Citation: 6B_1227/2018 E. 2.3

2.3. Die Behebung des gerügten Mangels in der Sachverhaltsfeststellung ist für den Ausgang des Verfahrens nicht entscheidend. Selbst wenn dem Beschwerdeführer in seiner Darstellung bezüglich des Aufleuchtens der Bremslichter am betreffenden Ort gefolgt würde, wäre der vorinstanzliche Schuldspruch nicht zu beanstanden. Gemäss Art. 34 Abs. 4 SVG hat der Lenker gegenüber allen Strassenbenützern einen ausreichenden Abstand zu wahren, namentlich beim Hintereinanderfahren. Er muss auch bei überraschendem Abbremsen des vorausfahrenden Fahrzeugs rechtzeitig anhalten können (vgl. Art. 12 Abs. 1 VRV). Ebenso verhält es sich, wenn das vorausfahrende Fahrzeug wie vorliegend mit zu geringem Abstand vor dem dahinterfahrenden Fahrzeug einschwenkt. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer nicht das Entstehen des ungenügenden Abstands vor, sondern die Tatsache, in der Folge keinen genügenden Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug hergestellt zu haben. Ob der Beschwerdeführer im darauffolgenden Streckenverlauf an einer Stelle abbremste, wie er dies vorbringt, ist für den Verstoss gegen Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 12 Abs. 1 VRV nicht entscheidend. Für den strafrechtlichen Vorwurf relevant ist der fehlende ausreichende Abstand, der vorliegend hinreichend erstellt ist, und der vom Beschwerdeführer auch nicht in Zweifel gezogen wird. Selbst wenn mit der Darstellung des Beschwerdeführers davon auszugehen wäre, dass er die Bremsen mindestens einmal in der Folge betätigte, so bremste er jedenfalls nicht genügend ab, um einen ausreichenden Abstand herzustellen. Dies ist aus dem über längere Zeitdauer fehlenden ausreichenden Abstand zu schliessen, der mit dem Überwachungsvideo ohne Zweifel beweisbar ist. Aus diesem Grund sind auch die Rügen des Beschwerdeführers betreffend die angeblichen technischen Unzulänglichkeiten der Videoaufzeichnungen unbehelflich. Der vorinstanzliche Schuldspruch ist gestützt auf den verbindlich festgestellten Sachverhalt zu bestätigen.