Citation: 1B_442/2022 E. 4.5

4.5. Nach den Vorakten wurde die Beschwerdeführerin erst am 2. Februar 2022 festgenommen. Die Feststellung der Vorinstanz, wonach die Beschwerdeführerin sich seit dem "Tatabend" in Haft befinde, ist somit aktenwidrig. Im Ergebnis bleibt der angefochtene Beschluss hiervon allerdings unberührt. Dass die Beschwerdeführerin jedenfalls seit ihrer Festnahme keine Kollusionsneigung gezeigt hat, schliesst die Kollusionsgefahr nämlich nicht aus. Aufgrund der besonderen Schwere der vorgeworfenen Tat, der Schutzbedürftigkeit des zwölfjährigen E.________, sowie der engen persönlichen Beziehung zu ihren Eltern ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Kollusionsgefahr trotz der beinahe abgeschlossenen Ermittlungen weiterhin bejaht hat. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben im Falle einer Entlassung grundsätzlich zunächst zu ihren Eltern ziehen würde. Demnach befände sie sich nicht nur in unmittelbarer Nähe ihrer Eltern, sondern auch zu E.________ sowie den anderen teilweise ebenfalls befragten Quartierbewohnerinnen und -bewohnern. Unter diesen Umständen verletzt die Annahme von Kollusionsgefahr kein Bundesrecht im Sinne von Art. 95 BGG.