Citation: 9C_89/2017 E. 5.1

5.1. Das kantonale Gericht erwog, verdeckte Gewinnausschüttungen, wie sie hier vorlägen, stellten in der Regel zwar keinen massgebenden Lohn dar. Im Urteil 9C_302/2011 vom 22. Juni 2011 E. 3.1 (in: SVR 2012 AHV Nr. 2 S. 7) sei jedoch in einem ähnlich gelagerten Fall als wesentlich betrachtet worden, dass die als Darlehen deklarierten Zahlungen an eine Gesellschafterin der GmbH, welche gleichzeitig als Angestellte einen Bruttojahreslohn von rund Fr. 90'000.- bezogen hatte, jeweils Ende des entsprechenden Jahres von der GmbH allesamt in vollem Umfang hätten abgeschrieben werden müssen. Zahlungen in der erfolgten Höhe, deren Rückzahlung von der Gesellschaft nicht erwartet worden sei, wiesen - so das Bundesgericht im Weiteren - keinerlei Darlehenscharakter auf; der These, bei den geflossenen Zahlungen habe es sich um Gesellschafterdarlehen gehandelt, könne bei den erwähnten Gegebenheiten nicht gefolgt werden. Entsprechendes gelte auch für den vorliegenden Fall. Der Einwand der Beschwerdeführerin, es sei in Absprache mit der Steuerverwaltung und dem Steueramt eine Ausschüttung an die Gesellschafter in Form der Abschreibung der Gesellschafterdarlehen statt einer ordentlichen Dividende beschlossen worden, erweise sich als unbehelflich. Insbesondere sei nicht ersichtlich, weshalb in der Steuerveranlagung 2011 von einem "simulierten" Darlehen an B.B.________ die Rede sei, wenn es sich um ein Darlehen im eigentlichen Sinne gehandelt hätte. Ebenso sei auffällig, dass die zweite Gesellschafterin, B.A.________, welche einen gleich hohen Stammanteil wie ihr Mann B.B.________ besitze, keine entsprechenden "Zahlungen" erhalten habe. Geldwerte Leistungen an B.A.________ seien lediglich 2011 in Form eines zu tiefen Preises für Naturalbezüge berücksichtigt worden. Aus den vorhandenen Unterlagen sei zu schliessen, dass auch die 2012 und 2013 als abgeschrieben vermerkten "Darlehen" nicht als eigentliche Darlehen qualifiziert werden könnten. Vielmehr handle es sich, wie sich aus den Kontoauszügen der Jahre 2011 bis 2013 ergebe, bei den addierten Beträgen offensichtlich um die nachträgliche Aufrechnung von zahlreichen Privatbezügen für einzelne Positionen. Auch dies müsse als Indiz dafür gewertet werden, dass die geldwerten Leistungen in Form der freiwilligen Abschreibung der als "Darlehen" bezeichneten Zahlungen ihren Grund im Anstellungsverhältnis von B.B.________ und nicht in dessen Beteiligungsrechten hätten. Nachdem die betreffenden Leistungen somit bereits an sich massgebenden Lohn - und keinen Kapitalertrag - darstellten, erübrige sich eine weitergehende Prüfung der vom Bundesgericht im Zusammenhang mit der Gewinnausschüttung, namentlich in Form von Dividenden, entwickelten Grundsätze, insbesondere der Frage nach einem Missverhältnis zwischen Arbeitsleistung und Lohn bzw. zwischen eingesetztem Vermögen und Dividende.