Citation: 5A_983/2023 E. 4

Der Beschwerdeführer macht eine willkürliche Anwendung von Art. 273 Abs. 1 ZGB dahingehend geltend, dass er die Kinder in all den Jahren ausserhalb seiner Erwerbstätigkeit in gleichem Mass wie die Beschwerdegegnerin betreut und sich in der Freizeit täglich an der Betreuung der Kinder beteiligt habe, er sie aber seit der Trennung nur noch jedes zweite Wochenende sehe, obwohl sie bloss 120 m voneinander entfernt wohnen würden; er sei beruflich sehr flexibel, arbeite an zwei Tagen pro Woche im Homeoffice und es bestünden keine Zweifel an seiner Erziehungsfähigkeit. Die obergerichtliche Haltung, wonach die Mutter betreue und der Vater zahle, widerspreche in eklatanter Weise dem Willen des Gesetzgebers, welcher die alternierende Obhut fördern wolle, wie auch (im Einzelnen genannte) parlamentarische Initiativen, Motionen und Postulate zeigen würden. Die Ausführungen zielen auf die Sache selbst, über welche im Rahmen des Berufungsentscheides zu befinden sein wird. Nach den zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid dürfen vorsorgliche Massnahmen den (vorliegend der Kammer mit Dreierbesetzung vorbehaltenen) Sachentscheid nicht in unzulässiger Weise präjudizieren oder gar vorwegnehmen. Dies entspricht auch der instruktionsrichterlichen Praxis der II. zivilrechtlichen Abteilung bzw. generell der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 104 BGG. Der Beschwerdeführer müsste deshalb im Einzelnen darlegen (Rügeprinzip), inwiefern es absolut unhaltbar und damit willkürlich sein soll, wenn das Obergericht (einzelrichterlich) nicht bereits eine Gutheissung der Berufung vorweggenommen und in Überspielung der von der Erstinstanz angeordneten schrittweisen Ausdehnung des Besuchsrechts vorsorglich ein solches von viel grösserem Umfang verfügt hat. Dies tut der Beschwerdeführer nicht dar.