Citation: 4A_605/2019 E. 5.6.2

5.6.2. Befasste sich das Gutachten D.________/E.________ aufgrund der binären Betrachtungsweise nach den Ausführungen des Beschwerdeführers selbst mit der Chance, statt in die Gruppe mit mRS-Werten 3 bis 6 in jene mit mRS-Werten 0 bis 2 zu fallen, ergibt sich bereits daraus, dass sich das Gutachten zumindest nicht explizit zur Wahrscheinlichkeit äussert, statt in die Gruppe mit mRS-Wert 5 in eine der Gruppen mit mRS-Werten unter 5 zu fallen. Geht man aber davon aus, der Beschwerdegegner falle in die Gruppe 5, dann ist der Kausalzusammenhang gegeben, wenn er bei einer Behandlung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zur Gruppe mit mRS-Wert 4 oder kleiner gehört hätte. Da sich das Gutachten zu dieser Wahrscheinlichkeit nicht äussert, kann allein gestützt auf dessen Resultat die Kausalität nicht verneint werden. Denn inwiefern aus der Wahrscheinlichkeit von absolut 18 %, zufolge der Behandlung statt in die Gruppe mit mRS-Werten 3 bis 6 in jene mit mRS-Werten 0 bis 2 zu fallen, folgen sollte, dass die Chance, zufolge der Behandlung statt in die Gruppe mit mRS-Wert 5 in jene mit mRS-Werten 0 bis 4 zu fallen derart gering ist, dass dafür keine überwiegende Wahrscheinlichkeit spricht, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist nicht ersichtlich.