Citation: 4A_86/2022 E. A

A.________ (Versicherter, Kläger, Beschwerdeführer), geboren 1995, war ab dem 1. September 2015 als Maurer-Akkordant bei der C.________ AG in einem Vollzeitpensum tätig und über sein Anstellungsverhältnis bei der B.________ AG (Versicherung, Beklagte, Beschwerdegegnerin) durch Kollektivvertrag gegen Lohnausfall bei Krankheit versichert (Police vom 1. Juli 2016). Versichert war bei einer Wartefrist von 30 Tagen ein Taggeld von 80% des versicherten Lohnes während einer Leistungsdauer von 720 Tagen (innerhalb von 900 aufeinanderfolgenden Tagen). Am 30. Juni 2018 erfolgte eine Krankheitsmeldung durch die Arbeitgeberin, der Versicherte habe die Arbeit seit 1. Juni 2018 im Zusammenhang mit einem Herz-/Lungenleiden ausgesetzt. Nach Ablauf der Wartefrist von 30 Tagen richtete die Versicherung vom 1. Juli 2018 bis am 22. Oktober 2018 Krankentaggelder aus. Am 29. Januar 2019 teilte die Versicherung nach Rücksprache mit dem beratenden Arzt Dr. med. D.________, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, die Leistungseinstellung mit, da eine Arbeitsunfähigkeit nicht rechtsgenügend nachgewiesen sei. Gleichzeitig verzichtete sie auf eine Rückforderung der bereits ausgerichteten Taggelder. Am 24. April 2020 hielt sie an der Leistungseinstellung vom 29. Januar 2019 fest, nachdem weitere Arztberichte aufgelegt und von Dr. D.________ einer Nachbeurteilung unterzogen worden waren, sowie E.________, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin und Arbeitsmedizin, am 6. April 2020 im Auftrag der Rechtsschutzversicherung des Versicherten eine arbeitsmedizinische Beurteilung abgegeben hatte.