Citation: 1P.78/2000 31.05.2000 E. 1

1.- Gegenstand des angefochtenen Entscheids bildet die Frage, ob der Beschwerdeführer die Lehrabschlussprüfung für Orthopädisten bestanden habe. Es handelt sich dabei um eine Lehrabschlussprüfung im Sinne Art. 38 ff. des Bundesgesetzes über die Berufsbildung vom 19. April 1978 (BBG; SR 412. 10). Die Einzelheiten der Durchführung dieser Prüfung werden in dem vom EVD erlassenen Reglement über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Orthopädisten vom 19. September 1983 geregelt. Die Durchführung der Lehrabschlussprüfungen obliegt den Kantonen bzw. den Berufsverbänden (Art. 42 BBG). Der Rechtsmittelweg gegen Entscheide der Prüfungsbehörden richtet sich nach Art. 68 BBG und dem kantonalen Verfahrensrecht. Gegen Prüfungsentscheide kann zunächst eine Beschwerde bei einer kantonalen Instanz erhoben werden (Art. 68 lit. b BBG; Art. 17 des Prüfungsreglements). Im Kanton Basel-Stadt steht zunächst die Einsprache bei der Kommission für die gewerblich-industriellen Lehrabschlussprüfungen und hernach der Rekurs an das Wirtschafts- und Sozialdepartement zur Verfügung (§§ 47a und 48 des kantonalen Gesetzes über die Berufsbildung vom 21. Februar 1985). Die Entscheide des Departements über das Ergebnis von Prüfungen sind gemäss § 48 Abs. 2 des genannten kantonalen Gesetzes endgültig. Diese Aussage bezieht sich allerdings nur auf den kantonalen Instanzenzug, denn nach Art. 68 lit. c BBG können kantonale Beschwerdeentscheide über Prüfungen bei der Rekurskommission EVD angefochten werden. Gegen deren Entscheide ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht nicht zulässig (Art. 68 lit. e BBG in Verbindung mit Art. 99 Abs. 1 lit. f OG), und mangels eines kantonalen Entscheids steht auch die staatsrechtliche Beschwerde nicht zur Verfügung. Nach der dargestellten Ordnung war der Beschwerdeentscheid des Wirtschafts- und Sozialdepartements bei der Rekurskommission EVD anfechtbar. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist daher nicht einzutreten (Art. 84 Abs. 2 OG).