Citation: 1C_763/2021 E. 4.1

4.1. Gemäss den unbestritten gebliebenen, gestützt auf das bundesgerichtliche Urteil 1C_405/2020 vom 8. Dezember 2020 getroffenen Feststellungen der Vorinstanz im angefochtenen Urteil werden dem Beschwerdeführer die folgenden drei Vorfälle im Strassenverkehr vorgeworfen: Am 22. September 2018 soll er infolge Nichtwahrens eines ausreichenden Abstands beim Hintereinanderfahren sowie mangelnder Aufmerksamkeit bei der Ausfahrt aus dem Kreisverkehr mit einem ihn zuvor überholenden Rollerfahrer kollidiert sein. Als der Rollerfahrer seine Fahrt nach der Kollision fortgesetzt habe, solle der Beschwerdeführer mit seinem Personenwagen erneut zu ihm aufgeschlossen haben, woraufhin der Rollerfahrer aus Angst angehalten und sein Fahrzeug abgestellt habe. In der Folge solle es zu einem Wortgefecht zwischen dem Rollerfahrer und dem Beschwerdeführer gekommen sein. Danach solle der Beschwerdeführer mindestens einmal absichtlich in den abgestellten Roller gefahren sein, ehe er die Unfallstelle ohne Angaben seiner Personalien verlassen habe. Weiter werde dem Beschwerdeführer vorgeworfen, am 23. September 2018 wegen mangelnder Aufmerksamkeit sowie Nichtbeherrschens des Fahrzeugs einen Verkehrsunfall verursacht zu haben, als er in einer unübersichtlichen Rechtskure eine Joggerin überholt habe. Nach der Kollision solle der Beschwerdeführer die Joggerin und die weiteren Beteiligten verbal angefeindet und sich aggressiv verhalten haben. Der Beschwerdeführer bestreite seine Beteiligung an diesen beiden Vorfällen nicht, erhebe jedoch Sachverhaltsrügen, die im Rahmen des separaten Strafverfahrens zu prüfen seien. Schliesslich werde ihm vorgeworfen, am 21. Februar 2019 mit einem Firmenwagen seiner Arbeitgeberin einer sich auf einem Fussgängerstreifen befindlichen Person den Vortritt genommen zu haben, indem er zunächst vor dem Fussgängerstreifen angehalten habe, in der Folge jedoch wiederholt in ruckartiger Fahrweise auf den passierenden Fussgänger zugefahren sei. Damit solle er den Fussgänger dazu genötigt haben, auf die Seite zu treten um sich zu schützen. Der Beschwerdeführer bestreite seine Beteiligung an diesem Vorfall. Die Ausführungen der Rekurskommission, wonach es gestützt auf die aktenkundigen umfassenden Ermittlungen der Untersuchungsbehörden, die Befragungen des Beschwerdeführers und mehrere übereinstimmende Aussagen von Zeugen und Auskunftspersonen äusserst wahrscheinlich sei, dass der Beschwerdeführer das Firmenfahrzeug im fraglichen Zeitpunkt selbst gelenkt habe, liessen keine offensichtlich falsche Sachverhaltsfeststellung erkennen, auch wenn der Beschwerdeführer behaupte, nicht selber gefahren zu sein. Aufgrund dieser drei Vorfälle im Strassenverkehr seien Zweifel an der charakterlichen Eignung des Beschwerdeführers zum Führen von Motorfahrzeugen aufgekommen, die vom Bundesgericht mit besagtem Urteil bestätigt worden seien. Dieses sei zum Schluss gelangt, die drei Vorfälle würden in Bezug auf die Fahreignung des Beschwerdeführers Fragen aufwerfen, die es verkehrspsychologisch zu untersuchen gelte. Dem Beschwerdeführer werde anlässlich dieser Vorfälle jeweils ein impulsives und aggressives Verhalten vorgeworfen, was auf eine geringe Frustrationstoleranz hindeute. Damit bestünden bereits berechtigte Zweifel daran, ob der Beschwerdeführer über die für die Teilnahme am Strassenverkehr notwendige Selbstbeherrschung verfüge. Die verbalen Anfeindungen gegenüber den an den Vorfällen beteiligten Personen sowie das Verlassen der Unfallstelle ohne Angabe der Personalien zeigten auf, dass es dem Beschwerdeführer auch an Selbstreflexion und Einsichtsfähigkeit hinsichtlich seiner eigenen Fehler zu mangeln scheine. Ob er über ein genügendes Verantwortungsbewusstsein verfüge, das für das Führen von Motorfahrzeugen unabdingbar sei, erscheine somit ebenfalls fraglich. Erschwerend komme der getrübte automobilistische Leumund des Beschwerdeführers hinzu, da ihm der Führerausweis in der Vergangenheit bereits zweimal vorübergehend entzogen worden sei.