Citation: 2C_664/2020 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz hat hinsichtlich Art. 8 EMRK im Wesentlichen erwogen, die angesichts des mehr als zehnjährigen Aufenthalts der Beschwerdeführer in der Schweiz nötigen besonderen Gründe, um deren Aufenthaltsbewilligungen nicht zu verlängern, seien gegeben. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführer ihre Sozialhilfeabhängigkeit jedenfalls überwiegend verschuldet hätten: Der Beschwerdeführer sei seit Jahren nur geringfügig und die Beschwerdeführerin sei trotz gesundheitlicher Einschränkungen gar nicht in der Erwerbsfähigkeit eingeschränkt. Dennoch und obschon beiden die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung im Falle einer fortbestehenden Sozialhilfeabhängigkeit in Aussicht gestellt worden sei, hätten sich die Beschwerdeführer nicht ernsthaft um ihre Arbeitsintegration bemüht. Es komme hinzu, dass die Beschwerdeführer über weit unterdurchschnittliche Deutschkenntnisse verfügen würden und sich ihre ausserfamiliären Kontakte primär auf die kosovarische Diaspora beschränken würden. Die Kinder der Beschwerdeführer seien überdies bereits erwachsen und stünden nicht in einem Abhängigkeitsverhältnis zu den Beschwerdeführern. Eine Rückkehr in den Kosovo sei den Beschwerdeführern mit Blick auf dort verbliebene Verwandte, welche bei der Reintegration helfen könnten, und angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführer dort in einer Wohnung des Beschwerdeführers leben könnten, zuzumuten.