Citation: U 276/99 17.04.2000 E. 5

5.- a) Mit dem Einspracheentscheid vom 2. Juli 1997 hat die "Zürich" der Beschwerdegegnerin für die somatischen Unfallfolgen eine Rente auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 33 1/3 % zugesprochen. Sie stützte sich dabei auf die Angaben im Bericht der Klinik X.________ vom 25. November 1994, wonach die Versicherte für eine die Wirbelsäule nur wenig belastende Tätigkeit als Putzfrau zu 33 1/3 % eingeschränkt sei. Die Beschwerdegegnerin wendet hiegegen ein, die ärztliche Beurteilung gehe von der wirklichkeitsfremden Annahme aus, dass es Putzarbeiten gebe, welche die Wirbelsäule nicht belasteten; als Putzfrau sei die Versicherte vollständig arbeitsunfähig. Dieser Einwand findet eine Stütze im Gutachten des Dr. B.________ vom 20. Januar 1994, wonach der Beschwerdegegnerin die Ausübung der bisherigen Erwerbstätigkeit als Putzfrau nicht mehr zumutbar sei. Laut Unfallmeldung war die Versicherte indessen als Hausdienstangestellte tätig gewesen. Der Aufgabenbereich einer Hausdienstangestellten beschränkt sich nicht notwendigerweise auf Reinigungsarbeiten; zudem fallen auch im Reinigungsdienst eines Spitals nicht nur körperlich schwere Arbeiten an. Wie es sich hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit im konkreten Tätigkeitsbereich verhielt, kann aber offen bleiben, weil der Beschwerdegegnerin laut übereinstimmender ärztlicher Beurteilung aus somatischer Sicht jedenfalls die Ausübung einer leichteren wechselbelastenden Tätigkeit ohne wesentliche Einschränkungen zumutbar wäre. In diesem Sinn haben sich nicht nur die Ärzte der Klinik X.________, sondern auch Dr. B.________ geäussert. Zum gleichen Schluss gelangte die Rehabilitationsklinik, allerdings unter der Voraussetzung einer vorgängigen Steigerung der Belastungsfähigkeit der Versicherten im Rahmen eines Belastbarkeitstrainings. Der vorausgesetzten Massnahme kommt bei der Invaliditätsbemessung indessen keine Bedeutung zu, weil sie vorwiegend im Hinblick auf die nicht adäquat kausale psychische Beeinträchtigung erforderlich war; zudem hat die Beschwerdegegnerin ein begonnenes Belastbarkeitstraining aus Gründen abgebrochen, welche als unfallfremd zu betrachten sind. b) Nach den Angaben des Arbeitgebers hat die Versicherte im Jahr vor dem Unfall (12. September 1991 bis 11. September 1992) einen Bruttolohn von Fr. 42'484.- bezogen. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung in der Zeit von September 1992 bis Januar 1997 von weniger als 10 % (vgl. Statistisches Jahrbuch der Schweiz 2000, Tabelle 3.16a, S. 121) ergibt sich ein Valideneinkommen von höchstens Fr. 46'732.-. Demgegenüber belief sich der monatliche Bruttolohn (Zentralwert) für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im Sektor Dienstleistungen für Arbeitnehmerinnen im Jahr 1996 auf Fr. 3435.- im Monat bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 4 1/3 Wochen zu 40 Arbeitsstunden (Lohnstrukturerhebung 1966 des Bundesamtes für Statistik [LSE], Tabelle A 1). Umgerechnet auf die effektive durchschnittliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden (BGE 124 V 323) ergibt sich ein Einkommen von Fr. 3598.- im Monat oder Fr. 43'176.- im Jahr (12 x 3598; LSE 1994 S. 30). Selbst wenn mit einem Abzug von 25 % berücksichtigt wird, dass die Beschwerdegegnerin keine schweren Arbeiten mehr auszuführen vermag und auch bei einer geeigneten leichteren Tätigkeit behindert ist (vgl. AHI 2000 S. 81 Erw. 2b, 1999 S. 181 Erw. 2b, 1998 S. 175 ff.; SVR 1999 IV Nr. 6 S. 15), verbleibt ein Invalideneinkommen von Fr. 32'382.-, was gemessen am Valideneinkommen von Fr. 46'732.- zu einem Invaliditätsgrad von weniger als 33 1/3 % führt. Der Einspracheentscheid vom 2. Juli 1997 ist daher auch in diesem Punkt zu bestätigen.