Citation: 4A_595/2021 E. 7.4.4

7.4.4. Der Beschwerdeführer beanstandet sodann die vorinstanzlichen Erwägungen hinsichtlich des Zeugen V.________ und der Zeugin W.________. 7.4.4.1. Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer sei der Auffassung, er habe in der Replik dargelegt, dass die Zeugen V.________ und W.________ aus unmittelbarer Wahrnehmung Aussagen zum Verhalten der Parteien betreffend Treuhandschaft machen könnten. Seine Ausführungen seien jedoch völlig unsubstanziiert. Er könne sich nicht mit allgemeinen Ausführungen begnügen, in der Meinung, die Begründung seines Prozessstandpunkts werde sich aus dem Beweisverfahren ergeben. Aber selbst wenn man die Erklärung von V.________ als Parteivorbringen des Beschwerdeführers (und nicht als Beweismittel) betrachten würde, lägen keine hinreichend substanziierten Behauptungen vor. Der Beschwerdegegner sei unbestrittenermassen Eigentümer der Aktien gewesen. Es bleibe daher unklar, was mit "sich als Eigentümer zu verhalten", gemeint sei. Ähnlich verhalte es sich mit der Erklärung der Zeugin W.________. Der Beschwerdeführer verweise in der Replik lediglich auf "relevante Aussagen" einer Zeugin, was keine Beweiserhebung bzw. Beweiswürdigung zulasse. Aber selbst wenn die Erklärung als Parteibehauptung des Beschwerdeführers zugelassen würde, bliebe es dabei, dass damit das Zustandekommen eines Treuhandverhältnisses nicht hinreichend substanziiert sei. 7.4.4.2. Hinsichtlich des Zeugen V.________ zitierte der Beschwerdeführer wörtlich aus einer schriftlichen Erklärung des Zeugens (Affidavit), die er als Beweisurkunde offeriert hat. Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, ist die zitierte Aussage des Zeugen V.________ nicht hinreichend substanziiert. Im Übrigen verfällt die Vorinstanz auch nicht in Willkür, wenn sie festhält, es sei unklar, was mit sich "als Eigentümer verhalten" gemeint sei, da der Beschwerdegegner unbestrittenermassen Eigentümer gewesen sei. Der Vorinstanz ist keine Willkür vorzuwerfen, wenn sie von einer "juristisch-technischen" Definition des Begriffs Eigentum ausgeht. Der Beschwerdeführer macht geltend, der Zeuge V.________ habe gemeint, der Beschwerdegegner habe begonnen, "sich als unbelasteter Volleigentümer aufzuführen". Er tut aber nicht dar, inwiefern sich ein Verhalten als "unbelasteter Volleigentümer" nach aussen wahrnehmbar von einem Verhalten als "[fiduziarischer] Eigentümer" unterscheiden sollte. Auch hinsichtlich der Zeugin W.________ zitierte der Beschwerdeführer in der angegebenen Stelle seiner Replik bloss aus deren schriftlichen Erklärung (Affidavit). Diesbezüglich hielt die Vorinstanz ohne Verletzung von Bundesrecht fest, die Aussage, der Beschwerdeführer habe beschlossen, die E.________ AG für die Privatisierung der C.________ zu nutzen, sei eine zu allgemein und unbestimmt gehaltene Aussage, die überdies kein Treuhandverhältnis belege. Auch die Behauptung, dass der Beschwerdeführer die E.________ AG durch den Beschwerdegegner besessen haben soll, ist - wie die Vorinstanz ohne Verletzung von Bundesrecht festhielt - zu unsubstanziiert. Der Beschwerdeführer übergeht erneut, dass das Beweisverfahren substanziierte Behauptungen voraussetzt (vgl. hiervor E. 7.3.2 in fine). Fehl gehen auch die allgemeinen einleitenden Rügen des Beschwerdeführers, dass die Vorinstanz eine eindeutige Haltung zur Beweistauglichkeit von schriftlichen Zeugenerklärungen, sogenannten Affidavits, vermissen lasse. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben soll, indem sie ausführte, schriftliche Erklärungen würden zwar unter dem Urkundenbegriff fallen, seien als Beweismittel in der Regel aber nicht tauglich und würden eine formelle Zeugeneinvernahme nicht ersetzen (Urteil 5A_723/2017 vom 17. Dezember 2018 E. 7.4.2; vgl. 5A_907/2020 vom 30. März 2021 E. 2.4.1). Entgegen dem Beschwerdeführer verfällt die Vorinstanz auch nicht in Willkür, wenn sie dennoch auf Widersprüchlichkeiten in den Affidavits hinweist.