Citation: 5A_538/2022 E. 1

A.________ und B.________ sind die Eltern einer 2009 geborenen Tochter, welche mit der Mutter in der Schweiz lebt, während sich der Vater in Israel befindet. Das Asylgesuch der Mutter wurde am 3. Juli 2019 letztinstanzlich durch das Bundesverwaltungsgericht abgewiesen. Im Frühling 2022 brachte sie ein weiteres Kind zur Welt und stellte für dieses und mittelbar für sich ein "Erst-"Asylgesuch. Bereits am 26. August 2021 hatte die KESB Region St. Gallen für die Tochter eine Beistandschaft errichtet, was erfolglos bis vor Bundesgericht angefochten wurde. Am 10. Dezember 2021 beantragte die Beiständin, es seien für die Tochter weitergehende Kindesschutzmassnahmen anzuordnen, namentlich eine Fremdplatzierung. Im Gespräch mit der dieser beigestellten Kindesvertreterin ergab sich, dass die Tochter sich hauptsächlich bei ihrer Tante aufhielt und nicht zur Schule ging, da sie sich nicht konzentrieren konnte, weil ihre Mutter schwanger sei und eine Beziehung mit einem anderen Mann habe, was die Tochter als Verrat an sich, an ihrem Vater und an der ganzen Familie ansah; ihr grösster Wunsch wäre, dass der Vater in die Schweiz käme und sie dann bei diesem leben könnte. Mit Entscheid vom 10. März 2022 verzichtete die KESB auf weitergehende Massnahmen, namentlich auf eine Fremdplatzierung, weil die Erziehungsfähigkeit der Mutter grundsätzlich nicht in Frage stehe und eine von ihr ausgehende Kindeswohlgefährdung höchstens im Umstand gesehen werden könnte, dass sie sich weigere, die ihr zugewiesene Unterkunft im Ausreise- und Nothilfezentrum in Anspruch zu nehmen und sie damit eine instabile Wohnsituation für sich und die Tochter schaffe. Gegen diesen Entscheid erhob die Mutter eine Beschwerde mit dem Antrag auf Feststellung, dass die KESB zu Unrecht die Untersuchung der Kindeswohlgefährdung und den Erlass vorsorglicher Massnahmen zur Minderung dieser Gefährdung verweigere. Mit Entscheid vom 16. März 2022 trat die Verwaltungsrekurskommission auf die Beschwerde nicht ein mit der Begründung, die weitschweifigen Ausführungen beträfen primär das Migrationsverfahren und sozialhilferechtliche Aspekte und die Ausführungen zu den ferner geltend gemachten Verstössen gegen Kinder- und Grundrechte blieben abstrakt. Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht St. Gallen mit Entscheid vom 9. Juni 2022 mit ähnlicher Begründung ab, soweit es überhaupt eintreten konnte. Mit Beschwerde vom 11. Juli 2022 wendet sich die Mutter an das Bundesgericht mit den Anträgen, der kantonsgerichtliche Entscheid sei wegen Befangenheit des urteilenden Richters aufzuheben, die Sache sei zur Neubeurteilung zurückzuweisen und es sei vorsorglich anzuordnen, dass Nothilfe in der Stadt St. Gallen gewährt werde. Ferner wird die unentgeltliche Rechtspflege beantragt.