Citation: 6B_139/2022 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer stellt sich als um die Sicherstellung des Eigenkonsums besorgten Täter dar und wirft die Frage auf, ob daher nicht die sanktionsmässige Privilegierung von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG in den Vordergrund rücke und das Katalogdelikt, wenn auch nicht formell, verdränge. Wäre dies nicht der Fall, könnte die höchst widersprüchliche Situation eintreten, dass dank Strafmilderung eine geringe Geldstrafe oder blosse Busse auferlegt werden könnte, "was gar noch unter den Ansätzen des Grundtatbestands von Art. 19 Abs. 1 BetmG (also keine Katalogtat) läge, gleichwohl aber [eine] obligatorische Landesverweisung zur Folge hätte". Es sei zu prüfen, ob dies nicht im erläuterten Sinne Bundesrecht verletze (Beschwerde S. 5). Mit 12 g Heroin-Hydrochlorid ist der quantitativ schwere Fall im Sinne der Strafzumessungsnorm des Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG bereits erfüllt (BGE 119 IV 180 E. 2d). Im Wesentlichen wegen Transports einer grossen Menge Heroingemischs wird der Beschwerdeführer wegen Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 2 BetmG zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 31 Monaten verurteilt. Deshalb ist er von Gesetzes wegen (unter Vorbehalt insb. von Art. 66a Abs. 2 StGB) obligatorisch aus der Schweiz zu verweisen im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB. Angesichts dieser Verurteilung erweist sich die Argumentation des Beschwerdeführers von vornherein als irrelevant. Es ist nicht erkennbar, wie gestützt auf Erläuterungen unter den Gesichtspunkten von Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG (betr. Strafmilderung), Art. 105 Abs. 1 StGB (betr. Übertretungen, die keine Katalogtaten sind) oder BGE 145 IV 404 (betr. Ladendiebstahl) beim Beschwerdeführer auf einen Härtefall nach Art. 66a Abs. 2 StGB geschlossen werden sollte (Beschwerde S. 5 f.). Wie die Vorinstanz bereits festhielt, enthält die Bestimmung von Art. 19 Abs. 3 BetmG zwei besondere betäubungsmittelspezifische Strafmilderungsgründe fakultativen Charakters. Diese stellen kein eigenes Unrecht dar und sind einzig für die Strafzumessung von Bedeutung (Urteil S. 9 sowie S. 13 mit Hinweis auf BGE 144 IV 168 E. 1.4.2). Auch auf diese Vorbringen ist nicht einzutreten.