Citation: 6B_1264/2021 E. 1.7.3

1.7.3. Die Vorinstanz attestiert dem Beschwerdeführer eine beträchtliche Rückfallgefahr, wobei sie sich vorwiegend auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. B.________ vom 17. Februar 2020 stützt. Die Gutachterin führt aus, die Rückfallgefahr in Bezug auf die Eigentumsdelinquenz sei als hoch zu beurteilen, eskalierende Konflikte in der Drogenszene mit verbalen oder tätlichen Aggressionen (Tätlichkeiten, Körperverletzungen, aber auch indirekte aggressive Akte wie Sachbeschädigung oder Brandstiftung) würden im mittleren bis hohen Wahrscheinlichkeitsbereich liegen. Die Vorinstanz geht zu Recht davon aus, für solch schwere Delikte seien geringere Anforderungen an die Rückfallgefahr zu stellen. In ihrer Beurteilung fällt weiter ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer, welcher an einer dissozialen Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und emotional instabilen Anteilen und einem Abhängigkeitssyndrom von multiplen Substanzen mit Konsum von Kokain und Benzodiazepinen leide, Dutzende von Entzugsaufenthalten erfolglos hinter sich gebracht und seine Sucht trotz jahrelanger Unterstützung nie in den Griff bekommen habe. Der Beschwerdeführer bringt mittels rein appellatorischer Kritik vor, es sei nicht wirklich richtig, dass die Entzugsaufenthalte erfolglos gewesen seien. Die Vorinstanz bestreitet denn auch nicht, dass der Beschwerdeführer zwischen 1996 und 2003 frei von Drogenabhängigkeit gewesen sei und setzt sich mit seinem Betäubungsmittelkonsum seit seiner Lehrzeit auseinander. Dennoch ist nicht zu beanstanden, wenn sie gestützt auf das Gutachten davon ausgeht, die Entzugsaufenthalte seien insgesamt erfolglos gewesen, therapeutische Massnahmen seien von vornherein wenig aussichtsreich und die Ausgangslage des Beschwerdeführers sei zum heutigen Zeitpunkt mit Blick auf eine Resozialisierung noch ungünstiger als früher.