Citation: 1P.694/2001 06.03.2002 E. B

Gegen das Urteil des Kriminalgerichts haben Y.________, X.________ sowie die Staatsanwaltschaft Appellation erhoben. Y.________ beantragte, X.________ sei im Zusammenhang mit den zu seinem Nachteil begangenen Verfehlungen der qualifizierten Veruntreuung und des Betruges für schuldig zu sprechen und mit mindestens drei Jahren Zuchthaus sowie einer Busse von Fr. 20'000.-- zu bestrafen. Weiter machte Y.________ eine Zivilforderung von insgesamt Fr. 1'099'830.60.-- geltend und stellte den Antrag, die gesamten Verfahrens- und Gerichtskosten seien X.________ aufzuerlegen. Im Verlauf des Verfahrens zog Y.________ seine Appellation zurück und teilte dem Obergericht mit, dass er mit X.________ einen Vergleich geschlossen habe, wonach sich der Gesamtschaden auf Fr. 2'500'000.-- belaufe und dieser ihm daran Fr. 750'000.-- vergüte. X.________ ersuchte das Obergericht in seiner Appellation um Aufhebung des Schuld- und Kostenspruchs des Kriminalgerichts sowie der ihm auferlegten Parteientschädigung an Y.________. Hinsichtlich Kostenverlegung sei ihm lediglich ein Teil der Untersuchungskosten aufzuerlegen, einstweilen bei Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Die Staatsanwaltschaft beantragte, das Urteil des Kriminalgerichts im Frei-, Schuld- und Strafpunkt aufzuheben und X.________ gemäss Anklage wegen mehrfacher qualifizierter Veruntreuung und mehrfachem Betrug zu zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis und einer Busse von Fr. 10'000.-- zu verurteilen, unter Kostenfolge zu Lasten von X.________. Z.________ teilte mit, dass sie an der Strafverfolgung von X.________ nicht mehr interessiert sei, nachdem dieser an den Gesamtschaden eine Akontozahlung geleistet habe.