Citation: 6B_1376/2022 E. 2.4.4

2.4.4. Schliesslich steht auch Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA der Landesverweisung des Beschwerdegegners nicht entgegen. Die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG stellt, wie bereits ausgeführt, eine schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung dar und die bundesgerichtliche Rechtsprechung ist in Bezug auf aufenthaltsbeendende Massnahmen bei Betäubungsmitteldelikten sehr streng (vgl. E. 2.4.3). Ausserdem besteht beim Beschwerdegegner eine gewisse Rückfallgefahr, da er trotz einschlägiger Vorstrafe während der Probezeit erneut dem Betäubungsmittelgesetz zuwider handelte. Bei der dargelegten Ausgangslage sind an die Wahrscheinlichkeit einer künftigen Straffälligkeit keine allzu hohen Anforderungen zu stellen (vgl. E. 2.3.7). Es ist damit von einer Gefahr der öffentlichen Ordnung und Sicherheit auszugehen. Die Landesverweisung erweist sich vorliegend auch unter Beachtung des FZA als verhältnismässig.