Citation: I 784/03 31.08.2004 E. 4

Zu prüfen bleibt, inwieweit die Beschwerdeführerin gesundheitsbedingt im Aufgabenbereich Haushalt eingeschränkt ist. 4.1 Gemäss dem Abklärungsbericht vom 10. April 2002, auf welchen die Verwaltung abgestellt hat, beträgt das Ausmass der Behinderung in den verschiedenen Betätigungsbereichen der Haushaltführung (einschliesslich Kindererziehung) gesamthaft 53.6 %. Das kantonale Gericht hat den beschwerdeweise geäusserten Beanstandungen teilweise Rechnung getragen und bei einigen Teiltätigkeiten den Einschränkungsgrad nach oben korrigiert. Es ist dadurch auf eine Beeinträchtigung von insgesamt höchstens 64.9 % gelangt, womit der für eine ganze Rente mindestens vorausgesetzte Invaliditätsgrad von 66 2/3 % (Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung) nicht erreicht wird. 4.2 Die vorinstanzliche Beurteilung beruht auf einer eingehenden Auseinandersetzung mit dem Abklärungsbericht sowie den dagegen erhobenen Einwendungen und ist nicht zu beanstanden. Das kantonale Gericht hat namentlich auch die von den Kindern zu erwartende Mitarbeit im Haushalt (Erw. 2.2 hievor) angemessen berücksichtigt. 4.2.1 Was die Beschwerdeführerin vorbringt, führt zu keinem anderen Ergebnis. Dass sie praktisch keine Näharbeiten mehr verrichten kann, hat die Haushaltabklärungsperson gebührend berücksichtigt. Sodann lebt die älteste Tochter zwar zwischenzeitlich nicht mehr im gemeinsamen Haushalt mit der Versicherten. Im hier interessierenden Zeitpunkt der Verfügung vom 26. Juli 2002 traf dies aber noch nicht zu. Im Übrigen wohnt die Tochter nach wie vor im gleichen Haus. Eine Mithilfe mindestens bei den Einkäufen und Besorgungen kann von ihr daher weiterhin erwartet werden, zumal sie mit ihrer Mutter die Benützung eines Autos teilt. Hinzu kommt, dass auch das jüngste Kind (Jahrgang 1993) nach und nach vermehrt Verrichtungen (wie etwa das Aufräumen des eigenen Zimmers) übernehmen kann, was von Verwaltung und Vorinstanz noch gar nicht angerechnet wurde. Gemäss Angaben im Abklärungsbericht übernehmen die Kinder die Pflege der Haustiere vollständig. 4.2.2 Ein höherer Invaliditätsgrad lässt sich auch nicht damit begründen, dass Dr. med. W.________, Oberarzt an der Chirurgischen Klinik des Spitals T.________, der Versicherten mit Berichten vom 5. September und 6. November 2001 im Bereich Haushaltführung eine Arbeitsunfähigkeit von 75 % bescheinigt hat. Denn ausschlaggebend für die Feststellung der Behinderung Nichterwerbstätiger im anerkannten Aufgabenbereich ist nicht die medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit, sondern, wie sich der Gesundheitsschaden in der nichterwerblichen Betätigung auswirkt, was durch die Abklärung an Ort und Stelle (im Haushalt der versicherten Person) erhoben wird (Meyer-Blaser, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, namentlich für den Einkommensvergleich in der Invaliditätsbemessung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 55 f.; AHI 2001 S. 161 Erw. 3c; vgl. auch BGE 130 V 99 Erw. 3.3.1). Im Übrigen berücksichtigt der von Haushaltabklärungsperson und Vorinstanz ermittelte Behinderungsgrad auch die von den Familienangehörigen zu erwartende Mithilfe. Ohne diesen Gesichtspunkt besteht, wie im angefochtenen Entscheid zutreffend erkannt wird, höchstens eine geringfügige Differenz zur Einschätzung des Dr. med. W.________. Am 20. Dezember 2002 hat Dr. med. W.________ erneut Stellung genommen und ausgeführt, die Gesundheit der Beschwerdeführerin habe sich im letzten Jahr weiter verschlechtert mit der Folge, dass die Arbeitsunfähigkeit im Haushalt nunmehr 80 % betrage. Dies vermag aufgrund des zuvor Gesagten nicht zu einer anderen Beurteilung zu führen, zumal damit keine erhebliche Veränderung beschrieben wird. Es kann daher auch offen bleiben, inwieweit die vom Arzt beschriebene Entwicklung bereits im vorliegend interessierenden Zeitraum bis zum Erlass der Verfügung vom 26. Juli 2002 stattgefunden hat.