Citation: 2C_962/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Die Vorinstanz hielt fest, dass der Beschwerdeführer ein grosses privates Interesse am Verbleib bei seiner Ehefrau habe, mit der er seit Anfang 2016 verheiratet ist. Das Verwaltungsgericht ging aber davon aus, dass es für die Ehefrau nicht absolut unzumutbar sei, mit ihm auszureisen. Für den Fall, dass sie nicht mit ihrem Ehemann ausreisen wolle, könne dem Ehepaar zugemutet werden, seine Beziehung mit Besuchsaufenthalten und modernen Kommunikationsmitteln weiterzuführen. Die Länge der Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers sei dahingehend zu relativieren, dass dieser sich erst seit dem 29. Februar 2016 legal in der Schweiz aufhalte und ihm die Bewilligung letztmals am 20. Februar 2017 für ein Jahr verlängert worden sei. Die wirtschaftliche Wiedereingliederungsfähigkeit des Beschwerdeführers im Heimatland erachtete die Vorinstanz als gut, da er dort eine Ausbildung abgeschlossen und dieses erst im Erwachsenenalter verlassen habe, die Sprache und die Gepflogenheiten dort bestens kenne, dort arbeitstätig gewesen sei und mehrere Sprachen spreche. Die Vorinstanz ging deshalb davon aus, dass die privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz die öffentlichen Interessen an seiner Wegweisung nicht zu überwiegen vermögen.