Citation: 6B_500/2015 E. A

Die Staatsanwaltschaft Graubünden wirft X.________ zusammengefasst vor, am 7. Februar 2012, gegen 12.00 Uhr, mit seinem Personenwagen durch ein Überholmanöver eine gefährliche Verkehrssituation geschaffen zu haben. Er habe vier Personenwagen und einen Lastwagen überholen wollen, die in der Geschwindigkeit angepassten Abständen in einer Kolonne hintereinander fuhren. X.________ habe zum Überholmanöver angesetzt, obwohl die Strecke, die er maximal habe überblicken können, nicht ausgereicht habe, um die Fahrzeugkolonne korrekt zu überholen. Als auf der Gegenfahrbahn ein Fahrzeug nahte, habe er sein Überholmanöver nicht abgebrochen und sei hinter der Kolonne wieder eingeschwenkt, sondern habe auf der Höhe des dritten Fahrzeugs versucht, das Manöver zu unterbrechen und seinen Personenwagen auf die rechte Fahrbahn zu lenken. Da neben ihm Fahrzeuge gewesen seien, habe er nicht einbiegen können, weshalb er den entgegenkommenden Personenwagen während dem Überholmanöver gekreuzt habe, ohne dabei die seitlichen Sicherheitsabstände einzuhalten.