Citation: 9C_229/2016 E. 4.2.1

4.2.1. Bezüglich der konkreten Indikatorenprüfung rügt die Beschwerdeführerin zunächst, die vorinstanzliche Feststellung einer mittelgradigen Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde sei unvereinbar mit der neuen Schmerzrechtsprechung und entstamme der "Schleudertrauma-Praxis". Auch dieser Einwand ist unbegründet, zumal die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde, also deren Schwere (z.B. Urteil 9C_168/2015 vom 13. April 2016 E. 4.1), als erster Indikator im Komplex Gesundheitsschädigung eine wesentliche Rolle spielt (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1). Nicht nachvollziehbar ist die Rüge, das kantonale Gericht habe aktenwidrig und willkürlich festgestellt, die verbliebene Schmerzproblematik lasse "eine gewisse Behandlungsresistenz" erkennen. Im angefochtenen Entscheid wurde korrekt als Indiz füreinen relevanten Schweregrad berücksichtigt, dass sich die Versicherte "recht konsequent" verschiedenen Therapien unterzogen hatte und die Ärzte etwa vier Jahre nach dem Unfall von einem Residualzustand, somit von einer weitgehenden Ausschöpfung der Therapiemöglichkeiten, ausgingen.