Citation: 4A_517/2023 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz erwog, die Angemessenheit des Stundensatzes sei bereits im erstinstanzlichen Verfahren umstritten gewesen. Allerdings gehöre die Angemessenheit des Stundensatzes nicht zum primären Schadensnachweis, sondern sei unter dem Aspekt der Schadenminderungspflicht zu sehen. Dafür trage der Beschwerdegegner die Behauptungs- und Beweislast. Daran würde sich auch nichts ändern, wenn man die Frage davon abweichend als Problem der Schadensberechnung betrachten würde. Es wäre folglich am Beschwerdegegner gelegen, die von ihm behauptete Verletzung der Schadenminderungspflicht durch die Beschwerdeführerin substanziiert zu behaupten, wozu auch Ausführungen zur angemessenen Höhe des Stundensatzes gehört hätten. Selbst eine Schätzung der angemessenen Schadenminderung setze voraus, dass die beweisbelastete Partei sämtliche Tatsachen darlege, die eine solche ermöglichen oder erleichtern. Die Erstinstanz habe Art. 8 ZGB verletzt. Die Rüge der Beschwerdeführerin sei insofern berechtigt. Es sei von einem Stundensatz von Fr. 500.-- auszugehen.