Citation: 2C_50/2024 E. 4.1.1

4.1.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV umfasst als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 149 I 153 E. 2.2). Der Gehörsanspruch umfasst unter anderem das Recht der betroffenen Person, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Akts zur Sache zu äussern (BGE 148 II 73 E. 7.3.1). Voraussetzung dieses Äusserungsrechts sind genügende Kenntnisse über den Verfahrensverlauf, was auf das Recht hinausläuft, in geeigneter Weise über die entscheidwesentlichen Vorgänge und Grundlagen vorweg orientiert zu werden (BGE 144 I 11 E. 5.3; 140 I 99 E. 3.4; Urteile 2C_536/2023 vom 5. September 2024 E. 3.1; 2C_761/2017 vom 25. Juni 2018 E. 3.1.1; vgl. zum Überraschungsverbot in Bezug auf die Rechtsanwendung Urteil 2C_179/2023 vom 4. Juni 2024, zur Publikation vorgesehen, E. 4.1). Aus dieser verfassungsmässigen Garantie kann das Recht fliessen, vor dem Erlass eines Abschreibungsentscheids insbesondere zur Kosten- und Entschädigungsregelung angehört zu werden (vgl. betreffend zivilrechtliche Schiedsgerichtsbarkeit BGE 142 III 284 E. 4.2). Weder das Verwaltungsgerichtsgesetz (VGG, SR 173.32) noch das vor dem Bundesverwaltungsgericht anwendbare Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVG, SR 172.021; vgl. Art. 37 VGG) sehen hierfür eine spezielle Regelung vor.