Citation: 9C_552/2021 E. 7.3

7.3. Was das Inkassorisiko anbelangt, blieben die vorinstanzlichen Feststellungen unbestritten, wonach die Beschwerdeführerin als Vertragspartnerin der Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer die Preise festlegt und das komplette Inkasso inklusive Kontrolle übernimmt. Es ist indessen ebenso wenig streitig, dass die Beigeladene gemäss Honorarregelung insofern zumindest einen Teil des Inkassorisikos trug, als sich ihr Anspruch auf einen definierten prozentualen Anteil (45 %) der Nettoeinnahmen beschränkte. Gleichzeitig hatte sie aber Anspruch auf eine Mindestpauschale von Fr. 600.- pro Kurstag, womit sich das bei ihr verbleibende Inkassorisiko weiter deutlich reduzierte. Ein Vergleich mit den aktenkundigen Honorarabrechnungen zeigt denn auch, dass die Mindesttagespauschale mehrfach nicht erreicht und häufig nicht wesentlich überschritten wurde.