Citation: 9C_591/2016 E. 5.1

5.1. Ausgehend von den zusammen mit seinem Vater erworbenen und von diesem geerbten Grundstücken habe der Beschwerdeführer in der Folge danach gestrebt, seinen Grundbesitz zu optimieren, indem er seine Liegenschaften neu überbaut, neu parzelliert und zusätzliches Land zur Arrondierung erworben habe. Ein derartiges aktives, wertvermehrendes Tätigwerden durch Parzellierung und Überbauung sei als systematisches und planmässiges Vorgehen anzusehen. Daneben habe der Beschwerdeführer weitere Liegenschaften erworben, unter anderem, um den Verkauf und die Überbauung erst möglich zu machen. Es könne nicht von schlichter Vermögensverwaltung oder Ausnützung einer sich zufällig bietenden Gelegenheit gesprochen werden. Die Häufigkeit und der Umfang der Liegenschaftengeschäfte führten vielmehr zum Schluss, dass eine systematische und mit der Absicht der Gewinnerzielung ausgeübte Tätigkeit, mithin eine Tätigkeit, die in ihrer Gesamtheit auf Erwerb ausgerichtet sei, vorliege. Entsprechend habe sich denn auch der als Haupterwerb deklarierte Lohn aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit bei der A.________ Innenausbau AG 2006 auf Fr. 15'654.- und 2007 auf Fr. 11'971.- reduziert. Überdies spreche der Umstand, dass die Liegenschaften über Jahre hinweg gehalten worden seien, rechtsprechungsgemäss nicht gegen die Annahme von Geschäftstätigkeit. Beim Beschwerdeführer falle sodann der enge Zusammenhang zu seiner beruflichen Tätigkeit als Schreinermeister und Mitarbeiter der A.________ Innenausbau AG, welche auch als Bauschreinerei tätig und deren Aktionär er bis 2004 gewesen sei, ins Gewicht. Gemäss dem kantonalen Steueramt habe diese Gesellschaft immer wieder kleinere Arbeiten ausgeführt, die vom Beschwerdeführer in den Steuererklärungen ab 1990 als Liegenschaftenunterhalt geltend gemacht worden seien. In der Regel hätten diese maximal Fr. 10'000.- pro Jahr betragen. In den Jahren 1990 und 1993 seien aber an der "Strasse D.________ 7" und an der "Strasse C.________" Schreinerarbeiten im Wert von Fr. 20'000.- bzw. Fr. 73'000.- ausgeführt worden. Es komme hinzu, dass seine als Schreinermeister und Liegenschaftenverwalter erworbenen Kenntnisse dem Beschwerdeführer bei der Realisierung seiner Bauprojekte, der Vermietung seiner Liegenschaften und selbst für den Erwerb weiterer Grundstücke von Nutzen gewesen seien. Hierfür habe der Beschwerdeführer unbestrittenermassen auch fremde Mittel eingesetzt. Die Belehnung seines Vermögens habe gemäss den Feststellungen des kantonalen Steueramts einmal bis zu 97 % betragen. Der Beschwerdeführer bestreite, dass der Einsatz der fremden Mittel erheblich gewesen sei. Nähere Abklärungen hierzu erübrigten sich indessen, sprächen doch mehrere Kriterien bzw. das Gesamtbild für die Annahme, dass keine blosse Vermögensverwaltung vorgelegen habe.