Citation: 1C_386/2012 E. 7.4

7.4. Gemäss Art. 8 USG ist die Umweltrechtskonformität eines Projekts unter Einbezug aller Teilvorhaben zu prüfen, die in zeitlicher und sachlicher Hinsicht zusammenhängen (vgl. BGE 124 II 75 E. 7a S. 81 f.; Griffel/Rausch, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, Ergänzungsband zur 2. Aufl., 2011, N. 2 f. zu Art. 8 USG). Ein einzelnes Projekt darf dann isoliert beurteilt werden, wenn dessen alleinige Verwirklichung zweckmässig erscheint und zugleich die Ausführung weiterer damit zusammenhängender Vorhaben ungewiss ist. Im vorliegenden Fall trifft dies zu, nachdem die weiteren Teilprojekte, insbesondere die Aussenanlagen wie die Outdoorarena, nicht Bestandteil des Bewilligungsverfahrens und damit Streitgegenstand bilden. Die entsprechenden möglichen Einwirkungen sind deshalb (noch) nicht zu berücksichtigen. Sollten jedoch zu einem späteren Zeitpunkt weitere Vorhaben realisiert werden, so wären bei deren Beurteilung auch die Umweltauswirkungen der bereits erstellten Anlage, namentlich der Schaukäserei mit Multifunktionsraum, in eine Gesamtwürdigung der Immissionen miteinzubeziehen (Rausch/Keller, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2001, N. 8 zu Art. 8 USG, mit Verweis auf das Urteil des Bundesgerichts 1A.13/1991 vom 4. März 1992 E. 4, nicht publ. in BGE 118 Ib 76).