Citation: 1B_481/2022 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, selbst bei einer Verurteilung wäre die Ausfällung einer Geldstrafe oder einer bedingten Freiheitsstrafe sehr wahrscheinlich. Er verfüge über eine stabile Lebenssituation, habe sich in der Untersuchungshaft stets vorbildlich verhalten, sei ohne Vorstrafen und könne einen guten Leumund vorweisen. Da das Gefährlichkeitsgutachten eine bloss eingeschränkte prognostische Kurzbeurteilung wiedergebe, die sich hauptsächlich auf die Anordnung von Untersuchungshaft sowie Ersatzmassnahmen beziehe, erscheine dieses zur Bestimmung einer ungünstigen Legalprognose unzureichend. Es bestehe eine begründete Veranlassung, vorliegend vom Grundsatz der Nichtberücksichtigung der Möglichkeit einer nur (teil-) bedingten Strafe abzusehen. Indem die Vorinstanz vorliegend nicht davon absehe, verletze sie Bundesrecht, namentlich Art. 197 Abs. 1 lit. c StPO.