Citation: 9C_616/2021 E. 6.1

6.1. In Bezug auf die letztlich verneinte Frage, ob der Entscheid der IV-Stelle offensichtlich unhaltbar sei, trug die Vorinstanz insbesondere dem Umstand Rechnung, dass der behandelnde Psychiater Dr. med. G.________ dem Versicherten echtzeitlich (nach einer ersten Phase vollständiger Arbeitsunfähigkeit vom 8. bis zum 31. Januar 2014) ab dem 1. Februar 2014 eine Arbeitsfähigkeit von 100 Prozent und erst ab dem 14. Mai 2014 wieder eine solche von 0 Prozent attestiert hatte (Berichte vom 8. Januar, 12. Februar, 19. Mai und 5. Juli 2014). Weiter berücksichtigte sie den Bericht des Dr. med. G.________ vom 4. September 2014, worin dieser den Verlauf identisch dargestellt und zur Frage nach der medizinisch begründeten Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 Prozent für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Aussendienstmitarbeiter folgendes ausgeführt hatte: "100 % erstmalig ab 1.1.2014, durchgehend seit dem 14.5.2014 bis 30.6.2014;". Das kantonale Gericht setzte sich auch mit dem abweichenden Bericht des Dr. med. G.________ vom 23. Juni 2016 auseinander, wonach rückblickend doch schon ab dem 8. Januar 2014 eine (durchgehende) Arbeitsunfähigkeit anzunehmen sei. Es schloss indessen, die echtzeitlichen Einschätzungen des behandelnden Arztes seien zuverlässiger als dessen mehr als zwei Jahre später angestellten retrospektiven Überlegungen. Jedenfalls erweise sich, so die Vorinstanz weiter, der Schluss auf eine Wartezeiteröffnung per 1. April 2014 nicht als offensichtlich unrichtig. Die Beschwerdeführerin stellt diesen letzten Schluss nicht in Abrede. Die stattdessen vorgebrachten Ausführungen, wie die vorhandenen echtzeitlichen und retrospektiven Berichte des Dr. med. G.________ ihrer Auffassung nach und abweichend von den Feststellungen der IV-Stelle zu würdigen gewesen wären, zielen mit Blick auf das in E. 5 Dargelegte zum vornherein ins Leere. Dies im Übrigen umso mehr als die Beschwerdeführerin tatsachenwidrig behauptet, der behandelnde Psychiater des Versicherten habe am 8. Januar 2014 ein auf eine volle Arbeitsunfähigkeit lautendes Attest ausgestellt und dieses am 12. Februar 2014 bis auf Weiteres verlängert. Korrekt ist vielmehr, dass Dr. med. G.________ am 12. Februar 2014 eine volle Arbeitsfähigkeit ab dem 1. Februar 2014 bis auf Weiteres attestiert hatte.