Citation: 9C_742/2023 E. 4.1

4.1. Das Sozialversicherungsgericht erwog im angefochtenen Urteil, die im Oktober 2018 geborene B.________ habe sich am 4. Februar 2022 bei einem Stolpersturz mit der Metallspitze eines Diabolostocks eine intrakraniell dislozierte Fraktur des Orbitadaches links mit einer perforierenden Verletzung des Oberlids links zugezogen. Nachdem zunächst abgewartet worden sei, ob sich das dislozierte Knochenfragment spontan repositionieren würde, sei B.________ - nachdem sich die Hoffnung nicht erfüllt hatte - am 9. Februar 2022 am Schädel operiert worden. Die Operation sei komplikationslos verlaufen und B.________ habe bei gutem klinischen Verlauf am 14. Februar 2022 unter Analgesie bei Bedarf nach Hause entlassen werden können. Mit dem dem Anmeldeformular zum Leistungsbezug angehängten ärztlichen Attest vom 24. Februar 2022 habe Prof. Dr. med. D.________ durch Ankreuzen der Kästchen bei den entsprechenden Aussagen bestätigt, dass eine einschneidende Veränderung des körperlichen oder psychischen Zustandes von B.________ eingetreten, der Verlauf oder der Ausgang dieser Veränderung schwer vorhersehbar oder mit einer bleibenden oder zunehmenden Beeinträchtigung oder dem Tod zu rechnen sei und dass ein erhöhter Bedarf an Betreuung durch die Eltern bestehe. Hingegen habe er bei der Aussage, mindestens ein Elternteil habe die Erwerbstätigkeit für die Betreuung des Kindes unterbrechen müssen, kein Kreuz gemacht. Mit E-Mail vom 14. März 2022 habe das Spital C.________ nach Absprache mit Prof. Dr. med. D.________ ausgeführt, die Behandlung habe sich nicht über längere Zeit erstreckt, der Verlauf oder Ausgang sei nicht schwer vorhersehbar und das Kind gesundheitlich nicht so schwer beeinträchtigt gewesen, dass es einer intensiven Betreuung bedurft habe. Bei der postoperativen Kontrolle seien ein sehr erfreulicher Verlauf und eine gute Erholung von der Operation ohne neurologische Defizite festgestellt worden. Das kantonale Gericht kam zum Schluss, es könne gestützt auf den provisorischen Austrittsbericht vom 11. Februar 2022 ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass der Verlauf bei Austritt aus dem Spital am 14. Februar 2022 nicht mehr schwer vorhersehbar gewesen sei und auch nicht (mehr) mit einer bleibenden oder zunehmenden Beeinträchtigung oder gar dem Tod habe gerechnet werden müssen. Zumindest Art. 16o lit. b EOG sei damit zum Zeitpunkt des Spitalaustritts nicht (mehr) erfüllt gewesen. Falls überhaupt ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf Betreuungsentschädigung bestanden habe, so sei dieser spätestens am 15. Februar 2022 - und damit am ersten Tag, für den eine Entschädigung geltend gemacht worden sei - erloschen.