Citation: 2C_204/2018 E. 6.2.1

6.2.1. Der Entzug der Niederlassungsbewilligung trifft den Beschwerdeführer zwar hart, zumal seine Familie, Freunde und Verwandten, wie er geltend macht, praktisch alle in der Schweiz leben. Er wird den Kontakt mit ihnen indessen über die Grenzen hinweg besuchsweise bzw. mittels der neuen Kommunikationsformen aufrecht erhalten können. Der Beschwerdeführer will keine Beziehungen mehr zu seiner Heimat unterhalten, nie ferienhalber dort gewesen sein und die türkische Sprache nicht beherrschen. Die Kultur seines Heimatlands sei ihm fremd. Immerhin spricht er jedoch Aramäisch; dabei handelt es sich um eine in der Türkei praktizierte Minderheitensprache. Dass die Familie ihm die heimische Kultur während ihres Aufenthalts in der Schweiz überhaupt nicht näher gebracht hätte, erscheint wenig wahrscheinlich und widerspricht der allgemeinen Lebenserfahrung. Der Beschwerdeführer behauptet, bei der Bank D.________ ein Konto zu besitzen, was darauf hinweist, dass er mit den heimischen Verhältnissen doch minimal vertraut sein dürfte.