Citation: I 357/02 07.05.2003 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat die den Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ablehnende Verwaltungsverfügung aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zu weiterer Abklärung und erneuter Verfügung zurückgewiesen mit der Begründung, dass auf das psychiatrische Gutachten des Dr. med. M.________ vom 15. August 1999 nicht abgestellt werden könne, da die Deutschkenntnisse des Versicherten für die Durchführung einer psychiatrischen Begutachtung ohne Dolmetscher nicht ausreichend gewesen seien. 3.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde (welche - entgegen der vom Versicherten vertretenen Auffassung - mit einer ausreichenden Begründung versehen ist und damit den an eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gestellten Anforderungen im Sinne von Art. 108 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 132 OG genügt, so dass auf sie ohne weiteres eingetreten werden kann [vgl. dazu BGE 123 V 336 Erw. 1a]) wird geltend gemacht, der von der Vorinstanz geforderte Beizug eines Dolmetschers sei für die psychiatrische Begutachtung nicht erforderlich gewesen. Dr. med. M.________ habe die Sprachkenntnisse des Beschwerdegegners ausdrücklich als genügend bezeichnet; die Vorinstanz greife in den Kompetenzbereich des Gutachters ein, wenn sie nachträglich ohne überzeugende Begründung Mängel in der Kommunikation feststelle. Im Übrigen habe der Beschwerdegegner erst mit Stellungnahme vom 27. August 2001 und damit viel zu spät geltend gemacht, dass es ein Sprachproblem zwischen ihm und Dr. med. M.________ gegeben habe. 3.3 Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Es trifft zwar zu, dass Dr. med. M.________ die Sprachkenntnisse des Beschwerdeführers im Gutachten vom 15. August 1999 als "genügend" bezeichnete. Gleichzeitig aber wies er darauf hin, dass mit einem Dolmetscher kaum mehr Informationen herausschauen würden, womit er seine erste Aussage bereits etwas relativierte. Dass Dr. med. M.________ - entgegen der Auffassung der IV-Stelle - damit nicht zum Ausdruck bringen wollte, der Versicherte könnte schon sprechen, wolle aber nicht, ergibt sich deutlich aus dem an die IV-Stelle gerichteten Schreiben vom 28. März 2000, in welchem Dr. med. M.________ seine Bereitschaft erklärte, den Versicherten allenfalls im Beisein der Ehefrau und mit einem Dolmetscher erneut zu untersuchen. Denn damit bestätigte er die bereits im Gutachten vom 15. August 1999 andeutungsweise geäusserten Zweifel am Ausreichen der Sprachkenntnisse des Versicherten. Unter diesen Umständen verletzte die psychiatrische Exploration ohne Beizug eines Dolmetschers das rechtliche Gehör des Versicherten (vgl. BGE 127 V 226 Erw. 2b/bb) und hat die Vorinstanz die Sache zu Recht an die IV-Stelle zurückgewiesen, damit sie eine erneute psychiatrische Begutachtung unter Beizug eines der Muttersprache des Beschwerdegegners mächtigen Dolmetschers durchführe.