Citation: 6B_1255/2017 E. A

Im Strafbefehl vom 29. Juni 2015 wird X.________ vorgeworfen, er sei am 6. Juni 2014 in Tüscherz auf der Neuenburgerstrasse im Bereich einer Baustelle, in welchem die ursprüngliche Sicherheitslinie temporär durch eine orange Sicherheitslinie ersetzt war, aus Unachtsamkeit von der korrekten Spur abgekommen. Er habe mindestens mit zwei Rädern die orange Sicherheitslinie überfahren. Die ihm auf der Gegenfahrbahn entgegenkommende Autolenkerin A.________ habe versucht, eine Kollision mit dem teilweise auf ihrer Fahrspur fahrenden Fahrzeug von X.________ zu verhindern bzw. diesem auszuweichen. Sie habe ihr Auto dazu etwas nach rechts gelenkt, sei dabei aber auf eine seitliche Fahrbahnabschrankung aufgefahren. Dadurch habe sich ihr Auto von der Fahrbahn abgehoben, überschlagen und sie sei mit dem Fahrzeug von X.________ zusammengestossen. A.________ habe sich dabei schwere Verletzungen, insbesondere am Arm und am Kopf, zugezogen, sodass sie heute nicht mehr auf dem ursprünglichen Beruf und nur noch Teilzeit arbeiten könne. Insbesondere habe sie die Sensibilität der einen Hälfte einer Hand nicht wiedererlangt. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern (Region Berner Jura-Seeland) sprach X.________ am 29. Juni 2015 der fahrlässigen schweren Körperverletzung und der Widerhandlung gegen das SVG schuldig und bestrafte ihn mit einer bedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu Fr. 120.-- und einer Busse von Fr. 1'200.--. A.________ wurde mit ihrer Zivilklage auf den Zivilweg verwiesen. X.________ erhob Einsprache gegen den Strafbefehl.