Citation: 6B_613/2007 11.12.2007 E. 1

1.1 Die Vorinstanz spricht den Beschwerdeführer wegen Unzurechnungsfähigkeit (Art. 10 aStGB) frei. Ausgangspunkt für die Annahme der Unzurechnungsfähigkeit bildet seine wahnhafte Vorstellung, er und sein Sohn seien unter Schlafmitteleinfluss sexuell missbraucht worden. Die Vorinstanzen legen mit sehr ausführlicher Begründung dar, dass diese Behauptung nicht der Realität entspricht und eindeutig paranoiden Charakters ist. Die Gutachterin stellte im psychiatrischen Gutachten vom 30. November 2004 beim Beschwerdeführer einen ausgeprägten systematisierten Wahn fest und diagnostizierte eine wahnhafte Störung (ICD-10 F 22.0) ohne Krankheitseinsicht im Tatzeitraum und aktuell, wobei die sich seit etwa fünf bis sechs Jahren manifestierende und einen chronischen Verlauf zeigende Störung durch einen im Vordergrund stehenden Wahn charakterisiert sei, der auf dem Boden einer allgemeinen Veränderung des Erlebens stehe, als Fehlbeurteilung der Realität imponiere, die mit erfahrungsunabhängiger Gewissheit auftrete und an der mit subjektiver Gewissheit festgehalten werde, auch wenn sie im Widerspruch zur Wirklichkeit und zur Erfahrung der gesunden Mitmenschen sowie zu ihrem kollektiven Meinen und Glauben stehe. Die Gutachterin entkräftete den Missbrauchsvorwurf eindeutig. Nach dem Gutachten lag zur Tatzeit eine ausgeprägte wahnhafte Symptomatik vor, welche dazu führte, dass das Handeln des Beschwerdeführers nicht mehr von allgemein verbindlichen Rechtsgedanken geleitet werden konnte. Es ist von einer Aufhebung der Einsichtsfähigkeit und damit der Zurechnungsfähigkeit insgesamt auszugehen, wobei die Alkoholisierung zur Tatzeit nur eine untergeordnete, allenfalls akzentuierende Rolle spielte. Die Gutachterin empfahl eine Massnahme, wobei wegen der Schwere und Chronizität des Störungsbildes und der aus dem Störungsbild resultierenden Gefährdung Dritter eine stationäre Behandlung gemäss Art. 43 aStGB mit medikamentösen psychotherapeutischen und psychoedukativen Elementen, zunächst unter gesicherten Bedingungen, auch gegen den Willen des Beschwerdeführers erforderlich sei (angefochtenes Urteil S. 27 ff. mit Hinweisen auf das Urteil des Kreisgerichts und das Gutachten, act. 307 - 328). Im Zusatzgutachten vom 29. Juni 2005 (act. 365 ff.) nahm die Gutachterin zu Fragen der Verteidigung Stellung. Ferner bestätigte sie in einem Nachtrag vom 21. Juli 2005 (act. 389) ihre im Gutachten geäusserte Auffassung. In einer weiteren schriftlichen Stellungnahme vom 6. März 2006 (act. 674 - 677) bekräftigte sie ihre bereits schriftlich dargelegte Auffassung in Kenntnis des Hauptverhandlungsprotokolls und damit auch der Aussagen des Beschwerdeführers sowie von Dr. P.________ (angefochtenes Urteil S. 31). Das Kreisgericht wie die Vorinstanz (auch in ihrem Beschluss vom 22. September 2006) haben mit sehr ausführlichen Begründungen den Antrag des Beschwerdeführers auf Einholung eines neuen Gutachtens abgelehnt (angefochtenes Urteil S. 32 - 39). 1.2 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe seinen psychischen Zustand ungenügend abgeklärt und willkürlich festgestellt. Sie habe es in Verletzung von Bundesrecht unterlassen, mehrere wesentliche und notwendige Beweismassnahmen durchzuführen. Für den Verfahrensausgang seien eine erneute psychiatrische Begutachtung und weitere Beweisaufnahmen offensichtlich entscheidend.