Citation: 8C_479/2020 E. 4.2

4.2. Die Rügen des Beschwerdeführers vermögen keine Bundesrechtsverletzung des kantonalen Gerichts zu begründen. Dieses hat in nicht zu beanstandender Weise dargelegt, dass die gesamten Umbaukosten von mehr als das Sechsfache der Kostenlimite von Fr. 25'000.- in der Höhe von Fr. 153'770.80 das Erfordernis der finanziellen Angemessenheit nicht mehr erfüllen, da die veranschlagten Gesamtkosten des Fahrzeugumbaus nicht mehr in einem vernünftigen Verhältnis zum zu erwartenden Eingliederungserfolg stünden und daher mit dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit nicht zu vereinbaren seien. In tatsächlicher Hinsicht ist dabei unbestritten, dass kein günstigerer Umbau machbar wäre. Fest steht ebenso, dass dem Beschwerdeführer grundsätzlich möglich und (aus ärztlicher Sicht) zumutbar ist, den Arbeitsweg von Frauenfeld nach Zürich mit dem öffentlichen Verkehr zurückzulegen. Denn gemäss vorinstanzlicher Feststellung benutzt er aktuell den Zug und pendelte bereits während seines Studiums und eines Praktikums zwischen Frauenfeld und Winterthur. Es verletzt des Weiteren kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz in eingehender und umfassender Auseinandersetzung mit den Vorzügen der selbstständigen Fortbewegung mit einem eigenen Fahrzeug die Benutzung des öffentlichen Verkehrs sowohl unter Einbezug der Zeitersparnis (70 Minuten pro Arbeitstag) als auch mit Blick auf die je nach Witterung nötige Hilfe Dritter nicht als unverhältnismässig qualifizierte. Dass die Benutzung eines eigenen Fahrzeugs dabei die bestmögliche Variante ist hinsichtlich Autonomie beim Zurücklegen des Arbeitswegs und bei den übrigen ausserhäuslichen Tätigkeiten wie Arztbesuche, Therapien, Einkäufe und Handballtraining, wird nicht in Abrede gestellt, nur lässt sie sich mit dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit nicht mehr vereinbaren, wie die Vorinstanz bundesrechtskonform erkannte. Daran ändert nichts, dass dem Beschwerdeführer insoweit zuzustimmen ist, als die Feststellung der Vorinstanz bezüglich der Transportmöglichkeit zur Arbeit durch den Verein für Behinderten-Busse in der Tat offensichtlich unrichtig ist, soweit sie auf diese Möglichkeit im Zusammenhang mit dem Absolvieren des Arbeitswegs als Alternative zum Zug hinwies. Da im bisherigen Verfahren - wie der Beschwerdeführer zutreffend geltend macht - dies nie Thema (und auch nicht mit entsprechenden Weiterungen zu rechnen) war, hat der angefochtene Entscheid Anlass zum Vorbringen neuer Tatsachen und Beweismittel gegeben (vgl. E. 1.2 hiervor), sodass der letztinstanzlich beigebrachte Ausdruck der Internet-Homepage des Vereins demzufolge als zulässiges unechtes Novum zu den Akten zu nehmen ist. Hieraus ergibt sich, dass der Beschwerdeführer für das Zurücklegen des Arbeitswegs auf dieses Transportmittel nicht regelmässig zurückgreifen könnte. Nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag der Beschwerdeführer schliesslich aus dem Umstand, dass das Fahrzeug zur Bewältigung des Arbeitswegs dienen soll und sich daher von denjenigen Sachverhalten, die den Urteilen 9C_308/2014 vom 19. Mai 2014 und BGE 131 V 167 zugrunde liegen, unterscheidet. Wie in E. 2.3 ausgeführt, ist für den Anspruch auf Abänderungen von Motorfahrzeugen keine erwerbliche Ausrichtung vorausgesetzt. Auch wenn erwerbliche Aspekte unter dem Titel "besondere Begründung" gemäss Rz. 2098 KHMI nicht zwingend von vornherein ausser Acht fallen müssen, lässt sich hieraus für den vorliegenden Fall nichts gewinnen. Im Einklang mit der in seiner Stellungnahme vom 18. Januar 2021 geäusserten Ansicht des BSV ist die beantragte Massnahme nicht mehr als einfach, zweckmässig und wirtschaftlich zu beurteilen. Die Vorinstanz hat daher die finanzielle Verhältnismässigkeit einer Kostenübernahme von Fr. 153'770.80 zu Recht verneint.