Citation: H 24/03 20.06.2003 E. 4

4.1 Die Vorinstanz hat das schutzwürdige Interesse nur betreffend der Provisionen für die Vermittlung von Franchisenehmern und von Geräten bejaht. Bezüglich des beitragsrechtlichen Charakters der Handelsmargen von 28 % auf dem vereinbarten Bruttomindestpreis beim Verkauf der Ware an Dritte, trat sie auf die Beschwerde nicht ein mit der Begründung, zwischen der Beschwerdeführerin und ihren Vertragspartnern sei dafür kein Geld geflossen, da sie die Produkte zum Nettokaufpreis übernommen hätten. Für eine klärende Feststellung, wie solche Margen beitragsrechtlich zu erfassen wären, falls solche effektiv ausbezahlt worden wären, bestehe kein Anlass. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird gerügt, dass das kantonale Gericht in diesem Punkt auf die Beschwerde hätte eintreten und diese hätte gutheissen müssen. 4.2 Nach der Rechtsprechung wird von der Aufhebung des kantonalen Entscheids abgesehen, wenn dieser zwar zu Unrecht auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten ist, dieses jedoch gleichzeitig im Eventualstandpunkt materiell geprüft und mit haltbaren Erwägungen als unbegründet bezeichnet hat. Die Aufhebung des kantonalen Entscheids wegen formeller Rechtsverweigerung würde diesfalls zu einer unnützen Verlängerung des Verfahrens führen (BGE 118 Ib 28 Erw. 2b mit Hinweisen). 4.3 Die bei der Beschwerdeführerin durchgeführte Arbeitgeberkontrolle war für die Ausgleichskasse Anlass, das Beitragsstatut der ausgerichteten Entschädigungen durch Feststellungsverfügung zu klären. Dabei hat die Verwaltung keinen Unterschied in der beitragsrechtlichen Behandlung der Einnahmen aus dem Verkauf der Geräte (Handelsmarge) und den übrigen Tätigkeiten wie Vermittlung von Franchisenehmern und Geräten vorgenommen. Ob tatsächlich entsprechendes Einkommen erzielt wurde, beschlägt die Frage der Höhe der Beitragsschuld, mit welcher sich die Kasse in der Feststellungsverfügung nicht zu befassen hatte und zu Recht auch nicht befasst hat. An der Feststellung, ob das Einkommen aus dem Verkauf der Geräte als massgebender Lohn oder als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit zu betrachten ist, hat die Ausgleichskasse ein schutzwürdiges Interesse, weshalb die Vorinstanz auch diesbezüglich auf die Beschwerde hätte eintreten müssen (vgl. zudem zur Publikation in der Amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil P. vom 6. März 2003, H 290/01). Erscheint die Verwaltungsgerichtsbeschwerde in diesem Punkt als begründet, so ist sie deshalb noch nicht gutzuheissen. Das kantonale Gericht hat zur beitragsrechtlichen Qualifikation der Handelsmargen zwar nicht ausdrücklich Stellung genommen. Indem es erwog, zwischen der Beschwerdeführerin und ihren Vertragspartnern fliesse für die aus dem Verkauf der Produkte erzielte Handelsmarge kein Geld, hat sie indessen - im Gegensatz zur Ausgleichskasse - deren Unterstellung unter die Beitragspflicht implizit verneint. Der Ausgang des Verfahrens hängt daher von der materiellen Begründetheit dieser Auffassung ab.