Citation: 5A_403/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Es sei zwar durchaus denkbar, dass das schwankende Einkommen des Beschwerdeführers bei seiner damaligen Arbeitgeberin Grund für das Bedürfnis gewesen sei, Einkommensveränderungen bereits vorausschauend zu regeln. Daraus könne aber nicht per se abgeleitet werden, dass sich dieser Abänderungsvorbehalt nur auf gewisse Einkommen bzw. nur auf das Einkommen bei der damaligen Arbeitgeberin beziehen würde. Es liessen sich keinerlei Indizien finden, die es erlauben würden, auf einen solchen Willen zu schliessen. Vielmehr sei anzunehmen, dass es Eingang in die Konvention gefunden hätte, wenn die Parteien effektiv eine spezifische Regelung nur für die Situation bei der damaligen Arbeitgeberin gewollt hätten. Auch sei nicht im Ansatz ersichtlich, dass eine Unterscheidung zwischen wesentlicher und nicht wesentlicher Verminderung des Einkommens oder eine Unterscheidung in verschiedene Gründe, die zu einer Einkommensverminderung führen, getroffen werden sollte. Überdies seien der Antritt einer anderen Arbeitsstelle, die Reduzierung des Arbeitspensums von 100 % auf 40 % (ob gewollt oder ungewollt) sowie die kurzzeitige Arbeitslosigkeit gewöhnliche Gründe, die zu einer Verminderung des Einkommens führen würden.