Citation: 6B_546/2014 E. 1.2.2

1.2.2. Die Vorinstanz begründet die Arglist im Wesentlichen damit, die Beschwerdegegnerin 2 habe periodische Revisionen vorgenommen und regelmässig persönlichen Kontakt mit der Beschwerdeführerin gesucht. Dabei habe sich stets auch die Frage nach Beruf, Tätigkeit, Bank- oder Postkonti sowie nach Änderungen in den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beschwerdeführerin gestellt. Die Beschwerde-führerin habe die betreffenden Fragen durchwegs mit "nein" beant-wortet. Eine Aufforderung an die Beschwerdeführerin zur Einreichung weiterer Unterlagen hätte keine oder voraussichtlich keine Hinweise auf nicht deklarierte Einkommens- und Vermögensverhältnisse, konkret auf die verschwiegenen Bargeldschenkungen, ergeben. Gemäss der Beschwerdeführerin existiere dazu auch nichts Schriftliches. Die Nichtangabe der Schenkungen sei nicht ohne besondere Mühe überprüfbar gewesen. Die Überprüfung sei jedenfalls trotz Einsatzes von Sozialdetektiven misslungen. Die Schenkungen hätten erst aufgrund des umfangreichen polizeilichen Ermittlungsverfahrens eruiert werden können. Die Beschwerdeführerin habe aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung mit der Beschwerdegegnerin 2 davon ausgehen können, dass diese im Wesentlichen auf ihre Angaben abstellen würde, zumal ein besonderes Vertrauensverhältnis bestanden habe. Daran würden auch die wiederholten Kürzungen im Grundbedarf infolge fehlender Kooperation der Beschwerdeführerin nichts ändern. Der Beschwerdegegnerin 2 könne kein leichtfertiges Verhalten angelastet werden (Urteil S. 24 f.).