Citation: 5A_422/2019 E. 5.2.2

5.2.2. Was den Streit um die Kosten der Reparatur des Nutzfahrzeugs angeht, argumentiert die Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin habe nicht ein einzelnes Fahrzeug, sondern eine Gesamtheit von Transportmitteln und damit auch eine Gesamtheit von Service-Intervallen übernommen. In dieser Konstellation sei es "absolut branchenüblich", einen Stichtag zu bestimmen und die Serviceverpflichtung für alle Transportmittel auf dieses Datum zu übernehmen. Wenn ein Fahrzeug am ersten Tag nach der Übernahme eine Panne habe und ein anderes bis zum nächsten Service gar nie ausfalle, gleiche sich dies "natürlicherweise" aus. Aus diesem Grund sei Art. 258 Abs. 1 OR wegbedungen worden. Was es damit auf sich hat, kann offenbleiben. Denn die Beschwerdeführerin versäumt es wiederum, auf die entscheidrelevanten Erwägungen des Obergerichts einzugehen. Dies gilt insbesondere für die Erkenntnis, wonach die Wegbedingung von Art. 258 Abs. 1 OR nichts daran ändere, dass die C.________ AG jedenfalls mit Bezug auf das in Panne geratene Fahrzeug ihre vertragliche Pflicht verletzt habe, der Beschwerdegegnerin einsatzfähige Transportmittel zu vermieten.