Citation: 7B_75/2022 E. 2.3.3

2.3.3. All dies bestreitet der Beschwerdeführer nicht. Hingegen macht er geltend, nicht gewusst zu haben, sich im Innerortsbereich zu befinden; er habe gedacht, nach der Kurve des Restaurants Brünig Kulm fahre er ausserorts. Die vorinstanzlichen Erwägungen, der Beschwerdeführer habe gewusst, dass er sich im Innerortsbereich mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h zu fahren, bieten indessen keinerlei Anlass zur Beanstandung. Die Vorinstanz durfte hierbei die örtlichen Gegebenheiten mitberücksichtigen, welche unmittelbar um das Restaurant Brünig Kulm, d.h. ungefähr 100 Meter vor der Messstelle, herrschen. Eine isolierte Betrachtung der letzten hundert Meter, wie sie der Beschwerdeführer verlangt, ist nicht angezeigt. Jedenfalls war auch der fragliche Streckenabschnitt (wie bereits der vorangehende), in welchem der Beschwerdeführer die Geschwindigkeit überschritt, unbestrittenerweise mit mehreren Häusern bebaut, wovon das erste bereits in der Kurve beim Restaurant sichtbar ist, als der Beschwerdeführer sich noch in der 50er Zone wähnte. Die angesichts der vorhandenen Fotos aktenwidrige und im übrigen appellatorische Behauptung des Beschwerdeführers, es handle sich hierbei um eine Scheune, ist nicht zu hören. Die Vorinstanz berücksichtigt bei ihrem gut begründeten Schluss zum Wissen des Beschwerdeführers hinsichtlich der am Messort geltenden Höchstgeschwindigkeit nebst den örtlichen Verhältnissen (kurvige Strecke um und nach dem Restaurant auf der Passhöhe, bebaut mit mehreren Wohnhäusern) die guten Strassen-, Witterungs- und Sichtverhältnisse und den Umstand, dass der ortsunkundige Beschwerdeführer, der die Strecke nicht kannte, besonders auf die Verkehrsschilder achten musste und dass er nach der Kurve beim Restaurant Brünig Kulm bis zur Geschwindigkeitsmessung auch kein Schild "generell 50 aufgehoben" sah.