Citation: 2C_868/2016 E. 2.2

2.2. Hieran ändert - entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers 1 - Art. 83 lit. d Ziff. 1 BGG nichts: Diese Bestimmung schliesst im Bereich des Asyls die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zwar weitgehend aus; sie gilt indessen nicht für Fälle, die Personen betreffen, gegen die ein Auslieferungsersuchen des Staates vorliegt, vor welchem sie Schutz suchen (Fassung gemäss Ziff. I 2 des Bundesgesetzes vom 1. Oktober 2010 über die Koordination des Asyl- und des Auslieferungsverfahrens [AS 2011 925]). Die entsprechende Regelung will widersprüchliche Entscheide verhindern, wenn sich sowohl im Rahmen des Asyl- wie des Auslieferungsverfahrens Fragen zur Handhabung des Non-Refoulement-Prinzips stellen; die beiden Verfahren sollen durch die entsprechende Regelung koordiniert und beschleunigt werden (vgl. BBl 2010 1467 ff.; BGE 138 II 513 E. 1.2.1 S. 515 ff.; HANSJÖRG SEILER, in: Seiler et al. [Hrsg.], SHK Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2015, N. 47 zu Art. 83 BGG; FLORENCE AUBRY GIRARDIN, in: Corboz et al. [Hrsg.], Commentaire de la LTF, 2. Aufl. 2014, N. 65 zu Art. 83 BGG; THOMAS HÄBERLI, in: Niggli/Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.], BSK Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 132a ff. zu Art. 83 BGG).