Citation: 4A_281/2018 E. A

A.a. A.________ S.à.r.l. (Klägerin 1, Beschwerdeführerin 1) ist eine Beteiligungs- bzw. Managementgesellschaft. B.________ (Kläger 2, Beschwerdeführer 2) war Gründungspartner dieser Gesellschaft. D.________ SA ist ein Fonds in Form einer Aktiengesellschaft mit Sitz in U.________ und wird durch die Klägerin 1 verwaltet; der Kläger 2 sitzt im Verwaltungsrat. C.________ (Beklagter, Beschwerdegegner) war ebenfalls Gründungspartner der Klägerin 1. Die Wege der Parteien trennten sich vor 10 Jahren und es bestehen seit dem Jahre 2009 zivilrechtliche Streitigkeiten vor belgischen Gerichten, wobei der Beklagte Schadenersatz fordert. A.b. Die E.________ SA ist eine Gesellschaft. Sie wurde im Jahre 2014 an der Börse F.________ kotiert und dabei unter anderem durch D.________ SA und den Kläger 2 begleitet. Diese Kotierung bzw. der Wert der E.________ SA stehen im Zentrum der vorliegenden Auseinandersetzung. In diversen Schreiben (inklusive E-Mails) aus den Jahren 2015 bis 2018 äusserte sich der Beklagte kritisch zum Verhalten der D.________ SA, nicht nur, aber auch bezüglich der E.________ SA. In einem E-Mail vom 19. Februar 2018, das sich unter anderem an den Kläger 2 richtete, gab der Beklagte einen kurzen Überblick betreffend den Zeitraum 2008 bis 2012, in dem die Angeschriebenen die D.________ SA angeblich im Umfang von EUR 45 Mio. geschädigt hätten. Dem E-Mail war der Entwurf eines Schreibens angehängt, auf dessen Titelblatt sich die Adressen von 12 Finanzunternehmen finden, so unter anderem diejenige einer Schweizer Grossbank. Im Schreiben selber wird zusammengefasst ausgeführt, die Adressaten hätten beim Börsengang der E.________ SA im April 2014 einen Preis von EUR 15 pro Anteil gezahlt. Zuvor sei seitens der D.________ SA der Eindruck erweckt worden, die E.________ SA habe seit dem Jahre 2010 einen stabilen Wert von EUR 8.58 pro Anteil aufgewiesen. In Wirklichkeit habe der Wert Ende 2012 EUR 0.64 pro Anteil betragen. D.________ SA habe die Anleger im Betrag von über EUR 20 Mio. geschädigt. Der Beklagte bot seine Unterstützung bei einem Vorgehen gegen D.________ SA an. Im E-Mail vom 19. Februar 2018 hielt der Beklagte fest, bei einem Versenden des Entwurfs würde dies das Ende der E.________ SA und der D.________ SA bedeuten. Er schlug ein Treffen mit dem Zweck einer einvernehmlichen Regelung vor.