Citation: 1C_57/2023 E. B

B.a. Dagegen gelangten A.________ und B.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und beantragten, den angefochtenen Bau- und Einspracheentscheid aufzuheben und die Baubewilligung nicht zu erteilen. Zur Begründung brachten sie im Wesentlichen vor, die projektierte Wohnung stelle eine rechtsmissbräuchliche Umgehung des Zweitwohnungsverbots dar. B.b. Nachdem das Beschwerdeverfahren zunächst auf die Frage der Beschwerdelegitimation von A.________ und B.________ beschränkt worden war (vgl. Urteil 1C_547/2019 vom 16. April 2020), hiess das Verwaltungsgericht ihre Beschwerde mit Urteil vom 26. Februar 2021 gut. Es hob den Bau- und Einspracheentscheid vom 23. Juli 2018 auf und wies die Angelegenheit zum neuen Entscheid im Sinne der Erwägungen an die Gemeinde zurück. Das Verwaltungsgericht führte zusammengefasst aus, es sei nicht glaubhaft gemacht, dass der Wohnungsmarkt für Erstwohnungen in St. Moritz angespannt sei. Es fehlten u.a. genauere Angaben zum Leerbestand von Erstwohnungen und zur Anzahl erstellter Wohnungen. Da die Gemeinde ihrer Abklärungspflicht nicht genügend nachgekommen sei, dränge es sich auf, die Angelegenheit zur weiteren Abklärung zurückzuweisen. B.c. Daraufhin beauftragte die Gemeinde St. Moritz das kommunale Bauamt mit der Erhebung des Leerwohnungsbestands auf dem Gemeindegebiet und die Schlichtungsbehörde der Region Maloja mit der Ermittlung des Erstwohnungsbedarfs auf dem Mietmarkt. Gestützt darauf kam die Gemeinde in ihrem Bau- und Einspracheentscheid vom 20. September 2021 zum Ergebnis, dass die Leerwohnungsziffer in St. Moritz im untersuchten Zeitraum stark abgenommen habe und das Wohnungsangebot für eine "normal verdienende" Person generell unerschwinglich sei. Die Gemeinde verneinte daher eine rechtsmissbräuchliche Umgehung des Zweitwohnungsgesetzes und wies die Einsprache von A.________ und B.________ ab. Dem Baugesuch wurde so entsprochen, wie es am 23. Juli 2018 bewilligt worden war. B.d. Das hierauf angerufene Verwaltungsgericht wies eine von A.________ und B.________ dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil vom 20. Dezember 2022 ebenfalls ab.