Citation: 4A_92/2019 E. 3.1.2

3.1.2. Auch eine somatisch begründete Arbeitsunfähigkeit lasse sich mit den vorhandenen medizinischen Unterlagen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen. So seien die Berichte und Arbeitsunfähigkeitsbeurteilungen von Dr. D.________ nicht mit entsprechenden Befunden begründet worden. Es stelle sich zudem die Frage, inwiefern die von Dr. F.________ aus psychischen Gründen attestierte Arbeitsunfähigkeit in die Beurteilungen miteingeflossen sei. Auch aus den Ausführungen von Dr. G.________ in dessen Bericht vom 30. Januar 2017 - aufgrund der Schwere der am 20. Januar 2017 erhobenen Befunde sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer "in der letzten Zeit" noch arbeitsfähig gewesen sei - lasse sich nicht ableiten, es habe bereits vor Ende 2016 eine anspruchsrelevante Arbeitsunfähigkeit bestanden. Dies müsse umso mehr gelten, als auch Dr. G.________ einen raschen Progress seit dem Übergang vom Jahr 2016 auf das Jahr 2017 festgestellt habe. Auch einem somatischen (Teil-) Gutachten sprach die Vorinstanz die Tauglichkeit ab. Es sei zu beachten, dass eine gutachterliche Untersuchung des Beschwerdeführers nicht geeignet sei, dessen Gesundheitszustand und dessen Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht im relevanten und bereits verstrichenen Zeitraum zu beurteilen. Vom Gericht zu bestellende Gutachter könnten lediglich die vorhandenen echtzeitlichen Dokumente als Grundlage für ein Aktengutachten benutzen. Entsprechende Befundberichte, welche sich über die Zeit ab dem 18. Oktober 2016 bis zur Untersuchung durch Dr. G.________ am 20. Januar 2017 äussern würden, lägen nicht vor. Bereits die Beschwerdegegnerin habe vorprozessual vergeblich versucht, solche erhältlich zu machen. Unter diesen Umständen sei es nicht möglich, mit einem Gerichtsgutachten für die Zeit vom 18. Oktober 2016 bis Ende 2016, allenfalls auch bis zum 20. Januar 2017, relevante Erkenntnisse zu gewinnen. Ein Gerichtsgutachten würde sich lediglich dazu eignen, die späteren Beurteilungen von Dr. G.________ und Dr. H.________ einer Prüfung zu unterziehen; was aber unterbleiben könne, da der Versicherungsschutz spätestens Ende 2016 erloschen sei und kein Nachleistungsanspruch bestehe.