Citation: 8C_435/2015 E. A

A.________, geboren 1951, war seit Oktober 1992 als Schlosser für die Firma "B.________ AG" tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Unfälle und Berufskrankheiten versichert. Am 10. April 1993 fiel ihm bei Umbauarbeiten während der Freizeit ein Holzbalken auf die Stirne. Nach der ärztlichen Erstbehandlung noch am Unfalltag erfolgte die operative Sanierung der erlittenen Nasenbeinfraktur am 14. April 1993 im Spital C.________. In der Folge wurde ein posttraumatischer Diabetes insipidus diagnostiziert, welche seither medikamentös durch Minirin substituiert wird. Bei einer kernspintomographischen Untersuchung des Schädels vom 25. Juni 1993 fand man keine Anhaltspunkte für weitere unfallbedingte Beeinträchtigungen. Nach Wiederaufnahme der angestammten Tätigkeit anfangs Mai 1993 begann sich der Versicherte gemäss Bericht des SUVA-Arztes Dr. med. D.________ vom 9. August 1993 erstmals über angeblich posttraumatische Kreuzschmerzen zu beklagen, weshalb er die Arbeit ab Ende Juni 1993 wieder niederlegte. Eine bildgebende Untersuchung der Lendenwirbelsäule vom 30. Juni 1993 zeigte keine Unfallfolgen, jedoch einen massiven Vorzustand (Osteochondrose). Der SUVA-Arzt attestierte dem Versicherten hinsichtlich der Unfallfolgen ab 11. August 1993 wieder eine 50%ige und ab 30. August 1993 eine volle Arbeitsfähigkeit. Die SUVA lehnte am 6. Oktober 1994 nach weiteren Abklärungen mangels Unfallkausalität eine Leistungspflicht in Bezug auf die geklagten Rückenschmerzen und die vom Versicherten angestrebte Psychotherapie ab. Von der Invalidenversicherung bezieht A.________ bei einem Invaliditätsgrad von 57 % seit 1. Mai 1995 eine halbe Invalidenrente. Auf Anfrage des Versicherten hielt die SUVA mit Schreiben vom 4. November 2008 an der bereits mitgeteilten Ablehnung einer Leistungspflicht für die Rückenbeschwerden mangels eines Kausalzusammenhanges zum Unfall vom 10. April 1993 fest. Mit zwei Schreiben vom 19. Juli und 12. September 2012 informierte der Rechtsvertreter des Versicherten die SUVA, dass A.________ anlässlich einer allein in einem Personenwagen absolvierten Reise von der Schweiz nach Montenegro vermutlich am 7. November 2010 unter unklaren Umständen bei einem Selbstunfall in Kroatien von der Strasse abgekommen und erst Stunden oder Tage später im Rahmen einer Suchaktion im Auto sitzend aufgefunden worden sei. Zudem sei er am 24. Mai 2011 in seinem Badezimmer gestürzt. Diese Ereignisse und die dabei zugezogenen Gesundheitsschädigungen seien Folgen "komaähnlicher Absenzen", welche auf die jahrelange unfallbedingte Minirin-Behandlung zurückzuführen seien. Die SUVA habe hiefür die gesetzlichen Leistungen nach UVG zu erbringen. Nach weiteren Abklärungen verwies die SUVA auf die von ihr bereits am 6. Oktober 1994 verneinte Unfallkausalität in Bezug auf die Rückenbeschwerden sowie allfällige psychische Beschwerden; zudem lehnte sie aus Adäquanzgründen eine Haftung für die Folgen der beiden Ereignisse vom 7. November 2010 und 24. Mai 2011 ab (Verfügung vom 16. Januar 2013). Die dagegen vom Versicherten und dem zuständigen Krankenversicherer erhobenen Einsprachen wies die SUVA nach der - mit ausdrücklichem Einverständnis des Versicherten erfolgten - Einholung eines endokrinologischen Gutachtens des Prof. Dr. med. E.________, vom 6. November 2013 ab (Einspracheentscheid vom 21. Januar 2014).