Citation: 8C_633/2015 E. 4.1.3

4.1.3. Im Übrigen anerkennt auch der ZMB-Psychiater, dass die Versicherte besonders in den Jahren 2009 und 2012 Belastungen ausgesetzt gewesen war, welche in der Zeit von Dezember 2012 bis Februar 2013 eine rezidivierende depressive Störung zur Folge hatten. Damit in Übereinstimmung steht der Bericht des vom 22. November 2012 bis 22. Februar 2013 behandelnden Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 7. Oktober 2013, in welchem er eine mittelschwere depressive Störung mit somatischem Syndrom im Rahmen einer ausgeprägten psychosozialen Belastungssituation feststellt. Er attestiert eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit "aus gesamtmedizinischer Sicht". Ob er sich als Psychiater zu den Auswirkungen der somatischen Leiden überhaupt ein abschliessendes Bild machen konnte, ist nicht relevant, weil eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit aus einer medizinischen Gesamtsicht bis zum Datum der ZMB-Untersuchung vom 25. November 2013 unbestritten ist. Zur Beantwortung der Frage, ob das damals von Dr. med. D.________ festgestellte psychische Leiden zur Zeit der Untersuchung durch die ZMB-Gutachter noch bestand, trägt sein Bericht allerdings nichts bei.