Citation: 6B_700/2008 02.12.2008 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, "der vom Bundesgericht festgestellte massgebliche Sachverhalt, wonach X.________ wahrheitswidrig ausgesagt habe, sie habe dies (sc. den Ablauf der Methylenblau-Lieferung in den Operationssaal) direkt von Dr. G.________ erzählt bekommen, bilde gar nicht Gegenstand der Anklage. Gegenstand der Anklage bilde, wie eben dargelegt, nur ihre Aussage, dass ihr dies von Dr. G.________ "bestätigt" worden sei. Dass sie aber eine Bestätigung (gewissermassen durch Schweigen) von Dr. G.________ erhalten zu haben geglaubt habe, habe auch das Bundesgericht für denkbar gehalten. Das habe zur Folge, dass die Frage, wer wem was gesagt habe, nicht Gegenstand der Anklage bilde und demnach nicht von strafrechtlicher Relevanz sein könne" (Beschwerde S. 6 f.). Das Kantonsgericht habe diesem Einwand im angefochtenen Entscheid entgegnet, dieser Vorwurf sei durchaus Gegenstand der Anklage. Damit habe es sich mit ihren Einwänden offensichtlich nicht genügend auseinandergesetzt und ihr dadurch das rechtliche Gehör verweigert. Zudem habe es den Einwand, das Anklageprinzip sei verletzt, nicht widerlegt. 2.2 In der in E. 1 praktisch wörtlich wiedergegebenen Anklageschrift wird der Beschwerdeführerin vorgehalten, als Zeugin wahrheitswidrig ausgesagt zu haben, dass es sich bei der Person, die ihr vom umstrittenen Vorfall von der Bestellung der Methylenblau-Lösung erzählt habe, um Dr. G.________ handle, und sie habe ihn so zitiert, wie er ihr das selber gesagt habe. Die Rüge, der vom Bundesgericht im ersten Entscheid festgestellte Sachverhalt, X.________ habe wahrheitswidrig ausgesagt, sie habe dies (sc. den Bericht über die umstrittene Bestellung der Methylenblau-Lösung) direkt von Dr. G.________ erzählt bekommen, bilde nicht Gegenstand der Anklage, ist offensichtlich unbegründet und kaum nachvollziehbar. Das Kantonsgericht hat seine Begründungspflicht keineswegs verletzt, indem es sich damit begnügte, dies festzustellen (angefochtener Entscheid S. 6 E. c), ohne sich mit den zum Teil wortklauberischen Einwänden der Beschwerdeführerin weiter auseinanderzusetzen.