Citation: 6B_922/2009 15.01.2010 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die rechtliche Würdigung der Vorinstanz, er habe durch den Einsatz der beiden Pfeffersprays bei L.________ eine Körperverletzung verwirklicht. Ein Pfefferspray sei ein legalisiertes Abwehrmittel, das keine Körperverletzungen verursachen dürfe. Auch bei einem zweifachen Einsatz sei eine Körperverletzung unwahrscheinlich (Beschwerde, S. 5). 4.2 Die Vorinstanz führt aus, die Staatsanwaltschaft habe keine mehrfache einfache Körperverletzung angeklagt, sondern die Ereignisse als Tateinheit bewertet. Deshalb sei es unerheblich, ob nur der Biss die Qualität einer einfachen Körperverletzung aufweise, was der Beschwerdeführer nicht bestreite, oder ob dies auch auf die Auswirkungen der Pfeffersprayeinsätze zutreffe. Sie bejaht diese Frage, da der zweimalige Einsatz eines Pfeffersprays zu einer langwierigen Entzündung der Bindehaut beider Augen geführt habe, die mehrere Tage medikamentös habe behandelt werden müssen. Subjektiv habe der Beschwerdeführer allerdings aufgrund seiner Vorstrafe, bei der ebenfalls ein Pfeffersprayeinsatz zu beurteilen gewesen und als Tätlichkeit gewertet worden sei, im vorliegenden Verfahren ebenfalls von einer Tätlichkeit ausgehen können. Diese Tätlichkeit werde durch die einfache Körperverletzung der Bisswunde konsumiert (angefochtenes Urteil, S. 10). Der Beschwerdeführer stellt die von der Vorinstanz getroffene Lösung nicht in Frage. Es kann deshalb die von ihm aufgeworfene Frage offen gelassen werden, ob Pfeffersprays überhaupt geeignet sind, eine Körperverletzung zu verursachen. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.