Citation: 1B_225/2015 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer macht geltend, es bestehe keine Fluchtgefahr. Er sei in der Schweiz aufgewachsen, hier verwurzelt und werde sich kaum der Strafverfolgung durch Flucht entziehen wollen, zumal er sicher nicht eine empfindliche unbedingte Freiheitsstrafe gewärtigen müsse. Die Staatsanwaltschaft beantrage lediglich eine Freiheitsstrafe von 7.5 Monaten, wovon er bereits drei Monate durch Untersuchungshaft erstanden habe und die Hauptverhandlung werde bereits in einigen Wochen stattfinden. Eine Flucht als "Secondo" sei unter diesen Umständen "absolut lebensfern" und irrational. Dass er über keine gesicherte Arbeitsstelle verfüge, ändere nichts daran. Er wolle die Schweiz nicht verlassen; die diesbezüglichen Annahmen der Vorinstanz seien rein spekulativ und nicht durch Fakten belegt. Zudem sei er um den Gesundheitszustand seines Vaters besorgt und er selbst benötige dringend eine zahnärztliche Behandlung. Die Haft sei deshalb aufgrund des Verhältnismässigkeitsprinzips zu beenden.