Citation: 1C_372/2017 E. 4.5

4.5. Die Vorinstanz hat das Vorliegen wichtiger Gründe im Sinne von § 80 Abs. 1 BPG/BS zumindest implizit mit der Begründung bejaht, der Beschwerdegegner habe ein erhebliches Interesse an der Errichtung von Parkplätzen auf seinem Grundstück, da die dozierenden Personen auf einen Parkplatz in der Nähe des Ausbildungszentrums angewiesen seien. Diese Einschätzung ist nachvollziehbar und wird von den Beschwerdeführern auch nicht substanziiert in Frage gestellt. Weiter hat die Vorinstanz gestützt auf den Augenschein und damit in Kenntnis der örtlichen Verhältnisse willkürfrei festgestellt, dass die Anmietung von Parkplätzen im nahe gelegenen Parkhaus keine geeignete Alternative darstellt, weil der Zugang zum Parkhaus (auch) tagsüber nicht durchgehend gewährleistet ist. Plausibel ist zudem, dass eine alternative Erschliessung in Form einer "Durch- oder Unterfahrung" des Gebäudes des Beschwerdegegners - sofern überhaupt realisierbar - sehr kostspielig wäre. Die Vorinstanz hat die entgegenstehenden Interessen gewürdigt. Ihr gestützt auf die eigene Wahrnehmung vor Ort gezogener Schluss, die Grünanlage werde durch die geplante Zufahrt zu den Parkplätzen kaum beeinträchtigt, da die Nutzung des Parks als Rückzugsort und als Spielplatz nicht in Frage gestellt werde, ist nicht zu beanstanden. Gleiches gilt für die vorinstanzliche Beurteilung der Verkehrssicherheit, welche sich auf die Einschätzung der Kantonspolizei abstützt. Ausgehend von der willkürfrei getroffenen Feststellung, wonach die Schaffung von sieben Parkplätzen zu ungefähr 30 (zusätzlichen) Fahrten pro Tag führt, konnte die Vorinstanz folgern, es ergebe sich keine massgebliche Veränderung der Verhältnisse, sodass die Verkehrssicherheit weiterhin gewährleistet sei. Die Abwägung der Vorinstanz, das Interesse an der Schaffung der Parkplätze für die Dozenten des Lehrlings-Ausbildungsbetriebs überwiege die lediglich geringfügigen entgegenstehenden Interessen, ist ohne Weiteres vertretbar und verletzt damit kein Bundesrecht.