Citation: 8C_91/2018 E. 4.2

4.2. Nachdem die Suva in ihrem Einspracheentscheid vom 24. September 2015 mit Blick auf die verbleibende berufsbedingte Sensibilisierung auf bestimmte Stoffe und in Analogie zu ähnlich gelagerten Fällen noch einen Tabellenlohnabzug von 5 % gewährte, macht sie nunmehr geltend, die Voraussetzungen für einen Abzug vom Tabellenlohn seien nicht erfüllt. Sie verweist dabei auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach ein leidensbedingter Abzug sich nicht schon damit begründen lasse, dass der in Betracht fallende Arbeitsmarkt gesundheitsbedingt begrenzt sei, sondern sich ein Abzug nur rechtfertige, wenn die versicherte Person auch im Rahmen einer von den Ärzten als geeignet erachteten Tätigkeit in der Leistungsfähigkeit beeinträchtigt sei und deshalb mit einem reduzierten Lohn zu rechnen habe (Urteil 8C_536/2010 vom 22. Oktober 2010 E. 2.5 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 9C_826/2015 vom 13. April 2016 E. 3.2.1). Vorliegend sei der Beschwerdegegner im Rahmen einer geeigneten Tätigkeit in der Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt und habe insofern nicht mit einem reduzierten Lohn zu rechnen. Zudem biete der ausgeglichene Arbeitsmarkt genügend Stellen, die dem ärztlichen Zumutbarkeitsprofil entsprechen würden.