Citation: 9C_649/2022 E. A

Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 9. Juni 2015 verkaufte A.________ die Liegenschaft Nr. xxx, Grundbuch B.________, an die C.________ GmbH (ab 8. Februar 2017: C.________ AG) zu einem beurkundeten Verkaufspreis von Fr. 820'000.-. Gestützt hierauf veranlagte das verfahrensbeteiligte Amt am 1. Juli 2015 einen Grundstückgewinn von Fr. 13'200.- und setzte eine Grundstückgewinnsteuer von Fr. 5'068.80 fest. Die C.________ GmbH veräusserte die Liegenschaft noch am Erwerbstag an die D.________ GmbH für den Betrag von Fr. 1'310'000.-. Nach Abschluss des ordentlichen Veranlagungsverfahrens von A.________ erfuhr die Steuerverwaltung des Kantons Thurgau, dass die C.________ GmbH am 18. September 2015 von einem unabhängigen Dritten eine Liegenschaft in F.________/SG zum Preis von Fr. 538'350.- erworben und diese Liegenschaft am 7. Oktober 2015 für Fr. 250'000.- an die von A.________ beherrschte E.________ GmbH weiterveräussert hatte. Am 27. März 2020 leitete die Steuerverwaltung des Kantons Thurgau sodann ein Nachsteuerverfahren betreffend den Verkauf der Liegenschaft Nr. xxx vom 9. Juni 2015 an die C.________ GmbH ein.