Citation: 1P.48/2000 16.05.2000 E. A

A.- D.________ ist Eigentümerin der im südwestlichen Teil der Gemeinde A.________, Kanton Thurgau, gelegenen unüberbauten Parzelle Nr. 272. Gemäss dem vom Regierungsrat des Kantons Thurgau am 11. Januar 1983 genehmigten Zonenplan der Gemeinde A.________ befand sich die Parzelle Nr. 272 in der Wohnzone W2. Zum Zwecke einer Totalrevision ihrer Ortsplanung legte die politische Gemeinde A.________ vom 4. Juli bis 3. August 1995 einen Zonenplanentwurf auf, gemäss welchem der westliche Teil der Parzelle Nr. 272 neu der Landwirtschaftszone zugewiesen wurde, während der östliche, an die Z.________strasse stossende Parzellenteil in der Zone W2 verblieb. D.________ erhob gegen die Zuweisung eines Teils ihrer Parzelle zur Landwirtschaftszone Einsprache an den Gemeinderat A.________, welcher die Einsprache mit Entscheid vom 20. Mai 1997 abwies und an der Auszonung eines Teils der Parzelle Nr. 272 festhielt. Am 27. November 1997 stimmte die Gemeindeversammlung A.________ der revidierten Ortsplanung zu. Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat den Zonenplan am 3. November 1998 genehmigt. Einen gegen den Einspracheentscheid des Gemeinderates vom 20. Mai 1997 gerichteten Rekurs von D.________ wies das Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 4. November 1998 ab. Gegen diesen Entscheid des Departements erhob D.________ Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit den Anträgen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die ganze Parzelle Nr. 272 sei in der Wohnzone W2 zu belassen, bzw. auf die hälftige Rückzonung der Parzelle Nr. 272 von der Wohn- in die Landwirtschaftszone sei zu verzichten. Nach durchgeführtem Augenschein hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde mit Entscheid vom 8. September 1999 gut. In der Begründung hielt das Verwaltungsgericht die 1983 vom Regierungsrat genehmigte Zonenplanung der politischen Gemeinde A.________ für dem Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (RPG) entsprechend, weshalb es sich bei der Umzonung der Hälfte der Parzelle Nr. 272 von der Wohnzone in die Landwirtschaftszone um eine Rückzonung handle. Angesichts der seit 1983 eingetretenen erheblichen Veränderung der Verhältnisse erachtete das Verwaltungsgericht die 1992 in Angriff genommene Zonenplanrevision der politischen Gemeinde A.________ als gerechtfertigt. Hingegen habe die Zonenplanrevision nach Ansicht des Verwaltungsgerichts die vorgegebenen Planungsziele der Gemeinde nicht eingehalten, indem nach deren Planungsbericht vom November 1997 weder die Bauzonenfläche noch die Einwohnerkapazität gegenüber der bisherigen Zonenplanung von 1983 reduziert worden seien. Wenn die Gemeinde tatsächlich eine Reduktion von Baugebiet und Einwohnerkapazität hätte vornehmen wollen, so wäre es aus der Sicht des Gerichts mindestens ebenso angezeigt gewesen, die Reduktion von Bauland auf anderen Parzellen vorzunehmen, wofür das Verwaltungsgericht eine Anzahl Parzellen als Beispiele nennt, welche nach seiner Feststellung zudem weiter vom Dorfzentrum entfernt liegen als die Parzelle Nr. 272. Die Gemeinde habe die Kriterien, die den Ausschlag für oder gegen eine Auszonung gegeben hätten, inkonsequent angewandt. Die teilweise Auszonung der Parzelle Nr. 272 erscheine als Ungleichbehandlung gegenüber anderen, ebenso zur Auszonung geeigneten Parzellen, was diese teilweise Auszonung als unverhältnismässig und willkürlich erscheinen lasse. Die nordwestliche Hälfte der Parzelle Nr. 272 sei daher analog der südlichen Hälfte dieser Parzelle der Wohnzone W2b zuzuweisen, beziehungsweise in dieser Zone zu belassen.