Citation: 9C_97/2025 E. 2.2

2.2. Fehlerhafte Entscheide sind nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung in der Regel nur anfechtbar. Als nichtig erweisen sie sich erst dann, wenn der ihnen anhaftende Mangel besonders schwer ist, wenn er sich als offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar erweist und die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird (Urteil 9C_673/2023 vom 19. August 2024 E. 4.1 m.H.; zur Publikation vorgesehen). Als Nichtigkeitsgründe fallen vorab funktionelle und sachliche Unzuständigkeit der entscheidenden Behörde sowie krasse Verfahrensfehler in Betracht (Urteil 9C_496/2023 vom 29. Februar 2024 E. 4.2.1, zur Publikation vorgesehen; BGE 145 III 436 E. 4). Wenn einer Entscheidung infolge Nichtigkeit jegliche Rechtsverbindlichkeit fehlt, so ist dies durch jede Behörde, die mit der Sache befasst ist, jederzeit und von Amtes wegen zu beachten (Urteil 9C_673/2023 vom 19. August 2024 E. 4.2 m.H.; zur Publikation vorgesehen). Zur Begründung der geltend gemachten Nichtigkeit bringt die Beschwerdeführerin vor, das Urteil sei mit einer "blossen Paraphe" versehen, abweichend zum amtlichen Ausweis des unterzeichnenden Richters. Entsprechende Beweise seien durch das Bundesgericht abzunehmen. Es ist nicht ersichtlich, dass das Urteil der Vorinstanz im Sinne der genannten Rechtsprechung nichtig sein könnte. Sollte es sich bei der Unterschrift um eine "blosse Paraphe" handeln, wäre dies jedenfalls nicht ausreichend, um eine Nichtigkeit des Urteils zu begründen. Die Beschwerdeführerin zeigt denn auch nicht auf, welche (kantonale) Norm die Gültigkeitsanforderungen an eine Unterschrift dahingehend konkretisieren würde, dass eine blosse Paraphe "ungenügend wäre". So sieht das Gesetz vom 1. April 1976 (des Kantons Zug) über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG/ZG; BGS 162.1) in § 19 Abs. 1, § 20 Abs. 1 bis 3, § 48 Abs. 1 und § 72 Abs. 3 VRG/ZG vor, dass Entscheide den Parteien schriftlich mitzuteilen sind. Dieses Formerfordernis ist durch eine "blosse Paraphe" klarerweise nicht verletzt. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführerin aus früheren sie betreffenden Urteile bekannt sein muss, dass Unterschriften bereits genügen können, wenn der Erklärende hinreichend identifiziert werden kann (Urteil 9C_72/2023 vom 8. Februar 2023 E. 2.2.1) und blosse Vermutungen bezüglich fehlender Echtheit einer Unterschrift nicht genügen (Urteil 9C_215/2023 vom 27. April 2023 E. 3.3), zeigt sie auch in diesem Verfahren nicht weiter auf, welche (kantonale) Norm die (unterschriftlich erkennbare) volle Namensnennung der unterschreibenden Gerichtspersonen verlangen soll (vgl. Urteil 9C_148/2023 vom 8. Mai 2023 E. 2.3.1).