Citation: 9C_574/2022 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, er sei im Zeitpunkt der bestrittenen Zustellung der Verfügung im Oktober/November 2016 handlungs- und urteilsunfähig gewesen zu sein, so dass selbst eine allfällig erfolgte Eröffnung der Verfügung als nichtig zu betrachten sei. Gemäss der grundsätzlich verbindlichen vorinstanzlichen Feststellung fehlen indessen substanzielle Anhaltspunkte für eine eingeschränkte Urteilsfähigkeit im Herbst 2016. Was der Versicherte gegen diese Feststellung vorbringt, vermag sie nicht als willkürlich oder sonstwie bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Insbesondere stützen sich die Angaben der ihn seit dem Jahre 2019 behandelnden Psychiaterin Dr. med. B.________ vom 13. September 2021 auf allgemeine Überlegungen zur gestellten Diagnose, nicht aber auf nachvollziehbaren echtzeitlichen Angaben. Damit erscheint es nicht als willkürlich, dass das kantonale Gericht diesen Bericht nicht als hinreichenden Anhaltspunkt für eine eingeschränkte Urteilsfähigkeit im Herbst 2016 angesehen und auf weitere Abklärungen zu diesem Punkt (vgl. auch BGE 144 V 111 E. 3 mit Hinweisen) verzichtet hat.