Citation: U 311/04 24.02.2005 E. 3

Die Vorinstanz liess die Frage des natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem psychischen Leidensbild und dem Unfall vom 15. Januar 2001 offen und prüfte die Adäquanz. Nach SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c ist dies nicht zu beanstanden. 3.1 Bei der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist an das Unfallereignis anzuknüpfen. Der Mofa-Unfall vom 15. Januar 2001 ist aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufes und der erlittenen Verletzungen als mittlerer Unfall einzustufen. Ein Grenzfall zu den schweren Unfällen liegt entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung auch dann nicht vor, wenn die Beschwerdeführerin vom abbiegenden Lieferwagen direkt seitlich erfasst und daraufhin gegen ein anderes, stehendes Auto geschleudert wurde. Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa), müssten demnach für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelner in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb). Dies trifft, wie das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid einlässlich dargelegt hat, nicht zu. 3.2 Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgetragen wird, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. Dem Unfallgeschehen ist zwar eine gewisse Eindrücklichkeit zu attestieren; als besonders ist diese aber nicht anzusehen. Die Versicherte hat einen Schrecken erlitten, wie er üblicherweise bei einem Unfall auftritt. Das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen ist mit den aus der erlittenen Fraktur folgenden nur mässigen Beanspruchungsschmerzen nicht erfüllt. Die weiter erwähnten Kopf- und Nackenschmerzen sind in diesem Zusammenhang nicht zu berücksichtigen. Es besteht nach Lage der medizinischen Akten (worunter eingehende Untersuchungsberichte des Kreisarztes und der Klinik B.________) kein gegebenenfalls auf das versicherte Ereignis zurückzuführendes organisches Korrelat für diese Symptomatik. Ein ursächlicher Zusammenhang zum Unfall ist auch mit Blick darauf, dass dieser den lumbalen Rückenbereich und in Form von Prellungen eine Körperseite betraf, nicht wahrscheinlich. Weitere Abklärungen zu diesem Punkt lassen keinen die Argumentation der Versicherten stützenden neuen Aufschluss erwarten, weshalb davon abzusehen ist. Selbst wenn schliesslich das weiter geltend gemachte Kriterium der Dauer und des Masses der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit gegeben wäre, träfe dies jedenfalls nicht in besonders ausgeprägter Weise zu. Die Versicherte war bereits rund neun Monate nach dem Unfall zwar nicht für die bisherige Tätigkeit als Lagermitarbeiterin, aber für leichte Arbeiten mit einigen Einschränkungen ganztägig einsetzbar. 3.3 Nach dem Gesagten kommt dem Unfall vom 15. Januar 2001 keine massgebende Bedeutung für die Entstehung der psychischen Schädigung und deren Auswirkungen auf Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sowie Integrität zu. Der angefochtene Entscheid ist somit rechtens.