Citation: 1A.239/2003 30.04.2007 E. 2

Der Beschwerdeführer hat sowohl Verwaltungsgerichtsbeschwerde als auch staatsrechtliche Beschwerde eingereicht. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden verschiedene Verstösse gegen die eidgenössische Umweltschutzgesetzgebung gerügt, mit staatsrechtlicher Beschwerde wird Verletzung der Eigentumsgarantie, des Grundsatzes des Vorrangs des Bundesrechts und des Willkürverbotes geltend gemacht. Als willkürlich betrachtet der Beschwerdeführer insbesondere die Auffassung des Verwaltungsgerichts, dass die geplante, mehr als 300 m lange und bis zu 13 m hohe Lärmschutzwand gegen das kantonalrechtliche Verunstaltungsverbot verstosse. Angefochten ist ein letztinstanzlicher kantonaler Entscheid über ein vorab der Lärmsanierung dienendes Bauvorhaben. Kantonale Bauentscheide über Bauten im Baugebiet unterliegen nach Art. 34 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (RPG; SR 700) grundsätzlich der staatsrechtlichen Beschwerde. Sie können jedoch nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung insoweit mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden, als geltend gemacht wird, es sei Bundesverwaltungsrecht, insbesondere eidgenössisches Umweltschutzrecht, umgangen oder nicht richtig angewendet worden. In diesem Fall sind auch die Rügen gegen die Anwendung unselbständigen kantonalen Ausführungsrechts zum Bundesrecht oder von kantonalem Recht, das mit dem Bundesrecht in engem Sachzusammenhang steht, mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorzutragen. Soweit dagegen dem angefochtenen Entscheid selbständiges kantonales Recht ohne den genannten Sachzusammenhang mit dem einschlägigen Bundesrecht zugrunde liegt, steht ausschliesslich die staatsrechtliche Beschwerde zur Verfügung (vgl. BGE 114 Ib 344 E. 1; Urteile 1A.5/1999 vom 29. Juni 1999 E. 2b, publ. in URP 1999 S. 800, und 1A.216/2003 vom 16. März 2004 E. 1, publ. in URP 2004 S. 349; s.a. sinngemäss BGE 132 II 209 E. 2 S. 211). Der Beschwerdeführer hat somit seine Rügen der Verletzung eidgenössischer Umweltschutzvorschriften zu Recht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht. Ob die Frage der Vereinbarkeit des Projekts mit den kantonalrechtlichen Anforderungen des Landschaftsschutzes einen hinreichend engen Zusammenhang mit dem Umweltschutzrecht aufweise, darf im vorliegenden Fall wohl bejaht werden. Ob und inwieweit die vom Beschwerdeführer im staatsrechtlichen Verfahren vorgetragenen Rügen zulässig seien, kann aber, wie sich im Folgenden zeigt, letztlich auch offen bleiben.