Citation: 6B_82/2018 E. 4.6.3

4.6.3. Die Rechtsprechung betonte wiederholt, dass eine erhöhte Strafempfindlichkeit nur bei aussergewöhnlichen Umständen zu bejahen ist (vgl. Urteil 6B_698/2017 vom 13. Oktober 2017 E. 7.1.2 mit Hinweisen). Bei medizinischen Gründen ist der Strafempfindlichkeit daher lediglich Rechnung zu tragen, wenn der Betroffene besonders empfindlich ist. Dies wurde namentlich etwa bejaht bei Gehirnverletzten, Schwerkranken, unter Haftpsychose Leidenden oder Taubstummen (Urteile 6B_1079/2016 vom 21. März 2017 E. 1.4.5; 6B_25/2016 vom 28. Juni 2016 E. 5.1.2; 6B_476/2015 vom 26. November 2015 E. 5.4). Die Vorinstanz äussert sich nicht explizit zu der Strafempfindlichkeit des Beschwerdeführers. Sie stellt einzig fest, dieser sei seit dem Jahr 2004 krankgeschrieben und seither arbeitsunfähig. Sie bewertet die persönlichen Verhältnisse als neutral und hält fest, dass weitere Strafminderungsgründe nicht ersichtlich seien (Urteil E. IV.6a und IV.8 S. 47 ff.). Damit bezieht die Vorinstanz den angeschlagenen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in ihre Strafzumessung ein, geht jedoch implizit davon aus, dass dieser keine erhöhte Strafempfindlichkeit zur Folge hat. Dies ist angesichts des Umstands, dass sie willkürfrei auf die Einschätzung des gerichtlichen Sachverständigen abstellt und von einer kombinierten Persönlichkeitsstörung ausgeht, nicht zu beanstanden. Der Gutachter wurde nicht explizit nach der Strafempfindlichkeit des Beschwerdeführers gefragt. Aus seinem Votum, er würde im Falle eines Strafvollzugs eine Weisung für eine begleitende Behandlung empfehlen (kantonale Akten, act. B/67 S. 101), lässt sich jedoch schliessen, dass aus medizinischer Sicht nichts gegen eine Freiheitsstrafe spricht. Mit seiner ärztlich nicht belegten Behauptung, dass ein Einschluss in engen Räumen für ihn nur schwer erträglich sei, vermag der Beschwerdeführer jedenfalls keine Bundesrechtsverletzung darzulegen.