Citation: 6B_1290/2015 E. 2.11

2.11. Willkürliche Beweiswürdigung, Verletzung von Art. 10 StPO durch fehlende Gesamtbetrachtung der Aussagen, Nichtberücksichtigung der von der Verteidigung vorgebrachten überwiegenden Zweifel zu seinen Gunsten, Nichtvorliegen eines schlüssigen Beweisergebnisses angesichts der erheblich differierenden Aussagen der Beteiligten (Ziff. 11). Alle bekannten Beteiligten hätten Stichverletzungen erlitten, nicht jedoch er selber (Ziff. 11.2). Man habe eine auffällige, leicht wieder erkennbare und leicht beschreibbare Figur als Täter ausgewählt, dabei aber nicht bedacht, dass er eine zentrale Eigenheit aufgewiesen hatte, die mit den fingierten Beschreibungen durch die Zeugen und Auskunftspersonen nicht übereinstimme (Ziff. 11.8). Die Darstellungen des einzelnen Verletzungsvorgangs durch die Sicherheitsleute seien einigermassen konstant, aber nur diesbezüglich. Dies sei selbstredend mit einer Dritttäterschaft vereinbar (Ziff. 11.14).