Citation: M 1/05 29.04.2005 E. 2.2.2

2.2.2. Es trifft zu, dass der Beschwerdeführer laut Vermerk des Generalagenten vom 30. Dezember 2002 auf der «Produktionsstatistik Dezember 2002 der Firma R.________» im Jahr 2002 von der Gesamtproduktion von 4,757 Mio. Franken ca. 1,5 Mio. von der Generalagentur Graubünden erhalten hat. Mit Schreiben vom 26. Februar 2003 wies der Generalagent das BAMV einerseits darauf hin, dass im Geschäftsergebnis 2002, das «erstaunlich gut» gewesen sei, Provisionen von Kollektivgeschäften enthalten seien, die in den Jahren 1998 bis 2000 abgeschlossen wurden. Darüber hinaus seien dem Versicherten zwei Kollektivabschlüsse von der Organisationseinheit der Generalagentur A.________ aufgrund seines grossen Engagements zugeteilt worden. Entsprechend diesen Ausführungen kann als erstellt gelten, dass es sich bei den zugeteilten Abschlüssen nicht um eine Soziallohnkomponente, sondern eine Art Leistungsprämie oder Bonuszahlung handelt, sodass kein Anlass für einen Abzug vom zumutbarerweise erzielbaren Einkommen besteht. Sodann ist es wohl richtig, dass das 2000 erwirtschaftete Einkommen teilweise auf Geschäfte aus früheren Jahren zurück geht, weshalb daraus nicht ohne weiteres auf den Grad der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen (vgl. die Definition der Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 6 ATSG) geschlossen werden kann; der Grad der Arbeitsunfähigkeit, der für die Taggeldbemessung in der Militärversicherung entscheidend ist, bestimmt sich indessen, wie dargelegt, nicht aufgrund einer medizinisch-theoretischen Schätzung, sondern anhand der erwerblichen Auswirkungen der Teilarbeitsunfähigkeit. Damit sieht der Gesetzgeber selber von einer zeitlichen Kongruenz von Leistungsfähigkeit im bisherigen Beruf und Entlöhnung ab, was, wiewohl systemwidrig (MAESCHI, a.a.O., N 17 zu Art. 28 mit Hinweis), von den rechtsanwendenden Behörden hinzunehmen ist. Die vom Beschwerdeführer angestrebte Berücksichtigung des tatsächlichen Leistungsvermögens im bisherigen Beruf liefe demgegenüber auf eine gesetzwidrige Bestimmung des Arbeitsunfähigkeitsgrades hinaus. Mit der Vorinstanz ist demnach für die Ermittlung des Arbeitsunfähigkeitsgrades vom Lohn von Fr. 139'903.- auszugehen, den der Beschwerdeführer im Jahre 2002 tatsächlich erzielt hat und der als zumutbarer Verdienst anzurechnen ist.