Citation: 4A_633/2016 E. 5.3

5.3. Erfüllt die Fondsleitung ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht oder nicht gehörig, so kann der Anleger auf Erfüllung klagen (Art. 23 Abs. 1 aAFG). Ein Verschulden der Fondsleitung wird nicht vorausgesetzt. Das ergibt sich bereits aus der Systematik des Gesetzes. So verweist Art. 24 Abs. 1 aAFG (unter der Marginalie "Das Recht auf Schadenersatz") auf die Exkulpationsmöglichkeit, während in Art. 23 Abs. 1 aAFG (unter der Marginalie "Das Recht auf Erfüllung") ein solcher Hinweis fehlt. Soweit das Bundesgericht in BGE 132 III 186 E. 5.1 S. 197 unter Hinweis auf BRUNO GEIGER, Der zivilrechtliche Schutz des Anlegers, 1971, S. 171 ausgeführt hat, der Erfüllungsanspruch setze neben dem bestehenden Vertrag im Wesentlichen nur dessen nicht gehörige Erfüllung voraus und d as Verschulden der Fondsleitung werde vermutet, wird nicht hinreichend zwischen dem Erfüllungs- und dem Schadenersatzanspruch unterschieden. In der Besprechung von BGE 132 III 186 wurde denn auch zutreffend darauf hingewiesen, dass die noch nicht erfolgte Erfüllung verzugsrechtlich zu beheben sei und - anders als es das Bundesgericht mit seinem Hinweis auf die Verschuldensvermutung antöne - nicht über Art. 97 OR (HANS PETER WALTER, Besprechung von BGE 132 III 186 in: ZbJV 143/2007, S. 549 ff., S. 550). Die Frage wurde in BGE 132 III 186 E. 5.1 nicht weiter vertieft, da sie dort keine Rolle spielte.