Citation: 1P.62/2007 17.08.2007 E. 6

6.1 Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführerin zu Recht eine finanzielle Beteiligung am Quartierplan in Form eines unentgeltlichen Landabzugs auferlegt worden ist. Diese Rüge stellt entgegen der Auffassung der Gemeinde kein unzulässiges Novum dar. Die Beschwerdeführerin hat sich bereits im kantonalen Verfahren gegen die Unentgeltlichkeit des Landabzugs ausgesprochen. 6.2 Nach dem angefochtenen Entscheid muss die Beschwerdeführerin keinen Geldbetrag an die Planungs- und Erschliessungskosten bezahlen; sie hat jedoch einen entschädigungslosen Landabzug von 22,29 m², entsprechend wertmässig etwa Fr. 7'800.--, hinzunehmen. Ein derartiger Landabzug ist mit der Eigentumsgarantie vereinbar, sofern er eine Gegenleistung für die der Beschwerdeführerin aus dem Quartierplan erwachsenden Vorteile darstellt. Ist indessen ein Grundstück bereits hinreichend erschlossen und erfährt es auch sonst durch den Quartierplan keinen Vorteil, so sind ein kostenpflichtiger Einbezug in den Plan und namentlich auch ein unentgeltlicher Landabzug nicht gerechtfertigt. Diesfalls könnte die betreffende Fläche nur auf dem Weg der Enteignung (gegen volle Entschädigung) für die Erstellung von Erschliessungsanlagen herangezogen werden (vgl. BGE 100 Ia 223 E. 3c S. 230). 6.3 Der angefochtene Entscheid teilt die Einschätzung der Beschwerdeführerin, dass sie für die verkehrsmässige Erschliessung ihrer überbauten Liegenschaft nicht auf das Strassenstück angewiesen ist und durch den zu erwartenden Mehrverkehr bei ihren Gebäulichkeiten sogar einen Nachteil erleidet. Das Verwaltungsgericht hat überdies die Vorbringen der Beschwerdeführerin berücksichtigt, wonach die Verbesserung der Wasserversorgung durch die vorgesehene Ringleitung allenfalls einen Vorteil bedeute. Gemäss dem Verwaltungsgericht ist der Vorteil aus der zusätzlichen Erschliessung für die Beschwerdeführerin insgesamt so gering, dass er im Vergleich zu den Gesamtkosten kaum noch messbar sei. Unter dem Strich sei eine Kostenbeteiligung in Form des genannten Landabzugs gerechtfertigt. 6.4 Im vorliegenden Fall ist der Landabzug der einzige Beitrag, den die Beschwerdeführerin an die Planungs- und Erschliessungskosten zu leisten hat. Sie zieht die Annahme des Verwaltunsgsgerichts zum finanziellen Wert des Landabzugs nicht in Zweifel. Die Beschwerdeführerin schliesst nicht aus, dass ihr durch die zusätzliche Erschliessung auch Vorteile erwachsen; vielmehr macht sie geltend, für sie würden die Nachteile die Vorteile überwiegen; deshalb lehnt sie jegliche Kostenbeteiligung ab. Aus den soeben angeführten Erwägungen des angefochtenen Entscheids ist zu schliessen, dass das Verwaltungsgericht einen Vorteil der Beschwerdeführerin in der Verbesserung der Wasserversorgung erblickt hat. Damit befasst sich die Beschwerdeführerin nicht konkret. Hinzu kommt, dass das Verwaltungsgericht die Beschwerdeführerin von einer Geldleistung an die Planungskosten befreit hat, obwohl der Quartierplan ihr durch die Landumlegung - d.h. ausserhalb des Erschliessungsteils - mindestens insofern einen Nutzen vermittelt, als der Nachbar bei der Überbauung seiner Parzelle einen grösseren Grenzabstand einzuhalten hat. Der Landabzug ist hier richtigerweise nicht ausschliesslich den Vorteilen aus den Erschliessungswerken gegenüberzustellen. Im Übrigen erscheint es als widersprüchlich, wenn die Beschwerdeführerin das Überwiegen der Nachteile aus der Erschliessung mit den befürchteten Verkehrsimmissionen begründet, gleichzeitig aber - im Zusammenhang mit der abgelehnten Ringerschliessung - ausführt, es sei nur ein sehr geringes Verkehrsaufkommen im Quartier zu erwarten. Im Ergebnis ist der bescheidene Beitrag an die Planungs- und Erschliessungskosten in Form des unentgeltlichen Landabzugs verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.