Citation: 2C_150/2022 E. 3

Im Zusammenhang mit den Feststellungen der Vorinstanz macht der Beschwerdeführer geltend, dass er bereits seit 2015 wieder mit seinen Töchtern und deren Mutter zusammenlebe, auch wenn er aktuell eine eigene Wohnung bewohne. Zwischenzeitlich sei diese Familie um zwei weitere Töchter (geb. 2017 und 2019) gewachsen. All dies sei den Akten ohne Weiteres zu entnehmen. Aus welchen Aktenstücken sich diese angebliche aktuelle Lebenssituation des Beschwerdeführers konkret ergeben soll, lässt der Beschwerdeführer allerdings offen. Für das Verfahren vor Bundesgericht haben diese Behauptungen deshalb als neu zu gelten. Sie sind vom Bundesgericht nur zu hören, soweit erst der Entscheid der Vorinstanz Anlass dazu gegeben hätte, sie vorzubringen (Art. 99 Abs. 1 BGG). Dies ist jedoch nicht der Fall: Bereits das Migrationsamt hatte in seiner Verfügung darauf hingewiesen, dass sich der Beschwerdeführer einzig zum Verhältnis zu seinem Sohn, nicht aber zu jenem zu seinen beiden Töchtern substanziiert geäussert hatte (Art. 105 Abs. 2 BGG). Er hätte demnach allen Anlass gehabt, bereits im Verfahren vor der Vorinstanz geltend zu machen, dass er wieder mit der Mutter der Kinder zusammenlebe und mit ihr überdies zwei weitere Kinder gezeugt habe. Nach der Untersuchungsmaxime haben die Migrationsbehörden und die kantonalen Rechtsmittelinstanzen zwar den Sachverhalt abzuklären; sie tragen die Beweisführungslast (vgl. Urteil 2C_764/2020 vom 2. März 2021 E. 2.3). Indessen ist der Beschwerdeführer verpflichtet, an der Feststellung des massgebenden Sachverhalts mitzuwirken (Art. 90 AIG). Es hätte vom Beschwerdeführer erwartet werden dürfen, dass er die Behörden von sich aus auf seine angeblich veränderte Lebenssituation hinweist. Folglich ist für die Beurteilung der Beschwerde vom Sachverhalt auszugehen, wie ihn die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG).