Citation: 2C_584/2015 E. 4.4

4.4. Es ist somit davon auszugehen, dass der Lehrgang 1'350 Kontaktstunden und zusätzlich 400 Arbeitsstunden aufweist. Das Verhältnis zwischen Kontaktstunden und Gesamtarbeitsstunden ist nicht generell festgelegt und hängt vom Studiengang ab, doch wird gemeinhin davon ausgegangen, dass auf eine Kontaktstunde etwa 2-3 Stunden selbständiges Lernen kommen (HANS-CASPAR VON MATT, Bologna-Report Fachhochschulen 2010, Stand der Umsetzung der Bologna-Reformen an den Fachhochschulen, 2010, S. 24, 30). Im Curriculum der Beschwerdeführerin (S. 16) wird je nach Modul von einem Koeffizienten von 3 oder 3,5 ausgegangen, allerdings ausgehend von auf 60 Minuten umgerechneten Kontaktstunden, was für den ganzen Lehrgang selbständiges Lernen von rund 3'400 Stunden ergibt (mit Einschluss der Zeit für die wissenschaftliche Arbeit und die Dissertation). Addiert man dazu die 1'350 Kontaktstunden, ergeben sich 4'750 Arbeitsstunden, was ca. 160 bis 190 Kreditpunkte ergibt. Die von der Beschwerdeführerin in ihrem Curriculum angegebenen 200 Credits beruhen darauf, dass sie für die wissenschaftliche Arbeit und die Dissertation insgesamt 35 Credits gibt, was aber für die insgesamt 400 Stunden zu hoch bewertet ist und richtigerweise nur mit etwa 13 bis 16 Kreditpunkten zu bewerten wäre. Rechnet man die Kontaktstunden, die eigentlich Kontaktlektionen zu 45 Minuten sind, auf Kontaktstunden zu 60 Minuten um, ergeben sich insgesamt 4'405 Stunden (1'005 Kontaktstunden plus 3'400 selbständiges Lernen), was etwa 146 bis 176 Kreditpunkte ergibt. Insgesamt entspricht somit der Lehrgang der Beschwerdeführerin ungefähr einem Bachelor-Lehrgang.