Citation: 1C_398/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass es Tier- und Pflanzenarten gibt, die sich über Distanzen, wie sie zwischen dem Projektperimeter und den genannten nahegelegenen Schutzobjekten vorliegen, verbreiten können. Es gehe ihr um die aus Sicht des Naturschutzes ungünstigen Verhältnisse im Projektperimeter. Dem Perimeter fehle die Eignung als Feuchtgebietergänzungs- bzw. Vernetzungsfläche, weil er intensiv landwirtschaftlich genutzt werde. Diese Nutzung werde auch in Zukunft nicht aufgegeben. Mit Bezug auf das Regenerations potenzial kommt es nicht darauf an, ob die heutige landwirtschaftliche Nutzung der Parzellen deren Eignung als Feucht- oder Trittsteinbiotop entgegensteht. Eine bestimmte ökologische Anfangsqualität bzw. das Vorliegen eines Biotops ist nicht erforderlich, da der ökologische Ausgleich die Lebensräume erst neu schaffen oder aufwerten soll (vgl. Urteil 1C_98/2018 vom 7. März 2019 E. 3.1 mit Hinweisen; NINA DAJCAR, in: Kommentar NHG, 2. Aufl. 2019, N. 25 zu Art. 18b NHG). Mit der Verweigerung der Terrainveränderung soll ein Potenzial gesichert, nicht bereits existierender Lebensraum erhalten werden. Soweit die Beschwerdeführerin an anderer Stelle zusätzlich geltend macht, die Frage, ob das Regenerationspotenzial als Feuchtgebiet noch erhalten sei, hätten die Behörden nie richtig abgeklärt, genügt dieser pauschale Einwand den Begründungsanforderungen offensichtlich nicht (vgl. E. 2). Er erweist sich angesichts der ausführlichen Erwägungen der Vorinstanzen und den Erläuterungen des BAFU denn auch als unbegründet.