Citation: 5A_58/2022 E. 1

Das Obergericht hat erwogen, in Bezug auf die Beistandschaftserrichtung in den Bereichen Wohnen und Gesundheit könne auf die Beschwerde nicht eingetreten werden, weil sich der Beschwerdeführer hierzu nicht äussere. In Zusammenhang mit der Beistandschaftserrichtung betreffend die administrativen und finanziellen Angelegenheiten könne die vierzeilige Beschwerde als für eine Laieneingabe knapp genügend erachtet werden. Zur Sache hat es festgehalten, dass der Beschwerdeführer infolge seiner langjährigen psychischen Erkrankung (schizoaffektive Störung mit Wahnsymptomatik und manisch-depressivem Verhalten) auf Betreuung angewiesen sei und das private Umfeld diese nicht mehr sicherstellen könne, nachdem seine Ehefrau gestorben sei und er mit seiner späteren Lebenspartnerin gebrochen habe. In manischen Phasen neige der Beschwerdeführer dazu, sein Geld zu verschenken. Sein Einwand, über eine Treuhänderin zu verfügen, verfange nicht, weil diese rechtlich nicht über die Möglichkeit verfüge, ihn während manischen Phasen an den Schenkungen zu hindern, sie im Alltag nicht genügend präsent sei und im Übrigen das privatrechtliche Mandatsverhältnis jederzeit aufgelöst werden könne.