Citation: 8C_288/2022 E. A

Die 1990 geborene A.________ leidet an einer primären autoimmunen pulmonalen Alveolarproteinose (PAP), welche im August 2014 erstmals diagnostiziert wurde. Bei der Durchführung einer therapeutischen bronchoalveolären Lavage (BAL) im Spital B.________ erlitt sie am 24. Februar 2015 eine lebensbedrohliche Verletzung der Trachea (Luftröhre) mit einer ca. sieben bis neun Zentimeter langen Ruptur der Tracheahinterwand, in deren Folge eine Notoperation durchgeführt werden musste. Am 9. November 2017 meldete sich A.________ unter Hinweis auf ständige Brustschmerzen infolge dieser Operation bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Schaffhausen tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und teilte ihr am 6. Dezember 2019 mit, eine polydisziplinäre Begutachtung zu veranlassen. Am 20. Januar 2020 liess A.________ durch ihren Rechtsvertreter Zusatzfragen an die Gutachter stellen, welche die IV-Stelle der Gutachterstelle (SMAB AG, Bern, nachfolgend: SMAB) zusammen mit dem Gutachtensauftrag übermittelte. Gestützt auf das Gutachten vom 23. Juli 2020 verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 4. Januar 2021 den Anspruch auf eine Invalidenrente.