Citation: 2C_581/2020 E. 2

Vorliegend ist das Einhalten der Nachzugsfrist nach Art. 47 AuG ebenso unstrittig wie das Vorliegen einer ausländischen Volladoption, die grundsätzlich zum Familiennachzug berechtigt (Urteil 2C_1115/2013 vom 11. Februar 2004 E. 2.4). Hingegen ging die Vorinstanz von einer rechtsmissbräuchlichen Geltendmachung des Familiennachzugs aus (Art. 43 Abs. 1 i.V.m. Art. 51 Abs. 2 lit. a AuG). Sie erkannte, dass nicht primär die Begründung einer echten Familiengemeinschaft angestrebt wird, sondern der Beschwerdeführerin vielmehr ein Aufenthaltstitel und damit bessere Ausbildungs- und Erwerbsmöglichkeiten in der Schweiz verschafft werden sollen.