Citation: I 337/03 06.11.2003 E. 3

3.1 Für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts stellten Verwaltung und Vorinstanz auf das Gutachten der Klinik X.________ vom 17. Juli 2001 ab. Dieses stützt sich auf die Vorakten sowie zusätzliche spezialärztliche Untersuchungen in internistisch-rheumatologischer, psychosomatischer, neurologischer und neuropsychologischer Hinsicht. Ausserdem wurde während des Aufenthalts in der Klinik X.________ eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit durchgeführt. Das Gutachten nennt die Diagnosen eines chronischen Cervicothoracovertebralsyndroms und eines chronischen cervicocephalen Syndroms, dies bei/mit Fehlform und Fehlhaltung der Wirbelsäule bei diskreten degenerativen Veränderungen der unteren HWS (Chondrose C5/6), muskulärer Dysbalance, Spannungskopfschmerzen und leichten neuropsychologischen Defiziten, verbunden mit psychischen Faktoren, Verhaltensfaktoren und äusseren Umständen sowie Status nach HWS-Distorsionen 1989, 1990 und 1996. Die begutachtenden Ärzte gelangen zum Ergebnis, die Beschwerdeführerin sei in ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Sachbearbeiterin wie auch in einer anderen Bürotätigkeit zu 50 % arbeitsfähig. Gleiches gelte in Bezug auf andere, körperlich leichte und wechselbelastende berufliche Tätigkeiten. Eine derartige Arbeit könne die Versicherte halbtags ausüben, wobei sie die Möglichkeit haben sollte, ihre Körperpositionen zu unterbrechen und bei Bedarf kurze Erholungspausen von ca. fünf Minuten einzulegen. Zu vermeiden seien wiederholte Rotationsbewegungen mit dem Rumpf sowie länger anhaltende Körperhaltungen wie vornübergeneigtes Stehen oder Sitzen sowie Arbeiten über Kopf. 3.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet die Aussagekraft des Gutachtens der Klinik X.________. Sie beruft sich namentlich auf die anders lautenden Aussagen des Dr. med. G.________, Innere Medizin, speziell Rheumakrankheiten FMH. Dieser Arzt erklärt in seiner Stellungnahme vom 23. Januar 2002, die Beschwerdeführerin leide an einem seit Oktober 1999 konstanten cervicocephalen Syndrom mit Blockierung der Kopfgelenke und ausgeprägten muskulären Verspannungen des ganzen Nacken-Schultergürtels. Der schubweise Verlauf sei gekennzeichnet durch immer wieder akute invalidisierende Kopfschmerzen und Nacken-Schulterschmerzen, begleitet von vermehrten Schwindelbeschwerden, Konzentrationsstörungen sowie auch reaktiven depressiven Verstimmungen. Dr. med. G.________ führt weiter aus, er stimme den Aussagen im Gutachten der Klinik X.________ mit Bezug auf Anamnese, Untersuchungsbefunde sowie Diagnosen zu. Lediglich in der Beurteilung der Persönlichkeit der Patientin müsse er eine Korrektur anbringen, habe er sie doch immer als sehr korrekt und äusserst kooperativ erlebt. Nicht zustimmen könne er ausserdem der Aussage, es bestehe in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Einer Erwerbstätigkeit in diesem Ausmass stünden der schubweise Verlauf mit immer wieder massiven Kopfschmerzen sowie auch die Konzentrationsstörung und die reaktive Depression entgegen. In einem Schreiben an die Unfallversicherung vom 4. Oktober 2002 erklärt Dr. med. G.________, wegen der Dauerschmerzen sowie der neuropsychologischen Funktionsstörungen mit Leistungsschwäche, Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit sei die Versicherte weiterhin voll arbeitsunfähig. 3.3 Das Gutachten der Klinik X.________ basiert auf umfassenden multidisziplinären Untersuchungen und wurde unter Einbezug der Vorakten erstattet. Die Ärzte gelangen in ausführlicher Erörterung der Befunde zu nachvollziehbar begründeten, schlüssigen Ergebnissen. Das Gutachten wird daher, wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat, den von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Stellungnahme (BGE 125 V 352 Erw. 3a) gerecht. Die in der vorinstanzlichen Beschwerdeschrift erhobenen Einwände sind unbegründet. Insbesondere bestehen keinerlei Hinweise darauf, dass die psychiatrische Beurteilung durch den Umstand beeinflusst worden wäre, dass der entsprechende Spezialarzt die Explorandin phasenweise als abwertend, seine Bemühungen boykottierend empfand. Der im Bericht über die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit enthaltene Hinweis, über die im Rahmen der durchgeführten Tests festgestellten Einschränkungen hinaus sei eine zusätzliche Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit infolge der Kopfschmerzen möglich, fand Eingang in den Schlussbericht, welchen derselbe Arzt verfasste, und wurde im Rahmen der Gesamtbeurteilung - unter Einbezug der verschiedenen spezialärztlichen sowie der neuropsychologischen Begutachtung, welche ein insgesamt leicht beeinträchtigtes Leistungsprofil ergab - berücksichtigt. Wie die kantonale Rekurskommission mit ausführlicher und sorgfältiger Begründung dargelegt hat, sind auch die Stellungnahmen des Dr. med. G.________ nicht geeignet, die Aussagen im Gutachten der Klinik X.________ in Frage zu stellen. Die diesbezüglich in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneut vorgebrachten Argumente wurden bereits durch die Vorinstanz überzeugend behandelt und entkräftet. Dementsprechend ist der Invaliditätsbemessung das im Gutachten der Klinik X.________ vom 17. Juli 2001 formulierte Zumutbarkeitsprofil zu Grunde zu legen. Dieses bezieht sich auf den Zeitraum ab 23. Dezember 1996 (entsprechend dem Austrittsbericht der Rehaklinik Y.________ vom 17. Dezember 1996).