Citation: 5P.14/2002 11.06.2002 E. 3

3.- Feststellungen über tatsächliche Verhältnisse betreffen im Abänderungsprozess nach aArt. 153 ZGB insbesondere die finanziellen Verhältnisse der Parteien im Zeitpunkt des Scheidungsurteils und im Zeitpunkt der Abänderung (z.B. BGE 96 II 301 E. 4 S. 302; 105 II 166 E. 2 S. 169; 122 III 97 E. 3a S. 99). Im Berufungsverfahren überprüfbare Rechtsfragen betreffen hingegen, ob eine Unterhaltsersatzrente gemäss aArt. 151 ZGB überhaupt abänderbar ist und wegen Verbesserung der wirtschaftlichen Lage auf Seiten des Rentenberechtigten herabgesetzt oder gar aufgehoben werden kann (z.B. BGE 118 II 229 E. 2 S. 230; 120 II 4 E. 5d), nach welchen Grundsätzen der sog. familienrechtliche Notbedarf zu berechnen ist (z.B. BGE 121 III 49 E. 1c S. 51), inwiefern in diesem Notbedarf Steuern oder andere fixe Kosten zu berücksichtigen sind und wie hoch die dem Rentenschuldner verbleibenden Mittel wenigstens sein müssen (z.B. BGE 126 III 353 E. 1a/aa S. 356; 127 III 289 E. 2a/bb S. 292). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die - der Höhe nach unbestrittenen - Beträge für Krankenkasse und Steuern seien zu Unrecht in die Bedarfsberechnung nicht einbezogen und zu Unrecht auch ein Zuschlag von zwanzig Prozent auf den Grundbetrag verweigert worden, geht es nicht um Tat-, sondern um Rechtsfragen, weshalb auf seine staatsrechtliche Beschwerde nicht eingetreten werden kann; sie ist gegenüber der - hier grundsätzlich zulässigen - Berufung in diesen Punkten subsidiär (Art. 84 Abs. 2 OG).