Citation: 6B_1060/2019 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, die vorinstanzliche Beweiswürdigung sei willkürlich. Die Vorinstanz gehe davon aus, dass die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdegegners 1 sachlich und nachvollziehbar sei, obwohl dieser seine Version mehrfach geändert und bestätigt habe, dass er mit gestreckten Beinen in den Beschwerdeführer gesprungen sei. Die Aussagen des Beschwerdegegners 1 vor Vorinstanz, er habe sich mit beiden Füssen bzw. seitlich in Richtung Ball fallen lassen, widersprächen seinen Erstaussagen, wonach er in einer gewissen Höhe rechtwinklig in den Beschwerdeführer hineingesprungen sei. Bei ihrer Beweiswürdigung verletze die Vorinstanz auch den Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO. Der Beschwerdeführer habe vor erster und vor Vorinstanz ausgeführt, seine linke Stulpe sei unten zerrissen gewesen. Dies sei ein Zeichen dafür, dass der Beschwerdegegner 1 mit beiden Füssen "herausgekommen" sei. Der Beschwerdegegner 1 habe dies nie bestritten. Seine Aussagen, er habe sich seitlich mit beiden Füssen in Richtung Ball fallen lassen bzw. er sei unabsichtlich und flach über dem Boden in den Ball und dann in den Beschwerdeführer hineingerutscht, der ebenfalls "flach rein sei", könnten nicht stimmen. Die zerrissene linke Stulpe bedeute nichts anderes, als dass der Beschwerdegegner 1 mit beiden gestreckten Beinen und "offener Sohle", d.h. einem besonders groben Foulspiel, in den Beschwerdeführer hineingesprungen sei. Die Vorinstanz habe sich mit seiner entsprechenden Argumentation nicht auseinandergesetzt. Schliesslich verletze die Vorinstanz im Rahmen ihrer willkürlichen Beweiswürdigung ihre Pflicht zum Beizug einer sachverständigen Person nach Art. 6 Abs. 1 i.V.m. Art. 182 StPO. Sie gehe gestützt auf eine vom Beschwerdegegner 1 eingereichte Internetpublikation davon aus, die Ursache des Bruchs des Schienbeinkopfes sei aufgrund des Verletzungsbildes nicht erstellt. Die Vorinstanz verfüge diesbezüglich nicht über einen hinreichenden medizinischen Sachverstand. Ein Sachverständiger könnte anhand des Unfallbildes erstellen, dass der Beschwerdegegner 1 den Beschwerdeführer in einem Bereich von 30 bis 70 cm Höhe mit gestrecktem Bein und "offener Sohle" getroffen habe. Die Feststellung, der Beschwerdegegner 1 sei in den Beschwerdeführer hineingerutscht, widerspreche den medizinischen Feststellungen bezüglich der auf den Knochen wirkenden Kräfte. Demnach sei mit grosser Kraft von oben auf den Knochen des Beschwerdeführers eingewirkt worden. Dies sei nicht möglich, wenn der Beschwerdegegner 1 sich lediglich hätte fallen lassen.