Citation: 2A.616/2002 22.08.2003 E. 3

Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann das Nichtbezahlen von Schulden, wenn diese einen bedeutenden Umfang annehmen, einen Verstoss gegen die öffentliche Ordnung darstellen (BGE 122 II 385 E. 3b S. 391). Im vorliegenden Fall weist das Verwaltungsgericht darauf hin, dass vom 13. Juli 1996 bis zum 27. März 2002 Verlustscheine im Umfange von Fr. 44'230.-- (gerundet) ausgestellt wurden. Aus dem entsprechenden Verlustscheinregisterauszug vom 10. Juni 2002 geht jedoch hervor, dass eine grosse Anzahl dieser Verlustscheine vor der Erteilung der Niederlassungsbewilligung (1. September 2000) an den Beschwerdeführer ausgestellt worden ist; die seither ausgestellten Verlustscheine, soweit es um höhere Beträge geht, betreffen einerseits Alimentenzahlungen an die Ex-Ehefrau sowie Schulden gegenüber einem ehemaligen Vermieter in X.________. Die Schulden gegenüber dem ehemaligen Vermieter sind zwischen Ende 1998 und Frühling 1999 entstanden, wie aus dem Exmissionsentscheid vom 7. Mai 1999 hervorgeht; d.h. vor der Erteilung der Niederlassungsbewilligung. Ein hoher - in den Verlustschein Nr. 54970/2002 mündender - geschuldeter Unterhaltsbeitrag von Fr. 9'531.90.-- wurde schon am 29. November 2000 in Betreibung gesetzt, d.h. kurz nach der Scheidung des Beschwerdeführers; es muss sich dabei um Unterhaltsbeiträge handeln, die vor der Auflösung der Ehe - wohl im Rahmen eines Eheschutzverfahrens - fällig geworden sind. Wann genau die übrigen - nun zu Verlustscheinen führenden - Schulden als solche entstanden sind, geht aus dem Registerauszug nicht hervor. Entsprechend kann aufgrund der zur Zeit vorliegenden Informationen keine Aussage darüber gemacht werden, ob der Beschwerdeführer seit der Erteilung der Niederlassungsbewilligung Schulden in einem Ausmasse gemacht hat, das auf einen Verstoss gegen die öffentliche Ordnung schliessen lässt.