Citation: 7B_268/2022 E. 6.3

6.3. Die Vorinstanz verneint einen persönlichen Härtefall, indem sie ausführt, der aus dem Kosovo stammende Beschwerdeführer sei im Jahr 2007 im Alter von 25 Jahren in die Schweiz eingewandert. Hier lebten nebst seinem Bruder eine Vielzahl entfernter Verwandter. Von seiner Ehefrau lebe er getrennt, womit er über keine Kernfamilie im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK verfüge. Seit seiner Einreise habe er sich in der Schweiz gut integriert. Er sei ununterbrochen arbeitstätig gewesen, wobei er eine Ausbildung zum Sicherheitsangestellten absolviert habe. Die deutsche Sprache beherrsche er gut. Kurz vor der Tat sei ihm gar das Gemeindebürgerrecht der Gemeinde V.________ verliehen worden. Gleichzeitig unterhalte er stabile Bindungen zu seinem Heimatland, wo er seine Verwandten, namentlich seine Mutter und seine Schwester, mehrmals im Jahr besuche. Die dortige Sprache spreche er fliessend. Entsprechend gut seien seine Resozialisierungschancen im Kosovo, zumal seine beruflichen Qualifikationen auch dort gefragt sein dürften.