Citation: 6B_900/2024 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV. Er bringt im Wesentlichen vor, er habe während der Einvernahmen von B.A.________ und D.________ in einem separaten Raum verweilen müssen. Die Vorinstanz habe von der audiovisuellen Übertragung der beiden Einvernahmen abgesehen. Er habe sich deshalb weder einen persönlichen Eindruck der beiden Hauptbelastungszeuginnen verschaffen noch mit Ergänzungsfragen reagieren können. Dies wäre jedoch vorliegend besonders wichtig gewesen, denn beide hätten Angaben zu strittigen sog. Vier-Augen-Delikten gemacht und die Vorinstanz verweise in ihrer Urteilsbegründung mehrfach auf den "persönlichen Eindruck", den diese hinterlassen hätten. Informationen über den Inhalt der Befragungen sowie die Mimik und Gestik der Befragten habe er selbst ausschliesslich indirekt, nämlich über seinen Verteidiger, der seine subjektiven Eindrücke aus dem Gedächtnis bzw. gestützt auf eine bloss lückenhafte Protokollskizze geschildert habe, erlangen können. Dadurch sei sein Fragerecht nach Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK in unzulässiger Weise eingeschränkt und ihm ein faires Verfahren verwehrt worden. Das angefochtene Urteil sei deshalb aufzuheben und die Berufungsverhandlung zu wiederholen.