Citation: 9C_719/2008 31.10.2008 E. 3

3.1 Im Hinblick auf die Invaliditätsbemessung ging die Vorinstanz trotz methodischer Bedenken bezüglich der von der Verwaltung genutzten Datenquelle (Salärempfehlungen des Kaufmännischen Vereins) davon aus, das Valideneinkommen (hypothetisches Einkommen ohne Gesundheitsschaden) betrage Fr. 54'132.- (2005). Zur Bemessung des Invalideneinkommens stellte sie auf den Zentralwert der im gesamten Produktionssektor bezahlten Löhne für einfache Tätigkeiten in der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik ab; unter anderem unter Berücksichtigung eines "leidensbedingten Abzugs" (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75) von 10 Prozent ergebe sich so bei einem Pensum von 75 Prozent für das Jahr 2005 ein anrechenbares Einkommen von Fr. 33'160.-. Der Invaliditätsgrad liege somit bei (gerundeten) 39 Prozent, was nicht zu einer Invalidenrente berechtige. 3.2 Aufgrund des nicht stark einschränkenden medizinischen Anforderungsprofils sind zunächst entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin keine höheren Anforderungen an den Grad der Konkretisierung zumutbarer Verweisungstätigkeiten (im kaufmännischen Sektor) zu stellen. 3.3 Die Beschwerdeführerin rügt sodann das Vorgehen des kantonalen Gerichts, zwar den Umstand zu kritisieren, dass die Verwaltung für die Bemessung des Valideneinkommens auf Salärempfehlungen eines Berufsverbandes abgestellt hat, es sodann aber ohne nähere Einlassungen beim betreffenden Wert bewenden zu lassen mit dem Hinweis, der Beizug von Daten der LSE führe nicht zu einem anderen Ergebnis. Darin liege eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Die Beschwerdeführerin verfüge über einen Sekundarschulniveau entsprechenden Abschluss nach dem 10. Schuljahr. Später habe sie nicht nur als Callagentin gearbeitet, sondern während einiger Zeit auch eine Tätigkeit als Sachbearbeiterin ausgeübt. Sie habe also Kenntnisse im kaufmännischen Bereich, so dass der ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erzielbare Lohn nach Anforderungsniveau 3 der LSE ("Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt") zu bestimmen sei. Aufgrund der entsprechenden Frauenlöhne im Sektor Dienstleistungen errechne sich ein Valideneinkommen von Fr. 58'812.-. Werde dieser Wert dem Einkommensvergleich zugrunde gelegt, resultiere ein rentenberechtigender Invaliditätsgrad. Wird diesem Vorbringen folgend davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Ausbildung ein Valideneinkommen erzielen könnte, das dem Anforderungsniveau 3 entspricht, so gilt dasselbe für das Invalideneinkommen; die Versicherte ist in Büro-Berufen, die den ärztlich definierten Anforderungen bezüglich Haltungswechseln gerecht werden (vgl. den Bericht des Dr. J.________ vom 6. April 2006), im genannten Rahmen arbeitsfähig und kann insoweit die gleiche Tätigkeit ausüben wie als Gesunde.