Citation: 6B_748/2017 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer wie bereits erwähnt zu Unrecht vor, er habe den Tatbestand der Misswirtschaft auch durch die Vergabe von Darlehen in den Jahren 2009 und 2010 sowie die nicht rechtzeitige Erstellung der Jahresabschlüsse bzw. einer Zwischenbilanz erfüllt. Angeklagt ist einzig der im Juni 2011 gewährte Überbrückungskredit von Fr. 226'240.-- (E. 2). Inwiefern der Beschwerdeführer mit dieser Zahlung, unabhängig von den gemäss der Vorinstanz bereits zuvor erfolgten unrechtmässigen Zahlungen und den nicht rechtzeitig erstellten Jahresabschlüssen, den Tatbestand der Misswirtschaft erfüllt haben soll, kann dem angefochtenen Entscheid nicht entnommen werden. Konkrete Überlegungen zur finanziellen Situation der B.________-Gesellschaften mit und ohne den Überbrückungskredit von Fr. 226'240.-- stellt die Vorinstanz nicht an. Solche wären jedoch nicht nur für den Nachweis eines Kausalzusammenhangs zwischen Bankrotthandlung und Vermögenseinbusse erforderlich gewesen. Vielmehr hätten sich solche auch für die Beantwortung der Frage aufgedrängt, ob der Überbrückungskredit überhaupt ein krasses wirtschaftliches Fehlverhalten im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB darstellte. Die Argumentation der Vorinstanz läuft darauf hinaus, dem Beschwerdeführer die seit 2009 erfolgte finanzielle Beteiligung der B.B.________ GmbH am E.________ vorzuwerfen, welches seit der Gründung der D.________ GmbH im März 2010 von dieser organisiert wurde, was in dieser Form jedoch nicht angeklagt ist. Der Schuldspruch wegen mehrfacher Misswirtschaft ist daher ebenfalls aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.