Citation: 4A_507/2023 E. 6.2

6.2. Auch diesen Standpunkt verwarf die Vorinstanz zu Recht. Sie erwog, das Beweisergebnis habe ergeben, dass der Beschwerdeführer die von der Beschwerdegegnerin getätigten Anlagen bzw. gekauften Produkte genehmigt und zudem auf die Zusammensetzung seines Portfolios Einfluss genommen habe. Aufgrund der Rechenschaftsberichte, die sämtliche Informationen zu seinem Depot aufwiesen und denen auf einen Blick die Zusammensetzung des Depots habe entnommen werden können, sei er als in Anlagegeschäften erfahrener Kunde aktuell informiert gewesen. Anlässlich der Semestergespräche mit D.________ bzw. E.________ von der Beschwerdegegnerin sei der aktuelle Rechenschaftsbericht erörtert, und vor dem Hintergrund der Marktanalyse und insbesondere der Renditevorgaben des Beschwerdeführers seien die Verkäufe und Anlagen oder der Erwerb von solchen mit ihm besprochen und seine Zustimmung eingeholt worden. Er sei somit umfassend orientiert worden. In der Tat schliesst diese umfassende Orientierung und bewusste Genehmigung der konkreten Anlagen bzw. Verkäufe des sachkundigen und erfahrenen Beschwerdeführers aus, dass er sich gleichzeitig in einem Irrtum hätte befinden können. Diese Umstände unterscheiden den vorliegenden Fall klar von der Sachlage, die dem vom Beschwerdeführer angerufenen Urteil 4C.342/2003 vom 8. April 2005 zugrunde lag. Dort ging es um eine in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorgesehene stillschweigende Genehmigung des mitgeteilten Saldos. Das Bundesgericht schloss nicht aus, dass der in Bankgeschäften unerfahrene Bankkunde, der eine ihm mitgeteilte Investition nicht beanstandet, weil er die Verletzung des Vermögensverwaltungsvertrags nicht erkannte, einwenden könne, die (stillschweigende) Genehmigung habe auf einem Irrtum bzw. Willensmangel beruht (E. 2.3). Demgegenüber handelt es sich vorliegend beim Beschwerdeführer um einen in Anlagegeschäften erfahrenen Kunden, der zudem selbst auf die Zusammensetzung seines Portfolios Einfluss nahm, über das er aufgrund der für ihn verständlichen Rechenschaftsberichte Bescheid wusste. Zudem war er in regelmässigen Kundengesprächen umfassend und individuell über die konkreten Anlagen und Verkäufe orientiert worden und hatte dabei diesen zugestimmt. Die Genehmigung erfolgte also nicht gestützt auf eine in den AGB enthaltene Genehmigungsklausel, und ohne dass der Kunde mangels Erfahrung und Aufklärung die Vertragsabweichung hätte erkennen können. Die Vorinstanz hat demnach kein Recht verletzt, indem sie eine Anfechtung der Genehmigung wegen Willensmangels ausschloss.