Citation: 2A.458/2006 18.12.2006 E. 5

5.1 Einkommen und Vermögen von Ehegatten in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe werden ohne Rücksicht auf den Güterstand zusammengerechnet (§ 12 Abs. 1 des Gesetzes vom 14. September 1992 über die Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Thurgau; StG/TG). Daraus folgt umgekehrt, dass bei Scheidung oder bei rechtlicher oder tatsächlicher Trennung für die ganze Steuerperiode eine getrennte Besteuerung vorzunehmen ist (§ 58 Abs. 2 StG TG). Die Voraussetzungen für eine getrennte Besteuerung entsprechen denjenigen bei der direkten Bundessteuer (vgl. oben E. 3.1), denn es ist von einer kantonalrechtlichen Regelung auszugehen, die dem Bundesrecht angeglichen ist und mit dem Steuerharmonisierungsgesetz übereinstimmt. Im Interesse der vertikalen Harmonisierung sind Rechtsfragen im kantonalen und eidgenössischen Recht nach Möglichkeit gleich zu beurteilen (Urteil 2A.123/2006 vom 10. Juli 2006, E. 2.1 in fine, mit Hinweisen, in: StE 2006 A 12 Nr. 15). 5.2 Im Fall des Beschwerdeführers fehlt es sowohl an der steuerrechtlich relevanten Trennung (§ 12 Abs. 1 StG/TG e contrario) als auch am Wegfall der Gemeinschaftlichkeit der Mittel für Wohnung und Unterhalt. Damit sind die Voraussetzungen für eine separate Veranlagung, die erst noch kumulativ erfüllt sein müssten, auch in Bezug auf die kantonalen Steuern nicht gegeben. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde betreffend die Staats- und Gemeindesteuer 2001 erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.