Citation: 6B_1294/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz bejaht die Gewerbsmässigkeit des Handelns der Beschwerdeführerin. Sie habe innerhalb von 22 Tagen fünf Diebstähle begangen, was von einer gewissen Regelmässigkeit zeuge. Zudem sei sie in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen (teilweise geringfügigen) Diebstahls verurteilt worden. Der Gesamtdeliktsbetrag von Fr. 7'745.-- stelle sowohl im Vergleich zu ihrem damaligen persönlichen Einkommen von Fr. 2'700.-- sowie zum damaligen Familieneinkommen von Fr. 4'300.-- einen namhaften Beitrag an die Lebenshaltungskosten dar. Daran ändere nichts, dass sie lediglich ein goldenes Armband verkauft und die restlichen Schmuckstücke noch bei sich zuhause gelagert habe. Sie habe mit dem Gedanken gespielt, auch den restlichen Schmuck in eine Galerie zum Verkauf zu bringen, wo sie auch zuvor schon (teilweise eigenen) Goldschmuck verkauft habe. Die Hausdurchsuchung habe zudem bereits am 27. März 2018 stattgefunden, sodass ihr nicht viel Zeit geblieben sei, den angedachten Verkauf des restlichen Schmucks in die Tat umzusetzen. Weiter erwägt die Vorinstanz, die deliktische Tätigkeit der Beschwerdeführerin habe lediglich aufgrund der Strafanzeige und dem daraufhin initiierten Strafverfahren geendet. Die Absicht zur Erzielung eines Erwerbseinkommens sei zu bejahen.