Citation: 6B_328/2008 15.08.2008 E. 2

Der Beschwerdeführer macht geltend, seine Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung sei bundesrechtswidrig. 2.1 Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer fahrlässig einen Menschen am Körper oder an der Gesundheit schädigt (Art. 125 Abs. 1 StGB). Fahrlässig begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder darauf nicht Rücksicht genommen hat. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den Umständen und nach seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist (Art. 12 Abs. 3 StGB). Ein Schuldspruch wegen fahrlässiger Körperverletzung setzt somit voraus, dass der Täter den Erfolg durch Verletzung einer Sorgfaltspflicht verursacht hat. Sorgfaltswidrig ist die Handlungsweise, wenn der Täter zum Zeitpunkt der Tat aufgrund der Umstände sowie seiner Kenntnisse und Fähigkeiten die damit bewirkte Gefährdung der Rechtsgüter des Opfers hätte erkennen können und müssen und wenn er zugleich die Grenzen des erlaubten Risikos überschritten hat (BGE 130 IV 7 E. 3.3; 127 IV 34 E. 2a). 2.2 Die Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung verstösst nicht gegen Bundesrecht. Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, ist die Fahrlässigkeit darin zu erblicken, dass der Beschwerdeführer seinen Ellbogen auf Schulterhöhe hob und sich heftig umdrehte im Wissen, dass O.________ hinter ihm stand. Dabei könne weder von einer reflexartigen Bewegung noch von einem bewussten Umstossen gesprochen werden. Für den 36-jährigen, durchtrainierten, gross gewachsenen und rund 100kg schweren Beschwerdeführer war vorhersehbar, dass er den motorisch behinderten O.________ zu Fall bringen würde. Bei einem körperlich behinderten älteren Menschen ist die Gefahr eines Knochenbruches als Folge eines derartigen Sturzes naheliegend. Dem Beschwerdeführer gereicht daher zum Vorwurf, diese Konsequenzen aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedacht zu haben. Durch sein harsches und unbedachtes Vorgehen hat der Beschwerdeführer ein unnötig hohes und damit unerlaubtes Risiko geschaffen. Soweit der Beschwerdeführer dagegen einwendet, dass die Behinderung von O.________ für ihn nicht erkennbar gewesen sei, kann er - wie erwähnt - nicht mehr gehört werden. Dass er O.________ "absolut unabsichtlich zu Fall gebracht" habe (Beschwerde S. 8), steht seiner Verurteilung nicht entgehen. Die "Unabsichtlichkeit" ist fahrlässiger Begehung vielmehr inhärent. Auch der Einwand, die Folgen der Drehbewegung seien für ihn nicht absehbar gewesen, geht angesichts seiner deutlichen körperlichen Überlegenheit an der Sache vorbei. Zusammenfassend erweisen sich die Einwände gegen die Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung als unbegründet. Bei diesem Ausgang wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG).