Citation: I 538/03 12.03.2004 E. 3

3.1 Dieser Betrachtungsweise ist beizupflichten. Wie Dr. med. S.________ in seinem psychiatrischen Gutachten vom 19. April 2000 ausgeführt hat, liess sich bei seiner Untersuchung vom 11. Februar 2000 keine schwerwiegende psychische Erkrankung feststellen. Dabei habe es sich um Persönlichkeitsfaktoren gehandelt, welche für sich genommen nicht als Krankheit gelten und im Allgemeinen auch keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirken würden, die aber unter Belastung im Sinne des Unfalles vom 17. März 1998 vorübergehend Krankheitswert erlangt hätten. Er attestierte daher eine lediglich vorübergehende Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen von 25 %, welche mit der Stabilisierung des somatischen Gesundheitszustandes nach Ablauf eines halben Jahres nicht fortbestanden habe. Diese Erkenntnis geht auch aus dem am 29. September 2000 von der Klinik Z.________ erstellten Austrittsbericht eindeutig hervor. Darin wurde hauptsächlich festgehalten, der Beschwerdegegner habe seit seinem zweiten Unfall eine Anpassungsstörung gekoppelt mit erhöhtem Alkoholabusus nach Arbeitsunfähigkeit, finanziellen Problemen sowie Problemen in der Ehe erlitten. Übermässiges Trinken sowie familiäre Probleme hätten sich im Anschluss an den zweiten Unfall gehäuft. Beim Austritt habe sich der Beschwerdegegner recht ausgeglichen und zuversichtlich gezeigt. Einer von der IV-Stelle nachträglich eingeholten Stellungnahme der Klinik Z.________ vom 11. Januar 2001 ist ferner zu entnehmen, dass im Zeitpunkt des Austritts eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit auf Grund der psychiatrischen Erkrankung während lediglich 14 Tagen vorlag. Der Versicherte hat der Verwaltung in einem Schreiben vom 13. Januar 2001 selber mitgeteilt, er befinde sich in keiner psychiatrischen Behandlung und wüsste auch nicht warum. 3.2 Da keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sich aus dem Gesagten in erwerblicher/wirtschaftlicher Hinsicht eine rentenbeeinflussende Änderung ergeben hat, hat die IV-Stelle dem Versicherten ab 1. Mai 1999 zu Recht eine halbe Invalidenrente zugesprochen.