Citation: 4A_536/2021 E. 2.3.2

2.3.2. Die Beschwerdeführerin moniert, das Kantonsgericht habe erwogen, entgegen dem Bezirksgericht lasse sich anhand der Beweise klären, ob die Arbeitsgrube (theoretisch) mit Brettern hätte abgedeckt werden können. Das Kantonsgericht sei dann aber zur Erkenntnis gelangt, es sei nicht erwiesen, dass entsprechende Bretter in der Werkstatt vorhanden gewesen seien. Weiter habe das Kantonsgericht erwogen, sie hätte mit relativ einfachen Mitteln die Arbeitsgrube absichern und damit den Absturz verhindern können. Diese Schlussfolgerung sei sachverhaltsmässig nicht erstellt. Der Beschwerdegegner habe weder behauptet, dass am Unfalltag geeignete Bretter zur Abdeckung vorhanden gewesen seien noch dass die Grube ohne grossen Aufwand hätte abgedeckt werden können. Deshalb habe hierüber auch nicht Beweis abgenommen werden müssen. Eine Arbeitsgrube könne theoretisch immer mit Brettern abgedeckt werden. Daraus könne jedoch nicht geschlossen werden, dass dies vorliegend mit relativ einfachen Mitteln möglich gewesen sei. Überdies würden sich die Feststellungen widersprechen, wonach es einerseits nicht erwiesen sei, dass entsprechende Bretter in der Werkstatt vorhanden gewesen seien, andererseits, sie die Arbeitsgrube mit relativ einfachen Mitteln hätte absichern können.