Citation: 4A_238/2017 E. 2.2

2.2. In der Schuldanerkennung wird festgehalten, der Betrag sei zusätzlich zu der Summe geschuldet, welche gemäss dem vor Bezirksgericht abzuschliessenden Vergleich und den von diesem Vergleich erfassten spezifischen Transaktionen geschuldet sei. Auf diejenigen Forderungen, die vom Vergleich erfasst werden, kann sich die Schuldanerkennung nach dem klaren Wortlaut nicht beziehen. Wohl aber auf die Forderungen, die im Vergleich ausdrücklich vorbehalten wurden. Wieso aus der Tatsache, dass sich der Beschwerdegegner im Vergleich die Geltendmachung und oder Wiedereinbringung weiterer Forderungen vorbehalten hat, folgen sollte, dass diese (vorbehaltenen) Forderungen nicht Gegenstand der bereits abgegebenen Schuldanerkennung sein können, ist nicht nachvollziehbar. Im Vergleich wird lediglich, wie bereits in der Schuldanerkennung selbst, klargestellt, dass alle vom Vergleich nicht erfassten Forderungen (und damit auch die in der Schuldanerkennung anerkannten) trotz Abschluss des Vergleiches weiter eingeklagt werden können. Der Umfang dieser weiteren Ansprüche wird nicht begrenzt - er kann also den anerkannten Betrag übersteigen.