Citation: 2C_848/2022 E. 6.4.1

6.4.1. Gemäss der Vorinstanz war das Eignungskriterium 1 spezifisch auf die ursprünglich berücksichtigte Anbieterin zugeschnitten und deshalb übermässig einschränkend und somit diskriminierend. Sie stützt sich dabei auf eine (detaillierte) Würdigung verschiedener Elemente des Vergabeverfahrens. So sei die Beschwerdeführerin selber im ursprünglichen, freihändigen Verfahren noch bereit gewesen, ein vollständig neu entwickeltes Kehrrichtfahrzeug zu erwerben, also einen Prototyp, für den naturgemäss keine mehrjährige Wartungserfahrung hätte vorausgesetzt werden können; dies stehe im Widerspruch zur im offenen Verfahren vorausgesetzten zweijährigen Wartungserfahrung. Sie habe zudem im Ausschreibungszeitpunkt gewusst, dass die Anbieterin 1 mit ihrer Kooperationspartnerin diese Anforderung würde erfüllen können, die Beschwerdegegnerin aber wohl nicht. Die Beschwerdeführerin habe zwar argumentiert, sie sei davon ausgegangen, dass die Beschwerdegegnerin mit einer Kooperationspartnerin eine neu zu entwickelnde Maschine anbieten würde (wobei beide Unternehmen möglicherweise in ihrem jeweiligen Bereich die nötige Erfahrung hätten aufweisen können), dabei aber gewusst, dass eine solche Neuentwicklung angesichts des engen Zeitplans (Testtag rund acht Wochen, Liefertermin rund sechs Monate nach der Ausschreibung) nicht ernsthaft möglich war.