Citation: 5A_352/2024 E. 5.1

5.1. Gemäss Art. 37 Ziff. 1 LugÜ kann das Gericht eines durch dieses Übereinkommen gebundenen Staates, vor dem die Anerkennung einer in einem anderen durch dieses Übereinkommen gebundenen Staat ergangenen Entscheidung geltend gemacht wird, das Verfahren aussetzen, wenn gegen die Entscheidung ein ordentlicher Rechtsbehelf eingelegt worden ist. Wie sich aus der Verwendung des Ausdrucks "kann" ergibt, steht die Aussetzung im Ermessen des Gerichts (vgl. Schuler/Rohn/Marugg, in: Basler Kommentar, Lugano-Übereinkommen, 3. Aufl. 2024, N. 14 zu Art. 37 LugÜ; Fridolin Walther, in: Lugano-Übereinkommen, 3. Aufl. 2021, N. 8 zu Art. 37 LugÜ).