Citation: 8C_329/2021 E. 8.4

8.4. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, er sei jahrelang als Selbstständigerwerbender tätig gewesen und habe seit rund zehn Jahren behinderungsbedingt nicht mehr gearbeitet. Der Berufsberater habe schon am 12. Dezember 2016 gemahnt, wie man sich vorstellen könne, dass der Beschwerdeführer sich in einem modernen Betrieb mit der jungen Konkurrenz je behaupten werde. Es ist nicht massgebend, ob die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen verwertbar ist, sondern einzig, ob er die ihm verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde (ausgeglichener Arbeitsmarkt, Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1, 110 V 273 E. 4b; Urteil 8C_368/2021 vom 22. Juli 2021 E. 11.2). Zudem beinhaltet der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch sog. Nischenarbeitsplätze, bei welchen behinderte Personen mit einem sozialen Entgegenkommen seitens des Arbeitgebers rechnen können (Urteil 8C_783/2020 vom 17. Februar 2021 E. 7.3.2). In dieser Hinsicht ist somit ebenfalls kein Abzug gerechtfertigt.