Citation: I 361/03 18.11.2003 E. 2

Streitig ist zunächst der Anspruch auf Umschulung und Berufsberatung. Die Arbeitsvermittlung ist dagegen nicht mehr Gegenstand des Verfahrens, da der diesbezügliche Anspruch von der Vorinstanz zu Recht im Grundsatz bejaht worden ist und in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde denn auch nicht geltend gemacht wird (zur Klarstellung der vorinstanzlichen Ausführungen über die Anspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 18 Abs. 1 Satz 1 IVG sei auf AHI 2003 S. 268 verwiesen). 2.1 Das kantonale Gericht geht davon aus, dass für Hilfsarbeiter eine Umschulung nur dann vorzunehmen sei, wenn eine rentenberechtigende Erwerbseinbusse von mindestens 40 % drohe, da die Praxis eine Umschulung ausgebildeter Personen in eine höher qualifizierte Berufstätigkeit nur in Ausnahmefällen vorsehe; dies habe für Hilfsarbeiter erst Recht zu gelten. Im Weiteren habe der Versicherte weder in seinem Heimatland noch in der Schweiz je den Versuch unternommen, sich beruflich zu verbessern, weshalb davon auszugehen sei, dass es ihm an intellektuellem Potential und Lernwilligkeit fehle, eine Berufsausbildung erfolgreich zu absolvieren. Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Auffassung, es sei unklar, welche Hilfstätigkeiten ihm noch zumutbar seien, sodass er einen Anspruch auf Berufsberatung habe. Zudem seien die Anspruchsvoraussetzungen der Umschulung gegeben, da er eine Erwerbseinbusse von über 20 % erlitten habe und das Kriterium der Gleichwertigkeit der neuen Berufsbildung sich nicht primär nach dem Ausbildungsniveau, sondern nach dem zu erwartenden Verdienst richte. Schliesslich bestreite er eine Lernunwilligkeit und Lernunfähigkeit; diese Eigenschaften seien allenfalls abzuklären. 2.2 In seinem Gutachten vom 23. Oktober 2001 geht der Orthopäde Dr. med. N.________ davon aus, dass dem Versicherten körperlich leichte Arbeiten, bei denen keine Lasten über 3 kg regelmässig gehoben oder getragen werden müssen und die in temperierten Räumen durchgeführt werden können, zu etwa 90 % zumutbar sind, während der Psychiater Dr. med. K.________ im Bericht vom 22. Februar 2002 von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer der körperlichen Behinderung angepassten Tätigkeit ausgeht. Diese ärztlichen Stellungnahmen sind für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten Beschwerden und sind in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden; zudem sind sie in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und enthalten begründete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Die Auffassung des Dr. med. U.________ in dessen Bericht vom 14. März 2001, wonach der von der IV-Stelle auf 18 % festgesetzte Invaliditätsgrad "nicht vertretbar" sei, ist weder geeignet, zu einer anderen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu führen, noch vermag sie Zweifel an der Zuverlässigkeit der Ausführungen der Dres. N.________ und K.________ zu wecken (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb), denn Dr. med. U.________ äussert sich nicht zur Arbeitsfähigkeit, sondern zur Rechtsfrage des Invaliditätsgrades, was jedoch nicht seine Aufgabe ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Damit ist von einer Arbeitsfähigkeit von 90 % in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen.