Citation: 7B_8/2021 E. 5.4.6

5.4.6. Das vom Beschwerdeführer eingereichte Arztzeugnis vom 23. März 2020 äussert sich sodann dahingehend, dass sich der Beschwerdeführer aufgrund von Krankheit vom 15. Mai 2019 bis zum 14. August 2019 in ambulanter Behandlung befand. Zu seinen angeblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen am 13. Juni 2019 bzw. zu seiner angeblichen Verhandlungsunfähigkeit lässt sich daraus nichts entnehmen. Der Beschwerdeführer führt denn auch nicht die der ambulanten Behandlung zugrunde liegende Krankheit, sondern angebliche Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Antibiotikumeinnahme als Säumnisgrund an (vgl. Beschwerde Ziff. 3.1 S. 17 und Ziff. 3.2.5.2 S. 23). Diese sind nach den Ausführungen des Beschwerdeführers am 12. Juni 2019 und damit kurz vor der auf den 13. Juni 2019 angesetzten Hauptverhandlung aufgetreten. Seine Darlegungen decken sich damit mit der Erwägung im ersten vorinstanzlichen Urteil vom 12. Februar 2020, wonach der Beschwerdeführer angeblich genau vom Nachmittag des 12. Juni 2019 bis am Morgen des 14. Juni 2019 krank war und nicht an der Verhandlung vom 13. Juni 2019 teilnehmen konnte. Die Rügen des Beschwerdeführers hinsichtlich des Zeitpunkts des Krankheitseintritts bzw. seine Ausführungen zur vorinstanzlichen Argumentation betreffend die "Auffälligkeit" des Zeitpunkts des Krankheitseintritts (vgl. Beschwerde Ziff. 3.2.2. S. 19 f.) sind insofern unverständlich und gehen an der Sache vorbei. Weshalb der Zeitpunkt des Eintritts der gemäss Arztzeugnis vom 23. März 2020 ambulant behandelten Krankheit für eine Verhandlungsunfähigkeit des Beschwerdeführers am 13. Juni 2019 sprechen sollte, ist weder nachvollziehbar dargetan noch erkennbar.