Citation: 8C_707/2021 E. 5.1

5.1. Das Bundesverwaltungsgericht schützte mit angefochtenem Urteil die im Rahmen des Ermessens der Suva getroffene Entscheidung, die Büroklasse 60F des Suva-Prämien- und -Grundtarifs leer zu lassen und die administrativen Tätigkeiten bei der Zuteilung des hier betroffenen Betriebs zur Risikogemeinschaft gemäss ausdrücklicher Bestimmung von Art. 18 Abs. 1 des Suva-Prämientarifs nicht zu berücksichtigen. Die Vorinstanz erkannte bereits im zweiten Rechtsgang, die Suva habe die neue Einreihung in die Klasse 49A unter Berücksichtigung der besonderen Betriebsverhältnisse auf die zutreffenden, hier anwendbaren rechtlichen Normen des Tarifs (Basissätze und Schwellwerte) abgestützt. Einzig die konkrete Berechnung der Prämiensätze sei damals dem Bundesverwaltungsgericht noch nicht klar gewesen, weshalb es die Sache zur rechtsgenüglichen Begründung an die Suva zurückgewiesen habe. Die Zuteilung in die Klasse 49A (Strassentransporte) beruhe auf der 2013 erhobenen Betriebsbeschreibung (vgl. E. 3.1 hievor). Seien die administrativen Tätigkeiten (53%) nach Art. 18 Abs. 1 des Suva-Prämientarifs für die Einreihung nicht zu berücksichtigen, habe die Suva korrekt auf den nächsthöheren Betriebsanteil von 20% abgestellt, welcher auf den Strassentransport von Gütern entfalle (vgl. E. 3.1 hievor). Die Suva habe innerhalb des ihr zustehenden grossen Ermessensspielraums die Einreihung betriebskonform und rechtsfehlerfrei vorgenommen und den Betrieb der Beschwerdeführerin zu Recht in die Klasse 49A (Strassentransporte) eingeteilt. Zwecks möglichst risikogerechter Festlegung der Prämien habe die Suva bei der Prämienbemessung gestützt auf Art. 24 Abs. 1 des Suva-Prämientarifs den besonderen Betriebsmerkmalen Rechnung getragen. Weil die bei der Zuteilung zur Risikogemeinschaft nicht ausschlaggebenden Betriebsmerkmale aus dem administrativen Tätigkeitsanteil den Schwellwert von 30% für Bürotätigkeiten und 15% für gewerbliche Tätigkeiten bei der Klasse 49A gemäss Anhang 5 des Suva-Prämientarifs überschritten hätten, habe die Suva diese Tatsachen anteilsmässig bei der Prämienbemessung berücksichtigt. Ausgehend von der Einreihung in die Risikogemeinschaft 49A DO (Strassentransporte von Gütern) in der BUV sowie 49A (Strassentransporte) in der NBUV mit den entsprechenden Basissätzen bestätigte das Bundesverwaltungsgericht - auf Tarifstufe gerundet - für die BUV einen Mischsatz von 1,695% (Stufe 92) und für die NBUV einen solchen von 1,395% (Stufe 88). Während dieser NBUV-Prämiensatz auch dem NBUV-Nettoprämiensatz entspreche, habe die Suva im vorinstanzlichen Verfahren wiedererwägungsweise den Mischsatz in der BUV unter tarifkonform angemessener Anpassung an das Bonus-Malus-System zutreffend auf den Nettoprämiensatz der Stufe 76 laut Suva-Grundtarif (0,777%) korrigiert.