Citation: 6B_600/2021 E. 2.4.2

2.4.2. Das vom Beschwerdeführer eher allgemein erwähnte Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens (Art. 13 BV und Art. 8 EMRK) schützt - wie er bereits selber ausführt - in erster Linie die Kernfamilie, d.h. die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderjährigen Kindern (BGE 145 I 227 E. 5.3), womit der kinderlose und unverheiratete Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag. Unter dem vom Beschwerdeführer angesprochenen Aspekt des Familienlebens wäre dieses Recht im Weiteren auch erst dann berührt, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme eine nahe, echte und tatsächlich gelebte familiäre Beziehung einer in der Schweiz gefestigt anwesenheitsberechtigten Person beeinträchtigt, ohne dass es dieser ohne Weiteres möglich bzw. zumutbar wäre, ihr Familienleben andernorts zu pflegen (BGE 144 I 266 E. 3.3, 91 E. 4.2 und E. 5.1; 144 II 1 E. 6.1). Dass eine solche Beziehung zu seinen Eltern besteht, macht der Beschwerdeführer jedoch nicht geltend, läuft seine Argumentation doch darauf hinaus, dass er aus finanziellen Gründen bei diesen lebt.