Citation: 1A.228/2004 03.08.2005 E. 7

7.1 Gemäss dem angefochtenen Entscheid ist es für die Beurteilung eines allfälligen Haushaltschadens unerheblich, ob der Wegzug der Familie des Beschwerdeführers mit der Straftat in Zusammenhang steht oder nicht. Der Beschwerdeführer wirft dem Verwaltungsgericht vor, es verkenne, dass der Grund des Wegzugs seiner Familie bezüglich des Haushaltschadens eine Rolle spiele. Seine Ehefrau und seine Kinder seien wegen der durch die Straftat verursachten finanziellen Notlage nach Bosnien zurückgekehrt. Seine Familie werde in die Schweiz zurückkehren. Über den Grund des Wegzugs der Familie hätte deshalb Beweis geführt werden müssen. 7.2 Nach dem in E. 6.4 Gesagten spielt die Grösse des Haushalts (Ein- oder Mehrpersonenhaushalt) bei der Berechnung des Zeitaufwands und damit für die Höhe des Haushaltschadens eine Rolle. Je grösser der Haushalt ist, umso grösser fällt der Haushaltschaden aus. Anspruchsberechtigt sind nur die verletzte haushaltführende Person, nicht aber die Angehörigen, die wegen der Schädigung vermehrt Haushaltarbeiten verrichten müssen (Robert Geisseler, Der Haushaltschaden, in: Alfred Koller (Hrsg.), Haftpflicht- und Versicherungsrechtstagung 1997, St. Gallen 1997, S. 68). 7.3 Der Beschwerdeführer hat seit dem Wegzug seiner Familie im August 2001 einen Einpersonenhaushalt zu besorgen. Die Haushaltsarbeiten haben sich dadurch verringert. Dementsprechend fällt ein allfälliger Haushaltschaden geringer aus. Selbst wenn der Wegzug der Familie in einem Zusammenhang mit der Straftat stehen würde, hätte dies keine Erhöhung des Haushaltschadens zur Folge. Der Mehraufwand der Ehefrau ist nicht zu berücksichtigen. Das Verwaltungsgericht hat somit kein Bundesrecht verletzt, wenn es den Grund des Wegzugs der Familie unberücksichtigt liess. Sollte die Familie des Beschwerdeführers in die Schweiz zurückkehren, würde sich ein allfälliger, zukünftig zu erwartender Haushaltschaden vergrössern. Diesen Umstand musste das Verwaltungsgericht zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht prüfen, da nach seiner Auffassung noch nicht feststeht, ob eine haushaltbezogene Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers, welche Anspruchsvoraussetzung ist, überhaupt vorliegt.