Citation: 8C_204/2008 26.02.2009 E. 5

Die Beschwerdeführerin erachtet BGE 130 V 39 vorliegend nicht als anwendbar, da es sich nicht um einen vergleichbaren Fall handle. Es ist aber nicht erkennbar, worin sich die aktuell zu beurteilende Angelegenheit von dem jenem Entscheid zu Grunde liegenden Sachverhalt unterscheiden sollte. Hier wie dort gelangte im Zeitpunkt des erstmaligen Zuspruchs einer Rente aus Unfallversicherung bereits eine krankheitsbedingte Rente der Invalidenversicherung zur Auszahlung, deren Höhe durch das Unfallereignis keine Änderung erfuhr. Mithin konnte jeweils keine Komplementärrentensituation entstehen, bevor nicht die Altersrente an die Stelle der Invalidenrente trat. Die Anwendbarkeit von Art. 33 Abs. 1 UVV indessen setzt eine laufende Komplementärrente voraus (BGE 130 V 44 E. 4.2 und Urteil U 282/03 vom 19. November 2004 E. 6.1), was vorliegend nicht gegeben ist. Entgegen der Beschwerdeführerin lässt sich aus Art. 33 Abs. 1 UVV überdies auch kein allgemeiner Grundsatz, wonach der Übergang ins AHV-Alter regelmässig nicht zu einer Änderung des laufenden Rentenanspruchs führen soll (Besitzstand) ableiten (vgl. BGE 130 V 39 E. 4.2 S. 45). Damit erweisen sich sämtliche Einwendungen der Beschwerdeführerin als nicht zutreffend, womit der vorinstanzliche Entscheid zu bestätigen ist. Zwar mag es vorliegend, wie bereits in BGE 130 V 39 E. 4.3 S. 48 festgestellt, als unbefriedigend erscheinen, dass der Eintritt ins AHV-Rentenalter und die dadurch ausgelöste Komplementärrentenberechnung zu einer Reduktion der Gesamtleistungen führt. Allerdings genügt dies nicht, um die geltende Regelung als unhaltbar erscheinen zu lassen und von Gerichts wegen in den weiten Ermessensspielraum des Bundesrates einzugreifen. Für eine Änderung dieser Rechtsprechung besteht kein Grund.