Citation: 2C_868/2016 E. 5.2.8

5.2.8. Im Zusammenhang mit der vom Beschwerdeführer befürchteten Blutrache, welche dem Vollzug seiner Wegweisung in den Kosovo im Sinne von Art. 3 EMRK bzw. Art. 25 Abs. 3 BV entgegenstehen könnte, ist im Wesentlichen auf den Zeitpunkt der Aus- bzw. Wegweisung abzustellen (so das Urteil 2C_891/2016 vom 14. November 2016 E. 3.6 unter Hinweis auf das Urteil des EGMR Chahal gegen Grossbritannien vom 15. November 1996 [Nr. 22414/93] § 86; GRABENWARTER/PABEL, a.a.O., § 20 N. 83 S. 217). Nach Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG sind die kantonalen Behörden von Bundesrechts wegen gehalten, die massgebenden Gründe tatsächlicher und rechtlicher Art darzulegen, auf die sie ihren Entscheid stützen. Ist dies nicht der Fall, kann das Bundesgericht die Sache zur Verbesserung zurückweisen oder den entsprechenden Hoheitsakt aufheben (Art. 112 Abs. 3 BGG). Da das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern den Sachverhalt ungenügend festgestellt hat, ist sein Entscheid zu annullieren und die Sache zur Ergänzung der Grundlagen und einer eingehenderen Auseinandersetzung mit den vom Beschwerdeführer vorgebrachten Indizien, welche auf eine Verletzung von Art. 3 EMRK bzw. Art. 25 Abs. 3 BV hindeuten, an das Amt für Migration des Kantons Luzern zurückzuweisen (Art. 107 Abs. 2 2. Satz BGG).