Citation: U 229/00 12.03.2001 E. 3

3.- Das kantonale Gericht hat im Wesentlichen erwogen, aufgrund der medizinischen Unterlagen stehe fest, dass das Unterschenkeloedem und damit die Einschränkung der Beweglichkeit des Sprunggelenkes links zumindest im Sinne einer Teilkausalität auf den Unfall zurückzuführen sei. Hingegen stünden weder die geklagten cerviko-brachialen Beschwerden resp. das halbseitige Schmerzsyndrom noch die geltend gemachten psychischen Störungen in einem rechtserheblichen Zusammenhang mit dem Unfall vom 10. Mai 1996. Unfallkausal sei somit einzig die Einschränkung der Gebrauchsfähigkeit des linken Beines. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit sodann sei auf die Einschätzung des Kreisarztes Dr. med. O.________ abzustellen, welche mit derjenigen im Austrittsbericht der Rehabilitationsklinik B.________ vom 19. November 1997 im Wesentlichen übereinstimme. Danach sei eine vorwiegend sitzende Tätigkeit und zwar ganztags und ohne Einschränkungen zumutbar. Soweit nach Dr. med. L.________ zusätzlich die "Möglichkeit zur Hochlagerung des linken Beines" gegeben sein müsse, könne dem nicht gefolgt werden, weil dieser Arzt selber darauf hinweise, er finde keine somatische Erklärung für die Ausschaltung des linken Beines (durch konsequentes Gehen an zwei Amerikanerstöcken, wobei das linke Bein kaum am Boden aufgesetzt wird) und diese auf den psychischen Gesundheitszustand zurückführe, welcher indessen nicht unfallkausal sei. Die von der SUVA zur Ermittlung des Invalideneinkommens herangezogenen Vergleichslöhne für 1997 gemäss der Dokumentation über die Arbeitsplätze (DAP) entsprächen vom Anforderungsprofil her der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. med. O.________, sodass darauf abgestellt werden könne. Daraus ergebe sich ein Invaliditätsgrad von weniger als 10 %. Zum gleichen Ergebnis führte, wenn für die Bestimmung des Invalideneinkommens von den Tabellenlöhnen gemäss den Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik ausgegangen und dabei ein leidensbedingter Abzug von 15 % in Anschlag gebracht werde. Den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung hat das kantonale Gericht schliesslich verneint, da insbesondere das Kriterium der Dauerhaftigkeit des Integritätsschadens nicht erfüllt sei. Der zweite Aufenthalt in der Rehabilitationsklinik B.________ habe gezeigt, dass das Oedem behandelt werden könne und sich bei konsequenter Therapie zurückbilde(te), sodass die Beweglichkeit des Fussgelenkes gesteigert werden könne und nur noch eine minimale Einschränkung verbleibe.