Citation: 7B_523/2023 E. A

A.a. Anlässlich einer Hausdurchsuchung vom 29. Dezember 2021 - im Zusammenhang mit einer von der Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen gegen die Lebenspartnerin von A.________ geführten und mit Verfügung vom 10. Mai 2022 eingestellten Strafuntersuchung wegen des Verdachts auf Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz - wurde A.________ vorläufig festgenommen und dem Kantonalen Gefängnis Schaffhausen zugeführt. Er wurde gleichentags wieder aus der Haft entlassen und erhob anschliessend verschiedene Vorwürfe gegen Funktionäre der Schaffhauser Polizei und Mitarbeitende des Kantonalen Gefängnisses. A.b. Im weiteren Verlauf wurden mehrere Strafverfahren eröffnet, insbesondere auch eine Strafuntersuchung gegen Unbekannt wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch in Zusammenhang mit der Inhaftierung von A.________. In diesem Verfahren konstituierte sich dieser als Privatkläger und beantragte am 14. Oktober 2022 Einsicht in die Untersuchungsakten der Staatsanwaltschaft. A.c. Nachdem die staatsanwaltschaftlichen Untersuchungsakten dem kantonalen Obergericht (im Rahmen eines vom Privatkläger anhängig gemachten Beschwerdeverfahrens) übermittelt worden waren, beantragte die Staatsanwaltschaft am 9. November 2022 beim Obergericht, dem Privatkläger sei die Einsicht in ihre Akten vor der Durchführung der ersten Einvernahmen der beschuldigten Personen noch nicht zu gewähren. Am 17. April 2023 teilte die Staatsanwaltschaft dem Obergericht mit, der Grund für die Beschränkung des Einsichtsrechts sei unterdessen weggefallen. A.d. Am 18. April 2023 teilte die verfahrensleitende Oberrichterin dem Privatkläger telefonisch mit, dass sich dieser für die beantragte Akteneinsicht in die (in elektronischer Form vorliegenden) Videodateien an die Staatsanwaltschaft zu wenden habe, zumal die diesbezügliche Einsichtnahme in den Räumlichkeiten des Obergerichts schon aus technischen Gründen nicht möglich sei. Den Wunsch des Privatklägers nach einer Kopie der Videodateien brachte das Obergericht der Staatsanwaltschaft gleichentags per E-Mail zur Kenntnis. A.e. Ebenfalls am 18. April 2023 teilte der Privatkläger der Staatsanwaltschaft mit, er benötige neben den Videoaufnahmen auch noch die Metadaten der Videodateien. A.f. Am 19. April 2023 gewährte das Obergericht dem Privatkläger Einsicht in die dem Gericht bereits in Papierform vorliegenden Untersuchungsakten. Gleichentags reichte die Staatsanwaltschaft dem Obergericht aktualisierte Untersuchungsakten in Papierform ein (Stand: 17. April 2023), welche das Obergericht dem Privatkläger in Kopie zustellte. A.g. Mit E-Mail vom 28. April 2023 teilte die Staatsanwaltschaft dem Privatkläger mit, sie beabsichtige grundsätzlich, sein Akteneinsichtsrecht hinsichtlich der Video- und Tonaufnahmen in Anwendung von Art. 108 StPO zu beschränken, da der Verdacht bestehe, dass er das Akteneinsichtsrecht zu sachfremden Zwecken, namentlich zur öffentlichen Diffamierung von darauf zu sehenden Personen, missbrauchen würde.