Citation: 8C_270/2022 E. 6.4

6.4. Zusammenfassend kann die Leistungsvoraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen den über den 1. August 2019 hinaus geklagten Beschwerden und dem Unfall vom 7. November 2016 mangels hinreichender Anzahl beziehungsweise erheblicher Ausprägung der zu beachtenden Kriterien nicht als erfüllt gelten. Ob das kantonale Gericht das Ereignis zu Recht als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen qualifizierte oder ob nicht gar von einem leichten Unfall auszugehen wäre, braucht dabei nicht abschliessend beurteilt zu werden, zumal die vorinstanzliche Einordnung unbestritten geblieben ist. Mit der Annahme eines Invalidtätsgrades von 100 % sowie der Feststellung, dass die Beschwerdeführerin auch bei der Integritätsentschädigung die psychischen Beschwerden mitzuberücksichtigen habe, verletzte die Vorinstanz Bundesrecht. Gleiches gilt hinsichtlich der Feststellung eines Anspruchs auf psychotherapeutische Behandlung nach Art. 21 UVG. Es ist für den Zeitpunkt des Fallabschlusses mit der Beschwerdeführerin unter Ausklammerung der organisch durch das CRPS objektiv nicht ausgewiesenen Symptomausweitung von einer 100 %igen Arbeitsfähigkeit in einer der funktionellen Einhändigkeit angepassten Tätigkeit auszugehen.