Citation: 6B_239/2022 E. 7.3

7.3. Die Vorinstanz setzt sich im angefochtenen Entscheid mit der Frage einer allfälligen Verletzung der Dispositionsmaxime nicht auseinander und der Beschwerdeführer behauptet in seiner Beschwerde auch nicht, er habe eine Verletzung der Dispositionsmaxime bereits vor der Vorinstanz gerügt, welche darauf in Missachtung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör nicht eingegangen sei. Zwecks Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs (vgl. Art. 80 Abs. 1 BGG) wäre der Beschwerdeführer jedoch verpflichtet gewesen, die Rüge bereits im Berufungsverfahren vorzutragen. Die Pflicht zur Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs gilt nach der Rechtsprechung insbesondere auch bei einer allfälligen Verletzung des Anklageprinzip (Urteile 6B_731/2015 vom 14. April 2016 E. 1.3.4; 6B_587/2014 vom 12. August 2014 E. 1.1). Gleiches gilt für die Rüge der Verletzung der Dispositionsmaxime bezüglicher der Zivilforderungen (vgl. auch Urteil 5A_7/2021 vom 2. September 2021 E. 3). Da es nicht Sache des Bundesgerichts ist, in den Akten danach zu forschen, ob eine solche Rüge im kantonalen Verfahren rechtzeitig erhoben wurde, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, soweit der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht eine Verletzung der Dispositionsmaxime rügt. Offenbleiben kann damit, ob es gegen die Dispositionsmaxime verstösst, wenn das Gericht Art. 126 Abs. 3 StPO zur Anwendung bringt, obschon die Privatklägerschaft keinen expliziten Eventualantrag auf Fällung eines Grundsatzentscheides stellte, für den Fall, dass über die Zivilforderung nicht adhäsionsweise im Strafverfahren entschieden werden kann.