Citation: 5A_24/2016 E. 3.5.2

3.5.2. Der Beschwerdeführer übersieht ein Weiteres: Was die Wahl der zweistufigen Methode zur Berechnung des nachehelichen Unterhalts angeht, ergibt sich aus den vorinstanzlichen Erwägungen keine Annahme in dem Sinne, dass die Eheleute schon während des Zusammenlebens ihr ganzes Einkommen verbraucht hätten oder dass eine allfällige Sparquote den scheidungsbedingten Mehrkosten zum Opfer fiele. Vielmehr fusst der angefochtene Entscheid auf der Überlegung, dass die Mittel, die vor der Trennung für den Unterhalt der Kinder benötigt wurden und nun frei geworden sind, nicht als künftige Sparquote bei der Teilung des Überschusses berücksichtigt werden, sondern beiden Ehegatten gleichermassen zufliessen sollen, und dass dem mit der zweistufigen Methode "ohne weiteres Rechnung getragen werden" könne, dieses Ziel bei Anwendung der konkreten Berechnungsmethode hingegen in stossender Weise unberücksichtigt bliebe (s. E. 3.1.3). Inwiefern sich dieser Schluss nicht mit dem Bundesrecht verträgt, vermag der Beschwerdeführer nicht zu erklären. Im Wesentlichen begnügt er sich mit Erörterungen darüber, weshalb die zweistufige Methode bei den konkret gegebenen Einkommensverhältnissen nicht zur Anwendung kommen könne (s. E. 3.2.2). Im Übrigen wendet er ein, dass die tatsächliche Vermutung betreffend die Verwendung der Mittel, die nach der wirtschaftlichen Selbständigkeit der Kinder frei werden, lediglich auf Ehen anwendbar sei, in denen während des gesamten Zusammenlebens keine Sparquote vorhanden war (E. 3.2.3). Auch dieser Sichtweise kann nicht gefolgt werden. Zwar verweist das Bundesgericht im fraglichen Entscheid darauf, dass gemäss der dortigen Vorinstanz für die Zeit des ehelichen Zusammenlebens von knapp dreissig Jahre nicht von einer nennenswerten Sparquote gesprochen werden könne (BGE 134 III 577 E. 4 S. 580). Zugleich betont es aber, dass den Gerichten bei der Unterhaltsfestsetzung ein weites Ermessen und damit auch eine relativ grosse Freiheit in der Gewichtung der relevanten Kriterien gemäss Art. 125 Abs. 2 ZGB zukomme (a.a.O.). Diese Erkenntnis stellt der Beschwerdeführer zu Recht nicht in Frage. Er äussert er sich aber auch nicht dazu, inwiefern die hiesige Vorinstanz dieses Ermessen überschreitet oder missbraucht (vgl. E. 2), wenn sie die zitierte Rechtsprechung auf den hier zu beurteilenden Fall überträgt, wo eine monatliche Sparquote von Fr. 550.-- unbestritten ist und sich der Streit allein darum dreht, ob über diesen Betrag hinaus frei werdende Mittel angespart oder für den Lebensunterhalt verbraucht worden wären.