Citation: 5A_182/2024 E. 6.1

6.1. Das Kantonsgericht rechnet vor, dass die zeitlich schnellste Autoreise von U.________ (Italien) via V.________ (Österreich) nach X.________ (SG) einer Wegstrecke von 301 km entspreche, womit der Beschwerdeführer bei zwei Besuchen pro Monat (gegebenenfalls mit Übernachtungen in X.________ [SG]) monatlich 1'204 km bzw. jährlich 14'448 km zurücklegen würde, was bei einem Kilometertarif von Fr. 0.62 monatlichen Fahrkosten von Fr. 746.-- entspräche. Angesichts der finanziellen Verhältnisse der Eltern rechtfertige es sich aber nicht, die gesamten vom Beschwerdeführer geltend gemachten, sehr hohen Besuchsrechtskosten an seinen Bedarf anzurechnen, da andernfalls in unzumutbarer Weise in den Unterhalt des Beschwerdegegners eingegriffen würde. Zudem sei es mit Blick auf die aktenmässige Fotografie des hoteleigenen Busses plausibel, dass der Beschwerdeführer jeweils mit diesem in die Schweiz reise und infolgedessen auch die damit zusammenhängenden Kosten zumindest teilweise vom Hotel getragen würden. Nachdem der Beschwerdeführer nicht nachgewiesen habe, welche Kosten er auch wirklich selbst trägt, sei eine Beeinträchtigung des Kindeswohls durch die Nichtanrechnung der geltend gemachten Besuchsrechtskosten nicht ersichtlich, zumal die Besuche offenbar auch bisher planmässig hätten stattfinden können. Gestützt auf diese Erwägungen berücksichtigt das Kantonsgericht die Besuchsrechtsrechtskosten ermessensweise in der Höhe von üblichen Fr. 100.-- pro Monat.