Citation: I 417/03 15.06.2004 E. A

Der 1966 geborene G.________ begann im Frühjahr 1981 eine Berufslehre als Zimmermann. Wegen Rückenbeschwerden brach er diese Lehre im Jahr 1983 jedoch ab. Zwischen 1984 und 1995 arbeitete er als ungelernter Schreinermonteur. Am 3. März 1995 meldete sich G.________ bei der Invalidenversicherung für eine Umschulung an und beschloss auf Grund der Berufsberatung, sich zum Sozialpädagogen ausbilden zu lassen. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen sprach dem Versicherten berufliche Massnahmen im Rahmen einer erstmaligen Ausbildung (Verfügungen vom 9. August 1996 und 18. August 1997) bzw. als Umschulung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Dezember 1998) zu. Am 20. Januar 1999 berichtete die Ausbildungsstätte X.________ über die Vorbereitung auf die Ausbildung zum Sozialpädagogen in der Zeit vom 1. Oktober 1997 bis 14. August 1998. Dabei wurde ausgeführt, die Rückenbeschwerden würden für den Versicherten im sozialpädagogischen Berufsfeld kein Problem darstellen. Generell erlaube die körperliche Behinderung eine berufliche Tätigkeit zu 80 % mit abwechslungsweise sitzender und stehender Arbeit. Wegen eines entzündeten und tränenden Auges habe der Versicherte sich aber entschlossen, die Ausbildung zum Sozialpädagogen per 11. Januar 1999 abzubrechen. Die Berufsberaterin der IV-Stelle gab in einem Bericht vom 23. Januar 1999 im Wesentlichen an, der Versicherte habe die Ausbildung zum Sozialpädagogen wegen einer schweren Augenentzündung, die wohl auf psychische Ursachen zurückzuführen sei, abgebrochen. In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine polydisziplinäre Abklärung im Zentrum für Medizinische Begutachtung (ZMB) in Y.________ (stationärer Aufenthalt vom 24. bis 27. Januar 2000). In ihrem Gutachten vom 17. Februar 2000 gelangten die Experten des ZMB zum Schluss, beim Versicherten würden ein Lumbovertebralsyndrom bei massiven degenerativen Veränderungen thorakolumbal und ein Status nach Morbus Scheuermann sowie eine selbstunsichere Persönlichkeitsstörung vorliegen. In seiner angestammten Tätigkeit als Zimmermann oder als Bauschreiner bestehe eine Arbeitsfähigkeit von höchstens 30 %. Ihm seien jedoch sämtliche rückenadaptierte Tätigkeiten ohne das Heben und Tragen von schweren Lasten vollschichtig zumutbar, wobei für eine solche Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bestehe. Am 4. August 2000 berichtete der Berufsberater der IV-Stelle, der Versicherte sei seit April 2000 bei der Arbeitslosenversicherung gemeldet und beziehe ein Taggeld von 50 %; er werde den Verdacht nicht los, dass G.________ es unbewusst so anstelle, dass er keine Arbeitsstelle bekomme. Berufliche Massnahmen seien bei diesem Verhalten und beim klaren Tendieren auf eine Berentung nicht durchführbar. Inzwischen habe er ca. 15 Sitzungen an Psychotherapie besucht und ab dem 16. August 2000 werde er in ein Beschäftigungsprogramm geschickt. Mit Vorbescheid vom 25. Oktober 2000 eröffnete die IV-Stelle dem Versicherten, bei einem - gestützt auf ein Valideneinkommen von jährlich Fr. 61'560.- und ein Invalideneinkommen von Fr. 47'727.- (Durchschnittslohn nach Lohnstatistikerhebungen gemäss Qualifikationsstufe 3 bei 80 %iger Arbeitsfähigkeit und unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 10 %) ermittelten - Invaliditätsgrad von 22 % bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente. Am 23. November 2000 erliess die IV-Stelle eine entsprechende Verfügung.