Citation: 2C_402/2018 E. 2.4

2.4. Im vorinstanzlichen Verfahren ist unbestritten geblieben, dass der faktische Umgang des Beschwerdeführers mit seinem Sohn weit über das festgelegte Besuchsrecht hinausgeht (zwei bis drei Mal wöchentlich bzw. regelmässig am Wochenende), weshalb die Vorinstanz eine besonders enge Vater-Sohn-Beziehung in affektiver Hinsicht bejaht hat. Zur engen Beziehung in wirtschaftlicher Hinsicht hat die Vorinstanz erwogen, der Beschwerdeführer sei der ihm vom Eheschutzrichter auferlegten Verpflichtung zur Entrichtung der Kinderunterhaltsbeiträge unstreitig teils nicht und teils nur unvollständig nachgekommen. Entsprechend seien und würden die Alimente bevorschusst. Es treffe zwar zu, dass auch Naturalleistungen als wirtschaftlich relevant gelten könnten, vorliegend könne aber keine Rede davon sein, dass die vom Beschwerdeführer erbrachten Betreuungs- bzw. Naturalleistungen einer wesentlichen Kompensation der von ihm geschuldeten Geldleistungen entsprechen würden. Das Kind besuche die Krippe und werde - von den Entlastungen seitens des Beschwerdeführers abgesehen - ansonsten von der Mutter betreut, wie sich auch aus den Schilderungen in der Beschwerdeschrift unmissverständlich ergebe. Der Sachverhalt sei rechtsgenüglich erstellt und Weiterungen, namentlich die Befragung der Kindsmutter, würden sich erübrigen. Es verstehe sich von selbst, dass es nicht im Belieben der Eltern stehen könne, gerichtlich festgelegte Kinderunterhaltsbeiträge eigenmächtig durch Naturalleistungen zu ersetzen, für die finanziellen Bedürfnisse aber gleichzeitig die Alimentenstelle zu bemühen. Gerade der Umstand, dass hier die Alimentenstelle Vorschüsse leisten müsse, belege, dass die Naturalleistungen des Beschwerdeführers nicht kompensatorisch im dargelegten Sinn seien. Entgegen der Vorinstanz ist nicht nur rechtserheblich, ob der nicht obhutsberechtigte Elternteil die in einem eheschutzrechtlichen Urteil festgelegten Alimente geleistet hat, sondern sind es auch die Gründe, aus welchen die betreffende Person diese Alimente allenfalls nicht geleistet hat (Urteil 2C_821/2016 vom 2. Februar 2018 E. 6.1, zur Publikation vorgesehen).