Citation: I 550/02 10.03.2003 E. 3

Der Beschwerdeführer steht bereits seit 1999 in psychiatrischer Behandlung. Während die Ärzte des ABI noch von einer depressiven Störung ausgingen, musste die behandelnde Psychiaterin ein halbes Jahr später eine Verschlechterung des Gesundheitszustands im Sinne einer Chronifizierung feststellen. Die Berichte der Berufsberaterin sowie der VEBO zeigen die Schwierigkeiten der Wiedereingliederung wegen Antriebslosigkeit, Resignation und Konzentrationsproblemen sowie der Fixierung auf die Hautkrankheit. Nach Lage der Akten bestehen demnach Anhaltspunkte dafür, dass nicht nur ein vorübergehender depressiver Verstimmungszustand vorliegt, sondern eine andauernde Depression mit wesentlich stärkerer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, als die Vorinstanz angenommen hat. Aus allen ärztlichen Berichten, aber auch denjenigen der Berufsberaterin und der VEBO lässt sich zudem entnehmen, dass es dem Beschwerdeführer nicht am Willen mangelt, wieder eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, sondern er vielmehr durch seine psychischen Probleme, die sich insbesondere auch in sozialem Rückzug zeigen, daran gehindert wird (BGE 127 V 299 f. Erw. 5a). Zur Klärung ist eine erneute psychiatrische Abklärung angezeigt. Zwar wurden schon zwei entsprechende Gutachten erstellt; jedoch hat sich bis zum Verfügungszeitpunkt offenbar trotz ärztlicher Behandlung eine Verschlechterung eingestellt. Die Sache ist zu diesem Zweck an die IV-Stelle zurückzuweisen.