Citation: 2C_375/2019 E. 2.3

2.3. Zu Recht hat die Vorinstanz ausgeführt, dass kein wichtiger persönlicher Grund vorliegt: Der Beschwerdeführer ist erst seit dem 7. Dezember 2013 in der Schweiz. Diese Aufenthaltsdauer ist sehr kurz. Eine besondere Beziehung hat der Beschwerdeführer zur Schweiz nicht geknüpft. Daran ändert nichts, dass er in der Schweiz arbeitet, keine Schulden hat und Deutschkurse besucht. Dass eine Ehe in die Brüche geht, stellt selber noch keinen persönlichen wichtigen Grund dar. Eine persönliche, berufliche und familiäre Wiedereingliederung in Ägypten ist nicht gefährdet: Zwar muss der Beschwerdeführer in Ägypten eine neue Stelle suchen und sich beruflich neu integrieren. Angesichts des Umstands, dass er aber in Ägypten aufgewachsen ist, dort die Schulen besucht und seine Ausbildung mit einem Universitätsabschluss abgeschlossen hat sowie berufliche Erfahrung in Ägypten und der Schweiz sammeln konnte, ist nicht ersichtlich, inwiefern seine berufliche Wiedereingliederung gefährdet wäre. Dass ein Leben in der Schweiz nun einfacher wäre, ist nicht entscheidend. Auch eine familiäre Wiedereingliederung erscheint nicht gefährdet. Dass seine Eltern in Alexandria wohnen, er diese Stadt 2003 verlassen und anderswo in Ägypten gearbeitet hat sowie seine Eltern pflegebedürftig sind, zeigt jedenfalls nicht, dass eine familiäre Wiedereingliederung gefährdet wäre. Im Übrigen lebt sein Bruder ebenfalls in Ägypten. Zwar haben sich während seiner Abwesenheit die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Ägypten geändert, was ein Leben in Ägypten im Vergleich zur Schweiz sicherlich nicht einfacher macht. Doch dies ist nicht entscheidend, sondern die Gefährdung seiner Wiedereingliederung. Auch die voreheliche gemeinsame Zeit von zwei Jahren vermag nichts daran zu ändern, dass kein wichtiger persönlicher Grund vorliegt, der einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich macht. Wie sich aus Art. 50 Abs. 2 AIG ergibt, liegen wichtige persönliche Gründe nur in speziellen Ausnahmesituationen vor, währenddem die Situation des Beschwerdeführers - wie die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat - eine gewöhnliche Lebenswendung darstellt.