Citation: 8C_773/2016 E. 4.2.3

4.2.3. Dass der Versicherte keinen Abschiedsbrief hinterliess und zuvor niemandem gegenüber Suizidgedanken geäussert hatte, schliesst eine Selbsttötung ebenfalls nicht aus. Ein Suizid erfolgt aus Sicht der Hinterlassenen nicht selten völlig unerwartet und unerklärlich (vgl. z.B. die Tatumstände gemäss SVR 2016 UV Nr. 31 S. 102, 8C_662/2015 E. 4.2). Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerinnen lässt sich aus dem Fundort des Verstorbenen nichts gegen das Vorliegen einer Selbsttötung ableiten. Dieser spricht weder für noch gegen einen Suizid. Dasselbe gilt auch hinsichtlich des Fundortes des Mobiltelefons, das eingeschaltet neben dem Verstorbenen lag. Selbst wenn der Versicherte noch versucht hätte, jemanden zu alarmieren, wie dies von den Beschwerdeführerinnen geltend gemacht wirdspräche dieser Umstand nicht gegen eine absichtlich zugefügte Stichverletzung. Der Versicherte hätte sich nach zugefügter Verletzung immer noch anders entschieden haben können. Möglich ist zudem, dass der Versicherte es bewusst als Unfall aussehen lassen wollte, musste ihm als Agenturleiter einer Versicherung doch bewusst gewesen sein, dass bei einem Suizid die Unfallversicherung keine Leistungen an die Hinterbliebenen erbringen würde.