Citation: 2C_877/2020 E. B

B.a. Die Steuerpflichtige gelangte mit Beschwerde vom 7. August 2020 an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Dieses erliess am 11. August 2020 eine prozessleitende Verfügung. Darin wurde die Steuerpflichtige aufgefordert, innerhalb von zehn Tagen (spätestens mit Valuta vom 24. August 2020) einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- zu leisten, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde. Die Steuerpflichtige holte die mit eingeschriebener Briefpost versandte Verfügung - trotz Abholungseinladung vom 12. August 2020 - nicht ab, worauf die Post CH AG die Sendung am 26. August 2020 an das Verwaltungsgericht retournierte. Am Donnerstag, 27. August 2020 (Poststempel) erliess das Verwaltungsgericht eine zweite Verfügung. Darin räumte sie der Steuerpflichtigen eine Nachfrist bis zum Dienstag, 1. September 2020 ein. Mit Eingabe vom 1. September 2020 unterbreitete die Steuerpflichtige dem Verwaltungsgericht ein Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Prozessführung, eventuell um Wiederherstellung der Zahlungsfrist. B.b. Das Verwaltungsgericht trat mit Entscheid A 20 34 vom 3. September 2020 auf die Beschwerde vom 7. August 2020 nicht ein. Es erwog, der Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- sei auch innerhalb der angesetzten Notfrist nicht beglichen worden. Die Steuerpflichtige habe innert Frist lediglich ein Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Prozessführung und ein solches um Wiederherstellung der Zahlungsfrist eingereicht, aber den Kostenvorschuss nicht geleistet. B.c. Zum Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Prozessführung sei festzustellen, dass dieses von einer juristischen Person gestellt werde. Solche hätten nur ausnahmsweise Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, nämlich dann, wenn ihr einziges Aktivum im Streit liege und neben ihr auch ihre wirtschaftlich Berechtigten mittellos seien. Diese Praxis sei der Steuerpflichtigen bzw. ihrem Vertreter durchaus bekannt gewesen. Dennoch habe die Steuerpflichtige der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht nicht genügt und weder dargetan, dass ihr einziges Aktivum im Streit liege, noch dass sie und der wohl wirtschaftlich berechtigte B.________ als prozessarm zu gelten hätten. B.d. Was die Wiedereinsetzung in den früheren Stand betreffe, könnten, gestützt auf Art. 10 Abs. 1 des Gesetzes (des Kantons Graubünden) vom 31. August 2006 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG/GR; BR 370.100), versäumte Fristen nur wiederhergestellt werden, wenn die Partei beweisen könne, dass ihr oder ihrem Vertreter die Einhaltung der Frist infolge eines unverschuldeten Hindernisses nicht möglich gewesen sei. Gründe für eine Fristwiederherstellung seien keine ersichtlich, zumal nicht einzusehen sei, weshalb bis zum 1. September 2020 zwar ein Gesuch gestellt, nicht aber der Kostenvorschuss geleistet worden sei. Auch dieses Gesuch sei abzuweisen. B.e. Das Verwaltungsgericht versandte den Entscheid am Freitag, 11. September 2020, mit eingeschriebener Briefpost. Gemäss dem Eintrag in "Track & Trace", der elektronischen Sendungsverfolgung der Post CH AG, traf das Schreiben am Montag, 14. September 2020, frühmorgens in der Poststelle U.________/GR ein. Die Steuerpflichtige holte die Sendung innerhalb der siebentägigen Abholfrist, die am Montag, 21. September 2020 endete, nicht ab. In der Folge nahm das Verwaltungsgericht einen zweiten Zustellversuch vor, diesmal im Verfahren "A-Post Plus" und gerichtet an den damaligen Rechtsvertreter der Steuerpflichtigen.