Citation: 5C.173/2003 08.09.2003 E. C

Mit Berufung verlangt der Vater die Aufhebung des Entscheides des Obergerichtes und Rückweisung der Sache zur Beurteilung der Einweisung. Für das Bundesgericht (BGE 121 III 306) bilde die Einschränkung der Bewegungsfreiheit ein entscheidendes Merkmal für das Vorliegen einer Anstalt. Nicht klar sei, ob im Begriff der Bewegungsfreiheit auch Beschränkungen in den Kontakten zu den Eltern, Verwandten und gleichaltrigen Freunden eingeschlossen seien. Es widerspreche Sinn und Zweck der Regelung von Art. 314a Abs. 1 ZGB, diese Kindern im Vorschulalter generell zu versagen. Insbesondere werde damit eingewiesenen Kindern der rasche richterliche Rechtsschutz, wie er sich aus Art. 314a Abs. 1 i.V.m. Art. 397a ff. ZGB ergebe, vorenthalten. Es sei vielmehr immer dann von einer Anstalt auszugehen, wenn das Kind an einem Ort platziert werde, wo es sich natürlicherweise nicht aufhalten würde. Dem Obergericht wird auch vorgeworfen, in Verletzung der Untersuchungsmaxime die tatsächlichen Verhältnisse im Heim X.________ nicht abgeklärt zu haben. Es wurde keine Berufungsantwort eingeholt.