Citation: 2C_880/2018 E. 4.5.5

4.5.5. Die von der Beschwerdeführerin und ihren Gegenparteien gewählte Ausgestaltung trägt in objektiver und in subjektiver Hinsicht die Merkmale einer Gewinndurchlaufregelung gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. l DBA CH-GB (i.d.F. des Protokolls 2007). Der mit der gewählten vertraglichen Ausgestaltung beabsichtigte Abkommensvorteil - die Rückerstattung der Verrechnungssteuer gestützt auf Art. 10 Abs. 2 lit. b DBA CH-GB - war nur erhältlich, wenn die Beschwerdeführerin zur Absicherung der Ausgleichungspflicht aus den Derivatverträgen die zugrundeliegenden Aktien erwerben und diese Position nicht über andere Derivatkontrakte absichern würde. Dies ist als starkes Indiz dafür zu werten, dass die Beschwerdeführerin nach übereinstimmendem Parteiwillen die Schweizer Aktien erwerben sollte.