Citation: 5A_664/2014 E. 2.4.1

2.4.1. Die gegenseitige Interessenlage betreffend die Zuteilung der Liegenschaft Nr. zzz stellt sich gemäss dem angefochtenen Entscheid wie folgt dar. Die Vorinstanz hat beiden Parteien eine starke emotionale Bindung an die Liegenschaft Nr. zzz attestiert. Der Beschwerdegegnerin aufgrund der besonderen emotionalen Nähe zu den früheren Eigentümerinnen, dem Beschwerdeführer weil er, insbesondere den Westteil, jahrelang mit viel Engagement renoviert und saniert habe. Indessen zeige sich betreffend Wohnen und Arbeiten ein überwiegendes Interesse der Beschwerdegegnerin. Die Beschwerdegegnerin wohne seit 2007 in der Liegenschaft Nr. zzz und habe sich dort offensichtlich gut eingelebt. Dagegen wohne der Beschwerdeführer in der Liegenschaft Nr. www, weshalb sich bei der Zuweisung der Liegenschaft Nr. zzz an die Beschwerdegegnerin von der Wohnsituation her nichts für ihn verändern würde. Sein Vorbringen, er werde später in die Liegenschaft Nr. zzz umziehen und sein Sohn mit Familie zöge dann in die Liegenschaft Nr. www ein, sei vom Sohn nie bestätigt worden und vermöge denn auch das Interesse der Beschwerdegegnerin an der Beibehaltung ihrer aktuellen Wohnsituation nicht aufzuwiegen. Diese könne dort bis zu ihrer eigenen Pflegebedürftigkeit relativ günstig wohnen, jedenfalls günstiger, als wenn sie eine Mietwohnung finanzieren müsse. Insofern trage die Zuteilung der Liegenschaft Nr. zzz an sie auch zur Altersvorsorge bei. Diese Absicherung habe der Beschwerdeführer bereits mit der Liegenschaft Nr. www. Die Zuweisung der Liegenschaft Nr. zzz an die Berufungsbeklagte ermögliche ihr sodann die Erschliessung von Einnahmequellen, die sie sonst nicht hätte, und damit auch die Sicherung ihres Lebensunterhalts. Die Beschwerdegegnerin bringe jahrelange Erfahrung im Bereich Betreuung und Pflege mit, weshalb ihr die Verwirklichung ihres Projekts der professionellen Betreuung und Pflege älterer Menschen in der Liegenschaft Nr. zzz zuzutrauen sei.