Citation: 1P.777/2001 14.01.2002 E. 1

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 88 OG muss ein Beschwerdeführer grundsätzlich ein aktuelles praktisches Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids bzw. an der Behandlung der von ihm erhobenen Rügen haben, damit auf seine staatsrechtliche Beschwerde eingetreten werden kann (BGE 125 I 394 E. 4a S. 397; 120 Ia 165 E. 1a S. 166 mit Hinweisen). Das aktuelle praktische Interesse an der Behandlung einer Haftbeschwerde entfällt, wenn der Beschwerdeführer während der Hängigkeit des bundesgerichtlichen Verfahrens rechtskräftig verurteilt und in den Strafvollzug versetzt wurde. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Beschluss der Anklagekammer des Zürcher Obergerichts vom 29. November 2001, mit dem das Gesuch des Beschwerdeführers um Entlassung aus der Sicherheitshaft abgewiesen wurde. Am 20. Dezember 2001 hat das Bezirksgericht Meilen den Beschwerdeführer wegen Verweisungsbruchs zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von 12 Monaten verurteilt. Da dieses Urteil noch nicht rechtskräftig ist, befindet sich der Beschwerdeführer weiterhin in Sicherheitshaft und hat daher nach wie vor ein aktuelles praktisches Interesse an der Behandlung seiner Beschwerde.