Citation: 7B_5/2021 E. 2.1.1

2.1.1. Die Beschwerdeführerinnen rügen, die Vorinstanz verkenne, dass sich ihre Geschädigtenstellung aus folgenden Umständen ergebe: C.________, als örtlich und sachlich zuständige Notarin, habe bei der öffentlichen Beurkundung des Verkaufs der Grundstücke in U.________ die fehlende Vertretungsmacht der damaligen Verwaltungsratsmitglieder der A.________ AG und der B.________ AG, F.________ und G.________, in Verletzung der notariellen Ermittlungs- bzw. Überprüfungspflicht falsch beurkundet und damit den Verkauf zum direkten Nachteil der Beschwerdeführerinnen überhaupt erst ermöglicht. Die genannten Verwaltungsratsmitglieder hätten die Grundstücke in U.________ ohne die erforderlichen Generalversammlungsbeschlüsse und gesellschaftsrechtlichen Formalitäten unter dem wahren Wert für Fr. 16 Mio. veräussert und dadurch die faktische Liquidation der Beschwerdeführerinnen herbeigeführt. C.________ habe dabei - insbesondere aufgrund eines Warnschreibens von E.________ (Aktionärin der H.________ AG, Muttergesellschaft der A.________ AG, welche wiederum 100 % an der B.________ AG hält) vom 4. Dezember 2015, in welchem sie die Befürchtung eines Verkaufs der Grundstücke ohne Einhaltung der rechtlichen vorgesehenen Veräusserungserfordernisse zum Ausdruck brachte - in Kenntnis der fehlenden Vertretungsmacht der beiden Verwaltungsräte gehandelt. Untermauert werde dies durch den Umstand, dass C.________ als Leiterin des Erbschaftsamtes U.________ Aktenkenntnis über ein damals in ihrem (zusätzlichen) Zuständigkeitsbereich hängiges erbrechtliches Aufsichtsverfahren gehabt habe und ihr dadurch die Liquidationsproblematik betreffend den Verkauf der bezeichneten Grundstücke bewusst gewesen sei. Sie habe eine Urkundenfälschung im Amt begangen, indem sie die rechtlich gebotene notarielle Abklärung über die Vertretungsmacht der damaligen Organpersonen der Beschwerdeführerinnen unterliess, ohne Vorliegen eines gesetzlichen Ausstandsgrundes in den Ausstand getreten sei und den bereits vorbereiteten Grundstückverkauf unzulässigerweise an die aushilfsweise für die Gemeinde V.________ tätige Notarin, D._________, weitergeleitet habe. Letzteres, nachdem sie zuvor das Schreiben von E.________ vom 4. Dezember 2015 aus dem Beurkundungsdossier entfernt und somit die zwingend vorgesehene Prüfung der Vertretungsbefugnis von F.________ sowie G.________ durch die Notarin D._________ vereitelt habe. Trotz ihres Ausstandes habe C.________ das Geschäft hinter den Kulissen weiterhin umfassend materiell betreut. Die vollständig aufbereiteten Dossiers seien sodann am 14. September 2017 von D._________ beurkundet worden. Zudem seien die amtlichen Beurkundungen der Grundstückkaufverträge bzw. die öffentlichen Urkunden der verkauften Grundstücke im Sinne von Art. 317 StGB gefälscht, weil sie von der unzuständigen Urkundsperson vorgenommen worden seien. Weder wäre C.________ gemäss Stellvertreterregelung zur Übertragung des Geschäftes nach V.________ befugt noch D._________ örtlich oder sachlich für die Beurkundung zuständig gewesen.