Citation: U 271/99 11.04.2000 E. A

A.- V.________, geboren 1958, war bis 30. April 1993 als Monteur bei der Firma R.________ tätig und in der Folge arbeitslos gewesen. Am 15. August 1994 erlitt er auf der Autobahn in Italien einen Unfall, bei dem er sich laut Zeugnis des Dr. med. F.________ vom 31. August 1994 eine Kontusion der Halswirbelsäule (HWS), ein Schleudertrauma sowie eine Schulter- und Thoraxkontusion links zuzog. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Am 29. September 1994 wurde die Behandlung abgeschlossen und der Versicherte wieder als voll arbeitsfähig erklärt. Ab dem 1. Januar 1995 war er als Produktionsmitarbeiter bei der S.________ tätig, wo er am 10. Mai 1995 einen weiteren Unfall erlitt, indem er auf der Antriebswelle einer Maschine ausglitt und sich eine Metatarsale V-Schaftfraktur links zuzog, welche gleichentags im Kantonsspital operiert wurde. Am 1. Dezember 1995 wurde das Osteosynthesematerial entfernt. SUVA-Kreisarzt Dr. med. C.________ stellte am 5. Januar 1996 unauffällige Befunde fest und nahm eine Arbeitsfähigkeit von 100 % an. Wegen Beschwerden in den Füssen und Beinen absolvierte der Versicherte im Februar 1996 einen Kranführerkurs und arbeitete ab 4. März 1996 ganztags als Kranführer beim bisherigen Arbeitgeber. Die damit verbundene Lohneinbusse wurde von der SUVA mit der Ausrichtung eines Taggeldes auf Grund einer Arbeitsunfähigkeit von 25 % entschädigt. Am 10. Mai 1996 stellte Dr. med. C.________ eine Diskrepanz zwischen den geltend gemachten Beschwerden und den objektiven Befunden fest und empfahl den Abschluss des Falles mit der Feststellung, dass weder eine Invalidität noch ein Integritätsschaden vorliege. Mit Verfügung vom 26. Juli 1996 stellte die SUVA die Pflege- und Taggeldleistungen auf den 13. Mai 1996 ein und lehnte die Ausrichtung weitergehender Leistungen ab. Mit Einspracheentscheid vom 10. Juni 1997 hielt sie an dieser Verfügung fest. Im Mai 1996 hatte sich der Versicherte gegenüber dem behandelnden Arzt Dr. med. F.________ erneut über Rückenbeschwerden im Zusammenhang mit dem ersten Unfall vom 15. August 1994 beklagt. In einem konsiliarischen Bericht zuhanden des behandelnden Arztes vom 2. Oktober 1996 stellte Dr. med. M.________, Facharzt für innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen, im Wesentlichen die Diagnosen eines chronisch-rezidivierenden, zervikal und lumbal betonten Panvertebral-Syndroms multifaktorieller Genese, eines sekundären Fibromyalgie-Syndroms sowie einer wahrscheinlichen chronifizierten posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Aus rheumatologischer Sicht wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % angegeben. Kreisarzt Dr. med. C.________ gelangte am 19. Februar 1998 zum Schluss, dass der Versicherte beim Unfall vom 15. August 1994 keine Schleuderverletzung, sondern eine einfache HWS-Distorsion erlitten habe und die noch bestehenden Rückenbeschwerden nicht unfallbedingt seien. Mit Verfügung vom 9. März 1998 lehnte die SUVA weitere Leistungen in Zusammenhang mit dem Unfall vom 15. August 1994 mit der Begründung ab, dass weder in organischer noch in psychischer Hinsicht adäquat kausale Unfallfolgen bestünden. Die hiegegen erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 22. Mai 1998 ab.