Citation: 1C_116/2014 E. 2.5

2.5. Die Auslegung und Anwendung von selbstständigem kantonalem Recht (hier: § 18 ABauV) prüft das Bundesgericht nur unter dem Blickwinkel des Willkürverbots. Willkür liegt nach der Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder sogar vorzuziehen wäre. Das Bundesgericht weicht vom Entscheid der kantonalen Instanz nur ab, wenn dieser offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 136 I 316 E. 2.2.2 S. 318 f. mit Hinweisen). Es ist bereits fraglich, ob die Begründung der Willkürrüge den gesetzlichen Begründungsanforderungen genügt. Jedenfalls ist sie nicht geeignet, den angefochtenen Entscheid als willkürlich erscheinen zu lassen: Ein innerer Widerspruch in der Begründung ist nicht ersichtlich: Das Verwaltungsgericht ging zwar davon aus, dass das 1961 vereinbarte Näherbaurecht nur das bestehende Wohnhaus des Beschwerdegegners umfasse, weshalb die Grenzabstände zu beachten seien. Für Klein- und Anbauten i.S.v. § 18 ABauV gelten jedoch nicht die ordentlichen Grenzabstände von 4 bzw. 8 m, sondern ein reduzierter Grenzabstand von 2 m. Das Verwaltungsgericht qualifizierte die Dachterrasse nicht als Gebäude, sondern als "unbewohnten Gebäudeteil". Seine Ausführungen - insbesondere zur Frage der Gebäudehöhe - lassen keine Willkür erkennen.