Citation: 8F_1/2024 E. 4.5

4.5. Die Gesuchstellerin ist für die Tatsache, auf die sie sich zur Begründung ihres Revisionsbegehrens beruft, beweispflichtig (vgl. Urteile 2F_15/2019 vom 12. Juli 2019 E. 3.4; A.189/1983 vom 15. August 1983 E. 2b). Der Überprüfungsbericht der EKQMB, auf welchem ihr Revisionsgesuch beruht, datiert indes vom 7. November 2023 und ist somit - ebenso wie die Medienmitteilung des BSV und die Empfehlung der EKQMB vom 4. Oktober 2023 - nach dem Urteil 8C_153/2023 vom 17. Juli 2023 erstellt worden. Wie bereits dargelegt, ist die Revision eines bundesgerichtlichen Urteils gestützt auf ein solches echtes Novum nach dem Gesetzeswortlaut von Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG ("unter Ausschluss der [...] Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind") und der diesbezüglichen Praxis des Bundesgerichts ausgeschlossen (vorne E. 2.2 Ziff. 3; BGE 147 III 238 E. 4.2; vgl. etwa Urteile 8F_7/2022 vom 9. September 2022 E. 3; 1C_277/2021 vom 29. September 2021 E. 5.2.2.; 2F_30/2020 vom 9. März 2021 E. 3.2; 2F_22/2019 vom 5. Februar 2020 E. 3.3.1; 2F_26/2019 vom 14. November 2019 E. 4; 8F_3/2019 vom 26. Februar 2019 E. 3.1; 2F_23/2017 vom 9. Januar 2018 E. 3.2; 5F_9/2017 vom 23. März 2017 E. 5.1 f.; 8F_9/2016 vom 16. August 2016 E. 2.2; 8F_15/2015 vom 7. Dezember 2015 E. 2; 8F_13/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 1.2 und 2.2). Dies gilt auch dann, wenn - wie hier - das nachträglich entstandene Beweismittel eine vorbestehende Tatsache beweist (vgl. etwa Urteile 8F_7/2022 vom 9. September 2022 E. 3; 8F_5/2022 vom 6. Juli 2022 E. 2; 8F_3/2022 vom 1. Juni 2022 E. 3; 4A_662/2018 vom 14. Mai 2019 E. 2.2; 8F_3/2019 vom 26. Februar 2019 E. 3.1; 4F_7/2018 vom 23. Juli 2018 E. 2.3.3.1; 4F_18/2017 vom 4. April 2018 E. 3.3.1; 4A_688/2012 vom 9. Oktober 2013 E. 6.2; 4A_212/2010 vom 10. Februar 2011 E. 3.1). Aus dem von ihr angeführten BGE 144 V 258 (vgl. vorne E. 4.3.1) vermag die Gesuchstellerin nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. In diesem Urteil gab das Bundesgericht dem Revisionsgesuch statt, weil es die dort von der Gesuchstellerin als Revisionsgrund geltend gemachte Tatsache im Sinne von generellen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Objektivität der Gutachten einer anderen Gutachterstelle als revisionsrechtlich erheblich qualifizierte (vgl. E. 2.3.3 des Urteils). Welches - revisionsrechtlich zulässige - Beweismittel das Bundesgericht letztlich zu diesem Schluss führte, lässt sich dem Urteil nicht ausdrücklich entnehmen. Ebenso wenig ergeben sich daraus konkrete Hinweise dafür, dass damit die soeben dargelegte Rechtsprechung in grundsätzlicher Hinsicht geändert werden sollte.