Citation: K 10/04 14.10.2004 E. 3

Laut Art. 8 Ziff. 2 der Besonderen Bedingungen der kollektiven Taggeldversicherung der SKBH (nachstehend: Versicherungsbedingungen) wird das Taggeld nur bei einer teilweisen Arbeitsunfähigkeit ab 50 % ausgerichtet. Bei einer Arbeitsunfähigkeit ab 25 % wird es jedoch für die Dauer des Leistungsanspruchs während längstens 60 Kalendertagen gewährt, und zwar lediglich nach einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50 % und gemäss Vorentscheid des Vertrauensarztes der Kasse mit dem Ziel, die Wiederaufnahme der Vollzeitarbeit zu fördern. Die Gewährung dieser Leistung ist vom Vorentscheid des Vertrauensarztes abhängig. Zu erwähnen ist weiter, dass die Versicherungsdeckung gemäss den Versicherungsbedingungen die wirtschaftlichen Folgen von Krankheit und Mutterschaft umfasst (Art. 1 Ziff. 1; vgl. auch Art. 72 Abs. 1 KVG). Das Unfallrisiko ist demgegenüber nur gedeckt, wenn es im Vertrag ausdrücklich vorgesehen ist (Art. 1 Ziff. 2 erster Satz der Versicherungsbedingungen). Letzteres ist vorliegend offensichtlich nicht der Fall, nachdem in den aufliegenden Versicherungspolicen und den Stellungnahmen der Parteien als versichertes Risiko nur "Krankheit" genannt wird. Als Krankheit gilt nach Art. 2 Abs. 1 KVG (gültig gewesen bis 31. Dezember 2002) jede Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalles ist und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat (vgl. auch Gebhard Eugster, Zum Leistungsrecht der Taggeldversicherung nach KVG, a.a.O., S. 512 f.).