Citation: 8C_765/2014 E. 11.2

11.2. Aufgrund der Aktenlage erlitt der Versicherte beim Unfall vom 14. August 2007 eine HWS- und BWS-Distorsion, eine Kopfkontusion mit einer Rissquetschwunde, multiple Kontusionen im Bereich des Körpers, ein leichtes Schädelhirntrauma und eine vorübergehende Verschlimmerung der vorbestehenden Diskushernie (vgl. Sachverhalt lit. A und E. 6.2 hievor). Damit lagen insgesamt keine somatischen Verletzungen von besonderer Schwere und Art bzw. insbesondere keine Verletzungen vor, die erfahrungsgemäss geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen auszulösen. Unbehelflich ist der Einwand des Versicherten, er habe den Kopf mehrfach angeschlagen. Nicht stichhaltig ist auch sein Vorbringen, seine Wirbelsäule sei erheblich vorgeschädigt und das typische Beschwerdebild besonders schwer ausgeprägt gewesen. Denn die Adäquanz einer psychischen Fehlentwicklung nach einem Schleudertrauma ist allein nach dem erlittenen körperlichen Gesundheitsschaden und dessen objektiven Folgen zu beurteilen; damit fällt das Adäquanzkriterium der besonderen Art der erlittenen Verletzung bei Anwendung der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen ausser Betracht. Das Kriterium wäre indessen auch bei Anwendung der Schleudertrauma-Praxis zu verneinen; denn hier handelt es sich nicht um einen unfallbedingten Vorzustand und ist das Ausmass der Vorschädigung nicht durch die Zusprechung einer entsprechenden Rente ausgewiesen (vgl. SVR 2007 UV Nr. 1 E. 3.4.2 [U 39/04]; Urteil 8C_416/2011 vom 9. November 2011 E. 9.2).