Citation: I 248/04 27.07.2004 E. 2.1

2.1.1 Die ursprüngliche Rentenverfügung beruhte in medizinischer Hinsicht auf einem Gutachten von Dr. med. J.________ vom 13. Februar 1998 und auf einem Arztzeugnis von Dr. med. B.________ vom 5. September 1998. Es wurden die Diagnosen einer HLA B-27 positiven Spondarthropathie mit einer radiologischen Sklerosierung des Sacroiliacalgelenkes rechts, ohne Nachweis einer Beteiligung des übrigen Achsenskelettes und ohne periphere Gelenkbeteiligung bei der Differentialdiagnose eines Morbus Bechterew oder einer anderen nichtspezifischen Spondarthrophatie oder einer Weichteilgeneralisierung mit Ausbildung eines Fibromyalgiesyndromes gestellt. Im Weiteren bestand ein Status nach Operation am rechten Knie 1985 wegen Chondropathie mit angeblicher Patellaverlagerung und rezidivierenden Gelenksergüssen unter mechanischer Belastung. Dr. med. J.________ führte aus, dass im Rahmen des Fibromyalgiesyndromes wahrscheinlich eine wesentliche psychologische Komponente mit einer zunehmenden Selbstwertproblematik bei anhaltender Arbeitsunfähigkeit und Leistungseinbusse mit möglicher sekundärer depressiver Entwicklung vorliege. Zur Arbeitsfähigkeit nahm er nicht Stellung. Dr. med. B.________ attestierte im bisherigen Beruf eine mögliche Arbeitsfähigkeit von 4 bis 5 Stunden im Tag. Dabei sollte das Bedienen von Tastaturen eine untergeordnete Bedeutung haben. Ideal sei eine Tätigkeit im Bereich Verkauf/Beratung. Eine solche wurde dem Beschwerdeführer von der bisherigen Arbeitgeberin, der Firma X.________ AG, denn auch in einem 50 %-Pensum angeboten, wobei er - bei Lohngarantie - noch die Hälfte des bisherigen Einkommens verdiente. Eine psychiatrische Exploration fand damals nicht statt. 2.1.2 Dr. med. M.________ stellte am 4. März 2003 die Diagnosen einer Gonarthrose, insbesondere femoro-patellär rechts und eines unspezifischen weichteilrheumatischen Syndroms bei Verdacht auf seronegative Spondylarthropathien. Seinen Ausführungen lässt sich entnehmen, dass er an den früher gestellten Diagnosen zweifelt. So sieht er die Arbeitsfähigkeit in einer kaufmännischen Tätigkeit aus rheumatologischer Sicht denn auch nicht eingeschränkt. Eine psychische Fehlentwicklung sei zu vermuten. Diese wurde denn auch im Gutachten des EPD vom 7. Juli 2003 bestätigt, wo eine mittelgradig depressive Episode (ICD 10, F32.10) bei einer konfliktvermeidenden, aggressionsgehemmten Grundpersönlichkeit diagnostiziert wurde. 2.1.3 Ob sich in Bezug auf den Gesundheitszustand die Verhältnisse seit 1999 verändert haben, ist kaum abschliessend festzustellen, da damals eine psychische Fehlentwicklung zwar vermutet und verschiedentlich angedeutet, hingegen nie gutachterlich abgeklärt worden ist. In Bezug auf die somatischen Befunde, gibt es keinen Anhaltspunkt für eine tatsächliche Veränderung - weder eine Verbesserung noch eine Verschlechterung. Die Differenzen in den ärztlichen Stellungnahmen scheinen von einer anderen Beurteilung des gleichen Sachverhaltes herzurühren, was keinen Revisionstatbestand darstellt. Weitere Sachverhaltsabklärungen sind nicht erforderlich, wie sich aus dem Folgenden ergibt.