Citation: 5A_1038/2020 E. 5.3.9

5.3.9. Zuletzt wehrt sich der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzliche Eventualerwägung, wonach die Überweisungen in den Jahren 2006 und 2007 auch dann einen hinreichenden Vertrauensbruch bzw. einen Umstand im Sinne von § 57 Abs. 2 Satz 2 NEG darstellen, wenn von einem unterschiedlichen Verständnis der Vorgänge und der vertraglichen Vereinbarungen zwischen ihm und dem Erblasser ausgegangen würde. Das Kantonsgericht erklärt, dass sich der Beschwerdeführer angesichts seiner treuhänderischen Verpflichtungen als Trustee bei Unklarheiten beim Erblasser und Settlor bzw. bei dessen Bevollmächtigten vorgängig über seine eigene Anspruchsberechtigung hätte vergewissern müssen, anstatt sich "im Zweifel" eigenmächtig Geld im Gesamtbetrag von USD 208'722.-- aus dem Trustkonto überweisen zu lassen. Wie die vorigen Erwägungen zeigen, vermag der Beschwerdeführer schon gegen die vorinstanzliche Begründung nichts auszurichten, weshalb er sich die fraglichen Gelder im Nachgang zur Errichtung des Testaments abredewidrig überweisen liess (E. 5.3.1-5.3.8). Entsprechend kann offenbleiben, ob sich der Beschwerdeführer dem Vorwurf eines Vertrauensbruchs auch im (hypothetischen) Fall aussetzt, dass hinsichtlich seiner Berechtigung an den Geldern (bloss) Unklarheiten bestanden hätten. An einer Beurteilung seiner diesbezüglichen Beanstandungen hat der Beschwerdeführer kein schutzwürdiges Interesse (Art. 76 BGG).