Citation: 2C_966/2016 E. 4.1.1

4.1.1. Die Vorinstanz hat festgehalten, dass im Unterschied zur Liegenschaft in U.________ der Fremdfinanzierungsgrad für das hier strittige Objekt in V.________, ausgehend von einem üblichen Ansatz von zwei Dritteln bei Ferienobjekten oder Zweitwohnsitz, relativ gering sei. Allerdings sei die Fremdfinanzierung lediglich deshalb so tief gehalten worden, weil der Umbau der Liegenschaft mit dem Erlös aus dem Verkauf des Hauses in U.________ im Juni 2008 habe finanziert werden können. Damit sei ein aus einem gewerbsmässigen Liegenschaftenhandel erzielter Gewinn direkt in den Umbau eines weiteren Objekts investiert worden, was ein starkes Indiz dafür darstelle, dass die Beschwerdeführer weiterhin im Immobiliensektor tätig sein wollten. Da diese bereits beim Verkauf der erstgenannten Liegenschaft vorgebracht hätten, diese aus einer finanziellen Notlage heraus verkauft haben zu müssen, seien sie mit der Reinvestition in ein weiteres kostspieliges Projekt ein eigentliches Unternehmerrisiko eingegangen, das über die blosse private Vermögensverwaltung hinausgehe. Dagegen bringen die Beschwerdeführer einzig vor, das Projekt in V.________ sei aus damaliger Sicht kein finanzielles Risiko gewesen, sondern habe einfach den Verkauf des Projekts in U.________ bedingt. Indem die Vorinstanz auf eine generelle finanzielle Notlage und ein Unternehmerrisiko betreffend das Projekt in V.________ geschlossen habe, verkenne sie ganz augenscheinlich die dargelegten Fakten. Die Beschwerdeführer bestreiten indessen nicht, den Erlös aus dem Verkauf der Liegenschaft in U.________ in den Umbau der neu erworbenen Liegenschaft in V.________ investiert zu haben. Weiter führen sie selber an, mit dem Kauf der Liegenschaft in V.________ sei der Verkauf der Liegenschaft in U.________ bedingt gewesen, da sie nicht gleichzeitig drei Ferienliegenschaften in Graubünden hätten halten können. Zudem hätten sie sich aufgrund der in Folge des Verlusts der Arbeitsstelle verschlechterten wirtschaftlichen Situation gezwungen gesehen, die Liegenschaft in V.________ im Jahr 2010 zu verkaufen. Angesichts dieser Sachlage können die Feststellungen der Vorinstanz keineswegs als offensichtlich unhaltbar bezeichnet werden. Vielmehr durfte diese die erneute Investition des Erlöses in die Liegenschaft in V.________ als Indiz für eine selbständige Erwerbstätigkeit werten (vgl. BGE 125 II 113 E. 3c S. 118 und 6a S. 124; Urteil 2A.74/2003 vom 8. September 2004 E. 3.2, in: StE 2004 B 91.3 Nr. 4, RDAF 2005 II S. 37, StR 60/2005 S. 53).