Citation: 4A_594/2020 E. 5.3

5.3. Was der Beschwerdeführer vor Bundesgericht gegen die Erwägungen der Vorinstanz vorbringt, verfängt nicht: Es ist zwar zutreffend, dass sich der Beschwerdeführer an anderen Stellen der vorinstanzlichen Berufungsschrift auf den Standpunkt stellte, dass die Fälligkeit der Darlehensrückforderung noch nicht eingetreten sei. Etwas anderes erwog auch die Vorinstanz nicht. Sie legte im Gegenteil ausdrücklich dar, dass der Beschwerdeführer diese Auffassung in anderem Kontext in seiner Berufungsschrift vertreten habe. Die Vorinstanz kam aber zum Schluss, dass der Beschwerdeführer sein Argument, dass die Fälligkeit entgegen der Auffassung der Erstinstanz nicht per Ende 2012 eingetreten sei, direkt aus der genannten Parteiaussage des Beschwerdegegners ableite und sich in diesem Zusammenhang in seiner Berufungsschrift mit der Auffassung des Beschwerdegegners (Fälligkeit der Rückzahlungsforderung per Ende des Jahres 2013) "identifiziere" und diese dem Berufungsentscheid zu Grunde gelegt haben wolle. Letzteres qualifiziert der Beschwerdeführer als willkürlich. Er habe "keine materielle Wahrheit" übernommen, das Darlehen sei per Ende 2013 zur Rückzahlung fällig, sondern er habe "durchwegs" die Ansicht vertreten, die Fälligkeit sei nicht eingetreten. Die genannte Parteiaussage müsse sodann nach den "einschlägigen Bestimmungen der ZPO" aufgeteilt werden, nämlich einerseits in das "Zugeständnis", wonach das Darlehen (noch) nicht per Ende 2012 zurückzuzahlen sei, und anderseits in das Vorbringen, die Rückzahlungsfälligkeit trete per Ende 2013 ein. Damit vermag der Beschwerdeführer keine Willkür aufzuzeigen: Es ist zwar richtig, dass der Beschwerdeführer - wie gerade dargelegt - vor der Vorinstanz vorgebracht hat, dass die Fälligkeit der Rückzahlungsforderung nicht eingetreten sei. Ebenso mag die genannte Parteiaussage des Beschwerdegegners so "aufgespalten" werden, wie der Beschwerdeführer es nun vor Bundesgericht machen will. Es ist aber unter den vorliegenden Umständen des konkreten Einzelfalls zumindest nicht gerade offensichtlich unrichtig (Erwägung 2.1), wenn die Vorinstanz die Berufungsschrift des Beschwerdeführers so interpretierte, dass dieser im konkreten Kontext den Standpunkt des Beschwerdegegners über die Fälligkeit der Darlehensrückforderung (Fälligkeit per 31. Dezember 2013) übernommen und sich damit in Widerspruch zu seiner andernorts vertretenen Auffassung (keine Fälligkeit der Forderung) gesetzt hat. Für die Annahme der Fälligkeit der Darlehensrückforderung per 31. Dezember 2013 behaftete die Vorinstanz den Beschwerdeführer somit auf seinen "eigenen Vorbringen" in der Berufungsschrift. Inwiefern damit die Art. 55 Abs. 1 oder Art. 229 Abs. 1 ZPO verletzt worden wären, ist weder hinreichend dargetan (Erwägung 2.1), noch ersichtlich.