Citation: 5A_270/2022 E. 3.4.1

3.4.1. Die Beschwerdeführer rügen sodann eine Verletzung von Art. 308 ZGB, des Rechts auf persönliche Freiheit (Art. 10 BV) und auf Achtung des Privat- und Familienlebens (Art. 13 BV) sowie eine unrichtige Anwendung von Art. 36 BV. Die Beistandschaft sei nicht zum Schutz der Beschwerdeführer, sondern von C.A.________ angeordnet worden, weshalb der Fokus auf den Bedürfnissen des Kindes liegen müsse. Zwar müssten die Eltern im Interesse des Kindes gestützt auf Art. 308 ZGB gegebenenfalls gewisse Einschränkung in der persönlichen Lebensführung hinnehmen. Dabei sei aber immer der Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu wahren. Der neu verfügte Aufgabenpunkt, wonach die Beiständin als Ansprechperson in allen anfallenden Fragen und Anliegen der Eltern amte, habe rein gar nichts mit den Bedürfnissen des Kindes zu tun. Vielmehr handle es sich um eine Generalklausel, welche es der Beiständin ermögliche, in Belangen, welche nicht direkt oder überhaupt nichts mit dem Kind zu tun hätten, mit Rat und Tat vorstellig zu werden. Damit würden die (verfassungsmässigen) Rechte der Beschwerdeführer grundlos und völlig unverhältnismässig eingeschränkt.