Citation: 4A_403/2022 E. 4

Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, die beiden Beschwerdegegnerinnen hätten keine einfache Gesellschaft gebildet. Entsprechend liege keine gemeinschaftliche Gläubigerschaft vor und die Beschwerdegegnerinnen hätten die Forderung nicht gemeinschaftlich, sondern je nur einen Teil einklagen dürfen. Die Vorinstanz schloss gestützt auf zahlreiche "Indizien" sowie "Urkunden", dass sich die Beschwerdegegnerinnen in Bezug auf das streitgegenständliche Bauprojekt und damit auch hinsichtlich der anspruchsbegründenden Vereinbarung vom 18. März 2019 zu einer einfachen Gesellschaft zusammengeschlossen hätten. Sie verwies namentlich auf die Arbeitsteilung der beiden Beschwerdegegnerinnen und den Ablauf der Vertragsverhandlungen, der Rechnungsstellung sowie der Zahlungen. Gestützt darauf erkannte das Handelsgericht, dass die Beschwerdegegnerinnen gewillt gewesen seien, einen gemeinsamen Zweck mit gemeinsamen Mitteln zu verfolgen, und dass sie hierfür organisatorisch zusammengewirkt und Fähigkeiten, Kompetenzen sowie Arbeitskraft vereinigt hätten. Dem stellt die Beschwerdeführerin in frei gehaltenen Ausführungen ihre eigene Sicht der Geschehnisse gegenüber. Den Beschwerdegegnerinnen wirft sie vor, "widersprüchlich" zu argumentieren, und der Vorinstanz kreidet sie an, die im Recht liegenden Akten unrichtig interpretiert zu haben. Sie verweist auf Beweismittel, "welche gründlich betrachtet nicht dasselbe wiedergeben, wie die Vorinstanz erkennt". Inwiefern aber das Handelsgericht Bundesrecht verletzt haben sollte, wenn es gestützt auf den von ihm festgestellten Sachverhalt auf das Bestehen einer einfachen Gesellschaft schloss (dazu Art. 530 OR und BGE 137 III 455 E. 3.1; Urteil 4A_421/2020 vom 26. Februar 2021 E. 3.1; ferner BGE 142 III 782 E. 3.1.1; 140 III 150 E. 2.2; Urteil 4A_487/2021 vom 14. Dezember 2021 E. 5.1 f.), zeigt sie nicht auf. Dabei hat es sein Bewenden.