Citation: 6B_84/2022 E. 5.9.3

5.9.3. Die Beschwerdeführerin beanstandet die vorinstanzlichen Feststellungen zum Verfahrensablauf bzw. zu den Verfahrensverzögerungen nicht, sodass von diesen auszugehen ist (Art. 105 Abs. 1 BGG). Danach vergingen nach Anklageerhebung durch die Staatsanwaltschaft am 11. Januar 2017 fast zwei Jahre, bis die Erstinstanz am 12. und 13. Dezember 2018 die Hauptverhandlung durchführte. Dies erscheint nach Ansicht der Vorinstanz deutlich zu lange. Zudem erscheine die Dauer für die Ausfertigung der Urteilsbegründung von wiederum rund zwei Jahren auch unter Berücksichtigung des Umfangs des vorliegenden Verfahrens mit mehreren Beschuldigten als zu lange. Die Vorinstanz erkannte vor diesem Hintergrund eine "erhebliche Verletzung" des Beschleunigungsgebots, welche sie im Urteilsdispositiv ausdrücklich festhielt und sie zu einer Strafreduktion von sechs Monaten veranlasste (angefochtenes Urteil S. 21).