Citation: 6B_441/2015 E. 2.3.1

2.3.1. Die Vorinstanz begründet unter Verweis auf das erstinstanzliche Urteil ausführlich, weshalb sie von einer Reaktionszeit des Beschwerdeführers von 0,6 Sekunden ausgeht. Die sog. Bremsreaktionszeit beträgt Untersuchungen zufolge selbst bei einer erhöhten Bremsbereitschaft mindestens eine Sekunde, wobei nur ein sehr kleiner Teil der Testpersonen in der Lage war, diesen Wert einzuhalten. Geringere Werte von 0,7 oder 0,75 Sekunden wurden als bestmögliche Reaktionszeit nur bei Testpersonen, die das kritische Ereignis erwarteten, und damit nicht unter realistischen Alltagsbedingungen, erreicht (Urteil 6B_1030/2010 vom 22. März 2011 E. 3.3.3 mit Hinweisen). Die von der Vorinstanz angenommene Reaktionszeit des Beschwerdeführers ist demnach unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden, auch wenn dieser aufgrund seiner Tätigkeit als Boxtrainer möglicherweise in bestimmten Situationen über eine bessere Reaktionsfähigkeit verfügen mag als eine Durchschnittsperson. Seine unsubstanziierte Behauptung, über eine generelle Reaktionszeit von 0,25 Sekunden zu verfügen, brauchte sie nicht näher zu prüfen. Nicht zu bemängeln ist auch der Hinweis der Vorinstanz, dass im Strassenverkehr - anders als bei einem einzig seinen Gegner fixierenden Boxer - die Aufmerksamkeit zusätzlich der Einhaltung anderer Verkehrsregeln sowie dem Verhalten der weiteren Verkehrsteilnehmer gewidmet werden müsse und die Reaktionszeit auch durch ein eingeschränktes Sichtfeld verlängert werden könne. Sofern die sachverhaltliche Kritik des Beschwerdeführers überhaupt den erhöhten Begründungsanforderungen genügt (vgl. Art. 42 Abs. 2 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG), vermag er nicht aufzuzeigen, inwiefern die vorinstanzliche Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung schlechterdings unhaltbar sein sollten.