Citation: 2C_552/2022 E. 1.3

1.3. Soweit der Beschwerdeführer dem Bundesgericht überhaupt eine Rechtsfrage unterbreitet, wirft er mit seinen Ausführungen jedenfalls keine von grundsätzlicher Bedeutung auf. Das Bundesgericht hat bereits mehrfach bestätigt, dass im Zusammenhang mit dem vorliegend massgebenden Ersuchen vom 11. Mai 2016 der Domizilcode einen hinreichenden Anknüpfungspunkt für eine potenzielle Steuerpflicht in Frankreich im Zeitraum zwischen 2010 und 2015 darstellt (vgl. BGE 146 II 150 E. 6.2.5 f.; Urteile 2C_55/2022 vom 27. Januar 2022 E. 1.3.2; 2C_56/2022 vom 27. Januar 2022 E. 1.3.2). Nach den Feststellungen der Vorinstanz habe sich der Beschwerdeführer auf einer sichergestellten Liste befunden und sei in Verbindung mit einem Domizilcode für Frankreich gestanden (vgl. E. 6.2 des angefochtenen Urteils). Es ist höchstrichterlich geklärt, inwiefern die ersuchten Bankunterlagen und Informationen unter diesen Umständen voraussichtlich erheblich sind. Überdies gilt nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung, dass die Bestimmung des Steuerwohnsitzes der betroffenen Person im internationalen Kontext eine materielle Frage darstellt, die von der ESTV nicht im Rahmen des Amthilfeverfahrens zu klären ist, sondern in die Zuständigkeit der Behörden des ersuchenden Staats fällt (vgl. BGE 145 II 112 E. 2.2.2; 142 II 218 E. 3.6 f.; 142 II 161 E. 2.2.2). Die Konstellation, in der sich die betroffene Person auf eine unbeschränkte Steuerpflicht in der Schweiz beruft, ist in der Rechtsprechung bereits behandelt worden (vgl. BGE 142 II 161 E. 2.2 ff.). Insofern lässt sich auch aus dem Vorbringen des Beschwerdeführers mit französischer Staatsangehörigkeit, wonach er auf den 1. Januar 2012 seinen Wohnsitz von Frankreich in die Schweiz verlegt habe, sinngemäss keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ableiten.