Citation: 1B_395/2021 E. 4.5

4.5. Nach dem Gesagten erscheint es im gegenwärtigen Verfahrensstadium nicht ausgeschlossen, dass die zuständige Strafbehörde im ausstehenden Endentscheid eine allfällige Ausgleichseinziehung anordnen bzw. eine staatliche Ersatzforderung zusprechen könnte. Ebenso wenig erscheint der Umfang der gesperrten Vermögenswerte derzeit unverhältnismässig. Was der private Beschwerdegegner dagegen einwendet, lässt weder den hinreichenden Tatverdacht der Geldwäscherei noch die Möglichkeit einer richterlichen Ausgleichseinziehung im jetzigen Verfahrensstadium dahinfallen. Dies gilt insbesondere für seine Vorbringen, die Beschwerde sei erstaunlich aggressiv formuliert; die Vorinstanz geniesse gemeinhin einen guten Ruf; in der Untersuchung sei alles schief gelaufen; die rechtshilfeweisen Befragungen in Miami hätten nichts Verwertbares gebracht; die venezolanischen Richter hätten Besseres verdient, als sie "mit Stammtischparolen zu verunglimpfen"; die Staatsanwaltschaft habe Geldwäschereiaktivitäten in der Schweiz nicht belegt; die angebliche Vortat "F/G" sei nicht deliktisch; die Untersuchung dauere bereits seit zwei Jahren an; die Zeugenaussagen seien nicht verwertbar; Vertreter der angeblich geschädigten venezolanischen Gesellschaft hätten ausgesagt, dass kein Schaden eingetreten sei; die Oberstaatsanwaltschaft sei "vermutungsweise" keine Aktionärin dieser Gesellschaft; oder es sei nicht Aufgabe der Strafbehörden, der Gesellschaft vorzurechnen, dass sie bei den fraglichen Devisengeschäften "mehr hätte verdienen können".