Citation: 6B_468/2017 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung und die Verletzung von Art. 10 StPO sowie des rechtlichen Gehörs, weil die Vorinstanz ohne Parteianträge erstmals Aktenpassagen als massgeblich bezeichnet habe (act. 71 und 76 der Untersuchungsakten), ohne vorgängige Gehörsgewährung, und weil sie von beruflichen Qualifikationen der LKW-Fahrer (der beiden Zeugen) ausgegangen sei, die nicht geklärt worden seien. Das verletze die Unschuldsvermutung und die Verfahrensfairness. A.________ sei der Meinung gewesen, man solle dort nicht überholen, weil die Strasse schmal sei, habe etwas gesperrt, indem er sein Fahrzeug absichtlich nach links zur Mitte gelenkt habe, und habe dann kräftig gehupt, als er ihn doch überholt habe. A.________ habe einen Zeugen gesucht und in B.________ gefunden. Dieser habe bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Erstinstanz ausgesagt, er sei mit seinem LKW von der Firma C.________ in U.________ losgefahren. Wegen des Überholvorgangs habe er leicht bremsen müssen, um eine Kollision zu vermeiden. Er (der Beschwerdeführer) habe einen Gegenverkehr stets bestritten. Er habe A.________ nach dem Überholvorgang bei der Firma C.________ in U.________ stehen sehen. Die Erstinstanz habe akribisch errechnet, dass die Wegstrecke für einen Überholvorgang zu knapp gewesen wäre, und angenommen, die LKW-Fahrer hätten glaubhaft ausgesagt. Seinem Einwand, die Aussagen seien physikalisch gar nicht möglich, sei die Vorinstanz mit dem Argument begegnet, die beiden LKW-Fahrer seien erfahrene und ausgebildete Berufsleute. Wenn sie die Situation als gefährlich einstufen würden, sei das glaubhaft. Dass sie die Wegstrecke nicht korrekt schätzen würden, sei möglich. Die Vorinstanz habe sich mit seinen Vorbringen gar nicht auseinandergesetzt und seine Gegenargumente durch Eigenschöpfungen und Verharmlosungen ausgeschlossen. Weiter habe sie in Eigenschöpfung angenommen, die beiden LKW-Fahrtenschreiber würden eine Zeitdifferenz von zwei Minuten ergeben, womit die behauptete Beinahekollision um 11.21 Uhr stattgefunden haben müsse, ohne ihm vorgängig das rechtliche Gehör zu gewähren. Technisch sei jede batteriebetriebene Uhr Ungenauigkeiten unterworfen. Die Polizei hätte Zeitabweichungen einfach ermitteln können. Das habe sie nicht getan. Im Sinne der Unschuldsvermutung sei davon auszugehen, dass die Zeitdifferenz auf Messungenauigkeit basiere.