Citation: 2C_577/2022 E. 5.1

5.1. Sie erwog, dem Beschwerdeführer sei die Integration in der Schweiz nicht gelungen. Weder habe er sich wirtschaftlich etablieren können, noch sei er der deutschen Sprache genügend mächtig. Er habe angegeben, im letzten Jahr zweimal nach Bosnien gereist zu sein und er sei mit den dortigen Gepflogenheiten nach wie vor vertraut. Die Rückkehr in die Heimat erweise sich demnach nicht als unverhältnismässig, zumal auch seine Ehefrau dort lebe. Der blosse Umstand, dass das Gesundheits- oder Sozialversicherungswesen in einem anderen Staat nicht mit jenem in der Schweiz vergleichbar sei und die hiesige medizinische Versorgung einem höheren Standard entspreche, führe rechtsprechungsgemäss nicht bereits zur Unzumutbarkeit einer Rückkehr. Ebenso treffe die vorgebrachte schlechte Sicherheits- und Wirtschaftslage im Heimatland die ganze dortige Bevölkerung und stelle keinen spezifischen persönlichen Grund dar, der die Rückkehr als unzumutbar erscheinen lasse (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.4).