Citation: 2C_355/2020 E. 6

Was die Gewichtung der öffentlichen Fernhalteinteressen angeht, rügt der Beschwerdeführer zusammengefasst, die Vorinstanz sei mit Blick auf die Art der verfahrensauslösenden Delikte zu Unrecht von einem "erheblichen Verschulden" ausgegangen. Diese Annahme widerspreche auch der Einschätzung des Regionalgerichts Emmental-Oberaargau, das im Urteil vom 3. Dezember 2015 bezüglich der von ihm verübten Brandstiftung von einem minimalen "Tatkomponentenverschulden" ausgegangen sei. Die von der Vorinstanz erwähnten Widerhandlungen gegen das BetmG beschränkten sich auf leichte Verfehlungen, die ausschliesslich mit Eigenkonsum zusammenhingen. Die Widerhandlung gegen das WG wiege ebenfalls nicht schwer, sei er doch nur wegen des Besitzes eines Elektroschockgeräts und eines Wurfsterns schuldig gesprochen worden und sei das Regionalgericht diesbezüglich von einem geringen Verschulden ausgegangen. Abgesehen davon sei die Vorinstanz zu Unrecht davon ausgegangen, bei ihm liege Rückfallgefahr vor.