Citation: 5A_310/2009 28.01.2010 E. 3

Der Beschwerdeführer anerkennt seine grundsätzliche Unterhaltszahlungspflicht, doch bestreitet er, mehr als Fr. 100.-- monatlich aufbringen zu können. 3.1 Das Obergericht hat dem Beschwerdeführer ein hypothetisches Einkommen angerechnet, da er angesichts seiner Ausbildung, seiner früheren Tätigkeiten und seiner grundsätzlichen Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Anstrengung eine Stelle als Hilfsarbeiter finden könnte, in welcher er netto mindestens Fr. 2'800.-- verdienen würde. Da sein monatlicher Bedarf ungefähr Fr. 2'500.-- betrage, sei er zu einer monatlichen Unterhaltszahlung von Fr. 200.-- in der Lage. 3.2 Nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung, auf welche auch die Vorinstanz Bezug nimmt, darf bei der Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen vom tatsächlichen Leistungsvermögen des Pflichtigen abgewichen und stattdessen von einem hypothetischen Einkommen ausgegangen werden, falls und soweit der Pflichtige bei gutem Willen und ihm zumutbarer Anstrengung mehr verdienen könnte, als er effektiv verdient (BGE 128 III 4 E. 4a S. 5 mit Hinweisen). Ob dem Beschwerdeführer ein hypothetisches Einkommen zugemutet werden kann, ist Rechtsfrage, ob dessen Erzielung als tatsächlich möglich erscheint hingegen Tatfrage (BGE 128 III 4 E. 4c/bb S. 7 mit Hinweis). 3.3 Der Beschwerdeführer beschränkt sich im Wesentlichen auf die Behauptung, sein Status und seine Fähigkeiten erschwerten ihm das Auffinden einer Arbeit. Soweit seine Einwände neu sind, wie die Behauptung, er könne weder lesen noch schreiben, sind sie bereits aus diesem Grunde unzulässig (Art. 99 Abs. 1 BGG). Soweit er eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung (Art. 9 BV, Art. 97 Abs. 1 BGG) über die tatsächlichen Möglichkeiten zur Einkommenserzielung geltend macht, fehlt es an der Anfechtung des diesbezüglich letztinstanzlichen Urteils (§ 281 Ziff. 2 ZPO; oben E. 1). Im Übrigen hat das Obergericht ausführlich dargelegt, aufgrund welcher Umstände ihm die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zumutbar ist. Damit setzt sich der Beschwerdeführer nicht in einer Art. 42 Abs. 2 BGG genügenden Weise auseinander, weshalb auf seine Vorbringen nicht eingetreten werden kann. 3.4 Der Beschwerdeführer kritisiert weiter die fehlende Berücksichtigung der Steuern bei der Berechnung seines Bedarfs. Er begründet dies jedoch nicht genügend, legt er doch weder dar, dass und in welcher Höhe bei ihm Steuern anfallen, noch, inwiefern die Nichtberücksichtigung Recht verletzen sollte. Die Rüge wäre im Übrigen auch unbegründet, da die Steuerlast bei knappen finanziellen Verhältnissen nicht zu berücksichtigen ist (BGE 127 III 68 E. 2b S. 70 mit Hinweis; Urteil 5A_525/2007 vom 28. Februar 2008 E. 7). 3.5 Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, die Unterhaltspflicht müsse vorliegend gleich beurteilt werden wie gegenüber seiner Tochter R.________, welcher er nach den Angaben des Obergerichts monatlich Fr. 110.-- schuldet. Auch hier genügt er seiner Begründungspflicht nicht, da er seine Auffassung nicht näher darlegt und dem Bundesgericht eine Prüfung dieser Frage deshalb nicht möglich ist. Im Übrigen können durchaus Gründe bestehen, die eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen, wie das unterschiedliche Alter der Kinder oder eine - im Rahmen des Ermessens liegende - abweichende Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen.