Citation: 6B_1047/2015 E. 7.2.1

7.2.1. Die Vorinstanz geht bei der Strafzumessung von der qualifizierten Veruntreuung im Zusammenhang mit dem Immobilienkauf in Italien mit einer Deliktssumme von EUR 760'000.-- als schwerster Tat aus. Sie nimmt hiefür in objektiver Hinsicht ein mittelschweres Verschulden an. Im Einzelnen führt sie aus, der Beschwerdeführer habe aus finanziellen Motiven gehandelt und durch Barbezüge vom Konto der O.________ AG bei der Bank H.________ im Umfang von Fr. 15'000.-- und EUR 8'000.-- auch persönlich profitiert. Die Art und Weise der Tatausführung könne jedoch nur im Rahmen einer "täterschaftlichen Gesamtstrategie" zusammen mit den anderen Taten des Beschwerdeführers gewertet werden. Dabei sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Entgegennahme der Gelder nicht die Absicht gehabt habe, sich auf Kosten der Anleger unrechtmässig zu bereichern, was sich erheblich strafmindernd auswirke. Erst als sich die ursprüngliche Anlagestrategie wegen des ungenügenden Kapitals nicht habe umsetzen lassen und gleichzeitig die Verpflichtungen gegenüber den Investoren weiter gelaufen seien, sei er seiner Verantwortung als Mitarbeiter mit selbstständigen Entscheidungsbefugnissen im Bereich der Vermögensverwaltung bzw. als Mitglied der Geschäftsleitung der A.________ Ltd. nicht mehr nachgekommen. Im Soge von zahlreichen Fehlinvestitionen und ständig wachsenden Zinsverpflichtungen habe der Beschwerdeführer immer mehr die Möglichkeit aus den Händen gegeben, den Kunden die Gelder sowie die Zinsen zurückzuzahlen. Dabei habe er bei zahlreichen Anlageprojekten aktiv und federführend agiert. Trotz der Verwerflichkeit seines Verhaltens sowie seiner zentralen Funktion zeuge sein Verhalten indes nicht von einer grossen kriminellen Energie. Strafschärfend wirke sich aber die Tatmehrheit aus. Im Rahmen der Würdigung der persönlichen Verhältnisse wertet die Vorinstanz die Vorstrafe des Beschwerdeführers und seine Straffälligkeit während der Probezeit straferhöhend. Der Beschwerdeführer habe zudem während des gesamten Verfahrens die Tatvorwürfe bestritten und sich auf den Standpunkt gestellt, stets im Auftrag des Mitangeklagten X.________ gehandelt zu haben. Lediglich im Zusammenhang mit dem Falschgelddelikt sei er teilweise geständig gewesen. Reue und Einsicht habe er nicht gezeigt, was in geringem Mass straferhöhend zu berücksichtigen sei. Das klaglose Verhalten nach der Tat bzw. seit rund 6 Jahren wirke sich neutral aus. Nicht zu beanstanden sei aufgrund der Komplexität und des Aufwands des Verfahrens dessen Dauer (angefochtenes Urteil S. 101, 106 ff.). Insgesamt erhöht die Vorinstanz die Einsatzstrafe aufgrund der Tat- und Deliktsmehrheit auf eine Gesamtfreiheitsstrafe von 36 Monaten. Dabei wirkten sich die Schuldsprüche wegen mehrfacher qualifizierter Veruntreuung und Misswirtschaft wegen des deliktischen Erfolges stark aus. Der Beschwerdeführer habe durch Darlehen an sich selbst auch persönlich profitiert und sich durch unrechtmässige Barbezüge vom Investorenkonto und dem Bank H.________-Konto der O.________ AG unrechtmässig bereichert. Er sei bei sämtlichen Finanzanlagen beteiligt gewesen und habe jeweils die Zahlungsaufträge gegenüber der Bank Bank H.________ ausgelöst. Der mehrfachen Widerhandlung gegen das Finanzmarktaufsichtsgesetz bzw. der Widerhandlung gegen das Bankengesetz sowie der mehrfachen Geldwäscherei komme aufgrund ihres Charakters als Begleitdelikte zu den Veruntreuungen im Rahmen der Strafzumessung kein grosses Gewicht zu. Straferhöhend wirke sich aber das Lagern des Falschgeldes aus, wobei der Beschwerdeführer nicht eigennützig und profitorientiert gehandelt, sondern das Falschgeld lediglich aus Gefälligkeit für eine Kollegin aufbewahrt habe. Dem Geständnis im Zusammenhang mit dem Falschgelddelikt komme aber keine strafmindernde Wirkung zu, da der Beschwerdeführer nur so viel zugegeben habe, als ihm aufgrund der erdrückenden Beweislage ohnehin habe nachgewiesen werden können (angefochtenes Urteil S. 109 f.).