Citation: 4C.294/2003 15.12.2003 E. A

A.a A.________ (Beklagter) ist deutscher Staatsangehöriger und verheiratet mit C.B.________, der Tochter von G.B. und H.B.________, ebenfalls deutsche Staatsangehörige. G.B. und C.B.________ sind Eigentümerinnen je einer Eigentumswohnung in C.________ (VS). Beide Wohnungen wurden von H.B.________ bar finanziert. Die beiden Wohnungen wurden durch die von D.________, einem Feriennachbarn der B.s in C.________, gehaltene D.________ Treuhand AG verwaltet. In diesem Rahmen eröffnete D.________ bei der Bank Y.________ (Klägerin) ein Konto, lautend auf "G.B.________, c/o Treuhand D.________ AG". G.B. und H.B.________ erteilten D.________ Vollmacht, sie "der Bank Y.________ gegenüber in jeder beliebigen Weise rechtsgültig zu vertreten". Insbesondere war der Bevollmächtigte befugt, "über die bei der Bank auf den Namen des Vollmachtgebers liegenden Titel und anderen Vermögenswerte sowie bestehenden Guthaben auf Konti, Sparheften usw. zu verfügen und Darlehen aufzunehmen...". Der Zweck des Kontos bestand in der Abwicklung der Kaufpreiszahlungen und der später anfallenden Kosten für die Verwaltung der Wohnungen. H.B.________ leistete an D.________ eine Reihe von Barzahlungen im Gesamtbetrage von anscheinend etwa Fr. 2 Mio., die jeweils diesem Konto gutgeschrieben wurden. Durch diese Art der Geschäftsabwicklung sollten auch der Besitz und die Finanzierung der Wohnungen vor den deutschen Ämtern verheimlicht werden. Korrespondenzen, Bankauszüge und Steuerrechnungen wurden aus demselben Grund nicht der Kontoinhaberin, sondern der D.________ Treuhand AG zugestellt. A.b Im Dezember 1990 unterzeichnete der Beklagte eine Vollmacht, worin er E.________ beauftragte und ermächtigte, auf seinen Namen eine Stockwerkeinheit in C.________ (Gbbl. Nr. ....) zum Preise von Fr. 645'000.- zu erwerben. Neben der Vollmacht unterzeichnete er die Pläne, den Baubeschrieb sowie die Ehrenerklärung für den Kauf der Ferienwohnung und liess die Dokumente dem beauftragten Notar übergeben. Gestützt darauf verurkundete dieser am 12. Dezember 1990 den Kaufvertrag. Der Beklagte wurde am 29. Januar 1991 als Eigentümer im Grundbuch eingetragen. Der Kaufpreis für die Wohnung des Beklagten wurde ebenfalls von H.B.________ über das von der D.________ Treuhand AG verwaltete Konto seiner Ehefrau bezahlt. Da die Mitglieder der Familie B.________ wegen der in diesem Zeitpunkt in Kraft stehenden gesetzlichen Restriktionen als Ausländer kein weiteres Grundeigentum in der Schweiz zu Ferienzwecken erwerben konnten, trat der damals noch unverheiratete Beklagte als ihr Strohmann und damit Treuhänder auf. Mit der Abwicklung des Geschäfts befasste er sich indessen kaum, war darüber schlecht informiert und hatte auch keinen Einblick in das von der D.________ Treuhand AG gehaltene Konto. Er unterzeichnete, was ihm von H.B. oder G.B.________ vorgelegt wurde oder wozu ihm diese rieten. Im Jahre 1991 unterzeichnete der Beklagte eine Vollmacht, mit der er F.________ ermächtigte, in seinem Namen und Auftrag eine Inhaberobligation mit Grundpfandverschreibung auf der Stockwerkeinheit in C.________ für einen Kreditbetrag von Fr. 500'000.-- zu errichten. Die Obligation wurde am 16. Dezember 1991 verurkundet und das Grundstück des Beklagten am 18. Dezember 1991 entsprechend belastet. Mit Generalvollmacht vom 2. Januar 1992 ermächtigte der Beklagte sodann D.________, "in seinem Namen und Auftrag folgende Rechtsgeschäfte vorzunehmen: Eröffnen von Bankkonti, insbesondere von Hypotheken, Festgeldanlagen und alle in diesem Zusammenhang stehenden Vorkehrungen zu treffen." Aufgrund der Vollmacht vom 2. Januar 1992 und auf Ersuchen von D.________ bewilligte die Bank Y.________ dem Beklagten am 13. Februar 1992 einen auf Fr. 300'000.- limitierten, durch die Inhaberobligation gesicherten Hypothekarkredit und eröffnete ein entsprechendes Hypothekarkonto auf dessen Namen. Im Auftrag von D.________ überwies sie alsdann den Kreditbetrag auf das Konto von G.B.________. Per 1. April 1994 liess D.________ den Kredit auf Fr. 350'000.- erhöhen und auch den zusätzlichen Betrag von Fr. 50'000.- auf das Konto von G.B.________ überweisen. Als Verwendungszweck der Kreditmittel wurde der Bank die Finanzierung des Erwerbs der Eigentumswohnung sowie von Autoabstellplätzen genannt. Der Abschluss der Kreditverträge und die Überweisung der Darlehenssummen auf das Konto von G.B.________ wurden dem Beklagten weder von D.________ noch von der Bank formell mitgeteilt, zumal alle Korrespondenzen und Kontoauszüge der Bank direkt der Treuhand D.________ AG zugestellt wurden. Die Darlehenszinsen für den Hypothekarkredit wurden jeweils dem Konto von G.B.________ belastet. A.c Ab dem Jahre 1995 wurden die Darlehenszinse nicht mehr regelmässig bezahlt. Nach erfolglosen Mahnungen kündigte die Klägerin daher den Hypothekarkredit auf den 30. September 1998. Am 6. Oktober 2000 leitete sie Betreibung auf Grundpfandverwertung ein. Der Beklagte erhob Rechtsvorschlag.