Citation: 2C_738/2022 E. 5.2

5.2. Für die Beurteilung des vorwerfbaren Verhaltens des Beschwerdeführers ist nicht nur das für die Anlasstat verhängte Strafmass ausschlaggebend, sondern die Gesamtbetrachtung des deliktischen Verhaltens bis zum angefochtenen Urteil (vgl. Urteil 2C_133/2022 vom 24. Juni 2022 E. 5.2 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer ist bereits vor der Anlasstat über eine lange Zeitspanne (Verurteilungen von 1999 bis 2012) hier immer wieder straffällig geworden. Er erwirkte Verurteilungen wegen Widerhandlungen gegen das SVG und das BetmG und wurde verschiedentlich gebüsst. Zwar liegen diese Verfehlungen teilweise schon mehr als zehn Jahre zurück und wiegen weniger schwer als die verfahrensauslösende Betäubungsmitteldelinquenz. Indessen belegt das entsprechende Verhalten des Beschwerdeführers dennoch, dass er Mühe hat, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten. Bei den von ihm begangenen Taten handelt es sich zudem nicht durchwegs um Bagatelldelikte (grobe Verletzung von Verkehrsregeln, Fahren in fahrunfähigem Zustand, pflichtwidriges Verhalten nach einem Unfall usw.). Im Übrigen war er bereits bezüglich Drogendelinquenz einschlägig vorbestraft. Weder die verschiedenen Strafverfahren und die ausländerrechtlichen Verwarnungen noch die Beziehungen zu seiner Partnerin und seiner Tochter sowie den anderen Kindern vermochten ihn davon abzuhalten, hier immer schwerer straffällig zu werden (vgl. Urteile 2C_998/2020 vom 3. Juni 2021 E. 5.5.1; 2C_699/2020 vom 25. November 2020 E. 5.2.5). Vor diesem Hintergrund ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen, dass die frühere Straffälligkeit des Beschwerdeführers zusätzlich ins Gewicht fällt (vorinstanzliches Urteil E. 3.2.2).