Citation: 1P.788/1999 19.01.2000 E. 3

3.- Das aus Art. 4 aBV bzw. Art. 29 Abs. 2 BV fliessende rechtliche Gehör verlangt als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidung berücksichtigt. Daraus erfolgt die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Die Begründung eines Entscheids muss so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann (BGE 123 I 31 E. 2c S. 34, mit Hinweisen). Vorliegend wurde das Gesuch um Erlass der Einschreibegebühr mit der Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels begründet. Weshalb Aussichtslosigkeit anzunehmen sei, wurde dagegen nicht dargelegt. Ob eine Verletzung der Begründungspflicht vorliegt, kann jedoch offen bleiben. Denn, wie nachfolgend darzustellen ist, kann die Berufung der Beschwerdeführerin gegen das Urteil des Bezirksgerichts nicht als zum Voraus aussichtslos betrachtet werden.