Citation: 8C_720/2020 E. 5.2.1

5.2.1. Es mag zwar zutreffen, dass die Gutachten der Dres. med. D.________ und B.________ in Bezug auf den erhobenen psychopathologischen Befund teilweise voneinander abweichen. Daraus vermag der Beschwerdeführer indessen nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Zum einen genügt es nicht, die von den Experten abweichend erhobenen Befunde aufzuführen, um die vorinstanzliche Feststellung, die Differenz zwischen den erhobenen Befunden sei nicht erheblich, als offensichtlich unrichtig darzutun (vgl. E. 1.2 hiervor). Zum anderen liegen zwischen den jeweiligen Untersuchungen des Administrativgutachters und der Privatgutachterin mehr als zwei Jahre, wobei die Exploration durch Dr. med. B.________ (27. Juni und 6. Juli 2017) kurz nach der leistungsablehnenden Verfügung der IV-Stelle vom 16. Juni 2017 erfolgte. Allein aufgrund einzelner Abweichungen in Bezug auf den psychopathologischen Befund lässt sich die Teilexpertise des Dr. med. D.________ somit nicht in Frage stellen, zumal die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann (vgl. E. 4.2 hiervor).