Citation: U 193/99 05.10.2001 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer wurde am 5. Januar 1986 als Kontrolleur der Verkehrsbetriebe X. von einem Fahrgast tätlich angegriffen. Gemäss den ärztlichen Unterlagen zog er sich dabei eine tendopathische Periarthropathie mit radiologisch nachgewiesener partieller Rotatorenmanschettenläsion zu. Die SUVA sprach ihm eine Invalidenrente (25 %) ab 1. September 1988 sowie eine Integritätsentschädigung (15 %) zu (Verfügung vom 13. Oktober 1988). Nachdem F.________ sich am 3. April 1987 auch bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet hatte, Eingliederungsversuche gescheitert waren und eine zugesprochene IV-Rente per Ende November 1988 wieder aufgehoben worden war, ordnete die nunmehr zuständige IV-Kommission für Versicherte im Ausland am 16. Juli 1992 eine medizinische Abklärung durch die Klinik W. in Z. an. Im Gutachten vom 9. November 1992 werden als Diagnosen ein subacromiales Impingement der rechten Schulter bei Re-Ruptur der Suprasinatussehne sowie der Verdacht auf Läsion des vorderen Limbus der rechten Schulter erhoben. Gestützt auf diese Befunde ging am 28. Juli 1993 eine Rückfallmeldung an die SUVA, welche am 2. September 1993 für die Behandlungs- und Hospitalisationskosten Kostengutsprache erteilte. Da nach Ansicht der Ärzte die psychische Konstitution während des Klinikaufenthaltes sehr auffällig erschien, liessen sie, ehe über weitere Schritte zu entscheiden war, den Beschwerdeführer durch Dr. phil. L.________, Z., psychologisch untersuchen. Dieser stellte im Bericht vom 14. Dezember 1993 zusammenfassend fest, dass innerhalb der somatischen Situation multiple psychosomatische Faktoren (depressive Symptome) mitausschlaggebend seien. Die Re-Ruptur wurde zunächst operativ (16. November 1993 und 3. Februar 1994) und anschliessend mittels physikalischer Therapie behandelt. Gemäss Bericht vom 29. Juni 1994 an die SUVA liegt bezüglich der Schmerzreduktion ein gutes operatives Ergebnis vor; der Patient sei subjektiv sehr zufrieden und praktisch vollständig schmerzfrei. Die aktive Schulterfunktion sei jedoch durch die Psyche stark reduziert. In der Folge sprach die Invalidenversicherung F.________ mit drei Verfügungen vom 25. August 1994 rückwirkend ab 1. Oktober 1992 zunächst eine halbe und ab 1. Januar 1993 eine ganze Invalidenrente (Invaliditätsgrad: 71 %) zu. Dieser liess am 14. Dezember 1995 bei der SUVA ein Revisionsgesuch stellen mit dem Antrag, es sei die Rente mit Wirkung ab 1. Januar 1993 aufgrund einer Invalidität von 71 % neu zu berechnen. Die SUVA lehnte dies mit Verfügung vom 15. Februar 1996 ab. Gemäss den vorliegenden medizinischen Unterlagen könne nach Abschluss des Rückfalls im Juli 1994 keine Verschlimmerung der somatischen Unfallfolgen festgestellt werden. Die psychischen Beschwerden seien nicht unfallkausal. Im Übrigen sei die SUVA an einen von der Invalidenversicherung festgestellten Invaliditätsgrad nicht gebunden. Daran hielt sie im Einspracheentscheid vom 11. Juli 1996 fest.