Citation: 4A_74/2020 E. 5.3

5.3. Ursprünglich hatte die Beschwerdegegnerin im kantonalen Verfahren hauptsächlich verlangt, es sei festzustellen, dass der zwischen den Parteien am 5. März 2011 abgeschlossene Pachtvertrag sowie die von den Beklagten 1 und 2 ausgesprochene Kündigung vom 26. Dezember 2015 nichtig seien. Mit diesen Hauptbegehren ist die Beschwerdegegnerin nicht durchgedrungen. Lediglich als eines von mehreren Eventualbegehren hatte sie beantragt, das Pachtverhältnis um sechs Jahre zu erstrecken. Auch mit diesem Eventualantrag drang die Beschwerdegegnerin aber nur teilweise durch (im Umfang von drei Jahren). Aus der Kostenverteilung im 2. Rückweisungsentscheid können keine Rückschlüsse auf die Kostenverteilung im kantonalen Verfahren gezogen werden, da im 2. Rückweisungsentscheid nicht mehr alle Streitfragen zur Debatte standen. Eine analoge Kostenverteilung liesse sich allenfalls in Erwägung ziehen, wenn auch im kantonalen Verfahren nur die Frage der Erstreckung umstritten gewesen wäre. Das war aber nicht der Fall. Das Mass des Obsiegens im 2. Rückweisungsentscheid entspricht mithin in keiner Weise dem Verfahrensausgang im kantonalen Verfahren, da dafür die gesamten Rechtsbegehren massgebend sind und die Beschwerdegegnerin überwiegend unterlegen ist. Nicht nachvollziehbar ist das Argument der Beschwerdegegnerin, die Streitwerte des Haupt- und des Eventualbegehrens seien identisch, zumal sie aus der Nichtigkeit der Pachtverträge ein Recht zum Verbleib auf unbestimmte Zeit ableitete. Entsprechend waren die Gerichtskosten für den ersten Rückweisungsentscheid (Fr. 7'000.--) wesentlich höher als für den zweiten (Fr. 2'500.--). Mit Blick auf die gesamten Begehren kann zudem nicht gesagt werden, die Beschwerdegegnerin habe im Grundsatz obsiegt.