Citation: 1P.766/1999 10.04.2000 E. B

B.- Annamarie Frischknecht, Arthur Hofmann und Peter Schubiger schrieben im Juni 1997 einen Ideenwettbewerb für die Überbauung der Parzelle Nr. 226 aus. Die vier eingegan- genen Projekte wurden am 24. September 1997 vom Preisge- richt, welches aus einer Vertreterin des Ingenieurbüros Cavigelli und Partner sowie je zwei Vertretern der Gemeinde Sagogn und der Grundeigentümer bestand, bewertet. Auf Antrag der Eigentümer wurde in der Folge für das Gebiet Fri das Quartiergestaltungsplanverfahren einge- leitet; der Einleitungsbeschluss wurde am 9. Januar 1998 im kantonalen Amtsblatt publiziert und blieb unangefochten. Die Hofmann Bauherrenbetreuungs AG arbeitete im Auftrag der Eigentümer einen Quartiergestaltungsplan für die Parzelle Nr. 226 aus, welcher im Nord-Teil der Parzelle (Baufenster C) Bauten mit Firsthöhen bis zu 13.5 m und Ge- bäudehöhen bis zu 10 m zuliess. Er wurde vom 26. Juni 1998 bis zum 27. Juli 1998 öffentlich aufgelegt. Robert und Claudia Straub-Bundi, Miteigentümer der im Norden an das Quartierplangebiet angrenzenden Parzelle Nr. 189, erhoben am 25. Juli 1998 Einsprache, mit welcher sie unter anderem die im Baufenster C vorgesehenen massiven Wohnblöcke mit Gebäude- und Firsthöhen von bis zu 10 bzw. 13.5 m, daneben aber auch allgemein die fehlende Einordnung der geplanten Überbauung in den Charakter des Quartiers kritisierten. Nach einer Aussprache mit den Einsprechern wurde der Quartiergestaltungsplan überarbeitet, wobei insbesondere die First- und Gebäudehöhen reduziert wurden, im Baufenster C beispielsweise von 13,5 m auf 12 m bzw. von 10 m auf 9 m. Robert und Claudia Straub-Bundi beantragten, den abgeänder- ten Quartiergestaltungsplan nicht zu genehmigen. Mit Beschluss vom 17. Mai 1999 genehmigte der Ge- meindevorstand Sagogn den abgeänderten Quartiergestaltungs- plan Fri und wies die Einsprache von Robert und Claudia Straub-Bundi ab. Robert und Claudia Straub-Bundi rekurrierten gegen diesen Beschluss des Gemeindevorstandes Sagogn ans Verwal- tungsgericht des Kantons Graubünden mit dem Antrag, ihn aufzuheben und die Genehmigung des Quartierplanes Fri zu verweigern. Mit Urteil vom 26. Oktober 1999, welches es den Parteien am 12. November 1999 zustellte, trat das Verwal- tungsgericht auf den Rekurs nicht ein, soweit die Rekurren- ten die Zulässigkeit der Quartierplanung als solche bestrit- ten, da nach Art. 101 Abs. 3 BauG derartige Einwände gegen die Einleitung des Verfahrens hätten erhoben werden müssen und daher im Plangenehmigungsverfahren nicht mehr zulässig seien. Die übrigen Einwände hielt es für unbegründet, wes- halb es den Rekurs abwies, soweit es darauf eintrat.