Citation: 2C_1002/2021 E. 4.1

4.1. Festzuhalten ist im Ausgangspunkt, dass die Ehe des Beschwerdeführers mit B.________ unbestrittenermassen nicht drei Jahre angedauert hat; Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ist damit vorliegend nicht anwendbar. Unabhängig von der in Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG vorgesehenen Dreijahresfrist kann sich ein nachehelicher Aufenthaltsanspruch jedoch dann ergeben, wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG). Diese Vorschrift kommt auch im Anwendungsbereich des FZA zum Tragen, und zwar selbst dann, wenn die anspruchsvermittelnde Ex-Ehegattin - wie vorliegend (vgl. Bst. A hiervor) - nur über eine Aufenthaltsbewilligung verfügt (Art. 2 FZA; BGE 144 II 1 E. 4.7; anders würden die Dinge liegen, wenn die Ex-Ehegattin die Schweiz zwischenzeitlich verlassen hätte [vgl. Urteil 2C_812/2020 vom 23. Februar 2021 E. 2.2.1 und 2.2.2], was hier freilich nicht der Fall ist).