Citation: 5A_361/2023 E. A

A.a. C.A.________ (geb. xx.xx.2016) ist der Sohn der unverheirateten und seit Mai 2019 getrennt lebenden A.________ (Mutter) und B.A.________ (Vater). A.b. Am 15. November 2019 ersuchte C.A.________, gesetzlich vertreten durch seine Mutter, (vorab vorsorglich) das Kreisgericht Rheintal darum, seinen Vater zur Leistung von Unterhaltsbeiträgen zu verpflichten und die übrigen Kinderbelange zu regeln. A.c. Im darauf folgenden Massnahmeverfahren einigten sich die Parteien über die Obhutszuteilung an die Mutter, eine Besuchs- und Ferienregelung für den Vater und die Durchführung einer interventionsorientierten sozialpädagogischen Abklärung der Situation von C.A.________ im Hinblick auf seine künftige Betreuung. Mit vorsorglichem Entscheid vom 12. März 2020 bestätigte das Kreisgericht diese Teilvereinbarung und erteilte mit Einverständnis der Parteien der D.________ AG den Auftrag, "eine interventionsorientierte sozialpädagogische Abklärung für die Dauer von längstens sechs Monaten durchzuführen, welche sich zu folgenden Fragen bzw. Themen äussert: - Abklärung der tatsächlichen Situation von C.A.________ (...) mit Blick auf dessen Entwicklung in familiärer, schulischer und sozialer Hinsicht. In dieser Aufgabenstellung enthalten ist auch die Abklärung der Erziehungsfähigkeit der Eltern sowie ihrer Betreuungsmöglichkeiten unter Einbezug ihrer Ressourcen. - Interventionsorientierte Erarbeitung einer möglichst kindgerechten Organisation der künftigen Betreuung von C.A.________; entsprechende Empfehlung (inkl. künftiger Wohnsitz von C.A.________). - Empfehlung zu allfällig nötigen Kindesschutzmassnahmen. - Weitere sachdienliche Hinweise" (Dispositivziffer 3 des Entscheids des Kreisgerichts Rheintal vom 12. März 2020, act. 10). Schliesslich verpflichtete das Kreisgericht den Vater zur Zahlung von Unterhaltsbeiträgen an C.A.________. Der Entscheid erwuchs in Rechtskraft. A.d. Auf Gesuch des Vaters hin und nachdem die Sozialpädagogin E.________ von der D.________ AG den Abklärungsbericht vom 1. Juli 2020 (nachstehend Abklärungsbericht D.________ AG) eingereicht hatte, änderte das Kreisgericht den obgenannten Entscheid am 28. August 2020 in Bezug auf die Obhuts- und Besuchsregelung wie folgt ab: Bei Wohnsitz der Mutter in der Schweiz soll C.A.________ unter die gemeinsame Obhut der Eltern, bei Wohnsitz der Mutter im Ausland soll er unter die alleinige Obhut des Vaters gestellt werden. In beiden Fällen erklärte das Kreisgericht den Wohnsitz von C.A.________ beim Vater. Ferner errichtete es für das Kind eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und Abs. 2 ZGB. Dieser Entscheid erwuchs ebenfalls in Rechtskraft. A.e. Ende 2020 wies der Vater das Kreisgericht darauf hin, dass die Mutter nach Deutschland gezogen sei und C.A.________ oft im Kindergarten fehle. Anfang 2021 wies auch die Beiständin das Gericht darauf hin, dass die Mutter im November und Dezember 2020 C.A.________ oftmals im Kindergarten abgemeldet habe. Das Kreisgericht stellte daraufhin fest, dass die Mutter per 22. Januar 2021 ihren Wohnsitz nach U.________/V.________ (Deutschland) verlegt und C.A.________ zu sich nach Deutschland genommen hatte. A.f. Mit Beschluss vom 18. April 2021 verpflichtete das Amtsgericht Dresden die Mutter, C.A.________ in die Schweiz zurückzuführen. Die gegen diesen Entscheid von der Mutter eingereichte Beschwerde wies das Oberlandesgericht Dresden mit Entscheid vom 31. Mai 2021 zurück. Im Juni 2021 erfolgte die Rückführung von C.A.________. A.g. Anschliessend setzte das Kreisgericht eine Kindesvertreterin ein und beauftragte Frau lic. F.________ vom G.________ für das Kind, in einem kindgerechten Prozess C.A.________ betreffend seiner Wünsche und Bedürfnisse hinsichtlich seiner künftigen Betreuung anzuhören und gestützt darauf sowie einer Analyse der Aktenlage eine Empfehlung hinsichtlich einer möglichst kindgerechten Organisation der künftigen Betreuung von C.A.________ (inkl. Wohnsitz) auszusprechen. Mit Bericht vom 25. Februar 2022 (nachstehend Bericht G.________) kam das Institut dem Auftrag nach. Mit Eingabe vom 11. März 2022 nahm es zu ergänzenden Fragen des Vaters Stellung. A.h. Am 21. Juni 2022 fällte das Kreisgericht, soweit hier interessierend, den folgenden Entscheid: Es teilte den Eltern die gemeinsame elterliche Sorge über C.A.________ zu, stellte das Kind in die alleinige Obhut des Vaters, bei dem es seinen Wohnsitz erklärte, und regelte das Besuchsrecht der Mutter. Den Vater erklärte es für unterhaltsverpflichtet bis zur Volljährigkeit oder zum Abschluss einer angemessenen Ausbildung von C.A.________. Die Erziehungsgutschriften rechnete es ab 1. Januar 2022 dem Vater an. Die Beistandschaft erklärte es weiterzuführen. Der unentgeltlichen Rechtsvertreterin der Mutter sprach es Fr. 6'659.55 zu.