Citation: 5C.96/2005 17.05.2005 E. 2

Die Berufungsklägerin rügt die Verletzung von Art. 397e Ziff. 5 ZGB, weil sie nicht begutachtet, und von Art. 397f Abs. 3 ZGB, weil sie nicht einvernommen worden sei. Dies sei die Konsequenz des Umstandes, dass der materielle Entscheid der Klinik auf Zurückbehaltung zu Unrecht in einen Nichteintretensentscheid umgedeutet worden sei. Was das zweite Vorbringen anbelangt (angebliche Umdeutung des Schreibens vom 3. März 2005 in einen Nichteintretensentscheid), zeigt die Berufungsklägerin entgegen den Begründungsanforderungen von Art. 55 Abs. 1 lit. c OG nicht ansatzweise auf, inwiefern Bundesrecht verletzt worden wäre. Sie macht zwar geltend, in BGE 130 III 729 sei der Begriff der angemessenen und vernünftigen Abstände zwischen den einzelnen Entlassungsgesuchen nicht definiert worden, behauptet aber nicht einmal, ihr Entlassungsgesuch vom 28. Februar 2005 sei dem vorangegangenen in einem angemessenen Abstand gefolgt. Ebenso wenig behauptet sie - soweit solches mit Berufung überhaupt vorgetragen werden könnte - veränderte Verhältnisse seit der Abweisung des vorangehenden Entlassungsgesuchs. Ihr Vorbringen der angeblichen Umdeutung vermag somit den Mindestanforderungen von Art. 55 Abs. 1 lit. c OG an eine substanziierte Begründung nicht zu genügen, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann. Scheitert jedoch die Behauptung, das Schreiben der Klinik vom 3. März 2005 sei zu Unrecht in einen Nichteintretensentscheid umgedeutet worden und die Vorinstanz hätte materiell entscheiden müssen, an genügender Substanziierung, ist dem anderen Vorbringen, mit der fehlenden Anhörung und Begutachtung habe die Vorinstanz Art. 397e Ziff. 5 und Art. 397f Abs. 3 ZGB verletzt, der Boden entzogen.