Citation: 6B_983/2008 03.02.2009 E. 4

Es ist aufgrund dieser massgeblichen vorinstanzlichen Feststellungen nicht nachvollziehbar, wie gegen die Strafzumessung eingewendet werden kann, es liege gar keine strafbare Tat vor, der Beschwerdeführer habe aus Liebe gehandelt. Und es wird aus der Beschwerde nicht plausibel, weshalb das Strafmass antragsgemäss tief angesetzt werden könnte. Er weist auf eine durch ein Massaker in Kolumbien verursachte posttraumatische Belastungsstörung hin (angefochtenes Urteil S. 73), auf seinen gesellschaftlichen Abstieg, die kulturelle Verschiedenheit in der Schweiz sowie dass das "Inzestuöse" weder erkannt noch thematisiert worden sei und ihm in Kolumbien weitere Bestrafung drohe. Die Vorinstanz geht indessen in ihrem Urteil von einer "normalen Strafempfindlichkeit" aus. Dabei stellt sie fest, weder der Bericht des Psychotherapeuten noch die Aussagen des Beschwerdeführers wiesen auf die geltend gemachte "sehr hohe paranoidiforme und depressive Empfindlichkeit auf Verurteilung" hin. Angesichts des sehr schweren Verschuldens ist das Strafmass bundesrechtlich nicht zu beanstanden.