Citation: 8C_625/2023 E. 5.2

5.2. Nach den willkürfreien Feststellungen der Vorinstanz ist durch die vereinbarte Schriftform für die Kündigung erst mit Schreiben vom 25. April 2022 auf Ende Oktober 2022 formgültig gekündigt worden. Namentlich gibt der Beschwerdeführer selber an, die Auffassung der Vorinstanz liesse sich vertreten, wonach die Parteien bei den gegebenen Umständen die Schriftform für die Kündigung hätten vereinbaren wollen. Auch seine weiteren Darlegungen über Kosten, Risiken und Zumutbarkeit eines Zivilprozesses zur Rechtfertigung eines Vergleichs ändern nichts daran, dass er durch dessen Abschluss am 15. Juni 2022 zulasten der Arbeitslosenversicherung einer frühzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses zugestimmt hat (vgl. die Weisung des SECO in: AVIG-Praxis ALE [Stand Oktober 2011] Rz. D29). Dadurch hat der Beschwerdeführer das Risiko der Stellenlosigkeit in Kauf genommen, das er nicht voraussetzungslos auf die Arbeitslosenversicherung abwälzen kann (vgl. THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 3. Aufl. 2016, S. 2514 Rz. 835). Fest steht überdies, dass sich die ehemalige Arbeitgeberin im Vergleich vom 15. Juni 2022 zur Schadloshaltung des Beschwerdeführers im Falle einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung durch die Beschwerdegegnerin verpflichtete. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe somit zumindest gewusst, dass die Einwilligung in eine frühzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses Sanktionen der Arbeitslosenversicherung nach sich ziehen könne, ist nicht willkürlich. Wenn die Vorinstanz in Würdigung dieser Umstände mit Blick auf die allgemeine Schadenminderungspflicht nach Art. 17 Abs. 1 AVIG verneinte, dass sich der Beschwerdeführer grundsätzlich so verhalten habe, als ob es keine Arbeitslosenversicherung gäbe, ist dies letztinstanzlich nicht zu beanstanden.