Citation: 6B_213/2019 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, es liege kein Unterbruch des Kausalzusammenhangs zwischen dem heftigen Stoss durch den Beschwerdeführer und den von der Beschwerdegegnerin 2 erlittenen schweren Verletzungen vor (angefochtenes Urteil, E. IV. 3.5.6 S. 35). Dem Einwand des Beschwerdeführers fehle es schon an der geltend gemachten tatsächlichen Grundlage. Alle Trittbretter stünden selbst im Zustand geschlossener Türen bei stehendem und fahrendem Zug generell leicht vor. In den verschiedenen Videosequenzen mit dem ein- und losfahrenden sowie stehenden Zug sei gut erkennbar, dass die Zugaussenseite am unteren Teil der Türen bei den Trittbrettern generell keine glatte Oberfläche habe, sondern auch im Zustand vollständig geschlossener Türen leichte Unebenheiten aufweise, welche durch die vollständig geschlossenen Trittbretter vorgegeben seien. Ebenfalls gut erkennbar sei, dass es sich um einen Doppelstock-Pendelzug der 1. Generation, und damit um ein älteres S-Bahn-Modell, gehandelt habe. Bei diesem werde das Trittbrett nach oben eingeklappt und nicht, wie bei neueren Modellen eines Doppelstock-Triebzuges der 2. oder 3. Generation, horizontal eingezogen. Dass die Beschwerdegegnerin 2 für einen kurzen Moment durch den fahrenden Zug auch noch eine Bewegung in Fahrtrichtung erfahren habe und ganz kurz mitgeschleift worden sei, sei weder geeignet, den weiteren Verlauf zu verhindern noch diesen zu begünstigen, mithin weniger wahrscheinlich zu machen oder gar zu vermeiden, dass sie zwischen dem Zug und dem Perron nach unten zu den Gleisen gefallen sei (angefochtenes Urteil, E. IV. 3.5.3 S. 33 f.). Sie sei erst nach unten in den Gleisschacht gefallen, als die grössere Lücke zwischen den Wagen der 1. und der 2. Klasse an ihr entlang gefahren sei (angefochtenes Urteil, E. IV. 3.5.4 S. 34).