Citation: 4A_355/2023 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erwog, G.________ von der Beschwerdeführerin und H.________ von der Beschwerdegegnerin hätten unbestritten miteinander telefoniert. Bestritten werde jedoch der von der Beschwerdeführerin behauptete Gesprächsinhalt. Diese mache geltend, G.________ habe vorgeschlagen, zuerst den Grund für den Wassereintritt zu ermitteln, für H.________ sei jedoch die Sanierung prioritär gewesen und er habe G.________ aufgefordert, sich darum zu kümmern, worauf dieser die E.________ empfohlen und sich auf Wunsch der Beschwerdegegnerin bereit erklärt habe, den Einsatz der E.________ zu organisieren. Die Beschwerdeführerin offeriere bezüglich des Gesprächsinhalts einzig eine E-Mail vom 20. August 2018 (act. 3/3) als Beweismitel und erkläre weiter, das Verständnis, dass sie keine Werkleistung, sondern bloss eine organisatorische Aufgabe übernommen habe, ergebe sich auch aus ihrer E-Mail an die Beschwerdegegnerin vom 14. Januar 2019. Der behauptete Gesprächsinhalt lasse sich aber den beiden E-Mails nicht entnehmen, womit nicht nachgewiesen sei, dass die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin damit beauftragt habe, die Sanierung der Kabelschutzrohre zu organisieren. Da die Beschwerdeführerin nicht darlege, weshalb ausnahmsweise gestützt auf ein Schweigen auf eine Vereinbarung geschlossen werden müsste, habe die fehlende Reaktion der Beschwerdegegnerin auf die E-Mail vom 14. Januar 2019 keine weitere Bewandtnis. Bestritten sei weiter, dass H.________ anlässlich des Telefonats gesagt haben soll, man werde nachher, wenn der Grund für den Wassereintritt feststehe, auch eine Lösung finden. Die Beschwerdeführerin behaupte keinen dahingehenden tatsächlichen Konsens, dass die Beschwerdegegnerin sie für die Kosten der Sanierung schadlos halte, wenn das einzuholende Gutachten sie entlaste. Sie mache jedoch geltend, sie habe die bestrittene Aussage von H.________ nach Treu und Glauben so verstehen dürfen. Selbst wenn H.________ die Aussage (wie von der Beschwerdeführerin behauptet) getätigt haben sollte, hätte die Beschwerdeführerin die Aussage nicht dergestalt verstehen dürfen, dass die Beschwerdegegnerin ihr damit offeriert habe, sie im Falle einer Entlastung durch das einzuholende Gutachten schadlos zu halten. Eine verbindliche Offerte für eine Regelung der Kostentragung könne der vage gehaltenen Äusserung nicht entnommen werden. Erst recht nicht ergebe sich daraus, dass eine Schadloshaltung vereinbart worden wäre. Eine solche könne ebenso wenig den von der Beschwerdeführerin zitierten Auszügen aus den E-Mails vom 8. August 2018, 5. Dezember 2018 und 14. Januar 2019 entnommen werden.