Citation: 5P.185/2005 31.08.2005 E. 3

Der Beschwerdeführer behauptet schliesslich eine willkürliche Anwendung von Art. 699 ZGB. Diese Bestimmung ist jedoch als Norm des Bundesrechts berufungsfähig (Art. 43 Abs. 1 OG), sofern der für vermögensrechtliche Zivilsachen - wozu auch das eine Eigentumsbeschränkung bewirkende Zutrittsrecht gehört - notwendige Streitwert von Fr. 8'000.-- erreicht ist (Art. 46 OG). Zwar lässt sich dem angefochtenen Entscheid entgegen der Bestimmung von Art. 51 Abs. 1 lit. a OG keine Angabe des Streitwertes entnehmen. Angesichts der zeitlichen Unbegrenztheit des strittigen Rechts ist jedoch der von Amtes wegen und nach freiem Ermessen zu schätzende (Art. 36 Abs. 2 OG) Berufungsstreitwert von Fr. 8000.-- offensichtlich erreicht. Ist somit die Streitsache in Bezug auf die materiellen Rechtsfragen berufungsfähig, kann diesbezüglich auf die zum Rechtsmittel der Berufung subsidiäre staatsrechtliche Beschwerde (Art. 84 Abs. 2 OG) nicht eingetreten werden. Grundsätzlich zulässig ist die staatsrechtliche Beschwerde im Zusammenhang mit Art. 699 ZGB immerhin insoweit, als der Beschwerdeführer eine willkürliche Beweiswürdigung rügt (Art. 43 Abs. 1 Satz 2 und Art. 84 Abs. 1 lit. a OG i.V.m. Art. 9 BV). Er macht geltend, bei seinem Grundstück handle es sich gar nicht um eine Weide, sondern um eine Wiese, werde sie doch landwirtschaftlich genutzt, namentlich einmal jährlich gemäht, was die Beschwerdegegnerin selbst zugestanden habe. Allein mit diesen Hinweisen ist jedoch keine willkürliche Beweiswürdigung darzutun: Wie das angefochtene Urteil zeigt, hat der Kantonsgerichtsausschuss diese Argumente keineswegs übersehen. Er hat jedoch zunächst auf den Grundbuchauszug verwiesen, nach welchem es sich bei der fraglichen Parzelle um Weide und Wald handelt. Sodann hat er erwähnt, dass die Parzelle auch auf dem Flächenerhebungsformular vom 27. September 2004 als Weide qualifiziert worden sei, und erwogen, dass der Beschwerdeführer demnach bislang selbst von einer Weide ausgegangen sei. Schliesslich hat der Kantonsgerichtsausschuss auf den Augenschein des Bezirksgerichtspräsidiums verwiesen, der ergeben habe, dass es sich vorwiegend um eine - teilweise bestockte - Weide handle, und damit sinngemäss auch auf die erstinstanzliche Erwägung, derjenige Teil, der Flachmoor sei, werde einzig deshalb gemäht, weil er aufgrund kantonaler Auflagen nicht durch Beweidung beeinträchtigt werden dürfe. Der Kantonsgerichtsausschuss hat sich folglich bei der Qualifizierung des Grundstücks des Beschwerdeführers als Weide auf sachliche Argumente abgestützt, und Willkür liegt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht schon vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder sogar vorzuziehen wäre, sondern erst, wenn sie auf einem offensichtlichen Versehen beruhen oder mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen würde (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56; 128 II 259 E. 5 S. 280 f.).