Citation: 2C_40/2023 E. A

A.a. A.________ (geb. 1964) ist türkischer Staatsangehöriger kurdischer Abstammung. Er reiste 1993 in die Schweiz ein, worauf er im Februar 1996 als Flüchtling anerkannt und ihm Asyl gewährt wurde. Die Fremdenpolizei der Stadt Bern erteilte ihm im Juni 1999 die Niederlassungsbewilligung. Im Oktober 2003 verzichtete er auf den Flüchtlingsstatus. Er war von 1996 bis 2021 mit der türkischen Staatsangehörigen B.________ (geb. 1973) verheiratet. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor (Jahrgang 1994, 2000 und 2007 [Zwillinge]). Die Ehegatten trennten sich Ende 2017. A.b. Seit Februar 2006 beziehen A.________ und seine Familie Sozialhilfe. Bis im Oktober 2010 belief sich der Unterstützungsbetrag auf Fr. 296'002.--; zudem waren zu diesem Zeitpunkt Beitreibungen und Verlustscheine im Umfang von Fr. 25'106.20 verzeichnet. Die Fremdenpolizei der Stadt Bern verwarnte A.________ am 29. Oktober 2010 unter Verweis auf die Sozialhilfeabhängigkeit und seine Schulden wegen schwerwiegenden Verstosses gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Das Regionalgericht Bern-Mittelland verurteilte A.________ am 19. Oktober 2011 wegen Betrugs und Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung zu einer bedingten Geldstrafe von 110 Tagessätzen sowie einer Busse von Fr. 1'500.--. Am 13. Januar 2012 verwarnte die Fremdenpolizei der Stadt Bern A.________ erneut und verwies ergänzend auf die genannte strafrechtliche Verurteilung. Bis am 28. September 2021 belief sich der Sozialhilfebezug auf Fr. 693'141.10. Zudem waren am 29. September 2021 Betreibungen und Verlustscheine im Umfang von Fr. 86'346.21 verzeichnet. A.c. A.________ stellte 2003 ein IV-Gesuch, das die IV-Stelle Kanton Bern am 15. Juli 2005 wegen fehlender Mitwirkung abwies. In den Jahren 2007 und 2016 stellte er zwei weitere IV-Gesuche, welche die IV-Stelle Kanton Bern am 27. Mai 2009 bzw. am 9. Januar 2019 abwies, weil kein Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt werden konnte. Am 24. Dezember 2019 stellte er ein viertes IV-Gesuch. Mit Vorbescheid vom 20. August 2021 stellte ihm die IV-Stelle Kanton Bern in Aussicht, gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 45 % ab 1. Juli 2021 eine Viertelsrente zuzusprechen. A.d. Am 28. Februar 2018 ersuchte A.________ das Migrationsamt des Kantons Solothurn um Kantonswechsel, um per 1. März 2018 in U.________/SO Wohnsitz zu nehmen. Das Migrationsamt bewilligte im März 2018 dieses Gesuch und erteilte A.________ eine Niederlassungsbewilligung mit Gültigkeit bis 21. November 2020. Am 30. April 2019 zog er nach V.________/BE. Der Migrationsdienst des Kantons Bern wies sein Gesuch um Kantonswechsel mit Verfügung vom 7. Oktober 2019 ab, weil der Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit gegeben sei. Die Sicherheitsdirektion des Kantons Bern trat auf die dagegen erhobene Beschwerde wegen verpasster Rechtsmittelfrist nicht ein, woraufhin A.________ seinen Wohnsitz erneut nach U.________/SO verlegte. Am 21. Oktober 2020 ersuchte er den Migrationsdienst des Kantons Solothurn um Verlängerung der Kontrollfrist der Niederlassungsbewilligung.