Citation: 4A_59/2017 E. 2.1.1

2.1.1. Die Vorinstanz legte die Vereinbarung nach dem Vertrauensprinzip aus. Sie erkannte, der Wortlaut der abgegebenen Erklärung lasse deutlich darauf schliessen, dass Akzessorietät im Vordergrund stehe. Einerseits werde auf den Unterleasingvertrag Bezug genommen, andererseits festgehalten, dass die Beschwerdegegnerin nur diejenigen Forderungen zu bezahlen habe, welche von der Beklagten 1 nicht bezahlt worden seien, was darauf schliessen lasse, dass nur die Zahlungsfähigkeit der Beklagten 1 bzw. die Erfüllung des Vertrages habe gesichert werden sollen. Das Leistungsversprechen der Beschwerdegegnerin sei mithin identisch mit der Schuldpflicht der Beklagten 1, was für das Vorliegen einer Bürgschaft spreche. Weiter gelte es zu berücksichtigen, dass die Sicherheiten der Beschwerdegegnerin ohne erkennbaren Gegenwert geleistet worden seien (insbesondere auch die Sicherungshypothek), angesichts dessen, dass die Leasingkosten den Kaufwert des Flugzeugs übertroffen hätten und der Beschwerdegegnerin nach Ende der Leasingdauer auch kein Optionsrecht zum Erwerb zugestanden wäre. Dies alles deute darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin keine selbständige Leistungspflicht übernommen habe, sondern lediglich für die Solvenz der Beklagten 1 einzustehen hatte. Die von der Beklagten abgegebene Erklärung sei daher als Bürgschaft zu qualifizieren.