Citation: I 312/05 09.11.2005 E. 4

4.1 Für die richterliche Beurteilung eines Falles sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Einspracheentscheides massgebend (BGE 129 V 356 Erw. 1, 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen). Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch insoweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beeinflussen (BGE 99 V 102 mit Hinweisen). 4.2 Die Vorinstanz hat richtig berücksichtigt, dass die Zusammenarbeit des Versicherten mit der Firma X.________ infolge des Verlustes des Auftrages der Firma Y.________ bis Ende Juni 2005 befristet war. Der Versicherte muss sich von diesem Zeitpunkt an wieder der typischen LKW-Chauffeurtätigkeit zuwenden. Das kantonale Gericht hat einlässlich und korrekt dargelegt, dass er nur noch selektiv im Lastwagentransportgewerbe einsetzbar ist. Er kann beispielsweise keine logistisch komplexen oder körperlich anstrengenden Arbeiten mehr übernehmen. Zudem sind Stress und Hektik für ihn nicht auf Dauer zu bewältigen. Diese Faktoren sprechen für eine stärkere Beeinträchtigung in der normalen Chauffeurtätigkeit, als die Beschwerdeführerin annimmt. Das kantonale Gericht hat den konkreten Verhältnissen des Beschwerdegegners überzeugend Rechnung getragen. Die behinderungsbedingte Beeinträchtigung von 50 % im Bereich Chauffeurtätigkeit ist demzufolge angemessen, was zum Anspruch auf eine halbe Invalidenrente führt, wie die Vorinstanz richtig und insoweit unbestritten dargetan hat.