Citation: I 599/01 18.06.2002 E. 4

4.- a) In medizinischer Hinsicht gelangten Verwaltung und Vorinstanz insbesondere gestützt auf das Gutachten des Dr. med. T.________ vom 7. Februar 2001 sowie unter Berücksichtigung der Stellungnahmen des Dr. med. S.________ vom 10. Februar und 25. Oktober 2000 und des SUVA-Kreisarztes Dr. med. J.________ vom 21. März und 14. Juli 2000 zum Ergebnis, der Beschwerdeführer sei in Bezug auf eine wechselbelastende, vorwiegend sitzend zu verrichtende Tätigkeit ohne allzu feine manuelle Arbeiten zu 80 % arbeitsfähig. Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, die verschiedenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen (Rücken, linkes und rechtes Knie sowie Diabetes mellitus) führten gesamthaft zu einer wesentlich höheren Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auch in Bezug auf eine leichte Tätigkeit. b) Dr. med. T.________ diagnostiziert in seinem Gutachten vom 7. Februar 2001 ein lumbospondylogenes Syndrom rechts bei radiologisch mässigen Osteochondrosen L3 bis S1 sowie wahrscheinlich Spondyloarthrosen und muskulärer Dysbalance, Femoropatelar- und Gonarthrosen beidseits bei linksseitigem Status nach Kniedistorsion links vom 22. Oktober 1999 sowie Status nach Arthroskopie mit Teilmeniskektomie medial und lateral sowie Knorpelglättung, einen Diabetes mellitus sowie eine Parva-Varikosis rechts. Er gelangt zum Ergebnis, der Beschwerdeführer sei aus rheumatologischer Sicht als Bauarbeiter zu 70 % arbeitsunfähig. In Bezug auf eine Tätigkeit, die in wechselnder Stellung, vorliegend sitzend, erfolgen kann und keine allzu feinen manuellen Arbeiten bedingt, sei er "über 80%" arbeitsfähig. Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. J.________ führt in seinem Bericht vom 21. März 2000 aus, der Versicherte sei - unter Berücksichtigung einzig der Beschwerden am linken Knie - für jeden vorwiegend sitzenden, nicht die Knie belastenden Beruf zu 100 % arbeitsfähig. Dr. med. S.________ beurteilt die Arbeitsfähigkeit in seinem Bericht vom 25. Oktober 2000 insofern pessimistischer, als er erklärt, der Beschwerdeführer sei in seinem Beruf als Maurer definitiv nicht mehr arbeitsfähig. Eine leichte Tätigkeit ohne Kniebelastung (sitzende Arbeit in der Fabrik) wäre möglich, wobei der Patient eine sehr differenzierte Arbeit mit seinen "klobigen Maurer-Händen" nicht ausführen könne. Somit schätze er, der Arzt, die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auf etwa 50 %. c) Dr. med. T.________ erstattete sein Gutachten gestützt auf die Vorakten, mit Einschluss des Operationsberichtes des Spitals X.________ vom 5. November 1999 und der Berichte des Dr. med. S.________ (mit Aufnahmen beider Knie vom 22. Oktober 1999 und 21. Oktober 2000) und des Dr. med. J.________, sowie die Angaben des Versicherten und eigene Untersuchungen (darunter Aufnahmen der LWS, der BWS und des linken Knies). Aus den dabei gewonnenen Ergebnissen werden schlüssige und nachvollziehbare Folgerungen gezogen. Das Gutachten wird damit, wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat, den von der Rechtsprechung formulierten Anforderungen an ein beweiskräftiges Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) gerecht. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Arbeitsfähigkeit durch im Rahmen dieser Beurteilung nicht berücksichtigte Umstände zusätzlich beeinträchtigt würde. Die Aussagen des SUVA-Kreisarztes Dr. med. J.________ sind mit denjenigen des Dr. med. T.________ ohne weiteres vereinbar. Dass Dr. med. S.________ die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auf lediglich 50 % schätzt, beruht offenkundig auf der Überlegung, der Beschwerdeführer könne sehr differenzierte Arbeiten ohnehin nicht ausführen. Der Vorinstanz ist jedoch darin zuzustimmen, dass Tätigkeiten existieren, welche dem Leiden des Beschwerdeführers angepasst sind, aber keine sehr differenzierten Arbeiten beinhalten. Die Stellungnahme des Dr. med. S.________, welche keine nähere Begründung für das Ausmass der geschätzten Arbeitsunfähigkeit enthält, ist daher nicht geeignet, die Zuverlässigkeit der Ergebnisse des Gutachtens des Dr. med. T.________ in Frage zu stellen. Verwaltung und Vorinstanz sind zu Recht davon ausgegangen, der Beschwerdeführer sei in Bezug auf eine leidensangepasste Tätigkeit, welche keine allzu feinen manuellen Verrichtungen umfasst, zu 80 % arbeitsfähig.