Citation: 8C_62/2019 E. 6.2.3

6.2.3. Das Erwogene gilt gleichermassen hinsichtlich des Inhalts des Gesprächs für den Fall, dass ein solches tatsächlich mit dem Gutachter geführt worden wäre. Denn dass es diesfalls, wie vorinstanzlich angenommen, einzig um die Vorabinformation hinsichtlich der Ergänzungsfragen und nicht etwa um eine (selbst-) kritische Neubeurteilung gegangen wäre, bleibt bei fehlender Dokumentation zwangsläufig reine Spekulation. Dies erscheint umso unhaltbarer, als im fraglichen Schreiben explizit auf die fehlende Plausibilität und damit auf inhaltliche Fragen sowie den Beweiswert des Aktengutachtens Bezug genommen wurde. Nicht anders verhält es sich endlich mit der vorinstanzlichen Mutmassung, dass damit dem Ergebnis der ergänzenden gutachterlichen Stellungnahme nicht vorgegriffen worden sei. Soweit schliesslich die Beschwerdegegnerin auf ihre Abklärungspflicht verweist, die gewährleistet bleiben müsse und die Möglichkeit telefonischer Instruktion bedinge, überzeugt dies nicht. Insbesondere der von ihr selbst zugestandene Gesprächsgehalt hätte sich ohne Weiteres und in transparenter Weise auf schriftlichem (bzw. elektronischem) Weg übermitteln lassen.