Citation: 1C_215/2022 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin vermag mit dem Argument, sie habe auf die behördliche Zusicherung vertrauen dürfen, wonach das Terrain ihrer Parzelle aufgeschüttet werde, nicht aufzuzeigen, dass sich die Gemeinde im Schreiben vom 6. Juli 2012 - fünf Jahre vor der umstrittenen Terrainaufschüttung - in verbindlicher Weise zur Bewilligungsfähigkeit oder -freiheit eines solchen Bauvorhabens geäussert und in baupolizeilicher Hinsicht eine Vertrauensgrundlage geschaffen hat. Auch mit den pauschalen Aussagen, als juristische Laiin könne ihr nicht vorgehalten werden, die Kompetenzaufteilung zwischen der Gemeinde und dem Kanton gekannt zu haben und aus den Akten des zivilrechtlichen Verfahrens hätte sich ergeben, dass sie gestützt auf die Aussage der Gemeinde Dispositionen getroffen habe, entkräftet sie die vorinstanzliche Erwägung nicht. Selbst wenn sie aufgrund des genannten Schreibens die Gemeinde als zuständige Bewilligungsbehörde erachtete, hätte sie nicht ohne Abklärung der Baubewilligungspflicht Aushubmaterial im Volumen von 550 m3 auf der Parzelle Nr. 2261 deponieren und damit Fakten schaffen dürfen. Dies gilt erst recht vor dem Hintergrund, dass ihre Parzelle ausserhalb der Bauzone liegt, bewaldet ist und sich im Gebiet eines BLN-Objekts befindet. Die vorinstanzliche Ansicht, wonach keine Verletzung von Treu und Glauben vorliegt, ist somit nicht bundesrechtswidrig. Ob sich die Gemeinde mit dem Schreiben vom 6. Juli 2012 haftbar gemacht hat, ist sodann nicht Gegenstand des hiesigen Verfahrens (E. 2.1.6). Auf die in diesem Zusammenhang erhobenen Rügen, wie die Unterschreitung des Ermessens durch die Vorinstanz durch Ausklammerung von privaten Interessen der Beschwerdeführerin, ist daher nicht einzugehen.