Citation: 6B_248/2018 E. 4

Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer wäre - trotz der geltend gemachten Beschwerden - innerhalb der Rechtsmittelfrist gesundheitlich offenkundig in der Lage gewesen, rechtzeitig eine Berufungserklärung abzugeben. Es könne auch nicht gesagt werden, dass er sich während der gesamten Dauer der Rechtsmittelfrist in einem psychischen Ausnahmezustand ("psychische Probleme") befunden habe, der eine Fristwahrung oder Vorkehren dazu (z.B. die Beauftragung eines Vertreters) schlichtweg verunmöglicht hätte. Im Gegenteil sei erstellt, dass der Beschwerdeführer sich in der fraglichen Zeit auf eine mehrtägige Reise begeben und er (am 31. Juli und 7. August 2017) drei Anwaltskanzleien kontaktiert habe, wobei er mindestens gegenüber einer dieser Kanzleien den Gegenstand des Verfahrens auch schriftlich habe darlegen können. Auch wenn er von diesen Kanzleien Absagen erhalten habe, sei unerfindlich, weshalb er nicht selbst mit der dafür nötigen kurzen Eingabe die Berufung an das Kantonsgericht erklärt habe, zumal die Akten zeigten, dass der Beschwerdeführer durchaus fähig sei, auch längere Eingaben an Gerichte zu verfassen. Nur einen Tag nach Ablauf der Berufungsfrist, nämlich am 17. August 2017, sei er in der Lage gewesen, dem Kantonsgericht eine Eingabe zukommen zu lassen, welche im Übrigen als Rückzug der Berufung zu werten sei. Dass der Beschwerdeführer darin einen Antrag auf Beantwortung der Frage, ob seine Beschwerde an die zuständige Instanz weitergeleitet wurde, stelle, ändere nichts daran, dass er die Frist zur Berufungserklärung bewusst habe verstreichen lassen. Bei dieser Sachlage könne jedenfalls nicht davon ausgegangen werden, dass eine Fristwahrung unmöglich gewesen wäre. Entsprechend sei das Gesuch um Wiederherstellung der Frist zur Berufungserklärung abzuweisen.