Citation: 2C_1077/2018 E. 4.7

4.7. Soweit der Beschwerdeführer einwendet, er habe sich seit der bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug nichts mehr zuschulden kommen lassen, ist seine Aussage zu relativieren: Er ist erst seit dem 20. April 2018 wieder auf freiem Fuss, wobei er unter Aufsicht der Bewährungshilfe steht und ihm bei einem Fehlverhalten der Widerruf der bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug droht; im Übrigen ist sein ausländerrechtliches Bewilligungsverfahren noch hängig, welches mit einer weiteren Verurteilung offensichtlich zu seinen Ungunsten ausginge. Der Beschwerdeführer hat sich - mit anderen Worten - noch nicht ohne äusseren Druck oder Überwachung über eine längere Zeit hinweg bewährt. Dies gilt umso mehr, wenn - den Sachverhalt ergänzend - die Verfügung des Bewährungs- und Vollzugsdienstes vom 5. April 2018 bei der entsprechenden Beurteilung mitberücksichtigt wird: Danach hat der Beschwerdeführer "während des relativ kurzen Aufenthalts im Vollzugszentrum" wiederholt diszipliniert werden müssen; dennoch erscheine es - zumindest bei gleichzeitiger Anordnung von Bewährungshilfe - "trotz massiven Fehlverhaltens im Vollzug" angezeigt, ihm die bedingte Entlassung zu gewähren. Ein korrektes Verhalten darf im Übrigen vorausgesetzt werden; eine erneute (auch geringe) Straffälligkeit nach dem Strafvollzug erhöht das öffentliche Interesse daran, dass die straffällige ausländische Person das Land verlässt (vgl. das Urteil 2C_815/2018 vom 24. April 2019 E. 3.4 mit Hinweisen).