Citation: 2C_435/2023 E. 6.2

6.2. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, dass er bei einer Wegweisung seine gesamte erarbeitete Berufssituation komplett verlieren würde und nach Tunesien, in ein Land ohne soziale oder wirtschaftliche Perspektive, zurückreisen müsste, kann ihm mangels rechtlicher Relevanz dieses Arguments nicht gefolgt werden. Damit verkennt er nämlich, dass der blosse Umstand, dass die Lebensbedingungen und die Wirtschaftslage hier allenfalls besser sind, nicht genügt, um das Vorliegen eines nachehelichen Härtefalls im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG zu begründen (Urteile 2C_854/2022 vom 14. Februar 2023 E. 3.3.3; 2C_1043/2021 vom 3. August 2022 E. 4.3; 2C_682/2021 vom 3. November 2021 E. 4.2.4).