Citation: 6B_594/2024 E. 3.4.3

3.4.3. Die Rüge verfängt nicht. Die Vorinstanz prüft die Äusserungen der Beschwerdeführerin, dass sie einen riesigen Aufwand und Ärger gehabt habe mit solchen billigen unqualifizierten Ausländern, die nicht in der Lage seien, eine Reklamation zu erledigen (E-Mail-Nachricht von 25. Juni 2021) und dass die Ausländer keinen Respekt kennen würden, nur Sklaven seien hier in der Schweiz und in ihre Heimat zurückreisten, wenn sie nicht gehorchten, sondern entgleisten (E-Mail-Nachricht vom 30. Juni 2021). Die Aussage in der E-Mail-Nachricht vom 25. Juni 2021 ziele auf die berufliche Funktion ab, indem die Beschwerdeführerin zum Ausdruck bringe, dass B.________ und C.________ ungenügende Arbeit geleistet hätten. Zwar verletze die Aussage elementare Anstandsregeln, doch würden B.________ und C.________ nicht "in ihrer Ehre per se" angegriffen. Es bestehe kein Angriff auf deren Ruf, ehrbare Menschen zu sein. Demgegenüber knüpfe die Äusserung in der E-Mail-Nachricht vom 30. Juni 2021 sehr wohl am Ruf an, ein ehrbarer Mensch zu sein. So bezeichne die Beschwerdeführerin B.________ und C.________ als Sklaven. Dies sei als grober Ausdruck der Missachtung zu werten. Die Aussage stütze sich nicht erkennbar auf bestimmte, dem Beweis zugängliche Tatsachen. Eine Anknüpfung an die berufliche Funktion der beiden sei nicht ersichtlich. Vielmehr sei es der Beschwerdeführerin einzig darum gegangen, sie herabzuwürdigen und als minderwertig darzustellen. Die Beleidigungsabsicht sei klar im Vordergrund gestanden. Es sei nicht darum gegangen, ein tatsächliches Verhalten der beiden zu beschreiben. Entsprechend erfülle diese Äusserung den objektiven Tatbestand der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB. Mit diesen Erwägungen verfiel die Vorinstanz nicht in Willkür und verletzte auch sonst kein Bundesrecht. Auch eine Verletzung von Art. 350 Abs. 1 StPO oder der Begründungspflicht ist in keiner Weise ersichtlich.