Citation: 7B_1288/2024 E. 2.3.3

2.3.3. Das Bundesgericht erwog im Urteil 7B_983/2024 vom 29. Oktober 2024, dass A.________s damalige Unterbringung in einem Untersuchungsgefängnis den Anforderungen an eine Massnahme zwar nicht gerecht werde; er habe sich jedoch nach den Vorakten offenbar zumindest zeitweise in einer für die Durchführung der Massnahme geeigneten Einrichtung befunden, aus der er aber wegen der Verschlechterung seines Gewalt- und Risikoprofils wieder zurück in ein Untersuchungsgefängnis verlegt worden sei. Das Bundesgericht entschied deshalb, die Inhaftierung des Beschwerdeführers sei noch verhältnismässig (E. 5.5). Die Vorinstanz verweist im angefochtenen Entscheid auf dieses Urteil und hält ihrerseits zur Verhältnismässigkeit der Haft fest, der Beschwerdeführer befinde sich - entgegen seinen Behauptungen - in Einzel- und nicht in Isolationshaft. Ferner drohe ihm angesichts der erstinstanzlich angeordneten stationären therapeutischen Massnahme, die gemäss Art. 59 Abs. 4 StGB einstweilen bis zu fünf Jahre dauern könne, auch noch keine Überhaft. Bezüglich seiner Therapiebedürftigkeit erwägt sie, er sei am 11. Oktober 2024 nach einem mehrtägigen Aufenthalt in der forensischen Psychiatrie Solothurn in die Justizvollzugsanstalt Solothurn verlegt worden. Diese sei auf den Massnahmenvollzug ausgelegt, womit "den Bedürfnissen des Beschuldigten nun wesentlich besser entsprochen" werden könne und sich "die Situation betreffend Unterbringung [...] massgeblich entschärft" habe. Der Beschwerdeführer sei nach Angaben seiner Verteidigung zum ersten Mal "wirklich ansprechbar" und medikamentös gut eingestellt. Der Beschwerdeführer befinde sich zudem nach wie vor auf den Wartelisten "der geeignetsten Institutionen." Die Fortführung der Haft sei deshalb auch in dieser Hinsicht immer noch verhältnismässig.