Citation: 4A_74/2007 16.05.2007 E. 3

Weiter rügt die Beschwerdeführerin, ihr Gehörsanspruch sei dadurch verletzt worden, dass ihr das Obergericht keine Nachfrist angesetzt habe, um weitere Beweismittel zu benennen. Dies sei einerseits geboten gewesen, da die Beschwerdeführerin nicht damit habe rechnen müssen, dass das Obergericht die Zeugenaussagen aus den Akten weisen würde. Andererseits seien nach dem kantonalen Prozessrecht nachträgliche Beweisanträge zulässig, sofern diese erst durch den Verlauf des Verfahrens veranlasst worden seien. 3.1 Das Obergericht hat, wie dargelegt, seinen Entscheid auf zwei selbständige Begründungen gestützt. Es kam im Rahmen der Alternativbegründung zum Schluss, die angerufenen Zeugen vermöchten den Beweis für die Behauptungen der Beschwerdeführerin nicht zu erbringen und auch eine zusätzliche Befragung sei nicht erfolgversprechend. Damit, dass das Gericht den Beweis gestützt auf die Aussagen nicht für erbracht halten könnte, musste die Beschwerdeführerin von vornherein rechnen. Die Voraussetzung für eine Ergänzung der Beweismittel ist daher für die Alternativbegründung nicht gegeben. Der Frage nach der Zulässigkeit der Beweismittel kommt keine Bedeutung zu, so dass insoweit eine Verletzung des rechtlichen Gehörs mangels Entscheidrelevanz ausser Betracht fällt. 3.2 Nachdem die Beschwerdeführerin sich in der Replik ausdrücklich noch eine Expertise als mögliches Beweismittel vorbehalten hatte, findet sich in der Beweisantretungsschrift keine entsprechende Beweisofferte. Unter diesen Umständen ist jedenfalls nicht zu beanstanden, dass das Obergericht von der Anordnung einer Expertise von Amtes wegen absah, und gehen die Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach sie aus prozessökonomischen Gründen von der Beantragung eines Gutachtens absah, an der Sache vorbei. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, weshalb es ihr unmöglich gewesen sein soll, in der Beweisantretungsschrift die Anordnung einer Expertise für den Fall zu beantragen, dass das Gericht den Beweis aufgrund der Zeugenaussagen noch nicht als erstellt erachten sollte. 3.3 Nicht nachvollziehbar ist schliesslich die Rüge, der Entscheid des Kassationsgerichts sei nicht hinreichend begründet. Aus dem angefochtenen Beschluss geht klar hervor, dass das Kassationsgericht davon ausgeht, sämtliche Beweismittel seien grundsätzlich in der Beweisantretungsschrift zu nennen und die Voraussetzungen für eine nachträgliche Ergänzung seien nicht gegeben. Der Vorwurf, das Kassationsgericht habe nicht begründet, weshalb die Voraussetzungen für eine nachträgliche Nennung von Beweismitteln nicht gegeben gewesen seien, ist aktenwidrig. Das Kassationsgericht führt in seinem Beschluss unter Hinweis auf § 138 ZPO/ZH aus, die nachträgliche Nennung von Beweismitteln sei nur unter den Voraussetzungen von § 115 ZPO/ZH möglich. Dazu genüge es nicht, dass das Gericht ein Beweismittel als unzulässig oder auch nur als nicht beweisbildend betrachtet. Die Rüge der Beschwerdeführerin ist offensichtlich unbegründet.