Citation: I 678/02 16.06.2003 E. 2

Streitig ist ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Rente hat. Zu prüfen ist zunächst, ob die vorhandenen medizinischen Akten eine Beurteilung dieser Rechtsfrage zulassen oder ob es weiterer Abklärungen des rechtserheblichen Sachverhalts bedarf. 2.1 Die IV-Stelle stützt ihre Verfügung auf Arztberichte von Dr. med. J.________, Spezialarzt FMH für orthopädische Chirurgie, vom 2. Februar bzw. 31. Juli 2001 und auf solche des damaligen Hausarztes der Beschwerdeführerin, Dr. med. X.________, allgemeine Medizin FMH, vom 16. Januar bzw. 23. August 2001. Demnach könne diese krankheitsbedingt ihre angestammte Tätigkeit in der Teigwarenfabrikation und als Reinigungskraft nicht mehr ausüben, da diese Arbeiten als mittelschwer einzustufen seien. Hingegen bestehe für eine körperlich leichte berufliche Tätigkeit, die vorwiegend im Sitzen ausgeführt werden könne und kein häufiges Bücken und Heben schwerer Lasten beinhalte, eine volle Arbeitsfähigkeit. Damit sei es ihr möglich, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen. 2.2 Die Beschwerdeführerin legt mit ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde neue Zeugnisse von weiteren Ärzten auf. Frau Dr. med. M.________, allgemeine Medizin FMH, attestiert für den Monat Januar 2002 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, während Dr. med. S.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in seinem Zeugnis vom 20. April 2002 ab dem 8. Dezember 2001 bis auf weiteres eine volle Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Beide Zeugnisse enthalten keine Begründung. Eingehend begründet ist hingegen der Bericht von Dr. med. H.________, Facharzt für Neurologie FMH. Dieser liess am 29. November 2001 eine biplanare MRI der Halswirbelsäule durchführen, wobei eine grosse Diskushernie C5/6 mit Kompression des Duralsacks median und rechts und eine mässige Diskushernie mit Osteophyt median und links auf Höhe C4/5 ebenfalls mit Kompression des Myelons gefunden wurden. Dr. H.________ hält in seiner Beurteilung fest, die neu festgestellten cervicalen beträchtlichen Diskushernien seien in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und bezüglich des Risikos eines Gesundheitsschadens bei Belastung unbedingt zu berücksichtigen. Schliesslich liegt ein Untersuchungsbericht von Dr. med. R.________, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 23. September 2002 vor. Dieser stellt die Diagnosen eines chronischen cervicoradikulären Reizsyndroms C6 und C7 rechts bei grosser Diskushernie C5/6 mit Kompression des Duralsackes sowie Diskushernie C4/5 mit ebenfalls Kompression des Myeloms, eines chronischen lumboradikulären Reizsyndroms L5 rechts bei paramedian rechts gelegener Diskushernie L4/5 und Einengung des Foramen intervertebralia L4/5 rechts, eines Diabetes mellitus seit Oktober 2001 insulinpflichtig, von chronischen Knieschmerzen bei Status nach medialer Meniskektomie und eines Status nach Carpaltunneloperation rechts mit persistierenden Dysästhesien. Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin betrage rein theoretisch für rückenschonende Arbeiten ca. drei Stunden pro Tag. Er halte sie aber nicht für vermittlungsfähig.