Citation: 1B_633/2021 E. 8

Die fortgesetzte Untersuchungshaft ist auch nicht unverhältnismässig. Der Beschwerdeführer befand sich im Zeitpunkt des Haftentlassungsgesuchs seit zwei und im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids seit gut sechs Wochen in Haft. Angesichts der Schwere der Drohungen, derer der Beschwerdeführer dringend verdächtig ist, droht noch keine Überhaft. Die Ausführungen des Beschwerdeführers zu der angeblich unzulässigen Verfahrensführung bzw. der Rolle der Kriminalpolizei im Strafverfahren sind in diesem Zusammenhang irrelevant. Jedenfalls beim Verfahrensstand im Zeitpunkt des Haftentlassungsgesuchs und des angefochtenen Entscheids war zudem nicht ersichtlich, inwiefern die Kollusionsgefahr mit der Anordnung der vom Beschwerdeführer genannten Ersatzmassnahmen wirksam gebannt werden könnte. Darüber, ob Kollusionsgefahr - wovon die Vorinstanz auszugehen scheint - im Hinblick auf eine allfällige Hauptverhandlung vor dem Sachgericht auch nach dem Abschluss der Strafuntersuchung noch gegeben wäre, ist vorliegend nicht zu befinden. Immerhin ist daran zu erinnern, dass der Haftgrund der Kollusionsgefahr nach Abschluss der Strafuntersuchung einer besonders sorgfältigen Prüfung bedarf (E. 7.1 hiervor) und einer weniger stark ausgeprägten Kollusionsgefahr unter Umständen auch mittels Anordnung von Ersatzmassnahmen begegnet werden kann (vgl. Urteil 1B_575/2021 vom 8. November 2021 E. 4.2 f.).