Citation: C 433/99 18.04.2001 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer hat vorinstanzlich den Rechtsstandpunkt vertreten, gestützt auf die eben dargelegten Grundsätze (vgl. Erw. 1b/aa und bb hievor) könne sich eine versicherte Person erfolgreich auf Art. 14 Abs. 1 AVIG berufen, wenn die Krankheit nur eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte und während dieser Zeit keine Entschädigungen nach Art. 28 Abs. 4 AVIG entrichtet wurden. Dem kann - mit der Vorinstanz - nicht beigepflichtet werden. Soweit eine versicherte Person trotz Krankheit, Unfall oder Mutterschaft zumindest eine Teilzeitbeschäftigung hätte ausüben können, ist der Tatbestand von Art. 14 Abs. 1 AVIG nicht erfüllt. Ob Leistungen nach Art. 28 Abs. 4 AVIG ausgerichtet wurden, ist dabei, entgegen dem insoweit missverständlichen Wortlaut von Rz 60 KS-ALE (in der von 1. Januar 1992 bis 31. Dezember 1997 gültigen Fassung), unerheblich. Nichts anderes ergibt sich aus ARV 1995 Nr. 29 S. 168 f. Erw. 3b/cc, wonach Rz 60 KS-ALE in der angeführten Fassung im Sinne der in Erw. 1 hievor angeführten Vermutungsregel bundesrechtskonform ist. Dem liegt die Überlegung zu Grunde, dass die Ausrichtung von Taggeldern gemäss Art. 28 Abs. 4 AVIG mindestens eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit voraussetzt, womit - vermutungsweise - eine beitragspflichtige (Teilzeit-)Beschäftigung möglich ist.