Citation: 6B_806/2018 E. 1.4.2

1.4.2. Der Beschwerdeführer vermag mit seinen Ausführungen zu den Aussagen des Opfers keine Willkür darzulegen. Entgegen seiner Auffassung ist es nicht unhaltbar, dass die Vorinstanz von der konsistenten und glaubhaften Darstellung des Opfers ausgeht, wonach sie den Beschwerdeführer vor der Haustüre unmissverständlich abgewiesen hatte, sie keiner Hilfe beim Öffnen der Türe bedurfte und die Rangelei im Hauseingang vom Beschwerdeführer ausging. Gegen die vom Beschwerdeführer vorgebrachte Version eines unglücklichen Sturzes sprechen die objektiv vorhandenen Kampfspuren im Hauseingang und der Umstand, dass der Freund der Frau zu Hause war und sie von ihm bei Bedarf Hilfe erhalten hätte. Dass das Opfer die Lippenverletzung des Beschwerdeführers zunächst auf einen Biss zurückführte, später aber auf Vorhalt der Aussagen des Beschwerdeführers auch einen Schlag als Ursache in Betracht zog, stösst das Beweisergebnis nicht um. Die Vorinstanz erwägt diesbezüglich in schlüssiger Weise, die Frau habe sich in einem physischen und psychischen Ausnahmezustand befunden, als sie rücklings auf dem Boden einem unbekannten Mann ausgeliefert war. Sie habe sich nach eigener Schilderung mit allen Mitteln gewehrt, gekickt, geschlagen und gebissen. Deshalb sei es nachvollziehbar, dass sie im Nachhinein nicht genau sagen könne, wie viele Male sie im Kampf gebissen habe und wie oft ein Zubeissen erfolgreich war, so dass es Spuren hinterliess. Der Beschwerdeführer geht in diesem Punkt nicht auf die vorinstanzliche Beweiswürdigung ein, weshalb auf seine Rüge nicht einzutreten ist. Er setzt sich auch nicht mit dem angefochtenen Urteil auseinander, soweit er geltend macht, er sei freiwillig zur Polizei hingegangen, um dieser das Mobiltelefon der Frau zu übergeben, was gegen die Version der Frau spreche. Die Vorinstanz erwog, eine Flucht des Beschwerdeführers sei infolge des raschen Eintreffens der Polizei aussichtslos gewesen, weshalb er der Polizei seine Arglosigkeit demonstrieren wollte. Das weitere Argument des Beschwerdeführers, mangels Ausziehen oder Anfassen unter den Kleidern fehle es an einem sexuellen Bezug, ist nicht stichhaltig. Nach den willkürfreien vorinstanzlichen Feststellungen ging der körperliche Übergriff vom Beschwerdeführer aus. Er versuchte, die Frau nach deren verbaler Aufforderung wegzugehen, unter Anwendung von Druck gegen das Gesicht zu küssen, brachte sie im Hauseingang nach einer Rangelei zu Fall und legte sich mit voller Körperkraft auf sie, während sie sich heftig wehrte. Entsprechend finden sich Blutspuren im Hauseingang. Aus den gewaltsamen Kussversuchen, der beischlafsähnlichen Position und deren Zustandekommen (körperlicher Übergriff des Beschwerdeführers auf eine ihm unbekannte Frau, nach deren Frage, ob er sie vergewaltigen wolle), und den Parallelen zum Vorfall vom 9. April 2016 schliesst die Vorinstanz in vertretbarer Weise auf die sexuelle Motivation des Beschwerdeführers. Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers ist es für die Bejahung eines sexuellen Motivs nicht erforderlich, dass das Opfer entkleidet gewesen wäre oder er es versucht hätte, unter den Kleidern zu berühren. Dass der Beschwerdeführer nicht zum Ziel kam, ist dem Verhalten des Opfers zu verdanken, welches sich mit allen Mitteln (zuerst verbal, anschliessend körperlich mittels Beissen, Schlagen und Treten) gegen den Beschwerdeführer zur Wehr setzte. Nicht einzutreten ist auf die Ausführungen des Beschwerdeführers, soweit er von den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen abweicht, ohne Willkür zu behaupten oder begründen (so etwa, er habe in den Hauseingang gedrängt, um Schutz vor Kälte und Regen zu suchen). Die Rügen des Beschwerdeführers zum Vorfall vom 6. November 2016 erweisen sich insgesamt als unbegründet, soweit darauf einzutreten ist.