Citation: 9C_15/2021 E. 2.1

2.1. Das kantonale Gericht erwog, wenn die Verwaltung bei einer Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) eine bi- oder monodisziplinäre Expertise einholen wolle, habe sie rechtsprechungsgemäss zwingend einen Einigungsversuch einzuleiten. Die IV-Stelle habe jegliche Bereitschaft für ein solches konsensorientiertes Vorgehen, wie es der Versicherte von Anfang an gefordert habe, vermissen lassen und damit den Grundsatz der Verfahrensfairness verletzt. Ihre Beauftragung der (Ärzte der) IME sei deshalb unzulässig. Die angefochtene Zwischenverfügung sei aufzuheben und die Sache zur konsensorientierten Bestimmung der Gutachtensstelle an die Verwaltung zurückzuweisen. Dabei erscheine es als sachgerecht, dem Versicherten das Recht einzuräumen, aus der Sachverständigenliste drei Vorschläge zu machen, welche die IV-Stelle ernsthaft zu prüfen haben werde.