Citation: 2C_534/2018 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz äusserte im angefochtenen Entscheid 810 17 238 in einem obiter dictum Zweifel hinsichtlich der Frage, ob der Beschwerdeführer im Steuerjahr 2012 einer selbständigen Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. Sie erklärte, es sei insbesondere aus der mit der Steuererklärung eingereichten Aufstellung "Einnahmen und Ausgaben selbständige Tätigkeit 2012" nicht ersichtlich, ob der Beschwerdeführer eine auf Gewinnerzielung ausgerichtete Tätigkeit verfolgt habe. Der Beschwerdeführer habe auch nicht darlegen können, inwiefern er im Zusammenhang mit seinen Auslagen im Steuerjahr 2012 Einkünfte erzielt habe oder in näherer Zukunft erzielen könne. Der von ihm für das Steuerjahr 2012 angegebene Umsatz von Fr. 0.-- wecke erhebliche Zweifel an seiner Gewinnerzielungsabsicht. Die in der eingereichten Aufstellung aufgeführten Auslagen für Telefon und Internet etc. würden zudem fast in jedem Personenhaushalt anfallen, weshalb diese Kosten grundsätzlich zu den allgemeinen Lebenshaltungskosten zu zählen seien und bei Weitem kein Indiz für das Vorliegen einer selbständigen Erwerbstätigkeit bilden würden. Einzig die in der Aufstellung aufgeführten Patentgebühren würden nicht unter die gewöhnlichen Lebenshaltungskosten fallen (siehe zum Ganzen E. 4.7 des angefochtenen Urteils 810 17 238). Letztlich lässt die Vorinstanz aber offen, ob eine selbständige Erwerbstätigkeit vorliege, da es bereits am fehlenden Konnex der geltend gemachten Gewinnungskosten zu den Einkünften fehle. Da jedoch diese Auffassung - wie dargelegt (E. 2.1) - unzutreffend ist, durfte die Frage der selbständigen Erwerbstätigkeit nicht offen gelassen werden. Die Vorinstanz hat damit eine rechtserhebliche Frage nicht beantwortet. Der angefochtene Entscheid ist in diesem Punkt aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen (Art. 112 Abs. 3 BGG), damit sie unter Berücksichtigung der Vorbringen des Beschwerdeführers prüft, ob eine selbständige Erwerbstätigkeit vorliegt.