Citation: 8C_905/2015 E. 5.2

5.2. Weiter wird bemängelt, in den erwähnten Berichten seien zwar die nicht rein somatisch erklärbaren Beschwerdeschilderungen des Versicherten erfasst, an einer inhaltlichen Auseinandersetzung dazu fehle es indessen gänzlich; es käme hinzu, dass die im MEDAS-Gutachten angeführte Diagnose einer undifferenzierten Schmerzstörung nicht nachvollziehbar erklärt sei; insgesamt erweise sich der psychische Zustand als unvollständig abgeklärt. Die Rehaklinik überprüfte die Konsistenz der Beschwerdeschilderungen insbesondere anhand des ihr zur Verfügung gestellten Observationsmaterials. Sie kam zum Schluss, der Versicherte sei körperlich und geistig weitgehend leistungsfähig. Eine Beeinträchtigung aufgrund einer somatoformen Schmerzstörung konnte dabei zwar nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Der Experte bezeichnete jedoch eine solche, falls überhaupt gegeben, als sich höchstens zu 20 % leistungsmindernd auf eine vollschichtige Tätigkeit auswirkend. Eine positive Evidenz für das Vorliegen einer solchen Leistungsminderung konnte er indessen ausdrücklich nicht nennen. Die MEDAS-Experten ihrerseits griffen den Bericht der Rehaklinik - wohl in Unkenntnis desselben - zwar nicht auf, prüften den Versicherten indessen allumfassend. Insbesondere zog deren Psychiater dabei auch sämtliche bisher ergangenen fachspezifischen Berichte bei, würdigte sie ergänzt durch die eigenen Untersuchungen, ehe er - wie bereits schon früher der Fachkollege Dr. med. G.________ mehrfach (am 22. Mai 2002, 13. November 2002 und 29. November 2005), aber auch das medizinische Institut B.________ im interdisziplinären Gutachten vom 29. März 2006 (S. 20) - endlich mit näherer Begründung die Diagnose einer undifferenzierten Somatisierungsstörung F 45.1 stellte, was denn auch so in den interdisziplinär abgefassten Schlussbericht vom 25. Mai 2009 einfloss. Ob der rein körperlich nicht erklärbare Beschwerdeteil nun als undifferenzierte Somatisierungsstörung oder aber somatoforme Schmerzstörung bezeichnet wird, ist vorliegend zweitrangig. Entscheidend ist, dass trotz umfassender psychiatrischer Abklärung kein vom somatischen trennbares, eigenständiges psychisches Beschwerdebild mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert werden konnte, so dass die Frage nach dem tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögen bzw. der Schlüssigkeit der gutachterlichen Einschätzung dazu letztlich allein anhand der in BGE 141 V 281 vorgegebenen Indikatoren zu beantworten ist. Insoweit stossen auch diese Vorbringen des Beschwerdeführers ins Leere.