Citation: 8C_207/2021 E. 4.3.2

4.3.2. Was in der Beschwerde hiegegen vorgebracht wird, beschränkt sich im Wesentlichen auf appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung, worauf nicht weiter einzugehen ist (vgl. BGE 145 I 26 E. 1.3 i.f. mit Hinweisen). Inwiefern diese offensichtlich unrichtig sein und die Beweiswürdigung das Willkürverbot verletzen soll (vgl. vorstehende E. 1.1), ergibt sich aus der Beschwerde nicht. Namentlich leuchtet nicht ein, weshalb bei dieser Vorgehensweise keine gesamtheitliche Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit möglich sein sollte. Der Polymorbidität des Beschwerdeführers hätte durch die (mittels polydisziplinärer und ergänzender bidisziplinärer Begutachtung) umfassende Beurteilung sämtlicher gesundheitsbedingter Einschränkungen der Leistungsfähigkeit in somatischer wie psychischer Hinsicht angemessen Rechnung getragen werden können, zumal Experten die medizinische Situation in Kenntnis der Vorakten zu beurteilen haben. Was das verlangte hämatologisch-onkologische Gutachten in Bezug auf die diagnostizierte chronisch-myeloische Leukämie betrifft, stellte die Vorinstanz fest, dass sich diese in guter molekularbiologischer Remission befinde und mit dem Medikament Tasigna behandelt werde. Seitens der Gutachter sei die Leukämie, einschliesslich der beklagten Nebenwirkungen des Medikaments, hinreichend berücksichtigt worden. Die Vorinstanz führte hierzu in nicht zu beanstandender Weise aus, dass sich, auch wenn der Beschwerdeführer das Medikament höher dosiert als im Gutachten aufgeführt einnehmen müsse, wie er letztinstanzlich erneut einwendet, am Ergebnis nichts änderte. Der internistische Gutachter sei in Bezug auf die Nebenwirkungen davon ausgegangen, dass ein Teil der beklagten Müdigkeit medikamentös bedingt sei. Nichts anderes ergebe sich aus dem Bericht des Hämatologen Dr. med. F.________ vom 19. Juli 2019, der in allgemeiner Weise darauf hingewiesen habe, dass 20 % der Patienten bei dieser Medikation eine Müdigkeit beschrieben hätten. Im Bericht der Klinik für Hämatologie des Spitals G.________ vom 5. Februar 2018 sei der diagnostizierten Leukämie keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen worden. Die Vorinstanz stellte zudem fest, dass sich aus dem nach Verfügungserlass ergangenen Bericht des Dr. med. H.________, Facharzt für Innere Medizin, vom 1. März 2020 keine relevanten Rückschlüsse für den hier zu beachtenden Zeitraum bis zum Verfügungserlass ergäben. Seine Diagnose einer Cancer-related Fatigue habe er einzig auf die anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers gestützt und die beschriebene Müdigkeit sei den MEDAS-Gutachtern bekannt gewesen. Dass diese Darlegungen der Vorinstanz unhaltbar sind oder sich hieraus ein weiterer Abklärungsbedarf in hämato-onkologischer, kardio-onkologischer und psycho-onkologischer Hinsicht ergibt, vermag der Beschwerdeführer nicht darzulegen. Sein Verweis auf die Angabe des Hausarztes Dr. med. I.________, Facharzt für Innere Medizin, in seinem Bericht vom 6. August 2017, wonach möglicherweise die medikamentöse Therapie der chronisch myeloischen Leukämie beim Myokardinfarkt eine Rolle gespielt habe, ändert daran nichts. Nicht stichhaltig sind auch die übrigen Rügen zum vorinstanzlich in somatischer Hinsicht gestützt auf das MEDAS-Gutachten festgestellten Gesundheitszustand. Vor diesem Hintergrund hält die vorinstanzliche Annahme einer vollständigen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus somatischer Sicht in einer adaptierten Tätigkeit, namentlich auch in der bisherigen Tätigkeit als Bereichsleiter im Bürobereich, einer bundesgerichtlichen Überprüfung stand.