Citation: 8C_689/2022 E. 4.2.5

4.2.5. Ebenso wenig kann der Vorinstanz insofern gefolgt werden, als auch die Lohnhöhe des Beschwerdegegners von Fr. 97'500.- brutto jährlich (ab Januar 2018) belegen soll, dass diesem keine arbeitgeberähnliche Stellung zukomme. Selbst wenn damit sein monatliches Gehalt nicht über dem Durchschnitt eines "normalen Angestellten" liegen sollte, gilt es mit Blick auf die finanzielle Lage der Unternehmung vor Augen zu halten, dass als primäre Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2017 die Liquiditätserhaltung der GmbH und die Sicherung des Fortbestands der Unternehmung genannt wurden. Aus der festgesetzten Lohnhöhe kann daher im vorliegenden Kontext nicht abgeleitet werden, dass der Beschwerdegegner für den Kleinstbetrieb keine massgebliche Entscheidungsbefugnis im Sinne der Rechtsprechung besitzt.