Citation: 4A_476/2024 E. 4.3.3

4.3.3. 4.3.3.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht ihren Bereicherungsanspruch verneint. Sie habe dargelegt, dass es sich bei der fraglichen Zahlung um eine Akontozahlung auf den Gewinnbeteiligungsanspruch der Beschwerdegegnerin gehandelt habe. Dies hätte auch Herr G.________ bestätigen können. Die Vorinstanz habe jedoch die dazu angebotene Einvernahme von Herr G.________ ohne Begründung abgelehnt und damit ihr Recht auf Beweis verletzt. Zudem habe sie dargelegt, dass sich die Absicht der Akontozahlung auch aus der für das Bauprojekt X.________ erstellten Berechnung der Gewinnbeteiligung vom 22. Juni 2017 ergebe. Dort sei der fragliche Betrag als bereits an F.________ ausbezahlter Gewinnanteil ausgewiesen. Da die Vorinstanz eine solche Anrechnung auf den Gewinnbeteiligungsanspruch verneint habe und der Honorarforderung der Beschwerdegegnerin ein anderer Rechtsgrund fehle, habe die Beschwerdeführerin eine Nichtschuld bezahlt. Zudem sei sie offensichtlich einem Irrtum unterlegen, da sie sicherlich kein Honorar habe zahlen wollen, auf das die Beschwerdegegnerin keinen Anspruch gehabt habe. 4.3.3.2. Soweit die Beschwerdeführerin mit ihren Vorbringen nicht ohnehin den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt in unzulässiger Weise ergänzt, dringt sie nicht durch. Wie bereits dargelegt, ist die Vorinstanz gestützt auf die Rechnung vom 1. November 2010 davon ausgegangen, dass eine weitere Schuld für die durch die Beschwerdegegnerin in Rechnung gestellten Leistungen in Höhe von Fr. 813'165.50 bestanden habe. Die Vorinstanz ging sodann im Ergebnis davon aus, dass die Beschwerdeführerin nicht hinreichend substanziiert die Anspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 63 Abs. 1 OR (konkret: Nichtbestand der Forderung und Irrtum über die Zahlungspflicht) für einen bereicherungsrechtlichen Rückforderungsanspruch behauptet habe. Mit ihren Ausführungen zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf, inwiefern in diesem Vorgehen der Vorinstanz eine Bundesrechtsverletzung zu erkennen wäre. Vielmehr versucht sie die Feststellungen der Vorinstanz zum Prozesssachverhalt unter dem Deckmantel einer angeblichen Verletzung von Art. 63 OR zu rügen, ohne eine zulässige Sachverhaltsrüge zu erheben, weshalb ihre diesbezüglichen Rügen unzulässig sind. Es bleibt somit beim Schluss der Vorinstanz, dass die Anspruchsvoraussetzungen eines bereicherungsrechtlichen Rückforderungsanspruchs von der Beschwerdeführerin nicht hinreichend behauptet worden sind. Mangels hinreichender Behauptung der Anspruchsvoraussetzungen für einen bereicherungsrechtlichen Rückforderungsanspruch bestand sodann kein Anlass für die Durchführung eines Beweisverfahrens (vgl. Art. 150 Abs. 1 ZPO), weshalb die Vorinstanz auch das Recht auf Beweis der Beschwerdeführerin nicht verletzt hat, indem sie auf eine Befragung von Herr G.________ verzichtete.