Citation: 6B_416/2013 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin 1 macht geltend, das Wesen eines polydisziplinären Gutachtens bestehe nicht bloss in einer Aneinanderreihung einzelner Teilgutachten, sondern in der Erarbeitung einer gemeinsamen Beurteilung durch Experten mehrerer Fachdisziplinen. Ein solches Gutachten erlange seine Aussagekraft erst durch den Konsens der beteiligten Fachärzte. Die Täuschung liege in der unrichtigen Behauptung des Konsenses über die Schlussfolgerungen. Durch die Behauptung, die Schlussfolgerungen seien gemeinsam erarbeitet worden, entstehe im vorliegenden Fall der Eindruck, dass der neurologische Teilgutachter im Konsensfindungsstadium von seiner ursprünglichen Einschätzung abgewichen sei. Die vollständige Wiedergabe der Teilgutachten schliesse die Täuschung nicht aus (Beschwerde 1 S. 6 f./9 f.). Zudem sei das Gutachten von Dr. D.________ nicht widersprüchlich. Mit der Verweisung auf neuropsychologische Defizite dokumentiere der Subgutachter lediglich, dass diese Befunde nicht mit den von ihm angewandten Untersuchungsmethoden, sondern mit neuropsychologischen Tests durch eine andere Fachperson erhoben worden seien, deren Ergebnisse bei den Akten lagen (Beschwerde 1 S. 7 ff.). Weiter bringt die Beschwerdeführerin 1 vor, die Auffassung der Vorinstanz, in den Schlussfolgerungen sei nichts enthalten, was nicht schon in den objektiven Befunden der Teilgutachter enthalten sei, sei nicht nachvollziehbar. Es sei schon fragwürdig, dass die Vorinstanz von einer gemeinsamen Erarbeitung der Schlussfolgerungen ausgehe, wo doch die beteiligten Gutachter nicht gemeinsam, sondern jeder nur für sich allein gearbeitet hätten. Darüber hinaus seien die beteiligten Ärzte nicht unabhängig voneinander zu einem übereinstimmenden Ergebnis gelangt. Vielmehr widersprächen die Schlussfolgerungen des Beschwerdegegners den einzelnen Beurteilungen, insbesondere derjenigen des Gutachtens von Dr. D.________ (Beschwerde 1 S. 10 f.). Schliesslich beanstandet die Beschwerdeführerin 1 die Feststellung der Vorinstanz, Dr. D.________ sei zur Beurteilung neuropsychologischer Defizite nicht kompetent gewesen. Die Vorinstanz habe sich zur Entscheidung der Frage, was zum Fachgebiet eines Neurologen gehöre, weder auf die Fachliteratur gestützt noch einen Experten beigezogen. Soweit anerkannt werde, dass der Subgutachter kompetent sei, die von einer Fachperson erhobenen neuropsychologischen Befunde in seine Beurteilung miteinzubeziehen, sei der Schluss, die vorgegebene Zustimmung der Subgutachter zu den Schlussfolgerungen sei rechtlich nicht relevant, unhaltbar (Beschwerde 1 S. 12 ff., 15 ff.).