Citation: 6B_1341/2017 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe zunächst aus einer Distanz von ca. acht bis zehn Metern geschossen, wobei er die Waffe gegen den Boden bzw. die Beine des Beschwerdegegners 2 gerichtet gehabt habe. Während der Beschwerdeführer auf diese Weise zwei weitere Schüsse abgegeben habe, sei er auf den Beschwerdegegner 2 zugelaufen. Der Beschwerdeführer sei ein ungeübter Schütze. Er sei während der Schussabgabe auf den Beschwerdegegner 2 zugerannt und habe wegen der Dunkelheit nicht viel gesehen. Es sei allgemein bekannt und dem Beschwerdeführer bewusst gewesen, dass eine Schussabgabe mit einer Pistole auf eine Person tödlich enden könne. Weiter sei dem Beschwerdeführer die von ihm geschaffene tödliche Gefahr durch eine Schussverletzung am Bein, auf welche das Institut für Rechtsmedizin (IRM) verweise, bewusst gewesen. Auch sei ihm das Wissen anzurechnen, dass er bei einer Schussabgabe in Richtung Boden und Beine bei einem dynamischen Geschehen den Beschwerdegegner 2 auch sonst wo hätte treffen und tödlich verletzen können. Der Beschwerdeführer habe damit um die Möglichkeit einer tödlichen Verletzung gewusst. Zudem lege die Art der Tathandlung (ungeübter Schütze, eingeschränkte Sicht bei Dunkelheit, drei unkontrollierte Schüsse in Richtung zweier Personen, wobei sich sowohl der Schütze als auch sein Ziel bewegten) nahe, dass der Beschwerdeführer den Erfolg in Kauf genommen habe (Entscheid S. 56 ff.).