Citation: 6B_617/2024 E. 4.4

4.4. Unklar bleibt, worauf der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen abzielt, die Post habe den Absender "Staatsanwaltschaft Luzern" nicht offenbart. Soweit er damit geltend machen will, auf der Abholeinladung des Einschreibens sei nicht vermerkt gewesen, dass es sich um eine Sendung der Staatsanwaltschaft Luzern handle, übersieht er, dass es nicht erforderlich ist, dass der Absender einer Sendung aus der Abholeinladung hervorgeht (BGE 142 IV 286 E. 1.6.2 und 1.6.3). Es reicht aus, dass die Sendung, hier die Verfügung vom 3. Mai 2024, per Einschreiben bzw. Gerichtsurkunde (vgl. Art. 85 Abs. 2 StPO) verschickt wird und dass der Absender bzw. die Absenderin, mit dessen/deren Post der Empfänger rechnen muss, auf dem Briefumschlag identifizierbar ist (BGE 142 IV 286 E. 1.6; Urteile 6B_826/2023 vom 26. Oktober 2023 E. 4.3, 6B_474/2021 vom 18. August 2022 E. 3.4). Wie ein Blick in die kantonalen Akten zeigt, ist das hier der Fall. Dass der Beschwerdeführer hiervon nicht Kenntnis nehmen konnte, weil er die Abholfrist verlängern liess, hat er sich selbst zuzuschreiben. Anders als er offenbar meint, vermag eine Verlängerung der Abholfrist bei der Post das Wirksamwerden der Zustellfiktion gemäss Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO nach ständiger Rechtsprechung nicht zu verhindern (Urteile 6B_1085/2022 vom 20. Dezember 2023 E. 4.2, 6B_1415/2021 vom 9. März 2022 E. 3.2, 6F_35/2020 vom 1. Februar 2021 E. 3; 6B_302/2020 vom 25. Juni 2020 E. 5.2; 6B_28/2020 vom 1. April 2020 E. 4, teils mit weiteren Hinweisen).