Citation: 1A.104/2001 15.03.2002 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführer bezweifeln ferner die Funktionsfähigkeit des vorgesehenen Fischaufstiegs und verlangen, dass ein Umgehungsgewässer am deutschen Rheinufer erstellt werde, das die Vernetzung von Ober- und Unterwasser nicht nur für Fische, sondern auch für andere Kleinlebewesen sicherstelle. Ferner sei die Frage des Fischabstiegs nicht genügend abgeklärt worden; es bestehe die Gefahr, dass zahlreiche abwärtswandernde Fische durch die Turbinen verletzt oder getötet würden. Ein Umgehungsgewässer könne auch die Problematik des Fischabstiegs entschärfen. Der Nachweis der freien Fischwanderung gemäss Art. 9 Abs. 2 Bst. b BGF müsse schon im Konzessionsverfahren erbracht werden und dürfe nicht auf nachfolgende Verfahren verschoben werden. Dies gelte umso mehr, als die Erstellung eines funktionstauglichen Fischpasses unter Umständen weitreichende Projekt- und Nutzungsänderungen mit sich bringen könnte. Gleiches gelte auch für die Erstellung eines Umgehungsgewässers: Um die nötige Lockströmung zu erzeugen, müsse das Umgehungsgewässer selbst sowie das benachbarte Wehr mit einer noch zu bestimmenden Wassermenge dotiert werden, die den Umfang des Nutzwassers in Zeiten, in denen kein Überschusswasser vorliegt, reduzieren werde. Der Umfang der Nutzwassermenge betreffe aber einen wesentlichen Punkt, der in der Konzession selbst zu regeln sei. Schliesslich sei die in der Konzession gewährte zehnjährige Frist zum Nachweis der Funktionstüchtigkeit der Fischaufstiegshilfe zu lange; diese Frist sei auf 5 Jahre zu verkürzen. Zwar sei mit dem Erscheinen des Lachses in Eglisau frühestens in 10 Jahren zu rechnen; die Durchgängigkeit müsse jedoch nicht nur für Lachse, sondern für sämtliche Fischarten im Konzessionsbereich Eglisau gewährleistet sein. 4.2 Die Konzession enthält zur Sicherstellung der freien Fischwanderung folgende Bestimmungen: Art. 25 Fischerei [...]