Citation: 9C_401/2023 E. 3.4.3

3.4.3. Ermessensüberschreitung liegt vor, wenn die Behörde Ermessen walten lässt, wo ihr das Gesetz keines einräumt, oder wo sie statt zweier zulässiger Lösungen eine dritte wählt. Ermessensunterschreitung besteht darin, dass die entscheidende Behörde sich als gebunden betrachtet, obschon sie nach Gesetz berechtigt wäre, nach Ermessen zu handeln, oder dass sie auf Ermessensausübung ganz oder teilweise von vornherein verzichtet (BGE 137 V 71 E. 5.2). Ermessensmissbrauch ist gegeben, wenn die Behörde zwar im Rahmen des ihr eingeräumten Ermessens bleibt, sich aber von unsachlichen, dem Zweck der massgebenden Vorschriften fremden Erwägungen leiten lässt, oder allgemeine Rechtsprinzipien, wie das Verbot von Willkür und von rechtsungleicher Behandlung, das Gebot von Treu und Glauben sowie den Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletzt (BGE 143 V 369 E. 5.4.1; Urteil 8C_555/2022 vom 8. Februar 2023 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). Die Vorinstanz hat bei der Angemessenheitskontrolle berücksichtigt, dass die in Anwendung des AHVG von Rentnern erhobenen Sozialversicherungsbeiträge nicht rentenbildend sind; entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers trifft diesbezüglich der Vorwurf der Ermessensunterschreitung nicht zu. Die weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers - soweit überhaupt genügend substanziiert (vgl. vorangehende E. 1.3) - bleiben einzig unter dem Gesichtspunkt des Ermessensmissbrauchs zu prüfen.