Citation: 6B_54/2008 09.05.2008 E. 2

Die Vorinstanz geht von folgendem Sachverhalt aus: 2.1 Die Ab.________ AG, gegründet am 27. Oktober 1987, war Betreiberin eines Alters- und Pflegeheims in St. Gallen. Die Gesellschaft erwirtschaftete jährlich Verluste von rund Fr. 500'000.--. Ende 2001 belief sich der Verlustvortrag auf insgesamt Fr. 11'455'463.41. Für die Verluste kam jeweils die alleinige Gesellschafterin der Ab.________ AG, die Ba.________ GmbH, auf. Die für drohende Verluste der Ab.________ AG per 31. Dezember 2001 geschaffenen Rückstellungen betrugen Fr. 2'300'375.--. Diese wurden gebildet, indem sich die Ba.________ GmbH und die Ab.________ AG gegenseitig Darlehen in der Höhe von Fr. 2'850'000.-- gewährten und die Ba.________ GmbH das Darlehen an die Ab.________ AG dem Rangrücktritt unterstellte. Die B.________ AG & Co. KGaA als Alleingesellschafterin der Ba.________ GmbH haftete zudem solidarisch für alle aus dem Mietvertrag zwischen der Ab.________ AG und V.________ als Vermieterin der Räumlichkeiten des Alters- und Pflegeheims resultierenden Verpflichtungen. Ausserdem garantierte Ba.________ mit einer Patronatserklärung persönlich dafür, dass die Ab.________ AG im Geschäftsjahr 2002 jederzeit mit ausreichend flüssigen Mitteln und Kapital ausgestattet wurde. 2.2 Mit Anteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 30. Oktober 2002 verkaufte die Ba.________ GmbH die Ab.________ AG für Fr. 1.-- an die C.________ AG. Die C.________ AG war gemäss Vereinbarung mit Y.________ beauftragt, die Aktien der Ab.________ AG in eigenem Namen, aber auf Rechnung und Risiko von Y.________ treuhänderisch zu halten. Dieser setzte den Beschwerdeführer als ihm gegenüber weisungsgebundenen Verwaltungsrat der Ab.________ AG ein. Während somit Y.________ als weisungsberechtigter Inhaber der Gesellschaft wirkte, fungierte der Beschwerdeführer als formeller Verwaltungsratspräsident als dessen Strohmann. Gleichzeitig mit dem Vertrag vom 30. Oktober 2002 trat die C.________ AG in alle Rechte und Pflichten der Ba.________ GmbH ein. Die Patronatserklärung von Ba.________ wurde aufgehoben. Per 31. Oktober 2002 standen dem Verlustvortrag von Fr. 11'455'463.41 ein Aktienkapital von Fr. 700'000.-- und ein Passivdarlehen der C.________ AG von insgesamt Fr. 10'779'386.97 gegenüber, was einen positiven Saldo von Fr. 23'923.56 ergab. Das Aktivdarlehen der Ab.________ AG von Fr. 2'850'000.-- gegenüber der Ba.________ GmbH schuldete nach dem Kauf die C.________ AG. Dieses Darlehen von nunmehr Fr. 2'800'000.-- war jedoch ohne wirtschaftlichen Wert, da das einzige Aktivum der C.________ AG in der Ab.________ AG bestand. Wird dieser Umstand durch eine Wertberichtigung berücksichtigt, resultiert ein negativer Saldo von Fr. 475'701.44 (Saldo von Fr. 23'923.56 zuzüglich Rückstellungen von Fr. 2'300'375.-- abzüglich die Abschreibung des Aktivdarlehens von Fr. 2'800'000.--). Die Ab.________ AG war damit seit dem Übergang des Eigentums der Aktien an die C.________ AG bzw. an Y.________ überschuldet. 2.3 Bereits vor dem Verkauf an die C.________ AG hatte die Ab.________ AG mit den Bewohnern des Alters- und Pflegeheims Mietverträge abgeschlossen, welche ausdrücklich die Leistung eines Depots durch die Mieter beinhalteten, oder aber vorsahen, dass "Wohnrechtsdarlehen" zu leisten seien. Am 8. Januar 2003 eröffnete die Ab.________ AG, nunmehr unter der Führung des Beschwerdeführers, ein Konto bei der Bank D.________, auf welches die Ba.________ GmbH in der Folge Fr. 268'414.05 an von den Bewohnern des Heims geleisteten Mietzinsdepots bzw. Wohnrechtsdarlehen überwies. Zwischen dem 20. und 22. Januar 2003 hob der Beschwerdeführer auf Weisung von Y.________ insgesamt einen Betrag von Fr. 261'488.50 von diesem Konto ab, welcher in ein Klinikprojekt von Y.________ in München investiert wurde. Involviert in das Klinikprojekt waren die Ea.________ AG, die Eb.________ GmbH und die F.________ GmbH. Der Beschwerdeführer war gleichzeitig alleiniger Verwaltungsrat und Gründungsmitglied des Ea.________ AG, die wiederum Alleingesellschafterin der Eb.________ GmbH war. 2.4 In der Zeit vom 31. Januar 2003 bis zum 30. September 2003 gewährte die Ab.________ AG handelnd durch den Beschwerdeführer als Verwaltungsrat ungesicherte Darlehen mit einer Laufzeit von jeweils 2 Jahren an die Ea.________ AG in der Höhe von Fr. 305'000.--, an die Eb.________ GmbH über Fr. 758'040.55 und an die F.________ GmbH im Betrag von Fr. 148'545.--, wobei Y.________ die Darlehensverträge als Darlehensnehmer unterzeichnete. Weiter tätigte Y.________ einen Barbezug von Fr. 3'000.--, worüber jedoch kein schriftlicher Darlehensvertrag existiert. Diese Überweisungen waren trotz der prekären finanziellen Situation der Ab.________ AG möglich, weil diese seit dem Eigentumsübergang auf Anweisung von Y.________ keine Zahlungen mehr an die Vermieterin V.________ leistete. Der Mietzinsausstand belief sich per 30. September 2003 auf Fr. 1'465'170.85. 2.5 Nach Schwierigkeiten mit der Auszahlung der Löhne der Belegschaft der Ab.________ AG im September 2003 reichten Mitarbeitende am 10. Oktober 2003 Strafklage ein und stellten am 15. Oktober 2003 ein Begehren um Eröffnung des Konkurses über die Ab.________ AG. Der Konkurs wurde mit Entscheid vom 14. November 2003 eröffnet; die hiergegen erhobenen Rechtsmittel wurden abgewiesen. Der per 31. Dezember 2003 auf Fr. 1'761'480.60 angewachsene Mietzinsausstand und alle weiteren aus dem Mietvertrag entstandenen Verpflichtungen (Anwalts- und Betreibungskosten von insgesamt Fr. 109'882.85) wurden von der solidarisch haftenden B.________ AG & Co. KGaA beglichen.