Citation: U 196/06 23.02.2007 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat erwogen, auf Grund der medizinischen Unterlagen lasse sich nicht schlüssig beurteilen, ob die Beschwerdeführerin an einem typischen Beschwerdebild nach Schleudertrauma der HWS leide. Während Dr. med. V.________ offensichtlich von einem solchen Beschwerdebild ausgehe und insbesondere die neuropsychologischen Defizite als unfallkausal erachte, beurteile SUVA-Kreisarzt Dr. med. U.________ den Kausalzusammenhang zwischen den neuropsychologischen Problemen und dem Skiunfall als fraglich. Die Ärzte der Rehabilitationsklinik Y.________ hätten die Unfallkausalität hinsichtlich der Nacken- und Ausstrahlungsschmerzen in den Kopf und des Verdachts auf eine mittelgradige Depression bejaht, mit Bezug auf die verminderte Belastbarkeit, Schwindel und neuropsychologische Störung jedoch unbeantwortet gelassen. Auch die Ärzte des Spitals X.________ hätten sich zur Unfallkausalität der neuropsychologischen Beeinträchtigungen nicht geäussert. Die Vorinstanz liess schliesslich offen, ob die geltend gemachten Beschwerden als Folgen eines Schleudertraumas oder einer schleudertraumaähnlichen Verletzung anzusehen sind. Ob eine wenigstens teilkausale psychische Problematik die übrigen Unfallfolgen in den Hintergrund dränge, liess sie ebenfalls offen, da der adäquate Kausalzusammenhang selbst bei Annahme eines Schleudertraumas oder einer schleudertraumaähnlichen Verletzung verneint werden müsse. Denn wenn die Adäquanz nach der Schleudertrauma-Praxis (BGE 117 V 359) verneint werde, wäre sie umso weniger gegeben, wenn sie nach der Rechtsprechung zu den psychogenen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) zu beurteilen wäre. Das kantonale Gericht ging in der Folge von einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen aus. Bei der Prüfung des Kriterienkatalogs stellte es zusammenfassend fest, dass lediglich die Kriterien der Dauerschmerzen und des Grades sowie der Dauer der Arbeitsunfähigkeit gegeben seien. Angesichts der Qualifikation des Unfalles als an der unteren Grenze des mittelschweren Bereichs liegend, genüge dies zur Bejahung der Adäquanz nicht. 3.2 Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, das typische Beschwerdebild nach Schleudertrauma der HWS sei gegeben. Dieses mache sich bei ihr durch Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen usw. bemerkbar. Da sie beim Skifahren in voller Fahrt kopfüber noch vorne gestürzt sei, müsse von einem mittelschweren Unfallereignis ausgegangen werden. Sodann seien nicht nur die Kriterien von Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit und Dauerschmerzen in erheblichem Masse erfüllt. Auch der Heilungsverlauf sei als schwierig zu bezeichnen. Ebenfalls bejaht werden müsse die besondere Art der erlittenen Verletzungen.