Citation: 6B_1148/2023 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer beantragte mit Eingabe vom 21. Januar 2021, es seien I.________ und N.________ in Anwendung von Art. 343 Abs. 3 i.V.m. Art. 405 Abs. 1 StPO unmittelbar durch das Gericht zu befragen (Akten Vorinstanz, act. 111). Die Vorinstanz hielt im Schreiben vom 26. Januar 2021 fest, der Beschwerdeführer habe im Hinblick auf die bereits zweimal verschobene Berufungsverhandlung vom 5. Februar 2021 noch kurzfristig Beweisergänzungen eingereicht. Darüber, ob noch weitere Beweismassnahmen erforderlich seien, werde nach der Berufungsverhandlung entschieden (Akten Vorinstanz, act. 112). Dies ist dahingehend zu verstehen, dass die Vorinstanz die im Hinblick auf die Berufungsverhandlung vom 5. Februar 2021 nicht fristgerecht gestellten Beweisanträge abwies, sich jedoch vorbehielt, I.________ und N.________, falls erforderlich, zu einem späteren Zeitpunkt gerichtlich zu befragen. Aus dem schriftlich begründeten Urteil vom 24. Juni 2022 ergibt sich ohne Weiteres, dass die Vorinstanz deren Befragung nicht als notwendig erachtete. Fehl geht daher der sinngemässe Einwand des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe seinen Beweisantrag nicht behandelt.