Citation: 1C_180/2021 E. 8.4

8.4. Die Vorinstanz erwog, die konkret realisierte Fassadengestaltung genüge den Anforderungen an die Eingliederung nicht. Gemäss Art. 45 Abs. 2 des früheren Baureglements der Einwohnergemeinde Sigriswil vom 22. Juni 1996 resp. Art. 511 Abs. 2 des neuen Baureglements dieser Gemeinde vom 5. Dezember 2016 hätten sich Neu-, An- und Umbauten in Ortsbilderhaltungsgebieten wie dem vorliegenden optimal, d.h. bestmöglichst, ins Ortsbild einzufügen. Folgerichtig habe die Gemeinde von Anfang an eine besonders sorgfältige Gestaltung der voluminösen Neubauten verlangt. Gemäss dem in diesem Kontext ausgearbeiteten Massnahmenkonzept seien die Fenster so anzuordnen und zu wählen gewesen, dass das grössere Wohnhaus gegen Norden nicht als ein einziger Block wahrgenommen werde und sich die Neubauten ins Ortsübliche einpassen würden. Sinngemäss erklärte die Vorinstanz, die Beschwerdeführerin habe die Eingliederungsvorschriften verletzt, indem sie sich über dieses Konzept hinweggesetzt und anstelle der ursprünglich bewilligten kleinen quadratischen Fenster im mittleren Teil des grossen Mehrfamilienhauses grössere Fenster eingebaut habe. Mangels genügender Eingliederung sei die nachträgliche Baubewilligung in Bezug auf die Fassadengestaltung zu Recht verweigert worden. Die von der Gemeinde diesbezüglich angeordneten Wiederherstellungsmassnahmen seien verhältnismässig, zumal die Beschwerdeführerin nicht gutgläubig gewesen sei. Vor dem Bundesgericht zeigt die Beschwerdeführerin nicht in einer den Anforderungen an die Substantiierung genügenden Weise auf, dass die Vorinstanz die kantonalen bzw. kommunalen Vorschriften zur Eingliederung betreffend die Fassadengestaltung in willkürlicher Weise angewendet hätte. Ebenso wenig substantiiert sie, dass und inwiefern mit der Bestätigung der in diesem Punkt verfügten Wiederherstellungsanordnung Bundesrecht verletzt worden wäre. Sie beschränkt sich darauf, ihren vor der Vorinstanz vertretenen Standpunkt zu wiederholen, wonach die verlangten Brüstungsfelder nicht geeignet seien, den optischen Eindruck zu verbessern. Die Vorinstanz hat aber im angefochtenen Urteil in nachvollziehbarer Weise ausgeführt, die geforderten Brüstungsfelder seien als Teil einer Kombination von Massnahmen (insbesondere nebst der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Staffelung) zum Erreichen der angestrebten Wirkung geeignet, erforderlich und ohne Weiteres zumutbar. Das angefochtene Urteil ist somit auch hinsichtlich der Fassadengestaltung nicht zu beanstanden.