Citation: 6B_926/2024 E. 2.4.5

2.4.5. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, er habe von einem funktionierenden Tachometer ausgehen dürfen, als er den Tempomaten auf 100 km/h eingestellt habe. Gemäss Art. 55 der Verordnung vom 19. Juni 1995 über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS; SR 741.41) dürfe ein Tachometer nie falsche Geschwindigkeiten anzeigen. Erst in Zillis sei ihm eine Divergenz zwischen Tachometer und Geschwindigkeitsmessung vor Augen geführt worden. Würde das angefochtene Urteil bestätigt, so müsste jeder Fahrzeugführer die Anzeigen des Tachometers jederzeit kritisch hinterfragen. Dies trifft so nicht zu. Das angefochtene Urteil betrifft einen Ausnahmefall. Der Beschwerdeführer betont selbst, dass die B.________ AG keine Kenntnis von weiteren gleich gelagerten Fällen hat. Zudem geht es um eine erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitung. Die Vorinstanz unterstreicht zutreffend, dass nicht bloss eine geringe Abweichung von wenigen Stundenkilometern vorliegt, sondern eine toleranzbereinigte Differenz von 36 km/h auf einer Autostrasse. Sie verfällt nicht in Willkür und verletzt auch sonst kein Bundesrecht, wenn sie annimmt, als erfahrener Fahrzeuglenker hätte der Beschwerdeführer aufgrund der Beschleunigung nach dem Tunnel Isla Bella, der vorbeiziehenden Landschaft und des Referenzverkehrs merken müssen, dass er mit übersetzter Geschwindigkeit unterwegs ist, zumal er mit dem betreffenden Personenwagen vertraut war.