Citation: C 177/00 17.01.2001 E. 2

2.- Es steht fest, dass der Beschwerdeführer in der fraglichen Zeit vom 20. bis 22. Januar 1999 kontrollfreie Tage bezogen und anschliessend die Kontrollvorschriften nicht erfüllt hatte. So sagte er anlässlich der Verhandlung vor der kantonalen Schiedskommission vom 10. Mai 2000 übereinstimmend mit dem gleichentags als Zeugen einvernommenen zuständigen Sachbearbeiter des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV), dass er sich von Januar bis Juni 1999 nicht beim RAV gemeldet habe. Damit liegt eine der kumulativ erforderlichen Anspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. a-g AVIG, nämlich die mindestens zweimal pro Monat zur Überprüfung der Vermittlungsfähigkeit erforderte persönliche Meldung (Art. 21 Abs. 1 AVIV) nicht vor, was nach ständiger Rechtsprechung zur Verneinung des Taggeldanspruches führt (BGE 124 V 218 Erw. 2). Zu prüfen ist, ob sich der Beschwerdeführer über einen Rechtstitel ausweisen kann, welcher zu einem hievon abweichenden Ergebnis führt. In Betracht fallen der öffentlich-rechtliche Vertrauensschutz, das Gebot, im Verhältnis Bürger (Versicherter)/Verwaltung (Versicherer) nach Treu und Glauben zu handeln und der in Art. 20 Abs. 4 AVIV der zuständigen Amtsstelle auferlegte Informationsauftrag, den Versicherten auf seine Pflichten nach Art. 17 AVIG aufmerksam zu machen, insbesondere auf diejenige, sich um Arbeit zu bemühen.