Citation: 4C.201/2006 20.09.2006 E. 4

Die Klägerin hält weiter dafür, die Vorinstanz hätte aus dem Umstand, wonach der Beklagte nicht selber habe leisten können (oder wollen) und die Arbeiten an einen Dritten habe weitervergeben müssen, vernünftigerweise wenigstens den Schluss ziehen müssen, dass diesfalls die Stückpreise neu zu verhandeln gewesen wären. Allenfalls hätte sie erkennen müssen, dass der Beklagte die ausgelagerte Arbeit jedenfalls zum tiefsten vereinbarten Preis, nämlich dem Preis, den die Klägerin heute der C.________ SA zu bezahlen habe, hätte weiterverrechnen müssen. Dieser Rüge lässt sich kaum entnehmen, auf welche Erwägungen der Vorinstanz sie sich bezieht und in Bezug auf welche in der Klage gestellten Teilansprüche auf Schadenersatz die Beurteilung der Vorinstanz damit angefochten werden soll (Erwägung 1 vorne). Es lässt sich bloss vermuten, dass sich die Klägerin damit dagegen wendet, dass die Vorinstanz eine Schadenersatzpflicht des Beklagten verneinte, obwohl dieser über den 1. Februar 2001 hinaus einen 15 Rappen übersteigenden Verarbeitungspreis pro Cappuccio in Rechnung gestellt hatte: Die Vorinstanz hatte insoweit erwogen, die Verrechnung eines höheren Preises bzw. die nicht vollständige Anwendung der gestaffelten Preisreduktion könne von vornherein keine Vertragsverletzung darstellen, nachdem die Parteien in der Vereinbarung vom 2./5. Oktober 2000 die Preisreduktion nur für den Fall vorgesehen hätten, dass die beiden von der Klägerin vorfinanzierten Anlagen installiert und in Betrieb genommen seien. Soweit die Vorinstanz bei der entsprechenden Vertragsauslegung überhaupt den normativen Parteiwillen nach dem Vertrauensprinzip und nicht einen übereinstimmenden tatsächlichen Parteiwillen festgestellt hat, was der Prüfung des Bundesgerichts im Berufungsverfahren ohnehin entzogen wäre (vgl. BGE 131 III 606 E. 4.1 S. 611; 126 III 119 E. 2a, 375 E. 2e/aa S. 379 f.; 121 III 118 E. 4b/aa S. 123, je mit Hinweisen), zeigt die Klägerin jedenfalls in keiner Weise auf, inwiefern die Vorinstanz dabei Bundesrecht verletzt haben soll. Vielmehr stellt sie bloss ihre eigene Auffassung derjenigen der Vorinstanz gegenüber. Auf die Rüge ist mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten (Erwägung 1 vorne).