Citation: 8C_517/2022 E. 5.2.2

5.2.2. Zu Recht nicht (mehr) streitig ist, dass das kantonale Gericht dem Abklärungsbericht Haushalt vom 12. Februar 2020 grundsätzlich Beweiswert zuerkennen durfte. Mit den Partei- und Zeugenaussagen zur Haushaltsabklärung vom 5. Februar 2020, namentlich zur Diskrepanz zwischen dem in deren Rahmen ausgefüllten und unterzeichneten Formular "Bestätigung der Erwerbstätigkeit bei Gesundheit" und der Bestätigung der Pflegefachfrau vom 22. April 2020, setzte sich das kantonale Gericht eingehend auseinander und legte in nachvollziehbarer Weise dar, welche Schlüsse daraus zu ziehen seien. Insbesondere zeigte es auf, dass die durchgeführten Zeugeneinvernahmen und Befragungen zum anlässlich der Haushaltsabklärung vom 5. Februar 2020 bezüglich Erwerbspensum im Gesundheitsfall bereits Angegebenen keine weitere Klärung zu Gunsten der Position der Beschwerdeführerin brachten. Das von ihr am 5. Februar 2020 bestätigte Erwerbspensum im Gesundheitsfall von insgesamt 80 % (60 % Coiffeuse und 20 % Sigristin) entspricht, wie die Vorinstanz aufzeigte, auch ihren Angaben anlässlich der Haushaltsabklärung vom 24. November 2016. Aus dieser früheren Abklärung vor Ort musste die Beschwerdeführerin sodann die Bedeutung ihrer Angaben zur Statusfrage kennen, kritisierte sie doch bereits damals die daraus resultierende Methodenwahl der Invaliditätsbemessung. Soweit die Beschwerdeführerin im Weiteren rügt, die Vorinstanz sei in willkürlicher Beweiswürdigung von einem gewissen Nähe- und Vertrauensverhältnis zwischen ihr und B.________ ausgegangen, kann ihr nicht gefolgt werden. Analog zur Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärztinnen und Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 mit Hinweisen), durfte die Vorinstanz ohne Verletzung der Beweiswürdigungsregeln auch bei einer behandelnden Pflegefachfrau von einem entsprechenden Nähe- und Vertrauensverhältnis ausgehen. Inwiefern das kantonale Gericht die Aussagen der Abklärungspersonen als Zeuginnen willkürlich gewürdigt haben soll, vermag die Beschwerdeführerin ebenfalls nicht darzutun. Weder der Umstand, dass die IV-Stelle deren Arbeitgeberin ist, noch ein allfälliges Aktenstudium der Zeuginnen im Vorfeld der Einvernahmen hätte für sich allein die Vorinstanz zur Annahme eines Interessen- und Loyalitätskonflikts der Abklärungspersonen veranlassen müssen. Die Beschwerdeführerin vermag insgesamt nicht, Willkür in der Beweiswürdigung aufzuzeigen. Sie belässt es vielmehr damit, einzelne Aussagen anders zu gewichten und anders zu interpretieren sowie ihre eigene Sichtweise darzulegen. Eine derart appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung genügt im letztinstanzlichen Verfahren indes nicht, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist (BGE 147 IV 73 E. 4.1.2).