Citation: 1P.211/2000 23.06.2000 E. 1

1.- a) Der Beschwerdeführer rügt unter anderem, B.________ sei nicht als Zeuge befragt worden. Dessen Befragung hat er an der Hauptverhandlung vom 16. November 1999 oder in seinem Beweisantrag vom 11. November 1999 jedoch nicht beantragt. Hingegen begehrte er dessen Einvernahme mit Schreiben vom 27. September 1999, was der Kassationshof mit Beschluss vom 15. Oktober 1999 ablehnte. Diesen Beschluss konnte er nicht selbständig mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechten, da seine Rüge, die entsprechende antizipierte Beweiswürdigung sei willkürlich, eine Verletzung von Art. 4 aBV beinhaltet. Eine solche Rüge konnte er nach Art. 87 OG in der damals und bis zum 29. Februar 2000 gültigen Fassung (vgl. AS 60 [1944] 295) - wie auch nach Art. 87 Abs. 2 OG in der heute gültigen Fassung - gegen einen Zwischenentscheid nur vorbringen, wenn dieser einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil gehabt hätte. Dies ist bei Entscheiden über Beweisanträge grundsätzlich nicht der Fall (BGE 99 Ia 437 E. 1; 96 I 462 E. 3 S. 464 f.; 101 Ia 161). Deshalb kann dieser Zwischenentscheid jetzt zusammen mit dem Endentscheid angefochten werden, was Art. 87 Abs. 3 OG in der am 1. März 2000 in Kraft getretenen Fassung des Bundesgesetzes vom 8. Oktober 1999 über prozessuale Anpassungen an die neue Bundesverfassung (AS 2000 417) bestätigt, aber schon unter der früheren Fassung des OG galt. Der Beschwerdeführer stellt jedoch keine Anträge zum Zwischenentscheid vom 15. Oktober 1999, wie er das nach Art. 90 Abs. 1 lit. a OG müsste, um diesen rechtsgenüglich anzufechten. In der Begründung seiner Beschwerde setzt er sich immerhin ausdrücklich mit der Begründung dieses Zwischenentscheids auseinander. Letztlich kann jedoch offen bleiben, ob der Zwischenentscheid rechtsgenügend angefochten ist, da die Beschwerde diesbezüglich jedenfalls unbegründet ist (vgl. unten E. 2 und 3). b) Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nur klar und detailliert erhobene Rügen. Die Beschwerde muss darlegen, welche verfassungsmässigen Rechte inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Die Beschwerdebegründung muss sich mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzen. Bloss appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid ist unzulässig (BGE 125 I 492 E. 1b S. 495 mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör und der daraus folgenden Pflicht der Behörden rügt, ihre Entscheide zu begründen, begnügt er sich damit aufzuführen, es fehle eine schriftliche Begründung für die Ablehnung seiner Beweisanträge vom 11. November 1999. aa) Was die Ablehnung einer nochmaligen Befragung seiner geschiedenen Ehefrau betrifft, geht er mit keinem Wort auf die entsprechenden Erwägungen im angefochtenen Urteil ein. In diesem erwähnt der Kassationshof den Antrag des Beschwerdeführers, verweist auf den Entscheid vom 15. Oktober 1999, der ein entsprechendes Begehren schon einmal abgelehnt hatte, und geht dann insbesondere ausführlich auf das im Beweisantrag vom 11. November 1999 neu eingereichte Schreiben von Frau V.________ ein (vgl. S. 10 und 11 des angefochtenen Urteils). Gestützt auf dieses Schreiben hatte der Beschwerdeführer - wie sinngemäss schon in seinem abgelehnten Beweisantrag vom 27. September 1999 - vorgebracht, Frau V.________ könne jetzt, wo ihr Verfahren abgeschlossen sei, freier sprechen. Sie habe weiterhin nie ihre abgehörte telephonische Äusserung über Schwarzgeld beim Villenverkauf erläutert. Ihre erste Aussage zum fingierten Einbruch sei schliesslich unter Druck erfolgt. Der Kassationshof begründet ausführlich, warum er dem ersten Geständnis von Frau V.________ zum fingierten Einbruch, anders als ihren späteren Relativierungen glaubt. Zum Villenverkauf erläutert er ebenfalls, warum er die (von Frau V.________ auch schon in der Untersuchung und vor erster Instanz vorgebrachte) Behauptung, die strittigen Fr. 100'000.-- seien für Mobiliar gezahlt worden, nicht glauben kann (vgl. S. 15 und 16 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdeführer erklärt nicht, inwiefern das angefochtene Urteil trotz all dieser Ausführungen und derjenigen im Entscheid vom 15. Oktober 1999 die Ablehnung einer nochmaligen Einvernahme von Frau V.________ nicht in der von Art. 4 aBV bzw. Art. 29 Abs. 2 BV geforderten Weise begründet. Daher ist auf diese Rüge nicht einzutreten. bb) Der Antrag, A.________ als Zeugen zum Kranverkauf zu befragen, wurde am 11. November 1999 zum ersten Mal gestellt. Dessen Ablehnung wird im angefochtenen Urteil nicht begründet. Gemäss Protokoll der Hauptverhandlung vom 16. November 1999 wurde diese Ablehnung jedoch mündlich begründet. Der Beschwerdeführer erwähnt diese mündliche Begründung nicht und legt nicht dar, inwiefern sie oder ihre mündliche Form unter den gegebenen Umständen Art. 4 aBV (bzw. Art. 29 Abs. 2 BV) verletzen soll. Daher kann auch insoweit nicht auf seine Beschwerde eingetreten werden.