Citation: 5A_13/2018 E. 3.3.1

3.3.1. Wenn das Obergericht eine Verwirkung "Mitte Juni 2015" angenommen hat, hat es damit zum Einen das tatsächliche fristauslösende Datum - die Zustellung des betreffenden Verlustscheines - auf "rund Mitte Juni 2013" gesetzt. Zum Anderen hat es die Frist, welche vor dem 1. Januar 2014 zu laufen begonnen hat, als eine (nicht unterbrechbare) Verwirkungsfrist erachtet (so wie es die Bestimmung in der bis zum 31. Dezember 2013 stehenden Fassung vorgesehen hatte). In der Lehre wird bestätigt, dass eine Frist, welche - wie hier - vor dem Inkrafttreten der Gesetzesänderung (am 1. Januar 2014) zu laufen begonnen hat, als Verwirkungsfrist weiterläuft (u.a. BAUER, a.a.O., Ergänzungsband, ad N. 9 zu Art. 292; VOCK/GANZONI, in: Schulthess Kommentar SchKG, 2017, N. 8 zu Übergangsbestimmung der Änderung vom 21. Juni 2013; LEVANTE, in: Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl. 2014, N. 10 zu ÜBest). Wenn die Vorinstanz geschlossen hat, dass vorliegend das Anfechtungsrecht "Mitte Juni 2015" verwirkt sei, hat sie das Vorliegen einer fristwahrenden Handlung verneint.