Citation: 2C_14/2024 E. 5

Die Vorinstanz erwog, aufgrund der jahrelangen und auch nach dem 1. Januar 2019 andauernden Nichtteilnahme des Beschwerdeführers am Wirtschaftsleben und der daraus resultierenden Sozialhilfeabhängigkeit von ihm und seiner Familie sei erstellt, dass er mit Blick auf Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG und Art. 77e Abs. 1 VZAE ein Integrationsdefizit aufweise. Selbst wenn aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme an das Integrationskriterium der Teilnahme am Wirtschaftsleben gestützt auf Art. 58a Abs. 2 AIG und Art. 77f VZAE tiefere Anforderungen gestellt würden, liege ein Rückstufungsgrund gemäss Art. 63 Abs. 2 AIG vor. Wäre dem Beschwerdeführer eine Teilnahme am Wirtschaftsleben gänzlich und unabänderlich verwehrt, wären seine mehrfachen Gesuche um Ausrichtung einer Invalidenrente kaum abschlägig beantwortet worden, weshalb von einer Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit im Umfang von 80 % auszugehen sei (vgl. E. 4 des angefochtenen Urteils). Sodann erweise sich die Rückstufung als verhältnismässig: Sie sei offenkundig dazu geeignet, den Beschwerdeführer daran zu erinnern, dass er, soweit zumutbar, am Wirtschaftsleben teilzunehmen hat, um sich und seine Familie zumindest teilweise von der Sozialhilfe abzulösen. Dass er hierzu grundsätzlich in der Lage sei, habe er mit seinen - wiewohl nur wenigen bzw. kurzzeitigen - Anstellungen und Bewerbungen gezeigt. Ferner sei kein gleichermassen zielführendes milderes Mittel ersichtlich, womit die Rückstufung die Voraussetzung der Erforderlichkeit erfülle. Schliesslich sei das öffentliche Interesse an der Rückstufung als gross zu qualifizieren, während das private Interesse des Beschwerdeführers daran, den privilegierten migrationsrechtlichen Status der Niederlassungsbewilligung zu behalten, als mittel bis gross zu gewichten sei. Mit der jahrelangen Nichtteilnahme des Beschwerdeführers am Wirtschaftsleben liege auf der einen Seite ein gewichtiges Integrationsdefizit vor, welches ihm - insbesondere seit dem 1. Januar 2019 - in massgeblichem Umfang vorwerfbar sei. Dass die arbeitsfähige Ehefrau ebenfalls nicht am Wirtschaftsleben teilnehme, sei dem Beschwerdeführer zusätzlich anzulasten. Auf der anderen Seite habe die Rückstufung zwar eine substanzielle Verschlechterung der Rechtsposition des Beschwerdeführers zur Folge; sein weiterer Aufenthalt in der Schweiz werde dadurch aber derzeit nicht gefährdet. Vor diesem Hintergrund überwiege das öffentliche Interesse an der Rückstufung des Beschwerdeführers dessen privates Interesse daran, dass ihm die Niederlassungsbewilligung belassen werde (vgl. E. 5 des angefochtenen Urteils).