Citation: 1P.543/2005 15.11.2005 E. A

Mit Urteil des Strafgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 6. April 2004 wurde X.________ der mehrfachen Vergewaltigung, der mehrfachen sexuellen Nötigung sowie der Freiheitsberaubung für schuldig befunden und zu 3 1/2 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Landesverweisung (diese unter bedingtem Strafvollzug bei einer Probezeit von fünf Jahren) verurteilt. Vom Vorwurf der versuchten Nötigung wurde er freigesprochen. Gleichzeitig wurde er verpflichtet, dem Opfer eine Genugtuung von Fr. 12'000.-- nebst Zins zu bezahlen. Die Schadenersatzforderung der Geschädigten wurde dem Grundsatz nach gutgeheissen, jedoch bezüglich der Höhe des Anspruchs auf den Zivilweg verwiesen. Die Anklage hatte dem Verurteilten zur Last gelegt, er habe seine Bekannte Y.________, nachdem ihn diese wegen seiner - allenfalls teilweise nur vorgespiegelten - Trunkenheit am 28. November 2003 um ca. 01.30 Uhr aus ihrem gemeinsamen Stammlokal "Z.________" in Basel nach Hause begleitet habe, in seiner Wohnung eingeschlossen und dann mehrere Male brutal vergewaltigt. Zudem habe er sie auf verschiedene Weise sexuell genötigt, etwa durch Einführen einer Plastikflasche mit einer seifigen Flüssigkeit in ihre Vagina. Dasselbe habe er mit einer Fernbedienung für den Fernseher gemacht. Weiter sei es zu Oral- und versuchtem Analverkehr gekommen. Auch habe er sie misshandelt, indem er sie unter anderem gebissen und eine Zigarette auf ihrer Haut ausgedrückt habe. Die vom Beschuldigten dagegen vorgebrachten Einwände erachtete das Strafgericht in seinem Urteil vom 6. April 2004 als nicht schlüssig. Es stellte auf die Aussagen der Geschädigten ab und beurteilte die Anklagesachverhalte unter Einbezug weiterer Indizien als zutreffend.