Citation: 6B_992/2021 E. 2.3.2

2.3.2. Soweit die Beschwerdeführerin zunächst geltend macht, die Hafterstehungsfähigkeit sei im Rahmen der Begutachtung mangelhaft und ungenügend geprüft worden und wäre bei korrekter Beurteilung zu bejahen, so erschöpft sie sich in appellatorischer Kritik an der angefochtenen Verfügung resp. den dieser zugrunde liegenden Gutachten. Sie verkennt zudem, dass die Vorinstanz und auch das Bundesgericht bei Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen bloss eine provisorische Prüfung der Sach- und Rechtslage vornehmen. Dass die im wesentlichen übereinstimmenden Auffassungen der zwei begutachtenden Institutionen geradezu haltlos wären, ist nicht ersichtlich und legt die Beschwerdeführerin nicht dar, etwa mit abweichenden Arzt- oder Expertenberichten. An der Schlüssigkeit der Expertisen ändert - zumindest unter Willkürgesichtspunkten und bei summarischer Prüfung - nichts, dass der UPK-Experte angab, eine Prüfung aller Kriterien der gestellten Diagnosen würde den Rahmen des Gutachtens sprengen. Dass er aufgrund dessen die Situation grundsätzlich verkannt hätte, ist nicht erkennbar und behauptet die Beschwerdeführerin nicht. Entgegen ihrer Auffassung ist es indes, jedenfalls bei provisorischer Prüfung der Sachlage, nicht zu beanstanden, wenn die Experten die Beschwerdeführerin in einem geeigneten Setting trotz der unbestrittenen Diagnosen für hafterstehungsfähig halten. Auch, soweit sie weitere Leiden behauptet, welche die Gutachter ausser Acht gelassen haben sollen, begründet die Beschwerdeführerin nicht, dass und weshalb diese im Strafvollzug nicht angemessen sollten behandelt werden können. Sodann trifft es nicht zu, dass die Experten die Konsequenzen eines Haftantritts für die Beschwerdeführerin offen lassen würden. Sie äussern sich dazu im Gegenteil ausführlich, kommen aber nachvollziehbar zum Schluss, dem erhöhten Risiko für selbstschädigendes oder suizidales Verhalten könne in einer geeigneten Haftanstalt angemessen begegnet werden. Damit kann auch nicht gesagt werden, die UPK-Experten würden sich zur Gefahr eines Suizids nicht äussern und bloss allgemeine Aussagen hierzu machen. Sie führen vielmehr aus, aus der Vorgeschichte der Beschwerdeführerin sei kein suizidales Verhalten ersichtlich und die Distanzierung von suizidalen Absichten "aus Angst" stelle einen protektiven Faktor diesbezüglich dar. Dies ist plausibel und es ist schlüssig, dass die Experten, anders als die Beschwerdeführerin, kein unkalkulierbares Risiko für einen Suizid in Haft erkennen. Jedenfalls überschreitet die Vorinstanz das ihr im Rahmen vorsorglicher Massnahmen zustehende Ermessen nicht, wenn sie gestützt auf die aktenkundigen Gutachten ein dem Vollzug der Freiheitsstrafe entgegenstehendes Selbstgefährdungs- und Suizidrisiko verneint. Wenn die Beschwerdeführerin schliesslich einwendet, die von den Experten als notwendig erachteten Betreuungsmassnahmen zur Verhütung einer Selbstgefährdung seien im Gefängnisalltag nicht umsetzbar, so begründet sie dies nicht. Sie zeigt mit ihrer allgemeinen Kritik nicht auf, dass die von ihrer eigenen Auffassung abweichende gutachterliche und vorinstanzliche Einschätzung zur Betreuungssituation in Haft unhaltbar wäre. Sie begründet auch nicht, weshalb die erforderliche medizinische Betreuung in der Haft konkret ungenügend oder mangelhaft sein soll. Im Übrigen stellt die Vorinstanz selbst ein Rückkommen auf die angefochtene Verfügung in Aussicht, falls sich im Vollzug ernsthafte (medizinische) Probleme ergeben sollten. Damit trägt sie den Interessen der Beschwerdeführerin einstweilen hinreichend Rechnung und verhält sich auch nicht widersprüchlich. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin wird mit der Verweigerung der aufschiebenden Wirkung des Rekurses ebenso wenig der Entscheid in der Sache vorweggenommen. Die Vorinstanz wird vielmehr im Hauptverfahren unter Einbezug aller relevanten Akten einlässlich zu prüfen und zu begründen haben, ob und in welcher Form der Vollzug der Strafe für die Beschwerdeführerin im Lichte ihrer psychischen und somatischen Leiden zumutbar ist. Hingegen bestand im vorliegenden Verfahren - auch für das Bundesgericht - kein Anlass für weitere Abklärungen (vgl. dazu oben 2.1.1).