Citation: 5P.86/2002 01.05.2002 E. 3

3.- Beschwert sind die Beschwerdeführer dagegen im Kosten- und Entschädigungspunkt. Dessen Regelung erachten sie als willkürlich, seien sie doch mit ihrem Begehren auf Aufhebung der Pflegekinderbewilligung durchgedrungen; mit der an die Vormundschaftsbehörde ergangenen Weisung des Obergerichts, die gegenstandslos gewordene Bewilligung aufzuheben (Dispositiv-Ziffer 2), hätten sie sogar wesentlich mehr (Recht) erhalten, als sie beantragt hätten (Aufhebung des vormundschaftsbehördlichen Nichteintretensentscheids). a) Ziel des Antrags der Beschwerdeführer, den Nichteintretensentscheid der Vormundschaftsbehörde aufzuheben, war letztlich, diese Behörde anzuhalten, sich mit ihrem Wiedererwägungsgesuch zu befassen und die Pflegekinderbewilligung aufzuheben. Das Obergericht hat sich einerseits ausführlich dazu ausgelassen, weshalb die Vormundschaftsbehörde nicht gehalten gewesen sei, auf ihren früheren Abweisungsentscheid zurückzukommen und die Bewilligung aufzuheben. Andererseits hat es aber die Vormundschaftsbehörde förmlich angewiesen, im Ergebnis eben das zu tun, was die Beschwerdeführer verlangt hatten. Obschon es ausdrücklich auf "diesen Verfahrensausgang" hinwies, fällte es einen für die Beschwerdeführer nachteiligen Kostenspruch. b) Sah sich das Obergericht veranlasst, die Vormundschaftsbehörde anzuweisen, die Pflegekinderbewilligung aufzuheben, ist - ungeachtet seiner theoretischen Ausführungen zur Frage des Anspruchs auf Wiedererwägung - nicht zu sehen, weshalb die Vormundschaftsbehörde nicht auch auf Gesuch der Beschwerdeführer hin die Bewilligung hätte aufheben sollen. Wäre umgekehrt die Gemeindebehörde nicht gehalten gewesen, die Bewilligung aufzuheben, ist nicht zu verstehen, weshalb sie das Obergericht (von Amtes wegen) dazu angewiesen hat. Auf jeden Fall hat das Obergericht mit seinem Entscheid dem Begehren der Beschwerdeführer im Ergebnis stattgegeben, und zwar mit einer den Vorbringen der Beschwerdeführer ähnlichen Begründung: Die Beschwerdeführer hatten die Aufhebung der Pflegekinderbewilligung unter Hinweis darauf verlangt, dass das Kind am 1. Oktober 2000 ins Kantonsspital Baden verbracht worden sei. Das Obergericht begründet die Gegenstandslosigkeit der Bewilligung und deren formelle Aufhebung seinerseits mit der vom Vormund am 1. Oktober 2000 angeordneten Wegschaffung des Kindes und mit der Weigerung der Pflegeeltern, dieses zurückzunehmen. c) Unter den dargelegten Umständen war es willkürlich, den Beschwerdeführern die Verfahrenskosten zu überbinden und ihr Begehren um Parteientschädigung abzuweisen. Insoweit ist die staatsrechtliche Beschwerde gutzuheissen.