Citation: 1P.55/2002 15.04.2002 E. 4

Die Erwägungen des angefochtenen Entscheides sind sachlich vertretbar und beruhen auf einer willkürfreien Anwendung des kantonalen Verfahrensrechts. 4.1 Der Beschwerdeführer behauptet nicht, er habe nach Bekanntwerden der von ihm geltend gemachten Prozessfehler ein förmliches Ausstandsgesuch gegen den Bezirksgerichtspräsidenten gestellt. Die Annahme des Obergerichts, der Beschwerdeführer habe die Rüge der richterlichen Befangenheit verspätet erhoben und es könne deshalb die Verletzung einer "grundlegenden gesetzlichen Bestimmung" verneint werden, ist nicht willkürlich. Im Übrigen hat das Obergericht ausgeführt, die Frage könne letztlich offen gelassen werden, weil jedenfalls die Voraussetzung des "schwer wieder gutzumachenden Nachteils" fehle. 4.2 Ebenso wenig bestreitet der Beschwerdeführer, dass es sich beim fraglichen Verweis um eine prozessdisziplinarische (sitzungspolizeiliche) Verfügung des zuständigen Gerichtspräsidenten handelt, welche allein das laufende Verfahren betraf, und nicht um eine aufsichtsrechtliche Disziplinarmassnahme der gesetzlichen Aufsichtsbehörde (Anwaltskommission). Er begründet den von ihm befürchteten "schwer wieder gutzumachenden Nachteil" erneut mit dem Vorbringen, der Gerichtspräsident von Muri sei "parteiisch", und "befangen wie er nun einmal" sei, werde er dem Beschwerdeführer "bei nächster Gelegenheit einen weiteren Verweis erteilen und dabei auf den ersten hinweisen (...), was dann schliesslich doch zu einer - expliziten - disziplinarischen Massnahme führen würde". Soweit der Beschwerdeführer sich mit den diesbezüglichen Erwägungen des Obergerichtes auseinander setzt, lassen seine Vorbringen den angefochtenen Entscheid nicht als willkürlich erscheinen.