Citation: 1B_548/2017 E. 6.6

6.6. Auch zur der Frage der Behandlungsfähigkeit haben sich seit 2007 neue Erkenntnisse ergeben: In seinem damaligen Urteil war das Obergericht noch zum Schluss gelangt, es könne nicht gesagt werden, dass es sich beim Verurteilten um einen hoch gefährlichen Täter handle, der keiner Behandlung zugänglich wäre. Mit Urteil vom 16. Juni 2011 ordnete das Bezirksgericht Hinwil nachträglich eine stationäre therapeutische Massnahme (nach Art. 59 i.V.m. Art. 65 Abs. 1 StGB) für den Verurteilten an, unter Aufschub des Vollzuges der Reststrafe. Aufgrund des psychiatrischen Gutachtens vom 4. Mai 2015 ist davon auszugehen, dass der Verurteilte schwer krank und nicht behandelbar ist. Am 22. September 2016 wies das Bezirksgericht Hinwil denn auch den Antrag auf Verlängerung der stationären therapeutischen Massnahme (wegen fehlenden Therapieaussichten bzw. fehlender Behandlungsbereitschaft des Verurteilten) ab; gleichzeitig ordnete es den Vollzug des Strafrestes an.