Citation: 2C_779/2021 E. 5.1

5.1. Weitgehend unberücksichtigt liess die Vorinstanz zunächst, dass die Beschwerdeführerin ihren Sohn von Ende 2014 bis zu ihrer letzten Einreise im Februar 2020 jeweils halbjährlich während rund 90 Tagen besuchte und damit die mit einem Touristenvisum zulässige Aufenthaltsdauer maximal ausschöpfte. Ebenso unberücksichtigt liess die Vorinstanz, dass die Beschwerdeführerin ihren Sohn gemäss den ärztlichen Beurteilungen der Integrierten Psychiatrie V.________ vom 1. Februar sowie 12. April 2021 bereits während diesen besuchsweisen Aufenthalten im Haushalt, bei der Pflege und auch emotional unterstützt habe. Die medizinische Untersuchung der Beschwerdeführerin in der Praxis U.________ vom 12. November 2020 bestätigt ferner, dass sie körperlich und geistig in der Lage sei, ihren Sohn zu betreuen.