Citation: 8C_590/2019 E. 1.2

1.2. Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen im bundesgerichtlichen Verfahren nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG), was in der Beschwerde näher darzulegen ist (BGE 133 III 393 E. 3 S. 395). Tatsachen oder Beweismittel, die sich erst nach dem angefochtenen Entscheid ereignet haben oder entstanden sind (sog. echte Noven), können nicht durch dieses Erkenntnis veranlasst worden sein und sind deshalb von vornherein unzulässig (BGE 143 V 19 E. 1.2 S. 22 f. mit Hinweisen; 140 V 543 E. 3.2.2.2 S. 548). Der letztinstanzlich aufgelegte Bericht der Vertrauensärztin der Pensionskasse, Dr. med. B.________, Fachärztin FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, datiert vom 11. Januar 2017 und damit vor dem angefochtenen Entscheid. Er umfasst insgesamt elf Seiten und ist in zwei Teile gegliedert. Teil A (Seiten 1-7) äussert sich unter anderem zu den Diagnosen, zur Zwischenanamnese und zur Prognose. Teil B (Seiten 8-11) richtet sich an den Arbeitgeber und befasst sich insbesondere mit der Arbeitsfähigkeit bezogen auf die bisherige und jede andere Tätigkeit. In den IV-Akten, die dem kantonalen Gericht zur Verfügung standen, befand sich der besagte Bericht ebenfalls, allerdings nur Teil A (Seiten 1-7). Beim Teil B, der erstmals vor Bundesgericht aufgelegt wird, handelt es sich somit um ein unechtes Novum. Die Beschwerdeführerin erläutert nicht, warum sie den vollständigen Arztbericht nicht bereits im kantonalen Verfahren präsentiert hat und weshalb erst der vorinstanzliche Entscheid Anlass für seine Einreichung gegeben haben soll (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194 E. 2.2 S. 196). Der vorinstanzliche Verfahrensausgang allein bildet noch keinen hinreichenden Anlass im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG für die Zulässigkeit von unechten Noven, die bereits im kantonalen Verfahren ohne Weiteres hätten vorgebracht werden können (BGE 143 V 19 E. 1.2 S. 22 f.). Dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hätte die Unvollständigkeit des Arztberichts bereits früher auffallen müssen. So ersuchte er am 18. April 2017 bei der IV-Stelle um Akteneinsicht, welche ihm in der Folge gewährt wurde (vgl. Schreiben der IV-Stelle vom 24. April 2017). Zudem und vor allem nahm er in seiner Replik im kantonalen Verfahren explizit auf den vertrauensärztlichen Bericht vom 11. Januar 2017 Bezug. Dabei hätte er bemerken müssen, dass in den IV-Akten nicht der komplette Bericht erfasst war. Folglich hätte er die fehlenden Seiten bereits im kantonalen Verfahren einreichen können. Mithin bleiben die Seiten 8 bis 11 vorliegend unbeachtlich.