Citation: 7B_69/2025 E. 3.5

3.5. In Bezug auf die Frage, ob die Beschwerdeführerin Kenntnis vom Drogentransport gehabt habe und diesen wissentlich und willentlich zusammen mit ihrem Ehemann unternommen hat, hält die Vorinstanz fest, dass sie insoweit durch den belgischen Ermittlungsbericht nicht zusätzlich belastet werde. Darin werde festgehalten, dass die Beschwerdeführerin den Mitgliedern der Drogenbande nicht bekannt gewesen sei. Aufgrund der Auswertung des Mobiltelefons der Beschwerdeführerin hätten jedoch mehrere, den dringenden Tatverdacht erhärtende Indizien sichergestellt werden können. So habe eine Auswertung der GPS-Standorte zwischen dem 17. und 29. Mai 2024 (Festnahmedatum) Standorte in Frankreich, Belgien, Deutschland, Dänemark, Schweden und der Schweiz ergeben. Sodann seien auf dem Mobiltelefon auch abfotografierte, in rumänisch verfasste Chatnachrichten abgespeichert gewesen. Der Inhalt der Nachrichten, u.a. "Sä promiji kg" (übersetzt "dass du kg versprichst), "white" oder "vielleicht hat er ausgesagt, dass er Polizistensohn ist", deuteten daraufhin, dass es in diesen Chats um Drogengeschäfte gehe. Zudem habe die Beschwerdeführerin in Antwerpen mehrere Fotos von unbekannten Orten gemacht, wie z.B. einer leeren Sitzbank in einem Park, die im Zusammenhang mit Drogenübergaben stehen könnten.