Citation: 2P.86/2006 09.10.2006 E. 3

3.1 Vorliegend geht es um einen Grenzfall. Der Beschwerdeführer ist bereits über 40 Jahre alt (vgl. Pra 1998 Nr. 4 S. 21, 2P.49/1995, E. 2d). Er ist seit 1989 als Grenzwächter tätig und verfügt seither über eine Wohnung in B.________. Seit dem Jahre 1994 handelt es sich um eine Zweizimmer-Maisonettewohnung (Parterre/1. Stock) mit einer Wohnfläche von immerhin 57,74 m² (Mietzins inkl. Nebenkosten: Fr. 1'173.-- p. M.; vgl. dagegen StR 55/2000 S. 177, 2P.240/1998, E. 3b; 49/1994 S. 580, 2P.26/1993, E. 3b; Urteile 2P.57/2000 vom 2. Februar 2001, E. 3b; 2P.148/1993 vom 24. April 1995, E. 3b). Dass er an den Wochenenden regelmässig zu seinen Eltern nach A.________ zurückkehrt, ist zwar nicht strikte erwiesen, erscheint aber durchaus glaubhaft. Besonders enge persönliche und gesellschaftliche Beziehungen zu diesem Ort sind indes nicht dargetan. Dass der Beschwerdeführer dort den Arzt und den Coiffeur aufsucht sowie sich sportlich betätigt, reicht hierfür nicht aus (siehe auch Urteil 2P.42/1994 vom 11. April 1996, E. 2c). Aus den vor Bundesgericht neu eingereichten Bestätigungen von Dorfbewohnern ergibt sich im Wesentlichen nur, dass der Beschwerdeführer relativ häufig im Dorf angetroffen wird bzw. dass er mit Dorfbewohnern Ausflüge unternimmt. Dass der Beschwerdeführer in A.________ im öffentlichen Leben, in Vereinen oder auf andere Weise gesellschaftlich aktiv ist, wird nicht behauptet. Er verfügt dort auch nicht über Grundeigentum (vgl. Urteil 2P.302/1999 vom 9. Februar 2001, E. 2e; siehe auch RF 56/2001 S. 340, 2P.119/2000, E. 3e; StR 55/2000 S. 177, 2P.240/1998, E. 3a; Urteile 2P.242/1994 vom 1. Oktober 1996, E. 1c; 2P.148/1993 vom 24. April 1995, E. 3b). 3.2 Es besteht hier ein deutlicher Unterschied zu verschiedenen Vergleichsfällen (siehe etwa Urteil 2P.156/2000 vom 9. März 2001). Allerdings hilft der Beschwerdeführer in seiner Freizeit im elterlichen Landwirtschaftsbetrieb mit. Diesem Umstand ist beispielsweise im Urteil 2P.25/1993 vom 20. Januar 1994 (in ASA 63 836 E. 3b) eine gewisse Bedeutung zugemessen worden. Indessen scheint es sich vorliegend bei diesem Heimwesen aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers bloss um einen kaum existenzsichernden Kleinbetrieb (mit Garten, Wiesen, Acker, Wald und Weiden), offenbar ohne (arbeitsintensive) Tierhaltung, zu handeln. Ausserdem helfen auch die anderen Geschwister in einem nicht weiter bekannten Umfang aus. Um eine eigentliche Nebenerwerbstätigkeit scheint es, anders als beispielsweise im Urteil 2P.179/2003 vom 17. Juni 2004 (in RDAF 2004 II S. 281, E. 3.2), nicht zu gehen. Auf der anderen Seite übt der Beschwerdeführer einen Beruf aus, der zu zwischenmenschlichen Kontakten Anlass gibt. Es ist nicht glaubhaft, dass er nach so langer Zeit in Basel nicht auch gewisse gesellschaftliche Beziehungen geknüpft hat (vgl. RF 56/2001 S. 340, 2P.119/2000, E. 3e; StR 55/2000 S. 177, 2P.240/1998, E. 3c; Urteile 2P.57/2000 und 2P.214/1999, je vom 2. Februar 2001, E. 3b und c bzw. 2e). Die Gesamtheit der Umstände spricht dafür, dass die Beziehungen zum Kanton Basel-Stadt überwiegen. Damit liegt das Steuerdomizil des Beschwerdeführers jedenfalls ab dem Steuerjahr 2004 in diesem Kanton.