Citation: 4A_103/2018 E. 3

Die Vorinstanz erachtete die zur Verrechnung gebrachte Forderung von Fr. 2'300.15 für Krankosten als nicht genügend substanziiert bzw. hielt fest, es fehle diesbezüglich an schlüssigen Behauptungen. So führe die Beschwerdeführerin lediglich aus, es habe (für die Hebeschiebetüren) extra ein Kran organisiert werden müssen, dessen Benützung gemäss Vertrag der Beschwerdegegnerin verrechnet werden könne. Diesbezüglich verweise sie auf eine handschriftliche Notiz auf Seite 13 des Werkvertrages. Diese laute: "zum Verteilen der Fenster muss bauseits ein Baukran mit Bedienung zur Verfügung stehen. Benützung gegen Verrechnung ". Daraus leite die Beschwerdeführerin ab, die Beschwerdegegnerin hätte in ihrer Rechnung vom 16. Dezember 2009 einen grösseren Abzug für den Nachtrag betreffend die Hebeschiebetüren machen müssen. Es bleibe indessen unerfindlich, in welchem Zusammenhang das Organisieren des besagten Krans - gemeint gemäss der Notiz auf Seite 13 des Werkvertrages - mit dem Nachtrag betreffend Hebeschiebetüren stehen solle. Sodann laute die handschriftliche Notiz " Benützung gegen Verrechnung". Die Beschwerdeführerin behaupte aber nicht, die Beschwerdegegnerin habe den Kran tatsächlich benützt. Die Beschwerdeführerin wiederholt in ihrer Beschwerde - etwas ausführlicher, aber im Wesentlichen im gleichen Sinn wie in ihrer Duplik - ihre Vorbringen zu dieser Verrechnungsforderung. Das ist unzulässige appellatorische Kritik. Auf den entscheidenden Punkt im angefochtenen Entscheid, dass der Zusammenhang zwischen einerseits der Notiz auf S. 13 des Werkvertrags und andererseits den Kosten für die Hebeschiebetüren nicht ersichtlich sei, geht sie nicht ein. Darauf ist somit nicht einzutreten (vgl. E. 1.1 hiervor). Wenn für die Vorinstanz entscheidend ist, dass die Beschwerdeführerin nicht behauptet habe, die Beschwerdegegnerin habe den Kran tatsächlich benutzt, müsste die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde entweder mit Aktenhinweis aufzeigen, wo sie im kantonalen Verfahren eine entsprechende Behauptung prozesskonform aufgestellt hat oder darlegen, inwiefern die Vorinstanz insoweit in Bezug auf die Behauptungslast überhöhte Anforderungen stellt. Der blosse Verweis auf eine Duplikbeilage, in der angegeben sei, dass "ein Kran [...] zum Einsatz kam, dass Schiebetüren abgeladen wurden und dann Material aufs Dach gehoben wurde", belegt nicht, dass die Beschwerdeführerin Entsprechendes bereits vor der Vorinstanz prozesskonform behauptet hat. Fehlt es an einer rechtsgenüglichen Behauptung, kommt der angeblich fehlenden Bestreitung durch die Beschwerdegegnerin keine Bedeutung zu.