Citation: 7B_131/2024 E. 3.4.1

3.4.1. Der Beschwerdeführer ist und war unbestrittenermassen nie Mitglied der LTTE. Dasselbe gilt für seine Eltern. Gemäss den Erwägungen im die Landesverweisung anordnenden Urteil des Obergerichts Aargau vom 4. Juli 2022 ist dem Beschwerdeführer keine politische Tätigkeit seiner Eltern bekannt (a.a.O., E. 4.4.6). Die einzige nennenswerte Verbindung, die der Beschwerdeführer zur LTTE anführt, ist seine angebliche finanzielle Unterstützung und seine angebliche Teilnahme an politischen Protesten der tamilischen Diaspora in der Schweiz. Als Beleg hierfür hat er ein Schreiben der Polizeibehörden Sri Lankas vom 4. Februar 2016, eine englische Übersetzung des Dokuments sowie ein Bestätigungsschreiben eines Anwalts aus Sri Lanka, ebenfalls mit Datum vom 4. Februar 2016, eingereicht. Zu diesem Zeitpunkt war der Beschwerdeführer noch minderjährig und befand sich in der Berufslehre. Wie die Vorinstanz willkürfrei festhalten durfte, dürfte sich seine Unterstützung der LTTE, sofern eine solche überhaupt glaubhaft gemacht ist, angesichts seines jungen Alters und seines Lehrlingslohns in einem bescheidenen Ausmass bewegt haben. Transaktionsbelege für die Zahlungen an die LTTE hat der Beschwerdeführer keine eingereicht. Abgesehen von dem polizeilichen Schreiben ergeben sich nach den unbestrittenen Feststellungen der Vorinstanz aus den Akten zudem keinerlei Anhaltspunkte für eine regierungskritische Haltung des Beschwerdeführers oder eine Unterstützung des tamilischen Freiheitskampfs. Vielmehr führt der Beschwerdeführer auch vor Bundesgericht aus, er habe keinerlei familiäre oder sonstige Bindungen zu seinem Heimatland.