Citation: 4A_469/2024 E. 5.2

5.2. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung vermag eine Fristerstreckungsverfügung keine Abtretung im Sinne von Art. 260 SchKG zu begründen. Dies ist nur schon deshalb nicht möglich, weil die Abtretungsverfügung bestimmte formelle und inhaltliche Voraussetzungen erfüllen muss (BACHOFNER, a.a.O., N. 52-55 zu Art. 260 SchKG). Die Konkursverwaltung kann nicht frei entscheiden, wie sie diese Abtretung formell bescheinigen möchte. Vielmehr muss sie dafür ein obligatorisches Formular verwenden (Art. 2 Ziff. 6 i.V.m. Art. 80 der Verordnung vom 13. Juli 1911 über die Geschäftsführung der Konkursämter [KOV; SR 281.32]). Diese Bescheinigung erfolgt mit dem Formular Nr. 7K "Abtretung von Rechtsansprüchen der Masse gemäss Art. 260 SchKG". Die Konkursverwaltung ist zwar nicht verpflichtet, exakt dieses Musterformular Nr. 7K zu verwenden. Vielmehr darf sie ein eigenes Formular herstellen, das dann allerdings dem offiziellen Formular inhaltlich entsprechen muss (Art. 2 Abs. 2 der Verordnung vom 5. Juni 1996 über die im Betreibungs- und Konkursverfahren zu verwendenden Formulare und Register sowie die Rechnungsführung [VFRR; SR 281.31]). Das Formular Nr. 7K umschreibt zunächst die Eckpunkte der Abtretung und knüpft anschliessend die Ermächtigung an sieben zwingende Bedingungen. Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, das Konkursamt habe in ihrer Fristerstreckungsverfügung den Inhalt des Formulars Nr. 7K wiedergegeben und damit eine Abtretung bescheinigt. Folglich hat das Konkursamt die Ansprüche der Masse nicht gestützt auf Art. 260 SchKG von der Ab.________Co. Ltd. auf die Beschwerdeführerin übertragen.