Citation: 4A_220/2023 E. A

A.________ (Klägerin, Beschwerdeführerin) war seit 1997 bei der C.________ AG tätig und bei der B.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) im Rahmen einer Kollektivtaggeldversicherung gegen Erwerbsausfall bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit versichert. Ab 4. März 2020 war die Klägerin krankheitsbedingt arbeitsunfähig und die Beklagte erbrachte nach Ablauf der Wartefrist die vertraglich vereinbarten Taggeldleistungen bis zum Erreichen der vertraglich vorgesehenen Leistungsdauer. Mit Verfügung vom 22. Dezember 2021 sprach die Eidgenössische Invalidenversicherung, IV-Stelle Kanton Bern, der Klägerin mit Wirkung ab 1. Oktober 2020 eine ganze IV-Rente zu. Die Ausgleichskasse Berner Arbeitgeber ermittelte zuvor eine Rentennachzahlung zu Gunsten der Klägerin im Betrag von Fr. 27'784.-- für die Zeit vom 1. Oktober 2020 bis 30. November 2021. Die Beklagte machte sodann in diesem Umfang gegenüber der Invalidenversicherung eine Verrechnung dieser Nachzahlung mit der von ihr während der erwähnten Periode an die Klägerin ausgerichteten Taggelder geltend, welcher in der Rentenverfügung im Umfang von Fr. 26'622.55 stattgegeben wurde.