Citation: 7B_706/2023 E. 5.2

5.2. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers gelten diese Grundsätze auch im Zusammenhang mit der Anordnung eines Aufenthaltsrayons, dessen Einhaltung mittels Electronic Monitoring überwacht wird. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist eine derartige Kombination einer Ersatzmassnahme mittels Electronic Monitoring nicht geeignet, eine wie vorliegend ausgeprägte Fluchtgefahr hinreichend zu bannen. Dies gilt selbst dann, wenn im Kanton Bern tatsächlich eine aktive Überwachung durch die Polizei - wie vom Beschwerdeführer behauptet - möglich wäre (BGE 145 IV 503 E. 3.3.1 f. mit Hinweisen). Die Annahme der Vorinstanz, blosse Ersatzmassnahmen für Sicherheitshaft seien im aktuellen Verfahrensstadium nicht geeignet, die oben (siehe vorne E. 4.3 und 4.4) dargelegte erhebliche Fluchtgefahr ausreichend zu bannen, hält vor Bundesrecht stand. Da derzeit somit keine wirksamen Ersatzmassnahmen ersichtlich sind, um der ausgeprägten Fluchtneigung zu begegnen, erweist sich die Sicherheitshaft auch als geeignete und notwendige (und insofern verhältnismässige) strafprozessuale Zwangsmassnahme (vgl. Art. 197 Abs. 1 lit. c-d und Abs. 2 StPO). Angesichts der erstinstanzlichen Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren, wovon bereits rund viereinhalb Jahre verbüsst sind, droht dem Beschwerdeführer aktuell auch noch keine Überhaft (Art. 212 Abs. 3 StPO). Die Sicherheitshaft erweist sich als verhältnismässig.