Citation: 4C.292/2000 21.12.2000 E. 1

1.-Streitig ist, ob die Indossamentenkette auf der Rückseite des Checks lückenlos ist. a) Die Beklagte hat im kantonalen Verfahren ausgeführt, sie habe den Check von Herrn Herwig erhalten. Damals habe sich auf dem Check das Blankoindossament der Firma F.Lli Carpentiere 70051 Barletta samt Unterschrift befunden, ferner die handschriftliche Ergänzung "to order Herwig, Neuenburg", sowie das Blankoindossament Herrn Herwigs. Dieses habe die Beklagte dann mit dem Stempel "Payez à l'ordre de la SOCIÉTÉ DE BANQUE SUISSE" auf sich selbst ergänzt und den Check mit dem Stempel "Pay to the order of any Bank Banker or Trust Company / Prior endorsements guaranteed / SOCIÉTÉ DE BANQUE SUISSE - GENÈVE" versehen an die Beklagte zur Gutschrift gesandt. b) Das Appellationsgericht hat festgestellt, es könne nicht bewiesen werden, ob der Stempel, der sich zuoberst auf der Checkrückseite befindet, vor oder erst nach Einreichung des Checks bei der Beklagten angebracht worden sei. Für die Lückenlosigkeit der Indossamentenkette sei nicht der jetzige Zustand des Checks ausschlaggebend, sondern der Zustand, in dem sich der Check bei Einreichung bei der Beklagten befunden habe, da der Check nach der Einreichung zum Inkasso nicht mehr wertpapierrechtlich zirkuliere. Der Klägerin, die der Beklagten vorwirft, ihre Prüfungspflichten vernachlässigt zu haben, obliege die entsprechende Beweislast, weshalb sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen habe. c) Die Klägerin ist der Ansicht, es müsse auf den Check abgestellt werden, wie er sich heute präsentiert. Zwar sei der letzte Stempel als Inkassostempel unbeachtlich, für den ersten gelte dies aber nicht, weshalb die Indossamentenkette unterbrochen, die Berechtigung Herwigs nicht aus dem Check ableitbar sei. Da die Beklagte mit ihrem letzten Stempel die Lückenlosigkeit der Indossamentenkette ausdrücklich garantiert habe, hafte sie für den aus der Lückenhaftigkeit entstandenen Schaden. Die Folge der Beweislosigkeit müsse sich jedenfalls zu Lasten der Beklagten auswirken, da eine natürliche Vermutung dafür spreche, dass die zeitliche Abfolge der Stempel der räumlichen entspreche und es der Klägerin nicht zuzumuten sei, Beweis darüber zu führen, wann die Beklagte einen Stempel angebracht habe.