Citation: 1D_4/2015 E. 2.2

2.2. Die POM hat in ihrem abschlägigen Entscheid erwogen, seit dem Einreichen des Gesuchs sei eine neue kantonalrechtliche Verfassungsbestimmung in Kraft getreten, die eine Einbürgerung von Personen ausschliesse, welche nicht über die Niederlassungsbewilligung verfügten. Da dieser Ausschlussgrund bei den Beschwerdeführerinnen vorliege, müsse ihr Einbürgerungsgesuch abgewiesen werden. Diese haben in ihrer Beschwerde an das Verwaltungsgericht die Anwendbarkeit des neuen Rechts bestritten und sich dabei in erster Linie auf das Rückwirkungsverbot und den Vertrauensgrundsatz berufen. Die Vorinstanz hat sich mit diesem Fragenkomplex nicht auseinander gesetzt, sondern eine Motivsubstitution vorgenommen, was grundsätzlich zulässig ist. Sie hat erwogen, eine Einbürgerung könne auch in Anwendung des alten Rechts nicht in Betracht fallen, da die Beschwerdeführerinnen von der Sozialhilfe abhängig seien und sich aus den Akten keine Hinweise auf besondere Umstände des Einzelfalls ergäben, wonach sich dieses Kriterium als nicht sachgerecht erweise. Mit diesem Aspekt würden sich diese in ihrer Rechtsmitteleingabe nicht auseinandersetzen.