Citation: I 466/02 28.07.2003 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht ist in Würdigung der medizinischen Akten zum Schluss gelangt, dass Anhaltspunkte für einen psychischen Gesundheitsschaden vorlägen, weshalb eine psychiatrische Beurteilung indiziert sei. In dem zu Handen der SUVA erstatteten Gutachten vom 7. März 2001 habe Dr. med. M.________, Leitender Arzt Neurologie am Spital L.________, hinsichtlich der Angaben des Versicherten eine erhebliche Diskrepanz festgestellt, die in Berücksichtigung der möglichen und geltend gemachten Verschlechterung des Gesundheitszustandes auf eine psychische Störung hinweise und den organisch bedingten Beschwerden nach Distorsionstrauma der Halswirbelsäule zumindest gleichwertig sei. Bereits die Ärzte der Klinik N.________ hätten während des Aufenthalts des Versicherten vom 7. März bis 15. April 1994 eine Enuresis nocturna auf wahrscheinlich psychogener Grundlage bei einem infantil strukturierten Kosovo-Albaner mit Neigung zu vegetativer Dystonie, regressiven Verhaltensweisen, hysteriformer Aggravation somatischer Beschwerden und Pseudologien beobachten können (Bericht des psychosomatischen Konsiliums vom 28. März 1994). Die Klinik H.________ habe zudem eine Anpassungsstörung mit depressiver Verstimmung (reaktive Depression) diagnostiziert (Bericht vom 6. September 1994). Der von der MEDAS konsiliarisch beigezogene Psychiater habe diesen Umständen nicht Rechnung getragen, sodass auf das Gutachten vom 21. Dezember 1995 nicht abgestellt werden könne. Die Sache sei daher an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie eine psychiatrische Begutachtung veranlasse. 3.2 Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind nicht geeignet, zu einer anderen Beurteilung zu führen. Offensichtlich fehl geht der Einwand, die Schlussfolgerung des Dr. med. M.________ (Symptomausweitung) könne nicht mit einem psychischen Leiden gleichgesetzt werden, geht es eben darum, die Hinweise dieses Arztes zu überprüfen und fachärztlich abzuklären. Sodann ist nicht entscheidend, ob die vorinstanzliche Beweiswürdigung der aus den Jahren 1994 und 1995 stammenden medizinischen Berichte zutreffend ist. Ausschlaggebend ist vielmehr, dass sich in der Zeitspanne bis zum Erlass der Verfügung vom 10. September 2001 der psychische Gesundheitszustand möglicherweise verändert hat, wofür einerseits die Stellungnahme des Dr. med. M.________ spricht als auch die Vorbringen des Beschwerdegegners im vorinstanzlichen Verfahren, wonach er in Behandlung bei Dr. med. C.________, Psychiatrisches Ambulatorium, steht. Weder der Arzt der BEFAS (Bericht vom 26. März 2001) noch Dr. med. I.________ (Bericht vom 7. Januar 1999) haben eine neue medizinische Beurteilung abgegeben. Zusammengefasst kann an Hand der medizinischen Akten nicht zuverlässig beurteilt werden, ob der Versicherte im für die Beurteilung massgeblichen Zeitpunkt bei Verfügungserlass an einer psychischen Krankheit litt, die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hat. Dem nicht zu beanstandenden vorinstanzlichen Rückweisungsentscheid ist nur beizufügen, dass die IV-Stelle nach erfolgter Abklärung des psychischen Gesundheitsschadens entsprechend dem kantonalen Erkenntnis vom 25. November 1997 auch über das Gesuch um berufliche Eingliederungsmassnahmen zu befinden haben wird.