Citation: 8C_607/2018 E. 2.2.2

2.2.2. Die Suva macht geltend, laut neuerer Rechtsprechung könne der Validenlohn nicht als unterdurchschnittlich qualifiziert werden, wenn er den Mindestverdienstvorgaben gemäss dem Landesmantelvertrag für das Schweizerische Bauhauptgewerbe (GAV-LMV) entspreche, weil diese das branchenübliche Einkommen präziser abbildeten, als die Tabellenlöhne der LSE. Der Beschwerdegegner sei in seinem Heimatland als Berufsfeuerwehrmann erwerbstätig gewesen. Er sei Ende 2011 in die Schweiz eingereist und habe erst seit dem 1. Februar 2012 - etwa ein Jahr bevor er am 30. April 2013 verunfallte - auf dem Bau gearbeitet. Daher sei er Bauarbeitern ohne Fachkenntnisse gemäss Anhang 9 des GAV-LMV gleich zu stellen, die im Kanton Schwyz (Zone "GRÜN") unter Berücksichtigung des 13. Monatsgehalts einen Jahreslohn von Fr. 57'369.- verdient hätten. Das Valideneinkommen von Fr. 60'173.- übersteige die Mindestverdienstvorgaben gemäss GAV-LMV und erweise sich damit nicht als unterdurchschnittlich, womit eine Parallelisierung auszubleiben habe.