Citation: 8C_547/2022 E. 6.3.2

6.3.2. Massgebend ist - wie bereits gesagt - die polydisziplinäre Konsensbeurteilung der MEDAS-Gutachter vom 26. März 2021 (siehe E. 2.3 und E. 6.3.2 hiervor). Diese legten dar, auf Grundlage der verschiedenen Teilgutachten, der erhobenen Befunde und der daraus abgeleiteten Diagnosen sowie der interdisziplinären Beurteilung bestehe die Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit 1. Juni 2019, wobei die fehlende Motivation das Problem darstellen dürfte. Im Lichte dieser gutachterlichen Begründung kann entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht gesagt werden, dass die erheblichen Punkte des psychiatrischen MEDAS-Gutachtens vom 17. Januar 2021 offensichtlich falsch in die konsensuale Einschätzung übertragen worden seien. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz hierauf abstellte (vgl. auch E. 7.1 hiernach). Die vorinstanzliche Feststellung, die fehlende Motivation der Beschwerdeführerin sei invaliditätsfremd und damit nicht zu berücksichtigen (vgl. E. 7.2 hiervor), wird von dieser nicht substanziiert bestritten. Es ist nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdeführerin die fehlende Motivation mit einer zumutbaren Willensanstrengung nicht hätte aufbringen können. In diesem Lichte kann sie sich auch nicht mit Erfolg auf unterbliebene Eingliederungsmassnahmen berufen. Denn es sind keine hinreichenden Indizien für Eigenanstrengungen ersichtlich. Es wird von ihr auch nicht aufgezeigt, dass sie die notwendigen Schritte zur Selbsteingliederung unternommen habe, welche als Ausdruck der allgemeinen Schadenminderungspflicht nicht nur dem Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Eingliederungsanspruch vorgeht (vgl. zur Publikation bestimmtes Urteil 8C_326/2022 vom 13. Oktober 2022 E. 7.2.3; BGE 113 V 22 E. 4a; Urteil 8C_597/2022 vom 11. Januar 2023 E. 6.2.3).