Citation: 9C_461/2021 E. 3.2

3.2. Das kantonale Gericht hat festgestellt, der Versicherte habe seine berufliche Laufbahn bereits unmittelbar nach Studienabschluss auf den Anwaltsberuf ausgerichtet und gleich nach Erlangung des Masterdiploms das für die Zulassung zur Anwaltsprüfung notwendige Praktikum absolviert. Nach dem Durchlaufen der Offiziersschule (12. August bis 22. November 2019) habe er sich sechs Monate - wobei eine Lernphase dieser Dauer als notorisch anzusehen sei - auf die schriftliche Anwaltsprüfung vom 6. (recte: 8.) Juni 2020 vorbereitet, deren Bestehen ihm am 24. August 2020 mitgeteilt worden sei. Im Anschluss an den vom 22. Juni bis zum 30. Oktober 2020 dauernden Militärdienst habe er nach einer nochmaligen - wiederum notorischen - Lernphase von fünf Monaten am 20. April 2021 das Anwaltspatent erlangt. Angesichts dieses zielgerichteten Verhaltens und unter Berücksichtigung zweier Lernphasen sowie einer dazwischenliegenden Mitteilungsfrist hätte der Versicherte ohne Militärdienst die Ausbildung zum Rechtsanwalt bereits im Juli 2020 und somit während der Dienstzeit abgeschlossen. Folglich hat die Vorinstanz den Versicherten als Erwerbstätigen im Sinne von Art. 1 Abs. 2 lit. c EOV qualifiziert und erkannt, dass die umstrittene Entschädigung in Anwendung von Art. 4 Abs. 2 Satz 2 EOV zu bemessen ist.