Citation: 4A_562/2017 E. 3.4.2

3.4.2. Zu prüfen bleibt, ob trotz dieses Abbruchs die Tätigkeit der Beschwerdegegnerin jedenfalls teilweise kausal für den schliesslich rund ein Jahr später erfolgten Verkauf war oder ob dieser auf ganz neuer Grundlage erfolgte, wie die Beschwerdeführerin geltend macht. Die Mäklerin hat wie erwähnt (E. 3.1 hiervor) den nach wie vor bestehenden Kausalzusammenhang bzw. die Indizien, aus denen sich ein solcher ergibt, nachzuweisen. Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz zum weiteren Ablauf gab C.________ in seiner Zeugenaussage an, er sei im Mai 2014 von E.________ wegen derselben Liegenschaft kontaktiert worden, worauf er, C.________, E.________ mitgeteilt habe, dass ihm der Preis zu hoch sei, aber für Fr. 12'000'000.-- würde er die Liegenschaft erwerben. Auf eine E-Mail der Beschwerdegegnerin vom 4. Juli 2014, in welcher diese ihn erneut anfragte und mitteilte, dass der Preis auf Fr. 13'500'000.-- reduziert worden sei, habe er wohl nicht reagiert. Er glaube, E.________ habe das Projekt über die H.________ AG erhalten. E.________ habe nicht in seinem Auftrag verhandelt, sondern hätte es vielmehr mit ihm zusammen erwerben wollen, was er aber seinerseits nicht gewollt habe. Er habe E.________ dann für seine Aufwendungen (für das Projekt) bezahlt. Mit I.________ von der H.________ AG habe er ebenfalls Kontakt betreffend Liegenschaftserwerb gehabt. Und im Zusammenhang mit ihren Ausführungen zu einem Honoraranspruch der H.________ AG stellte die Vorinstanz fest, am 9. April 2014 habe I.________ von der H.________ AG E.________ per E-Mail mitgeteilt, dass sie einen Investor für die fragliche Liegenschaft suche. Am 13. Mai 2014 habe E.________ der Beschwerdeführerin ein Kaufangebot gemacht und in der Folge auch Herrn J.________ von der Beschwerdeführerin getroffen, um das Angebot zu besprechen. Aus dem weiteren E-Mail-Verkehr werde ersichtlich, dass E.________ die Kaufsumme von Fr. 12'000'000.-- nicht finanzieren konnte. Schliesslich sei C.________ involviert worden, den I.________ dann am 6. August 2014 kennengelernt habe. Ergänzend kann auf die Zeugenaussage von E.________ vor Kantonsgericht verwiesen werden. Dieser gab an, er hätte die Gespräche mit Herrn J.________ geführt, wobei Frau I.________ des Öfteren dabei gewesen sei. Sie hätten dann den Preis von Fr. 12'000'000.-- gefunden. Er habe nicht für C.________ verhandelt. Vielmehr seien die Verhandlungen fertig gewesen (als er C.________ diesen Preis mitteilte). Diese habe er in seinem eigenen Interesse geführt. C.________ habe das Glück gehabt, das fertige Paket übernehmen zu können. Aufgrund dieser Feststellungen ist nicht dargetan, dass die ursprüngliche Vermittlungstätigkeit der Beschwerdegegnerin bis zum 31. März 2014 noch einen (genügenden) Einfluss auf den schliesslichen Entschluss von C.________ zum Kauf hatte. Erwiesen ist, dass es nochmals zu Verhandlungen kam, welche durch die Anfrage von I.________ bei E.________ ausgelöst wurden. Wer von den beiden entscheidend darauf hinwirkte, dass die Beschwerdeführerin mit einem tieferen Preis einverstanden war, kann hier offengelassen werden (vgl. dazu nachfolgend E. 4). Entscheidend für die Verneinung eines Provisionsanspruchs der Beschwerdegegnerin gestützt auf den Mäklervertrag vom 14. August 2013 ist, dass es jedenfalls nicht sie war. Die Tatsache, dass E.________ von der Beschwerdegegnerin während des Mäklervertrages angegangen und von dieser der Beschwerdeführerin als Interessent gemeldet worden war (vgl. Sachverhalt lit. A.b), ändert daran nichts, denn es ist gerade nicht dargetan, dass dies zu irgendwelchen weiteren Schritten geführt hätte. E.________ verfolgte nach den Feststellungen der Vorinstanz das Projekt erst nach der E-Mail von I.________ vom 9. April 2014 weiter. War die Tätigkeit nicht kausal im Hinblick auf den Verhandlungserfolg betreffend Kaufpreis, kann dahingestellt bleiben, inwieweit die Beschwerdegegnerin mit ihren Bemühungen zum weiteren für C.________ wichtigen Punkt beitrug, der Aufhebung des Mietvertrages mit dem Cabaret-Club.