Citation: U 185/01 24.12.2002 E. 4

4.1 Bezüglich der Folgen, welche sich aus dem Zusammentreffen der Rente der Unfallversicherung mit derjenigen der Invalidenversicherung ergeben, ist die Vorinstanz von einer im Rahmen einer Überversicherungsberechnung nach Art. 40 UVG vorzunehmenden Leistungskürzung ausgegangen, wobei hier als mutmasslich entgangener Verdienst das Einkommen einzusetzen sei, das eine Tierärztin mit Zusatzausbildung auf dem Gebiet "Amtsfunktionen und Lebensmittelhygiene" erreichen könne. Vom Beschwerde führenden Unfallversicherer wird demgegenüber die Anwendbarkeit von Art. 40 UVG auf den vorliegenden Fall bestritten. 4.2 Die Regelung in Art. 40 UVG, wonach Geldleistungen der Unfallversicherung soweit gekürzt werden, als sie mit anderen Sozialversicherungsleistungen zusammentreffen und den mutmasslich entgangenen Verdienst übersteigen, steht unter dem in dieser Gesetzesbestimmung ausdrücklich genannten Vorbehalt, dass keine Koordinationsregel des UVG eingreift. Wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht geltend gemacht wird, findet sich in Art. 20 Abs. 2 UVG eine Art. 40 UVG vorgehende Koordinationsregel für den Fall des Zusammentreffens von Rentenleistungen der Unfallversicherung einerseits und der Invalidenversicherung andererseits. Entgegen der vorinstanzlichen Betrachtungsweise bleibt demnach für die Anwendung von Art. 40 UVG kein Raum (vgl. BGE 121 V 132 vor Erw. 3). Die angefochtene Rückweisung der Sache zur Ermittlung des mutmasslich entgangenen Verdienstes als Tierärztin erübrigt sich, da sich die Bemessung der Komplementärrente nach Art. 20 Abs. 2 UVG ausschliesslich am versicherten Verdienst orientiert.