Citation: 8C_215/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Die Sonderregelung von Art. 28 Abs. 4 UVV kommt im Bereich der Unfallversicherung zur Anwendung, wenn eine versicherte Person nach dem Unfall die Erwerbstätigkeit altershalber nicht mehr aufnimmt (Variante I) oder sich das vorgerückte Alter (im Bereich von "rund 60 Jahren") erheblich als Ursache der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit auswirkt (Variante II). Gemäss Art. 28 Abs. 4 UVV sind in einem solchen Fall für die Bestimmung des Invaliditätsgrades die Erwerbseinkommen massgebend, die ein Versicherter im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheitsschädigung erzielen könnte. Dadurch wird bei der Invaliditätsbemessung dem Umstand Rechnung getragen, dass nebst der - grundsätzlich allein versicherten - unfallbedingten Invalidität auch das vorgerückte Alter eine Ursache der Erwerbslosigkeit oder -unfähigkeit bilden kann (zum Ganzen: BGE 148 V 419 E. 7.2 mit Hinweisen). Bei Anwendungsfällen von Art. 28 Abs. 4 UVV fällt ein Abzug zufolge fortgeschrittenen Alters der versicherten Person ausser Betracht (BGE 148 V 419 E. 8). Ob die Anwendungsvoraussetzungen der Sonderregelung von Art. 28 Abs. 4 UVV im vorliegenden Fall (mit der Suva) erfüllt sind oder ob deren Vorliegen (mit der Vorinstanz) zu verneinen sind (der Beschwerdeführer selber äussert sich nicht dazu), kann offen bleiben. Denn wie sich nachfolgend zeigt, resultiert so oder anders kein rentenbegründender Invaliditätsgrad.