Citation: 7B_100/2022 E. 2.3

2.3. Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, begründet der Beschwerdeführer sein Ausstandsgesuch vorwiegend mit der Verfügung vom 30. September 2021, mit welcher diese die Rückweisung der Anklageschrift an die Staatsanwaltschaft verfügte. Seiner Ansicht nach habe die Beschwerdegegnerin mit der von ihr gewählten Formulierung zu verstehen gegeben, dass sie den Beschwerdeführer härter bestrafen wolle, weshalb sie nicht mehr unvoreingenommen sei. Die Rückweisung sei "grundlos" erfolgt. Diese Rückweisungsverfügung war dem Beschwerdeführer bei der Einreichung des Ausstandsgesuchs im Februar 2022 indessen bereits mehr als ein halbes Jahr bekannt. Wenn die Vorinstanz festhält, damit sei das Gesuch deutlich verspätet eingereicht worden, verletzt sie kein Bundesrecht. Ein halbes Jahr nach Kenntnis des angeblichen Ausstandsgrunds kann nicht mehr von einem "ohne Verzug gestellten Gesuch" gesprochen werden. Daran ändert auch die Behauptung des Beschwerdeführers nichts, er habe nicht wissen können, ob gegen ihn nach der Rückweisung tatsächlich noch einmal Anklage erhoben werden würde oder nicht. Damit widerspricht er sich zum einen selbst, begründet er doch das Ausstandsgesuch unter anderem damit, dass die Beschwerdegegnerin angeblich eine härtere Bestrafung gewollt habe, weshalb sie die Anklage zurückgewiesen habe. Somit rechnete er mit einer erneuten Anklage. Zum anderen hielt die Vorinstanz fest, dem Beschwerdeführer sei bereits in der Verfügung vom 30. September 2021 in Aussicht gestellt worden, dass die beiden Verfahren, dasjenige gegen ihn und das Verfahren gegen B.________, zusammen verhandelt werden sollen, was die Behauptung des Beschwerdeführers ebenfalls widerlegt.