Citation: 6B_912/2021 E. 1.4.1

1.4.1. Weiter rügt der Beschwerdeführer zusammengefasst, die Vorinstanz habe in willkürlicher Weise bejaht, dass er den Geschädigten 2 bedroht habe. Letzterer habe zwar erklärt, dass er sich "bedroht und scheisse" gefühlt habe. Sodann habe er aber die Frage verneint, ob ihm konkret mit Gewalt gegen sich oder seine Angehörigen gedroht worden sei. Es sei willkürlich, anzunehmen, dem Geschädigten 2 sei mit Gewalt gedroht worden, wenn er selbst eine derartige Bedrohung klar und unmissverständlich ausschliesse. Die Vorinstanz spricht den vom Beschwerdeführer genannten Widerspruch ausdrücklich an. Sie führt aus, der Geschädigte 2 habe in der Zeugeneinvernahme vom 27. April 2016 ausgesagt, er habe sich bedroht und "scheisse" gefühlt. Als man ihn gefragt habe, ob ihm konkret mit Gewalt gegen sich oder seine Angehörigen gedroht worden sei, habe er dies verneint und ausgeführt, es sei einfach gesagt worden, dass er nicht mehr arbeiten dürfe. Er sei nicht zur Polizei gegangen, da er sich vor Konsequenzen gefürchtet habe. Mit Konsequenzen meine er, geschlagen zu werden, oder vielleicht seine Familie. Der Schwiegersohn des Beschwerdeführers habe ihm oft gedroht, er schlage ihn und breche ihn in zwei Teile. Dann könne ihm nicht einmal die Rega (Schweizerische Rettungsflugwacht) helfen. Auf den Widerspruch angesprochen, habe er erklärt, er habe ganz einfach Angst und fühle sich wie auf Glatteis (vorinstanzliches Urteil S. 26). Als verkürzt erweist sich damit die Behauptung des Beschwerdeführers, der Geschädigte 2 schliesse Gewaltandrohungen "explizit aus". Richtig ist, dass er diese auf Nachfrage hin zunächst verneinte, unmittelbar darauf jedoch zu Protokoll gab, der Schwiegersohn des Beschwerdeführers habe ihm oft gedroht und in Aussicht gestellt, er würde ihn in zwei Teile brechen, sodass ihm die Rega nicht mehr helfen könne, wobei er die Abweichung in den Aussagen mit seiner Angst begründete. Aktenwidrig ist sodann das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach nur der Geschädigte 1 diese Drohung erwähnt habe. Auch wenn die Wertung der Aussagen der Geschädigten als "widerspruchsfrei" vor diesem Hintergrund unbedacht erscheint, begründet die Vorinstanz ihre Schlussfolgerung, wonach die Vorbringen der Geschädigten trotz des erwähnten Widerspruchs glaubhaft seien, in schlüssiger und überzeugender Weise. Sie führt aus, dass die Schilderungen der Geschädigten in Bezug auf die Umschreibung von Drohungen oder Gewaltanwendungen zwar unbeholfen seien, das beschriebene Klima der Angst aber dennoch authentisch erscheine. Die Vorinstanz erwägt nachvollziehbar, dass gerade im Falle bewusster Falschbelastung kein derartiger Widerspruch zu erwarten gewesen wäre und die Geschädigten eine kurze und klare Anschuldigung erhoben hätten, die sie jederzeit hätten wiederholen können. Weiter sei ihren Aussagen konstant eine Angst vor dem Beschwerdeführer und seinem Schwiegersohn zu entnehmen. Diese Angst habe die Geschädigten zweifellos in ihrem Aussageverhalten beeinflusst, habe der Geschädigte 2 doch einmal gar nicht mehr aussagen wollen. Für einen echten Erlebnishintergrund spreche zudem die vom Geschädigten 2 geschilderte (und vom Geschädigten 1 bestätigte) Drohung, wonach der Schwiegersohn des Beschwerdeführers ihn in zwei Teile brechen würde, sodass ihm auch die Rega nicht helfen könne (vorinstanzliches Urteil S. 27). Die vorinstanzlichen Erwägungen sind dabei allesamt einleuchtend und frei von Willkür.