Citation: 6B_149/2017 E. 11.3

11.3. Es ist unbestritten, dass für die Inhaftierung des Beschwerdeführers vom 22. Dezember 2015 bis 19. Januar 2016 kein gültiger strafprozessualer Hafttitel bestand, dass die Voraussetzungen für die Sicherheitshaft vorlagen und dass dem Beschwerdeführer die Dauer dieser Haft an die Freiheitsstrafe angerechnet wurde. Die Vorinstanz hat sich darauf beschränkt zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Sicherheitshaft vorlagen. Sie hat sich somit mit einer materiellen Prüfung begnügt. Dass die Inhaftierung des Beschwerdeführers zwischen dem 22. Dezember 2015 und 19. Januar 2016 mangels eines gültigen strafprozessualen Hafttitels als formell rechtswidrig zu qualifizieren ist (vgl. Urteile 1B_270/2017 vom 28. Juli 2017 E. 2 und 6B_990/2013 vom 10. Juni 2014 E. 2.2), hat die Vorinstanz nicht berücksichtigt. Dieses vorübergehende Fehlen eines gültigen strafprozessualen Hafttitels führt indes nicht zwingend zu einer finanziellen Entschädigung, wie sie der Beschwerdeführer beantragt. So ist die Unrechtmässigkeit von erstandener Haft nach der Rechtsprechung in der Regel im Dispositiv des Haftprüfungsentscheides festzustellen (BGE 142 IV 245 E. 4.1; 140 I 246 E. 2.5.1; Urteil 6B_137/2016 vom 1. Dezember 2016 E. 1.1; je mit Hinweisen). Für die Art und den Umfang der Wiedergutmachung nach Art. 429 ff. StPO dürfen die allgemeinen Bestimmungen der Art. 41 ff. OR herangezogen werden (BGE 142 IV 245 E. 4.1 mit Hinweisen). Die Wahl der Art der Wiedergutmachung obliegt nicht dem Beschuldigten, sondern steht im Ermessen des Richters (a.a.O. E. 4.3). Die Sache ist an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese über die dem Beschwerdeführer zustehenden Ansprüche befindet. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, dem Ermessensentscheid des Sachgerichts vorzugreifen. Es erübrigt sich damit auch, die Rüge zu behandeln, die Vorinstanz verletze bei der Auferlegung der Verfahrenskosten Art. 428 Abs. 1 und 2 StPO (Beschwerde S. 8 Ziff. 8.f und S. 37 f. Ziff. 51).