Citation: I 155/06 10.04.2007 E. 6

6.1 Die Vorinstanz gelangte in eingehender Würdigung der medizinischen Unterlagen zum Schluss, dass im hier massgebenden Zeitraum keine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgewiesen sei. Vielmehr sei davon auszugehen, dass es dem Beschwerdeführer trotz seiner gesundheitlichen Beschwerden unverändert zumutbar sei, in einer der Behinderung angepassten Tätigkeit ein Arbeitspensum von 75 % zu verrichten. Damit resultiere nach wie vor ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 32 %. 6.2 Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebrachten Einwände vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Soweit darin die bereits im vorinstanzlichen Verfahren entkräfteten Rügen wiederholt werden, kann auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Gerichtsentscheid verwiesen werden. Der Versicherte lässt im Weiteren geltend machen, soweit das kantonale Gericht die Berichte der Hausärztin Frau Dr. med. S.________ als inkonsistent oder widersprüchlich bezeichne, weil sie in früheren Berichten nie den Befund einer somatoformen Schmerzstörung angegeben habe, nun aber neu ein seit 1995 bestehendes chronisches Schmerzsyndrom diagnostiziere, könne ihm nicht gefolgt werden. Es werde nämlich übersehen, dass ein chronisches Schmerzsyndrom nicht mit einer somatoformen Schmerzstörung gleichgesetzt werden könne. Dazu ist zu bemerken, dass der Begriff "Schmerzsyndrom" weit gefasst ist und auch die somatoforme Schmerzstörung einschliesst. Die mangelnde Aussagekraft der hausärztlichen Angaben ist allerdings entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht auf diese Begrifflichkeit zurückzuführen, sondern insbesondere darauf, dass Frau Dr. med. S.________ gegenüber der IV-Stelle wiederholt angegeben hat, der Versicherte sei seit dem Jahr 1995 zu 100 % arbeitsunfähig, der Arbeitslosenkasse gegenüber aber seit 16. Februar 1999 eine volle Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte Tätigkeiten attestiert (Arztzeugnis vom 18. März 1999), sowie auf die Erfahrungstatsache, dass Hausärzte und Hausärztinnen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353). Dazu kommt, dass Frau Dr. med. S.________ keine psychiatrische Fachausbildung absolviert hat und auch darum nicht ohne weiteres auf ihre Beurteilung der Auswirkungen psychischer Leiden auf die Arbeitsfähigkeit abgestellt werden kann (BGE 130 V 352 E. 2.2.2 S. 353). Der Beschwerdeführer beruft sich schliesslich auf den im letztinstanzlichen Prozess erstmals aufgelegten Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. H.________ vom 6. Februar 2006. Spätestens mit dieser Beurteilung stehe fest, dass die psychischen Ressourcen, um mit den Schmerzen umzugehen und die aus somatischer Sicht medizinisch-theoretisch verbleibende Leistungsmöglichkeit erwerblich zu verwerten, nicht vorhanden seien. Ob es sich tatsächlich so verhält, kann für das vorliegende Verfahren offen bleiben. Dr. med. H.________ gibt an, der Versicherte habe sich in den Jahren 2003 und 2004 in einer "vorwiegend hausärztlich/rheumatologischen Behandlung" befunden. Erst im Jahr 2005 sei eine psychotherapeutische Therapie mit regelmässigen Sitzungen durchgeführt worden, in deren Verlauf eine Persönlichkeitsstörung deutlich geworden sei. Die ungesunden und hemmenden Erlebens- und Verhaltensmuster seien im Vergleich zum Zustand im Jahr 2003 deutlicher hervorgetreten und würden den Alltag eher mehr bestimmen. Die Schmerzerkrankung habe einen Zustand der Chronifizierung erreicht. Aus diesen Angaben lassen sich keine neuen Erkenntnisse zur Entwicklung im vorliegend relevanten Zeitraum vom 4. Januar 2001 bis 3. Januar 2005 (E. 5 hiervor) ziehen. Die fachärztlichen Ausführungen beziehen sich auf den Gesundheitszustand, wie er sich nach dem Einspracheentscheid vom 3. Januar 2005 entwickelt hat, und sind daher nicht massgebend. Ob nach dem 3. Januar 2005 tatsächlich eine Verschlimmerung der Beschwerden eingetreten ist, wird gegebenenfalls im Neuanmeldungsverfahren zu beurteilen sein, welches der Versicherte im Oktober 2005 eingeleitet hat. Aus diesen Gründen muss es bei der Feststellung sein Bewenden haben, dass Verwaltung und Vorinstanz einen Rentenanspruch zu Recht verneint haben.