Citation: 6B_1081/2022 E. A

A.________ begab sich am 14. März 2018 um ca. 11:00 Uhr in die öffentliche Telefonkabine der Poststelle in U.________, um eine vorgängig aufgenommene und mit einer Sprachverzerrungsapp bearbeitete Bombendrohung gegenüber dem Einkaufszentrum "B.________" abzusetzen. Aus Panik beendete er das Telefonat jedoch, ohne die Nachricht abzuspielen. Kurz darauf wählte er erneut die Nummer der "B.________" und spielte den folgenden Satz ab: "Sie haben eine Bombe im Haus und sie wird um 12:30 Uhr explodieren". Das Einkaufszentrum wurde evakuiert und anschliessend durchsucht, ohne dass eine Bombe aufgefunden wurde. Die Geschäfte blieben bis zum regulären Ladenschluss geschlossen. Am 16. März 2018 um 00:46 Uhr rief A.________ die Polizeinotrufnummer von einer öffentlichen Telefonkabine aus an und spielte eine mit Sprachverzerrungsapp bearbeitete Sprachnachricht ab, welche der Mitarbeiter der Einsatzleitzentrale der Luzerner Polizei (ELZ) jedoch nicht verstehen konnte. Da A.________ sich von näherkommenden Passanten gestört fühlte, brach er das Telefonat vorzeitig ab. In der von der Luzerner Polizei nachträglich zwecks Verständlichkeit bearbeiteten Sprachnachricht drohte A.________ nach Bezugnahme auf die Bombendrohung vom 14. März 2018 zusammengefasst damit, eine Bombe an einem anderen Ort deponiert zu haben. Er fuhr daraufhin nach Hause, druckte seine Nachricht aus und fuhr zum Polizeiposten V.________, wo er um ca. 5:00 Uhr sein Schreiben in den Briefkasten des Polizeipostens einwarf. Zusammengefasst drohte A.________ in dem Schreiben damit, die in einem Spital im Kanton Luzern deponierte Bombe zu zünden, sollten ihm nicht Fr. 150'000.-- in zwei Raten bezahlt werden. Er forderte, dass die Luzerner Polizei ihm die erste Rate von Fr. 100'000.-- in einer von ihm angegebenen Zugstoilette deponiere. Eine nicht beteiligte Person fand das Bargeld allerdings, so dass A.________, der sich, wie sich später herausstellte, ohnehin nicht im Zug befand, nicht in den Besitz des geforderten Bargeldes gelangte. Während das Bargeld im Zug hätte übergeben werden sollen, kontaktierte A.________ die Polizei per Online-Kontakformular, um ihr mitzuteilen, dass er sich hinsichtlich einer erneuten Übergabe melden werde. Daraufhin kontaktierte er die Polizei erneut per Online-Kontaktformular. Er wiederholte die Androhung, in einem Luzerner Spital eine Bombe zu zünden und forderte, dass Fr. 200'000.-- am 17. März 2018 in einem Fotoautomaten deponiert werden. Bei dieser Übergabe kam es zur Festnahme von A.________.