Citation: 4A_154/2018 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass sie die Beschwerdegegnerin aufforderte zu bestätigen, dass diese abgesehen von den Forderungen aus dem "Amendment Agreement" keine weiteren Forderungen gegen sie selbst oder ihre Tochtergesellschaft habe. Sie zitiert wörtlich aus ihrem englischsprachigen Schreiben vom 18. August 2014, wo sie (in der Übersetzung gemäss Beschwerde) schrieb: "Weiter erwarten wir spätestens 12 Arbeitstage vor dem ersten Öl-Abholtermin eine gültig unterzeichnete Bestätigung ihrer Klientin, dass D.________ SpA (i) keine Forderungen gegenüber der B.A.________ AG [nunmehr A.________ AG] und/oder der C.A.________ Sh.A. hat, die diejenigen Forderungen aus dem Amendment Agreement übersteigen und (ii) ab dem Tag der Unterzeichnung dieser Bestätigung keine Forderungen gestützt auf einen Verzug oder einen vermeintlichen Verzug der B.A.________ AG [nunmehr A.________ AG] und/oder der C.A.________ Sh.A. unter dem Amendment Agreement." Die Beschwerdeführerin stellt die von der Vorinstanz als unzulässig qualifizierte Bedingung mit der Behauptung in Frage, ihrem Schreiben sei nicht zu entnehmen, dass sie das Rohöl nicht herausgeben wolle, wenn die Beschwerdegegnerin die geforderte Erklärung nicht abgebe. Sie übergeht damit, dass sie die Abgabe der Bestätigung auf spätestens 12 Arbeitstage vor der Öl-Lieferung befristete, woraus sich zwanglos ergibt, dass das Öl ohne Bestätigung nicht geliefert werde. Dass dies nicht ausdrücklich erklärt wurde, ändert daran - entgegen ihren Vorbringen - ebenso wenig wie die Stellung der Aussage im gesamten Schreiben. Überdies vermengt die Beschwerdeführerin Sach- und Rechtsfragen. Indessen ist diese Unterscheidung in vorliegendem Fall nicht ausschlaggebend. Die bundesgerichtliche Kognition ist vorliegend nicht nur bezüglich der Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz, sondern auch betreffend die richtige Anwendung des massgebenden italienischen Rechts auf eine Willkürprüfung beschränkt (vgl. vorstehend E.1.1/2). Die Vorinstanz ist jedenfalls nicht in Willkür verfallen, wenn sie die geforderte Bestätigung als Bedingung für die Öllieferung betrachtete.