Citation: 1C_117/2020 E. 5.7

5.7. Sanierungen von mit CKW-belasteten Standorten bringen auch gemäss den Erfahrungen des Bundesamts für Umwelt, wie aus dessen Stellungnahme an das Bundesgericht hervorgeht, Unsicherheiten mit sich. Im heutigen Zeitpunkt kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass für die Verteilung der späteren eigentlichen Sanierungskosten, wenn diese bekannt sind und deutlich höher als erwartet ausfallen, oder sonstiger unerwarteter erheblicher Zusatzkosten eine Reduktion der maximalen Haftungsquote von 30 % erforderlich wäre. Das Verwaltungsgericht war sich dieser Unsicherheit freilich bewusst. Es hielt dementsprechend in E. 4.3 des angefochtenen Entscheids fest, die definitive Verteilung der Sanierungskosten bleibe offen, auch wenn die Verteilung der Kosten der Voruntersuchung eine gewisse präjudizielle Wirkung entfalte (vgl. dazu auch BGE 139 II 106 E. 5.5.3 S. 118). Diesen Vorbehalt gilt es bei weiteren Entscheiden über die Verlegung der im Zusammenhang mit der Beseitigung der Altlasten anfallenden noch ausstehenden Kosten im Auge zu behalten.