Citation: 5A_407/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz stellte im Wesentlichen fest, die Tochter verfüge beim Beschwerdegegner über stabilere Verhältnisse als bei der Beschwerdeführerin, wenn auch nicht von einer Fortführung der stabilen Verhältnisse gesprochen werden könne, zumal die Tochter bis zur Umplatzierung Anfang 2022 bei der Beschwerdeführerin gewohnt habe. Da die Beschwerdeführerin mit der Tochter erst Ende Dezember 2020 nach V.________, Kanton Zürich, gezogen sei, habe die Tochter bis zu ihrer Umplatzierung lediglich ein Jahr in V.________ verbracht, weshalb nicht von einer starken Verwurzelung ausgegangen werden könne. Die Tochter habe allerdings am Wohnort der Beschwerdeführerin drei Freundinnen, am Wohnort des Beschwerdegegners noch keine. Beim Beschwerdegegner verfüge sie jedoch über stabile Bezugspersonen (Partnerin, Eltern, Schwester des Beschwerdegegners), die den Beschwerdegegner in der Betreuung des Kindes unterstützten und mit denen sich die Tochter gut verstehe. Zudem sei der Beschwerdegegner an seinem Wohnort, an dem er ein intaktes familiäres und ein grosses soziales Netz verfüge, stärker verankert als die Beschwerdeführerin, die an ihrem Wohnort über ein kleines soziales Netz verfüge. An beiden Wohnorten stehe der Tochter ein eigenes Zimmer zur Verfügung. Der Beschwerdegegner sei kürzlich mit seiner Partnerin und der Tochter in eine 4,5-Zimmer Wohnung an derselben Adresse umgezogen. Die Sozialpädagogische Familienbegleitung, welche die Platzierung der Tochter im Haushalt des Beschwerdegegners begleite, habe dem Beschwerdegegner hohe Erziehungskompetenzen, Reflexionsfähigkeit und einen kindgerechten Umgang attestiert (Zwischenbericht vom 13. Juni 2022; Schlussbericht vom 16. Januar 2023). Es sei dem Beschwerdegegner und seiner Partnerin gelungen, im Alltag der Tochter erfolgreich Strukturen zu etablieren. Sie hätten namentlich feste Essens-, Lern- und Ruhezeiten eingeführt.