Citation: 8C_120/2022 E. 5.2

5.2. Sodann bringt der Beschwerdeführer vor, der Unfall vom Mai 2018 sei geeignet, die Meniskusverletzung zu bewirken. Für die Dres. med. E.________ und F.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, sei die Meniskusverletzung eine nachvollziehbare Folge des Unfalls. Dabei übersieht er, dass Dr. med. E.________ sich nicht zur Frage der Unfallkausalität äusserte und Dr. med. F.________ diesbezüglich keine klare Stellung bezog. Letzterer führte im Arztbericht vom 3. Juli 2020 aus, er könne nicht beurteilen, ob die Beschwerden des Patienten primär durch das Ganglion oder eher durch die komplexe mediale Meniskusläsion ausgelöst worden seien. Warum - und ob - er das Knieleiden im Bericht vom 16. Oktober 2020 einzig auf den Unfall im Mai 2018 zurückführt, begründet er hingegen nicht. Darauf wies auch die Kreisärztin med. pract. C.________ in ihrer Beurteilung vom 29. Juli 2020 hin. Die blosse Möglichkeit, dass ein Unfall aus medizinischer Sicht zu einem bestimmten Gesundheitsleiden führen kann, reicht für eine rechtsgenügliche Begründung der Unfallkausalität allein nicht aus. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers bei Rückfällen oder Spätfolgen nach Art. 11 UVV (vgl. E. 3.2 hiervor).