Citation: 2A.255/2002 22.04.2003 E. 3.1

3.1. Die X.________ führte in ihrem Produkteangebot drei Lebensversicherungen, die sie in Kombination mit einer Heiratszusatzversicherung anbot, nämlich die Versicherungen "M.________", "K.________" und "L.________". Die Hauptversicherung "M.________" ist eine komplexe Gemischte Lebensversicherung auf das Leben eines Kindes sowie auf dasjenige seiner Eltern oder Paten, wobei Versicherungsleistungen im Erlebensfall des Kindes, beim Todesfall oder bei Erwerbsunfähigkeit des Kindes oder der mitversicherten Erwachsenen versprochen wurden. Mit der Heiratszusatzversicherung wurde die Auszahlung der vereinbarten Versicherungssumme zusätzlich bei Verheiratung des versicherten Kindes vor Ablauf des Vertrages fällig. Insgesamt wurden nur wenige dieser Policen verkauft. Ab 1989 bis 1995 bot die X.________ eine Heiratszusatzversicherung auch im Rahmen der Policen "K.________" und "L.________" an. Bei "L.________" ist das versicherte Leben dasjenige eines Elternteils, während das Leben des Kindes mitversichert ist. Bei "K.________" ist allein das Kind versichert. Diese Versicherungen sind billiger als die Basisversicherung "M.________", da sie weniger komplex ausgestaltet sind. Vor allem die Kombination "K.________" mit Heiratszusatzversicherung fand starken Absatz, wobei sich dieser starke Absatz auf orthodoxe Juden, namentlich in den USA und in Israel konzentrierte. Mit der diesem Verfahren zugrunde liegenden Verfügung genehmigte das Bundesamt den Überschussbeteiligungsplan der X.________, aufgrund dessen für die Portefeuille "K.________" und "L.________" mit Heiratszusatz keine Überschussbeteiligung ausgerichtet würde.