Citation: 4A_98/2023 E. A

A.________ und B.________ (Beklagte, Beschwerdeführer) sowie C.________ (Kläger, Beschwerdegegner) führten seit dem Frühjahr 2020 bis zum 31. Dezember 2020 Vertragsverhandlungen. Dabei ging es um einen Anschlussvertrag für den bis zum 31. Dezember 2020 befristeten und als "Mietvertrag" betitelten Vertrag vom 30. Juni 2015 betreffend die Liegenschaft Restaurant D.________ (nachfolgend: Vertrag 2015). Einig sind sich die Parteien, dass sie am 31. August 2020 telefonisch, am 24. November 2020 auf der Strasse und am 27. November 2020 beim Kläger zu Hause Gespräche führten. Der Kläger unterbreitete den Beklagten zunächst zwei schriftliche Offerten, die diese ablehnten bzw. mit handschriftlichen Anpassungsvorschlägen retournierten. Am 27. November 2020 stellte der Kläger den Beklagten in Aussicht, ihnen einen Vertrag ohne Investitionen zum bisherigen Zins zu unterbreiten. Am 23. Dezember 2020 unterbreitete der Kläger schliesslich eine weitere Vertragsofferte und erklärte schriftlich: "Wie schon mehrmals mündlich angekündigt läuft der Vertrag mit dem Restaurant D.________ [...] per 31.12.2020 aus. Vor einiger Zeit haben wir euch einen neuen Vertrag vorgelegt, mit einer Mietdauer von 5 Jahren. Leider wurde dieser nicht gegenseitig unterzeichnet, somit würde das Mietverhältnis per Ende Jahr 2020 aufgelöst. Auf euren Wunsch habe ich einen Zusatz-Mietvertrag Nr. 01 unbefristet machen lassen. Details sind im Anhang ersichtlich. Wir bitten euch den Zusatz-Mietvertrag 01 bis spätestens 29.12.2020 zu studieren und anschliessend mit mir zusammen gegenseitig am 29.12.2020, 14:00 Uhr bei mir [...] zu unterzeichnen. Falls ihr euch gegen diesen Zusatz-Mietvertrag 01 entscheidet, möchten wir euch noch einmal darüber informieren, dass der Vertrag vom 30.06.2015 per 31.12.2020 beendet ist. Die Übergabe würde dann am Montag 04.01.2021, 13.30 Uhr im Restaurant D.________ stattfinden. [...]." Am 29. Dezember 2020 trafen sich die Parteien. Nach Darstellung der Beklagten haben sie sich formlos über die wesentlichen Vertragspunkte geeinigt; strittig seien lediglich zwei Nebenbestimmungen gewesen. Nach telefonischer Beratung mit dem Rechtsvertreter des Klägers hätten diese jedoch bereinigt werden können. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb der Kläger die gewünschten Anpassungen in der Folge nicht aufgenommen und mit E-Mail vom 2. Januar 2021 die Rückgabe des Restaurants verlangt habe.