Citation: 2C_1033/2017 E. 3.3

3.3. Hier liegen mit der Bestätigung der Arbeitgeberin, wonach der Beschwerdeführer unter dem "Smart-Working"-Konzept arbeitet und der Beschreibung dieses Konzepts durch die Arbeitgeberin Anhaltspunkte dafür vor, dass diese ihm nicht jederzeit einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt: Zwar stehen den Arbeitnehmern offenbar neben der Arbeitsplatz"ratio" von 0.8 nur Besprechungs- und andere Räumlichkeiten offen, die Arbeitgeberin selbst geht aber davon aus, dass zum Teil auch ausser Haus, auf dem Arbeitsweg oder in privaten Räumen zu Hause gearbeitet werden muss. Es ist daher plausibel und die Vorinstanz hat das in tatsächlicher Hinsicht auch eingeräumt, dass der Beschwerdeführer bisweilen für gewisse Arbeiten auf die Benützung privater Räumlichkeiten angewiesen ist. Weder die Bestätigung der Arbeitgeberin noch die Beschreibung des "Smart-Working"-Konzepts enthalten jedoch ausreichend Anhaltspunkte dafür, dass die zu Hause ausgeführten Arbeiten - bedingt durch die beschränkte Anzahl der Arbeitsplätze unter dem "Smart-Working"-Konzept und nicht etwa durch die persönliche Bequemlichkeit des Beschwerdeführers - ein Ausmass erreichen, welches die Gewährung eines Arbeitszimmerabzugs als geboten erscheinen lassen würde. Insofern unterscheidet sich die zu beurteilende Angelegenheit deutlich vom von den Beschwerdeführern ins Feld geführten Entscheid des Steuergerichts Basel-Landschaft, bei dem es um einen Zeichenlehrer ging, der für die einen erheblichen Teil seiner Arbeitszeit einnehmende Lektionenvor- und -nachbereitung auf einen vollwertigen Arbeitsplatz angewiesen war, der ihm in der Schule nicht zur Verfügung stand. Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass moderne Arbeitsplatzkonzepte insbesondere im Zuge der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt je länger je mehr dazu führen, dass Arbeitnehmer einen erheblichen Teil ihrer Arbeitsleistung im "Home Office" erbringen müssen. Ein solcher Fall liegt hier mit dem "Smart-Working"-Konzept angesichts von dessen Beschreibung durch die Arbeitgeberin des Beschwerdeführers nicht vor; zudem fehlt es am Nachweis, wonach dieses Konzept im konkreten Fall des Beschwerdeführers dazu führt, dass er einen wesentlichen Teil der ihm obliegenden Arbeiten zu Hause ausführen muss. Die Vorinstanz hat ihm daher zu Recht den Arbeitszimmerabzug verweigert.