Citation: I 574/05 16.12.2005 E. 1

Das kantonale Gericht hat zum streitigen Anspruch auf Umschulung (Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG sowie Art. 17 IVG und Art. 6 Abs. 1 IVV) erwogen, aufgrund der medizinischen Unterlagen sei der Versicherten die bisher ausgeübte Erwerbstätigkeit nicht voll zumutbar gewesen. Dies bedeute indessen nicht, dass der (erlernte) Beruf einer Detailhandelsangestellten aus gesundheitlichen Gründen ausser Betracht falle. Es komme darauf an, welche Arbeiten im Einzelnen auszuführen seien. Je nach Aufgabenzuteilung im Betrieb könnten neben der Kundenbetreuung und dem tagelangen Verkauf andere, sitzende Tätigkeiten wie Kommunikation mit Lieferanten, Abrechnungen, Erstellen von Verkaufsstatistiken und andere Büroarbeiten anfallen. Wenn die Versicherte im Besonderen einen häufigen Stellungswechsel vom Sitzen zum Stehen oder Laufen vornehmen und das Heben von schweren Lasten, vornübergebeugtes Arbeiten über einen längeren Zeitraum sowie Arbeiten über Kopfhöhe gänzlich vermeiden könne, sei ihr gemäss Bericht der Klinik X.________ vom 3. Juli 2003 eine hundertprozentige Arbeitstätigkeit zumutbar. Ob die gesundheitlich bedingten Einschränkungen allenfalls zu einer dauernden Erwerbseinbusse von mindestens 20 % führten, was für den Anspruch auf Umschulung vorausgesetzt sei (vgl. BGE 124 V 110 Erw. 2b), könne offen bleiben; sie bestünden auch in einem kaufmännischen Beruf, sodass hinsichtlich der gesundheitlichen Beeinträchtigung aus der beantragten Umschulung keine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit resultierte und diese somit nicht zweckmässig sei. Die IV-Stelle habe daher zu Recht Umschulungsmassnahmen abgelehnt. Sollte im Übrigen die durch die Verwaltung unterstützte Stellensuche zeigen, dass eine dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % bestehe, müssten auf erneutes Begehren hin (immer noch) andere Umschulungsmassnahmen ins Auge gefasst werden.