Citation: 6B_1508/2021 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz stellt zudem fest, der Beschwerdeführer verstehe zwar etwas Hochdeutsch, spreche jedoch nicht so gut. Im vorliegenden Verfahren habe er durchwegs die Dienste eines Dolmetschers in Anspruch nehmen müssen. In seiner Freizeit singe er in einer Musikgruppe, mit der er auch schon Konzerte gegeben und Musikvideos gedreht habe. In der Schweiz eröffnete er eine Praxis, musste diese jedoch nach drei Monaten wieder schliessen. Zurzeit arbeite er in einem Pensum von 50-60 % in einer Wäscherei und als Masseur. Daneben sei er noch für C.________ tätig. Früher sei er als selbständiger Masseur mit eigenem Geschäft tätig gewesen, habe temporär, z.B. als Taxifahrer, oder nicht gearbeitet. Seine Ehefrau arbeite als Zahnarztassistentin. Die persönlichen Interessen an einem Verbleib in der Schweiz ergäben sich hauptsächlich aus dem Umstand, dass seine Ehefrau und seine Kinder hier lebten. Sowohl die Ehefrau als auch die Kinder besitzten die schweizerische Staatsangehörigkeit. Die Kinder seien noch relativ klein und könnten sich in einem neuen Umfeld schnell integrieren. Dass die Autoimmunerkrankung der Ehefrau in der Dominikanischen Republik schwerer werden würde, stelle lediglich eine nicht begründete Hypothese dar. Eine heilpädagogische bzw. logopädische Betreuung der älteren Tochter sei keine sehr aussergewöhnliche Therapie, welche auch in der Dominikanischen Republik vorgenommen werden könne. Darüber hinaus sei die Sonderbetreuung nur für das Schuljahr 2020/2021 belegt. Die Vorinstanz erwägt weiter, im Heimatland des Beschwerdeführers lebten seine Eltern, seine Geschwister, fünf Kinder und weitere Verwandte. Zu ihnen habe er guten Kontakt. Durch sein Aufwachsen, seine Ausbildung und seine erfolgreiche berufliche Tätigkeit in der Dominikanischen Republik sei er mit der dortigen Sprache sowie der Kultur bestens vertraut. Wohl scheine es für ihn schwierig, jedoch nicht unmöglich, sich in seinem Heimatland wieder zurecht zu finden. Gegen den Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz und für ein öffentliches Interesse an dessen Wegweisung spreche die von diesem ausgehende Gefahr für weitere Straftaten. Die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz aus pekuniären Motiven gelte als schwere Straftat, von welcher eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Ordnung ausgehe. Wohl sei der Beschwerdeführer nicht im grösseren Stil im Drogenhandel tätig gewesen. Dennoch habe er am 25. November 2019 B.________ 144,6 Gramm reines Kokain übergeben und weitere 158,9 Gramm reines Kokain in seiner Wohnung gelagert. Das Kokain sei für Dritte bestimmt gewesen, womit er die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr gebracht habe. Das begangene Delikt widerspreche dem öffentlichen Sicherheitsinteresse. Zur Zeit der Begehung der Straftat sei der Beschwerdeführer über 44 Jahre alt gewesen.