Citation: 4A_49/2016 E. 5.1

5.1. Schaden ist die ungewollte Verminderung des Reinvermögens, die in einer Verminderung der Aktiven, einer Vermehrung der Passiven oder in entgangenem Gewinn bestehen kann. Der Schaden entspricht der Differenz zwischen dem gegenwärtigen Vermögensstand und dem Stand, den das Vermögen ohne das schädigende Ereignis hätte (BGE 139 V 176 E. 8.1.1 S. 187 f. mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer macht als Schaden den entgangenen Vermögenszuwachs geltend, den er erzielt hätte, wenn er während 19 weiterer Monate in der Schweiz verblieben wäre. Dies entspricht der kumulierten Sparquote, die aus seinem Nettoeinkommen abzüglich seiner hiesigen Lebenshaltungskosten resultiert wäre. Für den Schaden - hier eben die Sparquote - trägt der Beschwerdeführer die Beweislast; um Schadenminderung geht es dabei nicht. Ebenso wenig ist etwas dagegen einzuwenden, dass die kantonalen Gerichte die Kosten für die Verwandtenbesuche bei der Schadensermittlung berücksichtigten, obwohl der Beschwerdegegner sie nicht behauptete. Denn erstens oblag es dem Beschwerdeführer und nicht dem Beschwerdegegner, die für die Schadensschätzung nach Art. 42 Abs. 2 OR erforderlichen tatsächlichen Grundlagen zu behaupten (vgl. Urteil 4A_364/2013 vom 5. März 2014 E. 9.3 mit Hinweis), woz u wie ausgeführt auch die Lebenshaltungskosten in der Schweiz gehören. Und zweitens gehört es geradezu zum Wesen der ermessensweisen Schadensschätzung, dass das Gericht "mit Rücksicht auf den gewöhnlichen Lauf der Dinge" gestützt auf den erwiesenen Sachverhalt - die enge familiäre Bindung und die in der Vergangenheit erfolgten Verwandtenbesuche - in einem gewissen Ausmass eigene Annahmen über die künftige Entwicklung trifft resp. treffen muss, um eben den Schaden schätzen zu können (vgl. auch BGE 132 III 321 E. 3.7.2.2 S. 339 mit Hinweisen).