Citation: 4A_297/2019 E. 6.4.1

6.4.1. Die Beschwerdegegnerin wendet diesbezüglich ein, die Beschwerdeführerin mache neu und damit unzulässigerweise (Art. 99 Abs. 2 BGG) geltend, sie hätte bei gehöriger Beratung ihr Kapital von EUR 1 Mio. nicht investiert. Diesem prozessualen Einwand ist nicht zu folgen. Die Beschwerdeführerin hat in der Replik (Rz. 83 i.v.m. Rz 34) den von ihr mit dem Eventualantrag geltend gemachten Schadenersatzanspruch im Sinn des negativen Interesses damit begründet, dass sie die X.________-Fondsanteile nicht gekauft hätte, worauf sie in der Beschwerde hinweist. Damit hat sie zwar nicht explizit behauptet, dass sie keine andere Anlage getätigt hätte. Ihre ganze Begründung des Schadenersatzanspruchs beruht aber auf dieser impliziten Tatsache. In der Beschwerdeduplik weist sie überdies zutreffend auf ihre Ausführungen in der Replik (Rz. 66), wonach sie die Fonds-Anteile nicht gekauft "und sich stattdessen auch im Zeitraum nach dem 2. Mai 2011 ihres unveränderten Bargeldbestandes (hätte) erfreuen dürfen".