Citation: 1C_398/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Weder die Aufnahme des Perimeters in die Karte über prioritäre Potenzialflächen für Feuchtgebiete noch die Bestrebungen des Kantons Zürich im Zusammenhang mit seinem Naturschutz-Gesamtkonzept haben eine erkennbare unmittelbare Einschränkung der landwirtschaftlichen Nutzung zur Folge. Die Flächen können unbestrittenermassen weiterhin landwirtschaftlich bearbeitet werden. Von einem generellen Verbot von Bodenverbesserungen bzw. Terrainveränderungen kann keine Rede sein. Dasselbe gilt für den Unterhalt der bestehenden Drainagesysteme. Der Kanton hat bei jedem Baugesuch eine Einzelfallbeurteilung vorzunehmen, wie er dies vorliegend getan hat. Es ist zulässig, dass der Entscheid darüber, ob Schutz- oder Nutzungsinteressen vorgehen, bei Vorhaben ausserhalb der Bauzone erst im Baubewilligungsverfahren erfolgt (vgl. PETER KELLER, Das heutige Naturschutzrecht - Systematik und gesetzgeberischer Handlungsbedarf, URP 2016 S. 166). In diesem Rahmen steht der betroffenen Grundeigentümerschaft der Rechtsweg offen. Damit ist entgegen der Beschwerdeführerin auch kein Rechtsschutzdefizit auszumachen.