Citation: 4A_359/2018 E. 3.2.2

3.2.2. Die Vorinstanz erkannte, aus der Parteibefragung des Beschwerdegegners gehe hervor, dass dieser die Offerte des Beschwerdeführers auf eine Vertragsübernahme durch die I.________ AG auch tatsächlich so verstanden und ihr zugestimmt habe, nachdem er erfahren hätte, wer hinter der I.________ AG stehe. Die Genehmigung der Vertragsübernahme durch die I.________ AG sei sodann unstrittig. Die Vertragsübertragung vom Beschwerdeführer auf die I.________ AG sei aufgrund der tatsächlichen Willensübereinstimmung der Prozessparteien erstellt. Jedoch könnten die Parteien - so die Vorinstanz weiter - den Zeitpunkt, ab dem die Vertragsübertragung gelte, beliebig vereinbaren. Es sei durch Auslegung des Übertragungsvertrags festzustellen, ob die Parteien eine zeitlich beschränkte oder eine unbeschränkte Vertragsübertragung gewollt hätten. Ein übereinstimmender tatsächlicher Wille des Beschwerdeführers, des Beschwerdegegners und der I.________ AG betreffend die Frage einer zeitlich beschränkten oder unbeschränkten Vertragsübertragung sei schon mangels substanziierter Vorbringen nicht feststellbar und ergebe sich auch nicht aus den erhobenen Beweisen. Im Rahmen der Auslegung nach dem Vertrauensprinzip sprächen der Zweck der Vertragsübertragung und die Natur des Grundvertrags für eine bloss zeitlich beschränkte Vertragsübertragung. Die Vertragsübertragung vom Beschwerdeführer auf die I.________ AG wirke folglich zeitlich nur beschränkt auf den Zeitpunkt des Parteiwechsels (ex nunc Wirkung) und nicht unbeschränkt ( ex tunc Wirkung). Der Beschwerdeführer bleibe passivlegitimiert, soweit der Beschwerdegegner Forderungen geltend mache, die in der Zeit vom Vertragsabschluss zwischen den Prozessparteien im Jahr 2003 bis zum Parteiwechsel im Herbst 2008 entstanden seien.