Citation: 7B_636/2023 E. 3.4

3.4. Der Argumentation der Beschwerdeführerin kann nicht gefolgt werden: Sie behauptet nicht, dass der zahnärztliche Bericht vom 12. Mai 2023 mängelbehaftet oder inhaltlich unzutreffend gewesen sei. Die Frage, ob sich andere zahnärztliche Befunde mit der im fraglichen Bericht festgehaltenen Einschätzung decken, ist somit nicht entscheidrelevant. Auch die Frage, ob der Beschwerdegegner tatsächlich an starken Schmerzen gelitten hat, ist irrelevant. Rechtserheblich ist einzig, dass die zahnärztliche Behandlung nach fachkundiger Meinung "baldmöglichst" hätte durchgeführt werden sollen. Hiervon ausgehend ist auch der Schluss der Vorinstanz nicht zu beanstanden, dass die nötigen Vorkehren für die medizinische Behandlung, wie etwa die Abklärung der Kostenübernahme, "unaufschiebbar" gewesen wären und sofort hätten erledigt oder zumindest in die Wege geleitet werden müssen. Wie die Vorinstanz weiter zutreffend festhielt, geschah dies offenbar nicht. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz nicht hinreichend abgeklärt haben soll, welche Schritte Staatsanwalt B.________ nach Erhalt des zahnärztlichen Berichts unternommen habe; die Beschwerdeführerin legt jedenfalls nicht dar, welche Handlungen der Vorinstanz diesbezüglich entgangen sein sollen. Zusammengefasst ist keine willkürlich Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ersichtlich. Bei dieser Sachlage kann offenbleiben, inwieweit die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Argumente und Tatsachen angesichts des Novenverbots vor Bundesgericht überhaupt zulässig sind (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG).