Citation: 2P.59/2000 20.09.2000 E. 1

1.- a) Angefochten ist ein letztinstanzlicher kantonaler Endentscheid, der den Beschwerdeführer als Disziplinierten in rechtlich geschützten eigenen Interessen trifft (Art. 86 Abs. 1, Art. 87 und Art. 88 OG). Zwar ist seine dreimonatige Einstellung im Amt am 6. März 2000 abgelaufen und praktiziert er überdies seinen Beruf als Rechtsanwalt nur noch punktuell, dennoch hat er am Ausgang des vorliegenden Verfahrens ein aktuelles Interesse: Der Beschwerdeführer wurde sowohl im Beruf eingestellt als auch gebüsst. Diese Sanktion ist als Einheit verhängt worden und als Ganzes zu beurteilen. Die Disziplinarverfügung vom 4. November 1999 beschränkt sich in ihren Auswirkungen nicht nur auf die mit ihr direkt verbundene Beeinträchtigung. Sie trifft den Beschwerdeführer vielmehr auch wegen des in ihr enthaltenen Vorwurfs, er habe sich ungebührlich verhalten, und wegen der impliziten Aufforderung, solches in Zukunft zu unterlassen. Auch kann sich die angefochtene Disziplinierung künftig, etwa in einem weiteren Verfahren, für den Beschwerdeführer negativ auswirken. b) Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist somit unter folgenden Vorbehalten einzutreten: aa) Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3; 125 I 71 E. 1c). Der Beschwerdeführer setzt sich in seiner ergänzenden Eingabe vom 2. April 2000 mit dem angefochtenen Entscheid nicht weiter auseinander; seine Ausführungen erschöpfen sich in allgemeinen, mit der strittigen Angelegenheit in keinem Zusammenhang stehenden Erörterungen. Es ist darauf deshalb praxisgemäss nicht einzugehen. bb) In der Beschwerde vom 12. März 2000 beantragt der Beschwerdeführer, es sei festzustellen, dass der angefochtene Entscheid verschiedene Bestimmungen der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verletze. Von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen ist die staatsrechtliche Beschwerde jedoch rein kassatorischer Natur (BGE 124 I 327 E. 4a S. 332; 122 I 351 E. 1f S. 355, mit Hinweisen). Verstösst ein Entscheid gegen die EMRK, wird er aufgehoben, wobei sich die Konventionswidrigkeit aus den Erwägungen ergibt. Eine ausdrückliche Feststellung im Dispositiv erübrigt sich auch mit Blick auf Art. 13 EMRK (BGE 123 II 285 E. 4a S. 287, mit Hinweisen), zumal dem Beschwerdeführer im Kanton bereits ein Rechtsmittel offen stand, das den entsprechenden Anforderungen genügte (vgl. BGE 123 II 402 E. 4b/aa S. 413). Auf das Feststellungsbegehren ist demnach nicht einzutreten.