Citation: 5A_61/2024 E. 3.1

3.1. Dem angefochtenen Entscheid zufolge ist in formeller Hinsicht umstritten, ob die (kantonale) Beschwerdeschrift den Begründungsanforderungen genügt, und in materieller Hinsicht, ob die Voraussetzungen für den Arrest, insbesondere das Vorliegen einer fälligen Forderung und der Arrestgrund des Beiseiteschaffens, glaubhaft gemacht wurden. Was die Begründungsanforderungen angeht, setzt sich die Vorinstanz mit den verschiedenen Teilen der Beschwerde auseinander. Soweit der Beschwerdeführer allgemein darauf bestehe, das Vorliegen einer fälligen Forderung und eines Arrestgrundes sowie das Vorhandensein von arrestierbaren Vermögensgegenständen glaubhaft gemacht zu haben, verweise er weder auf eine bestimmte Stelle im erstinstanzlichen Entscheid noch setze er sich konkret mit diesem Entscheid auseinander. Er gebe lediglich zu verstehen, anderer Ansicht als das Bezirksgericht zu sein, ohne zu erklären, weshalb einer bestimmten Erwägung des Bezirksgerichts nicht gefolgt werden kann. Darauf sei nicht einzutreten. Zur vorausgesetzten fälligen Forderung mache der Beschwerdeführer geltend, sich entgegen der Ansicht des Bezirksgerichts auf den (aufgehobenen) erstinstanzlichen Rechtsöffnungsentscheid vom 13. Dezember 2022 (s. Sachverhalt Bst. A) berufen zu können. Er setze sich aber wiederum nicht rechtsgenüglich mit dem angefochtenen Entscheid auseinander; insbesondere nicht mit der erstinstanzlichen Erwägung, wonach der Entscheid vom 13. Dezember 2022 durch das Obergericht aufgehoben wurde. Was es damit auf sich hat, lässt der angefochtene Entscheid offen mit dem Hinweis, dass es bereits an einer anderen Arrestvoraussetzung mangle. Auch soweit der Beschwerdeführer auf den Arrestgrund Bezug nehme, genüge die Beschwerdebegründung den Anforderungen nicht und sei auf die Beschwerde nicht einzutreten. Zwar erwähne er den angefochtenen Entscheid und setze sich mit diesem auseinander, dies jedoch wiederum ohne jegliche konkrete Bezugnahme auf eine Erwägung oder Seite im angefochtenen Entscheid. Dies gelte auch für den in Randziffer 26 enthaltenen Verweis auf Ziffer 5d des erstinstanzlichen Entscheids, denn dabei handele es sich offensichtlich um einen Fehlverweis. Anschliessend erläutert das Obergericht, weshalb der Argumentation des Beschwerdeführers betreffend den Arrestgrund selbst dann nicht gefolgt werden kann, wenn seine diesbezüglichen Ausführungen berücksichtigt werden. Wie das Bezirksgericht zu Recht ausgeführt habe, genüge für die Glaubhaftmachung des objektiven Tatbestands des Beiseiteschaffens von Vermögenswerten nicht schon der blosse Verdacht, dass der Schuldner ein Vermögensdelikt begangen habe, noch die blosse Tatsache einer strafrechtlichen Verurteilung, die nichts mit der Vermögensverschleppung zu tun hat. Durch einen strafrechtlichen Verdacht an sich liege noch keine der von Art. 271 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG anvisierten Handlungen vor. Hinzu komme, dass das Verfahren vor dem Fürstlichen Landgericht Vaduz Vermögensdelikte betreffe, die sich zwischen 2009 und 2020 zugetragen haben sollen. Das Obergericht verwirft die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach gegen die Beschwerdegegnerin ein dringender Verdacht wegen Begehung schwerer Straftaten bestehe und bereits jetzt Vermögenswerte in ihrem weiteren Umfeld der Familie verteilt worden seien, weshalb zu befürchten sei, dass sie auch ihren Miteigentumsanteil an der Liegenschaft in U.________ (TG) abstossen könnte. Da nicht einmal die Beteiligungen an den vorgeworfenen Taten klar seien, gehe aus diesem Entscheid auch nicht hervor, wer Vermögenswerte im familiären Umfeld verteilt haben solle. Jedenfalls lasse sich aus dem Beschluss des Landgerichts vom 17. Februar 2023 kein konkreter Anhaltspunkt dafür herleiten, dass die Beschwerdegegnerin ihren Miteigentumsanteil an der Liegenschaft Nr. yy, Grundbuch U.________ (TG), veräussern oder verschenken könnte. Inwiefern dieses liechtensteinische Verfahren eine solche Absicht der Beschwerdegegnerin glaubhaft machen soll, lasse sich nicht eruieren. Aber auch abgesehen davon verfange die Argumentation des Beschwerdeführers nicht, denn dass dem behaupteten Abstossen der Liegenschaft nicht ein entsprechender Gegenwert gegenübergestanden hätte, auf den der Beschwerdeführer allenfalls hätte greifen können, sei nicht glaubhaft gemacht. Zuletzt pflichtet das Obergericht dem Bezirksgericht auch insofern bei, als ein Arrestgesuch nicht konkret genug sei, wenn der Arrestgläubiger lediglich behaupte, ein Grundstück des Schuldners werde sicherlich demnächst verkauft, jedoch keine entsprechenden Beweismittel vorlege. Mangels konkreter Anhaltspunkte oder Beweismittel, die für ein Abschieben des genannten Miteigentumsanteils an der Liegenschaft sprechen, sei der Arrestgrund des Beiseiteschaffens nicht rechtsgenüglich glaubhaft gemacht. Es lasse sich keine Handlungsweise der Beschwerdegegnerin erkennen, die auf eine Vorbereitungshandlung für ein geplantes Beiseiteschaffen von Vermögenswerten hindeutet. Da die Beschwerde schon wegen des fehlenden Arrestgrunds abzuweisen sei, erübrige sich eine Auseinandersetzung mit den Rügen betreffend die weiteren Arrestvoraussetzungen, namentlich der fälligen Forderung und der Vermögensgegenstände der Beschwerdegegnerin.