Citation: I 604/00 07.05.2001 E. 3

3.- a) Der Verfügung vom 7. August 1997 lag in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt in erster Linie der Bericht des Hausarztes Dr. med. B.________ vom 26. Mai 1997 zu Grunde. Darin werden ein chronisches Zervikalsyndrom und eine zervikale Diskushernie sowie ein chronisches Lumbovertebralsyndrom und eine lumbale Diskushernie diagnostiziert. Ergänzend führt der Arzt aus, in den letzten Jahren seien hauptsächlich unter beruflicher Belastung in vermehrtem Mass bezüglich Häufigkeit und Schweregrad akute Schmerzexazerbationen aufgetreten. Die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf beziffert er ab 1. August 1996 auf rund 50 %. b) aa) In seinem ärztlichen Zwischenbericht vom 24. August 1998 diagnostiziert Dr. med. B.________ wiederum ein chronisches Zervikalsyndrom und eine zervikale Diskushernie sowie ein chronisches Lumbovertebralsyndrom und eine lumbale Diskushernie. Er fügt bei, Häufigkeit und Intensität der gesundheitlichen Probleme hätten trotz adäquater Therapiemassnahmen, welche die Patientin als gelernte AKP-Krankenschwester selbst durchgeführt habe, seit Frühjahr (ca. Anfang Mai) 1998 zugenommen. Er selbst habe die Patientin seit dem Bericht vom 26. Mai 1997 nur einmal in der Sprechstunde gesehen. Die Arbeitsunfähigkeit (recte: Arbeitsfähigkeit, wie sich aus dem Zusammenhang ergibt) betrage seit 1. August 1998 33 %. bb) Mit Schreiben vom 7. Oktober 1998 ergänzt Dr. med. B.________ den Bericht vom 24. August 1998 auf Grund zwischenzeitlicher Untersuchungen und Besprechungen, indem er darlegt, die Patientin habe ihre Arbeitszeit ab 1. Januar 1998 auf 30 bis 40 % (je nach Beschwerdebild) reduziert. Trotzdem sei es zu einer Verschlechterung ihres Zustandes gekommen, was durch neue Nativröntgenaufnahmen der Lendenwirbelsäule (LWS) vom 11. September 1998 bestätigt werde. Er habe diese Bilder an Dr. med. U.________ übersandt, weil er die Beschwerdeführerin für eine fachärztliche Stellungnahme mit der Frage einer möglichen chirurgischen Intervention an diesen Spezialarzt überweisen wolle. In Anbetracht der erheblichen Zunahme des Beschwerdebildes komme er zum Schluss, dass der Versicherten ab 1. August 1998 eine "2/3-Rente" zugesprochen werden sollte. cc) Dr. med. U.________ diagnostiziert in seinem Bericht vom 7. April 1999 ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom mit lumboradikulärer Ausstrahlung bei degenerativer Spondylolisthesis L4 und Segmentdegeneration L2/L3, chronische Kreuzschmerzen sowie eine Zervikobrachialgie nach links. Den Gesundheitszustand der Versicherten bezeichnet er als stationär. Die Arbeitsfähigkeit in Bezug auf eine behinderungsbedingt angepasste Erwerbstätigkeit (auch in Bezug auf den angestammten Beruf als Krankenschwester) beziffert er für den Zeitraum ab 27. November 1998 (Datum der Erstkonsultation) auf 50 % (im Sinne einer Grössenordnung). c) Zwischen dem Arztbericht vom 26. Mai 1997, in dem der Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiert wird, und der Bezifferung der Arbeitsfähigkeit auf 33 % im Zwischenbericht vom 24. August 1998 hatte Dr. med. B.________ die Patientin nur einmal in der Sprechstunde gesehen, sodass eine fundierte Stellungnahme schwierig war. Die Ergänzung vom 7. Oktober 1998 beruht dagegen auf drei Besprechungen und neuen Röntgenaufnahmen, enthält aber den Hinweis auf die noch ausstehende fachärztliche Stellungnahme des Dr. med. U.________. Zudem orientiert sich Dr. med. B.________ auch an den Angaben der Beschwerdeführerin über das geleistete Pensum. Nicht zu übersehen sind schliesslich die widersprüchlichen Angaben über den Zeitpunkt des Eintritts der Verschlechterung des Gesundheitszustands, welche laut dem Bericht vom 24. August 1998 ca. Anfang Mai 1998 erfolgte, aber erst per 1. August 1998 zu einer Reduktion der Arbeitsfähigkeit auf 33 % führte, während gemäss dem letztinstanzlich vorgelegten Bericht vom 27. November 2000 bereits ab 1. Januar 1998 eine Arbeitsunfähigkeit von 2/3 bestand. Der Bericht des Spezialarztes Dr. med. U.________ basiert insbesondere auf einer persönlichen Untersuchung der Beschwerdeführerin und der Analyse von Röntgenbildern aus den Jahren 1997 und 1998. Auf dieser Grundlage, welche eine zuverlässige Beurteilung der Entwicklung seit 1997 ermöglicht, gelangt Dr. med. U.________ zu schlüssigen, nachvollziehbaren Ergebnissen. Sein Bericht ist daher in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt beweiskräftig (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweisen). Die letztinstanzlich eingereichte Stellungnahme des Dr. med. C.________ vermag daran nichts zu ändern, denn die Aussage, das Beschwerdebild habe sich zwischen 1993 (also noch vor der ersten Anmeldung bei der Invalidenversicherung) und 1998 verschlimmert, lässt keine Schlüsse auf die Entwicklung seit August 1997 zu. Unter diesen Umständen kann offen bleiben, ob dieses neue Beweismittel (wie auch der gleichzeitig eingereichte Arztbericht des Dr. med. B.________ vom 27. November 2000) überhaupt berücksichtigt werden kann, nachdem es nach Ablauf der Beschwerdefrist, und ohne dass ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet wurde, aufgelegt worden ist (BGE 109 Ib 249 Erw. 3c; ferner nicht veröffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 10. Oktober 1997, 2A.616/1996). Die Beschwerdeführerin ist demnach in Bezug auf eine Tätigkeit im angestammten Beruf als zu rund 50 % arbeitsfähig zu betrachten.