Citation: 6P.127/2005 03.02.2006 E. 5

Die Vorinstanz erwägt gestützt auf das rechtsmedizinische Gutachten, dass sich der Bruder des Beschwerdeführers während der Strangulation (im Schwitzkasten) in unmittelbarer Lebensgefahr befunden habe. Die nahe Möglichkeit des Todeseintritts sei insbesondere in Anbetracht der Schulter-/Nackenschmerzen sowie der Hautunterblutungen des Opfers am Hals zu bejahen. Zudem sei das Motiv des Beschwerdeführers, der aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung in seinem Bruder den ärgsten Feind erblickte und in seinem Wahn um ein freies Leben kämpfte, ein Indiz für die Ernsthaftigkeit der Auseinandersetzung. Der Beschwerdeführer bestreitet, seinen Bruder in unmittelbare Lebensgefahr gebracht zu haben. Dieser habe - abgesehen von den Marken am Hals - keinerlei Anzeichen einer starken Strangulation aufgewiesen. Damit kritisiert der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Beweiswürdigung, was im Rahmen der Nichtigkeitsbeschwerde unzulässig ist (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). Dasselbe gilt für seinen Einwand, bei der Auseinandersetzung habe es sich um eine "sportliche" wie unter Jugendlichen auf dem Pausenplatz gehandelt. Dass und inwiefern die Vorinstanz die Tatbestandsmerkmale der Lebensgefahr und der Unmittelbarkeit bundesrechtswidrig angewandt haben sollte, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich.