Citation: H 79/06 28.08.2007 E. 4

Zu prüfen bleibt, ob der Versicherte zu Recht zur Mitbeteiligung an den Kosten der Ersatzbeschaffung für sein verlorenes Hörgerät verpflichtet wurde. 4.1 Die Vorinstanz hat die Gesetzmässigkeit von Art. 4 HVA in Verbindung mit Art. 6 Abs. 2 der Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung vom 29. November 1976 (HVI) geprüft und dies gestützt auf Art. 21 Abs. 4 ATSG bejaht. Danach hat sie die Pflicht zur Mitbeteiligung an den Kosten des neuen Hörgerätes verneint, da dies in Analogie zu Art. 21 Abs. 1 ATSG vorsätzliches und nicht bloss grobfahrlässiges Verhalten verlange, was hier nicht gegeben sei. Selbst wenn der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts zu folgen wäre, habe der Versicherte sich nicht an den Ersatzkosten zu beteiligen, da sein Verhalten nicht als grobfahrlässig zu werten sei. 4.2 Die Ausgleichskasse geht mit der Vorinstanz einig, dass Art. 6 Abs. 2 HVI in Verbindung mit Art. 43ter AHVG sowie Art. 4 HVA und Art. 21 Abs. 4 ATSG anwendbar sei. Sie vertritt aber die Auffassung, dass im Sinne der Rechtsprechung grobe Fahrlässigkeit für die Pflicht zur Mitbeteiligung an den Ersatzkosten genüge.