Citation: C 462/99 04.12.2000 E. 1

1.- a) Der Arbeitgeber hat den Anspruch seiner Arbeitnehmer auf Schlechtwetterentschädigung innert dreier Monate nach Ablauf jener Rechnungsperiode gesamthaft für den Betrieb oder die Arbeitsstelle bei der von ihm bezeichneten Arbeitslosenkasse geltend zu machen (Art. 47 Abs. 1 AVIG). Es handelt sich dabei um eine Verwirkungsfrist (BGE 117 V 246 Erw. 3b, 114 V 123 Erw. 3a, je mit Hinweisen), welche unabhängig davon, ob die kantonale Amtsstelle ihre Verfügung über den Einspruch (Art. 48 Abs. 2 AVIG) gegen die Rechtzeitigkeit oder die Anrechenbarkeit der gemeldeten Arbeitsausfälle getroffen hat, mit dem ersten Tag nach Ablauf der jeweiligen Abrechnungsperiode beginnt (Art. 68 in Verbindung mit Art. 70 AVIV; BGE 119 V 370; vgl. BGE 124 V 75). Der Arbeitgeber hat zur Geltendmachung des Anspruchs die für die Beurteilung der Anspruchsberechtigung und die Berechnung der Entschädigung erforderlichen Unterlagen sowie die Abrechnung über die an seine Arbeitnehmer ausgerichtete Schlechtwetterentschädigung einzureichen (Art. 47 Abs. 3 AVIG). Er hat mit anderen Worten seinen Anspruch zu beziffern und zu belegen (ARV 1993/94 Nr. 4 S. 31 Erw. 2); ob dies auf dem amtlichen Formular zu erfolgen hat, kann vorliegend offen bleiben. b) Die Beschwerdeführerin hatte - ungeachtet der Verfügung der kantonalen Amtsstelle - ihren Anspruch auf Schlechtwetterentschädigung bis spätestens 30. April 1999 bei der Arbeitslosenkasse geltend zu machen. Das am 10. Juni 1999 versandte Formular wurde somit eindeutig zu spät eingereicht. Auch die Schreiben vom 19. Februar 1999 und vom 3. März 1999 stellen keine rechtsgenügliche Geltendmachung dar, da mit ihnen der Anspruch nicht hinreichend beziffert und belegt ist. Nachdem die Eingabe vom 25. Mai 1999 nach Ablauf der bis zum 30. April 1999 dauernden Frist eingereicht wurde und den Anspruch nicht hinreichend ausweist, sondern vielmehr widersprüchliche Angaben zu den früheren Schreiben enthält, ist sie ebenfalls nicht massgebend.