Citation: I 60/07 20.07.2007 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht hat erwogen, im vom Beschwerdeführer angeführten Prozess habe es auf das Gutachten des Dr. med. R.________ abgestellt und diesen nicht als voreingenommen betrachtet. Zudem könne aus der Zahl der Gutachteraufträge, die ein Arzt für die IV-Stelle bisher übernommen habe, nicht bereits auf dessen Befangenheit geschlossen werden. 4.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird ausdrücklich anerkannt, dass die Parteilichkeit des Experten nicht deshalb in Zweifel gezogen werden kann, weil der Rechtsvertreter des Versicherten ihn schon in einem anderen Verfahren kritisiert hatte. In der Tatsache allein, dass ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird, ist sodann rechtsprechungsgemäss kein Ausstands- oder Ablehnungsbegehren zu erblicken (RKUV 1999 Nr. U 332 S. 193 f. E. 2a/bb, U 212/97). Es verhält sich ähnlich wie in Bezug auf die Medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS). Wenn selbst aus dem Umstand, dass ein Arzt oder eine Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, nicht auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit zu schliessen ist, kann dieser Vorwurf umso weniger gegenüber freiberuflichen Experten erhoben werden, welche einzig zufolge ihrer Gutachtertätigkeit in Kontakt mit der IV-Stelle stehen. Entscheidend ist, dass fachlich-inhaltlich eine Weisungsunabhängigkeit der begutachtenden Ärzte besteht. Gleiches gilt hinsichtlich der wirtschaftlichen Abhängigkeit von Aufträgen der Invalidenversicherung (Urteil I 885/06 vom 20. Juni 2007). Mit der Abweisung des Begehrens um Auskunft über die Tätigkeit des Dr. med. R.________ zwecks Nachweises seiner Abhängigkeit von der IV-Stelle hat die Vorinstanz daher nicht Bundesrecht im Sinne von Art. 104 lit. a OG verletzt. Die beantragte Massnahme ist für die Frage der Vorbefassung und der Unvoreingenommenheit nicht entscheidrelevant, weshalb die antizipierte Beweiswürdigung auch nicht den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt (BGE 130 II 428, 124 V 90 E. 4b S. 94). Aus demselben Grund ist dem Begehren des Beschwerdeführers auch im letztinstanzlichen Verfahren nicht stattzugeben.