Citation: 8C_55/2022 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe die Verwertbarkeit seiner Arbeitsfähigkeit mit dem Verweis auf die Rechtsprechung betreffend funktionell Einarmige bejaht. Er sei aber nicht einfach funktionell einarmig. Er könne zusätzlich keine gefährlichen Arbeiten ausführen respektive keine potenziell gefährlichen Maschinen überwachen. Stündlich müsse er eine Pause einlegen, um sein Handgelenk zu kühlen und abschwellen zu lassen. Fliessbandarbeiten aller Art fielen somit ausser Betracht. Wenn überhaupt, bliebe ein sehr kleiner Ausschnitt des Arbeitsmarkts zugänglich und bestünden gewiss deutlich eingeschränkte Lohnaussichten. Es sei weder durch den Wortlaut noch durch den Sinn des Gesetzes gedeckt, dass rein fiktive Stellen auf einem rein fiktiven Arbeitsmarkt für die Beurteilung der Verwertbarkeit in Betracht gezogen würden. Ein Minimum an Realitätsbezug müsse nach Art. 7 Abs. 1 ATSG gegeben sein. Die Verwaltung müsse nach Art. 43 ATSG abklären, welche konkreten Erwerbsprofile mit dem Einschränkungsprofil vereinbar seien. Dies müsse mit Blick auf einen realen allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt geklärt werden. Eine Möglichkeit sei z.B. das vom Schweizerischen Paraplegikerzentrum entwickelte Job-Matching-Tool zwischen konkreter Einschränkung und einem Berufsbild (beschrieben in SZS 6/2021 S. 291 Ziff. 3). Bei Bejahung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit wäre die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen, um konkrete Einsatzmöglichkeiten für den Beschwerdeführer zu finden und in einem weiteren Schritt die damit verbundenen Verdienstmöglichkeiten zu ermitteln, wenn man nicht pauschal mit Lohntabellen arbeiten wolle.