Citation: 2C_523/2023 E. A

A.a. A.________ (geb. 1965) reiste nach eigenen Angaben 1987 erstmals in die Schweiz ein, wo er erfolglos zwei Asylverfahren durchlief und danach - unterbrochen jeweils durch Aufenthalte in Frankreich - ohne Aufenthaltsbewilligung lebte und arbeitete. Am 25. August 2021 verurteilte ihn das Bezirksgericht Lenzburg wegen mehrfachen Hausfriedensbruchs, geringfügigem Diebstahl, Diebstahl, Sachbeschädigung, Entwendung eines Fahrrades zum Gebrauch und mehrfacher Widerhandlung gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz durch rechtswidrige Einreise in die Schweiz trotz bestehender Einreisesperre sowie rechtswidrigem Aufenthalt (Art. 105 Abs. 2 BGG) zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von sieben Monaten, wobei es ihn gleichzeitig für sieben Jahre des Landes verwies. A.________ trat die verhängte Haftstrafe gleichentags an; das Strafurteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft. A.b. Mit Schreiben vom 15. Oktober 2021 wies das Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau (MIKA) A.________ auf seine Ausreisepflicht hin, teilte ihm die Absicht mit, ihn auf den Termin der Haftentlassung in den Kosovo auszuschaffen, und forderte ihn auf, gültige Reisedokumente zu beschaffen. Hierauf antwortete A.________, er sei staatenlos und nicht kosovarischer Staatsangehöriger und entsprechend nicht bereit, in den Kosovo auszureisen. Am 22. Oktober 2021 lehnte Frankreich die Wiederaufnahme von A.________ ab. Ebenfalls am 22. Oktober 2021 stellte das Staatssekretariat für Migration (SEM) dem MIKA einerseits ein Schreiben des kosovarischen Innenministeriums (datierend vom 23. Februar 2018), in welchem dieses A.________ als kosovarischen Staatsangehörigen anerkannte und einer Rückkehr in den Kosovo zustimmte, sowie andererseits ein unbeschränkt gültiges Ersatzreisedokument für eine Ausreise in den Kosovo (gültig ab 1. April 2021), zu. Am 29. Oktober 2021 weigerte sich A.________, einen für ihn gebuchten Flug nach Pristina anzutreten. A.c. Ein daraufhin für den 15. Dezember 2021 angesetzter begleiteter Flug wurde annulliert, nachdem A.________ wegen einer defekten Herzklappe hospitalisiert werden musste, und die Rückführung deshalb aus medizinischer Sicht nicht möglich war. Wegen des gesundheitlichen Zustands von A.________ verzichtete das MIKA auf die Anordnung von Ausschaffungshaft. Am 27. Februar 2022 wurde A.________ am Herz operiert; nach diversen medizinischen Nachkontrollen lud das MIKA A.________ auf den 5. August 2022 zu einem Ausreisegespräch vor, anlässlich dessen ihm mitgeteilt wurde, dass die kosovarischen Behörden ihm ein Ersatzreisepapier ausgestellt hätten, und dass - weil nunmehr medizinisch wieder möglich - das MIKA für ihn einen Flug in den Kosovo buchen werde. Anlässlich des Gesprächs bestritt A.________ wiederum, über die kosovarische Staatsangehörigkeit zu verfügen, gab aber an, sich bei einer polizeilichen Anhaltung zwecks Zuführung zum Flughafen nicht wehren zu wollen. In der Folge wurde A.________ für den 22. August 2022 wiederum ein Flug organisiert. Nachdem sich A.________ am Tag des Rückflugs nicht mehr in der kantonalen Unterkunft befand, wurde er am 23. August 2023 zur Verhaftung ausgeschrieben. Seit dem 24. August 2022 galt er als unbekannten Aufenthalts. A.d. Am 26. Dezember 2022 wurde A.________ wegen Verdachts auf Einbruchdiebstahl von der Kantonspolizei Zürich festgenommen und im Gefängnis U.________ in Sicherheitshaft genommen, wo er sich bis zum 10. Juli 2023 befand. Im Rahmen des Strafverfahrens richtete die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis verschiedene Fragen betreffend die kosovarische Staatsangehörigkeit und die Möglichkeit einer Rückführung von A.________ an das Konsulat der Republik Kosovo; mit E-Mail vom 21. Juni 2023 beantwortete dieses die Anfrage (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. dazu im Einzelnen hinten E. 3).