Citation: 7B_249/2022 E. 7.2

7.2. Gemäss vorinstanzlicher Beurteilung sei kein Zusammenhang zwischen den gesundheitlichen Problemen der Beschwerdeführerin und den ihr vorgeworfenen Taten erkennbar. Es sei zwar tragisch, dass sie 1993 Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sei (dabei seien ihre dreijährige Tochter erschossen und sie selber sowie ihr Sohn angeschossen worden). Eine Verbindung zu den Straftaten lasse sich aber nicht herstellen. Daran vermöchten auch die belastenden medizinischen Eingriffe, depressive Verstimmungen, Stimmungswechsel, Logorrhoe, theatralische Züge etc. nichts zu ändern. Daneben spreche das planmässige und systematische Vorgehen zu den Tatzeitpunkten klar gegen das Vorliegen konnexer psychischer Probleme. Die Aussagen der Beschwerdeführerin seien sodann nicht als wahnhaft zu beurteilen, sondern als vehementes Abstreiten der Taten, dies zum Teil auch entgegen objektiv feststellbaren Tatsachen. Es seien keine substanziierten, ernsthaften Anzeichen für eine relevante psychische Störung, welche tatzeitaktuell eine Verminderung der Schuldfähigkeit indizieren könnte, ersichtlich.