Citation: 6B_354/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Zunächst rügt der Beschwerdeführer, die Sachverständige habe mit dem Static-99 ein veraltetes Prognoseinstrument verwendet. Diese Kritik zielt ins Leere. Denn bei der Begutachtung gilt grundsätzlich Methodenfreiheit. Die Wahl der Methode muss begründet, die wissenschaftlichen Standards müssen eingehalten und die Schlussfolgerungen transparent sowie für die Verfahrensbeteiligten nachvollziehbar dargestellt werden (vgl. BGE 128 I 81 E. 2; Urteile 6B_828/2018 vom 5. Juli 2019 E. 6.4; 6B_304/2015 vom 14. September 2015 E. 2.4). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass die Sachverständige vorliegend ihren Erkenntnis- und Wertungsprozess nicht umfassend und nachvollziehbar dargestellt hätte. Gemäss Vorinstanz führte die Sachverständige an der Berufungsverhandlung aus, dass sie das Prognoseinstrument Static-99 angewandt habe, weil sie sich damit gut auskenne und in diesem Bereich die Schulung absolviert habe. Zudem weist die Vorinstanz darauf hin, dass die Sachverständige das Rückfallrisiko auch mit den Kriterien zur Beurteilung der Legalprognose nach PROF. DR. VOLKER DITTMANN untersuchte.