Citation: 2C_805/2019 E. 3

Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe mit Eingabe vom 12. November 2015 eine Rechtsverweigerungsbeschwerde erhoben. Dabei habe er die Feststellung beantragt, dass die Aufsichtskommission eine Rechtsverweigerung begangen habe, und verlangt, dass der Aufsichtskommission zu untersagen sei, im Rahmen des Disziplinarverfahrens an einer mündlichen Verhandlung Befragungen zu seinem Privatleben vorzunehmen. Mit Eingabe vom 1. Dezember 2015 habe der Beschwerdeführer sein Desinteresse an der Behandlung seiner Rechtsverweigerungsbeschwerde und seines Antrags auf Erlass einer einstweiligen Verfügung erklärt. Damit habe der Beschwerdeführer seine Beschwerde zurückgezogen. Beim Rückzug der Beschwerde sei das Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben (vgl. E. 1.2 des angefochtenen Urteils). Grundsätzlich sei der Rückzug eines Rechtsmittels wie dessen Abweisung mit entsprechender Kostenfolge zu behandeln. Ein Abweichen hiervon sei nicht ausgeschlossen. In derartigen Fällen werde der mutmassliche Verfahrensausgang allerdings bloss summarisch beurteilt (vgl. E. 2.1 des angefochtenen Urteils). Nach Auffassung der Vorinstanz hat das Bundesgericht bestätigt, dass auch das private Verhalten eines Anwalts oder einer Anwältin gegenüber einer Mandantin oder eines Mandanten einem Disziplinarverfahren durch die Aufsichtskommission zugänglich sein könne (vgl. E. 2.3 des angefochtenen Urteils mit Hinweis auf das Urteil 2C_832/2017 vom 17. September 2018 E. 2.3). Bereits in der Verfügung vom 3. Juli 2013 und im Schreiben vom 28. September 2015 habe die Instruktionsrichterin der Aufsichtskommission den Beschwerdeführer auf den Gegenstand des Verfahrens hingewiesen. Zugleich habe die Instruktionsrichterin dem Beschwerdeführer in Aussicht gestellt, dass unter anderem seine Telefonate an seine Mandantin auch an Samstagen und Sonntagen und von seiner Privatnummer aus sowie der Ablauf eines privaten Barbesuchs geprüft würden. Es sei dem Beschwerdeführer mitgeteilt worden, dass er und die geladenen Auskunftspersonen hierzu befragt würden. Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sei die Aufsichtskommission daher grundsätzlich berechtigt gewesen, die von ihr vorgesehene Befragung zum Privatleben des Beschwerdeführers durchzuführen. Vor diesem Hintergrund wäre der Antrag des Beschwerdeführers, wonach der Aufsichtskommission zu untersagen sei, die Befragung zu seinem Privatleben im Rahmen des Disziplinarverfahrens vorzunehmen, abzuweisen gewesen (vgl. E. 2.4 des angefochtenen Urteils). Folglich wäre auch die vom Beschwerdeführer eingereichte Rechtsverweigerungsbeschwerde abzuweisen gewesen, wenn sie nicht gegenstandslos geworden wäre. Dementsprechend gelte der Beschwerdeführer als unterliegend und habe die Abschreibungsgebühr in der Höhe von Fr. 300.-- zu tragen (vgl. E. 3 des angefochtenen Urteils).