Citation: 2C_614/2021 E. 5.4

5.4. Als privates Interesse fällt insbesondere die Anwesenheit des Beschwerdeführers in der Schweiz von über 25 Jahren ins Gewicht. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung trifft ihn dementsprechend hart. Dennoch kann ihm die Ausreise in die Türkei zugemutet werden. Trotz seiner langen Aufenthaltsdauer ist er wirtschaftlich schlecht integriert - obschon er mittlerweile einen Kiosk betreibt - und auch seine soziale Integration ist mangelhaft, wie die wiederholten und erheblichen strafrechtlichen Verurteilungen unterstreichen. Negativ fällt ebenfalls ins Gewicht, dass ihn weder Ermahnungen noch eine ausländerrechtliche Verwarnung zur Veränderung seines Verhaltens in finanziellen Angelegenheiten motivieren konnten. Der Beschwerdeführer ist in der Türkei geboren und aufgewachsen. Neben der obligatorischen Schule hat er in seinem Heimatland auch eine Hotelfachschule abgeschlossen und lebte dort bis zu seinem 20. Lebensjahr. Er ist mit der Kultur und Sprache nach wie vor vertraut, zumal er auch zu Besuchen regelmässig in die Türkei zurückgekehrt ist. Es ist ihm somit möglich, in seiner Heimat wieder Fuss zu fassen, selbst wenn er dort mittlerweile keine Verwandten mehr hat.