Citation: 5C.279/2000 30.01.2001 E. 1

1.- Das vorliegende Urteil kann sowohl bezüglich der Anordnung der fürsorgerischen Freiheitsentziehung als auch bezüglich des Obhutsentzuges mit Berufung an das Bundesgericht weitergezogen werden (Art. 44 lit. d und lit. f OG in der seit dem 1. Januar 2000 geltenden Fassung). Der fürsorgerische Entzug der Freiheit basiert auf Art. 314a ZGB (vgl. Art. 405a ZGB). Obwohl diese Massnahme entsprechend dem Verweis in Art. 314a Abs. 1 ZGB im Zusammenhang mit Art. 397a ZGB zu verstehen ist, wonach die Selbstgefährdung einer mündigen oder entmündigten Person oder eine Gefährdung durch diese für Dritte erforderlich ist, steht hier der Schutz der Kinder im Vordergrund; die Gefährdungslage muss kindesrechtlicher Art sein (P. Breitschmid, Basler Kommentar, N 8 zu Art. 314a ZGB; Th. Geiser, ebenda, Bd. I/2, N 3 zu Art. 405a ZGB; E. Spirig, Zürcher Kommentar, N 36 der Vorbemerkungen zu Art. 397a ff. ZGB; Deschenaux/Steinauer, Personnes physiques et tutelle, 3. Aufl. 1995, Rz 1228a S. 440).