Citation: 2C_520/2017 E. 4.2.1

4.2.1. Die privaten Interessen des Beschwerdeführers, sich nach einer über 16-jährigen Anwesenheit weiter in der Schweiz aufhalten zu können, sind zweifelsohne ebenfalls von Gewicht; sie vermögen indessen das öffentliche Interesse an seiner Ausreise nicht zu überwiegen: Der Beschwerdeführer ist mit Sprache und Kultur in seinem Heimatland vertraut. Das hier Gelernte im Comestibelbereich sowie seine Kenntnisse der deutschen Sprache können ihm auch dort nützlich sein. In seiner Heimat leben noch seine Grosseltern; im Übrigen besitzen seine Eltern im Kosovo auch ein Haus und hat der Beschwerdeführer sich ferienhalber bereits in seiner Heimat aufgehalten, sodass nicht gesagt werden kann, dass ihn nur noch eine inhaltsleere Staatsbürgerschaft mit dem Kosovo verbinden würde. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, dass er sein Alkoholproblem angegangen sei, dieses nunmehr im Griff habe und er sich psychotherapeutisch betreuen lasse, ist dies zwar positiv zu werten, dabei ist aber nicht zu verkennen, dass das Bezirksgericht Zürich ihm in seinem Urteil ausdrücklich eine entsprechende Weisung erteilt hat; seine diesbezüglichen Vorbringen sind deshalb insofern zu relativieren. Hinzu kommt, dass er sich noch bis anfangs Februar 2019 in der strafrechtlichen Probezeit befindet. Seine Straftaten liegen noch nicht soweit zurück, dass die Taten wegen einer zwischenzeitlichen Straflosigkeit wesentlich zu relativieren wären. Die Raubtat beging der Beschwerdeführer am 10. Januar 2015 und somit erst vor etwas mehr als zweieinhalb Jahren; noch am 11. März 2016 erging gegen ihn ein weiterer Strafbefehl im Hinblick auf eine massive Überschreitung der Geschwindigkeit in einer verkehrsberuhigten Zone (Zone 30 Km/h).