Citation: 6B_82/2018 E. 4.4.2

4.4.2. Mit seinem generellen Einwand, die von der Vorinstanz aufgrund des objektiven Tatverschuldens festgesetzte Einsatzstrafe sei deutlich zu streng, vermag er keine Bundesrechtsverletzung darzulegen. Gleiches gilt soweit er einwendet, die Vorinstanz habe nicht berücksichtigt, dass die räumlichen Verhältnisse am Aufenthaltsort im Libanon nicht derart eng gewesen sein können. Die Vorinstanz erwägt zum objektiven Tatverschulden, die Entführung von B.________ habe 584 Tage gedauert. Während dieser Zeit habe sie zusammen mit ihrer Schwester und zeitweise mit dem Beschwerdeführer in einem Zimmer bei dessen Verwandten im Libanon gelebt. Sie habe keine Tagesstruktur gehabt und sei, entgegen dem Entscheid der Vormundschaftsbehörde, gezwungen worden, mit dem Beschwerdeführer auf räumlich engen Verhältnissen zusammenzuleben. Dabei sei sie aufgrund der Umstände dem dominierenden Verhalten des Beschwerdeführers ausgeliefert gewesen. Sowohl von diesem als auch dessen Verwandten sei sie überwacht und in ihrer Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt worden. Nachdem der Beschwerdeführer in die Schweiz zurückgekehrt sei, sei zwar das für B.________ schwer zu ertragende Zusammenleben mit ihm weggefallen. Jedoch hätten sie und ihre Schwester ab diesem Zeitpunkt ohne elterlichen Beistand in einem ihnen fremden Land bei Verwandten gelebt, deren Sprache sie nicht beherrscht hätten. Der Möglichkeit sich schulisch weiterzuentwickeln oder eine Ausbildung zu machen, sei B.________ durch die Entführung während über eineinhalb Jahren beraubt worden (Urteil E. IV.2.c/aa S. 42). Selbst wenn es zutreffen sollte, dass sich die Familie zwischen drei Häusern bewegen und Eis im Dorf essen konnte - was die Vorinstanz soweit ersichtlich nicht feststellt -, ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz beim objektiven Tatverschulden berücksichtigt, dass B.________ gezwungen war, mit dem Beschwerdeführer auf räumlich engen Verhältnissen zusammenzuleben, und ihre Bewegungsfreiheit angesichts der Überwachung massiv eingeschränkt war. Auch wenn sich B.________ grundsätzlich frei bewegen konnte, ändert dies nichts daran, dass das Zusammenleben mit dem Beschwerdeführer und dessen Verwandten in räumlich engen Verhältnissen stattfand. Indessen geht die Vorinstanz nicht davon aus, der Beschwerdeführer habe B.________ eingeschlossen. Die von der Vorinstanz für das objektive Verschulden festgesetzte Einsatzstrafe von 4½ Jahren erscheint zwar hoch, liegt jedoch angesichts der langen Deliktsdauer noch innerhalb ihres Ermessens.