Citation: 6B_194/2023 E. 3.2.2

3.2.2. Die Vorinstanz erachtet unter Hinweis auf die Erstinstanz als erstellt, dass die Beschwerdegegnerin 2 die an die C.________ GmbH überwiesenen Fr. 1,5 Mio. in Form eines Darlehens mit dem ausdrücklichen Zweck, die Liegenschaft "X._________" zu erwerben, gewährt hatte. Beides habe die Beschwerdeführerin gewusst, was sie vor Erstinstanz eingeräumt habe. Das Geständnis werde durch die glaubhaften Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 und zahlreiche Sachbeweise, namentlich E-Mails, bestätigt. Die Beschwerdeführerin habe die Beschwerdegegnerin 2 im Hinblick auf den geplanten Erwerb der Liegenschaft "X._________" im Glauben gelassen, dass ein angeblicher Investor kurzfristig abgesprungen sei und sie sich um einen Hypothekarkredit zur Rückzahlung des Darlehens innert 2 Jahren bemühen würde. In Wahrheit habe sie aber nichts zur Erschliessung weiterer Geldquellen unternommen. Ferner habe die Beschwerdeführerin vorgegeben, die Liegenschaft "V.________" wäre Ende 2012 betriebsbereit und würde dann Einnahmen abwerfen. Dies, obwohl sie erst 2013 überhaupt einen Businessplan in Angriff genommen habe. Vor diesem Hintergrund und angesichts ihrer finanziellen Situation resp. der Abhängigkeit von der Beschwerdegegnerin 2 habe die Beschwerdeführerin gewusst, dass sie das Darlehen nicht innert nützlicher Frist würde zurückzahlen können. Sie habe das geliehene Geld vielmehr als eigenes betrachtet und dieses denn auch nicht zurückerstattet, nachdem der geplante Kauf der zweiten Liegeschaft nicht zustandegekommen war. Dies stütze die Annahme, dass sie eine Rückzahlung von Anfang an nicht beabsichtigt habe.