Citation: C 220/99 08.02.2000 E. 3

3.- Das kantonale Gericht hat erwogen, als normale Arbeitszeit gelte die vertragliche Arbeitszeit gemäss Gesamtarbeitsvertrag, also 8,2 (recte: 8,223 Stunden pro Arbeitstag. Demgegenüber beruhten die (ursprünglichen) Ab- rechnungen für die Perioden April bis Oktober 1995 auf ei- ner vertraglichen wöchentlichen Arbeitszeit von 46,25 Stun- den oder 9,25 Stunden im Tag. Die Firma begründe diesen Sollstundenansatz damit, dass für die zusätzlichen zwei (unbezahlten) Ferienwochen im Dezember 1995 im Sommer die- ses Jahres Arbeitszeit vorgeholt worden sei (recte: hätte vorgeholt werden sollen). Aus den für den Arbeitnehmer A.________ eingereichten Zeitrapporten ergebe sich nun aber, dass vor Einführung der Kurzarbeit am 10. April 1995 rund 146 (72,5 [Januar] + 32,1 [Februar] + 36,38 [März] + 5,25 [April]) Stunden an Arbeitszeit vorgeholt worden sei. Sinngemäss reiche diese Vorholzeit zur Abgeltung der zwei zusätzlichen Ferienwochen im Dezember aus, weshalb während der Phase der Kurzarbeit nicht mit einer über der gesamt- arbeitsvertraglich geregelten Arbeitszeit liegenden Soll- stundenzahl von 9,25 Stunden im Tag abgerechnet werden kön- ne. In Bezug auf die sinngemässe Rüge der Firma, der Ar- beitsausfall in der Woche vom 24. bis 28. Juli 1995 sei zu Unrecht nicht entschädigt worden, stehe sodann fest, dass die Mitarbeiter eine Ferienwoche im Januar sowie drei Wo- chen Betriebsferien vom 31. Juli bis 18. August (und die erwähnten zwei unbezahlten [recte: vorgeholten] Ferien- wochen im Dezember) bezogen hätten. Dies entspreche dem Gesamtarbeitsvertrag, welcher vier Ferienwochen pro Jahr festlege, wobei fünf bzw. zehn Ferientage zwischen November und März zu beziehen seien. Da entgegen der offenbaren Auf- fassung der Firma die Januarferien in die Berechnung der Entschädigung miteinzubeziehen seien, auch wenn sie vor Einführung der Kurzarbeit angefallen seien, verblieben für den Sommer 1995 nur noch drei Wochen Ferien, die von der Kasse entschädigt (recte: zu Recht nicht entschädigt [Erw. 2 hievor]) worden seien. Die angefochtene Rückfor- derungsverfügung sei somit nicht zu beanstanden.