Citation: 9C_724/2015 E. 5.1

5.1. Die Renten zusprechenden Verfügungen vom 31. März und 11. April 2008 sowie vom 11. Dezember 2009 beruhten nach den letztinstanzlich verbindlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid im Wesentlichen auf der Beurteilung des Dr. med. B.________ vom 11. Dezember 2007 sowie auf den RAD-Beurteilungen der Dres. med. D.________ und C.________ vom 13. August 2009 und des Dr. med. D.________ vom 2. Oktober 2009. Was die Einschätzung des Dr. med. B.________ betrifft, fällt auf, dass dieser zunächst am 14. April 2003 "immerhin eine diskrete Besserung der Elektroneurographie feststellen" konnte, was eine langsame Erholung des Nervs erhoffen lasse. Am 26. Juni 2003 hielt er als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine Ulnarisparese links fest und attestierte eine ganztägige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Demgegenüber führte er am 11. Dezember 2007 aus, bei stationär gebliebenem Gesundheitszustand sei der Versicherte in einer behinderungsangepassten Tätigkeit halbtags arbeitsfähig. RAD-Arzt Dr. med. C.________, Facharzt für Chirurgie, hielt in seiner Stellungnahme vom 7. Januar 2008 fest, man könne sich der Beurteilung des Dr. med. B.________ anschliessen, da die linke Hand praktisch nicht benutzbar sei, für den Versicherten nur einhändige Arbeiten in Frage kämen und diese wegen der vorhandenen Dauerschmerzen nur halbtags möglich seien. In seiner für die Verfügung vom 11. Dezember 2009 entscheidend gewesenen Einschätzung vom 2. Oktober 2009 führte Dr. med. D.________ aus, die Restarbeitsfähigkeit von 50 % habe aus psychiatrischer Sicht nur medizintheoretisch postuliert werden können. Es habe sich "im Hinblick auf das sich seit 2002 entwickelnde Schmerzsyndrom mit rascher Chronifizierung und deutlicher Therapieresistenz" gezeigt, dass die Realisierung der Arbeitsfähigkeit an (Integrations-) Bedingungen geknüpft werden müsse, die nicht erfolgreich durchgeführt worden seien. Daher bestehe aus versicherungsmedizinischer Sicht eine vollständige krankheitsbedingte funktionelle Leistungseinbusse für beruflich zu verwertende Tätigkeiten seit 2002 durchgehend bis zu seiner Stellungnahme.