Citation: 6B_1095/2017 E. 3.5

3.5. Unbegründet sind die weiteren, in diesem Zusammenhang von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Einwände. In der Rechtsmittelbelehrung des Strafbefehls vom 28. Mai 2015 wird darauf hingewiesen, dass die beschuldigte Person und weitere Betroffene beim Statthalteramt Dietikon innert 10 Tagen schriftlich Einsprache erheben können. Diese Rechtsmittelbelehrung ist nicht irreführend, falsch oder unvollständig. Wenn die Beschwerdeführerin die Rechtsmittelbelehrung dahingehend interpretiert, dass die Frist bereits vor Aushändigung des Strafbefehls bzw. zehn Tage nach dem Datum des Strafbefehls abgelaufen ist, ist dies nicht auf die angeblich unzureichende Rechtsmittelbelehrung zurückzuführen. Vielmehr wäre es auch für die rechtsunkundige Beschwerdeführerin zumutbar gewesen, sich über die Anfechtungsmöglichkeiten zu erkundigen. Zudem ging die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Ausführungen ohnehin davon aus, der Strafbefehl sei ihr bereits früher zugestellt worden. Der Zusatz, die Rechtsmittelfrist beginne "mit der Zustellung" zu laufen, hätte sie in diesem Fall ebenfalls nicht vor einem Irrtum bewahrt. Sie hätte die Rechtsmittelfrist ebenfalls für abgelaufen gehalten, weshalb das Fehlen des Hinweises auf den Fristenlauf nicht kausal für den behaupteten Irrtum war.