Citation: 2C_493/2020 E. A

B.________ (geborene C.________, Jahrgang 1983) ist chilenische Staatsangehörige. Sie ist die Mutter von vier Kindern: D.C.________ (Jahrgang 2000), A.C.________ (Jahrgang 2004), E.C.________ (Jahrgang 2005) und F.C.________ (Jahrgang 2009). Am 14. Juni 2013 heiratete B.________ in Chile einen schweizerischen Staatsangehörigen. Nach der Heirat lebte das Ehepaar zunächst mit D.C.________ und F.C.________ in Chile; A.C.________ und E.C.________ lebten dort bei ihrem biologischen Vater. Nach der Rückkehr des Ehemannes in die Schweiz reiste B.________ zusammen mit ihren Kindern D.C.________ und F.C.________ am 7. August 2014 in die Schweiz ein, worauf ihnen eine Aufenthaltsbewilligung im Familiennachzug erteilt wurde. Am 27. Februar 2017 wurde die gemeinsame Tochter G.________ geboren. Nach einem erstmaligen Aufenthalt in der Schweiz vom Dezember 2017 bis Februar 2018 ersuchte die Tochter A.C.________ am 22. Februar 2018 bei der schweizerischen Botschaft in Santiago de Chile um ein Visum für den langfristigen Aufenthalt zum Verbleib bei ihrer Mutter B.________ in der Schweiz und lebte ab Februar 2018 in der Schweiz bei ihrer Familie. Mit Verfügung vom 17. Dezember 2018 wies das Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern (heute: Amt für Bevölkerungsdienste, Migrationsdienst) das Gesuch um Nachzug von A.C.________ ab und wies sie unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg.