Citation: 6P.157/2003 27.02.2004 E. 5

5.1 Das Obergericht weist zur Begründung seiner Feststellung, der Beschwerdeführer habe den Flug vom 2. Juli 1990 mit dem Ziel unternommen, den Helikopter BELL vorsätzlich zum Absturz zu bringen, auch auf den Umstand hin, dass der Beschwerdeführer zwei Tage vorher, am 30. Juni 1990, mit diesem Helikopter im Steinbruch Absturzmanöver geübt habe. Das Obergericht stützt diese Feststellung unter anderem auf die Aussagen von H.________ (angefochtenes Urteil S. 66) und von I.________ (angefochtenes Urteil S. 67 ff.), die am 30. Juni 1990 im Steinbruch mit Bohrarbeiten beschäftigt waren und die Flugmanöver des Beschwerdeführers beobachteten. 5.2 Was der Beschwerdeführer gegen die Aussagen dieser beiden Personen und deren Würdigung durch das Obergericht vorbringt (Beschwerde S. 51 ff.), ist zum einen appellatorische Kritik, die zur Begründung einer Willkürrüge nicht genügt, und geht zum andern an der Sache vorbei. Ob der Beschwerdeführer die Flugmanöver bis ins Einzelne genau so durchgeführt habe, wie sie von H.________ geschildert wurden, ist im Gesamtzusammenhang nicht entscheidend. Massgebend ist vielmehr, dass der Beschwerdeführer nach den im Wesentlichen übereinstimmenden Aussagen von H.________ und I.________, die ihn in der Vergangenheit schon wiederholt bei Trainingsflügen im Steinbruch beobachtet hatten, am 30. Juni 1990 Manöver durchführte, die jedenfalls ungewöhnlich waren und den Eindruck erweckten, der Beschwerdeführer wolle den Helikopter absichtlich beschädigen. Daher ist es unerheblich, ob die von H.________ im Einzelnen geschilderten Manöver überhaupt praktisch möglich sind, was der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Aussagen des Zeugen Q.________ in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung bestreitet (Beschwerde S. 52 f. sowie S. 72 ff.), und durfte ohne Verletzung von Verfassungsrecht auf die Einholung einer Expertise verzichtet werden. In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer in seiner polizeilichen Einvernahme in Deutschland aussagte, er habe "ca. drei Tage" vor dem Absturz auf einem Rückflug vom Jura seine seit einiger Zeit gehegte Idee, den Helikopter im Steinbruch an die Felswand zu fliegen, konkretisiert und diesmal einen entsprechenden Übungsflug wagen wollen. Als er im Anflug auf den Steinbruch gewesen sei und sich bereits in der Wand befunden habe, habe er zu seinem Entsetzen festgestellt, dass dort, leicht verschoben über ihm, ein Arbeiter auf dem Plateau gebohrt habe. Er habe befürchtet, dass dieser im Fall eines Absturzes des Helikopters im Steinbruch als Zeuge für den Probeflug dieses Tages zur Verfügung stehen könnte. Dann sei ihm aber auch der Gedanke gekommen, ob er nicht gleich damals den Absturz durchführen sollte. Dies hätte den Vorteil gehabt, dass er den Druck los gewesen wäre und im Übrigen einen Zeugen gehabt hätte, der das Unglück als ungewolltes Tatgeschehen hätte bestätigen können. Während er hin und her überlegt habe, ob er es damals wagen könnte, sei der Helikopter etwas abgesunken und dabei mit dem letzten Drittel des Bauches leicht auf einem Stein aufgesetzt (angefochtenes Urteil S. 51 f.). Es kann ohne Willkür davon ausgegangen werden, dass es sich bei diesen Flugmanövern, die der Beschwerdeführer nach seiner Erinnerung "ca. drei Tage" vor dem Absturz durchgeführt hatte, um die auffälligen Manöver handelte, welche H.________ und I.________ gemäss ihren im Wesentlichen übereinstimmenden Aussagen am 30. Juni 1990, mithin zwei Tage vor dem Absturz, beobachtet hatten.