Citation: I 185/06 19.03.2007 E. 3.3

3.3.1 Die in der Türkei geborene und aufgewachsene Beschwerdeführerin verfügt - mit Ausnahme eines halbjährigen Näh- und Stickkurses - über keine Berufsausbildung. 1981 in die Schweiz eingereist, war sie in den Folgejahren als Küchen- und Reinigungshilfe, als Fabrikhilfsarbeiterin sowie in den Betrieben O.________ tätig. Bei Letzterer war sie vom 1. Januar 1987 bis 31. Dezember 1992 in einem Vollpensum festangestellt sowie vom 28. August bis 15. Dezember 1995, vom 30. September bis 30. November 1996, vom 12. bis 16. Mai sowie vom 22. Mai bis 30. Juni 1997 und vom 23. Dezember 1997 bis 30. Januar 1998 jeweils im Rahmen von befristeten Arbeitsverträgen ebenfalls zu 100 % beschäftigt. Zusätzlich verrichtete sie in den Jahren 1990/1991 stundenweise Büroreinigungen für die Firma P.________ AG sowie - während drei Tagen wöchentlich à vier Stunden - vom 1. April 1996 bis 31. Dezember 1998 für die Firma Q.________. 1993 und 1994 bezog sie Taggelder der Arbeitslosenversicherung. Seit Ende Februar 1998 geht sie krankheitsbedingt keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. 3.3.2 Daraus erhellt, dass die Versicherte trotz der Mitte März 1986 und im April 1992 geborenen Kinder bis Ende Dezember 1992 - in Berücksichtigung auch der Reinigungstätigkeit - zeitweilig zu über 100 % gearbeitet hat. In den darauf folgenden zwei Jahren war sie bei der Arbeitslosenversicherung angemeldet und hatte daher ebenfalls Arbeitsbemühungen nachzuweisen. Im Anschluss daran fand ein sukzessiver Abbau der Erwerbstätigkeit in dem Sinne statt, dass von 1995 bis Ende Februar 1998 nurmehr, wenn auch vollzeitliche, Temporäreinsätze in den Betrieben O.________ erfolgten (1995: knapp vier Monate; 1996: zwei Monate; 1997: zwei Monate; 1998: ein Monat) und die Beschwerdeführerin - ab April 1996 - noch dreimal wöchentlich während vier Stunden täglich im Reinigungsdienst tätig war. Diese Verminderung der erwerblichen Aktivitäten stand, wie insbesondere den Berichten der Rheumatologischen Universitätsklinik X.________ vom 30. Juni 1992, der Medizinischen Universitätsklinik des Spitals Y.________ vom 5. und 18. März 1998 sowie der Rheumatologischen Universitätsklinik am Spital Z.________ vom 5. April 1998 zu entnehmen ist, im Zusammenhang mit dem seit Jahren bestehenden, sich nach der Geburt des zweiten Kindes im März 1992 erheblich verschlechternden Rückenleiden der Versicherten. Ab Ende Februar 1998 wurde ihr aufgrund der gesundheitlichen Probleme schliesslich seitens ihres Hausarztes eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (vgl. Berichte des Dr. med. S.________ vom 11. Februar 1999 und 21. Februar 2002), welche Dr. med. R.________ als aus rheumatologischer Sicht bis Ende Oktober 1999 andauernd bestätigte (Gutachten vom 3. September 2003, S. 6). Diese Anhaltspunkte lassen, entgegen der Betrachtungsweise von Vorinstanz und Beschwerdegegnerin, durchaus Rückschlüsse auf ein im relevanten Vergleichszeitraum ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen höheres Erwerbspensum als die angenommenen - dem Durchschnittswert der in den Jahren 1995 bis anfangs 1998 geleisteten Arbeit entsprechenden (vgl. Aktennotiz vom 21. September 1999; Abklärungsbericht Haushalt vom 5. Juli 2000, S. 4 oben) - 58 % zu. Namentlich erscheint nicht nachvollziehbar, weshalb die Versicherte ab 1987 während einer doch längeren zeitlichen Phase zunächst mit einem und ab April 1992 mit zwei Kleinkindern sowie einem ebenfalls vollzeitig arbeitenden Ehemann zu einem Pensum von stets mindestens 100 % hätte erwerbstätig sein sollen, um diesen Beschäftigungsgrad einige Jahre später trotz intakter Gesundheit und Wegfalls der intensivsten Betreuungsaufgaben um fast die Hälfte zu reduzieren. Dies gilt umso mehr, als die finanziellen Verhältnisse der Familie damals eher angespannt waren (vgl. Abklärungsbericht Haushalt vom 5. Juli 2000, S. 3; Gutachten des Dr. med. F.________ vom 27. September 2000, S. 5 unten). Im Übrigen wurde der Beschwerdeführerin ärztlicherseits nicht erst seit Februar 1998 ein reduziertes Leistungsvermögen attestiert. Wie insbesondere dem Bericht der Rheumatologischen Universitätsklinik X.________ vom 30. Juni 1992 zu entnehmen ist, bescheinigten die behandelnden Ärzte ihr ein solches auch schon zu jenem Zeitpunkt (" .. . Die Arbeitsunfähigkeit wird nachher erneut beurteilt [bis jetzt war sie 100 %]."). Aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin ab 1995 nurmehr teilzeitlich erwerbstätig war - in den Jahren 1993 und 1994 bezog sie Arbeitslosentaggelder, welche in ihrer Höhe auf eine angenommene Vermittlungsfähigkeit von 100 % schliessen lassen (1993: Fr. 33'067.-; 1994: Fr. 33'421.-) -, lässt sich somit, jedenfalls für den hier zu beurteilenden Zeitraum vom 15. Januar 2001 bis 8. April 2005, nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine im Gesundheitsfall ebenfalls lediglich zu 58 % ausgeübte Erwerbstätigkeit folgern, zumal die Versicherte von Beginn weg, d.h. bereits anlässlich der ersten Erhebungen vor Ort im Haushalt im August 1999, stets betont hatte, ohne gesundheitliche Einschränkungen vollzeitig erwerbstätig zu sein. Da die beiden Kinder in dieser Phase zwar nicht mehr der dauernden Obhut bedurften, sie aber, namentlich die 1992 geborene Tochter, auch noch nicht völlig selbstständig waren, die wirtschaftliche Situation der Familie sich zwischenzeitlich verbessert hatte (vgl. Abklärungsbericht Haushalt vom 26. November 2003, S. 4) und die Beschwerdeführerin sich trotz der ihr mit Gutachten des Dr. med. F.________ vom 27. September 2000 aus psychiatrischer Sicht für körperlich leichte und mittelschwere Tätigkeiten bescheinigten vollständigen Arbeitsfähigkeit (vgl. auch Gutachten desselben Arztes vom 2. Dezember 2003) bzw. des ihr durch den Rheumatologen Dr. med. R.________ immerhin ab 1. November 1999 zugebilligten Leistungsvermögens von 50 % (Expertise vom 3. September 2003) seither keinerlei Anstalten mehr machte, auch nur eine Teilzeitbeschäftigung aufzunehmen, kann indessen nicht unbesehen ein ohne Behinderung verrichtetes Vollpensum angenommen werden. Vielmehr ist vor diesem Hintergrund - aber auch in Berücksichtigung einer trotz gesundheitlicher Einschränkungen doch bis Februar 1998 zu durchschnittlich knapp 60 % ausgeübten Erwerbstätigkeit - davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin als Valide zu 80 % erwerbstätig gewesen wäre.