Citation: 8C_713/2022 E. A

Die 1967 geborene A.________, Mutter dreier Kinder, verfügt weder über eine Schulausbildung noch über einen Berufsabschluss. Vom 1. Juni 2001 bis zur Krankschreibung wegen Handgelenksbeschwerden ab 10. Oktober 2003 war sie bei der B.________ AG vollzeitlich als Betriebsmitarbeiterin tätig. Am 7. Dezember 2004 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Zürich qualifizierte A.________ als vollerwerbstätig und ging gestützt auf das polydisziplinäre medizinische Gutachten des Zentrums für Medizinische Begutachtung (ZMB) vom 28. November 2006 davon aus, dass ihr eine leidensangepasste Tätigkeit zu einem 100%-igen Pensum zumutbar sei. Unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 15 % ermittelte sie anhand eines Einkommensvergleichs einen Invaliditätsgrad von 11 %. Mit rechtskräftig gewordener Verfügung vom 21. März 2007 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch. Nachdem bei A.________ im Mai 2018 Schilddrüsenkrebs diagnostiziert worden war, meldete sie sich wegen der Folgen dieser Erkrankung und psychischer Beschwerden am 6. November 2018 erneut zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle an. Diese holte daraufhin ein polydisziplinäres medizinisches Gutachten der estimed AG vom 31. Dezember 2019 ein. Zusätzlich liess sie die Arbeitsfähigkeit im Haushalt abklären. Gestützt auf den Haushaltsabklärungsbericht vom 5. Juni 2020 qualifizierte sie A.________ neu als zu 30 % im Erwerbsbereich und zu 70 % im Haushalt tätig. Aufgrund des ermittelten Invaliditätsgrads von 24 % verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 10. Mai 2021 wiederum einen Rentenanspruch.