Citation: I 570/02 19.03.2003 E. 3

Der Vorinstanz ist auch darin beizupflichten, dass der Beschwerdeführer mit einer zumutbaren Tätigkeit selbst ohne Umschulung ein dem Verdienst als Gerüstmonteur gleichwertiges Einkommen zu erzielen vermöchte. 3.1 Nach den Angaben des früheren Arbeitgebers hätte der Beschwerdeführer als Gerüstmonteur im Jahr 1999 einen Verdienst von Fr. 52'650.- (4050.- x 13) erzielt. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 1,9 % (Bundesamt für Statistik, Lohnentwicklung 2001, S. 32, Tabelle T1.1.93, Nominallohnindex Männer, Baugewerbe) ergibt sich für das Jahr 2000 (Beginn der streitigen beruflichen Massnahme) ein Jahreseinkommen von Fr. 53'650.-. Demgegenüber belief sich gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2000 der monatliche Bruttolohn (Zentralwert) für die im Bereich Dienstleistungen (privater und öffentlicher Sektor) beschäftigten Männer, welche einfache und repetitive Arbeiten (Anforderungsniveau 4) verrichten, auf Fr. 4235.- (S. 41 Tabelle TA7) bei einer standardisierten wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden. Umgerechnet auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft, 2001 Heft 12, S. 80, Tabelle B 9.2) resultiert ein Jahreseinkommen von Fr. 53'107.-, was in etwa dem mit der früheren Tätigkeit als Gerüstmonteur erzielbaren Einkommen entspricht. Ein noch höheres Einkommen ergibt sich, wenn auf die Bereiche "Sekretariats- und Kanzleiarbeiten" (Medianlohn Fr. 4838.- im Monat) oder "Andere kaufmännisch-administrative Tätigkeiten" (Fr. 5047.-) abgestellt wird. Dass der Beschwerdeführer ein Einkommen in dieser Grössenordnung zu erzielen vermöchte, haben auch die Abklärungen der Berufsberatung der IV-Stelle ergeben. Nach den Salärempfehlungen des Schweizerischen Kaufmännischen Verbandes (SKV) gilt für eine Bürotätigkeit mit eher einfachen Aufgaben und begrenzter Autonomie (Stufe B) ein Lohn von Fr. 54'780.-, wobei im vorliegenden Fall zusätzlich das höhere Lohnniveau im Kanton Zürich zu berücksichtigen wäre. Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer wegen des Gesundheitsschadens keine Erwerbseinbusse von mindestens 20 % erleidet, weshalb die streitige berufliche Massnahme nicht zu Lasten der Invalidenversicherung geht. 3.2 An diesem Ergebnis vermögen die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu ändern. Zu der vom Beschwerdeführer für den Gesundheitsfall geltend gemachten Berufskarriere vom Gerüstmonteur zum Chefmonteur und Projektleiter hat die Verwaltung nähere Abklärungen getroffen, welche ergaben, dass eine solche Karriere wohl möglich gewesen wäre, jedoch nicht konkret geplant war und von der erfolgreichen Absolvierung einer zusätzlichen Ausbildung abhängig gewesen wäre. Auch wenn die Leistungen des Beschwerdeführers als Gerüstmonteur vom Arbeitgeber als gut beurteilt wurden, ist fraglich, ob er die genannten Berufsziele mit der erforderlichen überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b, 125 V 195 Erw. 2, je mit Hinweisen) erreicht hätte. Wie es sich damit verhält, kann indessen offen bleiben. Zwar hat die Beurteilung der annähernden Gleichwertigkeit der Tätigkeiten nicht allein auf Grund eines auf den aktuellen Zeitpunkt beschränkten Einkommensvergleichs zu erfolgen; vielmehr ist auch die künftige Einkommensentwicklung mit zu berücksichtigen und ist die Gleichwertigkeit nur dann zu bejahen, wenn auch die beiden Ausbildungen (und die damit verbundene künftige Entwicklung der erwerblichen Möglichkeiten) einen einigermassen vergleichbaren Wert aufweisen (BGE 124 V 111 f. Erw. 3b mit Hinweisen). Dies ist im vorliegenden Fall jedoch anzunehmen. Die geltend gemachte berufliche Entwicklung als Gerüstmonteur hätte der Beschwerdeführer nur mit einer entsprechenden Weiterbildung erreichen können. Gleichwertige Möglichkeiten hätten ihm angesichts seiner Kenntnisse und Fähigkeiten aber auch bei einer Tätigkeit im administrativen oder kaufmännischen Bereich offen gestanden, wie schon im Bericht des Berufsberaters der IV-Stelle vom 28. Februar 2001 festgestellt wurde. Eine Leistungspflicht der Invalidenversicherung für die vom Versicherten selbst gewählte Ausbildung an der Hotelfachschule lässt sich daher auch mit einer fehlenden Gleichwertigkeit der ihm ohne berufliche Eingliederungsmassnahmen offen stehenden Tätigkeiten im Dienstleistungsbereich nicht begründen.