Citation: 6B_854/2015 E. 2.4.3

2.4.3. Die Vorinstanz befindet die Aussagen des Personenwagenfahrers als kohärent, schlüssig und glaubhaft. Er habe zurückhaltend ausgesagt, seine Worte mit Vorsicht gewählt und angegeben, wenn er etwas nicht mehr gewusst habe. Er habe nicht übertrieben und die Geschehnisse auch nicht in einem für ihn günstigen Licht dargestellt. Er habe gleichbleibend ausgesagt, er sei losgefahren, seine Frau habe den Beschwerdeführer zuerst wahrgenommen und es sei unmittelbar danach zur Kollision gekommen. Die Vorinstanz erwägt, seine Aussage, wonach er nicht mehr sagen könne, welche Farbe die Ampel aufgewiesen habe, als er losgefahren sei, sei vor dem Hintergrund zu würdigen, dass er jeweils bei Gelblicht die Bremse löse, um bei Grünlicht Gas zu geben (Urteil S. 10 f.). Der Beschwerdeführer wendet ein, die Vorinstanz erwähne massgebende Aussagen des Personenwagenfahrers nicht. Es trifft zu, dass dieser bei der Polizei zunächst angab, er könne nicht mehr genau sagen, welche Farbe die Lichtsignalanlage gezeigt habe, als er diese passiert habe; es sei möglich, dass sie auf Orangelicht gestanden sei (kantonale Akten, act. 4/1 S. 1). Zudem führte er bei der Staatsanwaltschaft aus, er könne nicht beantworten, ob er schon über den Haltebalken hinaus gewesen sei, als das Lichtsignal auf Grünlicht umgeschaltet habe (kantonale Akten, act. 4/3 S. 4). Daraus könnte in der Tat auf eine gewisse Unsicherheit des Personenwagenfahrers geschlossen werden. Jedoch übersieht der Beschwerdeführer, dass jener in beiden Einvernahmen wiederholt angab, er sei bei Grünlicht losgefahren. So führte er bei der Polizei zur Begründung seiner Annahme, dem Personenwagen, der vor dem Beschwerdeführer in zügigem Tempo die Kreuzung überquert habe, folgten keine weiteren Fahrzeuge, aus, dass er (der Personenwagenfahrer) schliesslich Grünlicht gehabt habe (kantonale Akten, act. 4/1 S. 2). In seiner schriftlichen Schilderung des Vorfalls hielt er fest, nachdem das Signal von Rot- auf Grünlicht gewechselt habe, sei er losgefahren (kantonale Akten, act. 4/2). Auch bei der Staatsanwaltschaft gab er mehrfach an, er sei bei Grünlicht losgefahren (kantonale Akten, act. 4/3 S. 2 ff., 6). Nicht zu beanstanden ist, wenn die Vorinstanz erwägt, die Aussage des Personenwagenfahrers, wonach er nicht mehr sagen könne, welche Farbe das Lichtsignal aufgewiesen habe, sei zusammen mit seiner Ergänzung zu würdigen, er erstelle beim Wechsel von Rot- zu Orangelicht Fahrbereitschaft und fahre bei Grünlicht los (kantonale Akten, act. 4/1 S. 3). Dabei mag es sich zwar um die Beschreibung seines gewohnten Verhaltens handeln, diese relativiert jedoch seine vorgenannte Angabe erheblich, zumal er den Hinweis bei der Staatsanwaltschaft wiederholte (kantonale Akten, act. 4/3 S. 4). Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, dass die Vorinstanz bei der Würdigung der Aussagen des Personenwagenfahrers in Willkür verfällt. Entgegen seinem Einwand stehen diese mit der vorinstanzlichen Feststellung, der Personenwagenfahrer sei bei Grünlicht losgefahren, nicht in Widerspruch.