Citation: 4A_544/2022 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Beschwerdegegnerin erleide nur einen Schaden, wenn sie als Folge ihres Verzichts auf die Durchführung des Shisha-Services 2018 in einen (arbeitsrechtlichen) Annahmeverzug gerate. Dies setze voraus, dass die betroffenen Arbeitnehmer ausländerrechtlich überhaupt für den Shisha-Service 2018 hätten arbeiten dürfen, was die Beschwerdegegnerin weder behauptet noch bewiesen habe. Die Vorinstanz hat sich mit diesem Einwand in ihrem Entscheid (dort E. 9.5.5) ausführlich auseinandergesetzt. Sie hielt fest, die Beschwerdeführerin mache betreffend den Shisha-Service 2018 bloss geltend, die Beschwerdegegnerin sei gerichtlich aufzufordern, die Arbeitsbewilligung für E.________ (einer der Arbeitnehmer) einzureichen. Der Shisha-Service habe aber bereits 2017 mit ausländischen Mitarbeitern stattgefunden. Es bestünden keine Anzeichen, dass dabei ausländerrechtliche Vorschriften nicht eingehalten worden seien. Entsprechend könne auch für den Shisha-Service 2018 von der Einhaltung der ausländerrechtlichen Vorschriften ausgegangen werden. Dies gelte umso mehr, als E.________ bereits seit sechs Jahren in der Schweiz gearbeitet habe und auch D.________ vor und nach dem geplanten Shisha-Service 2018 in der Schweiz arbeitstätig gewesen sei. Mit diesen vorinstanzlichen Erwägungen setzt sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde nicht hinreichend auseinander (vgl. hiervor E. 2). Sie vermag namentlich nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz willkürlich zum Ergebnis gelangte, es könne für den Shisha-Service 2018 von der Einhaltung der ausländerrechtlichen Vorschriften ausgegangen werden. Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Beschwerdegegnerin nicht verpflichtet hat, Aufenthalts- bzw. Arbeitsbewilligungen für die Jahre 2017 und 2018 einzureichen. Die Beschwerdegegnerin macht zu Recht geltend, es sei nicht überzeugend, dass die Beschwerdeführerin als renommiertes Grand Hotel nicht geprüft haben will, welche Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin (einschliesslich gültiger Arbeits- bzw. Aufenthaltsbewilligung) in ihrem Hotel tätig gewesen sind bzw. hätten tätig werden sollen. Fehl geht in diesem Zusammenhang auch der Vorwurf der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe ihr das Recht auf Gegenbeweis abgeschnitten.