Citation: 8C_119/2019 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat erwogen, der Versicherte sei bei Erlass der rentenaufhebenden Verfügung vom 29. März 2018 55 1/2 Jahre alt gewesen und habe seit 18 Jahren eine ganze Invalidenrente bezogen. Damit sei ein langjähriger Rentenbezug im Sinne der Rechtsprechung gegeben. Der Versicherte sei von der IV-Stelle auf den 22. August 2016 im Hinblick auf mögliche Eingliederungsmassnahmen zu einem Gespräch eingeladen worden. Es treffe zwar zu, dass er dabei angegeben habe, er würde gerne arbeiten, habe aber keine Energie und Kraft, an einem regelmässigen Arbeitstraining teilzunehmen. Diese Aussage allein, die der Versicherte anderthalb Jahre vor der rentenaufhebenden Verfügung gemacht habe, reiche jedoch entgegen der Auffassung der IV-Stelle nicht aus, um von erfolglos durchgeführten beruflichen Massnahmen und fehlender subjektiver Eingliederungsfähigkeit sprechen zu können. Einerseits dürfe aus einer allfällig überhöhten Krankheitsüberzeugung nicht ohne Weiteres auf die Aussichtslosigkeit von Eingliederungsmassnahmen geschlossen werden, da solche durchaus geeignet sein könnten, den Eingliederungswillen zu fördern. Anderseits seien nach dem 22. August 2016 von den Gutachtern Dres. med. C.________ und D.________ ergänzende Stellungnahmen zum medizinischen Sachverhalt sowie zur Arbeitsfähigkeit eingeholt worden. Aus diesem Umstand sei zu schliessen, dass die Verwaltung das Untersuchungsverfahren noch nicht habe abschliessen können. Sie hätte zeitnah vor dem Erlass der rentenaufhebenden Verfügung den Versicherten nochmals auffordern müssen, an einem Arbeitstraining teilzunehmen, allenfalls verbunden mit der Androhung, dass sie das Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchführen werde. Die Verwaltung habe keine wesentlichen Anstrengungen unternommen, den Versicherten wieder ins Arbeitsleben einzugliedern. Zu beachten sei dabei, dass sich die medizinischen Experten nicht dahingehend geäussert hätten, der Versicherte sei wegen einer ausgeprägten Krankheits- und Behinderungsüberzeugung beruflich in den Arbeitsmarkt nicht mehr eingliederbar. Auch sonst seien weder objektiv noch subjektiv betrachtet Anhaltspunkte ersichtlich, aus denen geschlossen werden könne, der Versicherte sei nicht eingliederungsfähig oder -willig. Insgesamt obliege es der IV-Stelle, allfällige Eingliederungsmassnahmen an Hand zu nehmen und anschliessend daran erneut über den Rentenanspruch zu befinden.