Citation: 4A_511/2023 E. 3.3.3

3.3.3. Nachdem die Vorinstanz ohne Verletzung von Bundesrecht annahm, es seien keine korrosionsbeständigen Gewindebolzen geschuldet, resp. die Beschwerdeführerin habe diejenigen Bolzen erhalten, die sie bestellt habe, verneinte die Vorinstanz einen Werkmangel zu Recht. Auf die diesbezüglichen Vorbringen der Beschwerdeführerin braucht nicht eingegangen zu werden. Entgegen ihrer Auffassung handelt es sich bei der Korrosionsbeständigkeit der Gewindebolzen nach dem Gesagten gerade nicht um eine zugesicherte oder vorausgesetzte Eigenschaft. Auch eine Verletzung des Rechts auf Beweis resp. eine falsche Verteilung der Beweislast liegt nicht vor. Die Beschwerdeführerin erblickt dies darin, dass es an der Beschwerdegegnerin gewesen wäre, korrosionsbeständiges Material zu wählen und dass sie Gegenteiliges nicht bewiesen habe. Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin schliesslich, wenn sie eine Verletzung ihres Rechts auf Abnahme der offerierten Beweismittel rügt. Die Vorinstanz begründete überzeugend, weshalb sie keine weiteren Beweise abnahm, insbesondere auf eine Zeugenbefragung verzichtete. Dass dieser Verzicht willkürlich wäre, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Dies gilt ebenso für ein Gerichtsgutachten zur Feststellung des verwendeten Materials und der Schweissqualität. Darauf kommt es nicht an, da nach dem Gesagten die Beschwerdegegnerin keine korrosionsbeständigen Gewindebolzen zu liefern hatte. Soweit es zudem um die Beschaffenheit der Fassadenplatten geht, steht für das Bundesgericht verbindlich fest, dass diese nach unbestrittener Auffassung der Parteien an sich nicht korrosionsbeständig waren (oben E. 3.2.1). Darauf wurde bereits mehrfach hingewiesen. Von einem Gutachten zum Nachweis der Tauglichkeit der Fassadenplatten konnte somit ebenfalls willkürfrei abgesehen werden.