Citation: 4P.248/2005 12.12.2005 E. 1

Die Beschwedeführerin beantragt, die parallel erhobene Berufung in Abweichung von Art. 57 Abs. 5 OG vor der staatsrechtlichen Beschwerde zu behandeln. Nach der genannten Bestimmung wird in der Regel die Entscheidung über die Berufung bis zur Erledigung einer staatsrechtlichen Beschwerde ausgesetzt, wenn beide Rechtsmittel ergriffen worden sind. Im vorliegenden Fall besteht kein Anlass, anders zu verfahren. Namentlich ändert vorliegend nichts, dass die staatsrechtliche Beschwerde nur für den Fall erhoben werde, dass die in der Berufung vorgebrachten Rügen im Berufungsverfahren unzulässig sind, wie die Beschwerdeführerin vorbringt. Nach der bundesgerichtlichen Praxis wird vom Grundsatz der prioritären Behandlung der staatsrechtlichen Beschwerde unter anderem abgewichen, wenn mit diesem Rechtsmittel die Verletzung von Bundesrechtsnormen geltend gemacht wird, die in der Berufung gerügt werden kann, sofern diese zulässig ist (BGE 107 II 499 E. 1 S. 500; 99 II 297 E. 1 S. 299; Poudret, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Bern 1990, N. 5 zu Art. 57 OG, S. 464 unten). Die Beschwerdeführerin scheint sich der von ihr angerufenen Literaturstelle nach (Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, S. 148) auf diese Ausnahme vom Vorgehen nach Art. 57 Abs. 5 OG zu berufen. Die entsprechenden Voraussetzungen sind indessen vorliegend nicht erfüllt. Die Beschwerdeführerin erhebt in der Beschwerde nur Verfassungsrügen, die mit Berufung nicht geltend gemacht werden können (Art. 43 Abs. 1 Satz 2 OG). Dies gilt namentlich auch für die vorgebrachten Aktenwidrigkeitsrügen, mit denen die Beschwerdeführerin die Beweiswürdigung des Kantonsgerichts in Frage stellt.