Citation: 8C_529/2022 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdeführerin macht weiter im Wesentlichen geltend, die neurologische konsiliarische Abklärung durch Dr. med. C.________ vom 25. Juni 2020 (inkl. Testresultate des Neuropsychiaters Dr. med. G.________ vom 22. Juni 2020) habe ergeben, dass das chronisch-neuropathische Schmerzsyndrom aufgrund der traumatischen Schädigung des Nervus tibialis unfallkausal elektroneurografisch nachgewiesen sei. Wenn die Vorinstanz in diesem Lichte davon ausgehe, dass kein Anlass bestanden habe, weitere Untersuchungen vorzunehmen, könne ihr nicht gefolgt werden. Gestützt auf den Bericht des Dr. med. C.________ vom 25. Juni 2021 (richtig 2020) sei erstellt, dass keine neurologischen Abklärungen veranlasst worden seien. Dies könne der Beschwerdeführerin nicht angelastet werden. Bei Fehlen einer neurologischen Abklärung könne nicht von "allseitigen Untersuchungen" und von "Kenntnis der Vorakten" ausgegangen werden. Die Suva habe es in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes unterlassen, die neurologischen Abklärungen vorzunehmen. Wenn der Suva-Neurologe Dr. med. D.________ und gestützt auf seine Einschätzung die Vorinstanz die Ansicht verträten, der medizinische neurologische Zusammenhang sei bloss möglich, sei dies in zweifacher Hinsicht problematisch. Erstens gebe der Suva-Neurologe in Beantwortung der Gegenposition des Dr. med. C.________ zu, dass diese Frage kontrovers beurteilt werde und er selber die Ansicht des Dr. med. C.________ für möglich halte. Somit liege eine offene medizinische Frage vor, die gutachterlich beantwortet werden müsse. Zweitens masse sich die Vorinstanz in unrichtiger Feststellung des Sachverhalts an, diese kontroverse medizinische Frage ohne Beizug eines medizinischen Gutachtens zu entscheiden.