Citation: 1P.431/2006 11.10.2006 E. B

Mit Überweisungsbeschluss vom 3. Mai 2004 überwies der Untersuchungsrichter 3 des Untersuchungsrichteramts III Bern-Mittelland die Strafakten nach abgeschlossener Voruntersuchung an die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland zur Beurteilung wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexueller Handlungen mit einem Kind, alles mehrfach begangen in der Zeit von ca. 1. Februar bis 4. Oktober 2003 in Bern und Freiburg zum Nachteil von Y.________. Das Kreisgericht VIII Bern-Laupen erachtete den Tatbestand der Vergewaltigung in der überwiesenen Zeit vom 1. Februar bis 4. Oktober 2003 sowie die sexuelle Nötigung und die sexuellen Handlungen zum Nachteil von Y.________ im selben Zeitraum für erwiesen, erklärte X.________ mit Urteil vom 13. Juli 2005 gemäss dem Überweisungsbeschluss schuldig und verurteilte ihn zu dreissig Monaten Zuchthaus abzüglich 66 Tage Untersuchungshaft, zu sechs Jahren Landesverweisung, mit bedingten Vollzug auf eine Probezeit von drei Jahren, sowie zur Bezahlung von Fr. 5'735.90 Schadenersatz (unter Rektifikationsvorbehalt nach Art. 46 Abs. 2 OR) und Fr. 10'000.-- Genugtuung an die Privatklägerin Y.________. Gegen dieses Urteil erklärte X.________ in vollem Umfang die Appellation an das Obergericht des Kantons Bern mit den Anträgen, er sei vom Vorwurf der Vergewaltigung, der sexuellen Nötigung und der sexuellen Handlungen mit einem Kind freizusprechen und die Zivilklage der Privatklägerin sei abzuweisen. Die Appellation der Privatklägerin im Zivilpunkt beschränkte sich auf die Fragen der Höhe des Schadenersatzes sowie der Verzinsung des Schadenersatzes und der Genugtuung. Der stellvertretende Generalprokurator erklärte die Anschlussappellation. Mit Urteil vom 7. April 2006 erklärte die 3. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern X.________ der mehrfachen Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellen Handlungen mit einem Kind schuldig und verurteilte ihn zu 30 Monaten Zuchthaus, abzüglich 66 Tage Untersuchungshaft, zu sechs Jahren Landesverweisung, mit bedingtem Vollzug bei einer Probezeit von drei Jahren, zur Bezahlung von Schadenersatz an die Privatklägerin in der Höhe von Fr. 6'036.90, zuzüglich Zins von 5% seit 3. Juni 2003, unter Vorbehalt der Nachklage gemäss Art. 46 Abs. 2 OR, sowie zur Bezahlung einer Genugtuung an die Privatklägerin in Höhe von Fr. 10'000.-- zuzüglich Zins von 5% seit 3. Juni 2003.