Citation: 8C_11/2022 E. 3

In medizinischer Hinsicht erwog die Vorinstanz im Wesentlichen, der Beschwerdeführer sei vom 18. November bis 19. Dezember 2019 in der Klinik E.________ hospitalisiert gewesen. Die dortigen Arztpersonen hätten im Austrittsbericht vom 20. Dezember 2019 nachvollziehbar aufgezeigt, dass die neuropathischen Schmerzen des N. radialis - die von Dr. med. D.________ im Bericht vom 16. Mai 2019 als problematisch bezeichnet worden seien - im Vergleich zu den nozizeptiven Schmerzen nicht im Vordergrund gestanden hätten. Sodann gehe aus diesem Bericht hervor, dass für eine Kausalgie keine Anhaltspunkte bestanden hätten. Die von Dr. med. D.________ am 16. Mai 2019 gestellte Verdachtsdiagnose eines komplexen regionalen Schmerzsyndroms (CRPS) Typ II habe in der Klinik E.________ somit nicht bestätigt werden können. Auch der Neurologe Dr. med. F.________ habe im Bericht vom 27. Mai 2019 keine entsprechende Verdachtsdiagnose angeführt. Der Kreisarzt Dr. med. G.________, Facharzt für Chirurgie, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, der den Beschwerdeführer mehrmals untersucht habe, habe ebenfalls kein CRPS erwähnt. Ein CRPS sei somit nicht erstellt, weshalb diesbezüglich kein Anlass für weitere neurologische Abklärungen bestehe. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers könne den Einschätzungen der Klinik E.________ vom 20. Dezember 2019 und des Dr. med. G.________ vom 29. Mai 2020 gefolgt werden. Laut dem vom Letzteren erstellten präzisen Zumutbarkeitsprofil seien rein unfallbezogen schwere Tätigkeiten mit der linken Hand nicht mehr, leichte Tätigkeiten dagegen, voll zumutbar. An dieser Beurteilung bestünden keine auch nur geringen Zweifel, weshalb darauf abzustellen sei. Den Integritätsschaden habe Dr. med. G.________ anhand der Suva-Tabellen 1.2 (Integritätsschäden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) und 5.2 (Integritätsschäden bei Arthrosen) auf 30 % geschätzt, was als angemessen erscheine. Der Beschwerdeführer lege nicht dar, inwiefern diese Einschätzung falsch wäre. Es fänden sich auch keine Arztberichte, die den Anspruch auf eine höhere Integritätsentschädigung begründeten.