Citation: 6B_1359/2020 E. 3.2.1

3.2.1. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vorab vor, die Vorinstanz begründe ihre Kostenverlegung nicht und verletze dadurch ihr rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). Zudem berücksichtige sie die von ihr festgestellte Gehörsverletzung bei der Kostenverteilung nicht, wodurch sie Art. 428 StPO verletze. Ein hälftiges Unterliegen sei bereits deshalb willkürlich (Art. 9 BV), weil sie im Hauptanklagepunkt, der eingestellten Vergewaltigung, obsiegt habe. Dieser Anklagepunkt bedeute vielmehr ein Obsiegen zu drei Vierteln und unter Berücksichtigung der festgestellten Gehörsverletzung gebe es keinen Grund mehr für eine hälftige Kostenverlegung.