Citation: 6B_70/2023 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer moniert überdies, zwischen den Behörden und H.________ hätten informelle Gespräche stattgefunden. Danach sei der Zeuge nicht wie ursprünglich geplant und rechtlich geboten als Auskunftsperson, sondern als Zeuge einvernommen worden. H.________ sei aufgrund seiner zahlreichen Kontakte mit F.________ und G.________ im unmittelbaren Zeitraum der Tat in W.________ ins Visier der Strafverfolgungsbehörden geraten. Eine wie auch immer geartete Beteiligung von H.________ an der Tat könne bis heute nicht ausgeschlossen werden bzw. liege nahe. Als Auskunftsperson hätte H.________ zu Beginn jeder Befragung auf sein Aussageverweigerungsrecht aufmerksam gemacht werden müssen, weshalb gemäss Art. 180 Abs. 1 i.V.m. Art. 158 Abs. 2 StPO sämtliche Zeugeneinvernahmen von H.________ absolut unverwertbar seien. Würde das absolute Beweisverwertungsverbot entgegen dem eindeutigen Gesetzeswortlaut nur zugunsten der falsch belehrten Person greifen, läge es in der Hand der Strafbehörden, Aussagen durch die bewusste Zuteilung einer falschen Verfahrensstellung verwertbar zu machen und so tatbeteiligte Personen zulasten anderer zu bevorteilen.