Citation: 8C_807/2008 15.06.2009 E. 7

7.1 Die Schwere des Unfalles ist auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1). Vorinstanz und Verwaltung qualifizierten den vom Versicherten am 18. Dezember 2003 erlittenen Sturz aus 5,6 Metern Höhe als mittelschweren Unfall. Ob das Ereignis dabei, wie vom Beschwerdeführer gefordert, im Grenzbereich zu den schweren Unfällen anzusiedeln wäre, kann offenbleiben, da auch bei entsprechender Qualifikation des Sturzes die Adäquanz eines Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden nur dann zu bejahen wäre, wenn mindestens eines der relevanten Adäquanzkriterien erfüllt wäre. 7.2 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalles besteht unverändert weiter (BGE 134 V 109 E. 10.2.1 S. 127; Urteil 8C_402/2007 vom 23. April 2008 E. 5.2.1). Es ist objektiv zu beurteilen und nicht auf Grund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207, U 287/97 E. 3b/cc; Urteil U 56/07 vom 25. Januar 2008 E. 6.1). Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann (vgl. Urteil 8C_1020/2008 vom 8. April 2009 E. 5.2). Es sind keine Umstände erkennbar, die den Sturz vom 18. Dezember 2003 als besonders eindrücklich oder besonders dramatisch erscheinen liessen. Das Kriterium liegt somit nicht vor. 7.3 Die Diagnose einer HWS-Distorsion oder einer anderen, adäquanzrechtlich gleich zu behandelnden Verletzung genügt für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung (BGE 134 V 109 E. 10.2.2 S. 127 f.). Eine besondere Schwere der typischen Beschwerden ist vorliegend so wenig auszumachen wie ein relevanter Vorzustand (vgl. dazu Urteil 8C_785/2007 vom 11. Juni 2008 E. 4.4 und 8C_413/2008 vom 5. Januar 2009 E. 6.3.2). Zwar können auch erhebliche Verletzungen, welche sich die versicherte Person beim Unfall neben dem Schleudertrauma zugezogen hat, bedeutsam sein. Das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen betrifft aber insbesondere die erfahrungsgemässe Eignung, eine intensive, dem typischen Beschwerdebild nach Schleudertraumen entsprechende Symptomatik zu bewirken (Urteil 8C_327/2008 vom 16. Februar 2009 E. 4.4). Dies trifft, wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat, auf eine Milzruptur nicht zu (vgl. auch Urteil U 108/03 vom 10. Mai 2004 E. 5.2); das Kriterium ist somit zu verneinen. 7.4 Neu gefasst wurde in BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128 das Kriterium der ärztlichen Behandlung. Nunmehr ist zu seiner Bejahung erforderlich, dass nach dem Unfall fortgesetzt eine spezifische, die versicherte Person belastende ärztliche Behandlung bis zum Fallabschluss notwendig war. Einer solchen musste sich der Versicherte nicht unterziehen, so dass dieses Kriterium nicht erfüllt ist. 7.5 Für die Adäquanzfrage von Bedeutung können im Weiteren in der Zeit zwischen Unfall und dem Fallabschluss ohne wesentlichen Unterbruch bestehende erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 109 E. 10.2.4 S. 128). Aufgrund der Ergebnisse der Observation ist nicht davon auszugehen, dass der Versicherte in seinem Lebensalltag durch die Beschwerden eine erhebliche Beeinträchtigung erfährt; auch dieses Kriterium liegt demnach nicht vor. 7.6 Der Beschwerdeführer macht zu Recht nicht geltend, das Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat oder jenes des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen seien erfüllt. Die beiden Kriterien sind ohne weiteres zu verneinen. 7.7 Was schliesslich das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen betrifft, so ist aufgrund der Ergebnisse der Observation erstellt, dass der Versicherte bereits im Juli 2004 - mithin rund sieben Monate nach dem Unfall - bis zu zwölf Stunden am Tag arbeitete. Somit ist nicht von einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit auszugehen; das Kriterium ist ebenfalls nicht erfüllt. 7.8 Da somit keines der relevanten Kriterien gegeben ist, ist die Adäquanz eines allfälligen Kausalzusammenhanges zwischen dem Sturz vom 18. Dezember 2003 und den über den 18. September 2004 hinaus anhaltend geklagten Beschwerden zu verneinen. Einsprache- und kantonaler Gerichtsentscheid waren demnach rechtens; die Beschwerde ist abzuweisen.