Citation: 5A_758/2024 E. 3

Das Obergericht hat erwogen, die effektiven Wohnkosten der Beschwerdeführerin (Fr. 2'243.--) seien den wirtschaftlichen Verhältnissen nicht angemessen (Gesamteinkommen von Fr. 5'260.-- pro Monat und Lebenshaltungskosten von Fr. 5'650.--). Das Betreibungsamt habe den für einen Dreipersonenhaushalt in Biel massgebenden Mietzins (inkl. Nebenkosten) mit Fr. 1'400.-- grosszügig zugunsten der Beschwerdeführerin festgesetzt. Die volljährige Tochter, die ihre Ausbildung abgeschlossen habe, müsse sich an den Wohnkosten beteiligen. Gemäss den regionalen Wohnungsangeboten stünden im Raum Biel derzeit verschiedene Dreizimmerwohnungen (mit Lift und in welchen Haustiere erlaubt seien) mit einem Mietzins von Fr. 1'400.-- (inkl. Nebenkosten) und weniger zur Verfügung. Die Beschwerdeführerin behaupte zwar, sie erhalte keine Mietkautionsversicherung, doch habe sie dies nicht belegt. Auch der Umstand, dass die Wohnungssuche mit einem nicht reinen Betreibungsregisterauszug erschwert sei, rechtfertige nicht die Beibehaltung übersetzter Wohnkosten. Die persönliche Betroffenheit der Beschwerdeführerin (Krankheit, psychische Belastung etc.) könne im Betreibungsverfahren nicht berücksichtigt werden.