Citation: 1C_116/2014 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin rügt, der verwaltungsgerichtliche Entscheid enthalte keine nachvollziehbare Begründung und verletze damit bereits das rechtliche Gehör. Er sei auch inhaltlich offensichtlich falsch. Er leide an einem inneren, nicht auflösbaren Widerspruch, weil er einerseits davon ausgehe, dass es sich bei der Dachterrasse um einen "Gebäudeteil" handle, der den Grenzabstand einhalten müsse, andererseits aber annehme, dass die Baute durch die Auflagen "bewilligungsfähig" gemacht worden sei. Das Verwaltungsgericht missachte somit die Grenzabstandsvorschiften gemäss § 47 Abs. 1 des Aargauer Gesetzes über Raumentwicklung und Bauwesen vom 19. Januar 1993 [Baugesetz, BauG; AGS 713.100) i.V.m. § 7 Abs. 1 BNO, und verletze damit das Legalitätsprinzip. Der Begründung des angefochtenen Entscheids lasse sich nicht entnehmen, dass es sich bei der Dachterrasse um eine Klein- und Anbaute i.S.v. § 18 ABauV handle. Im angefochtenen Entscheid habe das Verwaltungsgericht vielmehr selbst festgehalten, dass es sich nicht um ein Gebäude handle (S. 9 Mitte). Zudem müsse eine Klein- oder Anbaute eine Gebäudehöhe von maximal 3 m einhalten, gemessen ab dem gewachsenen Terrain (§ 12 ABauV). Klein- und Anbauten auf Gebäuden gebe es nach Aargauischem Baurecht nicht. Der angefochtene Entscheid bewillige somit innerhalb des ordentlichen Grenzabstands eine Nutzung, die - wie ein Balkon oder eine Terrasse - zu erheblichen Immissionen für die Beschwerdeführerin führe. Dies sei willkürlich.