Citation: 2C_92/2020 E. 6.2

6.2. Hinsichtlich seiner privaten Interessen lässt sich dem angefochtenen Urteil entnehmen, dass der alleinstehende Beschwerdeführer am 31. Juli 2017 in die Schweiz eingereist ist. Im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils hielt er sich somit seit rund zwei Jahren und vier Monaten hier auf. Zuvor hatte er sich von Juni 2011 bis längstens zu seiner Inhaftierung in Deutschland, im Mai 2013, in der Schweiz aufgehalten. Damit ist selbst unter Einbezug dieses Aufenthalts von keiner langen Anwesenheitsdauer auszugehen. In sprachlicher, beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht weist er gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen eine normale Integration auf (vgl. E. 3.5.4 des angefochtenen Urteils). Ein privates Interesse des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz ergibt sich aus seiner engen Beziehung zu seinem Bruder sowie aus den Beziehungen zu weiteren hier lebenden Geschwistern und Verwandten. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass keine dieser Personen zur Kernfamilie gehört und keine Anhaltspunkte für das Vorliegen eines besonderen Abhängigkeitsverhältnisses (vgl. dazu Urteil 2C_1048/2017 vom 13. August 2018 E. 4.4.2 mit Hinweisen) bestehen (vgl. E. 3.5.4 des angefochtenen Urteils). Damit fallen diese Beziehungen nicht in den Schutzbereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK und 13 Abs. 1 BV (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1 S. 12 f.). Zu Recht beruft er sich nicht auf den Schutz seines Privat- und Familienlebens, um daraus einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung abzuleiten. Weitere private Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz sind nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht. Schliesslich werden in der Beschwerde keine besonderen Hindernisse bei einer Wiedereingliederung in Deutschland genannt und solche ergeben sich auch nicht aus dem angefochtenen Urteil.