Citation: 4A_290/2018 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz behandelte detailliert verschiedene Umstände betreffend ein allfälliges (grobes) Selbstverschulden. Nach den Feststellungen der Vorinstanz war die Strecke bei der Unfallstelle mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h signalisiert, wobei der Gutachter das Passieren der Kurve für einen geübten Fahrer mit bis zu 70 km/h als möglich erachtet habe. Da die Strasse am Unfalltag trocken und der Himmel leicht bewölkt gewesen sei, weshalb nicht davon ausgegangen werden könne, der Verunfallte sei geblendet worden, hätten geradezu optimale Bedingungen geherrscht. Überdies könne dem Verunfallten keine höhere gefahrene Geschwindigkeit sowie Kollisionsgeschwindigkeit als 63.5 km/h nachgewiesen werden. Die Vorinstanz schloss, unter diesen Umstände sei seine Geschwindigkeit als angemessen zu bewerten. Unter dem Titel "weitere verschuldensrelevante Umstände" warf die Vorinstanz dem Verunglückten sodann dennoch ein leichtes Selbstverschulden vor, da er angesichts seiner fehlenden Kenntnisse betreffend die befahrene Strecke und das Mietfahrzeug sowie der eingeschränkten Erfahrung bezüglich Lenkung eines Motorrads seine Geschwindigkeit beim Befahren der Kurve noch weiter hätte reduzieren müssen.