Citation: 6B_140/2020 E. 3.4.2

3.4.2. Dem Beschwerdeführer ist sodann zuzustimmen, dass es auf den im Zeitpunkt der Pflichtverletzung bewirkten Schaden ankommt, mithin der Schaden auf den Zeitpunkt der unterlassenen Vertragsabschlüsse zu prüfen ist. Indessen ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz dies verkannt hätte. Wie im angefochtenen Urteil festgehalten wird, steht vorliegend der entgangene Gewinn als Schaden im Vordergrund. Zu prüfen ist damit, ob der Wert des Vermögens der B.________ GmbH nach der Pflichtverletzung - vorliegend bestehend im Unterlassen der Vertragsabschlüsse für das Projekt U.________ - geringer war, als er es hypothetisch ohne Pflichtverletzung wäre. Dies ist der Fall, sofern die Gewinnaussichten der B.________ GmbH so hinreichend konkretisiert waren, dass ihnen ein wirtschaftlicher Wert zukommt. Massgebend ist damit einzig die Vermögensentwicklung bei der B.________ GmbH, nicht aber Veränderungen im Vermögen der E.________ GmbH. Dies schliesst jedoch nicht aus, einen von der E.________ GmbH im Zusammenhang mit dem Projekt U.________ erwirtschafteten Gewinn als Anhalt dafür zu würdigen, dass es sich bei den der B.________ GmbH, nach den unbestritten gebliebenen vorinstanzlichen Feststellungen, in Aussicht stehenden Werkverträgen um ein Rechtsgeschäft mit konkreten Gewinnaussichten gehandelt hat, denen im Zeitpunkt, in welchem der Beschwerdeführer die Werkverträge nicht für die B.________ GmbH, sondern sein eigenes Unternehmen abschloss, bereits ein wirtschaftlicher Wert zukam und auf einen Schaden in Form des entgangenen Gewinns zu erkennen. Dass die Vorinstanz den Schaden der B.________ GmbH mit dem Gewinn der E.________ GmbH verwechselt hätte, ist nicht ersichtlich.