Citation: 1C_28/2021 E. 6.5.1

6.5.1. Das BVU stellte statt auf die orangene Linie des aktuellen Terrains auf die in den genannten Karten grün gestrichelte, tiefer gelegene Linie des gewachsenen Terrainverlaufes ab. Wie es in E. 4.4.2 seines Entscheids zutreffend ausführte, sind (selbst) bei einem Abstellen auf diese tiefere Linie die Höhen- bzw. Abstandsvorschriften eingehalten: Gegebenenfalls wäre von einer Höhe der oberen Stützmauer von insgesamt 1,13 m bzw. 1,17 m auszugehen (Plan "Profil Ost"; 369,62 m.ü.M. - 368,49 m.ü.M. = 1,13 m / Plan "Profil West"; 369,63 m.ü.M. - 368,46 m.ü.M. = 1,17 m). Zwar überschreitet damit die Stützmauer die maximal zulässige Höhe von 1 m und darf sie somit nicht direkt an der Grenze platziert sein (§ 41 Abs. 4 aBNO i.V.m. § 19 Abs. 1 lit. b ABauV/AG). Die Vorgabe, wonach die Mauer um das Mehrmass ihrer Höhe von der Grenze zurückversetzt sein muss (§ 41 Abs. 4 aBNO), ist aber eingehalten. Da sich die Stützmauer in 30 cm Distanz zur Grenze befindet, ist sie nämlich um mehr als 13 cm bzw. 17 cm zurückversetzt.