Citation: 1C_502/2014 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Strafverfolgung des Beschwerdegegners bedürfe gar keiner Ermächtigung des Obergerichts, da er zum Tatzeitpunkt nicht Erbenvertreter gewesen sei und die Strafanzeige daher nicht seine amtliche Tätigkeit betreffe. Der Kanton Zürich kennt das Amtsnotariat (vgl. Notariatsgesetz, insbesondere §§ 1 und 11); Notare sind somit Beamte im Sinn von Art. 110 Abs. 3 StGB. Der Beschwerdegegner hat auf Anfrage des Notariatsinspektors Einsicht in die Akten der Erbteilung genommen, um zu prüfen, ob er in der Lage sei, für seinen Winterthurer Amtskollegen einzuspringen und das Mandat als Erbenvertreter im Nachlass des verstorbenen C.________ zu übernehmen. Diese Einsichtnahme in die Akten erfolgte somit offensichtlich im Rahmen seiner amtlichen Tätigkeit als Notar. Die Strafanzeige, in welcher der Beschwerdeführer geltend macht, der Beschwerdegegner habe Notar D.________ angestiftet, ihn unter Verletzung des Amtsgeheimnisses Einsicht in die Nachlassakten nehmen zu lassen, bezieht sich somit auf die amtliche Tätigkeit des Beschwerdegegners. Die Eröffnung eines auf die Strafanzeige des Beschwerdeführers gestützten Strafverfahrens bedarf somit klarerweise einer Ermächtigung des Obergerichts. Die Rüge ist unbegründet.