Citation: 8C_65/2023 E. 5.2

5.2. Art. 61 lit. c ATSG betont die Mitwirkungspflicht der Parteien, wobei eine Verletzung dieser Pflicht rechtsprechungsgemäss zur Folge hat, dass das kantonale Gericht auf Grund der vorliegenden Beweise entscheidet (Urteile 8C_199/2013 vom 30. Juli 2013 E. 3.3; 8C_668/2012 vom 26. Februar 2013 E. 6.2). Steht vorliegend fest, dass der Abbruch der Begutachtung durch die Beschwerdeführerin nicht gesundheitlich bedingt war, sondern freiwillig erfolgte, ist die vorinstanzliche Bejahung einer Verletzung der Mitwirkungspflicht nicht zu beanstanden. Die erneute Anordnung eines Gerichtsgutachtens würde den in Art. 61 lit. c ATSG verankerten Untersuchungsgrundsatz in dieser Konstellation sprengen. Wie die Beschwerdeführerin letztinstanzlich selber davon ausgeht, lässt sich die Frage, ob sich ihr psychischer Gesundheitszustand seit der Verfügung vom 6. Juni 2015 verschlechtert hat, anhand der vorliegenden Arztberichte und Gutachten nicht beantworten. Diese Beweislosigkeit geht im vorliegenden Neuanmeldungsverfahren zu ihren Lasten (BGE 144 V 427 E. 3.2), womit das kantonale Gericht die leistungsverweigernde Verfügung der IV-Stelle vom 2. Juni 2020 zu Recht bestätigte.