Citation: 4A_491/2022 E. 4.2

4.2. Das Obergericht äusserte zunächst (erhebliche) Zweifel an der Aktivlegitimation der Gesuchstellerin 1 und am Rechtsschutzinteresse beider Gesuchstellerinnen. Es liess insbesondere offen, ob die streitgegenständlichen Aussagen (Äusserungen 1-3) tatsächlich drohten (Erstbegehungs- oder Wiederholungsgefahr). Die Vorinstanz wies das Gesuch schliesslich mit der Begründung ab, die Gesuchstellerinnen hätten die Begründetheit ihres materiellen Hauptbegehrens (Art. 9 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG) nicht glaubhaft gemacht (negative Hauptsachenprognose) : Die beanstandeten Äusserungen 1-3 seien nämlich korrekt und aus diesem Grund nicht unlauter. Mangels lauterkeitsrechtlich verpöntem Verhalten bestehe keine Grundlage für die (vorsorgliche) Gutheissung des Unterlassungsbegehrens.