Citation: 9C_188/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Das kantonale Gericht hat der Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis) Rechnung getragen. Zudem hat es auf die spezifische Aufgabe behandelnder Ärzte (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353) verwiesen und darauf, dass im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte kaum je in Frage kommt (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470 f.). Dass diese Grundsätze, wie der Beschwerdeführer meint, nur in Bezug auf Hausärzte, nicht aber im Zusammenhang mit den Aussagen des behandelnden Facharztes Dr. med. D.________ anwendbar sein sollen, trifft nicht zu. Der Einwand, die mehrfachen therapeutischen Behandlungen bei Dr. med. D.________ stellten zum Vornherein eine zuverlässigere Basis dar als das Gutachten des medizinischen Zentrums B.________, ist gleichfalls nicht stichhaltig. Denn beim vom Beschwerdeführer zitierten Urteil 4A_526/2014 vom 17. Dezember 2014 handelt es sich um eine Einzelfallbeurteilung im Rahmen einer Willkürprüfung, der besondere Gegebenheiten zugrunde lagen. Rückschlüsse auf den hier zu beurteilenden Fall können daraus nicht gezogen werden. Ebenso wenig wird damit die oberwähnte ständige Rechtsprechung zum Beweiswert von Arbeitsunfähigkeitseinschätzungen therapeutisch tätiger Ärzte, bei welchen der Behandlungsauftrag im Vordergrund steht, ausser Kraft gesetzt (vgl. Urteil 9C_203/2015 vom 14. April 2015 E. 3.2). Stellte die Verwaltung bei der Rentenzusprache allein auf die Aussage des Dr. med. D.________ und die diese bestätigende RAD-Aktenbeurteilungen vom 20. April und 27. Mai 2004 ab, ohne die abweichenden Angaben der Gutachter des medizinischen Zentrums B.________- wonach der Beschwerdeführer aus bidisziplinärer Sicht in einer angepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig sei - zu würdigen bzw. weitere Abklärungen vorzunehmen, so hat die Vorinstanz zu Recht auf eine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes geschlossen (vgl. E. 2.1).