Citation: 2C_688/2023 E. 6.3

6.3. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin erscheint die von der Vorinstanz geschützte Anrechnungspraxis der Juristischen Fakultät der Universität Basel in sich stimmig und sachgerecht. Um der Beschwerdeführerin das (so nicht vorgesehene) Weiterstudieren im Bachelorstudium ausnahmsweise zu ermöglichen, wurden ihr in Anwendung der Härtefallklausel (§ 42 BO 2004) und unter Beizug von § 37 Abs. 2 BO 2004 als Orientierungshilfe definitiv und erfolgreich abgeschlossene Fächer aus dem (Vor-) Lizentiatsstudium wo immer möglich ans Bachelorstudium angerechnet (so z.B. im Strafrecht; vgl. A.c hiervor). Jedoch hat die Beschwerdeführerin die Fächer Privatrecht und Öffentliches Recht gemäss der diesbezüglich massgebenden PO 1991 weder definitiv noch erfolgreich abgeschlossen: So weist sie in diesen Prüfungsbereichen, wenn man sowohl den mündlichen als auch den schriftlichen Teil der Leistungskontrolle betrachtet (vgl. E. 4.1 hiervor), jeweils einen ungenügenden Notenschnitt auf (vgl. A.b hiervor). Zudem hätte sie unter der PO 1991 alle vier Prüfungen in diesen beiden Fächern (sowohl die bestandenen als auch die nicht bestandenen) wiederholen müssen und keine Note sehen lassen können (vgl. § 14 Abs. 2 und 3 PO 1991). Folgerichtig durfte die Vorinstanz die Nichtanrechnung der beiden bei isolierter Betrachtung zwar genügenden, aber unter der PO 1991 dennoch fruchtlosen Mündlichnoten als Fachprüfungen ans Bachelorstudium schützen. Gleichermassen durfte sie einen (doppelten) Härtefall, welcher ein ausnahmsweises Abweichen von der grundsätzlichen Unmöglichkeit der Anrechnung als Fachprüfungen gemäss § 37 Abs. 2 Satz 2 BO 2004 rechtfertigen könnte, - anders als im Fach Strafrecht - verneinen. Vor diesem Hintergrund ist im Umstand, dass die Beschwerdeführerin angesichts der Nichtanrechnung der beiden mündlichen Lizentiatsnoten gehalten ist, im Bachelorstudium die jeweiligen Fachprüfungen abzulegen, kein Widerspruch zu § 20 Abs. 1 und § 22 Abs. 1 BO 2004 zu erkennen. Ebenso wenig kann gesagt werden, sie habe im - wohlbemerkt nicht bestandenen - Lizentiatsstudium bereits mehr geleistet, als dies das heutige Bachelorstudium erfordere (vgl. auch E. 7.3 hiernach).