Citation: 5A_593/2021 E. 4.1.2

4.1.2. Das Bundesgericht erwog, angesichts der Rückweisung der Angelegenheit zwecks Neuermittlung des Einkommens des Beschwerdegegners bzw. allfälliger Neuberechnung der Unterhaltsbeiträge sei eine abschliessende Beurteilung dieser Rüge nicht möglich. Das Kantonsgericht habe bei der Neubeurteilung der Unterhaltsbeiträge zu berücksichtigen, dass sich der ermittelte Bedarf der Familienmitglieder im angefochtenen Urteil lediglich auf das betreibungsrechtliche Existenzminimum beschränke. Soweit darüber hinaus finanzielle Mittel zur Verfügung stünden, sei der Bedarf allseitig zunächst auf das familienrechtliche Existenzminimum (namentlich mit Einberechnung der Steuern bzw. Steueranteile) zu erweitern. Erst wenn nach allseitiger Deckung des familienrechtlichen Existenzminimums Ressourcen verblieben (sog. Überschuss), könne der Kindesunterhaltsbeitrag durch Zuweisung eines Überschussanteils weiter erhöht werden (mit Hinweis auf BGE 147 III 265 E. 7.2).