Citation: 9C_524/2009 22.07.2009 E. 3

3.1 Die Vorinstanz wies das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege u.a. mit der Begründung ab, die Verfügung vom 4. September 2008 sei rechtskräftig, weshalb auf die Rentensistierung nicht mehr zurückgekommen werden könne und die Beschwerde keine Aussicht auf Erfolg habe. Vor Bundesgericht macht der Versicherte geltend, die Verfügung vom 4. September 2008 sei mit normaler Post an seinen Wohnort verschickt worden, obwohl die IV-Stelle seinen Aufenthaltsort in der Haftanstalt gekannt habe. Die Verfügung werde in der Beschwerde vom 13. November 2008 genannt; hingegen sei nicht dokumentiert, wann er von ihr Kenntnis erhalten habe, sei diese doch in der Rückforderungsverfügung vom 17. Oktober 2008 erwähnt. Die Eröffnung werde bestritten, weshalb die Rechtskraft der Verfügung vom 4. September 2008 nicht angenommen werden könne und die Beschwerde vom 13. November 2008 rechtzeitig erfolgt sei. 3.2 Die Behauptung, die Sistierungsverfügung vom 4. September 2008 nicht erhalten zu haben, bringt der Beschwerdeführer im bundesgerichtlichen Verfahren zum ersten Mal vor. Indes handelt es sich dabei nicht um ein Novum im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG. Vielmehr rügt der Beschwerdeführer hiemit sinngemäss, die Vorinstanz habe auf die Rechtskraft geschlossen, ohne die gesamten Umstände der Eröffnung zu beachten. Dabei ist Rechtsfrage, welche Umstände bei der Beurteilung der Prozessaussichten in Betracht fallen und ob sie für oder gegen eine hinreichende Erfolgsaussicht sprechen, Tatfrage hingegen, ob und wieweit einzelne Tatumstände erstellt sind (BGE 124 I 304 E. 2c S. 307).