Citation: 7B_121/2025 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die beanstandete Gehörsverletzung sei zwar gemäss der Praxis des Bundesgerichts grundsätzlich kein Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, denn das Akteneinsichtsgesuch könne an der Berufungsverhandlung vom 26. März 2025 erneut gestellt und im Fall eines Schuldspruchs könne die Verweigerung der Akteneinsicht in der Bundesgerichtsbeschwerde gegen das Berufungsurteil gerügt werden. Indessen drohe ihr ein anderer Nachteil rechtlicher Natur. Ihr Gesuch um Akteneinsicht sei nämlich kostenpflichtig abgewiesen worden, und ebenso die dagegen erhobene Beschwerde. Falls sie gegen den obergerichtlichen Beschluss nicht Beschwerde führe, werde dieser rechtskräftig, wodurch auch die Kostenauflagen rechtskräftig würden. Dadurch entstünde eine durchsetzbare Forderung des Staates gegen sie (die Beschwerdeführerin), was ein Nachteil rechtlicher Natur sei, da er im pendenten Berufungsverfahren (ungeachtet dessen Ausgangs) nicht mehr abgewendet werden könnte, weil der Beschluss vom 27. Dezember 2024 "morgen" in Rechtskraft erwachse, sofern sie nicht "heute" Beschwerde führe.