Citation: 2A.316/2000 25.07.2000 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer wurde durch das Bundesamt für Flüchtlinge rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen. Der Vollzug dieser Massnahme erscheint nicht undurchführbar, obwohl seine Herkunft zurzeit nicht feststeht. Die Einwendungen des Beschwerdeführers gegen den Übersetzer bzw. gegen den Beizug einer entsprechenden Aktennotiz sind nicht geeignet, die Rechtmässigkeit des angefochtenen Entscheides in Frage zu stellen, zumal sich der Haftrichter entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers (S. 3 Ziff. 8 der Beschwerde) keineswegs ausschliesslich auf die besagte Aktennotiz der Fremdenpolizei gestützt hatte. Es steht nicht fest, dass der Beschwerdeführer aus Sierra Leone stammt. Deshalb ist hier auch nicht zu prüfen, ob eine Wegweisung nach Sierra Leone derzeit möglich wäre. Umgekehrt muss nicht damit gerechnet werden, dass die Ausschaffung nicht innert der gesetzlichen maximalen Haftdauer von neun Monaten bewerkstelligt werden könnte. Die für den Ausschaffungsvollzug notwendigen Vorkehrungen sind umgehend an die Hand genommen worden und die Behörden arbeiten nach wie vor im Rahmen des Möglichen auf den Vollzug hin (Art. 13b Abs. 3 ANAG, Beschleunigungsgebot). Die Verweigerung der Haftentlassung ist daher rechtmässig, sofern sich erweist, dass der Haftgrund noch besteht (vgl. Art. 13c Abs. 5 lit. a ANAG). b) Die Haftrichterin hatte die Ausschaffungshaft am 19. April 2000 gestützt auf Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG genehmigt. Danach kann ein Ausländer in Ausschaffungshaft genommen werden, wenn konkrete Anzeichen befürchten lassen, dass er sich der Ausschaffung entziehen will, insbesondere weil sein bisheriges Verhalten darauf schliessen lässt, dass er sich behördlichen Anordnungen widersetzt (Untertauchensgefahr). Dabei muss der Vollzug der Wegweisung erheblich gefährdet erscheinen. Dies trifft namentlich zu, wenn der Ausländer bereits einmal untergetaucht ist, behördlichen Anordnungen keine Folge leistet oder durch erkennbar unglaubwürdige und widersprüchliche Angaben die Vollzugsbemühungen der Behörden erschwert (vgl. BGE 122 II 49 E. 2a; 119 Ib 193 E. 2b S. 198). Der Haftgrund von Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG ist offensichtlich nach wie vor gegeben: Der Beschwerdeführer macht(e) nicht bloss mutmasslich falsche Angaben zu seiner Identität. Er weigert sich auch ausdrücklich, in sein Heimatland zurückzukehren. Sodann galt er nach Vorliegen des erstinstanzlichen Asylentscheides schon einmal als verschwunden. Seiner Anhaltung versuchte er sich durch Flucht vor den Polizeibeamten zu entziehen. Wegen mehrfacher Hinderung einer Amtshandlung sowie wegen Hausfriedensbruchs wurde er am 8. Mai 2000 von der Bezirksanwaltschaft Hinwil denn auch mit zwei Monaten Gefängnis bestraft, wobei der Vollzug der Freiheitsstrafe aufgeschoben wurde. Unter diesen Umständen bietet der Beschwerdeführer keine Gewähr dafür, dass er sich ohne Haft zu gegebener Zeit, d.h. bei Vorliegen der Reisepapiere, für den Ausschaffungsvollzug zur Verfügung halten wird (vgl. BGE 122 II 49 E. 2a S. 50 f.). Der Haftrichter hat das Haftentlassungsgesuch somit zu Recht abgewiesen.