Citation: 2C_588/2021 E. 3.4.1

3.4.1. Sie machen geltend, die Steuerverwaltung habe 2017 plötzlich rückwirkend Nachweise für das Bestehen einer Betriebsstätte, insbesondere Telefonanrufdetails und Jahreskontoauszüge, verlangt. Von einer Rückwirkung kann hier jedoch keine Rede sein. Die Steuerverwaltung teilte den Beschwerdeführern vielmehr mit, dass für die noch nicht veranlagten Steuerperioden 2014 und 2015 wie bis anhin, d.h. unter Ausscheidung eines Teils des im Anwaltsbüro des Beschwerdeführers erwirtschafteten Einkommens in den Kanton Basel-Landschaft als Betriebsstättekanton, verfahren werde. Erst ab der Steuerperiode 2016 anerkannte die Steuerverwaltung Basel-Stadt keine Betriebsstätte in U.________ mehr. Auch von einem Verstoss gegen Treu und Glauben kann in diesem Zusammenhang umso weniger gesprochen werden, als die Verständigung aus dem Jahr 2000 keine "Vorwarnpflicht" der Steuerverwaltung zu begründen vermochte, d.h. eine Pflicht, eine allfällige erneute Prüfung der tatsächlichen Grundlagen für eine Betriebsstätte in U.________ noch weit vor Vornahme der Veranlagung 2017 anzukündigen, damit der Beschwerdeführer während des laufenden Geschäftsjahrs 2016 die in U.________ abgewickelten Geschäftstätigkeiten möglichst umfassend hätte dokumentieren können.