Citation: 8C_230/2018 E. 4.1

4.1. Zur Wiedererwägungsvoraussetzung der zweifellosen Unrichtigkeit (Art. 53 Abs. 2 ATSG) erwog das kantonale Gericht, es erscheine offensichtlich, dass die Beschwerdegegnerin auf das zeitlich neuere Gutachten der PMEDA habe abstellen wollen, weil sie dieses in ihrer Verfügung zitiert und dazu festgehalten habe, dass es nachvollziehbar sei und keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit enthalte. Dass sie das neue Gutachten nicht mehr erwähnt und ohne weitere Begründung ausgeführt habe, sie halte an ihrem Entscheid fest, sei somit auf ein Versehen (der zuständigen Sachbearbeiterin) zurückzuführen. Der Fall wäre anders zu beurteilen, wenn in der Verfügung vom 3. Juni 2015 begründet worden wäre, dass und weshalb das Gutachten der PMEDA nicht zu überzeugen vermöge und stattdessen weiterhin auf das ZMB-Gutachten abzustellen sei. Diesfalls würde ein Ermessensentscheid vorliegen. Da die Schlussfolgerungen des PMEDA-Gutachtens jedoch als nachvollziehbar beurteilt worden seien, müsse es sich um ein Versehen handeln. Bei einer (korrekten) Beurteilung des Falls im damaligen Zeitpunkt wäre klar anders entschieden und die Rente des Beschwerdeführers nicht nur herabgesetzt, sondern ganz aufgehoben worden. Es bestehe somit kein vernünftiger Zweifel daran, dass die Verfügung vom 3. Juni 2015 unrichtig gewesen sei.