Citation: 1B_500/2022 E. A

A.________ ist praktizierende Hausärztin im Kanton Freiburg. Aufgrund eines Medienberichts, wonach sie an Patienten gegen Covid-19 Chlordioxid abgegeben habe, das nicht als Heilmittel zugelassen ist, nahm die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg Abklärungen vor und eröffnete am 18. Februar 2022 ein Strafverfahren wegen Verstosses gegen das Heilmittelgesetz. Am 8. März 2022 wurde A.________ im Auftrag der Staatsanwaltschaft durch die Kantonspolizei Freiburg einvernommen. Im Verlauf der Einvernahme wurde ihr ein von der zuständigen Staatsanwältin verfasstes Schreiben mit folgendem Wortlaut abgegeben: " In Bezug auf Ihre Anfrage kann ich Ihnen mitteilen, dass Sie als beschuldigte Person die Aussage verweigern können (Art. 158 StPO). Des Weiteren teile ich Ihnen mit, dass sich aus Sicht der Staatsanwaltschaft der Arzt, gegen welchen sich ein Strafverfahren richtet, nicht auf das Berufsgeheimnis berufen kann. So können zum Beispiel auch unter das Berufsgeheimnis fallende Aufzeichnungen beschlagnahmt werden (ATF 141 IV 77). Schliesslich kann ich Ihnen empfehlen, mit Ihrem Anwalt Rücksprache zu nehmen. " In der Folge wurde die Befragung fortgesetzt.