Citation: 9C_914/2010 02.12.2010 E. 2

Die Vorinstanz hat die Sache zu einer neuen interdisziplinären Untersuchung und Begutachtung an die Verwaltung zurückgewiesen. Dies betrifft einerseits die medizinische Abklärung des Grades der Arbeitsfähigkeit. Dazu ist erwogen worden, die Begutachtung an sich erfordere keine lang einzuhaltende Alkoholabstinenz. Anderseits müssten durch die Verwaltung geeignete Wiedereingliederungsmöglichkeiten evaluiert werden. Ob eine kontrollierte Alkoholabstinenz - trotz Zusammenwirkens zwischen dem psychischen Leiden und der Alkoholabhängigkeit - im Hinblick auf die Eingliederungsmassnahmen zumutbar ist, würden die Mediziner im neuen Gutachten abzuklären haben. Ob allenfalls unter dem Titel der Schadenminderungspflicht gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG Anforderungen betreffend allfällige Eingliederungsmassnahmen an die Versicherte gestellt werden können, werde gegebenenfalls unter Beachtung der gesundheitlichen Entwicklung bis zum Verfügungszeitpunkt und unter sorgfältiger Evaluation der der Versicherten realistischerweise zumutbaren Anstrengungen zu beurteilen sein. Ungeachtet der noch zu prüfenden Schadenminderungsauflagen, welche nur für die Zukunft wirksam sein könnten, werde die Verwaltung je nach Ergebnis der weiteren Abklärungen gegebenenfalls über einen vorübergehenden Rentenanspruch zu befinden haben.