Citation: U 274/03 18.01.2005 E. 4

4.1 Ob die Beschwerdeführerin beim Unfall vom 28. Juni 2001 überhaupt ein Schleudertrauma der HWS oder eine äquivalente Verletzung im Sinne der Rechtsprechung erlitten hat, kann durchaus hinterfragt werden, wurden doch in der Zeit nach dem Ereignis lediglich Kopf-, Nacken- sowie Schulterschmerzen und somit nur ein Teil des schleudertraumatypischen bunten Beschwerdebildes (BGE 119 V 337 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b) geklagt. Auf jeden Fall dominierte im Verlauf die von psychiatrischer Seite als depressive Entwicklung und Schmerzverarbeitungsstörung interpretierte seelische Problematik eindeutig, weshalb Unfallversicherer und Vorinstanz die Adäquanz zu Recht nach den bei Unfällen mit psychischen Folgeschäden geltenden Grundsätzen geprüft haben (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Danach ist bei der Prüfung der massgebenden Kriterien, anders als nach der sog. Schleudertrauma-Praxis, wo nicht zwischen körperlichen und seelischen Beschwerden unterschieden wird, die psychische Komponente ausser Acht zu lassen. 4.2 Der Autounfall vom 28. Juni 2001 ist nach der richtigerweise von keiner Seite in Frage gestellten Einschätzung der Vorinstanz als mittelschwer zu qualifizieren. Demnach müssten von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa), für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelner in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb). Dies trifft, wie das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid einlässlich dargelegt hat, nicht zu. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgetragen wird, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. Namentlich ist dem Unfallgeschehen zwar eine gewisse Eindrücklichkeit zu attestieren; als besonders ist diese aber auch dann nicht anzusehen, wenn das Auto der Beschwerdeführerin, wie sie geltend macht, nach dem Verlassen der Strasse nur knapp einen Mast verfehlte und ein kurz nach dem Unfallereignis herannahender Zug anhielt, anerkennt sie doch, dass es an der Endlage des Fahrzeugs nicht zu einem Zusammenstoss mit dem Zug kommen konnte. Es kann im Übrigen vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. Einsprache- und vorinstanzlicher Entscheid sind somit in allen Teilen rechtens.