Citation: 4A_48/2019 E. 5.7.1

5.7.1. Nach Art. 186 ZPO kann die sachverständige Person mit Zustimmung des Gerichts eigene Abklärungen vornehmen. Sie hat sie im Gutachten offenzulegen (Abs. 1). Das Gericht kann auf Antrag einer Partei oder von Amtes wegen die Abklärungen nach den Regeln des Beweisverfahrens nochmals vornehmen (Abs. 2). Damit stellt sich zunächst die Frage, ob der Gutachter die befragten Personen überhaupt befragen durfte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4P.172/2003 vom 6. Januar 2004 E. 2.7), ob also gemäss dem Gesetzestext eine Zustimmung des Gerichts zu eigenen Abklärungen vorlag. Dass entgegen den Feststellungen der Vorinstanz keine Zustimmung vorgelegen hätte, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Dennoch scheint er der Auffassung zu sein, die Fragen hätten gar nicht Gegenstand eigener Abklärungen des Gutachters bilden, sondern höchstens zum Gegenstand eigener Untergutachten gemacht werden dürfen. Dies wirft die Frage auf, ob der Beschwerdeführer nach Treu und Glauben mit dieser Rüge zuwarten konnte, bis feststand, dass die Aussagen der Befragten nicht zu seinen Gunsten ausfielen. Sodann stellt sich die Frage, inwieweit der Höhe der Zuschläge überhaupt Bedeutung zukommt, wenn der Gutachter davon ausgeht, die Abgeltung erfolge nicht über eine Erhöhung des Zuschlags, sondern der abrechnungsberechtigten Bausumme bei gleichbleibendem Honorarzuschlag.