Citation: 1P.333/2001 21.08.2001 E. 5

5.- a) Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die kantonalen Instanzen hätten den Vorwurf des Nichtanpassens der Geschwindigkeit an die gegebenen Verhältnisse in willkürlicher Weise auf einen unvollständig festgestellten Sachverhalt gestützt. So hätten sie die gefahrene Geschwindigkeit auf 80 km/h veranschlagt und sich dabei allein auf seine Angaben abgestützt, wonach er auf der Autobahn in der Regel mit Tempomat fahre und im fraglichen Zeitpunkt mit 80 km/h gefahren sei. Indessen sei es zweifelhaft, ob er den Tempomat tatsächlich bei 80 km/h eingestellt gehabt habe und ob die Geschwindigkeitsanzeige mit der effektiv gefahrenen Geschwindigkeit übereinstimme. Da beide Vorinstanzen davon ausgegangen seien, dass sich der Unfall bei einer Geschwindigkeit von wenig unter 80 km/h hätte vermeiden lassen und demnach eine solche Geschwindigkeit als angepasst zu betrachten gewesen wäre, hätten sie hinsichtlich der tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeit weitere Abklärungen vornehmen müssen, die er beantragt habe. b) Entgegen diesen Vorbringen gründet der Vorwurf des Nichtanpassens der Geschwindigkeit nicht darauf, dass der Beschwerdeführer mit einer bestimmten Geschwindigkeit gefahren sei, wenn die kantonalen Instanzen aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers auch davon ausgingen, dass er mit 80 km/h unterwegs gewesen war. Entscheidend war nach ihren Erwägungen vielmehr, dass der Beschwerdeführer die Warnblinker des wenige Minuten vor ihm an derselben Stelle verunfallten und auf dem Pannenstreifen abgestellten Autos wahrgenommen habe, und trotzdem mit im Wesentlichen unverminderter Geschwindigkeit weitergefahren sei, obwohl er mit Gefahren habe rechnen müssen. Sie stützten sich dabei auf die Aussagen des Beschwerdeführers, dass er den Tempomat nur ganz kurz aus- und sogleich wieder eingeschaltet habe, als er das verunfallte Fahrzeug "als für ihn nicht relevant" habe erkennen können. Zudem habe der Beschwerdeführer angegeben, dass ihm das Ausweichmanöver nur knapp misslungen sei. Damit stehe fest, dass er die Leitelemente bei angepasster Geschwindigkeit nicht touchiert hätte. Auf diese Erwägungen geht der Beschwerdeführer mit keinem Wort ein. Er legt nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, weshalb angesichts dieser Ausführungen eine genaue Feststellung der in absoluten Zahlen gefahrenen Geschwindigkeit erforderlich sein soll, um den Vorwurf des Nichtanpassens der Geschwindigkeit in tatsächlicher Hinsicht begründen zu können. Er misst mit seiner Argumentation der absolut gefahrenen Geschwindigkeit eine Bedeutung zu, die ihr nach dem Dargelegten nicht zukommt. Die erhobene Rüge der lückenhaften Sachverhaltsfeststellung erweist sich demnach als unbegründet, soweit angesichts der Begründungsanforderungen an eine staatsrechtliche Beschwerde überhaupt darauf eingetreten werden kann (vgl. Erwägung 2 vorne).