Citation: 9C_378/2020 E. 5.4.2

5.4.2. Daraus folgt mit den Beschwerdeführern, dass der Ausgang des ausländerrechtlichen Prozesses an der grundsätzlichen Rechtmässigkeit des Aufenthalts der Beschwerdeführerin 2 in der Schweiz während des entsprechenden Verfahrens nichts zu ändern vermag. Einer nachträglichen Anpassung der EL-Berechnungsgrundlage und allfälliger Rückforderungen von Leistungen bedarf es so oder anders nicht. Ein unmittelbarer Konnex zwischen den beiden Verfahren ist daher zu verneinen, wodurch ein zureichender Grund für eine Sistierung des Einspracheverfahrens der Beschwerdegegnerin entfällt (vgl. E. 3.2 vorne). Kein anderes Ergebnis resultiert überdies aus Art. 5 Abs. 1 Satz 1 ELG, wonach Ausländerinnen und Ausländer nur Anspruch auf EL haben, wenn sie sich rechtmässig in der Schweiz aufhalten. Die verfügte Sistierung des EL-Einspracheverfahrens stellt somit eine Verletzung des Beschleunigungsgebots dar und ist folglich - einschliesslich des diesen bestätigenden vorinstanzlichen Nichteintretensentscheids - aufzuheben verbunden mit der Anweisung an die Beschwerdegegnerin, das EL-Einspracheverfahren beförderlich wieder an die Hand zu nehmen. Vor diesem Hintergrund kann offen bleiben, ob die nachträglich eingereichte Bestätigung des Migrationsdienstes vom 3. Juli 2020 novenrechtlich (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG) überhaupt zulässig ist.