Citation: 5A_412/2014 E. 2

Das Obergericht hat die Anfechtungsklage mit der Begründung abgelehnt, der Beschwerdeführer habe das Kind nicht in einem Irrtum über seine Vaterschaft anerkannt, weshalb ihm die Anfechtungsklage gemäss Art. 260a Abs. 2 ZGB nicht zustehe. Das Obergericht ist von den Feststellungen ausgegangen, dass der Beschwerdeführer die Kindsmutter durch eine Vermittlerin namens A.________ kennengelernt hat. Am 3. Februar 2007 sei sie in die Schweiz eingereist und habe kurz darauf beim Beschwerdeführer gewohnt und mehrmals mit ihm sexuelle Kontakte gepflegt. Knapp vier Monate später sei sie wieder ausgereist. Dabei habe sie den Beschwerdeführer über ihre Schwangerschaft informiert, wobei er ihr zuerst keinen Glauben geschenkt habe. A.________ habe ihn darauf hingewiesen, dass sie sich nicht sicher sei, ob das Kind von ihm stamme, weil die Kindsmutter "so viele Männer habe"; diesem Hinweis habe er allerdings keinen Glauben geschenkt, weil er gedacht habe, A.________ wolle ihre Ehe zerstören. Das Obergericht hat weiter darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer sich dahingehend geäussert habe, das Kind solle auf seinen Namen eingetragen werden, soweit er der Vater sei. Sodann habe er einen DNA-Test verlangt, als das Kind sechs Monate alt gewesen sei; die Mutter habe dessen Durchführung aber verweigert. Gestützt auf diese Feststellungen hat das Obergericht erwogen, auch wenn der Beschwerdeführer abgestritten habe, von der Kindsmutter darauf hingewiesen worden zu sein, dass sie eine Drittbeziehung unterhalte, und er im Übrigen geltend mache, den Aussagen von A.________ keinen Glauben geschenkt zu haben, so hätte er jedenfalls Anlass gehabt, an seiner Vaterschaft zu zweifeln. Dass er dies denn auch effektiv getan habe, zeige sich darin, dass das Kind gemäss seiner Aussage seinen Namen tragen sollte, soweit er der Vater sei, dass er einen DNA-Test verlangt habe und dass er den Sohn erst 2½ Jahre nach der Geburt anerkannt habe. Wer aber zweifle, könne den Beweis des Irrtums nicht erbringen. Ebenso wenig könne er den Beweis erbringen, dass er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht der Vater sei, weil die gesetzliche Empfängniszeit für den am 18. Februar 2008 geborenen Sohn vom 24. April 2007 bis 22. August 2007 gedauert habe und die Kindsmutter am 29. Mai 2007 ausgereist sei, also im Übrigen nach der biologischen Empfängniszeit von 40 Wochen, welche am 14. Mai 2007 begonnen habe. Auch seine Behauptung, es gebe keine Ähnlichkeit zwischen ihm und dem inzwischen sechsjährigen Kind, sei hierfür nicht tauglich.