Citation: H 12/07 31.03.2008 E. 3

Die Verfügungspflicht des Versicherungsträgers ist in Art. 49 ATSG geregelt. Nach dessen Abs. 1 hat der Versicherungsträger über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, schriftlich Verfügungen zu erlassen. Da die Beschwerdeführerin mit der Auszahlung ihrer Rente in Euro ab Juni 2006 nicht einverstanden ist, fragt sich einzig, ob in der Anordnung dieser Zahlungsmodalität eine Verfügung über "Leistungen" oder "Anordnungen" im Sinne des Gesetzes zu erblicken ist. Keine Rolle spielt hingegen die Frage, ob mit der Einführung des Euro-Zahlungsmodus' das Kriterium der Erheblichkeit des Art. 49 Abs. 1 ATSG erfüllt ist, kann doch die betroffene Person auch hinsichtlich Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die nicht unter Art. 49 Abs. 1 ATSG fallen (und daher grundsätzlich in einem formlosen Verfahren behandelt werden können; vgl. Art. 51 Abs. 1 ATSG), den Erlass einer anfechtbaren Verfügung verlangen (Art. 51 Abs. 2 ATSG).