Citation: 8C_197/2007 26.09.2007 E. 5

Es bleibt zu prüfen, ob die festgestellten psychischen Beschwerden in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall stehen. 5.1 Gestützt auf die zur Verfügung stehenden medizinischen Akten kann die Frage, ob es sich bei den heute bestehenden psychischen Gesundheitsstörungen um eine natürliche Folge des versicherten Unfalles handelt, nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/aa S. 9 mit Hinweisen) beantwortet werden. Dr. med. L.________ erachtet einen solchen in seinem Gutachten vom 15. Mai 2006 als eher unwahrscheinlich. Hingegen gehen die Psychologen der Klinik Y.________ (lic. phil. Z.________) und der behandelnde lic. phil. P.________ von einer posttraumatischen Belastungsstörung aus, welche definitionsgemäss ein Trauma als auslösenden Faktor benötigt. Eine Rückweisung der Sache zwecks Einholung eines weiteren Gutachtens erübrigt sich aber, wenn aufgrund zusätzlicher Abklärungen der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen wäre, es indessen - wie die nachstehenden Erwägungen zeigen - an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs fehlt. 5.2 Hinsichtlich der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Unfall und dem psychischen Gesundheitsschaden kann auf die Erwägungen des kantonalen Gerichts verwiesen werden. Dieses hat in Anwendung der unfallbezogenen Kriterien gemäss BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140 mit überzeugender Begründung festgehalten, dass das als allerhöchstens mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten einzustufende Ereignis vom 8. Juni 2003 erfahrungsgemäss nicht geeignet ist, eine psychische Fehlentwicklung zu verursachen. Was in der Beschwerde dagegen eingewendet wird, ist unbehelflich. Insbesondere wurde nie eine HWS-Distorsion oder eine ähnliche Verletzung diagnostiziert, was bei einem Sturz auf das Steissbein auch vom Unfallmechanismus her nicht nachvollziehbar gewesen wäre. Damit entfällt auch eine Kausalitätsbeurteilung bei entsprechenden Verletzungen. Der eher banale Unfallhergang kann nicht als besonders eindrücklich bezeichnet werden und ist objektiv nicht in besonderer Weise geeignet, eine psychische Beeinträchtigung auszulösen. Es kann auch entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht von körperlichen Dauerschmerzen gesprochen werden, jedenfalls nicht in ausgeprägter Weise, da bereits kurz nach dem Unfall eine psychisch auffällige Entwicklung im Sinne einer Diskrepanz zwischen den objektiven und subjektiven Befunden festgestellt wurde. Auch ein schwieriger Heilungsverlauf ist auszuschliessen. Das Kriterium der Dauer und Schwere der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit ist nicht ausgeprägt erfüllt. Für die nach dem Unfall aufgetretene psychische Fehlentwicklung ist daher mit der Vorinstanz der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen.