Citation: 7B_275/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Mit Bezug auf den Vertrauensgrundsatz erwägt die Vorinstanz zutreffend, dass sich der Beschwerdeführer nicht erfolgreich auf diesen berufen kann, da er sich selbst nicht verkehrsregelkonform verhalten hat. Wie bereits dargelegt, war der Beschwerdeführer ungeachtet der Frage des Vortritts verpflichtet, beim Rückwärtsfahren andere Strassenbenützer nicht zu behindern oder gefährden. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hängt die Frage, ob er sich strafbar gemacht hat, nicht vom möglicherweise ebenfalls verkehrsregelwidrigen Verhalten der Fussgängerin ab. Das Strafrecht kennt keine Verschuldenskompensation (Urteile 7B_292/2022 vom 4. April 2024 E. 4.2.3 mit Hinweis). Die Vorinstanz versagte dem Beschwerdeführer die Berufung auf den Vertrauensgrundsatz demnach zu Recht.