Citation: 8C_170/2021 E. 4

Im angefochtenen Urteil wird dem BEGAZ-Gutachten vom 17. November 2016 volle Beweiskraft beigemessen. Daraus ergebe sich, dass in somatischer Hinsicht wechselbelastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeiten uneingeschränkt zumutbar seien. Aufgrund einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabilen, histrionischen und paranoiden Anteilen sowie einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung mit dissoziativen Anteilen sei die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht seit Dezember 2010 zu 30 % eingeschränkt. Die abschliessende Würdigung des Beschwerdebildes anhand der Standardindikatoren ergebe, dass auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, wie sie sich aus dem BEGAZ-Gutachten ergebe, abzustellen sei. Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 40 % während eines Jahres) könne bei einer aus psychiatrischer Sicht seit Ende 2010 zu 30 % eingeschränkten Arbeitsfähigkeit nicht erfüllt werden, weshalb die Beschwerdeführerin schon deshalb keinen Anspruch auf eine Rente habe.