Citation: 8C_443/2019 E. 3.3.3

3.3.3. Was der Beschwerdeführer vor Bundesgericht hiegegen vorbringt, ist unbegründet, soweit er sich nicht mit appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid begnügt (vgl. dazu E. 1.3 hievor). Ohne konkret darzulegen, inwiefern die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung das Willkürverbot verletzen würden (vgl. E. 1.2 hievor), macht er geltend, die Argumentation des kantonalen Gerichts sei "nicht überzeugend und zu kurz gegriffen". Mit Blick auf die eingehende Beweiswürdigung gemäss angefochtenem Entscheid zeigt der Versicherte nicht in einer der qualifizierten Rügepflicht genügenden Weise auf, weshalb die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben soll, indem sie aus dem Empfang des leicht abgeänderten Arbeitsvertrages nicht auf die sinngemässe Erhebung einer Einsprache und den hiefür erforderlichen Einsprachewillen schloss. Insbesondere findet sich keine plausible Begründung dafür, dass der Beschwerdeführer angeblich seit Einreichung des abgeänderten Arbeitsvertrages am 16. August 2017 stets über den entsprechenden Einsprachewillen verfügt habe. Träfe dies zu, ist - wie vom kantonalen Gericht dargelegt - nicht nachvollziehbar, weshalb er diesen Willen nicht spätestens seit der Bevollmächtigung seiner Rechtsvertretung ab 2. November 2017 im Rahmen der Anfechtung der Rückforderungsverfügung vom 5. Oktober 2017 geltend machen und den betreffenden Einspracheentscheid vom 28. Februar 2018 unangefochten in Rechtskraft erwachsen liess, obwohl die Verfügung vom 4. August 2017 die Grundlage für die Rückforderung bildete. Schliesslich vermag der Versicherte auch aus BGE 123 V 128 nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Dort drehte sich der Streit einzig um die Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit und die entsprechend verfügte Einstellung der Taggeldleistungen, weshalb das Eidgenössische Versicherungsgericht (heute: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) aus der Einreichung von zwei ärztlichen Arbeitsunfähigkeitszeugnissen während der laufenden Einsprachefrist auf den - mangelhaft formulierten - Einsprachewillen erkannte (BGE 123 V 128 E. 3c S. 131 f.). Hier hat die Vorinstanz jedoch ausführlich und überzeugend dargelegt, weshalb die Beschwerdegegnerin bei bundesrechtskonformer Beweiswürdigung nicht verpflichtet war, aus der nachträglichen Eingabe des zurückdatierten, leicht abgeänderten Arbeitsvertrages auf eine sinngemässe Einspracheerhebung oder den erforderlichen Einsprachewillen des Beschwerdeführers zu schliessen. Denn allein aus dem Verzicht auf die Angabe der gesamthaften Anzahl Jahresarbeitsstunden bei gleichzeitigem Hinweis auf das Wochenarbeitspensum von 40 Stunden basierend auf einem 100%-Pensum gemäss zweiter Version des Arbeitsvertrages, drängte sich für die ALK gestützt auf die damals gegebenen Umstände unter dem Blickwinkel der prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG keine andere Schlussfolgerung auf. Bei diesem Ausgang kann offenbleiben, ob der Versicherte nicht spätestens im Rahmen der Anfechtung der Rückforderungsverfügung vom 5. Oktober 2017 - als er ab 2. November 2017 rechtskundig vertreten war - den hier geltend gemachten Revisionsgrund hätte erkennen müssen, sodass bei erstmaligem Vortrag dieser Argumentation im Rahmen des vorinstanzlichen Beschwerdeverfahrens (vgl. E. 3.3 hievor) die 90-tägige Frist (E. 3.1 hievor) ohnehin längst abgelaufen war.