Citation: 6B_477/2017 E. 4.4

4.4. Gemäss Art. 181 StGB ist es nicht nötig, dass der Beschwerdeführer willens war, im Falle der Weigerung der Privatkläger die Nötigung zu verwirklichen (vgl. BGE 105 IV 120 E. 2b S. 122; Urteil 6B_1193/2016 vom 30. März 2017 E. 2.2). Misslingt die Bestimmung von Willensbildung oder -betätigung, bleibt es beim Versuch (BGE 106 IV 125 E. 2b S. 129). Der Beschwerdeführer trägt redundant eine eigene Version vor. Dass eine andere Lösung als die vorinstanzliche ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erschiene, genügt für die Annahme von Willkür nicht (BGE 138 I 305 E. 4.3 S. 319). Der massgebende Sachverhalt besteht im Vorwurf, er habe die Übergabe der Schlüssel von der Bedingung abhängig gemacht, dass das Mängelprotokoll unterzeichnet und die Schlusszahlung ausgelöst würden (oben E. 4.1, zweiter Abs.). Anhand dieses Sachverhalts müsste eine Willkür qualifiziert begründet aufgezeigt werden. Das Bundesgericht hat das Urteil und nicht die Version des Beschwerdeführers auf Willkür zu überprüfen. Der Beschwerdeführer bestätigt, dass er die Schlüssel mitgenommen hatte, allerdings versehentlich (oben E. 4.2, 4.3.2, 4.3.4). Mit der Mitnahme der Schlüssel beschränkte er die Freiheit der Willensbildung oder Willensbetätigung der Privatkläger (vgl. Urteil 6B_934/2015 vom 5. April 2016 E. 3.3.1 mit Hinweisen). Sie konnten in der Folge weder öffnen noch schliessen. Beide Eventualitäten sind grundsätzlich geeignet, den objektiven Nötigungstatbestand zu erfüllen. Die Vorinstanz führt zum subjektiven Sachverhalt aus, den Tatentschluss müsse der Beschwerdeführer spätestens gefasst haben, nachdem sich die Privatkläger geweigert hatten, das Mängelprotokoll zu unterzeichnen (Urteil S. 12). Die diesbezüglichen Einwände des Beschwerdeführers gehen an der Sache vorbei. Hinsichtlich der angerufenen SIA-Norm 118 (oben E. 4.3.3) ist auf das höchsteigene Interesse der Firma hinzuweisen, deren Interessen der Beschwerdeführer wahrnahm, bereits im Zeitpunkt der Bauabnahme den ausstehenden Betrag überwiesen zu erhalten. Nach der Schilderung des Beschwerdeführers zu schliessen, waren die Beziehungen der Kontrahenten alles andere als unbelastet. Damit ergibt sich ein eindeutiges Motiv für das vorgeworfene Verhalten (ferner Urteil S. 11). Auch das spricht für die vorinstanzliche Beweiswürdigung. Die Vorinstanz stellt zudem fest, der Beschwerdeführer habe um die Einschränkung der Handlungsfreiheit bzw. Willensbildung und -betätigung gewusst, als er androhte, die Schlüssel zu den neuen Schlosszylindern nicht auszuhändigen. Nur die Aufbohrung der Schlösser mit Hilfe eines Schlüsselservices habe die Weiterverfolgung seiner Absicht verunmöglicht (Urteil S. 13). Auf die Beweisbegehren (oben E. 4.3.5) ist daher nicht einzutreten. Sie sind zum Entlastungsbeweis untauglich. Die Abweisung in antizipierter Würdigung verletzt weder den Untersuchungsgrundsatz noch das Gehörsrecht oder die Anforderungen an die Urteilsbegründung (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 139 Abs. 2 StPO; BGE 141 I 60 E. 3.3; 136 I 229 E. 5.2, 5.3; Urteil 6B_617/2016 vom 2. Dezember 2016 E. 5.2). Die Vorinstanz durfte annehmen, nach allgemeiner Lebenserfahrung (vgl. Urteil 6B_1157/2016 vom 28. März 2017 E. 4.2.2) könne davon ausgegangen werden, dass ein unbeteiligter Schlüsselservice nicht offene Schlösser aufbohrt (Urteil S. 11). Ob offene oder geschlossene Schlösser aufgebohrt wurden, ist im Übrigen insoweit irrelevant, da in diesem Zeitpunkt die versuchte Nötigung bereits begangen worden war.