Citation: 5A_583/2007 06.02.2008 E. 2

Das Kantonsgericht weist vorab darauf hin, dass die X. V.________ AG nicht Partei des Erbteilungsprozesses sei und vorsorgliche Massnahmen nicht gegen eine Person erwirkt werden könnten, der im Hauptverfahren die Parteistellung fehle. Soweit mit dem Rekurs beanstandet werde, dass die erste Instanz bezüglich der X. V.________ AG auf das Massnahmenbegehren nicht eingetreten sei, sei jener daher unbegründet. Wie es sich sodann mit der Zulässigkeit des Massnahmenbegehrens verhält, soweit die Anordnungen auch zu Gunsten der Gebr. X.________ AG verlangt würden, hat die Vorinstanz offen gelassen, da das Begehren wegen fehlender Glaubhaftmachung vom Gerichtspräsidenten zu Recht abgewiesen worden sei. Zur Begründung dieser Auffassung hält das Kantonsgericht zunächst fest, dass die Verfügung des Einzelrichters des Bezirks R.________ vom 10. Februar 2006, wonach der Beschwerdeführer und die Gebr. X.________ AG aus den von der X. V.________ AG vermieteten Geschäftsräumen auszuweisen seien, in Rechtskraft erwachsen sei. Wenn der Beschwerdeführer in seinem Massnahmenbegehren vom 30. Januar 2007 vorgebracht habe, die Beschwerdegegner hätten bislang in Verletzung der erblasserischen letztwilligen Anordnung die Gebr. X.________ AG von der Liegenschaft KTN xxxx zu verbannen und damit den Weiterbestand der Gesellschaft zu vereiteln versucht, bezwecke er die Vollstreckung des rechtskräftigen Ausweisungsentscheids zu verhindern. Zu prüfen sei sodann, ob der Beschwerdeführer aus Rechtsgründen, die im Ausweisungsverfahren nicht beurteilt worden seien, allenfalls die Aufrechterhaltung des bestehenden Zustandes verlangen könne. Der Beschwerdeführer berufe sich auf den von den Eltern im Erbvertrag vom 4. November 1994 geäusserten Wunsch und Wille, eine Teilung des Nachlasses und die Zuweisung der Aktien der Gebr. X.________ AG (heute: X. V.________ AG) erst nach dem Tod des zweiten Ehegatten vorzunehmen. Im angerufenen erblasserischen Willen sei indessen weder eine - für die Erben grundsätzlich verbindliche - Teilungsvorschrift noch eine Anordnung über ein bestimmtes Teilungsverfahren im Sinne von Art. 608 ZGB zu erblicken; es werde nicht bestimmt, wer den Mostereibetrieb (bzw. das betreffende Grundstück bzw. die Aktien der damaligen Betreiberin) erhalten solle. Der Hinweis des Beschwerdeführers auf die zwischen den Parteien und ihrer Mutter am 28. Oktober 1996 abgeschlossene Vereinbarung, wonach die bestehende Familientradition und das Geschäft zu erhalten seien, sei aus Gründen des Novenrechts nicht zu hören. Abgesehen davon, enthalte auch diese Vereinbarung keine Teilungsvorschrift, und der Beschwerdeführer mache selbst nicht geltend, die an der Vereinbarung Beteiligten hätten beabsichtigt, die Mosterei durch ihn weiterführen zu lassen. Zu berücksichtigen sei im Übrigen, dass der Beschwerdeführer mit einer Ausweisung aus den Gewerbe- und Lagerräumen der X. V.________ AG nicht daran gehindert würde, die Mosterei weiter zu betreiben, was er denn auch nicht substantiiert geltend mache. Aufgrund der von ihr dargelegten Umstände gelangte die Vorinstanz zum Schluss, der Beschwerdeführer habe den mit dem Massnahmenbegehren erhobenen Anspruch auf Unterlassung von Ausweisungsmassnahmen nicht glaubhaft zu machen vermocht. Ferner hält sie fest, der Antrag auf Herausgabe des Warenlagers der Gebr. X.________ AG werde erstmals im Rekursverfahren gestellt, so dass der Beschwerdeführer damit nicht gehört werden könne.