Citation: 5A_251/2023 E. 2.2

2.2. Der Entscheid über die Gutheissung oder Abweisung eines im Rahmen des Scheidungsverfahrens gestellten Gesuchs um Leistung eines Prozesskostenvorschusses beschlägt eine vorsorgliche Massnahme im Sinn von Art. 98 BGG (zit. Urteil 5D_17/2024 a.a.O.; Urteile 5A_716/2021 vom 7. März 2022 E. 2; 5A_482/2019 vom 10. Oktober 2019 E. 2.1; 5A_422/2018 vom 26. September 2019 E. 2.1; je mit Hinweisen). Gemäss der zitierten Norm kann mit der Beschwerde gegen Entscheide über vorsorgliche Massnahmen nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte - in concreto also Willkür in der Anwendung von Art. 163 Abs. 1 oder Art. 159 Abs. 3 ZGB - gerügt werden (zit. Urteile 5A_786/2021 E. 2; 5A_716/2021 a.a.O.; 5A_482/2019 a.a.O.; 5A_422/2018 a.a.O.). Auch eine Berichtigung oder Ergänzung der Sachverhaltsfeststellungen - einschliesslich der vorinstanzlichen Feststellungen über den Ablauf des kantonalen Verfahrens (Prozesssachverhalt; s. dazu BGE 140 III 16 E. 1.3.1) - kommt nur in Frage, wenn die kantonale Instanz verfassungsmässige Rechte verletzt hat (BGE 133 III 585 E. 4.1). Für alle Vorbringen betreffend die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gilt das strenge Rügeprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 148 II 392 E. 1.4.1; 143 II 283 E. 1.2.2; je mit Hinweisen). Das bedeutet, dass die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten muss, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze inwiefern durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind (BGE 146 I 62 E. 3; 134 II 244 E. 2.2; Urteil 5A_793/2023 vom 4. Juli 2024 E. 3). Wird eine solche Rüge nicht vorgebracht, kann das Bundesgericht eine Beschwerde selbst dann nicht gutheissen, wenn eine Verletzung von verfassungsmässigen Rechten tatsächlich vorliegt (BGE 143 II 283 E. 1.2.2 mit Hinweisen). Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (BGE 149 I 248 E. 3.1). Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 150 I 50 E. 3.3.1 in fine; 149 III 81 E. 1.3 in fine; 148 IV 409 E. 2.2; je mit Hinweisen). Willkür im Sinn von Art. 9 BV liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begründung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere Lösung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint, genügt nicht (BGE 148 III 95 E. 4.1; 144 III 145 E. 2; 144 I 113 E. 7.1; je mit Hinweisen). Willkürlich ist ein kantonaler Entscheid ferner dann, wenn ein Gericht ohne nachvollziehbare Begründung von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung abweicht (BGE 148 III 95 E. 4.1 in fine mit Hinweisen). Wer sich auf eine Verletzung des Willkürverbots berufen will, kann sich demnach nicht darauf beschränken, die Sach- oder Rechtslage aus seiner Sicht darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willkürlich zu bezeichnen. Die rechtsuchende Partei muss vielmehr anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen dartun, inwiefern das kantonale Gericht willkürlich entschieden haben soll und der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 in fine mit Hinweis) und auch im Ergebnis in krasser Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (Urteil 5A_184/2023 vom 5. Oktober 2023 E. 2 in fine mit Hinweisen; zum Ganzen: Urteil 5A_144/2024 vom 22. Mai 2024 E. 2 in fine mit Hinweisen). Soweit die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit ihrem Anspruch auf Prozesskostenvorschuss die (einfache) Verletzung von Art. 159 und Art. 163 ZGB sowie der Art. 55 Abs. 2, Art. 229 Abs. 3 und Art. 311 ZPO geltend macht, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Die von der Beschwerdeführerin gerügte Verletzung von Art. 29 Abs. 3 BV entbehrt jeglicher Begründung, weshalb auch in diesem Umfang auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.