Citation: 2C_91/2024 E. 1.2.5

1.2.5. Der Stiefvater des Beschwerdeführers ist Staatsangehöriger von Portugal. Stiefkinder gelten im Freizügigkeitsrecht als Verwandte (BGE 136 II 65 E. 4; Urteil 2C_688/2017 vom 29. Oktober 2018 E. 1.1). Die Eigenschaft als Familienangehörige im Sinne von Art. 3 Abs. 2 lit. a Anhang I FZA besteht bei den Nachkommen, welche das 21. Lebensjahr vollendet haben, solange Unterhalt gewährt wird bzw. die Unterhaltsbedürftigkeit besteht (Urteil 2C_184/2021 vom 26. August 2021 E. 3.7). Der Beschwerdeführer macht geltend, er lebe im Haushalt der Mutter und seines Stiefvaters und die beiden würden für seinen Unterhalt aufkommen. Er kann sich damit in vertretbarer Weise auf einen potenziellen Aufenthaltsanspruch aus Art. 3 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a Anhang I FZA stützen. Ob die Voraussetzungen des Aufenthaltsanspruchs tatsächlich bestehen, ist eine materielle Frage (vgl. nachstehend E. 5.4). Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist somit in diesem Punkt in der Hauptsache zulässig, weshalb sie auch für den angefochtenen Zwischenentscheid offensteht.