Citation: 8C_325/2018 E. 4.3.1

4.3.1. Nicht stichhaltig ist schliesslich ihr Vorbringen, es sei von der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit zur Bemessung des Invalideneinkommens auszugehen. Mit Blick auf das aus den medizinischen Unterlagen abzuleitende Zumutbarkeitsprofil (E. 4.1 hiervor), das eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zuliesse, schöpft die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit nicht vollständig aus. Ein Abstellen bei der Ermittlung des Invalideneinkommens auf den tatsächlich erzielten Verdienst setzt aber unter anderem voraus, dass die versicherte Person ihre verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft. Dies ist dann nicht der Fall, wenn sie auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt einen höheren als den tatsächlich erhaltenen Lohn erzielen könnte. Auf diesem hypothetischen Arbeitsmarkt ist ein Stellenwechsel auch dann zumutbar, wenn es für die versicherte Person auf Grund der wirtschaftlichen Gegebenheiten auf dem tatsächlichen Arbeitsmarkt sehr schwierig oder gar unmöglich ist, eine entsprechende Stelle zu finden. Die Anrechnung dieses hypothetischen höheren Einkommens beruht dabei weniger auf der Schadenminderungspflicht, sondern auf der Überlegung, dass die Unfallversicherung lediglich die durch den unfallkausalen Gesundheitsschaden bedingte Lohneinbusse ausgleichen soll (SVR 2012 UV Nr. 3 S. 9 E. 2.3, 8C_237/2011; vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, N. 52 zu Art. 16 ATSG).