Citation: U 311/03 26.07.2004 E. 9

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass entgegen der Allianz und dem kantonalen Gericht von einem für die Taggeldbemessung relevanten versicherten Verdienst im Sinne von Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV (berufs- und ortsüblichen Lohn) von Fr. 71'208.- im Jahre 1992 auszugehen ist (Erw. 7.3.4 hievor). Danach bemisst sich das Taggeld. Da nach RKUV 2000 Nr. U 376 S. 181 die Verwirkungsfrist für die Rückforderung von infolge Überversicherung zu viel bezahlten Taggeldern erst mit Abschluss der Taggeldleistungen zu laufen beginnt (Erw. 5 hievor) und die Beschwerdegegnerin nach Angaben des Versicherten offenbar über den Zeitraum bis Ende 2001 hinaus weitere Taggelder ausbezahlte, und weil ferner Vorinstanz und Allianz übersehen haben, dass beim mutmasslich entgangenen Verdienst im Rahmen der Überentschädigungsberechnung auch nicht versichertes Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit anzurechnen ist (Erw. 8.1.2 hievor), geht die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurück. Die Allianz wird die Taggelder auf Grund des angepassten versicherten Verdienstes neu bemessen und über die ganze, mehr als zehnjährige Dauer auf den Zeitpunkt des Abschlusses der Taggeldleistungen hin die - gegebenenfalls resultierende - Überentschädigung gestützt auf eine vollständig neue Globalrechnung von neuem ermitteln und anschliessend neu verfügen.