Citation: 2C_450/2023 E. 6.5

6.5. Im Unterschied zu den zitierten Beispielen aus der Praxis betreffen die vorliegend zu beurteilenden Äusserungen nicht ein Gericht oder Gerichtspersonen, sondern die Beschwerdegegnerin, die im Verlauf des Rechtsmittelverfahrens zur Gegenpartei des Beschwerdeführers wurde. Gegenüber einer Gegenpartei darf Kritik auch scharf ausfallen. Der Beschwerdeführer beanstandet die aus seiner Sicht gegebenen systematischen Missstände im Bereich der Behindertengleichstellung. Seine Kritik bleibt, wiewohl in der Wortwahl polemisch, sachbezogen, denn in der Hauptsache stehen Massnahmen zum Nachteilsausgleich zur Diskussion. Wenn der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang die Zustände an der ETH Zürich überzeichnet darstellt, bewegt er sich zwar an der Grenze des Zulässigen. Ins Gewicht fällt jedoch, dass der Beschwerdeführer überwiegend die Institutionen kritisiert und davon absieht, einzelne Personen namentlich zu nennen. Unter Berücksichtigung der gegenüber Privatpersonen zu übenden Zurückhaltung (E. 6.4.1 f.) kann dem Beschwerdeführer entgegen der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden, den prozessualen Anstand zu verletzen.