Citation: 2C_106/2022 E. 4.5.5

4.5.5. Im Rahmen des pflichtgemäss auszuübenden Ermessens traf der Regierungsrat vorliegend eine Unterscheidung, die sich jedenfalls im Zeitpunkt des Erlasses der umstrittenen Verordnungsbestimmungen auf sachliche Gründe stützte. Dass die Vorinstanz zum Schluss kam, die Ungleichbehandlung von geimpften, genesenen sowie repetitiv getesteten Schülerinnen und Schülern im Vergleich zu den ungeimpften, nicht genesenen sowie nicht repetitiv getesteten Schülerinnen und Schülern sei verfassungskonform, ist nicht zu beanstanden. § 3 Abs. 2 lit. c V Covid-19 Bildungsbereich/ZH und § 3 Abs. 3 lit. b V Covid-19 Bildungsbereich/ZH halten der abstrakten Kontrolle stand. Es ist an dieser Stelle der Vollständigkeit halber darauf hinzuweisen, dass der Regierungsrat namentlich den umstrittenen § 3 Abs. 2 lit. c V Covid-19 Bildungsbereich/ZH mit Beschluss vom 8. Dezember 2021 (ABl 2021-12-10) aufgehoben und am 13. Dezember 2021 ausser Kraft gesetzt hat (vgl. Bst. B.a hiervor). Der Vorwurf, der Regierungsrat berücksichtige nicht die tatsächlichen Verhältnisse und die neusten Erkenntnisse, ist vor diesem Hintergrund unbegründet.