Citation: C 300/05 09.02.2006 E. 3

3.1 Bei der dem Versicherten vom Amt zugewiesenen unbefristeten Stelle an der Schule (Einsatz in der Buchhaltung mit Teamleader-Funktion) handelte es sich unbestritten um eine zumutbare Arbeit, weshalb er im Rahmen der Schadenminderungspflicht grundsätzlich unverzüglich die Bereitschaft zum Vertragsschluss hätte erklären müssen (vgl. auch Erw. 3.3.1 hienach). 3.2 Auf Grund seiner Angaben hat der Versicherte indessen während des Vorstellungsgesprächs vom 22. Juli 2004 auch die Nachteile der Arbeitsstelle dargelegt, wie z.B. mangelnde Beförderungsmöglichkeiten oder den Umstand, dass es eben nur eine Schule sei, die doch für ihn einfach und zu schnell zu überblicken sei. Zudem hat er vorgeschlagen, zuerst temporär zu arbeiten und danach über eine Festanstellung zu entscheiden (Erw. 2.1.1 hievor). Weiter legte der Versicherte dar, er habe es sich zur Gewohnheit gemacht, neben den Vorteilen immer auch die Nachteile einer Sache aufzuzeigen. Er habe (mit einem Schmunzeln) auch sehen wollen, wie Herr S.________ darauf reagieren würde (Erw. 2.1.2 hievor). Der Versicherte hat mithin am Bewerbungsgespräch keine klare und eindeutige Bereitschaft zum Abschluss eines unbefristeten Arbeitsvertrages bekundet. Zudem ist es nicht angängig, dass er Herrn S.________ an diesem Gespräch mit einem Schmunzeln sozusagen testete, wie er auf seine "Vor-/Nachteile"-Argumentation reagieren würde. Unter diesen Umständen ist hinreichend erstellt, dass der Beschwerdeführer zumindest das Scheitern der Verhandlungen mit der Schule in Kauf nahm. Sein Verhalten muss als mitursächlich für seine Nichtanstellung gewertet werden. Hierin liegt sein Verschulden an der Fortdauer der Arbeitslosigkeit. 3.3 Sämtliche Einwendungen des Versicherten vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. 3.3.1 Unbehelflich ist insbesondere sein Vorbringen, er habe erst am Ende des Vorstellungsgespräch, als er die ablehnende Haltung Herrn S.________s gespürt habe und über einen Vertragsabschluss noch nicht gesprochen worden sei, einen temporären Einsatz vorgeschlagen. Denn er hat auch beim nachfolgenden Telefongespräch mit Herrn S.________ vom 26. Juli 2004, als die Stelle noch nicht vergeben war, wieder seine Bedenken gegen eine sofortige Festanstellung geäussert, auf Nachteile der Stelle an einer Schule hingewiesen und einen Temporäreinsatz vorgeschlagen (Erw. 2.1.1 hievor). Damit hat er seine Anstellung ein zweites Mal gefährdet. Der Umstand, dass er im Rahmen dieses Telefongesprächs - nachdem Herr S.________ eine Temporäranstellung ausgeschlossen hatte - doch noch die Bereitschaft zu einem unbefristeten Arbeitseinsatz kundtat, vermag ihn unter den gegebenen Umständen nicht zu entlasten. 3.3.2 Soweit der Beschwerdeführer auf eine zum Teil ablehnende und arrogante Haltung von Herrn S.________ anlässlich des Vorstellungsgesprächs verweist, hat die Vorinstanz zu Recht erwogen, dass der Versicherte auch im Falle eines schwierig verlaufenden Vorstellungsgesprächs seine Anstellungschancen nicht durch sein Verhalten gefährden darf. 3.3.3 Insofern der Versicherte den von ihm vorgeschlagenen temporären Einsatz mit der gesetzlich statuierten Probezeit (Art. 335b OR) vergleicht und argumentiert, die Ausgangsposition sei gleich, kann dem nicht gefolgt werden. Denn entscheidend ist, dass er mit seinem Vorschlag das Zustandekommen des Arbeitsvertrages gefährdet hat. Hievon abgesehen wäre der Vorschlag eines Temporäreinsatzes gar nicht nötig gewesen, zumal dem Versicherten bekannt war, dass er bei Unzufriedenheit mit der Arbeitsstelle während der Probezeit den Vertrag mit einer verkürzten Kündigungsfrist hätte auflösen können.