Citation: 8C_346/2023 E. 5.3.3

5.3.3. Entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin lässt sich aus dem Obergutachten willkürfrei entnehmen, dass der Beschwerdegegner sein Studium als angemessene Tätigkeit betrachtet, wie die Vorinstanz festgestellt hat. Auch an anderer Stelle geht aus den Darlegungen der Dr. med. C.________ hervor, dass der Beschwerdegegner einen hohen intellektuellen Anspruch an eine Tätigkeit stellt. So hielt die Gutachterin nach einem Telefongespräch mit der langjährigen Psychiaterin Dr. med. D.________ fest, diese sei mittlerweile der Überzeugung, dass nur noch eine Gruppentherapie eine sinnvolle Therapieoption sei, da der Beschwerdegegner in Einzeltherapien keinen wirklichen Veränderungswunsch habe, sondern nur die Freundschaft auf einem ihm zusagenden Niveau suche. Ausser selbst Therapeut zu sein, könne sich die Psychiaterin keinen Beruf vorstellen, den er in der Schweiz ausüben könnte. Der Beschwerdegegner erklärte gegenüber Dr. med. C.________, von sich selbst das Bild gehabt zu haben, wie seine Geschwister, als Akademiker eine Berufskarriere zu machen. Bei der Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität gab Dr. med. C.________ schliesslich an, der Beschwerdegegner suche viele Ärzte nicht nur wegen seines hohen Leidensdrucks auf, sondern auch, weil er in ihnen adäquate Gesprächspartner sehe. Die Vorinstanz durfte das Gerichtsgutachten somit auch in Bezug auf die Frage nach den vom Beschwerdegegner als angemessen empfundenen Tätigkeiten als beweiskräftig erachten und auf weitere Abklärungen verzichten.