Citation: 2C_868/2020 E. 3.3.3

3.3.3. Es mag zwar zutreffen, dass die Problematik des Abzugs einer BVG-Einzahlung bei zeitnaher Auszahlung einer Kapitalleistung aus einer anderen BVG-Einrichtung den Beschwerdeführern nicht bekannt war, wie sie weiter einwenden. Dies ist freilich nicht entscheidend. Ebensowenig stellt sich hier die Frage, ob die Treuhandgesellschaft, welche die Steuererklärungen 2014 und 2015 der Beschwerdeführer ausfüllte, sich in derselben Lage befand. Denn ein Verschulden für die hier strittige Falschdeklaration ist weder seitens der Beschwerdeführer noch ihrer Vertreterin erforderlich. Wesentlich ist stattdessen, dass der in der Steuererklärung 2014 enthaltene Fehler nicht als offenkundig gelten kann und somit keine Abklärungspflicht des zuständigen Steuerkommissärs begründete. Daran ändert auch nichts, dass die Steuererklärung 2015 (in der die Beschwerdeführer die Kapitalauszahlung von Fr. 669'200.-- deklarierten) bereits eingereicht war, als der Kommissär die Steuerperiode 2014 veranlagte.