Citation: 6B_328/2017 E. 1.2.2

1.2.2. Wie die Vorinstanz sodann zutreffend erwägt, stellt die Verlängerung der Überwachung des Anschlusses von A.________ im Juli 2008 keine Ermittlungshandlung gegen den Beschwerdeführer im Sinne von Art. 9 Abs. 2 BÜPF dar. Daran ändert nichts, dass er zu jenem Zeitpunkt schon namentlich bekannt war. Die Überwachung betraf weiterhin nur den Anschluss von A.________. Aus dem Gesuch um Verlängerung der Massnahme erhellt zudem, dass Ziel der Fortsetzung allein dessen Verstrickung in den Betäubungsmittelhandel sowie mögliche Erkenntnisse zu anderen, bis dato unbekannten Personen und zu Umfang und Zeitpunkt künftiger Betäubungsmitteltransporte waren. Hingegen ging es nicht darum, aus der fortgesetzten Überwachung von A.________ zusätzliche Erkenntnisse gegen den Beschwerdeführer, welche im Übrigen nach dem Gesagten ebenfalls hätten genehmigt werden können, zu gewinnen und solche ergaben sich aus der Überwachung auch nicht. Entgegen seiner Behauptung wurde die Überwachung somit nicht auf den Beschwerdeführer ausgedehnt. Die gegenteilige Annahme hätte die unhaltbare Konsequenz, dass vorgängig der Genehmigung für die Fortsetzung der Überwachung von A.________ auch mit Bezug auf den Beschwerdeführer - und alle weiteren in die Gespräche mit A.________ involvierten Personen - vorsorglich eine Genehmigung hätte eingeholt werden müssen, noch bevor sich gegen diese Personen ein entsprechender Verdacht ergeben hätte. Es kann auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden. Abgesehen davon ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass selbst unter der Annahme, die Verlängerung einer bereits angeordneten Überwachung gegen A.________ stelle eine Ermittlungshandlung (auch) gegen den Beschwerdeführer dar, dies keinen Einfluss auf die Genehmigungsfähigkeit des Zufallsfundes hätte. Diese richtet sich einzig nach den Voraussetzungen der Art. 9 Abs. 2 i.V.m. Art. 3 und 7 BÜPF. Der vom Beschwerdeführer zitierte BGE 133 IV 329 führt zu keinem anderen Schluss. Entgegen seiner Auffassung hat sich das Bundes-gericht nicht zur Genehmigungsfähigkeit von Zufallsfunden geäussert. Es befasste sich mit der sog. Fernwirkung, d.h. dem Umfang des Beweisverwertungsverbots bei Fehlen einer Genehmigung (E. 4.5). Diese liegt aber hier, im Gegensatz zum vom Bundesgericht beurteilten Fall, unbestrittenermassen vor.