Citation: 6B_1039/2014 E. 2.4.2

2.4.2. Der Beschwerdeführer bemerkt, der Zeuge müsse aussagen, die Auskunftsperson hingegen nicht. Inwiefern er mit dieser Argumentation einen prozessualen Nachteil hervorheben will, zeigt er nicht auf. Dass B.________ unzulässigerweise auf eine (der Auskunftsperson grundsätzlich nicht obliegende) Aussagepflicht hingewiesen worden wäre, macht der Beschwerdeführer zu Recht nicht geltend. Vielmehr geht aus der Einvernahme von B.________ hervor, dass zu Beginn der Befragung durch die einvernehmende Person ein entsprechender Hinweis erfolgte. B.________ hielt fest, er sei darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass er nicht verpflichtet sei, die Fragen zu beantworten. Ebenso wenig findet sich ein Hinweis respektive bringt der Beschwerdeführer vor, dass B.________ auf eine (der Auskunftsperson grundsätzlich nicht obliegende) Wahrheitspflicht aufmerksam gemacht worden wäre. Daran ändert nichts, dass B.________ vorausschickte, seine Aussage entspreche der Wahrheit. Es muss mit Blick auf das Protokoll davon ausgegangen werden, dass B.________ solches spontan erklärte. Selbst wenn er aufgefordert worden wäre, die Wahrheit zu sagen, wäre ein entsprechender Appell an die Adresse der Auskunftsperson zulässig (vgl. Urteil 6B_336/2013 vom 14. Februar 2014). Ein Zeuge ist demgegenüber auf seine grundsätzliche Zeugnis- und auf die Wahrheitspflicht aufmerksam zu machen (Art. 163 Abs. 2 und Art. 177 Abs. 1 StPO). Deshalb entspricht die Einvernahme vom 25. Juni 2012, wenngleich das Protokoll den Titel "witness statement" trägt, den Anforderungen an die Befragung einer Auskunftsperson.