Citation: 5P.69/2005 29.06.2005 E. 2

Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung von Art. 5 Abs. 1 und 3 sowie von Art. 9 BV geltend mit der Begründung, das ihm zugesprochene Honorar stehe in krassem Missverhältnis zu seinem Aufwand, der vor Bezirksamt 21,92 Stunden und vor Obergericht 6,58 Stunden betragen habe, und widerspreche damit § 36 Abs. 1 VRPG/AG, der ihm einen Anspruch auf angemessene Entschädigung gebe. Es sei treuwidrig, wenn das Obergericht die unentgeltliche Rechtspflege als gegenstandslos erkläre und das in jenem Rahmen zugesprochene Honorar durch eine völlig ungenügende Entschädigung im Rahmen der Parteikosten ersetze. Zudem sieht der Beschwerdeführer durch die Anweisung an das Bezirksamt, die Honorardifferenz zurückzufordern, Art. 26 Abs. 1 und Art. 27 Abs. 1 BV verletzt, sei doch seine Mandantin offensichtlich bedürftig und könne sie für die Differenz nicht aufkommen. Schliesslich macht er eine Verletzung von Art. 8 Abs. 1 und 2 sowie Art. 29 Abs. 3 BV geltend mit der Begründung, seine Mandantin wäre nicht ohne anwaltliche Vertretung zu einem gutheissenden Entscheid gelangt; der vorinstanzliche Verweis auf die Offizialmaxime und die damit verbundene Verweigerung einer angemessenen Entschädigung verletze das Rechtsgleichheitsgebot und damit wiederum den Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege.