Citation: 5A_571/2022 E. 2.2.3

2.2.3. Aus dieser Sicht musste die Vorinstanz zum Verhalten der Prozessparteien und ihren allfälligen Abmachungen nicht Stellung nehmen. Vor Pfändungsvollzug prüft das Betreibungsamt, ob der Fortsetzung der Betreibung allfällige Hindernisse entgegenstehen, die sich aus dem Zwangsvollstreckungsrecht ergeben (Urteil 5A_287/2019 vom 22. Juli 2019 E. 3.1). Selbst wenn die vom Beschwerdeführer geäusserten Vorwürfe zutreffen würden, könnte dies die Frage der Sistierung des Betreibungsverfahrens nicht beeinflussen. Als kantonale Aufsichtsbehörde hatte sie davon unabhängig und ohne Bindung an die Parteivereinbarungen aufgrund der gesetzlichen Möglichkeiten zu entscheiden. Auch auf die Berechnungsgrundlagen und damit die verschiedenen Schätzungen, welche für die Höhe der geforderten Abgaben massgebend sein sollten, hatte die Vorinstanz nicht einzugehen, da sie als kantonale Aufsichtsbehörde die angefochtene Pfändung und - wie das Betreibungsamt - keinesfalls die Begründetheit der zu vollstreckenden Forderung zu prüfen hatte (AMONN/WALTHER, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 9. Aufl. 2013, § 22 Rz. 38). Damit kann von einer Verletzung der Begründungspflicht durch die Vorinstanz keine Rede sein.