Citation: 2C_206/2018 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin macht jedoch geltend, im Davoser Entscheid sei die Kernaussage gewesen, dass die Steuerbefreiung nur dann ausgeschlossen sei, wenn die juristische Person in erster Linie Erwerbszwecke verfolge. Das sei bei ihr nicht der Fall; sie verfolge in erster Linie den öffentlichen Zweck der Versorgung mit Energie; der erzielte Gewinn sei notwendig, habe sie doch einen hohen Investitionsbedarf, um aktuell und künftig die Stromversorgung sicherzustellen. Die Vorinstanz habe die angebotenen Beweise zu ihrem Investitionsbedarf willkürlich nicht abgenommen. Ihre Umwandlung in eine AG sei durch das Volk beschlossen und ihr die öffentlich-rechtliche Aufgabe der Elektrizitätsversorgung durch den Gemeinderat delegiert worden. Zudem sei das Bundesgesetz vom 23. März 2007 über die Stromversorgung (StromVG; SR 734.7), das den Strommarkt teilweise liberalisiert habe, erst 2007 in Kraft getreten und für die hier streitige Steuerperiode 2006 nicht anwendbar.