Citation: 4A_532/2022 E. 5.3

5.3. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, er habe rechtsgenüglich vorgetragen, dass seine gesundheitlichen Beschwerden neurologischer und nicht psychiatrischer Natur gewesen seien. Dies möge allenfalls im Jahr 2014 noch nicht völlig festgestanden haben, stehe aber nach Vorliegen des F.________-Gutachtens fest, das am 14. Juli 2020 erstellt worden sei. Es sei damit nachgewiesen, dass seine Weigerung, sich einer psychiatrischen Begutachtung zu unterziehen, weder die Feststellung noch das Ausmass der Krankheitsfolgen beeinflusst habe, womit die Voraussetzungen für eine Leistungskürzung oder Einstellung nicht gegeben seien. Die Vorinstanz hat sich in E. 9.2 ihres Entscheids mit diesem Argument rechtsgenüglich auseinandergesetzt. Demnach ändert der Umstand, dass gemäss F.________-Gutachten die gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers offenbar neurologischen Ursprungs seien, nichts daran, dass er seine Verhaltenspflichten wiederholt verletzt und die Beschwerdegegnerin daran gehindert habe, die Krankheitsfolgen festzustellen und den Leistungsanspruch zu prüfen. Mit diesen vorinstanzlichen Erwägungen setzt er sich nicht hinreichend auseinander, sondern wiederholt im Wesentlichen bloss seinen im vorinstanzlichen Verfahren erhobenen Einwand. Damit genügt er den Rügeanforderungen (vgl. hiervor E. 2) nicht. Im Übrigen wendet er eine unzulässige ex-post-Betrachtung an. Relevant ist, ob zum Zeitpunkt, in dem die Begutachtung hätte stattfinden sollen, eine Feststellung der Krankheitsfolgen und eine Prüfung des Leistungsanspruchs durch sein Verhalten verunmöglicht wurde. Die Vorinstanz machte zudem zu Recht geltend, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der von der Beschwerdegegnerin beauftragte Psychiater zum Schluss gekommen wäre, dass zwar keine psychiatrische, möglicherweise aber eine neurologische Problematik vorliege, was gegebenenfalls entsprechende Nachforschungen bei einem Neurologen hätte auslösen können. Jedenfalls durfte die Vorinstanz - ohne in Willkür zu verfallen - davon ausgehen, die Weigerung des Beschwerdeführers, sich einer Begutachtung zu unterziehen, habe (zum damaligen Zeitpunkt) die Feststellung der Krankheitsfolgen beeinflusst, zumal zu diesem Zeitpunkt auch sein Hausarzt davon ausging, es liege primär eine psychiatrische Problematik vor.