Citation: 1P.710/2003 22.12.2003 E. 6

Schliesslich rügt der Beschwerdeführer auch noch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Der Haftrichter habe zur Begründung des dringenden Tatverdachtes "ausschliesslich" auf frühere Verfügungen und Haftanträge verwiesen und entlastende Beweismittel nicht beigezogen. Zu den Eventual- bzw. Subeventualanträgen des Beschwerdeführers betreffend Ersatzmassnahmen und zeitliche Befristung der Haft habe sich der Haftrichter im angefochtenen Entscheid nicht geäussert. Die Rüge erweist sich ebenfalls als unbegründet. Zur Begründung des angefochtenen Entscheides wird (auf Seite 2) subsidiär namentlich auf die Erwägungen des haftrichterlichen Entscheides vom 12. August 2003 hingewiesen. Dort hatte der Haftrichter (auf Seite 4) erwogen, "dass die von der Verteidigung beantragten Ersatzmassnahmen (...) die bestehende Fluchtgefahr nicht zu bannen vermögen, weil eine Pass- und Schriftensperre erfahrungsgemäss ein Untertauchen des Angeschuldigten nicht zu verhindern vermag, ist es doch für einen Ausländer relativ leicht, sich einen falschen Pass zu beschaffen". Diese Begründung hält vor dem verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör stand, zumal der Richter sich nicht ausdrücklich und im Einzelnen mit sämtlichen Vorbringen des Rechtsuchenden auseinander zu setzen braucht (vgl. BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f.; 124 II 146 E. 2a S. 149; 123 I 31 E. 2c S. 34, je mit Hinweisen). Auch zur Begründung des dringenden Tatverdachtes durfte der Haftrichter ergänzend auf frühere Verfügungen und Haftanträge verweisen. Dies umso mehr, als im angefochtenen Entscheid (Seiten 2-3) auch auf den aktuellen Stand der Untersuchung eingegangen und erwogen wird, dass sich "der dringende Tatverdacht somit noch weiter erhärtet" habe. Das Subeventualbegehren des Beschwerdeführers (auf zeitliche Beschränkung der Haft) durfte der Haftrichter konkludent (bzw. unter Hinweis auf "die Schwere des dem Gesuchsteller zur Last gelegten Delikts und der mutmasslich zu erwartende Freiheitsstrafe") ablehnen. Ebenso wenig ist eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch Ablehnung von erheblichen Beweisanträgen ersichtlich. Der Haftrichter hat willkürfrei alle Beweisergebnisse berücksichtigt und gewürdigt, die ihm für die Beurteilung des Haftentlassungsgesuches relevant erschienen.