Citation: 1C_244/2019 E. 3.6

3.6. Im Rahmen der nachzuholenden Massnahmenprüfung bzw. umfassenden Interessenabwägung werden - mit Ausnahme der im Lärmgutachten erwähnten und verworfenen Lärmschutzwand - die in Betracht kommenden baulichen und gestalterischen Massnahmen nach Art. 31 Abs. 1 lit. b LSV zu prüfen und wird namentlich zu beurteilen sein, ob sie unter Würdigung der konkreten Umstände des vorliegenden Falls verhältnismässig sind oder eine Ausnahmebewilligung nach Art. 31 Abs. 2 LSV zu erteilen ist. Dabei wird insbesondere darzulegen sein, inwiefern das strittige Bauvorhaben den von der Vorinstanz zu dessen Gunsten angeführten raumplanerischen Anliegen der Siedlungsentwicklung nach innen und der haushälterischen Nutzung des Bodens dient und - gegebenenfalls - inwiefern diese öffentlichen Interessen unter Würdigung der konkreten Umstände, insbesondere der verbleibenden Grenzwertüberschreitung, die Anliegen des Lärmschutzes überwiegen (vgl. BGE 145 II 189 E. 8.3.2 f. S. 196 f.; Urteil 1C_568/2018 vom 4. Dezember 2019 E. 4.5.2 f., zur Publikation vorgesehen; vorne E. 3.1). Die nach der Eröffnung der Tangente Zug/ Baar im - gemäss dem angefochtenen Entscheid - Jahr 2021 zu erwartende Lärmbelastung wird, wie das BAFU zutreffend vorbringt, entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers grundsätzlich in die Interessenabwägung einbezogen werden dürfen (vgl. Art. 36 Abs. 2 LSV).