Citation: 2C_366/2024 E. 2.5

2.5. Ergänzend ist festzuhalten, dass ein anderweitiger Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung weder geltend gemacht wird noch offensichtlich ist. Insbesondere kann der Beschwerdeführer, der sich erst seit Januar 2022 in der Schweiz aufhält, aus BGE 144 I 266 und der darin aufgestellten Vermutung, dass eine ausländische Person nach einem zehnjährigen rechtmässigen Aufenthalt als integriert gelten könne (vgl. dort E. 3.9), keinen Bewilligungsanspruch gestützt auf den Schutz des Privatlebens (Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV) ableiten. Besondere Umstände, wonach in seinem Fall - trotz kürzerer Aufenthaltsdauer - eine besonders ausgeprägte Integration vorliegen soll (vgl. hierzu BGE 149 I 207 E. 5.3), werden nicht dargetan. Eine allfällige Berufung auf den Schutz des Familienlebens (Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV) kommt bereits deshalb nicht infrage, weil der Beschwerdeführer, der von seiner Ehefrau getrennt lebt, über keine Kernfamilie in der Schweiz verfügt.