Citation: 8C_543/2014 E. 3.3

3.3. Frau Dr. med. C.________ legte in ihren Beurteilungen (vom 1. September 2009 und 11. Mai 2010) nachvollziehbar und schlüssig dar, dass die während der Rekrutenschule festgestellten Auffälligkeiten - dem Schularzt Dr. med. G.________ gab der Beschwerdeführer an, dass er wie "benebelt" sei, er sei langsam und habe das Gefühl, dass Geist und Körper voneinander abgekoppelt seien - als unspezifische Vorläufersymptome der psychischen Erkrankung anzusehen sind. Dies deckt sich mit den ärztlichen Angaben anlässlich eines vom 23. Juli bis 6. August 1986 dauernden stationären Aufenthaltes in der Klinik E.________, wonach er seit Mai 1982 an "Nebelsehen und Schwindel" leide, was in ungewohnten und fordernden Situationen mit fremden Personen verstärkt auftrete. Im September 1985 habe er erstmals Stimmen gehört und das Gefühl, dass Leute antworteten, ohne dass eine Frage gestellt worden sei. Er habe sich von einer höheren Macht beeinflusst gefühlt. In diagnostischer Hinsicht gingen die Ärzte von einer Adoleszentenkrise bei schizoider Persönlichkeit aus (Austrittsbericht vom 13. August 1996). Mit Blick auf die (gesicherte) Diagnose einer Schizophrenie hielt der Hausarzt Dr. med. D.________ in seinem Bericht vom 6. Dezember 1990 fest, die bisher fragliche Diagnose sei heute eindeutig. Eine Behandlung mit Neuroleptika besteht gemäss Frau Dr. med. C.________ seit 1990 (Stellungnahme vom 1. September 2009, S. 8). Entgegen den Einwänden des Beschwerdeführers ergibt sich aus der medizinischen Aktenlage nicht, dass bereits während der Rekrutenschule typische psychotische Symptome, wie von ihm behauptet, in Form von Verfolgungswahn, Denkstörungen, Halluzinationen und Wahnvorstellungen auftraten, die auf den Ausbruch einer akuten Schizophrenie schliessen liessen. Ärztlicherseits wurden im Militärdienst vielmehr unspezifische Verhaltensauffälligkeiten beschriebenen, die Dr. med. D.________ anlässlich der Konsultation am 10. Juli 1985 bereits dokumentiert und dem Truppenarzt am 20. Juli 1985 berichtet hatte (). Diese sind - gestützt auf die Darlegungen von Frau Dr. med. C.________ - zur Prodromalphase (Phase vor dem akuten Erkrankungsausbruch) der Schizophrenie gehörend, einzuordnen. Mit der Vorinstanz ist daher davon auszugehen, dass ein (erstmaliger) akuter Ausbruch der Erkrankung erst nach Entlassung aus der Rekrutenschule stattfand. Zeigte sich die Prodromalsymptomatik indessen bereits vor der Rekrutenschule und hat sich die Verschlimmerung derselben nach Entlassung aus der Rekrutenschule wieder eingestellt, und wurde die Schizophrenie unbestrittenermassen auch weder dienstlich verursacht noch richtungsgebend verschlimmert, verneinte die Vorinstanz die Haftung der Militärversicherung (nach Art. 5 und Art. 6 MVG) zu Recht.