Citation: 6B_441/2015 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz eine willkürliche Beweiswürdigung vor. Es sei unhaltbar, wenn sie ihm als lizenzierten Boxtrainer zwar eine raschere Reaktionszeit als dem Durchschnittsbürger attestiere, gleichzeitig aber ohne Begründung eine solche von 0,6 Sekunden annehme. In rechtlicher Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz gehe zu Unrecht von einer groben Verkehrsregelverletzung gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG aus. Dass eine solche stets vorliege, falls der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug 0,6 Sekunden oder weniger betrage, entspreche in dieser schematisierten Weise nicht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Dem Beschwerdeführer könne in subjektiver Hinsicht auch kein rücksichtsloses oder sonst schwerwiegend verkehrsregelwidriges Verhalten vorgeworfen werden. So habe er stets auf seine überdurchschnittliche Reaktionszeit sowie die Qualität seiner Bremsen vertraut.