Citation: 7B_454/2023 E. 2.2.4

2.2.4. Schliesslich setzt sich die Vorinstanz mit der Kritik des Beschwerdeführers am Gutachter Dr. med. B.________ auseinander. Dieser habe die Akten sorgfältig und kritisch studiert. Weil auch die Ergänzung des Experten an der Berufungsverhandlung vollständig und schlüssig sei, seien die Einwände des Beschwerdeführers nicht stichhaltig. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, für den relevanten Zeitraum von 2004 bis 2013 liege mindestens eine massive Aggravation vor, womit der Beschwerdeführer die untersuchenden Ärzte und in der Folge die Sozialversicherungen über sein tatsächliches Leistungsniveau getäuscht habe. Zwar habe gestützt auf die aktuellen Einschätzungen des Gutachters eine leichte Konversionsstörung mit unwillkürlichen Bewegungen bestanden, doch gebe es aufgrund der Akten keine relevanten Zweifel daran, dass der Beschwerdeführer die Bewegungsstörung soweit habe kontrollieren können, dass er voll arbeitsfähig gewesen sei. Dies decke sich mit der Einschätzung des ABI in einer Stellungnahme von 2013, wonach weder damals noch 2004 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers gebe das Ergebnis der Observationen kein verzerrtes Bild des tatsächlichen Leistungsniveaus wieder. In den Beweiserhebungen zu den Tätigkeiten fänden sich keine entlastenden Momente, woraus geschlossen werden könnte, dass der Beschwerdeführer die in den ärztlichen Untersuchungen gezeigten Bewegungsstörungen im Alltag in einer die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Weise erlebt hätte.