Citation: 8C_603/2023 E. 4.2.5

4.2.5. Wenn die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität nicht auf den angestammten Beruf zurückgreifen kann, rechtfertigt sich die Anwendung von LSE-Kompetenzniveau 2 nur dann, wenn sie über besondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt (SVR 2022 UV Nr. 47 S. 188, 8C_156/2022 E. 7.2 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer absolvierte von 2000 bis 2004 die Lehre als Bauzeichner, arbeitete danach aber nicht als solcher. Schon damals betrieb er parallel im Nebenerwerb eine Autowerkstatt. Eine Ausbildung als Automechaniker machte er nicht, sondern er brachte sich diese Tätigkeit selber bei, wobei er Erfahrungen in verschiedenen Garagen sammelte. Ab 1. März 2017 arbeitete er selbstständig im Hauterwerb als Automechaniker mit Spezialisierung auf die Aufrüstung von Rennwagen. Zur Begründung führte er aus, dies sei aufgrund der vielen Aufträge und des grossen Kundenstamms möglich geworden (vgl. Berichte der Suva vom 11. April 2017 und 25. Dezember 2017; vorinstanzliche Beschwerde S. 4 Ziff. 2). Aufgrund dieser Tätigkeiten und insbesondere der Fähigkeit zum erfolgreichen Aufbau eines eigenen Geschäfts verfügt der Beschwerdeführer neben handwerklicher Kompetenz über Erfahrung als Betriebsleiter mit Administrativaufgaben und damit über besondere Fertigkeiten und Kenntnisse, die auch ausserhalb des Garagegewerbes nutzbar sind. Somit ist die Heranziehung des Kompetenzniveaus 2 nicht bundesrechtswidrig (vgl. auch SVR 2022 UV Nr. 47 S. 188, 8C_156/2022 E. 7.3; Urteil 8C_273/2021 vom 2. November 2021 E. 5.4.1). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt im Kompetenzniveau 2 beinhaltet zweifellos genügend Arbeitsstellen, die dem von Dr. med. C.________ beschriebenen Zumutbarkeitsprofil entsprechen.