Citation: 6B_808/2019 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, das Strafbefehlsverfahren verlange, dass die beschuldigte Person zum Strafbefehl Stellung nehme, indem sie diesen entweder in Rechtskraft erwachsen lasse, wenn sie mit ihm einverstanden sei, oder Einsprache erhebe, wenn sie eine Verurteilung nicht anerkenne. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei ein Revisionsgesuch als rechtsmissbräuchlich zu qualifizieren, wenn darin Tatsachen geltend gemacht würden, die der verurteilten Person von Anfang an bekannt waren und die sie im ordentlichen Verfahren hätte geltend machen können. Das Revisionsverfahren sei kein Ersatz für das ordentliche Rechtsmittelverfahren, auf das der Beschwerdeführer verzichtet habe. Im Falle fristgerechter Einsprache hätte das erstinstanzliche Gericht nach Abnahme und Würdigung der Beweise beurteilen können, ob hinsichtlich des dem Beschwerdeführer gemachten Vorwurfs ein rechtsgenügend erstellter Sachverhalt vorgelegen habe. Dass die A.________ AG ihre Strafanzeige später zurückgezogen habe, sei unerheblich, da dies nicht kausal für das Bestreiten der gegen ihn erhobenen Vorwürfe gewesen sei. Der Beschwerdeführer habe nach seinem eigenen Vorbringen ja gewusst, keinen Diebstahl begangen zu haben. Vielmehr habe er es sich selber zuzuschreiben, dass er nicht innert Frist Einsprache erhoben habe, und könne im Wege der Revision nicht nachholen, was er im ordentlichen Rechtsmittelverfahren verpasst habe. Ein derartiges Verhalten verdiene keinen Rechtsschutz, sondern sei als rechtsmissbräuchlich zu qualifizieren. Dies gelte auch dann, wenn die Staatsanwaltschaft zu seinen Gunsten ein Revisionsgesuch gestellt habe.