Citation: U 245/06 14.02.2007 E. 3

3.1 Verwaltung und kantonales Gericht berücksichtigten bei ihren Entscheiden den Bericht des Kreisarztes Dr. med. W.________ vom 14. September 2004 über die am Vortag durchgeführte Untersuchung. Dieser diagnostizierte eine funktionell erheblich überlagerte Schultersteife links nach Distorsion, unfallfremdem Diabetes mellitus und Adipositas. Als objektive und subjektive Befunde gab er an, die Beschwerden seien durchaus nachvollziehbar, aber funktionell erheblich überlagert bei deutlicher Ablenkbarkeit. Insbesondere seien bei normaler Trophik keinerlei Ruheschäden bei sehr moderaten Schonungszeichen zu finden. Bis Brusthöhe werde die linke Hand ziemlich normal eingesetzt. In der versicherungsmedizinischen Beurteilung kam er zum Schluss, die Kausalität (der Beschwerden zum Unfallereignis) sei zumindest teilweise gegeben, bekanntlich könnten gerade bei Diabetikern auch spontane Schultersteifen auftreten. Mit seiner Einschränkung der linken Schulter sei der Versicherte tauglich für eine ganztags zu besorgende, leichte, abwechslungsreiche, rumpfnahe Tätigkeit zwischen Knie- und Brusthöhe. Traglimite links sei hängend und in Vorhalt ein Gewicht von wenigen Kilogramm. 3.2 Der behandelnde Arzt Dr. med. S.________ attestierte dem Beschwerdeführer in dem im Einspracheverfahren eingereichten Bericht vom 4. März 2005 eine weitgehende Gebrauchsunfähigkeit des linken Armes wegen der Versteifung der linken Schulter mit starken Schmerzen beim Bestreben, die Bewegung über die Arretierung hinaus zu führen (so zum Beispiel beim Versuch des Schürzengriffs [Zurückführen des Armes auf den Rücken] sowie beim Anheben und bei Seitwärtsbewegung des Armes). Der Versicherte sei nicht in der Lage, jede leichte, abwechslungsreiche, rumpfnahe Tätigkeit in Industrie und Gewerbe auszuüben. Die Beschwerden seien überwiegend wahrscheinlich ausschliesslich auf den Unfall vom 7. Februar 2003 zurückzuführen. Die Prädisposition eines Diabetes könne für die Entwicklung der "Frozen shoulder" im Gefolge des auslösenden Traumaereignisses nur als mögliche Mitursache gelten, nicht aber als wahrscheinliche oder überwiegend wahrscheinliche. Der Versicherte sei vor dem Unfall in beiden Schultern vollständig beschwerdefrei und arbeitsfähig gewesen. Es handle sich um keine Beschwerdenausweitungsproblematik oder Aggravation. Bereits zuvor, am 21. Dezember 2004, gab Dr. med. S.________ im Arztbericht gegenüber der Invalidenversicherung an, es sei gegenwärtig sowie kurz- und mittelfristig ("zirka ein halbes Jahr") an eine Wiederaufnahme der früheren Beschäftigung als Betonschaler nicht zu denken; Verweisungstätigkeiten seien eigentlich nur mit Alleingebrauch des rechten Armes vorstellbar, eventuell in Form leichtester Montagearbeit mit hängendem linken Arm und ohne Tragen von Gewichten.