Citation: 9C_432/2022 E. A

Die A.________ AG meldete ihren leitenden Angestellten (mit Einzelprokura) B.________ als Arbeitnehmer mit arbeitgeberähnlicher Stellung bei der Ausgleichskasse GastroSocial zum Bezug von Erwerbsersatzentschädigung im Zusammenhang mit den Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus an. Die Ausgleichskasse sprach der Arbeitgeberin für Oktober 2020 bis Mai 2021 Corona-Erwerbsersatzentschädigung für B.________ zu (Abrechnungen vom 26. März, 19. April, 21. Mai und 10. Juni 2021). Am 23. Juli 2021 forderte sie die Arbeitgeberin auf, den Lohnausweis für das Jahr 2019 einzureichen. Die A.________ AG liess mitteilen, B.________ habe im Jahr 2019 keinen Lohn bezogen; das sei erst ab dem 1. Januar 2020 der Fall gewesen. Mit Verfügung vom 5. August 2021 lehnte die Ausgleichskasse hinsichtlich der Bezugsperiode Juni 2021 den Anspruch auf die Corona-Erwerbsersatzentschädigung ab mit der Begründung, die massgebende Einkommensgrundlage im Jahr 2019 betrage Null. In weiteren Verfügungen vom 5. August 2021 forderte sie die bereits ausbezahlte Entschädigung für die Monate Oktober 2020 bis Mai 2021 im Betrag von insgesamt Fr. 29'989.50 zurück. In zwei getrennten Entscheiden vom 13. Oktober 2021 wies die Ausgleichskasse sowohl die Einsprache gegen die Ablehnung des Leistungsanspruchs für den Monat Juni 2021 als auch jene gegen die Rückforderung ab, soweit sie darauf eintrat.