Citation: 5A_1021/2021 E. 6.2

6.2. In diesem Zusammenhang verweist die Beschwerdeführerin auf die Rechtsprechung des Deutschen Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe, wonach bei einer auf längere Dauer fixierten Person zwingend eine Eins-zu-Eins Betreuung durch therapeutisches oder pflegerisches Fachpersonal gewährleisten werden müsse. Das KSSG sehe sich aufgrund der - notorisch bekannten - pandemischen Lage mit einem erheblichen Pflegemangel konfrontiert. Es versichere zwar, dass eine adäquate Aufsicht sichergestellt sei. Damit sei aber nicht zwingend eine andauernde Eins-zu-Eins Betreuung durch das entsprechende Fachpersonal gemeint. Das Kantonsgericht unterlasse es, die Kritik an diesem Teil des Behandlungsplans zu würdigen, und habe dazu einzig erwogen, der geäusserte Verdacht, es handle sich dabei um eine studentische Sitzwache, sei unbegründet.