Citation: 6S.77/2001 06.12.2001 E. 5

5.- a) Als betrügerischer Konkurs werden gegen den Beschwerdeführer zwei weitere Vorwürfe erhoben. Zunächst habe er zum Nachteil seiner Gläubiger sein Vermögen zum Schein vermindert, indem er ein ihm zustehendes Guthaben von über einer Million Franken bei der Himawari Anstalt (die später in Lattimore Anstalt umbenannt wurde), mithin die sogenannte Forderung "Simkins Partnership", gegenüber der Konkursverwaltung verheimlicht habe (vgl. Urteil zur staatsrechtlichen Beschwerde E. 6). Weiter habe er zum Nachteil seiner Gläubiger ihm zustehende Ansprüche auf Aktien der Anglo Bahamian Bank Ltd. gegenüber der Konkursverwaltung verheimlicht (vgl. angefochtener Entscheid S. 154 - 156). b) In Bezug auf diese beiden Vorwürfe macht der Beschwerdeführer geltend, in beiden Fällen scheide das Tatbestandsmerkmal des Verheimlichens von vornherein aus, da er nur geschwiegen habe (vgl. Beschwerde S. 20 - 24). Der Einwand ist verfehlt, denn der Beschwerdeführer hat nicht nur geschwiegen, sondern gelogen. Er gab im hier in Frage stehenden Konkurs-Einvernahmeprotokoll vom 6. Dezember 1991 ausdrücklich an, er verfüge über keine weiteren als die im Protokoll erwähnten Aktiven, erklärte dann allerdings einschränkend, "dass alle oben aufgeführten Aussagen unter dem Vorbehalt einer nachträglichen Berichtigung stehen", da er ohne umfassende Einsicht in alle Akten die gestellten Fragen nicht abschliessend beantworten könne (vgl. Urteil WSG S. 466). Die Vorinstanz kommt zu Recht zum Schluss, der Beschwerdeführer habe sich mit dieser Einschränkung ausdrücklich nur eine Berichtigung von Tatsachen vorbehalten, die ihm zum Zeitpunkt der Erklärung noch nicht bekannt oder bewusst waren (angefochtener Entscheid S. 156). Die kantonalen Richter stellen nun aber fest, der Beschwerdeführer habe seinen Eigentumsanspruch an der Anglo Bahamian Bank bewusst verheimlicht, um sich selber zu begünstigen (Urteil WSG S. 544, worauf im angefochtenen Entscheid S. 156 hingewiesen wird), und auch im zweiten Fall sei er sich 1991 seines Guthabens bei der Himawari Anstalt bewusst gewesen und habe es verheimlichen wollen (angefochtener Entscheid S. 166). Unter diesen Umständen kommt es auf die einschränkende Erklärung des Beschwerdeführers im Protokoll nicht an, sondern nur auf seine Behauptung, gemäss seinem aktuellen Wissen und seinen aktuellen Kenntnissen verfüge er über keine weiteren als die im Protokoll erwähnten Aktiven. Dies war gelogen. c) Der Beschwerdeführer macht in Bezug auf den Fall der Anglo Bahamian Bank zudem geltend, in diesem Fall hätten alle Gläubiger vom Aktivposten Kenntnis gehabt. Da der Tatbestand des betrügerischen Konkurses aber die Gläubiger und nicht die Konkursverwaltung schützen wolle, habe er den Tatbestand von vornherein nicht erfüllen können (vgl. Beschwerde S. 24). Auch damit ist er nicht zu hören. Aus den beiden von ihm zitierten Stellen der kantonalen Entscheide (angefochtener Entscheid S. 156, Urteil WSG S. 530) folgt nicht, dass die kantonalen Richter davon ausgegangen wären, alle Gläubiger hätten gewusst, dass dem Beschwerdeführer noch Ansprüche auf Aktien der Anglo Bahamian Bank zustehen. Folglich ist der Rüge des Beschwerdeführers die Grundlage entzogen.