Citation: 5A_691/2023 E. 5.1

5.1. Er argumentiert, gemäss Art. 142 Abs. 2 ZPO ende eine nach Monaten bestimmte Frist an dem Tag, der dieselbe Zahl trage wie derjenige, an dem die Frist zu laufen begonnen habe. Dies sei gemäss Art. 142 Abs. 1 ZPO der einem Ereignis bzw. einer Mitteilung folgende Tag, vorliegend also der 27. Januar 2022. Die Vorinstanz wende Art. 142 ZPO i.V.m. Art. 2, 3 und 4 EuFrÜb unrichtig an und verletze damit Bundesrecht. Der Rechtsuchende müsse sich auf den klaren Gesetzeswortlaut verlassen können, weswegen Art. 142 Abs. 1 und 2 ZPO wörtlich auszulegen seien. Triftige Gründe, vom klaren und unmissverständlichen Wortlaut abzuweichen, ergäben sich nicht, zumal nicht zwingend ein Widerspruch zum EuFrÜb vorliege. Dass die Regelung in diesem Übereinkommen allenfalls unklar oder widersprüchlich sei, reiche nicht aus, vom klaren und unmissverständlichen Wortlaut von Art. 142 ZPO abzuweichen. Die Klage vom 12. Mai 2022 sei daher innert der Frist von Art. 209 Abs. 3 ZPO eingereicht worden.