Citation: 2C_294/2023 E. 7

Der Beschwerdeführer wendet sich weiter gegen die Anwendung von Art. 36 Abs. 1 TSchV im konkreten Fall. Er bringt hauptsächlich vor, der vom Veterinäramt angeordnete künstliche Witterungsschutz sei nicht nötig, weil die bei der Weide vorhandene Hecke bereits einen genügenden natürlichen Witterungsschutz biete. Zudem macht er geltend, der Schutzbedarf sei nicht bei allen Schafrassen gleich; für seine robusten lang- und grobwolligen Land- und Engadinerschafe sei der angeordnete Witterungsschutz nicht erforderlich, weil diese sich das (beinahe) ganzjährige Draussensein gewohnt seien. Ausserdem habe die Vorinstanz bei der Anwendung von Art. 36 Abs. 1 TSchV die in Art. 4 Abs. 1 und Abs. 2 TSchG vorgeschriebene Interessenabwägung nicht vorgenommen.