Citation: 5P.161/2005 06.02.2006 E. 1

Gemäss Art. 540 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB ist unter anderem erbunwürdig, wer den Erblasser durch Arglist daran verhindert hat, eine Verfügung von Todes wegen zu errichten oder zu widerrufen. Das Appellationsgericht hat diesen Tatbestand als erfüllt betrachtet mit der Begründung, der Beschwerdeführer habe die Erblasserin angesichts gezielter Ausnützung des bestehenden Abhängigkeitsverhältnisses, durch Unterlassen jeglicher Aufklärung sowie unter Mitnahme des Testaments daran gehindert, eine neue, anders lautende Verfügung von Todes wegen zu errichten bzw. diejenige vom 2. Dezember 1993 zu widerrufen (E. 6.5 S. 27). Der Beschwerdeführer rügt die tatsächlichen Feststellungen des Appellationsgerichts als willkürlich, die der rechtlichen Beurteilung zugrunde liegen und die - von eng begrenzten Ausnahmen abgesehen - im Berufungsverfahren verbindlich sein werden (Art. 63 f. OG). Der Regel in Art. 57 Abs. 5 OG entsprechend, ist die staatsrechtliche Beschwerde deshalb vor der gleichzeitig eingelegten Berufung zu erledigen. Auf die staatsrechtliche Beschwerde kann grundsätzlich eingetreten werden. Formelle Einzelfragen, namentlich die Subsidiarität der staatsrechtlichen Beschwerde gegenüber der eidgenössischen Berufung (Art. 84 Abs. 2 OG) werden im Sachzusammenhang zu erörtern sein.