Citation: I 114/06 13.04.2007 E. 3

3.1 Nach Lage der medizinischen Akten ist zu Recht allseits unstrittig, dass der Beschwerdeführer auf Grund der verbliebenen somatischen Unfallfolgen (femoro-patelläres Schmerzsyndrom, leichte Femoro-Patellararthrose) die angestammte Tätigkeit als Chauffeur nicht mehr uneingeschränkt verrichten kann, ihm hingegen eine körperlich leichte und wechselbelastende Arbeit aus somatischer Sicht zu 100 % zumutbar ist. 3.2 Streitig ist, ob sich auf Grund eines psychischen Gesundheitsschadens mit Krankheitswert eine zusätzliche Verminderung der Arbeitsfähigkeit ergibt. Die Vorinstanz hat dies in einlässlicher, in allen Teilen zutreffender Würdigung der medizinischen Unterlagen, insbesondere gestützt auf das Gutachten des Dr. med. S.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 13. November 2003, verneint. Die vom Beschwerdeführer hiegegen letztinstanzlich erhobenen Einwendungen vermögen, soweit sie nicht bereits das kantonale Gericht widerlegt hat, zu keinem anderen Ergebnis zu führen. 3.2.1 Der Expertise des Dr. med. S.________ vom 13. November 2003 kommt, wie bereits die Vorinstanz zutreffend erwog, voller Beweiswert zu, da sie alle rechtsprechungsgemässen (BGE 125 V 351 E. 3 S. 352) Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen erfüllt. Das Administrativgutachten erging gestützt auf die gutachterliche Untersuchung am 6. November 2003 sowie in Kenntnis der Vorakten (Anamnese). Es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die Schlussfolgerungen des Psychiaters sind nachvollziehbar und überzeugend begründet. 3.2.2 Grundlage für die Expertise bildete die gutachterliche Untersuchung des Beschwerdeführers vom 6. November 2003. Die Akten enthalten keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass eine mehrmalige Untersuchung zur Erhebung der psychiatrisch relevanten Befunde durch den Gutachter erforderlich gewesen wäre, um die medizinischen Verhältnisse zuverlässig zu erfassen. Anzahl und Dauer der jeweils erforderlichen gutachterlichen Untersuchungen hängen von den konkreten Verhältnissen des zu beurteilenden Falles ab. Eine Regel, wonach - so der Beschwerdeführer - stets "mehrere Gesprächssitzungen" nötig sind, um zu beweiskräftigen Entscheidungsgrundlagen zu gelangen, existiert nicht. 3.2.3 Anhaltspunkte dafür fehlen, dass die Begutachtung an der mangelnden Verständigung scheiterte. In der Expertise ist wohl die Rede davon, dass der Versicherte nur sehr schlecht deutsch spreche und der affektive Rapport nur knapp genügend herstellbar sei, im gleichen Zuge wird aber auch festgestellt, dass zuweilen ein recht flüssiges Gespräch in Gang gekommen sei. Die Administrativexpertise zeigt mit den einzelnen klaren und detaillierten Angaben zum Psychostatus und im Rahmen der abschliessenden psychiatrischen Beurteilung auf, dass eine lege artis vorgenommene Exploration stattgefunden hat, welche Dr. med. S.________ den erforderlichen Einblick in den psychischen Zustand verschaffte. Deshalb durfte das kantonale Gericht darauf abstellen. 3.2.4 Laut Anmeldung zum Leistungsbezug reiste der Beschwerdeführer im August 1990 in die Schweiz ein. Gemäss gutachterlicher Anamnese erfolgte die Einreise im Jahre 1990 als politischer Flüchtling zusammen mit der Familie ("in Folge des Balkankrieges"). Letztinstanzlich wird gerügt, diese Darstellung des Gutachters sei grob fehlerhaft, habe doch der "Kosovokrieg" erst 1997 begonnen. Zwar trifft es zu, dass sich die kriegerischen Kämpfe im Kosovo erst nach dem Jahr 1997 ausweiteten. Der Umstand, dass die Verfassung Serbiens bereits im März 1989 die Autonomie Kosovos faktisch abgeschafft und Belgrad am 5. Juli 1990 das Parlament Kosovos aufgelöst, die Provinzregierung abgesetzt und eine Zwangsverwaltung eingesetzt hatte, lässt indes durchaus Raum dafür, dass der Beschwerdeführer aus politischen Gründen im Jahre 1990 eingereist war. Wie es sich damit im Einzelnen verhält, braucht freilich nicht weiter abgeklärt und erörtert zu werden. Eine qualifiziert fehlerhafte Anamnese, welche auf Unsorgfalt des Experten schliessen lassen würde, liegt jedenfalls offenkundig nicht vor.