Citation: 5A_840/2023 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin wirft dem Kantonsgericht vor, den Abänderungsentscheid des Bezirksgerichts und die Parteistandpunkte nur rudimentär und unvollständig zusammenzufassen. Weder erwähne es den Schlüssel, nach dem das Bezirksgericht im Scheidungsurteil den Überschuss verteilte, noch gehe es auf ihre Argumentation ein, wonach der Beschwerdegegner das Besuchsrecht seit der Scheidung noch kein einziges Mal wahrgenommen habe. Ebenso wenig lasse der angefochtene Entscheid erkennen, dass die Scheidungsnebenfolgen im Rahmen eines umfassenden Vergleichs geregelt wurden, was dazu führe, "dass die Abänderbarkeit erheblich eingeschränkt wird". Nach der Meinung der Beschwerdeführerin hätte die Vorinstanz die Interessen von Vater, Mutter und Kind gegeneinander abwägen und überprüfen müssen, ob durch die - bestrittene - Veränderung der Verhältnisse ein unzumutbares Ungleichgewicht entstanden ist. Die fehlende Indexierung der Unterhaltsbeiträge, der Schlüssel für die Verteilung des Überschusses, der verhältnismässig hohe Mindestbetrag von hälftig zu teilenden (ausserordentlichen) Kinderkosten und die Nichtausübung des Besuchs- und Ferienrechts wären in die Interessenabwägung einzubeziehen und "insofern geeignet gewesen, den vorinstanzlichen Entscheid abzuändern". Unter dem Titel einer willkürlichen Sachverhaltsfeststellung beanstandet die Beschwerdeführerin weiter, dass die Vorinstanz ihr lediglich 33.64 % der Wohnkosten und damit rund 10 % weniger als ihrem Ehemann anrechnete. Nachdem die beiden Erwachsenen die Wohnung "in gleichem Ausmass belegen und somit benötigen" würden, rechtfertige es sich nicht, dem Ehemann mehr als 10 % höhere Wohnkosten anzurechnen.