Citation: 6B_654/2019 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz führt aus, einer strafrechtlichen Sanktionierung eines Selbstunfalls des Beschwerdeführers am Morgen auf der Fahrt zur Weiterbildungsstätte stehe das Prinzip "ne bis in idem" entgegen. Der vorliegend zu beurteilende Sachverhalt sei davon in örtlicher und zeitlicher Hinsicht indes klar abgegrenzt. Die rechtskräftige Einstellungsverfügung begründe für den hier zu beurteilenden Lebenssachverhalt keine abgeurteilte Sache. Die Einstellungsverfügung hindere das Gericht nicht daran, als wahre und dem Beschwerdeführer bekannte Schadensursache eine (unter Umständen für sich gar straflose) Selbstverursachung auf der Fahrt nach Andelfingen anzunehmen, sofern sich dies rechtsgenügend erstellen lasse. Der Nachweis, dass die angezeigte Tat des Beschwerdeführers nicht stattgefunden habe und er dies auch gewusst habe, könne mit Hinweis auf diese Selbstverursachung erfolgen, sofern sich dies beweisen lasse. Kern des Anklagesachverhalts sei im Übrigen, dass der Beschwerdeführer eine Straftat (Sachbeschädigung am geparkten Auto durch unbekannten Dritten) angezeigt haben solle, die so nicht stattgefunden habe. Die wahre Schadensursache habe für die Beurteilung der Strafbarkeit wegen Irreführung der Rechtspflege keine direkte Relevanz. Es werde im Rahmen der Sachverhaltserstellung zu prüfen sein, ob sich der Anklagesachverhalt mit zulässigen und verwertbaren Beweismitteln erstellen lasse (Urteil S. 11 ff.).