Citation: 1B_415/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid im Wesentlichen ausgeführt, die gegen den Beschwerdeführer erhobenen Tatvorwürfe wögen ausgesprochen schwer. Die Staatsanwaltschaft habe Anklage wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das BetmG erhoben und erachte die Qualifikationsgründe des mengenmässig schweren Falls sowie der Banden- und der Gewerbsmässigkeit (Art. 19 Abs. 2 lit. a-c BetmG) als erfüllt. Die Anklageerhebung bei der Fünferkammer des Strafgerichts Basel-Landschaft mache deutlich, dass sie eine Freiheitsstrafe von mehr als fünf Jahren beantrage (vgl. § 14 Abs. 1 lit. c des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung des Kantons Basel-Landschaft vom 12. März 2009 [EG StPO/BL; SGS 250]). Bei einer Verurteilung drohe dem Beschwerdeführer eine langjährige Freiheitsstrafe. Zudem habe er mit einer mehrjährigen Landesverweisung zu rechnen. Der Beschwerdeführer sei sodann serbischer Staatsangehöriger und seine Verwandten, insbesondere sein (erwachsener) Sohn und sein jüngerer Bruder, wohnten in Serbien. Mit diesem Bruder betreibe er dort ein Taxiunternehmen. Er spreche ausserdem nur sehr schlecht Deutsch. Vor seiner Inhaftierung sei er Miteigentümer eines Unternehmens für Fenstermontagen gewesen, das er zufolge Zahlungsschwierigkeiten verkauft habe. Anschliessend sei er keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen resp. habe er vom Einkommen seiner Ehefrau gelebt. Angesichts der drohenden Freiheitsstrafe und Landesverweisung, der prekären beruflichen und finanziellen Situation, der fehlenden Integration bzw. der instabilen wirtschaftlichen und sozialen Verankerung in der Schweiz sowie des intensiven Auslandsbezugs habe der Beschwerdeführer bei einer Flucht kaum etwas zu verlieren. Insgesamt bestünden damit ganz erhebliche objektive Anhaltspunkte für eine ausgeprägte Fluchtgefahr.