Citation: 5A_989/2020 E. 2

Das Kantonsgericht hat festgehalten, Gegenstand der angefochtenen Verfügung sei nicht etwa ein Entscheid über die Frage des Prozessbeitrittes oder gar die Aktivlegitimation, sondern einzig die Fristansetzung zur Erklärung des Prozessbeitrittes oder zur Einreichung einer Verzichtserklärung. Mithin handle es sich um eine prozessleitende Verfügung. Ob der für deren Anfechtung erforderliche nicht leicht wiedergutzumachende Nachteil im Sinn von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO rechtlicher oder bloss tatsächlicher Natur sein müsse, sei umstritten; jedenfalls sei vorauszusetzen, dass die Lage der betroffenen Partei erheblich erschwert werde, während die blosse Gefahr einer Verfahrensverlängerung oder -verteuerung nicht reiche. Der Kanton behaupte zwar abstrakt einen solchen Nachteil, führe aber nicht aus, worin er bestehen soll; es sei nicht Aufgabe des Obergerichtes, danach zu suchen, und ein solcher Nachteil sei im Übrigen auch nicht ersichtlich.