Citation: C 258/05 18.10.2006 E. 3

3.1 Aus den Akten geht hervor, dass die ehemalige Arbeitgeberin ihren Lohnzahlungspflichten im Grundsatz nachgekommen ist. Nur für den letzten Monat vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses (April 2004) besteht ein Ausstand von Fr. 1800.-. Der darüber hinaus vom Versicherten geforderte Bonus von Fr. 30'000.- (für eine Erfolgsbeteiligung im Jahr 2000) bildet (zu Recht) nicht Teil der geltend gemachten Insolvenzentschädigung, weshalb dazu im vorliegenden Prozess keine Ausführungen erforderlich sind. Zunächst behielt die ehemalige Arbeitgeberin allerdings den ganzen Lohn für den Monat April 2004 (Fr. 7696.60) zurück. Auf das Mahnschreiben des Beschwerdeführers vom 23. Mai 2004 hin überwies sie am 28. Mai 2004 (nach Abzug des Rückbehaltes von Fr. 1800.-) Fr. 5896.60. Mit Schreiben vom 1. Juni 2004 liess die inzwischen durch M.________ anwaltlich vertretene J.________ AG den Rückbehalt des Restlohnes mit dem Hinweis auf eine Schadenersatzforderung gegen den Versicherten begründen und eine Schlussrechnung in Aussicht stellen. Am 14. Juni 2004 entgegnete der Beschwerdeführer schriftlich, er fordere weiterhin die Begleichung des Ausstandes, und setzte dazu Frist bis 30. Juni 2004. In der Folge betraute er ebenfalls einen Rechtsanwalt, Daniel Roth, Zürich, mit der Wahrung seiner Interessen, liess mit Brief vom 22. Juli 2004 seine Forderungen bekräftigen und eine letzte Zahlungsfrist bis 6. August 2004 einräumen. Nach Vergleichsgesprächen zwischen den Interessenvertretern forderte Daniel Roth den Gegenanwalt am 9. September 2004 schriftlich auf, ihm bis spätestens 20. September 2004 eine Rückantwort zugehen zu lassen. Mittels Fax-Mitteilung vom 13. September 2004 erklärte Rechtsanwalt M.________, der Entscheid, wie die Sache effektiv abgehandelt werde, liege "am Ende" bei den Parteien. Er persönlich könne "seltenst" einen Prozess empfehlen, wenn die Streitsumme nicht markant höher liege, "als die vorliegend plädierte". Bis zur Konkurseröffnung am 25. Oktober 2004 kam es zu keinen weiteren Interventionen seitens des Versicherten.