Citation: 2C_330/2017 E. 2.5

2.5. Der laufende Wertverzehr eines Wirtschaftsguts begründet die Pflicht zur Vornahme ordentlicher Abschreibungen. Demgegenüber finden ausserordentliche Abschreibungen ihre Begründung in einem einmaligen, ausserordentlichen Ereignis (Urteile 2C_1155/2014 vom 1. Februar 2016 E. 3.4.2; 2C_199/2011 vom 14. November 2011 E. 4.1; 2C_50/2011 vom 16. Mai 2011 E. 2.1). Liegt keine dauernde Wertverminderung dar, sondern nur ein Unsicherwerden der bisherigen Bilanzansätze oder eine Verlustgefahr und wurde deshalb handelsrechtlich eine Wertberichtigung verbucht, wird diese, da sie lediglich provisorischen Charakter hat, steuerrechtlich als Rückstellung behandelt (REICH/ZÜGER/BETSCHART, a.a.O., N. 3 zu Art. 28 DBG). Abschreibungen stellen - im Gegensatz zu Rückstellungen - definitive Bewertungshandlungen dar. Es wird angenommen, dass die Entwertung bis zum Bilanzstichtag tatsächlich und dauerhaft eingetreten ist (REICH/ZÜGER/BETSCHART, a.a.O., N. 2 zu Art. 28 DBG).