Citation: 1B_507/2019 E. 2.6

2.6. Schliesslich bringt der Beschwerdeführer vor, seine amtliche Verteidigerin befinde sich in einer Interessenkollision. Während des laufenden Strafverfahrens habe sie von einer Kollegin des Beschwerdeführers dessen Laptop entgegengenommen und bei sich aufbewahrt. Als ihr die Polizei eine Hausdurchsuchung in Aussicht gestellt habe, habe sie den Laptop auf deren erstes Verlangen hin herausgegeben. Dies zeige deutlich die sich vorliegend widersprechenden Eigeninteressen der amtlichen Verteidigerin (Schutz vor aufsichts- und strafrechtlichen Konsequenzen) und den Klienteninteressen auf. Die Vorinstanz verneinte das Vorliegen einer Interessenkollision diesbezüglich zu Recht. Aufgrund der Herausgabe des Laptops durch die amtliche Verteidigerin im Rahmen der staatsanwaltlich angeordneten Hausdurchsuchung ist keine ihr vorwerfbare Interessenkollision ersichtlich. Vielmehr ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass die Aufbewahrung des Laptops des Beschwerdeführers durch seine amtliche Verteidigerin das Bestehen eines gewissen Vertrauensverhältnisses zeigt. Wie zudem aus den Ausführungen der Staatsanwaltschaft in ihrer Stellungnahme an das Bundesgericht hervorgeht, wollte die amtliche Verteidigerin die Siegelung des Laptops beantragen. Jedoch habe der aktuelle Verteidiger des Beschwerdeführers die Siegelung ausdrücklich abgelehnt und überdies das Passwort für den Laptop freiwillig bekannt gegeben. Diese Umstände werden vom Beschwerdeführer nicht bestritten, wenn er in der darauffolgenden Stellungnahme seinerseits festhält, es sei nicht relevant, welcher Entscheid hinsichtlich der Siegelung des Laptops getroffen worden sei, wobei die Siegelung bei der vorgelegenen Sachlage unbehelflich gewesen wäre und die Gefahr einer Verlängerung der Haft noch erhöht hätte. Eine Verletzung des Willkürverbots, wie sie der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang geltend macht, ist sodann ebenfalls nicht ersichtlich.