Citation: 8C_765/2014 E. 11.6

11.6. Aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hiezu besonderer Gründe, welche die Genesung bis zum Fallabschluss beeinträchtigt oder verzögert haben (SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 8.5 [U 479/05]). Der Umstand, dass trotz verschiedener Therapien keine Beschwerdefreiheit erreicht werden kann, genügt allein nicht (Urteil 8C_137/2014 E. 7.6). Gründe, welche die Bejahung des Kriteriums rechtfertigen würden, sind unter Ausklammerung der psychischen Fehlentwicklung nicht ersichtlich. Unbehelflich ist der pauschale Verweis des Versicherten auf seine vorinstanzliche Beschwerde, wonach eine anfängliche Überforderung vor dem Hintergrund einer vorgesehenen Beförderung zu berücksichtigen sei. Gleiches gilt für sein Vorbringen, die SUVA habe sich in keiner Weise medizinisch unterstützend verhalten. Soweit er geltend macht, der Heilungsverlauf sei durch die Diskushernie beeinträchtigt gewesen, reicht dies nicht zur Bejahung des Kriteriums aus (E. 6.2 hievor; vgl. auch Urteil 8C_729/2012 E. 8.6, wo das Kriterium trotz vier Operationen verneint wurde).