Citation: I 596/06 05.09.2007 E. 5

5.1 Zur Beschwerde legitimiert ist gemäss Art. 103 lit. c OG jede andere Person, Organisation oder Behörde, die das Bundesrecht zur Beschwerde ermächtigt. Laut dem gemäss Art. 89 IVV im Bereich der Invalidenversicherung sinngemäss anwendbaren Art. 201 AHVV (in der ab 1. Januar 2003 geltenden Fassung) sind u.a. die beteiligten Ausgleichskassen bzw. IV-Stellen befugt, gegen Beschwerdeentscheide Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht zu führen. In BGE 130 V 514 (E. 4.1 S. 516 f.) hat das Eidgenössische Versicherungsgericht klargestellt, dass durch die zufolge des Erlasses von Art. 57 ATSG bedingte redaktionelle Anpassung von Art. 201 AHVV nichts an der bis dahin bestehenden Situation geändert hat, wonach als "Beteiligte" im Sinne dieser Bestimmung diejenige Ausgleichskasse oder IV-Stelle gilt, die den im Beschwerdeverfahren angefochtenen Entscheid erlassen hatte, und somit nur diese befugt ist, gegen einen Beschwerdeentscheid Beschwerde zu führen. 5.2 Daran vermag die in Art. 40 Abs. 2 IVV vorgesehene Zuständigkeitsaufteilung für Grenzgänger nichts zu ändern. In BGE 130 V 514 (E. 4.2 S. 517) hat das Eidgenössische Versicherungsgericht ausdrücklich festgehalten, dass die isolierte Rechtsprechung in den Urteilen I 87/99 vom 28. August 2001 und I 232/03 vom 22. Januar 2004, in welchen es die Beschwerdelegitimation der kantonalen IV-Stelle bejaht hatte, obwohl der angefochtene Entscheid von der IV-Stelle für Versicherte im Ausland erlassen worden war, nicht bestätigt werden kann. In I 87/99 ging es ebenfalls um einen Grenzgänger, bei welchem gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV die kantonale IV-Stelle abgeklärt und die IV-Stelle für Versicherte im Ausland entschieden hatte. Wie in BGE 130 V 514 dargelegt, würde diese nun nicht bestätigte Praxis eine gewisse Rechtsunsicherheit verursachen, weil dann sowohl die kantonalen IV-Stellen als auch die IV-Stelle für Versicherte im Ausland Beschwerde führen könnten gegen Entscheide, die ihnen die erstinstanzliche Beschwerdeinstanz nicht einmal zugestellt hätte. Das Anknüpfen der Beschwerdelegitimation an den Erlass des angefochtenen Entscheids und nicht an die materielle Prüfung der Angelegenheit wird denn auch im jüngst ergangenen Urteil H 79 und 80/06 vom 28. August 2007 bestätigt, in welchem bei einer Streitigkeit um Hilfsmittel eines AHV-Bezügers auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Ausgleichskasse, die gemäss Art. 6 Abs. 3 der Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Altersversicherung (HVA) für den Erlass von Verfügung und Einspracheentscheid zuständig ist, eingetreten wurde, nicht jedoch auf diejenige der IV-Stelle, welche "lediglich" den Anspruch materiell zu prüfen und im Rahmen des formlosen Verfahrens gemäss Art. 51 ATSG Mitteilung zu machen hatte. 5.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die kantonale IV-Stelle, welche korrekterweise weder die Verfügung vom 30. November 2004 noch den Einspracheentscheid vom 15. Juni 2005 erlassen hat und dementsprechend im vorinstanzlichen Verfahren nicht Partei war, nicht beschwerdelegitimiert ist.