Citation: B 7/06 09.03.2007 E. 4

Umstritten ist der - vorinstanzlich bejahte - Anspruch auf eine Invalidenrente gegenüber der Beschwerdeführerin, bei welcher der Beschwerdegegner vom 1. Januar bis 30. November 2001 (einschliesslich Nachdeckungsfrist gemäss Art. 10 Abs. 3 BVG) versichert gewesen war. 4.1 Die Beschwerdeführerin hält letztinstanzlich an ihrem Standpunkt fest, wonach die von der Invalidenversicherung ab 1. August 2001 bejahte 100%ige Invalidität sachlich und zeitlich eng mit jener invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit zusammenhängt, aufgrund welcher bereits vom 1. Oktober 1996 bis 30. April 2000 eine Invalidenrente nach IVG zugesprochen worden war; für die erneute Invalidität sei damit nicht die REVOR Sammelstiftung, sondern allenfalls eine frühere Vorsorgeeinrichtung leistungspflichtig. 4.2 Das kantonale Gericht hat die Frage der sachlichen Konnexität nicht abschliessend beantwortet, jedoch gestützt auf eine umfassende Würdigung der Akten einlässlich begründet, weshalb von einem Unterbruch des zeitlichen Zusammenhangs auszugehen ist. Entgegen den in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwänden ist die vorinstanzliche Schlussfolgerung zu bestätigen. Es ist aktenmässig erstellt, dass der Beschwerdegegner während rund zwei Jahren (Juli 1999 bis anfangs August 2001, vgl. auch Erw. 3.2 hievor in fine) in zwei Beschäftigungsverhältnissen - ab 1. Juli 1999 bis 31. Dezember 2000 als Unternehmensberater bei den Z.________ Versicherungen und ab 1. Januar 2001 als Akquisiteur im Versicherungswesen bei der Firma H.________ - voll erwerbstätig war, dies ohne längere, krankheitsbedingte Arbeitsaussetzungen und bei durchaus normalen Lohnverhältnissen (Fr. 96'000.- Jahreseinkommen [ohne Spesen] bei den Z.________ Versicherungen, Fr. 120'000.- bei der Firma H.________). Der Umstand, dass das schon zuvor bestandene psychische Grundleiden des Beschwerdegegners (depressive Störungen) - während der erwähnten zwei Jahre weiterhin bestand, er deswegen beruflich wahrscheinlich nicht optimal leistungsfähig war und aus medizinisch-theoretischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von rund 20 % hinzunehmen hatte, ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht entscheidend. Nach der Rechtsprechung kommt es darauf an, ob sich eine Arbeitsunfähigkeit effektiv im Arbeitsverhältnis konkret nachteilig bemerkbar macht (SVR 2005 BVG Nr. 5 S. 15 E. 2.1, B 45/03, mit Hinweis), sie sich mit anderen Worten arbeitsrechtlich offenbart (SZS 2003 S. 434, B 13/01; Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts B 12/03 vom 12. November 2003, E. 3.2.2; B 73/00 vom 28. Mai 2002 E. 3a/bb). Wie vorinstanzlich zutreffend erwogen, sind die vertraglich festgesetzte Pflicht zur Erbringung von Arbeit und die dafür vorgesehene Entlöhnung sowie weitere im Rahmen des Arbeitsverhältnisses getroffene Vereinbarungen in der Regel als den realen Gegebenheiten entsprechend zu werten, wovon nur unter besonderen Umständen und mit äusserster Zurückhaltung abzuweichen ist (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts B 73/00 vom 28. Mai 2002, E. 3a/bb). Im hier zu beurteilenden Fall besteht kein Anlass, die von Juli 1999 bis anfangs August 2001 sowohl mit Bezug auf den Beschäftigungsgrad als auch die Lohnverhältnisse in Erscheinung getretene volle Erwerbstätigkeit als blossen Schein zu werten oder gar - was die Beschwerdeführerin nicht ausschliessen will - eine Falschauskunft seitens der Z.________ Versicherungen anzunehmen. Namentlich ist die retrospektive Einschätzung im Bericht des Dr. med. S.________, Oberarzt an der Psychiatrischen Privatklinik X.________, vom 13. Mai 2002, wonach bei beiden Arbeitsverhältnissen die psychischen Probleme des Beschwerdegegners massgeblich zum Stellenverlust beigetragen hätten, nicht geeignet, die anderslautenden Angaben der Z.________ Versicherungen vom 5. Juni 2002 in Zweifel zu ziehen, was umso mehr gilt, als diese durch das echtzeitliche Kündigungsschreiben der Arbeitgeberin vom 27. Oktober 2000 gestützt werden. Für die hier interessierenden Arbeitsverhältnisse lässt sich schliesslich auch nichts aus dem Umstand ableiten, dass der Beschwerdegegner ab 1994 relative häufige Stellenwechsel zu verzeichnen hatte. 4.3 Ist mit der Vorinstanz von einem Unterbruch des zeitlichen Zusammenhangs auszugehen, ist die REVOR Sammelstiftung als zuständige Vorsorgeeinrichtung der Firma H.________ für die ab 1. August 2001 bestehende Invalidität in dem vom kantonalen Gericht festgelegten, letztinstanzlich von der Beschwerdeführerin - zu Recht - nicht beanstandeten Umfange leistungspflichtig. Mit Blick auf die kumulative Voraussetzung des engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhangs gilt dies ungeachtet dessen, dass der sachliche Zusammenhang zur früheren Invalidität (1996 bis 2000), soweit den hier wie dort zu Grunde liegenden psychischen Gesundheitsschaden betreffend, nicht ernsthaft bestritten werden kann (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts B 18/06 vom 18. Oktober 2006, E. 4.3).