Citation: 1P.100/2000 18.04.2000 E. B

B.- Am 8. Dezember 1999 ersuchte D.________ das Kantonsgericht St. Gallen um Wiederaufnahme des Verfahrens. Er machte geltend, M.________, der als Mittäter verurteilt worden war und gegen ihn ausgesagt hatte, habe seine Belastungen am 1. Dezember 1999 in einem Gespräch zwischen G.________, M.________ und D.________ widerrufen. Als Beweismittel reichte er eine Tonbandkassette mit einer Aufnahme dieses Gespräches sowie eine Abschrift davon ein. Das Kantonsgericht wies das Gesuch um Wiederaufnahme am 17. Januar 2000 ab. Es erwog, M.________ habe D.________ beim fraglichen Gespräch keineswegs eindeutig entlastet. Er habe vielmehr nur versucht, D.________ bei G.________, der ihm von ersterem als potentieller neuer Arbeitgeber vorgestellt worden war, in ein gutes Licht zu rücken, um ihm so zu einer Arbeitsstelle zu verhelfen. Vom Untersuchungsrichter am 16. Dezember 1999 zum Gespräch vom 1. Dezember 1999 befragt, habe M.________ seine im Strafverfahren gemachten Belastungen gegen D.________ denn auch ausdrücklich bestätigt. Das von D.________ eingereichte Beweismittel sei daher nicht geeignet, die tatsächliche Grundlage des gegen D.________ ergangenen Schuldspruches wegen Geldfälschung und Versuchs dazu zu erschüttern.