Citation: 1C_220/2019 E. 4.3

4.3. Es stellt sich somit die Frage, ob der Beschwerdeführer diese Vermutung im erwähnten Sinn (vgl. vorne E. 3.4) zu entkräften vermag. Zwar stellt er sie als unbegründet dar und bringt insbesondere vor, seine damalige Ehefrau habe in der Ehe einer Nachbarin das Wunschbild einer Ehe erkannt und sei nach der erleichterten Einbürgerung von einem Tag auf den anderen davon ausgegangen, ihre Ehe sei nicht so, weshalb sie sich scheiden lassen wolle. Erst in diesem Moment habe er realisiert, dass die Ehe gescheitert sei; bis zu diesem Zeitpunkt sei er davon ausgegangen, sie funktioniere und sei intakt. Er habe sich daraufhin der Scheidung nicht widersetzt, weil dies wegen des Scheidungswillens seiner damaligen Ehefrau sinnlos gewesen wäre. Dass die Feststellung der Vorinstanz, diese Vorbringen wie auch seine weiteren Ausführungen in diesem Zusammenhang vermöchten die erwähnte Vermutung nicht zu entkräften, willkürlich sei, macht der Beschwerdeführer jedoch nicht geltend. Vielmehr stellt er sich ohne weitere Begründung auf den Standpunkt, ob trotz seiner Einwände an der Vermutung festgehalten werden könne, sei eine Rechts- und keine Sachverhaltsfrage. Dies ist unzutreffend. Ob die vom Beschwerdeführer genannten Umstände bzw. Gründe geeignet sind, die erwähnte tatsächliche Vermutung zu entkräften, ist eine Frage der Beweiswürdigung und beschlägt daher die Feststellung des Sachverhalts (vgl. BGE 120 II 393 E. 4b S. 397; Urteil 5A_182/2017 vom 2. Februar 2018 E. 3.2.2). Soweit er mit seinem Vorbringen, es gehe um eine Rechtsfrage, implizit rügen sollte, die Vorinstanz habe mit der Zurückweisung seiner Gegenargumente und dem Abstellen auf diese Vermutung Art. 41 Abs. 1 aBüG falsch angewandt und dadurch Bundesrecht verletzt, ist dies daher unbegründet.