Citation: 9C_728/2023 E. 3.2

3.2. In Bezug auf das Valideneinkommen erwog das Obergericht im angefochtenen Entscheid, Anknüpfungspunkt sei der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, der Nominallohnentwicklung angepasste Verdienst. Es sei aber auch die berufliche Weiterentwicklung zu berücksichtigen, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestünden, dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wäre. Dem Beschwerdegegner sei im April 2012 eine Lohnerhöhung zugesprochen worden. Es seien keine Gründe ersichtlich, die dafür sprächen, dass der Arbeitgeber diese im Gesundheitsfall nicht weiterhin ausgerichtet hätte. Der 13. Monatslohn wäre demnach in den darauffolgenden Jahren höher ausgefallen, da das ganze Jahr hindurch ein höheres Entgelt zur Auszahlung gelangt wäre. Daraus resultiere für das Jahr 2012 ein Jahreseinkommen von Fr. 116'240.50; indexiert auf das Jahr 2014 ein solches von aufgerundet Fr. 117'955.-.