Citation: 8C_560/2023 E. 7.4.2

7.4.2. Zudem kann aus Gründen der Verhältnismässigkeit praxisgemäss dort von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Daher bleibt es entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 418 E. 7.1; Urteil 8C_153/2021 vom 10. August 2021 E. 5.4.1 mit Hinweisen). Dr. med. B.________ vermochte angesichts der anlässlich seiner Exploration der Beschwerdeführerin erhobenen Befunde - insbesondere der gezeigten Inkonsistenzen, der Verdeutlichungs- und der Dramatisierungstendenz keine psychische Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu diagnostizieren. Weshalb die anlässlich der psychiatrischen Exploration erhobenen Befunde des Dr. med. B.________ gemäss psychiatrischem Teilgutachten in Verletzung des dem fachärztlichen Experten zustehenden Ermessens (E. 6.2) festgestellt worden seien, ist nicht ersichtlich und wird nicht geltend gemacht.