Citation: 6B_194/2023 E. 5.3.2

5.3.2. Die Vorinstanz bejaht den Tatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung zum Nachteil der Stiftung D.________ zu Recht. Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin stets deren Stiftungsratspräsidentin war und dass sie als einzige über deren Konten verfügte. Zudem war sie zusammen mit ihrer Tochter kollektiv zu zweien zeichnungsberechtigt für die Stiftung. Vor diesem Hintergrund nimmt die Vorinstanz, entgegen deren Einwand, zutreffend an, dass die Beschwerdeführerin in einer zur Tatbestandserfüllung genügenden Selbständigkeit für die Stiftung tätig war. Dies gilt umso mehr, als sie sämtliche wichtigen Entscheidungen traf und stets "die Fäden in der Hand" hielt, wovon die Vorinstanz willkürfrei ausgeht. Dass die Beschwerdeführerin kollektiv zu zweien zeichnungsberechtigt war, ändert nichts. Sie war zudem in ihrer Funktion aufgrund des Gesetzes damit betraut, das Vermögen der Stiftung D.________ zu verwalten oder eine solche Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen. Ferner steht fest, dass der im Jahr 2012 verfasste Darlehensvertrag zwischen der Beschwerdeführerin und der Stiftung fingiert war und keine verrechenbare Forderung der Beschwerdeführerin gegenüber der Stiftung bestand. Indem sie veranlasste, dass die Stiftung das in deren Eigentum befindliche Grundstück gegen Tilgung eines fiktiven Darlehens und damit ohne Gegenwert verkaufte, liess sie zu, dass die Stiftung im Wert des Grundstücks geschädigt wurde. Auch eine Bereicherungsabsicht im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB ist ohne weiteres gegeben, da feststeht, dass die Beschwerdeführerin das Grundstück der Stiftung ohne Anspruchsgrundlage in ihr privates Vermögen überführen liess. Am Gesagten ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin bei den Vertragsunterzeichnungen in den Ausstand treten musste. Gleichwohl zog sie die Fäden und hat die Schädigung jedenfalls zugelassen, was genügt. Sodann ist ohne Belang, ob gleichzeitig eine Täuschung der die Verträge unterzeichnenden Stiftungsräte vorliegt und ob die Beschwerdeführerin bei der Vertragsunterzeichnung auch die Beschwerdegegnerin 2 täuschte. Zu beurteilen ist hier einzig das Verhalten gegenüber und zum Schaden der Stiftung D.________. Es kann daher keine Rede davon sein, dass aufgrund der vorinstanzlichen Ausführungen ein Betrug zu prüfen gewesen wäre. Im Übrigen ist das Bundesgericht an die rechtliche Würdigung der Vorinstanzen ohnehin nicht gebunden (BGE 146 IV 88 E. 1.3.2; 143 V 19 E. 2.3; 141 III 426 E. 2.4). Zum subjektiven Tatbestand äussert sich die Beschwerdeführerin nicht. Dieser ist ebenfalls erstellt.