Citation: I 339/05 19.10.2005 E. 2

Die Beschwerdeführerin wirft der IV-Stelle eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, da diese ihr keine Gelegenheit eingeräumt habe, zum Gutachten der MEDAS vom 5. März 2004 Zusatzfragen zu stellen. Mit Schreiben vom 30. September 2003 hat die IV-Stelle dem Rechtsvertreter der Versicherten eine Untersuchung in der MEDAS in Aussicht gestellt und ihm eine Frist von 10 Tagen eingeräumt, um allfällige Einwendungen gegen die begutachtende Stelle vorzubringen. Hierauf hat der Anwalt am 8. Oktober 2003 bestätigt, dass keine Bedenken gegen die MEDAS beständen. Nach Eingang der Expertise vom 5. März 2004 erliess die IV-Stelle die Verfügung vom 4. Mai 2004, soweit ersichtlich, in der Tat ohne vorgängige Anhörung der Versicherten. Indessen konnte sich diese sowohl in der Einsprache als auch in beiden Gerichtsverfahren vor Instanzen äussern, die über eine volle Kognition verfügen. Überdies erhob der Anwalt den Einwand des verletzten rechtlichen Gehörs im Einspracheverfahren noch nicht. Soweit die IV-Stelle eine solche begangen haben sollte, ist sie nach dem Gesagten als geheilt zu betrachten.