Citation: 6B_1079/2022 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erklärte die staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen der Zeuginnen G.________, F.________ und H.________ vom 23. April 2018 für unverwertbar, da der frühere Verteidiger des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt E.________, daran wegen einer Terminkollision nicht teilnahm. Die Vorinstanz eröffnete den Parteien die Unverwertbarkeit der Aussagen vom 23. April 2018 an der Berufungsverhandlung vom 29. September 2021. Die entsprechenden Aussagen wurden gemäss dem angefochtenen Entscheid aus den Akten ausgesondert, getrennt von den übrigen Akten in einem separaten, verschlossenen Couvert aufbewahrt und bei der Beweiswürdigung nicht berücksichtigt. Zudem wurden die drei Zeuginnen anlässlich der Berufungsverhandlung vom 4. April 2022 durch die Vorinstanz befragt (angefochtenes Urteil S. 13-15). Zuvor erklärte bereits das Kriminalgericht die ersten, noch am Tag der Tat (dem 12. April 2018) nach der Selbstanzeige durch den Beschwerdeführer durchgeführten polizeilichen Einvernahmen mit D.________ und C.________ für unverwertbar, weil der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt noch nicht anwaltlich verteidigt war und ihm keine Teilnahmemöglichkeit im Sinne von Art. 147 StPO eingeräumt wurde, was die Vorinstanz bestätigte (angefochtenes Urteil S. 17 f.). Demgegenüber sind die Einvernahmen des Beschwerdeführers vom 13. und 25. April 2018, des Beschwerdegegners 2 vom 18. April 2018, von D.________ und F.________ vom 19. Juli 2018 sowie der Beschwerdegegnerin 3 vom 17. August 2018 wie dargelegt verwertbar (oben E. 1 und 2).