Citation: C 434/99 08.02.2001 E. 5

5.- Unbehelflich ist schliesslich auch der Hinweis der Beschwerdeführer auf das Übereinkommen Nr. 173. Das Abkommen ist von der Schweiz ratifiziert worden und am 16. Juni 1996 für unser Land in Kraft getreten. Es enthält nämlich keine Bestimmungen, aus denen sich ein Anspruch auf Insolvenzentschädigung für die Zeit nach der Konkurseröffnung des Arbeitgebers ableiten liesse. Der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zitierte Art. 12 lit. a des Übereinkommens Nr. 173 sieht den Schutz der Forderungen der Arbeitnehmer hinsichtlich der Löhne und Gehälter für einen vorgeschriebenen Zeitraum vor Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses, der acht Wochen nicht unterschreiten darf, vor. Die erstgenannte (alternative) Schutzvorschrift steht zweifellos im Einklang mit der unveränderten Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts, wonach die Insolvenzentschädigung lediglich vor der Konkurseröffnung entstandene Lohnforderungen deckt. Unter diesen Umständen kann offen bleiben, ob und gegebenenfalls inwieweit die Konventionsbestimmung auf die Arbeitslosenversicherung überhaupt anwendbar ist.