Citation: 2P.111/2003 21.01.2004 E. 1

1.1 Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid, der sich auf kantonales Recht stützt und gegen den auf Bundesebene nur die staatsrechtliche Beschwerde offen steht (Art. 86 Abs. 1 und Art. 87 in Verbindung mit Art. 84 Abs. 2 OG). Mit diesem Rechtsmittel kann ein Zuschlagsentscheid auch dann angefochten werden, wenn mit dem ausgewählten Bewerber - wie vorliegend - bereits ein Vertrag abgeschlossen worden ist. Zwar wird die Gültigkeit dieses Vertrages durch die Gutheissung der Beschwerde des übergangenen Bewerbers nicht berührt, doch behält Letzterer insofern ein aktuelles praktisches Interesse am Verfahren, als das Bundesgericht auf Grund der speziellen Regelung von Art. 9 Abs. 3 BGBM in diesem Falle wenigstens die Bundesrechtswidrigkeit des angefochtenen Entscheids festzustellen hat, um dem Betroffenen die allfällige Geltendmachung von Schadenersatz zu ermöglichen (BGE 125 II 86 E. 5b S. 97 f.). Die Beschwerdeführerin war am streitigen Submissionsverfahren beteiligt, jedoch nur als Glied einer sieben Gesellschaften umfassenden Bietergemeinschaft. Sie könnte deshalb nicht für sich allein den Erhalt des entgangenen Zuschlags verlangen, müssen doch insoweit grundsätzlich alle Mitglieder einer Bietergemeinschaft zusammen Beschwerde führen (vgl. Robert Wolf, Die Beschwerde gegen Vergabeentscheide - Eine Übersicht über die Rechtsprechung zu den neuen Rechtsmitteln, in: ZBl 104/2003 S. 15 f.; Peter Galli/André Moser/Elisabeth Lang, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, Zürich/Basel/Genf 2003, S. 330 f.). Nachdem aber vorliegend nur noch eine Feststellung der Rechtswidrigkeit des Zuschlags in Frage kommt (das entsprechende Begehren ist im Antrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben, sinngemäss mitenthalten), kann die Beschwerdeführerin für sich allein staatsrechtliche Beschwerde erheben: Im Hinblick auf die Geltendmachung von Schadenersatz muss ein entsprechendes Feststellungsbegehren praxisgemäss nicht von allen Mitgliedern der unterlegenen Bietergemeinschaft gemeinsam gestellt, sondern kann auch nur von einem Teil derselben oder gar einem Mitglied alleine eingereicht werden (vgl. Urteil 2P.4/2000 vom 26. Juni 2000, in: ZBl 102/2001 S. 217, E. 1c). 1.2 Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist nach dem Gesagten einzutreten, soweit diese eine rechtsgenügliche Begründung für die erhobenen Rügen enthält: Gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht untersucht nicht von Amtes wegen, ob ein kantonaler Hoheitsakt verfassungsmässig ist, sondern prüft nur rechtsgenügend vorgebrachte, klar erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (BGE 110 Ia 1 E. 2 S. 3 f.; 119 Ia 197 E. 1d S. 201, mit Hinweisen). Wird eine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) geltend gemacht, genügt es nicht, wenn der Beschwerdeführer bloss den angefochtenen Entscheid kritisiert, wie er dies in einem appellatorischen Verfahren tun könnte, bei dem die Rechtsmittelinstanz die Rechtsanwendung frei überprüfen kann. Er muss deutlich dartun, welche Vorschriften oder allgemein anerkannten Rechtsgrundsätze die kantonalen Behörden in einer gegen Art. 9 BV verstossenden Weise verletzt haben sollen (BGE 117 Ia 10 E. 4b S. 12, mit Hinweis). Soweit die Beschwerdeschrift diesen Anforderungen nicht genügt und sich in appellatorischer Kritik erschöpft, ist auf sie nicht einzugehen. 1.3 Das Bundesgericht prüft die Anwendung des kantonalen Submissionsrechts (hier des Zuger Gesetzes vom 27. Juni 1996 über das öffentliche Beschaffungswesen [SubmG/ZG] und dessen Ausführungserlasse) nur unter dem Gesichtswinkel der Willkür. Demgegenüber steht ihm bei der Beurteilung einer Konkordatsbeschwerde (Art. 84 Abs. 1 lit. b OG) - vorliegend betrifft dies insbesondere die Rüge, das in Art. 1 Abs. 2 lit. c IVöB festgeschriebene Transparenzgebot sei verletzt - an sich freie Kognition zu (vgl. BGE 125 II 86 E. 6 S. 98 f., mit Hinweisen). Bei Normen mit unbestimmtem Inhalt belässt es den zuständigen Behörden aber einen gewissen Beurteilungsspielraum. Besondere Zurückhaltung auferlegt es sich bei der Beurteilung der Offerten gestützt auf die Zuschlagskriterien, da dies häufig besondere technische Kenntnisse voraussetzt, stets einen Vergleich mit den anderen Offerten verlangt und unvermeidlicherweise eine subjektive Komponente enthält. Praktisch ist die Kognition des Bundesgerichts insoweit auf Willkür beschränkt (BGE 125 II 86 E. 6 S. 98 f.).