Citation: 1C_760/2021 E. 5.4

5.4. Die Ortsplanung der Gemeinde Schmerikon ist inzwischen zwar knapp 25 Jahre alt. Die Regelungen, welche die Beschwerdeführenden ändern wollen, sind aber im Wesentlichen erst im Jahre 2016 in Kraft getreten und bezwecken, in möglicher Vorwegnahme der integralen Ortsplanrevision, bereits die wenigstens teilweise Anpassung des kommunalen Baurechts im Sinne des verbreiteten Trends zur Verdichtung. Es handelt sich dabei noch nicht um eine langjährige Bauordnung, die bereits wieder überholt scheint. Wenn die Beschwerdeführenden geltend machen, sie hätten gar keine Änderung des Baureglements, sondern den Erlass eines Sondernutzungsplans beantragt, sehen sie über den engen Konnex von Zonen- und Bauordnung hinweg. Mit ihrem Antrag bezwecken sie im Ergebnis eindeutig ein Zurückkommen auf die Reglementsrevision von 2015/2016 für ihr Wohnquartier, auch wenn sie sich dafür nicht für die formelle Anpassung des Baureglements als solchem, sondern für den Erlass eines Sondernutzungsplans für das Gebiet "Breite" entschieden haben. Es wäre den Beschwerdeführenden im Übrigen frei gestanden, die Reglementsrevision von 2015/2016 anzufechten, was sie damals jedoch nicht getan haben. Die zeitliche Dringlichkeit einer Anpassung des Baureglements ist nicht erstellt. Es trifft zwar zu, dass Neubauten, welche die Möglichkeiten der Reglementsänderung von 2015/2016 nutzen, mittel- bis langfristig zu einer Änderung des Charakters des Wohnquartiers "Breite" führen könnten. Die entsprechenden Auswirkungen ergeben sich aber aus dem Zweck des grundsätzlich mit dem Raumplanungsrecht des Bundes vereinbaren verdichteten Bauens. Die Beschwerdeführenden vermögen denn auch nicht überzeugend darzutun, die Planungsziele und -grundsätze des Bundesrechts stünden deswegen in einer Art und Weise in Frage, dass ihnen nur durch den von ihnen beantragten Sondernutzungsplan nachgekommen werden könnte. Daran ändern auch die von ihnen detailliert vorgetragenen Auswirkungen auf die baulichen Möglichkeiten nichts. Wohl ist es nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführenden aus subjektiver Sicht einer Verdichtung ihres Wohnquartiers skeptisch gegenüber stehen und eine mögliche Werteinbusse ihres Grundeigentums befürchten. Damit machen sie jedoch vorrangig ihre privaten Interessen geltend, welche das gegenüberstehende öffentliche Interesse an einer verstärkten Nutzung des vorhandenen Baulandes nicht zu überwiegen vermögen.