Citation: 5A_320/2016 E. 5.2

5.2. In formeller Hinsicht beklagt sich die Beschwerdeführerin darüber, dass sie von der vorinstanzlichen Argumentation, weshalb sie für die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens aufzukommen habe, völlig überrascht worden sei. Nachdem sie laut dem Entscheid des Familiengerichts Bremgarten keine Prozesskosten habe tragen müssen, habe sie in ihrer Beschwerde an das Obergericht einzig die Anordnung der Massnahmen beanstanden können. Das Obergericht habe ihr nie Gelegenheit gegeben, sich zu dieser Neubeurteilung zu äussern. Darin erblickt die Beschwerdeführerin eine Verletzung ihres in Art. 29 Abs. 2 BV verbürgten Anspruchs auf rechtliches Gehör. Ausserdem verletze die Vorgehensweise des Obergerichts das Verbot der "reformatio in peius" im kantonalen Beschwerdeverfahren. Dabei handle es sich um einen klaren und unumstrittenen Rechtsgrundsatz, dessen Missachtung gegen das Willkürverbot (Art. 9 BV) verstosse.