Citation: 6B_1488/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz ist auf das Fristwiederherstellungsgesuch nicht eingetreten, weil der Beschwerdeführer trotz Kenntnis seiner Säumnis die verpasste Rechtshandlung nicht innert Frist nachgeholt hat. Soweit dieser vor Bundesgericht geltend macht, er habe als juristischer Laie nicht wissen können, dass ein Wiederherstellungsgesuch im Sinne von Art. 94 StPO beim Obergericht einzureichen und innert derselben Frist zugleich die versäumte Handlung nachzuholen gewesen wäre, verkennt er, dass er aus seiner angeblichen Rechtsunkenntnis grundsätzlich nichts zu seinen Gunsten ableiten kann ("Nichtwissen schützt nicht"; BGE 136 V 331 E. 4.2.3.1). Abgesehen davon hat sich der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt seines Gesuchs um Wiederherstellung vom 15. November 2022 anwaltlich vertreten lassen und jedenfalls spätestens dann die Voraussetzungen von Art. 94 StPO kennen können und müssen. Indessen hat er es auch zu diesem Zeitpunkt (und im Übrigen bis heute) unterlassen, die verpasste Verfahrenshandlung, d.h. die Einreichung einer Berufungserklärung, nachzuholen. Unter diesen Umständen erschliesst sich nicht, inwiefern das Nichteintreten der Vorinstanz auf das Wiederherstellungsgesuch bundesrechtswidrig sein bzw. sie das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt haben könnte, indem sie sich zu seinem Antrag auf Ansetzung einer Frist zur Einreichung einer Berufungserklärung nicht geäussert hat.