Citation: 9C_748/2018 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz stützt sich für ihre Beurteilung zur Hauptsache auf das bidisziplinäre Gutachten der Dres. med. D.________ und E.________ vom 20. Februar/19. März 2013. Diese Sachverständigen haben ihre Einschätzungen aus internistischer und psychiatrischer Sicht indessen rund vier Jahre vor Verfügungserlass am 18. Mai 2017 abgegeben. Für einen Zeitraum von gut vier Jahren fehlen somit eingehende medizinische Abklärungen. Das kantonale Gericht war sich dieses Umstandes bewusst. Es hat denn auch nebst Berichten der Psychiatrie H.________ vom 13. September 2016 und 24. März 2017 den Bericht des Hausarztes Dr. med. I.________ (vom 18. Juli 2016) mit beigelegtem Bericht des Rheumatologen Dr. med. J.________ (vom 12. April 2016) sowie die im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Stellungnahme des Internisten und Rheumatologen Dr. med. F.________ vom 26. April 2017 berücksichtigt. Gesamthaft gelangte es zum Schluss, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten seit der Begutachtung durch die Dres med. D.________ und E.________ im Februar/März 2013 nicht erheblich verändert habe. Indem die Vorinstanz für ihr Urteil, wenn auch nicht ausschliesslich, so doch in entscheidendem Ausmass, auf die im Zeitpunkt des Verfügungserlasses vier Jahre alte bidisziplinäre Expertise abgestellt hat, hat sie den Sachverhalt unvollständig erhoben. Mit Blick auf das bereits vier Jahre alte Gutachten und die seither ergangenen Arztberichte, insbesondere der Psychiatrie H.________, welche die Befunde, die von den Experten erhoben worden waren, nicht in allen Teilen bestätigen, wäre das kantonale Gericht gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz verpflichtet gewesen, den rechtserheblichen Sachverhalt fachmedizinisch neu untersuchen zu lassen. Nur im Lichte einer entsprechenden Aktenergänzung lässt sich die im angefochtenen Entscheid enthaltene Feststellung, wonach zwischen 2013 und 2017 keine rentenrelevante Änderung in der gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin eingetreten sei, erhärten oder verwerfen. 4.2 Aus den dargelegten Gründen ist die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen, welche ein neues medizinisches Gutachten anordnen wird, das (namentlich auch) den von der bidisziplinären Expertise der Dres. med. D.________ und E.________ nicht erfassten Zeitraum von 2013 - 2017 einbeziehen wird. Gestützt hierauf wird sie über den Invalidenrentenanspruch neu verfügen. Demgegenüber wird die Eingliederungsfrage im letztinstanzlichen Verfahren nicht mehr aufgeworfen und gehört nicht zum Anfechtungsgegenstand. Neben dem Entscheid vom 29. August 2018 ist aus den gleichen Motiven der hier ebenfalls angefochtene Zwischenentscheid des kantonalen Gerichts vom 19. März 2015 entsprechend den Vorbringen in der Beschwerde aufzuheben (BGE 133 V 477 E. 5.2.3 S. 484).