Citation: 8C_131/2007 03.01.2008 E. 7

Zu prüfen bleibt, wie es sich mit der adäquaten Kausalität der organisch nicht nachweisbaren Beeinträchtigungen verhält. 7.1 SUVA und Vorinstanz verneinen den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen den im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch vorhandenen Beschwerden und dem Unfallereignis nach den Regeln der in BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 und 369 E. 4b S. 382 dargelegten Schleudertrauma-Rechtsprechung, gemäss welcher nicht zwischen organischen und psychisch bedingten Beschwerden unterschieden wird. Sie konnten daher offen lassen, ob die zum typischen Beschwerdebild eines HWS-Schleudertraumas gehörenden Beeinträchtigungen im Vergleich zur psychischen Problematik unmittelbar nach dem Unfall ganz in den Hintergrund getreten sind, die physischen Beschwerden im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben oder die psychischen Beeinträchtigungen nicht mehr als Symptome der Distorsionsverletzung, sondern als selbstständige sekundäre Gesundheitsstörung zu qualifizieren sind, was die Prüfung der adäquaten Kausalität unter dem Gesichtspunkt der Kriterien gemäss BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140 nach sich gezogen hätte. Dies lässt sich nicht beanstanden. 7.2 Die Vorinstanz hat den Unfall vom 11. September 2002 in Übereinstimmung mit der SUVA zu Recht als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfallereignissen eingestuft. Die Adäquanz wäre daher zu bejahen, wenn ein einziges der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre oder mehrere der zu berücksichtigenden Kriterien gegeben wären (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367). Der Unfall vom 11. September 2002 hat sich weder unter besonders dramatischen Begleitumständen ereignet, noch ist das Geschehen als besonders eindrücklich zu qualifizieren. Ferner kann weder von einer schweren noch von einer im Hinblick auf die in Frage stehende Adäquanzbeurteilung besonders gearteten Verletzung gesprochen werden. Für eine ärztliche Fehlbehandlung fehlen jegliche Hinweise. Des Weitern kann nicht von einer ungewöhnlich langen, sondern lediglich von einer im Rahmen des bei Schleudertraumen der HWS oder ähnlichen Verletzungsmechanismen liegenden Dauer der ärztlichen Behandlung ausgegangen werden. Dasselbe gilt auch bezüglich des Heilungsverlaufs. Erhebliche Komplikationen finden sich nicht. Dauerbeschwerden sind bei der Beschwerdeführerin sicher anzunehmen. Mit diesen hängen auch Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit zusammen. Diese beiden Kriterien sind indessen nicht in einem auffallenden Masse erfüllt. Die praxisgemäss vorzunehmende Gesamtwürdigung führt nach dem Gesagten zu einer Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs, weshalb die Einstellung der Leistungen auf den 29. November 2004 nicht zu beanstanden ist.