Citation: 1C_342/2014 E. 4.3

4.3. Das Verwaltungsgericht führte dazu zusammengefasst aus, der kantonale Denkmalpfleger komme in seinem Bericht vom 21. August 2012 zwar zum Ergebnis, die Schutzwand auf der Terrasse könne aus denkmalpflegerischer Hinsicht bewilligt werden. Seine Beurteilung beschränke sich jedoch auf die Beeinträchtigung der geschützten historischen Kernbauten und erfasse die Übereinstimmung mit den kommunalen Eingliederungsvorschriften nicht. Selbst wenn der Denkmalpfleger auch eine solche Beurteilung vorgenommen hätte, wäre sie entgegen der Meinung des Regierungsrats für die dafür zuständige Gemeinde nicht verbindlich. Zudem habe der Regierungsrat nicht beachtet, dass Art. 30 Abs. 2 PBR in der Kernzone nicht nur im Bereich der geschützten Gebäude erhöhte Anforderungen an die Einordnung vorsehe. Die aktenkundigen Fotos bestätigten die Beurteilung des Gemeinderats, wonach die strittigen Sichtschutzwände recht auffällig und nicht sonderlich geordnet seien, sie in der Kernzone keine Verbesserung des Erscheinungsbildes darstellten und auch nicht als Teil der gewachsenen Ortskultur qualifiziert werden könnten. So erweckten die Wände teils den Eindruck eines Provisoriums. Gemäss dem PBR müssten in der Kernzone 1 aus ortsbildschützerischen Gründen auch an den rückwärtigen Raum erhöhte Anforderungen gestellt werden, denen die Sichtschutzwände nicht gerecht würden. Der Gemeinderat habe somit in vertretbarer Weise im Rahmen seines Autonomiebereichs die nachträgliche Bewilligung für die Sichtschutzwände aus Gründen der Einordnung und des Ortsbildschutzes verweigern und sinngemäss die Vereinbarkeit mit dem öffentlichen Interesse verneinen dürfen. Für die Sichtschutzwände könne daher weder eine Bewilligung noch eine Ausnahmebewilligung erteilt werden. Der abweichende Entscheid des Regierungsrat stelle einen unzulässigen Eingriff in den Autonomiebereich der Gemeinde dar.