Citation: 2C_35/2025 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz hat in ihrer Hauptbegründung gestützt auf den Grundsatz der Einmaligkeit des Rechtsschutzes erwogen, dass die Widerrechtlichkeit von Anordnungen (wozu auch eine Baubewilligung gehöre), die in Rechtskraft erwachsen seien, nicht mehr zum Gegenstand eines Haftungsprozesses gemacht werden könnten, soweit die beteiligte Partei die Möglichkeit gehabt habe, den betroffenen Entscheid anzufechten, hiervor aber keinen oder erfolglos Gebrauch gemacht habe (vgl. auch BGE 129 I 139 E. 3.1; Urteil 2C_323/2023 vom 5. Juni 2024 E. 4.5). Da sich der Beschwerdeführer bzw. seine Ehefrau nicht gegen die Baubewilligung gewehrt habe, scheide ein Anspruch auf Schadenersatz oder Genugtuung bereits mangels Widerrechtlichkeit aus. Weiter hat das Obergericht erwogen, dass selbst wenn auf die Baubewilligung bzw. das Baubewilligungsverfahren zurückgekommen werden könnte, die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Ansprüche ohnehin verjährt wären. Schliesslich fehle es vorliegend - ungeachtet der Frage der Widerrechtlichkeit der erteilten Baubewilligung und der Verjährung - an der Haftungsvoraussetzung des Kausalzusammenhangs zwischen dem Bewilligungsverfahren und dem angeblichen Schaden. In der Folge hat das Obergericht die bei ihm erhobene Berufung abgewiesen, soweit es darauf eingetreten ist.