Citation: H 177/99 19.01.2000 E. B

B.- Am 6. Februar 1996 reichte die Ausgleichskasse beim Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft Klage ein mit dem Antrag, O.________ und A.________ seien unter solidarischer Haftbarkeit zur Bezahlung von Schadenersatz in der Höhe von Fr. 156'169.70 zu verpflich- ten, unter Anrechnung einer allfälligen Konkursdividende. In der Replik auf die Klageantwort der Beklagten reduzierte die Ausgleichskasse die Schadenersatzforderung auf Fr. 147'561.60, was im Wesentlichen auf eine eingegangene Dividende sowie auf Verlustscheine für Lohnforderungen der Beklagten zurückzuführen war. Das Versicherungsgericht wies die Klage mit der Be- gründung ab, dass zwar ein Verschulden der Beklagten im Zusammenhang mit den Umständen, die zu den Zahlungsausstän- den geführt hätten, nicht auszuschliessen sei. Es sei je- doch zu berücksichtigen, dass sich die Beklagten mit der Ausgleichskasse in Verbindung gesetzt hätten und diese zu einem Zahlungsaufschub bereit gewesen sei. Dass die Zah- lungsvereinbarung in der Folge nur teilweise eingehalten worden sei, erkläre sich damit, dass die Beklagten durch die von der Kantonalbank verlangte Globalzession praktisch handlungsunfähig geworden seien. Im Übrigen hätten die Be- klagten alles ihnen Mögliche und Zumutbare für die Rettung des Betriebes und damit auch für die Ablieferung der ge- schuldeten Beiträge gemacht. Soweit eine Verletzung der Sorgfaltspflicht vorliege, sei sie als leichte Fahrlässig- keit einzustufen (Entscheid vom 10. März 1999).