Citation: 4A_350/2023 E. 7.2.2

7.2.2. Die Beschwerdeführerin habe auch nicht nachweisen können, dass die Beschwerdegegnerin über ihr zurechenbares Wissen verfügt habe, aufgrund dessen auf eine Genehmigung der Investition in den Fonds 1 (anstelle einer direkten Investition in die Zielfonds) geschlossen werden müsste. Das Wissen von Organpersonen sei grundsätzlich der juristischen Person zuzurechnen (Art. 55 Abs. 2 ZGB). Aus rechtlichen Gründen nicht verfügbares Wissen müsse sich die juristische Person indes nicht als eigenes anrechnen lassen. Dies gelte auch dann, wenn sich eine Person mit Bezug auf das fragliche Wissen in einem Interessenkonflikt befinde. G.________, H.________ und I.________ hätten sich während ihrer gesamten Stiftungsratszeit in einem Interessenkonflikt befunden. Entsprechend könne ihr Wissen betreffend den Fonds 1 der Beschwerdegegnerin nicht zugerechnet werden. Betreffend die übrigen Stiftungsräte im relevanten Zeitraum (2009 bis 2014) äusserten sich die Parteien lediglich zu den persönlichen Fähigkeiten und beruflichen Ausbildungen, nicht zum spezifischen Wissen mit Bezug auf den Fonds 1.