Citation: 2C_119/2023 E. A

Die verheirateten kosovarischen Staatsangehörigen A.A.________ (geb. 1965) und B.A.________ (geb. 1969) reisten am 4. Januar 1995 in die Schweiz ein. Im Jahr 1997 wurde ihnen Asyl gewährt und im Jahr 2000 erhielten sie eine Niederlassungsbewilligung. Aus der Ehe gingen zwei Söhne (geb. 1995 und 1997) hervor, denen ebenfalls Asyl gewährt wurde. Mit Verfügung vom 7. Juni 2011 aberkannte das Bundesamt für Migration (heute: Staatssekretariat für Migration [SEM]) A.A.________ und B.A.________ sowie ihren beiden Söhnen die Flüchtlingseigenschaft und widerrief das Asyl. A.a. Seit dem Jahr 2000 sind die Ehegatten A.________ auf die Unterstützung durch die Sozialhilfe angewiesen. A.A.________ war in den Jahren 1996 bis 2008 sporadisch auf dem ersten Arbeitsmarkt erwerbstätig und arbeitete danach in kleinen Pensen und mit Unterbrüchen gelegentlich auf dem zweiten Arbeitsmarkt. B.A.________ war seit ihrer Einreise in die Schweiz nie erwerbstätig. Am 2. Dezember 2003 sowie am 8. Dezember 2005 stellte B.A.________ Gesuche um Ausrichtung einer Invalidenrente (IV-Rente), welche die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Basel-Landschaft mit Verfügung vom 17. November 2004 respektive 13. Februar 2007 ablehnte. Währenddessen stellte A.A.________ aufgrund eines Arbeitsunfalls im Jahr 2008 am 21. Oktober 2009 ein Gesuch um Ausrichtung von Leistungen und erhielt vom 1. April 2010 bis zum 28. Februar 2011 eine halbe IV-Rente. Am 23. Januar 2019 stellte er ein weiteres Gesuch, welches die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Basel-Landschaft mit Verfügung vom 24. September 2019 ablehnte. Sein drittes Gesuch vom 25. November 2019 lehnte die Sozialversicherungsanstalt mit Vorbescheid vom 6. April 2021 ab. A.b. Mit Verfügung vom 2. Juli 2019 widerrief das Amt für Migration und Bürgerrecht des Kantons Basel-Landschaft (nachfolgend: kantonales Amt) die Niederlassungsbewilligungen von A.A.________ und B.A.________ und ersetzte diese durch Aufenthaltsbewilligungen (Rückstufung). Sodann verband das kantonale Amt die Aufenthaltsbewilligungen mit den Bedingungen, dass A.A.________ sich ernsthaft um eine Arbeitsstelle zu bemühen, sämtliche Bewerbungen sowie Antworten dem kantonalen Amt jeweils Ende September, Dezember, März und Juni unaufgefordert zuzustellen und auch sonst wohl zu verhalten habe sowie B.A.________ einen Deutschkurs zu absolvieren und das Niveau A2 zu erreichen habe. Die von A.A.________ und B.A.________ gegen die Verfügung vom 2. Juli 2019 erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft mit Beschluss vom 15. Oktober 2019 ab. Der Beschluss des Regierungsrats erwuchs unangefochten in Rechtskraft. In der Folge ersuchte das kantonale Amt beim SEM um die erforderliche Zustimmung zur Erteilung der Aufenthaltsbewilligungen an die Ehegatten A.________. Das SEM entsprach dem Ersuchen am 13. Dezember 2019, befristete sein Einverständnis jedoch bis zum 12. Dezember 2020.