Citation: 8C_815/2015 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer war seit 1988 als Fugenspezialist bei der B.________ AG tätig. Das Arbeitsverhältnis wurde per 31. März 2009 aufgelöst, da der Versicherte seine Arbeit aufgrund der Berufskrankheit nicht mehr ausüben konnte. Zu Recht sind SUVA und Vorinstanz davon ausgegangen, der Beschwerdeführer hätte als Gesunder nach wie vor diese Tätigkeit ausgeübt. In Anbetracht seines Alters haben sie - ebenfalls zu Recht - Art. 28 Abs. 4 UVV angewendet, womit grundsätzlich das Einkommen massgebend ist, welches ein Versicherter mittleren Alters im konkreten Betrieb hätte erzielen können. Im Abstellen auf die diesbezüglichen Angaben der Arbeitgeberin liegt entgegen der in der Beschwerde vorgebrachten Argumente nicht eine unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. Zunächst fehlen hinreichende Anhaltspunkte dafür, dass die Arbeitgeberin bei der Angabe des mutmasslichen Lohnes für einen Angestellten mittleren Alters in der Funktion des Beschwerdeführers beeinflusst worden wäre. Selbst wenn sich jedoch die Angaben auf den mutmasslichen Lohn des Beschwerdeführers statt einer Person mittleren Alters bezogen hätten, wäre dies nicht zu dessen Nachteil erfolgt. Vielmehr ist davon auszugehen, dass ein jüngerer Mitarbeiter eher weniger verdient hätte als der kurz vor der Pensionierung stehende Versicherte. Das Abstellen auf das Lohnniveau von Mitarbeitern mittleren Alters entspricht jedoch dem Zweck der Sonderregelung von Art. 28 Abs. 4 UVV, welche - wie in E. 3.2 hievor erwähnt - verhindern soll, dass bei älteren Versicherten zu hohe Invaliditätsgrade resultieren. Aus diesem Grund wäre die Ermittlung des Valideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen, wie es der Beschwerdeführer beantragt, nicht sachgerecht, hat er doch nie ein Jahreseinkommen von Fr. 75'000.- erzielt, sondern hätte sein jährliches Salär gemäss Angaben der Arbeitgeberin auch in den Jahren 2009 und 2010 nach wie vor Fr. 62'400.- betragen. Mit der bereits im kantonalen Verfahren vorgebrachten Argumentation bezüglich Lohnerhöhungen gemäss LMV im Bauhauptgewerbe schliesslich hat sich die Vorinstanz einlässlich auseinandergesetzt; auf die entsprechenden Ausführungen kann verwiesen werden.