Citation: 2A.378/2005 14.06.2005 E. 1

Am 7. Mai 2004 wurde dem irakischen Staatsangehörigen X.________ gestützt auf die bis 30. November 2004 gültige Verordnung vom 11. August 1999 über die Abgabe von Reisepapieren an ausländische Personen (RPAV; AS 1999 2368) ein Pass für eine ausländische Person (Pass Nr. 111 354) mit Gültigkeit bis zum 7. Mai 2005 abgegeben. Mit Verfügung vom 23. März 2005 entzog das Bundesamt für Migration den Pass und forderte X.________ auf, ihn innert 30 Tagen ab Eröffnung der Verfügung dem Bundesamt zurückzugeben. Die Verfügung stützt sich auf Art. 16 Abs. lit. a der Verordnung vom 27. Oktober 2004 über die Ausstellung von Reisedokumenten für ausländische Personen (RDV; SR 143.5), welche am 1. Dezember 2004 in Kraft trat und die RPAV ersetzte (vgl. Art. 24 und 26 RDV). Danach entzieht das Bundesamt für Migration ein schweizerisches Reisedokument, wenn sein Inhaber die Voraussetzungen für dessen Ausstellung nicht mehr erfüllt. Das Bundesamt ging gestützt auf Art. 7 Abs. 1 RDV davon aus, dass im Falle von X.________ die Schriftenlosigkeit als Voraussetzung für die Ausstellung des Passes (Art. 4 RDV [bzw. Art. 3 Abs. 2 RPAV]) dahingefallen sei, nachdem die permanente Mission der Republik Irak in Genf wieder heimatliche Pässe ausstelle. X.________ reichte am 20. April 2005 gegen diese Verfügung des Bundesamtes Beschwerde beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement ein. Am 11. Mai 2005 teilte ihm der Beschwerdedienst des Departements mit, dass die Gültigkeitsdauer des entzogenen Passes für eine ausländische Person am 7. Mai 2005 abgelaufen und nicht länger davon auszugehen sei, dass noch ein aktuelles, rechtlich schützenswertes Interesse an einem Sachurteil und damit am Beschwerdeverfahren überhaupt bestehe; es werde beabsichtigt, die Verwaltungsbeschwerde als gegenstandslos geworden abzuschreiben; er erhalte Gelegenheit, dazu bis zum 27. Mai 2005 allfällige Gegenäusserungen einzubringen bzw. die Beschwerde kostenlos zurückzuziehen. Am 23. Mai 2005 gelangte X.________ mit einer als Beschwerderückzug bezeichneten Eingabe an das Departement. Er erklärte insbesondere, die Beschwerde zurückzuziehen, weil er keine weitere Chance sehe, den Pass wieder zu bekommen. Gestützt auf diese Erklärung schrieb das Departement die Beschwerde am 26. Mai 2005 als gegenstandslos geworden ab. Nachdem X.________ mit einem weiteren Schreiben vom 25. Mai 2005 an das Departement gelangt war, liess ihm dieses am 1. Juni 2005 ein Antwortschreiben zukommen, worin es festhielt, dass der Rückzug ausdrücklich und bedingungslos erfolgt sei und auch keine Willensmängel geltend gemacht würden; im Übrigen hätte es den Rekurs auch ohne Rückzugserklärung wegen Wegfalls des Rechtsschutzinteresses als gegenstandslos von der Geschäftskontrolle abgeschrieben. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 6. Juni (Postaufgabe 9. Juni) 2005 beantragt X.________ dem Bundesgericht, den Nichteintretensentscheid des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements aufzuheben.