Citation: 8C_45/2016 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog, bezüglich des medizinischen Sachverhalts sei einzig umstritten, inwiefern sich die Legasthenie auf die berufliche Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirke. Die Legasthenie sei laut gutachterlicher Beurteilung der MEDAS Bern kein Symptom einer akuten psychiatrischen Erkrankung, sondern Residuum einer kindlichen Entwicklungsstörung. Sie schränke den Versicherten insoweit ein, als ihm keine Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an die Lese- und Schreibkompentenz zuzumuten seien. Dementsprechend sei die IV-Stelle richtigerweise davon ausgegangen, dass es ihm trotz der sprachlichen Schwierigkeiten möglich und zumutbar sei, einfache EDV-technische Arbeiten (Analysieren, Programmieren, Operating) durchzuführen und dabei ein Einkommen gemäss Niveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) der Tabelle TA7 Ziff. 29 (Informationstechnologie) der LSE 2008 zu erzielen. Unter Berücksichtigung einer Wochenarbeitszeit von 41,6 Stunden und eines behinderungsbedingten Abzugs von 5 % wegen der Legasthenie sei das von der IV-Stelle ermittelte zumutbare Invalideneinkommen von Fr. 73'567.65 für das Jahr 2013 zu schützen. Verglichen mit dem von der Verwaltung auf Fr. 99'235.50 bezifferten Valideneinkommen ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 26 %. Damit habe der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Rente.