Citation: 1C_505/2017 E. 2.3

2.3. Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben "die Parteien" Anspruch auf rechtliches Gehör, d.h. dieses Recht setzt die Parteistellung in einem Gerichts- oder Verwaltungsverfahrens voraus. Unstreitig erlangte der Beschwerdeführer Parteistellung, als er mit Schreiben vom 14. November 2014 die Durchführung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens beantragte: Über diesen Antrag ist in einem förmlichen Verwaltungsverfahren zu entscheiden, unter Beteiligung des Gesuchstellers und weiterer betroffener Personen (Eigentümer des Baugrundstücks, Betreiber der Anlage). Der Augenschein wurde indes schon vor diesem Datum (am 26. Mai 2014) durchgeführt und diente vorab einer behördeninternen Planung (Schneeräumungskarte). Streitig ist, ob der Beschwerdeführer schon zu diesem Zeitpunkt Verfahrensbeteiligter war, insbesondere weil er sich am 7. März 2014 gegen die Schneeablagerung an den Bezirksrat gewandt und - wie er geltend macht - schon damals (zumindest implizit) den Erlass einer Verfügung beantragt hatte. Die Formulierung dieses Schreibens spricht indessen für eine blosse Anzeige oder Aufsichtsbeschwerde, die dem Anzeiger praxisgemäss keine Parteistellung vermittelt (BGE 133 II 468 E. 2 S. 471 mit Hinweisen). Es wird auf die Verletzung von Art. 6 des Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer (GSchG; SR 814.20) durch die Ablagerung von verunreinigtem Schnee im Sihlsee hingewiesen und um eine "Bestätigung" (und nicht um eine Verfügung) gebeten, dass die Ablagerung künftig unterbleiben werde. Der Landschreiber stellte mit Schreiben vom 17. April 2014 eine "Antwort" bis Ende Mai in Aussicht; dagegen enthält das Schreiben keine Verfahrens- oder Aktennummer, die für die Eröffnung eines formellen Verwaltungsverfahrens sprechen würde. Auch das Schreiben des Bezirks vom 24. September 2014 ist in der Form eines Briefs verfasst, ohne Dispositiv oder Rechtsmittelbelehrung. Offensichtlich ging auch der (anwaltlich vertretene) Beschwerdeführer nicht vom Vorliegen einer Verfügung aus, da er das Schreiben nicht mit Rechtsmitteln anfocht, sondern am 14. November 2014 um die Eröffnung eines nachträglichen (Bau-) Bewilligungsverfahrens ersuchte und eventualiter (mit Schreiben vom 1. Juni 2015) den Erlass einer anfechtbaren Verfügung beantragte. Unter diesen Umständen durften der Bezirk Einsiedeln und der Regierungsrat als Beschwerdebehörde davon ausgehen, dass erst mit dem Gesuch vom 14. November 2014 ein Verwaltungsverfahren eröffnet wurde, d.h. dem Beschwerdeführer vor diesem Zeitpunkt als Anzeigeerstatter keine Parteirechte zustanden. Sie waren daher nicht verpflichtet, ihm oder seinem Rechtsvertreter die Teilnahme am Augenschein vom 26. Mai 2014 zu ermöglichen.