Citation: 4A_260/2014 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, sofern sich die Vorinstanz bei der Schadenschätzung auf Statistiken stütze, sei als Rechtsfrage frei überprüfbar, ob nicht die Schadenschätzung aufgrund der konkreten Umstände hätte vorgenommen werden müssen. Das Abstellen auf die Statistik befreie nicht davon zu erläutern, inwiefern die statistischen Daten mit den zu beurteilenden konkreten Umständen übereinstimmten. Die Vorinstanz habe aber mit keinem Wort dargelegt, inwiefern die beigezogenen Statistiken den konkreten Umständen des Einzelfalles entsprechen würden. Die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, indem sie sich statt auf die konkreten Verhältnisse auf Statistiken gestützt und den Sachverhalt (namentlich mit Bezug auf das Entwicklungspotenzial der Beschwerdeführerin) unvollständig festgestellt habe. Mit Blick auf den Beschäftigungsgrad sei zu berücksichtigen, dass keine der beiden Schwestern der Beschwerdeführerin ihre Arbeitszeit reduziert habe, wie dies die Beschwerdegegnerin für die Beschwerdeführerin behaupte. Die Vorinstanz habe nicht die für das verletzte Kind günstigste Variante gewählt, wie sie es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 81 II 512 E. 4 S. 518; 95 II 255 E. 7b S. 264; 100 II 298 E. 4a S. 305) hätte tun müssen. Sollte eine konkrete Schätzung unmöglich sein, hätte die Vorinstanz Art. 26 IVV (SR 831.201) analog anwenden müssen. Die Vorinstanz habe mithin eine unzutreffende Statistik verwendet. Und selbst wenn man auf die von der Vorinstanz herangezogene Statistik abstellen wollte, seien die Werte auf eine betriebsübliche Arbeitszeit von 41,6 Std. umzurechnen. Auch der von der Vorinstanz angewandte Kapitalisierungszinsfuss von 3.5 % wird in der Beschwerde beanstandet.