Citation: 8C_555/2018 E. 1.3

1.3. Auch im Geltungsbereich von Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG dürfen neue Tatsachen und Beweismittel nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; unechte Noven, vgl. BGE 135 V E. 3.4 S. 199 f.). Tatsachen oder Beweismittel, welche sich auf das vorinstanzliche Prozessthema beziehen, sich jedoch erst nach dem angefochtenen Entscheid ereignet haben oder entstanden sind, können von vornherein nicht durch das angefochtene Urteil veranlasst worden sein. Diese sog. echten Noven sind im bundesgerichtlichen Verfahren in jedem Fall unzulässig (BGE 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123; 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.). Die Beschwerdeführerin legt drei medizinische Berichte ins Recht, die bereits im Verwaltungs- beziehungsweise im kantonalen Gerichtsverfahren ohne Weiteres hätten beigebracht werden können, zumal sie alle vor der Verfügung vom 4. November 2015 datieren. Der vorinstanzliche Verfahrensausgang allein bildet noch keinen hinreichenden Anlass im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG für die Zulässigkeit von unechten Noven. Die Beschwerdeführerin begründet denn auch nicht, weshalb sie die fehlenden Akten nicht im Rahmen des kantonalen Gerichtsverfahrens einreichte. Wenn sie ferner behauptet, sie hätte den Beizug der fehlenden Akten bereits im zweiten Schriftenwechsel des vorinstanzlichen Verfahrens gerügt, so ist festzustellen, dass es sich hierbei um andere Akten handelte, die schliesslich auch Eingang ins Verfahren fanden. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör oder des Untersuchungsgrundsatzes ist - entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin - unter diesen Umständen jedenfalls nicht zu erkennen. Die neu ins Recht geführten Akten bleiben daher unbeachtet. In Bezug auf die ebenfalls neu eingereichte Verfügung vom 25. November 2014, mit der die Leistungen per 30. November 2014 eingestellt wurden, ist zu vermerken, dass diese - zumindest auszugsweise - in den Verwaltungsakten der Beschwerdegegnerin vorliegt, was im Hinblick auf die strittige Frage der Bemessung der Integritätsentschädigung ausreicht.