Citation: 1P.121/2007 05.03.2008 E. 5

Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei zu Unrecht schuldig gesprochen worden, obwohl keiner der drei in einem separaten Verfahren beurteilten Mittäter ihn belastet habe. Der Schuldspruch gegen ihn stütze sich auf reine Mutmassungen. 5.1 In einem vom Beschwerdeführer als "krass willkürlich" beanstandeten Begründungselement der Beweiswürdigung hat die Vorinstanz die persönlichen Beziehungen unter den Beteiligten sowie deren mögliche Tatmotive durchleuchtet. Dabei hat sich das Obergericht die Frage gestellt, was C.________ (trotz manifester psychischer Widerstände) dazu bewogen haben könnte, als Mittelsmann den Tötungsauftrag an B.________ weiterzuleiten. C.________ habe A.________ nur flüchtig gekannt. 5.1.1 Nach Ansicht des Obergerichtes müsse daher eine weitere Person bei der Planung und Organisation der Tat involviert gewesen sein, welche grossen Einfluss auf C.________ ausgeübt habe. Es liege die Vermutung nahe bzw. "auf der Hand", dass es sich dabei um dessen älteren Bruder, nämlich den Beschwerdeführer, gehandelt habe. Dies umso mehr, als dieser seit 1996 enge Beziehungen zu A.________ gepflegt habe bzw. bis ca. 1997 ihr Liebhaber gewesen sei. Der jüngere Bruder habe dem Beschwerdeführer (gemäss der spezifischen Familientradition) zudem Gehorsam geschuldet. 5.1.2 Zwar kritisiert der Beschwerdeführer die Formulierung der Vorinstanz, wonach bei dieser Sachlage die Vermutung "auf der Hand" liege, dass er am Tötungsdelikt mitgewirkt habe. In diesem Zusammenhang sind jedoch keine im Ergebnis unhaltbaren Sachverhaltsfeststellungen ersichtlich. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern es willkürlich wäre, ihn als engen Vertrauten der rechtskräftig verurteilten Mittäterin zu bezeichnen und seinen verstorbenen Bruder als einen ihr nur flüchtig Bekannten (vgl. dazu auch unten, E. 5.5). Ebenso wenig ist die Erwägung unhaltbar, es erscheine angesichts der Umstände wenig wahrscheinlich, dass C.________ sich ohne Wissen und Zustimmung des Beschwerdeführers "auf einen derart heiklen Auftrag der Vertrauten seines älteren Bruders" eingelassen hätte. 5.1.3 Die betreffenden Erwägungen fussen nicht auf vagen Spekulationen, sondern auf einer sorgfältigen Analyse des sozialen Umfeldes, der familiären Situation sowie zahlreicher Beweisaussagen (vgl. dazu angefochtener Entscheid, S. 40-47, sowie erstinstanzliches Urteil vom 22. Oktober 2004, S. 25-145, insbes. S. 127). Wie die Vorinstanz darlegt, werden diese Überlegungen zusätzlich durch die Analyse der Telefonkontakte gestützt: Für die Zeit der Abreise des Beschwerdeführers in den Kosovo am 3. Mai 1998 (zwei Tage vor dem Tötungsdelikt) liessen sich keine telefonischen Kontakte zwischen A.________ und C.________ nachweisen, wohl aber solche zwischen ihr und dem Beschwerdeführer. Dies spreche zusätzlich gegen die These, der jüngere Bruder habe alles alleine und aus eigenem Antrieb organisiert (vgl. angefochtener Entscheid, S. 47). 5.1.4 Die Erwägungen zu den persönlichen Beziehungen der Beteiligten untereinander und zu ihren möglichen Tatmotiven sind sachlich vertretbar und bilden im Rahmen der Würdigung sämtlicher Beweisergebnisse willkürfreie ergänzende Überlegungen. Über seine engen Beziehungen zur Auftraggeberin des Mordes und zu seinem ebenfalls massgeblich in die Straftat involvierten Bruder hinaus weist die Vorinstanz auf verschiedene Beweiselemente hin, die den Beschwerdeführer persönlich belasten. 5.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, der rechtskräftig verurteilte Todesschütze B.________ habe ihn mehrfach und ausschliesslich entlastet. Im angefochtenen Entscheid würden die entlastenden Aussagen zwar aufgezählt. Dennoch vertrete das Obergericht ohne jegliche weitere Begründung die Ansicht, dass eben diese Äusserungen B.________s ein belastendes Indiz bilden würden. Dies sei offensichtlich unhaltbar. 5.2.1 Der Beschwerdeführer gibt die Erwägungen der Vorinstanz einseitig und unvollständig wieder. Zwar wird im angefochtenen Entscheid eingeräumt, dass B.________ den Beschwerdeführer nie direkt der Teilnahme am Tötungsdelikt beschuldigt habe. Das Obergericht weist in diesem Zusammenhang aber auch auf folgende Beweisergebnisse hin: Bei der Einvernahme vom 21. August 1998 sei B.________ nach den Konsequenzen gefragt worden, die er erwarten müsste, wenn er den Beschwerdeführer oder dessen Bruder einer Straftat bezichtigen würde. B.________ habe damals geantwortet: "Ich müsste Angst vor einem Racheakt haben". Bei einer weiteren Befragung am 23. Oktober 1998 (nach seinem Geständnis) habe B.________ den Beschwerdeführer nicht mehr ausdrücklich entlastet, sondern ausgesagt, es sei ihm nicht bekannt, welchen Einfluss der Beschwerdeführer bei der Entschlussfassung, Planung und Organisation gehabt haben könnte. B.________ wisse nicht, "was zwischen X.________ und C.________ gegangen ist". Er habe ausschliesslich Kenntnis davon, was sich zwischen ihm und C.________ zugetragen habe. Ausserdem sei es "möglich", dass ihm "X.________ und C.________ nicht alles gesagt" hätten. Am 30. Oktober 1998 habe B.________ Folgendes ergänzt: Ob der Beschwerdeführer "bei dieser ganzen Sache eine Rolle mitgespielt hat, weiss ich nicht". Er (B.________) wisse "allerdings auch nicht genau, was zwischen X.________, C.________ und Frau A.________ alles abgesprochen worden ist". Trotzdem sei B.________ sich "sicher, dass Frau A.________ den Auftrag zur Tötung des Gatten gegeben" habe. Ihm sei "wirklich nicht bekannt, ob" der Beschwerdeführer "über die ganze Sache Bescheid" wusste. "Möglich" sei dies aber "schon" (angefochtener Entscheid, S. 48 f.). 5.2.2 Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern diese Erwägungen willkürlich wären. Insbesondere ist die Schlussfolgerung der Vorinstanz sachlich haltbar, der rechtskräftig verurteilte Todesschütze habe den Beschwerdeführer als mutmasslichen Drahtzieher im Hintergrund nicht ausschliesslich und unzweideutig entlastet. 5.3 Der Beschwerdeführer räumt ein, dass ihn die Zeugin D.________ (die damalige Lebenspartnerin des verurteilten Todesschützen B.________, mit dem sie ein Kind zusammen hat) bei einer Befragung vom 14. Oktober 1998 belastet habe. Er bezeichnet es jedoch als willkürlich, dass sich die Vorinstanz "einzig und allein" auf diese Aussage stütze, zumal es sich bloss um eine Zeugin vom Hörensagen handle. 5.3.1 Das Obergericht erwägt in diesem Zusammenhang Folgendes: Nach den Aussagen der Zeugin D.________ vom 14. Oktober 1998 habe B.________ ihr vor dem Tattag eine "komische Geschichte" erzählt. Danach hätte er Fr. 50'000.-- verdienen können durch Vermittlung einer Person, die im Auftrag eines Geschäftsführers dessen Geschäftspartner umbringe. Eine Beteiligung daran habe sie ihm in der Folge aber ausgeredet. Am Tattag sei B.________ um ca. 23.00 Uhr nach Hause gekommen. Er habe ihr (der Zeugin) gesagt, er habe sich unterdessen doch entschieden, bei der genannten Geschichte "mitzuspielen". Er habe ihr mitgeteilt, dass die Ehefrau des ermordeten Mannes dessen Tötung in Auftrag gegeben habe. B.________ hätte für die Tatausführung Fr. 50'000.-- erhalten sollen. Zur Übergabe dieses Geldes sei am 11. Mai 1998 eine Zusammenkunft zwischen C.________ und der genannten Ehefrau in einem Restaurant vereinbart gewesen. C.________ habe dann jedoch von dort angerufen und gesagt, ein Gespräch sei zu riskant, da er vermutlich von der Polizei beobachtet werde. Am 12. Mai 1998 habe B.________ erfahren, dass A.________ inhaftiert worden sei. Zuvor habe B.________ (laut Zeugenaussage) mehrere Telefongespräche mit A.________ von einer Telefonzelle aus geführt. Frau A.________ habe B.________ "auch aufgefordert, sie nach der Erschiessung des Ehemannes zu verprügeln, damit es weniger auffalle". B.________ habe der Zeugin D.________ gegenüber geäussert, es habe ihn wütend gemacht, dass A.________ auf dem Aareweg (unmittelbar vor der Tat) mit ihrem Mann noch "Liebeleien ausgetauscht" habe. Laut angefochtenem Entscheid habe die Zeugin D.________ bei ihren Aussagen spontan darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer "als Verbindungsglied zwischen A.________ und C.________ gedient" habe und dass die Tat ursprünglich bereits auf den 27. April 1998 geplant gewesen sei. In der Tatnacht, als sie bereits geschlafen habe, sei C.________ vorbeigekommen, um dem B.________ Geld zu überbringen. Am nächsten Morgen habe auf dem Wohnzimmertisch ein Barbetrag von Fr. 10'000 in Tausendernoten gelegen. B.________ habe der Zeugin weiter erzählt, er habe sich A.________ gegenüber telefonisch als tatausführende Person vorgestellt und mit ihr "über Preis und Örtlichkeiten verhandelt". Frau A.________ habe den vollen Geldbetrag erst nach Erledigung des "Auftrags" bezahlen wollen. B.________ habe der Zeugin auch mitgeteilt, er habe die Tatwaffe nach dem Tötungsdelikt in die Aare geworfen. Die Zeugin habe diese Aussagen in sämtlichen späteren Befragungen im wesentlichen bestätigt (vgl. angefochtener Entscheid, S. 51 f.). 5.3.2 Die Vorinstanz setzt sich mit dem Einwand des Beschwerdeführers, wonach es sich bei der Zeugin D.________ um eine "Zeugin vom Hörensagen" handle, sachgerecht auseinander. Auch die Frage der Glaubwürdigkeit der Zeugenaussagen wird ausführlich, sorgfältig und willkürfrei geprüft. Dabei wird insbesondere den Übereinstimmungen mit objektiven Beweisergebnissen (wie technischen Nachweisen von Telefonverbindungen) sowie analogen Aussagen von weiteren Personen Rechnung getragen (vgl. angefochtener Entscheid, S. 52-60). 5.3.3 In diesen Erwägungen ist keine Willkür ersichtlich. Soweit die Zeugin D.________ glaubwürdig schildert, was sie mit eigenen Augen und Ohren gesehen und gehört hat, handelt es sich um verwertbare Zeugenaussagen, die von den kantonalen Gerichten als belastendes Indiz sachgerecht gewürdigt worden sind. Dies gilt insbesondere für das Verhalten und für die mündlichen Äusserungen des rechtskräftig verurteilten Mörders B.________ sowie weiterer Beteiligter unmittelbar vor und nach der Tat. Die Einwände des Beschwerdeführers (wonach es sich um "die einzige" belastende Aussage dieser Zeugin handle oder ihre Aussage auf mediale Berichterstattung zurückzuführen sei) sind appellatorischer Natur und lassen die Würdigung dieses Beweiselementes durch die kantonalen Instanzen nicht als unhaltbar erscheinen. 5.4 Als belastendes Beweiselement würdigt die Vorinstanz auch die Zeugenaussagen von E.________, der Schwägerin des Beschwerdeführers (Witwe des am 22. August 2000 verstorbenen C.________). 5.4.1 Im angefochtenen Entscheid wird erwogen, E.________ habe in den ersten fünf Befragungen sehr zurückhaltend ausgesagt, offenbar im Bestreben, ihren Ehemann C.________ und dessen Kollegen B.________ nicht zu belasten. Nachdem B.________ am 16. September 1998 ein Geständnis abgelegt hatte, habe die Zeugin am 21. September 1998 eingeräumt, dass die sichergestellten Handschuhe sowie die Mütze "doch aus ihrer Wohnung stammen könnten". Nach ihren Aussagen habe B.________ ihr gegenüber erklärt, dass er "den Mann erschossen" habe und dass "die Frau ihren Mann umbringen liess, weil sie das ganze Geld von ihm haben wollte". Am 30. September 1998 (ein Jahr vor dem Geständnis ihres Ehemannes C.________ vom 22. Dezember 1999) habe die Zeugin zu Protokoll gegeben, der Beschwerdeführer (der am 20. Juli 1998 aus der Untersuchungshaft entlassen worden war) suche "intensiven Kontakt zu ihr". Sie fühle sich von ihm "unter Druck gesetzt, ja bedroht, wegen des Tons", in dem er mit ihr spreche. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 16. August 2000 sei die Zeugin explizit nach der Rolle des Beschwerdeführers gefragt worden. Angesprochen auf die den Beschwerdeführer belastenden Zeugenaussagen von D.________ (vgl. oben, E. 5.3) habe sie geantwortet: "Ja, das habe ich auch gehört, das habe ich auch vom B.________ gehört". In den Akten festgehalten sei auch der (ausser Protokoll erfolgte) mündliche Hinweis der Zeugin E.________ an die Protokollführerin, wonach "man besser" dem Beschwerdeführer "auf die Finger schauen" solle "als den anderen". In der Folge seien die Aussagen der Zeugin "grundsätzlich unverändert" geblieben. Sie hätten zusammengefasst wie folgt gelautet: B.________ habe nach der Tat und vor seiner Verhaftung erzählt, er habe einen Mann erschossen. Den Auftrag dazu habe er von C.________ erhalten. Der wiederum sei vom Beschwerdeführer beauftragt worden, und das Ganze sei letztlich auf Veranlassung der Ehefrau des Getöteten geschehen. Bei der Einvernahme vom 15. Dezember 2003 sei die Zeugin E.________ gefragt worden, wie sie aufgrund der von C.________ und B.________ erhaltenen Informationen die Rolle des Beschwerdeführers umschreiben würde. Sie habe Folgendes geantwortet: "Alles, bis auf das(s) er ihn umgebracht hat. Organisieren und alles. Es passt einfach zu ihm, er ist intelligent". Bei der gleichen Einvernahme habe die Zeugin erwähnt, dass C.________ schon im Vorfeld der Tat und später während der Haft auffallend Distanz zum Beschwerdeführer gesucht habe. Bei Anrufen des Beschwerdeführers vor der Tat sei es vorgekommen, dass ihr Ehemann zuhause anwesend gewesen sei, sich aber von ihr habe verleugnen lassen (angefochtener Entscheid, S. 61-65). 5.4.2 Das Obergericht unterzieht die Aussagen der Zeugin E.________ einer ausführlichen Glaubwürdigkeitsanalyse. Dabei prüft die Vorinstanz insbesondere die Möglichkeit von verfälschenden Suggestionen und Einflussnahmen von Aussen sowie mögliche Motive der Zeugin für allfällige Falschaussagen. Aus ihrer Antipathie gegen den Beschwerdeführer (die auf Gegenseitigkeit beruhe) habe die Zeugin "nie einen Hehl gemacht". Dies lasse ihre Aussagen jedoch nicht unglaubhaft erscheinen. Es seien keine Lügensignale erkennbar (wie etwa nicht nachvollziehbare Übertreibungen oder einseitige Schuldzuweisungen). Im Rahmen der Aussagenanalyse weist die Vorinstanz insbesondere darauf hin, dass die Zeugin E.________ (aufgrund ihrer Einschätzung der Persönlichkeit ihres verstorbenen Ehemannes und dessen Stellung innerhalb der Familie) zwar nicht glaube, dass C.________ von sich aus und an seinem älteren Bruder "vorbei" gehandelt haben könnte. Sie habe jedoch ohne weiteres bestätigt, dass sich ihr verstorbener Ehemann ihr gegenüber "nie in diesem Sinne geäussert" habe. Auf die Frage, ob sie jemandem die Schuld am Selbstmord ihres Ehemannes gebe, habe sie nicht etwa den ihr unbeliebten Beschwerdeführer genannt, sondern gesagt, dass sie selbst "vielleicht" am Tod ihres Ehemannes mitverantwortlich sei. Die Vorinstanz verweist schliesslich auf Übereinstimmungen mit objektivierten Beweisergebnissen und Beweisaussagen anderer Personen. So seien die Angaben der Zeugin E.________ zu Gegenständen, die bei der Tötung verwendet wurden (Mütze, Handschuhe und Tatwaffe) indirekt bestätigt worden. Ihre Aussage, C.________ habe vor dem Tötungsdelikt (vom 5. Mai 1998) in auffälliger Weise Distanz zum Beschwerdeführer gesucht, werde insbesondere durch die technische Analyse des Telefonverkehrs unterstützt. Danach habe der Beschwerdeführer zwischen 1. April und 5. Mai 1998 doppelt so viele Male den gemeinsamen Anschluss seines Bruders und seiner Schwägerin angerufen als umgekehrt (58 Anrufe gegenüber 22; vgl. angefochtener Entscheid, S. 64-65). 5.4.3 Im Ergebnis kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass die Aussagen der Zeugin E.________ glaubhaft seien. 5.4.4 Die Einwendungen des Beschwerdeführers sind über weite Strecken rein appellatorischer Natur. Dass die Zeugin E.________ eine gewisse Antipathie gegen den Beschwerdeführer geäussert habe, wurde von der Vorinstanz, wie oben dargelegt, sachgerecht berücksichtigt. Der Beschwerdeführer bezeichnet ein Aussagefragment, welches die Zeugin auf ihn bezieht ("es passt einfach zu ihm, er ist intelligent") als "zentrale entlastende Aussage", welche die Vorinstanz zwar erwähnt, aber bei der Beweiswürdigung "ignoriert" habe. Dieser Vorwurf findet in den Akten keine Stütze. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern das genannte Aussagefragment für ihn "zentral entlastend" erscheinen sollte. Im angefochtenen Entscheid wird die Aussage im Kontext der ganzen Einvernahme sachgerecht analysiert. Die Vorinstanz setzt sich dabei auch mit den Interpretationen und Parteibehauptungen des Beschwerdeführers ausreichend und willkürfrei auseinander (vgl. angefochtener Entscheid S. 63 f.). 5.4.5 Den analogen Vorwurf (eine zentrale entlastende Zeugenaussage sei in willkürlicher Weise ignoriert worden) erhebt der Beschwerdeführer bei einer anderen Erwägung der Vorinstanz: Es geht dabei um die (in E. 5.4.1 erwähnte) Aussage der Zeugin E.________, C.________ habe während der Haft und schon im Vorfeld der Tat in auffälliger Weise Distanz zum Beschwerdeführer gesucht und sich diesem gegenüber gelegentlich sogar verleugnen lassen. Der Beschwerdeführer führt dazu Folgendes aus: "Auch hier hätte E.________ viel klarer wohl kaum aufzeigen können, dass der Beschwerdeführer nicht am 'Tötungsdelikt Y.________' beteiligt war, ja nicht einmal davon wusste". Die vom Beschwerdeführer vertretene Interpretation der Zeugenaussage ist sachlich schwer nachvollziehbar und offensichtlich untauglich, einen Willkürvorwurf gegen das angefochtene Urteil zu begründen. Das gilt insbesondere auch für folgendes Vorbringen: "Zeigt der Umstand, dass sich der Beschwerdeführer" (sic) "im Vorfeld der Tat gegenüber diesem hat verleugnen lassen, nicht gerade auf, dass es völlig unmöglich ist, dass der Beschwerdeführer seinen Bruder - im Vorfeld der Tat - zur Tat 'überredet' hat?" (Beschwerdeschrift, S. 13). Der Beschwerdeführer verkennt, dass die Vorinstanz keineswegs behauptet, sein Bruder habe vor der Tat jede Kommunikation mit ihm verweigert. Das Obergericht weist vielmehr darauf hin, dass der Beschwerdeführer (laut Aussagen der Zeugin E.________ und Ergebnissen der technischen Analyse der Telefonanrufe) vor der Tat intensiv den Kontakt zu seinem Bruder gesucht habe, während dieser ihm eher ausgewichen sei. In dieser Erwägung liegt keine Willkür. 5.5 Als offensichtlich unhaltbar und "aktenkundig falsch" bezeichnet der Beschwerdeführer eine Erwägung im angefochtenen Entscheid, wonach er im Tatzeitpunkt ein vormaliger Liebhaber (zumindest aber ein enger persönlicher Vertrauter) von A.________ gewesen sei. 5.5.1 Die Vorinstanz verweist zunächst auf Aussagen von A.________. Danach habe sie den Beschwerdeführer in einem Dancing kennen gelernt. In der Folge habe er Gartenarbeiten für sie verrichtet. Er habe sich in sie verliebt, und sie sich später auch in ihn. Ihre Beziehung habe im Sommer 1996 begonnen, im Jahre 1997 hätten sie zum letzten Mal sexuellen Kontakt gehabt. Das Obergericht erwägt weiter, A.________ sei bei dieser Aussage geblieben, nachdem sie zuvor ein intimes Verhältnis mit dem Beschwerdeführer noch verneint habe. Ihre Darstellung werde durch D.________ indirekt bestätigt, die auf entsprechende Äusserungen ihres Lebenspartners B.________ hingewiesen habe. Das Obergericht erwägt, es könne "letztlich offen bleiben, wie lange die Beziehung" des Beschwerdeführers "zu A.________ auch (körperlich) intim war". Wesentlich sei die "Feststellung, dass die beiden seit 1996 bis zur Tat ein Verhältnis pflegten, das sich auf die private, persönliche Ebene erstreckte und damit weit über das hinausging, was man sich gemeinhin als zwischen Hausherrin und sporadisch beschäftigtem Hilfsarbeiter üblich vorstellt - auch wenn" der Beschwerdeführer "die Intensität dieser Beziehung stets herunterzuspielen versucht" habe (angefochtener Entscheid, S. 38). 5.5.2 Zeugnis über eine jedenfalls enge private Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer und A.________ habe insbesondere deren Stiefsohn abgegeben. Dieser habe ausgesagt, dass der Beschwerdeführer oft zuhause angerufen habe. Es sei zu Verabredungen zwischen der Stiefmutter und dem Beschwerdeführer gekommen. Im Garten habe dieser nur sehr spärlich gearbeitet. Insgesamt habe er sich "eher wie ein Freund benommen als wie ein Arbeiter". Oft habe er sich im Massagestuhl massieren lassen und dabei Fernsehen geschaut. Gemeinsame Essen im Restaurant "Il Grissino" habe der Beschwerdeführer auch selbst zugegeben (vgl. angefochtener Entscheid, S. 38 f.). 5.5.3 Die diesbezüglichen Bestreitungen des Beschwerdeführers erschöpfen sich in appellatorischer Kritik an den Erwägungen des angefochtenen Entscheides. Soweit auf die Vorbringen überhaupt eingetreten werden kann, begründen sie keinen Willkürvorwurf. 5.6 Es ist rechtskräftig erstellt, dass A.________ die Tötung ihres Ehemannes durch B.________ veranlasst hat (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 6P.124/2002 vom 6. Oktober 2003). Die von A.________ vorgebrachte Version, sie sei erpresst worden und habe sich am Tötungsdelikt nicht beteiligt, wurde von den Gerichten sorgfältig geprüft und als unglaubhafte Schutzbehauptung verworfen. 5.6.1 Das vorliegende Verfahren gegen den Beschwerdeführer hat keine wesentlichen neuen Erkenntnisse zutage gefördert, welche erhebliche Zweifel an der Mittäterschaft von A.________ (oder gar Revisionsgründe) entstehen liessen. Was die Erpressungsthese betrifft, wird im angefochtenen Entscheid aber nicht einfach auf die abschlägigen konnexen Urteile gegen A.________ und B.________ verwiesen. Die Vorinstanz legt ausführlich und willkürfrei dar, weshalb ihr die Erpressungsthese (auch nach Abschluss des vorliegenden Verfahrens) "schlicht unglaubhaft" bzw. als "reine Schutzbehauptung" erscheint (vgl. angefochtener Entscheid, S. 30-40, insbes. S. 34 und 36). 5.6.2 Im angefochtenen Entscheid wird ausführlich dargelegt, dass die Aussagen von A.________ zwar widersprüchlich ausgefallen seien, dass sie aber konsequent bestritten habe, am Tötungsdelikt beteiligt gewesen zu sein. Allerdings finden sich (nach den willkürfreien Erwägungen der Vorinstanz) durchaus auch Aussagen von A.________, die sich für den Beschwerdeführer im hier zu beurteilenden Gesamtkontext belastend auswirken. Im angefochtenen Entscheid wird insbesondere darauf hingewiesen, dass A.________ (im Zusammenhang mit der von ihr zur Entlastung vorgebrachten Erpressungsversion) wie folgt aussagte: Immer wenn bezüglich Geldforderungen "etwas gelaufen" sei, habe der Beschwerdeführer sie angerufen. Bereits am 9. April 1998 habe er DEM 23'000.-- von ihr erhalten. Am 1. Mai 1998 habe der Beschwerdeführer weitere Fr. 100'000.-- gefordert und sie dabei immer wieder gefragt, ob sie ihre (im Vorschulalter befindliche) Tochter liebe, was sie als Drohung aufgefasst habe. Sie sei aufgefordert worden, am 5. Mai 1998 abends spazieren zu gehen, zwischen Bärengraben und Kiosk hinunter zur Aare, damit ihr Ehemann von einem Helfer wegen der Fr. 100'000.-- hätte "befragt" werden können. Diese Aussage habe sie später teilweise widerrufen (vgl. angefochtener Entscheid, S. 35 f.). Die Vorinstanz weist auch darauf hin, dass A.________ in der Voruntersuchung einmal die Vermutung geäussert habe, der Beschwerdeführer könne an der Tötung ihres Mannes beteiligt gewesen sei (vgl. angefochtener Entscheid, S. 39). Zwar habe sie diese Ansicht später widerrufen. Ihre Aussagen seien jedoch in diesem Punkt vage geblieben ("ich denke nicht, dass eine Tötung geplant war"). Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass sich A.________ mit einer eindeutigen Aussage gegen den Beschwerdeführer betreffend Tötungsplan zwangsläufig selbst mitbelastet hätte (vgl. angefochtener Entscheid, S. 39 f.). In diesen Erwägungen ist keine Willkür ersichtlich. 5.7 Die Würdigung der Aussagen des (am 22. August 2000 verstorbenen) C.________ durch die Vorinstanz wird vom Beschwerdeführer (über das bereits Dargelegte hinaus) nicht in substanziierter Weise als verfassungswidrig beanstandet. 5.8 Schliesslich rügt der Beschwerdeführer die Erwägung der Vorinstanz als willkürlich (sowie als Verstoss gegen die Unschuldsvermutung), er habe "ausweichend", "widerwillig" und "karg" ausgesagt. Auch die Glaubwürdigkeit der Beweisaussagen des Angeklagten bzw. seiner Bestreitungen ist vom Gericht zu prüfen. Dabei kann eine erkennbare Bereitschaft, den Sachverhalt aufzuklären sowie die Präzision, Ausführlichkeit und Spontaneität von Schilderungen (im Rahmen von aussagepsychologischen sogenannten "Realitätskriterien") durchaus gewisse willkürfreie Rückschlüsse auf die Glaubwürdigkeit von Aussagen zulassen. Die Vorinstanz analysiert die verschiedenen Stellungnahmen des Beschwerdeführers sorgfältig und ausführlich (vgl. angefochtener Entscheid, S. 66-74). Sie resümiert unter anderem, dass sich "ein ausweichendes, widerwilliges und karges Aussageverhalten durch sämtliche Einvernahmen" ziehe. Diese Einschätzung des Obergerichtes wird anhand von verschiedenen konkreten Beispielen untermauert. Weder sind die betreffenden Erwägungen offensichtlich unhaltbar, noch liegt darin eine Verletzung der Unschuldsvermutung oder des strafprozessualen Rechts des Angeklagten zu schweigen.