Citation: 8C_377/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz stellte zunächst fest, aus den beiden Gutachten des Dr. med. B.________ ergebe sich, dass der Beschwerdeführerin ab August 2015 eine angepasste Tätigkeit zu 50 % zumutbar gewesen sei. Diese Einschätzung stehe im Einklang mit den übrigen medizinischen Akten und überzeuge auch angesichts des durch einen stationären Klinikaufenthalt ausgewiesenen Leidensdrucks, der damals bestehenden Substanzkonsumstörungen und der noch nicht hinreichend eingestellten psychiatrischen Medikation. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung erwog die Vorinstanz sodann, es sei sowohl beim Validen- als auch beim Invalideneinkommen von demselben Tabellenlohn auszugehen. Da abzugsrelevante Einschränkungen fehlten, entspreche der Grad der Arbeitsunfähigkeit dem Invaliditätsgrad. Demnach habe die Beschwerdeführerin ab August 2016 Anspruch auf eine halbe (anstatt wie von der IV-Stelle verfügt auf eine ganze) Invalidenrente.