Citation: U 185/05 20.10.2005 E. 2

2.1 Die Vorinstanz ist gestützt auf die Aktenlage davon ausgegangen, dass die Versicherte beim Autounfall vom 2. Juni 2003 ein mildes Schädel-Hirntrauma erlitten habe. Sie zog dabei in Erwägung, dass sich zwar im Aufnahmebericht des Spitals Y.________, in welches die Beschwerdegegnerin eingeliefert worden war, keine entsprechende Diagnose findet. Insbesondere wurden keine Bewusstlosigkeit, keine Übelkeit oder Erbrechen, keine Kopfschmerzen und keine Amnesie festgestellt. Jedoch hatte die Versicherte gegenüber der SUVA-Case-Managerin am 28. Juli 2003 angegeben, sie habe am Tag nach dem Unfall ein Beule am Hinterkopf bemerkt, es seien starke Kopfschmerzen aufgetreten und sie leide seither an Vergesslichkeit. In der Folge liess sie sich am 16., 17. und 24. September 2003 im Spital X.________, Klinik Z.________, untersuchen, wo neuropsychologische Auffälligkeiten festgestellt wurden. In einem zuhanden der Strafuntersuchungsbehörden erstellten Gutachten vom 25. August 2004 führen die Ärzte der Klinik Z.________ aus, dass die Versicherte ein deutliches Defizit aufweist beim Einspeichern und längerfristigen Behalten von verbalem Material sowie bei der Wiedererkennungsleistung. Diese Gedächtnisstörung war gemäss testpsychologischen Nachkontrollen über elf Monate etwa konstant geblieben. Die ursprünglichen Auffälligkeiten bezüglich Exekutivfunktionen (Arbeitstempo und kognitive Flexibilität) hatten sich dank Training leicht verbessert. Nach Angaben der Gutachter leidet die Versicherte seit dem Unfall zudem an einer Persönlichkeitsveränderung; sie wurde reizbar, aggressiv und ängstlich, zieht sich vermehrt zurück und wird während des Tages müde. Mit Hilfe von Psychotherapie und antidepressiver medikamentöser Behandlung konnte nur eine leichte Verbesserung erzielt werden. Der Arbeitgeber bestätigte in einem Schreiben vom 1. September 2004, dass es der Versicherten an Einsatzwillen und Ehrgeiz nicht fehle, ihre Leistung wegen mangelnder Konzentration und Vergesslichkeit jedoch zu 30 % unter dem Durchschnitt ihrer Arbeitskolleginnen liege. 2.2 Im Weiteren hat das kantonale Gericht erwogen, dass diese Beschwerden nicht nur in einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall stehen. Zur Begründung hat es angeführt, dass es sich dabei um einen schwereren Fall im mittleren Bereich gehandelt habe und die Kriterien, welche nach der Rechtsprechung in Fällen von Schädel-Hirntraumen zu berücksichtigen sind, in gehäufter Weise erfüllt seien (BGE 117 V 382 ff. Erw. 4b und c). So habe der Unfall unter dramatischen Umständen stattgefunden, die Versicherte leide unter Dauerbeschwerden und sei dadurch in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Die Vorinstanz bejahte daher die Leistungspflicht der SUVA im Grundsatz und wies die Sache zur Ermittlung der konkreten Ansprüche zurück.