Citation: 5A_472/2021 E. 4.3

4.3. Gleichwohl kann Willkür im Ergebnis nicht bejaht werden. Das Kantonsgericht hat zusätzlich angenommen, dass die Beschwerdeführer in ihrem guten Glauben in den Situationsplan von 1993 nicht geschützt werden könnten (E. 3.3.2 oben), und durfte willkürfrei davon ausgehen. Denn der Situationsplan (abgedruckt auf S. 8 der Beschwerdeschrift) zeigt einen Geometerplan in einem Zeitpunkt, als weder das berechtigte Grundstück Nr. xxx noch das belastete Grundstück Nr. www je mit einem Einfamilienhaus überbaut waren noch die Stichstrasse ab der öffentlichen Strasse erstellt war. Das Wegrecht ist darin von Hand rot eingezeichnet und nicht amtlich vermessen. Ein derartiger Plan gehört zwar zu den Grundbuchbelegen, nimmt aber nicht am öffentlichen Glauben des Grundbuchs teil (Urteile 5A_858/2010 vom 4. März 2011 E. 4.3; 5A_677/2011 vom 14. Dezember 2011 E. 2.2, in: ZBGR 94/2013 S. 25; 5A_117/2013 vom 9. Juli 2013 E. 4.2.1, in: SJ 2014 I 72; 5A_66/2013 vom 29. August 2013 E. 6.2, nicht publ. in: BGE 139 III 404; 5A_657/2014 vom 27. April 2015 E. 6.2, in: ZBGR 97/2016 S. 345). Unter Willkürgesichtspunkten durften sich die Beschwerdeführer folglich nicht auf den Situationsplan verlassen. Vielmehr hätten sie gemäss den kantonsgerichtlichen Annahmen auf Platz erkennen können und müssen, dass die von ihnen zugestandene Wegrechtsfläche die Zufahrt zum Grundstück des Beschwerdegegners nicht zu gewährleisten vermag und es hiezu mindestens der Fläche bedarf, wie sie das Bezirksgericht festgelegt hat (E. 3.3.2 oben). Im Ergebnis hält das angefochtene Urteil folglich der Willkürprüfung stand.