Citation: C 79/04 11.02.2005 E. 4

4.1 Aus den Akten ergibt sich, dass das fragliche Traineeprogramm die Vermittlung branchenneutraler Projektmanagement-Kenntnisse (Grundsätze; Zieldefinition und -präsentation; Aufbau entsprechender Teams; Kenntnisse von Modellen, rechtlichen Grundlagen und Kommunikationsgrundsätzen; Hilfe bei Kostenplanung und Risikoabschätzung; Einsatz von bestimmten technischen Hilfsmitteln) bezweckt. Der Abschluss des Kurses soll den Teilnehmenden den Einstieg als Projektleiter-Assistenten in allen Branchen ermöglichen und die Grundlagen für eine Weiterbildung in der Informatik auf Stufe eines eidgenössischen Fachausweises mit der Spezialisierung in Projektmanagement schaffen. 4.2 Ohne Zweifel ist die Teilnahme am Traineeprogramm für die Versicherte von einigem Interesse. Wie aus den sich bei den Akten befindlichen Inseraten hervorgeht, sind Erfahrungen auf dem Gebiet der Projektleitung und -betreuung für Stellen im journalistischen Bereich, aber auch für Tätigkeiten als (Deutsch-) Lehrerin zumindest teilweise erwünscht, weshalb die im fraglichen Kurs vermittelten Inhalte auch von beruflichem Wert sind. Sodann ist verständlich, dass die Versicherte sich nach längerer Arbeitslosigkeit einen strukturierten Tagesablauf und soziale Kontakte wünscht, wie diese durch den Kursbesuch ermöglicht würden. Aus der Kursbeschreibung geht aber auch klar hervor, dass die Ausbildung "ein umfassendes fach- und branchenneutrales Basiswissen" vermitteln soll und die Aspekte einer allgemeinen beruflichen Weiterbildung überwiegen. Wie das kantonale Gericht - von der Versicherten unbestritten - erwog, beinhaltete die frühere Berufstätigkeit als Redaktorin die Betreuung und Begleitung von Projekten, weshalb sie bereits über praktische Erfahrungen in diesem Bereich verfügt. Es ist nicht wahrscheinlich, dass die Absolvierung des Trainingsprogramms, auch wenn es nach Angaben der Kursleitung sofort einsetzbare Kenntnisse vermittelt, und das dadurch erworbene Zertifikat, welches im Wesentlichen die Grundlage für eine Weiterbildung zum eidgenössischen Fachausweis bildet, die Berufschancen konkret und entscheidend verbessert. Dass die anbegehrte Vorkehr für das weitere berufliche Fortkommen (nur) allgemein vorteilhaft ist, genügt aber nicht, zumal praktisch jede berufliche Massnahme wegen der dadurch vermittelten zusätzlichen Kenntnisse und Fertigkeiten Vorteile auf dem Arbeitsmarkt bringt (vgl. ARV 1999 Nr. 12 S. 66 Erw. 2). Ist nicht die Wahrscheinlichkeit dargetan, dass die Vermittlungsfähigkeit durch eine im Hinblick auf ein konkretes berufliches Ziel absolvierte Weiterbildung im konkreten Fall tatsächlich und in erheblichem Masse gefördert wird, kommt eine Kostenübernahme durch die Arbeitslosenversicherung nicht in Frage (ARV 1987 Nr. 12 S. 114 Erw. 2c mit Hinweisen). Ein solcher konkreter Einsatz, für welchen die im Kurs vermittelten Kenntnisse unabdingbare Voraussetzung wären, ist nicht in Sicht. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin trotz der momentan eher angespannten Lage im Zeitungs- und Verlagswesen auf Grund ihrer guten Ausbildung und der mehrjährigen Berufserfahrung auch ohne die gewünschte Weiterbildung in der Lage ist, eine Stelle im angestammten oder in einem verwandten Tätigkeitsgebiet zu finden bzw. die Absolvierung des Kurses ihre Chancen jedenfalls nicht entscheidend verbessert. Die Ablehnung des Leistungsbegehrens ist deshalb zu Recht erfolgt. Ob Absolventen höherer Ausbildungen sich mehr um ihre eigene Weiterbildung zu kümmern haben als Personen in weniger anforderungsreichen Berufen, bleibe dahingestellt. Jedenfalls hat die Arbeitslosenversicherung nicht für Kurse aufzukommen, deren Inhalte üblicherweise von den betreffenden Berufsleuten erworben werden, die zum beruflichen Standard gehören und die deshalb in keinem Zusammenhang mit der Arbeitslosigkeit stehen (in BJM 1998 S. 197 auszugsweise veröffentlichtes Urteil F. vom 29. April 1997, C 48/97, Erw. 1 mit Hinweisen).