Citation: 6B_381/2024 E. 4.3

4.3. Die dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Tathandlungen ereigneten sich zwischen dem 12. Mai 2017 und dem 21. Juli 2017. Die Verjährungsfrist für die Verkehrsregelverletzungen gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG beträgt zehn Jahre und jene für die Verkehrsregelverletzungen gemäss Art. 90 Abs. 3 SVG fünfzehn Jahre. Zwei Drittel der Verjährungsfrist für die erste unter Art. 90 Abs. 2 SVG subsumierte Verkehrsregelverletzung (begangen am 2. Juli 2017) waren somit am 1. März 2024 abgelaufen. Da sich der Beschwerdeführer jedoch erst seit Begehung der letzten Tat, mithin seit dem 21. Juli 2017, wohl verhalten hat, verlängert sich diese Frist dementsprechend bis 20. März 2024. Hinsichtlich der zeitlich ersten unter Art. 90 Abs. 3 SVG subsumierten Verkehrsregelverletzung (begangen am 12. Mai 2017) werden zwei Drittel der Verjährungsfrist am 11. Mai 2027 ablaufen. Im massgebenden Zeitpunkt des angefochtenen Urteils vom 22. November 2023 fehlten hinsichtlich der Vergehenstatbestände zur Erreichung der nach Art. 48 lit. e StGB resp. der diesbezüglichen Rechtsprechung erforderlichen Frist, bei der eine Strafmilderung vorzunehmen ist, noch rund vier Monate. Unter Berücksichtigung der Art und Schwere der Taten und insbesondere dem Umstand, dass der Beschwerdeführer innert einem Zeitraum von knapp 2 1/2 Monaten eine doch bedenkliche Serie massiver Geschwindigkeitsüberschreitungen aneinanderreihte (davon drei qualifiziert grobe Verkehrsregelverletzungen innert einem Monat), erscheint vorliegend eine Unterschreitung des Zeitrahmens von zwei Drittel der Verjährungsfrist in Anbetracht des erheblichen richterlichen Ermessensspielraums bei der Strafzumessung nicht als zwingend. Es ist daher keine Verletzung von Art. 48 lit. e StGB festzustellen.