Citation: 7B_482/2023 E. 3.3

3.3. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer am fraglichen Abend sein Fahrzeug Porsche Cayenne (in Parallelfahrt zum vom Mitbeschuldigten gelenkten Fahrzeug BMW) über die Seebrücke in Luzern in Richtung Pilatusstrasse gelenkt hat und an der Pilatusstrasse 22 von der Polizei angehalten wurde. Ebenso räumt der Beschwerdeführer ein, zumindest in gewissem Mass zu schnell gefahren zu sein, wobei er von maximal 60 km/h innerorts spricht. Von der Fahrt existieren Videoaufnahmen verschiedener Überwachungskameras, welche die Fahrt des Beschwerdeführers über die Seebrücke in Richtung Bahnhofplatz und das Beschleunigen nach der Ampel an der Pilatusstrasse 8 Luzern zeigen. Hierbei handelt es sich um beide Streckenabschnitte, auf welchen der Beschwerdeführer nach der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung erheblich zu schnell gefahren sein soll. In Würdigung der Videoaufnahmen, der Aussagen der beiden Polizisten, welche den Beschwerdeführer beobachteten und anhielten sowie der weiteren Sachumstände hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer sei auf der Fahrt über die Seebrücke (gegen deren Ende) mit 75 km/h und nach der Ampel an der Pilatusstrasse mit mindestens 70 km/h innerorts gefahren. Sie zieht diese Schlussfolgerung aus einem Vergleich der vom Beschwerdeführer und dem Mitbeschuldigten gefahrenen Geschwindigkeiten mit dem Tempo der anderen sichtbaren Fahrzeuge sowie aufgrund des Bremsmanövers vor der Kurve an der Pilatusstrasse, welche mit den innerorts erlaubten 50 km/h ohne vorgängiges Bremsen hätte befahren werden können. Weiter würdigt die Vorinstanz den Umstand, dass einer der Polizisten seine Wahrnehmung auf das während des Vorfalls abgelesene Tachometer stützt, welches nachträglich auf seine Genauigkeit geprüft wurde.