Citation: 6B_736/2024 E. 2.4.6

2.4.6. Bezüglich der Spurenlage im Schlafzimmer des Opfers hält die Vorinstanz abschliessend fest, in Anbetracht der Vielzahl der Spuren der Beschwerdeführerin - darunter auch der sehr wahrscheinlich ihr zuzuordnende Fingerabdruck auf der Kartonbox in der geöffneten Schublade - und des Fehlens anderer Spuren als denjenigen von ihr und des Opfers sowie unter Berücksichtigung des Aussteckens des Ladekabels und der Beschädigung des Mobiltelefons kurz vor dem Angriff erscheine es insgesamt sehr wahrscheinlich, dass die festgestellten DNA-Spuren der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der zu beurteilenden Tat stünden. Insbesondere zeuge die Beschädigung des Mobiltelefons 10 bis 15 Minuten vor der Tat davon, dass Emotionen im Spiel gewesen seien. Dafür komme einzig die Beschwerdeführerin in Betracht, die selbst eingestanden habe, das Mobiltelefon ihres Ehemannes regelmässig kontrolliert zu haben. Zudem sei sie neben ihrem Sohn als einzige Person in der Wohnung des Opfers gewesen, als um 18:49 Uhr die Nachrichten-App auf seinem Mobiltelefon geöffnet und anschliessend ein Snapshot der Nachrichten erstellt worden sei. Es gebe somit ein nachgewiesenes Interesse der Beschwerdeführerin am Mobiltelefon und den Nachrichten des Opfers wenige Stunden vor der Tat. Dass sich eine unbeteiligte Drittperson für persönliche Angelegenheiten interessieren und sich extra Zeit für die Zerstörung des iPhones nehmen würde, sei nicht zu erwarten. Die genannten Umstände deuteten in ihrer Gesamtheit stark auf die Beschwerdeführerin als Täterin hin, weshalb sie (die Vorinstanz) die Situation im Schlafzimmer des Opfers als weiteres Indiz würdige (Urteil S. 42 ff.). Die DNA-Spuren der Beschwerdeführerin auf dem Mobiltelefon und dem Ladekabel des Opfers sind bewiesene Tatsachen. Ebenso ist erstellt, dass das Mobiltelefon um 22:09 Uhr vom Strom getrennt und in der Folge beschädigt wurde. Unbestritten und erwiesen ist zudem, dass um 18:49 Uhr die Nachrichten-App des Mobiltelefons für knapp zwei Minuten im Vordergrund war und ein Snapshot der Nachrichten erstellt wurde, womit jemand mit dem Mobiltelefon hantiert haben muss. Schliesslich ist aufgrund der Auswertung ihres Mobiltelefons und ihrer Aussagen erstellt, dass sich die Beschwerdeführerin von 18:37 Uhr bis 18:57 Uhr in der Wohnung bzw. an der Adresse des Opfers befand. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz aus den zeitlichen Begebenheiten schliesst, dass die Beschwerdeführerin um 18.49 Uhr mit dem Mobiltelefon hantierte. Ferner schliesst die Vorinstanz willkürfrei auf ein Interesse der Beschwerdeführerin für das Mobiltelefon und die Nachrichten des Opfers, was diese letztlich nicht bestreitet. Der Beschwerdeführerin ist zuzustimmen, dass die DNA-Spur auf dem Mobiltelefon damit ohne Weiteres plausibel erklärt werden könne. Dies gilt entgegen ihrer Ansicht nicht automatisch auch für die DNA-Spur auf dem Ladekabel und den frischen Fingerabdruck auf der Kartonbox, da sie selbst nicht geltend macht, sie habe das Ladekabel und die Kartonbox berührt, als sie mit ihrem Sohn am frühen Abend in der Wohnung des Opfers war. Nichtsdestotrotz trifft zu, dass die Spuren auch zu einem anderen Zeitpunkt als kurz vor der Tat hinterlassen worden sein könnten, was auch die Vorinstanz festhält. Damit stellen die DNA-Spuren für sich alleine kein Indiz für die Täterschaft der Beschwerdeführerin dar, wovon die Vorinstanz jedoch auch nicht ausgeht. Hingegen vermag die Beschwerdeführerin mit ihren weiteren Vorbringen keine Willkür in der vorinstanzlichen Einschätzung aufzuzeigen, wonach die Beschädigung des Mobiltelefons 10 bis 15 Minuten vor der Tat davon zeuge, dass Emotionen im Spiel gewesen seien, wofür einzig die Beschwerdeführerin in Betracht komme. Die Vorinstanz erwägt nachvollziehbar, dass nicht ersichtlich sei, weshalb eine andere Person das Mobiltelefon des Opfers zerstören sollte. Auch die Beschwerdeführerin nennt in ihrer Beschwerde hierfür keinen Grund. Insgesamt ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die bewiesene Spurenlage im Schlafzimmer des Opfers, insbesondere den Umstand, dass das Mobiltelefon des Opfers kurz vor der Tat zerstört wurde, als Indiz für die Täterschaft der Beschwerdeführerin wertet. In Ergänzung der vorinstanzlichen Würdigung ist jedoch anzufügen, dass es sich hierbei um ein eher schwaches Indiz handelt, da dieses eine andere Täterschaft zwar nicht als wahrscheinlich erscheinen lässt, jedoch auch nicht ausschliesst.