Citation: 2C_980/2018 E. A

Der kroatische Staatsangehörige A.________ ist 1983 in der Schweiz geboren worden und lebt - abgesehen von einem Unterbruch von sieben Jahren zu Beginn seiner Kindheit - seither in der Schweiz. Er verfügt über eine Niederlassungsbewilligung EU/EFTA. Am 4. Januar 2007 heiratete er eine ungarische Staatsangehörige, die am 23. Januar 2007 ein gemeinsames Kind gebar und am 20. April 2007 in die Schweiz einreiste. Seit 29. Februar 2008 lebte A.________ getrennt von seiner Ehefrau. Mit Eheschutzentscheid des Kreisgerichts St. Gallen vom 23. April 2009 wurde die Obhut über das Kind der Mutter zugeteilt und A.________ zur Leistung eines monatlichen Unterhaltsbeitrags verpflichtet. Am 24. Dezember 2015 erfolgte die definitive Trennung und am 18. November 2016 wurde die Ehe von A.________ und seiner Ehefrau geschieden. A.a. A.________ wurde seit seinem 15. Altersjahr mehrfach verurteilt: - Mit Urteil der Jugendanwaltschaft des Kantons St. Gallen vom 2. Dezember 1998 wurde A.________ wegen geringfügigen Vermögensdelikten schuldig gesprochen. - Mit Urteil der Jugendanwaltschaft des Kantons St. Gallen vom 20. Oktober 1999 wurde er wegen mehrfachen Raubs und mehrfachen Raubversuchen mit einer Einschliessungsstrafe von acht Tagen bestraft. - Mit Urteil der Jugendanwaltschaft des Kantons St. Gallen vom 8. Juni 2000 und mit Bussenverfügung des Untersuchungsamts Gossau vom 24. Oktober 2001 wurde er wegen Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz (SR 741.01) schuldig gesprochen. - Mit Strafbefehl des Bezirksamts Lenzburg vom 3. Januar 2002 wurde er wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (SR 812.121) schuldig gesprochen. - Mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 12. November 2003 wurde er wegen Raubs und Diebstahls mit zehn Monaten Gefängnis bestraft. A.b. Mit Schreiben vom 19. April 2004 verwarnte das Migrationsamt des Kantons St. Gallen (nachfolgend "Migrationsamt") A.________ mit Blick auf seine strafrechtlichen Verurteilungen ausländerrechtlich und hielt ihn dazu an, sich in Zukunft in jeder Beziehung klaglos zu verhalten, ansonsten er mit weiteren ausländerrechtlichen Massnahmen wie einer Wegweisung rechnen müsste. - Mit Bussenverfügung des Untersuchungsamts Gossau vom 7. Juli 2004, Strafbescheid des Untersuchungsamts St. Gallen vom 29. November 2005 und Strafbescheid des Untersuchungsamts St. Gallen vom 25. September 2006 wurde A.________ wegen einer Vielzahl an Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz und Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes schuldig gesprochen. - Mit Bussenverfügung des Untersuchungsamts St. Gallen vom 13. Februar 2007 wurde er wegen Nichteinhaltens der Schliessungszeit gebüsst. - Mit Strafverfügung des Bezirksamts Münchwilen vom 21. August 2007 wurde er des Führens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand, der groben Verletzung der Verkehrsregeln sowie der mehrfachen einfachen Verletzung von Verkehrsregeln schuldig gesprochen. - Mit Strafbescheid des Untersuchungsamts St. Gallen vom 17. Juni 2008 wurde er wegen Vergehens gegen das Waffengesetz (SR 514.54) schuldig gesprochen. - Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 29. Juni 2009 wurde er der falschen Anschuldigung, des mehrfachen Lenkens eines Motorfahrzeugs trotz Entzug des Führerausweises, der Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch sowie des Lenkens eines Motorfahrzeugs in fahrunfähigem Zustand schuldig gesprochen. - Mit Entscheid des Kreisgerichts St. Gallen vom 28. Februar 2013 und Berufungsentscheid des Kantonsgerichts St. Gallen vom 8. Dezember 2014 wurde er wegen Raufhandels, mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs trotz Entzug des Führerausweises, Überlassens eines Motorfahrzeugs an einen Lenker ohne Führerausweis sowie mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten und einer Busse von Fr. 800.-- verurteilt. - Mit Entscheid des Kreisgerichts St. Gallen vom 19. Mai 2015 und Berufungsentscheid des Kantonsgerichts St. Gallen vom 14. Oktober 2016 wurde er wegen mehrfacher schwerer Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, der Freiheitsberaubung und Entführung unter erschwerenden Umständen sowie der Vernachlässigung von Unterhaltspflichten schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.