Citation: 6B_1020/2021 E. 3.4

3.4. Die Rüge des Beschwerdeführers ist unbegründet. Die Arglist ergibt sich vorliegend im Wesentlichen bereits aus der vorinstanzlich verbindlich willkürfrei festgestellten Täuschung über den Rückzahlungswillen. Dieser betrifft eine innere Tatsache, die vom Opfer ihrem Wesen nach nicht überprüft werden kann (vgl. Urteil 6B_309/2017 vom 16. Oktober 2017 E. 4.2). Dass eine Rückzahlungspflicht vereinbart wurde, steht für das Bundesgericht verbindlich fest (vgl. oben E. 2.4). Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegnerin 2 weiter über seine in Wahrheit nicht vorhandene Leistungsfähigkeit getäuscht, welche für diese ebenfalls kaum nachprüfbar war. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin 2 eine ernst gemeinte Liebesbeziehung vortäuschte und ihr vorspiegelte, seine Ehefrau für sie zu verlassen. Diese Liebesbeziehung schränkte die Beschwerdegegnerin 2 erheblich in ihrer Fähigkeit ein, dem Beschwerdeführer zu misstrauen (vgl. Urteile 6B_309/2017 vom 16. Oktober 2017 E. 4.2; 6B_158/2017 vom 19. September 2017 E. 3.3.2; 6B_180/2016 vom 28. Oktober 2016 E. 3.3; 6B_518/2012 vom 5. Februar 2013 E. 3.3.2). Der Beschwerdeführer nutzte die emotionale Bindung und das aufgebaute Vertrauensverhältnis gezielt aus, um die Beschwerdegegnerin 2 zur Übergabe der Geldbeträge zu bewegen. Weiter baute er während zwei Jahren eine aufwändige Täuschungsgeschichte über anstehende Musikprojekte, ein illegales Goldgeschäft, eine Verwechslung mit einem Drogengeschäft und die Involvierung der Mafia sowie seine angebliche Scheidung auf. Für die Abwicklung all dieser Geschäfte benötigte der Beschwerdeführer nach seinen Angaben immer von neuem Geld. Er spiegelte der Beschwerdegegnerin 2 in diesem Zusammenhang vor, Mitwisserin in einem illegalen Geschäft mit Mafiabezug zu sein, was diese zusätzlich unter Druck setzte. Zur Untermauerung seiner Geschichte spielte er ihr etwa vor, er würde einen von der Mafia angebrachten "Sender" von ihrem Auto entfernen, ihr Handy sei von der Mafia gestohlen worden und die Mafia habe ein Sex-Video von ihnen beiden gedreht. Zu Recht geht die Vorinstanz von einer eigentlichen betrügerischen Inszenierung aus. Ob die Vorinstanz angesichts dieses Konstrukts nicht gar von einem eigentlichen Lügengebäude oder besonderen betrügerischen Machenschaften hätte ausgehen dürfen, kann mangels Entscheidrelevanz offen bleiben. Es ist jedenfalls nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz zum Schluss gelangt, dass der Beschwerdegegnerin 2 die Überprüfung all dieser Umstände nicht zuzumuten war. Zwar ist von einer gewissen Gutgläubigkeit des Opfers auszugehen, was auch die Vorinstanz hervorhebt und im Rahmen der Strafzumessung berücksichtigt. Diese lässt aber die Täuschung des Beschwerdeführers nicht völlig in den Hintergrund treten. Die Täuschung ist vielmehr mit der Vorinstanz als durchtrieben und arglistig zu qualifizieren. Wenn der Beschwerdeführer vorträgt, bei der Beschwerdegegnerin 2 handle es sich um eine Kauffrau, ist festzuhalten, dass er damit eine tatbeständliche Behauptung vorbringt, die im vorinstanzlichen Urteil keine Grundlage findet. Es hätte dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer oblegen, mittels begründeter Willkürrüge diesbezüglich eine unvollständige Sachverhaltsfeststellung zu rügen, wenn er diese behauptete Tatsache noch hätte berücksichtigt haben wollen. Dies hat er unterlassen, womit auf seine entsprechende Behauptung nicht einzugehen ist. Angesichts der erstellten arglistigen Täuschung durch den Beschwerdeführer erweisen sich im Übrigen auch seine Vorbringen zu Art. 318 OR als unbehelflich. Soweit der Beschwerdeführer überdies vorbringt, "erst recht" nicht in Frage komme eine Verurteilung wegen gewerbsmässigen Betrugs, ist darauf mangels Begründung nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 BGG). Der Schuldspruch wegen gewerbsmässigen Betrugs ist zu bestätigen.