Citation: 2C_739/2021 E. 4.3

4.3. Vorliegend ist erstellt, dass der Beschwerdeführer am 10. März 2020 die Schweiz mit dem Flugzeug in Richtung Pakistan verliess und dass er am 10. September 2020 in die Schweiz zurückkehrte. Gemäss seinen Angaben habe er seine kranke Mutter in der Heimat besuchen und am 22. März 2020 zurückfliegen wollen. Der Beleg für die Buchung eines Rückflugs für den 22. März 2020 liegt den Akten bei. Der Beschwerdeführer bringt vor, sein Rückflug sei indessen aufgrund der Corona-Pandemie gestrichen worden und er habe keine Möglichkeit mehr gehabt, in die Schweiz zurückzukehren. Es besteht kein Anlass, an der Richtigkeit seiner Darstellungen zu zweifeln. So ist gerichtsnotorisch, dass im Frühjahr 2020 aufgrund der Covid-19-Epiedemie Reiseeinschränkungen beschlossen und zahlreiche Flugverbindungen gestrichen wurden. Es ist somit anzunehmen, dass der Beschwerdeführer ursprünglich nur einen kurzen Aufenthalt in seiner Heimat geplant hatte. Aufgrund der kurzen Dauer hätte dieser Heimatbesuch - bei fortbestehender ehelicher Gemeinschaft - grundsätzlich als vorübergehende Trennung aus wichtigen Gründen gemäss Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE qualifiziert werden können. Sodann ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Rückreise aufgrund von Flugverkehrseinschränkungen und somit von Umständen, auf die er keinen Einfluss hatte, nicht wie geplant antreten konnte. Mit Blick auf die konkreten Umstände erscheint eine Anwendung von Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE im vorliegenden Fall nicht von vornherein ausgeschlossen.