Citation: 6B_442/2019 E. 4.2

4.2. Der vorinstanzlichen Verurteilung liegt der Tatvorwurf zugrunde, der Beschwerdeführer habe, nachdem er im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung im Spital Aarberg eine Spritze erhalten hatte, am Boden liegend mit seinem linken Fuss eine Kickbewegung gegen den linken Oberschenkel des Kantonspolizisten B.________ geführt, als dieser ihm die Gründe der soeben angeordneten fürsorgerischen Unterbringung und der bevorstehenden Verbringung in ein Psychiatriezentrum erklären wollte. Der äussere Tatablauf ist im Wesentlichen unbestritten, was den Fusstritt betrifft. Bestritten sind die Absichtlichkeit des Tritts sowie eine Aussprechung von Drohungen (angefochtenes Urteil S. 41). Die Vorinstanz erläutert anhand der Vorgeschichte der angeklagten Handlung und ihres konkreten Ablaufs eingehend, weshalb sie eine unbeabsichtigte Streckbewegung des Beins infolge medikamenteninduzierter Muskelkontraktion für äusserst unwahrscheinlich hält, dies auch unter Berücksichtigung der eingereichten medizinischen Unterlagen zum betreffenden Medikament und dessen Nebenwirkungen. Die Vorbringen des Beschwerdeführers lassen diese Feststellungen nicht als willkürlich erscheinen. Die angefochtene Verurteilung beruht auf dem Schluss, dass die Hypothese einer nicht steuerbaren, auf medikamenteninduzierter Muskelkontraktion beruhenden Streckbewegung die angeklagte willentliche Kickbewegung per se nicht massgeblich in Zweifel zu ziehen vermag. Die vom Beschwerdeführer aufgeworfenen Fragen der Verwertbarkeit von Zeugenaussagen sind daher nicht zu erörtern. Nicht einzugehen ist auch auf die in der Beschwerde angesprochene Frage, ob verbale Drohungen ausgesprochen worden sind. Eine solche Handlung war nicht angeklagt; es erfolgte denn auch keine entsprechende Verurteilung.