Citation: I 454/00 25.04.2002 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer war am 16. Februar 1998 von einem Unfall betroffen, als der von ihm gelenkte Personenwagen frontal mit einem Kastenwagen kollidierte (vgl. auch das mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichte Arztzeugnis UVG des Dr. med. S.________, Spital Y.________ vom 19. März 1998). Dabei zog er sich unter anderem eine Acetabulum-Fraktur rechts, welche in der Folge operativ behandelt wurde, und ein stumpfes Bauchtrauma zu. Vom 8. bis 22. Juli 1998 fand in der Rehabilitationsklinik X.________ eine berufliche Abklärung statt. Im entsprechenden Bericht vom 29. Juli 1998 wird ausgeführt, die körperliche Belastbarkeit sei gering; eine zumutbare Tätigkeit könne noch nicht bestimmt werden, da sich der Versicherte noch in der "medizinischen Phase" befinde. Eine Wiederaufnahme der bisherigen Arbeit erscheine allerdings als nicht mehr möglich. Laut dem Austrittsbericht der Klinik vom 14. August 1998 ist das Heben und Tragen von Lasten über 10 kg sehr erschwert, längeres Stehen nicht möglich, längeres Sitzen ebenfalls erschwert und längeres Gehen nicht möglich. Die Beurteilung der Zumutbarkeit sei erst nach einer Entscheidung bezüglich Hüftoperation und/oder Abschluss der vorgeschlagenen ambulanten Physiotherapie sinnvoll. Dr. med. O.________ diagnostizierte am 12. Oktober 1998 eine protrahierte Rehabilitation nach Acetabulum-Osteosynthese rechts am 27. Februar 1998 sowie eine beginnende sekundäre Coxarthrose. Es liege ein ungünstiger Verlauf mit rasch aufgetretener sekundärer Coxarthrose vor. Der Rehabilitationszustand sei weiter verbesserbar. Dr. med. G.________ verweist in seinem Bericht vom 16. Oktober 1998 auf die Stellungnahmen der Rehabilitationsklinik X.________. Die aktuelle Situation habe sich im Vergleich zu den Austrittsbefunden nicht verändert; nach wie für stünden die Hüftschmerzen im Vordergrund. Der Arzt erachtet den Beschwerdeführer als in Bezug auf den angestammten Beruf zu 0 %, für eine "halb sitzende/stehende Tätigkeit ohne Lastentragen bzw. grossem Aktionsradius" jedoch zu 100 % arbeitsfähig. Dr. med. J.________ stellte anlässlich der Untersuchung vom 10. November 1998 ein frei bewegliches rechtes Hüftgelenk, jedoch mit deutlichen Schonungszeichen des rechten Beins gegenüber links, sowie radiologisch eine leichte bis mässige Arthrose des rechten Hüftgelenks fest. An eine Rückkehr auf den Holzbau sei nicht mehr zu denken. Der Beschwerdeführer sei jedoch in Bezug auf eine vorwiegend sitzende und wechselbelastende Tätigkeit ohne Tragen von Lasten über 10 kg zu 100 % einsatzfähig. b) Verwaltung und Vorinstanz gelangten gestützt auf die vorerwähnten Akten zu Recht zur Beurteilung, der Beschwerdeführer sei in Bezug auf eine leichte, vorwiegend im Sitzen zu verrichtende oder wechselbelastende Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig. Sowohl Dr. med. J.________ als auch Dr. med. G.________ gingen von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer leidensangepassten Tätigkeit aus, wobei die beiden Stellungnahmen auf eigenen Untersuchungen sowie Kenntnis der Akten beruhen und nachvollziehbar sind. An dieser Zumutbarkeitsbeurteilung ändert auch nichts, dass Dr. med. G.________ für eine Wiedereingliederung eine Umschulung für notwendig hält, betrifft doch diese Aussage nicht den medizinischen Aspekt. Die im Austrittsbericht der Rehabilitationsklinik X.________ erwähnten Einschränkungen lassen sich, insbesondere unter Berücksichtigung des zeitlichen Ablaufs, mit dem durch Dr. med. J.________ und Dr. med. G.________ formulierten Zumutbarkeitsprofil vereinbaren. Der von Dr. med. O.________ erwähnte ungünstige Verlauf (offensichtlich bezogen auf die ursprüngliche Verletzung und die Operation) schliesst eine volle Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ebenfalls nicht aus. In dem mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichten Schreiben des Dr. med. G.________ vom 19. Juli 2000 wird wohl eine im Februar 2000 (richtig wohl: am 28. Januar 2000) vorgenommene partielle Metallentfernung erwähnt, welche für eine gewisse Irritation verantwortlich gemacht worden sei. Diese Aussage hat jedoch keinen Einfluss auf die Zumutbarkeitsbeurteilung im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 19. August 1999, welcher praxisgemäss (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) die zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung festlegt. Die als Hauptproblem bezeichnete sekundäre Coxarthrose bildete bereits Gegenstand der früheren ärztlichen Stellungnahmen. Das Schreiben vom 19. Juli 2000 enthält somit keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass sich der Gesundheitszustand bis zum Verfügungserlass verschlechtert hätte. Gleiches gilt für die letztinstanzlich nach Abschluss des Schriftenwechsels eingereichten zusätzlichen Unterlagen. Daraus geht wohl hervor, dass dem Beschwerdeführer am 7. Dezember 2000 eine zementfreie Hüfttotalendoprothese rechts eingesetzt wurde, wobei in der Folge eine vollständige Arbeitsunfähigkeit gegeben war. Dieser Umstand lässt jedoch keine zuverlässigen Rückschlüsse auf eine bis zum Verfügungserlass eingetretene Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit zu und ist deshalb nicht geeignet, die vorinstanzliche Beurteilung in Frage zu stellen. Bei dieser Sachlage kann offen bleiben, ob die nach Abschluss des Schriftenwechsels eingereichten Dokumente im letztinstanzlichen Verfahren überhaupt berücksichtigt werden können (vgl. dazu BGE 127 V 353). Angesichts der ausreichenden medizinischen Dokumentierung konnte die Vorinstanz zulässigerweise in antizipierter Beweiswürdigung (Erw. 1b hievor) davon absehen, weitere Abklärungen zu veranlassen.