Citation: I 302/99 21.02.2000 E. 1

1.- a) Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmun- gen über die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenan- spruchs (Art. 28 Abs. 1 und Abs. 1bis IVG) sowie die Inva- liditätsbemessung bei Erwerbstätigen nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Ausführungen über die den ärztlichen Auskünften bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades zukommende Bedeu- tung (BGE 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1). Darauf kann verwiesen werden. b) Zu ergänzen ist, dass gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV die anspruchsbeeinflussende Änderung bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen ist, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird; sie ist in jedem Fall zu berück- sichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin an- dauern wird. Art. 88a IVV bezieht sich zwar auf die Revision be- reits laufender Renten. Er ist sinngemäss aber auch dann anzuwenden, wenn die anspruchsbeeinflussende Änderung des Invaliditätsgrades noch vor Erlass der Rentenverfügung ein- getreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Än- derung mitberücksichtigt wird (BGE 109 V 127 Erw. 4a; ZAK 1990 S. 518 Erw. 2). Formalrechtlich liegt in diesen Fällen eine doppelte Verfügung vor, die sich gleichzeitig über die Zusprechung der Leistung und die Revision derselben aus- spricht (ZAK 1984 S. 133 Erw. 3).