Citation: U 327/98 14.01.2000 E. 4

4.- Die Vorinstanz hat den Unfall vom 3. Juni 1990 dem mittleren Bereich zugeordnet und dabei weder einen Grenzfall zu den leichten, noch einen solchen zu den schweren Unfällen angenommen, was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht nicht beanstandet wird. Zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist daher erforderlich, dass ein einzelnes der nach der Rechtsprechung massgebenden unfallbezogenen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder dass diese Kriterien in gehäufter Weise gegeben sind (BGE 115 V 141 Erw. 6c/bb). Der vom Beschwerdeführer erlittene Unfall war nicht von dramatischen Umständen begleitet. Angesichts des Unfallherganges - nach den Angaben des Beschwerdeführers rammte das von seinem Bruder mit einer Geschwindigkeit von ca. 80 km/h gesteuerte Auto ein von der Seite mit ca. 10 km/h kommendes Fahrzeug, dessen Lenker den Tod fand - ist ihm indessen eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abzusprechen. Die erlittenen Verletzungen (im Wesentlichen Prellungen, Rippenfrakturen) waren nicht schwer und insbesondere nicht geeignet, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. Die ärztliche Behandlung der körperlichen Beschwerden war mit dem Aufenthalt in der Rehabilitationsklinik E.________ vom 7. November 1990 bis 11. Januar 1991 im Wesentlichen abgeschlossen und dauerte damit nicht ungewöhnlich lange. Von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, kann ebenso wenig gesprochen werden wie von einem schwierigen Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen. Von einer gewissen Bedeutung sind sodann Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit, ist doch der Beschwerdeführer seit dem Unfall aus somatischen Gründen dauernd zu 50 % arbeitsunfähig. Nicht erfüllt ist demgegenüber das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen; denn das vom Versicherten geklagte cervico-cephale Syndrom konnte von den beteiligten Ärzten keiner somatischen Grundlage zugeordnet werden und ist als mit dem psychischen Beschwerdebild im Zusammenhang stehend zu interpretieren, weshalb es hier unberücksichtigt bleiben muss (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa). Eine gesamthafte Würdigung ergibt, dass dem Unfallereignis vom 3. Juni 1990 für die Entstehung der psychischen Gesundheitsschädigung und der damit verbundenen Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit keine massgebende Bedeutung zukommt. Die vorinstanzlich bestätigte Ablehnung des Leistungsanspruchs für die psychischen Beschwerden des Versicherten erweist sich somit als rechtens.