Citation: 5A_823/2024 E. 3

Die Beschwerdeführerin stellte sich auf den Standpunkt, es sei um Antragsdelikte gegangen und der Strafantrag hätte schriftlich gestellt und unterzeichnet werden müssen; mangels Unterzeichnung durch C.________ sei dieser ungültig gewesen und deshalb die Strafuntersuchung und die darauf fussenden Urteile nichtig, was von allen rechtsanwendenden Behörden jederzeit von Amtes wegen zu beachten sei. Diesbezüglich wurde im angefochtenen Entscheid ausgeführt, dass es sich bei der Nötigung gemäss Art. 181 StGB nicht um ein Antragsdelikt, sondern um ein Offizialdelikt handle und betreffend den Hausfriedensbruch nicht C.________, sondern die B.________ AG Gläubigerin und Verfahrenspartei gewesen sei, für welche ein gültiger Strafantrag vorgelegen habe (was in den Erwägungen ausführlich dargestellt wird), weshalb der Einwand an der Sache vorbeigehe. Ferner wurde erwogen, dass sich die Annahme einer Nichtigkeit betreffend des sechs Jahre zurückliegenden und durch alle Instanzen hindurch überprüften Strafbefehles bereits aus Gründen der Rechtssicherheit verbieten würde, selbst wenn der Strafantrag an irgendeinem Mangel hätte leiden sollen, zumal die Beschwerdeführerin die Möglichkeit gehabt hätte, im Strafverfahren bzw. dem diesbezüglichen Rechtsmittelzug einen allfälligen Mangel vorzubringen. Die Beschwerdeführerin behauptet das Gegenteil des vorinstanzlich Festgestellten, nämlich dass die B.________ AG im Ergebnis nie einen Strafantrag gestellt habe. Dies wird jedoch in rein appellatorischer Weise vorgetragen, was unzulässig ist (vgl. E. 2). In rechtlicher Hinsicht erfolgt keine sachgerichtete Auseinandersetzung mit den ausführlichen Erwägungen des angefochtenen Entscheides, sondern die Beschwerdeführerin macht erneut geltend, die B.________ AG sei gar nicht legitimiert gewesen, einen Strafantrag zu stellen und folglich seien das Strafverfahren und alle damit zusammenhängenden Urteile nichtig. Sie geht indes nicht auf die - zutreffende - Erwägung des angefochtenen Entscheides ein, dass sie im strafrechtlichen Verfahren nie entsprechende Vorbringen machte und den gegen den Strafbefehl eingelegten Rechtsmitteln bis vor Bundesgericht kein Erfolg beschieden war, weshalb selbst dann nicht von einer Nichtigkeit ausgegangen werden könnte, wenn dem Strafantrag tatsächlich ein irgendwie gearteter Mangel angehaftet hätte. Ferner übersieht sie in diesem Kontext, dass der Verlustschein letztlich nicht auf dem Strafverfahren, sondern auf dem in Rechtskraft erwachsenen definitiven Rechtsöffnungsentscheid beruht, welcher die Fortsetzung des Betreibungsverfahrens ermöglicht hat.