Citation: 9C_578/2022 E. 4.2

4.2. Werden sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen um den gleichen Prozentsatz gekürzt, so führt dies zum gleichen Invaliditätsgrad, wie wenn auf eine Kürzung der Vergleichseinkommen gänzlich verzichtet wird und somit das Valideneinkommen der teilerwerbstätigen Person aufgrund einer hypothetischen Vollzeiterwerbstätigekit berechnet wird. Eine solche Vorgehensweise widerspricht dem vom Bundesgericht wiederholt bestätigten Grundsatz, dass der vorsorgerechtlich relevante Invaliditätsgrad auf Grund eines Valideneinkommens entsprechend dem Grad der Teilerwerbstätigkeit und nicht im Verhältnis zu einer (hypothetischen) Vollzeiterwerbstätigkeit zu bemessen ist (BGE 144 V 63 E. 6.2 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 9C_751/2019 vom 3. Juni 2020 E. 5.3). Dabei hat das Bundesgericht ausdrücklich in Kauf genommen, das Valideneinkommen in der beruflichen Vorsorge anders als im Unfallversicherungsrecht zu bestimmen. Hinreichende Gründe, diese feststehende Praxis erneut zu überprüfen, sind keine ersichtlich (zu den Voraussetzungen einer Praxisänderung: BGE 141 II 297 E. 5.5.1). Wie die Beschwerdeführerin zutreffend vorbringt, bezieht sich die von der Vorinstanz angeführte - ältere - Rechtsprechung nicht auf die vorliegende Situation, in der eine gesundheitlich beeinträchtigte Person lediglich für ein Teilzeitpensum der beruflichen Vorsorge untersteht und somit auch nur für ein herabgesetztes Pensum versichert ist.