Citation: U 47/06 05.09.2006 E. 3.2

3.2.1 Im Anschluss an den ersten Unfall vom 12. August 2002 hat der erstbehandelnde Arzt Dr. med. H.________ die Diagnose "Dezelerationstrauma der HWS" und der die Beschwerdeführerin ab 13. September 2002 behandelnde Chiropraktor Dr. med. M.________ die Diagnose "Distorsion C1/C2 nach Schleudertrauma HWS" gestellt. Bei den von diesen beiden Ärzten verwendeten diagnostischen Begriffen handelt es sich lediglich um andere Bezeichnungen eines dem Schleudertrauma entsprechenden Verletzungsmechanismus im Bereich der Halswirbelsäule. Für den ersten Unfall vom 12. August 2002 kann daher ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen gelten. 3.2.2 Nach dem zweiten Unfall vom 15. Januar 2003 gab Dr. med. K.________ am 17. Januar 2003 als objektiven Befund eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit der Halswirbelsäule, eine Protraktions-Haltung sowie ausgeprägte Schmerzpunkte am Trapezius und paravertebral, je beidseits, an. Die Diagnose eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule oder einer äquivalenten Verletzung stellte er hingegen nicht. Erst Frau Dr. med. U.________ und der Neurologe Dr. med. A.________ haben in ihren Berichten vom 23. Mai und 27. Juni 2003 festgehalten, die Beschwerdeführerin habe beim Auffahrunfall vom 15. Januar 2003 ein "erneutes Schleudertrauma" resp. ein "HWS-Distorsionstrauma" erlitten. Demgegenüber hat der vom Unfallversicherer beauftragte Gutachter Dr. med. E.________ in seiner Expertise vom 4. November 2003 ausgeführt, die beiden Vorfälle dürften "vom Unfallmechanismus und Ausmass der Gewalteinwirkung her als eher geringgradige Ereignisse beurteilt werden, wobei speziell der 2. Unfall (...) als sehr bagatellär anmutet"; bezüglich des zweiten Unfalls spricht er nur von "möglichem HWS-Distorsionstrauma" mit "möglicher vorübergehender Verstärkung der Restbeschwerden von Seiten des 1. Unfalles ...". Diese medizinische Beurteilung ist schlüssig und überzeugend. Sie ist denn auch am ehesten mit dem am Unfallwagen entstandenen minimen Sachschaden vereinbar, welcher so geringfügig war, dass eine längerfristige Gesundheitsschädigung im Bereich der Halswirbelsäule durch einen Beschleunigungsmechanismus unfallmedizinisch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auszuschliessen ist (vgl. nachstehende Erw. 4.3). Davon, dass die Beschwerdeführerin bei ihrem zweiten Unfall vom 15. Januar 2003 ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule oder eine äquivalente Verletzung erlitten hätte, kann demnach nicht ausgegangen werden.