Citation: 2D_5/2019 E. 1.4

1.4. Die Beschwerdeführerin, die am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat und mit ihren Anträgen unterlegen ist (Art. 115 lit. a BGG), ist zur Verfassungsbeschwerde legitimiert, wenn sie ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat (Art. 115 lit. b BGG). Eine Prüfungskandidatin oder ein Prüfungskandidat hat Anspruch darauf, dass ihre oder seine für den weiteren Ausbildungsgang massgebenden schulischen Leistungen gemäss den einschlägigen Bestimmungen und im vorgeschriebenen Verfahren bewertet werden (Urteil 2D_21/2007 vom 9. August 2007 E. 1), weshalb Prüfungskandidatinnen und Prüfungskandidaten zur Rüge der willkürlichen Anwendung solcher Bestimmungen legitimiert sind (grundlegend BGE 133 I 185 E. 4.1 S. 191 f., E. 6.3 S. 200; zu Examensleistungen siehe BGE 136 I 229 E. 3 S. 234 f.; AUBRY GIRARDIN, a.a.O., N. 163 zu Art. 83 BGG). Zu berücksichtigen bleibt dabei jedoch, dass grundsätzlich nur der Entscheid über Bestehen oder Nichtbestehen einer Prüfung die Rechtsstellung eines Kandidaten beeinträchtigt und damit ein taugliches Anfechtungsobjekt bildet; einzelne Prüfungsnoten, die für das Bestehen der Prüfung und den Erwerb des Diploms nicht ausschlaggebend sind, beeinflussen ebenso wie der Notendurchschnitt die Rechtslage eines Prüfungskandidaten bei positivem Examensergebnis grundsätzlich nicht. Bestehen in diesem Sinne keine weitergehenden rechtlichen Nachteile, stellt die einzelne Note oder das Zeugnis für sich allein keine anfechtbare Verfügung dar (BGE 136 I 229 E. 2.1 S. 231 f.; Urteil 2C_235/2017 vom 19. September 2017 E. 1.1.1). Die Erteilung einer ungenügenden Note im Prüfungsteil "Praktische Arbeit" hatte für die Beschwerdeführerin zur Folge, dass sie das Qualifikationsverfahren für das eidgenössische Fähigkeitszeugnis Grafiker und Grafikerin nicht bestanden hat und ihr die Erteilung des entsprechenden Fähigkeitszeugnisses verweigert worden ist. Die Beschwerdeführerin ist somit durch die vertretbar geltend gemachte willkürliche Anwendung von Bestimmungen, welche ihr im Zusammenhang mit der Erteilung des Fähigkeitszeugnisses eine geschützte Rechtsstellung verschaffen, in rechtlich geschützten Interessen betroffen und zur subsidiären Verfassungsbeschwerde legitimiert. Auf ihre subsidiäre Verfassungsbeschwerde ist in dem Umfang einzutreten, wie sie sich gegen das angefochtene vorinstanzliche Urteil richtet (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG). Nicht einzutreten ist auf die Anträge mit Bezug auf den Entscheid des kantonalen Bildungs- und Kulturdepartements vom 12. März 2018; dieser unterinstanzliche Entscheid wurde durch das angefochtene Urteil ersetzt und gilt als inhaltlich mitangefochten (BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144).