Citation: U 184/05 24.10.2005 E. 2

Die Vorinstanz fasste alsdann die verschiedenen im Recht liegenden Arztberichte korrekt zusammen. Demgemäss waren bei der Versicherten zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung keinerlei sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkenden somatischen Unfallfolgen mehr auszumachen. Dies wird denn auch nicht in Frage gestellt. Bemängelt dagegen werden die weitergehenden Erwägungen des kantonalen Gerichts insoweit, als darin einerseits das Vorliegen eines massgeblichen psychischen Gesundheitschadens verneint und andererseits im Sinne einer Zusatzbegründung für den Fall einer vorhandenen psychischen Beeinträchtigung der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und einem derartigen Leiden verneint wird. 2.1 Im ersten Punkt beruft sich die Versicherte auf die Feststellung von Frau Dr. med. S.________ im von der Vorinstanz erfassten psychosomatischen Konsilium der Klinik B.________ vom 21. Mai 2003, wonach ein maladaptives Bewältigungsmuster mit Symptomausweitung (ICD-10: F54) ausgewiesen sei. Dabei übersieht die Beschwerdeführerin, dass nicht jede psychiatrische Erklärung eines Verhaltensmusters automatisch zu Leistungen der Unfallversicherung führt. Abgesehen davon, dass der geltend gemachte Gesundheitsschaden Unfallkausalität voraussetzt (Art. 6 UVG), muss er auch behandlungsbedürftig sein (Art. 10 Abs. 1 UVG) oder zumindest eine Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG bewirken (Art. 16 ff. UVG). Die letzten beiden Erfordernisse stellen die Ärzte der Rehaklinik im Austrittsbericht vom 11. Juni 2003 unter Bezugnahme auf das psychosomatische Konsilium ausdrücklich in Abrede und muten es damit der Beschwerdeführerin trotz der niedrigen Bewältigungsressourcen auch zu, bei Aufbietung allen guten Willens die bisherige Leistungsfähigkeit weiter verwerten zu können. Da sich dem Bericht von Frau Dr. med. S.________ nichts Gegenteiliges entnehmen lässt, erübrigen sich diesbezüglich Weiterungen. 2.2 Vielmehr kann uneingeschränkt auf die Erwägungen des kantonalen Gerichts verwiesen werden, welche auch bezüglich der Eventualbegründung überzeugen: Zusammengefasst erfüllt das (höchstens) mittelschwere, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegende Ereignis weder eines der von der Rechtsprechung zur Adäquanzbeurteilung bei psychischen Störungen ohne organisches Korrelat aufgestellten Kriterien (vgl. BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) in ausgeprägter Form, noch sind mehrere Kriterien in gehäufter Weise ausgewiesen. Der von der Beschwerdeführerin geforderte Verzicht auf eine Differenzierung zwischen somatisch und psychisch begründeter Beschwerden findet seine Rechtfertigung einzig bei Beschleunigungsmechanismen der Halswirbelsäule, Schädel-Hirntraumen oder äquivalenten Verletzungen (BGE 117 V 367 Erw. 6a in fine).