Citation: 2C_3/2021 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerin bringt vor, im angefochtenen Urteil sei der Sachverhalt in willkürlicher Weise festgestellt worden, weil für die Beurteilung der Frage, ob von ihr im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Urteils eine Gefahr für die öffentliche Ordnung ausgegangen sei, allein auf eine nicht mehr aktuelle, allein für die Bestimmung des "Strafvollzugssettings" erstellte Risikoabklärung vom 7. März 2018 abgestellt worden sei. Die Vorinstanz habe damit in unhaltbarer Weise verschiedene für die Beurteilung der Rückfallgefahr massgebliche aktuellere Beweismittel der Vollzugsbehörden ausser Acht gelassen, nämlich einen Bericht des forensisch-psychiatrischen Dienstes vom 31. Oktober 2019, einen Vollzugsplan vom 7. November 2019, eine Stellungnahme des forensisch-psychiatrischen Dienstes vom 7. Januar 2020, eine Verfügung zur Vollzugsunterbrechung vom 16. April 2020 sowie eine Verfügung zur Gewährung eines Arbeitsexternates vom 31. August 2020. Auch habe die Vorinstanz das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt, indem sie die rechtserheblichen Vorbringen der Beschwerdeführerin zu diesen für die Erstellung einer aktuellen Gefährlichkeitsprognose relevanten Beweismitteln unberücksichtigt gelassen habe. Die Vorinstanz führte im angefochtenen Urteil aus, gemäss der Risikoabklärung vom 7. März 2018 sei bei der Beschwerdeführerin das Delinquenzrisiko im Vergleich zur Normalbevölkerung als erhöht einzustufen. Deshalb und weil die Beschwerdeführerin ein schwerwiegendes Delikt verübt habe, bestehe ein grosses öffentliches Interesse an der Beendigung ihres Aufenthalts in der Schweiz. Der Umstand, dass sich die Beschwerdeführerin seit dem Tathergang nichts mehr habe zu Schulden kommen lassen, müsse "als relativ betrachtet werden" bzw. falle nicht ins Gewicht. Die Beschwerdeführerin habe nämlich seit dem Jahr 2010 unter dem Druck des strafrechtlichen Verfahrens gestanden, und im Dezember 2017 sei das ausländerrechtliche Verfahren eingeleitet worden. Rechtsprechungsgemäss komme dem Wohlverhalten während strafrechtlicher Probezeiten bzw. unter dem Druck eines hängigen ausländerrechtlichen Verfahrens nur untergeordnete Bedeutung zu; in dieser Zeit werde vorbildliches Verhalten erwartet und bilde ein solches Verhalten keine besondere Leistung (E. 4.4 des angefochtenen Urteils). Mit ihren hier genannten Erwägungen hat die Vorinstanz zumindest implizit zum Ausdruck gebracht, dass und weshalb sie das Vorbringen der Beschwerdeführerin, es bestehe keine für ein öffentliches Fernhalteinteresse genügende hinreichend schwere und gegenwärtige Gefährdung, und die dazu ins Recht gelegten Beweismittel nicht als entscheidwesentlich erachtet. Damit hat die Vorinstanz dem Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) bzw. der daraus fliessenden Begründungs- bzw. Berücksichtigungspflicht hinreichend Rechnung getragen. Es ist nämlich auch nicht ersichtlich, dass in diesem Punkt eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz vorliegt. Letzteres gilt schon deshalb, weil das Rückfallrisiko (soweit dargetan) einzig in der Risikoabklärung vom 7. März 2018 ausdrücklich thematisiert worden ist und stichhaltige Gründe, weshalb diese Abklärung im massgebenden Zeitpunkt nicht mehr aktuell gewesen sein soll, nicht ersichtlich sind (vgl. auch Urteil 2C_826/2018 vom 30. Januar 2019 E. 6.1).