Citation: U 317/06 16.08.2007 E. 1

A. S.________, geboren 1964, ist alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und war teilzeitlich als Nachtwache im Heim X.________ sowie als Ambulanzfahrerin im Zentrum Y.________ erwerbstätig. In ihrer Tätigkeit für das Heim X.________ war sie bei der "La Suisse" Unfall-Versicherungs-Gesellschaft (heute: Helsana Versicherungen AG; nachfolgend: Helsana oder Beschwerdeführerin) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 11. Juli 1998 erlitt sie während den Ferien als Mitfahrerin auf dem Rücksitz in einem Auto am Ende eines Staus auf der Autobahn im Ausland infolge einer Auffahrkollision eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS). Gemäss dem auf der Unfallstelle von beiden beteiligten Personenwagen-Lenkern unterzeichneten Unfallprotokoll wurde beim Fahrzeug, in welchem die Versicherte sass, nicht nur die ganze Heckseite eingedrückt, sondern auch die linke Türe hinten derart verzogen, dass sie sich nicht mehr öffnen liess. An der Karosserie fanden sich auch Stauchungszeichen auf dem Dach des Autos. Obwohl am Unfallort ein Ambulanzfahrzeug eintraf, zog es die Versicherte vor, sich im eigenen Auto zum Feriendomizil fahren zu lassen. Nach dortiger Ankunft meldete sie sich bei einem Allgemeinmediziner, welcher sie umgehend ins Spital A.________ einwies. Am 15. Juli 1998 wurde sie mit der Schweizerischen Rettungsflugwacht (REGA) repatriiert und in die Neurochirurgische Klinik des Spitals P.________ eingeliefert, von wo aus sie am 17. Juli 1998 zur Rehabilitation ins Spital G.________ verlegt wurde. Gemäss Bericht vom 11. August 1998 diagnostizierten die behandelnden Ärzte des Spitals G.________ ein "HWS-Distorsionstrauma mit Kontusion des Halsmarks" und überwiesen die Versicherte am 13. August 1998 zur Fortsetzung der Rehabilitation in die Klinik B.________, wo sie bis zum 23. September 1998 in stationärer Behandlung blieb. Die Helsana übernahm die Heilbehandlung und erbrachte ein Taggeld. Nach Eintreffen der polydisziplinären Expertise des Zentrums für Medizinische Begutachtung (ZMB) vom 27. Januar 2000 (nachfolgend: ZMB-Gutachten 1) stellte die Helsana gestützt auf den vertrauensärztlichen Bericht vom 18. Mai 2000 sämtliche Versicherungsleistungen ab 1. März 2000 ein (Verfügung vom 1. November 2000). Auf Einsprache hin hob die Helsana jedoch am 2. Februar 2001 die Verfügung vom 1. November 2000 wieder auf. Nach Einholung weiterer Arztberichte, einem stationären Aufenthalt der Versicherten im Zentrum R.________ vom 5. Juni bis 3. Juli 2001 und einer erneuten Exploration im ZMB vom 27. bis 31. Oktober 2003 (das Gutachten datiert vom 11. Dezember 2003 [nachfolgend: ZMB-Gutachten 2]) verfügte die Helsana am 12. August 2004 den folgenlosen Fallabschluss per 31. Juli 2004 und forderte "die Überentschädigung nach Art. 69 ATSG sowie die ausbezahlte Akontointegritätsentschädigung" im Umfang von Fr. 68'999.- zurück. Auf Einsprache hin verzichtete die Helsana auf die Geltendmachung der Rückerstattungsforderung und hielt im Übrigen an der Verfügung vom 12. August 2004 fest (Einspracheentscheid vom 29. April 2005).