Citation: 9C_194/2019 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin bezweifelt den Beweiswert der MEDAS-Expertise, weil die Ausführungen der Gutachter, wonach sich die aus gastroenterologischer und orthopädischer Sicht je attestierten Arbeitsunfähigkeiten nicht addierten, nicht nachvollziehbar seien. So könne sie den unterschiedlichen Bedürfnissen, welche ihre Leistung zum einen wegen erhöhtem Pausenbedarf für vermehrte Stuhlgänge um 30 % und zum anderen wegen notwendiger Erholungsphasen für Gymnastik und Entspannung um 20 % einschränkten, nicht gleichzeitig nachkommen. Diesbezüglich hat die Vorinstanz auf die gutachterlichen Ausführungen verwiesen, wonach die auf dem jeweiligen Fachgebiet festgestellte Leistungsminderung auf Funktionseinschränkungen fussten, welche die auf anderen Fachgebieten bestehenden Gesundheitsstörungen nicht zusätzlich negativ beeinflussten. Inwiefern diese Ausführungen nicht nachvollziehbar sein sollen, ist nicht ersichtlich. Mit ihren Einwänden lässt die Beschwerdeführerin vielmehr ausser Acht, dass Dr. med. F.________ in der gastroenterologischen Expertise nicht nur deshalb eine Leistungseinschränkung von 30 % attestierte, weil die Beschwerdeführerin häufig die Toilette aufsuchen muss, sondern er damit auch ihrer erhöhten Müdigkeit und Erschöpfung aufgrund der anhaltenden Krankheitsaktivität Rechnung trug. Dass der deshalb zugestandene zusätzliche Pausenbedarf nicht ohne Weiteres zu dem aus orthopädischer Sicht erforderlichen Pausenbedarf zu addieren ist, ist ohne Weiteres einleuchtend und - entgegen der Beschwerde - sowohl im Gutachten wie auch im angefochtenen Entscheid ausreichend begründet.