Citation: 1C_520/2022 E. 5.5.1

5.5.1. Gemäss Art. 3 Abs. 1 der Weisung der Anklagekammer wird den betroffenen Personen Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt, wenn eine Interessenabwägung vorgenommen wird. Gemäss Art. 3 Abs. 3 der Weisung der Anklagekammer kann auf die Gewährung des rechtlichen Gehörs verzichtet werden, wenn die betroffene Person der Herausgabe zustimmt (lit. a), mit einer hinreichenden Anonymisierung sichergestellt wird, dass keine Rückschlüsse auf die Identität der Beteiligten möglich sind (lit. b) oder ein Fall von Art. 5 Abs. 2 der Weisung der Anklagekammer vorliegt (lit. c). Dass solche Gründe für einen Verzicht auf die Gewährung des rechtlichen Gehörs vorliegen würden, wird von der Vorinstanz weder dargetan noch ist dies ersichtlich. So liegt gerade keine Zustimmung der betroffenen Personen vor und es wurde keine Anonymisierung der betroffenen Personendaten angeordnet, die sicherstellt, dass keine Rückschlüsse auf die Identität der Beteiligten möglich sind. Es liegt auch kein Fall von Art. 5 Abs. 2 der Weisung der Anklagekammer vor (vgl. Art. 3 Abs. 3 lit. c der Weisung der Anklagekammer bezüglich Herausgabe zu wissenschaftlichen Zwecken).