Citation: 6B_576/2021 E. 5.4.2

5.4.2. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers stellt es denn auch keine Verletzung des "in-dubio-Grundsatzes" dar, wenn die Vorinstanz in willkürfreier Würdigung der Aussagen von E.________ zum Schluss kommt, dass auf dessen korrigierten Angaben abzustellen ist. Der "in-dubio-Grundsatz" wird erst anwendbar, nachdem alle aus Sicht des urteilenden Gerichts notwendigen Beweise erhoben und ausgewertet worden sind. Insoweit stellt er gerade keine Beweiswürdigungsregel dar. Die "in-dubio-Regel" gibt Antwort auf die Frage, wie zu entscheiden ist, wenn zweifelhaft ist, ob das erforderliche Beweismass erfüllt ist, und nicht auf die Frage, wie die (einzelnen) erhobenen Beweise im Zweifelsfall zu würdigen sind (vgl. BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.2, m.w.H.; CHRISTOPH METTLER, In dubio pro reo - ein Grundsatz im Zweifel, AJP 1999 S. 1110). Entsprechend ist ebenso wenig zu beanstanden, wenn die Vorinstanz in willkürfreier Würdigung der von H.________ schriftlich und alsdann mündlich gemachten Angaben zum Schluss kommt, dass auf dessen schriftlichen Bericht vom 30. April 2016 abzustellen ist. Zwar trifft zu, dass H.________ bereits in diesem Bericht "lediglich" Schürfungen und nicht "blutige Stellen" beschrieben, er mithin mit seinen mündlichen Angaben die Intensität der bei "B.________" festgestellten Wunden nicht zu relativeren versucht hat. H.________ hat indes nicht ausgeschlossen, dass die von weisser Salbe überdeckten und von ihm als "Schürfungen" qualifizierten Wunden am Vortag geblutet haben, womit der dementsprechende Schluss der Vorinstanz nicht schlechterdings unhaltbar ist. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers schliesst die Vorinstanz damit einhergehend nicht darauf, "B.________" seien (zusätzlich) abheilende Medikamente verabreicht worden. Dies ergibt sich ohne weiteres aus deren Erwägungen, gemäss welchen sich nicht habe klären lassen, "[o]b [nebst Salbe] noch weitere Medikamente abgegeben wurden [...]" (angefochtenes Urteil S. 23). Ebenso wenig führt die Vorinstanz es auf eine "Wunderheilung" zurück, dass die Wunden tags darauf nicht mehr bluteten, sondern nachvollziehbar und willkürfrei auf die Arbeit der verarztenden Pferdepflegerin (angefochtenes Urteil S. 28). Mit diesen Ausführungen setzt sich der Beschwerdeführer wiederum nicht auseinander und ist entgegen seinen Ausführungen auch nicht entscheidend, wann genau und von wem die weisse Salbe am 28. April 2016 aufgetragen worden ist. Der Beschwerdeführer verkennt zudem, dass die Vorinstanz im Ergebnis - mit Ausnahme der von ihr willkürfrei getroffenen Annahme, dass die Wunden am Vortag geblutet haben - unabhängig von den von E.________ beigebrachten Fotos von einem Verletzungsbild ausgeht, wie es im Bericht von H.________ festgehalten worden ist und bezüglich welchem sie feststellt, dass E.________ mündlich ein "gleichartiges Spurenbild" beschrieben hat (vgl. angefochtenes Urteil S. 20 f. und 22). Keineswegs unhaltbar ist schliesslich, wenn die Vorinstanz den von H.________ mündlich zwar als möglich aber wenig (er) wahrscheinlich erachteten bzw. sogleich wieder verworfenen alternativen Verletzungsursachen keinen höheren Beweiswert beimisst, als dessen sowohl schriftlich als auch mündlich primär gemachten Einschätzung von durch übermässiger Bein-/Sporen und Peitscheneinwirkung verursachten Verletzungen, welche er zudem als mit den vom Besitzer von "B.________" gemachten Angaben korrespondierend erachtete. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers ist alsdann augenfällig, dass sich F.________ in einem Aussagedilemma befand (vgl. angefochtenes Urteil S. 22 und 33 f. und UA Reg. 2, act. 1 ff.). Entsprechend verfällt die Vorinstanz nicht in Willkür, wenn sie diesem Umstand Rechnung trägt und zum Schluss kommt, dass am Beweisergebnis nichts zu ändern vermöge, wenn F.________ beim Pferd "B.________" keine Verletzungen festgestellt habe, zumal solche tierärztlich bestätigt worden sind. Dasselbe gilt, wenn sie den Aussagen von J.________, die keine Misshandlungen beobachtet haben will und erklärte, dass "B.________" zu keinem Zeitpunkt derart verletzt gewesen sei, dass ein Tierarzt hätte beigezogen werden müssen, eine lediglich untergeordnete Beweiskraft beimisst (angefochtenes Urteil S. 8 und 17). Mit seinen Vorbringen zur zeitlichen Einordnung des Vorfalles vom 28. April 2016 anhand des Turniers in V.________ verkennt der Beschwerdeführer schliesslich, dass das Bundesgericht keine Appellationsinstanz ist, welche die vorinstanzliche Beweiswürdigung mit freier Kognition überprüft; dasselbe gilt, wenn er pauschal ausführt, auch andere Personen hätten das Pferd "B.________" geritten. Insofern er damit geltend machen will, eine unbekannte Täterschaft habe "B.________" die fraglichen Verletzungen zugefügt, ist dies nicht geeignet, die seine Täterschaft nachvollziehbar begründende Beweiswürdigung der Vorinstanz (angefochtenes Urteil S. 26 ff.) als unhaltbar und damit als willkürlich erscheinen zu lassen. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.