Citation: 8C_344/2013 E. 10

Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der physisch bedingten ärztlichen Behandlung ist nicht allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen. Von Bedeutung sind auch Art und Intensität der Behandlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer vorliegen. Manualtherapeutische Massnahmen zur Erhaltung des Zustandes und medikamentöse Schmerzbekämpfung allein genügen diesen Anforderungen nicht. Einzig der Abklärung des Beschwerdebildes dienenden Vorkehren kommt nicht die Qualität einer Heilmethodik in diesem Sinne zu (Urteil 8C_729/2012 vom 4. April 2013 E. 8.3). Diesbezüglich legt der Versicherte nicht substanziiert dar, inwiefern konkret HWS-Beschwerden zur Bejahung des Kriteriums führen könnten (vgl. auch E. 7 hievor). Am 26. Dezember 2007 erfolgte in B.________ eine offene Reposition und Schraubenosteosynthese Talus links. Gemäss dem Bericht des Dr. med. C.________ vom 31. März 2008 bestand die Behandlung in Medikamenteneinnahme und Physiotherapie; Beratungen fänden 2- bis 4-wöchentlich statt. Entgegen der Vorinstanz und dem Versicherten erfolgte im Spital Y.________ am 24. April 2008 keine weitere Fussoperation; dieses verwies im Bericht gleichen Datums vielmehr auf die am 26. Dezember 2007 in B.________ erfolgte Fussoperation. Im MEDAS-Gutachten vom 14. August 2008 wurde ausgeführt, der Versicherte gehe ein- bis zweimal pro Monat zum Hausarzt. Er nehme diverse Medikamente ein. Wegen des verletzten Beins sei er im Spital Y.________ in chirurgischer Behandlung und gehe zweimal Woche in die physikalische Therapie. Das Spital Y.________ legte am 24. Oktober 2008 dar, aktuell ergebe sich keine Indikation für ein chirurgisches Vorgehen. Gegenüber dem Kreisarzt Dr. med. W.________ gab der Versicherte am 25. August 2009 an, er nehme verschiedene Medikamente ein; einmal pro Woche gehe er in die Physiotherapie. Bei der von der Vorinstanz und vom Versicherten angeführten Arthrodese und Unterschenkelamputation handelt es sich lediglich um eine erst im MEDAS-Gutachten vom 10. Januar 2012 diskutierte hypothetische Behandlungsoption, die nicht berücksichtigt werden kann. Nach dem Gesagten ist das Kriterium nicht erfüllt.