Citation: 9C_219/2024 E. 2.5.2

2.5.2. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind Darlehen zwischen verbundenen Unternehmen einer Wertberichtigung in der Regel nicht zugänglich, weil die Muttergesellschaft bzw. Aktionäre dafür zu sorgen haben, dass eine Gefährdung von gegenseitigen Forderungen gar nicht erst eintritt (Urteile 2C_252/2014 und 2C_257/2014 vom 12. Februar 2016 E. 4.3). Wie es sich damit im vorliegenden Fall verhält, muss aber nicht vertieft geprüft werden. Die Beschwerdeführerin stellt die vorinstanzlichen Erwägungen, wonach das Darlehen an ihre Schwestergesellschaft (nachträglich) simuliert gewesen sei, nicht in Abrede (zur Darlehenssimulation - namentlich bei Darlehen zwischen Schwestergesellschaften - vgl. BGE 138 II 57). War aber das Darlehen spätestens im Zeitpunkt des Forderungsverzichts im Jahr 2019 simuliert, stellt es eine geldwerte Leistung und keine Gewährung von Fremdkapital dar. Damit war die Wertberichtigung auf dem Darlehen jedenfalls in der Steuerperiode 2019 nicht geschäftsmässig begründet und dem steuerbaren Gewinn zuzurechnen. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer.