Citation: 1C_3/2022 E. 2.4

2.4. Das Bundesstrafgericht hat schliesslich auch zum vom Beschwerdeführer angerufenen Spezialitätsvorbehalt ausführlich Stellung genommen. Seine diesbezüglichen Erwägungen lassen ebenfalls keine Bundesrechtsverletzung erkennen (vgl. E. 10 des angefochtenen Entscheids S. 42 ff.). Das gilt insbesondere, soweit es die Einholung einer ausdrücklichen Zusicherung, wonach Deutschland den in Art. 14 EAUe erwähnten Spezialitätsvorbehalt beachten werde, als nicht notwendig erachtet hat. Bei der Übergabe des Beschwerdeführers wird Deutschland auf die sich aus dem Spezialitätsprinzip ergebende Begrenzung seiner Strafgewalt hingewiesen. Aufgrund der Vermutung der Vertragstreue (Art. 26 des Wiener Übereinkommens vom 23. Mai 1969 über das Recht der Verträge; SR 0.111) ist davon auszugehen, dass Deutschland den Spezialitätsvorbehalt nach Art. 14 EAUe beachten und den Beschwerdeführer nur für diejenigen Delikte verfolgen wird, für welche die Auslieferung bzw. die Rechtshilfe bewilligt worden ist (vgl. BGE 147 II 13 E. 3.4.1 und E. 3.7; 146 II 150 E. 7.1 und E. 7.2 S. 179 f.; Urteile 1C_135/2010 vom 31. März 2010 E. 3; 1C_205/2007 vom 18. Dezember 2007 E. 8, nicht publ. in: BGE 134 IV 156; je mit Hinweisen).