Citation: 5A_723/2017 E. 6.4.2

6.4.2. Die Beschwerdeführerinnen übergehen, dass Zeugen nur über wahrgenommene Tatsachen auszusagen, nicht aber eine Würdigung darüber zu äussern oder Fachwissen mitzuteilen oder anzuwenden haben (STAEHELIN/STAEHELIN/GROLIMUND, a.a.O., § 18 Rz. 87). Die vorinstanzliche Auffassung, dass die Dokumente und (allfälligen) notorischen Tatsachen eine fachspezifische Beurteilung benötigen, um den konkreten Loss zu berechnen, und die Loss-Berechnung von der fachtechnischen Beurteilung von Tatfragen abhänge, ist nachvollziehbar, insbesondere auch deshalb, wenn - wie hier - die Beschwerdeführerinnen selber ihre Tatsachenbehauptungen auf Fachwissen (eines Privatgutachters) stützen. Darauf hat das Obergericht abgestellt, und es hat damit durchaus sachlich begründet, weshalb es (erstens) den Dokumenten und Zeugen (namentlich die auf Seiten der Beschwerdeführerinnen verwickelten Personen, I.________ von der Bank D.________ und J.________ vom Family Office) die Tauglichkeit bzw. Erheblichkeit abgesprochen und (zweitens) ein gerichtliches Gutachten gemäss Art. 183 ff. ZPO als einzig taugliches Beweismittel erachtet hat. Es liegt weder Willkür in der (antizipierten) Beweiswürdigung noch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs bzw. des Rechts auf Beweis vor.