Citation: 2C_408/2015 E. 3.2.3

3.2.3. In Betracht zu ziehen bleiben die persönlichen Verhältnisse. Der mittlerweile 39-jährige Beschwerdeführer hält sich seit seinem 16. Lebensjahr und damit seit einer sehr langen Zeit in der Schweiz auf. Der langen Anwesenheit ist im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung ein entsprechendes Gewicht beizumessen (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.2.1; Urteile 2C_867/2013 vom 1. Mai 2014 E. 3.3; 2C_512/2013 vom 17. Februar 2014 E. 3.1 f. mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat gemäss den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen unmittelbar nach seiner Einreise zuerst als Pneuwechsler und danach als Gipser gearbeitet. Die zuletzt genannte Beschäftigung hatte er nach einem Konkurs verloren und dann wieder eine Anstellung gefunden. Hernach hat der Beschwerdeführer während mehr als zehn Jahren bei derselben Unternehmung gearbeitet. Später kam es während rund neun Jahren zu Unterbrüchen infolge einer Erkrankung an Polyarthritis; vor seiner Verhaftung war der Beschwerdeführer jedoch erneut bei einem Maler- und Gipsergeschäft angestellt. Auch nach dem Vollzug der Freiheitsstrafe und zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils verfügte er wieder über eine Arbeitsstelle und ein sehr positives Zwischenzeugnis. Er hat als beruflich integriert zu gelten. Auch wenn der Beschwerdeführer um eine Tilgung seiner Schulden bemüht ist und diese im Jahr 2014 um rund Fr. 7'000.-- reduzieren konnte, kann er demgegenüber aufgrund der Verlustscheine im Umfang von rund Fr. 80'000.-- nicht als wirtschaftlich integriert gelten. Er macht insbesondere keine familiären oder sozialen Kontakte geltend, die eine besondere Härte einer Wegweisung nahelegen würden, und es ergeben sich auch keine Hinweise auf solche Kontakte aus den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen. Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, er habe keine relevanten Kontakte zu seinem Heimatland mehr; die Rückreise sei ihm unzumutbar. Dem ist entgegenzuhalten, dass er immerhin bis zu seinem 16. Lebensjahr in seinem Herkunftsland lebte und sowohl mit der kosovarischen Kultur als auch mit der albanischen Sprache vertraut ist. Aus den Akten ergibt sich zudem, dass er sich bis zu jeweils rund eine Woche im Jahr zu Ferienzwecken im Kosovo aufgehalten hat. Wenn die Vorinstanz die Rückkehr als zumutbar und die persönlichen Interessen gegenüber der - doch erheblichen - Delinquenz im Betäubungsmittelbereich insgesamt untergeordnet gewertet hat, verletzt dies das Verhältnismässigkeitsprinzip trotz langer Anwesenheit nicht.