Citation: 9C_181/2019 E. 4.2.2

4.2.2. Der RAD-Arzt befasste sich zwar nicht explizit mit dem bildgebenden Untersuchungsbefund, sondern verwies diesbezüglich auf die Vorakten. Es ist jedoch allseits unbestritten, dass bei der Beschwerdeführerin eine Spondylolisthesis L5/S1 Grad III nach Meyerding vorliegt, womit Weiterungen durch den RAD zu den bildgebenden Abkärungen nicht notwendig waren. Es erschliesst sich zudem aus der vom RAD-Arzt erhobenen Diagnose, dass er die aktuellen Befunde und nicht jene aus dem Jahr 1999 berücksichtigte, lag doch ausweislich der Akten im Jahr 1999 erst eine Spondylolyse L5 mit Anterolisthesis Grad II vor (Bericht des Dr. med. B.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, vom 18. Mai 1999). Der RAD-Arzt ging bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung davon aus, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht Erkrankungen der Lendenwirbelsäule eine (qualitativ) verminderte Belastbarkeit insbesondere für regelmässiges mittelschweres und schweres Heben begründeten. Betreffend den konkreten Fall schloss er, der Beschwerdeführerin seien leichte Tätigkeiten in Wechselbelastung zu 80 % zumutbar. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin hat der RAD-Arzt sich nicht damit begnügt, ein versicherungsmedizinisches Standardprofil bei Wirbelsäulenerkrankungen wiederzugeben, sondern hat dieses weiter spezifiziert, was sich an den zusätzlichen qualitativen und quantitativen Einschränkungen mit der Limitierung auf leichte, wechselbelastende Tätigkeiten mit einer Leistungsfähigkeit von 80 % zeigt. Die vom RAD-Arzt gewählte Formulierung, eine rein sitzende oder stehende Tätigkeit sei nicht zumutbar, könnte im ersten Moment so verstanden werden, dass sitzende Tätigkeiten gar nicht zumutbar sind. Aus der Systematik und dem Gesamtzusammenhang des Berichts des RAD ergibt sich aber vielmehr, dass rein sitzende Arbeiten durchaus noch zumutbar sind, sich aber die Arbeitsfähigkeit von 80 % auf 50 % reduziert. Die Arbeitsfähigkeitseinschätzung des RAD ist somit nicht widersprüchlich und die Vorinstanz hat ihr zu Recht Beweiswert zuerkannt.