Citation: U 395/06 05.10.2007 E. 4

4.1 Bezüglich der aufgelegten ärztlichen Berichte ist festzuhalten, dass für die Beurteilung derjenige Sachverhalt massgebend ist, welcher sich bis zum Erlass des Einspracheentscheids verwirklicht hat (BGE 129 V 1 E. 1.2 S. 4 mit Hinweisen). Sowohl der Bericht des Dr. med. M.________ als auch die Beurteilung des Dr. med. T.________ ergingen im Sommer 2006, somit über ein Jahr nach dem Einspracheentscheid vom 17. Mai 2005. Dasselbe gilt für die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichte des med. pract. H.________ sowie die Berichte der Klinik Y.________, welche sich auf einen stätionären Aufenthalt im Sommer 2006 beziehen. Soweit sich diese ärztlichen Einschätzungen zum Gesundheitszustand zur Zeit der Berichterstattung äussern, sind sie vorliegend unbeachtlich. Bei Dr. med. M.________ kommt hinzu, dass mit der Posturographie zwar Schwindelbeschwerden objektiviert werden können, damit jedoch noch nichts über deren Ätiologie gesagt ist (vgl. Urteil U 197/04 vom 29. März 2006). Zudem geht Dr. med. M.________ die Fachkompetenz ab, die psychosomatische Beurteilung der Klinik Z.________ sowie die Schlussfolgerungen in der biomechanischen Kurzbeurteilung in Zweifel zu ziehen. Dasselbe gilt für seine Vorwürfe an den erstbehandelnden Dr. med. B.________, da die Äusserungen des Dr. med. M.________ in grosser zeitlicher Distanz zum Unfallereignis erfolgen. Das Gutachten des Dr. med. M.________ ist somit für die vorliegend zu beurteilenden Fragen nicht zu berücksichtigen, weshalb kein Anspruch auf Erstattung der Gutachterkosten in der Höhe von Fr. 1500.- besteht. Im Übrigen hat die Vorinstanz im Rahmen der antizipierten Beweiswürdigung (SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27 E. 4b mit Hinweisen) zu Recht auf weitere medizinische Abklärungen verzichtet. 4.2 Mit der Vorinstanz kann die Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang offen gelassen werden, da, wie nachfolgend gezeigt wird (E. 5), mit Vorinstanz und Verwaltung der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen ist. 4.3 Der Versicherte bringt vor, die SUVA habe die Adäquanz mit der Beurteilung des Integritätsschadens bereits bejaht. Auch habe die SUVA durch Einholung der Lohnauskünfte beim letzten Arbeitgeber sowie der Bankverbindung eine Rente in Aussicht gestellt. Diesen Einwänden kann nicht gefolgt werden. Mit Schreiben vom 6. September 2004 hat die SUVA die Prüfung der Rentenfrage in Aussicht gestellt und für "allfällige" Zahlungen zur Angabe eines Kontos aufgefordert. Damit wurde aber keineswegs eine Rente zugesichert. Was die Beurteilung des Integritätsschadens betrifft, so ist festzuhalten, dass die SUVA sowohl in ihrer Verfügung vom 18. Februar 2005 als auch in ihrem Einspracheentscheid vom 17. Mai 2005 die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung explizit ablehnte. Daran ändert auch die medizinische Beurteilung durch den Kreisarzt vom 6. September 2004 nichts, da sich dieser als Mediziner nicht zur Adäquanz, welche eine Rechtsfrage ist, zu äussern hat, die Ausrichtung einer Integritätsentschädigung hier aber wegen fehlendem adäquatem Kausalzusammenhang verneint wurde. Nach dem Gesagten liegt kein widersprüchliches Verhalten der SUVA vor. 4.4 Nicht beigepflichtet werden kann dem Beschwerdeführer, soweit er geltend macht, die Adäquanzprüfung sei zu früh vorgenommen worden. Die Adäquanzprüfung kann erfolgen, sobald der unfallbedingt erforderliche Heilungsprozess abgeschlossen ist, was dann zutrifft, wenn keine organischen Unfallfolgen mehr zu behandeln sind. Massgebend ist der Zeitpunkt, in welchem von weiteren Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist. Dies ist bei Physiotherapie als Erhaltungstherapie nicht der Fall (vgl. zum Ganzen Urteil 167/06 vom 31. Januar 2007 E. 4.4 mit weiteren Hinweisen). 4.5 Weiter rügt der Versicherte die Rechtsprechung zur Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs nach BGE 117 V 359. Die von ihm beanstandeten einzelnen Kriterien eignen sich jedoch zur Ermittlung des adäquaten Kausalzusammenhangs, da anhand dieser Kriterien festgestellt werden kann, ob dem konkreten Unfall insgesamt noch massgebende Bedeutung für die vorliegenden Folgen zukommt. Der Versicherte bringt somit nichts vor, das die langjährige bisherige Praxis in Frage zu stellen vermöchte, weshalb an dieser festzuhalten ist (BGE 131 V 107 E. 3.1 S. 110, 130 V 369 E. 5.1 S. 372, je mit Hinweisen).