Citation: 7B_770/2023 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz verneint hinsichtlich Anklagesachverhalt a) einen leichten Fall. Sie erwägt, der Beschwerdeführer sei bereits im Jahr 2015 wegen einer ähnlich gelagerten Straftat verurteilt worden, weshalb ihm keine geringe kriminelle Energie mehr attestiert werden könne. Unter anderem daraus schliesst sie, dass dem Beschwerdeführer die Deklarationspflicht gegenüber der Sozialhilfebehörde bekannt sein musste. Auch könne die Zahlung der B.________ AG über Fr. 5'333.85 für ihn nicht überraschend eingetroffen sein. Er habe die Forderung Ende Juni 2017 der Sozialbehörde abgetreten und am 20. September 2017 ein Schreiben verfasst (oder ein von der Sozialhilfebehörde vorgefasstes Schreiben unterzeichnet), in dem er die Auszahlung des ausstehenden Lohns verlangt habe. Weiter habe der Beschwerdeführer, auch nachdem er auf die Lohnzahlung angesprochen worden sei, nicht mitgeteilt, dass er diese bereits erhalten habe. Es möge zwar sein, dass der Beschwerdeführer unter finanziellem Druck gestanden habe und es schwierig gewesen sei, die Ausgaben der Familie mit der ausbezahlten Sozialhilfe zu decken. Dies treffe jedoch auf alle Bezüger von Sozialhilfe zu, die bekanntlich die Grundbedürfnisse decke. Zwar handle es sich um keinen hohen Deliktsbetrag. Nichtsdestoweniger würden die Gründe, die für einen leichten Fall sprächen, nicht überwiegen. Die Ablehnung des leichten Falls für den unrechtmässigen Bezug von Sozialhilfeleistungen durch das Verschweigen der Lohnzahlungen der C.________ AG (Anklagesachverhalt c) begründet die Vorinstanz weitgehend mit den gleichen Argumenten.