Citation: 5A_673/2022 E. 4.3.1

4.3.1. Nach Ansicht des Beschwerdeführers geht es allerdings nicht an, dass das Obergericht 70 % des ihm zustehenden Überschussanteils beim Haushalt des Beschwerdegegners belässt und nur einen Anteil von 30 % dem Haushalt der Kindsmutter anrechnet. Dadurch wird seiner Ansicht nach sein Anspruch verletzt, an den guten finanziellen Verhältnissen des Vaters teilhaben zu können. Da ein Grossteil des Überschusses in diesem Haushalt verbleibe, könne der Beschwerdeführer an den dortigen Verhältnissen immer dann nicht partizipieren, wenn er sich im (ohnehin finanzschwächeren) Haushalt der Mutter aufhalte, was sogar überwiegend der Fall sei. Zudem diene die Beteiligung des Kindes am Überschuss insbesondere auch der Finanzierung der Ferien, die der Beschwerdeführer wiederum überwiegend mit der Mutter verbringe. Indem das Obergericht den Überschuss nicht nach Massgabe der umgekehrten Proportionalität der Leistungsfähigkeit zu den Betreuungsanteilen verteile, verletze es Bundesrecht. Zufolge unzureichender Begründung der vorinstanzlichen Lösung, sei zudem der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) betroffen.