Citation: 6B_643/2022 E. 1.4.3

1.4.3. Der Beschwerdeführer kann schliesslich nichts für sich ableiten, wenn er geltend macht, die andere rechtliche Würdigung sei ihm nicht mitgeteilt worden. Zwar ist ihm insoweit beizupflichten, als die erste Instanz die beabsichtigte abweichende rechtliche Würdigung gestützt auf Art. 344 StPO hätte ankündigen und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme hätte einräumen müssen (vgl. Urteil 6B_941/2018 vom 6. März 2019 E. 1.2.2 mit Hinweis). Jedoch führt die Vorinstanz zutreffend aus, diese Verletzung seines rechtlichen Gehörsanspruchs sei im Berufungsverfahren, in dem die Vorinstanz über volle Kognition verfüge, geheilt worden, da sich der Beschwerdeführer dazu umfassend habe äussern können (vgl. BGE 147 IV 340 E. 4.11.3; Urteil 6B_941/2018 vom 6. März 2019; je mit Hinweisen). Damit setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander und bringt lediglich vor, das Anklageprinzip würde so keinen Sinn machen. Er vermag den strengen Begründungsanforderungen vor Bundesgericht nicht zu genügen (Art. 42 Abs. 2 BGG).