Citation: 1C_616/2014 E. 2.3

2.3. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin erweisen sich als nicht stichhaltig. Indem die Vorinstanz auf den bereits bestehenden Bericht zum Hochwasserschutzkonzept vorderes Vispertal und auf die aktuelle Hochwassergefahrenkarte (Stand März 2013) abgestellt und den Antrag der Beschwerdeführerin auf Einholung einer Expertise betreffend Hochwasserschutz Vispa in antizipierter Beweiswürdigung abgewiesen hat, hat sie nicht gegen Art. 9 BV und Art. 29 Abs. 2 BV verstossen. Eine Expertise betreffend Hochwasserschutz ist für die Beurteilung der Widerrechtlichkeit der Materialablagerungen nicht von Relevanz. Wie gross die Hochwassergefahr ist, ist im vorliegenden Verfahren einzig bei der Gewichtung der für die Wiederherstellung sprechenden öffentlichen Interessen von Bedeutung. Hiefür ist die Einholung einer neuen Expertise jedoch nicht erforderlich (vgl. auch E. 4.5 hiernach). Ebenso ist die Vorinstanz ihrer Begründungspflicht nachgekommen. Die Vorinstanz hat erwogen, die umstrittenen Materialablagerungen seien sowohl formell als auch materiell rechtswidrig, und zur Legalisierung der zu beurteilenden Nutzung sei ein Detailnutzungsplan erforderlich. Eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG genüge nicht. Da die Vorinstanz mithin Art. 24 RPG als nicht anwendbar erachtet hat, musste sie sich nicht mit den diesbezüglichen Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinandersetzen.