Citation: 4A_299/2014 E. 2.6

2.6. Unbegründet ist denn schliesslich auch die unter dem Titel des Rechtsmissbrauchs vorgebrachte Rüge der Beschwerdeführerin, die Versicherung C.________ habe mit ihrem Schreiben vom 17. Juli 2006 hinsichtlich der Kostengutsprache für die Akupunkturbehandlungen bzw. durch ihr Verhalten ein schutzwürdiges Vertrauen geweckt. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe das Verhalten der Versicherung C.________ nach Treu und Glauben so verstehen dürfen, dass diese für den ganzen aus dem Unfall vom 20. Mai 2006 entstandenen Schaden aufkommen werde. Nach der ursprünglichen Übernahme der gesamten bisher geltend gemachten Kosten sei im Zusammenhang mit einer nächsten Kostengutsprache die Haftung von Seiten der Versicherung C.________ "auf einmal bestritten" worden. Dabei bezieht sich die Beschwerdeführerin wohl auf das Schreiben der Versicherung C.________ vom 18. Dezember 2006, mit welchem diese der Beschwerdeführerin mitgeteilt hat, dass sie neben der Deckung der Behandlungskosten für die Akupunktur nicht für weitere Aufwendungen aufkommen werde. Nach dem klaren Auslegungsergebnis des Schreibens vom 17. Juli 2006 durfte ein durchschnittlicher Mensch jedoch vernünftigerweise nicht auf eine Haftungsanerkennung schliessen. Damit hat die Versicherung C.________ kein schutzwürdiges Interesse begründet, welches in der Folge enttäuscht worden wäre.