Citation: 9C_714/2022 E. 3.1.1

3.1.1. Die Vorinstanz hat hinsichtlich der Nutzung der Kabelkanalisation der Beschwerdegegnerin durch die Beschwerdeführerinnen festgestellt, dass die Beschwerdegegnerin damit ihre Kabelkanalisation als Verwaltungsvermögen Privaten im Sondergebrauch zur längerfristigen Nutzung zur Verfügung gestellt habe. Das von der Beschwerdegegnerin dafür geforderte Entgelt hat die Vorinstanz entsprechend seiner Funktion als Entgelt für ein Sondernutzungsrecht an einer öffentlichen Sache als Konzessionsgebühr qualifiziert (angefochtener Entscheid, E. 5.1.). Sodann ist die Vorinstanz zum Ergebnis gelangt, dass die von den Beschwerdeführern geschuldete Konzessionsgebühr für die Nutzung einer öffentlichen Sache keine kostenabhängige Kausalabgabe darstelle und deshalb nicht dem Kostendeckungsprinzip unterworfen sei (angefochtener Entscheid, E. 6.4.). Indessen sei die Konzessionsgebühr der begrenzenden Regelung von Art. 78 Abs. 2 der Verordnung vom 9. März 2007 über Fernmeldedienste (FDV, SR 784.101) unterworfen, wonach für die Nutzung freier Infrastrukturen eine angemessene Entschädigung geschuldet sei, die nicht höher sein dürfe als die geschätzten Kosten der Anbieterin für die Verlegung eigener Leitungen.