Citation: 1C_253/2022 E. 3.2

3.2. Weiter erachten die Beschwerdeführenden ihren Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BGG) dadurch verletzt, dass sich die Vorinstanz auf Luftbildaufnahmen gestützt habe, die jedoch in den Akten nicht enthalten seien und zu denen sie sich deshalb nicht hätten äussern können. Zum Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) gehört unter anderem das Recht der Betroffenen, an Beweiserhebungen teilzunehmen oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern. Eine Beschwerdeinstanz, welche beabsichtigt, ihren Entscheid auf neue Beweise zu stützen, muss daher die Parteien darüber informieren und ihnen Gelegenheit zur diesbezüglichen Stellungnahme einräumen (vgl. BGE 143 IV 380 E. 1.1; 132 V 387 E. 3.1; 124 II 132 E. 2b). Über notorische Tatsachen muss allerdings kein Beweis geführt werden (vgl. BGE 143 IV 380 E. 1.1). Allgemeinnotorische Tatsachen sind allgemein bekannte bzw. der allgemeinen sicheren Wahrnehmung zugängliche Tatsachen, selbst wenn die Behörde sie ermitteln muss (BGE 128 III 4 E. 4.c.bb). Als allgemeinnotorisch können namentlich allgemein zugängliche elektronische Landkarten wie etwa Google Maps bzw. die darin enthaltenen Informationen gelten (vgl. RENÉ WIEDERKEHR/KASPAR PLÜSS, Praxis des öffentlichen Verfahrensrechts, 2020, N. 610 mit Hinweis; vgl. dazu auch Urteile 1C_593/2020 vom 12. Mai 2021 E. 2.1; 1C_138/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 2.3; 1C_326/2011 vom 22. März 2012 E. 2.1). Dasselbe gilt für die im Internet allgemein zugänglichen Luftbildaufnahmen auf dem Geoportal des Kantons Luzern, auf die sich die Vorinstanz gestützt hat und über die folglich kein Beweis geführt werden musste. Insofern verletzte die Vorinstanz das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) der Beschwerdeführenden nicht, wenn sie im angefochtenen Entscheid auf die Luftbildaufnahmen abstellte, ohne diese zu den Akten zu legen und die Beschwerdeführenden diesbezüglich zur Stellungnahme einzuladen.