Citation: 8C_835/2017 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, der Kreisarzt und damit auch die Vorinstanz gingen insofern von einem unzutreffenden Sachverhalt aus, als das Ereignis vom 1. April 2016 nicht bei Überkopfarbeiten stattgefunden habe. Hiezu ist zunächst festzuhalten, dass der Versicherte nicht nur gegenüber der Suva, sondern auch gegenüber seinem behandelnden Arzt angegeben hat, sich die Verletzung bei einem Anheben eines Rohrschachts über Kopf zugezogen zu haben (vgl. den Bericht des Spitals E.________ vom 25. Juli 2016). Wenn der Versicherte nunmehr nach Kenntnis der Ablehnungsverfügung einen abweichenden Geschehensverlauf geltend macht, so wirft dies bezüglich der Glaubwürdigkeit seiner Darstellung Fragen auf. Diese brauchen indessen vorliegend nicht abschliessend beantwortet zu werden, wird doch vom Kreisarzt dem Element "Überkopfarbeit" keine massgebende Bedeutung zugemessen. Vielmehr führt dieser aus, traumatische Sehnenrisse entstünden durch eine unnatürliche Zugbelastung: eine plötzliche, von aussen (über das Skelett vermittelte) auf das Sehnengewebe einwirkende dehnende Kraft. Dabei müsse eine ganz erhebliche Gewalt auf die Schulter einwirken. Ungeeignet sei als Ursache einer solchen Schädigung eine willkürliche, koordinierte Kraftenfaltung. Auch in dem vom Beschwerdeführer letztinstanzlich geltend gemachten Geschehensablauf wird kein für eine Schädigung geeigneter Mechanismus geschildert, vielmehr ist auch hier von einer vom Versicherten gewollten Kraftanwendung die Rede. Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass die vom Beschwerdeführer aufzuwendende Anstrengung zur Einführung des Spirorohrs in den Bogen offenbar deutlich grösser als von ihm zunächst erwartet war.