Citation: 4A_55/2022 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin geht zwar ebenfalls davon aus, bei einem Lieferabbruch durch eine Monopolistin stehe Art. 102 lit. b AEUV "im Vordergrund". Sie rügt aber trotzdem in ihrer Beschwerde in einem kurzen Abschnitt die Nicht-Anwendung von Art. 101 AEUV. Mit ihren Ausführungen genügt sie indessen bereits den allgemeinen Rügeanforderungen gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG nicht, geschweige denn den erhöhten Anforderungen gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG. Die Vorinstanz hat sich einlässlich mit den verschiedenen Lehrmeinungen und der europäischen Rechtsprechung auseinandergesetzt. Darauf geht die Beschwerdeführerin nicht hinreichend ein. Wenn sie insbesondere geltend macht, die Vorinstanz habe zwar einerseits korrekt festgehalten, dass zwischen den Beschwerdegegnerinnen und den autorisierten Reparateuren Vereinbarungen bestünden, dann jedoch nicht geprüft, ob diese Vereinbarungen unter Art. 101 AEUV zulässig seien, übergeht sie im Übrigen, dass die Vorinstanz genau dies im Rahmen ihrer Eventualerwägung getan hat. Die Vorinstanz hat sich dabei namentlich mit den Urteilen AEG/Kommission und Ford/Kommission auseinandergesetzt. Die Beschwerdeführerin unterlässt es ihrerseits, sich hinreichend mit diesen vorinstanzlichen Eventualerwägungen auseinanderzusetzen.