Citation: 8C_26/2020 E. 7.2

7.2. Inwiefern die Einschätzung der Gutachter hinsichtlich ihrer eigenen Diagnosestellung für den Zeitpunkt des vom Unfallversicherer verfügten Fallabschlusses insgesamt beweisuntauglich sein sollte, weil der erwähnte Bericht des PD Dr. med. E.________ in den Akten fehlte, lässt sich nicht ersehen. Gemäss Gutachten lag anlässlich der Untersuchungen in der IB-Bern kein CRPS mehr vor. Dafür war gemäss den Experten nicht allein ausschlaggebend, dass nach der damaligen Aktenlage eine Dokumentation der für ein CRPS massgeblichen Befunde durch PD Dr. med. E.________ fehlte. Auch gestützt auf die Berichte der später konsultierten Ärzte fanden sich dafür gemäss den Gutachtern keine Anhaltspunkte. Während in der Klinik G.________ ebenfalls keine CRPS-Befunde angegeben wurden, vermochten PD Dr. med. J.________, Klinik I.________, sowie Frau Dr. med K.________ die CRPS-Diagnose ausdrücklich nicht zu bestätigen. Hinsichtlich des nachträglich eingereichten Berichts des PD Dr. med. E.________ vom 1. Juni 2011 ergänzten die Gutachter am 6. September 2018, dass sie seiner damaligen Diagnosestellung auch aufgrund der nunmehr vorliegenden ausführlicheren Angaben nicht folgen könnten. Sie beziehen sich dabei auf die gemäss einschlägiger Fachliteratur erforderlichen Kriterien. Danach dürften sich die Befunde insbesondere nicht anders als durch ein CRPS erklären lassen. Die von PD Dr. med. E.________ dokumentierten starken Schmerzen, Beweglichkeitseinschränkung und Schwellung des Handgelenks seien jedoch - zusammen mit der konventionell-radiologisch festgestellten fleckigen Entkalkung und den Dystrophiezeichen - auf die damals noch nicht erfolgte Konsolidierung der Fraktur zurückzuführen. Die Gutachter führten weiter aus, dass zudem als Befund insbesondere auch das gemäss der einschlägigen Fachliteratur erforderliche Kernsymptom einer Hyperalgesie und Allodynie gefehlt habe.