Citation: 5A_59/2025 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht Rechtsverweigerung vor. Das Obergericht hätte auch unabhängig von einer ausdrücklichen Regelung prüfen müssen, ob die Voraussetzungen einer Wiedererwägung gegeben seien. Die Möglichkeit zur Wiedererwägung oder Revision bestehe auch ohne ausdrückliche gesetzliche Grundlage, wenn neue entscheidungserhebliche Tatsachen oder Beweise vorgebracht würden. Er beruft sich auch auf Art. 13 EMRK und Art. 29 BV und macht geltend, er habe Anspruch auf ein wirksames Rechtsmittel. Der vom Beschwerdeführer sinngemäss angesprochenen Rechtsweggarantie (Art. 29a BV) ist Genüge getan, wenn im gesamten Instanzenzug einmal eine gerichtliche Instanz mit voller Kognition in Sachverhalts- und Rechtsfragen urteilt. Die Rechtsweggarantie fordert weder vom Bund noch von den Kantonen einen bestimmten Instanzenzug (Urteil 2C_323/2023 vom 5. Juni 2024 E. 6.1.1 mit Hinweisen sowie E. 6.1.2 betreffend fehlenden Anspruch auf erneute Überprüfung bereits gefällter Bundesgerichtsurteile). Weshalb der Beschwerdeführer vor diesem Hintergrund einen Anspruch auf Wiedererwägung oder Revision haben sollte, erläutert er nicht hinreichend. Der von ihm erwähnte BGE 145 III 42 äussert sich nicht zu dieser Frage und weist insbesondere keine E. 4.1 auf. Der von ihm genannte BGE 96 III 10 E. 1 ordnet demgegenüber die Wiedererwägung gerade dem kantonalen Recht zu.