Citation: 8C_285/2022 E. 4.3

4.3. Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, Dr. med. C.________ begründe die Arbeitsfähigkeit von 75 % in einer angepassten Tätigkeit nicht. Zudem bestünden an dieser Einschätzung aufgrund der Berichte der Klinik E.________ AG und jenen der Eingliederungsfachleute Zweifel. Wie dem Bericht des Dr. med. C.________ zu entnehmen ist, bestehen bezüglich der angestammten Tätigkeit (als Softwareentwickler) zwischen der fachärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (50 %) und der Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers (40-50 %) keine wesentlichen Diskrepanzen. Ausgehend davon ging Dr. med. C.________ alsdann in einer angepassten Tätigkeit von einer deutlich höheren Arbeitsfähigkeit von 75 % aus. Diese unterschiedlich hohe Arbeitsfähigkeit leuchtet mit Blick auf die Belastbarkeitsprofile der angestammten und angepassten Tätigkeit ein. Die zuletzt ausgeübte Arbeit als Softwareentwickler stellte gemäss den Angaben der letzten Arbeitgeberin doch hohe Anforderungen an die Konzentration/Aufmerksamkeit sowie das Auffassungsvermögen und der Beschwerdeführer hatte auch Termine einzuhalten. Demgegenüber hat gemäss dem von Dr. med. C.________ aufgestellten und von der Vorinstanz als schlüssig beurteilten Tätigkeitsprofil eine adaptierte Arbeit kognitiv einfach, regelmässig, gut vorstrukturiert sowie ohne besondere und ohne erhöhte Anforderungen an die emotionale Belastbarkeit zu sein. Hinzu kommt, dass eine Arbeitsfähigkeit von weniger als 75 % (aus juristischer Sicht) angesichts der Schwere der Befunde und Diagnosen (Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion; Persönlichkeitsakzentuierung) nicht plausibel erscheint (vgl. BGE 148 V 49 E. 6.2.2). Diese Arbeitsfähigkeitseinschätzung wird auf der anderen Seite durch die Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers und die während des Arbeitsversuchs gezeigte Leistungsfähigkeit von ca. 40 % nicht in Frage gestellt. Die Vorinstanz hielt dazu zutreffend fest, dass auch beim Arbeitsversuch festgestellt worden sei, dem Beschwerdeführer würden wiederkehrende Aufgaben wie das Testen oder das Schreiben von Softwareentwicklung entsprechen. Das von Dr. med. C.________ erhobene Belastbarkeitsprofil wurde somit insofern bestätigt. Zudem ist der Umstand, dass der Beschwerdeführer beim Arbeitsversuch lediglich eine geringere Leistungsfähigkeit präsentierte, nicht von entscheidender Bedeutung. Denn trotz der Feststellung, dass dem Beschwerdeführer einfachere Arbeiten entsprechen würden, wurden keine solchen erprobt, da der Beschwerdeführer Bedenken hatte, er wäre damit unterfordert. Entsprechend kann aus dem beim Arbeitsversuch gezeigten Potenzial hinsichtlich der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit in einer anpassten Tätigkeit nichts abgeleitet werden. Auch vermag die andere Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Klinik E.________ AG, die nicht von Fachärzten stammt, und auf verworfenen Diagnosen beruht, keine Zweifel an der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. med. C.________ zu begründen.