Citation: 1P.215/2003 28.08.2003 E. C

Nachdem die Verfahrenseinstellung X.________ auf dessen Verlangen am 25. Juli 2002 mitgeteilt worden war, gelangte er mit Beschwerde vom 29. Juli 2002 an den Präsidenten der Anklagekammer des Kantons St. Gallen. Er bemängelte einerseits den Umstand, dass er auf seine Rechte als Opfer, insbesondere auf die Beratungsstelle der Opferhilfe gemäss Art. 3 OHG, nicht hingewiesen worden war. In materieller Hinsicht sei keineswegs klar, ob A.Y.________ nicht zumindest eine Verkehrsregelwidrigkeit begangen habe. Sie habe ohne nach hinten zu sehen von der linken auf die rechte Strassenseite gewechselt. Zuvor habe sie das Vertrauen geschaffen, dass sie X.________ in der Mitte werde passieren lassen. Der Präsident der Anklagekammer wies die Beschwerde mit Entscheid vom 5. März 2003 ab. Er erwog unter anderem, A.Y.________ habe sich auf einer zum Zweck des Inlineskatens gesicherten Strassenstrecke befunden, während die übrigen Verkehrsteilnehmer auf diesen besonderen Umstand ausreichend aufmerksam gemacht worden seien. A.Y.________ habe grundsätzlich davon ausgehen können, ihre sportliche Betätigung ungestört von übrigen Verkehrsteilnehmern ausüben zu können. Der Beschwerdeführer seinerseits bestreite nicht, die Signalisation zur Kenntnis genommen zu haben.