Citation: 6B_833/2022 E. 2.5

2.5. In casu folgt aus den vorinstanzlichen Feststellungen eine eindeutige Massnahmenbedüftigkeit sowie eine grundsätzliche Massnahmenfähigkeit des Beschwerdeführers. Seine Massnahmenwilligkeit wird als instabil dargestellt. In seiner Unwilligkeit nimmt er Selbstverletzungen in Kauf, um seinen Willen durchzusetzen. Nach dem Gutachten ist ein derartiges Verhalten in einer Eskalationsspirale durchaus erwartbar. Es ist nicht zu erkennen, dass die Selbstverletzungen Folge einer nicht adäquaten Therapieform wären (Beschluss S. 13, 16). Wie die Jugendanwaltschaft ausführte, ist der Beschwerdeführer weder beruflich integriert noch ausreichend therapeutisch behandelt. Er ist weiterhin höchst massnahmenbedürftig und nicht in der Lage, im offenen, strukturfreien Rahmen deliktfrei zu leben. Derzeit brauche es eine initial geschlossene pädagogische Einrichtung, welche therapeutisch arbeite, mit einem psychiatrischen Setting im Hintergrund für Krisenphasen. Ein Abbruch der Behandlung würde die weitere Persönlichkeitsentwicklung gefährden. Der Übertritt in die geeignete Institution werde bestmöglich vorbereitet (Beschluss S. 5 f., 8 f.). Dieser Eintritt ist inzwischen vollzogen worden (Beschluss S. 17).