Citation: 6B_413/2010 04.11.2010 E. 2

2.1 Im Einzelnen stellen die kantonalen Instanzen in tatsächlicher Hinsicht fest, der Beschwerdeführer habe den Mercedes Benz 600 SL am 14. April 1994 von der L.________ AG geleast. Später sei der Personenwagen auf die G.________ GmbH eingelöst worden. Der Wagen sei Vollkasko versichert gewesen, und in der Police sei als häufigster Lenker der Beschwerdeführer aufgeführt worden. Bei der Fahrzeugübergabe seien dem Beschwerdeführer 5 Schlüssel übergeben worden (3 Schlüssel ohne und 2 Schlüssel mit Fernbedienung). Am 27. März sei für das Fahrzeug ein Infrarot-Sender-Schlüssel nachbestellt worden. Die kantonalen Instanzen stellen weiter fest, Y.________ sei am 15. November 1997 mit dem vom Beschwerdeführer geleasten Mercedes Benz 600 SL von Schweden kommend nach Finnland eingereist. Nach den von der Beschwerdegegnerin 2 eingereichten, von einem Detektivbüro beschafften Unterlagen sei in Russland am 27. November 1997 ein Mercedes Benz 600 SL mit der identischen Fahrgestell-Nummer F.________ von Z.________ registriert und am 3. Dezember 1997 mit dem Kennzeichen H.________ zugelassen worden. Als Ausfuhrland sei Italien angegeben gewesen. Am 25. Dezember 1997 habe Z.________ das Fahrzeug abgemeldet und die Kontrollschilder deponiert. Am 30. Dezember 1997 sei der Mercedes Benz 600 SL von E.________ erworben worden, welcher ihn am 31. Dezember 1997 mit dem Kennzeichen I.________ eingelöst habe. Nach den tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Instanzen wurde schliesslich am 31. Dezember 1997 um 15.24 Uhr auf der Europabrücke in Zürich ein Personenwagen Mercedes Benz SL mit dem Kennzeichen ZH K.________ wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung von einer Radaranlage geblitzt. Und am 14. April 2000 wurde vermutlich in Russland ein Mercedes Benz 600 SL mit den Kennzeichen H.________ mit einer Videokamera gefilmt (angefochtenes Urteil S. 27 f.; erstinstanzliches Urteil S. 7 und 17 f.). 2.2 Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, bei dem am 27. November 1997 in Russland registrierten Mercedes Benz 600 SL handle es sich um dasselbe Fahrzeug, welches vom Beschwerdeführer rund einen Monat später in Rapperswil als gestohlen gemeldet worden sei. Dies ergebe sich aus den amtlichen Dokumenten aus Russland. Gemäss dem russischen Typenschein T.________ sei das Fahrzeug am 27. November 1997, also nur gerade zwölf Tage, nachdem das Auto zuvor gemäss Meldung von Interpol Helsinki die Grenze von Schweden nach Finnland überquert hatte, in Russland registriert worden. Weitere sechs Tage später sei es gemäss dem russischen Zulassungsschein U.________ mit dem Kennzeichen H.________ in Russland zugelassen worden. Alle diese amtlichen Dokumente wiesen die Identität des fraglichen Mercedes 600 SL anhand der Fahrgestell-Nummer F.________ einwandfrei aus. Hiefür gebe es keine andere vernünftige Erklärung, als dass es sich bei dem in Russland registrierten Mercedes Benz 600 SL um denjenigen des Beschwerdeführers handle. Anhaltspunkte für eine Manipulation der amtlichen Dokumente seien nicht ersichtlich und würden auch nicht behauptet. Eine Verwechslung könne angesichts der 16-stelligen Fahrgestell-Nummer auch mit Blick auf die dokumentierte zeitliche und geografische Nähe ausgeschlossen werden. Der Fahrgestell-Nummer komme im Gegensatz zu den häufig auf blosser Selbstdeklaration beruhenden Angaben über das jeweilige Ausfuhrland eines Fahrzeugs ein verlässlicher Identifikations- und damit ein hoher Beweiswert zu. Dass in den genannten russischen Dokumenten Italien als Ausfuhrland des fraglichen Fahrzeugs vermerkt sei, begründe daher keine erheblichen oder gar unüberwindlichen Zweifel daran, dass es sich bei dem in Russland registrierten Fahrzeug um das vom Beschwerdeführer als gestohlen gemeldete handle. Daran vermöge das von einem Radargerät aufgenommene Foto vom 31. Dezember 1997 nichts zu ändern. Dieses belege höchstens, dass zu jener Zeit ein Fahrzeug desselben Typs auf der Europabrücke in Zürich unterwegs gewesen sei. Auch der Umstand, dass am fotografierten Auto ein Nummernschild mit dem gleichen Zürcher Kennzeichen zu erkennen sei, führe zu keinem anderen Ergebnis. Es sei ohne weiteres möglich, dass es sich hierbei um das Original-Nummernschild des Personenwagens gehandelt habe, zumal die Nummernschilder nach der Einfuhr des Autos nach Russland am 27. November 1997 dort nicht mehr gebraucht worden seien. Dass es sich auch um dasselbe Auto handle, lasse sich daraus aber nicht zwingend ableiten. Insgesamt bestünden bei objektiver Betrachtung keine vernünftigen Zweifel daran, dass es sich bei dem in Russland am 27. November 1997 registrierten Personenwagen Mercedes Benz 600 SL und dem seinerzeit über die G.________ GmbH eingelösten Fahrzeug um ein und dasselbe Auto handle. Damit stehe fest, dass der vom Beschwerdeführer gemeldete Autodiebstahl bloss vorgetäuscht gewesen sei (angefochtenes Urteil S. 28 ff.). 2.3 Die erste Instanz gelangte demgegenüber zum Schluss, die Identität der Fahrzeuge sei nicht zweifelsfrei nachgewiesen. Sie nahm daher zugunsten des Beschwerdeführers an, bei dem Mercedes Benz 600 SL, welcher am 31. Dezember 1997 als gestohlen gemeldet wurde, und bei demjenigen Personenwagen, welcher in Russland eingelöst worden sei, handle es sich um zwei verschiedene Fahrzeuge (erstinstanzliches Urteil S. 19).