Citation: 9C_507/2020 E. 3.3.2

3.3.2. Der Beschwerdeführer macht ein Valideneinkommen von Fr. 91'562.- (eventualiter von Fr. 73'869.-) geltend, wofür er sich auf Kompetenzniveau 3 (eventualiter 2) des Wirtschaftszweiges 41-43 (Baugewerbe) der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2016 stützt. Dass die Vorinstanz Kompetenzniveau 1 beigezogen habe, trage seiner bisherigen Tätigkeit als selbstständiger Plattenleger nicht Rechnung. Die IV-Stelle habe in ihrer Verfügung vom 31. Juli 2014 zu Recht noch Anforderungsniveau 3 beigezogen. 3.3.2.1. Der Versicherte hat nach der Schule keine Ausbildung, insbesondere auch nicht eine Lehre als Plattenleger, absolviert und sich im September 2011, nachdem er ab Mai 2011 Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezogen hatte, als Allrounder selbstständig gemacht (50 % Platten legen, 30 % Gartenbau, 5 % Transport, 15 % Bürotätigkeit). Dabei zeigen der IK-Auszug, die Erfolgsrechnung seiner Einzelfirma und die in den Akten der Arbeitslosenversicherung verzeichneten Zwischenverdienste, dass sein in der Vergangenheit erzieltes Einkommen stets weit unter dem von der Vorinstanz aufgrund von Kompetenzniveau 1 ermittelten Validenlohn von Fr. 68'841.- lag, so dass dieser Wert als grosszügig bemessen erscheint. 3.3.2.2. Dass der Beschwerdeführer ein Abstellen auf das übernächste, zweithöchste Kompetenzniveau 3 damit zu begründen versucht, dass die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 31. Juli 2014 Anforderungsniveau 3 beigezogen habe, geht schon deshalb fehl, weil Anforderungs- (bis LSE 2010) und Kompetenzniveau (ab LSE 2012) nicht übereinstimmen (vgl. zum Serienbruch: BGE 142 V 178). So oder anders scheint beim Versicherten mit Blick auf die Ausbildung, die bisherige Tätigkeit und den dabei erzielten Lohn das unterste Niveau (Kompetenzniveau 1 bzw. vormals Anforderungsniveau 4) angemessen. 3.3.2.3. Die vorinstanzliche Ermittlung des Valideneinkommens verletzt damit kein Bundesrecht.