Citation: 2C_430/2016 E. 2.2

2.2. Nach Art. 63 Abs. 1 lit. a (in Verbindung mit Art. 62 lit. b) und Art. 63 Abs. 2 AuG kann die Niederlassungsbewilligung auch nach einem - wie hier - länger als 15 Jahre dauernden ununterbrochenen und ordnungsgemässen Aufenthalt in der Schweiz widerrufen werden, wenn der Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Als längerfristig gilt eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr (BGE 135 II 377 E. 4.2 S. 379 ff.). Vorliegend wurde der Beschwerdeführer mit Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 30. Juni 2005 zu einer Gefängnisstrafe von 16 Monaten verurteilt, so dass er einen Widerrufsgrund gesetzt hat. Dass das MIKA mit Verfügung vom 30. Mai 2006 auf einen Bewilligungswiderruf verzichtete und stattdessen aus Gründen der Verhältnismässigkeit (nochmals) eine Verwarnung ausgesprochen hat, bedeutet entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht, dass ein späterer Widerruf erst zulässig wäre, falls eine erneute Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe erfolgen würde: Erfüllt der Betroffene die Erwartungen nicht, welche die Ausländerbehörde mit der nochmaligen Einräumung einer weiteren Chance verbunden hat, so muss letztere abermals eine Gesamtwürdigung der widerstreitenden öffentlichen und privaten Interessen vornehmen, wobei sie auch Umstände miteinbeziehen darf (und muss), die sie beim früheren Entscheid für sich alleine als noch nicht ausreichend für einen Bewilligungswiderruf erachtet hat (Urteil 2C_844/2013 vom 6. März 2014 E. 4.1 f. m.w.H.; 2C_712/2009 vom 12. April 2010 E. 4.3; vgl. auch Urteil 2C_536/2013 vom 30. Dezember 2013 E. 2.5.2 f., nicht publ. in BGE 140 II 129). Die Vorinstanz hat die Massnahme stattdessen auf Art. 63 Abs. 1 lit. b und Art. 63 Abs. 2 AuG gestützt, wonach ein Bewilligungswiderruf u.a. dann möglich ist, wenn der Ausländer in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen oder diese gefährdet hat. Ob (auch) dieser Widerrufsgrund erfüllt ist, kann bei der vorliegenden Sachlage jedoch offen bleiben, zumal wie aufgezeigt jedenfalls eine Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe vorliegt.