Citation: 2A.411/2003 23.09.2003 E. 1

Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition Natur und Zulässigkeit eines bei ihm eingereichten Rechtsmittels (BGE 128 I 46 E. 1a mit Hinweisen). 1.1 Gemäss Art. 97 Abs. 1 OG beurteilt das Bundesgericht letztinstanzlich Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG). Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG sind Anordnungen der Behörden im Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen. Es ist vorab zu prüfen, ob das Urteil des Verwaltungsgericht sich auf öffentliches Recht des Bundes stützt. 1.2 Die Regierung des Kantons Graubünden ist der Ansicht, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei darum gegeben, weil das Verwaltungsgericht den streitigen Ausgleichsbeitrag als mit Bundesrecht nicht vereinbar bezeichnet habe; das angefochtene Urteil stütze sich demnach auf Bundesrecht. Eine mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbare Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG liegt nicht schon dann vor, wenn bei der Anwendung selbständigen kantonalen Rechts eine Bundesnorm zu beachten oder mit anzuwenden ist, sondern nur dann, wenn öffentliches Recht des Bundes die oder eine Grundlage der angefochtenen Verfügung bildet (BGE 128 II 259 E. 1.2 S. 262 f.; 127 II 1 E. 2b/aa S. 3 f.). Bei der Kulturlandverminderungsabgabe handelt es sich um eine vom bündnerischen Recht vorgesehene und geregelte Abgabe; entsprechende Veranlagungen stützen sich entsprechend allein auf kantonales Recht. Die Rüge, eine kantonale Abgabe sei mit dem Bundesrecht nicht vereinbar, kann nicht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht werden, sondern grundsätzlich nur mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung des Grundsatzes des Vorrangs von Bundesrecht (Art. 49 Abs. 1 BV, ehemals Art. 2 ÜbBest.aBV; BGE 127 II 1 E. 2b/aa S. 4; 123 II 56 E. 4a und b S. 61). Es ergibt sich daraus, dass die Beschwerdegegner das Bundesgericht nicht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde, sondern mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung von Art. 49 BV hätten anrufen müssen, wenn das Verwaltungsgericht die Veranlagung als mit Bundesrecht vereinbar geschützt hätte. Der Umstand, dass das Verwaltungsgericht angenommen hat, die Abgabe sei mit Bundesrecht nicht vereinbar, und aus diesem Grunde die Veranlagung aufgehoben hat, lässt sein Urteil nicht als auf Bundesrecht gestützte Verfügung erscheinen. Vorliegend die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zuzulassen, liefe im Übrigen darauf hinaus, die Art des Rechtsmittels von den Zufälligkeiten der Prozesskonstellation in ein und demselben Rechtsstreit abhängen zu lassen, was mit dem Erfordernis einer klaren Verfahrensordnung nicht zu vereinbaren wäre. 1.3 Gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts steht ausschliesslich die staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte offen. Es ist noch zu prüfen, ob die Beschwerde als staatsrechtliche Beschwerde entgegengenommen werden kann.