Citation: 6B_1290/2015 E. 2.3

2.3. Verletzung des rechtlichen Gehörs, von Art. 9 BV und von Art. 139 Abs. 2 StPO durch Ablehnung von Beweisanträgen, durch fehlerhafte antizipierte Beweiswürdigung und Begründung in Verletzung von Treu und Glauben (Ziff. 3). Die wenigen zugelassenen Beweisanträge hätten zu Entlastungen und Teilfreisprüchen vor Erstinstanz geführt (Ziff. 3.12). Die Ablehnung der zentralen und vorgenannten Beweisanträge stelle eine schwerwiegende Gehörsverletzung dar (Ziff. 3.13). Die Beweisabnahme hätte eine andere Täterschaft ergeben und Licht ins Dunkel der Motivlage der falschen Anschuldigungen gebracht. Die Nichtabnahme der Entlastungsbeweise müsse zur Wahrunterstellung und demnach zur Nichttäterschaft führen, was heisse, dass er in einem reformatorischen Entscheid freizusprechen sei (Ziff. 3.14).