Citation: 5A_422/2019 E. 4.2.4

4.2.4. Schliesslich verwahrt sich die Beschwerdeführerin gegen den vorinstanzlichen Vorhalt, dass sie die beiden Lohnforderungen der Beschwerdegegnerin für "Retablierungsarbeiten" (E. 4.1.5) nicht hinreichend bestritten habe. Sie begnügt sich jedoch abermals damit, ihre Sicht zu präsentieren. Die vorinstanzliche Feststellung, wonach die Beschwerdegegnerin die Arbeiten und Umstände des Auftrages im erstinstanzlichen Verfahren detailliert umschrieben habe, stellt sie nicht in Frage. Auch eine Erklärung, weshalb sie sich vor dem Amtsgericht nicht zu diesen Tatsachenvorbringen der Beschwerdegegnerin äussern konnte, bleibt sie vor Bundesgericht schuldig. Allein mit der pauschalen Behauptung, dass sie von den fraglichen Leistungen nie Kenntnis gehabt habe, diese Leistungen "lediglich im Kopf des D.________" existiert hätten und es nie einen Vertrag gegeben habe, auf den sie mit ihren Einwendungen hätte Bezug nehmen können, ist nichts gewonnen. Soweit die Beschwerdeführerin erneut auf einem schriftlichen Vertrag besteht und eine Verletzung von Art. 718b OR ausgemacht haben will, kann auf die obigen Erwägungen verwiesen werden (E. 4.2.1). Zuletzt kritisiert die Beschwerdeführerin den Hinweis des Obergerichts darauf, dass D.________ im Zeitpunkt der Ausstellung der Rechnungen immer noch Verwaltungsrat der C.________ AG gewesen sei. Damit stelle sich die Vorinstanz in einen "unerträglichen Widerspruch" zu ihren eigenen Erkenntnissen, wonach "ein Selbstkontrahieren/Doppelvertretung (und damit auch eine Verrechnung) " nicht zulässig ist. Auch dieser Einwand läuft ins Leere. Die vorinstanzlichen Erwägungen zur Doppelvertretung beziehen sich auf die Verrechnungsabrede in den Mietverträgen vom 1. April 2010, die sowohl für die C.________ AG als auch für die Beschwerdegegnerin von D.________ unterzeichnet worden waren (s. E. 4.1.1). Dass D.________ auch im Zusammenhang mit den fraglichen Retablierungsarbeiten sowohl für die C.________ AG als auch für die Beschwerdegegnerin als Vertreter aufgetreten wäre, ist dem angefochtenen Entscheid nicht zu entnehmen und wird von der Beschwerdegegnerin auch nicht behauptet.