Citation: 5A_71/2020 E. 6.3

6.3. Vorab trifft der Vorwurf nicht zu, die Vorinstanz habe das von der Beschwerdeführerin eingereichte Schreiben ihrer Anwaltskanzlei nicht berücksichtigt. Vielmehr hat sie dieses ausdrücklich erwähnt, kam aber zum Schluss, die dem Erbstreit zugrunde liegenden Zusammenhänge liessen sich nicht aufklären. Damit erweist sich der diesbezügliche Vorwurf der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör als unbegründet. Eine Gehörsverletzung ergibt sich insbesondere auch nicht daraus, dass die Vorinstanz zu anderen Schlüssen als die Beschwerdeführerin gelangte (vgl. Urteil 5A_783/2017 vom 21. November 2017 E. 4.2). Angesprochen ist vielmehr die von der Vorinstanz vorgenommene Würdigung der vorhandenen Beweise. Was die Beweiswürdigung betrifft, belässt die Beschwerdeführerin es bezüglich der Gefahr für ihre Vermögensinteressen indes dabei, in appellatorischer Art und Weise ihr eigenes Verständnis der Akten jenem der Vorinstanz gegenüber zu stellen und letzteres als im Ergebnis "völlig falsch" oder eben willkürlich zu bezeichnen. Dies genügt den Begründungsanforderungen nicht (vgl. vorne E. 2.2 und spezifisch zur Rüge der willkürlichen Sachverhaltsfeststellung BGE 136 I 49 E. 1.4.1; 134 II 244 E. 2.2). Ausgehend von dem durch die Vorinstanz willkürfrei festgestellten Sachverhalt vermag die Beschwerdeführerin den Vorwurf nicht in Frage zu stellen, sie habe vor der Vorinstanz ihre der Akteneinsicht entgegenstehenden Interessen nicht hinreichend genau dargelegt. Solches gelingt ihr im Übrigen auch vor Bundesgericht nicht, beschränkt sie sich im Wesentlichen doch auf eine erneute Darstellung ihrer im Zusammenhang mit dem Familienstreit stehenden Befürchtungen. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin sich auch in diesem Zusammenhang verschiedentlich auf tatsächliche Grundlagen stützt, welche die Vorinstanz so nicht festgestellt hat, ohne die notwendigen Sachverhaltsrügen zu erheben (vorne E. 2.2). Dies betrifft etwa die (angeblichen) Einbrüche, insbesondere jedoch die Behauptung, der Beschwerdegegnerin würde die Akteneinsicht nichts nützen. Nach dem Ausgeführten kann auch insoweit keine Gehörsverletzung durch die Vorinstanz festgestellt werden.