Citation: 5A_3/2024 E. 2

Die Beschwerdeführerin wirft dem Obergericht unter Hinweis auf einzelne Erwägungen vor, den Sachverhalt insofern offensichtlich unrichtig festgestellt zu haben, als der angefochtene Entscheid den Konflikt zwischen den Eltern symmetrisch darstelle, und zwar als ob Beschwerdegegner und Beschwerdeführerin sich zu etwa gleichen Teilen kindeswohlschädlich verhalten würden. Dabei unterlässt sie es, konkret aufzuzeigen, inwiefern die Behebung des behaupteten Mangels (etwa des Inhalts, dass sich der Vater kindeswohlschädlicher verhalte als die Mutter oder dass sich nur der Vater kindeswohlschädlich verhalte) für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein könnte. Sie führt zwar aus, der entsprechende Zusammenhang werde im Einzelnen bei der Behandlung der Rechtsbegehren erläutert. In den diesbezüglichen Ausführungen stellt die Beschwerdeführerin indes an keiner Stelle einen irgendwie gearteten Zusammenhang mit der angeblich unrichtigen Zuordnung der Verantwortung für die tatsächlich konfliktbeladen erscheinende Lage her. Es genügt nicht, bloss wiederholt zu behaupten, es bestehe ein "direkter Zusammenhang" zwischen der "generell willkürlichen Sachverhaltsdarstellung" und dem jeweiligen Rechtsbegehren. Wie sich im Übrigen aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, hängt die Beurteilung der Rechtsbegehren nicht von der Frage ab, welcher Elternteil sich in welchem Umfang kindeswohlschädlich verhält. Soweit sich die Beschwerdeführerin ferner über die obergerichtliche Feststellung beklagt, die KESB Biel/Bienne habe in ihrem Entscheid vom 29. Juni 2020 beiden Eltern umfangreiche Verhaltensanweisungen erteilt, ist auch diesbezüglich nicht einsichtig, inwiefern die Behebung des behaupteten Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein könnte.