Citation: 6B_1332/2016 E. 3.4.3

3.4.3. Der Beschwerdeführer argumentiert, er habe sich im Gefahrenbereich des Abschlagplatzes Nr. 9 befunden. Der Beschwerdegegner 1 hätte ihn vor dem Abschlag warnen müssen. Dies trifft nicht zu. Nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen schlug der Beschwerdegegner 1 als Letzter seiner Gruppe ab, während der Beschwerdeführer mit seiner Gruppe beim Abschlagplatz Nr. 7 ankam. Die Vorinstanzen bejahen eine für diese Situation bestehende Vortrittsregelung zu Gunsten des Beschwerdegegners 1, wonach derjenige Spieler, der einen Mitspieler einen Ball abschlagen sieht, sicherheitshalber mit seinem Abschlag zuwartet. Die Vorinstanzen stützen diese Usanz auf die A ussagen verschiedener Personen und damit auf eine konkrete Beweiswürdigung, weshalb es sich um eine Tatfrage handelt (vgl. BGE 119 II 173 E. 1b S. 175 f.; Urteil 6B_341/2009 vom 20. Juli 2009 E. 4.3.1 mit Hinweisen). Diese Sachverhaltsfeststellung rügt der Beschwerdeführer nicht als willkürlich (Art. 9 BV), weshalb sie für das Bundesgericht massgebend ist (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Sie ist im Übrigen ohne Weiteres nachvollziehbar. Hätte der Beschwerdegegner 1 warten müssen, bis der Beschwerdeführer (und dessen Gruppe) das Loch Nr. 7 beendet hätte, hätte er respektive seine Gruppe den Anschluss an eine allfällige Gruppe vor sich nicht halten können und allfällige folgende Gruppen behindert, was letztendlich einem zügigen Spieltempo entgegensteht (vgl. Rules of Golf, Section I "Etiquette", Titel "Pace of Play" und "Priority on the Course"). Indem der Beschwerdegegner 1 vor seinem Abschlag den Beschwerdeführer nicht durch Zurufen warnte, hat er keine Regel des Golfsports verletzt. Zum einen ist nach den zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen in den bekannten Golfregeln nicht vorgesehen, dass der Spieler, bevor er seinen Schlag spielt, andere Spieler systematisch warnt (sondern nur, wenn ein Ball verschlagen wird). Solches wäre nicht nur störend, sondern anfällig für Missverständnisse. Zum andern haben der Beschwerdeführer und der Beschwerdegegner 1 die jeweils andere Gruppe gesehen. Der Beschwerdeführer hat die bereits spielende Gruppe (spätestens) gesehen, als er beim Abschlagplatz Nr. 7 ankam. Dies bestreitet er, ohne eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung zu rügen. Sah aber der Beschwerdeführer die spielende Gruppe gegenüber, war ein Warnruf weder nötig noch angebracht. Vielmehr war es an ihm, das gegenüberliegende Spiel zu beobachten. Wohl hält der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Golf Course Design Safety Guidelines richtig fest, dass "bei allfälligen Blind Spots [...] Warning Bells oder ähnliches aufgestellt werden" müssen. Er zieht daraus aber die falschen Schlüsse. Die fraglichen Abschlagplätze waren keine "blind spots", sondern sichtbar.