Citation: 6B_1167/2020 E. 4.4.2

4.4.2. Die Kritik des Beschwerdeführers, wonach auf das Kriterium der Entgeltlichkeit abzustellen sei, verfängt - wie soeben dargelegt (vgl. E. 4.3.3) - bereits deshalb nicht, weil seine Behauptung, unentgeltlich gehandelt zu haben, in tatsächlicher Hinsicht nicht haltbar ist. Im Zusammenhang mit der Beurteilung der Frage, ob eine berufsmässige Vertretung im Sinne von Art. 68 Abs. 2 ZPO ( chapeau) vorlag, gibt die Vorinstanz die diesbezügliche bundesgerichtliche Rechtsprechung aber ohnehin zutreffend wieder, wonach nicht auf das Kriterium der Entgeltlichkeit abzustellen, sondern ausschlaggebend ist, ob ein Vertreter bereit ist, in einer unbestimmten Vielzahl von Fällen tätig zu werden. Darauf kann geschlossen werden, wenn er bereit ist, die Vertretung ohne besondere Beziehungsnähe zum Vertretenen zu übernehmen (BGE 140 III 555 E. 2.3 S. 560). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist der bundesgerichtliche Entscheid - insbesondere die Definition des Begriffs der berufsmässigen Vertretung - vorliegend einschlägig, auch wenn der genannte Leitentscheid kein Strafverfahren betraf. Die Vorinstanz stellt verbindlich fest, dass zwischen dem Beschwerdeführer und dem Ehepaar B.________ keine besondere Beziehungsnähe vorlag. Nicht zu beanstanden sind sodann die vorinstanzlichen Erwägungen in Zusammenhang mit dem Internetauftritt des Beschwerdeführers. Zwar entspricht es den Tatsachen, dass der Beschwerdeführer im Jahr 1992 das Zürcher Anwaltspatent erlangt hat. Dieses wurde ihm jedoch später entzogen und er war fortan auch nicht mehr im Anwaltsregister eingetragen. Aufgrund des Internetauftritts wird dem unbefangenen Besucher der Eindruck vermittelt, dass der Beschwerdeführer nach wie vor Inhaber eines Anwaltspatents ist und er seine Bereitschaft signalisiert, eine Vielzahl von Klientenvertretungen zu übernehmen. Dieser Eindruck wird dadurch verstärkt, dass der Beschwerdeführer gemäss der verbindlichen Feststellung der Vorinstanzen explizit die Tätigkeit als Rechtsbeistand erwähnt. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie davon ausgeht, die Tätigkeit des Beschwerdeführers sei aufgrund des fehlenden Näheverhältnisses zu B.B.________ und seiner Bereitschaft, in einer Vielzahl von Fällen tätig zu werden, als berufsmässig zu qualifizieren.