Citation: 6B_760/2022 E. 5.3.4

5.3.4. Der Beschwerdeführer trägt vor, es seien gegen ihn keine Betreibungen, insbesondere der Fiskalbehörden oder der Krankenkasse, verzeichnet. Auch habe er mehrere private Darlehenschulden aufgenommen und zurückbezahlt. Dies belege, dass er nicht nur öffentlich-rechtliche und private Verpflichtungen respektiere, sondern auch am Wirtschaftsleben teilnehme. Ausserdem führt er aus, dass er sich trotz seines Arbeitsunfalls bereits nach drei Jahren Aufenthalt in der Schweiz selbstständig gemacht habe. Seit seiner unfallsbedingten Arbeitslosigkeit von zwei Jahren importiere er Schmuck und Kleider aus Ägypten und verkaufe diese in der Schweiz. Diese Tätigkeit verfolge er unfallsbedingt zu einem Pensum von 50 %. Unbestritten sei jedoch, dass er sich im Zusammenspiel mit seiner Ehefrau finanziell über Wasser halte. Es sei willkürlich, wenn die Vorinstanz ausführe, dass er wirtschaftlich nicht integriert sei. Die Vorinstanz bezieht auch den Aspekt der wirtschaftlichen Integration des Beschwerdeführers in der Schweiz mit ein. Seine berufliche Situation zeuge von zu wenig Konstanz. Festanstellungen habe er seit seiner Einreise in die Schweiz nur wenige gehabt, die von jeweils kurzer Dauer und langer Arbeitslosigkeit geprägt gewesen seien. Von einer mustergültigen wirtschaftlichen Integration und von besonderen Bemühungen könne nicht ausgegangen werden. Unklar bleibe denn auch, ob und mit welchen Mitteln er aktuell für seinen Lebensunterhalt selbst aufkommen könne. Sie kommt infolgedessen zum nachvollziehbaren Ergebnis, die wirtschaftliche Integration erweise sich insgesamt als unterdurchschnittlich (angefochtenes Urteil S. 16). Nicht für eine besonders intensive wirtschaftliche Integration des Beschwerdeführers spricht allein der Umstand, er komme seinen öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen finanziellen Verpflichtungen lückenlos nach. Dasselbe gilt, wenn er vorbringt, er und seine Ehefrau könnten für ihren Lebensunterhalt sorgen, darf doch von jedem Einwohner erwartet werden, dass er im Rahmen seiner Möglichkeiten für seinen Lebensunterhalt aufkommt. Entgegen seinem Vorbringen, die Vorinstanz verfalle der Willkür, indem sie zum Schluss komme, er sei wirtschaftlich nicht integriert, anerkennt die Vorinstanz durchaus eine gewisse wirtschaftliche Integration, allerdings schätzt sie diese als unterdurchschnittlich ein. Inwiefern diese vorinstanzliche Würdigung angesichts ihrer Erwägungen willkürlich sei, vermag der Beschwerdeführer indes nicht aufzuzeigen. Eine Verletzung von Bundesrecht ist diesbezüglich nicht ersichtlich.