Citation: 5A_658/2014 E. 6.5

6.5. Als Bundesrechtsverletzung rufen die Beschwerdeführer auch die "Rechtsverletzung des eigenen Bildes" auf den Plan. Sie hätten der Vorinstanz aufgezeigt, dass verschiedene inkriminierte Berichte Bilder des Beschwerdeführers 1 enthalten oder mit Bildstrecken über seine Person verlinkt wurden. Die - unbestrittene - Publikation dieser Bilder und Bildstrecken sei auch als persönlichkeitsverletzend eingeklagt worden. Grundsätzlich stelle jede Veröffentlichung eines Bildes einer Person ohne deren Zustimmung eine Verletzung des Rechts am eigenen Bild und damit seine Persönlichkeitsverletzung dar. Abgesehen von einer Ausnahme prüfe das Handelsgericht aber "unter keinem Titel", ob die zahlreichen Publikationen bzw. Verlinkungen das Recht des Beschwerdeführers 1 am eigenen Bild verletzen. Der Einwand ist unbehelflich. Denn die Beschwerdeführer tun nicht dar, inwiefern der Veröffentlichung des Bildmaterials über die Medienberichte hinaus, als deren Bestandteil auch sie das Bildmaterial ausweisen, eine eigenständige Bedeutung zukommt. Im Gegenteil verweisen die Beschwerdeführer in ihrem Schriftsatz selbst auf ihr Feststellungsbegehren. Dort aber fassen sie die "Bilder" mit den "Artikeln, Videos und Radiosendungen" in derselben Klammer als Konkretisierung der "Berichte" zusammen, mit denen die Beschwerdegegnerinnen die Persönlichkeit des Beschwerdeführers 1 verletzt haben sollen. Die Beschwerdeführer stören sich auch an der Art und Weise, wie das Handelsgericht die Veröffentlichung eines Bildes des Beschwerdeführers 1 im Bericht von 20 Minuten vom 7. Januar 2010 beurteilt. Das Handelsgericht verkenne, dass die Persönlichkeitsverletzung widerrechtlich sei. Weder habe der Beschwerdeführer 1 in die Veröffentlichung des Bildes eingewilligt noch habe die Beschwerdegegnerin 2 das Vorliegen von Rechtfertigungsgründen substanziiert. Die vorinstanzliche Erwägung, wonach die Aufschaltung des Bildes zur online gestellten Berichterstattung aufgrund der Prominenz des Beschwerdeführers 1 nicht weiter bemängelt werden könne, wollen die Beschwerdeführer nicht gelten lassen. Einfach zu behaupten, diese Erwägung verletze Bundesrecht und beruhe auf einem unrichtig und unvollständig festgestellten Sachverhalt, genügt jedoch nicht (vgl. E. 6.3.5). Dass es sich mit dem Bundesrecht verträgt, den Beschwerdeführer 1 als Person des öffentlichen Interesses zu qualifizieren, und von der blossen "Vermarktung eines von den Medien geschaffenen Boulevardprominenten" nicht die Rede sein kann, hat das Bundesgericht in Erwägung 5 ausführlich dargelegt. Nachdem das Handelsgericht der Prominenz des Beschwerdeführers 1 gegenüber der fehlenden Einwilligung den Vorrang einräumt, kann auch nicht gesagt werden, der angefochtene Entscheid lasse eine Abwägung von privaten und öffentlichen Interessen vermissen. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.