Citation: 9C_208/2007 07.11.2007 E. 4

Streitig ist der Rentenanspruch ab 1. Februar 2003. Massgebend ist daher die Arbeitsfähigkeit wie sie in der Zeit ab 1. Februar 2002 (Beginn der einjährigen Wartefrist gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) bis zu dem für die gerichtliche Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 14. Dezember 2005 (BGE 130 V 445 E. 1.2 S. 446 mit Hinweisen) bestanden hat. 4.1 Im Gutachten der Klinik H.________ wird festgestellt, der Versicherte sei für eine mittelschwere körperliche Arbeit mit Wechselbelastung aktuell zu 50 % arbeitsfähig mit der Möglichkeit einer Steigerung durch schrittweise Arbeitsaufnahme auf 70 bis 80 %. Ergänzend wird ausgeführt, dem Versicherten sei seit ca. April 2002 und aktuell eine der bisherigen Arbeit entsprechende Tätigkeit (überwiegend Bürotätigkeit oder im Management) mit der Möglichkeit, wechselnde Positionen einzunehmen und allenfalls über Mittag eine längere Pause einzuschalten, im Rahmen von 50 % (4½ Stunden täglich) medizinisch-theoretisch zumutbar. Mit den vorgeschlagenen Massnahmen (konsequente medikamentöse Behandlung der Depression, psychotherapeutische Unterstützung bei der Tagesstruktur und im Umgang mit Schmerzen, Trainingsmassnahmen zur Verlängerung der Belastungsdauer) sei eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf medizinisch-theoretisch 75 bis 80 % möglich, ohne dass ein genauer Zeitpunkt genannt werden könne. Die Behandlung sollte ambulant durch einen Therapeuten oder eine Therapeutin mit Erfahrung in der Behandlung von chronischen Schmerzen oder initial stationär an einer psychosomatisch orientierten Klinik erfolgen. 4.2 Die Vorinstanz gelangt aufgrund des Gutachtens zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung einer angepassten Tätigkeit zu 75 % zumutbar wäre. Diese Annahme findet weder im Gutachten noch in den andern Arztberichten eine hinreichende Stütze. Im psychosomatischen Gutachten wird die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit mit aktuell 50 % angegeben und es wird in Bezug auf die mögliche Steigerung auf 70 bis 80 % ausdrücklich keine zeitliche Angabe gemacht. Sie ist laut Gutachten von weiteren therapeutischen Massnahmen abhängig, welche im Zeitpunkt des Einspracheentscheids noch nicht abgeschlossen waren. Soweit das kantonale Gericht mit der Verwaltung gestützt auf das Gutachten der Klinik H.________ von einer Arbeitsfähigkeit von 75 % ausgeht, beruht der angefochtene Entscheid auf einer offensichtlich unrichtigen Feststellung und Würdigung des Sachverhalts. 4.3 Anderseits kann auch der vom Beschwerdeführer vertretenen Auffassung, wonach in der fraglichen Zeit eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden hat, nicht gefolgt werden. Dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zumindest teilweise arbeitsfähig ist, nehmen auch die meisten anderen Ärzte an. Im Bericht an die Invalidenversicherung vom 20. August 2002 gab der behandelnde Arzt Dr. med. D.________, Innere Medizin FMH, die Arbeitsfähigkeit für eine wechselbelastende Tätigkeit ohne Heben und Tragen von schweren Lasten mit "zurzeit ca. 50 %" an. In Berichten vom 15. Juli 2003 und 13. August 2003 erachtete er (während der Behandlung mit der Medikamentenpumpe) eine Bürotätigkeit von 1 bis 2 Stunden täglich als möglich. In ähnlichem Sinn sprach sich die Klinik K.________ (Dr. med. Y.________) im Bericht vom 1. März 2004 aus. Dabei ist zu berücksichtigen, dass mit der Opiattherapie zwar eine gewisse Schmerzreduktion erreicht werden konnte, damit jedoch Nebenwirkungen verbunden waren, welche sich ihrerseits auf die Leistungsfähigkeit auswirkten. Auch wenn die ärztlichen Beurteilungen nicht durchwegs übereinstimmen und im Zusammenhang mit stationären Abklärungen und Behandlungen kürzere Perioden vollständiger Arbeitsunfähigkeit bestanden haben, rechtfertigt es sich, auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten der Klinik H.________ abzustellen. Dieses erfüllt die nach der Rechtsprechung für den Beweiswert ärztlicher Berichte und Gutachten geltenden Anforderungen (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352, 122 V 157 E. 1c S. 160) und vermag in den Schlussfolgerungen zu überzeugen. Es stützt sich u.a. auf eine konkrete Prüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Im vorinstanzlichen Verfahren hat der Beschwerdeführer die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit dieser Abklärung bestritten. Die von ihm nachträglich veranlasste Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) in der Klinik K.________ hat indessen ebenfalls zum Ergebnis geführt, dass ihm angepasste leichte Arbeiten zu 50 % zumutbar sind. Es besteht daher kein Anlass, von der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im psychosomatischen Gutachten abzugehen oder die Sache zu ergänzenden Abklärungen und zur Neubeurteilung der Arbeitsfähigkeit zurückzuweisen.