Citation: 6B_820/2009 12.11.2009 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz sei bei der Festsetzung der Strafe zu Unrecht von einer Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer ausgegangen. Die Strassen- und Witterungsbedingungen seien optimal gewesen. Er habe den Sicherheitsabstand eingehalten. Seine Fahrweise sei weder übermässig gefährlich noch verantwortungslos gewesen. Er fahre seit 25 Jahren unfallfrei und habe keine Administrativmassnahmen zu verzeichnen. Eine Strafe von maximal 30 Tagessätzen sei angemessen. 3.2 Die Vorinstanz geht von einem erheblichen Verschulden des Beschwerdeführers aus. Auch bei optimalen Sichtverhältnissen und trockener Fahrbahn sei der Bremsweg bei der gefahrenen Geschwindigkeit sehr lang. Der Beschwerdeführer könne selbst bei einer schnellen Reaktion auf unvorhergesehene Verkehrssituationen nicht mehr angemessen reagieren. Die Gefahr von verheerenden Personen- und Sachschäden sei hoch. Das Verhalten zeuge von einer Gleichgültigkeit gegenüber der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer. Die Anzahl von 45 Tagessätzen erweise sich als angemessen. 3.3 Nach Art. 90 Ziff. 2 SVG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer durch grobe Verletzung der Verkehrsregeln eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt. Eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen von mindestens 35 km/h gilt nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung ungeachtet der konkreten Umstände als grobe Verkehrsregelverletzung (BGE 123 II 106 E. 2c S. 111 ff. mit Hinweisen). Das Bundesgericht greift in die Strafzumessung nur ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen über- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen beziehungsweise in Überschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 19 f. mit Hinweisen). 3.4 Der Beschwerdeführer hat die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn von 120 km/h nach Abzug des Toleranzwertes um 55 km/h überschritten. Die strafbare Geschwindigkeitsüberschreitung liegt massgeblich über dem Grenzwert von 35 km/h für eine grobe Verkehrsregelverletzung auf Autobahnen. Die maximale Anzahl Tagessätze beträgt 360 (Art. 34 Abs. 1 StGB). Das Verschulden des Beschwerdeführers wurde als erheblich bewertet. Im Hinblick auf das weite Ermessen der Vorinstanz ist eine Strafe von 45 Tagessätzen auch bei gutem automobilistischen Leumund und optimalen Strassen- und Sichtverhältnissen nicht zu beanstanden.