Citation: 6B_1245/2019 E. 5.3.1

5.3.1. Was die Beschwerdeführerin gegen den Freispruch des Beschwerdegegners vom Vorwurf des Organisierens von Glücksspielen ausserhalb konzessionierter Spielbanken (Art. 56 Abs. 1 lit. a SBG) vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Das In-Aussicht-Stehens eines Gewinns als Definitionselement des Glücksspiels (vgl. E. 5.2.2 hiervor), dessen Organisation oder gewerbsmässiges Betreiben strafbar ist, ist ein Tatbestandsmerkmal von Art. 56 Abs. 1. lit. a SBG. Es muss daher vom Vorsatz des Beschuldigten erfasst sein. Wegen vorsätzlicher Widerhandlung gemäss Art. 56 Abs. 1 lit. a SBG kann der Beschuldigte nur bestraft werden, wenn er entweder wusste bzw. es für möglich hielt und zumindest in Kauf nahm, dass beim Spiel am Automaten ein Geldgewinn oder ein anderer geldwerter Vorteil in Aussicht stand (vgl. dazu Urteil 6B_466/2011 vom 16. März 2012 E. 4.3.1). Die Vorinstanz sieht es unter Bezugnahme auf die erstgerichtlichen Ausführungen in tatsächlicher Hinsicht als erwiesen, dass der Beschwerdegegner nicht gewusst habe, dass auf den Automaten um einen Gewinn gespielt worden sei. Dass er solches für möglich gehalten hätte, lässt sich dem vorinstanzlichen Entscheid nicht entnehmen. Insofern fehlte es dem Beschwerdegegner nach den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz an der für den (Eventual) Vorsatz erforderlichen Wissenskomponente. Daran vermag der Vorhalt, der Beschwerdegegner habe nach einer ersten polizeilichen Kontrolle, bei welcher zwei der von ihm in seinem Lokal tolerierten Geräte wegen Verdachts auf Widerhandlungen gegen das Spielbankengesetz sichergestellt wurden, wissen müssen, dass Geräte mit installierten Glücksspielen bzw. Glücksspielautomaten verboten seien, nichts zu ändern, zumal das Wissen um dieses Verbot nicht mit dem Wissen um die Möglichkeit, an den Automaten Geld zu gewinnen, gleichzusetzen ist. Die Frage nach der Willensseite stellt sich damit nicht mehr. Ob der Beschwerdegegner es in Kauf genommen habe, dass es sich bei den aufgestellten Geräten um Glücksspielautomaten gehandelt habe, ist daher nicht zu prüfen und es erübrigt sich, auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin zur Willenskomponente des Eventualvorsatzes einzugehen. Der vorinstanzliche Freispruch ist mangels Vorliegen des subjektiven Tatbestandes von Art. 56 Abs. 1 lit. a SBG bundesrechtskonform.