Citation: 9C_48/2018 E. 4.1

4.1. Der definitive Bericht der Stiftung B.________ wurde am 7. November 2016 und damit nach der ZMB-Expertise vom 11. April 2016 erstellt. In Anbetracht dieser Chronologie kann den Gutachtern zum Vornherein nicht zum Vorwurf gereichen, diesen nicht berücksichtigt zu haben. Entgegen der Beschwerde lässt sich daraus auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs ableiten. Es erscheint ohnehin fraglich, welche Aussagekraft einem erst zweieinhalb Jahre nach Beendigung eines Belastbarkeitstrainings erstellten Bericht zukommen soll. Diese Frage kann indessen offen bleiben, zeigt doch ein Vergleich mit dem - den ZMB-Gutachtern vorgelegenen - Abschlussbericht Integration vom 23. Juni 2014, dass bereits dieser die wesentlichen Elemente enthält, welche später auch im definitiven Bericht der Stiftung B.________ Erwähnung finden. Insbesondere aber beleuchtet auch der Bericht vom 7. November 2016 die Stagnation der Arbeitsleistung auf tiefem Niveau während des Belastbarkeitstrainings nicht. Der Bereichsleiter berufliche Integration und der Jobcoach der Stiftung B.________ begründeten die Leistungsminderung lediglich mit dem Hinweis auf eine "Hirnschädigung infolge Hirnblutung". Die von den ZMB-Gutachtern geäusserte Kritik an der Aussagekraft des Abschlussberichts Integration vom 23. Juni 2014 lässt sich deshalb auf den definitiven Bericht der Stiftung B.________ vom 7. November 2016 übertragen. Die Diskrepanz zwischen der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die ZMB-Gutachter und der Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers, welche sowohl im Abschlussbericht Integration vom 23. Juni 2014 wie auch im Bericht der Stiftung B.________ vom 7. November 2016 Niederschlag gefunden hat, lässt sich gemäss den Gutachtern unter anderem durch die deutliche Somatisierung des Beschwerdeführers sowie dessen somatisch ausgerichteten Krankheitskonzept erklären. Insbesondere aber ist sie Ausdruck des verbesserten Gesundheitszustands (vgl. dazu nachfolgend E. 4.2). Im Gegensatz zum Sachverhalt in dem vom Beschwerdeführer angeführten Urteil 9C_737/2011 vom 16. Oktober 2012, wo eine berufliche Abklärung erst im Anschluss an die Begutachtung erfolgte, hatten die ZMB-Gutachter hier Kenntnis vom Belastungstraining und dessen wesentlichen Ergebnissen und konnten sich entsprechend äussern.