Citation: 6B_1250/2013 E. 1.4.2

1.4.2. Aktenwidrig und teilweise widersprüchlich sind die vorinstanzlichen Feststellungen, der Beschwerdeführer habe den in Seitenlage liegenden Beschwerdegegner 2 mehrere Male massiv mit den Füssen getreten, obwohl nicht erkennbar gewesen sei, ob dieser bewusstlos sei. Unklar bleibt zunächst, ob der Beschwerdeführer eine allfällige Benommenheit/Bewusstlosigkeit nur "erkennen konnte" (womit ihm lediglich ein fahrlässiges Verhalten vorgeworfen würde) oder "offensichtlich auch erkannte". Die Annahme, der Beschwerdeführer habe eine allfällige Benommenheit oder Regungslosigkeit und somit eine Bewusstlosigkeit des Beschwerdegegners 2 annehmen können bzw. erkannt, lässt sich weder mit der Videoüberwachung noch mit den Aussagen der Beteiligten, auf die sich die Vorinstanz explizit beruft, vereinbaren. Bevor die Sicht auf den Angriff durch die übrigen Beteiligten, insbesondere Z.________ verdeckt wird, ist deutlich zu sehen, dass sich der Beschwerdegegner 2 bewegt, während und solange der Beschwerdeführer auf ihn eintritt. Auch nachdem keine Tritte mehr erkennbar sind und der Beschwerdeführer sich über den Beschwerdegegner 2 beugt, sind deutlich Bewegungen des Körpers, insbesondere der Beine zu sehen. Erst nachdem der Beschwerdeführer vom Beschwerdegegner 2 ablässt und sich gegen den Beschwerdegegner 3 wendet, lässt sich nicht mehr sagen, ob der mit dem Rücken zur Kamera liegende Beschwerdegegner 2 sich noch bewegt. Weder Täter noch Opfer haben je erwähnt, der Beschwerdegegner 2 habe regungslos am Boden gelegen, geschweige denn eine Bewusstlosigkeit in Erwägung gezogen. Der Beschwerdegegner 2 gab an, er habe immer in Seitenlage gelegen und sein Gesicht mit den Oberarmen geschützt. Nachdem der Beschwerdeführer (mit den Tritten gegen das geschützte Gesicht) aufgehört habe, sei noch der Finalschlag gegen sein rechtes Bein im unteren Bereich gekommen. Danach hätten die drei Angreifer sich auf italienisch unterhalten, und er habe gehört, wie sie sich entfernten. Der Beschwerdeführer gab an, der Beschwerdegegner 2 habe sich bis zur Beendigung des Angriffs bewegt und "Hör' auf, hör' auf" geschrien. Der Beschwerdegegner 2 habe sich die ganze Zeit geschützt, sein Gesicht sei nie frei gewesen. Z.________ und der Beschwerdeführer sagten unabhängig von einander aus, sie glaubten nicht, dass die Beschwerdegegner 2 und 3 ernstlich verletzt worden seien. Anhaltspunkte, dass der Beschwerdegegner 2 bewusstlos gewesen sei oder der Beschwerdeführer dies angenommen haben könnte, liegen nicht vor. Der Beschwerdeführer wurde hierzu - selbst von der Vorinstanz - während des gesamten Verfahrens nicht befragt.