Citation: 7B.132/2005 31.10.2005 E. 2

Zumindest faktisch bewirkt die Neueinsetzung einer (anderen) Konkursverwaltung die Absetzung des Beschwerdeführers als ausseramtlichen Konkursverwalter; die Aufsichtsbehörde hat denn die entsprechenden Wahlbeschlüsse in Ziff. 2 des Dispositivs auch explizit aufgehoben. Diesbezüglich ist die Beschwerdelegitimation näher zu prüfen. 2.1 Der Beschwerde lässt sich nicht schlüssig entnehmen, wieweit Ziff. 2 des vorinstanzlichen Beschlusses überhaupt angefochten sein soll. Obwohl die Aufsichtsbehörde die Wahlbeschlüsse der Gläubigerversammlungen vom 25. November 2004 in ihrer Gesamtheit aufgehoben hat, beantragt der Beschwerdeführer die Aufhebung nur, soweit er als Ersatzkonkursverwalter der V.________ AG betroffen sei, worauf aber nicht mehr zurückzukommen ist (vgl. E. 1.2). Aus seinen Ausführungen ergibt sich klar, dass er mit der faktischen Absetzung als Konkursverwalter der W.________ nicht einverstanden ist. Zumal zwischen sämtlichen aufsichtsrechtlichen Massnahmen eine Sacheinheit besteht, rechtfertigt es sich deshalb, trotz fehlender Kongruenz zwischen Anträgen und Begründung die Absetzung als Konkursverwalter der W.________ als Beschwerdeobjekt zu behandeln. 2.2 Mit Beschwerde gemäss Art. 19 Abs. 1 SchKG kann jeder Entscheid angefochten werden, mit dem die kantonale Aufsichtsbehörde über Begehren befindet, die gegen eine Massnahme der Betreibungs- oder Konkursbehörden gerichtet sind, oder mit dem sie selbst eine Massnahme anordnet (BGE 128 III 156 E. 1c; 129 III 400 E. 1.1). Ausgehend von dieser Definition hat das Bundesgericht befunden, dass ein Dritter, dem als Hilfsperson des Betreibungsamtes die Verwaltung einer Liegenschaft oblag, gegen die Auflösung des betreffenden Auftrages Beschwerde im Sinn von Art. 19 SchKG erheben kann (BGE 129 III 400). Ebenso ist der ausseramtliche Konkursverwalter zur Beschwerde legitimiert, wenn der Entscheid in die eigenen materiellen oder persönlichen Interessen eingreift (BGE 119 III 4 E. 1), insbesondere, wenn er seine Entschädigung betrifft (BGE 130 III 611 E. 1.1 S. 614; Amonn/Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 7. Aufl., § 6 N. 79). Folglich kann sich der Beschwerdeführer mit Beschwerde gegen die faktische Absetzung als ausseramtlicher Konkursverwalter zur Wehr setzen (BGE 128 III 156 E. 1c S. 158 unten; vgl. auch BGE 119 III 118 E. 4 S. 122). Nicht einschlägig ist die von der U.________ AG geltend gemachte Rechtsprechung, wonach die Konkursverwaltung nur dann zur Beschwerde ans Bundesgericht legitimiert ist, wenn sie Interessen der Konkursmasse oder fiskalische Interessen des Staates vertritt (BGE 108 III 79; 116 III 32 E. 1). Diese Rechtsprechung betrifft den Fall, dass ein Betreibungs- oder Konkursorgan selbst eine Verfügung erlassen hat und diese von der kantonalen Aufsichtsbehörde auf Beschwerde hin aufgehoben wird. Vorliegend hat jedoch die kantonale Aufsichtsbehörde kraft ihrer Aufsichtsfunktion eine ausserhalb des seinerzeitigen Verfahrensgegenstandes liegende Massnahme getroffen, welche unmittelbar die eigenen materiellen und persönlichen Interessen des Beschwerdeführers berührt; diesfalls ist er - wie ausgeführt - zur Beschwerde legitimiert. 2.3 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass auf die Beschwerde insofern grundsätzlich eingetreten werden kann, als der Beschwerdeführer die faktische Absetzung als ausseramtlicher Konkursverwalter von der W.________ rügt. Diesbezüglich kann er Gesetzesverletzungen und Überschreitungen bzw. Missbrauch des Ermessens rügen (Art. 19 Abs. 1 SchKG).