Citation: I 433/03 13.05.2004 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht hat erwogen, nachdem die Versicherte mittels der Orthese mit der rechten Hand noch eine Gegenhaltefunktion ausüben könne, müsse mit Blick auf ihren Intellekt und ihre Schulbildung davon ausgegangen werden, dass sie ihre Restarbeitsfähigkeit verwerten könne. Wenn es ihr möglich sei, in Amateurorchestern mitzuspielen, könne sie in beschränktem Umfang auch einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Das von der IV-Stelle aufgelegte DAP-Profil einer Mitarbeiterin in einer Nahrungsmittelfabrik, bei welchem es darum ging, ab einem langsam fliessenden Band Fremdkörper herauszulesen, stelle allerdings keine geeignete Verweisungstätigkeit dar. Eher zumutbar sei eine überwachende Tätigkeit beispielsweise an einem Monitor, welche intellektuelle Fähigkeiten und eine gewisse Allgemeinbildung voraussetze. Ausgehend von der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1998 errechnete die Vorinstanz für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im Privaten Sektor bei einem Erwerbsanteil von 45 % ein Jahreseinkommen von Fr. 19'826.-, wovon sie einen Abzug von 25 % vornahm, um damit der durch die notwendigen Pausen bedingten Verlangsamung Rechnung zu tragen, was ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 14'870.- ergab. Bei einem ohne Gesundheitsschaden als Teilerwerbstätige zu 45 % erzielbaren Einkommen (Valideneinkommen) von unbestrittenermassen Fr. 42'370.- errechnete sie für den erwerblichen Bereich einen Invaliditätsgrad von 64.9 % oder gewichtet von 29.2 % (64,9 x 0.45). 4.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird dagegen eingewendet, nebst den von Dr. med. S.________ angeführten Vorgaben für einen angepassten Arbeitsplatz müsse dem Umstand Rechnung getragen werden, dass die Tages- und Nachtschiene öfters angepasst werden müsse, weil sich der Daumen stets verändere. Die Behandlungsdauer betrage jeweils zwischen einer und vier Stunden, wozu noch die Wegstrecke zu rechnen sei. Ein potentieller Arbeitgeber müsse in Kauf nehmen, dass die Versicherte den Arbeitsplatz verlassen müsse und unter Umständen sogar während Wochen fehle. Zwischen dem 28. August 2000 und dem 22. März 2002 seien beispielsweise 82 Behandlungstermine angefallen, wozu noch die Termine beim Ortho-Team und beim Handchirurgen kämen. Wegen der Schmerzen müsse sie sich ein Lokalanästhetikum spritzen mit der Folge, dass sie in den übrigen Fingern kein Gefühl mehr habe. In der linken Hand sei zudem eine Fingerpolyarthrose diagnostiziert worden. Aus diesen Gründen sei es unmöglich, einer ausserhäuslichen Tätigkeit nachzugehen und die Restarbeitsfähigkeit zu verwerten.