Citation: 7B_242/2022 E. 6.3

6.3. Die Vorinstanz geht zutreffend davon aus, es habe sich bei den Investitionen der vier Anleger allesamt um anvertraute Gelder mit einer Werterhaltungspflicht nach Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB gehandelt. Dies ergibt sich, unabhängig von der durch die Parteien gewählten Vertragsbezeichnung (als stille Beteiligung oder "participation partiaire"), aus der entsprechenden vertraglichen Vereinbarung. So waren die Verträge nach den vorinstanzlichen Feststellungen auf eine kurze, genau definierte Laufzeit begrenzt, garantierten die Rückerstattung der vollen Einlage am Ende der Laufzeit, enthielten entsprechend keine Vereinbarung einer Verlustbeteiligung bzw. keine Nachschusspflicht und sahen teilweise die Absicherung der Einlage durch Aktien einer Drittgesellschaft vor. Soweit der Beschwerdeführer bezüglich dem Vertrag mit I.________eine Rückerstattungspflicht bestreitet, geht er nicht auf die vorinstanzlichen Erwägungen zum Vertragsinhalt ein und macht diesbezüglich auch keine Willkür geltend. Die vorinstanzlichen Ausführungen stehen in Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Werterhaltungspflicht, welche auch bei der Investition anvertrauter Gelder in eine Kapitalanlage besteht, die dazu bestimmt sind, an den Anleger zurückzufliessen (siehe Hinweise in E. 5.2.1 oben). Daran ändern die versprochenen hohen Renditen nichts. Aus den grundsätzlichen gesellschaftsrechtlichen Ausführungen des Beschwerdeführers lässt sich für die rechtliche Qualifikation der Verträge und die Frage der Werterhaltungspflicht im vorliegenden Fall nichts zu seinen Gunsten ableiten.