Citation: 9C_706/2023 E. 5.3.2

5.3.2. Im vorliegenden Fall scheint mit Blick auf den Arbeitgeberfragebogen vom 3. Mai 2002 sowie auf den - vor dem Unfallereignis unterzeichneten - Arbeitsvertrag zwischen der B.________ AG und der Beschwerdeführerin vom 2. Februar 2000 überwiegend wahrscheinlich, dass diese ohne Unfallereignis weiterhin Einkommen erzielt hätte, die wesentlich über dem vom kantonalen Gericht mittels statistischer Werte festgesetzten Valideneinkommen liegen würden. So wurde ihr im Arbeitsvertrag vom 2. Februar 2002 von Seiten der B.________ AG ein Bruttojahressalär von Fr. 160'000 für das Jahr 2001 und ein solches von Fr. 180'000.- für das Jahr 2002 für ein Pensum von 100 % (41.25 Stunden pro Woche) zugesichert. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin, die auf einen hypothetischen "anderen Lebensplan" verweist, fehlen Hinweise darauf, dass die Beschwerdeführerin diese Einkommen im Gesundheitsfall nicht überwiegend wahrscheinlich hätte realisieren können. Dies gilt umso mehr, als sie gemäss Auszug aus dem individuellen Konto bereits in den beiden Jahren davor bei der E.________ AG ähnlich hohe bzw. gar höhere Einkommen erzielt hatte (Fr. 172'326.- im Jahr 1998 und Fr. 191'650.- im Jahr 1999). Der Vollständigkeit halber sei zudem darauf hingewiesen, dass die letztlich in den Jahren 2000 und 2001 zur Auszahlung gelangten Einkommen trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung bei immerhin Fr. 130'406.- (2000) und Fr. 152'898 (2001) und damit ihrerseits deutlich über dem vorinstanzlich festgelegten Valideneinkommen lagen. Im Lichte all dessen kann nicht geschlossen werden, das Valideneinkommen lasse sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse nicht hinreichend genau beziffern und es müsse deshalb auf die LSE zurückgegriffen werden. Damit erübrigen sich von vornherein Weiterungen zu der Frage, inwiefern das kantonale Gericht mit dem konkret für das Jahr 2014 herangezogenen Tabellenlohn (LSE 2014, TA1_tirage_skill_level, Frauen, "Finanz- und Versicherungsdienstleistungen" [Wirtschaftszweig 64-66], Kompetenzniveau 4 [Tätigkeiten mit komplexer Problemlösung und Entscheidfindung]; Fr. 8'651.-) die für die Entlöhnung im Einzelfall relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren der Beschwerdeführerin genügend mitberücksichtigt hätte. Das von der Vorinstanz festgesetzte Valideneinkommen ist so oder anders bundesrechtswidrig.