Citation: 1C_23/2020 E. 3.5

3.5. Die Beschwerdeführerinnen bestreiten das Vorliegen einer baubewilligungspflichtigen Nutzungsänderung. Sie machen geltend, Motorkettensägen fänden bereits bei herkömmlichen Zimmerei- bzw. Holzbaubetrieben Verwendung. Dasselbe gelte bei der Baumpflege bzw. Brennholzaufbereitung mit Motorkettensägen im Rahmen von Wohnnutzungen. Derartige Tätigkeiten seien in der Wohnzone ohne Weiteres zonenkonform. Die von der Vorinstanz angeführten arbeitssicherheitsrechtlichen Hinweise zur Lüftung bei der Verwendung von Motorkettensägen in geschlossenen Räumen würden kein raumplanungsrechtlich begründbares Verbot für den Einsatz solcher Geräte in Zimmereien und Sägereien belegen. Zumindest nehme die Vorinstanz insoweit einen offensichtlich unrichtigen Sachverhalt an. Es sei eine reine Frage des umweltrechtlichen Immissionsschutzes, inwiefern Motorkettensägen betätigt werden dürften. Bei Lärmklagen sei die kantonale Amtsstelle gemäss § 20 Abs. 1 des kantonalen Einführungsgesetzes vom 24. Mai 2000 zum Umweltschutzgesetz (EGzUSG; SRSZ 711.110) zuständig und habe die Gemeinde nicht ein Baubewilligungsverfahren durchzuführen.