Citation: 6B_16/2024 E. 2.4.1

2.4.1. Die Vorinstanz würdigt zur Beurteilung der Erkennbarkeit der Signalisation Aufnahmen (Urteil S. 4 E. 3.2), aus welchen sich zweifellos ergibt, dass die fragliche Baustellensignalisation, d.h. die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h zusammen mit dem Überholverbot, bereits von der sich vor der Kurve befindenden Geraden deutlich sichtbar und im Bereich der Einmündung der Nebenstrasse vom Weiler Beglingen unübersehbar und auch ohne Weiteres lesbar ist. Die erste Instanz, welche noch einen Augenschein durchgeführt hatte, kam daher denn auch zutreffend zur Erkenntnis, ein pflichtgemäss aufmerksamer Fahrzeuglenker hätte die Signalisation "Höchstgeschwindigkeit 50 km/h" leicht und rechtzeitig erkannt. Der Ausführung der Vorinstanz, die Erkennbarkeit des fraglichen Signals sei zweifelhaft, kann somit nicht gefolgt werden. Auch wenn es möglicherweise besser gewesen wäre, die Signalisationstafel vor und nicht in der Kurve aufzustellen (siehe auch die Vernehmlassung des Beschwerdegegners, S. 5 Ziff. 19), kann von einer gänzlich falsch platzierten Signalisation nicht die Rede sein.