Citation: 6B_279/2024 E. 2.1

2.1. Sie macht im Wesentlichen geltend, es lägen entgegen der Vorinstanz genügend Hinweise für eine Inkaufnahme ihrer schweren psychischen Verletzung durch die Beschwerdegegner 2 und 3 vor. Sie verweist dazu zunächst auf die Tathandlungen, d.h. die Intensität der Übergriffe und den aufgebauten massiven psychischen Druck, angesichts dessen sich aus dem Fehlen physischer Gewalt nichts ableiten lasse. Wer eine Primarschülerin zu einem reinen Lustobjekt degradiere, nur um eigene Unterwerfungsfantasien auszuleben, müsse sich der möglichen fatalen Folgen für das Opfer bewusst sein. Die Wahrscheinlichkeit eines schweren psychischen Schadens dränge sich geradezu auf und insbesondere der Beschwerdegegner 2 habe es offensichtlich "darauf ankommen lassen". Weiter hebt sie hervor, dass ein schwerer Fall von Kindesmisshandlung in Belgien und dessen Folgen in der Familie eingehend diskutiert worden sei und der Beschwerdegegner 2 zu Beginn der Untersuchungshaft zudem einen Brief verfasst habe, in dem er schreibe, es fehlten ihm die Worte für das, was sie getan hätten, das verursachte Leid sei "unvorstellbar". Das zeige, dass der gut gebildete und intelligente Beschwerdegegner 2 nicht ernsthaft geglaubt haben könne, sexuelle Handlungen mit seiner Tochter hätten keinen gravierenden Einfluss auf deren psychische Gesundheit. Hinzu komme, dass der Beschwerdegegner 2 laut Angaben im über ihn erstellten Gutachten eine Liste mit sexuellen Praktiken und Ideen angefertigt habe (z.B. "Akzeptieren, dass Frauen im Allgemeinen und du im speziellen wirklich nur ein Objekt bist ohne Rechte, dies wirklich akzeptieren" sowie "A.B.________ dazu bringen, dass sie ab Februar als Nutte brauchbar sein soll und ich ihr Zuhälter sein werde"). Das zeige überdeutlich, dass er sie entgegen ihrer Akzeptanz in seine sexuellen Praktiken habe einbinden, sie zu einem Objekt ohne jegliche Rechte habe degradieren und damit bewusst eine Verletzung ihrer psychischen Integrität habe herbeiführen wollen. Ein eventualvorsätzliches Handeln sei daher zu bejahen.