Citation: 6B_51/2009 28.05.2009 E. 4.3

4.3.1 In tatsächlicher Hinsicht hat die Vorinstanz im Anklagepunkt 4.9 festgestellt, der Beschwerdeführer 1 habe am 26. Juni 2005 dem Unbekannten 4 Heroingemisch nach Genf geliefert. Sie stützt sich dabei auf die Protokolle der Kurzmitteilungen zwischen den Beschwerdeführern, A.________ und dem Unbekannten 4. Letzterer habe beim Beschwerdeführer 2 am 26. Juni 2005 eine Bestellung in Auftrag gegeben, wobei der Liefergegenstand offenkundig mehrmals unterschiedlich bezeichnet worden sei. Zuerst sei von "6 alten Franken" die Rede gewesen, dann von "6 ganzen f" bzw. von "6 bis 8 Franken" und schliesslich von "3 Rädern" und "3 Pneus", welche die Abnehmer benötigen würden, um sie "zusammen zu machen". A.________ wiederum habe gegenüber dem Beschwerdeführer 2 in diesem Zusammenhang von "Parkett und Leim, weil dieser es selber legen will" gesprochen. Dabei seien effektiv Heroingemisch und Streckmittel gemeint gewesen, welche dem Unbekannten 4 nach Genf geliefert werden sollten. Im Anschluss an diese Vereinbarung habe der Beschwerdeführer 2 den Beschwerdeführer 1 zu sich nach Hause gebeten. Der Beschwerdeführer 2 habe A.________ versprochen, den Neffen mit der Lieferung zu beauftragen, und diesem am 26. Juni 2005 um 20:43 Uhr bestätigt, dass die Lieferung in zwei Stunden ausgeführt werde, "dort wo sie das letzte Mal Kaffee getrunken haben". Da der häufig als Neffe bezeichnete Beschwerdeführer 1 zur genannten Zeit tatsächlich mit dem Auto Richtung Genf unterwegs gewesen sei, müsse davon ausgegangen werden, dass dieser dem Unbekannten 4 das versprochene Heroin nach Genf geliefert habe. Am 27. Juni 2005 habe der Beschwerdeführer 1 dem Beschwerdeführer 2 bestätigt, der Auftrag sei ausgeführt worden. 4.3.2 Dass die Vorinstanz von der Verwendung von Begriffen wie "Parkett plus Leim", "3 Räder", "3 Pneus", "alte Franken" und "ganze f" auf Drogengeschäfte schliessen konnte, wurde bereits erörtert. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 1 ist der Umstand, dass er sich im Anschluss an die Bestellung durch den Unbekannten 4 zum Beschwerdeführer 2 und anschliessend, wie mit A.________ vereinbart, tatsächlich Richtung Genf begab, ein starkes Indiz für seine Täterschaft. Die Annahme der Vorinstanz, er habe das Heroingemisch nach Genf geliefert, ist nicht unhaltbar.