Citation: 2C_574/2019 E. 3.2

3.2. Die Aufenthaltsbewilligungen des Beschwerdeführers und seiner geschiedenen Ehefrau wurden mit Verfügung des Migrationsamts vom 18. April 2018 widerrufen. Die Eröffnung erfolgte an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers sowie betreffend seine zu jenem Zeitpunkt vermutlich bereits nicht mehr in der Schweiz lebende Ehefrau durch Publikation im Amtsblatt des Kantons Zürich. Da die Verfügung nicht an die damals noch aktuelle Meldeadresse der Ehefrau versandt worden war, erwog die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion in ihrem Entscheid vom 22. Januar 2019, es sei unklar, ob sie von der Verfügung Kenntnis erhalten habe und es müsse offenbleiben, ob der Widerruf ihrer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA in Rechtskraft erwachsen sei. Unbesehen dieser Frage ist vorliegend festzustellen, dass die geschiedene Ehefrau des Beschwerdeführers kein Anwesenheitsrecht in der Schweiz mehr hat, zumal ihre bis am 4. Februar 2019 gültige Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA unterdessen erloschen ist, was der Beschwerdeführer nicht bestreitet. Er kann sich folglich nicht auf Art. 50 AIG berufen und hat somit keinen Anspruch auf eine nacheheliche Aufenthaltsregelung in der Schweiz (vgl. BGE 144 II 1 E. 4 S. 7 ff.; Urteil 2C_202/2018 vom 19. Juli 2019 E. 3.1; zur Kritik vgl. THOMAS HUGI YAR, Personenfreizügigkeit und Scheitern der Ehe, in: dRSK, publiziert am 18. April 2018).