Citation: 6B_553/2021 E. 4.6.3

4.6.3. Die Vorinstanz hält zum Bericht des Dr. med. E.________ fest, dieser kenne die weitere deliktische Karriere des Beschwerdeführers offenbar nicht. So sei dieser seit der vorliegend zu beurteilenden Tat immerhin zweimal wegen jeweils mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz und (mehrfacher) Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes verurteilt worden. Zuletzt habe er mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 3. Dezember 2020 wegen Marihuana- und Ecstasy-Konsums, -Besitzes sowie -Verkaufs, begangen im Zeitraum vom 1. Dezember 2019 bis 19. November 2020, eine bedingte Freiheitsstrafe von 3 Monaten unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren sowie eine Busse von Fr. 300.-- erwirkt. Weiter habe er anlässlich der Berufungsverhandlung immerhin eingeräumt, nach wie vor Marihuana zu konsumieren. Ebenfalls eingestanden habe er, dass sein Umfeld seinen Konsum beeinflusse und er Marihuana benötige, um Stress abzubauen und um mit seinen Sorgen umzugehen. Die Vorinstanz kommt aufgrund dieser Umstände zum Schluss, dass entgegen dem Bericht des Dr. med. E.________ nicht ernsthaft davon ausgegangen werden könne, es bestehe keine Substanzabhängigkeit mehr. Aus dem deliktischen Verhalten des Beschwerdeführers manifestiere sich ausserdem, dass dieser offenbar nicht fähig sei, sich gesetzeskonform zu verhalten. Damit sei das Vorliegen einer ernsthaften Störung des Sozialverhaltens mit dem Gutachten vom 10. Mai 2019 nach wie vor zu bejahen.