Citation: 8C_424/2023 E. 4

Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, eine Übergangsrente rechtfertige sich ausschliesslich, wenn die Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung den Invaliditätsgrad rechtserheblich zu senken vermöchten. Die Invalidenversicherung habe die beruflichen Massnahmen per August 2019 eingestellt. Die privat finanzierte Umschulung stünde der Zusprache einer definitiven Invalidenrente nicht entgegen und ein erfolgreicher Abschluss derselben sei im Rahmen einer Rentenrevision zu berücksichtigen. U.a. weil der Beschwerdegegner zwischenzeitlich noch weitere Unfälle mit Verletzung der Knie erlitten habe, sei die Umschulung zum Baumpflegespezialisten jedoch nicht erfolgreich verlaufen, weshalb die Invalidenversicherung erstmals wieder mit Schreiben vom 24. Juni 2022 Unterstützung in Form von Berufsberatung geleistet habe. Seit August 2019 und auch noch ab September 2021 seien hingegen keine konkreten Eingliederungsmassnahmen durch die Invalidenversicherung erfolgt. Entgegen der Vorinstanz sei dannzumal auch kein Entscheid der Invalidenversicherung über die berufliche Eingliederung des Beschwerdegegners ausstehend gewesen, nachdem diese vielmehr die Finanzierung der Umschulung zum Baumpflegespezialisten klar abgelehnt gehabt habe. Die Voraussetzungen einer Übergangsrente seien damit nicht erfüllt gewesen, weshalb der gegenteilige Schluss der Vorinstanz Bundesrecht verletze.