Citation: 2C_722/2022 E. A

A.a. Der kosovarische Staatsangehörige A.________ (geb. 1942) war in den Jahren 1980 bis 1992 in der Schweiz als Saisonnier tätig. Am 7. April 1993 wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt und seit dem 18. November 1994 ist er im Besitz der Niederlassungsbewilligung, deren Kontrollfrist letztmals bis zum 31. Oktober 2024 verlängert wurde. Am 15. November 1995 reisten die Ehefrau von A.________ sowie drei ihrer insgesamt sieben, allesamt inzwischen erwachsenen Kinder, im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein. A.b. Während seines Aufenthalts in der Schweiz wurde A.________ wiederholt straffällig und aufgrund der erfolgten Verurteilungen am 11. August 1997 erstmals ausländerrechtlich verwarnt. Nach längerem klaglosen Verhalten folgten weitere strafrechtliche Verurteilungen. Am 16. Mai 2007 wurde er wegen Führens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand mit einer bedingten Geldstrafe von 65 Tagessätzen zu Fr. 80.-- und einer Busse von Fr. 1'200.-- verurteilt, am 29. Juni 2009 und am 4. Juli 2011 wegen Ungehorsams des Schuldners im Betreibungs- und Konkursverfahren mit je einer Busse von Fr. 200.-- bzw. Fr. 300.--, am 22. Oktober 2009 wegen ln-Verkehr-Bringens eines Fahrzeugs mit Übergewicht zu einer Busse von Fr. 300.--, am 3. Juni 2013 wegen Nichtabgabe des entzogenen Fahrzeugausweises und der Kontrollschilder zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 5 Tagessätzen à Fr. 30.-- und einer Busse von Fr. 300.--, am 23. Oktober 2013 wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 40.-- sowie mit einer Busse von Fr. 1'200.--. A.c. In der Folge tätigte das Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau (nachfolgend: Migrationsamt) Abklärungen zu den finanziellen Verhältnissen von A.________. Am 11. November 2015 waren 47 offene Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 82'168.70 und offene Betreibungen in der Höhe von insgesamt Fr. 4'148.50 registriert. Aufgrund dieser Schulden wurde A.________ am 27. Januar 2016 unter Androhung des Widerrufs seiner Niederlassungsbewilligung erneut ausländerrechtlich verwarnt und aufgefordert, seinen öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen und bereits bestehende Schulden zu tilgen. Im November 2016 und Mai 2020 ergingen zwei weitere Strafbefehle wegen Ungehorsams des Schuldners im Betreibungs- und Konkursverfahren gegen A.________. Zudem wuchsen die Schulden weiter an. Am 26. Januar 2021 waren nicht getilgte Verlustscheine aus Pfändungen im Gesamtbetrag von Fr. 119'147.70 gegen ihn registriert. A.d. Anlässlich der Abklärungen des Migrationsamts zum Lebensmittelpunkt von A.________ stellte sich heraus, dass er und seine Ehefrau sich vom 27. September 2019 bis 17. Juni 2020 im Kosovo aufgehalten hatten. Mit Schreiben vom 14. Oktober 2020 erklärte das Migrationsamt, dass die Niederlassungsbewilligung von A.________ von Gesetzes wegen erloschen sei und forderte ihn auf, die Schweiz bis zum 31. Januar 2021 zu verlassen. Daraufhin stellte A.________ mit Eingabe seines Rechtsvertreters am 14. Dezember 2020 ein Gesuch um Wiederzulassung für den Fall, dass sich die Auffassung des Migrationsamts als zutreffend erweisen sollte. Nach weiteren Abklärungen stellte das Migrationsamt am 1. Februar 2021 fest, dass die Niederlassungsbewilligung von A.________ erloschen sei und seinem Gesuch um Wiederzulassung nicht entsprochen werden könne. Die Ausreisefrist wurde bis zum 28. Februar 2021 verlängert. A.________ erklärte sich damit nicht einverstanden und verlangte eine anfechtbare Verfügung.