Citation: 1C_553/2019 E. 3.2.2

3.2.2. Hinsichtlich der südlich des Baugrundstücks KTN 1617 verlaufenden Dole, die im weiteren Verlauf in einen offenen Riedgraben münde, sei unbestritten, dass kartographisch ein zumindest teilweiser offener Verlauf über das Nachbargrundstück KTN 1577 für eine gewisse Zeitperiode belegt sei. Entgegen den Ausführungen im Bericht der G.________ AG sei ein "offen fliessendes Burgbächli" allerdings nicht bis 1974 belegt. Vielmehr sei ein offenes Gewässer erst ab ca. 1955 verzeichnet, wobei sich der offene Lauf in den nach 1974 verfassten Karten dann auf einen kurzen Abschnitt bis zum See (offener Riedgraben) beschränke. Der kartographische Verlauf spreche grundsätzlich für die Beurteilung im Bericht der F.________ AG, wonach die Leitung der Entwässerung des "hinteren Gebiets" Burgmatt (Landwirtschaft) diene. Um die landwirtschaftliche Nutzung von Land zu ermöglichen und effizienter zu gestalten, seien in vergangenen Jahrzehnten grosse Flächen melioriert, d.h. das Land trockengelegt worden, indem das vorhandene Grundwasser in Drainageleitungen gefasst und abgeführt worden sei. Im Erschliessungsplan sei eine ab dem Pumpwerk (Grundstück KTN 3439) über das Grundstück KTN 1577 verlaufende Leitung als Schmutzwasserleitung verzeichnet. Im Weiteren sei eine südöstlich der Grenze des Baugrundstücks über das Grundstück KTN 1577 und weiter über KTN 1622 und 1621 in den Vierwaldstättersee mündende Leitung als Meteorwasserleitung aufgeführt. Da der fragliche Wasserlauf im Gewässerkataster des Bezirks nicht verzeichnet sei, auf der Ökomorphologiekarte nicht eingetragen sei, oberirdische Zuflüsse nicht bekannt seien und auch nicht ersichtlich sei, dass Quellen hätten eruiert werden können, sei die von den Fachbehörden bestätigte Schlussfolgerung, wonach es sich um eine Drainageleitung handle, naheliegend und begründet.