Citation: 1C_562/2014 E. 3.4

3.4. Zuerst ist festzuhalten, dass Art. 6 Abs. 2 BZO in der Fassung zu beurteilen ist, wie sie sich vor dem Verwaltungsgericht präsentierte, womit frühere aber auch künftige Formulierungen ausser Betracht fallen. Die Bestimmung ist demnach samt Marginalie und Verweis auf das kantonale Recht auszulegen, womit auch die genannte Praxis der kommunalen Bewilligungsbehörde seit der Revision im Jahr 2000 einschlägig ist. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer ist Art. 6 Abs. 2 BZO auslegungsbedürftig, da die Tragweite des Verweises auf § 255 Abs. 2 PBG nicht von vornherein klar ist. Letztere Bestimmung lautet: "Entsprechende Flächen [gemeint: alle dem Wohnen, Arbeiten oder sonst dem dauernden Aufenthalt dienenden oder hiefür verwendbare Räume] in Dach- und Untergeschossen sind anrechenbar, soweit sie je Geschoss die Fläche überschreiten, die sich bei gleichmässiger Aufteilung der gesamten zulässigen Ausnützung auf die zulässige Vollgeschosszahl ergäbe." Damit werden Dach- und Untergeschosse grundsätzlich privilegiert und können zusätzlich ausgenützt werden, wenn sie die in § 255 Abs. 2 PBG definierte Fläche einhalten.