Citation: 2C_213/2007 26.11.2007 E. 3

Der Einwand, wonach der nachzuziehende Sohn B. X.________ beim rechtskräftig abgewiesenen Gesuch aus dem Jahre 2004 nicht Partei gewesen sei und das Ergebnis des damaligen Verfahrens ihm daher nicht entgegengehalten werden könne, ist unbegründet. In Art. 17 Abs. 2 ANAG, der den Nachzug von Kindern von in der Schweiz niedergelassenen Eltern regelt, ist zwar von einem "Anspruch" der ledigen Kinder auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung die Rede. Träger dieses Anspruches sind jedoch trotz dieser Formulierung vorab die in der Schweiz niedergelassenen Eltern bzw. der hier niedergelassene Elternteil, die gegenüber der schweizerischen Behörde, sei es zusammen mit dem nachzuziehenden Kind oder allein, als verantwortliche Gesuchsteller auftreten und ohne deren Einverständnis für ein Nachzugsgesuch von vorherein kein Raum bestehen kann. Hinsichtlich der Erteilung von (fakultativen) Aufenthaltsbewilligungen spricht Art. 17 Abs. 2bis ANAG denn auch von der "Bewilligung des Nachzugs von ledigen Kindern". Es ist Sache der das Gesuch stellenden Eltern bzw. Elternteils, die Gründe für den beantragten Nachzug eines Kindes vorzubringen und zu belegen, und der hierüber ergehende Entscheid entfaltet seine Rechtswirkungen auch gegenüber dem betreffenden Kind, unabhängig davon, ob dieses formell ebenfalls als Gesuchsteller oder Rechtsmittelkläger aufgetreten ist. Darin, dass das Kantonsgericht auf diesen offensichtlich unbegründeten Einwand nicht ausdrücklich eingegangen ist, liegt auch keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör bzw. der Begründungspflicht (dazu ausführlich BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236 mit Hinweisen).