Citation: 1B_270/2018 E. 4.4

4.4. Die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz kennt vier verschiedene Formen (Art. 19 Abs. 2 lit. a-d BetmG), wobei aus dem angefochtenen Entscheid - wenn auch nur sinngemäss - hervorgeht, dass sich der Tatverdacht nach Auffassung der Vorinstanz auf lit. b dieser Bestimmung bezieht. Danach wird der Täter mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr, womit eine Geldstrafe verbunden werden kann, bestraft, wenn er als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Ausübung des unerlaubten Betäubungsmittelhandels zusammengefunden hat. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers besteht vorliegend eine Mehrzahl von konkreten Anhaltspunkten für die Verwirklichung dieses Tatbestands. Neben den eingestandenen Geldtransporten, den Kokainspuren und dem Umstand, dass der Beschwerdeführer den Schlüssel zu einem Tresor besass, in dem sich eine Agenda befand, mit der über Haschischhandel Buch geführt wurde, bestehen auch in den aufgezeichneten Gesprächen zahlreiche Hinweise darauf, dass er Mitglied der erwähnten beiden Gruppierungen war. Aus den oben zitierten Auszügen ergibt sich insbesondere, dass die Hausdurchsuchung beim Beschwerdeführer eine grosse Beunruhigung bei den Beteiligten auslöste. Dass dabei auch eine Bemerkung fiel, die auf eine verhältnismässig unbedeutende Rolle in einer der beiden mutmasslichen Banden deuten könnte ("Sie werden jetzt alle Kleinen holen..."), ändert daran nichts. Insgesamt verletzt es deshalb kein Bundesrecht, von einem dringenden Tatverdacht in Bezug auf qualifizierte Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz auszugehen. Die Rüge des Beschwerdeführers ist unbegründet.