Citation: 1P.391/2004 13.09.2004 E. 7

7.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, der Chirurg Dr. B.________ habe in seinem Bericht vom 19. April 2004 darauf hingewiesen, dass wegen der erneuten Hospitalisierung des Beschwerdeführers zu dessen Hafterstehungsfähigkeit die medizinischen Ärzte konsultiert werden müssten. Die DJI habe dies unterlassen und damit seine in § 7 VRG festgehaltene Pflicht, den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, verletzt. Die DJI hat im angefochtenen Entscheid ausgeführt, dass der aktuelle Gesundheitszustand des Beschwerdeführers beim Eintritt in die Vollzugsinstitution abgeklärt werde und die für den Vollzug vorgesehene Anstalt Realta in Zusammenarbeit mit der benachbarten Klinik Beverin Gewähr biete für eine sorgfältige Eintrittsinspektion und - gegebenenfalls - für eine angemessene medizinische Betreuung während des Vollzugs. 7.2 Die DJI liess die Hafterstehungsfähigkeit des Beschwerdeführers auf sein Begehren gutachterlich abklären. Dass dieses Gutachten des IRM mit fortschreitendem Zeitablauf an Aussagekraft verliert, liegt angesichts des offenbar labilen Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers in der Natur der Sache. Das bedeutet indessen keineswegs, dass die DJI verfassungsrechtlich verpflichtet wäre, immer neue Gutachten über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers einzuholen, die dann beim Strafantritt möglicherweise bereits wieder überholt wären. Da von keiner Seite je behauptet wurde, der Beschwerdeführer sei nicht fähig, sich zum Zwecke des Strafantritts nach Realta zu begeben, genügt es vielmehr, dass sie die Vollzugsanstalt über die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers informierte und sicherstellte, dass dieser bei seinem Strafantritt medizinisch abgeklärt und, sollte sein dannzumaliger Zustand den Strafvollzug nicht erlauben, wieder entlassen wird. Dieses Vorgehen ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, die Rüge ist unbegründet.