Citation: 4A_329/2024 E. 2.3.7

2.3.7. Zusammenfassend kann die Prozesserklärung des Beklagten 2 nicht so verstanden werden, dass er sich dem Urteil unabhängig vom Ausgang des Verfahrens unterziehen wollte. Vielmehr kann seine vor der Erstinstanz abgegebene Erklärung, er sei mit den Klagebegehren der Beschwerdeführerin grundsätzlich einverstanden, höchstens als (unwirksame) Klageanerkennung qualifiziert werden. Es lag somit keine wirksame Prozessabstandserklärung des Beklagten 2 vor, weshalb er trotz dieser Erklärung die formelle Parteistellung im Verfahren behielt und als notwendiger passiver Streitgenosse zwingend in das Berufungsverfahren einzubeziehen gewesen wäre. Die einzig anvisierte Beschwerdeführerin war daher im vorinstanzlichen Verfahren nicht passivlegitimiert, weshalb die Vorinstanz die Berufung hätte abweisen müssen. Bei diesem Ausgang kann dahingestellt bleiben, ob die Erklärung der Beklagten 3 eine genügende Prozessabstandserklärung darstellen würde.