Citation: 4A_230/2022 E. 8.2

8.2. Die Beschwerdeführerin übt über weite Strecken appellatorische Kritik, ohne sich hinreichend mit den ausführlichen vorinstanzlichen Erwägungen auseinanderzusetzen. Damit vermag sie die Beweiswürdigung nicht als willkürlich (vgl. hiervor E. 1.3) auszuweisen. So genügt es nicht, die Beweiswürdigung pauschal als oberflächlich und aktenwidrig zu bezeichnen. Ebenso wenig genügt es, einen allfälligen Interessenkonflikt von Zeugen (im Rahmen der Einsetzung der Y.________ als ausseramtliche Konkursverwaltung) anzudeuten, ohne hinreichend darzutun, dass dies bereits vor den Vorinstanzen geltend gemacht wurde. Auch vermag die Beschwerdeführerin nicht darzutun, dass die Vorinstanz in Willkür verfallen wäre, wenn sie mit der Erstinstanz festhielt, der im Büro der Beschwerdeführerin bei der E.________ AG gefundene Stempel der G.________ S.p.A. weiche vom Stempel ab, den die G.________ S.p.A. üblicherweise verwendet habe. Nichts ändert ihr Hinweis, im Bericht sei erwähnt, dass Frau Z.________ jeweils die Stempel bestellt habe und es unwahrscheinlich sei, dass dies ohne das Wissen von R.________ erfolgt sei. Es geht vorliegend gerade nicht um die Stempel, die üblicherweise von der G.________ S.p.A. verwendet wurden, sondern um den Stempel, der gemäss den (mangels hinreichender Rüge) für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen erheblich von den üblicherweise verwendeten Stempel abwich. Nichts ändert diesbezüglich der Einwand, es bestehe keine lückenlose Dokumentation, in welchen Jahren welcher Stempel verwendet worden sei. Die Beschwerdeführerin vermag weiter auch betreffend die Würdigung der Zeugenaussage von R.________ keine willkürliche Beweiswürdigung darzutun, wenn sie ausführt, es seien in der Buchhaltung der E.________ AG für beide Gesellschaften Konten erstellt worden, zumal sie die vorinstanzliche Aussage, wonach sie selbst eingeräumt habe, dass die E.________ AG in keiner Vertragsbeziehung zu H.________ S.p.A. und I.________ S.p.A. gestanden habe, nicht hinreichend bestreitet. Was die Beschwerdeführerin sodann unter dem Titel "Geschäft H.________ S.p.A. [...]" bzw. "Geschäft I.________ S.p.A." ausführt, ist blosse appellatorische Kritik. Darauf braucht nicht weiter eingegangen zu werden. Wenn die Beschwerdeführerin sodann moniert, aufgrund der unterbliebenen Erstellung eines Fachgutachtens könne nicht davon ausgegangen werden, dass Dokumente oder Unterschriften gefälscht seien, unterlässt sie es, sich mit den entsprechenden Ausführungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen. Sie vermag entsprechend nicht darzutun, dass die Vorinstanz in Willkür verfallen wäre, indem sie mit der Erstinstanz auf die Erstellung eines Gutachtens verzichtete und dennoch, unter anderem gestützt auf die Ausführungen von T.________, davon ausging, die Unterschrift von R.________ und der Kundinnen in den Auftragsbestätigungen seien gefälscht. Selbst wenn man schliesslich bei den Schreiben der Firmen H.________ S.p.A. und I.________ S.p.A. (Bestätigungen, dass keine Geschäftsbeziehungen bestanden) von blossen Parteibehauptungen ausginge, weil diese durch die Rechtsvertretung der Beschwerdegegnerin eingeholt worden sein sollen, würde es sich jedenfalls um besonders substanziierte Parteibehauptungen handeln, welche die Beschwerdeführerin entsprechend hätte bestreiten müssen. Dass sie dies getan hätte, zeigt sie in ihrer Beschwerde nicht hinreichend auf. Im Übrigen handelt es sich bei den besagten Schreiben nur um ein Beweismittel unter vielen, auf das die Vorinstanz mit der Erstinstanz in ihrer Beweiswürdigung abgestellt hat. Zusammenfassend vermag die Beschwerdeführerin nicht darzutun, dass die Vorinstanz willkürlich davon ausging, die streitgegenständlichen Geschäfte mit der H.________ S.p.A. bzw. der I.________ S.p.A. seien rein fiktiv gewesen.