Citation: 5A_765/2022 E. 5.4

5.4. Zusammengefasst vertritt die Beschwerdeführerin den Standpunkt, aus der Regelung des Ehe- und des Erbvertrags gehe die Absicht der Erbvertragsparteien hervor, sich gegenseitig maximal zu begünstigen. Allenfalls hätten sie versucht, der Beschwerdeführerin als Miterbin weniger Vermögen zuwenden zu müssen, indem möglichst viel Vermögen zufolge Eherechts übertragen würde. Eine Enterbung der Beschwerdeführerin oder ein Wille, diese vom Erbe auszuschliessen bzw. über das gesamte Nachlassvermögen zugunsten anderer Erben zu verfügen, ergebe sich hingegen nicht. Die vorinstanzliche Auslegung verletze daher Art. 18 OR und sei überdies willkürlich (Art. 9 BV). Mit ihrer Kritik dringt die Beschwerdeführerin nicht durch: