Citation: 6B_748/2017 E. 1.4.1

1.4.1. Der Beschwerdeführer füllte mit Ausnahme von drei Fällen (Konzerte von F.________ und H.________ sowie E.________ 2011) jeweils lediglich den Fragebogen der Beschwerdegegnerin 2 handschriftlich aus und stellte diesen der Beschwerdegegnerin 2 ohne die Beilage von Belegen als Grundlage für die Berechnung der geschuldeten Urheberrechtsentschädigungen zu (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 80). Bezüglich des Konzerts von F.________ vom 2. Juni 2010 versah der Beschwerdeführer den Fragebogen an die Beschwerdegegnerin 2 mit einer selbst erstellten Aufstellung der von ihm behaupteten, aber nachweislich nicht korrekten Ticketeinnahmen (vgl. angefochtenes Urteil S. 59; erstinstanzliches Urteil S. 54 f. und 80). Für das Konzert von H.________ vom 27. April 2010 legte er dem Fragebogen zwar einen Beleg der G.________ AG bei. Dessen Zahlen stimmten allerdings mit den Zahlen im Fragebogen nicht überein, was der zuständige Sachbearbeiter der Beschwerdegegnerin 2 nicht bemerkte. Dieser schaute die ausnahmsweise eingereichten Belege nicht bzw. nicht genau an, ansonsten ihm die Differenz zwischen der G.________-Abrechnung und dem Fragebogen hätte auffallen müssen (vgl. angefochtenes Urteil S. 61 f.; erstinstanzliches Urteil S. 80 und 85). Im Falle des E.________ 2011 reichte der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin 2 mit dem Fragebogen lediglich fünf von acht Einzelabrechnungen der G.________ AG ein, was der zuständige Sachbearbeiter der Beschwerdegegnerin 2 ebenfalls nicht bemerkte, dies obschon die Einzelabrechnungen der G.________ AG mit Laufnummern versehen waren. Eingereicht wurden lediglich die Schlussabrechnungen mit den Laufnummern yya.________99, yyb.________00, yyb.________02, yyb.________03 und yyb.________05, nicht jedoch diejenigen mit den Laufnummern yyb.________01, yyb.________04 und yyb.________06. Der Beschwerdeführer machte in diesem Fall keine konkreten Angaben zu den Bruttoeinnahmen, sondern verwies handschriftlich pauschal auf die eingereichten Belege der G.________ AG (vgl. angefochtenes Urteil S. 60 f.; erstinstanzliches Urteil S. 53 f., 80, 85 f.).