Citation: 1P.456/2000 24.10.2000 E. 6

6.- Das Appellationsgericht erwog, weitere Erhebungen wären allenfalls erforderlich, wenn verschiedene Verantwortliche der Bank ein Komplott gegen den Beschwerdeführer geschlossen hätten. Dafür bestünden aber nicht die geringsten Anhaltspunkte. Der Beschwerdeführer rügt, das Appellationsgericht habe die Möglichkeit eines Komplotts willkürlich ausgeschlossen. Mehrere Verantwortliche der Bank, deren Interessen nicht mit jenen der Bank als solcher identisch seien, hätten mit dem Bankkassier ein Komplott gegen ihn geschlossen, was durch das Verschwindenlassen einst vorhandener Videoaufnahmen erstellt sei. Wie bereits erwähnt wurde und auch vom Beschwerdeführer eingeräumt wird, darf davon ausgegangen werden, dass die Bank ein erhebliches Interesse an der Aufklärung des umstrittenen Geldbezuges und keinen Anlass für eine Manipulation zum Nachteil ihres Kunden gehabt hat. Auch die Behauptung des Beschwerdeführers, verschiedene Bankangestellte, von denen grundsätzlich davon auszugehen ist, dass sie die Interessen der Bank wahren, hätten ein Komplott gegen ihn geschlossen, erscheint als realitätsfremd. Es ist kein Grund ersichtlich, weshalb an der umstrittenen Auszahlung unbeteiligte Bankangestellte ein Interesse an einer solchen Verschwörung und einer Verschleierung von Tatsachen hätten haben sollen. Es liegt auch insoweit keine Verletzung des Willkürverbots durch das Appellationsgericht vor. Ob der vom Beschwerdeführer behauptete Umstand, dass er bereits zwei Tage nach dem umstrittenen Geldbezug von H.________ die Auswertung der Videoaufnahmen verlangt habe, an der Beurteilung etwas ändern könnte, kann offen bleiben: Der Beschwerdeführer vermag diese Behauptung mit dem Hinweis auf ein von ihm verfasstes Schreiben an die Bank vom 2. Februar 1995 und auf seine Ausführungen in den Verhandlungen vor Appellationsgericht jedenfalls nicht hinreichend zu belegen. Insbesondere ergibt sich aus dem genannten Schreiben lediglich, dass er dagegen protestierte, dass vom Rechtsdienst der Bank angeblich "allfällige Videoaufzeichnungen oder sonstige Beweismittelhilfen als zu schwierig oder undurchführbar abgetan" worden seien. Damit lässt sich nicht dartun, wann ein Beizug von Videoaufzeichnungen verlangt worden sein soll.