Citation: 1C_297/2020 E. 5.4

5.4. Die Vorinstanz hat die Beurteilung von Baubehörde und Regierungsrat geschützt, dass die Gestaltungsplanvorgaben zu Gebäudeform und Dachgestaltung eingehalten seien. Die entsprechenden Vorschriften konkretisieren die Anforderungen an die Einordnung des Bauprojekts in die Umgebung. Der kommunalen Baubewilligungsbehörde kommt nach der Rechtsprechung bei der ästhetischen Würdigung der Gesamtwirkung einer Baute eine besondere Entscheidungs- und Ermessensfreiheit zu (vgl. Urteil 1C_570/2016 vom 22. August 2017 E. 6). Entgegen der Meinung der Beschwerdeführer war die Vorinstanz unter Willkürgesichtspunkten nicht gehalten, die Vorschrift betreffend Satteldach gemäss Ziff. 3.3 SBV als Verbot eines Flachdachs selbst für einen Teil des Gebäudes zu verstehen. Auch einspringende bzw. auskragende Gebäudeteile sind nach Ziff. 3.2 SVB in untergeordnetem Umfang zulässig. Wesentlich ist nach diesen Vorschriften vielmehr die Gesamtwirkung von Gebäudeform und Dachgestaltung beim Gebäude. Im Ergebnis ist es mit diesem Rahmen der Gestaltungsplanvorschriften vereinbar, wenn die Vorinstanz das umstrittene Bauvorhaben in dieser Hinsicht als bewilligungsfähig erachtet hat. Es kommt somit nicht darauf an, ob die vorinstanzliche Entscheidbegründung im Hinblick auf die Unterscheidung zwischen Hauptteil und Anbau bei einem Gebäude oder zwischen Flachdach und (Dach-) Terrasse in allen Teilen überzeugt. Deshalb besteht kein Anlass, darauf näher einzugehen. Zudem legen die Beschwerdeführer den zu Vergleichszwecken angerufenen Regierungsratsbeschluss vom 2. Juni 2009 erst ihrer Replik vor Bundesgericht auszugsweise bei, was verspätet ist (vgl. dazu Urteile 4A_80/2018 vom 7. Februar 2020 E. 2.4.1; 4A_86/2013 vom 1. Juli 2013 E. 1.2.3, nicht publ. in: BGE 139 III 345). Das Dokument ist für das vorliegende Verfahren unbeachtlich. Ferner stellen die Beschwerdeführer nicht in Abrede, dass es vorliegend um eine andere Gebäudeform als beim Entscheid vom 2. Juni 2009 geht. Auch mit ihren Ausführungen in der Beschwerdeschrift an das Bundesgericht tun sie nicht dar, dass die von ihnen behaupteten Flächenangaben gemäss dem damaligen Entscheid für übermässig einspringende oder auskragende Gebäudeteile eine über die besondere Gebäudeform jenes Einzelfalls hinausgehende Bedeutung haben sollen. Auch insoweit hält der angefochtene Entscheid den erhobenen Verfassungsrügen stand.