Citation: 2C_826/2019 E. 5.3.1

5.3.1. Sie wendet vorab ein, die ganzen Ausführungen des Kantonalen Steueramtes zur wirtschaftlichen Berechtigung würden rechtlich unsinnige Behauptungen darstellen. Das zivilrechtliche Eigentum an den beiden Depotkonten habe unstreitig bei der Stiftung gelegen; die Verfügungs- und Auskunftsberechtigung bezüglich des Stiftungsvermögens sei somit eben gerade nicht dem diskretionsinteressierten wirtschaftlichen Stifter (und lebzeitig Erstbegünstigten) oder gar den Destinatären zugekommen, sondern dem letztlich weisungsgebundenen, insoweit treuhänderisch agierenden Stiftungsrat; es sei weder nötig noch rechtlich möglich, dass die Eheleute über das bankverwaltete Vermögen der Stiftung rechtlich hätten verfügen können. Diese Sichtweise lässt ausser Acht, dass die liechtensteinische Stiftung eine in der Schweiz unzulässige Familienstiftung darstellte und das Stiftungsvermögen somit steuerlich über den sog. Durchgriff der hinter der Stiftung stehenden natürlichen Person zuzurechnen war. Hier stand einzig eine (wirtschaftliche) Berechtigung entweder des verstorbenen Ehemannes oder aber der überlebenden Gattin zur Diskussion, was aber im einen wie im anderen Fall nur ungenügend nachgewiesen werden kann, so dass stattdessen Miteigentum anzunehmen ist.