Citation: 1C_681/2019 E. A

A.________ ist Eigentümer des in der Gemeinde Fehraltorf in der Kernzone B gelegenen Grundstücks Kat.-Nr. 2053 im Halte von 1007 m². Die Parzelle ist im südöstlichen Bereich mit einem Wohnhaus überbaut. Der nordwestliche Bereich ist teilweise befestigt, teilweise Gartenfläche und stösst an die Kempttalstrasse, eine infolge starker Verkehrsbelastung sanierungsbedürftige Staatsstrasse. Am 22. August 2018 setzte der Regierungsrat des Kantons Zürich das Projekt für die Instandsetzung und Umgestaltung der Kempttalstrasse in Fehraltorf fest. Gemäss dem Projekt soll die Strasse auf dem Abschnitt Allmendstrasse bis zum Ortsausgang Richtung Pfäffikon zur Verbesserung der Verkehrssicherheit neu- bzw. umgestaltet werden. Davon betroffen ist neben weiteren Grundeigentümern A.________, der dem Kanton Zürich einen schmalen, an die Kempttalstrasse angrenzenden Landstreifen im nordwestlichen Bereich seines Grundstücks abtreten muss. Nachdem der Projektfestsetzungsbeschluss des Regierungsrats in Rechtskraft erwachsen war, führte die Schätzungskommission in Abtretungsstreitigkeiten, Kreis III, des Kantons Zürich das Schätzungsverfahren zwischen dem Enteigner und A.________ durch. Am 12. Februar 2019 fand die Schätzungsverhandlung mit Augenschein statt. Dabei waren sich die Parteien uneinig, ob es sich bei der abzutretenden Fläche von rund 22 m² um sog. "Vorgartenland" handle und die Abtretungsentschädigung deshalb herabzusetzen sei. Strittig war zudem, ob A.________ Anspruch auf eine Minderwertentschädigung und einen Unfreiwilligkeitszuschlag habe. Mit Entscheid vom 14. Februar 2019 verpflichtete die Schätzungskommission den Staat Zürich, A.________ den vollen Landwert von Fr. 890.-- pro m² (statt bloss Fr. 590.-- pro m²) zu bezahlen. Einen Anspruch auf eine Minderwertentschädigung und einen Unfreiwilligkeitszuschlag verneinte sie.