Citation: 1C_297/2015 E. 3

In der Sache macht der Beschwerdeführer unter Berufung auf Art. 34 Abs. 2 BV eine Verletzung der Abstimmungsfreiheit geltend. Er beanstandet, dass an der Gemeindeversammlung vom 24. Oktober 2014 kurzfristig eine Ergänzung des mit den Initiantinnen des "V-Projekts" am 12. August 2014 abgeschlossenen und öffentlich aufgelegten Infrastrukturvertrags präsentiert worden sei. Er bezieht sich dabei auf den am Tag der Abstimmung vereinbarten Vertragszusatz, mit dem die Errichtung eines "Fonds zur nachhaltigen Entwicklung in den Gemeinden Grindelwald und Lauterbrunnen" (nachfolgend: Entwicklungsfonds) beschlossen worden ist. Aus diesem Fonds, in welchen die Jungfraubahn Holding AG jährlich einen Beitrag von Fr. 200'000.-- einzahlt, sollen in den beiden Gemeinden Projekte im Allgemeininteresse unterstützt werden. Gemäss Protokoll der Gemeindeversammlung sollen namentlich ökologisch vorteilhafte Projekte, Projekte der Landwirtschaft, der jungen Bevölkerung oder zugunsten von Senioren hohe Priorität geniessen. Bei diesem Entwicklungsfonds handelt es sich um einen von insgesamt acht Regelungspunkten des vorgelegten Infrastrukturvertrags. Mit letzterem verpflichtete sich die Jungfraubahn Holding AG unter anderem dazu, in Grindelwald auf eigene Kosten ein Parkhaus mit 1'000 Plätzen zu bauen und zu betreiben und im Winter zusätzliche 1'300 Autoabstellplätze bereitzuhalten sowie ausserdem die neue Zufahrtsstrasse, den neuen Fussweg und den Unterhalt der Schwarzen Lütschine zu finanzieren.