Citation: 1C_616/2022 E. 4.3.3

4.3.3. Wie die Vorinstanz ausführlich dargelegt hat, handelte der Beschwerdegegner 1 bei der Betreuung D.________s jedoch im Rahmen seiner Amtspflichten, wie sie durch Art. 24 TSchG vorgegeben sind. So hat er diverse Untersuchungen und Behandlungen der Stute veranlasst (gemäss Akten bei der Beschlagnahme, im Juli 2021 und am 21. Oktober 2021), bevor diese am 3. Dezember 2021 ins Tierspital Bern überwiesen werden musste. Auch danach hat er D.________ die notwendige medizinische Behandlung zukommen lassen, bevor er auf Anraten des behandelnden Ärzteteams die Euthanasierung anordnete, um ihr weiteres Leiden zu ersparen. Dazu ist er in einer solchen Situation grundsätzlich befugt (vgl. Urteile 2C_576/2021 vom 8. September 2022 E. 7.3.3; 2C_166/2009 vom 30. November 2009 E. 1.2.2). Der Beschwerdegegner 1 hat insgesamt so gehandelt, wie es ihm durch das Gesetz geboten war (Art. 14 StGB). Ist die beanstandete Handlung offensichtlich gerechtfertigt, liegt keine Situation vor, bei der nach dem Grundsatz "in dubio pro duriore" die Ermächtigung zur Eröffnung einer Strafuntersuchung zu erteilen wäre. Die Vorinstanz durfte daher die Erteilung der Ermächtigung verweigern, ohne Bundesrecht zu verletzen.