Citation: 5A_6/2014 E. 3.3

3.3. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers muss die Zuständigkeit des Betreibungsamtes zur Aufnahme eines Retentionsverzeichnisses nach Eröffnung des Konkurses verneint werden. Einerseits besteht gemäss Art. 240 SchKG eine umfassende Kompetenz der Konkursverwaltung mit Blick auf die Erhaltung und Verwertung der Masse. Andererseits fallen das Retentionsverzeichnis und damit der Retentionsbeschlag durch die Eröffnung des Konkurses als Generalexekution dahin (BGE 43 III 335 E. 1 S. 340). Der Konkursbeschlag ersetzt den Retentionsbeschlag an den retinierten Vermögenswerten ( SCHNYDER/WIEDE, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 71 zu Art. 283 SchKG). Folglich bleibt für eine Zuständigkeit des Betreibungsamtes zur Aufnahme eines Retentionsverzeichnisses nach Konkurseröffnung kein Raum. Wie bereits die Vorinstanz erörtert hat, geht der Retentionsgläubiger seiner Retention infolge der Konkurseröffnung nicht verlustig. Er kann die Forderung und das Retentionsrecht im Konkurs des Mieters anmelden (BGE 124 III 215 E. 2a S. 218).