Citation: 8C_285/2022 E. 5.3

5.3. Beim Standortgespräch vom 27. Juni 2018 wurde die Statusfrage abgeklärt, wobei sich keine Hinweise zeigten, dass der Beschwerdeführer sein Pensum im Jahr 2014 aus gesundheitlichen Gründen reduziert hätte. Solches erschliesst sich auch aus dem Arbeitsvertrag und den Angaben der Arbeitgeberin nicht. Gemäss dem Nachtrag vom 2. August 2014 zum Anstellungsvertrag vom 29. April 2014 erfolgte die Pensumsreduktion per 1. August 2014 auf 80 % auf Wunsch des Beschwerdeführers, wobei nach den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin vom 25. Mai 2018 vor der Pensumsreduktion keine vermehrte Arbeitsunfähigkeit bestanden hatte. Vielmehr absolvierte der Beschwerdeführer die Probezeit (drei Monate ab Mai 2014) erfolgreich und war vor der Pensumsreduktion in der Lage, während mindestens zwei Monaten die Sollarbeitszeit zu leisten. Aus den Akten ergibt sich auch kein Anhaltspunkt, wonach die Kopfschmerzen oder andere gesundheitliche Beschwerden die Arbeitsfähigkeit seit der Pensumsreduktion (dauerhaft) beeinträchtigt hätten. Es trifft zwar zu, dass die Cluster-Kopfschmerzen gemäss den Akten schon im Jahr 2010 diagnostiziert wurden und eine erste psychiatrische Behandlung auch bereits im Jahr 2014 stattfand (vgl. Bericht Klinik E.________ AG vom 12. April 2018). Aus den Akten ergibt sich aber nicht, dass diese gesundheitlichen Beschwerden die Arbeitsfähigkeit (dauerhaft) beeinträchtigten. Hinsichtlich der Kopfschmerzen kann etwa auf den Bericht vom 18. Dezember 2018 des Dr. med. F.________, welcher den Beschwerdeführer seit Februar 2017 behandelt, verwiesen werden, worin dieser lediglich eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit ab dem 20. Februar 2018 attestierte und den Beschwerdeführer ab Januar 2019 wieder als arbeitsfähig erachtete. Ebenso wenig ist im Zusammenhang mit der ersten psychiatrischen Behandlung im Jahr 2014 eine längeranhaltende Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Denn der Beschwerdeführer nahm vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit im Januar 2018 während mehrerer Jahre keine psychiatrische Behandlung mehr in Anspruch. Entsprechend kann auch von dieser Seite nicht erklärt werden, weshalb der Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen sein Pensum auf 80 % reduzierte bzw. über Jahre auf diesem Niveau beliess. Die vorinstanzliche Feststellung, die gesundheitlichen Beschwerden hätten sich erst Dezember 2017 zugespitzt und der Beschwerdeführer sei als zu 80 % erwerbstätig ohne Aufgabenbereich zu qualifizieren, verletzt vor diesem Hintergrund - unabhängig von finanziellen Überlegungen - kein Bundesrecht. Entsprechend ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz beim Valideneinkommen keine Hochrechnung auf ein 100%-Pensum vornahm (Urteil 8C_804/2021 vom 1. Juni 2022 E. 4.3.4 mit Hinweis auf BGE 142 V 290 E. 7.3).