Citation: 9C_31/2024 E. 4.2.3

4.2.3. Nur ungenügend Rechnung getragen wurde ferner auch der im vorinstanzlichen Urteil ebenfalls festgehaltenen Tatsache, dass die Laborbefunde einen regelmässigen und hohen aktuellen Alkoholkonsum des Beschwerdeführers bezeugen. Wie zudem aus den Berichten der behandelnden Ärzte hervorgeht, nimmt der Versicherte neben Kokain zeitweise auch Heroin zu sich, was wiederum eine anschliessende erhöhte Methadonsubstitution nach sich zieht; überdies besteht eine Opiatabhängigkeit. Ob und gegebenenfalls inwieweit sich dieses ausgeprägte, vom Versicherten bagatellisierte Suchtverhalten auf sein Leistungsvermögen auswirkt (Schweregrad der Abhängigkeit), ist, wie hinsichtlich der psychischen Erkrankungen, mittels eines - hier nicht erkennbar vorgenommenen - strukturierten Beweisverfahrens (Standardindikatorenprüfung) zu ermitteln (vgl. E. 2.3.2 hiervor). Der blosse Hinweis des begutachtenden Psychiaters, wonach diesbezüglich in Anbetracht des vom Beschwerdeführer als stabil skizzierten Alltags keine Anzeichen für kognitive oder psychische Einschränkungen ausgewiesen seien, genügt den beweisrechtlichen Anforderungen nicht.