Citation: 9C_435/2019 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht stellte fest, die Invalidenversicherung habe den Beginn der Wartezeit auf den 1. November 2012 festgelegt, ohne dabei von einer verspäteten Anmeldung auszugehen. Im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren habe der Versicherte die Möglichkeit gehabt, diesen Zeitpunkt überprüfen zu lassen, da die Festlegung eines früheren Zeitpunkts zur Folge gehabt hätte, dass ihm die Invalidenrente früher ausgerichtet worden wäre. Die Verfügung der Invalidenversicherung sei der AXA zwar nicht eröffnet worden, sie habe sich hinsichtlich der Eröffnung der Wartezeit jedoch darauf berufen. Die ASGA berufe sich explizit auf die Bindungswirkung der IV-Verfügung, die ihr auch eröffnet worden sei. Der Verfügung vom 20. Juli 2016 komme demnach grundsätzlich Bindungswirkung zu, soweit sie sich nicht als offensichtlich unhaltbar erweise. Dies sei nicht der Fall, zumal für die Zeit vor 1. November 2012 keine ärztliche Bestätigung einer dauerhaften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorliege, der Kläger ohne wesentliche Absenzen immer zu 100 % in seiner angestammten Tätigkeit als Bau- bzw. Projektleiter gearbeitet habe und eine volle Arbeitsleistung möglich gewesen sei. Er müsse sich demnach die Bindungswirkung der Verfügung der Invalidenversicherung entgegenhalten lassen, wonach eine massgebliche Arbeitsunfähigkeit (erst) per 1. November 2012 eingetreten sei. Zu diesem Zeitpunkt sei er weder bei der AXA noch bei der ASGA versichert gewesen, weshalb keine der beiden leistungspflichtig sei.