Citation: 2C_860/2019 E. 2.2

2.2. Im Urteil 2C_1147/2016 vom 8. Oktober 2018 erkannte das Bundesgericht, dass der Belegungsgrad von 54 Nächten, den Art. 6 Abs. 2 des Kurtaxenreglements der Berechnung der Jahrespauschale vorsah, alleine auf die statistisch erfasste durchschnittliche Belegung der vermieteten Wohnungen - zuzüglich eines Zuschlags von 15 % für die Dunkelziffer an nicht erfassten Übernachtungen - abstellte und die übrigen Beherbergungsformen wie Eigennutzung, Eigennutzung mit gelegentlicher Vermietung oder gewerbliche Nutzung nicht berücksichtigte (vgl. Urteil 2C_1147/2016 vom 8. Oktober 2018 E. 4.3). Im Unterschied dazu liegt der geänderten Fassung von Art. 6 Abs. 2 des Kurtaxenreglements nunmehr ein Belegungsgrad von 31 Nächten (27 Nächte zuzüglich eines Zuschlags von 15 % für Dunkelziffer) zugrunde. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführer stützt sich die Gemeinde für diesen Wert nicht bloss auf eine Aussage des Bundesgerichts, sondern auf statistische Daten, die im Verfahren 2C_1147/2016 beigebracht worden waren (vgl. die Tabelle im Urteil 2C_1147/2016 vom 8. Oktober 2018 E. 4.2.1). Zur Begründung des Zuschlags von 15 % führt die Gemeinde an, dass seit der Einführung einer neuen Gästekarte zur Erfassung der Logiernächtezahlen im Geschäftsjahr 2018/2019 die sogenannten Eigenbelegungen sprunghaft von 3'742 auf 19'762 angestiegen seien, was als Anhaltspunkt für eine erhebliche Dunkelziffer aufgefasst werden kann. Ein Zuschlag von 15 % dürfte sich zwar an der Grenze dessen bewegen, was unter einer massvollen Aufrundung noch haltbar sein mag. Hinzu kommt jedoch, dass das Zahlenmaterial, welches die Gemeinde Bellwald für das Geschäftsjahr 2018/2019 ins Recht gelegt hat, für sämtliche Beherbergungsformen - ohne Berücksichtigung einer Dunkelziffer - eine durchschnittliche Belegung von 30 Nächten ausweist. Im Lichte dieser Daten beträgt der Zuschlag also nur noch 3.3 %.