Citation: 5P.46/2007 28.06.2007 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt den vom Obergericht auf 20% festgesetzten Erwerbsgrad der Beschwerdegegnerin als unhaltbar. Seiner Ansicht nach ist ausschliesslich vom Gesundheitszustand der Beschwerdegegnerin auszugehen, der infolge ihrer Weigerung, den Hausarzt vom Berufsgeheimnis zu entbinden, nicht in Abweichung der Verfügung der kantonalen IV-Stelle festzulegen sei. Zudem gehe die Beschwerdegegnerin selber davon aus, arbeitsfähig zu sein. So leiste sie neben ihrer körperlich eher anstrengenden Tätigkeit als Hauswartin noch Hilfe bei der Freikirche und erledige andere kleine Arbeiten. Diesem Vorbringen ist entgegen zu halten, dass das Obergericht - anders als die Invalidenversicherung in ihrer Rentenverfügung vom 16. Mai 2006 - nicht von einer Vollzeitbeschäftigung ausgegangen ist. Die hiefür angeführten Gründe ergeben sich aus unterhaltsrechtlichen Kriterien und sind daher in einer staatsrechtlichen Beschwerde nicht zu prüfen (E. 1.6). Zudem legte das Obergericht nicht den Erwerbsgrad als solchen fest, sondern kam zum Schluss, dass der Beschwerdegegnerin neben ihrer Anstellung als Hauswartin noch eine Tätigkeit von 20% zuzumuten sei. Dabei stellte es nicht auf das Zeugnis des Hausarztes der Beschwerdegegnerin ab, welcher der Beschwerdegegnerin eine 100%tige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatte. In Berücksichtigung eines hypothetischen Einkommens von Fr. 800.--, der IV-Rente von Fr. 332.-- und dem Vermögensertrag von Fr. 60.--, setzte es das Nettoeinkommen auf Fr. 1'192.-- fest. Die Entschädigung für die Arbeit als Hauswartin wurde bei der Festlegung der Wohnungsmiete bereits berücksichtigt. Der Beschwerdeführer legt demgegenüber nicht rechtsgenüglich dar, weshalb die Beschwerdegegnerin ein höheres Arbeitspensum und damit ein höheres Einkommen erzielen könnte. Welche Bedeutung dem Verhalten der Beschwerdegegnerin im kantonalen Verfahren in dieser Frage zukommen sollte, ist nicht nachvollziehbar.