Citation: I 713/05 04.09.2006 E. 3

3.1 Nach sorgfältiger und überzeugender Würdigung der umfassenden medizinischen Akten gelangte die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung für leichte körperliche Tätigkeiten, mit Tragen von Gewichten von höchstens 20 kg, zu 100 % arbeitsfähig ist. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Sägereimitarbeiter befand sie als zu 75 %, d.h. sechs Stunden täglich, zumutbar. Sie stützte sich bei ihrer Beurteilung in Bestätigung der Verwaltung auf das Gutachten des Spitals X.________ (vom 21. April 2004). Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf zusätzlichen eigenen Abklärungen (auch anlässlich des Gutachtens zu Handen der SUVA vom 29. Mai 2003) und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden nachvollziehbar begründet. Diese im Administrativverfahren eingeholte Expertise externer Spezialärzte erfüllt alle rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien (BGE 125 V 352 Erw. 3 mit Hinweisen) für eine beweiskräftige medizinische Entscheidgrundlage (Beweiseignung) und überzeugt zum andern auch inhaltlich (Beweiskraft). Ihr kommt in Übereinstimmung mit der Vorinstanz voller Beweiswert zu (vgl. Erw. 1.2), zumal konkrete Indizien, die gegen deren Zuverlässigkeit sprechen, entgegen den Einwendungen des Beschwerdeführers, nicht erstellt sind. Die Vorinstanz hat mithin zu Recht darauf abgestellt. 3.2 Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen vorgebracht wird, vermag zu keinem andern Ergebnis zu führen. Insbesondere kann der Beschwerdeführer aus dem mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichten Bericht des Dr. med. S.________ (vom 4. Oktober 2005), welcher die Diagnose "Schweres Cerviko-thoraco-lumbospondylogenes Syndrom" und "Schweres fibromyalgieformes Beschwerdebild mit zahlreichen Myotendinosen" stellte und festhielt, dass die Beschwerden in diesem Jahr deutlich zugenommen hätten, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dr. med. S.________ äussert sich darin, nebst dem, dass er eine Lyme-Borreliose als Ursache der geklagten Beschwerden nun explizit ausschliesst, lediglich zur aktuellen gesundheitlichen Situation des Versicherten (anfangs Oktober 2005) und mithin zum Gesundheitszustand nach dem massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (1. Dezember 2004), welcher die zeitliche Grenze der richterlichen Ueberprüfungsbefugnis bildet (BGE 129 V 169 Erw. 1). Darauf kann daher vorliegend nicht abgestellt werden. Einer allfälligen erheblichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit diesem Zeitpunkt wäre vielmehr im Rahmen eines neuen Verwaltungsverfahrens Rechnung zu tragen. Was die angeführte Einschätzung des Hausarztes Dr. med. R.________ vom 8. Februar 2005 betrifft, welcher von einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50 % ausgeht und für die restlichen 50 % nur eine Tätigkeit mit Ruhepausen als möglich erachtet, vermag diese ebenfalls keine begründeten Zweifel am überzeugenden Gutachten des Spital X.________ aufkommen zu lassen. So hat denn dieser in seinem Bericht bestätigt, dass eine nochmalige rheumatologische Beurteilung seinerseits durch Dr. med. U.________ (Bericht vom 21. Januar 2005) zu den gleichen Befunden wie am Spital X.________ führten. Weshalb er trotzdem von der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Dr. med. U.________, welcher eine leichte Arbeit ebenfalls als möglich bezeichnete, abweicht, wird nicht näher begründet und ist mithin nicht nachvollziehbar. In diesem Zusammenhang ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc; Urteil F. vom 9. Februar 2006, I 736/05, Erw. 4). Entgegen der weiteren Argumentation des Beschwerdeführers kann zudem mit Verweis auf die zutreffenden Erwägungen im vorinstanzlichen Entscheid festgestellt werden, dass die belastungsabhängigen Schmerzen im Gutachten des Spitals X.________ sehr wohl berücksichtigt worden sind. Überdies wurde dem Versicherten empfohlen, sich während eines akuten Schmerzschubes sofort in der Klinik vorzustellen, um eine allfällig fassbare, systementzündliche Reaktion dokumentieren zu können, was offenbar nie geschah. Im psychischen Bereich konnten laut Gutachten keine Beeinträchtigungen festgestellt werden. Auch in den übrigen Akten sind dafür keine Anhaltspunkte zu finden. Gemäss Gutachten ergaben sich keine Hinweise auf eine depressive Symptomatik oder eine Fibromyalgie-Symptomatik und auch eine Schmerzgeneralisierung war nicht fassbar. Auch Dr. med. U.________ erwähnte keine Fibromyalgie. Bezüglich der von Dr. med. S.________ am 31. März 2003 gestellten Diagnose "Fibromyalgieformes Beschwerdebild" bzw. der von Dr. med. R.________ in der Stellungnahme vom 8. Februar 2005 erwähnten Fibromyalgie gilt sodann festzuhalten, dass eine Fibromyalgie und ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung vermutungsweise überwindbar sind und eine solche Erkrankung nur ausnahmsweise unter bestimmten - hier nicht gegebenen - Voraussetzungen eine Invalidität bewirkt (BGE 132 V 65). Mit Blick auf die gezeigte Ausgangslage sind von ergänzenden medizinischen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb auf die beantragte Anordnung eines Obergutachtens unter Einbezug einer zusätzlichen Evaluation des funktionellen Leistungsvermögens (EFL) sowie allenfalls einer psychiatrischen Abklärung verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b).