Citation: 1C_448/2024 E. 1.2.2

1.2.2. Das Bundesgericht geht auf Rügen betreffend die Verwertbarkeit von Beweisen praxisgemäss nicht ein, weil es Aufgabe des Sachgerichts ist, diese Rügen zu beurteilen, und weil das Rechtshifeersuchen keine Hinweise auf die Beweisgrundlage enthalten muss (vgl. Urteile 1C_184/2024 vom 5. April 2024 E. 5.1 mit Hinweisen; 1C_644/2015 vom 23. Februar 2016 E. 3.1 und 3.6, nicht publ. in: BGE 142 IV 175; 1A.47/1991 vom 29. April 1991 E. 5b). Die im ausländischen Strafverfahren beschuldigte Person muss sodann glaubhaft machen, dass sie im ersuchenden Staat objektiv und ernsthaft eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte zu befürchten hat (BGE 130 II 217 E. 8.1 mit Hinweisen). Soweit es sich beim ersuchenden Staat um einen EMRK-Vertragsstaat handelt, ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung grundsätzlich davon auszugehen, dass er die Konventionsgarantien in der Praxis gewährleistet (BGE 126 II 324 E. 4e; zum Ganzen: 149 IV 376 E. 3.4). Die Annahmen des Beschwerdeführers, in anderen Verfahren in Österreich seien Personen alleine auf der Grundlage der "Faktum" verurteilt worden, was gegen die EMRK verstosse, reichen nicht aus, um eine derartige Befürchtung objektiv und ernsthaft zu rechtfertigen. Dies gilt auch für seinen Verweis auf einen Entscheid des Obersten Gerichtshofs in Österreich, demzufolge die von ausländischen Behörden übermittelten Kommunikationsdaten aus dem Krypto-Messenger-Dienst Sky-ECC nicht dem dort geltend gemachten Beweisverwendungsgebot unterlägen. Sollte im Verfahren in Österreich die EMRK dennoch verletzt werden, hat der Beschwerdeführer die Möglichkeit, dies zunächst dort und in der Folge mit Individualbeschwerde an den EGMR (Art. 34 EMRK) geltend zu machen (vgl. BGE 149 IV 376 E. 3.4). Auf eine Beweiserhebung im Sinne des beantragten Beizugs der Akten der anderen in Österreich durchgeführten Verfahren wird verzichtet.