Citation: U 439/05 20.09.2006 E. 3

Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen des unfallbedingten Gesundheitsschadens. Während SUVA und Vorinstanz die Invalidität mit 23 % bemassen, geht der Beschwerdeführer von einem Invaliditätsgrad von 62 % aus. 3.1 Streitig ist zunächst die Berechnung des Valideneinkommens. Das kantonale Gericht erwog, dass der Beschwerdeführer ohne unfallbedingten Gesundheitsschaden gemäss Auskunft der letzten Arbeitgeberin, die Firma X.________ (vom 6. August 2003 und 5. Februar 2004), ein Einkommen von Fr. 63'700.- (13 x 4'900.-) erzielen könnte. Demgegenüber vertritt der Beschwerdeführer erneut den Standpunkt, bei der Firma X.________ als temporär angestellter Betriebsmechaniker einen Stundenlohn von brutto Fr. 37.- (inklusive Ferienentschädigung und 13. Monatslohn) erzielt zu haben, was bei Annahme einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit von 42 Stunden pro Woche einen Jahresbruttolohn von Fr. 74'592.- (Fr. 37.- x 42 Stunden x 48 Stunden) ergebe. Dies entspreche einem Monatslohn von Fr. 6'216.- und somit in etwa einem Durchschnittslohn für gelernte Mechaniker gemäss LSE-Tabellen (privater Sektor, Sektor 3 Dienstleistungen). 3.2 Mit der Vorinstanz besteht kein Grund, an den Auskünften der Personalverantwortlichen der Firma X.________ zu zweifeln, wonach der mutmassliche Verdienst im Jahr 2003 Fr. 4'900.- monatlich betragen hätte. Der im Unfallzeitpunkt ausbezahlte Stundenlohn von brutto Fr. 37.- sei nur durch die befristete Temporäranstellung und dadurch begründet gewesen, dass sich der Betrieb im Zeitpunkt der Einstellung des Versicherten Ende Mai 2001 in einer Notlage befunden habe. Im Bericht der SUVA vom 18. April 2002 wird dies denn auch insofern bestätigt, als der Versicherte anlässlich einer Besprechung selbst ausführte, dass Not am Mann gewesen sei und er einen temporären Einsatz so lange leisten konnte, bis ein neuer Mitarbeiter (Betriebsmechaniker) gefunden werde. Der Beschwerdeführer ist gelernter Automechaniker mit zwar vielfältiger und langjähriger Berufserfahrung als Mechaniker und Monteur; er war aber jeweils lediglich in temporärer Anstellung tätig (im Winter arbeitete er als selbstständiger Skilehrer) und ist nicht gelernter Betriebsmechaniker. Mithin ist nicht nachvollziehbar, weshalb sein Verdienst höher sein sollte als der eines gelernten Betriebsmechanikers in dieser Firma (von Fr. 72'800.-). Zudem ist aus den Akten nirgends ersichtlich und wird denn auch nicht geltend gemacht, dass er vormals ohne unfallbedingten Gesundheitsschaden jeweils ein entsprechend hohes Einkommen erzielt hat. Das von der Vorinstanz angenommene Valideneinkommen von Fr. 63'700.- ist mithin nicht zu beanstanden. Daran vermögen die weiteren Einwendungen des Beschwerdeführers nichts zu ändern, zumal auch die Invalidenversicherung von einem Valideneinkommen in ähnlichem Umfange (Fr. 65'000.-) ausgegangen ist. Dies entspricht dem Durchschnittslohn (2002) für Männer mit Berufs- und Fachkenntnissen (privater Sektor, Anforderungsniveau 3, Dienstleistungen). Von einem unterdurchschnittlichen Einkommen kann vorliegend keine Rede sein. 3.3 Nicht zu beanstanden ist schliesslich die Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens unter Beizug der statistischen Werte der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1 mit Hinweisen). Gemäss Tabelle TA 1 (LSE 2002) belief sich der durchschnittliche Lohn von Männern für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) auf Fr. 4'557.- pro Monat. Angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft 5/2006 S. 86 Tabelle B 9.2) sowie die Lohnentwicklung im Jahre 2003 von 1,4 % (a.a.O., S. 87 Tabelle B 10.2) und unter zutreffender Berücksichtigung eines zumutbaren vollen Arbeitspensums in einer angepassten Tätigkeit (vgl. Erw. 2 hievor), ergibt sich mit Vorinstanz und SUVA ein mögliches Einkommen von Fr. 57'806.- pro Jahr. Dies wird denn auch nicht bestritten. Wie das kantonale Gericht mit zutreffender Begründung erkannt hat, rechtfertigt es sich mit Blick auf die geltende Rechtsprechung (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5), einen leidensbedingten Abzug vorzunehmen, der unter Berücksichtigung des Alters des Beschwerdeführers sowie der Tatsache, dass ihm nur noch leichtere Tätigkeiten zugemutet werden können, mit 15 % im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 lit. a OG) nicht zu beanstanden ist. Für den von Seiten des Beschwerdeführers geltend gemachten Maximal-Abzug von 25 % besteht kein Grund. Mithin ist der von der Vorinstanz ermittelte Invaliditätsgrad von 23 % zu bestätigen.