Citation: 4C.369/2005 08.02.2006 E. 2

2.1 Gemäss dem gerichtlichen Gutachten, auf welches die Vorinstanz ihre Erwägungen abstützt, wurde die Enthärtungsanlage vom Erstinstallateur entgegen der Offertenstellung sowie den Empfehlungen in der Einbau- und Betriebsanleitung starr mit metallischer Verbindung anstatt mit flexiblen Metallschläuchen angeschlossen, wie sie auch die Beklagte empfehle. Eine starre Verbindung erfülle die Forderung einer spannungsfreien Installation nicht. Schon bei der Erstinstallation habe die Möglichkeit bestanden, dass beim Anziehen der Verschraubung ein mechanischer Druck auf das Kunststoffteil ausgeübt werde, der zu einem Schaden führen könne. Dasselbe wiederhole sich bei jedem Service. Die mechanische Belastung führe schliesslich mit grosser Wahrscheinlichkeit zum Abriss der Laschen am Verbindungsstück. 2.2 Nach den Feststellungen der Vorinstanz gehört zu den vertraglichen Pflichten des Servicemonteurs die Kontrolle aller Geräteteile auf Zustand und Funktion, die Reparatur oder der Ersatz defekter oder verschlissener Teile, ein abschliessender Funktionstest sowie die Instruktion des Bedienungspersonals, sofern nötig und wünschbar. Die Vorinstanz ging davon aus, die Beklagte habe ihre vertraglichen Pflichten verletzt, da der Servicemonteur die Anlage nach erfolgtem Service wieder fest montiert habe, obwohl er die Risiken der starren Montage erkannt hatte. Die Gefahr eines Bruchs werde bei jeder Montage geschaffen, also auch bei der Wiedermontage nach dem Service. Darüber hinaus sei der Beklagten vorzuwerfen, dass sie die Kläger nicht über die Gefahr des starren Anschlusses informiert habe. Hätte der Monteur die Anlage nicht wieder montiert, wäre der Schaden nicht eingetreten. Das Verhalten der Beklagten sei für den Schaden somit kausal. 2.3 Eine Unterbrechung des Kausalzusammenhangs wegen Verschuldens des Erstmonteurs lehnte die Vorinstanz ab, da ein starrer Anschluss durchaus problemlos sein könne, wenn der starre Anschluss ganz präzis ausgeführt werde. Da das Gerät über drei Jahre in Betrieb war und das Verbindungsstück erst kurz nach der Wiedermontage gebrochen sei, sei die Erstmontage nicht grob unsorgfältig vorgenommen worden und nicht (Mit)ursache des eingetretenen Schadens gewesen.