Citation: 4A_249/2021 E. 4

Auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin 2 trat die Vorinstanz wegen fehlender Beschwerdelegitimation im Sinne von Art. 48 VwVG (SR 172.021) nicht ein. Sie erwog, zwar habe das IGE die angefochtene Verfügung laut der darauf aufgedruckten Adressierung offenbar formell auch dieser zugestellt. Inhaltlich lasse sich der Verfügung aber kein abschlägiger Entscheid zulasten der Beschwerdeführerin 2 entnehmen. So bestünden keine Hinweise, dass die Erstinstanz in der angefochtenen Verfügung von einem Akteneinsichtsgesuch (auch) der Beschwerdeführerin 2 ausgegangen sei und einen entsprechenden Antrag abgewiesen habe. Im Gegenteil bezeichne die Erstinstanz in der Verfügung ausdrücklich allein den Beschwerdeführer 1 als den "Gesuchsteller" des tatsächlich behandelten Akteneinsichtsgesuchs. Diese Terminologie werde in den Erwägungen wie im Dispositiv der Verfügung unmissverständlich aufrechterhalten. Sie stimme auch mit den Darlegungen des Beschwerdeführers 1 im erstinstanzlichen Verfahren überein. Darin habe er sein Gesuch um Akteneinsicht hauptsächlich mit Umständen begründet, die seine Person beträfen. Das angefochtene Urteil ist in diesem Punkt nicht zu beanstanden: Tatsächlich ergibt sich aus der erstinstanzlichen Verfügung vom 18. März 2021, insbesondere deren Randziffer 8, dass das IGE ausschliesslich von einem Akteneinsichtsgesuch des Beschwerdeführers 1 ausging und lediglich dieses behandelte. Ob das IGE zudem auch ein Gesuch der Beschwerdeführerin 2 hätte beurteilen müssen, war nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht (siehe Art. 46a VwVG), weshalb diese Frage mangels eines gültigen Anfechtungsobjekts (Art. 75 Abs. 1 BGG) nicht beurteilt werden kann (vgl. BGE 143 III 290 E. 1.1 mit Hinweisen).