Citation: 2C_308/2024 E. 2.3

2.3. Vorliegend hat das Bundesverwaltungsgericht im Wesentlichen erwogen, dass die Beschwerdeführerin und ihre Familie von 1973 bis 1979 im durch das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) geführten Tibeter- bzw. Flüchtlingsheim U.________ untergebracht worden seien, wobei dies aus migrations- und asylrechtlichen und nicht aus fürsorgerischen oder vormundschaftlichen Gründen erfolgt sei. Weiter hat das Bundesverwaltungsgericht festgehalten, dass die Beschwerdeführerin glaubhaft habe darlegen können, dass sie während ihrer mehrjährigen Unterbringung im Tibeterheim schwere Integritätsverletzungen erlitten habe und dass diese Unterbringung zusammen mit psychisch beeinträchtigten und traumatisierten Menschen überhaupt nicht geeignet gewesen sei. Die von ihr aufgezeigten Beeinträchtigungen bzw. Übergriffe seien jedoch nicht im Rahmen einer Massnahme nach AFZFG erfolgt, da es sich bei der Unterbringung im Tibeterheim weder um eine fürsorgerische Zwangsmassnahme noch um eine Fremdplatzierung im Sinne von Art. 2 lit. a und lit. b AFZFG handle. In der Folge ist die Vorinstanz zum Schluss gelangt, dass der vorliegende Sachverhalt nicht in den sachlichen Anwendungsbereich des AFZFG falle und hat die Beschwerde abgewiesen. Die Beschwerdeführerin wurde auf den Weg der Staatshaftungsklage verwiesen.