Citation: 9C_549/2024 E. 2.2

2.2. Der Steuerpflichtige greift in seiner Beschwerdeschrift verschiedene Aspekte auf, die aber allesamt die materiellrechtliche Seite des Verrechnungssteuerverhältnisses betreffen. Dass er die Kostenvorschuss auch innerhalb der angesetzten Nachfrist schuldig geblieben ist, lässt der Steuerpflichtige unbestritten. Er scheint indes geltend machen zu wollen, dass der Kostenvorschuss "durch Verrechnung" beglichen worden sei. Hierzu ist der Steuerpflichtige auf Art. 125 Ziff. 3 OR hinzuweisen. Danach lassen sich Verpflichtungen gegen das Gemeinwesen aus öffentlichem Recht "wider den Willen des Gläubigers" (hier: Kanton Zürich) durch Verrechnung nicht tilgen. Die Rechtsunterworfenen können folglich ihre Verpflichtungen aus öffentlichem Recht nur mit Zustimmung des Gemeinwesens verrechnen, unabhängig davon, ob ihre Gegenforderung dem privaten oder dem öffentlichen Recht entstammt. Dies drückt einen allgemeinen Rechtsgrundsatz aus. Die Verrechnungsmöglichkeit der rechtsunterworfenen Person, die eine öffentlich-rechtliche Forderung schuldet, ist eingeschränkt, während es dem Gemeinwesen freisteht, zu verrechnen, sofern nur die Voraussetzungen von Art. 120 ff. OR erfüllt sind (Urteile 9C_441/2022 vom 22. Februar 2023 E. 4.3.3.2; 2C_863/2022 vom 9. November 2022 E. 4.2.1 mit zahlreichen Hinweisen; so schon BGE 85 I 157 E. 2; 71 I 287 E. 5).