Citation: 2C_407/2023 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführer kritisieren ferner, das Migrationsamt habe dem Beschwerdeführer 3 am 25. Juli 2020 eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA erteilt, obwohl der anonyme Anruf bereits am 26. März 2020 beim Migrationsamt eingegangen sei. Vor diesem Hintergrund verhalte sich das Migrationsamt treuwidrig, wenn es die Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA widerrufe. Den Beschwerdeführern ist von vornherein nicht zu folgen: Sie stellen sich mit diesem Vorbringen zunächst nicht auf den Standpunkt, dass das Migrationsamt bei der Erteilung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA bereits über den infolge des anonymen Anrufs untersuchten Sachverhalt vollständig im Bilde gewesen wäre. Auch wenn das Migrationsamt aber über den Sachverhalt orientiert gewesen wäre und in Kenntnis aller Umstände die Aufenthaltsbewilligung erteilt hätte, begründet dies sodann für sich allein kein schutzwürdiges Vertrauen in die Erteilung derselben (vgl. BGE 126 II 377 E. 3b; Urteile 2C_213/2023 vom 8. Dezember 2023 E. 2.3.1; 2C_40/2023 vom 31. Juli 2023 E. 6). Auch diese formelle Rüge stösst demnach ins Leere.