Citation: 6P.153/2002 14.03.2003 E. 3

Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, seine Aussagen vor dem Amtsgericht und vor dem Obergericht seien unrichtig protokolliert worden. Sie seien ihm zudem weder vorgelesen worden noch habe er sie unterschrieben. Die Verwendung dieser Aussagen stelle daher einen Verstoss gegen Art. 9 BV (Art. 4 aBV) und gegen Art. 29 BV dar. 3.1 Die staatsrechtliche Beschwerde ist, von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen, nur gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide zulässig (Art. 86 Abs. 1 OG). Daraus ergibt sich das Erfordernis der Ausschöpfung der kantonalen Rechtsmittel. Prozessuale Anträge sind im kantonalen Verfahren daher rechtzeitig zu stellen. Insbesondere sind Mängel der vom kantonalen Prozessrecht geregelten Protokollierung an der Hauptverhandlung selber zu rügen (Urteil 1P.584/1993 vom 20. April 1994, E. 5). Wurde die Ausübung von Parteirechten versäumt, so können diese nach Treu und Glauben nicht mehr nachträglich im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren geltend gemacht werden (BGE 119 Ia 221 E. 5 S. 227 mit Hinweisen). 3.2 Es ist aus den Akten nicht ersichtlich und der Beschwerdeführer behauptet auch nicht, vor Amts- und vor Obergericht verlangt zu haben, dass er das Protokoll lesen könne, es ihm vorgelesen werde oder er es korrigieren könne. Auf seine Rüge kann somit mangels Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs nicht eingetreten werden.