Citation: 6B_759/2021 E. 1.3.4

1.3.4. Der Beschwerdeführer anerkennt, dass Faustschläge gegen den Kopf eine versuchte schwere Körperverletzung darstellen können. Er wendet aber ein, dafür müssten Umstände vorliegen, welche die betreffenden Schläge konkret als besonders gefährlich erscheinen lassen, so etwa die Gefahr, dass das Opfer auf einem Randstein aufschlagen könnte, wenn es wegen eines Schlages stürzt. Solche Umstände seien hier nicht ersichtlich. Diese Argumentation des Beschwerdeführers geht offensichtlich fehl. Die Vorinstanz erwähnt ausdrücklich, dass der Angriff auf schneebedecktem und rutschigem Grund stattfand, weshalb das Opfer zusätzlich Gefahr lief, sich durch einen unkontrollierten Sturz schwer zu verletzen. Der Beschwerdeführer und der Mittäter attackierten mit ihren Klappmessern halb stehend das am Boden liegende Opfer. Dies erhöhte wegen des rutschigen Untergrunds die Gefahr einer lebensbedrohlichen Verletzung. Es kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer und der Mittäter auch dann noch auf das Opfer einschlugen, als dieses bereits am Boden lag. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz hing es vom Zufall ab, wo der Beschwerdeführer und der Mittäter das Opfer trafen. Bezeichnenderweise verletzten sich der Beschwerdeführer und der Mittäter im Rahmen des dynamischen Tatgeschehens sogar selbst.