Citation: 6P.123/2005 11.12.2005 E. 5

Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Strafzumessung. Er bemängelt die Höhe der Strafe und die Verweigerung des bedingten Strafvollzugs. Er bringt insbesondere vor, die Vorinstanz habe seine Lebensumstände zu Unrecht nicht strafmindernd berücksichtigt und den Vorstrafen zu grosses Gewicht beigemessen. 5.1 Gemäss Art. 63 StGB misst der Richter die Strafe innerhalb des anzuwendenden Strafrahmens nach dem Verschulden des Täters zu und berücksichtigt dabei die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Schuldigen. Das Bundesgericht hat die Anforderungen an die Begründung der Strafzumessung wiederholt dargelegt. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. nur BGE 129 IV 6 E. 6.1 S. 20 f.; 127 IV 101 E. 2c S. 105, je mit Hinweisen). 5.2 Die Vorinstanz wertet das Tatverschulden des Beschwerdeführers, der aus Eigeninitiative und rein finanziellen Motiven in den Handel mit Kokain einstieg, innerhalb weniger Monate mehr als ein Kilogramm Betäubungsmittel verkaufte und einen zu Beginn des Tatzeitraums noch nicht 16 Jahre alten Jugendlichen in den Drogenhandel einführte, zutreffend als schwer. Erheblich straferhöhend berücksichtigt sie, dass der Beschwerdeführer trotz mehrerer einschlägiger Vorstrafen, Untersuchungshaft und angehobener Strafuntersuchung sowie laufender Probezeit straffällig wurde und damit eine besondere Unbelehrbarkeit offenbarte. Die Tatmehrheit bringt sie dagegen nur leicht straferhöhend in Anschlag. Auf der anderen Seite mildert sie die Strafe wegen der leichten Verminderung der Zurechnungsfähigkeit infolge Drogenkonsums und mindert sie aufgrund des umfassenden Geständnisses des Beschwerdeführers und seines jugendlichen Alters. Ausgehend davon nimmt die Vorinstanz an, für die zur Beurteilung stehenden Delikte sei zusammen mit jenen Straftaten, die den rechtskräftigen Verurteilungen vom 27. März und 11. Mai 2004 zugrunde lägen, eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verbunden mit einer Busse von Fr. 300.-- dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen des Beschwerdeführers angemessen. Unter Berücksichtigung der bereits ausgefällten Vorstrafen (drei Monate Gefängnis und 14 Tage Haft) wäre an sich eine Strafe auszusprechen, die höher als die von der ersten Instanz ausgesprochenen 21 Monate Gefängnis liegen würde. Wegen des strafprozessualen Verschlechterungsverbots müsse es jedoch bei der von der Erstinstanz verhängten Strafe sein Bewenden haben (angefochtenes Urteil, S. 15 f.). 5.3 Die Vorinstanz hat die für die Strafzumessung massgeblichen Gesichtspunkte berücksichtigt und sie plausibel und nachvollziehbar gewürdigt. Von einer zu starken oder zu geringen Gewichtung einzelner Faktoren kann keine Rede sein. Selbst wenn man mit dem Beschwerdeführer annehmen wollte, die Vorinstanz habe sein Vorleben (unter anderem Nachzug aus der Dominikanischen Republik mit neun Jahren, Entfremdung von der Mutter, keine Berufsbildung, Fürsorgeabhängigkeit) zu seinen Gunsten werten müssen, erwiese sich die ausgeprochene Strafe nicht als unhaltbar hart. Sie bewegt sich im Bereich des dem Strafrichter zustehenden Ermessens und hält ohne weiteres vor Bundesrecht stand. Angesichts der Höhe der Strafe musste die Vorinstanz nicht prüfen, ob sie im Hinblick auf die Gewährung des bedingten Strafvollzugs herabzusetzen war (BGE 127 IV 97 E. 3).