Citation: 5D_35/2013 E. 3

Das Obergericht ist zum Schluss gekommen, dass die Beschwerdeführerin über die notwendigen Mittel verfügt, um für die mutmasslichen Prozesskosten aufzukommen. Gemäss den Steuererklärungen 2011 und 2012 erzielten zwar weder die Beschwerdeführerin noch ihr Ehemann ein Erwerbseinkommen. Der Ertrag aus ihren Liegenschaften sei bereits mit Arrest belegt und das Konto der Beschwerdeführerin bei der Thurgauer Kantonalbank offenbar blockiert. Hingegen lasse sich dem Wertschriften- und Guthabenverzeichnis der Steuererklärungen entnehmen, dass die Eheleute Z.________ weitere Vermögenswerte besässen. Es handle sich um zwei Darlehen M.________ AG zu einem Steuerwert über Fr. 55'106.-- bzw. Fr. 30'675.-- sowie um Aktien bzw. einen "Guthabenanteil Textilfabrik, CH" mit einem Steuerwert von Fr. 280'000.--. Die Beschwerdeführerin mache in Bezug auf die beiden Darlehen geltend, dass das Vermögen der M.________ AG gepfändet sei, was aufgrund der eingereichten Unterlagen nicht überprüfbar sei. Selbst wenn dies der Fall sein sollte, so ergäben sich zumindest hinsichtlich der weiteren Positionen über Fr. 280'000.-- keine Einschränkungen. Dieser Vermögenswert sei mehr als nur ein "Notgroschen" und daher für die anfallenden Prozesskosten heranzuziehen, die dadurch ohne weiteres gedeckt würden. Die für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege erforderliche Mittellosigkeit sei nach dem Gesagten zu verneinen, womit darauf verzichtet werden könne, weitere Belege für die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Bedarfspositionen nachzufordern.