Citation: 2C_1015/2014 E. 5.6

5.6. Soweit der Beschwerdeführer aus seiner langjährigen Anwesenheit einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung abzuleiten versucht, dringt er nicht durch. Unter besonderen Umständen kann sich aus dem in Art. 8 Abs. 1 EMRK verankerten Anspruch auf Schutz des Privatlebens ein Recht auf Verbleib im Land ergeben (Urteil 2C_838/2013 vom 23. September 2013 E. 2.2.3; vgl. auch Urteile des EGMR Vasquez gegen Schweiz vom 26. November 2013 [1785/08] § 37 sowie Gezginci gegen Schweiz vom 9. Dezember 2010 [16327/05] § 56 ff.). Eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration genügen hierzu jedoch nicht. Nach der Rechtsprechung erfordert dies besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende private Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechende vertiefte soziale Beziehungen zum ausserfamiliären Bereich (BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286; Urteile 2C_654/2013 vom 12. Februar 2014 E. 2.1 und 2C_426/2010 vom 16. Dezember 2010 E. 3.1). Zwar lebte der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des angefochtenen Urteils schon seit rund 23 Jahren in der Schweiz. Er hat Mazedonien jedoch erst mit 15 Jahren verlassen und somit seine Kindheit und einen Teil seiner Jugend in seinem Heimatland verbracht, mit dessen Sprache und Kultur er nach wie vor bestens vertraut und in welches er regelmässig zurückgekehrt ist. Eine überdurchschnittliche Integration in der Schweiz ist nicht erkennbar. Zwar ging der Beschwerdeführer verschiedenen Erwerbstätigkeiten nach; von einer beruflichen Verankerung kann jedoch angesichts der häufigen Stellenwechsel bzw. -verluste nicht gesprochen werden. Welche sonstigen engen sozialen Beziehungen der Beschwerdeführer konkret zur Schweiz geknüpft haben soll, ist weder ersichtlich noch dargetan.