Citation: 6B_338/2024 E. 2.3.3

2.3.3. Es ist unbestritten, dass auch der Beschwerdegegner 1 nicht die erforderliche Aufmerksamkeit walten liess, insbesondere, weil er das Herannahen des Trams nicht akustisch ankündigte. Dies muss aber zu keiner höheren bzw. vollständig zu seinen Lasten festzusetzenden Haftungsquote führen. Dies gilt selbst unter der Annahme, das Verschulden des Beschwerdeführers wiege bloss leicht. Daran ändert auch nichts, dass es an der Unfallstelle bereits mehrfach zu Unfällen gekommen sein soll. Weshalb dies den Beschwerdeführer entlasten soll, ist unverständlich, war ihm doch die Gefährlichkeit der Örtlichkeit offensichtlich genauso bekannt wie dem Beschwerdegegner 1. Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers kann keine Rede davon sein, dass sein Fehlverhalten - die Tatsache, dass er nur nach rechts schaute - als Unfallursache derart in den Hintergrund treten würde, dass es unberücksichtigt zu bleiben hätte. Soweit er in diesem Zusammenhang auf die Erstinstanz verweist, ist darauf nicht einzugehen. Massgebend sind einzig die Feststellungen und die Würdigung der Vorinstanz. Diese sind nicht zu beanstanden. Im Übrigen ist der Beschwerdeführer mit der Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass vorliegend in erster Linie die strenge Kausalhaftung von Art. 40b Abs. 1 des Eisenbahngesetzes vom 20. Dezember 1957 (EBG; SR 742.101) zur Anwendung kommt, die den Inhaber des Eisenbahnunternehmens trifft und nicht den Beschwerdegegner 1 als Führer der Tramkomposition. Ob und inwieweit diese Kausalhaftung aufgrund der Mitverantwortung des Beschwerdeführers konkret einzuschränken ist (vgl. dazu BGE 148 III 343 E. 3.2 ff.), braucht nicht geprüft zu werden.