Citation: 5A_955/2018 E. 3

In Verbindung mit jeder Klage wegen Verletzung der Persönlichkeit gemäss Art. 28a Abs. 1 ZGB kann der Kläger insbesondere verlangen, dass das Urteil veröffentlicht wird (Art. 28a Abs. 2 ZGB). Die Veröffentlichung hat Beseitigungsfunktion und soll daher möglichst die gleichen Adressaten erreichen, die auch von der Persönlichkeitsverletzung erfahren haben (BGE 126 III 209 E. 5a S. 216; Urteil 5A_639/2014 vom 8. September 2015 E. 11.2.1). Ein Urteilsdispositiv muss im Hinblick auf seine Veröffentlichung durch das Gericht so verdeutlicht werden, dass es geeignet ist, den falschen Eindruck des persönlichkeitsverletzenden Berichts bei dessen Lesern zu beseitigen. Die Veröffentlichung ist so präzis vorzuschreiben, dass das Urteil insoweit auch vollstreckt werden kann (BGE 126 III 209 E. 5b S. 217). Aufgrund ihrer Beseitigungsfunktion ist die Urteilsveröffentlichung mit Namensnennung die Regel, ohne Nennung der Namen hingegen die Ausnahme (ANDREAS MEILI, Basler Kommentar, 6. Aufl. 2018, N. 10 zu Art. 28a ZGB; zu den gleichlautenden Bestimmungen im Wettbewerbs- und Immaterialgüterrecht: LUCAS DAVID ET AL., Der Rechtsschutz im Immaterialgüterrecht, in: Schweizerisches Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht [SIWR], Bd. I/2, 3. Aufl. 2011, S. 137 f. Rz. 339; Urteil 4C.101/2005 vom 2. Juni 2005 E. 3.1, in: sic! 2005 S. 738). Dem Antrag, das Urteilsdispositiv zu veröffentlichen, entspricht das Bundesgericht praxisgemäss mit einer Veröffentlichung des Urteilsdispositivs, in dem es die Bezeichnung der Parteien im Prozess als Kläger oder Beklagte durch Vor- und Nachnamen der betreffenden Partei ersetzt. Ein ausdrücklicher Antrag, die Namen statt der Parteibezeichnung in der Veröffentlichung zu verwenden, wird dabei - im Gegensatz zu den Modalitäten der Veröffentlichung (Urteil 5A_170/2013 vom 3. Oktober 2013 E. 5.4) - nicht verlangt (z.B. BGE 126 III 209 Dispositiv-Ziff. 1b S. 217 f.; zit. Urteile 5A_170/2013 Dispositiv-Ziff. 2; 4C.101/2005 Bst. C und E. 2-5, in: sic! 2005 S. 738). Dass eine Veröffentlichung des Urteilsdispositivs ohne Nennung der Namen seinen Zweck in der Regel verfehlt, belegen die Beschwerdeführer selbst, haben sie ihrer Veröffentlichung doch den Text vorangestellt, wonach der "Verein E.________ und F.________ [...] ein Urteil i.S. Persönlichkeitsschutz gegen die Admins" erwirkt hätten. Damit war für die Leser zumindest klar, um wen es sich bei den im veröffentlichten Urteilsdispositiv als Kläger bezeichneten Personen handelt und dass "Admins" die Beklagten sind.