Citation: 1C_31/2016 E. A

A.________ war am 12. Mai 2015 kurz vor sieben Uhr auf der Zürcherstrasse in Brütten (ZH) ausserorts mit seinem Motorrad unterwegs. Dabei wurde er einer polizeilichen Geschwindigkeitskontrolle unterzogen. Diese ergab bei einer signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h eine gefahrene Geschwindigkeit von etwa 140 km/h (vgl. Sachverhalt und E. 2.4 des angefochtenen Entscheids: gemäss ursprünglicher Messung Überschreitung "von netto 141 km/h"), dies nachdem er einen Bagger und einen Linienbus überholt hatte, die mit 20 km/h unterwegs gewesen waren. Die Kantonspolizei Zürich nahm A.________ den Führerausweis noch vor Ort ab. Am 10. Juni 2015 entzog das Strassenverkehrsamt des Kantons Thurgau A.________ gestützt auf Art. 16d Abs. 1 SVG den Führerausweis aller Kategorien auf unbestimmte Zeit und ordnete an, dessen Wiedererteilung setze ein positives verkehrspsychologisches Gutachten voraus. Diesen Entscheid korrigierte die Rekurskommission für Strassenverkehrssachen des Kantons Thurgau (nachfolgend: Rekurskommission) in ihrem Entscheid vom 20. August 2015: sie hielt fest, es fehle die Basis für einen definitiven Sicherungsentzug. Dagegen sei von Rücksichtslosigkeit im Sinne von Art. 90 Abs. 3 bzw. Art. 15d Abs. 1 lit. c SVG auszugehen. Es bestünden ernsthafte Zweifel an der Fahreignung von A.________, weshalb ihm der Führerausweis in Anwendung von Art. 30 Verkehrszulassungsverordnung (VZV; SR 741.51) vorsorglich zu entziehen sei. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Urteil vom 16. Dezember 2015 ab.