Citation: 2C_295/2015 E. 3.3

3.3. Was der Beschwerdeführer hiergegen einwendet, überzeugt nicht: Es geht nicht darum, sein Verhalten moralisch zu werten, sondern die gesetzlichen Bestimmungen anzuwenden und deren Umgehungen zu verhindern. Mit Blick auf das Geburtsdatum des ersten Kindes begann die Parallelbeziehung praktisch wenige Monate nach seiner Einreise zu seiner niederlassungsberechtigten Ehegattin. Dass er seine wirklichen familiären Verhältnisse nicht offen gelegt hat, weil er eheliche Probleme und eine frühere Scheidung befürchtete und die aussereheliche Beziehung seiner Gattin gegenüber verheimlichen wollte, ist nicht entscheidend. Sein Einwand belegt eher, dass er sich bewusst war, dass seine abgeleitete Bewilligung bei einer Scheidung vor Erwerb der Niederlassung gefährdet gewesen wäre (unter Vorbehalt von Art. 50 AuG). Zwar hält sich der Beschwerdeführer inzwischen seit rund acht Jahren in der Schweiz auf, doch ist ihm eine Rückkehr in die Heimat zu seiner Partnerin und den gemeinsamen Kindern zumutbar. Er kam erst im Alter von 25 Jahren in die Schweiz und ist in der Heimat aufgewachsen und sozialisiert worden.