Citation: C 162/05 27.12.2005 E. 3

Für die Prüfung der Vermittlungsfähigkeit ist die zu beurteilende Zeitspanne vom 1. Dezember 2003 bis anfangs März 2004 in zwei Phasen aufzuteilen. 3.1 Was zunächst die Zeit vom 1. Dezember 2003 bis zum Schreiben des Oberst L.________ vom 19. Januar 2004 anbelangt, hat die Rekurskommission nach sorgfältiger Würdigung der Umstände und Auseinandersetzung mit der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers zu Recht verneint. Für diese Phase war nämlich davon auszugehen, dass der Versicherte am 8. März 2004 in die Unteroffizierschule einrücken und deshalb für eine neue Beschäftigung nur noch während relativ kurzer Zeit zur Verfügung stehen würde. Auf die überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz kann diesbezüglich verwiesen werden. 3.2 Anders präsentiert sich die Ausgangslage für die Zeit ab 19. Januar 2004, da der Beschwerdeführer mit Schreiben dieses Datums darauf hingewiesen worden war, aus Kapazitätsgründen könnten nicht sämtliche der Kandidaten wie vorgesehen am 8. März 2004 in die Unteroffiziersschule einrücken, sondern die Artillerie Kaderschulen seien darauf angewiesen, dass einige der Anwärter das Einrücken auf Juni 2004 oder gar Oktober 2004 verschieben würden. Die entsprechende Verschiebungsbereitschaft teilte der Beschwerdeführer dem AWA Ende Januar 2004 schriftlich mit. Oberst L.________ bestätigte zudem im Schreiben vom 20. Juli 2004, dass sich der Versicherte vor der Unteroffiziersschule telefonisch nach der Verschiebungsmöglichkeit erkundigt habe, woraufhin ihm erklärt worden sei, bei Antritt einer Arbeitsstelle könne er selbst am Einrückungstag wieder entlassen werden. Dies habe - so Oberst L.________ - seinen Grund darin gehabt, dass für die besagte Unteroffiziersschule zu viele Kaderanwärter gemeldet worden seien und sie versucht hätten, einzelne Kandidaten, u.a. den Beschwerdeführer, dazu zu bewegen, die Unteroffiziersschule auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. In Absprache mit der zuständigen Stelle hätten sie Einrückende wieder entlassen und für eine spätere Schule vormerken können. In Anbetracht dieser Umstände ist für die Zeit ab 19. Januar 2004 nicht mehr davon auszugehen, der Beschwerdeführer wäre für eine neue Beschäftigung nur bis anfangs März 2004 zur Verfügung gestanden, sondern vielmehr davon, er hätte bei einem entsprechenden Stellenangebot die Unteroffiziersschule auf Juni 2004 oder gar auf Oktober 2004 verschoben. Diesfalls kann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit angenommen werden, ein Arbeitgeber hätte den Versicherten für die konkret zur Verfügung stehende Zeit noch eingestellt, weshalb die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers ab 19. Januar 2004 zu bejahen ist. Für die Behauptung des Beschwerdeführers, er habe bereits vor dem erwähnten Schreiben vom 19. Januar 2004 um die Verschiebungsmöglichkeit gewusst und dies dem RAV mitgeteilt, fehlen indessen jedwelche Anhaltspunkte. 3.3 Infolge der Bejahung der Vermittlungsfähigkeit ab 19. Januar 2004 wird die Verwaltung die übrigen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab diesem Zeitpunkt zu prüfen haben.