Citation: 9C_131/2025 E. 3.3.2

3.3.2. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung können die Vorgaben betreffend die formellgesetzliche Bemessung der Abgaben freilich bei gewissen Arten von Kausalabgaben gelockert werden. Dies gilt dort, wo das Mass der Abgabe durch überprüfbare verfassungsrechtliche Prinzipien (Kostendeckungsprinzip und Äquivalenzprinzip) begrenzt wird und nicht allein der Gesetzesvorbehalt diese Schutzfunktion erfüllt (BGE 147 I 153 E. 3.3.2; 146 IV 196 E. 2.2.1; 143 II 283 E. 3.5). Rechtsprechungsgemäss dient das Kostendeckungsprinzip zusammen mit dem Äquivalenzprinzip als Surrogat für eine formellgesetzliche Grundlage der Bemessung einer Kausalabgabe (BGE 149 I 305 E. 3.2 und 3.3).