Citation: 1P.409/1999 29.02.2000 E. 4.-

a) Die Beschwerdeführerin beantragt in Form eines Eventualbegehrens, der angefochtene Entscheid sei wegen Verstosses gegen die Gemeindeautonomie insoweit aufzuheben, als er die Sistierung des Quartierplanverfahrens für unzu- lässig erkläre. Diesen Antrag begründet sie nicht näher. Insbesondere führt sie nicht aus, inwiefern die kantonalen Behörden ihre Prüfungsbefugnis überschritten oder allfällige das Institut der Sistierung betreffende kommunale, kantonale oder bundesrechtliche Normen falsch angewendet hätten. Auf das Eventualbegehren kann daher mangels ausreichender Be- gründung nicht eingetreten werden (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; vgl. die Hinweise in E. 1b oben). Im Übrigen wäre, wie nach- folgend zu zeigen sein wird, das Eventualbegehren abzuwei- sen, falls es an die Hand genommen werden könnte. b) Das prozessrechtliche Institut der Sistierung ist im PBG nicht geregelt. Auch das zürcherische Gesetz vom 24. Mai 1959 über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen (VRG), das im kommunalen Quartierplanverfahren subsidiär zur Anwendung gelangt (vgl. § 4 VRG), kennt keine entsprechende Vorschrift. Es greifen daher die unmittelbar aus der Verfas- sung abgeleiteten Grundsätze Platz, mit der Folge, dass eine Sistierung nur zulässig ist, wenn sie sich auf sachliche Gründe stützen lässt ( Lorenz Meyer, Das Rechtsverzögerungs- verbot nach Art. 4 BV, Diss. Bern 1982, S. 76 und 73 f.). Zu beachten ist zudem § 4a VRG, wonach die Verwaltungsbehörden bei ihnen eingeleitete Verfahren beförderlich zu behandeln und ohne Verzug für deren Erledigung zu sorgen haben. c) Angesichts dieses Beschleunigungsgebots kann eine Verfahrenssistierung nur in sachlich begründeten Aus- nahmefällen Platz greifen. Solche Ausnahmegründe hat das Verwaltungsgericht im vorliegenden Fall ohne Willkür ver- neinen dürfen. Es kann dazu auf die vorstehenden Erwägungen zur Einstellung des Quartierplanverfahrens verwiesen werden. Die Feststellung, das Verwaltungsgericht habe den Interessen der Grundeigentümer an einer Fortsetzung der Quartierplanung ohne Verletzung der Gemeindeautonomie Vorrang einräumen dür- fen, gilt auch für die Sistierung.