Citation: 1P.775/2006 15.12.2006 E. 1

Der Beschwerdeführer beantragt neben der Aufhebung des angefochtenen Entscheides seine Haftentlassung. Dieses Begehren ist in Abweichung vom Grundsatz der kassatorischen Natur der staatsrechtlichen Beschwerde zulässig, da im Falle einer nicht gerechtfertigten strafprozessualen Haft die von der Verfassung geforderte Lage nicht schon mit der Aufhebung des angefochtenen Entscheids sondern erst durch eine positive Anordnung hergestellt werden kann (BGE 132 I 21 E. 1 S. 22 mit Hinweisen). Im angefochtenen Entscheid wird das Haftentlassungsgesuch des Beschwerdeführers abgewiesen. Dabei wird unter anderem erwogen, das UNO-Kinderrechteübereinkommen lasse es grundsätzlich zu, den noch nicht volljährigen Beschwerdeführer von Erwachsenen getrennt (zumindest vorübergehend) in einem Untersuchungsgefängnis unterzubringen. Von dieser Frage abgesehen (vgl. unten, E. 5), sind hier keine Änderungen des Haftregimes streitig, die vom Beschwerdeführer beantragt und im angefochtenen Entscheid abgewiesen worden wären. Soweit sich die Vorbringen des Beschwerdeführers gegen konkrete Haftbedingungen richten (Briefwechsel, Besuche, Spaziergang etc.), kann darauf mangels Anfechtungsgegenstandes nicht eingetreten werden (Art. 84 Abs. 1 OG).