Citation: 6B_707/2022 E. 2.3.1

2.3.1. Es ist nicht ersichtlich, dass die 1. Strafkammer mit der Übernahme der vom Bezirksgericht vorgenommenen Kürzung des Honorars das ihr zustehende Ermessen klarerweise überschritten hätte. Wie aus der Verfügung des Präsidenten des Bezirksgerichts vom 12. November 2020, dessen Berechnung die Vorinstanz übernimmt, erhellt, wurde der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Zeitaufwand von 275 Stunden um 68 Stunden, mithin um einen Viertel, gekürzt. Dies ist gestützt auf die vorinstanzlichen Überlegungen nachvollziehbar. Ebensowenig kann gesagt werden, dass die Festsetzung des Honorars ausserhalb jedes vernünftigen Verhältnisses zu den vom Anwalt geleisteten Diensten stehen und in krasser Weise gegen das Gerechtigkeitsgefühl verstossen würde. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist solches nicht darin zu erblicken, dass die Vorinstanz unter dem Titel "E-Mails und Mitteilungen an Klient" 60 Stunden gekürzt haben soll, obwohl er lediglich 39 Stunden geltend gemacht habe. Dabei braucht nicht geprüft zu werden, ob die vorinstanzliche Berechnung zutreffend ist. Darum unbesehen erscheinen weder die Kürzung des Zeitaufwands noch die Höhe des Honorars insgesamt klar unverhältnismässig oder willkürlich. Auf die diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdeführers ist daher nicht einzugehen. Er verkennt, dass das Bundesgericht keine Appellationsinstanz ist, die in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht eine freie Prüfung vornimmt. Dies gilt auch, soweit der Beschwerdeführer die Kürzung des Aufwands für das Plädoyer von 24 auf 16 Stunden beanstandet und geltend macht, die Länge resp. Kürze des Vortrags lasse keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Mitteleinsatz zu. Soweit der Beschwerdeführer auf die vorinstanzlichen Erwägungen eingeht, bringt er vor, die von ihr erwähnten Synergien hätten nicht bestanden, da er nicht Wahlverteidiger des Beschuldigten C.________ gewesen sei. Er belegt diese Behauptung indes nicht und es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, in kantonalen Akten nach Unterlagen zu forschen, die die Argumentation des Beschwerdeführers stützen könnten. Seine Beschwerde genügt insoweit den Begründungsanforderungen (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) nicht. Sodann ist zwar zutreffend, dass der Beschwerdeführer nur Leistungen ab dem 14. März 2018 geltend gemacht hat. Entgegen seiner anscheinend vertretenen Auffassung nimmt die Vorinstanz aber keine unzulässige Kürzung des Aufwands deswegen vor. Sie erwägt lediglich, dem Beschwerdeführer sei folglich kaum Aufwand für das Untersuchungsverfahren entstanden, was nachvollziehbar ist.