Citation: 9C_418/2022 E. 4.2

4.2. Die beschwerdeführende Vorsorgeeinrichtung wendet ein, massgebend sei die Rechtslage zum Zeitpunkt, in dem sich die Kürzungsfrage stelle. Es könnten keine Zulagen eingerechnet werden, auf die der Versicherte allenfalls zum Zeitpunkt des Unfalls, nicht aber zum Zeitpunkt der Überentschädigungsrechnung Anspruch hatte. Der Zweck des Überentschädigungsverbots - der Versicherte solle nicht mehr als 90 Prozent des mutmasslich entgangenen Verdienstes erhalten - werde verfehlt, wenn Familienzulagen doppelt eingerechnet würden. Die Vorinstanz übersehe, dass die Ehefrau des Versicherten und Mutter der Kinder die Zulagen beziehe.