Citation: 2C_255/2014 E. 2.4.4

2.4.4. Die Vorinstanz hat in für das Bundesgericht verbindlicher Weise festgestellt (Art. 105 Abs. 1 BGG), der Beschwerdeführer und seine Tochter unterhielten sich in Portugiesisch. Sie belegt dies mittels einer medizinischen Untersuchung im Jahr 2011, anlässlich welcher der Vater seiner Tochter die Fragen in die Muttersprache übersetzen musste. Wenn die Vorinstanz unter diesen Vorzeichen schliesst, das Kind wachse in einem zweisprachigen Umfeld auf, ist dies jedenfalls nicht willkürlich. Die Vorinstanz hat ferner erwogen, es treffe zwar zu, dass die Tochter bei einer Wegweisung nach Brasilien in schulischer Hinsicht aus einem stabilen Umfeld herausgerissen würde und ihr die Angewöhnung an ein neues Umfeld in Brasilien schwerer fallen würde als anderen Kindern im selben Alter. Mit solchen Veränderungen des Umfelds sei die Tochter aber auch in der Schweiz konfrontiert. Die Ausreise nach Brasilien könnte für sie zudem den Vorteil haben, dass sie im schulischen und familiären Umfeld nur noch mit einer Sprache konfrontiert würde. Der Beschwerdeführer habe zudem ein Psychologiestudium abgeschlossen, weshalb er in der Lage sein sollte, in Brasilien eine geeignete Betreuungsmöglichkeit für die Tochter zu finden. Auch wenn für diese die Ausreise aus der Schweiz mit gewissen Problemen verbunden sein dürfte, erscheine sie nicht als unzumutbar. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, führt nicht zur Unzumutbarkeit der Ausreise: Aus den von ihm zitierten Berichten ergibt sich, dass die Tochter in ihrer Entwicklung verzögert ist und einer heilpädagogischen Förderung bedarf. Die Berichte schliessen, ein Wechsel nach Brasilien könnte Rückschritte in der Entwicklung zur Folge haben, ohne aber die Gesundheit zu gefährden. Der Beschwerdeführer führt selber aus, das Hauptproblem der Tochter liege in einem kognitiven und emotionalen Entwicklungsdefizit, welches auf das zweisprachige Umfeld zurückzuführen sei. Das lässt darauf schliessen, dass der Wechsel in ein einsprachiges Umfeld der Entwicklung eher förderlich wäre. Ein Wechsel im schulischen Umfeld stellt immer einen gewissen Einschnitt dar und bedingt eine Anpassung, kommt jedoch bei allen Kindern vor und führt noch nicht zur Unzumutbarkeit der Rückkehr. Es ist auch nicht ersichtlich, weshalb in Brasilien eine heilpädagogische Förderung nicht möglich sein soll. Dass in der Schweiz dafür die öffentliche Hand aufkomme, während der Beschwerdeführer in Brasilien diese selber bezahlen müsste, macht die Ausreise nicht unzumutbar.