Citation: 8C_918/2015 E. 3.2

3.2. Was die Beschwerdeführerin in weitgehender Wiederholung der bereits vorinstanzlich vorgebrachten Ausführungen dagegen einwendet, vermag nicht zu einer anderen Beurteilung zu führen. Die vorinstanzliche Feststellung, wonach das Mittelohr nicht betroffen war, beruht auf einer nicht zu beanstanden Beweiswürdigung. Auch Dr. med. C.________ geht im Schreiben vom 17. Juli 2015 nicht von einer Mittelohrbeteiligung aus, sondern weist lediglich auf die Gefahr für das Mittelohr hin, wenn die Fistel nicht operiert werde. Die medizinischen Unterlagen sind diesbezüglich umfassend und vermitteln ein eindeutiges Bild. Weitergehende Abklärungen sind daher nicht erforderlich. Die potentielle Gefahr einer Infektion des Mittelohrs, welche laut Dr. med. C.________ bei präaurikulären Fisteln grundsätzlich besteht, vermag die für die Anerkennung als Geburtsgebrechen Ziff. 443 und damit für die Leistungspflicht der Invalidenversicherung vorausgesetzte Mittelohrbeteiligung nicht zu begründen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass eine präaurikuläre Fistel ein Gebrechen von geringfügiger Bedeutung ist und daher nicht unter Ziff. 443 GgV Anhang fällt, solange das Mittelohr nicht betroffen ist (vgl. Rz. 443 KSME). Etwas anderes ergibt sich mit Bezug auf die Versicherte auch nicht aus dem Umstand, dass es nach einer ersten Operation zu einem operations-bedürftigen Fistelrezidiv kam. Indem das kantonale Gericht geschlossen hat, es liege kein leistungsbegründendes Gebrechen vor, hat es entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin weder gegen Art. 13 IVG in Verbindung mit Art. 2 GgV und Rz. 443 GgV Anhang, noch gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip verstossen.