Citation: 6B_873/2016 E. 1.3.3

1.3.3. Bei tätlichen Auseinandersetzungen mehrerer Personen lässt sich oft nicht nachweisen, wer die Körperverletzung einer Person verursacht hat. Gemäss dem abstrakten Gefährdungstatbestand von Art. 133 StGB ist in solchen Situationen bereits die Beteiligung strafbar. Der Verletzungserfolg ist objektive Strafbarkeitsbedingung (BGE 137 IV 1 E. 4.2.2 S. 4; 141 IV 454 E. 2.3.2 S. 457 f.; Urteil 6B_116/2016 vom 1. Juni 2016 E. 2). Die Sachverhaltsfeststellung gemäss angefochtenem Entscheid ist insoweit unbestritten, als es im Rahmen der Phase 3 unter den fünf Anwesenden (vgl. hievor E. 1.2 i.f.) zu einer wechselseitigen tätlichen Auseinandersetzung mit Verletzungsfolgen kam. Zwar trifft zu, dass nach herrschender Lehre eine psychische Mitwirkung - etwa durch Anfeuerungen, warnende Zurufe oder Ratschläge (STEFAN MAEDER, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, Art. 133 StGB N. 13 i.f. mit Hinweisen) - nur dann eine tatbestandsmässige Beteiligung an einem Raufhandel sein kann, wenn mindestens drei Personen wechselseitig tätlich kämpfen (Urteil 6B_1056/2015 vom 4. Dezember 2015 E. 4.1 i.f. mit Hinweisen).