Citation: 4A_617/2021 E. 4.2.2

4.2.2. Vorne (vgl. E. 3.3) wurde dargelegt, dass der Vorwurf, auf einen zu allgemeinen Adressatenkreis abzustellen, hinsichtlich der firmenrechtlichen Verwechslungsgefahr nicht berechtigt ist, weil dort das allgemeine Publikum massgebend ist. Jedoch ist im Lauterkeitsrecht mit der Aufmerksamkeit von professionellen Abnehmern aus der Branche zu rechnen, wenn das Angebot an diese gerichtet ist (BGE 135 III 446 E. 6.1; 126 III 315 E. 6b/bb; SPITZ/BRAUCHBAR BIRKHÄUSER, a.a.O., N. 31 zu Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG; RETO ARPAGAUS, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb [UWG], 2013, N. 115 zu Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG; vgl. HEINEMANN, a.a.O., N. 46 zu Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG). Ob eine Verwechslungsgefahr besteht, ist eine Rechtsfrage, welche das Bundesgericht frei prüft, soweit es um das Verständnis des allgemeinen Publikums geht. Hingegen handelt es sich um eine Tatfrage, wenn das Branchenverständnis bestimmter Verkehrskreise in Frage steht (BGE 135 III 446 E. 6.4; 128 III 401 E. 5; 126 III 315 E. 4b; 96 II 257 E. 3a). Da die Beschwerdeführerin mit dem Hinweis auf die spezifischen Kenntnisse des von ihr angerufenen Verkehrskreises die fehlende Verwechselbarkeit begründen will, trifft sie diesbezüglich die Behauptungs- und Beweislast. Sie müsste mit konkreten Aktenhinweisen darlegen, dass sie bereits im kantonalen Verfahren entsprechende (substanziierte) Sachverhaltsbehauptungen aufgestellt hat, zu denen die Beschwerdegegnerin ebenso substanziiert hätte Stellung nehmen können (vgl. E. 1.3 hiervor). Solches legt sie aber nicht hinreichend dar. Das angefochtene Urteil enthält ebenfalls keine entsprechenden Feststellungen, sodass hier nicht weiter darauf eingegangen werden kann. Im Übrigen erscheint auch zweifelhaft, dass - wie die Beschwerdeführerin nun behauptet - der durchschnittliche Bauherr nichts mit Baulogistik zu tun hat. Es ist somit nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz auch diesbezüglich auf die Durchschnittsabnehmer abstellte.