Citation: 2C_44/2022 E. 5.3.2

5.3.2. Zwar kann kein vollständiger Ausschluss der Rückfallgefahr verlangt werden, aber es gibt Delikte, die allein aufgrund ihrer Schwere und durch die Art und Weise ihrer Begehung eine spätere Rückfallgefahr - auch für weniger schwere Straftaten - möglich erscheinen lassen (vgl. Urteil 2C_432/2020 vom 26. August 2020 E. 4.2.3). Die mehrfache Vergewaltigung als schwerstes Sexualdelikt gehört zweifellos dazu (vgl. vorne E. 5.1). Daran ändert nichts, dass das Strafgericht die verübte Vergewaltigung verschuldensmässig eher im unteren Bereich der möglichen Tatvarianten eingestuft hat. Es hat ausdrücklich erwogen, dass der Beschwerdeführer "während rund vier Stunden mit einiger Gewaltanwendung schonungslos immer wieder in die körperliche und seelische Integrität des ihm körperlich weit unterlegenen Opfers eingegriffen" habe, und seine Vorgehensweise als "verwerflich" bezeichnet (vgl. E. 7.2 des Urteils des Regionalgerichts Viamala vom 21. Februar 2017). Weiter hat der Beschwerdeführer die Tat vorwiegend zum Zwecke der Demütigung und Bestrafung seiner Ehefrau begangen. Bei dieser Sachlage ist zusammen mit der Vorinstanz von einer sehr schweren Straftat auszugehen, die auf eine Rückfallgefahr schliessen lässt.