Citation: 8C_31/2023 E. 4.3.4

4.3.4. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, lässt die vorinstanzlichen Feststellungen und Beweiswürdigung nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen. Das von ihm letztinstanzlich aufgelegte und sich in den Akten befindende Leistungsblatt der Spitex betrifft die Verordnungsperiode April bis September 2019 und vermag den Nachweis für regelmässig bezogene Spitexleistungen im hier interessierenden Zeitraum (Neuanmeldung vom April/Mai 2021; vgl. Art. 48 IVG) nicht zu erbringen. Die Feststellung der Vorinstanz, wonach von Oktober bis Dezember 2021 keine Spitexleistungen über die Krankenkasse abgerechnet worden seien, deckt sich sodann mit den Angaben im Abklärungsbericht, wonach aktuell keine Spitex organisiert sei. Ein regelmässiger Bezug von Spitexleistungen, wie vom Beschwerdeführer behauptet, ist damit nicht erstellt. Insoweit ist seinem Argument, allein schon der Bezug der Spitexleistungen lasse auf einen Bedarf an lebenspraktischer Begleitung von mehr als 90 Minuten pro Woche schliessen, der Boden entzogen. Abgesehen davon haben die Abklärungspersonen ihre Bemessung des Bedarfs an lebenspraktischer Hilfe nachvollziehbar begründet. So ist ihrem Bericht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer keine Hilfe bei der Tagesstruktur benötige. Er brauche keine Aufforderung zum Aufstehen und keine Hilfe beim Festlegen und Einhalten von fixen Mahlzeiten. Er könne Termine selber organisieren und müsse nicht daran erinnert werden. Zudem kenne er sich mit dem Computer/Handy aus und könne Mails schreiben sowie telefonieren. Auch bei den Alltagssituationen benötige der Beschwerdeführer keine Hilfe. Er achte auf die Hygiene und kenne sich in Gesundheitsfragen aus. Zudem kleide er sich den Witterungsverhältnissen entsprechend. Er könne administrative und finanzielle Angelegenheiten selbstständig erledigen. Weiter könne der Beschwerdeführer kleinere leichte Arbeiten im Haushalt selber erledigen. Der Haushalt sehe nicht verwahrlost aus. Er könne sich selber im Haushalt organisieren. Darüber hinaus könnten aufgrund der körperlichen Einschränkungen Hilfeleistungen für das selbstständige Wohnen im Umfang von 90 Minuten pro Woche angerechnet werden. Überwachung und Kontrolle brauche der Beschwerdeführer demgegenüber nicht. Die Begleitung zu ausserhäuslichen Verrichtungen/Kontakten sei sodann bereits in der Lebensverrichtung Fortbewegung/Pflege der gesellschaftlichen Kontakte angerechnet worden und dürfe nicht doppelt berücksichtigt werden. Schliesslich hielten die Abkärungspersonen betreffend die Begleitung zur Verhinderung einer Isolation fest, der Versicherte habe ein soziales Umfeld und pflege Kontakte. Entsprechend rechneten sie keine Hilfeleistungen an. Insgesamt bestehe damit ein Bedarf an lebenspraktischer Begleitung von 90 Minuten pro Woche. Der Beschwerdeführer setzt sich mit diesen Angaben im Abklärungsbericht überhaupt nicht auseinander. Er vermag damit keine klaren Fehleinschätzungen der Abklärungspersonen oder andere Gründe aufzuzeigen, weshalb die Vorinstanz auf den Bericht nicht hätte abstellen dürfen. Da der Beschwerdeführer demnach nicht im Umfang von mindestens zwei Stunden pro Woche lebenspraktische Begleitung benötigt (vgl. dazu etwa Urteil 9C_98/2020 vom 8. April 2020 E. 2.2), hat die Vorinstanz zu Recht die Notwendigkeit einer regelmässigen lebenspraktischen Begleitung im Sinne von Art. 38 Abs. 3 IVV verneint.