Citation: 8C_408/2023 E. 4.1.2

4.1.2. Die Vorinstanz erwog weiter, die D.________ AG, bei welcher der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Bandscheibenvorfalls im Juni 2009 angestellt gewesen sei, habe das Arbeitsverhältnis nicht aus gesundheitlichen Gründen auf Ende August 2009 aufgelöst. Aufgabe des Beschwerdeführers sei gewesen, Verbesserungen in der Fertigung, von der Idee bis zur Umsetzung, voranzutreiben. Der Optimierungsprozess sei im August abgeschlossen worden. Mithin sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auch im Gesundheitsfall im Zeitpunkt des Rentenbeginns (1. August 2010) nicht mehr bei dieser Unternehmung gearbeitet hätte. Daher könne der dort in den Monaten Januar bis August 2009 erzielte Lohn von hochgerechnet auf ein Jahr Fr. 97'150.50 nicht als Valideneinkommen eingesetzt werden. Sodann hielt das kantonale Gericht fest, die E.________ AG habe mit Schreiben vom 3. August 2009 die gleichentags mit dem Beschwerdeführer mündlich vereinbarte Anstellung ab 1. Januar 2010 als Leiter IT und Telefonie für die gesamte Gruppe bestätigt. Da diese Aufgabe nicht ein volles Pensum abdecken könne, werde er für die restliche Zeit in der Kalkulation eingesetzt. Als Eckwert sei unter anderem ein monatlicher Bruttolohn von Fr. 8'800.- plus ein dreizehntes Monatsgehalt, mithin ein Salär von Fr. 114'400.- jährlich angegeben worden. Allerdings, so die Vorinstanz weiter, sei der in Aussicht gestellte Arbeitsvertrag nie ausgefertigt und zugesandt worden. Der Beschwerdeführer bringe dazu vor, im Wissen um die damaligen gesundheitlichen Probleme (Diskushernie) und die bevorstehende Operation habe die Dauer der Arbeitsunfähigkeit am 3. August 2009 noch nicht sicher vorausgesagt werden können. Bei einer kurzen Rehabilitationsphase wäre auch ein Arbeitsbeginn vor dem 1. Januar 2010 möglich gewesen, weshalb die E.________ AG mit der Ausfertigung des Arbeitsvertrages zugewartet habe. Nachdem er während der Rehabilitationszeit verunfallt sei (Sturz in der Badewanne Mitte September 2009), sich deshalb am 7. Dezember 2009 erneut einem chirurgischen Eingriff (Rückenversteifung) habe unterziehen müssen und er Mitte Dezember 2009 einen Sehsturz erlitten habe, habe die E.________ AG von einer Anstellung abgesehen. Dazu sei festzuhalten, so die Vorinstanz weiter, dass sich in den Akten keine dementsprechende Bestätigung der E.________ AG finde. Der Beschwerdeführer habe ausserdem anlässlich des Früherfassungsgespräches vom 8. Februar 2010 zwar von einer Anschlusslösung gesprochen, jedoch den Namen der potentiellen Arbeitgeberin, die Funktion als Leiter IT und Telefonie oder die Tätigkeit in der Kalkulation nicht erwähnt. Vielmehr habe er angegeben, es handle sich um eine Anstellung im Werk F.________. Zudem bestünden Zweifel, ob er das hohe Einkommen bei der E.________ AG über einen längeren Zeitraum hätte realisieren können, habe die D.________ AG im Arbeitgeberbericht doch darauf hingewiesen, er habe den hohen Anforderungen in Bezug auf die Methodik, ein Problem anzugehen, nicht entsprochen; ihm habe für die anspruchsvolle Tätigkeit die Projekterfahrung gefehlt. Die Beschwerdegegnerin habe denn auch später die Ausbildung beziehungsweise Umschulung zum Prozessfachmann gewährt. Insgesamt sei nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall bei der E.________ AG längere Zeit beschäftigt worden wäre und auf die Jahre 2019 und 2020 an die Nominallohnentwicklung angepasste Löhne von Fr. 121'492.80 beziehungsweise Fr. 122'408.- hätte erzielen können. Die Beschwerdegegnerin habe daher zu Recht das hypothetische Valideneinkommen anhand der standardisierten Bruttolöhne der LSE bestimmt.