Citation: 2C_159/2023 E. 6.3.2

6.3.2. Die beiden 12- und 15-jährigen Kinder aus erster Ehe müssen dem Beschwerdeführer in dessen Heimat folgen, da er der alleinige Inhaber der elterlichen Sorge und der Obhut ist (vgl. BGE 143 I 21 E. 5.4). Gemäss verbindlich festgestelltem Sachverhalt (Art. 105 Abs. 1 BGG) beherrschen die Kinder die Sprache und hielten sich mehrfach für Verwandtenbesuche in Nordmazedonien auf (angefochtener Entscheid E. 4.5.2). Es ist daher in Übereinstimmung mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ihnen in diesem Rahmen auch die Kultur vermittelt hat, sodass sie mit den örtlichen Gepflogenheiten vertraut sind und sich dort integrieren können. Bei dieser Ausgangslage ist auch Kindern im jugendlichen Alter - wie vorliegend - die Ausreise zumutbar (Urteil 2C_730/2018 vom 20. März 2018 E. 6.2.2). In Anbetracht der Umstände ist es daher mit Bundesrecht vereinbar, wenn die Vorinstanz ihre Ausreise als gerade noch zumutbar betrachtet. Ob den Kindern allenfalls ein eigenständiger Aufenthaltsanspruch zukommt - wie die Vorinstanz aufwirft -, was angesichts ihres länger als zehnjährigen Aufenthalts in der Schweiz und ihrer hier lebenden leiblichen Mutter gestützt auf Art. 8 EMRK (Recht auf Achtung des Privatlebens) nicht von vornherein ausgeschlossen erscheint, muss vorliegend nicht entschieden werden.