Citation: I 500/04 06.12.2004 E. 5

Der Psychiater Dr. med. S.________ diagnostizierte in seinem Schreiben vom 19. April 2004 zwar neu eine depressive Störung (mittelgradige depressive Episode; vgl. Erw. 4.2 hievor), damit ist das Vorliegen einer psychisch ausgewiesenen Komorbidität in der in Erwägung 3 umschriebenen Ausprägung jedoch nicht überzeugend dargetan. Der Arzt relativierte seine Aussage selber stark, wenn er nach einer Behandlungsdauer von gut einem halben Jahr darauf hinwies, er "glaube", es liege statt einer Schmerzstörung eine depressive Störung vor. Hinzu kommt, dass nach dem massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheids am 21. November 2003 eingetretene Sachverhaltsänderungen vorliegend nicht berücksichtigt werden könnten (vgl. Erw. 2.3 hiervor). Zu möglichen Gründen dafür, warum die Einschätzungen der behandelnden Ärzte zur Zumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung stark von denjenigen der MEDAS-Gutachter abweichen (Einwirkung durch Krankheits- und Arbeitsunfähigkeitsüberzeugungen oder bewusste und unbewusste Beeinflussungsversuche der Patientin), hat sich die Vorinstanz in den Erwägungen zu ihrem Entscheid ausführlich geäussert. Es kann offen bleiben, ob solche Mechanismen hier zum Tragen kamen, denn es sind keine triftigen Gründe dafür gegeben, die Frage der Zumutbarkeit der weiteren Arbeitstätigkeit abweichend von den Einschätzungen der MEDAS-Gutachter zu beantworten. Das einlässliche Gutachten erfüllt die von Rechtsprechung (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) und Lehre (Meyer-Blaser, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, namentlich für den Einkommensvergleich in der Invaliditätsbemessung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 27 ff., S. 47 f.) an die Beweiskraft von Arztberichten gestellten Anforderungen. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Wesentlichen darauf, die vorinstanzliche Beweiswürdigung, speziell die gegenseitige Abwägung des Beweiswertes der ärztlichen Berichte und des MEDAS-Gutachtens, anzugreifen. Hingegen setzt sie sich inhaltlich nur am Rande mit ihm auseinander. Sie bringt dagegen lediglich vor, dass allein schon der Umstand, dass sämtliche behandelnden Ärzte hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit übereinstimmend zu einem ganz anderen Ergebnis gelangt seien als die MEDAS, lasse es als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gutachtens in Frage zu stellen. Dies reicht aber nach dem Gesagten nicht aus. Verwaltung und Vorinstanz sind somit in korrekter Würdigung des medizinischen Sachverhaltes zu Recht davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin für leichte bis höchstens mittelschwere körperliche Tätigkeiten unter Vermeidung repetitiven Hebens von Lasten über 12,5 Kilogramm lediglich um 20% eingeschränkt ist, und deshalb keine invalidisierende Erwerbsunfähigkeit vorliegt.