Citation: I 178/02 11.07.2002 E. 1

1.- a) Die Vorinstanz hat die Grundlagen des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Allgemeinen (Art. 29 Abs. 2 BV) und im invalidenversicherungsrechtlichen Vorbescheidverfahren im Besonderen (Art. 73bis Abs. 1 IVV) zutreffend dargelegt (vgl. zur neueren Rechtsprechung BGE 127 I 56 Erw. 2b, 127 III 578 Erw. 2c, 126 I 72, 126 V 132 Erw. 2b, je mit Hinweisen). Beizufügen ist, dass es nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts im Vorbescheidverfahren der Invalidenversicherung den Anforderungen an das rechtliche Gehör grundsätzlich nicht genügt, wenn sich die IV-Stelle mit den Argumenten des Versicherten nur in einem der Verfügung vorangehenden Schreiben auseinandersetzt. Die im Verlaufe der Anhörung gegen die geplante Erledigung angeführten Argumente müssen in der Verfügung selbst behandelt werden. Sofern dies unterbleibt, liegt darin zwar kein besonders schwerer Mangel, weshalb er angesichts der uneingeschränkten Überprüfungsbefugnis des kantonalen Gerichts in tatbeständlicher und rechtlicher Hinsicht (Art. 69 IVG in Verbindung mit Art. 85 Abs. 2 lit. c und d AHVG) im nachfolgenden Beschwerdeverfahren geheilt werden kann. Die Heilung eines solchen Mangels muss aber die Ausnahme bleiben, weshalb eine systematische Verletzung der Begründungspflicht einer Heilung nicht zugänglich ist (BGE 124 V 183 Erw. 4). b) Die Beschwerdeführerin lässt vorbringen, es liege eine systematische Verletzung des rechtlichen Gehörs vor; das Vorgehen der Beschwerdegegnerin führe dazu, dass in einer grossen Anzahl von Versicherungsfällen eine gerichtliche Beurteilung unumgänglich werde, wenn sich der verfügende Versicherungsträger nicht bemühe, den im Anspruch auf das rechtliche Gehör verankerten Grundsatz der Fairness im Verfahren zu garantieren und für die Richtigkeit des Entscheids sowie dessen Akzeptanz besorgt zu sein. Demgegenüber führt die Vorinstanz aus, die IV-Stelle habe den Anspruch auf rechtliches Gehör nicht verletzt, weil sie in ihrer der Verfügung beiliegenden Stellungnahme vom 3. Juli 2001 auf die vorgebrachten Einwände reagiert habe. c) Die IV-Stelle hat die Gründe, weshalb sie von der Beurteilung im Vorbescheid nicht abwich, in ihrer Stellungnahme vom 3. Juli 2001 ausführlich dargelegt und ihrer Verfügung beigefügt. Auch wenn es an einer ausdrücklichen Erklärung, welche die Stellungnahme als integrierenden Bestandteil der Verfügung bezeichnet, fehlte, kam ihr diese Funktion doch tatsächlich zu. Es kann auch nicht gesagt werden, die IV-Stelle habe sich nicht bemüht, auf die gegen den Vorbescheid erhobenen Einwendungen einzugehen, zumal sie die wesentlichen Gesichtspunkte zur Verfügungsbegründung nennt. Die Beschwerdegegnerin ist damit ihrer Begründungspflicht nachgekommen und es liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.