Citation: 4C.241/2000 13.11.2000 E. 2

2.- Art. 8 ZGB regelt die Beweislast. Als Korrelat zur Beweislast leitet das Bundesgericht daraus das Recht der beweisbelasteten Partei ab, zum ihr obliegenden Beweis zugelassen zu werden (BGE 114 II 289 E. 2a S. 290). Dieser bundesrechtliche Beweisführungsanspruch besteht indes nur für rechtserhebliche Tatsachen und setzt voraus, dass die beweisbelastete Partei im kantonalen Verfahren form- und fristgerechte Beweisanträge gestellt hat. Art. 8 ZGB schreibt dem Sachgericht dagegen nicht vor, mit welchen Mitteln der Sachverhalt abzuklären ist und wie die Beweise zu würdigen sind. Die Schlüsse, die das kantonale Gericht in tatsächlicher Hinsicht aus Beweisen und konkreten Umständen zieht, können im Berufungsverfahren nicht überprüft werden; auch die vorweggenommene Würdigung von Beweisen wird durch Art. 8 ZGB nicht ausgeschlossen (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223). Der Kläger bestreitet zu Recht nicht, dass ihn die Beweislast für die behauptete sechsmonatige Kündigungsfrist trifft. Er hält indes dafür, es liege an der Beklagten zu beweisen, dass sein Vertrag mit der Z._________ AG beendet gewesen sei, als er zur N.________ AG gewechselt habe. Die Vorinstanz hat aus dem von der Z._________ AG ausgestellten Arbeitszeugnis vom 31. Juli 1997 abgeleitet, das Arbeitsverhältnis sei aufgelöst worden. Sie hat somit aufgrund von Beweiswürdigung eine tatsächliche Feststellung getroffen, womit die Frage der Beweislastverteilung nach ständiger Rechtsprechung gegenstandslos geworden ist (BGE 114 II 289 E. 2a S. 291). Die mit der Berufung vorgebrachte Rüge betreffend den Beweis für die Vertretungsmacht von B.________ bei der N.________ AG basiert auf der Annahme, dass der Kläger in ungekündigter Stellung bei der Z._________ AG war. Die gegenteilige Feststellung der Vorinstanz beruht auf Beweiswürdigung, die im Berufungsverfahren nicht angefochten werden kann. Der Kläger anerkennt sodann, dass er den von ihm behaupteten Vertragsinhalt hätte beweisen müssen. Er rügt indessen als Verletzung von Art. 8 ZGB, dass ihm die Beweisführung durch die Befragung des Zeugen B.________ verweigert worden sei. Seiner Rechtsschrift ist freilich nicht zu entnehmen, welche im kantonalen Verfahren vorgebrachten Behauptungen er damit beweisen wollte, so dass fraglich erscheint, ob auf die Rüge eingetreten werden kann. Zu beachten ist zudem, dass die Vorinstanz die Befragung des Zeugen B.________ mit zweifacher Begründung abgelehnt hat. Sie hat einerseits die angeblichen Versprechungen als unerheblich betrachtet, weil der Zeuge mangels Einzelzeichnungsberechtigung nicht zur Vertretung der N.________ AG bevollmächtigt gewesen sei. Anderseits hat sie die Befragung des Zeugen aufgrund vorweggenommener Beweiswürdigung abgelehnt. Zur ersten Begründung äussert sich der Kläger in der Berufungsschrift nicht, weshalb diese nicht überprüft werden kann. Die zweite Begründung hat der Kläger ohne Erfolg mit der staatsrechtlichen Beschwerde angefochten. Sie kann hier ebenfalls nicht überprüft werden.