Citation: 4C.150/2004 02.08.2004 E. A

Im März 1996 verbrachte A.________ (Klägerin), wie bereits Jahre zuvor, in Zermatt Skiferien. Sie ist gemäss eigenen Angaben eine geübte Skifahrerin. An ihrem zweiten Urlaubstag, am 18. März 1996, begab sie sich mit ihrem Ehemann und zwei Gästen ihres Ferienhotels ins Skigebiet von Zermatt. Gegen 12.30 Uhr fuhr diese Gruppe, an der Spitze die Klägerin, vom Furggsattel hinunter in Richtung Garten. Die Klägerin hielt auf dem Plateau der Gartenpiste kurz an und fuhr, als sie sah dass die andern Mitglieder der Gruppe ihr folgten, in Richtung Talstation Furri über einen anfänglich wenig abschüssigen Hang weiter. Kurz nachdem sie ihre Fahrt fortgesetzt hatte, kollidierte sie mit dem Snowboarder B.________ (Beklagter), der zur gleichen Zeit die Gartenpiste hinunterfuhr. Der Beklagte fuhr mit dem Snowboard hinter der Bindung über die Skier der Klägerin. Diese wurde an beiden Knien schwer verletzt, so dass sie operiert werden musste. Nach der Operation empfindet die Klägerin an beiden Kniegelenken ein Fremdkörper- und Taubgefühl und selbst das Geradeausgehen ist ihr nur in langsamem Tempo für 10 Minuten, nicht ganz ohne Schmerzen, möglich. Treppenaufwärts kann sie nur mit Geländer gehen. Es besteht ein deutliches Instabilitätsgefühl und es treten immer wieder Ergüsse auf, wobei das linke Knie das geschädigtere ist. Einkaufen ist wegen des Hebens von Lasten nicht möglich. Der Haushalt wird durch eine Haushalthilfe besorgt.