Citation: 4C.322/2005 23.11.2005 E. A

Am 8. April 1999 schlossen X.________ (Kläger und Berufungsbeklagter) und die A.________ GmbH (Beklagte und Berufungsklägerin) einen Kaufvertrag über (sämtliche) 100 Namenaktien à nominal Fr. 1'000.-- der B.________ AG zu einem Kaufpreis von Fr. 2'100'000.--. Die Käuferin (Beklagte) hatte Fr. 100'000.-- bei Unterzeichnung des Vertrags, die restlichen Fr. 2'000'000.-- am 1. Juli 1999 gegen Aushändigung der Titel zu bezahlen. Die Parteien vereinbarten weiter, dass der Verkäufer (Kläger) der Käuferin für einen Teil des Kaufpreises ein mit 5 % verzinsliches Darlehen von Fr. 600'000.-- gewähre, das in sechs Raten à Fr. 100'000.-- zu amortisieren sei, wobei der Fälligkeitstermin für die zweitletzte Rate am 31. Dezember 2001 und für die letzte Rate am 30. Juni 2002 festgesetzt wurde. Für den Fall, dass die Beklagte mit der Bezahlung einer Rate in Verzug geraten sollte, vereinbarten die Parteien die Fälligkeit des gesamten noch offenen Darlehensrestbetrages, sofern die ausstehende Rate nicht innert 30 Tagen nach eingeschriebener Mahnung bezahlt werde. Die ersten vier Amortisationsraten des Darlehens bezahlte die Beklagte mit zum Teil leichter Verspätung, woraus dem Kläger unbestrittenermassen eine Zinsforderung von Fr. 246.60 zusteht. Vor der Fälligkeit der zweitletzten Rate erhob die Beklagte gegenüber dem Kläger verschiedene Einwendungen. Unter anderem machte sie geltend, eine Drittfirma (die C.________ AG) mache Eigentumsansprüche an Spritzgussformen geltend. Der Kläger forderte mit eingeschriebener Mahnung vom 4. Januar 2002 die Bezahlung der ausstehenden Rate unter der Androhung, dass andernfalls der Restbetrag zur Zahlung fällig werde. Da die Beklagte die ausstehende Rate nicht bezahlte, setzte der Kläger die beiden ausstehenden Raten von Fr. 200'000.-- sowie den Zinsanspruch von Fr. 246.60 nebst Zins in Betreibung. Die Beklagte erhob Rechtsvorschlag. Der Kläger gelangte darauf an das Bezirksgericht Wil mit den Begehren, die Beklagte sei zur Bezahlung der Forderung nebst Zins zu verpflichten und es sei deren Rechtsvorschlag aufzuheben. Mit Entscheid vom 24. Oktober 2002 verpflichtete das Bezirksgericht Wil die Beklagte, dem Kläger den Betrag von Fr. 200'000.-- nebst 5 % Zins seit dem 1. Juli 2001, 5 % Zins auf Fr. 5'000.-- seit dem 15. Februar 2002 sowie Fr. 246.60 nebst 5 % Zins seit 1. Februar 2002 zu bezahlen. Der Rechtsvorschlag wurde in diesem Umfang sowie für Fr. 241.90 Betreibungskosten aufgehoben.