Citation: 2A.237/2002 28.05.2002 E. A

Der 1958 geborene, aus dem Kosovo stammende A.________ reiste am 27. Januar 2001 in die Schweiz ein und ersuchte um Asyl. Er gehört der Ethnie der Roma bzw. der albanischsprachigen Ashkali an. Seine Frau und sechs seiner neun Töchter waren bereits früher in die Schweiz eingereist und hatten hier ein Asylgesuch gestellt, ebenso ein Sohn. Mit Verfügung vom 27. Juli 2001 lehnte das Bundesamt für Flüchtlinge das Asylgesuch von A.________ sowie die Asylgesuche seiner 1957 geborenen Ehefrau B.________ und der sechs Töchter C.________ (geb. 1984), D.________ (geb. 1986), E.________ (geb. 1988), F.________ (geb. 1989), G.________ (geb. 1995) und H.________ (geb. 1996) ab und wies die Familie aus der Schweiz weg. Am frühen Morgen des 7. August 2001 nahm die Kantonspolizei Luzern A.________ fest, nachdem eine Tochter ein benachbartes Ehepaar darüber orientiert hatte, dass er mit einem Messer auf seine Ehefrau losgegangen sei. Der behandelnde Arzt kam in der Untersuchung vom gleichen Tag zum Schluss, dass B.________ von ihrem Manne körperlich misshandelt worden war. B.________ begab sich in der Folge mit ihren Töchtern zu ihrem erwachsenen Sohn nach Freiburg; in der Folge wurde sie im Frauenhaus Luzern untergebracht. Da A.________ den Aufenthaltsort der Familie ausfindig gemacht hatte, musste die Familie an einen andern geheimen, sicheren Ort umplatziert werden. Mit Urteil vom 24. Oktober 2001 wies die Schweizerische Asylrekurskommission die Beschwerde gegen die Verfügung des Bundesamts für Flüchtlinge, soweit A.________ betreffend, ab. Sie kam zum Schluss, dass ihm die Flüchtlingseigenschaft abzusprechen sei; im Übrigen komme auch eine vorläufige Aufnahme nicht in Frage, da er die öffentliche Sicherheit und Ordnung schwerwiegend gefährde. Am 16. Oktober 2001 nahm die Kantonspolizei Luzern A.________ wegen Verdachts auf Drohung gegen einen Mitarbeiter der Caritas fest. Am 29. Oktober 2001 forderte das Bundesamt für Flüchtlinge A.________ auf, die Schweiz unverzüglich zu verlassen. Am 6. November 2001 verfügte das Amt für Migration des Kantons Luzern über A.________ die Ausschaffungshaft. Mit Urteil vom 6. November 2001 genehmigte der Einzelrichter des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern (im Folgenden: Haftrichter) die Ausschaffungshaft bis zum 3. Februar 2002. Am 30. Januar 2002 verfügte das Amt für Migration eine Haftverlängerung um sechs Monate. Mit Urteil vom 1. Februar 2002 genehmigte der Haftrichter eine Haftverlängerung, jedoch nur um 4 Monate, d.h. bis zum 2. Juni 2002. Mit Schreiben vom 23. April 2002 übermittelte das Bundesgericht dem Verwaltungsgericht zwei Eingaben von A.________. Das Verwaltungsgericht nahm diese sinngemäss als Haftentlassungsgesuch entgegen und überwies sie zuständigkeitshalber dem Amt für Migration. Das Verwaltungsgericht wies das Haftentlassungsgesuch mit Urteil vom 2. Mai 2002 ab.