Citation: 5A_532/2009 16.11.2009 E. 4

Was den obergerichtlichen Einwand betrifft, die Beschwerdeführerin habe keinen eindeutigen Namensänderungswillen darzutun vermocht (s. oben, E. 3.2), bestreitet diese nicht, im Falle der Bewilligung ihres Namensänderungsgesuchs je nach Aufenthaltsort ihren jetzigen Namen gemäss ihrem somalischen Pass oder ihren geänderten Namen führen zu wollen. Vielmehr sprechen ihre Ausführungen für eine solche Absicht, indem sie vorbringt, im Fokus ihrer Anstrengung stehe die Verwendung ihres neuen Namens im Alltag an ihrem Lebensmittelpunkt, d.h. in der Schweiz, und eine Annahme darüber hinaus sei rein spekulativ. Dies genügt den Anforderungen für eine Namensänderung nach Art. 30 Abs. 1 ZGB jedoch nicht. Ausserdem vertritt die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht die Auffassung, es könne nicht Beurteilungsmassstab für die Gewährung des Rechts auf Namensänderung sein, wie und in welchem Umfang dieses ausgeübt werde. In diesem Zusammenhang bringt sie vor, es gehe ihr lediglich um die Anpassung der Schreibweise ihres Namens an die Ausspracheregelung der Schweiz, sodass der Name an sich bestehen bleibe. Für die Beurteilung der Zuständigkeit bzw. der Rechtsgrundlage für die Gewährung eines Gesuchs auf Namensänderung sei lediglich ihr derzeitiger Lebensmittelpunkt relevant, und es sei nicht darauf abzustellen, inwieweit sich dieser innerhalb der nächsten Jahre verändern könne. Ausserdem habe sie inzwischen die Schweizer Staatsbürgerschaft beantragt, was ebenfalls für einen zukünftigen Aufenthalt in der Schweiz spreche. Auch diese Einwände sind nicht geeignet, einen eindeutigen Willen zur Änderung des Namens und insbesondere zu dessen Führung ausserhalb der Schweiz zu untermauern. Insoweit erweist sich die Beschwerde als ungenügend begründet, sodass darauf nicht einzutreten ist.