Citation: 4C.339/2006 21.12.2006 E. 1

Vor Bundesgericht ist nicht umstritten, dass der Kläger nach der Entlassung aus dem Spital aufgrund seines Gesundheitszustandes "andere als maschinelle Tätigkeiten" hätte verrichten können. Der Kläger machte im kantonalen Verfahren geltend, seine Mutter habe seinen Chef noch am Unfalltag über den Unfall informiert, und er selbst habe, sobald er dazu in der Lage gewesen sei, seinen Chef telefonisch über seine teilweise Arbeitsunfähigkeit orientiert. Dieser habe ihm gesagt, er solle nach seiner Genesung, wenn er wieder Maschinen führen könne, zur Arbeit kommen. Den Beweis für ein solches Telefongespräch zwischen dem Kläger und seinem Chef erachtete die Vorinstanz nicht für erbracht. Gemäss den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz hat die Beklagte aber anerkannt, am Unfalltag ein Telefon der Mutter des Klägers erhalten zu haben. Diese habe gesagt, ihr Sohn sei am Sterben, und nachgefragt, was er zu sich genommen habe. Dies hielt die Vorinstanz indessen nicht für wesentlich, da die Mutter am Unfalltag noch keine Angaben zur Arbeitsunfähigkeit habe machen können. Das Fahrverbot sei dem Kläger erst nach drei Tagen, bei Spitalaustritt auferlegt worden. Es sei daher nicht erwiesen, dass der Kläger die Beklagte über seine angebliche Arbeitsunfähigkeit informiert habe. Nach vier Monaten habe die Beklagte das unbegründete Fernbleiben des Klägers nach dem Vertrauensprinzip als definitives Verlassen der Arbeitsstelle interpretieren dürfen, zumal der Kläger vertraglich verpflichtet gewesen wäre, ab dem ersten Tag seiner Abwesenheit ein Arztzeugnis beizubringen. Unter diesen Umständen liess die Vorinstanz offen, ob die Beklagte dem Kläger in Kenntnis seiner teilweisen Arbeitsunfähigkeit Arbeit zugewiesen hätte, wenn sich der Kläger nach dem Spitalaustritt zur Arbeit zurückgemeldet hätte.