Citation: 2C_135/2021 E. A

Nach dem Tod ihres Mannes am 30. Dezember 2016 übernahm A.________ als seine Alleinerbin sämtliche Aktien an der B.________ AG mit Sitz in U.________. Gemäss ihrem Handelsregistereintrag bezweckte die B.________ AG Planung, Bau, Verwaltung von und Handel mit Immobilien. Sie konnte auch Sachwertanlagen in Kunstobjekten tätigen und sich an anderen Unternehmen beteiligen. In den letzten Jahren vor dem Tod des Alleinaktionärs hatte sich die Gesellschaft ganz auf den Kunsthandel konzentriert, nachdem der Alleinaktionär ab dem Jahr 2012 begonnen hatte, die Bau- und Planungstätigkeit zu reduzieren. Mit Vertrag vom 15. Januar 2017 veräusserte A.________ die Aktien an der B.________ AG zu einem Preis von Fr. 610'000.-- an die C.________ AG (nachfolgend: Käufergesellschaft). Am 25. Januar 2017 erhielt die Revisionsstelle der B.________ AG vom Kunstsachverständigen Dr. D.________ ein Schätzungsgutachten zu den Bildern und Büsten, welche die B.________ AG im Besitz hatte. In der Folge vereinbarten A.________ und die B.________ AG am 16. Februar 2017 die Übernahme der Kunstwerke (107 Bilder und 2 Büsten) durch A.________ zum Betrag von Fr. 110'000.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer von Fr. 8'800.--). Zwecks Tilgung dieser Schuld sowie einer gegenüber der B.________ AG bestehenden Darlehensschuld von Fr. 500'000.--, die A.________ von ihrem verstorbenen Ehegatten geerbt hatte, trat A.________ die zu diesem Zeitpunkt noch ausstehende Forderung gegen die Käufergesellschaft von Fr. 610'000.-- aus dem Aktienverkauf an die B.________ AG ab. Am 7. Juli 2017 (Tagebucheintrag im Handelsregister) übernahm die Käufergesellschaft die Aktiven und Passiven der B.________ AG mittels Fusion, woraufhin die B.________ AG aus dem Handelsregister gelöscht wurde.