Citation: 4A_490/2024 E. B

Mit Teilklage vom 8. Juli 2021 beantragte die Klägerin dem Kantonsgericht Zug, der Beklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 50'000.-- zu bezahlen, nebst Zins zu 6% seit 1. April 1992, eventuell seit 5. Juli 2015, subeventuell seit 5. Februar 2018, unter dem Vorbehalt der Nachklage. Mit Entscheid vom 20. Juli 2023 wies das Kantonsgericht die Klage ab, da es die Vereinbarung vom 3./4. Dezember 1991 als formungültige Bürgschaft qualifizierte. Dagegen erhob die Klägerin Berufung an das Obergericht des Kantons Zug mit dem Antrag auf Gutheissung ihrer Klage. Am 12. August 2024 wies das Obergericht die Berufung ab und bestätigte das Urteil des Kantonsgerichts. Das Obergericht qualifizierte die Vereinbarung vom 3./4. Dezember 1991 als Schuldbekenntnis (Schuldanerkennung). Mit Einreichung dieser Schuldanerkennung habe die Klägerin die geltend gemachte Forderung ausgewiesen. In der Folge prüfte es die vom Beklagten erhobene Verjährungseinrede. Es gelangte zum Schluss, dass die eingeklagte Forderung "offenkundig" verjährt sei, weshalb die Klage abzuweisen sei.