Citation: 9C_528/2014 E. 4.2

4.2. Aus dem vorinstanzlichen Entscheid geht nachvollziehbar hervor, dass die Gutachter auf eine aktuelle Bildgebung verzichten durften, weil in somatischer Hinsicht seit Jahren ein klinisch unveränderter Gesundheitszustand bestehe und bei der Beschwerdeführerin ausserdem die psychische Symptomatik dominiere. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) ist diesbezüglich nicht ersichtlich. Ebenso hat das Kantonsgericht festgestellt, dass gemäss Angaben des psychiatrischen Gutachters eine problemlose Verständigung ohne Dolmetscher möglich gewesen sei und sich in den Akten keine Hinweise auf Verständigungsprobleme fänden; auch diese Ausführungen sind schlüssig. Die Beschwerdeführerin benennt keine konkreten sachrelevanten Missverständnisse zwischen ihr und dem Gutachter, die auf eine Unverwertbarkeit der psychiatrischen Exploration hindeuten oder die Ausführungen des kantonalen Gerichts zu diesem Punkt sonst wie qualifiziert fehlerhaft erscheinen lassen. Ferner bestehen in Bezug auf die psychiatrische Begutachtung keine Anhaltspunkte für eine zu kurz bemessene Explorationsdauer, liegt diese doch grundsätzlich im Ermessen des medizinischen Experten (vgl. Urteile 9C_246/2010 vom 11. Mai 2011 E. 2.2.2; 9C_664/2009 vom 6. November 2009 E. 3). Der Zweck interdisziplinärer Gutachten besteht darin, alle relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erfassen und die sich daraus je einzeln ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in ein Gesamtergebnis zu fassen (BGE 137 V 210 E. 1.2.4 S. 224; Urteil 9C_262/2013 vom 5. Juni 2013 E. 1.2). Dies ist im Rahmen des Gutachtens des medizinischen Abklärungsinstituts B.________ geschehen, wie aus dem kantonalen Entscheid zutreffend hervorgeht. Die Gutachter setzten sich ausführlich mit der rheumatologischen Expertise von Dr. med. C.________ vom 5. Juni 2008 auseinander. Im Weiteren ist der Ergänzung des medizinischen Abklärungsinstituts B.________ vom 14. August 2012 zu entnehmen, dass sich selbst dann nichts an der anrechenbaren Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin ändern würde, wenn eine somatisch bedingte Einschränkung von 30 % vorläge. Dies begründeten die Gutachter nachvollziehbar damit, dass die Beschwerdeführerin die gleichen Pausen zur körperlichen und seelischen Erholung einsetzen könne und das etwas verlangsamte Arbeitstempo nichtorganischen und allfälligen zusätzlichen organischen Beeinträchtigungen ausreichend Rechnung trage. Somit erschüttert die Einschätzung von Dr. med. C.________ die Beweiskraft des Gutachtens des medizinischen Abklärungsinstituts B.________ nicht (E. 3).