Citation: 5A_285/2024 E. 3.1

3.1. Zum zweitgenannten Punkt bringt der Beschwerdeführer vor, die Behauptung des Obergerichtes, es habe im Unterhaltsurteil vom 5. April 2023 die geltend gemachten höheren Wohnkosten bewusst nicht berücksichtigt, weil es ihm keine grössere bzw. teurere Wohnung habe zugestehen wollen, widerspreche der dortigen Erwägung II.9.5.3, in welcher das Obergericht befunden habe: "Seine Miet- und Nebenkosten sind mit CHF 999.00 zu veranschlagen (KAB 2). Zwar lebt der Berufungsbeklagte in seiner 1-Zimmer-Wohnung auf eher bescheidenem Fuss. Das Obergericht erachtet es aber als sinnvoll, hier - wie später auch bei anderen Positionen - auf die aktuelle und mit Belegen untermauerte Situation abzustellen." Mithin habe das Obergericht es im Unterhaltsurteil als zweckmässig bzw. vernünftig erachtet, auf die zum Urteilszeitpunkt gültigen und bewiesenen Wohnkosten abzustellen. Der vom Obergericht gezogene Umkehrschluss, wonach es einen Vorbehalt angebracht hätte, wenn es die spätere Berücksichtigung höherer Wohnkosten hätte zulassen wollen, ergebe sich weder aus dem Wortlaut der seinerzeitigen Erwägung noch aus einer Auslegung nach dem Vertrauensprinzip. Folglich seien ihm damals einzig wegen fehlender Beweisbarkeit keine höheren Auslagen angerechnet worden. Das Obergericht weiche in willkürlicher Weise von seinen eigenen Erwägungen ab. Dass der Beschwerdeführer im Unterhaltsfestsetzungsverfahren vor beiden Instanzen geltend gemacht hatte, er wolle zur besseren Ausübung der Besuchsrechte eine grössere Wohnung beziehen, weshalb ihm ein höherer Betrag für die Wohnkosten angerechnet werden müsse, stellt er nicht in Abrede. Wenn das Obergericht jedoch angesichts der prekären finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers, welche keinen genügenden Unterhaltsbeitrag ermöglichen, erwogen hat, es sei auf die aktuellen Kosten von Fr. 999.-- abzustellen, so lässt sich dies offenkundig nicht anders interpretieren, als dass höhere Auslagen nicht im übergeordneten Kindeswohl liegen würden und deshalb nicht gerechtfertigt wären. Was an den entsprechenden obergerichtlichen Erwägungen im nunmehr angefochtenen Entscheid willkürlich sein soll, ist unerfindlich.