Citation: 8C_218/2019 E. 4.2.2

4.2.2. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz bezahlte die Beschwerdeführerin alle drei Rechnungen nach Konkurspublikation am... Dezember 2013 hauptsächlich an D.________. Dieser war als einziger Arbeitnehmer/Geschäftsführer bei der von ihm beherrschten GmbH angestellt. Zwar ist die allgemein übliche rechtliche Ausgestaltung der eigenen Tätigkeit innerhalb einer juristischen Gesellschaft in grundsätzlicher Hinsicht weder als ungewöhnlich oder sachwidrig noch als absonderlich zu bezeichnen. So ist es einer Einzelperson ohne Weiteres erlaubt, sich der Rechtsform der Aktiengesellschaft oder der GmbH zu bedienen, um eine Haftungsbeschränkung zu erreichen (BGE 113 V 92 E. 4c S. 95 mit Hinweis). Auch andere Motive wie die (künftige) Regelung der Nachfolge oder beispielsweise explizite sozialversicherungsrechtliche und steuerrechtliche Überlegungen können sodann als legitime Beweggründe hinzugezogen werden, die wirtschaftliche oder unternehmerische Tätigkeit als Alleinaktionär einer Aktiengesellschaft oder als einziger Gesellschafter einer GmbH auszuüben. Ausweislich der Akten wurden hier aber die geflossenen Leistungen beitragsrechtlich nicht anderweitig (als Lohn, der die GmbH D.________ bezahlte) abgerechnet, was die Beschwerdeführerin auch nicht geltend macht. Weiter reichte sie die in der vorinstanzlichen Beschwerde erwähnten, von ihr angeblich erhobenen Nachweise zur Selbstständigkeit der hinzugezogenen Arbeitskräfte, trotz Aufforderung des kantonalen Gerichts hierzu, nicht ein. Die Beschwerdeführerin legte ferner zu keinem Zeitpunkt offen, an wen sie die nach Konkurspublikation erfolgten Zahlungen leistete. Soweit die Beschwerdeführerin sodann geltend macht, die Vorinstanz habe keine Feststellungen über die Kenntnis der Konkurseröffnung seitens der Beschwerdeführerin getroffen, ergibt sie hieraus nichts zu ihren Gunsten. Die positive Publizitätswirkung des Handelsregistereintrags (Art. 933 Abs. 1 OR) führt dazu, dass sich die Beschwerdeführerin nicht darauf berufen kann, ihr seien diese Vorgänge unbekannt gewesen. Der vorinstanzliche Schluss, mit den direkten Barzahlungen (mehrheitlich) an D.________ habe die Beschwerdeführerin eine Arbeitsleistung der natürlichen Person D.________ beglichen und nicht Forderungen einer GmbH, zumal anzunehmen sei, dass sie sich nicht dem Doppelzahlungsrisiko habe aussetzen wollen, hält vor Bundesrecht stand. Denn es liegen insgesamt Umstände vor, die darauf schliessen lassen, dass die Rechtsform der GmbH vorliegend nur aus versicherungsrechtlichen Motiven dazu diente, Beiträge einzusparen und die GmbH - zumindest im Verhältnis zur Beschwerdeführerin - keine eigentliche unternehmerische Tätigkeit entfaltete. Dies zeigt sich auch durch die - mangels stichhaltiger Rügen verbindlich bleibenden - Feststellungen der Vorinstanz, wonach überwiegend mehr Tatbestandselemente für die Annahme eines Arbeitsvertrags mit Arbeitnehmerstellung des D.________ vorliegen würden. Damit kommt hier die rechtliche Selbstständigkeit der GmbH aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht nicht zum Tragen.