Citation: 6B_1104/2016 E. 2.4.2

2.4.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, es werde ihm lediglich vorgeworfen, dass er geplant habe, in der Schweiz eine IS-Zelle zu errichten. Nach der Lehre sei der Versuch nicht strafbar, weil die im Organisationsdelikt gemäss Art. 260ter StGB liegende Vorverlagerung der Strafbarkeit in den Vorbereitungsbereich (der von der kriminellen Organisation geplanten Gewalt- und Bereicherungsverbrechen) keine zusätzliche Vorverlagerung durch Anwendung der Versuchsbestimmung ertrage. Mit andern Worten sei der Versuch der Gründung einer IS-Zelle rechtlich als straflose Vorbereitungshandlung zu werten und somit nicht tatbestandsmässig im Sinne von Art. 260ter StGB. Der Einwand ist unbegründet. Es geht vorliegend nicht darum, ob der Versuch einer Straftat im Sinne von Art. 260ter StGB, das heisst der Versuch der Beteiligung an einer kriminellen Organisation oder der Unterstützung einer solchen, strafbar ist. Vielmehr stellt sich die Frage, ob der dem IS zugehörige Beschwerdeführer dadurch, dass er in die Schweiz einreiste, um eine IS-Zelle aufzubauen, eine im Sinne der Rechtsprechung relevante Aktivität entfaltete. Dies ist mit der Vorinstanz zu bejahen. Die Einreise des Beschwerdeführers in die Schweiz mit dem Plan, eine Zelle des IS aufzubauen, ist eine Aktivität im Hinblick auf die kriminelle Zweckverfolgung der Organisation.