Citation: 2C_802/2020 E. 3.4.2

3.4.2. Die Vorinstanz hat sich einlässlich mit den eingereichten Unterlagen auseinandergesetzt: Im Austrittsbericht des Universitätsspitals wird festgehalten, dass die Beschwerdeführerin stark alkoholisiert gewesen sei, sie sich nur noch habe erinnern können, dass sie ihrem Ehemann in Notwehr die Nase gebrochen und es ihr beim Anblick der blutenden Nase unwohl geworden sei. Zudem habe sie Kratz- und Schürfwunden am linken und rechten Oberarm sowie eine minimale Kratzwunde am Oberbauch aufgewiesen. Die eingereichten Fotografien liessen sich weder einer bestimmten Person noch einem bestimmten Zeitpunkt zuordnen. Der psychologische Bericht aus ihrem Heimatland halte zwar fest, dass die Beschwerdeführerin an einer depressiven Episode im Zusammenhang mit erlebter häuslicher Gewalt gelitten habe. Die Rede sei aber von gegenseitigen Aggressionen bzw. Gewalthandlungen zwischen ihr und ihrem Ehemann. Die ersten Monate seien für die Beschwerdeführerin sehr schwierig gewesen (Anpassung an fremde Kultur, kaltherzige Leute; Wohnen bei den Eltern ihres Exmannes; dessen Studium und wenig Zeit für die Beschwerdeführerin). Die im psychologische Bericht geschilderten Ereignisse entsprechen den ersten Ausführungen der Beschwerdeführerin gegenüber dem Migrationsamt mit Ausnahme der Auseinandersetzung an ihrer Geburtstagsparty, an welcher ihr Exmann ihr mit seinen Fingernägeln eine Wunde am Arm zugefügt habe, weil er seine beste Freundin besuchen und sie ihn aber aufhalten wollte.