Citation: 9D_13/2024 E. 1.2

1.2. Am 21. Februar 2024 ersuchte die Beschwerdeführerin das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich um Erlass der Gerichtskosten, die ihr in den Verfahren VB.2023.00157 und VB.2023.00337 auferlegt worden waren. Mit Verfügung vom 16. April 2024 wies die Generalsekretärin das Gesuch ab. Daraufhin rekurrierte die Beschwerdeführerin am 27. Mai 2024 bei der Verwaltungskommission des Verwaltungsgerichts und ersuchte sie diese "um administrative Abschreibung der Gerichtsgebühren" in den Verfahren VB.2023.00157 und VB.2023.00337 sowie Unentgeltlichkeit des vorliegenden Verfahrens bzw. "Amnestie für sämtlichen Verkehr mit dem Verwaltungsgericht betreffend jeglicher Kosten". Die Verwaltungskommission wies den Rekurs ab, soweit sie darauf eintrat (Urteil KE.2024.00001 vom 3. Juli 2024). Die Verwaltungskommission erwog, dass für den nachträglichen Erlass von § 16 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [des Kantons Zürich] vom 24. Mai 1959 [VRG/ZH; LS 175.2]) auszugehen sei. Folglich seien die Regeln über die Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege entsprechend anwendbar. Aus diesem Grund setze die nachträgliche Gewährung des Kostenerlasses unter anderem voraus, dass das ursprüngliche Rechtsmittel nicht aussichtslos gewesen sei. In den streitbetroffenen Verfahren VB.2023.00157 und VB.2023.00337 sei die beantragte unentgeltliche Rechtspflege rechtskräftig verweigert worden, dies wegen offensichtlicher Aussichtslosigkeit. Daher komme die nachträgliche Gewährung des Kostenerlasses von vornherein nicht infrage.