Citation: 2C_171/2024 E. 5.1

5.1. Jede Person hat in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung und auf Beurteilung innert angemessener Frist (Art. 29 Abs. 1 BV). Eine formelle Rechtsverweigerung als Teilgehalt von Art. 29 Abs. 1 BV liegt vor, wenn die zuständige Behörde sich weigert, das formgerecht eingereichte Gesuch anhand zu nehmen und zu behandeln, obschon sie darüber befinden müsste. Auch ein in Verletzung von Verfahrensvorschriften ergangener Nichteintretensentscheid oder Abschreibungsbeschluss kann einer formellen Rechtsverweigerung gleichkommen (vgl. Urteil 1C_502/2022 vom 25. Januar 2024 E. 3). Das Bundesgericht prüft die Frage, ob eine formelle Rechtsverweigerung vorliegt, frei (BGE 149 II 209 E. 4.2; 149 I 72 E. 3.2.1; Urteil 2C_304/2023 vom 17. Mai 2024 E. 4.1).