Citation: 9C_913/2015 E. 3.1

3.1. Es trifft zu, dass die Vorinstanz nicht über die gesamten Akten der SUVA verfügt hat. Die Aktenstücke, auf die sich der Versicherte in der Beschwerde an das kantonale Gericht berufen hat und die diesem nicht vorgelegen haben, betreffen jedoch keine materiellen Aspekte des Vergleichs über die Invalidenrente. Vielmehr handelt es sich um administrative Akten wie eine Mitteilung der IV-Stelle an die SUVA betreffend den Standpunkt des Ärztlichen Dienstes und des Abteilungsleiters, den Versand der Akten der SUVA nach "Luzern" sowie den vom Versicherten und von der SUVA unterzeichneten Vergleich. Die entscheidwesentlichen SUVA-Akten hingegen befanden sich im Dossier der Invalidenversicherung, welches dem kantonalen Gericht vorlag. Eine Missachtung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 61 lit. c ATSG liegt damit nicht vor. Soweit die Vorinstanz davon ausgeht, die Parteien hätten einen Vergleich geschlossen, der zur Rentenverfügung vom 20. September 2001 führte, kann ihr nicht gefolgt werden. Dem Feststellungsblatt der IV-Stelle für den Beschluss vom 19. April 2001, auf dem die Rentengewährung basierte, ist zu entnehmen, dass der Fall mit der SUVA koordiniert und ein Invaliditätsgrad vereinbart wurden. Ein Hinweis darauf, dass der Versicherte dazu sein Einverständnis gegeben hätte, findet sich nirgends. Insofern hat das kantonale Gericht den rechtserheblichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt, weshalb das Bundesgericht nicht daran gebunden ist (E. 1 hievor). Mangels eines Vergleichs erübrigt es sich auch, zu den beschwerdeweise vorgetragenen Einwendungen betreffend die Voraussetzungen für die Wiedererwägung eines Vergleichs Stellung zu nehmen.