Citation: 5A_361/2023 E. 4.5.3

4.5.3. Weiter wurde festgestellt, dass sich C.A.________ mehrfach dahin gehend geäussert hatte, lieber bei der Mutter wohnen zu wollen, vorliegend aber nicht ausgeschlossen werden kann, dass diese Aussagen von der Beschwerdeführerin induziert waren oder aber aus dem beim C.A.________ durch den Kinderpsychologen H.________ festgestellten Loyalitätskonflikt herrührten, weshalb dem Wunsch des Kindes kein entscheidendes Gewicht zukommen kann. Zudem führte C.A.________ sowohl anlässlich der Anhörung vor der Vorinstanz als auch bereits vor dem Amtsgericht Dresden aus, bei beiden Elternteilen wohnen zu wollen. Von einem stabilen Kindeswillen kann unter diesen Umständen nicht die Rede sein, weshalb die Vorinstanz nicht gehalten war, darauf abzustellen; ohnehin ist der Wille eines diesbezüglich nicht urteilsfähigen Kindes für die Obhutszuteilung nicht entscheidend (vgl. vorne E. 4.1.1) und darf insbesondere nicht mit dem Kindeswohl gleichgesetzt werden (BGE 144 III 442 E. 4.5.5), wie es die Beschwerdeführerin zu tun scheint.