Citation: 5A_380/2021 E. 6.1

6.1. Zur Einrede des nicht oder nicht richtig erfüllten Vertrages hat das Appellationsgericht erwogen, dass die Beschwerdegegnerin belegen könne, der Beschwerdeführerin den Datenträger mitsamt der geforderten Erklärung per Einschreiben zugestellt zu haben. Die Einrede sei somit entkräftet worden. Die Beschwerdeführerin behaupte zwar, nur eine unverzügliche Übergabe des Datenträgers mit der dazu geforderten Erklärung hätte eine korrekte Erfüllung des Anspruchs aus der Rückabwicklung des Vertrages dargestellt. Für diese Behauptung bringe die Beschwerdeführerin keine substantiierte Begründung vor. Aus ihrem Verhalten ergebe sich das Gegenteil. Sie habe zwar am 1. April 2019 die unverzügliche Rückgabe mit der bereits genannten Zusicherung verlangt. Nachdem die Beschwerdegegnerin aber in der folgenden Zeit diese Rückgabe nicht vorgenommen habe, habe die Beschwerdeführerin nicht etwa mitgeteilt, dass die Erfüllung dieser Rückgabe nicht mehr (ordnungsgemäss) möglich sei. Vielmehr habe sie am 24. Juni 2019 die Beschwerdegegnerin ultimativ zur Angabe der Bankverbindung aufgefordert, damit sie den Betrag von Fr. 500'000.-- wieder überweisen könne. Die Schuldanerkennung sei ohne Vorbehalt einer an irgendeine Frist gebundenen Durchführung der am 1. April 2019 geforderten Rückübertragung mit zugehöriger Erklärung erfolgt.