Citation: 1B_196/2009 07.01.2010 E. 1

Beim angefochtenen Rückweisungsentscheid handelt es sich um einen Zwischenentscheid. 1.1 Vorbehältlich der (hier nicht gegebenen) Fälle von Art. 92 BGG ist die Beschwerde gegen selbstständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide nur zulässig, wenn diese einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). 1.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, im vorliegenden Fall seien die Eintretensvoraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG erfüllt. 1.3 Soweit Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG auf Straffälle wie den vorliegenden überhaupt anwendbar erscheint, ist die Bestimmung (nach ihrem Sinn und Zweck) restriktiv auszulegen (vgl. BGE 133 IV 288 E. 3.2-3.3 S. 292 f. mit Hinweisen; Urteil 1B_242/2008 vom 11. November 2008 E. 3.2). Dies gilt umso mehr, als die Parteien in der Sache keiner Rechte verlustig gehen, wenn sie einer Zwischenverfügung nicht opponieren, können sie diese doch noch zusammen mit dem Endentscheid anfechten, soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirkt (Art. 93 Abs. 3 BGG). Das Bundesgericht prüft nach freiem Ermessen, ob bei einer Gutheissung der Beschwerde ein bedeutender Aufwand an Zeit und Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart werden kann (BGE 133 IV 288 E. 3.2 S. 292 mit Hinweisen). Die Vorinstanz legt ausführlich dar, dass sich diverse Beweisergänzungen "geradezu aufdrängten". Bei den protokollierten Beweisaussagen verschiedener Gewährspersonen, insbesondere des mutmasslichen Opfers, lägen prozessuale Fehler vor (mangelnde Hinweise auf Aussage- bzw. Zeugnisverweigerungsrechte), welche der Verwertbarkeit der Beweismittel entgegenstünden (vgl. angefochtener Entscheid, S. 11-14, E. 3.3-3.5). Ausserdem habe der Beschwerdeführer im Berufungsverfahren selbst diverse Beweisergänzungen gestellt, denen teilweise Folge leisten zu sei (vgl. angefochtener Entscheid, S. 14-17, E. 4.1). Wie sich aus den Akten ergibt, lässt sich die Stichhaltigkeit der Anklage (soweit das erstinstanzliche Urteil noch nicht in Rechtskraft erwachsen ist) ohne die von der Vorinstanz angeordneten Beweisergänzungen nicht prüfen. Dies gilt insbesondere für den laut Obergericht abzuklärenden Vorwurf, der Beschwerdeführer habe seine Stieftochter zwischen ihrem dreizehnten (nämlich ab 1. September 1997) und fünfzehnten Altersjahr (bis 2. Mai 2000) mehrfach sexuell missbraucht. Das kantonale Strafprozessrecht ermöglicht in Fällen wie dem vorliegenden eine Rückweisung des Verfahrens an das erstinstanzliche Gericht zur Beweisergänzung und Neubeurteilung (vgl. § 183 Abs. 2 i.V.m. §§ 398, 420 und 424 Abs. 1 StPO/ZH; s. auch Niklaus Schmid, in: Donatsch/Schmid, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Zürich, Zürich 1997 ff., § 183 N. 4). Die Eintretensvoraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG sind nicht gegeben. 1.4 Zu prüfen bleibt noch, ob die Beschwerde gestützt auf Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG zulässig erscheint. Als oberste rechtsprechende Behörde des Bundes soll sich das Bundesgericht in der Regel nur einmal mit der gleichen Streitsache befassen müssen. Nach ständiger Praxis ist ein Vor- oder Zwischenentscheid daher nur ausnahmsweise anfechtbar, sofern ein konkreter rechtlicher Nachteil droht, der auch durch einen (für die rechtsuchende Partei günstigen) Endentscheid nachträglich nicht mehr behoben werden könnte (BGE 134 I 83 E. 3.1 S. 86 f.; 134 IV 43 E. 2.1 S. 45; 133 IV 139 E. 4 S. 141, 288 E. 3.1 S. 291, 355 E. 4 S. 338; je mit Hinweisen). Ein nicht verfahrensabschliessender Rückweisungsentscheid begründet grundsätzlich selbst dann keinen nicht wieder gutzumachenden Rechtsnachteil, wenn er zu einem zusätzlichen Verfahrensaufwand führt (BGE 133 IV 121 E. 1.3 S. 125). Dies gilt insbesondere für die Rückweisung eines Strafverfahrens zur weiteren Untersuchung, welche eine Verfahrensverzögerung oder zusätzliche Kosten nach sich zieht (BGE 133 IV 139 E. 4 S. 141 mit Hinweisen; Urteil 1B_242/2008 vom 11. November 2008 E. 3.4). Diese Praxis ist auch im vorliegenden Fall zu bestätigen.