Citation: 2C_40/2023 E. 5.3.1

5.3.1. Um das Gewicht des privaten Interesses am Verbleib in der Schweiz zu beurteilen, sind zunächst die Aufenthaltsdauer und die Integration in der Schweiz zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer lebte im Entscheidzeitpunkt seit 29 Jahren und damit bereits sehr lange in der Schweiz. Am Verbleib besteht folglich ein erhebliches privates Interesse (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.9). Allerdings fällt die schlechte wirtschaftliche, soziale und sprachliche Integration des Beschwerdeführers negativ ins Gewicht (vgl. Urteile 2C_836/2022 vom 22. März 2023 E. 4.3.3; 2C_43/2022 vom 18. Januar 2023 E. 4.4). Zwar war der Beschwerdeführer während der ersten Hälfte seines Aufenthalts erwerbstätig, seit dem Jahr 2006 waren er und seine Familie aber grösstenteils von der Sozialhilfe abhängig. Hinzu kommen Schulden im Umfang von Fr. 86'346.21 sowie eine - länger zurückliegende und deshalb zu relativierende - strafrechtliche Verurteilung aus dem Jahr 2011. Soziale Kontakte ausserhalb seiner Kernfamilie, von der er seit Dezember 2017 getrennt lebt, werden nicht behauptet. Zu seinen minderjährigen Kindern liegt nach den Feststellungen der Vorinstanz keine enge Beziehung vor. Die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach regelmässige Kontakte stattfänden, wird weder substanziiert vorgetragen noch belegt (vgl. vorstehende E. 2.2). Selbst wenn solche Kontakte bestünden, könnte der Beschwerdeführer diese im Rahmen von Kurzaufenthalten, Ferienbesuchen oder über die modernen Kommunikationsmittel vom Ausland her aufrechterhalten (vgl. BGE 144 I 91 E. 5.1; 143 I 21 E. 5.3; Urteil 2C_726/2021 vom 8. Juni 2022 E. 4.7.1).