Citation: 8C_580/2020 E. 4.2.2

4.2.2. Es trifft zwar zu, dass seit 1. Januar 2017 gemäss Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV neu auch eine Leistungspflicht der Unfallversicherung für die Kosten der nichtmedizinischen Hilfe zu Hause besteht, soweit diese nicht durch die Hilflosenentschädigung nach Art. 26 UVG abgegolten ist (vgl. Urteile 8C_569/2019 vom 28. August 2020 E. 5.2, zur Publikation vorgesehen; 9C_200/2018 vom 17. Dezember 2018 E. 3.3.2; KASPAR GEHRING, in: KVG/UVG Kommentar, 2018, Rz. 20 zu Art. 10 UVG). Soweit der Beschwerdeführer jedoch davon ausgeht, dass damit nicht nur im Rahmen von Art. 18 Abs. 1 UVV, sondern auch nach Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV eine Vollkostendeckung der Unfallversicherung verbunden sei, ist darauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht mit Urteil 8C_678/2019 vom 14. September 2020 (zur Publikation vorgesehen) entschieden hat, dass lediglich Leistungen gemäss Art. 18 Abs. 1 UVV ohne Kostenbeitrag der versicherten Person zu entschädigen sind. Für die medizinische Pflege und Hilfe zu Hause nach Art. 18 Abs. 2 UVV hat der Unfallversicherer demgegenüber lediglich einen Beitrag zu leisten, was - entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers - auch im Einklang mit den staatsvertraglichen Vorgaben steht (vgl. Urteile 8C_591/2020 vom 3. Februar 2021 E. 3.2 mit Hinweis; 8C_678/2019 vom 14. September 2020 E. 7.5 f.). Es erübrigt sich unter diesen Umständen, auf die Überlegungen des Beschwerdeführers zu einer allfälligen Kürzung des Beitrags an Pflege zu Hause gestützt auf Art. 18 Abs. 2 UVV wegen Überentschädigung einzugehen.