Citation: 5A_845/2023 E. 4.1.3

4.1.3. Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid zwar - ohne die Ansetzung einer Nachfrist zur Übersetzung ausdrücklich in Erwägung zu ziehen - einerseits festgehalten, der auf Russisch verfasste Vertrag könne mangels Verständlichkeit nicht als Nachweis für die geltend gemachten Einkünfte von monatlich EUR 100'000.-- aus dem von ihm gegründeten Energieunternehmen herangezogen werden. Das Obergericht hat sich jedoch nicht mit dieser formalistischen Betrachtungsweise begnügt, sondern überdies moniert, dass der Beschwerdeführer aussagekräftige Belege für die behaupteten Mittelzuflüsse schuldig geblieben sei. So habe der Beschwerdeführer keine aktuelle Bilanz- oder Erfolgsrechnung des betreffenden Unternehmens vorgelegt. Sodann habe er im Jahr 2021 und damit vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs, welcher sich gemäss Angaben des Schuldners negativ auf die Geschäftslage ausgewirkt habe, gemäss Steuererklärung lediglich Einkünfte von Fr. 36'688.-- erzielt. Es müsse daher davon ausgegangen werden, dass mit dem Unternehmen - wenn überhaupt - kaum Gewinn erzielt werden könne. Mit diesen ergänzenden Ausführungen hat die Vorinstanz zumindest implizit deshalb von einer Beweisabnahme bezüglich des lediglich in der Originalsprache (Russisch) vorgelegten Vertrags abgesehen, weil sie den blossen Umstand, dass ein solcher Betrag dem Beschwerdeführer im eingereichten Vertrag allenfalls versprochen worden sein mag, zur Glaubhaftmachung entsprechender Mittelzuflüsse ohnehin als ungenügend erachtet hat. Eine solche antizipierte Beweiswürdigung kann vor Bundesgericht nur in Frage gestellt werden, wenn unter Beachtung des strengen Rügeprinzips (Art. 106 Abs. 2 BGG) hinreichend dargetan wird, dass die Vorinstanz dabei in Willkür verfallen ist (BGE 146 III 73 E. 5.2.2 mit Hinweisen). Solches vermag der Beschwerdeführer vorliegend nicht aufzuzeigen. Da der Beschwerdeführer für seine pauschale Behauptung, er erhalte gestützt auf den eingereichten Vertrag monatlich EUR 100'000.-- keine weiteren Beweismittel eingereicht hat und die Finanzlage des betreffenden Unternehmens sowie den genauen Inhalt des angerufenen mehrseitigen Vertrags nicht einmal weiter substanziiert hat, vermag er die antizipierte Beweiswürdigung der Vorinstanz nicht als willkürlich auszuweisen und liegt in ihrem Vorgehen weder eine Verletzung des Rechts auf Beweis noch des Anspruchs auf rechtliches Gehör (vgl. BGE 140 I 285 E. 6.3.1).