Citation: 6B_378/2024 E. 4.2.3

4.2.3. Wenn der Beschwerdeführer schliesslich davon ausgeht, die am 18. August 2019 begangene grobe Verkehrsregelverletzung sei "kurz vor definitivem Ablauf der Probezeit" erfolgt, verkennt er, dass die ursprüngliche Probezeit von vier Jahren mit Urteilseröffnung am 8. Dezember 2014 zu laufen begonnen hat und sie mit Urteil vom 27. September 2017 (eröffnet am 9. Oktober 2017) um zwei Jahre auf insgesamt sechs Jahre verlängert wurde. Der Rückfall erfolgte mithin über ein Jahr vor Ablauf der verlängerten Probezeit. Entgegen dem Beschwerdeführer kann auch keine Rede davon sein, dass "keinerlei Interesse mehr am Vollzug" der bedingt ausgesprochenen Vorstrafe bestünde. Vielmehr hat ihn - wie die Vorinstanz zu Recht ausführt - weder eine unbedingte Freiheitsstrafe noch eine zweite Verwarnung und Verlängerung der Probezeit davon abgehalten, wieder einschlägig im Strassenverkehr zu delinquieren. Wenn die Vorinstanz gestützt darauf sowie mit Blick auf die weiteren erheblichen und ebenfalls während laufender Probezeit begangenen Straftaten, die fehlende Einsicht und Reue, die Bagatellisierung des eigenen Verhaltens und die fehlende Empathie gegenüber den geschädigten Personen insgesamt von einer Schlechtprognose ausgeht, liegt darin keine Ermessensüberschreitung.