Citation: 8C_270/2022 E. 6.2

6.2. Unbestritten ist des Weiteren, dass es nach dem Unfall zunächst zu einer ausgeprägten Schmerzempfindlichkeit des Ringfingerendglieds mit einer Allodynie und im weiteren Verlauf bei zunehmenden Beschwerden zu einer Funktionseinschränkung der linken Hand kam. Nach der EFL traten zudem eine teilweise dystone Bewegungskomponente sowie ein Ruhetremor auf. Schliesslich erfolgte die von den asim-Gutachtern festgestellte Symptomausweitung der geklagten Schmerzen in den gesamten linken Arm, die linke Schulter sowie die linke Leiste und das linke Bein. Für eine derartige erhebliche Ausweitung der Beschwerden fehlt es gemäss asim-Gutachten, welches die Vorinstanz als voll beweiskräftig erachtete, an einem organischen Korrelat. Sie sei im Rahmen der psychiatrischen Diagnosen (vorab eine schwere depressive Episode) einzuordnen. Es bestand Einigkeit darin, insbesondere auch von Seiten des neurologischen Teilgutachters, dass der Beschwerdegegner aus rein somatischer Sicht für einhändig (mit der dominanten rechten Hand) zu verrichtende Tätigkeiten vollzeitlich einsetzbar sei. Auf diese Einschätzung ist nach den zu beachtenden Regeln über den Beweiswert von versicherungsexternen Gutachten abzustellen. Der Beschwerdegegner bringt vor, auch wenn allein das CRPS, soweit organisch objektiv ausgewiesen, berücksichtigt würde, sei die von der Beschwerdeführerin angenommene Arbeitsfähigkeit nicht ausgewiesen, ohne diesen Einwand zu substanziieren.