Citation: 4A_489/2014 E. 4.3

4.3. Den Beweisantrag auf Einholung eines weiteren unfalltechnischen Gutachtens wies die Vorinstanz ab, weil sich der Unfallhergang mit hinreichender Deutlichkeit bereits aus dem von der Erstinstanz eingeholten unfalltechnischen Gutachten der AGU Zürich vom 3. Dezember 2012, welches sich zulässigerweise auch auf den Polizeirapport, die Angaben der Beteiligten und die medizinischen Akten gestützt habe, ergeben würde. Von einer weiteren Expertise seien deshalb keine neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten. Die Beschwerdeführerin bringt jedoch vor, ein neues unfalltechnisches Gutachten hätte zum Gefälle, zur Breite der Schlittelpiste und zur Befahrbarkeit der Kurve aufgrund der signalisierten Piste Stellung nehmen sollen. Weiter macht sie geltend, dass mit einem neuen Gutachten der Radius der Rechtskurve vor dem Stall hätte ausgemessen werden können. Denn die Vorinstanz gehe in ihrer Argumentation jeweils von einem Radius von 30-40 Metern aus, womit sie eine erhöhte Sicherungspflicht verneine. Dieser Radius sei jedoch nie ausgemessen worden und basiere auf einer reinen Parteibehauptung der Beschwerdegegnerin. Der genaue Radius der Kurve ist nicht entscheidrelevant (vgl. E. 6.5 hiernach). Im Übrigen geht aus den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht hervor noch legt sie mit genügenden Aktenhinweisen dar, dass sie bereits in den kantonalen Verfahren vorgebracht hätte, das Gutachten sei auch zur Berechnung des Radius, zur Breite im Allgemeinen und zum Gefälle der Piste beantragt worden. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs kann damit nicht dargetan werden.