Citation: 5D_134/2022 E. 6

Die Beschwerdeführerin hat vor Obergericht sinngemäss geltend gemacht, dass der im Zahlungsbefehl angegebene Grund der Forderung nicht mit dem Lebensvorgang übereinstimme, der dem zu vollstreckenden Entscheid zugrunde liege. Das Obergericht hat dazu erwogen, sie begründe dies nicht weiter, und es sei nicht ersichtlich, inwiefern dies der Fall sein soll. Als Forderungsgrund sei im Zahlungsbefehl die Parteientschädigung gemäss Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz, vom 15. Dezember 2021 angegeben, auf den sich auch der Beschwerdegegner als Rechtsöffnungstitel zur Vollstreckung der Parteientschädigung berufe. Die diesbezügliche Identität sei gegeben. Vor Bundesgericht macht die Beschwerdeführerin geltend, sie habe dies in ihrer Stellungnahme vom 2. April 2022 sehr wohl begründet, nämlich dahingehend, dass die Unterschrift des Beschwerdegegners auf dem Betreibungsbegehren unglaubwürdig sei. Sie wirft dem Rechtsvertreter des Beschwerdegegners vor, ohne Wissen des Gläubigers die Betreibung eingeleitet zu haben. Der Rechtsvertreter dürfe trotz Vollmacht nicht anstelle seines Mandanten das Betreibungsbegehren unterzeichnen. Die angeblich mangelhafte Unterschrift hat mit der vom Obergericht behandelten Identität nichts zu tun. Dass die Unterschrift vor Obergericht überhaupt Thema gewesen wäre, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Ihre Stellungnahme vom 2. April 2022 stammt aus dem erstinstanzlichen Verfahren. Die Beschwerdeführerin kann nach dem Grundsatz der materiellen Erschöpfung des Instanzenzugs vor Bundesgericht nicht auf Vorbringen zurückkommen, an denen sie vor der Vorinstanz nicht festgehalten hat.