Citation: 4A_518/2023 E. 3.4.3

3.4.3. Die Erstinstanz verfügte die Vereinigung am 14. September 2020. Die Arbeitgeberin hielt mit Replik und Widerklageantwort vom 4. Januar 2021 an ihrer Klage fest und beantragte, die Widerklage sei kostenfällig abzuweisen. In ihrer Widerklageduplik vom 18. Mai 2021 hielt sie an ihren Rechtsbegehren fest. Am 22. März 2022 fand die Hauptverhandlung statt, wobei die Parteien und eine Zeugin befragt wurden. Die Arbeitgeberin legt in ihrer Beschwerde an das Bundesgericht mit keinem Wort dar, weshalb sie die Vereinigung der Verfahren so lange unbeanstandet liess. Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben und dem Verbot des Rechtsmissbrauchs ist es nicht zulässig, Rügen von Verfahrensfehlern nicht umgehend oder erst im Rechtsmittelverfahren vorzubringen, wenn der Mangel schon vorher hätte festgestellt und gerügt werden können (BGE 141 III 210 E. 5.2; 135 III 334 E. 2.2; Urteil 5A_702/2023 vom 13. Februar 2024 E. 4.2). Darauf weist die Arbeitnehmerin in ihrer Beschwerdeantwort zutreffend hin. Die Begründung hat in der Beschwerdeschrift selbst zu erfolgen. Deshalb ist auf die diesbezüglichen Ausführungen der Arbeitgeberin in ihrer Replik und Triplik nicht einzugehen. Denn sie darf diese Rechtsschriften nicht dazu verwenden, ihre Beschwerde zu ergänzen oder zu verbessern. Zulässig sind nur Vorbringen, zu denen erst die Ausführungen der Arbeitnehmerin in der Beschwerdeantwort Anlass gaben (vgl. BGE 135 I 19 E. 2.2; 132 I 42 E. 3.3.4; Urteil 4A_426/2023 vom 3. Januar 2024 E. 2.1). Dies kann vorliegend aber nicht gesagt werden. Denn bereits die Vorinstanz wies die Vorbringen der Arbeitgeberin aus dem Recht, weil sie verspätet erfolgt waren.