Citation: 9C_267/2018 E. 3

Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz zunächst vor, sie habe den Sachverhalt in verschiedener Hinsicht unvollständig festgestellt und "nachgerade willkürliche" Annahmen getroffen. So habe sie etwa die Einnahmen aus seinen Nebenerwerbstätigkeiten nicht beziffert. Das Gericht habe zu Unrecht nicht die konkrete Einkommenssituation nach dem Unfall als Grundlage für die Bestimmung des Invalideneinkommens berücksichtigt, sondern einen Prozentvergleich vorgenommen. Im Ergebnis habe es ihm damit ein hypothetisches Invalideneinkommen angerechnet, was nur zulässig sei, wenn er so behandelt werde, als würde er seine Tätigkeit als Selbständigerwerbender aufgeben. Dies müsste - so der Versicherte - mit der Schadenminderungspflicht begründet werden, die vorliegend aber nicht greife, könne er doch nichts unternehmen, um in seiner angestammten Tätigkeit höhere Erträge und Verdienste zu erwirtschaften als die tatsächlich erzielten. Sollte ihm dennoch ein hypothetisches (Invaliden) Einkommen anzurechnen sein, seien statistische Erfahrungswerte heranzuziehen.