Citation: 5A_361/2023 E. 4.3.3

4.3.3. Die Beschwerdeführerin erachtet dagegen den Bericht G.________ zusammen mit der Erläuterung vom 11. März 2022 als vollständig, verständlich und nachvollziehbar. Die Berichterstatterin habe sehr wohl die Bindungspräferenz des Kindes abgeklärt und die Themen Loyalitätskonflikt/Besuchsrechtssyndrom sowie Bindungstoleranz der Beschwerdeführerin beleuchtet. Zusätzlich habe sie den Themenkreis der Zugehörigkeit eingeführt. Eine Ergänzung sei zudem von keiner Seite verlangt worden. Aus dem Bericht G.________ gehe deutlich hervor, wie die Äusserung des Kindes, es habe in Deutschland viel bessere Freunde, aus kinderpsychologischer Sicht einzuordnen und zu bewerten sei: Das Kind gebe sich alle Mühe, rationale Gründe zu benennen, um seinen Willen, bei der Beschwerdeführerin in Deutschland leben zu können, zu unterstreichen, was mit sechs Jahren und einem noch nicht ausgereiften Vermögen, einen Willen rational zu begründen, nicht einfach sei. Zum Vorwurf, die Resultate des Berichts G.________ basierten allein auf einer Aktenanalyse, verweist die Beschwerdeführerin unter anderem auf den gerichtlichen Auftrag vom 20. Dezember 2021.