Citation: 5A_749/2024 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin ist daran zu erinnern, dass im vorliegenden Prozess ausschliesslich die Wegnahmeverfügung vom 20. Februar 2024 zur Beurteilung steht und es hier - wie im angefochtenen Entscheid zutreffend klargestellt - nicht darum geht, Streitfragen betreffend die rechtskräftige Pfändung neu aufzurollen. Daran ändert nichts, dass das Obergericht im angefochtenen Entscheid überprüft, ob die Pfändung des Fahrzeugs B.________ vor Art. 92 SchKG standhält, denn es tut dies lediglich mit Blick auf die behauptete Nichtigkeit der fraglichen Pfändung. Wie die vorigen Erwägungen zeigen, ist den Anstrengungen der Beschwerdeführerin, den angefochtenen Entscheid diesbezüglich umzustossen, kein Erfolg beschieden. Gegen die Wegnahmeverfügung als solche erhebt die Beschwerdeführerin keine selbständigen Beanstandungen; sie verweist ausschliesslich auf die angebliche Unpfändbarkeit ihres Fahrzeugs. Gemäss Art. 92 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG ist die Pfändungsschuldnerin verpflichtet, dem Betreibungsamt die notwendigen Grundlagen für den Pfändungsvollzug, insbesondere für die Bestimmung des pfändbaren Einkommens und Vermögens, zur Verfügung zu stellen (vgl. BGE 117 III 61 E. 2). Daran ändert nichts, dass das Betreibungsamt die tatsächlichen Verhältnisse, deren Kenntnis zur Ermittlung des pfändbaren Einkommens und Vermögens nötig ist, grundsätzlich von Amtes wegen abzuklären hat. Denn allein daraus folgt nicht, dass die Schuldnerin von jeder Mitwirkungspflicht befreit ist. Im Gegenteil obliegt es ihr, die Behörde über die wesentlichen Tatsachen zu unterrichten und die ihr zugänglichen Beweise anzugeben. Die Behörde hat nur dann zu eigenen Abklärungen zu schreiten, wenn aus objektiven Gründen zu bezweifeln ist, dass die betroffene Partei den Sachverhalt vollständig dargelegt hat (BGE 112 III 79 E. 2). Dass sie im vorausgehenden Pfändungsverfahren vergeblich aufzuzeigen versucht hätte, weshalb sie auf ihr Auto zum Privatgebrauch und/oder zur Ausübung ihrer Berufstätigkeit zwingend angewiesen ist, behauptet die Beschwerdeführerin nicht. In der Folge ist das vorliegende Verfahren betreffend die Wegnahmeverfügung nicht der Ort, um dem Betreibungsamt und den kantonalen Aufsichtsbehörden Nachlässigkeiten bei der Feststellung der tatsächlichen Verhältnisse vorzuwerfen.