Citation: 9C_635/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Die Behörden - so das Verwaltungsgericht weiter - hätten nicht bestritten, dass bei der Beschwerdeführerin 2 aufgrund ihrer vollständigen Erblindung eine Behinderung vorliege. Mit der Anerkennung als behinderte Person sei steuerrechtlich aber noch nichts dazu gesagt, ob die Heimkosten als behinderungsbedingt zu qualifizieren und steuerlich abzugsfähig seien; dies sei erst in einem zweiten Schritt zu prüfen, wobei dann bei Heimbewohnern erst ab einem Pflegebedarf von 60 Minuten pro Tag vermutet werden könne, dass der Heimeintritt wegen der Behinderung erforderlich bzw. die Kausalität eines Abzugs der Heimkosten vom steuerbaren Einkommen gegeben sei.