Citation: 2A.557/1999 10.11.2000 E. B

B.- In Anwendung von Art. 51 der bundesrätlichen Verordnung vom 22. Juni 1994 über die Mehrwertsteuer (Mehrwertsteuerverordnung, MWSTV; SR 641. 201) traf die Eidgenössische Steuerverwaltung am 1. Oktober 1998 gegenüber der X.________ AG folgenden Entscheid: "Es wird festgestellt, dass das Vermieten von inländisch immatrikulierten (verzollten) Eisenbahnwagen als Lieferung im Inland zum Normalsatz von gegenwärtig 6,5% zu versteuern ist, und zwar unabhängig davon, wo die Eisenbahnwagen verkehren und wo deren Übergabe an den Mieter erfolgt. Eine Steuerbefreiung nach Art. 15 und 16 MWSTV ist nur möglich bei definitiver Ausfuhr des im Inland immatrikulierten (verzollten) Eisenbahnwagens. " Auf Einsprache hin bestätigte die Eidgenössische Steuerverwaltung am 29. Januar 1999 ihren Entscheid mit der Klarstellung, dass die X.________ AG die Umsätze aus dem Vermieten von inländisch verzollten/immatrikulierten "und im Ausland beigestellten Eisenbahnwagen ab dem 1. Oktober 1997" als Inlandlieferung zu versteuern habe. Die Angabe des 1. Oktobers 1997 beruhte darauf, dass nach der ursprünglichen Praxis der Eidgenössischen Steuerverwaltung "die physische Beistellung eines Eisenbahnwagens im Ausland nicht der schweizerischen Mehrwertsteuer" unterlag (E. 6.2 des Einspracheentscheids). Aus Gründen der rechtsgleichen Behandlung und nach dem Prinzip von Treu und Glauben setzte die Steuerverwaltung den Beginn der geänderten Praxis auf das erwähnte Datum fest. Die von der X.________ AG hiegegen geführte Beschwerde wurde von der Eidgenössischen Steuerrekurskommission am 13. Oktober 1999 teilweise gutgeheissen. Diese stellte fest, "dass die X.________ AG die Umsätze aus der Vermietung von Eisenbahnwagen, welche von einem Ort im Inland aus zum Abnehmer befördert oder versandt werden, ab dem 1. Oktober 1997 als Lieferungen im Inland zum Normalsatz zu versteuern hat. Eine Steuerbefreiung nach Art. 15 und 16 MWSTV ist nur möglich bei definitiver Ausfuhr des in der Schweiz verzollten/immatrikulierten Eisenbahnwagens. Soweit die mietweise Übergabe der Eisenbahnwagen an den Abnehmer ohne vorherige Versendung oder Beförderung von einem Ort in der Schweiz aus an einen Ort im Ausland erfolgt, führt die X.________ AG keine der schweizerischen Mehrwertsteuer unterliegenden Lieferungen im Inland aus. "