Citation: 6B_1354/2017 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, es liege kein Rechtfertigungsgrund vor. Bereits die Tatsache, dass der Patient die Arzneimittel nicht abgeholt habe, verdeutliche eine fehlende unmittelbare konkrete Gefahr für dessen Gesundheit. Eine Abgabe mittels an die Tür gehängter Plastiktragtasche sei nicht notwendig und es sei dem Patienten zumutbar gewesen, die Arzneimittel über das Praxispersonal zu beziehen oder das Eintreffen des Beschwerdeführers abzuwarten. Im Falle einer unmittelbaren Gefahr hätten die Arzneimittel auch ohne vorgängige ärztliche Verschreibung über einen Apotheker bezogen werden können. Durch eine Apotheke hätte nach telefonischer Anmeldung eine diskrete Abgabe gewährleistet werden können (angefochtenes Urteil, E. II. 5.6.3 S. 30 und 6.4.2 S. 32).