Citation: 2C_112/2023 E. 5.3.2

5.3.2. Auch stehen einer Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung vorliegend keine überwiegenden privaten bzw. familiären Interessen entgegen: Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, erkannte das Bundesgericht im Urteil 2C_1045/2019 im Rahmen der Interessenabwägung weder der beruflichen Integration des Beschwerdeführers noch seiner Aufenthaltsdauer entscheiderhebliches Gewicht zu (Urteil 2C_1045/2019 vom 31. Januar 2020 E. 5.10.1 f.). Das muss weiterhin gelten, zumal vorliegend neben der Straffälligkeit des Beschwerdeführers zusätzlich ins Gewicht fällt, dass er dem rechtskräftigen Wegweisungsentscheid nicht Folge leistete. Insofern ist auch die gestützt auf den unrechtmässigen Verbleib resultierende zusätzliche Aufenthaltsdauer in der Schweiz zu relativieren. Hinweise dafür, dass im Unterschied zur bisherigen Beurteilung angenommen werden muss, dass unüberwindbare Hindernisse eine Rückkehr des Beschwerdeführers in sein Heimatland und eine dortige Wiedereingliederung gefährden (vgl. Urteil 2C_1045/2019 vom 30. Januar 2020 E. 5.10.3), bestehen ferner keine. Was die Beschwerdeführerin anbelangt, so trifft zu, dass es dieser als Schweizerin nicht ohne weiteres zumutbar ist, dem Beschwerdeführer nach Sri Lanka zu folgen. In Bezug auf ihre gesundheitliche Situation ist zudem nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer aufgrund ihrer Epilepsie und der starken psychosozialen Belastung im Alltag eine wichtige Unterstützung für die Beschwerdeführerin darstellt. Insofern trifft eine Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung vor allem die Beschwerdeführerin hart. Die Vorinstanz schloss allerdings willkürfrei darauf, dass eine Unterstützung oder Betreuung, soweit ein entsprechender Bedarf ausgewiesen ist, auch von einer Drittperson übernommen werden kann. Ausserdem wies die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass die Beschwerdeführer aufgrund der rechtskräftigen Wegweisung des Beschwerdeführers (und des gegen ihn bestehenden Einreiseverbots) nicht damit rechnen durften, ihr Familienleben aktuell in der Schweiz pflegen zu können (vgl. Urteil 2C_663/2020 vom 2. März 2021 E. 3.7). Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführer in der Schweiz heiraten konnten. Zudem fällt ins Gewicht, dass das gemeinsame Familienleben der Beschwerdeführer in der jetzigen Form erst dadurch möglich wurde, dass der Beschwerdeführer, entgegen seiner Verpflichtung, die Schweiz nicht verlassen hat. Im Rahmen einer Gesamtbetrachtung erweist sich somit die streitige Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung, auch unter Berücksichtigung der neuen familiären Interessen der Beschwerdeführer, als verhältnismässig.