Citation: 5A_1023/2017 E. 4.4

4.4. Im Übrigen ist der Vorinstanz darin beizupflichten, dass vier Monate für ein dreijähriges Kleinkind eine verhältnismässig lange Zeit darstellen. Während der viermonatigen Abwesenheit der Mutter gewöhnte sich der Sohn der Parteien an die neue Wohnsituation beim Vater. Es ist offenkundig, dass es dem Wohl des Sohnes zuwider gelaufen wäre, ihn nach Rückkehr der Mutter abrupt von seinem Vater zu trennen, welcher in der Zwischenzeit zu seiner Hauptbezugsperson geworden war, und ihn in die alleinige Obhut der Mutter (zurück) zu geben. Ein derartiges Vorgehen entspräche nicht dem Bedürfnis eines Kleinkindes nach Stabilität. Die Vorinstanz stellte zudem willkürfrei fest, dass der Sohn der Parteien sich anlässlich seiner Anhörung zufrieden über die alternierende Obhut äusserte und im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids bereits seit etwas mehr als zwei Jahren an die überwiegende Betreuung durch den Vater gewöhnt sei. Insofern ist nicht ersichtlich, inwiefern die Regelung des angefochtenen Entscheids dem Sohn - wie von der Beschwerdeführerin pauschal behauptet - schaden soll.