Citation: 4A_647/2023 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz hielt fest, gemäss Ziff. II der Verpfändungserklärung 2018 habe die Beschwerdeführerin die Geschäftsanteile Nr. 1 über EUR 30'000.-- und Nr. 3 über EUR 15'000.-- an der C.________ GmbH verpfändet. Weiter habe sie sich verpflichtet, der Beschwerdegegnerin jeweils ein gleichrangiges Pfandrecht an allen zusätzlichen Geschäftsanteilen einzuräumen, die sie erwerbe. Weiter habe sie anteilsmässig künftige Ansprüche auf Auszahlung des Gewinns sowie allfällige Ansprüche auf den Liquidationserlös verpfändet. Ferner seien alle Bezugsrechte auf nach Abschluss des Pfandvertrags ausgegebene Geschäftsanteile verpfändet worden. Gestützt darauf erwog die Vorinstanz, es sei ein umfassendes Pfandrecht bestellt worden, das auch allfällige Surrogate der nicht mehr vorhandenen Geschäftsanteile Nr. 1 und 3 der C.________ GmbH umfasse. Der Standpunkt der Beschwerdeführerin, wonach das Pfandrecht mit der Einziehung der fraglichen Geschäftsanteile untergegangen sei, vermöge nicht zu überzeugen. Vielmehr sei nach dem Sinn und Geist der Verpfändungserklärung 2018 davon auszugehen, dass der anstelle der vernichteten Geschäftsanteile um EUR 45'000.-- auf EUR 60'000.-- aufgestockte Geschäftsanteil Nr. 4 der C.________ GmbH nunmehr zu 75 % verpfändet sei. Dies dränge sich auch deshalb auf, weil die Beschwerdeführerin - in Verletzung der Verpfändungserklärung 2018 - "angesichts der inzwischen bereits angedrohten Pfandverwertung mit sofortiger Wirkung" ohne Zustimmung der Beschwerdegegnerin die Geschäftsanteile Nr. 1 und 3 eingezogen und vernichtet habe. Der erstinstanzliche Schluss, wonach es der Beschwerdeführerin nicht gelungen sei, den Untergang des Pfandgegenstands zu beweisen, sei damit nicht zu beanstanden. Angesichts dessen sei auch ihr Einwand nicht stichhaltig, das Pfandrecht sei mit der Einziehung der Geschäftsanteile Nr. 1 und 3 der C.________ GmbH untergegangen.