Citation: I 600/02 11.07.2003 E. 2

2.1 Was die noch zumutbare Arbeitsfähigkeit anbelangt, ist das kantonale Gericht in Würdigung der medizinischen Unterlagen davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin für die früher ausgeübte Tätigkeit als Produktionsmitarbeiterin bei der Y.________ AG lediglich noch zu 50 % arbeitsfähig sei, dass ihr aber eine leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeit zu 80 % zumutbar wäre. Die Vorinstanz stützte sich dabei auf das Gutachten der Medas vom 27. Juli 2001. Sie zeigte auch auf, dass die von Dr. med. S.________ veranlassten Berichte des Spitals X.________ vom 28. November 2001 und 19. Dezember 2001 demgegenüber keine wesentlich neuen Befunde enthalten und sich zudem zur möglichen und zumutbaren Arbeitsfähigkeit nicht äussern. Sie vermöchten das Medas-Gutachten daher nicht in Frage zu stellen. Dieser Betrachtungsweise ist beizupflichten. Mangels näherer Begründung kein Beweiswert kommt sodann der handschriftlichen Notiz des Dr. med. S.________ auf dem Ergänzungsbericht vom 19. Dezember 2001 zu, wonach eine 100%ige Invalidenrente vorläufig sinnvoll wäre. Zudem äussert sich der Arzt damit nicht zur Arbeitsfähigkeit und den noch zumutbaren Einsatzmöglichkeiten, sondern zum Invaliditätsgrad, dessen Festlegung indessen in die Kompetenz von Verwaltung und Gericht fällt (zur Aufgabe des Arztes und der Ärztin im Rahmen der Invaliditätsbemessung vgl. BGE 125 V 261 Erw. 4 und 107 V 20). Von der Einschätzung der Medas-Gutachter abzuweichen besteht auch aufgrund des Arztberichts von Frau Dr. med. V.________ vom 19. September 2000 kein Anlass. Gemäss den Ausführungen der Hausärztin besteht für Tätigkeiten, die eine Belastung für die Kniegelenke nach sich ziehen, eine deutliche Einschränkung; ebenfalls leistungsvermindernd wirke sich die cervicobrachiale Schmerzsymptomatik aus. Aus ihrer Angabe einer Arbeitsfähigkeit von 50 % kann dann jedoch insofern nichts Schlüssiges abgeleitet werden, als sie nicht präzisiert, auf welche Tätigkeitsbereiche sich dies bezieht. 2.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird die Beurteilung einer 80%igen Arbeitsfähigkeit für leichte vorwiegend sitzend zu verrichtende Tätigkeiten gemäss Medas-Gutachten in Frage gestellt, da die Versicherte bereits bei der Y.________ AG eine vorwiegend sitzende Tätigkeit ausgeübt habe, bezüglich welcher die Arbeitsfähigkeit jedoch auf 50 % veranschlagt worden sei. Zudem wirkten sich laut rheumatologischem Bericht des Spitals X.________ vom 28. November 2001 die rechtsbetonten belastungsabhängigen Knieschmerzen auch im Sitzen aus, und sie beeinträchtigten den Schlaf. In der Sozial- und Berufsanamnese des Gutachtens wird zur zuletzt ausgeübten Tätigkeit festgehalten, die Versicherte sei zunächst während vier Jahren Maschinennäherin in der Herstellung von Portemonnaies und Mappen für den Bürobedarf tätig gewesen. Dann habe sie in die Herstellung von Druckerzeugnissen gewechselt, wo sie oft ganztags stehend an Maschinen, gelegentlich aber auch ganztags sitzend gearbeitet habe. Ab und zu habe sie Lasten heben müssen. Bei dieser Arbeit habe sie vor allem das Bücken nicht ertragen. Davon sind die Gutachter bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im bisherigen Tätigkeitsgebiet ausgegangen, und nicht von einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit, wie die Beschwerdeführerin meint. Auch der konsiliarisch beigezogene Rheumatologe Dr. med. J.________ verweist im Bericht vom 8. Juni 2001 ausdrücklich auf diese Anamnese. Die Arbeitsfähigkeit von 50 % bezieht sich daher auf die dort umschriebene Tätigkeit. Die geltend gemachten Beschwerden werden im auf allseitigen Untersuchungen beruhenden und in Kenntnis der Vorakten ergangenen Medas-Gutachten umfassend berücksichtigt. Dass bei der attestierten 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer leichten, vorwiegend sitzenden Tätigkeit noch zusätzlich Pausen zu berücksichtigen wären, lässt sich dem Gutachten nicht entnehmen.