Citation: 2C_788/2018 E. 4.2.4

4.2.4. Der Beschwerdeführer mag es im Hinblick auf einen allenfalls problematischen Neuanfang in seiner Heimat vorziehen, in der Schweiz verbleiben zu können, doch erfüllt auch dies nicht die Voraussetzungen von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG: Es droht ihm keine soziale oder berufliche Ächtung, zumindest hat er eine solche nur behauptet, indessen nicht glaubhaft gemacht. Die Rückkehr in Lebensverhältnisse, die im Herkunftsland allgemein üblich sind, stellt nach der Rechtsprechung keinen wichtigen persönlichen Grund dar, welcher eine weitere Anwesenheit in der Schweiz gebieten könnte (vgl. das Urteil 2C_339/2018 vom 16. November 2018 E. 9.3). Der blosse Umstand, dass die Sicherheits- oder Wirtschaftslage in der Schweiz besser ist als im Heimatstaat, erfüllt die Vorgaben nach Art. 50 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Absatz 2 AIG nicht, auch wenn der Betroffene in der Schweiz integriert erscheint, allenfalls eine Landessprache relativ gut spricht, eine Arbeitsstelle hat und nicht straffällig geworden ist (Urteile 2C_339/2018 vom 16. November 2018 E. 9.3; 2C_578/2011 vom 1. Dezember 2011 E. 3.3 und 2C_467/2012 vom 25. Januar 2013 E. 2.3).