Citation: I 803/05 06.04.2006 E. 1

Strittig und vorweg zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf die am 31. Januar 2005 erhobene Beschwerde gegen den am 17. Dezember 2004 zugestellten Einspracheentscheid der IV-Stelle vom 16. Dezember 2004 eingetreten ist. 1.1 Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt die IV-Stelle an, der Fristenstillstand gemäss Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG sei auf die hier massgebende dreissigtägige Beschwerdefrist im Sinne von Art. 60 Abs. 1 ATSG nach der neuesten Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (BGE 131 V 305, 314 und 325) nicht anwendbar. Das Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Bern vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG [Bernische Systematische Gesetzessammlung] 155.21) sehe keinen Fristenstillstand vor. Nachdem die Übergangsbestimmung im Sinne von Art. 82 Abs. 2 ATSG auch negative kantonale Regelungen umfasse (BGE 131 V 325), sei der Fristenstillstand gemäss ATSG während der fünfjährigen Übergangsfrist (Art. 82 Abs. 2 ATSG) solange nicht anwendbar, bis die kantonalen Regelungen dies in Anpassung an das ATSG entsprechend vorsähen (vgl. BGE 131 V 327 Erw. 4.3 f.). 1.2 Auch nach Inkrafttreten des ATSG am 1. Januar 2003 bleibt in Bezug auf die kantonale Sozialversicherungsrechtspflege über die fünfjährige Übergangsfrist im Sinne von Art. 82 Abs. 2 ATSG hinaus in erster Linie prioritär das ATSG-konforme kantonale Verfahrensrecht massgebend (BGE 130 V 324 Erw. 2.1, Urteil P. vom 20. Oktober 2005, U 127/04, Erw. Erw. 5.4). Die hier einschlägige kantonale Gesetzesgrundlage - das VRPG - kennt keine Regelung des Fristenstillstandes.