Citation: 8C_194/2024 E. 4.2.1

4.2.1. Sie macht zunächst geltend, die Tatsache, dass sie seit Jahren nicht arbeite, von der Sozialhilfe lebe und ihr Potenzial nicht ausschöpfe, sei auf ihre Erkrankung (Wechselwirkung zwischen der Persönlichkeitsstörung und der Depression) zurückzuführen und nicht auf die kindlichen Züge. Damit dringt sie nicht durch. Die Gerichtsgutachterin hielt in ihrer Stellungnahme vom 1. Dezember 2020 fest, die kombinierte Persönlichkeitsstörung habe keine direkte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Die Störung beinhalte ein Gefühl verminderter Selbstwirksamkeit und Wunsch nach Fürsorge und führe bei der Versicherten zu verminderter Anstrengungsbereitschaft und Selbstlimitierung sowie zur subjektiven Annahme einer vollen Arbeitsunfähigkeit. Es könne aber durchaus erwartet werden, dass sie sich entsprechend ihrer Ressourcen anstrenge. Hiervon abzugrenzen seien Krankheitssymptome durch die rezidivierende depressive Störung in Form von Antriebs- und Freudmangel. Wenn die Vorinstanz daraus mit der Gerichtsgutachterin schloss, die Beschwerdeführerin schöpfe ihr Potenzial aus krankheitsfremden Gründen nicht aus, so erscheint dies jedenfalls nicht offensichtlich unrichtig (vgl. E. 1.1 hiervor).