Citation: 8C_332/2024 E. 4.5.2

4.5.2. Das kantonale Gericht folgte auch dieser Einschätzung und hielt fest, eine dauernde persönliche Überwachung im Sinne von Art. 37 Abs. 2 lit. b IVV sei beispielsweise dann erforderlich, wenn eine Drittperson mit kleineren Unterbrüchen bei der versicherten Person anwesend sein müsse, da diese nicht allein gelassen werden könne. Solche Verhältnisse lägen hier nicht vor. Gestützt auf die Feststellungen der Abklärungsfachfrau sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer durchaus für begrenzte Zeitabschnitte alleine gelassen werden könne, da er in der Lage sei, bei Gefahr zu reagieren und Hilfe zu holen. Es sei nicht erstellt, dass er ohne Überwachung sich selbst oder Drittpersonen gefährden würde. So sei er in der Lage, den Schulweg alleine mit dem öffentlichen Verkehr zurückzulegen. Auch wenn dies nur dank günstiger Bedingungen möglich sei (direkter Bus von zu Hause ohne Umsteigen, Bushaltestelle direkt vor der Schule, vorgängiges intensives Üben), spreche dies dennoch dafür, dass der Beschwerdeführer mit den Gefahren des Strassenverkehrs umgehen könne, sofern er sich in einer ihm gut vertrauten Umgebung befinde. Insgesamt genüge die Intensität der Betreuung durch die Eltern zu Hause und diejenige durch den Coach in der Schule nicht, um auf eine dauernde persönliche Überwachungsbedürftigkeit schliessen zu können.