Citation: 2C_889/2021 E. 7.3

7.3. Im Grundsatz besteht ein erhebliches öffentliches Interesse am Widerruf jener Bewilligungen, die auf einer Scheinehe beruhen oder die durch falsche Angaben und Verschweigen von wesentlichen Tatsachen erlangt wurden (vgl. Urteil 2C_197/2021 vom 6. Mai 2021 E. 3.6). Der 50-jährige Beschwerdeführer reiste am 6. Februar 2008 und damit vor über 13 Jahren in die Schweiz ein. Jedoch erweist sich der Aufenthalt spätestens seit der Erteilung der Niederlassungsbewilligung im Februar 2013 zufolge Verschweigens wesentlicher Tatsachen als unrechtmässig. Die Anwendung der von der Vorinstanz erwähnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach eine Aufenthaltsbeendigung nach rund zehn Jahren besonderer Gründe bedürfe, bedingt grundsätzlich einen rechtmässigen Aufenthalt von dieser Dauer (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.9; Urteil 2C_170/2021 vom 25. August 2021 E. 4.6; vgl. auch E. 4.4 des angefochtenen Urteils). Deshalb ist die Aufenthaltsdauer ab 2013 nicht massgebend. Dem Beschwerdeführer ist zwar zugute zu halten, dass er beruflich integriert ist, keine aktenkundige Betreibungen vorliegen und er neben dem rechtskräftigen Strafbefehl vom 24. April 2019 weder strafrechtlich weiter in Erscheinung getreten noch auf Sozialhilfe angewiesen ist. Allerdings zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, dass seine Integration über die üblicherweise zu erwartende hinausginge. Was seine sprachliche Integration betrifft, weist die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass er bei der Befragung vom 28. März 2018 eine Übersetzerin benötigt habe (vgl. E. 4.4 des angefochtenen Urteils). Unabhängig vom aktenkundigen Sprachzertifikat ist damit auch nicht von einer fortgeschrittenen sprachlichen Integration auszugehen. Soweit die Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang geltend machen, die Polizei- und Militärdirektion habe die persönlichen Verhältnisse unzureichend abgeklärt und weitere Untersuchungen vornehmen müssen, stösst ihre Beanstandung ins Leere.