Citation: U 393/06 24.09.2007 E. 5

5.1 Zu untersuchen ist, ob die Beschwerdeführerin über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung hinaus an Gesundheitsschäden litt, welche in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem versicherten Unfall stehen. Ist die Frage zu bejahen, ist im Hinblick auf eine allfällige Adäquanzprüfung zu beurteilen, ob es sich dabei um objektiv feststellbare organische Gesundheitsschädigungen handelt. Die Beschwerdeführerin macht insbesondere geltend, sie leide unter den Folgen der Instabilität in den Kopfgelenken; daraus ergäben sich Reizungen des weichen (neurologischen) Gewebes, was zu ständigen muskulären Verspannungen führe und das Cervikobrachialsyndrom erkläre. Die Beschwerdegegnerin verneint demgegenüber ihre Leistungspflicht mit der Begründung, hinsichtlich der somatischen Beschwerden sei der Status quo sine ein Jahr nach dem Unfallereignis wieder erreicht worden. Sie stützt sich bei dieser Einschätzung insbesondere auf das Gutachten der medizinischen Begutachtungsstelle des Medizinischen Zentrums Römerhof (im Folgenden: MZR-Gutachten) vom 27. April 2004. 5.2 Das MZR-Gutachten nennt als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach Auffahrunfall vom 18. August 2002 mit geringem Cervikobrachialsyndrom rechts, Funktionsstörung am craniocervikalen Übergang; rezidivierendes lumbospondylogenes Syndrom mit pseudoradikulären Ausstrahlungen rechts, geringe Osteochondrose L5/S1 sowie Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.1; DD: Dissoziative Störung [ICD-10 F44.7]). Im rheumatologischen Teilgutachten wird ausgeführt, es liesse sich "eindeutig eine hochgradige Funktionsstörung des craniocervikalen Überganges zur Lateralflexion und Linksrotation nachweisen", was mindestens dem Charakter nach die von der Versicherten geschilderten Beschwerden cervikocranial erklären könne; die Ausstrahlungen in den rechten Arm könnten typischerweise durch die Palpation des Infraspinatus rechts reproduziert werden (referred pain-Symptomatic), jene in den seitlichen Gesichtsschädel durch die Palpation des Sternocleidomastoideus, was ebenfalls typisch sei. Dazu wird in der Folge im Gutachten angemerkt, die Befunde seien jedoch leichter Art und würden weder "das Ausmass der geschilderten Beschwerden, noch einen Grossteil der Symptomausweitungen und auch nicht deren Auswirkungen auf den Alltag" erklären. In der Zusammenfassung kommt der rheumatologische Gutachter schliesslich zum Ergebnis, das im Zeitpunkt der Begutachtung bestehende Beschwerdebild - sei nicht als unfallkausal zu interpretieren und aus rheumatologischer oder orthopädischer, also aus somatischer - Sicht bestehe wegen "fehlender biomechanisch bedeutsamer funktioneller Störungen und/oder schwerwiegenden Veränderungen aufgrund der bildgebenden Verfahren keine Einschränkung in den früher ausgeübten Tätigkeiten, ausser für häufiges Herumtragen schwerer Gegenstände oder mittlerer Gewichte in Vorhaltestellung der Arme im Gastgewerbe".