Citation: 7B_72/2024 E. 2.1

2.1. Sie bringt zusammengefasst vor, die Straftaten, wegen derer der Beschwerdegegner am 26. August 2011 verurteilt und eine stationäre therapeutische Massnahme (Art. 59 StGB) angeordnet worden sei, seien geeignete Anlassdelikte für eine Verwahrung. Die mehrfache sexuelle Nötigung (Art. 189 Abs. 1 StGB) und die mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern (Art. 187 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) seien aufgrund ihrer Schwere und Intensität über die Auffangklausel von Art. 64 Abs. 1 StGB erfasst. Entgegen der Vorinstanz sei davon auszugehen, dass diese Erheblichkeitsschwelle in Bezug auf das Herausnehmen und anschliessende Frottieren des Geschlechtsteils des Geschädigten, während dieser gefesselt war, erreicht werde. Da auch die übrigen Voraussetzungen erfüllt seien, habe die Vorinstanz deshalb eine Verwahrung im Sinne von Art. 64 Abs. 1 StGB anordnen müssen. Sie rügt in diesem Zusammenhang auch, dass die Vorinstanz ihrer Begründungspflicht nicht nachgekommen sei.