Citation: 6B_1317/2019 E. A

Die B.________ AG reichte am 17. Februar 2016 Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Angestellten A.________ ein. Gemäss Strafanzeige hatte die B.________ AG bei einem britischen Unternehmen rund 500 Gramm Rhodium, 5.2 Kilogramm Palladium und 11.4 Kilogramm Platin bestellt. Die Lieferung sei in drei plombierten Aluminiumröhren verpackt gewesen und habe am 13. Januar 2016 die Lagerhalle in der Schweiz erreicht. Nach Ankunft in Bern seien die Plomben der Lieferung durch eine unbefugte Person - wobei es sich mutmasslich um A.________ gehandelt habe - entfernt worden. Weiter sei ein Teil der Lieferung (eine Nickel-Palladium-Mischung) entwendet worden. Zu einem späteren Zeitpunkt habe A.________ unter falschem Namen eine E-Mail verfasst und den Weiterversand der Lieferung in die Lagerhalle eines anderen Unternehmens veranlasst. Aufgrund dessen sei A.________ des Betrugs, des Diebstahls und eventualiter der Veruntreuung schuldig zu sprechen. Mit Verfügung vom 22. Oktober 2018 stellte die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland das Strafverfahren gegen A.________ wegen Betrugs, Diebstahls, Veruntreuung und Urkundenfälschung ein. Gleichzeitig beurteilte die Staatsanwaltschaft diverse Entschädigungs- und Genugtuungsforderungen, die A.________ sowie Drittpersonen - insbesondere die C.________ GmbH, deren einziger Gesellschafter A.________ ist - gestellt hatten. Sie sprach A.________ Entschädigungen für die Kosten seiner Verteidigung, für Reisekosten sowie für einen verspäteten Termin zu. Soweit weitergehend wies sie seine Entschädigungsforderungen ab. Hingegen sprach sie ihm für die an seinem Domizil sowie am Sitz der C.________ GmbH am 9. Mai 2016 durchgeführten Hausdurchsuchungen und den dadurch erlittenen Reputationsschaden eine Genugtuung von Fr. 600.-- zu.