Citation: 6B_57/2024 E. 4.1

4.1. Art. 66a Abs. 1 lit. aStGB sieht für Ausländer, die wegen vorsätzlicher Tötung verurteilt wurden, unabhängig von der Höhe der Strafe die obligatorisch Landesverweisung für 5-15 Jahre aus der Schweiz vor. Die obligatorische Landesverweisung wegen einer Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 StGB greift grundsätzlich unabhängig von der konkreten Tatschwere (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; 144 IV 332 E. 3.1.3). Sie muss zudem unabhängig davon ausgesprochen werden, ob es beim Versuch geblieben ist und ob die Strafe bedingt, unbedingt oder teilbedingt ausfällt (BGE 146 IV 105 E. 3.4.1; 144 IV 168 E. 1.4.1). Der Beschwerdeführer ist türkischer Staatsbürger und wird wegen versuchter Tötung schuldig gesprochen. Demzufolge sind die Voraussetzungen für eine Landesverweisung gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. a StGB grundsätzlich erfüllt.