Citation: 1C_434/2022 E. 5.2

5.2. Art. 24a Abs. 1 RPG erklärt die Zweckänderung einer Baute oder Anlage ausserhalb der Bauzonen, die keine baulichen Massnahmen im Sinne von Art. 22 RPG erfordert, als bewilligungsfähig, wenn dadurch keine neuen Auswirkungen auf Raum, Erschliessung und Umwelt entstehen (lit. a) und die Baubewilligung nach keinem anderen Bundeserlass unzulässig ist (lit. b). Art. 24a RPG ist auf bestehende Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen anwendbar, soweit sie rechtmässig erstellt und genutzt worden sind (BGE 127 II 215 E. 4b; 1C_381/2020 vom 27. Juli 2021 E. 3.4.3). Nach dem klaren Gesetzeswortlaut ist nicht massgebend, ob die neuen Auswirkungen erheblich oder bloss geringfügig sind; sobald die Zweckänderung mit einer Mehrbelastung von Raum, Erschliessung oder Umwelt verbunden ist, fällt eine Bewilligung nach Art. 24a RPG ausser Betracht (Urteil 1C_474/2021 vom 2. Juni 2022 E. 5.3.2 mit Hinweis). Als Vergleichsmassstab gilt grundsätzlich die zuletzt erlaubte Nutzung (Urteil 1C_619/2017 vom 29. August 2018 E. 4.2).