Citation: 1A.177/2001 20.11.2001 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, es gehe aus dem Rechtshilfeersuchen nicht hinreichend klar hervor, was ihm strafrechtlich konkret vorgeworfen werde. Die Sachverhaltsdarstellung bestehe "einzig aus einer Aneinanderreihung von Einzeldaten, deren Richtigkeit vom ersuchenden Staat durch nichts - nicht eine einzige Urkunde - nachgewiesen" werde. Das Ersuchen genüge den Anforderungen von Art. 12 Ziff. 2 lit. b EAUe (bzw. Art. 10 Abs. 2 IRSV) nicht. Ausserdem fehle es am Rechtshilfeerfordernis der beidseitigen Strafbarkeit (Art. 2 Ziff. 1 EAUe). b) Das Auslieferungsbegehren hat unter anderem eine Darstellung der Handlungen zu enthalten, derentwegen um Auslieferung ersucht wird. Zeit und Ort ihrer Begehung und ihre rechtliche Würdigung unter Bezugnahme auf die anwendbaren Gesetzesbestimmungen sind so genau wie möglich anzugeben (Art. 12 Ziff. 2 lit. b EAUe). c) Ausgeliefert wird wegen Handlungen, die sowohl nach dem Recht des ersuchenden als auch nach dem des ersuchten Staates mit einer Freiheitsstrafe oder die Freiheit beschränkenden sichernden Massnahme im Höchstmass von mindestens einem Jahr oder mit einer schwereren Strafe bedroht sind (Art. 2 Ziff. 1 EAUe). Sowohl (einfacher) Betrug als auch (einfache) Veruntreuung werden nach schweizerischem Recht mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren oder mit Gefängnis (bis zu drei Jahren) bestraft (Art. 146 Abs. 1 und Art. 138 Ziff. 1 i.V.m. Art. 36 StGB).