Citation: 5A_36/2009 06.03.2009 E. 2

2.1 Vorab rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung der Dispositionsmaxime. Es sei weiterhin nicht klar, welche Pflanzen durch das von den Beschwerdegegnern gestellte Rechtsbegehren gemeint seien. Es gebe eine grosse Anzahl von Pflanzen, die in der Nähe der gemeinsamen Grenze der Parteien stünden. Es gehe nicht an, dass erst bei einer allfälligen Vollstreckung des Urteils des Bezirksgerichts Arlesheim bestimmt werde, welche Pflanzen zurückzuschneiden seien. 2.1.1 Im angefochtenen Urteil wird dazu ausgeführt, das im Akzessschein fixierte Rechtsbegehren der Beschwerdegegner sei nach Auffassung des Kantonsgerichts hinreichend klar. Sie hätten verlangt, dass die Hecke auf das gesetzliche Mass zurückgeschnitten werde. Gemäss § 130 Abs. 1 des Gesetzes des Kantons Basel-Landschaft vom 16. November 2006 über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB; SGS 211) dürften Grünhecken gegen den Willen der nachbarlichen Grundeigentümerschaft nicht mehr als 60 cm von der Grenze und nicht höher als ihre dreifache Distanz von derselben gehalten werden. Die Vorinstanz habe also lediglich die gesetzliche Regelung zum Urteil erhoben. Genau dies hätten die Beschwerdegegner auch verlangt. Es sei daher nicht ersichtlich, inwiefern die Formulierung im Rechtsbegehren "auf das gesetzliche Mass" nicht genügend klar sein sollte, wenn sich das beantragte Mass eindeutig und insbesondere auch für die Gegenpartei erkennbar aus dem Gesetz ergebe. 2.1.2 Es gibt keinen bundesrechtlichen Massstab für die Formulierung von Rechtsbegehren. In BGE 101 II 41 E. 4b S. 45/46 hat das Bundesgericht lediglich gesagt, die kantonalrechtlichen Vorschriften mit Bezug auf die Substantiierung der klägerischen Rechtsbegehren dürften nicht dazu führen, dass die Durchsetzung von Bundesrecht vereitelt werde. Zudem sind Prozesshandlungen und Rechtsbegehren nach Treu und Glauben auszulegen; unmassgeblich ist der wirkliche Wille (BGE 105 II 149 E. 2a S. 152). Die Auffassung der Vorinstanz, das klägerische Rechtsbegehren sei klar, ist nicht zu beanstanden. Überdies wird den Beschwerdegegnern nicht mehr oder etwas anderes zugesprochen, als sie verlangt haben (BGE 119 II 396 E. 2 S. 397; 129 V 450 E. 3.2 S. 453). 2.1.3 Insoweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang rügt, sie mache ausdrücklich eine Verletzung kantonaler verfassungsmässiger Rechte geltend, kann darauf nicht eingetreten werden, denn der Vorwurf wird in keiner Weise begründet (E. 1.3 hiervor). 2.1.4 Eine weitere Verletzung der Dispositionsmaxime erblickt die Beschwerdeführerin darin, dass im Urteil des Bezirksgerichts im Urteilsdispositiv von Hecken im Plural, während im Rechtsbegehren von einer Hecke gesprochen werde. Das Kantonsgericht habe diese Abweichung als einfachen Schreibfehler betrachtet, der gemäss § 228 ZPO/BL zu berichtigen sei. Das Kantonsgericht hat dazu im Wesentlichen bemerkt, aus den Unterlagen, die von den Beschwerdegegnern im Verfahren vor Bezirksgericht eingereicht worden seien, insbesondere aus dem Plan und den Fotos, ergebe sich, um welche Pflanzen es gehe. Wenn feststehe, dass es sich dabei um eine Hecke im Sinne des Gesetzes handle, erübrige sich eine konkrete Bezeichnung der einzelnen Pflanzen, die zurückzuschneiden seien. Dass im Urteil des Bezirksgerichts von "Hecken" die Rede sei, helfe der Beschwerdeführerin nichts. Wie aus der Urteilsbegründung, wo immer nur von einer Hecke gesprochen werde, klar ersichtlich sei, handle es sich dabei um einen einfachen Schreibfehler, der gemäss § 228 ZPO/BL zu berichtigen sei. Die Vorinstanz hat zur Tatsache, dass es sich um eine Hecke handle auf den Augenschein hingewiesen, aber auch darauf, dass in der erstinstanzlichen Urteilsbegründung immer nur von einer Hecke gesprochen werde (zum Begriff der Hecke: E. 3.1 nachfolgend). Inwiefern diese tatsächliche Feststellung willkürlich sein und die Anwendung von kantonalem Prozessrecht nicht vor Art. 9 BV Stand halten soll, wird von der Beschwerdeführerin in keiner Weise dargelegt, weshalb auf diesen Vorwurf der Verletzung der Dispositionsmaxime nicht eingetreten werden kann (E. 1.3 hiervor).