Citation: 8C_1022/2008 30.07.2009 E. 5

Umstritten ist im Weiteren die Beurteilung der Adäquanz. 5.1 Das kantonale Gericht hat bei der Prüfung der Adäquanz die Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109) angewendet und ausgeführt, dass mangels Vorliegens der Adäquanz gemäss dieser Prüfung die Frage, ob allenfalls die Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) anzuwenden gewesen wäre, offengelassen werden könne. Bei dieser Argumentation stützt sich die Vorinstanz auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach die Frage, ob die Adäquanzprüfung nach der Schleudertrauma- oder nach der Psycho-Praxis zu erfolgen habe, nicht abschliessend beurteilt werden muss, wenn der adäquate Kausalzusammenhang auch nach der Schleudertrauma-Praxis, die in der Regel (vgl. aus jüngster Zeit Urteil 8C_25/2009 vom 12. Juni 2009 E. 4.2 mit Hinweis) und jedenfalls hier für die versicherte Person günstiger ist als die Psycho-Praxis, zu verneinen ist. 5.2 Eine eingehende medizinische Abklärung rund sechs Monate nach dem Unfallereignis, wie in BGE 134 V 109 E. 9.4 S. 124 vorgesehen, hat vorliegend nicht stattgefunden und kann nicht nachgeholt werden. Wie die Vorinstanz festgehalten hat, kann dies jedoch nicht dem Beschwerdeführer angelastet werden, so dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfall nicht einfach deswegen verneint werden kann (Urteil 8C_370/2007 vom 26. Juni 2008 E. 3).