Citation: 4A_645/2016 E. 6

Die Vorinstanz trat auf das in der Beschwerde gestellte Ablehnungsgesuch betreffend den Beschwerdegegner 2 (Rechtsbegehren Ziffer 3 im vorinstanzlichen Verfahren) nicht ein. Nach kantonalem Recht (Art. 18 Abs. 1 EG ZSJ) entscheide eine andere Richterin oder ein anderer Richter desselben Regionalgerichts über den Ausstand eines Richters des Regionalgerichts. Für die Behandlung des in der Beschwerde gestellten Ablehnungsgesuchs gegen den Beschwerdegegner 2 sei das Obergericht daher nicht zuständig. Die Beschwerdeführerin müsste darlegen, dass die Vorinstanz das kantonale Recht willkürlich ausgelegt hat. Darauf geht sie mit keinem Wort ein. Sie behauptet vielmehr eine Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 BV), weil die Vorinstanz nicht eingetreten ist, obwohl sich die Befangenheit des Beschwerdegegners 2 erst aus dessen Entscheid ergeben habe und die Vorinstanz daher aufgrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Beurteilung der Befangenheit berufen gewesen wäre. Ihre Ausführungen sind unklar, weshalb die Anforderungen an eine Verfassungsrüge (vgl. E. 2 hiervor) nicht erfüllt sind und darauf nicht einzutreten ist. Allenfalls vermischt sie die Frage, ob ein Richter des Regionalgerichts (grundsätzlich) in den Ausstand versetzt wird, mit der Frage, ob ein angefochtener Entscheid vom Obergericht aus formellen Gründen aufzuheben ist, weil er von einem befangenen Richter des Regionalgerichts gefällt wurde. Wenn die Vorinstanz das Rechtsbegehren Ziffer 3 ("Es habe der Gesuchsgegner 2 Gerichtspräsident Zwahlen in den Ausstand zu treten") im ersteren Sinn verstand, ist das - mangels substanziierter Ausführungen der Beschwerdeführerin zu ihrer diesbezüglichen Begründung in der vorinstanzlichen Beschwerde - nicht zu beanstanden.