Citation: 4A_669/2024 E. B

Am 16. Juli 2019 erhob der Kläger beim Bezirksgericht Bülach, Arbeitsgericht, Klage und beantragte, die Beklagte sei zu verpflichten, ihm Fr. 17'135.50 brutto / Fr. 15'720.50 netto zu bezahlen, nebst verschiedenen Zinsbetreffnissen. Er behielt sich eine Mehrforderung und eine Nachklage ausdrücklich vor. Mit seiner Klage machte er diverse, nachträglich als Arbeitszeit zu vergütende Positionen geltend. Namentlich stellte er sich auf den Standpunkt, die Zeit für das Durchlaufen der Sicherheitskontrolle müsse als Arbeitszeit entlöhnt werden. Mit Urteil vom 19. Dezember 2023 verpflichtete das Bezirksgericht die Beklagte, dem Kläger Fr. 3'929.35 brutto zuzüglich verschiedener Zinsbetreffnisse zu bezahlen. Im Mehrbetrag wies es die Klage ab. Entgegen dem Kläger anerkannte es die Zeit für die von ihm vor Erreichen der Stempeluhr zu passierende Sicherheitskontrolle nicht als entschädigungspflichtige Arbeitszeit. Dagegen erhob der Kläger Berufung an das Obergericht des Kantons Zürich und verlangte die vollumfängliche Aufhebung des Urteils des Bezirksgerichts und nunmehr die Verpflichtung der Beklagten, ihm Fr. 7'991.04 brutto / Fr. 7'381.34 netto zu bezahlen, nebst verschiedenen Zinsbetreffnissen. Die Beklagte trug auf Nichteintreten, eventualiter Abweisung der Berufung an und erhob ihrerseits Anschlussberufung mit dem Begehren, die Klage sei vollumfänglich abzuweisen. Das Obergericht erachtete die Berufung sowohl in Bezug auf die Vorbringen zum Sachverhalt als auch die Darlegungen in rechtlicher Hinsicht als ungenügend begründet. Der Berufungskläger komme durchwegs seiner Rügeobliegenheit nicht nach. Es trat daher mit Beschluss vom 5. November 2024 mangels hinlänglicher Begründung (Art. 311 Abs. 1 und Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) nicht auf die Berufung ein. Damit fiel die Anschlussberufung der Beklagten dahin (Art. 313 Abs. 2 lit. a ZPO).