Citation: 8C_289/2019 E. 4.2.2

4.2.2. Weiter macht die IV-Stelle geltend, streitig sei die Rentenanpassung ab dem 1. September 2016. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts könne der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit aufgrund des gegebenen Revisionsgrundes in Abweichung zur medizinischen Einschätzung im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vollumfänglich neu beurteilt werden und eine Rentenaufhebung zur Folge haben. Das kantonale Gericht setze sich aber explizit über diese Praxis zu Art. 17 Abs. 1 ATSG hinweg. Statt eine vollumfängliche Überprüfung vorzunehmen stelle es sich diametral der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entgegen und nehme den Standpunkt ein, mit der Rentenrevision könnten nicht Fehler aus früheren Verfügungen korrigiert werden. Damit habe es Bundesrecht verletzt.