Citation: 5A_582/2022 E. 2.5.2

2.5.2. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, nicht abgeklärt zu haben, wer mit ihm in häuslicher Gemeinschaft lebe. Ausserdem hätte ihm die Vorinstanz die Möglichkeit geben müssen zu zeigen, dass keine dieser Personen die Sendung entgegengenommen habe. Indem die Vorinstanz dies unterlassen habe, habe sie Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG verletzt. Der in Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG festgehaltene Untersuchungsgrundsatz verlangt von der Aufsichtsbehörde, das Verfahren zu leiten, die relevanten Tatsachen und erforderlichen Beweismittel zu bestimmen, die Beweiserbringung anzuordnen und die erhobenen Beweise von Amtes wegen zu würdigen. Die am Verfahren Beteiligten trifft eine Mitwirkungspflicht dahingehend, dass sie die Aufsichtsbehörde bei der Sachverhaltsermittlung nach bestem Wissen und Gewissen zu unterstützen haben (Urteile 5A_253/2015 vom 9. Juni 2015 E. 4.1; 5A_9/2011 vom 28. März 2011 E. 4.3). Gemäss den Angaben auf der die Unterschrift der Empfängerschaft enthaltenden Zustellquittung wurde das Schreiben des Konkursamts am 30. März 2022 um 10.12 Uhr an eine mit dem Beschwerdeführer im gleichen Haushalt lebende Person an seinem Wohnort in Österreich zugestellt. Vor dem Hintergrund dieses Beweismittels hätte sich der Beschwerdeführer im kantonalen Verfahren nicht damit begnügen dürfen, die Rechtmässigkeit der Zustellung bloss zu bestreiten. Genau dies hat der Beschwerdeführer aber getan, indem er sich weder zur allfälligen Präsenz weiterer im gleichen Haushalt lebender Personen geäussert hat, noch seine Behauptung, dass die Sendung etwa auch einem Nachbarn zugestellt worden sein könnte, weiter substanziiert hat. Der Beschwerdeführer legt somit nicht dar, dass er durch entsprechende Hinweise und Anträge bei der entsprechenden Erhebung weiterer Beweise in genügender Weise mitgewirkt hat. Die vom Beschwerdeführer erstmals vor Bundesgericht eingereichten Bestätigungen seiner Frau E.________ und seiner Tochter F.________ sind gemäss Art. 99 Abs. 1 BGG unzulässig und können folglich nicht berücksichtigt werden; unzulässig ist auch sein erstmals vor Bundesgericht gestellter Antrag, seine Frau und seine Tochter seien persönlich zu befragen.