Citation: 2C_10/2023 E. 3.2.2

3.2.2. Mit Bezug auf die Wiedereingliederung in seinem Heimatland macht der Beschwerdeführer geltend, er habe sich seit zwanzig Jahren nicht mehr dort aufgehalten. Auch zu seiner nunmehr erwachsenen Tochter habe er seit jeher nur sporadisch Kontakt. Ein Grossteil seiner Familie lebe in Italien, sodass seine Existenz im Fall der Rückkehr nach Kolumbien gefährdet sei. Dazu ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer - wie er selbst vorbringt -, verschiedene Reisen nach Kolumbien unternommen hat. Ebenso leben seine Mutter, seine Tochter und sein Bruder dort. Er wurde in Kolumbien sozialisiert und ist mit der Sprache wie auch den gesellschaftlich-kulturellen Gegebenheiten in seinem Heimatland vertraut. Es ist dem jungen und gesunden Beschwerdeführer zumutbar, an frühere Kontakte anzuknüpfen oder sich allenfalls ein neues soziales Netz aufzubauen. Daran ändert nichts, dass - wie er vorbringt - seine Mutter die Intention habe, nach Italien zu ziehen und die Beziehung zu seiner Tochter seit jeher nicht intensiv gelebt worden sei. Die Wiedereingliederung vermag beim Beschwerdeführer keinen Härtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG zu begründen.