Citation: 5A_28/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Was den Vorwurf angeht, dass der Beschwerdegegner C.________ bewusst von der Aussenwelt abschirme, stellt die Vorinstanz gestützt auf die Ausführungen der Dres. med. H.________ und J.________ fest, dass C.________ in der sozialen und sprachlichen Entwicklung Defizite habe. Laut Dr. med. G.________ sei C.________ sehr oft an banalen viralen Infekten erkrankt, weshalb eine Pausierung mit den Krippenbesuchen vorübergehend gerechtfertigt gewesen sei. Der Beschwerdegegner habe das Kind während rund eineinhalb Jahren alleine betreut, sich in W.________ wie auch an seinem neuen Wohnort aber um eine familienergänzende Kinderbetreuung bemüht. Gestützt auf die Akten konstatiert das Kantonsgericht, dass der Beschwerdegegner mit der Kinderkrippe K.________ in X.________ eine angemessene Kindertagesstätte gefunden habe. Auch ohne Einholung eines Berichts bei der Krippe sei davon auszugehen, dass C.________ die Institution ab dem 10. Dezember 2018 regelmässig besuchte. Zwar hätten äussere Einwirkungen den Beschwerdegegner zum Aufbau sozialer Kontakte angestossen. Nach Einschätzung des Amtsbeistands im Januar 2019 verstehe der Vater aber die Beratungshinweise der Kinderärzte, wonach C.________ in ihrer Sprache und in ihrer sozialen Entwicklung in einer Kindertagesstätte besser gefördert werden kann als bei ihm allein.