Citation: 6B_751/2021 E. 1.2.3

1.2.3. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer von einem Radarmessgerät erfasst wurde, worauf er seinen Personenwagen wendete und zur Radarmessanlage zurückfuhr, wo es zu einer Auseinandersetzung mit dem Polizisten kam. Das weitere Geschehen ist umstritten. Diesbezüglich erachtet die Vorinstanz die Äusserungen des Polizisten als detailreich, schlüssig und nachvollziehbar. Seine Aussagen seien ausführlich, jedoch keineswegs ausschweifend, und hätten sich während des ganzen Verfahrens nicht geändert. Der Polizist beschreibe widerspruchsfrei, dass er im Kastenwagen gesessen und ausgestiegen sei, als der Beschwerdeführer auf ihn zugekommen sei. Die Vorinstanz wertet als Realitätskriterium, dass der Polizist seine Gedankengänge während des Vorfalls beschrieb und dabei schilderte, er habe kurz überlegt, die Pistole zu ziehen. Der Beschwerdeführer sieht darin einen Hinweis, dass der Polizist zu Übertreibungen neigt. Wie die Vorinstanz überzeugend ausführt, verkennt der Beschwerdeführer, dass für die Aussagenwürdigung nicht relevant ist, ob ein Einsatz der Waffe verhältnismässig gewesen wäre. Entscheidend ist vielmehr, dass der Polizist sein eigenes Verhalten in keiner Weise beschönigte und von sich aus darlegte, was er beim Vorfall fühlte und dachte. Dass der Polizist seine Schilderungen mit inneren psychischen Vorgängen untermauert, wertet die Vorinstanz zu Recht als Realkennzeichen.