Citation: 4A_212/2014 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz ging unter Hinweis auf Lehre und Rechtsprechung (BGE 105 II 289; Rolf Watter, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 4. Aufl. 2012, N. 23 zu Art. 718a OR; Derselbe, Die Verpflichtung der AG aus rechtsgeschäftlichem Handeln ihrer Stellvertreter, Prokuristen und Organe, speziell bei sog. "Missbrauch der Vertretungsmacht", 1985, S. 63 f. Rz. 96) davon aus, bei Einzelhandlungen einer nur kollektivzeichnungsberechtigten Person komme kein vertraglicher Anspruch zustande. Das gelte auch, wenn eine der beiden Unterschriften gefälscht sei. Diesfalls komme lediglich ein Schadenersatzanspruch des Dritten in Betracht, wenn für ihn nicht erkennbar war, dass nur ein kollektivzeichnungsberechtigter Vertreter gehandelt habe. Hier hafte der Geschäftsherr nur im Umfang des negativen Interesses. Die Vorinstanz stellte fest, das eingeholte graphologische Gutachten des Forensischen Instituts Zürich vom 7. Mai 2012 habe - nachdem die Frage ursprünglich streitig gewesen sei - ergeben, dass das Original des IMA gemäss act. 34 die echte Unterschrift von F.________ enthalte. Im Hinblick auf das Strafverfahren gegen die Nebenintervenientin sei auch festzuhalten, dass dort die Urkunde gemäss act. 34 nicht gewürdigt worden sei, da sie dort nicht im Recht gelegen habe, sondern auf eine andere Version des IMA vom 7. März 2007 abgestellt worden sei. Namentlich aufgrund einer Analyse von act. 34 im Zusammenhang mit der Zeugenaussage von F.________ vom 8. September 2008 im Strafverfahren gegen die Nebenintervenientin schloss die Vorinstanz, Seite fünf des IMA vom 7. März 2007 mit der echten Unterschrift von F.________ sei nicht unterschoben worden. Sie stellte fest, der auf Seite sechs bzw. (gemäss Nummerierung im Dokument) vier am Seitenende letztbehandelte Punkt sei die Vertragsziffer elf, während auf Seite sieben bzw. fünf als erstes die Vertragsziffer zwölf folge. Wäre Seite sieben bzw. fünf mit der echten Unterschrift von F.________ einem anderen Vertrag entnommen worden, müsste dies somit ein Vertrag sein, der bis und mit Seite sechs bzw. vier erstens elf Vertragsziffern und zweitens die gleiche Länge wie das IMA vom 7. März 2007 aufweisen würde. Weiter müsste es sich um einen Vertrag handeln, der ebenfalls am 7. März 2007 abgeschlossen worden wäre, enthalte doch Seite sieben bzw. fünf den Satz "The parties have executed this Agreement on 7 March 2007". Schliesslich müsste es sich um einen Vertrag zwischen den gleichen Parteien handeln, da Seite sieben bzw. fünf durch den Beschwerdegegner 1 für sich selbst und die Beschwerdegegnerin 2 und durch die Beschwerdeführerin bzw. für diese durch F.________ und die Nebenintervenientin unterzeichnet sei. Dass die Parteien am 7. März 2007 einen Vertrag mit der gleichen Länge abgeschlossen hätten, werde von der Beschwerdeführerin aber nicht behauptet. Vielmehr habe F.________ in der erwähnten Zeugeneinvernahme ausgesagt, er habe andere Verträge mit "performance targets" unterzeichnet; diese hätten aber nur drei bis vier Seiten umfasst. Es sei nicht erklärbar, wie das Blatt mit der echten Unterschrift von F.________ die gemäss Seitennummerierung fünfte Seite eines lediglich drei bis vier Seiten umfassenden Vertrags hätte bilden können. Daran ändere nichts, dass die Initialen auf den einzelnen Seiten des IMA vom 7. März 2007 nicht von F.________ stammen und der Folienvergleich zwischen act. 34 und act. 3/4 zeige, dass act. 3/4 keine Kopie von act. 34 sei. Vielmehr sei anzunehmen, dass er das IMA vom 7. März 2007 - allenfalls ohne vorgängige Durchsicht - unterzeichnet habe, zumal er zugegeben habe, möglicherweise (andere) Dokumente ohne Durchsicht unterzeichnet zu haben, weil er der Nebenintervenientin vertraut habe. Die Vorinstanz erachtete auch die weiteren Argumente der Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme zum Beweisergebnis ("E-Mails seien vom privaten Account der Nebenintervenientin versandt worden; Ungewöhnlichkeit des Vertragsinhalts des IMA; Bezeichnung der Kontoauszüge; später abgeschlossener Standardvermögensverwaltungsvertrag; kein Original des IMA im Besitz der Beklagten ...") nicht für entscheidend und ging nicht im Einzelnen darauf ein, da auch vor diesem Hintergrund nicht ersichtlich werde, wie die echte Unterschrift von F.________ unter einen Vertrag gekommen sein sollte, den er angeblich nicht unterschrieben haben wolle.