Citation: 2D_59/2019 E. 2.2

2.2.1 Der Steuerpflichtige bringt in allgemeiner Weise vor, von der erlassrechtlichen Mitwirkungspflicht dispensiert zu sein, weil die Erlassbehörde (Gemeindesteueramt) über alle erforderlichen Angaben verfüge. Wie die Vorinstanz für das Bundesgericht verbindlich festhält (Art. 118 Abs. 1 BGG), ist der Steuerpflichtige aufgefordert worden, den amtlichen Fragebogen auszufüllen und unterschrieben zu retournieren, jeweils unter Androhung des Nichteintretens im Unterlassungsfall (vorne E. 1.1). Dem Fragebogen, welcher der subsidiären Verfassungsbeschwerde beiliegt, lässt sich entnehmen, dass der Steuerpflichtige insbesondere Angaben zu den Schulden (Bestand, Höhe, Bereitschaft der übrigen Gläubiger zu einem ganzen oder teilweisen Schuldenerlass) verweigert hat. Er begründete dies gegenüber der Erlassbehörde damit, dass die Fragen unzulässig seien, da namentlich die Opfersymmetrie "nichts mit der Steuer zu tun" habe und es sich um den "einfachen Versuch hand[le], rechtswidrig das Erlassgesuch abzulehnen". 2.2.2 Ob es sich beim Fragebogen um jene Fassung handelt, die sich auch in den amtlichen Akten befindet, kann offenbleiben. So oder anders übt der Steuerpflichtige lediglich appellatorische Kritik, ohne sich auch nur beiläufig in hinreichendem Detaillierungsgrad mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen. Dadurch verstösst er gegen die ihn treffende qualifizierte Rüge- und Begründungsobliegenheit (Art. 117 in Verbindung mit Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 144 I 340 E. 3.2 S. 346). Selbst wenn berücksichtigt wird, dass es sich um eine Laienbeschwerde handelt, weshalb die formellen Anforderungen nicht allzu hoch anzusetzen sind (Urteil 2C_780/2019 vom 18. September 2019 E. 2.3), ist nicht zu übersehen, dass die unerlässliche Auseinandersetzung mit dem Verfassungsaspekt gänzlich unterblieben ist. Mit Blick darauf, dass die Beschwerde offensichtlich keine hinreichende Begründung enthält, ist darauf nicht einzutreten. Dies hat mit einzelrichterlichem Entscheid des Abteilungspräsidenten als Instruktionsrichter zu geschehen (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG). 2.2.3 Im Übrigen wäre die Beschwerde ohnehin abzuweisen, falls darauf eingetreten werden könnte. So verkennt der Steuerpflichtige, dass es einem berechtigten Interesse der öffentlichen Hand entspricht, zu erfahren, ob Opfersymmetrie geübt werde. Im Recht des Kantons Thurgau kommt dies namentlich dadurch zum Ausdruck, dass der Steuererlass "zu einer langfristigen und dauernden Sanierung der wirtschaftlichen Lage der steuerpflichtigen Person beitragen" und "der steuerpflichtigen Person selbst und nicht ihren Gläubigern zugute kommen" soll (§ 50a Abs. 1 der Verordnung [des Kantons Thurgau] vom 10. November 1992 zum Gesetz über die Staats- und Gemeindesteuern [StV/TG; RB 640.11]). Wie es sich damit verhält, ist ein entscheidwesentlicher Aspekt, der aus der Steuererklärung nicht hervorgeht. Entsprechend reichen die vorhandenen Akten nicht aus, um einen materiellen Entscheid zu fällen (§ 12 Abs. 3 VRG/TG; vorne E. 1.2).