Citation: I 235/00 06.03.2001 E. 3

3.- a) Frau Dr. med. H.________ verweist sowohl in ihrem Bericht vom 23. Oktober 1995 als auch in jenem vom 2. April 1996 (letzterer zusammen mit Frau Dr. med. K.______) darauf, dass der Versicherte sich ungeachtet der konkreten Diagnose und Therapieerfolge für vollständig arbeitsunfähig halte; ihrer Ansicht nach bestehe jedoch aus somatischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Der Hausarzt hingegen erachtet lediglich eine körperlich leichte Tätigkeit (wie z.B. als Lagerist oder Materialverwalter) für voll zumutbar; weitergehende Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit legt er nicht dar (Bericht vom 3. Oktober 1996, Schreiben vom 7. März 1997). b) Die Ärzte sind sich in der Diagnose einer Somatisierungsstörung einig. Unterschiedliche Meinungen bestehen hingegen bezüglich deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Wiewohl der Psychiater zur Arbeitsfähigkeit Stellung zu nehmen hat und seine Ausführungen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen bilden (vgl. BGE 105 V 158 Erw. 1 in fine), so obliegt es letztlich doch der rechtsanwendenden Behörde - der Verwaltung oder, im Streitfall, dem Richter - zu beurteilen, ob eine Invalidität im Rechtssinne (Art. 4 Abs. 1 IVG), bejahendenfalls eine solche rentenbegründender Art (Art. 4 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 28 f. IVG), eingetreten ist. Zu diesem Zweck sind die Darlegungen der psychiatrischen Gutachter - im Lichte des objektivierten Zumutbarkeitsbegriffes gemäss ständiger Rechtsprechung zu Art. 4 Abs. 1 IVG (BGE 102 V 165 f. und seitherige Urteile) - frei zu würdigen. Es kommt dabei darauf an, ob der Betroffene, von seiner psychischen Verfassung (und nicht von seinem soziokulturellen Kontext) her besehen, an sich die Möglichkeit hat, trotz seiner subjektiv erlebten Schmerzen einer Arbeit nachzugehen. Während die übrigen Ärzte die vorhandene Sprachbarriere des nur gebrochen Deutsch sprechenden Beschwerdeführers konstatierten, konnte Dr. med. V.________ seine Untersuchung in einer dem Versicherten geläufigen Sprache durchführen. Dr. med. V.________ begründet seine Zustimmung zur Ansicht des Dr. med. F.________, wonach trotz der diagnostizierten Somatisierungsstörung keine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit vorliegt, und somit sein Abweichen von den Feststellungen der Dres. med. G.________ und B.________ damit, dass die der Somatisierungsstörung zugrunde liegende, infolge der schwierigen sozialen Lage berechtigte Angst wegfalle, wenn deren Ursachen behoben würden. Aber auch im gegebenen Zustand fehle es an den notwendigen Kriterien für eine die Arbeitsfähigkeit einschränkende echte Depression. Die vorliegenden Symptome seien nicht derart ausgeprägt, dass arbeitsfähigkeitsmindernde Elemente daraus hervorgingen. Die Dres. med. G.________ und B.________ begründen hingegen ihre Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit von 70 % nicht näher; d.h. sie legen nicht dar, welche Tätigkeiten dem Versicherten aus welchen Gründen und in welchem Umfang nicht zumutbar sein sollen und für welche Tätigkeiten nach wie vor Arbeitsfähigkeit besteht. Auch setzen sie sich mit der Ansicht des Dr. med. F.________ nicht auseinander. Es ist zudem nicht ersichtlich, ob ihr im Übrigen eher kurz gehaltener Bericht in Kenntnis der Vorakten erging. Die von ihnen attestierte Arbeitsunfähigkeit vermag deshalb nicht zu überzeugen. Vorinstanz und Verwaltung haben demnach zu Recht auf das Gutachten des Dr. med. V.________ abgestellt. Daran vermögen auch die Aussagen des Hausarztes nichts zu ändern; denn er macht keine näheren Ausführungen zu einer psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit und beanstandet vor allem die seiner Ansicht nach zu geringe Einbeziehung der somatischen Beschwerden. c) Nachdem dem Beschwerdeführer bei Erlass der Verfügung vom 27. Januar 1998 sowohl aus somatischer wie auch aus psychischer Sicht zumindest eine körperlich leichte Arbeit voll zumutbar ist (vgl. Erw. 3a), keine Einwände gegen die vorinstanzliche Bemessung des Validen- und Invalideneinkommens geltend gemacht werden und aus den Akten keinerlei Anhaltspunkte ersichtlich sind, wonach diese unzutreffend wären, ist festzuhalten, dass er in einer adaptierten Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könnte.