Citation: 5A_11/2025 E. 1

Angefochten ist eine kantonal letztinstanzliche Instruktionsverfügung im Rahmen einer Obhutsangelegenheit, mit welcher für das kantonale Beschwerdeverfahren eine Kindesvertreterin eingesetzt wurde (Art. 72 Abs. 1 und Art. 75 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdeführerin hält fest, der Charakter der angefochtenen Verfügung sei fraglich; dass über die Einsetzung einer Kindesvertretung abschliessend entschieden worden sei, spreche für einen Endentscheid. Indes begründet sie für den Fall, dass es um einen Zwischenentscheid gehe, in Rz. 24 auch den nicht wieder gutzumachenden Nachteil. Typisch für den Zwischenentscheid ist nicht nur, dass das Verfahren weitergeht, sondern auch, dass sich die im Zwischenentscheid geregelte Frage (z.B. Sistierung, Ausstand) von derjenigen der Hauptsache unterscheidet. Soweit es sich um einen Zwischenentscheid handelt, ist dieser nur unter den besonderen Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG anfechtbar; diese sind in der Beschwerde darzulegen, soweit sie nicht ohne Weiteres ins Auge springen (BGE 144 III 475 E. 1.2; 149 II 476 E. 1.2.1). Die Beschwerdeführerin äussert sich zum nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinn von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG und ohnehin springt dieser im Kontext der Gehörsverletzung, welche den alleinigen Gegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet, ins Auge: Im Rahmen der Anfechtung des Endentscheides über die Obhut wäre die Beanstandung der ohne Anhörung der Eltern erfolgten Einsetzung einer Kindesvertreterin zwar möglich (Art. 93 Abs. 3 BGG), würde aber zu jenem Zeitpunkt keinen Sinn mehr machen. Auf die im Übrigen form- und fristgerechte Beschwerde ist somit einzutreten. Verfahrensgegenstand kann indes nur die Frage der Gehörsgewährung bilden; das Eventualbegehren in der Vernehmlassung des Vaters betrifft die Sache selbst und steht ausserhalb des möglichen Urteilsgegenstandes.