Citation: 6B_643/2022 E. 2.3.1

2.3.1. Das Vorbringen des Beschwerdeführers mit Bezug auf Art. 2 lit. g ARV 2 geht an der Sache vorbei. Zwar trifft zu, dass als berufliche Tätigkeit des selbständigerwerbenden Führers i.S.v. Art. 2 lit. g ARV 2 die Lenkzeit gilt. Ebenso ist korrekt, dass Art. 15 Abs. 1 ARV 1 für ihn nicht anwendbar ist. Jedoch stützt sich die Vorinstanz für die Pflicht des Beschwerdeführers zur Aufzeichnung der Privatfahrten nicht auf diese Bestimmung, sondern vielmehr auf Art. 16a ARV 2 i.V.m. Art. 14a Abs. 3 ARV 1. Soweit der Beschwerdeführer lediglich pauschal geltend macht, als selbständiger Taxiführer müsse er für Privatfahrten den Fahrtschreiber gar nicht in Betrieb halten, so ist darauf nicht einzugehen (Art. 42 Abs. 2 BGG). Damit erweist sich auch seine Rüge betreffend die Gehörsverletzung als unbegründet. Gleiches gilt betreffend sein Vorbringen, es liege eine Verletzung des Prinzips "nulla poena sine lege" vor, da das ihm vorgeworfene Verhalten gar nicht strafbar sei.