Citation: 6B_1038/2017 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe die von der objektiven Tatschwere abhängige hypothetische Einsatzstrafe - vor Berücksichtigung des subjektiven Tatverschuldens und der Täterkomponenten - auf zu hohe 18 Jahre festgelegt. Soweit die Einsatzstrafe damit begründet werde, er habe das Leben und damit das höchste Rechtsgut des Geschädigten vernichtet, verkenne die Vorinstanz, dass dies bei einer vorsätzlichen Tötung immer der Fall sei. Dieser Umstand trage nichts zur Festsetzung der Tatschwere bei. Unbegründet sei sodann der Vorwurf einer heimtückischen Tatausführung, die nahe bei der Erfüllung des objektiven Mordtatbestandes liege. Weitere Merkmale der Mordqualifikation seien auch nach Ansicht der Vorinstanz nicht gegeben. Diese sage sodann nicht, weshalb sie von einer "erschreckend hohen kriminellen Energie" ausgehe. Er habe auch nach Auffassung der Vorinstanz spontan und ohne Plan gehandelt. Erhebliche Hindernisse habe er nicht überwinden müssen, um die Tat zu begehen. So sei es ihm ein Leichtes gewesen, die unverschlossen im Schrank des Vaters liegende Waffe zu behändigen. Anstatt von einem schweren objektiven Tatverschulden sei von einer Tatschwere "wohl im mittleren Bereich" auszugehen. Ohnehin sei nicht ersichtlich, weshalb ein (bestrittenes) schweres objektives Tatverschulden automatisch zu einer hypothetischen Einsatzstrafe "deutlich im oberen Drittel" des sehr weit gefassten Strafrahmens (von bis zu 20 Jahren) führen sollte. Selbst wenn von einem schweren objektiven Tatverschulden auszugehen wäre, würde eine Einsatzstrafe von 16 Jahren viel eher dem von der Vorinstanz angenommenen "allenfalls tatsächlich heimtückischen Vorgehen" entsprechen. Dies führte im Ergebnis (bei gleicher Berücksichtigung von strafmindernden Umständen) zu einer wesentlich angemesseneren Freiheitsstrafe von neun Jahren. Die Vorinstanz habe die Gebote einer verschuldensabhängigen Strafzumessung (Art. 47 StGB) und einer nachvollziehbaren Begründung der Strafzumessung (Art. 50 StGB) verletzt.