Citation: 1C_77/2022 E. 4.6

4.6. Ist nach dem Ausgeführten das Beschwerderecht nach Art. 89 Abs. 1 BGG zu bejahen, hätte das Kantonsgericht das schutzwürdige Interesse der Beschwerdeführerin nicht verneinen dürfen. Zusätzliche Voraussetzungen, wie sie das Kantonsgericht im angefochtenen Entscheid ohne klare Benennung der einschlägigen Gesetzesnorm aufstellt, ergeben sich aus dieser Bestimmung nicht. Insbesondere ist danach nicht erforderlich, dass der Entscheid für den Rechtssuchenden einen besonderen prozessualen Vorteil bewirkt, weil etwa eine unzumutbar aufwendige Mitwirkung entfällt oder ein umfangreiches Beweisverfahren vermieden werden kann. Auch der kaum nachvollziehbare Hinweis des Kantonsgerichts auf den angeblich überwiegend politischen Charakter der Angelegenheit bzw. auf verwaltungsrechtliche Normengefüge ohne die einer richterlichen Prüfung zugängliche Dichte vermag daran nichts zu ändern. Schliesslich ist auch unzutreffend, dass nur eine Autonomieverletzung, wenn überhaupt, ein Rechtsschutzbedürfnis der Beschwerdeführerin zu begründen vermöchte. Die Autonomiebeschwerde stützt sich auf Art. 89 Abs. 2 lit. c BGG; das Beschwerderecht nach Art. 89 Abs. 1 BGG setzt dagegen keine Autonomie des beschwerdeführenden Gemeinwesens voraus (BGE 135 I 43 E. 1.3 S. 47 mit Hinweis).