Citation: 6B_999/2021 E. 3.4.4

3.4.4. Die Vorinstanz legt dar, in den Akten hätten sich zunächst - abgesehen vom Analyseauftrag vom 30. September 2014 - keine schriftlichen Aufträge an das IRM zur Analyse des Wirkstoffgehalts des beschlagnahmten Hanfs befunden. Im Vorfeld der ersten Hauptverhandlung seien die fehlenden Analyseaufträge bei der fallführenden Polizistin jedoch ediert und anschliessend den Parteien zur Kenntnis gebracht worden. Die Aufträge seien in den Akten belegt, sodass die jeweilige Auftragserteilung nachvollzogen werden könne. Damit liegt, auch wenn die Aktenführung hinsichtlich eines standardisierten Routineauftrags betreffend die Analyse von Hanf zunächst lückenhaft war, entgegen dem Beschwerdeführer keine schwerwiegende, einer Heilung nicht zugängliche Verletzung von Verfahrensvorschriften vor.