Citation: U 258/05 16.08.2006 E. 4

Zu prüfen bleibt, ob die Adäquanz des Kausalzusammenhangs ebenfalls gegeben ist. 4.1 Die im Anschluss an den Unfall vom 3. Dezember 1999 aufgetretenen Nacken- und Schulterbeschwerden und die Schwindelgefühle haben sich schon wenige Wochen nach dem Unfall gebessert. In den Vordergrund sind Armschmerzen rechts getreten, welche sich nicht objektivieren liessen und als funktioneller Natur beurteilt wurden. Der vom behandelnden Arzt bereits im Bericht vom 15. März 2000 geäusserte Verdacht auf eine pathologische Verarbeitung des Unfalls wurde in der Folge bestätigt. Bei einer Kontrolluntersuchung vom 26. April 1999 äusserte der Beschwerdeführer von sich aus den Wunsch nach einer psychotherapeutischen Betreuung, worauf ihn Dr. med. O.________ an den SPD verwies. Ab dem 10. Mai 2000 stand der Versicherte in ständiger psychiatrischer Behandlung. Auch wenn weiterhin somatische Untersuchungen und Behandlungsversuche stattgefunden haben, sind die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS bzw. eines Schädel-Hirntraumas gehörenden Beeinträchtigungen gegenüber der psychischen Problematik schon kurz nach dem Unfall ganz in den Hintergrund getreten und haben während der gesamten Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt, weshalb die Adäquanzprüfung nicht nach den für Schleudertraumen und schleudertraumaähnliche Verletzungen der HWS (BGE 117 V 359 ff.) oder Schädel-Hirntraumen (BGE 117 V 369 ff.), sondern nach den für psychische Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff.) geltenden Regeln zu erfolgen hat (BGE 123 V 99 Erw. 2a; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437 [Urteil W. vom 18. Juni 2002, U 164/01]). 4.2 Mit der Vorinstanz ist das Unfallereignis auf Grund des Geschehensablaufs, wie er sich aus den Polizeiakten ergibt, der erlittenen Verletzungen und der entstandenen Fahrzeugschäden als mittelschwer zu qualifizieren. Um einen mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den schweren Unfällen oder gar einen schweren Unfall handelt es sich nicht (vgl. die in SZS 2001 S. 431 ff. erwähnte Rechtsprechung; ferner auch RKUV 2005 Nr. U 548 S. 231 [Urteil K. vom 28. Februar 2005, U 306/04] und 1999 Nr. U 330 S. 122). Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs wäre daher zu bejahen, wenn ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre oder mehrere der zu berücksichtigenden Kriterien gegeben wären (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb).