Citation: 1C_340/2017 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass gemäss Art. 78 Abs. 1 BV die Kantone für den Natur- und Heimatschutz zuständig sind, weshalb der Schutz von Ortsbildern im Rahmen der allgemein und auch für Grundeigentümer verbindlichen Nutzungsplanung als kantonale Aufgabe durch kantonales Recht gewährleistet wird. In der Folge erwägt sie, die ISOS-Vorgaben für die Dorfteile von Sagogn seien bereits in die Nutzungsplanung überführt worden. So regle Art. 25 BG die Ortsbildschutzzone und Art. 36 BG enthalte Erhaltungsbestimmungen über die unter Schutz gestellten Objekte. Die betroffenen Bauten seien einzeln nicht besonders schützens- oder erhaltenswert. Die Natursteinmauer und der Freiraum vor dem Wohnhaus seien als Einzelobjekte weder im ISOS inventarisiert noch im Generellen Gestaltungsplan der Gemeinde als geschützte, zu erhaltende oder ortstypisch prägende Bauten oder Anlagen bzw. als Kulturobjekt (historische Mauer) im Sinne von Art. 36 BG bezeichnet worden. Die Bauberaterin der kantonalen Denkmalpflege halte fest, das Bauvorhaben - inklusive des Flachdachs des "Carports" - sei mit den Vorgaben des ISOS vereinbar und halte auch die in Art. 25 BG umschriebenen Anforderungen an das Ortsbild ein.