Citation: 1C_232/2017 E. 4.1

4.1. Das Bundesverwaltungsgericht verneinte das Vorliegen eines Vertrauenstatbestands und wies den Beweisantrag der Beschwerdeführerin auf Einvernahme der Mitglieder des Bundesverwaltungsgerichts in antizipierter Beweiswürdigung ab : Es sei nicht anzunehmen, dass der Beschwerdeführerin bei ihrer Anstellung als Präsidentin der ESchK10 oder zu einem späteren Zeitpunkt von der Gerichtsdelegation zugesichert worden sei, ein Taggeld von Fr. 800.-- beanspruchen zu können. Jedenfalls aber hätte eine solche Zusicherung der klaren Regelung der KostenV widersprochen, weshalb die Beschwerdeführerin die Fehlerhaftigkeit einer solchen Aussage hätte erkennen müssen und nicht darauf hätte vertrauen dürfen. Ohnehin sei bei der Einstellung noch nicht klar gewesen, dass die Beschwerdeführerin vollständig auf ihre Anwaltstätigkeit verzichten werde. Auch aus späteren Schreiben der Aufsichtsdelegation und deren Nichteinschreiten gegen die Abrechnung des höheren Taggeld- bzw. Stundensatzes könne keine Vertrauensgrundlage abgeleitet werden, habe die Beschwerdeführerin doch in der interessierenden Zeitspanne nie unmissverständlich mitgeteilt, dass sie ihre Anwaltstätigkeit gänzlich aufgegeben habe.