Citation: 2C_304/2023 E. 4.3

4.3. Gemäss § 74 Abs. 1 VSG/ZH müssen Anordnungen der Schulleitung nicht schriftlich begründet werden. Sie erwachsen in Rechtskraft, wenn nicht innert zehn Tagen eine Neubeurteilung durch die Schulpflege verlangt wird. Gemäss § 170 Abs. 3 Gemeindegesetz des Kantons Zürich (GG/ZH, LS 131.1) überprüft die Behörde die Anordnung uneingeschränkt und entscheidet neu. Bei der Neubeurteilung handelt es sich mithin um ein ordentliches Rechtsmittel (MORGENBESSER MISCHA/MARAZZOTTA LORENZO, in: Tobias Jaag/Markus Rüssli/Vittorio Jenni [Hrsg.], Kommentar zum Zürcher Gemeindegesetz, Zürich/Basel/Genf 2017, § 171 GG/ZH N 9). Anfechtungsobjekt der Neubeurteilung ist wie in jedem Rechtsmittelverfahren die verfahrensauslösende Verfügung. Diese wird im Rechtsmittelverfahren auf ihre Rechtmässigkeit überprüft und begrenzt den Streitgegenstand. Spätere, in der gleichen Angelegenheit gegen den gleichen Verfügungsadressaten gerichtete Akte sind nicht vom eingeleiteten Rechtsmittelverfahren erfasst; deren Inhalt liegt ausserhalb des Streitgegenstandes (vgl. BGE 149 V 250 E. 7.2.1; 144 II 359 E. 4.3; 136 II 457 E. 4.2; UHLMANN FELIX/KRADOLFER MATTHIAS, in: Waldmann Bernhard/Krauskopf Patrick L. (Hrsg.), Praxiskommentar VwVG, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2023, Art. 5 VwVG N 5). Sie sind daher selbständig anzufechten.