Citation: 5A_252/2019 E. 2.1.3

2.1.3. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts handelt es sich bei der Schadenersatzklage nach Art. 129 Abs. 4 SchKG um eine Leistungsklage gegen den Erstersteigerer, die vom Zivilrichter zu beurteilen ist; an diesen gelangen, wer die Forderung nach Art. 130 Ziff. 1 und Art. 131 SchKG bzw. an der öffentlichen Steigerung erhalten hat (GILLIÉRON, a.a.O., N. 64 zu Art. 143; BGE 28 II 582 E. 4). Neben dem bereits berechneten Ausfall kann gestützt auf Art. 97 OR auch der weitere Schaden geltend gemacht werden, der sich aus der Nichterfüllung der mit dem Zuschlag eingegangenen Verpflichtung und der Wiederholung der Versteigerung ergibt. Es wird vertreten, dass es sich nicht um den Schaden aus einer Vertragsverletzung handle, sondern die Klage in einer " obligatio ex lege spéciale" gründe (GILLIÉRON, a.a.O., N. 33 zu Art. 129; MORALES SANCHO, Die Schadenersatzklagen im Schuldbetreibungs- und Konkursrecht, 2020, Rz. 271 ff., "Kausalhaftung"). Wie es sich damit verhält und welche Bedeutung dieser Frage zukommt, wird der Richter bei der Beurteilung der Schadenersatzbegehren allenfalls zu berücksichtigen haben und ist hier nicht von Belang.