Citation: 9C_685/2023 E. 2.3.2

2.3.2. Die in den Verfahrensordnungen von Bund, Kantonen und Gemeinden anzutreffenden Bestimmungen zu den Rechtsmittelbelehrungen enthalten gemeinhin einen Positivkatalog. Dieser setzt sich üblicherweise aus dem zulässigen ordentlichen Rechtsmittel, der Rechtsmittelinstanz und der Rechtsmittelfrist zusammen (unter vielen: Art. 35 Abs. 2 VwVG; Art. 52 Abs. 1 lit. d VRPG/BE, der auf Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern vom 6. Juni 1993 [KV/BE; SR 131.212] beruht). Der Blick auf diesen (Positiv-) Katalog verdeutlicht, dass die Verwaltungs- oder Gerichtsbehörde grundsätzlich davon entbunden ist, in ihrer Rechtsmittelbelehrung auf sämtliche denkbaren Sachurteilsvoraussetzungen einzugehen, die möglicherweise bedeutsam sein könnten. Sie kann es im Regelfall mit der Nennung der drei klassischen Elemente (ordentliches Rechtsmittel, Rechtsmittelinstanz, Rechtsmittelfrist) bewenden lassen.