Citation: 4A_295/2008 07.10.2008 E. 3

3.1 Das Obergericht erwog, die Parteien hätten einen Architekturvertrag zur Planung eines Einfamilienhauses abgeschlossen. Die Beschwerdeführerin habe gemäss den Anweisungen der Beschwerdegegner Pläne und Kostenvoranschläge ausgearbeitet. Dabei handle es sich im Wesentlichen um Arbeiten, welche dem Werkvertrag zuzuordnen seien. Eine Einigung über die Höhe der Vergütung sei aber nicht zustande gekommen. Diese sei daher gemäss Art. 374 OR nach dem Wert der Arbeit und der Aufwendungen des Unternehmers festzusetzen. Die Beschwerdeführerin mache indessen keine Angaben zu den von ihr aufgewendeten Stunden, zu ihren generellen Unkosten oder einem angemessenen Gewinn auf ihren Arbeiten und komme somit ihrer Behauptungs- und Beweislast nicht nach. Die Honorarordnung der SIA-Norm 102/103 sei mangels Vereinbarung nicht massgebend. Eine Festsetzung des Honorars in Anlehnung an die SIA-Norm 102 entsprechend der Rechtsprechung des Bundesgerichts komme ebenfalls nicht in Frage, da die Beschwerdeführerin die massgeblichen Parameter nicht substantiiert habe. Sie habe nicht nachgewiesen, inwieweit die von der Beschwerdeführerin in Rechnung gestellten Projektphasen tatsächlich abgeschlossen worden seien und das nach der SIA-Norm 102 berechnete Honorar angemessen sei, zumal die Beschwerdeführerin mit Musterplänen gearbeitet habe, was den Planungsaufwand deutlich reduziert haben könnte. Schliesslich sei es auch unzulässig, die Entschädigung auf der Grundage der Bausumme des von der Beschwerdeführerin vorgeschlagenen, von der Beschwerdegegnerin aber nicht angenommenen Generalunternehmervertrages zu berechnen. Die Beschwerdeführerin mache auch nicht geltend, die Werklohnforderung lasse sich nicht rekonstruieren und beantrage keine Expertise zu dem ihren Leistungen zugrunde liegenden Aufwand. 3.2 Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, sie habe willkürlich die blosse Parteibehauptung als bewiesen erachtet, wonach D.________ an der Sitzung vom 12. Januar 2004 erwähnt habe, dass es ab dem nächsten Mal etwas koste. Auf diese Rüge ist nicht einzutreten, da die Beschwerdeführerin nicht darlegt, inwiefern die behauptete Aussage von D.________ rechtserheblich sein soll. Dies ist auch nicht ersichtlich, zumal das Obergericht vom Zustandekommen eines entgeltlichen Werkvertrages zwischen den Parteien ausging. 3.3 Weiter rügt die Beschwerdeführerin, die Annahme des Obergerichts, sie habe nicht geltend gemacht, ihre Honorarforderung lasse sich nicht rekonstruieren, sei aktenwidrig. Die Beschwerdeführerin habe in ihrer Appellation auf S. 7 erklärt, dass es für Generalunternehmer weder praktikabel noch üblich sei, den Stundenaufwand oder die Auslagen zu notieren, weshalb auch sie keine solche Auflistung geführt habe. Zwar trifft zu, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Appellation vorbrachte, es gäbe keine genaue Auflistung der für die Projektierungs- und Planarbeiten benötigten Arbeitsstunden. Damit hat die Beschwerdeführerin jedoch nicht aufgezeigt, dass auch eine Schätzung des Wertes ihrer Arbeit und ihrer Aufwendungen mittels Expertise nicht möglich sei. Demnach ist insoweit eine willkürliche Feststellung des Obergerichts zu verneinen. 3.4 Weiter gibt die Beschwerdeführerin an, die Vorinstanz habe bei der Festsetzung des Honorars eine Anlehnung an die SIA-Norm 102 akzeptiert, jedoch zu Unrecht angenommen, die massgeblichen Parameter seien ungenügend belegt worden. Die honorarberechtigten Baukosten beliefen sich gemäss dem letzten Kostenvoranschlag auf Fr. 646'240.00. Diese Gesamtkosten seien zwar nicht von den Parteien vereinbart worden, jedoch sei das bearbeitete Projekt von den Beschwerdegegnern vorgegeben worden; die Grössenordnung und Preisklasse würden dem von den Beschwerdegegnern schliesslich gebauten Haus entsprechen. Mit diesen Ausführungen legt die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich dar, inwiefern das Obergericht in Willkür verfallen sein soll, wenn es annahm, zum Nachweis der Baukosten genüge es nicht, auf einen nicht zu Stande gekommenen Generalunternehmervertrag zu verweisen. Somit fehlten ausser rechtsgenüglichen Angaben zum Aufwand auch solche zur Bausumme. Das Obergericht verfiel demnach nicht in Willkür, wenn es feststellte, die Beschwerdeführerin habe die grundlegenden Parameter für die Anwendung der SIA-Norm 102 nicht genügend substanziiert. Bei dieser Sachlage ist nicht entscheiderheblich, ob gemäss den Feststellungen des Obergerichts auch bezüglich des Beizugs von Musterplänen und des Abschlusses der Phasen Unsicherheiten bestanden. Auf die Kritik der Beschwerdeführerin an den betreffenden Feststellungen ist daher nicht einzutreten.