Citation: 2C_81/2018 E. 3.1

3.1. Nach Art. 50 AuG besteht der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung fort, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert und die ausländische Person sich erfolgreich integriert hat (Abs. 1 lit. a) oder wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Abs. 1 lit. b). Der Anspruch beginnt, wenn die Haus- bzw. Wohngemeinschaft nach aussen erkennbar dauernd aufgegeben wurde, ohne dass eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens (Art. 49 AuG) gegeben wäre. Der Anspruch steht zudem unter dem Vorbehalt der Widerrufsgründe von Art. 62 Abs. 1 AuG (vgl. Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG). Ist ein solcher erfüllt, kann der Betroffene nicht als erfolgreich integriert im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG gelten (vgl. E. 4).