Citation: 6B_1372/2021 E. 2.2.5

2.2.5. Zur Reintegration des Beschwerdeführers in seinem Heimatland führt die Vorinstanz aus, er habe dort seine ganze Kindheit und Jugend sowie das an die Volljährigkeit anschliessende Jahrzehnt verbracht. Dort sei er sozialisiert worden. Er sei mit der Kultur und den Sprachen bestens vertraut. Im Jahr 2003 habe er eine Frau aus seinem Herkunftsdorf geheiratet, die ihm 2004 in die Schweiz gefolgt sei und mit welcher er eine Familie gegründet habe. Die Eltern des Beschwerdeführers seien zwar verstorben, doch habe er weitere nahe Verwandte in Nigeria, namentlich eine Schwester, einen Onkel und Cousins. Unter diesen Umständen wird es dem Beschwerdeführer möglich sein, in der Heimat sozial und beruflich Fuss zu fassen. Dass ein Leben in der Schweiz komfortabler sein dürfe als in Nigeria und die Wirtschaftslage dort schwieriger ist als in der Schweiz, vermag eine Landesverweisung praxisgemäss nicht zu hindern. Entgegen den anderslautenden Ausführungen des Beschwerdeführers kommt es auf die wirtschaftliche Lage im Heimatland nicht an (Urteil 6B_1314/2019 vom 9. März 2020 E. 2.3.11).