Citation: 9C_812/2015 E. 5.1

5.1. Beim Betrieb des Beschwerdegegners handelt es sich um einen Einmannbetrieb. Infolge seines Rückenleidens hat er sein Maurergeschäft laut Bericht des Berufsberaters vom 5. August 2002 insoweit umgestellt, dass er sehr eng mit der B._______ AG als Hauptauftraggeberin zusammenarbeite. Für diese übernehme er alle Vorbereitungs- und Organisationsaufgaben bei Küchenrenovationen. Er organisiere und führe die Abbruch- und Ausbauarbeiten durch, bereite den Raum für die neue Küche vor, organisiere die dafür erforderlichen Fachleute (Sanitär, Gipser). Die B._______ AG liefere und montiere anschliessend die Küche. Dabei blieb es in den folgenden Jahren, wie sich aus dem Abklärungsbericht des Berufsberaters vom 8. September 2009 ergibt. Mitarbeitende hat der Beschwerdegegner trotz des Gesundheitsschadens nie eingestellt oder in grösserem Ausmass beigezogen, was er indessen bei einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % hätte tun müssen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten (vgl. Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 72/02 vom 18. Dezember 2002 E. 4.3). Vielmehr hat er sein Baugeschäft allein fortgeführt, dabei aber eigenen Angaben zufolge seine Arbeitszeit reduziert. Gegen die Anwendung des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens spricht sodann, dass keine ausserordentlichen (nicht im Zusammenhang mit der Behinderung stehenden) Erträge, wie z.B. der Abbau des Warenlagers oder die Auflösung stiller Reserven, zu berücksichtigen sind; ebensowenig liegen für den Einkommensvergleich unbeachtliche Aufwendungen (Unterhalts- und Reparaturarbeiten, Rückstellungen und Abschreibungen) vor (Abklärung für Selbstständigerwerbende vom 7. September 2011 und vom 13. Februar 2014). Auch unter diesem Gesichtswinkel steht nichts entgegen, den Invaliditätsgrad mittels Einkommensvergleichs festzulegen (vgl. Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 72/02 vom 18. Dezember 2002 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Schliesslich drängt sich die Anwendung des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens auch nicht deshalb auf, weil die beiden hypothetischen Vergleichseinkommen nicht hinreichend zuverlässig ermittelt werden könnten, wie dies für einen Einkommensvergleich unabdingbar ist. Vielmehr sind Verdienstzahlen vorhanden, und es besteht kein Anlass, von diesen abzuweichen.