Citation: 9C_636/2018 E. 6.2.3

6.2.3. Weiter hat das kantonale Versicherungsgericht erwogen, aus somatischer Sicht bestünden zwar "Komorbiditäten" (BGE 141 V 241 E. 4.3.1.3 S. 300). Diese fielen jedoch nicht besonders ins Gewicht, zumal sie nicht zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit führten. Ihnen könne daher keine ressourcenhemmende Wirkung beigemessen werden. Diese Argumentation verletzt Bundesrecht Der Umstand, dass die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht eingeschränkt ist, gibt keine Antwort auf die im Kontext interessierende Frage, inwiefern sich körperliche (oder psychische Begleit-) Erkrankungen auf die Ressourcen bzw. deren Mobilisierung auswirken (BGE 143 V 418 E. 8.1 S. 429; Urteil 9C_21/2017 vom 22. Februar 2018 E. 5.2.1; schon BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 f.). Es kommt dazu, dass die Gutachterstelle in ihrer "Stellungnahme Ergänzungs-fragen" vom 5. März 2014 festhielt, aufgrund der depressiven Störung liege aus psychiatrischer Sicht eine Komorbidität von erheblicher Schwere vor (im Sinne der damals anwendbaren sog. "Foerster-Kriterien" [vgl. BGE 139 V 547 E. 9.1.1 S. 565], an welchen sich denn auch der Psychiater des MZR orientiert hatte). Ins Gewicht fallende und damit rechtlich relevante Begleiterkrankungen ("Komorbiditäten") zur psychischen Störung können somit nicht ausgeschlossen werden.