Citation: 8C_440/2013 E. 3.2

3.2. Die Einwendungen der Beschwerdeführerin sind nicht geeignet die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung als offensichtlich unrichtig, als Ergebnis willkürlicher Beweiswürdigung oder als rechtsfehlerhaft nach Art. 95 BGG (vgl. E. 1 hievor) erscheinen zu lassen, noch führen sie zur Bejahung einer Rechtsverletzung. Insbesondere hat die Versicherte entgegen der Beschwerdeführerin den ursprünglich geschilderten Unfallhergang in der vorinstanzlichen Beschwerde nicht geändert. Vielmehr handelt es sich um eine Präzisierung, hat sie doch in der echtzeitlichen Schilderung lediglich davon gesprochen, auf Glatteis ausgerutscht und gestürzt zu sein. In der vorinstanzlichen Beschwerde hat sie alsdann ausgeführt, dass sie auf dem glatten, eisigen, steilen Fussweg ausrutschte, abrupt auf das Gesäss fiel und es sie gleichzeitig, da sie am Arm ihres Mannes ging, herum zog. Sie seien gemeinsam gestürzt. Von einem heftigen Sturz auf das Gesäss ist entgegen der Beschwerdeführerin nicht die Rede. Indem die Vorinstanz auf den in der Beschwerde beschriebenen Unfallhergang abstellte, kann ihr nicht eine Missachtung der im Sozialversicherungsrecht praxisgemäss geltenden Beweismaxime vorgeworfen werden, wonach den "Aussagen der ersten Stunde" in beweisrechtlicher Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen (BGE 121 V 45 E. 2a S. 46 f.). Entgegen der Beschwerdeführerin schliesst im Übrigen auch die echtzeitliche Schilderung des Unfallhergangs jegliche Prellung des Steissbeins oder des Beckens nicht zum vorneherein aus. Die Feststellung der Vorinstanz, wonach die Steissbeinbeschwerden im Februar 2011 im Verlauf der Physiotherapiebehandlung und mithin nur wenige Wochen nach dem Unfall aufgetreten sind, erweist sich aufgrund der Aktenlage nicht als offensichtlich unrichtig und ist für das Bundesgericht verbindlich. Dass die Steissbeinbeschwerden erst im Mai 2011 ärztlich dokumentiert wurden, ist dabei nicht weiter relevant. Mithin ist entgegen den Versicherungsärzten nicht von einer Latenzzeit von vier Monaten bis zum Auftreten der Steissbeinbeschwerden auszugehen. Inwiefern die Feststellung der Vorinstanz, wonach sich der Krankheits- und Therapieverlauf nahtlos in das von der Versicherten glaubhaft und nachvollziehbar gezeichnete Gesamtbild einfügen lasse, aktenwidrig sein soll, ist nicht ersichtlich. Ein klarer Widerspruch zur tatsächlichen Situation vermag die Beschwerdeführerin nicht zu begründen. Vielmehr hat sich das kantonale Gericht mit der Aktenlage gehörig auseinandergesetzt und sie rechtsprechungskonform gewürdigt. Die Einwendungen der Beschwerdeführerin sind nicht geeignet, die Beweiswürdigung als willkürlich erscheinen zu lassen. Eine Beweiswürdigung ist nicht bereits willkürlich, wenn sie nicht mit der Darstellung der Beschwerdeführerin übereinstimmt oder eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst, wenn der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Fehler beruht (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56; vgl. auch BGE 135 V 2 E. 1.3 S. 4 f.). Dies trifft hier nicht zu. Damit ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz von der Unfallkausalität der Beschwerden im Bereich des Steissbeins ausging und die Leistungspflicht über den 20. Mai 2011 hinaus bejahte. Entgegen der Beschwerdeführerin bezieht sich die Aussage des Vertrauensarztes Dr. med. V.________, wonach der status quo sine vel ante anfangs April 2011 erreicht war, nicht auf die Steissbeinbeschwerden, ging er doch davon aus, dass diese bis Mai 2011 gar nicht ausgewiesen waren. Hinsichtlich der Dauer der Leistungspflicht lässt sich daraus nichts ableiten. Damit erweist sich die Rückweisung der Vorinstanz zur Festsetzung der Leistungspflicht für die ab 21. Mai 2011 anhaltenden Beschwerden nicht als bundesrechtswidrig. Die Beschwerde ist mithin abzuweisen.