Citation: 5A_178/2023 E. 2

Das Obergericht hat (unter Hinweis auf Lehre und Praxis) ausgeführt, dass der von den Grundpfandgläubigern verlangte Doppelaufruf nach Art. 142 SchKG und Art. 56 VZG "gestaffelt" durchzuführen sei, wenn mehrere Dienstbarkeiten auf dem zu verwertenden Grundstück lasten. Mit Hinweis auf das Steigerungsprotokoll vom 8. Dezember 2022 hat das Obergericht festgehalten, dass das Baurecht SDR-Münsingen 1 Nr. xxx zuerst mit den drei Lasten A, B und C ausgerufen worden sei (Aufruf Nr. 1). Der provisorische Zuschlag an die E.________ AG (für Fr. 2'760'000.--) habe jedoch den Gesamtbetrag der grundpfandgesicherten Forderungen (Fr. 6'326'006.52) nicht gedeckt. Da der Fehlbetrag von den Dienstbarkeitsberechtigten nicht sofort ausgeglichen worden sei, hätten die Aufrufe Nrn. 2-5 gestaffelt ohne Lasten durchgeführt werden müssen, ohne dass es indes zu Geboten gekommen sei. Erst der Aufruf Nr. 6 ohne die drei Lasten (A, B und C) hätten zum Gebot von Fr. 5'000'000.-- und den entsprechendem Zuschlag geführt. Das Obergericht verwarf den Einwand der Beschwerdeführer, dass das Konkursamt nach dem (letzten) Aufruf Nr. 6 - ohne Lasten A, B und C - eine Gelegenheit zur Ausgleichszahlung hätte geben müssen. Die Nichtüberbindung und Löschung (auch) der Last B seien korrekte Folgen des letzten Zuschlags.