Citation: 4A_380/2008 10.09.2008 E. 1

1.1 Das Bundesgericht überprüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein Rechtsmittel zulässig ist (BGE 134 III 115 E. 1 S. 117, 379 E. 1 S. 381). 1.2 Der angefochtene Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden ist ein in einem hängigen kantonalen Verfahren ergangener letztinstanzlicher Zwischenentscheid über die unentgeltliche Rechtspflege. Solche Entscheide bewirken in der Regel einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG (BGE 129 I 129 E. 1.1 S. 131 mit Hinweis). Bei Zwischenentscheiden folgt der Rechtsweg jenem der Hauptsache (Urteil 5A_108/2007 vom 11. Mai 2007 E. 1.2). Der Streitwert bestimmt sich gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. c BGG nach den Begehren, die vor der Instanz streitig sind, wo die Hauptsache hängig ist und nicht - wie die Vorinstanz irrtümlicherweise annahm - nach den von der Beschwerdeführerin im Falle des Unterliegens in der Hauptsache zu übernehmenden Verfahrenskosten, welche mit unter Fr. 30'000.-- beziffert wurden. Die Hauptsache betrifft vorliegend eine Genugtuungsforderung (Art. 72 Abs. 1 BGG) mit einem Streitwert über Fr. 30'000.-- (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG), weshalb die Beschwerde in Zivilsachen zulässig ist; diese steht damit auch gegen den Zwischenentscheid über die unentgeltliche Rechtspflege offen. Da die Voraussetzungen der Beschwerde in Zivilsachen gegeben sind, ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde unzulässig (Art. 113 BGG). 1.3 Gestützt auf die Rechtsmittelbelehrung hat die Beschwerdeführerin gegen den Entscheid der Vorinstanz subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht erhoben. Die Rechtsmittelbelehrung der Vorinstanz beruht jedoch auf der unzutreffenden Annahme, dass der Streitwert unter Fr. 30'000.-- beträgt und besagt, dass gegen den Entscheid die Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht erhoben werden könne, sofern sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stelle (Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG), ansonsten sei die subsidiäre Verfassungsbeschwerde zu erheben. Da der Streitwert in der Hauptsache vorliegend aber Fr. 30'000.-- übersteigt, ist nicht die subsidiäre Verfassungsbeschwerde, sondern einzig die Beschwerde in Zivilsachen gegeben und zwar unabhängig davon, ob sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Gemäss Art. 49 BGG dürfen den Parteien aus mangelhafter Eröffnung, insbesondere wegen unrichtiger oder unvollständiger Rechtsmittelbelehrung oder wegen Fehlens einer vorgeschriebenen Rechtsmittelbelehrung, keine Nachteile erwachsen. Da die Beschwerdeführerin die Verletzung verfassungsmässiger Rechte rügt, die gemäss Art. 95 ff. BGG ebenfalls mit Beschwerde in Zivilsachen vorgebracht werden können, und sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist die Verfassungsbeschwerde vorliegend als Beschwerde in Zivilsachen entgegenzunehmen (vgl. zur Konversion von Rechtsmitteln BGE 134 III 379 E. 1.2 S. 382 f.; 131 I 291 E. 1.3 S. 296). Der Beschwerdeführerin erwächst somit kein Nachteil aus der mangelhaften Eröffnung des Entscheids der Vorinstanz.