Citation: 5A_884/2020 E. 3

Soweit eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV sinngemäss darin erblickt wird, dass das Obergericht zur Begründung seiner Verfügung auf den KESB-Entscheid verwiesen hat, geht die Rüge fehl. Sogar für Sachentscheide ist der Verwies auf die Begründung der unteren Instanz bundesrechtlich grundsätzlich nicht zu beanstanden (BGE 119 II 478 E. 1d S. 480; 126 III 492 E. 3b S. 494; Urteile 4A_538/2013 vom 19. März 2014 E. 3.1; 4A_434/2013 vom 19. Dezember 2013 E. 1.2; 4A_477/2018 vom 16. Juli 2019 E. 3.2.1; 4A_611/2018 vom 5. Juni 2019 E. 3.3.1). Umso mehr trifft dies auf eine Verfügung zu, mit welcher im Rahmen der Instruktion vorerst nur über die Frage der aufschiebenden Wirkung zu befinden ist. Im Übrigen betrifft die verwiesene Ziff. 15 des KESB-Entscheides spezifisch die Frage der aufschiebenden Wirkung, indem die KESB darlegt, wieso sie diese einer allfälligen Beschwerde entzieht; die Fragestellung, ob die aufschiebende Wirkung wieder hergestellt werden soll, ist die gleiche.