Citation: 5A_866/2022 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Art. 143 Abs. 1 ZPO. Sie habe die betreffenden Voraussetzungen zur Fristeinhaltung erfüllt und sei nicht verpflichtet, den Fehler der Schweizerischen Post zu verbessern. Die Weigerung, das von der Post retournierte, in der Folge beim Gericht eingereichte Paket als fristwahrend zu betrachten, sei überspitzt formalistisch (Art. 29 Abs. 1 BV), verletze das Willkürverbot und den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV, Art. 52 ZPO). Was die Beschwerdeführerin unter dem Titel der "unrichtigen Sachverhaltsfestellung" ausführt, läuft ebenfalls auf die Kritik an der rechtlichen Würdigung des Sachverhalts hinaus.