Citation: 1C_89/2017 E. 1

In Bezug auf Sinn und Zweck der zu beurteilenden Ausnahmeregelung überzeugt das Argument der Vorinstanz: Solange noch keine Administrativmassnahme gegen eine Person verfügt worden ist, kann noch nicht von einer Bewährungszielsetzung und somit auch nicht von einer Nichtbewährung gesprochen werden. Stichhaltig ist in diesem Zusammenhang insbesondere der vorinstanzliche Hinweis, dass es bei gewissen SVG-Widerhandlungen wie Geschwindigkeitsüberschreitungen möglich ist, dass eine Person am Tag der Begehung noch gar keine Kenntnis von der Widerhandlung hat, sondern erst im Nachhinein davon erfährt. Aus diesem Grund ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe bereits bei der Polizeikontrolle vom 24. Juni 2011 erfahren, dass er eine leichte Widerhandlung begangen hatte, unbehelflich. Nach dieser Auffassung würde die Bewährungsfrist nämlich - je nachdem, ob die betroffene Person am Tag der Widerhandlung Kenntnis von dieser hat oder nicht - zu unterschiedlichen Zeitpunkten beginnen. Eine solche Lösung würde zu einer uneinheitlichen Anwendung des SVG führen und wäre kaum praktikabel. Um die Rechtssicherheit und die Gleichbehandlung der mit einer Verwarnung zu ahndenden Personen zu gewährleisten, ist es naheliegender, für den Beginn der Bewährungsfrist gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. d SVG an die Verfügung der Massnahme anzuknüpfen.