Citation: 1C_575/2023 E. 5.2

5.2. Inwiefern die Vorinstanz bei diesem Vorgehen kantonales Verfahrensrecht offensichtlich falsch angewendet haben soll, vermag die Beschwerdeführerin nicht darzulegen. Sie führt dazu einzig aus, die von der Vorinstanz als Beleg für ihre Rechtsanwendung zitierte Literaturstelle (MICHEL DAUM, in: Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, 2. Aufl. 2020, N. 5 zu Art. 39 VRPG/BE), sei vorliegend nicht einschlägig, Diese stütze sich auf einen Entscheid, welcher sich mit einer Standplatzbewilligung für einen Weihnachtsmarkt befasst habe, während ihre beantragte Baubewilligung eine Montagehalle betreffe, für welche sie weiterhin ein Interesse daran habe, dass sie keinen unrechtmässigen Zustand begründe. Es erscheint nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz Art. 39 Abs. 1 VRPG/BE dahingehend auslegt, dass bei Ablauf der Befristung einer Bewilligung das rechtserhebliche Interesse an einem Entscheid dahinfällt. Im Übrigen präsentiert sich die Situation mit dem Weihnachtsmarkt hinsichtlich des rechtserheblichen Interesses nicht wesentlich anders, nur die Dauer der Bewilligung ist kürzer. In beiden Fällen steht es den Gesuchsstellenden frei, eine neue Bewilligung zu beantragen, um einen rechtswidrigen Zustand für die Zukunft zu vermeiden. So ist es auch der Beschwerdeführerin unbenommen, ein neues Baugesuch mit neuer Umschreibung sowie verlängerter Bewilligungsdauer einzureichen, sofern sie eine Verlängerung der letztmals am 15. Dezember 2011 festgesetzten Gültigkeitsdauer der Baubewilligung wünscht. Die Erteilung der Bewilligung für die Vergangenheit vermöchte solches jedoch nicht zu gewährleisten, weshalb daran auch kein rechtserhebliches Interesse mehr besteht.