Citation: 2C_981/2022 E. 7.1

7.1. Diesbezüglich bringen die Beschwerdeführer vor, die ursprünglichen Umstände, d.h. des Jahres 1979, als die Verpflichtung zur Hotelbewirtschaftung angemerkt worden sei, hätten sich nachgewiesenermassen nachhaltig und dauerhaft verändert und es sei nicht absehbar, dass sich die wirtschaftliche Situation des Hotels beim derzeitigen Zustand ändern werde. Um eine minimale Rentabilität des Hotels zu gewährleisten, seien drastische und dringende Renovationsmassnahmen erforderlich. Es sei aber unzumutbar und unmöglich, von einem Miteigentümer, der in den letzten zehn Jahren exorbitante Verluste habe tragen müssen, zu verlangen, dass er sich erneut an diesen Kosten beteilige. Es werde auch absolut bestritten, dass diese notwendigen Renovationsmassnahmen voraussehbar gewesen seien und insoweit keine unvorhersehbaren veränderten Verhältnisse vorlägen. Es sei willkürlich, wenn die Vorinstanz annehme, es sei Schuld der Eigentümer gewesen, die nicht regelmässig in die Infrastruktur investiert hätten. Überdies zeigten die zwischen den Eigentümern bestehenden Konflikte, Rechtsstreitigkeiten und die schwerwiegenden Verantwortlichkeiten der Verwalter, Treuhänder und Direktoren, dass die Aufrechterhaltung der Bewirtschaftungspflicht nicht zumutbar sei. Selbst mit dem neuen Management, bei dem infolge der Verflochtenheit mit dem alten Management und Teilen der Miteigentümer notgedrungen Interessenkonflikte vorlägen, werde es unmöglich sein, das Hotel rentabel und nachhaltig zu machen, zumal die gesamte Hotelstruktur veraltet und daher nicht mehr lukrativ sei. Das alte Management habe erhebliche Verluste erwirtschaftet und es sei völlig unrealistisch, dass die neue Betreiberin nunmehr den Miteigentümern einen Mietzins von Fr. 120'000.- pro Jahr sowie die Übernahme sämtlicher Nebenkosten verspreche. Auch die Behauptung betreffend eine angebliche Gewinnbeteiligung sei unbegründet, hätten doch das gleiche Management und die gleiche Verwaltung in den letzten Jahren keinen Gewinn erzielt. Auch habe die Gemeinde U.________, entgegen der insoweit offensichtlich unrichtigen Feststellung des Sachverhalts durch das Grundbuchinspektorat, keine Einwände gegen die Aufhebung der Bewirtschaftungspflicht erhoben, so dass in dieser Hinsicht nichts gegen die Aufhebung der Bewirtschaftungspflicht spreche. Diesen Einwand der willkürlichen Sachverhaltsfeststellung habe die Vorinstanz gar nicht geprüft, was eine erneute Verletzung des rechtlichen Gehörs darstelle. Ausserdem weisen die Beschwerdeführer als auf nach ihrer Auffassung zulässiges tatsächliches Novum, welches vorzubringen sie erst durch den vorinstanzlichen Entscheid veranlasst worden seien, darauf hin, dass die N.________ inzwischen, ohne dass die Beschwerdeführer dazu ihre Zustimmung gegeben hätten, mit Erneuerungsarbeiten begonnen habe. Insgesamt zeige sich damit, dass die Bewirtschaftungspflicht angesichts der veränderten Verhältnisse nicht mehr möglich und unzumutbar sei, müssten sie doch nicht nur seit über zehn Jahren exorbitante Verluste tragen, sondern sogar hinnehmen, dass von Dritten ohne ihre Zustimmung die ihnen gehörigen Stockwerkeigentumseinheiten renoviert würden, mit dem Risiko, dass dann ein gesetzliches Pfandrecht auf ihrem eigenen Eigentum eingetragen werde.