Citation: 9C_302/2024 E. A

A.a. Die A.________ GmbH (nachfolgend: die Steuerpflichtige) ist seit dem 24. September 2004 im Handelsregister eingetragen und seit dem 1. Januar 2005 in dem von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) geführten Register der Inlandsteuerpflichtigen verzeichnet. Sie hat zivilrechtlichen Sitz in U.________/AG. Ihr statutarischer Zweck liegt im Betrieb von Imbiss- und Take-away-Filialen. In den hier interessierenden Steuerperioden 2014 bis 2017 unterhielt die Steuerpflichtige verschiedene Betriebsstätten, dies mit wechselnder Zusammensetzung (U.________/AG, V.________/BS und W.________/BL). Dort bietet sie namentlich Döner-Produkte, weitere Imbissprodukte und Getränke an. Als Geschäftsführer wirkt B.________, der auch Alleingesellschafter ist. A.b. Die ESTV unterzog die Steuerpflichtige von Juli 2019 bis April 2020 einer externen Kontrolle. Bei Prüfung des Bargeldverkehrs stellte die ESTV fest, dass zu den Umsätzen lediglich handschriftliche Notizen vorlagen, die monatlich verbucht worden waren. Weiter zeigte sich, dass das Kassenbuch regelmässig Minusbestände aufwies, die teils eine namhafte Höhe erreichten. Aufgrund der verbuchten Geschäftsvorfälle ergab sich eine Bruttogewinnmarge in der Grössenordnung von rund 55 Prozent. Da die ESTV dies - vor dem Hintergrund ihrer branchenspezifischen Erfahrungszahlen - als ungenügend erachtete, schritt sie zur Vornahme von Ermessenszuschlägen und weiteren Nachbelastungen. Am 15. September 2020 erliess die ESTV eine Einschätzungsmitteilung, worin sie den Betrag von Fr. 134'020.70 zuzüglich Verzugszinsen ab dem 31. August 2016 (mittlerer Verfall) in Rechnung stellte. Im Einzelnen ging es um folgende Positionen: - "Margen- und Steuersatzdifferenzen" (Ziff. 1 der Einschätzungsmitteilung; Fr. 110'439.70) : Die ESTV stellte fest, dass "die tiefe Bruttogewinnmarge wie auch die Minusbestände in der Kasse auf nicht verbuchte Umsätze schliessen" liessen. Entsprechend nahm sie einen Ermessenszuschlag vor. Dabei ging sie vom tatsächlich verbuchten Aufwand aus und wandte eine Bruttogewinnmarge 1 von 67 Prozent an. Hierzu zog sie eine Stichprobe von 28 Vergleichsbetrieben (Bereich "Fast Food, Imbiss, Take-away, Pizzakurier, Kebab und dergleichen") heran, die sie aus der Menge von insgesamt 73 (Gastro-) Betrieben ausgewählt hatte. Die Bruttogewinnmarge 1 von 67 Prozent entsprach dem Mittelwert dieser Stichprobe. Der Median erreichte 66 Prozent, dies bei einem Minimum von 53 Prozent und einem Maximum von 77 Prozent. Die Standardabweichung betrug 8 Prozent. - "Nicht verbuchte Umsätze" (Ziff. 2 der Einschätzungsmitteilung; Fr. 16'296.25) : Dies ist im bundesgerichtlichen Verfahren nicht mehr streitig (Gutheissung der Beschwerde durch das Bundesverwaltungsgericht [Sachverhalt Bst. B.b]). - "Leistungen an das Personal und eng verbundene Personen" (Ziff. 3 der Einschätzungsmitteilung; Fr. 589.05) : Die ESTV bemerkte anlässlich ihrer Kontrolle, dass bezüglich des Fahrzeugs "C.________" erst nach dem Fahrzeugwechsel im Jahr 2017 ein Privatanteil verbucht und deklariert worden war. Entgegen den Beteuerungen der Steuerpflichtigen sei dieses Fahrzeug nicht rein geschäftlich genutzt worden, weshalb für die gesamte Kontrollperiode ein Privatanteil nachbelastet werde. - "Betriebsmittelverkauf" (Ziff. 4 der Einschätzungsmitteilung; Fr. 59.25) : Dies ist im bundesgerichtlichen Verfahren nicht mehr streitig (Gutheissung der Beschwerde durch das Bundesverwaltungsgericht [Sachverhalt Bst. B.b]). - "Vorsteuern" (Ziff. 5 der Einschätzungsmitteilung; Fr. 6'636.45) : Hierzu erklärte die ESTV, dass gewisse der getätigten Vorsteuerabzüge unzulässig seien. Es handle sich um vorgenommene Vorsteuerabzüge im Zusammenhang mit Saldovorträgen der Konten 1170 und und 1171 (Ziff. 5a), dem Kauf eines Imbissstands (Ziff. 5b) und vereinzelten Verbuchungen betreffend die Steuerperioden 2014 bis 2017 (Ziff. 5c). Nach verschiedenen Korrespondenzen bestritt die Steuerpflichtige die Einschätzungsmitteilung vom 15. September 2020. Mit Schreiben vom 19. Januar 2021 an die Steuerpflichtige gab die ESTV bekannt, dass sie von der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft über ein nicht deklariertes Konto bei einer Bank in Deutschland informiert worden sei. Den Angaben des Treuhänders zufolge sei die Steuerpflichtige am Konto berechtigt, dieses sei jedoch nicht verbucht worden (Schwarzgeldkonto). Alsdann bestätigte die ESTV die Einschätzungsmitteilung mit Verfügung vom 15. April 2021. A.c. Dagegen erhob die Steuerpflichtige am 17. Mai 2021 Einsprache. Zu ihrem Vorgehen erklärte die ESTV in diesem Einspracheentscheid Folgendes (dortige Ziff. 2.2; redaktionell durch das Bundesgericht leicht überarbeitet) : "Anhand der Buchhaltung der Steuerpflichtigen bestimmte die ESTV den Nettoaufwand jeder Betriebsstätte pro Steuerperiode. Dieser ist von der Steuerpflichtigen nicht bestritten. Danach erstellte die ESTV eine auf diesen Einzelfall zugeschnittene Gruppe von Vergleichsbetrieben. Dafür wurden in einem ersten Schritt die Unternehmen mit demselben NOGA-Code (Nomenclature Générale des Activités économiques) wie die Steuerpflichtige - 561001 (Restaurants, Imbissstuben, Tea-Rooms und Gelaterias) - in Betracht gezogen. In einem zweiten Schritt wurde davon die Untergruppe 'andere Fast-Food, Imbiss, Take-away, Pizzakurier, Kebab und dergleichen' gewählt. Von dieser Unterkategorie wurden Spezialfälle wie 'Güggeli-Stände' und Glacé-Wagen ausgenommen. Übrig blieb eine Stichprobe von 28 Vergleichsbetrieben, welche der Steuerpflichtigen in Tätigkeit und Sortiment sehr ähnlich sind. Die durchschnittliche Bruttogewinnmarge dieser Betriebe beträgt 67 Prozent. Alle diese Betriebe sind im städtischen oder halb-städtischen Umfeld gelegen, weshalb auch diese konkurrenzierende Betriebe in der Nähe hatten. Mit Hilfe dieser Erfahrungszahl berechnete die ESTV die erwarteten Nettoeinnahmen pro Betriebsstätte / Steuerperiode und, daraus folgend, die nicht verbuchten und daher nicht versteuerten Nettoeinnahmen. Die Anteile der anwendbaren Steuersätze (Normalsatz und reduzierter Satz) ermittelte die ESTV, indem sie die auf jeden Fall zum Normalsatz steuerbaren Leistungen (insb. Verkauf Raucherwaren und alkoholische Getränke) in einem ersten Schritt eliminierte und die restlichen Einnahmen in Anwendung der Praxis gemäss MWST-Branchen-Info 08, Ziff. 1.3.4, zu je 50 Prozent zum Normalsatz und 50 Prozent zum reduzierten Steuersatz kalkulierte." Zur alternativen Berechnung, die die Steuerpflichtige vorgelegt hatte, führte die ESTV aus, dass diese nicht beweiskräftig sei. Insbesondere sei nicht belegt, dass die Steuerpflichtige hauptsächlich Kebab (im Taschen- bzw. Fladenbrot) verkaufe. Die Steuerpflichtige habe die Zutaten zu einem Döner (Tomatenscheiben, Salat, Zwiebeln, Gewürze, Sauce) geschätzt, um dann Hochrechnungen vorzunehmen, was aber sehr fehleranfällig sei. Der Konkurrenzsituation, vor allem am Standort U.________/AG, sei mit dem Vorgehen der ESTV hinreichend Rechnung getragen worden. Entgegen der Herangehensweise der Steuerpflichtigen bestünden hinsichtlich des Warenaufwandes, der Garverluste usw. in den Vergleichsbetrieben keine Abweichungen. Insgesamt sei es der Steuerpflichtigen misslungen, die offensichtliche Unrichtigkeit der Erfahrungszahlen nachzuweisen. Entsprechend wies die ESTV die Einsprache ab (Einspracheentscheid der ESTV vom 30. März 2023).