Citation: 6B_635/2016 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe die Tat von Anfang an bestritten. Das fragliche Fahrzeug sei von einem nicht näher bezeichneten Bekannten namens C.________ "oder irgendwie so" gelenkt worden, welcher vor der Polizei geflüchtet sei. Er wisse nicht, wohin sein Bekannter gegangen sei. Während der Fahrt sei er auf der Rückbank gesessen und habe wegen einer Schulterverletzung nicht aufrecht sitzen können. Anschliessend würdigt die Vorinstanz die Zeugenaussagen. Sie gelangt zum Schluss, die Angaben der beiden Polizisten seien glaubhaft, konsistent, realitätsbezogen und detailreich. Sie würden zugeben, was sie nicht wüssten oder nicht wissen könnten. Jedenfalls hätten sie das Fahrzeug nicht durchgehend sehen können. Sie könnten daher nicht abschliessend sagen, ob die Person, welche sie auf dem Rastplatz angetroffen haben, diejenige war, die das Fahrzeug gelenkt hatte. Die Polizistin A.________ sei sich zwar sicher, dass der Beschwerdeführer gefahren sei, da er keine andere Erklärung habe liefern können und stattdessen drei verschiedene Sachverhaltsvarianten angegeben habe. Direkt gesehen habe sie den Beschwerdeführer während der Fahrt allerdings nicht. Gestützt auf die Aussagen der Polizisten könne kein Beweis dafür erbracht werden, dass der Beschwerdeführer das Fahrzeug gelenkt habe. Auch ihre Angaben zum Aussehen des Fahrzeugführers (dunkles Oberteil, kurze blonde Haare usw.) würden keinen schlüssigen Beweis liefern. Das Signalement treffe auf viele Personen zu. Auch die verschiedenen Erklärungsversuche des Beschwerdeführers seien ein ungenügendes Indiz dafür, dass er am Steuer gesessen habe. Schliesslich befasst sich die Vorinstanz mit den Aussagen des Zeugen D.________. Dieser sei anlässlich der Berufungsverhandlung erneut einvernommen worden und habe dabei den Sachverhalt nochmals ausführlich wiedergegeben. D.________ habe sich aus beruflichen Gründen, er sei mit einer Tunnelreinigung beschäftigt gewesen, auf dem Rastplatz befunden. Er sei gerade neben seinem Fahrzeug gestanden und habe gesehen, wie ein Fahrzeug zugefahren sei. Nachher habe sich der Beschwerdeführer neben ihn gestellt und zu ihm gesagt, die Polizei werde gleich kommen und er solle sagen, er (der Beschwerdeführer) gehöre zu ihm. Weiter könne es sein, dass der Beschwerdeführer ihm gesagt habe, er gebe ihm Fr. 200.--, wenn er die falsche Aussage mache. Was der Beschwerdeführer mit der Polizei gesprochen habe, habe er nicht gehört. Er habe noch festgestellt, dass der Beschwerdeführer beim Abführen habe wegrennen wollen. Die Aussagen des Zeugen D.________ seien konstant und detailreich und er habe Erinnerungslücken bzw. Nichtwissen eingestanden. Die Vorinstanz erachtet den Zeugen daher als glaubwürdig. Auch er habe nicht direkt gesehen, ob es sich beim Fahrer des Fahrzeugs um den Beschwerdeführer gehandelt habe. Die Aufforderung respektive die Bitte des Beschwerdeführers an einen unbeteiligten Dritten, eine falsche Aussage zu machen, sei einerseits allgemein und andererseits in der konkreten Situation e inzig damit zu erklären, dass derjenige, der eine solche Aufforderung ausspreche, sich aus der Verantwortung stehlen wolle. Eine Erklärung für die Aussage gegenüber dem Zeugen habe der Beschwerdeführer nicht vorgebracht. Mit dem erstellten Versuch des Beschwerdeführers, sich durch eine konstruierte Aussage des Zeugen D.________ aus der Verantwortung zu stehlen, sei unter den gegebenen übrigen Umständen bewiesen, dass er das Fahrzeug gelenkt habe und nicht wie behauptet im Fond mitgefahren sei.