Citation: 8C_721/2023 E. 4.2.1

4.2.1. Die Beschwerdeführerin macht in diesem Zusammenhang geltend, die Löschung im Handelsregister stelle lediglich ein Indiz für die Aufgabe der arbeitgeberähnlichen Stellung dar. Vorliegend sei aufgrund zahlreicher weiterer Indizien erstellt, dass die arbeitgeberähnliche Stellung des Beschwerdegegners auch nach dem 25. Februar 2022 angedauert habe. So sei der Sitz der Gesellschaft dem Wohnsitz des Beschwerdegegners gefolgt resp. von dessen Wohnsitz abhängig. Es sei auch nicht anzunehmen, dass sein Vater von der Gemeinde E.________/GR aus sämtliche Geschäftstätigkeiten der D.________ GmbH betreibe und damit verbunden auch sämtliche Korrespondenz in Zürich selbst empfange. Es sei vielmehr davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner weiterhin der Empfänger der Korrespondenz der Gesellschaft sei. Zu diesen Vorbringen nahm bereits die Vorinstanz Stellung. Sie hielt fest, die Gesellschaft habe ihre Domiziladresse ursprünglich an der Wohnadresse des Beschwerdegegners gehabt. Im massgebenden Zeitraum ab dem 25. Februar 2022 hätten sich das Domizil der Gesellschaft und der Wohnort des Beschwerdegegners aber während rund sieben Monaten nicht am selben Ort befunden. Ab dem 1. Oktober 2022 sei das Domizil der D.________ GmbH zwar an die gleiche Strasse (Strasse xxx) verlegt worden, in der auch der Beschwerdegegner wohnte (Strasse yyy). Daraus könne aber nicht abgeleitet werden, der Beschwerdegegner - und nicht der in einem anderen Kanton wohnhafte Vater - habe die Geschäfte der D.________ GmbH geleitet, zumal die von der Gesellschaft angebotenen Dienstleistungen nicht zwingend vor Ort hätten ausgeübt werden müssen. Sodann sei zwar möglich, dass der Beschwerdegegner die an die Gesellschaft gerichtete Post via Postfach oder Einzelvollmacht weiterhin habe empfangen können. Es sei aber fraglich, inwiefern dieser Umstand für die Beurteilung einer arbeitgeberähnlichen Stellung von Bedeutung sei. Rein spekulativ sei ferner die Vermutung der Beschwerdeführerin, dass dem Beschwerdegegner auch nach der Löschung als Gesellschafter anderweitig der Zugriff auf die Vermögenswerte der Gesellschaft eingeräumt worden sein könnte. Selbst wenn dies zuträfe, sei nicht ersichtlich, wie es ihm bei fehlender finanzieller Beteiligung und fehlenden Zeichnungsbefugnissen hätte möglich sein sollen, die Geschicke des Unternehmens im Sinne einer direkten Einflussnahme leiten zu können. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit diesen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen nicht auseinander und zeigt nicht auf, inwiefern diese offensichtlich unrichtig sein sollen (vgl. E. 2 hiervor). Sie bleiben daher für das Bundesgericht verbindlich.