Citation: 2A.230/2005 25.04.2005 E. 2.2

Dies war hier vor Ablauf der von Art. 7 Abs. 1 Satz 2 ANAG geforderten Aufenthaltsdauer von fünf Jahren der Fall (vgl. BGE 128 II 145 E. 1.1.5): 2.2.1 Der Beschwerdeführer heiratete seine Gattin am 12. März 1999; bereits im Juli 2001 zog er die Scheidung in Erwägung und erkundigte er sich beim Amt für Migration danach, ob ihm dennoch die Bewilligung verlängert würde. Am 14. März 2002 stellte die Amtsgerichtspräsidentin II von Luzern-Stadt die Trennung des Ehepaars X. und Y.________ fest, wies den Beschwerdeführer an, die eheliche Wohnung zu verlassen, und verpflichtete ihn zu Unterhaltszahlungen; seit dem 1. August 2002 leben die Eheleute X. und Y.________ tatsächlich getrennt. In der Folge haben sie wechselseitig je erklärt, sich scheiden lassen zu wollen. Gestützt hierauf und angesichts der Tatsache, dass es trotz der vom Beschwerdeführer behaupteten, indessen nicht weiter belegten Kontakte seit rund 2 ½ Jahren bzw. 2 Jahren zum Zeitpunkt des erstinstanzlichen Entscheids zu keiner Wiederannäherung gekommen ist, durften die kantonalen Behörden ohne Verletzung von Bundesrecht davon ausgehen, dass der Ehewille erloschen und die Führung einer Lebensgemeinschaft nicht mehr zu erwarten ist. 2.2.2 Was der Beschwerdeführer hiergegen einwendet, lässt die für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen nicht als offensichtlich unrichtig oder unvollständig erscheinen (Art. 105 Abs. 2 OG; Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 286). Das Verwaltungsgericht hat die verschiedenen Erklärungen der Ehegatten sorgfältig gewürdigt und den Einwand des Beschwerdeführers, seine Gattin sei labil und er habe ihr Gelegenheit geben wollen, sich wieder zu finden, weshalb er sie in Ruhe gelassen habe, mit nachvollziehbarer Begründung verworfen (vgl. E. 3b/bb und 3c des Entscheids); es kann vollumfänglich auf diese verwiesen werden (vgl. Art. 36a Abs. 3 OG). Der Beschwerdeführer beruft sich aus rein fremdenpolizeilichen Motiven auf eine in Wirklichkeit inzwischen seit Jahren inhaltsleere Beziehung, an deren Wiederaufleben er nicht ernsthaft glaubt, nachdem er selber wiederholt die Scheidung in Betracht gezogen, hiervon indessen wegen der damit verbundenen aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen abgesehen hat. Hierzu dient Art. 7 ANAG nicht: Die gesetzliche Regelung will die Führung des Familienlebens in der Schweiz - allenfalls auch in einer vorübergehenden Krisensituation - ermöglichen und absichern, jedoch nicht einem missbräuchlichen, ausschliesslich fremdenpolizeilich motivierten Festhalten an einer klar gescheiterten Ehe Vorschub leisten (BGE 130 II 113 E. 9.5 S. 134; 127 II 49 E. 5a mit Hinweisen). Auf die Gründe, die zur Trennung geführt haben, kommt es dabei ebenso wenig an (vgl. BGE 130 II 113 E. 4.2 S. 117 mit Hinweisen) wie darauf, ob ein gerichtliches Trennungs- oder Scheidungsverfahren hängig ist oder nicht (BGE 127 II 49 E. 5c). 2.2.3 Soweit der Beschwerdeführer darlegt, dass keine Scheinehe vorliege und er trotz Ablaufs der vorläufigen Aufnahme auch ohne Heirat in der Schweiz hätte bleiben können (Humanitäre Aktion 2000), gehen seine Ausführungen an der Sache vorbei, nachdem die kantonalen Behörden nicht aus diesem Grund davon abgesehen haben, seine Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. Soweit das Amt für Migration sich geweigert hat, dies im Ermessenbereich von Art. 4 ANAG zu tun, ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht ausgeschlossen (vgl. Art. 98 lit. g und Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG; BGE 122 II 186 ff.); das Verwaltungsgericht hat die Eingabe insofern zuständigkeitshalber an das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern weitergeleitet.