Citation: 6B_26/2017 E. 2.2.2

2.2.2. Diesbezüglich bestreitet die Beschwerdeführerin zunächst den Notwehrcharakter des inkriminierten Vorgangs. Gestützt auf die Aussage einer Drittperson habe die Vorinstanz zu Unrecht angenommen, dass sie, die Beschwerdeführerin, mit der Streiterei angefangen und so den Anlass für eine Notwehrhandlung des Beschuldigten gesetzt habe. Dies kann dem angefochtenen Beschluss aber nicht entnommen werden: Vielmehr geht die Vorinstanz, wie schon erwähnt, davon aus, die Frage, wer wen zuerst tätlich angegriffen habe, sei aufgrund der sich widersprechenden Darstellungen der Beteiligten nicht eindeutig eruierbar. Angesichts "diverser Kratzspuren" im Gesicht des Beschuldigten, wie sie unmittelbar nach dem Vorfall fotografisch festgehalten worden seien, ist die Vorinstanz aber von einer Notwehrkonstellation ausgegangen. Das ist nicht zu beanstanden: Der vorinstanzliche Entscheidungsspielraum (vgl. oben E. 2.1 a.E.) beinhaltet auch ein gewisses Ermessen, was die Beweiswürdigung angeht.