Citation: 4A_348/2024 E. 2.4

2.4. Gemäss Art. 8 ZGB hat, wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. Demgemäss hat die Partei, die einen Anspruch geltend macht, die rechtsbegründenden Tatsachen zu beweisen, während die Beweislast für die rechtsaufhebenden bzw. rechtsvernichtenden oder rechtshindernden Tatsachen bei der Partei liegt, die den Untergang des Anspruchs behauptet oder dessen Entstehung oder Durchsetzbarkeit bestreitet. Diese Grundregel kann durch abweichende gesetzliche Beweislastvorschriften verdrängt werden und ist im Einzelfall zu konkretisieren (BGE 148 III 105 E. 3.3.1; 130 III 321 E. 3.1; 128 III 271 E. 2a/aa mit Hinweisen). Die Behauptungslast folgt der Beweislast (BGE 132 III 186 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 5A_740/2022 vom 12. Oktober 2023 E. 5.2).