Citation: C 47/00 10.10.2000 E. 1

1.- Soweit die Versicherte dem Sinne nach die Verfassungsmässigkeit von Art. 27 Abs. 4 AVIG in Frage stellt, dringt sie damit nicht durch. Denn es ist dem Eidgenössischen Versicherungsgericht verwehrt, Bundesgesetzen die Anwendung zu versagen, wie in ständiger Rechtsprechung zu Art. 113 Abs. 3 und Art. 114bis Abs. 3 der bis Ende 1999 gültig gewesenen Bundesverfassung (aBV) erkannt wurde (BGE 122 V 93 Erw. 5a/aa, 120 V 3 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Laut Art. 191 der neuen, auf den 1. Januar 2000 in Kraft gesetzten Bundesverfassung vom 18. April 1999 (nBV) sind Bundesgesetze und Völkerrecht für das Bundesgericht und die anderen rechtsanwendenden Behörden massgebend. Dieses Gebot des Art. 191 nBV Bundesgesetze anzuwenden, entspricht der bisherigen verfassungsmässigen Regelung sowie der dazu ergangenen Rechtsprechung (vgl. Botschaft des Bundesrates vom 20. November 1996 über die neue Bundesverfassung, Separatdruck, S. 428). Die diesbezügliche Nachführung war in den Räten denn auch unbestritten (Amtl. Bull. der Bundesversammlung [Separatdruck 1998], NR S. 401 und SR S. 146, 202). Deshalb gilt die bisherige Rechtsprechung zur Massgeblichkeit der Bundesgesetze nach Art. 113 Abs. 3 und 114bis Abs. 3 aBV auch unter der Herrschaft von Art. 191 nBV (RKUV 2000 Nr. KV 118 S. 151).