Citation: 1P.112/2005 18.07.2005 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, A.________ habe ihm zu Unrecht die Akteneinsicht verweigert und damit seinen Gehörsanspruch verletzt. Das Obergericht verweist diesbezüglich auf eine Verfügung des Staatsanwalts vom 24. März 2003, in welcher die Verweigerung der Akteneinsicht beanstandet wurde. Aus den Erwägungen dieser Verfügung ergibt sich auch, dass das Verhalten des Untersuchungsrichters auf einer Fehleinschätzung beruhte. Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass das Verhalten von A.________ das Ausmass des Amtsmissbrauchs im Sinne von Art. 312 StGB annahm. Die Ausführungen im angefochtenen Entscheid zu dieser Frage sind verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. 2.2 Weiter kritisiert der Beschwerdeführer, dass A.________ zu Handen des Verwaltungsgerichts im Verfahren betreffend die Kündigung seiner Stelle als Lehrer einen Zwischenbericht über das Strafverfahren erstellt habe. Unerheblich ist, ob der Zwischenbericht Teil der Akten war oder nicht. Selbst wenn der Zwischenbericht nicht Teil der Akten gewesen sein sollte, ist aufgrund der Vorbringen des Beschwerdeführers nicht ersichtlich, inwiefern mit dem Erstellen und Weitergeben des Berichts an das Verwaltungsgericht der Tatbestand des Amtsmissbrauchs oder der Amtsgeheimnisverletzung hätte erfüllt werden können. Es war Sache der Verwaltungsgerichts, den Zwischenbericht im Rahmen des Kündigungsverfahrens zu würdigen. Das Gericht sowie auch die Gemeinde Y.________ als Arbeitgeberin und für das Schulwesen zuständige Amtsbehörde hatten ein berechtigtes Interesse an der Kenntis der Ermittlungsergebnisse. Die diesbezüglichen Rügen des Beschwerdeführers erweisen sich als unbegründet. 2.3 Schliesslich behauptet der Beschwerdeführer, der Untersuchungsrichter habe ihm Bildmaterial und Videosequenzen zugeordnet, ohne nachzuweisen, dass diese Darstellungen tatsächlich bei ihm gefunden worden seien. Er kritisiert die Ausführungen des Obergerichts, wonach es kaum vorstellbar sei, dass der Untersuchungsrichter sich in dieser Art verhalten habe. Der Beschwerdeführer erhebt den gleichen Vorwurf im bundesgerichtlichen Verfahren 1P.136/2005 in Bezug auf zwei Polizisten, die mit dem Erstellen des Beweisdossiers zum Zwischenbericht beauftragt waren. Das Obergericht durfte diesen Vorwurf ohne Verfassungsverletzung als unbegründet bezeichnen. Gleich verhält es sich bezüglich des Vorgehens des Untersuchungsrichters. Es kann auf die Begründung des Urteils 1P.136/2005 verwiesen werden.