Citation: 5A_332/2017 E. 2

Das Obergericht hat festgestellt, dass die genetische Vaterschaft des Beschwerdeführers unter den Verfahrensbeteiligten unbestritten sei. In rechtlicher Hinsicht hat es erwogen, dass gemäss Art. 256 ZGB weder der Mutter noch dem genetischen Vater ein Klagerecht zustehe und der Ehemann über die Erhebung einer allfälligen Anfechtungsklage frei entscheiden könne, ohne dass in diesem Zusammenhang widerrechtlich die Persönlichkeit des genetischen Vaters verletzt werde. Ferner erwog das Obergericht, auch aus Art. 8 EMRK lasse sich kein Recht des genetischen Vaters ableiten, den Status des rechtlichen Vaters anzufechten, wenn dieser in einer familiären Beziehung mit dem Kind lebe. Im Übrigen könne ein Kind unabhängig vom Eintrag im Zivilstandsregister Kenntnis über seine tatsächliche Abstammung erhalten und es bestünden keine Anhaltspunkte, dass die Beschwerdegegner dem Kind dieses Recht vorenthalten wollten.