Citation: 2C_296/2019 E. 3.3

3.3. Ob eine Umgehungsehe geschlossen wurde bzw. ob die Ehe bloss formell besteht, entzieht sich in der Regel dem direkten Beweis und ist nur durch Indizien zu erstellen (BGE 135 II 1 E. 4.2 S. 9 f.; 130 II 113 E. 10.2 S. 135; 127 II 49 E. 5a S. 57; Urteile 2C_ 169/2018 vom 17. August 2018 E. 2.3 und 2C_334/2017 vom 9. April 2018 E. 2.3). Die Zeugung eines Kindes mit einem anderen Partner als dem Ehegatten stellt ein starkes Indiz für eine Umgehungsehe dar, desgleichen das Führen einer zur Ehe parallel verlaufenden Beziehung im Herkunftsland (Urteile 2C_169/2018 vom 17. August 2018 E. 2.3 mit zahlreichen Hinweisen). Ausschlaggebend ist nicht das (alleinige) Verschweigen von vor- oder ausserehelichen Kindern, sondern der dadurch indizierte Verdacht, dass im Heimatland eine parallel gelebte Beziehung bestand, die künftig unter Umgehung von Sinn und Zweck der ausländerrechtlichen Regeln zu einem Familiennachzug führen kann bzw. soll (Urteile 2C_169/2018 vom 17. August 2018 E. 3.3.1 und 2C_1115/2015 vom 20. Juli 2016 E. 4.2.1).