Citation: 5A_245/2015 E. 2

Die Vorinstanz hielt fest, dass es sich beim Rundschreiben des Konkursamtes vom 28. Juli 2014 um Absichtserklärungen für das weitere Vorgehen und nicht bereits um einen eigentlichen Beschluss handle. Erst nach Ablauf der Frist zur Genehmigung der darin gestellten Anträge durch die Gläubiger am 8. August 2014 werde das Rundschreiben zum anfechtbaren Beschluss. Der Beschwerdeführer sei daher mit seiner Eingabe vom 18. August 2014 rechtzeitig an die untere Aufsichtsbehörde gelangt, weshalb sie auf seine Eingabe formell hätte eintreten müssen. Indes verlange das Bundesrecht nicht, dass eine konkrete Frage von beiden kantonalen Instanzen geprüft werde. Daher dürfe die obere Aufsichtsbehörde gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sogleich in der Sache entscheiden (BGE 127 III 171), zumal sich die untere Aufsichtsbehörde ungeachtet ihres Nichteintretensentscheides zur Sache geäussert habe. Im Ergebnis erachtete die Vorinstanz die Meinungsbildung auf dem Zirkularweg mit Blick auf die Verfahrensökonomie als gerechtfertigt und die Einberufung einer Gläubigerversammlung für das konkrete Geschäft als nicht zwingend.