Citation: 1C_40/2021 E. 5.3.2

5.3.2. Soweit die Vorinstanz einen Antrag der Beschwerdeführerin auf Befragung der Sekretariatsmitarbeiterinnen als Zeuginnen abgewiesen hat, ist dies im Ergebnis nicht zu beanstanden. Abgesehen davon, dass die Beschwerdeführerin im bundesgerichtlichen Verfahren selber in Übereinstimmung mit der Vorinstanz davon ausgeht, dass sich die für den Posteingang zuständig gewesene Mitarbeiterin des Sekretariats nicht mehr genau an den 25. August 2020 erinnern könnte, ist nicht ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit ihrem Beweisantrag bei der Vorinstanz substantiiert dargelegt hätte, inwiefern aus einer Befragung der Sekretariatsmitarbeiterinnen (als Zeuginnen und/oder Auskunftspersonen) tatsächliche Erkenntnisse resultieren könnten, welche die hier greifende Vermutung, dass die Sendung am genannten Datum ins Postfach gelegt wurde, zu entkräften vermögen. Dies gilt umso mehr, als die Vorinstanz nicht in Frage stellte, dass die Kanzlei so organisiert war wie von der Beschwerdeführerin geschildert. Es kommt hinzu, dass die Beschwerdeführerin nicht aufzeigt, inwiefern bei einer Abnahme des bei der Vorinstanz beantragten Beweises bzw. einer Befragung der Sekretariatsmitarbeiterinnen Sachumstände hätten belegt werden können, die ihre nicht näher substantiierte Behauptung stützen würden, dass sich im Postfach der Kanzlei mindestens einmal in der Woche fehlerhaft zugestellte Post befunden habe. Unter diesen Umständen erscheint es nicht als willkürlich, dass die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt als hinreichend erstellt erachtet hat, und durfte die Vorinstanz damit in antizipierter Beweiswürdigung darauf verzichten, das angebotene Beweismittel abzunehmen (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368; 144 II 427 E. 3.1.3 S. 435; 143 III 297 E. 9.3.2 S. 332 f.).