Citation: I 54/06 19.07.2006 E. 5

5.1 In den neuen Räumlichkeiten des Versicherten sind laut dem Abklärungsbericht Mehrkosten entstanden für elektrische Storen, Zuleitungen und einen Handschalter, Schiebetüren mit Anpassungen in Wohnraum und Badezimmer, ein elektrisches Dachfenster im Wohnraum und Anpassungen der Dusche im Badezimmer. Die Kosten dieser Massnahmen von insgesamt Fr. 12'119.55 sind niedriger als jene, welche sich gemäss der Stellungnahme der SAHB vom 9. April 2003 bei entsprechenden Anpassungen der bestehenden Räumlichkeiten ergeben hätten (Fr. 12'077.15 für die Nasszelle und Fr. 2'437.25 für das Automatisieren von Storen und Fenstern sowie das Beseitigen der Balkonschwelle, je plus 20 % Architektenhonorar, total somit Fr. 17'417.30). Diese Arbeiten wären bei Vornahme im ursprünglichen Gebäude teilweise der Ziffer 14.04 (Anpassungen von Dusche und Türen) und im Übrigen den Ziffern 13.04* und 13.05* HVI-Anhang zuzuordnen gewesen. Weil sie behinderungsbedingt notwendig sind und sich im Rahmen der Planung des Anbaus nicht vermeiden liessen, hat sie die IV unabhängig von der Frage, ob der Anbau als Neubau im Sinne der in Erw. 2.4 am Ende zitierten Rechtsprechung zu qualifizieren ist, im Rahmen der Austauschbefugnis (Art. 2 Abs. 5 HVI) zu übernehmen. Der kantonale Entscheid ist insoweit korrekt. 5.2 In den bestehenden Räumlichkeiten wurden ebenfalls Anpassungen vorgenommen. Diese finden ihren Grund darin, dass das Haus am Hang liegt und deshalb der Zugang zu den neuen Räumlichkeiten des Versicherten durch die bisherige Garage und über den dort erstellten Treppenlift gewährleistet wird. Zu diesem Zweck sind gemäss dem Abklärungsbericht Anpassungen der Garage ("Entfernung" der Schwelle durch Erhöhung des Bodens) invaliditätsbedingt notwendig, um dem Beschwerdeführer das Verlassen und Betreten seiner Wohnung und damit auch die Bewältigung des Wegs zu einer Arbeitsstelle oder Ausbildungsstätte zu ermöglichen. Die entsprechenden Kosten, welche auch bei Wahl der Variante "Umbau" angefallen wären, können gestützt auf Ziffer 13.05* HVI-Anhang übernommen werden, soweit sie einer einfachen und zweckmässigen Ausführung entsprechen. Die SAHB hält diesbezüglich fest, an Stelle der gewählten Plattenlösung hätte eine einfache Betonerhöhung genügt. Die Vergütung der IV hat sich dementsprechend auf die Kosten einer einfachen Betonerhöhung von Fr. 1'789.90 zu beschränken. Ausserdem sind die Aufwendungen für elektrische Installationen von Fr. 1'481.- und die Anpassungen der Türe von Fr. 120.- zu übernehmen. Der Vorinstanz ist auch in diesen Punkten zuzustimmen. 5.3 Was den Wanddurchbruch vom bestehenden Haus zum Anbau anbelangt, der mit der gewählten Lösung erforderlich wurde, um den Zugang (über Garage und Treppenlift innerhalb des bestehenden Hauses in den neu erstellten Anbau) zu ermöglichen, handelt es sich um eine Position, welche bei Realisierung der reinen Umbau-Variante nicht angefallen wäre. Sie kann deshalb - mangels eines zuordnenbaren Grundanspruchs - nicht im Rahmen der Austauschbefugnis vergütet werden.