Citation: 4A_115/2014 E. 1.1

1.1. Die Beschwerdeschrift hat ein Rechtsbegehren zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). Da die Beschwerde in Zivilsachen ein reformatorisches Rechtsmittel ist (Art. 107 Abs. 2 BGG), darf sich die beschwerdeführende Partei grundsätzlich nicht darauf beschränken, die Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu beantragen, sondern muss einen Antrag in der Sache stellen. Anträge auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung oder blosse Aufhebungsanträge genügen nicht und machen die Beschwerde grundsätzlich unzulässig (BGE 136 V 131 E. 1.2 S. 135; 133 III 489 E. 3). Die Beschwerdeführerin stellte in ihrer Beschwerdeeingabe vom 21. Februar 2014 ausser dem Antrag, den Entscheid des Appellationsgerichts vom 22. November 2013 aufzuheben, und einem eventualiter gestellten Rückweisungsantrag das materielle Begehren, es sei "die Klage vom 30. Oktober 2002 in Gutheissung der dagegen erhobenen Appellation vom 9. Juni 2009 vollumfänglich abzuweisen." Mit Eingabe vom 24. Februar 2014, und damit innerhalb der Beschwerdefrist nach Art. 100 Abs. 1 BGG, erklärte die Beschwerdeführerin, sie habe mit ihrer ursprünglichen Eingabe "nicht die korrekte Seite 2 eingereicht", weshalb sie das Bundesgericht bitte, die Seite 2 der Beschwerde durch die in ihrer Eingabe vom 24. Februar 2014 angefügte Seite 2 zu ersetzen; der Gegenanwalt werde zwei Exemplare (der Beschwerde) von ihm direkt erhalten, mit der korrekten Seite 2. Im geänderten Rechtsbegehren wird nicht mehr beantragt, die Klage vom 30. Oktober 2002 "in Gutheissung der dagegen erhobenen Appellation vom 9. Juni 2009" vollumfänglich abzuweisen, sondern nur noch die Abweisung der Klage verlangt. Der Beschwerdegegner macht in der Beschwerdeantwort unter Bezugnahme auf das ursprünglich gestellte Rechtsbegehren mit nur schwer nachvollziehbarer Begründung geltend, die Beschwerdeführerin habe mit diesem einen "unmöglichen Antrag" gestellt, weshalb er unbeachtet zu bleiben habe und auf die Beschwerde mangels Antrags in der Sache nicht einzutreten sei. Es ist dazu zunächst festzuhalten, dass sich aufgrund der Akten nicht mehr feststellen lässt, ob dem Beschwerdegegner vom Bundesgericht zusammen mit der Einladung vom 6. März 2014 zur Beschwerdeantwort ausser einem Exemplar der ursprünglichen Beschwerdeeingabe auch ein Exemplar der korrigierten Seite 2 zugestellt wurde. Auch wenn dies nicht der Fall sein sollte, erübrigt sich im heutigen Zeitpunkt allerdings eine Zustellung der korrigierten Seite zur Gehörswahrung (vgl. dazu BGE 139 I 189 E. 3.2; 138 I 484 E. 2.1-2.4 S. 485-487; 137 I 195 E. 2.3.1 S. 197, je mit Hinweisen). Denn die Beschwerdeführerin nahm zum Nichteintretensantrag des Beschwerdegegners in ihrer Replik wie folgt Stellung: "Redaktioneller Fehler im zitierten Rechtsbegehren (welcher ohnehin nicht zu einem Nichteintretensentscheid führen könnte), welcher innerhalb der Frist korrigiert und vom Bundesgericht entgegengenommen jedoch offenbar in der falschen Version versandt wurde. Die korrekte Version wurde der Gegenpartei kollegialiter in der richtigen Version zugestellt." Der Beschwerdegegner reagierte darauf nicht, sondern verzichtete in seiner Duplik auf eine Stellungnahme zu den Vorbringen in der Replik, durch die er spätestens von Einreichung der korrigierten Version der Seite 2 der Beschwerdeschrift Kenntnis erhielt, sofern er nicht bereits früher ein korrigiertes Exemplar vom Anwalt der Beschwerdeführerin erhalten hatte, was das Bundesgericht nicht feststellen kann. Falls er zur korrigierten Seite Stellung zu nehmen wünschte, wäre der Beschwerdegegner nach Treu und Glauben gehalten gewesen, spätestens mit der Duplik zu reagieren. Nachdem er dies unterliess, ist vom Verzicht auf Stellungnahme auszugehen (vgl. BGE 138 I 484 E. 2.2; 133 I 100 E. 4.8). Ohnehin kann zum Nichteintretensantrag des Beschwerdegegners festgehalten werden, dass - entgegen dessen Ansicht zum ursprünglichen Rechtsbegehren - sowohl das ursprüngliche als auch das modifizierte Rechtsbegehren einen hinreichenden Antrag in der Sache enthalten. Rechtsbegehren sind unter Berücksichtigung der Beschwerdebegründung nach dem Vertrauensprinzip auszulegen (BGE 136 V 131 E. 1.2 S. 136; 133 II 409 E. 1.4.2; 123 IV 125 E. 1; 105 II 149 E. 2a). Auch wenn das ursprünglich gestellte Begehren rein seinem Wortlaut nach keinen Sinn machen würde, wie der Beschwerdegegner geltend macht, ist nach Treu und Glauben ohne Weiteres klar, dass die Beschwerdeführerin damit - wie mit ihrem geänderten Begehren - die Abweisung der Klage beantragt, woran auch die Beschwerdebegründung keinen Zweifel offen lässt. Auf die Beschwerde kann unter diesem Gesichtspunkt ohne Weiteres eingetreten werden.