Citation: 8C_281/2021 E. 4.3

4.3. Zwar weichen die Beurteilungen des Integritätsschadens durch die Ärzte des Spitals D.________ und Dr. med. I.________ von derjenigen des Dr. med. H.________ ab. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers vermag dies jedoch keine auch nur geringen Zweifel an der Aktenbeurteilung des Dr. med. H.________ zu begründen. Wie bereits von der Vorinstanz festgehalten, können sich Patienten bei der von Dr. med. H.________ erkannten minimalen bis leichten Hirnfunktionsstörung gemäss Ziff. 3.2 der Suva-Tabelle 8 subjektiv gestört fühlen; die Funktionsfähigkeit im Alltag und unter den meisten beruflichen Anforderungen ist indes nicht eingeschränkt. Der von den Ärzten des Spitals D.________ und Dr. med. I.________ festgestellte Integritätsschaden von 35 % entspricht gemäss Ziff. 4 der genannten Tabelle demgegenüber einer leichten bis mittelschweren Hirnfunktionsstörung. Hinsichtlich der leichten Störungen hält Ziff. 3.3 u. a. fest, dass die Ausübung des früheren Berufs zwar möglich, die Funktionsfähigkeit bei Berufen mit hohen kognitiven Anforderungen allerdings eingeschränkt ist. Bei mittelschweren Störungen ist schliesslich selbst eine Rückkehr an einen angestammten Arbeitsplatz mit geringen kognitiven Anforderungen deutlich beeinträchtigt (Ziff. 3.4 der Suva-Tabelle 8). Bereits am 30. Mai 2017 berichteten Prof. Dr. med. E.________ und PD Dr. phil. F.________, der Beschwerdeführer erziele in den für einen Architekten besonders berufsrelevanten kognitiven Funktionsbereichen durchwegs normgerechte oder überdurchschnittliche Testwerte. Wie vom kantonalen Gericht erwogen, verneinte der Beschwerdeführer anlässlich der im Spital D.________ durchgeführten Nachuntersuchung vom 3. Juni 2019 sodann einen negativen Einfluss der maximal leichtgradigen Einschränkungen der Konzentration und des Namensgedächtnisses auf seine Arbeitsleistung. Auch in der neurologischen Untersuchung durch Dr. med. G.________ vom 17. Juni 2019 erklärte er, im Alltag und im Beruf keine Einschränkungen zu fühlen. Hinsichtlich der von Prof. Dr. med. E.________ und Dr. phil. F.________ als Residuen des Schädel-Hirn-Traumas interpretierten isolierten sprachlich-mnestischen Einschränkungen konstatierten erstere denn auch, der Beschwerdeführer könne die von ihm bemerkten Einschränkungen des Namensgedächtnisses erfolgreich kompensieren; nennenswerte Schwierigkeiten bemerke er in seiner Tätigkeit keine. Dr. med. G.________ schilderte schliesslich einen erfreulichen Verlauf nach leichtem Schädel-Hirn-Trauma mit nur wenigen Residuen in ausgestanzten kognitiven Domänen bei sonst komplett unauffälligen Befunden. Nachdem angesichts des bestehenden Beschwerdebilds bereits eine leichte Hirnfunktionsstörung vor dem Hintergrund der Suva-Tabelle 8 nicht einzuleuchten vermöchte, ist der Vorinstanz bei zupflichten, dass der im Spital D.________ erkannte - aber nicht weiter begründete - Schweregrad nicht nachvollzogen werden kann. Gleiches gilt betreffend die Stellungnahme des Dr. med. I.________ vom 31. August 2020, zumal dieser zur Begründung des Integritätsschadens von 35 % im Wesentlichen auf den Bericht des Spitals D.________ vom 3. Juni 2019 verwies. Demgegenüber korrelieren die bestehenden Einschränkungen unmittelbar mit der Auffassung des Dr. med. H.________, womit dessen Einschätzung einer bloss minimalen bis leichten Störung gem. Ziff. 3.2 der Suva-Tabelle 8 ohne Weiteres zu überzeugen vermag. Daran ändert auch nichts, dass Dr. med. H.________ den Beschwerdeführer nicht persönlich untersuchte, rückt die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person beim (hier unbestrittenermassen) feststehenden medizinischen Sachverhalt doch in den Hintergrund (E. 3.2 hiervor).