Citation: 4A_109/2019 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass die Beweislast für die tatsächlich geleisteten, preisbestimmenden Einheiten beim Unternehmer liegt, wobei entweder das tatsächlich erstellte Ausmass oder das plangemäss theoretische Ausmass massgebend sei, und eine natürliche Vermutung für das tatsächliche Ausmass spreche. Im vorliegenden Fall hätten beide Parteien - jedenfalls ursprünglich auch die Klägerin - das tatsächliche Ausmass als erheblich angesehen; jedenfalls behaupte die Klägerin nirgends, ein plangemässes Ausmass sei vereinbart worden, sondern sie argumentiere, die gemeinsame Feststellung des Ausmasses sei durch die Beklagte verhindert worden, indem sie namentlich ein Betretungsverbot der Baustelle ausgesprochen und die Weiterarbeit durch Dritte veranlasst habe. Nach den Feststellungen der Vorinstanz lassen sich indes den Akten die Termine vom 18., 21. und 30. Juni entnehmen, die von der Beklagten angeboten wurden und die auch geeignet gewesen wären, weil die Klägerin dann auch teilweise anwesend war. Die Klägerin führte dagegen nach den Feststellungen zum Prozesssachverhalt im Wesentlichen Terminkollisionen an, behauptete aber nicht, sie habe danach auf einem Ausmass-Termin beharrt. Dass dagegen die Beklagte über den angeblich von der Klägerin in Aussicht genommenen Termin vom 26. Juni 2014 überhaupt informiert worden sei, sei weder behauptet noch ersichtlich.