Citation: 5C.7/2001 20.07.2001 E. 4

4. Aufl. 1991, S. 76 ff.; Brehm, N 16 ff. und 30 ff. zu Art. 44 OR). Im Rahmen des festgestellten Sachverhalts kann das Bundesgericht praxisgemäss als Rechtsfrage prüfen, ob eine Haftungsreduktion angebracht ist und wie gross diese gegebenenfalls ist; darüber befindet der Sachrichter jedoch nach Ermessen (BGE 125 III 223 E. 6c S. 225 f.; 123 III 306 E. 5b S. 314; 116 II 422 E. 4 S. 427). In Ermessensentscheide greift das Bundesgericht nur mit Zurückhaltung ein, wenn die Vorinstanz Tatsachen berücksichtigt hat, die für den Einzelfall keine Rolle spielen, oder wenn sie Umstände ausser Betracht gelassen hat, die sie in ihren Entscheid hätte mit einbeziehen müssen, oder wenn der Ermessensentscheid offensichtlich unbillig bzw. stossend ungerecht erscheint (BGE 125 III 269 E. 2a S. 273, 412 E. 2 S. 418; 123 III 10 E. 4c/aa S. 12, 306 E. 9b S. 315, teilweise zur Genugtuung). Darf vorliegendenfalls ohne Verletzung von Bundesrecht von einem so grossen Verschulden der Verunfallten ausgegangen werden, dass es den Kausalzusammenhang nur deshalb nicht zu unterbrechen vermag, weil der schuldlosen Beklagten eine erhöhte Betriebsgefahr angelastet werden muss (E. 2 bis 4 hiervor), erscheint es im Lichte der einschlägigen Praxis betrachtet (Oftinger/Stark, a.a.O. S. 79 ff.) nicht unangemessen, die Beklagte nur zu einem Drittel haftbar zu machen. Jedenfalls bringt der Kläger nichts vor, was den Ermessensentscheid als bundesrechtswidrig erscheinen liesse (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG), sondern macht nur gestützt auf seine eigene Beurteilung der Vorfälle bezüglich des Verschuldens der Beteiligten geltend, die Haftung der Beklagten hätte bloss um 10 % reduziert werden dürfen.