Citation: I 243/03 04.02.2004 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet zu Recht, dass die IV-Stelle ihr die Verfügung vom 7. Januar 1998 trotz entsprechender Vorschrift (Art. 88quater IVV) nicht zugestellt hat. Die Vorinstanz hat dies unter dem Titel von Treu und Glauben in der Weise berücksichtigt, dass sie die Leistungspflicht der IV trotz der Nichtzulassung von Dr. F.________ bzw. Frau L.________ bis Ende Februar 1998 bejaht hat. Sie erwog dabei, dass der Versicherte ursprünglich auf die Korrektheit der leistungszusprechenden Verfügung vom 26. August 1997 habe vertrauen dürfen. Bei gesetzmässiger Zustellung der Verfügung vom 7. Januar 1998 auch an die Swica hätte er etwas Zeit benötigt, um eine von der Invalidenversicherung anerkannte neue Durchführungsstelle zu suchen. Ab März 1998 hingegen könne die IV nicht mehr zu Zahlungen verpflichtet werden. 4.2 Diese Argumentation vermag nicht zu überzeugen. Es ist davon auszugehen, dass die Krankenkasse, wenn sie die Verfügung vom 7. Januar 1998 rechtzeitig zugestellt erhalten hätte, sofort reagiert und den Versicherten dazu bewogen hätte, zu einem zugelassenen Leistungserbringer zu wechseln. Das aber hätte zur Folge gehabt, dass die Invalidenversicherung - jetzt gegenüber dem neuen Leistungserbringer - über Februar 1998 hinaus zahlungspflichtig geblieben wäre. Da die Kasse aber die Verfügung nicht erhalten hatte, erbrachte sie weiterhin Leistungen und erlitt daher auch über diesen Monat hinaus einen durch die Unterlassung der IV-Stelle verursachten Nachteil. Konsequenterweise hat die IV somit Leistungen von Dr. F.________ bzw. Frau L.________ nicht nur bis Februar 1998, sondern mindestens bis zu demjenigen Zeitpunkt zu übernehmen, in welchem die Krankenkasse erstmals von der Verfügung vom 7. Januar 1998 Kenntnis erhalten hatte und den Versicherten einladen konnte, zu einem zugelassenen Leistungserbringer zu wechseln. Nach den Akten war dies erst im Jahr 2001 der Fall, somit zu einem Zeitpunkt, als die Swica ihre hier streitigen Leistungen bereits vollumfänglich erbracht hatte. Der Anspruch des Versicherten auf medizinische Massnahmen zu Lasten der IV war in materieller Hinsicht unbestritten. Die Verwaltung stellte ihre Leistungen einzig deshalb ein, weil die mit der Durchführung der Massnahmen betrauten Personen die formellen Voraussetzungen nicht erfüllten. Es steht aber fest, dass die IV die entsprechenden Vorkehren weiter hätte tragen müssen, wenn sie durch einen zugelassenen Leistungserbringer erbracht worden wären. Die Verwaltung hat sich in ihrer Verfügung vom 7. Januar 1998 damit begnügt, ihre Leistungen einzustellen. Indessen hätte sie eine neue, zugelassene Durchführungsstelle bezeichnen und für die medizinischen Massnahmen weiterhin aufkommen müssen. In den Akten fehlen jegliche Hinweise auf allfällige Bemühungen, zugelassene Erbringer zu bezeichnen. Mithin leidet die Verfügung vom 7. Januar 1998 nicht nur an der mangelnden Zustellung an die Beschwerdeführerin. Sie ist vielmehr auch inhaltlich zumindest unvollständig und damit offensichtlich unrichtig. Zudem ist ihre Berichtigung angesichts der von der Beschwerdeführerin erbrachten Leistungen finanziell von erheblicher Bedeutung, wes-halb die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung erfüllt sind (BGE 126 V 23 Erw. 4b). Demnach hat die IV-Stelle die Wiedererwägungsgesuche der Beschwerdeführerin und des Versicherten mit Verfügung vom 17. Juni 2002 zu Unrecht abgewiesen. Sie hätte ihre Verfügungen im obgenannten Sinne neu erlassen und die Leistungen bis zu diesem Zeitpunkt übernehmen müssen. Mithin hat sie die von der Beschwerdeführerin erbrachten, hier im Streit liegenden Leistungen vollumfänglich zu tragen.