Citation: 6A.36/2004 04.08.2004 E. A

René Osterwalder wurde am 19. Mai 1998 durch das Geschworenengericht des Kantons Zürich unter anderem wegen mehrfachen versuchten Mordes, mehrfacher schwerer Körperver-letzung, mehrfacher sexuellen Handlungen mit Kindern und mehr-facher Schändung zu siebzehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Gestützt auf ein Gutachten von Professor Volker Dittmann vom 6. Januar 1997, in welchem René Osterwalder eine hohe Rückfallgefahr bescheinigt und trotz ungewisser Erfolgsaussichten eine lang dauernde thera-peutische Behandlung vorgesehen wurde, ordnete das Gericht die Verwahrung im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB an und schob den Vollzug der Zuchthausstrafe auf. René Osterwalder lehnt seit Oktober 2001 die psychologische Be-treuung durch den Psychiatrisch-Psychologischen Dienst (PPD) der Strafanstalt Pöschwies ab. Er hat sodann dessen Mitarbeiter nicht von der Schweigepflicht gegenüber der für die probeweise Entlassung zuständigen Behörde entbunden. Der PPD ist deshalb nicht in der Lage, im Verfahren auf Überprüfung der probeweisen Entlassung einen Bericht abzugeben. Im Rahmen der jährlichen Überprüfung 2002 wünschte René Osterwalder eine neue Begutachtung, da Gott ihn durch Jesus Christus errettet und seine Sexualität nachhaltig korrigiert habe und er durch den Zugang zu Gott seine Sexualität habe therapieren können. Der Sonderdienst des Amtes für Justizvollzug des Kantons Zürich gab dem Gesuch keine Folge und verneinte mit Entscheid vom 5. August 2002, dass die Voraussetzungen für eine probeweise Entlassung erfüllt seien.