Citation: 6B_1005/2017 E. 1.2.1

1.2.1. Der Beschwerdeführer beanstandet zunächst die vorinstanzliche Würdigung von Zeugenaussagen. Für die Feststellung, er habe auf den Kopf des Beschwerdegegners eingetreten, stütze sich die Vorinstanz praktisch auf die Aussage eines einzigen Zeugen. Die Annahme, andere Personen hätten den Vorgang ebenfalls beobachtet, sei aktenwidrig. Die Vorinstanz verletze ihre Begründungspflicht und sein rechtliches Gehör, indem sie diesbezügliche Einwendungen der Verteidigung nicht behandle. So habe er im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemacht, der Zeuge B.________ räume ein, die Tritte nicht genau, sondern nur aus dem Augenwinkel gesehen zu haben. Seine Skizze des Vorfalls widerspreche den Aussagen anderer Personen. Folge man jedoch dessen Version, so sei davon auszugehen, dass mindestens zwei Personen gegen den Kopf des Beschwerdegegners getreten hätten. In diesem Fall könne nicht willkürfrei ausgeschlossen werden, dass die Verletzungen durch Fusstritte einer anderen Person verursacht wurden. Die Zeugin C.________ wiederum habe zwar angegeben, er habe versucht, das am Boden liegende Opfer gegen den Kopf zu treten. Entgegen der aktenwidrigen Feststellung der Vorinstanz habe diese Zeugin aber nicht angegeben, sie wisse nicht mehr, ob das Opfer tatsächlich am Kopf getroffen worden sei, sondern, sie habe es (von ihrem Standort in einer Bar aus) nicht gesehen. Von diesen Aussagen könne nicht willkürfrei auf ein "erfolgreiches" Eintreten auf den Kopf des Beschwerdegegners geschlossen werden.