Citation: I 254/03 26.04.2004 E. 5

5.1 Der Beschwerdeführer bestreitet, dass das Gutachten des Dr. med. M.________ eine ausreichende Grundlage zur Beurteilung seiner Leistungsansprüche darstellt. Es handle sich um ein reines Parteigutachten. Aufgrund der Angaben im Briefkopf sei dieser Arzt für Behörden und Versicherungen tätig und übe die Funktion eines Waffenplatzpsychiaters aus. Zudem sei die Expertise im Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung gar nicht mehr aktuell gewesen. Bei einem Parteigutachten handelt es sich um ein von der versicherten Person als Partei des Verfahrens vor dem Sozialversicherungsträger oder im Prozess vor dem Sozialversicherungsgericht bei einem Arzt oder einer medizinischen Institution eingeholtes Gutachten (BGE 125 V 353; Ulrich Meyer-Blaser, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, namentlich für den Einkommensvergleich in der Invaliditätsbemessung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.] Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 54). Dies ist mit Bezug auf das vom Hausarzt der IV-Stelle eingereichte, von den Alpina Versicherungen bei Dr. med. M.________ in Auftrag gegebene Gutachten indessen nicht der Fall. Die Verwaltung kann auch von dritter Seite in Auftrag gegebene Gutachten in die Beurteilung miteinbeziehen. Dafür genügt es, wenn sie der betroffenen Person das Recht einräumt, sich nachträglich zum Gutachten zu äussern (nicht veröffentlichtes Urteil I. vom 2. November 1998, I 209/98). Ob ihm für die zu beurteilenden Belange Beweiswert zukommt, ist von der Verwaltung und im Beschwerdefall vom Gericht nach den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die Beweiswürdigung (vgl. BGE 125 V 351) zu prüfen. Wie bereits die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, erfüllt die Expertise des Dr. med. M.________ vom 14. November 2000 die entsprechenden Voraussetzungen, weshalb ohne weiteres darauf abgestellt werden kann. Von einem reinen Aktengutachten kann nicht die Rede sein, hält doch der Psychiater ausdrücklich fest, seine Expertise stütze sich nebst den zur Verfügung gestellten Akten auch auf die von ihm am 27. Juni und 24. August 2000 erhobenen Befunde. Eine relevante Veränderung des Gesundheitszustandes bis zum für die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt der Verfügung vom 4. Dezember 2001 (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis) wird vom Beschwerdeführer nicht dargetan und ergibt sich auch nicht aus den Akten, weshalb auch unter diesem Aspekt kein Anlass besteht, dem Gutachten die Beweistauglichkeit abzusprechen. Der Umstand allein, dass ein frei praktizierender Facharzt wiederholt für Versicherungen und Behörden Gutachten erstellt, vermag ihn sodann nicht aus diesem Grund als befangen erscheinen zu lassen (vgl. RKUV 1999 Nr. U 332 S. 193).