Citation: 8C_720/2015 E. A

A.________, geboren 1952, ist Physiotherapeutin und arbeitete seit Mai 1996 mit einem 60 %-Pensum unselbstständig erwerbend für PD Dr. med. B.________ sowie mit einem kleinen Teilzeitpensum für C.________. Als Angestellte von PD Dr. med. B.________ (nachfolgend: Arbeitgeber) war sie ursprünglich bei der Elvia Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft (heute: Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG; nachfolgend: Allianz oder Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Der Arbeitgeber löste das Arbeitsverhältnis mit der Versicherten am 26. Oktober 2005 per Ende 2005 auf. Seit 1998 erlitt sie verschiedene Unfälle, für welche die Allianz die gesetzlichen Leistungen nach UVG erbrachte. A.a. Bei einem Distorsionstrauma des linken oberen Sprunggelenkes (OSG) vom 16. Dezember 1998 stürzte die Versicherte auf ihr linkes Knie. Basierend auf der Bagatellunfallmeldung vom 4. Januar 1999 übernahm die Allianz die Heilbehandlung und schloss den Fall 2002 form- und folgenlos ab. A.b. Anlässlich eines Stolperers mit Sturz auf den Oberkörper vom 11. Juni 2003 zog sich die Versicherte bei bekannter Diskushernie L4/L5 und L5/S1 Prellungen am rechten Knie, an der linken Schulter und am linken Unterarm zu. Mit Verfügung vom 28. April 2005 schloss die Allianz auch diesen Fall infolge des Erreichens des Status quo ante/sine per 31. Dezember 2004 folgenlos ab. Die Versicherte erhob hiegegen am 26. Mai 2005 Einsprache. A.c. Mit Bagatellunfallmeldung vom 9. März 2005 liess die Versicherte durch ihren Arbeitgeber einen Sturz auf den Rücken (Aufprall mit dem Sakrum) vom 6. März 2005 anmelden, wobei ihr Arbeitgeber, Dr. med. B.________, die Behandlung übernahm. Bei vorbestehender lumbaler Diskushernie veranlasste Dr. med. B.________ unter anderem eine Computertomografie der Lendenwirbelsäule (LWS), attestierte vom 9. bis 14. März eine volle Arbeitsunfähigkeit und danach ab 15. März 2005 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit (Bericht vom 19. April 2005). Die Behandlung konnte bei noch geringen Schmerzen im Bereich des Coccygis am 19. Mai 2005 formlos abgeschlossen werden. A.d. Während der ergänzenden medizinischen Abklärung im Einspracheverfahren betreffend Restfolgen des Unfalles vom 11. Juni 2003 ereignete sich ein weiterer Unfall. Die Versicherte rutschte beim Wandern am 11. September 2005 aus und zog sich eine Distorsion am linken oberen Sprunggelenk (OSG) mit partieller Ruptur des lateralen Bandapparates zu. Nachdem sie bis Ende 2005 voll arbeitsunfähig geblieben war, ging der beratende Arzt der Allianz, Dr. med. D.________, FMH Orthopädische Chirurgie, in seiner Aktenbeurteilung vom April 2006 davon aus, dass die Versicherte noch vom 1. Januar bis Ende April 2006 zu 50 % arbeitsunfähig bleibe und dann der Fall folgenlos abgeschlossen werden könne. In seinem Aktengutachten vom 10. Oktober 2006 korrigierte er das Erreichen des Status quo sine auf den 10. September 2006, ein Jahr nach dem Unfall. Die Allianz stellte in der Folge die Heilbehandlung per 10. September 2006 ein und schloss den Fall ohne weitere Leistungen ab (Verfügung vom 24. November 2006). Die Versicherte liess auch gegen diese Verfügung am 11. Januar 2007 Einsprache erheben. A.e. Nach umfangreichen medizinischen Abklärungen zu den Restfolgen der bei der Allianz versicherten Unfälle sowie in Kooperation mit der Invalidenversicherung, welche federführend das rheumatologische Gutachten des Dr. med. E.________ vom 22. Oktober 2008 (nachfolgend: Gutachten des Dr. med. E.________) in Auftrag gegeben hatte, hielt die Allianz mit zwei separaten Einspracheentscheiden, beide datierend vom 1. Dezember 2008, an ihren Verfügungen vom 28. April 2005 und vom 24. November 2006 fest. A.f. A.________ liess gegen beide Einspracheentscheide separat Beschwerde erheben. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich vereinigte die beiden Verfahren, legte Dr. med. F.________, Chefarzt Rheumatologie des Spitals G.________, die umfangreichen Akten vor und holte bei ihm das Gerichtsgutachten vom 25. Januar 2010 mit ergänzender Stellungnahme vom 22. März 2010 ein. Mit Entscheid vom 9. Juli 2010 hiess es die beiden Beschwerden teilweise gut. Es anerkannte die Arthrose im linken oberen Sprunggelenk als Unfallfolge und wies die Sache diesbezüglich zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Allianz zurück. Im Übrigen wies es die beiden Beschwerden ab. Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft. A.g. Nach Einholung des orthopädischen Gutachtens vom 25. Januar 2012 der Chirurgin Dr. med. H.________ hielt die Allianz mit Verfügung vom 31. Mai 2012, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 29. November 2012, am Fallabschluss per 10. September 2006 fest und verneinte einen Anspruch auf Invalidenrente und Integritätsentschädigung.