Citation: 5C.215/2006 18.10.2006 E. 2

Die Vorinstanz stützt die Entmündigung des Berufungsklägers auf Art. 370 ZGB. Nach dieser Bestimmung gehört unter Vormundschaft jede mündige Person, die durch Verschwendung, Trunksucht, lasterhaften Lebenswandel oder durch die Art und Weise ihrer Vermögensverwaltung sich oder ihre Familie der Gefahr des Notstandes oder der Verarmung aussetzt, zu ihrem Schutz dauernd des Beistandes und der Fürsorge bedarf oder die Sicherheit anderer gefährdet. Während die Vorinstanz die Entmündigungsgründe der Trunksucht, des lasterhaften Lebenswandels, der Verschwendung und Misswirtschaft ausschloss, droht ihrer Ansicht nach der Berufungskläger zu verarmen, da er durch sein Verhalten, welches auch auf Ersuchen der Nachbarn verschiedentlich polizeiliche Interventionen mit sich brachte, seine Wohnung verlieren könnte und aufgrund seiner eigensinnigen und querulatorischen Verhaltensweisen kaum ein neues Zuhause finden würde. Zudem habe er seit der Scheidung im Jahre 1996 für seine unmündige Tochter T.________, geboren 1989, aufzukommen. Im Weitern gefährde der Berufungskläger die Sicherheit Dritter. Vor allem Mitbewohner des Hauses ... aber auch Dritte fürchten sich nach den Feststellungen der Vorinstanz vor ihm und haben sogar Angst. Dadurch würden diese in ihrer Gesundheit gefährdet.