Citation: 2A.509/2006 19.06.2007 E. A

Am 22. Januar 2001 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich mehrere Gleichstellungsklagen betreffend die lohnmässige Einreihung von Krankenschwestern sowie Physio- und Ergotherapeutinnen wegen einer festgestellten Diskriminierung teilweise gut. In der Folge beschloss der Regierungsrat des Kantons Zürich am 16. Mai 2001 einen "Einreihungsplan (Neueinreihung Gesundheitsberufe)". Nach diesem waren - auf den 1. Juli 2001 - diplomierte Krankenschwestern mit Diplomniveau (DN) II in die Lohnklasse 14 und diplomierte Krankenschwestern mit DN I in die Klasse 13 einzureihen. X.________ (geb. 1957) und Y.________ (geb. 1958) sind seit Juli/August 1998 als diplomierte Psychiatrieschwester bzw. diplomierter Pflegefachmann im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst der Universität Zürich (KJPD) tätig. Auf den 1. Juli 2001 wurden sie (wie generell das übrige Pflegepersonal des KJPD) von der bisherigen Lohnklasse 13 neu in die Lohnklasse 15 eingereiht. Z.________ (geb. 1956) wurde im August 2001 als diplomierter Pflegefachmann in Lohnklasse 15 angestellt. Nach einer Überprüfung der Neueinreihungen durch die kantonale Finanzkontrolle kam diese zum Schluss, die diplomierten Pflegenden und die Physio- und Ergotherapierenden des KJPD seien - aus Gründen einer rechtsgleichen Behandlung der kantonalen Angestellten und Betriebe - in der Grundfunktion in die Lohnklasse 14 einzureihen; nur Mitarbeitenden mit besonderen Aufgaben oder einer Zusatzausbildung sollte die Lohnklasse 15 offen stehen. In der Folge wurden 18 Mitarbeitende des KJPD von der Lohnklasse 15 in die Lohnklasse 14 zurückgestuft. Die Sozialpädagogen blieben in der Lohnklasse 15 eingereiht. Mit Verfügung des KJPD vom 16. bzw. 18. Dezember 2002 wurden auch X.________, Y.________ und Z.________ auf den 1. Juli bzw. 1. April 2003 von der Lohnklasse 15 in die Lohnklasse 14 zurückgestuft. Nachdem ihren Rekursen an die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich kein Erfolg beschieden war, gelangten sie an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich. Dieses beurteilte die behauptete geschlechtsdiskriminierende Rückstufung als glaubhaft, hiess ihre Beschwerden teilweise gut und wies die Sache wegen ungenügender Abklärung des Sachverhalts an die Gesundheitsdirektion zurück. Gestützt auf die für das Pflegefachpersonal KJPD erstellten und vom kantonalen Personalamt bewerteten Arbeitsumschreibungen hielt die Gesundheitsdirektion an der Einreihung von X.________, Y.________ und Z.________ in die Lohnklasse 14 fest und wies deren Rekurse am 21. Juni 2005 erneut ab. Dagegen wandten sich X.________, Y.________ und Z.________ wiederum an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich. Mit Urteilen vom 12. Juli 2006 entschied der Einzelrichter in Gutheissung der Beschwerde, die Beschwerdeführer würden per 1. Juli bzw. 1. April 2003 weiterhin in die Lohnklasse 15 eingereiht; die Rückstufung in die Lohnklasse 14 sei diskriminierend im Sinne von Art. 3 des Bundesgesetzes vom 24. März 1995 über die Gleichstellung von Frau und Mann (Gleichstellungsgesetz, GlG [SR 151.1]).