Citation: 2C_718/2021 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführer bestreiten nicht, dass die vormals der Beschwerdeführerin und den beiden Kindern erteilten Aufenthaltsbewilligungen EU/EFTA infolge Abmeldung ins Ausland und Ausreise aus der Schweiz am 28. August 2018 erloschen. Gleichermassen unbestritten ist, dass die dem Beschwerdeführer erteilte Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA am 21. Oktober 2020 rechtskräftig widerrufen wurde. Die Beschwerdeführer machen indes geltend, sie seien am 12. November 2020 (ohne Kinder) wieder in die Schweiz eingereist. Die Beschwerdeführerin habe ihr Gesuch um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung zwecks Ausübung einer unselbständigen Erwerbstätigkeit mit einem Arbeitsvertrag der E.________ GmbH eingereicht. Zwar sei der Beschwerdeführer einziger Gesellschafter und Geschäftsführer dieser Gesellschaft. Indessen würde die Familie ihren Lebensunterhalt aus den Einkünften der E.________ GmbH bestreiten. Der Beschwerdeführerin sei nach dem Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA des Beschwerdeführers im Oktober 2020 keine Wahl geblieben, als zur Sicherstellung der Familieneinkünfte im November 2020 wieder in die Schweiz zu reisen, damit der Beschwerdeführer in der Schweiz bleiben könne. Ihr Verhalten sei nicht rechtsmissbräuchlich.