Citation: I 9/02 28.11.2002 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei nicht in der Lage, ein Invalideneinkommen zu erzielen. Dabei stützt er sich in erster Linie auf den Bericht des Dr. med. J.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 22. März 1999, der seinerseits auf die ärztliche Abschlussuntersuchung der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) vom 19. Juli 1996 hingewiesen und eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit selbst für eine leichte Tätigkeit als "sehr hypothetisch" erachtet hatte. 2.2 Aus den medizinischen Unterlagen ergibt sich zweifellos, dass der Beschwerdeführer nicht mehr in der Lage ist, seine angestammte Tätigkeit auszuüben. Seine Beschwerden erlauben ihm keine Arbeiten mehr auf unebenem Boden, Leitern und Gerüsten, kein Treppensteigen und kein Heben von Lasten; ausserdem darf er wegen der Kompressionsfraktur am ersten Lendenwirbelkörper auch nicht den ganzen Tag sitzen (Berichte des Dr. med. L.________, Spezialarzt FMH für Orthopädie, Rehabilitationsklinik X.________, vom 3. Juli 1996 sowie des SUVA-Kreisarztes Dr. med. S.________ vom 19. Juli 1996). Gemäss Einschätzung des Dr. med. J.________ vom 13. Juni 2000 besteht jedoch für eine leichte körperliche Arbeit - ohne weitere Einschränkungen - eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. 2.3 Massgebend ist gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG, inwiefern sich das dem Versicherten verbliebene Leistungsvermögen auf dem für ihn in Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt wirtschaftlich verwerten lässt (BGE 110 V 276 Erw. 4b; ZAK 1991 S. 321 Erw. 3b). Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob ein Invalider unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob er die ihm verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden. Die körperlichen Einschränkungen des Versicherten sind keineswegs derart einschneidend, dass deswegen angenommen werden müsste, er finde auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt keine Stelle mehr. Vielmehr ist davon auszugehen, dass eine Tätigkeit, in welcher er nicht ganztägig sitzen und auch nicht übermässig gehen und zudem keine Lasten über 5 kg heben muss, auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt angeboten wird. Da der Versicherte mit einer solchen Tätigkeit bei einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit nur ein halbes Lohneinkommen zu erzielen braucht, sein Einsatz aber nicht auf einen halben Tag beschränkt ist, kann er auch Pausen einlegen und in solchen entweder gehen oder sitzen. Für einen solchen Einsatz eignen sich vor allem Kontroll- oder Aufsichtsaufgaben.