Citation: 5A_515/2023 E. 3.3

3.3. Die Rügen laufen ins Leere. Dies gilt zunächst für den Vorwurf der willkürlichen Sachverhaltsfeststellung. Denn wann der Aktenschluss im Arresteinspracheverfahren eintritt bzw. ob sich das Obergericht diesbezüglich über die Beurteilung der ersten Instanz hinwegsetzen durfte, ist keine Frage der Sachverhaltsfeststellung, sondern eine solche der Rechtsanwendung. Dasselbe gilt für die Frage, ob die Vorbringen in der Stellungnahme vom 7. Februar 2022 verspätet oder novenrechtlich zulässig waren. Zum (Prozess-) Sachverhalt zählen im gegebenen Kontext etwa der Ablauf des Arresteinspracheverfahrens sowie der Inhalt der Verfügungen des Einzelgerichts Audienz und der Eingaben der Parteien (vgl. BGE 140 III 16 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Dass sich das Obergericht diesbezüglich vertan hätte, macht die Beschwerdeführerin indessen nicht geltend. Sie begnügt sich damit, die Vorgänge aus dem erstinstanzlichen Verfahren zu rekapitulieren. An der Sache vorbei zielt auch die Gehörsrüge. Gewiss verlangt der verfassungsmässige, auch in Art. 6 EMRK garantierte Anspruch auf rechtliches Gehör, dass das Gericht die Vorbringen der vom Entscheid in ihrer Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt (BGE 146 II 335 E. 5.1; 137 II 266 E. 3.2; 134 I 83 E. 4.1). Dass der Inhalt ihrer Stellungnahme vom 7. Februar 2022 im angefochtenen Entscheid zur Kenntnis genommen und beurteilt wird, stellt die Beschwerdeführerin zu Recht nicht in Abrede. Damit hat es - allein unter dem Blickwinkel des rechtlichen Gehörs - aber auch sein Bewenden. Entgegen dem, was die Beschwerdeführerin unterstellt, ist der (formelle) Gehörsanspruch gerade nicht dazu da, das (materielle) Prozessrecht auszuhebeln: Welches (prozessrechtliche) Schicksal das Obergericht den fraglichen Vorbringen zuteil werden lässt, ist keine Frage des rechtlichen Gehörs, sondern eine solche der Anwendung der einschlägigen Bestimmungen der Zivilprozessordnung. Dass das Obergericht das Zivilprozessrecht in verfassungswidriger, insbesondere willkürlicher Weise anwende, macht die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit ihrer Stellungnahme vom 7. Februar 2022 jedoch nicht geltend. Weitere Erörterungen erübrigen sich.