erwägungen des Obergerichts seine eigene Sicht gegenüberzustellen, ohne darzutun, inwiefern die Schätzung der Parteikosten durch das Obergericht geradezu willkürlich sein soll.