Citation: 9C_804/2015 E. 2.2

2.2. Die Versicherte rügt, das kantonale Gericht habe zu Unrecht auf die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. med. B.________ abgestellt, obwohl dessen Abklärungen nicht ergebnisoffen durchgeführt worden und daher mit erheblichen Zweifeln behaftet seien. Zur Begründung führt sie an, Dr. med. B.________ habe die Beurteilung des Dr. med. E.________ vom Spital F.________ für nicht nachvollziehbar erachtet und mit Blick auf die "Spruchpraxis" des kantonalen Sozialversicherungsgerichts zur Plausibilisierung seiner Beurteilung eine eigene Untersuchung als notwendig befunden. Daraus sei zu schliessen, dass Dr. med. B.________ nicht an den Ergebnissen der Untersuchung interessiert gewesen und es ihm lediglich darum gegangen sei, die formell-rechtlichen Vorgaben der Rechtsprechung einzuhalten. In seinem Bericht vom 3. Oktober 2013 habe er sich denn auch nicht mit den Untersuchungsergebnissen des Seespitals auseinandergesetzt. Die Begründung einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit sei nicht plausibel und überdies ohne Bezugnahme auf die Beurteilung des Dr. med. D.________ erfolgt. Unter diesen Umständen hätte eine Klärung mittels eines Gutachtens erfolgen müssen. Der entsprechende vorinstanzliche Verzicht verstosse gegen den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 ATSG).