Citation: 1D_5/2022 E. 3.7.6

3.7.6. Selbst wenn die Zahlungsmoral des Beschwerdeführers möglicherweise nicht immer makellos gewesen ist, ist zu berücksichtigen, dass es sich vorliegend teils um weiter zurückliegende Schulden (aus den Jahren 2012 bis 2017) handelt und der Beschwerdeführer sich darum bemüht hat, seine Schulden (aus der Alimentenbevorschussung und Sozialhilfe) abzubauen und mit der Fürsorgekommission Weinfelden nach einer Lösung zu suchen (Abschluss der Vereinbarung vom 20. November 2017). Es ist nicht haltbar, dass die Vorinstanz diese Bemühungen ausgeblendet bzw. einseitig zu seinen Ungunsten gewertet hat und ihm deswegen eine genügende wirtschaftliche Integration abspricht. Der Beschwerdeführer hat zu erkennen gegeben, seinen Verpflichtungen nachzukommen, sobald sein Gesundheitszustand sowie die Haushaltstätigkeit und Kinderbetreuung dies erlauben würden. Es gibt keinen Grund, ihm das Gegenteil zu unterstellen. Die Vorinstanz hat diesen persönlichen Umständen zu Unrecht keinerlei Beachtung geschenkt. Offenbleiben kann, ob es sich bei dem gegenüber der Fürsorgekommission Weinfelden zurückbezahlten Betrag von Fr. 6'000.-- um Schenkungen oder Darlehen gehandelt hat. Der angefochtene Entscheid erweist ohnehin mit Blick auf die vorzunehmende Gesamtabwägung im Ergebnis als willkürlich (vgl. E. 6.2 hiernach).