Citation: 8C_268/2022 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe in der Türkei studiert und sei dort als Lehrer und Beamter tätig gewesen. In der Schweiz habe er, nachdem er Deutsch gelernt habe, von 2004 bis 2006 an der Fachhochschule D.________ ein Nachdiplomstudium zum Umwelt-Ingenieur NDS/FH absolviert. In der Folge habe er jedoch unter Rückenschmerzen gelitten und einen Arbeitsversuch im Jahr 2008 aus diesem Grund abbrechen müssen. Die vorinstanzliche Feststellung, dass er auch als Gesunder keiner Erwerbstätigkeit nachgehen würde, sei willkürlich, zumal gesundheitliche Probleme seit 2007 ausgewiesen seien. Zuvor hätten wegen seines Asylbewerber-Status und mangels hinreichender Sprachkenntnisse gar keine reellen Chancen auf eine Arbeit bestanden. Zudem verletze die vorinstanzliche Annahme das Diskriminierungsverbot, sei es doch kaum denkbar, dass auch bei einer in der Schweiz aufgewachsenen Person mit abgeschlossenem Studium bei nachgewiesener Invalidität davon ausgegangen würde, sie habe gar nie arbeiten wollen.