Citation: U 466/06 22.08.2007 E. 4

Aufgrund der medizinischen Aktenlage nicht zu beanstanden und auch nicht bestritten ist die Feststellung, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Einstellung der Leistungen für den Unfall vom 16. Dezember 2002 per Ende Juli 2005 noch an gewissen somatischen Beschwerden litt, die ihn jedoch hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht einschränken. Streitig und zu prüfen ist jedoch, ob aufgrund der vorhandenen psychischen Beschwerden ein höherer Leistungsanspruch gegenüber der SUVA besteht und in diesem Rahmen insbesondere die Adäquanz des Kausalzusammenhangs. 4.1 Der Versicherte hatte am 21. August 2002 wegen einer depressiven Entwicklung erstmals das Zentrum X.________ aufgesucht. Dort fanden am 10. und 25. September 2002, am 23. Oktober 2002 sowie am 7. und 17. Februar 2003 weitere Konsultationen statt. Im Vordergrund standen gemäss Bericht vom 11. Juli 2003 eine anxio-subdepressive Grundstimmung, körperbezogene Ängste mit Vermeidungsverhalten, eine leichte Minderung des Antriebs sowie eine kaum korrigierbare kognitive Fixierung auf chronische Schmerzen. Diagnostiziert wurde eine Anpassungsstörung mit inadäquater Krankheitsbewältigung bei chronischem Schmerzsyndrom und psychosozialer Belastung. Anlässlich der psychiatrischen Untersuchung vom 29. Oktober 2003 stellte die SUVA-Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Frau Dr. med. H.________ die Diagnose einer mittelschweren depressiven Störung ohne somatisches Syndrom sowie einer Angststörung. Sie hielt im Bericht vom 26. November 2003 fest, der Beginn der depressiven Symptomatik sei nicht genau datierbar, doch sei sie sicher seit Sommer 2002 ausgeprägt vorhanden. Es bestehe wahrscheinlich - so die Fachärztin - kein direkter Kausalzusammenhang zwischen der depressiven Störung und der Schulterverletzung oder der HWS-Distorsion, doch spreche der Verlauf dafür, dass sich die bereits vorbestehende ausgeprägte depressive Symptomatik nach dem letzten Unfallereignis im Dezember 2002 verstärkt habe. In den Berichten vom 15. Dezember 2004 und 23. März 2005 kam der SUVA-Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. med. A.________, zu ähnlichen Ergebnissen, ging jedoch nur noch von einer leichten depressiven Störung ohne somatisches Syndrom aus. Die Arbeitsunfähigkeit schätzte er aus rein psychiatrischer Sicht auf 50 %. 4.2 Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, erfüllen die vorhandenen medizinischen Berichte die von der Rechtsprechung entwickelten beweisrechtlichen Anforderungen (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) und ermöglichen eine Beurteilung der sich stellenden Fragen, weshalb sich weitere medizinische Abklärungen erübrigen. 4.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat das kantonale Gericht den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den diagnostizierten psychischen Beeinträchtigungen und den Unfallereignissen nicht bejaht, sondern vielmehr zu Recht nur festgehalten, dass diese Beschwerden, auch wenn sie teilweise unfallbedingt seien, keinen Leistungsanspruch begründen würden, weil es an der ebenfalls erforderlichen Adäquanz fehle.