Citation: 6B_771/2016 E. 1.5.2

1.5.2. Die Staatsanwaltschaft hatte vom Erlass einer Editionsverfügung betreffend die vom Beschwerdeführer beantragten Unterlagen abgesehen, weil ihr die A.________ mitgeteilt hatte, dass keine Traktandenlisten, Sitzungsprotokolle und Mandatsofferten vorhanden seien (act. 18/3, 18/8, 19/5). Unter diesen Umständen ist nicht einzusehen, was ein Beharren auf die Edition der genannten Unterlagen gebracht hätte, weshalb sich dieser Vorhalt als unbegründet erweist. Im Übrigen setzt sich die Vorinstanz mit den Angaben des Beschwerdeführers betreffend seine Bemühungen zur Akquirierung von Kunden eingehend auseinander. Sie begründet nachvollziehbar, weshalb sie dessen Aussagen als auffallend pauschal, widersprüchlich und daher als unglaubhaft erachtet. Der Beschwerdeführer habe während des zehn Monate dauernden Arbeitsverhältnisses keinen einzigen Kunden akquirieren und keinen Auftrag abschliessen können. Er habe angegeben, schätzungsweise 20 Kundenbesuche gemacht zu haben. In seiner ersten staatsanwaltschaftlichen Einvernahme habe er allerdings keinen Kunden, den er besucht haben solle, namentlich nennen können, sondern habe es bei der unverfänglichen Behauptung belassen, vor allem bestehende Kunden gepflegt zu haben. In der zweiten staatsanwaltschaftlichen Einvernahme habe er erklärt, 12 bis 15 Kundenbesuche getätigt zu haben, wobei er auf weitere Nachfrage schliesslich sechs Kunden genannt habe (vgl. auch oben E. 1.4.). Die Vorinstanz setzt sich auch mit den vom Beschwerdeführer eingereichten, diesem anonym zugestellten Auszügen seiner Geschäftsagenda und der Liste seiner Projekte auseinander und zeigt auf, weshalb diese an ihrer Überzeugung, dass der Beschwerdeführer einen wesentlichen Teil seiner Arbeitszeit für das erfundene Projekt aufgewendet habe, nichts zu ändern vermögen. Sie führt dazu aus, zunächst stimmten die Kunden der Liste weder mit den Kundenbesuchen in der Agenda noch mit den vom Beschwerdeführer genannten Kunden überein. Zudem belege die Agenda, dass der Beschwerdeführer nur sehr wenige Termine gehabt habe. Oft seien ganze Tage oder gar ganze Wochen keine geschäftlichen Besprechungen aufgeführt. Schliesslich dürfe der logistische Aufwand nicht unterschätzt werden, der nötig sei, um ein fingiertes Projekt in der Grössenordnung des B.________-Projekts über Monate aufrechtzuerhalten, was sich auch aus den Aussagen des Beschwerdeführers ergebe. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, inwiefern diese Ausführungen betreffend seine geltend gemachten Akquisitionsbemühungen willkürlich sind. Da sich die Vorinstanz mit sämtlichen Vorbringen des Beschwerdeführers auseinandersetzt, erweist sich die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs als unbegründet.