Citation: U 447/05 25.07.2006 E. 1

1.1 Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen über den Anspruch auf Taggelder (Art. 16 Abs. 1 und 2 UVG), über den Begriff der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) und über die Grundlage für die Bemessung der Taggelder (Art. 15 UVG in Verbindung mit Art. 22 Abs. 3 UVV) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. 1.2 Im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht von sich aus und ohne Bindung an die Parteibegehren für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG; BGE 125 V 195 Erw. 2, 122 V 158 Erw. 1a mit Hinweisen). Sie erheben die hiefür notwendigen Beweise; in der Beweiswürdigung sind sie frei (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c). Grundsätzlich hat die Behörde den rechtserheblichen Sachverhalt aus eigener Initiative abzuklären und darf Parteivorbringen nicht mit der Begründung abtun, diese seien nicht belegt worden. Obschon die Untersuchungspflicht auch im Gerichtsverfahren gilt, darf eine Behörde nicht die von ihr zu erfüllende Pflicht durch Nichttätigkeit einer andern zuordnen; insbesondere können Versicherungsträger die Kostenlosigkeit des kantonalen Gerichtsverfahrens nicht dazu missbrauchen, die Abklärungen in das Gerichtsverfahren zu verschieben (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, Zürich 2003, N 9 und 14 zu Art. 43 mit Hinweisen). Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat wiederholt festgehalten, dass das kantonale Gericht, das den Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, im Prinzip die Wahl hat, die Sache zu weiteren Beweiserhebungen an die Verwaltung zurückzuweisen oder selber die nötigen Instruktionen vorzunehmen (ARV 2001 Nr. 22 S. 170, RKUV 1993 Nr. U 170 S. 136 mit Hinweisen). Bei festgestellter Abklärungsbedürftigkeit verletzt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung als solche weder den Untersuchungsgrundsatz noch das Gebot eines einfachen und raschen Verfahrens (Art. 61 lit. a ATSG). Anders verhält es sich nur dann, wenn die Rückweisung an die Verwaltung einer Verweigerung des gerichtlichen Rechtsschutzes gleichkommt (beispielsweise dann, wenn auf Grund besonderer Gegebenheiten nur ein Gerichtsgutachten oder andere gerichtliche Beweismassnahmen geeignet wären, zur Abklärung des Sachverhalts beizutragen oder wenn die Rückweisung nach den Umständen als unverhältnismässig bezeichnet werden müsste [RKUV 1993 Nr. U 170 S. 136]).