Citation: 1C_452/2021 E. A

A.________, afghanischer Staatsangehöriger, stellte am 25. September 2020 ein Asylgesuch in der Schweiz, ohne Identitätsdokumente einzureichen. Auf dem gleichentags erstellten Personalienblatt gab er als Geburtsdatum den 1. Januar 2005 an. Anlässlich seiner Erstbefragung für unbegleitete minderjährige Asylsuchende änderte A.________ sein Geburtsdatum auf den 1. Oktober 2005. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) liess zur abschliessenden Sachverhaltsabklärung am 4. November 2020 ein Altersgutachten durch das Institut für Rechtsmedizin des Kantonsspitals St. Gallen (IRM) erstellen. A.________ wurde anschliessend zum Resultat des Gutachtens und zur beabsichtigten Anpassung des Geburtsdatums im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) auf den 1. Januar 2003 das rechtliche Gehör gewährt. Im Rahmen seiner Stellungnahme gab er an, mit der Anpassung des Alters nicht einverstanden zu sein, beantragte die Anbringung eines Bestreitungsvermerks im ZEMIS und den Erlass einer anfechtbaren Ziffer im Dispositiv des Asylentscheids. Zudem reichte er einen Antrag auf Altersanpassung und eine sozialpädagogische Stellungnahme zu seiner Reaktion auf die Altersanpassung ein. Mit Verfügung vom 21. Dezember 2020 stellte das SEM fest, A.________ erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung an. Gleichzeitig erachtete es den Vollzug der Wegweisung zurzeit als nicht zumutbar und verfügte die vorläufige Aufnahme in der Schweiz. Zudem hielt das SEM fest, dass das Geburtsdatum im ZEMIS auf den 1. Januar 2003 laute und im ZEMIS ein Bestreitungsvermerk angebracht werde.