Citation: 5D_213/2015 E. 7.2

7.2. Im konkreten Fall ist der von der Beschwerdeführerin geleistete Aufwand unbestritten. Unbestritten ist auch, dass sich die von der Beschwerdeführerin geforderte Entschädigung innerhalb des im kantonalen Recht vorgesehenen Kostenrahmens von Fr. 975.-- bis Fr. 22'500.-- bewegt. Umstritten ist mithin bloss, ob die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen, das Honorar der Beschwerdegegnerin innerhalb dieses Kostenrahmens pauschal und ohne Bezugnahme auf den konkret geleisteten Aufwand festzusetzen, in willkürlicher Weise ausgeübt hat. Die Vorinstanz hat dargelegt, dass sie von keinem besonders schwierigen und aufwendigen Fall ausgegangen ist, nachdem sich die Parteien hinsichtlich des Güterrechts für auseinandergesetzt betrachtet hatten. Diese Einschätzung des Aufwands mag im Hinblick auf die internationale Dimension des Falls und die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Interdependenz zwischen dem Streit um die Mahr im Ausland und dem schweizerischen Unterhaltsrecht als fraglich erscheinen; willkürlich ist sie aber nicht. Daran ändert auch die geltend gemachte Betroffenenheit des Mandanten nichts. Der unentgeltliche Rechtsvertreter hat keine therapeutische Funktion, sondern die Aufgabe, seinen Mandanten im Prozess wirkungsvoll zu vertreten. Um erfolgreich zu sein, müsste die Beschwerdeführerin deshalb dartun, dass die ihr zugesprochene Entschädigung nicht genügt hat, um das Mandat wirkungsvoll wahrzunehmen. Das gelingt ihr offensichtlich nicht. Damit kann offen bleiben, wie die weiteren Gründe der Vorinstanz zu würdigen sind, mit denen sie ihren Kostenentscheid zu rechtfertigen suchte. Hingewiesen sei in diesem Zusammenhang immerhin darauf, dass die unentgeltliche Rechtspflege in familienrechtlichen Belangen grundsätzlich keinen restriktiveren Voraussetzungen untersteht als in anderen Verfahren. Vor diesem Hintergrund geht es nicht an, eine "Herabsetzung" der Kostennote mit den angespannten wirtschaftlichen Verhältnissen des Klienten und der bescheideneren Kostennote der Gegenanwältin zu begründen. Dem besonderen Charakter der unentgeltlichen Rechtspflege trägt das Luzerner Recht bereits durch einen besonderen Tarif Rechnung.