Citation: 5A_1023/2017 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz bejahte das Vorliegen veränderter Verhältnisse im Zeitpunkt der Einreichung der Abänderungsklage, da die Beschwerdeführerin am 4. September 2015 nach Brasilien verreist war und zu jenem Zeitpunkt nicht klar gewesen sei, wann sie wieder zurück in die Schweiz komme. Während ihrer Landesabwesenheit, welche schliesslich rund vier Monate dauerte, wohnte der damals dreijährige Sohn der Parteien beim Vater und wurde von diesem persönlich bzw. fremd betreut. Die Vorinstanz erwog, es würde nicht dem Bedürfnis eines (Klein-) Kindes nach Beständigkeit und Geborgenheit entsprechen, wieder zur im Scheidungsurteil getroffenen Regelung der alleinigen Obhutszuteilung an die Mutter zurückzukehren, da der Sohn sich mittlerweile daran gewöhnt habe, bei seinem Vater zu wohnen. Die viermonatige Abwesenheit der Mutter erlebe ein dreijähriges Kleinkind als sehr lange. Deshalb bleibe es bei der alternierenden Obhut mit überwiegender Betreuung durch den Vater.