Citation: 8C_378/2024 E. 4.1

4.1. Gemäss Vorinstanz war die Beschwerdeführerin in einer Arztpraxis für Gynäkologie und Geburtshilfe beschäftigt. Unter Anlehnung an die Empfehlung der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG erkannte das kantonale Gericht, dass es an einem typischen Berufsrisiko gefehlt habe, denn die Gefahr, sich an diesem Arbeitsplatz mit dem Covid-19-Virus anzustecken, sei nicht wesentlich höher gewesen als in anderen Berufen mit Kundenkontakt. Auch eine Leistungspflicht aus Art. 9 Abs. 2 UVG schloss die Vorinstanz aus, zumal gemäss Angaben der Arbeitgeberinnen das jeweils geltende Schutzkonzept stets eingehalten worden sei, was die Beschwerdeführerin nicht bestritten habe. Auch wenn der Mindestabstand zu allenfalls erkrankten Patientinnen nicht habe eingehalten werden können, sei nicht mit der erforderlichen mindestens 75%igen Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, dass sich die Beschwerdeführerin in der gynäkologischen Praxis und nicht im privaten Umfeld wie namentlich in der Familie oder beim Einkaufen angesteckt habe.