Citation: 1C_678/2020 E. B

Am 12. September 2019 hielt die Polizei A.________ als Lenker eines Personenwagens an. Dieser wies sich mit dem per 14. März 2019 ausgestellten unbefristeten Führerausweis aus. Da ein Drogenschnelltest positiv auf Kokain ausfiel, nahm ihm die Polizei diesen Führerausweis ab und leitete den Ausweis an das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt weiter. Gemäss dem forensisch-toxikologischen Abschlussbericht des Instituts für Rechtsmedizin (IRM) der Universität Bern vom 7. Oktober 2019 ergab die Blutanalyse ein negatives Resultat für Kokain nach den Richtlinien des Bundesamts für Strassen (ASTRA). Indes wurden im Blut zwei Stoffwechselprodukte (Benzoylecgonin und Ecgoninmethylester) nachgewiesen. Damit sei ein in der Vergangenheit liegender Konsum von Kokain nachgewiesen. Aufgrund der Gesamtumstände empfahl das IRM eine Überprüfung der Fahreignung von A.________. Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt eröffnete mit Schreiben vom 19. September 2019 ein Administrativverfahren und stellte A.________ die Annullierung seines Führerausweises auf Probe in Aussicht, weil er am 12. September 2019 einen Personenwagen trotz entzogenem Führerausweis gelenkt habe. Mit Schreiben vom 25. Oktober 2019 führte A.________ aus, er habe nicht unter Drogeneinfluss ein Motorfahrzeug gelenkt, zudem sei er am 12. September 2019 im Besitz seines Führerausweises gewesen. Er habe diesen Ausweis der Polizei abgegeben. Mit Verfügung vom 10. Dezember 2019 annullierte das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt den Führerausweis auf Probe von A.________. Weiter hielt es fest, ein neuer Lernfahrausweis könne frühestens ab 12. September 2020 und nur aufgrund eines verkehrsmedizinischen und verkehrspsychologischen Gutachtens erteilt werden, das die Fahreignung bejahe und nicht älter als drei Monate sei. Dagegen erhob A.________ Beschwerde bei der Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführern. Diese wies die Beschwerde mit Urteil vom 22. April 2020 ab.