Citation: 9C_129/2019 E. 3

Das kantonale Gericht mass dem Gutachten des Dr. med. B._______, Facharzt für Neurochirurgie, vom 2. Oktober 2015 Beweiswert zu. Gestützt darauf ging es davon aus, die Beschwerdeführerin sei für körperlich leichte Tätigkeiten ab dem 1. Dezember 2009 halbtags (bei etwas längerer Präsenz) arbeitsfähig. Die Vorinstanz legte indessen dar, die gutachterliche Beurteilung der Frage, ob die angestammte Tätigkeit mit Blick auf das konkrete Stellenprofil noch zumutbar sei, überzeuge nicht. Es sei nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdeführerin ihren Arbeitsplatz bei der X.________ AG nicht entsprechend ihren Einschränkungen hätte einrichten können. Mit Blick auf den zu unterstellenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt sei auch nicht massgebend, ob ein aus gesundheitlicher Sicht grundsätzlich zumutbares Halbtagespensum in einer Kaderposition auf dem Arbeitsmarkt überhaupt angeboten werde. Das kantonale Gericht ermittelte für den Zeitraum vom 1. Dezember 2009 bis zum 31. März 2013 - abweichend von der IV-Stelle - mittels Prozentvergleich einen Invaliditätsgrad von 65 %. In Bezug auf den Zeitraum ab dem 1. April 2013 stellte die Vorinstanz fest, aufgrund der Geburt ihrer Tochter hätte die Beschwerdeführerin auch im Gesundheitsfall überwiegend wahrscheinlich nicht mehr in der Kaderposition bei der X.________ AG weiterarbeiten können. So sei eine Präsenz von 60-70 Wochenstunden mit der Aufgabe einer alleinerziehenden Mutter nur schwerlich zu vereinbaren. Daran ändere die Behauptung nichts, die karriereorientierte und ehrgeizige Beschwerdeführerin hätte im Gesundheitsfall kein Kind bekommen; dies stelle eine reine Hypothese dar und lasse ausser Acht, dass sich Lebenssituationen und Prioritäten ändern könnten. Das kantonale Gericht ermittelte für den Zeitraum ab dem 1. April 2013 einen Invaliditätsgrad von 55 %, wobei es zur Ermittlung von Validen- und Invalideneinkommen auf dieselben Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) abstellte und auf letzteres einen leidensbedingten Abzug von 10 % gewährte. Auf eine genaue Ermittlung der Vergleichseinkommen verzichtete es mit Hinweis auf die E. 4 des Urteils 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017.