Citation: 5A_288/2021 E. 3.3.3

3.3.3. Die die Parteientschädigung betreffende Erwägung des angefochtenen Entscheids muss zusammen mit derjenigen zum Kostenpunkt gelesen werden. Dort verwies die Vorinstanz auf § 7 Abs. 4 und 6 i.V.m. § 11 des aargauischen Verfahrenskostendekrets vom 24. November 1987 (VKD; SAR 221.150). § 7 VKD hat folgenden Wortlaut: § 7 2. Ordentliches und vereinfachtes Verfahren 1 [Streitwertrahmen] 2... 3 Erfordert das Verfahren ausserordentliche Aufwendungen, kann der Grundansatz um bis zu 50 % erhöht, bei nur geringen Aufwendungen um bis zu 50 % vermindert werden. 4 In nicht vermögensrechtlichen Streitsachen beträgt die Entscheidgebühr Fr. 500.-- bis Fr. 10'000.--. 5 Sind im gleichen Verfahren vermögensrechtliche und nicht vermögensrechtliche Ansprüche zu beurteilen, so gilt der höhere der beiden Gebührenrahmen. 6 Die Festsetzung familienrechtlicher Unterhalts- und Unterstützungsbeiträge sowie partnerschaftsrechtlicher Unterhaltsbeiträge gelten ebenso wie der Vorsorgeausgleich bei Scheidung und bei Auflösung der eingetragenen Partnerschaft als nicht vermögensrechtliche Streitsachen. Für güterrechtliche Ansprüche gelten dagegen die Absätze 1, 3 und 5. Daraus, dass die Vorinstanz lediglich auf § 7 Abs. 4 und 6 VKD verwies, nicht aber auf § 7 Abs. 5 VKD, ergibt sich, dass sie vorliegend von einer nicht vermögensrechtlichen Streitigkeit ausging. § 3 Abs. 1 lit. b AnwT sieht in nicht vermögensrechtlichen Angelegenheiten für die Grundentschädigung einen (weiten) Rahmen zwischen Fr. 1'210.-- und Fr. 14'740.-- vor. Die von der Vorinstanz für die Parteientschädigung herangezogene Grundentschädigung liegt innerhalb dieses Rahmens. Mit dem Verweis auf die eigene Praxis hat sie begründet, weshalb sie die Grundentschädigung innerhalb des grosszügigen gesetzlichen Rahmens eher tief angesetzt hat. Die Begründung mag zwar knapp gehalten sein. Insbesondere wären sowohl der Verweis auf § 3 Abs. 1 lit. b AnwT als auch der Hinweis auf einschlägige Rechtsprechung zur angerufenen Praxis wünschenswert gewesen. Trotzdem ist der angefochtene Entscheid unter dem Gesichtspunkt der Begründungspflicht mit Bezug auf die Grundentschädigung nicht zu beanstanden, zumal die Kostennote des Beschwerdeführers nicht auf zeitlichem Aufwand basierte, sondern auf dem kantonalen Streitwerttarif (vgl. Urteil 5A_8/2017 vom 25. April 2017 E. 2). Für den Beschwerdeführer war mit der Konsultation der im angefochtenen Entscheid zitierten Gesetzesbestimmungen zur Gerichtsgebühr ersichtlich, dass die Vorinstanz die Angelegenheit als nicht vermögensrechtlich beurteilte, sodass er den angefochtenen Entscheid diesbezüglich sachgerecht anfechten konnte, was er denn auch getan hat.