Citation: 4A_74/2024 E. 4.4.1

4.4.1. Diese überzeugende Auslegung vermag die Beschwerdeführerin nicht umzustossen. Sie wendet zusammengefasst ein, die vorinstanzliche "Schwarz-Weiss-Begründung" hinsichtlich der Wahlmöglichkeiten sei rechtlich nicht tragfähig; die Vorinstanz vermische in rechtlich unzulässiger Weise den gesellschaftsrechtlichen Verkauf an E.E.________ und die interne Auseinandersetzung über die geltend gemachten Schadenersatzansprüche der Beschwerdeführerin aus der Nichterfüllung des Vorvertrages. Das einzige Motiv der Verwaltungsratssitzung und der Unterzeichnung des Protokolls durch die Parteien sei gewesen, den lukrativen Verkauf der Aktien an E.E.________ im Aussenverhältnis zu ermöglichen. Die interne Auseinandersetzung zwischen den Parteien über die in den Verhandlungen geltend gemachten Schadenersatzansprüche der Beschwerdeführerin sei somit auch aus der Optik der Beschwerdegegner bei einer verständigen Würdigung des Ablaufs der Sitzung nach Treu und Glauben von der Stornierung von vornherein nicht betroffen gewesen. Aufgrund des höheren Verkaufspreises ergäbe es Sinn, auf die Realerfüllung zu verzichten, um damit den Verkauf an E.E.________ zu ermöglichen, im Innenverhältnis aber den Schaden als Differenz zu dem gemäss Vorvertrag vereinbarten Preis geltend zu machen.