Citation: 6B_802/2015 E. 10.2

10.2. Die Medienberichterstattung und die angeblich lange Verfahrensdauer können mangels eines behaupteten Schadens höchstens zur Zusprechung einer Genugtuung führen. Voraussetzung hierfür ist gemäss Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO eine besonders schwere Verletzung der persönlichen Verhältnisse, welche die Beschwerdeführerin darlegen und beweisen muss (vgl. BGE 135 IV 43 E. 4.1 S. 47; Urteile 6B_192/2015 vom 9. September 2015 E. 1.2; 6B_437/2014 vom 29. Dezember 2014 E. 3). Vorliegend wäre eine allfällige Vorverurteilung der Beschwerdeführerin in der Medienberichterstattung und eine Verletzung des Beschleunigungsgebots angesichts des bloss teilweisen Freispruchs in erster Linie bei der Strafzumessung zu berücksichtigen gewesen (BGE 128 IV 97 E. 3b/aa S. 104 für die Medienberichterstattung sowie BGE 133 IV 158 E. 8 S. 170 für die Verletzung des Beschleunigungsgebots). Für die Zusprechung einer Genugtuung nach Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO besteht insofern kein Anlass. Die Beschwerdeführerin legt zudem nicht dar, die Vorinstanz habe ihr gestützt auf die verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen zu Unrecht eine Genugtuung verweigert. Eine besonders schwere Persönlichkeitsverletzung ist weder dargetan noch ersichtlich. Auf die ungenügend begründete Rüge ist nicht einzutreten.