Citation: 4A_623/2017 E. B

B.a. Mit Klage vom 14. September 2012 beim Kantonsgerichts Zug beantragte die Klägerin, der Beklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 5 Mio. nebst Zins zu 5 % seit dem 23. Dezember 2009 zu bezahlen und es sei der diesbezügliche Rechtsvorschlag aufzuheben. Das Kantonsgericht schützte die Klage mit Entscheid vom 4. Februar 2016 teilweise. Es verpflichtete den Beklagten, der Klägerin Fr. 4'786'790.74 nebst Zins zu 5 % seit 23. Dezember 2009 zu bezahlen und stellte fest, dass die Klägerin die Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes Zug in diesem Umfang fortsetzen kann. B.b. Mit Urteil vom 24. Oktober 2017 hiess das Obergericht Zug die vom Beklagten gegen das Urteil des Kantonsgerichts erhobene Berufung gut und wies die Klage kostenfällig ab. Es erwog, dass der Beklagte mit dem Verkauf von Betriebsteilen der C.________ AG an die E.________ GmbH allenfalls das Vermögenssubstrat der Gläubiger vermindert habe, der C.________ AG selber aber keinen Schaden zugefügt habe, den die Gesellschaft oder ihre Abtretungsgläubiger im Konkurs mit einer aktienrechtlichen Verantwortlichkeitsklage dem Beklagten gegenüber geltend machen könnten. Es würden sich daher weitere Ausführungen zu allfälligen Pflichtverletzungen des Beklagten und zur Kausalität erübrigen. Ebenso könne offen bleiben, ob und inwieweit Anfechtungsansprüche gemäss Art. 285 ff. SchKG bestünden. Solche Ansprüche seien nämlich nicht Gegenstand des Verfahrens, da sich die Klägerin solche nicht habe abtreten lassen. Zu verneinen sei sodann auch, dass ein unmittelbarer Schaden im Vermögen der Klägerin eingetreten sei, den sie als Konkursgläubigerin ausschliesslich und ohne Einschränkung selber geltend machen könne. Die Konkurs- und Betreibungsdelikte gemäss Art. 163 ff. StGB seien nämlich keine Schutznormen im Sinn von Art. 41 OR. Im Übrigen habe die Klägerin weder substanziiert, noch bewiesen, inwiefern die behaupteten Pflichtverletzungen des Beklagten widerrechtlich gewesen seien und bei der Klägerin unmittelbar zu einem Schaden geführt haben sollen. Somit bestehe keine Forderung gestützt auf Art. 41 OR.