Citation: 1C_314/2022 E. 5.1

5.1. Das Verwaltungsgericht erachtete die "worst case"-Beurteilung als eine mit Ziff. 63 Anhang 1 NISV vereinbare Methode, um die Strahlenbelastung zu beurteilen und die Einhaltung der Anlagegrenzwerte einer Mobilfunkanlage sicherzustellen. Der von Ziff. 63 Anhang 1 NISV geforderten Variabilität der Sendeleistung werde Rechnung getragen, indem in der rechnerischen Prognose alle möglichen Beams der adaptiven Antenne berücksichtigt würden. Der Wortlaut von Ziff. 63 Anhang 1 NISV schliesse nicht aus, die Variabilität der Senderichtungen und der Antennendiagramme ohne die Anwendung eines Korrekturfaktors zu berücksichtigen. Bei jedem einzelnen möglichen Beam werde dann - anders als bei einer konventionellen Antenne, die über keine einzelnen Beams verfügt - auf den maximalen Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung abgestellt. Mit der Berücksichtigung der Variabilität adaptiver Antennen müsse jedenfalls sichergestellt sein, dass der jeweilige Anlagegrenzwert nach Ziff. 64 Anhang 1 NISV an Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) eingehalten werde, was hier der Fall sei, weil die Strahlung mit dieser Berechnung über-, nicht aber unterschätzt werde.