Citation: 1B_213/2014 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführer bringen vor, sie seien zunächst durch "geringfügige Verhaltensauffälligkeiten" des Statthalters "irritiert" worden. So habe er ihnen am 15. November 2011 aus "kleinlichen Gründen", d.h. wegen Verspätung, die Siegelung verweigert, was dann vom Bundesgericht korrigiert worden sei (Urteil 1B_309/2012 vom 6. November 2012). In seinem Entsiegelungsgesuch vom 14. Dezember 2012 habe er dann versucht, ihnen das rechtliche Gehör zu verweigern; er habe angezweifelt, dass es sich beim Beschwerdeführer 2 um den langjährigen Anwalt des Beschwerdeführers 1 handle und ihnen in diesem Zusammenhang eine Schutzbehauptung, "mithin und abseits von Juristendeutsch - eine Lüge", vorgeworfen. Eine Aufforderung des Beschwerdeführers 2 vom 21. November 2011, einen beschwerdefähigen Entscheid betreffend Verfügungssperre über diverse Konti zu erlassen, habe der Beschwerdegegner unbeantwortet gelassen. Vor diesem Hintergrund erwecke der Statthalter subjektiv den Eindruck der Voreingenommenheit (Beschwerde Ziff. 2.1 S. 8 f.). Zwar könne nicht bereits aufgrund dieser kumulierter Versäumnisse des Beschwerdegegners und aufgrund von subjektivem Empfinden auf Befangenheit geschlossen werden, aber sicher dann, wenn er durch seine Amtshandlungen objektiv den Anschein erwecke, sich von sachfremden Motiven leiten zu lassen. Das sei der Fall bei der Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen den Beschwerdeführer 2. Dem Statthalter sei seit dem 24. November 2011, als ihm der Bericht des Sachverständigen E.________ zum E-Mail-Verkehr in ausgedruckter Form vorgelegen habe, bekannt gewesen, dass sich die beiden Beschwerdeführer "über Wetten ausgetauscht" hätten. Er habe im Wissen um diese (kompromittierenden) E-Mails zunächst gut zwei Jahre nichts unternommen und dann ein Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer 2 eröffnet, unmittelbar nachdem dieser ein Ablehnungsgesuch gegen ihn gestellt habe. Das zeige, dass es ihm dabei um eine Retourkutsche bzw. um die Zügelung des Verteidigers gegangen sei, und nicht um dessen ernsthafte Verfolgung wegen ohnehin beinahe verjährter Übertretungen. Der Beschwerdegegner habe diese Strafuntersuchung somit aus einem offensichtlich sachfremden Motiv eröffnet, was ihn objektiv als befangen erscheinen lasse.