Citation: 2C_634/2023 E. 4.3

4.3. Unter dem Gesichtspunkt von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG macht der Beschwerdeführer geltend, seine Wiedereingliederung in seinem Heimatland sei erheblich gefährdet. Er bringt vor, er lebe nunmehr seit rund 17 Jahren nicht mehr in seiner Heimat Bosnien und Herzegowina. Zudem sei er aufgrund der dortigen wirtschaftlichen Lage gefährdet, in Armut leben zu müssen. Der Beschwerdeführer hält sich (zum massgeblichen Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils) seit über fünf Jahren in der Schweiz auf; zuvor lebte er in Deutschland und noch davor - gemäss seinen Angaben - in Slowenien. Es trifft zu, dass eine lange Landesabwesenheit die Wiedereingliederung erschweren dürfte. Auch ist der Beschwerdeführer gemäss den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen als Fahrzeugaufbereiter tätig und bestreitet damit seinen Lebensunterhalt. Er ist in der Schweiz integriert. Diese Umstände reichen indessen in ständiger Rechtsprechung nicht aus, um einen Härtefall im Sinne der angerufenen Bestimmung zu begründen, zumal der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen vermag, dass ihn die Rückkehr in seine Heimat in besondere Schwierigkeiten bringen würde: So ist der Beschwerdeführer gemäss den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen in Bosnien und Herzegowina aufgewachsen und hat die ersten 20 Lebensjahre dort verbracht. Entsprechend ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass er mit den sprachlichen und kulturellen Gegebenheiten des Landes bestens vertraut ist. Da der Beschwerdeführer seine Familie in seiner Heimat sodann finanziell unterstützt, ist anzunehmen, dass eine intakte Beziehung zu ihr besteht. Der Beschwerdeführer ist 37-jährig und gesund. Er bestreitet die entsprechenden Feststellungen der Vorinstanz nicht. Damit durfte die Vorinstanz ohne Bundesrecht zu verletzen davon ausgehen, der Beschwerdeführer verfüge über hinreichende Bezugspunkte zum Heimatland, um sich ein neues Auskommen aufzubauen; umgekehrt sind keine Umstände vorgebracht, die besondere Probleme bei der Integration aufzeigen könnten (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.2.2; Urteile 2C_435/2023 vom 14. Dezember 2023 E. 6.1; 2C_292/2022 vom 17. Januar 2023 E. 4.2). Dass in seinem Heimatland ungünstigere wirtschaftliche Bedingungen herrschen, wie er vorbringt, vermag praxisgemäss ebenfalls keinen Härtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG zu begründen (Urteile 2C_435/2023 vom 14. Dezember 2023 E. 6.2; 2C_682/2021 vom 3. November 2021 E. 4.2.4).