Citation: 6B_944/2023 E. 4.3.3

4.3.3. Der Beschwerdeführer bestreitet den ihm zur Last gelegten Sachverhalt, indem er die Unfallursache auf ein entgegenkommendes Auto zurückführt, das kurz vor dem gegenseitigen Kreuzen auf seine Fahrbahn gekommen sei (Beschwerde S. 20). Die Vorinstanz weist darauf hin, dass die Sachverhaltsfeststellung der ersten Instanz, es sei dem Beschwerdeführer kein Fahrzeug entgegengekommen, auf den (übereinstimmenden) Aussagen der Zeugen B.________ und C.________ gründe (angefochtenes Urteil S. 10 ff. E. 4.6 f.). Gegen die Aussagen des Zeugen B.________ wendet der Beschwerdeführer ein, es sei willkürlich, wenn dabei dessen Angaben zu Distanzen, Zeiten etc. als nicht relevant eingestuft würden. Die Vorinstanz hält fest, dass die erste Instanz die Aussagen des Zeugen B.________ zwar als teilweise widersprüchlich erkannt habe, sie stimmt aber der ersten Instanz zu, dass sich diese Unstimmigkeiten auf Einzelheiten wie Distanzen und Zeiten beschränkten, die für die Erstellung des massgebenden Sachverhalts eine untergeordnete Rolle zukomme, sodass im Kerngehalt, d.h. in Bezug auf die Frage nach einem entgegenkommenden Fahrzeug, seine Aussagen kongruent seien. Dies ist nicht zu beanstanden. Damit wird auch der Rüge des Beschwerdeführers, sein Anspruch auf rechtliches Gehör sei verletzt (Beschwerde S. 9 f.), die Grundlage entzogen, werden doch die tabellarisch dargestellten Ausführungen des Beschwerdeführers, anhand deren er Widersprüchlichkeiten in den Aussagen des Zeugen B.________ aufzeigen will, ausdrücklich berücksichtigt und gewürdigt. Ausserdem erübrigt es sich, auf seinen sinngemässen Einwand, der Zeuge B.________ habe seine Aussage aufgrund der Berichterstattung über die vorangegangenen Bundesgerichtsurteile angepasst, einzugehen. Der Beschwerdeführer vermag auch mit seinen Ausführungen im Hinblick auf die Aussagen des Zeugen C.________, wonach dieser sich nie in der Lage befunden habe, um festzustellen, ob ihm ein Fahrzeug entgegengekommen sei, nicht zu überzeugen. Die Vorinstanz erwägt, dass auch der Zeuge C.________ mehrmals klar angegeben habe, von der von ihm befahrenen Strecke aus kein entgegenkommendes Fahrzeug gesehen zu haben, und verweist dabei unter anderem auf die Feststellung der ersten Instanz, wonach auch der Zeuge C.________ gleich wie der Zeuge B.________ ab einem gewissen Zeitpunkt freie Sicht auf die Strecke gehabt und ausser dem umgekippten Lastwagen insbesondere kein anderes Fahrzeug gesehen habe. Demnach ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz diesbezüglich Willkür der ersten Instanz verneint. Mit seinen Ausführungen, es sei ihm in dieser hektischen Situation gar nicht möglich gewesen, sich die Farbe und den Typ des entgegenkommenden Fahrzeugs zu merken, zumal es lebensfremd sei, dass er auf solche Merkmale achte, da er als Berufschauffeur täglich viele Fahrzeuge kreuze, ohne sich jedes einzelne Fahrzeug zu merken (Beschwerde S. 20 und 21), dringt der Beschwerdeführer ebenfalls nicht durch. Die Vorinstanz verneint zu Recht Willkür der ersten Instanz, die aufgrund ihrer Feststellung, dass der Beschwerdeführer keine Angaben zum entgegenkommenden Fahrzeug habe machen können, obwohl er angegeben habe, dieses schon weit im Voraus gesehen zu haben, darauf schliesst, es sei nicht nachvollziehbar, wieso er keine Angaben zum ihm entgegenkommenden Fahrzeug habe machen können, obgleich er sich an andere Details trotz angeblichem Schock gut habe erinnern können. Soweit der Beschwerdeführer hinterfragt, ob die Vorinstanz zu Recht Willkür der ersten Instanz verneint, wenn jene es für nicht nachvollziehbar hält, warum der Beschwerdeführer dem Zeugen D.________ am Telefon mitgeteilt habe, dass er einem entgegenkommenden Fahrzeug habe ausweichen müssen, aber gegenüber dem Zeugen C.________ später aufgrund seines Schockzustandes gesagt haben soll, er wisse nicht, was passiert sei, braucht auf seine Ausführungen nicht eingegangen zu werden, ist es doch nicht auf Anhieb ersichtlich, inwiefern dieser Umstand für den von ihm behaupteten Punkt, ihm sei ein Fahrzeug entgegengekommen, dem er habe ausweichen müssen, überhaupt von Relevanz sein könnte. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, es sei schleierhaft und im Resultat willkürlich, wieso der Vorinstanz zufolge die Aussagen des Zeugen D.________ nicht nachvollziehbar seien, versäumt er es, sich mit der vorinstanzlichen Begründung auseinanderzusetzen, weswegen auch auf diese Rüge nicht einzutreten ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Insgesamt ist es demnach nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zur Schlussfolgerung gelangt, die erste Instanz habe willkürfrei auf die von ihr als glaubhaft erachteten Aussagen des Zeugen B.________ und C.________ abstellen und zu Recht unüberwindbare Zweifel am angeklagten Sachverhalt, wonach der Unfall vom Beschwerdeführer durch eine pflichtwidrige Unachtsamkeit verursacht worden sei, ausschliessen dürfen. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich eine Verletzung von Art. 6 StPO, Art. 10 StPO sowie Art. 139 StPO geltend macht und den Vorinstanzen Willkür vorwirft, weil keine Bremsspurauswertungen vorgenommen, kein massstabgetreuer Situationsplan des Unfallortes einschliesslich des zeitlichen Ablaufs des Unfallhergangs erstellt und keine Abklärungen zur Funktions- und Wirkungsweise des LKW-Spurassistenten sowie zum Strassenaufbau bzw. der Kofferung des Strassenrandes durchgeführt worden seien, legt er nicht dar, welche zusätzlichen Erkenntnisse aus einer Unfallanalyse hätten abgeleitet werden können bzw. inwiefern die Vorinstanz den Schluss der ersten Instanz, mangels entgegenkommendem Fahrzeug sei die Unfallsursache auf einen Fahrfehler des Beschwerdeführers zurückzuführen, als willkürlich hätte einstufen müssen. Die vom Beschwerdeführer erhobenen Rügen erweisen sich demnach als unbegründet, soweit darauf eingetreten werden kann.