Citation: 2C_687/2019 E. 1.3

1.3. In der Beschwerdeschrift wird als Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung die Frage genannt, ob die ESTV im Rahmen von Verfahren der internationalen Amtshilfe in Steuersachen "indirekt betroffene Personen, welche in voraussichtlich erheblichen und damit amtshilfefähigen Informationen auftauchen, im Sinne von Artikel 14 Absatz 2 StAhiG [= Bundesgesetz vom 28. September 2012 über die internationale Amtshilfe in Steuersachen, Steueramtshilfegesetz, SR 651.1] von Amtes wegen über das laufende Verfahren informieren muss" (Beschwerde, S. 5). Als weitere Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stelle sich die Frage, ob die Daten zu "indirekt betroffenen Personen" dann, wenn diese nicht über das Amtshilfeverfahren informiert wurden, in den zur Übermittlung bestimmten Unterlagen zu schwärzen sind. Wie aus dem Kontext ersichtlich ist, geht die ESTV dabei von einer "indirekt betroffenen Person" aus, wenn die zur Übermittlung vorgesehenen Informationen zu dieser Person geeignet sind, die Steuersituation der betroffenen, nach dem Amtshilfegesuch im ersuchenden Staat steuerpflichtigen Person zu klären. Die Beschwerdeführerin geht richtigerweise davon aus, dass sich die von ihr aufgeworfenen Rechtsfragen im vorliegenden Fall tatsächlich grundsätzlich stellen. Denn zum einen würdigte die Vorinstanz die hier interessierenden Kontoauszüge im Sinne von Art. 27 Abs. 1 des Abkommens vom 7. Mai 1965 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Königreich Schweden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (SR 0.672.971.41; nachfolgend: DBA CH-SE) als für die Anwendung oder Durchsetzung des schwedischen Einkommenssteuerrechts in Bezug auf den Beschwerdegegner 1 voraussichtlich erheblich (vgl. E. 4.3.7.4 des angefochtenen Urteils; zu Art. 27 Abs. 1 DBA CH-SE siehe auch hinten E. 5.1). Es ist unbestritten, dass diese Kontoauszüge damit grundsätzlich von der Pflicht zur Leistung von Amtshilfe erfasst sind. Zum anderen sind in den Kontoauszügen nach den Feststellungen im angefochtenen Urteil Gesellschaften (in der Terminologie der Beschwerde: "indirekt betroffene Personen") genannt, welche zur Beschwerdegegnerin 3 in Geschäftsbeziehungen standen, und könnten diese Beziehungen aufgrund einer Beteiligung des Beschwerdegegners 1 an der Beschwerdegegnerin 3 nach der Beurteilung der Vorinstanz die steuerliche Situation des Beschwerdegegners 1 in Schweden erhellen (vgl. E. 4.3.7.4 des angefochtenen Urteils).