Citation: 6B_1026/2024 E. 5.2

5.2. Dafür, dass das Zustelldatum willkürlich und rechtsfehlerhaft festgesetzt worden sein könnte, bestehen keinerlei Anhaltspunkte. Die Vorinstanz stützt sich für den Nachweis der Zustellung des begründeten erstinstanzlichen Urteils und für die Fristenberechnung ohne Willkür auf die Sendungsverfolgung der Post, woraus sich ergibt, dass das begründete Urteil von der ersten Instanz am 25. Oktober 2024 als Gerichtsurkunde zum Versand aufgegeben und dem Beschwerdeführer am 26. Oktober 2024 mittels Abholungseinladung im Postfach zur Abholung gemeldet, von ihm innert der 7-tägigen Abholfrist nach Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO jedoch nicht abgeholt wurde. Da der Beschwerdeführer mit gerichtlichen Zustellungen rechnen musste (vorstehend E. 5.1), gilt das Urteil - von Gesetzes wegen - als am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellversuch als zugestellt, vorliegend demnach am 2. November 2024. Dass der Beschwerdeführer der Post den Auftrag erteilt hat, die Abholfrist zu verlängern, erlaubt es entgegen seiner insofern unzutreffenden Annahme nicht, den Eintritt der Zustellfiktion hinauszuschieben. Eine Verlängerung der Abholfrist hat gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts keinen Einfluss auf den Fristenlauf; das Wirksamwerden der Fiktion kann dadurch nicht verhindert werden (BGE 141 II 429 E. 3.b; 134 V 49 E. 4; siehe auch BGE 123 III 492 E. 1; Urteil 6B_1085/2022 vom 20. Dezember 2023 E. 3 mit weiteren Hinweisen).