Citation: 1C_56/2021 E. 6

Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin vor, das angefochtene Urteil missachte das Gebot von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 BV), weil der Beschwerdegegner im Jahr 1996 gestützt auf § 357 Abs. 1 PBG/ZH einen Dachstockaufbau realisiert habe und nun unter Hinweis auf die gleiche Bestimmung die Aufstockung ihres Mehrfamilienhauses verhindern wolle. Die Bewilligung für den Dachstockaufbau des Beschwerdegegners ist längst rechtskräftig und war nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar und es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Voraussetzungen erfüllt sein könnten, welche ihm ausnahmsweise einen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht vermitteln würden (vgl. dazu BGE 146 I 105 E. 5.3 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat das Bauvorhaben gestützt auf das geltende Baurecht geprüft, ohne gegen das Gebot von Treu und Glauben zu verstossen.