Citation: 1B_146/2015 E. 2.5

2.5. Der Beschwerdeführer macht vor Bundesgericht im Wesentlichen die gleichen Einwände geltend wie vor dem Obergericht. Dieses hat sich damit einlässlich auseinander gesetzt, wobei der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden ist. Vorliegend kann deshalb auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. Zwar ist dem Beschwerdeführer zugute zu halten, dass er sich während der Untersuchung grundsätzlich kooperativ gezeigt hat und einräumt, dass er von den Fälschungen der Unterlagen der Kreditnehmer innerhalb der B.________ GmbH gewusst hat. Dabei erhebt er aber insbesondere gegen die Sachbearbeiterin der Firma und Mitbeschuldigte C.________ schwere Vorwürfe. Er macht geltend, dass sie für das operative Kreditgeschäft zuständig gewesen sei und die Fälschungen vorgenommen habe, während er die Kontakte zu den Banken gepflegt habe. C.________ gab in ihrer Einvernahme vom 3. März 2015 aber zu Protokoll, sie habe die Kundendossiers lediglich weitergeleitet und nichts mit Dokumentfälschungen zu tun. Ausserdem wäre es ihr aufgefallen, wenn ein anderer Mitarbeiter Fälschungen vorgenommen hätte, denn sie habe zu allen Computern Zugang gehabt, ausser zu demjenigen des Beschwerdeführers. Vor diesem Hintergrund war die Aufgabenteilung mit Bezug auf die angeblichen deliktischen Geschäfte, welche entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers von zentraler Bedeutung ist, damals noch ungeklärt und eine Konfrontationseinvernahme sollte erst noch durchgeführt werden. Angesichts dieser Unklarheiten hinsichtlich der Rollenverteilung, der divergierenden Aussagen und des frühen Stadiums der sehr umfangreichen Ermittlungen, war ernsthaft zu befürchten, dass er in Freiheit versuchen könnte, sich mit den anderen Mitbeschuldigten über die betrügerischen Handlungen und die jeweiligen Tatbeiträge abzusprechen. Gleiches gilt hinsichtlich relevanter Kreditnehmer: Auch diese hätte er davon überzeugen können, dass ihm im Rahmen der mutmasslichen betrügerischen Geschäfte eine geringere Verantwortung zukomme, um so ihr Aussageverhalten zu beeinflussen. Der Beschwerdeführer räumt selber ein, gewisse Kunden zu kennen und das operative Geschäft zu einem geringen Pensum geführt bzw. teilweise in Abwesenheit von C.________ übernommen zu haben. Aufgrund seiner Stellung als Geschäftsführer durfte zudem davon ausgegangen werden, dass er wichtige Kunden kennt und diese kontaktieren könnte, selbst wenn die ihn belastenden Geschäftsunterlagen mit den Kontaktdaten inzwischen beschlagnahmt worden sind. Schliesslich könnte er auch versucht gewesen sein, die noch sehr junge Sachbearbeiterin selbst derart unter Druck zu setzen, dass sie ihre Aussage zurückzieht oder wenigstens relativiert. Ein solches Unterfangen wäre auch nicht von vornherein aussichtslos, denn es hätte den Ausgang des Verfahrens grundsätzlich beeinflussen können. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers konnte aufgrund der geringen Anzahl an Einvernahmen mutmasslich betroffener Kreditnehmer nicht von einem festen Handlungsmuster ausgegangen werden. Dass dem Beschwerdeführer ein wesentlicher Tatbeitrag zuzuschreiben ist, erscheint umso wahrscheinlicher, als nahe liegt, dass ihm die Provisionen für die Vermittlungstätigkeit zugekommen sind, verfügte C.________ doch über einen Arbeitsvertrag, welcher einen festen Monatslohn vorgesehen hat. Dabei fällt erschwerend ins Gewicht, dass die Deliktssumme aufgrund des Geschäftsvolumens (gesprochen wird von mehreren tausend Aufträgen und hunderten von Kreditnehmern) nicht unwesentlich sein und der Vorwurf des gewerbsmässigen Betrugs im Raum stehen dürfte. Schliesslich ist auch der Einwand des Beschwerdeführers zurückzuweisen, wonach er aufgrund der drohenden Strafanzeige durch D.________ bereits hätte kolludieren können, dies aber nicht gemacht habe. Dieses Argument verfängt nur schon deshalb nicht, weil er durch die Rückzahlung des von D.________ verlangten Betrags die Strafanzeige jederzeit hätte abwenden können. Damals bestand somit kein ernsthafter Anlass für die Beseitigung von Beweisen oder die Beeinflussung von Personen.