Citation: 1B_224/2014 E. A

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern führte bzw. führt gegen B.________ und ihren Lebensgefährten C.________ eine Strafuntersuchung, u.a. wegen des Verdachts auf mangelnde Sorgfalt bei Finanzgeschäften. Die beiden waren Gesellschafter und Geschäftsführer der A.________ GmbH (im Folgenden: A.________) und führten in Luzern eine Wechselstube für internationalen Geldtransfer. C.________ soll dabei nach eigenen Angaben aus dem Verkauf von Telefonkarten, Kleidern etc. stammende Gelder französischer Geschäftsleute in die Schweiz transportiert haben. Hier seien sie dann auf ein Konto der A.________ bei der PostFinance einbezahlt und von da mittels "E-Banking" an Kunden ins Ausland - u.a. an die E.________ Ltd. in London - transferiert worden. B.________ und C.________ wurden am 18. März 2013 in der Luzerner Hauptpost festgenommen; dabei wurden u.a. rund 350'000 EUR sichergestellt und anschliessend beschlagnahmt. Beide wurden für mehrere Wochen in Untersuchungshaft versetzt. Am 19. März 2014 ersuchte die Londoner Strafbehörde CPS (Organised Crime Division London) die Luzerner Staatsanwaltschaft um Rechtshilfe in ihrem Strafverfahren wegen Geldwäscherei, Bilanzfälschung, Betrugs, Steuerhinterziehung etc. gegen diverse Beschuldigte, darunter C.________ und die E.________ Ltd.; Gegenstand des Ersuchens waren zudem die Geschäftsbeziehungen zwischen der E.________ Ltd. und der A.________. Gestützt auf dieses Rechtshilfegesuch eröffnete die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen Geldwäscherei und beschlagnahmte in diesem Rahmen am 1. April 2014 die anlässlich der Festnahme von B.________ und C.________ sichergestellten Vermögenswerte von rund 350'000 EUR erneut. Sie erwog, die Herkunft dieser Gelder sei nach wie vor unklar und aufgrund des englischen Rechtshilfeersuchens habe sich der konkrete Verdacht erhärtet, dass es sich dabei um deliktisch erlangte Gelder handeln könnte, die in Anwendung von Art. 263 Abs. 1 lit. c und d StPO i.V.m. Art. 70 f. StGB zu beschlagnahmen seien. Am 20. Mai 2014 trat das Kantonsgericht Luzern auf die Beschwerde der A.________ gegen diese Beschlagnahmeverfügung nicht ein. Das (zuerst angehobene) Strafverfahren wurde in Bezug auf C.________ mit Strafbefehl vom 29. Mai 2014 abgeschlossen. In Bezug auf B.________ ist es noch pendent, nachdem sie gegen den sie betreffenden Strafbefehl Einsprache erhoben hat.