Citation: 1C_124/2020 E. 3

Die Vorinstanz hat festgehalten, dass der nutzungsplanerische Entscheid über die Erschliessung der Parzellen Nrn. 663 und 664 anhand einer umfassenden Interessenabwägung zu treffen sei. Für die Erschliessung von unten, über den Amselweg, spreche, dass die privatrechtlichen Nutzungsberechtigungen für den Anschluss der beiden Parzellen Nrn. 663 und 664 vohanden sind. Nach dem Verkehrsgutachten verfüge der Amselweg sodann über genügend Kapazitäten um den Mehrverkehr ohne Ausbau aufzunehmen. Mit den vorgesehenen Massnahmen seien auch die VSS-Normen erfüllt und die Verkehrssicherheit gewährleistet. Für diese Erschliessung über den Amselweg spreche zudem, dass sie innerhalb der Bauzone realisiert werden könne und lediglich eine 40 Meter lange Erschliessungsstrasse benötige. Demgegenüber wäre bei einem Anschluss über das Ober Gässli eine Erschliessungsstrasse von rund 77 Metern erforderlich, wobei in die Struktur dieses unbefestigten Naturwegs von 1.5 bis 2 Metern Breite einzugreifen wäre, das von Trockensteinmauern eingefasst und von Wald, Hecken und Feldgehölzen begleitet werde. Ausserdem sei das Ober Gässli ökologisch wertvoll und für den Langsamverkehr wichtig. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass das Ober Gässli im Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS) mit dem Substanzgrad "Nationale Bedeutung, historischer Verlauf mit viel Substanz" inventarisiert ist. Das sich aus der Bundesverordnung vom 14. April 2010 über das Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz (VIVS; SR 451.13) hinsichtlich des Ober Gässli ergebende Schutzziel bekräftige das öffentliche Interesse am Erhalt des Ober Gässli in seiner heutigen Form.