Citation: 6B_520/2020 E. 4.5.2

4.5.2. Die Vorinstanz hat das Tatbestandsmerkmal der Arglist zu Recht bejaht. Die Arglist des täuschenden Verhaltens ergibt sich dabei in erster Linie aus den vielschichtigen betrügerischen Machenschaften des Beschwerdeführers, wofür ohne Weiteres auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden kann (angefochtenes Urteil S. 79; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 223 f.). Zudem ist, wie die Vorinstanz weiter zu Recht erkennt, als arglistiges Verhalten auch die Vorspiegelung des Leistungswillens durch den Beschwerdeführer zu qualifizieren, der nach den tatsächlichen Feststellungen gar nicht in der Lage war und damit auch nicht willens sein konnte, einen Kredit von Fr. 14 Mio. zu vermitteln (angefochtenes Urteil S. 78; vgl. BGE 135 IV 76 E. 5.2; 118 IV 359 E. 2; Urteile 6B_1232/2017 und 1233/2017 vom 30. Juli 2018 E. 3.4.2 bzw. 4.2.2; 6B_150/2017 vom 11. Januar 2018 E. 5.2.4, nicht publ. in BGE 144 IV 52; 6B_518/2012 vom 5. Februar 2013 E. 2.3; 6B_663/2011 vom 2. Februar 2012 E. 2.3.3). Schliesslich ist auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz eine das Merkmal der Arglist ausschliessende Eigenverantwortung des Opfers verneint. Die Rechtsprechung nimmt eine alleinige Verantwortung des Opfers für seinen Irrtum und als Folge davon für den erlittenen Vermögensschaden nur in Ausnahmefällen an und schliesst Arglist zum Schutz auch leichtgläubiger Opfer mithin nur in Extremfällen bzw. Fällen gröbsten Mitverschuldens aus, wenn das Opfer jegliche Vorsicht vermissen lässt und das täuschende Verhalten des Täters zu vernachlässigen ist (BGE 143 IV 302 E. 1; 142 IV 153 E. 2.2.2: 135 IV 76 E. 5.2; Urteile 6B_1081/2019 vom 15. Mai 2020 E. 1.5.2; 6B_1249/2019 vom 6. Mai 2020 E. 2.4.5; 6B_977/2018 vom 27. Dezember 2018 E. 1.2.4; je mit Hinweisen). Ein derartiger Ausnahmefall liegt hier, wie die Vorinstanz zu Recht erkennt (angefochtenes Urteil S. 80), nicht vor. Es mag zutreffen, dass EE.________ dem Beschwerdeführer hätte kritischer begegnen müssen, wie die Vorinstanzen annehmen. Doch genügt dies für die Annahme einer die strafrechtliche Verantwortlichkeit des Beschwerdeführers ausschliessenden Opferverantwortung von EE.________ nicht. Dieser war als Theologe und Pastoral-Assistent mit den Gepflogenheiten im Finanz- und Immobilienbereich offensichtlich nicht hinreichend vertraut und hat entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde S.15) bezüglich Immobiliengeschäfte nicht über qualifizierte Kenntnisse verfügt. Daran ändert nichts, dass er einen ein bis zwei Monate dauernden Kurs "Erfolgreich selbstständig werden" und einen weiteren Kurs über Finanzfragen absolviert hat (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 219 f.), zumal ihm im Zeitpunkt, in welchem er mit dem Beschwerdeführer in Kontakt getreten war, jedenfalls praktische Erfahrungen gefehlt haben. Dass er auf die betrügerischen Machenschaften des Beschwerdeführers hereingefallen ist und diesem vorschnell vertraut hat, erscheint insgesamt nicht als derart leichtfertig, dass die Arglist des betrügerischen Verhaltens des Beschwerdeführers zu vernachlässigen wäre. Im Übrigen hält die Vorinstanz zutreffend fest, dass EE.________ nicht vollkommen sorglos gehandelt, sondern eine gewisse Vorsicht hat walten lassen, vom Beschwerdeführer hinsichtlich seiner Erkundigungen und dem Bestehen auf Schriftlichkeit der Vereinbarungen aber immer wieder vertröstet wurde. Der Schuldspruch wegen Betruges in diesem Punkt verletzt mithin kein Bundesrecht. Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.