Citation: 5P.274/2002 28.10.2002 E. 1

1.1 Die Ausstellung eines Erbenscheines stellt einen Akt freiwilliger Gerichtsbarkeit dar. Der in diesem Zusammenhang ergangene Entscheid kann daher nicht mit Berufung beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 118 II 108 E. 1). Hingegen ist gegen den letztinstanzlichen Entscheid die staatsrechtliche Beschwerde gegeben (Art. 86 Abs. 1 OG; unveröffentlichte E. 1 von BGE 128 III 318). Zwar hat der Kantonsgerichtspräsident die Sache an den Kreispräsidenten zurückgewiesen, indes zur Ausstellung eines Erbenscheines. Weder ist etwas abzuklären, noch bleibt irgendein Handlungsspielraum, es geht um reinen Vollzug. Damit liegt kein (nach gängiger Praxis nicht anfechtbarer) Rückweisungsentscheid im Sinne von Art. 87 Abs. 2 OG vor (BGE 122 I 39 E. 1a/aa; 117 Ia 251 E. 1a, 396 E. 1; nicht veröffentlichtes Urteil 1P.755/1993 vom 14. Februar 1994; zur Diskussion gestellt im Urteil 5P.387/2001 vom 18. Dezember 2001). Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten. 1.2 Allerdings ist aufgrund der kassatorischen Natur dieses Rechtsmittels auf die Anträge der Beschwerdeführerin nicht einzutreten, soweit sie mehr als die Aufhebung des angefochtenen Entscheides verlangt (BGE 124 I 327 E. 4a).