Citation: 6A.67/2002 25.09.2002 E. 1

Nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichtes ist bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts von 23 km/h der Führerausweis zwingend zu entziehen, es sei denn, es lägen besondere Umstände vor (BGE 128 II 86 E. 2b S. 88; 126 II 202 E. 1a S. 204). Die Beschwerdeführerin stellt dies grundsätzlich nicht in Frage. Sie macht geltend, gemäss konstanter Praxis im Kanton Tessin würde eine derartige Geschwindigkeitsüberschreitung nur mit einer Verwarnung sanktioniert. Es stelle eine Verletzung der Rechtsgleichheit dar, dass sie, weil im Kanton Graubünden wohnhaft, mit einem Führerausweisentzug von einem Monat belegt werde, während im Tatortkanton in derartigen Fällen bloss eine Verwarnung ausgesprochen würde.