Citation: 6B_82/2018 E. 1.6

1.6. Der Beschwerdeführer rügt schliesslich die Abweisung seiner Beweisanträge durch die Vorinstanz. Hinsichtlich der Anträge, es seien ein Amtsbericht und die einschlägigen Akten beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA beziehungsweise der Schweizer Vertretung im Libanon beizuziehen, eventuell seien die zuständigen Personen als Zeugen einzuvernehmen, es seien alle behördlichen und richterlichen Entscheide aus dem Libanon beizuziehen und Herr F.________ sei als Zeuge einzuvernehmen, hält die Vorinstanz fest, von den beantragten Beweisen seien keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb auf deren Einholung verzichtet werden könne. Die Mädchen hätten glaubhaft angegeben, dass sie gegenüber den Behörden nicht wahrheitsgemäss beziehungsweise den Instruktionen des Beschwerdeführers und dessen Brüder folgend ausgesagt hätten. Es sei also davon auszugehen, dass C.________ und B.________ gegenüber diversen Personen angegeben hätten, sie seien freiwillig im Libanon; dies vermöge jedoch den Beschwerdeführer nicht in dem Sinne zu entlasten, als dass nachgewiesen wäre, dass B.________ ihm eine rechtfertigende Einwilligung für ihren Aufenthalt erteilt habe. Auch habe der Beschwerdeführer selbst angegeben, nicht auf der Schweizer Botschaft gewesen zu sein, um die Rückführung der Mädchen zu unterstützen. Ferner sei erstellt, dass die Vermittlungsversuche von F.________ dazu hätten dienen sollen, die Interessen des Beschwerdeführers gegenüber seiner damaligen Ehefrau durchzusetzen (Urteil E. III.2.c/dd S. 19 f.). Diese Überlegungen sind nicht zu beanstanden. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, überzeugt nicht. So ist nicht ersichtlich, was die Behörden beziehungsweise deren Akten oder der Scheich zu dem Grund für die Reise oder den Absprachen unter der Familie vor der Reise beitragen könnten. Ebenso wenig sind Erkenntnisse über allfällige Bemühungen des Beschwerdeführers oder die Rolle seines Bruders zu erwarten. Hinsichtlich F.________ hat die Vorinstanz gestützt auf die glaubhaften Aussagen der früheren Ehefrau überzeugend dargelegt, dessen Vermittlungsversuche hätten dazu dienen sollen, die Interessen des Beschwerdeführers ihr gegenüber durchzusetzen. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, weshalb diese Feststellung offensichtlich unrichtig ist. Die Vorinstanz darf folglich die Beweisanträge abweisen, ohne den Anspruch auf rechtliches Gehör des Beschwerdeführers zu verletzen. Gleiches gilt hinsichtlich des Beweisantrags, es seien Abklärungen betreffend Urlaubsverlängerungen beim Arbeitgeber der früheren Ehefrau des Beschwerdeführers einzuholen. Die Vorinstanz legt überzeugend dar, dass sich entsprechende Abklärungen erübrigen, da aufgrund der Aussagen der Beteiligten erstellt sei, dass die frühere Ehefrau nicht mit einem längerdauernden Aufenthalt im Libanon einverstanden war. In diesem Zusammenhang weist sie zutreffend darauf hin, dass der Beschwerdeführer zwar eine Erklärung dafür habe, wie die damalige Ehefrau eine längere Abwesenheit gegenüber ihrem Arbeitgeber angeblich habe rechtfertigen wollen, sich jedoch nie dazu geäussert habe, wie die Kinder die verlängerte Abwesenheit in der Schule beziehungsweise gegenüber dem Lehrmeister gerechtfertigt hätten (Urteil E. III.2.f S. 24). Kommt hinzu, dass auch ein allfälliges Arztzeugnis eines Spitals im Libanon von September 2009 zu Gunsten der früheren Ehefrau des Beschwerdeführers nicht bedeuten würde, dass diese mit dem verlängerten Aufenthalt einverstanden war; so hätte sie auch eine unfreiwillige Abwesenheit gegenüber ihrem Arbeitgeber mit einem Arztzeugnis rechtfertigen können. Angesichts des Beweisergebnisses darf die Vorinstanz auf weitere Abklärungen verzichten.