Citation: 1C_498/2015 E. 3.2

3.2. In Bezug auf die mit einer Thuja-Hecke bepflanzten Aufschüttung räumen die Beschwerdeführer ein, dass diese in der Landwirtschaftszone liegt und "offenbar" nicht bewilligt worden sei. Sie hätten indessen aufgrund der vom Gemeinderat Galmiz erhaltenen Zusicherungen in gutem Glauben davon ausgehen dürfen, dass die Aufschüttung bewilligt worden sei. Die Landwirtschaftszone werde zudem nur geringfügig betroffen - die Aufschüttung von 175 m2entspräche bloss 8 % der Fläche der Parzelle Nr. 662 -, und es handle sich auch nicht um eine grundlegende Zweckänderung, da sie mit Rasen und Hecke weiterhin "grün" gehalten werde. Der Umstand, dass die Parzelle Nr. 662 auch zur Fruchtfolgefläche gehöre, falle bei der Interessenabwägung kaum ins Gewicht, da der Kanton Freiburg über mehr Fruchtfolgefläche verfüge, als der Bund vorschreibe. Die Fläche von 175 m2 würde zudem einen minimalen Bruchteil der überschüssigen Fruchtfolgefläche darstellen, weshalb sie ohne merklichen Verlust daraus entlassen werden könnte. Die Thuja-Hecke habe zudem einen hohen (Geld-) Wert; die Verpflichtung zur kostenintensiven Abtragung der Aufschüttung und Entfernung der Hecke treffe sie unverhältnismässig hart. Die auf der Parzelle Nr. 662 in der Landwirtschaftszone vorgenommene Aufschüttung und deren Bepflanzung mit einer Thuja-Hecke wurde nie bewilligt. Als Bauherren, die an der Grenze der Bauzone ein Haus gebaut haben, muss den Beschwerdeführern der Unterschied zwischen Baugebiet und Nicht-Baugebiet bekannt gewesen sein, und sie konnten auch nicht in gutem Glauben davon ausgehen, der Gemeinderat hätte die Aufschüttung bewilligt. Ihr Baugesuch für das Einfamilienhaus hat klarerweise einzig die Parzelle Nr. 661 betroffen, und auf dem "Gartenplan Neubau EFH" vom 14. März 2002, den der Gemeinderat Galmiz laut Schreiben vom 4. April 2002 "eingehend studiert und als positiv begutachtet" hat, ist weder die gleichzeitig die Zonengrenze bildende Parzellengrenze zwischen den Parzellen Nrn. 661 und 662 eingezeichnet noch eine als Sichtschutz dienende durchgehende Thuja-Hecke entlang dieser Grenze bzw. jenseits der Einfamilienhausparzelle Nr. 661. Der Verwaltungsgerichtshof konnte unter diesen Umständen ohne Verletzung von Bundesrecht davon ausgehen, dass sich die Beschwerdeführer nicht auf den Schutz ihres guten Glaubens berufen können. Die Beschwerdeführer haben ihre zum Einfamilienhaus gehörende Gartenanlage um 175 m2 Landwirtschaftsland erweitert, ohne dafür je eine bau- oder eine raumplanungsrechtliche Bewilligung beantragt oder gar erhalten zu haben. Die Erweiterung der Einfamilienhausparzelle um diese Fläche ist keineswegs gering oder gar vernachlässigbar, sondern ein substantieller, unzulässiger Eingriff ins Nicht-Baugebiet. Dass die Fläche lediglich einen kleinen Bruchteil der Fruchtfolgefläche des Kantons ausmacht, ändert daran nichts. Die Erweiterung war von Anfang an rechtswidrig, was den Beschwerdeführern auch bewusst gewesen sein muss. Unerheblich ist in diesem Zusammenhang die von ihnen aufgeworfene Frage, ob die umstrittenen 175 m2 zur Fruchtfolgefläche gehören und ob der Kanton Freiburg eine zu grosse bzw. die bundesrechtlichen Minimalanforderungen übersteigende Fruchtfolgefläche ausgeschieden hat oder nicht. So oder so liegt die Fläche in der Landwirtschaftszone, wo ein Hausgarten mit Rasen und Thuja-Hecke offensichtlich nicht zonenkonform ist. Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands trifft die Beschwerdeführer nicht unverhältnismässig hart. Dass dabei der Wert der ursprünglichen Investition in die rechtswidrige Anlage vernichtet wird, ist bei solchen Wiederherstellungen regelmässig der Fall. Auch in diesem Zusammenhang gilt es allerdings festzuhalten, dass sie von der rechtswidrigen Anlage und damit auch von den darin investierten Geldern jahrelang profitieren konnten. Weder dargetan noch ersichtlich ist, dass die Entfernung der Hecke und der Aufschüttung von rund 210 m3 Volumen (175 m2 x 1.2 m) derart hohe Kosten verursacht, dass sie für die Beschwerdeführer eine unzumutbare Härte darstellen würde. Im bundesgerichtlichen Verfahren wiederholen sie jedenfalls die noch vor dem Verwaltungsgerichtshof vorgebrachte Behauptung nicht, dass die Entfernung der Aufschüttung Risse im Gartenschwimmbad verursachen würde und dieses undicht werden liesse. Der angefochtene Wiederherstellungentscheid ist somit keineswegs bundesrechtswidrig, die Beschwerde ist unbegründet.