Citation: 8C_586/2015 E. 3.2

3.2. Mit Bezug auf das Gutachten des medizinischen Zentrums C.________ ging das kantonale Gericht davon aus, dass sich die Gutachter bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten aufgrund der Laborbefunde und der festgestellten Compliance über die Medikamenteneinnahme und die möglichen Nebenwirkungen im Klaren waren. Laut den Gutachtern beeinträchtigen sowohl die orthopädisch ausgewiesenen degenerativen Schäden im Bereich der Wirbelsäule (Diagnose: panvertebrales Schmerzsyndrom bei pathologischen Wirbelsäulenbefunden) wie auch die diagnostizierte chronifizierte leichte depressive Episode die Arbeitsfähigkeit um 20 Prozent. Zumutbar seien leichte, rückenadaptierte, wechselbelastende Arbeiten, während Akkordtätigkeiten und Tätigkeiten in Wechselschicht, insbesondere Nachtschicht zu vermeiden seien. Nicht gefolgt ist das kantonale Gericht der psychiatrischen Beurteilung von Frau Dr. med. F.________, soweit sich diese retrospektiv zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit der Versicherten in der Zeit vor der Begutachtung äusserte. Für diesen Zeitraum lägen mit den Gutachten des Dr. med. D.________ und von med. pract. E.________ zwei konsistente und überzeugende Beurteilungsgrundlagen vor, die mit der Beschreibung depressiver Episoden unterschiedlichen Schweregrades nachvollziehbar einen schwankenden Verlauf der psychischen Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin begründeten. Dr. med. D.________ habe im Dezember 2008 zeitnah eine leichte depressive Episode diagnostiziert und eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 30 Prozent ab August 2008 attestiert. Med. pract. E.________ sei aufgrund der im Zeitpunkt der Exploration vom 20. Oktober 2010 erhobenen Befunde von einer leichten Verschlechterung der depressiven Symptomatik seit der von Dr. med. D.________ vorgenommenen Beurteilung ausgegangen und habe eine mittelgradige depressive Störung diagnostiziert. Die Diskrepanz erkläre er mit Schwankungen im Krankheitsverlauf. Da eine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes seit der vorherigen Begutachtung als überwiegend wahrscheinlich erscheine, könne auf die ab Oktober 2010 bescheinigte 40-prozentige Arbeitsunfähigkeit abgestellt werden. Für den Zeitraum ab der Exploration vom Januar 2013 erschien dem kantonalen Gericht die Beurteilung von Frau Dr. med. F.________, welche eine chronifizierte leichte depressive Episode diagnostizierte und von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 Prozent infolge der emotionalen Minderbelastbarkeit und eingeschränkten Stresstoleranz ausging, als nachvollziehbar und überzeugend begründet. Aufgrund des schwankenden Verlaufs der depressiven Erkrankung sei auch erklärbar, dass sich dies jeweils auf die Arbeitsfähigkeitseinschätzung auswirke. Die von den psychiatrischen Gutachtern abweichenden Einschätzungen der behandelnden Psychiaterin, Frau Dr. med. G.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vermöge nichts zu ändern und lasse insbesondere nicht darauf schliessen, dass die Gutachter eine unangemessene Zumutbarkeitsbeurteilung vorgenommen hätten oder deren Betrachtung in Zweifel gezogen werden müsste. Die medizinische Aktenlage vermittle - auch bezüglich der geltend gemachten Schulterbeschwerden - für den massgebenden Zeitraum ab Erlass der Verfügung vom 30. April 2013 genügend Klarheit über den rechtserheblichen Sachverhalt, weshalb von der Einholung ergänzender medizinischer Unterlagen abzusehen sei.