Citation: 2C_246/2023 E. 6.6.4

6.6.4. Ferner verweisen die Beschwerdeführer im Zusammenhang mit dem potenziellen, künftigen Wärmepreis auf das Bundesgerichtsurteil 1P.193/1994 vom 12. September 1994, dem zufolge eine materielle Enteignung vorliege, wenn die Pflicht zum Anschluss an eine kollektive Heizungsanlage zu Mehrkosten von über 50 % führe. Es kann offenbleiben, ob und inwiefern der referenzierte Entscheid für die vorliegende Angelegenheit einschlägig ist. Zunächst besteht vorliegend eine kantonalrechtliche Grundlage, die festhält, dass der Nutzung von ortsgebundener, hochwertiger Abwärme (erneuerbarer Energieträger) höchste Priorität zukommt (vgl. Art. 4 Abs. 2 KEnV/BE; vgl. auch E. 6.5 hiervor). Demgegenüber betrifft das referenzierte Bundesgerichtsurteil den Wechsel unter verschiedenen fossilen Energieträgern. Alsdann ist in tatsächlicher Hinsicht nicht erstellt, dass der künftige Wärmepreis Mehrkosten von über 50 % verursacht. Dass die Vorinstanz den Wärmepreis hätte abschliessend feststellen müssen, machen die Beschwerdeführer zu Recht auch nicht geltend (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG), zumal bloss eine abstrakte Kontrolle vorzunehmen war. Hingegen führen die Beschwerdeführer wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren aus, dass nebst dem an den Konzessionär zu entrichtende Wärmepreis ebenso der E.________ AG eine Entschädigung für die Nutzung des 4 km langen Feinverteilungsnetzes zu entrichten sei, womit die Mehrkosten über die Schwelle von 50 % stiegen. Gleichzeitig stellen sich die Beschwerdeführer indes auf den Standpunkt, dass die Gebäude und Anlagen der E.________ AG nutzlos würden und der Systemwechsel den Einbau komplett neuer unterirdischer Leitungen erfordere, die für die höheren Temperaturen des warmen Wärmeverbunds geeignet seien. Angesichts dieser widersprüchlichen Argumentation ist jedenfalls nicht zu erkennen, dass der Wärmepreis in einem Ausmass zu Mehrkosten führt, damit eine Vereinbarkeit mit der Eigentumsgarantie von vornherein ausgeschlossen ist.