Citation: 4A_551/2014 E. A

A.a. Am 14. Dezember 1982 trat C.________ mit einem notariell beurkundeten Vertrag die in ihrem Alleineigentum stehende Liegenschaft am Weg U.________ in V.________ auf Rechnung zukünftiger Erbschaft an ihren Sohn D.________ ab. Der Anrechnungswert wurde entsprechend dem amtlichen Wert auf Fr. 144'600.-- bestimmt. Die von D.________ übernommene Hypothekarschuld belief sich auf Fr. 68'000.--. Für die unentgeltlich erworbene Differenz von Fr. 76'600.-- wurde die Ausgleichung vorgesehen. C.________ wurde im Vertrag ein lebenslängliches unentgeltliches Nutzniessungsrecht eingeräumt. Am gleichen Tag schlossen C.________ und D.________ zudem eine in einfacher Schriftlichkeit abgefasste "interne Vereinbarung". Darin war vorgesehen, dass die Nutzniessung auf Wunsch von D.________ ab dem Jahr 1987 im Grundbuch gelöscht wird. In diesem Fall sollte D.________ seiner Mutter den Mietzins für eine Wohnung anderswo bezahlen. A.b. In der Folge wurde D.________ als Eigentümer der Liegenschaft im Grundbuch eingetragen. Er baute das Haus in zwei Phasen auf eigene Kosten um. Eine Ablösung der Nutzniessung durch Finanzierung einer Wohnung für seine Mutter C.________ erfolgte nicht. Während 20 Jahren lebte C.________ in der oberen und D.________ in der unteren Wohnung des Hauses. Mitte der 80er-Jahre zog zudem B.________ (Beklagte, Beschwerdegegnerin) bei D.________ ein. 2001 heirateten sie und schlossen einen Erbvertrag, worin sie sich gegenseitig zu Alleinerben bestimmten. Später zog die Tochter von C.________ und Schwester von D.________, A.________ (Klägerin, Beschwerdeführerin), zu ihrer Mutter in die obere Wohnung des Hauses. A.c. Im Jahr 2003 verstarb D.________. Aufgrund des Erbvertrags war B.________ Alleinerbin. C.________ machte ihren Pflichtteil nicht geltend. B.________ wurde in der Folge als Alleineigentümerin der Liegenschaft am Weg U.________ in V.________ im Grundbuch eingetragen, was C.________ und A.________ mitgeteilt wurde. A.d. Nach dem Tod von C.________ im Jahr 2007 entbrannte zwischen der Eigentümerin B.________ und ihrer Schwägerin A.________ ein Streit darüber, wem die Liegenschaft am Weg U.________ in V.________ zustehe. A.________ ist der Auffassung, der am 14. Dezember 1982 durch ihre Mutter und ihren Bruder abgeschlossene Abtretungsvertrag sei simuliert und damit von Anfang an ungültig gewesen, weshalb ihre Mutter bis zu ihrem Tod Eigentümerin der Liegenschaft geblieben sei und diese nun ihr als Alleinerbin zustehe. Demgegenüber geht ihre Schwägerin, die eingetragene Eigentümerin B.________, von der Gültigkeit des Abtretungsvertrags aus.