Citation: 4A_415/2022 E. B

Die Mieterin focht die Kündigung bei der Schlichtungsbehörde für Miete und Pacht des Bezirks Zofingen an, wobei sie eventualiter die Erstreckung des Mietverhältnisses begehrte. Nach Ablehnung eines von der Schlichtungsbehörde unterbreiteten Urteilsvorschlags reichte die Vermieterin beim Gerichtspräsidium Zofingen eine Klage ein und ersuchte um Feststellung, dass die Kündigung vom 26. Juni 2020 nicht missbräuchlich und somit gültig sei. Ausserdem sei das Mietverhältnis nicht zu erstrecken. Mit Klageantwort vom 6. Januar 2021 beantragte die Mieterin die Abweisung der Klage, soweit darauf einzutreten sei. Es sei festzustellen, dass die Kündigung vom 26. Juni 2020 ungültig sei. Eventualiter sei festzustellen, dass die Kündigung vom 26. Juni 2020 erst auf den 31. Januar 2021 Wirkung entfalte, und sei das Mietverhältnis um vier Jahre zu erstrecken. Mit Entscheid vom 7. Mai 2021 wies das Gerichtspräsidium die Klage ab. Die Vermieterin focht diesen Entscheid mit Berufung beim Obergericht des Kantons Aargau an. Dieses wies die Berufung mit Entscheid vom 22. Juli 2022 ab.