Citation: I 202/02 11.12.2002 E. 3

3.1 In Bezug auf den erwerblichen Bereich gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, die vorliegenden medizinischen Stellungnahmen bildeten keine hinreichende Grundlage zur Beantwortung der Frage, welche Tätigkeit der Beschwerdegegnerin in welchem Ausmass zugemutet werden könne. Die Beschwerde führende IV-Stelle macht demgegenüber geltend, eine relevante Unklarheit bestehe nicht, da selbst im Falle eines Abstellens auf die ungünstigste Beurteilung der Arbeitsfähigkeit keine anspruchsbegründende Invalidität vorliege. 3.2 Die durchgeführten medizinischen Abklärungen ergaben Aussagen in Bezug auf mehrere Symptombereiche (Rücken- und Beinbeschwerden, Atmungsprobleme, Verdacht auf ein psychisches Beschwerdebild). Unter diesen Umständen hat die IV-Stelle für die medizinische Beurteilung grundsätzlich zu Recht auf den Bericht des Dr. med. T.________ vom 16. Juli 2001 abgestellt, da dieser Arzt seine Stellungnahme in Berücksichtigung der Gesamtsituation abgeben konnte. Die Vorinstanz erachtete diesen Bericht indessen als nicht hinreichend aussagekräftig, da er widersprüchliche Aussagen enthalte und zudem nicht mit den anderen ärztlichen Stellungnahmen übereinstimme. Demgegenüber macht die IV-Stelle geltend, der Bericht des Dr. med. T.________ enthalte keine einander widersprechenden Angaben und ein rentenbegründender Invaliditätsgrad liege auch dann nicht vor, wenn auf andere ärztliche Berichte abgestellt werde. Ob das kantonale Gericht die Zuverlässigkeit der Stellungnahme des Dr. med. T.________ mit zutreffender Begründung in Zweifel gezogen hat, muss vorliegend nicht geprüft werden. Für die Beurteilung des Rentenanspruchs relevante Unsicherheiten ergeben sich jedenfalls aus dem zwischenzeitlich eingereichten Attest dieses Arztes vom 18. Februar 2002, welches das Eidgenössische Versicherungsgericht im Rahmen der ihm bei Streitigkeiten um Versicherungsleistungen zustehenden umfassenden Kognition (Art. 132 OG) zu berücksichtigen hat (RKUV 1999 Nr. U 333 S. 197 Erw. 1 mit Hinweisen). Laut diesem Dokument war die Beschwerdegegnerin ab 1. Juli 2001 zu 80 % arbeitsunfähig. In einem weiteren Attest vom 26. Februar 2002 erklärt Dr. med. T.________, die Patientin könne noch während zwei Stunden pro Tag eine Arbeit ohne körperliche Anstrengung ausüben. Den Akten ist nicht mit hinreichender Zuverlässigkeit zu entnehmen, ob und gegebenenfalls inwiefern sich der Gesundheitszustand während der Zeit zwischen der Untersuchung vom 18. Juni 2001, welche dem Bericht vom 16. Juli 2001 zu Grunde lag, und dem 1. Juli 2001 verschlechtert hat, oder ob die Aussage vom 16. Juli 2001, ein Pensum von vier bis fünf Stunden pro Tag als Raumpflegerin sei der Beschwerdegegnerin zumutbar, bereits damals zu optimistisch war. Eine ergänzende medizinische Abklärung ist daher unumgänglich.