Citation: 5P.211/2006 26.09.2006 E. 3

Das Kantonsgericht hält fest, dass die Ehe der Parteien 17 Jahre gedauert habe und lebensprägend gewesen sei. Mit der vereinbarten Rentenlösung sollte der Ehefrau in erster Linie die Beibehaltung einer angemessenen Lebenshaltung ermöglicht werden, was der Gerichtspraxis entsprochen habe und angesichts der günstigen Einkommensverhältnisse des Ehemannes sowie der übrigen Umstände auch gerechtfertigt gewesen sei. Im Zeitpunkt der Scheidung sei die Ehefrau zwar aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage gewesen, ihre Berufstätigkeit kurzfristig auszubauen. Immerhin habe der Ehemann damit rechnen müssen, dass sie durch eine Ausdehnung ihrer Erwerbstätigkeit versuchen würde, den bisherigen Lebensstandard ganz oder teilweise zu behalten. Die Staffelung der Unterhaltsrente indiziere regelmässig die Voraussehbarkeit eines späteren Zusatzeinkommens der Rentenberechtigten. 3.1 Der Beschwerdeführer wirft dem Kantonsgericht vor, den Sachverhalt in mehrfacher Hinsicht willkürlich gewürdigt zu haben, als es von einem Ausbau der Erwerbstätigkeit der Beschwerdegegnerin ausgegangen war. Er nimmt dabei Bezug auf die Äusserungen beider Parteien im Verlaufe des Scheidungsverfahrens und geht auf die zwischenzeitlich eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdegegnerin ein. 3.2 Nach der Rechtsprechung erweist sich ein Entscheid nicht bereits als willkürlich im Sinne von Art. 9 BV, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern nur dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation im klaren Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtssatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Bei der Beweiswürdigung fällt Willkür nur in Betracht, wenn die kantonale Instanz Sinn und Tragweite eines Beweismittels, das geeignet gewesen wäre, zu einem andern Resultat zu führen, unberücksichtigt gelassen oder aus den entscheidrelevanten Beweisen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat (BGE 132 I 13 E. 5.1). 3.3 Die Vorbringen des Beschwerdeführers gehen an der Sache vorbei, soweit sie sich auf Parteiaussagen im Verlaufe des Scheidungsverfahrens und damit vor Abschluss der Konvention beziehen. Zudem geht bereits aus dem angefochtenen Urteil hervor, dass das Scheidungsgericht nicht von einer kurzfristigen Ausdehnung der Erwerbstätigkeit der Beschwerdegegnerin ausgegangen ist. Hingegen hat das Kantonsgericht auf die Staffelung der nachehelichen Unterhaltsrente hingewiesen, die seiner Ansicht nach auf die Voraussehbarkeit eines künftigen Zusatzeinkommens deutet. Zu diesem wesentlichen Argument lässt sich der Beschwerdeführer nicht vernehmen. Wenn er schliesslich auf die zwischenzeitlich offenbar eingetretenen gesundheitlichen Probleme der Beschwerdegegnerin hinweist, so ist schwer nachvollziehbar, wie das Scheidungsgericht bereits im Jahre 1999 diesen Umstand bei der Prüfung, ob die Ehefrau ihre berufliche Tätigkeit aller Voraussicht nach noch ausbauen werde, hätte einbeziehen sollen. Damit erweist sich die Willkürrüge als insgesamt ungenügend begründet (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).