Citation: 2C_865/2018 E. 3.3.1

3.3.1. Genau diesen Aspekt hat aber der Beschwerdeführer bereits zum Gegenstand seiner Beschwerde vom 19. Februar 2018 an das Bundesverwaltungsgericht gegen den Asyl- und Wegweisungsentscheid vom 10. Januar 2018 gemacht, welche das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-1042/2018 vom 23. April 2018 abwies, soweit es darauf eintrat. Es erwog, die Datenübermittlung sei nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer hatte in jenem Verfahren geltend gemacht, das SEM habe den sri-lankischen Behörden auf Grundlage von Art. 16 lit. c des Migrationsabkommens auch Informationen übermittelt, deren Weitergabe nicht durch Art. 97 Abs. 3 AsylG gedeckt sei: Insbesondere habe das SEM Auskunft über die vom Beschwerdeführer besuchten Schulen erteilt. Derartige Informationen würden aber den sri-lankischen Behörden Rückschlüsse über seine Aktivitäten ermöglichen und seien geeignet, eine Verfolgung auszulösen. Auch sei klar, dass Sri Lanka kein mit der Schweiz vergleichbares Datenschutzniveau kenne, weshalb die Übermittlung der Daten Art. 6 DSG verletze. Er war dabei offensichtlich der Auffassung, diese Frage würde in engem Zusammenhang mit dem Asyl- oder Wegweisungsentscheid stehen. Das Bundesverwaltungsgericht hat im Urteil D-1042/2018 vom 23. April 2018 erwogen, dass es sich bei Art. 97 Abs. 3 AsylG und Art. 16 lit. c des Migrationsabkommens um eine nicht abschliessende Aufzählung der Daten handle, die einer ausländischen Behörde für die Organisation der Ausreise der betroffenen Person übermittelt werden dürften. Bei der Ersatzreisepapierbeschaffung handle es sich um ein standardisiertes, lang erprobtes und gesetzlich geregeltes Verfahren; nur aufgrund der Datenübermittlung der schweizerischen Behörden an die sri-lankischen Behörden und der Nennung des (unglaubhaften) Ausreisegrundes anlässlich der Vorsprache auf dem sri-lankischen Generalkonsulat sei bei einer Rückkehr nach Sri Lanka nicht mit einer asylrechtlichen Verfolgung zu rechnen. Die entsprechenden Anträge seien daher abzuweisen. Das Urteil D-1042/2018 vom 23. April 2018 ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.