Citation: 2C_464/2023 E. 5.4.2

5.4.2. Der Beschwerdeführer ist in Deutschland geboren, aufgewachsen sowie zur Schule gegangen und hat dort bis zu seinem 29. Lebensjahr gelebt. Gemäss eigenen Angaben leben seine Eltern nach wie vor in Deutschland. Gesundheitliche Einschränkungen sind nicht bekannt. Einer Wiedereingliederung in Deutschland steht somit nichts entgegen. Seit 2007, mithin seit über 15 Jahren, lebt der Beschwerdeführer in der Schweiz. Die Integration ist jedoch sowohl in beruflicher (vgl. vorstehend A.a und A.d) als auch in wirtschaftlicher Hinsicht (vgl. vorstehend A.c) gescheitert. Zudem sind in der Schweiz keine vertieften sozialen Beziehungen im ausserfamiliären Bereich erstellt. Hinzu kommt, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der Schreiben des Amtes für Migration im Zusammenhang mit den letzten beiden Verlängerungen seiner Aufenthaltsbewilligung seit rund zehn Jahren (vgl. vorstehend A.b) bewusst sein musste, dass die fortgesetzte Sozialhilfeabhängigkeit eines Tages die Wegweisung zur Folge haben könnte. Erhebliche private Interessen sind insofern nicht auszumachen.