Citation: 9C_498/2017 E. 5.4.3

5.4.3. Der Verlauf und Ausgang von Therapien sind bei der Anspruchsprüfung nach BGE 141 V 281 wichtige Schweregradindikatoren (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.). So stellte die Vorinstanz in Anlehnung an das ZMB-Gutachten, welches sich an den normativen Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 orientierte, fest, die depressive Störung sei nicht therapieresistent. Vielmehr ergebe sich aus der erst 2014 - im Anschluss an den die Rentenaufhebung ankündigenden Vorbescheid vom 25. Februar 2014 - aufgenommenen psychiatrischen Behandlung und der gutachterlichen Empfehlung, diese weiterzuführen, dass die therapeutischen und medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten noch nicht ausgeschöpft seien. Dass diese folglich noch zu einer Verbesserung führen können, weist im Rahmen der Indikatoren "Behandlungserfolg oder -resistenz" nicht auf eine negative Prognose hin.