Citation: 6B_708/2019 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, es lasse sich nicht nachweisen, dass der Beschwerdegegner im Sinne des Eventualvorsatzes mindestens in Kauf genommen habe, eine Informationspflicht gegenüber dem Beschwerdeführer zu verletzen, zumal dieser über die hohen Negativsaldi und deren starke Erhöhung im ersten Halbjahr 2002 informiert gewesen sei, die Vermögenssituation im Frühjahr 2002 bei der Transferierung der Lombardkredite analysiert worden sei, und der Beschwerdeführer zudem eine in der Vermögensverwaltung erfahrene Person gewesen sei und die Strategie verfolgt habe, Börsenbaisse auszusitzen. Gemäss nicht widerlegter Darstellung des Beschwerdegegners sei die weitere Erhöhung des Negativsaldos auf den Tradingkonten im zweiten Halbjahr 2002 nicht auf besondere Ereignisse, über die der Beschwerdeführer hätte informiert werden müssen, sondern auf die allgemeine Börsenschwäche im Jahre 2002 zurückzuführen gewesen (angefochtenes Urteil S. 21 ff., 27; vgl. auch oben E. 3.4).