Citation: 2C_159/2024 E. 4.1

4.1. Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistet den Anspruch auf rechtliches Gehör. Dieses umfasst als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 149 I 153 E. 2.2). Es dient auf der einen Seite der Sachaufklärung, auf der anderen Seite stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht dar (BGE 148 II 73 E. 7.3.1; 142 I 86 E. 2.2; 140 I 99 E. 3.4). Als Teilaspekt von Art. 29 Abs. 2 BV trifft die Behörde eine Begründungspflicht. Sie muss wenigstens kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sie sich hat leiten lassen (BGE 142 I 135 E. 2.1; 138 I 232 E. 5.1). Umfang und Dichte der verfassungsrechtlich geforderten Begründung richten sich nach den Umständen des Einzelfalls (STEINMANN/SCHINDLER/WYSS, in: Die schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 4. Aufl. 2023, N. 65 zu Art. 29 BV; vgl. BGE 142 I 135 E. 2.1 [hohe Anforderungen an die Begründungsdichte bei Haftentscheiden]; DANG/NGUYEN, in: Commentaire romand, Constitution fédérale, 2021, N. 113 zu Art. 29 BV). Der Entscheid über eine Parteientschädigung ist nach der Rechtsprechung nicht zwingend zu begründen, solange sich die Behörde im Rahmen eines bestehenden Tarifs oder innerhalb vorgegebener Minimal- und Maximalbeträge bewegt. Hingegen fordert Art. 29 Abs. 2 BV eine Begründung, wenn die Behörde von einer eingereichten Kostennote abweicht und eine Parteientschädigung zuspricht, welche nicht der üblichen Praxis entspricht (BGE 139 V 496 E. 5.1; Urteile 2C_589/2022 vom 23. November 2022 E. 4.3; 2C_192/2021 vom 30. Juni 2021 E. 3.1).