Citation: 2C_620/2021 E. 4

Auch was der Beschwerdeführer in materieller Hinsicht einwendet, ändert an der Rechtmässigkeit des angefochtenen Entscheids nichts: Sowohl das Amt für Migration und Bürgerrecht als auch die Vorinstanz haben das Vorliegen der Haftgründe einzelfallbezogen geprüft (vgl. E. 4.1 - 4.5 des angefochtenen Entscheids; allgemein zu den Haftvoraussetzungen im Dublin-Verfahren: BGE 142 I 135 E. 4; Urteil 2C_199/2018 vom 9. Juli 2018 E. 3 u. 4). Gestützt auf das Verhalten des Beschwerdeführers (wiederholte Weigerung, den PCR-Test durchführen zu lassen und nach Österreich zurückzukehren; Missachtung des Einreiseverbots; Absicht, sich nach Frankreich abzusetzen usw.) sind die Haftgründe nicht nur abstrakt, sondern auch konkret erfüllt. Eine mildere Massnahme (Eingrenzung, Zuweisung eines Aufenthaltsorts, Meldepflichten usw.) wäre im Hinblick darauf, dass der Beschwerdeführer illegal nach Frankreich weiter reisen wollte, nicht geeignet gewesen, seine Rückkehr in den zuständigen Dublin-Staat sicherzustellen (E. 5 des angefochtenen Entscheids). Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten gesundheitlichen Probleme stellen weder seine Transport- noch seine Hafterstehungsfähigkeit infrage und können im Übrigen auch in Österreich behandelt werden.