Citation: 6B_1299/2020 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt eine fehlerhafte Anwendung von Art. 146 StGB. Es liege keine Arglist vor. Vielmehr hätte sich der Beschwerdegegner 2 mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit durch Überprüfung der falschen Angaben selber schützen können. Der geschäftserfahrene Beschwerdegegner 2 hätte zwingend Abklärungen treffen müssen. Spätestens nach der zweiten oder dritten Zahlung sei das Vorliegen eines Minimums an zumutbarer Vorsicht zu verneinen. Der Beschwerdegegner 2 müsse sich seine Verantwortung als Opfer anrechnen lassen. Das Verhalten des Beschwerdeführers müsse zwar als dreist bezeichnet werden. Es entspreche aber exakt einem Enkeltrickbetrug, mit dem entscheidenden Unterschied, dass einerseits nicht eine geistig verwirrte oder senile Person betroffen gewesen sei, sondern eine voll im Leben stehende, sozial eingebettete, geschäftstätige Persönlichkeit im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte, und andererseits immer wieder, über einen geraumen Zeitraum von knapp einem Jahr, Geldzahlungen erfolgt seien.