Citation: 1C_497/2021 E. 7.1

7.1. Das Gebot der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine behördliche Massnahme für das Erreichen des im öffentlichen oder privaten Interesse liegenden Zieles geeignet und erforderlich ist und sich für die Betroffenen in Anbetracht der Schwere der Grundrechtseinschränkung als zumutbar erweist. Der Eingriff darf in sachlicher, räumlicher, zeitlicher und personeller Hinsicht nicht einschneidender sein als erforderlich (BGE 148 I 89 E. 6.6; 142 I 49 E. 9.1; 140 I 2 E. 9.2.2; je mit Hinweisen). Bei Grundrechtseingriffen prüft das Bundesgericht die Verhältnismässigkeit grundsätzlich mit voller Kognition. Es auferlegt sich aber eine gewisse Zurückhaltung, wenn sich ausgesprochene Ermessensfragen stellen oder besondere örtliche Umstände zu würdigen sind, welche die kantonalen Behörden besser kennen und überblicken als das Bundesgericht. Dasselbe gilt für die relative Gewichtung, die den einzelnen involvierten Rechtsgütern und Interessen beizumessen ist, weshalb den Behörden insoweit ein gewisser Beurteilungs- bzw. Ermessensspielraum zusteht (BGE 147 I 450 E. 3.2.5 mit Hinweisen; Urteil 1C_470/2021 vom 24. April 2023 E. 4.4).