Citation: 6B_184/2007 07.09.2007 E. 5.1

Mit dieser Argumentation verkennt die Beschwerdeführerin, dass eine Festsetzung der Entschädigung nach Ermessen sich insbesondere dadurch kennzeichnet, dass der Aufwand nicht gestützt auf eine detaillierte Kostennote auf den Rappen genau berechnet, sondern nach den Regeln des Gebührentarifs bestimmt wird. Die Vorinstanz liess sich von § 13 GebTRA leiten, der die Honorar-Ansätze in Strafsachen festlegt (angefochtener Entscheid S. 10 lit. b). Anschliessend nennt sie Bemühungen der Beschwerdeführerin, die zeitlich oder sachlich nicht vom Auftrag zur unentgeltlichen Rechtsverbeiständung abgedeckt waren (S. 11 ff.). Damit kam sie ihrer Begründungspflicht nach. Von einer Verweigerung des rechtlichen Gehörs kann keine Rede sein. 5.2 Die Beschwerdeführerin zählt verschiedene Bemühungen auf, die aus ihrer Sicht erforderlich und angemessen waren, um das Opfer wirksam zu vertreten. Dass es jedoch willkürlich gewesen wäre, diese Tätigkeiten auch im Rahmen des Auftrags zur unentgeltlichen Rechtspflege als nicht erforderlich anzusehen, legt sie nicht dar. Wenn die Vorinstanz den Aktenumfang von rund vier Bundesordnern als nicht umfangreich bezeichnet, liegt darin keine Willkür, zumal gemäss § 16 Abs. 1 GebTRA erst bei "besonders umfangreichem Aktenmaterial" die ordentlichen Honorar-Ansätze erhöht werden dürfen. 5.3 Die Vorinstanz erachtet den in Rechnung gestellten Zeitaufwand von rund 83 Stunden für Eingaben, Studium der Akten und der Rechtslage, Besprechung mit der Klientin und Diverses als nicht mehr für angemessen, "zumal der Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Teilnahme an den zahlreichen Einvernahmen der Sachverhalt genügend bekannt gewesen sein dürfte" (angefochtener Entscheid S. 13 lit. dd). Zuvor hatte die Vorinstanz die Anwesenheit der Beschwerdeführerin an sämtlichen 15 Zeugeneinvernahmen ausdrücklich als nicht erforderlich beurteilt (S. 11 f. lit. bb). In diesem Kontext rügt die Beschwerdeführerin zu Recht einen Widerspruch, wenn die Vorinstanz sich einerseits weigere, die Teilnahme an sämtlichen Zeugeneinvernahmen zu entschädigen, anderseits aber Aktenkenntnis aufgrund der Teilnahme an den Einvernahmen voraussetze. In diesem Umfang ist die Beschwerde gutzuheissen.