Citation: 5A_853/2020 E. 3.2

3.2. In tatsächlicher Hinsicht hat das Verwaltungsgericht festgestellt, die finanziellen Verhältnisse der Beschwerdeführerin seien bis ins Jahr 2015 als äusserst übersichtlich einzustufen. Die Stiftungsmittel hätten sich bis dahin relativ konstant auf rund Fr. 100'000.-- belaufen und mit einem kleinen Betrag auf einem Privatkonto ("Aktionskonto") und mit dem Hauptbetrag auf einem Sparkonto ("Stiftungskonto") zugunsten der Beschwerdeführerin bei der Bank C.________ befunden. Die jährlichen Aufwendungen (Bücherkäufe, Arbeitsmaterialien, Kopien u. dgl.) von Fr. 50'000.-- habe der Stifter und Stiftungsratspräsident jeweils durch Einmalzuwendungen bis spätestens auf das Ende des Rechnungsjahres wieder ausgeglichen, was die BVS offenbar anstandslos toleriert habe. Ab dem Rechnungsjahr 2015 habe sich die Vermögens- und Ertragslage nicht wesentlich verkompliziert. Statt auf einem Sparkonto befinde sich der Hauptteil des Stiftungsvermögens nunmehr in einer Hypothek auf die Privatwohnung des Stiftungsratspräsidenten und Stifters angelegt. Allerdings falle auf, dass sich der mit der Prüfung der jährlichen Berichterstattung verbundene Aufwand für die BVS seit der Hypothekgewährung merklich erhöht habe. So sei nicht nur die Jahresrechnung 2015 verspätet eingereicht worden, sondern auch diejenige des Folgejahres. Die Jahresrechnung und den Tätigkeitsbericht für 2017 habe der Stiftungsratspräsident nach wiederholten Gesuchen um Fristerstreckung Ende Oktober 2018 statt Ende Juli 2018 eingereicht. Die Versäumnisse hätten die BVS zur wiederholten Kontaktaufnahme und Ermahnung gezwungen. Da ihr für eine sorgfältige Prüfung der (verspätet eingereichten) Jahresberichte 2015, 2016 und 2017 Informationen insbesondere zur Hypothek gefehlt hätten, habe sie sich darüber hinaus wiederholt veranlasst gesehen, nachträglich Angaben und Belege beim Stiftungsrat einzufordern, im entsprechenden Schreiben vom 22. Februar 2018 ausdrücklich mit dem Hinweis darauf, die Befreiung von der Revisionspflicht werde widerrufen, wenn die fehlenden Ergänzungen und Angaben nicht innert Frist einträfen. Der Stiftungsrat habe daraufhin die verlangten Belege zur Hypothek (Vereinbarung für Hypothekardarlehen der Beschwerdeführerin an den Stiftungsratspräsidenten und Grundbuchauszug) zwar eingereicht, jedoch abermals verspätet und erst nach erneuter Aufforderung durch die BVS. In der Jahresrechnung 2017 schliesslich figurierten erstmals ungedeckte - und damit das Stiftungsvermögen reduzierende - Aufwendungen der Beschwerdeführerin im Umfang von über Fr. 32'000.--, die nicht näher belegt worden seien, weshalb die BVS auch in diesem Rechnungsjahr vor der Rechnungsabnahme weitere Unterlagen und Erklärungen hätte bzw. habe einholen müssen (E. 6.2 S. 9 f. des angefochtenen Urteils).