Citation: U 158/01 31.07.2003 E. 2.1

2.1.1 In Erw. 5b/bb und cc seines Rückweisungsentscheides (U 29/96) hat das Eidgenössische Versicherungsgericht festgestellt, aufgrund der Akten könnten weder Art und Schwere der psychischen Störungen noch deren Ursachen hinreichend klar erfasst werden. Abgesehen davon, dass eine eigentliche Diagnose aufgrund objektiver Befunde nicht gestellt werde, fehlten insbesondere Aussagen zur chronifizierten Schmerzsymptomatik und zur unfallbedingten psychischen Behandlungsbedürftigkeit und Arbeitsunfähigkeit. Diese Fragen könnten nur im Rahmen einer eingehenden psychiatrischen Begutachtung geklärt werden. Erst wenn der rechtserhebliche Sachverhalt in psychischer Hinsicht feststehe, könne die Rechtsfrage des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und psychischem Gesundheitsschaden zuverlässig beantwortet werden. Zu diesem Punkt im Besonderen hat das Eidgenössische Versicherungsgericht erwogen, habe die Vorinstanz einerseits zu Recht den Unfall vom 28. Mai 1993 aufgrund des Herganges und der dabei erlittenen Verletzungen den schwereren Fällen im mittleren Bereich zugeordnet, könne anderseits aufgrund der bestehenden Aktenlage nicht ohne weiteres gesagt werden, dass keines der für die Prüfung der Adäquanzfrage massgebenden Zusatzkriterien erfüllt sei. 2.1.2 Die Rückweisung der Sache an die SUVA erfolgte in erster Linie zur Abklärung der Frage, ob es sich bei den bestehenden psychischen Störungen um natürlich kausale Unfallfolgen handelt. Das ist mit dem kantonalen Gericht aufgrund des von der Anstalt eingeholten psychiatrischen Gutachtens des Dr. med. S.________ vom 31. Januar 1998 und dessen ergänzenden Ausführungen im Bericht vom 2. Februar 2001 zu bejahen. 2.2 Die Vorinstanz hat die Frage der Adäquanz der psychischen Beschwerden geprüft und mit überzeugender Begründung, auf welche verwiesen wird, verneint. Was hiegegen vorgebracht wird, gibt zu keiner anderen Betrachtungsweise Anlass, und zwar selbst dann nicht, wenn dem Unfallgeschehen eine gewisse Eindrücklichkeit zuerkannt wird (vgl. in diesem Zusammenhang den auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erwähnten BGE 107 V 173). Die hier im Vordergrund stehenden Kriterien der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalles vom 28. Mai 1993 sowie der ärztlichen Fehlbehandlung sind nicht gegeben. Im Weitern trifft zwar zu, dass Dr. med. S.________ die Frage, ob die langdauernde ärztliche Behandlung geeignet war, bei entsprechender Prädisposition eine psychische Fehlentwicklung zu begünstigen und deren Chronifizierung zu fördern, namentlich beim Beschwerdeführer mit einer ausgeprägten Fixierung auf die geklagten Schmerzen, grundsätzlich bejaht hat. Dieser Aussage kommt indessen über natürlich kausalrechtliche Gesichtspunkte hinaus, mithin also für die Adäquanzbeurteilung keine unmittelbare Bedeutung zu. Im Übrigen hat der Gutachter seine Antwort dahingehend präzisiert, dass die ausgeprägte Fixierung auf die geklagten Beschwerden, die sich später als psychogene Fehlentwicklung entpuppten, langwierige Abklärungen und Begutachtungen zum Ausschluss organischer Unfallfolgen nach sich gezogen habe. In diesem Sinne habe der Beschwerdeführer «unbewusst selber dazu beigetragen (...), dass der Verlauf sich in die Länge zog». 2.3 Der angefochtene Entscheid ist somit rechtens.