Citation: 4C.113/2003 02.09.2003 E. 3

3.1 Der Appellationshof erwog, der Beklagte habe den Kläger über die Dauer der Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers bei Krankheit und Kündigung falsch beraten und damit die Pflicht des Anwalts zu sorgfältigem Tätigwerden verletzt. Dem Kläger sei daraus aber kein Schaden erwachsen. Es habe keine Rolle gespielt, dass der Lohnfortzahlungsanspruch des Klägers weniger lang gedauert habe, als es der Beklagte angab, und der Kläger sich aufgrund der falschen Auskunft bei der Arbeitslosenkasse verspätet angemeldet habe. Der Kläger sei infolge krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit ohnehin nicht vermittlungsfähig im Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG gewesen und habe deshalb keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung gehabt. Eine Schadenersatzpflicht des Beklagten falle daher ausser Betracht.