Citation: 1B_616/2019 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin bestreitet das Vorliegen eines dringenden Tatverdachts im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Ingress StPO. Das Zwangsmassnahmengericht habe den dringenden Tatverdacht mit Verfügung vom 26. August 2019 unter detaillierter, nachvollziehbarer und korrekter Begründung verneint. Der erneute Haftantrag basiere einzig auf den Aussagen des Zeugen C.________. Die weiteren, nach ihrer Inhaftierung erhobenen Beweise hätten den gegen sie erhobenen Tatverdacht nicht zu belegen vermögen. Könne der dringende Tatverdacht ausschliesslich auf die Aussagen eines einzigen Zeugen gestützt werden, habe eine detaillierte Auseinandersetzung mit dessen Aussagen und seiner Person zwingend bereits im Haftverfahren zu erfolgen und könne nicht auf die Zuständigkeit des Sachgerichts verwiesen werden. Dieser Prüfungspflicht sei die Vorinstanz nicht nachgekommen. Gegen den Zeugen selber laufe eine Strafuntersuchung wegen mehrfachen Versicherungsbetrugs. Zudem habe er als Motiv für seine Aussagen angegeben, sich gegenüber ihrem Ehemann für irgendetwas rächen zu wollen und sich eine Strafmilderung im eigenen Strafverfahren zu erhoffen. Das von der Vorinstanz vorgebrachte Argument, der Zeuge würde sich nicht der Gefahr eines weiteren Verfahrens wegen falscher Anschuldigung oder falscher Zeugenaussage aussetzen, vermöge nicht zu überzeugen. Der Zeuge gebe mehrheitlich nur das wieder, was er in den Untersuchungsakten ihres Ehemannes habe lesen können. In den darüber hinausgehenden Aussagen bleibe er derart vage, dass ihm eine falsche Anschuldigung oder ein falsches Zeugnis kaum je nachgewiesen werden könnte. Die Beschwerdeführerin bezieht sich sodann auf einzelne Aussagen des Zeugen, verweist im Übrigen auf ihre Stellungnahme im vorinstanzlichen Verfahren und hält schliesslich zusammenfassend fest, sämtliche überprüfbaren Aussagen des Zeugen hätten nachweislich widerlegt werden können und seien auch widerlegt worden; die Unglaubwürdigkeit des Zeugen sei damit bewiesen. Im Übrigen - wenn die Vorinstanz die Zeugenaussagen für glaubwürdig halte - wäre zumindest auch auf die Aussage des Zeugen abzustellen, wonach sie selber nichts geplant und ihren Ehemann zu nichts angestiftet habe. Selbst wenn sie von den ihrem Ehemann vorgeworfenen Taten gewusst hätte, würde ein solches Wissen zur Begründung von Mittäterschaft keinesfalls ausreichen.