Citation: U 67/02 02.04.2003 E. 1

Am 19. März 1996 kam es zwischen dem Untervermieter B.________ und seinen beiden Untermietern K.________ (geboren 1952) sowie C.________ in der gemeinsam bewohnten Wohnung zu einer tätlichen Auseinandersetzung, in deren Rahmen der Erstere die Letzteren wegen ausstehender Mietzinse hinauswerfen wollte und ihnen drohte, sie andernfalls "abzuknallen". B.________ sprang danach die Treppe zu seinem Zimmer hinauf und drohte den beiden Untermietern, er hole jetzt seinen Revolver und knalle sie ab. Er holte die Waffe und kam damit die Treppe herunter, während K.________ noch im Hausgang war; als dieser dann das Haus bereits verlassen hatte, schoss B.________ in der Wohnung in eine Glasvitrine. C.________ befand sich zu diesem Zeitpunkt an einem unbekannten Standort in der Wohnung. Verletzt wurde niemand. B.________ wurde wegen dieses Vorfalls der Gefährdung des Lebens und der Nötigung schuldig gesprochen, zu einer bedingten Gefängnisstrafe von vier Monaten und Fr. 300.- Busse verurteilt sowie zur Entrichtung einer Genugtuung von Fr. 300.- an K.________ verpflichtet (Entscheid des Bezirksgerichts X.________ vom 29. April 1997). Zur Abklärung der Verhältnisse zog die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) die Strafakten, Berichte des Dr. med. S.________, Allgemeine Medizin FMH (vom 14. Juli 1999), und des Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH (vom 31. Januar und 6. Oktober 1997 sowie 22. Juli 1999) sowie ein Gutachten des Dr. med. H.________ (vom 1. April 1999) bei. Gestützt auf diese Unterlagen lehnte sie den Anspruch von K.________ auf Versicherungsleistungen für den Vorfall vom 18. (recte 19.) März 1996 ab, da keine unfallbedingte behandlungsbedürftige Schädigung vorgelegen habe. Der Versicherte habe keine körperlichen Verletzungen erlitten und die psychischen Beschwerden stünden mit dem Ereignis in keinem kausalen Zusammenhang (Verfügung vom 25. Juli 2000). Auf Einsprache des Versicherten hin hielt die Anstalt mit Entscheid vom 18. September 2000 an ihrem ablehnenden Standpunkt fest, da keine körperlichen Verletzungen vorgelegen hätten und das in Frage stehende Schreckereignis (Schussabgabe) bezüglich psychischer Beschwerden den Unfallbegriff nicht erfülle. Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung mit Entscheid vom 16. Januar 2002 ab. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt der Versicherte die Bejahung der Leistungspflicht der SUVA unter Abzug der Leistungen der Helsana; eventuell sei eine medizinische Begutachtung durch die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) durchzuführen; die Taggelder seien ab 18./19. März 1999 abzüglich der Leistungen der Helsana zu erbringen; es sei eine Vorschusszahlung zu veranlassen. Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, soweit darauf einzutreten sei, während das Bundesamt für Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung verzichtet.