Citation: 8C_199/2019 E. 8.2.3

8.2.3. Ebenfalls gegen die Beschwerdeführerin sprechen Erwägungen praktischer Art. Denn wie ein hypothetischer Fallabschluss unter Ausklammerung des nachfolgenden Unfalles zu geschehen hätte, leuchtet nicht ohne Weiteres ein. Entscheidend ist, dass bei den aufeinander folgenden Unfällen, wie sie im Rahmen von Art. 100 UVV zu beurteilen sind, die Voraussetzungen für einen Abschluss des früheren im Zeitpunkt des späteren Ereignisses eben gerade nicht erfüllt waren. Insofern verfängt auch der Vergleich mit dem krankheitsbedingten Vorzustand nicht. Und so verhält es sich auch im vorliegenden Fall, wobei die entsprechenden Tatsachenfeststellungen im Rahmen des angefochtenen Gerichtsentscheids jedenfalls nicht als offensichtlich unrichtig umzustossen sind. Daran ändert aufgrund der für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen nichts, dass die Leistungspflicht der Beschwerdeführerin ihren Ursprung in einem ersten Unfall findet und zum Schluss in eine Ausgleichspflicht gegenüber einem anderen Träger ausmündet, der seinerseits erst nach einem dritten Unfall auf den Plan trat. Eine separate Prüfung des Fallabschlusses hätte sich dabei zwangsläufig des Mittels der eigenständigen Adäquanzprüfung zu bedienen. Dass, weshalb und wie eine solche unter diesen Umständen Platz greifen könnte, ist namentlich auch mit Blick auf die von der Rechtsprechung erarbeiteten Grundsätze (vgl. BGE 134 V 109 E. 3 und 4 S. 112 ff.) nicht erkennbar. Schliesslich darf daran erinnert werden, dass Art. 100 Abs. 2 UVV in der hier anwendbaren Fassung die Möglichkeit abweichender Vereinbarungen unter den Trägern belässt, was mit Blick auf den Wortlaut weder ausschliesslich bezogen auf das Aussenverhältnis noch allein auf denjenigen Fall gesehen werden muss, bei dem der neue Unfall wesentlich geringere Folgen zeitigte als der frühere.