Citation: 7B.40/2005 12.07.2005 E. 3

Die Vorinstanz führt einleitend aus, Beschwerdeentscheide würden in zweifacher Hinsicht nur beschränkte materielle Rechtskraft entfalten: einerseits erstrecke sich die materielle Rechtskraft eines Beschwerdeentscheids nur auf dasjenige Vollstreckungsverfahren, in dem er ergehe. Andererseits könne ein formell rechtskräftiger Beschwerdeentscheid abgeändert werden, wenn sich die Verhältnisse, die Grundlage des Beschwerdeentscheids bildeten, wesentlich verändert hätten (Franco Lorandi, Betreibungsrechtliche Beschwerde und Nichtigkeit, Basel 2000, N. 88 zu Art. 20a SchKG). Rechtskräftig entschiedene Fragen im selben Betreibungsverfahren erneut zum Gegenstand einer Beschwerde zu machen, stelle zudem ein rechtsmissbräuchliches Vorgehen dar (Art. 2 Abs. 2 ZGB) und verdiene keinen Rechtsschutz. Habe eine Partei einen für sie ungünstigen Beschwerdeentscheid akzeptiert, könne sie darauf in demselben Betreibungsverfahren mit einer neuen Beschwerde nicht mehr zurückkommen, sofern sich mittlerweile nicht die Umstände geändert hätten. Bei einer Lohnpfändung sei zudem zu beachten, dass der Schuldner und der Gläubiger nachträgliche Veränderungen der Verhältnisse (Art. 93 Abs. 3 SchKG) nicht auf dem Beschwerdeweg, sondern ausschliesslich mit einem Gesuch um Revision beim Betreibungsamt geltend machen könnten (BGE 108 III 13). Diese zutreffenden Ausführungen gelten auch für das vorliegende Beschwerdeverfahren.