Citation: 5A_304/2015 E. 8.2

8.2. Das Obergericht hat festgestellt, die Parteien hätten den Nettoanrechnungswert der Liegenschaft D.________strasse xxx im Erbteilungsvertrag bestimmt und auf 3.075 Mio. Fr. bemessen (E. 5.2 S. 24 f. des angefochtenen Urteils). Uneinig waren sich die Parteien, ob diese Bewertung auch den Eigentumsviertel der Erblasserin an der Liegenschaft betreffe. Für diesen Fall hat sich der Beklagte auf einen Irrtum berufen (S. 5 f. Ziff. 6 der Berufungsreplik, act. 56). Das Obergericht ist davon ausgegangen, beziehe sich der Erbteilungsvertrag auch auf den Eigentumsviertel der Erblasserin, so sei von der dort ohne jeden Vorbehalt vorgenommenen vertraglichen Bewertung der ganzen Liegenschaft auch der Eigentumsviertel erfasst, den die Parteien von ihrer Tante geerbt hätten. Sämtliche mit dem Vertrag vorgenommenen Berechnungen gingen davon aus, dass die Eigentumsquote des Klägers von 50 % nunmehr auf den Beklagten übergehe, so dass dieser nun Alleineigentümer der Liegenschaft sei. Für eine andere Bewertung gebe es daher keinen Raum. Hätten die Parteien bezüglich des von ihnen geerbten Eigentumsviertels etwas anderes vereinbaren wollen, dann hätten sie das ausdrücklich sagen müssen (E. 5.1 S. 24 des angefochtenen Urteils).