Citation: 6B_186/2024 E. A

A.________ wird vorgeworfen, am 8. August 2019 zwischen 00:30 Uhr und 02:19 Uhr ihrem Ehemann in der gemeinsamen Wohnung ein Küchenmesser in den Bauch gestochen zu haben. Daraufhin habe sie das Messer zurückgezogen und in die Spülmaschine gelegt. Der Ehemann erlitt eine ungefähr 9 cm tiefe Stichwunde. Daraus resultierte eine arterielle Blutung aus einer Zwischenrippenschlagader. In der Folge habe A.________ den stark blutenden Ehemann in der Wohnung zurückgelassen und sei frühestens 1,5 Stunden später wieder zurückgekehrt. Der Ehemann habe um 02:19 Uhr einen Notruf abgesetzt. Die Rettungskräfte hätten ihn ins Kantonsspital Schaffhausen überführt, wo er notfallmässig operiert worden sei. Die chirurgische Intervention mit Blutstillung habe den tödlichen Verlauf der Stichverletzung abgewendet. Ohne umgehende medizinische Intervention hätte die Verletzung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum Verblutungstod geführt.