Citation: 2C_118/2021 E. 3.1.3

3.1.3. Ebenfalls nicht zu folgen ist der Beschwerdeführerin, wenn sie vorbringt, ein schriftlicher Vertrag sei gar nicht notwendig, um den Beweis zu erbringen, dass die fraglichen Zahlungen an C.________ auf einem Leistungsverhältnis beruhten. Dies ergebe sich bereits daraus, dass die Beschwerdeführerin die Beratungsleistungen gemäss dem Beratervertrag vom 28. Januar 2011 an die D.________ AG erbracht habe, ansonsten diese keine Provisionszahlungen geleistet hätte. Wie gesehen (E. 2.4.2), ist bei erfolgswirksam verbuchten Aufwandsposten aus einem internationalen Verhältnis eine umfassende schriftliche Dokumentation aufgrund der erhöhten Mitwirkungspflichten notwendig. Zwar stellt die Beschwerdeführerin grundsätzlich in Abrede, dass diese Pflichten für ihren Fall überhaupt Geltung beanspruchen könnten, weil es sich nicht um eine verdeckte Gewinnausschüttung an ihren Geschäftsführer handle. Jedoch betrifft das vorliegende Verfahren einerseits gar keine verdeckte Gewinnausschüttung und andererseits beschränken sich die erhöhten Mitwirkungspflichten bei Auslandstransfers nicht auf diesen Tatbestand. Glaubhafte Erklärungen für die Versäumnisse betreffend die Anforderungen zur Dokumentation der ins Ausland geflossenen Zahlungen vermag die Beschwerdeführerin nicht beizubringen.