Citation: 4A_43/2021 E. 6.2

6.2. Im Weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, dass der Aktionärsbindungsvertrag entgegen der Auffassung der Vorinstanz für die Beurteilung des Rechtsschutzinteresses eine "wesentliche Rolle" spiele, weil die Verkehrsfähigkeit der Aktien durch den Aktionärsbindungsvertrag weitgehend eingeschränkt sei. Bereits die Vorinstanz legte dar, dass die Beschwerdeführerin nicht Partei des Aktionärsbindungsvertrages zwischen der Beschwerdegegnerin und den übrigen Aktionären der Beschwerdeführerin sei und sie daher keine Rechte aus diesem Vertrag ableiten könne. Das stellt die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht zu Recht nicht in Frage. Im Übrigen lässt sich die zwischen den Aktionären vertraglich vereinbarte Beschränkung der "Verkehrsfähigkeit der Aktien" einem potenziellen Drittkäufer der Aktien nicht entgegenhalten. Inwiefern vor diesem Hintergrund der abgeschlossene Aktionärsbindungsvertrag das Rechtsschutzinteresse der Beschwerdegegnerin an der vorliegenden Klage entfallen liesse, ist daher nicht dargetan.