Citation: 5A_685/2016 E. 2

Der gerichtliche Vergleich hat - wie ein Klagerückzug (Abstand) auch - die Wirkung eines rechtskräftigen Entscheids (Art. 241 Abs. 2 ZPO und der im Zeitpunkt des Vergleichsabschlusses geltende inhaltlich übereinstimmende Art. 397 Abs. 3 ZPO/BE) und wird gemäss Art. 336 ff. ZPO vollstreckt, da er weder auf Geldzahlung noch auf Sicherheitsleistung lautet noch im Ausland ergangen ist (Art. 335 Abs. 1-3 ZPO). Er enthält in Ziff. 5 Abs. 2 eine Bedingung. Danach darf der bei Gericht hinterlegte Betrag "erst an die Kläger ausbezahlt werden, wenn die Kläger den Nachweis erbringen, dass sich die Parteien bezüglich Ansprüche aus Abrechnungsverhältnis geeinigt haben oder über die Ansprüche im vor Gerichtskreis XII hängigen Verfahren yyy rechtskräftig entschieden ist". Der Vergleich kann deshalb gemäss Art. 342 ZPO erst vollstreckt werden, wenn das Vollstreckungsgericht festgestellt hat, dass die Bedingung eingetreten ist. Der Eintritt der Bedingung war im kantonalen Verfahren und ist vor Bundesgericht streitig. Mangels Einigung der Parteien über "Ansprüche aus Abrechnungsverhältnis" geht es dabei einzig um die Bedingung, dass "über die Ansprüche im vor Gerichtskreis XII hängigen Verfahren yyy rechtskräftig entschieden ist".