Citation: 8C_124/2021 E. 4.4.2

4.4.2. Zu Recht macht die Beschwerdeführerin geltend, auf die statistischen Median-Löhne gemäss Zeile "Total" der LSE-Tabelle TA1 sei namentlich dann abzustellen, wenn der versicherten Person die angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei und sie auf ein anderes Betätigungsfeld ausweichen müsse. Dies treffe jedoch auf die Beschwerdegegnerin entgegen dem angefochtenen Urteil nicht zu. Die zuletzt im Bereich Marketing und Kommunikation als Projektleiterin ausgeübte angestammte Tätigkeit sei ihr seit Februar 2019 mit einem uneingeschränkten 80%-Pensum zumutbar. Seit Beginn der Berufsbiographie habe die Beschwerdegegnerin ausschliesslich administrative Tätigkeiten im Bereich Marketing, Einkaufskoordination, Database Project Management und External Communication verrichtet. Warum ihr der öffentliche Sektor nicht ebenfalls offenstehen soll, sei nicht ersichtlich. Angesichts der absolvierten Ausbildungen im Bereich "Creative Advertising" und "Communication Management" (Diploma in Advertising und Bachelor in Communication), der sehr guten Deutschkenntnisse (nebst Chinesisch und Englisch als Muttersprachen) und der 2016 erlangten Schweizer Staatsbürgerschaft rechtfertige sich basierend auf der Zumutbarkeitsbeurteilung gemäss bidisziplinärem Gutachten das Abstellen auf die Lohnangaben gemäss Tabelle T17 der LSE 2018 (Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Berufsgruppen, Lebensalter und Geschlecht, Privater und öffentlicher Sektor [Bund, Kantone, Bezirke, Gemeinden, Körperschaften] zusammen). Um das zumutbare Invalideneinkommen möglichst sachgerecht und angemessen an die konkret zu berücksichtigenden Berufserfahrungen und Fähigkeiten zu bestimmen, habe die Beschwerdeführerin auf Position 2 (akademische Berufe, Frauen, Alter 30 bis 49) abgestellt. Auch Position 24 (Betriebswirtschafter/innen und vergleichbare akademische Berufe) der LSE-Tabelle T17 komme in Frage. Basierend auf dem tieferen statistischen Zentralwert von Fr. 7662.- der in der Berufskategorie unter Position 24 erfassten Löhne resultiere ab Dezember 2018 bei einer Arbeitsfähigkeit von 50% ein Invaliditätsgrad von 57% und ab Februar 2019 bei einer Arbeitsfähigkeit von 80% ein Invaliditätsgrad von 31%. Demnach habe die Beschwerdeführerin den Rentenanspruch zu Recht ab März 2019 auf eine halbe Invalidenrente herabgestuft und ab 1. Mai 2019 einen Rentenanspruch verneint.