Citation: 5A_358/2016 E. 4.3.1

4.3.1. Soweit sich der Beschwerdeführer über die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung beklagt, erschöpfen sich seine Erörterungen darin, dass er dem angefochtenen Entscheid seine eigene Sicht gegenüberstellt. Dass Ausführungen zur Zusammensetzung der Kreditkartenabrechnung unterblieben sind, stellt er nicht in Abrede. Ebenso wenig vermag er zu erklären, warum Urkunden aus einem Zwangsvollstreckungsverfahren nicht geeignet wären, allfällige Liquiditätsprobleme der Familie zu belegen. Schliesslich ruft er zwar seine kantonalen Eingaben in Erinnerung. Dass deren Inhalt im vorinstanzlichen Verfahren keinen Eingang in die Beweiswürdigung gefunden hätte, behauptet er jedoch nicht. Fehl geht auch die Rüge, das Kantonsgericht verletze die Dispositionsmaxime. Dieser Grundsatz hat mit der Beweiswürdigung und der Sachverhaltsfeststellung nichts zu tun. Er besagt, dass das Gericht einer Partei nicht mehr und nichts anderes zusprechen darf, als sie verlangt, und nicht weniger, als die Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 Abs. 1 ZPO). Wie sich aus den Begehren der Parteien und dem vorinstanzlichen Urteilsspruch ergibt, spricht das Kantonsgericht der Beschwerdegegnerin nachehelichen Unterhalt nicht in grösserem Umfang zu, als sie verlangt hat. Unbegründet ist schliesslich die Befürchtung des Beschwerdeführers, dass die Vorinstanz die Beweislast falsch verteilt habe. Rechtsprechungsgemäss obliegt der Nachweis einer Sparquote dem Unterhaltsschuldner (BGE 140 III 485 E. 3.3 S. 488). In gleicher Weise hat er auch nachzuweisen, dass die Parteien ihren während der Ehe gelebten Standard - in den Worten des Beschwerdeführers - "auf Pump" finanziert haben. Denn in beiden Fällen verfolgt der Unterhaltsschuldner mit der behaupteten Tatsache das Ziel, seine Unterhaltspflicht zu reduzieren (Art. 8 ZGB; vgl. BGE 128 III 271 E. 2a/aa S. 273). Ob eine bestimmte Tatsache bestritten wurde (und in der Folge bewiesen werden muss, vgl. Art. 150 Abs. 1 ZPO), ist jedoch keine Frage der Beweislastverteilung, sondern eine solche des Prozesssachverhalts (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 17 f.; Urteil 4A_247/2013 vom 14. Oktober 2013 E. 1.1). Um dagegen aufzukommen, müsste der Beschwerdeführer nachweisen, dass das Kantonsgericht den Sachverhalt offensichtlich unrichtig (Art. 97 Abs. 1 BGG; s. E. 2) feststellt, wenn es dem angefochtenen Entscheid zumindest implizite die Annahme zugrunde legt, dass die Beschwerdegegnerin die geltend gemachten gemeinsamen Schulden von Fr. 17'000.-- bestritten habe. Allein dazu genügt es nicht, einfach die fehlende Bestreitung zu behaupten.