Citation: C 28/04 21.07.2005 E. 4.3

4.3.1 Das Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers mit der Firma C.________ wurde nachweislich aus wirtschaftlichen Gründen zu einem Zeitpunkt (per 31. März 2002) aufgelöst, als der Versicherte das reglementarische Alter für eine vorzeitige Pensionierung erreicht hatte. Gemäss einer von beiden Parteien (und der Ehefrau des Versicherten) unterzeichneten, unter dem Titel "vorzeitige Pensionierung per 31. März 2002 - Kapitaloption" stehenden Vereinbarung vom 7./13. Dezember 2001 trat der Beschwerdeführer per 31. März 2002 "infolge vorzeitiger Pensionierung aus der Firma C.________" aus. Da der Beschwerdeführer plante, die Schweiz definitiv zu verlassen, wollte er sich - wie in der Vereinbarung ausdrücklich festgehalten - das angesparte Alterskapital gestützt auf Art. 25 Abs. 2 des Reglements im Zeitpunkt der definitiven Ausreise bar auszahlen lassen. Die Pensionskasse B.________ kam mit ihm überein, ihm den auf dem Alterskonto befindlichen Betrag von Fr. 399'808.05 "im Hinblick auf die Ausreise in die Türkei" per 1. April 2002 auf ein zu eröffnendes "Freizügigkeitskonto" zu überweisen, was in der Folge geschah. Am 17. April 2002 wurde das Altersguthaben bar ausbezahlt (netto Fr. 379'167.60; vgl. Erw. 3.1 hievor). In der erwähnten schriftlichen Vereinbarung erklärten der Beschwerdeführer und seine Ehefrau, dass der Kapitalbezug ihrem ausdrücklichen Wunsch entspreche und vom Angebot einer lebenslänglichen Altersrente inklusive einer AHV-Überbrückungsrente nicht Gebrauch gemacht werde. 4.3.2 Im letztinstanzlich eingereichten Schreiben der Pensionskasse B.________ an den Rechtsvertreter des Versicherten vom 20. Januar 2003 werden Umstände und Inhalt der Vereinbarung vom 7./13. Dezember 2001 präzisiert. Danach war die Arbeitgeberfirma C.________ bemüht, dem Beschwerdeführer und andern, verhältnismässig kurz vor Erreichen des AHV-Alters stehenden Mitarbeitern eine vorzeitige Pensionierung zu Vorzugsbedingungen anzubieten. Eine entsprechende Offerte, gemäss welcher die aufgrund des vorzeitigen Übertritts in den Ruhestand versicherungstechnisch erforderliche Kürzung der Altersrente durch eine freiwillige Einmaleinlage der Arbeitgeberfirma in die Pensionskasse (in der Höhe von Fr. 73'944.00) nur zu einem Drittel wirksam geworden wäre, wurde dem Beschwerdeführer im November 2001 unterbreitet. Anlässlich einer weiteren Besprechung informierte der Sohn des Versicherten die Pensionkasse über die geplante Rückkehr des Vaters in die Türkei und bat dringend darum, "das zur Verfügung stehende Altersguthaben in Form einer Freizügigkeitsleistung und nicht als lebenslängliche Rente auszuzahlen", welchem Wunsch die Vorsorgeeinrichtung (trotz ihrerseits anders lautendender Empfehlungen) schliesslich entsprach. Dabei erklärte sie sich sogar bereit, den für die Reduktion der Kürzung der Altersrente erforderlichen Betrag von Fr. 73'944.- nach belegter Ausreise in die Schweiz ebenfalls bar auszuzahlen. Damit erfolgte insgesamt - ohne Abzug der Quellensteuer - eine Kapitalzahlung von Fr. 473'752.05 (gemäss An-gaben der Pensionskasse vom 20. Januar 2003: Fr. 399'808.05 unter dem Titel "Reglementarische Freizügigkeitsleistung gemäss Aus-trittsabrechnung" und Fr. 73'944.00 als "zusätzliche Freizügigkeitsleistung = freiwillige Einmaleinlage der Arbeitgeberfirma"; ohne Abzug der Quellensteuer). 4.4 Aus den erwähnten Unterlagen geht hervor, dass der Tatbestand der "vorzeitigen Pensionierung" als solcher für die Arbeitgeberfirma bzw. deren Vorsorgeeinrichtung und den Versicherten stets ausser Frage stand. Dies wird durch ein Schreiben des Anwaltes des Versicherten an die Arbeitslosenkasse vom 2. Oktober 2002 klar und unmissverständlich bestätigt (S. 2). Diskussionspunkt waren lediglich die Modalitäten der Vorruhestandsregelung. Dabei war der für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses verantwortliche Arbeitgeber zu grossem Entgegenkommen bereit, wovon namentlich die zwecks teilweisen Ausgleichs der mit der vorzeitigen Pensionierung verbundenen finanziellen Nachteile ("zur Verbesserung Ihres persönlichen Anspruchs"; Vereinbarung vom 7./13. Dezember 2001) schliesslich bar ausbezahlte Einmaleinlage von Fr. 73'499.- zeugt. Hauptgegenstand der Vereinbarung vom 7./13 Dezember 2001 war entgegen den in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebrachten Einwänden nicht die Wahl zwischen Austrittsleistung im Sinne von Art. 2 Abs. 1 FZG bzw. 44 Abs. 1 des Reglements einerseits und Altersleistung gemäss Art. 33 Abs. 1 des Reglements andererseits, sondern allein die Frage, ob der auf dem Alterskonto befindliche Betrag in Höhe von Fr. 399'808.05 als Rente oder - gemäss Art. 25 Abs. 2 des Reglements - in Kapitalform zur Auszahlung gelangen sollte. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung entschied sich der Versicherte ausdrücklich für die Kapitalabfindung und verzichtete gleichzeitig auf eine lebenslängliche Rentenzahlung (einschliesslich AHV-Überbrückungsrente; Art. 35 des Reglements). Namentlich diese explizite Verzichtserklärung auf Rentenzahlungen sowie die freiwillige Einmaleinlage des Arbeitgebers in die Pensionskasse (mit anschliessender Barauszahlung) lassen keinen Zweifel daran, dass der Beschwerdeführer mit der Vereinbarung vom 7./13. Dezember 2001 einer vorzeitigen Pensionierung im Sinne von Art. 33 Abs. 1 des Reglements und damit einer den Freizügigkeitsfall ausschliessenden Beendigung des Arbeitsverhältnisses "zufolge von Alter" (Art. 44 Abs. 1 des Reglements e contrario; Art. 2 Abs. 1 FZG) zugestimmt hat. Daran ändert nichts, dass das Alterskapital per 1. April 2002 kurzfristig (bis 17. April 2002) auf ein so genanntes "Freizügigkeitskonto" überwiesen und die Kapitalauszahlung in der Vereinbarung über die "vorzeitige Pensionierung - Kapitaloption" vom 7./13. Dezember 2002 als "Freizügigkeitsleistung" bezeichnet wurde. Die Eröffnung eines "Freizügigkeitskontos" per 1. April 2002 hatte rein praktische Gründe, konnte doch die vereinbarte Kapitalauszahlung zwecks Missbrauchsabwehr erst bei tatsächlichem Verlassen der Schweiz erfolgen, weshalb das Kapital bis zu diesem Zeitpunkt auf ein - bereits am 17. April 2002 (Barauszahlung) wieder aufgelöstes - Sperrkonto transferiert werden musste. Nur so liess sich die Kapitaloption gemäss Art. 25 Abs. 2 des Reglements unter den gegebenen Umständen sachgerecht umsetzen. Eine rechtliche Qualifizierung der Kapitalauszahlungen als "Austrittsleistungen" im Sinne von Art. 2 Abs. 1 FZG und Art. 44 Abs. 1 des Reglements kann im Lichte der übrigen Umstände des Falles daraus nicht abgeleitet werden. 4.5 Nach dem Gesagten handelt es sich bei der Kapitalauszahlung von Fr. 379'167.60 (vgl. Erw. 3.1 in fine) ungeachtet der Bezeichnung in der Vereinbarung von 7./13. Dezember 2001 um Altersleistungen im Sinne von Art. 7 Abs. 2 lit. a AVIG. Deren Abzug von der Arbeitslosenentschädigung gemäss Art. 18 Abs. 4 AVIG - in Form einer umgewandelten Monatsrente (vgl. Kreisschreiben des Staatssekretariats für Wirtschaft [seco] über die Arbeitslosenentschädigung [KSE-ALE], Ziff. C118 und C121 [Januar 2002/Januar 2003]); vgl. auch SVR 2000 ALV Nr. 7 S. 22 f. Erw. 6) - erfolgte damit zu Recht.