Citation: 1P.96/2003 22.04.2003 E. 2

2.1 Das Verwaltungsgericht begründet seinen abweisenden Entscheid damit, dass negative Verwaltungsverfügungen, durch welche die Handlung der Behörde abgelehnt oder der Erlass der nachgesuchten Verfügung verweigert worden sei, zwar in dem Sinne keine Rechtskraft erlangten, als die abweisende Verfügung die erneute Einreichung des Begehrens nicht ausschliesse. Die Rechtskraft der früheren Verfügung stehe jedoch einer erneuten Prüfung so lange entgegen, als sich der seinerzeit beurteilte Sachverhalt in der Zwischenzeit nicht verändert habe. In der Folge verneinte das Verwaltungsgericht eine Veränderung des Sachverhaltes und lehnte es darum ab, die rechtskräftig bestätigte Verweigerung der Abbruchbewilligung aus dem Jahre 1998 erneut zu prüfen. Nicht ausschlaggebend sei, dass bei der Bevölkerung von Schlatt offensichtlich ein Stimmungswechsel stattgefunden habe. 2.2 Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt (Ziff. 10-20 der Beschwerdeschrift), erschöpft sich weitgehend in appellatorischer Kritik (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG) und ist im Übrigen nicht geeignet, Willkür darzutun . So ist insbesondere nicht ersichtlich und wurde von der Beschwerdeführerin auch nicht aufgezeigt, inwiefern sich die Verkehrsverhältnisse oder die Lage des Y.________-Hauses in den letzten fünf Jahren massgeblich verändert haben sollen. Das Verwaltungsgericht hatte sich bereits 1998 mit der Verkehrssituation auseinandergesetzt (Urteil vom 11. Februar 1998, S. 18). Schon gar nicht relevant sind die besseren Parkierungsmöglichkeiten bei grossen Einkaufszentren, zumal auch dieses Argument bereits 1998 vorgebracht worden war. Genauso wenig überzeugen die Vorbringen hinsichtlich des baulichen Zustandes des Y.________-Hauses: Sowohl das Problem mit dem Hausschwamm als auch der Renovierungsbedarf waren zum Zeitpunkt des ersten Verwaltungsgerichtsurteils bekannt. Hat die Beschwerdeführerin seit 1998 keine ernsthaften Anstrengungen unternommen, das Gebäude instand zu stellen, kann sie sich nicht im Nachhinein auf dessen Baufälligkeit berufen, um veränderte Umstände geltend zu machen, wie das Verwaltungsgericht zu Recht festhielt. Einen allfälligen Meinungsumschwung bei der Behörde oder in der Bevölkerung hinsichtlich der Schutzwürdigkeit des Y.________-Hauses hat das Verwaltungsgericht ebenfalls zu Recht für die Frage, ob sich der massgebliche Sachverhalt seit dem ersten Entscheid des Verwaltungsgerichtes verändert hat, als nicht entscheidend betrachtet. 2.3 Das Verwaltungsgericht konnte somit willkürfrei verneinen, dass sich der Sachverhalt, der dem Entscheid von 1998 zugrunde lag, verändert hätte. Infolgedessen verletzte es auch den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör nicht, als es deren Beweisanträge ablehnte.