Citation: 6B_1440/2019 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe das bei der Hausdurchsuchung aufgefundene Heroin (106 Gramm Heroingemisch) gefunden, besessen und aufbewahrt. Dadurch habe er den Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG erfüllt. Der schwere Fall sei gemäss der Rechtsprechung ab einer Menge von 12 Gramm reinem Heroin anzunehmen. Diese Menge sei objektiv geeignet, die Gesundheit vieler Menschen zu gefährden. Es handle sich um ein abstraktes Gefährdungsdelikt, weshalb der Besitz für die Tatbestandsmässigkeit genüge, unabhängig davon, was der Täter mit den Drogen beabsichtige. Davon ausgenommen sei lediglich die Konstellation, in welcher die Gefahr der Weiterverbreitung der Drogen ausgeschlossen werden könne. Eine Ausnahme liege nicht vor, da der Beschwerdeführer selbst kein Heroin mehr konsumiere und die Drogen nicht bloss für einen genau definierten, kleinen Abnehmerkreis bestimmt gewesen seien.