Citation: 8C_715/2016 E. 5.2.2

5.2.2. Bis zum Abschluss des Einspracheverfahrens lag keine fachärztliche Beurteilung vor, welche sich mit der von Dr. med. G.________ vertretenen Auffassung konkret auseinander setzte. Der seit 27. Juni 2016 anwaltlich vertretene Versicherte liess im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren die medizinisch begründeten Einwände des Dr. med. E.________ vom 3. August 2016 gegen die Aktenbeurteilung der Dr. med. G.________ einreichen. Das kantonale Gericht hat die Ausführungen des Dr. med. E.________ und den Bericht des Dr. med. C.________ vom 7. Juli 2016 unter den gegebenen Umständen zu Recht mitberücksichtigt. Es hat bei der Beweiswürdigung grundsätzlich auch der Erfahrungstatsache zutreffend Rechnung getragen, wonach behandelnde Ärztinnen und Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5. S. 470 und Urteil 8C_610/2016 vom E. 3.2, je mit Hinweisen). In Bezug auf die Beantwortung der Frage, ob die in den neuen Berichten geäusserte Kritik an den Einschätzungen der Dr. med. G.________ medizinisch begründet ist, fehlte es der Vorinstanz jedoch am nötigen Fachwissen.