Citation: 8C_433/2016 E. 3.2.2

3.2.2. 3.2.2.1. Dr. med. I.________ und pract. med. J.________ gingen davon aus, traumatische Meniskusrisse seien grundsätzlich nur anzunehmen, wenn andere Strukturen (am Bandapparat oder an den Knochen) auch verletzt wurden; eine seltene Ausnahme bilde der Drehsturz, bei dem das rotierte, anfangs gebeugte Knie bei Fixierung des Ober- oder Unterschenkels in die Streckung gezwungen werde. Inwiefern dies hier angesichts des vom Versicherten geschilderten Ablaufs des Unfallgeschehens, der unter den Parteien unbestritten ist, nicht zutreffen soll, erscheint zumindest zweifelhaft. Wenn der Versicherte sich mit dem rechten Bein gegen die seitlich zum Rand der Ladefläche gleitende Palette stemmte und den "Rolli" mit der Handlenkung gegen die Lastwagenvorderwand leitete, wurde das rechte Knie eingeklemmt; daher ist nicht unwahrscheinlich, dass er rückwärts zu fallen drohte, sich auffangen und wieder aufrichten konnte und dabei eine Distorsion des rechten Knies erlitt. 3.2.2.2. Dr. med. I.________ und pract. med. J.________ führten weiter aus, es fehlten Zeichen einer akuten Meniskusverletzung (Einklemmungserscheinungen; deutliche Einschränkung der Gehfähigkeit; innerhalb kurzer Zeit auftretende Ergussbildung). Dazu ist festzuhalten, dass nicht weiter begründet wird, weshalb sich die Folgen eines traumatischen Meniskusrisses sofort, mithin akut nach einem Unfall in einem typischen Krankheitsbild manifestieren sollen. Dr. med. I.________ und pract. med. J.________ zitieren zu diesem Punkt denn auch keine einschlägige medizinische Literatur. In diesem Zusammenhang übersehen sie zudem, dass der Versicherte nach dem Unfall vom 30. Mai 2014 erstmals am 28. Juni 2014 einen Arzt aufsuchte, der unter anderem einen Erguss am rechten Kniegelenk medio-ventral festhielt (Bericht des Dr. med. C.________ vom 6. September 2014). Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass sämtliche anderen Ärzte, auch Kreisarzt Dr. med. E.________, von einer unfallbedingten Ruptur des Meniskus ausgingen, die auch gemäss der Chirurgischen Beurteilung des Dr. med. I.________ und des. med. pract. med. J.________ vom 27. Mai 2015 einen wesentlichen Teil der vom Beschwerdeführer geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausmachte.