Citation: I 348/03 21.11.2003 E. 4

4.1 Die Vorinstanz gelangte gestützt auf das im Auftrag des Versicherten erstellte Gutachten des Prof. Dr. med. L.________ vom 27. August 2002 sowie unter Berufung auf das unveröffentlichte Urteil R. vom 21. August 1996 (I 172/96) zum Schluss, es handle sich bei der gittrigen Hornhautdystrophie um ein Krankheitsgeschehen, welches als stabil bzw. annähernd stabil zu bezeichnen sei, weshalb die Invalidenversicherung die Keratoplastik als medizinische Eingliederungsmassnahme zu übernehmen habe, zumal bei dem 57-jährigen Versicherten statistisch mit einer mittleren Aktivitätsdauer von 17,58 Jahren zu rechnen sei und bei einer Beständigkeit des Eingliederungseffekts von zehn bis zwölf Jahren auch die Voraussetzung der Dauerhaftigkeit des Eingliederungserfolgs erfüllt sei. 4.2 Dagegen wendet das Beschwerde führende BSV ein, gemäss Bericht des Dr. med. H.________ vom 28. November 2001 sei insbesondere eine Hornhautdekompensation erschwerend hinzugekommen, ausgelöst durch die gittrige Dystrophie mit rezidivierenden Hornhauterosionen, weshalb unter Berücksichtigung des von der Vorinstanz angeführten unveröffentlichten Urteils von einer Behandlung des Leidens an sich auszugehen sei. Nicht nur wegen des labilen Charakters des Leidens, sondern auch weil die Hornhauttransplantation keinen dauerhaften Eingliederungserfolg gewährleiste, gehöre die Keratoplastik hier in den Bereich der Krankenpflegeversicherung.