Citation: 2C_308/2023 E. 6.4.1

6.4.1. Massgebend für die Beurteilung des privaten Interesses des Beschwerdeführers ist sein Gesundheitszustand und damit auch die Klärung der Frage nach dem Verschulden an der Sozialhilfeabhängigkeit. Die Vorinstanz stellt unbestrittenermassen fest (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG), dass der Beschwerdeführer zwar gemäss dem Verlaufsbericht der Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik vom 12. September 2022 zu 100 % arbeitsunfähig sei. Es werde ihm jedoch eine gute Prognose gestellt und seine verschlechterte Symptomatik stehe aktuell im Zusammenhang mit dem drohenden Verlust der Niederlassungsbewilligung. Dass der Beschwerdeführer, so die Vorinstanz weiter feststellend, über einen längeren Zeitraum arbeitsunfähig gewesen sei und bleiben werde, lasse sich weder aus dem Verlaufsbericht noch den Akten entnehmen (vgl. E. 3.4 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdeführer beanstandet diese Feststellung vor Bundesgericht nicht hinreichend (vgl. E. 2 hiervor; Art. 106 Abs. 2 BGG). Namentlich macht er nicht geltend, die Vorinstanz habe seine (gute) Prognose falsch ermittelt. Die Vorinstanz hat hierzu, wie der Beschwerdeführer selbst anführt, die Akten des IV-Verfahrens beigezogen. Gestützt auf die für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen ist zwar davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in seiner Gesundheit tatsächlich in einem gewissen Mass eingeschränkt ist. Allerdings durfte die Vorinstanz zu Recht zum Schluss gelangen, dass keine Anhaltspunkte bestünden, wonach der Beschwerdeführer dauerhaft arbeitsunfähig (gewesen) sei.