Citation: 6B_576/2020 E. 2.3

2.3. Art. 33 StPO sieht im Falle mehrerer Beteiligter (Teilnehmer und Mittäter) einen einheitlichen Gerichtsstand vor. Gemäss Art. 38 Abs. 1 StPO können die Staatsanwaltschaften untereinander jedoch einen anderen als den in Art. 33 StPO vorgesehenen Gerichtsstand vereinbaren. Ein nach den Art. 38-41 StPO festgelegter Gerichtsstand kann nur aus neuen wichtigen Gründen und nur vor der Anklageerhebung geändert werden (Art. 42 Abs. 3 StPO). Eine Verfahrensvereinigung durch das Sachgericht gestützt auf Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO ist (an sich) im Sinne von Art. 38 Abs. 1 StPO für das Sachgericht verbindlich (vgl. Urteil 6B_787/2020 vom 21. Juli 2021 E. 2.3.3). Es ist aufgrund der Beschwerde nicht nachvollziehbar, inwiefern Art. 33 StPO verletzt sein sollte. Hingegen statuiert Art. 29 StPO den Grundsatz der Verfahrenseinheit insbesondere bei Mittäterschaft (BGE 138 IV 29 E. 3.2). Gemäss Art. 30 StPO können die Staatsanwaltschaft und die Gerichte aus sachlichen Gründen Strafverfahren trennen. Die Gründe müssen objektiv sein. Die Verfahrenstrennung soll vor allem der Verfahrensbeschleunigung dienen bzw. eine unnötige Verzögerung vermeiden helfen und soll nicht auf organisatorischen Aspekten seitens der Strafverfolgungsbehörden beruhen (BGE 138 IV 214 E. 3.2). Diesbezüglich fehlt es ebenfalls an jeder Darlegung, "inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt" (Art. 42 Abs. 2 BGG). Es ist nicht Sache des Bundesgerichts, in den Akten nach Belegstellen für beschwerdeführerische Vorbringen zu forschen (Urteil 6B_960/2021 vom 26. Januar 2022 E. 2.2). Mithin ist auf die Rüge einer Verletzung von Art. 33 Abs. 1 StPO nicht einzutreten.