Citation: 5A_62/2023 E. 4.1.2

4.1.2. Die Beschwerdeführerin wirft dem Kantonsgericht vor, übersehen zu haben, dass die Beschwerdegegner "gar kein Baugesuch einreichen und auch kein Bauvorhaben ausführen" wollen. Gemäss dem Rechtsbegehren sei die Wasserversorgung V.________ (und somit die Gemeinde V.________) Bauherrin für die streitige Wasserleitung. Ausserdem würde sich die privatrechtliche Seite des Vorhabens von selbst erledigen, wenn die Wasserleitung öffentlich-rechtlich tatsächlich bewilligt würde. Der Grund liege darin, dass für eine solche Baubewilligung die Anforderungen von Art. 24 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (RPG; SR 700) erfüllt sein müssten. Diese Kriterien seien sehr streng und äusserst selten erfüllt. Wenn sie tatsächlich erfüllt wären, wäre auch die zivilrechtliche Notlage für die Einräumung eines Durchleitungsrechts nachgewiesen. Aus diesen Gründen sei es für sie, die Beschwerdeführerin, nicht zumutbar, dass die Beschwerdegegner ein privatrechtliches Verfahren anstrengten für etwas, das öffentlich-rechtlich gar nicht und auf jeden Fall nicht mit der beabsichtigten Linienführung bewilligt werden könne. Die Beschwerdegegner hätten es in den letzten sechs Jahren in der Hand gehabt, wenigstens ein Baugesuch für die Wasserleitung einzureichen, sodass zumindest die erstinstanzliche raumplanungsrechtliche Beurteilung längst vorliegen würde.