Citation: 2C_379/2015 E. 2.3.8

2.3.8. Recht häufig sind Strukturen zu beobachten, bei welchen die Verwaltungsgesellschaft (oder die gemischte Gesellschaft) zwischen wirtschaftlich verbundene juristische oder natürliche ausländische Personen geschaltet wird. Die inländischen Verwaltungsgesellschaften dienen den ausländischen Konzernen auf diese Weise als Drehscheibe der Wirtschaftsbeziehungen zum Ausland (PIERRE-ALAIN LOOSLI, Les sociétés holding et de domicile dans la perspective de l'harmonisation fiscale, in: StR 50/1995 S. 312 ff., insb. 321; JAKOB RÜTSCHE, Die Besteuerung von Verwaltungsgesellschaften, in: StR 51/1996 S. 107 ff., insb. 108; REICH, a. a. O., § 23 N. 21; RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a. a. O., N. 3 zu § 74 StG/ZH). Wohl in der Mehrzahl der Fälle wird die Verwaltungsgesellschaft daher neben den inländischen Verwaltungs- auch ausländischen Geschäftstätigkeiten nachgehen (zumeist in der Form des Ausland/Ausland-Geschäfts; dazu RAINER ZIGERLIG/MATHIAS OERTLI/HUBERT HOFMANN, Das St. Gallische Steuerrecht, 7. Aufl. Muri bei Bern 2014, III. Teil N. 405; OBERSON, a. a. O., § 12 N. 28; MARCO GRETER, Besteuerung von Holding-, Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaften sowie neu eröffneter Unternehmen, in: StR 52/1997 S. 157 ff., insb. 172; RÜTSCHE, a. a. O., S. 111; LOOSLI, a. a. O., S. 323). Die in der Praxis verbreitet anzutreffende ausländische Geschäftstätigkeit erlaubt allerdings keinen abschliessenden Rückschluss auf ein dem Tatbestand innewohnendes Erfordernis.