Citation: I 699/06 05.11.2007 E. 2.3

2.3.1 Im Rahmen einer Neuanmeldung hängt die Zusprechung einer Invalidenrente davon ab, ob sich der Invaliditätsgrad in anspruchserheblicher Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 4 IVV in Verbindung mit Abs. 3 IVV; Art. 17 Abs. 1 ATSG). Der zuständige Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung hat zunächst gefunden, die umfassende Expertise des Dr. M.________ vom 20. März 2006 gebe - bis auf die retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit - keinen Anlass zur Kritik. Die Differenz zu den von der Verwaltung eingeholten psychiatrischen Gutachten des Dr. F.__________ vom 18. Juni/23. Oktober 2001 und 13. Juli 2004 erkläre sich aus einer seitherigen Verschlechterung des Gesundheitszustands (Stellungnahme vom 5. April 2006). Erst im Hinblick auf die Erhebung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zog der RAD den Beweiswert des Gerichtsgutachtens grundsätzlich in Zweifel. Die beschwerdeführende IV-Stelle stützt sich auf die als "integrierenden Bestandteil" der Rechtsschrift bezeichnete neue Stellungnahme des RAD vom 13. Juli 2006. 2.3.2 Das kantonale Gericht erwog anhand des Gerichtsgutachtens des Dr. M.________ zwar, die Arbeitsunfähigkeit betrage seit Januar 2001 unverändert rund 50 Prozent. Es traf jedoch keine Feststellung zur revisionsrechtlichen Frage, ob in der massgebenden Zeitperiode eine anspruchsrelevante Änderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG eingetreten sei. Es äusserte sich auch nicht dazu, unter welchem Titel auf die den Verfügungen vom 25. April 2002 zugrunde liegenden Tatsachen zurückzukommen sei. Dies ist nachzuholen. In diesem Zusammenhang hätte die Vorinstanz allenfalls zu prüfen, ob Gründe für einen Revisionstatbestand gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG vorliegen könnten. Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG). 2.4 Nach dem Gesagten ist nicht abschliessend geklärt, ob ein neuanmeldungsrechtlich erheblicher Revisionstatbestand gegeben ist, und verneinendenfalls unter welchem Titel das Gutachten des Dr. M.________ vom 20. März 2006 Anlass bietet, auf die formell rechtskräftigen Verwaltungsverfügungen vom 25. April 2002 zurückzukommen. Das kantonale Gericht wird sich unter diesem Aspekt mit der Sache befassen und diese nötigenfalls seinerseits mit entsprechenden Direktiven zur neuen Entscheidung an die IV-Stelle zurückweisen.