Citation: 1A.159/2002 18.09.2002 E. B

Am 10. Juli 2002 stellte Nicola Bortone beim BJ ein Gesuch um Haftentlassung (unter Ansetzung einer Kautionsleistung in angemessener Höhe). Am 23. Juli 2002 stellte das BJ beim Bundesgericht den Antrag, "die Auslieferung für die dem Verfolgten im Urteil des Schwurgerichtes (Corte di Assise) in Rom vom 18. September 2001 vorgeworfenen Straftaten sei zu bewilligen, eventuell in einem vom Bundesgericht festzulegenden Umfang". Hinsichtlich des hängigen Haftentlassungsbegehrens führte es aus, nach Art. 50 Abs. 3 und 4 IRSG sei zwar das BJ für die Behandlung des Gesuches um Entlassung aus der Auslieferungshaft zuständig. Indessen gehe die Zuständigkeit aufgrund der "devolutiven Wirkung" im Rahmen des gestellten Antrages gemäss Art. 55 Abs. 2 IRSG auf das Bundesgericht über. Mit Teilentscheid vom 29. Juli 2002 wies das Bundesgericht das Haftentlassungsgesuch ab. Es erwog dabei, dass zwar das BJ für die erstinstanzliche Beurteilung des Haftentlassungsgesuches zuständig gewesen wäre, dass im Interesse des Beschleunigungsgebotes in Haftsachen jedoch auf eine Rückweisung des Gesuches an das BJ verzichtet werde.