Citation: 8C_391/2023 E. 6.2.1

6.2.1. Auch die übrigen Vorbringen der Beschwerdeführerin gegen die Beweiskraft des Gutachtens rechtfertigen kein anderes Ergebnis. Ihre eigenen laienhaften medizinischen Überlegungen zur PTBS sind von vornherein nicht geeignet, Zweifel an der gegenteiligen fachärztlichen Beurteilung der Gutachterin der ABI zu wecken. Soweit letztere eine PTBS unter anderem deshalb verneinte, weil sie bei der Beschwerdeführerin weder eine vegetative Übererregtheit mit Vigilanzsteigerung noch eine übermässige Schreckhaftigkeit habe feststellen können, ist der Beschwerdeführerin zwar darin beizupflichten, dass eine PTBS nach den Klassifikationskriterien der ICD-10 auch dann angenommen werden kann, wenn stattdessen eine "teilweise oder vollständige Unfähigkeit, einige wichtige Aspekte der Belastung zu erinnern", vorliegt (vgl. HORST DILLING/HARALD J. FREYBERGER [Hrsg.], Taschenführer zur ICD-10 Klassifikation psychischer Störungen, 9. Aufl. 2019, S. 174 unten f.). Dass eine entsprechende Unfähigkeit konkret vorliege, wird in der Beschwerde indes nicht ausdrücklich behauptet und ergibt sich auch nicht aus den Berichten der Psychiatrischen Klinik F.________. Unzutreffend ist schliesslich auch die Rüge, die Gutachterin habe ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von 60 % in der angestammten und von 70 % in angepassten Tätigkeiten nicht begründet. Aus dem Gutachten ergibt sich ohne weiteres, dass die Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen in Betracht kommenden Tätigkeiten auf einem erhöhten Pausenbedarf und einem verminderten Rendement beruht, was nachvollziehbar erscheint.