Citation: 5A_145/2022 E. 2

Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Eingabe vom 4. Juli 2022 geltend, die Nachfrist sei nichtig, da sie zu kurz gewesen sei. Zudem hätte sie Anspruch auf eine Notfrist gehabt. Beides trifft nicht zu. Wie der Beschwerdeführerin in der Verfügung vom 15. Juni 2022 erläutert wurde, musste sie seit längerem damit rechnen, den Kostenvorschuss noch bezahlen zu müssen. Sie hätte deshalb die nötigen Vorkehren für die Bezahlung treffen müssen. Nachdem sie die Nachfristverfügung am letzten Tag der Abholfrist (Donnerstag, 9. Juni 2022) entgegengenommen hatte, standen ihr noch zwei Arbeitstage und ein Wochenende zur Verfügung, was angesichts der genannten Umstände und der Höhe des Kostenvorschussbetrags ausreicht. Dass sie den Betrag von Fr. 2'000.-- in dieser Zeit nicht hätte aufbringen können, erscheint umso unglaubwürdiger, als sie das Grundstück an der Versteigerung vom 1. Juni 2022 selber ersteigert haben will. Da die Nachfrist als nicht erstreckbar bezeichnet war, hat die Beschwerdeführerin auch keinen Anspruch auf eine Notfrist für den Fall der Ablehnung ihres Fristerstreckungsgesuchs. Die wiederholten Fristerstreckungsgesuche lassen im Übrigen erkennen, dass es der Beschwerdeführerin nicht darum geht, den Kostenvorschuss doch noch zu bezahlen, sondern darum, das Verfahren zu verzögern. Dieses Verhalten ist trölerisch und rechtsmissbräuchlich. Das erneute Fristerstreckungsgesuch ist abzuweisen.