Citation: 1C_367/2016 E. 10.2

10.2. In der bundesgerichtlichen Rechtsprechung werden Fahrtenbegrenzungen als eine zulässige verschärfte Emissionsbegrenzung im Sinne von Art. 11 Abs. 3 und Art. 12 Abs. 1 lit. c USG qualifiziert (BGE 131 II 81 E. 4.1 S. 86 f., 470 E. 4.3 und 4.4 S. 480 f.; je mit Literaturhinweisen) : Derartige Fahrtenkontingentierungen seien wirksamer als Beschränkungen der Parkplatzzahl, da sie zur direkten Begrenzung der Fahrten und des damit verbundenen Schadstoffausstosses führten, während bei blosser Beschränkung des angebotenen Parkraums letztlich offenbleibe, ob die angestrebte Verminderung der Schadstoffbelastung im Einzelfall auch tatsächlich erreicht werde. Allerdings müsse der Betriebs- und Kontrollorganisation grosse Aufmerksamkeit geschenkt werden, ebenso wie der Wahl des Standortes der verkehrserzeugenden Anlage. Da es keine präzisen Vorgaben für die Berechnung der konkret festzulegenden Fahrtenzahl gebe, stehe den Behörden (namentlich der Umweltschutzfachstelle) ein erheblicher Ermessensspielraum zu (BGE 131 II 81 E. 6.5 S. 96). Die Gerichte könnten nur eingreifen, wenn dieser Spielraum überschritten worden sei (BGE 131 II 81 E. 6.6 und 7 S. 96 ff.).