Citation: 4A_180/2023 E. A

A.a. A.________ AG (FC A.________, Arbeitgeberin, Beschwerdeführerin) ist ein Schweizer Fussballclub. Sie ist Mitglied des Schweizerischen Fussballverbands (SFV), der seinerseits der Fédération Internationale de Football Association (FIFA, Verfahrensbeteiligte) angehört. B.________ (Arbeitnehmer, Beschwerdegegner) ist ein spanischer Fussballtrainer. A.b. Zwischen 16. Juni 2014 und 30. Juni 2017 war der Arbeitnehmer für die Arbeitgeberin tätig, wobei dieser erste Arbeitsvertrag die Funktion "Assistant Coach of FC A.________'s First Team" vorsah. A.c. Am 2. Januar 2019 unterzeichneten die Parteien einen neuen Arbeitsvertrag, der vom 1. Januar 2019 bis zum 30. Juni 2023 gelten sollte. Ziffer 1 dieses neuen Arbeitsvertrags lautet wie folgt: "By the present contract the Parties aim to regulate the conditions of the Employee's position as assistant coach of the first team of FC A.________ as well as Head of Performance Department". In Bezug auf die allgemeinen Aufgaben ("General Duties") sieht Ziffer 3.1.2 Folgendes vor: "The Employee supports the head coach, the Sporting Director and the board of directors in their activities, especially in the sporting guidance of FC A.________'s first team". Zu den sportlichen Verpflichtungen ("Sporting Duties") hält Ziffer 3.2.2 Folgendes fest: "The Employee supports the head coach according to the latter's instructions in the technical formation and preparation as well as in the coaching and training of FC A.________'s first team. He is bound to implement general directives and guidelines set by the board of directors and the head coach regarding discipline in FC A.________'s first team. The Employee is also responsible for the physical preparation of the 1st team and shall draw up the relevant training plans after consultation with the head coach". Ziffer 3.2.3 lautet: "FC A.________ can adapt the general and sporting duties of the Employee". Ziffer 3.2.4 sieht vor: "The Employee agrees to take especially, but not only, part in the following events and meet the following appointments: a) All training sessions of the first team - general training as well as the specially arranged training sessions and the first team's training camps; b) All game discussions and other gatherings of the players of the first team; c) Journeys of the first team, domestic and abroad, for which FC A.________ determines the means of transport to be used; d) Further events according to para. 3.6.1 of the present contract where the attendance of the Employee as a representative of FC A.________ is asked for by the board of directors". Ziffer 3.7: "The abovementioned enumeration of duties of the Employee is not conclusive. The Employee shall undertake all duties in relation with the sporting guidance of FC A.________'s first team that are entrusted with him by the head coach, the Sporting Director and/or the board of directors". Ziffer 13 des Arbeitsvertrags enthält die folgende Schiedsklausel: "All disputes arising out of and in connection with the present contract will be submitted to the competent FIFA committee according to the FIFA statutes and related regulations. In the event that FIFA shall not be competent to hear any particular dispute arising out of or in connection with this contract, such dispute will be exclusively submitted to the Court of Arbitration for Sport in Lausanne, Switzerland, and resolved definitely in accordance with the Code of Sporting-related Arbitration. [...]". A.d. Mit Schreiben vom 12. Januar 2021 stellte die Arbeitgeberin den Arbeitnehmer mit sofortiger Wirkung frei und teilte ihm mit, er könne nach einer anderen Beschäftigung suchen. Dieser antwortete mit Schreiben vom gleichen Tag, er sei mit der Freistellung nicht einverstanden und ersuchte die Arbeitgeberin darum, ihn wieder in der ersten Mannschaft einzusetzen. Mit E-Mail vom 20. Mai 2021 teilte die Arbeitgeberin mit, die Freistellung sei aufgehoben und forderte den Arbeitnehmer auf, am 31. Mai 2021 die Arbeit im Nachwuchs-Campus aufzunehmen. Mit Schreiben vom 24. Mai 2021 beschwerte sich der Arbeitnehmer über das nach seiner Ansicht widersprüchliche Verhalten der Arbeitgeberin und forderte sie auf zu bestätigen, dass er wieder für die erste Mannschaft tätig sein könne. Mit Schreiben vom 25. Mai 2021 nahm die Arbeitgeberin Bezug auf eine Besprechung zwischen den Parteien vom gleichen Tag, anlässlich deren sich die Arbeitgeberin bereit zeigte, das Arbeitsverhältnis auf Grundlage einer Auflösungsvereinbarung zu beenden. Der beigelegte Vertragsentwurf sah eine Abfindung von Fr. 115'000.-- vor, die dem Arbeitnehmer zusätzlich zu seinem Lohn für den Monat Mai 2021 zustehen würde. Die Arbeitgeberin präzisierte, das Angebot sei bis 20. Juni 2021 gültig. Der Arbeitnehmer unterzeichnete den vorgeschlagenen Vertrag nicht. Trotz umfangreicher Korrespondenz kam es in der Folge zu keiner einvernehmlichen Lösung. Am 25. Juni 2021 kündigte der Arbeitnehmer den Arbeitsvertrag aus wichtigem Grund fristlos. A.e. Mit Eingabe vom 25. Juni 2021 beantragte der Arbeitnehmer der FIFA, die Arbeitgeberin sei zur Zahlung von Fr. 29'166.-- (ausstehender Lohn für den Monat Juni 2021), Fr. 9'000.-- (ausstehender Bonus) sowie Fr. 700'000.-- (Schadenersatz wegen Vertragsverletzung), zuzüglich Zins zu 5 % seit 25. Juni 2021, zu verpflichten. Mit Eingabe vom 22. Juli 2021 bestritt die Arbeitgeberin die Zuständigkeit der FIFA unter anderem mit der Begründung, es handle sich nicht um eine internationale, sondern um eine nationale arbeitsrechtliche Angelegenheit; zudem könne der Arbeitnehmer nicht als Fussballtrainer ( " coach ") im Sinne des FIFA-Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern (Regulations for the Status and Transfer of Players) betrachtet werden, sondern sei als "Head of the performance department" angestellt worden. Am 20. August 2021 leitete die FIFA dem Arbeitnehmer die Antwort der Arbeitgeberin weiter und teilte ihm hinsichtlich der erhobenen prozessualen Einwände mit, die FIFA erscheine nicht zuständig für Klagen von Fitnesscoaches. Mit Schreiben vom 24. August 2021 bekräftigte der Arbeitnehmer seinen Standpunkt, dass er als Fussballtrainer zu betrachten sei, und bestand auf einen formellen Entscheid. Am 29. September 2021 teilte die FIFA die Eingabe des Arbeitnehmers vom 24. August 2021 der Arbeitgeberin mit und informierte die Parteien darüber, dass die Sache dem Einzelrichter ("Sin gle Judge") der FIFA-Kommission für den Status von Spielern (Playe rs' Status Committee) zur Beurteilung überwiesen worden sei. Mit Entscheid vom 12. Oktober 2021 erklärte sich der Einzelrichter der Kommission für den Status von Spielern der FIFA für zuständig, er hiess die Klage des Arbeitnehmers teilweise gut und verpflichtete die Arbeitgeberin zur Zahlung von Fr. 20'833.33 für ausstehenden Lohn sowie von Fr. 700'000.-- Schadenersatz wegen Vertragsverletzung, jeweils zuzüglich Zins.