Citation: I 166/06 30.01.2007 E. 3

Wie das kantonale Gericht zutreffend dargelegt hat, leidet die Beschwerdegegnerin an psychischen Problemen, wobei aufgrund der medizinischen Unterlagen unklar bleibt, in welchem Ausmass die Arbeitsfähigkeit dadurch beeinträchtigt wird. Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Verfahren einzig, ob die Versicherte in entschuldbarer Weise einer psychiatrischen Begutachtung durch einen in B.________ tätigen Facharzt keine Folge geleistet hat, was die Vorinstanz bejaht, die IV-Stelle hingegen verneint. Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Im gleichen Sinne hält Art. 73 IVV in der seit 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Fassung fest, dass wenn Versicherte schuldhaft eine ärztliche Untersuchung (Art. 48 Abs. 2), eine Begutachtung (Art. 69 Abs. 2), das Erscheinen vor der IV-Stelle (Art. 69 Abs. 3) oder Auskünfte (Art. 71 Abs. 1) verweigern, die IV-Stelle, unter Ansetzung einer angemessenen Frist und Darlegung der Säumnisfolgen, aufgrund der Akten beschliessen oder die Abklärungen einstellen und Nichteintreten beschliessen kann.