Citation: 1A.43/2005 19.08.2005 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführer wenden (S. 28 ff.) ein, aufgrund des Rechtshilfeersuchens könne das Erfordernis der doppelten Strafbarkeit nicht geprüft werden. Das Ersuchen genüge den Anforderungen von Art. 6 des Rechtshilfevertrages und Art. 64 Abs. 1 IRSG nicht. 4.2 Gemäss Art. 6 des Rechtshilfevertrags kann ein Ersuchen, dessen Ausführung Zwangsmassnahmen erfordert, abgelehnt werden, wenn die im Ersuchen beschriebenen Handlungen nicht die objektiven Tatbestandsmerkmale einer nach dem Recht des ersuchten Staates strafbaren Handlung aufweisen, sofern sie in diesem Staat verübt worden wären. Nach Art. 64 IRSG beschränkt sich die Schweizer Behörde auf die Prüfung der Strafbarkeit nach schweizerischem Recht; ob die im ersuchenden Staat verfolgte Tat überdies nach dem Recht jenes Staates strafbar sei, hat sie nicht zu prüfen (BGE 116 Ib 89 E. 3c/aa mit Hinweisen). Davon wird nur abgewichen, wenn sich aus dem Ersuchen klar ergibt, dass die verfolgten Taten im ersuchenden Staat offensichtlich nicht strafbar sind, und deshalb das Ersuchen als missbräuchlich erscheint (vgl. Zimmermann, a.a.O., S. 395 f. N. 349). Aus dem vorliegenden Rechtshilfeersuchen ergibt sich keineswegs klar, dass die dem Beschwerdeführer 1 zur Last gelegten Handlungen in Peru straflos wären. Das Ersuchen ist damit nicht rechtsmissbräuchlich. Die Strafbarkeit nach peruanischem Recht ist daher nicht zu prüfen. Wie gesagt, ergibt sich aus dem Ersuchen hinreichend deutlich, was dem Beschwerdeführer 1 im peruanischen Verfahren vorgeworfen wird. Er soll gegen die Bezahlung von "Provisionen" beim Verkauf militärischer Güter in gesetzwidriger Weise bevorzugt worden sein. Dieses Verhalten fällt nach schweizerischem Recht unter den Tatbestand der Bestechung nach Art. 322ter StGB (vgl. BGE 129 II 462 E. 4.4 S. 465). Die Beschwerde ist auch insoweit unbegründet.