Citation: 8C_780/2009 16.04.2010 E. 3.1

3.1.1 Die Vorinstanz erwog, unter den Parteien sei unbestritten, dass der Versicherte bei der Auffahrkollision ein HWS-Schleudertrauma erlitten habe. Es lägen echtzeitliche ärztliche Dokumente vor, die mit einer Latenz von 24 bis 72 Stunden nach dem Unfall aufgetretene Nacken- und Kopfschmerzen bestätigten. Damit sei davon auszugehen, dass initial jedenfalls teilweise die für ein HWS-Schleudertrauma typischen Beschwerden aufgetreten seien. Später hätten sich ärztlich bestätigt Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit sowie eine Depression hinzugesellt. Damit sei der natürliche Kausalzusammenhang zwischen Unfall und der geltend gemachten dauernden Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. 3.1.2 Die Zürich bringt im Wesentlichen vor, der Krankheitsverlauf nach angeblichem HWS-Schleudertrauma und Commotio cerebri sei atypisch. Der Zustand im Bereich des Schädels und der Wirbelsäule sei gemäss den auf Notfallsituationen geschulten Ärzten, die den Versicherten unmittelbar nach dem Unfall versorgten, mit Ausnahme einer Druckschmerzhaftigkeit im craniocervikalen Übergang sowie der unteren LWS unauffällig gewesen. Der aktenkundig erste ärztliche Kontakt nach der Behandlung am Unfalltag sei am 7. August 2002 bei Dr. med. C.________ erfolgt. Die von ihm festgestellte depressive Entwicklung mit Suizidgedanken habe laut der vom früheren Hausarzt herausgegebenen Krankengeschichte des Dr. med. S.________ schon vor dem Unfall eingesetzt, worüber der Versicherte die ihn nach dem Unfall untersuchenden und behandelnden Ärzte nicht in Kenntnis gesetzt habe. Die aktenkundig erstmals im September 2002 geklagten Konzentrations- und Gedächtnisstörungen könnten auch Folge eines früheren Unfalles sein; so sei radiologisch eine ältere und abgeheilte Fraktur im Bereich des zweiten HWS-Körpers festgestellt worden. Zudem habe der behandelnde Neurologe Dr. med. M.________ einzig aus dem Umstand, dass eine organisch bedingte dementielle Erkrankung aus medizinischer Sicht nicht vorliegen könne, den Schluss gezogen, die geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien unfallbedingt, was einer beweisrechtlich unzulässigen Würdigung nach der Formel "post hoc ergo propter hoc" gleichkomme. Im Übrigen hätten sich die Gutachter des medizinischen Zentrums A.________ mit Ausnahme der neuropsychologischen Defizite nicht zur natürlichen Kausalität der weiteren nicht objektivierbaren Beschwerden geäussert. Insgesamt sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall und der eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit bestehe.