Citation: 5C.152/2006 06.09.2006 E. 3

Was die Frage der Einholung eines zweiten Gutachtens betrifft, so hat der Berufungskläger vor Vorinstanz keinen entsprechenden Antrag gestellt (vgl. vorinstanzliche Akten S. 6). Soweit der Berufungskläger vor Bundesgericht Entsprechendes verlangt, kann ihm nicht entsprochen werden, da das Bundesgericht als Berufungsinstanz - ausser zur Feststellung der formellen Voraussetzungen (z.B. Art. 36 Abs. 2 OG) und in Patentprozessen (Art. 67 OG) - keine Beweismassnahmen treffen darf (Poudret/Sandoz-Monod, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Band II, 1990, N. 4.1 zu Art. 63 OG, S. 529). Nicht eingetreten werden kann sodann auf die Ausführungen des Berufungsklägers über die tatsächlichen Entwicklungen seit dem vorinstanzlichen Urteil (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG) sowie auf die Willkürrüge, welche mit staatsrechtlicher Beschwerde geltend zu machen gewesen wäre. Dass die Vorinstanz nicht auf die - einzige - Möglichkeit der Betreuung des Berufungsklägers durch seine Mutter eingetreten sei, ist nicht zutreffend (vgl. vorinstanzliches Urteil S. 7).