Citation: 6A.49/2004 30.08.2004 E. 3

Weiter macht der Beschwerdeführer im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde geltend, die Vorinstanz habe zur Begründung des angefochtenen Entscheids den Strafbescheid des Untersuchungsrichteramtes Altstätten vom 26. Mai 2004 beigezogen, welcher ihm zur Wahrung des rechtlichen Gehörs vorgängig zu unterbreiten gewesen wäre (vgl. Beschwerde S. 14/15 lit. C). Es trifft zu, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer am 9. Juli 2004, also an dem Tag, an dem sie den angefochtenen Entscheid gefällt hat, in einem separaten Brief "orientierungshalber" mitteilte, dass sie "zur Entscheidfindung" den fraglichen Strafbescheid beigezogen habe, wobei sie davon absehe, ihm eine Kopie zuzustellen, da er bereits im Besitz dieses Strafbescheids sei (KA act. 33). Es kann offen bleiben, ob eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegt. Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn der Betroffene die Möglichkeit hat, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 129 V 95 E. 4.2). Im vorliegenden Fall geht es um eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil vor allem auf den Bericht des IRM vom 22. Dezember 2003 abzustellen ist (s. unten E. 4 - 8). Die Vorinstanz stützte sich im Übrigen insoweit auf den Strafbescheid, als der Beschwerdeführer vor dem Untersuchungsrichter zugegeben habe, sich in Hanfläden in St. Gallen jeweils für Fr. 50.-- Cannabis zum Eigenkonsum gekauft und konsumiert zu haben, und so habe er denn auch am Sonntag vor dem Unfall einige Joints geraucht (angefochtener Entscheid S. 6). Das Bundesgericht ist im vorliegenden Verfahren zwar an den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt gebunden (s. oben E. 1), aber der Beschwerdeführer bestreitet ihn in diesem Punkt nicht. Er macht im vorliegenden Zusammenhang nur geltend, die Vorinstanz verkenne bei ihren Ausführungen den Unterschied zwischen "gewohnheitsmässigem" und regelmässigem" Konsum (Beschwerde S. 11). Dabei handelt es sich um eine Rechtsfrage, die das Bundesgericht im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde frei prüfen kann. Im Übrigen stützt sich die Vorinstanz auf den Strafbescheid, indem sich daraus ergebe, dass der Beschwerdeführer zumindest bis zum 26. Mai 2004 Drogen konsumiert habe (angefochtener Entscheid S. 7 oben). Der Beschwerdeführer macht geltend, diese Interpretation des Strafbescheids sei falsch (Beschwerde S. 12). Davon kann nicht die Rede sein, denn gemäss dem Strafbescheid hat der Beschwerdeführer zugegeben, sich Cannabis zum Eigenkonsum "zu kaufen und dieses zu konsumieren" (KA act. 32 S. 4). Auch eine freie Prüfung des Sachverhalts ergibt, dass der angefochtene Entscheid in diesem Punkt richtig ist. Unter diesen Umständen kann die Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten. Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang geltend macht, der Strafbescheid habe dem StVA nicht vorgelegen (Beschwerde S. 14 unten), ist darauf nicht einzutreten. Ob die Vorinstanz für ihren Entscheid neue Beweismittel beiziehen durfte, ergibt sich aus dem kantonalen Verfahrensrecht, und der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass und inwieweit die Vorinstanz mit ihrem Vorgehen gegen das kantonale Recht verstossen haben könnte.