Citation: H 410/01 04.04.2002 E. 2

2.- Das kantonale Gericht hat gestützt auf die Rechtsprechung, wonach eine Rechtsmittelfrist sieben Tage nach dem erfolglosen Zustellungsversuch zu laufen beginnt (BGE 127 I 31, 123 III 493, 119 II 149 Erw. 2, 119 V 94 Erw. 4b/aa mit Hinweisen; RKUV 2001 U Nr. 434 S. 329), die vorinstanzliche Beschwerde als verspätet betrachtet. In diesem Zusammenhang hat es verbindlich festgestellt (Erw. 1 hievor), dass die eingeschriebene Sendung mit den drei Beitragsverfügungen am 1. Juni 2001 bei der massgebenden Bestimmungspoststelle eingetroffen, auf Grund eines Postrückbehaltungsauftrages dem Beschwerdeführer jedoch erst am 23. Juni 2001 ausgehändigt worden ist. Da nach der erwähnten Rechtsprechung auch bei einem Postrückbehaltungsauftrag oder wenn die Post von sich aus eine längere Abholfrist einräumt eine Sendung nach Ablauf der sieben Tage als zugestellt gilt, ist die Beschwerde vom 20. Juli 2001 mit dem kantonalen Gericht als verspätet zu betrachten. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nichts vorgebracht, was die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz als mangelhaft im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG oder die rechtliche Würdigung als bundesrechtswidrig erscheinen lässt. Der Beschwerdeführer bringt einzig vor, er habe auf Grund seines Schreibens vom 26. Februar 2001, wonach er die Angelegenheit mit der Ausgleichskasse als erledigt betrachtete, nicht mehr mit Zustellungen in dieser Sache rechnen müssen. Dieser Betrachtungsweise kann nicht gefolgt werden. Spätestens seit der provisorischen Beitragsverfügung vom 22. Dezember 2000 stand er in einem laufenden Verfahrens- oder Prozessrechtsverhältnis mit der Ausgleichskasse, welches den Erlass von Verfügungen mit gewisser Wahrscheinlichkeit voraussehbar machte (BGE 119 V 95 Erw. 4b/bb). Entgegen seiner Auffassung durfte er auf Grund seines Schreibens vom 26. Februar 2001 die Sache noch nicht als erledigt betrachten, da er keine entsprechende Willensäusserung von der Ausgleichskasse erhalten hatte und es nicht in seiner Hand lag, über das Ende des Verfahrensverhältnisses zu bestimmen. Da bei diesem Ausgang des Verfahrens die drei Beitragsverfügungen vom 29. Mai 2001 nie Gegenstand materieller Beurteilung gebildet haben, steht es dem Beschwerdeführer frei, bei der Ausgleichskasse ein Wiedererwägungsgesuch einzureichen.