Citation: 5A_884/2012 E. 4.3

4.3. Am Gesagten ändert nichts, dass jene Fussballspieler, die das Nachbargrundstück der Beschwerdeführer tatsächlich betreten, auch unmittelbar in deren Grundeigentum eingreifen. Wohl könnten sich die Beschwerdeführer gegen diese Eindringlinge auf der Grundlage von Art. 641 Abs. 2 ZGB zur Wehr setzen. Ferner könnten sie sich auch auf die Bestimmungen über den Besitzesschutz berufen (Art. 926 und 928 ZGB). Im vorliegenden Fall haben die Beschwerdeführer indessen nicht gegen die Fussballspieler ("Verhaltensstörer"), sondern gegen die Beschwerdegegnerin als Eigentümerin des benachbarten Grundstücks geklagt ("Zustandsstörer"). Ihr werfen sie vor, ihr Grundeigentum in unerlaubter Art und Weise zu benützen bzw. durch andere benützen zu lassen. Allein die Tatsache, dass es mühsam und häufig nicht zielführend ist, den Verhaltensstörer zu belangen, schafft noch keine Grundlage dafür, den Zustandsstörer bzw. Grundeigentümer ins Recht zu fassen.