Citation: 6B_466/2022 E. 3.4

3.4. Die vorinstanzlichen Erwägungen sind nicht zu beanstanden, soweit sich der Beschwerdeführer überhaupt damit auseinandersetzt. Die grobe Verletzung von Verkehrsregeln wird vom Beschwerdeführer in objektiver Hinsicht zu Recht nicht bestritten. Zur Frage des Vorsatzes hält die Vorinstanz verbindlich fest, dass der Beschwerdeführer um die Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h gewusst habe. Rein appellatorisch kritisiert dieser, er habe seine Geschwindigkeit weder anhand der Umgebung noch mit anderen Fahrzeugen vergleichen können und er habe deshalb nicht vorsätzlich gehandelt. Die signalisierte Höchstgeschwindigkeit ist, wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, unabhängig von der Präsenz anderer Verkehrsteilnehmer einzuhalten. Der Beschwerdeführer konnte seine Geschwindigkeit ohne Weiteres seinem Tachometer entnehmen. Bei einer angeblich kurzfristigen Beschleunigung von 100 km/h auf 143 km/h, die der Beschwerdeführer - kurz nach der Tunneleinfahrt - nicht bemerkt haben will, kann er sich nicht darauf berufen, er hätte auf die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit vertraut, zumal es sich bei ihm zugegebenermassen um einen geübten Fahrer handelte, der das Fahrzeug gut kannte. Wenn er im Übrigen pauschal einwendet, es sei sehr hypothetisch, ihm vorzuwerfen, er hätte innert kürzester Zeit auf ein vorausfahrendes Fahrzeug aufschliessen und nicht adäquat reagieren können, verkennt er ohnehin, dass der Tatbestand, wie erwähnt, keine konkrete Gefahr verlangt (vgl. E. 2.3.1). Die Vorinstanz berücksichtigt zu Recht, dass das Verhalten des Beschwerdeführers, insbesondere in einem Tunnel und aufgrund der sehr hohen Geschwindigkeit, gefährlich war. Aus ihrer Begründung erhellt zudem, dass sie ihm keinen direkten Gefährdungsvorsatz unterstellt. Dies ist für die Erfüllung des (vorsätzlichen) Tatbestands auch nicht erforderlich; die Inkaufnahme der Gefahr genügt. Selbst wenn gute Sicht- und Verkehrsverhältnisse vorgelegen haben sollten, stellen diese nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung für sich allein keine besonderen Umstände dar, die das Verhalten des Beschwerdeführers subjektiv in einem milderen Licht erscheinen liessen (vgl. Urteile 6B_300/2021 vom 14. Juli 2021 E. 3.2.1; 6B_505/2020 vom 13. Oktober 2020 E. 1.1.1; 6B_1204/2016 vom 24. Mai 2017 E. 3.3.1; 6B_33/2015 vom 5. Mai 2015 E. 1.2; je mit Hinweisen). Die Vorinstanz wertet das Verhalten des Beschwerdeführers zutreffend als rücksichtslos und geht nachvollziehbar von einer eventualvorsätzlichen Geschwindigkeitsüberschreitung aus. Die Verurteilung wegen Art. 90 Abs. 2 SVG verletzt kein Bundesrecht.