Citation: 1C_616/2014 E. A

Die A.________ AG entnimmt im Gebiet "Sevenett" in der Gemeinde Visperterminen dem Fluss Vispa Geschiebe und betreibt ein Kies- und Betonwerk. Bereits am 30. April 2002 wurde eine Vereinbarung zwischen der B.________ AG als Rechtsvorgängerin der A.________ AG und dem Kanton Wallis bezüglich des künftigen Sondernutzungskonzepts für das Gebiet "Sevenett" abgeschlossen, mit welcher der B.________ AG erlaubt wurde, gewisse Parzellen zwecks Kiesabbau zu nutzen. Es war damals geplant, die zulässige Nutzung in einem Sondernutzungsplan zu regeln. Ein solcher ist bislang jedoch noch nicht erlassen worden. Anlässlich einer baupolizeilichen Kontrolle wurde am 14. Dezember 2011 feststellt, dass die A.________ AG auf einer 450 m langen und 50 bis 60 m breiten Fläche am Vispaufer ohne Baubewilligung der zuständigen Behörde, Natursteine, Kies, Aushub, mineralische Bauabfälle und Asphalt lagert sowie Asphalt wiederaufbereitet. Die von der erwähnten Nutzung betroffenen Parzellen Gbbl. Nrn. 8383, 8384, 8388, 8389 sowie 8392 - 8399 liegen alle im übrigen Gemeindegebiet gemäss Bau- und Zonenreglement der Gemeinde Visperterminen vom 21. Oktober 1994 (BZR/Visperterminen). Das übrige Gemeindegebiet umfasst Flächen, die nicht zur Bauzone gehören (Art. 77 BZR/Visperterminen). Die Parzellen befinden sich zudem ausserhalb des nördlich gelegenen Perimeters des homologierten Detailnutzungsplans "Sevenett", wo eine Deponie betrieben wird. Mit Wiederherstellungsverfügung vom 14. März 2013, eröffnet am 2. April 2013, forderte die Kantonale Baukommission des Kantons Wallis (KBK/VS) die A.________ AG unter anderem dazu auf, keine neuen zusätzlichen Materialien jeglicher Art auf den Parzellen Gbbl. Nrn. 8383, 8384, 8388, 8389 sowie 8392 - 8399 abzulagern. Einzig die Ablagerung von Flussgeschiebe aus der Vispa wurde im Rahmen der Vereinbarung vom 30. April 2002 erlaubt. Zudem wurde die A.________ AG angewiesen, bis am 31. Mai 2013 auf den hiervor genannten Parzellen den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen, indem sie die mineralischen Bauabfälle und den Asphalt entferne und fachgerecht entsorge. Die A.________ AG wurde überdies aufgefordert, bis am 31. Mai 2013 auf den Parzellen Gbbl. Nrn. 8389 und 8394 den rechtmässigen Zustand wiederherzustellen, indem sie sämtliche Materialien, die sich im Flussraum befänden, entferne. Als Referenz für den Flussraum wurde der der Wiederherstellungsverfügung beigelegte Plan "HWSK Visp: Geschieberückhalt im Sevenett" angegeben. Gegen diese Verfügung der KBK/VS erhob die A.________ AG am 2. Mai 2013 Verwaltungsbeschwerde an den Staatsrat des Kantons Wallis. Mit Entscheid vom 22. Januar 2014 wies dieser die Beschwerde ab. Die gegen diesen Entscheid von der A.________ AG am 26. Februar 2014 beim Kantonsgericht des Kantons Wallis eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde wies dieses mit Urteil vom 21. November 2014 ab.