Citation: 5A_488/2023 E. 3

Der Beschwerdeführer macht geltend, "die pharisäerhafte Argumentation, das Kindeswohl eines dreijährigen Kindes sei gefährdet, sofern dieses auf keinerlei Ausweisdokumente zurückgreifen kann, sei als nicht stringent zu erachten"; "die Beaufsichtigungpflicht im Sinn von Art. 333 ZGB umfasst sowohl die Pflicht zur eigentlichen Überwachung des Unmündigen als die Ergreifung aller Massnahmen, die geeignet sind den Minderjährigen an der Verursachung eines Schadens zu hindern" und es "besteht in der Schweiz für Schweizer Staatsbürger weder eine generelle Ausweispflicht noch Mitführpflicht." Diese Ausführungen gehen an den in jeder Hinsicht zutreffenden Erwägungen des angefochtenen Entscheides vorbei. Mit zunehmendem Alter wird sich eine Identitätskarte im Behördenverkehr etc. für das Kind als zweckmässig erweisen. Weshalb vor diesem Hintergrund die Ausstellung eines Ausweisdokumentes gegen Recht verstossen soll, ist nicht ersichtlich. Die Befürchtung scheint primär zu sein, dass die Pflegefamilie mit dem Kind Ausflüge ins nahe Ausland unternehmen könnte. Was in objektivierbarer Weise dagegen sprechen soll, wird indes nicht dargelegt. Was sodann im Zusammenhang mit der vorinstanzlichen Erwägung, eine Aufbewahrung der Identitätskarte durch die Eltern (im Sinn einer milderen Massnahme) wäre angesichts der verweigernden Grundhaltung und der schwierigen Erreichbarkeit unzweckmässig, vorgetragen wird, geht nicht über allgemeine Polemik hinaus; eine Rechtsverletzung wird nicht in nachvollziehbarer Weise dargetan.