Citation: 6B_936/2019 E. 3.4.1

3.4.1. Dies gilt zunächst, soweit die Beschwerdeführerin in Bezug auf den Kunden Nr. 21 Willkür geltend macht. Nach den Feststellungen der Vorinstanz hat der Kunde, auch nach den Aussagen der Beschwerdeführerin selbst, ihr gegenüber mitgeteilt, er verstehe von "diesen Geschäften" nichts und könne die Positionen nicht verfolgen (angefochtenes Urteil S. 55 f., 77). Die Beschwerdeführerin setzt sich mit diesen Erwägungen nicht auseinander. Zudem ist nicht ersichtlich, inwiefern aufgrund der von ihr selbst angeführten Aktenstellen (Beschwerde S. 14) klar widerlegt sein soll, dass der fragliche Kunde ein Investor mit einem "low risk level" gewesen sei, zumal er ausdrücklich erklärt hat, er wolle nicht zu viel Risiko eingehen. Dass der Kunde bereit war, für eine Rendite von 6 bis 10 % einen Verlust von bis zu 30 % seines Portfolios zu riskieren, drängt sich aus dem zitierten Telefongespräch nicht zwingend auf. Zudem war die Risikobereitschaft des Kunden auch von dem als Zeugen befragten Assistenten der Beschwerdeführerin als gering bezeichnet worden (erstinstanzliches Urteil S. 123 f., 129 f.). Die Annahme der Vorinstanz ist in diesem Punkt jedenfalls nicht schlechterdings unhaltbar. Daran ändert, was die Beschwerdeführerin in Bezug auf den Unterschied zwischen einer "konservativen Optionsstrategie" und einer "konservativen Anlagestrategie" vorbringt (Beschwerde S. 18 f.), nichts. Schliesslich erscheint die Darstellung der Beschwerdeführerin gegenüber dem Kunden, wonach das Portfeuille sie nicht zwingen würde, einen allfälligen Verlust zu realisieren (Beschwerde S. 18 f.), als erheblich beschönigend, zumal das von ihr betriebene Rollen von Optionen, d.h. die Verlängerung der Laufzeiten durch erneutes Abschliessen von Fremdwährungsoptionsgeschäften, jedenfalls dann versagt, wenn sich der Basiswert der Optionen stetig in die für den Verkäufer unvorteilhafte Richtung bewegt, was im vorliegenden Fall denn auch eingetreten ist (erstinstanzliches Urteil S. 130). Es handelt sich insofern somit lediglich um eine Verlängerung der Spekulation, nicht um eine Sicherheit. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf das unterschriebene Formular "Conditions for Trading in Derivatives and Forward Contracts" beruft, mit welchem der Kunde seine Kenntnisse über die Funktionsweise von derivativen Instrumenten sowie sein Einverständnis mit dem Risiko erklärt habe, nehmen die kantonalen Instanzen ohne Willkür an, das Formular sei erst am 4. November 2013 unterschrieben worden und es seien jedenfalls die vor dem 6. Juni 2013 vorgenommenen Optionsgeschäfte unautorisiert abgeschlossen worden. Die nach diesem Datum abgewickelten Geschäfte seien allerdings unter irreführenden und teilweise falschen Angaben hinsichtlich des konkreten Risikos der Investitionen erfolgt (erstinstanzliches Urteil S. 129). Die Vorinstanz hält im Übrigen in anderem Zusammenhang zu Recht fest (angefochtenes Urteil S. 36), die blosse Unterzeichnung des Formulars indiziere noch keine Einwilligung zu Fremdwährungsoptionsgeschäften. Die Beschwerde erschöpft sich in diesem Punkt letztlich in einer blossen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil auf welche das Bundesgericht praxisgemäss nicht eintritt.