Citation: 6B_1439/2021 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer ist irakischer Staatsangehöriger und wurde wegen Pornografie i.S.v. Art. 197 Abs. 4 zweiter Satz StGB schuldig gesprochen. Demzufolge sind die Voraussetzungen für eine obligatorische Landesverweisung gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. h StGB erfüllt. Der Beschwerdeführer kann mit Blick auf die Landesverweisung nichts für sich ableiten, wenn er vorbringt, aufgrund der ausgefällten Strafe liege ein Bagatellfall vor. Eine Landesverweisung ist bei Vorliegen eines Härtefalls unabhängig von der Strafhöhe und davon, ob die Strafe bedingt ausgesprochen wurde, anzuordnen (vgl. E. 3.3.1 oben). Entsprechend ist nicht von Relevanz, dass der Beschwerdeführer vorliegend bloss mit einer bedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen bestraft wurde. Zudem ist der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen nicht zu hören, wonach der Besitz und Versand des Videos unbewusst erfolgt sei, stellt die Vorinstanz doch verbindlich fest, der Beschwerdeführer habe sowohl in Bezug auf die Weiterleitung, den Besitz als auch den zumindest einmalig notwendigen Konsum des Films vorsätzlich gehandelt (vgl. oben E. 2.4; Art. 105 Abs. 1 BGG).