Citation: 5A_663/2024 E. 3

Nur der Vollständigkeit halber sei in gebotener Kürze festgehalten, dass der Beschwerde selbst dann kein Erfolg hätte beschieden sein können, wenn die Beschwerdeführerin substanziierte Verfassungsrügen, namentlich Willkürrügen erhoben hätte: Zunächst hat das Obergericht zutreffend festgehalten, dass die Beschwerdeführerin seinerzeit den Beschluss betreffend Erhöhung der Beiträge nicht anfocht und es vorliegend nur um die Frage der Abberufung der Verwalterin gehen kann. Sodann hat es zur Sache erwogen, dass gemäss Ziff. 35 und 49 des Stockwerkeigentümerreglementes Beschlüsse grundsätzlich mit der Mehrheit nach Köpfen und Wertquoten gefasst werden. Nach Ziff. 36 sei Einstimmigkeit allerdings u.a. erforderlich, "soweit es um die Zuständigkeit zu Verwaltungshandlungen und die Verbindlichkeit von Beschlüssen der Stockwerkeigentümer" geht. Die Beschwerdeführerin will und wollte daraus ableiten, dass nur Beschlüsse über neue Gegenstände mit Mehrheit gefasst werden können, die Abänderung bereits geregelter Punkte aber Einstimmigkeit erfordert. Das Obergericht hat diese Ansicht aufgrund einer grammatikalischen und teleologischen Auslegung verworfen und ist davon ausgegangen, dass die Erhöhung der Beiträge für den Erneuerungsfonds mit Mehrheitsbeschluss erfolgen konnte. Ohnehin würde aber selbst das Gegenteil nicht zur Abberufung der Verwalterin berechtigen, weil dies "wichtige Gründe" voraussetze, welche nur gegeben wären, wenn sie ihre Treuepflichten schwer verletzt hätte, was nicht der Fall sei: Sie habe Rücksprache mit einem Anwalt genommen, sei aufgrund dieser Konsultation von der Rechtmässigkeit des Beschlusses ausgegangen und habe in der Folge nur ihre Pflicht erfüllt, indem sie die Ausstände eingefordert habe; dies zeige, dass sie ihre Aufgabe als Verwalterin richtig habe erfüllen wollen und weder unsorgfältig noch böswillig gegenüber der Beschwerdeführerin gehandelt habe. Was an diesen Erwägungen verfassungsverletzend sein, namentlich gegen das Willkürverbot (Art. 9 BV) verstossen könnte, ist aus den Ausführungen in der Beschwerde, selbst wenn diese in Form von Verfassungsrügen erhoben worden wären, nicht ersichtlich.