Citation: 2C_115/2021 E. 7.3.2

7.3.2. Gerade aus den von der Beschwerdeführerin genannten Gründen wenden sich die beiden Institutionen gegen eine permanente Maskenpflicht ohne definierte Ausnahmen: Das Tragen von Hygienemasken in Kitas verlange ein sorgfältiges Abwägen zwischen dem Wohl des Kindes bzw. dessen Recht auf eine positive Entwicklung einerseits und anderen Aspekten wie dem Schutz der Mitarbeitenden, der Aufrechterhaltung des Angebots sowie der öffentlichen Gesundheit und der Volkswirtschaft andererseits. Kleinkinder hätten elementare Beziehungs- und Kommunikationsbedürfnisse. Sie orientierten sich dabei an Mimik, Gestik, Sprache und Körperhaltung. Die Mundpartie des Gegenübers spiele nicht die einzige, aber eine wichtige Rolle, ganz besonders für den Spracherwerb. Kleinkinder brauchten regelmässig und während einer gewissen Zeit ihres Wachseins ein Gegenüber, das mit ihnen auch ohne verdecktes Gesicht im Dialog stehe, weshalb Ausnahmen von der Maskentragpflicht vorzusehen seien (MARIE MEIERHOFER INSTITUT FÜR DAS KIND/KIBESUISSE, FAQ und Beispiele guter Praxis zum Tragen von Hygienemasken in Kindertagesstätten als Schutzmassnahme gegen Covid-19-Pandemie, 5. Version, S. 4).