Citation: 4P.91/2000 29.08.2000 E. 2

2.-a) Gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Da die staatsrechtliche Beschwerde der Überprüfung des angefochtenen Entscheides unter dem spezifischen Gesichtspunkt verfassungsmässiger Rechte dient (BGE 117 Ia 393 E. 1c S. 395), sind diese oder deren Teilgehalte zu bezeichnen; überdies ist in Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides im Einzelnen darzustellen, worin die Verletzung der angerufenen Verfassungsrechte bestehen soll. Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (vgl. BGE 125 I 492 E. 1b S. 495 mit Hinweisen). b) Nach Art. 338 ZPO/BE beträgt die Appellationsfrist, laufend ab schriftlicher Mitteilung des erstinstanzlichen Urteils, zehn Tage. Die Beschwerdeführerin rügt, durch diese Bestimmung entstehe für den Appellanten eine höchst schwierige und in keiner Weise zu rechtfertigende Rechtslage, weil er die Appellation erklären müsse, bevor er über die schriftliche Urteilsbegründung des Gerichts verfüge. Die Beschwerdeführerin legt jedoch nicht dar, welche verfassungsmässigen Rechte nach ihrer Auffassung durch diese Bestimmung verletzt werden. Auf die Rüge kann demnach nicht eingetreten werden.