Citation: 2C_658/2023 E. 1.1

1.1. Auf dem Gebiet des Ausländerrechts ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide betreffend ausländerrechtliche Bewilligungen nur zulässig, wenn das Bundesrecht oder das Völkerrecht einen Anspruch auf die Bewilligung einräumt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario). Für das Eintreten genügt, dass die betroffene Person in vertretbarer Weise darlegt, potenziell über einen Bewilligungsanspruch zu verfügen. Ob die Voraussetzungen des Bewilligungsanspruchs tatsächlich vorliegen, ist indes nicht Gegenstand der Eintretensfrage, sondern der materiellen Beurteilung (vgl. BGE 147 I 268 E. 1.2.7; 139 I 330 E. 1.1; 136 II 177 E. 1.1). Vorliegend beruft sich die Beschwerdeführerin 1 in vertretbarer Weise auf einen potenziellen Bewilligungsanspruch gestützt auf Art. 8 EMRK (Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens bzw. auf "umgekehrten Familiennachzug") sowie Art. 50 Abs. 1 AuG (AS 2007 5451). Da sie vor dem 1. Januar 2019 - nämlich am 18. Oktober 2017 (vgl. B hiervor) - um Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung ersuchte, ist materiell das Ausländergesetz (AuG; AS 2007 5437 ff.), wie es per 1. Januar 2017 in Kraft stand, massgebend (vgl. Art. 126 Abs. 1 AIG [SR 142.20]; Urteile 2C_396/2023 vom 24. Mai 2024 E. 6.1; 2C_360/2023 vom 21. Mai 2024 E. 1.1 und 5.1; 2C_644/2022 vom 18. Dezember 2023 E. 6.1). Das Rechtsmittel ist folglich als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zulässig.