Citation: U 13/07 07.02.2008 E. 4.2

4.2.1 Die Vorinstanz stellte in Bestätigung des Einspracheentscheids fest, dass unmittelbar im Anschluss an den Unfall einzig Nacken- und Kopfschmerzen auftraten. Andere Symptome habe die Versicherte ausdrücklich verneint. Schmerzausstrahlung in den Bereich der rechten Schulter sowie Lärm- und Lichtempfindlichkeit habe sie erst einige Zeit später geltend gemacht. Es habe daher kein buntes Beschwerdebild im Sinne der Rechtsprechung vorgelegen. 4.2.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird zu Recht vorgebracht, dass es praxisgemäss für die Annahme eines Schleudertraumas genügt, wenn sich innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden Beschwerden in der Halsregion und der HWS manifestieren (vgl. Urteil U 264/97 vom 12. August 1999 E. 5e, publ. in: RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29). Im Urteil vom 30. Oktober 2007 (U 17/07 E. 5, publ. in: SVR 2007 UV Nr. 23 S. 75) hat das Bundesgericht diese Praxis mit zahlreichen Hinweisen bestätigt. Es stellte fest, soweit sich aus weiteren Urteilen etwas Gegenteiliges ergebe, könne daran nicht festgehalten werden. Es sei nicht einzusehen, inwieweit gewisse zum typischen Beschwerdebild gehörende Symptome, wie zum Beispiel eine Depression, sich innerhalb von 24 bis 72 Stunden manifestieren könnten. Hier stellte der unmittelbar nach dem Unfall vom 17. Juni 2004 konsultierte Dr. med. C.________ Nacken- und Kopfschmerzen sowie leichte Einschränkung der HWS-Beweglichkeit fest (Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma vom 18. Juni 2004). Diese Symptomatik genügt für die Annahme, dass die Versicherte beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS erlitten hat. Allerdings ist hinsichtlich der vorinstanzlichen Auffassung einzuräumen, dass sich in der Folge keine Häufung typischer Symptome einstellte. Der Frage, wie es sich damit verhält, muss nicht weiter nachgegangen werden, wenn es ohnehin an dem für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers kumulativ erforderlichen, gestützt auf die Praxis nach BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 ff. beurteilten adäquaten Kausalzusammenhang fehlt (vgl. Urteil U 183/93 vom 12. September 1994 E. 3c, publ. in: SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68; vgl. auch Urteil U 17/07 vom 30. Oktober 2007 E. 3.3).