Citation: 8C_720/2015 E. 5.3.1

5.3.1. Das kantonale Gericht hat zutreffend ausgeführt, allein die Tatsache der am 20. November 2002 erteilten Bewilligung zur selbstständigen Berufsausübung als Physiotherapeutin lasse nicht auf die Annahme schliessen, die Versicherte hätte ohne Unfall - drei Jahre später - mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit den Schritt in die Selbstständigkeit als vollerwerbstätige Physiotherapeutin gemacht. Dass die Beschwerdeführerin jedoch wegen ihrer Unfallrestfolgen die selbstständige Erwerbstätigkeit als Physiotherapeutin nicht habe aufnehmen können und deshalb angeblich ihre angestammte Arbeitsstelle als unselbstständige Physiotherapeutin bei Dr. med. B.________ verloren habe, findet in den Akten keine Stütze. Im Gegenteil: Aus dem Schreiben des Dr. med. B.________ an die Versicherte vom 26. Oktober 2005 geht vielmehr ausdrücklich hervor, dass der Arbeitgeber die Kündigung des Arbeitsverhältnisses per 31. Dezember 2005 nicht aus gesundheitlichen, sondern einzig aus wirtschaftlichen Gründen ausgesprochen hat. Zudem reduzierte die Beschwerdeführerin 2002 ihr angestammtes unselbstständiges Physiotherapeuten-Pensum gemäss Gutachten der Dr. med. L.________ vom 10. April 2008 aus unfallfremden Gründen (vgl. E. 3 hievor) wegen der Rückenproblematik von 100 % auf 60 %. Schliesslich bestand für die weiter geltend gemachten Unfallereignisse von 2010, 2011, 2012 und 2013 nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses per Ende 2005 bei der Beschwerdegegnerin keine Versicherungsdeckung mehr.