Citation: 6B_551/2021 E. 2.3.2

2.3.2. Die Vorinstanz verletzt ebenso wenig Bundesrecht, wenn sie die Befragung der Leiter des Wohnheims abweist. Sie begründet dies in überzeugender Weise damit, dass diese vom Beschwerdeführer als Zeugen zur allgemeinen Glaubwürdigkeit des Opfers und der Mutter des Opfers angerufen worden seien. Der personenbezogenen Glaubwürdigkeit kommt bei der Wahrheitsfindung jedoch weit geringere Bedeutung zu als der aussagebezogenen Glaubhaftigkeit (BGE 133 I 33 E. 4.3 mit Hinweisen). Darüber hinaus erwägt die Vorinstanz, die als Zeugen angerufenen Heimleiter hätten im tatrelevanten Zeitraum keine Beobachtungen gemacht, da die Mutter des Opfers dann bereits nicht mehr im Wohnheim gelebt habe. Sie gelangt gestützt darauf zu Recht zum Schluss, dass sich keine wesentlichen bzw. neuen Erkenntnisse aus der Befragung dieser Zeugen gewinnen liessen. Soweit der Beschwerdeführer behauptet, die Heimleiter deuteten an, das Opfer sei früher sexuell missbraucht worden, verfällt er in appellatorische Kritik. Die Vorinstanz hält fest, von einem früheren sexuellen Missbrauch im Wohnheim sei nie die Rede gewesen, sondern bloss von Schimpfen und Auskitzeln (Urteil S. 10). Auf die Frage der Neutralität der beantragten Zeugen braucht nicht eingegangen zu werden.