Citation: 6P.171/2001 11.01.2002 E. 3

3.- a) In Bezug auf den zweiten Teil der Zusatzanklage hat das Strafgericht die Aussagen von F.________ aus verschiedenen Gründen nicht verwertet (vgl. angefochtener Entscheid S. 52). Demgegenüber hält das Obergericht fest, die Aussagen von F.________ in der Voruntersuchung unterlägen keinem Verwertungsverbot; sein Aussageverhalten und seine Beeinflussbarkeit sowie allfällige formelle Vernehmungs- oder Protokollierungsmängel seien jedoch im Rahmen der freien Beweiswürdigung kritisch zu würdigen (angefochtener Entscheid S. 54). Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, damit habe das Obergericht gegen seinen Anspruch auf ein faires Verfahren und gegen das Verwertungsverbot gewisser Beweismittel verstossen (Beschwerde S. 7). Dies könnte von vornherein höchstens insoweit vertretbar sein, als der Beschwerdeführer behauptet, F.________ sei gedroht worden, er werde in Untersuchungshaft verbleiben, wenn er die Einvernahmeprotokolle nicht unterschreibe (Beschwerde S. 6). Das Obergericht erachtet es demgegenüber als nicht nachgewiesen, dass F.________ mit Versprechungen oder Haftandrohung unter Druck gesetzt worden sei (angefochtener Entscheid S. 54). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwieweit diese Feststellung willkürlich wäre, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Gestützt auf seine tatsächliche Feststellung durfte das Obergericht mit der gebotenen kritischen Zurückhaltung auf die Aussagen von F.________ abstellen. b) Es ist unbestritten, dass im Namen der Jasmil bei verschiedenen Lieferanten Waren bestellt und nicht bezahlt wurden (angefochtener Entscheid S. 60). Das Obergericht kommt in Bezug auf den Beschwerdeführer zum Schluss, dass er an der Planung der betrügerischen Geschäftstätigkeit sowie an den Warenbestellungen aktiv beteiligt gewesen sei; er und C.________ hätten E.________ und F.________ das Vorgehen erklärt und gesagt, was bestellt werden solle; zudem habe sich der Beschwerdeführer teilweise um die Auslieferung der Ware gekümmert (angefochtener Entscheid S. 79/80). Diese Sachverhaltsdarstellung des Obergerichts ist nach Auffassung des Beschwerdeführers willkürlich (Beschwerde S. 7). Er bringt jedoch ausschliesslich unzulässige appellatorische Kritik vor (vgl. Beschwerde S. 7 - 17), worauf im vorliegenden Verfahren nicht eingetreten werden kann. Dies mag durch die folgenden zwei Beispiele belegt werden. In Bezug auf den oben in lit. a erwähnten F.________ macht der Beschwerdeführer unter Hinweis auf das Protokoll der Verhandlung vor Strafgericht geltend, dieser habe dort betont, er habe in der Untersuchung nie ausgesagt, dass der Beschwerdeführer und C.________ "die Chefs" gewesen seien (Beschwerde S. 9). Das Obergericht stellt dies jedoch gar nicht fest, sondern führt aus, F.________ habe an der Hauptverhandlung vor Strafgericht bestätigt, der Beschwerdeführer und C.________ seien "massgeblich an der Geschäftstätigkeit beteiligt gewesen" (angefochtener Entscheid S. 68). Von "Chefs" ist nicht die Rede. In Bezug auf den sogenannten "Prolog" von F.________ (vgl. dazu angefochtener Entscheid S. 69 - 71) weist der Beschwerdeführer unter Hinweis auf das Protokoll der Hauptverhandlung vor Obergericht darauf hin, es sei vollkommen unglaubwürdig, dass der "Prolog" an einem einzigen Tag habe erstellt werden können (Beschwerde S. 10). Dies wird im angefochtenen Entscheid auch nicht angenommen. Das Obergericht stellt nur fest, F.________ habe das Schreiben "während der Untersuchungshaft in Arlesheim" verfasst (angefochtener Entscheid S. 70). c) Im "Fall 55" wurde per Fax auf Geschäftspapier der Jasmil ein Hotelzimmer im Hotel Bellevue in Lugano für die Zeit vom 15. bis zum 18. Juni 1990 bestellt. In der schriftlichen Reservation wurde das Hotel aufgefordert, die Rechnung der Jasmil zukommen zu lassen. Die Rechnung in Höhe von Fr. 1'710. 10 wurde dann aber nie bezahlt (angefochtener Entscheid S. 86). Dabei soll geplant gewesen sein, die Übernachtungen von E.________ nicht zu bezahlen (angefochtener Entscheid S. 88). In diesem Punkt ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Der Beschwerdeführer macht geltend, es liege eine reformatio in peius vor, und das Obergericht habe in Verletzung von Art. 8 BV das Recht willkürlich angewendet, wobei er "zum ganzen" auf seine Nichtigkeitsbeschwerde verweise (Beschwerde S. 17). Damit genügt die Beschwerde den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht, wonach in der Beschwerde selber dargelegt werden muss, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. d) Ebenfalls nicht einzutreten ist auf die Ausführungen unter den Titeln "Qualifikationen" und "Kosten" (vgl. Beschwerde S. 17), da sie den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht genügen.