Citation: 4C.119/2004 24.06.2004 E. 2

2.1 Nach Art. 137 lit. b OG ist die Revision eines bundesgerichtlichen Entscheids zulässig, wenn die das Gesuch stellende Partei nachträglich neue erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte. An dieser Unmöglichkeit fehlt es, wenn die Entdeckung neuer Tatsachen oder Beweismittel auf Nachforschungen zurückzuführen ist, die bereits im früheren Verfahren hätten angestellt werden können und müssen. Die Revision eröffnet dem Rechtsuchenden nicht die Möglichkeit, einen Entscheid, den er für unrichtig hält, umfassend neu beurteilen zu lassen. Sie erlaubt bloss die Behebung von Mängeln, die so schwer wiegen, dass sie hinzunehmen in einem Rechtsstaat unerträglich wäre (Elisabeth Escher Revision und Erläuterung, in: Thomas Geiser/Peter Münch (Hrsg.), Prozessieren vor Bundesgericht, 2. Aufl., Basel 1998, § 8 Rz. 8.1, mit Hinweisen). Als "neu" gelten Tatsachen, welche sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Notwendig ist zudem, dass eine unrichtige Würdigung erfolgte, weil für den Entscheid wesentliche Tatsachen nicht bekannt waren oder unbewiesen blieben (zum Ganzen BGE 121 IV 317 E. 2 S. 322; 110 V 138 E. 2 S. 141; vgl. auch BGE 118 II 199 E. 5 S. 205).