Citation: 7B.67/2002 14.06.2002 E. 2

Der Beschwerdeführer erklärt, die Betreibungen Nrn. ..., ... und ... hätten mit voller Deckung abgeschlossen werden können. Allerdings sei dies nur deshalb möglich gewesen, weil das Betreibungsamt sich in rechtswidriger Weise über die obergerichtliche Anordnung der aufschiebenden Wirkung hinweggesetzt habe. Das Obergericht habe trotz des Abschlusses der Betreibungsverfahren zu Recht seinen Rekurs materiell behandelt, da im Hinblick auf bevorstehende weitere Lohnpfändungen ein grundsätzliches Interesse an der Beurteilung der von ihm aufgeworfenen Frage der Berücksichtigung der mit dem Studium der Ehefrau zusammenhängenden Kosten bestehe. 2.1 Die vom Beschwerdeführer gerügte Missachtung der aufschiebenden Wirkung durch das Betreibungsamt ist nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids. Auf das hierzu Vorgebrachte ist daher nicht einzutreten. 2.2 Auf Grund des angefochtenen Entscheids und der eigenen Vorbringen des Beschwerdeführers ist davon auszugehen, dass die der strittigen Pfändung zugrunde liegenden Betreibungen durch Tilgung der Forderungen erledigt worden sind. Sind aber jene Vollstreckungsverfahren nicht mehr hängig, kann die erkennende Kammer von vornherein keine Anordnung treffen, die im Sinne von Art. 21 SchKG unmittelbare praktische Wirkungen entfalten könnte. Der Beschwerdeführer beantragt denn auch selbst nicht, es sei eine konkrete Einkommenspfändung abzuändern. Es besteht sodann aber auch kein Anlass, trotz Fehlens eines aktuellen Interesses auf die Beschwerde einzutreten und darüber zu befinden, ob einem Schuldner der mit dem Universitätsstudium seiner Ehefrau zusammenhängende Aufwand zu Lasten seines Notbedarfs zuzugestehen sei. Dass gegen den Beschwerdeführer weitere Einkommenspfändungen zu vollziehen sein sollen, vermag daran nichts zu ändern: Massgebend sind die Gegebenheiten im Zeitpunkt der konkreten Pfändung, und es ist möglich, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers ihr Studium dann abgeschlossen haben wird.