Citation: 7B_875/2023 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz vertritt den Standpunkt, es genüge grundsätzlich nicht, wenn der Inhaber eines sichergestellten Mobiltelefons der ein geschütztes Berufsgeheimnis als Entsiegelungshindernis anruft, lediglich den Nachnamen eines angeblichen Arztes an einem ausländischen Spital nennt und pauschal behauptet, er habe mit dieser Person Korrespondenz geführt. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er im Entsiegelungsverfahren vor dem ZMG keine Angaben dazu gemacht hat, welcher Art die Korrespondenz via SMS, Viber und WhatsApp gewesen sei und welche angeblich betroffenen "Videodateien" inwiefern dem Arztgeheimnis unterlägen. Insbesondere hat der Beschwerdeführer unbestrittenermassen keinerlei Angaben darüber gemacht, in welchem Zeitraum er beim genannten Arzt angeblich in Behandlung gewesen wäre. Bei dieser Sachlage verletzt es aArt. 248 StPO nicht, wenn die Vorinstanz auf eine richterliche Triage der gesiegelten elektronischen Aufzeichnungen verzichtet hat.