Citation: 7B_637/2023 E. 2.6.1

2.6.1. Die Straftaten, die der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin 2 vorwirft, sollen weitgehend in der Zeit von 2010 bis am 31. Januar 2014 begangen worden sein. Für die Beurteilung dieser Zeitspanne ist der Entscheid der bKESB vom 22. April 2014 (Beschwerdebeilage 8) von entscheidender Bedeutung. Damit wird die vorinstanzliche Einschätzung in massgeblicher Weise gestützt. Demnach wurde im Sinne einer vorsorglichen Massnahme nach Art. 445 Abs. 1 ZGB die am 6. Februar 2024 angeordnete Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung (Art. 394 und 395 ZGB) für die Dauer des ordentlichen Verfahrens weitergeführt. Dem Beistand wurden die Aufgaben übertragen, C.________ sel. beim Erledigen administrativer Angelegenheiten soweit nötig zu vertreten, insbesondere im Verkehr mit Behörden, Ämtern, Banken, Post, Sozial- und Privatversicherungen, sonstigen Institutionen und Privatpersonen, sie beim Erledigen der finanziellen Angelegenheiten zu vertreten, insbesondere ihr gesamtes Einkommen und Vermögen sorgfältig zu verwalten und Ansprüche gegenüber Dritten zu prüfen. Im selben Umfang sowie für die in Art. 416 Abs. 1 ZGB genannten Geschäfte, die Ausrichtung von Schenkungen und Vorempfängen, die Eingehung von Bürgschaften und die Errichtung von Stiftungen wurde C.________ sel. die Handlungsfähigkeit entzogen. Diese vorsorgliche Massnahme fand im Entscheid der bKESB vom 7. November 2019 (Beschwerdebeilage 11) ihre Bestätigung, als definitiv eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung errichtet wurde. In ihrem Entscheid vom 22. April 2014 berücksichtigte die bKESB, dass das Vermögen von C.________ sel. ab dem Jahr 2009 massiv zurückgegangen sei. Dabei seien insbesondere Schenkungen über mehr als Fr. 6 Mio. an die Beschwerdegegnerin 2 ausgerichtet worden und habe eine Überweisung über Fr. 3.07 Mio. auf ein Konto im Libanon stattgefunden, wobei zu beachten sei, dass die Beschwerdegegnerin 2 Beziehungen zu einer libanesischen Freundin pflege. Die bKESB stellte sodann verschiedene kognitive Einschränkungen bei C.________ sel. fest. Eindrücklich sei ihr "absolutes Unvermögen, über die finanziellen Verhältnisse realitätsnah Auskunft zu geben und das in den letzten Jahren Vorgefallene zu erkennen und zu beurteilen". Namentlich der Hinweis auf die Schenkungen an ihre Tochter in Millionenhöhe habe sie bei der persönlichen Anhörung vollkommen verunsichert, sie habe dies auch nach Bestätigung durch ihren Anwalt nicht glauben wollen. Sie habe sämtliche Belange der Vermögensverwaltung an ihre Tochter delegiert und vertraue ihr in jeder Hinsicht, scheine aber emotional von dieser abhängig und nicht fähig, ihre Vermögensverhältnisse selber zu erfassen und zu kontrollieren. Gleichzeitig bestünden Zweifel daran, dass die Beschwerdegegnerin 2 bei der Vermögensverwaltung tatsächlich die Interessen ihrer Mutter und nicht ihre eigenen oder diejenigen von mit ihr verbundenen Dritten wahre.