Citation: 6B_436/2024 E. 3.3

3.3. Damit hat die Vorinstanz die Situation der Beschwerdeführerin ganzheitlich gewürdigt. Inwiefern sie das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls willkürlich oder rechtsfehlerhaft ausgeschlossen haben könnte, ist auch unter Berücksichtigung der in der Beschwerde erhobenen Kritik nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich darauf, das bereits vor der Vorinstanz Vorgetragene darzulegen, und zu schildern, dass und weshalb es sich bei ihr aus ihrer Sicht um einen schweren persönlichen Härtefall handelt. Damit vermag sie den gesetzlichen Anforderungen an die Begründung einer Beschwerde in Strafsachen weitgehend nicht zu genügen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Wie dargelegt berücksichtigt die Vorinstanz die lange Aufenthaltsdauer der Beschwerdeführerin, die anfänglich positiv verlaufende Integration, die beruflichen, finanziellen und gesundheitlichen Folgen des erlittenen Unfalls, ihre psychischen Probleme, ihre Beziehung zu ihren Kindern sowie die sie erwartenden Verhältnisse in Montenegro und würdigt diese zutreffend. Die bald 60-jährige Beschwerdeführerin lebt zwar seit langer Zeit in der Schweiz, hat jedoch ihre Kindheit und die prägenden Jugendjahre nicht in der Schweiz verbracht. Ihre soziale und berufliche Integration ist gescheitert. Die Beschwerdeführerin ist seit Jahren auf finanzielle Unterstützung angewiesen, ist mehrfach vorbestraft und verfügt in der Schweiz über keine namhaften sozialen Kontakte ausserhalb der Familie. Weder die Vorinstanz noch das Bundesgericht übersehen die von der Beschwerdeführerin geschilderte enge Beziehung zu ihren drei erwachsenen Kindern und gehen mit der Beschwerdeführerin darin einig, dass Kontakte über die sozialen Medien nicht das Gleiche sind wie persönliche Kontakte. Nichtsdestotrotz ist weder dargelegt noch ersichtlich, dass zwischen der Beschwerdeführerin und einem ihrer Kinder ein über die üblichen familiären Beziehungen bzw. emotionalen Bindungen hinausgehendes, besonderes Abhängigkeitsverhältnis besteht, das unter das Recht auf Achtung des Familienlebens (Art. 13 BV und Art. 8 EMRK) fallen könnte (vgl. E. 3.1 i.f.). Auch hat die Vorinstanz überzeugend aufgezeigt, wie eine soziale Isolation der Beschwerdeführerin nach ihrer Ausweisung verhindert werden könnte. Wie bereits vor der Vorinstanz, zeigt die Beschwerdeführerin auch vor Bundesgericht nicht substanziiert auf, dass sie in ihrem Heimatland keine Unterstützung erhalten würde und auf der Strasse leben müsste. Indem sie den vorinstanzlichen Feststellungen einzig ihre Sicht der Dinge gegenüberstellt, ohne diese näher zu begründen, geschweige denn zu belegen, verliert sie sich in unzulässiger appellatorischer Kritik. Wiederum verkennt weder die Vorinstanz noch das Bundesgericht, dass die wirtschaftliche Situation in Montenegro wesentlich schlechter ist als in der Schweiz, jedoch vermag dies eine Landesverweisung praxisgemäss nicht zu verhindern (vgl. Urteile 6B_857/2023 vom 29. November 2023 E. 4.2.3; 6B_1453/2022 vom 8. Juni 2023 E. 1.4.5; 6B_1372/2021 vom 3. März 2022 E. 2.2.5; je mit Hinweisen). In zusätzlicher Berücksichtigung, dass Montenegro ein Sozialsystem kennt, die Beschwerdeführerin drei Geschwister in diesem Land hat und mit dessen Sprache sowie Kultur vertraut ist, erscheint eine Ausweisung in ihr Heimatland zumutbar. Dass ihre gesundheitlichen Probleme einer Landesverweisung entgegenstehen würden, macht die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nicht geltend und ist angesichts der vorinstanzlichen Erwägungen auch nicht ersichtlich.