Citation: 5A_801/2018 E. 6.3

6.3. Ob eine Äusserung hier auf Facebook die Persönlichkeit verletzt, ist nicht nach dem subjektiven Empfinden des Betroffenen, sondern nach einem objektiven Massstab zu beurteilen. Für die Beurteilung des Eingriffs in die Persönlichkeit, dessen Schwere und der Frage, welche Aussagen dem Gesamtzusammenhang einer Äusserung hier auf Facebook zu entnehmen sind, muss auf den Wahrnehmungshorizont des Durchschnittslesers abgestellt werden (BGE 126 III 209 E. 3a S. 213; 132 III 641 E. 3.1 S. 644). Dessen Eindruck und Verständnis einer Äusserung prüft das Bundesgericht als Rechtsfrage bzw. als ihr gleichgestellte Folgerung aus der allgemeinen Lebenserfahrung (BGE 100 II 177 E. 5 S. 180; Urteile 5A_376/2013 vom 29. Oktober 2013 E. 3.2, in: sic! 2014 S. 290; 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 7.2.2, in: sic! 2015 S. 571; 5A_100/2015 vom 29. Oktober 2015 E. 5.3.1).