Citation: 4A_289/2021 E. 5.2

5.2. Dagegen bringen die Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz verkenne den Zweck des Verfahrens vor der Schlichtungsbehörde und die damit einhergehende notwendige Toleranz für eine gewisse verfahrensrechtliche Unbedarftheit, zumal die Parteien vor der Schlichtungsbehörde oftmals - wie vorliegend auch - nicht anwaltlich vertreten seien. Der Irrtum des Beschwerdeführers über den Zeitpunkt der Schlichtungsverhandlung, der unter anderem auch durch die - zumindest für einen Laien - durchaus verwirrende Ansetzung von zwei Schlichtungsverhandlungen direkt nacheinander zwischen denselben Parteien verursacht worden sei, müsse als Entschuldigungsgrund für eine Wiederherstellung nach Art. 148 ZPO ausreichen. In der Lehre werde auch erklärt, dass für die Wiederherstellung nach Art. 148 ZPO keine hohen Anforderungen zu stellen seien. So müssten auch Eigenfehler wie ein falscher Agendaeintrag oder sonstige Terminfehler entschuldigt werden können. Die Vorinstanz weiche von diesen in der Lehre anerkannten Grundsätzen in Bezug auf die Entschuldigungsgründe ab und setze damit willkürlich hohe Anforderungen an die Entschuldigungsgründe nach Art. 148 ZPO.