Citation: 5A_412/2015 E. 3.2

3.2. Der vorliegende Fall liegt insofern besonders, als am 1. Juli 2014 und damit zwischen dem ersten und zweiten Urteil des Obergerichts vom 23. September 2013 bzw. 31. Mai 2015 die revidierten Bestimmungen des Zivilgesetzbuches über die elterliche Sorge in Kraft getreten sind (Schweizerisches Zivilgesetzbuch [Elterliche Sorge], Änderung vom 21. Juni 2013, AS 2014, 357). Die Vorinstanz war gehalten, ihr Urteil vom 31. Mai 2015 auf der Grundlage des neuen Rechts zu fällen (Art. 12 Abs. 1 SchlT ZGB). Vor diesem Hintergrund war das Obergericht auch befugt, den Fall über die Anhörung der Kinder hinaus neu zu instruieren. Sie tat dies namentlich dadurch, dass sie sich die Akten der Kindesschutzbehörden W.________ verschaffte (s. Sachverhalt Bst. B.d ).