Citation: 2C_618/2016 E. 2.3.1

2.3.1. Entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift handelt es sich beim Beschwerdeführer nicht um einen Normalbürger, welcher in einer Grosstadt nolens volens in Kontakt mit Betäubungsmittel gekommen ist und deshalb Spuren einer solchen Substanz auf sich getragen hat, sondern um einen rechtskräftig für Betäubungsmitteldelikte verurteilten Straftäter. Die Betäubungsmittelmenge, für deren Ankauf (zwecks Weiterverkauf) der Beschwerdeführer verurteilt worden ist (5 Kilogramm Heroin), ist unter Berücksichtigung der Substanz nach der bundesgerichtlichen Praxis keineswegs als vergleichsweise gering zu bezeichnen (vgl. BGE 131 I 31 E. 3.2 S. 36 f.), weshalb mit der Vorinstanz von einem gewichtigen öffentlichen Interesse an der Ausreise des Beschwerdeführers auszugehen ist. In der Interessenabwägung ist unter dem Titel des Verschuldens im migrationsrechtlichen Sinn (zu den anwendbaren Kriterien vgl. oben, E. 2.2) das deliktische Verhalten eines Bewilligungsträgers bis zur Verurteilung einer Gesamtbetrachtung zu unterziehen (vgl. Urteil 2C_940/2014 vom 30. Mai 2015 E. 5.3 mit zahlreichen Hinweisen), weshalb Art. 369 Abs. 7 StGB im Migrationsrecht grundsätzlich nur die Bedeutung zukommt, dass eine aufenthaltsbeendende Massnahme nicht gestützt auf eine gelöschte Straftat verfügt werden soll (Urteil 2C_477/2008 vom 24. Februar 2009 E. 3.2.1). Dass die Vorinstanz im Rahmen einer Gesamtbetrachtung auch die in den Jahren 1994, 1995 und 2009 erfolgten strafrechtlichen Verurteilungen des Beschwerdeführers berücksichtigte und (für den Beschwerdeführer nachteilig) erwogen hat, in einer Gesamtbetrachtung entstehe das Bild eines unbelehrbaren und uneinsichtigen Drogendelinquenten, von welchem mit erheblicher Wahrscheinlichkeit auch künftig eine Gefährdung des Lebens einer Vielzahl von Menschen ausgehe, ist somit nicht zu beanstanden. An der Ausreise eines wenn auch nicht auf höchster Ebene tätigen, jedoch im Dienste einer grösseren Händlerorganisation stehenden rechtskräftig verurteilten Betäubungsmittelverkäufers besteht ein gewichtiges öffentliches Interesse (vgl. ausführlich angefochtenes Urteil, E. 4, S. 5 ff.).