Citation: 6B_238/2013 E. 6.8

6.8. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe zahlreiche Aussagen zum zentralen Beweisthema nicht berücksichtigt beziehungsweise nicht gewürdigt (Beschwerde S. 33 Ziff. 2.2.4.4). Was aus der Sicht der Beschwerdeführerin zentrales Beweisthema ist, bleibt allerdings unklar. Dass mehrere Geschäftspartner der Beschuldigten einer kriminellen Organisation angehörten oder Mitgliedern krimineller Organisationen nahestanden, nimmt auch die Vorinstanz an. Zentrales Beweisthema ist nicht dies, sondern unter anderem die Frage, ob die Geschäftspartner der Beschuldigten auf eigene Rechnung oder für Rechnung der kriminellen Organisationen handelten. Inwiefern sich aus welchen nach Meinung der Beschwerdeführerin von der Vorinstanz zu Unrecht nicht berücksichtigten Aussagen ergibt, dass dieser oder jener Geschäftspartner der Beschuldigten das Zigarettengeschäft auf Rechnung einer kriminellen Organisation tätigte, wird in der Beschwerde nicht substantiiert dargelegt. Aus den darin (S. 33) unter anderem erwähnten Aussagen von Q.________ und R.________ in der Hauptverhandlung im ersten vorinstanzlichen Verfahren ergibt sich bloss, dass diverse Abnehmer von Zigaretten einen Betrag von ITL 10'000 pro Kiste an Camorra-Familien zahlen mussten. Dabei handelt es sich um nichts anderes als um den "pizzo", d.h. die umsatzabhängige Zwangsabgabe an die kriminellen Organisationen. Dass die Geschäftspartner der Beschuldigten der Camorra beziehungsweise der SCU eine solche Zwangsabgabe zahlen mussten, stellt auch die Vorinstanz fest.