Citation: 8C_283/2023 E. 5.1

5.1. Nicht stichhaltig ist zunächst die in der Beschwerde geübte Kritik an der Beweiskraft des Gerichtsgutachtens vom 30. August 2022. Der Gutachter Dr. med. C.________ hielt bezüglich der in Zentrum stehenden, bildgebend nachgewiesenen Ödeme fest, bei der Beschwerdeführerin zeige sich eine Persistenz der Schmerzen bis etwa ein Jahr nach dem Trauma. Dies schliesse ein solches als Ursache zwar nicht grundsätzlich aus. Allerdings lasse sich im konkreten Fall auch im Magnetic resonance imaging (nachfolgend: MRI) vom 13. Dezember 2021 noch eine minime Signalintensitätssteigerung nachweisen. Dass diese fast sechs Jahre nach dem Unfall immer noch auf eine traumatische Verletzung des vorderen Atlasbogens im Rahmen des Unfalles vom 15. März 2016 zurückzuführen sei, erscheine "praktisch ausgeschlossen". Alsdann legte Dr. med. C.________ überzeugend dar, durch entzündliche Prozesse ausgelöste Knochenmarksödeme würden eher eine Umwandlung in fettiges Mark nach sich ziehen als traumatische Ödeme. Ihm sei denn auch keine Studie bekannt, welche eine lipomatöse Metaplasie bei traumatischen Knochenmarksödemen oder Bone bruises nachgewiesen hätte. Auch anhand eigener Erfahrungswerte finde eine solche lipomatöse Umwandlung des Knochenmarks nach traumatischen Verletzungen an der Wirbelsäule nicht statt. Die Tatsache, dass im konkreten Fall aber genau eine solche lipomatöse Metaplasie im Bereich des initial nachweisbaren Ödems erstmalig im MRI HWS vom 11. April 2017 und deutlich auch im letzten MRI HWS vom 13. Dezember 2021 nachweisbar sei, spreche gegen eine traumatische (und eher für eine andere/entzündliche) Genese (vgl. Gerichtsgutachten, S. 27). In Anbetracht dieser durchwegs aufschlussreichen medizinischen Erklärungen hielt Dr. med. C.________ insbesondere fest, es sei wenig (nur zu 40 %) wahrscheinlich, dass die im MRI ersichtlichen Veränderungen auf den Unfall vom 15. März 2016 zurückzuführen seien. Diese wie auch die weiteren Darlegungen im Gerichtsgutachten sind in allen Teilen schlüssig und hinreichend detailliert. Inwieweit Dr. med. C.________ relevante Gesichtspunkte bei seiner Begutachtung unberücksichtigt oder ungewürdigt gelassen haben soll, ist nicht ersichtlich. Anders als die Beschwerdeführerin meint, stellt es insbesondere keinen beweisrechtlichen Mangel dar, wenn sich der Gerichtsgutachter zu den von ihm dokumentierten, nicht unfallkausalen Ursachen für die Schmerzen im HWS-Bereich nicht näher äusserte (nämlich: Entzündungen, Neoplasien, Tumorerkrankungen, metabolische Erkrankungen, degenerative Erkrankungen, Ischämie, iatrogene Ursachen). Massgeblich ist vielmehr allein, welche Sachverhaltsdarstellung von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste einzustufen ist (zum massgeblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit: BGE 138 V 218 E. 6; 129 V 177 E. 3.1). Diesbezüglich äusserte sich der orthopädische Sachverständige klar und deutlich. Die weiteren in der Beschwerde erhobenen Einwände beschränken sich im Wesentlichen darauf, einzelne Passagen des Gerichtsgutachtens herauszugreifen und verschiedene, davon abweichende Behauptungen zur Untermauerung des eigenen Standpunktes einzubringen. Dabei übernimmt die Beschwerdeführerin in weiten Teilen das bereits im vorinstanzlichen Verfahren Vorgebrachte, ohne entscheidend Neues hinzuzufügen. Mit anderen Worten sind in der Beschwerde keine zwingenden Gründe aufgezeigt (vgl. BGE 134 V 465 E. 4.4 mit Hinweis), und solche sind auch nicht zu erkennen, welche ernsthafte Zweifel an der Beweiskraft des orthopädischen Gerichtsgutachtens wecken könnten.