Citation: 1C_463/2016 E. 2.4

2.4. Entgegen der einseitigen und teilweise polemisch verkürzten Darstellung des Beschwerdeführers zeigt der Ablauf der Ereignisse, dass ihm keineswegs wegen einer einmaligen Trunkenheitsfahrt der Führerausweis für mehrere Jahre im Sinne einer "automobilistischen Verwahrung" entzogen wurde. Vielmehr gab dieser Vorfall Anlass zu Zweifeln an der Fahreignung des Beschwerdeführers, welche sich nach der gutachterlichen Beurteilung als berechtigt herausstellten. Dabei ergab sich insbesondere, dass aufgrund der beim Beschwerdeführer festgestellten Persönlichkeitsstörung ein auch bloss moderater Alkoholkonsum die Fahreignung beeinträchtigen würde. Damit bestand auch für den Beschwerdeführer Klarheit darüber, dass er den Führerausweis nur bei Einhaltung einer längeren Abstinenz wieder zurückerhalten würde. Da er trotz dieser gutachterlichen Einschätzung in der Folge höchstens zeitweise abstinent lebte und phasenweise Alkohol in mehr oder weniger moderatem Umfang konsumierte, hat er es sich selber zuzuschreiben, dass er den Führerausweis erst am 13. November 2014 unter Auflagen zurück erhielt, mithin rund drei Jahre, nachdem er ihm am 4. Oktober 2011 provisorisch entzogen worden war. Dass er dann bereits die erste Verlaufskontrolle im Februar 2015 nicht bestand und ihm der Ausweis umgehend wieder entzogen wurde, hat er ebenfalls selber zu verantworten. Die Polizei hatte ihm noch besonders und unmissverständlich erläutert, dass Abstinenz gemäss ihrer Verfügung den völligen Verzicht auf den Konsum von Alkohol bedeute und entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers auch mit einem bloss mässigen Alkoholkonsum nicht vereinbar sei. Es ist unter diesen Umständen auch nicht ansatzweise ersichtlich, inwiefern die kantonalen Instanzen Bundesrecht verletzt haben könnten, indem sie dem Beschwerdeführer nach dem Verstoss gegen die rechtskräftig verfügte Abstinenzauflage androhungsgemäss den Führerausweis entzogen bzw. diesen Entscheid schützten. Die Beschwerde ist unbegründet.