Citation: 5A_550/2007 28.11.2007 E. 2

Das Obergericht begründete seinen Nichteintretensentscheid damit, dass die Beschwerde gegen das Urteil des Gerichtspräsidiums C.________ zufolge Fristverwirkung nicht mehr zulässig gewesen sei. Es erwog, dass das vorinstanzliche Urteil der Beschwerdeführerin am 21. Juli 2006 - mithin während der vom 15. bis zum 31. Juli 2006 dauernden Sommerbetreibungsferien (Art. 56 Ziff. 2 SchKG) - zugestellt worden sei. Da mit diesem Urteil lediglich eine Beschwerdebeurteilung vorgenommen worden sei, liege keine Betreibungshandlung i.S.v. Art. 56 SchKG vor, welche während der Betreibungsferien nicht hätte vorgenommen werden dürfen. Daher habe die Frist zur Anfechtung des vorinstanzlichen Urteils als gesetzliche, unabänderliche Frist mit dem 22. Juli 2006 zu laufen begonnen und am 4. August 2006 geendigt (Art. 18 Abs. 1 i.V.m. Art. 63 SchKG). Die Beschwerde sei jedoch erst mit Postaufgabe vom 11. August 2006 eingereicht worden. Das Begehren um unentgeltliche Rechtspflege sei zufolge Fristverwirkung zum vornherein aussichtslos. Ausserdem sei eine anwaltliche Vertretung nicht notwendig, sodass die unentgeltliche Rechtsvertretung auch aus diesem Grund abzuweisen sei.