Citation: 8C_338/2013 E. 4

Es steht fest und ist unbestritten, dass der Versicherte nicht in der Lage ist, seine Angelegenheiten selber zu besorgen. Aus diesem Grund wurden die Eltern des Versicherten vom Amtsgericht M.________, Deutschland, zu ehrenamtlichen Betreuern bestellt und je zur alleinigen Vertretung des Versicherten berechtigt. Wie weit diese Massnahmen und insbesondere die gerichtliche Vollmacht nach dem Umzug in die Schweiz noch gelten, braucht nicht abschliessend geklärt zu werden, da damit jedenfalls feststeht, dass der Versicherte von seinem Vater regelmässig unterstützt und dauernd betreut im Sinne von Art. 66 Abs. 1 IVV wurde. Damit hatte der Vater ein eigenständiges Recht zur Geltendmachung des Leistungsanspruch; ein solches wurde von der Beschwerdegegnerin denn auch diskussionslos anerkannt. Nach der erwähnten Rechtsprechung darf der Vater demnach den entsprechenden Entscheid auch auf dem Rechtsmittelweg weiterziehen, ohne dass er dafür eine Vollmacht seines Sohnes benötigte. Welchen Wert der "Vollmacht" vom 4. März 2013 des Sohnes zukommt, braucht demnach ebenso wenig geprüft zu werden wie die Frage, ob die IV-Stelle nicht verpflichtet gewesen wäre, dieses an sie gelangte Schreiben gestützt auf Art. 30 und Art. 58 Abs. 3 ATSG umgehend an das kantonale Gericht weiterzuleiten. Jedenfalls hat die Vorinstanz durch ihr Beharren auf einer schriftlichen Vollmacht und ihrem entsprechenden Nichteintretensentscheid gegen die bundesrechtliche Legitimationsregelung verstossen. Der vorinstanzliche Entscheid ist demnach aufzuheben und die Sache an das kantonale Gericht zurückzuweisen, damit es über die übrigen Eintretensvoraussetzungen befinde und, wenn diese erfüllt sind, die Beschwerde materiell behandle.