Citation: 8C_117/2013 E. 4.2

4.2. Weiter erkannte die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid, dass von ergänzenden medizinischen Abklärungen abzusehen sei, da es aufgrund der Aktenlage an rechtsgenüglich nachgewiesenen Brückensymptomen zwischen dem Unfallereignis vom 14. November 2003 und den von der Versicherten im Juni 2011 geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen fehle und daran auch eine nachträgliche Begutachtung nichts zu ändern vermöge. Sie stellte fest, dass damit der erforderliche natürliche Kausalzusammenhang nicht erstellt sei und die Übernahme der Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Unfallereignis zu Recht verneint wurde. Mit der Beschwerdeführerin kann diese Schlussfolgerung nicht ohne weiteres bestätigt werden. Ausgehend vom Fehlen von Brückensymptomen - was nicht mehr strittig ist - wäre, wie sie zu Recht anführt, der Nachweis im Sinne eines Rückfalls zu erbringen. Dies ändert am Ergebnis allerdings nichts. So kann im vorliegenden Fall entgegen der Beschwerdeführerin nicht davon ausgegangen werden, dass ergänzende medizinische Abklärungen Aufschlüsse darüber geben könnten, ob das Verletzungsbild mit dem Unfallereignis übereinstimmt und der natürliche Kausalzusammenhang mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, wofür sie die Beweislast trägt. Denn im konkreten Fall hängen die Schwierigkeiten der kausalen Beurteilung und Zuordnung weniger von der Qualität und Vollständigkeit der Arztberichte ab, als vielmehr von der materiellen Sach- und Ausgangslage. Die Beweisschwierigkeiten sind vorliegend vor allem auf die fehlende (medizinische) Dokumentation und die fehlenden (medizinischen) Abklärungen in den Jahren 2003 und 2004 über den initialen Befund und den weiteren Verlauf sowie auf die Unklarheiten und Widersprüche über den Unfallhergang und die unmittelbaren (primären) Unfallfolgen sowie die erhebliche Zeitspanne zwischen Grundereignis und Rückfall zurückzuführen. Insbesondere fehlt ein klarer radiologischer Befund betreffend die Verletzungen am Knie links im Anschluss an das Ereignis von 2003. Als klinischer Befund wurde lediglich eine unspezifische Druckdolenz im Bereich des proximalen Seitenbandes medial und des medialen Meniskusvorderhorns links festgehalten. Bezüglich des Knies rechts enthalten die echtzeitlichen Unfallunterlagen keine medizinischen Feststellungen, sodass es hier bereits am Nachweis einer unfallkausalen, primären Gesundheitsschädigung mangelt, auf die die heutigen Befunde und Beschwerden zurückgeführt werden könnten. Zieht man in Betracht, dass selbst der genaue Unfallhergang letztlich unklar ist und widersprüchlich angegeben wurde, so lässt sich eine kausale Zuordnung zwischen dem Ereignis im Jahre 2003 und den erst im Jahre 2011 an beiden Knien festgestellten Befunden nicht mehr mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegen. Insofern hat die Vorinstanz zu Recht in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94) auf ergänzende medizinische Abklärungen verzichtet und einen Leistungsanspruch der Versicherten verneint. Die Beschwerde ist damit abzuweisen.