Citation: 7B_190/2024 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin stellt sich zur Hauptsache auf den Standpunkt, die angefochtene Verfügung sei aus zwei Gründen nichtig. Einerseits habe das Richteramt Olten-Gösgen mit Nachentscheid vom 21. Dezember 2023 das Gesuch des Amts für Justizvollzug um Verlängerung der stationären Massnahme um zwei Jahre abgewiesen, weshalb die originär für drei Jahre angeordnete Massnahme am 13. Januar 2024 abgelaufen sei. Im Rahmen des Antrags um Verlängerung der Massnahme vom 28. Juli 2023 habe das Amt für Justizvollzug auch einen Eventualantrag auf Anordnung von Sicherheitshaft gestellt. Zu diesem Antrag habe sich das Richteramt Olten-Gösgen im Nachentscheid vom 21. Dezember 2023 nicht geäussert. Damit habe es den Antrag des Amts für Justizvollzug um Anordnung von Sicherheitshaft konkludent abgewiesen. Nachdem gemäss Art. 222 StPO einzig die verhaftete Person Entscheide über die Anordnung von Untersuchungs- und Sicherheitshaft anfechten könne, sei der Antrag des Amts für Justizvollzugs um Anordnung von Sicherheitshaft unzulässig und hätte die Vorinstanz darauf nicht eintreten dürfen. Andererseits sei gemäss Art. 364b Abs. 2 StPO ohnehin nicht die Vorinstanz, sondern entweder das zuständige Zwangsmassnahmengericht oder das Berufungsgericht zuständig gewesen für die Beurteilung eines Antrags auf Anordnung von Sicherheitshaft.