Citation: 6B_206/2016 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, eine Mehrheit des Spruchkörpers gelange zum Schluss, dass Art. 97 Abs. 3 StGB im Jugendstrafverfahren nicht anwendbar sei, weil die Bestimmung in Art. 1 Abs. 2 JStG nicht genannt werde. Die erste Instanz habe den Beschwerdegegner am 4. November 2013 wegen teilweise versuchten bandenmässigen und gewerbsmässigen Diebstahls sowie Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs verurteilt. Diese Taten seien vom 23. April bis zum 4. August 2010 sowie zwischen dem 5. und 6. November 2010 begangen worden. Seit dem banden- und gewerbsmässigen Diebstahl seien mehr als fünf Jahre verstrichen und seit der Sachbeschädigung und dem Hausfriedensbruch über drei Jahre. Daher sei das Verfahren insoweit wegen Verjährung einzustellen. Nicht verjährt sei hingegen der weitere Diebstahl, den der Beschwerdegegner als Jugendlicher zwischen dem 5. und 6. November 2010 begangen habe, da seither weniger als fünf Jahre abgelaufen seien. Im Übrigen habe der Beschwerdegegner als Erwachsener delinquiert. Die versuchte Nötigung datiere vom 9. Januar 2011 und die mehrfache Entwendung eines Personenwagens zum Gebrauch vom 24. April 2011 sowie vom 22. bis 23. November 2011. Seither seien im Zeitpunkt des erstinstanzlichen Urteils keine sieben Jahre verstrichen, weshalb die Verjährung nicht eingetreten sei. Das mehrfache Führen eines Personenwagens ohne Führerausweis falle auf den 24. April 2011 und zwischen den 22. und 23. November 2011. Zwischen diesen Taten und dem erstinstanzlichen Urteil lägen keine drei Jahre, weshalb sie nicht verjährt seien. Ebenso wenig sei der Raub vom 23. Oktober 2011 verjährt, da bis zum erstinstanzlichen Urteil keine fünfzehn Jahre vergangen seien. Der Beschwerdegegner habe vom 22. bis 23. November 2011 einen Personenwagen ohne Versicherungsschutz geführt und Kontrollschilder missbraucht. Seither seien bis zum erstinstanzlichen Urteil keine sieben Jahre verstrichen, weshalb die Verjährung nicht eingetreten sei. Schliesslich habe der Beschwerdegegner die geringfügige Sachentziehung vom 22. bis 23. November 2011 begangen. Da das erstinstanzliche Urteil vor dem Ablauf von drei Jahren gefällt worden sei, sei auch diese Tat nicht verjährt.