Citation: 2P.252/2003 03.11.2003 E. 5

5.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet die Bewertung ihrer wiederholten schriftlichen Lizentiat-II-Prüfungen in den Fächern Handels- und Wirtschaftsrecht (Note 3,5), Zivilprozessrecht und Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (Note 3,5) sowie Öffentliches Recht II (Note 3). 5.2 Gemäss § 21 der Promotionsordnung der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich vom 30. August 1994 ist die Prüfungsleistung ungenügend, wenn in den drei Klausuren zusammen eine Notensumme von weniger als 12 erreicht wird oder wenn in zwei Klausuren Noten unter 4 auftreten. Die von der Beschwerdeführerin erzielte Prüfungsleistung ist somit nach beiden Kriterien ungenügend. Dass dies in der Wiederholungsprüfung der Fall war, hat zudem den Ausschluss der Beschwerdeführerin von weiteren Prüfungen an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich zur Folge. 5.3 Die Ausgestaltung der Prüfung fällt im Rahmen der Promotionsordnung in das pflichtgemässe Ermessen der Prüfungsinstanz. Da die Promotionsordnung ausser § 16 keine Vorschriften betreffend die Durchführung und Bewertung der schriftlichen Klausuren enthält, liegt diese im pflichtgemässen Ermessen der Prüfungsinstanz bzw. der Examinatoren, die sich dabei an den Grundprinzipien des Verwaltungsrechts, wie das Gebot der Gleichbehandlung und das Willkürverbot, zu halten haben (vgl. Urteil 2P.203/2001 vom 12. Oktober 2001 E. 6a; BGE 105 Ia 190 E. 2a). 5.4 Die Rekurskommission der Universität Zürich kann gemäss § 46 Abs. 4 des Universitätsgesetzes angefochtene Verfügungen über das Ergebnis von Prüfungen nur auf Rechtsverletzungen und Verletzungen von Verfahrensvorschriften überprüfen, während die Rüge der Unangemessenheit ausgeschlossen ist. Die Rekurskommission hat dazu ausgeführt, sie überprüfe auf Grund dieser Regelung nur, ob im Rahmen der Beurteilung von Prüfungsergebnissen die angefochtene Note willkürlich erteilt worden sei. Willkür sei anzunehmen, wenn eine Leistung offensichtlich unterbewertet worden sei. Eine Überprüfung der strittigen Bewertung einer Klausurarbeit könne deshalb nicht in allen Einzelheiten nachvollzogen werden, sondern müsse summarisch erfolgen. Es sei nicht ihre Aufgabe, Prüfungsbewertungen selber vorzunehmen und die Richtigkeit der Antworten zu überprüfen. Es sei lediglich zu prüfen, ob sich aus der Korrektur und den verschiedenen Stellungnahmen Hinweise auf eine willkürliche Bewertung ergäben bzw. ob die Bewertung auf sachfremden Kriterien beruhe. Diese Auslegung und Anwendung des kantonalen Verfahrensrechts erscheint nach den oben stehenden Ausführungen nicht unhaltbar.