Citation: 8C_290/2019 E. 4.2

4.2. Soweit der Versicherte die Zuverlässigkeit des psychiatrischen Teilgutachtens mit dem Argument in Zweifel zieht, die Dauer des Explorationsgesprächs sei zu kurz gewesen, hat die Vorinstanz zu Recht erwogen, dass es nicht auf die Dauer der Untersuchung ankommt; massgebend ist in erster Linie, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (vgl. Urteil 8C_356/2018 vom 14. März 2019 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). Dies ist vorliegend entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers zu bejahen. So legte der psychiatrische Experte nachvollziehbar dar, weshalb er unter anderem aufgrund der Aktivitäten des Versicherten eine schwere Depression ausgeschlossen hat. Damit hat der Gutachter auch zum Ausdruck gebracht, dass er diese abweichende Diagnose anderer medizinischer Fachpersonen zur Kenntnis genommen und ernsthaft geprüft, letztlich jedoch verworfen hat. Im Weiteren mag der Versicherte aufgrund der Inkontinenz Scham- und Angstgefühle erleiden; gerade weil diese Beeinträchtigungen jedenfalls bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar sind, erscheint es als einleuchtend, dass sie vom psychiatrischen Experten nicht als Ausdruck einer psychischen Erkrankung gewertet wurden.