Citation: 8C_630/2022 E. 5.2

5.2. Der übereinstimmenden Einschätzung der Ärzte der Klinik D.________ und des Dr. med. C.________ steht somit nur die Stellungnahme des Hausarztes Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 25. Oktober 2021 entgegen, worin dieser dem Beschwerdeführer aufgrund der "multiplen Probleme über den gesamten Bewegungsapparat" auch in leidensangepassten Tätigkeiten eine Einschränkung von ca. 50 % attestierte. Wie schon die Vorinstanz festhielt, äusserte Dr. med. E.________ diese Auffassung jedoch erst nach Erlass der rentenverweigernden Verfügung, während er sich in einem ersten Bericht im Rahmen der Abklärungen gegenüber der IV-Stelle noch ausdrücklich einer Einschätzung der Arbeitsfähigkeit enthalten und diesbezüglich auf die Berichte der Klinik D.________ verwiesen hatte. Die isoliert stehende und späte Stellungnahme des Hausarztes vermag damit keine Zweifel an den Beurteilungen der Fachärzte der Klinik D.________ und des Dr. med. C.________ zu begründen (zur Erfahrungstatsache, dass Hausärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc).