Citation: 8C_286/2021 E. 5.1

5.1. Es ist durchaus möglich, dass, wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht, die Anstellung der Beschwerdegegnerin im familieneigenen Lebensmittelladen Vorteile für die Kinderbetreuung mit sich gebracht hat. Ebenfalls mag es zutreffen, dass sich die Beschwerdegegnerin - wie sie Dr. med. B.________ berichtete - im Familienbetrieb gut aufgehoben gefühlt hat. Inwiefern jedoch die entscheidende vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung - wonach die Beschwerdegegnerin sich nicht aus freien Stücken mit dem unterdurchschnittlichen Lohn begnügt habe - willkürlich erfolgt sein soll, ist dadurch nicht erstellt. Dies gilt insbesondere deshalb, da die Vorinstanz die nur vierjährige Schulzeit und die mangelnden Sprachkenntnisse der Beschwerdegegnerin in ihrer Beweiswürdigung berücksichtigt hat. Dies sind Indizien, welche eher gegen die Möglichkeit sprechen, in einer anderen Tätigkeit ein durchschnittliches Einkommen zu erzielen. Folglich kann die vorinstanzliche Beweiswürdigung zumindest nicht als offensichtlich unhaltbar, das heisst sachlich schlechthin nicht nachvollziehbar (BGE 146 IV 88 E. 1.3.1), bezeichnet werden. Die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin im Familienbetrieb tätig war, vermag daran nichts zu ändern.