Citation: 1C_589/2021 E. A

Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg vom 12. November 2019 wurde A.________ wegen Vornahme einer Verrichtung, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwert, gestützt auf Art. 90 Abs. 1 i.V.m. Art. 31 Abs. 1 SVG (SR 741.01) sowie Art. 3 Abs. 1 der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 (VRV; SR 741.11) zu einer Busse von Fr. 400.-- verurteilt. Dem Strafbefehl lag folgender Sachverhalt zugrunde: Am 18. September 2019 fuhr der Beschuldigte mit dem Lieferwagen Fiat in Mumpf auf dem Normalstreifen der Autobahn A3 in Fahrtrichtung Basel. Als die zivile Polizeipatrouille den Lieferwagen überholen wollte, überfuhr der Beschuldigte ab km 28.800 auf gleicher Höhe die Mittellinie, so dass der Patrouillenwagen abbremsen musste. Der Beschuldigte befuhr sodann mit seinem Lieferwagen mehrmals die Randleitlinie und einmal den Pannenstreifen und schwankte innerhalb der Spur hin und her. Im Bereich, wo die Fahrbahn 3-spurig ist, wechselte der Beschuldigte von der Normalspur auf die mittlere Fahrspur, ohne den Blinker zu betätigen. Die Patrouille konnte zwei Mal anlässlich der Vorbeifahrt beobachten, dass der Beschuldigte Papiere (Ordner) auf seinen Knien hatte und darin blätterte. Kurz vor der Anhaltung befuhr der Beschuldigte erneut den Pannenstreifen. Weiter hielt der Beschuldigte aufgrund der Ablenkung auch nicht die optimale Geschwindigkeit von 120 km/h ein, sondern war zeitweise mit ca. 90 - 95 km/h unterwegs. Beweismässig stellte die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg auf den Rapport der Kantonspolizei Aargau vom 18. September 2019 und auf das von den Polizisten zur Dokumentation des Fahrverhaltens von A.________ aufgezeichnete Video ab. Der Strafbefehl vom 12. November 2019 erwuchs unangefochten in Rechtskraft.