Citation: 4A_324/2018 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz führte aus, das mit bezirksgerichtlichem Massnahmeentscheid vom 31. März 2014 gegen den Beschwerdegegner ausgesprochene vorsorgliche Verbot, jegliche Analyse der Urinproben vorzunehmen, gelte "jusqu'à droit jugé au fond sur les conditions d'une telle analyse dans la procédure pendante devant le TAS". Sie prüfte anschliessend, ob diese Voraussetzung nunmehr erfüllt und die auflösende Bedingung gemäss der fraglichen Verfügung eingetreten sei. Das TAS habe mit Zwischenentscheid vom 14. Juni 2017 unter anderem die Analyse der anlässlich des Wettkampfs in V.________ erhobenen Urinprobe angeordnet. Der Schiedsentscheid regle die Bedingungen der Untersuchung, weshalb es sich insoweit - unter Berücksichtigung der am 31. Juli bzw. 13. August 2015 abgeschlossenen Verfahrensvereinbarung - um einen Entscheid "au fond" über die Frage handle. Auf die von der Beschwerdeführerin gegen den Schiedsentscheid vom 14. Juni 2017 erhobene Beschwerde sei das Bundesgericht mit Urteil vom 20. November 2017 nicht eingetreten. Der Umstand, dass der angefochtene Schiedsentscheid vom Bundesgericht als Zwischen- bzw. Vorentscheid im Sinne von Art. 190 Abs. 3 IPRG qualifiziert wurde, sei unerheblich. Würde nämlich der von der Beschwerdeführerin vertretenen Ansicht gefolgt, wonach das vorsorgliche Verbot bis zu einem Endentscheid im Disziplinarverfahren aufrechterhalten werden müsste, würde eine Analyse der Urinprobe verunmöglicht. Eine solche Auslegung würde das Verfahren definitiv blockieren, weshalb sie nicht überzeuge. Zudem sei zu beachten, dass die Bestimmung des Labors gemäss ausdrücklicher Abrede in der Verfahrensvereinbarung vom 31. Juli bzw. 13. August 2015 nicht selbständig angefochten werden könne. Das Verfahren bezüglich der Bedingungen der Analyse sei daher mit dem Entscheid vom 11. Januar 2018, mit dem das Labor in W.________ bestimmt wurde, abgeschlossen worden. Die erwähnten Entscheide des TAS seien demnach als "statuant au fond sur les conditions d'une telle analyse" im Sinne der etwas unglücklich gewählten Formulierung der Massnahmeverfügung vom 31. März 2014 zu betrachten, die klar nicht auf einen Endentscheid in der Sache abgezielt habe, sondern auf einen (nicht bloss vorsorglichen) Entscheid darüber, wie die strittige Untersuchung vorzunehmen sei.