Citation: 5A_441/2008 29.12.2008 E. 9

Die Beklagte stellt ein Begehren um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung gemäss Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG. Dieses kann bewilligt werden, da ihre Mittellosigkeit gegeben scheint und ihre Rechtsbegehren - zumindest teilweise - nicht von vornherein aussichtslos waren (vgl. BGE 124 I 304 E. 2c S. 306 f. mit Hinweisen). Zwar wurde das obergerichtliche Urteil bezüglich Höhe und Dauer des nachehelichen Unterhaltsbeitrags bestätigt und demzufolge ihre Beschwerde vollumfänglich abgewiesen. Jedoch war die Kritik betreffend fehlende Berücksichtigung der angemessenen Altersvorsorge begründet. Hätte das Obergericht nicht auch die Eigenversorgungskapazität der Beklagten zu tief bemessen, weshalb sich im Ergebnis die fehlerhaften Beträge gegenseitig ausgleichen konnten, wäre ihr Eventualantrag gutzuheissen und das obergerichtliche Urteil teilweise aufzuheben gewesen. Die Beklagte wird deshalb einstweilen von der Bezahlung der Gerichtskosten befreit. Dem unentgeltlichen Rechtsvertreter, als welcher für das bundesgerichtliche Verfahren Rechtsanwalt Gerold Meier eingesetzt wird, ist aus der Bundesgerichtskasse eine angemessene Entschädigung auszurichten (Art. 64 Abs. 2 BGG).