Citation: 6P.149/2005 28.04.2006 E. 1

1.1 Die Verfahren wegen Körperverletzung und Tätlichkeiten können antragsgemäss vereinigt werden. 1.2 Die staatsrechtliche Beschwerde ist, von hier nicht gegebenen Ausnahmen abgesehen, kassatorischer Natur (BGE 124 I 327 E. 4a). Soweit der Beschwerdeführer mehr beantragt als die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, kann auf die Beschwerden nicht eingetreten werden (BGE 129 I 173 E. 5.1). 1.3 Im Verfahren wegen einfacher Körperverletzung ist die Legitimation des Beschwerdeführers zur staatsrechtlichen Beschwerde und zur Nichtigkeitsbeschwerde gegeben. 1.4 Im Verfahren wegen Tätlichkeiten führte der Beschwerdeführer als Privatstrafkläger nach den Vorschriften des kantonalen Rechts (Art. 298 StPO/SG) allein und ohne Beteiligung des öffentlichen Anklägers die Anklage. Er ist gemäss Art. 270 lit. g BStP zur Nichtigkeitsbeschwerde legitimiert (BGE 127 IV 236 E. 2b/aa). Näher zu prüfen ist die Legitimation zur staatsrechtlichen Beschwerde. Geringfügige Beeinträchtigungen, die zu keinen Verletzungen geführt haben wie zum Beispiel Tätlichkeiten, schliessen eine Opferstellung im Sinne von Art. 2 Abs. 1 OHG in der Regel (BGE 129 IV 216 E. 1.2.1) und auch vorliegend aus, weil lediglich nicht erhebliche Einwirkungen auf den Beschwerdeführer seitens des Beschwerdegegners in Betracht kommen (unten E. 6). Der Beschwerdeführer ist daher nicht im Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. c OHG zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert. Die Legitimation bestimmt sich somit gemäss Art. 88 OG und setzt die persönliche Betroffenheit in eigenen rechtlich geschützten Positionen voraus. Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts ist der Privatstrafkläger gleich wie der durch eine angeblich strafbare Handlung Geschädigte grundsätzlich nicht legitimiert, gegen ein freisprechendes Urteil staatsrechtliche Beschwerde zu erheben. Er kann aber die Verletzung von Verfahrensrechten geltend machen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt (BGE 128 I 218 E. 1.1; 108 Ia 97 E. 1). So kann er beispielsweise vorbringen, er sei nicht angehört worden oder habe keine Gelegenheit gehabt, Beweisanträge zu stellen, oder er habe nicht Akteneinsicht nehmen können. Hingegen kann er weder die Würdigung der beantragten Beweise noch die Tatsache rügen, dass seine Anträge wegen Unerheblichkeit oder aufgrund antizipierter Beweiswürdigung abgelehnt wurden. Die Beurteilung dieser Fragen kann von der Prüfung der materiellen Sache nicht getrennt werden. Auf eine solche hat der in der Sache selbst nicht Legitimierte keinen Anspruch (BGE 120 Ia 157 E. 2a/bb; 121 IV 317 E. 3b). Dieser kann sich daher auch nicht über die Geltendmachung formeller Rechtsverletzungen die Beschwerdelegitimation in der Sache selbst verschaffen (BGE 120 Ia 101 E. 3b, 157 E. 2e). Verfahren wegen einfacher Köperverletzung