Citation: 2A.542/2003 09.02.2004 E. 6

Zu berücksichtigen ist auch die schulische Ausbildung der Beschwerdeführerinnen 2 und 3, welche die Beschwerdeführerin 1 in ihrem Schreiben vom 15. Juli 2002 an das Migrationsamt dargelegt hat. Die Beschwerdeführerin 2 besuchte im damaligen Zeitpunkt die 2. Klasse der Handelsschule (Buchhalter), während die Beschwerdeführerin 3 damals die 8. Klasse abschloss. Diese Schulbildung könnte von den Beschwerdeführerinnen 2 und 3 in der Schweiz nicht verwertet werden. Hätten die Beschwerdeführerinnen 2 und 3 wegen des hängigen Nachzugsverfahrens während eines Jahres in der Türkei die Schulen nicht mehr besucht, wie sie in ihrem Schreiben vom 31. Januar 2003 erklärt haben, hätten sie sich dies selbst zuzuschreiben. Dies würde jedoch nichts daran ändern, dass sie in der Türkei über eine abgeschlossene oder weitgehend abgeschlossene Schulbildung verfügen, welche ihnen in der Schweiz für ihr berufliches Fortkommen kaum von Nutzen sein könnte. Die kantonalen Instanzen durften bei der Beurteilung des Gesuchs berücksichtigen, dass es nicht dem Sinn und Zweck des Familiennachzugs entspricht, wenn Kinder erst nach Absolvierung der Schulpflicht nachgezogen werden, um ihnen in der Schweiz eine bessere Ausbildung zu ermöglichen und das wirtschaftliche Fortkommen zu sichern (BGE 125 II 585 E. 2d S. 590).