Citation: 9C_700/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Dagegen bringen die Beschwerdeführer zahlreiche Einwendungen vor: Die Stammanteile an der Gesellschaft seien seit der Gründung der Gesellschaft im Jahre 2003 bis und mit dem Steuerjahr 2015 - also während 13 Steuerperioden, was als lange zu bezeichnen sei - in den Veranlagungen als Privatvermögen eingeschätzt und bewertet worden. Auch die Dividendenausschüttungen seien mit dem entsprechenden Satz besteuert worden. Nachweislich falsch sei die Aussage der Vorinstanz, das Kantonale Steueramt habe die steuerrechtliche Qualifikation nie wirklich geprüft. Aus der Bewertungsformel erhelle, dass das Steueramt sich jeweils einlässlich mit der steuerrechtlichen Qualifikation und der Festlegung der Steuerfaktoren - als Privatvermögen - auseinandergesetzt habe. Dabei habe es bei der Besteuerung der Dividenden der B.________ GmbH von Amtes wegen Korrekturen im Vergleich zur Steuerdeklaration vorgenommen. Ferner sei die Höhe der Vermögenssteuerbasis jeweils von der Einschätzung als Privat- oder Geschäftsvermögen abhängig gewesen. Das bedinge, dass das Kantonale Steueramt sich im Veranlagungsverfahren jedes Jahr mit den Beteiligungsrechten und deklarierten Werten eingehend auseinandergesetzt habe. Da es sich bei der Zuweisung eines Vermögenswerts zum Geschäftsvermögen laut der bundesgerichtlichen Rechtsprechung um eine abgabeerhöhende Tatsache handle, die von der Veranlagungsbehörde zu beweisen sei (vgl. u.a. das Urteil 2C_392/2020 vom 1. Juli 2020 E. 2.4.4), wäre es aufgrund der im Steuerrecht geltenden Beweislastverteilung am Kantonalen Steueramt gewesen, die vorgenommene Umqualifizierung rechtsgenügend zu begründen. Als gänzlich ungenügend erweise sich nicht nur die durch die Veranlagungsbehörde vorgebrachte Begründung. Auch die Vorinstanz habe sich mit dem Problem nicht hinzureichend auseinandergesetzt, insbesondere nicht mit einer allfälligen Veränderung der technisch-wirtschaftlichen Funktion. Ebenso wenig habe das Verwaltungsgericht berücksichtigt, dass die buchmässige Behandlung der Beteiligungsrechte durch die Beschwerdeführer in der Steuerperiode 2016 gegenüber den vorherigen Jahren unverändert geblieben sei, was es als starkes Indiz dafür hätte einstufen müssen, die Beteiligungen der Beschwerdeführer weiterhin deren Privatvermögen zuzurechnen.