Citation: 2C_872/2022 E. 4.2.3

4.2.3. Die dritte Rüge zielt darauf ab, dass es unverhältnismässig sei (Art. 5 Abs. 2 BV), Daten hinsichtlich Personen an einen ausländischen Staat zu liefern, deren Wohnsitz bzw. Sitz sich im Inland befinde. Ein irgendwie gearteter Bezug zum Königreich der Niederlande gehe aus dem Ersuchen nicht hervor. Auch damit können die beiden amtshilfebetroffenen Personen nicht durchdringen: Ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung zufolge gilt, dass die Bestimmung der steuerrechtlichen Ansässigkeit ("Steuerwohnsitz") einer betroffenen Person im internationalen Verfahreneine materiellrechtliche Frage bildet, die vom ersuchenden ausländischen Staat zu klären ist (BGE 145 II 112 E. 2.2.2; 142 II 218 E. 3.6 f.; 142 II 161 E. 2.2.2). Sodann ist die Frage, ob ein (angeblich) unzutreffender Domizilcode als Anknüpfungspunkt für ein Verfahren der internationalen Informationsamtshilfe dienen könne, bereits höchstrichterlich geklärt. Dies trifft insbesondere auch auf den Einwand zu, die persönliche Zugehörigkeit mit der damit einhergehenden unbeschränkten Steuerpflicht bestehe nicht im Ausland, sondern in der Schweiz (BGE 142 II 161 E. 2.2; Urteile 2C_552/2022 vom 14. Juli 2022 E. 1.3; 2C_1048/2021 vom 7. Januar 2022 E. 2.4.3; 2C_897/2021 vom 29. November 2021 E. 3.3; 2C_435/2021 vom 2. Juni 2021 E. 3.1).