Citation: 2C_320/2015 E. 4.4

4.4. Es kann festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer seit 1997 immer wieder delinquiert hat, wobei unterschiedliche Rechtsgüter verletzt wurden. Über einen Zeitraum von rund 15 Jahren wurde er zu Freiheitsstrafen von insgesamt 22,5 Monaten, Geldstrafen von insgesamt 80 Tagessätzen zu je Fr. 30.--, 30 Tagessätzen zu je Fr. 50.-- und 150 Tagessätzen zu je Fr. 80.-- sowie Bussen in Höhe von über Fr. 2'000.-- verurteilt. Das Verhalten des Beschwerdeführers zeugt von Einsichtslosigkeit und Unbelehrbarkeit, denn offensichtlich liess er sich weder durch die verhängten Strafen noch durch die im Jahr 2004 ausgesprochene ausländerrechtliche Verwarnung beeindrucken. Entgegen seiner Auffassung handelte es sich auch bei den nach der ausländerrechtlichen Verwarnung begangenen Straftaten nicht um untergeordnete Delikte. So hat er 2011 durch das Lenken eines Fahrzeugs in fahrunfähigem Zustand und das massive Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit Leib und Leben anderer Menschen erheblich gefährdet. Auch die Schuldenwirtschaft des Beschwerdeführers nahm nach der ausländerrechtlichen Verwarnung weiter zu, so dass im Januar 2013 mehr als 50 Verlustscheine im Gesamtbetrag von über Fr. 60'000.-- gegen ihn vorlagen. Der Beschwerdeführer behauptet zwar, mit dem Schuldenabbau begonnen zu haben. Gemäss den - für das Bundesgericht verbindlichen - vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen hat er dies jedoch nicht belegt. Vergeblich verweist der Beschwerdeführer im Übrigen auf das Urteil 2C_273/2010 vom 6. Oktober 2010, welches in E. 3.3 festhält, dass Schuldenwirtschaft für sich allein den Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht zu rechtfertigen vermag, sondern es erschwerender Merkmale bedarf. Vorliegend wurde der Widerruf gerade nicht nur aufgrund der Schulden des Beschwerdeführers ausgesprochen, sondern auch (wenn nicht in erster Linie) wegen seiner wiederholten Delinquenz. Aus dem genannten Entscheid kann der Beschwerdeführer somit nichts zu seinen Gunsten ableiten. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er sei auf dem besten Weg, künftig gar keine Delikte mehr zu begehen, da er den Grund seiner Delinquenz, die Drogensucht, erfolgreich angegangen habe und drogenabstinent lebe, dringt er nicht durch. Den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen zufolge bemüht sich der Beschwerdeführer durch die Teilnahme an einem Methadonprogramm, seine Drogensucht zu überwinden. Der Beschwerdeführer hat jedoch vor der Vorinstanz nicht den Beweis erbracht, diese auch tatsächlich überwunden zu haben. Zudem kann - wie die Vorinstanz mit Recht festgehalten hat - die Drogensucht des Beschwerdeführers nicht für alle Delikte verantwortlich gemacht werden. In Anbetracht der Vielzahl von Delikten und Schulden ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf eine beängstigende Gleichgültigkeit und Respektlosigkeit gegenüber der Rechtsordnung geschlossen hat. Folglich hat das Verwaltungsgericht kein Bundesrecht verletzt, wenn es den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG als gegeben erachtete. Da ein Widerrufsgrund im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG gegeben ist, braucht nicht geprüft zu werden, ob auch ein Widerrufsgrund im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit. b AuG vorliegt, weshalb auf die diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdeführers nicht einzugehen ist.