Citation: 1P.406/2001 29.06.2001 E. 1

1.- a) Beim angefochtenen Entscheid vom 15. Mai 2001, mit welchem das Verfahrensgericht die Haft bestätigte, handelt es sich um einen letztinstanzlichen kantonalen Endentscheid, gegen den die staatsrechtliche Beschwerde zulässig ist. Der Beschwerdeführer wirft dem Verfahrensgericht die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten vor, wozu er befugt ist (Art. 84 und 88 OG). Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind ebenfalls erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. b) Mit einer staatsrechtlichen Beschwerde gegen die Fortsetzung von Untersuchungshaft kann, ausser der Aufhebung des angefochtenen Entscheids, auch die sofortige Entlassung aus der Haft verlangt werden (BGE 115 Ia 293 E. 1a). Der entsprechende Antrag des Beschwerdeführers ist daher zulässig. c) Bei staatsrechtlichen Beschwerden, die gestützt auf das verfassungsmässige Recht der persönlichen Freiheit gegen die Haftanordnung erhoben werden, prüft das Bundesgericht die Auslegung und Anwendung des kantonalen Rechts grundsätzlich frei (BGE 117 Ia 72 E. 1; 114 Ia 281 E. 3). Der Willkürrüge kommt daher keine selbständige Bedeutung zu. d) Im Zusammenhang mit der Rüge, die Untersuchungshaft werde in Anbetracht der zu erwartenden Strafe unverhältnismässig, macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des in Art. 29 Abs. 1 BV garantierten Anspruchs auf ein faires Verfahren geltend, weil bei überlanger Untersuchungshaft die Gefahr bestehe, dass der Strafrichter unabhängig von der Tatschuld eine diese übersteigende Strafe ausspreche. Vorliegend ist einzig die Verfassungsmässigkeit des Haftprüfungsverfahrens zu beurteilen, nicht diejenige des in Aussicht stehenden gerichtlichen Strafverfahrens gegen den Beschwerdeführer, weshalb auf diese Rüge nicht eingetreten werden kann. Dies schadet dem Beschwerdeführer allerdings nicht, da die Verhältnismässigkeit der Untersuchungshaft unter dem Gesichtspunkt von Art. 10 Abs. 2 BV ohnehin zu prüfen ist.