Citation: 1C_671/2024 E. C

Mit Schreiben vom 11. Juni 2019/3. August 2020 ersuchte die BLS Netz AG das Bundesamt für Verkehr (BAV) um Genehmigung des Projekts «Lötschberg-Basistunnel: Teilausbau». Dieses sieht insbesondere den Ausbau und die Ausrüstung der Weströhre zwischen Mitholz und Ferden vor. Der Dienststollen Kandertal sowie der Zugangsstollen Mitholz sollen als Zufahrtswege zur Baustelle dienen. Zur Gewährleistung der Baustellensicherheit sieht das Projekt (in Planbeilage Nr. 114) den Ausbau des Dienststollens Kandertal zwischen QV23 und QV29 vor. Zudem benötigt der Teilausbau des Lötschberg-Basistunnels diverse Installationsplätze. Als Dreh- und Angelpunkt für die Bau- und Ausrüstungsarbeiten ist der temporäre Installationsplatz Mitholz auf dem Areal des Steinbruchs Mitholz vorgesehen. Gegen das Projekt erhob u.a. die Blausee AG Einsprache; sie bemängelte im Wesentlichen die Umweltverträglichkeit des Installationsplatzes Mitholz. Mit Plangenehmigung vom 8. Juni 2022 bewilligte das BAV das Projekt unter Auflagen. Im Entscheid wurde festgehalten, dass der Zustand der Fahrbahnplatten im Dienststollen Kandertal dringend einer Sanierung bedürfe; es bestehe das Risiko, dass eine Betonplatte breche und das Rettungskonzept nicht mehr gewährleistet werden könne. Daher sehe die BLS die Sanierung des Dienststollens im Rahmen des Projekts bzw. als Ergänzung und im Sinne einer vorgezogenen Massnahme vor den Hauptarbeiten vor. Die Einsprache der Blausee AG wies das BAV im Wesentlichen ab, soweit es auf sie eintrat. Gegen die Plangenehmigung vom 8. Juni 2022 erhob einzig die Blausee AG Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (Verfahren A-2883/2022).