Citation: 8C_59/2024 E. 5.2

5.2. Nachdem der RAD-Arzt Dr. med. C.________ die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit als nicht nachvollziehbar beurteilt hatte, nahm das BEGAZ am 11. März 2021 zur vorgetragenen Kritik Stellung. Die Gutachter wiesen dabei auf die Möglichkeit einer "Verschlimmbesserung" der Schmerzen nach drei LWS-Eingriffen hin. Sie räumten aber ein, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers aus rein orthopädischer Sicht durch die beiden (letzten) LWS-Eingriffe nicht derart verschlechtert habe, als dass daraus orthopädisch begründbar eine erhöhte Arbeitsunfähigkeit gegenüber dem Vorgutachten resultiere (100%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit). Die Ärzte empfahlen eine elektrophysiologische Abklärung der Nervenfunktion. Am 18. Januar 2022 äusserten sich die Gutachter zu den Ergebnissen der zwischenzeitlich durchgeführten neurologischen Abklärung. Sie hielten fest, es habe sich keine zusätzliche neurologische Pathologie feststellen lassen. Es bleibe deshalb bei der Einschätzung, dass unverändert von einer verminderten Belastbarkeit des Achsenskeletts für sämtliche mittelschweren und schweren Tätigkeiten auszugehen sei. Leichte wechselbelastende, vornehmlich sitzende und rückenadaptierte Tätigkeiten seien ab April 2020 nur noch halbtags zumutbar.