Citation: I 114/00 04.09.2000 E. 2

2.- a) Nach dem Gutachten der Rheumaklinik und des Instituts für Physikalische Medizin des Universitätsspitals vom 4. September 1997 leidet die Beschwerdeführerin seit 1990 an progredienten, zunehmend generalisierten weichteilrheumatischen Beschwerden mit Tendenz zu Fibromyalgie und an einem Panvertebralsyndrom bei möglicher Schmerzverarbeitungsstörung. Die Arbeitsfähigkeit für eine leichte Tätigkeit mit Möglichkeit zu häufigem Lagewechsel und Vermeiden von stereotypen Bewegungsabläufen betrage ab sofort 100 %. Eine Tätigkeit, wie sie zuletzt ausgeübt worden sei, mit leichter körperlicher Arbeit bei der Chip-Herstellung in der Elektronikbranche sei zumutbar. Für Schwerarbeit bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Im Haushaltsbereich liege eine Arbeitsfähigkeit von 100 % vor. Dr. med. V.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostiziert im Gutachten vom 10. Februar 1998 eine phobisch-hypochondrische Störung mit undifferenzierter Somatisierungsstörung und eine Borderline-Persönlichkeit. Was die Frage der Arbeitsfähigkeit betreffe, so könne aus psychiatrischer Sicht zwar an den geschilderten Diagnosen im Sinne psychogener Störungen von Krankheitsgewicht festgehalten werden, deren Ausprägung sei jedoch keineswegs solcher Art, als dass davon eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden könne. Er schliesse sich der Beurteilung durch die Rheumaklinik des Universitätsspitals an und erachte die Versicherte für eine behinderungsangepasste Tätigkeit ohne wesentliche Einschränkung einsetzbar. b) Gestützt auf diese beiden massgebenden Gutachten, auf welche abzustellen ist, haben IV-Stelle und kantonales Gericht zu Recht geschlossen, bei Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsfähig. Mit einer solchen Tätigkeit, wie z.B. der zuletzt ausgeübten Beschäftigung, könnte sie, ohne dass es hiezu besonderer Eingliederungsmassnahmen bedürfte, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen erzielen. Was hiegegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht wird, ändert nichts am Ergebnis. Das kantonale Gericht hat eingehend begründet, weshalb es auf die beiden erwähnten Gutachten und nicht auf die übrigen Arztberichte, insbesondere nicht auf die Beurteilung des Hausarztes, abgestellt hat, was sich im Lichte der Rechtsprechung nicht beanstanden lässt (BGE 125 V 352 Erw. 3, 122 V 160 Erw. 1c). Soweit sich die Arztberichte, wie etwa diejenigen des Dr. med. R.________ vom 22. März 1999, des Dr. med. F.________ vom 19. April 1999 oder der lic. phil. A. H.________/Dr. med. E.________ vom 3. Februar 2000, auf einen Zeitpunkt nach Erlass der Verwaltungsverfügung vom 11. Mai 1998 oder insbesondere nach der am 22. April 1999 erlittenen Auffahrkollision beziehen, fallen sie für die Beurteilung der Rechtmässigkeit der Verfügung der IV-Stelle vom 11. Mai 1998 nach ständiger Rechtsprechung ausser Betracht (Erw. 1 hievor). Die geltend gemachten Veränderungen in tatsächlicher Hinsicht, vor allem die Folgen der Auffahrkollision vom 22. April 1999, sind im Rahmen der bereits eingereichten Neuanmeldung zu prüfen.