Citation: 6B_1385/2021 E. 2.4.3

2.4.3. Hinsichtlich der familiären Situation des Beschwerdeführers bleibt Folgendes festzuhalten: Nach den unbeanstandet gebliebenen und gemäss Art. 105 Abs. 1 BGG daher verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz besitzen die Ehefrau und die zwei jüngsten Kinder das Schweizer Bürgerrecht und lebt der Beschwerdeführer mit den Familienangehörigen, ausgenommen die älteste Tochter, im gleichen Haushalt. Mit den Erwägungen der Vorinstanz, welche ausgehend hiervon für jedes Familienmitglied darlegt, weshalb ein Eingriff in das von Art. 8 EMRK garantierte Recht auf Familienleben des Beschwerdeführers nicht vorliegt, setzt sich der Beschwerdeführer nicht oder nur unzureichend auseinander, wie nachfolgend zu zeigen ist. 2.4.3.1. Dass die Vorinstanz die beiden älteren Kinder, die laut ihrer Sachverhaltsfeststellung volljährig und wirtschaftlich selbständig sind, vom Schutzbereich des Familienlebens ausnimmt, beanstandet der Beschwerdeführer nicht konkret. Betreffend die Annahme, es bestehe zwischen diesen älteren Kindern und ihm kein besonderes emotionales Abhängigkeitsverhältnis, wendet er einzig ein, es sei unverständlich, dass die Vorinstanz ein entsprechendes Abhängigkeitsverhältnis verneine, und erschliesse sich (auch hier) nicht, wann ein solches denn überhaupt bestehe. Insofern gilt es zu beachten, dass es grundsätzlich zwar auch jungen Erwachsenen, die noch keine eigene Familie gegründet haben, nicht verwehrt ist, sich auf den Schutz des Familienlebens nach Art. 8 EMRK zu berufen (vgl. Urteil 6B_1070/2018 vom 14. August 2019 E. 6.3.2 mit Hinweisen). Nichtsdestotrotz ist davon auszugehen, dass ein Jugendlicher ab 18 Jahren normalerweise in der Lage ist, unabhängig zu leben, sofern keine besonderen Umstände vorliegen (BGE 145 I 227 E. 5.3 mit Hinweisen). Inwiefern Umstände gegeben wären, beispielsweise eine psychische Beinträchtigung, welche die familiären Bindungen als besonders wichtig erscheinen liesse (vgl. Urteil 6B_1077/2020 vom 2. Juni 2021 E. 1.4), oder andere ins Gewicht fallende enge familiäre Beziehungen oder Abhängigkeiten (vgl. Urteil 6B_1070/2018 a.a.O.), aufgrund derer das Verhältnis des Beschwerdeführers zu seinen zwei älteren Kindern trotz ihres Erwachsenenalters vom Schutzbereich von Art. 8 EMRK als umfasst zu gelten hätte, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf. 2.4.3.2. Soweit der Beschwerdeführer bezüglich der jüngsten Tochter explizit geltend macht, die Familie bzw. das Familienleben im Sinne von Art. 8 EMRK ende nicht schematisch mit der Volljährigkeit eines Kindes, kann dies - wie dargelegt - unter Umständen zwar zutreffen. Weshalb die von der Vorinstanz vorgesehene Möglichkeit, wonach die Ehefrau zusammen mit dem jüngsten Sohn jedenfalls für die Dauer von fünf Monaten bis zur Volljährigkeit der jüngsten Tochter bei dieser in der Schweiz bleiben könne, unzumutbar wäre, legt der Beschwerdeführer indes genauso wenig dar, wie er es unterlässt darzutun, dass die jüngste Tochter nach ihrer Volljährigkeit auf besondere (weitere, namentlich finanzielle) Unterstützung angewiesen wäre, die ihre Eltern zudem nur von der Schweiz aus leisten könnten. Auch befasst er sich mit keinem Wort mit der vorinstanzlichen Feststellung, die jüngste Tochter könne bei ihrem als zumutbar erachteten Verbleib in der Schweiz nach ihrer Volljährigkeit auf ein weitergehendes soziales Netzwerk zählen, bestehend insbesondere aus den hier ansässigen volljährigen Geschwistern und weiteren Verwandten. 2.4.3.3. Hinsichtlich der Ehefrau des Beschwerdeführers und des jüngsten Sohns legt die Vorinstanz schliesslich nachvollziehbar und unter Berücksichtigung verschiedener nach der Rechtsprechung massgeblicher Gegebenheiten dar, weshalb sie einen Umzug mit dem Beschwerdeführer in das Heimatland als möglich und zumutbar und das Recht auf Familienleben daher ebenso insoweit als nicht tangiert erachtet. Auf die dabei gewürdigten diversen Punkte, namentlich die Umstände, dass die Ehefrau ursprünglich aus demselben Heimatland stamme, in der Schweiz beruflich nicht stabil integriert sei, sich hinsichtlich des jüngsten Sohns keine schulischen oder gesundheitlichen Probleme zeigten, er über genügend Sozialkompetenz verfüge, noch in einem anpassungsfähigen Alter sei und allfällige sprachliche Defizite schnell ausgleichen könne, geht der Beschwerdeführer zu einem grossen Teil ebenfalls überhaupt nicht und im Übrigen nur oberflächlich ein. Seine pauschale Kritik, die Erwägungen der Vorinstanz seien "formelhaft" und sie verfalle in einen mit den Grundsätzen von Art. 8 EMRK offensichtlich nicht mehr zu vereinbarenden Zynismus und blende die Lebenswirklichkeit aus, ist unbehelflich, um die Ausführungen der Vorinstanz als rechtswidrig auszuweisen. Gleiches gilt, wenn er daneben in allgemeiner Hinsicht einwendet, die Vorinstanz verkenne seine Rolle als "alleiniger Ernährer eines vierköpfigen Haushalts". Nicht nur bleibt unklar, welche Personen er vom Begriff "vierköpfigen Haushalt" als mitumfasst sieht (die vier Kinder; er oder die Ehefrau und die drei noch zuhause wohnenden Kinder; er, die Ehefrau und die zwei im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils noch minderjährigen Kinder). Auch legt er insoweit (erneut) nicht dar, inwiefern die drei älteren, erwachsenen bzw. bald erwachsenen Kinder entgegen der Vorinstanz massgeblich auf seine Unterstützung angewiesen wären, und übergeht er, dass der jüngste Sohn sowie die Ehefrau laut der Vorinstanz ihm mit zumutbaren Anstrengungen in das Heimatland nachfolgen können. Dass und weshalb der Beschwerdeführer für den Unterhalt der beiden Letztgenannten nicht auch im Heimatland wird sorgen können, tut er nicht dar. 2.4.3.4. Mit der wiedergegebenen, auf die vorinstanzlichen Ausführungen nicht sachgerecht Bezug nehmenden Kritik vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen, inwiefern die vorinstanzlichen Erwägungen zu seiner familiären Situation gegen Bundes- oder Konventions- bzw. Völkerrecht verstossen sollen. Auf seine entsprechenden Vorbringen, die den formellen Anforderungen an die Beschwerdebegründung nicht genügen, ist nicht einzutreten. Wie erwähnt gilt auch hinsichtlich Landesverweisungen, dass das Bundesgericht Rügen nur soweit überprüft, als die gesetzlichen Begründungsanforderungen erfüllt sind (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG sowie E. 2.3.4 oben).