Citation: 6S.107/2002 05.08.2002 E. 6

6.1 Der Umrechnungskurs von US$ / SFr. 1 : 1,80 wurde auch angewandt bei der Bewertung von fünf US$ -Forderungen, die in früheren Zeiten von Y.________ in die Omni Holding AG eingebracht worden waren und welche die Omni Holding AG im Rahmen der Bilanzkorrekturen zwecks Verbesserung des Zwischenabschlusses per 30. September 1986 wieder an Y.________ übertrug. 6.2 Ob bei einem Geschäft dieser Art unter den gegebenen Umständen nach dem Verständnis des Lesers des Zwischenabschlusses ein Anwendungsfall von lit. a der Anmerkung 2 (Umrechnung zum Tageskurs) oder aber, wie der Beschwerdeführer meint, ein Anwendungsfall von lit. b der Anmerkung 2 (Umrechnung zum Durchschnittskurs) vorliege und ob der tatsächlich angewandte Kurs von 1 : 1,80 in etwa dem Durchschnittskurs entsprochen habe, was gemäss dem Antrag des Beschwerdeführers von der Vorinstanz in einem Rückweisungsverfahren gemäss Art. 277 BStP noch abzuklären wäre, muss hier nicht geprüft werden. Der Beschwerdeführer hat aus nachstehenden Gründen kein rechtlich schützenswertes Interesse daran, dass das Bundesgericht auch diese Frage beurteile. 6.3 Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer der Urkundenfälschung schuldig erklärt, begangen laut Dispositiv im November / Dezember 1986 in Thun oder anderswo, "indem er durch das Verbuchen eines nicht realisierten Gewinnes von Fr. 5 Mio. aus dem Verkauf der R.Z. Holding und weil das US$-Kontokorrentkonto von Y.________ und von diesem zu übernehmende Forderungen nicht wie in den Anmerkungen angegeben zum Tageskurs umgerechnet worden waren, eine unwahre, durch die Deloitte Haskins & Sells reviewte Pro forma Bilanz und Erfolgsrechnung der Omni Holding AG per 30.09.1986 erstellte", und sie hat wegen Verletzung des Beschleunigungsgebots von Strafe Umgang genommen. In der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde wird der Schuldspruch nicht angefochten, soweit dieser das Verbuchen eines nicht realisierten Gewinns von Fr. 5 Mio. aus dem Verkauf der R.Z. Holding erfasst. Der Beschwerdeführer ficht den Schuldspruch wegen Urkundenfälschung (Falschbeurkundung) einzig insoweit an, als ihm vorgeworfen wird, dass das US$ -Kontokorrentkonto von Y.________ und von diesem zu übernehmende Forderungen nicht wie in den Anmerkungen angegeben zum Tageskurs umgerechnet worden waren. Der Schuldspruch ist gemäss den vorstehenden Erwägungen nicht zu beanstanden, soweit er die Umrechnung der Kontokorrentforderung zum Kurs von 1 : 1,80 statt zum Tageskurs (von 1 : 1,6375) erfasst, woraus ein Betrag von über Fr. 3 Mio. zu Gunsten der Omni Holding AG resultierte. Die Frage, ob der Schuldspruch wegen Urkundenfälschung auch insoweit nicht zu beanstanden sei, als er die Umrechnung der von Y.________ zu übernehmenden Forderungen zum Kurs von 1 : 1,80 statt zum Tageskurs (von 1 : 1,6375) erfasst, woraus ein Betrag von ca. Fr. 322'000.-- zu Gunsten der Omni Holding AG resultierte, ist im Gesamtzusammenhang von derart geringer Bedeutung, dass der Beschwerdeführer an ihrer Beurteilung durch das Bundesgericht kein schützenswertes Interesse hat, zumal auch die Anmerkung 2 als solche unabhängig von der Beantwortung der aufgeworfenen Frage unwahr bleibt, weil jedenfalls ein bedeutendes Aktivum, nämlich die US$-Kontokorrentforderung, entgegen der Anmerkung 2, wie sie vom Leser verstanden wird, nicht zum Tageskurs umgerechnet wurde. Auf die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde ist daher in diesem Punkt nicht einzutreten.