Citation: 6B_446/2017 E. 2.1

2.1. Die Staatsanwaltschaft verweigerte die Ausrichtung einer Entschädigung gemäss Art. 429 StPO mit der Begründung, dass die Forderung nicht im Verfahren geltend gemacht worden sei, auf welche sie sich beziehe. Rechtsanwalt C.________ habe sich in den zu beurteilenden Verfahren (MU1 15 1074 und MU1 15 4659) nie als Rechtsvertreter der Beschwerdeführer konstituiert. Die geltend gemachte Forderung stütze sich auf das Verfahren MU1 15 905, welches noch pendent sei. Im vorinstanzlichen Verfahren machten die Beschwerdeführer geltend, die Situation sei für sie verwirrend, da es fünf verschiedene Verfahrensnummern gebe, obwohl nur eine Strafanzeige bekannt sei. Durch die unzähligen und unbekannten Verfahrensnummern würden sie ihren Anspruch auf rechtliches Gehör nicht wahrnehmen können, zumal sie nicht wüssten, welcher Straftaten sie beschuldigt würden und welchen Anspruch auf Entschädigung sie allenfalls hätten. Deshalb sei die Staatsanwaltschaft anzuweisen, sie über die diversen Strafverfahren aufzuklären. In einem weiteren Schritt sei dann über den Anspruch auf Entschädigung zu verfügen. Die Vorinstanz erachtet die Erwägungen der Staatsanwaltschaft als zutreffend. Sie weist insbesondere darauf hin, dass sich die eingereichte Honorarnote auf das Verfahren MU1 15 905 beziehe; allfällige Missverständnisse, die sich daraus ergeben könnten, dass sich der Rechtsvertreter im Rubrum seiner Honorarnote geirrt haben könnte, hätten die Beschwerdeführer selber zu verantworten. Überdies sei das Verfahren MU1 15 905, in welchem die geltend gemachte Forderung offenbar begründet worden sei, noch pendent. Demnach hätten die Beschwerdeführer immer noch die Möglichkeit, eine Entschädigung in jenem Verfahren zu verlangen.