Citation: 6B_196/2021 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer 1 beanstandet die rechtliche Würdigung des vor dem Club "E.________" gegen die Beschwerdegegner 2 und 3 erfolgten Einsatzes des schussbereiten Revolvers als mehrfache Gefährdung des Lebens. Die Vorinstanz habe die Frage, ob sein Finger am Abzug gewesen sei, gestützt auf die neuere bundesgerichtliche Rechtsprechung als nicht entscheidend bezeichnet und offen gelassen. Damit einhergehend habe sie sich nicht im Detail mit seinen bzw. den von einem Teil der Lehre gegen diese bundesgerichtliche Rechtsprechung vorgebrachten Einwänden befasst. Der unbegründet gebliebene Hinweis, dass es sich vorliegend um einen Revolver und nicht um ein Sturmgewehr handle, ändere nichts daran, dass keine Mechanik einen eigenen Willen besitze. Damit sich ein Schuss löse, müsse "irgendetwas oder irgendjemand" den Abzug betätigen. Damit komme der Stellung des Fingers die entscheidende Bedeutung zu. Ohne dass dieser in unmittelbarer Nähe des durch einen Bügel geschützten Abzuges gehalten werde, könne auch die Aufregung des Täters nicht dazu führen, dass dieser ungewollt gezogen werde. Wegen des fehlenden Willens einer Mechanik sei auch widerlegt, dass ein Waffendefekt zu einer ungewollten Schussabgabe führe. Eine unvorhergesehene Reaktion der Opfer oder die Möglichkeit einer Intervention durch Dritte fielen vorliegend ausser Betracht.