Citation: 6B_527/2015 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer beanstandet weiter, aus der Verneinung von Art. 410 lit. c StPO als Spezialfall mit strengeren Revisionsanforderungen folge nicht, dass auch der allgemeinere Revisionsgrund mit weniger restriktiven Bedingungen von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO nicht gegeben sei. Seine Vorbringen würden, selbst wenn eine Straftat nicht als erwiesen angesehen werden sollte, die Glaubwürdigkeit von A.Y.________ sowie ihres Freundes und ihrer Mutter tiefgreifend erschüttern, indem diese der Lüge überführt worden seien. Die Vorinstanz nehme zu Unrecht keine Gesamtwürdigung vor. Die Einwände des Beschwerdeführers sind unbegründet. Dieser verkennt, dass die Vorinstanz bezüglich des angeblich strafbaren Verhaltens auch den Revisionsgrund von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO prüfte und mangels Anhaltspunkten für ein strafbares Verhalten bzw. mangels neuer Tatsachen verneinte (vgl. angefochtener Beschluss S. 8 f., 10 f. und 14 f.). Da es für eine einschüchternde Drohung von Rechtsanwältin F.________ keine Anhaltspunkte gibt, fehlt es auch insofern von vornherein an revisionsrechtlich relevanten neuen Tatsachen. Die von der Rechtsprechung und vom Beschwerdeführer verlangte Gesamtwürdigung ist vorzunehmen, wenn neue Tatsachen vorliegen und es um die Frage geht, ob die tatsächliche Grundlage des früheren Urteils dadurch so erschüttert wird, dass ein günstigerer Entscheid wahrscheinlich ist (vgl. BGE 116 IV 353 E. 5b S. 362 f.). Da vorliegend keine revisionsrechtlich relevanten neuen Tatsachen gegeben sind, erübrigte sich eine neue Würdigung der bereits rechtskräftig beurteilten Straftaten.