Citation: 8C_619/2016 E. 4.2.2

4.2.2. Die Kombination verschiedener Funktionsstörungen führt zudem nicht notwendigerweise zu einer Zusammenrechnung der in den verschiedenen Fachdisziplinen attestierten Arbeitsunfähigkeiten. Bei ihrem Zusammentreffen überschneiden sich die erwerblichen Auswirkungen in der Regel. Deshalb ist der Grad der Arbeitsunfähigkeit grundsätzlich in einer Gesamtbeurteilung zu bestimmen (Urteil 9C_204/2015 vom 29. April 2015 E. 6). Dass die ZMB-Gutachter die somatisch und psychiatrisch begründeten Arbeitsunfähigkeiten von je 50 % als nicht additiv werten, ist nachvollziehbar und lässt die Expertise in keiner Weise als beweisuntauglich erscheinen.