Citation: 9C_751/2019 E. 5.3

5.3. Den Rentenverfügungen der IV-Stelle vom 22. Mai/23. Juni 2017 lag - in Umsetzung des am 21. Februar 2017 vom Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen Entschiedenen - die (hypothetische) Annahme zugrunde, dass die Beschwerdeführerin, welche seit April 2010 arbeitsunfähig geschrieben war, ohne den 1999 erstmals diagnostizierten Morbus Crohn im Umfang von 100 % einer Voll- respektive mehreren Teilerwerbstätigkeiten nachgegangen wäre. Der Invaliditätsgrad wurde daher auf der Basis der Einkommensvergleichsmethode ermittelt und zur Festsetzung des Valideneinkommens die in den Vorjahren erzielten Verdienste auf ein Vollzeitpensum hochgerechnet. Der vorsorgerechtlich relevante Invaliditätsgrad bemisst sich demgegenüber nach langjähriger, mit BGE 144 V 63 erneut bekräftigter Rechtsprechung auf Grund eines Valideneinkommens entsprechend dem Grad der Teilerwerbstätigkeit und nicht im Verhältnis zu einer (hypothetischen) Vollzeiterwerbstätigkeit (BGE 144 V 63 E. 6.2 S. 69 f. mit Hinweisen). Entscheidend ist mithin nicht die Invalidität im Rahmen einer Voll- bzw. Mehrzeitbeschäftigung, sondern diejenige im zeitlichen Rahmen der Erwerbstätigkeit, die im massgebenden Zeitpunkt nach Art. 23 lit. a BVG (Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat) - hier April 2010 - ausgeübt wurde. Vorliegend ist demnach mit der Vorinstanz auf das vom 1. September 2009 bis 31. Oktober 2010 dauernde Festanstellungsverhältnis beim Trägerverein B.________ abzustellen und das Valideneinkommen auf der Basis des damaligen Pensums von 60 % festzusetzen. Daraus resultieren in Anwendung des Prozentvergleichs (vgl. BGE 114 V 310 E. 3a S. 313; Urteil 9C_228/2019 vom 27. August 2019 E. 4.1) bei einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % von Frühjahr 2009 bis Ende 2011 und von 30 % ab Februar 2012 Invaliditätsgrade von 17 % (100 : 60 x 10 [60-50]) respektive 0 %.