Citation: 2C_68/2017 E. 5.4

5.4. Andererseits rügt die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe überhöhte Anforderungen an den Nachweis der ehelichen Gewalt gestellt. Es genüge, wenn diese Gewalt lediglich glaubhaft gemacht sei, da häusliche Gewalt allgemein nur schwer einem Nachweis zugänglich sei. Auch in Bezug auf die starke Gefährdung der Wiedereingliederung in der Heimat macht die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, da sie noch nie als geschiedene Frau im Iran gelebt habe, könne von ihr der konkrete Nachweis von künftigen Repressionen nicht verlangt werden. Aufgrund des immanenten Beweisnotstandes müsse es genügen, wenn sie mit dem Bericht der Schweizerischen Flüchtlingshilfe vom 2. August 2006 dargelegt habe, dass eine geschiedene Frau im Iran effektiv einer enormen Stigmatisierung ausgesetzt sei.