Citation: 8C_411/2018 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht erkannte, dass die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosenentschädigung gemäss Art. 8 AVIG während ihres Praktikums grundsätzlich erfüllt habe. Insbesondere sei erstellt, dass sie vermittlungsfähig im Sinne von Art. 15 AVIG gewesen sei, da sie ihr Praktikum jederzeit habe beenden und eine neue, zumutbare Stelle hätte annehmen können. Die Vorinstanz führte sodann aus, beim streitigen Praktikum handle es sich nicht um ein echtes Praktikum, da die Beschwerdeführerin ihre universitäre Ausbildung zur Juristin abgeschlossen habe und die Tätigkeit bei der Organisation B.________ nicht als Anwaltspraktikum anerkannt sei. Hingegen erfülle das Praktikum die Voraussetzungen einer Erwerbstätigkeit und sei deshalb als unechtes Praktikum zu qualifizieren. Mit Ausnahme des Kriteriums der Entschädigung seien sämtliche Voraussetzungen einer Erwerbstätigkeit, so etwa eine Arbeitspflicht, die Eingliederung in eine fremde Arbeitsorganisation sowie ein Subordinationsverhältnis, gegeben. Die Tätigkeit der Beschwerdeführerin habe in der Unterstützung der "Trial Attorneys" der Organisation B.________ bestanden, sie sei am Sitz der Organisation B.________ in U.________ in dessen Arbeitsorganisation eingebunden gewesen und habe sich in einem Subordinationsverhältnis befunden. Auch aus dem "Internship-undertaking"-Formular sei eine Arbeitspflicht ersichtlich. Im Weiteren stehe die fehlende Entlöhnung der Annahme einer Erwerbstätigkeit nicht entgegen, was sich bereits aus Art. 320 Abs. 2 OR ergebe. Desgleichen habe das Bundesgericht in BGE 129 V 102 festgehalten, dass ein unbezahltes Praktikum eine Tätigkeit im Sinne eines Zwischenverdienstes darstelle. Folglich sei eine berufs- und ortsübliche Entschädigung zu ermitteln. Dabei schützte das kantonale Gericht das von der Arbeitslosenkasse anhand des Berufes eines "Juridischen Adviseurs" in den Niederlanden ermittele Einkommen. Als nicht stichhaltig erachtete es das Argument der Beschwerdeführerin, wonach sämtliche Praktika bei der Organisation B.________ unbezahlt seien. Zweck der Bestimmungen über den Zwischenverdienst sei es gerade, nicht zur Subventionierung von unüblich tiefen Löhnen den Staat einstehen zu lassen. Ferner hielt die Vorinstanz fest, die Beschwerdeführerin hätte die Möglichkeit gehabt und es sei ihr auch zumutbar gewesen, eine andere, besser bezahlte Tätigkeit zwecks Erwirtschaftung eines Zwischenverdienstes aufzunehmen. Damit habe die Beschwerdeführerin durch Annahme resp. Weiterführung des Praktikums ihre Schadenminderungspflicht verletzt. Schliesslich verneinte das kantonale Gericht ein treuwidriges Verhalten der Verwaltung resp. eine Verletzung der Aufklärungspflicht im Sinne von Art. 27 Abs. 1 ATSG.