Citation: 2C_357/2023 E. 4.6

4.6. Aus den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz ergibt sich, dass die Beschwerdeführenden seit Ende Juni 2022 keine Sozialhilfe mehr beziehen. Die Beschwerdeführerin 3 arbeitet seit dem 14. Februar 2022 in einem 40 %-Pensum, wobei die Einsatzdauer seit dem 14. Mai 2022 unbefristet ist. Per 21. Juli 2022 hat auch der Beschwerdeführer 1 eine Stelle mit demselben Pensum angetreten. Dieser Einsatz war zunächst auf drei Monate befristet, wurde anschliessend aber ebenfalls weitergeführt. Zudem ergibt sich aus den Lohnabrechnungen, die bereits der Vorinstanz vorgelegt wurden, dass die Beschwerdeführenden regelmässig deutlich mehr gearbeitet haben als einem 40 %-Pensum entsprechen würde (Art. 105 Abs. 2 BGG). Hinsichtlich der Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege ging die Vorinstanz denn auch von einem monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 6'400.-- und einem monatlichen Überschuss von rund Fr. 1'000.-- aus. Wie die Vorinstanz indes zu Recht festhielt, ist es zweifelhaft, ob sich die Beschwerdeführenden damit dauerhaft von der Sozialhilfe gelöst haben. Dagegen spricht insbesondere, dass die Beschwerdeführenden 1 und 3 die Erwerbstätigkeit erst aufgenommen haben, als ihnen der Widerruf der Niederlassungsbewilligung in Aussicht gestellt bzw. dieser erstinstanzlich verfügt worden war. Zuvor hatten die Beschwerdeführenden während 14 Jahren durchgehend Sozialhilfe bezogen und sich gemäss Feststellungen der Vorinstanz kaum um Arbeit bemüht. Zwar hat bereits die Vorinstanz gewisse gesundheitliche Beeinträchtigungen anerkannt, zu Recht hat sie aber ebenfalls darauf hingewiesen, dass die IV-Stelle dem Beschwerdeführer 1 in den Jahren 2006 und 2009 und der Beschwerdeführerin 3 im Jahr 2012 eine volle Arbeitsfähigkeit in körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeiten attestiert hatte.