Citation: 6B_1070/2018 E. 5.3.1

5.3.1. Wurde der Täter innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat zu einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten oder zu einer Geldstrafe von mindestens 180 Tagessätzen verurteilt, so ist der Aufschub einer Geldstrafe, von gemeinnütziger Arbeit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren nur zulässig, wenn besonders günstige Umstände vorliegen (nArt. 42 Abs. 2 StGB). nArt. 42 Abs. 2 StGB erfasst gemäss der Übergangsbestimmung zur Änderung vom 19. Juni 2015 auch Geldstrafen von mehr als 180 Tagen (BGE 145 IV 137 E. 2.3 S. 139), welche mit der auf den 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Gesetzesänderung abgeschafft wurden (vgl. nArt. 34 Abs. 1 StGB). Anders als aArt. 42 Abs. 2 StGB, der darauf abstellte, ob der Täter innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat zu einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von "mindestens" sechs Monaten oder zu einer Geldstrafe von "mindestens" 180 Tagessätzen verurteilt wurde, werden unter der seit dem 1. Januar 2018 geltenden Fassung von nArt. 42 Abs. 2 StGB und der dazu ergangenen Übergangsbestimmung besonders günstige Umstände nur noch verlangt, wenn der Täter innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat zu einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von "mehr als" sechs Monaten oder einer Geldstrafe von "mehr als" 180 Tagen verurteilt wurde (BGE 145 IV 137 E. 2.3 S. 139).