Citation: 1P.1/2004 02.06.2004 E. A

Am Mittag des 24. Dezember 2001 kam es in A.________ zwischen Y.________ (geb. 1935) und X.________ (geb. 1947) zu einer Auseinandersetzung. Y.________ war zu Fuss unterwegs, als X.________ mit seinem Personenwagen an ihm vorbeifuhr. Nach Angaben von X.________ schlug Y.________ mit einem harten Gegenstand an die Fahrzeugscheibe. X.________ hielt an, stieg aus und ging auf Y.________ zu. In der Folge beschimpften sich die beiden, packten sich an den Kleidern und schubsten sich herum. Dabei erlitt Y.________ zwei Rippenbrüche. Am 8. Januar 2002 stellte Y.________ Strafantrag wegen einfacher Körperverletzung, eventuell Tätlichkeit. Bei den polizeilichen Befragungen machten Y.________ und X.________ zum Vorfall teilweise unterschiedliche Aussagen. Y.________ gab an, bei einem Spaziergang mit seiner Frau habe er von hinten ein Fahrzeug nahen gehört. Er habe sich umgedreht und dieses gesehen. Darauf sei er langsam nach links gegangen, um die Fahrbahn frei zu machen. Der Lenker des Fahrzeuges sei mit Vollgas an ihm vorbeigerast. Dies habe Y.________ dazu veranlasst, die Hände zu verwerfen, um damit zu zeigen, dass man nicht so schnell fahren solle. Der Fahrzeuglenker habe anschliessend sofort angehalten, sei ausgestiegen und auf ihn zugegangen. Der Lenker habe ihn mit beiden Händen an der Jacke gepackt, geschüttelt und an eine Mauer geschubst. Dabei habe er sich die Rippen gebrochen. Während des Angriffes habe der Autofahrer geschrien: "Ich fahre wo ich will! Sie haben mir einen Stein ans Auto geworfen." Y.________ gab an, er vermute, dass ihm beim Verwerfen der Hände ein "Sugus" aus den Händen geflogen sei und das Auto getroffen habe. Einen Stein habe er sicher nicht geworfen. X.________ bestritt die tätliche Auseinandersetzung nicht. Er gab aber an, Y.________ habe ihn angegriffen. Es habe damit angefangen, dass sich Y.________ ihm in den Weg gestellt habe, als er sich mit dem Auto genähert habe. Y.________ sei links gegangen, habe ihn gesehen und sich dann immer mehr zur rechten Strassenseite hin bewegt. Wenige Meter bevor er auf der Höhe von Y.________ gewesen sei, sei dieser mitten in der Fahrbahn gestanden und habe ihm so den Weg versperrt. Er habe bremsen müssen und sei langsam rechts an Y.________ vorbeigefahren. Als er auf der Höhe von Y.________ gewesen sei, habe dieser mit einem harten Gegenstand an die Fahrerscheibe geschlagen. Er habe sofort angehalten und sei zu Y.________ gegangen. Sie hätten sich dann beschimpft. Als Y.________ ihn mit beiden Händen an der Jacke gepackt habe, habe er jenen seinerseits mit beiden Händen an der Jacke gefasst. Sie hätten sich darauf gegenseitig auf der Strasse herumgeschubst und etwa gleichzeitig wieder losgelassen. Wie sich Y.________ die Rippenbrüche zugezogen habe, könne er sich nicht erklären. Er, X.________, habe nichts bemerkt; er sei sehr wütend und erregt gewesen. Alles sei seinerseits "nicht extra" geschehen. Mit Eingabe vom 1. März 2002 an die Bezirksanwaltschaft Dielsdorf machte Y.________ gegen X.________ Schadenersatz in noch unbestimmter Höhe sowie eine Genugtuung von Fr. 4'000.-- geltend. Am 2. April 2002 trafen X.________ und Y.________ folgende Vereinbarung: "1. X.________ zahlt Y.________ CHF 2'500.-- als Abgeltung sämtlicher Ansprüche von Y.________ (Schadenersatz, Genugtuung) aus dem Vorfall vom 24. Dezember 2001 und Y.________ verzichtet gegenüber X.________ auf darüber hinaus gehende Forderungen. Vorbehalten bleibt Ziff. 4 dieser Vereinbarung.