Citation: 2C_624/2020 E. 4.7

4.7. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden widerspricht die Trennung der Beschwerdeführerinnen 2 und 3 von ihrem Vater auch nicht dem Kindeswohl. Der Beschwerdeführer 1 hat die Trennung von seinen Töchtern mit seiner freiwilligen Übersiedlung in die Schweiz im Jahr 2009 bewusst in Kauf genommen. Die beiden Töchter haben ihre Sozialisierung ebenso wie ihre bisherige Ausbildung in der Republik Kosovo durchlaufen. Durch den Besuch eines Deutschkurses mit dem Sprachniveau A1 haben sie sich elementare Kenntnisse der hiesigen Landessprache aneignen können. Zudem waren sie noch nie in der Schweiz, weshalb ihnen die Eingliederung ins Berufsleben und in die lokalen Verhältnisse schwer fallen würde. Auch dürfte es kaum in ihrem Interesse liegen, ihre Ausbildung, die ihnen eine Ausbildung bzw. ein Studium in der Republik Kosovo ermöglicht, kurz vor dessen Abschluss abzubrechen. Sie waren bei Einreichung des Gesuchs um Familiennachzug bereits mehr als 15 Jahre bzw. 13 Jahre alt und befanden sich damit in einem Alter, das es ihnen erlaubte, mit der finanziellen Hilfe des Beschwerdeführers von der Schweiz aus und mit der Betreuung durch die Verwandten in ihrer Heimat zu leben (vgl. die Urteile 2C_780/2012 vom 3. September 2012 E. 2.3.2; 2C_888/2011 vom 20. Juni 2012 E. 3.2 und 2C_506/2012 vom 12. Juni 2012 E. 2).