Citation: U 157/99 08.02.2000 E. 1

nisse berichtet wird, nichts zu ändern. Zwar kann nicht gesagt werden, dieser Bericht liesse von vornherein keine Rückschlüsse auf den (unfallbedingten) Gesundheitszustand und dessen Verwertbarkeit zum massgebenden Zeitpunkt zu. Denn das Beschäftigungsprogramm wurde lediglich rund zwei Monate nach dem Erlass des Einspracheentscheides begonnen. Indessen bezeichnet der Verein in erster Linie Beschwerden an den beiden Händen und nicht die durch den Unfall im Jahr 1997 bedingten Leiden an der rechten Schulter als verant- wortlich für die beschränkten Einsatzmöglichkeiten des Ver- sicherten. Für die Invaliditätsbemessung nach UVG sind aber einzig die auf ein (versichertes) Ereignis zurückzuführen- den Leiden zu berücksichtigen. Weiter wird im Bericht zwar dargelegt, die in der linken Hand festgestellten Beschwer- den bestünden seit einem Unfall im Jahre 1988, was - falls dieses aktenmässig nicht erstellte Ereignis überhaupt ver- sichert ist - bei der Umschreibung des Zumutbarkeitsprofils mitberücksichtigt werden müsste. Jedoch beeinträchtigte dieses Leiden objektiv gesehen die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers zum massgebenden Zeitpunkt ohnehin nicht entscheidend. Denn einerseits konnte der Versicherte seine Tätigkeit als Maurer bis zum Ereignis im Jahre 1997 unein- geschränkt ausüben und anderseits erwähnte auch keiner der ihn danach untersuchenden Ärzte eine Schädigung der linken Hand, was sie aber zweifellos getan hätten, wenn sich eine solche auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt hätte. Vielmehr sprechen sowohl der Hausarzt Dr. S.________ (Schreiben vom 1. Juli 1997) als auch Dr. H.________ Klinik Y.________ im Bericht vom 25. Juni 1995 von einer mässigen Kooperation und einer ausgeprägten Schmerzfixierung des Beschwerdefüh- rers, was die Diskrepanz zwischen der aus ärztlicher Sicht bestehenden (unfallbedingten) Restarbeitsfähigkeit und de- ren tatsächlich erfolgten Umsetzung im Beschäftigungspro- gramm der Arbeitslosenversicherung erklärt. Es besteht demnach kein Grund, von der ärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abzugehen, zumal die Beurteilung der unfallbedingten Beeinträchtigung primär durch den Arzt zu erfolgen hat.