Citation: 2P.145/2001 05.07.2001 E. 2

2.-Die Beschwerdeführerin erhebt Beschwerde wegen "Verletzung von Artikel 4 Bundesverfassung (Verletzung des Grundsatzes des rechtlichen Gehörs) und Verletzung des Grundsatzes der genügenden gesetzlichen Grundlage". a) Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin sich diesbezüglich auf Art. 4 der alten Bundesverfassung beruft, schadet ihr nicht; dies umso weniger, als die neue Bundesverfassung hinsichtlich dieser Verfahrensgarantie mit der alten Bundesverfassung übereinstimmt (vgl. BGE 126 V 130 E. 2a). Nach Art. 29 Abs. 2 BV hat der von einem Entscheid Betroffene insbesondere grundsätzlich das Recht, vorgängig Einsicht in die Aktenstücke zu nehmen, welche der Behörde zur Verfügung stehen (BGE 126 I 7 E. 2b S. 10). Dies soll es ihm ermöglichen, wirksam und sachbezogen Stellung zu nehmen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist verletzt, wenn die Behörde bei ihrem Entscheid auf ein Aktenstück abstellt, zu welchem sich die Partei nicht hat äussern können. Vorliegend rügt die Beschwerdeführerin, ihr sei das rechtliche Gehör dadurch verweigert worden, dass ihr ein Schreiben der Dienststelle für Unterrichtswesen vom 23. April 2001 bloss "zur Information" zugestellt worden sei, und zwar so spät, dass es ihr erst am 26. April 2001 zugekommen sei, sodass sie vor der bereits am 27. April 2001 erfolgten Entscheidfällung nicht mehr dazu habe Stellung nehmen können. Die Beschwerdeführerin geht selber davon aus, dass sich aus diesem Schreiben bezüglich der Festlegung der massgeblichen Dienstjahre bzw. Erfahrungsanteile nichts Neues ergibt. Sie hebt einzig hervor, dass damit - neu - der Eindruck erweckt worden sei, sie habe sich Erfahrungsanteile erschlichen; dass sie sich in anderer Hinsicht zu diesem Schreiben hätte äussern wollen, lässt sich der Beschwerdeschrift nicht entnehmen. Nun aber hat das Kantonsgericht einen allfälligen Erschleichens-Vorwurf seinem Urteil offensichtlich nicht zu Grunde gelegt und somit keine entscheidwesentlichen Schlüsse aus diesem Schreiben gezogen. Damit aber handelt es sich beim fraglichen Aktenstück nicht um ein Dokument, zu dem sich die Beschwerdeführerin musste äussern können, um ihre Verfahrensrechte wirksam wahrzunehmen. Es genügte, wenn das Kantonsgericht ein derartiges Schreiben der Beschwerdeführerin der Vollständigkeit halber bloss zur Kenntnisnahme zustellte. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist nicht verletzt. b) Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Anwendung der Regelung über die Anlaufstufen in ihrem Fall sei gesetzwidrig; Art. 4ter Abs. 2 des Walliser Gesetzes vom 12. November 1982 über die Besoldung des Lehrpersonals der Primar-, Orientierungs- und Mittelschulen (Fassung vom 20. Juni 1995) lasse bei korrekter Auslegung Anlaufstufen nur bei Neu-, nicht bei Wiederanstellungen zu. Gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht prüft auf staatsrechtliche Beschwerde hin nur klar und detailliert erhobene Rügen hinsichtlich konkreter Verletzungen verfassungsmässiger Rechte; auf nicht substanziierte Vorbringen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 127 I 38 E. 3c u. 4 S. 43; 125 I 492 E. 1b S. 495, 71 E. 1c S. 76; 110 Ia 1 E. 2a S. 3/4; 107 Ia 186 E. b). Den gesetzlichen Begründungsanforderungen genügt die Partei nicht, wenn sie im Rahmen pauschaler Vorbringen einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei falsch, und ihre Sicht der Dinge derjenigen der letzten kantonalen Instanz gegenüberstellt; sie muss vielmehr in Auseinandersetzung mit der Begründung des angefochtenen Entscheids dartun, inwiefern dieser gegen ein konkretes verfassungsmässiges Recht verstossen soll (BGE 125 I 71 E. 1c S. 76; 110 Ia 1 E. 2a S. 4). Diesen Begründungsanforderungen genügt die Beschwerde nicht, soweit das angefochtene Urteil in materieller Hinsicht (Regelung der Anlaufstufen und deren konkrete Anwendung) bemängelt wird. Die Beschwerdeführerin nennt kein verfassungsmässiges Recht, welches verletzt worden sein soll. Beim (einzig) auf dem Titelblatt der Beschwerdeschrift erwähnten Grundsatz der genügenden gesetzlichen Grundlage handelt es sich im vorliegenden Zusammenhang nicht um ein selbständig anrufbares verfassungsmässiges Recht. Im Übrigen lässt sich der Beschwerdebegründung nichts zu Inhalt und Tragweite eines solchen Grundsatzes entnehmen. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin sind sodann nicht unter dem Titel einer (sinngemässen) Willkürrüge zu hören, begnügt sie sich doch damit, die Problematik der Anlaufstufen darzustellen und in rein appellatorischer Weise die Gesetzes- und Verordnungsauslegung durch die kantonalen Behörden zu kritisieren. Dabei wird nicht im Einzelnen aufgezeigt, inwiefern das angefochtene Urteil nicht bloss falsch, sondern offensichtlich unhaltbar sei, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehe, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletze oder (sonst) in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufe (vgl. BGE 125 I 492 E. 1b S. 495, mit Hinweisen). Der Beschwerdeschrift lässt sich jedenfalls nicht entnehmen, inwiefern das angefochtene Urteil verfassungswidrig sein könnte. Auf die Rüge, die Regelung der Anlaufstufen hätte im Fall der Beschwerdeführerin nicht zur Anwendung kommen dürfen, ist somit mangels formgerechter Begründung im Sinne von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht einzutreten.