Citation: 2C_49/2015 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer argumentiert wie folgt: Die GmbH & Co. KG sei nicht als juristische Person zu betrachten, auch nicht nach Art. 20 Abs. 2 StHG. Der Wert der Lebensversicherungen sei aus dem Blickwinkel eines gewöhnlichen Dritterwerbers zu bestimmen und nicht nach subjektiv-wirtschaftlicher Betrachtung. Die Übertragung der Lebensversicherungen sollte dazu dienen, den Beschenkten die zur Rückführung der Grundkredite erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen. Mit der Verwendung der Lebensversicherungsansprüche zur Kreditrückzahlung würden keine neuen Kommanditanteile geschaffen, sondern erhöhe sich durch Wegfall eines Passivums lediglich der Wert der bisherigen, der väterlichen Nutzniessung unterworfenen Anteile des Beschwerdeführers. Damit bestehe die väterliche Nutzniessung auch am neuen erhöhten Eigenkapital. Würden mit den Versicherungsleistungen nicht Grundschulden zurückbezahlt, müssten sie gemäss Schenkungsvertrag in die Gesellschaft einbezahlt werden, und zwar als zusätzliches Haftungskapital, mithin als zusätzlicher Kommanditanteil, oder als Anlage in die gesamthänderisch gebundene globale Kapitalrücklage. Auch in diesem Fall würden keine neuen Kommanditanteile geschaffen, sondern erhöhe sich lediglich der Wert der bisherigen, der väterlichen Nutzniessung unterworfenen Anteile. Werde zusätzliches Haftungskapital geschaffen, so erfolge eine Kapitalerhöhung, die ebenfalls der väterlichen Nutzniessung unterstehe. Es handle sich bei dieser Bindung nicht um eine bloss anwartschaftliche Schuld; kraft Schenkungsvertrag bestehe jetzt bereits die Pflicht, die Leistungen zu nutzniessungsberechtigtem Eigenkapital der Gesellschaft werden zu lassen. Ein für den Beschwerdeführer realisierbarer Vermögenswert bestehe daher nicht. Ob der Anteil am gebundenen Rücklagenkonto jemals frei werde, hänge von Entscheiden der Gesellschafter ab und sei eine bloss entfernte, rein theoretische Möglichkeit. Auch die bereits ausbezahlte Versicherungsleistung sei Teil der global gebundenen Kapitalrücklage der Gesellschaft geworden und bilde Eigenkapital, das mit den entsprechenden Kommanditanteilen fest verbunden und damit auch von der daran bestehenden Nutzniessung erfasst werde. Es bestünden keine Anhaltspunkte, dass der Betrag frei werde.