Citation: 6B_783/2021 E. 1.4.1

1.4.1. Zur Begründung eines Härtefalls bringt die Beschwerdeführerin vor, es lägen entgegen der Auffassung der Vorinstanz durchaus Gründe vor, die gegen eine Ausreise der beiden minderjährigen Kinder sprächen. Deren Besuche in ihr Heimatland beschränkten sich auf übliche Reisen und sie könnten die albanische Sprache nur noch wenig sprechen oder lesen. Eine Ausreise mit ihrer Mutter und die damit verbundene Einschulung im Kosovo würden sie sehr hart treffen. Die Vorinstanz übersehe zudem, dass ihr Ehemann aufgrund seiner Vollzeiterwerbstätigkeit die Betreuung der beiden Kinder nicht selbst bewältigen könne. Befremdend seien die vorinstanzlichen Ausführungen, wonach sich aufgrund des Vollzugs eines Teils der Freiheitsstrafe bei den Kindern ohnehin eine "gewisse Entfremdung" einstellen werde. Es gelte zu berücksichtigen, dass sie gute Aussichten habe, den unbedingt zu vollziehenden Teil der Freiheitsstrafe in Form von Halbgefangenschaft verbüssen zu können. Schliesslich sei es nicht statthaft, wenn die Vorinstanz auf die migrationsrechtliche Ausschaffung, die 20 Jahre zurückliege und nicht strafrechtlich begründet gewesen sei, abstelle.