Citation: 5A_133/2016 E. B

Da A.A.________ sich weigerte, zur Bezahlung der - bereits in Betreibung gesetzten - Heimkosten auch auf das Vermögen zurückzugreifen, errichtete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Nordbünden für B.A.________ vorsorglich eine Beistandschaft (Art. 390 i.V.m. Art. 445 Abs. 1 ZGB), wodurch das gesetzliche Vertretungsrecht des Ehemannes entfiel. Als Beiständin wurde Flavia Brülisauer, Rechtsanwältin in Chur, ernannt. Die KESB umschrieb in ihrem Entscheid die Aufgaben der Beiständin ausführlich. Sie erteilte der Beiständin namentlich die Aufgabe und Kompetenzen, B.A.________ bei allen Handlungen im Zusammenhang mit den Bereichen Finanzen, Wohnen, öffentliche Verwaltung und Versicherungen zu vertreten. Hinsichtlich der Finanzen definierte die KESB den Handlungsbereich unter Dispositivziffer 2a. wie folgt: "Insbesondere Klärung und Geltendmachung ehelicher Unterhalts- und anderer Leistungsansprüche gegenüber A.A.________, Geltendmachung von Forderungen und Leistungsansprüchen gegenüber Dritten, Bestreitung der Heimkosten, soweit notwendig Mitwirkung bei der Verwaltung des ehelichen Vermögens, Verkehr mit Banken, Post und ähnlichen Finanzinstituten". Am 22. Januar 2016 wies das Kantonsgericht Graubünden eine von A.A.________ dagegen erhobene Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.