Citation: 2C_408/2017 E. 3.3

3.3. Das Verwaltungsgericht hat sich bei der Beurteilung der Situation des Beschwerdeführers mit den Akten auseinandergesetzt und keine wesentlichen Umstände ausser Acht gelassen. Das Bundesgericht verkennt nicht, dass es sich für ein Gericht je nach Konstellation als notwendig erweisen kann, sich im Rahmen einer mündlichen Anhörung einen unmittelbaren persönlichen Eindruck einer Person zu verschaffen (vgl. BGE 142 I 188 E. 3.3 S. 193). Im vorliegenden Fall hatte das Verwaltungsgericht jedoch genügend relevante Informationen zur Verfügung, um sich ohne zusätzliche Anhörung ein Bild über die persönliche und familiäre Situation des Beschwerdeführers zu machen. Bezüglich des Einwands, die Vorinstanz hätte im Hinblick auf Art. 12 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107) die Kinder anhören müssen, hat das Bundesgericht entschieden, dass im ausländerrechtlichen Verfahren hiervon abgesehen werden kann, wenn die zu den Anliegen der Eltern parallel liegenden Kindesinteressen durch ihre Eltern eingebracht werden, sofern der rechtserhebliche Sachverhalt auch ohne die persönliche Anhörung rechtsgenüglich festgestellt werden kann (vgl. BGE 124 II 361 E. 3c S. 368; Urteil 2C_222/2017 vom 29. November 2017 E. 6.5 mit Hinweisen). Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hatte im gesamten kantonalen Verfahren die Möglichkeit, Stellung zu nehmen und die Kindesinteressen angemessen in das Verfahren einzubringen. Diese wurden auch von der Vorinstanz in ihre Würdigung miteinbezogen (vgl. E. 4.4 des angefochtenen Entscheids). Der Beschwerdeführer behauptet, dass aufgrund der Verweigerung einer mündlichen Verhandlung wesentliche Teile der Sachverhaltsfeststellungen fehlen würden. Seinen Ausführungen lässt sich aber nicht ansatzweise entnehmen, welche neuen entscheidwesentlichen Informationen, die er nicht hätte schriftlich einbringen können bzw. die sich nicht bereits aus den Akten ergeben, durch seine mündliche Anhörung bzw. eine Befragung seiner Ehefrau oder seiner Kinder hätten gewonnen werden können. Insbesondere ist entgegen seiner Auffassung nicht ersichtlich, inwiefern eine mündliche Befragung zur Abklärung seiner finanziellen Situation hätte beitragen können. Ebenso wenig hat die Vorinstanz in Frage gestellt, dass der Beschwerdeführer eine intakte Beziehung zu seinen Kindern unterhält. Insgesamt hat das Verwaltungsgericht somit keine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen, indem es auf eine persönliche Anhörung des Beschwerdeführers bzw. seiner Familie verzichtet hat. Die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs erweist sich als unbegründet.