Citation: 4A_142/2023 E. 5.5.3

5.5.3. Der Beschwerdeführer vermag kein erhebliches Missverhältnis zwischen seinen vertraglichen Rechten und Pflichten darzutun. Er sieht dieses Missverhältnis im Wesentlichen darin, dass die Beschwerdegegnerin bei Spitälern, die auf der Negativliste aufgeführt seien, aus der Spitalzusatzversicherung überhaupt keine Leistungen vergüte, statt einseitig Maximaltarife festzulegen. Es ist aber nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz in diesem Zusammenhang namentlich betrachtet, wie viele Kliniken sich schweizweit auf der Negativliste befinden und ausgehend davon ein erhebliches Missverhältnis zwischen den vertraglichen Rechten und Pflichten zulasten des Beschwerdeführers verneint. Die Beschwerdegegnerin macht zutreffend geltend, ihr wäre in den Tarifverhandlungen mit den Spitälern die Hände gebunden, wenn sie letztlich mit allen Spitälern einen Tarifvertrag abschliessen müsste, was sich negativ auf die Höhe der Prämien auswirken würde. Ein Missbrauch des Gestaltungsrechts der Beschwerdegegnerin ist nicht ersichtlich.