Citation: 8C_300/2010 23.07.2010 E. 5

Gerügt wird schliesslich die Höhe der zugesprochenen Integritätsentschädigung. 5.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn er durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach der Schwere des Integritätsschadens. Gestützt auf Art. 25 Abs. 2 UVG hat der Bundesrat in Anhang 3 zur UVV Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b S. 32) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. In Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala hat die SUVA Feinraster in tabellarischer Form erarbeitet. Soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung der Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c S. 32). 5.2 Die Zusprechung der Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 10 % stützt sich auf die Einschätzung des Dr. med. B.________ vom 7. April 2006. Dies entspricht gemäss SUVA-Tabelle 7 (Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen) bei nachgewiesenen Diskushernien (Ziffer 3) dem obersten Bereich bei Schmerzgrad + (mässige Beanspruchungsschmerzen, in Ruhe selten oder keine, gute und rasche Erholung [1-2 Tage]). Beschwerdeweise wird geltend gemacht, dass gemäss Bericht des Dr. med. G.________ vom 11. Juni 2007 eine Verschlechterung eingetreten sei, was Dr. med. B.________ bei erneuter Untersuchung vom 12. Oktober 2007 jedoch nicht berücksichtigt habe. Dem fraglichen Bericht des Dr. med. G.________ lässt sich entnehmen, dass zunehmende Beschwerden namentlich bei Belastungen aufgetreten seien. Nichts anderes ergibt sich aus der Stellungnahme des Dr. med. B.________ vom 12. Oktober 2007, welcher ausdrücklich erwähnt, dass Beschwerden bei Rotationsbewegungen und bei Schlägen und unkontrollierten Bewegungen geklagt würden. Dass der Versicherte unter Dauerschmerzen gelitten hätte, was gemäss SUVA-Tabelle 7 allenfalls eine höhere Integritätsentschädigung (10-20 %) rechtfertigen würde, ist damit nicht ausgewiesen. Schliesslich wurde bereits ausgeführt (oben E. 4.1), dass eine erneute Exazerbation der Schmerzen gemäss Bericht des Dr. med. G.________ vom 18. August 2009 jedenfalls erst im Juli 2009 und damit nach Erlass des Einspracheentscheides aufgetreten ist, weshalb eine allfällige diesbezügliche Berücksichtigung von vornherein ausser Betracht fällt.