Citation: 2C_589/2008 27.02.2009 E. A

Die türkische Staatsangehörige X.________ (geb. 1971) stellte am 14. Februar 1997 in Deutschland einen Asylantrag, der am 2. November 1997 abgelehnt wurde. Am 29. Januar 2001 stellte sie in der Schweiz ein Asylgesuch, das mit Verfügung des Bundesamtes für Flüchtlinge (heute: Bundesamt für Migration) vom 21. März 2001 abgewiesen wurde. Dagegen erhob X.________ am 27. April 2001 Beschwerde. Am 5. Juli 2001 gebar sie ihre Tochter Z.________ und heiratete am 28. September 2001 den in der Schweiz niedergelassenen Landsmann Y.________. Darauf zog X.________ am 5. Februar 2002 ihre Beschwerde gegen die abweisende Asylverfügung zurück und erhielt am 9. Juli 2002 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei ihrem Ehemann. Am 28. August 2006 teilte eine Person dem Amt für Migration Basel-Landschaft telefonisch mit, das Ehepaar X.________ - Y.________ führe eine Scheinehe. X.________ wohne nicht mit Y.________ zusammen, sondern mit ihrem Verlobten E.________, mit dem sie ein gemeinsames Kind habe. E.________ sei zwecks Verbleib in der Schweiz ebenfalls eine Scheinehe mit der Schwester von X.________ eingegangen. In der Folge wiederholte die Auskunftsperson diese Behauptungen in einem anonymen Schreiben. Das Amt für Migration nahm darauf Abklärungen vor. Auf Anfrage hin teilte Y.________ mit, dass er seit Juli 2005 nicht mehr mit seiner Ehefrau zusammen wohne. Am 3. Februar 2007 meldete er sich dann wieder an der Wohnadresse seiner Ehefrau in R.________ an. Im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs wurden die Ehegatten X.________ - Y.________ am 2. März 2007 getrennt über ihre gemeinsame Beziehung und ihr Eheleben befragt. Dabei ergaben sich Ungereimtheiten und Widersprüche zwischen den Aussagen der Ehegatten. Dass E.________ der leibliche Vater der Tochter Z.________ ist, wurde nicht bestritten.