Citation: 1P.207/2002 14.05.2002 E. 2

2.1 Die Anklagekammer erachtet den dringenden Tatverdacht als gegeben. Sie bejaht sodann sowohl Flucht- als auch Wiederholungsgefahr. Der Beschwerdeführer rügt, der angefochtene Entscheid verletze sein Recht auf persönliche Freiheit nach Art. 10 Abs. 2 BV in Verbindung mit Art. 5 Ziff. 1 lit. c und Art. 5 Ziff. 3 EMRK. Überdies habe die Anklagekammer kantonales Prozessrecht willkürlich angewandt und damit Art. 9 BV verletzt. 2.2 Gemäss Art. 10 Abs. 2 BV hat jeder Mensch das Recht auf persönliche Freiheit, insbesondere auf Bewegungsfreiheit. Bei staatsrechtlichen Beschwerden, die gestützt auf das verfassungsmässige Recht der persönlichen Freiheit wegen der Ablehnung eines Haftentlassungsgesuchs erhoben werden, prüft das Bundesgericht die Auslegung und Anwendung des kantonalen Rechts frei (BGE 123 I 268 E. 2d mit Hinweis). Der Rüge der willkürlichen Anwendung des kantonalen Prozessrechts kommt daher keine selbständige Bedeutung zu. 2.3 Gemäss Art. 176 Abs. 2 des Gesetzes des Kantons Bern über das Strafverfahren vom 15. März 1995 kann die angeschuldigte Person in Untersuchungshaft versetzt werden, wenn sie eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist und zudem ernsthaft Gründe zur Annahme bestehen, sie werde 1. sich durch Flucht dem Strafverfahren oder einer zu erwartenden Sanktion entziehen oder