Citation: 6P.194/2001 03.12.2002 E. 8

Der Beschwerdeführer rügt die zugesprochene Genugtuungssumme von Fr. 10'000.-- und er beantragt deren Herabsetzung auf die im erstinstanzlichen Verfahren zugesprochenen Fr. 5'000.--. Die Vorinstanz qualifiziert die Genugtuungssumme von Fr. 10'000.-- implizit als relativ hoch, aber angemessen. Sie stellt für die Bemessung primär auf die Schwere der körperlichen und psychischen Leiden ab, die der Beschwerdegegnerin zugefügt wurden. Die Begründung für die Genugtuungssumme ist nachvollziehbar und berücksichtigt alle wesentlichen Gesichtspunkte. Das vom Beschwerdeführer gerügte Abstellen auf sein angeblich schweres Verschulden ist nur ein Motiv unter vielen. Dasselbe gilt für den geltend gemachten fehlenden Nachweis für die Kausalität zwischen der Tat und der aufgetretenen Blasenentzündung. Dass das Tatverschulden nun als weniger gravierend zu qualifizieren ist, als es die Vorinstanz getan hat, muss sich auf die Bemessung der Genugtuungssumme nicht auswirken. Das schuldhaft verursachte physische und psychische Leiden der Beschwerdegegnerin, das primär massgebend ist, kann wegen des geringeren Verschuldens nicht als kleiner eingestuft werden. Im Ergebnis liegt die zugesprochene Genugtuung im Rahmen des richterlichen Ermessens, auch wenn die aufgeworfenen Kausalitäts- und Beweisfragen in grundsätzlicher Hinsicht nicht ganz unberechtigt sind. Die Beschwerde ist demnach auch im Zivilpunkt abzuweisen.