Citation: U 48/99 27.03.2000 E. 2

2.- a) Es steht fest und ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer nicht mehr in der Lage ist, seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Maurer nachzugehen. Das kantonale Gericht hat in einlässlicher Würdigung der im Administrativ- und Einspracheverfahren eingeholten oder beigezogenen ärztlichen Unterlagen - insbesondere dem Austrittsbericht der Dres. med. W.________ und T.________, Rehabilitationsklinik X.________, vom 21. Juni 1993 sowie den Berichten des Kreisarztes Dr. med. F.________, vom 2. August 1994, des Prof. Dr. med. S.________, Spezialarzt FMH für Chirurgie, vom 18. Januar 1995 und des Dr. med. Y.________, Spezialarzt FMH für Chirurgie, SUVA-Ärzteteam Unfallmedizin, vom 3. Mai 1996 - zutreffend erkannt, dass dem Versicherten trotz gewisser Belastungs- und Ruheschmerzen jede seinen Leiden angepasste, wechselbelastende Tätigkeit ohne Heben und Tragen von Gewichten über 10 bis 15 kg vollzeitig zumutbar ist. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiegegen vorgebracht wird, vermag die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und das davon abgeleitete Ergebnis nicht in Zweifel zu ziehen oder zu entkräften. Insbesondere kann gestützt auf die vorliegenden medizinischen Akten nicht mit dem erforderlichen Wahrscheinlichkeitsbeweis (vgl. Erw. 1 hievor) gesagt werden, ob eine psychische Fehlentwicklung tatsächlich vorliegt und ob es sich bei dieser um eine natürliche Folge des versicherten Unfalles handelt. Auf eine Rückweisung der Sache zwecks Einholung eines weiteren Gutachtens kann jedoch verzichtet werden. Denn nach der Rechtsprechung kann die Frage des natürlichen Kausalzusammenhanges offen gelassen werden, wenn die für die Beurteilung der ausschlaggebenden Adäquanzkriterien (vgl. Erw. 1 hievor) wesentlichen tatsächlichen Verhältnisse überblickbar und einer abschliessenden Beurteilung zugänglich sind (nicht veröffentlichtes Urteil F. vom 10. Januar 2000, U 242/99; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c). Dies ist vorliegend der Fall. Die Vorinstanz hat hiebei richtig erwogen, dass das Unfallgeschehen vom 19. Dezember 1991 der Gruppe der mittelschweren Unfälle zuzuordnen (vgl. auch RKUV 1998 Nr. U 307 S. 449 Erw. 3a), die Adäquanz des Kausalzusammenhangs jedoch zu verneinen ist. Es kann auf die diesbezüglichen Ausführungen im kantonalen Entscheid verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG). Die Behauptung des Beschwerdeführers, es sei "sehr wohl von einem schweren Unfall" auszugehen, wird nicht weiter begründet und entbehrt jeglicher Grundlage. b) Was die Auswirkungen der infolge des Unfalles gesundheitlich eingeschränkten Arbeitsfähigkeit in erwerblicher Hinsicht anbelangt, kann entgegen den Ausführungen von SUVA und Vorinstanz für die Invaliditätsbemessung nicht auf das Jahr 1994 abgestellt werden. Vielmehr ist vom Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung (hier des Einspracheentscheides der SUVA vom 23. Mai 1996; vgl. BGE 121 V 366 Erw. 1b) auszugehen und das für 1994 korrekt berechnete Valideneinkommen von Fr. 51'413.- unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Nominallohnerhöhung im Baugewerbe (1995: 1,8 %; 1996: 1,2 % [Die Volkswirtschaft, 1999 Heft 11, Anhang S. 28, Tabelle B10.2) für das massgebliche Vergleichsjahr 1996 auf Fr. 52'967.- festzusetzen. Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens sind die sogenannten Tabellenlöhne gemäss Schweizerischer Lohnstrukturerhebung (LSE) 1994 beizuziehen (BGE 124 V 322 Erw. 3b/aa mit Hinweisen), nach deren Tabelle A.1.1.1 des standardisierten monatlichen Bruttolohnes sich der Zentralwert für Tätigkeiten im privaten Sektor bei Männern, welche einfache und repetitive Tätigkeiten verrichten (Anforderungsniveau 4), im Jahre 1994 auf Fr. 4127.- belief (LSE 1994, S. 53). In Berücksichtigung einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,9 Wochenstunden (LSE 1994, S. 42) sowie der bis 1996 eingetretenen Nominallohnerhöhung (1995 und 1996: je 1,3 % [Die Volkswirtschaft, a.a.O.]) ergibt sich 1996 ein Einkommen von Fr. 4436.- monatlich oder Fr. 53'232.- jährlich. Selbst wenn hievon ein sogenannter "leidensbedingter Abzug" von praxisgemäss bis zu 25 % vorgenommen würde (vgl. BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb mit Hinweisen; AHI 1998 S. 177 Erw. 3a), resultiert aus dem Vergleich beider hypothetischer Einkommen eine Erwerbseinbusse von knapp 25 %, weshalb SUVA und Vorinstanz im Ergebnis zu bestätigen sind. Wenn der Beschwerdeführer im Übrigen vorbringt, er werde infolge seiner Gesundheitsstörungen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt kaum noch eine Stelle finden können, ist ihm entgegenzuhalten, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (BGE 110 V 276 Erw. 4b; AHI 1998 S. 291 Erw. 3b). Im Bezug auf den Versicherten ist mit der Vorinstanz und der SUVA davon auszugehen, dass dieser seine verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem so verstandenen Arbeitsmarkt durchaus noch verwerten kann.