Citation: 1C_281/2024 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz beschreibt die Konstruktion als unterschiedlich geneigte Dachflächen. Die Beschwerdeführerin stellt dies in Abrede; vielmehr würden die Gauben als deutliche Aufbauten auf der Dachfläche in Erscheinung treten und durch ihre begrenzte Grösse das Dachgeschoss deutlich erkennen lassen. Bei der Aufbaute handle es sich um eine Schleppgaube - eine Dachaufbaute, deren Dachfläche mit geringerer Neigung als das Hauptdach ausgebildet sei und die vom Hauptdach hinweggeschleppt werde (FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., S. 1744) -, die zur Gebäudeecke gerückt worden und ohne Weiteres zulässig sei. Eine Schleppgaube wird in der Literatur grundsätzlich als zulässig erachtet (vgl. FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., S. 1482). Allerdings setzt die dort skizzierte (Schlepp) gaube klar unterhalb des Firstes an. Dies stimmt mit den weiteren Ausführungen in der zitierten Literatur überein, wonach eine Gaube deutlich resp. klar unter dem First ansetzen muss, um als Dachaufbaute zu gelten (FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, a.a.O., S. 1474 f.). Andernfalls handle es sich bei der Konstruktion um einen Kreuzfirst, der als besondere Dachform einzuordnen sei. Dies kommt vorliegend nicht unmittelbar zum Ausdruck, weil es sich um eine Schleppgaube und nicht um eine Giebelgaube mit eigenem First handelt. Daraus ergibt sich im Weiteren, dass die Argumentation der Beschwerdeführerin nicht verfängt, wonach die Auffassung der Vorinstanz offensichtlich unhaltbar sei, weil sie zur Folge habe, dass die geplante Konstruktion als Dachaufbaute zu qualifizieren wäre, wenn sie nur einen Zentimeter unter dem First ansetzen würde. Um eine Dachaufbaute könnte es sich nur handeln, wenn die Dachkonstruktion deutlich unter dem First ansetzen würde. In diesem Falle wäre dann zu prüfen, ob das Dachgeschoss noch als solches erkennbar wäre und nicht den Eindruck eines Vollgeschosses vermitteln würde.