Citation: 6S.680/2001 25.01.2002 E. 1

1.- Gemäss Art. 148 Abs. 1 aStGB macht sich des Betrugs schuldig, wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen arglistig irreführt oder den Irrtum eines andern arglistig benutzt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt. a) aa) Der Beschwerdeführer war Direktor der D.________ und der E.________. Beide Unternehmen waren, was A.________ nicht wusste, so genannte "Tausend-Pfund-Gesellschaften", die in London bei einem Sekretariatsdienst domiziliert waren und keinerlei Geschäftstätigkeit entfalteten. Der Beschwerdeführer, der gelernter Elektriker ist, gab bei den Vertragsverhandlungen wahrheitswidrig an, dass er diplomierter Ingenieur sei und dass die D.________ schon fünf Schiffe gebaut habe. Der Beschwerdeführer brachte durch seine Angaben im Rahmen der Vertragsverhandlungen sowie durch den Abschluss des Vertrags am 15. März 1989 gegenüber dem Geschädigten zum Ausdruck, dass er bzw. die D.________ gewillt und in der Lage sei, die vom Geschädigten bestellte Yacht zu liefern. In Tat und Wahrheit war der Beschwerdeführer bzw. sein Unternehmen dazu nach den Ausführungen der Vorinstanz von vornherein weder willens noch fähig. Der Beschwerdeführer täuschte somit dem Geschädigten den Willen und die Fähigkeit zur Erfüllung des Vertrags betreffend die Lieferung der Yacht vor. bb) Ein Check darf nur ausgestellt werden, wenn der Aussteller beim Bezogenen ein Guthaben besitzt (Art. 1103 Abs. 1 OR). Der vom Beschwerdeführer am 15. März 1989 als vorläufige Sicherheit übergebene Check konnte vom Geschädigten bis Ende 1989 bzw. bis zur allfälligen vorgängigen Beibringung der nach wie vor zugesicherten Bankgarantie jederzeit bei der bezogenen Bank zur Zahlung vorgelegt werden. Durch die Übergabe des Checks als vorläufige Sicherheit brachte der Beschwerdeführer zum Ausdruck, dass der Check bei Vorlage zur Zahlung während dieser Zeit honoriert werde, dass der Check mit andern Worten gedeckt sei, sei es, weil der Beschwerdeführer ein entsprechendes Guthaben bei der bezogenen Bank besass, sei es, weil diese die notwendigen Mittel als Darlehen zur Verfügung stellen werde. Diese Behauptung war unwahr. Das Konto des Unternehmens des Beschwerdeführers bei der Crédit Suisse (France) in Monte Carlo war während des ganzen Jahres 1989 entweder überzogen, oder es bestand ein Saldo zu Gunsten des Unternehmens des Beschwerdeführers in bedeutend geringerer Höhe, als zur Deckung des fraglichen Checks erforderlich war. Der Beschwerdeführer täuschte mithin den Geschädigten über den Wert des diesem als Sicherheit für die Anzahlung vorläufig, bis zur Beibringung der zugesicherten Bankgarantie, übergebenen Checks. cc) Der Beschwerdeführer war zudem weder gewillt noch in der Lage, die dem Geschädigten mehrfach zugesicherte Bankgarantie beizubringen. b) Durch diese Täuschungen wurde der Geschädigte in die Irre geführt. Auf Grund seines Irrtums verfügte er über sein Vermögen, indem er erstens den Vertrag unterzeichnete und zweitens die Anzahlung von hfl 1'342'500.-- leistete. Zumindest durch die zweitgenannte Verfügung schädigte er sich am Vermögen, da er für die von ihm geleistete Anzahlung weder die Yacht noch einen Teil davon erhielt und der ihm als Sicherheit übergebene Barcheck mangels Deckung nichts wert war.