Citation: 6B_1273/2020 E. 3.5.3

3.5.3. Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, der Umzug sei zwar von ihm entschieden, nicht jedoch von ihm persönlich, sondern von den Mitarbeitern der beiden Unternehmen unter Leitung der fachtechnisch verantwortlichen Personen sowie der Geschäftsleitung durchgeführt worden. Dabei hätten die Mitarbeiter, unter Aufsicht der fachtechnisch verantwortlichen Person, Listen erstellt und Kontrollen durchgeführt, welche wiederum von der Geschäftsführung kontrolliert worden seien. Aus den Verfahrensakten seien keine gegenteiligen Informationen ersichtlich, wonach der Beschwerdeführer auf die Durchführung von Kontrollen oder die Erteilung entsprechender Weisungen verzichtet hätte. Zudem bringt der Beschwerdeführer vor, die vorinstanzliche Annahme, der Beschwerdeführer hätte es beim Umzug unterlassen, sich zu vergewissern, dass keine Chemikalien zurückgelassen worden seien, stütze sich auf keinerlei Informationen aus den Akten. Die Strafverfolgungsbehörden hätten es unterlassen, diesen Fragen nachzugehen, weshalb aufgrund der nicht zutreffenden Annahme der Strafverfolgungsbehörden und der Vorinstanz, es seien gefährliche Chemikalien aufgefunden worden, nicht zwangsläufig darauf geschlossen werden könne, der Beschwerdeführer sei seiner "Pflicht" als alleiniger Aktieninhaber und Verwaltungsrat nicht nachgekommen. Worin diese Pflicht konkret bestünde, werde von der Vorinstanz nicht genauer ausgeführt, sondern bloss allgemein darauf verwiesen, der Beschwerdeführer hätte kontrollieren müssen bzw. genügende Kontrollen hätten durchgeführt werden sollen. Er stellt sich auf den Standpunkt, von einem Aktionär und/oder Verwaltungsrat könne nicht verlangt werden, dass er oder sie persönlich sämtliche Räumlichkeiten von Produktionsstätten auf der Suche nach allfällig falsch gelagerten Stoffen durchforste. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die Unternehmen seien gesetzlich verpflichtet, gegenüber der Beschwerdegegnerin 2 jährlich Rechenschaft abzulegen und von Gesetzes wegen hätten die Bestände nach erfolgtem Umzug auf deren Vollständigkeit überprüft werden müssen. Die eingereichten Unterlagen seien von der Beschwerdegegnerin 2 nicht beanstandet worden. Sodann habe der Beschwerdeführer keine Kenntnis von der angeblichen Existenz vermeintlicher Chemikalien gehabt. Zwar sei er Verwaltungsrat und Aktionär der G.________ AG und der F.________ AG, arbeite jedoch seit vielen Jahren nicht mehr in der Produktion. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass er nach der Maturität ein Studium als Apotheker erfolgreich abgeschlossen habe. Die fachverantwortlichen Personen für die Herstellung von Arzneimitteln seien nachweislich Angestellte in den Unternehmen des Beschwerdeführers gewesen, nicht aber er selber. Einzig die Produktionsmitarbeiter hätten im Alltag die Chemikalien, Arzneien und sonstigen Substanzen gehandhabt.