Citation: 5A_561/2024 E. 5.1

5.1. Die Erstinstanz erliess die Weisungen nicht, weil der Beschwerdeführer eine Entführungsabsicht hege, sondern erwog, dass im Iran aktuell eine äusserst heikle politische Lage herrsche, weshalb das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) von nicht zwingend notwendigen Reisen in den Iran abrate. Angesichts dieser Reisewarnung und der jüngsten Entwicklungen im Iran müsse davon ausgegangen werden, dass eine Reise in den Iran aktuell eine nicht unerhebliche Gefahr für Leib und Leben des Sohnes darstellen würde. Die Vorinstanz schloss sich dieser Beurteilung an. Sie erwog, selbst wenn der Beschwerdeführer die in seiner Berufung aufgestellten Behauptungen, weshalb die Reisewarnung in diesem Verfahren nicht einschlägig sei, glaubhaft machen würde, bestünde aufgrund der aktuellen Sicherheitslage im Iran für den Sohn generell eine nicht unerhebliche Gefahr für Leib und Leben, sobald er in den Iran reise. Der Beschwerdeführer plane, mit seinem Sohn in den Iran zu reisen, und zwar sobald das ihm zugesprochene Ferienrecht dies zulasse. Zwar liege es im Wohl des Kindes, wenn er seine persischen Wurzeln und seine iranischen Verwandten kennenlerne. Aufgrund seines noch jungen Alters sei dieses Kennenlernen aber nicht zeitlich dringend, weshalb das physische Wohl zurzeit im Vordergrund stehe. Das Reiseverbot sei weder rechtswidrig noch unverhältnismässig. Eine zeitliche Befristung sei aufgrund der ungewissen Entwicklung der Lage nicht sinnvoll.