Citation: 8C_331/2018 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, das kantonale Gericht habe in Verletzung von Bundesrecht nicht beachtet, dass der gestützt auf Art. 70 ATSG leistende Sozialversicherungszweig seine Zahlungen nur als Vorleistung erbringe. Es sei nicht relevant, dass er in der Zeit von Oktober bis Dezember 2012 noch über eine Restarbeitsfähigkeit von 25 % verfügt habe, da die Unfallversicherung ihm in dieser Zeit gestützt auf Art. 25 Abs. 3 UVV ein ganzes Taggeld ausgerichtet habe. Art. 25 Abs. 3 UVV bilde das Gegenstück zu Art. 28 Abs. 4 AVIG. Mit dieser Regelung werde die Koordination zwischen Unfall- und Arbeitslosenversicherung hergestellt. Die Unfallversicherung habe vorliegend den Fall "nachträglich übernommen" und so die Arbeitslosenkasse aus ihrer Vorleistungspflicht "entlassen". Er sei deshalb so zu stellen, wie wenn er keinen Antrag auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung für die Zeit von Oktober bis Dezember 2012 gestellt hätte. Die Frage, ob ein anrechenbarer Verdienstausfall nach Art. 11 AVIG vorliege, könne offen bleiben, weil die Arbeitsunfähigkeit durch die Tagggelder der Unfallversicherung voll gedeckt worden sei und die Arbeitslosenkasse ihre Vorleistungen gestützt auf Art. 71 ATSG vollumfänglich habe zurückfordern können. Als die Voraussetzungen für die Vorleistungen weggefallen seien, hätte die Beschwerdegegnerin die für den Versicherten günstigste Lösung wählen müssen, konkret hätte sie ohne Nachteil für den Beschwerdeführer den Beginn der Rahmenfrist auf den 1. Januar 2013 setzen müssen. Mit ihrer Weigerung, die einmal festgelegte Rahmenfrist aufzuheben, seien ihm drei volle Leistungsmonate verloren gegangen. Dies gelte es zu korrigieren. Die Sache sei darum zur neuen Beurteilung unter Berücksichtigung der Rahmenfrist vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2014 an die Kasse zurückzuweisen.