Citation: 6B_660/2016 E. 1

Die Beschwerdeführerin macht geltend, es liege eine massive Verletzung des Beschleunigungsgebotes gemäss Art. 5 StPO, Art. 29 Abs. 1 BV sowie Art. 6 Ziff. 1 EMRK vor. Die Verletzung wiege derart schwer, dass hier nur noch die Verfahrenseinstellung als Sanktion greifen könne. Die Vorinstanz habe zwar eine Verletzung des Beschleunigungsgebots festgestellt, deren Schwere jedoch falsch gewichtet. Von den möglichen Sanktionen - Berücksichtigung der Verfahrensverzögerung im Rahmen der Strafzumessung, Einstellung des Verfahrens zufolge eingetretener Verjährung, Schuldigsprechung der Täterin unter gleichzeitigem Verzicht auf Strafe sowie als ultima ratio in extremen Fällen die Verfahrenseinstellung - habe sie sich für die mildeste Sanktion entschieden. Sie habe sich dabei nicht zur gesamten Verfahrensdauer von rund 9 Jahren geäussert, die als vollkommen unverhältnismässig einzustufen sei, zumal das Verfahren weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht als besonders schwierig oder aufwändig eingestuft werden könne. Die Verfahrenseinstellung rechtfertige sich auch bei isolierter Betrachtung der einzelnen Verfahrensstillstände. Dabei stünden insbesondere die Verfahrensstillstände in den Zeiträumen zwischen dem 2. Juni 2009 und dem 17. März 2010, zwischen dem 10. September 2010 und dem 18. Juli 2011 sowie zwischen dem 12. Oktober 2011 und dem 17. September 2013 im Vordergrund. Dass die lange Verfahrensdauer zumindest teilweise auf die Komplexität des Verfahrens und auf das Verhalten der Beschwerdeführerin zurückzuführen sei, wie dies die Vorinstanz ausführe, sei verfehlt. Die Beschwerdeführerin sei mit ihren Eingaben und Beweisanträgen dafür besorgt gewesen, das Verfahren voranzutreiben und sich möglichst bald entlasten zu können. Ihre Beweisanträge seien mit Ausnahme des technischen Gutachtens ohnehin jeweils abgewiesen oder unberücksichtigt gelassen worden, sodass dadurch auch keine Verzögerungen entstanden seien, welche ihr anzulasten wären. Die Vorinstanz habe bei ihrer Beurteilung zudem vollkommen unberücksichtigt gelassen, dass das Strafverfahren die Beschwerdeführerin über die Jahre hinweg psychisch massiv belastet habe. Ihre starke Befassung mit dem Verfahren zeige sich auch in ihren zahlreichen und äusserst ausführlichen Eingaben.