Citation: 9C_281/2015 E. 2

Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe sein Revisionsgesuch aufgrund einer deutlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes gestellt. Die Vorinstanz habe zwar die neu aufgetretenen Hüftprobleme berücksichtigt. Sie habe es aber als zumutbar erachtet, dass er den Beruf wechsle, um weiterhin voll erwerbstätig zu sein. Er rügt, das Gericht habe sich nicht dazu geäussert, inwiefern es einem 64-Jährigen noch zugemutet werden könne, die Restarbeitsfähigkeit in einem Angestelltenverhältnis zu verwerten. Der Beschwerdeführer arbeitet, wenn a uch die Firma mit rund 25 Personen (Aktiengesellschaft) ihm gehört, seit jeher im Angestelltenverhältnis. In seiner Geschäftsführertätigkeit mit Einsatz auf den Baustellen ist er zwar nicht mehr voll arbeitsfähig. Indes hat die Vorinstanz für das Bundesgericht verbindlich festgestellt (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 BGG), dass er als Büroangestellter zu 100 % arbeitsfähig ist. Der Versicherte legt nicht rechtsgenüglich dar, inwieweit die von ihm genannten Arztberichte geeignet sind, zu einem anderen Ergebnis zu führen; rein appellatorische Kritik reicht nicht. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass sich die Einschätzung von Dr. med. C.________ (RAD-Arzt) vom 24. August 2012 auf eine persönliche Untersuchung abstützt, während seine Berichte vom 17. Oktober 2009 und 15. Juni 2010 hauptsächlich den (damals) momentanen Verlauf der Krankengeschichte, wie er von anderen Ärzten festgehalten wurde, wiedergeben. Ausserdem ist es mit Blick auf die prinzipielle Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag nicht Sache der behandelnden Ärzte und Spitäler, in umstrittenen Fällen verbindlich zur Arbeitsunfähigkeit Stellung zu nehmen (Urteil 9C_319/2014 vom 8. September 2014 E. 3.2). Dr. med. D.________ ist Allgemeinpraktiker und seine Einschätzung daher für die hier zu beurteilenden orthopädisch/rheumatologischen Beschwerden von vornherein nicht massgebend. Im Übrigen wird vom Beschwerdeführer nicht gefordert, dass er seinen Betrieb aufgibt. Vielmehr steht seine Schadenminderungspflicht innerhalb der Firma (als Büroangestellter) zur Diskussion (vgl. IV-Abklärungsbericht vom 2. Februar 2012). Dabei gilt es zu beachten, dass der Beschwerdeführer bei Revisionseinleitung 58-jährig war und nicht nur auf den Baustellen mitarbeitete, welche Tätigkeit nicht mehr möglich ist, sondern auch im "Administrativbereich" tätig war (Mitwirkung Geschäftsleitung, Unterstützung Kalkulation und Offerten, Lehrlingsbetreuung, Mitarbeitergespräche, Festsetzung Löhne). Es ist daher sowohl objektiv als auch subjektiv zumutbar, dass er seine Restarbeitsfähigkeit behinderungsbedingt in der Firma ausschöpft. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer nicht vorbringt, eine solche Verwertung sei aus betriebsorganisatorischen Gründen nicht möglich (vgl. allgemein Urteil 9C_364/2014 und 9C_357/2014 vom 7. April 2015 E. 2.3.1). Es verletzt daher nicht Bundesrecht, wenn das Invalideneinkommen gestützt auf Tabellenlöhne ermittelt wurde, zumal der Beschwerdeführer auch diesbezüglich nicht behauptet, die in seinem Betrieb im Bürobereich ausbezahlten Löhne würden markant darunter liegen.