Citation: 6B_265/2022 E. 1.2

1.2. Gemäss Vorinstanz ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer und sein Vater beim Ausbruch des Brandes allein in der Wohnung waren. Vor dem Brand holte der Beschwerdeführer im Kinderzimmer eine Kerze, mit der er seinem Vater im Wohnzimmer einen Zaubertrick zeigte. Der Beschwerdeführer bestritt, bereits im Kinderzimmer mit einer Brandquelle hantiert zu haben. Stattdessen brachte sein Vater zwei andere Brandursachen ins Spiel: Einerseits hätten sich im Bett des Kinderzimmers elektronische Geräte befunden, welche den Brand vielleicht verursacht hätten. Andererseits werde vor dem Fenster des Kinderzimmers regelmässig geraucht, weshalb möglicherweise ein glühender Zigarettenstummel den Weg durch das Fenster gefunden habe. Die Vorinstanz stellt bei der Sachverhaltsfeststellung auf den kriminaltechnischen Fachbericht ab. Diesen hatte der polizeiliche Brandermittler gestützt auf seine Untersuchung des Brandorts unmittelbar nach dem Feuerwehreinsatz erstellt. Gemäss Fachbericht wurden zuerst die Steckdosen und Elektroinstallationen im Zimmer untersucht, wobei keine elektrischen Geräte eingesteckt gewesen seien. Das Feuer sei beim Bett ausgebrochen. Elektrische Brandquellen seien nicht gefunden worden. Die Kerze im Wohnzimmer sei aus dem ausgebrannten Kinderzimmer gekommen. Es sei nicht auszuschliessen, dass die Kerze bereits versuchsweise im Zimmer angezündet worden sei. Durch ein Streichholz könnte sich ungewollt Papier oder anderes Material entzündet haben. Der zeitliche Ablauf spreche für eine solche Brandentwicklung. Als der polizeiliche Brandermittler an der Berufungsverhandlung befragt wurde, bestätigte er die Erkenntnisse seines Fachberichts. Er hielt gemäss Vorinstanz ausdrücklich fest, dass das Bett der Brandherd gewesen sei und elektrische Zündquellen als Brandursache ausgeschlossen werden könnten. In der Steckdose neben dem Bett sei nichts eingesteckt gewesen und im Brandschutt hätten sich keine Überreste von Akkumulatoren gefunden. Der polizeiliche Brandermittler habe bestätigt, dass die Lautsprechereinfassungen zu einem Keyboard gehören könnten. Sie seien allerdings neben und nicht auf dem Bett gefunden worden. Zudem könnten allenfalls darin enthaltene Nickel-Metallhydrid-Akkumulatoren als Brandursache ausgeschlossen werden. Diese Art von Akkumulator neige nicht zur spontanen Selbstentzündung und könne nur bei falschem Ladestrom in Brand geraten. Da aber nichts eingesteckt gewesen sei, käme dies als Brandursache nicht in Betracht. Demgegenüber sei ein Lithium-Polymer-Akkumulator einer Drohne grundsätzlich geeignet, einen Brand auszulösen. Allerdings habe der polizeiliche Brandermittler ausschliessen können, dass zur Zeit des Brands eine Drohne auf dem Bett war, denn sonst wären typische Überreste des Akkumulators und der Motoren gefunden worden. Weder ausgeschlossen noch bestätigt habe der polizeiliche Brandermittler die These des Vaters des Beschwerdeführers, dass ein durch das offene Fenster geworfener Zigarettenstummel den Brand ausgelöst haben könnte. Die Vorinstanz schliesst daraus, dass die Brandursache vom polizeilichen Brandermittler nicht abschliessend geklärt werden konnte. Gestützt auf seine fachkundigen Aussagen stehe aber fest, dass weder ein Keyboard noch eine Drohne auf dem Bett gewesen seien. Es handle sich dabei um Schutzbehauptungen, die vom polizeilichen Brandermittler ausgeschlossen worden seien. Der Beschwerdeführer habe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bereits im Kinderzimmer mit einer Brandquelle hantiert, bevor er seinem Vater im Wohnzimmer den Zaubertrick mit einer Kerze gezeigt habe. Der Beschwerdeführer sei die einzige Person gewesen, die sich am Nachmittag vor dem Brand im Kinderzimmer aufgehalten habe, und auch die einzige Person, die mit einer Brandquelle in der Wohnung hantiert habe. Der polizeiliche Brandermittler habe eine technische Brandursache ausschliessen können. Nach alldem kommt die Vorinstanz zum Schluss, der Beschwerdeführer habe im Kinderzimmer mit einer Brandquelle hantiert, bevor er seinem Vater im Wohnzimmer einen Zaubertrick mit einer Kerze gezeigt habe. Dadurch habe er den Brand unabsichtlich verursacht.