Citation: 7B_1124/2024 E. 4.6.3

4.6.3. Die Beschwerdeführerin weist auf das fortgeschrittene Alter der Gutachten hin. In der Tat scheint es nicht unproblematisch, die Unmittelbarkeit einer Gefährdung aus rund zwei- bis eineinhalbjährigen Gutachten abzuleiten. Vorliegend stellen die gutachterlichen Einschätzungen aber ungeachtet dessen eine geeignete Grundlage für die Prognosebeurteilung dar: Wie dem angefochtenen Entscheid zu entnehmen ist, hat die Beschwerdeführerin im Rahmen des vorzeitigen Massnahmenvollzugs (der zwischenzeitlich wieder abgebrochen wurde) mit einer Therapie begonnen. Die fallführende Therapeutin erteilte in ihrem Bericht vom 2. Mai 2024 die Auskunft, die Beschwerdeführerin habe sich an das Alkoholkonsumverbot gehalten, zeige aber insgesamt ein ambivalentes Verhalten. Sie stelle teilweise gänzlich in Abrede, ein Problem zu haben, und sehe keinen Änderungsbedarf. Auch die Tatbearbeitung in Bezug auf die versuchte schwere Körperverletzung gestalte sich schwierig, da sie sich daran nicht erinnern könne. Demnach zeigt sich, was die Aufarbeitung der Problembereiche angeht, auch nach Absolvieren erster Therapiesitzungen ein weitgehend unverändertes Bild wie im Zeitpunkt der Gutachtenserstellung. Die Beschwerdeführerin zeigt zudem nicht auf und es sind auch keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass sich die Situation seit Abbruch der Therapie im Mai 2024 zum Positiven verändert hätte. Es ist deshalb insgesamt nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz trotz des Zeitablaufs auf die Gutachten von Dr. med. C.________ abstellt.