Citation: 8C_172/2023 E. 3

Die Vorinstanz hat festgehalten, Dr. med. B.________, Oberärztin in der Entwicklungspädiatrie des Spitals C.________, habe in ihren Berichten eine Spracherwerbsstörung sowie eine Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung diagnostiziert. Die Frage der IV-Stelle, ob der Beschwerdeführer an einem Geburtsgebrechen leide, habe sie ausdrücklich verneint. Das kantonale Gericht hat weiter dargelegt, dass Dr. med. D.________, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), die Berichte von Dr. med. B.________ sowie die übrigen Akten am 18. Februar 2022 eingehend gewürdigt, den Beschwerdeführer persönlich untersucht, entsprechende Tests durchgeführt und die Eltern befragt habe. Der RAD habe anhand des von ihm sorgfältig erhobenen medizinischen Sachverhaltes mit einer überzeugenden Begründung aufgezeigt, dass der Beschwerdeführer an einer Spracherwerbsstörung sowie an einem ADHS gelitten habe. Dies decke sich mit der von Dr. med. B.________ gestellten Diagnose. Das bedeute aber nicht, dass der Beschwerdeführer an einem Geburtsgebrechen gemäss Ziffer 404 aGgV Anhang bzw. Ziffer 404 GgV-EDI Anhang leiden würde, so die Vorinstanz. Sowohl die behandelnde Fachärztin Dr. med. B.________ als auch Dr. med. D.________ vom RAD hätten unmissverständlich festgehalten, dass das beim Beschwerdeführer diagnostizierte ADHS nicht als ein Geburtsgebrechen im Sinne der Ziffer 404 aGgV Anhang bzw. Ziffer 404 GgV-EDI Anhang zu qualifizieren sei.