Citation: 5A_121/2022 E. 4.2

4.2. Das Obergericht erwog gestützt auf Art. 450f ZGB i.V.m. Art. 62 ff. des Einführungsgesetzes des Kantons Zürich vom 25. Juni 2012 zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (EG KESR/ZH; LS 232.3) und Art. 320 ZPO, es könne den Entscheid des Bezirksrats nur auf eine unrichtige Rechtsanwendung und eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts hin prüfen. Es verfüge daher über eine engere Prüfungsbefugnis als Art. 450a ZGB dies vorsehe. Die Beschwerdeführerin erachtet damit die genannte Bestimmung des Zivilgesetzbuches als verletzt. In der Lehre sei strittig und vom Bundesgericht nicht entschieden, ob die Ansicht des Obergerichts zutreffe oder ob im Erwachsenenschutzverfahren sämtliche nach Art. 450 ZGB anfechtbaren Entscheide einer Überprüfung mit voller Kognition unterliegen müssten. Sie, die Beschwerdeführerin, schliesse sich der zweiten Ansicht an. Dies müsse umso mehr gelten, als aufgrund der Gefahr der Doppelvertretung der Beschwerdeführerin ein nicht wiedergutzumachender Nachteil vorliege und die Vorinstanz wesentlich auf das Gutachten von Dr. C.________ abstelle und so für das Hauptverfahren ein Präjudiz schaffe. Zudem seien im Zusammenhang mit dem Gutachten nach wie vor viele Fragen strittig, was ebenfalls nach einer vollen Kognition verlange. Zuletzt habe der Bezirksrat sich mit Blick auf den getroffenen Nichteintretensentscheid gar nicht materiell zum Gutachten äussern dürfen. Eine Heilung dieses Mangels könne mit beschränkter Kognition nicht erfolgen und führe zu einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Zwar kann das Bundesgericht die Rüge der Verletzung von Art. 450a ZGB frei prüfen. Dies entbindet die Beschwerdeführerin indes nicht von einer hinreichenden Begründung der Beschwerde (vgl. vorne E. 2.1), an der es hier fehlt: Eine genügende Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid findet sich weder im Hinweis, es stelle sich eine vom Bundesgericht bisher nicht entschiedene Rechtsfrage, noch in der nicht weiter begründeten Aussage, man folge einer der einschlägigen Lehrmeinungen. An der Sache vorbei geht es sodann, wenn die Beschwerdeführerin aus den sich (angeblich) in der Sache stellenden Fragen etwas zur Kognition des Obergerichts ableiten möchte: Es entscheidet sich anhand der einschlägigen gesetzlichen Regelung, mit welcher Kognition die Vorinstanz die sich stellenden Fragen zu prüfen hat. Das Interesse der Beschwerdeführerin an der Prüfung des angefochtenen Entscheids ist sodann für das Eintreten auf die Beschwerde, nicht aber für die Prüfungsbefugnis des Obergerichts relevant. Auch in diesem Zusammenhang vermag die Beschwerdeführerin zuletzt nichts aus ihren Spekulationen zu der vom Bezirksrat angewandten Sorgfalt abzuleiten (vgl. E. 4.1 hiervor), auch wenn sie zusätzlich die Rüge der Gehörsverletzung erhebt.