Citation: 4A_200/2020 E. 3.1.1

3.1.1. Die Beschwerdeführerin moniert, die vorinstanzliche Festsetzung des Stundenlohns von Fr. 30.-- für den hier strittigen Zeitraum widerspreche der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, die von einer jährlichen Reallohnerhöhung von einem Prozent bei zukünftigen Haushaltsschäden ausgehe. Der zufällige Zeitpunkt der Schadensberechnung könne und dürfe nicht entscheidend sei, ob der Stundenansatz bezogen auf einen bestimmten Zeitraum jährlich anzupassen sei oder nicht. Die Auffassung der Vorinstanz würde darauf hinauslaufen, dass geschädigte Personen, die nicht unmittelbar nach Eintritt des haftungsbegründenden Ereignisses eine Klage mit Bezug auf den gesamten zukünfigen Haushaltsschaden einreichten, benachteiligt würden, weil keine Erhöhung des Stundenansatzes berücksichtigt würde. In Nachachtung des verfassungsmässigen Gleichbehandlungsgebots von Art. 8 Abs. 1 BV sei eine rechtsgleiche Berechnungsmethode anzuwenden. Es sei deshalb Aufgabe des Gerichts, im Zusammenhang mit der Berechnung des Haushaltsschadens festzustellen, welcher Stundenansatz im Zeitpunkt des haftungsbegründenden Ereignisses gegolten habe. Dieser Stundenansatz sei hernach jährlich um ein Prozent nach oben anzupassen, unabhängig davon, ob ein aufgelaufener oder ein zukünftiger Haushaltsschaden Streitgegenstand bilde. Da der fragliche Stundensatz von Fr. 30.-- bereits Anfang der Neunzigerjahre herangezogen worden sei, sei dieser Stundenansatz als massgeblich für das Jahr 1990 zu qualifizieren. Werde unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung seit 1990 von einer jährlichen Erhöhung von 30 Rappen ausgegangen, ergebe sich für das Unfalljahr 2014 ein Stundenansatz von Fr. 34.50.