Citation: 6B_857/2023 E. 4.2.3

4.2.3. Im Rahmen des wirtschaftlichen Integrationskriteriums übersieht die Vorinstanz die fast siebenjährige Nichterwerbstätigkeit des Beschwerdeführers nicht; sie weist aber darauf hin, dass während des Berufungsverfahrens verschiedene Bewerbungen pendent waren, sich unterdessen ein Vertragsabschluss konkretisiert hat und der Beschwerdeführer voraussichtlich per 1. Juni 2023 wird arbeiten können. Die Chancen auf eine Anstellung sind nach der Vorinstanz indessen nicht nur in der Schweiz, sondern ebenfalls in Spanien intakt, da der Beschwerdeführer auch Spanisch spreche. Entsprechend hoch sei die Möglichkeit einer Wiedereingliederung auch im Herkunftsland. Dass er seine schriftlichen Fähigkeiten im Spanischen (allenfalls) nachbessern müsse, stellt nach der Rechtsprechung kein Hindernis dar (BGE 146 IV 105 E. 3.5). Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass der zweisprachige Beschwerdeführer auf dem spanischen Arbeitsmarkt Fuss fassen und (wohl) auf seinem erlernten Beruf als Elektroinstallateur und/oder als Stromer wird arbeiten können. Sein Argument, seine Ausbildung in der Schweiz zähle in Spanien nicht bzw. es sei höchst unsicher, ob er dort überhaupt werde arbeiten können, verwirft die Vorinstanz ohne Willkür als zumindest fragwürdig. Dass die Wirtschaftslage in Spanien allenfalls schwieriger als in der Schweiz sein könnte, steht einem Landesverweis praxisgemäss nicht entgegen (Urteil 6B_1299/2019 vom 28. Januar 2020 E. 3.4.2). Mit Blick insbesondere auf seine "Arbeit/Anstellung" in einer "Gaming Bar" während seines Aufenthalts in Spanien erwägt die Vorinstanz zudem, es sei denkbar, dass der Beschwerdeführer eine Existenz auch ausserhalb seines erlernten Berufs aufbauen könnte.