Citation: 5A_93/2023 E. 5.6

5.6. Wie sich aus dem Ausgeführten ergibt, erweist sich die vorinstanzliche Auslegung, wonach das Durchfahrtsrecht auf das bauliche Ausmass des tiefer gelegenen Wohnhaus im Jahre 1933 beschränkt sei, als bundesrechtswidrig. Stattdessen ist davon auszugehen, dass das Durchfahrtsrecht - im Rahmen des ihm zugrunde liegenden Zwecks - in der Hinsicht (funktionell) beschränkt ist, als es lediglich dem (ebenerdigen) Zugang zum Wohnhaus auf dem tiefer gelegenen Teil der Parzelle Nr. xxx dient, so lange dieses nicht anderweitig (ebenerdig) zu Fuss oder mit Fahrzeugen erreichbar ist. Dass dies bereits der Fall wäre, machen die Beschwerdegegner nicht geltend.