Citation: 5A_99/2016 E. 2

Nachdem die KESB von der Sozialbehörde eine Gefährdungsmeldung erhalten hatte, kam sie auf Grund der bisherigen Akten, eines medizinischen Gutachtens und des Gesprächs mit dem Beschwerdeführer zum Ergebnis, dass eine Erwachsenenschutzmassnahme nötig sei. Nach einem bereits von der Sozialbehörde veranlassten Gutachten eines Facharztes für Psychiatrie leidet der Beschwerdeführer an einer wahnhaften Störung. Die Abklärungen der KESB ergaben, dass der Beschwerdeführer über keine geordneten eigenen Einkünfte mehr verfügt und von der Sozialhilfe unterstützt werden muss. Er hatte seine Arbeitsstelle verloren und auch keine neue Stelle mehr gefunden, weil er sich verfolgt fühlte und damit das Vertrauen zu seiner Umwelt gestört war. Die KESB geht davon aus, dass der Beschwerdeführer möglicherweise auf Grund seiner psychischen Erkrankung Anspruch auf IV-Leistungen hat. Da er sich weigert, sich bei der IV für weitere Abklärungen anzumelden, weil er sich selber für vollständig gesund hält, kam die KESB zum Schluss, dass er Hilfe bedarf und diese ihm nur mit der Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft erbracht werden könne, bei welcher der Beistand für ihn die IV-Anmeldung vornehmen und ihn im entsprechenden Verfahren vertreten kann.