Citation: 8C_548/2021 E. 7.3.2

7.3.2. Gemäss angefochtenem Urteil steht fest, dass der psychiatrische asim-Gutachter differenziert ausführte und nachvollziehbar begründete, weshalb das auffällige Verhalten der Beschwerdegegnerin zumindest teilweise krankheitsbedingt und insoweit diagnostisch den festgestellten Gesundheitsstörungen (E. 4) zuzuordnen sei. Trotz der ebenfalls festgestellten ausserordentlichen Symptomausweitung sei eine deutliche Einschränkung der funktionellen Fähigkeiten den diagnostizierten Gesundheitsschäden zuzuordnen. Eine verselbstständigte Gesundheitsschädigung (E. 4) sei ausgewiesen. Gleichzeitig vermochte der psychiatrische Gutachter diejenige Symptomatik abzugrenzen, welche für ihn infolge der extremen Symptomausweitung, Aggravation und Selbstlimitierung nicht vollständig beurteilbar war. So hielt er fest, es sei für ihn unter den gegebenen Umständen ausgeschlossen, eine PTBS und/oder eine MTBI zu diagnostizieren. Die Diagnoseherleitung sei bei einem Teil der Symptomatik schwierig. Trotz depressiver Symptomatik sei der Beschwerdegegnerin jedoch die Planung und Strukturierung von Aufgaben bei nur mittelgradiger Einschränkung noch möglich. Die diagnostizierten Gesundheitsstörungen führten zu einer Einschränkung der funktionellen Fähigkeiten im Ausmass von einer etwa 50 %-igen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit.