Citation: 8C_481/2024 E. 5.2.2

5.2.2. 5.2.2.1. Im SMAB-Gutachten vom 20. Oktober 2022 wurde festgestellt, die Beschwerdeführerin verfüge in psychischer Hinsicht über gute Ressourcen in den komplexen Ich-Funktionen Realitätsprüfung, Urteilsbildung, Beziehungsfähigkeit, Selbstregulation, Regressionsfähigkeit und Intentionalität. Die Beziehungsfähigkeit und die Kontaktgestaltung gegenüber Männern seien jedoch zum Teil beeinträchtigt. Die Beschwerdeführerin sei aber ansonsten in der Lage, Willenskräfte zu mobilisieren, um allfällige Hindernisse bei der Bewältigung von Aufgaben zu überwinden. Das soziale Umfeld sei intakt. Das Zusammenleben in einer intakten Ehe und das gute Verhältnis zu ihren Kindern (alle drei noch zu Hause) gälten als interpersonelle Ressourcen. Negativ und belastend seien die fehlenden Deutschkenntnisse, die zunehmende Absenz vom Erwerbsleben, die fehlende Perspektive auf eine neue Arbeitsstelle und die nur teilweise gelungene Integration in der Schweiz. Ein Rückzug aus sozialen Bereichen bestehe nur im Zusammenhang mit ihren Ängsten. Die psychosozialen Belastungsfaktoren führten durchaus auch zu direkt negativen funktionellen Folgen, die somit medizinisch nicht begründet seien und versicherungsmedizinisch nicht berücksichtigt werden könnten. Festzuhalten ist weiter, dass die finale, gesamthafte Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Rahmen des SMAB-Gutachtens vom 20. Oktober 2022 aufgrund einer interdisziplinären Konsensdiskussion der Gutachter erfolgte, weshalb ihr grosses Gewicht zukommt (BGE 143 V 124 E. 2.2.4; 137 V 210 E. 1.2.4; Urteil 8C_288/2024 vom 29. Oktober 2024 E. 9). 5.2.2.2. Die vorinstanzliche Beurteilung, wonach die isolierte Phobie (ICD-10 F40.2) der Beschwerdeführerin, die von den SMAB-Gutachtern als Gesundheitsschaden ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert wurde, aufgrund der dargelegten Umstände keinen Rentenanspruch zu begründen vermöge, beruht auf einer eingehenden Würdigung der Sach- und Rechtslage (vgl. E. 5.1.1 hiervor) und steht im Einklang mit der Rechtsprechung zur invalidisierenden Wirkung psychischer Gesundheitsstörungen unter Berücksichtigung von psychosozialen und soziokulturellen Umständen. Sämtliche Einwände der Beschwerdeführerin (E. 5.1.2 hiervor) vermögen diesen vorinstanzlichen Schluss nicht zu entkräften (vgl. auch E. 6 hiernach). Unbehelflich ist insbesondere auch ihre Rüge, die Vorinstanz habe verkannt, dass die IV-Stelle bereits alle Massnahmen zum Arbeitsplatzerhalt geprüft habe und ohne Erfolg habe einstellen müssen. Den SMAB-Gutachtern war nämlich bekannt, dass die IV-Stelle die der Beschwerdeführerin gewährte Massnahme zum Arbeitsplatzerhalt am 31. März 2021 mit der Begründung beendete, ihre gesundheitliche Situation habe sich nicht verbessert. Die abschliessende Beurteilung der sich aus einem Gesundheitsschaden ergebenden funktionellen Leistungsfähigkeit obliegt in der Hauptsache dem Arzt oder der Ärztin und nicht den Fachleuten der Berufsberatung/beruflichen Eingliederung (SVR 2023 UV Nr. 26 S. 85, 8C_427/2022 E. 3.3 mit Hinweis; Urteil 8C_668/2023 vom 18. März 2024 E. 5.4). Die Beschwerdeführerin verweist bloss pauschal, ohne nähere Konkretisierung, auf die Beendigung der Massnahme zum Arbeitsplatzerhalt, zeigt aber nicht substanziiert auf, inwiefern dies die Beurteilung der SMAB-Gutachter in Frage zu stellen vermöchte (vgl. E. 6 hiernach).