Citation: 1C_718/2020 E. 3.3.3

3.3.3. Selbst wenn der Argumentation des Bau- und Justizdepartements gefolgt werden könnte, ist der genannten Erwägung weder zu entnehmen, dass am 17. Juni 2020 überhaupt ein Augenschein stattgefunden hat, noch sind darin die Ergebnisse des Augenscheins oder die wesentlichen Äusserungen der Parteien wiedergegeben oder gewürdigt. Ob das Bau- und Justizdepartement damit den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt hat (vgl. insbesondere BGE 142 I 86), bildete nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens. Fest steht aber, dass zum Augenschein vom 17. Juni 2020 weder ein Protokoll noch eine fotografische Dokumentation existiert und sich das Bau- und Justizdepartement in der Verfügung vom 26. Juni 2020 auch nicht in einer Weise mit dem Augenschein auseinandergesetzt hat, die die Vorinstanz in die Lage versetzt hätte, die Sachverhaltsgrundlagen der bei ihr angefochtenen Verfügung zu überprüfen.