Citation: 9C_261/2013 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer hält dagegen, das MEDAS-Gutachten vom 21. Oktober 2011 erfülle die geltenden Beweiswertanforderungen nicht (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232). Es widerspreche in Befund und Folgenabschätzung den übrigen Arztberichten diametral. Die Gutachter der MEDAS setzten sich kaum mit den anderen Meinungen auseinander (Ziff. 2 der Beschwerdeschrift). In diesem Zusammenhang leitet der Beschwerdeführer aus der vorinstanzlichen Schlussfolgerung, die MEDAS-Expertise sei hinsichtlich des Beginns der vollständigen Arbeitsfähigkeit nicht schlüssig, ab, diese sei insgesamt nicht zuverlässig. Das kantonale Gericht hat das Administrativgutachten der MEDAS jedoch - in jedenfalls nicht offensichtlich unrichtiger Weise (vgl. oben E. 1) - zu den übrigen ärztlichen Dokumenten in Beziehung gesetzt und nachvollziehbar dargelegt, weshalb jenem grundsätzlich Beweiskraft zukommt (vgl. angefochtenen Entscheid E. 2.5 f.). Ebensowenig willkürlich ist die vorinstanzliche Betrachtungsweise, wonach die Ende August 2011 infolge einer Herzrhythmusstörung ausgelöste Aktivierung des im Jahr 2006 implantierten ICD-Defibrillators keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit begründe (vgl. angefochtenen Entscheid E. 2.5 S. 12 unten). Auch die Hinweise auf abweichende Schlussfolgerungen namentlich des Kardiologen Prof. S.________ (Ziff. 3 der Beschwerdeschrift) bezüglich der funktionellen Folgen verbieten es nicht, auf die Einschätzung der MEDAS-Gutachter abzustellen. Es ist nicht ersichtlich, dass diese Sachverständigen einen wesentlichen Teil des für die Beurteilung des Leistungsvermögens relevanten Krankheitsbildes verkannt oder aus den erhobenen Befunden unhaltbare, ausserhalb des vertretbaren ärztlichen Ermessens stehende Schlüsse gezogen hätten. Insbesondere trifft nicht zu - wie Prof. S.________ am 21. September 2011 schreibt -, dass das MEDAS-Gutachten unter "völliger Vernachlässigung" des durchgemachten Herzinfarkts im September 2009 im Kosovo gemacht wurde. Dieses Ereignis haben die Gutachter mehrmals erwähnt und gewürdigt (S. 5, 7 und 23 des Gutachtens). Die Koronarographie vom 26. Januar 2011 erwähnt das Gutachten in der Tat nicht. Doch wird vom behandelnden Kardiologen nicht dargelegt und ist nicht ersichtlich, inwiefern die Resultate dieser Untersuchung die Einschätzung der Gutachter zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in Frage zu stellen vermag. Anderseits ist weder dem Bericht des Universitätsspitals X.________ vom 1. November 2010 noch den Stellungnahmen des Prof. S.________ zu entnehmen, weshalb die Auswirkungen des therapierten kardiologischen Leidens selbst eine körperlich nicht belastende Arbeit nur zu einem halben Pensum zulassen sollten. Unter diesen Umständen hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, als sie erkannt hat, weitere Abklärungen drängten sich nicht auf (vgl. Ziff. 4 der Beschwerdeschrift). Auch das Argument, weder die relativ kurze Zeit zwischen den beiden Untersuchungen (durch Universitätsspital X.________ und MEDAS) noch die im Bericht der Kardiologie am Universitätsspital X.________ zur Diskussion gestellten Komorbiditäten vermöchten die Diskrepanzen überzeugend zu erklären (Ziff. 5 der Beschwerdeschrift), lässt die vorinstanzlichen Feststellungen nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen. Massgebend hierfür ist vielmehr das unterschiedlich ausgeübte ärztliche Beurteilungsermessen.