Citation: 1A.54/2006 10.10.2006 E. 6

Die übrigen Rügen der Beschwerdeführerin erweisen sich als unbegründet; hierfür kann grundsätzlich auf die zutreffenden Ausführungen der kantonalen Instanzen verwiesen werden. Im Folgenden werden lediglich einige zusätzliche Hinweise auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung gegeben. 6.1 Mobilfunkantennen unterliegen nicht der Umweltverträglichkeitsprüfung; dies hat das Bundesgericht mehrfach bestätigt (vgl. in BGE 128 I 59 nicht publizierte E. 5a und b, publ. in URP 2002 S. 62). 6.2 Zur ebenfalls von der Beschwerdeführerin aufgeworfenen Frage der Planungspflicht für Mobilfunkanlagen kann auf den jüngsten Bundesgerichtsentscheid zu dieser Frage verwiesen werden (Entscheid 1A.280/2004 vom 27. Oktober 2005 E. 3.2 - 3.7). 6.3 Das Bundesgericht hat auch bereits mehrfach entschieden, dass im ordentlichen Baubewilligungsverfahren - im Gegensatz zum Ausnahmebewilligungsverfahren gemäss Art. 24 RPG - kein Raum für eine umfassende Interessenabwägung und für eine Bedürfnisprüfung besteht (vgl. z.B. Entscheid 1A.140/2003 vom 18. März 2004 E. 3.1, publ. in ZBl 2006 S. 197; Entscheid 1P.202/2004 vom 3. Juni 2005 E. 2.4; Entscheid 1A.18/2004 vom 15. März 2005 E. 4, publ. in URP 2005 S. 387). 6.4 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung regelt Art. 4 NISV die vorsorgliche Emissionsbegrenzung abschliessend, so dass die rechtsanwendenden Behörden nicht im Einzelfall gestützt auf Art. 12 Abs. 2 USG eine noch weitergehende Begrenzung verlangen können (BGE 126 II 399 E. 3c S. 403 f.; BGE 128 II 378 nicht veröffentlichte E. 7.1; Entscheid 1A.251/2002 vom 24. Oktober 2003 E. 4, publ. in URP 2003 S. 823). Insofern kann gestützt auf das Vorsorgeprinzip nicht verlangt werden, dass die Mobilfunkanlage an einem anderen Standort errichtet wird, an dem die Strahlungsbelastung für die Umgebung geringer wäre. Die Beschwerdegegnerin ist auch nicht verpflichtet, die Strahlungsbelastung mit technischen Mitteln zu verringern, solange die Anlagegrenzwerte eingehalten sind. Es ist Sache des Verordnungsgebers, periodisch zu prüfen, ob die vorsorgliche Emissionsbegrenzung der Verordnung noch dem von Art. 11 Abs. 2 USG geforderten Standard entspricht oder - beispielsweise aufgrund von Fortschritten bei der Antennentechnologie - angepasst werden muss (Entscheid 1A.251/2002 vom 24. Oktober 2003 E. 4, publ. in URP 2003 S. 823). Unter diesem Gesichtspunkt wird das BAFU die Entwicklung der von der Beschwerdeführerin erwähnten "smart antennas" verfolgen müssen, die eine effektivere Nutzung des Funkspektrums ermöglichen, mit der Folge, dass weniger Basisstationen benötigt werden und die Strahlungsbelastung in der Umgebung verringert wird. Das BAFU wird auch, beispielsweise durch eine Anpassung der Vollzugsempfehlung, dafür sorgen müssen, dass der Einsatz dieser neuen, immissionsmindernden Technologie nicht durch bestehende Vorschriften verhindert wird. 6.5 Die in der NISV enthaltenen Anlagegrenzwerte hat das Bundesgericht stets als gesetzes- und verfassungskonform beurteilt (vgl. aus jüngerer Zeit die Entscheide 1A.60/2006 vom 21. September 2006 E. 2; 1A.218/2004 vom 29. November 2005 E. 3; 1A.280/2004 vom 27. Oktober 2005 E. 2; 1A.202/2004 vom 3. Juni 2005 E. 2; 1A.146/2004 vom 15. Februar 2005 E. 3; 1A.208/2004 vom 19. Januar 2005 E. 2; jeweils mit weiteren Hinweisen). Im gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine neuen Erkenntnisse vorhanden, die eine andere Beurteilung rechtfertigen würden. An dieser Beurteilung könnte auch die von der Beschwerdeführerin beantragte Befragung von Fachleuten nichts ändern, weshalb darauf zu verzichten ist.