Citation: 5P.482/2002 05.05.2003 E. A

Die X.________ AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) hatte am 10. April 2002 die bevorstehende Betriebsschliessung und Entlassung von rund 120 Arbeitnehmern bekanntgegeben. In der Folge wurden zwischen den Sozialpartnern Gespräche zwecks Ausarbeitung eines Sozialplanes aufgenommen. Die Verhandlungen wurden bald unterbrochen, und für deren Wiederaufnahme stellte die Arbeitgeberschaft Bedingungen auf, worauf die Gewerkschaften am 29. Mai 2002 mit Warnstreiks drohten. Tags drauf ersuchte die Beschwerdegegnerin den Kreispräsidenten Jenaz darum, dem zuständigen Sekretär Z.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) der Gewerkschaft W.________ den Zugang zum Werkareal amtlich zu verbieten: Der Beschwerdeführer störe den ordentlichen Betrieb mit Störaktionen in der Belegschaft, hetze die Belegschaft gegen die Geschäftsleitung und den Aktionär auf, verteile Flugblätter mit inhaltlichen Unwahrheiten und beleidigenden Äusserungen gegen die (Besitzer-) Familie F.________, und verbreite in den Medien rufschädigende Meldungen. Der Kreispräsident hiess das Gesuch am selben Tage superprovisorisch gut, bestätigte den Amtsbefehl mit Verfügung vom 25. Juli 2002 und drohte für den Fall des Ungehorsams gegen diese Verfügung die Strafe nach Art. 292 StGB an.