Citation: 6B_952/2017 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei lediglich als Schlichter in Erscheinung getreten. Das Opfer habe den Schläger aufgrund einer retrograden Amnesie mit dem Schlichter verwechselt. Unter Berufung auf einen Wikipedia-Artikel bringt er vor, eine Gehirnerschütterung könne insbesondere zu visuellen Halluzinationen führen. Die Vorinstanz verfalle in Willkür, wenn sie es ohne rechtsmedizinische Untersuchung für nicht nachvollziehbar erachte, dass es zu einer derartigen Verwechslung gekommen sei. Im Sinne der vorinstanzlichen Erwägungen scheint es nicht plausibel, dass die Gehirnerschütterung des Opfers eine visuelle Halluzination, bei welcher es den Schläger mit dem Schlichter verwechselt hätte, ausgelöst haben soll. Insofern hat die Vorinstanz willkürfrei auf die Anordnung einer entsprechenden rechtsmedizinischen Untersuchung verzichtet ( vgl. zum Recht des Betroffenen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden, sowie zur antizipierten Beweiswürdigung BGE 141 I 60 E. 3.3 S. 64).