Citation: 5A_85/2021 E. 6.1

6.1. Bezüglich des zur (faktischen) Obhut über die Töchter und der Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs eingeholten Gutachtens (vgl. vorne Bst. A.b) macht der Beschwerdeführer ebenfalls eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) geltend. Vor Kantonsgericht war strittig, ob die erste Instanz dem Beschwerdeführer Einsicht in die gutachterlichen Akten (Videoaufnahmen der Befragung des Beschwerdeführers) hätte gewähren müssen. Gegenüber dem abschlägigen Entscheid der Vorinstanz beruft sich der Beschwerdeführer vor Bundesgericht auf das Recht auf Akteneinsicht und das Recht auf Beweis. Er habe dem Kantonsgericht dargelegt, seine eigene Interaktionsbefragung sei im Gutachten falsch bzw. nicht umfassend wiedergegeben worden. Sei aber die textliche Zusammenfassung des Gutachtens strittig, müsse Einsicht in die zugrunde liegenden Informationen gewährt werden, ansonsten Fehler nicht belegt werden könnten. Fehler im Gutachten würden aber die gesamte Gutachtensarbeit in Frage stellen. Dies sei umso mehr von Bedeutung, als das Kantonsgericht verschiedentlich auf das Gutachten abstelle.