Citation: 4A_35/2021 E. 5.1.3

5.1.3. Soweit die Beschwerdeführerin bei manchen Posten bemängelt, die Vorinstanz prüfe nicht, ob Leistungen gemäss Ziff. 4.3. des TUV im Globalpreis von Fr. 2.2 Mio. enthalten seien, ist sie damit nur zu hören, wenn sie mit Aktenhinweis rechtsgenüglich aufzeigt, dass sie sich in ihrer Berufung prozesskonform darauf berufen hat, oder sich dies aus dem angefochtenen Entscheid selbst bereits ergibt. Ansonsten fehlt es insoweit an der materiellen Ausschöpfung des Instanzenzuges. Sind Leistungen nur teilweise von der Globalpreisabrede von Fr. 2.2 Mio. erfasst, wie die Rechnungen XY10________ und XY11________ AG, nützt es nichts, wenn die Beschwerdeführerin eine Verletzung der Beweislastverteilung moniert. Für die Tragweite der Globalpreisabrede ist sie beweisbelastet, soweit sie daraus eine Preisüberschreitung ableitet. Und auch soweit die Beweislast bei der Beschwerdegegnerin liegt, musste die Klägerin eine weitere Substanziierung verlangen, wenn es ihr nicht möglich war zu erkennen, welchen der versprochenen Leistungen die in Rechnung gestellten Beträge zuzuordnen waren.