Citation: 2C_216/2019 E. 5.2.1

5.2.1. Gemäss der Auffassung der Vorinstanz ist die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu den interkantonalen Ausscheidungsverlusten (vgl. dazu vorne E. 4) im Fall des Fonds B.________ bzw. der Beschwerdeführerin nicht anwendbar. Zur Begründung führt die Vorinstanz aus, die Rechtsprechung zu den Ausscheidungsverlusten beruhe auf dem Grundsatz der Gesamtreineinkommens- bzw. Gesamtreingewinnbesteuerung. Dieser Grundsatz komme aber im Fall des Fonds B.________ nicht zum Tragen, da er als kollektive Kapitalanlage im Sinne von Art. 23 Abs. 1 lit. i StHG grundsätzlich steuerbefreit sei. Folglich könne sich die Beschwerdeführerin nicht auf diese Rechtsprechung berufen. Nur bei einer tatsächlichen gesamthaften Besteuerung des Gewinnes müsse ein ausserkantonaler Grundstückverlust, der sich nicht anderweitig verrechnen lasse, bei der Grundstückgewinnsteuer in Abzug gebracht werden können. Die Vorinstanz führt weiter aus, die Kantone seien zwar nach Art. 23 Abs. 4 i.V.m. Art. 10 Abs. 1 lit. c StHG dazu verpflichtet, innerkantonale Grundstücksverluste bei der Grundstückgewinnsteuer, welche gewinnsteuerbefreite juristische Personen schulden, anzurechnen. Eine weitergehende Pflicht zur Berücksichtigung von objektfremden Verlusten bei der Grundstückgewinnbesteuerung solcher juristischer Personen bestehe aber weder nach dem StHG noch nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Steuerharmonisierung und zur interkantonalen Verlustanrechnung. Entsprechendes gelte auch für kollektive Kapitalanlagen, welche steuerbefreiten juristischen Personen gleichgestellt seien. Ein Verstoss gegen das Schlechterstellungsverbot liege nicht vor, weil der Kanton Bern als Liegenschaftskanton den Fonds B.________ nicht stärker besteuere als einen in diesem Kanton ansässigen Immobilienfonds.