Citation: 8C_153/2021 E. 5.5

5.5. Nach Gesagtem mass die Vorinstanz dem Gerichtsgutachten vom 11. Februar 2019 zu Recht volle Beweiskraft zu. Zwingende Gründe (vgl. E. 3.2 hiervor), die es dem kantonalen Gericht erlaubt hätten, von der Einschätzung des Sachverständigen abzuweichen, bestehen nicht. Nachdem gestützt auf das Gerichtsgutachten erstellt ist, dass im massgebenden Zeitpunkt der streitigen Verfügung vom 29. Mai 2015 keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestand, durfte die Vorinstanz - ohne in Willkür zu verfallen - in antizipierter Beweiswürdigung auf die beantragten weiteren Abklärungen (Einvernahme des Gutachters und Stellen von Ergänzungsfragen an ihn, Einholung eines Obergutachtens) verzichten. Das Vorgehen des kantonalen Gerichts verstösst entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin weder gegen den Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) noch gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör bzw. auf Beweisabnahme (Art. 29 Abs. 2 BV) oder gegen das Gebot eines fairen Verfahrens nach Art. 9 BV bzw. Art. 6 Ziff. 1 EMRK (BGE 144 V 361 E. 6.5; Urteil 8C_728/2020 vom 23. Juni 2021 E. 5 mit Hinweisen).