Citation: 5A_332/2024 E. 2

Vorliegend hat das Obergericht aufgrund von Art. 450f ZGB i.V.m. Art. 1 Abs. 1 lit. d und Art. 65 ff. und Art. 72 KESG/BE das kantonale Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRPG/BE) als anwendbar erklärt und für die Frage des nicht wieder gutzumachenden Nachteils auf Art. 61 Abs. 3 lit. b VRPG/BE abgestellt. Sodann hat es erwogen, dass etwa die Anordnung einer psychiatrischen Begutachtung nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, namentlich gemäss Urteil 5A_655/2013 vom 29. Oktober 2013 E. 2.3, einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könne, weil diese geeignet sei, die Grund- und Persönlichkeitsrechte der Betroffenen zu beeinträchtigen; hingegen liege nach der konstanten obergerichtlichen Rechtsprechung für die Eltern kein solcher Nachteil vor, wenn ein Erziehungsfähigkeitsgutachten in Auftrag gegeben werde, denn es gehe bei diesem in erster Linie um die Gesundheit, den aktuellen Entwicklungsstand und das Wohlbefinden des Kindes sowie um dessen Beziehung zu den Eltern. Spezifisch in Bezug auf die Beschwerdevorbringen hat es sodann erwogen, erst die Abklärungsergebnisse, zu denen sich der Beschwerdeführer werde äussern können, würden die Grundlage des weiteren Vorgehens bilden und durch die angeordneten Abklärungen als solche entstehe deshalb kein nicht wiedergutzumachender Nachteil. Sodann sei auch nicht ersichtlich, inwiefern die konkrete Beauftragung der beiden Gutachterinnen zu einem nicht wiedergutzumachenden Nachteil führen solle; diese seien dem Beschwerdeführer seit dem 14. Juni 2023 bekannt und er habe in den Stellungnahmen vom 21. August 2023, vom 11. September 2023 und vom 31. Januar 2024 nie irgendwelche Gründe gegen diese vorgebracht.