Citation: 9C_765/2023 E. 3.3

3.3. Rechtsprechungsgemäss weicht das Gericht nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten in einem Gerichtsgutachten ab (BGE 143 V 269 E. 6.2.3.2; 135 V 465 E. 4.4; Urteil 8C_377/2023 vom 11. März 2024 E. 3.3). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) lässt es ausserdem nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets und nur deshalb in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc; Urteil 8C_549/2023 vom 25. Juni 2024 E. 3).