Citation: 5A_922/2013 E. 2.1

2.1. Diese Amortisationszahlung wurde offenbar ab 1972, als die Beschwerdegegnerin als Liegenschaftsverwalterin tätig war, hälftig geteilt. Im Zuge der Scheidung besorgte ab dem Jahr 2005 eine Liegenschaftsverwaltung die Buchhaltung und dabei wurden die Amortisationszahlungen nicht mehr berücksichtigt. Für das Jahr 2008 resultiert aus der Buchhaltung ein Gewinn von Fr. 64'210.25, ausmachend Fr. 32'105.15 pro Partei. Unter Abzug der Amortisation beläuft sich der Gewinn auf Fr. 54'210.25. Ausgehend von der Tatsache, dass gemäss Scheidungskonvention der Erlös aus den zu verkaufenden Liegenschaften hälftig zu teilen sein und sich dieser aus der Differenz des Kaufpreises abzüglich der verbliebenen Hypotheken berechnen wird, sowie in Auslegung der Scheidungskonvention, dass mit dieser eine finanzielle Gleichbehandlung der Parteien angestrebt werde, kamen beide kantonalen Instanzen zum Schluss, dass die Amortisation zu berücksichtigen sei und sich der Gewinn für das Jahr 2008 deshalb auf Fr. 54'210.25 belaufe, ausmachend Fr. 27'105.15 pro Partei. Während das Bezirksgericht zusätzlich die Verrechnung der in den Jahren 2005-2007 nicht berücksichtigten Amortisation im Umfang von Fr. 30'000.-- zulassen wollte, womit noch ein hälftiger Gewinn zugunsten der Beschwerdegegnerin von Fr. 12'105.15 resultieren würde, kam das Obergericht zum Schluss, dass nur die Amortisation aus dem Jahr 2008 berücksichtigt werden könne, weil die Jahre 2005-2007 Gegenstand einer früheren Klage gebildet hätten und die unterlassene bzw. in jenem Verfahren gar nicht thematisierte Berücksichtigung der jährlichen Amortisation von der res iudicata-Wirkung des Urteils des Bezirksgerichts Baden vom 17. Februar 2009 erfasst werde und deshalb eine nachträgliche Berücksichtigung unstatthaft sei.