Citation: 9C_312/2022 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht hat hinsichtlich des vorliegend zu beurteilenden Streitgegenstandes (Rentenanspruch zwischen dem 1. Juli 2015 und dem 30. Juni 2019, vgl. E. 1 hiervor) das von der Verwaltung eingeholte SMAB-Gutachten aus dem Jahre 2016 für nicht beweiskräftig erachtet. Demgegenüber hat es der Gerichts-Expertise der MEDAS vom 25. August 2021 (unter Berücksichtigung der ergänzenden Stellungnahme vom 14. November 2021) Beweiskraft zuerkannt. Es hat darauf geschlossen, dass die Beschwerdeführerin seit 2014 in ihrer angestammten Tätigkeit als Pflegefachfrau nicht mehr arbeitsfähig sei. In einer dem Leiden angepassten Tätigkeit und unter Beachtung des Zumutbarkeitsprofils bestehe dagegen eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 70 %. Es hat weiter erwogen, das Wartejahr sei per 6. Juli 2015 erfüllt gewesen. Hinsichtlich des Valideneinkommens in der Höhe von Fr. 71'691.70 ist die Vorinstanz der Verwaltung sodann gefolgt. Das Invalideneinkommen hat sie gestützt auf das Total des Zentralwerts (Median) bei Frauen im Kompetenzniveau 2 gemäss LSE-Tabelle TA1_tirage_skill_level aus dem Jahre 2014, indexiert auf das Jahr 2015 und angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit, ermittelt und daraus für das zumutbare 70 %-Pensum ein Einkommen von Fr. 42'306.86 berechnet. Die Gewährung eines Tabellenabzugs hat sie verneint und bei der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen einen Invaliditätsgrad von 41 %, der zu einer Viertelsrente berechtigt, ermittelt.