Citation: 6B_135/2020 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer wendet sich in diesem Punkt im Wesentlichen gegen die tatsächlichen Feststellungen in Bezug auf seine Täterschaft. Wie sich aus den vorstehenden Erwägungen (E. 2.2) ergibt, ist der Schluss der Vorinstanz, wonach Urheber der tödlichen Messerstiche der Beschwerdeführer war, indes nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist daher insofern unbegründet. Darüber hinaus verletzt das angefochtene Urteil auch kein Bundesrecht, soweit die Vorinstanz den Sachverhalt als eventualvorsätzliche Tötung würdigt. Sie verweist in diesem Kontext zutreffend auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts (angefochtenes Urteil S. 59 f.), nach welcher Stiche mit einem Messer in den Oberkörper oder den Bauchbereich eines Opfers ohne Weiteres tödliche Verletzungen bewirken können und wonach bei derartigen Verletzungen darauf geschlossen werden darf, dass der Täter den Tod in Kauf genommen hat (Urteile 6B_177/2011 vom 5. August 2011 E. 2.10 und 3.2; 6B_829/2010 vom 28. Februar 2011 E. 3.2; 6B_748/2013 vom 19. Juni 2014 E. 1.4; 6B_230/2012 vom 18. September 2012 E. 2.3; 6B_475/2012 vom 27. November 2012 E. 4.2; 6B_808/2013 vom 19. Mai 2014 E. 2.3; 6B_991/2015 vom 24. Mai 2016 E. 3.4; 6B_724/2017 vom 21. Juli 2017 E. 1.3; 6B_1394/2017 vom 2. August 2018 E. 5.1.4; 6B_927/2019 vom 20. November 2019 E. 3.2; vgl. ferner die Urteile 6B_148/2013 vom 19. Juli 2013 E. 4.3.2 und 6B_775/2011 vom 4. Juni 2012 E. 2.4.2; mit Hinweisen auf die frühere Rechtsprechung). Im zu beurteilenden Fall steht aufgrund der willkürfreien Beweiswürdigung der Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer das Opfer im Rahmen des Angriffs auf die Gruppe der Brasilianer mit einem Messer niedergestochen und ihm die tödliche Verletzung beigebracht hat. Die Vorinstanz nimmt in diesem Zusammenhang zu Recht an (angefochtenes Urteil S. 60 f.), wer im Rahmen einer dynamischen Auseinandersetzung einem Menschen unkontrolliert mit einem Messer in Bauch oder Brust steche, nehme das Risiko einer tödlichen Verletzung in Kauf und handle somit eventualvorsätzlich. Dies ergibt sich daraus, dass ein in einem solchen Kontext geführter Stich mit einem Messer nicht kontrollierbar ist und auch bezüglich Wucht und Richtung nicht gesteuert werden kann. Angesichts der ausgesprochenen Hektik und Dynamik der Auseinandersetzung mit mehreren beteiligten Personen sowie der herrschenden Dunkelheit ist dem vom Beschwerdeführer geführten Messerstich eine besondere Gefährlichkeit zugekommen. Der Beschwerdeführer hat daher erkennen müssen, dass er die Folgen seines Verhaltens hinsichtlich des Verletzungsrisikos weder kalkulieren noch dosieren konnte. Indem er dennoch gehandelt und sein Messer gegen das unbewaffnete Opfer eingesetzt hat, hat er zum Ausdruck gebracht, dass ihm der Eintritt des als möglich erkannten Erfolgs gleichgültig war. Er hat sich mithin nach normativen Massstäben gegen das geschützte Rechtsgut entschieden und sich mit dem Erfolg abgefunden. Bei dieser Sachlage verletzt der Schluss der Vorinstanz, wonach der Beschwerdeführer eventualvorsätzlich gehandelt hat, kein Bundesrecht.