Citation: 7B_302/2023 E. 3.1

3.1. Der Rechtsbehelf der Wiedererwägung ist in der eidgenössischen Strafprozessordnung nicht ausdrücklich vorgesehen. Ob und unter welchen Voraussetzungen eine Wiedererwägung dessen ungeachtet zulässig sein kann, braucht vorliegend indessen nicht abschliessend geklärt zu werden (vgl. Urteil 1B_74/2022 vom 20. Mai 2022 E. 3.3 mit Hinweisen). Mit der Beschwerde an das Bundesgericht verliert die Vorinstanz nämlich die Herrschaft über den Streitgegenstand und ist entsprechend nicht mehr befugt, darüber zu verfügen (siehe Urteile 9C_481/2021 vom 9. Januar 2023 E. 1.4; 2C_229/2008 vom 13. Oktober 2008 E. 2). Demnach hat die Vorinstanz ihre funktionale Zuständigkeit überschritten, wenn sie ungeachtet des hängigen bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahrens mit Entscheid vom 22. November 2023 den angefochtenen Entscheid in Wiederwägung gezogen hat. Ihr Entscheid ist daher als nichtig zu betrachten und im vorliegenden Verfahren als Antrag der Vorinstanz auf Gutheissung der Beschwerde entgegenzunehmen (vgl. Urteil 9C_481/2021 vom 9. Januar 2023 E. 1.4 mit Hinweisen).