Citation: 4F_16/2022 E. 3.3

3.3. Der Revisionsgesuchsteller ruft mit dem zitierten Halbsatz aus dem "Aufruf Schiedsmann in Sachen Erbvertrag B.________" vom 20. Dezember 2019 eine Tatsache bzw. eine Aktenstelle an, die zwar in den Schiedsakten lag, die das Bundesgericht aber im vorangehenden Beschwerdeverfahren nicht berücksichtigen konnte, da sie weder in der angefochtenen Schiedsverfügung festgestellt war noch aufgrund ausnahmsweise zulässiger Sachverhaltsrügen hätte ergänzend berücksichtigt werden müssen. In Erwägung 2 der angefochtenen Schiedsverfügung war nur festgestellt, dass der Kläger am 20. Dezember 2019 an Dr. C.________ gelangt sei und ihn als Schiedsmann bezüglich Ziffer II/22 angerufen habe, welche ihm ein Recht auf Eigentumserwerb der bezeichneten Liegenschaft einräume. Der zitierte Halbsatz figuriert nicht in den verbindlichen Feststellungen des Schiedsgerichts und konnte vom Bundesgericht demzufolge nicht berücksichtigt werden. Er wurde vom Einzelschiedsrichter auch nicht in seiner Vernehmlassung angeführt. Folglich kann dem Bundesgericht im Revisionsverfahren nicht vorgeworfen werden, es habe eine in den Akten liegende Tatsache aus Versehen nicht berücksichtigt. Selbst wenn die Aktenstelle hätte berücksichtigt werden können, was nicht zutrifft, würde dies dem Revisionsgesuchsteller nicht helfen. Denn er ruft mit dem auszugsweise zitierten Halbsatz nicht eine entscheidrelevante Tatsache im Sinne von Art. 121 lit. d BGG an, sondern vielmehr einen Umstand, der die eigene Würdigung des Revisionsgesuchstellers zum Streitwert stützen soll. Jedenfalls belegt diese Aktenstelle im Aufruf vom 20. Dezember 2019 nicht, dass der Streitwert dem im Erbvertrag festgesetzten Anrechnungswert der Grundstücke von Fr. 1'532'000.-- entspricht. Richtig besehen, beanstandet der Revisionsgesuchsteller mit seinen Ausführungen zum Streitwert nicht die versehentliche Nichtberücksichtigung einer in den Akten liegenden erheblichen Tatsache, sondern übt Kritik an den rechtlichen Erwägungen (E. 3.4.3 des angefochtenen Urteils) des Bundesgerichts zur Höhe des Streitwerts. Dafür steht die Revision nicht zur Verfügung (Escher, a.a.O., N. 9 in fine zu Art. 121 BGG). Die Revision dient nicht dazu, um angebliche Rechtsfehler des Bundesgerichts zu korrigieren (BGE 122 II 17 E. 3; Urteile 2F_3/2021 vom 25. Mai 2021 E. 3.5; 4F_11/2018 vom 21. März 2018 E. 2.1). Aus dem nämlichen Grund ist der Revisionsgesuchsteller nicht zu hören, wenn er aus den im früheren Verfahren 4A_593/2020 erhobenen Gerichtskosten ableiten will, die bundesgerichtlichen Erwägungen im angefochtenen Urteil zum Streitwert beruhten auf einem Versehen, da sich das Bundesgericht ansonsten in einen Widerspruch setzen würde. Auch insoweit kritisiert er bloss die rechtlichen Erwägungen des Bundesgerichts zum Streitwert und setzt ihnen seine eigene Würdigung entgegen. Dafür steht die Revision nicht zur Verfügung. Gleiches gilt für die Vorbringen des Revisionsgesuchstellers zu Erwägung 5 des angefochtenen Urteils. Er will aus dem dort verwendeten Begriff "wettschlagen" ableiten, dass das Bundesgericht der Ansicht sei, "im Falle eines zu Unrecht vor Bundesgericht angefochtenen Schiedsspruchs hätte der unterliegende Beschwerdeführer dem Schiedsgericht eine Parteientschädigung zahlen müssen", was einer Praxisänderung gleichkäme. Er präsentiert damit seine eigene Interpretation des angefochtenen Urteils, zeigt aber keinen Revisionsgrund auf. Darauf ist nicht einzugehen. Der Revisionsgrund gemäss Art. 121 lit. d BGG ist nicht dargetan. Demnach kann dem Revisionsgesuch auch nicht im auf diesen Revisionsgrund gestützten Eventualantrag, die Beschwerde sei abzuweisen, stattgegeben werden.