Citation: 8C_720/2021 E. 5.5

5.5. Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, der Kardiologe Dr. med. D.________ halte eine Arbeitstätigkeit in Übereinstimmung mit dem Kardiologen und Internisten KD Dr. med. I.________, Leitender Arzt im Spital J.________, wegen der oft auftretenden Müdigkeit als nicht umsetzbar. Allerdings wurde diese Einschätzung nach Auffassung des kantonalen Gerichts nicht näher begründet. Zu ergänzen ist, dass Dr. med. D.________ im Schreiben vom 31. Januar 2019 zugleich angab, eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin aus rein kardiologischer Sicht zumutbar. Das Gutachten des Zentrums B.________ berücksichtigte dies. Hinsichtlich des Arztberichts von Dr. med. I.________ vom 21. Oktober 2019 ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz dem Gutachten des Zentrums B.________ rechtsprechungsgemäss höheren Beweiswert beimessen durfte, auch wenn er denselben medizinischen Sachverhalt anders bewertete. Erfahrungsgemäss sagen behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aus (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc; SVR 2016 IV Nr. 58 S. 190, 8C_910/2015 E. 3.2.2.4). Dies gilt sowohl für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt, die beide in einem besonderen Vertrauensverhältnis zu den Patienten stehen (vgl. SVR 2008 IV Nr. 2 S. 3, I 697/05 E. 4.2; Urteil 8C_301/2021 vom 23. Juni 2021 E. 5.2.2).