Citation: I 881/05 08.08.2006 E. 3

Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad. 3.1 Sämtliche Ärzte sind sich darin einig, dass die Beschwerdeführerin im bisherigen Beruf als Bühnenbildnerin nicht mehr arbeiten kann. Umstritten ist hingegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Die Vorinstanz stellte auf den Bericht des Prof. Dr. med. S.________, Neurochirurgie FMH, vom 21. März 2003 ab, wonach eine solche Arbeit ganztags mit einer Leistung von 70 % zumutbar sei. Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin insbesondere geltend, es könne nicht auf diesen Bericht abgestellt werden. Am genauesten habe ihr Hausarzt, Dr. med. M.________, prakt. Arzt, die Arbeitsunfähigkeit beschrieben. Diese betrage in einer angepassten Tätigkeit bloss 50 %. Namentlich habe einzig Dr. med. M.________ die Konzentrationsmängel als Nebenwirkung des regelmässig eingenommenen Medikaments Neurontin berücksichtigt. Im Weiteren wird der Einkommensvergleich beanstandet. 3.2 Den Kritiken der Beschwerdeführerin an der Würdigung der medizinischen Unterlagen kann nicht beigepflichtet werden. Dr. med. U.________, Orthopädische Chirurgie FMH, bezeichnet sämtliche psychischen Funktionen im Bericht vom 4. April 2003 als uneingeschränkt. Er hat wohl angekreuzt, dass keine Tätigkeit mehr zumutbar sei, dies jedoch mit dem Hinweis "momentan" relativiert. Er habe die Beschwerdeführerin nur einmal gesehen und könne den Verlauf nicht beurteilen. Im Beruf als Kostümbildnerin sei sie damals "glaubhaft nicht vernünftig arbeitsfähig" gewesen; dies könne sich mittelfristig aber ändern. Aus den Angaben von Dr. med. U.________ kann die Versicherte daher nichts zu ihren Gunsten ableiten. Sodann hat Prof. S.________ die Folgen der Neurontineinnahme sehr wohl erwähnt und in seiner Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit in einer zumutbaren Tätigkeit berücksichtigt. Da Dr. U.________ die psychischen Funktionen günstiger beurteilt als Prof. S.________, besteht kein Anlass, die durch das Neurontin verursachten Einschränkungen höher zu gewichten als die Vorinstanz. Schliesslich ist dem kantonalen Gericht kein Vorwurf zu machen, wenn es bei den Berichten des Dr. M.________ darauf hingewiesen hat, dass Hausärzte auf Grund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung im Zweifel eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Es besteht daher kein Grund, von der Einschätzung des Prof. S.________ abzuweichen. Dazu kann auf die entsprechenden Erwägungen im kantonalen Entscheid verwiesen werden. Die Beschwerdeführerin vermag somit in einer angepassten Tätigkeit bei voller Präsenzzeit eine Leistung von 70 % zu erbringen. Weiterer Abklärungen bedarf es nicht.