Citation: 8C_96/2024 E. 5.4

5.4. Unbehelflich ist sodann der ebenfalls erneut vorgetragene Einwand der Beschwerdeführerin, sie sei zu 100% arbeitsunfähig, was ihr seit geraumer Zeit bescheinigt werde. Es lässt sich in beweisrechtlicher Hinsicht nicht beanstanden, wenn das kantonale Gericht die Berichte des Hausarztes Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, namentlich die Bescheinigungen einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit, als nicht geeignet erachtete, die fundierten Einschätzungen im SMAB-Gutachten auch nur geringfügig in Zweifel zu ziehen. Denn solche ergeben sich nicht bereits daraus, dass behandelnde Ärztinnen und Ärzte die Arbeitsfähigkeit unterschiedlich einschätzen (vgl. Urteile 9C_280/2020 vom 12. August 2020 E. 4.4 und 9C_89/2020 vom 18. Juni 2020 E. 4.6). In diesem Zusammenhang ist denn auch auf den Unterschied zwischen Behandlungs- und Begutachtungsauftrag hinzuweisen, dem im Zusammenhang mit unterschiedlichen ärztlichen Einschätzungen Rechnung zu tragen ist (BGE 125 V 351 E. 3b/cc; Urteil 8C_608/2023 vom 10. Juli 2024 E. 5.1.3 mit Hinweis). Soweit die Beschwerdeführerin die Einschätzung des psychiatrischen Gutachters kritisiert, ist zu beachten, dass die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem Begutachtenden daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern dabei - wie hier - lege artis vorgegangen wird (Urteil 8C_560/2023 vom 18. Januar 2024 E. 6.2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 145 V 361 E. 4.1.2 und SVR 2017 IV Nr. 5 S. 10, 9C_634/2015 E. 6.1 i.f., je mit Hinweisen). Der Umstand, dass die von der Vorinstanz gezogenen Schlüsse nicht mit der Darstellung der Beschwerdeführerin übereinstimmen, belegt - wie in E. 1.2 hiervor aufgezeigt - keine Willkür.