Citation: 7B_8/2021 E. B

B.a. Gleichentags lud die Polizeirichterin des Broyebezirks die Parteien zur Hauptverhandlung vom 13. Juni 2019 vor. Diese Vorladung wurde A.________ persönlich am 25. Februar 2019 zugestellt. Daraufhin folgten erneut mehrere Beschwerde- und Ausstandsverfahren, wobei die Polizeirichterin den Verhandlungstermin insgesamt zehn Mal - letztmals mit beschwerdefähiger Verfügung vom 4. Juni 2019 - bestätigte, da den hängigen Beschwerden keine aufschiebende Wirkung zukomme. B.b. A.________ blieb der Verhandlung vom 13. Juni 2019 fern und liess sich auch nicht vertreten. Mit Verfügung vom gleichen Tag nahm die Polizeirichterin des Broyebezirks Vormerk, dass die Einsprache gegen den Strafbefehl zufolge unentschuldigter Abwesenheit an der Verhandlung vom 13. Juni 2019 als zurückgezogen gelte und der Strafbefehl vom 14. Februar 2018 in Rechtskraft erwachsen sei. Sie verurteilte A.________, den Privatklägern eine Parteientschädigung von Fr. 9'386.40 für das Einspracheverfahren zu bezahlen und auferlegte ihm die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.--. Weiter setzte sie die Entschädigung der amtlichen Verteidigung fest und verpflichtete A.________, dem Kanton Freiburg die Kosten für die amtliche Verteidigung vollumfänglich zurückzuerstatten, sobald es seine finanzielle Situation erlaube. Am 17. Juni 2019 reichte A.________ bei der Polizeirichterin des Broyebezirks zwei Arztzeugnisse - eines vom 12. Juni 2019 und eines vom 13. Juni 2019 - ein, welche ihm eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom Nachmittag des 12. Juni 2019 bis am Morgen des 14. Juni 2019 bescheinigen. Die Polizeirichterin nahm die Eingabe als Gesuch um Fristwiederherstellung entgegen, wies dieses mit Verfügung vom 18. Juni 2019 ab und auferlegte A.________ die Verfahrenskosten von Fr. 200.--. B.c. Am 1. Juli 2019 erhob A.________ gegen die Verfügungen der Polizeirichterin des Broyebezirks vom 13. und 18. Juni 2019 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg und ergänzte diese am 11. Juli 2019. In seiner Beschwerde vom 1. Juli 2019 gab er auf S. 13 unter "Beilagen" die Kopien dreier Arztzeugnisse vom 12. Juni 2019, vom 13. Juni 2019 und vom 24. Juni 2019 an, nahm in der Begründung jedoch mitunter auf ein Arztzeugnis vom 14. Juni 2019 Bezug. Mit Schreiben vom 12. Juli 2019 wies A.________ das Kantonsgericht Freiburg darauf hin, dass er in der Begründung seiner Beschwerde vom 1. Juli 2019 versehentlich ein falsches Datum angeführt habe und mit dem Arztzeugnis vom 14. Juni 2019 jenes vom 24. Juni 2019 gemeint sei. Zudem legte er seinem Schreiben eine Kopie des Arztzeugnisses vom 24. Juni 2019 bei. Das Kantonsgericht Freiburg vereinigte mit Urteil vom 12. Februar 2020 die hängigen Beschwerdeverfahren (Verfahren 502 2019 207, 209, 211, 226). Es wies das Gesuch um Ausschluss der Privatkläger vom Beschwerdeverfahren sowie um Ausstand des Gerichts des Broyebezirks ab. In Bezug auf die von A.________ den Privatklägern für das Einspracheverfahren zu bezahlende Parteientschädigung hiess es die Beschwerde teilweise gut und reduzierte diese auf Fr. 4'550.30 zuzüglich Mehrwertsteuer von Fr. 350.35 (insgesamt Fr. 4'900.65). Im Übrigen bestätigte es die Verfügungen der Polizeirichterin des Broyebezirks vom 13. und 18. Juni 2019. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt Fr. 1'200.-- auferlegte das Kantonsgericht A.________ zu 3/4 und dem Staat Freiburg zu 1/4. Es sprach keine Parteientschädigungen zu. B.d. Das Bundesgericht hiess die von A.________ hiergegen erhobene Beschwerde in Strafsachen am 23. November 2020 teilweise gut, hob das Urteil des Kantonsgerichts auf und wies die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurück. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat (Verfahren 6B_309/2020). Es hielt unter anderem fest, dass sich das Kantonsgericht in seinem Urteil vom 12. Februar 2020 einzig zu den Arztzeugnissen vom 12. und 13. Juni 2019, welche A.________ eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigten, geäussert habe. Auf das von A.________ eingereichte Arztzeugnis vom 24. Juni 2019 sei es hingegen mit keinem Wort eingegangen. Das Bundesgericht gelangte im Rückweisungsentscheid zum Schluss, aus dem angefochtenen Urteil gehe nicht hervor, weshalb das Kantonsgericht das Arztzeugnis vom 24. Juni 2019 nicht beachte bzw. aus welchen Gründen es trotz der darin attestierten Verhandlungsunfähigkeit zum Schluss gelange, dass es A.________ möglich gewesen sei, an der Verhandlung teilzunehmen. Insofern lasse es bei seiner Beurteilung, ob die Säumnis von A.________ unverschuldet war, ein wesentliches Beweismittel ohne Begründung ausser Acht und verletze damit dessen Anspruch auf rechtliches Gehör. Es hiess die Beschwerde in Bezug auf die von A.________ geltend gemachte Gehörsverletzung in diesem Sinne gut und wies die Sache zur neuen Beurteilung an das Kantonsgericht zurück, damit sich dieses in seinem neuen Urteil zum Arztzeugnis vom 24. Juni 2019 äussere (vgl. Urteil 6B_309/2020 vom 23. November 2020 E. 5.4 und E. 6.1). B.e. Am 30. Dezember 2020 reichte A.________ beim Kantonsgericht Freiburg ein neues Arztzeugnis vom 23. März 2020 ein. Ausserdem ersuchte er um eine Frist bis zum 22. Februar 2021, um eine Stellungnahme einzureichen, welche ihm gewährt wurde. Am 22. Februar 2021 liess A.________ dem Kantonsgericht Freiburg seine 37-seitige Stellungnahme zukommen. Das Kantonsgericht Freiburg hielt mit Urteil vom 24. Juni 2021 unverändert an den im ersten Beschwerdeurteil getroffenen Erkenntnissen fest, soweit diese nicht bereits in Rechtskraft erwachsen seien.