Citation: 2C_392/2017 E. 3

Gemäss Art. 52 Abs. 1 lit. f des Gesetzes [des Kantons Bern] vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG/BE; BSG 155.21) muss eine Verfügung neben anderen Angaben das Datum enthalten (vgl. dazu Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, 1997, Art. 52 N. 19 sowie Markus Müller, Bernische Verwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 2011, S. 117). Daraus ergibt sich, dass der Einspracheentscheid, auf den Art. 52 Abs. 1 lit. f VRPG/BE zur Anwendung gelangt (vgl. dazu Urteil [des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern] vom 3. Oktober 2013 E. 2.2, in: BVR 2014, S. 130), an einem Eröffnungsmangel litt, indem er (erheblich) vordatiert war (so zutreffend Regina Kiener in der Besprechung des angeführten Urteils des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, BVR 2014, S. 141 f.). Unter Berücksichtigung der bereits festgestellten Mangelhaftigkeit hinsichtlich der Angabe betreffend das Ende der Rechtsmittelfrist litt der Einspracheentscheid nicht nur an einem, sondern an zwei Eröffnungsmängeln. Diese Mängel stellen indessen auch zusammen genommen keinen Nichtigkeits- oder Anfechtungsgrund dar. Ausserdem beanspruchen die schon in Bezug auf die direkte Bundessteuer dargelegten Erwägungen über die Folgen prozessualer Unsorgfalt auch für die Kantons- und Gemeindesteuern Gültigkeit. Damit erweist sich die Beschwerde auch hinsichtlich der Kantons- und Gemeindesteuern als unbegründet und ist abzuweisen.