Citation: 1C_293/2023 E. A

Das erstinstanzliche Gericht in Gjakove (Republik Kosovo) verurteilte den kosovarischen Staatsangehörigen A.________ mit Urteil vom 19. Januar 2021 zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten wegen eines Vermögensdelikts. Mit Schreiben vom 21. November 2022 ersuchte die Republik Kosovo die Schweiz um Auslieferung von A.________ zwecks Vollstreckung der mit rechtskräftigem Urteil vom 19. Januar 2021 ausgesprochenen Freiheitsstrafe. Das Bundesamt für Justiz bat das Justizministerium der Republik Kosovo in der Folge am 29. Dezember 2022 um die Abgabe mehrerer Garantien. Die Justizministerin der Republik Kosovo bestätigte am selben Tag, die verlangten Garantien würden gewährleistet. Mit Verfügung vom 19. Januar 2023 ordnete das Bundesamt für Justiz gegenüber A.________ die Auslieferungshaft an. Er wurde am 23. Januar 2023 festgenommen, in Auslieferungshaft versetzt und zum Auslieferungsersuchen befragt. Mit einer vereinfachten Auslieferung war er nicht einverstanden, er hatte mehrere Einwände gegen die Auslieferung und ersuchte um unverzügliche Haftentlassung. Das Bundesamt für Justiz lehnte das Haftentlassungsgesuch am 23. Februar 2023 ab und bewilligte die Auslieferung an die Republik Kosovo mit Entscheid vom 28. März 2023. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde von A.________ wies das Bundesstrafgericht, Beschwerdekammer, mit Entscheid vom 31. Mai 2023 ab.