Citation: 4A_464/2019 E. 3.1

3.1. Dagegen stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, eine Leistungsklage auf Rückerstattung der Aktien der G.________ AG sei gestützt auf den streitgegenständlichen Aktientauschvertrag nicht möglich, weshalb sie eine Feststellungsklage eingereicht habe. Die von der Beschwerdegegnerin aufgrund des Aktientauschvertrages erhaltenen Aktien würden sich weder in deren Besitz noch Eigentum befinden. Grund dafür sei eine in der "Phase II" vorgenommene Konzernierung der G.________ AG und H.________ AG in eine neu gegründete Holdinggesellschaft J.________ AG. Nachdem die Aktien zunächst mit dem Aktientauschvertrag auf die Beschwerdegegnerin übertragen worden seien, hätten die Beschwerdegegnerin und E.________ mit Aktienkaufvertrag vom 3. März 2015 die Aktien wieder an die Beschwerdeführerin verkauft. In der Folge habe die Beschwerdeführerin mit Kaufvertrag vom 30. Juni 2015 sämtliche Aktien der G.________ AG und H.________ AG an die neu gegründete J.________ AG verkauft. Zugleich hätten sich F.________, E.________ und C.________ an der Holdinggesellschaft beteiligt. Die Beschwerdeführerin habe gleichzeitig mit der Anfechtung des Aktientauschvertrages weitere Verträge angefochten, welche ohne diesen Aktientauschvertrag nicht abgeschlossen worden wären (sog. Folgeverträge). Nicht angefochten worden sei der Kaufvertrag zwischen der Beschwerdeführerin und der J.________ AG. Dies habe zur Folge, dass die J.________ AG unverändert Eigentümerin von 100% der Aktien der G.________ AG sei. Die Aktien der G.________ AG könnten daher von der Beschwerdegegnerin nicht rückübertragen werden. Vielmehr seien die Aktien der G.________ AG rechtsgültig auf die J.________ AG übertragen worden. Die Auffassung der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin könne eine Leistungsklage anstelle einer Feststellungsklage einreichen, indem die ursprünglich getauschten Aktien zurückgefordert würden, beruhe damit auf einer offensichtlich unrichtigen und willkürlichen Feststellung des Sachverhalts. Eine Leistungsklage gegen die Beschwerdegegnerin auf Rückgabe der getauschten Aktien der G.________ AG sei verunmöglicht. Die Beschwerdeführerin habe daher folgerichtig eine Klage auf Feststellung der Ungültigkeit des Aktientauschvertrages eingereicht.