Citation: 6B_684/2024 E. 4.3.3

4.3.3. Unbehelflich ist schliesslich auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf nicht pornografische Dateien in seinem Mobiltelefon, welche einen vergnügten Privatkläger zusammen mit dem Beschwerdeführer zeigen. Der Beschwerdeführer war für den Privatkläger unbestrittenermassen eine wichtige Bezugsperson und der Privatkläger selbst hat ausgesagt, den Beschwerdeführer als Menschen gerne gehabt zu haben. Dieser habe ihm immer geholfen und sei am Anfang sehr sympathisch und anständig gewesen, sie hätten es auch lustig gehabt. In diesem Zusammenhang weist auch die Vorinstanz auf vorhandene Video- und Bilddateien hin, erwägt jedoch völlig zurecht, dass dies für die Beurteilung der inkriminierten Geschehnisse nicht relevant ist. Es ist denn auch gerichtsnotorisch, dass viele Opfer von sexueller Gewalt im familiären Nahbereich in einem ambivalenten Verhältnis zu den Tätern stehen, was nachvollziehbar ist. Mithin ist es oftmals gerade die emotionale Verbindung zwischen Täter und Opfer, welche die Taten überhaupt ermöglicht oder zumindest begünstigt.