Citation: 2C_393/2017 E. 3.3.1

3.3.1. Mit Urteil des Kriminalgerichts Luzern vom 26. März 2015 wurde der Beschwerdeführer wegen Raubes, räuberischen Diebstahls, mehrfachen Diebstahls, Sachbeschädigung, mehrfacher Hehlerei, mehrfachen Hausfriedensbruchs, mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffengesetz, mehrfacher Tätlichkeiten, geringfügigen Diebstahls und geringfügiger Sachbeschädigung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt, welche zu Gunsten einer stationären Massnahme nach Art. 60 StGB aufgeschoben wurde. Gemäss Anklageschrift litt der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Straftaten an einer Kokainabhängigkeit, einer zum Teil substituierten Abhängigkeit von Opioiden sowie einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Die mittelgradig verminderte Schuldfähigkeit wirkte sich zwar strafmildernd aus, jedoch konnte ihm aufgrund seiner Vorstrafen und der Massnahmebedürftigkeit keine günstige Prognose gestellt werden. Der Beschwerdeführer hat hochwertige Rechtsgüter verletzt und mit dem Raubdelikt eine Straftat begangen, welche im Sinne von Art. 121 Abs. 3 BV seit dem 1. Oktober 2016 eine Anlasstat für eine obligatorische Landesverweisung bildet (Art. 66a Abs. 1 lit. c StGB). Auch wenn diese Regelung nicht rückwirkend auf den Beschwerdeführer Anwendung findet, darf bei der Interessenabwägung berücksichtigt werden, dass der Verfassungs- und Gesetzgeber Gewaltdelikte als besonders verwerflich erachtet (vgl. Urteil 2C_172/2017 vom 12. September 2017 E. 3.3).