Citation: U 176/00 05.11.2003 E. 3.1

3.1.1 Laut Gutachten des Spitals Y.________ vom 20. Juli 1994 kann dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Küchenhilfe im Spital X.________, welche vorwiegend stehend zu verrichten ist und bei der auch Lasten zu tragen sind, nurmehr zu 50 % zugemutet werden. Im Rahmen einer geeigneten, vorwiegend sitzend zu verrichtenden Tätigkeit wäre dagegen mit einer vollen Arbeitsfähigkeit zu rechnen. Auf entsprechende Fragen der IV-Stelle führten die Gutachter in einer Stellungnahme vom 20. September 1994 ergänzend aus, die Tätigkeit sollte vorwiegend sitzend zu verrichten sein; ein dauernder Wechsel zwischen Sitzen und Stehen sei zu vermeiden. In Betracht fielen Arbeiten am Bildschirm oder in der Verwaltung sowie sitzende Tätigkeiten in der industriellen Fertigung oder Montage; weniger geeignet seien Tätigkeiten als Chauffeur. Nach Auffassung des Kreisarztes sind dem Versicherten wechselbelastende Tätigkeiten in Industrie, Gewerbe und Administration zumutbar, wobei der Anteil der sitzend zu verrichtenden Arbeit mindestens ein Drittel ausmachen sollte; optimal wäre eine sitzende Tätigkeit während der Hälfte der Arbeitszeit und eine teils stehend, teils gehend zu verrichtende Tätigkeit während der restlichen Arbeitsdauer. Nicht mehr zumutbar seien das Besteigen von Leitern und Gerüsten, häufiges Treppensteigen, dauerndes Herumgehen in unebenem Gelände und Tätigkeiten in kauernder oder knieender Stellung. Zudem besteht ein Traglimit von 15 kg. In Frage kämen Kontroll- und Überwachungsaufgaben, Portierdienste, leichte industrielle Produktions- und Montagearbeiten, leichte Archiv- und Magazintätigkeiten, Chauffeurtätigkeiten sowie sämtliche administrativen Tätigkeiten, wobei an einem geeigneten Arbeitsplatz eine ganztägige Leistung zumutbar wäre (Bericht vom 13. September 1996). 3.1.2 Auf Grund dieser im Wesentlichen übereinstimmenden ärztlichen Angaben ist mit SUVA und Vorinstanz davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung einer geeigneten leichteren und wechselbelastenden Tätigkeit zu 100 % zumutbar wäre. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann nicht angenommen werden, der Beschwerdeführer verwerte die verbleibende Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit mit der 50 %igen Tätigkeit in der Druckerei des Spitals X.________ vollumfänglich. Es kann daher auch nicht auf die Invaliditätsbemessung der IV-Stelle abgestellt werden, welche den Invaliditätsgrad auf Grund der Beeinträchtigung in der bisherigen Tätigkeit auf 50 % festgesetzt hat (Verfügung vom 29. Juli 1998). Dies geht auch deshalb nicht, weil die bei der Invaliditätsbemessung der Invalidenversicherung berücksichtigten psychischen Beeinträchtigungen nach dem Gesagten nicht unfallkausal sind. Es besteht sodann kein Grund zur Annahme, dass die Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen (ausgeglichenen) Arbeitsmarkt nicht verwertbar wäre. Dem Beschwerdeführer stehen trotz des Gesundheitsschadens noch zahlreiche Stellen offen, in denen er die verbleibende Arbeitsfähigkeit zu verwerten vermag. Dass solche Arbeitsmöglichkeiten existieren, belegen die von der SUVA zur Invaliditätsbemessung herangezogenen Arbeitsplätze, welche im Lichte der ärztlichen Angaben zumindest zum Teil als zumutbar zu betrachten sind.