Citation: 1C_301/2017 E. 3

Das Bundesgericht wies die Sache an das Verwaltungsgericht zurück, um die Umstände des Verkaufs der Parzelle Nr. 869 in Thundorf zu prüfen, weil es für die nach Art. 34 Abs. 4 lit. a und b der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) gebotene Prüfung und Interessenabwägung eine Rolle spiele, ob die Beschwerdeführer ihre heutige Zwangslage selbst herbeigeführt hätten (Urteil 1C_17/2015 vom 16. Dezember 2015 E. 2.2). Die längerfristige Existenzfähigkeit des Betriebs (Art. 34 Abs. 4 lit. c RPG) sei vertieft zu prüfen, da die geplante Übernahme des Betriebs durch den (in der Baubranche tätigen) Sohn nur realistisch sei, wenn ein genügendes Auskommen gewährleistet sei (E. 4). Sodann müsse bei der Interessenabwägung der Richtplaneintrag (Vorrang Landschaft, Vernetzungsfunktion) berücksichtigt werden (E. 3.1). Schliesslich seien landschaftlich weniger empfindliche Standorte zu prüfen, insbesondere die Nutzung bestehender Bausubstanz, z.B. leerstehender Ökonomiebauten (E. 3.2). Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde mit zwei alternativen Begründungen ab: Zum einen hätten die Beschwerdeführer selbst ihre heutige Zwangslage geschaffen, indem sie es vorgezogen hätten, die am Siedlungsrand gelegene und für die Aussiedlung geeignete Parzelle Nr. 869 in Thundorf in eine Zone für Pferdehaltung umzonen zu lassen und zu veräussern. In dieser Situation könne ihr Baugesuch am heiklen Standort in Wolfikon, in einem Gebiet mit Vorrang Landschaft und Vernetzungsfunktion, nicht bewilligt werden. Zum anderen hätten die Beschwerdeführer auch nicht genügend nachgewiesen, dass in der Umgebung keine anderen, weniger empfindlichen Alternativstandorte in Frage kämen. Auch aus diesem Grund sei das Baugesuch, das einen erheblichen Eingriff in eine bisher beinahe unberührte Geländekammer darstelle und Fruchtfolgefläche beanspruche, abzuweisen. Bei diesem Ergebnis könne offenbleiben, ob der Betrieb längerfristig bestehen könne. Im Folgenden sind zunächst die Rügen der Beschwerdeführer betreffend den Verkauf der Parzelle Nr. 869 (E. 3) und der dem Bauvorhaben entgegenstehenden Interessen des Landschaftsschutzes und der Vernetzung zu prüfen (E. 4), um anschliessend - soweit noch nötig - die Rügen im Zusammenhang mit dem Nachweis von Ersatzstandorten zu behandeln (E. 5).