Citation: 9C_618/2022 E. 3.6

3.6. Ob dieser Schluss auch hier gezogen werden kann und die von der Vorinstanz angeführten formell-gesetzlichen Normen eine genügend bestimmte Grundlage für die Gebührenerhebung vermitteln, kann offen bleiben. Denn die streitbetroffene Gebühr von Fr. 20.- ist aufgrund ihres bescheidenen Umfangs als Kanzleigebühr zu charakterisieren, deren Objekt nicht bereits auf formell-gesetzlicher Ebene hinreichend bestimmt geregelt sein muss (vgl. oben E. 3.2). Die Rechtsprechung hat bislang Kanzlei- bzw. Kontrollgebühren betragsmässig nicht exakt abgegrenzt und stattdessen einzelfallweise eingegriffen, wo die Grenze zur gesetzesformpflichtigen Verwaltungsgebühr überschritten war (vgl. BGE 125 I 173 E. 2.4.1 [Fr. 200.-]; Urteile 2C_738/2018 vom 2. November 2021 E. 4.4.2, nicht publ. in BGE 148 I 97, aber in: RtiD 2022 II S. 60 [Fr. 100.-]; 1C_411/2020 vom 29. September 2021 E. 2.4.1 [Fr. 240.-]; 1C_497/2018 vom 22. Januar 2020 E. 3.4.1, in: SJZ 116/2020 S. 278 [Fr. 2'000.-]; 1C_20/2018 vom 17. Juli 2018 E. 4.3, in: ZBl 120/2019 S. 520 [Fr. 500.-]; gewisse Autoren verorten die Grenze zwischen Fr. 50 und Fr. 100.-: vgl. WALDMANN/WIEDERKEHR, Allgemeines Verwaltungsrecht, 2019, S. 382; WIDMER, a.a.O., S. 73). Von den Beträgen, welche die Rechtsprechung als zu hoch für eine Kanzleigebühr betrachtete, ist der hier streitbetroffene Betrag von Fr. 20.- weit entfernt.