Citation: 6S.416/2005 01.03.2006 E. 2

Handelt der Täter aus Gewinnsucht, so kann der Richter neben der Freiheitsstrafe zu Busse verurteilen (Art. 50 Abs. 1 StGB). Der Begriff der Gewinnsucht ist der gleiche wie in Art. 48 Abs. 2 StGB. Der revidierte Allgemeine Teil des StGB enthält diesen Begriff nicht mehr. Mit Gewinnsucht ("cupidité") im Sinne des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches handelt der Täter, der aussergewöhnlich begierig auf finanzielle Vorteile ist. Gewinnsucht geht über eine Bereicherungsabsicht hinaus (BGE 107 IV 119 E. 2e). Die Vorinstanz setzt sich mit der Frage einer Gewinnsucht nicht auseinander. Der Begriff kommt im angefochten Urteil nirgends vor. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern sich die Busse auf diese Bestimmung stützen sollte. Die ergänzende vorinstanzliche Gegenbemerkung vor Bundesgericht (oben E. 1) bleibt unbeachtlich (BGE 115 IV 95 E. 3).