Citation: 6S.418/2006 21.02.2007 E. B

Das Bezirksgericht Frauenfeld sprach X.________ am 15. September 2005 der schweren Körperverletzung zum Nachteil von A.________ und der versuchten schweren Körperverletzung zum Nachteil von B.________ schuldig, sprach ihn aber vom Vorwurf des vollendeten Tötungsversuchs und der mehrfachen Unterlassung der Nothilfe frei, und es verurteilte ihn zu fünf Jahren Zuchthaus. Gegen dieses Urteil erhoben X.________, die Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau und die Opfer Berufung. Mit Urteil vom 12. Mai 2006 erklärte das Obergericht des Kantons Thurgau X.________ für schuldig der versuchten vorsätzlichen Tötung gemäss Art. 111 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von A.________ und der versuchten schweren Körperverletzung gemäss Art. 122 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von B.________, hingegen für nicht schuldig der mehrfachen Unterlassung der Nothilfe. Es verurteilte ihn zu fünfeinhalb Jahren Zuchthaus, widerrief den bedingten Strafvollzug einer Vorstrafe und erklärte diese für vollziehbar. Hingegen erfolgte keine Verurteilung wegen vollendeter schwerer Körperverletzung nach Art. 122 StGB zum Nachteil von A.________, ohne dass das Obergericht dies begründen würde.