Citation: 4A_555/2022 E. 2.10

2.10. Vor dem Hintergrund dieser Grundsätze ergibt sich für den vorliegenden Fall was folgt: Das vom Beschwerdeführer gestellte Berufungsbegehren, die Klage sei gutzuheissen, ist zwar mangelhaft, kann aber in Berücksichtigung des im erstinstanzlichen Urteil wiedergegebenen, klar formulierten und vollumfänglich abgewiesenen Klagebegehrens zweifelsfrei dahin gehend verstanden werden, der Beschwerdeführer strebe mit der Berufung an, dass die Beschwerdegegnerin zur Leistung des vor erster Instanz auf Fr. 312'974.65 nebst Zins bezifferten Betrags verpflichtet wird. Dieser Schluss folgt hier aufgrund der klaren Umstände zweifelsfrei, was die Vorinstanz verkannte. Sie hätte mithin von einem hinreichenden Berufungsbegehren ausgehen müssen.