Citation: 6B_93/2022 E. 1.4.1

1.4.1. Auf den von der Vorinstanz als schwerstes Delikt gewerteten und damit für die vorinstanzliche Strafzumessung wesentlichen Sachverhalt zum Nachteil von A (Urteil S. 30 f.) ist zurückzukommen: Phase 1: Der Beschwerdegegner und A lagen im Bett und schauten Videos auf YouTube, als er begann, sie zu küssen und über den Kleidern zu berühren. Phase 2: Als er ihre Pyjamahose herunterzog "und seinen Finger in ihre Scheide einführte und sie dort leckte [von der Vorinstanz als Oralverkehr bezeichnet], wehrte sie das ab, zog ihre Pyjamahose wieder hoch und gab ihm zu verstehen, dass sie das nicht wollte, er solle aufhören. Da liess er von ihr ab." Phase 3: Die Geschädigte schlief dann ein oder stellte sich schlafend, worauf der Beschwerdegegner im Bett neben ihr onanierte. Phase 4: Später zog der Beschwerdegegner, seitlich hinter A liegend, "ihr erneut die Pyjamahose runter und versuchte, mit seinem erregten Penis anal bei ihr einzudringen. Die Geschädigte verhinderte ein anales Eindringen mit dem Zudrücken ihrer Gesässmuskeln, worauf der Beschuldigte abglitt und mit seinem Penis leicht in ihre Scheide eindrang. Die Geschädigte wehrte sich erneut, indem sie 'sofort zurückzog' und ihre Pyjamahose wieder hochzog." Von einem mehrfachen Eindringen geht die Vorinstanz in dubio pro reo nicht aus. Phase 5: Der Beschwerdegegner liess darauf wieder von A ab und befriedigte sich selbst. A blieb bei ihm und schlief in seinem Bett.