Citation: 2C_620/2023 E. 4.2

4.2. Gemäss Verwaltungsgericht kommt in der von den Beschwerdeführern eingereichten Aufstellung der Ausgaben ihrer Eltern im Monat Dezember 2021 ein gehobener Lebensstandard zum Ausdruck. Insbesondere würden bestimmte Ausgaben betreffend Lebensmittel über die Deckung der Grundbedürfnisse hinausgehen, und hätten die Beschwerdeführer in ihrem ersten Gesuch vom 15. März 2021 unter demselben Titel noch deutlich tiefere Grundbedürfnisse geltend gemacht. Weitere aufgeführten Ausgabenposten ("kleine Operation", Optik respektive Brillen, Festtagsdekorationen) würden keine monatlich anfallenden Ausgaben darstellen. Die eingereichte Aufstellung der Ausgaben im Dezember 2021 zeuge insgesamt von einem gehobenen Lebensstandard und sei deshalb nicht geeignet, die zur Deckung der Grundbedürfnisse notwendigen Ausgaben festzustellen. Gleichzeitig sei gemäss amtlichen Statistiken das Existenzminimum einer pensionierten Person in Belarus im Dezember 2021 bei BYN 224.10 gelegen, und der Mindestlohn einer Vollzeit erwerbstätigen Person bei BYN 418.17. Die durchschnittliche Rente habe sich im Jahr 2021 auf BYN 541.41 belaufen. Mit ihren Renten von insgesamt BYN 1'164.25 im Dezember 2021 würden die Eltern der Beschwerdeführerin über das Äquivalent von mehr als fünf Existenzminima oder fast drei Mindestlöhnen für Vollzeitarbeit verfügen; zudem sei ihre Rente überdurchschnittlich hoch und lebten sie in einer Eigentumswohnung und müssten keine Ausgaben für eine Wohnungsmiete oder Hypothekarzinsen tragen. Vor diesem Hintergrund sei deshalb nicht dargetan, dass die Eltern der Beschwerdeführerin regelmässig in einer gewissen Erheblichkeit von der finanziellen Unterstützung der Beschwerdeführenden abhängig seien, um ihre Grundbedürfnisse zu decken.