Citation: 6B_182/2021 E. 2.4

2.4. Soweit der Beschwerdeführer eine Notwehrsituation auf der Grundlage eines von der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung abweichenden Sachverhalts geltend macht, ohne Willkür darzutun, ist darauf nicht einzutreten. Das gilt insbesondere für die Behauptungen, er sei quasi von allen vier Männern gleichzeitig angegriffen worden, er habe mit einem Messerangriff rechnen müssen, es sei eine Bierflasche als Waffe gegen ihn eingesetzt worden, er sei als einziger nach der ersten tätlichen Auseinandersetzung "angeschlagen" resp. verletzt gewesen und er habe aus Sorge um seine Tochter gehandelt. Im Übrigen begründet die Vorinstanz überzeugend, dass keine Notwehrsituation vorlag, als der Beschwerdeführer den Baseballschläger behändigte und damit auf den Beschwerdegegner 2 losging. Sie verletzt mit ihren Ausführungen kein Bundesrecht. Im Zeitpunkt, als der Beschwerdeführer den Baseballschläger behändigte, befand er sich einige Meter von der Gruppe des Beschwerdegegners 2 entfernt, unmittelbar bei seinem in der Mitte der Strasse abgestellten Auto. Selbst wenn der Beschwerdegegner 2 zu diesem Zeitpunkt dem Beschwerdeführer noch irgendetwas zugerufen hätte, was sich nicht erstellen liess, ging von ihm keine unmittelbare Gefahr für die körperliche Integrität des Beschwerdeführers aus, deren (drohende) Verletzung den Einsatz des Baseballschlägers als Schlagwaffe zu rechtfertigen vermocht hätte. Zwar trifft zu, dass der Beschwerdeführer vorgängig zur Rückkehr zu seinem Auto in eine tätliche Auseinandersetzung mit dem Beschwerdegegner 2 und dessen Gruppe verwickelt war, in deren Verlauf er verletzt wurde. Der Beschwerdeführer lässt hingegen die willkürfreie Feststellung der Vorinstanz ausser Acht, wonach er die verbale Konfrontation mit dem Beschwerdegegner 2 gesucht und die Auseinandersetzung begonnen hatte. Zudem stellt die Vorinstanz verbindlich fest (Art. 105 Abs. 1 BGG), dass sich der Beschwerdegegner 2 beim Weggehen des Beschwerdeführers von diesem wegdrehte und er mit seinen Kollegen davon ausging, der Beschwerdeführer würde in sein Auto steigen und wegfahren. Nicht zu beanstanden ist daher, wenn die Vorinstanz aufgrund der Aussagen der Beteiligten und Zeugen sowohl eine verbale wie auch eine physische Aggression des Beschwerdegegners 2 gegenüber dem Beschwerdeführer zu dem Zeitpunkt für ausgeschlossen hält. Dass ein Angriff der vier Männer, davon einer mit einem Messer bewaffnet, gegen seine Person kurz bevorgestanden habe, findet in den vorinstanzlichen Feststellungen keine Stütze. Im Gegenteil ergibt sich aus dem Beweisergebnis, dass die Gruppe um den Beschwerdegegner 2 die Konfrontation für beendet betrachtete. Eine unmittelbare Bedrohung oder Gefahr für den Beschwerdeführer war zum Zeitpunkt der Behändigung des Baseballschlägers somit nicht gegeben. Angesichts der Vorgeschichte und der falschen Information des Beschwerdeführers über die Belästigung seiner Tochter durch den Beschwerdegegner 2 am Bahnhof U.________ erscheint dagegen plausibel und ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz davon ausgeht, das Vorgehen des Beschwerdeführers (wild mit dem Baseballschläger um sich schlagend) offenbare seine Wut auf die Gruppe des Beschwerdegegners 2 und zeige auf, dass er in Bezug auf Letzteren auch von Hass und/oder Rachegefühlen getrieben worden sei (angefochtener Entscheid E. IV.3.2 S. 48 f.). Ohne Verletzung von Bundesrecht kann aufgrund der Tatumstände darauf geschlossen werden, dass der Beschwerdeführer in erster Linie aus Wut über das Vorgefallene mit seiner Tochter und daher ohne Abwehrwillen handelte.