Citation: 6B_262/2024 E. 2.2.1

2.2.1. Die Vorinstanz begründet die Pflichtverletzung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB damit, der Beschwerdeführer sei nicht in der Lage gewesen, den Betrag von über einer halben Million Franken, welchen er als (verzinsliches) Darlehen bezogen habe, innerhalb eines Jahres zurückzuzahlen. Für das Darlehen hätten keine Sicherheiten bestanden, seine private finanzielle Situation sei desolat gewesen und er sei gestützt auf zahlreiche Verlustscheine betrieben worden. Das Kontokorrent sei nach wie vor nicht zurückbezahlt worden (angefochtenes Urteil S. 7 bis 9). Eine Rückführung des Darlehens über Dividendenausschüttungen sei bei den angeblich knappen finanziellen Mitteln der C.________ AG nicht möglich gewesen und es seien zudem zu keinem Zeitpunkt Gelder über Dividendenausschüttungen zurückgeführt worden (angefochtenes Urteil S. 9). Das Darlehen sei ohne adäquate Gegenleistung gewährt worden. Dies auch, da sich der Beschwerdeführer die Beträge neben seinem ausgewiesenen Lohn ausbezahlt habe. Die Zinszahlung erscheine im Vergleich zum Risiko für die AG nebensächlich. Ebenfalls unerheblich sei, ob die Bezüge in der Buchhaltung sowie den Steuerunterlagen ausgewiesen worden seien. Der Gesellschaft sei durch die Gewährung des Darlehens Liquidität entzogen worden, ohne dass der Darlehensgewährung eine adäquate Sicherheit gegenübergestanden hätte. Ein umsichtiger und gewissenhafter Geschäftsführer in der Situation des Beschwerdeführers hätte dieser Mittelverwendung niemals zugestimmt (angefochtenes Urteil S. 9). Das Aktienkapital samt Reserven der C.________ AG habe sich zwischen 2013 und 2019 immer auf Fr. 120'000.-- belaufen. Aufgrund des Umstands, dass der Saldo des Kontokorrents während mehrerer Jahre das eingeschossene Aktienkapital samt Reserven überstiegen habe, sei das Reinvermögen der C.________ AG im Umfang von Grundkapital und gebundenen Reserven angegriffen worden (angefochtenes Urteil S. 10 bis 12). Auf die Aussagen des Buchhalters der C.________ AG, D.________, der anlässlich der Berufungsverhandlung als Zeuge angab, die C.________ AG sei genügend kapitalisiert gewesen, stellt die Vorinstanz nicht ab. Sie begründet dies insbesondere damit, D.________ sei nicht als vollständig neutral zu betrachten. Er stehe in einer engen Verbindung zur C.________ AG, da er diese selbst mitbegründet habe, in der ersten Zeit als Verwaltungsrat tätig gewesen sei und die Gesellschaft seit Beginn als Buchhalter betreue (angefochtenes Urteil S. 11).