Citation: 5A_758/2020 E. C

C.a. A.________ und B.________ erhoben Berufung mit den Anträgen, auf die Feststellungsklage nicht einzutreten, eventuell sie abzuweisen unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Kläger, eventualiter ihnen keine Gerichtskosten aufzuerlegen und eine angemessene Parteientschädigung auszurichten. C.b. Mit Berufung erneuerten C.________ und die Stadt D.________ ihre erstinstanzlich abgewiesenen Unterlassungs- und Genugtuungsbegehren sowie ihren Antrag auf Strafandrohung unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten. Im Eventualstandpunkt verlangten sie eine Kostenauflage im Verhältnis von 1/8 zu 7/8 und die Zahlung einer Parteientschädigung von Fr. 320'386.59, eventuell von Fr. 240'289.95. C.c. Mit Entscheid vom 6. Juli 2020 vereinigte das Kantonsgericht St. Gallen die Verfahren (Dispositiv-Ziff. 1). Es wies die Berufung von A.________ und B.________ ab (Dispositiv-Ziff. 2), hiess hingegen die Berufung von C.________ und der Stadt D.________ teilweise gut (Dispositiv-Ziff. 3) und erteilte A.________ und B.________ in Dispositiv-Ziff. 3.6 folgende Verbote: "6.1 in Publikationen aller Art explizit oder sinngemäss zu behaupten, C.________ oder andere Mitarbeiter der KESB L.________ hätten sich während des Aufenthalts von 'N.________' auf dem Jugendschiff über ärztliche Anordnungen betreffend seine Klumpfüsse hinweggesetzt. 6.2 in Publikationen aller Art die Begriffe 'Entführung', 'Deportierung', 'Gefängnis', 'Verbannung' und 'Inhaftierung' oder sinngemässe Ausdrücke zur Beschreibung der fürsorgerischen Unterbringung von 'N.________' auf dem Jugendschiff O.________ zu verwenden. 6.3 in Publikationen aller Art explizit oder sinngemäss zu behaupten, C.________ sei 'machtbesessen' bzw. ein 'Tyrann'. 6.4 in Publikationen aller Art explizit oder sinngemäss zu behaupten, C.________ habe sich im Fall 'R.________' als Handlanger des Bauriesen S.________ einspannen lassen bzw. sich aggressiv in einen Geschäftsstreit der S.________ mit 'R.________' eingemischt und sei dabei 'parteiisch' und 'verbissen' vorgegangen. 6.5 in Publikationen aller Art explizit oder sinngemäss zu behaupten, die KESB L.________ habe im Fall 'T.________' den direkten Nachkommen die Einsicht in die Akten ihres verstorbenen Vaters verweigert, um zu vertuschen, dass im Rahmen der altrechtlichen Beistandschaft von 'T.________' Rechte verletzt worden seien. 6.6 in Publikationen aller Art explizit oder sinngemäss zu behaupten oder mittelbar den Eindruck zu erwecken, es bestünde ein Kausalzusammenhang zwischen der Fallbetreuung der KESB L.________ bzw. von C.________ und dem Suizid von 'T.________'. 6.7 in Publikationen aller Art explizit oder sinngemäss zu behaupten oder mittelbar den Eindruck zu erwecken, die KESB L.________ habe im Beschluss vom 15. Februar 2016 eine gefälschte, offensichtlich nicht von 'N.________' stammende E-Mail verwendet, um dessen Einverständnis zum Übertritt in den Z.________ zu belegen. 6.8 in Publikationen aller Art die Platzierung von 'P.________' bei einer Pflegefamilie explizit oder sinngemäss als 'illegal', 'komplett willkürlich', 'skandalös', 'barbarisch' oder als eine 'Entführung' zu bezeichnen. 6.9 in Publikationen aller Art explizit oder sinngemäss zu behaupten, der ehemalige Stadtpräsident von D.________ X.________ habe durch die KESB L.________ eine 'Sonderbehandlung' erfahren, um seine Enkel persönlich betreuen zu dürfen bzw. zu können. 6.10 in Publikationen aller Art explizit oder sinngemäss zu behaupten, die KESB L.________ und/oder C.________ hätten 'Y.________' 'seiner wirtschaftlichen Existenz beraubt'." Das Kantonsgericht unterstellte die Verpflichtung der E.________ AG zur Urteilspublikation und die A.________ und B.________ erteilten Verbote der Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB, wonach Widerhandlungen mit Busse bestraft werden (Dispositiv-Ziff. 3.7). Es verpflichtete die E.________ AG, A.________ und B.________ unter solidarischer Haftbarkeit, als Genugtuung für C.________ der gemeinnützigen Organisation "Sozialpädagogische Wohngruppen a.________", b.________, Fr. 8'000.-- nebst 5 % Zins seit 9. August 2016 zu überweisen und C.________ eine Kopie der betreffenden Zahlungsbestätigung zukommen zu lassen (Dispositiv-Ziff. 3.8). Im Übrigen wurden die Anträge der Parteien vor Kreisgericht abgewiesen, soweit sie nicht infolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben waren (Dispositiv-Ziff. 3.9). Das Kantonsgericht auferlegte die erstinstanzlichen Gerichtskosten von Fr. 18'000.-- mit Fr. 3'000.-- der Stadt D.________ und C.________ unter solidarischer Haftbarkeit und mit Fr. 15'000.-- den solidarisch haftenden E.________ AG, A.________ und B.________ (Dispositiv-Ziff. 3.10) und verpflichtet die E.________ AG und A.________ unter solidarischer Haftbarkeit, der Stadt D.________ und C.________ für deren Parteikosten vor Kreisgericht Fr. 211'431.-- zu bezahlen (Dispositiv-Ziff. 3.11). Es verurteilte A.________ und B.________, die Gerichtskosten von Fr. 32'000.-- ihres Berufungsverfahrens zu bezahlen und C.________ und die Stadt D.________ unter solidarischer Haftbarkeit mit Fr. 43'190.-- zu entschädigen. Die Gerichtskosten von Fr. 8'000.-- im Berufungsverfahren von C.________ und der Stadt D.________ wurden mit deren Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet und die E.________ AG, A.________ und B.________ zum Ersatz von insgesamt Fr. 4'000.-- an C.________ und die Stadt D.________ verpflichtet (Dispositiv-Ziff. 4 und 5).