Citation: I 136/04 22.12.2004 E. 3

3.1 Es kann offen bleiben, ob gestützt auf Art. 21 Abs. 4 ATSG die als Folge des Hüftleidens links zugesprochene halbe Härtefallrente mit der Begründung verweigert werden kann, der Versicherte habe auch nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens eine zumutbare totalendoprothetische Versorgung der Hüfte rechts abgelehnt (vgl. immerhin Kieser a.a.O. S. 230 Rz 72). Ebenfalls braucht nicht abschliessend beurteilt zu werden, ob aus medizinischer Sicht eine Hüftgelenks-TP rechts indiziert ist, wie die IV-Stelle geltend macht. Selbst wenn es sich so verhielte, genügte dies nicht, um die Zumutbarkeit des Eingriffs nach Art. 21 Abs. 4 ATSG zu bejahen. Danach muss die medizinische Massnahme eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit versprechen, oder sie muss geeignet sein, die Erwerbsfähigkeit vor wesentlicher Beeinträchtigung zu bewahren (Art. 12 Abs. 1 IVG; vgl. auch Kieser a.a.O. S. 228 f. Rz 64). Ob dies zutrifft, kann aufgrund der Akten nicht gesagt werden. Es fehlt schon an einer schlüssigen fachärztlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ohne endoprothetische Versorgung der Hüfte rechts. Ebenso fehlt es an ärztlichen Aussagen, ob die Hüftoperation rechts die Erwerbsfähigkeit gesamthaft verbessert. Bereits aus diesem Grund ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unbegründet. 3.2 Dem Gesagten ist Folgendes beizufügen: Erwägung 3.3 zweiter Abschnitt sowie Erwägung 4 des angefochtenen Entscheides (vgl. Erw. 2.1 hievor) haben insofern Bezug zum Streitgegenstand (Einstellung der Rentenleistungen der Invalidenversicherung ab 1. August 2003), als mit der Sanktion auch die beantragte revisionsweise Erhöhung der halben Härtefallrente auf eine ganze Rente verweigert wird. Ob, und gegebenenfalls ab welchem Zeitpunkt Anspruch auf eine ganze Rente besteht, kann auf Grund der Akten indessen nicht gesagt werden. Die Sache ist insofern nicht spruchreif, wie auch die Vorinstanz richtig festhält. Dies wird denn auch zu Recht nicht bestritten. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Entstehung eines Rentenanspruches oder die revisionsweise Erhöhung der Rente möglich ist, so lange das Mahn-und Bedenkzeitverfahren nicht durchgeführt wurde (vgl. AHI 1997 S. 41 Erw. 5a; vgl. auch BGE 126 V 157). 3.3 Der angefochtene Entscheid ist somit im Ergebnis rechtens.