Citation: 7B_106/2022 E. 2.3

2.3. Aufgrund der zwei bekannten Opfer, welche beide Kundinnen der Beschwerdeführerin waren, erscheint die Auffassung der Vorinstanz bzw. der Staatsanwaltschaft, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit nach einem System bzw. einem bestimmten Schema gehandelt haben könnte und es nicht ausgeschlossen werden könne, dass sie systematisch Vermögensdelikte zum Nachteil ihrer Kundinnen und Kunden begangen habe, weder sach- noch realitätsfremd. Daran ändert auch die Behauptung der Beschwerdeführerin nichts, wonach die zwei bekannten Anzeigen auf einem Missverständnis der "senilen Anzeigestellerinnen" beruhten und keinen realen Hintergrund aufwiesen. Aufgrund des heutigen Kenntnisstands der Strafverfolgungsbehörden ist ein Anfangsverdacht in Bezug auf die Anzeigestellerinnen zu bejahen, was im Übrigen auch von der Beschwerdeführerin nicht bestritten wird. Entgegen der Beschwerdeführerin ist demzufolge nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Entsiegelung nicht auf die zwei bekannten Geschädigten beschränkt hat. Die Rüge erweist sich als unbegründet.