Citation: 7B_229/2022 E. 2.3

2.3. Den Vorwürfen der mehrfachen Schändung (Art. 191 StGB) und der mehrfachen sexuellen Handlung mit einem Kind (Art. 187 Ziff. 1 StGB) liegt folgender vorinstanzlich verbindlich festgestellter Sachverhalt zugrunde: Der Beschwerdegegner hat sich an zwei verschiedenen Tagen dicht hinter die in seitlicher Lage schlafende damals 11- bzw. 13-jährige B.________ gelegt und sie im Intimbereich über ihrer Kleidung berührt. Die Berührungen waren weder sehr oberflächlich noch von ganz kurzer Dauer. Der Beschwerdegegner drang mit den Fingern nicht in B.________ ein und wendete keine Gewalt an. B.________ wurde durch die Berührungen wach, worauf der Beschwerdegegner aufhörte. Der Beschwerdegegner ist Stiefvater und damit Bezugsperson von B.________. Weiter hat der Beschwerdegegner B.________ gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen sexuell belästigt und den Tatbestand von Art. 198 Abs. 2 StGB mehrfach erfüllt, indem er ihr WhatsApp- und Signal-Chatnachrichten geschickt hat. Er habe ihr geschrieben, "sie hätte schöne Träume gesehen, wenn sie nicht aufgewacht wäre, und er hätte nicht in sie rein ejakuliert, dies würde er nur mit seiner [recte: ihrer] Mutter machen". Er habe ihr weiter geschrieben, "dass sie in seinen Träumen sei und er sie schlecken würde" bzw. er habe ihr Unterwäsche mit den Aufschriften "Touch me" und "Fuck me" geschenkt. Betreffend den Vorwurf der Pornografie nach Art. 197 Abs. 1 StGB geht die Vorinstanz davon aus, dass der Beschwerdegegner B.________ zwischen dem 1. Mai 2016 und dem 4. März 2018 zu einem nicht näher bestimmbaren Zeitpunkt in Menziken ein Video gezeigt habe, auf welchem eine Frau den Penis eines Mannes in den Mund nehme. Der Beschwerdegegner habe das Video geöffnet und sofort wieder geschlossen, nachdem B.________ ihn dazu aufgefordert habe.