Citation: 6B_563/2021 E. 3.3.3

3.3.3. Das Bundesgericht hat festgehalten, dass kein absolutes Verwertungsverbot im Sinne von Art. 141 Abs. 1 StPO vorliegt, wenn eine Auskunftsperson nicht auf die möglichen Straffolgen einer falschen Anschuldigung, einer Irreführung der Rechtspflege und einer Begünstigung hingewiesen wird (Urteile 6B_256/2021 vom 17. Mai 2021 E. 1.4; 6B_386/2020 vom 14. August 2020 E. 2.3; 6B_1039/2014 vom 24. März 2015 E. 2.4.3). Ein Beweisverwertungsverbot im Sinne von Art. 141 Abs. 1 StPO setzt voraus, dass die Strafprozessordnung einen Beweis als unverwertbar bezeichnet. In Art. 181 Abs. 2 StPO fehlt ein entsprechender Hinweis auf eine Unverwertbarkeit, womit die absolute Unverwertbarkeit zu verneinen ist (Urteile 6B_256/2021 vom 17. Mai 2021 E. 1.4; 6B_1039/2014 vom 24. März 2015 E. 2.4.3). Das Bundesgericht hat sich im Übrigen eingehend mit der Frage befasst, ob es sich bei dem Hinweis gemäss Art. 181 Abs. 2 StPO um ein Gültigkeitserfordernis oder um eine Ordnungsvorschrift handelt, und sie ausdrücklich offengelassen (BGE 141 IV 20 E. 1.2.3 f. mit Hinweisen auf die unterschiedlichen Meinungen in der Literatur; Urteile 6B_256/2021 vom 17. Mai 2021 E. 1.4; 6B_386/2020 vom 14. August 2020 E. 2.3; 6B_976/2015 vom 27. September 2016 E. 2.2). Eine Antwort darauf erübrigt sich auch im vorliegenden Fall. Bei den dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Straftaten handelt es sich ohne Weiteres um schwere Straftaten im Sinne von Art. 141 Abs. 2 StPO für deren Aufklärung die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 unerlässlich waren (vgl. BGE 147 IV 16 E. 6; 147 IV 9 E. 1.4.2; Urteil 6B_256/2021 vom 17. Mai 2021 E. 1.4). Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verletzung des Verwertungsverbotes ist demnach zu verneinen. Im Übrigen wurde die Beschwerdegegnerin 2 anlässlich ihrer zweiten Einvernahme vom 21. Februar 2018 korrekt gemäss Art. 181 Abs. 2 StPO belehrt. Die Aussagen, die sie anlässlich dieser Befragung machte, entsprechen gemäss unbestritten gebliebener vorinstanzlicher Feststellung weitestgehend jenen ihrer polizeilichen Befragung vom 9. Februar 2012. Demnach würde es am vorinstanzlichen Beweisergebnis auch nichts ändern, wenn auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 vom 9. Februar 2012 nicht abgestellt werden könnte.