Citation: 9C_548/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat der Expertise der MEDAS Zentralschweiz vom 9. April 2020 samt Ergänzung vom 29. August 2021 Beweiskraft zuerkannt. Sie hat insbesondere erwogen, die Schlussfolgerung des psychiatrischen Gutachters, dass keine psychische Krankheit mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen sei, überzeuge. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern eine praxisbezogene Arbeitsabklärung einen zusätzlichen relevanten Erkenntnisgewinn bringen könnte. Basierend auf den Angaben im MEDAS-Gutachten hat das kantonale Gericht in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit (als Callagentin) auf eine Arbeitsfähigkeit von 65 % sowie in einer optimal leidensangepassten Tätigkeit auf eine solche von 90 % geschlossen. Der Beschwerdegegnerin folgend hat es damit die Voraussetzung einer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG verneint.