Citation: I 942/05 24.07.2006 E. 4

4.1 Die Zusprechung der halben Härtefallrente ab 1. Juli 1997 befristet bis 31. März 1998 und der halben Rente ab 1. April 1998 befristet bis 31. August 1999 erscheint korrekt. Mit Blick auf die gesamte Aktenlage und die vorliegende Schwierigkeit einer (nachträglich) zuverlässigen Schätzung der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit im massgebenden Zeitraum lässt sich auch die Zusprechung der ganzen Rente ab 1. September 1999 nicht beanstanden. 4.2 Nach umfassender Würdigung der medizinischen Aktenlage, insbesondere gestützt auf das Gutachten der MEDAS (vom 29. Juni 2001), welches die rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlagen (BGE 125 V 352 Erw. 3 mit Hinweisen) erfüllt, gelangte die Vorinstanz zum Schluss, dem hauptsächlich an einem linksseitigen lumbospondylogenen Schmerzsyndrom, Spannungskopfschmerzen und einer leichten depressiven Episode leidenden Beschwerdeführer sei eine den aus rheumatologischer Sicht bestehenden Einschränkungen angepasste Tätigkeit ab April 2001 zu mindestens 70 % zumutbar, weshalb die Rentenaufhebung ab diesem Stichtag zu Recht erfolgt sei. 4.3 Die dagegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgetragenen Einwände vermögen nicht zu überzeugen. Zum Hinweis, sein Gesundheitszustand habe sich verschlechtert und nicht gebessert, ist festzuhalten, dass eine anspruchserhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands bis zum Einspracheentscheid vom 14. April 2005 (BGE 129 V 169 Erw. 1 mit Hinweisen) weder ausgewiesen ist, noch besteht hinreichender Anlass zu ergänzenden Abklärungen in diesem Punkt. Im Weiteren ist die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erstmals vorgebrachte Rüge der mangelnden Objektivität und Befangenheit der Gutachter offensichtlich unbegründet. Im Gutachten finden sich keinerlei Anhaltspunkte, welche darauf schliessen liessen, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Nationalität oder Religionszugehörigkeit voreingenommen untersucht oder begutachtet worden wäre. Es finden sich mithin in den gesamten Akten keine Hinweise, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen liessen (siehe BGE 125 V 353 Erw. 3b/ee mit Hinweis; RKUV 1999 Nr. U 332 S. 193 f. Erw. 2a/bb). Was sodann die Kritik des Beschwerdeführers an der fachlichen Qualität des MEDAS-Gutachtens angeht, ist ihm entgegenzuhalten, dass sich dieses zum einen in sorgfältiger und einleuchtender Weise mit der medizinischen Aktenlage auseinandersetzt und auch die subjektiv geklagten Beschwerden Eingang in die schlüssige Beurteilung fanden. Im Übrigen ist ebenso wenig stichhaltig dargetan, dass Verständigungsschwierigkeiten bei der Untersuchung der somatischen Beschwerden zu Missverständnissen und beweismässig nicht verwertbaren Ergebnissen geführt hätten; die psychiatrische Exploration erfolgte ohnehin unter Beizug einer Übersetzerin. Sodann ist es wohl richtig, dass sich die behandelnden Ärzte, auf deren Beurteilung sich der Versicherte beruft, über eine längere Zeit ein Bild von seinem Gesundheitszustand machen konnten als die MEDAS-Gutachter. Gleichwohl sind die knappen Einschätzungen der behandelnden Ärzte Dr. med. H.________ und der Psychiaterin Frau Dr. med. et phil. T.________ nicht geeignet, die Richtigkeit des MEDAS-Gutachtens in Zweifel zu ziehen. Dies gilt umso mehr, als die Psychiaterin in einem Schreiben vom 10. April 2000 an die IV-Stelle darauf hinwies, dass aufgrund des zweiten erlittenen Unfalls die somatischen Probleme im Vordergrund stünden und sich deshalb die Situation gegenüber ihrem Bericht vom 28. Juli 1999 verändert habe, sodass sie eine hausärztliche Beurteilung vorschlage. Der Hausarzt äusserte sich sodann nur vage zur verbleibenden Arbeitsfähigkeit, ohne eine Arbeitsunfähigkeit in Prozenten hinsichtlich einer leidensadaptierten Tätigkeit zu nennen. Zudem ist bei der Beurteilung dieser Angaben der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc; Urteil F. vom 9. Februar 2006, I 736/05, Erw. 4).