Citation: 8C_418/2010 27.08.2010 E. 7

Im angefochtenen Entscheid wird weiter die Möglichkeit einer wiedererwägungsweisen Aufhebung der Rente erwähnt. Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Er kann eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen den Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG). Rechtsprechungsgemäss gilt sodann, dass wenn die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt wird, dieses die auf Art. 17 ATSG gestützte Revisionsverfügung der Verwaltung mit entsprechender substituierter Begründung schützen kann (BGE 125 V 368 E. 3 S. 369; Urteil 9C_303/2010 vom 5. Juli 2010 E. 4). Ferner ist darauf zu verweisen, dass formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide vom Versicherungsträger in Revision gezogen werden müssen, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG; sog. prozessuale Revision). Das kantonale Gericht hat nicht abschliessend entschieden, ob die laufende Rente wiedererwägungsweise aufzuheben sei. Es scheint denn auch fraglich, ob die ursprünglichen Verfügungen in der Tat als zweifellos unrichtig zu betrachten wären. Sodann stehen neue Tatsachen oder Beweismittel, welche gegebenenfalls eine prozessuale Revision zu rechtfertigen vermöchten, nicht zur Diskussion. Die Aufhebung der laufenden Rente erfolgte demnach unbegründet. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde.