Citation: 6B_641/2021 E. 1.5.5

1.5.5. Betreffend den subjektiven Tatbestand ist dem angefochtenen Urteil zu entnehmen, dass B.________ dem Beschwerdeführer ausdrücklich sagte, sie wolle weggehen. Ohne Erfolg bleibt sein Einwand, B.________ habe diese Aussage nur gegenüber der Polizei und nicht als Zeugin im Verfahren getätigt, weshalb nicht erstellt sei, dass sie dies tatsächlich gesagt habe. Soweit der Beschwerdeführer damit auf eine Verletzung seines Teilnahmerechts (Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK und Art. 147 Abs. 1 StPO; siehe dazu BGE 143 IV 397 E 3.3.1 f.; Urteil 6B_1080/2020 vom 10. Juni 2021 E. 5; je mit Hinweisen) oder seines Konfrontationsanspruchs (siehe dazu BGE 133 I 33 E. 3.1; 131 I 476 E. 2.2; Urteil 6B_1394/2020 vom 13. Dezember 2021 E. 1.2.1; je mit Hinweisen) anspielen will, so erwägt die Vorinstanz zutreffend, dass keine solche Verletzung erkennbar ist. Konkrete Gründe, weshalb der Aussage ihr Beweiswert abzusprechen wäre, nennt der Beschwerdeführer weiter keine und sind auch keine ersichtlich. Er wusste somit, dass ihr Verbleib unfreiwillig war. Unwidersprochen blieb im Übrigen die Erwägung der Vorinstanz, wonach seine gegenteilige Darstellung auch aufgrund der eingesetzten Gewalt als Schutzbehauptung zu werten sei. In ähnlicher Weise führt die Vorinstanz zum Willensmoment aus, dass der Beschwerdeführer angesichts der massiven psychischen und vor allem auch körperlichen Einwirkung entgegen seinen Vorbringen mit der Absicht gehandelt habe, B.________ festzuhalten. Es sei ihm einzig um die Durchsetzung seiner Interessen gegangen; er habe mit direktem Vorsatz gehandelt. Auch diese Schlussfolgerung hält einer Willkürprüfung stand. Das Argument des Beschwerdeführers, es fehle am erforderlichen Willen, da er nicht planmässig vorgegangen sei, verfängt nicht. Für die Annahme von Vorsatz ist nur erforderlich, dass der Täter die Tat mit Wissen und Willen ausführt (Art. 12 Abs. 2 Satz 1 StGB). Nicht verlangt wird, dass er von Beginn weg einen ausgeklügelten Plan verfolgt und bereits genau abschätzen kann, wie das Opfer reagieren resp. wie gut der Plan im Allgemeinen funktionieren wird. Die Vorinstanz hält hierzu fest, der Beschwerdeführer habe das Treffen initiiert und hierfür entsprechend auf B.________ eingewirkt, weshalb nicht von einer spontanen und ungeplanten Handlung gesprochen werden könne. Es sei lediglich davon auszugehen, dass nicht von Anfang an beabsichtigt gewesen sei, derart massiv gegen sie vorzugehen. Daraus, dass er dies aber schlussendlich tat, durfte die Vorinstanz willkürfrei schliessen, dass er sie nicht nur wissentlich, sondern auch willentlich entführt und ihrer Freiheit beraubt hat.