Citation: 9C_389/2014 E. 2.2

2.2. Die Ausgleichskasse wendet ein, Art. 25 Abs. 4 ELV sei mit Bezug auf die hypothetischen ALV-Taggelder nicht (analog) anwendbar. Im vorliegenden Fall gehe es nicht um die Anrechnung eines Mindesteinkommens nach Art. 14a Abs. 2 und 14b ELV, sondern um die Anrechnung von Verzichtseinkünften wegen Nichtbezuges von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung. Art. 25 Abs. 4 ELV sei eingefügt worden, damit sich die versicherte Person auf die neue Situation - die Anrechnung eines Mindesteinkommens - einstellen und sich nach einer Erwerbstätigkeit umsehen kann. Bei den hypothetischen Taggeldern der Arbeitslosenversicherung handle es sich hingegen um Verzichtseinkünfte nach Art. 11 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit lit. d ELG. Wie auch in anderen Fällen, in welchen auf Einkünfte verzichtet wird, habe die Anrechnung ab dem Zeitpunkt zu erfolgen, ab welchem der Rechtsanspruch auf Einkünfte besteht, von der versicherten Person aber nicht durchgesetzt oder geltend gemacht wird. Demgemäss habe die Vorinstanz zu Recht für den Monat November 2013 ein Verzichtseinkommen aufgerechnet. Zusätzlich seien auch die hypothetischen Taggelder der Arbeitslosenversicherung, auf die der Beschwerdegegner verzichtet hat, ohne Anpassungsfrist, unmittelbar nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, ab 1. Dezember 2013, als Einkommen in der EL-Berechnung zu berücksichtigen.