Citation: 4A_86/2022 E. 4.4

4.4. Auch die Kritik des Beschwerdeführers am Verzicht der Vorinstanz auf die Abnahme weiterer Beweismittel zur Frage des Vorliegens einer Berufskrankheit aufgrund einer Staubexposition am Arbeitsplatz ist nicht zielführend. Er baut diese auf der Behauptung auf, der Beschwerdeführer sei bei schwerer körperlicher Tätigkeit einer Staub-/ Wetter (insbesondere Kälte-) Belastung ausgesetzt gewesen, die ursächlich für seine Beschwerden gewesen sei. Die Beschwerden lassen sich indessen nicht objektivieren und für die angebliche Staubexposition finden sich lediglich Mutmassungen der Ärzte Dr. I.________ und Dr. E.________. Dass diese Mutmassungen keine Grundlage für die Einholung weiterer Beweise bilden, hat die Vorinstanz in einer eingehenden antizipierten Beweiswürdigung begründet. So hielt sie fest, dass weder der Beschwerdeführer noch seine ehemalige Arbeitgeberin noch die behandelnden Ärzte Abklärungen zur Prüfung einer Berufskrankheit aufgrund einer Staubexposition am Arbeitsplatz veranlasst hatten. Offenbar gab es hierfür keinerlei Anhaltspunkte. Erst zwei Jahre nach der Aufgabe der Tätigkeit als Akkord-Maurer (1. Juni 2018) wolle der Beschwerdeführer nun (mit der Klageeinleitung vom 1. Juli 2020) entsprechende Abklärungen vornehmen lassen. Inwiefern aus solchen noch Rückschlüsse auf eine Arbeitsunfähigkeit im eingeklagten Zeitraum gezogen werden könnten, lasse sich nicht nachvollziehen. Hinzu komme, dass der Beschwerdeführer trotz 2 1/2-monatiger Behandlung mit Symbicort und Nasenspray anlässlich der pneumologischen Sprechstunde vom 18. Januar 2019 noch immer berichtet habe, unter Husten und erschwerter Atmung bei Anstrengung, teilweise auch unter Husten in Ruhe, zu leiden. Dabei seien zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als sieben Monate seit der behaupteten Staubexposition verstrichen, was einen Kausalzusammenhang zwischen einer solchen und der vom Kläger (auch nach Monaten noch) beschriebenen Atemnot in hohem Umfang fraglich erscheinen lasse. Viel wahrscheinlicher erscheine, dass der Husten und die subjektiv empfundene Atemnot mit dem noch immer nicht sistierten Tabakkonsum (zumindest zwei Zigaretten pro Tag bis spätestens 22. Januar 2019, früher ein bis anderthalb Päckchen pro Tag) im Zusammenhang gestanden hätten. Denn erst nachdem der Beschwerdeführer das Rauchen aufgegeben habe, habe sich eine subjektive Verbesserung eingestellt. Damit hat die Vorinstanz in nachvollziehbarer Weise begründet, dass ernsthafte Zweifel an den Einschätzungen von Dr. I.________ und Dr. E.________ betreffend eine staubindizierte Arbeitsunfähigkeit bestehen und diese als blosse Mutmassungen im Raum stehen. Der Beschwerdeführer müsste auch bezüglich der antizipierten Beweiswürdigung Willkür aufzeigen. Dies unterlässt er. Vielmehr unterbreitet er dem Bundesgericht auch in diesem Punkt weitgehend seinen eigenen Standpunkt und übt appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil. Darauf ist nicht weiter einzugehen (siehe oben E. 2.4). Ohnehin ändert der fehlende Nachweis einer ursächlichen Staubexposition am Arbeitsplatz im Ergebnis nichts, nachdem es für den eingeklagten Zeitraum bereits am Nachweis einer pneumologisch bedingten Einschränkung der Leistungsfähigkeit bzw. eines strukturellen Schadens der Atmungsorgane mangelt.