Citation: 8C_1/2016 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) geltend, weil die Vorinstanz von der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des psychiatrischen Gutachters des medizinischen Instituts C.________ abgewichen ist, ohne diesem vorgängig Erläuterungs- und/oder Ergänzungsfragen zur Auswirkung des chronischen unbeeinflussbaren Schmerzes auf die Arbeitsfähigkeit zu unterbreiten. Das Gericht kann auf ergänzende medizinische Abklärungen und insbesondere auf die Unterbreitung von Ergänzungsfragen an den Experten verzichten, wenn es aufgrund der bestehenden Aktenlage seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162; Urteil 8C_386/2014 vom 6. Oktober 2014 E. 4.3). Die Vorinstanz führt zum vom Beschwerdeführer geltend gemachten Erfordernis ergänzender Abklärungen aus, der rechtlich erhebliche Sachverhalt erscheine genügend abgeklärt. Weitere Beweisvorkehren würden an der Würdigung des Sachverhalts nichts mehr ändern. Das kantonale Gericht hat weiter in nachvollziehbarer Weise dargelegt, warum es nicht der durch den psychiatrischen Teilgutachter des medizinischen Instituts C.________ vertretenen Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent gefolgt ist, auf welche sich der Beschwerdeführer beruft. Damit ist es der aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) fliessenden Begründungspflicht (BGE 139 IV 179 E. 2.2 S. 183; 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188, 229 E. 5.2 S. 236) rechtsgenüglich nachgekommen. Inwiefern der Anspruch auf Waffengleichheit und ein faires Verfahren (Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Abs. 1 EMRK) verletzt sein soll, wird weder substanziiert dargelegt (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG), noch ist dies ersichtlich. Eine ergänzende Expertise oder die Einholung eines Gerichtsgutachtens ist erforderlich, wenn das Gutachten einer versicherungsinternen oder -externen Stelle nicht schlüssig ist und die offene Tatfrage nicht anhand anderer Beweismittel geklärt werden kann (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.1 S. 263). Das ist vorliegend nicht der Fall. Die Gutachter des medizinischen Instituts C.________ haben nicht eine gesamthafte Betrachtung der Arbeitsunfähigkeit im Sinne einer interdisziplinären Konsensbeurteilung (vgl. dazu Urteil 9C_889/2015 vom 16. Februar 2016 E. 2.2) vorgenommen, sondern diese nach Fachgebiet getrennt aufgeführt. Entgegen der vom Beschwerdeführer vertretenen Auffassung stellt das Gutachten des medizinischen Instituts C.________ nicht bereits deshalb insgesamt ein untaugliches Beweismittel dar, weil die aus psychiatrischer Sicht attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent nicht zu überzeugen vermag. Wie die Vorinstanz in willkürfreier Beweiswürdigung dargelegt hat, ergibt sich aus dem Gutachten des medizinischen Instituts C.________ im Übrigen ein schlüssiges Bild der gesundheitlichen Beeinträchtigungen und der zumutbaren Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Insbesondere waren sich die Gutachter darin einig, dass der Versicherte infolge verstärkter Ermüdbarkeit mit geistigem und körperlichem Leistungsabfall aufgrund der chronischen Schmerzen im Verlauf des Berufsalltags vermehrt Pausen einschalten muss. Massgebend ist nach Art. 7 Abs. 2 ATSG eine objektivierte Betrachtungsweise, während es auf das subjektive Empfinden der versicherten Person nicht ankommen kann (BGE 141 V 281 E. 3.7.1 S. 295). Der Psychiater stützt sich bei seiner Beurteilung weitgehend auf die Angaben des Versicherten zum aktuellen Pensum, ohne überzeugend darzulegen, weshalb diesem eine Erhöhung überwiegend wahrscheinlich nicht zumutbar war, zumal dieser seine Arbeitszeit gemäss eigenen Angaben weitestgehend selber frei einteilen kann. Die gestützt auf die weiteren Teilgutachten getroffene vorinstanzliche Feststellung, bezogen auf den Zeitpunkt des Gutachtens vom 24. Januar 2011 sei in einer dem Leiden bestmöglich angepassten Tätigkeit von einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20 Prozent auszugehen, kann nicht als offensichtlich unrichtige Tatsachenfeststellung bezeichnet werden (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Wenn die Vorinstanz in Anbetracht der somatisch umschriebenen Problemkreise und des Fehlens psychischer Symptome ein 80-prozentiges Leistungsvermögen in einer angepassten Tätigkeit, wie sie der Versicherte seit längerem ausübt, feststellte, hat sie weder Sinn und Tragweite des Gutachtens des medizinischen Instituts C.________ offensichtlich falsch eingeschätzt, noch aus der Expertise unhaltbare Schlüsse gezogen. Die Einholung ergänzender medizinischer Abklärungen erübrigte sich somit.