Citation: 8C_528/2019 E. 4.2.2

4.2.2. Die Beschwerdeführerin bestreitet im Weiteren, dass ihr mit Blick auf das definierte Leistungsprofil eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt gemäss LSE 2014, TA1, Total, Kompetenzniveau 1 zumutbar sei. Aufgrund der komplexen Verletzungen und Unfallfolgen sei von einem vollständigen Verlust der Arbeitsfähigkeit im Sinne einer wirtschaftlichen Nutzbarkeit auszugehen. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben seit Herbst 2018 in einem Pensum von ca. 20 % bei der Spitex E.________ im Mahlzeitendienst angestellt ist und dabei ein Einkommen von monatlich Fr. 600.- erzielt. Damit ist bereits erstellt, dass der Beschwerdeführerin eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zumutbar und möglich ist. Dass ihr die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit nicht mehr zumutbar sein soll, lässt sich im Übrigen auch nicht aus der Einschätzung der Integritätsentschädigung des Kreisarztes Dr. med. F.________, Facharzt für Neurochirurgie, vom 4. August 2016 ableiten, folgt doch die Beurteilung der Integritätseinbusse eigenen Kriterien. Schliesslich kann - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin - aus dem Umstand, dass gemäss kreisärztlicher Stellungnahme die früher ausgeübte Tätigkeit als Stickerin aufgrund der starken Wirbelsäulenbeschwerden nicht mehr zumutbar sei, nicht geschlossen werden, das Kompetenzniveau 1 der Tabelle TA1 biete für sie überhaupt keine zumutbaren Arbeiten mehr. Gemäss dem von der Vorinstanz aus den medizinischen Akten übernommenen Zumutbarkeitsprofil kann die Beschwerdeführerin noch sehr leichte bis leichte wechselbelastende Arbeiten leisten. Die Tätigkeit dürfe keine statischen Haltearbeiten vor Körperniveau, schnelle, repetitive Beuge- resp. Rotationsbewegungen, Arbeiten mit hämmernden, schlagenden oder vibrierenden Maschinen sowie Überkopfarbeiten und Arbeiten auf Gerüsten oder Dächern resp. Arbeiten in der Hocke oder kniend umfassen. Das Besteigen von Leitern sei allenfalls gelegentlich, das Treppensteigen gelegentlich zumutbar. Ausserdem sollte die Beschwerdeführerin während der Arbeitszeit keinen emotional belastenden Situationen ausgesetzt werden. Es müsse eine überschaubare Arbeitsgestaltung gewährleistet sein und die Beschwerdeführerin dürfe nicht für Schicht- und Nachtarbeit eingesetzt werden. Mit Blick auf dieses Profil hat die Vorinstanz zutreffend erkannt, dass das Kompetenzniveau 1 genügend Tätigkeiten aufweise, welche der Beschwerdeführerin trotz ihrer Einschränkungen noch zugänglich seien (vgl. E. 4.1 hiervor). Zu denken ist beispielsweise an einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten oder Kurierdienste (vgl. Urteil 9C_172/2019 vom 22. Juli 2019 E. 4.5 mit Hinweisen). Zudem umfasst der ausgeglichene Arbeitsmarkt (vgl. dazu BGE 134 V 64 E. 4.2.1 S. 70; 110 V 273 E. 4b S. 276) auch sog. Nischenarbeitsplätze, bei welchen gesundheitlich eingeschränkte Personen mit einem sozialen Entgegenkommen seitens des Arbeitgebers rechnen können (Urteil 8C_759/2018 vom 13. Juni 2019 E. 7.4.2 mit Hinweisen).