Citation: 2C_566/2019 E. 5.2.1

5.2.1. Zwar wurde das Gesuch um Bewilligung des Verfahrens nach Art. 37g Abs. 2 BankG nach der Einstellung der Geschäftstätigkeit der Beschwerdegegnerin durch die gerichtlich eingesetzten Liquidatoren der Beschwerdegegnerin (statt wie in BGE 145 II 168 durch die ausländische Bankenaufsichtsbehörde) gestellt. Auch hat die FINMA vorliegend (formell) die Beschwerdegegnerin (bzw. deren Liquidatoren) und nicht wie bei BGE 145 II 168 eine ausländische Behörde gestützt auf Art. 37g Abs. 2 BankG dazu ermächtigt, Vermögensansprüche gegenüber einer Schweizer Bank (vorliegend der Beschwerdeführerin) geltend zu machen. Gleichwohl ist beim hier zu beurteilenden Fall von einer internationalen Hilfeleistung zugunsten einer ausländischen Behörde auszugehen: Die Erteilung der Bewilligung zur Durchführung des abgekürzten Verfahrens kam der ausländischen Bankenkonkursmasse zugute, welche von den vom ausländischen Staat eingesetzten Liquidatoren vertreten ist. Mit der auf Begehren dieser Liquidatoren hin erfolgten Bewilligungserteilung wurde diesen die Erfüllung der ihnen übertragenen öffentlichen Aufgabe der Liquidation der Bank erleichtert. Aufgrund des letzteren Umstandes ist mit Blick auf die in BGE 145 II 168 E. 3.2 S. 172 ff. zum Ausdruck kommenden Wertungen, an welchen festzuhalten ist, von einer Hilfeleistung zugunsten einer ausländischen Behörde auszugehen (vgl. auch IVO SCHWANDER, Auszüge aus Bundesgerichtsentscheidungen zum Zivilprozessrecht und zum SchKG, ZZZ 2019 S. 277 ff., S. 280, wonach es im Fall der andorranischen Bank für das Vorliegen einer Hilfeleistung an die ausländische Behörde nicht relevant sei, ob der Herausgabe- und Forderungsanspruch in der Schweiz entsprechend dem ausländischen Sanierungsplan statt von der ausländischen Aufsichtsbehörde direkt von der Auffanggesellschaft durchgesetzt werden kann).