Citation: 8C_177/2017 E. 4.1

4.1. Im angefochtenen Entscheid wird in tatbeständlicher Hinsicht festgestellt, im Anschluss an ein Telefonat der Versicherten mit einem Kunden am 27. Februar 2015 sei es zu Reklamationen über ihr Verhalten und schliesslich zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses gekommen. Im vom Kunden am gleichen Tag des Gesprächs verfassten Reklamationsschreiben habe sich dieser lediglich über den Umstand beklagt, dass die Beschwerdeführerin ihm zunächst einen falschen Namen angegeben habe. Überdies habe er ausgeführt, dass die Versicherte freundlich, jedoch aufdringlich gewesen sei. Es sei nicht davon auszugehen, dass sie ihn in verbundenem Status (also vor der Trennung der telefonischen Verbindung) einen "Tubbel" genannt habe, ansonsten er dies überwiegend wahrscheinlich in seinem Brief erwähnt und sie nicht noch als freundlich bezeichnet hätte. Allerdings sei der Beschwerdeführerin vorwerfbar, dass sie dem Kunden einen falschen Namen genannt habe, weil dies die Skepsis und den Vertrauensverlust beim Kunden gegenüber der Unternehmung, für welche sie im Einsatz gestanden sei, bewirkt habe. An der Vorwerfbarkeit des Verhaltens ändere nichts, dass dies aus einer spontanen Abwehrreaktion heraus - unter anderem aus Angst vor einer Kündigung - geschehen sei. In Bezug auf die Schwere des Verschuldens sei indessen nachvollziehbar, dass die falsche Namensnennung aus Angst vor Konsequenzen seitens der Arbeitgeberin bei zweifelsohne gespanntem Arbeitsverhältnis erfolgt sei. Daher erscheine die verfügte Dauer der Einstellung von 36 Tagen als nicht angemessen. Die Einstellung sei auf neun Tage zu reduzieren, entsprechend einer Sanktion im mittleren Bereich des leichten Verschuldens.