Citation: I 866/06 16.11.2007 E. 5

5.1 Der Beschwerdeführer legt nicht dar, welche Abklärungsmassnahmen die Beschwerdegegnerin konkret in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes zu tätigen versäumt habe. Nach Aktenlage ist nicht ersichtlich, inwiefern in Bezug auf die Beurteilung des hier strittigen Anspruchs auf Übernahme der anbegehrten medizinischen Massnahme von weiteren Untersuchungen neue entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten gewesen wären (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 131 I 153 E. 3 S. 157, 124 V 90 E. 4b S. 94; SVR 2005 MV Nr. 1 S. 1 E. 2.3, M 1/02). Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist in diesem Punkt unbegründet. 5.2 Der Versicherte kann sodann weder aus der Stellungnahme des BSV vom 8. August 1990 noch aus dem rechtskräftigen Entscheid der AHV-Rekurskommission des Kantons Zürich vom 15. Juni 1993 etwas zu seinen Gunsten ableiten. Während Letztere in Dispositiv-Ziffer 2 ausdrücklich statuierte, dass die Physiotherapie nur "für die Zeit vom 1. August 1991 bis 31. Juli 1993" als medizinische Massnahme zu übernehmen sei, hielt das BSV in der erwähnten Stellungnahme fest, es befürworte zwar die Übernahme der anbegehrten Physiotherapie als medizinische Eingliederungsmassnahme, empfehle aber gleichzeitig, die weitere Notwendigkeit dieser Massnahme in jährlichen Abständen zu überprüfen. Der behandelnde Kinderarzt Dr. med. F.________ hatte bereits in seinem Bericht vom 31. Mai 1990 darauf hingewiesen, dass die Physiotherapie "allenfalls später auf Kosten der Krankenversicherung" abzurechnen sei. Unter Berücksichtigung der bis zum 31. Juli 2005 von der Invalidenversicherung übernommenen Physiotherapie beschränkt sich der Streitgegenstand mit Blick auf die Verfügung vom 12. Oktober 2005 praxisgemäss (BGE 131 V 164 E. 2.1 mit Hinweis) ausschliesslich auf die anbegehrte weitere Übernahme dieser Vorkehr ab 1. August 2005. Hier nicht zu prüfen ist und offen bleiben kann, ob die IV-Stelle zu Recht bis 31. Juli 2005 Physiotherapie als medizinische Massnahme gewährt hat. Es bleibt somit dabei, dass hier einzig strittig ist, ob nach Gesetz und Rechtsprechung die Voraussetzungen für die Übernahme der ab 1. August 2005 anbegehrten Vorkehr als medizinische Massnahme durch die Invalidenversicherung erfüllt sind. 5.3 Das BSV weist in seiner Vernehmlassung vom 8. November 2006 zu Recht darauf hin, dass der Beschwerdeführer Art. 2 Abs. 3 IVV unvollständig wiedergegeben habe. Der Anspruch auf diese Massnahme (Physiotherapie) bestehe nach dem Wortlaut dieser Bestimmung nur so lange weiter, "als damit die Funktionstüchtigkeit, von der die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, abhängt, verbessert werden kann." Dass die in den letzten Jahren durchgeführte physiotherapeutische Behandlung eine Verbesserung der motorischen Funktionstüchtigkeit bezwecke, findet - entgegen der Darstellung des Versicherten - in den einschlägigen medizinischen Akten keine Stütze. Während mit der Physiotherapie gemäss Dr. med. F.________ "eindeutig [die] Erhaltung der Funktion der unteren Extremitäten und des Rumpfes" sowie die Verhinderung von Kontrakturen angestrebt wurde (Bericht vom 20. September 1999), führte Dr. med. W.________ am 6. Juni 2005 aus, die Physiotherapie diene "zur Haltung der Stabilisation in den Beinen". Mit dem BSV ist somit davon auszugehen, dass die hier anbegehrte Fortsetzung der Physiotherapie ausschliesslich auf die Prophylaxe gegen sekundäres Krankheitsgeschehen ausgerichtet ist, weil mit dieser medizinischen Massnahme die bei einem Mangel an aktiver Bewegung vorhersehbare Entstehung zunehmender Muskelschwächen und Beugekontrakturen verhindert werden soll. Verwaltung und Vorinstanz ist daher beizupflichten, soweit sie die hier strittige Übernahme dieser stabilisierenden medizinischen Vorkehr durch die Invalidenversicherung gestützt auf die einschlägige Rechtsprechung (vgl. E. 3.2 hievor) abgelehnt haben. 5.4 Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern diese Auffassung auf einer rechtsfehlerhaften Tatsachenfeststellung beruht oder Bundesrecht verletzt. Nach dem Gesagten haben Verwaltung und Vorinstanz zu Recht ab 1. August 2005 einen Anspruch auf Übernahme der Physiotherapie als medizinische Eingliederungsmassnahme verneint.