Citation: 7B_672/2024 E. 4.4

4.4. Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, überzeugt nicht: Ihm ist zwar zuzustimmen, dass das mittlerweile fünfjährige Gutachten von Dr. med. C.________ an Aktualität eingebüsst hat. Ob sich die Vorinstanz dennoch auf das Gutachten stützen durfte, kann jedoch - entgegen seiner eigenen Ansicht - offenbleiben, da gemäss der Feststellung im angefochtenen Entscheid auch sein eigener Therapeut (auf dessen Verlaufsbericht er in seiner Beschwerde mehrfach verweist) die im Gutachten gestellte Diagnose teilt und seinerseits zumindest ein "strukturelles erhöhtes Rückfallrisiko" bejaht. Auch soweit der Beschwerdeführer ferner vorbringt, die Vorinstanz sei bei der Würdigung seiner beruflichen Perspektiven in Willkür verfallen, kann ihm nicht gefolgt werden. Zunächst ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass seine Vorstrafen eine seriöse Anstellung als Jurist stark erschweren dürften. Ferner scheint auch ihre Skepsis gegenüber der vom Beschwerdeführer anvisierten Arbeitsstelle als Sachbearbeiter "Marketing & Compliance" bei der Gesellschaft D.________ GmbH begründet, hat ihm doch das Kreisgericht mit Urteil vom 4. November 2022 für fünf Jahre jegliche selbstständige und unselbstständige Tätigkeit in der Immobilien-, Treuhand- und Finanzbranche untersagt. Schliesslich erwägt die Vorinstanz - entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers - zutreffend, dass er offenbar über kein solides soziales Netzwerk verfügt. Er nennt in seiner Beschwerde in diesem Zusammenhang einzig seine Partnerin, die aber nach seinen letzten Angaben zurzeit im Ausland zu wohnen scheint. Angesichts der Vorstrafen des Beschwerdeführers, seiner finanziellen Verhältnisse, seines fehlenden sozialen Netzwerks und des von seinem eigenen Therapeuten bestätigten Rückfallrisikos durfte die Vorinstanz die bedingte Entlassung willkürfrei ablehnen.