Citation: 2C_3/2023 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer rügt zunächst, seine Ehegemeinschaft in der Schweiz habe entgegen den Ausführungen der Vorinstanz mehr als drei Jahre gedauert. Gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz hat der Beschwerdeführer am 14. Juni 2019 geheiratet; am 21. März 2022 wurde die Ehe geschieden. Die Vorinstanz geht zu Recht davon aus, dass die Ehegemeinschaft spätestens mit der Scheidung endete und zu diesem Zeitpunkt noch keine drei Jahre bestand (angefochtener Entscheid E. 2.4 S. 6). Dass der Beschwerdeführer und seine Ex-Ehegattin bereits vor dem Eheschluss bzw. auch noch nach der Scheidung zusammen gelebt haben sollen, vermag daran nichts zu ändern: Die Ehegemeinschaft i.S.v. Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG kann weder vor dem Eheschluss beginnen, noch über die Scheidung hinaus bestehen. Da die Dreijahresfrist hier offensichtlich nicht erreicht wird, kann mit der Vorinstanz ferner offen gelassen werden, zu welchem Zeitpunkt der Ehewille genau erloschen ist (angefochtener Entscheid E. 2.4 S. 6). Ein Aufenthaltsanspruch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG fällt demnach bereits aufgrund der fehlenden dreijährigen Ehegemeinschaft ausser Betracht.