Citation: 2C_283/2023 E. 7

7. Der PostFinance AG wird eine Gebühr von CHF 50'000.-- auferlegt. Sie wird mit separater Post in Rechnung gestellt und ist innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft zu bezahlen." B.a. Zur Begründung der Verfügung vom 6. Juli 2021 führte die FINMA im Wesentlichen aus, es gehöre zur Aufgabe der FINMA, die Eigenmittelausstattung von beaufsichtigten Banken wie der PostFinance AG kritisch zu überprüfen und falls notwendig aufgrund ihrer Aufsichtsziele und -aufgaben sowie ihres fachtechnischen Ermessens einzugreifen. Die Analyse der FINMA habe gezeigt, dass die PostFinance AG erhöhten Zinsrisiken ausgesetzt sei und ein Ausreisserinstitut darstelle. Die anschliessende Beurteilung habe ergeben, dass die Mindesteigenmittel und der Eigenmittelpuffer im Fall der PostFinance AG im Verhältnis zu den eingegangenen Risiken keine ausreichende Sicherheit gewährleisten würden. Deshalb verlange die FINMA zusätzliche Eigenmittel. Diese zusätzlichen Eigenmittel würden die erhöhten Zinsrisiken abdecken, welche die FINMA als signifikantes finanzielles Risiko betrachte und die nicht anderweitig unterlegt seien. B.b. Gegen die Verfügung der FINMA vom 6. Juli 2021 erhob die PostFinance AG am 7. September 2021 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragte unter anderem die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Es sei superprovisorisch, d. h. ohne Anhörung der FINMA, die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen. Es sei nach Anhörung der FINMA die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen. Es sei sicherzustellen (insbesondere bei der Publikation des Urteils), dass die Angaben über die Zinsbindung, welche die PostFinance AG ihren internen Messungen zugrunde lege (Geschäftsgeheimnis), nicht öffentlich gemacht würden. Die PostFinance AG stellt sich zur Begründung auf den Standpunkt, dass sich die bei ihr aus Sicht der FINMA erhöhten Zinsrisiken einzig deshalb ergäben, weil die FINMA für deren Berechnung auf eine aufsichtsrechtlich vorgegebene Zinsbindungsdauer von zwei Jahren abstelle. Für eine solche Vorgabe fehle es an einer Rechtsgrundlage, die Vorgabe stehe im Widerspruch zu internationalen Standards und sei willkürlich. B.c. Mit Zwischenverfügung vom 10. September 2021 hiess das Bundesverwaltungsgericht den Antrag der PostFinance AG um superprovisorische Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ihrer Beschwerde vom 7. September 2021 gut und stellte die aufschiebende Wirkung wieder her. Gleichzeitig wurde die PostFinance AG verpflichtet, die Reservation von Eigenmitteln im Umfang von Fr. 300 Mio. für die Absicherung von Tail-Risiken im Zinsbereich und die Begrenzung von Risiken mittels intern installierten Limiten aufrechtzuerhalten. Nach Eingang der Vernehmlassung der FINMA bestätigte das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 23. November 2021 die superprovisorischen Anordnungen vom 10. September 2021, namentlich die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde und die unter Bezugnahme auf Rz. 95 der Verfügung der FINMA vom 6. Juli 2021 angeordnete Verpflichtung der PostFinance AG, einstweilen die Reservation von Eigenmitteln im Umfang von Fr. 300 Mio. aufrechtzuerhalten. B.d. Mit Urteil vom 30. März 2023 wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde ab.