Citation: 4A_294/2020 E. 4.2.3

4.2.3. Die Beschwerdeführerin rügt, es sei offensichtlich falsch, dass die Auszahlung des Darlehens keinen Gesellschaftsschaden begründet habe, da die F.________ AG keine flüssigen Mittel erhalten habe, weil diese von der Bank auf Instruktion der Beschwerdegegner 1 und 3 direkt an C.E.________ ausbezahlt worden seien. Auch sei die Verwendung des Darlehens nicht ausserhalb des Zuständigkeitsbereichs der Beschwerdegegnerin 2 gelegen. So hätte diese nachfragen müssen, wofür die Kapitalerhöhung notwendig gewesen sei. Da die F.________ AG bei richtiger Betrachtung des Zwischenabschlusses per 30. Juni 2006 - das heisst, ohne Aktivierung der Grundstücke, die nicht im Eigentum der F.________ AG standen und unter Berücksichtigung angemessener Rückstellungen - überschuldet gewesen sei, hätte die Beschwerdegegnerin 2 die Kapitalerhöhung nicht zulassen dürfen. Indem sie unter Verletzung ihrer Sorgfaltspflichten gegenüber der F.________ AG die Kapitalerhöhung zugelassen habe, habe sie die Voraussetzungen für die Schädigung der F.________ AG geschaffen.