Citation: 6B_1297/2020 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin beanstandet die Verfahrenseinstellung und rügt eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro duriore". Sie wendet ein, es liege kein Einstellungsgrund im Sinne von Art. 319 StPO vor. Sie erhebe glaubhaft schwere Vorwürfe gegen die beteiligten Polizeibeamten und bestreite, dass mit Sicherheit kein Straftatbestand erfüllt sei. Ausserdem sei das polizeiliche Handeln nicht rechtmässig gewesen. Selbst wenn sie sich geweigert haben sollte, in das Polizeifahrzeug einzusteigen, handle es sich bei Tritten in die Rippen in keinem Fall um ein verhältnismässiges Mittel, um sie in das Fahrzeuginnere zu bewegen. Die Vorinstanz gehe sodann zu Unrecht von einer klaren Beweislage aus, denn es sei unklar, ob ihre Verletzungen, insbesondere die Rippenbrüche, durch polizeiliche Handlungen oder durch ihren angeblichen Sturz verursacht worden seien. Die gesamten Umstände liessen schwere Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Schilderungen der Polizeibeamten aufkommen. Da sich auch die Vorinstanz nicht erklären könne, unter welchen Umständen ihre Rippenbrüche verursacht worden seien, müssten die Fragen, wie sie in den Kastenwagen verbracht worden sei und ob dabei oder kurz danach ungerechtfertigte Gewalt seitens der Polizei angewendet worden sei, durch das Gericht geklärt werden. Die Vorinstanz verkenne, dass es sich vorliegend gerade nicht um einen klaren Fall handle, bei dem sich eine Einstellung rechtfertige, zumal eine Verurteilung nicht als unwahrscheinlich ausgeschlossen werden könne.