Citation: 8C_98/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Der Beschwerdeführer war einzelzeichnungsberechtigter Gesellschafter und (ab 19. November 2010) Vorsitzender der Geschäftsführung der B.________ GmbH. Die Gesellschaft verfügte über ein Stammkapital von Fr. 40'000.-, an dem er und seine Ehefrau je hälftig beteiligt waren. Obwohl der Beschwerdeführer nur zur Hälfte am Gesellschaftskapital beteiligt war, ist - insbesondere ab 19. November 2010 - davon auszugehen, dass er massgeblichen Einfluss auf die Entscheidungen der Gesellschaft hatte, weshalb er rechtsprechungsgemäss sozialversicherungsrechtlich einem Selbstständigerwerbenden gleichzustellen ist (vgl. SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 7.1; Urteile 8C_12/2021 vom 22. Dezember 2021 E. 4.4.1; 8C_450/2020 vom 15. September 2020 E. 3.1). Diese Qualifikation beschlägt aber nicht den sozialversicherungsrechtlichen Status, sondern sie wirkt sich allein auf die Ermittlung des Invaliditätsgrades aus, und zwar in dem Sinne, dass die Invaliditätsbemessung analog den Selbstständigerwerbenden vorzunehmen ist (vgl. zur diesbezüglichen Verwirrung in der Lehre: MICHAEL E. MEIER, In der eigenen Gesellschaft beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, SZS 2022 S. 30 f. mit Hinweisen). Mit anderen Worten ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer als Arbeitnehmer der B.________ GmbH obligatorisch unfallversichert war (vgl. Art. 1a Abs. 1 lit. a UVG).