Citation: 5A_115/2021 E. 3.3.2

3.3.2. Der Beschwerdeführer argumentiert, als habe die Beschwerdegegnerin das Abänderungsverfahren angestrengt, um höhere Unterhaltsbeiträge zu erwirken, was nicht der Fall ist. Es war der Beschwerdeführer, welcher auf Abänderung klagte, um seine Unterhaltspflicht zu mindern. Insofern kann es der Beschwerdegegnerin nicht zum Vorwurf gemacht werden, wenn sie ihr Einkommen verringerte, ohne gleichzeitig mehr Unterhalt zu verlangen. Soweit der Beschwerdeführer zu implizieren beabsichtigt, dass die Beschwerdegegnerin ihr Einkommen während des Abänderungsverfahrens in Schädigungsabsicht verringert habe, sodass ihr weiterhin der bis zu jenem Zeitpunkt erzielte Lohn anzurechnen wäre (vgl. BGE 143 III 233 E. 3.4 in fine), gilt es festzuhalten, dass sich dem angefochtenen Entscheid nichts Derartiges entnehmen lässt. Vielmehr ergibt sich daraus, dass sie den Arbeitsvertrag für die neue Anstellung als Pflegehelferin bereits am 20. September 2019 (vgl. vorne E. 3.1.1) und damit vor Einleitung der Abänderungsklage am 3. Oktober 2019 (vgl. vorne Sachverhalt lit. B.a) unterzeichnete. Sodann ist wie bereits ausgeführt (vgl. vorne E. 3.2.3) davon auszugehen, dass ein allfälliger, mit dem Ausbildungsabschluss einhergehender Stellenwechsel (und damit zusammenhängend eine mögliche Einkommensreduktion) beim Abschluss der dem Eheschutzurteil zugrunde liegenden Vereinbarung berücksichtigt wurde. Bezeichnenderweise beruft sich der Beschwerdeführer denn auch auf die "übliche Lebenserfahrung" und nicht eine allfällige Erwartung der Parteien bei Abschluss der Vereinbarung im Eheschutzverfahren, dass die Beschwerdegegnerin als Pflegehelferin künftig ein höheres Einkommen als bisher erzielen werde. Unter diesen Umständen ist Willkür nicht ausgewiesen.