Citation: 5A_962/2023 E. 5.3

5.3. Nach dem Ausgeführten basiert die Argumentation des Beschwerdeführers auf einem lückenhaften bzw. verzerrt dargestellten Sachverhalt und kann von einer Vereinbarung zulasten Dritter keine Rede sein. Damit ist der Rüge der Nichtigkeit des Vorkaufsrechts die Grundlage entzogen. Dasselbe gilt hinsichtlich der Rüge, das Bezirksgericht habe die Offizialmaxime verletzt, indem es bei der Auftragserteilung an den Schätzer unterlassen habe, von Amtes wegen die Nichtigkeit des Vorkaufsrechts und der Vormerkung im Grundbuch zu berücksichtigen, wie auch mit Bezug auf den Vorwurf, das Bezirksgericht hätte nach Erhalt der Schätzung von Amtes wegen die zu berücksichtigenden Nichtigkeitspunkte gegenüber dem Schätzer beanstanden müssen. Nachdem das Obergericht das Vorkaufsrecht - zu Recht - nicht als nichtig beurteilte, brauchte es sich nicht mit den diesbezüglichen Einwendungen des Beschwerdeführers zu befassen; die auch in diesem Zusammenhang erhobene Rüge der Verletzung der Begründungspflicht zielt ins Leere. Wenn das Obergericht die vorliegenden Eintragungen im Grundbuch als Bewertungsgrundlage für die Schätzung des Sachverständigen (vgl. SVKG, Das Schweizerische Schätzerhandbuch, 5. Aufl. 2019, S. 36) als verbindlich erachtet und die Anordnung der Erstinstanz, den neuen Schätzwert zu übernehmen, bestätigt hat, kann von einer Rechtsverletzung nicht gesprochen werden.