Citation: C 321/00 16.05.2001 E. 2

2.- a) Vorliegend ist unbestritten und steht nach den Akten fest, dass der Beschwerdeführerin seitens des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) am 11. April 2000 eine Temporärstelle für mindestens 3 Monate im Umfang von 50 % bei der Firma W.________ AG als Hilfsarbeiterin mit Einsatz in der Firma E.________ zugewiesen wurde. Unbestritten ist auch, dass sich die Versicherte dort in Begleitung der zuständigen Personalberaterin des RAV vorstellte. Dazu hat die Vorinstanz in zutreffender Würdigung der Akten und der Vorbringen der Beschwerdeführerin ausgeführt, infolge Desinteresses der Versicherten sei es zu keiner Anstellung gekommen, womit diese in Verletzung ihrer Schadenminderungspflicht das Scheitern des Vertragsabschlusses in Kauf genommen und dadurch den Tatbestand des Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG erfüllt habe. b) Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen erhobenen Einwände vermögen zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Die Versicherte gibt an, sie hätte lediglich den Einsatzort sehen wollen, um sicher zu gehen, dass sie den Arbeitsanforderungen gewachsen gewesen wäre, was ihr verweigert worden sei. Sie hätte sich jedoch beim Vorstellungsgespräch weder klar für noch gegen die Annahme der Stelle ausgesprochen. Sie sei zudem zu wenig über die genauen Anforderungen dieser Tätigkeit aufgeklärt worden und besitze auch kein Auto, sodass sie zu Fuss zur Arbeit hätte gehen müssen. Inwieweit die zugewiesene Stelle der Beschwerdeführerin bezüglich Arbeitsweg unzumutbar gewesen wäre, wird nicht näher ausgeführt. Die Distanz zwischen Wohn- und Einsatzort kann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in rund einer Viertelstunde zurückgelegt werden. Ausserdem wäre der neue Arbeitsort in unmittelbarer Nähe des Beschäftigungsprogramms gelegen, an welchem die Versicherte in dieser Zeit teilnahm. Die Personalberaterin begleitete die Versicherte zudem zum Vorstellungsgespräch, weil sie um deren Schwierigkeiten bei der Stellensuche wusste und sich daher über das übliche Mass hinaus um die Beschwerdeführerin kümmerte. Dabei wurde zweifelsohne auch über das Anforderungsprofil der in Aussicht gestellten Temporärarbeit gesprochen, und der Versicherten hätte die Möglichkeit offen gestanden, allfällige Überforderungsängste zu äussern. Es entspricht zwar einem verständlichen Wunsch der Beschwerdeführerin, die Arbeitsstelle vor Tätigkeitsbeginn sehen zu wollen; kann diesem Anliegen jedoch nicht entsprochen werden, berechtigt dies nicht zu einem ablehnenden Verhalten, durch welches sie das Nichtzustandekommen der Anstellung zumindest in Kauf nahm. c) Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG erfolgte nach dem Gesagten zu Recht. Unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Umstände lassen sich die Annahme eines mittelschweren Verschuldens sowie die Festsetzung der Einstelldauer auf 28 Tage im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 OG) nicht beanstanden.