Citation: 5A_880/2020 E. 2.3.2

2.3.2. Alsdann bestreitet der Beschwerdeführer Koordinationsschwierigkeiten im Zusammenhang mit der selbständigen Unterhaltsklage. Abgesehen davon, dass vorliegend weder die Abänderung von nachehelichem Unterhalt noch von weiteren Kinderbelangen wie elterlicher Sorge, Obhut oder persönlichem Verkehr zur Diskussion stehe, sei die Koordination mit den anderen relevanten Belangen im Verfahren der selbständigen Unterhaltsklage mittels Art. 298b Abs. 3 und Art. 298d Abs. 3 ZGB bestens gewährleistet. Diese Bestimmungen würden die Kompetenzattraktion ans Gericht bei strittigem Unterhalt regeln und dadurch ermöglichen, dass das mit einer Unterhaltsklage befasste Gericht statt der KESB auch die anderen Kinderbelange im selben Verfahren regeln und abändern könne, und gälten unabhängig vom Zivilstand der Eltern. Ehelichen Kindern nur deshalb, weil ihre Belange auch in einem eherechtlichen Verfahren geregelt werden könnten, den Zugang zur selbständigen Unterhaltsklage wegen des angeblichen Koordinationsbedarfs zu verweigern, obwohl die Koordination ausreichend sichergestellt sei, sei willkürlich und diskriminierend und verstosse gegen Art. 8 BV. Alleine vom Zivilstand der Eltern dürfe nicht abhängen, ob dem einen Kind die Möglichkeit verwehrt werde, die dem anderen selbstverständlich zur Verfügung stehe. Zu Recht weist der Beschwerdeführer darauf hin, dass sich vorliegend die Frage der Koordination nicht stellt. Auch die Vorinstanz erkannte keine konkreten Koordinationsschwierigkeiten für den hier zu beurteilenden Fall, sondern erwähnte solche in abstrakter Weise für andere denkbare Sachverhaltskonstellationen und nannte in diesem Zusammenhang beispielhaft die Notwendigkeit der Koordination des eingeklagten Kindesunterhalts mit nachehelichem Unterhalt oder mit Unterhalt für Geschwister des klagenden Kindes. Damit setzt sich der Beschwerdeführer indessen nicht auseinander. Auf seine Ausführungen zur Koordination des Kindesunterhalts mit den weiteren Kinderbelangen, zu welcher sich die Vorinstanz nicht geäussert hat, muss deshalb nicht weiter eingegangen werden (vgl. vorne E. 1.2). Dem Beschwerdeführer gelingt es damit weder, eine Bundesrechtsverletzung - in welcher seine Willkürrüge hier aufgeht - darzutun, noch eine Verletzung des Gleichheitsgebots.