Citation: 4C.107/2005 29.06.2005 E. 1

Nach Art. 55 Abs. 1 lit. b OG ist in der Berufungsschrift unter anderem genau anzugeben, welche Punkte des Entscheides angefochten und welche Abänderungen beantragt werden. Anträge auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung oder beispielsweise auf Verpflichtung der Gegenpartei zur Zahlung eines angemessenen Geldbetrages sind grundsätzlich ungenügend und haben das Nichteintreten auf die Berufung zur Folge. Ein blosser Rückweisungsantrag ist nach der Praxis aber dann ausreichend - und auch einzig angezeigt - wenn das Bundesgericht, falls es die Rechtsauffassung der Berufungsklägerin für begründet erachtet, gar kein Endurteil fällen kann, sondern die Sache zu weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurückweisen muss (BGE 125 III 412 E. 1b mit Verweisen). Da die Vorinstanz zur Höhe der Schadenersatzforderung der Klägerin keine Feststellungen getroffen hat, ist dies vorliegend der Fall. Der Antrag auf Rückweisung ist ausreichend. Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen der Berufung (Art. 43 ff. OG) erfüllt sind, ist auf das Rechtsmittel einzutreten.