Citation: 5A_656/2024 E. 5.2.2

5.2.2. Was die inhaltliche Kritik der Beschwerdeführerin an der Vorgehensweise der Vorinstanz anbelangt, mag diese teilweise durchaus gerechtfertigt sein. Insbesondere erscheint es wenig überzeugend, für die Beurteilung der mutmasslichen Prozesskosten allein auf die Höhe des von der Beschwerdeführerin beantragten Prozesskostenvorschusses abzustellen. Dies genügt jedoch nicht, Willkür in der vorinstanzlichen Rechtsanwendung zu begründen. Notwendig ist nämlich stets, dass sich der Entscheid nicht nur in seiner Begründung, sondern auch im Ergebnis als willkürlich erweist, was die Beschwerdeführerin aufzuzeigen hätte (oben E. 2). Dazu genügt es nicht, einfach zu behaupten, wäre die Vorinstanz von den geltend gemachten Fr. 40'000.-- als mutmassliche Prozesskosten ausgegangen, würde es der Überschuss der Beschwerdeführerin nicht erlauben, diese innert zweier Jahre zu bezahlen, und die Vorinstanz hätte auch weitere Aspekte berücksichtigen müssen, beispielsweise, dass der Ehegattenunterhalt nach der Scheidung wegfallen könnte. Die Beschwerdeführerin hätte in ihrer Beschwerde vielmehr geltend machen und aufzeigen müssen, dass die Festlegung der mutmasslichen Prozesskosten auf maximal Fr. 27'888.-- (oben E. 3.2) sich im Ergebnis als unhaltbar erweist. Da sie dies unterlässt und der angefochtene Entscheid daher mindestens im Ergebnis nicht als willkürlich qualifiziert werden kann, zielt die Kritik der Beschwerdeführerin ins Leere. Dies gilt auch für die Rüge, die Vorinstanz sei in überspitzten Formalismus (Art. 29 Abs. 1 BV) verfallen und habe zu Unrecht nur künftige Aufwendungen einbezogen. Auf eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Ausführungen der Beschwerdeführerin kann angesichts dessen verzichtet werden. Sollte sich im Laufe des Scheidungsverfahrens zeigen, dass die mutmasslichen Prozesskosten höher ausfallen als prognostiziert, sich die Verhältnisse mit anderen Worten verändert haben, ist es der Beschwerdeführerin selbstverständlich unbenommen, ein neues Gesuch um Ausrichtung eines Prozesskostenvorschusses zu stellen (vgl. Urteil 4A_696/2016 vom 21. April 2017 E. 4.1.3).