Citation: 6B_237/2018 E. 1.4.2

1.4.2. Der Beschwerdeführer kritisiert die straferhöhende Berücksichtigung der "Art und Weise seines Vorgehens" im Umfang von 16 Monaten. Nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz der mehrfachen Qualifikation (Art. 19 Abs. 2 lit. a und b BetmG) Rechnung trägt. Mehrere Strafschärfungsgründe fallen straferhöhend ins Gewicht. Es kann auf das von der Vorinstanz angeführte Urteil 6B_662/2015 vom 12. Januar 2016 E. 2.4.3 verwiesen werden. Keineswegs wurde die Tathandlung erst durch die Bandenmässigkeit ermöglicht; es wären andere Begehungsformen denkbar gewesen. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die vorinstanzliche Feststellung, er habe innerhalb des Drogenrings eine höhere Stellung innegehabt. Die Vorinstanz verfalle in Willkür und verletze den Grundsatz "in dubio pro reo", indem sie dem Schreiben von C.________ vom 16. Oktober 2017 an ihn kaum Beweiskraft zuspreche und dieses als blossen Freundschaftsdienst bezeichne. Die Vorinstanz begründet ihren Schluss, der Beschwerdeführer habe innerhalb des Drogenrings eine eher höhere Stellung eingenommen, insbesondere mit den aufgezeichneten Telefongesprächen. Unter Hinweis auf die erstinstanzliche Urteilsbegründung führt sie aus, der Beschwerdeführer und C.________ hätten sich jeweils ausführlich über die geplanten Einfuhren unterhalten und beraten. Sie hätten Einkaufs- und Verkaufspreise sowie mögliche Gewinnmaximierungen besprochen. Es gebe keine Hinweise dafür, dass man diesbezüglich zuerst mit D.________ hätte verhandeln müssen. Dieser und der Beschwerdeführer hätten gemeinsam die Fäden in der Hand gehabt. Letzterer habe aufgrund seiner Geldtransfers zwischen der Schweiz und dem Iran über erhebliche Geldsummen verfügt, die er zur Finanzierung der Drogenlieferungen habe einsetzen können, und dies auch gewollt. Er habe Einflussmöglichkeiten besessen und nicht lediglich fremde Geschäfte vermittelt. Aus dem Gespräch vom 31. Oktober 2014 ergebe sich, dass D.________ und der Beschwerdeführer als gleichwertige Partner auf gleicher Augenhöhe offen über Mengen und Preise sprechen würden. Der Beschwerdeführer habe anlässlich der Hauptverhandlung auch eingeräumt, dass er mit D.________ im Geschäft geblieben sei, weil er gut mit ihm verdient habe. Er müsse zugeben, er sei auch nur ein Mensch und sogar ein gieriger Mensch. Die Vorinstanz erwägt, an dieser Einschätzung vermöge das Schreiben, welches C.________ während des Strafvollzugs und nach dem Rückzug seiner eigenen Berufung an den Beschwerdeführer gerichtet habe, nichts zu ändern. C.________ bringe darin unter anderem sein Bedauern zum Ausdruck, dass er den Beschwerdeführer um Hilfe gebeten und in die Geschichte hereingezogen habe. Dem Schreiben könne keine grosse Beweiskraft zukommen, darin sei nicht mehr als ein Freundschaftsdienst zu sehen, mit dem eine mildere Strafe herbeigeführt werden solle. Selbst wenn aber ein Gefallen für C.________ am Anfang der Drogengeschäfte gestanden haben sollte, könnte dies in keiner Weise über die danach gelebten Rollen, wie sie in den Telefongesprächen zum Ausdruck gekommen seien, hinwegtäuschen. Der Beschwerdeführer habe in eigenem Interesse, vor allem angetrieben davon gehandelt, sein Geld gewinnbringend einzusetzen beziehungsweise zurückzuerhalten (Urteil S. 23). Angesichts dieser vorinstanzlichen Begründung gehen die Ausführungen des Beschwerdeführers an der Sache vorbei. Letztlich ist irrelevant, ob die Vorinstanz dem Schreiben von C.________ zu Recht kaum Beweiskraft zuspricht. Sie legt nachvollziehbar dar, dass der Einwand, C.________ habe den Beschwerdeführer in die Sache hereingezogen, nichts an ihrer Einschätzung hinsichtlich der danach gelebten Rollen zu ändern vermag. Zu dieser Eventualbegründung äussert sich der Beschwerdeführer nicht und legt insbesondere nicht dar, dass und inwiefern sie willkürlich ist beziehungsweise den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt. Auf seine Ausführungen ist daher nicht weiter einzugehen. Zutreffend ist hingegen das Vorbringen, dass die Einfuhr von Betäubungsmitteln begriffsnotwendig einen internationalen Kontext voraussetzt. Allerdings ergibt sich aus den vorinstanzlichen Erwägungen, dass sie weniger den internationalen Kontext, als vielmehr die komplexe Organisation und die Stellung des Beschwerdeführers in dieser straferhöhend berücksichtigt. So führt sie aus, auch wenn bei Einfuhren derartiger Drogenmengen eine ganz einfache Vorgehensweise selten sein möge, falle doch auf, wie sorgfältig und umsichtig, planmässig sowie professionell der Beschwerdeführer gehandelt habe. So seien für die Drogen konspirative Deckbegriffe verwendet worden, der Beschwerdeführer habe mehrfach seine Mobiltelefonnummern gewechselt, er habe mit C.________ einen Chauffeur eingesetzt, der seine Frau und die beiden Kleinkinder zwecks Tarnung zum Transport mitgenommen habe. Ebenfalls habe er mit diesem ohne jeden Skrupel eine Zusammenarbeit mit Menschenschleppern und den Transport der Drogenpakete aus der Türkei nach Griechenland auf dem Rücken von Flüchtlingen diskutiert. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer innerhalb des Drogenrings eine eher höhere Stellung eingenommen habe. Die von ihm aufgewendete kriminielle Energie sei beachtlich gewesen. Er sei fest entschlossen gewesen, habe sich weder von Hindernissen noch von Rückschlägen abhalten lassen und habe keinerlei Gedanken an die Endabnehmer, die gehandelten Drogenmengen oder über die Gefahr, die von Drogen ausgingen, gemacht (Urteil S. 22 ff.). Insgesamt ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Strafe gestützt auf diese Überlegungen um 16 Monate erhöht.