Citation: 5A_541/2018 E. 3

Das Obergericht hat erwogen, die Begründung des regionalgerichtlichen Entscheids sei der Beschwerdeführerin am 2. Mai 2018 zur Abholung zugestellt und am 11. Mai 2018 mit dem Vermerk "nicht abgeholt" retourniert worden. Die Beschwerdeführerin habe mit der Zustellung rechnen müssen, womit die Sendung als am letzten Tag der Abholfrist zugestellt gelte. Die zehntägige Frist für die Berufung habe somit am 12. Mai 2018 zu laufen begonnen und habe - nach der Erstreckung über den Pfingstmontag - am 22. Mai 2018 geendet. Die Berufung sei aber erst am 4. Juni 2018 der Post übergeben worden. Die Beschwerdeführerin behauptet, sie habe keine Abholungsaufforderung erhalten. Die KESB erlaube dem Beschwerdegegner, ihre Wohnung zu betreten. Es werde fast täglich bei ihr eingebrochen und Dokumente und Post würden mitgenommen. Damit schildert die Beschwerdeführerin bloss den Sachverhalt aus eigener Sicht. Sie belegt ihre Behauptungen nicht und zeigt nicht ansatzweise auf, inwiefern das Obergericht gegen verfassungsmässige Rechte verstossen haben soll. Im Übrigen erschöpft sich die Beschwerde in weiteren Vorwürfen gegen den Beschwerdegegner, die KESB und weitere Personen. Diese Vorwürfe sind nicht Thema des vorliegenden Beschwerdeverfahrens, in dem es einzig darum geht, ob das Obergericht zu Recht davon ausgegangen ist, die Berufung sei verspätet. Ebenfalls nicht Verfahrensgegenstand sind die von der Beschwerdeführerin verlangten Massnahmen gegenüber einem Mitarbeiter der KESB. Die Beschwerde enthält damit offensichtlich keine hinreichende Begründung. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG).