Citation: 8C_94/2019 E. 8.2

8.2. Mit Einspracheentscheid vom 23. April 2018 trat die Suva auf das Wiedererwägungsgesuch vom 2. Februar 2015 betreffend die Leistungseinstellung vom 24. Juli 2012 ein, prüfte die Voraussetzungen der Wiedererwägung und fällte hierauf einen erneut ablehnenden Sachentscheid (vgl. E. 6.1.2 hiervor). Die nachfolgende gerichtliche Überprüfung hat sich in einem solchen Fall auf die Beurteilung der Wiedererwägungsvoraussetzungen zu beschränken. Sie allein bilden das Prozessthema (BGE 119 V 475 E. 1b/cc S. 479, 117 V 8 E. 2b/cc S. 15 f., 116 V 62). Diese Rechtsprechung findet ihre Begründung darin, dass eine Ausdehnung über die Wiedererwägungsvoraussetzungen hinaus auf eine uneingeschränkte materielle Prüfung des strittigen Rechtsverhältnisses im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren der Verwaltung ermöglichte, nach rechtskräftiger Erledigung eines Versicherungsfalles durch voraussetzungslosen Erlass einer zweiten Verfügung betreffend das gleiche Rechtsverhältnis bei gleicher Sachlage dem Versicherten erneut den Rechtsmittelweg zu eröffnen, welche Befugnis ihr aber praxisgemäss nicht zusteht (BGE 116 V 62 E. 3a S. 63; Urteil 8C_4/2017 vom 13. März 2017 E. 3.2). Folglich hat das kantonale Gericht seine Kognition nicht zu Unrecht beschränkt und dem Beschwerdeführer das Recht nicht verweigert (BGE 141 II 103 E. 4.2 S. 109, 131 II 271 E. 11.7.1 S. 303 f.).