Citation: 6B_587/2017 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz setzt zunächst die Einsatzstrafe für das schwerste Delikt, die Analpenetration, fest. Bei der Tatkomponente berücksichtigt sie, dass der Beschwerdeführer den Beschwerdegegner 2 überraschend attackierte, verbal bedrohte und unter Ausnützung seiner körperlichen Überlegenheit gefügig machte, um seine sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen. Dies stelle einen ausserordentlich schweren sexuellen Übergriff dar. Daran ändere nichts, dass die eigentliche Tathandlung von relativ kurzer Dauer gewesen sei. Erschwerend komme hinzu, dass die Analpenetration ungeschützt erfolgt sei. Der Beschwerdeführer habe aus rein sexuellen Motiven gehandelt. Ein derart egoistisches Verhalten und die erwähnte Vorgehensweise zeugten von erheblicher krimineller Energie. Analverkehr sei in seiner sexuellen Intensität dem Beischlaf ähnlich. Entsprechend sei die Nötigung zur Duldung eines derartigen Verkehrs in ihrem Unrechtsgehalt mit einer Vergewaltigung vergleichbar. Da die Zwangsintensität gering gewesen sei, sei die Strafe im untersten Drittel des Strafrahmens anzusiedeln und auf zweieinhalb Jahre festzusetzen. Für die sexuelle Nötigung zum Nachteil des Beschwerdegegners 3 erhöht die Vorinstanz die Einsatzstrafe um 9 Monate auf insgesamt 39 Monate. Dazu führt sie aus, das Verschulden wiege nicht leicht. Es handle sich um einen schweren Eingriff in die sexuelle Integrität des Opfers. Der Beschwerdeführer habe die starke Alkoholisierung des Opfers ausgenützt. Die Tat sei rein sexuell motiviert und egoistisch gewesen. Schliesslich berücksichtigt die Vorinstanz im Umfang von sechs Monaten strafmildernd, dass die Taten bereits relativ lange zurückliegen. Das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse wirkten sich weder straferhöhend noch strafmindernd aus.