Citation: C 55/03 02.09.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Insolvenzentschädigung für die Zeit vom 2. bis 31. März 1999. 2.1 Gemäss Antrag des Beschwerdeführers auf Insolvenzentschädigung vom 7. Juli 1999 war der 1. März 1999 der letzte Tag, an welchem der Versicherte in seiner Firma tatsächlich Arbeit geleistet hat. Er bestreitet denn auch nicht, dass er wegen der ausstehenden Lohnzahlungen nach dem genannten Datum nicht mehr im Betrieb erschienen ist. Im Schreiben vom 25. Februar 1999 teilte er der Firma mit, dass er seine Arbeitskraft gerne weiterhin zu Verfügung stelle, aber seinen Verpflichtungen erst wieder nachkommen werde, wenn die fehlenden Lohnzahlungen erfolgt seien. Da keine solchen eingingen, blieb der Versicherte ab 2. März 1999 der Arbeit fern. Die Firma anerkannte mit Schreiben vom 9. März 1999 einen Teil der Lohnforderungen, machte dem Beschwerdeführer jedoch Vorwürfe, weil er seit 2. März 1999 nicht mehr zur Arbeit erschienen sei. "Damit haben sie auch das Arbeitsverhältnis fristlos gekündigt." Deshalb wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, zwecks Erledigung der Austrittsformalitäten am 11. März 1999 ins Geschäft zu kommen. In der Antwort vom 11. März 1999 bestritt der Versicherte die Auflösung des Arbeitsverhältnisses und machte geltend, wegen des Lohnzahlungsverzugs nicht mehr zur Arbeit gekommen zu sein. Nachdem eine Teilzahlung erfolgt war, bot der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 25. März 1999 an, ab 29. März 1999 wieder zu arbeiten. Dazu kam es aber nicht mehr, da die Firma schon am 23. März 1999 die Bilanz deponiert hatte. 2.2 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer in der Tat am 1. März 1999 effektiv seine letzten Arbeitsleistungen erbracht hat. Er verlangt somit die Auszahlung von Insolvenzentschädigung für eine Zeitspanne, während welcher er keine Arbeit verrichtet hat. Rechtsprechungsgemäss besteht aber kein Anspruch auf eine solche Entschädigung, da diese nur den Lohnanspruch für tatsächlich geleistete Arbeit abdeckt (BGE 125 V 494 Erw. 3b, 121 V 379 Erw. 2a; Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Basel, Genf und München 1998, Nr. 492 ff., 495 in fine). Dabei ist nicht entscheidend, ob das Arbeitsverhältnis rechtlich weiter bestanden hat (BGE 121 V 381 Erw. 3c, 119 V 157 Erw. 2a). Deshalb braucht nicht geprüft zu werden, ob und gegebenenfalls ab welchem Datum die Anstellung des Versicherten als aufgelöst zu betrachten ist. Hinzu kommt, dass dem Beschwerdeführer, nachdem er in der hier streitigen Zeitspanne nicht gearbeitet hat, hiefür auch keine Lohnforderung zusteht. Solche Sachverhalte werden nicht durch die Insolvenzentschädigung gedeckt, setzt doch diese Leistungsart eine Lohnforderung des Versicherten gegenüber dem zahlungsunfähigen Arbeitgeber voraus (BGE 125 V 497 Erw. 4b). Der Gesetzgeber beabsichtigte mit der Insolvenzentschädigung keinen Rechtsschutz zu schaffen, der sich auf andere als Lohnforderungen erstrecken würde. Davon abzuweichen besteht kein Anlass (BGE 125 V 497 Erw. 3b in fine). Ob dem Beschwerdeführer statt der Insolvenz- allenfalls Arbeitslosenentschädigung zustände, ist im vorliegenden Verfahren nicht zu prüfen.