Citation: I 854/05 01.05.2006 E. 3

3.1 Unbestrittenermassen ist der Beschwerdeführer seit anfangs Januar 1997 aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, seiner angestammten Tätigkeit als Dachdecker nachzugehen. 3.1.1 Dr. med. G.________ hatte mit Bericht vom 14. August 2000 festgehalten, dem Versicherten sei eine 50 %ige Arbeit mit wechselnder Sitz- und Stehdauer unter Vermeidung von Heben von Gewichten über 10 kg während fünf Stunden täglich zumutbar. Frau Dr. med. L.________ erachtete demgegenüber in ihrem Gutachten vom 5. Januar 2001 eine adaptierte Tätigkeit ohne Einschränkung während acht Stunden an fünf Wochentagen für möglich. Die Abteilung Berufliche Eingliederung der IV-Stelle war im Schlussbericht vom 21. März 2002 zum Ergebnis gelangt, dass der Versicherte nach seinem vom 17. April 2001 bis 16. Februar 2002 dauernden Aufenthalt in der Eingliederungsstätte V.________ in der freien Wirtschaft für ein Normalpensum im Bereich Mechanik/CNC-Anwendung oder Kontrollarbeiten vermittelbar sei. 3.1.2 Mit Stellungnahme vom 8. April 2003 gab PD Dr. med. C.________ an, der Versicherte leide an einer schwer einstellbaren essentiellen arteriellen Hypertonie, an einem chronischen lumbovertebralen Schmerz-Syndrom sowie an unklaren Schwindel-Anfällen. Obwohl keine Ursache für die Schwindel-Anfälle hätten gefunden werden können, seien diese durch Blutdruck-Schwankungen im Rahmen der aktuell noch schlecht eingestellten arteriellen Hypertonie erklärbar. Der Beschwerdeführer leide unter einem hartnäckigen Schlaf-Apnoe-Syndrom, das zu unkontrollierten Störungen des Wachheitszustandes führe. In diesem Zusammenhang und infolge zusätzlicher chronischer Rückenbeschwerden sei der Patient - jedenfalls bis zur besseren Einstellung der arteriellen Hypertonie und des Schlaf-Apnoe-Syndroms - als zu 100 % arbeitsunfähig zu betrachten. In seinem Bericht vom 8. Dezember 2003 bezeichnete Dr. med. G.________ eine Reintegration des Versicherten in den Arbeitsprozess als begrüssenswert und auch Dr. med. R.________ hielt am 15. Dezember 2003 dafür, dass der Beschwerdeführer in einer seinen Leiden angepassten Tätigkeit ohne Einschränkungen während acht bis neuen Stunden täglich einsatzfähig sei. Die gleichen Schlussfolgerungen zogen die Gutachter des Instituts F.________ auf Grund der am 22. Juni 2004 vorgenommenen polydisziplinären Untersuchungen in ihrer Expertise vom 18. August 2004, wonach dem Versicherten aus internistischer, rheumatologischer sowie psychiatrischer Sicht körperlich leichte bis mittelschwere, adaptierte Tätigkeiten medizinisch-theoretisch ganztägig ohne Leistungseinschränkungen zuzumuten seien. Demgegenüber hatten PD Dr. med. C.________ und Dr. med. M.________ in ihrem Bericht vom 25. Juni 2004 vermerkt, die erheblichen körperlichen Beeinträchtigungen (ausgeprägte Schwindelsymptomatik, chronische, grösstenteils therapieresistente Rückenschmerzen, lumbal und zervikal, Schlafstörungen) verunmöglichten es dem Versicherten, eine geregelte Arbeit auszuüben. 3.2 Aus der dargelegten medizinischen Aktenlage erhellt, dass dem Beschwerdeführer für den vorliegend massgeblichen Zeitraum (vgl. Erw. 1.2 in fine hievor) vor dem Hintergrund einer weitgehend unveränderten Diagnosestellung eine - mit Ausnahme der Beurteilung durch PD Dr. med. C.________ - vollständige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit attestiert worden ist. Insbesondere die im Rahmen der Begutachtung im Institut F.________ beigezogenen Experten haben in diesem Zusammenhang einlässlich und in allen Teilen nachvollziehbar dargelegt, dass, entgegen den Angaben des PD Dr. med. C.________, weder die festgestellte arterielle Hypertonie - und allfällige, darauf zurückzuführende Schwindelepisoden - noch das leichte Schlafapnoe-Syndrom geeignet sind, das erwerbliche Leistungsvermögen in erheblicher Weise zu schmälern. Im Übrigen handelt es sich, wie die Gutachter im Weitern erläutern, bei beiden Beschwerdebildern (auch) um Folgeerscheinungen der vorhandenen Adipositas, welcher indessen, worauf bereits das kantonale Gericht zutreffend hingewiesen hat, durch eine im Rahmen der dem Versicherten obliegenden Schadenminderungspflicht als zumutbar zu betrachtenden Gewichtsreduktion Rechnung zu tragen wäre. Anderweitige Erkrankungen, welche die Arbeitsfähigkeit in gravierendem Ausmasse zu vermindern vermöchten, sind sodann nicht erkennbar. 3.3 Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebrachten Einwände ändern an diesem Ergebnis nichts. 3.3.1 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, auf das Gutachten des Instituts F.________ vom 18. August 2004 könne nicht abgestellt werden, da es auf einmaligen Untersuchungen vom 22. Juni 2004 beruhe, ist ihm entgegenzuhalten, dass für den Aussagegehalt eines Arztberichtes einzig massgeblich ist, ob der Bericht inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (BGE 125 V 352 Erw. 3a; Meyer-Blaser, Rechtliche Vorgaben an die medizinische Begutachtung, in: Rechtsfragen der medizinischen Begutachtung in der Sozialversicherung, St. Gallen 1997, S. 23 f.). Konkrete Hinweise, welche gegen die Zuverlässigkeit der betreffenden Unterlagen sprechen, liegen, wie im angefochtenen Entscheid richtig erkannt wurde, nicht vor. Vielmehr ist gerade bei hausärztlichen Stellungnahmen grundsätzlich der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc mit Hinweisen). Dieser Vorbehalt hat auch für einen Patienten über einen längeren Zeitraum regelmässig behandelnde Spezialärzte zu gelten (Urteil S. vom 20. März 2006, I 655/05, Erw. 5.4 mit Hinweisen). 3.3.2 Der Umstand allein, dass die Experten des Instituts F.________ ihre Schlussfolgerungen ohne Kenntnis des Berichtes des PD Dr. med. C.________ und des Dr. med. M.________ vom 25. Juni 2004 getroffen haben, vermag den Beweiswert des Gutachtens sodann nicht zu entkräften. Dem Versicherten wird im erwähnten Bericht unter Hinweis auf die bestehenden Beschwerden pauschal jedwede berufliche Tätigkeit abgesprochen, was in Anbetracht der von den übrigen beteiligten Ärzten übereinstimmend bejahten vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Beschäftigung ohnehin eher undifferenziert anmutet. Weder der Bericht des PD Dr. med. C.________ und der Frau Dr. med. W.________ vom 22. Oktober 2003 noch derjenige des PD Dr. med. C.________ und der Frau Dr. med. S.________ vom 27. September 2004 enthalten alsdann Angaben zur Arbeitsfähigkeit. 3.3.3 In seiner Stellungnahme vom 23. Dezember 2004 stützte Dr. med. G.________ sich bei der Beurteilung des noch vorhandenen Leistungsvermögens einzig auf die subjektiven Angaben und Gefühle des Versicherten ab, ohne sich jedoch einlässlich zu den Gründen zu äussern, weshalb der Beschwerdeführer nicht mehr arbeitsfähig sein sollte, während am 14. August 2000 immerhin ein 50 %iger Arbeitseinsatz und auch am 8. Dezember 2003 noch eine Integration in den Arbeitsprozess befürwortet worden waren. 3.3.4 Die am 18. Februar 2005 durchgeführte Neurolyse des Nervus ulnaris rechts mit submuskulärer Vorverlagerung nach Learmonth (vgl. Bericht des Dr. med. Y.________ vom 29. November 2005) betrifft sodann den Gesundheitszustand nach Erlass des für die Prüfungsbefugnis zeitlich relevanten Einspracheentscheides vom 11. Februar 2005 (vgl. Erw. 2.1 hievor), sodass sich daraus keine für das vorliegende Verfahren massgeblichen Tatsachen ergeben. Anhaltspunkte dafür, dass der Versicherte bereits zuvor auf Grund von Beschwerden an der rechten Hand oder am rechten Arm erheblich in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen wäre, sind nicht ersichtlich. Unter diesen Umständen kann offen bleiben, ob das nach Ablauf der Beschwerdefrist und ohne Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels aufgelegte neue Beweismittel überhaupt zu berücksichtigen ist (BGE 127 V 357 Erw. 4). 3.4 Eine auf die gesundheitlichen Verhältnisse bezogene revisionsrechtlich relevante Veränderung ist somit im Vergleichszeitraum nicht ausgewiesen.