Citation: 2C_860/2022 E. 8.4

8.4. Der Beschwerdeführer beging die diesen Urteilen zugrunde liegenden Delikte, bei denen es sich nicht um blosse Bagatellen handelt, obwohl die Migrationsbehörden des Kantons Solothurn ihn wiederholt auf die ausländerrechtlichen Folgen weiteren straffälligen Verhaltens aufmerksam gemacht und ihm mehrfach unmissverständlich zu verstehen gegeben haben, dass für einen weiteren Verbleib in der Schweiz ein klagloses Verhalten von ihm erwartet wird. Besonders fällt auf, dass der Beschwerdeführer die 2020 zusammen mit der Nötigung zur Verurteilung gekommene Förderung der illegalen Einreise am 19. August 2016 beging, mithin nur knapp zwei Monate nachdem das Migrationsamt Solothurn ihm in Bezug auf den beabsichtigten Bewilligungswiderruf erstmals das rechtliche Gehör gewährt hatte. Zudem hat die Frequenz der Straffälligkeit des Beschwerdeführers über die gesamte Anwesenheitsdauer eher zu- als abgenommen.