Citation: 6B_97/2019 E. 4.2.4

4.2.4. Ein Verzicht auf eine Ersatzforderung bzw. die Herabsetzung einer solchen ist nach der Rechtsprechung gerechtfertigt, wenn der Betroffene vermögenslos oder gar überschuldet ist und sein Einkommen und seine übrige persönliche Situation nicht erwarten lassen, dass Zwangsvollstreckungsmassnahmen in absehbarer Zeit Erfolg versprechen. Herabsetzung oder Verzicht setzen aber bestimmte Gründe voraus, welche zuverlässig erkennen lassen, dass sich die ernsthafte Gefährdung der Resozialisierung durch Zahlungserleichterungen nicht beheben lässt und die Ermässigung der Ersatzforderung für eine erfolgreiche Wiedereingliederung des Täters unerlässlich ist (Urteil 6B_988/2017 vom 26. Februar 2018 E. 3.3 mit Hinweisen). Derartige Gründe sind im zu beurteilenden Fall nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer macht denn auch lediglich geltend, es sei nicht in der Lage, eine Ersatzforderung in der angeordneten Höhe zu bezahlen. Dass die Einbringlichkeit der Ersatzforderung angesichts der wirtschaftlichen Lage des Beschwerdeführers nicht gesichert ist, steht deren Anordnung indes nicht entgegen, zumal das Gesetz das Gericht nicht verpflichtet, bei Uneinbringlichkeit von einer Ersatzforderung abzusehen. Im Übrigen dient der Verzicht unter diesem Titel nicht dem Betroffenen, sondern soll lediglich den Behörden ersparen, Massnahmen in die Wege zu leiten, die von vornherein wenig Erfolg versprechen und nur Kosten verursachen. Im Vordergrund steht der Gedanke, dass derjenige, der die deliktisch erlangten Vermögenswerte bereits verbraucht bzw. sich ihrer entledigt hat, demjenigen gegenüber, der noch über dieselben verfügt, nicht besser gestellt sein soll (BGE 140 IV 57 E. 4.1.2; 123 IV 70 E. 3; je mit Hinweisen; Urteil 6B_988/2017 vom 26. Februar 2018 E. 3.4). Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.