Citation: 6B_332/2023 E. 4.1

4.1. Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, er sei im Zusammenhang mit einem geplanten Raubüberfall für die Organisation eines Fluchtfahrzeuges bemüht gewesen und habe plangemäss am 6. April 2018 in den Räumlichkeiten seiner Arbeitgeberin, der B.________ AG, den Fahrzeugschlüssel des F.________ (xxx) behändigt. Diesen auf dem Aussenparkplatz befindlichen Personenwagen habe er in der Folge entwendet. Die Vorinstanz hält fest, es sei in objektiver Hinsicht erstellt, dass der weisse F.________ (xxx) zwischen dem 6. und 9. April 2018 entwendet worden sei. Mit Verweis auf die erstinstanzlichen Erwägungen führt die Vorinstanz aus, dem Inhalt der abgehörten Telefongespräche des Beschwerdeführers mit seiner damaligen Freundin M.________ vom 29. und 30. April 2018 sei zu entnehmen, dass sich die beiden darüber unterhielten, ob der Beschwerdeführer das gestohlene Fahrzeug zurückgebracht habe. Am 30. April 2018 sage der Beschwerdeführer zu M.________, er habe ihr ja gestern schon erzählt, dass das gestohlene Auto wieder da sei, worauf M.________ bejahe, ja, er habe ihr gestern erzählt, dass er es zurückgebracht habe. In Abweichung zur Erstinstanz billigt die Vorinstanz dem Beschwerdeführer indes zu, dass es sich hierbei um eine eher scherzhaft geführte Konversation gehandelt habe. Dennoch erwägt die Vorinstanz, es lasse sich immerhin festhalten, dass das entwendete Fahrzeug der B.________ AG in den abgehörten Telefongesprächen zur Sprache gekommen sei. Weiter hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe als Mitarbeiter der B.________ AG Zugang zu den Fahrzeugschlüsseln gehabt. Zwar sollten sich gemäss Schreiben der B.________ AG die Fahrzeugschlüssel in einem abschliessbaren Schlüsselkasten befunden haben. Doch nach den glaubhaften Aussagen von J.________ sei dies in der Praxis in Bezug auf die Ersatzschlüssel nicht so gehandhabt worden. Alle Ersatzschlüssel seien in einem anderen, unabgeschlossenen Schlüsselkasten im Büro aufbewahrt worden, wobei dieses beispielsweise in der Pause unbesetzt und offen gewesen sei. Gemäss J.________ würden alle dort angestellten Mitarbeiter über einen persönlichen Schlüssel verfügen, mit welchem sie auch ausserhalb der Dienstzeiten Zugang zum Gebäude hätten. Im Übrigen habe der Beschwerdeführer selbst ausgesagt, dass "viele Türe offen" und der Schlüsselkasten "frei zugänglich" gewesen seien, als er einmal vor Ort gewesen sei. Mit Bezug auf die Rüge des Beschwerdeführers, es sei keine DNA-Spur von ihm im entwendeten Fahrzeug gefunden worden, führt die Vorinstanz aus, dies vermöge ihn nicht zu entlasten. Der Einwand der Verteidigung, es sei unmöglich, das Auto gefahren zu haben, ohne eine DNA-Spur zu hinterlassen, sei allein schon durch die Aussage des Beschwerdeführers widerlegt. Er habe (als er vom Ergebnis der Untersuchung auf DNA-Spuren noch keine Kenntnis hatte) ausgeführt, er sei selber auch schon mit dem entwendeten Auto gefahren, weshalb möglicherweise seine DNA im Fahrzeug zu finden sei. Weiter hält die Vorinstanz fest, durch Schutzkleidung könnten DNA-Spuren vermieden werden; solche Schutzkleidung (Lederhandschuhe, Stoffhandschuhe, Sturmhauben, Mützen, Kapuzenpullover) seien im privaten Personenwagen des Beschwerdeführers gefunden worden. Schliesslich erklärt die Vorinstanz den Umstand, dass im Fahrzeug DNA-Spuren von N.________ gefunden worden seien, damit, dass dieser als enger Kollege des Beschwerdeführers mutmasslich das entwendete Fahrzeug bei dem - gemäss Anklage vom Beschwerdeführer, O.________ und N.________ verübten - Überfall auf den G.________ Shop am 7. April 2018 gelenkt habe. Das Handy von N.________ sei zwischen dem 6. und 9. April 2018 nie in der Umgebung des B.________ Areals in V.________ eingeloggt gewesen. Entscheidend sei aber, dass nicht N.________, sondern der Beschwerdeführer zur Tatzeit bei der B.________ AG in V.________ angestellt war. Nur der Beschwerdeführer habe auch ausserhalb der Bürozeiten Zugang zum Gebäude gehabt und gewusst, wo sich der benötigte Ersatzschlüssel befand; nur er habe den Zugang zum Autoschlüssel und zum entwendeten Fahrzeug gehabt. Ebenso erstellt und zu berücksichtigen sei, dass der Beschwerdeführer nicht gezögert habe, kurz zuvor zum Nachteil seiner Arbeitgeberin, der B.________ AG, zu handeln, was die von ihm zugestandenen Kupferdiebstähle belegen würden.