Citation: 1C_490/2017 E. 9.3

9.3. Gemäss Art. 80 Abs. 2 GSchG ordnet die Behörde weitergehende Sanierungsmassnahmen an, wenn es sich um Fliessgewässer in Landschaften oder Lebensräumen handelt, die in nationalen oder kantonalen Inventaren aufgeführt sind, oder wenn dies andere überwiegende öffentliche Interessen fordern; diese sind gemäss dem Enteignungsgesetz des Bundes zu entschädigen. Die Beschwerdeführerin rügt, es habe keine Interessenabwägung nach Art. 80 Abs. 2 GSchG stattgefunden. Sie legt aber nicht dar, inwiefern die Voraussetzung für einen Eingriff in die wohlerworbenen Rechte der FMG vorliegt. Wie das BAFU in seiner Vernehmlassung ausführt, liegt im massgebenden Perimeter weder eine Aue noch ein anderes gewässerbezogenes Schutzgebiet. Die Beschwerdeführerin weist zwar auf die Zugehörigkeit des Turtmanntals zu Landschaftsschutzobjekten hin (vgl. oben E. 7: kantonales Landschaftsschutzobjekt Nr. 50 und Regionaler Naturpark Pfyn-Finges Nr. 25); sie legt aber nicht genügend dar, inwiefern die Schutzziele dieser Objekte eine weitergehende Sanierung der Restwasserstrecke erfordern (vgl. BUWAL, Mitteilung Nr. 39 zum Gewässerschutz, Wasserentnahmen - Vorgehen nach Art. 80 Abs. 2 GSchG, Bern 2000, S. 46 ff.). Dies ist auch nicht ohne Weiteres einsichtig, beschränkt sich doch das Trockenfallen der Turtmänna auf einen relativ kurzen Abschnitt unmittelbar unterhalb der Staumauer, d.h. im Bereich einer bereits bestehenden Landschaftsbeeinträchtigung.