Citation: 4A_315/2014 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz hielt fest, mit der vereinbarten Entschädigung für Mieterausbauten sollte dem Beschwerdegegner der Verlust aus der fehlenden Nutzungsmöglichkeit der geleisteten Bauinvestitionen ersetzt werden. Da es sich bei der fraglichen Entschädigung um eine solche für eine fehlende Nutzungsmöglichkeit des Mieters handle, sei diese unabhängig davon geschuldet, ob die Beschwerdeführer als Mieter selbst einen wirtschaftlichen Nutzen aus diesen Mieterinvestitionen ziehen könnten oder nicht. Es brauche deshalb nicht geprüft zu werden, ob die Beschwerdeführer bei der nachfolgenden Vermietung der streitbetroffenen Wohnung und Abparzellierung eines Teiles des Grundstückes, auf welchem sich zumindest ein Teil der fraglichen Wohnung befunden habe, einen entsprechenden Mehrerlös haben erzielen können. Weder im Mietvertrag noch im Vergleich vom 17. Januar 2011 sei vereinbart worden, dass die Entschädigung des Beschwerdegegners für die von ihm erbrachten Ausbauarbeiten auf einzelne Gebäudeteile beschränkt sei, weshalb er Anspruch auf Ersatz des Mehrwertes für alle von ihm vorgenommenen Bauarbeiten habe. Der Umstand, dass der Beschwerdegegner im Herbst 2004 um die Möglichkeit eines Teilabbruches der vermieteten Wohnung gewusst habe, vermöge an der vertraglichen Verpflichtung des Vermieters zur Entschädigung der im Mietvertrag genannten Mieterausbauten nichts zu ändern. Hätte nämlich ein Teil der Wohnung gemäss dem Teilabbruchprojekt des Jahres 2005 abgebrochen werden müssen, wäre für den Beschwerdeführer einfach die Erfüllung des (Unter) Mietvertrages zumindest hinsichtlich des vom Rückbau betroffenen Wohnungsteils nachträglich subjektiv unmöglich und der Beschwerdeführer wäre gegenüber dem Beschwerdegegner insoweit schadenersatzpflichtig geworden. Zu beachten sei sodann, dass auch der Beschwerdeführer ab Herbst 2004 um die Möglichkeit eines Teilabbruches der streitbetroffenen Wohnung gewusst habe. Dem Beschwerdeführer wäre es zu diesem Zeitpunkt offen gestanden, nach Art. 266g OR die Wohnung zu künden und so zu verhindern, dass der Beschwerdegegner die Bauarbeiten fortsetzt und sich damit seine Entschädigungspflicht für die Mieterinvestitionen vergrössern. Zu berücksichtigen sei aber auch, da der Beschwerdeführer dieses Mietverhältnis (damals) nicht gekündet und der Beschwerdegegner die fraglichen Räumlichkeiten fest bis zum 31. August 2012 gemietet habe, es für den Beschwerdegegner unzumutbar gewesen sei, im Herbst 2004 einfach die Ausbauarbeiten einzustellen, denn es habe nicht von ihm verlangt werden können, dass er während acht Jahren in einem unfertigen Mietobjekt wohne. Zwischen den Parteien sei unbestritten, dass von einer Wohnungsgrösse von 79 m2 auszugehen sei. Gemäss dem Gutachten E.________ sei der Mehrwert der Mietinvestitionen bezogen auf das ganze Mietobjekt gemäss der Variante 2 ("ohne Abbruch / Wohnung im heutigen Zustand") auf Fr. 55'000.-- und gemäss der Variante 4 ("Pauschalwerte [Vergleichspreise], heutige Wohnungsfläche") auf Fr. 43'000.-- beziffert. Es könne offen gelassen werden, ob dieser Mehrwert auf Fr. 43'000.-- oder Fr. 55'000.-- oder auf den Mittelwert dieser beiden Beträge festzusetzen sei, denn es stehe fest, dass der Beschwerdegegner gemäss all diesen Varianten auf jeden Fall Anspruch auf die teilklageweise eingeklagten Fr. 30'000.-- habe.