Citation: 5A_435/2019 E. 4.3.2

4.3.2. Bezüglich des Notbedarfs der Tochter macht die Beschwerdeführerin geltend, das Obergericht hätte die Fremdbetreuungskosten im Betrag von Fr. 46.-- monatlich berücksichtigen müssen. Die Vorinstanz hat nicht verkannt, dass Fremdbetreuungskosten sehr wohl beim Barunterhalt zu berücksichtigen sind (Botschaft, BBl 2014 540 Ziff. 1.3.1, 551 Ziff. 1.5.2; BGE 144 III 481 E. 4.3 S. 487; so schon für das alte Recht Urteil 5A_708/2017 vom 13. März 2018 E. 4.9). Sie hat aber richtig erkannt, dass das vom Bundesgericht entwickelte Schulstufenmodell von der Überlegung ausgeht, dass mit der Einschulung des Kindes der obhutsberechtigte Elternteil während der betreffenden Zeit von der persönlichen Betreuung entbunden wird und damit, wenn er einer Erwerbstätigkeit nachgeht, Drittbetreuung überflüssig wird, weil diese im entsprechenden Umfang von der Schule übernommen wird, so dass keine solche Kosten mehr anfallen (BGE 144 III 481 E. 4.7.6 S. 497). Dem angefochtenen Entscheid ist nichts zu entnehmen, was den Schluss zuliesse, aufgrund von Besonderheiten des konkreten Falles seien die Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin und die Schulzeiten der Tochter nicht in Einklang zu bringen. Soweit die Beschwerdeführerin dies bestreitet, übt sie rein appellatorische Kritik an den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz. Sie ist damit nicht zu hören (vgl. E. 1).