Citation: 6B_292/2023 E. 1.5.4

1.5.4. Mit Bezug auf die berufliche Zukunft des Beschwerdegegners in der Schweiz macht die Beschwerdeführerin geltend, eine stabile und langfristige Wiedereingliederung des Beschwerdegegners in den Schweizer Arbeitsmarkt sei als wenig chancenreich zu beurteilen. Ihr ist auch in diesem Punkt nicht zu folgen, hält die Vorinstanz doch zutreffend fest, es würden hinreichend Anhaltspunkte dafür bestehen, dass dem bestens ausgebildeten und geschäftlich erfahrenen Beschwerdegegner der berufliche Wiedereinstieg in absehbarer Zeit gelingen werde. Die Beschwerdeführerin argumentiert (abgesehen von der soeben dargelegten Willkürrüge mit Bezug auf die frühere Drogenabhängigkeit des Beschwerdegegners) lediglich damit, die strafrechtliche Vorbelastung dürfte eine Arbeitssuche in der Schweiz zusätzlich behindern. Dabei weicht sie insoweit vom vorinstanzlich verbindlich festgestellten Sachverhalt ab, als sie den Beschwerdegegner als Arbeitssuchenden darstellt. Der Beschwerdegegner befindet sich jedoch zum Urteilszeitpunkt in einer Vollzeitanstellung bei B.________ AG, wobei die zwar zeitlich befristete Vertragsdauer laufend erneuert wird. Damit kann dem Beschwerdegegner - wie die Vorinstanz überzeugend ausführt - eine genügende Integration im schweizerischen Arbeitsmarkt nicht abgesprochen werden.