Citation: 2C_992/2019 E. 3.3.1

3.3.1. Das Kantonsgericht hat erwogen, dass der Beschwerdeführer Sexualstraftaten begangen habe, die nach Art. 121 Abs. 3 lit. a BV als besonders verwerflich gelten. Dies sei bei der Verhältnismässigkeitsprüfung zu berücksichtigen (vgl. E. 4.2 des angefochtenen Urteils). Das Strafmass von fünf Jahren Freiheitsstrafe impliziere ein erhebliches ausländerrechtliches Verschulden. Das Strafgericht habe die objektive Tatschwere als erheblich eingestuft, weil der Beschwerdeführer seine Körpergewalt eingesetzt habe, um seine minderjährigen Opfer gefügig zu machen. Er habe seine familiäre und kulturell begründete Machtposition eingesetzt, um seine sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen. Auch die subjektive Tatschwere sei beträchtlich, weil der Beschwerdeführer rücksichtslos gehandelt und sein Vorgehen systematisch geplant habe. Es bestehe folglich ein gewichtiges öffentliches Interesse am Widerruf (vgl. E. 5.1 des angefochtenen Urteils). Dieses werde nicht dadurch relativiert, dass die Straftaten vor 11 bis 21 Jahren begangen worden seien. Die lange Dauer des Strafverfahrens sei vom Strafgericht berücksichtigt worden. Auch die Dauer des erstinstanzlichen Widerrufsverfahrens wirke sich nicht zugunsten des Beschwerdeführers aus (vgl. E. 5.2.3 des angefochtenen Urteils). Von ihm gehe weiterhin eine Bedrohung aus, die mit Rücksicht auf die zu befürchtenden Rechtsgutverletzungen nicht hinzunehmen sei (vgl. E. 5.3 des angefochtenen Urteils).