Citation: 1B_338/2018 E. 2

Während die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid festgehalten hat, das Ausstandsgesuch sei rechtzeitig eingereicht worden, macht der Beschwerdegegner - wie bereits zuvor in seiner Stellungnahme - geltend, das Gesuch sei verspätet gestellt worden. Dafür spreche insbesondere auch die Behauptung des Beschwerdeführers, er sei nach dem Ausstand der früheren Verfahrensleitung besonders sensibilisiert gewesen. Dies trifft nicht zu. Die Folgerung der Vorinstanz, wonach nachvollziehbar sei, dass in einem komplexen Straffall allfällige Ausstandsgründe nicht sofort entdeckt werden und es bis zu einem gewissen Mass auch den Anwälten überlassen sei, wie sie ihr Mandat führen und zu welchem Zeitpunkt sie die Akten studieren, ist nicht zu beanstanden. Wie nachfolgend aufzuzeigen ist, hat die Vorinstanz einen Ausstandsgrund zu Recht verneint, weshalb die Beschwerde ohnehin abzuweisen ist.