Citation: 6B_895/2016 E. 1.1.1

1.1.1. Sie sei in ärztlicher Behandlung gewesen. Die Fahrerlaubnis sei ihr nicht untersagt worden. Ihr Bruder, der an einer Feier zuviel Alkohol getrunken habe, sei im Unfallfahrzeug gewesen. Er habe sie aus dem Fahrzeug holen müssen und sei losgelaufen, um bei den Eltern Hilfe zu holen. Sie sei nach Hause gegangen, damit ihr Lebenspartner ihr Erste Hilfe leisten könnte, "sollte mein Herz abstellen". Zwangsläufig habe der Verdacht auf ihren Bruder fallen müssen, welcher den Unfall gemeldet habe. Am Unfallort habe der Staatsanwalt ihrer Mutter vorgehalten, ihr Sohn sei ein auf Bewährung verurteilter Straftäter mit "Fahrerflucht". Die Mutter habe den Strafregister-Eintrag als falsch bezeichnet. Danach hätten Polizei und Staatsanwaltschaft das Haus der Eltern durchsucht. Um 09.15 Uhr habe ihre Mutter auf der Suche nach dem Sohn bei ihr angerufen. Sie (die Beschwerdeführerin) habe um 09.30 Uhr der Polizei telefoniert, die ca. zwei Stunden später eingetroffen sei. Da sie ihre Fahruntüchtigkeit zu Protokoll gegeben habe, sei eine Blutprobe/Atemkontrolle kein Thema mehr gewesen (Beschwerde Ziff. 6-9, 12).