Citation: 9C_209/2013 E. 3.2

3.2. Des Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, Dr. L.________, der eine anhaltende Persönlichkeitsveränderung nach psychischer Erkrankung bzw. eine komplexe PTBS und eine Erschöpfungsdepression diagnostiziert hatte (Berichte vom 5. August 2008 und vom 1. Oktober 2009), sei unter den involvierten psychiatrischen Fachleuten derjenige mit der grössten Erfahrung mit Patienten, die bei ihrer Flucht aus Vietnam traumatisiert worden seien. Dieser Umstand macht die vorinstanzliche Beweiswürdigung indes nicht zur willkürlichen (vgl. oben E. 1). Auch unter Berücksichtigung der Einschätzung der psychiatrischen Beurteilung durch Dr. U.________, Spital X.________, wonach eine chronifizierte PTBS mit verspätetem Beginn zu einer hälftigen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auch in leidensangepassten Tätigkeiten führe (Gutachten vom 24. Oktober 2011), ist die vorinstanzliche Feststellung, es liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor, nicht offensichtlich unrichtig. Das kantonale Gericht bezog seine tatsächliche Schlussfolgerung, die funktionellen Einschränkungen seien massgeblich durch belastende Geschehnisse (Geschäftsaufgabe, Scheidung, Untersuchungshaft) herbeigeführt worden, vor allem auf die Frage, ob eine rezidivierende depressive Störung vorliege (vgl. auch die psychiatrischen Beurteilungen des Dr. H.________ vom 12. November 2005, des Dr. G.________ vom 9./17./31. Juli 2007 sowie des pract. med. A.________ vom 9. Juni 2008). Zu Recht folgerte es, den erwähnten Vorgängen komme kein invalidisierender Charakter zu. Ein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden ist solange nicht gegeben, wie der Gutachter im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in diesen aufgehen (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299). Die vorinstanzliche Einschätzung ist auf das umstrittene Vorliegen einer PTBS übertragbar. Das kantonale Gericht konnte sich dafür nicht nur auf den RAD-Bericht vom 15. Mai 2012 abstützen (vgl. oben E. 3.1 am Ende). Auch aus dem psychiatrischen Gutachten des Dr. S.________ vom 19. August 2010 geht hervor, dass der Beschwerdeführer (bis auf eine frühere Periode der Depressivität) immer arbeitsfähig gewesen ist; die jetzige Einschränkung sei psychosozialen Umständen wie Untersuchungshaft und finanziellen Problemen zuzuschreiben (a.a.O. S. 17). Entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift ist der Umstand, dass sich Dr. S.________ diagnostisch nicht endgültig festlegt, dem Beweiswert der erwähnten Beurteilung nicht abträglich.