Citation: 6B_397/2008 07.08.2008 E. 1

Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht willkürliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts vor. Er begründet dies damit, dass das Obergericht angenommen habe, es hätte für ihn nicht genügend Raum bestanden, sein Rückwärtsfahrmanöver ohne Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auszuführen, was die Fahrzeuglenkerin A.________ gezwungen habe, ihrerseits rückwärts zu fahren. Richtigerweise sei der ihm für das Manöver zur Verfügung stehende Raum ausreichend gewesen. Aus dem erstinstanzlichen Urteil gehe nämlich hervor, dass die Breite der Einfahrt 4,60 Meter betragen und die Fahrzeuglenkerin A.________ mit ihrem Fahrzeug ziemlich genau die Hälfte der Einfahrt belegt habe. Die verbleibenden 2,30 Meter hätten allemal genügt, gefahrlos rückwärts in die Einfahrt einzubiegen. Die Rüge geht an der Sache vorbei. Das Obergericht hat ausdrücklich offengelassen (angefochtenes Urteil, S. 7 oben), ob der Abstand zwischen ihm und der Lenkerin A.________ dem Beschwerdeführer erlaubt hätte, sein Manöver ohne Kollision durchzuführen, wenn die Lenkerin A.________ nicht rückwärts gefahren wäre. Das Obergericht hat aber festgehalten, dass der Beschwerdeführer eine unklare Situation geschaffen und dadurch die Lenkerin A.________ zum Reagieren gezwungen habe. Der Beschwerdeführer erachtet zwar auch diese Feststellung für willkürlich, doch zu Unrecht. Es ist keinesfalls willkürlich anzunehmen, dass die Verhältnisse jedenfalls eng waren und sich die Fahrzeuglenkerin A.________, um eine Kollision zu vermeiden, aufgrund des plötzlich eingeleiteten Rückwärtsfahrmanövers des Beschwerdeführers veranlasst sah, ihrerseits rückwärts zu fahren. Der gerügten Verletzung der Unschuldsvermutung als Beweiswürdigungsregel kommt neben der Willkürrüge keine selbständige Bedeutung zu (vgl. BGE 120 Ia 31 E. 2c und d).