Citation: 1B_11/2022 E. 2.3.2

2.3.2. Der Beschwerdeführer beantragte im kantonalen Beschwerdeverfahren innerhalb der von der Vorinstanz angesetzten Replikfrist und damit rechtzeitig (vgl. BGE 134 I 331 E. 2.3), er sei "anlässlich einer mündlichen Gerichtsverhandlung zur Wahrung des rechtlichen Gehörs und des Anspruchs auf eine Gerichtsverhandlung einzuvernehmen". Soweit die Vorinstanz in diesem Ersuchen des Beschwerdeführers lediglich einen Beweisantrag sieht, kann ihr nicht gefolgt werden. Der Beschwerdeführer hat zwar nicht wörtlich die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung verlangt. Sein ausdrücklicher Antrag auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung - die nach dem massgeblichen (kantonalen) Verfahrensrecht ohnehin öffentlich sein muss (vgl. § 57 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Aargau vom 4. Dezember 2007, [Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRPG/AG; SAR 271.200]) - ist aber zumindest sinngemäss als Antrag auf eine öffentliche Verhandlung auszulegen (Urteile 8C_390/ 2012 vom 10. Oktober 2012 E. 3; 2C_370/2010 vom 26. Oktober 2010 E. 2.7). Jedenfalls kann aus seinem Verhalten nicht geschlossen werden, er habe auf die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung rechtsgültig verzichtet. Die Vorinstanz hätte bei Zweifeln über den Antrag zumindest nachfragen müssen, ob der Beschwerdeführer die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung wünsche (BGE 127 I 44 E. 2e/bb).