Citation: 5A_422/2019 E. 5.2.1

5.2.1. Die Beschwerdeführerin anerkennt, dass sie im Streit um anfechtbare Rechtshandlungen eine Behauptungs- und Beweislast trifft. Ihrer Meinung nach ändert dies jedoch nichts daran, dass D.________ "in gröbster Weise permanent" gegen das Selbstkontrahierungs- und Doppelvertretungsverbot verstossen und "in aller Regel" auch Art. 718b OR unbeachtet gelassen hat. Dem Obergericht wirft die Beschwerdeführerin vor, die "grundsätzlich richtige Einstufung sämtlicher Handlungen des D.________" nicht konsequent auf alle erhobenen Forderungen zu übertragen und sich in Widersprüche zu verstricken. Soweit diese Vorwürfe im vorliegenden Kontext überhaupt eine Rolle spielen, ist (erneut) klarzustellen, dass sich die Erwägungen des Obergerichts zur Doppelvertretung auf die Verrechnungsabrede in den Mietverträgen vom 1. April 2010 und nicht auf "sämtliche Handlungen des D.________" beziehen (E. 4.2.4 und 4.1.1). Überdies missversteht die Beschwerdeführerin Art. 718b OR, wenn sie diese Norm auf den Fall anwenden will, da zwei Gesellschaften beim Abschluss eines Vertrages von ein und derselben Person vertreten werden (E. 4.2.1).