Citation: 8C_23/2021 E. 6.3

6.3. Diese vorinstanzliche Tatsachenfeststellung verletzt Bundesrecht. Dem SMAB-Gutachten sind keine Anhaltspunkte dafür zu entnehmen, dass die Verwertung einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in Bezug auf eine optimal angepasste - faktisch funktionell linkshändig zu verrichtende - Tätigkeit ohne übermässige Gelenksbelastung nur unter zusätzlichen Einschränkungen und mit Vorbehalten zumutbar wäre. Wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht, bestehen nach konstanter Rechtsprechung auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten auch für Personen, die funktionell als Einarmige zu betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeit verrichten können (SVR 2017 IV Nr. 20 S. 53, 8C_451/2016 E. 5.1 sowie Urteile 8C_462/2020 vom 27. August 2020 E. 5.1; 8C_134/2020 vom 29. April 2020 E. 4.5; 8C_227/2018 vom 14. Juni 2018 E. 4.2.1; 8C_37/2016 vom 8. Juli 2016 E. 5.1.2; je mit Hinweis). Die Vorinstanz legte nicht dar, und es ist nicht ersichtlich, weshalb diese Rechtsprechung mit Blick auf die massgebende und beweiskräftige Beurteilung der Leistungsfähigkeit gemäss SMAB-Gutachten im Falle des Beschwerdegegners nicht anwendbar sein sollte. Es mag zutreffen, dass ihm ein relativ breiteres Spektrum an zumutbaren Betätigungsmöglichkeiten offen stünde, wenn er bei Verwertung der Restarbeitsfähigkeit die unfallbedingt geschädigte Hand noch als Hilfshand respektive Stabilisierungsinstrument einsetzen könnte. Da jedoch bei einer solchen Verweistätigkeit laut SMAB-Gutachten - im Gegensatz zu einer optimal leidensangepassten Tätigkeit - mit einem erhöhten Pausenbedarf und daher mit einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40% zu rechnen wäre, ist darauf nicht abzustellen.