Citation: 1P.362/2002 11.07.2002 E. 2

Aus der neu ins Recht gelegten Bestätigung der Post ergibt sich zwar, dass seine Berufung vom 30. Mai 2000 den Poststempel von H. tragen würde, wenn der Gesuchsteller sie, wie er behauptet, am 31. Mai 2000 zwischen 17 und 18 Uhr in den Briefkasten beim Bahnhof H. geworfen hätte. Anders als das Bundesgericht im Urteil vom 4. Februar 2002 ausführte, spricht somit der Umstand, dass die Eingabe den Poststempel von H. trägt, nicht gegen die Darstellung des Gesuchstellers. Das bedeutet indessen nur, dass die Darstellung des Gesuchstellers zutreffen könnte, nicht, dass sie auch zutrifft. Seine Eingabe würde nämlich auch dann den H. Poststempel vom 2. Juni 2000 tragen, wenn er sie zum Beispiel am 31. Mai 2002 nach 18.00 Uhr oder gar erst am 1. Juni 2000 (Auffahrt) eingeworfen hätte. Das neue Beweismittel ändert nichts daran, dass der Gesuchsteller seine Darstellung, die Berufung am 31. Mai 2000 zwischen 17 und 18 Uhr in den Briefkasten beim H. Bahnhof eingeworfen zu haben, nicht weiter belegen kann. Die Beweislage ist in diesem entscheidenden Punkt somit gleich geblieben: ausser seiner Parteibehauptung hat der Gesuchsteller kein Beweismittel dafür, dass er seine Berufung mit Blick auf die Fristwahrung rechtzeitig einer schweizerischen Poststelle übergab. Wie das Bundesgericht bereits im Urteil vom 4. Februar 2002 erwog, konnte das Obergericht unter diesen Umständen ohne Willkür davon ausgehen, der Gesuchsteller habe den ihm obliegenden Beweis, die Berufung rechtzeitig eingereicht zu haben, nicht erbracht. Das Revisionsgesuch ist unbegründet.