Citation: 5A_900/2023 E. 4.2

4.2. Weiter widerspricht die Beschwerdeführerin der Meinung des Obergerichts, wonach Faksimile-Unterschriften auf Zahlungsbefehlen zulässig seien, und bittet das Bundesgericht, zufolge Gefahr von Missbrauch und Betrug höchstrichterlich zu entscheiden, dass den Betreibungsämtern zu untersagen sei, Faksimile-Unterschriften zu verwenden. Das Bundesgericht hat sich bereits mehrfach mit dieser Frage befasst und entschieden, dass sich der Begriff "Faksimilestempel" in Art. 6 der Verordnung vom 5. Juni 1996 über die im Betreibungs- und Konkursverfahren zu verwendenden Formulare und Register sowie die Rechnungsführung (VFRR; SR 281.31) auch auf digitalisierte Unterschriften bezieht und die Lesbarkeit der Unterschrift auf dem Zahlungsbefehl kein Gültigkeitserfordernis ist (Urteile 5A_285/2023 vom 7. Februar 2024 E. 3; 5A_122/2023 vom 6. Februar 2024 E. 4; 5A_980/2023 vom 23. Januar 2024 E. 3.2; 5A_30/2023 vom 8. Dezember 2023 E. 2; 5A_451/2023 vom 29. November 2023 E. 4; 5A_873/2022 vom 23. Januar 2023 E. 2.3). Stichhaltige Gründe, weshalb das Bundesgericht auf diese Praxis zurückkommen sollte, trägt die Beschwerdeführerin keine vor. Daran vermag ihre Behauptung nichts zu ändern, dass beim Erlass eines Strafbefehls eine persönliche Unterschrift formelles Gültigkeitserfordernis sei.