Citation: 6B_1137/2017 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz hält fest, bei der Beweislage, insbesondere den glaubhaften Aussagen von A.________ bestehe kein Zweifel daran, dass dieser am 18. April 2014 zur fraglichen Zeit von einem sich ebenfalls auf der Tanzfläche befindlichen Täter einen wuchtigen Schlag ins Gesicht versetzt erhalten habe, der die in der Anklage festgehaltenen Verletzungen nach sich gezogen habe (Urteil S. 12 f. E. 4.4.1). Kernfrage sei, ob es der Beschwerdeführer gewesen sei, der A.________ geschlagen und verletzt habe. Zunächst sei festzustellen, dass bereits unmittelbar nach dem Vorfall am Tattag davon ausgegangen worden sei, der Beschwerdeführer sei der Täter. Jedenfalls habe der Sicherheitsdienst die an der tätlichen Auseinandersetzung Beteiligten identifiziert und aus dem Club geführt (so die zusammengefasste Aussage von C.________) und hätten sodann die Polizeibeamten den Beschwerdeführer als mutmasslichen Täter im Rapport erfasst. Dafür müsse ein Anlass bestanden haben - mutmasslich die Angaben der Beteiligten. Dass dieser Anlass in einem Interesse von C.________ bestanden haben könnte, den Täter zu identifizieren und den Fall abzuschliessen, weshalb er einfach einen "herausgepickt" habe, sei jedenfalls zu verneinen. Die Angaben im Polizeirapport würden nicht für den Beschwerdeführer sprechen. Weiter falle auf, dass A.________ den Täter in der polizeilichen Befragung kurz nach dem Vorfall sehr präzise beschrieben habe. Es sei offensichtlich, dass er bei seinen Schilderungen ein bestimmtes Bild vor Augen habe, welches er so lebendig wie möglich wiederzugeben versuche. Dieses Bild entspreche absolut dem Beschwerdeführer: Dieser sei zur Tatzeit 20-24-jährig (nämlich gut 20 ½) gewesen und sei von normaler Statur. Sodann treffe die Bezeichnung "heller Typ mit weisser Haut und hellen Haaren" durchaus zu und es könne auch nachvollzogen werden, wenn A.________ von einem Skater-/Surfertyp spreche, zumal der Beschwerdeführer blond und sportlich sei, was gemeinhin mit einem Skater-/Surfertyp assoziiert werde. Nicht auf den Beschwerdeführer treffe die Beschreibung der Körpergrösse von 170-175 cm zu. Dieser messe vielmehr 185 cm. Allerdings handle es bei der Grössenangabe betreffend den Täter nur um eine Schätzung, weshalb sie nicht absolut betrachtet werden dürfe. Zentraler als die Grössenangabe sei, dass A.________ den Täter als fast einen Kopf kleiner beschrieben habe, was für den Beschwerdeführer mit seinen 185 cm im Vergleich zu den 195 cm bei A.________ durchaus zutreffe. Letzterer habe auch D.________ zutreffend beschrieben, wie anhand der Bilder festgestellt werden könne, bei welchen der Beschwerdeführer bestätigt habe, dass sie seinen damaligen Begleiter zeigen würden. Zur differenzierten Beschreibung des Täters durch A.________ würden nun seine Vorbehalte vordergründig schlecht passen, die er gegenüber einer möglichen Wahlbildkonfrontation vorgebracht habe. Darin liege aber wohl ein zurückhaltendes Aussageverhalten, das für die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen spreche, als eine effektive materielle Unsicherheit. Auch in der über ein Jahr nach dem Vorfall durchgeführten staatsanwaltschaftlichen Einvernahme habe A.________ offensichtlich noch dasselbe - dem Beschwerdeführer entsprechende - Bild des Täters vor sich. Es sei A.________ abzunehmen, dass er in der Person des Beschwerdeführers den Täter wiedererkannt habe. Es sei glaubhaft, wenn er zur Begründung - simpel, aber letztlich auch nicht weiter begründbar - angebe, er wisse, wie diese Person ausgesehen habe. Die Erscheinung des Beschwerdeführers habe ihm offensichtlich Gewissheit gegeben hinsichtlich des Bildes des Täters, das er bis dahin beschrieben habe. Der Beschwerdeführer sei damit durch die Aussagen von A.________ zweifelsfrei als Täter identifiziert. Ebenfalls keine Zweifel an der Täterschaft des Beschwerdeführers liessen dessen eigenen Aussagen aufkommen. Weder die Erklärungsversuche des Beschwerdeführers selber noch des Verteidigers konnten in diesem Zusammenhang mehr Klarheit darüber schaffen, weshalb der Beschwerdeführer nicht von Anfang an eine Beteiligung deutlich in Abrede gestellt habe, wenn er nicht an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sei. Die Aussagen des Beschwerdeführers seien nur wenig glaubhaft (Urteil S. 14-22 E. 4.4.2).