Citation: 9D_11/2023 E. 1.2

1.2. Am 16. Januar 2023 ersuchte der Beschwerdeführer das Verwaltungsgericht um Erlass dieser Kosten. Das Verwaltungsgericht, handelnd durch seinen Generalsekretär, wies das Gesuch mit Urteil vom 30. August 2023 ab. Die Begründung ging dahin, dass die zuständige Gerichtsbehörde gemäss Art. 10 des Dekrets [des Kantons Bern] vom 24. März 2010 betreffend die Verfahrenskosten und die Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (VKD/BE; BSG 161.12) die auferlegten Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen oder stunden könne, sofern die Bezahlung für die pflichtige Person eine unzumutbare Härte darstellt oder die Uneinbringlichkeit feststeht oder anzunehmen sei. Damit verleihe Art. 10 VKD/BE keinen Rechtsanspruch auf einen Erlass der Verfahrenskosten. Im vorliegenden Fall sei beweiswürdigend nicht ohne Weiteres anzunehmen, dass die Bezahlung der Verfahrenskosten für den Beschwerdeführer eine unzumutbare Härte bedeuten würde, die den betroffenen öffentlichen Interessen vorgehe. Dem Beschwerdeführer stehe es offen, um Ratenzahlung zu ersuchen, was eine Zahlungsvereinbarung voraussetze.