Citation: 6B_192/2020 E. 3.4

3.4. Der angefochtene Entscheid genügt den Anforderungen von Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG nicht. Die Zwangsmassnahme der Beschlagnahme ist in Art. 263 ff. StPO geregelt. Gemäss Art. 263 Abs. 1 lit. b StPO können Gegenstände und Vermögenswerte einer beschuldigten Person oder einer Drittperson beschlagnahmt werden, wenn die Gegenstände und Vermögenswerte voraussichtlich zur Sicherstellung von Verfahrenskosten, Geldstrafen, Bussen und Entschädigungen gebraucht werden. Diese Kostendeckungsbeschlagnahme wird in Art. 268 StPO näher geregelt und ist eine Zwangsmassnahme im Sinne von Art. 196 ff. StPO. Sie beschränkt sich auf diejenigen Kosten, die in dem Verfahren voraussichtlich entstehen, in dem die Beschlagnahme angeordnet wird. Sie ist nicht zulässig zur Begleichung von offenen staatlichen Kostenforderungen aus anderen Verfahren (BOMMER/GOLDSCHMID, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, Bd. II, 2. Aufl. 2014, N. 3 zu Art. 268 StPO). Zwangsmassnahmen haben den Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu wahren (vgl. Art. 197 Abs. 1 lit. c StPO). Die Vorinstanz legt nicht genügend dar, gestützt auf welche tatsächlichen Feststellungen und rechtlichen Überlegungen sie die fraglichen Grundbuchsperren aufhebt. Aus dem vorinstanzlichen Entscheid geht nicht hervor, in welchen oder in welchem Verfahren, durch wen und für welche Kosten etc. die fraglichen Zwangsmassnahmen angeordnet wurden. Hält die Vorinstanz fest, ihr Entscheid vom 14. August 2018 sei in Rechtskraft erwachsen und ersetze den Beschluss des Strafgerichts vom 14. Juli 2017, bleiben auch diese Erwägungen unklar. Die Vorinstanz hält weiter fest, der Beschwerdegegner habe "insgesamt Fr. 29'627.75 an die offenen Verfahrenskosten bezahlt". Diese Erwägungen sind nicht nachvollziehbar. Es fehlen Feststellungen, welche konkreten Verfahrenskosten in welcher Höhe die Vorinstanz damit thematisiert. Damit ist es dem Bundesgericht verwehrt zu überprüfen, von welchen Überlegungen sich die Vorinstanz leiten liess und wie sie das eidgenössische Recht angewendet hat. Sie wird ihren Entscheid näher begründen müssen.