Citation: 1C_272/2021 E. 2.5

2.5. Die Vorbringen des Beschwerdeführers lassen keinen besonders bedeutenden Auslieferungsfall im Sinne der oben dargelegten Rechtsprechung erkennen: Er legt nicht nachvollziehbar dar, inwiefern sein Vorbringen, er habe bei einer deutschen Strafbehörde ein Gesuch um Begnadigung gestellt, zur Verletzung von elementaren Verfahrensrechten im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren geführt haben könnte. Ein Gnadengesuch des Verfolgten bei einer Strafbehörde des ersuchenden Staates zieht weder ein Auslieferungshindernis nach sich, noch führt es - per se - zum Dahinfallen des "Auslieferungsinteresses" des ersuchenden Staates. Dies gilt umso weniger im vorliegenden Fall, zumal der Beschwerdeführer weder behauptet, sein Begnadigungsgesuch sei von den zuständigen deutschen Behörden bewilligt worden, noch, die ersuchende Behörde habe ihr Auslieferungsgesuch zurückgezogen. Dass die Auslieferungsvoraussetzungen nach dem hier anwendbaren EAÜ (SR 0.353.1) erfüllt sind, wird von der Vorinstanz in den Erwägungen des angefochtenen Entscheides ausführlich dargelegt. Da ein Begnadigungsgesuch kein Auslieferungshindernis nach dem EAÜ bildet, hatte sich die Vorinstanz mit diesem Vorbringen nicht vertieft auseinander zu setzen. Im Übrigen ist das Bundesstrafgericht ausdrücklich darauf eingegangen, indem es Folgendes erwog: Es sei nicht die Aufgabe des Rechtshilferichters, allfällige nach Eingang des Auslieferungsersuchens "im ersuchenden Staat ergangene Entscheide zu interpretieren". Solange das Rechtshilfeersuchen nicht zurückgezogen worden sei, müsse dieses von den ersuchten Behörden erledigt werden. Insofern bestehe auch kein Anlass, das Verfahren an das Bundesamt für Justiz zurückzuweisen, zur Überprüfung eines (angesichts des Begnadigungsgesuches) noch bestehenden "Auslieferungsinteresses" der ersuchenden Behörde (angefochtener Entscheid, E. 6.1-6.2, S. 6 f.). Anhaltspunkte für eine Verletzung von elementaren Verfahrensrechten im vorinstanzlichen Verfahren bestehen nicht. Auch sonst liegt kein besonders bedeutender Rechtshilfefall vor. Zwar stellt sich der Beschwerdeführer auch noch auf den Standpunkt, entgegen den rechtskräftigen deutschen Strafurteilen habe er sich gar nicht strafbar gemacht, woraus er einen "schweren Mangel des ausländischen Verfahrens" ableiten möchte. Er setzt sich mit den zutreffenden abschlägigen Erwägungen des angefochtenen Entscheides (vgl. E. 4.1-4.4, S. 5) jedoch inhaltlich nicht auseinander. Insofern ist seine Beschwerde auch nicht ausreichend substanziiert (Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG).