Citation: I 76/01 11.06.2001 E. 3

3.- a) Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, sie könne nicht nachvollziehen, weshalb bei der Beurteilung der Einschränkung in der Haushaltsführung die Verteilung gewisser Tätigkeiten auf die übrigen Familienmitglieder mitberücksichtigt werde und deren sogenannt zumutbare Mitarbeit dazu führen solle, dass sie bei der Haushaltsführung nicht eingeschränkt sei. Auszugehen sei vielmehr von den tatsächlichen Verhältnissen vor und nach Eintritt des Leidens; die nachträgliche Mithilfe der Familienmitglieder weise auf ihre Arbeitsunfähigkeit hin. Sie lässt hierbei ausser Acht, dass - als Ausfluss des im Sozialversicherungsrecht generell geltenden Schadenminderungsprinzips (BGE 117 V 278 Erw. 2b mit Hinweisen) - im Haushalt tätige Versicherte von sich aus das ihnen Zumutbare zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit beitragen müssen (z.B. zweckmässige Arbeitsweise, Anschaffung geeigneter Haushaltseinrichtungen und -maschinen). Unterbleiben solche Vorkehren zur Schadenminderung, so wird die daraus resultierende Leistungseinbusse im hauswirtschaftlichen Bereich bei der Invaliditätsbemessung nicht berücksichtigt. Kann ein Versicherter wegen seiner Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss er in erster Linie seine Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Der Mehraufwand ist für die Invaliditätsbemessung nur relevant, wenn der Versicherte während einer zumutbaren Normalarbeitszeit im Haushalt nicht mehr alle Arbeiten bewältigen kann und daher in wesentlichem Masse auf Fremdhilfe angewiesen ist (ZAK 1984 S. 135). Diese Umstände sind mithin bei der Beurteilung zu berücksichtigen. Nach Ermittlung des Umfangs der Arbeitsunfähigkeit (Erw. 2c hievor) ist eine erneute Abklärung an Ort und Stelle durchzuführen. Falls, wie die Beschwerdeführerin behauptet, sprachliche Probleme bestehen, wird dem hierbei Rechnung zu tragen sein. b) Zusammenfassend ist die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen, welche gestützt auf die Ergebnisse der ergänzenden Abklärungen über den Rentenanspruch neu verfügen wird.