Citation: 8C_175/2008 20.08.2008 E. 3

Das Verwaltungsgericht hat in Würdigung der medizinischen Unterlagen festgestellt, dass der Gesundheitszustand des Versicherten in einer angepassten Tätigkeit mit wechselnd sitzender und stehender Körperposition, mit Gehstrecken nicht über 200 bis 300 m, ohne Tragen von Lasten über 10 kg und ohne Arbeiten in der Höhe ein um 20 % reduziertes Rendement während sieben bis achten Stunden täglich erlaube. 3.1 Dabei hat die Vorinstanz wesentlich auf das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 28. November 2006 abgestellt. Für die erst im Anschluss an diese Begutachtung von weiteren Ärzten gestellten Diagnosen verwies das Gericht auf den Bericht des RAD vom 8. August 2007. Danach belaste weder die neu diagnostizierte Kardiomyopathie noch der Diabetes die Arbeitsfähigkeit für leichte körperliche Arbeiten zusätzlich und die zu Gewichtsverlust führende, zwischenzeitig suffizient behandelte Laryngitis belaste die bereits reduzierte Leistungsfähigkeit ebenso wenig. Soweit im RAD-Bericht die von der MEDAS diagnostizierte emotionale instabile Persönlichkeitsstörung mit rezidivierenden depressiven Dekompensationen als sich möglicherweise weitergehend auf die Arbeitsfähigkeit auswirkend als von der MEDAS angenommen bezeichnet wurde, führte das Gericht aus, damit liesse sich die Einschätzung der MEDAS-Ärzte nicht erschüttern, handle es sich dabei doch lediglich um eine, allein auf der Basis eines mit der behandelnden Psychiaterin Dr. med. L.________ geführten Telefongesprächs getroffene unterschiedliche Einschätzung der Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eines der MEDAS bereits vertrauten und damit unveränderten Beschwerdebildes. 3.2 Zwar bemängelt der Beschwerdeführer die vorinstanzlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsunfähigkeit als offensichtlich unrichtig. Seine Einwendungen stellen indessen über weite Strecken appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung dar, welche im Rahmen der letztinstanzlich geltenden eingeschränkten Überprüfungsbefugnis nicht gehört werden kann. Hervorzuheben ist, dass die MEDAS selbst die Diagnose einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung gestellt hat, für welche die im Anschluss an den negativen Vorbescheid gezeigte, der RAD-Ärztin von Dr. med. L.________ offenbar telefonisch geschilderte heftige (emotionale) Reaktion geradezu begriffstypisch ist (siehe dazu die Definition dieses Beschwerdebildes nach ICD-10 F 60.3) und die von der MEDAS vorgenommene Anamnese durchaus eine Abschätzung der (dauerhaften) Ausprägung dieses Beschwerdebildes zuliess. Sodann äusserte die RAD-Ärztin im angesprochenen Bericht lediglich die Vermutung einer von der MEDAS zu optimistisch erfolgten Einschätzung der Auswirkungen dieser Komponente des multiplen Beschwerdebildes auf die Arbeitsfähigkeit insgesamt. Wie dergestalt ein Abstellen auf das MEDAS-Gutachten rechtlich nicht haltbar sein soll, ist nicht einsichtig, zumal dieses - wie bereits angesprochen - auch in Kenntnis der früheren Arztberichte abgegeben worden ist. Gesagtes gilt sinngemäss auch für die vom Spital X.________ am 7. Mai 2007 erwähnte, von der MEDAS ebenfalls bereits erkannte posttraumatische Belastungsstörung. Allein eine psychosoziale Belastungssituation kann sodann nicht mit einer nachhaltigen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit gleichgesetzt werden. Was die geltend gemachten somatischen Veränderungen des Gesundheitszustands seit der MEDAS-Begutachtung anbelangt, legt der Beschwerdeführer nicht näher dar, inwiefern die Vorinstanz auf die diesbezügliche Einschätzung der RAD-Ärztin nicht hätte abstellen dürfen.