Citation: 1P.181/2002 18.04.2002 E. 3

An der fehlenden Legitimation in der Sache selbst vermag auch das eidgenössische Opferhilfegesetz (OHG) nichts zu ändern. Als Opfer ist gemäss Art. 2 Abs. 1 OHG jede Person anzusehen, "die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ist". Solches macht der Beschwerdeführer zu Recht nicht geltend. Ausserdem stellt die falsche Zeugenaussage eine Straftat gegen die Rechtspflege dar und führt grundsätzlich nicht zu einer unmittelbaren Beeinträchtigung der psychischen Integrität des von Falschaussagen Betroffenen. Dem Beschwerdeführer kommt somit keine Opferstellung im Sinne des Opferhilfegesetzes zu.