Citation: 4A_528/2022 E. 4.3.3

4.3.3. Der Beschwerdeführer operiert mit Hinweisen auf das StGB sowie mit Begrifflichkeiten wie "Verurteilung zahlreicher Unschuldiger", "die strafrechtlichen Grundsätze der Unschuldsvermutung [...] und in dubio pro reo" oder "nulla poena sine culpa". Es ist daran zu erinnern, dass das Schiedsgericht nichts anderes tat als unter Hinweis auf die massgebenden Verbandsregeln und die eigene Rechtsprechung die Beweislastverteilung sowie das Beweismass festzulegen und anzuwenden. Dieser Vorgang ist im Anwendungsbereich des Privatrechts - auch wenn Disziplinarmassnahmen privater Sportverbände zu beurteilen sind - nicht an strafrechtlichen Prinzipien wie der Unschuldsvermutung beziehungsweise des Grundsatzes "in dubio pro reo" zu messen, wie das Bundesgericht insbesondere in Fällen von Dopingverstössen verschiedentlich bestätigt hat (Urteile 4A_470/2016 vom 3. April 2017 E. 3.4; 4A_178/2014 vom 11. Juni 2014 E. 5.2; 4A_448/2013 vom 27. März 2014 E. 3.3; 4A_612/2009 vom 10. Februar 2010 E. 6.3.2). Dass die Sanktion von einem "Monopolverband" ausgesprochen wurde, wie der Beschwerdeführer einwendet, ändert daran nichts.