Citation: 5A_373/2018 E. 3.2.2

3.2.2. Der Beschwerdeführer schickt sich über zwanzig Seiten seiner Eingabe an, hinsichtlich der Frage des Besuchsrechts am Dienstag eine Verletzung seiner verfassungsmässigen Rechte darzutun. Zuerst beklagt er sich darüber, dass der angefochtene Entscheid "vollkommen ungenügend" begründet sei. Obwohl es sich beim Kindeswohl um den für die Ausgestaltung des Besuchsrechts "wichtigsten Parameter überhaupt" handle, lasse die Vorinstanz mit keiner Silbe erkennen, weshalb es für das Kindeswohl besser sein soll, wenn am Dienstag entgegen der Empfehlung der E.________ GmbH kein Besuch stattfindet. Ebenso wenig äussere sie sich dazu, weshalb es sich nicht mit dem Kindeswohl vertrage, ihm im Rahmen der Unterhaltsberechnung ein hypothetisches 100 %-Einkommen anzurechnen und im Gegenzug das Besuchsrecht am Dienstag einzuräumen, so wie er dies in der Berufung im Eventualstandpunkt offeriert habe. Damit verletze die Vorinstanz seinen in Art. 29 Abs. 2 BV bzw. Art. 6 Ziff. 1 EMRK verankerten Anspruch auf rechtliches Gehör. Die Rüge ist unbegründet. Um den Vorgaben von Art. 29 Abs. 2 BV zu genügen, muss die Begründung so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des angefochtenen Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann (BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 133 III 439 E. 3.3 S. 445). Zu begründen ist das Ergebnis des Entscheides, das im Urteilsspruch zum Ausdruck kommt und das allein die Rechtsstellung der betroffenen Person berührt. Die Begründung ist also nicht an sich selbst, sondern am Rechtsspruch zu messen (Urteil 5A_382/2013 vom 12. September 2013 E. 3.1). Im konkreten Fall ergibt sich aus den vorinstanzlichen Erwägungen sehr wohl, weshalb das Obergericht von der Anordnung eines Dienstags-Besuchsrechts absieht. Ist der Beschwerdeführer mit dieser Entscheidfindung nicht einverstanden, so beschlägt dies nicht das rechtliche Gehör, sondern die Anwendung von Art. 273 Abs. 2 ZGB, die das Bundesgericht hier nur auf die Verletzung verfassungsmässiger Rechte hin überprüft (E. 2).