Citation: 6B_327/2021 E. 1.4.3

1.4.3. Die Vorinstanz würdigt die Zeugenaussagen der Mutter der Ex-Freundin sorgfältig. Sie verfällt keineswegs in Willkür, wenn sie diese als stimmig erachtet. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass sich die Mutter an denselben Wortlaut der Drohung erinnerte wie die Tochter. Auf Mehrbelastungen habe sie verzichtet und den Beschwerdeführer abgesehen von der Drohung in gutem Licht erscheinen lassen. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz berücksichtigt, dass die Mutter direkt nach dem Telefonat mit dem Beschwerdeführer ihre Tochter anzurufen versuchte. Dies spricht in der Tat für die Glaubhaftigkeit ihrer Aussage. Zudem berücksichtigt die Vorinstanz willkürfrei, dass die Mutter auch nach der Drohung noch wollte, dass der Beschwerdeführer und ihre Tochter wieder zusammenkommen. Dieser sagte selbst aus, er habe immer eine gute Beziehung zur Mutter gehabt. Demgegenüber habe die Ex-Freundin bestätigt, kein enges Verhältnis zu ihrer Mutter zu haben. Sie habe sich zurückgezogen und sei seit 2015 nicht mehr bei ihrer Familie zu Hause gewesen. Angesichts dieser unbestrittenen Beziehungsverhältnisse liegt der Schluss der Vorinstanz nahe, dass die Mutter nicht für ihre Tochter log. Die Vorinstanz verfällt nicht in Willkür, wenn sie schliesst, die Mutter habe kein Motiv, den Beschwerdeführer falsch zu belasten. Auch die vorinstanzliche Würdigung der Aussagen des Beschwerdeführers erfolgte keineswegs willkürlich. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer gegen den Willen der Ex-Freundin beharrlich den Kontakt suchte. Die Vorinstanz berücksichtigt, dass er nach dem Telefonat mit der Mutter der Ex-Freundin einen Brief an diese verfasste und dass dieser Brief weder eine Drohung noch eine Entschuldigung enthielt. Sie verfällt nicht in Willkür, wenn sie es für nachvollziehbar hält, dass der Beschwerdeführer die Drohung nicht noch schriftlich festgehalten hat.