Citation: C 11/06 26.04.2006 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin auf Grund ihres Verhaltens ihrer Arbeitgeberin in einstellungsrechtlich relevanter Weise Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat. 2.1 Die Versicherte war als Service-Mitarbeiterin im Café der Firma B.________ tätig. Am 13. August 2004 erstellte die Arbeitgeberin ein Protokoll über eine Besprechung zwischen der Versicherten einerseits und verschiedenen leitenden Angestellten andererseits. Demnach wurde erstere wegen verschiedenen Verstössen gemahnt, und für den Fall weiterer Verfehlungen wurde die Auflösung des Arbeitsvertrages angedroht. Gemäss dem erwähnten Schreiben habe S.________ ihren Arbeitsplatz am 5. August zu früh verlassen, trotz Verbot am Arbeitsplatz geraucht, während der Arbeitszeit privat telefoniert und 3 dl-Getränke ohne Bezahlung konsumiert. Im weiteren sei eine unerklärliche Kassadifferenz festgestellt worden. Hinsichtlich des ebenfalls vorgeworfenen Spirituosen-Konsums habe die Beschwerdegegnerin ihre Unschuld beteuert. Diese schriftliche Mahnung wird nicht bestritten. Nach Darstellung der Versicherten in ihrer Einsprache sei es erst fünf Monate nach dieser Verwarnung, anfangs Januar 2005, wieder zu Unstimmigkeiten im Betrieb gekommen. Ihre Vorgesetzte habe ihr zunehmend das Gefühl gegeben, überflüssig und unerwünscht zu sein, obwohl sie von den Gästen und Arbeitskolleginnen sehr geschätzt worden sei, was diese ihr auch öfters gesagt hätten. Warum ihr schliesslich Ende Januar gekündigt worden sei, sei ihr nie mitgeteilt worden. Nach der Verwarnung im August habe sie alle Geschäftsrichtlinien befolgt. Der kantonalen Arbeitslosenkasse gegenüber begründete die Arbeitgeberin die Auflösung des Arbeitsverhältnisses in einem Schreiben vom 18. April 2005 zusammenfassend mit ungeklärt gebliebenem "Verschwinden" von Geld und Naturalien und einem dadurch gestörten Vertrauensverhältnis. Die Versicherte liess sich dazu nicht vernehmen. 2.2 Das kantonale Gericht hat in korrekter und überzeugender Würdigung der Sachlage entschieden. Es hat richtig festgehalten, dass die Beschwerdegegnerin ausdrücklich bestreitet, auch nach der Verwarnung vom 13. August 2004 ihren Arbeitsplatz vorzeitig verlassen, während der Arbeit geraucht oder telefoniert und Getränke ohne Bezahlung konsumiert zu haben. Alle anderen Vorwürfe hat sie schon im Rahmen der Verwarnung bestritten. Bereits in der ersten Information über die Auflösung des Arbeitsverhältnisses in der Bescheinigung über Zwischenverdienst vom 11. Februar 2005 wie auch im Schreiben vom 18. April 2005 wird als Kündigungsgrund eine mangelnde Vertrauensbasis genannt. Dieser Mangel basiert auf Verdächtigungen über Unzuverlässigkeiten der Beschwerdegegnerin, wobei - zumindest nach dem 13. August 2004 - ein unrechtsmässiges Verhalten nie nachgewiesen und immer bestritten wurde.