Citation: 2A.716/2005 20.12.2005 E. 1

1.1 Gemäss Art. 7 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; SR 142.20) hat der ausländische Ehegatte eines Schweizer Bürgers Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Kein Anspruch besteht indessen, wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die Vorschriften über Aufenthalt und Niederlassung von Ausländern und namentlich jene über die Begrenzung der Zahl der Ausländer zu umgehen (Art. 7 Abs. 2 ANAG). Erfasst wird davon die sog. Scheinehe bzw. Ausländerrechtsehe, bei der die Ehegatten von vornherein keine echte eheliche Gemeinschaft beabsichtigen. Vorbehalten bleibt des Weitern die Berufung auf eine nur noch formell bestehende Ehe (BGE 127 II 49 E. 4a und 5a, mit Hinweisen). 1.2 Ob eine Scheinehe vorliegt, hat die Vorinstanz wie schon das Kantonale Migrationsamt trotz Vorliegens gewichtiger Indizien (insbesondere die äusserst kurze Zeit des Zusammenlebens) zwar offen gelassen. Sie ist indessen in zutreffender Auslegung und Anwendung von Art. 7 ANAG sowie der einschlägigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Schluss gelangt, die Berufung der Beschwerdeführerin auf ihre formell noch bestehende Ehe erweise sich jedenfalls als rechtsmissbräuchlich. Dies insbesondere deshalb, weil die Ehegatten nur gerade zwölf Tage zusammengelebt haben und seither getrennt lebten, ohne dass eine Annäherung stattgefunden hätte. Der Ehemann lehne bis heute jede Wiedervereinigung ab und halte denn auch klar an seiner Absicht fest, die Ehe so bald wie zivilrechtlich möglich (Art. 114 ZGB) scheiden zu lassen. Unter den gegebenen Umständen könnten am definitiven Scheitern der Ehe keine Zweifel mehr bestehen. Unter sorgfältiger Würdigung der konkreten Verhältnisse der Beschwerdeführerin ist die Vorinstanz zum Ergebnis gelangt, die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung verletze weder Bundesrecht noch Art. 8 EMRK. 1.3 Was die Beschwerdeführerin dagegen (ohne entsprechende Belege) vorbringt, vermag die Sachverhaltsfeststellungen bzw. die Beweiswürdigung der Vorinstanz, die sich auf die aktenmässig erstellte Sachlage stützen kann, nicht als mangelhaft (Art. 105 Abs. 2 OG) erscheinen zu lassen. Insbesondere bringt sie keine ernsthaften Anhaltspunkte für ihre Behauptung vor, die Aussagen ihres Ehemannes würden "höchstwahrscheinlich nicht einmal seinem eigenen Willen entsprechen". Es kann im Übrigen auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden, denen nichts beizufügen ist. Auf Grund der vorhandenen Akten durfte die Vorinstanz auch ohne weiteres auf die Einvernahme von Zeugen verzichten. Zusammenfassend verletzt der angefochtene Entscheid kein Bundesrecht, weshalb auf dessen sorgfältige und zutreffende Begründung verwiesen werden kann. 1.4 Soweit sich die Beschwerde auch gegen die Wegweisung richten sollte, ist darauf nicht einzutreten (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 OG).