Citation: 4A_544/2022 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz setze sich mit ihren Einwänden betreffend die Echtheit der Arbeitsverträge unzureichend auseinander. Sie verkenne, dass die angeblich vereinbarten Löhne branchenfremd hoch seien und jeglicher Realität widersprächen. Ein Verhältnis von Lohnkosten zum (von der Vorinstanz berechneten) Umsatz von 67 % hätte geradezu existentielle Folgen für ein Gastrounternehmen. Dies zeige sich auch daran, dass die behaupteten Löhne 2017 auffällig tiefer gewesen seien. Die Beschwerdeführerin macht ohne Aktenverweis - und damit prozessual ungenügend (vgl. hiervor E. 2.1) - geltend, sie habe mehrfach darauf hingewiesen, dass die vereinbarten Löhne krass den Lohnvorgaben des "LGAV Gastgewerbe" widersprächen. Auch betreffend die ausführliche Gegenüberstellung der Löhne 2018 und 2017 in ihrer Beschwerde zeigt sie nicht hinreichend auf, dass sie diese Gegenüberstellung bereits so vor der Vorinstanz prozesskonform vorgebracht hätte. Entgegen der Beschwerdeführerin ist es auch nicht gerichtsnotorisch, dass in der Gastrobranche ein Verhältnis von Lohn zum Umsatz von maximal 35 % üblich sei (vgl. zu offenkundigen Tatsachen: Urteil 5A_1048/2019 vom 30. Juni 2021 E. 3.6.1). Selbst wenn mit der Beschwerdeführerin von brachenunüblich hohen Löhnen ausgegangen würde, wäre der Vorinstanz keine Willkür vorzuwerfen, wenn sie (allein) deshalb nicht davon ausgegangen ist, die drei Arbeitsverträge seien nachträglich zum Rücktritt abgeschlossen worden. Die Vorinstanz hat anhand verschiedener Kriterien ausführlich begründet, weshalb sie nicht von einer Simulation der drei Arbeitsverträge ausgeht (vgl. hiervor E. 3.1). Damit setzt sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde nicht hinreichend auseinander, wenn sie sich im Wesentlichen auf den Standpunkt stellt, die Vorinstanz hätte bereits aufgrund der Höhe der vereinbarten Löhne von einer Simulation ausgehen müssen. Nichts ändert schliesslich, dass die Vorinstanz im Zusammenhang mit den geltend gemachten Materialkosten Zweifel an der Echtheit von zwei anderen Urkunden geäussert hat.