Citation: 7B_734/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Die Vorinstanz erwägt, es lasse sich letztlich nicht genau nachvollziehen, wo das streitige Rezept ausgestellt worden sei, geht aber trotzdem von einem Begehungsort in der Schweiz aus. Sie begründet dies damit, dass der Beschwerdeführer die gedruckte Adresse seiner früheren Arbeitgeberin, dem Spital V.________, verwendet habe. Im Tatzeitpunkt habe er über eine Mietwohnung in der Schweiz verfügt und sei zwischen Deutschland und der Schweiz hin- und her gependelt. Die Beschwerdegegnerin 2, die damals ebenfalls in der Schweiz gewohnt habe, habe das Rezept in der Schweiz zum Bezug eines Medikaments verwendet und anschliessend ihrer Schweizer Krankenkasse zur Rückzahlung übermittelt. Soweit der Beschwerdeführer behaupte, in Deutschland zur Verschreibung von Medikamenten berechtigt gewesen zu sein, so sei nicht nachvollziehbar, warum er dort ein Rezept verfassen und seiner Kollegin übergeben sollte, damit sie dieses anschliessend in einer Schweizer Apotheke verwende. In diesem Fall hätte es vielmehr nahegelegen, ein einfaches Privatrezept auszustellen und in einer deutschen Apotheke einzulösen. Ausserdem sei der Beschwerdeführer von der Staatsanwaltschaft um eine schriftliche Stellungnahme gebeten worden, ob und aus welchen Gründen er sich berechtigt erachtet habe, ein Rezept auszustellen. Auf diese offene Frage habe die Verteidigung unter Beilage entsprechender Dokumente geantwortet, der Beschwerdeführer sei berechtigt, in der Schweiz Rezepte auszustellen. Wäre die Urkunde im Ausland ausgestellt worden, wäre diese Antwort anders ausgefallen. Damit habe der Beschwerdeführer letztlich selber bestätigt, das Rezept in der Schweiz ausgestellt zu haben.