Citation: 8C_167/2018 E. 6.3

6.3. Die Vorinstanz erwog, dass keiner der in der S2e-Leitlinie beschriebenen, potentiell geeigneten Verletzungsmechanismen für unfallbedingte Rupturen der Rotatorenmanschette (S2e-Leitlinie S. 7) vorliege und ein simpler Anprall der Schulter nicht geeignet sei, eine Verletzung der Rotatorenmanschette oder gar eine Komplettruptur der Supraspinatussehne zu bewirken. Hinzu komme, dass beim im Jahr 2016 60jährigen Beschwerdeführer, der langjährig als Gartenarbeiter tätig gewesen sei und gemäss eigenen Angaben regelmässig Sport getrieben habe - offensichtlich auch Wasserball - ausschliesslich degenerative Veränderungen hätten festgestellt werden können. Da schon bei jungen Überkopfsportlern strukturelle Schäden an der Rotatorenmanschette (Partialläsionen) im Sinn eines repetitiven Überlastungsschadens durch repetitive Mikrotraumen bei sogenannten internen Impingementformen auftreten könnten (S2e-Leitlinie S. 6), sei ein Überlastungsschaden beim 60jährigen Beschwerdeführer umso wahrscheinlicher. Das Alter des Beschwerdeführers sei somit ebenfalls eine Erklärung für die vollständige und nicht bloss partielle Ruptur der Supraspinatussehne. Diese zutreffenden Schlussfolgerungen werden nicht in Frage gestellt durch die Hinweise des Beschwerdeführers, dass er weder Wasserhandball noch eine andere Wurf-/Überkopfsportart regelmässig betreibe, und dass Dr. med. E.________, Facharzt für Radiologie FMH, am 16. Juni 2016 lediglich von der Möglichkeit eines subacromialen Impingements gesprochen habe.