Citation: 9C_399/2017 E. 3.2

3.2. Im BEGAZ-Gutachten wurden insbesondere die bisherige Behandlung, eine rezidivierende depressive Störung (gegenwärtig leichtgradige Episode; ICD-10: F33.0) sowie (grundsätzlich nicht invalidisierende; SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.2.2.2) akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1) berücksichtigt. Weiter wurde das Anforderungsprofil einer angepassten Tätigkeit umschrieben, weshalb nicht von einer unrichtigen Anwendung des Begriffs "Arbeitsunfähigkeit" gesprochen werden kann. Die Experten, insbesondere die Fachärzte für Neurologie resp. für Psychiatrie und Psychotherapie, erkannten keine massgeblichen kognitiven Einschränkungen; eine neuropsychologische Abklärung war daher entbehrlich. Im Bericht der Klinik B.________ vom 24. Juli 2015 wurden die diagnostizierte akute schizophreniforme psychotische Störung (ICD-10: F23.2) als remittiert und das Zustandsbild der Versicherten als euthym bezeichnet und die vorübergehende gesundheitliche Verschlechterung nachvollziehbar mit der Reaktion auf den Vorbescheid der IV-Stelle resp. das BEGAZ-Gutachten erklärt. Sodann durfte die Vorinstanz in Bezug auf die Einschätzungen der behandelnden Ärzte (vgl. auch Bericht der Klinik B.________ vom 11. November 2016) dem ärztlichen Ermessensspielraum (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3 S. 253; Urteil 9C_397/2015 vom 6. August 2015 E. 5.3) und dem Unterschied zwischen Behandlungs- und Begutachtungsauftrag Rechnung tragen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353; Urteile 8C_740/2010 vom 29. September 2011 E. 6 und 9C_842/2009 vom 17. November 2009 E. 2.2).