Citation: 9C_639/2015 E. 4.2

4.2. Wie die Beschwerdeführerin selber einräumt, ist es ihr im Haus mit Rollstuhl und Gehstöcken möglich, sich fortzubewegen. Eine Hilfsbedürftigkeit im Bereich "Fortbewegung" liegt diesbezüglich nicht vor und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht behauptet. In Bezug auf die ausserhäuslichen Aktivitäten hat die Vorinstanz unter Hinweis auf den Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 23. Juli 2014 für das Bundesgericht verbindlich (vgl. E. 1 hievor) festgestellt, die Beschwerdeführerin könne solche nur noch in Begleitung einer Drittperson wahrnehmen. Wie das kantonale Gericht richtig erwogen hat, wird diese Hilfestellung indessen bereits durch die lebenspraktische Begleitung berücksichtigt. Auf eine solche ist die Beschwerdeführerin gemäss Abklärungsbericht angewiesen, weil seit April 2013 Begleit- und Fahrdienste für Besuche beim Arzt, Zahnarzt, Coiffeur, bei der Tochter und Kollegen, sowie für Psychotherapie und Einkäufe notwendig sind. Diese Hilfestellungen betreffen gesellschaftliche Kontakte, wie sie der Alltag mit sich bringt (vgl. E. 4.1 hievor). Sie gehören damit (auch) zum Regelungstatbestand der alltäglichen Lebensverrichtung "Fortbewegung" und dürfen gemäss Rz. 8048 KSIH nur einmal - d.h. entweder als Hilfe bei der Teilfunktion der alltäglichen Lebensverrichtung oder als lebenspraktische Begleitung - berücksichtigt werden.