Citation: 1C_402/2021 E. 3.4.1

3.4.1. Die Vorinstanz erwog im Zusammenhang mit der Nachfrage nach Erstwohnungen, in den Jahren 2015-2017 sei mit Stichtag per 31. Dezember ein leichter Rückgang der ständigen Wohnbevölkerung festzustellen gewesen. Im Jahr 2018 sei diese aber wieder auf 1'160 und im Jahr 2019 auf 1'163 Personen angestiegen. Insgesamt könne daher seit dem Jahr 2015 von stabilen Verhältnissen gesprochen werden; die Einwohnerzahl sei nicht rückläufig. Zwar treffe es zu, dass die Leerwohnungsquote in der Gemeinde Twann-Tüscherz aktuell über dem schweizerischen Durchschnitt liege. Dabei sei aber zu berücksichtigen, dass die Gemeinde aus verschiedenen Ortsteilen bestehe. Auch wenn der Leerbestand für das Gebiet Tüscherz-Alfermée nicht separat ausgewiesen werden könne, befänden sich die acht Häuser, die im Jahr 2018 leer gestanden seien, nach Angaben der Gemeinde alle in Twann. Es sei denn auch notorisch, dass das Winzerdorf Twann einen vergleichsweise hohen Leerwohnungsanteil habe. Die Verhältnisse im Dorf Twann mit seiner teilweise sanierungsbedürftigen historischen Bausubstanz liessen sich indes nicht mit denjenigen im Ortsteil Alfermée vergleichen, in dessen Siedlungsgebiet das Baugrundstück liege. Es könne daher nicht auf eine allgemein fehlende Nachfrage nach Erstwohnungen im hier interessierenden Gebiet geschlossen werden.