Citation: 9C_586/2023 E. 5.1

5.1. Weiter rügt die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe die Beweise bundesrechtswidrig gewürdigt, indem sie auf das psychiatrische Teilgutachten des ABI vom 11. Juli 2022 abgestützt habe. Dieses Gutachten sei jedoch in mehreren Punkten nicht nachvollziehbar und erfülle daher die Kriterien an den Beweiswert ärztlicher Berichte nicht. Es sei beispielsweise nicht klar, ob und wie der Gutachter die chronifizierte resignative Grundhaltung und das Abgleiten in eine ausgeprägtere depressive Symptomatik berücksichtigt habe. Weiter werde nicht begründet, weshalb sie über ausreichende Ressourcen verfügen sollte, um eine stationäre Therapie wahrzunehmen, wenn die Ressourcen gemäss Gutachten nicht ausreichen würden, um ambulante Therapietermine wahrzunehmen. Hinzu komme, dass der Gutachter einen Homeoffice-Arbeitsplatz für geeignet erachte, um bei möglichem Überforderungserleben ein Abgleiten in eine ausgeprägtere depressive Symptomatik bei einer sich verschlechternden Schmerzsymptomatik zu vermeiden.