Citation: 2C_364/2023 E. A

A.________ (geb. 1970) ist nordmazedonischer Staatsangehöriger und kam erstmals 1988 als Saisonnier in die Schweiz. Im Jahr 1991 wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt; seit Dezember 1998 verfügt er über eine Niederlassungsbewilligung. Im Mai 1997 heiratete A.________ eine Schweizer Staatsangehörige. Aus dieser Beziehung gingen drei Kinder hervor (geb. 1994, 1997 sowie 1998). Die Ehe wurde im Februar 2007 geschieden. Im Jahr 1998 schied A.________ aus dem Arbeitsprozess aus und war in der Folge nach eigenen Angaben als Hausmann beschäftigt. Zwischen 2006 und 2014 bezog A.________ Sozialhilfe in der Höhe von insgesamt Fr. 226'936.65. In den Jahren 2002, 2006 und 2014 wurden Anträge von A.________ auf Leistungen der Invalidenversicherung abgewiesen. Am 19. November 2015 bestanden gegen A.________ eine Betreibung in der Höhe von Fr. 23'104.-- und Verlustscheine von insgesamt Fr. 94'784.50. Am 30. September 2019 war A.________ mit einer eingeleiteten Betreibung und Verlustscheinen im Gesamtbetrag von Fr. 177'147.20 im Betreibungsregister verzeichnet (Art. 105 Abs. 2 BGG). Gemäss Feststellungen im angefochtenen Urteil lagen im Mai 2021 gegen A.________ offene Betreibungen von weit über Fr. 100'000.-- sowie Verlustscheine im Betrag von Fr. 252'925.15 vor. Ab November 2015 thematisierte die Einwohnergemeinde Thun in regelmässigen Schreiben die berufliche und finanzielle Situation von A.________ (25. November 2015; 15. Februar 2016; 25. Juli 2017; 3. Juli 2018). Mit Schreiben vom 14. März 2019 ermahnte sie ihn aufgrund der Schuldensituation und forderte nebst dem Nachweis von Arbeitsbemühungen, die angehäuften Schulden abzubauen und zu verhindern, dass neue entstehen.