Citation: 2A.1/2006 26.01.2006 E. 3

3.1 Sind die Ausweisungsgründe von Art. 10 Abs. 1 lit. a und b ANAG erfüllt, bleibt zu prüfen, ob die Ausweisung "angemessen", d.h. verhältnismässig erscheint (Art. 11 Abs. 3 ANAG; vgl. BGE 125 II 521 E. 2b S. 524). 3.2 Bereits im September 2001 ist die Beschwerdeführerin verwarnt worden und ist ihr bei Fortsetzung ihres liederlichen Verhaltens die Ausweisung angedroht worden. Seither wurde sie mit Bussen, Haft und Gefängnis bestraft. Sie hat hohe Schulden und wurde wiederholt erfolglos betrieben, weshalb offene Verlustscheine in Höhe von insgesamt nahezu Fr. 70'000.-- vorliegen. Dass dafür allein der inzwischen von ihr geschiedene Ehemann verantwortlich wäre, wie die Beschwerdeführerin zu ihrer Entlastung geltend macht, trifft nicht zu. Sie selber hat sich ebenfalls fortgesetzter liederlicher Nichterfüllung öffentlich- und privatrechtlicher Verpflichtungen schuldig gemacht sowie gegen gesetzliche Vorschriften verstossen. Selbst nach der Trennung von ihrem Ehemann hat sie im Übrigen ihr Verhalten nicht geändert, was ihre Unbelehrbarkeit zeigt. Ergänzend kann auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG). 3.3 Die Beschwerdeführerin ist vor 14 ½ Jahren im Alter von etwas über elf Jahren in die Schweiz eingereist. Aufgrund der relativ langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz dürfte es ihr zwar nicht leicht fallen, nach Kroatien zurückzukehren. Andererseits hat sie ihre Kindheit in der Heimat verbracht. Trotz langjährigem Aufenthalt ist die Beschwerdeführerin weder beruflich noch sozial in der Schweiz integriert. Finanziell ist sie auf die Alimentenzahlungen des geschiedenen Ehemannes angewiesen, der ebenfalls aus der Schweiz ausgewiesen wurde und sich bereits nicht mehr hier aufhält. Damit besteht zudem Gefahr, dass sie zukünftig fortgesetzt und in erheblichem Masse der öffentlichen Wohltätigkeit zur Last fallen wird. Die beiden Kinder sind noch in einem anpassungsfähigen Alter. Da ihr Vater die Schweiz verlassen musste, wird ihre Beziehung zu diesem nicht beeinträchtigt, wenn sie mit ihrer Mutter ins Heimatland ausreisen müssen. Dass es den Kindern angeblich besser geht, wenn sie den Vater nicht sehen, kann nicht dazu führen, von einer Ausweisung der Kindsmutter abzusehen. Im Übrigen bringt die Beschwerdeführerin selber vor, der Vater der Kinder sei gar nicht nach Kroatien, sondern nach Bosnien ausgereist. Erstmals macht die Beschwerdeführerin geltend, sie befürchte, der ehemalige Ehemann könnte ihr gegenüber geäusserte Drohungen wahr machen, wenn sie nach Kroatien ausgewiesen werde. Abgesehen davon, dass sie dazu keine näheren Angaben macht, ist dieses Vorbringen neu und daher unbeachtlich (vgl. E. 1.3). 3.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass die öffentlichen Interessen an der Ausweisung der Beschwerdeführerin deren private Interessen am weiteren Verbleib in der Schweiz überwiegen. Ergänzend kann auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Art. 36 Abs. 3 OG). 3.5 Die Beschwerdeführerin kann auch aus dem in Art. 8 Ziff. 1 EMRK verankerten Anspruch auf Achtung des Familien- und Privatlebens nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die Beziehungen der Beschwerdeführerin zu ihren übrigen Familienangehörigen fallen, da sie volljährig und nicht in besonderer Weise von ihnen abhängig ist, nicht (mehr) in den Schutzbereich dieser Garantie (vgl. BGE 120 Ib 257 E. 1d S. 261 f.; Urteil 2A.742/2004 vom 30. Dezember 2004 E. 2.3; vgl. Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte i.S. Slivenko c. Lettland vom 9. Oktober 2003 [Nr. 48321/99], Rz. 97)