Citation: 8C_177/2016 E. 4.2

4.2. Die SWICA bringt wie schon im kantonalen Verfahren vor, nach der Rechtsprechung seien Ätiologie und Pathogenese eines CRPS unklar, weshalb zur Bejahung des Kausalzusammenhangs mit einem Unfall drei anhand der echtzeitlichen medizinische Akten zu beurteilende Kriterien kumulativ erfüllt sein müssten: 1) Nachweis eines Körperschadens nach Unfall oder das Auftreten einer Algodystrophie nach einer wegen einer Unfallverletzung durchgeführten Operation; 2) Ausschluss anderer nicht traumatischer, ursächlicher Faktoren; 3) Kurze Latenzzeit zwischen Unfall und dem Auftreten der Algodystrophie (maximal sechs bis acht Wochen). Keiner der diversen Handchirurgen und anderen Fachspezialsten habe ein CRPS erwähnt. Erstmals Dr. med. D.________ habe im Bericht vom 6. November 2012 einen Verdacht darauf geäussert, welche Auffassung er nach Einsicht in das Gutachten des Dr. med. C.________ korrigiert habe (Bericht vom 28. Februar 2013), um sie - nach Ablehnung der Leistungspflicht der SWICA - gestützt auf die Expertise des Dr. med. E.________ erneut zu ändern. Angesichts dieser widersprüchlichen Auskünfte könne auf seine zuletzt gemachten Angaben, anamnestisch sei ausgewiesen, dass die Versicherte schon kurze Zeit nach dem Unfall an der für ein CRPS typischen Symptomatik gelitten haben müsse, nicht abgestellt werden. Offen gelassen werden könne, ob der medizinische Sachverhalt anhand des Gutachtens des Dr. med. C.________ oder desjenigen des Dr. med. E.________ zu beurteilen sei. Fest stehe, dass die allenfalls vorhandene typische Symptomatik eines CRPS nicht innerhalb der Latenzzeit von maximal sechs bis acht Wochen nach dem Unfall vom 25. Oktober 2011 anhand echtzeitlicher medizinischer Aktenstücke festgestellt werden könne.