Citation: 5A_722/2020 E. C

C.a. B.________ legte beim Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt Berufung ein. Sie beantragte, A.________ die elterliche Sorge zu entziehen und sie ihr allein zuzuteilen. Weiter verlangte sie, C.________ unter ihre alleinige Obhut zu stellen und dem Vater ein Besuchsrecht an jedem zweiten Wochenende und ein Ferienrecht von zwei Wochen pro Jahr einzuräumen. Auch die Erziehungsgutschriften beanspruchte sie in vollem Umfang. C.b. Mit Verfügung vom 19. Dezember 2019 entband der verfahrensleitende Appellationsgerichtspräsident C.________s bisherige Kindesvertreterin, Advokatin Nadja Pini, auf deren Gesuch hin von ihrem Mandat und setzte neu Advokatin Regula Diehl als Kindesvertreterin ein. C.c. In seiner Anschlussberufung stellte A.________ - soweit vor Bundesgericht noch streitig - das Begehren, die Obhut über C.________ ihm allein zuzuteilen, C.________s zivilrechtlichen Wohnsitz an seine Adresse zu verlegen und der Mutter ein Recht auf persönlichen Verkehr von maximal 40 % einzuräumen. Weiter verlangte er, die Mutter anzuweisen, C.________ dauerhaft vom Reiten abzumelden. Ebenso sei B.________ anzuweisen, die Vaterschaftsanerkennung nach deutschem Recht zu unterzeichnen und sich damit einverstanden zu erklären, dass die Tochter die deutsche Staatsbürgerschaft und einen deutschen Pass erhalte. C.d. Die Kindesvertreterin liess sich zur Berufung vernehmen. Sie reichte jedoch keine Anschlussberufungsantwort ein, sondern erklärte, sich generell an der Berufungsverhandlung mündlich zu äussern. Am 23. April 2020 wurde C.________, mit ihrem Einverständnis in Begleitung ihrer Kindesvertreterin, von einer Richterin und der Gerichtsschreiberin des Appellationsgerichts angehört. C.e. Am 6. Mai 2020 fand die Berufungsverhandlung statt. Am selben Tag fällte das Appellationsgericht seinen Entscheid. Den Antrag der Mutter, dem Vater die elterliche Sorge zu entziehen und ihr allein zuzuteilen, wies es ab. Es entschied, dass für C.________s Betreuung alle zwei Wochen jeweils von Mittwochmittag ab Schulschluss bis und mit dem folgenden Montagmorgen bis Schulbeginn der Vater und in der übrigen Zeit die Mutter zuständig ist. Die Schulferien verbringe C.________ je zur Hälfte bei der Mutter und beim Vater; die Ferien würden jeweils am Samstag um 12:00 Uhr beginnen und enden, unabhängig davon, ob der Ferienbeginn oder das Ferienende mit einem Besuchsblock der Tochter beim Vater zusammenfällt oder nicht. Dazu kamen weitere Modalitäten betreffend die Ferien und C.________s Kontakte zum jeweils nicht betreuenden Elternteil. Weiter bestimmte das Appellationsgericht, dass die Erziehungsgutschriften der Mutter angerechnet werden. Den Antrag des Vaters betreffend den Reitsport wies es ab. Auch die weiter gehenden Anträge wurden abgewiesen. Der Entscheid wurde A.________ am 11. Juli 2020 zugestellt.