Citation: 5A_1022/2019 E. 3.3

3.3. In Bezug auf die Altersvorsorge reklamiert der Beschwerdeführer, der Stichtag für die Teilung des Pensionskassenguthabens sei im Februar 2015 gewesen, weshalb sein Stellenwechsel im Jahr 2016 - entgegen den Ausführungen der kantonalen Instanzen und dem Gegenanwalt - in diesem Zusammenhang nicht relevant sei. Hierzu ist zunächst festzuhalten, dass der Beschwerdeführer die Teilung des Pensionskassenguthabens im Sinne von Art. 122 ff. ZGB mit dem Vorsorgeunterhalt nach Art. 125 Abs. 1 ZGB vermengt. Der Vorsorgeunterhalt, um den es hier geht, bezweckt den Ausgleich von zukünftigen nachehelichen Einbussen bei der Altersvorsorge und ist Teil des nachehelichen Unterhalts (vgl. Urteil 5A_632/2019 vom 5. Februar 2020 E. 2.5.1 mit zahlreichen Hinweisen), während die Teilung des Pensionskassenguthabens den Ausgleich von während der Ehe erworbenen Ansprüchen aus der beruflichen Vorsorge bezweckt (vgl. Art. 122 ZGB). Das Obergericht verweist in diesem Zusammenhang auf die erstinstanzliche Erwägung, wonach der Beschwerdeführer mit der eigenmächtigen, freiwilligen Reduktion seines Einkommens im Vorsorgebereich der Beschwerdegegnerin eine von dieser nicht verschuldete Lücke geschaffen habe, die es mittels nachehelichem Unterhalt auszugleichen gelte. Entsprechend geht es um die Ermittlung des nachehelichen Unterhalts, womit der Stellenwechsel des Beschwerdeführers bzw. sein Einkommen sehr wohl eine Rolle spielen. Insoweit sind die vorinstanzlichen Ausführungen nicht zu beanstanden.