Citation: 2C_590/2021 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer rügt, dass seine Ehefrau aus Rache unwahre Aussagen bezüglich des Zeitpunkts seines Auszugs aus der ehelichen Wohnung gemacht habe. Er habe die Wohnung erst am 9. März 2020 definitiv verlassen, weshalb die eheliche Gemeinschaft genau drei Jahre gedauert habe. Diese Ausführungen gehen an der Sache vorbei; die Vorinstanz hat nicht primär auf die Aussage der Ehefrau abgestellt, sondern auf das gemeinsame Scheidungsbegehren vom 17. Februar 2020. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er dieses Begehren zusammen mit seiner Ehefrau gestellt habe. Es ist nicht ersichtlich, inwieweit die eheliche Gemeinschaft trotz des Scheidungsbegehrens, das auch zeitnah zur Scheidung geführt hat, hätte fortdauern können; dies wird vom Beschwerdeführer auch nicht näher begründet. Die eheliche Gemeinschaft hat damit vom 10. März 2017 bis längstens 17. Februar 2020 und folglich weniger als drei Jahre gedauert. Kann sich der Beschwerdeführer bereits deshalb nicht auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG berufen, muss auf die Ausführungen zu seiner angeblich erfolgreichen Integration nicht näher eingegangen werden.