Citation: 8C_119/2023 E. 4.3

4.3. Im hier angefochtenen Urteil rief das kantonale Gericht zunächst in Erinnerung, dass sich im Fall von Widersprüchen zwischen den Ergebnissen der Abklärung vor Ort und den fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, in der Regel den ärztlichen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen sei als dem Bericht über die Haushaltsabklärung. Dies bedinge aber, dass die ärztliche Einschätzung plausibel sei. Das sei vorliegend nicht der Fall. So habe Dr. med. C.________ nicht Bezug auf den Haushaltsbericht und die konkreten Tätigkeiten genommen, sondern vielmehr festgehalten, es bestünden insgesamt gleichmässige Einschränkungen des Aktivitätsniveaus in sämtlichen Lebensbereichen. Die Vorinstanz hält diese Beurteilung für nicht überzeugend, sei doch die gemäss Gutachter beeinträchtigte Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben im eigenen Haushalt weniger entscheidend als bei einer Erwerbstätigkeit. Zudem könne die Beschwerdeführerin dabei wohl auch die Hilfe ihres Ehemannes, welcher lediglich mit einem Pensum von 40 % arbeitstätig und somit häufig zu Hause sei, in Anspruch nehmen. In Bezug auf die von Dr. med. C.________ erwähnte stark erhöhte Erschöpfbarkeit und Ermüdbarkeit sei auf die Möglichkeit hinzuweisen, jederzeit Pausen zu machen. Was ferner die Durchhaltefähigkeit betreffe, so habe die Haushaltsarbeit den Vorteil, dass sie in Etappen erledigt werden könne. Aus all diesen Gründen könne nicht auf die Einschätzung im psychiatrischen Gutachten abgestellt werden.