Citation: 2C_564/2019 E. 5.3

5.3. Der Beschwerdeführer wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 21. Dezember 2017 wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und Widerhandlung gegen das Waffengesetz zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt. Qualifizierte Betäubungsmitteldelikte stellen eine schwerwiegende Rechtsgutverletzung dar, die ein grosses öffentliches Interesse an der Fernhaltung eines entsprechenden Täters begründen (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34). Sie zählen zu den strafbaren Verhaltensweisen, die - vorbehältlich der Anwendung der strafrechtlichen Härtefallklausel (Art. 66a Abs. 2 StGB) - heute gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB zu einer obligatorischen Landesverweisung führen. Zwar sind die entsprechenden Bestimmungen nicht auf Taten anwendbar, die wie hier vor dem 1. Oktober 2016 begangen wurden, doch trägt das Bundesgericht der damit durch den Verfassungs- und Gesetzgeber zum Ausdruck gebrachten besonderen Verwerflichkeit der in Art. 66a StGB genannten Delikte insofern Rechnung, als es dadurch zu keinem Widerspruch zu übergeordnetem Recht - insbesondere der EMRK oder dem verfassungsmässigen Verhältnismässigkeitsprinzip - führt (vgl. BGE 139 I 16 E. 5.3 S. 31).