Citation: 4A_306/2013 E. 2.1

2.1. Nach Art. 83 Abs. 2 SchKG kann der Betriebene innert 20 Tagen nach der Rechtsöffnung auf dem Weg des ordentlichen Prozesses beim Gericht des Betreibungsortes auf Aberkennung der Forderung klagen. Vorliegend wurde der Rechtsöffnungsentscheid am 25. November 2010 zugestellt. Die 20-tägige Frist für die Aberkennungsklage nach Art. 83 Abs. 2 SchKG begann nach Ablauf der kantonalrechtlichen Rekursfrist zur Anfechtung desselben am 7. Dezember 2010 zu laufen und endete unter Berücksichtigung der Betreibungsferien am 5. Januar 2011. Es ist nicht strittig, dass der Beschwerdeführer die Klagefrist mit seiner Eingabe vom 29. Dezember 2010 an das Vermittleramt zunächst wahrte. Er zog seine Klage indessen am 5. Januar 2011 wieder zurück, dies im Hinblick darauf, dass nach der am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen ZPO für Aberkennungsklagen das Schlichtungsverfahren entfällt (Art. 198 lit. e Ziff. 1 ZPO). In der Folge reichte er die Klage beim Kreisgericht jedoch nicht innert der bis am 5. Januar 2011 laufenden Klagefrist ein, sondern wartete bis am 25. Januar 2011, wobei er sich auf die Nachfrist gemäss Art. 63 ZPO berief. Es fragt sich demnach, ob Art. 63 ZPO auf die vorliegende Konstellation zur Anwendung gelangt. Dies wiederum hängt von der übergangsrechtlichen Frage ab, ob auf das beim Vermittleramt angehobene Verfahren die altrechtliche ZPO/SG oder die ZPO anwendbar war.