Citation: U 563/06 31.07.2007 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer bemängelt des Weiteren, die Vorinstanz habe zu Unrecht einen leichten statt einen mittelschweren Unfall angenommen. Indessen hat sie die Adäquanz zu Recht auch für den Fall der Annahme eines mittelschweren Unfalls verneint. Rechtsprechungsgemäss ist der adäquate Kausalzusammenhang bei mittelschweren Unfällen nur dann zu bejahen, wenn ein einzelnes der für die Beurteilung massgebenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder die zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367), was hier jedoch nicht zutrifft. 4.2 Der Unfall vom 22. Juni 2001 hat sich weder unter besonders dramatischen Begleitumständen ereignet noch war er - objektiv betrachtet (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207, U 287/97, E. 3b/cc; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313, U 248/98) - von besonderer Eindrücklichkeit. Dass hier eine Kollision mit einem Lastwagen stattgefunden hat, vermag daran nichts zu ändern. Wie den Aussagen des Versicherten im Polizeirapport zu entnehmen ist, hatte er gar nicht bemerkt, wie es zum Unfall gekommen war. Zudem lag die kollisionsbedinge Geschwindigkeitsänderung (delta-v) gemäss biomechanischer Kurzbeurteilung unterhalb oder knapp innerhalb eines Bereiches von 10-15 km/h. Das Unfallereignis hatte auch keine schweren Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art zur Folge. Die Diagnose eines Schleudertraumas oder einer schleudertraumaähnlichen Verletzung der Halswirbelsäule vermag die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung für sich allein nicht zu begründen. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04, E. 5.2.3), welche hier nicht ausgewiesen sind. Es liegt auch keine besondere Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden vor. Nicht erfüllt ist sodann das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung. Der Hausarzt Dr. med. B.________ ging am 10. Oktober 2001 davon aus, dass sie in zwei bis vier Monaten, also sechs bis acht Monate nach dem Unfall, abgeschlossen sein würde. Der Versicherte befand sich zwar immer unter ärztlicher Kontrolle. Vom 6. März bis zum 10. April 2002 hielt er sich zur Rehabilitation in der Klinik X.________ in Z.________ auf. Es wurden einzig Physiotherapien und Schmerzmittel verordnet, welche nach Bedarf einzunehmen waren. Von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, kann ebenso wenig gesprochen werden, wie von einem schwierigen Heilungsverlauf oder Komplikationen. Was das Kriterium der Dauerbeschwerden betrifft, hat die Vorinstanz zu Recht darauf hingewiesen, dass den Ärzten eine Diskrepanz zwischen den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers und den objektivierbaren Befunden auffiel, erstmals bereits anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung am 22. November 2001, also ein halbes Jahr nach dem Unfall. Eine langdauernde Arbeitsunfähigkeit kann schliesslich ebenfalls nicht angenommen werden, hat doch einzig der Hausarzt gestützt auf die Schmerzangaben des Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. 4.3 Die Kausalität der noch geklagten Beschwerden und damit der Leistungsanspruch des Beschwerdeführers gegenüber der SUVA bezüglich Heilungskosten, Taggeld und Rente ist daher mit Verwaltung und Vorinstanz zu verneinen. Die vom Beschwerdeführer im Verfahren vor dem kantonalen Gericht nachgereichten ärztlichen Berichte vermögen an dieser Beurteilung nichts zu ändern, wobei auch diesbezüglich auf dessen zutreffende Erwägungen verwiesen werden kann. Weitere Abklärungen sind nicht erforderlich.