Citation: 1B_435/2016 E. 4.5

4.5. Dass die Vorinstanz einen Anspruch auf amtliche Verteidigung wegen fehlender finanzieller Bedürftigkeit des Gesuchstellers verneint, hält vor dem Bundesrecht stand. Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer ausdrücklich und unter förmlicher Ansetzung einer Nachfrist eingeladen, seine widersprüchlichen und teilweise schwer nachvollziehbaren Angaben zu seinen wirtschaftlichen Verhältnissen mit geeigneten Belegen und Erklärungen zu substanziieren. Die Feststellung des Obergerichtes, der Beschwerdeführer habe innert angesetzter Frist keine solchen Angaben gemacht, ist willkürfrei; die Ansicht der Vorinstanz, er habe es versäumt, zumutbare Anstrengungen zur Glaubhaftmachung seiner angeblichen Mittellosigkeit zu unternehmen, erscheint bundesrechtskonform. Auch vor Bundesgericht behauptet der Beschwerdeführer im Übrigen lediglich pauschal, er habe "kein Lohneinkommen und kein Barvermögen". Mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides (etwa betreffend Lebensaufwand und Immobilien) setzt er sich nicht erkennbar auseinander. Wie dem Urteil des Bundesgerichtes 1B_313/2014 vom 4. Februar 2015 zu entnehmen ist, hat es - darüber hinaus - schon im gerichtlichen Hauptverfahren an der (zusätzlichen) Voraussetzung der sachlichen Notwendigkeit der Offizialverteidigung gefehlt. Der Beschwerdeführer legt nicht nachvollziehbar dar, inwiefern der Straffall nun im Berufungsverfahren plötzlich besondere Schwierigkeiten tatsächlicher oder rechtlicher Natur aufwerfen würde, welche eine Rechtsverbeiständung als von Bundesrechts wegen geboten erscheinen liessen. Wie sich aus den Akten ergibt, namentlich aus den Rechtsschriften des Beschwerdeführers an das Bundesgericht vom 14. September 2014 (Verfahren 1B_313/2014) und vom 16. November 2016 (Verfahren 1B_435/2016), ist er trotz ärztlich diagnostizierten Persönlichkeitsstörungen grundsätzlich in der Lage, seine Rechtsstandpunkte in wirksamer Weise zu vertreten. Der Gegenstand des Berufungsverfahrens (in einem Straffall minderer Schwere) ist auch sonst nicht derart komplex oder schwierig, dass eine Offizialverteidigung als sachlich geboten erschiene. Der Beschwerdeführer hat zudem seine finanzielle Bedürftigkeit (als Voraussetzung der amtlichen Verteidigung) nicht glaubhaft gemacht; es steht ihm frei, einen privaten Wahlverteidiger zu mandatieren. Seine diversen prozessualen Rügen zum Ablauf des Untersuchungs- und Hauptverfahrens bilden nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheides, sondern des hängigen Berufungsverfahrens. Darauf ist nicht einzutreten.