Citation: 7B_151/2022 E. 5.2.1

5.2.1. Zum Ausstandsbegehren gegen Dr. med. I.________ hält die Vorinstanz in einer Hauptbegründung fest, dass die damalige Verteidigung auf Anfrage hin keine Einwände gegen seine Bestellung als Sachverständigen erhoben habe. Dies, obwohl sie darauf aufmerksam gemacht worden sei, dass Dr. med. I.________ "nicht gänzlich ausschliessen könne", beim Beschwerdeführer einmal eine Supervision gemacht zu haben. Vor Schranken habe der Beschwerdeführer ausgeführt, er habe den Namen von Dr. med. I.________ zunächst nicht assoziieren können. Als er ihn aber für die Begutachtung im Untersuchungsgefängnis gesehen habe - was gemäss Angaben im Gutachten am 7. Januar 2020 gewesen sein müsse - habe er ihn erkannt. Diese Darstellung würde von derjenigen des Gutachters, aber auch von derjenigen der Verteidigung abweichen. Selbst wenn man aber diesen Ausführungen des Beschwerdeführers folgen wolle, hätte der Beschwerdeführer den vermeintlichen Ausstandsgrund gemäss Art. 58 Abs. 1 StPO innert angemessener Frist, und nicht erstmals mit Schreiben vom 15. Oktober 2020, geltend machen müssen.