Citation: 5A_179/2018 E. 7.1

7.1. Zur zeitlichen Befristung des Sommerferienrechts bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit erwog die Vorinstanz, diese sei sinnvoll. Es sei zu erwarten, dass die Kinder nach der Oberstufe eine Lehre beginnen und ihre Ferien nicht mehr unbedingt mit den Schulferien übereinstimmen würden. Zudem seien die Kinder dann in einem Alter, in welchem in der Regel ohnehin keine Besuchstermine mehr fixiert würden, da sich Jugendliche zunehmend nach aussen orientierten, ihr Interesse für die Ursprungsfamilie abnehme und es ihnen überlassen werden müsse, mit welchen Personen sie verkehren wollten. Habe sich bis dann ein guter, verlässlicher Kontakt mit dem Vater eingespielt, könne davon ausgegangen werden, dass die Kinder diesen weiterhin wünschten und sich auch entsprechend zu organisieren bereit seien, selbst wenn das Sommerferienbesuchsrecht nicht mehr gerichtlich festgesetzt sei.