Citation: I 646/05 23.05.2006 E. 1

In prozessualer Hinsicht wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels beantragt. 1.1 Die gerichtliche Anordnung eines zweiten Schriftenwechsel nach Eingang von Beschwerde und Vernehmlassung(en) findet gemäss Art. 110 Abs. 4 OG nur ausnahmsweise statt. Sie bedarf mithin besonderer Gründe und ist mit Blick auf den verfassungsrechtlichen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 BV) vor allem dann geboten, wenn die Vernehmlassung der Gegenpartei oder von Mitbeteiligten neue tatsächliche oder rechtliche Gesichtspunkte von entscheidwesentlicher Bedeutung vorbringt (vgl. BGE 119 V 323 Erw. 1 mit Hinweisen), was erst beurteilt werden kann, wenn die Beschwerdeantwort sowie allfällige weitere Vernehmlassungen vorliegen (Urteil A. vom 25. August 2004 [U 272/03] Erw. 1.2; unveröffentlichte Urteile der I. öffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts X. vom 12. Juli 2005 [1A.276/2004] Erw. 2 und Erbengemeinschaft X. vom 11. April 2006 [1P.827/2005] Erw. 2.2 sowie unveröffentlichtes Urteil X. der I. Zivilabteilung des Bundesgerichts vom 10. Dezember 2002 [4P.207/2002] Erw. 1.1). In keinem Fall dient der zweite Schriftenwechsel dazu, in der Beschwerdeschrift Versäumtes nachzuholen (Urteile A. vom 25. August 2004 [U 272/03] Erw. 1.2 und P. vom 13. August 2003 [U 123/03] Erw. 1.2). 1.2 Im Rahmen des ordentlichen Schriftenwechsels hat das Gericht die Beschwerde der Vorinstanz, Beschwerdegegnerin und Aufsichtsbehörde zur Vernehmlassung (vgl. Art. 110 Abs. 1 OG) und anschliessend der Beschwerdeführerin das Vernehmlassungsergebnis zur Kenntnisnahme und allfälligen Stellungnahme zugestellt (Schreiben vom 7. November 2005). Die Beschwerdeführerin hat in der Folge den - in der Beschwerdeschrift verfrüht gestellten (Erw. 1.1 hievor) - Antrag auf Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels nicht erneuert. Die eingegangenen Vernehmlassungen enthalten denn auch keine neuen tatsächlichen oder rechtlichen Argumente, welche die gerichtliche Anordnung eines solchen gebieten würden.