Citation: I 473/06 10.09.2007 E. 11

11.1 Nach dem Gesagten genügen die von der IV-Stelle durchgeführten Abklärungen nicht, um die Hilflosigkeit der Versicherten im Rahmen des Anspruchs auf lebenspraktische Begleitung rechtsgenüglich zu beurteilen. Auf den Bericht über die Abklärung an Ort und Stelle vom 8. Februar 2005 kann für sich allein nicht abgestellt werden. Die Sache ist demnach an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie einen zusätzlichen Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. P.________ einhole und erforderlichenfalls eine weitere medizinische Abklärung vornehme. Sie wird weiter zu entscheiden haben, ob eine neue Abklärung an Ort und Stelle durchgeführt werden soll oder aber der Bericht vom 8. Februar 2005 ärztlich daraufhin zu überprüfen ist, inwieweit er den medizinisch festgestellten Beeinträchtigungen hinreichend Rechnung trägt. Zudem ist der Bericht an Ort und Stelle vom RAD handschriftlich visieren zu lassen (vgl. auch erwähntes Urteil I 211/05, E. 11.1.2 und 11.3). Danach wird die IV-Stelle über das Leistungsbegehren neu befinden. 11.2 Ein allfälliger Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades wegen Angewiesenheit auf dauernde lebenspraktische Begleitung kann in übergangsrechtlicher Hinsicht frühestens ab 1. Januar 2004 entstehen, wovon auch die Versicherte ausgeht. Dies entspricht dem Grundsatz der Nichtrückwirkung gesetzlicher Bestimmungen (BGE 132 V 93 E. 2.3 S. 97; erwähntes Urteil I 211/05, E. 12). 11.3 Schliesslich sei darauf hingewiesen, dass die Versicherte einen Beistand nach Art. 394 ZGB hat. Seine Vertretungs- und Verwaltungstätigkeiten nach Art. 398-419 ZGB sind bei der lebenspraktischen Begleitung nicht zu berücksichtigen (Art. 38 Abs. 3 Satz 2 IVV; Rz. 8054 KSIH).