Citation: 1C_519/2021 E. 3.3.1

3.3.1. Zu prüfen bleibt, ob das Vermögen der Ehefrau die Mittellosigkeit des Beschwerdeführers unter dem Blickwinkel von Art. 29 Abs. 3 BV ausschliesst. Als Ausfluss der ehelichen Unterhaltspflicht nach Art. 163 ZGB und der ehelichen Beistandspflicht nach Art. 159 Abs. 3 ZGB ist der eine Ehegatte gehalten, dem anderen in Rechtsstreitigkeiten durch die Leistung von Prozesskostenvorschüssen beizustehen (vgl. BGE 142 III 36 E. 2.3 S. 39; Urteile 9C_432/2010 vom 8. Juli 2010 E. 5; 4A_423/2012 vom 10. September 2012 E. 2.2; 8C_1008/ 2012 vom 24. Mai 2013 E. 3.3.2). Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege ist gegenüber den eherechtlichen Ansprüchen auf Bevorschussung von Prozesskosten subsidiär. Soweit eine Prozesskostenvorschusspflicht besteht, geht diese dem Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege vor (vgl. BGE 142 III 36 E. 2.3 S. 39; 119 Ia 11 E. 3a; 119 Ia 134 E. 4). Den Nachweis über die fehlende eheliche Unterstützungspflicht hat der Beschwerdeführer zu erbringen (vgl. BGE 125 IV 161 E. 4a; Urteile 1B_389/2015 vom 7. Januar 2016 E. 5.4; 1D_2/ 2010 vom 15. Juni 2010 E. 2.3).