Citation: 6B_231/2024 E. 2.1

2.1. In tatsächlicher Hinsicht ist Folgendes unbestritten: Rechtsanwalt Erwin Leuenberger wies sich in der Strafsache gegen den Beschwerdegegner gegenüber den Strafuntersuchungsbehörden und der ersten Instanz mit einer Vollmacht als Rechtsbeistand der Beschwerdeführerin aus und nahm deren Interessen als Privatklägerin anlässlich der erstinstanzlichen Verhandlung wahr (kantonale Akten, Untersuchungsakten [UA] act. 1478; Gerichtsakten [GA] act. 11; VI act. 43 ff.). Sowohl im Rubrum als auch im Verteiler des erstinstanzlichen Urteils wird auf dieses Vertretungsverhältnis hingewiesen (kantonale Akten, GA act. 101 und act. 113). Im Berufungsverfahren stellte die Vorinstanz mit Verfügung vom 20. September 2023 die Berufungserklärung des Beschwerdegegners, welche Rechtsanwalt Erwin Leuenberger ebenfalls als Vertreter der Beschwerdeführerin aufführt, Letzteren direkt zu und setzte ihr eine Frist von 20 Tagen, um u.a. einen begründeten Antrag auf Nichteintreten zu stellen, Anschlussberufung zu erklären und (unter Annahme des Verzichts bei Säumnis) mitzuteilen, ob sie am Verfahren als Partei teilnehmen wolle (act. 3). Eine Zustellung dieser Verfügung an Rechtsanwalt Erwin Leuenberger blieb aus. Nachdem innert 20 Tagen keine Eingabe der Beschwerdeführerin eingegangen war, stellte die Vorinstanz mit Verfügung vom 23. Oktober 2023 fest, dass diese nicht mehr als Partei am Verfahren teilnehme (act. 3). Diese Verfügung sowie alle weiteren Entscheide der Vorinstanz wurden - mit Ausnahme des angefochtenen Entscheids (vgl. hierzu E. 1.3.2) - nur den beiden Beschwerdegegnern zugestellt.