Citation: 5A_270/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Die Beschwerdeführer erachten die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz als willkürlich. Das Obergericht habe die massgeblichen tatsächlichen Grundlagen unvollständig erhoben und den Anspruch der Beschwerdeführer auf Beweis (Art. 8 ZGB und Art. 152 ZPO) und auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt. Soweit sie sich nicht unzulässig auf neue Vorbringen und Beweismittel stützen (vgl. vorne E. 2.3), machen die Beschwerdeführer zusammengefasst geltend, sie hätten vor beiden kantonalen Instanzen auf veränderte Verhältnisse verwiesen und hierzu verschiedene Beweisanträge gestellt. Namentlich sei im Detail dargelegt worden, dass bei der Tochter eine DNA-Mutation nachgewiesen und die Ursache der Erkrankung wohl endlich gefunden sei. Die Situation habe sich entgegen dem Obergericht durch die Wiederherstellung der elterlichen Sorge stark beruhigt, was nicht zuletzt auf neue Untersuchungen und Behandlungen bzw. Therapien zurückzuführen sei. Hierauf gehe das Obergericht jedoch mit keinem Wort ein und es habe trotz gegenteiliger Anträge keine Abklärungen zu diesem Punkt getroffen. Die Vorinstanz stütze sich auf veraltete Unterlagen, aus denen die erwähnten Veränderungen nicht ersichtlich seien. Auf weitere Abklärungen könne auch nicht mit dem Argument verzichtet werden, vom Beizug der Patientenakten seien keine relevanten Erkenntnisse zu erwarten und ein Beizug der Beistandschaftsakten erübrige sich mit Blick auf den Bericht der Beiständin. Zumal die Vorinstanz den Sachverhalt von Amtes wegen zu klären habe. Es entstehe der Eindruck, das Obergericht wolle sich nicht mit den Veränderungen auseinandersetzen und den Fall möglichst zügig, ohne Aufwand und gestützt auf nicht aktuelle Unterlagen erledigen. Der Hinweis auf die angebliche Hilflosigkeit der Beschwerdeführer sei bereits durch die gerichtlichen Gutachten zur Erziehungsfähigkeit entkräftet worden. Ausserdem seien alle Fachpersonen durch die Komplexität der Krankheit überfordert gewesen. Weiter könnten die nach der Entlassung der Tocher aus der Rehabilitationsklinik aufgetretenen Probleme nicht den Eltern angelastet werden, deren Sorgerecht erst später wieder hergestellt worden sei. Das Obergericht habe nicht nur zu klären, wie sich die Verhätlnisse gegenüber dem ersten Entscheid verändert hätten, sondern auch, ob die Aufrechterhaltung der Massnahmen nach wie vor angezeigt sei. Das dem so sei, habe es auch unter Würdigung der Regeln zur antizipierten Beweiswürdigung nicht willkürfrei aufzuzeigen vermocht. Sofern die Vorinstanz die verlangten Beweise abgenommen hätte, hätte sich gezeigt, dass die Beschwerdeführer keineswegs hilflos, vielmehr alle Fachpersonen überfordert gewesen seien und in der Schweiz keine geeignete Institution für eine erfolgsversprechende Behandlung existiere. Weiter hätte sich ergeben dass die Beschwerdeführer nichts falsch gemacht hätten, die angeordneten Massnahmen wirkungslos geblieben und die Beschwerdeführer nicht auf Unterstützung angewiesen seien. Sodann hätten sich die Sachverhaltsdarstellungen der Beschwerdeführer bestätigt und sich insbesondere gezeigt, dass die wahren Ursachen der Erkrankung von C.A.________ erkannt worden und die ursprünglichen Diagnosen klar falsch seien.