Citation: 8C_320/2022 E. 7.4.1

7.4.1. Die Beschwerdeführenden halten letztinstanzlich an ihrer Behauptung fest, dass sie als Kindergartenlehrpersonen im Vergleich zu den Primarlehrpersonen 3.-8. Klasse Volksschule, Stellenbeschreibung 15099.000001, eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts im Sinne von Art. 8 Abs. 3 BV erfahren würden. Sie stützen sich zur Begründung ihres Standpunktes unter anderem auf BGE 125 II 530 E. 2b ab. In diesem Urteil hat das Bundesgericht die Qualifikation der Primarlehrkraft als geschlechtsneutralen Beruf mit Verweis auf die historische Prägung nicht beanstandet, obwohl der Frauenanteil gesamtschweizerisch bei 70 % lag. Gemäss der Argumentation in der Beschwerde hätte beachtet werden müssen, dass sich die beiden Berufe "Kindergartenlehrperson" und "Primarlehrperson" unterschiedlich entwickelt hätten. Der Erstere sei seit jeher ein Frauenberuf, der Zweite seit jeher ein - besser entlöhnter - Männerberuf oder ein neutraler Beruf gewesen. Die unterschiedliche Entlöhnung stamme somit aus einer Zeit, in der ein Frauenberuf einem neutralen Beruf gegenübergestanden sei. Es bestehe deshalb die Gefahr, dass heutige Lohnunterschiede - selbst wenn auch der zweite Beruf mittlerweile statistisch gesehen als Frauenberuf gelte - mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine festgefahrene Überlieferung aus einer früheren Zeit darstellten. Folglich sei auch aktuell nicht zu beanstanden, wenn Kindergartenlehrpersonen ihre Tätigkeit mit der Primarlehrkraft als Referenzberuf vergleichen würden. Das Bundesgericht habe in BGE 141 II 411 E. 6.2 bestätigt, dass die historische Prägung zu berücksichtigen sei, namentlich wenn die betreffende Funktion in Lohngleichheitsverfahren als Referenzberuf herangezogen werde.