Citation: 5A_765/2022 E. 6.4.2

6.4.2. Die Beschwerdeführerin macht in diesem Zusammenhang geltend, sie habe vor erster Instanz ausführen lassen, dass gemäss Art. 521 Abs. 2 ZGB der Anspruch auf Herabsetzung bzw. Ungültigkeit erst nach 30 Jahren verjähre, sofern die Bedachte "bösgläubig" gewesen sei. Sie habe substanziiert und begründet, dass die Beschwerdegegner bösgläubig gewesen seien. Indem die Vorinstanz dies nicht weiter geprüft habe, könne vorliegend nicht geprüft werden, ob die Herabsetzungsklage allenfalls doch rechtzeitig erhoben worden sei. Aus diesem Grund sei der angefochtene Entscheid aufzuheben, weil er Art. 521 ZGB verletze.