Citation: 5C.213/2003 03.11.2003 E. 4

Der Berufungskläger lässt schliesslich ausführen, die Hauptsorge der Stellung nehmenden Ärzte liege in der Gefahr der Absetzung der Medikamente und einer möglichen, aber keinesfalls sicheren Fremdgefährdung. Diese sei indes weder Einweisungsvoraussetzung nach Art. 397a Abs. 1 ZGB, noch genüge sie für einen fürsorgerischen Freiheitsentzug. Reiche aber eine Fremdgefährdung für einen fürsorgerischen Freiheitsentzug nicht aus, so gelte dies erst recht für eine mögliche Fremdgefährdung. Ob die erforderliche Medikation nicht anderweitig sichergestellt werden könne, sei nicht überprüft, jedoch trotz der angeblichen bisherigen Misserfolge für möglich gehalten worden. Aus dem Gutachten vom 13. August 2003 und dem angefochtenen Urteil, welches sich unter anderem auf dieses Gutachten stützt, ergibt sich, dass die Medikation nur im Rahmen einer stationären Behandlung sichergestellt werden kann. Soweit der Berufungskläger etwas anderes behauptet, richtet er sich gegen anders lautende tatsächliche Feststellungen der Vorinstanz. Insoweit ist auf die Berufung von vornherein nicht einzutreten (Art. 63 Abs. 2 OG; BGE 126 III 388 E. 8 S. 389). Sodann hat die Rekurskommission die Zurückbehaltung nicht nur gestützt auf Fremdgefährdung, sondern auch infolge nachgewiesener Selbstgefährdung bejaht. Von einer Bundesrechtsverletzung kann demnach keine Rede sein.