Citation: 1C_128/2022 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerinnen rügen eine aktenwidrige Feststellung des Sachverhalts (Art. 97 Abs. 1 BGG) und eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben (Art. 9 BV). In der Plangenehmigungsverfügung vom 9. Juli 1997 sei davon ausgegangen worden, dass nicht nur der alte Standort des Kieswerks aufgegeben werde, sondern das Kieswerk relokalisiert und in eine kartenmässig ausgeschiedene Zone am Rand des Auengebiets verlegt werde. Es könne nun nicht plötzlich geltend gemacht werden, es handle sich dabei nur um eine provisorische Baustellenlösung. Der Staatsrat müsse die Verlegung des Kieswerks umsetzen oder aber eine Änderung der Plangenehmigungsverfügung beantragen. Die Plangenehmigungsverfügung stelle eine Vertrauensgrundlage dar, die eine Relokalisierung des Kieswerks in Aussicht stelle. Statt die notwendigen Raumplanungsverfahren zu unterstützen, wie es der Grundsatz von Treu und Glauben fordern würde, habe der Kanton ihre Eingabe boykottiert, indem die von der Gemeinde Leuk weitergeleiteten Begehren in den amtlichen Schubladen versandet seien.