Citation: 4A_295/2024 E. 3.2.2

3.2.2. Auch eine Rachekündigung, indem der Beschwerdeführer dafür bestraft worden wäre, dass er in guten Treuen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis geltend gemacht habe, liege nicht vor bzw. sei nicht erwiesen. Die weitere Rüge, ihm sei aufgrund wiederholter, aber berechtigter Kritik am Unternehmen gekündigt worden, sei verspätet und ohnehin unbegründet. Es fehle insbesondere am Nachweis eines Kausalzusammenhangs zwischen der behaupteten Kritik am Unternehmen und der Kündigung. Dieser erscheine unwahrscheinlich, da der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben während seiner gesamten mehrjährigen Anstellungsdauer wiederholt Kritik geübt habe. Ebenfalls ein unzulässiges Novum stelle das Vorbringen des Beschwerdeführers dar, die Kündigung sei seit 2020 heimlich vorbereitet worden, indem geplant worden sei, dass sein Vorgesetzter seine Projekte übernehme. Der Beschwerdeführer habe nicht dargelegt, weshalb er dies erst in der Berufungsschrift behauptet habe, zumal er von der Umorganisation bereits seit Oktober 2021 gewusst habe. Auch insoweit sei eine Missbräuchlichkeit mithin nicht erwiesen. Unbegründet sei schliesslich die Rüge, die Kündigung sei missbräuchlich, weil die Beschwerdegegnerin versucht habe, dem Beschwerdeführer eine verkürzte Kündigungsfrist "unterzuschieben" und weil sie Lohn- und Ferienansprüche ungerechtfertigt gekürzt habe. Ersteres habe die Beschwerdegegnerin umgehend korrigiert. Letzteres sei erst nach der Kündigung erfolgt und daher insoweit unbeachtlich.