Citation: 8C_48/2024 E. 5.4.3

5.4.3. Zum Vorhalt des Beschwerdeführers, das SMAB-Gutachten vom 14. Juni 2021 hätte ohne Kenntnis des MEDAS-Gutachtens vom 23. Oktober 2020 erstellt werden müssen, ist Folgendes festzuhalten: Im Sozialversicherungsverfahren ist hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts oder Gutachtens u.a. entscheidend, ob die betreffenden Angaben in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wurden (BGE 134 V 231 E. 5.1). Es ist mithin entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers grundsätzlich bundesrechtskonform, dass die SMAB ihr Gutachten vom 14. Juni 2021 in Kenntnis des Gutachtens der MEDAS vom 23. Oktober 2020 erstattete und hierzu Stellung nahm (vgl. auch Urteile 8C_236/2017 vom 24. Juli 2017. E. 8.2 und 8C_802/2017 vom 21. Februar 2018 E. 5.1.1). Aus der von ihm zitierten strafrechtlichen Literatur kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dies gilt umso mehr, als die SMAB-Gutachter von der IV-Stelle ausdrücklich auch beauftragt wurden, das MEDAS-Gutachten ausführlich zu würdigen und dazu Stellung zu nehmen (siehe E. 5.4.1 hiervor).