Citation: 5A_604/2024 E. 5.1.1

5.1.1. Das Kantonsgericht hat unter Wiedergabe der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Ehe als lebensprägend eingestuft mit der Begründung, das eheliche Zusammenleben habe elf Jahre gedauert, die Parteien hätten einen gemeinsamen Sohn und die Ehefrau sei während der Ehe insgesamt nur in untergeordnetem Umfang erwerbstätig gewesen, nämlich in China gar nicht und in den letzten zwei Jahren vor der Trennung mit einem Pensum von rund 10 bis 20 %. Sie könne damit nicht mehr an ihrer vorehelichen beruflichen Stellung anknüpfen, während sich der Ehemann angesichts der Aufgabenteilung auf sein berufliches Fortkommen habe konzentrieren können. Dazu komme, dass die Ehefrau für die Ehe ihr Heimatland und ihren dortigen 15-jährigen Sohn verlassen habe, womit sie aus ihrem Kulturkreis entwurzelt worden sei.