Citation: 6B_416/2013 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin 2 stellt sich ebenfalls auf den Standpunkt, das fragliche Gutachten sei unwahr. Weder hätten sich die Subgutachter mit dem Fazit des Hauptgutachtens ausdrücklich einverstanden erklärt, noch habe Dr. D.________ der Beschwerdeführerin 1 eine hundertprozentige Arbeitsfähigkeit attestiert. Der Teilgutachter habe als Zeuge erklärt, er habe aus neurologischer Sicht zumindest eine teilweise Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Er wäre mit einem Hauptgutachten, welches die Beschwerdeführerin 1 als 100% arbeitsfähig eingestuft hätte, nicht einverstanden gewesen. Der Sinn eines interdisziplinären Gutachtens liege in der Prüfung, ob ein Konsens zwischen den Gutachtern erzielt werden könne oder nicht. Werde bezüglich des Konsenses der Gutachter die Wahrheit verschleiert, treffe dies die Überzeugungskraft des Gutachtens. Dieser notwendige Konsens habe hier nicht bestanden. Der Beschwerdegegner hätte sich nicht einfach ohne jegliche Erklärung über die Befunde von Dr. D.________ , wonach sich die neurovegetativen Beschwerden und neuropsychologischen Defizite bezüglich einer Berufsausübung erheblich einschränkend auswirkten, hinwegsetzen dürfen. Wäre diese Feststellung in die Schlussfolgerung des Hauptgutachtens eingeflossen, hätte dies die auftraggebende Versicherung zumindest zu einer Ergänzung des Gutachtens und zur Klärung der Arbeitsunfähigkeit und deren Ursachen veranlassen müssen. Das Nichterwähnen der offensichtlichen Beschwerden der Beschwerdeführerin 1 im Schlussfazit habe somit zu einem unwahren Befund betreffend ihrer Arbeitsfähigkeit geführt. Dass der Beschwerdegegner die Gutachten wortgetreu wiedergegeben habe, ändere daran nichts. Mit der Formulierung in der Vorbemerkung unter Ziff. 5 des Hauptgutachtens habe der Beschwerdegegner den falschen Eindruck erweckt, dass ein Konsensgespräch stattgefunden und sich Dr. D.________ nachträglich dem Schlussergebnis des Gutachtens angeschlossen habe. Das Hauptgutachten erweise sich daher in seinem Kern als unrichtig. Diese Falschbeurkundung betreffe eine rechtserhebliche Tatsache, habe sie doch dazu geführt, dass die Beschwerdeführerin 1 keine Leistung der Unfallversicherung zugesprochen erhalten habe (Beschwerde 2 S. 3 ff.). Die Beschwerdeführerin 2 wendet sich ferner gegen die Feststellung des Sachverhalts. Sie macht ebenfalls geltend, die Auffassung der Vorinstanz, der Auftrag von Dr. D.________ habe sich auf die neurologischen Abklärungen beschränkt und dieser sei zur Einschätzung des neurovegetativen bzw. neuropsychologischen Status' weder berufen noch kompetent gewesen, sei willkürlich (Beschwerde 2 S. 6 f.).