Citation: 5A_775/2019 E. 4.2.2

4.2.2. Hinsichtlich der Frage des Schwächezustandes verweist die Vorinstanz auf die übereinstimmende Diagnose des externen Gutachters, Dr. med. B.________, und der behandelnden Fachpersonen der Klinik V.________. Danach leide die Beschwerdeführerin unter einer Suchtstörung (psychische und Verhaltensstörung durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom; ICD-10 F11.2), einer leichtgradigen geistigen Behinderung (leichte Intelligenzminderung: Deutliche Verhaltensstörung, die Beobachtung oder Behandlung erfordert; ICD-10 F70.1) und - unter Verweis auf das erwachsenenschutzrechtlich-psychiatrische Gutachten von Dr. med. C.________, vom 14. Mai 2018 - einer psychischen Störung (undifferenzierte Schizophrenie; ICD-10 F20.3), wobei derzeit keine akuten Symptome einer schizophrenen Störung zu beobachten seien. Die Beschwerdeführerin vernachlässige ihre Selbstfürsorge ausserhalb schützender und Halt gebender Strukturen massiv. Hygiene, Ernährung, Bekleidung und Wohnsituation würden sich dann jeweils rasch in Richtung einer deutlichen Verwahrlosung entwickeln. Die krankheitsbedingt eingeschränkte Körper-Selbstwahrnehmung, akzentuiert durch Drogen- und Alkoholkonsum, wirke sich ungünstig aus. Die Beschwerdeführerin leide demnach sowohl an einer psychischen Störung als auch an einer geistigen Behinderung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB, die eine Behandlung respektive Betreuung nötig machen, und stehe zudem in der Gefahr der umgehenden Verwahrlosung, sollte sie in die Obdachlosigkeit entlassen werden.