Citation: 6B_1104/2023 E. 1.6.1

1.6.1. Der Beschwerdeführer wurde 1981 im Kosovo geboren, wo er bis zur 4. Primarstufe die Schule besucht hat. Im Jahr 1992 reiste er im Alter von 11 Jahren in die Schweiz ein und absolvierte hier sämtliche verbleibenden Schuljahre der obligatorischen Schulzeit. Damit geht die Vorinstanz zutreffend davon aus, der Beschwerdeführer habe seine prägende Jugend- und Adoleszenzphase in der Schweiz verbracht und er gelte als in der Schweiz aufgewachsen im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB. Zwar ist alleine gestützt auf eine lange Aufenthaltsdauer - in casu beinahe 28 Jahre - nicht automatisch von einem schweren persönlichen Härtefall auszugehen. Jedoch wird der besonderen Situation von in der Schweiz geborenen oder aufgewachsenen Ausländern dabei Rechnung getragen, indem eine längere Aufenthaltsdauer, zusammen mit einer guten Integration, in aller Regel als starke Indizien für ein gewichtiges Interesse an einem Verbleib in der Schweiz und damit für das Vorliegen eines Härtefalls zu werten sind. Bei der anschliessenden Interessenabwägung ist der betroffenen Person mit zunehmender Anwesenheitsdauer ein gewichtigeres privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz zuzubilligen (BGE 146 IV 105 E. 3.4). Inwieweit die Vorinstanz in dieser Hinsicht die Aufenthaltsdauer nicht genügend in ihre Härtefallprüfung bzw. Interessenabwägung von Art. 66a Abs. 2 StGB habe einfliessen lassen, ist weder ersichtlich noch vom Beschwerdeführer begründet gerügt.