Citation: 2C_647/2014 E. 2.3.2

2.3.2. Die beiden Schreiben der SGV vom 15. Oktober 2009 bzw. 4. März 2011 sind formell - abgesehen von der fehlenden Rechtsmittelbelehrung - genau gleich aufgebaut. Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, ist es zwar nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer als juristischer Laie den Verfügungscharakter des Schreibens vom 4. März 2011 nicht erkannte. Ab dem 14. März 2011 war der Beschwerdeführer aber anwaltlich vertreten und ab diesem Datum gilt ein anderer Massstab. Zwar kann das Schreiben vom 4. März 2011 isoliert betrachtet noch nicht als abschliessende Verfügung angesehen werden. Dies insbesondere darum, weil am Schluss des Schreibens eine Frist zum Gegenbericht gesetzt wird. Innert dieser Frist hat der Beschwerdeführer denn auch am 24. März 2011 eine kurze Stellungnahme abgegeben. Aufgrund des darauf folgenden intensiven Schriftenwechsels musste dem nun vertretenen Beschwerdeführer aber klar geworden sein, dass die SGV aus ihrer Sicht abschliessend verfügt und entsprechend eine "Schlusszahlung" überwiesen hatte. Wie die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat, hätte er spätestens nach Zugang des Schreibens vom 7. Juli 2011 reagieren müssen, mit welchem die SGV nochmals klarstellte, dass für sie die Angelegenheit mit der Schlusszahlung vom 24. Juni 2011 definitiv abgeschlossen war. Indem der Beschwerdeführer bis zum Dezember 2011 nichts mehr von sich hören liess, hat er somit nicht innert angemessener Frist gehandelt. Aus den in der Beschwerde erwähnten Telefongesprächen mit Vertretern der SGV kann der Beschwerdeführer sodann nichts zu seinen Gunsten ableiten, da diese im März 2011 und damit vor dem Schreiben der SGV vom 7. Juli 2011 erfolgten.