Citation: 9C_269/2024 E. 5.3.1

5.3.1. Ob die IV-Stelle Recht verletzt hatte, indem sie dem Versicherten eine Arbeitsfähigkeit unterstellt und das Invalideneinkommen auf der Grundlage des von Juli 2011 bis November 2014 erzielten Einkommens festgelegt hatte, braucht hier nicht beantwortet zu werden (vgl. aber immerhin den Hinweis in vorangehender E. 3.3.3). Zwar kann das Gericht eine revisionsweise erfolgte Rentenherabsetzung oder -aufhebung mit der substituierten Begründung schützen, bezüglich der ursprünglichen Rentenzusprache seien die Voraussetzungen einer Wiedererwägung erfüllt gewesen (Urteil 9C_73/2023 vom 21. November 2023 E. 3.1 mit Hinweisen). Indessen kann der Versicherungsträger, wenn eine Rentenerhöhung zur Diskussion steht, weder vom Betroffenen noch vom Gericht zu einer Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG verhalten werden. Es besteht mithin kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung (BGE 133 V 50 E. 4.2; vgl. auch THOMAS FLÜCKIGER, in: Basler Kommentar, ATSG, 2020, N. 91 f. zu Art. 53 ATSG).