Citation: 5P.420/1999 27.01.2000 E. 5

5.-Das Obergericht ist im angefochtenen Urteil ferner davon ausgegangen, dass eine Entmündigung auch wegen Unfähigkeit zur Besorgung der persönlichen Angelegenheiten auszusprechen sei. a) Auch in diesem Zusammenhang beanstandet der Beschwerdeführer die vom Obergericht getroffenen Sachverhaltsfeststellungen als willkürlich. Namentlich wirft er dem Obergericht vor, dass eine angebliche Unfähigkeit zur Besorgung der eigenen Angelegenheiten festgestellt werde, obwohl dem Ergänzungsgutachten vom 22. Juli 1999 gerade das Gegenteil entnommen werden könne. b) Auch diesbezüglich ist die Beschwerde begründet. Das Obergericht hat unter Hinweis auf das Gutachten vom 6. Februar 1997 festgehalten, dass der Beschwerdeführer krankheitsbedingt grundsätzlich nicht im Stand sei, seine Angelegenheiten zu besorgen. Zu Recht weist der Beschwerdeführer nun darauf hin, dass diese Feststellung im Widerspruch zu den Erkenntnissen steht, die im gerichtlich bestellten Ergänzungsgutachten vom 22. Juli 1999 festgehalten werden. Gemäss diesem Gutachten scheint aufgrund der Art und Weise, "wie der Beschwerdeführer sein Taschengeld verwaltet (u.a. mit Buchführung), nichts dagegen zu sprechen, dass er durchaus in der Lage ist, seine finanziellen Angelegenheiten selbst zu besorgen"; in seinem jetzigen Zustand scheine er weitgehend fähig zu sein, seine Angelegenheiten zu erledigen, mit Geld umzugehen und für sich selbst zu sorgen. c) Auch in diesem Punkt ist die staatsrechtliche Beschwerde somit gutzuheissen. Die sich auf ein Gutachten aus dem Jahr 1997 stützenden Feststellungen des Obergerichtes, die in Gegensatz zu einem jüngeren Gutachten aus dem Jahr 1999 stehen, sind unhaltbar, wenn nicht überzeugend begründet wird, weshalb die aktuellen Erkenntnisse der Experten nicht massgebend sein sollen.