Citation: 5A_243/2024 E. 1.3.2

1.3.2. Die Ausführungen in der Beschwerdebegründung, die zur Auslegung der Rechtsbegehren heranzuziehen sind (BGE 137 II 313 E. 1.3), drehen sich fast ausschliesslich um die unentgeltliche Rechtspflege. So führt die Beschwerdeführerin mehrfach aus, die Vorinstanz hätte ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gutheissen müssen. Schliesslich führt sie zwar aus, die Vorinstanz habe das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nie abweisen dürfen bzw. hätte die Vorinstanz zuerst noch prüfen müssen, ob die Gegenpartei im Berufungsverfahren zum Prozesskostenvorschuss aufgrund der ehelichen Beistandspflicht gemäss Art. 163 ZGB hätte verpflichtet werden können. Dass sie an dem Gesuch um Leistung eines Prozesskostenvorschusses auch vor Bundesgericht noch festhält, ergibt sich aus diesen Ausführungen aber gerade nicht. Im Gegenteil ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nur noch die Abweisung ihres Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege beanstandet. Dem entsprechen auch die Ausführungen in ihrer Replik, in welcher sie sich ausschliesslich mit ihrem "Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege" auseinandersetzt und erneut die Gutheissung ihres diesbezüglichen Gesuchs bzw. die Weiterführung des "Verfahrens um unentgeltliche Rechtspflege" verlangt. Schliesslich indiziert auch die vor Vorinstanz getroffene Vereinbarung, die eigenen Parteikosten je selbst zu tragen, dass die Beschwerdeführerin an ihrem Gesuch um Leistung eines Prozesskostenvorschusses durch ihren Ehemann nicht mehr festhält.