Citation: 8C_122/2021 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz kam diesbezüglich zum Schluss, es sei nicht zu beanstanden, dass der Beschwerdegegner den Kündigungsgrund der längerfristigen und dauernden Verhinderung an der Aufgabenerfüllung nach Ziff. 10.5 Abs. 4 lit. a GAV bejaht habe. Sie stellte fest, im Zeitpunkt der Gewährung des rechtlichen Gehörs zur beabsichtigten Kündigung sei der Beschwerdeführer seit beinahe sechs Monaten zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Gestützt auf den Arbeitsversuch ab 1. Oktober 2019 und das Arbeitszeugnis vom 9. Oktober 2019 habe der Beschwerdegegner sodann davon ausgehen dürfen, dass der Beschwerdeführer ab 1. Oktober 2019 zu 30 %, frühestens ab 1. Dezember 2019 zu 50 %, ab 1. Februar 2020 zu 80 % und ab 1. April 2020 zu 100 % arbeitsfähig sein werde. Das kantonale Gericht zeigte auf, dass weder der GAV noch das Gesetz über die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kantons (Personalgesetz) vom 25. September 1997 (SGS BL Nr. 150), das bis zum Inkrafttreten des GAV am 1. Januar 2016 für die Angestellten des Kantonsspitals Baselland gegolten hatte, festlegen, ab welcher Zeitdauer der Kündigungsgrund einer längerfristigen oder dauernden Verhinderung an der Aufgabenerfüllung vorliege. Dies sei im Einzelfall zu klären und die Dauer sei unabhängig von den krankheits- bzw. unfallbedingten Sperrfristen festzulegen. Auch ein Blick auf andere gesetzliche Regelungen im OR, im ATSG und im BPG, die im konkreten Fall nicht anwendbar seien, aber als Auslegungshilfe herangezogen werden könnten, gebe keinen Aufschluss über diese Frage. In Anbetracht der Sachlage im Kündigungszeitpunkt, einer gesamthaft zu erwartenden einjährigen Zeitdauer ab Unfall bzw. einer ab Kündigungszeitpunkt noch bevorstehenden Dauer von fünfeinhalb Monaten, während welcher der Beschwerdeführer die Arbeitsleistung nicht im vertraglich vereinbarten Rahmen werde erbringen können, erachtete die Vorinstanz den Kündigungsgrund der längerfristigen oder dauernden Verhinderung an der Aufgabenerfüllung im konkreten Fall als gegeben. Im Rahmen einer Interessenabwägung gewichtete das kantonale Gericht sodann die Interessen des Beschwerdegegners an einer definitiven Lösung für einen funktionierenden Betrieb höher als diejenigen des Beschwerdeführers an der Beibehaltung seiner Arbeitsstelle und qualifizierte die Kündigung damit als verhältnismässig.