Citation: 4C.112/2003 28.05.2003 E. A

Mit Eingabe vom 29. September 1999 erhob A.________ (Kläger) beim Bezirksgericht Rheinfelden Klage gegen den Spitalverein Y.________ (heute Stiftung Gesundheitszentrum X.________; Beklagte) auf Bezahlung von Fr. 1'526'035.05. Er verlangte damit Schadenersatz für gesundheitliche Störungen, die ihm durch einen Eingriff im Regionalspital Y.________ vom 3. Mai 1994 zugefügt worden seien, dessen Träger damals der Spitalverein Y.________ gewesen war. Nach Durchführung eines doppelten Schriftenwechsels ordnete der Gerichtspräsident mit Verfügung vom 5. März 2001 ein interdisziplinäres medizinisches Gutachten zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Klägers an. Mit Schreiben vom 10. Oktober 2001 forderte er den Kläger auf, sich bei der Erstellung des Gutachtens kooperativ zu verhalten. Das Gutachten wurde am 12. April 2002 verfasst und ging am 19. April 2002 beim Gerichtspräsidium Rheinfelden ein. Mit Eingabe vom 14. Mai 2002 erhob die Beklagte die Einrede der Verjährung. Sie stellte sich auf den Standpunkt, es könne allein die einjährige Verjährungsfrist des Art. 60 Abs. 1 OR Anwendung finden und diese sei am 7. März 2002 abgelaufen. Das Bezirksgericht Rheinfelden verwarf am 4. September 2002 die Einrede der Verjährung mit der Begründung, während der gerichtlichen Begutachtung sei die Frist still gestanden.