Citation: 1C_263/2022 E. 1.1

1.1. Nach Art. 32 Abs. 1 BGG entscheidet der Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin einzelrichterlich über die Abschreibung von Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit, Rückzugs oder Vergleichs. Es handelt sich dabei um eine Befugnis und keine Pflicht: Abschreibungsentscheide dürfen auch im ordentlichen Verfahren gefällt werden (vgl. z.B. Urteile 9C_749/2019 vom 21. Februar 2020 und 2C_886/2016 vom 16. Februar 2017; FLORENCE AUBRY GIRARDIN, Commentaire de la LTF, N. 13 ad Art. 32, 3. Aufl. 2022). Ein Rechtsstreit wird dann gegenstandslos, wenn im Verlaufe des Verfahrens eine Sachlage eintritt, angesichts derer ein fortbestehendes Rechtsschutzinteresse an der Entscheidung der Streitsache nicht mehr anerkannt werden kann (BGE 142 I 135 E. 1.3.1; 139 I 206 E. 1.1; AUBRY GIRARDIN, a.a.O., N. 14 ad Art. 32; FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 1983, S. 326).