Citation: 5A_710/2022 E. 2.3.1

2.3.1. Zur Begründung führt die Beschwerdeführerin aus, mit der Vollstreckbarerklärung nach Art. 31 LugÜ 1988 sei verbindlich festgestellt worden, dass die Vollstreckbarerklärungsvoraussetzungen vorliegen. Zu diesen gehöre auch das ordnungsgemässe Angebot der Gegenleistung bei einer Verurteilung bloss Zug-um-Zug. Mit Einwänden aus dem Staatsvertrag, die der Beschwerdegegner im Exequaturverfahren hätte vorbringen können, sei er im Rechtsöffnungsverfahren nicht mehr zu hören. Der Beschwerdegegner selbst habe damals geltend gemacht dass die Überprüfung der Frage des Angebots der Gegenleistung im Exequaturverfahren erfolgen müsse. Der Beschwerdegegner habe somit Gelegenheit gehabt, seinen Einwand im Exequaturverfahren vorzubringen. Nachdem er darauf verzichtet habe, den Entscheid des Kantonsgerichts Graubünden vom 14. Oktober 2014 an das Bundesgericht weiterzuziehen, stehe es ihm nicht zu, diesen Einwand erneut vorzubringen. Die gegenteiligen Erwägungen der Vorinstanz seien irreführend und rechtlich falsch.