Citation: 8C_877/2017 E. 6.3

6.3. Soweit der Versicherte eine Diskrepanz bezüglich der Beweiswürdigung des Berichtes von Frau Dr. med. K.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 15. März 2013 geltend macht, lässt sich dieser angebliche Widerspruch ohne Weiteres auflösen: Diese Ärztin hält fest, aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit bezogen auf das Leistungsniveau. Dies schliesst nicht aus, dass sie insgesamt ein 80 %-Pensum als zumutbar erachtete und innerhalb dieses 80 %-Pensums von einer vollen Leistungsfähigkeit ausging. Weiter ist auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Bericht des Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 21. April 2015 als "Parteinahme" bezeichnete. Denn einerseits ist nach konstanter Rechtsprechung bei behandelnden Ärzten das Vertrauensverhältnis zu den Patienten mitzuberücksichtigen, was im Zweifel dazu führt, dass auf deren Berichte nicht entscheidend abgestellt werden kann (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470). Andererseits sind die Aussagen des Dr. med. L.________ in seinem Bericht vom 21. April 2015 nicht rein objektiv, sondern erscheinen wie die Argumentation eines Parteivertreters, welcher das Gutachten des Dr. med. D.________ im Hinblick auf seinen Beweiswert zu zerpflücken versucht. Dies alles führt zu einer Nichtbeachtung des entsprechenden Berichtes oder zumindest zu einer erheblichen Schmälerung seines Beweiswerts (SVR 2016 UV Nr. 27 S. 89 E. 4.2, 8C_448/2015).