Citation: 8C_662/2019 E. 4.4

4.4. Schliesslich beantragt der Beschwerdeführer, ihm sei ein leidensbedingter Abzug von 10 % zu gewähren. Praxisgemäss sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge (wie bei der Anwendung von LSE-Löhnen, BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301 mit Hinweisen) grundsätzlich nicht sachgerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungsmässige Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren persönlichen und beruflichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzuweisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann (BGE 139 V 592 E. 7.3 S. 597; zum Ganzen: Urteil 8C_517/2019 vom 26. September 2019 E. 6.2.1). Die Suva trug bei der Auswahl der DAP-Blätter sowohl den körperlichen Einschränkungen und dem Zumutbarkeitsprofil (s. E. 4.3) als auch dem Umstand Rechnung, dass der Beschwerdeführer lediglich Deutsch spricht. Zur geltend gemachten fehlenden Berufserfahrung bezüglich der DAP-Arbeitsplätze ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass hierfür jeweils eine interne Anlehre von wenigen Wochen oder Monaten genügt. Ebenso darf mit der Vorinstanz davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer aufgrund seines bisherigen Werdegangs diese Berufe nach einer kurzen Einführung ausüben und den dafür angebotenen Lohn erzielen kann.