Citation: 4A_498/2022 E. 1.3.1

1.3.1. Zu prüfen ist, ob das Bundesgericht, sollte es die Rechtsauffassung der Beschwerdeführerin teilen, einen verfahrensabschliessenden Endentscheid fällen könnte. Die Beschwerdeführerin verlangt im Hauptantrag die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Abweisung der Klage des Beschwerdegegners (Klagebegehren Ziffern 1, 3a und 3b). Sie bringt in Bezug auf Klagebegehren Ziffer 1 jedoch nicht etwa ausgehend von dem im angefochtenen Entscheid festgestellten Sachverhalt vor, die Vorinstanz hätte von wichtigen Gründen für eine fristlose Kündigung im Sinne von Art. 337 OR ausgehen müssen. Vielmehr macht sie vorwiegend geltend, die Vorinstanz habe zahlreiche ihrer Vorbringen unbeachtet gelassen und verschiedene Sachverhaltselemente ausgeblendet. So bringt sie etwa vor, das Obergericht habe es versäumt, die nach ihrer Ansicht rechtserheblichen (eigennützigen) Motive des Beschwerdegegners festzustellen, es habe ihre Vorbringen zum "coordinated effort" und der Schädigungsabsicht der Beteiligten unbeachtet gelassen oder es sei hinsichtlich der im angefochtenen Entscheid festgestellten Anordnung einer Spesenbelastung durch den ehemaligen Generalsekretär zu Unrecht von einer unbestrittenen Behauptung des Beschwerdegegners ausgegangen. Unter anderem hinsichtlich des angeblichen Wissens ihres ehemaligen Generalsekretärs sowie im Zusammenhang mit der Wissenszurechnung verlangt die Beschwerdeführerin umfassende Ergänzungen des nach ihrer Ansicht rechtserheblichen Sachverhalts. Ausserdem beruft sie sich neben den vom Arbeitsgericht geprüften Pflichtverletzungen auf weitere - von ihr angeblich rechtzeitig vorgebrachte - gravierende Verfehlungen des Beschwerdegegners, die vor Obergericht unbeachtet geblieben seien. Im Übrigen bringt die Beschwerdeführerin hinsichtlich der im angefochtenen Entscheid geprüften weiteren (nachgeschobenen) Kündigungsgründe vor, das Obergericht habe einen wesentlichen Teil ihrer umfangreichen Vorbringen in Verletzung des Gehörsanspruchs gar nie einlässlich beurteilt. Angesichts der konkreten Vorbringen in der Beschwerde, die sich über weite Strecken auf den Sachverhalt beziehen, kann nicht davon ausgegangen werden, dass das Bundesgericht über das Klagebegehren Ziffer 1 sofort reformatorisch entscheiden könne. Hinsichtlich der Klagebegehren Ziffern 3a und 3b verkennt die Beschwerdeführerin ausserdem, dass selbst bei einer Beurteilung der fristlosen Entlassung als gerechtfertigte Kündigung über die auf das Persönlichkeitsrecht gestützten Begehren nicht ohne Weiteres reformatorisch entschieden werden könnte. Insbesondere hielt die Vorinstanz zur zweiten angeblichen Persönlichkeitsverletzung in Form einer Medienmitteilung der Beschwerdeführerin vom 3. Juni 2016 fest, dass der Beschwerdegegner in Bezug auf eine darin enthaltene Sachdarstellung ("coordinated effort" des Beschwerdegegners mit dem ehemaligen Präsidenten und dem ehemaligen Generalsekretär der Beschwerdeführerin) taugliche Beweise offeriert habe, die jedoch nicht abgenommen worden seien. Die Wahrung dieses Verfahrensrechts lässt sich auch nicht mit der blossen Behauptung in der Beschwerde umgehen, wonach sich "eine gewisse Selbstbedienungsmentalität" bereits aus den Akten ergebe. Damit erweist sich der Fall als nicht spruchreif, womit ein materieller Endentscheid durch das Bundesgericht ausser Betracht fällt.