Citation: 5A_75/2009 25.03.2009 E. 6

6.1 Nach den Ausführungen des Parteivertreters der Beschwerdeführerinnen hat der Aufwand für die Beschwerdeführerin 1 im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 162 Stunden betragen. Mit Bezug auf die Beschwerdeführerin 2 werde dem Einwand der Vorinstanz, der Prozessstoff sei bereits aus dem Rekursverfahren bekannt gewesen und es sei beim Verzeichnen der aufgewendeten Stunden der einzelnen Sachbearbeiter zu Überschneidungen gekommen, dadurch Rechnung getragen, dass für die Beschwerdeführerin 2 kein grösserer Aufwand in Rechnung gestellt werde als für die Beschwerdeführerin 1. Für die ausgewiesenen 162 Stunden ergebe sich unter Berücksichtigung des praxisgemässen Stundenansatzes von Fr. 250.-- ein Gesamthonorar bzw. zusammen mit den von der Vorinstanz ebenfalls grundlos gekürzten Barauslagen ein Gesamtaufwand von Fr. 41'000.--. Für die Beschwerdeführerin 2 falle die Prozessentschädigung im Ergebnis um 2'000.-- tiefer aus, weil bei ihr der Zuschlag (Beizug des Anwaltes erst vor dem Verwaltungsgericht; § 4 Abs. 2 ATVG) ausser Betracht falle. Die vom Verwaltungsgericht effektiv zugesprochene Entschädigung von Fr. 12'000.-- für die Beschwerdeführerin 1 und Fr. 10'000.-- für die Beschwerdeführerin 2 sei angesichts des ausgewiesenen Aufwandes im Ergebnis willkürlich. 6.2 Mit ihren Ausführungen übersehen die Beschwerdeführerinnen, dass sich die Bemessung der ausseramtlichen Entschädigung im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht ausschliesslich nach der Anzahl der aufgewendeten Stunden richtet. Aufgrund des in § 80 Abs. 3 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege enthaltenen Verweises auf § 75 ZPO sind von der unterliegenden Partei oder Behörde nur die notwendigen Kosten zu ersetzen. Überdies sieht § 2 Abs. 1 ATVG für das Beschwerdeverfahren vor, dass die Grundgebühr Fr. 500.-- bis Fr. 6'000.-- beträgt und nur in diesem Rahmen der Zeitaufwand und die Bedeutung des Falles zu berücksichtigen sind. Das Verwaltungsgericht hat wie bereits dargelegt willkürfrei begründet, weshalb keine Erhöhungen des Grundbetrages aufgrund von § 2 Abs. 2 und § 4 Abs. 1 lit. b ATVG vorzunehmen sind (E. 4 und 5 hiervor). Insofern gehen die Ausführungen der Beschwerdeführerinnen an der gesetzlichen Ordnung der Entschädigung vorbei und sind damit nicht geeignet, Willkür in der Begründung bzw. im Ergebnis darzulegen. Insoweit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, soweit darauf eingetreten werden kann.