Citation: 4A_404/2018 E. B

Mit Klage vom 17. November 2015 beantragte die Klägerin beim Bezirksgericht Affoltern, der Beklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 38'896.20 nebst Zins zu bezahlen. Mit Urteil vom 21. Dezember 2017 wies das Bezirksgericht die Klage ab. Es hielt fest, der Willensvollstrecker sei weder durch den Erblasser in dessen letztwilliger Verfügung noch durch die Erbengemeinschaft ermächtigt worden, den Verkauf der Liegenschaften zu delegieren, weshalb er die Erben nicht habe verpflichten können. Selbst wenn eine umfassende Delegation des Verkaufs der Liegenschaften an die Klägerin als zulässig erachtet würde, läge ein unzulässiges Insichgeschäft vor. Der Klägerin stehe somit kein Anspruch auf Mäklerprovision zu. Eine gegen diesen Entscheid von der Klägerin erhobene Berufung hiess das Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 6. Juni 2018 teilweise gut. Es verpflichtete den Beklagten, der Klägerin den Betrag von Fr. 25'652.70 nebst Zins zu bezahlen. Im Mehrbetrag wies es die Klage ab. Im Gegensatz zum Bezirksgericht erachtete das Obergericht die Mäklerverträge als gültig, da weder von einer unbefugten Delegation noch von einem Insichgeschäft auszugehen sei. Die Klägerin habe bezüglich des Verkaufs der Liegenschaft in der Stadt Zürich im Sinne ihrer Mäklertätigkeit einen entscheidenden Beitrag geleistet, sodass der Beklagte den auf ihn entfallenden Provisionsanspruch schulde. Betreffend die Liegenschaft in Oberengstringen sei dagegen kein Mäklerlohn geschuldet, da kein Kaufvertrag zustande gekommen sei.