Citation: 1C_83/2023 E. 4.2

4.2. Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, die Ersatzvornahme werde nicht ordnungsgemäss ausgeführt und führe zu einer Auswaschung von giftigem Chrom (VI) in das Grundwasser, wurden seine Vorbringen von den Behörden nicht ignoriert, sondern jeweils überprüft. Dies gilt auch für die während des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens eingereichten Parteigutachten (Geologisches Gutachten der D.________ AG vom 23. November 2021 und Beurteilung der Belastungssituation, Parzelle Nr. 65, Gemeinde Warth-Weiningen der C.________ AG vom 5. Mai 2022). Die Gemeinde (als Auftraggeberin der Ersatzvornahme) und das AfU (als kantonale Fachinstanz) haben dazu mehrere Stellungnahmen eingeholt bzw. Fachberichte erstellt, die allesamt zum Ergebnis kamen, die Vorwürfe seien unbegründet. Dabei konnten sich die Behörden auf ein umfangreiches Monitoring-Programm stützen, mit regelmässiger Beprobung des Aushubmaterials und des Wassers am Böschungsfuss (vgl. Bericht der E.________ AG vom 17. November 2021, ME-Messungen (d.h. normierten Plattendruckversuchen zu Bestimmung der Verformbarkeit und Tragfähigkeit des Untergrundes), PH-Messungen und systematischer Prüfung der eingebauten Menge des Stabilisierungsmittels Doroport (vgl. Bauwerksdokumentation der F.________ AG von November 2021. Allerdings gingen sowohl das Departement als auch das Verwaltungsgericht davon aus, dass diese Vorbringen nicht zum Streitgegenstand des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens gehörten: Tatsachen, die im öffentlichen Interesse ein behördliches Einschreiten von Amtes wegen erforderten, seien gemäss § 74 Abs. 1 des Thurgauer Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Febraur 1981 (VRG/TG; RB 170.1) mit einer Anzeige an die Aufsichtsbehörde geltend zu machen. Das Departement hielt dazu in seinem Rekursentscheid fest, es bestünden keine Anhaltspunkte, dass die Ersatzvornahme nicht so wie verfügt ausgeführt worden sei bzw. ausgeführt werde und zu einer Umweltgefährdung führe. Auch das Verwaltungsgericht äusserte sich (obwohl nicht zum Streitgegenstand gehörend) zu dieser Frage. Es befand, gestützt auf die Stellungnahmen des AfU, dass die Ersatzvornahmearbeiten auf der beschwerdeführerischen Liegenschaft Nr. 65 insgesamt ordnungsgemäss erfolgt seien bzw. erfolgten und - insbesondere auch hinsichtlich der gewässerschutzrechtlichen Aspekte - weder Anlass für ein behördliches Einschreiten noch für den Erlass zusätzlicher Entscheide bestehe. Der Beschwerdeführer begnügt sich im Wesentlichen damit, seine vorinstanzlichen Vorbringen zu wiederholen, ohne sich mit den Stellungnahmen des AfU, auf welche sich die Vorinstanz stützt, substanziiert auseinanderzusetzen. Dies genügt nicht, um eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung darzulegen; eine solche ist auch nicht ersichtlich. Damit braucht auf die Grenzziehung zwischen Rechtsverweigerungsbeschwerde und Aufsichtsanzeige nicht näher eingegangen zu werden, zu welcher der Beschwerdeführer im Übrigen auch keine substanziierten Rügen erhebt.