Citation: 1B_50/2010 09.03.2010 E. 2

2.1 Wegen der formellen Natur des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist die diesbezüglich erhobene Rüge vorab zu behandeln. Der Beschwerdeführer macht geltend, der Haftrichter habe den Haftgrund der Fluchtgefahr nicht genügend begründet. Erstens habe der Haftrichter lediglich auf eine früher ergangene Haftverfügung vom 21. Januar 2010 verwiesen, was verfassungsrechtlich nicht zulässig sei, und zweitens ergebe sich aus der besagten Verfügung nicht ausreichend deutlich, weshalb von Fluchtgefahr auszugehen sei. 2.2 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) fliesst die Pflicht der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann (BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88 mit Hinweisen). 2.3 Der Haftrichter verwies zur Begründung der Fluchtgefahr auf eine frühere Haftverfügung vom 21. Januar 2010. Soweit sich daraus mit hinreichender Klarheit ergibt, weshalb Fluchtgefahr angenommen wird, ist die Begründung unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten praxisgemäss nicht zu beanstanden. Gemäss der besagten Haftverfügung hat der Beschwerdeführer als Staatsangehöriger von Bosnien und Herzegowina zwar einen festen Wohnsitz in der Schweiz und eine Niederlassungsbewilligung. Jedoch sei nicht zu verkennen, dass er angesichts der drohenden mehrjährigen Freiheitsstrafe sowie seines beachtlichen Vorstrafenregisters versucht sein könnte, unterzutauchen oder sich in sein Heimatland abzusetzen, womit der Haftgrund der Fluchtgefahr gegeben sei. Aufgrund dieser Ausführungen kann der Beschwerdeführer ohne Weiteres erkennen, aus welchen Gründen - Erwartung einer langen Freiheitsstrafe, ausländische Staatsangehörigkeit - der Haftrichter Fluchtgefahr annimmt. Der Haftrichter hat der Begründungspflicht damit Genüge getan.