Citation: 1P.324/2006 26.10.2006 E. A

Der Verein Z.________ ist Eigentümer der insgesamt rund 3'000 m2 umfassenden Parzellen Nrn. 2847, 3099, 4757, 4758, 4759 und 4760 in der Politischen Gemeinde Weinfelden. Nach dem kommunalen Zonenplan und Baureglement vom 30. März 2000 (BR) befinden sich die Grundstücke in der Wohnzone für Ein- und Zweifamilien- sowie Reihenhäuser (W2ER), für welche die Ausnützungsziffer 0.40 und die Lärm-Empfindlichkeitsstufe II gilt (Art. 23b BR). Das Areal wird im Westen und Osten durch bereits überbaute dreigeschossige Wohnzonen für Mehrfamilienhäuser (W3) begrenzt. Nördlich schliessen ebenfalls überbaute, in der W2ER gelegene Grundstücke an. lm Süden des Gebiets fliesst der kanalisierte Bach "Giessen". Entlang dem südlichen Ufer dieses Gewässers verläuft die Freiestrasse mit einem durchschnittlichen Verkehrsaufkommen (DTV) von 8'000 Fahrzeugen pro Tag. Die Y.________ AG reichte am 9./13. Januar 2004 ein Baugesuch ein, um das bestehende Clubhaus abzubrechen und das Areal mit fünf allein stehenden Einfamilienhäusern zu überbauen. Die Baugrundstücke sollen über eine Stichstrasse von der nördlich des Baugebiets gelegenen Thomas Bornhauser-Strasse her erschlossen werden. Während der Auflagefrist erhob das Ehepaar X.________, Eigentümer der östlich an das Areal angrenzenden Parzelle Nr. 3854, Einsprache gegen das Bauvorhaben, welche von der Gemeindebehörde abgewiesen wurde. Gegen diesen Entscheid reichten die Eheleute X.________ beim Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau Rekurs ein. Eine nachträgliche Verfügung des Amtes für Umwelt des Kantons Thurgau, mit welcher die Unterschreitung des Gewässerabstands erlaubt wurde, fochten die Eheleute X.________ ebenfalls beim Departement für Bau und Umwelt an. Dieses hiess beide Rechtsmittel mit Entscheid vom 7. September 2004 teilweise gut, soweit es darauf eintrat. Eine Beschwerde der Eheleute X.________ gegen den Entscheid des Departements hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Urteil vom 16. Februar 2005 im Sinne der Erwägungen seines Entscheids teilweise gut. Es wies die Sache zur ergänzenden Beurteilung an das Departement für Bau und Umwelt zurück. Gegen dieses Urteil des Verwaltungsgerichts gelangten die Eheleute X.________ mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde und staatsrechtlicher Beschwerde an das Bundesgericht, welches mit Urteil vom 11. Oktober 2005 auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht eintrat und die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abwies, soweit darauf eingetreten werden konnte. Am 5. Januar 2006 entschied das Departement für Bau und Umwelt, dass ein abgeändertes Projekt für die Tiefgaragenlüftung und ein abgeändertes Entwässerungsprojekt inklusive Versickerungsanlage einzureichen sei. Gegen das neu vom 22. Februar bis 13. März 2006 aufgelegte Baugesuch reichten die Eheleute X.________ erneut Einsprache ein und hielten an ihren bisherigen Einwänden gegen das Bauvorhaben fest. Der Gemeinderat Weinfelden wies diese Einsprache am 25./27. April 2006 ab, soweit er darauf eintreten konnte.