Citation: 4C.278/2003 05.11.2003 E. 3

Der Kläger beanstandet zudem die Höhe der Entschädigung gemäss Art. 337c Abs. 3 OR und sieht eine Verletzung dieser Norm im Umstand, dass die Vorinstanz seinen Vorbringen in der Anschlussappellationsbegründung keine Rechnung getragen hat, welche er wörtlich in die Berufungsschrift übernimmt. 3.1 Die Entschädigung im Sinne von Art. 337c Abs. 3 OR hat wie diejenige gemäss Art. 336a OR eine doppelte Funktion sowohl als Pönale/Strafzahlung wie als Genugtuung (BGE 123 III 391 E. 3). Dementsprechend ist sie ermessensweise nach den einschlägigen Kriterien sowohl für Strafen - wie z.B. die Schwere der Verletzung - wie auch für Genugtuungen - wozu namentlich die wirtschaftlichen Auswirkungen für die entlassene Person gehören (BGE 123 III 391 E. 3c S. 394) - zu bemessen. 3.2 Die Vorinstanz hat als Bemessungskriterium für die Entschädigung im vorliegenden Fall allein die kurze Dauer des Vertrags angeführt. Andere Kriterien (vgl. etwa BGE 121 III 64 E. 3c S. 69) finden sich in der Begründung des angefochtenen Urteils nicht und die entsprechenden Tatsachenbehauptungen des Klägers haben keinen Eingang in die Erwägungen des angefochtenen Entscheides gefunden, ohne dass der Begründung zu entnehmen wäre, ob die Vorinstanz die entsprechenden Tatsachenbehauptungen als nicht bewiesen oder allenfalls prozessual unbeachtlich oder ob sie die entsprechenden Vorbringen als irrelevant erachtete. 3.3 Die Vorinstanz - welche zur Begründung ihres Ermessensentscheids nach Art. 337c Abs. 3 OR allein den Umstand der kurzen Dauer des Vertrages erwähnt und damit nicht ausgewiesen hat, dass sie ihr Ermessen rechtsfehlerfrei ausübte - wird über die Bemessung der Pönalentschädigung erneut zu entscheiden haben. Die Sache ist auch zur Neubeurteilung dieser Frage an die Vorinstanz zurückzuweisen.