Citation: 8C_789/2015 E. 7

Weitere Einwände betreffen die Notwendigkeit und Zumutbarkeit der angeordneten Begutachtung. Geltend gemacht wird im Wesentlichen, es habe keinen Grund für eine neue Begutachtung gegeben, da der Gesundheitszustand der Versicherten stationär sei und aufgrund der Akten von keiner Verbesserung auszugehen sei. Eine neue Begutachtung sei auch aufgrund des von der Beschwerdeführerin eingeholten Gutachtens des Neurologen Dr. med. B.________ vom 8. Februar 2012 nich t erforderlich. Fast alle Arztberichte seien von einer vollen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen. Abgesehen davon sei die von der Versicherten vorgeschlagene Einholung eines Verlaufsgutachtens des Neurologen Dr. med. C.________, welcher bereits zuvor als Experte mit dem Fall befasst gewesen sei, zu Unrecht verweigert worden. Daher habe kein Grund zur Mitwirkung an der angeordneten Begutachtung bestanden. Das kantonale Gericht hat die Einwände eingehend geprüft und mit überzeugender Begründung für nicht stichhaltig erachtet. Seine Würdigung, wonach aufgrund der vorhandenen medizinischen Akten keine verlässliche Beurteilung der weiteren Berechtigung auf die seit 1996 ausgerichtete Invalidenrente vorgenommen werden könne und eine medizinische Begutachtung erforderlich sei, ist weder offensichtlich unrichtig noch in anderer Weise bundesrechtswidrig. Dasselbe gilt, soweit es erkannt hat, auch das Gutachten des Dr. med. B.________ biete diesen Aufschluss nicht. Darin liegt entgegen der Auffassung der Versicherten keine einseitige Beweiswürdigung. Auch der Einwand, es sei lediglich um die Einholung einer "second opinion" gegangen, ist unbegründet. Die vorhandenen medizinischen Akten wurden zu Recht als nicht hinreichend aussagekräftig erachtet. Die Beurteilung, die Verwaltung habe die Begutachtung nach den hiefür geltenden Verfahrensregeln zu Recht an die ABI und die konkret vorgesehenen ABI-Experten vergeben, ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Dass die neurologische Teilexpertise nicht im Sinne eines Verlaufsgutachtens an Dr. med. C.________ vergeben wurde, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. Es besteht kein Anspruch der versicherten Person auf einen bestimmten Gutachter. Zudem kann entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung keine Rede sein von einer verbindlichen Verwaltungspraxis, welche in solchen Fällen ausschliesslich Verlaufsgutachten vorsieht. Nachvollziehbare Gründe, welche die Begutachtung durch die ABI als unzumutbar erscheinen liessen, werden nicht geltend gemacht. Das kantonale Gericht hat demnach zu Recht erkannt, die Versicherte habe ihre gesetzliche Mitwirkungspflicht gemäss Art. 43 ATSG schuldhaft verletzt, was eine Umkehr der Beweislast zur Folge habe. Daran vermögen auch die Vorbringen in der Beschwerde zu vorangegangenen Entscheiden der Vorinstanz und zu einzelnen Passagen im hier angefochtenen Entscheid nichts zu ändern.