Citation: U 294/05 16.12.2005 E. 2

Die Vorinstanz hat die Einstellung der Versicherungsleistungen (Heilbehandlung, Taggeld) zum 31. Juli 2002 durch die Allianz Suisse bestätigt, weil spätestens in diesem Zeitpunkt der Sturz mit dem Fahrrad vom 3. Oktober 2001 nicht mehr adäquate Ursache der geklagten Beschwerden (Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen, Schwindel, neuropsychologische Funktionsausfälle und psychische Störungen) gewesen sei. Den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall, diesen Beschwerden und der dadurch bedingten Arbeitsunfähigkeit hat die Vorinstanz zumindest im Sinne einer Teilursache bejaht. Mit dem Unfallversicherer davon ausgehend, dass die Versicherte eine schleudertraumaähnliche Verletzung erlitt, hat das kantonale Gericht die Adäquanz nach Massgabe von BGE 117 V 366 ff. Erw. 6a und b geprüft. Auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs und der erlittenen Verletzungen hat es den Sturz mit dem Fahrrad nach einer Streifkollision mit einem Personenwagen als mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Unfällen qualifiziert. Es hat dem Vorfall eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abgesprochen. Eine besondere Eindrücklichkeit hat es jedoch ebenso wie besonders dramatische Begleitumstände verneint. Im Unfallzeitpunkt habe Kolonnenverkehr geherrscht und es habe keine Gefahr bestanden, dass die Versicherte durch andere Verkehrsteilnehmer besonders gefährdet worden sei. Von den weiteren Beurteilungskriterien hat die Vorinstanz einzig «Dauerbeschwerden» sowie «Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit» bejaht. Insgesamt hat das kantonale Gericht die massgeblichen Kriterien weder in gehäufter Weise noch einzelne von ihnen in besonders ausgeprägter Weise als gegeben erachtet.