Citation: I 545/01 28.04.2003 E. 3

Die Beschwerdeführerin argumentiert, in der Haushaltabklärung vom 29. Dezember 1998 sei der massiven gesundheitlichen Verschlechterung, welche seit Dezember 1997 eine Dialysebehandlung notwendig mache, nicht genügend Rechnung getragen worden. Insbesondere sei nicht berücksichtigt worden, dass sie an den zweimal wöchentlich durchzuführenden Dialysetagen vollständig arbeitsunfähig sei und auch keine Hausarbeiten verrichten könne. Während den restlichen Tagen betrage die Beeinträchtigung ihrer Arbeitsfähigkeit im Haushalt mindestens 30 %, was zu einer durchschnittlichen Einbusse von 53 % (2 Tage à 100 % + 4 Tage à 30 % = 320 % : 6 = 53 %) führe. 3.1 Dr. med. A.________, Innere Medizin FMH, erachtet die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin als Hausfrau vom 4. Dezember 1997 bis 15. Mai 1998 als vollständig aufgehoben und seit jenem Zeitpunkt als zu 50 % eingeschränkt. Wie die Vorinstanz erwägt, können die ärztlichen Angaben über die Arbeitsfähigkeit nicht unbesehen übernommen werden. Diese ist aufgrund der konkreten Situation mittels eines Betätigungsvergleichs zu ermitteln. So wenig wie bei der Bemessungsmethode des Einkommensvergleichs nach Art. 28 Abs. 2 IVG kann beim Betätigungsvergleich nach Art. 27 IVV auf eine medizinisch-theoretische Schätzung der Invalidität abgestellt werden. Die von der Invalidenversicherung nach den Verwaltungsweisungen des Bundesamtes für Sozialversicherung (Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit [KSIH] gültig ab 1. Januar 2000, Rz. 3090 ff.) eingeholten Abklärungsberichte im Haushalt stellen eine geeignete und im Regelfall genügende Grundlage für die Invaliditätsbemessung im Haushalt dar (AHI 1997 S. 291 Erw. 4a, ZAK 1986 S. 235 Erw. 2d). Nach der Rechtsprechung bedarf es des Beizuges eines Arztes, der sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, nur in Ausnahmefällen, insbesondere bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (AHI 2001 S. 161 Erw. 3c). 3.2 Gemäss dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung, der sowohl im Verwaltungsverfahren als auch im Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren zur Anwendung gelangt (Art. 40 BZP in Verbindung mit Art. 135 OG; Art. 95 Abs. 2 OG in Verbindung mit Art. 113 und 132 OG; Art. 85 Abs. 2 lit. c AHVG in Verbindung mit Art. 69 IVG), würdigt die Verwaltung oder der Richter die Beweise frei von der Bindung an formelle Beweisregeln umfassend und pflichtgemäss. Danach muss der Richter alle Beweismittel einer objektiven Prüfung unterziehen; dies unabhängig davon, woher diese Beweismittel stammen. Er trifft seinen Entscheid, wenn die vorhandenen Unterlagen seine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten (BGE 125 V 352 3a mit Hinweis).