Citation: 5A_957/2014 E. 3.4.2

3.4.2. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass weder Art. 122 noch Art. 125 ZGB einen Anspruch auf vorsorgerechtliche Gleichstellung der Ehegatten bei Eintritt des Vorsorgefalls Alter begründen. Ein Anspruch besteht lediglich auf die Teilung der während der Ehe geäufneten Vorsorgeguthaben der Ehegatten, sowie auf Berücksichtigung eines Betrages für den Aufbau einer angemessenen Altersvorsorge bei der Festlegung des gebührenden Unterhaltsbedarfs. Die Beschwerdeführerin geht zudem fehl in der Annahme, das Kantonsgericht von Appenzell Ausserrhoden habe von Oktober 2015 bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-Alters des Beschwerdegegners einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 780.-- als angemessene Altersvorsorge festgelegt. Vielmehr ging auch das Kantonsgericht von Appenzell Ausserrhoden davon aus, dass im gebührenden Bedarf lediglich bis September 2015 ein Beitrag für den Aufbau einer angemessenen Altersvorsorge zu berücksichtigen sei, ein solcher aber ab Oktober 2015 entfalle, da die Beschwerdeführerin bei einem Arbeitspensum von 100 % für den Aufbau ihrer Altersvorsorge nunmehr selber aufzukommen habe (vgl. die vor Vorinstanz unbestritten gebliebene Bedarfsrechnung für die Beschwerdeführerin des Kantonsgerichts von Appenzell Ausserrhoden). Die Beschwerdeführerin hat vor Vorinstanz weder beanstandet, dass ihr ab Oktober 2015 die Ausdehnung ihrer Erwerbstätigkeit auf ein Pensum von 100 % zugemutet wird, noch dass sie ab diesem Zeitpunkt für den Aufbau ihrer Altersvorsorge selber verantwortlich ist bzw. in ihrem Bedarf kein Beitrag für den Aufbau der Altersvorsorge mehr berücksichtigt wird. Die Vorinstanz hat deshalb zulässigerweise der Berechnung des gebührenden Unterhalts der von den Ehegatten unbestritten gebliebene Bedarf der Beschwerdeführerin von Fr. 3'539.-- zugrunde gelegt und den von ihr auch mit vorliegender Beschwerde nicht angefochtenen gebührenden Bedarf von Fr. 4'300.-- errechnet.