Citation: 7B_1232/2024 E. 6.3.4

6.3.4. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, er habe bewiesen, dass er in der Lage und gewillt sei, behördlichen Anweisungen zu folgen und sich den Strafbehörden zur Verfügung zu halten, weshalb ihm keine Fluchtneigung attestiert werden könne, kann ihm nicht gefolgt werden. Es mag zutreffen, dass er in vorhergehenden Verfahren auf erstmalige Vorladung anstandslos zu den Einvernahmen erschienen ist und eine in der Vergangenheit unbedingt ausgesprochene Geldstrafe und Bussen jeweils rechtzeitig bezahlt hat. Indessen war der Beschwerdeführer damals auch nicht mit einer zweitinstanzlich ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 8 Jahren und einer Landesverweisung von 10 Jahren konfrontiert. Das vom Beschwerdeführer genannte Verhalten kann deshalb kaum zu seinen Gunsten gewürdigt werden.