Citation: 9C_578/2024 E. 4.3.2

4.3.2. Auch mit diesen Argumenten vermag die Beschwerdeführerin nicht durchzudringen. Das angefochtene Urteil weicht nicht von den für den hier massgeblichen Teilbereich der Offshore- oder Domizilgesellschaften im Ausland gültigen Regeln der Beweislastverteilung ab. Für Leistungen an ausländisch domizilierte Offshore-Gesellschaften, welche von Personen mit Domizil im Inland beherrscht werden, wird eine Steuerbefreiung verweigert, es sei denn, es werde der Nachweis erbracht, dass der Leistungsort sich im Ausland befinde bzw. die Leistungsempfängerin den Sitz ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit dort habe, wobei sehr strenge Anforderungen gestellt werden (vgl. oben E. 2.3.2). Es steht im Einklang mit diesen Grundsätzen und Anforderungen, wenn die Vorinstanz hier erwogen hat, dass die Kriterien einer passiven Investmentgesellschaft allesamt erfüllt seien und die Beschwerdeführerin auch den Nachweis nicht erbracht habe, wonach der wirtschaftlich Berechtigte im Ausland wohnhaft bzw. ansässig sei. Ausgehend davon erweist sich auch die weitere Schlussfolgerung des Bundesverwaltungsgerichts als rechtskonform: Für den Fall, dass das Domizil des wirtschaftlich Berechtigten sich - wie hier - im Inland befinde, habe ein sog. Durchgriff zu erfolgen und hätten die erbrachten Leistungen als im Inland erfolgt zu gelten. Was die Beschwerdeführerin weiter dagegen einwendet, beschränkt sich im Wesentlichen darauf, dem Bundesverwaltungsgericht in zahlreichen Einzelpunkten gänzlich unbelegt und rein appellatorisch ihre abweichende Sichtweise der Faktenlage entgegenzuhalten, was nicht geeignet ist, die vorinstanzliche Beweiswürdigung als geradezu offensichtlich unzutreffend (vgl. oben E. 1.3) erscheinen zu lassen. Auch sonst sind keine Gesichtspunkte ersichtlich, die etwas daran zu ändern vermöchten, dass das Bundesverwaltungsgericht die durch die ESTV vorgenommene Nachforderung zu Recht bestätigt hat.