Citation: 8C_5/2022 E. 4.3

4.3. Das kantonale Gericht ging von einem Integritätsschaden von 20 % aus. Dabei stellte es insbesondere auch auf die Einschätzung des Dr. med. D.________ im Gutachten vom 30. August 2018, d.h. zum massgeblichen Zustand vor Einsatz der Schultertotalprothese ab (vgl. Urteile 8C_906/2015 vom 12. Mai 2015 E. 5.1; 8C_600/2007 vom 28. April 2008 E. 2.1.2; U 313/02 vom 4. September 2003 E. 3 mit Hinweisen). Darin bezifferte der Gutachter den Integritätsschaden in Berücksichtigung der Bewegungseinschränkung des Schultergelenks, der Schmerzsymptomatik und der Gebrauchsfähigkeit des Arms mit 20 %. Der Gutachter berücksichtigte somit die massgeblichen Kriterien. Die dieser Einschätzung zugrunde liegende Ermessensausübung ist zudem mit Blick auf die Werte der Suva-Tabelle 1 zum Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten nicht bundesrechtswidrig. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin liegt keine augenfällige Diskrepanz zwischen den Angaben in der Suva-Tabelle 1 und der Höhe der Integritätsentschädigung aufgrund der Beweglichkeit des Schultergelenks sowie der Einsatzfähigkeit des Armes vor. Es kann insbesondere darauf hingewiesen werden, dass gemäss dem Gutachter noch eine gewisse Restbeweglichkeit bestand. Dies wurde auch im Bericht der Haushaltsabklärung der IV-Stelle am 5. April 2018 festgehalten, wonach die Beschwerdeführerin den Arm bis auf Brusthöhe heben könne, wobei die Hand alsdann zittere. Auch erweckt keine Zweifel an der gutachterlichen Einschätzung, dass PD Dr. med. E.________ von einem Integritätsschaden von 25 % ausging, nannte dieser doch keine vom Gutachter unerkannt oder ungewürdigt gebliebenen Aspekte. Die Vorinstanz verletzte auch kein Bundesrecht, indem sie berücksichtigte, dass behandelnde Ärzte in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc). Ins Leere zielt der Einwand in der Beschwerde, der Gutachter sei von einem degenerativen Vorzustand ausgegangen. Die Beschwerdeführerin zeigt damit nicht auf, inwiefern sich dies zu ihren Ungunsten auf die Bemessung des Integritätsschadens durch Dr. med. D.________ ausgewirkt haben soll. Dies ist sodann auch nicht ersichtlich, nachdem der Gutachter das gesamte Beschwerdeausmass bei der Einschätzung des Integritätsschadens berücksichtigte.