Citation: 1C_522/2022 E. 4.3

4.3. Inhaltlich erweist sich die Kritik ebenfalls als unbegründet. In der Verwaltung und der ihr vorstehenden Regierung kann es zu einer sachbedingten Kumulation verschiedener Aufgaben kommen, die im öffentlichen Interesse liegt und noch keine Befangenheit begründet (ausführlich: BGE 140 I 326 5.2 und 6.1 mit Hinweisen). Der Umstand allein, dass die Einwohnergemeinde Brugg vor der Ausscheidung eines Gewässerraums mit dem Kanton Kontakt aufgenommen hat, ist vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden. Zudem geht aus der vom Beschwerdeführer zitierten Stelle des Planungsberichts nicht hervor, dass das DBVU in der hier strittigen Frage der Festlegung eines Gewässerraums verbindlich Stellung bezogen hätte. Eine Art. 29 Abs. 1 BV verletzende Befangenheit ist deshalb nicht erkennbar, ebensowenig eine willkürliche Anwendung von § 16 VRPG. Im Übrigen könnte der Vorwurf der Befangenheit von vornherein nur diejenigen Behördenmitglieder treffen, die sich mit der Sache bereits befasst haben, nicht aber die gesamte Behörde (hier: das DBVU; vgl. Urteil 1C_647/2021 vom 15. September 2022 E. 2.2 mit Hinweisen).