Citation: 6B_388/2021 E. 3.1

3.1. Er macht im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz habe gegen die Methodik der Gesamtstrafenbildung und damit gegen Art. 49 StGB verstossen sowie ihre Begründungspflicht verletzt, weil sie nicht in einem Zwischenschritt konkret bestimmt habe, was für eine Strafe bei gesonderter Beurteilung für das Delikt der sexuellen Handlungen mit Kindern auszufällen wäre. Sie führe einzig an, aufgrund der angemessenen Strafhöhen seien für die verübten Sexualstraftaten Freiheitsstrafen auszusprechen. Dabei bleibe unklar, ob die Vorinstanz korrekterweise von der wegen der vorliegenden Tatbegehung im April 2016 anwendbaren altrechtlichen Obergrenze für die Geldstrafe von 360 Tagessätzen, oder aber von der aktuell geltenden Obergrenze von 180 Tagessätzen ausgegangen sei. Angesichts dessen, dass sich die asperationsweise Erhöhung der auf die sexuelle Nötigung entfallenden Einsatzstrafe von 14 Monaten Freiheitsstrafe für die sexuellen Handlungen mit Kindern auf (nur) sechs Monate belaufe, sei unwahrscheinlich, dass die Vorinstanz für die sexuellen Handlungen mit Kindern eine Einzelstrafe von mehr als zwölf Monaten, entsprechend 360 Tagessätzen, als angemessen erachtet und somit die altrechtliche Obergrenze zugrundegelegt habe. Sei die Vorinstanz aber von der heutigen Obergrenze ausgegangen und habe sie eine Einzelstrafe im Bereich von 180 bis 360 Tagessätzen für angezeigt befunden, habe sie gegen aArt. 34 Abs. 1 StGB bzw. Art. 2 Abs. 1 und 2 StGB verstossen und fälschlicherweise eine Geldstrafe nicht in Betracht gezogen. Sei sie hingegen von einer Einzelstrafe von über 360 Tagessätzen bzw. zwölf Monaten ausgegangen, wäre diese Strafe in willkürlicher Weise überhöht. Denn nachdem der Gesetzgeber die sexuelle Nötigung mit einem im Vergleich zu den sexuellen Handlungen mit Kindern doppelt so hohen oberen Strafrahmen versehen habe, insofern als die deutlich schwerere Straftat bewerte, und die Vorinstanz die relevanten Strafzumessungsfaktoren bei beiden Delikten im Wesentlichen gleich beurteile, rechtfertige es sich nicht, für das vom Gesetzgeber nur halb so schwer gewichtete Delikt der sexuellen Handlungen mit Kindern eine fast gleich hohe Strafe auszufällen.