Citation: I 77/05 16.06.2005 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob sich die für den Invaliditätsgrad massgeblichen Verhältnisse seit Zusprechung der halben Rente (Verfügung vom 28. Mai 1998) bis zum angefochtenen Einspracheentscheid vom 8. Juli 2004 in revisionserheblicher Weise geändert haben. 2.1 Was zunächst den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers anbelangt, hat die Vorinstanz die umfangreiche medizinische Aktenlage sorgfältig gewürdigt und überzeugend dargelegt, dass auf das umfassende und schlüssige Gutachten des Ärztlichen Begutachtungsinstituts V.________ vom 20. Januar 2003, welches sämtlichen Anforderungen entspricht, abgestellt werden kann. Auf die diesbezüglichen Ausführungen wird verwiesen. Demzufolge ergibt sich aus rein orthopädischer Sicht - bei einer zumutbaren Rekonditionierung - eine Arbeitsfähigkeit von 80 % und aus psychiatrischer Sicht höchstens eine Einschränkung von 10-15 %, weshalb die Schlussfolgerung einer insgesamt 66 2/3%igen Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten, leidensadaptierten Tätigkeit in wechselnder, vorzugsweise sitzender Position überzeugt. Die Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen daran nichts zu ändern. Insbesondere setzen sich sowohl das Gutachten des Ärztlichen Begutachtungsinstituts V.________ wie auch der vorinstanzliche Entscheid mit der bezüglich Arbeitsfähigkeit abweichenden Begutachtung des Spitals W.________ vom 8. Februar 2000 und 13. Juni 2001, auf welche sich der Beschwerdeführer beruft, auseinander und begründen substantiiert und nachvollziehbar, weshalb aus orthopädischer Sicht nicht von einer nur 30 oder 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden kann. Im weiteren wird im Entscheid des kantonalen Gerichts zutreffend dargelegt, dass die vom Versicherten geltend gemachten somatoformen Schmerzstörungen die von der Rechtsprechung entwickelten, in Erw. 1.2 hievor dargelegten Voraussetzungen dafür, dass diese Störungen invaliditätsrechtlich relevant sind, nicht erfüllen. Vielmehr ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass nicht von einer Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung und eines Wiedereinstiegs in den Arbeitsprozess gesprochen werden kann. Mit den diesbezüglichen schlüssigen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer denn auch gar nicht auseinander. 2.2 Zur Bestimmung der erwerblichen Auswirkungen der Restarbeitsfähigkeit hat die Vorinstanz das Invalideneinkommen anhand der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamt für Statistik ermittelt, einen 20%igen leidensbedingten Abzug vorgenommen und den daraus resultierenden Betrag von Fr. 30'406.- dem aus Arbeitgeberauskünften hervorgehenden, unbestrittenen Valideneinkommen von Fr. 65'476.60 gegenübergestellt, was zu einem Invaliditätsgrad von 54 % führte. Den vom Beschwerdeführer angesprochenen Faktoren wie sprachliche, schulische und berufliche Voraussetzungen wurde dabei insofern Rechnung getragen, als bei den Tabellenlöhnen auf Tätigkeiten des Anforderungsniveaus 4, einfache und repetitive Tätigkeiten ohne besondere Berufs- und Fachkenntnisse, abgestellt worden ist. Soweit der Versicherte sodann rügt, seine Restarbeitsfähigkeit sei nicht mehr wirtschaftlich verwertbar und die Vorinstanz habe es unterlassen, konkrete Arbeitsplätze zu erwähnen, ist darauf hinzuweisen, dass für die Invaliditätsbemessung gemäss Gesetz nicht der aktuelle, sondern der ausgeglichene Arbeitsmarkt massgebend ist. Damit sind bei der Beurteilung der Aussichten einer versicherten Person, im Arbeitsmarkt effektiv vermittelt zu werden, nicht die dort herrschenden konkreten Verhältnisse massgebend; vielmehr wird - abstrahierend - unterstellt, hinsichtlich der in Frage kommenden Stellen bestehe ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Es kommt also darauf an, ob die versicherte Person die ihr verbliebene Arbeitskraft wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würde (AHI 1998 S. 287 mit Hinweis auf BGE 110 V 276 Erw. 4b). Wenn der Beschwerdeführer schliesslich geltend macht, er könne den vom kantonalen Gericht festgelegten Invalidenlohn auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht erzielen, sind hiefür invaliditätsfremde Gründe massgebend. Die vorinstanzliche Invaliditätsbemessung ist demzufolge nicht zu beanstanden, sodass mit dem kantonalen Gericht davon auszugehen ist, dass sich der Invaliditätsgrad des Versicherten seit Erlass der rentenzusprechenden Verfügung vom 28. Mai 1998 nicht erheblich verändert hat, sondern weiterhin Anspruch auf eine halbe Invalidenrente besteht.