Citation: 1C_495/2020 E. 8.5

8.5. Zwar gebietet der Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung, widersprüchliche Entscheide im Rahmen des Möglichen zu vermeiden. Daraus folgt jedoch entgegen der Annahme des Beschwerdeführers keine zwingende Bindung der Verwaltungsbehörden an ein Strafurteil. Dies gilt namentlich bezüglich der rechtlichen Würdigung des Sachverhalts (vgl. BGE 136 II 47 E. 3.1; Urteil 1C_413/2014 vom 30. März 2015 E. 2.2). Die Vorinstanz durfte daher bundesrechtskonform im Verwaltungsverfahren eine Bindungswirkung des strafrechtlichen Urteils des Bezirksgerichts Höfe verneinen. Zudem geht der Beschwerdeführer selber davon aus, im Gebiet des Gestaltungsplans Riedgutsch habe sich das Recht seit 1999 nie geändert. Inwiefern der Augenschein in Bezug auf die Beurteilung der Baurechtswidrigkeit der strittigen Bauteile relevante Tatsachen hätte aufzeigen können, die der Vorinstanz beim Erlass des ersten Zwischenentscheids noch nicht bekannt waren, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf und ist auch nicht ersichtlich (vgl. E. 9.3 hiernach). Demnach durfte die Vorinstanz willkürfrei davon ausgehen, bezüglich der Beurteilung der Rechtswidrigkeit des heutigen Zustands habe sich die Sach- und Rechtslage seit dem Zwischenentscheid vom 8. Februar 2012 nicht geändert.