Citation: 5C.219/2004 01.03.2005 E. 1

1.1 Gemäss Art. 7a Abs. 3 SchlT ZGB richtet sich die Abänderbarkeit des am 31. Mai 1999, d.h. vor Inkrafttreten des neuen Scheidungsrechts (1. Januar 2000), ergangenen Urteils nach den Vorschriften des früheren Rechts ([a]Art. 153 Abs. 2 ZGB), unter Vorbehalt der Bestimmungen über die Kinder und das Verfahren. Zu den vom Vorbehalt erfassten Kinderbelangen zählt auch der Unterhalt (BGE 128 III 305 E. 2a S. 307). Für diesen ist mithin Art. 134 Abs. 2 ZGB anwendbar (wo dem Sinne nach auf Art. 286 Abs. 2 ZGB verwiesen wird; dazu Thomas Sutter/Dieter Freiburghaus, Kommentar zum neuen Scheidungsrecht, Zürich 1999, Rz 21 zu Art. 134 ZGB; Annatina Wirz, in: Ingeborg Schwenzer [Hrsg.], Praxiskommentar Scheidungsrecht, Basel 2000, N 8 zu Art. 134 mit Art. 315 a/b). Dieser übergangsrechtlichen Regelung kommt allerdings insofern keine besondere Bedeutung zu, als für die Abänderung von Kinderunterhaltsbeiträgen schon nach altem Recht ([a]Art. 157 ZGB) letztlich Art. 286 Abs. 2 ZGB massgebend war (dazu Bühler/Spühler, Berner Kommentar, N 102 zu [a]Art. 157 ZGB). 1.2 Nach der Rechtsprechung zu (a)Art. 153 Abs. 2 ZGB können sowohl eine wegen Bedürftigkeit ausgesetzte Rente ([a]Art. 152 ZGB) als auch eine Rente nach (a)Art. 151 Abs. 1 ZGB - soweit zur Abgeltung des Verlustes des ehelichen Unterhalts bestimmt - herabgesetzt werden, wenn die wirtschaftliche Lage des Rentenpflichtigen sich erheblich und auf Dauer verschlechtert hat und diese Entwicklung nicht schon bei der Festsetzung der Rente vorauszusehen war (vgl. BGE 118 II 229 E. 2 S. 230 f.; 117 II 211 E. 1a S. 213 mit Hinweis). Ebenso setzt eine Abänderung von Unterhaltsbeiträgen für ein Kind voraus, dass die massgebenden Verhältnisse sich erheblich und voraussichtlich dauerhaft verändert haben (Art. 286 Abs. 2 ZGB; Sutter/Freiburghaus, a.a.O., Rz 22 zu Art. 134 ZGB; Heinz Hausheer/Annette Spycher, Handbuch des Unterhaltsrechts, Bern 1997, S. 498, Rz 09.41).