Citation: 5A_182/2024 E. 7.2

7.2. Der Beschwerdeführer bemängelt, dass die Vorinstanz mit der Berücksichtigung der privaten Krankenversicherungen gegen die bundesgerichtliche Rechtsprechung verstosse, die Methodik der Unterhaltsberechnung verkenne und das betreibungsrechtliche mit dem familienrechtlichen Existenzminimum vermische. Kosten für Krankenversicherungen nach dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG; SR 221.229.1) seien nur bei gehobenen Verhältnissen und bei Kindern gegebenenfalls im familienrechtlichen Existenzminimum zu berücksichtigen. Wie das Kantonsgericht selbst feststelle, seien die Verhältnisse im konkreten Fall jedoch knapp. Das vorinstanzliche Argument, wonach für die Berücksichtigung dieser Position Raum bestehe, sei angesichts des bei ihm, dem Beschwerdeführer, berücksichtigten Monatseinkommens von Fr. 2'420.-- unerklärlich und nicht nachvollziehbar. Ausgehend von seinen eigenen Kalkulationen erklärt der Beschwerdeführer, dass in jeder Unterhaltsphase ein Mankofall vorliege, weshalb die VVG-Prämien bei der Mutter in keiner Phase berücksichtigt werden dürfen; der gegenteilige Entscheid der Vorinstanz sei willkürlich. Die Prämien des Beschwerdegegners könnten erst dann in Rechnung gestellt werden, wenn das familienrechtliche Existenzminimum erreicht wird, was vor Aufnahme der Erwerbstätigkeit der Kindsmutter nicht der Fall sein werde.