Citation: 9C_455/2024 E. 4.4.1

4.4.1. Angesichts der Unterbilanz, welche die J.________ AG in ihrer Jahresrechnung 2010 auswies, ist es zwar plausibel, dass die beiden faktischen Geschäftsführer der Beschwerdeführerin am Ende des Geschäftsjahres 2011 eine gewisse Ahnung des schlechten Geschäftsgangs bei der J.________ AG haben mussten und sie möglicherweise gerade aus diesem Grund am 29. Dezember 2011 das Darlehen kündigten. Blosse Zweifel an der Werthaltigkeit einer Forderung genügen jedoch nach der Rechtsprechung nicht, um den steuerlichen Abzug einer Abschreibung darauf zu verweigern. Erforderlich wären vielmehr konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr in guten Treuen annehmen durfte, dass ihre Forderung befriedigt werde.