Citation: 2C_35/2009 13.02.2009 E. 3

Der Haftrichter beruft sich auf den Haftgrund des Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 AuG (SR 142.20). Demnach kann ein Ausländer in Ausschaffungshaft genommen werden, wenn ein erstinstanzlicher Weg- oder Ausweisungsentscheid eröffnet wurde und sein bisheriges Verhalten darauf schliessen lässt, dass er sich behördlichen Anordnungen widersetzt. Unbeachtet des Vorliegens eines Haftgrundes ist eine Haft zu beenden, wenn sich erweist, dass der Vollzug der Weg- oder Ausweisung aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen undurchführbar ist (vgl. Art. 80 Abs. 6 lit. a AuG). Die Behörden haben die für den Vollzug der Weg- und Ausweisung notwendigen Vorkehren umgehend zu treffen (Art. 76 Abs. 4 AuG; sog. Beschleunigungsgebot). Schliesslich soll die Haft als Ganzes verhältnismässig sein (vgl. BGE 130 II 56 E. 1 S. 58; Näheres bei Thomas Hugi Yar, Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, in: Uebersax et al., Ausländerrecht, 2. Aufl. 2009, Rz. 10.114 ff., S. 478 ff.).