Citation: 5A_109/2014 E. 2.1

2.1. Vor Obergericht blieben die diesbezüglichen Feststellungen des Gerichtspräsidiums weitgehend unbestritten. So stellte die Beschwerdeführerin vor Obergericht nicht in Frage, dass es sich bei der fraglichen Schuldverpflichtung (Zinsschulden aus dem Hypothekardarlehen Nr. xxx im Umfang von Fr. 1'245'000.-- gegenüber der Bank D.________) um eine Privatschuld der Parteien handelt, dass diese Verpflichtung in der Vergangenheit regelmässig erfüllt worden ist, dass sie den Lebensunterhalt beider Parteien betroffen hat und ihre Erfüllung weiterhin im Interesse beider Ehegatten liegt. Nach den Feststellungen des Gerichtspräsidiums hat das Hypothekardarlehen zwar der C.________ AG gedient, doch sei diese wiederum Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin und des Beschwerdegegners. Ebenfalls unbestritten geblieben ist vor Obergericht die Höhe der monatlichen Zinsschuld von Fr. 3'877.30 im Jahre 2012 und von Fr. 3'800.-- im Jahre 2013, wobei letztgenannter Betrag auf einer Schätzung des Gerichtspräsidiums nach erfolgter Teilamortisation beruht. Vor Obergericht hat die Beschwerdeführerin einzig geltend gemacht, dass die C.________ AG für die Schuldzinsen aufkomme. Diesen Standpunkt hat das Obergericht verworfen. Die Schuldzinsen der fraglichen Hypothek seien nämlich in der Erfolgsrechnung der C.________ AG nicht als Geschäftsaufwand erfasst. Die Zinszahlungen der C.________ AG (verbucht im Konto Nr. 6555) würden zwei andere Hypotheken (Nr. yyy und Nr. zzz) betreffen. Nicht gegen die Bezahlung der Zinsen durch den Beschwerdegegner spreche, dass sich die Forderung der C.________ AG gegenüber dem Beschwerdegegner (gemäss Konto Nr. 1120 der C.________ AG) im Jahre 2011 um über Fr. 90'000.-- erhöht habe. Dieses Konto sei als "Privatkonto" geführt worden, mit dem private Rechnungen der Parteien bezahlt worden seien. Wenn sich die Schuld des Beschwerdegegners im Jahre 2011 erhöht habe, so könne daraus nicht ohne Weiteres abgeleitet werden, er komme seiner Zahlungspflicht gegenüber der C.________ AG nicht nach. Im Konto Nr. 1120 seien Bareinlagen des Beschwerdegegners, insbesondere nicht ausbezahlter Lohn, verzeichnet. Schliesslich ändere der Umstand, dass sich ein Schuldner gegenüber einem Dritten verschulde, um bestehende Hypothekarschulden zu tilgen, nichts an der effektiven Tilgung dieser Schulden. Die Schuldentilgung durch den Beschwerdegegner sei damit zumindest glaubhaft gemacht, so dass sie bei der Unterhaltsberechnung zu berücksichtigen sei. Zusammengefasst gehen die Vorinstanzen demnach davon aus, dass die Zinszahlungen zwar tatsächlich über die C.________ AG abgewickelt werden, die C.________ AG die Zahlungen aber dem Beschwerdegegner weiterbelastet.