Citation: 4A_236/2015 E. 3.5

3.5. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen die Beweiswürdigung der Vorinstanz nicht als willkürlich auszuweisen. Soweit sie zunächst mit Hinweis auf Klageschrift und Replik vor erster Instanz die Ergänzung des festgestellten Sachverhalts verlangt, verkennt sie, dass das Bundesgericht nur Urteile oberer kantonaler Instanzen (Art. 75 Abs. 1 BGG) überprüft, woraus sich ergibt, dass der kantonale Instanzenzug ausgeschöpft werden muss. Wenn die Beschwerdeführerin daher den Nachweis nicht erbringt, dass sie die entsprechenden Behauptungen und Beweisanträge prozesskonform vor der Vorinstanz gestellt bzw. erneuert hat, haben diese nach Art. 99 Abs. 1 BGG unbeachtet zu bleiben. Soweit die Beschwerdeführerin sodann kritisiert, dass ihren Anträgen auf Beizug von Unterlagen nicht stattgegeben worden sei, mit denen sie die Kenntnis der Beschwerdegegnerin (deren Pflichtverletzung die Vorinstanz bejaht hat) über die katastrophale Lage belegen will, übersieht sie, dass es bei der Kausalität dieser Pflichtverletzung für den behaupteten Fortführungsschaden auf die Kenntnis des Verwaltungsrats und allenfalls der Generalversammlung der Konkursitin ankommt; das Willkürverbot wird nicht verletzt, wenn Beweise für unerhebliche Tatsachen nicht abgenommen werden. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin erschöpfen sich im Übrigen in einer abweichenden Darstellung der Ereignisse, ohne dass sie damit aufzuzeigen vermöchte, inwiefern die Sachverhaltsfeststellung im angefochtenen Urteil nicht nur falsch, sondern geradezu willkürlich sein sollte. Insbesondere vermag die Beschwerdeführerin mit den Massnahmen, die der Verwaltungsrat ihrer Ansicht nach bei Kenntnis des hälftigen Verlusts des Aktienkapitals hätte ergreifen müssen - Rangrückritt, Kreditaufnahme -, nicht auszuweisen, dass der Verwaltungsrat über die finanzielle Situation nicht hinreichend orientiert war.