Citation: I 415/01 26.11.2002 E. 5

5.1 Die Vorinstanz hat den Einkommensvergleich per 1998 durchgeführt und bezüglich des Valideneinkommens gegenüber 1997 eine Nominallohnentwicklung von 3 % angenommen. Diese Annahme wird zu Recht beanstandet, da die Nominallohnentwicklung im Bereich "Verarbeitendes Gewerbe; Industrie" im Jahre 1998 lediglich 0,8 % und auch im Bereich "Nominal total" nur 0,7 % betrug (Die Volkswirtschaft 2002, Heft 9, S. 89 Tabelle B 10.2 ). 5.2 Im Weiteren ist das Abstellen auf das Jahr 1998 als Grundlage für den Einkommensvergleich unkorrekt. 5.2.1 Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts sind für die Vornahme des Einkommensvergleichs die hypothetischen Erwerbseinkommen im Zeitpunkt des Beginns eines allfälligen Rentenanspruchs massgebend. Bevor die Verwaltung über einen Leistungsanspruch befindet, muss sie indessen prüfen, ob allenfalls in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Veränderung der hypothetischen Bezugsgrössen eingetreten ist. Gegebenenfalls hat sie vor ihrem Entscheid einen weiteren Einkommensvergleich durchzuführen (noch nicht in der Amtlichen Sammlung veröffentlichtes Urteil D. vom 23. Mai 2002 Erw. 4a, U 234/00; Urteil S. vom 9. August 2002 Erw. 3.1, I 26/02). 5.2.2 Die Versicherte meldete sich am 21. Februar 1997 zum Leistungsbezug an, womit grundsätzlich die Nachzahlung von Leistungen bis Februar 1996 ohne qualifizierte Erfordernisse möglich gewesen wäre (Art. 48 Abs. 2 IVG Satz 1). Seit 15. Dezember 1995 war die Versicherte wegen ihrer gesundheitlichen Beschwerden nicht mehr erwerbstätig. Gemäss dem Bericht des Dr. med. P.________, Allgemeinmedizin FMH, vom 24. März 1997 betrug die Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf ab 18. Dezember 1995 bis 8. Mai 1996 100 %, ab 9. bis 29. Mai 1996 50 %, ab 30. Mai bis 8. September 1996 100 % und ab 9. September 1996 bis auf weiteres 50 %. Damit war die Versicherte ab 18. Dezember 1995 während eines Jahres in rentenbegründendem Ausmass arbeitsunfähig, weshalb der allfällige Rentenbeginn in den Monat Dezember 1996 fällt (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG; BGE 121 V 274 Erw. 6b/cc). Es sind daher zuallererst die in diesem Zeitpunkt bestehenden Einkommensverhältnisse zu berücksichtigen. 5.2.3 Das Valideneinkommen hätte im Jahre 1996 grundsätzlich gleichviel betragen wie im Jahre 1997, nämlich monatlich Fr. 3532.- bzw. jährlich Fr. 45'916.-. Beim Invalideneinkommen ist gestützt auf die LSE 1996 vom Durchschnittsverdienst für mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor beschäftigte Frauen von monatlich Fr. 3455.- (Tabelle A1; bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) auszugehen, was umgerechnet auf eine wöchentliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden im Jahre 1996 (Die Volkswirtschaft 2002, Heft 9, S. 88 Tabelle B 9.2) ein Einkommen von Fr. 43'429.- ergibt. Unter Berücksichtigung des gutachterlich festgestellten zumutbaren Arbeitspensums von 70 % (Erw. 2 hievor) und des leidensbedingten Abzuges von 10 % resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 27'360, was verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 45'916.- zu einem Invaliditätsgrad von 40,41 % bzw. zum Anspruch auf eine Viertelsrente führt. Nichts anderes ergibt sich für den Zeitpunkt des Verfügungserlasses (12. Februar 1999). Das Valideneinkommen beträgt in diesem Rahmen Fr. 46'376.- (Fr. 45'916.- im Jahre 1997; Nominallohnentwicklung "Verarbeitendes Gewerbe; Industrie" 1998: 0,8 %; 1999: 0,2 %; Die Volkswirtschaft 2002, Heft 9, S. 89 Tabelle B 10.2 ), das Invalideneinkommen Fr. 27'840.- (70 % von Fr. 44'190.- [Fr. 44'058.- im Jahre 1998, Erw. 3.1 hiervor; Lohnentwicklung nominal total im Jahre 1999: 0,3 %; Die Volkswirtschaft 2002, Heft 9, S. 89 Tabelle B 10.2 ], davon 10 % leidensbedingter Abzug), was einen Invaliditätsgrad von 40 % ergibt.