Citation: 1C_473/2016 E. 1.2.2

1.2.2. Gemäss § 18 Abs. 2 des kantonalen Kirchengesetzes vom 9. Juli 2007 (KiG/ZH; LS 180.1) gewährleisten die kantonalen kirchlichen Körperschaften einen dem kantonalen Recht gleichwertigen Rechtsschutz. In der Röm.-kath. Körperschaft des Kantons Zürich ernennt die von den Stimmberechtigten gewählte Synode die Mitglieder der Rekurskommission (Art. 27 Abs. 1 lit. c der Kirchenordnung der Röm.-kath. Körperschaft des Kantons Zürich vom 29. Januar 2009 [KO RkK/ZH]). Die Rekurskommission ist die Judikative der Körperschaft. Sie ist in ihrer rechtsprechenden Tätigkeit unabhängig und nur dem Recht verpflichtet (Art. 43 Abs. 1 KO RkK/ZH). Die Mitgliedschaft in der Rekurskommission ist unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der Synode, im Synodalrat und in einer Kirchenpflege oder im Vorstand eines Zweckverbandes von Kirchgemeinden (Art. 45 Abs. 1 KO RkK/ZH). Soweit die kantonalen kirchlichen Körperschaften keine eigenen Bestimmungen erlassen, richtet sich gemäss § 18 Abs. 2 KiG/ZH das Verfahren nach dem kantonalen Verwaltungsrechtspflegegesetz vom 24. Mai 1959 (VRG/ZH; LS 175.2) und den entsprechenden Bestimmungen des kantonalen Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GG/ZH; LS 131.1). Nach § 18 Abs. 3 KiG/ZH können Entscheide kirchlicher Behörden letztinstanzlich an die Rekurskommission oder, sofern die Kirchenordnung dies nicht vorsieht, an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden. § 47 lit. g KO RkK/ZH bestimmt, dass Handlungen und Unterlassungen der Organe der Körperschaft, die das Initiativ-, das Referendums- oder das Stimm- und Wahlrecht der Mitglieder der Körperschaft und der Kirchgemeinden verletzen, mit Rekurs an die Rekurskommission angefochten werden können. Für das Rekursverfahren finden gestützt auf § 48 Abs. 1 KO RkK/ZH die für das Verwaltungsgericht geltenden Bestimmungen des VRG/ZH Anwendung. Gemäss § 70 VRG/ZH sind die Vorschriften über das Verwaltungsverfahren entsprechend anwendbar, soweit das Gesetz für das Verfahren vor Verwaltungsgericht keine besonderen Bestimmungen vorsieht. Dies führt schliesslich zu § 7 Abs. 1 VRG/ZH, wonach die Verwaltungsbehörde den Sachverhalt von Amtes untersucht, insbesondere indem sie die Beteiligten und Auskunftspersonen befragt. Nach § 7 Abs. 4 VRG/ZH würdigt die Verwaltungsbehörde das Ergebnis der Untersuchung frei. Sie wendet das Recht von Amtes wegen an.