Citation: 9C_706/2023 E. 6.4

6.4. Grundlage für die am 29. Februar 2008 im Anschluss an eine ordentliche Rentenüberprüfung von der IV-Stelle mitgeteilte Bestätigung der ganzen Invalidenrente (Invaliditätsgrad 86 %) bildete insbesondere die am 3. August 2007 ergänzte Expertise des Instituts C.________ vom 27. Mai 2007. Darin wurde der Beschwerdeführerin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für die angestammte sowie eine Arbeitsunfähigkeit von 80-90 % für den Leiden angepasste Tätigkeiten attestiert. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht bzw. sie räumt ausdrücklich ein, eine Meldepflichtverletzung begangen zu haben (vgl. zum Ganzen Urteil 9C_371/2021 vom 30. Mai 2022 E. 2.2.2 mit zahlreichen Hinweisen). Insbesondere stellte sie die vorinstanzliche Feststellung nicht in Abrede, die Expertise des Instituts C.________ sei aufgrund der gegenüber den Gutachtern (und der IV-Stelle) verschwiegenen Studientätigkeiten auf einer unvollständigen Grundlage erstattet worden, was zur Weiterausrichtung der ganzen Invalidenrente geführt habe. Weiterungen dazu erübrigen sich (vgl. zum Rügeprinzip E. 1 hievor). Nicht stichhaltig ist der stattdessen erhobene Einwand, es fehle deshalb an einem für eine Rückerstattung erforderlichen Kausalzusammenhang zum unrechtmässigen Leistungsbezug, weil ihr "nach Kenntnisnahme und gutachterlicher Würdigung der gesamten nunmehr bekannten Umstände (...) im angestammten Bereich nach wie vor eine ganze Arbeitsunfähigkeit attestiert" werde. Mit diesem Einwand lässt die Beschwerdeführerin ausser Acht, dass sich der Vorwurf der Meldepflichtverletzung nicht auf die Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit bezieht. Vielmehr wird ihr vorgeworfen, dass sie die spätestens (vgl. E. 4 hievor) seit Dezember 2014 bestehende und mit dem Studienbeginn zumindest teilweise auch tatsächlich unter Beweis gestellte Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % für angepasste Tätigkeiten nicht meldete. Dass es sich dabei um eine wesentliche Änderung in den für den Rentenanspruch massgebenden Verhältnissen handelt wird von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht in Abrede gestellt.