Citation: 6B_267/2007 03.12.2007 E. 4

4.1 Eventualiter beanstandet der Beschwerdeführer den Schluss der Vorinstanz, er habe wissen müssen, dass die Geschädigte mit grosser Wahrscheinlichkeit noch nicht 16 Jahre alt gewesen sei, so dass er hinsichtlich des Tatbestands der sexuellen Handlungen mit Kindern mit Eventualvorsatz gehandelt habe (Beschwerde S. 18 f.). 4.2 Die Vorinstanz geht davon aus, dass der Beschwerdeführer nicht gewusst hat, wie alt die Geschädigte war. Er habe nach seinen Aussagen aber gedacht, sie sei 16 oder 17 Jahre alt gewesen. Er habe nicht nach ihrem Alter gefragt und sich auch keine Gedanken darüber gemacht. Er habe angenommen, die Geschädigte hätte ihm schon gesagt, wenn sie noch nicht 16 Jahre alt gewesen wäre und Jungfrau sei sie eh nicht mehr gewesen. Die Vorinstanz nimmt gestützt auf diese Angaben an, dem Beschwerdeführer sei das Alter der Geschädigten mehr oder weniger egal gewesen. Obwohl er gewusst habe, dass es sich bei dieser um eine Jugendliche gehandelt habe, die mit grosser Wahrscheinlichkeit noch nicht 16 Jahre alt gewesen sei, habe er weder nach ihrem Alter gefragt noch habe der Altersunterschied zu ihm für ihn überhaupt ein Problem dargestellt. Damit habe er zumindest in Kauf genommen, dass die Geschädigte das 16. Altersjahr noch nicht vollendet gehabt habe, und mithin eventualvorsätzlich gehandelt (angefochtenes Urteil S. 26 f.). 4.3 Gemäss Art. 12 Abs. 2 StGB begeht ein Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich, wer die Tat mit Wissen und Willen ausführt. Vorsätzlich handelt bereits, wer die Verwirklichung der Tat für möglich hält und in Kauf nimmt. Damit erhebt das neue Recht den von Lehre und Rechtsprechung auch unter der früheren Fassung der Bestimmung von Art. 18 Abs. 2 aStGB anerkannten Eventualvorsatz, nach welchem Vorsatz auch bei demjenigen Täter vorliegt, der den Eintritt des Erfolgs für möglich hält, aber dennoch handelt, weil er den Erfolg für den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt, sich mit ihm abfindet, mag er ihm auch unerwünscht sein (BGE 130 IV 58 E. 8.2; 131 IV 1 E. 2.2, je mit Hinweisen), nunmehr ausdrücklich zum Gesetz. Nach der Rechtsprechung betrifft, was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm, sogenannte innere Tatsachen, und ist damit Tatfrage. Rechtsfrage ist demgegenüber, ob im Lichte der von der kantonalen Instanz festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz berechtigt erscheint. Das gilt grundsätzlich auch, wenn bei Fehlen eines Geständnisses des Täters aus äusseren Umständen auf jene inneren Tatsachen geschlossen werden muss (BGE 133 IV 222 E. 5.3; 130 IV 58 E. 8.5; 125 IV 242 E. 3c S. 251 je mit Hinweisen). 4.4 Das angefochtene Urteil ist auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden. Denn der Schluss der Vorinstanz, das Alter der Geschädigten sei dem Beschwerdeführer gleichgültig gewesen, ist nicht schlechterdings unhaltbar. Wie sich aus den Aussagen des Beschwerdeführers ergibt, war er sich im klaren darüber, dass sich das Alter der Geschädigten um das Schutzalter herum bewegte. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers erlaubte ihm der Schluss, dass die Jugendlichen im Restaurant alkoholische Getränke konsumiert hätten, nicht den Schluss darauf, sie seien älter als 16 Jahre alt gewesen, zumal nicht festgestellt ist, dass diese, bevor der Beschwerdeführer und sein Kollege begonnen hatten, Runden zu spendieren, ebenfalls schon Alkohol konsumiert hatten (angefochtenes Urteil S. 20 f.). Wenn er sich bei dieser Sachlage nicht näher erkundigte, war ihm dieser Umstand offenbar gleichgültig. Wenn die Vorinstanz gestützt hierauf annimmt, der Beschwerdeführer habe in Kauf genommen, dass die Geschädigte noch nicht dem Schutzalter entwachsen sei, und somit eventualvorsätzlich gehandelt, verletzt sie kein Bundesrecht. Denn wem der Eintritt eines als möglich erkannten Erfolges völlig gleichgültig ist, dem ist sein Eintreten ebenso recht wie sein Ausbleiben. In einer solchen Einstellung liegt aber eine Entscheidung für die mögliche Rechtsgüterverletzung (Claus Roxin, Strafrecht Allgemeiner Teil, 4. Auflage München 2006, § 12 N 30), so dass der Schuldspruch der sexuellen Handlungen mit einem Kind zu Recht erfolgt ist. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.