Citation: 6B_692/2020 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt schliesslich eine Verletzung der Gewaltentrennung. Da die Staatsanwaltschaft nicht untersucht habe, ob er das vortrittsberechtigte Fahrzeug von B.________ rechtzeitig habe erkennen können und müssen, habe sich die Justiz zur Untersuchungsbehörde gemacht. Wie bereits dargelegt war der Vorwurf der fahrlässigen Tatbegehung in der Anklageschrift enthalten. Der Vorwurf, der Beschwerdeführer habe das vortrittsberechtigte Fahrzeug von B.________ rechtzeitig erkennen können, geht mit der Anschuldigung der fahrlässigen Begehung einher. Die Vorinstanz präzisiert damit den in der Anklage wiedergegebenen Sachverhalt, ohne diesen zu verlassen. Im Übrigen ist der Beschwerdeführer auf die nach der StPO vorgesehene aktive Rolle des Gerichts bei der Beweisführung zu verweisen (Art. 6, Art. 343 Abs. 1 und 2, Art. 389 Abs. 2 und 3 StPO; BGE 144 I 234 E. 5.6.2 mit Hinweisen). Das Vorbringen des Beschwerdeführers erweist sich als unbegründet, soweit er den Begründungsanforderungen (Art. 42 Abs. 1 BGG und Art. 106 Abs. 2 BGG) überhaupt zu genügen vermag.