Citation: 6B_466/2022 E. 1.4.2

1.4.2. Die ausführlichen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen sind nicht zu beanstanden. Was der Beschwerdeführer vor Bundesgericht vorträgt, ist nicht geeignet, Willkür darzutun, soweit er sich überhaupt mit den Feststellungen der Vorinstanz auseinandersetzt bzw. aus seiner Beschwerde hervorgeht, auf welche konkreten vorinstanzlichen Erwägungen er sich bezieht. Es reicht für die Rüge einer willkürlichen Beweiswürdigung nicht aus, wenn der Beschwerdeführer zum Beweisergebnis wie in einem appellatorischen Verfahren plädiert und darlegt, wie seiner Meinung nach seine eigenen Aussagen vor der Polizei und vor der Staatsanwaltschaft sowie die Aussagen der vier Zeugen richtigerweise zu würdigen seien. Dabei übersieht er, dass das Bundesgericht gerade keine Appellationsinstanz ist, die eine freie Würdigung in tatsächlicher Hinsicht vornimmt. Namentlich führt der Beschwerdeführer umfangreich aus, wie seine Aussagen anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom Tattag zu verstehen und seiner Ansicht nach zu betrachten seien. Rein appellatorisch kritisiert er, er habe am Schluss der polizeilichen Einvernahme nicht mehr die Kraft und die Konzentration gehabt, den Text auf den Wahrheitsgehalt seiner Aussagen zu überprüfen, der einvernehmende Polizeibeamte habe seine Aussagen und die seines Beifahrers nicht korrekt protokolliert, dieser habe suggestive Fragen gestellt und bei Unklarheiten nicht nachgefragt. Auf diese Rügen ist nicht einzutreten. Der Beschwerdeführer ist im Weiteren nicht zu hören, wenn er vorbringt, es sei willkürlich, wenn die Vorinstanz in Bezug auf die Endlage des Fahrzeugs einen anderen Fahrtverlauf ausschliesse. Dass andere Szenarien, welche die auf einem Zeugenvideo zu sehende Position des Fahrzeugs zu erklären vermochten, ebenfalls möglich oder nach Auffassung des Beschwerdeführers gar zutreffender erschienen, genügt für die Annahme von Willkür nicht. Überdies kann offenbleiben, ob der Aussage des Beifahrers B.________, sie seien beinahe mit einem Baum kollidiert, zu entnehmen ist, er hätte damit nicht den Baum vor dem Restaurant C.________, wo das Fahrzeug zum Stehen gekommen ist, gemeint. B.________ gab vor der Staatsanwaltschaft zu Protokoll, dass sich der fragliche Baum auf der rechten Strassenseite beim Supermarkt E.________ befände (kant. Akten D1/4/8 F/A 49). Um das Ende des Fahrtverlaufs bis zum Stillstand auf dem Trottoir zu ermitteln, stellt die Vorinstanz zwar auf die Aussagen des Beifahrers ab. Sie stützt sich jedoch (mit Verweis auf das Gutachten des Forensischen Instituts Zürich) nicht einzig auf die Aussage des Beifahrers, sondern auch auf die Aussagen der anderen anwesenden Personen sowie des Beschwerdeführers selbst. Inwiefern das Beweisergebnis auch bei Nichtberücksichtigung der Aussage des Beifahrers willkürlich sein sollte, ist weder ersichtlich noch vom Beschwerdeführer dargetan. Aus der Aussage von F.________ vor der Staatsanwaltschaft am 1. Juni 2020 vermag der Beschwerdeführer ebenso wenig zu seinen Gunsten abzuleiten. Zwar gab dieser Zeuge an, das Fahrzeug des Beschwerdeführers sei auf der Schwandelstrasse gerade zu stehen gekommen, bevor es auf das Trottoir gefahren sei (kant. Akten D1/4/4 F/A 30). Der Beschwerdeführer begründet jedoch nicht hinreichend, weshalb auf diese für ihn günstigere Aussage des Zeugen F.________ abzustellen sei und weshalb die Aussagen desselben Zeugen vom 30. Oktober 2019 sowie der übrigen Zeugen, die kein Anhalten auf der Schwandelstrasse erwähnen, nicht zu berücksichtigen sein sollen. Die blosse Möglichkeit, dass ein anderes Szenario denkbar wäre, führt auch hier nicht zur Annahme von Willkür. Auch die Behauptung, die Schilderungen des Beschwerdeführers und seines Beifahrers würden sich mit der besagten Aussage des Zeugen F.________ decken, ist nicht substanziiert. Im Übrigen stellte die Vorinstanz eigens fest, die Aussagen des Zeugen F.________ würden gewisse Inkonsistenzen aufweisen, die sich aber bezogen auf das Befahren des Trottoirs weniger grundsätzlich erweisen, als sie auf den ersten Blick erscheinen würden. Jedenfalls verfällt sie nicht in Willkür, wenn sie nicht davon ausgeht, der Beschwerdeführer sei nach Wiedererlangung der Kontrolle über sein Fahrzeug auf der Strasse zum Stillstand gekommen, bevor er auf das Trottoir gefahren sei. Der Versuch des Beschwerdeführers, mit vereinzelten Aussagefragmenten Widersprüche und Übertreibungen in der Zeugenbefragung der drei Fussgänger aufzuzeigen, ist erneut nicht geeignet, Willkür zu belegen. Inwiefern die Vorinstanz gesamthaft eine schlechterdings unhaltbare Beweiswürdigung vorgenommen hätte, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Ohnehin ist nicht ersichtlich, dass die von ihm zitierten Aussagen im Widerspruch zum vorinstanzlichen Beweisergebnis stünden. Die Vorinstanz ging jedenfalls auf die auszumachenden Diskrepanzen ein und gelangte willkürfrei zum Schluss, dass diese die Zeugenaussagen im Ganzen nicht zu erschüttern vermochten. Genauso wenig ist zu beanstanden, wenn die Vorinstanz Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Aussagen des Beifahrers B.________ hegt, der seit Jahren eng mit dem Beschwerdeführer befreundet ist. Ferner sind auch die Einwände des Beschwerdeführers das fragliche Gutachten betreffend unbegründet. Soweit er beanstandet, es werde darin sein zu Protokoll gegebenes Bremsverhalten zur Wiedererlangung der Kontrolle über das Fahrzeug nicht gewürdigt, legt er nicht dar, inwiefern die Berücksichtigung eines solchen allfälligen Bremsverhaltens im Gutachten für den Verfahrensausgang massgeblich bzw. entscheidend gewesen wäre (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG). Die Vorinstanz erwog ohnehin, der Beschwerdeführer habe aufgrund des Gegenlenkens und mit Unterstützung des ESP die Kontrolle des Fahrzeugs wiedererlangt (vgl. bereits E. 1.4.1). Weiter bemängelt der Beschwerdeführer das Gutachten insofern, als darin eine unbegründete Würdigung der Zeugenaussagen vorgenommen worden sei. Er übersieht, dass die Vorinstanz selber eine ausführliche Würdigung aller Zeugenaussagen vornahm und diesbezüglich ausdrücklich festhält, die gerichtliche Würdigung führe zum gleichen Ergebnis wie im Gutachten. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers stellt die Vorinstanz damit nicht nur auf das Gutachten ab. Ebenso wenig nimmt die Vorinstanz in diesem Zusammenhang eine willkürliche Beweiswürdigung vor, wenn sie anhand der Zeugenaussagen davon ausgeht, dass der Fussgänger D.________ aus Angst vor einer Kollision mit dem herannahenden Fahrzeug des Beschwerdeführers auf die Strasse gesprungen sei. Die Willkürrügen des Beschwerdeführers erweisen sich als unbegründet, soweit überhaupt darauf einzutreten ist.