Citation: 6S.94/2000 22.08.2000 E. 1

1.- Dem angefochtenen Urteil liegt der folgende, für das Bundesgericht verbindlich festgestellte (Art. 277bis BStP) Tatablauf zu Grunde: Ungefähr 4 Wochen vor dem Tötungsdelikt reifte im Beschwerdeführer der Entschluss, seine Familie und sich selber umzubringen. Dies deshalb, weil er u.a. gestützt auf ein gescheitertes EDV-Projekt den finanziellen Ruin auf sich und seine Familie zukommen sah. Bereits damals war sich der Beschwerdeführer im klaren, dass er für die geplante Tötung seine Dienstwaffe verwenden würde. Den definitiven Entscheid, seine Familie und sich zu töten, fasste der Beschwerdeführer schliesslich am 13.06.1996, da er sich in finanzieller Hinsicht nun vollends in die Enge getrieben gesehen hatte (Fälligwerden von Hypothekarkrediten, Eintreffen von neuen Forderungen in Form von Zahlungsbefehlen, eröffnete Pfändung usw.). Am 14.06.1996, um ca. 07.15 Uhr, erschoss der Beschwerdeführer planmässig seine noch schlafende Ehefrau im Ehebett, indem er einen ersten gezielten Schuss gegen ihre linke Schläfe abfeuerte. Unmittelbar nach dem ersten Schuss feuerte er auch noch einen zweiten Schuss gegen seine Ehefrau ab, um sicher zu sein, dass sie nicht mehr lebte. Nach der Exekutierung seiner Ehefrau S. begab sich der Beschwerdeführer alsdann mit der unterdessen eingesteckten Waffe in das Zimmer seines Sohnes P. (der älteste Sohn, T. , hatte das Haus bereits um ca. 06.45 Uhr verlassen), um auch diesen wie geplant im Schlaf zu erschiessen. Da P. aber bereits wach im Bett lag, setzte der Beschwerdeführer sein Vorhaben vorerst noch nicht in die Tat um. Als P. gegen 08.10 Uhr aus seinem Zimmer trat, lotste der Beschwerdeführer seinen Sohn unter dem Vorwand, Rückenprobleme zu haben und ab dem Wandgestell im Luftschutzkeller eine schwere Schachtel zu benötigen, in den Keller. Als sich P. dort auf einen Hocker stellte, um seinem Vater das Gewünschte ab dem Wandgestell zu reichen, versetzte der Beschwerdeführer diesem von hinten einen gezielten Schuss aus kurzer Distanz in den Hinterkopf. Einen zweiten Schuss gab er in die ihm zugewandte Schläfe seines Sohnes ab. Bis zur Heimkehr von T. um ca. 19.00 Uhr, verbrachte der Beschwerdeführer alsdann die Zeit damit, die verschiedenen Tatorte im Hause aufzuräumen und zu säubern, weiter die beiden Leichen unter die Sitzbank der neben dem Luftschutzkeller gelegenen Sauna zu schleppen. Der Beschwerdeführer hatte den beiden Leichen vorgängig noch mehrlagige Druckverbände an den Köpfen angelegt, um ein Ausbluten der Körper zu verhindern. In der Nacht vom 16.06.1996 wollte der Beschwerdeführer dann seinen zweiten Sohn, T. , töten. Aufgrund diverser Lügen seitens des Beschwerdeführers war T. bezüglich der Abwesenheit seines Bruders und seiner Mutter bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht stutzig geworden. Um ca. 04.00 Uhr schlich der Beschwerdeführer mit der Waffe in der rechten Hosentasche und einer Taschenlampe in der Hand vom ehelichen Schlafzimmer in das Zimmer seines Sohnes. Da sich T. aber in wachem Zustand befand, liess der Beschwerdeführer von seinem Vorhaben ab. Gegen 08.00 Uhr verliess der Beschwerdeführer das Haus, um seinen Sohn T. aus der Ferne über das zu Hause Vorgefallene in Kenntnis zu setzen und um sich im Anschluss daran angeblich irgendwo mit seiner Dienstwaffe das Leben zu nehmen. Um 14.30 Uhr stellte sich der Beschwerdeführer aber nach mehreren Telefongesprächen mit seinem Sohn T. , dann auch mit Personen aus der Strafverfolgung, den Strafbehörden (Bezirksamt Baden) und legte ein erstes Geständnis ab.