Citation: 5P.133/2000 15.05.2000 E. 1

1.- Im August 1999 leitete A.________ (geboren 1953) das Scheidungsverfahren gegen ihren Ehemann B.________ (geboren 1950) ein. Mit Gesuch vom 13. Oktober 1999 beantragte sie die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung für das Scheidungsverfahren und die Beiordnung von Fürsprecherin Ursula Zimmermann, Biel, als amtliche Anwältin. Mit Verfügung vom 3. Dezember 1999 wies der Gerichtspräsident 1 des Gerichtskreises II Biel-Nidau das Gesuch ab. Zur Begründung führte er aus, die Gesuchstellerin könne von ihrem Ehemann einen Prozesskostenvorschuss verlangen. Diesem gehöre ein leer stehendes, frei verfügbares Haus in Mazedonien, das nach seinen Angaben einen Nettoverkaufswert von Fr. 170'000.-- habe. Die Veräusserung oder Belastung der Liegenschaft erscheine als zumutbar. Hiergegen erhob A.________ Rekurs beim Appellationshof des Kantons Bern. Dessen II. Zivilkammer wies den Rekurs mit Entscheid vom 22. Februar 2000 ab. Mit staatsrechtlicher Beschwerde vom 3. April 2000 beantragt A.________ dem Bundesgericht, den Entscheid des Appellationshofes vom 22. Februar 2000 aufzuheben. Zugleich ersucht sie, ihr für das staatsrechtliche Beschwerdeverfahren das Recht auf unentgeltliche Prozessführung unter Beiordnung der beauftragten Rechtsanwältin zu gewähren. Auf das Einholen einer Vernehmlassung wurde verzichtet.