Citation: 2C_499/2022 E. 8.5

8.5. Bezüglich des Schutzes des Familienlebens (Art. 8 EMRK) und der damit einhergehenden Interessenabwägung hat die Vorinstanz im Wesentlichen erwogen, dass das öffentlichen Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers aufgrund von dessen wiederholter Delinquenz, sehr grosser Wiederholungsgefahr und mutwilliger Schuldenwirtschaft sehr gewichtig sei. Der (bald 40-jährige) Beschwerdeführer sei im Alter von 24 Jahren in die Schweiz eingereist und habe somit mehr als die Hälfte seines Lebens in Nordmazedonien verbracht, wo noch seine Eltern und sein Bruder lebten. Bezüglich der jährlichen Rente von rund Fr. 11'981.40 (vgl. Bst. A.e oben), welche er aufgrund einer Verletzung der linken Hand erhalte, könne auf Art. 21 ff. des Abkommens vom 9. Dezember 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Nordmazedonien über Soziale Sicherheit (SR 0.831.109.520.1) verwiesen werden, sprich diese Rente würde auch in Nordmazedonien ausbezahlt. Ausserdem sei dem Beschwerdeführer eine angepasste Erwerbstätigkeit zumutbar. Vorliegend überwiege das öffentliche Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers dessen privates Interesse am Verbleib in der Schweiz.