Citation: U 168/03 09.12.2003 E. 4

4.1 Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist es nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin beim Unfall vom 7. April 1996 ein Schleudertrauma erlitten hat. Das für ein Schleudertrauma typische Beschwerdebild (BGE 119 V 338 Erw. 1) setzt eine Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression oder Wesensveränderungen voraus. Diese Symptome werden in den massgeblichen medizinischen Akten unmittelbar nach dem Unfall, aber auch in einem Bericht von Dr. med. E.________ vom 8. Juli 1997, nicht umschrieben. Demnach hat das kantonale Gericht die Beurteilung der Adäquanz der Kausalität zu Recht nach den in BGE 115 V 133 ff. genannten Kriterien (Kausalitätsbeurteilung für psychische Fehlentwicklung) geprüft. 4.2 Ebenfalls zutreffend hat die Vorinstanz festgestellt, dass beim erlittenen Reitunfall von einem mittelschweren Unfall auszugehen ist. Zu prüfen ist somit die Frage, ob die massgebenden unfallbezogenen Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sind. Eine besondere Dramatik oder besondere Begleitumstände liegen im vorliegenden Fall nicht vor. Die Beschwerdeführerin konnte kurze Zeit nach dem Sturz ihr Pferd wieder besteigen und nach Hause reiten. Es liegen auch keine besonders schweren Verletzungen vor, nachdem die Verunfallte einzig Schmerzmittel zu sich nahm und Physiotherapie angeordnet wurde. Zudem ist festzustellen, dass die ärztliche Behandlung nicht ungewöhnlich lange dauerte und immer wieder unterbrochen wurde. Insbesondere waren keine längeren stationären Aufenthalte zu verzeichnen. Als einziges Kriterium ist dasjenige der körperlichen Dauerschmerzen teilweise als erfüllt zu betrachten. Ferner liegt keine ärztliche Fehlbehandlung vor und es ergaben sich weder ein schwieriger Heilungsverlauf noch Komplikationen. Schliesslich sind Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit nicht gegeben. Die Beschwerdeführerin hat kurz nach dem Unfall ihre Arbeit wieder zu 100 % aufgenommen und sie während mehr als zwei Jahren voll ausgeübt. Demzufolge ist die mittlerweile reduzierte Arbeitsfähigkeit auf psychische Gründe zurückzuführen und daher nicht massgebend. 4.3 Zusammenfassend ist der adäquate Kausalzusammenhang mit der Vorinstanz zu verneinen, wobei die Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu keinem anderen Ergebnis zu führen vermögen. Das kantonale Gericht hat zu Recht festgehalten, auf Grund der in jeder Hinsicht vollständigen und überzeugenden dokumentierten medizinischen Akten sei klar erwiesen, dass die Versicherte die gesetzlich erforderlichen Leistungsvoraussetzungen nicht mehr erfülle und unter den gegebenen Umständen auch von einem zusätzlichen interdisziplinären Gutachten kein entscheidwesentlicher Aufschluss zu erwarten sei, weshalb davon abgesehen werden könne. Der Einspracheentscheid der SUVA und der kantonale Entscheid erweisen sich nach dem Gesagten als rechtens.