Citation: 9C_38/2015 E. 3.4

3.4. Nicht gehört werden kann die Beschwerdeführerin des Weiteren mit dem Einwand, dass ein Tilgungsplan für die ausstehenden Beträge des Jahres 2010 vereinbart worden sei. Sie räumt selber ein, dass die erste Zahlung nicht fristgerecht beglichen wurde. Dies hat zur Folge, dass die gesamte ausstehende Forderung am 1. Juli 2011 zur Zahlung fällig wurde, wovon die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt ihres Ausscheidens aus dem Verwaltungsrat der B.________ AG am ... 2011 auszugehen hatte. Sie blieb auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Verwaltungsrat für die von ihr bis zu diesem Zeitpunkt begangenen Versäumnisse bei der Zahlung der Beiträge verantwortlich ( KIESER, a.a.O., Art. 52 AHVG Rz. 74). Auch kann sich die Beschwerdeführerin nicht dadurch exkulpieren, dass im Kaufvertrag vom 10. Juli 2011 über 80 Inhaberaktien vereinbart worden war, die Käufer hätten ein Darlehen von Fr. 160'000.- in die B.________ AG einzubringen. Vielmehr dokumentierte die Beschwerdeführerin in diesem Kaufvertrag selber, dass die B.________ AG überschuldet war, wie unmissverständlich aus Ziff. 6 des Kaufvertrages über 80 Inhaberaktien hervorgeht, wurde darin doch festgehalten, dass die B.________ AG saniert werden müsse. Die Beschwerdeführerin hätte daher mit Nachdruck darauf hinwirken müssen, dass vor ihrem Ausscheiden aus dem Verwaltungsrat tatsächlich die Summe von Fr. 160'000.- geleistet wurde, womit auch die ausstehenden Beitragsschulden gegenüber der Ausgleichskasse hätten beglichen werden können. Dies hat sie indessen unterlassen. Somit hat die Vorinstanz zutreffend auf eine entsprechende Haftung der Beschwerdeführerin in der von der Ausgleichskasse bezifferten Höhe geschlossen.