Citation: 6B_1006/2017 E. 3.3.1

3.3.1. Die Beschwerdeführerin wendet sich zunächst gegen die vorinstanzliche Beurteilung ihrer Aussagen. Die Vorinstanz setzt sich einlässlich und nachvollziehbar mit den Angaben der Beschwerdeführerin auseinander. Sie legt dar, die fehlende Einbettung der Vorkommnisse in eine Vorgeschichte und die pauschale Art der Schilderung erschwere die Prüfung der Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt. Die Angaben der Beschwerdeführerin seien in Bezug darauf, wie sich die Übergriffe in Indien abgespielt hätten, unübersichtlich und teilweise widersprüchlich. Nicht klar sei, ob es sich bei den verschiedenen Versionen der Beschwerdeführerin um unterschiedliche oder teilweise bereits geschilderte Vorfälle handle. Sie habe sich auch nicht auf die Anzahl der Übergriffe festlegen können. Insgesamt betrachtet, sei nicht zu übersehen, dass die Aussagen der Beschwerdeführerin im Kerngeschehen beim 1. Anklagesachverhalt unbeständig seien und sich bezüglich des Ablaufs teilweise widersprechen würden. Beim 2. Anklagesachverhalt kommt die Vorinstanz zum Schluss, die Angaben der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dem Kerngeschehen seien stereotyp, karg und insbesondere ohne Schilderung gefühlsmässigen Erlebens. Es würden individuelle Merkmale fehlen. Zudem würden sich die Schilderungen betreffend die Vergewaltigungen in London und in U.________ kaum unterscheiden. Die Übergriffe der beiden Onkel seien nur sehr rudimentär in eine Vorgeschichte und in einen Verhaltensablauf nach der Tat eingebettet. Die pauschal gehaltenen nicht zwischen den verschiedenen Vorfällen unterscheidenden Aussagen würden insgesamt nicht den Eindruck von real Erlebtem vermitteln und liessen an der Glaubhaftigkeit der Darstellung der Beschwerdeführerin zweifeln (Urteil S. 29 ff. E. 7.1, S. 43 f. E. 7.10, S. 44 ff. E. 8.1 und S. 54 f. E. 8.6). Die Beschwerdeführerin beschränkt sich darauf, ihre Sicht der Dinge zu schildern und geltend zu machen, ihre Aussagen seien glaubhaft, so zum Beispiel, wenn sie ausführt, ihre extreme Verklemmtheit bei sexuellen Themen erkläre die Detailarmut ihrer Aussagen plausibel oder wenn sie vorbringt, angesichts der von ihrer Mutter geschilderten Lebensumstände sei nicht vorstellbar, wie sie das nötige Wissen hätte haben können, um den angeklagten Sachverhalt zu erfinden. Damit zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die vorinstanzlichen Feststellungen willkürlich sind.