Citation: 8C_765/2014 E. 9

Die Prüfung der Adäquanz eines Kausalzusammenhangs ist bei Anwendung der Praxis zu den psychischen Unfallfolgen in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Die namhafte Besserung des Gesundheitszustandes in diesem Sinne bestimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4 S. 113 ff.; Urteil 8C_454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3). Gemäss dem Gutachten des Zentrums F.________ vom 18. November 2010 war der Versicherte aus organischer Sicht in der Arbeitsfähigkeit nicht mehr eingeschränkt (vgl. auch E. 11.7 hienach). IV-Eingliederungsmassnahmen standen im Zeitpunkt des Fallabschlusses per 29. Februar 2012 unbestrittenermassen nicht zur Diskussion. Der Fallabschluss war demnach rechtens.