Citation: 5A_993/2020 E. 4.3.1

4.3.1. In tatsächlicher Hinsicht wendet der Beschwerdeführer ein, es sei nicht erwiesen, dass und worin eine angebliche Fehlvorstellung der Erblasserin bestanden habe (S. 7 Ziff. 13 der Beschwerdeschrift). Die kantonalen Gerichte haben indessen festgestellt, dass die Erblasserin geglaubt hat, allein der Beschwerdeführer bewahre sie vor dem befürchteten Eintritt in ein Alters- und Pflegeheim oder in eine psychiatrische Klinik, nur dank dem Beschwerdeführer könne sie bis zum Tod in ihrem Eigenheim bleiben und ihr Verhältnis zum Beschwerdeführer beruhe auf Freundschaft und Zuneigung, während es sich in Wirklichkeit um ein entgeltliches Pflege- und Betreuungsverhältnis und später zusätzlich um eine Beistandschaft gehandelt hat. Die Fehlvorstellung hat nach den Feststellungen der kantonalen Gerichte folglich darin bestanden, dass die Erblasserin sich der Entgeltlichkeit der vom Beschwerdeführer erbrachten Leistungen nicht bewusst war und im Beschwerdeführer gleichsam ihren Retter, Freund und Wohltäter sah.