Citation: 1C_451/2022 E. 2.5

2.5. Wie die Vorinstanz ausführt, ist die Gemeinde Sumvitg gemäss dem kantonalen Richtplan unbestrittenermassen als Gemeinde mit überdimensionierter Wohn-, Misch- und Zentrumszonen (WMZ) bis 2030 festgesetzt. Die Gemeinden haben gemäss kantonalem Richtplan, der von der Regierung in den Bereichen Raumordnungspolitik (Kapitel 2) und Siedlung (Kapitel 5) mit Beschluss vom 20. März 2018 (vom Bundesrat am 10. April 2019 genehmigt) bzw. 25. Juni 2019 (Kenntnisnahme Genehmigungsbeschluss und Änderungen im Richtplantext gemäss bundesrätlichem Genehmigungsbeschluss) geändert wurde, die gesamtkantonalen Grundlagen zu überprüfen und dem Kanton Bericht zu erstatten. Der Kanton Graubünden tätigte im Hinblick auf die Richtplananpassung infolge der RPG-Revision vom 15. Juni 2012, in Kraft seit 1. Mai 2014, verschiedene Erhebungen, damit den kommunalen Kapazitätsberechnungen nur effektiv nutz-/ überbaubare und verdichtbare Kapazitätsreserven zugrunde gelegt werden. Die Erarbeitung des kommunalen räumlichen Leitbilds, in dem graphisch potenzielle Auszonungsgebiete bezeichnet werden sollen, war im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils noch hängig. Die Gemeinde Sumvitg war dem Richtplanauftrag diesbezüglich somit noch nicht nachgekommen. Mit Entscheid des Gemeindevorstands vom 18. Februar 2019 hat die Gemeinde Sumvitg gestützt auf Art. 21 KRG/GR, publiziert im Kantonsamtsblatt Graubünden am 15. März 2019, Nr. 00.033.596, über das ganze Gemeindegebiet eine Planungszone erlassen.