Citation: 5A_556/2022 E. 2

Die am 9. Juli 2022 als "Ergänzung zur Eingabe vom 15. Juni 2022" beim Bezirksgericht gemachte Eingabe betrifft nebst der "Entlassungsfrage" auch die Kostenauflage und könnte daher als gegen den obergerichtlichen Entscheid vom 9. Juni 2022 gerichtet angesehen werden. Aufgrund des zuteilenden Vorbehaltes in Art. 450f ZGB ist das Verfahrensrecht im Bereich des Kindes- und Erwachsenenschutzes kantonal geregelt und damit auch die Kostenauflage. Das Bundesgericht kann jedoch das kantonale Recht nicht frei überprüfen, sondern diesbezüglich sind substanziierte Willkürrügen oder andere Verfassungsrügen erforderlich (BGE 140 III 385 E. 2.3), wofür das strenge Rügeprinzip gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG gilt. Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit möglich belegte Rügen prüft, während es auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt (BGE 134 II 244 E. 2.2; 141 I 36 E. 1.3 S. 41; 142 II 369 E. 2.1; 142 III 364 E. 2.4). Die Ausführungen in der "Ergänzung" sind durchwegs appellatorisch gehalten. Aber selbst wenn man über das gänzliche Fehlen von Verfassungsrügen hinwegsehen würde, wäre nicht zu sehen, inwiefern im Zusammenhang mit der Kostenauflage Recht verletzt worden sein soll.