Citation: U 574/06 05.10.2007 E. 6

6.1 Nach Lage der Akten ist nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360 mit Hinweisen) dargetan, dass sich die Beschwerdeführerin am 20. Februar 2005 anlässlich eines Sturzes beim Skifahren einen Kreuzbandriss zuzog. Ein solches Ereignis ist weder aufgrund der Aussagen der Versicherten belegt, noch kann es aufgrund der medizinischen Darlegungen als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt gelten. Dr. med. M.________, welcher das verletzte Knie im Gegensatz zu Dr. med. V.________ und Dr. med. I.________ selber eingehend untersucht und beurteilt hat, betrachtete die Ruptur als wahrscheinlich vorbestanden. Auf einen alten Kreuzbandriss schliesst auch Dr. med. V.________ und begründet dies unter anderem mit der von Dr. med. M.________ beschriebenen, seit dem Unfall im Jahre 2000 wiederholt aufgetretenen Schwäche im Kniegelenk im Sinne von "giving-way". Der Hausarzt äussert sich weder im Schreiben an Dr. med. M.________ vom 27. April 2005 noch im ärztlichen Zeugnis vom 28. Juni 2005 ausdrücklich zur Kausalität der Kreuzbandverletzung. Einen Sturz aus einer raschen Abfahrtbewegung, wie ihn Dr. med. I.________ als Voraussetzung für einen Kreuzbandriss nennt, hat die Versicherte ausweislich der Akten nicht erlebt. 6.2 Geht man vom Geschehensablauf aus, wie ihn die Beschwerdeführerin am 1. Juli 2005 geschildert hat, führte das Befestigen des Skis mittels Einklinken des Schuhs zu einem hörbaren Knacken im Knie und zum Auftreten von Schmerzen. In diesem Vorfall ist mangels eines ungewöhnlichen äusseren Faktors kein Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG begründet. Da damit auch kein gesteigertes Gefährdungspotenzial verbunden war, haben Beschwerdegegnerin und Vorinstanz darin zu Recht auch keine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV erblickt. Dies wird von der Beschwerdeführerin im letztinstanzlichen Verfahren denn auch zu Recht nicht mehr in Frage gestellt. Hat das Befestigen der Skibindung zu einem "Knacks" mit anschliessendem Schmerz geführt und ist die Versicherte deswegen beim Skifahren auf die linke Seite gefallen, können die Stürze nicht als Ursache für den Gesundheitsschaden betrachtet werden, sondern höchstens als dessen Folge. Sie stellen demzufolge auch keine Verschlimmerung einer vorbestandenen Symptomatik im Sinne einer Teilursache dar. Ob die Versicherte beim Skifahren ein Drehtrauma des linken Knies erlitten hat, wie Dr. med. M.________ im Arztzeugnis vom 11. März 2005 festhält und im Schreiben vom 3. März 2005 als mögliche Sturzursache angibt, ist bei dieser Ausgangslage irrelevant.