Citation: 2C_204/2018 E. 6.3.3

6.3.3. Der Beschwerdeführer erfüllt keines dieser Risikoprofile und ist nicht exilpolitisch aktiv geworden; die Zulässigkeit seines Wegweisungsvollzugs in die Türkei ist somit auch unter Berücksichtigung der Situation nach dem Putschversuch gegeben. Dass der Beschwerdeführer über ein Konto bei der Bank D.________ verfügt, steht dem Vollzug seiner Wegweisung nicht entgegen, zumal er in keinem der bisherigen Verfahren Unterlagen eingereicht hat, welche die entsprechende Parteibehauptung belegen. Soweit er darauf hinweist, sich als aramäischer Christ in der Türkei zahlreichen Nachteilen ausgesetzt zu sehen, mögen solche bestehen; von einer "eigentlichen Kollektivverfolgung von aramäischen Christen in der Türkei" kann nach dem Bericht des SEM aber nicht ausgegangen werden; die derzeitige Problematik sei politischer und nicht religiöser Natur. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was beim Vollzug seiner Wegweisung auf ein "real risk" einer Verletzung von Art. 3 EMRK schliessen liesse. Der Beschwerdeführer hat die Möglichkeit sich andernorts als in der Provinz U.________ niederzulassen, von wo er und seine Familie stammen. Selbst ein Wegweisungsvollzug dorthin ist nach dem Bericht des SEM nicht generell unzumutbar. Es ist deshalb auch nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz davon abgesehen hat, das Amt für Migration anzuhalten, beim SEM um eine vorläufige Aufnahme nachzusuchen. Eine solche ist bei einer längerfristigen Freiheitsstrafe, wie sie gegen den Beschwerdeführer ausgesprochen wurde, nur im Fall einer Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs denkbar, indessen nicht bei einer blossen Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit (vgl. Art. 83 Abs. 7 i.V.m. Art. 83 Abs. 2 und 4 AuG).