Citation: 7B_249/2022 E. 10

Des Weiteren wehrt sich die Beschwerdeführerin gegen die Einziehung von zwei gefälschten Herrenarmbanduhren. Dabei bringt sie unter anderem vor, die Uhren würden ihrem Sohn gehören. Grundsätzlich kann die beschuldigte Person Einziehungen mit dem Argument anfechten, dass die einzuziehenden Gegenstände einem Dritten gehören würden (BGE 121 IV 365 E. 7). Vorliegend verhält es sich aber so, dass der Besitz von gefälschten Waren zwar nicht verboten ist. Jedoch macht sich nach Art. 61 Abs. 1 des Markenschutzgesetzes vom 28. August 1992 (MSchG; SR 232.11) unter anderem strafbar, wer sich die Marke eines anderen anmasst oder diese nachmacht oder nachahmt (lit. a) oder wer unter der angemassten, nachgemachten oder nachgeahmten Marke Waren in Verkehr setzt, solche Waren anbietet, ein-, aus- oder durchführt, sie zum Zweck des Inverkehrbringens lagert oder für sie wirbt (lit. b). Vor diesem Hintergrund ist nicht ohne Weiteres klar, worin das Interesse der Beschwerdeführerin an der Herausgabe dieser nur sehr begrenzt verkehrsfähigen Gegenstände liegen soll. Auch wenn sie als beschuldigte Person prinzipiell zur Beschwerde in Strafsachen legitimiert ist, hätte sie sich daher dazu äussern müssen, woraus sie ihr rechtlich geschütztes Interesse an der Anfechtung der Einziehungen ableitet. Wo sie nicht offensichtlich ist, bezieht sich die Begründungsobliegenheit von Art. 42 Abs. 2 BGG auch auf die Legitimation (vgl. BGE 141 IV 1 E. 1.1 mit Hinweisen; Urteil 7B_183/2023 vom 26. Juli 2023 E. 1.3). Da die Beschwerdeführerin dieser Obliegenheit nicht nachkommt, erübrigt sich ein Eintreten auf die Beschwerde in diesem Punkt.