Citation: 4A_518/2015 E. A

Die A.________ AG (Klägerin, Beschwerdeführerin) ist eine Aktiengesellschaft, welche die Anlage von Kapitalien und die Verwaltung von Vermögenswerten bezweckt. Das Aktienkapital befindet sich zu 100 % im Besitz der Fondazione E.________, einer Familienstiftung mit Sitz in Vaduz. B.________ (Beklagter 1, Beschwerdegegner 1) war Präsident des Verwaltungsrates, C.________ (Beklagte 2, Beschwerdegegnerin 2) war Mitglied bzw. Vizepräsidentin des Verwaltungsrates. Weitere Verwaltungsratsmitglieder waren nicht vorhanden (U rteil des Bundesgerichts 4A_195/2014 / 4A_197/2014 vom 27. November 2014 Sachverhalt A). Die Klägerin besitzt sämtliche Aktien der F.________ AG (bzw. heute F.________ AG in Liquidation). Der Beklagte 1 nahm sowohl im Stiftungsrat der Fondazione E.________ als auch im Verwaltungsrat der F.________ AG Einsitz. A.a. Die Fondazione E.________ beschloss übergeordnet für ihre Tochtergesellschaften die Strategie und liess diese durch die entsprechenden Verwaltungsräte umsetzen. Die F.________ AG sollte im Zusammenhang mit X.________handel eine Online-Plattform (G.________) aufbauen. Sie wurde durch Darlehen der Fondazione E.________ finanziert, die diese an die Klägerin überwies und von der Klägerin an die F.________ AG weitergeleitet wurden. Im Zeitraum von September 2002 bis zum 23. Oktober 2009 gewährte die Fondazione E.________ der Klägerin zu diesem Zweck 15 Darlehen über Fr. 12'850'000.-- die jeweils an die F.________ AG weitergeleitet wurden, allein seit 28. Januar 2009 Darlehen von gesamthaft Fr. 3'650'000.--. Das letzte derartige Darlehen über Fr. 750'000.-- wurde am 23. Oktober 2009 ausgerichtet. Am 9. Dezember 2009 fällte der Stiftungsrat der Fondazione E.________ aufgrund des damaligen Vermögensstandes der Fondazione E.________ folgenden Beschluss: "Der Stiftungsrat beschliesst hiermit die unverzügliche Aussetzung aller ausserordentlichen Finanzgeschäfte bzw. Gewährung von Darlehen seitens der Stiftung [...] sowie dass bei eventuellen Geschäften, die ohne den verpflichtenden, ausdrücklichen, formalen und detaillierten Beschluss des Stiftungsrates durchgeführt werden, persönlich jene Person haftet, die diese Geschäfte vornimmt." A.b. Bereits am 15. Oktober 2009 hatte der klägerische Verwaltungsrat beschlossen, aus dem eigenen Vermögen Aktien der H.________ SA zu verkaufen und vom Erlös Fr. 2'000'000.-- vor dem 31. Dezember 2009 der F.________ AG als Darlehen zu gewähren (vgl. zit. Urteil 4A_195/2014 / 4A_197/2014 Sachverhalt A). An dieser Verwaltungsratssitzung war neben dem Beklagten 1 D.________, ein weiterer Stiftungsrat der Fondazione E.________ und Mitglied des Verwaltungsrates der F.________ AG, anwesend. Am 30. Dezember 2009 zahlte die Klägerin das Darlehen von Fr. 2'000'000.--, das mit einem bedingten Forderungsverzicht verbunden war, wie geplant aus. A.c. Am 15. März 2010 wurde der Beklagte 1 vom Stiftungsrat der Fondazione E.________ abgesetzt, wobei es bezüglich der Rechtmässigkeit der Absetzung zu einem Gerichtsverfahren gekommen ist. An diesem Datum wurde er auch durch die Generalversammlung der Klägerin als Mitglied des Verwaltungsrates abberufen. Bei der F.________ AG wurde er durch Beschluss der Generalversammlung vom 7. April 2010 abberufen. Die Beklagte 2 erklärte mit Schreiben vom 19. März 2010 ihren Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der Klägerin. Am 1. Oktober 2010 wurde über die F.________ AG der Konkurs eröffnet.