Citation: 6B_995/2008 05.05.2009 E. 2

Der Beschwerdeführer beanstandet die Kostenverteilung im kantonalen Verfahren. 2.1 Unter Hinweis auf Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK macht er geltend, einem mittellosen Angeklagten dürften keine Kosten für die Pflichtverteidigung auferlegt werden, wenn nicht durch Vollstreckungsmassnahmen sichergestellt sei, dass die entsprechenden Kosten nicht eingetrieben würden. Die Vorinstanz stellt in tatsächlicher Hinsicht fest, der Beschwerdeführer sei jung, arbeitsfähig und verfüge nach eigenen Angaben über mehrere Arbeitsstellen (angefochtener Entscheid S. 26 Ziff. 11). Unter diesen Umständen kann der Beschwerdeführer nicht als mittellos bezeichnet werden, weshalb die angerufene Konventionsbestimmung auch nicht zum Tragen kommt. 2.2 Den Anspruch auf rechtliches Gehör erachtet der Beschwerdeführer als verletzt, weil ihm die Vorinstanz ohne besondere Begründung die erstinstanzlichen Verfahrenskosten vollständig auferlegte, obwohl er schliesslich vom Vorwurf der qualifizierten Widerhandlung gegen das BetmG freigesprochen worden sei. Art. 346 der Schaffhauser Strafprozessordnung (StPO/SH) sieht vor, dass die Verfahrenskosten dem Beschuldigten auferlegt werden, soweit er schuldig gesprochen wird. Diese Bestimmung bezieht sich auf den eingeklagten Sachverhalt und nicht auf dessen Qualifikation (einfache oder qualifizierte Begehung). Da der Beschwerdeführer verurteilt wurde, hat er auch die gesetzlichen Folgen zu tragen. Dies bedurfte keiner weiteren Erörterung durch die Vorinstanz. 2.3 Der Beschwerdeführer rügt, in Bezug auf Ziff. 2 der Anklage sei er freigesprochen worden, weshalb ihm insoweit keine Verfahrenskosten hätten auferlegt werden dürfen. Diese sinngemässe Rüge einer willkürlichen Anwendung von Art. 346 StPO/SH erhebt er erstmals vor Bundesgericht (kantonale Akten, act. 552, 557, 586 und 694). Da er diesbezüglich den kantonalen Instanzenzug nicht ausgeschöpft hat, ist darauf nicht einzutreten.