Citation: 1C_322/2022 E. 3.3

3.3. Diese vorinstanzlichen Erwägungen zur Interessenabwägung bei der Prüfung von Grundrechtseinschränkungen sind überzeugend, weshalb darauf verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG). Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag einen unverhältnismässigen Eingriff in ihren Anspruch auf informationelle Selbstbestimmung nicht zu begründen. So widerlegt sie nicht, dass der Beschwerdegegner ein schützenswertes Interesse daran hat, Einsicht in Baubewilligungen für Bauten in Seenähe zu nehmen, um die entsprechende Bewilligungspraxis zu erfassen und im Hinblick auf die Schaffung eines Seeuferwegs prüfen. Sie nennt auch keine konkreten Umstände, die darauf schliessen liessen, der Beschwerdegegner werde die dabei erhaltenen Informationen trotz der Abdeckung ihres Namens dazu verwenden, sie in den Medien namentlich zu nennen und als Eigentümerin eines Seegrundstücks "anzuprangern". Dass der Beschwerdegegner im Rahmen der von ihm geführten politischen Diskussion zu einem Weg entlang dem Seeufer die streitbetroffene Baubewilligung als Beispiel einer ufernahen Bebauung anführen könnte, kann kein erhebliches privates Geheimhaltungsinteresse begründen, zumal diese Bewilligung und die entsprechenden Unterlagen bereits einmal öffentlich zugänglich waren und sie sich in erster Linie auf das bewilligte Bauprojekt und nicht auf die Beschwerdeführerin als Person beziehen. Dass diese Unterlagen Rückschlüsse auf besondere Personendaten zuliessen, wozu namentlich Daten über religiöse, politische oder gewerkschaftliche Tätigkeiten oder strafrechtliche Verfolgungen und Sanktionen gehören (vgl. § 3 Abs. 4 IDG/ZH), macht die Beschwerdeführerin nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. Unter diesen Umständen ging die Vorinstanz willkürfrei davon aus, der strittigen Einsichtnahme in Baubewilligungen und die dazu gehörenden Unterlagen stünden keine überwiegenden privaten Geheimhaltungsinteressen entgegen.