Citation: 4A_259/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdegegnerin habe den behaupteten Bestand eines Kaufvertrages mit der Beschwerdeführerin über Abdeckvlies und Wein bewiesen. Sie habe sich hierfür in erster Linie auf zwei Rechnungen gestützt, die den Briefkopf der Beschwerdeführerin trügen, an die Beschwerdegegnerin adressiert seien und die Formulierung "Gemäss ihrem Auftrag stellen wir Ihnen wie folgt in Rechnung" enthielten. In der ersten Rechnung werde darunter aufgeführt: "Abdeckvlies - weiss BASIC, Dimension Breite 100cm, Länge 50m, Gewicht 180g/m2 (2 LKW x 33 Paletten je 24 Rollen)." Die Lieferung sei "frei Haus" vereinbart worden, der Versand per Spedition (Lieferung durch C.________ AG), bezahlbar zu 100% in WIR auf den gesamten Netto Warenwert zuzüglich MwSt. in Schweizer Franken. Der Wortlaut der Erklärungen lasse keinen Spielraum zu in Bezug auf die Fragen zwischen wem, worüber und zu welchen Konditionen der Kaufvertrag zustande gekommen sei. Die Rechnung sei von der Beschwerdeführerin erstellt worden, mit ihrem Briefkopf versehen und an die Beschwerdegegnerin adressiert. Insbesondere die Formulierung "Gemäss ihrem Auftrag stellen wir Ihnen wie folgt in Rechnung" impliziere, dass eine entsprechende Bestellung vorgängig getätigt worden sei und weise auf die Beschwerdeführerin als Vertragspartei hin. Nichts in den Rechnungen deute darauf hin, dass die Beschwerdeführerin diese für einen Dritten handelnd oder ohne eigenen Bindungswillen gestellt hätte. Die C.________ AG werde als Spediteurin, nicht als Verkäuferin aufgeführt. Unter diesen Umständen habe die Beschwerdegegnerin die Rechnung nach Treu und Glauben als Annahme ihrer Bestellung verstehen und daraus schliessen dürfen, dass die Rechnung stellende Person auch Vertragspartei sei.