Citation: 8C_812/2007 06.10.2008 E. 8

8.1 Den Erwägungen der Vorinstanz (E. 7.1 hievor) ist beizupflichten. In Übereinstimmung mit der Einschätzung der RAD-Ärzte (E. 6.2 hievor) hat sie zu Recht erkannt, dass die Geeignetheit und Notwendigkeit eines Berufswechsels zum Journalisten beim Beschwerdeführer aufgrund seiner psychischen Beeinträchtigung mit den damit verbundenen Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen medizinisch nicht begründet ist. Denn dieser Beruf ist in der Regel geprägt von Kommunikation und damit Kontakten mit Menschen. 8.2 Der Versicherte erhebt keine Rügen, welche die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz betreffend sein Leistungsvermögen bzw. seinen Ressourcen in psychischer Hinsicht (vgl. E. 3 hievor) als offensichtlich unrichtig oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhend erscheinen lassen. Die Ausführungen des Dr. med. L.________ im Bericht vom 9. Januar 2007 sind widersprüchlich. Einerseits gibt er darin an, der Versicherte benötige einen Wechsel zu einer Tätigkeit mit integrierten zwischenmenschlichen Interaktionen. Andererseits legt er zum Eingliederungsziel des Journalisten dar, das Berufsprofil sei durchaus vereinbar mit einer "Arbeit im stillen Kämmerlein". Es frage sich, ob der RAD den Beruf des Journalisten mit dem des Reporters verwechsle. "Kontakte zu knüpfen und zu pflegen...", womit der RAD seine Ablehnung begründe, seien nicht Tätigkeiten des Journalisten. In diesem Lichte sind die Angaben des Dr. med. L.________ letztlich unklar hinsichtlich der Frage, ob für den Versicherten aufgrund seiner psychischen Beeinträchtigung ein Beruf mit vermehrten sozialen Kontakten geeignet und notwendig ist. In diesem Sinne fehlt auch eine Stellungnahme des Dr. med. L.________ zur Frage, wie die Arbeitsfähigkeit des Versicherten als Journalist prognostisch einzuschätzen ist, wenn er sich nach Abschluss der in geschütztem Rahmen erfolgenden Ausbildung auf dem freien Arbeitsmarkt zu bewähren hat. Im Weiteren ist festzuhalten, dass es zahlreiche Metallwerkstätten unterschiedlichster Ausrichtung mit dem von Dr. med. L.________ geforderten überschaubaren zwischenmenschlichem Kontakt gibt, wo der Versicherte das letzte Lehrjahr im von der IV-Stelle anerkannten geschütztem Rahmen hätte absolvieren können. Wenn die Journalisten-Ausbildung mit seinem Talent für Wort und Schrift sowie seiner Abneigung gegen die Welt des "Metalligen" begründet wird, kann dies unter den gegebenen Umständen nicht zu Lasten der IV gehen. Schliesslich ist hinsichtlich der Angaben des Dr. med. L.________ auch zu berücksichtigen, dass behandelnde Ärzte aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353; Urteil I 294/04 vom 11. April 2006, E. 4.3.3 mit Hinweis). Nach dem Gesagten kann seiner Auffassung, die vom Beschwerdeführer in Angriff genommene Journalisten-Ausbildung sei eine notwendige und geeignete Eingliederungsmassnahme, nicht gefolgt werden.