Citation: 1P.162/2004 15.06.2004 E. B

Mit Eingabe vom 2. September 2003 verlangte H.________ durch ihren Verteidiger Dr. Alois Näf den Ausstand von Untersuchungsrichter X.________. Zur Begründung wurde geltend gemacht, der Untersuchungsrichter habe anscheinend versucht, Zeugen resp. Auskunftspersonen dazu zu überreden, gegen ihre Überzeugung Aussagen gegen H.________ zu machen. Dem Ausstandsbegehren waren zwei an Dr. Näf gerichtete Schreiben beigelegt, eines von L.________ vom 25. August 2003 und das andere von M.________ vom 1. September 2003. Beide Auskunftspersonen erklärten, sie seien von Untersuchungsrichter X.________ massiv unter Druck gesetzt beziehungsweise stark genötigt worden. Mit Schreiben vom 5. September 2003 ergänzte H.________ die Begründung des Ausstandsbegehrens. Am 23. September 2003 wies der Staatsanwalt-Stellvertreter des Kantons St. Gallen das Ausstandsbegehren ab. Gegen diesen Entscheid erhob H.________ am 8. Oktober 2003 Rechtsverweigerungsbeschwerde bei der Anklagekammer des Kantons St. Gallen. Diese wies die Beschwerde mit Entscheid vom 2. Dezember 2003 ab.