Citation: 5A_984/2021 E. A

A.a. A.________ (Klägerin) und B.________ (Beklagte) sind die Töchter und gesetzlichen Erbinnen ihres am 29. Januar 2006 verstorbenen Vaters C.________. Seit dem Jahr 2007 ist beim Kreisgericht Rheintal ein Erbteilungsprozess hängig, in dessen Rahmen die Klägerin bereits mehrfach an das Bundesgericht gelangt ist (Urteile 5A_66/2015 vom 29. Januar 2015; 5A_687/2015 vom 20. Januar 2016; 5A_307/2016 vom 28. April 2016; 5A_71/2017 vom 19. Juni 2017; 5A_781/2017 vom 20. Dezember 2017; 5A_893/2018 vom 10. April 2019; 5A_307/2019 vom 3. Mai 2019; 5D_110/2019 vom 27. Mai 2019; 5F_10/2019 vom 3. September 2019; 5A_666/2019 vom 3. September 2019; 5A_132/2020 vom 28. April 2020). A.b. Zum Nachlass gehören unter anderem zwei 2.5-Zimmer-Wohnungen, eine in U.________ GR (Parzelle Nr. xxx) und eine in V.________ Tl (Parzelle Nr. yyy). Am 17. Januar 2018 beschloss das Kreisgericht, je ein Gutachten zum Verkehrswert der beiden Wohnungen einzuholen. Die Klägerin regte demgegenüber an, die Wohnungen stattdessen unter den Erbinnen zu versteigern, was die Beklagte ablehnte. Weil die Klägerin dem Gutachter den Zugang zu den Liegenschaften verunmöglichte, forderte der verfahrensleitende Richter die Klägerin mit Schreiben vom 7. März 2019 letztmals auf, einen Besichtigungstermin mit dem Gutachter zu vereinbaren, und stellte für den Säumnisfall in Aussicht, dem Gesamtgericht die Anordnung der öffentlichen Versteigerung der beiden Wohnungen zu beantragen. Daraufhin verlangte die Klägerin erneut die Versteigerung der Wohnungen unter den Erbinnen, was die Beklagte wiederum ablehnte. A.c. Am 16. Mai 2019 entschied das Kreisgericht, den Parteien Gelegenheit zu geben, innert 30 Tagen seit Rechtskraft des Entscheids für die beiden Wohnungen einen freihändigen Verkauf mit einer Käuferschaft ihrer (gemeinsamen) Wahl zu vereinbaren (Dispositiv-Ziffer 1). Für den Fall, dass für beide oder eine der Wohnungen die angesetzte Frist ungenutzt verstreicht oder innert dieser Frist kein Freihandverkauf vereinbart werden könne, würde die betreffende Liegenschaft bzw. würden beide Liegenschaften öffentlich versteigert (Dispositiv-Ziffer 2).