Citation: 4C.340/2001 20.12.2002 E. 3

Gegenüber der zweiten Begründung des Obergerichts erhebt der Kläger zur Hauptsache die Rüge einer Verletzung von Art. 8 ZGB durch falsche Beweislastverteilung. Er übersieht indessen, dass die Frage der Beweislastverteilung gemäss ständiger Praxis des Bundesgerichts gegenstandslos ist, wenn die Vorinstanz aufgrund ihrer Beweiswürdigung zum Ergebnis gekommen ist, ein bestimmter Sachverhalt sei nachgewiesen worden (BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 277 mit Hinweisen). So verhält es sich im vorliegenden Fall, denn das Obergericht erachtet als beweismässig erstellt, dass C.________ vom Kläger mündlich angewiesen wurde, B.________ Fr. 180'000.-- auszuzahlen. Eine Verletzung von Art. 8 ZGB durch das Obergericht scheidet damit aus. Was der Kläger sonst noch gegen die zweite Begründung des Obergerichts vorbringt, erschöpft sich in blosser, im Berufungsverfahren unzulässiger Kritik an den tatsächlichen Feststellungen und der Beweiswürdigung der Vorinstanz. Darauf ist nicht einzutreten. Damit erweist sich die zweite Begründung des Obergerichts als bundesrechtskonform, weshalb auf die vom Kläger gegen die erste Begründung erhobenen Rügen nicht eingegangen zu werden braucht.