Citation: 1C_322/2019 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer bestreitet, dass in der Region genügend Inertstoffdeponien bestünden, um den Bedarf zu decken. Der Planungsbericht vom 21. August 2015, auf den er sich beruft, wurde jedoch von ihm selbst in Auftrag gegeben und stellt daher eine Parteibehauptung dar. Näher zu prüfen ist daher in erster Linie der von ihm angerufene Vorprüfungsbericht des Planungsamts vom 29. Mai 2012, in welchem angeblich ein zusätzlicher Bedarf an Deponien im Appenzeller Vorderland bejaht worden sei. Dort wurde die Nichtaufnahme des Standorts B.________ als Deponiestandort im kantonalen Richtplan jedoch vor allem mit der Ungeeignetheit des Standorts begründet: Die Landschaftskammer liege in einem Landschaftsschutzgebiet und einem Gefahrengebiet "permanente Rutschungen"; letzteres stelle einen Ausschlussgrund dar. Im Übrigen sei in rund 1400 m Distanz die Deponie "D.________" mit einem Volumen von 200'000 m3 geplant, und es widerspreche dem dezentralen Konzept der kantonalen Abfallplanung, mehrere Deponien auf engem Raum zu konzentrieren. Der Beschwerdeführer setzt sich mit dieser Argumentation nicht auseinander und legt nicht dar, dass sich insoweit die Verhältnisse geändert hätten. Dies ist auch nicht ersichtlich; vielmehr wurde die Deponie D.________ zwischenzeitlich eröffnet. Es liegen somit keine neuen Elemente vor, welche für eine Aufnahme des Standorts B.________ als Deponiestandort in die kantonale Richt- und Zonenplanung sprechen würden. Es besteht daher - schon auf der ersten Stufe gemäss Art. 21 Abs. 2 RPG - kein Anspruch auf eine grundsätzliche Überprüfung der Deponieplanung in dieser Hinsicht.