Citation: U 144/02 20.11.2002 E. A

Der 1949 geborene R.________ arbeitete seit 1988 bei der Firma F.________ AG als Sandstrahler/Reiniger von Industriekesseln und war damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 5. September 1992 stürzte er aus ca. 1,5 m Höhe auf einen Asphaltboden und zog sich dabei Rückenverletzungen (Wurzelläsionen L1 und L5 links) zu. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder). Vom 1. April bis 3. Oktober 1994 unternahm R.________ in seinem angestammten Betrieb während 2 bis 3 Stunden am Tag einen Arbeitsversuch für administrative Arbeiten. Die Invalidenversicherung richtete für diese "Umschulung" bzw. Einarbeitung Taggelder aus. Am 3. Oktober 1994 arbeitete der Versicherte letztmals bei der Firma F.________ AG. Mit Verfügung vom 7. Juli 1997 sprach die SUVA dem Versicherten eine Invalidenrente auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 75% und eines versicherten Jahresverdienstes von Fr. 70'563.- ab 1. Juli 1997 sowie eine Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 20% zu. In seinem Entscheid vom 30. September 1998 hob das vom Versicherten angerufene Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau den die Verfügung bestätigenden Einspracheentscheid vom 18. Februar 1998 in teilweiser Gutheissung einer Beschwerde auf und wies die Sache an die SUVA zurück, damit diese weitere medizinische Abklärungen über das vom Versicherten zumutbarerweise noch zu erzielende Invalideneinkommen und die Höhe der Integritätseinbusse vornehme; in Bezug auf die ebenfalls gerügte Bemessung des versicherten Verdienstes wies das Gericht die Beschwerde ab. In der Folge liess die SUVA bei Dr. med. S.________, Chefarzt der Klinik X.________, ein Gutachten einholen, welches dieser mit Datum vom 3. Mai 2000 erstattete. Am 2. Januar 1998 hatte R.________ einen ersten und während seiner diesbezüglichen Hospitalisation im Spital Y.________ am 5. Januar 1998 - anlässlich einer Untersuchung auf dem Ergometer - einen zweiten Infarkt mit Herzstillstand erlitten. Als Folge des Sturzes vom Fahrrad und/oder der Reanimationsbehandlung resultierten mehrere Rippenbrüche und eine Keilfraktur eines Brustwirbelkörpers. Die SUVA erliess am 23. Februar 2001 eine weitere Verfügung, mit welcher sie dem Versicherten eine 100%ige Invalidenrente in Form einer Komplementärrente ab 1. Juli 1997 bei einem versicherten Jahresverdienst von Fr. 70'563.- und eine - zusätzliche - Integritätsentschädigung von insgesamt 30% zusprach, wobei sie den Integritätsschaden an der Lendenwirbelsäule als Folge des Unfalles vom 5. September 1992 nebst der bereits abgegoltenen Einbusse von 20% auf 13,33% und denjenigen an der Brustwirbelsäule auf Grund des Ereignisses vom 5. Januar 1998 auf 16,66% schätzte. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 2. Mai 2001 fest.