Citation: 2C_481/2018 E. 6.4.2

6.4.2. Bei der hier vorzunehmenden Prüfung, ob wichtige familiäre Gründe für einen nachträglichen Familiennachzug vorliegen (vgl. Art. 47 Abs. 1 Satz 1 AIG), ist zu berücksichtigen, dass es einzig noch um den Nachzug der Ehegattin des Beschwerdeführers geht. Gründe, diesen Nachzug erst am 29. Januar 2014 und damit nach Ablauf der fünfjährigen Frist bis zum 1. Januar 2013 geltend zu machen, können - wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat - namentlich vorliegen, wenn die Ehefrau des Beschwerdeführers gegenüber Verwandten im Ausland Betreuungsaufgaben wahrnehmen musste. Der Beschwerdeführer macht geltend, seine Ehefrau habe in Serbien nicht nur die Grosseltern, sondern vorab auch die eigenen Kinder betreuen müssen (vgl. insbesondere Beschwerde, S. 4). Zum Zeitpunkt des (ersten) hier streitbetroffenen Nachzugsgesuchs für die Ehefrau vom 29. Januar 2014 war der gemeinsame Sohn C.A.________ noch nicht volljährig. Selbst wenn als allgemeinnotorisch angenommen würde, dass bei nicht volljährigen Kindern auch über das 16. Altersjahr hinaus ein - wenn auch gegenüber dem Betreuungsbedarf bei jüngeren Kindern verringertes - Betreuungsbedürfnis besteht, könnte daraus nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers abgeleitet werden. Denn der Beschwerdeführer hat trotz der ihn treffenden Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 AIG) nicht behauptet, geschweige denn belegt, dass die Betreuung des Sohnes C.A.________ bis zur Einreichung des Gesuches vom 29. Januar 2014 nur von seiner Ehefrau hätte übernommen werden können. Die gemeinsame Tochter B.A.________, die in Serbien aufgewachsen ist, war bereits vor dem am 1. Januar 2013 erfolgten Ablauf der Fünfjahresfrist volljährig. Hinsichtlich der Tochter bestand also kein rechtserheblicher Betreuungsbedarf mehr. Im Übrigen waren die Eltern des Beschwerdeführers, die nach seinen Angaben von seiner Ehefrau betreut worden waren, und sein Schwiegervater im Jahr 2012 bereits verstorben. Selbst wenn sich die Schwiegermutter des Beschwerdeführers - entgegen seiner im angefochtenen Entscheid wiedergegebenen Darstellung in einer älteren Rechtsschrift (vgl. E. 4.2.4 des angefochtenen Entscheids) - nicht in einem Alters- und Pflegeheim befunden haben sollte (in diesem Sinne Beschwerde, S. 4), ist davon auszugehen, dass sie nicht von der Ehefrau des Beschwerdeführers betreut wurde. Denn nach den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) machte der Beschwerdeführer im vorangegangenen Verfahren nicht geltend, es hätte in Bezug auf seine Schwiegermutter in Serbien keine Angebote der Drittbetreuung gegeben (vgl. E. 4.2.6 des angefochtenen Entscheids). Jedenfalls im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuches vom 29. Januar 2014 bestand damit kein wichtiger familiärer Grund, den Nachzug verspätet geltend zu machen. Die Vorinstanz ist somit zu Recht zum Schluss gelangt, dass keine wichtigen Gründe für einen nachträglichen Familiennachzug im Sinne von Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AIG gegeben sind.