Citation: 5A_831/2018 E. B

B.a. Mit Beschluss vom 26. Februar 2010 errichtete das ehemalige Regionale Vormundschaftsamt U.________ für C.________ eine Besuchsrechtsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB. Die Beiständin in der Person von D.________ hatte den Auftrag, alle Beteiligten im Hinblick auf die Herstellung eines vertrauensvollen Kontakts zwischen Kind und Vater zu unterstützen und das Besuchsrecht zwischen Kind und Vater stufenweise aufzubauen. Dabei wurde ein Minimalrecht des Vaters festgelegt und er berechtigt, das Kind C.________ vorerst alle zwei Wochen am Samstag von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr alleine zu sich auf Besuch zu nehmen. Gegen diesen Beschluss erhob A.________ am 18. März 2010 beim Bezirksgericht Visp Beschwerde. Nach Anhörung der Parteien sistierte das Bezirksgericht Visp das Beschwerdeverfahren und ordnete für den Kindsvater ein begleitetes Besuchsrecht unter der Aufsicht von E.________ im Spitalzentrum, V.________, an. Mit diesem begleiteten Besuchsrecht erklärte sich A.________ nicht einverstanden, sodass das Bezirksgericht Visp das begleitete Besuchsrecht mit Entscheid vom 22. Juni 2010 aufhob und dem Spitalzentrum, V.________ ein Gutachten über die Erziehungsfähigkeit beider Eltern in Auftrag gab. Das Gutachten vom 24. November 2010 attestierte beiden Elternteilen Fürsorge- und Erziehungsbereitschaft, die Fürsorge- und Erziehungsfähigkeit bezeichnete es indessen beim Kindsvater mangels Bindung und Erfahrung als eingeschränkt. Das Gutachten empfahl, die Obhut über das Kind bei der Mutter zu belassen, einen regelmässigen Kontakt des Vaters zu seinem Sohn zu etablieren und den Vater beim Beziehungsaufbau im Sinne eines Elterncoachings zu unterstützen. B.b. Am 1. Januar 2011 ging die Zuständigkeit für die Behandlung von Rechtsmitteln gegen Entscheide des Vormundschaftsamtes vom Bezirksgericht Visp auf das Kantonsgericht Wallis über und das Verfahren wurde zur weiteren Behandlung an das Kantonsgericht überwiesen. Am 11. März 2011 schlossen die Kindseltern vor Kantonsgericht eine Vereinbarung, gemäss welcher die Besuchsrechtsbeistandschaft mit einem anderen Amtsträger beibehalten und das Besuchsrecht des Vaters stufenweise aufgebaut werden sollte. B.c. Diese Vereinbarung konnte nicht umgesetzt werden. B.________ beantragte am 26. Januar 2012 die Vollstreckung der Vereinbarung. Am 27. März 2012 schlossen die Parteien vor Bezirksgericht Visp einen neuen Vergleich, welchem abermals nicht nachgelebt wurde. An einer weiteren Sitzung vor Bezirksgericht Visp vom 27. Juni 2012 schlossen die Kindseltern sowie F.________ eine Vereinbarung, mit welcher Letztere im Rahmen einer vorsorglichen Beweisaufnahme mit der Erstellung eines Gutachtens zur Umsetzung des Besuchsrechts beauftragt wurde. Das Vollstreckungsverfahren wurde als gegenstandslos abgeschrieben. B.d. In ihrem Bericht vom 17. November 2012 kam F.________ zum Schluss, das passive Verhalten des Vaters mache die Entstehung einer Bindung zwischen Vater und Sohn schwierig. Für die Fortführung des Kontakts zwischen Vater und Sohn sei für die Unterstützung des Vaters ein Coach unerlässlich. Das Bezirksgericht Visp schrieb das vorsorgliche Beweisführungsverfahren am 28. November 2012 als erledigt ab und stellte den Bericht von F.________ dem Regionalen Vormundschaftsamt U.________ zu, soweit eine Neuregelung der Obhut und Kindesschutzmassnahmen beantragt wurden. An der Sitzung vom 1. Februar 2013 bei der seit dem 1. Januar 2013 zuständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) W.________ ersuchte B.________ um Sistierung des Verfahrens bis November 2013 mit der Begründung, das Besuchsrecht könne trotz Bemühungen nicht wahrgenommen werden; er wolle dem Kind nicht durch Forcierung Schaden zufügen. Mit Beschluss gleichen Datums sistierte die KESB das Kindesschutzverfahren bis 30. November 2013 und hob die Beistandschaft auf. B.e. Am 2. Juni 2014 ersuchte B.________ die KESB um Wiederaufnahme des sistierten Verfahrens und teilte mit, inzwischen ein Coaching absolviert zu haben. Mit Entscheid vom 26. Januar 2015 richtete die KESB W.________ für B.________ ein Besuchsrecht unter fachlicher Begleitung im "Point Rencontre" in X.________ ein und errichtete in der Person von G.________ für C.________ (erneut) eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB. Die Massnahme wurde hinsichtlich des Besuchsrechts auf die Dauer eines halben Jahres beschränkt, mit jeweils zwei Besuchen pro Monat. Mit Schreiben vom 28. Juli 2015 orientierte das Amt für Kindesschutz (AKS), dass das Besuchsrecht im "Point Rencontre" nicht angelaufen sei und A.________ weder auf einen Brief des Beistands noch auf Dutzende Telefonate reagiert habe. An der daraufhin von der KESB W.________ auf den 22. September 2015 anberaumten Anhörung nahmen weder A.________ noch ihr Rechtsvertreter teil. Mit Beschluss gleichen Datums ordnete die KESB W.________ zur Frage der Umsetzung des Besuchsrechts die persönliche Anhörung von C.________ durch eine Fachperson an und beauftragte mit der Anhörung H.________, Kinder- und Jugendpsychologe. B.f. Gestützt auf das am 20. Mai 2016 erstattete Gutachten von H.________ entschied die KESB W.________ am 19. Dezember 2016, C.________ in den Monaten Januar bis Februar 2017 kinderpsychologisch durch das Zentrum für Entwicklung und Therapie des Kindes und Jugendlichen in Brig auf die Besuche mit dem Kindsvater in der Institution "Point Rencontre" in X.________ vorzubereiten (Ziff. 1), für B.________ ein Besuchsrecht unter fachlicher Begleitung ("Point Rencontre" in X.________) einzurichten, beginnend erstmals Ende Februar 2017 ein Mal pro Monat mit einer Maximaldauer von drei Stunden, und dieses während eines halben Jahres sukzessive auszudehnen (Ziff. 2), im Anschluss daran ein ordentliches Besuchsrecht, d.h. alle 14 Tage ein Wochenende, einzuleiten (Ziff. 3) und die Beistandschaft unter Präzisierung der Aufgabe des Beistands aufrechtzuerhalten (Ziff. 4).