Citation: 6B_91/2022 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz erwägt, die Vorstrafen des Beschwerdeführers seien bei der Prognosestellung als ungünstige Elemente zu gewichten. Negativ wirke sich sodann der Umstand aus, dass er mit der Misswirtschaft eine schwerwiegendere Straftat begangen habe, welche sich über eine nicht unbeachtliche Zeitspanne von mehr als zwei Jahren erstrecke. Zu berücksichtigen sei auch seine Involvierung in mehreren Unternehmen, die früher oder später allesamt Konkurs gegangen seien. Sein Verhalten weise auf ein mangelhaftes Unrechtsbewusstsein und einen grundsätzlich fehlenden Respekt gegenüber fremdem Vermögen hin. Die stabilen familiären Verhältnisse hätten ihn bereits in der Vergangenheit nicht von der Begehung von neuen Straftaten abhalten können. Zwar sei bei einer Gesamtwürdigung aller Umstände eine eigentliche Schlechtprognose knapp nicht anzunehmen, zumal er - dem aktuellen Strafregisterauszug zufolge - noch nie mit einer Freiheitsstrafe verurteilt worden sei. Hingegen hätten ihn eine unbedingt ausgesprochene Geldstrafe von 30 Tagessätzen à EUR 30, eine von 20 Tagessätzen à Fr. 30.-- sowie eine von 120 Tagessätzen à Fr. 30.-- nicht von der Begehung neuer Delinquenz abhalten können. Dies führe vor Augen, dass die Ausfällung einer blossen Verbindungsbusse gemäss Art. 42 Abs. 4 StGB nicht ausreiche, um einer zukünftigen Delinquenz entgegen zu wirken (vgl. dazu BGE 134 IV 60 E. 7.4 f. mit Hinweisen). Vielmehr erscheine es notwendig - aber auch hinreichend - dass ein Teil der Freiheitsstrafe vollzogen werde. Der vollziehbare Anteil sei mit der Erstinstanz auf zwölf Monate festzusetzen. Trotz des Wohlverhaltens des Beschwerdeführers von mittlerweile mehr als fünf Jahren sei den erheblichen Bedenken an seiner Legalbewährung mit einer erhöhten Probezeit von drei Jahren für den bedingt auszusprechenden Anteil von zwölf Monaten Freiheitsstrafe Rechnung zu tragen (Art. 44 Abs. 1 StGB).