Citation: 6B_157/2016 E. 6.4

6.4. Das angefochtene Urteil verletzt in diesem Punkt kein Bundesrecht. Die Vorinstanz verneint zunächst zu Recht eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Namentlich ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz annimmt, in der Umschreibung des Vorsatzes in Bezug auf die Körperverletzung sei begrifflich auch der Vorsatz der Beteiligung am Angriff bzw. des gemeinschaftlichen Angriffs enthalten (angefochtenes Urteil S. 19). Es kann hiefür ohne weiteres auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden. Unbegründet ist die Beschwerde auch, soweit sich der Beschwerdeführer gegen die rechtliche Würdigung als Angriff wendet. Entgegen seiner Auffassung lässt sich nicht sagen, dass hier nur jeweils eine einzelne Person unabhängig von der andern den Privatkläger angegriffen hat. Denn neben dem Beschwerdeführer war auch Y.________ beteiligt, der zuvor vom Privatkläger geschlagen worden war. Dass die beiden nacheinander gegen den Privatkläger tätlich wurden, ändert nichts, zumal es genügt, wenn mehrere Angreifer ohne wechselseitiges Einverständnis handeln (STRATENWERTH ET AL., a.a.O., § 40 N 40). Die Vorinstanz versteht den gesamten Ablauf des Geschehens, von der anfänglichen Auseinandersetzung zwischen dem Privatkläger und Y.________ bis zu der von diesem angestrebten nachfolgenden Vergeltungsaktion, der sich der Beschwerdeführer anschloss, zu Recht als Einheit. Insofern erblickt sie zutreffend schon in der gemeinsamen Verfolgung das gemeinschaftliche Vorgehen. Dass sich die Rolle des Beschwerdeführers in einer "reinen physischen Anwesenheit" (Urteil 6B_894/2015 vom 13. Januar 2016 E. 1.3) bei den Übergriffen von Y.________ erschöpft hätte, lässt sich daher nicht sagen. Damit kann offenbleiben, ob sich die Beteiligung am Angriff auch daraus ergibt, dass der Beschwerdeführer nach allfälligen Zeugen Ausschau hielt, anstelle sich vom Tatort zu entfernen (angefochtenes Urteil S. 26; Beschwerde S. 28). Der Schuldspruch wegen Angriffs ist daher nicht zu beanstanden. Dass der Beschwerdeführer nicht auch wegen einfacher Körperverletzung schuldig erklärt wurde (vgl. STRATENWERTH ET AL., a.a.O., § 40 N 44; DONATSCH, a.a.O., S. 84 f.), ergibt sich daraus, dass die kantonalen Instanzen als nicht nachgewiesen erachtet haben, welche Verletzungen durch die Handlungen des Beschwerdeführers und welche durch Y.________ verursacht wurden und sie in Bezug auf die Verletzungshandlungen Mittäterschaft verneint haben (erstinstanzliches Urteil S. 21; angefochtenes Urteil S. 17 f.).