Citation: 5D_191/2021 E. 4.3.2

4.3.2. Eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs kann im Verfahren vor Bundesgericht geheilt werden, wenn ausschliesslich Rechtsfragen streitig sind, die das Bundesgericht mit freier Kognition beurteilen kann und der Beschwerdeführerin durch die Heilung kein Nachteil erwächst (BGE 147 IV 340 E. 4.11.3). Der von der Beschwerdeführerin angerufene Grundsatz des Vertrauensschutzes und das Verbot widersprüchlichen Verhaltens bilden Ausprägungen des in Art. 9 und Art. 5 Abs. 3 BV verankerten Gebots von Treu und Glauben. Das Bundesgericht kann die hier aufgeworfene Rechtsfrage frei prüfen, weshalb es die an sich festgestellte Verletzung des rechtlichen Gehörs im bundesgerichtlichen Verfahren heilen kann.