Citation: 2C_585/2024 E. 5.5.2

5.5.2. So zeigt die Vorinstanz im angefochtenen Urteil jedenfalls hinreichende Gründe auf, weshalb erst Anfang September eine Fluganmeldung vorgenommen wurde. Insbesondere haben die kantonalen Behörden zunächst mehrfach das Gespräch mit dem Beschwerdeführer betreffend eine allfällige freiwillige Ausreise gesucht (Gespräche mit der zuständigen Sachbearbeiterin vom 18. Juni 2024, 20. Juni 2024 und 9. August 2024; Perspektiven- und Rückkehrberatung vom 24. Juni 2024), unter anderem auch mit Blick auf die Vollzugsstufe. Angesichts des Umstands, dass der Beschwerdeführer - wie er selber auch in seiner Beschwerde vor Bundesgericht anerkennt - in Bezug auf die freiwillige Ausreise widersprüchliche Signale sendete, mithin immer wieder auch die Bereitschaft zur freiwilligen Rückreise signalisierte, ist dieses Vorgehen auch nicht zu beanstanden. Da im August noch ein solches Gespräch stattfand, erscheint vertretbar, dass die Fluganmeldung mit Blick auf eine zwangsweise Rückführung erst am 6. September 2024 stattfand. Hinzu kommt, dass sich der Migrationsdienst in diesem Zeitraum auch um die Beschaffung der relevanten medizinischen Unterlagen bemüht hat und der Beschwerdeführer Ende Juli/Anfang August zudem in stationärer medizinischer respektive psychiatrischer Behandlung befand (vgl. den Austrittsbericht der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern vom 14. August 2024; Art. 105 Abs. 2 BGG). Damit geht der Vorwurf ins Leere, die jetzigen Verzögerungen bei der Ausstellung von Laissez-Passer durch die marokkanischen Behörden gehe auf die Vollzugsbehörden zurück.