Citation: 6B_217/2022 E. 2.7.2

2.7.2. Die Vorinstanz stellt fest, dass die fehlende Absturzsicherung bei einer Arbeitshöhe von rund viereinhalb Metern auf einem nicht durchbruchsicheren Glasdach mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit ursächlich für den Unfall und die damit verbundene Verletzungsfolge gewesen sei. Der Beschwerdeführer beanstandet keine Willkür, sondern stellt der Feststellung der Vorinstanz im Wesentlichen bloss frei seine eigene Sichtweise gegenüber, wonach die ihm vorgeworfenen Sorgfaltspflichtverletzungen nicht unfallursächlich gewesen seien. Ohne Erfolg: Zunächst betont er in diesem Zusammenhang erneut, dass sein Verhalten nicht die alleinige Unfallursache gewesen sei, worauf es jedoch auch hier nicht ankommt. Unbehelflich ist sodann sein Vorbringen, auch die von der Vorinstanz geforderte "Seilsicherung" hätte einen Durchbruch durch das Glas nicht verhindern, sondern lediglich den Sturz bremsen können. Denn bereits dies hätte nach der allgemeinen Lebenserfahrung verhindert, dass sich der Beschwerdegegner 2 beim Sturz schwer verletzt. Ferner rügt er, auch wenn er eine Seilsicherung im Sinne einer Lifeline angebracht hätte, hätte der Unfall nicht verhindert werden können, weil eine Seilsicherung nicht "automatisch" schütze, sondern voraussetze, dass die Arbeiter diese Sicherung auch effektiv gebrauchten, wovon hier nicht ausgegangen werden könne. Dabei verkennt er, dass die Vorinstanz ihm nicht alleine die nicht angebrachte Seilsicherung, sondern ebenfalls die unterbliebene Anweisung und Überwachung der Nutzung vorwirft. Dass sämtliche gemäss der Vorinstanz unterbliebenen Sicherheitsmassnahmen zusammen den Unfall mit einem hohen Mass an Wahrscheinlichkeit verhindert hätten, stellt der Beschwerdeführer zu Recht nicht in Abrede.