Citation: 5C.225/2006 27.11.2006 E. 1

1.1 Die Abänderung von Kinderunterhaltsbeiträgen stellt eine Zivilrechtsstreitigkeit mit Vermögenswert dar, wobei der erforderliche Berufungsstreitwert von Fr. 8'000.-- um ein Vielfaches überschritten wird (Art. 46 i. V. m. Art. 36 Abs. 4 OG; BGE 116 II 493 E. 2 S. 494; Urteil 5C.78/2001 vom 24. August 2001, E. 1, nicht publiziert in: BGE 127 III 503). Auf die rechtzeitig erhobene Berufung ist demnach einzutreten. 1.2 Hilfsweise beantragt die Klägerin, die Kinderunterhaltsbeiträge seien nach richterlichem Ermessen zu erhöhen (Berufungsantrag Nr. 3). Gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. b OG ist in der Berufungsschrift nicht nur genau anzugeben, welche Punkte des kantonalen Entscheids angefochten werden, sondern auch, inwiefern diese abgeändert werden sollen. Wo eine Geldforderung im Streite liegt, muss der Antrag einen ziffernmässig bestimmten Betrag nennen, und zwar auch dann, wenn das kantonale Recht es gestattet, auf eine Zahlung nach richterlichem Ermessen zu klagen (vgl. BGE 121 III 390 E. 1 S. 391 mit Hinweisen). Diesen Anforderungen genügt der von der Klägerin gestellte Eventualantrag nicht, zumal auch der Begründung nicht entnommen werden kann, mit welchem Mindestbetrag die Klägerin zufrieden gestellt wäre (vgl. BGE 105 II 308 E. 6 S. 316). Auf das hilfsweise gestellte Berufungsbegehren kann somit nicht eingetreten werden. 1.3 Das Bundesgericht ist an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, wenn sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen (Art. 63 Abs. 2 OG) oder zu ergänzen sind (Art. 64 OG). Liegen solche Ausnahmen vor, so hat die Partei, die den Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (BGE 115 II 484 E. 2a S. 485; 110 II 494 E. 4 S. 497). Eine Ergänzung setzt zudem voraus, dass entsprechende Sachbehauptungen bereits im kantonalen Verfahren prozesskonform aufgestellt, von der Vorinstanz aber zu Unrecht für unerheblich gehalten oder übersehen worden sind, was wiederum näher anzugeben ist; andernfalls gelten die Vorbringen als neu und damit als unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 111 II 471 E. 1c S. 473 mit Hinweisen). Ausführungen, die sich gegen die tatsächlichen Feststellungen richten, sowie das Vorbringen neuer Tatsachen, Einreden, Bestreitungen und Beweismittel sind unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Für die Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung ist die staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung des Willkürverbotes gegeben (Art. 9 BV, Art. 43 Abs. 1 und Art. 84 Abs. 1 OG). Insoweit die Klägerin den Sachverhalt erweitert und die fachärztlichen Erkenntnisse kritisiert, sind ihre Vorbringen unbeachtlich und es kann darauf nicht eingetreten werden.