Citation: 6P.70/2006 17.08.2006 E. 1

1.1 Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, am 13. Mai 2002 zusammen mit Z.________ und X.________ den Freizeitclub Seebach in Zürich überfallen zu haben. Zu dritt seien sie maskiert und bewaffnet in das Clublokal eingedrungen, hätten die Waffen auf die Gäste gerichtet, diese teilweise gefesselt, durchsucht und ihnen Wertgegenstände abgenommen. Anschliessend seien sie mit dem Fahrzeug des Beschwerdeführers geflüchtet und nach Uster gefahren, wo sie die Beute geteilt hätten. Im kantonalen Verfahren gab der Beschwerdeführer nach anfänglicher Bestreitung zu, das Fluchtfahrzeug gesteuert zu haben. Indessen bestritt er eine weitere Mitwirkung an der Tat. Er machte geltend, er sei nicht im Clublokal gewesen, sondern habe draussen im Auto gewartet. 1.2 Der Beschwerdeführer rügt einen Verstoss gegen das Willkürverbot (Art. 9 BV) sowie eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" als Beweiswürdigungsregel (Art. 32 Abs. 1 BV; Art. 6 Ziff. 2 EMRK). Er wirft dem Kassationsgericht zusammenfassend vor, es sei in Willkür verfallen, indem es wesentliche Belastungsindizien verworfen, aber gleichwohl befunden habe, die verbleibenden Indizien würden genügen, um den Schuldspruch des Obergerichts zu bestätigen. Als "Ersatz" für die dahingefallenen Belastungsindizien habe es auf weitere angeblich belastende Indizien abgestellt, die vom Obergericht zu Recht nicht oder nicht mehr angeführt worden seien. Das Kassationsgericht habe somit - entgegen der rein kassatorischen Natur der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde und in Überschreitung seiner Kognition - eine eigene, neue Beweiswürdigung vorgenommen und diese an die Stelle derjenigen des Obergerichts gesetzt. Da es dem Beschwerdeführer selbst prozessual verwehrt sei, seine (durchaus guten) appellatorischen Argumente vor der Kassationsinstanz vorzutragen, sei zugleich das Recht auf ein faires Verfahren bzw. der Grundsatz der Waffengleichheit sowie das rechtliche Gehör verletzt (Art. 29 Abs. 1 und 2 BV; Art. 6 EMRK).