Citation: 6B_487/2021 E. 5.4.6

5.4.6. Zur möglichen Reintegration des Beschwerdeführers in seinem Heimatland erwägt die Vorinstanz, nachdem dieser den überwiegenden Teil seines Lebens in Nordmazedonien verbracht habe und sich erst seit kurzem in der Schweiz befinde, wo er mit seiner Ehefrau lebe, die aus seinem Heimatland stamme und die erst im September 2016 in die Schweiz gekommen sei, sei es ihm ohne weiteres zumutbar, mitsamt seiner Ehefrau und dem erst einjährigen Kleinkind in sein Herkunftsland zurückzukehren, wo er auf ein auch seiner Ehefrau vertrautes Umfeld stosse. Durch eine Rückkehr der ganzen Familie nach Nordmazedonien würde kein soziales Netz zerschlagen, zumal es den Eltern des Beschwerdeführers, die erst seit 2018 zu ihm in die Schweiz nachgereist seien, ebenfalls unbenommen sei, in ihr Herkunftsland zurückzukehren. Weder sie noch die eigene Familie des Beschwerdeführers seien in der Schweiz integriert. Die Eltern des Beschwerdeführers seien bis zur Geburt ihres Enkelkindes im Heimatland geblieben, obwohl der Grossvater des Beschwerdeführers schon seit vielen Jahren in der Schweiz lebe. Auch befinde sich die gesamte Verwandtschaft der Ehefrau des Beschwerdeführers in Nordmazedonien, so dass auch vor diesem Hintergrund eine rasche und leichte Reintegration im Heimatland zu erwarten sei. Unter dem Titel des "Familienlebens" müsste im Fall des Beschwerdeführers neben einem gefestigten Anwesenheitsrecht seiner Eltern ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis bestehen. Weder der eine noch der andere Sachverhalt lägen vor. Seine Eltern seien erst im Verlaufe des Jahres 2018 nach ihm in die Schweiz gekommen und würden seither bei ihm leben (angefochtenes Urteil S. 28).