Citation: 5P.251/2006 16.08.2006 E. 2

Die Beschwerdeführer werfen dem Konkursamt vor, gegen den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 BV) sowie das Willkürverbot (Art. 9 BV) zu verstossen, indem es den Kollokationsplan zu einem Zeitpunkt im kantonalen Amtsblatt habe publizieren lassen, als die durch die Publikation im SHAB bereits laufende Anfechtungsfrist schon fast verstrichen sei. 2.1 Das Obergericht hält dafür, der Kollokationsplan der A.________ AG sei am 3. März 2006 im kantonalen Amtsblatt veröffentlicht worden. Die Beschwerdefrist von zehn Tagen (Art. 17 SchKG) sei am 13. März 2006 abgelaufen, womit sich die am 16. März 2006 erhobene Beschwerde als verspätet erweise. 2.2 Der amtliche Verkehr der Schuldbetreibungsorgane wird im SchKG geregelt. Das Gesetz kennt neben der Mitteilung (Art. 34 SchKG), die öffentliche Bekanntmachung (Art. 35 SchKG) und die formelle Zustellung (Art. 64 ff. SchKG). Für die Berechnung der durch die öffentliche Bekanntmachung ausgelösten Fristen ist das SHAB massgebend, wiewohl die Publikation auch im kantonalen Amtsblatt zu erfolgen hat (Art. 35 Abs. 1 SchKG). Ob diese Vorschriften eingehalten werden, kann einzig die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts auf Beschwerde gemäss Art. 19 SchKG hin prüfen. Soweit dieser Rechtsweg gegeben ist, steht die staatsrechtliche Beschwerde nicht zur Verfügung (Art. 84 Abs. 2 OG). 2.3 Die Beschwerdeführer richten sich im Wesentlichen gegen die Abfolge der beiden Publikationen, womit sie in Tat und Wahrheit nicht die Verletzung verfassungsmässiger Rechte, sondern die Anwendung materiellen Rechts rügen. Da in einem solchen Fall die Beschwerde nach Art. 19 SchKG gegeben ist, kann auf diese Vorbringen nicht eingetreten werden.