Citation: 8C_806/2007 07.08.2008 E. 9.3

9.3.1 Gestützt auf die Berichte der Dres. med. D.________ vom 15. Januar 2004 und W.________ vom 2. Februar 2004 sowie die dargelegten beruflichen und sportlichen Aktivitäten des Versicherten mit Fort- und Weiterbildungen beim Schweizerischen Fussballverband ist es nicht zu beanstanden, wenn SUVA und Vorinstanz ab 1. März 2004 von voller Arbeitsfähigkeit des Versicherten auch in der angestammten Tätigkeit als Verkaufsberater ausgingen und gestützt hierauf einen Taggeldanspruch verneinten (vgl. Art. 16 Abs. 1 UVG; RKUV 2000 Nr. U 366 S. 92 E. 4). 9.3.2 Nicht stichhaltig ist das Vorbringen des Versicherten anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 27. Oktober 2004, er meide Kopfbälle und nehme vor und nach dem Spiel jeweils ein Schmerzmittel ein. Gleiches gilt für seine letztinstanzlichen Einwände, er habe bei den Veteranen pro Saison lediglich drei bis viermal gespielt, und das Trainieren einer U-16 oder U-18 Mannschaft bestehe zu 95 % darin, den Spielern Erklärungen abzugeben und das Training zu dirigieren, sowie lediglich in 5 % aus dem Vorspielen. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass der Versicherte durch die Privatdetektei Y.________ am 17. Mai 2005 beim Training der U-18 Mannschaft, am 24. Mai 2005 beim Meisterschaftsspiel der Veteranen und am 28. Mai 2005 beim Spiel der U-18 Mannschaft beobachtet wurde. Die Observierung ergab, dass beim Versicherten weder bei der Trainertätigkeit noch als Spieler irgendwelche Anzeichen von Schmerzen oder körperlichen Einschränkungen festgestellt werden konnten. Er habe sich als engagierter Trainer gezeigt, der mit den Spielern Gespräche geführt und die Übungen vorbereitet sowie vorgezeigt habe. Bei einer Torwartübung und beim abschliessenden Trainingsmatch habe er selber aktiv mitgespielt. Beim Meisterschaftsspiel seiner U-18 Mannschaft sei er als eifriger Trainer aufgetreten, der die Kommunikation zwischen Spielern und Betreuern übernommen habe. Als Spieler bei den Veteranen habe er vollen Einsatz gezeigt. Er sei der aktivste Spieler gewesen und habe zwei Tore erzielt. Man habe nie den Eindruck gehabt, dass er körperliche Beeinträchtigungen hätte und deshalb nicht den gewohnten Einsatz zeigen könnte (Bericht der Firma Y.________ vom 9. Juni 2005). Der Versicherte stellt diesen Bericht nicht substantiiert in Frage. Dieser ist zudem geeignet, die Beurteilung bezogen auf den Zeitraum seit der Taggeldeinstellung ab 1. März 2004 zu beeinflussen (BGE 121 V 362 E. 1b S. 366; zur Zulässigkeit dieser Observierung vgl. E. 4 hievor). 9.3.3 Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Versicherte unter den gegebenen Umständen aus dem Bericht des Hausarztes Dr. med. M.________ vom 8. Juli 2004, er habe die Arbeit seit 13. Januar 2003 zu 50 % aufgenommen. Gleiches gilt für den Bericht des Prof. Dr. med. S.________ vom 20. Juni 2005, wonach er seine vorhandene Arbeitsfähigkeit von 50 bis 60 % voll ausschöpfe. Denn es ist nicht nachvollziehbar, dass der Versicherte an den von Prof. Dr. med. S.________ beschriebenen Kopf- und Nackenschmerzen leiden soll (vgl. E. 8.1 hievor) und gleichzeitig im umschriebenen Ausmass Sport treiben und als Fussballtrainer arbeiten kann. Unbehelflich ist auch die Berufung des Versicherten auf den Bericht des Prof. Dr. med. S.________ vom 4. Juli 2006, worin dieser angab, die Beobachtung von Bewegungen im Alltag greife zu kurz, und weiter die Diskrepanz zwischen den ärztlichen Befunden und den (filmbaren) Funktionen des Versicherten im Alltag und Spiel zu erklären versuchte (diese Funktionen seien unbewusster Natur und damit stets aus einer reichen gespeicherten Erfahrung über die eigenen Möglichkeiten herauswachsend; mit Emotionen verbunden, die wesentlichen Einfluss auf den Muskeltonus bzw. auf das Koordinationsspiel hätten; immer ein Resultat eines Bewegungsverhaltens aus dem Gesamtkörper heraus, wobei z.B. bei jeder Armbewegung auch entsprechende Bewegungen des Fusses, des Beins und des Rumpfes mit herangezogen würden; oftmals ausserordentlich viel abwechslungsreicher als die im beruflichen Alltag erbringbaren stereotyp-monotonen Haltungen und Bewegungen, die im Verlauf einer gewissen Zeit zu Beschwerden führten). Soweit Prof. Dr. med. S.________ im Bericht vom 4. Juli 2006 insbesondere darauf verwies, jede Rehabilitation enthalte von allem Anfang auch sportliche Elemente, ist dem entgegenzuhalten, dass der Versicherte nicht unter therapeutischer Anleitung Sport betrieb, sondern bei den Veteranen im Rahmen des Meisterschaftsbetriebs Fussball spielte und beruflich als Fussballtrainer tätig war.