Citation: 4P.64/2006 24.05.2006 E. 2

Gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift insbesondere die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtsgrundsätze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht prüft im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (BGE 110 Ia 1 E. 2 S. 3 f). Die Beschwerdeführer müssen in Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides die als verletzt behaupteten Verfassungsbestimmungen nennen und im Einzelnen dartun, inwiefern diese verletzt sein sollen (BGE 130 I 258 E.1.3; 130 I 26 E. 1.2 S. 31; 129 III 626 E. 4 S. 629; 129 I 281 E. 1.1 S. 284). Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht in konstanter Rechtsprechung nicht ein (BGE 130 I 258 E. 1.3). 2.1 In den Ziffern 3 bis 6 der Beschwerde wird nicht ansatzweise dargetan, inwiefern das angefochtene Urteil die angeführten verfassungsmässigen Rechte verletzt. In den Ziffern 7 bis 14 der Beschwerde wird Erwägung 1.2 des angefochtenen Urteils in allgemeiner Weise kritisiert, ohne dass im Einzelnen aufgezeigt würde, inwiefern Art. 9 und 29 BV verletzt sein sollen. In den Ziffern 15 bis 17 wird sodann gerügt, das Obergericht habe seine Prüfung des erstinstanzlichen Urteils in unzulässiger Weise auf eine Willkürprüfung eingeschränkt, ohne dass die kantonalen Normen oder die allgemeinen Rechtsgrundsätze auch nur aufgeführt würden, welche dadurch verletzt bzw. verfassungswidrig angewandt worden sein sollen. 2.2 Nach konstanter Rechtsprechung ist in der Beschwerdeschrift selbst zu begründen, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie verletzt worden sein sollen (BGE 130 I 290 E. 4.10 S. 302; 129 I 113 E. 2.1 S. 120, je mit Verweisen). Die Behauptung, es sei in den kantonalen Rechtsschriften aufgezeigt worden, welche Zeugen weswegen nochmals zu befragen seien genügt dieser Anforderung ebenso wenig wie die Behauptung, die Beschwerdeführerin habe sich in ihrer Rechtsschrift im kantonalen Verfahren detailliert mit der Argumentation des erstinstanzlichen Gerichts auseinandergesetzt. Inwiefern der Schluss des Obergerichts, dass sich ihre Vorbringen in einer blossen Bestreitung der Feststellungen der ersten Instanz erschöpfen, verfassungsmässige Rechte der Beschwerdeführerin verletzen sollte, lässt sich der Beschwerde nicht ansatzweise entnehmen. Der Behauptung, es sei "Tatsache, dass das Appellationsverfahren im Kanton Luzern einen vollen Devolutiveffekt entfaltet, sodass das Obergericht im Umfang der Rügen selbstverständlich das vorinstanzliche Urteil voll überprüfen muss", lässt sich weder entnehmen, welche prozessualen Normen des kantonalen Rechts verfassungswidrig angewandt worden sein sollen, noch inwiefern in diesem Zusammenhang die angeführten Art. 9 und 29 BV verletzt sein sollen. Auf die Rügen, welche die Beschwerdeführerin offenbar gegen Erwägung 1.2 des angefochtenen Urteils vorbringen will, kann mangels hinreichender Begründung im Sinne von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht eingetreten werden. Insbesondere kann der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden und ist keine Begründung für die Ansicht erkennbar, dass "formelle Rechtsverweigerungen" vorliegen, die "unabhängig vom Inhalt der Argumentation im Detail" zur Aufhebung des angefochtenen Urteils wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte führen sollten. 2.3 In Erwägung 5 des angefochtenen Urteils hat das Obergericht geschlossen, es sei der Begründung des erstinstanzlichen Urteils sehr wohl zu entnehmen, aus welchen Gründen die Aussagen der Zeugin C.X.________ - der Tochter der Beschwerdeführerin - mit besonderer Vorsicht zu würdigen seien; der pauschale Vorwurf der Beschwerdeführerin, das Amtsgericht habe mit "Fiktionen und unhaltbaren Annahmen" gearbeitet, stelle keine hinreichende Appellationsbegründung dar. Das Obergericht fügte sodann bei, das Amtsgericht habe differenziert argumentiert und insbesondere auf die zeitliche Diskrepanz und die Unvereinbarkeit mit dem übrigen Beweisergebnis hingewiesen sowie auf den Umstand, dass die Zeugin nach eigenen Aussagen vom massgebenden Geschehen nur punktuell etwas mitbekommen habe. Die Beschwerdeführerin rügt insofern, das Obergericht habe seine Prüfung in unzulässiger Weise auf eine Willkürrüge eingeschränkt und sei über weite Strecken auf die Appellationsbegründung nicht eingetreten, womit Art. 9 und 29 BV verletzt worden seien. Die Rüge beruht auf der Prämisse, dass das kantonale Prozessrecht dem Obergericht eine vollständige und freie Überprüfung der Beweiswürdigung im Appellationsverfahren vorschreibt und dass die Beschwerdeführerin die prozessualen Anforderungen des kantonalen Rechts an die Begründung der Appellation eingehalten hat. Dafür findet sich in der Beschwerde keine Begründung; denn es werden die einschlägigen Normen des kantonalen Rechts nicht genannt und es wird erst recht nicht aufgezeigt, inwiefern diese in Verletzung verfassungsmässiger Rechte der Beschwerdeführerin ausgelegt oder angewendet worden sein sollen. Auf die Beschwerde ist insgesamt mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).