Citation: 5A_427/2015 E. 4.3

4.3. Entgegen ihrer Begründungspflicht im Sinn von Art. 42 Abs. 2 BGG setzen sich die Beschwerdeführer mit den obergerichtlichen Ausführungen in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht nicht auseinander, sondern multiplizieren erneut die Monatslöhne von Fr. 1'300.-- bzw. Fr. 2'400.-- pro Monat, wie sie damals marktüblich gewesen sein mögen, mit der Anzahl der Monate und errechnen so Gesamtansprüche von Fr. 110'400.-- bzw. Fr. 217'000.--. Dies genügt den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht, denn eingeklagt sind nicht obligationenrechtliche Ansprüche aus Arbeitsvertrag, sondern auf Art. 334 ZGB gestützte familienrechtliche Ansprüche aus Zuwendungen im gemeinsamen Haushalt, welche nach den in E. 4.1 erwähnten Grundsätzen zu berechnen sind. Die Beschwerdeführer beschränken sich im Wesentlichen auf zwei Aussagen, welche beide an der Sache vorbeigehen: Nichts ableiten lässt sich aus der (unbelegten) Behauptung der um ein mehrfaches grösseren Wertschöpfung der Baubranche gegenüber der Landwirtschaft, weil nicht die Wertschöpfung, sondern die bei einer Drittfirma erzielbaren Löhne für vergleichbare Tätigkeiten, vermindert um sämtliche Gegenleistungen, massgeblich sind. Inwiefern vor diesem Hintergrund eine unhaltbare Ermessensausübung vorliegen soll, wenn das Obergericht von den landwirtschaftlichen Ansätzen ausgegangen ist und diese um 20 % erhöht hat, müssten die Beschwerdeführer anhand einer konkreten Vergleichsrechnung im Einzelnen aufzeigen. Allein mit der Behauptung, das Abstellen auf landwirtschaftliche Verhältnisse sei sachfremd, lässt sich keine unrichtige Ermessensausübung darzutun, wurden doch die betreffenden Ansätze erhöht und damit dem Umstand, dass es nicht um Löhne für landwirtschaftliche Arbeiten geht, Rechnung getragen. Ins Leere stösst auch das zweite Vorbringen, Art. 334 ZGB müsse geltungszeitlich ausgelegt werden, hat dies doch nichts mit der Tatsache zu tun, dass die Eltern vollumfänglich für die Kosten der Lebenshaltung der Söhne aufgekommen sind (Verpflegung, Unterkunft, Steuern, Versicherungen, Wäsche, Taschengeld); die Beschwerdeführer müssten anhand einer konkreten Vergleichsrechnung aufzeigen, dass sie bei der Anstellung in einer Drittfirma und Tragung aller Kosten ungleich grössere Sparerträge hätten erwirtschaften können, so dass die Lidlohnansprüche, welche diese potentiellen Ersparnisse nicht übersteigen dürfen, als unangemessen tief zu bezeichnen wären.