Citation: 4A_335/2024 E. 3.2.3

3.2.3. Die Beschwerdeführerin habe auch ihre Behauptung, wonach zwischen den Parteien implizit klar gewesen sei, dass für die GM-02-Masken neben dem vereinbarten Kundenschutz ein Lieferantenschutz gelten solle, nicht hinreichend substanziiert. Die Erstinstanz habe daher auf eine Beweisabnahme verzichten dürfen. Abgesehen davon sei die von der Beschwerdeführerin hierfür offerierte Parteibefragung kein taugliches Beweismittel, da ihre Vertreter nicht aus eigener Wahrnehmung darüber berichten könnten, wie es sich mit dem Verständnis der Gegenpartei verhalte. Sie könnten höchstens Aussagen zu ihrem eigenen Verständnis machen und sich dazu äussern, aus welchem Verhalten oder aus welchen Äusserungen der Gegenpartei sie auf ein diesbezügliches Einvernehmen geschlossen hätten. Entsprechende Behauptungen, die auf eine stillschweigende Übereinkunft schliessen liessen, habe die Beschwerdeführerin jedoch nicht aufgestellt und könnten im Rahmen der Parteibefragung nicht mehr nachgeschoben werden.