Citation: 2C_879/2021 E. 5.4.3

5.4.3. Dass die Beschwerdeführer bedürftig sind, behaupten sie angesichts ihrer finanziellen Mittel und namentlich ihres steuerbaren Vermögens von Fr. 760'000.-- zu Recht nicht. Damit stellt das Stipendium des SNF schon deshalb keine steuerfreie Unterstützung nach Art. 24 lit. d DBG dar, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat. Daran ändern auch die Vorbringen in der Beschwerde nichts. Das Bundesgericht hat sich im Interesse der Rechtssicherheit und der Gleichbehandlung bewusst für eine einheitliche Berechnung des Existenzminimums entschieden (BGE 137 II 328 E. 5.2). Für eine darüber hinausgehende Einzelfallbetrachtung besteht kein Anlass. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus den in der Beschwerde zitierten Lehrmeinungen oder aus dem Urteil 2A.103/2007, 2C_715/2007 vom 28. April 2008. Diesem lässt sich nicht entnehmen, dass Nachwuchsstipendien in jedem Fall steuerfrei sind. Das Bundesgericht verneinte im konkreten Fall eine steuerfreie Unterstützungsleistung, weil das Kriterium der Unentgeltlichkeit fehlte (E. 2.3.4). Vor diesem Hintergrund war eine Abklärung der Lebenshaltungskosten nicht notwendig (E. 2.4). Was sodann die Kritik am Kreisschreiben Nr. 43 betrifft, so orientiert sich dieses wie erwähnt an der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 24 lit. d DBG. Von einer gesetzeswidrigen Erweiterung der Voraussetzungen für eine steuerfreie Unterstützung kann daher keine Rede sein.