Citation: 7B_5/2021 E. 2.1.2

2.1.2. Die Beschwerdeführerinnen monieren, dass die Vorinstanz aufgrund der willkürlichen Sachverhaltsfeststellungen ihnen die Rechtsgutträgerschaft nach Art. 317 StGB und Art. 251 StGB zu Unrecht aberkenne und in der Rechtsanwendung, sowohl in der Begründung als auch im Ergebnis, in Willkür verfalle. Der Sinn und Zweck der Vorschriften zur öffentlichen Beurkundung erschöpfe sich nicht im Schutz der Käuferinteressen. Der gesetzlich beabsichtigte Übereilungsschutz umfasse beide Vertragsparteien, zumal solchen und ähnlichen Fallkonstellation die Selbstgefährdung einer juristischen Person durch unzulässige Vermögensverfügungen seitens der Organe inhärent sei. Die Vorinstanz wende die einschlägigen kantonalen und bundesrechtlichen Bestimmungen nicht nur offensichtlich unrichtig an. Auch führe die unzutreffende Beurteilung, dass es sich bei den Beschwerdeführerinnen nicht um Adressatinnen des Beurkundungsaktes handle, im Resultat zu einer Rechtsverweigerung zulasten der Beschwerdeführerinnen. Ausgangspunkt der rechtlichen Würdigung bilde das Zulassen besagter Verkaufserklärung durch die Notarin, sodass richtigerweise auf die Adressaten des amtlichen bzw. öffentlichen Beurkundungsaktes abgestellt werden müsse. Dazu gehörten evidentermassen auch die Beschwerdeführerinnen als Verkäuferinnen und direkt Benachteiligte der vorliegenden Urkundenfälschung bzw. Falschbeurkundung.