Citation: 6B_162/2023 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei irakischer Staatsangehöriger, in der Republik Irak geboren, aufgewachsen und im Jahr 2008 in die Schweiz gekommen. Er verfüge über einen Aufenthaltsstatus F für vorläufig Aufgenommene, nachdem sein Asylgesuch abgewiesen worden sei. In familiärer Hinsicht führt die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer sei verlobt und habe mit seiner Partnerin ein gemeinsames vierjähriges Kind, das noch nicht eingeschult sei. Die Mutter des gemeinsamen Kindes sei ebenfalls irakische Staatsangehörige, die sich seit dem Jahr 2016 in der Schweiz aufhalte und über einen N-Ausweis verfüge. Im Sommer 2022 schliesse sie ihre Ausbildung als Pflegefachfrau ab. Sie habe einen Deutschkurs besucht. Da sie problemlos mit dem Beschwerdeführer in den gemeinsamen Herkunftsstaat zurückkehren und sich dort integrieren könne und es auch der gemeinsamen Tochter im anpassungsfähigen Alter zumutbar sei, mit dem Vater die Schweiz zu verlassen, könne der Beschwerdeführer keinen Anspruch aus Art. 8 EMRK ableiten. Mit Bezug auf die berufliche und gesellschaftliche Integration des Beschwerdeführers in der Schweiz erwägt die Vorinstanz, er habe sich stets um eine Erwerbstätigkeit bemüht und gehe auch zum Urteilszeitpunkt einer Erwerbstätigkeit nach. Dies reiche jedoch nicht aus, um davon leben zu können und um nicht von der Sozialhilfe abhängig zu sein. Seine sprachliche Integration korreliere nicht mit seiner Aufenthaltsdauer von über zwölf Jahren in der Schweiz. Aufgrund der Vorstrafen des Beschwerdeführers könne nicht davon ausgegangen werden, dass er die schweizerische Rechtsordnung konsequent respektiere. Gesundheitliche Hindernisse würden einer Landesverweisung nicht entgegenstehen. Zur Wiedereingliederung des Beschwerdeführers in seinem Heimatland Irak hält die Vorinstanz fest, seine gesamte Herkunftsfamilie, seine Mutter und Geschwister, würden in der Republik Irak leben; er stehe mit ihnen auch regelmässig in Kontakt. Zudem habe seine Partnerin mit ihrer abgeschlossenen Ausbildung als Pflegefachfrau durchaus auch in der Republik Irak gute Aussichten auf eine Arbeitsstelle. Auch seine eigenen beruflichen Chancen dürften dort intakt sein und es sei anzunehmen, er könne im gleichen Bereich wie in der Schweiz eine Arbeitsstelle finden. Insgesamt verneint die Vorinstanz das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls i.S.v. Art. 66a Abs. 2 StGB. Schliesslich führt die Vorinstanz aus, auch eine allfällige Interessenabwägung würde nicht zugunsten des Beschwerdeführers ausfallen. Die öffentlichen Interessen seien aufgrund der Schwere des Katalogdelikts höher zu gewichten. Der Beschwerdeführer sei mehrfach vorbestraft, dies wegen Hehlerei, Fälschung von Ausweisen und Raufhandel. Von ihm gehe eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung aus, weshalb die Ausschreibung der Landesverweisung des Beschwerdeführers im SIS anzuordnen sei.