Citation: 9C_446/2022 E. 4.2

4.2. In der Beschwerde wird gerügt, die Vorinstanz habe das Willkürverbot verletzt, indem sie ihr Urteil allein auf die im ZMB-Gutachten vom 27. Mai 2021 erhobenen Diagnosen sowie den RAD-Bericht vom 12. November 2021 und damit auf einen unvollständigen, weil "nicht aktualisierten" Sachverhalt ("die medizinische Aktenlage bis 18.02.2021") abgestützt habe. Willkürlich sei auch, dass sie in antizipierter Beweiswürdigung weitere Abklärungen als entbehrlich betrachtet habe. Dem RAD-Bericht fehle schon deshalb Beweiswert, weil er mit Dr. med. C.________ von einem Arzt stamme, der für andere als die hier betroffenen Fachgebiete qualifiziert sei; zudem würden darin lediglich die medizinischen Berichte bis 17. Mai 2021 berücksichtigt. Die ZMB-Gutachter seien zu Unrecht von einer verwertbaren Restarbeitsfähigkeit ausgegangen. Es liege eine starke funktionelle Einschränkung in qualitativer und quantitativer Hinsicht vor, die eine wirtschaftliche Verwertbarkeit einer Restarbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt nicht mehr zulasse. Da der Beschwerdeführer die Geschäftstätigkeit, welche die Vorinstanz der Invaliditätsbemessung zugrunde gelegt habe, nicht mehr wahrnehme, sei der vorgenommene Prozentvergleich unzulässig.