Citation: 6P.10/2003 03.04.2003 E. 1

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des aus der Unschuldsvermutung fliessenden Grundsatzes "in dubio pro reo". Ferner macht er willkürliche Beweiswürdigung und einen Verstoss gegen die Grundsätze des rechtlichen Gehörs sowie des fairen Verfahrens geltend. Das Obergericht sei nicht von einem für den Beschwerdeführer günstigen, sondern von einem für ihn klar ungünstigen Sachverhalt ausgegangen. Statt Einsicht und Reue habe es fehlende Einsicht und Reue angenommen. Ohne den Beschwerdeführer in Bezug auf seine Einsicht und Reue zu testen oder persönlich zu befragen, stelle das Obergericht in Umkehr und Verdrehung der Beweislast seine Einsicht und Reue in Frage. Bei all diesen Rügen geht es dem Beschwerdeführer um die angeblich mangelhafte Berücksichtigung eines abgelegten Geständnisses (Beschwerdeschrift S. 5 und 6). 1.1 Der Beschwerdeführer stützt seine Ausführungen durchwegs auf die Behauptung, er habe im Appellationsverfahren ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er ist aber weder vor Obergericht persönlich erschienen noch findet sich in den Akten ein Schriftstück solchen Inhalts. Offenbar unterstellt der Beschwerdeführer, dass die nachträgliche Beschränkung seiner Appellation auf die Strafzumessung mit einem Geständnis hinsichtlich des Schuldspruchs gleichzusetzen sei. Wieso dem so sein soll, tut er mit keinem Wort dar. Auf solch appellatorische Vorbringen kann im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde nicht eingetreten werden (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). 1.2 Es trifft im Übrigen zu, dass das Obergericht die Strafe unter Berücksichtigung der Beschränkung der Appellation reduziert. Es wertet dieses prozessuale Verhalten des Beschwerdeführers jedoch lediglich als Akzeptieren des Schuldspruchs (Urteil S. 10) und nicht etwa als vollumfassendes Geständnis. Ob und in welchem Umfang ein Geständnis strafmindernd berücksichtigt werden müsste, wäre ohnehin eine Frage des Bundesrechtes und deshalb mit der Nichtigkeitsbeschwerde geltend zu machen (Art. 269 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 84 Abs. 2 OG). 1.3 Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten.