Citation: 9C_425/2020 E. 3

Das kantonale Gericht stellte fest, massgebliche Vergleichspunkte für die Rentenrevision seien die Verfügungen der IV-Stelle vom 20. Juli 1998 und vom 18. Juli 2019. Die Rentenzusprache habe im Wesentlichen auf einem psychiatrischen Gutachten der Dr. med. D.________ vom 15. Februar 2000 beruht, die eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung sowie eine depressive Entwicklung und Persönlichkeitsveränderung (depressiv-asthenische Persönlichkeit mit hypochondrisch-neurasthenischer Prägung) diagnostiziert und die Arbeitsfähigkeit auf maximal 20-30 % in einer psychisch wenig belastenden Tätigkeit eingeschätzt habe. Im Rahmen einer Observation zwischen dem 1. Februar und dem 26. Mai 2016 habe der Beschwerdeführer bei regen ausserhäuslichen Aktivitäten beobachtet werden können, die ihm ohne sichtbare Einschränkungen möglich gewesen seien. Daraufhin sei er durch Dr. med. C.________ psychiatr isch begutachtet worden. Gemäss dessen Expertise vom 5. Juni 2017 liege eine Störung der Impulskontrolle vor, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien ihm zufolge eine anhaltende affektive Störung mit phasenweise auftretenden Verzweiflungszuständen, eine lange Phase von Arbeitsuntätigkeit, mangelnde sprachliche Integration, akzentuierte Persönlichkeitszüge mit querulatorischen Anteilen sowie eine anhaltende Schmerzstörung. Gemäss Gutachter sei in einer angepassten Tätigkeit (mit der Möglichkeit, eher selbständig zu arbeiten, in einem toleranten Milieu ohne Kritik an ihm) eine Arbeitsfähigkeit von 60 % erreichbar. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich in evidenter Weise verändert. Das Gutachten der Dr. med. D.________ vom 15. Februar 2000 verweise (u.a.) auf ein depressives Geschehen mit ausgewiesenem sozialen Rückzug. Demgegenüber habe der Beschwerdeführer gemäss Observationsbericht vom 29. Mai 2016 und eigenen Angaben in der psychiatrischen Begutachtung mittlerweile ein gutes soziales Umfeld aufbauen können; ein sozialer Rückzug sei nicht mehr ersichtlich. Der Versicherte leide zwar nach wie vor an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung; diese wirke sich jedoch auf die Arbeitsfähigkeit nicht mehr aus. Liege eine Veränderung des Gesundheitszustands vor, könne der Rentenanspruch allseitig geprüft werden, d.h. es seien auch die psychischen Beschwerden gestützt auf die Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 291 und 143 V 408 zu prüfen. Die diesbezügliche Prüfung durch Dr. med. C.________ lasse sich nachvollziehen. Für den Einkommensvergleich sei von einem Valideneinkommen von Fr. 71'673.- im Jahr 2017 auszugehen; diesem sei ein Invalideneinkommen von Fr. 40'236.- gegenüberzustellen (gemäss vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebener Lohnstrukturerhebung [LSE] des Jahres 2016, indexiert auf das Jahr 2017, Tabelle TA1, Total, Kompetenzniveau 1, Männer, angepasst an die übliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und indexiert auf das Jahr 2017). Das kantonale Gericht erwog, selbst wenn vom Invalideneinkommen ein Tabellenlohnabzug von 10 % zu gewähren wäre, resultiere ein Invaliditätsgrad von (maximal) 49 % und habe es damit beim Anspruch auf eine Viertelsrente sein Bewenden.