Citation: 5D_102/2020 E. 4

Vor Obergericht hat der Beschwerdeführer sodann einen Fehler bei der Beweislastverteilung gerügt. Nicht er habe die Rückerstattungspflicht zu beweisen, sondern die Beschwerdegegnerin das Vorliegen einer Schenkung. Das Obergericht hat dazu erwogen, die Beweislastverteilung gemäss Art. 8 ZGB spiele keine Rolle mehr, wenn ein Beweisergebnis vorliege, d.h. der Richter zur Überzeugung gelangt sei, eine Tatsachenbehauptung sei bewiesen oder widerlegt (mit Hinweis unter anderem auf BGE 143 III 1 E. 4.1 S. 2 f.). Vor Bundesgericht macht der Beschwerdeführer geltend, das Obergericht habe sich mit der Rüge der falschen Beweislastverteilung nicht auseinandergesetzt. Es sei unzutreffend, dass diese nicht geprüft werden müsse. Weshalb die Erwägungen des Obergerichts gegen verfassungsmässige Rechte verstossen sollen, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Wenn er den Vorinstanzen unterstellt, sie gingen implizit davon aus, eine Rückerstattungspflicht hätte ausdrücklich vereinbart werden müssen, und zudem vorbringt, er habe glaubhaft dargetan, dass er die vom Sachwalter geschilderten Umstände und Zusammenhänge anders verstanden habe, so hilft all dies nicht darüber hinweg, dass die Vorinstanzen zu einem Beweisergebnis gekommen sind. Ob die Beweise richtig gewürdigt wurden und das richtige Beweismass angewandt wurde, beschlägt nicht die Frage nach der Beweislast.