Citation: 6B_1395/2021 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz erwägt, die eigentliche Gewahrsamsinhaberin, die Lebenspartnerin des Beschwerdeführers, habe anlässlich der Hausdurchsuchung an der V.________strasse xxx in W.________ am 10. Juni 2015 ein Doppel des Untersuchungs- und Beschlagnahmebefehls gegen Empfangsbestätigung ausgehändigt bekommen und dabei unterschriftlich bestätigt, dass sie von der Durchsuchung, der Beschlagnahme und der Rechtsbelehrung auf der Rückseite Kenntnis genommen habe. Der Beschwerdeführer selbst als mutmasslicher Inhaber bzw. effektiv Berechtigter der fraglichen Unterlagen sei hingegen nicht auf sein Recht, die Siegelung zu verlangen, aufmerksam gemacht worden. Allerdings sei er zeitnah anlässlich der Einvernahme vom 12. Juni 2015 über die genannte Hausdurchsuchung und Beschlagnahme informiert worden. Er sei zu diesem Zeitpunkt bereits anwaltlich vertreten gewesen. Zudem sei der Beschwerdeführer anlässlich der Einvernahme vom 3. Juli 2015 detailliert über die beschlagnahmten Gegenstände in Kenntnis gesetzt worden. Dessen ungeachtet habe der Beschwerdeführer - obwohl er eingeräumt habe, dass ihm alle beschlagnahmten Gegenstände gehören würden bzw. dass er hierfür die Verantwortung übernehme - unterlassen, schutzwürdige Geheimnisse geltend zu machen oder die Siegelung zu beantragen. Infolgedessen sei davon auszugehen, dass er konkludent seinen grundsätzlichen Verzicht auf die Siegelung zum Ausdruck gebracht habe. Die erst im gerichtlichen Verfahren erhobene Rüge sei verspätet (angefochtenes Urteil S. 53 f.).