Citation: 5A_82/2010 02.03.2010 E. 2

2.1 Zunächst beanstandet die Beschwerdeführerin die obergerichtliche Beurteilung, wonach die Veränderung ihrer finanziellen Verhältnisse von Dauer seien. Sie sei nach § 5 Absatz 2 des Personalgesetzes des Kantons Zug beim S.________ angestellt, weshalb sie maximal sechs Jahre angestellt bleiben könne. Sodann gebe es weder einen schriftlichen Anstellungsvertrag noch eine Anstellungsverfügung, die hätte als Beweismittel eingereicht werden können, weshalb der vorinstanzliche Vorwurf, sie habe ihre Anstellungsbedingungen nicht gehörig nachgewiesen, jeder Grundlage entbehre. Vielmehr habe sie in ihrer Eingabe vom 4. Juni 2009 ausführlich dargelegt, weshalb sie die Voraussetzungen für eine Festanstellung an der S.________ nicht erfülle, und damit auch substanziiert dargelegt, weshalb sie nicht fest angestellt sei. Als Beweis habe sie neben der Parteibefragung auch eine Amtsanfrage an die S._______ angeboten. In Streitigkeiten über das Ehe- und Kindesverhältnis gelte nach § 152 ZPO/TG der Untersuchungsgrundsatz. Diese Bestimmung gelte auch für Abänderungsklagen. Indem das Obergericht den Sachverhalt, der ihm wesentlich erschien, nicht abgeklärt hat, habe es die kantonale Gesetzesnorm willkürlich angewandt, weshalb auch der nunmehr erstellte Sachverhalt willkürlich sei. Die Annahme, die Beschwerdeführerin werde über das gesetzlich zulässige Datum hinaus von der S.________ beschäftigt, beruhe auf Indizien, die in willkürlicher Verletzung von § 152 ZPO/TG gewonnen worden seien. Die Annahme sei auch deshalb willkürlich, weil sie voraussetze, dass die Behörden des Kantons Zug den unmissverständlichen Wortlaut des Gesetzes nicht einhalten werden. 2.2 Das Obergericht setzte sich einlässlich mit den Ausführungen der Beschwerdeführerin auseinander. Indes erachtete es die Frage, ob sie befristet oder unbefristet angestellt sei, als unerheblich, weil keinerlei Anhaltspunkte gegeben seien, die dafür sprechen würden, dass sie ihre Stelle verlieren könnte. Vielmehr sei sie Leiterin des Lehrganges "T.________", welcher je nach Ausgestaltung bis zu drei Semestern daure. Die vom S.________ derzeit angebotenen dreisemestrigen Lehrgänge begännen im Februar 2010 und endeten im Sommer 2011, was lange nach dem Zeitpunkt sei, in welchem gemäss der Behauptung der Beschwerdeführerin ihr Arbeitsverhältnis enden sollte. Nach der Lebenserfahrung könne nicht davon ausgegangen werden, eine Bildungseinrichtung wie das S.________ betraue die Beschwerdeführerin mit einer leitenden Position, obwohl von vornherein klar sei, dass sie schon kurze Zeit nach Beginn des Lehrgangs ausscheide. Die Beschwerdeführerin setzt sich nicht mit diesen Erwägungen auseinander. Ihr Hinweis auf ihre Eingabe vom 4. Juni 2009 ist unzulässig und die darin enthaltenen Ausführungen unbeachtlich (E. 1.2). Damit zeigt sie nicht auf, weswegen die fraglichen tatsächlichen Feststellungen falsch sein sollten. Deshalb kann die vom Obergericht daraus gezogene Schlussfolgerung, wonach die Beschwerdeführerin aller Voraussicht nach das aktuelle Erwerbseinkommen auf Dauer werde einnehmen können und folglich die Veränderung ihrer finanziellen Verhältnisse von Dauer ist, nicht als bundesrechtswidrig bezeichnet werden.