Citation: 4A_210/2020 E. 7.3.6

7.3.6. Soweit die Beschwerdeführer - erneut mit Verweis auf das erstinstanzliche Gutachten - die Unverhältnismässigkeit der strittigen Anlage rügen, setzen sie sich in ihrer Beschwerde nicht hinreichend mit der vorinstanzlichen Feststellung auseinander, wonach sie ihren Vorhalt nicht näher begründet hätten. Zwar gehen die Beschwerdeführer in ihrer Beschwerde - wie bereits vor den Vorinstanzen - auf die Ausstattungsmerkmale der strittigen Anlage ein, um deren Unverhältnismässigkeit zu begründen; sie zeigen aber nicht auf, inwiefern sie vor den Vorinstanzen dargelegt hätten, dass sich die strittige Anlage in grundlegender Weise von der ersten geschriebenen Short Put-Option vom Juni 2014 unterschieden hätte. Ihre Ausführungen, dass bereits ein minimales Sinken des Wechselkurses zu happigen Nachzahlungspflichten führen würde und Spotkurs und Strike sich nur minimal unterschieden hätten, belegen keine wesentlichen Unterschiede zwischen der 1. und der 2. geschriebenen Option, treffen diese Aussagen doch ohne Weiteres auch auf die 1. geschriebene Option zu. Auch aus den Verweisen auf das erstinstanzliche Gutachten ergeben sich solche wesentliche Unterschiede im Übrigen nicht. Die Beschwerdeführer können aber die Verhältnismässigkeit einer Anlage nicht danach beurteilen, ob diese aufgrund eines Kurseinbruchs der unterliegenden Währung Verlust gebracht hat oder nicht; dies käme einer unzulässigen ex post Betrachtung gleich. Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz nicht von einer unverhältnismässigen Anlage ausgegangen ist.