Citation: 1C_253/2022 E. 6.1

6.1. Die Entfernung der betreffenden Mauer vom Dorfbach beträgt gemäss den von der Vorinstanz für das Bundesgericht verbindlich festgestellten und von den Beschwerdeführerenden in dieser Hinsicht nicht bestrittenen Sachverhalt ca. 6,75 m ab Gewässermitte. Damit liegt die Mauer innerhalb des übergangsrechtlichen Gewässerraums von 22 m (vgl. Abs. 2 lit. a der Übergangsbestimmungen zur Änderung der GSchV vom 4. Mai 2011), was ebenfalls unbestritten ist. Nebst der Erstellung standortgebundener, im öffentlichen Interesse liegender Anlagen wie Fuss- und Wanderwegen, Flusskraftwerken oder Brücken kann die Behörde im Gewässerraum namentlich die Erstellung zonenkonformer Anlagen in dicht überbauten Gebieten bewilligen, sofern keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 41c Abs. 1 lit. a GSchV). Gemäss Art 41c Abs. 5 GSchV sind Massnahmen gegen die natürliche Erosion der Ufer des Gewässers nur zulässig, soweit dies für den Schutz vor Hochwasser oder zur Verhinderung eines unverhältnismässigen Verlustes an landwirtschaftlicher Nutzfläche erforderlich ist.