Citation: 4A_281/2017 E. 5.2

5.2. Das Zivilprozessrecht bezweckt, dem materiellen Recht zum Durchbruch zu verhelfen (BGE 139 III 457 E. 4.4.3.3 S. 463 mit Hinweisen). Bei den formellen Anforderungen an die Substanziierung ist daher immer zu beachten, dass eine sinnvolle Prozessführung möglich sein muss. Im zu beurteilenden Fall hat die Beschwerdegegnerin ausgeführt, die Beschwerdeführerin habe für jede Position die verbaute Menge und die vereinbarten Einheitspreise darzulegen. Die Beschwerdegegnerin verlangte mithin eine Vielzahl einzelner Informationen. Wenn sie diese nicht in der Replik selbst erhält, sondern in einer Replikbeilage, auf die verwiesen wird, muss dies für sie weder mit einem merklichen Mehraufwand verbunden sein noch dazu führen, dass sie sich die Informationen selbst zusammensuchen muss. Unter Umständen wird durch ein derartiges Vorgehen vielmehr die Lesbarkeit der Replik erhöht und die Kontrolle der einzelnen Angaben erleichtert, indem nicht die gesamte Rechtsschrift, sondern nur die einschlägigen Beilagen hinzugezogen werden müssen. Gerade in derartigen Situationen kann es überspitzt formalistisch sein, eine Übernahme der Beilage in die Rechtsschrift selbst zu verlangen, da dies zu einem unnützen Leerlauf führen würde.