Citation: 1C_203/2014 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdegegner und die Gemeinde halten die Argumentation des Verwaltungsgerichts für überzeugend und jedenfalls nicht für willkürlich. Zwar strebe der Quartierplan eine gestaffelte Baukultur vom Quartierkern in die am Rand des Quartiers angesiedelten kleineren Wohnbauten an. Die Parzelle des Beschwerdegegners (2863) und die benachbarten Parzellen 2864 und 2865 lägen jedoch allesamt am Quartierrand, weshalb das Gebäude auf Parzelle 2863 nicht zwingend kleiner sein müsse als die nordöstlich angrenzenden Bauten. Ohnehin hänge die Firsthöhe nicht nur von der Gebäudehöhe ab, sondern auch von der Form des Baufensters. Das trapezförmige breite Baufenster für Parzelle 2863 lasse eine ansehnliche Gebäudehöhe zu. Dies relativiere auch die Aussage der Beschwerdeführer, wonach im gesamten Quartier nirgends drei Gebäude nebeneinander mit gleicher Gebäudehöhe vorgesehen seien. Als zusätzliches Argument führt der Beschwerdegegner an, dass nach der neuen Messweise die für das Quartier Seglias typischen, nicht parallel zur Firstrichtung verlaufenden Dachtraufen nicht mehr realisiert werden könnten, oder aber eine unregelmässige, verdrehte Dachneigung resultieren würde. Die Messmethode des Gestaltungsplans 1977 führe nicht zu unbefriedigenden Resultaten; vielmehr fügten sich auch die Mehrfamilienhäuser, die nach dieser Methode bewilligt worden seien, durchaus harmonisch in das Quartier ein.