Citation: 2C_828/2009 09.06.2010 E. 3

3.1 Die Vorinstanz ortete die Ursache der Krankheit des Beschwerdeführers in dessen Psyche und nicht im behaupteten Mobbing und Bossing. Das leuchtet schon deswegen ein, weil der erste Krankheitsschub, der zu einer stationären Behandlung führte, sich ereignete, als das Verhältnis am Arbeitsplatz noch ungetrübt war. Überdies haben die von der Ehefrau beschriebenen und im ärztlichen Bericht festgehaltenen Äusserungen des Krankheitsbildes (Drohen mit Messer, Isabelle Adjani-Wahn, übersteigertes Selbstgefühl usw.) nichts mit dem Arbeitsplatz zu tun. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, lässt die Tatsachenfeststellung des Bundesverwaltungsgerichts in keiner Weise als offensichtlich unrichtig erscheinen. Ob sich die schizoaffektive Störung, an welcher der Beschwerdeführer litt, inzwischen "offensichtlich chronifiziert" hat oder nicht, ist entgegen der entsprechenden Rüge des Beschwerdeführers für den Verfahrensausgang unerheblich. Im Übrigen legt die Vorinstanz das Gewicht einzig auf die Möglichkeit und nicht auf die Gewissheit künftiger Störungen. 3.2 Aus analogen Gründen durfte die Vorinstanz, ohne in Willkür zu verfallen oder den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör zu verletzen, in antizipierter Beweiswürdigung die Einholung des angebotenen Privatgutachtens ablehnen. Dieses sollte nämlich entgegen dem vorliegenden ärztlichen Bericht aufzeigen, dass die Jahre zurückliegende stationäre Behandlung des Beschwerdeführers auf das behauptete Mobbing oder Bossing zurückgehe. Für ein solches Gutachten bestand jedoch kein zwingender Anlass, nachdem willkürfrei davon ausgegangen werden durfte, dass die Krankheit unabhängig von der Arbeitssituation eingetreten war. 3.3 Ebenfalls nicht unhaltbar ist entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers, dass die Vorinstanz nicht angenommen hat, der Bund habe rechtswidrig "die Invalidisierung des Beschwerdeführers betrieben". Diese Behauptung findet keine Stütze in den Akten. Dass das Amt die Möglichkeit einer Invalidisierung in seine Abklärungen und Überlegungen einbezogen hat, ist nicht zu beanstanden und erfolgte, jedenfalls teilweise, auch im Interesse des Beschwerdeführers. 3.4 Der Beschwerdeführer behauptet zudem wiederholt, er sei vom Arbeitsplatz beim Bund "vertrieben" worden. Diese Behauptung ist unbeachtlich, nachdem die Auflösung des Arbeitsverhältnisses rechtskräftig als rechtmässig beurteilt worden ist. 3.5 Sodann kommt es nicht darauf an, ob der Beschwerdeführer heute voll arbeitsfähig ist, wie er selbst behauptet, oder ob er dauerhaft krank bleibt, wie die Vorinstanz aus der Tatsache der Invalidisierung schloss. Die Berechtigung der Auflösung des Arbeitsverhältnisses steht nicht mehr in Frage. Wesentlich ist nur noch, ob die Geschehnisse um den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers dessen Chancen auf dem Arbeitsmarkt beeinträchtigen, was die Vorinstanz ohne Willkür annehmen durfte. Im Übrigen leuchtet die Auffassung des Beschwerdeführers, er sei erwerbsunfähig, weil er eine Rente der Invalidenversicherung erhalten habe, nicht ein. Zutreffend ist gerade das Umgekehrte: Die Rente erhielt er, weil er als erwerbsunfähig gilt. 3.6 Rechtlich heikler erscheinen die behaupteten Äusserungen von Mitarbeitern des Bundes über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers gegenüber Dritten. Dennoch war die Vorinstanz nicht verpflichtet, zwei Aktuare einer privaten Versicherungsgesellschaft einzuvernehmen, die vom Hörensagen von negativen Äusserungen des ehemaligen Vorgesetzten des Beschwerdeführers berichtet haben sollen, oder andere Zeugenbefragungen durchzuführen. Das Bundesverwaltungsgericht durfte willkürfrei davon ausgehen, dass bestrittenen Zeugeneinvernahmen über angebliche gesprächsweise Äusserungen Jahre später kaum Beweiswert zukommt. Ebenfalls verzichtet werden durfte auf die Befragung von Ärzten, weil deren allfällige Auskünfte für die behauptete Rufschädigung in Mathematikerkreisen von vornherein unerheblich sind. Schliesslich durfte die Vorinstanz auch ohne Gehörsverletzung und Willkür davon absehen, die für die Bearbeitung von Stellenbewerbungen des Beschwerdeführers verantwortlichen Personen verschiedener Gesellschaften zu befragen, da solche Befragungen über längere Zeit zurückliegende Evaluationen nicht berücksichtigter Bewerbungen ohne konkrete Hinweise auf Fehlhandlungen von Mitarbeitern des Bundes ebenfalls als unergiebig betrachtet werden durften. Aus den Absageschreiben ergaben sich nämlich nicht die geringsten Hinweise auf solche Kontakte. Analoges gilt für die Mitarbeiterinnen der Invalidenversicherungsstelle in Aarau, deren Bestätigung, der Beschwerdeführer gelte in der Branche als krank und sei nicht vermittelbar, in keiner Weise auf eine Mitwirkung der Bundesorgane schliessen lässt. 3.7 Insgesamt verletzte die Vorinstanz mithin bei der Beweisabnahme und -würdigung den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör nicht und verfiel insoweit auch nicht in Willkür.