Citation: 8C_138/2020 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer wendet dagegen einzig ein, der Schwebezustand dauere immer noch an, da das Invalidenversicherungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei. Nachdem das Verwaltungsgericht die Verfügung vom 10. August 2018, worin ein Invaliditätsgrad von 55 % festgelegt worden sei), aufgehoben und an die Verwaltung zurückgewiesen habe, sei seitens der IV-Stelle noch keine neue Verfügung ergangen. Gemäss Gutachten der Ärztlichen Begutachtungsinstitut (ABI) GmbH, Basel, vom 7. Januar 2020, sei der Beschwerdeführer ab 2011 lediglich zu 10 % arbeitsunfähig. Die Kürzung des arbeitslosenversicherungsrechtlichen Leistungsanspruchs während des Schwebezustands sei gesetzlich nicht vorgesehen. Hier bestehe keine Klarheit über das Mindestmass der Erwerbsunfähigkeit, weshalb noch keine Korrektur des versicherten Verdienstes erfolgen dürfe. Die IV-Verfügung vom 5. August 2014 existiere nicht mehr, da sie vom Bundesgericht nachträglich aufgehoben worden sei. Überdies sei durch den Umstand, dass die ABI-Expertise lediglich eine Arbeitsunfähigkeit von 10 % ausweise, die Korrektur des versicherten Verdienstes um 15 % nicht korrekt. Es bestehe ein Taggeldanspruch auf der Basis des ungekürzten versicherten Verdienstes.