Citation: 2C_15/2017 E. 3.3.3

3.3.3. In einem ersten Schritt ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführenden vor Bundesgericht nicht in Frage stellen, die Hochzeit unter den festgestellten Umständen eingegangen zu sein und sich im Jahr 2010 weder an das Datum noch an die Ortschaft erinnert zu haben. Als appellatorisch ist die Kritik im Punkt polizeiliche Untersuchungen zur Wohnsituation an der V.________, W.________, der Beschriftung des Briefkasten und des Läutwerks sowie der angeblichen Postzustellung zu werten, stellen doch die Beschwerdeführenden damit der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung nur ihre eigene Sichtweise entgegen ohne aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz den Sachverhalt in Verletzung einer Rechtsvorschrift (und gegebenenfalls, welcher) festgestellt hätte (Art. 97 BGG). Nicht ersichtlich ist, inwiefern das Vorhandensein von Familienangehörigen des Beschwerdeführers 1 in der Schweiz einen Einfluss auf den Verfahrensausgang haben könnte, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist (Art. 97 e contrario BGG). Hinsichtlich der gerügten Sachverhaltsfeststellung unter Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) und des Willkürverbots (Art. 9 BV) wegen nicht abgenommener Beweismittel gilt in einem zweiten Schritt festzuhalten, dass die Beschwerdeführenden zu ihrer Wohnsituation an der V.________, W.________, in ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 2. März 2006 an die Vorinstanz in NN. 27, 46 ff. als Beweismittel eine Kaufquittung Conforama vom 22. Dezember 2010, eine Parteibefragung des Beschwerdeführers 1 und dessen erster Ehefrau sowie eine Übertretungsanzeige vom 29. Februar 2008, den Fahrzeugausweis des Beschwerdeführers 1 vom 27. Oktober 2006, eine Rechnung für einen Computerkauf vom 4. Januar 2008, einen Einzahlungsschein einer Krankenversicherung vom 5. Februar 2007 und einen Einzahlungsschein der Alba Versicherung vom 21. August 2007 angeboten haben. Angesichts dessen ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz für die Sachverhaltsfeststellung hinsichtlich Wohnsituation V.________, W.________, auf den Polizeirapport abstellte, davon ausging, ihre Überzeugung werde durch eine Abnahme der offerierten Beweismittel nicht mehr erschüttert und somit in willkürfreier antizipierter Beweiswürdigung (vgl. dazu BGE 134 I 140 E. 5.6 S. 150 f.) auf deren Abnahme verzichtete. Ob der Arbeitgeber der ersten Ehefrau des Beschwerdeführers 1 über die Ehe unterrichtet war oder nicht, vermag am Verfahrensausgang nichts mehr zu ändern, weshalb auf diesen Punkt nicht weiter einzugehen ist (Art. 97 e contrario BGG). Damit erweisen sich die im bundesgerichtlichen Verfahren erhobenen Rügen an der vorinstanzlichen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts als unbegründet, weshalb dieser für das Bundesgericht verbindlich ist (Art. 105 Abs. 1 BGG). Dem bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren ist somit sachverhaltsmässig zu Grunde zu legen, dass der Beschwerdeführer 1 seine jetzige Ehefrau, die Beschwerdeführerin 2, seit dem Jahr 2002 kannte, diese als Trauzeugin an der Hochzeit mit der ersten Ehefrau fungierte, er mit ihr im Jahr 2008 ein Unternehmen gründete, zwei anonyme Schreiben ihnen (den Beschwerdeführern 1 und 2) eine Liebesbeziehung unterstellten, und der Beschwerdeführer 1 spätestens offiziell ab 2012 eine Beziehung mit der Beschwerdeführerin 2 führte, aus welcher im Jahr 2013 ein gemeinsames Kind hervorging. Demzufolge ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 1 auch an der ersten gemeldeten Wohnadresse, V.________, W.________, nicht mit seiner ersten Ehefrau schweizerischer Staatsangehörigkeit zusammenlebte.