Citation: 4A_241/2021 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführer rügen, die Vorinstanz habe ihre Beweisanträge unvollständig wiedergegeben und wesentliche Beweismittel nicht abgenommen. Sie berufen sich auf das angeblich überschiessende Beweisergebnis aus früheren Prozessen. Die Vorinstanz habe diese Akten gar nicht beigezogen. Mit Blick auf die Tatsache, dass man die Patientin nach übereinstimmender Auffassung mehrerer Fachleute nie allein lassen konnte, erachten sie den zu entschädigenden Betreuungsaufwand von 24 Stunden für ausgewiesen. Dieser medizinisch attestierte Bedarf, d.h. der aufgrund des objektiven Verletzungsbildes benötigte Pflegeumfang, begründe bereits alle von der Vorinstanz mit Stichworten wie Notwendigkeit, Zweckmässigkeit, Angemessenheit in der Praxis diskutierten Fragen. Den durch mehrere Gerichtsgutachten, IV-Fachabklärungen und Arztzeugnissen übereinstimmend ausgewiesenen Betreuungsbedarf der Patientin (mit Dauerüberwachung von 24 Std.) habe der Beschwerdegegner nie erkennbar substanziiert bestritten: vielmehr zeige sein Hinweis auf das für diese Nachtüberwachung stattdessen heranzuziehende Babyphone, dass er diesen sogar anerkenne. Zudem hätten die Beschwerdeführer eventualiter sehr wohl ausdrücklich auch auf eine evtl. erneute Begutachtung verwiesen. Mit "erneut" habe offensichtlich wieder das gleiche, bereits in der ersten Klageschrift beantragte Gutachten gemeint sein müssen: Dass es angeblich nur den "effektiv angefallenen Aufwand und nicht auch dessen Erforderlichkeit und Notwendigkeit" hätte umfassen sollen, sei nicht nachvollziehbar, nachdem es an dieser Stelle klar um die "notwendige Dauerüberwachung", den Hilfsbedarf gegangen sei, worauf sie "angewiesen" gewesen sei und den sie aufgrund des früheren Gerichtsgutachtens somit medizinisch wörtlich "benötigte".