Citation: 8C_633/2015 E. 4.1.4

4.1.4. Die in der Beschwerde angeführten Stellungnahmen von Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie FMH, vom 3. März 2012, 6. März 2013 und 2. August 2013, in welchen eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wird, betreffen ebenfalls eine Zeit, in welcher die vollständige Arbeitsunfähigkeit unstrittig geblieben ist. Ausserdem hatte sich der Orthopäde damals zu einer leidensangepassten Beschäftigung nicht geäussert. Dr. med. F.________, Leitender Arzt, Klinik G.________, geht in seinem Bericht vom 23. Mai 2014 - unter Ausklammerung der psychiatrischen und gastrointestinalen Problematik - von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Beschäftigung aus. Als Grund für die Einschränkung führt er die anhaltende muskuläre Insuffizienz bei Status nach chirurgischem Eingriff im Beckenbereich bei instabiler Beckenringfraktur und die fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen tieflumbal an. Es ist zwar mit der Versicherten einig zu gehen, dass diese Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit massgeblich von der Einschätzung im ZMB-Gutachten abweicht. Jedoch wird in der Beschwerde nicht aufgezeigt, aus welchen Gründen die aus einer medizinischen Gesamtsicht resultierenden und auf einer vollständigen Anamnese basierenden Angaben der ZMB-Experten nicht verlässlich sein sollten.