Citation: 6B_173/2019 E. 5.3.4

5.3.4. Der Beschwerdeführer wurde in einem Strafverfahren im Jahr 2010 bereits durch denselben Gutachter begutachtet (Gutachten vom 25. Februar 2010, Strafakten, Bd. II act. 381 ff.). Der Beschwerdeführer macht geltend, Dr. med. B.________ sei in seinem damaligen Gutachten eine Fehleinschätzung unterlaufen. Dieser hatte bereits im Jahr 2010 die Ansicht vertreten, die Rückfallgefahr des Beschwerdeführers für das Delikt einer Drohung könne einzig durch eine stationäre Massnahme reduziert werden. Das Kantonsgericht wich damals von der gutachterlichen Empfehlung ab und ordnete eine ambulante therapeutische Massnahme an. Der Beschwerdeführer wurde nachher sieben Jahre lang nicht straffällig. Aus der Einschätzung des Gutachters im Jahre 2010 kann der Beschwerdeführer heute nichts zu seinen Gunsten ableiten. Insbesondere kann daraus nicht geschlossen werden, das neue Gutachten vom 28. September 2017 sei fehlerbehaftet. Zu beurteilen ist vorliegend nicht die gutachterliche Empfehlung aus dem Jahr 2010, sondern die Frage, ob die Vorinstanz in ihrem Urteil vom 4. Dezember 2018 zu Recht auf das Gutachten vom 28. September 2017 abgestützt und ohne Verletzung von Bundesrecht eine stationäre therapeutische Massnahme nach Art. 59 StGB angeordnet hat.