Citation: 6B_137/2009 07.10.2009 E. 3

Bei der Anordnung einer Massnahme muss das Gericht grundsätzlich von den Feststellungen des Gerichtsgutachters ausgehen. Stellen sich wie vorliegend aufgrund eines Therapieberichts weitere Fragen, die vom Gericht nicht selbst beantwortet werden können, sind diese dem Gerichtsgutachter vorzulegen. Die Beschwerde ist insofern wie auch hinsichtlich der erwähnten offensichtlich unrichtigen Feststellung des Sachverhalts gutzuheissen. Der Hauptantrag der Beschwerdeführerin hingegen ist abzuweisen, weil die zwischenzeitlichen Berichte des Therapeuten und der PUK nach einer Aktualisierung der gutachterlichen Feststellungen rufen. Gestützt darauf wird die Vorinstanz erneut zu entscheiden haben, ob eine stationäre oder ambulante Massnahme anzuordnen und ob der Strafvollzug aufzuschieben ist.