Citation: 4A_574/2013 E. 3

Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, dass auch aufgrund einer objektivierten Auslegung des Vereinbarungsentwurfs auf eine mündliche Gewinnbeteiligungsabrede geschlossen werden müsse. Die von der Beschwerdegegnerin im Entwurf der Austrittsvereinbarung verwendete Wortwahl könne schlicht nicht anders verstanden werden, als dass zwischen den Parteien zumindest ein normativer Konsens über eine Gewinnbeteiligungsabrede zwischen den Parteien im Umfang von je 50 % bestanden habe. Indem die Vorinstanz das Vorliegen einer solchen (mündlichen) vertraglichen Abrede ablehne, verstosse sie gegen Art. 2 ZGB und im Ergebnis - da sie das Bestehen eines Vertrages der Parteien fälschlicherweise verneine - auch gegen Art. 1 OR.