Citation: 8C_369/2022 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz erwog, eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision der rechtskräftigen Verfügungen vom 28. Juli 2021 (richtig: der Verfügungen vom 8. Februar und vom 17. Mai 2021) setze deren anfängliche Unrichtigkeit voraus. Mit Blick auf die Schliessung des Lokals in W.________ Anfang Mai 2021 komme indes keine anfängliche, sondern nur eine nachträgliche Unrichtigkeit in Betracht, weshalb die genannten Rückkommenstitel nicht anwendbar seien. Unter Hinweis auf einen Entscheid des Versicherungsgerichts St. Gallen (AVI 2009/54 vom 16. März 2010 E. 4) qualifizierte die Vorinstanz Kurzarbeitsentschädigungen im Folgenden jedoch als "Dauerleistungen" im Sinne von Art. 17 Abs. 2 ATSG, weshalb zu prüfen sei, ob sich der Sachverhalt, welcher den streitbetroffenen Verfügungen zugrunde lag, nachträglich in relevanter Weise geändert habe. Weiter hielt sie fest, die Beschwerdeführerin habe mit E-Mail vom 23. Juli 2021 zwar erklärt, ihre Geschäftstätigkeit in W.________ eingestellt zu haben und Vorbereitungen für einen neuen Betrieb zu treffen, dies unter Übernahme des Personals. Ob es sich hierbei um eine vom Beschwerdegegner angenommene Betriebsschliessung handle, habe dieser jedoch nicht weiter abgeklärt, weshalb eine solche insgesamt nicht vorliege.