Citation: I 209/03 17.06.2003 E. 3

Vorweg ist zu prüfen, ob Verwaltung und Vorinstanz in medizinischer Hinsicht zu Recht davon ausgingen, dem Beschwerdeführer sei in einer angepassten Tätigkeit trotz gesundheitlicher Einschränkungen eine 50 %ige Arbeitsleistung zumutbar. 3.1 Dr. med. A.________, Allgemeinmediziner und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, bezeichnete in seinem Bericht vom 27. November 2000 als einziges Leiden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine "anhaltende somatoforme Schmerzstörung (panvertebrales Syndrom bei mittelschwerer Osteochondrose L5/S1)" und mass den zusätzlichen Diagnosen (Hypertonie, Allergie auf mehrere Substanzen und regelmässiger Alkoholkonsum) keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bei. Dieser Hausarzt taxierte den Versicherten ab 25. Oktober 2000 zu 100 % arbeitsunfähig und nannte als Ursache dafür zusammenfassend psychische Krankheiten. Er empfahl deshalb eine psychiatrische Begutachtung. Dr. med. H.________ diagnostizierte in seinem Gutachten in Übereinstimmung mit Dr. med. D.________ eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) und stellte zusätzlich eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) fest. Der Gutachter vertrat die Auffassung, der Beschwerdeführer sei aus psychiatrischer Sicht auf Grund der somatoformen Schmerzstörung in den zuletzt ausgeübten Tätigkeiten zu 50 % arbeitsunfähig. Ergänzend hielt der Hausarzt in seinem Bericht vom 20. Februar 2002 fest, dass für den Versicherten Arbeiten als Chauffeur und Maurer ungeeignet seien. "Als Mitarbeiter in einem Restaurant würden die Rückenschmerzen einschränkend auf ihn wirken, falls er ständig stehen müsste." Sinngemäss mutete Dr. med. D.________ dem Beschwerdeführer die Ausübung von Tätigkeiten in wechselbelastender Körperhaltung ohne Heben von schweren Lasten aus somatischer Sicht mit einem Rendement von höchstens - aber immerhin - 65 % zu. Die Vorinstanz vertrat die Auffassung, dass die 35 %ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit aus somatischen Gründen nicht zu der aus psychiatrischer Sicht wegen der somatoformen Schmerzstörung attestierten Arbeitsunfähigkeit von 50 % zu addieren sei. Zur Berücksichtigung der somatisch bedingten Einschränkungen in Bezug auf schwere, rückenbelastende Tätigkeiten genüge es, bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades einen entsprechenden leidensbedingten Lohnabzug vorzunehmen. 3.2 Im Wesentlichen lässt der Beschwerdeführer hiegegen vorbringen, die Arbeitsunfähigkeit aus somatischer und jene aus psychiatrischer Sicht seien zu addieren, so dass von einer nicht mehr verwertbaren Restarbeitsfähigkeit von 15 % auszugehen sei, weshalb ihm ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente zustehe. 3.2.1 Bei Zusammentreffen verschiedener Gesundheitsbeeinträchtigungen überschneiden sich deren erwerblichen Auswirkungen in der Regel, weshalb der Grad der Arbeitsunfähigkeit diesfalls aufgrund einer sämtliche Behinderungen umfassenden ärztlichen Gesamtbeurteilung zu bestimmen ist. Eine blosse Addition der mit Bezug auf einzelne Funktionsstörungen und Beschwerdebilder geschätzten Arbeitsunfähigkeitsgrade ist nicht zulässig (RDAT 2002 I Nr. 72 S. 485; Urteil E. vom 3. März 2003, I 850/02, Erw. 6.4.1 mit Hinweisen). 3.2.2 Der Beschwerdeführer bringt keine Gründe vor, die ein Abweichen von dieser Praxis rechtfertigen würden. Als Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie stellte Dr. med. D.________ die psychiatrische Diagnose "anhaltende somatoforme Schmerzstörung" (ICD-10 F45.4). Nach seiner Auffassung war die Ursache für die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausdrücklich "im Bereich von psychischen Krankheiten" zu suchen. Folgerichtig empfahl er - obwohl er als Hausarzt den Versicherten auch allgemeinmedizinisch betreute - eine psychiatrische (und nicht etwa eine polydisziplinäre) Begutachtung. Wenn Dr. med. D.________ aus somatischer Sicht einerseits in Bezug auf eine leidensangepasste Tätigkeit von einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von (mindestens) 35 % ausging und ihm andererseits eine volle Arbeitsunfähigkeit ab 25. Oktober 2000 bescheinigte, so ist darin insofern kein Widerspruch ersichtlich, als sich das Arbeitsunfähigkeitszeugnis auf die zuletzt vom Versicherten ausgeübte und ihm nicht mehr zumutbare Tätigkeit als Maurer bezog. Was der Beschwerdeführer im Übrigen gegen die Annahme einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit einwendet, ist unbegründet. 3.3 Gestützt auf die schlüssigen, nachvollziehbaren und in sich widerspruchsfreien medizinischen Berichte und das Gutachten schloss die Vorinstanz zutreffend darauf, dass der Versicherte unter Berücksichtigung der somatisch bedingten Einschränkungen in einer leidensangepassten Tätigkeit trotz seiner gesundheitlichen Beschwerden zumutbarerweise eine 50 %ige Leistungsfähigkeit verwerten kann.