Citation: 1C_3/2024 E. 6.1

6.1. In den Anwendungsbereich des USG fallen insbesondere die in Art. 7 Abs. 1 USG aufgezählten Einwirkungen, darunter Lärm und Strahlen, sofern sie durch den Bau und Betrieb von Anlagen verursacht werden. Diese werden beim Austritt aus Anlagen als Emissionen, am Ort ihres Einwirkens als Immissionen bezeichnet (Abs. 2). Dem Lärm sind Infra- und Ultraschall gleichgestellt (Abs. 4). Als "Strahlung" werden auch die Lichtemissionen einer Windenergieanlage erfasst. Dazu gehören deren Beleuchtung sowie die durch den Betrieb verursachten Lichteffekte, insbesondere der periodische Schattenwurf, der entsteht, wenn Licht durch die Rotoren in schneller Abfolge unterbrochen wird ("Stroboskop-Effekt" oder künstlich bewirktes "Flackern"; vgl. Urteil 1C_48/2021 vom 19. Oktober 2023 E. 6.1; BAFU, Empfehlungen zur Vermeidung von Lichtemissionen, 2021, Ziff. 6.2.1 S. 47). Nicht unter das USG fallen dagegen Vorschriften, die nicht dem Immissionsschutz dienen, sondern ortsplanerisch motiviert sind (GRIFFEL/ RAUSCH, Ergänzungsband, N. 2 zu Art. 65 USG; BGE 117 Ib 147 E. 2d/aa; Urteil 1C_555/2018 vom 29. August 2019 E. 4.2 mit Hinweisen). Dies ist der Fall für die "architektonische Wirkmächtigkeit". Nach Auffassung der Beschwerdeführerin dient auch der Abstand zu Kleinsiedlungen mit mehreren Wohneinheiten nicht dem Lärmschutz (obwohl die oben zitierten Erläuterungen dies nahelegen würden), sondern habe raumplanerische und baupolizeiliche Funktion.