Citation: 2C_827/2017 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin macht unter Verweis auf die Beschwerde an die Vorinstanz und die dort offerierten Beweise geltend, im Frühjahr 2014 sei es zwischen den Ehegatten nochmals zu einer (erfolglosen) Annäherung, nämlich regelmässigen Treffen, gekommen. Demnach könne die Ehegemeinschaft erst ab Mai 2014 als aufgelöst betrachtet werden, womit die Voraussetzung der dreijährigen Ehegemeinschaft erfüllt sei. In diesem Zusammenhang wird die "unvollständige Feststellung des Sachverhaltes" gerügt. Die Vorinstanz habe in antizipierter Beweiswürdigung Beweisofferten der Beschwerdeführerin nicht angenommen, welche den Kontakt zwischen den Eheleuten bis Mai 2014 belegen könnten. Im vorinstanzlichen Verfahren hat die Beschwerdeführerin zwei Zeugen offeriert, welche mehrere Besuche der Beschwerdeführerin durch den Ehemann an deren Arbeitsplatz, nicht näher konkretisierte gemeinsame Zeit in Buchs und einen gemeinsamen Restaurantbesuch anfangs Mai 2014 belegen könnten. Eine unvollständige Sachverhaltsfeststellung liegt nicht vor, denn die Vorinstanz hat festgestellt, dass die Ehegemeinschaft spätestens ab 13. Februar 2014 definitiv nicht mehr bestand, woran gemäss Vorinstanz auch die beantragten Zeugenaussagen für einen Fortbestand der Ehegemeinschaft über diesen Zeitpunkt hinaus nichts mehr zu ändern vermöchten. Die Beschwerdeführerin macht mit ihrer Rüge sinngemäss eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend, welcher grundsätzlich das Recht auf Abnahme rechtzeitig und formrichtig angebotener, rechtserheblicher Beweismittel beinhaltet (Art. 29 Abs. 2 BV). Diese Verfahrensgarantie ist jedoch nicht verletzt und auf die Abnahme weiterer Beweise kann verzichtet werden, wenn das Gericht aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür annehmen kann, seine Überzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f.; 134 I 140 E. 5.3 S. 148; Urteile 8C_649/2017 vom 4. Januar 2018 E. 7.6; 2C_781/2010 vom 16. Februar 2011 E. 1.3.2). Vorliegend ist unbestritten, dass die Ehegatten bereits ab Oktober 2012 nicht mehr zusammen wohnten. Zumindest aus Sicht des Ehemannes bestand die Ehegemeinschaft ab Sommer 2013 nicht mehr und die Beschwerdeführerin selbst gab gegenüber den Behörden zu Protokoll, seit Dezember 2013 von ihrem Ehemann getrennt zu leben. In dem am 24. Juni 2014 beim Migrationsamt eingegangenen Schreiben hielt sie zudem fest, seit 12. Dezember 2013 keinen Kontakt zu ihrem Ehemann mehr gehabt zu haben. Dass unter diesen Umständen gewisse Treffen im Mai 2014 hätten bezeugt werden können, erscheint fraglich. Mit der Unterzeichnung eines weiteren Mietvertrages im Februar 2014, der die Beschwerdeführerin als einzige Mieterin ausweist, für eine Wohnung, welche unbestrittenermassen nur der Beschwerdeführerin als Wohnsitz dienen sollte, hat die Beschwerdeführerin ausserdem ein weiteres, gewichtiges Indiz dafür geschaffen, dass der gegenseitige Ehewille und damit die Ehegemeinschaft spätestens im Februar 2014 definitiv erloschen ist. Die entsprechende, unter Berücksichtigung der genannten Indizien vorgenommene Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung der Vorinstanz ist nicht willkürlich, sondern ihr ist beizupflichten. Die Vorinstanz durfte deshalb auf die Abnahme der offerierten Beweise verzichten bzw. der Anspruch auf rechtliches Gehör ist nicht verletzt. Im Übrigen ist das rechtliche Gehör auch deshalb nicht verletzt, weil die genannten Treffen, selbst wenn sie stattgefunden hätten, nicht rechtserheblich wären, denn gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung genügen bei getrennt wohnenden Ehegatten rein freundschaftliche Kontakte, auch zwei oder drei Mal die Woche, nicht für eine gelebte Ehegemeinschaft (Urteil 2C_575/2009 vom 1. Juni 2010 E. 3.6 mit Hinweisen). Die in der Beschwerde geäusserten rechtlichen Vorbehalte gegenüber dem Einbezug des Scheidungsurteils des Grundgerichts C.________ vom 15. Juli 2015 ändern nichts an diesem Resultat. Wie die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde selbst festhält, stützt sich die Vorinstanz bei der Beweiswürdigung nicht schwergewichtig auf dieses Scheidungsurteil. Jedenfalls genügen die übrigen Indizien, um willkürfrei von einem Erlöschen der Ehegemeinschaft spätestens im Februar 2014 auszugehen.