Citation: I 620/06 06.07.2007 E. 6.1

6.1.1 Die Vorinstanz hat erwogen, als lohnmindernde Faktoren seien die behinderungsbedingten Limitierungen (haltungs- und gewichtsspezfische Restriktionen, Einsetzbarkeits-/Flexibilitätserschwernisse), das fortgeschrittene Alter (geb. 1954), und der beschränkte Arbeits-/Leistungsumfang (von mind. 70 %) zu berücksichtigen (die Kriterien Nationalität/Aufenthaltskategorie [EU-Mitglied Spanien/mutmasslich C] und Dienstjahre dürften nicht wesentlich ins Gewicht fallen), wobei die durch die Gleichgewichtsproblematik, die verminderte Konzentrationsfähigkeit und das vermehrte Pausenbedürfnis bewirkten Limitierungen grösstenteil bereits in die medizinisch-theoretische Quantifizierung miteingeflossen seien. Unter den gegebenen Umständen erscheine alles in allem ein Abzug von 10 % vom Tabellenlohn als angemessen. Dies führe zu einem Invaliditätsgrad von rund 49 % (BGE 131 V 121: Valideneinkommen Fr. 68'100.-/Invalideneinkommen Fr. 35'053.- [90 % von Fr. 38'947.85]) bzw. zum Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen, hier anwendbaren Fassung; E. 3 hievor). 6.1.2 Der Versicherte wendet ein, gemäss den Ausführungen der Vorinstanz "dürften die Dienstjahre nicht wesentlich ins Gewicht fallen". Es werde vermutet, dass sie sich gar nicht bewusst sei, um wie viele Dienstjahre es sich vorliegend überhaupt handle. Er sei nämlich im Krankenheim X.________ im Unfallzeitpunkt (11. Juli 1997) bereits im 18. Dienstjahr und bei Beendigung des Arbeitverhältnisses am 31. Juli 1998 im 19. Dienstjahr gestanden. Trete er nach so vielen Jahren eine neue Stelle an, verliere er den lohnrelevanten Vorteil der bisherigen Dienstjahre. Gemäss höchstrichterlicher Praxis nehme die Bedeutung der Dienstjahre im privaten Sektor ab, je niedrieger das Anforderungsprofil sei; wie diese Behauptung ursprünglich zustande gekommen sei und auf welchen Erhebungen sie sich stütze, lasse sich den diversen Urteilen nicht entnehmen. Eine genauere Prüfung mit Hilfe der LSE zeige jedenfalls, dass dem gar nicht so sei. Im Gegenteil nehme die Bedeutung der Dienstjahre zu, je niedriger das Anforderungsprofil sei. Dies ergebe sich aus den gestützt auf die LSE-Tabelle TA10 der Jahre 1996-2004 für die Anforderungsniveaus 1-4 errechneten prozentualen Lohndifferenzen zwischen der Beschäftigungsdauer "0-2 Dienstjahre" und "10-19 Dienstjahre". In casu betrage der Medianwert des Einkommens eines Mannes, der in einem Betrieb neu anfange, im Anforderungsniveau 4 Fr. 3988.-; demgegenüber erziele ein Arbeitnehmer, welcher wie der Versicherte 19 Jahre einem Betrieb angehöre, ein Einkommen von Fr. 5107.- (LSE 2004 Tabelle TA10). Die Lohndifferenz betrage mithin 28,1 %. Entgegen der Vorinstanz fielen also seine Dienstjahre sehr wohl ins Gewicht, was unter Berücksichtigung aller anderen Kriterien (Lebensalter, Nationalität/Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad etc.) zu einem leidensbedingten Abzug von mindestens 15 % führen müsse. Dies ergebe einen Invaliditätsgrad von 51 % (Valideneinkommen Fr. 68'100.-; Invalideneinkommen Fr. 33'105.65 [Fr. 38'947.85 minus 15 %]) und damit den Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.