Citation: 5A_373/2021 E. 3.1.2

3.1.2. Das selbständige und dauernde Baurecht ist mit Bezug auf seine Stellung im Rechtsverkehr den Liegenschaften gleichgestellt, indem es als eigenes Grundstück im Grundbuch aufgenommen wird (Art. 655 Abs. 2 Ziff. 2, Art. 779 Abs. 3 und Art. 943 Ziff. 2 ZGB). Das Baurecht ist, wenn es nicht anders vereinbart wird, übertragbar und vererblich (Art. 779 Abs. 2 ZGB) und der Grundbuchverwalter darf die Übertragung eines selbständigen und dauernden Baurechts, soweit kein entsprechender Vorbehalt vorgemerkt worden ist (Art. 779b Abs. 2 i.V.m. Art. 960 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB), nicht von der Zustimmung des Grundeigentümers abhängig machen (BGE 135 III 103 E. 4.4). Das selbständige und dauernde Baurecht kann mit Grund- oder Personaldienstbarkeiten, namentlich mit einem selbständigen und dauernden Baurecht (sog. Unterbaurecht) oder auch mit Grundpfandrechten belastet werden. Möglich sind auch Vormerkungen im Sinn von Art. 959 ff. ZGB. Sodann kann ein im Grundbuch aufgenommenes selbständiges und dauerndes Baurecht als Stammgrundstück für die Begründung von Stockwerkeigentum dienen (Art. 712d Abs. 2 Ziff. 2 ZGB). Bezüglich der auf dem Baurechtsgrundstück errichteten Bauten hat der Baurechtsberechtigte die Rechte und Pflichten eines Eigentümers (zum Ganzen: BGE 147 III 1 E. 3.6).