Citation: U 249/05 20.02.2006 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat die medizinischen Akten umfassend geprüft und sorgfältig gewürdigt. Es hat mit zutreffender Begründung, worauf verwiesen wird (Art. 36a Abs. 3 OG), dargelegt, weshalb entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin die geklagten gesundheitlichen Beeinträchtigungen - insbesondere auch die von Dr. med. G.________ beschriebene Läsion des Ligamentum alare rechts (Bericht vom 25. Juni 1997) - unter Mitberücksichtigung der Berichte der Dres. med. S.________ vom 21. Dezember 2002 sowie G.________ vom 3. September und 22. November 2002 angesichts einer mehr als zehnjährigen Latenzzeit nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 18. August 1985 stehen. 3.2 Was die Versicherte hiegegen vorbringt, ist offensichtlich unbegründet. In den Akten finden sich aus einem Zeitraum von mehr als zehn Jahren nach Abschluss des Grundfalles keine echtzeitlich erstellten medizinischen Berichte, welche auf unfallkausale Beschwerden hindeuten würden, obwohl die Beschwerdeführerin im Jahre 1990 längere Zeit in medizinischer Behandlung war. Ergänzende medizinische Abklärungen (insbesondere eine "zusätzliche Begutachtung"), wie sie von der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang beantragt werden, "um die echtzeitliche Lücke zu schliessen", sind unnötig (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 Erw. 3.4). Nachdem die Versicherte in der Folge dieses Unfalles ab 7. Oktober 1985 wieder voll arbeitsfähig war, erwähnte erstmals der Neurologe Dr. med. E._______ im Zusammenhang mit dem von ihm beschriebenen "komplexen zervikocephalen Syndrom" das Unfallereignis von 1985, aber auch den erheblichen krankhaften Vorzustand an der Wirbelsäule (Untersuchungsbericht vom 6. Mai 1997). Er wies ausdrücklich darauf hin, dass sich die Versicherte in stabilisiertem Zustand befunden habe, bis es eindeutig infolge der beruflichen Doppelbelastung zu einer Überforderung mit vegetativen Begleitsymptomen gekommen sei. Dem seit Mai 1996 behandelnden Psychiater Dr. med. U.________ begann gestützt darauf anfangs Januar 1998 "allmählich klar zu werden, dass viele der von dieser Patientin glaubhaft beklagten Beschwerden mit aller Wahrscheinlichkeit mit diesem Ereignis in Zusammenhang standen" (Bericht vom 29. Januar 2004). Insbesondere dieser Psychiater und die in der Folge behandelnden Spezialärzte der Rehabilitationsklinik X.________ schrieben die geklagten Beschwerden ungeachtet der berufsbedingten Überforderung wegen der Doppelbelastung (Gründung der eigenen Unternehmung bei gleichzeitiger unselbständiger Erwerbstätigkeit) und der unfallfremden erheblichen Veränderungen an der ganzen Wirbelsäule nach der für den Beweis des anspruchsbegründenden Kausalzusammenhangs untauglichen Formel "post hoc, ergo propter hoc" (vgl. BGE 119 V 341 f. Erw. 2b/bb) einzig dem Unfall zu, obwohl der Psychiater selber eine "immer komplexere Problematik" beschreibt, beginnend mit einer schwierigen Jugend, einem langjährigen Rückenleiden in der Kindheit sowie Beziehungsproblemen usw. Trotz der aus psychiatrischer Sicht angeblich "klaren" Einschätzung der Kausalität des Gesundheitsschadens und trotz der dramatischen Schilderung dieses Unfallereignisses durch den Lebenspartner der Versicherten vom Januar 2003 erwähnte die Beschwerdeführerin in der von ihr selber handschriftlich am 15. Januar 1998 ausgefüllten Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung das Ereignis vom 18. August 1985 mit keinem Wort, gegenüber dem Psychiater, bei welchem sie seit Mai 1996 in Behandlung war, erstmals im Januar 1998. Nach dem Gesagten erkannten Verwaltung und Vorinstanz zu Recht, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 18. August 1985 und den am 27. März 2001 als Spätfolgen zum genannten Unfall angemeldeten Beschwerden nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt und die Allianz folglich hiefür nicht leistungspflichtig ist.