Citation: 6B_690/2024 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer beanstandet die Qualifikation seines Verhaltens als versuchte schwere Körperverletzung. Er stellt in Abrede, eventualvorsätzlich gehandelt zu haben. Unter dem Titel einer falschen Feststellung des Sachverhalts kritisiert er, die Vorinstanz habe es unterlassen, die Schärfe der Taschenmesserklinge abzuklären. Weiter verwende die Vorinstanz allgemeine Erfahrungssätze zur Eruierung seines Wissens und Willens, ohne sich an der konkreten Situation zu orientieren und zu beachten, dass laut dem medizinischen Gutachten im konkreten Fall keine Lebensgefahr bestanden habe. Die Vorinstanz nenne ausserdem in Verletzung ihrer Begründungspflicht die konkrete Grösse des Mortalitätsrisikos nicht; dieses liege bei Stichverletzungen im tiefen einstelligen Prozentbereich. Insgesamt überspanne die Vorinstanz mit dem von ihr konstruierten überschiessenden Eventualvorsatz den Anwendungsbereich der schweren Körperverletzung und schränke denjenigen der einfachen Körperverletzung zu Unrecht ein.