Citation: 1C_645/2018 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdegegner sind dagegen mit der VOL und der Gemeinde der Auffassung, die aktuelle Waldgrenze stimme mit der rechtlichen Situation überein: Mit der Umzonung der Waldfläche in die Bauzone sei die entsprechende Fläche zweckentfremdet worden (Art. 4 WaG) und dadurch innert der Frist der Rodungsbewilligung gerodet worden. Damit habe die Fläche in der Bauzone ihre Eigenschaft als Wald verloren, auch wenn die Bestockung noch nicht entfernt worden sei. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach für Waldfeststellungen grundsätzlich der Zeitpunkt des erstinstanzlichen Entscheids massgeblich sei, finde keine Anwendung, wenn es - wie hier - gerade um die Anpassung der Waldgrenze an veränderte Verhältnisse gehe.