Citation: 1C_28/2021 E. 3.1.4

3.1.4. Gemäss den bindenden Feststellungen im angefochtenen Urteil (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG) wurde die bewilligte Distanz zur Grenze zur Parzelle Nr. 2306 von 80 cm beim Bau der streitgegenständlichen Stützmauer in den Jahren 2012/2013 allein deshalb missachtet, weil der Bauunternehmer versehentlich eine falsche Messung vorgenommen hat (Messung ab der Vorderkante der damals noch auf der Parzelle Nr. 2306 vorhandenen Stützmauer statt ab der Parzellengrenze). Soweit die Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin eine vorsätzliche Missachtung der Vorgaben der Baubewilligung vom 24. September 2012 vorwerfen, legen sie nicht hinreichend substantiiert dar, inwiefern die Vorinstanz in diesem Punkt den Sachverhalt offensichtlich unrichtig bzw. willkürlich festgestellt haben sollte (vgl. vorne E. 1.4). Insbesondere wäre entgegen der Auffassung der Beschwerdegegner selbst dann nicht auf vorsätzliches Handeln der Beschwerdeführerin zu schliessen, wenn sie vier Jahre nach dem Bau der Mauer die Fertigstellung nicht angezeigt bzw. nicht um Bauabnahme ersucht haben sollte. Die Beschwerdeführerin hat also nicht bewusst in Hinblick auf das bevorstehende Inkrafttreten des strengeren Rechts (zunächst) die Einholung einer Bewilligung für die tatsächlich erstellte Stützmauer unterlassen. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die in den Jahren 2012 und 2013 gültig gewesenen Höhen- und Grenzabstandsvorschriften herangezogen hat.