Citation: 1A.208/2000 16.08.2000 E. 5

5.- Im Weiteren bestreitet der Beschwerdeführer sinngemäss, dass ein Zusammenhang zwischen seinen Konten in der Schweiz und den in Russland untersuchten Taten bestehe. Auf diese Konten seien nur auf legitimem Wege ausserhalb Russlands erworbene Gelder geflossen, was die Kontounterlagen zeigen würden. Damit wird der Grundsatz der Verhältnismässigkeit angerufen. a) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes darf Rechtshilfe angesichts von Art. 3 EUeR nur unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit gewährt werden. Im Rahmen der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind grundsätzlich alle Aktenstücke zu übermitteln, welche sich auf den im Ersuchen dargelegten Verdacht beziehen können. Es muss ein ausreichender sachlicher Konnex zwischen dem untersuchten Sachverhalt und den fraglichen Dokumenten vorliegen (BGE 122 II 367 E. 2c S. 371; 112 Ib 462 E. 2b S. 463 f.). Darüber hinaus kann der Rechtshilferichter nicht abschliessend prüfen, welche konkreten Informationen innerhalb der erhobenen Kontenunterlagen von beweisrechtlicher Relevanz sein könnten. Für die Ausscheidung derjenigen Akten, die den Behörden des ersuchenden Staates auszuhändigen sind, stellt die bundesgerichtliche Rechtsprechung auf das Kriterium der potentiellen Erheblichkeit ab: Zu übermitteln sind diejenigen Aktenstücke, die sich möglicherweise auf den im Rechts- hilfeersuchen dargestellten Sachverhalt beziehen können; nicht zu übermitteln sind nur diejenigen Akten, die für das ausländische Strafverfahren mit Sicherheit nicht erheblich sind (BGE 122 II 367 E. 2c S. 371). Diese Rechtsprechung beruht auf der Überlegung, dass es ausschliesslich Sache der Strafgerichte des ersuchenden Staates ist, über Schuld oder Unschuld des Beschuldigten zu entscheiden. Die Rechtshilfebehörde, die mit dem ausländischen Ermittlungsverfahren nicht vertraut ist, kann in der Regel den Beweiswert jedes Dokuments gar nicht abschliessend einschätzen. b) In den zu übermittelnden Unterlagen erscheinen mehrere grössere Zahlungen der "B.________" in Schweden und der "S.________ Ltd. " in Nikosia. Von diesen Firmen wird im Rechtshilfeersuchen behauptet, über sie habe der Beschwerdeführer das vom Staat erhaltene Geld auf seine Schweizer Konten gesandt. Dies weist auf einen Zusammenhang zwischen den im Rechtshilfeersuchen erwähnten Vorgängen und den zu übermittelnden Unterlagen. Nach bundesgerichtlicher Praxis wäre es am Beschwerdeführer gewesen, zu behaupten und zu belegen, welchen mit dem Gegenstand der Strafuntersuchung nicht zusammenhängenden wirtschaftlichen Sinn die Überweisungen haben sollen. Er müsste erklären, welche zur Übermittlung vorgesehene Akten mit Sicherheit für das russische Strafverfahren ohne Bedeutung sind (vgl. BGE 122 II 367 E. 2d S. 371 f.). Die blosse Behauptung, die aufscheinenden Überweisungen würden Profite aus "Off-shore" Geschäften betreffen, genügt hierzu nicht.