Citation: 2C_561/2022 E. 13.9

13.9. Die Beschwerdeführerinnen tragen im Übrigen vor, die Sanktionierung scheitere auch am Vertrauensschutz, da das Sekretariat im Rahmen der Marktbeobachtung "21-0224: Lieferverträge C.________" am 5. Juni 2017 auf die Eröffnung eines Verfahrens verzichtet und die Marktbeobachtung eingestellt habe. Die Einstellung sei rund ein Jahr nach der Vergabe der Schweizer Fussball- und Eishockeyübertragungsrechte im Frühjahr 2006 und ein halbes Jahr nach der Einführung des erweiterten Sportangebots von "Swisscom TV" erfolgt. Die Beschwerdeführerinnen meinen eine Verletzung von Art. 9 BV zu erkennen, da sie auf die mitgeteilte Einstellung hätten vertrauen dürfen (zum Grundsatz von Treu und Glauben nach Art. 9 BV siehe E. 12.3.1 hiervor). Allerdings zeigt die Vorinstanz ausführlich auf und begründet detailliert, weshalb sich die Marktbeobachtung "21-0224" inhaltlich und zeitlich wesentlich von der vorliegenden Untersuchung "32-0243" unterscheide und der Vertrauensschutz nicht greifen könne (vgl. E. 11.1 des angefochtenen Urteils). Mit den vorinstanzlichen Erwägungen setzen sich die Beschwerdeführerinnen nicht hinreichend auseinander. Die Rüge der Verletzung des verfassungsmässigen Rechts genügt damit nicht den Anforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG (vgl. E.3 hiervor). Dass sich die Beschwerdeführerinnen im Zusammenhang mit der Mitteilung des Sekretariats in der Untersuchung "32-0153" nicht auf den Vertrauensschutz berufen können, wurde bereits ausgeführt (vgl. E. 12.3 hiervor).