Citation: 1C_213/2017 E. 6.3

6.3. Ebenfalls dafür, dass die Wahlvorschläge bei der Kantonsratswahl zwingend von einer bestimmten Anzahl Stimmberechtigter aus der jeweiligen Gemeinde unterzeichnet werden müssen, spricht die vom Gesetzgeber vorgesehene Abstufung der verlangten Anzahl Unterschriften nach der Grösse der Gemeinde. Mit Blick auf den Zweck des Erfordernisses einer bestimmten Anzahl von Unterzeichnern im Vorschlagsverfahren, nämlich der Vermeidung von nicht ernst gemeinten Wahlvorschlägen bzw. von sog. Jux-Listen (vgl. E. 7.2.2 hiernach), würde eine Abstufung nach der Anzahl der Einwohner der Gemeinde nämlich kaum einen Sinn ergeben, wenn ohnehin alle im Kanton Stimmberechtigten einen Wahlvorschlag unterzeichnen könnten. Zur Vermeidung von Jux-Listen in kleinen Gemeinden reicht eine geringe Anzahl von Unterschriften nur dann, wenn die Unterzeichnenden auch in der betreffenden Gemeinde stimmberechtigt sein müssen.