Citation: 4A_339/2021 E. B

Am 28. Dezember 2018 beantragte der Kläger beim Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau (als Versicherungsgericht), die Beklagte sei kostenfällig zu verpflichten, ihm Fr. 168'654.10 nebst Zins zu 5 % seit 9. Mai 2012 zu bezahlen. Am 12. März 2019 teilte der Vizepräsident des Verwaltungsgerichts den Parteien mit, das Verfahren werde einstweilen auf die Frage der Verjährung des behaupteten Anspruchs beschränkt. Mit Zwischenentscheid vom 23. Oktober 2019 verneinte das Verwaltungsgericht die Verjährung eines allfälligen klägerischen Leistungsanspruchs. Mit Entscheid vom 10. März 2021 wies das Verwaltungsgericht die Klage ab. Es erwog, sowohl die Pancolitis Ulcerosa als solche, als auch die - zumindest bei auftretenden Schüben - mit ihr einhergehende Arbeitsunfähigkeit des Klägers stellten ein bereits realisiertes Ereignis dar. Damit fehle es an der für einen Versicherungsvertrag charakteristischen Ungewissheit bezüglich der Krankheit des Klägers sowie der damit verbundenen Arbeitsunfähigkeit. Es habe folglich bei Vertragsabschluss kein versicherbares Ereignis vorgelegen.