Citation: 9C_582/2021 E. 4.2

4.2. Wenn der Beschwerdeführer weiter rügt, Art. 49 Abs. 1 Satz 2 BVG sei nicht anwendbar, weil sein Anspruch auf eine (altrechtliche) Invalidenrente bereits vor der 1. BVG-Revision entstanden sei, verfängt dies ebenfalls nicht. Wohl wurde der zweite Satz des Art. 49 Abs. 1 BVG, wonach sie (die Vorsorgeeinrichtungen) im Reglement vorsehen können, dass Leistungen, die über die gesetzlichen Mindestbestimmungen hinausgehen, nur bis zum Erreichen des Rentenalters ausgerichtet werden, erst mit der 1. BVG-Revision vom 3. Oktober 2003 eingefügt (in Kraft ab 1. Januar 2005, AS 2004 1677). Der Beschwerdeführer übersieht jedoch, dass die Ablösung einer laufenden Invalidenrente durch eine tiefere Altersrente, soweit das gesetzliche Minimum beachtend, schon unter altem Recht zulässig war. Im überobligatorischen Bereich, worum es in concreto geht, war ein entsprechendes Vorgehen einzig in der Zeit zwischen Juli 2001 (BGE 127 V 259) und Juni 2004 (BGE 130 V 369) nicht gestattet (vgl. E. 2.2 hievor; so auch: SVR 2021 BVG Nr. 3 S. 7 ff., 9C_555/2019 E. 4.2). Der hier zu beurteilende (neue) Versicherungsfall (vgl. E. 4.2 hievor) liegt indes ausserhalb dieser Zeitspanne, erreichte der Beschwerdeführer das Rücktrittsalter doch unbestrittenermassen erst am 4. Oktober 2018. Demnach besteht - anders als in der Beschwerde verlangt - kein Anspruch auf Besitzstand im Leistungsprimat in dem Sinne, dass die bestehende Lebensweise im Falle des Erreichens des ordentlichen Pensionsalters durch Beibehalten einer (betraglich unveränderten) Invalidenrente weitergeführt werden könnte (so auch: THOMAS GÄCHTER/KASPAR SANER, Kommentar zum Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, BVG und FZG, 2. Aufl. 2019, N. 28 zu Art. 49 BVG). Nähere Ausführungen zur in der Beschwerde behaupteten Rückwirkung erübrigen sich (zum Begriff: BGE 138 I 189 E. 3.4).