Citation: 9C_636/2019 E. 4.2

4.2. Anders als die Ausführungen in der Beschwerde vermuten lassen, fehlen im angefochtenen Entscheid verbindliche tatsächliche Feststellungen zu einer allfällig relevanten Veränderung der geklagten Handgelenksbeschwerden. In der beschwerdeweise zitierten E. 3 gab die Vorinstanz lediglich wieder, mit welcher Begründung die Verwaltung das Leistungsbegehren seinerzeit abgewiesen hatte. Da die Akten insoweit liquid sind, kann das Bundesgericht den Sachverhalt selber ergänzen (BGE 143 V 177 E. 4.3 S. 188; 140 V 22 E. 5.4.5 S. 31 f.) : Die Beschwerdeführerin wurde am 13. November 2017 wegen eines Karpaltunnelsyndroms, eines Sulcus-ulnaris-Syndroms und zumindest teilweise unklarer Handgelenksschmerzen (insbesondere im ersten, zweiten und dritten Streckerfach) im Spital C.________ am rechten Arm operiert (Operationsbericht vom 13. November 2017). Der Handchirurg Dr. med. D.________ (Operateur) attestierte postoperativ vorerst eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Bericht vom 20. Dezember 2017), danach eine solche von 50 % (Bericht vom 9. Februar 2018). Er wies darauf hin, die im Februar 2018 noch geklagten postoperativen Störungen (Schwäche Dig. I und II bei der Beugung, Druckschmerz über dem Plexus) seien ungewöhnlich, könnten aber für ein Pronator-Syndrom sprechen. Er empfahl deshalb, zwecks Diagnostik, die Darstellung des Plexus brachialis mittels MRI. Im Verlaufsbericht vom 12. März 2018 verneinte Dr. med. D.________ nach durchgeführtem MRI des Plexus weitere Diagnosen (namentlich diagnostizierte er kein Pronator-Syndrom) und hielt ergänzende medizinische Abklärungen für nicht angezeigt; zur Arbeitsfähigkeit äusserte er sich nicht mehr. Aus seinen Berichten lässt sich somit weder eine bleibende (oder zumindest länger dauernde) Arbeitsunfähigkeit noch ein weiterer Abklärungsbedarf ableiten. Mit Blick darauf ist nachvollziehbar, dass der Regionale Ärztliche Dienst am 12. April 2018 darauf schloss, bei nach wie vor im Vordergrund stehender psychiatrischer Probleme im Rahmen der Schmerzverarbeitung sei eine Verschlechterung des Gesundheitszustands durch die Handoperation vom 13. November 2017 nur für wenige Wochen postoperativ plausibel. Entsprechend ist auch aus handchirurgischer Sicht keine anspruchsrelevante Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse der Beschwerdeführerin erstellt. Daran ändert der im kantonalen Verfahren von der Beschwerdeführerin aufgelegte Bericht der Dr. med. E.________, FMH Chirurgie/Handchirurgie, vom 8. Februar 2019 nichts. Diese äusserte lediglich den Verdacht auf eine fokale Dystonie und führte aus, aufgrund der persistierenden Schmerzen sei eine erneute Neurolyse des Nervus medianus in Erwägung zu ziehen, sollte sich die Beschwerdeführerin, welche zur Zeit keine Intervention wünsche, dazu entschliessen. Im Übrigen wies Dr. med. E.________ auf eine deutliche Verbesserung der Schmerzsituation (insbesondere im Kleinfingerbereich sowie im Handgelenk) seit der im November 2017 erfolgten Operation hin; eine Arbeitsunfähigkeit attestierte sie nicht.