Citation: 7B_134/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) ist erstellt, dass H.________ sich bei seinen Vergabeentscheiden zugunsten der Einzelunternehmung A.________ von den in Aussicht gestellten Provisionszahlungen beeinflussen lassen hat respektive seinen eigenen monetären Interessen ein höheres Gewicht als den von ihm zu wahrenden Interessen der B.________ Gesellschaften zugemessen hat (angefochtenes Urteil S. 20). Gemäss Vorinstanz hat aus dem Verhalten von H.________ für B.________ und die B.________ Gesellschaften in mehrfacher Hinsicht eine Vermögensschädigung resultiert: Einerseits habe H.________ den wirksamen Wettbewerb zwischen mehreren Anbietern ausgeschaltet, indem er entweder a priori auf eine Ausschreibung verzichtet und die Aufträge konkurrenzlos an Unternehmen vergeben habe, die Provisionszahlungen an ihn geleistet hätten, oder aber von Preisverhandlungen mit Konkurrenten abgesehen habe, damit die von ihm favorisierten Unternehmer mit den vermeintlich besten Angeboten aufwarten konnten. Andererseits habe H.________ eine zusätzliche künstliche Verteuerung der betroffenen Bauarbeiten bewirkt, da die Unternehmen andernfalls jene Beträge, die sie in Form von Bestechungsgeldern an ihn entrichteten, von ihren Offerten hätten subtrahieren können, ohne dass sie dadurch die gewünschte Marge verloren hätten. Damit hätten die Bauprojekte für die Bauherrschaft im Ergebnis geringere Kosten in Höhe jenes Betrags verursacht, den H.________ in Form von Vermittlungsprovision vereinnahmt habe. Da H.________ die ihm von den Bauunternehmen ausgerichteten Zuwendungen entgegen seiner auftragsrechtlichen Verpflichtung nicht an die Privatklägerschaft abgeliefert habe, sei dieser ein Vermögensschaden zumindest in Höhe der insgesamt von den Bauunternehmen an ihn ausbezahlten Kick-Back-Leistungen, die sich im Fall der Einzelunternehmung A.________ auf Fr. 51'489.55 beliefen, mutmasslich jedoch in noch grösserem, aber nicht bezifferbarem Ausmass entstanden. Die von H.________ verlangten Provisionsleistungen seien damit direkt kausal für eine Verminderung der Aktiven der Bauherrschaft gewesen (angefochtenes Urteil S. 36 f.).