Citation: 1C_121/2023 E. 1

Die aus Russland stammende A.________ heiratete am 17. April 2009 den Schweizer Bürger B.________. Die Ehe blieb kinderlos. Gestützt auf die Ehe ersuchte sie am 1. Mai 2012 um erleichterte Einbürgerung. Das Staatssekretariat für Migration bürgerte am 20. Juni 2013 A.________ erleichtert ein. Mit Schreiben vom 25. Oktober 2017 wies der Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst des Kantons Bern das Staatssekretariat für Migration darauf hin, dass A.________ das eheliche Domizil am 23. Dezember 2014 verlassen und sich von ihrem 26 Jahre älteren Gatten getrennt habe. Die Scheidung sei am 10. April 2017 erfolgt. Am 25. Juli 2018 informierte das Staatssekretariat für Migration A.________ über die Eröffnung eines Verfahrens betreffend Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung. Mit Verfügung vom 9. Juni 2021 erklärte das Staatssekretariat für Migration die erleichterte Einbürgerung von A.________ für nichtig und hielt gleichzeitig fest, dass die Nichtigkeit sich auf alle Familienmitglieder erstrecke, deren Schweizer Bürgerrecht auf der nichtig erklärten Einbürgerung beruhe. Dagegen erhob A.________ am 5. Juli 2021 Beschwerde, welche das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 2. Februar 2023 abwies. Zur Begründung führte das Bundesverwaltungsgericht zusammenfassend aus, angesichts der festgestellten vorbestehenden Eheprobleme aufgrund erheblicher Auseinandersetzungen in Bezug auf die Beteiligung an den Lebenshaltungskosten sei davon auszugehen, dass die Ehe zu den massgebenden Zeitpunkten nicht mehr stabil und zukunftsgerichtet gewesen sei. A.________ sei es nicht gelungen, eine plausible Alternative zur dargestellten Vermutungsfolge zu präsentieren. Es sei demnach davon auszugehen, dass die erleichterte Einbürgerung durch falsche Angaben und das Verheimlichen erheblicher Tatsachen erschlichen worden sei.