Citation: U 83/05 01.06.2006 E. 3

3.1 Ob es sich mit Blick auf das für die Einteilung der Unfälle mit psychischen Folgeschäden in leichte, mittelschwere und schwere Unfälle massgebliche objektiv erfassbare Unfallereignis (BGE 115 V 139 Erw. 6) beim Anschlagen des Kopfes an der Baggertüre ohne von aussen sichtbare Hautläsion (erster Unfall vom 7. Dezember 2000 - nähere Angaben zum Unfallhergang, insbesondere zum genauen Mechanismus, sind aus den Akten nicht ersichtlich und wurden von den untersuchenden Ärzten auch nicht nachgefragt, vgl. Erw. 3.2.3 hernach) - tatsächlich um ein mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten handelt, wovon SUVA und Vorinstanz ausgegangen sind, oder ob dies im Vergleich zur Rechtsprechung eher als leichter Unfall zu qualifizieren ist (als leichter Unfall eingestuft wurde beispielsweise ein Treppensturz mit Radius- und Jochbogenfraktur sowie einer Kontusion des Beins und der Lendenwirbelsäule [nicht publiziertes Urteil H. vom 17. September 1996, U 154/95], Stolpern und Sturz auf einer Strasse und Aufschlagen mit dem Gesicht sowie einem Knie auf dem Boden [Urteil S. vom 21. März 2003, U 367/01]; Ausrutschen auf einer Eisfläche, Sturz auf den Rücken und Aufprall mit dem Kopf auf dem Boden [Urteil E. vom 25. Februar 2003, U 78/02, teilweise publiziert in SVR 2003 UV Nr. 12 S. 35 ff.]; Anschlagen des Kopfes an einem Beton-Unterzug [Urteil R. vom 20. Dezember 2004, U 134/04], Sturz auf den Rücken mit Anschlagen des Kopfes am Boden [Urteil C. vom 5. November 2004, U 106/04]; vgl. auch Zusammenstellung leichter Unfälle in SVR 2001 UV Nr. 22 S. 82 Erw. 6 [Urteil J. vom 2. März 2001, U 116/98]), der rechtsprechungsgemäss grundsätzlich die Verneinung der Adäquanz zwischen dem Unfall und der psychischen Beeinträchtigung (BGE 117 V 383 Erw. 4a und 366 Erw. 6a mit Hinweis) ohne Abhandlung der bei mittleren Unfällen massgeblichen Kriterien nach sich zieht, kann offen gelassen werden. Denn das Ereignis zeitigte unmittelbare Folgen (Kopfschmerzen, Übelkeit), welche die gesundheitliche Fehlentwicklung nicht als offensichtlich unfallunabhängig erscheinen lassen (RKUV 1998 Nr. U 297 S. 243). Im Sinne einer Ausnahme (Urteil W. vom 7. Dezember 1989, U 39/89, teilweise publiziert in RKUV 1990 Nr. U 98 S. 195) hat deshalb ohnehin eine Adäquanzbeurteilung Platz zu greifen. Das gleiche gilt für den zweiten Unfall vom 31. Mai 2002, dessen Hergang nach den Akten ebenfalls nicht genauer bekannt ist (Sturz vom Bagger gemäss Arztbericht des Dr. med. K.________ vom 28. Juni 2002 bzw. Sturz auf eine Wiese beim Aufladen eines Raupenbaggers gemäss Befragung des Arbeitgebers vom 10. Juni 2002). Dieser ist höchstens den mittelschweren Ereignissen im Grenzbereich zu den leichten zuzuordnen.