Citation: 5A_584/2007 13.02.2008 E. 2

In tatsächlicher Hinsicht steht einerseits fest, dass der Schuldner ab dem Erwerb bis zur Pfändung des Fahrzeugs dessen einziger Benutzer und wirklicher Halter war. Durch Beweisurkunden erstellt ist andererseits, dass die Beschwerdeführerin das Fahrzeug am 18. Februar 2005 gekauft und dem Schuldner gestützt auf eine Vereinbarung vom 21. Mai 2005 vermietet hat. Das Obergericht hat nicht auf das urkundlich belegte Eigentümerin-Mieter-Verhältnis abgestellt. Es ist davon ausgegangen, wahrer Eigentümer des Fahrzeugs sei der Schuldner, für den die Beschwerdeführerin das Fahrzeug erworben habe. Unter dieser Annahme einer Simulation konnte das Fahrzeug rechtsgültig gepfändet werden (vgl. BGE 106 II 141 E. 3c S. 145). Simulation bedeutet hier, dass der Schuldner und die Beschwerdeführerin nur vorgetäuscht und zum Schein die Beschwerdeführerin als Käuferin des Fahrzeugs haben auftreten lassen, Käufer aber in Wirklichkeit der Schuldner selber war, der das Fahrzeug deshalb kraft seines Eigentums genutzt hat und nicht auf Grund des nur vorgetäuschten und zum Schein geschlossenen Mietvertrags (vgl. zum Begriff allgemein: BGE 97 II 201 E. 5 S. 207; 112 II 337 E. 4a S. 343; 123 IV 61 E. 5c/cc S. 68). Streitgegenstand ist das Vorliegen bloss simulierter Verträge.