Citation: 6B_1277/2023 E. A

Mit Strafbefehl vom 22. Dezember 2021 verurteilte die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau A.________ wegen Urkundenfälschung zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 170.-- und einer Busse von Fr. 3'800.--. Die Staatsanwaltschaft wirft A.________ vor, er habe - als er im Jahr 2018 festgestellt habe, dass in den Akten seiner Arbeitgeberin, der B.________ AG, eine schriftliche Abtretungserklärung der C.________ AG aus dem Jahr 2007 gefehlt habe - am 5. April 2018 C.C.________ telefonisch kontaktiert und ihm mitgeteilt, dass er eine schriftliche Abtretungserklärung der Präsidentin der C.________ AG, D.C.________, benötige. In Absprache mit C.C.________ habe A.________ im April 2018 ein Formular "Abtretungserklärung" aufgesetzt und auf den 29. Oktober 2007 datiert. Die rückdatierte Abtretungserklärung habe er C.C.________ zukommen lassen, wobei vereinbart worden sei, dass C.C.________ diese von seiner damals 84-jährigen (inzwischen verstorbenen) Mutter, D.C.________, unterschreiben lassen und sodann an A.________ zurückschicken werde. C.C.________ habe die rückdatierte, von seiner Mutter unterschriebene Abtretungserklärung am 6. April 2018 durch seine Mitarbeiterin an A.________ zurückschicken lassen. Durch dieses Vorgehen habe A.________ der B.________ AG ermöglichen wollen, im Rechtsverkehr als seit 2007 berechtigte Inhaberin der Verlustscheinforderung gegen E.________ aufzutreten. Auf Einsprache von A.________ hin überwies die Staatsanwaltschaft am 21. Januar 2022 den Strafbefehl als Anklageschrift an das Gerichtspräsidium Lenzburg.