Citation: 2P.125/2002 05.09.2002 E. 1

X.________ ist beim Kanton St. Gallen angestellt und bei der Versicherungskasse für das Staatspersonal des Kantons St. Gallen versichert. Im Jahr 2000 reduzierte er seine Arbeitszeit auf 50 %; im Oktober 2000 wurde er lohnklassenmässig zurückgestuft. Im Zusammenhang mit der Frage hinsichtlich der im Falle der Beibehaltung des bisher versicherten Verdienstes geltenden Modalitäten klagte er beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen. Dieses wies die Klage mit Entscheid vom 16. Januar 2002 ab. In der Rechtsmittelbelehrung wurde darauf hingewiesen, dass gegen diesen Entscheid innert 30 Tagen beim Eidgenössischen Versicherungsgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben werden könne. Gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts erhob X.________ mit Eingabe vom 21. Februar 2002 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen. Er nahm Bezug auf die Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Entscheid, erklärte aber, dass die Zuständigkeit des Eidgenössischen Versicherungsgerichts nicht über alle Zweifel erhaben sei, da sich der angefochtene Entscheid auf eine kantonale Norm (Art. 14 der Verordnung von Landammann und Regierung des Kantons St. Gallen vom 5. September 1989 über die Versicherungskasse für das Staatspersonal) stütze, weshalb er zur Wahrung der Beschwerdefrist an das Verwaltungsgericht gelange. Beim Eidgenössischen Versicherungsgericht selber reichte X.________ keine Beschwerde ein. Was eine allfällige Überweisung der Beschwerde an dieses durch das kantonale Verwaltungsgericht betreffe, hielt er fest, dass eine solche wohl kaum Sinn machte, da die Rechtsschrift (die nach kantonalem Recht keine Begründung enthalten musste) den formellen Anforderungen an eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht genügen dürfte; er ersuchte aber das Verwaltungsgericht um Mitteilung, falls dieses sich nicht für zuständig erachte, bzw. allenfalls um Ansetzen einer Frist zur Beschwerdeergänzung. Der Präsident des Verwaltungsgerichts setzte X.________ am 22. Februar 2002 Frist zur Beschwerdeergänzung und stellte in Aussicht, dass das Verwaltungsgericht den Entscheid über die Zuständigkeit erst nach Vorliegen der vollständigen Beschwerdeschrift und allfälliger Durchführung des Schriftenwechsels fällen werde. X.________ legte dem Verwaltungsgericht am 11. März 2002 die Beschwerdeergänzung vor. Nach Vorliegen der Vernehmlassungen fällte das Verwaltungsgericht am 22. April 2002 seinen Entscheid. Es trat auf die Beschwerde nicht ein (Ziff. 1 des Dispositivs), überwies die Eingaben von X.________ samt Akten dem Eidgenössischen Versicherungsgericht (Ziff. 2 des Dispositivs) und auferlegte diesem die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'000.-- (Ziff. 3 des Dispositivs). Am 30. Mai 2002 hat X.________ gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 22. April 2002 staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung des Willkürverbots erhoben. Er beantragt, dessen Ziff. 1 und 3 seien aufzuheben. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen beantragt Abweisung der staatsrechtlichen Beschwerde; das Verwaltungsgericht beantragt, sie abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Das Finanzdepartement des Kantons St. Gallen hat eine kurze Anmerkung gemacht, im Übrigen aber auf eine Stellungnahme grundsätzlich verzichtet. Am 6. Juni 2002 hat der Präsident des Eidgenössischen Versicherungsgerichts mitgeteilt, dass der Beschwerdeführer gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Januar 2002 nicht auch direkt Beschwerde beim Eidgenössischen Versicherungsgericht erhoben habe. Gestützt auf die Überweisung gemäss Entscheid des kantonalen Verwaltungsgerichts vom 22. April 2002 sei dagegen nunmehr ein Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eröffnet worden.