Citation: 2C_644/2022 E. 7.2.3

7.2.3. Die am 11. Juli 2018 ausgesprochene Freiheitsstrafe von 180 Tagen wurde im Electronic Monitoring vollzogen. Daraus wurde der Beschwerdeführer am 14. Mai 2019 bedingt entlassen, nachdem die Bewährungshilfe den Vollzug insgesamt als positiv bewertet und von einem geringen Rückfallrisiko ausgegangen ist. Während der Probezeit zeigte sich der Beschwerdeführer zudem kooperativ sowie engagiert; seither hat er sich nichts mehr zu Schulden kommen lassen. Diese positive Entwicklung ist dem Beschwerdeführer zwar zugutezuhalten, praxisgemäss kommen einer bedingten Entlassung aus dem Vollzug sowie dem Wohlverhalten während strafrechtlichen Probezeiten aus migrationsrechtlicher Hinsicht nur eine untergeordnete Bedeutung zu (vgl. Urteil 2C_568/2021 vom 17. August 2022 E. 5.2.5 mit weiteren Hinweisen). Hinzu kommt, dass die Probezeit des Beschwerdeführers mit Bewährungshilfe noch bis am 13. Mai 2020 andauerte (Art. 105 Abs. 2 BGG). Mit Blick auf seine wiederholte teils schwerwiegende Delinquenz reicht diese vergleichsweise kurze Zeitspanne des Wohlverhaltens nicht aus, um das Risiko einer erneuten (schweren) Straffälligkeit hinreichend einzuschränken. Von einer minimen oder inexistenten Rückfallgefahr kann aus migrationsrechtlicher Sicht - entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführer - jedenfalls nicht gesprochen werden.