Citation: 1B_245/2020 E. 3.6

3.6. Entgegen seiner Auffassung muss sich der Beschwerdeführer entgegen halten lassen, dass er der Aufforderung der Staatsanwaltschaft, seine Bedürftigkeit zu belegen, vorerst nicht nachgekommen ist. Der von ihm am 29. Oktober 2019 eingereichte Betreibungsregisterauszug vom 23. September 2019 weist zwar laufende Betreibungen in der Höhe von insgesamt mehr als Fr. 50'000.-- aus, belegt aber auch das Fehlen von Verlustscheinen und besagt nichts zur vom Beschwerdeführer behaupteten Einkommenspfändung. Gestützt darauf durften ihm die Vorinstanzen die erforderliche prozessuale Mittellosigkeit absprechen. Hingegen steht es einer beschuldigten Person unter Missbrauchsvorbehalt frei, jederzeit erneut ein Gesuch um amtliche Verteidigung zu stellen. Nachdem die Staatsanwaltschaft das erste Gesuch des Beschwerdeführers am 10. Dezember 2019 abgewiesen hatte, reichte dieser am 17. Dezember 2019 unter der Bezeichnung "Wiedererwägungsgesuch" und unter Hinweis auf die noch laufende Beschwerdefrist neue umfassende Unterlagen ein. Am 18. Dezember 2019 wies die Staatsanwaltschaft auch dieses Gesuch ab. Das Wiedererwägungsgesuch, die dazu eingereichten Dokumente sowie der entsprechende Entscheid der Staatsanwaltschaft wurden in die Verfahrensakten aufgenommen und lagen dem Obergericht im Beschwerdeverfahren vor, das erst danach mit der vom 23. Dezember 2019 datierten Beschwerdeschrift eingeleitet wurde.