Citation: 4A_281/2017 E. A

Am 14. April 2014 schloss die A.________ AG (Klägerin, Beschwerdeführerin) als Unternehmerin mit der B.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) als Bestellerin einen Werkvertrag betreffend "Bodenbeläge, Plattenarbeiten" im Rahmen des Projekts C.________ in U.________. Darin wurden Einheitspreise vereinbart, wobei eine provisorische Vertragssumme von Fr. 265'397.-- (netto, inkl. MwSt) errechnet wurde. Zudem schlossen die Parteien am 30. Juni 2014 einen Nachtrag über zusätzliche Plattenarbeiten für den Sitzpool zu einem Pauschal-Werkpreis von Fr. 5'316.15 netto, inkl. MwSt, und am 7. August 2014 einen Nachtrag Nr. 2 mit Abrechnung nach Aufwand über die Verlegung von Wedi-Bauplatten in den Bachläufen und im Sitzpoolbereich mit einer voraussichtlichen Vertragssumme von Fr. 9'219.95. Die Beklagte leistete Akonto-Zahlungen von insgesamt Fr. 345'316.10 inkl. MwSt. Am 2. April 2015 stellte die Klägerin der Beklagten - nach einer am 21. Januar 2015 durchgeführten Besprechung - eine geänderte Schlussrechnung (nachfolgend: die Schlussrechnung) über einen Restbetrag von Fr. 129'546.10 zu.