Citation: 4A_579/2019 E. B

B.a. Mit Eingabe vom 11. September 2015 reichte die Patientin bei der Staatskanzlei des Kantons Solothurn ein Gesuch um Schadenersatz und Genugtuung ein. Sie machte im Wesentlichen geltend, zufolge diverser ärztlicher Pflichtverletzungen könne sie weiterhin weder einer vollen Erwerbstätigkeit nachgehen noch uneingeschränkt den Haushalt besorgen, zumal insbesondere die Leistungsfähigkeit ihrer Nieren massiv reduziert sei und sich nicht mehr verbessern werde. Die Staatskanzlei holte mit verfahrensleitender Verfügung vom 25. August 2016 ein Gutachten zu allfälligen Sorgfaltspflichtwidrigkeiten ein bei Prof. Dr. med. Bruno Vogt, Facharzt FMH Innere Medizin und Nephrologie, Chefarzt und Klinikdirektor am Inselspital Bern. Während dem Sachverständigen die gesamten Kranken- und Verfahrensakten zur Verfügung gestellt wurden, lehnte die Staatskanzlei den Antrag der Patientin auf Edierung der Prozesshandbücher des Spitals ab. Nach Erhalt des Gutachtens reichte die Patientin Ergänzungsfragen ein und beantragte ein Obergutachten, eventualiter ein zweites Gutachten mit diversen Anweisungen an den Sachverständigen. Überdies ersuchte die Patientin die Staatskanzlei um Befragung von Dr. med. C._______ in Bezug auf eine allfällige Falschplatzierung der Perm-Cath-Einlage sowie um Bestellung eines weiteren Gutachtens über die ihrer Ansicht nach mangelhafte Organisation des Spitals. Die Staatskanzlei unterbreitete Dr. med. C._______ diverse Fragen und stellte dem Sachverständigen Ergänzungsfragen; die weiteren Beweisanträge wies sie ab und schloss den Schriftenwechsel. Mit Verfügung vom 29. November 2018 wies die Staatskanzlei das Gesuch um Schadenersatz und Genugtuung ab; infolge unentgeltlicher Rechtspflege übertrug sie die Verfahrenskosten dem Staat und setzte eine Entschädigung für den unentgeltlichen Rechtsbeistand der Patientin fest. Zur Begründung stützte sich die Staatskanzlei im Wesentlichen auf das Gutachten, wonach die Behandlung der Patientin lege artiserfolgte. Die Staatskanzlei erachtete das Gutachten als in sich schlüssig, nachvollziehbar und widerspruchsfrei und verwarf eine dem Spital zuzuschreibende Sorgfaltspflichtverletzung des die Patientin behandelnden Personals. B.b. Das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn wies die Beschwerde der Patientin mit Entscheid vom 23. Oktober 2019 ab.