Citation: 5A_90/2023 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, den Sachverhalt offensichtlich unrichtig und damit willkürlich festgestellt zu haben. Der angefochtene Entscheid stütze sich einzig auf die Akten der KESB und lasse wesentliche Beweismittel ausser Acht, die während des Beschwerdeverfahrens entstanden seien. Er entspreche daher nicht den aktuellen Gegebenheiten. Gelte wie hier die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime, gelange die Novenschranke nach Art. 317 ZPO aber nicht zur Anwendung und Beweise wären bis zur Urteilsberatung im vorinstanzlichen Verfahren zu berücksichtigen gewesen. Im Einzelnen verweist der Beschwerdeführer auf den stärker werdenden Wunsch des Sohnes, beim Vater leben zu wollen. Auch hätten die Fachpersonen im Wohnheim G.________ das harmonische Verhältnis zwischen Vater und Sohn beobachten können. Der bestehende Mangel sei entscheidend für den Ausgang des Verfahrens: Hätte die Vorinstanz die aktuellen Gegebenheiten in Bezug auf die familiäre Situation berücksichtigt, hätte sie zu einem anderen Ergebnis gelangen müssen.