Citation: 8C_6/2007 29.01.2008 E. 5

Zu prüfen bleibt die Adäquanz des Kausalzusammenhangs. 5.1 Die vom Beschwerdeführer angegebenen Symptome lassen sich nicht auf eine mit bildgebenden Verfahren oder anderweitig nachweisbare organische Ursache zurückführen; entsprechende Untersuchungen blieben ohne Ergebnis. Die Adäquanzbeurteilung hat daher nach Massgabe der Regeln zu erfolgen, welche die Rechtsprechung für organisch nicht (hinreichend) nachweisbare Unfallfolgeschäden entwickelt hat. In diesem Rahmen ist grundsätzlich danach zu differenzieren, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine diesem äquivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2, U 183/93) oder ein Schädel-Hirntrauma erlitten hat - in diesen Fällen richtet sich die Adäquanzprüfung grundsätzlich nach der mit BGE 117 V 359 respektive 369 begründeten Praxis - oder ob dies nicht zutrifft, was zur Anwendung der Praxis nach BGE 115 V 133 führt (zum Ganzen BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen). Vorliegend kommt die Annahme eines Schädel-Hirntraumas prinzipiell in Frage (Dr. med. Y.________ spricht in seinem Bericht vom 15. Dezember 2004 von einem "SHT 1. Grades"), wobei allerdings als fraglich erscheint, ob das frühzeitige Auftreten spezifischer Beschwerden (dazu RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 E. 5e, U 264/97) hinreichend erstellt ist. Diese Frage kann aber letztlich unbeantwortet bleiben, da die Adäquanz, wie sich aus dem Folgenden ergibt, auch in Anwendung der Methode gemäss BGE 117 V 369 zu verneinen ist. 5.2 Über den Hergang des Unfalls vom 25. September 2004 ist den Akten zu entnehmen, dass der Versicherte am Arbeitsplatz (Nachtschicht) auf einem Stuhl mit vier Rollen sass und diesen verstellen wollte, worauf der Stuhl nach hinten kippte und der Versicherte mit dem Kopf gegen die Wand schlug. Im Rahmen der für die Belange der Adäquanzbeurteilung vorzunehmenden Einteilung (BGE 117 V 369 E. 4b S. 383) ist dieses Ereignis den mittelschweren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten zuzuordnen. Die Adäquanz ist somit zu bejahen, wenn die zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind (BGE 117 V 369 E. 4b S. 383 f.). 5.2.1 Der geschilderte Vorfall ereignete sich weder unter besonders dramatischen Begleitumständen noch weist er eine besondere Eindrücklichkeit auf. 5.2.2 Auch ausgehend von der Annahme, der Versicherte habe ein Schädel-Hirntrauma erlitten, welches die Anwendung der Praxis nach BGE 117 V 369 nach sich zieht, ist das Kriterium der besonderen Art oder Schwere der erlittenen Verletzungen nicht erfüllt. Insbesondere ist keine Vorschädigung der HWS durch die früheren Unfälle erstellt, welche im Sinne des in der Beschwerde angeführten Urteils U 39/04 vom 26. April 2006, E. 3.3.2 und 3.4.2 (SVR 2007 UV Nr. 1) die Bejahung dieses Merkmals zu rechtfertigen vermöchte. 5.2.3 Eine ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer liegt ebenso wenig vor wie eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte. 5.2.4 Das Kriterium der Dauerbeschwerden ist erfüllt, wenn die Beschwerden regelmässig wiederkehren, auch wenn sie nicht ununterbrochen vorhanden sind (vgl. Urteile U 357/01 vom 8. April 2002, E. 3c/dd und U 396/99 vom 30. April 2001, E. 3b). Es ist hinlänglich dokumentiert, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall an Kopfschmerzen leidet. Das Kriterium ist daher - wenn auch nicht in besonders ausgeprägter Form - als erfüllt zu betrachten. 5.2.5 Ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen können nach der neueren Rechtsprechung nicht bereits aus dem Fortbestehen bestimmter Symptome abgeleitet werden, sondern setzen voraus, dass besondere Gründe gegeben sind (SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 ff. E. 8.5, U 479/05). Derartige Umstände sind hier nicht ersichtlich, weshalb das Kriterium verneint werden muss. 5.2.6 Gemäss dem beweiskräftigen MEDAS-Gutachten vom 20. Oktober 2005 ist dem Beschwerdeführer jegliche Tätigkeit ohne Nachtschicht und ohne Lärmexposition zu 90% zumutbar. Damit liegt mit Blick auf die von der Gerichtspraxis entwickelten Massstäbe (vgl. RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 f., U 56/00) keine nach Grad und Dauer erhebliche Arbeitsunfähigkeit vor. 5.2.7 Zusammenfassend hat eines der relevanten Kriterien als erfüllt zu gelten, und dies nicht in einer Ausprägung, welche für sich allein die Adäquanz zu begründen vermöchte. Dementsprechend ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den über den 9. Januar 2005 hinaus fortbestehenden Kopfschmerzen und dem Unfallereignis vom 25. September 2004 zu verneinen. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.