Citation: 7B.246/2001 15.01.2002 E. 5

5.- Für den Fall, dass im Schreiben des Betreibungsamtes vom 13. März 2001 eine formgültige Verfügung zu erblicken sein sollte, macht der Beschwerdeführer in den die Entscheide SK 01 124 und SK 01 125 betreffenden Beschwerden geltend, der angeordnete Widerruf des Verlustscheins sei nichtig. Die Vorinstanz hat diesen Einwand verworfen. a) Im Betreibungsverfahren ergangene Verfügungen sind nichtig, wenn sie gegen Vorschriften verstossen, die im öffentlichen Interesse oder im Interesse von am Verfahren nicht beteiligten Personen erlassen worden sind (Art. 22 Abs. 1 SchKG). Ob eine nichtige Betreibungshandlung vorliege, prüft auch die erkennende Kammer von Amtes wegen, unabhängig davon, ob jene mit rechtzeitig erhobener Beschwerde angefochten worden ist oder nicht (dazu BGE 121 III 142 E. 2 S. 144 mit Hinweis). b) Seine Auffassung, die Aufhebung des Verlustscheins sei nichtig, begründet der Beschwerdeführer im Wesentlichen damit, dass die Verfügung vom 21. November 2000, womit der Beschwerdegegner unter Androhung der Ausstellung eines Verlustscheins zur Zahlung eines Kostenvorschusses von 10'000 Franken aufgefordert worden ist, in Rechtskraft erwachsen sei. Da der Kostenvorschuss innert der darin festgesetzten Frist nicht geleistet worden sei, habe das Betreibungsamt zu Recht einen Verlustschein ausgestellt. Die beiden Zahlungsaufforderungen vom 19. Dezember 2000 und vom 5. Februar 2001 wie auch der Widerruf des Verlustscheins seien unter den gegebenen Umständen unbeachtlich. Die Verfügungen verstiessen gegen Art. 17 Abs. 2 und 4 wie auch gegen Art. 33 Abs. 4 SchKG. Diese Vorbringen sind unbehelflich: Der Beschwerdeführer verkennt, dass nach der von ihm angerufenen Rechtsprechung der Widerruf einer Verfügung durch das Betreibungsamt selber nur dann nichtig ist, wenn er vom Amt erst nach Einreichung seiner Vernehmlassung in einem hängigen Beschwerdeverfahren angeordnet worden ist, und zwar deshalb, weil auf Grund des Devolutiveffekts der Beschwerde dem Amt die entsprechende Zuständigkeit entzogen ist (BGE 97 III 3 E. 2 S. 5 f. mit Hinweis). Dieser Tatbestand ist hier nicht gegeben. Ins Leere stösst ebenso die Berufung auf Art. 33 Abs. 4 SchKG, ist doch der Beschwerdegegner nicht etwa zu einer nachträglichen Beschwerde zugelassen worden. Dass die Abänderung(en) der Kostenvorschussverfügung vom 21. November 2000 und der Widerruf des Verlustscheins nichtig wären, vermag der Beschwerdeführer mithin nicht darzutun. Hinweise für eine Nichtigkeit sind auch sonst nicht zu erkennen. Die beanstandeten Verfügungen hätten demnach einzig mit fristgerecht eingereichter Beschwerde angefochten werden können.