Citation: 1B_101/2017 E. A

Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft führt seit Spätsommer 2014 gegen A.________ sowie gegen weitere Beschuldigte ein Strafverfahren unter anderem wegen des Verdachts des qualifizierten Raubes und des Hausfriedensbruchs. Mit Verfügung vom 10. Mai 2016 wurden die Akten bei den Richtern in Zirkulation gesetzt. Am 16. Juni 2016 wurden die Parteien unter Angabe der Besetzung der zuständigen Fünferkammer auf den 22.-24. November 2016 zur Hauptverhandlung vor dem Strafgericht Basel-Landschaft geladen. Mit Verfügung vom 17. November 2016 teilte der Präsident des Strafgerichts den Parteien eine neue Zusammensetzung des Spruchkörpers mit; wegen eines krankheitsbedingten Ausfalls des Vorsitzenden übernahm der Vizepräsident den Vorsitz und wurde Richter Alfred Kohli neu beigezogen. An der Hauptverhandlung vom 22. November 2016 stellte A.________ ein Gesuch um Ausstand von Richter Alfred Kohli, im Wesentlichen mit der Begründung, dieser habe sich angesichts der knappen Zeit und des Umfangs der Akten nicht genügend auf die Sitzung vorbereiten können und habe als befangen zu gelten, weil er trotzdem an der Hauptverhandlung teilnehme. Nach kurzer Beratung des Gerichts überwies der vorsitzende Vizepräsident das Gesuch am 23. November 2016 dem Kantonsgericht Basel-Landschaft als Beschwerdeinstanz. Mit Urteil des Strafgerichts vom 2. Dezember 2016 wurde A.________ im Wesentlichen des mehrfachen qualifizierten Raubes, des Hausfriedensbruchs, der Beschimpfung sowie der Hinderung einer Amtshandlung schuldig erklärt und zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und zwei Monaten sowie zu einer Geldstrafe von 55 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- verurteilt. Von der Anklage der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde er freigesprochen. Gegen dieses Strafurteil in der Sache ist eine Berufung beim Kantonsgericht Basel-Landschaft hängig.