Citation: 6B_600/2021 E. 2.3.1

2.3.1. In sachverhaltlicher Hinsicht erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer sei 1996 in der Schweiz geboren worden und habe mit Ausnahme der ersten Monate seines Lebens sowie der Jahre 2009 bis 2012 immer in der Schweiz gelebt. Er habe somit den grössten Teil seines bisherigen Lebens und der prägenden Jahre seiner Entwicklung in der Schweiz verbracht. Nachdem er in der Schweiz die Primarschule absolviert habe, sei er in den Kosovo zurückgekehrt, wo er die Schulzeit beendet und ein Praktikum (oder eine Lehre) als Coiffeur absolviert habe. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz mit 16 Jahren habe er keine Lehrstelle gefunden und auch keine Ausbildung abgeschlossen; auch sei er noch nie während längerer Zeit beim gleichen Arbeitgeber tätig gewesen. Im April 2018 hätten fünf Verlustscheine im Umfang von rund Fr. 12'000.-- bestanden. Die Eltern und zwei jüngere Brüder lebten ebenfalls in der Schweiz, wobei der ledige Beschwerdeführer aktuell bei seinen Eltern lebe. Es handle sich um eine gelebte Familiengemeinschaft, dies aber wohl eher aus praktischen Gründen, da der Beschwerdeführer wegen der Erwerbslosigkeit keine andere Wahl habe. Seit ein paar Jahren habe er eine Freundin, wobei aufgrund der eher ausweichenden Antworten des Beschwerdeführers in der Befragung anlässlich der Berufungsverhandlung vom 25. März 2021 nicht klar geworden sei, wie wahrhaftig diese Beziehung sei. Soweit ersichtlich, bestehe sein Kollegenkreis vor allem aus Landsleuten. Aktivitäten, die auf eine Verwurzelung im gesellschaftlichen Leben hinweisen würden, seien nicht ersichtlich. Gemäss Angaben des Beschwerdeführers habe er keine Verwandten mehr im Kosovo und verstehe die Sprache mittelmässig, während er sich schriftlich darin nicht ausdrücken könne. Hinsichtlich der kurz vor der Berufungsverhandlung geltend gemachten Hautkrankheit im Sinne einer Akne inversa ergebe sich aus den Berichten nicht, dass diese im Kosovo nicht auch behandelt werden könne, zumal auch deren Schwere und Verlauf nicht klar seien. Bereits am 3. August 2016 sei er wegen mehrfachen Betrugs und falscher Anschuldigung erstmals in Anwendung des Erwachsenenstrafrechts zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden. Am 13. Januar 2017 sei er wegen einfacher Körperverletzung erneut verurteilt worden. Die vorliegend zu beurteilende Brandstiftung vom 23. Juli 2017 sei gut sechs Monate nach dem Strafbefehl vom 13. Januar 2017 erfolgt. Trotz der früheren Verurteilung durch das Jugendgericht des Kantons Solothurn habe der Beschwerdeführer somit in einer hartnäckigen und unbelehrbaren Weise wiederholt und unbeeindruckt von abgeschlossenen und hängigen Strafverfahren delinquiert. Infolge seiner Straffälligkeit sei er jeweils am 16. August 2016 und am 2. Juni 2017 vom Migrationsamt ermahnt und auf die ausländerrechtlichen Konsequenzen von strafbarem Verhalten aufmerksam gemacht worden. Gleichwohl sei er in der Folge jeweils aber erneut straffällig geworden.