Citation: 1C_515/2021 E. 1.2

1.2. Bei der Beschwerdeführerin ist aufgrund ihrer Einstellung des gastwirtschaftlichen Betriebs und der Beendigung des Mietverhältnisses ein aktuelles Rechtsschutzbedürfnis an der Klärung der baurechtlichen Vorgaben an diesen Betrieb nachträglich weggefallen. Die Beschwerdeführerin entgegnet, beim Richteramt Solothurn-Lebern laufe ein Strafverfahren wegen Nichteinhaltung von Vorschriften des WAG. Der Ausgang des vorliegenden Verfahrens werde als ausschlaggebend für das Strafverfahren erachtet. Auch sonst könne sie sich dem strafrechtlichen Vorwurf ausgesetzt sehen, sich nicht an gesetzliche Vorschriften oder behördliche Massnahmen gehalten zu haben. Nach der Rechtsprechung kann ein Strafgericht jedoch auch verwaltungsrechtliche Vorfragen beurteilen, soweit die Verwaltungsjustiz darüber nicht entschieden hat. Ein schutzwürdiges Interesse an einer verwaltungsgerichtlichen Beurteilung kann folglich nicht mit Hinblick auf ein allfälliges Strafverfahren begründet werden (vgl. BGE 129 IV 246 E. 2.1; Urteil 2C_45/2014 vom 28. März 2014 E. 2.4.2). In der Hauptsache stellen sich auch keine Fragen von grundsätzlicher Bedeutung, die sich jederzeit unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen können, ohne dass im Einzelfall rechtzeitig eine höchstrichterliche Prüfung stattfinden könnte (vgl. BGE 146 II 335 E. 1.3; 139 I 206 E. 1.1).