Citation: 6S.106/2006 16.10.2006 E. 4

Die Schussabgabe auf B.________ qualifiziert die Vorinstanz als versuchte vorsätzliche Tötung. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Bejahung des Eventualvorsatzes auf Tötung verletze Bundesrecht. Nach den verbindlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil schoss der Beschwerdeführer aus ein paar Metern Entfernung auf B.________, der aus Furcht, selber Ziel des Beschwerdeführers zu werden, mit tänzelnden Schritten bzw. Haken schlagend davonrannte. Der Beschwerdeführer konnte in dieser Situation bei der Schussabgabe nicht genau wissen, wo er das Opfer treffen würde, und es liegt auf der Hand, dass er einen Treffer mit tödlichen Folgen in Kauf nahm. Der Einwand des Beschwerdeführers, er hätte den Schuss auf B.________ schon abgeben können, bevor dieser die Flucht ergriff, wenn er ihn hätte töten wollen, schliesst ein eventualvorsätzliches Handeln im Zeitpunkt der Schussabgabe selbstredend nicht aus. Die Beschwerde ist deshalb auch unbegründet, soweit sie sich gegen den Schuldspruch wegen versuchter vorsätzlicher Tötung von B.________ wendet.