Citation: 1C_201/2015 E. 4

Schliesslich beanstandet die Beschwerdeführerin die Höhe und die Verlegung der Gerichtskosten durch die Vorinstanz. Die Beschwerdeführerin anerkennt, dass die vorinstanzliche Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 50'000.-- den massgeblichen Gebührenrahmen nicht überschreitet. Entgegen ihrer Auffassung kann ein Verfahren, in welchem beide sich gegenüberstehenden Parteien ein Rechtsmittel ergreifen, zahlreiche heikle Fragen aufgeworfen werden und eine Parteiverhandlung durchgeführt wird, ohne weiteres als aufwändig gelten. Die Vorinstanz hat auch ihre Begründungspflicht nicht verletzt, da Kostenentscheide in der Regel gar nicht speziell motiviert werden müssen und nur ausnahmsweise, wenn von den allgemeinen Regeln der Kostenverlegung abgewichen wird, eine kurze Begründung erforderlich ist (Urteil 1P.235/1999 vom 14. Juli 1999 E. 5b); eine solche hat das Verwaltungsgericht abgegeben. Es hat die Verfahrenskosten beiden Parteien je zur Hälfte auferlegt. Da die eine Partei eine höhere und die andere Partei eine tiefere Enteignungsentschädigung verlangt hatte, als schliesslich zugesprochen wurde, überzeugt diese Kostenverlegung. Der pauschale Verweis auf zahlreiche Verfassungsbestimmungen durch die Beschwerdeführerin ändert daran nichts. Die Vorinstanz hat keiner Partei eine Parteientschädigung zugesprochen, da sie die Voraussetzungen von § 17 Abs. 2 des Zürcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; LS 175.2) als nicht erfüllt erachtet hat. Das ist nicht zu beanstanden: die Beschwerdeführerin hat vor Verwaltungsgericht eine höhere Entschädigung gefordert, als ihr die Schätzungskommission zugesprochen hatte und ist folglich mit ihren Rechtsbegehren unterlegen. Damit besteht nach § 17 Abs. 2 VRG kein Anspruch auf Parteientschädigung.