Citation: 1P.414/2003 03.11.2003 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht eine Verletzung seiner Begründungspflicht vor, da es die Festsetzung der Parteientschädigung nicht begründet habe. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts braucht indessen die Festlegung der Parteientschädigung dann nicht begründet zu werden, wenn sich diese im gesetzlich vorgegebenen Rahmen bewegt und die Partei keine besonderen Umstände geltend machte (BGE 111 Ia 1 E. 2a). 2.2 Nach § 6 der massgeblichen zürcherischen Verordnung über die Anwaltsgebühren vom 10. Juni 1987 beträgt die Grundgebühr für die Führung eines Strafverfahrens vor Obergericht in der Regel zwischen 1'500 und 20'000 Franken. Für ein Kassationsverfahren dürfen nach § 7 Abs. 1 dieser Verordnung ein bis zwei Drittel der Grundgebühr berechnet werden. Für Zuschläge verweist § 7 Abs. 2 auf § 4, wonach solche unter anderem bei - z.B. wegen unverhältnismässig grossem oder fremdsprachigem Aktenmaterial - komplizierten Prozessen verrechnet werden dürfen; ein einzelner Zuschlag darf bis zu 50 % der Grundgebühr, alle Zuschläge zusammen in der Regel nicht mehr als die Grundgebühr betragen. 2.3 Im Kassationsverfahren vor Obergericht liegt damit der gesetzliche Rahmen des Grundbetrages zwischen 500 Franken (1/3 von 1'500 Franken) und 13'333 Franken (2/3 von 20'000 Franken). Erweitert man den Rahmen um einen Zuschlag, indem man den Grundbetrag um die Hälfte erhöht, so liegt die Parteientschädigung, die ihm für das obergerichtliche Kassationsverfahren zustand, zwischen 750 und 20'000 Franken. Geht man mit dem Beschwerdeführer davon aus, dass im vorliegenden Verfahren mehrere Zuschläge zur Anwendung kämen - etwa wegen der Komplexität des Verfahrens und umfangreicher fremdsprachiger Akten - so wären die Grundbeträge maximal zu verdoppeln, der gesetzliche Rahmen läge unter dieser Annahme zwischen 1'000 und 26'666 Franken. Die dem Beschwerdeführer für das Kassationsverfahren zugesprochene Parteientschädigung von 2'690 Franken liegt damit entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers in jedem Fall innerhalb des gesetzlichen Rahmens. Da dieser keine besonderen Umstände geltend gemacht und auch keine (detaillierte) Kostennote eingereicht hatte, konnte die Entschädigung daher vom Obergericht ohne Verfassungsverletzung ohne nähere Begründung festgelegt werden. Die Gehörsverweigerungsrüge ist unbegründet.