Citation: 6B_690/2020 E. 4.4

4.4. Soweit die Beschwerdeführerin zur Begründung ihrer Rüge zur Strafzumessung abermals vorbringt, nicht mit direktem Vorsatz gehandelt zu haben, weicht sie vom diesbezüglich nicht zu beanstandenden vorinstanzlichen Urteil ab (vgl. E. 3.4 hiervor). Darauf ist nicht erneut einzugehen. Ohnehin ist die Rüge nicht nachvollziehbar, misst die Vorinstanz dem Vorsatz der Beschwerdegegnerin doch ausdrücklich keine eigenständige Bedeutung zu (vgl. E. 4.2 hiervor). Die weitere Kritik der Beschwerdeführerin ist unbegründet. Ihr Argument gegen die vorinstanzliche Einsatzstrafe, wonach sie es nach ihrem Sturz unterlassen habe, weiter auf das Opfer bis zu dessen Tod einzustechen, ist nicht stichhaltig, weil die Vorinstanz eine lebenslängliche Freiheitsstrafe ausdrücklich nur für ein vollendetes Delikt als gerechtfertigt erachtet. Diese bloss hypothetische Einsatzstrafe reduziert die Vorinstanz gerade auch zufolge des ausgebliebenen Taterfolgs. Dass das Opfer aufgrund der ihm tatsächlich zugefügten, von der Vorinstanz im einzelnen beschriebenen Verletzungen und demnach ohne abermalige Gewalt nach dem Sturz der Beschwerdeführerin hätte sein Leben verlieren können, bringt die Beschwerdeführerin zu Recht nicht vor. Die verminderte Steuerungsfähigkeit berücksichtigt die Vorinstanz ebenso ohne Verletzung von Bundesrecht. Nachdem bereits der Gutachter plausibel zum Schluss gekommen war, die depressive Störung der Beschwerdeführerin vermindere deren Schuldfähigkeit in maximal leichtem Grad (vgl. kant. Akten, act. 48/9 S. 77 ff.), liegt die entsprechende vorinstanzliche Reduktion eines ausserordentlich schweren Verschuldens auf ein noch sehr schweres Verschulden und daraus resultierend einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe auf eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren im sachrichterlichen Ermessen. Schliesslich ist nicht nachvollziehbar, inwiefern die Vorinstanz das Rechtsgut des Lebens zu Unrecht bei der Bemessung der Strafe herangezogen habe. Sie bewertet lediglich die ausserordentliche Geringschätzung des Lebens eines Jugendlichen durch die Beschwerdeführerin als verschuldenserhöhend, was nicht zu beanstanden ist. Insgesamt ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgeht, wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht lässt oder das ihr bei der Strafzumessung zustehende Ermessen überschreitet. Die Beschwerde erweist sich somit auch in diesem Punkt als unbegründet.