Citation: 9C_360/2009 10.07.2009 E. 5

5.1 Vorinstanz und IV-Stelle ermittelten sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Lohnstrukturerhebung (LSE). Soweit im angefochtenen Entscheid von der ärztlich geschätzten Arbeits(un)fähigkeit auf den Invaliditätsgrad geschlossen wird, liegt darin keine Bundesrechtswidrigkeit, sofern Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu berechnen sind. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481; Urteil 8C_772/2007 vom 6. Mai 2008 E. 6.2). 5.2 Unbegründet ist die beschwerdeführerische Rüge, die IV-Stelle habe nicht dargelegt, wie sie auf die ihrem Einkommensvergleich zu Grunde liegenden Zahlen komme und die Vorinstanz habe diese Zahlen einfach übernommen, obwohl sogar die Gutachter des Instituts Y.________ von einer mindestens 30 %igen Arbeitsunfähigkeit ausgingen. Die IV-Stelle hat sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen in dem integrierenden Bestandteil der Verfügung vom 4. November 2008 bildenden Abklärungsbericht Haushalt vom 11. April 2008 gestützt auf die LSE 2006 (Tabelle TA1, Frauen, Anforderungsniveau 4) nachvollziehbar festgesetzt. 5.3 Der im Jahre 1993 von der Beschwerdeführerin erzielte Lohn bei der Firma X.________ (Schweiz AG; Arbeitgeberbericht vom 30. November 1993) in Höhe von Fr. 34'060.- (bei einer Arbeitszeit von 7 Stunden pro Tag und einer normalen Arbeitszeit in jenem Betrieb von 8,5 Stunden täglich) entspricht unter Berücksichtigung der seit dem Jahre 1993 eingetretenen Lohnentwicklung (von insgesamt 19,3 % [1994: + 1,5 %; 1995: +1,3 %; 1996: +1,3 %; 1997: + 0,5 %; 1998: + 0,7 %; 1999: + 0,3 %; 2000: + 1,3 %; 2001: + 2,5 %; 2002: + 1,8 %; 2003: + 1,4 %; 2004: + 0,9 %; 2005: + 1 %; 2006: + 1,2 %; 2007: +1,6 %; 2008: +2 %; Die Volkswirtschaft 11/1999 Tabelle B10 S. 28; 12/2006, Tabelle B10.2 S. 83; 6/2009 Tabelle B10.2 S. 87]) und der im Jahre 2008 betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,6 Stunden (Die Volkswirtschaft 6/2009 Tabelle B9.2 S. 86) ungefähr dem Totalwert des monatlichen Bruttolohnes der LSE 2006 im Anforderungsniveau 4, ebenfalls angepasst an die Verhältnisse im Jahre 2008. Es kann damit offen bleiben, ob die im Verfügungszeitpunkt 15 Jahre zurückliegenden Angaben im Arbeitgeberbericht noch als taugliche Berechnungsgrundlage hätten angesehen werden können oder ob das Abstellen auf Tabellenlöhne für die Bestimmung (auch) des Valideneinkommens angezeigt gewesen wäre. Die Beschwerdeführerin wendet sich denn auch nicht gegen die Festsetzung des Valideneinkommens gestützt auf die LSE, sondern macht geltend, die Vorinstanz habe den Sachverhalt nicht genügend geprüft und sei zu Unrecht von einem lediglich 80 %igen Arbeitspensum im Gesundheitsfall ausgegangen, obwohl sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung seit dem Tod ihres Ehegatten aus finanziellen Gründen mit Sicherheit vollzeitlich arbeiten würde. Ob die Beschwerdeführerin als teilerwerbstätige Hausfrau zu qualifizieren und die Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode (Art. 28 Abs. 2ter IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Form sowie 28a Abs. 3 IVG in der seit 1. Januar 2008 anwendbaren Fassung; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149) vorzunehmen, oder ob von einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit auszugehen und somit die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2007 in Kraft gestandenen Form und Art. 28a Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung, je in Verbindung mit Art. 16 ATSG) zur Anwendung zu bringen ist - wie dies die Versicherte für den Zeitraum nach dem Tod ihres Ehegatten im Oktober 2004 verlangt -, braucht nicht abschliessend geklärt zu werden. Wie im angefochtenen Entscheid zutreffend erwogen und nachfolgend gezeigt wird (E. 5.5 hienach), ändert dies am Ergebnis nichts. 5.4 Soweit die Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzlich bestätigte Festsetzung des Invalideneinkommens durch die IV-Stelle gestützt auf die LSE, Totalwert, Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten), vorbringt, verschiedene Arbeiten (insbesondere der erlernte Beruf als Verkäuferin, die [rein sitzende] Arbeit einer Kassierin, die zuletzt ausgeführte Tätigkeit in einer Kantine, aber auch - aus intellektuellen und ausbildungsmässigen Gründen - eine administrative Tätigkeit) seien ihr nicht mehr zumutbar, vermag sie damit nicht durchzudringen. Selbst die medizinische Unzumutbarkeit einzelner Arbeiten änderte nichts daran, dass der Versicherten gestützt auf das im Gutachten des Instituts Y.________ umschriebene Zumutbarkeitsprofil (möglich ist jede körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere, adaptierte Tätigkeit [d.h. ohne Arbeiten über Kopf sowie ohne Einsätze auf Leitern und Gerüsten; vgl. neurologische Beurteilung des Gutachters des Instituts Y.________ Dr. med. R.________, FMH für Neurologie, Untersuchung vom 26. September 2007]) weiterhin eine Vielzahl von Tätigkeiten offen steht, die es rechtfertigt, das Invalideneinkommen gestützt auf den Totalwert zu ermitteln, welcher das ganze Spektrum der möglichen Tätigkeiten in den verschiedenen Wirtschaftszweigen umfasst. 5.5 Im Rahmen der Ermessenskontrolle (BGE 8C_652/2008 vom 8. Mai 2009 E. 4 mit Hinweisen) nicht zu beanstanden ist der von der IV-Stelle "wegen jahrelanger Dekonditionierung" gewährte und vorinstanzlich bestätigte 10 %ige Abzug vom Tabellenlohn. Die Vorinstanz ermittelte ausgehend von einer 82 %igen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall und einer 70 %igen Arbeitsfähigkeit im erwerblichen Bereich einen Invaliditätsgrad von 23,17 %. Gestützt auf den beweiskräftigen Abklärungsbericht Haushalt, demgemäss die leidensbedingte Einschränkung im Haushalt 31 % beträgt, ermittelte sie einen Gesamtinvaliditätsgrad von 25 %. Gegen die prozentuale Gewichtung der Haushalt- und Erwerbstätigkeit durch die Vorinstanz bringt die Versicherte nichts vor, was eine Bundesrechtswidrigkeit zu begründen vermöchte. Ihr Vorbringen, sie hätte ohne gesundheitliche Einschränkungen nach dem Tod ihres Ehegatten aus finanziellen Gründen mit Sicherheit vollzeitlich gearbeitet, ist nicht entscheidrelevant, da ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad selbst dann resultierte, wenn von einem vollzeitlichen Arbeitspensum im Gesundheitsfall ausgegangen würde: Bei einer Einschränkung im erwerblichen Bereich von 30 % und unter Berücksichtigung eines Abzuges vom Tabellenlohn von 10 % ergäbe sich diesfalls ein Invaliditätsgrad von 37 % (1- [0,7x0,9] x 100 %).