Citation: 1C_27/2021 E. 5.3

5.3. Zwar trifft zu, dass die Vorinstanz an einer Stelle in Abweichung von den Angaben auf dem Richtprojekt von einem Ausbau im Bereich "Erdgeschoss" sprach. Sie führte jedoch aus, aufgrund des Gefälles bzw. der Situierung der Reiheneinfamilienhäuser grenze dieses Geschoss an das Untergeschoss des Hauses des Beschwerdegegners, weshalb insoweit die Auswirkungen beschränkt seien. Demnach hat die Vorinstanz den Sachverhalt in Bezug auf die Höhen der verschiedenen Geschosse zutreffend erfasst. Zudem lassen die von ihr angerufenen fotografischen Visualisierungen der Gemeinde erkennen, dass vom gemäss dem Richtprojekt erweiterten Balkon im Erdgeschoss des Hauses der Beschwerdeführer aus, sowohl der höher gelegene Balkon im Bereich des Obergeschosses des Hauses des Nachbarn als auch dessen tiefer gelegener Sitzplatz im Erdgeschoss teilweise eingesehen werden könnten, da die nördlichen Fassaden der beiden Häuser gegeneinander angewinkelt sind. Diese zueinander gerichtete Stellung von zwei Reihenhäusern ist im Gebiet des Gestaltungsplans Säumerhalde einmalig und kann die Rückversetzung des Hauses der Beschwerdeführer zur Wahrung der Privatsphäre und des Immissionsschutzes begründen. Demnach durfte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, die gemäss dem Richtprojekt vorgesehene Erweiterung des Balkons auf dem Grundstück der Beschwerdeführer bis zum Ende der Abgrenzungsmauer habe Auswirkungen auf die Privatsphäre im Bereich des Nachbargrundstücks. Daran vermag nichts zu ändern, dass auf den vorgenannten Fotos dort Büsche erkennbar sind, weil sie keinen genügenden Sichtschutz bieten und zusätzliche Bepflanzungen die Aus- bzw. Seesicht beeinträchtigen würden. Zudem kann nach allgemeiner Lebenserfahrung die vorgesehene Erweiterung des Balkons bis zur Zwischenmauer auf dem Nachbargrundstück zu einer Erhöhung der Lärm- und Geruchsimmissionen führen. Unter Berücksichtigung der genannten Umstände durfte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, die strittige Verschiebung der Mantellinie um 1,5 m beeinträchtige schützenswerte Interessen des Beschwerdegegners, auch wenn seine Aussicht nicht erheblich betroffen wird.