Citation: 2C_1010/2018 E. D

Der Steuerpflichtige widersetzte sich der Einschätzungsmitteilung (Schreiben vom 13. Oktober 2014). Mit Verfügung vom 19. August 2016 bestätigte die ESTV die Einschätzungsmitteilung dem Grundsatze nach, wobei sie zwar zusätzliche Privatkilometer zuliess, nun aber einen Ansatz von Fr. 2.45 pro Kilometer anwendete. Dadurch ergab sich eine Steuerforderung von noch Fr. 24'328.-- nebst Zins. Dem Einwand, in vergleichbaren Fällen werde in Basel ein Ansatz von Fr. 2.15 pro Kilometer herangezogen, begegnete die ESTV folgendermassen: Die vom Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt erlassenen Höchsttarife für Taxifahrten seien seit der letzten Erhebung (im Jahr 2001) mehrfach erhöht worden. Aus der neuen Erhebung (2012), die bei gut zwei Dutzend tagsüber arbeitenden Chauffeuren aus mehreren Taxibetrieben der Stadt Basel vorgenommen worden sei und die den Zeitraum von 2009-2012 abdecke, sei ein Mindestansatz von Fr. 1.84 und ein Höchstansatz von Fr. 2.89 hervorgegangen, im Durchschnitt damit Fr. 2.38 pro Kilometer. Bei den erfassten Taxifahrern habe es sich um unselbständig Erwerbstätige gehandelt, die als solche die Trinkgelder nicht abzuliefern hätten. Entsprechend sei der durchschnittliche Kilometerumsatz im Fall der selbstständig erwerbenden Taxichauffeure auf Fr. 2.45 pro Kilometer anzuheben, was einem Trinkgeld von rund fünf Prozent entspreche.