Citation: 1C_187/2022 E. B

Am 4. September 2019 teilte die Gemeinde Tujetsch der A.________ AG mit, sie werde ein Verfahren betreffend die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands einleiten und räumte ihr eine Frist zur Stellungnahme ein. Die A.________ AG ersuchte die Gemeinde daraufhin um Aufschiebung der Rückbauverfügung und um eine weitere Frist für die Einreichung eines Vorprojekts für ein neues Bauvorhaben; die bereits ausgeführten Arbeiten - insbesondere der Baugrubenaushub und die Betonfundationen für die Autoeinstellhalle - würden für das neue Projekt mitberücksichtigt und die erstellten Bauteile umfassend weiterverwendet werden. Mit Schreiben vom 30. Oktober 2019 räumte die Gemeinde Tujetsch der A.________ AG die Möglichkeit ein, bis Ende November 2019 ein Vorprojekt einzureichen, wies sie allerdings darauf hin, dass sie keinerlei Rechte bzw. Ansprüche aus dem Schreiben ableiten könne. Die A.________ AG reichte der Gemeinde Tujetsch fristgerecht ein Vorprojekt ein. Am 10. März 2020 teilte die Gemeinde Tujetsch der A.________ AG unter Hinweis auf die am 14. Januar 2019 für das gesamte Gemeindegebiet erlassene Planungszone mit, dass eine materielle Beurteilung des Vorprojekts zurzeit nicht möglich sei und dieses deshalb zurückgewiesen werden müsse. Im Übrigen seien die Voraussetzungen für eine Wiederherstellungsanordnung gegeben. In ihrer Stellungnahme vom 27. März 2020 bestritt die A.________ AG diese Rechtsauffassung und ersuchte die Gemeinde Tujetsch darum, auf das Verfügen von Rückbaumassnahmen zu verzichten. Mit Verfügung vom 18. Mai 2020 verpflichtete die Gemeinde Tujetsch die A.________ AG (Bauherrschaft), die B.________ AG (Grundeigentümerin 1) und die C.________ AG (Grundeigentümerin 2), die auf den Parzellen 1169 und 1660 erstellten Bauteile bis am 31. August 2020 vollständig zurückzubauen.