Citation: 2C_639/2016 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer bestreitet, dass die Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung verhältnismässig ist. Zu Unrecht: Der Beschwerdeführer ist als nicht süchtiger Kokainhändler tätig geworden. Zusammen mit anderen Mitgliedern einer Organisation hat er äusserst professionell und mit hoher krimineller Energie den Import von rund 13 Kilogramm reinem Kokain von der Dominikanischen Republik in die Schweiz organisiert und ist somit über einen längeren Zeitraum im internationalen Betäubungsmittelhandel tätig gewesen. Die Vorinstanz ist zutreffend davon ausgegangen, dass er ohne Notlage und aus rein finanziellen Motiven die Gesundheit einer Vielzahl von Menschen schwer gefährdet hat. Für eine ausführliche Darstellung der Umstände, die ein öffentliches Interesse an der Ausreise des Beschwerdeführers begründen, kann vollumfänglich auf das angefochtene vorinstanzliche Urteil verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG). Entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift vermögen die privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz das sicherheitspolizeiliche Interesse an seiner Ausreise keineswegs zu überwiegen, weshalb ein Eingriff in die konventions- bzw. verfassungsrechtliche Garantie des Schutzes des Privat- und Familienlebens (Art. 8 Ziff. 2 EMRK; Art. 13 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 36 Abs. 2 BV) auf jeden Fall gerechtfertigt ist. Der Beschwerdeführer ist erst im Alter von 26 Jahren in die Schweiz eingereist und hat die prägenden Kinder- und Jugendjahre in der Dominikanischen Republik verbracht. Er ist mit den Verhältnissen vor Ort, insbesondere mit der Kultur und Sprache, noch immer bestens vertraut, und unterhält nach wie vor persönlichen Kontakt zu dort lebenden Mitgliedern der Familie. Eine besondere Verwurzelung in die hiesigen Verhältnisse wurde im vorinstanzlichen Verfahren nicht festgestellt. Eine Rückreise in die Dominikanische Republik ist somit sowohl ihm wie auch seiner Ehefrau derselben Staatsangehörigkeit und den beiden sich noch im anpassungsfähigen Alter befindenden Kindern zumutbar. Sowohl der Beschwerdeführer wie auch seine Ehefrau haben sich (für sich und die gemeinsamen Kinder) in Schreiben vom 27. April 2015 bzw. vom 25. April 2015 zu ihrer persönlichen und familiären Situation, insbesondere derjenigen der Kinder, äussern können, weshalb der rechtserhebliche Sachverhalt auch ohne die in Art. 12 der UNO-Kinderrechtskonvention vom 20. November 1989 (KRK; SR 01.107) und etwas weniger weitgehend in Art. 47 Abs. 4 AuG sowie Art. 73 Abs. 3 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE; SR 142.201) vorgesehene persönliche Anhörung der Kinder unterbleiben konnte (BGE 124 II 361 E. 3c; Urteil 2C_303/2014 vom 20. Februar 2015 E. 5.1, mit weiteren Hinweisen). Konkrete Anzeichen für eine Gefährdung der Familienmitglieder in der Dominikanischen Republik wurden nicht in das vorinstanzliche Verfahren eingebracht. Die Vorinstanz konnte somit zutreffend und willkürfrei davon ausgehen, dass das öffentliche Interesse an der Ausreise eines Straftäters, der sich auch durch Ehefrau und Kinder nicht davon abhalten liess, aus rein egoistischen Motiven in den internationalen Betäubungsmittelhandel einzusteigen, sein bzw. das persönliche Interesse seiner Familie, die nach wie vor mit den Gegebenheiten im Heimatstaat vertraut ist bzw. sich noch im anpassungsfähigen Alter befindet, überwiegt. Für alles weitere wird auf den zutreffend begründeten vorinstanzlichen Entscheid verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).