Citation: 5A_514/2018 E. 4.1

4.1. In der Sache dreht sich der Streit um die Regelung des persönlichen Verkehrs des Vaters. Die Vorinstanz erwog, die Eltern hätten am 7. Juni 2016 das gemeinsame Sorgerecht vereinbart und sich ganz offensichtlich während der Zeit ihres Zusammenlebens die Betreuung von B.B.________ geteilt. An ihrer Anhörung vom 16. Januar 2017 habe die Beschwerdeführerin festgehalten, dass B.B.________ den Vater nach seinen Besuchen an Weihnachten und Neujahr 2016/2017 vermisst habe; die Kontakte liefen gut, was auch damit zu tun habe, dass der Beschwerdegegner wieder arbeite und dadurch weniger Stress habe. Ähnlich habe sich die Beschwerdeführerin an der Verhandlung vom 5. September 2017 im Verfahren VF.2017.3 betreffend den Unterhalt von B.B.________ geäussert. Es lägen auch keinerlei Hinweise für eine Einschränkung der Erziehungsfähigkeit des Vaters vor. Dabei könne dahingestellt bleiben, wo und wie weit er früher seine Halbgeschwister betreut habe und weshalb er über keinen regelmässigen Kontakt zu seiner Tochter aus einer ersten Beziehung verfüge, zumal nicht dargetan sei, dass es diesbezüglich zu irgendwelchen Vorkommnissen gekommen wäre. Aufgrund der Akten sei vielmehr davon auszugehen, dass die Schwierigkeiten auf der Beziehungsebene zwischen den beiden Eltern für die nicht objektivierbaren Bedenken der Beschwerdeführerin gegen die Ausübung des Besuchsrechts des Vaters ausschlaggebend seien. Zusammenfassend lägen keinerlei Anhaltspunkte dafür vor, dass die vorsorglich festgesetzte Besuchsrechtsausübung mit einer Gefährdung für B.B.________ verbunden wäre. Ebenso wenig erscheine es angebracht, den Beziehungsaufbau wieder schrittweise oder sogar nur überwacht aufzubauen, da nach wie vor von einer gefestigten Vaterbeziehung auszugehen sei. Aus dem Bericht des Beistandes vom 15. Februar 2018 ergebe sich vielmehr, dass der Besuchskontakt mit dem Vater durch die Verweigerungshaltung der Beschwerdeführerin verunmöglicht werde.