Citation: 1C_292/2022 E. A

Gestützt auf eine Anzeige vom 11. Mai 2020, wonach auf dem Grundstück Kat.-Nr. xxx in Wädenswil nicht bewilligte Bauten stünden und eine Hundezucht betrieben werde, nahm die Stadt Wädenswil entsprechende Abklärungen vor. Dessen Eigentümer, A.________, wurde Einsicht in einen anonymisierten Auszug der Anzeige gewährt. Am 4. Juni 2020 teilte die Baukommission von Wädenswil A.________ mit, dass sie ein Verwaltungsverfahren eingeleitet habe zur Klärung der Frage, ob ein nachträgliches Verfahren eingeleitet werden müsse. Mit Beschluss vom 13. Juli 2020 weigerte sich die Baukommission von Wädenswil, A.________ Einsicht in die originale, nicht anonymisierte Anzeige vom 11. Mai 2020 zu gewähren. Diesen Beschluss focht A.________ beim Bezirksrat Horgen an, welcher auf den Rekurs am 4. September 2020 nicht eintrat und die Sache zuständigkeitshalber dem Baurekursgericht des Kantons Zürich überwies. Am 15. Dezember 2020 trat das Baurekursgericht auf den Rekurs nicht ein und wies die Sache an den Bezirksrat zurück. Am 15. Juli 2021 teilte der Bezirksrat A.________ mit, sein Entscheid vom 4. September 2020 sei unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Innert 30 Tagen nach der Zustellung des Entscheids des Baurekursgerichts sei bei ihm die Rekursschrift nicht erneut eingereicht worden, weshalb er in der Sache nicht weiter tätig werde. Mit Eingabe vom 14. September 2021 erhob A.________ Rechtsverweigerungsbeschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich mit dem Antrag, die Sache an die zuständige Vorinstanz zur materiellen Beurteilung zurückzuweisen oder den Beschluss der Baukommission vom 13. Juli 2020 aufzuheben und ihm uneingeschränkte Akteneinsicht in die Anzeige vom 11. Mai 2020 zu gewähren. Mit Urteil vom 3. März 2022 hat das Verwaltungsgericht die Beschwerde abgewiesen. Zur Begründung hat es ausgeführt, ein Akteneinsichtsgesuch innerhalb eines hängigen Verwaltungsverfahrens richte sich nach dem einschlägigen Verfahrensrecht, nicht nach dem Gesetz über die Information und den Datenschutz vom 12. Februar 2007 (IDG). Über das Akteneinsichtsbegehren sei daher im inzwischen vor Verwaltungsgericht hängigen Verfahren VB.2021.00608 zu befinden. Die Nichteintretensentscheide des Bezirksrats und des Baurekursgerichts seien daher im Ergebnis nicht zu beanstanden, es liege keine formelle Rechtsverweigerung vor.