Citation: 4A_194/2024 E. 4.2.1

4.2.1. Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, sie habe vor- und erstinstanzlich substanziiert vorgebracht und Beweismittel dafür offeriert, dass von der geltend gemachten Abweichung von 3 Stunden zwischen der Normalarbeitszeit gemäss GAV von 40 Stunden und der vertraglich vereinbarten 43 Stunden pro Woche, 2.5 Stunden nicht zu vergüten seien. Gemäss Pflichtenheft als integraler Bestandteil des Arbeitsvertrages seien mit der vereinbarten Arbeitszeit von 43 Stunden pro Woche sämtliche Reisezeiten hin und zurück von der Baustelle vergütet worden. Unter der Geltung des GAV seien jedoch 30 Minuten Reisezeit pro Tag nicht als Arbeitszeit zu entschädigen bzw. in der Normalarbeitszeit von 40 Stunden pro Woche zu berücksichtigen. Ziehe man die 30 Minuten Reisezeit pro Tag bzw. 2.5 Stunden Reisezeit pro Woche von den gemäss der Behauptung des Beschwerdegegners geleisteten 43 Stunden pro Woche ab, so wäre eine Arbeitszeit von 40.5 Stunden pro Woche der im GAV vorgesehenen Arbeitszeit von 40 Stunden gegenüberzustellen, womit ein wöchentlicher Überstundensaldo von bloss 30 Minuten resultiere. Diese Berechnung legte die Beschwerdeführerin auch der erstinstanzlichen Anerkennung der Forderung des Beschwerdegegners für total 87 Stunden (30 Minuten pro Woche über die Dauer des Arbeitsverhältnisses) in der Höhe von Fr. 2'490.-- zugrunde.