Citation: 7B_224/2023 E. 4

Die Beschwerdeführerin wendet Folgendes ein: Ein Ersatzforderungsarrest könne gemäss Art. 71 Abs. 3 StGB nur auf das Vermögen einer betroffenen Person gelegt werden. Unter die "betroffenen" Personen im Sinne dieser Bestimmung falle nicht nur die beschuldigte Person, sondern auch jede dritte Person, die auf die eine oder andere Weise durch die Straftat begünstigt worden sei. Nach der Rechtsprechung sei bei einer betroffenen juristischen Person als betroffene Dritte vorauszusetzen, dass sie vollständig von der beschuldigten Person kontrolliert werde. Ein Ersatzforderungsarrest könne auch zulässig sein, wenn die Drittperson treuhänderisch Vermögenswerte empfange, die tatsächlich für die beschuldigte Person bestimmt seien, ohne dass die Drittperson unabhängig ein eigenes Recht über die Vermögenswerte geltend machen könne. Die gesetzlichen Voraussetzungen der Zusprechung einer staatlichen Ersatzforderung hätten die staatlichen Behörden nachzuweisen. Und schliesslich könne sich ein Ersatzforderungsarrest auch in jenen Fällen gegen eine Dritt-Gesellschaft richten, bei denen von der Unterscheidung zwischen einem beschuldigten Aktionär und einer von ihm beherrschten Gesellschaft abzusehen sei (sogenannter strafprozessualer "Durchgriff"). Gleiches gelte für Fälle, bei denen der Beschuldigte als tatsächlicher Eigentümer von Vermögenswerten anzusehen ist, die bloss zum Schein an einen sogenannten "Strohmann" abgetreten wurden. Sie, die Beschwerdeführerin, verfüge über mehrere Organe bzw. Direktoren. Einer der Direktoren habe die Anwaltsvollmacht für die Einreichung der vorliegende Beschwerde unterzeichnet. Entgegen der Ansicht des Bundesstrafgerichtes genüge im vorliegenden Fall die blosse Behauptung nicht, der Hauptbeschuldigte sei "anscheinend" ihr Alleineigentümer bzw. wirtschaftlich Berechtigter. Die Vorinstanz habe nicht dargetan, weshalb der Hauptbeschuldigte oder der Mitbeschuldigte als Alleineigentümer der Beschwerdeführerin anzusehen wäre. Folglich verletze die Aufrechterhaltung der Beschlagnahme Art. 71 Abs. 3 StGB. Was ihr Rechtsbegehren um Freigabe von Fr. 100'000.-- auf einem der gesperrten Konten bzw. um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege im hängigen Berufungsverfahren betrifft, bringt die Beschwerdeführerin unter anderem noch Folgendes vor: Das Bundesstrafgericht schneide ihr de facto und indirekt das rechtliche Gehör ab, indem es ihr verunmögliche, die Honorare ihres Rechtsvertreters zu bezahlen und ihre Interessen geltend zu machen. Sie ruft in diesem Zusammenhang diverse Rechtsnormen als verletzt an, darunter Art. 29 Abs. 3 BV.