Citation: 2A.355/1999 01.05.2000 E. 2

2.- a) Die Beschwerdeführer machen in formeller Hinsicht geltend, die Bankenkommission habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 4 aBV) verletzt, indem sie ihnen eine zu kurze Frist zur Stellungnahme angesetzt, das Amtshilfegesuch und die entsprechenden Unterlagen nicht in eine Amtssprache habe übersetzen lassen und das Ausstandsgesuch gegen die Sachbearbeiter des Sekretariats abgelehnt habe. b) Von entsprechenden Verletzungen verfahrensrechtlicher Garantien kann indessen nicht die Rede sein: aa) Die Beschwerdeführer haben insgesamt über rund sechs Monate verfügt, um zu Handen der Bankenkommission zum Amtshilfegesuch Stellung zu nehmen. Mit Blick auf den Wechsel ihres Rechtsvertreters hat die Bankenkommission ihnen am 12. Mai 1999 eine kurze Nachfrist gewährt, bevor sie am 27. Mai 1999 entschied. Die Beschwerdeführer hatten damit hinreichend Gelegenheit, sich zum Ersuchen der SEC zu äussern. bb) Dieses Gesuch ist ihnen bzw. ihrer Bank in den Grundzügen auf Italienisch übersetzt worden, wobei sich die Begründung des Amtshilfegesuchs und die anwendbaren Bestimmungen daraus ergaben, so dass ihnen eine sinnvolle Stellungnahme möglich war (vgl. zur Begründungspflicht bei einer Verfügung: BGE 125 II 369 E. 2c S. 372). Die weiteren Unterlagen (Schreiben der SEC vom 17. November 1997 bzw. 15. März 1999) richteten sich weitgehend ausserhalb des konkreten Verfahrens an die Bankenkommission. Ihre Übersetzung war nicht erforderlich, nachdem die Beschwerdeführer nicht behauptet hatten, der englischen Sprache nicht mächtig zu sein, und sie sich im Rahmen ihrer Eingaben selber auf diese Dokumente beriefen. Der Einwand grenzt an Trölerei, wurde er doch erst im letzten Moment vor der Bankenkommission erhoben (Verstoss gegen Treu und Glauben, vgl. BGE 118 Ia 282 E. 3a S. 284 mit Hinweisen). cc) Entgegen den Einwänden der Beschwerdeführer bestehen schliesslich objektiv keine Gründe, welche für eine Voreingenommenheit der Sachbearbeiter des Sekretariats der Bankenkommission sprächen (vgl. Art. 10 Abs. 1 lit. d VwVG; BGE 120 IV 226 E. 4b S. 236 f.; André Moser, in: Moser/ Uebersax, Prozessieren vor Eidgenössischen Rekurskommissionen, Basel/Frankfurt a.M. 1998, Rz. 3.40 ff.). Insbesondere kann diesen mit Blick auf den Grundsatz der Verfahrensbeschleunigung sowie die Hinweise darauf, dass die Beschwerdeführer das Verfahren verzögern könnten (Wechsel des Parteivertreters, Rüge der mangelnden Übersetzung erst im letzten Moment erhoben usw. ), nicht vorgeworfen werden, dass sie sich um eine zügige Erledigung des Verfahrens bemühten und hierzu relativ kurze Fristen setzten.