Citation: 8C_124/2014 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht hat in Würdigung der umfangreichen medizinischen Aktenlage, insbesondere gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 25. Juli 2011, festgestellt, dass bezüglich der unbestrittenermassen unfallkausalen Schulterbeschwerden vom im Zeitpunkt der Begutachtung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erreichten Endzustand ausgegangen werden durfte, und hat die Verneinung eines daraus resultierenden Rentenanspruchs sowie die Zusprechung einer Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 5 % bestätigt. Hinsichtlich der Unfallkausalität der Nacken- und HWS-Beschwerden ist die Vorinstanz zum Schluss gekommen, die Nackenbeschwerden seien auf degenerative Vorzustände zurückzuführen und diese Beschwerden insgesamt seien nur möglicherweise unfallkausal. Selbst wenn jedoch die natürliche Kausalität zu bejahen und von organisch nicht nachweisbaren Nackenbeschwerden auszugehen wäre - so das kantonale Gericht - wäre die Adäquanzprüfung in Anbetracht der ausgeprägten psychischen Problematik nach der Rechtsprechung und den Kriterien für psychische Fehlentwicklungen vorzunehmen und nicht die Schleudertraumapraxis anzuwenden. Es sei von einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten auszugehen und die adäquate Kausalität zu verneinen, da keines der massgeblichen Kriterien vorliege.