Citation: 1C_449/2023 E. 2.5

2.5. Die Beschwerdeführenden beanstanden, dass die Vorinstanz primär auf das bewilligte, aber nicht realisierte Bauvorhaben auf dem Grundstück Nr. 1940 Bezug genommen habe, obwohl die dort erteilte Baubewilligung mittlerweile nicht mehr gültig sei. Wie dargelegt, kam die Vorinstanz jedoch nicht allein unter Bezugnahme auf dieses Bauprojekt zu seinem Entscheid, die vom Gemeinderat Baar vorgenommene Anwendung von § 12 Abs. 1 BO als rechtmässig zu anerkennen. Sie hielt fest, die "Beeinträchtigung" der baulichen und landschaftlichen Umgebung bestehe ausschliesslich in der Grösse des Bauvorhabens. Diese entspreche aber den Normen der Bauordnung und sei daher von den Stimmberechtigten der Gemeinde Baar bewusst in Kauf genommen worden. Das Gericht könne keine derartige Dominanz des Bauprojekts erkennen, welche die verlangte gute Einordnung zunichtemachen würde - auch nicht im Zusammenspiel mit der allfälligen Erstellung des bereits bewilligten Wohnhauses an der Oberen Rebhalde 44. Die Vorinstanz berücksichtigte bei der Beurteilung der Dimensionierung der geplanten Baute auch den von ihr durchgeführten Augenschein.