Citation: 2A.418/2005 14.07.2005 E. 3

3.1 Das Verwaltungsgericht geht in seinem Urteil von der dargestellten Rechtsprechung zur missbräuchlichen Berufung auf die Ehe aus. In tatsächlicher Hinsicht hat es Folgendes festgestellt: Die Ehegatten leben seit Anfangs 2003 bzw. Mitte 2002 und nach Angabe der Tochter der Ehegattin sogar schon seit einem früheren Zeitpunkt getrennt. Die Ehegattin hat bereits im Februar 2004 unmissverständlich erklärt, dass eine Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft ausgeschlossen sei. Inzwischen hat sie wie angekündigt die Scheidungsklage eingereicht. Die Vorfälle im Dezember letzten Jahres haben dazu geführt, dass dem Beschwerdeführer verboten werden musste, sich seiner Ehegattin zu nähern. Aus deren Eingabe vom 5. Januar 2005 an das Migrationsamt geht ebenfalls hervor, dass sie keineswegs daran denkt, je wieder mit dem Beschwerdeführer zusammen zu leben. Ergänzend kann auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG). Hinweise darauf, dass diese Feststellungen offensichtlich unrichtig wären, sind nicht ersichtlich und gehen namentlich auch nicht aus den Vorbringen des Beschwerdeführers hervor. Aufgrund der Dauer und der Umstände der Trennung sowie der Tatsache, dass die Ehe für die Ehegattin offensichtlich definitiv gescheitert ist, kann der Beschwerdeführer nicht ernsthaft damit rechnen, das eheliche Zusammenleben werde zu irgend einem Zeitpunkt nochmals aufgenommen. Im Übrigen macht er weder Umstände noch eigene Bemühungen geltend, die darauf schliessen liessen, dass konkret Hoffnung auf Versöhnung bestünde. 3.2 Bei gesamthafter Betrachtung aller Indizien musste sich für das Verwaltungsgericht der Schluss aufdrängen, dass keine Aussichten auf Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft mehr bestanden. Wenn sich der Beschwerdeführer unter den dargelegten Umständen dennoch auf die Ehe beruft, um die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu erwirken, handelt er rechtsmissbräuchlich. Es besteht kein Anlass, die bundesgerichtliche Praxis zum Rechtsmissbrauch zu überdenken oder davon abzurücken. Die Vorinstanz hat mit dem angefochtenen Urteil Bundesrecht nicht verletzt.