Citation: 4P.35/2003 28.04.2003 E. 3

3.1 Im vorliegenden Fall rügt der Beschwerdeführer die Verletzung des Verbots der Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung (Art. 29 Abs. 1 BV). Anfechtungsobjekt der staatsrechtlichen Beschwerde im Sinne von Art. 84 Abs. 1 OG ist auch die Verweigerung oder Verzögerung eines Urteils. Die Verweigerung bzw. Verzögerung eines Urteils durch die letzte kantonale Instanz ist einem Urteil gleichzusetzen (BGE 119 IA 237 E. 2b S. 238; Kälin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, S. 148f.). Der Beschwerdeführer ist Träger des ange- rufenen Rechts, persönlich betroffen und hat ein aktuelles praktisches Interesse an der Behandlung der Beschwerde. Er ist daher im Sinne von Art. 88 OG zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert. Naturgemäss ist eine gegen die Untätigkeit einer Behörde oder eines Gerichts gerichtete staatsrechtliche Beschwerde der Befristung gemäss Art. 89 Abs. 1 OG nicht unterworfen. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist daher einzutreten. 3.2 Nach Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung sowie auf Beurteilung innert angemessener Frist. Die unter der Marginalie "Allgemeine Verfahrensgarantien" stehende Regelung des Art. 29 BV bezweckt namentlich, verschiedene durch die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 4 der Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 (aBV) konkretisierte Teilaspekte des Verbots der formellen Rechtsverweigerung und -verzögerung in einem Verfassungsartikel zusammenzufassen (Botschaft des Bundesrates über eine neue Bundesverfassung vom 20. November 1996, BBl 1997 I 181). Hinsichtlich des in Art. 29 Abs. 1 BV umschriebenen Anspruchs auf eine Beurteilung innert angemessener Frist ist die unter der Herrschaft der aBV ergangene Rechtsprechung daher nach wie vor massgebend (Urteil des Bundesgerichts vom 12. März 2003, B 8/03, E. 1.1, mit Hinweisen; Jörg Paul Müller, Grundrechte in der Schweiz, 3. Aufl., S. 493ff.). 3.3 Der unbestimmte Rechtsbegriff der angemessenen Frist, innert der das Gericht gemäss Art. 29 Abs. 1 BV urteilen muss, ist fallbezogen zu konkretisieren. Gesichtspunkte zur Konkretisierung der angemessenen Frist sind die Art des Verfahrens, die Bedeutung der Angelegenheit sowie das Verhalten der verfahrensbeteiligten Personen und der zur Beurteilung zuständigen Behörde (BGE 119 IB 311 E. 5b S. 325; 107 IB 160 E. 3c S. 165; Hotz, Die schweizerische Bundesverfassung, Kommentar, N 14ff. zu Art. 29 BV). 3.4 In der Sache erweist sich die staatsrechtliche Beschwerde offensichtlich als begründet. Das Kantonsgericht räumt ein, das Urteil des Bundesgerichts vom 3. Januar 2001 nur ungenügend zur Kenntnis genommen zu haben. Die zweijährige Untätigkeit des Gerichts ist somit dessen irrtümlicher Auffassung zuzuschreiben, es sei nichts mehr vorzukehren. Dass ein über zweijähriges Zuwarten mit der blossen Neufestsetzung des Honoraranspruchs eines Rechtsbeistandes nach Aufhebung eines entsprechenden Entscheides durch das Bundesgericht dem Berechtigten nicht zuzumuten ist und einen Verstoss gegen Art. 29 Abs. 1 BV bedeutet, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Insbesondere ist nicht nachvollziehbar, weshalb das Kantonsgericht selbst nach dem Schreiben des Beschwerdeführers vom 2. August 2002 der Sache nicht nachgegangen ist. Die staatsrechtliche Beschwerde ist daher gutzuheissen und das Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft anzuweisen, umgehend im Sinne des Urteils des Bundesgerichts (4P.231/2000) vom 3. Januar 2001, E. 4, über den Honoraranspruch des Beschwerdeführers zu entscheiden.