Citation: 1F_1/2024 E. 4.2

4.2. Eine erhebliche Tatsache erblicken die Gesuchstellerinnen erstens im Umstand, dass sie mit Eingabe vom 24. Januar 2022 auf ein hängiges Gerichtsverfahren bezüglich der EDÖB-Empfehlung vom 7. Oktober 2021 verwiesen hätten, das noch abgewartet werden müsse, um an die für das Revisionsverfahren benötigten amtlichen Dokumente zu gelangen. Die Gesuchstellerin 2 habe ausgeführt, sie werde sich wieder beim Bundesgericht melden, sobald sie das Urteil erhalten habe. Dieses Verfahren sei nach wie vor beim Bundesverwaltungsgericht hängig. Zweitens liege eine mündlich getroffene und schriftlich im Schreiben vom 24. Januar 2022 festgehaltene Vereinbarung zwischen dem Bundesgericht und der Gesuchstellerin 2 vor, gestützt auf welche die Gesuchstellerin 2 nicht davon habe ausgehen müssen, dass das Bundesgericht ohne vorgängige Kontaktaufnahme mit ihr ein Urteil fällen würde. Drittens hätte sich die Gesuchstellerin 2 ohnehin nicht um das Verfahren kümmern können, weil sie im Juli 2022 eine massive Verschlechterung ihres Gesundheitszustands erlitten habe. Keines dieser Vorbringen vermag den Revisionsgrund der unberücksichtigt gebliebenen aktenkundigen Tatsache zu belegen: Aus dem Urteil des Bundesgerichts vom 28. September 2023 folgt zweifelsfrei, dass es die Eingabe der Gesuchstellerinnen vom 24. Januar 2022 berücksichtigte, ein weiteres Zuwarten aber nicht als zweckmässig beurteilte (E. 5). Das Bundesgericht hat diese Tatsache somit nicht aus Versehen unberücksichtigt gelassen. Die in diesem Zusammenhang sinngemäss geltend gemachte falsche Rechtsanwendung stellt nach dem Gesagten indes keinen Revisionsgrund dar (vorne E. 3.1). Weiter besteht in den Akten kein Hinweis auf eine irgendwie geartete Vereinbarung; die Interpretation der Gesuchstellerinnen der Tragweite eines Telefongesprächs zwischen einer Kanzleimitarbeiterin und der Gesuchstellerin 2 ist keine "in den Akten liegende" Tatsache im Sinne von Art. 121 lit. d BGG, die das Bundesgericht hätte übersehen können. Was schliesslich die Ereignisse im Juli 2022 anbelangt, handelt es sich auch diesbezüglich nicht um Tatsachen, die in den Akten des bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahrens liegen. Selbst wenn dem so wäre, käme ihnen nicht die Entscheiderheblichkeit zu, die ihnen die Gesuchstellerinnen beimessen. So ist nämlich weder dargetan noch ersichtlich, weshalb sich die Gesuchstellerinnen nicht vertreten liessen, wenn die Gesuchstellerin 2 zur Verfahrensführung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage gewesen sein soll, geschweige denn, welche versäumten Verfahrenshandlungen etwas am Ausgang des Verfahrens geändert hätten.