Citation: U 129/04 25.10.2004 E. 2

Streitig ist der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung und in diesem Zusammenhang insbesondere die Frage, ob die geklagten Beschwerden adäquat kausale Unfallfolgen sind. 2.1 Die Vorinstanz ist aufgrund der medizinischen Akten zu Recht davon ausgegangen, dass keine somatischen Unfallfolgen mehr vorliegen. Dies wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde denn auch nicht bestritten und bietet zu keinen weiteren Abklärungen Anlass (BGE 110 V 53 Erw. 4a). Insbesondere handelt es sich bei den auftretenden Ohnmachtsanfällen nicht um somatische, sondern um psychische Beschwerden. 2.2 Zu prüfen bleibt die Unfallkausalität des psychischen Beschwerdebildes. Der natürliche Kausalzusammenhang ist in dieser Hinsicht zumindest als Teilursache (da die Versicherte nach Angabe des Hausarztes schon vorher bei kleinen Problemen "schnell nervlich dekompensiert" sei) zu bejahen: Ohne Unfall im November 2001 wären die Ohnmachtsanfälle und weitere Symptome mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen) nicht oder nicht im gleichen Umfang aufgetreten. Der adäquate Kausalzusammenhang ist nach der für psychische Fehlentwicklungen nach Unfällen geltenden Rechtsprechung (BGE 115 V 133) zu beurteilen. Die psychische Problematik dominierte nämlich bereits kurz nach dem Unfall eindeutig (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437; vgl. BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb), sind doch die heute im Vordergrund stehenden Ohnmachtsanfälle unmittelbar nach dem Unfall aufgetreten und anlässlich der polizeilichen Befragung am 14. November 2001 erstmals von dritter Seite beobachtet worden. Da hier unbestrittenermassen ein mittelschwerer Unfall vorliegt, ist in der Folge bei der Prüfung der weiteren Kriterien zwischen physischen und psychischen Komponenten zu unterscheiden (BGE 117 V 367 Erw. 6a e contrario): - Dem Verkehrsunfall vom 7. November 2001 kann zwar eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abgesprochen werden, dennoch war diese objektiv nicht besonders ausgeprägt (vgl. BGE 115 V 141 oben); die Versicherte wurde nicht besonders schwer oder gar lebensgefährlich verletzt. Besonders dramatische Begleitumstände lagen ebenfalls nicht vor. - Entgegen der Auffassung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde waren die erlittenen Verletzungen nicht besonders schwer oder von besonderer Art; insbesondere handelt es sich bei den heute auftretenden Ohnmachtsanfällen um keine anlässlich des Unfalles zugezogenen physischen Verletzungen. - Die Dauer der ärztlichen Behandlung und die geklagten Dauerschmerzen basieren nicht auf einem somatischen Substrat, sondern auf der rasch erfolgten psychischen Überlagerung; damit fallen Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit kaum ins Gewicht. - Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, ist nicht ersichtlich. Somit liegen die gemäss Rechtsprechung bei einem mittleren Unfall notwendigen objektiven Kriterien weder gehäuft vor, noch ist eines davon besonders ausgeprägt (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb), weshalb der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den psychischen Beschwerden zu verneinen ist.