Citation: 5A_685/2020 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin hat den Beschwerdegegner 1 mit dem Klagebegehren in das Hauptverfahren einbezogen, es sei festzustellen, dass der Beschwerdegegner 1 rechtsgültig auf seine Erbansprüche an den Nachlässen seiner Eltern verzichtet habe (Bst. C.a). Es verletzt daher kein Bundesrecht, dass im Ergebnis auch das Kantonsgericht dem Beschwerdegegner 1 Parteistellung zuerkannt und ihn als Beklagten behandelt hat (vgl. zur Berichtigung mangelhafter Parteibezeichnung: BGE 142 III 782 E. 3.2 S. 787; Urteil 4A_116/2015 vom 9. November 2015 E. 3.5, nicht publ. in: BGE 141 III 539; 130 III 550 E. 2.2 S. 553; Urteil 5A_372/2011 vom 4. Oktober 2011 E. 2.2; für mit dem vorliegenden vergleichbare Anwendungsfälle: Urteile 5P.200/2005 vom 2. November 2005 E. 1; 5A_498/2008 vom 19. November 2008 E. 5.2). Entgegen der Darstellung des Beschwerdegegners 1 hat das Kantonsgericht seine Fragepflicht (Art. 56 ZPO) somit ihm gegenüber als Beklagtenpartei und nicht als unbeteiligtem Dritten wahrgenommen.