Citation: 2C_561/2016 E. 2.5

2.5. Die Vorinstanz hat für die Anwendung von § 27 Abs. 4 StG/AG ausschliesslich auf die formelle Unterstellung des Grundstücks unter das BGBB abgestellt, welche hier wegen der geringen Fläche des Grundstücks nicht erfüllt ist (Art. 2 Abs. 3BGBB). Damit wird dieses Kriterium losgelöst von seinem Kontext angewendet: In BGE 138 II 32 wurde ausgeführt, dass die Begriffsbestimmung des landwirtschaftlichen Grundstücks nicht nur den steuerrechtlichen Belangen Rechnung zu tragen habe, sondern ebenso der dem BGBB, dem RPG und dem LwG gemeinsamen Zwecksetzung: dem Erhalt des landwirtschaftlichen Bodens als einem volkswirtschaftlich wesentlichen Produktionsfaktor (E. 2.2.1 S. 36 f., mit Hinweis auf das Urteil 2C_539/2010 vom 15. Dezember 2010 E. 3.2). Die formale Unterstellung unter das BGBB ist demnach nicht ein verselbstständigtes Kriterium, welches losgelöst von den Umständen des Einzelfalles zur Anwendung gebracht werden könnte; entscheidend ist vielmehr, ob das Grundstück in einer Gesamtbetrachtung der Landwirtschaft dient.