Citation: 8C_374/2020 E. 5.1

5.1. Weiter macht der Versicherte - wie bereits vorinstanzlich - geltend, gerade weil es um die Liquidität der Arbeitgeberin nicht allzu gut gestanden sei, sei es angebracht gewesen, mit ihr aussergerichtlich eine Lösung zu suchen, um wenigstens eine Teilzahlung oder Ratenzahlungen zu erreichen, anstatt sie in den Konkurs zu treiben und einen vollständigen Verlust zu riskieren. Zudem habe er detailliert aufgezeigt, dass selbst ein unverzügliches Handeln nicht geeignet gewesen wäre, den Umfang des Schadens zu minimieren. Am Resultat bzw. am Schaden hätte sich auch dann nichts geändert, wenn es ihm gelungen wäre, das Konkursbegehren (wider die Realitäten des Gerichtsbetriebs) schon vor dem anderen Gläubiger zu stellen. Aus dem Zirkularschreiben des Konkursamtes vom 3. Mai 2018 gehe nämlich hervor, dass mit den vorhandenen Mitteln nicht einmal die Erstklass-Forderungen hätten gedeckt werden können. Die Erstklass-Gläubiger wären selbstverständlich auch in einem von ihm initiierten Konkursverfahren zum Zuge gekommen. Mit diesen Überlegungen habe sich die Vorinstanz nicht auseinandergesetzt, weshalb sie seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt habe.