Citation: 1D_5/2022 E. 4.4.1

4.4.1. Die Vorinstanz hat die persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers, insbesondere seine gesundheitliche Beeinträchtigung und Wahrnehmung von Betreuungsaufgaben, - anders als bei der Beurteilung der geordneten finanziellen Verhältnisse - nicht gänzlich ausser Acht gelassen. Unter Berücksichtigung seiner ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 50 % und seinen (wenn auch nur in einem geringen Pensum ausgeübten) Beschäftigungen als Hausabwart und Aushilfe bei Gartenarbeiten sowie als Kursleiter bei der Migros Klubschule erscheint es jedoch realitätsfremd, wenn er sein Arbeitspensum für einen begrenzten Zeitraum von zwölf Wochen auf 50 % hätte aufstocken müssen. Zu beachten gilt in diesem Zusammenhang, dass sich der Beschwerdeführer und seine damalige Partnerin (und spätere Ehefrau) auf eine Rollenverteilung geeinigt haben, in der er den Haushalt und die Kinderbetreuung übernehmen soll. So führt die Vorinstanz denn auch selbst aus, die vom Beschwerdeführer und seiner Ehefrau gewählte Rollenverteilung innerhalb der Familie sei zu beachten. Dieser jedoch erst nach Ablauf des Mutterschaftsurlaubs Rechnung zu tragen und für die zeitlich begrenzte Dauer von zwölf Wochen auf ein 50 % Arbeitspensum zu beharren, ist nicht sachgerecht, zumal naheliegend ist, dass die Kindsmutter gerade in den ersten Wochen nach der Geburt auf vermehrte Unterstützung angewiesen ist.