Citation: 5A_131/2018 E. 4

Angefügt sei, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers auf einem Missverständnis zu beruhen scheinen, zumal vorliegend gar kein Darlehensvertrag aktenkundig ist, in welchem die Parteien einen Darlehenszins von 16 % tatsächlich vereinbart hätten. Es ist an dieser Stelle nochmals hervorzuheben, dass die Beschwerdegegnerin ihr Rechtsöffnungsbegehren auf die Haftungszusage des Beschwerdeführers in der Grundschuldbestellungsurkunde stützt. Die regelmässig in der Höhe des Grundschuldbetrags samt Grundschuldzinsen auch übernommene persönliche Haftung darf nicht mit der persönlichen Haftung aus den gesicherten Darlehensforderungen verwechselt werden (WOLFGANG EPP, in: Bankrechts-Handbuch, Schimansky/Bunte/Lwowski [Hrsg.], 5. Aufl. 2017, Bd. II, § 94 Rz. 238). In der deutschen Lehre und Rechtsprechung wird die im Rahmen der Grundschuldbestellung übernommene persönliche Haftung gemeinhin als abstraktes Schuldversprechen qualifiziert (Urteil des BGH vom 10. Dezember 1991, XI ZR 48/91, E. II.1, in: Neue Juristische Wochenschrift [NJW] 1992 Heft 15 S. 971 f.; Urteil des BGH vom 28. März 2000, XI ZR 184/99, E. II.2, in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht [WM] 2000 Heft 21 S. 1058 f.; HEINRICH SCHOPPMEYER, Grundpfandrechte, in: Das Recht der Kreditsicherung, Lwowski/Fischer/Gehrlein [Hrsg.], 10. Aufl. 2018, § 15 Rz. 238). Der Sache nach geht es aus Sicht des Sicherungsnehmers darum, einen erleichterten Vollstreckungszugriff auf das gesamte Vermögen des Sicherungsgebers zu erhalten. Aus der Grundschuld haftet nämlich nur das Grundstück (SCHOPPMEYER, a.a.O.). Was nun die Zinsen anbelangt, sind die in der Grundschuldbestellungsurkunde aufgeführten Zinsen regelmässig höher als der vereinbarte Darlehenszins (EPP, a.a.O., § 94 Rz. 200; SCHOPPMEYER, a.a.O. mit Hinweisen). Weshalb der in der notariellen Urkunde vom 5. August 1997 aufgeführte Zinssatz von 16 % ungewöhnlich sein soll, ist deshalb weder dargetan noch ersichtlich.