Citation: I 455/02 08.04.2003 E. 3

Bleibt es daher bei einer 50 %igen Restarbeitsfähigkeit für angepasste Arbeiten, lässt sich die verfügte und vorinstanzlich bestätigte Zusprechung einer halben Invalidenrente nicht in Frage stellen: Die Annahme der Verwaltung, wonach der Beschwerdeführer trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch ein Erwerbseinkommen von Fr. 20'289.- (= Invalideneinkommen) erzielen könne, basiert auf den Durchschnittslöhnen gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) unter Gewährung eines praxisgemässen behinderungsbedingten Abzuges und lässt sich nicht beanstanden. Dasselbe gilt für die Berechnung des vom Versicherten ohne Invalidität realisierbaren Verdienstes (= Valideneinkommen) im angefochtenen Entscheid. Hiefür hat die Rekurskommission den in der LSE 1998 (Tabelle TA 1 S. 25) für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) von Männern im privaten Sektor verzeichneten Lohn von Fr. 4268.- herangezogen und auf die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit umgerechnet. Sodann hat sie die Teuerung bis ins Jahr 2000 berücksichtigt. Dies wäre mit Blick auf den Rentenbeginn (1. November 1998) verzichtbar, gibt aber, da in gleicher Weise auch beim Valideneinkommen vorgenommen und daher am Ergebnis nichts ändernd, zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Der Vergleich des aufs Jahr resultierenden Valideneinkommens von Fr. 54'464.- mit dem Invalideneinkommen von Fr. 20'289.- führt zu einem Invaliditätsgrad unter 66 2/3 %. Wenn der Beschwerdeführer ein höheres Valideneinkommen geltend macht, kann ihm nicht beigepflichtet werden. Wohl hat er eine Lehre als Spengler/Sanitärinstallateur absolviert. Doch zeigt seine - invaliditätsfremd - sehr wechselhafte erwerbliche Laufbahn, dass er an der durchschnittlichen Lohnentwicklung im erlernten Beruf nicht teilgenommen hat und im Gesundheitsfall auch nicht hätte. Die in der LSE 1998 (Tabelle TA1 S. 25) unter der Gruppe 50-52 "Handel; Reparatur", wozu das Sanitärinstallationsgewerbe gezählt werden kann, verzeichneten Löhne müssten daher entsprechend der unterdurchschnittlichen Einkommenserzielung des Versicherten herabgesetzt werden. Selbst wenn ihm das Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) zugebilligt wird, ergibt sich damit nicht ein Valideneinkommen, welches verglichen mit dem Invalideneinkommen den Anspruch auf eine ganze Rente begründet.