Citation: 6P.82/2000 22.01.2001 E. 9

9.- Im Zusammenhang mit der "Sea Gypsy" rügt der Beschwerdeführer, das Kantonsgericht habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör und den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt sowie Beweise willkürlich gewürdigt (Beschwerdeschrift S. 38 -40). a) Das Kantonsgericht gehe davon aus, dass die Zahlungen zu Gunsten der Hochseeyacht "Sea Gypsy" und die entsprechenden Aufwendungen "wohl als ganz verloren zu betrachten" seien. Diese Annahme sei aktenwidrig und willkürlich. Der Beschwerdeführer habe in der Einvernahme vom 18. Juli 1996 erklärt, dass die Yacht nach seinem Ausscheiden zum Verkaufspreis von 2,8 Mio. Dollar angeboten worden sei. Der ehemalige Buchhalter M.________ habe die Yacht gesehen und er könne sich gut vorstellen, dass ein Millionär x-Millionen dafür bezahlen würde. Einem Schreiben der Yachting GmbH (fiktiver Name) vom 24. Januar 1995 lasse sich entnehmen, dass die Yacht, welche seetüchtig gehalten worden sei, als realer Wert offensichtlich vorhanden sei. Auch dem Schreiben des Betreibungs- und Konkursamts Ilanz vom 9. Mai 1995 lasse sich entnehmen, dass nach wie vor "ein Anteil an einem Schiff in Deutschland" vorhanden sei. Was mit dem Schiff letztendlich geschehen sei, hätte sich aus den beschlagnahmten Konkursakten ergeben. Befremdlicherweise seien diese Akten nicht mehr im Verfahren. Immerhin habe ein Schiffsbauingenieur und Experte im Jahr 1993 die "Sea Gypsy" mit DM 4'122'000.-- bewertet. Dass der Beschwerdeführer zu Lasten der Hotel AG ca. Fr. 1,7 Mio. in die "Sea Gypsy" investiert hatte, die Gesellschaft daraus keinen Nutzen zog und das investierte Geld zur Begleichung der laufenden Verbindlichkeiten im Betrieb fehlte, ist unbestritten. Tatsache ist auch, dass der Konkurs der Hotel AG mangels Aktiven eingestellt wurde. Dieser Umstand lässt nur den Schluss zu, dass der im Schreiben des Betreibungs- und Konkursamts Ilanz vom 9. Mai 1995 erwähnte "Anteil an einem Schiff in Deutschland" keinen verwertbaren Vermögenswert darstellte, ansonsten zumindest das summarische Konkursverfahren durchgeführt worden wäre (Art. 230 Abs. 1 und Art. 231 Abs. 1 und 2 aSchKG; Kurt Amonn, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts,