Citation: 2C_739/2022 E. 4.2

4.2. Die vom Beschwerdeführer hiergegen vorgebrachten Einwände vermögen nicht zu überzeugen: Es mag zutreffen, dass der Beschwerdeführer im Zuge seiner Gehilfenschaft zum Raub nicht unmittelbar selbst Gewalt gegen andere Menschen angewendet hat. Als Gehilfe hat er aber, wie die Vorinstanz richtig festhält, die durch die Komplizen ausgeübte Gewalt zumindest billigend in Kauf genommen und durch seinen Tatbeitrag ermöglicht. Insofern ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz von einer grossen kriminellen Energie ausgeht. Daran ändert grundsätzlich nichts, dass das Obergericht im Strafurteil von einem leichten Verschulden oder geringen Tatbeitrag ausgegangen sei, zumal die ausgesprochene Freiheitsstrafe von 30 Monaten trotzdem erheblich ausgefallen ist. Auch die vorinstanzlichen Erwägungen zum finanziellen Tatmotiv sind nicht zu beanstanden: Die Vorinstanz verwies auf die Ausführungen im Strafurteil, wonach nicht ersichtlich gewesen sei, dass der Beschwerdeführer aus anderen Motiven als seinem eigenen finanziellen Vorteil gehandelt haben könnte (angefochtenes Urteil E. 7.5.2.2.3). Dass nicht nachgewiesen sei, dass der Beschwerdeführer vom Raub auch (tatsächlich) finanziell profitiert habe, kann dies nicht infrage stellen.