Citation: 6B_140/2020 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz prüft, ob die B.________ GmbH durch das Handeln des Beschwerdeführers einen Vermögensschaden im Sinne eines entgangenen Gewinns erlitten hat. In tatsächlicher Hinsicht stellt sie hierzu fest, dass in Bezug auf die Bezifferung eines allfälligen Gewinnbetrags rein buchhalterisch kein solcher ausgewiesen sei. Es würden jedoch mehrere gewichtige Indizien vorliegen, wonach die E.________ GmbH mit dem Projekt U.________ einen Gewinn erwirtschaftet habe. Zunächst stehe fest, dass es die E.________ GmbH heute noch gäbe, weshalb zumindest ausgeschlossen werden könne, dass das besagte Projekt ein grosses Verlustgeschäft gewesen sei, hätte ein Verlust beim ersten grossen Geschäft doch mit grosser Wahrscheinlichkeit sogleich zur Überschuldung der vom Beschwerdeführer neu gegründeten GmbH geführt. Demgegenüber sei über die B.________ GmbH der Konkurs eröffnet worden. Zudem habe die E.________ GmbH nach Abschluss des Projekts U.________ weitere Projekte mit der D.________ AG realisiert. Auch daraus könne geschlossen werden, dass das Projekt U.________ gewinnbringend gewesen sein muss, ansonsten die E.________ GmbH kaum ein Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit gehabt hätte. Tatsache sei schliesslich, dass das Projekt U.________ ein namhaftes Geschäftsvolumen von Fr. 540'000.-- mit sich gebracht habe. Die Wahrscheinlichkeit, dass dabei auch ein Gewinn - in welcher Höhe auch immer - resultiert habe, sei sehr gross. Dabei gelte es insbesondere auch zu berücksichtigen, dass sämtliche Kosten, welche im Zusammenhang mit den Vertragsverhandlungen und der Auftragsgenerierung entstanden seien, noch zulasten der B.________ GmbH gegangen, der Gewinn aus dem Projekt hingegen in die E.________ GmbH geflossen sei. Im Übrigen hätte der Beschwerdeführer das Projekt U.________ sicherlich nicht um jeden Preis für die eigene GmbH abwerben wollen, wenn er nicht fest mit einem gewinnbringenden Geschäft gerechnet hätte (angefochtenes Urteil Ziff. 12.3 S. 34). Unter dem Titel der rechtlichen Würdigung der ungetreuen Geschäftsbesorgung führt die Vorinstanz aus, dass insgesamt erstellt sei, dass der E.________ GmbH aus dem Projekt U.________ ein Gewinn zugeflossen, bzw. der B.________ GmbH im selben Umfang ein solcher entgangen sei. Für die B.________ GmbH seien die Gewinnaussichten genügend konkret gewesen, zumal ihr seitens der D.________ AG bereits der Zuschlag für das Projekt U.________ erteilt worden war. Dass der entgangene Gewinnbetrag zahlenmässig bestimmt nachgewiesen werden könne, sei nicht erforderlich (angefochtenes Urteil Ziff. 16.2 S. 44 f.).