Citation: 9C_382/2020 E. 4.3

4.3. Die RAD-Stellungnahmen vermögen die mit den Berichten des Dr. med. B.________ (zumindest) glaubhaft gemachte Verschlech terung der pneumologischen Situation und damit der Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar zu entkräften. Gleiches gilt für den Umstand, dass der Versicherte im Verwaltungsverfahren stärker auf die Rückenproblematik als auf die COPD fokussierte. Dass das kantonale Gericht (wie die Verwaltung) bei der gegebenen Aktenlage hinsichtlich einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes auf weitere Abklärungen verzichtet und die Einschätzung der RAD-Ärzte übernommen hat, stellt eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes dar (vgl. obenstehende E. 2.2). Die entsprechende vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung ist somit nicht verbindlich (E. 1). Da die Berichte des Dr. med. B.________ keine Arbeitsfähigkeits schätzung enthalten (vgl. obenstehende E. 1 und 3), kann von vornherein nicht darauf abgestellt werden. Die IV-Stelle wird in Bezug auf eine allfällige pneumologisch begründete Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit weitere Abklärungen zu treffen und anschliessend erneut über das Revisionsgesuch zu befinden haben. In diesem Sinn ist die Beschwerde begründet.