Citation: 4A_595/2021 E. A

A.a. A.________ (Kläger, Beschwerdeführer) ist russischer Staatsangehöriger und war in der ehemaligen Sowjetunion ab 1989 Generaldirektor des Düngemittelproduzenten C.________ in X.________. B.________ (Beklagter, Beschwerdegegner) ist ebenfalls russischer Staatsangehöriger und war seit 1989 Angestellter der C.________. Nach klägerischer Darstellung hatte er die Stellung eines stellvertretenden Chefingenieurs inne. Der Beklagte behauptet, er sei von 1989 bis 1991 Leiter der technischen Abteilung der C.________ gewesen. Ab Januar 1991 war der Beklagte für das Joint Venture D.________ in X.________ tätig, das von der C.________ mit ausländischer Beteiligung gegründet worden war und für diese bis 1992 das Exportgeschäft besorgte. A.b. Die C.________ wurde ab 1992 privatisiert. Dabei zeichnete auch der Kläger Aktien. Anfangs 1994 befanden sich 51.9 % der Aktien der C.________ im Besitz der E.________ AG, deren Gründung vom russischen Geschäftsmann F.________ organisiert worden war. Die E.________ AG wurde am xxx. Februar 1992 mit einem Aktienkapital von Fr. 100'000.-- im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen. Die Gesellschaft wurde durch Rechtsanwalt G.________ gegründet. Dieser wurde auch zum Verwaltungsrat mit Einzelunterschrift gewählt. Ab dem 23. Mai 1997 fungierte er als Präsident des Verwaltungsrats mit Kollektivunterschrift zu zweien. G.________ war ebenso Verwaltungsrat mit Einzelunterschrift der am 25. November 1991 im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragenen H.________ AG. Als deren Direktor mit Einzelunterschrift zeichnete ab 9. November 1994 auch F.________. Dieser war seit 1990 bereits Geschäftsführer bei der österreichischen I.________ GmbH. A.c. Anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung vom 26. Juni 1992 wurde der Beklagte als Direktor der E.________ AG mit Kollektivunterschrift zu zweien gewählt. Am 23. Dezember 1992 stellte die H.________ AG dem Beklagten Rechnung über Fr. 33'000.-- für 33 Aktien der E.________ AG. In einer Depotbestätigung vom 23. Dezember 1992 bestätigte G.________, insgesamt 33 Aktien à nominal Fr. 1'000.-- im Firmendepot zu Gunsten des Beklagten aufzubewahren. Gemäss einer von G.________ unterzeichneten Aufstellung verfügte die E.________ AG per 23. Dezember 1992 über die folgenden Aktionäre: - Kläger (Aktien Nrn. 1-33) insgesamt 33 Aktien; - Beklagter (Aktien Nrn. 34-66) insgesamt 33 Aktien; - H.________ AG (Aktien Nrn. 67-100) insgesamt 34 Aktien. A.d. Am 18. August 1993 erteilte der Beklagte seiner Bank einen Vergütungsauftrag über Fr. 33'000.-- zugunsten der H.________ AG und zulasten seines Kontos bei der Bank J.________. G.________ bestätigte am 27. Oktober 1993 weitere 33 Inhaberaktien (Aktien Nrn. 1-33) der E.________ AG für den Beklagten aufzubewahren. Die Parteien stimmen darin überein, dass der Beklagte seit Februar 1992 für die E.________ AG tätig war. Im August 1993 wurde dem Beklagten in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der E.________ AG eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz als Jahresaufenthalter erteilt. Ab dem 15. September 1993 war der Beklagte in der Schweiz steuerpflichtig. In seinem Wertschriften- und Guthabenverzeichnis 1993 führte er 66 Aktien der E.________ AG auf. A.e. Am 6. Oktober 1995 verkaufte die H.________ AG ihre 34 Aktien (Aktien Nrn. 67-100) an den Beklagten. Der Verkaufspreis der Aktien betrug Fr. 900'000.--, wofür die H.________ AG dem Beklagten am 6. Oktober und 7. Dezember 1995 Rechnung stellte. Die entsprechenden Vergütungsaufträge des Beklagten an seine Bank datieren vom 10. Oktober und 8. Dezember 1995. Am 26. Oktober 1995 bestätigte G.________, dass sich 100 Aktien der E.________ AG im Safe seines Büros befänden und für den Beklagten verwahrt würden. A.f. Am 11. Dezember 1995 und am 16. Februar 1996 verkaufte der Beklagte in zwei Tranchen die Aktien Nrn. 1-24 und die Aktien Nrn. 25-48 (d.h. 48 % des Aktienbesitzes) für je USD 4'800'000.--, insgesamt USD 9'600'000.--, an K.________ und L.________. A.g. Mit Aktienkaufvertrag vom 29. Februar 2000 verkaufte der Beklagte der M.________ Trust reg. die Aktien Nrn. 49-74 zu einem Preis von USD 5'200'000.--. Im Trust Agreement vom gleichen Tag war die M.________ Trust reg. mit dem Kauf der Aktien auf Rechnung und Risiko der N.________ Stiftung betraut worden. Begünstigter der N.________ Stiftung war der Kläger bzw. ihm nahestehende Personen. Am 15. März 2000 überwies die N.________ Stiftung dem Beklagten über die M.________ Trust reg. USD 5'200'000.--. Am 10. April 2000 teilte der Beklagte O.________ mit, es seien total USD 3'445'645.69 "to your attention" überwiesen worden, wovon USD 1'329'044.57 mit Valuta 30. März 2000 an die M.________ Trust reg. sowie insgesamt UDS 2'116'610.12 mit Valuta 31. März bzw. 10. April 2000 an die P.________ S.A. Die M.________ Trust reg. überwies ihrerseits am 4. und 11. April 2000 insgesamt USD 3'428'030.-- mit dem Zahlungsvermerk "Rueckzahlung Darlehen" an die N.________ Stiftung. A.h. Mit Aktienkaufvertrag vom 26. Januar 2001 verkauften der Beklagte und die M.________ Trust reg. die Aktien Nrn. 75-100 (Beklagter) bzw. Nrn. 49-74 (M.________ Trust reg.) an die Q.________ S.A. zum Preis von je USD 32'500'000.--. A.i. Mit Schreiben vom 20. Januar 2014 machte der Kläger gegenüber dem Beklagten geltend, der Beklagte habe unter dem mit ihm seit 1993 fortbestehenden Treuhandverhältnis insgesamt Verkaufserlöse von USD 43'860'000.-- (USD 9'600'000.-- + USD 1'760'000.-- + USD 32'500'000.--) sowie noch nicht bezifferbare Dividendenausschüttungen vereinnahmt. Er forderte den Beklagten auf, über die genannten Einnahmen eine lückenlose schriftliche Abrechnung zu präsentieren und zu erklären, wann und wie das Guthaben an ihn überwiesen werde. Mit Schreiben vom 5. Februar 2014 stellte der Beklagte ein Treuhandverhältnis in Abrede und wies die Forderung nach Rechenschaftsablage zurück.