Citation: 2C_758/2018 E. 2.2

2.2. Die Ehegemeinschaft besteht auch nach eigener Darstellung der Beschwerdeführerin in der dem Bundesgericht eingereichten Beschwerdeschrift seit dem 1. April 2015 nicht mehr. Nach Auflösung der Ehe- oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach den Art. 42 und Art. 43 weiter, wenn entweder die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht, oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration [Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20], in der am 1. Oktober 2015 in Kraft getretenen Fassung, nachfolgend zitiert: AuG). Die Vorinstanz hat erwogen, wichtige Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG für einen weiteren Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Schweiz würden nicht bestehen. Insbesondere sei nicht glaubhaft gemacht worden, dass die Beschwerdeführerin während ihrer Ehe häusliche Gewalt erlitten habe. Die appellatorischen Ausführungen in der Beschwerdeschrift, wonach die Beschwerdeführerin unter häuslicher Gewalt gelitten habe und die Meldung bei der Opferhilfestelle dies belegen würde, obwohl sie keine Strafanzeige gestellt habe, sind nicht geeignet, diese vorinstanzliche Beweiswürdigung, die das Bundesgericht nur auf Rechtsverletzungen, wie etwa das Willkürverbot, überprüft (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9), in Frage zu stellen. Ein auf Art. 50 Abs. 1 AuG abgestützter Anspruch der Beschwerdeführerin auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung setzt somit den Bestand einer dreijährigen Ehegemeinschaft voraus, wofür die Beschwerdeführerin objektiv beweisbelastet ist (Art. 8 ZGB analog, BGE 142 II 433 E. 3.2.6 S. 439). Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil die im Recht liegenden Beweise, insbesondere die schriftliche Bestätigung von C.________ vom 4. Dezember 2015 und das Schreiben von D.________ vom 5. März 2016, gewürdigt, hat erwogen, aufgrund der Widersprüche der verschiedenen Bestätigungen könne letztlich aus diesen nichts abgeleitet werden, und weitere taugliche Beweismittel seien nicht eingereicht worden, weshalb sie darauf schloss, eine eheliche Gemeinschaft sei vorliegend nicht während mindestens drei Jahren gelebt worden. Die eigene Sachverhaltsdarstellung und die Ausführungen dazu, wie die im Recht liegenden Beweismittel zur dreijährigen Ehedauer nach Ansicht der Beschwerdeführerin hätten gewürdigt werden müssen, vermögen keine willkürliche Beweiswürdigung erkennen zu lassen (BGE 133 III 462 E. 2.4 S. 466 f. mit Hinweis; Urteil 1C_354/2012 vom 23. Januar 2013 E. 1.2). Aus dem angefochtenen Urteil geht des Weiteren hervor, dass die Vorinstanz angesichts offensichtlicher Widersprüchlichkeiten in den Darstellungen von Drittpersonen in antizipierter Beweiswürdigung willkürfrei und ohne Verletzung des rechtlichen Gehörsanspruchs auf die Abnahme weiterer Zeugenaussagen verzichten (BGE 141 I 60 E. 3.3 S. 64; 138 II 229 E. 3.2.3 S. 235) und mangels Anerbietens anderer, tauglicher Beweismittel - wie gemeinsame Fotos - angesichts der unbewiesen gebliebenen dreijährigen Ehegemeinschaft gemäss der objektiven Beweislastverteilung die Beschwerdeführerin die Folgen der Beweislosigkeit tragen lassen konnte. Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als offensichtlich unbegründet. Angesichts dessen, dass die Voraussetzung der dreijährigen Ehedauer von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG nicht erfüllt ist, muss auf die weiteren Ausführungen zur erfolgreichen Integration nicht eingegangen werden.