Citation: 9C_642/2018 E. 3.7

3.7. Mit Blick auf die in E. 2.2 hievor angeführten massgebenden Umstände ist festzustellen, dass angepasste Verweisungstätigkeiten gemäss der Expertise von Dr. B.________ und Dr. C.________ folgendem Belastungsprofil entsprechen müssen: In temperiertem Raum zu verrichtende, in körperlicher Hinsicht leicht- bis maximal mittelgradig belastende Arbeiten mit der Möglichkeit, zwischen sitzender, stehender und gehender Körperhaltung zu wechseln. Sämtliche von der Beschwerdeführerin vor Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit ausgeübten Berufe (als Topfgärtnerin, Kranführerin, Taxichauffeuse oder angestellte Reinigerin) vermögen diesem Zumutbarkeitsprofil nicht zu genügen. Der zu erbringende Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand wäre daher beträchtlich gewesen. Nicht ersichtlich ist sodann, inwiefern die Versicherte ihre im eigenen Reinigungsinstitut während über 20 Jahren gewonnene Berufserfahrung im Rahmen einer Verweisungstätigkeit hätte nutzbar machen können. Unter diesen Gegebenheiten wurde die Arbeitskraft der im massgebenden Zeitpunkt (Oktober 2016) fast 621 /2 Jahre alten Beschwerdeführerin auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt. War somit die Restarbeitsfähigkeit in einer unselbständigen Tätigkeit nicht verwertbar, war die Aufgabe des Reinigungsinstituts so kurz vor Erreichen des Rentenalters 64 ohnehin nicht zumutbar.