Citation: 8C_219/2022 E. 6.4

6.4. Der Beschwerdeführer bringt vor, selbst bei Anwendung von Art. 28 Abs. 4 UVV müsse vom effektiven Valideneinkommen von Fr. 97'578.10 ausgegangen werden. Die Auslegung dieser Norm könne nur so verstanden werden, dass die Erwerbseinkommen im mittleren Alter massgebend seien, also der effektiv letzte Lohn bzw. versicherte Verdienst im mittleren Alter relevant sei und nicht der Tabellenlohn nach LSE. Jede andere Auslegung sei gesetzwidrig. Diese Argumentation ist nicht stichhaltig. Zur Bestimmung des Valideneinkommens kann nicht auf die Taggeldabrechnung vom 22. Juli 2020 betreffend die Zeit vom 1. Januar bis 31. Oktober 2019 abgestellt werden, da im Rahmen von Art. 28 Abs. 4 UVV das Valideneinkommen massgebend ist, das der Beschwerdeführer im mittleren Alter (d. h. von 41 bis 42 bzw. zwischen 40 und 45 Jahren; BGE 122 V 418 E. 1b; RKUV 1990 Nr. U 115 S. 389 E. 4d a.E.) erzielen könnte (vgl. E. 6.1 hiervor). Der Beschwerdeführer bringt nicht vor und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die vorinstanzliche Berechnung des Valideneinkommens für diesen Zeitraum aufgrund der LSE bundesrechtswidrig sein soll.