Citation: 1B_415/2021 E. 2.3

2.3. Das Obergericht hat unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Detail dargelegt, weshalb es die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Wechsel der amtlichen Verteidigung nicht als gegeben erachtet. Der pauschale Verweis des Beschwerdeführers auf seine Stellungnahmen vom 20. April 2021 und 14. Mai 2021 stellt keine hinreichende Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid dar und genügt den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht (vgl. BGE 141 V 509 E. 2). Der erst im bundesgerichtlichen Verfahren vorgelegte Brief des amtlichen Verteidigers vom 24. März 2021 ist zudem ein neues Vorbringen im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG und deshalb unzulässig. Selbst wenn dieses als zulässig erachtet würde, wäre darin im Übrigen noch nicht ohne Weiteres ein Hinweis auf ein gestörtes Vertrauensverhältnis bzw. eine Pflichtverletzung zu sehen. Der amtliche Verteidiger schreibt in dem Brief, er erachte eine Beschwerde gegen zwei Herausgabeverfügungen als nicht sinnvoll, da die Geschädigten entsprechend ausgesagt hätten. Daraus geht hervor, dass der amtliche Verteidiger ein Rechtsmittel unabhängig von seinen Erfolgsaussichten als nicht zielführend ansah. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass diese Auskunft unzutreffend gewesen wäre.