Citation: 4F_16/2022 E. 2.4

2.4. Dem kann nicht gefolgt werden. Die Argumentation des Revisionsgesuchstellers scheitert bereits an der ersten Voraussetzung einer revisio propter nova (oben Erwägung 2.2). Wenn er vorbringt, die geschilderten Geschehnisse hätten offenbart, dass der Revisionsgesuchsgegner 1 ab dem 26. April 2022 in Verfolgung eines widerrechtlichen Vorteils und damit in zweckwidriger Weise Beschwerde an das Bundesgericht geführt habe, beruft er sich nicht auf eine Tatsache, sondern auf eine von ihm vertretene "Erklärung" der geschilderten Geschehnisse. Er meint zwar, dass dies die einzig verbleibende Erklärung darstelle. Sie wird aber vom Revisionsgesuchsgegner 1 in Abrede gestellt. Jedenfalls kann nicht gesagt werden, die vom Revisionsgesuchsteller vorgetragene Erklärung sei derart zwingend und auf der Hand liegend, dass sie gewissermassen zu einer objektiv gegebenen Tatsache kondensiere. Die Tatsache allein, dass durch die B.________ Holding AG am 26. April 2022 eine Zahlung von Fr. 79'600.-- mit dem Vermerk "Schiedssache" auf dem Konto der Anwaltskanzlei A.________ AG einging, belegt nicht, dass der Revisionsgesuchsgegner 1 zum eigenen rechtswidrigen Vorteil Beschwerde geführt hätte und ihm daher das Rechtsschutzinteresse abging. Dass der gemäss der angefochtenen Schiedsverfügung geschuldete Betrag bezahlt wurde, ist angesichts der verweigerten aufschiebenden Wirkung folgerichtig. Dass die Zahlung nicht durch den Schuldner, B.B.________, sondern durch die B.________ Holding AG, also durch eine Dritte, erfolgte, ist nicht per se rechtswidrig und offenbart für sich allein kein treuwidriges Verhalten, das zum Dahinfallen des Rechtsschutzinteresses führen müsste. Auf die weiteren Geschehnisse, die sich nach dem Urteil des Bundesgerichts vom 3. Mai 2022 ereignet haben, bei denen es sich mithin um echte Noven handelt, kann sich der Revisionsgesuchsteller nicht berufen.