Citation: 1C_445/2024 E. 3.2

3.2. Dass diese Voraussetzungen bei dem durch das Strassenverkehrsamt angeordneten vorsorglichen Führerausweisentzug erfüllt sind, macht der Beschwerdeführer nicht geltend und ist auch nicht erkennbar. Insbesondere bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass das Strassenverkehrsamt in funktioneller oder sachlicher Hinsicht nicht zuständig war. Die Verfügung erging zwar während des hängigen Rechtsmittelverfahrens betreffend das Belassen des Führerausweises unter Auflagen, wobei das Verwaltungsgericht der entsprechenden Beschwerde die aufschiebende Wirkung gewährt hat. Jedoch ist darin vorliegend kein krasser Verfahrensfehler zu erblicken, aufgrund dessen die Nichtigkeit anzunehmen wäre (vgl. BGE 115 Ia 321 E. 3c; Urteil 4P.99/1997 vom 25. Juni 1997 E. 3b/bb mit Hinweisen). Das Strassenverkehrsamt führt in seiner Vernehmlassung an das Bundesgericht aus, dass die Ausgangslage für den verfügten vorsorglichen Führerausweisentzug nicht mehr dieselbe gewesen sei wie bei der Auflagenverfügung; der vorsorgliche Führerausweisentzug sei erfolgt, nachdem sich die Zweifel an der Fahreignung des Beschwerdeführers derart erhärtet hätten, dass ein Belassen des Führerausweises "keineswegs mehr vertretbar" gewesen sei. Mithin traten aus Sicht des Strassenverkehrsamts neue Umstände hinzu, die dieses zur Anordnung des vorsorglichen Führerausweisentzugs veranlassten, was eine res iudicata im Übrigen ausschliesst. Zudem erscheint es vor diesem Hintergrund auch aus Gründen der Verkehrssicherheit ausgeschlossen, Nichtigkeit anzunehmen mit der Folge, dass dem Beschwerdeführer der Ausweis wieder ausgehändigt werden müsste, bevor feststeht, dass die negative Beurteilung seiner Fahreignung im Rechtsmittelverfahren keinen Bestand hat (vgl. BGE 138 II 501 E. 3.2.3). Es wird Gegenstand des vom Beschwerdeführer angehobenen Rechtsmittelverfahrens sein, ob das Strassenverkehrsamt den Führerausweis zu Recht vorsorglich entzogen hat.