Citation: 8C_661/2024 E. 5

Das kantonale Gericht ist mit einer in allen Teilen schlüssigen und überzeugenden Begründung, auf welche grundsätzlich ebenfalls verwiesen werden kann, zum Schluss gelangt, dass die Einholung des polydisziplinären Gutachtens der BEGAZ vom 24. September 2020 gerechtfertigt war und von der IV-Stelle nicht zur Einholung einer unzulässigen Zweitmeinung ("second opinion") veranlasst wurde. Dabei hat es schlüssig dargelegt, dass sich Dr. med. C.________ in seinem von der IV-Stelle zunächst eingeholten orthopädischen Gutachten vom 30. Oktober 2019 nicht zu allen Beschwerdebildern geäussert, eine neurologische und rheumatologische Abklärung angeregt, eine erneute Bildgebung zum Ausschluss jeglicher Unklarheiten vorgeschlagen und bezüglich der Rückenbeschwerden ein gewisses Besserungspotenzial gesehen hat. Darüber hinaus hat das kantonale Gericht erkannt, dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. med. C.________ nicht zu überzeugen vermag. Zwar erachtete es aufgrund der Befunde und der Diagnosen (persistierende Lumboglutealgie und insoweit geäusserter Verdacht auf eine beidseitige ISG-Problematik) eine gewisse Einschränkung als plausibel. Die von Dr. med. C.________ angenommene Arbeitsfähigkeit von maximal 25 % auch in optimal leidensangepassten Tätigkeiten werde im Gutachten jedoch nicht nachvollziehbar anhand der objektivierbaren Befunde begründet und finde auch keine Stütze in den Berichten der behandelnden Ärzte der Beschwerdeführerin. Vielmehr, so die Vorinstanz, habe Dr. med. C.________ diesbezüglich im Wesentlichen auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin abgestellt. Im Rahmen einer ausführlichen und ebenfalls überzeugenden Begründung hat das kantonale Gericht sodann dem polydisziplinären Gutachten der BEGAZ auch inhaltlich Beweiskraft zuerkannt und geschlossen, die Beschwerdeführerin sei vom 24. Mai 2018 bis 30. November 2018 vollständig arbeitsunfähig gewesen; seit dem 1. Dezember 2018 bestehe jedoch in leidensangepassten Tätigkeiten wieder eine Arbeitsfähigkeit von 80 %. Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen dieser Beeinträchtigung korrigierte das kantonale Gericht das von der IV-Stelle für die Zeit von September bis Ende November 2018 ermittelte Invalideneinkommen. Im Übrigen bestätigte es die Erwägungen in der Verfügung, was in Anwendung der gemischten Methode für den genannten Zeitraum zu einem korrigierten Invaliditätsgrad von insgesamt rund 71 % und ab dem 1. Dezember 2018 zu einem Invaliditätsgrad von rund 20 % führte. In Anwendung der Dreimonatsregel nach Art. 88a Abs. 1 IVV sprach es der Beschwerdeführerin daher für die Zeit vom 1. September 2018 bis 28. Februar 2019 eine ganze Rente zu; ab dem 1. März 2019 bestehe hingegen kein Rentenanspruch mehr.