Citation: 2C_112/2021 E. 7.5

7.5. Die Vorwürfe waren zwar gewichtig, verloren aber dadurch an ihrer Schärfe, dass sie in einem Portrait von rund 50 Minuten erkennbar aus der "Opfersicht" von Adam Quadroni erhoben wurden und nur einen geringen Platz einnahmen; auch andere Personen wurden kritisiert, wobei auch bei ihnen lediglich der Hinweis erfolgte, dass sie sich nicht zu den Vorwürfen hätten äussern wollen. Gegenstand des Beitrags bildete nicht - wie etwa im Rundschaubeitrag "Fall Maudet: Die Spur des Goldes" (vgl. das Urteil 2C_778/2019 vom 28. August 2020) - der Betroffene selber (Orlando Zegg), sondern mit Adam Quadroni ein Dritter. Dessen Erlebtes sollte möglichst authentisch dargestellte werden. Diese für das Publikum erkennbar subjektive Ausrichtung des Beitrags - und die damit verbundene Reduktion auf die Sicht des von Adam Quadroni nach seinem Empfinden Erlebten - rechtfertigt es, den vorliegenden Fall anders zu behandeln als (etwa) den "Fall Maudet: Die Spur des Goldes" (Urteil 2C_778/2019 vom 28. August 2020).