Citation: 4P.174/2006 30.10.2006 E. 4

Der Beschwerdeführer vermag keine Willkür aufzuzeigen, soweit er sich mit den Ausführungen des Kantonsgerichts überhaupt rechtsgenüglich auseinander setzt. 4.1 Zur Begründung seiner Willkürrüge bringt er insbesondere vor, es sei allgemein bekannt, dass sich die Preise von Pelzmänteln nicht erhöht hätten und gebrauchte Pelze nur schwer verkäuflich seien. Somit sei es willkürlich, wenn die Vorinstanz ausführe, ein sieben Jahre alter, getragener Pelzmantel könnte zu den Gestehungskosten, also zum seinerzeitigen Neupreis, verkauft werden. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit würde sich zu diesem Preis kein Käufer finden lassen, zumal ein Pelzmantel - wie die Beschwerdeführerin früher selber ausgeführt habe - eine sehr persönliche Angelegenheit sei. Der Beschwerdeführer unterbreitet dem Bundesgericht damit lediglich seine eigene Sicht der Dinge, ohne im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern die Erwägungen des Kantonsgerichts willkürlich sein sollen. Das Kantonsgericht stützte sich in seinem Urteil massgeblich auf das Gutachten von Z.________ vom 22. März 2000, in welchem der Handelswert des Pelzmantels auf Fr. 52'000.-- geschätzt wurde. Obwohl diese Schätzung für das Kantonsgericht entscheidwesentlich war, lässt der Beschwerdeführer sie in seiner Beschwerdebegründung ausser Acht. Er legt mit keinem Wort dar und es ist im Übrigen auch nicht ersichtlich, inwiefern das Kantonsgericht geradezu in Willkür verfallen sein soll, indem es gestützt auf die Bewertung von Z.________ erwog, es sei möglich, dass der Pelz eine Wertsteigerung erfahren habe resp. der Wert des Pelzmantels erhalten geblieben sei, und daher in Würdigung sämtlicher Umstände den mutmasslichen Verkaufserlös auf den damaligen Kaufpreis von Fr. 38'160.-- festlegte. Auf die Rüge ist daher mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten (vgl. E. 2 vorne). 4.2 Der Beschwerdeführer vermag sodann keine willkürliche Beweiswürdigung darzutun, wenn er dem Kantonsgericht vorwirft, die Zeugenaussagen des Betreibungsbeamten in keiner Art und Weise berücksichtigt zu haben. Indem sich das Kantonsgericht damit auseinander setzte, ob für die Festsetzung des mutmasslichen Verkaufserlöses von einem Ergebnis des Zwangsverwertungsverfahrens oder des freien Marktes auszugehen ist, beschäftigte es sich implizit auch mit den Aussagen des Betreibungsbeamten. Dessen Zeugenaussagen blieben somit nicht unberücksichtigt, wenn das Gericht sie in seiner Begründung auch nicht ausdrücklich erwähnte. Dies war ohnehin nicht nötig, da das Kantonsgericht nicht auf den in einem Zwangsverwertungsverfahren erzielbaren Erlös abstellte. Dass sich der Zeuge zur entscheidwesentlichen Frage geäussert hätte, welcher Preis für den Pelzmantel auf dem freien Markt erzielt worden wäre, macht der Beschwerdeführer nicht geltend und ist nicht ersichtlich. 4.3 Willkür erblickt der Beschwerdeführer schliesslich darin, dass das Kantonsgericht einerseits erwogen habe, das mutmassliche Ergebnis einer freihändigen Veräusserung sei massgebend und anderseits mit keinem Wort ausgeführt habe, welcher Erlös dabei erzielt worden wäre. Das Kantonsgericht hätte von sich aus nach Art. 226 Abs. 2 ZPO/GR Sachverständigengutachten bei einigen bekannten Pelzgeschäften einholen müssen, da es nicht in der Lage gewesen sei, den mutmasslichen Verkaufserlös des Pelzmantels festzusetzen. Diese Rüge beruht auf einem unzutreffenden Verständnis des angefochtenen Urteils und stösst daher ins Leere. Das Kantonsgericht kam aufgrund seiner Beweiswürdigung zum Ergebnis, es sei gerechtfertigt, den Schaden im Rahmen der Gestehungskosten festzulegen. Aus den Erwägungen des angefochtenen Urteils ergibt sich deutlich, dass das Kantonsgericht der Ansicht war, die Gestehungskosten von Fr. 38'160.-- würden dem Preis entsprechen, welcher der Pelzmantel auf dem freien Markt erzielt hätte. Es hat mithin den mutmasslichen Verkaufserlös abschätzen können und ihn in Würdigung der konkreten Umstände in der Höhe der Gestehungskosten festgelegt. Das Kantonsgericht erwog sodann, der Mantel könne nicht mehr einem Experten vom freien Fachhandel zur optischen Begutachtung vorgelegt werden, da er nicht mehr vorhanden sei. Inwiefern es bei der gegebenen Sachlage in Willkür verfallen sein soll, indem es nicht von sich aus gestützt auf Art. 226 Abs. 2 ZPO/GR allgemeine Auskünfte zum Verkauf von getragenen Pelzmänteln bei bekannten Pelzfachgeschäften eingeholt hat, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich.