Citation: 5A_765/2022 E. 6.3.1

6.3.1. Die Eingabe vom 15. Juli 2019 enthalte von vornherein keine hinreichende Begründung zur Sache. Die Klage vom 25. September 2019 "betreffend Erbteilung" halte unter "II. Formelles" fest, die Beschwerdeführerin sei direkte Nachkommin des Erblassers und somit " (pflichtteilsgeschützte) Erbin" und folglich "zur Anhebung der vorliegenden Teilungsklage" legitimiert. Auch in der Klageschrift bringe die Beschwerdeführerin also vor, es handle sich um eine Teilungsklage und sie sei dazu bereits aufgrund ihrer Abstammung (aktiv-) legitimiert (im Unterschied zur mit zit. Urteil 5A_753/2018 beurteilten Klageschrift). Ferner könne mit einer Herabsetzungsklage nur der Pflichtteil eingefordert werden. Die Beschwerdeführerin argumentiere in der Klageschrift jedoch, ihr stehe der gesetzliche Erbteil zu. Eine Herabsetzung (oder Ungültigkeit) werde in der Klageschrift dagegen weder im Zusammenhang mit dem Ehe- oder Erbvertrag noch in anderem Zusammenhang - auch nicht sinngemäss - erwähnt. Ein entsprechender Antrag könne damit auch nicht als implizit gestellt gelten. Lediglich ergänzend sei anzumerken, dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 10. Februar 2020 sogar bestätigt habe, mit Klageschrift vom 25. September 2019 die Teilung des Nachlasses verlangt zu haben. Sie habe argumentiert, aufgrund der vorliegenden Erbbescheinigung, die sie als Erbin aufführe und von den Beschwerdegegnern nicht angefochten worden sei, stehe ihre Erbenstellung fest.