Citation: 2C_536/2019 E. 3

Der Beschwerdeführer beruft sich sodann auf Art. 50 Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 AIG (vgl. zu dessen Anwendbarkeit im Rahmen des FZA BGE 144 II 1 E. 4 insbes. 4.7 S. 7 ff. bzw. 10 f.). Danach besteht nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach den Artikeln 42 und 43 weiter, wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen. Wichtige persönliche Gründe nach Absatz 1 Buchstabe b können namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen wurde oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AIG). Bereits diese Aufzählung macht klar, dass es spezieller Gründe bedarf, damit die ausländische Person nicht in ihr Heimatland zurückkehren muss. Diesbezüglich spielt es deshalb keine Rolle, dass Ägypten wirtschaftlich am Boden sei und der Beschwerdeführer dort im Gegensatz zur Schweiz keine Zukunft habe oder dass die Menschenrechtslage in Ägypten problematisch sei. Diese Gründe machen noch keinen Aufenthalt in der Schweiz erforderlich, auch wenn das Leben hier sich einfacher als dort gestaltet. Der Beschwerdeführer hat lediglich in genereller Weise auf die Unwägbarkeiten in Ägypten hingewiesen. Inwiefern er aber persönlich davon betroffen ist, hat er nicht ausgeführt. Eine besondere, aussergewöhnliche Beziehung hat er zur Schweiz nicht geknüpft, auch wenn er die Sprache spricht, hier arbeitet und sich grundsätzlich normal integriert hat.