Citation: 5A_796/2013 E. 1.2.3

1.2.3. Für die Beschwerdeführer geht es um die Beeinträchtigung durch das seit 1988 gestiegene Verkehrsaufkommen auf dem bestehenden Strässchen über ihre Grundstücke, d.h. um zusätzliche Immissionen wie Lärm, Abgase, Staub etc. (S. 4 f. Rz. 7 der Beschwerdeschrift). Das Grundstück Nr. 291 wird ausschliesslich landwirtschaftlich genutzt und liegt in der Landwirtschaftszone. Der Zusatzverkehr auf dem bestehenden Strässchen hat praktisch keine Entwertung des Grundstücks zur Folge ( PRADERVAND-KERNEN, a.a.O., S. 264 N. 948 und 949). Demgegenüber befindet sich auf dem Grundstück Nr. 570, das ebenfalls in der Landwirtschaftszone liegt, ein Wohnhaus. Da das bestehende Strässchen jedoch der Grenze des Grundstücks folgt, ist für die Restparzelle in der Regel ebenfalls keine Entwertung wegen Immissionen anzunehmen ( PRADERVAND-KERNEN, a.a.O., S. 264 N. 947). Im Übrigen wird eine Pauschalentschädigung für die insbesondere durch Immissionen verursachte Entwertung der Restparzelle "ex aequo et bono" zuerkannt (Pradervand-Kernen, a.a.O., S. 263 N. 946 und 947). In Anbetracht der gewöhnlichen, aber ländlich ruhigen Wohnlage könnte ein Anteil von 10 bis 20 % des Verkehrswertes der Liegenschaft eingesetzt werden (BGE 104 Ib 79 E. 2 S. 83 ff.). Diesen Verkehrswert haben die Beschwerdeführer weder behauptet noch belegt. Wird auf den gutachterlich festgestellten m²-Preis von Fr. 100.-- (Ziff. III/3, act. 44) abgestellt, ergäbe sich bei einer Fläche von 1'301 m² (bekl.act. 1) eine Entwertung von maximal Fr. 26'000.-- (= 20 % von Fr. 130'100.-- [= 1'301 m² x Fr. 100.--]). Davon wäre die vorbestehende Entwertung durch die Immissionen abzuziehen, die durch den gemäss der Vereinbarung von 1988 zulässigen Verkehr verursacht werden. Ungeachtet der fehlenden Angaben und Aktenhinweise der Beschwerdeführer wird der gesetzliche Mindeststreitwert offenkundig nicht erreicht.