Citation: 2C_502/2023 E. 3.2

3.2. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann sich ein Ausländer in einer solchen Konstellation grundsätzlich nicht auf seine lange Anwesenheit in der Schweiz bzw. auf die in BGE 144 I 266 festgelegten Grundsätze berufen, um aus dem Schutz seines Privatlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung abzuleiten (vgl. BGE 149 I 66 E. 4.5-4.8). Anders kann es sich ausnahmsweise verhalten, wenn im Einzelfall eine besonders ausgeprägte Integration vorliegt (vgl. im Einzelnen Urteil 2C_734/2022 vom 3. Mai 2023 E. 5.3 zur Publ. vorgesehen). Mit ihren Ausführungen, wonach sie fliessend Deutsch spreche und auch andere Landessprachen beherrsche, in der Schweiz über ein soziales Netzwerk verfüge und während ihres Aufenthalts in Deutschland regelmässig in die Schweiz zurückgekehrt sei, vermag die Beschwerdeführerin nicht darzutun, dass - trotz langjähriger Landesabwesenheit - eine besondere Verwurzelung in der Schweiz bestehe. Folglich gelingt es ihr nicht, in vertretbarer Weise darzutun, dass sie einen potenziellen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf den Schutz ihres Privatlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK habe (vgl. E. 2.1 hiervor).