Citation: 6B_854/2021 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer beanstandet unter dem Titel der Rechtsverweigerung, dass die Vorinstanz den Entscheid der Sicherheitsdirektion bestätigt habe, mit welchem diese das verwaltungsinterne Beschwerdeverfahren abgeschrieben und auf sein (angepasstes) Begehren um Feststellung der Widerrechtlichkeit der Verknüpfung der bedingten Entlassung mit der Ausschaffung nicht eingetreten sei. Die Frage, ob sich eine bedingte Entlassung formell mit dem Vollzug einer ausländerrechtlichen Aus- oder Wegweisung bzw. der Ausschaffung verknüpfen lasse, stelle nämlich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung dar, welche gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch ohne Vorliegen eines aktuellen Rechtsschutzinteresses zu prüfen sei. Laut Angaben der Vollzugsbehörde handle es sich bei der Verknüpfung der bedingten Entlassung mit der Aus- oder Wegweisung um das übliche Vorgehen bei der bedingten Entlassung von Ausländern, obwohl dafür keine gesetzliche Grundlage bestehe und die bedingte Entlassung insoweit von der Entscheidung einer anderen (strafvollzugsfremden) Behörde abhängig gemacht werde. Die Frage der Rechtmässigkeit dieses Vorgehens könne sich jederzeit bei der Prüfung der bedingten Entlassung von Personen in seiner Situation wieder stellen. Weil die Ausschaffung nach einer bedingten Entlassung gewöhnlich innert kürzester Zeit und unter Entzug der aufschiebenden Wirkung einer allfälligen Beschwerde erfolge, könne die Prüfung dieser Rechtsfrage und Korrektur des widerrechtlichen Vorgehens im Einzelfall zudem nicht rechtzeitig stattfinden. Nach Auffassung des Beschwerdeführers hätten die kantonalen Rechtsmittelinstanzen zu Unrecht die von ihm aufgeworfene Frage in der Sache nicht beurteilt.