Citation: 4A_605/2019 E. 5.7

5.7. Ebenfalls nicht stichhaltig ist die Beschwerde, soweit der Beschwerdeführer behauptet, ihm habe das notwendige Fachwissen gefehlt, um die Mängel des Gutachtens zu erkennen. Entgegen seinen Ausführungen wurde von ihm gerade nicht verlangt, fachspezifische Mängel des Gutachtens zu erkennen und zu kritisieren. Es genügte zu erkennen, dass es im Gutachten im Wesentlichen um die Chance ging, zufolge der Behandlung statt in die Gruppe mit mRS-Werten 3 bis 6 in jene mit mRS-Werten 0 bis 2 zu fallen, wie dies der Beschwerdeführer in der Beschwerde selbst ausführt. Inwiefern dafür besondere medizinische Kenntnisse notwendig gewesen sein sollten, zeigt er nicht rechtsgenüglich auf. Ebenso behauptet er nicht, er sei davon ausgegangen, der Beschwerdegegner sei ohne Behandlung als mRS-Wert 3 einzustufen. Um zu erkennen, dass das Resultat des Gutachtens unter diesen Umständen nicht den für eine Verneinung des Kausalzusammenhangs massgebenden Punkt betraf, genügten rechtliche Kenntnisse zum Wesen des Kausalzusammenhangs. Dass diese beim Beschwerdeführer vorausgesetzt werden durften, stellt er nicht in Abrede. Zwar hätte auch das Bezirksgericht Hinwil die Mangelhaftigkeit des Gutachtens bemerken müssen. Daraus kann der Beschwerdeführer aber nichts ableiten, da sein Verhalten nicht die alleinige Ursache des Erfolgs zu sein braucht (vgl. E. 5.1.1 hiervor). Vorausgesetzt ist allerdings, dass es im Ergebnis einen Unterschied gemacht hätte, wenn er auf die Mängel des Gutachtens hingewiesen und Ergänzungsfragen gestellt hätte (vgl. hierzu: E. 5.9 hiernach).