Citation: 2C_909/2019 E. 4.6.3

4.6.3. Sodann ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin auch nicht dargetan, dass sich ihre Betreuungssituation im Kosovo in einem Mass verändert haben soll, die einen nachträglichen Familiennachzug zur Wahrung des Kindeswohls rechtfertigen würde. Die Vorinstanz hat diesbezüglich für das Bundesgericht verbindlich festgestellt, dass die Familienmitglieder des verstorbenen Vaters anlässlich der Befragung durch das schweizerische Botschaftspersonal im März 2018 versichert hätten, dass sie unabhängig vom Ausgang des Familiennachzugsverfahrens und trotz erfolgter Übertragung des Sorgerechts auf die Mutter der Beschwerdeführerin (Sachverhalt lit. A) gewillt seien, weiterhin für diese zu sorgen (E. 6.1 und E. 7.3 des angefochtenen Entscheids). Der diesbezügliche Einwand der Beschwerdeführerin, die Familienmitglieder hätten dies zum damaligen Zeitpunkt nur gesagt, weil sie aufgrund des Entscheids der Behörden der Stadt Bern mit einer Bewilligung des Familiennachzugs gerechnet hätten, geht damit fehl. Zum Zeitpunkt der Befragung hatte das SEM der Beschwerdeführerin bereits in Aussicht gestellt, dass es beabsichtige, die Zustimmung zum Gesuch um Familiennachzug zu verweigern (vorne Sachverhalt lit. B). Infolgedessen konnten die Familienmitglieder der Beschwerdeführerin nicht mehr mit einer Bewilligung des Nachzugsgesuchs rechnen.