Citation: 2C_672/2021 E. F

Das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus hob am 8. November 2018 auf eine Beschwerde der ESTV hin den Entscheid der kantonalen Steuerrekurskommission auf und wies die Sache im Sinne der Erwägungen zur Neuberechnung der direkten Bundessteuer der Steuerperioden 2009 bis 2011 an die Veranlagungsbehörde zurück. Das Verwaltungsgericht erwog, die in den Schreiben vom 11. Dezember 2008 und 12. November 2010 genannten Besteuerungsregeln seien mit den in Art. 52 DBG verankerten unilateralen Ausscheidungsregeln unvereinbar. In diesen Schreiben könne folglich auch kein bindendes Steuerruling erblickt werden. Damit sei der angefochtene Rekursentscheid bundesrechtswidrig. Die Veranlagungsbehörde habe bei der Neuberechnung der direkten Bundessteuer: -erstens zu ermitteln, in welchen Ländern die Mutter- und die Enkelgesellschaft tatsächlich Betriebsstätten unterhielten bzw. welche ausländischen Betriebsstätten anzuerkennen seien, - zweitens den Gesamtgewinn der Mutter- und der Enkelgesellschaft gestützt auf die aktenkundigen Länderauswertungen festzulegen, und zwar unter vorgängiger Zuweisung des Anteils nicht anerkannter Betriebsstätten an die Hauptniederlassung, und - drittens die Steuerausscheidung nach der quotenmässig-indirekten Methode (anhand des Umsatzes und insbesondere des für die Leistungserstellung notwendigen Aufwandes) vorzunehmen. Das Verwaltungsgericht hielt weitere Einzelheiten zur vorzunehmenden Neuberechnung fest. Insbesondere erklärte es, für die Ausscheidung anhand des Aufwandes sei derjenige Aufwand vollumfänglich der Hauptniederlassung zuzuweisen, der im Zusammenhang mit den von der Schwestergesellschaft 1 bezogenen Leistungen angefallen sei.