Citation: 1C_22/2023 E. 3.6.4

3.6.4. Schliesslich ist auf den im Rahmen des Schriftenwechsels durch das Departement für Bau und Umwelt vorgebrachten Datensatz "Bauzonen Schweiz (harmonisiert) " einzugehen. Gemäss dieser auf dem Geoportal des Bundes abrufbaren Karte ist die betreffende Parzelle den "Verkehrszonen innerhalb der Bauzonen" zugeordnet. Das ARE erklärt hierzu in seiner zweiten Stellungnahme an das Bundesgericht, der durch das ARE selbst erhobene Datensatz "Bauzonen Schweiz (harmonisiert) " basiere auf den Geodaten zu den Bauzonen, die dem Bund von den kantonalen Fachstellen für Raumplanung am 1. Januar 2022 zur Verfügung gestellt worden seien. Die kantonalen Zonentypen seien gemäss dem minimalen Geodatenmodell "Nutzungsplanung" neun Hauptnutzungen innerhalb der Bauzonen zugeordnet worden. Diese Vorgehensweise biete keine Gewähr dafür, dass die zur Verfügung gestellten kantonalen Geodaten in jedem Fall bundesrechtskonforme Bauzonen ausweisen würden. Demzufolge kann auch aufgrund des genannten Datensatzes nicht darauf geschlossen werden, die betreffende Parzelle sei zum Baugebiet zu zählen. Es ist nicht bekannt, auf welcher Grundlage die im Kanton Thurgau zuständige Behörde dem ARE die entsprechenden Daten geliefert hat. Jedenfalls konnte die damals gültige Nutzungsplanung nicht unmittelbar dafür gedient haben, zumal unbestritten ist, dass die Parzelle per 1. Januar 2022 im kommunalen Zonenplan keiner besonderen Nutzungszone zugewiesen war.