Citation: 6B_593/2023 E. 5.3.2

5.3.2. Ebenfalls vermag der Beschwerdeführer mit seiner Kritik keine Willkür in der vorinstanzlichen Feststellung aufzuzeigen, dass der Zweitgutachter, besonders was die angeblichen Vorfälle im November 2016 und April 2017 angehe, zahlreiche Mutmassungen anstelle. Die Vorinstanz legt dar, der Sachverständige nehme - ohne über die vollständigen Akten zu verfügen - in unzutreffender Weise an, dass die Verfahren gegen den Geschädigten und eine weitere Person aufgrund einer "Aussage gegen Aussage-Situation" eingestellt worden seien. Vielmehr seien die Verfahren eingestellt worden, weil der Geschädigte prima vista ein Alibi gehabt habe, auf den Mobiltelefonen der Beteiligten keine Nachrichten gefunden worden seien, die belegen würden, dass die Drittperson den Geschädigten zu einem tätlichen Angriff auf den Beschwerdeführer angestiftet habe, und sich aus dem rechtsmedizinischen Gutachten vom 10. Januar 2017 ergebe, dass die am 21. November 2016 beim Beschwerdeführer diagnostizierten Verletzungen auch die Folge eines Sturzes hätten sein können und somit insgesamt keine objektiven oder subjektiven Beweise hätten erhoben werden können, die zusätzlich zu den Aussagen des Beschwerdeführers dafür sprächen, dass der Geschädigte ihn im November 2016 und/oder im April 2017 bewusstlos geschlagen, mit Fusstritten traktiert und verletzt habe (Beschluss S. 13). Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers erscheint vorliegend durchaus relevant, aus welchem Grund die Verfahren gegen den Geschädigten und die Drittperson eingestellt wurden. Unklar ist, worin der Beschwerdeführer einen Widerspruch erkennen will, wenn die Vorinstanz einerseits festhält, der Zweitgutachter gehe von einer Einstellung des Verfahrens aufgrund einer "Aussage gegen Aussage-Situation" aus, und andererseits feststellt, dieser erachte den vermeintlichen Überfall auf den Beschwerdeführer gestützt auf dessen Aussagen gleichwohl als erstellt und habe ausgehend davon die von ihm gestellte Diagnose "Anpassungsstörung" erklärt (Beschluss S. 13 f.). Beide Feststellungen lassen sich durch das Zweitgutachten belegen.