Citation: 4A_23/2018 E. B

C.________ und A.________ klagten nach Durchführung des Schlichtungsverfahrens beim Bezirksgericht Leuk und Westlich Raron (nachfolgend: Bezirksgericht) gegen B.________ als Beklagten und verlangten, dieser sei zu verpflichten, Fr. 22'500.-- nebst Zins an C.________ zu bezahlen. Im Eventualantrag beantragten sie, der Beklagte sei zur Zahlung von Fr. 13'000.-- nebst Zins an A.________ zu verpflichten. Jeweils unter Kosten- und Entschädigungsfolge. B.a. Mit Urteil vom 13. Juni 2016 wies das Bezirksgericht C.________s Klage ab (Ziff. 1), hiess den Eventualantrag gut und verpflichtete den Beklagten, A.________ Fr. 13'000.-- nebst Zins zu bezahlen (Ziff. 2). Es kam zum Schluss, die Veräusserung an C.________ sei unbestritten rechtsgültig. Darin, dass die Erben die bereits veräusserten Aktien kraftlos erklärten, liege insgesamt ein widersprüchliches Verhalten, das keinen Rechtsschutz verdiene. Es sei daher der Verkauf der Aktien an C.________ und weiter an F.________ für alle Beteiligten als gültig anzusehen. F.________ werde demnach von der Aktiengesellschaft seine Eintragung im Aktienregister verlangen können. Umgekehrt erweise sich der Verkauf der 13 Aktien an A.________ im Jahre 2008 als ungültig. Dieser werde sich daher der Eintragung von F.________ als Aktionär nicht widersetzen können. A.________ könne - zufolge vollständiger Entwehrung - vom Beklagten die Rückerstattung des Kaufpreises von Fr. 13'000.-- samt Zinsen verlangen. Somit sei das Eventualbegehren gutzuheissen. Dagegen sei C.________s Klage auf Zahlung von Fr. 22'500.-- nebst Zins abzuweisen. Er sei nicht geschädigt worden, da sowohl sein Kauf von D.________ als auch sein Verkauf an F.________ rechtsgültig sei. B.b. Der Beklagte erhob Berufung beim Kantonsgericht Wallis und beantragte, Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichts aufzuheben und auch die Klage von A.________ abzuweisen. Zudem verlangte er eine andere Kosten- und Entschädigungsverteilung. Mit Berufungsantwort stellte der Rechtsvertreter im Namen von C.________ und A.________ das Hauptbegehren, wonach die Berufung ohne weiteres kostenfällig abzuweisen sei, sowie das Eventualbegehren, es sei festzustellen, dass die Kraftloserklärung der Aktien gemäss Urteil vom 2. August 2007 ungültig sei, und im Übrigen die Berufung kostenfällig abzuweisen und das erstinstanzliche Urteil zu bestätigen. Subeventualiter sei C.________ vorab die Gelegenheit zu bieten, sich als Anschlussberufungskläger zu statuieren und in der Folge sei über beide Rechtsbegehren des vorinstanzlichen Entscheides ein neuer Entscheid zu fällen, wobei die Berufung abzuweisen sei. Mit Urteil vom 22. November 2017 hiess das Kantonsgericht die Berufung gut und wies A.________s Anträge sowie dessen Klage ab. Es erkannte, die Berufung richte sich nur gegen A.________, weshalb C.________ nicht Berufungsbeklagter sei und keine Anschlussberufung erheben könne. Da er selbst keine Berufung erhoben habe, scheide er definitiv aus dem Verfahren aus. In A.________s Eventualbegehren, es sei festzustellen, dass die seinerzeitige Kraftloserklärung der Aktien ungültig sei, sah es einerseits eine unzulässige Klageänderung und erachtete andererseits ein Feststellungsinteresse nicht für dargetan. Es ging in der Sache davon aus, mangels der notwendigen Zustimmung der Aktiengesellschaft im Sinne von Art. 685c Abs. 1 OR sei das Eigentum an den Aktien nie auf C.________ übergegangen, sondern bis zum Tod bei D.________ verblieben und danach durch Universalsukzession auf seine Erben übergegangen. Die Kraftloserklärung sei sowohl materiell wie auch formell rechtsgültig. B.________ habe damit die 13 Aktien rechtsgültig erworben und das Eigentum daran rechtsgültig auf A.________ übertragen. A.________s Forderung auf Rückerstattung des Kaufpreises von Fr. 13'000.-- habe damit keinen Rechtsgrund und sei abzuweisen. Hingegen sei das Rechtsgeschäft zwischen C.________ und D.________ mangels Antrags des Erwerbers auf Genehmigung und Eintrag ins Aktienbuch nie rechtsgültig zustande gekommen und C.________ entgegen den Feststellungen des Bezirksgerichts damit gar nie Eigentümer der Aktien geworden. Der Weiterverkauf der Aktien an F.________ sei damit ungültig.