Citation: 5A_463/2013 E. 6.3

6.3. Als erstes ist damit zu prüfen, ob der Obhutsentzug im Zeitpunkt des Abbruchs des Rückplatzierungsversuchs durch die Kindesschutzbehörde gerechtfertigt war. Die Vorinstanz hat namentlich hervorgehoben, dass der labile psychische Zustand der Kindsmutter der Entwicklung der Kinder abträglich sei und deren Wohl in seelischer und geistiger Hinsicht gefährde. Auch wenn die Kindsmutter insgesamt eine adäquate Erziehungs- und Beziehungskompetenz zeige und einen guten Umgang mit ihren Kindern pflege, sei es ihrerseits immer wieder zu Überreaktionen in emotional aufgeladenen Situationen gekommen. Diese würden die Kinder stark verunsichern und aufwühlen, wodurch sie sich nicht mehr ausreichend auf ihre eigene Entwicklung und schulischen Leistungen konzentrieren könnten. In der Tätigkeit im Erotikgewerbe sah die Vorinstanz ein weiteres Indiz dafür, dass die Beschwerdeführerin bei ihrem Handeln die Auswirkungen auf ihre Kinder ausser Acht lasse. Sie scheine auch immer wieder ihre persönlichen Anliegen mit den Kindern zu diskutieren, ohne zu reflektieren, dass negative Äusserungen über den Kindsvater oder das Kinderheim die Kinder in massive Loyalitätskonflikte versetze. Es sei für die Kinder eine zu grosse psychische Belastung, wenn sie ihrer Mutter eine emotionale Stütze sein und sich um das emotionale Gleichgewicht der Mutter sorgen müssten. Gerade auch die Reaktion der Beschwerdeführerin vom 26. Juni 2012 zeige auf, dass ihr psychischer Zustand zu diesem Zeitpunkt noch zu wenig stabil gewesen sei, um die Kinder wieder bei sich aufzunehmen.