Citation: 8C_184/2009 25.08.2009 E. 4.2

4.2.1 Bereits in seiner Einsprache vom 10. Dezember 2007 brachte der Beschwerdeführer vor, dass er (seit April 2007) jederzeit bereit und in der Lage gewesen sei, eine zumutbare Arbeit anzunehmen oder an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen, weshalb er vermittlungsfähig sei. Anlass zu weiteren Ausführungen in diesem Zusammenhang bestanden nicht, weil das beco den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung in seiner Verfügung vom 14. November 2007 unter Hinweis auf das Fehlen des Wohnens in der Schweiz gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG abgelehnt hatte. Mit Einspracheentscheid vom 8. Februar 2008 gelangte das beco zum Schluss, Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG sei nicht erfüllt. Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG wurde nicht mehr als Ablehnungsgrund erwähnt. In der dagegen erhobenen Beschwerde vom 1. März 2008 brachte der Versicherte vor, dass er permanent vermittlungsfähig im Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG gewesen sei, zumal sein einziges Ziel eine Anstellung und nicht die kostenintensive Absolvierung von Referendariaten gewesen sei. In dieser Eingabe wies er auch darauf hin, dass er mit der Direktion der Organisation Q.________ eine Vereinbarung getroffen habe, wonach er unverzüglich zu wichtigen Terminen in die Schweiz reisen und allenfalls das Praktikum zum Antritt einer Arbeitsstelle kurzfristig beenden durfte. Daneben ging er nochmals auf die Anspruchsvoraussetzung des Wohnens in der Schweiz gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG ein. 4.2.2 Mit dem angefochtenen Gerichtsentscheid vom 22. Januar 2009 wurde erstmals ausdrücklich - und zu Recht - eingeräumt, dass der Versicherte die Anspruchsvoraussetzung des Wohnens in der Schweiz gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG im Sinne eines Fortdauerns des gewöhnlichen Aufenthalts in der Schweiz während der Absolvierung des Referendariates in D.________, Frankreich, erfülle (siehe dazu: SVR 2006 ALV Nr. 24 S. 82, C 290/03). Die Anspruchsvoraussetzung wurde nunmehr einzig mit der Begründung verneint, der Beschwerdeführer wäre nicht bereit und in der Lage gewesen, das dreimonatige Auslandspraktikum vorzeitig abzubrechen, um eine Arbeitsstelle in der Schweiz anzutreten. Dabei stellte das kantonale Gericht schwergewichtig darauf ab, dass in der "Convention de Stage" die Möglichkeit eines vorzeitigen Abbruchs des Referendariates in D.________, Frankreich, nicht vorgesehen war, und ging davon aus, dass der Beschwerdeführer kein Interesse daran haben konnte, die Vollständigkeit seiner internationalen praxisorientierten Erfahrungen wegen der vorzeitigen Beendigung eines der zu leistenden Praktika leichtfertig aufs Spiel zu setzen.