Citation: 7B_687/2024 E. 5.3

5.3. Mildere Ersatzmassnahmen anstelle von Haft, mit denen der dargelegten Kollusionsgefahr ausreichend begegnet werden könnte, sind nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht. Soweit die Beschwerdeführerin unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit schliesslich den Umstand rügt, dass das Zwangsmassnahmengericht die Untersuchungshaft zeitlich nicht befristet habe, kann sie daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Gemäss Art. 226 Abs. 4 lit. a StPO kann das Zwangsmassnahmengericht im ersten Haftanordnungs-entscheid eine zeitliche Befristung der Untersuchungshaft anordnen. Tut es dies - wie vorliegend - nicht, hat dies indes nicht zur Folge, dass die Untersuchungshaft unbegrenzt fortdauert, sondern beträgt die Haftfrist diesfalls höchstens drei Monate (Art. 227 Abs. 1 Satz 2 StPO; MARC FORSTER, in: Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, Fn. 77 zu Art. 226 StPO).