Citation: 8C_83/2024 E. 5.2.4

5.2.4. Für die Annahme eines Unfalls aufgrund medizinischer Behandlung besteht das Unfallereignis in einer genau bezeichneten und zeitlich umschriebenen Einwirkung im Rahmen einer medizinischen Massnahme (Bluttransfusion, Anästhesie, chirurgischer Eingriff). Liegt keine einzelne, zeitlich isolierte medizinische Handlung vor, sondern eine Abfolge von Handlungen über einen bestimmten Zeitraum, die zur Verursachung des Gesundheitsschadens beitrugen, ist die Plötzlichkeit und damit das Unfallereignis in der Regel zu verneinen (SVR 2022 UV Nr. 8 S. 31, 8C_267/2021 vom 29. September 2021 E. 3.2 mit Hinweisen).