Citation: 8C_35/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz stellte fest, die Beschwerdeführerin sei eine Retail-Agentur, die auf die Durchführung von Promotionen spezialisiert sei, dies in Form des Verteilens von kostenlosen Warenproben (Samplings) und der Realisation von Mail-Events, insbesondere aber auch im Rahmen von offenen Degustationen von Lebensmitteln auf den Verkaufsflächen ihrer Kunden, also fast ausschliesslich in Innenräumen. Im hier zur Frage stehenden Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September 2021 sei das Verteilen von Warenproben unbestrittenerweise möglich gewesen. Im Übrigen habe zwar eine Maskenpflicht bestanden und seien Abstandsregeln zu beachten gewesen, was aber das Anbieten von Degustationen nicht verunmöglicht habe. Insbesondere hätten auch keine Einschränkungen in Bezug auf die Anzahl zulässiger Personen befolgt werden müssen. Wenn die Auftragslage reduziert gewesen sei, so müsse dies auf die allgemeine Vorsicht in der Bevölkerung zurückgeführt werden, was wohl mit der Pandemie zusammenhänge, aber nicht mit den behördlichen Massnahmen.