Citation: 2D_32/2021 E. 1.3.3

1.3.3. Materiell zu beurteilen bleibe, so das Verwaltungsgericht, das Erlassgesuch zur Steuerperiode 2004. Abgesehen von der Quellensteuer sei ein Erlassgesuch, das nach erfolgter Zahlung gestellt wird, nur möglich, soweit die Zahlung unter Vorbehalt erfolgt sei oder wenn festgestellt werde, dass die Steuer trotz Vorliegens eindeutiger Erlassgründe bezahlt worden und die steuerpflichtige Person dadurch in eine finanzielle Notlage geraten sei. Es sei zwar fraglich, ob der Steuerpflichtige freiwillig der Zahlungspflicht nachgekommen sei, das Vorliegen einer Notlage und die hinreichende Bildung von Rücklagen seien aber nicht nachgewiesen. Für seine jahrelange Erwerbslosigkeit (bei gleichzeitig unbestrittener Erwerbsfähigkeit) vermöge er keinen plausiblen Grund vorzubringen. Gleichzeitig habe er den Umstand, dass die damaligen Gesuche um Erteilung von Sozialhilfe abgelehnt worden seien, nicht bestritten. Die Beschwerde sei abzuweisen.