Citation: 9C_190/2023 E. 5.1

5.1. Im Lichte der vorstehenden Rechtsprechung und der Tatsache, dass die Tochter zwar kein steuerbares Einkommen im Jahr 2016 erzielt hat, hingegen per 31. Dezember 2016 über ein steuerbares Vermögen in der Höhe von Fr. 237'038.- verfügte, war es ihr zumutbar, trotz Ausbildung die Kosten für die Ausbildung und den Lebensunterhalt selbst zu übernehmen. Gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen reichte das Vermögen der Tochter im Umfang von Fr. 96'919.-, auch unter Ausklammerung des investierten Teils, ohne weiteres aus, im Jahr 2016 die relativ kostspielige Ausbildung in den USA inkl. Lebenshaltungskosten zu finanzieren. Hinzu kommt, dass entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin der Vorinstanz zuzustimmen ist, dass auch ein Investment in einen Anlagefonds (yyy) grundsätzlich liquid oder zumindest leicht verwertbar ist. Ausgehend von den vorinstanzlichen Feststellungen ist zudem in keiner Weise belegt, dass die Tochter über die besagten Vermögenswerte nicht hätte verfügen können. Die hiergegen gerichteten Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach die Tochter keinen Zugriff auf das betreffende Konto hatte, da ihr Vater dieses verwaltet habe, sind nicht ausreichend, die diesbezügliche sachverhaltliche Feststellung zu erschüttern (vorne E. 2.2). Dabei unbeachtlich bleibt das KS Nr. 30, welches von "umfangreichem" Vermögen und "Vermögenserträgen" spricht (vorne E. 4.5). Zwar ist vorliegend offensichtlich, dass übliche Erträge auf dem Vermögen der Tochter nicht ausgereicht hätten, um die gesamten Ausbildungs- und Lebenshaltungskosten im Ausland zu tragen. Weiter sprechen aber Praktikabilitätsinteressen und die Verfahrensökonomie dafür, den Umfang des Vermögens nicht noch höher anzusetzen, wie es das KS Nr. 30 vorschlägt. Im Ergebnis hat die Vorinstanz den Kinderabzug zu Recht verweigert. Die Beschwerde ist damit betreffend die direkte Bundessteuer 2016 abzuweisen.