Citation: 4P.74/2006 19.06.2006 E. 3

Die Beschwerdeführerinnen vertraten im Schiedsverfahren die Auffassung, sie seien gemäss der massgeblichen Bestimmung von Art. 8.2 des ZLA-Agreements, so wie sie die Parteien zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses tatsächlich übereinstimmend verstanden hätten, berechtigt, das gegnerische Know-How nach Beendigung des Lizenzvertrages in ihrem Vertragsgebiet uneingeschränkt zu benutzen. Das Schiedsgericht folgte ihrer Argumentation im angefochtenen Urteil bzw. im Zwischenentscheid vom 17. März 2004 nicht. Es kam durch Vertragsauslegung zum Schluss, dass die Beschwerdeführerinnen das gegnerische Know-How nur für bestimmte Anwendungen nutzen dürften. Dabei stellte es fest, dass keine Beweismittel bei den Akten lägen, die seiner Auslegung widersprächen und den von den Beschwerdeführerinnen behaupteten übereinstimmenden Parteiwillen belegten. Die Beschwerdeführerinnen hatten im Schiedsverfahren zum Nachweis des behaupteten übereinstimmenden Parteiwillens im Zeitpunkt des Vertragsschlusses unter anderem je ein "Witness Statement" (schriftliche Zeugenerklärung) von D.________ und von E.________ eingereicht und die Befragung dieser Zeugen angeboten. Sie rügen im vorliegenden Verfahren einzig, das Schiedsgericht habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem es das "Witness Statement" von E.________ übersehen habe und indem es sich geweigert habe, das "Witness Statement" von D.________ nach freiem Ermessen zu würdigen.