Citation: 5A_657/2014 E. 3.2

3.2. Ihre Bestreitung der Aktivlegitimation stützt die Beklagte auf die neue Tatsache, wonach die Klägerinnen am berechtigten Grundstück Nr. vvv am 25. April 2014 Stockwerkeigentum begründet hätten und eine Stockwerkeinheit im Gesamteigentum stehe. Sie verweist auf einen Grundbuchauszug vom 25. August 2014 und macht geltend, ihr neues Vorbringen sei gemäss Art. 99 Abs. 1 BGG zulässig, weil erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gebe. Die Voraussetzung ist nicht erfüllt. Nicht der Entscheid des Obergerichts, das wie zuvor das Kantonsgericht auf das Miteigentum der Klägerinnen abgestellt hat, gibt der Beklagten Anlass zum neuen Vorbringen, sondern die Begründung von Stockwerkeigentum während des kantonalen Berufungsverfahrens nach Abschluss des Schriftenwechsels, die die Beklagte dem Obergericht nicht mehr vorgetragen hat oder nicht mehr hat vortragen können. Im einen wie im anderen Fall erweisen sich neue Vorbringen im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG als unzulässig (BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 129 und 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123).