Citation: 5A_472/2013 E. 3.2

3.2. Mit der Ergänzungspfändung vom 11. Januar 2010 sind zwei Forderungen des Beschwerdeführers gegen seinen Sohn in der Gesamthöhe von Fr. 416'618.-- gepfändet worden. Die Einzelforderungen belaufen sich je auf Fr. 208'309.-- und sind vom Betreibungsamt auf eine Vereinbarung vom 15. September 2008 und den Kauf- bzw. Hofübernahmevertrag vom 29. Oktober 2008 zurückgeführt worden. Der Beschwerdeführer hat vor Obergericht geltend gemacht, dass nicht zwei Forderungen in derselben Höhe bestanden hätten, sondern nur eine Forderung in der Höhe von Fr. 208'309.--, und dass diese bereits getilgt sei. Den Verträgen, die den umstrittenen Forderungen zugrunde liegen, lässt sich Folgendes entnehmen: Mit der Vereinbarung vom 15. September 2008 übertrug der Beschwerdeführer seinem Sohn das lebende und tote Inventar seines landwirtschaftlichen Gewerbes. Als Kaufpreis vereinbarten die Parteien den Buchwert, was einer Summe von "ca. Fr. 210'000.--" entspreche, wobei der genaue Betrag noch durch ein Treuhandbüro zu ermitteln sei. Für die Begleichung des Kaufpreises wurde sodann folgende Klausel vereinbart : "Der Kaufpreis wird getilgt durch Schuldnerbeitritt des Käufers in der Höhe des Kaufpreises. Die Verrechnung erfolgt im Rahmen des Hofübernahmevertrages." Im Hofübernahmevertrag vom 29. Oktober 2008 verpflichtete sich der Beschwerdeführer, seinem Sohn sämtliche Grundstücke seines landwirtschaftlichen Gewerbes zu Eigentum zu übertragen. Der Kaufpreis betrug Fr. 2'144'965.65 und sei wie folgt zu tilgen: a) "[d]urch verrechnungsweise, titelsgemässe Übernahme des auf den Kaufsobjekten [...] haftenden Grundpfandrechtes im ersten Rang gegenüber der Bank H.________ von nominell und effektiv Fr. 1'069'000.-- [...], Wert Antrittstermin, mit dem Recht zur Ablösung"; b) "[d]urch verrechnungsweise, titelsgemässe Übernahme des auf den Kaufsobjekten [...] haftenden Grundpfandrechtes im zweiten Rang gegenüber der Bank H.________ von nominell und effektiv Fr. 719'000.-- [...], Wert Antrittstermin, mit dem Recht zur Ablösung"; c) "[d]urch Verrechnung mit dem lebenden und toten Inventar im Betrag von Fr. 208'309.--" und d) durch Verrechnung des Restbetrags von Fr. 157'656.65 mit dem Wohnrecht, das U.________ seinen Eltern einräumte. Das Obergericht hat erwogen, dass angesichts dieser Sachlage nicht klar sei, wie sich die Parteien die Abgeltung vorgestellt hätten. Insbesondere sei eine Verrechnung der Forderung aus dem Grundstücksverkauf mit derjenigen aus dem Inventarverkauf nicht möglich, da zwei Schulden der gleichen Person gegenüber dem selben Gläubiger nicht miteinander verrechnet werden könnten. Es könne folglich nicht von offensichtlicher Nichtexistenz der Forderungen und damit von Nichtigkeit der Ergänzungspfändung gesprochen werden. Die Forderungen seien bloss bestritten und bestrittene Forderungen seien zu pfänden.