Citation: 8C_257/2022 E. 6.4

6.4. Bezüglich der erwerblichen Auswirkungen der Gesundheitsschädigung bemängelt der Beschwerdeführer die Höhe des von der Vorinstanz gewährten leidensbedingten Abzuges. Es hätten zusätzlich auch sein Alter und seine körperlichen und psychischen Limiten berücksichtigt werden müssen. Ob ein (behinderungsbedingter oder anderweitig begründeter) Abzug vom hypothetischen Invalideneinkommen vorzunehmen sei, ist eine Rechtsfrage. Demgegenüber stellt die Höhe des Abzuges eine typische Ermessensfrage dar (BGE 137 V 71 E. 5.1; Urteil 8C_557/2018 vom 18. Dezember 2018 E. 3.4). Dass insoweit eine Bundesrechtsverletzung vorläge, lässt sich nicht ersehen. Ein Abzug wegen der verbleibenden gesundheitlichen Einschränkungen setzt voraus, dass das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum hinzutretende qualitative oder quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit darstellt, das heisst, dass das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versicherten Person realistischerweise noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen. Lediglich wenn - auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt - unter Berücksichtigung solcher Einschränkungen, die personen- oder arbeitsplatzbezogen sein können, kein genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten mehr besteht, rechtfertigt sich allenfalls ein (zusätzlicher) Abzug vom Tabellenlohn (Urteil 8C_48/2021 vom 20. Mai 2021 E. 4.3.3). Dass diese Voraussetzung für einen Abzug vom Tabellenlohn unter diesem Aspekt gegeben sein sollte, das heisst, dass sich die von der Vorinstanz festgestellten psychischen Beeinträchtigungen bei Ausübung leichter Hilfsarbeitertätigkeiten zusätzlich lohnmindernd auswirken könnten, lässt sich nicht ersehen. Zudem ist auch nicht erkennbar, dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten körperlichen Limiten (geringe Belastbarkeit, schnelle Erschöpfung) im Rahmen der von den SMAB-Gutachtern bescheinigten, zeitlich auf 40% beschränkten Arbeitsfähigkeit nicht hinreichend berücksichtigt worden wären. Was des Weiteren das vom Beschwerdeführer angerufene Alter von 58 Jahren bei Verfügungserlass betrifft, gilt es zu beachten, dass gerade Hilfsarbeiten auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt werden und dass sich das Alter bei Männern im Alterssegment von 50 bis 64/65 Jahren bei Stellen ohne Kaderfunktion gemäss den LSE-Erhebungen nicht lohnmindernd auswirkt (BGE 146 V 16 E. 7.2.1 mit Hinweisen). Dass die Vorinstanz beim leidensbedingten Abzug lediglich berücksichtigt hat, dass dem Beschwerdeführer nur noch die Ausübung eines 40%igen Teilzeitpensums zuzumuten ist, lässt sich somit nicht beanstanden.