Citation: 2C_288/2020 E. 1.2

1.2. Die Beschwerdeführerin ist ein anerkannter sri-lankesischer Flüchtling (Person i.S.v. Art. 3 Abs. 1 AsylG [SR 142.32]), der in der Schweiz Asyl gewährt wurde (Art. 49 AsylG). Sie hat Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung im Kanton, in dem sie sich rechtmässig aufhält sowie nach fünfjähriger rechtmässiger Anwesenheit - längerfristige Freiheitsstrafen bzw. erhebliche Verstösse gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung vorbehalten - auf die Niederlassungsbewilligung (Art. 60 AsylG). Sie verfügt wegen ihrer flüchtlings- und asylrechtlichen Situation über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht, welches ihr erlaubt, sich für die Heirat mit ihrem Partner sowohl auf Art. 8 EMRK (Schutz des Privat- bzw. Familienlebens) als auch auf Art. 12 EMRK bzw. Art. 14 BV (Ehefreiheit) zu berufen (vgl. BGE 139 I 330 E. 1.2 S. 332 f.; Urteile 2C_1019/2018 vom 11. Dezember 2018 E. 1.1; 2C_1018/2012 vom 6. Dezember 2013 E. 1.2).