Citation: P 16/05 26.04.2006 E. 4

4.1 Das von der Firma E.________ GmbH in der Bilanz per 31. Dezember 2002 ausgewiesene, voll liberierte Stammkapital von Fr. 35'000.-, wie auch das als langfristiges Fremdkapital aufgeführte Darlehen in der Höhe von Fr. 163'948.45, stammen, abgesehen von der von Dritter Seite eingebrachten Stammeinlage von Fr. 1000.-, unstreitig vom Beschwerdeführer. Aus der augenscheinlich sehr angespannten finanziellen Situation der Firma schloss die Vorinstanz auf eine nur noch beschränkt vorhandene Einbringlichkeit des Darlehens und der Stammeinlagen. Dabei stellte sie die bilanzmässig ausgewiesenen Vermögenswerte (Aktiven) den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenüber und errechnete einen (Differenz-)Betrag von Fr. 29'190.45, der im Falle einer auf der Bilanz basierenden Liquidation noch zur Verteilung an den Beschwerdeführer als einzigen weiteren Kapitalgeber (Darlehen und Stammkapital) zur Verfügung stände. In diesem Umfang erachtete die Vorinstanz das vom Beschwerdeführer in der Firma investierte Geld als per 1. Januar 2003 einbringlich. Für den uneinbringlichen Teil prüfte das kantonale Gericht in einem weiteren Schritt, inwieweit ein Vermögensverzicht vorliege. Dabei hielt es unter Hinweis auf das unveröffentlichte Urteil S. vom 30. November 1998, P 17/95, treffend fest, eine Verzichtshandlung sei für die fraglichen Darlehen nur anzunehmen, soweit diese ohne Rechtspflicht, ohne jede Sicherheit und ohne konkrete Gegenleistung gewährt worden seien und dabei dessen Hingabe von Anfang an einem Vabanquespiel gleichzusetzen war, d.h. damit ein ausgesprochen hohes Risiko des vollen Wertverlustes eingegangen wurde. Von diesem Grundsatz ausgehend verneinte die Vorinstanz alsdann für den in der Rangrücktrittsvereinbarung vom 7. März 2001 erwähnten Betrag von Fr. 75'000.- einen Vermögensverzicht sinngemäss mit dem Vermerk, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer der Firma diese Summe zu einem Zeitpunkt zur Verfügung gestellt habe, als noch berechtigte Hoffnungen auf eine Rückzahlung bestanden hätten. Für den verbliebenen Teil in der Höhe von Fr. 94'270.20, für welchen am 18. Februar 2003 ebenfalls ein Rangrücktritt erklärt wurde, erachtete das kantonale Gericht dagegen den freiwilligen Vermögensverzicht für ausgewiesen. Dabei führte es zur Begründung an, dieses, dem in den Jahren 2001 und 2002 erwirtschafteten Verlust entsprechende Kapital, sei offensichtlich erst nach Abschluss der ersten Rangrücktrittsvereinbarung vom 7. März 2001, kurz vor der vom Beschwerdeführer behaupteten Niederlegung der Firmenaktivitäten per 31. Dezember 2002, zur Verfügung gestellt worden und habe zur Deckung des Gesamtverlusts der Jahre 2001 und 2002 gedient, ohne dass der Gesellschafter dazu verpflichtet gewesen wäre und noch ernsthafte Aussichten auf eine spätere Rückzahlung bestanden hätten. 4.2 Dieser differenziert erfolgten Einschätzung ist mit folgender Präzisierung beizupflichten: Die finanzielle Situation der Firma war tatsächlich schon sehr bald nach deren Gründung im November 1999 prekär. Bereits im Jahr 2000 konnte sie sich nur noch allein dank der vom Beschwerdeführer gewährten Darlehen in der Höhe von Fr. 75'000.- über Wasser halten, was mehr als dem doppelten Betrag der Stammeinlage entspricht. Ohne Aussicht auf eine nachhaltige Verbesserung des Geschäftsgangs musste es dergestalt dem als Geschäftsführer und faktischem Alleineigentümer der Firma jederzeit über die Finanzen informierten Beschwerdeführer bereits Ende 2000 klar gewesen sein, dass jede weitere Darlehensgewährung an die hoch defizitäre GmbH einem Vabanquespiel gleich kam, zumal sich bereits für dieses Jahr trotz der Investitionen eine Unterdeckung im Sinne von Art. 735 OR abzeichnete, was schliesslich zur Rangrücktrittsvereinbarung vom 7. März 2001 in der Höhe der erwähnten Fr. 75'000.- geführt hat. Dennoch entschloss er sich in den beiden Folgejahren dazu, weitere Darlehen zu gewähren. Ob er dabei nun tatsächlich den Gesamtbetrag von Fr. 94'270.20 erst nach dem 7. März 2001 der Firma zur Verfügung gestellt hat oder Teile davon bereits kurz davor, am 8. Februar 2001, wie letztinstanzlich nunmehr unter Hinweis auf einen ins Recht gelegten Einzahlungsbeleg desselben Datums behauptet wird, ist nicht entscheidend. Die Rangrücktrittsvereinbarung vom 7. März 2001 bringt - wie bereits erwähnt - lediglich das zum Ausdruck, was für den Beschwerdeführer gegen Ende des Geschäftsjahres 2000 ohnehin schon bekannt sein musste. 4.3 Die weiteren in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwände vermögen ebenso wenig zu einer anderen Betrachtungsweise zu führen. Soweit die vorinstanzlich durchgeführte Berechnung des theoretischen Restwertes des in der Firma investierten Vermögens bemängelt wird, sind die dabei vorgebrachten Argumente nicht nachvollziehbar. Auch trifft es nicht zu, dass generell kein Vermögensverzicht anzunehmen ist, wenn jemand sein Vermögen "verprasst". Aus dem letztinstanzlich angerufenen BGE 115 V 335 kann dies jedenfalls nicht in dieser Form herausgelesen werden.