Citation: 8C_71/2022 E. A

Der 1963 geborene A.________ war seit dem 1. November 2019 bei der B.________ AG vollzeitlich als Fliesenleger angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Mit Schadenmeldung UVG vom 22. Januar 2020 teilte die Arbeitgeberin der Suva mit, A.________ habe seit November 2019 immer wieder Probleme mit dem Knie, dieses sei angeschwollen. Die Unfallversicherung klärte den Sachverhalt in beruflicher und medizinischer Hinsicht ab. Laut Auskünften des Versicherten war er von 1990 bis 2010 in Kanada als Plattenleger erwerbstätig. Diesen Beruf habe er auch nach seiner Einreise in die Schweiz im Jahre 2010 ausgeübt. Dr. med. C.________, Facharzt für Arbeitsmedizin und Allgemeinmedizin, Suva, Abteilung Arbeitsmedizin, kam in seiner Beurteilung vom 22. April 2020 zum Schluss, der Versicherte verrichte als Bodenleger eine kniende Tätigkeit, die bekanntlich einen Risikofaktor für die Entstehung einer Gonarthrose darstelle. Aufgrund der hohen Prävalenz des Krankheitsbildes in der Allgemeinbevölkerung, die mit zunehmendem Alter ansteige, dem Nachweis von unterschiedlichen degenerativen Veränderungen an den Kniegelenken bei durchschnittlich gleicher Belastung und der kumulativen Kniegelenksbelastung von 11'000 Stunden (10-jährige versicherte berufliche Tätigkeit in der Schweiz) liege keine stark überwiegend beruflich verursachte Gonarthrose rechts vor. Mit Verfügung vom 24. April 2020 eröffnete die Suva A.________, die Voraussetzungen von Art. 9 Abs. 2 UVG (ausschliesslich oder stark überwiegend durch die berufliche Tätigkeit verursachte Krankheit) seien nicht gegeben, weshalb sie keine Versicherungsleistungen erbringen könne. Eine Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 10. November 2020 ab.