Citation: 5A_892/2023 E. 3.5

3.5. Die Besonderheit des vorliegenden Falls besteht darin, dass der Erblasser testamentarisch den Verkauf bzw. die Liquidierung diverser Vermögenswerte angeordnet hat und dabei den Willensvollstrecker explizit berechtigte, die G.________-Aktien selbst käuflich zu erwerben. Anstoss zur Willensvollstreckerbeschwerde gaben also Handlungen des Willensvollstreckers, die dieser gestützt auf die letztwillige Verfügung des Erblassers vornahm. Die Beschwerdeführer als Erben werfen dem Beschwerdegegner als Willensvollstrecker zusammengefasst vor, Handlungen vorgenommen (insbesondere der Verkauf der G.________-Aktien) oder unterlassen (insbesondere die Anhörung der Beschwerdeführer) zu haben, die die letztwillige Verfügung nicht erlaube bzw. gebiete. Letztlich beschlagen die Vorwürfe der Beschwerdeführer die Auslegung der letztwilligen Verfügung des Erblassers und damit verbunden die Beurteilung materiell-rechtlicher Fragen. Eine solche Beurteilung steht der Aufsichtsbehörde, wie ausgeführt (E. 3.1.2), nicht zu. Im Einzelnen: