Citation: 4C.222/2004 14.09.2004 E. 1

Die Berufung setzt wie jedes Rechtsmittel ein Rechtsschutzinteresse voraus, das in einer materiellen und formellen Beschwer besteht (BGE 126 III 198 E. 2b; 120 II 5 E. 2a) . Die Beklagte rügt unter anderem, der Haushaltsschaden sei zu Lasten der Klägerin falsch kapitalisiert worden. Die Klägerin verzichtet in der Antwort ausdrücklich auf eine allfällige Neuberechnung zu ihren Gunsten. Inwiefern die Beklagte - die nach ihrer eigenen Darstellung durch die angebliche Fehlberechnung nicht beschwert ist - ein Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung der angefochtenen Kapitalisierung des Haushaltsschadens haben sollte, ist nicht erkennbar. Zur Beurteilung abstrakter Rechtsfragen steht die Berufung nicht zur Verfügung. Die Rüge ist nicht zu hören, was immerhin - da ansonsten die Berufung zulässig ist - der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht entgegen steht (unten E. 6.1).