Citation: 6B_576/2024 E. 2.2

2.2. Weiter beanstandet der Beschwerdeführer, die Vorinstanz bejahe willkürlich seine Massnahmefähigkeit und -willigkeit. Er habe sich bereits von Juni 2002 bis März 2017 im stationären Massnahmenvollzug befunden, wobei die Massnahme schliesslich wegen Aussichtslosigkeit habe aufgehoben werden müssen. Vor diesem Hintergrund habe auch Dr. G.________ in seinem Gutachten vom 5. Juli 2021 von einer Massnahme nach Art. 59 StGB ausdrücklich abgeraten. Wenn nun die Vorinstanz die Massnahmefähigkeit und -willigkeit gestützt auf den Bericht der Psychiatrischen Klinik H.________ vom 21. März 2024 über den Verlauf des vorzeitigen Massnahmeantritts bejahe, sei dies unhaltbar. Noch am 9. März 2023 habe die Klinik H.________ von einem äusserst schwierigen und problematischen Behandlungsverlauf berichtet. In Anbetracht dieses Berichtes müsse auf eine fehlende Massnahmefähigkeit des Beschwerdeführers geschlossen werden. Auch das Gutachten von Dr. F.________ sei diesbezüglich nicht schlüssig. Im Gegensatz zu Dr. G.________ komme dieser zum nicht nachvollziehbaren Ergebnis, dass eine Behandlung auch gegen den Willen des Beschwerdeführers durchgeführt werden könne. Die Voraussetzung einer regelmässigen Einnahme der verordneten Medikamente, welche Dr. F.________ für eine erfolgreiche Therapie als erforderlich betrachte, sei nicht erfüllt. Es sei zwar richtig, dass der Beschwerdeführer gemäss Verlaufsbericht der Klinik H.________ vom 21. März 2024 zur regelmässigen Einnahme von Clozapin habe gewonnen werden können, dies sei jedoch unter Zwang erfolgt. Die Feststellung der Vorinstanz, dass er die antipsychotische Medikation freiwillig einnehme, sei daher schlicht falsch resp. willkürlich. Selbst wenn er die Medikamente regelmässig einnehmen würde, würde dies nichts an den fehlenden Erfolgsaussichten einer stationären Massnahme ändern. Auch Dr. F.________ führe aus, es sei trotz verschiedener medikamentöser Versuche im Laufe der letzten Jahre nicht gelungen, eine Remission der Erkrankung zu erzielen. Ebenso stelle dieser fest, dass die medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung trotz intensiven und langjährigen Bemühungen nur sehr wenig Erfolg gebracht habe. Im Ergebnis anerkenne somit auch Dr. F.________ an zahlreichen Stellen in seinem Gutachten, dass sämtliche bisherigen Bemühungen, den Beschwerdeführer zu stabilisieren, gescheitert seien. Die positive Chanceneinschätzung der Vorinstanz widerspreche deshalb auch dem Gutachten von Dr. F.________. Die von ihr bejahte Massnahmewilligkeit lasse sich auch nicht dem Verlaufsbericht der Klinik H.________ vom 21. März 2024 entnehmen. Die darin erwähnte Kooperation des Beschwerdeführers beschränke sich lediglich auf das Zusammenleben im Alltag (Teilnahme am Stationsprogramm wie bspw. Sport treiben und Zopf backen). Im Übrigen zeige dieser Verlaufsbericht auf, dass der Versuch, eine gewisse Krankheitseinsicht und Medikamentenadhärenz herzustellen, gescheitert sei, sich der Beschwerdeführer beratungsresistent zeige und jegliche psychotische Symptomatik von sich weise. Dieser habe selbst anlässlich der vorinstanzlichen Verhandlung ausgeführt, die Klinik H.________ am liebsten sofort verlassen und an keinen Therapien mehr teilnehmen zu wollen. Schliesslich anerkenne auch Dr. F.________ in seinem Gutachten, dass der Beschwerdeführer vermutlich nicht massnahmewillig sei. Es sei verfehlt und geradezu willkürlich, wenn die Vorinstanz aufgrund einer bloss kurzen Phase von rund einem Jahr mit ansatzweise positivem Verlauf auf einen in Zukunft positiven Verlauf der Massnahme schliesse, hätten doch die Vergangenheit bzw. die letzten 20 Jahre sehr wohl aufgezeigt, dass der Beschwerdeführer auf lange Sicht auch bei zwischenzeitlich positiven Verläufen gerade nicht therapierbar sei.