Citation: 8C_135/2023 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdegegnerin wendet sich gegen die vorinstanzliche Auferlegung der Kosten für das Gerichtsgutachten. Im Verfahren vor Bundesgericht gibt es keine Anschlussbeschwerde (BGE 138 V 106 E. 2.1; 346 E. 2; Urteil 8C_446/2014 vom 12. Januar 2015 E. 2.1, nicht publ. in: BGE 141 V 5, aber in: SVR 2015 IV Nr. 19 S. 56). Wer mit dem angefochtenen Urteil nicht einverstanden ist, muss dieses selbst innert der Beschwerdefrist (Art. 100 BGG) anfechten. Sodann kann das Bundesgericht nicht über die fristgerecht gestellten Rechtsbegehren der Parteien hinausgehen (Art. 107 Abs. 1 BGG), wobei Ausgangspunkt der Bindungswirkung das Rechtsbegehren der Beschwerde führenden Partei, nicht jenes des Beschwerdegegners ist (Urteil 8C_2/2022 vom 4. Juli 2022 E. 2.1). Der Beschwerdegegner hat sich in der Vernehmlassung auf seine Verteidigung zu beschränken und kann nur Nichteintreten oder vollumfängliche respektive teilweise Abweisung des Rechtsbegehrens beantragen (Urteil 8C_57/2020 vom 18. Juni 2020 E. 2.1). Die Beschwerdegegnerin hat darauf verzichtet, den kantonalen Entscheid innert der Beschwerdefrist anzufechten. Auf ihr Begehren auf Aufhebung von Ziffer 3 des Urteilsdispositivs betreffend Überbindung der Kosten für das Gerichtsgutachten ist nicht einzutreten. Dem steht nicht entgegen, dass das beschwerdeweise Rechtsbegehren auf die Aufhebung des ganzen Urteils abzielt. Abgesehen davon, dass dieser Antrag in Bezug auf Ziffer 3 des Urteilsdispositivs gar nicht begründet wird, fehlt es dem Beschwerdeführer in diesem Punkt am Erfordernis des besonderen Berührtseins (vgl. Art. 89 Abs. 1 lit. b BGG) respektive der Beschwer.