Citation: 9C_1002/2012 E. 2.3

2.3. Diese (und die weiteren) Vorbringen in der Beschwerde vermögen, was dem Versicherten im Zwischenentscheid vom 14. Februar 2013 (betreffend Ablehnung der unentgeltlichen Rechtspflege infolge Aussichtslosigkeit) signalisiert wurde, die gutglaubensrechtliche Beurteilung des kantonalen Gerichts von vornherein nicht als bundesrechtswidrig (Art. 95 lit. a BGG) erscheinen zu lassen. Unbehelflich ist insbesondere der Einwand, er habe sich weder bei der Anmeldung zum EL-Bezug (2007) noch anlässlich des Wegzuges der Tochter L.________ (Ende Oktober 2009) noch im Rahmen der periodischen Überprüfung (2011) eine Auskunfts- oder Meldepflichtverletzung zuschulden kommen lassen. Das kantonale Gericht hat dementgegen in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung (vgl. z.B. Urteil 8C_391/2008 vom 14. Juli 2008 E. 4.4.4 mit Hinweis) festgehalten, dass (unabhängig von einer Auskunfts- oder Meldepflichtverletzung infolge geänderter Verhältnisse) der gute Glaube auch dann zu verneinen ist, wenn ein bei Beachtung der zumutbaren Aufmerksamkeit ohne weiteres erkennbarer Berechnungsfehler vorliegt, der als solcher eine Rückfrage bei der Verwaltung gebietet. So verhält es sich eindeutig hier: Wie aus der Begründung der Beschwerde (Punkt 2) selber hervorgeht, hat der Versicherte - auf spezielle Aufforderung hin - die Lohnausweise der Ehefrau "für die Jahre 2004, 2005, 2006 und Lohnabrechnung 2007 (EL-Anspruch ab November 2004) " (Schreiben der Ausgleichskasse vom 8. Juli 2007) am 31. Juli 2007 der Zweigstelle eingereicht. Angesichts dieser konkret erfolgten Mitwirkung im Rahmen der damals hängigen Anspruchsprüfung (ab November 2004) war die Bedeutung dieser Erwerbseinkommen für den urteilsfähigen Beschwerdeführer einsichtig. Der Verfügung vom 17. September 2007 lagen die Berechnungsblätter betreffend die Jahre 2004 bis 2007 unbestrittenerweise bei. Der Beschwerdeführer wusste selber am besten, dass seine Ehefrau über all die Jahre hinweg durchgehend gearbeitet (und dass sich auch sonst wirtschaftlich nichts geändert) hatte. In dieser Situation konnte er nicht gutgläubig ab 1. Januar 2007 eine Ergänzungsleistung beziehen, welche die von seiner Gattin erzielten Einkünfte unberücksichtigt lässt. Dass die Verwaltung ihrerseits den Fehler während Jahren nicht entdeckte, ist, wie das kantonale Gericht ebenfalls zutreffend erwog, für die Beurteilung der Erlassvoraussetzungen unerheblich. Sind diese, wie hier, nicht erfüllt, wird der Rückerstattungspflichtige (im Rahmen der Verwirkungsregelung; Art. 25 Abs. 2 ATSG) finanziell so gestellt, wie wenn es nicht zum unrechtmässigen (überhöhten) Leistungsbezug gekommen wäre, der hier rechtskräftig festgestellt ist (Verfügung vom 27. Mai 2011). Schwierigkeiten in der Tilgung der Rückerstattungsschuld hat die Durchführungsstelle mit einer Regelung der Rückzahlungsmodalitäten zu begegnen, welche den Gegebenheiten des konkreten Einzelfalles Rechnung trägt und insbesondere das Existenzminimum des Pflichtigen berücksichtigt.