Citation: 2C_827/2017 E. 3.6

3.6. Im Weiteren rügt die Beschwerdeführerin die unrichtige Rechtsanwendung von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG, da zwischen den Ehegatten bis im Mai 2014 Kontakt bestanden habe. Wie bereits dargelegt, kam die Vorinstanz aufgrund einer korrekten Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung zum Schluss, dass die Ehegemeinschaft spätestens am 13. Februar 2014 erloschen ist. Zu diesem Zeitpunkt war die Voraussetzung der dreijährigen Ehegemeinschaft in der Schweiz gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG noch nicht erfüllt (Beginn der Ehegemeinschaft: 23. April 2011). Art. 49 AuG i. V. m. Art. 76 VZAE erlaubt aus bestimmten Gründen eine räumliche Trennung der Ehegatten, wenn die Ehegemeinschaft trotz dieser Trennung weiter besteht. Vorliegend bestand jedoch aufgrund der zutreffenden Feststellung und Beweiswürdigung der Vorinstanz spätestens ab Februar 2014 kein gegenseitiger Ehewille und keine tatsächlich gelebte eheliche Beziehung mehr. Art. 49 AuG führt deshalb vorliegend nicht zu einer Erfüllung der Voraussetzung der dreijährigen Ehegemeinschaft. Die Vorinstanz hat somit das Bundesrecht richtig angewendet.