Citation: 1P.586/2006 21.02.2007 E. B

In ihrer Anzeige wirft die Geschädigte dem Beschuldigten sinngemäss vor, anlässlich der Erstoperation vom 6. Februar 1995 das Kreuzband falsch positioniert und trotz Kenntnis dieses Umstandes keine entsprechenden Massnahmen ergriffen zu haben. Dies habe zu einer erheblichen und irreparablen Schädigung des Kniegelenks geführt. Mit seiner Passivität habe der Beschuldigte Behandlungsfehler vertuschen wollen. Zudem habe er sie einer nicht unerheblichen gesundheitlichen Gefährdung ausgesetzt, indem er ihr trotz ihrer Magenbeschwerden und ohne jegliche Diagnosestellung zahlreiche Medikamente verschrieben habe.