Citation: 6B_546/2014 E. 1.3.2

1.3.2. Die Beschwerdegegnerin 2 stellte mit dem von der Beschwerdeführerin erwähnten Beschluss vom 23. November 2010 die Sozialhilfeleistungen mangels Motivation und Kooperation der Beschwerdeführerin ein (Beschluss der Sozialbehörde der Gemeinde A.________ vom 23. November 2010; kantonale Akten, act. 6/5). Wie bereits erwähnt hegte zwar die Beschwerdegegnerin 2 den Verdacht, dass die Beschwerdeführerin nebst der Sozialhilfe zusätzlich über Dritteinkünfte verfügen könnte. Sie konnte sich indessen nicht sicher sein, ob ihre Annahme zutraf, weshalb sie die Sozialhilfe nicht dauernd einstellen bzw. herabsetzen konnte. Es bestand auch die Möglichkeit, dass sie sich täuschte. Über diesen Umstand befand sich die Beschwerdegegnerin 2 daher aufgrund der falschen Angaben der Beschwerdeführerin in einem Irrtum. Hätte die Beschwerdegegnerin 2 sichere Kenntnis über die Dritteinkünfte der Beschwerdeführerin gehabt, hätte sie diese nicht durch einen Sozialdetektiven überwachen lassen. Dass die Beschwerdegegnerin 2 an der Wahrheit der Angaben der Beschwerdeführerin zweifelte, schliesst daher einen Irrtum nicht aus (vgl. dazu: Gunther Arzt, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, N. 126 ff. zu Art. 146 StGB; TRECHSEL/CRAMERI, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.] Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, N. 14 zu Art. 146 StGB).