Citation: 6B_1370/2021 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz hält einleitend fest, es sei unbestritten, dass die Beschwerdeführerin in einer leichten Rechtskurve die Gegenfahrbahn überquert habe, eine kurze Strecke auf der neben der Fahrbahn verlaufenden Steinborte gefahren sei, anschliessend die von links einmündende Seitenstrasse überquert habe und in einen Betriebswegweiser geprallt sei, worauf ihr Fahrzeug zum Stillstand gekommen sei. Sie führt weiter aus, die Zeugen B.________ und C.________ hätten übereinstimmend ausgesagt, sie hätten gesehen, wie die Beschwerdeführerin ohne erkennbaren Grund, ohne heftige Lenkbewegung sowie in konstanter Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn gefahren und dann linksseitig ab der Strasse gekommen und schliesslich mit dem Betriebswegweiser kollidiert sei. Die Zeugen stünden in keiner persönlichen Beziehung zur Beschwerdeführerin und es sei kein Motiv für eine Falschbelastung ersichtlich. Sie würden sich auch gegenseitig nicht kennen, sondern hätten lediglich an der gleichen Geburtstagsfeier teilgenommen. Die Aussagen der Zeugen stimmten in wesentlichen Punkten überein und wiesen verschiedene Realitätskriterien auf. So werde etwa auch Unwichtiges geschildert und seien die Aussagen detailliert sowie mit zusammenhängenden Eindrücken unterlegt. Auch seien die Schilderungen nicht unnötig belastend. Die Aussagen würden ausserdem in zahlreichen Punkten, wie Verkehrsaufkommen, Strassen- und Sichtverhältnisse, Witterung oder Fahrgeschwindigkeit, mit denjenigen der Beschwerdeführerin sowie mit den Wahrnehmungen der Polizeibeamten übereinstimmen. Die Zeugen hätten sich auf einer Terrasse mit Sicht auf die Strasse in einer Entfernung von etwa 10 bis 20 Meter befunden. Die Strasse sei beleuchtet gewesen und es hätten gute Sichtverhältnisse geherrscht. Die Zeugen hätten zumindest den letzten Streckenteil bis und mit Unfallendlage gut wahrnehmen können. Die Erinnerungen der Zeugen erschienen daher zuverlässig und ihre Aussagen glaubhaft (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.5 und 3.5.2 S. 6 ff.). Demgegenüber überzeuge die Schilderung der Beschwerdeführerin nicht, wonach sie, um einem Stein auszuweichen, das Lenkrad herumgerissen und gebremst habe, aber ihren Wagen nicht mehr habe einfangen können. Dass Steine auf der Strasse gelegen hätten und weder den ausgerückten Polizeibeamten noch den zu Hilfe geeilten Zeugen aufgefallen wären, sei umso unwahrscheinlicher, als die Beschwerdeführerin behauptet habe, es seien mehrere Steine gewesen und zumindest ein Stein sei so gross gewesen, dass er ihr die vordere "Schütze" (recte: Schürze) komplett abgerissen hätte, wenn sie darübergefahren wäre. Hinzu komme, dass die Aussagen der Beschwerdeführerin betreffend Steine auf der Fahrbahn inkonsistent seien. So habe sie teilweise von mehreren Steinen und teilweise von nur einem Stein gesprochen. Ebenso habe sie zur Grösse der Steine unterschiedliche Angaben gemacht. Ihre bei der Staatsanwaltschaft deponierte Behauptung, es hätten sich Steine auf der Höhe der Steinrabatte auf der Fahrbahn befunden, könne zudem anhand der Fotodokumentation widerlegt werden. Schliesslich sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdeführerin nicht bereits vor Ort die Polizeibeamten auf die Steine hingewiesen habe. Nicht glaubhaft bzw. unwahrscheinlich sei des Weiteren, dass die erfahrene Autolenkerin bei guter Sicht auf einer fast geraden und normal breiten Fahrspur mit einer Geschwindigkeit von ca. 50 km/h den angeblichen Stein nicht so habe umfahren und nicht so habe abbremsen können, dass sie auf der Fahrbahn geblieben und es nicht oder zumindest nicht zu einer derart massiven Kollision gekommen wäre. Nicht nur das konkrete Unfallgeschehen, d.h. das Abkommen von der Fahrbahn auf einem anspruchslosen Strassenabschnitt, welcher der Beschwerdeführerin gut bekannt gewesen sei, sondern auch die weiteren Umstände (Unfall mitten in der Nacht und kurz vor der Ankunft am Ziel; allein unternommene Fahrt am Schluss eines langen Arbeitstages, nach mehr als 18 stündiger Wachzeit und nach einem Essen) entsprächen einer typischen Situation eines Einschlafunfalls. Laut Vorinstanz bestünden daher insgesamt keine relevanten Zweifel daran, dass die Beschwerdeführerin am Steuer eingeschlafen sei und sich der Unfall wie im Strafbefehl umschrieben ereignet habe (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.5.3 ff. S. 8 ff.).