Citation: 1C_435/2022 E. 4.5.1

4.5.1. Gegenstand des Urteils 1C_632/2018 vom 16. April 2020 (teilweise publiziert in BGE 146 II 289) bildete eine Zonenplanrevision. Das Bundesgericht anerkannte die Beschwerdeberechtigung der beschwerdeführenden Organisation, weil ihre Rügen in Zusammenhang mit einer Gesamtrevision der kommunalen Nutzungsplanung standen, die eine erhebliche Umverteilung der Baugebiete mit sich brachte, deren Konformität mit dem Bundesrecht durch die Beschwerdeführerin in Frage gestellt wurde. In einem solchen Kontext sei es kaum vorstellbar, im Rahmen des Eintretens für jede Parzelle einzeln zu prüfen, ob diese neu in eine Bauzone eingeteilt werde oder nicht und von der beschwerdeführenden Organisation den Nachweis dafür zu verlangen. Vorliegend ist jedoch ein räumlich eng beschränkter Sondernutzungsplan angefochten und nicht die Gesamtrevision eines Zonenplans. Die Situationen sind somit nicht miteinander vergleichbar, zumal im fraglichen Urteil - anders als in der Gemeinde St. Margrethen - nicht einmal ein Zonenplan vorhanden war, welcher unter der Geltung des RPG erlassen worden war.