Citation: 5C.216/2004 19.11.2004 E. B

Im Frühling 2004 gelangte X.________ an die Kinderschutzgruppe des Kantonsspitals Aarau, die nach einer Befragung der Kinder R.________ und S.________, einem Gespräch mit X.________ und einer Besprechung mit Vertretern der Vormundschaftsbehörde Leimbach über die Vorkommnisse im Jahr 1997 mit Bericht an die Vormundschaftsbehörde vom 29. April 2004 die sofortige Fremdplatzierung der Kinder an einem geheimen Ort empfahl. Gestützt auf diesen Bericht verfügte die Vormundschaftsbehörde Leimbach einen Obhutsentzug und die Fremdplatzierung der vier Kinder an einem geheimen Ort, unter Errichtung einer Beistandschaft. Am 26. Mai 2004 führte das Bezirksamt Kulm eine Anhörung von Z.________ durch und holte einen ergänzenden Bericht der Kinderschutzgruppe ein. Ebenso hörte es die Pflegemutter und die vier Kinder an. Mit Entscheid vom 7. Juni 2004 wies es die Beschwerde von Z.________ ab mit der Begründung, die Vormundschaftsbehörde habe sich schon 1997 mit der Familie befassen müssen und die neuerlichen Meldungen über häufige Erniedrigungen, Demütigungen und Schläge durch die Kindsmutter habe den Obhutsentzug notwendig gemacht. Die Kinder hätten anlässlich der Gespräche wiederholt, dass Misshandlungen stattgefunden hätten. Z.________ sei eine Kämpfernatur, die keine Hilfe von aussen annehmen wolle. Um die Kinder nicht erhöhtem Druck auszusetzen, sei auch die sofortige Wegnahme verhältnismässig gewesen. An seiner Verhandlung vom 12. August 2004 hörte das Obergericht des Kantons Aargau Z.________, die vier Kinder, die Pflegemutter sowie den Präsidenten der Vormundschaftsbehörde Leimbach erneut an. Mit Entscheid vom 13. August 2004 hiess es die Beschwerde insoweit gut, als es für die beiden Söhne S.________ und T.________ den Obhutsentzug und die Fremdplatzierung bestätigte, jedoch für R.________ und U.________ nur eine Erziehungsbeistandschaft anordnete. Ausserdem setzte es in Bestätigung des angefochtenen Entscheides V.________ als Beiständin für alle vier Kinder ein.