Citation: 6B_565/2007 03.12.2007 E. 2.2

2.2.1 In Bezug auf den ersten Anklagevorwurf kommen beide Instanzen zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin die eingeklagten Goldmengen nicht an die B.________ SA lieferte, sondern für sich behielt und dies durch Anpassung der Buchungsbelege vertuschte. Eine versehentliche Fehlbuchung könne ausgeschlossen werden, zumal dies der Beschwerdeführerin spätestens beim Nachzählen der physischen Goldbestände am Ende der jeweiligen Woche aufgefallen wäre. Ebenso unwahrscheinlich sei eine Fehlbuchung durch Drittpersonen, da zum Buchungszeitpunkt die Beschwerdeführerin eingeloggt gewesen sei. Zwar sei es bei kurzen Abwesenheiten vorgekommen, dass Dritte unter dem Namen der Beschwerdeführerin Buchungen vorgenommen hätten, doch hätten sich diese Pausenablösungen auf alltägliche Schaltergeschäfte beschränkt (vgl. kreisgerichtliches Urteil S. 5-11; angefochtenes Urteil S. 8-11). 2.2.2 Beim zweiten Anklagevorwurf der Verbuchung falscher Kaufpreise verwerfen beide Vorinstanzen den Erklärungsversuch der Beschwerdeführerin, wonach gelegentlich zwischen den verschiedenen Bankschaltern Gold verschoben und diese Übertragungen buchhalterisch zu fiktiven Preisen verbucht worden seien. Zwar hätten solche internen Verschiebungen tatsächlich stattgefunden, doch fehlten in den angeklagten Fällen entsprechende Gegenbuchungen bei den anderen Kassen. Manipulationen durch Dritte könnten ausgeschlossen werden, da die Beschwerdeführerin im System eingeloggt gewesen sei (angefochtenes Urteil S. 11 f.; erstinstanzliches Urteil S. 11-13). 2.2.3 In Bezug auf den Vorwurf der Veruntreuung von 1,6 kg Goldschmuck wird ausgeführt, dass sich ein solches Manko nicht mit den Rundungsungenauigkeiten im Goldgeschäft erklären lasse. Für die Täterschaft der Beschwerdeführerin spreche, dass sie C.________, welche das Manko entdeckte, um Stillschweigen gegenüber den Vorgesetzten gebeten und in der Folge versuchte habe, das Fehlen des Schmucks mit einer von ihr angefertigten Quittung eines Goldschmieds zu erklären (angefochtenes Urteil S. 12-14; erstinstanzliches Urteil S. 13-15).