Citation: 1C_515/2021 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz durfte ohne Bundesrechtsverletzung eine Baubewilligungspflicht für die Umnutzung eines bewilligten Speiserestaurants zu einer Bar zugrunde legen. Es erscheint aufgrund der Akten auch nicht als offensichtlich unrichtig, wenn die Vorinstanz vom Fehlen einer Baubewilligung für den Barbetrieb ausgegangen ist. Weiter verwirkt der Anspruch der Baubehörden auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands innerhalb der Bauzonen nach der Rechtsprechung grundsätzlich nach 30 Jahren (vgl. BGE 147 II 309 E. 4.1 mit Hinweisen). Diese Frist ist vorliegend noch nicht abgelaufen. Die Beschwerdeführerin beansprucht zwar eine kürzere Verwirkungsfrist und beruft sich sinngemäss auf Gutgläubigkeit. Dabei setzt sie sich aber nicht mit der Rechtsprechung auseinander, wonach sie sich eine fehlende Gutgläubigkeit von Rechtsvorgängern anzurechnen lassen hat (vgl. dazu die Urteile 1C_205/2019 vom 21. Februar 2020 E. 4.3; 1C_122/2016 vom 7. September 2016 E. 6.2.3; je mit Hinweisen). Im Übrigen durfte die Vorinstanz annehmen, dass die Voraussetzungen für die Anordnung eines Nutzungsverbots für den baurechtlich nicht bewilligten Barbetrieb angesichts des vorangehenden Verfahrensablaufs nicht allzu hoch sind. Bei einer summarischen Prüfung erweisen sich die Rügen der Beschwerdeführerin in der Hauptsache als wenig stichhaltig. Daher wäre ihre Beschwerde insoweit voraussichtlich abzuweisen gewesen, soweit darauf hätte eingetreten werden können. Im Hinblick auf die Kostenverlegung fehlen rechtsgenügliche Rügen (vgl. oben E. 1.3). Damit wird die Beschwerdeführerin im bundesgerichtlichen Verfahren kostenpflichtig und hat keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 66 und 68 BGG). Die Kostenverlegung nach dem Unterliegerprinzip entspricht auch jener nach dem Verursacherprinzip, weil die Beschwerdeführerin mit der nachträglichen Aufgabe des Betriebs den Grund für die Gegenstandslosigkeit des Rechtsmittelverfahrens gesetzt hat.