Citation: 5D_249/2020 E. 2.1

2.1. Beruht die Betreibungsforderung auf einer durch öffentliche Urkunde festgestellten oder durch Unterschrift bekräftigten Schuldanerkennung, so kann der Gläubiger die provisorische Rechtsöffnung verlangen (Art. 82 Abs. 1 SchKG). Der Richter spricht die Rechtsöffnung aus, sofern der Betriebene nicht sofort Einwendungen glaubhaft macht, welche die Schuldanerkennung entkräften (Art. 82 Abs. 2 SchKG). Dabei kann er sich - in der Regel mittels Urkunden - auf alle Einreden und Einwände aus dem Zivilrecht berufen (BGE 145 III 20 E. 4.1.2). Der Mietvertrag bildet nur für die Dauer des Mietverhältnisses einen provisorischen Rechtsöffnungstitel (VEUILLET, in: La mainlevée de l'opposition, 2017, N. 163 zu Art. 82 SchKG; STAEHELIN, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 116 zu Art. 82 SchKG). Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin einredeweise vorgebracht, dass sie den Mietvertrag per 31. Oktober 2019 vertragskonform gekündigt habe. Im Gegensatz zum Kantonsgericht hat das Obergericht den Einwand der Beschwerdegegnerin, die Parteien hätten eine Kündigungsfrist von einem Jahr während der verlängerten befristeten Mietdauer von fünf Jahren vereinbart und sie (die Beschwerdegegnerin) habe den Mietvertrag gültig per 31. Oktober 2019 gekündigt, als glaubhaft erachtet.