Citation: 4A_633/2016 E. 5.2

5.2. In BGE 132 III 186 E. 5.1 S. 197 hielt das Bundesgericht fest, der Erfüllungsanspruch setze neben dem bestehenden Vertrag im Wesentlichen nur dessen nicht gehörige Erfüllung voraus. Das Verschulden der Fondsleitung werde vermutet. Der Beweis nicht gehöriger Erfüllung könne insbesondere durch den Nachweis erbracht werden, dass dem Anleger bei Rücknahme seines Anteilscheins nicht der wahre Inventarwert ausbezahlt worden sei (Art. 21 Abs. 3 aAFG). Da sich dieser von Gesetzes wegen auf der Basis des Verkehrswerts bestimme (Art. 12 Abs. 3 und 21 Abs. 3 aAFG), genüge es darzulegen, dass die Fondsleitung den Rücknahmepreis nicht nach dem korrekten Verkehrswert des Anlagefondsvermögens im Zeitpunkt der Rücknahme berechnet habe. Die Beschwerdeführerin bezieht sich auf diese Rechtsprechung des Bundesgerichts sowie auf die Urteile 4A_202/2014 vom 18. Februar 2015 und 2A.20/1993 vom 27. Oktober 1993 und leitet aus diesen Entscheiden unter Hinweis auf die Lehre ab, bei den Anspruchsvoraussetzungen hinsichtlich des Erfüllungsanspruchs im Kollektivanlagerecht müsse kein Beweis einer Sorgfaltspflichtverletzung erbracht werden. Indem die Vorinstanz den Nachweis einer Sorgfaltspflichtverletzung verlange, verletze sie Bundesrecht.