Citation: 4C.256/2004 28.02.2005 E. 7

Die Parteien streiten sodann über die vereinbarte Berechnungsweise des mit einer Strafzahlung zu belegenden Überprofilbeton-Volumens, das der Menge Beton entspricht, die benötigt wird, um ein beim Ausbruch entstandenes Überprofil auszugleichen (vgl. dazu Erwägung A.e vorne). Die Klägerinnen halten dafür, es liege kein tatsächlich übereinstimmender Parteiwille vor, wie das Überprofilbeton-Volumen zu berechnen sei. Dem kann nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz hat vielmehr einen tatsächlichen Konsens über die von der Beklagten befürwortete Berechnungsmethode festgestellt, was sich im Verfahren der parallel zur vorliegenden Berufung eingelegten staatsrechtlichen Beschwerde als verfassungsrechtlich haltbar erwiesen hat (vgl. dazu das Urteil 4P.152/2004 E. 6). An diese Feststellung, gegen welche die Klägerinnen keine Ausnahme im Sinne von Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG substanziieren, ist das Bundesgericht im Berufungsverfahren gebunden. Für eine Auslegung der Willenserklärungen hinsichtlich der umstrittenen Berechnungsmethode nach dem Vertrauensprinzip bleibt damit kein Raum, und auf die entsprechenden Ausführungen in der Berufungsschrift ist nicht einzutreten.