Citation: 5A_192/2023 E. 3

Nur der Vollständigkeit halber sei kurz erwähnt, dass die Beschwerde ohnehin auch mangels hinreichender Beschwerdebegründung scheitern würde, weil im Zusammenhang mit der Obhutsfrage entgegen den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen Recht verstossen soll: Das Appellationsgericht ist gestützt auf das Gutachten, die Erfahrungsberichte und die mündliche Verhandlung davon ausgegangen, dass beide Elternteile erziehungsfähig sind, dass die Kommunikation per Whatsapp etabliert ist, sich aber auf das absolut notwendige Minimum beschränkt, und dass sich die Situaiton insgesamt etwas beruhigt hat. Es hat daraus gefolgert, dass heute die Qualität der elterlichen Kommunikation für sich genommen nicht mehr gegen die alternierende Obhut spräche. Indes hätten beide Kinder wiederholt und klar den Wunsch geäussert, dass keine Änderung gegenüber dem heutigen Modell stattfinde; weder möchten sie eine Änderung im Tagesablauf noch zusätzliche Übernachtungen beim Vater. Die Kinder seien inzwischen 13½ und 12 Jahre alt und ihrem Wunsch komme entscheidendes Gewicht zu. Bei dieser Ausgangslage sei im Sinn der Stabilität und Kontinuität von einer alternierenden Obhut abzusehen. Kernpunkt der Urteilsbegründung bildet die Erwägung, dass die Wünsche der Kinder aufgrund ihres Alters zu beachten seien und im Rahmen des Kontinuitätsprinzips von einer alternierenden Obhut abzusehen sei. Die Ausführungen in der Beschwerde gehen zum grössten Teil daran vorbei. Einen konkreten Bezug weist einzig das sinngemässe Vorbringen auf, es könne nicht sein, dass 13-jährige Kinder selbst über ihren Aufenthaltsort bestimmen dürften. Indes ist dies nicht Aussage im angefochtenen Entscheid, sondern vielmehr, dass der Kindeswille mit fortschreitendem Alter zunehmend beachtlich wird, insbesondere auch in Bezug auf Obhuts- und Besuchsrechtsfragen. Dies stimmt mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung überein (vgl. zuletzt Urteile 5A_224/2022 vom 13. Dezember 2022 E. 3.1; 5A_742/2021 vom 8. April 2022 E. 4.3; 5A_558/2021 vom 29. Juli 2021 E. 3) und insofern ist keine Rechtsverletzung ersichtlich.