Citation: 2A.407/2004 21.09.2004 E. 3

3.1 Die Gesuchsteller machen des Weiteren geltend, weil das Bundesgericht seinen Revisionsentscheid ohne Aktenbeizug und Schriftenwechsel gefällt habe, habe es übersehen, dass die gleichen Überlegungen, wie sie im Aufsatz von Reich angestellt worden seien, bereits im ersten, vom Bundesgericht am 10. Juli 2001 beurteilten Verfahren vorgebracht worden seien. Das Bundesgericht habe unterstellt, die Gesuchsteller hätten über einen Anspruch verfügt, obwohl bereits damals zivilrechtlich hinlänglich geklärt gewesen sei, dass auf die fiktiven Gewinnanteile mangels eines Rechts- oder Forderungsgrundes kein Anspruch bestanden habe. Wenn das Bundesgericht die Akten beigezogen hätte, hätte es zudem erkennen können, dass die Vertreter des Kantonalen Steueramts sich bereit erklärt hatten, sich im Rahmen von eingehenden Einsprachen mit den juristischen Argumenten auseinanderzusetzen. In Kenntnis der Akten hätte auch das Bundesgericht im Urteil vom 1. Juni 2004 zu einem anderen Ergebnis gelangen müssen. 3.2 Auch mit dieser Begründung ist ein Revisionsgrund nicht dargetan: Sofern es zutrifft, dass die im Aufsatz von Reich angestellten Überlegungen bereits in der ersten Beschwerde an das Bundesgericht enthalten waren, kann es sich beim Aufsatz von Reich (bzw. den darin enthaltenen Gedanken) zum Vornherein nicht um nachträglich entdeckte neue "Tatsachen" oder "Beweismittel" handeln. Juristischen Beiträgen in Fachzeitschriften geht zudem die Eigenschaft von Tatsachen oder Beweismitteln im Sinne von Art. 136 lit. d (und 137 lit. b) OG ab, wie bereits dargelegt worden ist. Im Grunde bezwecken die Gesuchsteller mit ihren Vorbringen, eine andere beweismässige und rechtliche Beurteilung der dem Urteil vom 10. Juli 2001 zugrunde liegenden, hinlänglich bekannte Tatsache der Gewinngutschriften der B.________ Portfolio Management herbeizuführen. Das ist im Rahmen der Revision indes nicht möglich. Diese steht offen, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat (Art. 136 lit. d OG) oder wenn die Gesuchsteller nachträglich neue erhebliche Tatsachen erfahren oder entscheidende Beweismittel auffinden (Art. 137 lit. b OG). Sie ist aber nicht gegeben, um die rechtliche Würdigung bereits bekannter und bewiesener Tatsachen oder die Beweiswürdigung in Frage zu stellen (Poudret/Sandoz-Monod, a.a.O., Art. 136 n. 5, Art. 137 n. 2.2.1).