Citation: 6B_487/2018 E. 1.3.4

1.3.4. Nicht willkürlich erscheint schliesslich, dass die Vorinstanz gestützt auf die Aussagen des Privatklägers die Schlägerei in zwei Phasen unterteilt. Dieser Schluss ist aufgrund der Divergenz zwischen den bei der ersten Polizeikontrolle und den später im Spital festgestellten Verletzungen des Privatklägers einleuchtend. Die Vorinstanz geht zu Recht davon aus, dass die Polizei die augenfällige blutende Wunde am Kopf des Privatklägers und die Anzeichen des Kieferbruchs (Probleme beim Öffnen des Mundes) festgestellt hätte, wenn diese bei der ersten Kontrolle vorhanden gewesen wären. Hierbei stimmen auch die Aussagen des Privatklägers mit seinem Verletzungsbild überein und er schildert plastisch, wann welche Verletzungen entstanden sind: Im zweiten Teil der Auseinandersetzung habe er beim Schlag mit der Leitbake die Wunde hinter dem Ohr erlitten. Sein Kiefer sei gebrochen, als er "voller Hahnen" einen Schlag ins Gesicht bekommen habe, während er am Boden gelegen sei und ihn beide Brüder mit den Füssen traktiert und getreten hätten. Ausserdem spricht der Beschwerdeführer selbst davon, dass er und sein Bruder dem Privatkläger im Anschluss an die Polizeikontrolle auf dem kurzen Nachhauseweg zu Fuss folgten und mit ihm sprechen wollten, während der Privatkläger vor ihnen flüchten wollte. Diese Aussage stützt die Version des Privatklägers, dass die Auseinandersetzung im Zeitpunkt der Polizeikontrolle noch nicht beendet war und der Beschwerdeführer sowie sein Bruder auf dem Nachhauseweg eine zweite tätliche Auseinandersetzung suchten. Für die Version des Privatklägers spricht schliesslich, dass die Polizei während der Überführung des Privatklägers ins Spital eine Leitbake in der Wiese feststellte.