Citation: 1P.746/2005 07.02.2006 E. A

X.________ wurde vom Verhörrichter des Kantons Glarus mit Strafmandat vom 25. November 2004 des Steuerbetrugs und der Urkundenfälschung schuldig gesprochen und mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von zwei Wochen Gefängnis sowie einer Busse von Fr. 2'000.-- bestraft. In der Rechtsmittelbelehrung des Strafmandats wurde der Angeklagte darauf hingewiesen, dass er innert 20 Tagen seit Empfang des Strafmandats beim Verhöramt schriftlich Einsprache erheben könne, andernfalls das Strafmandat rechtskräftig und einem Urteil gleichgestellt werde. Mit Schreiben vom 26. November 2004 nahm X.________ erneut zum vorgeworfenen Sachverhalt Stellung. Am 30. November 2004 nahm er das Strafmandat vom 25. November 2004 entgegen. Mit Eingabe vom 21. Dezember 2004 (gemäss Poststempel 22. Dezember 2004) verlangte er die Aufhebung des Strafmandats. Am 28. Dezember 2004 überwies der Verhörrichter die von X.________ erhobene Einsprache samt den Akten an die Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus zwecks Durchführung des ordentlichen Strafverfahrens, vermerkte aber, dass das Strafmandat am 20. Dezember 2004 in Rechtskraft erwachsen und die Einsprache vom 21./22. Dezember 2004 verspätet erfolgt sei. Am 20. April 2005 erliess der Verhörrichter sinngemäss eine Nichteintretensverfügung und erklärte die Einsprache als verspätet, weshalb das ordentliche Verfahren nicht stattfinden könne. Am 28. April 2005 beschwerte sich X.________ gegen die Nichteintretensverfügung beim Kantonsgerichtspräsidenten des Kantons Glarus, welcher das Rechtsmittel mit Verfügung vom 20. Oktober 2005 abwies.