Citation: I 452/02 17.02.2003 E. 2.2.4

Der Bericht der Klinik Y.________ vom 13. Dezember 2001 enthält die Diagnose einer reaktiven Depression und damit des Vorliegens psychischer Auffälligkeiten, welchen invalidisierender Krankheitswert zukommen kann (BGE 127 V 296 ff. Erw. 4b). Selbst wenn diese Stellungnahme, wie die IV−Stelle geltend macht, für sich allein genommen nicht als beweiskräftig anzusehen wäre, bildet sie doch einen Hinweis auf das Vorliegen einer psychischen Symptomatik mit möglicher Relevanz für die invalidenversicherungsrechtliche Beurteilung. Wird zusätzlich der anlässlich des Aufenthalts in der Rheuma- und Rehabilitationsklinik X.________ im September 1999 erstellte psychologische Bericht berücksichtigt, kann nicht mit der für eine antizipierte Beweiswürdigung erforderlichen Gewissheit (vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b) ausgeschlossen werden, dass bereits bei Erlass der Verfügung vom 29. Januar 2001 ein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden (Erw. 2.2.2 hievor) gegeben war. Der psychologische Bericht enthält zwar die gemäss den Angaben in der Vernehmlassung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde unzutreffende Aussage, der Beschwerdegegner sei als Soldat am Krieg in Bosnien beteiligt gewesen. Dieser Umstand reicht jedoch nicht aus, um ihm jegliche Relevanz abzusprechen. Vielmehr bildet er in Verbindung mit der Stellungnahme der Klinik Y.________ vom 13. Dezember 2001 einen Hinweis auf die Möglichkeit des Vorliegens eines invalidisierenden psychischen Gesundheitsschadens während des vorliegend relevanten Zeitraums bis zum Verfügungserlass (Erw. 1 hievor am Ende), der ausreicht, um die Vornahme ergänzender Abklärungen als erforderlich erscheinen zu lassen. Der Entscheid des kantonalen Gerichts ist daher nicht zu beanstanden.