Citation: 1C_551/2022 E. 4.1

4.1. Zum besseren Verständnis ist vorweg näher auf die Ausgangslage einzugehen. Unbestritten ist, dass das hier zu beurteilende Baugesuch, das am 7. Oktober 2019 eingereicht wurde, materiell identisch ist mit demjenigen, das am 22. Dezember 2017 eingereicht worden war und am 3. Oktober 2019 vom Verwaltungsgericht sistiert wurde (V 2019 66). Die wiederholte Eingabe des identischen Baugesuchs war offenbar verfahrensökonomisch motiviert - um möglichst rasch einen umfassenden materiellen Entscheid über das geplante Neubauvorhaben in den Händen zu halten, wie die Vorinstanz schreibt. Nachdem es in beiden Fällen um identische Bauprojekte auf dem gleichen Grundstück geht, hat die Vorinstanz die beiden Verfahren V 2019 66 sowie V 2021 22 im angefochtenen Urteil vereinigt. Die Vorinstanz schreibt, mit der Einreichung des neuen, zum hängigen Verfahren deckungsgleichen Baugesuchs, welches einer umfassenden Prüfung unterzogen wurde, sei das erste noch hängige Verfahren ohne weiteres gegenstandslos geworden und hat deshalb das Beschwerdeverfahren V 2019 66 mit dem angefochtenen Urteil als gegenstandslos abgeschrieben.