Citation: 6B_265/2022 E. A

Am 14. Januar 2020 kam es in einer Wohnung im Erdgeschoss zu einem Brand. Aus dem kriminaltechnischen Fachbericht ergibt sich, dass das Feuer im Kinderzimmer ausbrach, wobei eine technische Brandursache ausgeschlossen ist. Am Nachmittag vor dem Brand hielten sich nur der damals 11-jährige A.A.________ und sein Vater B.A.________ in der Wohnung auf. Die Jugendanwaltschaft des Kantons Aargau wirft A.A.________ die fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vor. Er habe seinem Vater im Wohnzimmer einen Zaubertrick mit einer Kerze vorgeführt. Zuvor habe er die Kerze im Kinderzimmer geholt. Auch wenn A.A.________ die Kerze erst im Wohnzimmer angezündet haben wolle, würden die gesamten Umstände nur den Schluss zulassen, dass er vorher im Kinderzimmer mit einer Brandquelle hantiert und unabsichtlich die Feuersbrunst verursacht habe. Der Brand führte zu einem Schaden an der Wohnung und einem Personenwagen, der davor geparkt war.