Citation: I 185/06 19.03.2007 E. 3

Strittig und vorweg zu prüfen ist der invalidenversicherungsrechtliche Status der Beschwerdeführerin. Vorinstanz und Verwaltung qualifizieren diesen als teilerwerbstätig; bei der Anwendung der gemischten Methode beziffern sie - wie bereits im Rahmen der erstmaligen Anspruchsprüfung (vgl. Verfügung vom 15. Januar 2001) - den Anteil der Erwerbstätigkeit auf 58 %, denjenigen der Betätigung im Haushalt auf 42 %. Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, ihr sei der Status einer ganztägig Erwerbstätigen zuzuerkennen, weshalb bei der Invaliditätsbemessung die Einkommensvergleichsmethode anwendbar sei. 3.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist - was je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung führt (vgl. aber zur Einkommensvergleichsmethode auch im Fall einer bloss 80%igen Erwerbstätigkeit: BGE 131 V 51) -, ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Diese Frage beurteilt sich nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass des Einspracheentscheides entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 150 Erw. 2c mit Hinweisen). Ob eine verheiratete versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig zu betrachten ist, beurteilt sich praxisgemäss sodann nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat erwerbstätig war oder nicht. Diese Tatsache kann allenfalls ein Indiz darstellen. Entscheidend ist vielmehr jene Tätigkeit, welche die versicherte Person ausüben würde, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Es ist demnach zu prüfen, ob sie ohne Invalidität mit Rücksicht auf die gesamten Umstände (dazu gehören die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse) vorwiegend erwerbstätig oder im Haushalt beschäftigt wäre. Für die Beurteilung und Festlegung des im Gesundheitsfall mutmasslich ausgeübten Aufgabenbereichs sind ausser der finanziellen Notwendigkeit, eine Erwerbstätigkeit wieder aufzunehmen oder auszudehnen, auch allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 117 V 195 Erw. 3b mit zahlreichen Hinweisen auf Rechtsprechung und Literatur). 3.2 Vorinstanz und Verwaltung haben entscheidwesentlich auf den Abklärungsbericht Haushalt vom 26. November 2003 abgestellt. Danach ist für die prozentuale Aufteilung zwischen Erwerbstätigkeit (58 %) und Haushalt (42 %) - wie bereits bei der erstmaligen Anspruchsprüfung (vgl. Verfügung vom 15. Januar 2001, Abklärungsbericht vom 5. Juli 2000) - daran anzuknüpfen, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin in den Jahren 1995 bis anfangs 1998 effektiv gearbeitet habe. Von statusrechtlich unveränderten Verhältnissen auszugehen rechtfertige sich auch mit Blick darauf, dass es die Beschwerdeführerin unterlassen habe, sich im Anschluss an die rentenablehnende Verfügung vom 15. Januar 2001 um eine Erwerbstätigkeit zu bemühen, obwohl ihr aufgrund der fachärztlichen Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit vollumfänglich zumutbar sei. Der von der Beschwerdeführerin behaupteten 100%igen Erwerbstätigkeit im - hypothetischen - Gesundheitsfall stünde entgegen, dass die 1992 geborene Tochter nach wie vor der Betreuung bedürfe, welche nicht durch den "3-Schicht" arbeitenden Gatten der Beschwerdeführerin erfolgen könne.