Citation: 2C_641/2013 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz hat erwogen, zunächst sei die sechsjährige Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der Schweiz zu relativieren; er habe sich nur deshalb so lange hier aufhalten können, weil er die Behörden gezielt getäuscht habe. Sodann sei ihm ein sehr schweres Verschulden vorzuwerfen, welches sich in dem gegen ihn verhängten Strafmass äussere. Er habe wiederholt, aus nichtigem Anlass, kaltblütig und rücksichtslos den Tod von Menschen verursacht bzw. in Kauf genommen. Der Umstand, dass er - obwohl bereits einschlägig verurteilt - am 27. Mai 2005 nochmals und wiederum aus nichtigem Anlass mit einem Messer auf seine unbewaffneten Opfer eingestochen habe, zeige seine Gefährlichkeit. Selbst unter Mitberücksichtigung der Tatsache, dass er die von ihm begangenen Verbrechen als Jugendlicher bzw. junger Erwachsener verübt habe, sei nach wie vor von einer potentiellen Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit auszugehen. Es bestehe daher ein äusserst gewichtiges öffentliches Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers. Weiter führte das Verwaltungsgericht aus, es sei dem Beschwerdeführer klar zumutbar, in seine Heimat zurückzukehren, dessen Sprache er spreche und wo er die ersten Lebensjahre verbracht habe. Zwar seien die familiären Nachteile erheblich, sollten Ehefrau und Kind nicht zusammen mit ihm ausreisen. Angesichts des auf dem Spiele stehenden eminenten Sicherheitsinteresses würde aber selbst eine Trennung der Familie als verhältnismässig erscheinen, wobei keine überzeugenden Gründe ersichtlich seien, welche die Ehefrau daran hindern könnten, zusammen mit der gemeinsamen Tochter und dem vorehelichen Sohn mit nach Chile auszureisen.