Citation: U 329/05 02.06.2006 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 31. März 2003 hinaus Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin für Folgen des Unfalls vom 8. Juni 2001 hat. Umstritten ist dabei, ob die SUVA den medizinischen Sachverhalt hinreichend abgeklärt hat. 2.1 In medizinischer Hinsicht hat das kantonale Gericht mit ausführlicher und überzeugender Begründung dargelegt, dass seitens der Kniebeschwerden bezogen auf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung von keiner erheblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr auszugehen ist. Diesbezüglich werden in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde denn auch keine Einwände mehr erhoben. Gleiches gilt hinsichtlich der Schwindelbeschwerden, welche Gegenstand ausführlicher Abklärungen durch die SUVA bildeten. 2.2 Der Beschwerdeführer lässt geltend machen, die Vorinstanz sei zu Unrecht auch hinsichtlich der übrigen aktenkundigen Symptome, welche sich insbesondere in Form von Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit, Vergesslichkeit und Verlangsamung äusserten, von einem hinreichend geklärten Sachverhalt ausgegangen. Diesbezüglich wird im Bericht des Dr. med. K.________ vom 11. September 2001 festgehalten, neu aufgetreten seien Vergesslichkeit (erstmals am 21. August 2001 angegeben), intermittierend auftretendes Kopfweh sowie Müdigkeit. Dem Bericht der Klinik Z.________ vom 1. November 2001 ist zu entnehmen, dass sich die nach dem Unfall bestehenden Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen zunächst ordentlich gebessert hätten, ebenso der Drehschwindel. Nach der Wiederaufnahme der Arbeit am 30. Juli 2001 seien weiterhin Schmerzen im Kniebereich sowie wieder vermehrt Schwindelsymptome aufgetreten. Von Seiten der Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen sei der Patient beschwerdefrei. In der Beurteilung wird angegeben, die primären postcommotionellen Beschwerden hätten sich vollständig zurückgebildet. Hingegen sei bereits in der Postakutphase und dann erneut mit einer Latenz von ca. 1 Monat eine invalidisierende Drehschwindelsymptomatik aufgetreten. Zudem bestünden noch belastungsabhängige Schmerzen im Kniebereich rechts, welche jedoch weniger einschränkend seien. Der Kreisarzt Dr. med. M.________ hielt in seinem Bericht vom 6. November 2001 fest, im Vordergrund stünden Kopfschmerzen und Schwindelbeschwerden. Wegen der Schwindelbeschwerden habe die volle Arbeitsfähigkeit als Strassenbauer nicht eingehalten werden können. Ob eine Steigerung der derzeitigen Arbeitsfähigkeit von 50 % möglich sei, hänge von den Resultaten der ORL-Untersuchung und der MRI-Untersuchung des Schädels in A._______ ab. Letztere ergab am 19. November 2001, soweit vorliegend relevant, unauffällige Befunde. Dr. med. K.________ (Bericht vom 5. Dezember 2001) und Kreisarzt Dr. med. S.________ (Bericht vom 11. Dezember 2001) wiesen übereinstimmend auf Schwindelattacken hin, welche im Vordergrund stünden und die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigten. Der Kreisarzt erwähnte daneben "geringe Beschwerden occipital". Unter diesen Umständen lässt sich nicht beanstanden, wenn die SUVA ihre weiteren Abklärungen auf die Schwindelbeschwerden konzentrierte, da nur diese als potenziell anspruchsrelevant erschienen. Die diesbezüglichen umfassenden Untersuchungen durch Dr. med. P.________ und Dr.med. T.________ liefern eine zuverlässige Grundlage für die Beurteilung der Entwicklung bis zum Einspracheentscheid vom 19. Mai 2004. Der Bericht des Dr. R.________, Portugal, vom 17.September 2004 enthält lediglich eine Aufzählung einzelner Symptome, nennt aber keine Befunde, aus welchen in nachvollziehbarer Weise Ergebnisse abgeleitet würden, und ist deshalb nicht geeignet, die Zuverlässigkeit der durch die SUVA veranlassten Abklärungen in Frage zu stellen. 2.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die SUVA den Sachverhalt hinreichend abgeklärt hat. Zusätzliche Beweismassnahmen rechtfertigen sich nicht, weil davon - jedenfalls für den hier interessierenden Zeitraum bis zum Einspracheentscheid vom 19. Mai 2004 - keine zusätzlichen Abklärungen zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 9 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d; SVR 2005 MV Nr. 1 S. 2 Erw. 2.3 mit Hinweisen).