Citation: 6B_847/2019 E. 1.3

1.3. Der Einwand des Beschwerdeführers überzeugt nicht bzw. belegt jedenfalls keine Willkür. Die Vorinstanz begründet schlüssig, weshalb sie von einem bewussten Überholmanöver ausgeht und annimmt, es habe für ihn keine Gefahr bestanden, dass er ohne Spurwechsel ein abruptes Bremsmanöver hätte einleiten müssen, um eine Auffahrkollision mit dem vor ihm einmündenden schwarzen Fahrzeug - welches sie somit offensichtlich berücksichtigt - zu vermeiden. Die Videoaufnahme bestätige vielmehr den Vorwurf der Anklagebehörde, dass der Beschwerdeführer das Manöver in einem Zug ausgeführt habe und entlarve seine Darstellung als Schutzbehauptung. So sei er auf das korrekt fahrende Fahrzeug der Kantonspolizei auf- und rechts an den seiner Ansicht nach den linken Fahrstreifen blockierenden Fahrzeugen vorbeigefahren, augenscheinlich um seine Geschwindigkeit aufrecht erhalten zu können. Sodann habe er den langsam vor ihm fahrenden Lastwagen und das einspurende schwarze Fahrzeug bemerkt und - wiederum, um seine Geschwindigkeit nicht reduzieren zu müssen - sogleich auf den linken Fahrstreifen gewechselt. Dies überzeugt. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers leuchtet zudem nicht ein, weshalb der von ihm vollzogene Spurwechsel nach links, welcher angesichts des unbestrittenermassen recht dichten Verkehrs und der behaupteten Überraschung aufgrund des vor ihm einfahrenden schwarzen Fahrzeugs ebenfalls abrupt erfolgt sein müsste, weniger gefährlich gewesen sein soll, als ein Abbremsen. Die Vorinstanz verwirft diese Darstellung daher willkürfrei und geht nachvollziehbar von einem Überholmanöver in einem Zug aus. Dem schadet nicht, dass ihre Erwägung, wonach der Beschwerdeführer aufgrund seiner Kenntnis der Strecke zumindest in Kauf genommen habe, am Autobahnanschluss wieder auf die linke Spur zu wechseln, auch den gegenteiligen Schluss zulässt. Eine schnelle (Ausweich) -Aktion des Beschwerdeführers, wie er geltend macht, war gemäss willkürfreier Feststellung der Vorinstanz nicht erforderlich. Nachdem er ferner einräumte, die Polizeifahrzeuge rechts passiert zu haben, kann von einer durch einen Dritten - den Fahrer des schwarzen Fahrzeugs - geschaffenen Gefahr, aufgrund dessen er wiederum auf die Überholspur hätte ausweichen müssen, keine Rede sein. Es war im Gegenteil der Beschwerdeführer, der durch sein unbestrittenes Rechtsvorbeifahren und seine diversen Spurwechsel in dichtem Verkehr eine erhebliche Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer schuf.