Citation: 6P.131/2005 16.03.2006 E. 2

Zweifel an der Diagnose des HELLP-Syndroms im Gutachten von Prof. Dr. D.________ ergeben sich nach Ansicht des Beschwerdeführers zunächst aus dem Bericht von PD Dr. E.________ vom 10. Februar 2005 und dessen Schreiben vom 3. Mai 2005. Das Obergericht setzt sich im angefochtenen Entscheid eingehend mit den daraus abgeleiteten Einwänden auseinander. Insbesondere weist es darauf hin, dass auch PD Dr. E.________ gerade nicht die vom Beschwerdeführer vertretene These verficht, dass A.________ an einer Sonderform der Eklampsie und nicht am HELLP-Syndrom erkrankt gewesen sei. Anhaltspunkte, dass die Folgerungen des Gutachtens von Prof. Dr. D.________ unzutreffend sein könnten, durfte das Obergericht daher ohne Willkür verneinen. Das Gleiche gilt mit Blick auf das undatierte Schreiben von Dr.F.________. Darin wird wohl die Diagnose von Prof. Dr. D.________ angezweifelt, doch wird dies überhaupt nicht näher begründet. Ausserdem ergeben sich aus dem Autopsiebericht keine Anhaltspunkte, die gegen die Diagnose eines HELLP-Syndroms sprechen. Schwer verständlich erscheint schliesslich die Kritik an der Begründung des Obergerichts, mit der dieses die Auffassung des Beschwerdeführers verwirft. Es liegt auf der Hand, dass die aufgedeckten Widersprüche bei dem von ihm Vorgebrachten gerade keinen Anlass bieten, von den Folgerungen des eingeholten Gutachtens abzuweichen. Die mit staatsrechtlicher Beschwerde erhobenen Rügen erweisen sich deshalb als unbegründet.