Citation: 9C_166/2022 E. 8.2.2

8.2.2. Die pharmazeutischen Kostengruppen PCG umfassen Arzneimittel mit bestimmten Wirkstoffen, die für die Behandlung eines Krankheitsbildes (z.B. Asthma, COPD, Diabetes, Epilepsie) eingesetzt werden, das (für sich allein oder zusammen mit einer anderen Erkrankung) besonders kostenintensiv ist (vgl. Art. 4 Abs. 1bis der Verordnung vom 19. Oktober 2016 über den Risikoausgleich in der Krankenversicherung [VORA; SR 832.112.1]). Die betreffende Klassifikation ist für den Risikoausgleich zwischen den Krankenversicherern entwickelt worden. Im Zusammenhang mit der Wirtschaftlichkeitskontrolle werden die PCG verwendet, um die Häufigkeit von bestimmten chronischen Erkrankungen im Patientenkollektiv anhand der Menge der für ihre Behandlung eingesetzten Arzneimittel indirekt sichtbar zu machen (BGE 150 V 129 E. 6.5.2 mit Hinweisen). Die zur Analyse der PCG benötigten detaillierten Medikamentenabrechnungen sind im Tarifpool des Datendienstleisters SASIS AG, einer Tochtergesellschaft des Krankenkassenverbands Santésuisse, verfügbar (Schlussbericht der Polynomics AG, a.a.O., S. 63 und 73).