Citation: 6B_1427/2020 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Erstinstanz habe auf Antrag der Vollzugsbehörde vom 8. Februar 2018 im Nachverfahren gemäss Art. 363 ff. StPO in Anwendung von Art. 62c Abs. 4 i.V.m. Art. 64 Abs. 1 lit. b StGB die Verwahrung angeordnet. Dies nachdem die Vollzugsbehörde am 25. Januar 2018 die stationäre Massnahme während des hängigen ersten gerichtlichen Nachverfahrens betreffend Rückversetzung aufgehoben habe. Die Vorinstanz bejahe die Zuständigkeit der Erstinstanz gemäss Art. 62c Abs. 4 StPO ergebnisorientiert und bundesrechtswidrig. Bundesrechtswidrig sei, dass die Vollzugsbehörde als antragstellende Partei während des gerichtlichen Nachverfahrens die laufende Massnahme nach Art. 59 StGB selbst gestützt auf Art. 62c Abs. 1 StGB aufgehoben habe, statt dies beim Gericht zu beantragen, für das die Folgen der Nichtbewährung und die speziellen Zuständigkeitsregeln von Art. 62a Abs. 1 StGB gegriffen hätten. Die Vorinstanz verneine mit der Erstinstanz die Zuständigkeit der Strafbehörden des Kantons Basel-Stadt. Sie knüpfe die Zuständigkeit fälschlich an ein inhaltliches Kriterium, dass nämlich Art. 62a Abs. 1 lit. b StGB nur Anwendung finde, wenn die erneute Delinquenz Anlass biete, eine Massnahmenänderung zu prüfen. Aufgrund der vorgeworfenen Straftat von Art. 19 Abs. 1 und 2 BetmG sei der Kanton Basel-Stadt zuständig (Art. 31 StPO), zumal dieser Kanton mit Gerichtsstandsverfügung vom 4. September 2017 (Art. 34 und Art. 39 Abs. 2 StPO) das Verfahren wegen Verdachts der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz übernommen habe (vgl. oben Sachverhalt A.e). Insofern seien die Voraussetzungen von Art. 62a Abs. 1 StGB erfüllt. Die Erstinstanz wäre gestützt auf Art. 62c Abs. 4 StGB nur zuständig gewesen, wenn mit einer Änderung der Massnahme keine neue Delinquenz zu beurteilen gewesen wäre.