Citation: 9C_694/2022 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was vorliegend eine andere Beurteilung, geschweige denn eine Änderung der in BGE 102 Ia 143 begründeten Praxis betreffend die Finanzierung "dualen Personals" gebieten würde. Insbesondere überzeugt es nicht, wenn der Beschwerdeführer die Kosten des "dualen Personals" hälftig dem Bereich "Tourismusförderung/Marketing" zugeordnet sehen will. Die Finanzierung dieses Personals mit Erträgen aus der Beherbergungsgebühr als Kostenanlastungssteuer wäre nämlich erst dann verfassungsrechtlich bedenklich, wenn die Personalkosten ohne den Tourismusbetrieb nicht anfallen würden, wenn also beispielsweise die Kosten für die Funktionen Finanzen und Human Resources ohne den Tourismusbetrieb in einem klar quantifizierbaren Umfang entfallen würden. Es ist jedenfalls nicht offensichtlich unrichtig, wenn die Vorinstanz sinngemäss davon ausgeht, dass dieses Einsparungspotenzial sich nicht oder zumindest nicht ohne unverhältnismässig grossen Aufwand beziffern lässt und sie deshalb keine weiteren Beweismassnahmen unternommen hat (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung BGE 147 IV 534 E. 2.5.1; 144 II 427 E. 3.1.3; 141 I 60 E. 3.3).