Citation: 8C_6/2023 E. 5.4

5.4. Die vom Beschwerdeführer angesprochene Beurteilung des Dr. med. D.________ vom 31. März 2022, wonach die im Zentrum für Neurologie diagnostizierte Frozen Shoulder und die Armplexusreizung überwiegend wahrscheinlich als Traumafolgen anzusehen seien und der rechte Arm nicht (mehr) brauchbar sei, liess das kantonale Gericht deshalb unberücksichtigt, weil sie lange nach Erlass des Einspracheentscheids erstattet wurde. Inwiefern es damit Bundesrecht verletzt haben soll, ist nicht ersichtlich. Zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet nämlich der Erlass des Einspracheentscheids vom 30. Juni 2021 (BGE 143 V 409 E. 2.1; 134 V 392 E. 6; je mit Hinweis; Urteil 8C_43/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1). In jenem Zeitpunkt wurde das Vorliegen einer Schultersteifigkeit noch verneint, wie die Vorinstanz mit Verweis auf den Bericht der Klinik E.________ vom 26. Mai 2021 (keine Schultersteifigkeit bei guter passiver Beweglichkeit) richtig feststellte. Auch der von Dr. med. D.________ erwähnte Bericht des Zentrums für Neurologie vom 13. Januar 2022 datiert mehrere Monate nach dem Einspracheentscheid und ist deshalb grundsätzlich nicht zu berücksichtigen. Ohnehin ist darin lediglich von einer möglichen Capsulitis adhäsiva und einer möglichen konsekutiven Armplexus-Irritation die Rede, wobei die MRT-Untersuchung des Armplexus keine Anhaltspunkte für eine Armplexusaffektion ergeben habe. Damit sind die Gesundheitsschäden jedenfalls nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad nachgewiesen, weshalb weder der Bericht des Dr. med. D.________ vom 31. März 2022 noch derjenige des Zentrums für Neurologie vom 13. Januar 2022 Zweifel an der kreisärztlichen Einschätzung zu begründen vermögen. Ob es sich bei der von Dr. med. D.________ resp. von den Ärztinnen des Zentrums für Neurologie (vgl. Bericht vom 13. Januar 2022) erwähnten Verdachtsdiagnose einer Capsulitis adhäsiva sowie der Armplexusreizung allenfalls um Spätfolgen des Unfalls vom 3. August 2018 im Sinne von Art. 11 UVV handelt und sich bejahendenfalls eine Neubeurteilung des Zumutbarkeitsprofils aufdrängt, ist im vorliegenden Verfahren nicht zu prüfen.