Citation: 6F_6/2021 E. 1.3.2

1.3.2. Der Gesuchsteller hat unbestrittenermassen in mehreren Strafanzeigen den Gesuchsgegnern 2 (und weiteren Personen) vorgeworfen, in Zusammenhang mit der Erstellung ihres Einfamilienhauses unter anderem gegen das Planungs- und Baugesetz des Kantons Schwyz verstossen zu haben (ausführlich hierzu Urteil 6B_1062/2019 vom 4. Februar 2021 Lit. A und Beschluss des Kantonsgerichts Schwyz vom 6. August 2019 [BEK 2019 48-50] S. 2 f.). Der Gesuchsteller rügte im bundesgerichtlichen Verfahren 6B_1079/2020 zusammengefasst, das Kantonsgericht verfalle in Willkür, indem es behaupte, er habe (am 30. Juli 2018) die sichere, zuverlässige Kenntnis gehabt, die Gesuchsgegner 2 hätten gewusst, dass die von ihm Beanzeigten (inkl. Gesuchsgegner 2) die vorgeworfenen Straftaten begangen hätten, obwohl das Kantonsgericht selbst in den verschiedenen Verfahren nie Baurechtsverstösse der Gesuchsgegner 2 festgestellt und ihm damit vermittelt habe, seine Vorwürfe träfen nicht zu (vgl. Urteil 6B_1079/2020 vom 4. Februar 2021 E. 2.2). Das Bundesgericht erwog in seinem Urteil zunächst, massgebend für den Beginn der Strafantragsfrist sei neben der Kenntnis des Täters jene der Tat. Letztere bedeute in der zu beurteilenden Konstellation, Kenntnis (des Gesuchstellers) vom Vorwurf unehrenhaften Verhaltens (der Gesuchsgegner 2), d.h. vorliegend vom Vorwurf der falschen Anschuldigung, und von der Tatsache, dass dieser Vorwurf wider besseres Wissen erfolgte, sprich die Gesuchsgegner 2 wussten, dass der Gesuchsteller sie nicht fälschlicherweise der Verstösse gegen das PBG beschuldigte (Urteil 6B_1079/2020 vom 4. Februar 2021 E. 2.5.1). Das Bundesgericht gelangte in der Folge zum Schluss, der Gesuchsteller vermöge keine Willkür in den Feststellungen des Kantonsgerichts aufzuzeigen, wonach auszuschliessen sei, dass er erst beim Besuch auf dem Amt für Raumentwicklung (am 9. Mai 2019) das Wissen um illegales Bauen der Gesuchsgegner 2 angenommen habe, sondern bereits seit Anbeginn der Auseinandersetzungen überzeugt gewesen sei, diese hätten wider besseres Wissen illegal gebaut. Zur Begründung führte das Bundesgericht unter anderem aus, das Argument des Gesuchstellers, das Kantonsgericht habe mehrfach die gestützt auf seine Anzeigen gegen die Gesuchsgegner 2 und weitere Personen ergangenen Nichtanhandnahme- und Einstellungsverfügungen geschützt und ihm damit zur Kenntnis gebracht, dass seine Vorwürfe unberechtigt seien, treffe zwar teilweise zu, lasse jedoch die zeitlichen Gegebenheiten unberücksichtigt. Das Kantonsgericht habe sich erstmals im Beschluss vom 6. August 2019 (BEK 2019 48-50) mit den Strafanzeigen des Gesuchstellers vom 11. März 2013 und 5. November 2014, in denen er den Gesuchsgegnern 2 und weiteren Personen unter anderem Widerhandlungen gegen das Planungs- und Baugesetz vorwerfe, teilweise materiell auseinandergesetzt. Jedoch habe es die Vorwürfe gegen die Gesuchsgegner 2 nicht inhaltlich beurteilt, sondern festgehalten, dass die Verfolgungsverjährung eingetreten sei (Urteil 6B_1079/2020 vom 4. Februar 2021 E. 2.5.2).