Citation: 1B_75/2023 E. 1.3

1.3. Die vom Beschwerdeführer zitierte Rechtsprechung trägt dem Umstand Rechnung, dass sich die Nachteile, welche der beschuldigten Person durch eine fehlende Verbeiständung im Strafverfahren entstehen können, im Nachhinein kaum je gänzlich beheben lassen (vgl. die vorstehenden Verweise). Sie gilt auch für das Berufungsverfahren (siehe Urteile 1B_19/2022 vom 21. März 2022 E. 1; 1B_195/2021 vom 12. Mai 2021 E. 2; 1B_152/2020 vom 28. Mai 2020 E. 1). Vorliegend ist der Beschwerdeführer im Berufungsverfahren erbeten verteidigt. Dass er nicht über die erforderlichen Mittel verfügen würde, das Honorar seines Wahlverteidigers zu bezahlen, bringt er nicht vor, auch wenn er geltend macht, die Finanzierung des Berufungsverfahrens bereite ihm grosse Sorgen. Ebenso wenig stellt er die Beurteilung der Vorinstanz in Frage, wonach angesichts seines - in der Schlusseinvernahme gegenüber der Staatsanwaltschaft erwähnten - Erbvorbezugs von Fr. 290'000.-- nicht von prozessualer Bedürftigkeit ausgegangen werden könne. Er begründet die beantragte Einsetzung seines Wahlverteidigers als amtlicher Verteidiger vielmehr mit der im Berufungsverfahren seiner Ansicht nach geltenden notwendigen Verteidigung. Wieso die Abweisung des fraglichen Gesuchs durch die Vorinstanz dennoch zur Folge haben sollte, dass er das Berufungsverfahren ohne anwaltlichen Beistand bestreiten müsste und dadurch seine Interessen nicht genügend wahrnehmen könnte, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht erkennbar. Er vermag daher aus der erwähnten Rechtsprechung für das Bestehen eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils von vornherein nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Die Beschwerde wäre somit nur zulässig, wenn dem Beschwerdeführer durch den angefochtenen Zwischenentscheid sonst wie ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG drohen würde. Auch dies ist jedoch weder dargetan noch ersichtlich. Insbesondere kann die Frage, ob der Beschwerdeführer das Honorar seines Wahlverteidigers selber bezahlen muss oder dieser aus den von ihm genannten Gründen als amtlicher Verteidiger einzusetzen gewesen wäre und daher entsprechend zu entschädigen ist, gegebenenfalls noch zu einem späteren Zeitpunkt durch Beschwerde gegen den Endentscheid und Mitanfechtung des strittigen Zwischenentscheids geklärt werden (vgl. Art. 93 Abs. 3 BGG). Damit mangelt es vorliegend am Erfordernis des drohenden nicht wieder gutzumachenden Nachteils gemäss Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG. Die Beschwerde gegen den angefochtenen Zwischenentscheid ist unzulässig.