Citation: 6B_762/2013 E. 2.4.3

2.4.3. Die Beschwerdeführerin wendet ein, die vorinstanzliche Feststellung, in ihren Aussagen zum Oralverkehr fänden sich gewichtige Divergenzen, sei willkürlich und beruhe teilweise auf einer aktenwidrigen Beweiswürdigung (Beschwerde S. 8-10). Der Beschwerdeführerin ist zuzustimmen, dass sie den Oralverkehr an der zweiten Einvernahme nicht erst auf Nachfrage hin erwähnte (kantonale Akten act. E2 Fragen 50 ff. S. 9 ff.), wovon die Vorinstanz auszugehen scheint (Urteil S. 7 Mitte), sondern bereits auf eine offene Frage hin andeutete (kantonale Akten act. E2 Frage 26 S. 5). Ihr ist weiter beizupflichten, dass die Vorinstanz ihre Aussagen unrichtig zitiert, wenn sie festhält, an der polizeilichen Befragung habe sie angegeben, der Beschwerdegegner sei hinaufgerutscht und habe seinen Penis zu ihrem Kopf gedrückt (Urteil S. 7 Mitte und am Ende). Ihre diesbezügliche Äusserung lautete, "Er rutschte zu mir hinauf und drückte meinen Kopf zu seinem Penis" (kantonale Akten act. A4 Frage 30 S. 10 bzw. Antwort zur Frage 51 S. 13, "Er drückte meinen Kopf hinunter zu seinem Penis."). Ob die Vorinstanz bereits damit einen Widerspruch zu den Aussagen der Beschwerdeführerin in den weiteren Einvernahmen belegen will, ist unklar. Dies kann offen bleiben, da sie diese Ausführung der Beschwerdeführerin zusammen mit den nachfolgenden wiedergibt, wonach er es geschafft habe, seinen Penis für einen kurzen Moment in ihren Mund einzuführen (Urteil S. 7 Mitte; kantonale Akten act. A4 Frage 30 S. 10). Die Vorinstanz weist zutreffend darauf hin, dass dies im Widerspruch zu den Äusserungen der Beschwerdeführerin an der zweiten Einvernahme steht, wonach sie sein Glied nicht im Mund, aber einen kurzen Moment an den Lippen gehabt habe (Urteil S. 7 Mitte; kantonale Akten act. E2 Fragen 56 ff. S. 11). Eine weitere Unstimmigkeit besteht zwischen der Aussage der Beschwerdeführerin an der ersten Einvernahme, der Beschwerdegegner habe keine Auf- und Abbewegungen gemacht, ihren Kopf aber so gehalten, dass sie nicht habe "retour können" (Urteil S. 7 Mitte; kantonale Akten act. A4 Frage 53 S. 14), und derjenigen an der untersuchungsrichterlichen Befragung, wonach er sein Glied nicht in ihren Mund habe einführen können, weil sie sich abgewendet, das nicht gewollt und die Bewegungen nicht mitgemacht habe (kantonale Akten act. E2 Frage 58 S. 11). Im Ergebnis ist die Feststellung der Vorinstanz, in den Aussagen der Beschwerdeführerin zum Oralverkehr seien gewichtige Divergenzen, nicht zu beanstanden.