Citation: 8C_658/2018 E. 5.2

5.2. Nach eingehender Befassung mit den medizinischen Berichten erachtete der Suva-Kreisarzt die dort dokumentierten Befunde als chronisch-degenerativ und nicht als akut-traumatisch bedingt. Er berücksichtigte dabei insbesondere, dass die Beweglichkeit des Knies bei der ersten Konsultation des Hausarztes nach dem Unfall nicht eingeschränkt gewesen sei und dass sich kein Hämatom gebildet habe. Die bildgebenden Untersuchungen hätten gemäss Einschätzung des Radiologen keine traumatischen Bandläsionen gezeigt, jedoch einen degenerativ veränderten Innenmeniskus sowie eine Bakerzyste. Die intraoperativ beschriebene Rissbildung war nach Auffassung des Suva-Kreisarztes ebenfalls ein Hinweis für eine degenerative Schädigung. Insgesamt vermochte er daraus keine Hinweise für eine relevante Gewalteinwirkung zu erkennen und schloss eine strukturelle Schädigung des rechten Kniegelenks durch den Unfall vom 31. August 2016 aus. Mit dieser kreisärztlichen Einschätzung lag ein schlüssiger, nachvollziehbar begründeter sowie in sich widerspruchsfreier versicherungsinterner Bericht vor. Der Stellungnahme des Dr. med. F.________ vom 12. Dezember 2016 lassen sich demgegenüber keine hinreichend schlüssigen Angaben entnehmen, dass und weshalb überwiegend wahrscheinlich von einer Unfallkausalität des von ihm operierten Meniskusrisses auszugehen sei. Er schloss degenerative Ursachen angesichts des Alters des damals 52-jährigen Versicherten nicht aus. Im Bericht vom 20. Dezember 2016 fehlt es an einer näheren Begründung für die von ihm bejahte Unfallkausalität. Insbesondere aber räumte er (am 12. Dezember 2016) - insoweit übereinstimmend mit dem Suva-Kreisarzt - ein, dass nur eine Distorsion geeignet gewesen wäre, einen Meniskusriss zu verursachen. Da ein entsprechender Unfallhergang nicht erstellt ist, waren die Stellungnahmen des Dr. med. F.________ nicht geeignet, auch nur geringe Zweifel an der Einschätzung des Suva-Kreisarztes zu begründen (BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229; 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.; 125 V 351 E. 3b/ee S. 353 f.; 122 V 157 E. 1d S. 162).