Citation: 6B_1011/2014 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer hat sich im vorliegenden Fall der mehrfachen Gefährdung des Lebens, der Nötigung sowie der mehrfachen groben Verletzung der Verkehrsregeln schuldig gemacht. Die Tatbestände drohen Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe (Art. 129 StGB) bzw. Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Art. 181 StGB und aArt. 90 Ziff. 2 SVG) an. Die Vorinstanz hat die Delikte in ihrem Gesamtzusammenhang gewürdigt und eine Gesamtstrafe ausgesprochen. Dies verletzt kein Bundesrecht. Soweit die konkurrierenden Tatbestände alternativ unterschiedliche Strafarten androhen, steht es dem Gericht offen, innerhalb der Grenzen des gesetzlichen Höchstmasses der Strafart eine Gesamtstrafe gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB festzusetzen (Urteil des Bundesgerichts 6B_65/2009 vom 13. Juli 2009 E. 1.4.1; JÜRG-BEAT ACKERMANN, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl. 2013, Art. 49 N 92). Wohl trifft zu, dass die Vorinstanz nicht für jedes Delikt gesondert die Strafart ermittelt und eine hypothetische Strafe festgesetzt hat. Dies ist im vorliegenden Fall indes nicht zu beanstanden, da, wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, die Straftaten zeitlich und sachlich derart eng miteinander verknüpft sind, dass sich diese nicht sinnvoll auftrennen und beurteilen lassen (angefochtenes Urteil S. 41). Insofern liegt auch im zu beurteilenden Fall eine aussergewöhnliche Konstellation vor, zumal nicht mehrere, unabhängig voneinander begangene und unterschiedlich schwer wiegende Straftaten zu beurteilen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_499/2013 vom 22. Oktober 2013 E. 1.8; ferner 6B_157/2014 26. Januar 2015 E. 3.1). Die Ausführungen des Beschwerdeführers zu den Strafmassempfehlungen der Oberstaatsanwaltschaft Zürich bezüglich der Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz sind daher in diesem Zusammenhang irrelevant. Im Übrigen würde die vom Beschwerdeführer beantragte Aufteilung in eine Freiheitsstrafe für den Verbrechenstatbestand und in eine Geldstrafe für die Vergehenstatbestände zu einem stossenden Ergebnis führen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_65/2009 vom 13. Juli 2009 E. 1.4.2). Keine Verletzung von Bundesrecht liegt auch darin, dass die Vorinstanz für die verschiedenen Delikte eine Freiheitsstrafe als angemessene und zweckmässige Sanktion erachtet. Angesichts der Erheblichkeit der Gefährdung, des schwerwiegenden Nötigungsmittels sowie der massiven Überschreitung der Geschwindigkeit und der Missachtung des Abstands liegt die Wahl einer Freiheitsstrafe als Strafart ohne weiteres im Rahmen des Ermessens. Schliesslich ist auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz nicht in einem ersten Schritt gedanklich eine Einsatzstrafe für die schwerste Tat festgesetzt hat, zumal nicht ersichtlich ist, inwiefern sich dies zu seinem Nachteil auswirken sollte. Dies wird denn vom Beschwerdeführer auch zu Recht nicht explizit gerügt. Soweit der Beschwerdeführer unter Berufung auf einen früheren Bundesgerichtsentscheid geltend macht, die Vorinstanz hätte begründen müssen, inwiefern die Voraussetzungen von Art. 41 StGB erfüllt seien (Beschwerde S. 32), geht seine Beschwerde an der Sache vorbei, da die Vorinstanz im zu beurteilenden Fall keine Freiheitsstrafe von weniger als 6 Monaten festgesetzt hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_375/2014 vom 28. August 2014 E. 2.7). Im Übrigen setzt sich die Vorinstanz in ihren Erwägungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und würdigt sämtliche Zumessungsgründe zutreffend. Dass sie sich dabei von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten hätte leiten lassen oder wesentliche Gesichtspunkte nicht berücksichtigt hätte, ist nicht ersichtlich. So ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die Gefährdung durch die Fahrweise des Beschwerdeführers mit derjenigen durch eine Waffe vergleicht und gestützt hierauf von einem mittelschweren Verschulden ausgeht. Der Einwand des Beschwerdeführers, aus der Berührung der beiden Autos bei der hohen Geschwindigkeit habe sich nur eine geringfügige Gefährdung ergeben, erscheint als abwegig. Die von ihm geltend gemachte Provokation durch den Unfallgegner haben die kantonalen Instanzen nicht als nachgewiesen erachtet (vgl. oben E. 3.4; angefochtenes Urteil S. 43; erstinstanzliches Urteil 43) und fällt daher bei der Strafzumessung ausser Betracht. Im Übrigen kann auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden. Insgesamt sind die Erwägungen der Vorinstanz ohne weiteres nachvollziehbar und die daraus gezogenen Schlüsse einleuchtend. Jedenfalls hat die Vorinstanz mit ihrer Strafzumessung ihr Ermessen nicht verletzt.