Citation: U 261/03 03.12.2004 E. 1

1.1 Unter sämtlichen Verfahrensbeteiligten ist letztinstanzlich unbestritten, dass der für die Leistungspflicht des Unfallversicherers zunächst vorausgesetzte natürliche Kausalzusammenhang (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1, je mit Hinweisen) zwischen dem am 22. November 1998 erlittenen Verkehrsunfall und den über den 10. Dezember 2001 hinaus anhaltenden Beschwerden (neurasthenisches Syndrom [mit dysphorischer Verstimmung und rascher Erschöpfung in Verbindung mit somatischen Beschwerden], anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit Beschwerden im Bereich der gesamten Wirbelsäule [mit pseudoradikulärer Ausstrahlung in die unteren Extremitäten], kribbelnden Missempfindungen und Schwellungen in beiden Händen, wetterabhängigen Kniegelenksbeschwerden sowie Kopfschmerzen) mit Blick auf das in erster Linie heranzuziehende Gutachten des Neurologen und Psychiaters Dr. K.________, Chefarzt der Klinik für Neurologische Rehabilitation Q.________, vom 15. Januar 2001 (einschliesslich des zugehörigen neuropsychologischen Teilgutachtens) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest im Sinne einer Teilkausalität gegeben ist. Von der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragten ergänzenden medizinischen Abklärung der Unfallkausalität kann unter diesen Umständen abgesehen werden. 1.2 Die Vorinstanz hat sodann im angefochtenen Entscheid die Rechtsprechung zum für die Leistungspflicht des Unfallversicherers weiter vorausgesetzten adäquaten Kausalzusammenhang zwischen einem Unfall mit Schleudertrauma der HWS ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle und den hernach andauernden Beschwerden mit Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit (BGE 117 V 359) zutreffend wiedergegeben. Das kantonale Gericht hat überdies richtig dargelegt, dass die Beurteilung der Adäquanz in denjenigen Fällen, in welchen die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur vorliegenden ausgeprägten psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten, nach der für psychische Fehlentwicklungen nach Unfällen geltenden Rechtsprechung (BGE 115 V 133) vorzunehmen ist (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb, 123 V 99 Erw. 2a mit Hinweisen; vgl. auch RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437). Gleiches gilt, wenn die im Anschluss an den Unfall auftretenden psychischen Störungen nicht zum typischen Beschwerdebild eines HWS-Traumas gehören. Erforderlichenfalls ist vorgängig der Adäquanzbeurteilung zu prüfen, ob es sich bei den im Anschluss an den Unfall geklagten psychischen Beeinträchtigungen um blosse Symptome des erlittenen Traumas oder aber um eine selbstständige (sekundäre) Gesundheitsschädigung handelt, wobei für die Abgrenzung insbesondere Art und Pathogenese der Störung, das Vorliegen konkreter unfallfremder Faktoren oder der Zeitablauf von Bedeutung sind (RKUV 2001 Nr. U 412 S. 80; Urteil F. vom 26. November 2001, U 409/00).