Citation: 6B_483/2014 E. 2.1

2.1. Nach den Feststellungen des Bezirksgerichts Bremgarten erfasste der Personenwagen von Y.________ das Opfer mit einer Geschwindigkeit von 40 km/h auf dem Fussgängerstreifen frontal im Bereich der linken Fahrzeugecke. Dadurch wurde das Opfer 9 m durch die Luft auf die Gegenfahrbahn geschleudert und dort vom Beschwerdeführer ungebremst mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h erfasst. Kurz zuvor hatte der Beschwerdeführer ein anderes Auto von der Mitteldorfstrasse in die Bahnhofstrasse einbiegen lassen. Der Beschwerdeführer hat das Opfer vor der zweiten Kollision nicht gesehen. Diese ereignete sich (aus der Sicht des Beschwerdeführers) 9 m vor dem Fussgängerstreifen am Ende der Flugphase. Nur die zweite Kollision bewirkte die tödlichen Verletzungen. Zum Unfallzeitpunkt herrschte dichter Kolonnenverkehr respektive ununterbrochener Gegenverkehr. Es war dunkel und es regnete. Es war für den Beschwerdeführer nur erschwert möglich, das Opfer in dem Moment zu sehen, als es auf den Fussgängerstreifen zuging und diesen betrat. Hingegen wäre es dem Beschwerdeführer im Zeitpunkt der ersten Kollision möglich gewesen, das Opfer wahrzunehmen. Im besagten Zeitpunkt war der Beschwerdeführer 18 m vom Fussgängerstreifen entfernt. Hätte er in diesem Moment gebremst, wäre er bei einem Anhalteweg von 13.5 m demnach 4.5 m vor dem Fussgängerstreifen zum Stehen gekommen. Da das Opfer in die Richtung des Beschwerdeführers geschleudert wurde, wäre es gleichwohl zur Kollision gekommen. Das Fahrzeug des Be-schwerdeführers hätte selbst bei einem sofort (im Zeitpunkt der ersten Kollision) eingeleiteten Bremsmanöver noch eine Geschwindigkeit von 20 - 25 km/h aufgewiesen. Dies hätte unter Berücksichtigung der Eigengeschwindigkeit des Opfers eine Aufprallgeschwindigkeit von 40 - 50 km/h ergeben, weshalb die tödlichen Verletzungen nicht vermeidbar gewesen wären.