Citation: 9C_491/2023 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, obwohl der EGMR mit seinem Urteil Beeler klargemacht habe, dass er mit der Ungleichbehandlung von Mann und Frau resp. der Diskriminierung des Mannes in ähnlichen Fällen nicht einverstanden sei, werde er, der Beschwerdeführer, als Mann diskriminiert. Der Anspruch einer Frau auf eine Witwenrente entstehe unabhängig vom Alter der Kinder bei der Verwitwung resp. auch ohne Kinder, wenn sie bei der Verwitwung mindestens 45-jährig und fünf Jahre verheiratet gewesen sei. Das kantonale Gericht habe voreilige und voreingenommene Schlüsse zu seinem Familienleben gezogen, indem es beispielsweise angenommen habe, dass "höchstens noch für den Sohn ein wirtschaftlicher Unterhaltsbedarf bestehe" und "die wirtschaftliche Einbusse durch den Wegfall der Ehefrau im Betrieb des Witwers von vornherein nicht den Schutzbereich von Art. 8 EMRK beschlage". Er habe aufgrund des Hinschieds seiner Ehefrau eine erhebliche Veränderung in finanzieller und sozialer Hinsicht erfahren. Art. 8 EMRK beziehe sich auf die Gesamtheit der Lebenssituation und sei daher auf seinen Fall anzuwenden. Ausserdem kritisiert er die Übergangsregelung in den Mitteilungen Nr. 460. Sie sei willkürlich und unvollständig, weil sie keine Rückwirkung habe und das BSV für Männer, die vor dem 11. Oktober 2022 verwitweten und zu diesem Zeitpunkt (nur) volljährige Kinder hatten, keine Witwerrente statuiert habe. Ob die Beschwerde den (bezüglich Grundrechtsverletzungen erhöhten) Anforderungen an die Begründung (vgl. vorangehende E. 1) genügt, kann offenbleiben, wie sich aus dem Folgenden ergibt.