Citation: 5A_44/2015 E. 3.4.1

3.4.1. Die Aufgabe des Beistands, den Beschwerdeführer im Prozess betreffend die Herausgabe von Kindesvermögen gegen D.A.________ zu vertreten und den damit verbundenen Entzug der Handlungsfähigkeit des Beschwerdeführers stützen sich auf Art. 394 Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 395 ZGB. Eine Vertretungsbeistandschaft ist anzuordnen, wenn die hilfsbedürftige Person bestimmte Angelegenheiten nicht erledigen kann und deshalb vertreten werden muss, sei es in administrativen Belangen oder in finanziellen Angelegenheiten (Art. 394 Abs. 1 i.V.m. Art. 395 ZGB). Unter Vorbehalt einer anderweitigen Anordnung schränkt eine solche Vertretungsbeistandschaft die Handlungsfähigkeit des Betroffenen nicht ein (Art. 394 Abs. 2 ZGB). Der Verbeiständete kann in sämtlichen Bereichen weiterhin selbständig handeln, muss sich aber die Handlungen des Beistands anrechnen oder gefallen lassen (Art. 394 Abs. 3 ZGB). Dadurch besteht das Risiko, dass der Beistand und der Verbeiständete in derselben Angelegenheit inhaltlich verschiedene Willenserklärungen abgeben. Muss damit gerechnet werden, dass die verbeiständete Person die Handlungen des Beistands absichtlich oder ungewollt hindert oder durchkreuzt und so die ordnungsgemässe Erledigung der dem Beistand übertragenen Aufgaben vereitelt, ist die Handlungsfähigkeit des Verbeiständeten entsprechend einzuschränken (HELMUT HENKEL, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl. 2014, N. 27 und 29 zu Art. 394 ZGB).