Citation: 5A_206/2020 E. 4

Das Appellationsgericht hat das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen, da die Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht habe, dass im Verfahren, welches zum angefochtenen Entscheid geführt habe, ihr einziges Aktivum im Streit gelegen habe. Dafür lägen auch keine Anzeichen vor. Zudem habe das Zivilgericht zu Recht darauf hingewiesen, dass das ausdrücklich so formulierte Gesuch um Ausfertigung einer schriftlichen Begründung nicht als Rechtsmittel gegen den schriftlich begründeten Entscheid angesehen werden könne. Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Umstände (angebliche Flut von gerichtlichen Sendungen bei der Rückkehr ihrer Geschäftsführerin) stellten kaum einen Säumnisgrund im Sinne von Art. 148 Abs. 1 ZPO dar. Vor Bundesgericht macht die Beschwerdeführerin geltend, es liege das einzige Aktivum im Streit. Dabei handelt es sich bloss um eine unbelegte Sachverhaltsbehauptung. Zudem behauptet sie nicht, Entsprechendes bereits vor Appellationsgericht behauptet und belegt zu haben. Ausserdem schildert sie den Prozessablauf aus eigener Sicht. Dies ist nicht geeignet, die vorinstanzliche Beurteilung zu entkräften, wonach kaum ein entschuldbarer Säumnisgrund vorliege. Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, aufgrund von Art. 119 Abs. 6 ZPO dürfe kein Kostenvorschuss verlangt werden, denn die Rechtsöffnung betreffe Gerichtskosten, wobei ihr in dem mit der Rechtsöffnung zu vollstreckenden Entscheid seinerzeit die unentgeltliche Rechtspflege verweigert worden sei (Entscheid des Zivilgerichts Basel-Stadt vom 11. September 2018). Dem von ihr beigelegten Entscheid vom 11. September 2018 lässt sich jedoch nicht entnehmen, dass die unentgeltliche Rechtspflege je Thema jenes Verfahrens war. Im Übrigen verkennt sie den Inhalt von Art. 119 Abs. 6 ZPO. Diese Norm garantiert einzig die Kostenlosigkeit des Gesuchsverfahrens selber (hier also des Gesuchsverfahrens vor Appellationsgericht), nicht aber einmal des Beschwerdeverfahrens gegen die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege (BGE 137 III 470 E. 6 S. 471 ff.), geschweige denn weiterer Verfahren, die bloss indirekt mit früheren Kostenauflagen bzw. früheren Verweigerungen der unentgeltlichen Rechtspflege zusammenhängen. Die Beschwerdeführerin kann damit insgesamt nicht dartun, inwiefern das Appellationsgericht Recht verletzt haben soll, womit die Beschwerde den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht genügt (BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 f.; 140 III 115 E. 2 S. 116). Die Beschwerdeführerin ersucht darum, weitere Eingaben einreichen zu dürfen, falls die Begründung ihrer Beschwerde nicht genüge. Mängel in der Begründung können jedoch nicht verbessert werden (BGE 134 II 244 E. 2.4.2 S. 247).