Citation: 5P.114/2004 11.05.2004 E. 2

Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht vor, seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) missachtet zu haben. Er habe sich zu wesentlichen Elementen seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit nicht ausreichend äussern können. So sei ihm keine Gelegenheit eingeräumt worden, zu der von der kantonalen Rekursinstanz bejahten Möglichkeit einer Aufstockung seines Arbeitspensums von 75 auf 100 % eine Bescheinigung der Arbeitgeberin und zur Frage der Zulässigkeit einer Untervermietung des von ihm bewohnten Hauses eine solche seiner Vermieterin einzureichen. 2.1 Das rechtliche Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV dient einerseits der Sachaufklärung und verleiht andererseits dem Betroffenen ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht im Verfahren. Der Betroffene soll in den Punkten, die geeignet sind, den zu erlassenden in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheid zu beeinflussen, sich namentlich zur Sache äussern, erhebliche Beweise beibringen und an der Erhebung von Beweisen mitwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis äussern können (BGE 129 II 497 E. 2.2 S. 504 f. mit Hinweisen). 2.2 Auf Ersuchen des Beschwerdeführers führte das Obergericht am 3. Februar 2004 eine Instruktionsverhandlung durch. Bei dieser Gelegenheit konnten beide Parteien unter anderem ihre wirtschaftliche Situation schildern, und sie gaben auch diverse Belege zu den Akten. Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat auf die Frage des Vorsitzenden, ob er immer noch bei der Firma Y.________ AG arbeite, Angaben zu seiner Arbeitgeberin, seinem Aufgabenbereich und seinem Gehalt gemacht. Ausserdem hat er sich auch zu seinen Wohnverhältnissen, seiner Krankenkassenprämie und zu seinen Naturalbezügen ausführlich geäussert und dabei auf eingereichte Belege Bezug genommen. Das Vorbringen, das Obergericht hätte ihm Gelegenheit geben müssen, je eine Bescheinigung zu seinem Arbeitspensum und zu seinen Mietverhältnissen nachzureichen, ist unter den dargelegten Umständen unverständlich. Von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs kann keine Rede sein.