Citation: 4A_533/2019 E. 4.5

4.5. Die Beschwerdeführerin macht betreffend richterliche Fragepflicht geltend, die Akten würden eindrücklich belegen, dass nur die Erstinstanz von bestrittenen Arbeiten ausgegangen sei. Die beiden Prozessparteien hätten sich - nach Bereinigung der Mängelthematik - grundsätzlich nur über die Art der Abmachung (Pauschalpreisabrede oder nicht) vor Gericht gestritten. Das vorinstanzliche Urteil stütze die falsche Auffassung der Erstinstanz, was offensichtlich unrichtig sei und zum stossenden Ergebnis führe, dass die zentrale Frage in zwei Instanzen nicht entschieden worden sei. Stattdessen sei mit überspitztem Formalismus eine Thematik gegen die Beschwerdeführerin entschieden worden, die sich im gesamten Ablauf nie gestellt habe. Erneut macht die Beschwerdeführerin pauschal geltend, die Akten würden etwas belegen, ohne ihre Behauptung in der Beschwerde mit konkreten Aktenverweisen zu belegen. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, die kantonalen Akten nach solchen Belegen zu durchforsten. Mit den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz zur gerichtlichen Fragepflicht (vgl. hiervor E. 4.1.3) setzt sie sich überhaupt nicht auseinander. Dies gilt im Übrigen auch für die vorinstanzliche Feststellung, wonach die Beschwerdegegnerin die Schlussrechnung der Beschwerdeführerin als nicht vertragskonform gerügt und angesichts der dort enthaltenen pauschalen Frankenbeträge ihrer Bestreitungslast genüge getan habe. Die Beschwerdeführerin tut nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern diese Schlussfolgerung gegen Bundesrecht verstösst. Zu Recht hat die Vorinstanz festgehalten, die Diskussion, ob eine Pauschalpreisabrede vorgelegen habe, entbinde die Beschwerdeführerin nicht davon, ihren Aufwand, den sie ihrer Forderung zu Grunde legen wolle, im Detail zu behaupten (vgl. hiervor E. 4.1.6). Denn gerade wenn - wie die Beschwerdeführerin behauptet - keine Pauschalpreisabrede getroffen wurde, wäre der entstandene Aufwand hinreichend (vgl. hiervor E. 4.4.1) zu behaupten und zu substanziieren. Bei diesem Ergebnis konnte die Vorinstanz die Frage offenlassen, ob die Parteien eine Pauschalpreisabrede getroffen haben. Auf die diesbezüglichen Ausführungen der Beschwerdeführerin braucht nicht eingegangen zu werden.