Citation: C 356/99 12.01.2001 E. 4

4.- In der Zeit vom 6. bis 25. November 1998 und vom 28. November 1998 bis 17. Januar 1999 wurde bei der Versicherten nacheinander je eine Operation mit Nachbehandlung am linken und am rechten Auge durchgeführt. Die Invalidenversicherung erbrachte für diese medizinische Eingliederung Taggeldleistungen. Es ist unbestritten und steht fest, dass die Versicherte in den eingangs angegebenen Zeitabschnitten vorübergehend vermittlungsunfähig war. Vorinstanz und Verwaltung gehen bei dieser Sachlage davon aus, die Versicherte könne für die Zeit, in welcher sie Taggelder der Invalidenversicherung bezogen habe, keinerlei Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung erheben. Demgegenüber vertreten die Beschwerdeführer die Ansicht, die Summe von Fr. 5274. 75 müsse der Arbeitslosenkasse nicht zurückerstattet werden. Zur Begründung geben sie an, als die Operationen durchgeführt worden seien, habe noch keine Garantie bestanden, dass die Invalidenversicherung Leistungen erbringen werde, weshalb ihre Tochter auf die Auszahlung der Arbeitslosenentschädigung angewiesen gewesen sei. Zudem habe sie für die Dauer ihrer Vermittlungsunfähigkeit in den Monaten November 1998 bis Januar 1999 noch nicht bezogene Ferientage in Anrechnung bringen müssen und überdies sei ihr in den Monaten Mai und Juni 1998 zufolge Aufnahme einer Erwerbstätigkeit keine Arbeitslosenentschädigung ausgerichtet worden. Auf Grund dieser Umstände verlängere sich die Rahmenfrist zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung bis Ende Juli 1999. Sinngemäss verlangen die Beschwerdeführer die Verrechnung der Rückforderungssumme mit den nach ihrer Ansicht für die Zeit von April bis Juli 1999 geschuldeten Taggeldern der Arbeitslosenversicherung. Streitig und zu prüfen ist somit, ob die Versicherte trotz vorübergehender Vermittlungsunfähigkeit während der medizinischen Eingliederung Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenkasse hatte bzw. ob sich die Frist für den Bezug von Arbeitslosenentschädigung um die Zeit verlängerte, in der der Versicherten innerhalb der zweijährigen Rahmenfrist - einerseits auf Grund der Erzielung eines Zwischenverdienstes, anderseits zufolge des Empfanges von IV-Taggeldern - keine ALV-Taggelder ausgerichtet werden mussten.