Citation: 5A_260/2020 E. 3

Hingegen mangelt es an hinreichend substanziierten Willkürrügen in der Sache selbst. Formal ruft die Beschwerdeführerin zwar eine Verletzung des Willkürverbotes an; inhaltlich bleiben die Ausführungen aber insgesamt appellatorisch, worauf im Einzelkontext sogleich zurückzukommen sein wird. Das Obergericht hat zusammengefasst erwogen, die Voraussetzungen für den Entzug der aufschiebenden Wirkung, insbesondere die genügende Dringlichkeit, sei im Zeitpunkt der Anordnung der Fremdplatzierung durch die KESB nicht gegeben gewesen und der Zwischenentscheid des Bezirksrates insofern an sich nicht zu beanstanden. Indes seien die Kinder nunmehr bereits seit mehreren Monaten im Kinderheim. Ein Hin und Her wäre für sie, wie die Kindesvertreterin zutreffend ausführe, schädlich und es gelte dies vor dem Hintergrund des Kindeswohles zu vermeiden. Im Übrigen sei vom Bezirksrat ein zeitnaher Entscheid in der Sache zugesichert worden. Die in der Beschwerde erhobene Behauptung, ein zeitnaher Entscheid durch den Bezirksrat sei weltfremd, bleibt appellatorisch. Ebenso wenig hat die Aussage, bei einer Fremdplatzierung und Rückkehr in den Haushalt aufgrund der aufschiebenden Wirkung sei ein Hin und Her gewissermassen sachimmanent, die Qualität einer Verfassungsrüge. Appellatorisch und an der Sache vorbei ist sodann die Aussage, der obergerichtliche Entscheid sei abwegig und absurd, wenn doch gleichzeitig anerkannt werde, dass die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung durch den Bezirksrat nicht zu beanstanden sei: Die Beschwerdeführerin übergeht in diesem Kontext, dass in sämtlichen Kinderbelangen das Kindeswohl die oberste Leitmaxime bildet und (namentlich auch vor dem Hintergrund der Offizial- und Untersuchungsmaxime) von der aktuellen Situation auszugehen ist, unabhängig davon, ob sie durch früheres rechtsverletzendes Handeln einer Behörde oder durch eigenmächtiges Handeln eines Elternteils oder sonstwie entstanden ist (vgl. Urteil 5A_397/2018 vom 16. August 2018 E. 4.1 im Zusammenhang mit einem erfolgten Wegzug). Genau dies hat das Obergericht getan; seine Kernerwägung ist, dass die Voraussetzungen für den Entzug der aufschiebenden Wirkung im Zeitpunkt des Ausgangsentscheides nicht gegeben gewesen wären, dass aber das Kindeswohl gebiete, dass sie im heutigen Zeitpunkt entzogen bleibe. Es hat dies damit begründet, dass die Kinder momentan eine ruhige und stabile Situation bräuchten, weshalb die Beschwerde ausgehend von der aktuellen Situation, wie sie nun mal vorliege, gutzuheissen und der bezirksrätliche Entscheid aufzuheben sei. Zu dieser entscheidtragenden Überlegung erfolgen letztlich keine sachgerichteten Ausführungen, jedenfalls aber keine substanziierten Willkürrügen.