Citation: 9C_851/2016 E. 3

Die Vorinstanz erwog, die Ausgleichskasse habe ihre Beitragsforderung von Fr. 429'772.10 am 6. Mai 2014 zur Kollokation angemeldet, wobei solche Forderungen in der 2. Klasse kolloziert würden. Auf Anfrage der Ausgleichskasse hin habe das Notariatsinspektorat am 6. Juni 2014 mitgeteilt, die Dividendenschätzung in der 2. Klasse betrage 0 %. Mit Blick auf diese Mitteilung sei nicht zu beanstanden, dass die Ausgleichskasse davon ausgegangen sei, ihre Beitragsforderung könne nicht beglichen werden bzw. sie werde zu Schaden kommen. Das Vorbringen, die Schadenersatzverfügungen seien verfrüht erlassen worden, dringe daher nicht durch. Im Übrigen werde auch gemäss Kollokationsplan vom 3. Juni 2015 in der 2. Klasse voraussichtlich keine Dividende ausbezahlt. In masslicher Hinsicht sei die Schadenersatzforderung unbestritten und eine formelle bzw. faktische Organstellung der ins Recht Gefassten - mit Ausnahme von G.________ - sei gegeben. Weiter bejahte die Vorinstanz ein qualifiziert schuldhaftes Unterlassen der Organe sowie einen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem vorwerfbaren Verhalten und dem Schaden, worauf verwiesen wird.