Citation: 4A_516/2014 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin hatte ihre Leistungseinstellung vom 16. Dezember 2011 bis 4. April 2012 im Wesentlichen damit begründet, dass die Beschwerdegegnerin die ihr vertraglich obliegenden Pflichten missachtet habe, indem für den fraglichen Zeitraum keine ärztlichen Arbeitsunfähigkeitszeugnisse beigebracht worden seien. Erst am 12. März 2012 habe sie telefonisch erklärt, dass immer noch eine Arbeitsunfähigkeit vorläge. Die Versicherte habe damit gegen Art. 12 Ziff. 14 AVB verstossen, welche Anordnung eine Mitwirkungspflicht der versicherten Person darstelle. Auf Grund der Ergebnisse der von Dr. med. D.________ am 2. November 2011 durchgeführten Begutachtung habe im damaligen Zeitpunkt von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden können, weshalb sie nicht gehalten gewesen sei, (zusätzliche) Arztzeugnisse bei der Versicherten einzufordern. Zudem habe diese in der streitigen Periode lediglich ein einziges Mal psychotherapeutische Behandlung in Anspruch genommen. Daraus könne nicht auf eine monatelange Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden.