Citation: 8C_117/2023 E. 4.3

4.3. Zutreffend begründet hat das kantonale Gericht, weshalb eine Aufrechnung auf ein Vollzeitpensum als Juristin (auch) gestützt auf Art. 24 Abs. 2 UVV ausscheidet (vgl. vorinstanzliche Erwägung 6.4). Darauf kann verwiesen werden. Sind somit die effektiven Lohnverhältnisse innerhalb eines Jahres vor dem Unfall für die Bemessung des versicherten Verdienstes massgeblich (vgl. BGE 147 V 213 E. 3.4.2 mit Hinweisen), so bleibt entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin unbeachtlich, ob das damalige (teilzeitliche) Einkommen ihrem Ausbildungsniveau als Juristin entsprach oder nicht. Ebenso wenig drängt sich eine Handhabung "analog zu Lehrlingen" auf, wie beschwerdeweise gefordert wird. Denn dafür müsste die im Unfallzeitpunkt versicherte Tätigkeit im Treuhandbereich dieselbe gewesen sein wie die zukünftige Erwerbstätigkeit nach vollendeter (hier: juristischer) Ausbildung (vgl. Art. 24 Abs. 3 UVV; BGE 148 V 84 E. 4.1). Das ist vorliegend nicht der Fall. Ausserdem kommt der im Unfallzeitpunkt ausgeübten Tätigkeit der Beschwerdeführerin im Treuhandbereich unbestritten kein Ausbildungscharakter zu. Fraglich erscheint zudem, ob in der nach eigenen Angaben seit Abschluss des Studiums im Jahr 1997 aufgebauten selbstständigen juristischen Erwerbstätigkeit tatsächlich konstant höhere Einkommen erzielt worden wären als in der über elf Monate unmittelbar vor dem Unfall ausgeübten Teilzeittätigkeit. Dies gilt umso mehr, als sich die während des Studiums der Beschwerdeführerin geborene Tochter (Jahrgang: 1995) dannzumal noch im Kleinkindalter befand. Davon ausgehend lässt sich vor der Aufnahme der versicherten Tätigkeit per 1. Januar 2003 ein eher höherer Betreuungsaufwand vermuten als danach, was die vorinstanzliche Sichtweise stützt. Mit Blick auf die korrekten Darlegungen im angefochtenen Urteil betreffend die grundsätzliche Unabänderlichkeit des versicherten Verdienstes helfen die übrigen Vorbringen der Beschwerdeführerin gleichermassen nicht weiter.