Citation: 8C_284/2023 E. 5.3

5.3. Nach der Rechtsprechung muss sich die versicherte Person im Rahmen der Invaliditätsbemessung unter Umständen jene Einkünfte anrechnen lassen, welche sie bei Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit und Aufnahme einer leidensangepassten unselbstständigen Erwerbstätigkeit zumutbarerweise verdienen könnte (zum Ganzen vgl. Urteil 8C_738/2021 vom 8. Februar 2023 E. 3.5.2 mit Hinweisen). Nach dem Unfall vom 18. Oktober 2020 war es dem Beschwerdeführer in diesem Sinne ohne Weiteres zumutbar, seine selbstständige Erwerbstätigkeit als Zahnarzt, die er bis Juni 2021 nur noch in einem Pensum von 30 % ausüben konnte, aufzugeben. Dies gilt umso mehr, als er entgegen seiner Argumentation in der vorinstanzlichen Beschwerdeschrift nicht erst ab dem 1. Juni 2021 - es handelt sich dabei um einen offensichtlichen Tippfehler in der Verfügung der IV-Stelle -, sondern bereits seit Juni 2019 in leidensangepassten Tätigkeiten voll arbeitsfähig war, wie sich aus der zweiten Seite der Verfügung bzw. den medizinischen Akten ergibt. Da der Beschwerdeführer nach dem Unfall vom 18. Oktober 2020 in leidensangepassten Tätigkeiten somit zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt war, hat er sich entsprechend anrechnen zu lassen, was er in einer solchen Erwerbstätigkeit zumutbarerweise hätte verdienen können. Die Vorinstanz verletzte vor diesem Hintergrund kein Bundesrecht, indem sie für die Berechnung des Invalideneinkommens auf die Tabellenlöhne abstellte (vgl. auch vorne E. 3.3.2).