Citation: 6B_300/2008 23.06.2008 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 42 Abs. 1 und Art. 47 StGB. Der Umstand, dass die Vorinstanz von einer tieferen Blutalkoholkonzentration ausgehe als die erste Instanz, müsse sich zu seinen Gunsten im Strafmass niederschlagen. Ebenso hätte die Vorinstanz seinem guten automobilistischen Leumund strafmindernd Rechnung tragen müssen. Die zurückgelegte Fahrstrecke, welche im angefochtenen Urteil als nicht unbedeutend bezeichnet werde, dürfe sich schliesslich nicht straferhöhend auswirken, da bereits im erstinstanzlichen Urteil von dieser Fahrstrecke ausgegangen worden sei. Da er keine Vorstrafen wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand aufweise, sei ihm der bedingte Strafvollzug zu Unrecht verweigert worden. Insgesamt erscheine deshalb eine bedingte Geldstrafe von 30 Tagessätzen à Fr. 60.-- als angemessen. 2.1 Die Bestimmungen des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches sind durch das Bundesgesetz vom 13. Dezember 2002 teilweise revidiert worden. Das neue Recht ist am 1. Januar 2007 in Kraft getreten. Der Beschwerdeführer hat die ihm zur Last gelegte strafbare Handlung vor dem 1. Januar 2007 verübt. Das angefochtene Urteil ist nach diesem Zeitpunkt ergangen. Gemäss Art. 2 Abs. 2 StGB gelangt bei dieser Konstellation das neue Recht zur Anwendung, sofern es für den Täter milder ist. Das Obergericht gelangt zum Schluss, dass sich das neue Recht im zu beurteilenden Fall als das mildere erweise, weil anstelle der nach altem Recht auszufällenden Freiheitsstrafe neurechtlich eine Geldstrafe ausgesprochen werden könne (vgl. angefochtenen Entscheid, S. 14). Es hat deshalb das neue Recht zur Anwendung gebracht. Hiegegen erhebt der Beschwerdeführer zu Recht keine Einwendungen. 2.2 Gemäss Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters (Abs. 1). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Abs. 2; BGE 134 IV 17 E. 2.1). Den Vollzug einer Geldstrafe schiebt das Gericht gemäss Art. 42 Abs. 1 StGB in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten. 2.3 Das Obergericht hat die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände im Rahmen der Tat- und Täterkomponenten unter Verweis auf die Erwägungen im erstinstanzlichen Urteil gewürdigt und in nicht zu beanstandender Weise gewichtet. Wie die Erstinstanz hat es ein Strafmass von 60 Tagessätzen dem Verschulden des Beschwerdeführers als angemessen erachtet. Was in der Beschwerde gegen die Strafzumessung vorgebracht wird, überzeugt nicht. So verletzt das ausgefällte Strafmass auch angesichts der gegenüber der Erstinstanz als geringer angenommenen Blutalkoholkonzentration kein Bundesrecht, da nach den willkürfreien Feststellungen des Obergerichts immer noch von einer solchen von mehr als 0,8 Promille auszugehen ist. Die Berufung auf den angeblich ungetrübten automobilistischen Leumund ist sodann mit Blick auf die ergangenen Verurteilungen im SVG-Bereich unbehelflich (vgl. kantonale Akten, S. 29). Schliesslich ist auch nicht ersichtlich, dass und inwiefern das Obergericht die zurückgelegte Fahrstrecke stärker als die Erstinstanz zu Ungunsten des Beschwerdeführers gewichtet haben sollte. Ebenso wenig ist der Beschwerde Erfolg beschieden, soweit Art. 42 Abs. 1 StGB als verletzt gerügt wird. Das Obergericht hat auch hier - unter Verweis auf die Ausführungen im erstinstanzlichen Urteil - die wesentlichen Gesichtspunkte angemessen berücksichtigt und nachvollziehbar gewertet. Eine Ermessensverletzung liegt nicht vor. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass das Obergericht in Anbetracht der Vorstrafen des Beschwerdeführers, die stets einen Bezug zu Alkohol und/oder dem SVG aufwiesen, zu Recht erwogen hat, dass ihn die bislang milden bzw. bedingt ausgesprochenen Strafen nicht von der Begehung weiterer Delikte haben abhalten können. Unter diesen Umständen hat es von einer ungünstigen Prognose ausgehen und, ohne Bundesrecht zu verletzen, den bedingten Strafvollzug verweigern dürfen.