Citation: 9C_443/2023 E. A

A.________, geb. 1994, meldete sich im Februar 2013 wegen einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und einer depressiven Erkrankung bei der Invalidenversicherung an. Er durchlief berufliche Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (Potenzialabklärungen im Rahmen der Berufswahl, Aufbautraining, erstmalige berufliche Ausbildung zum Kaufmann EFZ). Nachdem er die Ausbildung per Ende März 2015 abgebrochen hatte, hielt die IV-Stelle des Kantons Zürich fest, er sei derzeit aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage, eine berufliche Ausbildung zu absolvieren; die Arbeitsfähigkeit sei an einem geschützten Arbeitsplatz zu entwickeln. Im Oktober 2016 erteilte die IV-Stelle eine Kostengutsprache für die Mehrkosten der Vorbereitung auf eine erstmalige berufliche Ausbildung zum Fachmann Betriebsunterhalt EFZ. Im Juni 2017 stellte sie fest, aufgrund häufiger Absenzen hätten die Voraussetzungen zum Bestehen einer Berufslehre nicht geschaffen werden können, weshalb keine weiteren beruflichen Massnahmen in Betracht gezogen würden. Mit Verfügung vom 6. September 2017 sprach die IV-Stelle A.________ ausgehend von einer 50-prozentigen Arbeitsfähigkeit mit Wirkung ab August 2017 eine halbe Invalidenrente zu, nachdem sie den Versicherten am 25. Juli 2017 unter dem Titel der Schadenminderung verpflichtet hatte, eine integrierte psychiatrisch-psychotherapeutische und psychopharmakologische Behandlung weiterzuführen. A.________ führte Beschwerde und beantragte, es sei ihm eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich wies den Versicherten auf eine mögliche Schlechterstellung (reformatio in peius) hin und gab ihm Gelegenheit zum Rückzug der Beschwerde. Mit Urteil vom 20. März 2018 hob es die Verfügung vom 6. September 2017 auf und wies die Sache an die IV-Stelle zurück, damit diese ein psychiatrisches (eventuell psychiatrisch-neurologisches resp. -neuropsychologisches) Gutachten einhole und über den Leistungsanspruch neu entscheide. Gestützt u.a. auf ein bidisziplinäres Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) B.________ vom 11. Dezember 2018 verneinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch (Verfügung vom 12. April 2019).