Citation: 5A_681/2018 E. 5.2.8

5.2.8. Weiter sind dem angefochtenen Entscheid zufolge im Bedarf des Beschwerdegegners auch die Kosten zu berücksichtigen, die für eine Haushaltshilfe anfallen. Das Obergericht erachtet den von der ersten Instanz eingesetzten Betrag von monatlich Fr. 1'000.-- als zu hoch. Da der Beschwerdegegner nun von der Beschwerdeführerin getrennt lebe und Anspruch auf eine etwas weniger grosse Wohnung habe, seien pro Monat Fr. 600.-- anzurechnen. Sodann sind laut Vorinstanz für die eheliche Heimstatt monatliche Ausgaben für den Gärtner von durchschnittlich Fr. 1'800.-- (2014) bzw. Fr. 1'500.-- (2015) belegt. Die Vorinstanz erklärt, dass auch der Beschwerdegegner Anspruch auf einen fremdgepflegten grossen und schönen Garten habe, da dies zum ehelichen Lebensstandard gehörte. Den Einwand der Beschwerdeführerin, dass bei Mietwohnungen Gärtnerarbeiten im Mietzins bzw. in den Nebenkosten enthalten seien, lässt sie als verspätetes Novum nicht zu; im Übrigen dürfte dies nur auf den allgemeinzugänglichen Umschwung von Mietwohnungen zutreffen, nicht aber für Sitzplätze bzw. Gärten, die nur dem Mieter zugänglich sind. Da dem Beschwerdegegner für Zeit des Getrenntlebens ein kleinerer Umschwung als bisher zustehe, seien für Gartenarbeiten Fr. 800.-- pro Monat in Anschlag zu bringen. Entgegen dem, was die Beschwerdeführerin - wiederum unter dem Titel einer Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) und des Gehörsanspruchs (Art. 29 Abs. 2 BV) - behauptet, ist dem Obergericht nicht entgangen, dass die Wohnfläche, die dem Beschwerdegegner für das Getrenntleben zusteht, kleiner ist als diejenige der ehelichen Villa. Vielmehr stellt es fest, dass für die Putzfrau während des Zusammenlebens immer mehr als Fr. 1'000.-- pro Monat ausgegeben wurden. Inwiefern sich die Kürzung auf monatlich Fr. 600.-- mit der neuen Wohnsituation des Beschwerdegegners nicht verträgt, tut die Beschwerdeführerin nicht dar. Auch den Einwand, dass sich der Beschwerdegegner selbst um den Haushalt kümmern bzw. seine Partnerin mithelfen könne, hat die Vorinstanz nicht übersehen. Der angefochtene Entscheid stellt vielmehr klar, dass es darauf nicht ankomme, da die Kosten für eine Haushaltshilfe zum bisherigen Lebensstandard gehören. Was die Bedarfsposition für Gartenarbeiten angeht, argumentiert die Beschwerdeführerin, es sei gerichtsnotorisch, dass Umgebungs- und Gärtnerarbeiten bei Mietwohnungen im Mietzins inbegriffen seien; ein verspätetes Novum liege damit nicht vor. Indem sie dem Beschwerdegegner unter diesem Titel Fr. 800.-- pro Monat anrechne, bewirke die Vorinstanz eine unzulässige Vermögensverschiebung. Was es damit auf sich hat, kann offenbleiben. Der angefochtene Entscheid fusst nämlich auf der zusätzlichen Erkenntnis, dass der Einschluss im Mietzins jedenfalls nicht für Sitzplätze bzw. Gärten gelten könne, die nur dem Mieter zugänglich sind. Mit dieser (Eventual-) Begründung setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander, so dass ihre Beschwerde auch in diesem Punkt zum Scheitern verurteilt ist (E. 5.2.4). Namentlich behauptet die Beschwerdeführerin nicht, dass dem Beschwerdegegner für die Pflege eines ihm allein zugänglichen Sitzplatzes oder Gartens keine Kosten in der besagten Höhe anfallen.