Citation: 1B_207/2007 16.11.2007 E. B

Mit Schreiben vom 14. November 2006 gelangte Rechtsanwalt Y.________ an die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und machte geltend, den Geschädigten werde seit drei Jahren die Akteneinsicht verweigert. Unter Bezugnahme auf ein Akteneinsichtsgesuch vom 26. Oktober 2006 sowie weitere Korrespondenz ersuchte er die Oberstaatsanwaltschaft um Gewährung der Akteneinsicht. Mit Beschwerdeentscheid vom 2. April 2007 schrieb die Oberstaatsanwaltschaft die als Aufsichtsbeschwerde behandelte Eingabe als gegenstandslos geworden ab. Die Untersuchungsakten seien an die italienischen Strafverfolgungsbehörden übergeben worden, nachdem diese die Weiterführung des gegen den in Italien lebenden italienischen Staatsbürger C.________ laufenden Strafverfahrens übernommen hätten. Die Zürcher Behörden könnten somit den geschädigten Personen keine Akteneinsicht mehr gewähren. Mit Beschwerde an die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich beantragte X.________, der Beschwerdeentscheid der Oberstaatsanwaltschaft vom 2. April 2007 sei aufzuheben und es sei ihm vollumfängliche Akteneinsicht zu gewähren. Mit Verfügung vom 25. Juli 2007 erwog die Direktion, die Verfahrenshoheit sei an die italienischen Behörden übergegangen, weshalb die schweizerischen Untersuchungsbehörden während dem laufenden Verfahren keine Akteneinsicht mehr gewähren dürften, selbst wenn sie noch über allfällige Kopien oder Restakten verfügen sollten. Die Geschädigten müssten sich diesbezüglich an die italienischen Behörden wenden. Im Übrigen sei die Staatsanwaltschaft nicht verpflichtet gewesen, die Geschädigten über die bevorstehende Übernahme des Strafverfahrens durch Italien zu informieren. Soweit sich X.________ über eine Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung beschwere, sei darauf mangels Rechtsschutzinteresse nicht einzutreten, da er seine Beschwerde erst nach der Übernahme der Angelegenheit durch Italien erhoben habe.