Citation: 1B_199/2020 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer ist schliesslich der Auffassung, die Vorinstanz gehe von einem falschen Verständnis von Art. 342 Abs. 1 lit. a StPO aus. Diese Bestimmung sehe vor, dass in einem ersten Verfahrensteil die Fragen nach Täterschaft, Tatbestandsmässigkeit und Schuld behandelt würden und in einem zweiten Verfahrensteil über Art und Mass der Sanktion zu befinden sei. Hingegen sei es klar bundesrechtswidrig, bei einer Zweiteilung der Hauptverhandlung bereits im ersten Verhandlungsteil über die konkrete Sanktion zu entscheiden. Das Berufungsgericht hätte folglich im ersten Verfahrensteil keine konkrete Sanktion und schon gar keine Strafzumessung vornehmen dürfen.