Citation: 2C_388/2022 E. B

Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs widerrief das Migrationsamt namens des Departements des Innern des Kantons Solothurn am 24. Juni 2021 die Zusicherung der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an A.________ und erteilte ihr keine Aufenthaltsbewilligung. Zudem wies es sie unter Fristansetzung bis zum 30. September 2021 aus der Schweiz weg. Es würden zahlreiche Indizien vorliegen, die einzig den Schluss zulassen würden, dass eine Scheinehe vorliege und A.________ bereits zu Beginn der Ehe der Ehewille gefehlt habe. A.________ habe sich somit rechtsmissbräuchlich verhalten. Aber auch wenn sie sich nicht rechtsmissbräuchlich verhalten hätte, sei ihr keine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, da die Ehegemeinschaft in der Schweiz nur rund vier Monate gedauert habe. Auch bestünde kein Anspruch wegen wichtigen persönlichen Gründen. Gegen die Verfügung vom 24. Juni 2021 erhob A.________ am 8. Juli 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn. A.________ machte im Wesentlichen geltend, keine Scheinehe geführt zu haben. Die Familiengemeinschaft sei aufgrund von physischer sowie psychischer häuslicher Gewalt aufgelöst worden. Mit Urteil vom 5. April 2022 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab und ordnete an, dass A.________ die Schweiz innert zwei Monaten seit Rechtskraft dieses Urteils zu verlassen habe. Es erwog im Wesentlichen, dass die Indizien für den Nachweis einer Scheinehe nicht genügen würden. Ebenso liege kein nachehelicher Härtefall vor, weshalb A.________ keine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen sei.