Citation: I 644/00 30.04.2001 E. 4

4.- a) Für die Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Person ohne Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b mit Hinweis). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Es ist daher in der Regel vom letzten Lohn vor Eintritt der Gesundheitsschädigung auszugehen (ZAK 1980 S. 593 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall kann der Berechnung ein Vollpensum beim früheren Arbeitgeber Hotel C.________ zu Grunde gelegt werden. Gemäss den von der IV-Stelle festgehaltenen telefonischen Angaben des Arbeitgebers vom 2. April 1993 belief sich der Stundenlohn der Beschwerdeführerin (inkl. Ferienentschädigung und 13. Monatslohn), welcher dem üblichen Lohn im Betrieb entsprach, im Jahr 1993 auf Fr. 18.20. Umgerechnet auf 12 Monate à 21,7 Tage und ausgehend von einem Pensum von 8,4 Stunden pro Tag ergibt dies einen Jahresverdienst von Fr. 39'810.-. Wird die durchschnittliche Lohnerhöhung in den Folgejahren bis 1999 im Bereich "Handel; Reparatur; Gastgewerbe" (1994: 1,4 %; 1995: 1,5 %; 1996: 1,0 %; 1997: 0,3 %; 1998: 0,7 %; 1999: 0,4 %, vgl. Die Volkswirtschaft 3/2000 Anhang S. 26 Tabelle B10. 2 und 2/2001 S. 81 Tabelle B10. 2) berücksichtigt, resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 41'964.-. b) Da die Beschwerdeführerin nicht erwerbstätig ist, ist das Einkommen, welches sie bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage durch eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit erzielen könnte (Invalideneinkommen), gestützt auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) zu ermitteln (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb), wobei von einer Tätigkeit im angestammten Bereich auszugehen ist. Gemäss Tabelle A1 der LSE 1998 belief sich der Zentralwert des monatlichen Einkommens von im Gastgewerbe tätigen, mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten beschäftigten Frauen auf Fr. 2957.-. Wird dieser auf einem Pensum von 40 Stunden beruhende Betrag auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden hochgerechnet (BGE 126 V 77), ergibt sich ein Verdienst von Fr. 3097.- pro Monat oder Fr. 37'169.- pro Jahr bzw. , unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Lohnerhöhung von 0,4 % von 1998 auf 1999, von Fr. 37'318.- pro Jahr. Bei einem Pensum von 30 % könnte die Beschwerdeführerin ein Einkommen von Fr. 11'195.- erzielen. Die Gegenüberstellung dieses Betrags und des Valideneinkommens von Fr. 41'964.- ergibt einen Invaliditätsgrad von 73,3 %. Die Beschwerdeführerin hat somit Anspruch auf eine ganze Rente.