Citation: 7B_842/2023 E. 4.4.1

4.4.1. Gemäss Art. 237 Abs. 2 lit. a StPO besteht als Ersatzmassnahme insbesondere die Möglichkeit der Zahlung einer Sicherheitsleistung. Eine Haftentlassung kommt nur in Frage, wenn die Kaution tatsächlich tauglich ist, die beschuldigte Person von einer Flucht abzuhalten (Urteile 7B_645/2023 vom 13. Oktober E. 3.2.2; 1B_562/2022 vom 25. November 2022 E. 4.1.2; 1B_415/2022 vom 30. August 2022 E. 5.1 mit Hinweisen). Die Höhe der Sicherheitsleistung bemisst sich dabei nach der Schwere der vorgeworfenen Taten und den persönlichen Verhältnissen der beschuldigten Person (Art. 238 Abs. 2 StPO). Bei der Prüfung der Herkunft der für die Sicherheitsleistung herangezogenen finanziellen Mittel ist Vorsicht geboten (Urteile 7B_645/2023 vom 13. Oktober 2023 E. 3.2.2; 1B_562/2022 vom 25. November 2022 E. 4.1.2; 1B_431/2022 vom 2. September 2022 E. 2.3 mit Hinweisen). Anstelle der beschuldigten Person kann grundsätzlich auch eine Drittperson die Kaution leisten (vgl. Art. 240 Abs. 2 StPO). Diesfalls hat das Gericht nicht nur die Vermögensverhältnisse der beschuldigten Person, sondern auch diejenigen der Drittperson und deren persönliche Beziehung zu prüfen (siehe Urteil 7B_645/2023 vom 13. Oktober E. 3.2.2). Die sorgfältige Prüfung bei der Freigabe von Sicherheiten erfordert eine gewisse Mitwirkung der beschuldigten Person (Urteil 1B_431/2022 vom 2. September 2022 vom E. 2.3). Verweigert die beschuldigte Person ihre Kooperation und bleiben die finanziellen Verhältnisse undurchsichtig, scheidet eine Sicherheitsleistung aus, da sich deren Wirksamkeit nicht verlässlich beurteilen lässt (Urteile 7B_645/2023 vom 13. Oktober 2023 E. 3.2.2; 1B_562/2022 vom 25. November 2022 E. 4.1.2; je mit Hinweisen).