Citation: 8C_168/2017 E. 4

Nach den vorinstanzlichen Feststellungen war mit dem Abschluss der Ausbildung der Versicherten zur medizinischen Masseurin im Oktober 2014 ein Revisionsgrund eingetreten und der Rentenanspruch deshalb neu zu prüfen. Die Versicherte wäre als Gesunde zu 60 Prozent im erwerblichen Bereich und zu 40 Prozent im Haushalt beschäftigt. Die ausgeübte Tätigkeit als medizinische Masseurin sei ihr vollzeitlich, aber mit einer Leistungsminderung von 50 Prozent zuzumuten. Als Gesunde könnte sie als Pflegefachfrau ein Valideneinkommen von 47'606 Franken für ein 60-Prozent-Pensum erzielen. Bei dem von der IV-Stelle angenommenen Invalideneinkommen von 19'159 Franken für ein 30-Prozent-Pensum ergab sich im Teilbereich Erwerb ein gewichteter Invaliditätsgrad von 35,85 Prozent (zu den erwerblichen Auswirkungen im Einzelnen unten E. 6). Den Haushaltsabklärungsbericht vom 24. November 2015 mit Ergänzung vom 15. März 2016 hielt das kantonale Gericht für voll beweiskräftig und erachtete gestützt darauf eine Einschränkung im Haushalt von 24,6 Prozent (gewichtet 9,84 Prozent) als erstellt. Die Anwendung der gemischten Methode war nicht streitig. Die Versicherte machte jedoch eine Doppelbelastung geltend. Die Wechselwirkungen zwischen Erwerbs- und Haushaltsbereich waren nach Ansicht der Vorinstanz zu Unrecht unberücksichtigt geblieben. Sie zählte bei der Einschränkung im Haushaltsbereich zusätzlich 10 Prozent hinzu, berücksichtigte also eine Einbusse von 34,6 Prozent statt 24,6 Prozent, gewichtet 13,84 Prozent. Insgesamt ergab sich dadurch ein Invaliditätsgrad von 50 Prozent. Die IV-Stelle bestreitet, dass Wechselwirkungen zu berücksichtigen seien.