Citation: 1C_543/2021 E. 9.2

9.2. Die Beschwerdeführerin bringt vor, eine fundierte Verhältnismässigkeitsprüfung sei nicht möglich, da das öffentliche Interesse lediglich vage umschrieben, aber nie in einer gewichtbaren Weise spezifiziert worden sei. Im Streit liege weiter eine reine Verbotsnorm, was nicht dadurch relativiert werden könne, dass dereinst die Richtplanung doch noch geändert werden könnte. Von einer "realistischen Möglichkeit", dass eine Planung an die Hand genommen werde, könne indessen keineswegs ausgegangen werden. Die strittige Verbotsnorm führe zu einem schwerwiegenden Eingriff in ihre Wirtschaftsfreiheit. Sie verfüge bereits heute über zu wenig Abstellflächen. Fielen die streitbetroffenen Parkplätze weg, werde sie ihren Betrieb umgehend einstellen müssen. Die in Frage kommenden, aber zu verneinenden öffentlichen Interessen vermöchten - so die Beschwerdeführerin weiter - den schweren Grundrechtseingriff nicht zu rechtfertigen. Sie würden zudem durch das bestehende, gewichtige wettbewerbsrechtliche Interesse stark relativiert, weshalb der angefochtene Entscheid und Art. 12.3 Abs. 2 BZO auch aus diesem Grund einer Verhältnismässigkeitsprüfung nicht standhielten. Die wenigen Überlegungen zur Verhältnismässigkeit im angefochtenen Urteil erwiesen sich allesamt als verfehlt.