Citation: 6B_966/2022 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer wendet sich zunächst gegen die Würdigung seines Messerangriffs auf die Beschwerdegegnerin 2 als versuchter Mord und macht geltend, es sei von einer versuchten vorsätzlichen Tötung auszugehen. Er argumentiert, sein Motiv sei zwar nichtig gewesen, jedoch nicht vergleichbar mit Tötungen aus Habgier oder Mordlust und qualifiziere die Tat jedenfalls für sich allein noch nicht als Mord. Auch sei in seinem Vorgehen eine Heimtücke, die über das Überraschungsmoment hinausgehe, das wohl jedem Angriff in Tötungsabsicht zwangsläufig innewohne, nicht zu erkennen. Ebenso wenig zeuge sein Vorgehen von einer besonderen Hartnäckigkeit bzw. Grausamkeit oder Geringschätzung des Lebens. Er habe von der Tatausführung abgelassen und den Rettungsdienst avisiert. Ferner habe die Beschwerdegegnerin 2 die Attacke überlebt, wenn auch schwer verletzt. Schliesslich verfalle die Vorinstanz in Willkür, indem sie davon ausgehe, die Wahl des Notrufs sei prozesstaktisch motiviert gewesen, und daraus auf ein berechnendes, gefühlskaltes Verhalten schliesse. Eine Gesamtwürdigung aller äusseren und inneren Umstände ergebe, dass er gerade noch nicht skrupellos und egoistisch in einer für Mord typischen Weise gehandelt habe.