Citation: 4A_549/2014 E. 4.1.2

4.1.2. Für eine überwiegende Wahrscheinlichkeit genügt im Gegensatz zur blossen Glaubhaftmachung nicht, wenn für das Vorhandensein einer Tatsache gewisse Elemente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnte. Die Anforderungen beim Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit sind höher: Die Möglichkeit, dass es sich auch anders verhalten könnte, schliesst die überwiegende Wahrscheinlichkeit zwar nicht aus, darf aber für die betreffende Tatsache weder eine massgebende Rolle spielen noch vernünftigerweise in Betracht fallen (BGE 130 III 321 E. 3.3 S. 325 mit Hinweisen). Die Beweiserleichterung hat mithin nicht zur Konsequenz, dass Schadenersatz für bloss möglicherweise durch einen Unfall verursachte Einbussen verlangt werden kann.