Citation: 1C_414/2015 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz hat gestützt auf das kantonale Bau- und Strassenverkehrsrecht (§ 50 der kantonalen Bauverordnung [KBV; GBS 711.61] sowie § 18 und § 20 der Verordnung über den Strassenverkehr [SVV; BGS 733.11]) für die genaue Definition der notwendigen Sichtfelder auf die Norm 640 273a des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute (nachfolgend: VSS-Norm) abgestellt. Dies wird von den Beschwerdeführern nicht in Frage gestellt. Gemäss Abschnitt D beträgt die erforderliche Sichtweite bei einer Zufahrtsgeschwindigkeit von 50 km/h zwischen 50 und 70 m und die Beobachtungsdistanz, d.h. der Abstand zwischen dem Beobachtungspunkt und dem nächstgelegenen Rand des vortrittsberechtigten Fahrstreifens (vgl. Abschnitt B Ziff. 5), liegt innerorts in der Regel bei 3 m, zumindest aber bei 2.5 m (vgl. Abschnitt D Ziff. 11 f.). Fahrzeuglenker, die auf einer Strasse mit Gehweg einmünden, dürfen das Fahrzeug bis zum Fahrbahnrand vorrücken, wenn der Gehweg - wie hier - hindernisfrei ist (Ziff. 12.2). Insoweit ist es vertretbar, dass die Bau- und Planungskommission eine Beobachtungsdistanz von 2.5 m ab dem Fahrbahnrand angenommen hat, und nicht - wie von den Beschwerdeführern gefordert - 2.5 m ab dem hinteren Teil des Gehwegs. Die auf 60 m festgelegte Sichtweite vom Beobachtungspunkt wird nicht in Abrede gestellt. Dass diese auf dem massgeblichen Plan nur in westlicher, nicht aber in östlicher Richtung eingezeichnet worden ist, vermag am Verfahrensausgang nichts zu ändern, da das beschwerdeführerische Grundstück westlich der massgeblichen Zufahrt liegt. Demnach kann auf dem Vorplatz der Beschwerdeführer bei entsprechender Organisation weiterhin ein Anhänger abgestellt werden, sofern die von den Vorinstanzen festgestellte Sichtberme nicht tangiert wird.