Citation: 6B_507/2024 E. 1.3.2

1.3.2. Die Vorinstanz hält fest, der Beschwerdeführer habe gemäss Polizeirapport behauptet, der Beschwerdegegner 2 habe ihn mit der linken Faust ins Gesicht geschlagen und ihn anschliessend mit der rechten Hand am Hals gepackt, worauf er (der Beschwerdeführer) dessen Hände weggeschlagen habe. Anlässlich der polizeilichen Einvernahme sechs Wochen später habe der Beschwerdeführer einen tätlichen Angriff des Beschwerdegegners 2 nicht erwähnt und ausgesagt, der Beschwerdegegner 2 sei wütend geworden und auf ihn zugegangen, worauf er (der Beschwerdeführer) seine rechte Hand gehoben und gesagt habe, er wolle keine Probleme. Die Frage, ob er vom Beschwerdegegner 2 tätlich angegriffen worden sei, habe der Beschwerdeführer verneint. Mit seinen Aussagen gemäss Polizeirapport konfrontiert, habe der Beschwerdeführer zunächst gemeint, er könne sich nicht erinnern, um später anzufügen, der Beschwerdegegner 2 habe ihn mit der rechten Hand am Hals gepackt, geschlagen habe er ihn aber nicht. Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme habe der Beschwerdeführer neu geltend gemacht, der Beschwerdegegner 2 habe ihn zunächst mit der linken Hand und danach mit beiden Händen gewürgt, geschlagen habe ihn der Beschwerdegegner 2 nicht, dies sei auch nicht möglich gewesen, weil er dessen Hände festgehalten habe. Auf Vorhalt seiner Angaben gemäss Polizeirapport, wonach ihn der Beschwerdegegner 2 mit der linken Faust geschlagen habe, meinte der Beschwerdeführer, es könne sein, dass der Beschwerdegegner 2 einen Schlag getätigt habe, als er (der Beschwerdeführer) sich von ihm am Lösen gewesen sei. Die Vorinstanz wertet die Aussagen des Beschwerdeführers aufgrund zahlreicher Widersprüche in ganz zentralen Punkten als unglaubhaft. Demgegenüber habe der Beschwerdegegner 2 den Ablauf des Kerngeschehens konstant und widerspruchsfrei geschildert. Zudem werde die von ihm geschilderte Verletzung durch den am Tag des Vorfalls erstellten Arztbericht bestätigt. Gestützt auf die konstanten, schlüssigen, überzeugenden und glaubhaften Aussagen des Beschwerdegegners 2 sei der angeklagte Sachverhalt betreffend den Vorfall vom 14. April 2020 erstellt.