Citation: 6B_188/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Weder hinsichtlich des von ihm angeblich in Zürich beabsichtigten Verkaufes der beiden Dolche, noch des von ihm vorgebrachten Verwendungszweckes der vier USBV - (unbewilligte) pyrotechnische Versuche an seinem Arbeitsplatz - legt der Beschwerdeführer dar, inwiefern der Schluss der Vorinstanz im Gesamtkontext und damit insbesondere anhand der von ihm im Vorfeld versandten Textnachrichten, der von ihm mitgeführten übrigen Gegenstände und Dokumente und der von ihm unbestritten gebliebenen, komplexen familiären Situation bzw. der von ihm in Bezug auf seine Kinder geäusserten Befürchtungen (dazu nachfolgend E. 4.4) schlechterdings unhaltbar sein soll. Eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung lässt sich bei dieser Indizienlage nicht allein damit dartun, dass er (auch) Knallkörper bastle, ohne damit einhergehend eine Freiheitsberaubung oder Entführung zu planen; ebenso wenig damit, dass er um die Schliessung des Waffengeschäftes in Basel wusste, bzw. er in Zürich "im Niederdorf direkt nach der Brücke beim Bahnhof" ein solches kennt. Entgegen seinen Ausführungen ergibt sich daraus keineswegs zwingend, dass er vor Antritt der Reise am 11. Februar 2020 erfolglos versucht hatte, die Dolche in Basel zu verkaufen bzw. er alsdann deswegen nach Zürich gefahren ist. Es mag zutreffen, dass die Betrachtungsweise, wie sie der Beschwerdeführer für richtig erachtet, ebenso in Betracht gezogen werden könnte. Konkret, wenn er es als plausibel betrachtet, zwecks Verkaufs der beiden Dolche spontan nach Zürich gefahren zu sein, ohne sich vorgängig über einen dort möglichen Verkauf erkundigt zu haben. Doch genügt für die Begründung von Willkür praxisgemäss nicht, dass das angefochtene Urteil mit der Auffassung beschwerdeführenden Partei nicht übereinstimmt oder eine andere Lösung in Betracht gezogen werden könnte. Vorliegend umso weniger, als der Beschwerdeführer einzelne Umstände (das Mitführen von zwei Dolchen und vier USBV) isoliert würdigen will und unberücksichtigt lässt, dass selbst eine willkürliche Würdigung einzelner belastender Indizien oder die willkürliche Ausserachtlassung entlastender Umstände nicht bereits zwingend zur Aufhebung des angefochtenen Urteils durch das Bundesgericht führt. Dies ist erst der Fall, wenn der Entscheid auch bei objektiver Würdigung des gesamten Beweisergebnisses offensichtlich unhaltbar ist, was der Beschwerdeführer nicht dartut. Insoweit der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Würdigung der (übrigen) Gegenstände (Feldstecher, Stirnlampe, Glasbrecher, Küchenmesser, Kunststoffseil, Kabelbinder) kritisiert, ist darauf nicht weiter einzugehen, da er dies lediglich unter der Prämisse tut, dass er nicht nach V.________ zu seinen Kindern unterwegs war, wovon die Vorinstanz indes willkürfrei ausgeht. Im Übrigen trifft nicht zu, dass die Vorinstanz diese Gegenstände im Hinblick auf deren abstrakte Geeignetheit würdigt. Sie stellt auch diese in den Kontext der übrigen Indizien (angefochtenes Urteil S. 26) und attestiert ihnen damit die Eignung als Tat- bzw. Hilfsmittel für die Begehung einer Freiheitsberaubung oder aber einer Entführung. Dies ist nicht zu beanstanden.