Citation: 2C_128/2024 E. 1.1

1.1. Auf dem Gebiet des Ausländerrechts ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide betreffend ausländerrechtliche Bewilligungen nur zulässig, wenn das Bundesrecht oder das Völkerrecht einen Anspruch auf die Bewilligung einräumt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario). Für das Eintreten genügt, wenn die betroffene Person in vertretbarer Weise dartut, dass potenziell ein solcher Anspruch besteht. Ob tatsächlich ein Aufenthaltsrecht besteht, ist eine materielle Frage und keine Eintretensfrage (BGE 147 I 268 E. 1.2.7; 139 I 330 E. 1.1). Der Beschwerdeführer macht in vertretbarer Weise geltend, aufgrund seiner ersten Ehe mit einer Schweizerin, welche mehr als drei Jahre gedauert habe, über einen Bewilligungsanspruch gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG (ab 1. Januar 2019: AIG; zum anwendbaren Recht vgl. E.3 unten) zu verfügen. Ausserdem beruft er sich in Bezug auf seinen minderjährigen Sohn, der in der Schweiz niederlassungsberechtigt ist, in vertretbarer Weise auf das Recht auf Achtung des Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK. Da auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 42, Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2, Art. 89 Abs. 1, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 BGG), ist auf die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einzutreten.