Citation: 5A_566/2021 E. 2.4.1

2.4.1. Den vorinstanzlichen Ausführungen lässt sich entnehmen, dass ein möglicher Gutachter üblicherweise vorgängig angefragt wird, ob er den Auftrag annehmen könne. Zudem erlaube die Einsicht in die bereits erstellte Schätzung, dortige Erkenntnisse über die Liegenschaft wie Pläne und Grundbuchauszüge bei der Neuschätzung zu berücksichtigen, was sich auch auf die Kosten auswirken könne. Der Vermeidung unnötiger Kosten sei auch mit Blick auf die beschränkte Bedeutung der Schätzung im Rahmen der Grundpfandverwertung Rechnung zu tragen. Konkrete Anhaltspunkte, dass der vorgeschlagene Sachverständige keine fachlich korrekte Schätzung vornehmen könne, bestehen nach Ansicht der Vorinstanz keine. Von ihm werde in jedem Fall, auch nach Einsicht in die bereits erstellten Unterlagen, erwartet, dass er nach bestem Wissen und Gewissen arbeite, wozu er unter Strafandrohung verpflichtet sei. Konkrete Umstände, die auf eine Voreingenommenheit hinweisen könnten, seien weder dargetan noch ersichtlich.