Citation: 5C.38/2007 28.06.2007 E. 1

1.1 Auf das vorliegende Verfahren gelangen die Vorschriften des Bundesrechtspflegegesetzes (OG) zur Anwendung, da das angefochtene Urteil vor Inkrafttreten des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) am 1. Januar 2007 ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). 1.2 Angefochten ist ein Endentscheid eines oberen kantonalen Gerichts über den nachehelichen Unterhalt, mithin liegt eine vermögensrechtliche Zivilrechtsstreitigkeit vor. Die gesetzliche Streitwertgrenze ist erreicht. Die Berufung erweist sich damit als zulässig (Art. 46 OG, Art. 48 Abs. 1 OG). 1.3 Das Bundesgericht ist an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, wenn sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen (Art. 63. Abs. 2 OG) oder zu ergänzen sind (Art. 64 OG). Ausführungen, die sich gegen die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid richten sowie das Vorbringen neuer Tatsachen, Einreden, Bestreitungen und Beweismittel sind unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Damit können die Ausführungen des Berufungsklägers zu seinen Reisekosten, den steuerlichen Folgen einer Kapitalabfindung sowie seiner Beitragslücken im Hinblick auf die spätere AHV-Rente nicht berücksichtigt werden. Für die Antwort und die Anschlussberufung sind die Formvorschriften, die für die Berufungsschrift gelten, sinngemäss anwendbar (Art. 59 Abs. 3 OG). Soweit die Berufungsbeklagte sich zum Umfang der Berufstätigkeit des Berufungsklägers äussert, ihre Überlegungen anführt, weshalb sie während der Trennung keinen Unterhaltsbeitrag verlangt hat, und schliesslich Beweisanträge stellt, ist darauf nicht einzugehen. 1.4 Zwar kann das Bundesgericht nicht über die Anträge der Parteien hinausgehen, hingegen ist es weder an deren Begründung noch an diejenige der Vorinstanz gebunden. Es kann daher eine Berufung aus Gründen gutheissen, welche von den Parteien nicht vorgebracht worden sind (BGE 127 III 248 E. 2c).