Citation: 6B_773/2021 E. C

Mit Beschwerde in Strafsachen verlangt die Generalstaatsanwaltschaft, das Urteil des Obergerichts sei bezüglich des Schuldspruchs wegen unrechtmässigen Bezugs von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe, der Bemessung der Strafe und des Kosten- und Entschädigungspunkts aufzuheben. A.________ sei zusätzlich zum Schuldspruch wegen Widerhandlung gegen das Arbeitslosenversicherungsgesetz schuldig zu erklären des unrechtmässigen Bezugs von Leistungen einer Sozialversicherung oder der Sozialhilfe nach Art. 148a Abs. 1 StGB, begangen in der Zeit von Oktober 2016 bis Januar 2018 in Unterseen. Gestützt darauf sei A.________ zu verurteilen zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 60.-- bei einer Probezeit von zwei Jahren und sie sei zu verpflichten, dem Kanton Bern die an Rechtsanwältin Stefanie Wider ausgerichtete amtliche Entschädigung zurückzuzahlen und dieser die Differenz der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar zu erstatten, sobald es ihre wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. Eventualiter sei das Urteil im angefochtenen Umfang aufzuheben und die Sache an das Obergericht zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin beantragt, es sei die Beschwerde abzuweisen. Zusätzlich stellte sie am 22. August 2022 ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von Rechtsanwältin Jessica Meer resp. deren Nachfolger Rechtsanwalt Dominic Ley ab 1. September 2022. Die Vorinstanz verzichtete auf Vernehmlassung. Mit Schreiben vom 9. September 2022 liess die Beschwerdegegnerin durch Rechtsanwalt Ley mitteilen, dass sie das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zurückziehe.