Citation: 4A_467/2020 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz beanstandete, der Beschwerdeführer habe in seiner Berufung nicht angegeben, an welcher Stelle in seiner 19-seitigen Replik er festgehalten habe, die von ihm gestellten Fragen zur Unabhängigkeit des Gutachters seien nie beantwortet worden. Dies stellt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nicht in Abrede. Nicht einverstanden ist er aber mit dem Schluss der Vorinstanz, damit sei er seiner Pflicht zur Berufungsbegründung nicht nachgekommen. Zwar geht er mit der Vorinstanz davon aus, die Begründung müsse nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 138 III 374 E. 4.3.1) hinreichend genau und eindeutig sein, um von der Berufungsinstanz mühelos verstanden werden zu können. Dies setze voraus, dass der Berufungskläger im Einzelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichne, die er anfechte, und die Aktenstücke nenne, auf denen seine Kritik beruhe. Überspitzt formalistisch ist es nach seiner Ansicht aber, wenn die Vorinstanz von ihm verlangt, dass er die genaue Stelle in der Rechtsschrift angeben müsse, an der er geltend gemacht habe, die von ihm gestellten Fragen zur Unabhängigkeit des Gutachters seien nie beantwortet worden. Die Vorinstanz sei, wie sich aus ihren Erwägungen ergebe, nämlich sehr wohl in der Lage gewesen, die massgebende Stelle in der Replik zu finden.