Citation: 5A_144/2023 E. 4.2

4.2. Das Obergericht hält dazu fest, der Ehegattenunterhalt finde seine Begrenzung am zuletzt von den Ehegatten gemeinsam gelebten Standard. Die Obergrenze des Unterhalts entspreche somit dem familienrechtlichen Existenzminimum bei Getrenntleben zuzüglich des betragsmässig unveränderten Anteils am früheren gemeinsamen Überschuss. Eine Sparquote sei zu berücksichtigen, soweit sie nicht durch nicht aufgefangene Mehrkosten aufgebraucht werde. Vorliegend seien die Parteien in einem ähnlichen Umfang erwerbstätig wie vor der Trennung; nur die Ehefrau habe ihr Erwerbspensum unwesentlich reduziert. Von einer erheblichen positiven Veränderung des Überschusses seit der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes sei daher nicht auszugehen. Eine Sparquote sei vom Beschwerdeführer weder behauptet noch belegt. Über wesentliches Vermögen würden die Parteien nicht verfügen. Aufgrund der trennungsbedingten Mehrkosten würden diesen weniger Mittel als während des Zusammenlebens zur Verfügung stehen. Das Bezirksgericht habe unter diesen Umständen nicht prüfen müssen, ob die Beschwerdegegnerin den ehelichen Lebensstandard zu übertreffen vermöge. Dies sei offensichtlich nicht der Fall.