Citation: 2C_10/2022 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz hat bezüglich Auslösung einer neuen Nachzugsfrist im Wesentlichen erwogen, die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Statuswechsel bzw. gemäss BGE 137 II 393 sei vorliegend nicht anwendbar, da der Beschwerdeführer 1 bereits über die Niederlassungsbewilligung verfügt habe. Mit der genannten Rechtsprechung solle dem Umstand Rechnung getragen werden, dass ausländische Personen mit Aufenthaltsbewilligung aufgrund der Nachzugsfristen von Art. 47 AIG ein Nachzugsgesuch stellen müssten, obwohl sie aufgrund von Art. 44 AIG über keinen Rechtsanspruch auf Familiennachzug verfügten. Mit ihrem Nachzugsgesuch würden sie - ohne diese Rechtsprechung - Gefahr laufen, dass auf ein späteres Gesuch mit grundsätzlichen Rechtsanspruch nicht mehr eingetreten würde, da sich die Ausgangslage nicht wesentlich verändert habe. Vor diesem Hintergrund stelle die Gewährung einer neuen Nachzugsfrist infolge Statuswechsel keine sachlich unbegründete Ungleichbehandlung von Personen mit Niederlassungsbewilligung gegenüber Personen mit Aufenthaltsbewilligung dar.