Citation: 8C_644/2015 E. 5.4

5.4. Soweit die Versicherte geltend macht, sie habe Anspruch auf eine Invalidenrente und Integritätsentschädigung, weil sie seit dem Unfall an ihrem - angeblich somatischen - Beschwerdebild leide und deswegen arbeitsunfähig sei, kann ihr nicht gefolgt werden. Denn die Argumentation nach der Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc", wonach die gesundheitlichen Beeinträchtigungen unfallbedingt sein müssten, wenn eine vorbestehende Erkrankung der Wirbelsäule bis zum Unfall schmerzfrei war, ist unfallmedizinisch nicht haltbar und beweisrechtlich nicht zulässig, sofern der Unfall - wie hier - keine strukturellen Läsionen an der Wirbelsäule und namentlich keine Wirbelkörperfrakturen verursacht hat (SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34, U 290/06 E. 4.2.3; vgl. auch SVR 2012 UV Nr. 8 S. 27, 8C_380/2011 E. 6.2.1; je mit Hinweisen).