Citation: 8C_911/2013 E. 3.1

3.1. Hinsichtlich der Diagnosestellung ist das kantonale Gericht von der Expertise der Institution X.________ vom 13. März 2008 und deren Verlaufsgutachten vom 26. Mai 2010 ausgegangen. Im Gutachten vom 13. März 2008 wurden eine mittelgradige bis schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom, neuropsychologisch festgestellte kognitive Funktionsstörungen und Störungen der Persönlichkeit (psychisch oder organisch bedingt) sowie ein cerviko-cephales Schmerzsyndrom mit vielen vegetativen Begleitbeschwerden und wechselnd ausgeprägtem sensomotorischem Hemisyndrom links (ohne organisch-neurologisches Korrelat) diagnostiziert. Zur Frage nach einer somatoformen Schmerzstörung wollte sich der psychiatrische Gutachter Dr. med. Q.________ in seinem Konsiliargutachten vom 27. Februar 2008 über die am 13. Februar 2008 durchgeführte Untersuchung zunächst nicht abschliessend äussern, da zur Zeit die Behandlung der depressiven Symptomatik im Vordergrund stehe und diese zunächst adäquat behandelt werden müsse. Ausdrücklich hielt Dr. med. Q.________ fest, dass er die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung im Augenblick weder bestätigen noch ausschliessen könne; die Frage nach dieser Diagnose müsse später nochmals gestellt werden. In der Expertise vom 26. Mai 2010 wurden mit Ausnahme der neuropsychologischen Störungen im Wesentlichen die selben (Haupt-) Diagnosen gestellt. Bezüglich des Vorliegens einer somatoformen Schmerzstörung äusserte sich Dr. med. Q.________ nunmehr dahingehend, dass er die ausgeprägte Schmerzsymptomatik vor allem im Rahmen der depressiven Symptomatik sehe; er gehe davon aus, dass die verstärkte Schmerzwahrnehmung nicht auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung zurückzuführen, sondern Folge der doch deutlichen depressiven Symptomatik sei; diese sei fluktuierend und zwischen "mittelgradig" und "mittelgradig bis schwer" hin und her schwankend; die vorhandenen Schmerzen würden durch die depressive Störung verstärkt; im Rahmen der mittelgradigen bis schweren depressiven Störung könne er die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung zur Zeit nicht stellen. Weiter hielt der psychiatrische Gutachter fest, differenzialdiagnostisch wäre aber an eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung zu denken.