Citation: 8C_369/2021 E. 7.2.1

7.2.1. Die Vorinstanz erwog, die seit ihrer Kindheit an einem Sprachfehler und einer Lernbehinderung leidende Beschwerdeführerin habe die Ausbildung als Schreinerin abgeschlossen. Danach habe sie nie als solche gearbeitet, da sie während des letzten Lehrjahrs vom Maschinisten schikaniert worden sei. In der Folge sei sie jedoch in der Lage gewesen, während mehreren Jahren diverse Hilfsarbeitertätigkeiten in einem vollen Pensum und meist längerfristig auszuüben (vgl. E. 6.4 hiervor). Somit sei es ihr möglich gewesen, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen, berufliche Kenntnisse zu erwerben und jeweils eine längerdauernde Anstellung zu finden und zu halten. Zudem habe sie vom 18. Oktober 2011 bis 9. Oktober 2012 das von der IV-Stelle zugesprochene Coaching der Firma L.________ GmbH, in Anspruch genommen und habe vom 28. Januar 2013 bis 22. Februar 2013 das vom Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gewährte Assessment bei der Firma M.________ GmbH bewältigen können. Einzig der am 15. Oktober 2012 begonnene Arbeitsversuch in der Firma N.________ GmbH, Präzisionsmechanik, habe vorzeitig abgebrochen werden müssen, wobei der Verantwortliche angegeben habe, das Problem seien ganz klar nicht die gesundheitliche Situation, sondern die fehlende Motivation, die Einstellung und der Arbeitswille der Beschwerdeführerin gewesen. Insgesamt falle eine Anwendung von Art. 26 Abs. 1 IVV somit ausser Betracht.