Citation: 2C_236/2024 E. 5.1

5.1. Nach der bundesgerichtlichen Praxis soll Anwaltswerbung primär der Information dienen und - über die lauterkeitsrechtlichen Vorgaben hinaus (vgl. BGE 150 II 217 E. 4.1.1; Urteil 2C_259/2014 vom 10. November 2014 E. 2.3.1 und 5.2; BOHNET / MARTENET, a.a.O., N. 1536) - nicht reisserisch, aufdringlich oder marktschreierisch sein (BGE 139 II 173 E. 6.2.2 mit Hinweisen). Zurückhaltende und sachlich zutreffende Werbung ist demgegenüber erlaubt (BGE 150 II 217 E. 4.1; 139 II 173 E. 6.2.2 mit Hinweisen). Die gebotene Zurückhaltung bezieht sich sowohl auf den Inhalt wie auch auf die Formen und Methoden der Anwaltswerbung (BGE 150 II 217 E. 4.1.1 mit Hinweisen). Ein Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit besteht im Wesentlichen mit Blick auf die Existenz der betreffenden Kanzlei, ihre Tätigkeitsgebiete, die Kontaktangaben sowie allfällige zusätzliche Hinweise wie etwa "beratend und prozessierend" (BGE 150 II 217 E. 4.1.2; Urteil 2C_259/2014 vom 10. November 2014 E. 2.3.2). Objektiv ist Anwaltswerbung insbesondere dann nicht, wenn sie die Entscheidungsfreiheit des potenziellen Klienten beeinträchtigen kann (vgl. BOHNET / MARTENET, a.a.O., N. 1536; FELLMANN, Anwaltsrecht, N. 420).