Citation: 5A_82/2009 27.04.2009 E. 3.3

3.3.1 Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, das Obergericht habe in Missachtung der Verhandlungsmaxime sowie in Verletzung des Willkürverbots und aArt. 153 Abs. 2 ZGB in Abweichung von den übereinstimmenden Vorbringen der Parteien das Scheidungsurteil abgeändert. Das Obergericht habe nämlich dem Scheidungsrichter unterstellt, er sei nicht von einer ordentlichen Pensionierung des Beschwerdegegners im Alter von 58 Jahren, sondern von 65 Jahren ausgegangen. Jedoch sei es eine Tatsache, dass im Scheidungszeitpunkt bekannt und voraussehbar gewesen sei, dass der Beschwerdegegner als Oberst im Generalstab der Schweizer Armee bereits mit 58 Jahren ordentlich pensioniert werden würde. 3.3.2 Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin unterstellt das Obergericht dem Scheidungsrichter nicht, er sei von einer ordentlichen Pensionierung des Beschwerdegegners im Alter von 65 Jahren ausgegangen. Vielmehr lässt die Vorinstanz die Frage, welche Annahme das Bezirksgericht A.________ betreffend Zeitpunkt der Pensionierung getroffen hat, ausdrücklich offen. Wie bereits ausgeführt erachtet das Obergericht die Voraussetzungen für eine Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge aufgrund der erheblich verminderten Rente aus beruflicher Vorsorge als gegeben und nicht etwa, weil der Beschwerdegegner bereits mit 58 Jahren pensioniert worden ist. Mit dieser Begründung des Obergerichts setzt sich die Beschwerdeführerin jedoch erneut nicht auseinander. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin zielen an der Sache vorbei.