Citation: 2C_1147/2014 E. C

Mit Beschwerde an das Kantonsgericht des Kantons Luzern beantragte A.________ die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für sich. Mit Urteil vom 10. November 2014 wies das Kantonsgericht die Beschwerde ab. Es erwog, schon vor dem Tod des Ehemannes habe die eheliche Verbundenheit zumindest bei der Beschwerdeführerin nicht mehr bestanden, so dass die Berufung auf ein Verbleiberecht gestützt auf Art. 4 Anhang I FZA (SR 0.142.112.681) rechtsmissbräuchlich sei. Es stützte sich dabei auf verschiedene Indizien (aussereheliche Beziehung seitens der Beschwerdeführerin zu einem Dritten schon zu Lebzeiten des Ehemannes; Begehung der Drogendelikte zusammen mit diesem Dritten; Aussage der Beschwerdeführerin im Strafverfahren, wonach diese Beziehung eine Liebesbeziehung und ausschlaggebend für ihren Einstieg in den Drogenhandel gewesen sei; problematische und stark belastete Beziehung zum Ehemann mit Gewalt zwischen den Ehegatten; Trennungs- bzw. Scheidungsabsichten des Ehemannes). Die Ehe habe weniger als drei Jahre gedauert, so dass kein Bewilligungsanspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG (SR 142.20) bestehe. Ein Härtefall nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG liege nicht vor, da die Beschwerdeführerin nur kurze Zeit in der Schweiz gelebt habe, erst mit 27 Jahren eingereist sei und ihre volljährigen Kinder, ihre Mutter sowie neun Geschwister nach wie vor in der Heimat lebten. Zudem wären allfällige Ansprüche nach Art. 50 AuG gemäss Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG i.V.m. Art. 62 lit. b AuG aufgrund der dreijährigen Freiheitsstrafe erloschen. Die Nichtverlängerung der Bewilligung sei angesichts der Verurteilung und des schweren Verschuldens (grosse Menge Kokaingemisch, bei welcher die Beschwerdeführerin als Lieferantin fungiert habe) auch nicht unverhältnismässig.