Citation: 6B_120/2024 E. 3.4.2

3.4.2. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers trifft nachweislich nicht zu, dass die Vorinstanz keine Gesamtwürdigung "aller relevanten Fakten" vorgenommen hätte. Sie legt einlässlich und nachvollziehbar dar, weshalb sie anhand einer Gesamtwürdigung der inneren und äusseren Umstände von einem besonders skrupellosen Handeln des Beschwerdeführers ausgeht (vgl. oben E. 3.2). Mit diesen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht hinreichend auseinander (Art. 42 Abs. 2 BGG). Mit seinem Vorbringen, keine Zeit gehabt zu haben, sein Verhalten vollständig zu reflektieren bzw. dass ihm nur wenige Sekunden zur Verfügung gestanden seien, um sich für eine Umfahrung der Verkehrskontrolle über den Fahrradweg bzw. das Trottoir zu entscheiden, wendet er sich wiederum gegen die gegenteiligen Feststellungen der Vorinstanz, ohne eine willkürliche Tatsachenfeststellung darzutun. Eine solche ist denn auch nicht ersichtlich, zumal ihm vom Zeitpunkt, als er der Polizeikontrolle Gewahr wurde bis zu seinem Entscheid, aus der Kolonne auszuscheren, offensichtlich genügend Zeit blieb, um die Situation einzuschätzen. Im Übrigen ist er mit seinem Argument auch deshalb nicht zu hören, weil gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Skrupellosigkeit auch bei einem spontanen Tötungsentschluss aufgrund einer unvorhergesehenen Situation gegeben sein kann (Urteil 6B_188/2009 vom 18. Juni 2009 E. 5).