Citation: 1C_438/2019 E. 1

Am 26. Juni 2018 ging bei der Kantonspolizei St. Gallen der Anruf einer Frau ein, welche meldete, beim Kinderspielplatz U.________ halte sich ein verdächtiger Mann auf, welcher ihrem Sohn auf die Toilette gefolgt sei und diese trotz ihrer Aufforderung nicht verlassen habe. Daraufhin rückten der Polizeibeamte B.________, der sich zufällig mit seinem Motorrad in der Nähe befand, sowie eine aus C.________ und D.________ bestehende Polizeipatrouille aus und unterzogen den Mann - A.________ - einer Personenkontrolle. Da sie keine Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verhalten feststellten, beendeten sie die Kontrolle rund 50 Minuten nach dem Eingang der Meldung und erteilten A.________ die Weisung, sich für 24 Stunden vom Kinderspielplatz fernzuhalten. Am 16. Mai 2019 reichte A.________ beim Untersuchungsamt Gossau eine Strafanzeige ein gegen die Polizeibeamten B.________ und C.________ sowie die Frau, die den Vorfall vom 26. Juni 2018 der Polizei gemeldet hatte, mit der Begründung, er sei von diesen Personen als pädophiler Kinderschänder verleumdet worden. Das Untersuchungsamt leitete die Anzeigen gegen die Beamten zur Durchführung des Ermächtigungsverfahrens an die Anklagekammer weiter, welche am 8. August 2019 keine Ermächtigung zur Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen Wachtmeister B.________ und Korporal C.________ erteilte.