Citation: 6B_744/2019 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, aufgrund der herrschenden Unordnung bei der Beschwerdeführerin sei davon auszugehen, dass die effektiv von der Beschwerdegegnerin 2 geleisteten Stunden auch bei einer Weiterführung des Verfahrens nicht mehr erstellt werden könnten und somit auch nicht beurteilt werden könne, ob die Beschwerdegegnerin 2 tatsächlich zu viele Arbeitsstunden aufgeschrieben habe. Bereits aus diesem Grund sei die Einstellung in diesem Punkt gerechtfertigt (Urteil S. 5 f. E. 3.2). Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass nachgewiesen werden könnte, dass die Beschwerdegegnerin 2 zu viele Stunden aufgeschrieben habe, müsste dadurch ein Straftatbestand erfüllt worden sein, um die Einstellungsverfügung aufzuheben. Der Beschwerdegegnerin 2 werde eine Urkundenfälschung bzw. ein Betrug vorgeworfen. Vorliegend seien keine objektiven Gründe ersichtlich, welche die Wahrheit der von ihr aufgeschriebenen Arbeitsstunden gewährleisten würden. Insbesondere habe die Beschwerdegegnerin 2 gegenüber der Beschwerdeführerin nicht in einer garantenähnlichen Stellung gestanden. Ohne solche Garantien handle es sich jedoch lediglich um eine nicht strafbare schriftliche Lüge. Es sei daher davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin 2 vom Vorwurf der Urkundenfälschung freigesprochen würde, selbst wenn nachgewiesen werden könnte, dass sie absichtlich mehr Arbeitsstunden als effektiv geleistet aufgeschrieben habe. In Bezug auf den Vorwurf des Betrugs führt die Vorinstanz aus, es sei unbestritten, dass die Beschwerdeführerin nie kontrolliert habe, ob die aufgeschriebenen Stunden auch geleistet worden seien. Gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin habe die Beschwerdegegnerin 2 die Lohnabrechnungen selber erstellen und sich so mehr Stunden verrechnen können, als sie effektiv geleistet habe. Die Vorinstanz hält fest, von einem Unternehmen dürfe erwartet werden, dass ein Mindestmass an Aufmerksamkeit aufgewendet und überprüft werde, ob die erstellten Lohnabrechnungen ungefähr stimmen könnten. Dies hätte sich vorliegend umso mehr aufgedrängt, als die Beschwerdeführerin bei der Anstellung der Beschwerdegegnerin 2 gewusst habe, dass bereits deren ehemalige Arbeitgeberin Strafanzeige wegen Vermögensdelikte gegen diese erstattet habe. Die Beschwerdeführerin habe somit jegliche Schutzmassnahmen ausser Acht gelassen. Sie habe keine Umstände geltend gemacht, welche auf eine besondere Schutzbedürftigkeit ihrerseits hinweisen würden. Mangels jeglicher Kontrollen müsse auch bezüglich eines Betrugs von einem Freispruch ausgegangen werden, selbst wenn nachgewiesen werden könnte, dass die Beschwerdegegnerin 2 tatsächlich mehr Stunden als effektiv geleistet aufgeschrieben habe (Urteil S. 6 E. 3.3).