Citation: 2C_696/2016 E. 2.2

2.2. In materieller Hinsicht ist vorliegend unbestritten, dass der Beschwerdeführer nicht mehr mit seiner schweizerischen Gattin zusammenlebt und die Ehe nur noch auf dem Papier besteht, weshalb der Beschwerdeführer daraus keinen Bewilligungsanspruch mehr herleiten kann (Art. 42 Abs. 1 AuG e contrario). Nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des ausländischen Ehegatten auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration vorliegt (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG). Ob diese Voraussetzungen vorliegend erfüllt sind, erscheint fraglich. Die Frage kann offen bleiben, zumal die Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 33 Abs. 3 AuG ohnehin nur verlängert werden kann, falls keine Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen und die Ansprüche nach Art. 50 AuG erlöschen, wenn solche Widerrufsgründe vorliegen (Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG). Gemäss Art. 62 lit. b AuG kann die Aufenthaltsbewilligung einer ausländischen Person widerrufen werden, wenn diese zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Als "längerfristig" gilt jede Freiheitsstrafe, deren Dauer ein Jahr überschreitet (BGE 135 II 377 E. 4.2 und E. 4.5 S. 379 ff.). Dieses Erfordernis ist hier in Bezug auf den Beschwerdeführer offensichtlich erfüllt. Der Beschwerdeführer beruft sich denn auch im Wesentlichen einzig darauf, dass die Verweigerung der Bewilligungsverlängerung unverhältnismässig sei. Diese Rüge geht jedoch ins Leere: Richtig ist wohl, dass diese Massnahme aufgrund der gesamten Umstände des Einzelfalls verhältnismässig sein muss (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381 f. m.w.H). Dies hat das Verwaltungsgericht aber nicht verkannt, sondern es hat die hier massgebenden öffentlichen Interessen an einer Ausreise des Beschwerdeführers und dessen private Interessen an einem Verbleib in der Schweiz umfassend und sachgerecht gewürdigt und es für zumutbar erachtet, dass der Beschwerdeführer in seine Heimat zurückkehrt.