Citation: 4P.130/2004 14.09.2004 E. 2

Die Beschwerdeführerin rügt eine Verweigerung des rechtlichen Gehörs. Sie bringt vor, das Obergericht habe die Nichtabnahme der ihrerseits beantragten Beweise nicht begründet. 2.1 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör folgt, dass das Gericht rechtzeitig und formrichtig angebotene erhebliche Beweismittel abzunehmen hat, wenn diese geeignet sind, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 122 I 53 E. 4a, mit Hinweisen). Dies verwehrt es dem Gericht indes nicht, einen Beweisantrag abzulehnen, wenn es in willkürfreier Würdigung der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend abgeklärt, oder wenn es in willkürfreier antizipierter Würdigung annehmen kann, weitere Beweisvorkehren würden an der Würdigung der bereits abgenommenen Beweise nichts mehr ändern (BGE 124 I 208 E. 4a, mit Hinweisen). 2.2 Das Obergericht hat die für den Entscheid über die Nichtabnahme der beantragten Beweise wesentlichen Gesichtspunkte dargelegt (BGE 126 I 97 E. 2b). Es hat den Antrag auf Einholung eines zusätzlichen (medizinischen) Gutachtens abgewiesen, nachdem es dem MEDAS-Gutachten vom 20. Dezember 1999 und den beiden Ergänzungsberichten Beweiskraft zuerkannt hatte; es hat geschlossen, aufgrund der medizinischen Berichte und Gutachten sei der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den Gesundheitsstörungen der Beschwerdegegnerin zu bejahen; dagegen vermöge die Beschwerdeführerin mit den Feststellungen ihres Unfallanalytikers C.________ nicht aufzukommen. Das Obergericht hat sodann erwogen, biomechanische Gutachten seien allgemein nicht geeignet, die natürliche Kausalität bei Schleudertraumen in Frage zu stellen und die Adäquanz wäre auch zu bejahen, wenn die Schwere des Unfallereignisses zu berücksichtigen wäre. Das Obergericht hat zudem die SAKE-Untersuchung als taugliche Grundlage für die Bemessung des Haushaltsschaden erachtet und in dieser Hinsicht auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen. Aus dieser Begründung ergibt sich, weshalb das Obergericht auf die Erhebung der beantragten Beweise in vorweggenommener Würdigung verzichtete. Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist abzuweisen.