Citation: 1A.23/2006 03.11.2006 E. 1

Angefochten ist zum einen die Rodungsbewilligung für die Parzelle Nr. 1888 im Halte von ca. 70 m2. Diese Ausnahmebewilligung stützt sich auf das Bundesgesetz über den Wald und damit auf Bundesverwaltungsrecht, weshalb die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht grundsätzlich offen steht (Art. 5 VwVG i.V.m. Art. 97 ff. OG). Fraglich ist allerdings, ob A.A.________, der als einziger Rekurs gegen die Rodungsbewilligung im Kanton erhoben hat und deshalb als einziger formell beschwert ist, zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert ist. 1.1 Zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 103 lit. a OG). Als schutzwürdig gilt jedes praktische oder rechtliche Interesse, das eine von der Verfügung betroffene Person geltend machen kann; es braucht mit dem Interesse, das durch die als verletzt bezeichnete Norm geschützt wird, nicht übereinzustimmen. Immerhin muss der Beschwerdeführer durch den angefochtenen Entscheid stärker als jedermann betroffen sein und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache stehen. Das schutzwürdige Interesse besteht damit im Umstand, einen materiellen oder ideellen Nachteil zu vermeiden, den der angefochtene Entscheid mit sich bringen würde (BGE 131 II 587 E. 2.1 S. 588 f. mit Hinweisen). 1.2 A.A.________ ist Eigentümer der Parzellen Nrn. 1094, 1515 und 1516 in der Landwirtschaftszone. Auf der Parzelle Nr. 1094 befindet sich das Haus Via Giandus 1, das von der Familie A.________ bewohnt wird. Das Haus der Beschwerdegegnerin G.________ befindet sich ca. 120 m vom Haus der A.________ entfernt. Es wird durch einen ca. 40 m breiten Waldgürtel von der Südostgrenze der Parzelle Nr. 1094 getrennt. Mit der Rodung von 70 m² Wald soll eine Zufahrt von der Via Alpina zur Villa G.________ geschaffen werden; vorgesehen ist eine unterirdische Zufahrt, welche die bestehende, steile und unbefestigte Zufahrt ersetzt. Die zu rodende Waldfläche liegt südöstlich der Villa G.________, zwischen dem Haus und der Via Alpina. Sie kann deshalb von den Grundstücken des Beschwerdeführers aus nicht eingesehen werden. Nachdem die Zufahrt lediglich die Villa G.________ erschliessen soll und eine bestehende Zufahrt ersetzt, ist auch nicht mit zusätzlichen Luft- oder Lärmimmissionen zu rechnen. 1.3 Zwar benutzt A.A.________ die Via Alpina als Zufahrt zu seiner Liegenschaft und kann die Rodungsfläche im Vorbeifahren, von der Strasse aus, sehen. Insofern ist er aber nicht mehr betroffen als andere Anlieger und Benützer der Via Alpina. Gleiches gilt, soweit er aufgrund der neuen Zufahrt eine erhöhte Kollisionsgefahr befürchtet. Im Übrigen präjudiziert die Rodungsbewilligung für einen ca. 8 m breiten Waldstreifen die konkrete Ausgestaltung der Einmündung nicht: Diese wird Gegenstand eines Baubewilligungsverfahrens sein, in dem A.A.________ und andere Anlieger der Via Alpina ihre Verkehrssicherheitsbedenken werden einbringen können. 1.4 Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde gegen die Rodungsbewilligung mangels Beschwerdelegitimation nicht einzutreten.