Citation: 8C_364/2015 E. 2.2

2.2. Für die Beantwortung der Frage nach dem Zeitpunkt des Fallabschlusses - mit allfälliger Berentung (Art. 19 Abs. 1 UVG) - ist indessen das Erreichen eines Zustandes wie vor oder ohne Unfallereignis (status quo ante vel sine) letztlich nicht entscheidend. Massgebend ist - wie in Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG festgehalten - einzig, ob von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden konnte. Das Erreichen des status quo ante vel sine gibt demgegenüber lediglich Aufschluss darüber, ob überhaupt noch ein unfallbedingter Gesundheitsschaden vorliegt oder nicht. Ist dies zu verneinen, lässt sich daraus zwar folgern, dass das für einen Fallabschluss in Art. 19 Abs. 1 UVG vorausgesetzte Fehlen einer namhaften Besserung eines (unfallbedingt geschädigten) Gesundheitszustandes ausser Betracht fällt. Dasselbe ist aber auch möglich, wenn trotz noch bestehender unfallkausaler Schädigung keine Verbesserung aufgrund medizinischer Vorkehren mehr zu erwarten ist. Primär zu fragen ist deshalb entsprechend dem Gesetzeswortlaut in Art. 19 Abs. 1 UVG einzig, ob - unabhängig davon, ob wieder der Zustand wie vor oder ohne Unfall vorliegt - von weiterer ärztlicher Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden konnte. Diesbezüglich konnte die Vorinstanz aufgrund der Aktenlage keine Anhaltspunkte finden. Solche werden denn auch vom Beschwerdeführer nicht genannt. Beschwerden, welche die Arbeitsfähigkeit selbst in adaptierter Tätigkeit einschränken würden, lagen bei der Begutachtung durch das medizinische Institut B.________ jedenfalls nicht mehr vor. Wie der Chirurge Dr. med. C.________ in seiner Aktenbeurteilung vom 10. November 2011 und auch die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 8. Juli 2015 zutreffend darlegen, haben die Gutachter des medizinischen Instituts B.________ sämtliche medizinischen Akten geprüft und darüber hinaus auch aus der persönlichen Überwachung des Beschwerdeführers stammende Video-Sequenzen mit einbezogen. Dafür, dass die seit 2009 diskutierten und teils auch effektiv durchgeführten medizinischen und therapeutischen Behandlungen auf eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgerichtet gewesen wären und nicht nur der Beobachtung der befürchteten Entwicklung einer Gonarthrose dienten, konnten keine Hinweise gefunden werden. Den Ausführungen des Dr. med. C.________ kann entgegen der Darstellung in der Beschwerdeschrift auch nicht entnommen werden, dieser hätte empfohlen, den Fall per Ende 2011 abzuschliessen. Es kann insoweit vollumfänglich auf die Entgegnungen der Beschwerdegegnerin vom 8. Juli 2015 verwiesen werden. Im Gutachten des medizinischen Instituts B.________, dessen Beweistauglichkeit mit der Vorinstanz nicht in Frage zu stellen ist, wird denn auch ausgeführt, dass das von ihren Fachleuten formulierte Zumutbarkeitsprofil sechs bis neun Monate nach dem Unfallereignis vom 30. Mai 2008 Geltung beanspruchen könne, was nicht zuletzt die vorhandenen Video-Aufzeichnungen, die unter anderem Beobachtungsphasen im Januar 2009 mitumfassen, untermauern. Die Voraussetzungen eines Fallabschlusses per Ende 2008 sind damit hinreichend belegt und dieser ist demnach - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - nicht zu beanstanden.