Citation: 2C_976/2020 E. 5.4.3

5.4.3. Was der Beschwerdeführer dem entgegenhält, vermag nicht zu überzeugen. So kann er aus dem Umstand, dass er seit der letzten Tatbegehung keine Straftaten mehr verübt habe, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, kommt dem Wohlverhalten praxisgemäss während strafrechtlichen Probezeiten bzw. unter dem Druck eines hängigen ausländerrechtlichen Verfahrens nur untergeordnete Bedeutung zu. In dieser Zeit wird ein vorbildliches Verhalten erwartet und stellt ein solches keine besondere Leistung dar. Dies gilt vorliegend umso mehr, als der Bewegungsspielraum des Beschwerdeführers auch teilweise durch den Strafvollzug eingeschränkt war (vgl. E. 5.3.3 des angefochtenen Urteils; Urteil 2C_208/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 5.2). Zwar ist dem Beschwerdeführer zu Gute zu halten, dass er nach eigenen Angaben die erwünschten Lehren aus seinen Taten gezogen habe, sich von seinem kriminogenen sozialen Umfeld getrennt habe und seine Zeit und Energie für seine Aufgabe als Ehemann und Vater sowie für sein berufliches Fortkommen verwende. Dies fällt unter den konkreten Umständen jedoch nicht entscheidend ins Gewicht. So ist der Beschwerdeführer gemäss den unbestrittenen vorinstanzlichen Ausführungen seit 2009 beim selben Arbeitgeber angestellt und seit 2013 mit seiner Ehefrau verheiratet. Indessen hielt ihn weder die Festanstellung noch seine Ehe davon ab, schwer straffällig zu werden. Zudem führte die Vorinstanz aus, nach Einschätzung des Obergerichts sei gerade sein geregeltes Berufs- und Familienleben die "perfekte Deckung" für den Drogenhandel gewesen (vgl. E. 5.3.2 des angefochtenen Urteils).