Citation: 2C_498/2022 E. 5.3

5.3. Vorab braucht nicht weiter auf die umfangreichen Ausführungen des Beschwerdeführers betreffend das gegen ihn hängige Strafverfahren wegen häuslicher Gewalt an seiner Ehefrau eingegangen zu werden, in denen er die erhobenen Anschuldigungen als erfunden darstellt. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, ist vorliegend einzig massgebend, ob der Beschwerdeführer selbst Opfer häuslicher Gewalt geworden ist, damit er über ein Aufenthaltsrecht gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AIG verfügt. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung verlangt, dass die eheliche Gewalt und deren Schwere in geeigneter Weise glaubhaft gemacht werden muss (vorne E. 4.4). Der Beschwerdeführer vermag jedoch die Anschuldigungen, die er gegen seine Ehefrau erhebt, nicht weiter zu belegen. Ärztliche Hilfe hat er keine in Anspruch genommen und Verletzungen sind nicht dokumentiert, obschon er unmittelbar nach dem Vorfall vom 25. September 2020 von der Polizei einvernommen wurde und seine Vorwürfe erstmals erhoben hat. Ebensowenig hat er eine spezialisierte Fachstelle aufgesucht, bei der er hätte Hilfe erlangen können, ohne seine Ehefrau anzeigen zu müssen. Die Vorinstanz erachtet die behauptete physische eheliche Gewalt deshalb als wenig glaubhaft. Der Beschwerdeführer beschränkt sich in dieser Hinsicht weitgehend auf appellatorische Kritik. Inwiefern die Vorinstanz die verschiedenen Beweismittel in nicht korrekter Weise gewürdigt hätte, begründet der Beschwerdeführer nicht weiter, sondern argumentiert pauschal, dass die Vorinstanz einen anderen Sachverhalt festgestellt hat, der nicht seiner Darstellung der Geschehnisse entspreche. Dies alleine reicht für eine willkürliche Feststellung des Sachverhaltes jedoch nicht aus (E. 2.2).