Citation: 1C_38/2021 E. 3.1

3.1. Das Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege regelt den Ausstand in §§ 14-16. Während § 14 die Ausstandsgründe aufzählt, betreffen die §§ 15 und 16 das Verfahren. Die Bestimmungen haben, soweit hier von Bedeutung, folgenden Wortlaut: § 15 2. Anzeigen, Gesuche 1 Amtspersonen, auf die ein Ausstandsgrund zutrifft, melden ihn sofort nach Entstehen oder Bekanntwerden der nach § 16 zuständigen Instanz. Einzelbehörden können die Sache statt dessen ihrem Stellvertreter überweisen; dieser teilt die Übernahme den Parteien mit. 2 Will eine Partei den Ausstand einer Amtsperson verlangen, so hat sie bei der in der Sache zuständigen Behörde sofort nach Bekanntwerden oder Entstehen des Ausstandsgrundes ein begründetes Gesuch zu stellen. 3 [...] § 16 3. Entscheid 1 Ist der Ausstand streitig, so entscheidet: a. die Kollegialbehörde in Ausstandsfällen ihrer Mitglieder, wobei die Betroffenen in Ausstand treten; b. der Departementsvorsteher in Ausstandsfällen von Angestellten seines Departements; c. im übrigen die vorgesetzte Behörde. 2 Die Behörde entscheidet auch, ob Amtshandlungen des Ausstandspflichtigen zu wiederholen sind, und bezeichnet nötigenfalls einen ausserordentlichen Stellvertreter. 3 Sollten sich so viele Mitglieder und Ersatzleute im Ausstand befinden, dass die Kollegialbehörde nicht mehr beschlussfähig ist, so entscheidet über den streitigen Ausstand: a. an Stelle von Gemeindebehörden das Justiz- und Sicherheitsdepartement; b. an Stelle des Regierungsrates das Kantonsgericht; c. an Stelle des Kantonsgerichtes die von dessen Präsidenten durch das Los aus den Abteilungspräsidenten der erstinstanzlichen Gerichte bestellten ausserordentlichen Richter; d. im übrigen die vorgesetzte Behörde.