Citation: 4A_196/2022 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz beliess es jedoch nicht einzig bei dieser Erwägung, sondern legte in der Folge zusätzlich dar, aus welchen Gründen die Argumention der Beschwerdeführerin, wonach mit der Hinterlegung bzw. mit der Auszahlung des hinterlegten Betrages, der Mietzins für den Monat März 2021 getilgt sei, nicht stichhaltig ist. Sie erwog, dass es sich bei der Hinterlegung vom 4. Februar 2021 entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht "denklogisch" um den Mietzins für März 2021 handeln müsse: Die materiellen und formellen Anforderungen an die Hinterlegung würden bei der Hinterlegung nicht geprüft werden und - wie im vorliegenden Fall - könnten auch Mietzinsen hinterlegt werden, die bereits verfallen seien. Nur vermöge dies keine Tilgung der betreffenden Mietzinsschuld zu bewirken (vgl. BGE 147 III 218 E. 3.3.2.6). Weiter lege die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin nicht dar, inwiefern es vor der Erstinstanz letztlich eine reine Parteibehauptung der Beschwerdegegner geblieben sein soll, dass die Zahlungen nicht dem Monat März 2021 zugewiesen werden könnten und das "frühere" Monatsraten offen seien. Aus ihrem blossen Verweis auf ihre entsprechenden Vorbringen in ihrer Stellungnahme vor der Erstinstanz ergebe sich dies jedenfalls nicht, zumal dieser noch weitere Rechtsschriften folgten. Es sei grundsätzlich nicht die Aufgabe der Rechtsmittelinstanz, die erstinstanzlichen Akten zu durchforsten, um Belegstellen für Berufungsgründe zu suchen. Nach dem Gesagten bleibe es damit bei der Beurteilung der Erstinstanz, wonach die Einwendung des fehlenden Kündigungsgrundes bzw. der fehlenden Zahlungslücke in Bezug auf den Mietzins März 2021 der Liquidität des Sachverhalts nicht entgegenstehe.