Citation: 2C_112/2021 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe den Beschwerdegegner zu Unrecht in ihrem Verfahren als durch den ausgestrahlten Beitrag Betroffenen zugelassen. Er sei weder erwähnt, noch sei in anderer Weise auf ihn Bezug genommen worden. Die mit ihm geführte Korrespondenz habe sich auf rund zwei Dutzend E-Mails beschränkt. Ihm sei es aufgrund der entsprechenden Korrespondenz bezüglich des Sachgerechtigkeitsgebots "in erster Linie um rein persönliche Motive gegangen". Würde die Korrespondenz und ein entsprechender Austausch während der Recherchen zum Ergreifen einer "Betroffenenbeschwerde" genügen, sei praktisch auch jede andere Person, welche mit der Filmrealisatorin E-Mails ausgetauscht habe, zur "Betroffenenbeschwerde" befugt. Das aufgezeichnete Interview mit dem Beschwerdegegner begründe ebenfalls keine relevante Beziehungsnähe zum umstrittenen Beitrag, nachdem dieses nicht ausgestrahlt worden sei. Auch das Vizepräsidium des Beschwerdegegners am - im Bericht genannten und gezeigten - Regionalgericht Unterengadin, welches im Beitrag wie ein "nichtssagendes Mehrfamilienhaus" aussehe, vermöge die erforderliche Sachnähe nicht zu begründen. Es sei jeweils ausschliesslich um den Gerichtspräsidenten Orlando Zegg gegangen und nicht das Regionalgericht als solches.