Citation: I 157/06 23.05.2006 E. 3

Dem Beschwerdeführer ist darin zuzustimmen, dass die Anwesenheit seiner Ehefrau bei der Untersuchung durch Dr. med. T.________ nicht unproblematisch war. Bei Anwesenheit des Ehegatten oder sonstiger nahestehender Drittpersonen besteht immer die Gefahr einer allenfalls unbewussten Beeinflussung, weshalb eine psychiatrische Abklärung grundsätzlich ohne Anwesenheit solcher Personen zu erfolgen hat (Urteil N. vom 16. Januar 2004 [I 664+682/01] Erw. 6.1.2; vgl. auch Urteil K. vom 3. März 2005 [I 554/04] Erw. 2.2.1 und 2.2.2). Dies bedeutet indessen nach der zutreffenden Feststellung der Vorinstanz nicht, dass eine psychiatrische Begutachtung in jedem Fall zwingend allein mit der abzuklärenden Person stattfinden muss, um als taugliche und aussagekräftige Beweisgrundlage zu dienen. Dieser Schluss ergibt sich insbesondere nicht aus dem erwähnten Urteil N. vom 16. Januar 2004. Diesem Entscheid kommt im Übrigen auch deshalb keine präjudizielle Bedeutung zu, weil im hier zu beurteilenden Fall eine Drittperson als Dolmetscher fungierte. Die Ehefrau hatte somit keine Übersetzungshilfe zu leisten. Es finden sich in den gutachterlichen Ausführungen des Dr. med. T.________ keine Hinweise darauf, der Beschwerdeführer habe sich durch die Anwesenheit seiner Ehefrau gehemmt gefühlt. Es ist davon auszugehen, dass einem psychiatrisch geschulten Arzt diesbezügliche Anzeichen nicht entgangen wären und er solche im Bericht auch festgehalten hätte. Auf das Gutachten vom 24. Juni 2003 kann somit abgestellt werden, wenn die Feststellungen des Experten nachvollziehbar sind, seine Beschreibung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a; AHI 2004 S. 147 Erw. 4.2.1 in fine [Urteil J. vom 30. Dezember 2003, I 245/00]). Das kantonale Gericht hat dies zu Recht bejaht. An dieser Beurteilung vermögen die inhaltlichen Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Expertise nichts zu ändern. Es trifft zwar zu, dass die Ärzte der Schmerzklinik des Zentrums X.________ eine somatoforme Schmerzstörung im Sinne von ICD-10 F45.4 diagnostizierten. Im Bericht vom 9. August 2002 legten sie indessen nicht dar, worin die für die Stellung dieser Diagnose wesentlichen psychosozialen Probleme und emotionalen Konflikte (vgl. BGE 130 V 400 Erw. 6.1) bestehen. Schon deshalb entbehrt nach Dr. med. T.________ diese Diagnose jeglicher Grundlage. Es kommt dazu, dass es nach dem auch insoweit schlüssigen Gutachten vom 24. Juni 2003 an einer psychiatrisch ausgewiesenen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer im Sinne eines selbständigen, vom psychogenen Schmerzsyndrom losgelösten Leidens fehlt. Dies spricht im Verbund mit den aktenmässig nicht ausgewiesenen psychosozialen Problemen und emotionalen Konflikten ebenfalls gegen eine (ausnahmsweise invalidisierende) somatoforme Schmerzstörung (vgl. BGE 131 V 50 Erw. 1.2, 130 V 354 unten). Der angefochtene Entscheid ist somit rechtens.