Citation: 4P.42/2000 28.04.2000 E. 5

5.-Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich eine Verletzung von Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG. Der Entscheid des Schiedsgerichtes, den Experten nicht als befangen zu erklären, begründe eine falsche Zuständigkeit im Sinne dieser Bestimmung, da der Experte als Gehilfe des Schiedsgerichtes ebenso zum zuständigen Gericht gehöre wie die Richter selbst. Ob diese Auffassung zutrifft, kann dahingestellt bleiben. Gemäss dem Grundsatz von Treu und Glauben ist nämlich jeder echte oder vermeintliche Organmangel so früh wie möglich, d.h. nach dessen Kenntnis bei erster Gelegenheit geltend zu machen (BGE 124 I 121 E. 2 S. 123; 119 Ia 221 E. 5a S. 228; 119 II 386 E. 1a S. 388 mit Hinweisen). Indem die Beschwerdeführerin mit der Geltendmachung der nach ihrer Auffassung die Unzuständigkeit des Schiedsgerichtes begründenden Tatsachen mehrere Monate zuwartete, hat sie auch die Unzuständigkeitseinrede verwirkt.