Citation: 8C_511/2022 E. 9.3.3

9.3.3. Der Beschwerdeführer vermag nicht darzutun, inwieweit die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt haben soll (vgl. E. 9.3.1 hiervor). Vielmehr beschränkt er sich im Wesentlichen darauf, die bereits im kantonalen Verfahren erwähnten Gesichtspunkte vorzubringen, die seiner Meinung nach einen 10%igen Abzug vom Tabellenlohn als zu tief erscheinen lassen. Er macht dabei geltend, entgegen der Auffassung der Vorinstanz begründe das Alter einen Abzug, sei er doch zum Zeitpunkt des Einspracheentscheids bereits über 60 Jahre alt gewesen. Hinzu komme, dass er selbst bei leichten Hilfstätigkeiten zusätzlich eingeschränkt sei, dass er seit 2011 nicht mehr im Arbeitsprozess stehe und dass er einen Ausländerstatus aufweise. Seine Ausführungen erschöpfen sich somit in der Behauptung, mehrere Kriterien für einen Abzug seien erfüllt, ohne dass er sich mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinandersetzen würde. Inwieweit ihm anhand des anerkannten medizinischen Zumutbarkeitsprofils (vgl. E. 4.6 hievor) auf dem (hypothetisch) ausgeglichenen Arbeitsmarkt kein genügend breites Spektrum zumutbarer Verweistätigkeiten mehr verfügbar wäre, ist weder erkennbar noch (substanziiert) dargetan. So umfasst der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 unter anderem eine Vielzahl leichter und mittelschwerer Tätigkeiten (statt vieler: Urteile 9C_15/2022 vom 19. Dezember 2022 E. 5.2; 8C_128/2022 vom 15. Dezember 2022 E. 6.2.3; je mit Hinweis). Inwiefern er aufgrund seines Ausländerstatus verglichen mit gesunden Schweizer Mitbewerbern mit einer Lohneinbusse zu rechnen hat, legt der Beschwerdeführer ebenfalls nicht dar. Bezüglich seines Alters (Jahrgang 1961) ist unbestritten, dass die Sonderregelung von Art. 28 Abs. 4 UVV nicht zur Anwendung gelangt (vgl. dazu Urteil 8C_716/2021 vom 12. Oktober 2022 E. 7.2, zur Publikation vorgesehen). Ob ausserhalb des Anwendungsbereichs dieser Bestimmung ein Abzug wegen fortgeschrittenen Alters zulässig ist, bleibt weiterhin offen (SVR 2018 UV Nr. 15 S. 50, 8C_439/2017 E. 5.6.3 und 5.6.4; SVR 2016 UV Nr. 39 S. 131, 8C_754/2015 E. 4.3; Urteil 8C_878/2018 vom 21. August 2019 E. 5.3.1). Es gilt aber zu beachten, dass gerade Hilfsarbeiten auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt werden und dass sich das Alter bei Männern im Alterssegment von 50 bis 64/65 bei Stellen ohne Kaderfunktion gemäss den LSE-Erhebungen nicht lohnmindernd auswirkt (BGE 146 V 16 E. 7.2.1 mit Hinweisen). Inwiefern die Vorinstanz diese Regeln verletzt haben könnte, indem sie einen Abzug unter diesem Aspekt als nicht gerechtfertigt erachtete, lässt sich nicht ersehen.