Citation: 1B_241/2022 E. 6.1

6.1. Wie die Vorinstanz feststellt, hat die Staatsanwaltschaft im vorinstanzlichen Verfahren Folgendes dargelegt: Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft sei es zulässig, in den gleichen Räumlichkeiten eine zweite Hausdurchsuchung durchzuführen, wenn die erste nicht ergiebig verlaufe und weitere Beweismittel im durchsuchten Objekt erwartet werden könnten. Anlässlich der ersten Hausdurchsuchung vom 27. Oktober 2021 seien Unterlagen versiegelt worden. Damals habe die Frist von 20 Tagen für die Entsiegelung der sichergestellten Asservate nicht eingehalten werden können, weil die an der Hausdurchsuchung beteiligten Polizeibeamten die versiegelten Asservate zunächst irrtümlich an den Polizeiposten Wetzikon anstatt direkt an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet hätten. Anlässlich der zweiten Hausdurchsuchung vom 20. Januar 2022 seien nicht dieselben Aufzeichnungen und Gegenstände ein zweites Mal sichergestellt worden. Vielmehr seien die bei der ersten Hausdurchsuchung sichergestellten und versiegelten Asservate in den Untersuchungsakten geblieben und hätten sich daher nicht mehr in den durchsuchten Räumlichkeiten befunden. Die zweite Hausdurchsuchung habe sich auch nicht mehr auf die bereits versiegelten Regierapporte beschränkt, sondern es seien überdies (neu) insbesondere die Einsatzpläne des Personals sowie Arbeitsverträge und Bewerbungsunterlagen sichergestellt worden. Mit diesen Unterlagen könnten die an den untersuchten Montagearbeiten beteiligten Personen eruiert werden. Auch ermöglichten sie die Abklärung des Ausbildungsstandes der Monteure und allfälliger Sorgfaltspflichtverletzungen des privaten Beschwerdegegners. Überdies sei abzuklären, welche Firma das Befestigungsmodul Stahlton geliefert habe und ob bzw. weshalb es allenfalls zu einer Verwechslung des Montageelements gekommen sei.