Citation: 5A_1028/2020 E. 3.2

3.2. Das Obergericht ist von einem anderen Ansatzpunkt als das Bezirksgericht ausgegangen. Aufgrund des Kausalitätsprinzips sei zuerst die Gültigkeit des Grundgeschäfts zu überprüfen. Der Beschwerdeführer berufe sich diesbezüglich auf zwei am 26. Februar 1998 mit C.________ geschlossene Darlehensverträge, mit welchen er (der Beschwerdeführer) sich zur Bezahlung eines Darlehens von Fr. 1,2 Mio. und eines weiteren Darlehens von Fr. 1,3 Mio. verpflichtet habe, wobei ihm C.________ noch eine Rückzahlung von Fr. 2'390'000.-- schuldig sei. Der Beschwerdegegner bestreite das Vorliegen gültiger Darlehensverträge. Das Obergericht hat diesbezüglich erwogen, der Beschwerdeführer habe zwei vom 26. Februar 1998 datierende Darlehensverträge verurkundet, in denen er sich zur Gewährung zweier Darlehen über Fr. 1,2 Mio. bzw. Fr. 1,3 Mio. verpflichtet habe. In Ziff. 4 der Verträge sei festgehalten, dass C.________ als Sicherheit nach erfolgtem Börsengang der G.________ AG Aktien derselben im Nennwert von Fr. 1,2 Mio. bzw. Fr. 1,3 Mio. in einem vom Beschwerdeführer zu bezeichnenden Depot hinterlege. Zum Beweis für die Auszahlung der Darlehen habe der Beschwerdeführer eine Aktennotiz vom 25. Mai 1998 mit einer von ihm und C.________ am 1. Oktober 1998 unterschriebenen handschriftlichen Ergänzung eingereicht. Der Text sei jedoch auf der eingereichten Kopie teilweise abgedeckt worden. Offengelegt worden seien lediglich Ziff. 4 der Notiz und die handschriftliche Ergänzung. In lit. e der Aktennotiz sei von einer "Kaufpreisrestanz" und nicht etwa von einem noch ausstehenden Darlehensbetrag die Rede. Dies lege die Vermutung nahe, dass es in der teilweise abgedeckten und geschwärzten Aktennotiz nicht um die Auszahlung eines Darlehens, sondern um eine Kaufpreiszahlung gehe. Auf Aufforderung des Bezirksgerichts hin habe der Beschwerdeführer unabgedeckte und ungeschwärzte Beilagen eingereicht. Die Aktennotiz belege, dass sich der Beschwerdeführer per 20. Februar 1998 zu 10 % am Kapital der G.________ AG beteiligt habe, indem er von C.________ Aktien zum Kaufpreis von Fr. 2,5 Mio. erwerben sollte. Die beiden Darlehensverträge hätten zur Finanzierung des Kaufpreises durch den offensichtlich vorleistungspflichtigen Beschwerdeführer gedient und sollten erlöschen, sobald dem Beschwerdeführer die Stückzahlen der Aktien mitgeteilt worden wären, die C.________ für ihn treuhänderisch aufbewahren sollte. Das Obergericht hat weiter erwogen, der Beschwerdeführer sei ausserdem am 16. Dezember 2014 in einem gegen C.________ geführten Strafverfahren als Auskunftsperson einvernommen worden. Aus den Aussagen gehe hervor, dass der Beschwerdeführer den Betrag von Fr. 2,5 Mio. seiner Ansicht nach in die G.________ AG investiert und als Gegenwert Aktien erhalten habe, die C.________ treuhänderisch für ihn verwaltet habe. Entsprechend habe er angegeben, nicht C.________, sondern er selber sei Eigentümer der Aktien gewesen. Die Aussagen des Beschwerdeführers - so das Obergericht - sprächen gegen die Gewährung rückzahlungspflichtiger Darlehen bzw. für den Untergang einer allfälligen Rückzahlungsforderung infolge Erwerbs der Aktien der G.________ AG. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers lägen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass C.________ der Aktennotiz zufolge lediglich beabsichtigt habe, nach erfolgtem Börsengang mit dem Erlös aus dem Verkauf eines Teils der Aktien der G.________ AG die Darlehen zurückzubezahlen, und die Darlehensschuld aufgrund des gescheiterten Börsengangs weiter bestehe. Ebenso wenig deute die Aktennotiz entgegen einem weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers darauf hin, dass anlässlich der Vertragsverhandlungen lediglich alternativ die Tilgungsmöglichkeit durch eine Übertragung von Aktien der G.________ AG erwähnt und diese von einem erfolgreichen Börsengang abhängig gemacht worden wäre. Das Obergericht hat jedoch schliesslich ausdrücklich offen gelassen, wie es sich tatsächlich verhalten hat. In Würdigung der Aktennotiz vom 25. Mai 1998, der Aussagen des Beschwerdeführers vom 16. Dezember 2014 und seines Prozessverhaltens erscheine jedenfalls zweifelhaft, dass mit den beiden Darlehensverträgen rückzahlungspflichtige Darlehen gewährt worden seien bzw. eine allfällig von C.________ eingegangene Darlehensschuld heute noch offen sei. Es deute vielmehr einiges darauf hin, dass der Beschwerdeführer als Gegenleistung für seine Zahlung von Fr. 2,5 Mio. Aktien der G.________ AG im entsprechenden Betrag erhalten habe und die Schuld von C.________ damit untergegangen sei. Dem Beschwerdeführer misslinge damit der ihm obliegende Beweis für den Bestand der geltend gemachten pfandgesicherten Grundforderung. Als beweisbelastete Partei trage er die Folgen der Beweislosigkeit.