Citation: 6B_498/2018 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, der zuständige Buchhalter habe auf die Angaben des Beschwerdeführers vertrauend in den periodisch bei der Beschwerdegegnerin 2 eingereichten Audit Certificates unterschriftlich bestätigt, eine umfassende Überprüfung durchgeführt und die geltend gemachten Kosten für korrekt befunden zu haben. Dies allerdings ohne die Personalkosten tatsächlich auf ihre Vertragsmässigkeit hin geprüft zu haben. Mit den von ihm selber unterzeichneten Formularen C und den unterstützenden Audit Certificates habe der Beschwerdeführer inhaltlich falsche Zusammenstellungen bei der Beschwerdegegnerin 2 eingereicht und diese damit über die Höhe der tatsächlichen Aufwendungen getäuscht. Die Unzumutbarkeit für die Beschwerdegegnerin 2, selber eine inhaltliche Prüfung eines jeden Formulars C vorzunehmen, liege angesichts des Datenumfangs auf der Hand. Wohl gerade deshalb habe sie eine Überprüfung durch einen unabhängigen, mit den regionalen Vorschriften vertrauten Auditor/Treuhänder vorgesehen. Der Beschwerdeführer habe zudem aufgrund früherer Projekte davon ausgehen können, es werde keine weitere Überprüfung erfolgen, sondern allenfalls bloss projektintern zu Diskussionen über die Höhe der Forderungen kommen. Der Beschwerdegegnerin 2 könne auch keine Opfermitverantwortung vorgeworfen werden. Sie sei weder höchst unvorsichtig gewesen noch habe sie von Anfang an misstrauisch sein müssen. Die eingereichten Abrechnungen hätten nie den Betrag der vertraglich zugesicherten Kosten erreicht. Die Beschwerdegegnerin 2 habe bereits erste Vorschüsse geleistet, bevor die ersten Formulare C eingereicht worden seien. Sie habe aber in der Schlussabrechnung, als alle Formulare eingereicht gewesen seien, auf jegliche Rückforderungen verzichtet und einen entsprechenden Vermögensschaden von ca. EUR 688'000.-- erlitten (angefochtenes Urteil, E. III. 14. S. 46 f.).