Citation: 1B_74/2007 07.08.2007 E. A

Die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Genf führten gegen X.________ eine Strafuntersuchung wegen Rassendiskriminierung und ersuchten in diesem Rahmen um die Zuführung des Beschuldigten. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau entsprach diesem Zuführungsbefehl mit Verfügung vom 17. Oktober 2006. Im Rahmen dieses Verfahren verlangte X.________ am 16. Oktober 2006 den Ausstand von Staatsanwalt Riquet Heller wegen gewisser Äusserungen, die dieser im Jahre 1998 gemacht haben soll. In derselben Verfügung vom 17. Oktober 2006 wurde auch das Ausstandsbegehren abgewiesen. Mit zwei separaten Eingaben erhob X.________ gegen diese Verfügung der Staatsanwaltschaft bei der Anklagekammer des Kantons Thurgau Beschwerde und focht den Zuführungsbefehl und die Abweisung des Ausstandsbegehrens an. Die Anklagekammer vereinigte die Eingaben und schrieb sie als gegenstandslos geworden ab, nachdem die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland die Zuständigkeit zur Beurteilung der von den Genfer Untersuchungsbehörden verfolgten Delikte anerkannt hatte. Zum Kostenpunkt führte die Anklagekammer aus, dass die Beschwerde hinsichtlich der Zuführung hätte abgewiesen werden müssen, in Bezug auf das Ausstandsgesuch indessen hätte gutgeheissen werden müssen. Deshalb verzichtete sie auf die Erhebung von Kosten und sprach keine Parteientschädigung zu.