Citation: I 251/06 04.04.2007 E. 3.2

3.2.1 Nachdem bereits im Bericht der Klinik Z.________ vom 28. März 2002 eine das chronische lumbovertebrale Schmerzsyndrom begleitende "Anpassungsstörung mit depressiven Symptomen als Ausdruck eines psychophysischen Stress- und Überforderungszustandes i.R. einer komplexen Schmerzerkrankung" festgestellt worden war, diagnostizierte Dr. med. B.________ im MEDAS-Konsilium vom 19. März 2003 eine leichte depressive Episode mit somatischem Syndrom, welche - "aus rein psychiatrischer Sicht" - eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit für jegliche in Frage kommende berufliche Tätigkeit bewirke; nach Einschätzung des Dr. med. B.________ ist "klar (...), dass die depressive Erkrankung die Arbeitsfähigkeit des Versicherten beeinträchtigt". Gestützt darauf kam die MEDAS in ihrer abschliessenden Beurteilung vom 5. Mai 2003 zum Schluss, dass der vollumfänglichen Umsetzung der aus rheumatologischer Sicht bestehenden Restarbeitsfähigkeit von 80 % (vgl. Erw. 3.1 hievor) die psychiatrische Beurteilung entgegenstehe, welche eine zusätzliche Reduktion der Leistungsfähigkeit um 20 % rechtfertige (Restarbeitsfähigkeit insgesamt: 60 %). 3.2.2 Zwei Jahre nach Vorliegen des MEDAS-Gutachtens, während welcher der Beschwerdeführer vom 25. November 2004 bis 26. Februar 2005 in der Psychiatrischen Klinik A.________ hospitalisiert gewesen war, diagnostizierte die erwähnte Klinik im Bericht vom 25. April 2005 nebst Alkoholabhängigkeit (ICD-10: F10.2) und somatischen Diagnosen (Lumbovertebralsyndrom mit pseudoradikulärer Schmerzausstrahlung rechtes Bein, Drehschwindel ungeklärter Ätiologie, leichte frontalbezogene Hirnatrophie) eine mittelgradige depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10: F32.1). Das aus psychischer Sicht zumutbare Arbeitspensum liege zunächst bei 50 % (mit Steigerungspotenzial), wobei in diesem zeitlichen Rahmen von einer 30%igen Leistungseinschränkung auszugehen sei. Die Weiterführung der ambulanten Psychotherapie sei, "bei den vorbestehenden psychiatrischen Diagnosen", sehr wichtig. Im Beiblatt zum genannten Bericht wurde ausgeführt, bei depressiven Episoden bestehe aus psychiatrischer Sicht eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, bei totaler Remission der depressiven Symptomatik eine volle Arbeitsfähigkeit; es sei im Übrigen schwierig, bei diesem bereits länger aus dem Arbeitsprozess ausgeschiedenen, sozial schlecht integrierten Versicherten eine zuverlässige Einschätzung zu machen.