Citation: 8C_447/2017 E. 4.2.2

4.2.2. Weiter ergibt sich aus der Darstellung des Gerichtsgutachters, wie die Vorinstanz richtig ausführt, dass die Beschwerdegegnerin nach dem traumatisierenden Ereignis 2007 versuchte, ihr früheres Leben rasch wieder zurückzugewinnen. Dies schien ihr von aussen betrachtet auch gelungen zu sein, als sie im November 2009 wieder ihre Vollzeit-Erwerbstätigkeit bei der B.________ Ltd. aufnehmen konnte, in der Lage war, ihre Geschichte einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und eine Einzelunternehmung zu gründen. Allerdings zeigen sowohl die Schilderungen des Gerichtsgutachters als auch die Berichte der behandelnden Psychotherapeutin, dass dies die Beschwerdegegnerin sehr viel Kraft kostete und sie sich dabei teilweise auch überforderte. Dr. med. G.________ hält sodann fest, dass sich die PTBS nie vollständig zurückgebildet habe und insbesondere auch im Zeitraum vom 2009 bis 2014 (bzw. bis zum Begutachtungstermin 2016) eine unterschiedlich ausgeprägte, beeinträchtigende, nicht kontrollierbare unfallbedingte Symptomatik bestanden habe, was bei einer PTBS nicht ungewöhnlich sei. Dass die Beschwerdegegnerin seit dem schweren Unfallereignis zeitweise in einem Voll- oder Teilzeitpensum erwerbstätig war (bzw. Arbeitslosentaggelder bezog), steht daher der Annahme einer mindestens teilweisen Arbeitsunfähigkeit in der Zeit vom 5. November 2009 bis 31. März 2014 nicht grundsätzlich entgegen.