Citation: 2C_1020/2014 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer hat losgelöst davon, ob von Anfang an eine Umgehungsehe vorlag oder nicht, keinen Anspruch auf die beantragte Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung oder die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung. Er ist erst im Alter von 26 Jahren in die Schweiz gekommen, hat seine Jugend in Indien verbracht und ist auch ferienhalber dorthin zurückgekehrt (2007). Die Eltern und zwei Schwestern leben immer noch dort. Die Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung ist somit verhältnismässig und eine Rückkehr in die Heimat ist ihm zumutbar. Die von der Vorinstanz aufgelisteten zahlreichen Indizien sprechen dafür, dass nach Inkrafttreten des neuen Rechts von einer Umgehungsehe auszugehen war (getrennte Wohnsitze ohne wichtigen Grund), womit Art. 50 AuG (nachehelicher Härtefall) keine Anwendung findet (vgl. Art. 51 Abs. 2 lit. a AuG). Der blosse Umstand, dass die Sicherheits- oder Wirtschaftslage in der Schweiz besser erscheint als im Heimatstaat, bildet im Übrigen praxisgemäss keinen wichtigen persönlichen Grund im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG, auch wenn der Betroffene in der Schweiz integriert ist, eine Landessprache spricht, eine Arbeitsstelle hat und nicht straffällig geworden ist (vgl. Urteil 2C_578/2011 vom 1. Dezember 2011 E. 3.3). Soweit der Beschwerdeführer auf die Dauer seiner Anwesenheit verweist, verkennt er, dass diese im Wesentlichen auf seinen bewilligungslosen Aufenthalt bzw. auf die Dauer der Verfahren zurückgeht (prozeduraler Aufenthalt).