Citation: 2C_796/2022 E. 5.2.5

5.2.5. Insofern das Kindeswohl mitzuberücksichtigen war, hat die Vorinstanz schliesslich bereits in ihrer Verfügung vom 6. Juli 2022 darauf hingewiesen, dass es dem Beschwerdeführer (bei negativem Ausgang seines Verfahrens vor der CAT) frei steht, sich der rechtskräftigen Wegweisung nach Polen zu unterziehen und so die Voraussetzungen für eine umfassende materielle Prüfung zu schaffen, wobei die Kinder in der gewohnten Umgebung bleiben und auf die Unterstützung der Beiständin, weiterer Fachpersonen und eines freiwilligen Helfernetzes zurückgreifen könnten. Selbstverständlich sind die kantonalen Behörden in einer solchen Konstellation zu einer unvoreingenommenen und dem Kindswohl angemessenen, zügigen Prüfung verpflichtet. Ergäbe die nachfolgende materielle Prüfung, dass ein konventionsrechtlicher Anspruch bestände, so würde die Bewilligung erteilt werden und der erzwungene Aufenthalt im Ausland wäre nur vorübergehend gewesen. Art. 8 EMRK gibt grundsätzlich keinen Anspruch auf verfahrensrechtlichen Aufenthalt bis zum Entscheid und hindert nicht, dass der Bewilligungsentscheid im Ausland abgewartet werden muss (Urteil 2C_947/2016 vom 17. März 2017 E. 3.4 f. mit Hinweisen). Im Übrigen ist nicht ersichtlich, und wird auch nicht überzeugend dargetan, inwiefern die Kinderrechtskonvention dem Umstand entgegen stehen würde, dass für die Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 29 Abs. 3 BV bestimmte Voraussetzungen gelten (vgl. Urteil 2C_725/2022 vom 23. Februar 2023 E. 5.1).