Citation: 6B_3/2021 E. 4.4.3

4.4.3. Die Vorinstanz überschreitet das ihr zustehende Ermessen nicht, wenn sie die von der Beschwerdegegnerin in der Einstellungsverfügung getroffene Anordnung schützt, der Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten im Umfang von einem Drittel aufzuerlegen. Aus den Erwägungen der Vorinstanz ergibt sich, dass sie die Beschwerdeführerin nur deshalb nicht zu einem grösseren Kostenanteil verpflichtet, weil sie die angefochtene Einstellungsverfügung aufgrund des Verschlechterungsverbots (reformatio in peius) nicht zu deren Nachteil abändern darf (vgl. Art. 391 Abs. 2 StPO; BGE 148 IV 89 E. 4.3; 147 IV 167 E. 1.5.2; je mit Hinweisen). In einem ersten Schritt bestätigt die Vorinstanz die Kostenauflage durch die Beschwerdegegnerin und schiebt in einem zweiten Schritt im Sinne einer Eventualbegründung weitere Argumente hierfür nach. Soweit sie die Auflage der Kosten im Umfang von einem Drittel schützt, wie sie von der Beschwerdegegnerin getroffen wurde, ist diese bundesrechtskonform oder wurde sie in der Beschwerde in Strafsachen nicht beanstandet (vgl. E. 4.4.1). Unter Berücksichtigung des Anteils, den die Vorwürfe der Misswirtschaft und der Verstösse gegen das AHVG und das BVG an der Strafanzeige, der Einstellungsverfügung sowie den Untersuchungsakten haben, bewegt sich die Vorinstanz im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens, wenn sie erkennt, dass diese mindestens einen Drittel des Aufwands der Strafuntersuchung ausmachten.