Citation: 5A_967/2021 E. 4.5

4.5. Die Verweigerung des begleiteten Kontakts während des gesamten vorinstanzlichen Verfahrens war zweifellos nicht mit dem Kindeswohl vereinbar. Indes: Mit dem blossen Einwand, das Kantonsgericht habe die Verweigerungshaltung bei der Beurteilung der Prognose, wie sich das Besuchsrecht in unbegleitetem Rahmen entwickeln werde, nicht berücksichtigt, vermag die Beschwerdeführerin keine Willkür darzutun. Vielmehr hätte sie detailliert aufzeigen müssen, weshalb wegen der Verweigerungshaltung bei der Anordnung eines unbegleiteten Besuchsrechts zwingend auf eine konkrete Gefährdung des Kindeswohls geschlossen werden müsste. Nicht nachvollziehbar ist schliesslich die in diesem Kontext erhobene Behauptung, das Verhalten des Beschwerdegegners schüre einen Loyalitätskonflikt.