Citation: 6B_558/2017 E. 1.4

1.4. Die Vorinstanz erwägt, angesichts der klaren und konstanten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Rechtsüberholen durch Ausschwenken und Wiedereinbiegen erweise sich die Berufung des Beschwerdeführers hinsichtlich der Erfüllung des objektiven Tatbestands von Art. 90 Abs. 2 SVG als unbegründet. Der Überholvorgang ergebe sich zweifellos aus den Videoaufnahmen. Ebenso sei offensichtlich, dass das Verhalten des Beschwerdeführers objektiv insbesondere angesichts der dichten Verkehrslage höchst gefährlich gewesen sei. Es hätte zu einem Auffahrunfall mit Verletzten oder gar Toten kommen können, falls der vor ihm fahrende Personenwagen gleichzeitig auf die Normalspur geschwenkt wäre. Durch sein Fahrmanöver habe der Beschwerdeführer eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer geschaffen und damit den objektiven Tatbestand von Art. 90 Abs. 2 SVG erfüllt. Bezüglich des subjektiven Tatbestands erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe das Rechtsüberholverbot vorsätzlich missachtet. Er möge sich der allgemeinen Gefährlichkeit seiner verkehrswidrigen Fahrweise nicht bewusst gewesen sein. Sein Verhalten sei aber ohne weiteres rücksichtslos im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, indem er die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer pflichtwidrig gar nicht in Betracht gezogen habe.