Citation: 2C_288/2020 E. 5.5.2

5.5.2. Entgegen den Behauptungen der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz die Erwerbskraft des nachzuziehenden Partners bzw. die voraussichtliche Entwicklung der finanziellen Verhältnisse des Paares berücksichtigt. Dem angefochtenen Urteil und den Akten kann entnommen werden, dass der Partner der Beschwerdeführerin weder über eine Ausbildung noch über Deutschkenntnisse verfügt. Es ist folglich nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz unter Hinweis auf eine Mitteilung des kantonalen Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) vom 26. Februar 2018, erwogen hat, die Vermittelbarkeit von Stellensuchenden, die - wie der Partner der Beschwerdeführerin - noch nie in der Schweiz gearbeitet hätten, als schwierig zu betrachten sei, weil sie über kein schweizerisches Diplom verfügten und keine Deutschkenntnisse hätten (vgl. Ziff. 5 und E. 2.4 des angefochtenen Urteils). Soweit die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf ein - vorliegend ohnehin nicht relevantes - Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau geltend macht, es sei notorisch, dass Personen aus Sri Lanka eine Integration für einfache Tätigkeiten, welche keine allzu grossen Sprachkenntnisse erforderten, ohne Weiteres gelinge und diese rasch ein erstes Einkommen erzielen würden, handelt es sich bloss um nicht weiter belegte Behauptungen. Jedenfalls sind die Erwerbsmöglichkeiten ihres Partners nach einer allfälligen Einreise in die Schweiz nicht hinreichend konkretisiert. Die Beschwerdeführerin substanziiert diese nicht. So kann er weder eine versprochene Stelle vorweisen noch andere Bemühungen für die Erzielung eines Einkommens dartun, wie namentlich der Besuch von Online-Deutschkursen, Bewerbungen auf konkrete Stellen aus dem Ausland aus oder sogar ein Arbeitsvertrag. Schliesslich ist die Situation der Beschwerdeführerin auch nicht mit dem Sachverhalt vergleichbar, der dem von ihr zitierten BGE 122 II 1 ff. zugrunde lag: Im Gegensatz zum vorliegenden Fall verfügte der Ehemann der Beschwerdeführerin dort über einen Arbeitsvertrag. Das Bundesgericht kam daher zum Schluss, es bestehe eine erhöhte Chance, dass der Ehemann ein Erwerbseinkommen erzielen und somit die bestehende Fürsorgeabhängigkeit der Beschwerdeführerin sogar vermindern könnte (vgl. BGE 122 II 1 E. 3c und 3e S. 9 ff.).