Citation: 4A_279/2023 E. 3.2.3

3.2.3. In rechtlicher Hinsicht ist das Verwaltungsgericht richtigerweise davon ausgegangen, dass der Tatbestand von Art. 40 VVG namentlich durch eine bewusste Aggravation einer gesundheitlichen Beeinträchtigung gegenüber dem Versicherer erfüllt werden kann (Urteile 4A_20/2018 vom 29. Mai 2018 E. 3.2.1; 4A_286/2016 vom 29. August 2016 E. 5.1.2). Dass die Versicherungsleistungen im Ergebnis auf der Basis ärztlicher Atteste und nicht unmittelbar der Aussagen des Beschwerdeführers ausgerichtet wurden, vermag diesen nicht zu entlasten. Ärzte sind naturgemäss in erheblichem Masse auf die Angaben ihrer Patienten angewiesen (Urteile 4A_20/2018 vom 29. Mai 2018 E. 3.2.1; 4A_401/2017 vom 20. Dezember 2017 E. 6.2.3; zum Ganzen auch Urteil 4A_382/2014 vom 3. März 2015 E. 5.1 und 6.2.5). Ebenfalls ohne Weiteres zutreffend ist der Schluss der Vorinstanz, als Folge der betrügerischen Begründung des Versicherungsanspruchs sei die Beschwerdegegnerin zur integralen Leistungsverweigerung berechtigt (Urteile 4A_273/2021 vom 17. April 2023 E. 3.1; 4A_378/2021 vom 12. Oktober 2021 E. 4.1; 4A_536/2020 vom 19. Januar 2021 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).