Citation: 6B_814/2015 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer beantragte im Berufungsverfahren einen vollumfänglichen Freispruch. Da diesem Antrag nur in Bezug auf den Schuldspruch wegen Übertretung eines allgemeinen Verbots nach § 20 UeStG/LU entsprochen wurde, geht die Vorinstanz zu Recht von einem bloss teilweisen Obsiegen des Beschwerdeführers aus. Daran ändert nichts, dass der Schuldspruch wegen geringfügiger Sachbeschädigung erstinstanzlich noch mit der strafrechtlich relevanten Übertretung eines allgemeinen Verbots begründet wurde (vgl. Beschwerde Ziff. 28 S. 10). Das Bundesgericht anerkennt in seiner neueren Rechtsprechung zwar, dass nicht von einer bloss unwesentlichen Abänderung des erstinstanzlichen Entscheids im Sinne von Art. 428 Abs. 2 lit. b StPO gesprochen werden kann, wenn der Berufungskläger im Berufungsverfahren mit seinem Antrag auf eine minder schwere rechtliche Qualifikation der Tat durchdringt. Es bejaht insofern ein Obsiegen im Sinne von Art. 428 Abs. 1 StPO (Urteil 6B_1025/2014 vom 9. Februar 2015 E. 2.4.3). Vorliegend geht es allerdings nicht um eine abweichende rechtliche Qualifikation, sondern lediglich um eine neue Begründung des gleichen Schuldspruchs. Eine solche hat bei der Frage, ob der Beschwerdeführer als obsiegende Partei nach Art. 428 Abs. 1 StPO gilt, unberücksichtigt zu bleiben, da hierfür wie dargelegt auf dessen Anträge abzustellen ist (oben E. 3.3). Die vorinstanzliche Kostenauflage verletzt kein Bundesrecht.