Citation: 9C_97/2019 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht gelangte zum Schluss, die Rentenverfügung der IV-Stelle vom 22. November 2016 habe an einem ursprünglichen Mangel gelitten und sei zweifellos unrichtig gewesen. Die IV-Stelle habe damals nach Vorliegen des ZMB-Gutachtens u. a. festgehalten, rein objektiv sei nicht nachzuvollziehen, weshalb nicht mindestens eine Teilerwerbstätigkeit zumutbar sein solle. Eine volle Einschränkung habe die Verwaltung erst mit dem Eintritt der leichten bis mittelschweren depressiven Episode angenommen. Unter Hinweis darauf, dass die mittelgradige depressive Episode keine Arbeitsunfähigkeit bewirke, sei die IV-Stelle in der Verfügung vom 26. September 2017 auf ihre frühere Verfügung vom 22. November 2016 wiedererwägungsweise zurückgekommen da sie diese als zweifellos unrichtig betrachtet habe. Gleichzeitig habe sie die Invalidenrente bei einem neu ermittelten Invaliditätsgrad von 21 % auf Ende des der Verfügung folgenden Monats aufgehoben. Diese Vorgehensweise bestätigte die Vorinstanz in allen Punkten, wobei sie das Gutachten des ZMB und die vorliegenden Arztberichte eingehend würdigte. Die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung der ursprünglichen Rentenverfügung sah sie ebenfalls als erfüllt an, weil die Verwaltung seinerzeit zweifellos zu Unrecht angenommen habe, es sei eine gesundheitliche Verschlechterung mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten eingetreten, obwohl das depressive Geschehen, welches nie behandelt worden war, therapierbar gewesen sei und eine leichte körperliche Tätigkeit dem Versicherten zumutbar gewesen wäre. Bei der Prüfung des Invalidenrentenanspruchs ab 1. November 2017, die sie hinsichtlich des psychischen Leidens anhand des strukturierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 409) vornahm, ergab sich aufgrund eines Einkommensvergleichs ein Invaliditätsgrad von 21 %, der keinen Rentenanspruch begründet.