Citation: 5A_536/2020 E. 4.1

4.1. Zuletzt wendet sich die Beschwerdeführerin 1 gegen die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Rechtsmittelverfahren vor Kantonsgericht. Der Entscheid über die unentgeltliche Rechtspflege und die Beiordnung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung ist praxisgemäss ein Zwischenentscheid nach Art. 93 BGG, der regelmässig einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil nach Abs. 1 Bst. a dieser Bestimmung bewirken kann (BGE 129 I 129 E. 1.1; jüngst etwa Urteile 5A_508/2020 vom 6. Oktober 2020 E. 1.1; 5A_610/2020 vom 4. August 2020 E. 1; allgemein zu diesem Nachteil vgl. vorne E. 2.2). Dennoch droht nicht bei jedem Entscheid, mit dem die unentgeltliche Rechtspflege verweigert wird, der Eintritt eines derartigen Nachteils. Keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil vermag der Entscheid über die unentgeltliche Rechtspflege zu bewirken, wenn die rechtsuchende Partei nicht Gefahr läuft, ihre Rechte wegen der Verweigerung der Rechtswohltat nicht gehörig geltend machen zu können. Zu denken ist namentlich daran, dass der Kostenvorschuss, von dem der Eintritt auf die Eingabe abhängt, bereits bezahlt ist oder dass die beauftragte Rechtsvertretung bereits alle nötigen Eingaben verfasst hat. Diesfalls ist nur noch die Frage zu regeln, wer die angefallenen Kosten letztlich zu bezahlen hat, und der gesuchstellenden Partei verbleibt die Möglichkeit, die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege nach Massgabe von Art. 93 Abs. 3 BGG im Rahmen einer Beschwerde gegen den Endentscheid anzufechten (zum Ganzen: Urteil 5A_988/2019 vom 3. Juni 2020 E. 3.1 mit Hinweisen). Es ist von der beschwerdeführenden Partei darzulegen, dass der vor Bundesgericht angefochtene Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (vgl. vorne E. 2.1).