Citation: 6B_550/2019 E. 4.3

4.3. Als unbehelflich erweist sich die Rüge, die Beschwerdeführerin habe durch ihr Verhalten A.________ nicht an einer Amtshandlung gehindert und somit die erste Tatbestandsvariante von Art. 285 Ziff. 1 StGB nicht erfüllt. Dies wirft die Vorinstanz der Beschwerdeführerin nicht vor, sondern erachtet die dritte Tatbestandsvariante, nämlich einen tätlichen Angriff während einer Amtshandlung (welche nicht gehindert zu sein braucht), als erfüllt. Dass der tätliche Angriff während bzw. nach einem verbalen Disput zwischen der Beschwerdeführerin und A.________ geschah, ändert nichts daran, dass der Angriff während einer Amtshandlung erfolgte, nämlich als die Polizeibeamten eine Hausdurchsuchung durchführten. Ebenso stellt die Vorinstanz zu Recht fest, dass der Angriff die nötige Intensität aufwies, was einerseits durch die Zeugenaussagen bestätigt werde, anderseits sich auch aus dem Umstand ergebe, dass die Beschwerdeführerin dabei das Funkgerät von A.________ beschädigt habe. Nicht zu hören ist die Beschwerdeführerin mit ihrem Einwand, Art. 285 Ziff. 1 StGB sei nicht erfüllt, weil sie sich nur gegen Schläge und Beschimpfungen durch A.________ gewehrt habe. Mit dieser Argumentation entfernt sich die Beschwerdeführerin von dem von der Vorinstanz willkürfrei festgestellten Sachverhalt und legt ihrer rechtlichen Würdigung ihre eigenen Sachverhaltsfeststellungen zugrunde. Mit solch appellatorischer Kritik ist die Beschwerdeführerin nicht zu hören und diesbezüglich ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Der Schluss der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin habe durch ihr Verhalten den objektiven Tatbestand des Art. 285 Ziff. 1 StGB erfüllt, ist nicht zu beanstanden. Durch die versuchten Tätlichkeiten gegenüber A.________ während einer Amtshandlung hat die Beschwerdeführerin die Tatbestandsvariante des tätlichen Angriffs während einer Amtshandlung erfüllt. Mit zutreffender Begründung hat die Vorinstanz den subjektiven Tatbestand bejaht. Die Schuldigsprechung der Beschwerdeführerin wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte gemäss Art. 285 Ziff. 1 StGB verletzt nicht Bundesrecht.