Citation: 6B_173/2022 E. 1.4.1

1.4.1. Der Beschwerdeführer widerlegt nicht, dass ein sachlich gerechtfertigter Grund für die Verletzung des Konfrontationsanspruchs vorliegt. Er bringt vor, er sei zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt worden und befinde sich im vorzeitigen Strafvollzug, weshalb es keine Rolle spiele, wenn die Einvernahmen mit den Belastungszeugen erst in ein paar Monaten durchgeführt werden könnten. Dem ist zu entgegnen, dass keineswegs feststeht, dass die Konfrontationseinvernahmen überhaupt durchführbar sind, geschweige denn in ein paar Monaten. Vielmehr legt die Vorinstanz überzeugend dar, dass bereits die Erstinstanz vergeblich eine rechtshilfeweise Einvernahme der Belastungszeugen in die Wege zu leiten versuchte. Nicht einmal der Strafregisterauszug des Beschwerdeführers konnte innert nützlicher Frist erhältlich gemacht werden. Zudem weist die Vorinstanz überzeugend darauf hin, dass die Aufenthaltsorte der Belastungszeugen nicht ermittelt werden konnten; dies wohl auch, weil einige Belastungszeugen den Namen geändert haben.