Citation: 8C_330/2023 E. 11

Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, die Vorinstanz hätte ihr in jedem Fall eine Parteientschädigung zusprechen müssen. Sie begründet dies im Wesentlichen damit, dass die Suva in ihrer Beschwerdeantwort eine Vielzahl neuer rechtlicher Argumente präsentiert habe. Insbesondere sei sie nicht mehr wie zuvor in ihrem Einspracheentscheid von einem leichten, sondern nunmehr von einem mittelschweren Unfall ausgegangen und habe daher erst im kantonalen Beschwerdeverfahren eine gesonderte Adäquanzprüfung vorgenommen. Sie - die Beschwerdeführerin - habe sich deshalb veranlasst gesehen, eine umfangreiche Replik zu erstatten. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch die Vorinstanz, wie von der Beschwerdeführerin gerügt, ist nicht erkennbar. Wie diese selber vorbringt, konnte sie sich im Rahmen ihrer Replik zur neuen rechtlichen Begründung der Suva umfassend äussern und damit ihr rechtliches Gehör wahrnehmen. Soweit die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf Parteientschädigung aus dem allgemeinen Rechtsgrundsatz des Verursacherprinzips ableiten will (vgl. dazu SVR 2021 UV Nr. 34 S. 154, 8C_672/2020 E. 5.2), ist ihr entgegenzuhalten, dass sie sich in ihrer Replik zur von der Suva in deren Beschwerdeantwort vorgenommenen Adäquanzprüfung gar nicht äusserte. Im Übrigen sei daran erinnert (vgl. E. 5.2 hiervor), dass sich die Behörde im Rahmen ihrer Begründungspflicht auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken darf (BGE 146 II 335 E. 5.1 mit Hinweisen). Das hat die Suva getan: So ist dem Einspracheentscheid der Suva vom 1. Februar 2022 zu entnehmen, weshalb sie von einem Endzustand per 30. September 2021 ausgeht und warum kein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht. Auch zur Frage der Integritätsentschädigung wird Stellung genommen. Die Vorinstanz hat zu Recht eine Verletzung der Begründungspflicht (Art. 52 Abs. 2 ATSG) verneint. Damit besteht auch kein Anlass, die Suva ausnahmsweise in Anwendung des Verursacherprinzips zur Bezahlung einer Parteientschädigung zu verpflichten. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.