Citation: 1C_421/2023 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführenden monieren, die Vorinstanz habe nicht überprüft, ob und in welchem Umfang das Bauvorhaben die neu zulässigen Werte überschreite. Es seien nach neu geltendem Recht unzulässige Abgrabungen vorgenommen worden (1.4 m statt maximal erlaubt 1 m) und die zulässige Überbauungsziffer von 0.25 sowie die Gesamthöhe der Bauten würden ebenfalls massiv überschritten. Selbst wenn von der ihrerseits bestrittenen beschwerdegegnerischen Terrainangabe ausgegangen würde, werde die nach neuem Recht maximal zulässige Gesamthöhe von 11 m mit mehr als 13 m deutlich überschritten. Da die neurechtlichen Vorgaben nicht mehr nur geringfügig, sondern vielmehr massiv überschritten worden seien, dürfe entgegen der vorinstanzlichen Vorgehensweise keine Interessenabwägung mehr vorgenommen werden, sondern seien die neurechtlichen Vorschriften gemäss kantonaler Praxis zwingend umgehend anzuwenden. Mit der vorgenommenen Interessenabwägung wende die Vorinstanz ihre eigene Praxis willkürlich an. Auf ihre diesbezüglichen Ausführungen im vorinstanzlichen Verfahren, wonach eine Interessenabwägung gemäss kantonaler Praxis nur zulässig sei, solange ein Bauvorhaben lediglich geringfügig gegen neu zulässige Messwerte verstosse, sei in Verletzung der Begründungspflicht unzulässigerweise nicht eingegangen worden.