Citation: 5A_199/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Soweit die Beschwerdeführerinnen verlangen, ein bestimmter Vermögenswert sei gestützt auf die Geltendmachung ihres Eigentumsanspruchs direkt auszusondern, ist ihr Begehren ebenfalls unzulässig. Entgegen ihrer Auffassung hat die Geltendmachung eines Eigentumsanspruchs keine unmittelbare Aussonderung zur Folge (BGE 87 III 14 E. 2b). Hat die Konkursverwaltung Kenntnis von einem Aussonderungsanspruch, hat sie diesen im Inventar vorzumerken und das Aussonderungsverfahren einzuleiten und durchzuführen (Art. 242 Abs. 1 und 2 SchKG, Art. 34, Art. 45 ff. VZG; JEANDIN/FISCHER, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2015, N. 9 f. zu Art. 242). Anfechtbar mit Beschwerde ist u.a. die Weigerung der Konkursverwaltung, einen Eigentumsanspruch nach Art. 34 VZG im Konkursinventar anzumerken, weil ihrer Meinung nach das Aussonderungsverfahren nicht zur Anwendung kommt (JEANDIN/FISCHER, a.a.O., N. 7 zu Art. 242).