Citation: 2C_710/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Rechtsprechungsgemäss durfte die Vorinstanz auf eine mündliche Anhörung verzichten, wenn der Beschwerdeführer seinen Standpunkt wirksam zur Geltung bringen konnte, die Vorinstanz aufgrund der schriftlichen Eingaben des Beschwerdeführers ihre Überzeugung gebildet hat und diese durch die Erkenntnisse der mündlichen Anhörung nicht geändert worden wäre (vgl. Urteile 2C_163/2020 vom 14. Mai 2020 E. 3.4 f.; 2C_562/2017 vom 30. Oktober 2017 E. 3). Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt. Jedenfalls macht der Beschwerdeführer nicht substanziiert geltend, welche zusätzlichen und wesentlichen Erkenntnisse von einer persönlichen Anhörung zu erwarten gewesen wären. Dasselbe gilt in Bezug auf den vom Beschwerdeführer sinngemäss vorgebrachten Einwand, es hätte mindestens eine schriftliche Stellungnahme des Beistands eingeholt werden müssen. Es erscheint vorliegend nicht bestritten, dass eine Weiterführung der Vater-Kind Beziehung auch im Interesse des Sohnes liegt. Damit ist nicht ersichtlich, inwiefern die Einholung eines Berichts des Beistands des Kindes weitere entscheidrelevante Erkenntnisse hervorgebracht hätte (vgl. Urteil 2C_459/2021 vom 3. September 2021 E. 3.2). Nicht geltend macht der Beschwerdeführer sodann, der Sohn hätte (trotz seines jungen Alters) selbst angehört werden müssen (vgl. betreffend Art. 12 KRK [SR 0.107]: BGE 147 I 149 E. 3.2; 144 II 1 E. 6.5 f). Soweit sich der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang zusätzlich auf das Übereinkommen des Europarats vom 11. Mai 2011 zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention; SR 0.311.35) beruft, bleibt unklar, welche Ansprüche er daraus ableiten möchte (vorstehende E. 2.1).