Citation: 2D_72/2019 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer hatte zur Begründung seines Anspruchs vor dem Verwaltungsgericht geltend gemacht, dass die Handänderungssteuer gemäss der gesetzlichen Regelung grundsätzlich vom Erwerber eines Grundstücks zu bezahlen sei und er bereits mehrere Grundstücke erworben habe, wobei jeweils die gesetzliche Regelung zur Anwendung gekommen sei. Aufgrund dieser Erfahrungen habe er nicht damit rechnen müssen, dass beim Verkauf seines Grundstücks eine abweichende Regelung vorgesehen war. Weder der von ihm beauftragte Makler, welcher das Rechtsgeschäft vorbereitet hatte, noch die Grundbuchverwalterin habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dass er, in Abweichung von der gesetzlichen Regel, die Handänderungssteuer zu bezahlen habe. Indem es die Grundbuchverwalterin pflichtwidrig unterliess, ihn auf diese Tatsache unmissverständlich hinzuweisen und sie sich nicht vergewisserte, dass diese Regelung seinem tatsächlichen Willen entsprach, habe sie die ihr obliegende Sorgfaltspflicht verletzt. Das Versäumnis der Grundbuchverwalterin wiege umso schwerer, als der Vertrag auf Wunsch der Käufer in deutscher Sprache verfasst worden sei und er die Grundbuchverwalterin informiert hatte, dass er die deutsche Sprache nur beschränkt beherrsche.