Citation: 6B_331/2020 E. 1.1

1.1. Die Beschwerdeführerin beanstandet die vorinstanzliche Beweiswürdigung in mehrfacher Hinsicht und rügt diese als willkürlich. Sie macht geltend, die Feststellung der Vorinstanz, wonach in den Aussagen von B.________ verschiedene Realkennzeichen fehlen würden, sei unzutreffend und aktenwidrig. Vielmehr seien deren Aussagen äusserst glaubhaft und wiesen sehr viele Realkennzeichen auf. Die Beschwerdeführerin verweist in diesem Zusammenhang auf verschiedene Stellen in den Aussageprotokollen. Weiter nehme die Vorinstanz zu Unrecht an, dass die Aussagen von B.________ durch Suggestion beeinflusst worden seien. Ihren Aussagen könne entnommen werden, dass sie ihre Erinnerungen an den Vorfall bereits wiedererlangt gehabt habe, bevor sie davon ihrem Psychiater bzw. der Opferberatungsstelle erzählt habe. Aus dem Umstand, dass B.________ vor der Anzeigeerstattung mit einem Psychiater und der Opferberatungsstelle über das Vorgefallene gesprochen habe, könne keine Suggestion abgeleitet werden und die Annahme widerspreche in stossender Weise dem Gerechtigkeitsempfinden. Zudem müsse dem renommierten Psychiater bekannt sein, dass das Hervorrufen suggerierter Aussagen kontraproduktiv für seine Patientin wäre. Auch bei der Opferberatungsstelle handle es sich um eine Institution mit Erfahrung. Die behauptete Suggestion stelle lediglich eine Annahme der Vorinstanz dar. Man könne nicht stets dann, wenn das Opfer vor einer Anzeige externe Hilfe in Anspruch nehme, Suggestion annehmen. Schliesslich habe die Vorinstanz den Arztbericht vom 4. April 2016 sowie eine WhatsApp-Nachricht, die wie ein Schuldeingeständnis des Beschwerdegegners wirke, ungewürdigt gelassen und damit die Beweise einseitig zulasten von B.________ gewürdigt.