Citation: 4A_583/2017 E. 2.2.3

2.2.3. Der Beschwerdeführer wendet sich sodann gegen den Vorwurf des Schiedsgerichts, er habe sich prozessual wider Treu und Glauben verhalten, da er vor Bezirksgericht Meilen im Widerspruch zu seinem Standpunkt im Verfahren vor dem Schiedsgericht ausgeführt habe, das Schiedsgericht sei für den erforderlichen Abrechnungsprozess betreffend die fälligen Honorarforderungen zuständig. Er behauptet, das Schiedsgericht lasse damit den Kontext seiner Äusserungen ausser Acht, zitiere ihn entsprechend falsch und verstosse gegen die Dispositionsmaxime mit Zitaten von Äusserungen, auf die sich keine der Parteien berufen habe. Er rügt als Verletzung des rechtlichen Gehörs, das Schiedsgericht habe ihn nicht angehört, bevor es ihm seine Äusserungen im bezirksgerichtlichen Verfahren vorgehalten habe. Ausserdem rügt er als Ungleichbehandlung der Parteien im Sinne von Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG, dass das Schiedsgericht entsprechende Äusserungen der Gegenpartei, mit denen diese vor Bezirksgericht im Gegensatz zum Standpunkt vor Schiedsgericht ein enges Verständnis der Schiedsklausel befürwortet habe, nicht berücksichtigte. Das Schiedsgericht hat den Beschwerdeführer auf seinem Standpunkt vor Bezirksgericht Meilen behaftet, in der Folge jedoch in Rz. 89-93 seine Zuständigkeit zur Beurteilung des Rechtsbegehrens (1) mit Einschluss des Eventualantrags und in Rz. 123/124 seine Zuständigkeit zur Beurteilung von Rechtsbegehren (10) nicht mit diesem Verhalten begründet. Es ist daher entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht ersichtlich, inwiefern die entsprechende Erwägung für die Beurteilung der Zuständigkeit erheblich sein könnte.