Citation: 2C_837/2022 E. 4.1

4.1. In sachverhaltlicher Hinsicht ist unbestritten, dass C.________ seit ihrem 2. Altersjahr durch ihre Grossmutter betreut wird. Ebenfalls unbestritten ist, dass sich der Gesundheitszustand der im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils 65jährigen Grossmutter verschlechtert hat. Letztere leidet gemäss den bei der Vorinstanz vorgelegenen und zusätzlich eingereichten Berichten an Osteopenie in fortgeschrittenem Stadium, an Osteoarthrose und an einem Bandscheibenvorfall sowie an einem Glaukom, weshalb sich die Sehkraft ihres rechten Auges zunehmend verschlechtert. Daraus und dass die Grossmutter deshalb Physiotherapie und Ruhe benötige, schloss die Vorinstanz beweiswürdigend nicht auf eine derart grosse gesundheitliche Beeinträchtigung, dass die Betreuung der im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils (bald) 15jährigen Enkeltochter nicht mehr hinreichend gewährleistet oder gar auschgeschlossen sei. Die Vorinstanz hat vielmehr mit Blick auf das Alter von C.________ angenommen, dass diese ihren Alltag bereits selbständig bestreite und weniger auf ihre Grossmutter angewiesen sei als noch vor einigen Jahren. Zudem würden verschiedenen Verwandte in der Nähe wohnen, weshalb von diesen auch eine punktuelle Unterstützung erwartet werden könne; diesbezüglich gegenteilige Behauptungen der Beschwerdeführerin seien nicht glaubhaft.