Citation: 8C_578/2019 E. 4.2

4.2. Stichhaltig ist indessen die Rüge, wonach die Vorinstanz im vorliegenden Kontext die rechtlichen Voraussetzungen einer Rentenerhöhung nach Art. 17 ATSG nicht beachtet hat. Mit der IV-Stelle liess das kantonale Gericht ausser Acht, dass bei einer rückwirkend zugesprochenen abgestuften oder befristeten Rente analog der Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 88a IVV) vorzugehen ist (BGE 133 V 263 E. 6.1 S. 263; 131 V 164 E. 2.2 S. 165). Dies weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist, die gleichzeitig mitzuberücksichtigen ist. Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (Urteil 8C_458/2017 vom 6. August 2018 E. 2 mit Hinweisen). Die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung kann auch ohne wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes eine Rentenrevision rechtfertigen. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10 f. mit Hinweisen).