Citation: 4A_127/2021 E. 4.2

4.2. Wie vorstehend aufgezeigt wurde (E. 3.3.2 und E. 3.4.2), ist das Vorgehen der Vorinstanz mit Blick auf Art. 148 Abs. 1 ZPO nicht zu beanstanden. Es ist mithin nicht nachvollziehbar, inwiefern dieser Entscheid willkürlich sein sollte. Auch ein Verstoss gegen den Grundsatz von Treu und Glauben ist nicht ersichtlich. Dass das Gericht der eigenen Rechtsauffassung - vorliegend jener der Beschwerdeführerin - nicht folgt, vermag kein treuwidriges Verhalten zu begründen. Der Beschwerdeführerin oblag es, die Gründe glaubhaft zu machen, welche zum Versäumnis geführt haben; deren rechtliche Bewertung kam dem Gericht zu. Eine irrige Rechtsauffassung, für welche sich der Irrende selbst verantwortlich zeichnet, vermag gegenüber dem urteilenden Gericht keinen Vertrauenstatbestand zu erzeugen.