Citation: 2C_724/2017 E. 5.4

5.4. Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs in Zusammenhang mit dem von ihm am 21. Juni 2017 eingereichten Bericht von Dr. C.________ geltend macht, dringt er nicht durch. Die besagte Eingabe erfolgte noch vor Versand des vorinstanzlichen Urteils, aber bereits nach Urteilsfällung (29. Mai 2017). Da die Vorinstanz den angefochtenen Entscheid bereits gefällt hatte, konnte sie den Bericht von Dr. C.________ in ihrem Urteil nicht mehr berücksichtigen. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, dass das schwyzerische Recht der Vorinstanz vorschreibe, den Parteien vor der Entscheidsfällung den Aktenschluss mitzuteilen bzw. dass die Vorinstanz eine solche Regel willkürlich verletzt habe (vgl. Urteil 8C_590/2015 vom 24. November 2015 E. 4.1). Eine Gehörsverletzung liegt somit nicht vor. Dessen ungeachtet kann praxisgemäss selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abgesehen werden, wenn die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde (vgl. BGE 142 II 218 E. 2.8.1 S. 226). Im Schriftenwechsel vor Bundesgericht hat sich die Vorinstanz zum Bericht von Dr. C.________ dahingehend geäussert, dass der Bericht nichts am Ergebnis ändern würde. Unter diesen Umständen würde sich eine Rückweisung ohnehin erübrigen. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die wegweisungs- oder krankheitsbedingte Gefahr, die betroffene Person könnte im Falle der Ausreiseverpflichtung ihrem Leben ein Ende setzen, rechtsprechungsgemäss nicht genügt, um die Wegweisung bzw. deren Vollzug dauerhaft als unverhältnismässig bzw. unzulässig erscheinen zu lassen. Die schweizerischen Behörden sind gehalten, im Rahmen der konkreten Rückkehrmassnahmen alles ihnen Zumutbare vorzukehren, um medizinisch bzw. betreuungsmässig sicherzustellen, dass das Leben und die Gesundheit der rückkehrpflichtigen Person nicht beeinträchtigt wird; sie sind verfassungsrechtlich jedoch nicht verpflichtet, im Hinblick auf eine punktuell kritische psychische Situation in Abweichung von den gesetzlichen Vorgaben dem Gesuch um Erteilung einer Anwesenheitsberechtigung zu entsprechen (vgl. BGE 139 II 393 E. 5.2.2 S. 403). Die gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers stehen somit einem Widerruf der Aufenthaltsbewilligung nicht entgegen.