Citation: 1C_475/2017 E. 6.1

6.1. In tatsächlicher Hinsicht ist auf die Feststellungen der Vorinstanz am Augenschein abzustellen, insbesondere zu den bereits vorhandenen Lichtemissionen, dem Blickwinkel des Beschwerdeführers und dessen Sicht auf den geplanten Bau (vgl. oben E. 3). Dagegen ist es eine frei überprüfbare Rechtsfrage, ob die Vorinstanz die für die Legitimation erforderliche Schwelle der deutlichen Wahrnehmbarkeit zu hoch angesetzt hat oder nicht. Vorliegend ergibt sich eine mehr oder weniger deutliche Unterschreitung der Richtwerte, je nachdem, auf welche Norm abgestellt wird und welcher Helligkeitsstufe das Gebiet zugeordnet wird. Allerdings ist zu beachten, dass es sich um Richtwerte für die Übermässigkeit von Lichtemissionen, beispielsweise für Leuchtreklamen, handelt. Diese müssen von ihrer Funktion her deutlich wahrnehmbar sein, so dass auch bei einer klaren Einhaltung der Richtwerte die Legitimation nicht ohne Weiteres verneint werden kann. Diese muss vielmehr im Einzelfall, aufgrund der konkreten Umstände, beurteilt werden.