Citation: 1P.654/2005 16.03.2006 E. 2

Die Beschwerdeführerin macht unter anderem eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend, weil das Verwaltungsgericht ihr nicht Gelegenheit gegeben hat, sich nochmals detailliert zum Aufwand ihres Rechtsvertreters zu äussern. Diese Rüge ist aufgrund ihrer formellen Natur vorweg zu behandeln. 2.1 Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistet den Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56). Der Beschwerdegegner hatte sich in seiner Beschwerde vom 7. Juni 2004 gegen die seiner Meinung nach überhöhte Parteientschädigung gewehrt, zu welcher ihn der Regierungsrat verpflichtet hatte. Der Beschwerdeführerin war die Möglichkeit zur Vernehmlassung eingeräumt worden, von welcher sie mit Beschwerdeantwort vom 14. September 2004 Gebrauch gemacht hat. Sie hat eingehend dargelegt, weshalb ihre Kostenforderung gerechtfertigt sei. Es ist darum nicht ersichtlich, weshalb das Verwaltungsgericht sie nochmals dazu hätte anhören sollen. § 14 Abs. 1 AnwT/AG, wonach die zuständige Instanz, welche die Parteientschädigung festlegt, den Anwalt vor Fällung des Entscheides in geeigneter Form anhören und auf dessen Begehren den Kostenentscheid begründen soll, wenn sie die Kostennote nicht in der beanspruchten Höhe genehmigen will, ist nicht einschlägig: Diese Bestimmung bezieht sich nur auf die Festlegung der Parteientschädigung durch die entscheidende Instanz in deren Verfahren, nicht auf die Überprüfung im Rechtsmittelverfahren, welches nachgerade die Höhe der Entschädigung zum Inhalt hatte. Die Rüge der Gehörsverletzung ist offensichtlich unbegründet.