Citation: 9C_348/2024 E. 7.2.3

7.2.3. Ebenfalls nichts zu ihren Gunsten vermag die Beschwerdeführerin schliesslich aus ihrem (Plausibilitäts-) Vergleich der Berechnung der Anschlussgebühr anhand des Gebäudeversicherungswerts anstelle des hier massgebenden Gebäudevolumens abzuleiten. Zum einen handelt es sich beim Gebäudevolumen unbestrittenermassen um ein im vorliegenden Zusammenhang zulässiges Bemessungskriterium (vgl. E. 6.2.1 und 7.1 hiervor), das von den Kantonen bzw. den Gemeinden infolge des ihnen diesbezüglich zustehenden erheblichen Spielraums (so Urteil 2C_101/2007 vom 22. August 2007 E. 4.3) ohne weiteres herangezogen werden kann. Überdies empfiehlt das Amt für Abfall, Wasser Energie und Luft (AWEL) des Kantons Zürich den zürcherischen Gemeinden ausdrücklich, worauf das kantonale Gericht zutreffend hinweist, die Abwasseranschlussgebühren nicht nach dem Gebäudeversicherungswert zu bemessen, weil dieser nur einen schwachen Zusammenhang zur anfallenden Abwassermenge aufweise (vgl. Wegleitung der Vorlage zur Siedlungsentwässerungsverordnung vom 20. Januar 2022, S. 7, abrufbar unter www.zh.ch/content/dam/ zh-web/bilder-dokumente/themen/umwelt-tiere/wasser-gewaesser/ge-waesserschutz/abwasserentsorgung/wegleitung_sevo_vorlage_jan22. pdf, besucht am 22. Januar 2025). Ferner wird in der Literatur betont, dass sich das Kriterium des Gebäudeversicherungswerts nicht besser resp. nicht weniger schlecht als jenes des Gebäudevolumens eigne, um dem Äquivalenzprinzip gerecht zu werden (so beispielsweise Thomas Kürsteiner, Erschliessungsabgaberecht - Eine Analyse am Beispiel des Kantons Basel-Landschaft, 2020, N. 711 und 715; Adrian Hungerbühler, Grundsätze des Kausalabgaberechts, ZBl 104/2003 S. 505 ff., 524).