Citation: 5A_518/2022 E. 1.5

1.5. Echte Noven sind im bundesgerichtlichen Verfahren grundsätzlich ausgeschlossen (BGE 139 III 120 E. 3.1.2) und unechte sind nur insoweit zulässig, als erst der angefochtene Entscheid dazu Anlass gegeben hat (Art. 99 Abs. 1 BGG), was näher zu begründen ist (BGE 133 III 393 E. 3). Insbesondere die (unterschiedlich) geschilderten Reaktionen der Beteiligten auf das erstinstanzliche Urteil können als echte Noven nicht in den vorliegenden Entscheid einfliessen. Ferner ist zu beachten, dass die Replik der Stellungnahme zu den Vorbringen in der Vernehmlassung des Vaters dient und nicht für eine Beschwerdeergänzung nach Ablauf der Beschwerdefrist zweckentfremdet werden darf; soweit Vorbringen bereits in der Beschwerde hätten gemacht werden können, sind sie in der Replik unzulässig (BGE 131 I 291 E. 3.5; 132 I 42 E. 3.3.4; Urteile 2C_91/2013 vom 23. Juli 2013 E. 1.4, nicht publ. in: BGE 139 II 489; 4A_564/2021 vom 2. Mai 2022 E. 3.4; 9C_73/2022 vom 9. Mai 2022 E. 1.2; 4A_11/2022 vom 27. Juni 2022 E. 1.4). Dies betrifft vorliegend weite Teile der Replik, in welchen die Mutter neue Gründe vorträgt, wieso sie nicht in Serbien leben kann und will, und in welchen sie (ohnehin appellatorische, mithin nicht in prozessual zulässiger Form vorgetragene) weitere Kritik an der kantonalen Sachverhaltsfeststellung übt.