Citation: 8C_350/2018 E. 5.2.2

5.2.2. Der Rheumatologe bemängelt, dass Dr. med. B.________ keine Angaben mache über die Beweglichkeit einzelner Segmente im Bereich der HWS. Auch fehle es an einer detaillierten Untersuchung der einzelnen Muskeln im Kopf- resp. BWS-Bereich. Die obere Region der BWS sei ebenfalls nicht beurteilt worden. Dem ist entegegenzuhalten, dass Dr. med. B.________ die Bewegungseinschränkung des Kopfes nicht entgangen ist. Er stellte allerdings lediglich leichte Einschränkungen der Rotation des Kopfes nach rechts und links sowie geringgradig bei Inklination und Reklination fest. Soweit Dr. med. F.________ bezugnehmend auf die aktuelle Situation des Beschwerdeführers von einer praktisch vollständig aufgehobenen Beweglichkeit der oberen HWS spricht, deutet dies auf eine mögliche - vorliegend indessen nicht zu prüfende (vgl. E. 2.2 hiervor) - Verschlechterung nach Erlass des Einspracheentscheides hin. Sodann hat Dr. med. B.________ einen diskreten paravertebralen Muskelhartspann nuchal und mässiggradige paravertebrale Verspannungen im Bereich der rechten mittleren BWS-Region festgestellt. Was für eine "detailliertere" Untersuchung der Muskeln erforderlich gewesen sein soll, ergibt sich aus dem Bericht des Dr. med. F.________ nicht und ist auch nicht ersichtlich. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass Dr. med. B.________ eine aktuelle radiologische Abklärung sowohl der HWS als auch der BWS und LWS veranlasst hat. Soweit Dr. med. F.________ ausführt, man kenne von der Biomechanik her den Zusammenhang zwischen Kiefergelenk und oberer HWS bestens und ausserdem könne es durch die Fehlstatik im HWS- und BWS-Bereich zu einem späteren Zeitpunkt auch zu einer statisch bedingten lumbalen Problematik kommen, vermag er die Kausalitätsbeurteilung des Gutachters hinsichtlich der lumbalen Beschwerden sowie der Kieferproblematik nicht entscheidend in Frage zu stellen. Dies gilt umso mehr, als bereits in der MEDAS-Expertise vom 27. Dezember 2012 festgehalten wurde, bei den Schmerzen der LWS handle es sich um krankhafte Gesundheitsbeeinträchtigungen, welche im Übrigen die Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigen würden. Nach dem Gesagten ergeben sich aus dem Bericht des Dr. med. F.________ vom 13. April 2017 keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der gutachterlichen Beurteilungen (vgl. E. 2.2 hiervor).