Citation: 4P.156/2000 03.11.2000 E. 2

2. Auflage, S. 182; Poudret, Schweizerische Juristische Kartothek, SJK; Ersatzkarte Nr. 464a, S. 9). In einem solchen Fall könne die Frage der Ablehnung nur noch im Rahmen der Nichtigkeitsbeschwerde gegen den Schiedsspruch gestellt und beurteilt werden. Die Beschwerdegegner verkennen indessen, dass hier ein anderer Sachverhalt vorliegt. Die Beschwerdeführerin ist am 21. Februar 2000 mit ihrem Ablehnungsbegehren an das Kantonsgericht gelangt. Dessen Einzelrichter in Schiedsgerichtssachen hat das Begehren mit Entscheid vom 13. Juni 2000 abgewiesen. Danach hat das Schiedsgericht am 6. September 2000 eine Schlussverhandlung durchgeführt und sein Urteil am 6. September/2. Oktober 2000 gefällt. Dass in jenem Zeitpunkt eine gegen den Entscheid des Einzelrichters gerichtete staatsrechtliche Beschwerde hängig war, ist in diesem Zusammenhang ohne Bedeutung. Massgebend ist vielmehr, dass im Zeitpunkt der Fällung des Schiedsspruchs das Ablehnungsbegehren von der gemäss Art. 3 KSG zuständigen richterlichen Behörde abgewiesen worden war. Unter solchen Umständen wird das gerichtliche Ablehnungsverfahren mit der Fällung des Schiedsurteils nicht gegenstandslos, sondern es kann von der Partei, zu deren Ungunsten es erstinstanzlich ausgegangen ist, mit einem Rechtsmittel an die nächste Gerichtsinstanz weiter gezogen werden, wie das hier denn auch geschehen ist.