Citation: 8C_27/2019 E. 6.2.3

6.2.3. Zwar vermag der knappe Bericht des Dr. med. D.________ keine Kausalität des Unfallgeschehens für die heutigen gesundheitlichen Beschwerden zu begründen. Nicht überzubewerten ist sodann der Hinweis auf die Beschwerdefreiheit vor dem Unfall, gilt es doch stets zu bedenken, dass allein das Auftreten von Beschwerden nach einem Unfallereignis gemäss der unzulässigen Beweisregel "post hoc ergo propter hoc" (vgl. BGE 136 V 395 E. 6.5 S. 402) für den Nachweis einer Unfallkausalität nicht genügt. Allerdings erwähnte selbst Dr. med. C.________ in der ergänzenden Aktenbeurteilung vom 18. Januar 2017, dass sich in der Arthroskopie vom 23. Oktober 2015, also fast fünf Monate nach dem Unfallereignis, offensichtlich keine Knorpelveränderungen im medialen Gelenkkompartiment ergeben hätten. Erst in der Arthroskopie vom 23. Dezember 2015 und im MRI vom 13. Mai 2016 hätten sich erhebliche Knorpelveränderungen gezeigt (was nach so kurzer Zeit aber nicht allein durch die Teilmeniskektomie zu erklären sei). Dass die Operationen unfallbedingt gewesen wären, verneinte er jedoch weiterhin und ergänzte, dass die anhaltende unbefriedigende Situation ätiologisch unklar sei. Immerhin bestehen damit wenigstens gewisse Anhaltspunkte, die am Bestehen eines degenerativen Vorzustands zweifeln lassen.