Citation: I 326/00 09.11.2001 E. 20

20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen notwendigen medizinischen Massnahmen (Abs. 1). Der Bundesrat bezeichnet die Gebrechen, für welche diese Massnahmen gewährt werden. Er kann die Leistung ausschliessen, wenn das Gebrechen von geringfügiger Bedeutung ist (Abs. 2). Als Geburtsgebrechen im Sinne von Art. 13 IVG gelten Gebrechen, die bei vollendeter Geburt bestehen (Art. 1 Abs. 1 Satz 1 GgV). Die Geburtsgebrechen sind in der Liste im Anhang (zur GgV) aufgeführt; das Eidgenössische Departement des Innern kann eindeutige Geburtsgebrechen, die nicht in der Liste im Anhang enthalten sind, als Geburtsgebrechen im Sinne von Art. 13 IVG bezeichnen (Art. 1 Abs. 2 GgV). In Ziff. 177 GgV-Anhang werden als Geburtsgebrechen übrige angeborene Defekte und Missbildungen der Extremitäten, sofern Operation, Apparateversorgung oder Gipsverband notwendig sind, erwähnt. Gemäss Rz 177. 4 Satz 1 des bundesamtlichen Kreisschreibens über die medizinischen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (KSME) in der vorliegend anwendbaren, vom 1. Januar 1994 bis 31. Oktober 2000 geltenden Fassung ist die habituelle Patellaluxation bei Minderjährigen infolge Hypoplasie der Patella oder des Condylus femoris lateralis unter Ziff. 177 GgV-Anhang zu subsumieren, nicht aber eine Patelladysplasie (Typus Wyberg usw.) oder eine Patella alta und andere Lageanomalien der Kniescheibe bzw. eine Dysplasie des Condylus femoris lateralis.