Citation: 4A_374/2016 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe Art. 400 Abs. 1 OR falsch angewandt. Die Rechenschafts- und Informationspflicht gehe über den konkreten Umfang des zugrundliegenden Mandatsverhältnisses hinaus. Die ratio legis von Art. 400 Abs. 1 OR verpflichte zur Information über alles im Zusammenhang mit dem Auftrag Erlangte. Die Rechenschafts- und Informationspflicht nach Art. 400 Abs. 1 OR müsse sich als notwendige Grundlage der Herausgabepflicht grundsätzlich auf alle möglichen und allfälligen Vermögensvorteile beziehen, die im Zusammenhang mit dem Mandat erfolgt seien. Bestehe auch nur die Möglichkeit, dass ein Auftragnehmer im Zusammenhang mit dem zugrundeliegenden Auftragsverhältnis einen Vermögensvorteil erlangt habe, so müsse dem Beauftragten auch ein Anspruch auf Rechenschaftsablage und Information im entsprechenden, gleichen Umfang zugestanden werden. Eine derart enge Anwendung von Art. 400 Abs. 1 OR wie sie die Vorinstanz verstehe, widerspreche nicht nur dem dem Auftragsrecht immanenten Grundprinzip, sondern auch der ratio legis der Bestimmung von Art. 400 Abs. 1 OR, würde doch damit letztlich auch die Ablieferungs- bzw. Herausgabepflicht als essentiale des Auftragsrechts zu einer unechten Obligation werden. Denn nur wer Kenntnis habe über das "Wie und Was des Erlangten" könne überprüfen, ob die Ablieferungspflicht "richtig" erfüllt sei. Klares Recht sei daher, dass der Auskunftsanspruch auch dort bestehe, wo die Herausgabeansprüche nicht strikte auf dem Gegenstand des Mandats gründen würden, sondern damit in Zusammenhang stünden. Ein Zusammenhang bestehe bei einem "inneren Zusammenhang", unter anderem bei Gefahr eines Interessenkonflikts.