Citation: 2C_735/2020 E. 2.2.1

2.2.1. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass gegen ihn über zwei Dutzend ungetilgte Verlustscheine im Umfang von Fr. 30'000.-- bestehen. Er macht geltend, dass es sich dabei um private und keine geschäftlichen Schulden handle; er führe die verschiedenen Konten getrennt, weshalb für das Publikum kein Risiko bestehe, dass er Gelder nicht zurückbezahlen könne. Der Einwand überzeugt nicht: Das Bundesgericht hat bereits entschieden, dass es im Rahmen von Art. 8 Ziff. 1 lit. c BGFA keine Rolle spielt, ob es sich bei den Verlustscheinen um geschäftliche oder private Schulden handelt (Urteil 2P.159/2005 vom 30. Juni 2006 E. 3.3 zweiter Abschnitt). Auch bei privaten Schulden besteht für das Publikum das Risiko, dass der Rechtsanwalt auf die geschäftlichen Mittel zurückgreifen könnte, um seine (private) finanzielle Situation - allenfalls auch nur vorübergehend - zu sanieren, was zur Folge hätte, dass die Gelder der Klienten ebenfalls gefährdet wären und ihr Vertrauen zum Anwalt untergraben würde.