Citation: 5A_986/2018 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer wendet ein, das Kantonsgericht habe Art. 519 ZGB verletzt, indem es unter Bezugnahme auf veraltete, heute sogar revidierte Lehrmeinungen, in Nichtbeachtung der einschlägigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung sowie in analoger Anwendung nicht einschlägiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung davon ausgegangen sei, dass wegen fehlendem Einbezug der anderen Erben (zwei Geschwister) und der 22 Vermächtnisnehmer im Sinne einer passiven notwendigen Streitgenossenschaft die Sachlegitimation nicht gegeben sei (Rz. 22). Im Einzelnen legt der Beschwerdeführer dar, welche Autoren eine eigenständige Meinung vertreten (Rz. 24 ff.). Er zieht daraus den Schluss, dass sich das Kantonsgericht nur auf zwei Autoren stützen könne, die ihre Meinung indessen zwischenzeitlich geändert bzw. widerrufen hätten (Rz. 43). Sodann habe das Kantonsgericht die einschlägige Rechtsprechung unrichtig gewürdigt (Rz. 45-52) und auf eine nicht massgebende Praxis abgestellt (Rz. 53-58). Schliesslich bestreitet der Beschwerdeführer, dass die nicht als Beklagte in das Verfahren einbezogenen Erben und Vermächtnisnehmer ein eigenständiges Interesse auf Prozessbeteiligung hätten, das sie ausschliesslich als notwendige Streitgenossen, hingegen nicht selber durch Teilnahme am Verfahren mittels Nebenintervention wahrnehmen könnten (Rz. 59-64). Auch der Vergleich von zivil- und aufsichtsrechtlichem Verfahren auf Absetzung bzw. Abberufung des Willensvollstreckers spreche gegen die Annahme einer notwendigen passiven Streitgenossenschaft für das zivilgerichtliche im Unterschied zum aufsichtsrechtlichen Verfahren (Rz. 65-66 der Beschwerdeschrift).