Citation: 6B_1421/2021 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer wurde am 21. Juli 2015 wegen Raubes, begangen am 9. Januar 2015, und Vergehens gegen das Waffengesetz vom 20. Juni 1997 (SR 514.54), begangen am 28. Juni 2014, zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 6 Monaten unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren verurteilt. Am 15. Dezember 2015 wurde er erneut wegen Vergehens gegen das Waffengesetz, begangen am 20. November 2015, zu einer (unbedingten) Geldstrafe von 30 Tagessätzen verurteilt und die mit vorangegangenem Urteil angeordnete Probezeit um ein Jahr auf insgesamt drei Jahre verlängert. Die vorliegend zu beurteilenden Delikte (einfache Körperverletzung sowie Fahren in fahrunfähigem Zustand) hat der Beschwerdeführer während der verlängerten Probezeit begangen (vgl. erstinstanzlicher Entscheid E. 6.2 S. 19). Die Verteidigung brachte zum Widerruf des bedingten Vollzugs der Vorstrafe vor, der Beschwerdeführer habe die Taten, welche zu seinen Vorstrafen geführt hätten, vor einiger Zeit und noch in jugendlichem Alter begangen; nun sei er jedoch ein junger Erwachsener, der es verstanden habe, dass er für sein Leben selbst verantwortlich sei, weshalb ihm keine schlechte Legalprognose gestellt werden könne. Die Vorinstanz folgt dieser Auffassung nicht. Sie erwägt, während es zu begrüssen sei, dass der Beschwerdeführer sich derzeit einer Ausbildung widme und diese zudem durch eigene Arbeitstätigkeit zu finanzieren scheine, so sei doch nicht zu vergessen, dass bereits eine vollziehbare Geldstrafe aus dem Jahr 2015 ihn nicht davon abgehalten habe, die vorliegend zu beurteilenden Taten zu begehen. Auch die drohende Gefahr einer vollziehbaren Freiheitsstrafe von 6 Monaten scheine ihn sodann nicht zur Vernunft gebracht zu haben. So sei er wiederholt - und jeweils unter Alkoholeinfluss - zu Straftaten geschritten, obschon er sich seiner eigenen Alkoholintoleranz und der Konsequenzen seines Alkoholkonsums bewusst sei oder zumindest bewusst sein müsste. Aufgrund dieser Entwicklung sei mit der ersten Instanz gerade nicht von einer guten Legalprognose auszugehen, weshalb sie den bedingten Vollzug der mit Strafbefehl der Jugendanwaltschaft See / Oberland ausgefällten Freiheitsstrafe von 6 Monaten zu Recht widerrufen und diesen Umstand sodann auch bei der Wahl der Vollzugsart der Gesamtstrafe berücksichtigt habe (angefochtener Entscheid E. III.1.2 S. 11 f.).