Citation: 2C_714/2022 E. 3.4.1

3.4.1. Die vom Beschwerdeführer angeführte Frühpensionierung, die in Kürze anstehe, ist allerdings kein rechtserheblicher, veränderter Umstand. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gilt, dass der zum Zeitpunkt des angefochtenen Urteils bestehende Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit nicht entfällt, wenn die betroffene Person zukünftig infolge Pensionierung oder Frühpensionierung eine AHV-Rente beziehen und aufgrund der geringen Rente auf Ergänzungsleistungen angewiesen sein wird. Die betroffene Person, welche zum Zeitpunkt des angefochtenen Urteils den Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit erfüllt, kann sich mit anderen Worten nicht darauf berufen, dass sie in Zukunft pensioniert (bzw. frühpensioniert) wird und der Sozialhilfebezug dannzumal durch Ergänzungsleistungen abgelöst werden wird (vgl. BGE 149 II 1 E. 4.6). Dementsprechend begründet eine kurz bevorstehende Frühpensionierung auch keinen Wiedererwägungsgrund im Sinne eines rechtserheblichen und veränderten materiellen Umstands.