Citation: 5A_17/2013 E. 4.3

4.3. Über den angeblich erforderlichen Nichteintretensentscheid hinaus pochen die Beschwerdeführer auf eine "Verfahrenseinstellung" durch das Obergericht. Sie zeigen aber nicht auf, inwiefern das anwendbare kantonale Prozessrecht eine solche Massnahme vorsieht, das Obergericht sich über einschlägige Normen willkürlich hinweggesetzt hat und die Nichtbehandlung des entsprechenden Antrags sich in entscheidender Weise auf das Ergebnis des obergerichtlichen Urteils ausgewirkt hätte. Nur unter dieser Voraussetzung könnte das Bundesgericht den angefochtenen Entscheid in diesem Punkt aufheben (BGE 134 II 124 E. 4.1 S. 133 mit Hinweisen). Das Begehren, die Sache zur Behandlung des Einstellungsantrags an das Obergericht zurückzuweisen, ist mithin nicht hinreichend begründet (E. 3); darauf ist nicht einzutreten. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer trifft das Obergericht auch nicht der Vorwurf einer Gehörsverletzung, wenn es sich mit ihrer These des erloschenen Interesses an einer Feststellung nach Art. 28a Abs. 1 Ziff. 3 ZGB und mit der Forderung nach einer Verfahrenseinstellung nicht einlässlich auseinandergesetzt hat. Denn Art. 29 Abs. 2 BV schreibt der Behörde nicht vor, sich mit allen Standpunkten einer Partei im Detail zu befassen und jedes einzelne Vorbringen zu widerlegen. Vielmehr kann sich die Behörde auf diejenigen Gesichtspunkte beschränken, die für den Entscheid wesentlich sind und es dem Rechtsunterworfenen ermöglichen, sich über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft zu geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterzuziehen. In diesem Sinne muss die Behörde wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sie sich leiten lässt und auf die sie ihren Entscheid stützt (vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 133 III 439 E. 3.3 S. 445). Inwiefern der angefochtene Entscheid diesen Minimalanforderungen nicht genügen würde, ist nicht ersichtlich.