Citation: 4A_116/2023 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin rügt, die angenommene durchschnittliche Arbeitszeit von 35 Stunden pro Woche sei nicht mit der von ihr ins Recht gelegten Verfügung der IV-Stelle Luzern vom 27. März 2018 (IV- Verfügung 2018) vereinbar. Im Einzelnen beanstandet sie, aus der IV-Verfügung 2018 ergebe sich ein monatlicher Pflegebedarf des Beschwerdegegners von 417.14 Stunden. Dies entspreche einem Pflegeaufwand von 50 Stunden pro Betreuerin und Woche. Die Vorinstanz habe ausserdem die Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) falsch angewandt, indem sie davon ausgegangen sei, der in der IV-Verfügung 2018 ermittelte Bedarf von 360 Stunden beruhe auf einer Addition der in der IVV vorgesehenen Höchstansätze von 40 bzw. 120 Stunden. Aus den in Art. 39e Abs. 2 IVV gesetzlich vorgesehenen Höchstansätzen für Pflegeleistungen ergebe sich ein Total von 220 Stunden. Nicht darin enthalten seien die Entschädigungen für Nachtdienste nach Art. 39c lit. i IVV, die pauschal nach der Intensität der zu erbringenden Hilfeleistung festgelegt würden.