Citation: 2P.22/1997 24.02.2000 E. 1

1.- Der angefochtene Entscheid betrifft diesteuerrechtliche Behandlung einer Vorsorgeeinrichtung. Erstützt sich einerseits auf das kantonale Steuerrecht. Dessen Anwendung prüft das Bundesgericht grundsätzlicheinzig auf seine Übereinstimmung mit dem Willkürverbot undder Rechtsgleichheit (Art. 4 aBV bzw. Art. 8 und 9 BV). Die Besteuerung der Vorsorge ist ausserdem im Bundesrecht, nämlich in den Art. 80-84 des Bundesgesetzes vom 25. Juni1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge(BVG; SR 831. 40) geregelt, weshalb auch der Grundsatz derderogatorischen Kraft des Bundesrechts zu beachten ist. Der Vorrang des Bundesrechts schliesst in Sachgebieten, welchedie Bundesgesetzgebung abschliessend geregelt hat, eine Rechtsetzung durch die Kantone aus. In Sachgebieten, diedas Bundesrecht nicht abschliessend ordnet, dürfen die Kantone nur solche Vorschriften erlassen bzw. anwenden, dienicht gegen den Sinn und Geist des Bundesrechts verstossenund dessen Zweck nicht beeinträchtigen oder vereiteln (BGE125 I 369 E. 4a; 125 II 406 E. 2a, 440 E. 2a). Ob diebeanstandete kantonale Norm mit dem Bundesrecht vereinbarist, prüft das Bundesgericht nach ständiger Praxis frei(BGE 123 I 313 E. 2b S. 317; 125 II 10 E. 3 S. 15). Die Art. 80-84 BVG sind Bestimmungen, die der Steuerharmonisierung dienen; zurzeit ist deren Anwendungmit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung des Grundsatzes der derogatorischen Kraft des Bundesrechts(Art. 49 BV) zu rügen (BGE 116 Ia 264 E. 3d S. 269 f. und E. 3g S. 272).