Citation: 6B_673/2014 E. 3.2.2

3.2.2. In Bezug auf den Antrag auf Einvernahme verschiedener Personen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis der Beschwerdeführerin führt die Vorinstanz aus, der Persönlichkeit der Beschwerdeführerin komme im Rahmen der Beweiswürdigung keine überragende Bedeutung zu. Diese stelle lediglich einen Aspekt neben vielen anderen, teilweise wesentlich gewichtigeren Elementen dar. Im Übrigen zeichne das psychiatrische Gutachten keineswegs nur ein einseitig negatives Bild der Beschwerdeführerin. Diese Einschätzung des Gutachters werde durch den Führungsbericht der Anstalten Hindelbank vom 17. April 2012, der ebenfalls ein Nebeneinander von Hilfsbereitschaft und Dominanz schildere, vollumfänglich bestätigt. Angesichts der zahlreichen Eigen- und Fremdbeschreibungen in den Akten sowie der ausserordentlich langen Explorationsgespräche und der diversen psychologischen Testungen bestehe für das Einholen von weiteren Fremdauskünften kein Bedarf. Die vom Gutachter vorgenommene Persönlichkeitsanalyse der Beschwerdeführerin sei umfassend und nachvollziehbar. Von weiteren Zeugen, die dem Gericht nach Jahren ihre Eindrücke von Begegnungen mit der Beschwerdeführerin ausserhalb des eigentlichen Tatkomplexes schilderten, sei kein Erkenntnisgewinn zu erwarten (angefochtenes Urteil S. 35 f., 40, 113 ff., 187 f.; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 106 ff.).