Citation: 1C_135/2016 E. 2.3

2.3. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Wie das Bundesgericht schon kurz nach dem Inkrafttreten von Art. 24a RPG festgehalten hat, ergibt sich aus dessen Entstehungsgeschichte, dass der Gesetzgeber mit dieser Bestimmung eine Umnutzung bereits bestehender landwirtschaftlicher Bauten ermöglichen wollte (BGE 127 II 215 E. 4b S. 223). In den Anwendungsbereich von Art. 24a RPB fällt somit namentlich die Umnutzung von ehemals landwirtschaftlich genutzten Wohnräumen in Wohnräume für Nichtlandwirte (WALDMANN/HÄNNI, Raumplanungsgesetz, 2006, N. 4 zu Art. 24a RPG). Um einen solchen Fall handelt es sich vorliegend nicht. Dem Beschwerdeführer war im Jahr 2011 die Bewilligung zur Erstellung eines Neubaus mit zwei Wohnungen zur landwirtschaftlichen Nutzung erteilt worden, dies gestützt auf ein Betriebskonzept, das einen zusätzlichen Wohnbedarf für einen Betriebsleiter und einen Angestellten auswies. Entgegen dieser Bewilligung hat der Beschwerdeführer die Wohnungen in der Folge von Anfang an zweckwidrig an Personen vermietet, die nicht in der Landwirtschaft tätig sind. Er strebt somit die Bewilligung einer in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonformen Nutzung einer Baute an, die für einen zonenkonformen, landwirtschaftlichen Zweck bewilligt, aber nie für einen solchen genutzt worden war. Eine derartige Zweckänderung kann nicht gestützt auf Art. 24a RPG bewilligt werden.