Citation: 5A_346/2015 E. 3

Vor Bundesgericht ist unbestritten, dass die Liegenschaft "F.________" Errungenschaft des Beschwerdeführers darstellt. Massgebend für den Wert der bei der Auflösung des Güterstandes vorhandenen Errungenschaft ist der Zeitpunkt der Auseinandersetzung (Art. 214 Abs. 1 ZGB; BGE 137 III 337 E. 2.1.2 S. 339). Erfolgt die güterrechtliche Auseinandersetzung im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens, so ist der Tag der Urteilsfällung massgebend (BGE 121 III 149 E. 3a S. 154). Lehre und Rechtsprechung lassen aber Abweichungen von diesem Grundsatz zu, namentlich durch Vereinbarung der Parteien. Die Einigung auf einen anderen Zeitpunkt für die Bewertung kann auch implizit geschehen (Urteil 5C.279/2006 vom 31. Mai 2007 E. 7 mit Hinweisen, in: FamPra.ch 2007 S. 904). Umstritten ist, ob und gegebenenfalls mit welchem Inhalt die Parteien vor erster Instanz eine Prozessvereinbarung bezüglich der Bewertung der Liegenschaft "F.________" abgeschlossen haben.