Citation: 5A_277/2022 E. 5

In rechtlicher Hinsicht macht die Mutter in der Beschwerde vom 14. April 2022 keine Ausführungen. In der Eingabe vom 29. April 2022 behauptet sie eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebotes gemäss Art. 8 Abs. 1 und 2 BV. Allerdings begründet sie dieses an der Sache vorbeigehend, indem sie geltend macht, die Obhutsumteilung sei nur erfolgt, weil sie Ausländerin sei und wegen der Änderung des Migrationsgesetzes von 2019 mit ihrer Niederlassungsbewilligung als Flüchtling Probleme erhalten habe. Davon ist im angefochtenen Entscheid aber nirgends die Rede. Die Kernpunkte der verwaltungsgerichtlichen Entscheidbegründung sind in E. 3 zusammengefasst und haben keinerlei Bezug zum Geschlecht oder der Herkunft der Elternteile. Die Rüge der Verletzung des Rechtsgleichheitsgebotes - sofern überhaupt zulässig - geht daher fehl. Anderweitige Rechtsverletzungen im Zusammenhang mit der Obhutsumteilung werden nicht vorgebracht und sind ausgehend von den Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Urteil auch nicht auszumachen, wenn das Verwaltungsgericht von einer Gefährdung des Kindeswohles ausgegangen ist und befunden hat, dass C.________ beim Vater besser aufgehoben wäre, weil die Beschwerdeführerin deren Bedürnisse nur unzureichend wahrnehmen könne, weil die Übertragung der Erziehungsverantwortung an Geschwister nicht angehe, weil die Beschwerdeführerin ohne das momentane, aber ungesicherte Unterstützungsnetz völlig verloren wäre und weil der Vater sichtlich um das Wohl des Kindes bemüht sei und er sich entsprechend eingerichtet habe. Insbesondere ist auch der Grundsatz, wonach Geschwister nach Möglichkeit nicht zu trennen sind, keine unumstössliche Maxime; vielmehr ist eine Geschwistertrennung hinzunehmen, wenn sie zur Wahrung des Kindeswohls unumgänglich ist (Urteile 5A_730/2020 vom 21. Juni 2021 E. 3.3.1.1; 5A_901/2017 vom 27. März 2018 E. 2.2; 5A_236/2016 vom 15. Januar 2018 E. 4.1). Dies ist vorliegend der Fall, zumal es sich um Halbgeschwister handelt, welche von vornherein nicht dem Beschwerdegegner zugeteilt werden könnten.