Citation: 7B_229/2022 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die Verwirkungsfrist, innert welcher ein Widerruf gemäss Art. 46 Abs. 5 StGB erfolgen kann, sei in Bezug auf die im Strafbefehl der Staatsanwaltschaft vom 23. November 2015 bedingt ausgefällte Geldstrafe im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils abgelaufen gewesen. Entsprechend hätte diese Vorstrafe nicht widerrufen werden dürfen. Der Widerruf dieser Strafe verletze damit Art. 46 Abs. 5 StGB. Müsse wie vorliegend vom Widerruf abgesehen werden, seien aber auch die Erwägungen der Vorinstanz, wonach der Widerruf die Legalprognose des Beschwerdegegners hinsichtlich der Hauptstrafe verbessere und vorliegend gerade noch nicht von einer Schlechtprognose hierfür ausgegangen werden könne, unzutreffend.