Citation: 6B_191/2020 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz hält fest, der Beschwerdeführer (Jahrgang 1983) stamme aus Bosnien und Herzegowina. Er sei in Bosnien geboren und sei dort mit seinem älteren Bruder sowie seinen Eltern aufgewachsen. Dort habe er seine Ausbildung absolviert und verschiedene berufliche Tätigkeiten ausgeübt. Der Beschwerdeführer sei im Alter von 30 Jahren in die Schweiz gekommen. Damit habe er die lebensprägenden Jahre in seinem Heimatland verbracht. Er habe im Jahr 2013 geheiratet. Seit Oktober 2013 wohne der Beschwerdeführer in der Schweiz. In den Jahren 2014 und 2016 seien seine Kinder zur Welt gekommen. Ab Beginn des Jahres 2014 habe er für ca. zwei Jahre in der Logistik gearbeitet, wobei seine Einsätze auf jeweils drei Monate befristet gewesen seien. Danach sei er als Hilfsarbeiter für Bodenheizungen, in der Fenstermontage und in der Reinigung tätig gewesen. Einen Monat nach seiner Entlassung aus der Haft habe er eine Stelle in der Gartenpflege angetreten. Die Ehefrau des Beschwerdeführers arbeite nachts als Krankenschwester mit einem Vollzeitpensum in einem Spital. Während der Arbeitszeit seiner Ehefrau betreue der Beschwerdeführer die Kinder. Seine Deutschkenntnisse seien nicht so gut. Er lebe zwar in geregelten Verhältnissen, habe sich in der Schweiz aber nur mässig integriert; seine sozialen Kontakte beschränkten sich hauptsächlich auf die Kernfamilie. Eine gewisse Verwurzelung durch regelmässige Erwerbstätigkeit sei erst in jüngster Vergangenheit erfolgt. Die persönlichen Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz würden sich aus dem Umstand ergeben, dass seine Kinder hier leben würden. Die Kinder seien noch klein, weshalb es der Familie zuzumuten sei, mit dem Vater nach Bosnien zu gehen. Die Familiensprache sei serbisch. Sollte sich die Ehefrau dagegen entscheiden, dem Beschwerdeführer nach Bosnien zu folgen, so wäre es der Familie möglich, mithilfe von modernen Kommunikationsmitteln regelmässigen Kontakt zu pflegen. Sodann sei die räumliche Distanz nicht derart, dass regelmässige Zusammenführungen der Familie nicht möglich seien. Im Heimatland des Beschwerdeführers lebten seine Eltern und sein Bruder mit dessen Familie sowie die Eltern der Ehefrau; der Kontakt zu ihnen sei gut. Ein- bis zweimal im Jahr besuche der Beschwerdeführer sein Heimatland. Er sei mit der Sprache und der Kultur in Bosnien bestens vertraut, auch wenn er seit rund sechs Jahren nicht mehr dort wohne. Zugegebenermassen seien die wirtschaftlichen Verhältnisse im Heimatland des Beschwerdeführers schwierig. Dieser werde indessen seinen Beruf dort auch ausüben können. Wohl scheine es für ihn schwierig, jedoch nicht unmöglich, sich in seinem Heimatland wieder zurechtzufinden. Da die Ehefrau des Beschwerdeführers mit ihrem Einkommen die Familie finanziere, verliere diese mit seiner Wegweisung nicht ihren Alleinernährer. Gegen dessen Verbleib in der Schweiz und für ein öffentliches Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers spreche die von ihm ausgehende Gefahr für weitere Straftaten. Die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz aus pekuniären Motiven gelte als schwere Straftat, von welcher eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Ordnung ausgehe. Wohl sei der Beschwerdeführer nicht im grösseren Stil im Drogenhandel tätig gewesen. Dennoch habe er Kokain entgegen genommen und es nach Zürich transportiert. Das Kokain sei für Dritte bestimmt gewesen, womit er die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr gebracht habe. Das vom Beschwerdeführer begangene Delikt widerspreche dem öffentlichen Sicherheitsinteresse. Er sei über 34 Jahre alt gewesen, als er die Tat begangen habe. Insgesamt erweise sich die Landesverweisung als angebracht, liege weder ein schwerer persönlicher Härtefall vor, noch würden die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz die öffentlichen Interessen an dessen Wegweisung überwiegen. Es sei daher eine Landesverweisung auszusprechen (Urteil S. 31 ff. E. 4 f.). Schliesslich erwägt die Vorinstanz, aufgrund des Verschlechterungsverbots sei die Dauer der Landesverweisung von fünf Jahren gemäss dem erstinstanzlichen Urteil zu bestätigen (Urteil S. 33 E. 6).