Citation: 4P.13/2007 20.04.2007 E. 5

Das Obergericht nahm hinsichtlich der in der Bauabrechnung vom 19. Januar 1993 aufgeführten Baumeisterarbeiten einen Werkvertrag im Sinne von Art. 363 ff. OR an. Ob - wie vom Beschwerdeführer behauptet - ein Generalunternehmervertrag vorliege, liess es offen, da einzig die Frage der Verjährung bzw. Verwirkung zu klären sei. Da der Generalunternehmervertrag ein Werkvertrag darstelle, kämen unabhängig davon, ob von einem Generalunternehmervertrag oder von einem einfachen Werkvertrag auszugehen sei, die Verjährungs- und Verwirkungsbestimmungen des Werkvertragsrechts (Art. 370 f. OR) zur Anwendung. Der Beschwerdeführer rügt als willkürlich, dass das Obergericht "keine rechtliche Beurteilung der Frage des Werkvertrages/Generalunternehmervertrages" vorgenommen habe. Soweit diese Willkürrüge überhaupt als rechtsgenüglich motiviert betrachtet werden kann (vgl. Erwägung 4), ist sie unbegründet. Die Frage, ob das Vertragsverhältnis der Parteien als einfacher Werkvertrag oder als Generalunternehmervertrag zu qualifizieren ist, macht für die anwendbaren Verjährungs- und Verwirkungsfristen in der Tat keinen Unterschied und durfte daher ohne Willkür offen gelassen werden. Wenn der Beschwerdeführer vorbringt, bei einem Generalunternehmervertrag hafte die Beschwerdegegnerin auch für die Ausführung der Pfählung und die in diesem Zusammenhang aufgetretenen Mängel, weicht er vom vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt ab und macht einen anderen Inhalt des Vertrages der Parteien geltend. Das Obergericht hat festgestellt, der zwischen den Parteien geschlossene Vertrag betreffe die in der Bauabrechnung vom 19. Januar 1993 aufgeführten Baumeisterarbeiten, insbesondere die Arbeiten am Dach. Die Pfählungsarbeiten seien hingegen durch die X.________ AG vorgenommen worden. Diesbezüglich habe der Beschwerdeführer denn auch aufgrund der Entschädigungsvereinbarung vom 27. März 2002 vom Haftpflichtversicherer der X.________ AG eine Abfindungssumme von Fr. 35'000.-- erhalten. In diesem Zusammenhang wird vom Beschwerdeführer keine willkürliche Sachverhaltsfeststellung oder Beweiswürdigung dargetan. Es genügt nicht, wenn er einfach seine Behauptung bekräftigt, B.________ habe sich bereit erklärt, "über die W.________ AG den Neubau für pauschal Fr. 200'000.-- zu erstellen", und daraus weiterhin ableitet, es liege ein Generalunternehmervertrag vor. Auf seine Rüge, das Obergericht habe durch die "schlechthin unhaltbare Nichtabnahme der beantragten Beweismittel das rechtliche Gehör verletzt", kann nicht eingetreten werden, da sie nicht näher begründet ist.