Citation: 1C_140/2022 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz durfte aufgrund des Geschehensablaufs mit der erfolgten Scheidung kurze Zeit nach dem Einbürgerungsentscheid und der raschen Wiederverheiratung von der tatsächlichen Vermutung ausgehen, dass sich die Ehegatten bereits im Einbürgerungszeitpunkt auseinandergelebt haben könnten und ihre Ehe daher im Zeitpunkt der gemeinsamen Erklärung bzw. der Einbürgerung bereits nicht mehr intakt gewesen sei (vgl. BGE 135 II 161 E. 2; Urteil 1C_431/2020 vom 10. November 2020 E. 4.2 mit Hinweisen). Zu prüfen bleibt jedoch, ob die Vorinstanz in willkürfreier Würdigung der erhobenen Beweise auch zum Schluss kommen durfte, der Beschwerdeführer 1 habe nicht glaubhaft machen können, dass ein erst nach der Einbürgerung eingetretenes ausserordentliches Ereignis zum Scheitern der Ehe geführt habe oder aber, dass er die Schwere der ehelichen Probleme nicht erkannt hätte (vgl. E. 2.4 hiervor).