Citation: I 489/04 08.02.2005 E. 2

Zu prüfen ist, ob die Invaliden- oder die Krankenversicherung für die umstrittenen medizinischen Massnahmen aufzukommen hat. 2.1 Die Vorinstanz erwog, es liege eine lang dauernde Behandlung vor, habe diese doch 1992 begonnen und werde noch über mehrere Jahre andauern. Zudem ergebe sich aus den Akten, dass die Leiden der Versicherten labiler Art seien und hinsichtlich einer späteren Erwerbsfähigkeit keine klare Prognose erlaubten. Solche fielen rechtsprechungsgemäss in den Leistungsbereich der Krankenversicherung. Demgegenüber macht die Visana gestützt auf einen Bericht ihres Vertrauensarztes, Dr. med. A.________, vom 30. August 2004 geltend, es liege ein stabilisierter Gesundheitszustand vor. Die Versicherte leide an einem irreversiblen, seit Jahren gleich gebliebenen Hirnschaden, der medizinisch nicht behandelbar sei. Mit Therapien könnten lediglich die Folgen dieses neurologischen Defektzustandes angegangen werden. Die Physiotherapie bezwecke eine Verbesserung der Muskelfunktionen, um während des Wachstums eine Fehlhaltung der Wirbelsäule sowie Deformitäten vor allem im Bereich der Füsse auf ein Minimum zu reduzieren. Das Vermeiden von Deformitäten sei das wichtigste Ziel der rehabilitativen Massnahmen und unabdingbar für die berufliche Eingliederung. Während somit der neurologische Defektzustand immer gleich bleibe, sähen die Folgeerscheinungen desselben auf den Bewegungsapparat je nach Therapieaufwand unterschiedlich aus. Der Grundschaden sei jedoch medizinisch gesehen kein labiles pathologisches Geschehen. Zudem übernehme die Invalidenversicherung bei Minderjährigen auch Vorkehren, die sich gegen labiles Leiden richteten. 2.2 Gemäss den Akten liegt eine jahrelange Behandlung vor. Ohne diese würde sich der Zustand der Versicherten weiter verschlechtern. Gemäss Bericht von Dr. med. B.________, Spezialarzt für Kinder und Jugendliche, vom 25. März 2003 wäre bei Einstellung der Rehabilitationsmassnahmen eine zunehmende sekundäre Behinderung des Kindes zu erwarten, während die regelmässigen Therapien den Ist-Zustand zu halten, vielleicht ein wenig zu verbessern vermöchten. Demzufolge sind die bislang von der Invalidenversicherung übernommenen Massnahmen ungeachtet des möglicherweise irreversiblen Hinrschadens stabilisierender Art. Sie helfen eine weitere Verschlechterung des Zustandes zu verhindern. Nach der Rechtsprechung (AHI 1999 S. 127 f. Erw. 2d) richten sich stabilisierende Vorkehren aber immer gegen labiles pathologisches Geschehen. Sie fallen daher, wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, in den Bereich der Krankenversicherung.