Citation: 6P.107/2005 03.02.2006 E. 6

Unbegründet ist die Beschwerde auch, soweit der Beschwerdeführer einen Rechtsirrtum geltend macht (Nichtigkeitsbeschwerde S. 9 f.). 6.1 Gemäss Art. 20 StGB kann der Richter die Strafe nach freiem Ermessen mildern oder von einer Bestrafung Umgang nehmen, wenn der Täter aus zureichenden Gründen angenommen hat, er sei zur Tat berechtigt. Vermeidbar ist ein Verbotsirrtum regelmässig, wenn der Täter selbst an der Rechtmässigkeit seines Verhaltens zweifelte oder hätte Zweifel haben müssen (BGE 129 IV 6 E. 4.1). 6.2 Der blosse Umstand, dass der Beschwerdeführer die Buchführung hinsichtlich der treuhänderisch entgegengenommenen Kundengelder mit der Revisionsstelle abgesprochen hat, begründet kein mangelndes Unrechtsbewusstsein, zumal diese Frage mit dem Problem der Erfassung der an die C.________ AG geflossenen Retrozessionen nichts zu tun hat. Dass der Beschwerdeführer im Übrigen tatsächlich Zweifel an der Rechtmässigkeit der Verheimlichung der Konten hatte, ergibt sich daraus, dass er diesbezüglich gegenüber A.________ und B.________ offenbar erhebliche Bedenken geäussert hat (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 15 Ziff. 2.1.8 und 20 Ziff. 2.2.6 a.E.).