Citation: 5A_559/2010 15.11.2010 E. B

Nach Durchführung eines erneuten Schriftenwechsels fällte der zuständige Einzelrichter des Kantonsgerichts St. Gallen am 27. Juli 2010 einen neuen Entscheid. Dabei berücksichtigte er im Sinne neuer Tatsachen, dass der Ehemann per 1. April 2010 bei der U.________ GmbH wieder eine Anstellung gefunden hatte (Monatslohn brutto Fr. 6'000.--) sowie dass sich die Ehefrau seit dem 30. Januar 2009 in stationärer psychiatrischer Behandlung befindet, so dass ab diesem Zeitpunkt ein ihr bis dahin angerechnetes hypothetisches Einkommen von monatlich Fr. 1'500.-- entfällt. Der Einzelrichter entschied im Wesentlichen, es bestünden keine Belege dafür, dass der Ehemann den früheren Nebenerwerb tatsächlich weiterführe, ihm sei jedoch ein hypothetisches Nebeneinkommen aus selbständiger Tätigkeit von monatlich brutto Fr. 6'000.-- anzurechnen. Dem Ehemann sei es als erfahrenem und gut vernetztem Geschäftsmann ohne weiteres möglich und zumutbar, den früheren Nebenerwerb unter anderem Firmennamen weiterzuführen; das erwähnte hypothetische Nebeneinkommen gelte ab August 2008, wobei während der Dauer der Arbeitslosengeldzahlungen bei der Festlegung des relevanten Gesamteinkommens - in Beachtung des bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids - einzig auf das hypothetische Nebeneinkommen sowie auf den Zwischenverdienst, nicht aber auf die Arbeitslosenentschädigung abzustellen sei. Das Dispositiv des neuen vorinstanzlichen Entscheids lautet, soweit vorliegend relevant, wie folgt: "1. Der Ehemann bezahlt der Ehefrau monatlich im Voraus folgende Unterhaltsbeiträge a) Fr. 3'670.-- ab August 2008 bis Ende Januar 2009, b) Fr. 4'470.-- ab 1. Februar 2009 bis Ende März 2010, c) Fr. 5'795.-- ab 1. April 2010."