Citation: 8C_451/2018 E. 6.3

6.3. Aus den vorangehenden Erwägungen erhellt, dass sich die IV-Stelle bei der Rentenzusprache auf einen umfassend abgeklärten Sachverhalt stützen konnte. Es bestand kein Anlass, an der gutachterlich attestierten 100%igen Arbeitsunfähigkeit zu zweifeln, zumal nebst dem Hausarzt und dem behandelnden Psychiater auch der von der IV-Stelle beigezogene RAD-Arzt eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestätigte und auch sonst nichts gegen den Beweiswert der Expertise des Dr. med. C.________ sprach. Indem die IV-Stelle auf die fachärztlichen Beurteilungen abstellte, bewegte sie sich im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens (vgl. E. 5.1 hiervor). Der von Dr. med. C.________ prognostizierten Erhöhung der Arbeitsfähigkeit trug die Verwaltung sodann mit der bereits wenige Wochen nach der Rentenzusprache eingeleiteten Revision, die im Übrigen keine Besserung des Gesundheitszustands ergab, hinreichend Rechnung. Weiter ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Leistungszusprache seit über eineinhalb Jahren in regelmässiger psychotherapeutischer Behandlung mit antidepressiver Medikation stand und bereits zwei (erfolglose) stationäre Aufenthalte hinter sich hatte. Die Ärzte der psychiatrischen Dienste F.________ sprachen von einer chronifizierten Depression (vgl. Bericht vom 4. März 2011; zur Zulässigkeit sachverhaltlicher Ergänzungen, soweit sie sich ohne Weiteres aus den Akten ergeben, vgl. BGE 136 V 362 E. 4.1 S. 366; MEYER/DORMANN, in: Basler Kommentar, Bundesgesetzgebung, 2. Aufl. 2011, N. 25 zu Art. 105 BGG; Urteil 9C_899/2014 E. 4.3.1; vgl. auch E. 1 hiervor). Insoweit hat sich das depressive Leiden im Zeitpunkt der leistungszusprechenden Verfügung vom 3. November 2011 als therapieresistent erwiesen. Damit kann offen bleiben, wie es sich mit der Rechtsprechung zu leichten bis höchstens mittelschweren depressiven Leiden im Zeitpunkt der Leistungszusprache genau verhielt. Jedenfalls kann im hier zu beurteilenden Fall nicht gesagt werden, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der leistungszusprechenden Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (vgl. E. 5.1 hiervor). Vielmehr erscheint die Leistungszusprache als vertretbar. Dass heute allenfalls anders entschieden würde, ändert nichts daran.