Citation: 8C_625/2014 E. 2.1

2.1. Die SUVA wendet gegen die Kostenüberbindung ein, die Vorinstanz habe sich nicht auf die aktuelle Rechtsprechung gestützt und sich daher mit den in BGE 139 V 496 E. 4.4 und 140 V 70 E. 6.1 definierten Kriterien zur Kostenauflage nicht auseinandergesetzt. Diese seien nicht erfüllt: Die SUVA habe sich in Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes bei ihrer Leistungsablehnung über den 15. Oktober 2012 hinaus auf die Beurteilungen des Kreisarztes med. pract. D.________, Facharzt für Chirurgie FMH, welche Berichte (namentlich diejenigen vom 28. November 2012 und 13. Juli 2012) beweistauglich seien, gestützt. Dieser habe ausgeführt, dass der Unfall beim heutigen Beschwerdebild keine Rolle mehr spiele und dass die degenerative Grunderkrankung in Form einer schweren symptomatischen Omarthrose für die genannten Beschwerden und Bewegungseinschränkungen verantwortlich sei. Die Feststellung einer vorbestehenden Omarthrose sei von keinem anderen Arzt in Frage gestellt worden. Auch der behandelnde Dr. med. E.________, FMH für Orthopädische Chirurgie, sei im August 2012 davon ausgegangen, dass der Hauptbefund nicht mehr unfallkausal sei. Erst nach Leistungseinstellung durch die Beschwerdeführerin habe dieser am 17. Oktober 2012 festgehalten, dass es durch den Unfall zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung gekommen sei mit Kausalität für die fortbestehende Arbeitsunfähigkeit. Diese Beurteilung begründe kein Abweichen von den schlüssigen Darlegungen des Kreisarztes med. pract. D.________, zumal sich Dr. med. E.________ widerspreche. Es habe aber kein manifester Widerspruch zwischen den verschiedenen ärztlichen Aussagen vorgelegen. Die auf den ersten Blick durch die Widersprüchlichkeit der Angaben des Dr. med. E.________ bestehende Unvereinbarkeit dieser zwei Auffassungen habe durch objektiv begründete Argumente, wie in der letztinstanzlichen Beschwerdeantwort vorgetragen, entkräftet werden können. Die Beschwerdeführerin habe weder notwendige (medizinische) Aspekte unbeantwortet gelassen, noch ihren Entscheid auf eine untaugliche Beweisgrundlage gestellt, weshalb sich eine Kostenauflage nicht rechtfertige.