Citation: 7B_1214/2024 E. 1.2.4

1.2.4. Die Generalstaatsanwaltschaft führt zur Begründung ihrer Beschwerdelegitimation aus, diese ergebe sich "ohne Weiteres" aus der Tatsache, dass es sich vorliegend nur um einen Teil des gegen B.________ geführten Strafverfahrens handle, der eingestellt werden sollte. Vorliegend würde es zu einer unhaltbaren Verfahrenssituation führen, wenn durch den beantragten Ausstand der verfahrensleitenden Staatsanwältin das Verfahren entweder getrennt geführt oder das ganze Verfahren in Nachachtung von Art. 29 StPO durch eine andere Verfahrensleitung übernommen werden müsste. Dies stünde dem Beschleunigungsgebot diametral entgegen. Die Strafverfolgungsbehörden hätten zudem ein gewichtiges Interesse daran, dass in einem Verfahren, in welchem die Verfahrensleitung eine Nichtanhandnahme und/oder eine Einstellung verfügt habe, nicht durch ein Ausstandsbegehren ein Handwechsel erzwungen werden könne. Dies würde bei der Staatsanwaltschaft zu einem massiven Mehraufwand führen, zumal sich eine neue Verfahrensleitung in den Fall einarbeiten müsste und Verfahrensschritte wiederholt werden müssten. Gerade bei Vier-Augen-Delikten wie dem vorliegenden habe dies unter Umständen aufgrund des Zeitablaufs auch zu Beweisschwierigkeiten geführt.