Citation: 2C_499/2022 E. 4.5

4.5. Ebenso unbegründet ist in diesem Zusammenhang die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV). Dem Anspruch auf rechtliches Gehör lässt sich keine allgemeine Pflicht der Behörde zur Abnahme aller angebotenen Beweise und zur Würdigung sämtlicher Argumente entnehmen. Die Abweisung eines Beweisantrags erweist sich namentlich als zulässig, falls die Verwaltungs- oder Gerichtsbehörde sich ihre Meinung aufgrund zuvor erhobener Beweise bereits bilden konnte und sie ohne Willkür in vorweggenommener, antizipierter Beweiswürdigung annehmen darf, die gewonnene Überzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht erschüttert (BGE 144 II 427 E. 3.1.3; 141 I 60 E. 3.3; Urteil 2C_967/2021 vom 23. Januar 2023 E. 3.1). Wie gesagt ging die Vorinstanz davon aus, dass auch die Kinder ein Interesse am weiteren Zusammenleben mit ihrem Vater in der Schweiz haben und der Beschwerdeführer legt nicht dar, welche neuen, relevanten Erkenntnisse diesbezüglich aus einer Befragung der Kinder gewonnen werden könnten.