Citation: 1C_564/2012 E. 7.2

7.2. Die Beschwerdeführerinnen erachten die Behauptung des kantonalen Verwaltungsgerichts als offensichtlich falsch, der Trottoirbau, die Sanierung der Staatsstrasse und die Einmündung der Erschliessungsstrasse aus dem Gestaltungsplangebiet in diese könnten völlig unabhängig voneinander geplant und ausgeführt werden. Gemäss dem "Landumlegungsvorschlag" der von der Gemeinde beauftragten Planungsfachleute sei die Einfahrt an einem unübersichtlichen und topografisch ungünstigen Ort vorgesehen. Es könne nur vermutet werden, dass ein gebührender Abstand von dem im Strassenbauprojekt geplanten Fussgängerstreifen mit Verkehrsinsel einzuhalten sei. Die (aktuelle) Lösung sei insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit und des Unterhalts nicht die beste. Ohne Koordinierung des Gestaltungsplanverfahrens mit Landumlegung mit dem Strassenbauprojekt werde die Palette möglicher Einfahrten massiv eingeschränkt. Dazu kämen überflüssige und überhöhte Kosten, weil zum Bau des Einlenkers der Erschliessungsstrasse in die sanierte Staatsstrasse ein Teil davon und vom neu erstellten Trottoir abzubrechen sei. Dabei sei nicht ausgeschlossen, dass die Beschwerdeführerin 1 sich daran zu beteiligen habe. Entgegen diesen Vorbringen kann nicht gesagt werden, der Bau des Trottoirs und die Anlage des Fussgängerstreifens mit Verkehrsinsel präjudiziere in nennenswerter Weise den Gestaltungsplan, insbesondere den Ort der Einmündung der Erschliessungsstrasse in die Hauptstrasse. Wie der Beschwerdegegner in seiner Vernehmlassung u.a. unter Hinweis auf die angrenzende Länge des Gestaltungsplangebietes von 200 m ausführt, besteht diesbezüglich weiterhin eine grosse Wahlfreiheit, und zwar auch unter Berücksichtigung des Umstandes, dass eine Verkehrsinsel mehr Platz benötigt als ein blosser Fussgängerstreifen. Nach Auffassung der Beschwerdeführerinnen gäbe es unter dem Sicherheitsaspekt und topografisch bessere Lösungen weiter westlich als die geplante; dass diese bereits rechtskräftig beschlossen ist, machen sie - zu Recht - nicht geltend. Im Übrigen kann mit der Ausführung des Strassenbauprojektes nicht zugewartet werden, bis mit der Überbauung der Liegenschaft Nr. 782 begonnen wird, wie auch die Beschwerdeführerinnen unter Hinweis auf die Notwendigkeit einer hinreichenden Erschliessung einräumen. Da zudem nach nicht offensichtlich unrichtiger Feststellung der Vorinstanz nicht von einem baldigen Abschluss des Gestaltungsplanverfahrens mit einem rechtskräftigen Gestaltungsplan "Ermatingen West" ausgegangen werden kann, vermögen auch die Kosten der Erschliessung, insbesondere für die Erstellung des Einlenkers in die Hauptstrasse, keinen Koordinationsbedarf aufzuzeigen. Im Übrigen wird der Beschwerdegegner zu entscheiden haben, inwieweit Spielraum besteht bezüglich des Zeitpunktes, in welchem der Fussgängerübergang zu erstellen ist, und ob bis zur Fertigstellung der ersten Häuser auf der Liegenschaft Nr. 782 ein einfacher Fussgängerstreifen ohne Verkehrsinsel genügt. Nicht ausgeschlossen erscheint auch eine spätere Anpassung des Fussgängerübergangs.