Citation: 8C_187/2019 E. 6.2

6.2. Die Beschwerdeführer machen geltend, die Versicherte habe ihren Suizid nicht geplant. So habe es keinen Abschiedsbrief gegeben und sie habe ihrem Ehemann eine SMS geschickt, sie werde ihn später zurückrufen. Auch sei der Suizid für die Ärzteschaft und das Pflegepersonal völlig unerwartet gekommen. Sie verweisen dazu auf die Ausführungen des Dr. med. H.________ vom 4. Dezember 2015, wonach der bislang nicht genau geklärte Hintergrund des Suizidversuchs von 2014 und die Situation am 16. Oktober 2015 einen erneuten impulsiven, dranghaften suizidalen Organisationszustand und damit verbunden eine rasch einsetzende, weitgehende Urteilsunfähigkeit nahelegen würden. Bei den genannten Umständen handelt es sich um Indizien, die bei der Beurteilung der Urteilsunfähigkeit miteinzubeziehen sind. Sie vermögen allerdings, wie Dr. med. F.________ in seinem Bericht vom 27. März 2017 zu Recht darlegt, nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit die Aufhebung der Fähigkeit des vernunftgemässen Handelns im Zeitpunkt des Suizids nachzuweisen.