Citation: 1P.167/2001 10.07.2001 E. 4

4.- Der Beschwerdeführer rügt, die Beweiswürdigung des Kassationshofs hinsichtlich des von M.________ erklärten Widerrufs seiner ihn belastenden Aussagen sei willkürlich und verletze die Unschuldsvermutung. a) Die Schuld des Beschwerdeführers wurde mit dem Entscheid des Obergerichts vom 4. November 1999 rechtskräftig festgestellt (Art. 32 Abs. 1 BV) bzw. gesetzlich bewiesen (Art. 6 Ziff. 2 EMRK), weshalb er aus diesen für das Verfahren vor der Verurteilung massgebenden Bestimmungen für das Revisionsverfahren grundsätzlich nichts zu seinen Gunsten ableiten kann (BGE 114 IV 138 E. 2b; 104 Ia 179; Frowein/Peukert, Europäische Menschenrechtskonvention, 2. A. 1996, S. 183 Rz. 49, S. 195; Mark E. Villiger, Handbuch der europäischen Menschenrechtskonvention, 2. A. 1999, S. 257 Rz. 406). Für die Überprüfung der Beweiswürdigung erwächst ihm daraus allerdings insofern kein Nachteil, als sich aus der Unschuldsvermutung in Bezug darauf ohnehin keine über Art. 9 BV hinausgehenden Rechte ableiten lassen (BGE 120 Ia 31 E. 2e und 4b zu Art. 4 aBV). b) Bei der Beurteilung von Fragen der Beweiswürdigung beschränkt sich das Bundesgericht auf eine Willkürüberprüfung. Willkür liegt nach der Rechtsprechung nicht schon vor, wenn eine andere Lösung in Betracht zu ziehen oder sogar vorzuziehen wäre. Das Bundesgericht weicht vom Entscheid der kantonalen Behörde nur ab, wenn dieser offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtssatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 124 I 208 E. 4a; 122 I 61 E. 3a S. 66; 120 Ia 31 E. 4b, mit Hinweisen).