Citation: 1C_136/2022 E. A

A.a. A.________ ist Eigentümerin der in der Mischzone MA3 gelegenen Parzelle Nr. 850 im Grundbuch Matten. Darauf steht nebst weiteren Bauten das Gebäude Oelestrasse 2e, das im Grundstück-Informationssystem des Kantons Bern (GRUDIS) als "Schopf" eingetragen ist. Im Herbst 2018 liess A.________ bauliche Änderungen im Inneren des Gebäudes vornehmen. Am 25. Oktober 2018 stellte die Bauverwaltung der Einwohnergemeinde Matten fest, dass im Gebäude ohne erforderliche Bewilligung eine Dusche eingebaut sowie die Anschlüsse für eine Toilette, ein Handwaschbecken und einen Waschtrog erstellt worden waren. Am 4. Februar 2019 reichte A.________ ein entsprechendes nachträgliches Baugesuch zwecks "Umnutzung und Ausbau des Gebäudes Oelstrasse 2e, Matten zu Wohnzwecken" und, auf Aufforderung des Bauamtes hin, zwei ergänzende Gesuche um Ausnahmebewilligungen ein, da die Baute nicht den einschlägigen baurechtlichen Vorgaben zur Raumhöhe und zum Gebäudeabstand zum Nachbargebäude entsprach. Am 19. Juli 2019 befand das Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli, dem Ausnahmegesuch zur Raumhöhe sei nicht stattzugeben. In der Folge verweigerte die Einwohnergemeinde Matten am 12. Mai 2020 die nachträgliche Baubewilligung unter Einschluss der Ausnahme für das Unterschreiten der minimalen Raumhöhe und verfügte, das Gebäude an der Oelestrasse 2e dürfe nicht zu Wohnzwecken genutzt werden. A.b. Dagegen erhob A.________ Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD). Diese passte den angefochtenen Bauentscheid mit eigenem Entscheid vom 14. Januar 2021 insoweit an, als sie die Wirkung des Verbots der Wohnnutzung ab dem 1. Mai 2021 festsetzte, die Beschwerde jedoch im Übrigen abwies und zusätzlich anordnete, dass die Dusche, die Toilette und die Kochgelegenheit bis zum 31. Mai 2021 zu entfernen seien.