Citation: 5C.22/2003 07.07.2003 E. 3

Die Vorinstanz ist in tatsächlicher Hinsicht zum Schluss gelangt, der Kläger habe den Ungültigkeitsgrund bereits vor dem 3. April 1998 gekannt. Mit dem Friedensrichterbegehren vom 7. April 1999 habe er die einjährige Frist (Art. 521 Abs. 1 ZGB) zur Einreichung der Ungültigkeitsklage (Art. 520 Abs. 1 ZGB) verpasst. Der Kläger beanstandet dies als bundesrechtswidrig. 3.1 Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz hat der Notar den Kläger am 3. April 1998 auf die hier in Frage stehende Ungültigkeit hingewiesen. Der Kläger hat keine Einwendungen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG erhoben und eine im Zusammenhang mit dieser Feststellung eingereichte staatsrechtliche Beschwerde wegen willkürlicher Beweiswürdigung ist abgewiesen worden. Damit ist diese Feststellung für das Bundesgericht verbindlich. Soweit der Kläger seine "sichere Kenntnis" im Sinne von Art. 521 Abs. 1 ZGB mit den entgegenstehenden tatsächlichen Vorbringen begründet, ist er damit nicht zu hören. 3.2 Indessen stützt der Kläger das von ihm geltend gemachte Fehlen "sicherer Kenntnis" auch auf den Umstand, dass die Beklagten im Erbenverzeichnis vom 4. April 1998 nicht als eingesetzte Erben enthalten gewesen seien, weshalb er nicht gewusst habe, gegen wen er hätte klagen sollen; das sei entgegen der Rechtsauffassung der Vorinstanz im Zusammenhang mit Art. 521 Abs. 1 ZGB ebenfalls relevant. Gegen den Rechtsstandpunkt des Klägers spricht, dass in Art. 521 Abs. 1 ZGB einzig die Kenntnis "von der Verfügung und dem Ungültigkeitsgrund" vorausgesetzt wird. Selbst wenn man aber von der Richtigkeit seiner Auffassung ausgeht, vermag ihm dies nicht zu helfen. Gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 63 Abs. 2 OG) hat er das Testament am 13. März 1998 erhalten. Schon seit jenem Zeitpunkt konnte für ihn kein Zweifel daran bestehen, dass sich ein Rechtsschutzbehelf bezüglich der Frage der Gültigkeit der Einfügung auf jeden Fall gegen die darin ausdrücklich mit der Adresse aufgeführten Beklagten zu richten hatte, wenn er deren Begünstigung beseitigen wollte (vgl. auch BGE 81 II 33 E. 3 S. 36/37). Auch unter diesem Gesichtspunkt ist daher die "sichere Kenntnis" im Sinne von Art. 521 Abs. 1 ZGB des Klägers zu bejahen.