Citation: 6B_1390/2022 E. 3

Die Vorinstanz erwägt, es sei unbestritten, dass der Beschwerdeführer mit seinen Fingern in die Vagina von C.A.________ eingedrungen sei und C.A.________ so lange gewürgt habe, bis sie das Bewusstsein verloren habe. Bestritten sei lediglich, zu welchem Zeitpunkt der Beschwerdeführer seine Finger eingeführt habe und damit einhergehend, ob er die sexuelle Handlung ohne Einverständnis von C.A.________ vorgenommen habe. Die Vorinstanz erwägt, C.A.________ habe konstant, schlüssig und glaubhaft ausgesagt, dass der Beschwerdeführer in der Nacht um ca. 3:00 Uhr ins Bett gekommen sei und begonnen habe, ihr Gesäss zu streicheln. Sie sei aufgewacht und habe dem Beschwerdeführer zu verstehen gegeben, dass sie das nicht möchte. Daraufhin sei sie aufgestanden, auf die Toilette gegangen und wieder ins Bett zurückgekehrt. Nachdem der Beschwerdeführer sie erneut am Gesäss gestreichelt und sie ihm gesagt habe, dass sie das nicht wolle, habe er sie zu sich gezogen und sodann gewürgt, bis sie das Bewusstsein verloren habe. Als sie wieder zu sich gekommen sei, sei sie auf allen Vieren im Gang gewesen, wobei ihre Pyjamahose nur noch am linken Bein gehangen habe. Die Version des Beschwerdeführers, wonach nicht ausgeschlossen werden könne, dass er mit seinen Fingern in C.A.________ eingedrungen sei, als sie noch geschlafen habe und sie dies möglicherweise nicht bemerkt habe, sei lebensfremd. Da sie lange Pyjamahosen getragen habe und das Unterhemd in die Hose reingesteckt habe, sei ein Eindringen ohne Herunterziehen der Hose nicht möglich gewesen. C.A.________ habe aber von Beginn an konstant geschildert, dass das Streicheln am Gesäss mit Gewissheit über der Pyjamahose gewesen sei und sie erst nach dem Würgen keine Pyjamahose mehr angehabt habe. Dies decke sich auch mit den glaubhaften Aussagen ihres ältesten Sohnes, der aufgrund der Schreie seiner Mutter aufgewacht sei und seine Mutter im Gang kriechend und unten vollkommen nackt angetroffen habe. Im hinteren Scheidengewölbe von C.A.________ seien DNA-Spuren des Beschwerdeführers sichergestellt worden, der Beschwerdeführer habe vor der Tat während mindestens einer Woche keinen sexuellen Kontakt mit C.A.________ gehabt und im Berufungsverfahren sei grundsätzlich unbestritten geblieben, dass die DNA-Spuren des Beschwerdeführers auf das Eindringen mit den Fingern zurückzuführen sei. Aufgrund der DNA-Spuren sei auszuschliessen, dass der Beschwerdeführer mit seinem Penis in C.A.________ eingedrungen sei. Vor diesem Hintergrund seien die Anträge des Beschwerdeführers, Gutachten über "Somnophilie", "Dormaphilie" und über die "Weckschwelle" zu erstellen, abzuweisen. Die Vorinstanz erwägt weiter, dass die äusseren Tatumstände sich auch mit den inneren Umständen des Beschwerdeführers decken. Die komplett überschiessende Reaktion auf die Zurückweisung füge sich vor dem Hintergrund der bevorstehenden Trennungssituation, dem Verlust seiner einzigen tiefen emotionalen Bindung sowie der enthemmenden Wirkung des Alkohols in ein vom Beschwerdeführer gewohntes Verhaltensmuster ein. Der Auswertung des Mobiltelefons des Beschwerdeführers sei zu entnehmen, dass er in den Tagen und Wochen vor der Tat unzählige Pornographie mit schlafenden oder bewusstlosen Frauen konsumiert habe. Somit sei nicht auszuschliessen, dass die Regungslosigkeit von C.A.________ einen zusätzlichen sexuellen Reiz ausgelöst habe. Für die Vorinstanz bestanden vor diesem Hintergrund keine Zweifel, dass der Beschwerdeführer, nachdem er C.A.________ bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt habe, ihr die Hose heruntergezogen und dann seine Finger in ihre Vagina eingeführt habe.