Citation: 6B_192/2020 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz geht bei der Strafzumessung in systematischer Hinsicht wie folgt vor. Zu bestimmen sei eine Zusatzstrafe zum Urteil des Kantonsgerichts vom 20. Mai 2015. Es liege ein Fall retrospektiver Konkurrenz vor. Ausser Acht zu lassen seien die Vorstrafen vom 19. Januar 2006 und 12. Dezember 2006. Diese seien bei der Festsetzung der Freiheitsstrafe von 18 Monaten im Urteil vom 20. Mai 2015 einbezogen worden. Diese Strafe sei die allein massgebende Grundstrafe. Zu dieser sei die Zusatzstrafe für die noch nicht beurteilten Delikte festzusetzen. Die Vorinstanz erwägt weiter, die Einsatzstrafe für die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sei auf 11 Monate festzulegen. Diese sei wegen Tatmehrheit (einfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz) und unter Würdigung der Täterkomponenten um je einen Monat zu erhöhen. Die vorbestehende Grundstrafe sei in dem Sinne zu berücksichtigen, als die neue Zusatzstrafe hinzugezählt werde. Die neue Zusatzstrafe von 13 Monaten und die Grundstrafe von 18 Monaten ergäben eine hypothetische Gesamtstrafe von 31 Monaten. Dabei sei es angemessen, die hypothetische Gesamtstrafe dem Gesamtverschulden anzupassen und um 2 Monate auf 29 Monate zu reduzieren, womit auch der gerügten Verletzung des Beschleunigungsgebots Rechnung getragen werde. Von diesen 29 Monaten sei die Grundstrafe von 18 Monaten in Abzug zu bringen, woraus eine Zusatzstrafe von 11 Monaten folge (Entscheid S. 40 ff.). Demgegenüber ergibt sich aus der erstinstanzlichen Strafzumessung zur Systematik zusammengefasst Folgendes. Die erste Instanz erwägt, die neuen Taten hätten theoretisch bei der früheren Teilzusatzstrafe bereits berücksichtigt werden können. Es sei von drei Tatgruppen auszugehen, wobei für alle Tatgruppen eine hypothetische Gesamtstrafe zu bilden sei. Dabei müsse die ausländische Vorstrafe vom 12. Dezember 2016 (gemeint: 2006) unberücksichtigt bleiben, da zu ausländischen Vorstrafen keine Zusatzstrafe gebildet werden dürfe (BGE 142 IV 329 E. 1.4.1 S. 330 ff.). Ausgehend von einer Tatzeit von Mitte 2004 bis zum 23. Mai 2013 umfasse die erste Tatgruppe die Phase bis zum 12. Oktober 2005 (Urteil des Bezirksstatthalteramts Liestal), die zweite Tatgruppe die Phase bis zum 19. Januar 2006 (Urteil des Amtsgerichts Thal-Gäu) und die dritte Tatgruppe die Phase bis zum 23. Mai 2013 (Zeitpunkt der letzten Tat). Die Strafe für die schwerste Tatgruppe sei unter Berücksichtigung der anderen Tatgruppen angemessen zu erhöhen, woraus sich die hypothetische Gesamtstrafe ergebe. Davon seien die rechtskräftigen Strafen abzuziehen. Die erste Instanz erwägt weiter, die schwerste Tatgruppe sei jene der dritten Phase. Sie zeigt auf, wie sie die hypothetische Gesamtstrafe für diese dritte Phase auf 44 Monate bemisst. In der Folge erhöht sie diese unter Berücksichtigung der ersten und zweiten Tatgruppe um je acht Monate. Von der hypothetischen Gesamtstrafe von 60 Monaten seien die bereits rechtskräftigen Strafen von zwei Monaten (Bezirksstatthalteramt Liestal), sechs Monaten (Amtsgericht Thal-Gäu) und 18 Monaten (Kantonsgericht Basel-Landschaft) in Abzug zu bringen, woraus eine Freiheitsstrafe von 34 Monaten resultiere. Da (anders als das Kantonsgerichtsurteil vom 20. Mai 2015) das Urteil des Landgerichts Freiburg im Breisgau vom 12. Dezember 2006 nicht zu berücksichtigen sei, sei die Zusatzstrafe auf 25 Monate festzulegen. Diese Strafe wäre auszusprechen gewesen, wären einzig die Delikte im Verfahren "Bretzel" beurteilt worden (erstinstanzlicher Entscheid S. 86 ff.).