Citation: 5C.163/2003 18.09.2003 E. B

B.a Mit Klage vom 1. Mai 1998 stellten die Kläger (damals noch zusammen mit dem Institut für Ehe und Familie sowie der Schweizerischen Stiftung Pro Patria) das Rechtsbegehren, es sei das von Frau W.________, gestorben am 21. Mai 1996, am 28. Juli 1994 errichtete Testament für ungültig zu erklären. Am 7. September 1999 wies das Bezirksgericht Baden die Klage mangels Aktivlegitimation vollumfänglich ab. Das Obergericht des Kantons Aargau hob dieses Urteil auf Appellation der Kläger am 17. März 2000 auf und wies die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen an die erste Instanz zurück. Zur Begründung führte das Obergericht aus, aktivlegitimiert sei gemäss Art. 519 Abs. 2 ZGB jeder, der als Erbe oder Bedachter ein Interesse daran habe, dass die Verfügung für ungültig erklärt werde. Es treffe zwar zu, dass die Kläger die Vermächtnisse gemäss dem ersten Testament nur antreten können, wenn ausser dem angefochtenen dritten auch das zweite Testament für ungültig erklärt werde. Das Bundesgericht habe in einem vergleichbaren Fall erkannt, dass die stufenweise Anfechtung von Testamenten möglich sei. Da im vorliegenden Fall die Kläger das zweite Testament mit Klage vom 10. Juni 1998 (gegen die gesetzlichen Erben) bereits angefochten hätten, bestehe keine Gefahr der Verjährung. Jenes Verfahren sei bis zur Erledigung des vorliegenden Streits sistiert worden. Aus diesen Gründen sei die Aktivlegitimation der Kläger zu bejahen und das Klageverfahren durch die erste Instanz weiterzuführen. B.b Das Bundesgericht trat am 22. Juni 2000 auf eine vom Beklagten gegen dieses Urteil eingereichte Berufung nicht ein, weil kein Endentscheid nach Art. 48 OG vorliege und der Beklagte nicht darlege, inwiefern die Voraussetzungen von Art. 50 OG zur ausnahmsweisen Anfechtung eines selbständigen Vor- oder Zwischenentscheids erfüllt seien.