Citation: 5A_1072/2020 E. 10

Nach alledem steht fest, dass die vorinstanzliche Unterhaltsberechnung in zweierlei Hinsicht offensichtlich unrichtig ist: Die fehlerhafte Feststellung des der Beschwerdeführerin ab Mai 2020 anrechenbaren Einkommens (E. 4.3) und die unzulässige Beteiligung der volljährigen Töchter am Überschuss (E. 8.4) haben jedenfalls in ihrer Kumulation zur Folge, dass die vorinstanzliche Unterhaltsberechnung auch im Ergebnis als willkürlich erscheint, zumal die zweistufige Berechnungsmethode gerade auf der Berechnung und der Verteilung des Überschusses beruht. In dieser Situation ist es nicht die Aufgabe des Bundesgerichts, die Versehen und Fehler der Vorinstanz selbst zu korrigieren und den Unterhalt neu zu berechnen. Entsprechend ist die Sache in diesem Punkt zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Beschwerde ist somit teilweise gutzuheissen und die Sache zu neuer Entscheidung im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Das Kantonsgericht hat unter Berücksichtigung des korrigierten Einkommens der Beschwerdeführerin den Unterhalt der Beschwerdeführerin und denjenigen der Kinder vor Erreichen ihrer Volljährigkeit neu zu berechnen.