Citation: 8C_118/2024 E. 5.2

5.2. Bei der Würdigung von durch die PMEDA erstellten Gutachten ist rechtsprechungsgemäss allerdings dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die Invalidenversicherung, wie der Beschwerdeführer zu Recht vorbringt, gestützt auf die am 4. Oktober 2023 veröffentlichte Empfehlung der EKQMB die Vergabe von bi- und polydisziplinären Expertisen an diese Gutachterstelle beendet hat. In der Übergangssituation, in der bereits eingeholte Gutachten der PMEDA zu würdigen sind, rechtfertigt es sich daher, an die Beweiswürdigung strengere Anforderungen zu stellen. Es genügen in solchen Fällen mithin - wie bei versicherungsinternen medizinischen Entscheidungsgrundlagen - bereits relativ geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, um eine neue Begutachtung anzuordnen bzw. ein Gerichtsgutachten einzuholen (Urteil 8C_122/2023 vom 26. Februar 2024 E. 2.3 mit Hinweisen). Dies führt entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers jedoch nicht dazu, dass die Vorinstanz grundsätzlich nicht auf das bereits eingeholte PMEDA-Gutachten vom 10. März 2022 hätte abstellen dürfen (vgl. Urteil 8C_808/2023 vom 4. Oktober 2024 E. 6.1.1 mit Hinweisen).