Citation: 6B_958/2020 E. 3.2

3.2. Den Feststellungen der Vorinstanz zufolge konnten sowohl ein technischer Defekt am Hallenkran oder dessen Fernbedienung als auch ein aktives Zutun eines Dritten als Unfallursache ausgeschlossen werden. Daraus zieht die Vorinstanz den Schluss, dass es letztlich aufgrund eines (objektiv betrachtet) fehlerhaften Verhaltens von B.A.________ zum tödlichen Unfall gekommen sein müsse. Die Vorinstanz stützt sich im Wesentlichen auf den Unfallrapport der SUVA vom 29. August 2019. Der Unfallablauf sei in diesem überzeugend als Folge einer Fehlmanipulation des im Gefahrenbereich stehenden B.A.________ dargestellt worden. Die auch in den Strafakten dokumentierte Ausbildung von B.A.________ am Hallenkran und in Sicherheitsbelangen sei im Unfallrapport nicht beanstandet worden. Weiter sei festgehalten worden, dass bei der Kranüberprüfung keine Mängel festgestellt worden seien. Dem Unfallrapport sei auch zu entnehmen, dass die Firma C.________AG für Sicherheitsbelange die Dienste von ASA-Spezialist D.________ bzw. der von ihm gegründeten Einzelunternehmung D.________ in Anspruch genommen habe. Dieser sei Organisator der Information "Arbeitssicherheit" vom 1. Dezember 2011 und der Ausbildung vom 21. März 2015 am Hallenkran gewesen. Weiter sei er auch für die Freigabe der Weisung Nr. 04- 13 verantwortlich gewesen. Diese offensichtlich enge und auch langjährige Zusammenarbeit lasse ohne Weiteres darauf schliessen, dass die Firma C.________AG die Sicherheit der Mitarbeitenden ernst genommen habe. Dies werde auch dadurch bestätigt, dass im Unfallrapport der SUVA diesbezüglich keinerlei Beanstandungen gemacht worden seien und der Unfall gerade nicht als Folge eines laschen Umgangs mit Sicherheitsbestimmungen dargestellt worden sei. In diesem Zusammenhang sei auch auf das Formular "K - F4 Mitarbeitergespräch" vom 18. Januar 2013 hinzuweisen, in welchem vermerkt worden sei, dass B.A.________ immer einen Gehörschutz, Handschuhe und Stahlkappenschuhe getragen habe. Dies lasse ebenfalls darauf schliessen, dass auf die Einhaltung von Sicherheitsbestimmungen Wert gelegt worden sei. Der Hallenkran sei von der SUVA bereits am 16. August 2019 vorbehältlich einer Überprüfung durch einen Servicetechniker wieder freigegeben worden, was bei konkreten Hinweisen auf eine fehlende Sicherheitskultur kaum der Fall gewesen wäre. Vor dem Hintergrund des Unfallrapports der SUVA sei deshalb nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin der Frage, ob eine fehlende Sicherheitskultur eine Mitursache des Unfalls gewesen sein könne, nicht weiter nachgegangen sei.