Citation: 5A_168/2023 E. 4.2

4.2. Bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge ist grundsätzlich vom tatsächlich erzielten Einkommen auszugehen. Soweit dieses allerdings nicht ausreicht, um den ausgewiesenen Bedarf zu decken, kann ein hypothetisches Einkommen angerechnet werden, sofern dieses zu erreichen zumutbar und möglich ist. In Bezug auf den Kindesunterhalt gilt nach ständiger Rechtsprechung eine besondere Anstrengungspflicht, in deren Rahmen der unterhaltspflichtige Elternteil zur vollen Ausschöpfung seiner Erwerbskraft angehalten ist (BGE 137 III 118 E. 2.3 und 3.1; 144 III 481 E. 4.7.7; 147 III 265 E. 7.4; Urteile 5A_839/2018 vom 1. Februar 2021 E. 4; 5A_549/2019 vom 18. März 2021 E. 3.4; 5A_745/2022 vom 31. Januar 2023 E. 3.1), was insbesondere auch dazu führen kann, dass er seine persönliche Lebensgestaltung neu ausrichten muss, um der Unterhaltspflicht gegenüber minderjährigen Kindern nachzukommen (BGE 147 III 265 E. 7.4; Urteil 5A_745/2022 vom 31. Januar 2023 E. 3.1).