Citation: 1P.759/2004 25.04.2005 E. 6

6.1 Der Beschwerdeführer macht (S. 12) geltend, das angefochtene Urteil verletze der Grundsatz "in dubio pro reo". Bei objektiver Würdigung drängten sich erhebliche Zweifel an seiner Schuld auf. 6.2 Den Beschwerdeführer belasten verschiedene Gesichtspunkte: Y.________ sagte bei seiner Einvernahme vor Kantonspolizei Luzern am 29. Juni 2001, wie dargelegt, aus: "Nachher, als wir zum Auto zurücksprangen, haben wir ihm erzählt, dass wir versucht hatten einzubrechen ..." (act. 339). Diese Aussage spricht dafür, dass Y.________ und Z.________ den Beschwerdeführer über den Einbruch unterrichtet haben, als sie danach wieder beim Auto ankamen. Wie gesagt, ist das Obergericht nicht in Willkür verfallen, wenn es angenommen hat, Y.________ verfüge über genügend Deutschkenntnisse, um sich insoweit hinreichend deutlich auszudrücken. Y.________ hat das Einvernahmeprotokoll vom 29. Juni 2001 im Übrigen mit "gelesen und bestätigt" unterschrieben. Den Beschwerdeführer belasten ebenso die Aussagen von Z.________ vom 11. Juli 2001 bei der Kantonspolizei Luzern. Dort sagte Z.________ unter anderem aus: "Als wir nach E.________ fuhren, wusste X.________ noch nicht, was wir vorhatten. Erst als wir, also ich und Y.________, flüchteten, haben wir ihm gesagt, dass wir eingebrochen hatten" (act. 334). Insoweit fällt auf, dass Z.________ ausdrücklich präzisierte, als er und Y.________ geflüchtet seien, hätten sie den Beschwerdeführer orientiert. Der entscheidende Zeitpunkt war also die Flucht der beiden Einbrecher. Dies spricht ebenfalls dafür, dass Z.________ und Y.________ den Beschwerdeführer über das Vorgefallene informierten, als sie nach dem Einbruch zum Auto zurückkamen. Z.________ sagte bei der Einvernahme vor Kantonspolizei Luzern überdies aus: "Er (der Beschwerdeführer) wusste es wirklich nicht, bis wir zurückkamen. Dann mussten wir ihm natürlich sagen, was passiert war" (act. 335). Diese Aussage stützt den Schuldspruch ebenfalls. Denn sie ist zu würdigen im Zusammenhang mit der Antwort zur vorangehenden Frage. Jene Antwort schloss Z.________ ab mit dem Satz: "Anschliessend liefen ich und Y.________ zum Restaurant" (act. 335). Dies lässt darauf schliessen, dass sich das Wort "zurückkamen" auf die Rückkehr vom Restaurant bezieht. Aufschlussreich sind ausserdem die Aussagen zur Entfernung zwischen dem Auto und dem Restaurant. Y.________ gab bei der Befragung durch die Kantonspolizei Luzern am 27. Juni 2001 zu Protokoll, sie hätten 50 Meter zu Fuss zum Restaurant gehen müssen (act. 337). Z.________ sagte in der Einvernahme vom 11. Juli 2001 bei der Kantonspolizei Luzern, er habe den Beschwerdeführer ca. 20 Meter vor dem Restaurant angewiesen, anzuhalten und sie aussteigen zu lassen (act. 335). In der bezirksgerichtlichen Verhandlung vom 6. Mai 2003 sagte Z.________ dann aus, der Beschwerdeführer habe 300 Meter vor dem Restaurant anhalten müssen (act. 28). Diese letztere Aussage stützt die Auffassung des Obergerichtes, wonach der Beschwerdeführer durch spätere Gefälligkeitsaussagen hätte entlastet werden sollen. Hinzu kommt Folgendes: Wie Y.________ und Z.________ übereinstimmend aussagten, führte letzterer ein "Spitzeisen" mit sich. Nach den Angaben von Y.________ soll es über einen Meter lang gewesen sein (act. 337), nach jenen von Z.________ ca. 60 cm (act. 335). Es ist schwer vorstellbar, dass der Beschwerdeführer nicht gemerkt haben soll, dass Z.________ ein derartiges Spitzeisen, das nicht mehr in der Hosentasche Platz hatte, mit sich führte und nach dem Einbruch auch wieder zurückbrachte; dies umso mehr, als Z.________ im Auto neben dem Beschwerdeführer sass. Der Vorfall ereignete sich ausserdem nachts zwischen 3 und 4 Uhr, was den Beschwerdeführer misstrauisch machen musste. Würdigt man diese belastenden Gesichtspunkte gesamthaft, ist es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn das Obergericht keine erheblichen und nicht zu unterdrückenden Zweifel an der Schuld des Beschwerdeführers gehabt hat. Eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" ist zu verneinen.