Citation: 8C_188/2024 E. 5.4.2

5.4.2. Mithin begründeten die Gutachter eingehend, weshalb seit der Begutachtung in der Klinik B.________ aus somatischer Sicht keine neuen Diagnosen hinzugekommen seien. Indessen würden die Funktionsstörungen an der Wirbelsäule (thorakolumbale Skoliose, Schädigung der Innervation der Schultermuskulatur) in ihrer Kausalität, Intensität und Limitierung im Begutachtungszeitpunkt (Mai 2020) anders beurteilt als noch im Jahr 2006. Dessen ungeachtet sei die geltend gemachte Gesundheitsschädigung zumindest teilweise Folge des Unfalls vom 8. April 1994 (Gutachten, S. 31). Die Ausführungen des kantonalen Gerichts, es liege zwar ein unfallfremder Vorzustand vor, trotzdem bestünden aber objektivierbare Unfallfolgen, womit zumindest von einer Teilkausalität auszugehen sei, stimmen damit vollumfänglich überein. Das genügt, wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat, für eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin (vgl. statt vieler: BGE 147 V 161 E. 3.2 mit Hinweisen). Hingegen ist - auch dazu hat sich die Vorinstanz korrekt geäussert - nicht von grundsätzlicher Bedeutung, inwiefern und zu welchen Anteilen ein unfallfremder Vorzustand den Gesundheitsschaden mitbeeinflusste. Das dagegen wiederholt angeführte Argument der Beschwerdeführerin, durch die Klinik B.________ sei das Schmerzbild anders (nämlich zum überwiegenden Teil als unfallkausal) beurteilt worden, hilft damit eindeutig nicht weiter. Ebenso wenig trifft es entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin zu, dass die Gutachter die aus ihrer Sicht unfallfremden Einschränkungen ausgeklammert und die Beschwerden bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit fälschlicherweise nicht gesamthaft berücksichtigt hätten. Denn die Experten der D.________ GmbH gingen klar vom Gegenteil aus, indem sie festhielten, selbst unter Berücksichtigung einer unfallbedingten Scapula alata würde eine Arbeitsfähigkeit von 100 % für angepasste Tätigkeiten resultieren; insofern habe die kontrovers diskutierte Frage nach der Kausalität der Scapula alata keine Auswirkung auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (vgl. Stellungnahme vom 13. Januar 2021, S. 3).