Citation: 6B_1145/2022 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz erwägt, dass der Beschwerdegegner mit seinen Berufungsanträgen teilweise unterliege. Mit seinem Antrag auf Abweisung der Anschlussberufung dringe er vollumfänglich durch. Die Beschwerdeführerin unterliege mit ihrem Antrag auf Abweisung der Berufung teilweise und mit ihrer Anschlussberufung vollständig. Dasselbe gelte für die Staatsanwaltschaft. Damit rechtfertige es sich, dem Beschwerdegegner die Kosten des Berufungsverfahrens mit 1/6 und der Beschwerdeführerin mit 5/12 aufzuerlegen. Die restanzlichen Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen. Alsdann präjudiziere der Kostenentscheid die Entschädigungsfrage. Da die Beschwerdeführerin mit ihrer Anschlussberufung im Verhältnis zum Beschwerdegegner mehrheitlich unterliege, habe sie von vornherein keinen Anspruch auf eine Entschädigung nach Art. 433 StPO und damit ihre Parteikosten im Berufungsverfahren selbst zu tragen. Der Beschwerdegegner habe ausgangsgemäss Anspruch, dass ihm insgesamt 2/3 des geltend gemachten und nicht zu beanstandenden Aufwandes im Betrag von Fr. 8'148.05 je zur Hälfte durch die Beschwerdeführerin und durch die Obergerichtskasse entschädigt werde. Die Kostenanteile machten je Fr. 2'716.-- aus.