Citation: 2C_885/2021 E. B

Seit etwa dem Jahr 2013 scheinen die Steuerpflichtigen sich vor allem nachts bzw. frühmorgens an Lärm- und Schallimmissionen gestört zu haben, die ihrer Auffassung nach von zwei Gewerbebetrieben (eine Bäckerei und eine Metzgerei) in der Nachbarschaft ausgegangen sein sollen. Um die Urheberschaft der Immissionen und das Ausmass der Beeinträchtigungen behördlich klären zu lassen, setzten die Steuerpflichtigen sich im März 2015 in Verbindung mit dem Interkantonalen Labor (IKL) in Schaffhausen. Im Oktober 2015 ersuchten sie das Labor, die Sachlage festzustellen und zu dokumentieren. In der Folge nahm das IKL gegen Ende 2015 emissionsseitige Lärmmessungen vor. Nachdem das behördliche Vorgehen zu keiner Besserung geführt hatte und die Steuerpflichtigen mit dem behördlichen Vorgehen unzufrieden waren, unternahmen sie im Frühjahr 2016 in eigenem Namen und auf eigene Kosten weitere Schritte. Diese bestanden hauptsächlich in der Bestellung zusätzlicher, nun immissionsseitiger Messungen und der Anforderung von Gutachten. Die gewonnenen Erkenntnisse machten sie dem IKL zugänglich. Demgegenüber sahen sie davon ab, auf zivilrechtlichem Weg gegen die mutmasslichen Emittenten vorzugehen.