Citation: 5A_972/2023 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführer rügt Willkür bei der Festsetzung der Anzahl Übernachtungen. Er wirft der Vorinstanz vor, die konkrete Ausgestaltung der Kontakte zwischen Vater und Sohn einzig mit generellen und vom konkreten Einzelfall losgelösten kinderpsychologischen Überlegungen zu begründen und nicht zu erklären, weshalb C.________ bei regelmässigen Übernachtungen beim Vater konkret gefährdet wäre bzw. eine unsichere Bindungsqualität entwickeln könnte. Ebenso wenig lasse der angefochtene Entscheid erkennen, inwiefern die beantragte Kontaktregelung bei C.________ zu einer Überforderung führen könnte. Die Überlegungen der Vorinstanz seien rein allgemeiner Natur; theoretische Bedenken hätten jedoch "keinen Platz". Indem es seinem Entscheid allein theoretische Bedenken zugrunde lege, verkenne das Obergericht, dass die Betreuungssituation und insbesondere die Frage des Kindeswohls immer fallspezifisch zu beurteilen seien. So verweise es darauf, dass Kinder unter 18 Monaten eine unsichere Bindungsqualität entwickeln könnten, und übergehe dabei, dass C.________ schon 23 Monate alt ist und allein schon aufgrund seiner altersentsprechenden emotionalen Entwicklung ein anderes Bindungsverhalten habe als ein 18 Monate altes Kind. Weiter insistiert der Beschwerdeführer, dass die Beschwerdegegnerin nur deshalb C.________s faktische Hauptbezugsperson sei, weil sie ihm die Kontakte zum Sohn in den ersten Monaten verweigerte bzw. diese nur sehr limitiert zuliess und Übernachtungen bis heute verweigert. Es könne nicht sein, dass die Beschwerdegegnerin "von dieser bewusst willkürlich... herbeigeführten Sachlage profitiert". Indem sich das Obergericht unter Verweis auf mögliche theoretische Schwierigkeiten über die Rechtsprechung hinwegsetze und den konkreten Fall gänzlich ausblende, übe es das ihm zustehende Ermessen qualifiziert fehlerhaft aus und verfalle so in Willkür. Der Beschwerdeführer verwahrt sich dagegen, nicht aufgezeigt zu haben, inwiefern zwei aufeinanderfolgende Übernachtungen und eine Trennung von der Hauptbezugsperson über drei Tage in C.________s Interesse seien; dies sei aktenwidrig, nicht mit BGE 142 III 617 vereinbar und überdies willkürlich. Der Beschwerdeführer verweist auf seine unbestrittene Erziehungsfähigkeit, seine schon heute erbrachten Betreuungsleistungen an drei Tagen pro Woche und die vertraute und gute Beziehung zu C.________. Nachdem offensichtlich keine konkreten Gründe gegen Übernachtungen beim Vater sprächen, sei es willkürlich, von ihm den Nachweis zu verlangen, inwiefern seine Betreuungslösung im Interesse von C.________ ist. Im Übrigen dürfte allein schon die Reduktion der Fahrzeit von aktuell wöchentlich drei Stunden auf eineinhalb Stunden dem Kindeswohl "deutlich mehr entsprechen"; damit habe er sehr wohl aufgezeigt, weshalb die Umsetzung der von ihm vorgeschlagenen Betreuungsregelung in C.________s Interesse ist. Gestützt auf diese Vorbringen steht für den Beschwerdeführer fest, dass die Voraussetzungen für eine alternierende Obhut vorliegend erfüllt sind. Es sei nicht ersichtlich, weshalb ihm für weitere sechs Monate nur eine Übernachtung pro Monat und danach nur zwei zugesprochen werden.