Citation: 9C_31/2024 E. 4.2.4

4.2.4. Schliesslich enthält der Bericht des Sanatoriums V.________ vom 15. Juni 2022 die Aussage, dass sich der Beschwerdeführer nunmehr vom 22. April bis 1. Mai 2022 zum dritten Mal in stationär-psychiarischer Behandlung in ihrer Institution aufgehalten habe. Als Diagnosen wurden u.a. psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide im Sinne eines Abhängigkeitssyndroms unter Methadonsubstitution (ICD-10 F11.2) sowie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (emotional-instabile und impulsive Anteile, ICD-10 F61) genannt. Auch führten die Ärzte eine vorübergehende wahnhafte psychotische Störung bei einem Status nach Vigilanzminderung am ehesten bei Mischintoxikation mit Methadon und Benzodiazepinen vom 19. April 2022 an. Auch diese Vermerke implizieren - neben der gleichenorts erwähnten Massnahme der Fürsorgerischen Unterbringung (FU) sowie der an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) ergangenen Gefährdungsmeldung - nicht unerhebliche psychische Probleme des Versicherten. Dass damit, wie von der Vorinstanz unter Bezugnahme auf die RAD-Stellungnahme vom 1. Juli 2022 erwogen, lediglich eine im Zusammenhang mit einer Erkältung und der Einnahme von Methadon sowie Benzodiazepinen stehende, zur Hospitalisation führende unklare Vigilanzminderung dokumentiert werde, erscheint vor diesem Hintergrund fraglich, hätte aber jedenfalls näherer Untersuchungen bedurft.