Citation: 5A_915/2016 E. 6.1.1

6.1.1. Das Obergericht hat erwogen, aus den diversen Schreiben des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin ergebe sich, dass er immer wieder ein Tätigwerden der Behörde moniert habe, wobei im Zentrum seiner Forderungen in materieller Hinsicht die medizinische Behandlung der Tochter gestanden habe. Offen bleiben könne, ob er ebenso auf einen Entscheid bezüglich seines Informationsrechts bestanden habe. Wie der Bezirksrat im angefochtenen Entscheid zutreffend bemerkt habe, müssten die staatlichen Stellen den nicht obhutsberechtigten Elternteil nicht aktiv informieren. Sowohl im Beschluss vom 2. Mai 2016 als auch im angefochtenen Beschluss vom 30. August 2016 habe der Bezirksrat darauf hingewiesen, dem Beschwerdeführer selbst kämen aus seiner Stellung als Mitinhaber des Sorgerechts über die Tochter umfassende Informationsrechte zu, die er gegenüber der Mutter und gegenüber Dritten geltend machen könne. Die Durchsetzung dieses Informationsrechts gegenüber der Mutter der Tochter und gegenüber Dritten sei indes nicht Aufgabe der Beschwerdegegnerin, sei sie doch aufgrund des gesetzlichen Auftrages einzig dazu verpflichtet und berechtigt, Kindesschutzmassnahmen im Sinn von Art. 306 ff. ZGB zu treffen. Die Verletzung des Informationsrechts könne allenfalls Schadenersatzfolgen haben. Überdies könnte sich die Beschwerdegegnerin in Extremfällen dazu veranlasst sehen, die bestehende Sorgerechts- und Obhutsregelung zu ändern. Möglich erscheine ferner die Feststellung des Informationsanspruchs und die Androhung einer Ordnungsstrafe, falls der Informationspflicht nicht nachgelebt werde. Sodann lasse sich die Beistandschaft mit der Aufgabe verbinden, für die Erfüllung der Informationspflicht zu sorgen. Auf all diese Möglichkeiten sei der Beschwerdeführer bereits hingewiesen worden. Die Beschwerdegegnerin führe bereits ein Verfahren zur Frage der Ausdehnung der Aufgaben des Beistandes, in welchem der Beschwerdeführer zur Stellungnahme angehalten worden sei. Nicht zu beanstanden sei in diesem Zusammenhang die Erwägung des Bezirksrats mit Bezug auf die Frage der Durchsetzung des nunmehr überholten Eheschutzentscheides vom 8. Oktober 2012 (2/9-12 III. E. 4.2.2 bis und mit 4.2.4).