Citation: 5A_1038/2020 E. 4.4.1

4.4.1. Der Beschwerdeführer hält eine Einlassung auch deshalb für ausgeschlossen, weil der Erblasser im Testament vom 8. Oktober 1999 eine explizite Zuständigkeitswahl zu Gunsten der norwegischen Gerichte und Behörden getroffen habe, die ausschliesslicher Natur sei. Er beruft sich auf Art. 87 Abs. 2 IPRG, der für Schweizer Bürger mit letztem Wohnsitz im Ausland, die durch letztwillige Verfügung oder Erbvertrag ihr in der Schweiz gelegenes Vermögen oder ihren gesamten Nachlass der schweizerischen Zuständigkeit oder dem schweizerischen Recht unterstellen, eine Heimatzuständigkeit vorsieht. Diese Regel sei nach herrschender Lehre analog auf Ausländer mit letztem Wohnsitz in der Schweiz anwendbar, sofern der Erblasser die Zuständigkeits- mit einer Rechtswahl (Art. 90 Abs. 2 IPRG) verbunden hat und der betreffende Heimatstaat eine solche Zuständigkeit annimmt. Der Beschwerdeführer verweist auf die unbestrittene Rechtswahl zu Gunsten des norwegischen Rechts. Damit habe der Erblasser die norwegischen Gerichte indirekt für zuständig erklärt. Die Zuständigkeitswahl ergebe sich aus folgender Passage des Testaments vom 8. Oktober 1999: "Es ist mein Wunsch, dass mein Nachlass in Norwegen privat verwaltet und geteilt wird und die Willensvollstreckung durch den Obergerichts Anwalt P.________ vorgenommen wird, oder in seiner Abwesenheit durch einen anderen Anwalt dergleichen Anwaltskanzlei." Weder von den Beschwerdegegnern noch von der Vorinstanz werde behauptet, dass das norwegische Recht eine solche Zuständigkeitswahl ausschliesst.