Citation: I 898/05 08.05.2006 E. 3.3

3.3.1 Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG in Verbindung mit Art. 27 IVV insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten. Der Aufgabenbereich wurde damit gegenüber der vom 1. Januar 2001 bis 31. Dezember 2002 geltenden Fassung des Art. 27 Abs. 2 IVV explizit per 1. Januar 2003 um den nicht entlöhnten karitativen Einsatz bzw. die gemeinnützigen Tätigkeiten (vgl. dazu namentlich BGE 130 V 364 f. Erw. 3.3.2 mit Hinweisen) sowie - auf den 1. Januar 2004 - um die künstlerischen Tätigkeiten erweitert. Nicht darunter fällt dagegen die reine Freizeitgestaltung im Sinne der Ausübung von Hobbys etc. (BGE 131 V 54 f. Erw. 5.3.1 und 5.3.2, 130 V 365 Erw. 3.3.2; Urteil R. vom 1. Februar 2006, I 609/05, Erw. 4.3.1). 3.3.2 Insbesondere allein stehende Versicherte wie der Beschwerdeführer werden bei einer Reduktion des Beschäftigungsgrades aus freien Stücken nicht gleichsam automatisch zu Teilerwerbstätigen mit einem Aufgabenbereich Haushalt neben der Berufsausübung (BGE 131 V 54 Erw. 5.2 in fine). Vielmehr bedarf es auch hierfür gewisser Anhaltspunkte. Hinweise dafür, dass der Beschwerdeführer die ihm zur Verfügung stehende freie Zeit explizit für Haushaltsaktivitäten oder die Ausübung von künstlerischen oder gemeinnützigen Tätigkeiten verwendet hätte, lassen sich indessen weder den Akten entnehmen, noch werden sie vom Versicherten geltend gemacht. Mit dem kantonalen Gericht ist die Invalidität folglich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen, wie sie insbesondere in BGE 131 V 53 f. Erw. 5.1.2 dargelegt worden sind.