Citation: 8C_2/2018 E. 5.1

5.1. Die rentenzusprechende Verfügung vom 2. Oktober 2001 stützte sich in medizinischer Hinsicht unbestrittenermassen in erster Linie auf das orthopädische Gutachten der Klinik und Poliklinik für Orthopädische Chirurgie am Spital B.________ vom 31. Mai 2000. Das kantonale Gericht hat sinngemäss erwogen, die rentenzusprechende Verfügung sei zweifellos unrichtig gewesen, weil in diesem Gutachten die attestierte Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit nicht schlüssig begründet sei. Insbesondere sei nicht nachvollziehbar, weshalb der Versicherte zunächst jahrelang einer Erwerbstätigkeit nachgehen konnte, diese aber, ohne dass eine objektivierbare Verschlechterung der gesundheitlichen Situation nachgewiesen worden sei, ihm unvermittelt nur noch eingeschränkt zumutbar gewesen sei. Ob die Verfügung tatsächlich bereits aus diesem Grund zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG war, erscheint zweifelhaft, braucht indessen nicht abschliessend geprüft zu werden: Feststeht, dass dem Versicherten aufgrund der attestierten Einschränkung in der angestammten Tätigkeit bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Rente zugesprochen wurde, obwohl im erwähnten Gutachten ebenfalls festgehalten wurde, administrative Arbeit oder Tätigkeit am PC seien dem Versicherten zumutbar. Damit erfolgte die Rentenzusprache ohne Berücksichtigung der bestehenden Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit; demnach lag der Verfügung vom 2. Oktober 2001 ein rechtlich falscher Invaliditätsbegriff zu Grunde, womit sie bereits aus diesem Grund als zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zu qualifizieren ist (vgl. auch Urteil 8C_587/2015 vom 6. Januar 2016 E. 4.1). Jedenfalls im Ergebnis hat die Vorinstanz nicht gegen Bundesrecht verstossen, als sie in Bezug auf die Verfügung vom 2. Oktober 2001 einen Wiedererwägungsgrund bejaht hat.