Citation: 6B_408/2020 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer wendet sich weiter gegen die rechtliche Würdigung als Betrug im Sinne von Art. 146 StGB. Er beanstandet zunächst, sein Verhalten sei nicht als Täuschung zu qualifizieren. Rechnungen oder ins E-Banking gestellte Zahlungsaufträge seien kein Beweis für eine bestehende Schuldpflicht bzw. für das Bestehen oder die Rechtmässigkeit der entsprechenden Forderungen. Er habe solches mit deren Vorlage daher nicht vortäuschen können. Es sei Aufgabe des Finanzverantwortlichen einer AG, die vorgelegten Rechnungen oder Zahlungen bzw. "Zahlungsaufträge" zu prüfen. E.________ selber habe in seinen Aussagen nie geltend gemacht, er sei im Sinne der Anklage durch blosse Vorlage der Zahlungen im E-Banking getäuscht worden oder er hätte sich bezüglich der Zahlungen in einem Irrtum befunden. Von Arglist könne keine Rede sein, da E.________ die Zahlungen ohne besondere Mühe hätte überprüfen können, ihm dies auch zumutbar und er dazu gesetzlich verpflichtet gewesen sei. Er habe eine solche Prüfung tatsächlich auch querdiagonal und stichprobenartig vorgenommen. Die Vorinstanz gehe zu Unrecht von einem Vertrauensverhältnis aus, obschon E.________ ihm für die Bankkonti der Beschwerdegegnerin 2 lediglich Kollektivvollmacht und für das E-Banking lediglich die Erlaubnis, Zahlungen im System zu erfassen, erteilt habe.