Citation: 6B_603/2024 E. 1.2.1

1.2.1. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer mit dem versuchten Raub und der gewerbsmässigen Hehlerei mehrere Katalogtaten begangen hat, die grundsätzlich die obligatorische Landesverweisung nach sich ziehen. Die Vorinstanz bejaht einen schweren persönlichen Härtefall. Der Beschwerdeführer wurde 1992 in Kosovo geboren und reiste im Alter von drei Jahren im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein. Er absolvierte hier eine Aus- und Weiterbildung als Boden- und Parkettleger und arbeitete selbständig sowie im Unternehmen seines Bruders. Nach seinen Angaben hat ihm dieser für die Zeit nach dem Strafvollzug eine Weiterbeschäftigung zugesichert. Er hat Darlehensschulden von Fr. 30'000.-- und Betreibungen von ca. Fr. 40'000.--. Der Beschwerdeführer ist seit 2016 mit einer Landsfrau verheiratet und hat zwei minderjährige Kinder im Alter von drei und fünf Jahren. Er lebt mit ihnen sowie seinen Eltern und einer Grossmutter zusammen. Ausserdem leben zwei Brüder und zwei Onkel in der Schweiz. Über weitere soziale Kontakte oder Engagements, etwa in einem Verein, ist nichts bekannt. Die Vorinstanz verortet den Lebensmittelpunkt des Beschwerdeführers in der Schweiz, erachtet seine wirtschaftliche und berufliche Integration aber nur als teilweise geglückt und die persönliche und gesellschaftliche Integration angesichts der Aufenthaltsdauer von 29 Jahren als höchstens durchschnittlich.