Citation: I 785/04 25.04.2006 E. 2

Strittig ist einzig, ob die für die Ermittlung des Invaliditätsgrades herangezogenen Verweisungstätigkeiten und der als zumutbar bezeichnete Umfang einer entsprechenden Erwerbstätigkeit mit dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers vereinbar sind. 2.1 Wie die Rekurskommission richtig festgestellt hat, ist der mögliche Rentenbeginn ein Jahr (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) nach dem Unfall vom 3. September 2001, somit auf September 2002 festzusetzen. Die erwerblichen Verhältnisse sind daher vorab für jenen Zeitpunkt zu prüfen (vgl. BGE 129 V 222). 2.2 Verwaltung und Vorinstanz stützen sich auf die medizinischen Abklärungen und auf die sich daraus ergebende Zumutbarkeitsbeurteilung der SUVA. Weder im Verfahren vor der Rekurskommission noch letztinstanzlich bringt der Beschwerdeführer vor, er leide unter anderen oder weiteren Gesundheitsschäden, als sie dieser zu Grunde gelegt wurden. Im Austrittsbericht vom 12. Juni 2002 werden ein Fallfuss rechts, ein Tinnel-Phänomen am Fibulaköpfchen rechts, belastungsabhängige Schmerzen am linken oberen Sprunggelenk bei erhaltener Beweglichkeit und eine Hyposensibilität am lateralen Unterschenkel rechts sowie zwischen der ersten und zweiten Zehe diagnostiziert. Diese Befunde haben zur Folge, dass der Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit als Bauarbeiter (Bohr- und Fräsenspezialist) nicht mehr ausüben kann. Hingegen ist eine leichte bis mittelschwere wechselbelastende, vorwiegend sitzende Arbeit ganztags möglich, soweit das Heben und Tragen von schweren Lasten, längeres Gehen und Stehen, Gehen auf unebenem Gelände, Arbeiten auf einer Leiter oder auf einem Baugerüst und knieende oder hockende Tätigkeiten vermieden werden. Ohne auf diese detaillierte Beurteilung einzugehen, macht der Beschwerdeführer geltend, er könne wohl höchstens noch einer 50%igen Tätigkeit nachgehen. Diese Ansicht wird nicht begründet und ist auch nicht nachvollziehbar, nachdem er lediglich an Folgen einer (beidseitigen) Fussverletzung leidet. Weshalb ihn diese daran hindern sollte eine angepasste Tätigkeit vollzeitlich auszuführen, ist nicht ersichtlich. Insoweit ergibt sich, dass die von Verwaltung und Vorinstanz bezeichneten Verweisungstätigkeiten mit dem gesundheitlichen Zustand des Beschwerdeführers vereinbar sind und deren Ausübung im Rahmen eines vollen Arbeitspensums zumutbar erscheint. 2.3 In erwerblicher Hinsicht hat die SUVA Tätigkeiten im Bereich leichte Montage, Controlling, Eichung und Lötarbeiten als den gesundheitlichen Gegebenheiten entsprechend bezeichnet. Sie ermittelte mit Hilfe ihrer Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) ein mögliches Invalideneinkommen von Fr. 51'000.-. Gemäss der in BGE 129 V 472 veröffentlichten Rechtsprechung setzt bei der Ermittlung des für die Invaliditätsbemessung massgebenden Invalideneinkommens das Abstellen auf DAP-Löhne voraus, dass in der Regel mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze angegeben werden. Im Hinblick auf die Repräsentativität der DAP-Profile und der daraus abgeleiteten Lohnangaben bedarf es zusätzlicher Angaben über die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe, womit eine Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht wird. Fehlt es an entsprechenden Angaben, hat die Invaliditätsbemessung auf Grund von Tabellenlöhnen gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) zu erfolgen (BGE 129 V 478 ff. Erw. 4.2.2). Verwaltung und Vorinstanz haben das von der SUVA ermittelte Invalideneinkommen übernommen. Der Beschwerdeführer hat gegen den Einkommensvergleich keine Einwendungen erhoben. Eine Überprüfung mit Hilfe der Durchschnittslöhne gemäss LSE ergibt, dass der Beschwerdeführer zumutbarerweise ein Invalideneinkommen von Fr. 44'395.- (Fr. 4175.- x 12 : 40 x 41,7 x0,85) erzielen könnte. Dabei ist ein leidensbedingter Abzug (vgl. BGE 126 V 75 ff.) von 15 % berücksichtigt. Bei einem unbestrittenen Valideneinkommen im Jahre 2002 von Fr. 72'540.- ergibt dies einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 39 %. Auch wenn man von einem maximal zulässigen Abzug von 25 % vom Tabellenlohn ausginge, was hier nicht gerechtfertigt wäre, resultiert ein Invaliditätsgrad von 46 %. Wie beide Vorinstanzen zu Recht erkannt haben, hat eine aus dem ehemaligen Jugoslawien stammende versicherte Person ohne Wohnsitz in der Schweiz bei einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (Urteil I. vom 18. März 2005, I 275/02; vgl. aber BGE 130 V 253). Bezüglich der weiteren Argumentation - so hinsichtlich der geltend gemachten beeinträchtigten Lebensqualität und des Anspruchs auf Fürsorgeleistungen - wird auf die richtigen Ausführungen der Vorinstanz verwiesen, welchen nichts hinzuzufügen bleibt.