Citation: 4C.260/2001 04.01.2002 E. 2

2.- Das Handelsgericht ging davon aus, die Parteien hätten bezüglich des von der Beklagten gelieferten Verputzmaterials einen Kaufvertrag geschlossen. Entgegen der Annahme der Klägerin könne keine Rede davon sein, dass die SIA-Norm 118 oder auch nur deren gewährleistungsrechtlicher Teil Bestandteil der von den Parteien vereinbarten "Systemgarantie" geworden sei. Die Gewährleistung für das von der Beklagten gelieferte Material richte sich daher nach den kaufrechtlichen Bestimmungen von Art. 197 ff. OR. Selbst wenn die Beklagte anlässlich der Besprechung vom 19. März 1997 eine Schuldanerkennung abgegeben hätte, seien die kaufvertraglichen Gewährleistungsansprüche, namentlich das geltend gemachte Wandelungsrecht, im Zeitpunkt der Klage vom 18. November 1999 gemäss Art. 210 Abs. 1 OR verjährt gewesen. Da die Beklagte die Einrede der Verjährung erhoben habe, sei die Wandelungsklage abzuweisen. Insoweit wird das Urteil des Handelsgerichts nicht angefochten.