Citation: 4A_562/2017 E. A

A.a. Am 14. August 2013 schlossen die B.________ AG (Beauftragte, Klägerin, Beschwerdegegnerin) und die A.________ AG (Auftraggeberin, Beklagte, Beschwerdeführerin) einen mit "Verkaufsauftrag (im Sinne von Art. 412 ff OR) " betitelten Vertrag ab. Die Beauftragte erhielt den exklusiven Verkaufsauftrag für die Altstadtliegenschaft an der Strasse X.________ (nachfolgend: die Liegenschaft). Der Auftrag wurde bis zum 31. März 2014 befristet. Die Liegenschaft sollte den Interessenten für Fr. 14'000'000.-- angeboten werden, wobei der Mindestverkaufspreis Fr. 13'500'000.-- betragen sollte, vorbehältlich anderweitiger Absprachen. Unter Ziffer 5"Erfolgshonorar" wurde unter anderem vereinbart, dieses betrage bei einem realisieren Verkaufspreis von Fr. 13'500'000.-- 2,1 %, bei einem Preis darunter 1.85 % (Ziffer 5.1). Erfolge die öffentliche Beurkundung nach Ablauf des Auftragsverhältnisses, sei das Honorar geschuldet, wenn der Käufer während der Dauer des Auftragsverhältnisses als Interessent bekannt war (Ziff. 5.3). A.b. Mit Schreiben vom 2. April 2014 teilte die Beauftragte der Auftraggeberin mit, dass es ihr bedauerlicherweise nicht gelungen sei, die betreffende Liegenschaft erfolgreich zu verkaufen. Dem Brief legte sie die Liste aller Interessenten bei, die von ihr im Zusammenhang mit dem Verkaufsauftrag kontaktiert worden seien, mit einigen seien auch Verhandlungen geführt worden. Auf der Liste sind u.a. C.________, D.________ AG, und E.________, F.________ AG, aufgeführt. A.c. Im Sommer 2014 gelangte E.________ an C.________ und informierte diesen darüber, dass der Verkaufspreis der Liegenschaft auf Fr. 12'000'000.-- reduziert worden sei. E.________ entwarf ein Projekt für die Liegenschaft und suchte einen Investor. Am 16. Oktober 2014 wurde die obgenannte Liegenschaft an die G.________ AG, vertreten durch deren Verwaltungsratspräsidenten C.________, zu einem Preis von Fr. 12'000'000.-- verkauft. C.________ übernahm das Projekt von E.________ gegen Entgelt. A.d. Mit Schreiben vom 6. Februar 2015 forderte die Beauftragte von der Auftraggeberin gestützt auf den Vertrag vom 14. August 2013 eine Provision in Höhe von 1.85 % des Kaufpreises von Fr. 12'000'000.--, nämlich Fr. 239'760.-- inkl. 8 % MWSt. Diese verweigerte die Zahlung.