Citation: 8C_18/2024 E. 5.6

5.6. Die Beschwerdeführerin wiederholt ihren Einwand, in Verletzung der Begründungspflicht habe der Beschwerdegegner lediglich pauschal eine ungenügende Zeiterfassung als Rückerstattungsgrund angegeben. Mit der Vorinstanz kann festgehalten werden, dass der Vorwurf der ungenügenden Arbeitszeiterfassung im Einspracheentscheid vom 8. September 2022 hinreichend begründet wurde. Der Beschwerdegegner legte bereits in der Revisionsverfügung vom 13. Mai 2022 dar, dass die Mitarbeitenden der Beschwerdeführerin bis 22. März 2020 sowie ab Juni 2020 keine Arbeitszeitkontrollen vorgenommen hätten, wobei ein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung für den Zeitraum vom 16. März bis 29. Mai 2020 sowie vom 23. Januar bis 22. April 2021 geltend gemacht worden sei. Vom 23. März bis 29. Mai 2020 sei zwar eine Excel-Liste geführt worden, in der die (angeblich) täglich geleisteten Arbeitsstunden aufgelistet worden seien. Sämtliche wirtschaftlichen und anderweitigen Absenzen seien daraus aber nicht ersichtlich. Aus diversen E-Mails gehe hervor, dass die Mitarbeitenden der C.________ Holding AG angewiesen worden seien, nicht die effektiven Arbeitsstunden zu erfassen, da die Differenz die Arbeitslosenversicherung bezahle. Die vom 23. März bis 29. Mai 2020 geführten Arbeitszeitkontrollen in Form von Excel-Listen seien daher untauglich, da sie nachweislich nicht die tatsächlich gearbeiteten Arbeitsstunden enthielten. Plausibilisierungsversuche anhand von anderen betrieblichen Unterlagen seien nicht möglich. Daraus zog der Beschwerdegegner den Schluss, dass die geltend gemachten Arbeitsausfälle infolge Unkontrollierbarkeit für den ganzen Geltungszeitraum vollumfänglich aberkannt würden. Diese Argumentation nahm der Beschwerdegegner im Einspracheentscheid nochmals auf und ging auf die einzelnen Rügen der Beschwerdeführerin ein, wie die Vorinstanz bereits festgestellt hat. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin wurde ausführlich begründet, weshalb die gesamten geltend gemachten Ausfallstunden aufgrund deren ungenügender Überprüfbarkeit nicht anerkannt werden konnten. Der Beschwerdegegner nannte die wesentlichen Überlegungen, von denen er sich leiten liess und auf welche er seinen Entscheid stützte. Nicht stichhaltig ist der Einwand, der Beschwerdegegner habe im Einspracheentscheid vom 8. September 2022 unzulässigerweise auf Ausführungen hinsichtlich des Verfahrens der B.________ AG verwiesen. Auch wenn gemäss Angaben der Beschwerdeführerin ein unabhängiges Finanzwesen bzw. eine eigene Buchhaltung besteht, gehört die Beschwerdeführerin zum einen ebenfalls zur C.________ Holding AG. Die Beschwerdeführerin bestreitet zum andern nicht, dass die Ausführungen betreffend das Ausfüllen der Stundenblätter auch an sie gerichtet waren. Überdies wurden der Antrag und die Abrechnung von Kurzarbeit der Mitarbeitenden von einem Personalverantwortlichen der Schwestergesellschaft vorgenommen und eine gemeinsame Ferienübersicht der Angestellten beider Schwesterngesellschaften geführt, wie der Beschwerdegegner darlegt. Dass allenfalls bei einem Verweis des Beschwerdegegners auf die mangelhafte Zeiterfassung eine Arbeitnehmerin der B.________ AG genannt wurde, wie moniert wird, ändert am Ergebnis nichts. Von einer lediglich pauschal begründeten Rückforderung kann mithin keine Rede sein. Eine Verletzung der (aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessenden) Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 149 V 156 E. 6.1; 148 III 30 E. 3.1) hat die Vorinstanz damit zu Recht verneint.