Citation: 9C_780/2016 E. 4.3

4.3. Dass die Kenntnisse des Beschwerdegegners betreffend Planung, Arbeitsakquisition und Offertstellung ohne weiteres in einem anderen (Bau-) Unternehmen verwertbar wären, kann - entgegen der Auffassung der IV-Stelle - aufgrund der konkreten Umstände nicht gesagt werden: So hielt die Berufsberatung klar fest, beim Versicherten handle es sich um einen "klassischen Handwerker", der als Kleinunternehmer immer wieder schwere körperliche Arbeiten habe verrichten müssen. Die Testabklärungen betreffend eine Umschulung ergaben, dass eine schulische Ausbildung (zum Bauführer) intellektuell an der Grenze liege (vgl. Verlaufsprotokoll Berufsberatung vom 31. Januar 2013). Dies lässt darauf schliessen, dass es dem Versicherten an den (persönlichen) Ressourcen fehlt, um eine qualifiziertere Tätigkeit als Angestellter in einer - wie die IV-Stelle ausführt - "grossen" Baufirma anzutreten. Sie übersieht, dass der Beschwerdegegner gemäss den beruflichen Abklärungen über keinerlei Erfahrung im Hochbau oder mit grossen Baustellen verfügt. Dass die eigenen Offertstellungen und Planungsarbeiten in der B.________ AG technisch so erfasst und durchgeführt wurden, wie dies in einem Grossbetrieb erforderlich ist, ist nicht belegt. Profitierte der Beschwerdegegner in der Vergangenheit hauptsächlich von einem guten Netzwerk (Mund-zu-Mund-Propaganda) und seiner ausgesprochenen Spezialisierung auf den Gartenbau (vgl. Verlaufsprotokoll Berufsberatung vom 3. Juni 2013, S. 1), ist zudem anzunehmen, dass der Bereich Arbeitsakquisition vernachlässigbar war. Der Beschwerde ist ferner nicht zu entnehmen, inwieweit der Versicherte die erwähnten Spezialkenntnisse im Bereich Gartenbau und -gestaltung in einem Unternehmen einbringen können sollte, wenn ihm (schwere) handwerkliche Arbeit nicht zumutbar ist. Im Übrigen fehlt es an Anhaltspunkten dafür, dass der Beschwerdegegner mit den Tätigkeiten und (EDV-) Abläufen in einer grösseren Baufirma genügend vertraut wäre, um dort eine mindestens dem Anforderungsniveau 3 entsprechende Verweistätigkeit zu verrichten. Die Frage, ob berufliche Massnahmen daran etwas ändern könnten, stellt sich hier nicht.