Citation: 4A_57/2024 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer hält dem entgegen, das Schiedsgericht hätte mit "übergrosser Wahrscheinlichkeit" auch einen zweiten Antrag auf Vertagung der Schiedsverhandlung abgelehnt. Es sei daher spitzfindig, wenn die Vorinstanz ihm nun vorwerfe, er hätte ein zweites Verschiebungsgesuch einreichen müssen. Selbst wenn das Schiedsgericht ein solches Gesuch gutgeheissen hätte, würde dies nichts an der fehlenden Teilnahmemöglichkeit an der Verhandlung ändern. Aufgrund der coronabedingten Restriktionen hätte er nämlich auch nach dem 23. März 2021 nicht nach China einreisen können. Er habe bloss auszugsweise über eine Mitbeteiligte vom Schiedsverfahren erfahren. Demgegenüber sei er vom Schiedsgericht weder über die einzelnen Verfahrensschritte noch die Säumnisfolgen bei einer Nichtteilnahme an der Schiedsverhandlung orientiert worden. Insbesondere habe er nicht gewusst, dass ihm das Schiedsgericht Post schicken werde. Mangels Kenntnis von dieser Zustellung habe er sich beim Schiedsgericht auch nicht über diese Falschadressierung beschweren können. Der Anspruch auf rechtliches Gehör zähle zum verfahrensrechtlichen Ordre public und sei deshalb losgelöst von einem zweiten Verschiebungsantrag zu prüfen.