Citation: 8C_648/2020 E. 4

Die Vorinstanz führte aus, die Suva gehe in ihrem Einspracheentscheid davon aus, dass der Versicherte pauschale Hauspflegebeiträge gemäss Art. 18 UVV bezogen habe, weshalb die zusätzliche Ausrichtung von Spitexleistungen bzw. Bezahlung von Spitexrechnungen in der Zeit vom Mai 2017 bis Mai 2018 zu Unrecht erfolgt sei. Die Beschwerdeführerin bringe dagegen vor, die Suva habe am 20. Juni 2017 und am 11. Dezember 2017 je eine Verordnung für Leistungen der Hauspflege erhalten, weshalb von einem Beginn der Verwirkungsfrist spätestens am 11. Dezember 2017 auszugehen sei und die Rückforderungen bei Erlass der Verfügung vom 7. März 2019 bereits verwirkt seien. Weiter erwog das kantonale Gericht im Wesentlichen, den Akten sei zu entnehmen, dass die Suva am 14. Juni 2018 von der D.________ GmbH eine ärztliche Spitex-Verordnung für den Versicherten zugestellt erhalten habe. Am 18. Juni 2018 habe die Suva die D.________ GmbH darauf hingewiesen, dass sie Kosten von Spitexleistungen nicht übernehme und dafür der Versicherte aufzukommen habe. In der Folge habe die D.________ GmbH der Suva anlässlich eines Telefongesprächs vom 25. Juni 2018 mitgeteilt, dass diese die ihr zugestellten Rechnungen bisher bzw. mindestens seit November 2017 stets beglichen habe. Mit Schreiben vom 17. Juli 2018 habe die Suva der D.________ GmbH mitgeteilt, sie werde eine Rückforderung für die zwischen Mai 2017 bis Mai 2018 bezahlten Spitexrechnungen prüfen. Gleichzeitig habe sie die D.________ GmbH aufgefordert, verschiedene Fragen zu beantworten, welche Letztere am 13. August 2018 beantwortete habe. Mit Schreiben vom 20. August 2018 habe die Suva die D.________ GmbH ersucht, ihr sämtliche Spitex-Verordnung für den Versicherten ab Mai 2017 zukommen zu lassen, welcher Aufforderung diese am 29. August 2018 nachgekommen sei. Demnach sei davon auszugehen, dass die Suva beim Verfassen des Schreibens vom 17. Juli 2018 Kenntnis sämtlicher der D.________ GmbH irrtümlich zu Unrecht ausgerichteter Zahlungen und damit des Rückforderungsanspruchs gehabt habe. Es sei daher von einem Beginn der einjährigen Verwirkungsfrist zu diesem Zeitpunkt auszugehen. Die einjährige relative Verwirkungsfrist habe somit am 18. Juli 2018 zu laufen begonnen und am 17. Juli 2019 geendet. Mit Erlass der Verfügung vom 7. März 2019 habe die Suva den Rückforderungsanspruch rechtzeitig geltend gemacht und damit sowohl die einjährige relative als auch die fünfjährige absolute Verwirkungsfrist gewahrt.