Citation: 5P.155/2000 19.10.2000 E. 4

4.- Die Beschwerdeführerinnen berufen sich weiter auf den in Art. 9 BV statuierten Anspruch, von staatlichen Organen nach dem Grundsatz von Treu und Glauben behandelt zu werden. Die luzernische Praxis habe sich erklärtermassen an der Praxis des Bundesgerichts zu Art. 32 OG orientiert. Im erwähnten Entscheid des Obergerichts Luzern aus dem Jahre 1950 sei es denn auch als genügend erkannt worden, dass der Zahlungsauftrag am letzten Tag der Frist der Post zugestellt werde. Die anderslautende publizierte Praxis des Obergerichts beziehe sich auf Bank-, nicht auf Postgiromandate. Die Rüge der Verletzung des Vertrauensprinzips wurde im kantonalen Verfahren nicht erhoben und ist damit unzulässig (BGE 118 Ia 110 ff.). Dass eine Ausnahme vom Novenverbot gegeben sei, behaupten die Beschwerdeführerinnen nicht einmal. Im Übrigen wäre die Rüge offensichtlich unbegründet. In der Kostenvorschussverfügung vom 4. November 1999 waren sie ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht worden, dass bei Girozahlungen das Valuta-Datum massgeblich sei; dieser Hinweis lässt an Klarheit nichts vermissen. Ein schützenswertes Vertrauen, das durch den angefochtenen Entscheid verletzt würde, ist damit nicht ersichtlich.