Citation: 6B_765/2015 E. 4.2

4.2. Gleich verhält es sich betreffend den Vorfall vom 22. Oktober 2005 zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 3. Die Vorinstanz hält fest, es sei nicht erneut zu prüfen, ob den Aussagen der im Tatzeitpunkt erheblich angetrunkenen Beschwerdegegnerin 3 (wie bereits im ersten Berufungsentscheid) Glauben geschenkt werden könne. Diese Erwägungen sind zutreffend. Der Beschwerdeführer beanstandete in seiner Beschwerde in Strafsachen gegen den Entscheid der Vorinstanz vom 12. Juli 2013, die Vorinstanz habe über die Beschwerdegegnerinnen 2 - 4 kein Glaubwürdigkeits- und Glaubhaftigkeitsgutachten in Auftrag gegeben sowie diese nicht vor Schranken befragt. Damit habe die Vorinstanz seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO, Art. 29 Abs. 2 BV), die Beweiserhebungspflicht (Art. 343 Abs. 3 und Art. 389 Abs. 3 StPO), den Anspruch auf ein faires Verfahren (Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO, Art. 6 Ziff. 1 EMRK), den Untersuchungsgrundsatz (Art. 6 StPO) sowie den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 3 Abs. 2 lit. a StPO, Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV) verletzt. Das Bundesgericht wies im Jahre 2014 sämtliche Rügen als unbegründet ab und hielt Folgendes fest. Bei Besonderheiten in der Person könne eine Begutachtung der Aussagefähigkeit oder Aussagequalität in Frage kommen. Die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Beweisaussagen sei primär Sache der Gerichte. Das Bundesgericht hielt fest, dass die antizipierte Beweiswürdigung der Vorinstanzen nicht unvertretbar ist, die Aussagen der Beschwerdegegnerin 3 detailliert, authentisch und überzeugend ausfielen und sich der Beschwerdeführer, selbst wenn er alle drei befragten Frauen in physischen und psychischen Ausnahmezuständen sieht, in keiner Weise mit ihren Sachverhaltsdarstellungen befasste. Die Vorinstanzen waren zweifelsohne in der Lage, die belastenden Aussagen zu würdigen (Urteil 6B_100/2014 vom 18. Dezember 2014 E. 3.4). Diese Punkte waren im neuen Verfahren nicht mehr aufzuwerfen. Mithin war das Verfahren nach der Rückweisung in Bezug auf den objektiven Tathergang nicht neu in Gang zu setzen. Soweit der Beschwerdeführer betreffend den fraglichen Übergriff eine "schwere Bewusstseinsstörung mit einhergehender Unfähigkeit des Erkennens, der Willensbildung und der Willensumsetzung" anführt, überzeugt sein Vorbringen im Übrigen nicht. Die Vorinstanz schliesst einen schweren Rauschzustand aus. Nach ihren Feststellungen erkannte der Beschwerdeführer und nahm er zumindest in Kauf, dass die sexuellen Handlungen gegen den Willen der Beschwerdegegnerin 3 erfolgten (Entscheid S. 37 ff.). Dass und inwiefern dieses vorinstanzliche Beweisergebnis schlechterdings nicht mehr vertretbar und deshalb willkürlich sein sollte, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf (vgl. zum Begriff der Willkür BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f.; 139 III 334 E. 3.2.5 S. 339; 138 I 49 E. 7.1 S. 51; je mit Hinweisen).