Citation: 6B_416/2024 E. 2.2

2.2. Die Ausführungen des Beschwerdeführers vermögen weder einen Ermessensmissbrauch noch eine Verletzung der Begründungspflicht durch die Vorinstanz hinsichtlich der Strafzumessung aufzuzeigen. Die Vorinstanz führt sämtliche vorliegend für die Bewertung der objektiven Tatschwere relevanten Faktoren auf. Ihrem Urteil ist ohne weiteres zu entnehmen, dass sie den angeklagten Sachverhalt mit Ausnahme des behaupteten Samenergusses als erstellt erachtet und damit, dass ein ungeschütztes Eindringen mit dem erigierten Penis in die Vagina von B.________ erfolgt ist. Indem der Beschwerdeführer demgegenüber in seinen Erwägungen zur Strafzumessung von einem Berühren der Vagina mit dem nicht erigierten Penis ausgeht, ist er nicht zu hören. Was die Art und Weise der Tatausführung anbelangt, hält die Vorinstanz zugunsten des Beschwerdeführers nicht nur die fehlende Planung fest. Sie erwägt auch, ein besonders langer oder grausamer Eingriff könne dem Beschwerdeführer nicht angelastet werden. Aus den vorinstanzlichen Erwägungen kann sodann nicht abgeleitet werden, die bei B.________ festgestellten Verletzungen würden dem Beschwerdeführer im Rahmen der Strafzumessung angelastet. Dass der Beschwerdeführer nicht zum schlechten Zustand von B.________ beigetragen hat, ist ihm im Übrigen nicht zugute zu halten, da dies Grundvoraussetzung für die Anwendung des Tatbestandes der Schändung ist und diese von der Vergewaltigung abgrenzt. Zurecht erachtet die Vorinstanz jedoch das perfide Vorgehen des Beschwerdeführers, der Hilfsbereitschaft vortäuschte und nicht nur die Hilflosigkeit von B.________ sondern auch das Vertrauen der sie begleitenden jungen Männer schamlos missbrauchte, als schulderhöhend. In subjektiver Hinsicht geht die Vorinstanz zutreffend von direktem Vorsatz aus und attestiert dem Beschwerdeführer eine erhebliche Gleichgültigkeit gegenüber dem Selbstbestimmungsrecht von B.________. Insgesamt ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von einem nicht mehr leichten Tatverschulden ausgeht. Die Einsatzstrafe von 42 Monaten korrespondiert mit diesem Verschuldensgrad. Demnach ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz mit der Festlegung des Tatverschuldens sowie der Einsatzstrafe für den Schändungsvorwurf ihr Ermessen nicht rechtskonform ausgeübt hätte. Von vornherein unbehelflich ist es, wenn der Beschwerdeführer Vergleiche mit anderen Fällen zieht. Die Rechtsprechung verlangt einen Strafenvergleich lediglich bei Mittätern (BGE 135 IV 191E. 3.2 f.). Generell gilt, dass Vergleiche mit anderen Urteilen vor dem Hintergrund des Grundsatzes der Individualisierung und des weiten Ermessens des Sachgerichts nur beschränkt aussagekräftig sind. Selbst gleich oder ähnlich gelagerte Fälle unterscheiden sich durchwegs massgeblich in strafzumessungsrelevanten Punkten (BGE 135 IV 191E. 3.1 f.). Die Sachgerichte sind daher nicht verpflichtet, zwecks Begründung der Strafzumessung Vergleichsfälle zu benennen. Auch lässt sich einzig mit Verweis auf die in anderen Verfahren ergangenen Strafen angesichts der erforderlichen Individualisierung der Strafzumessung (vgl. Art. 47 StGB) keine Ermessensüberschreitung begründen (BGE 135 IV 191E. 3.1; Urteile 6B_831/2023 vom 24. April 2024 E. 5.2.2; 6B_445/2023 vom 20. Oktober 2023 E. 3.4 mit Hinweisen).