Citation: 5A_361/2022 E. 3.4.1

3.4.1. Das Obergericht erwog, die Beschwerdeführerin habe selbst vorgebracht, die Begutachtung des Einzelunternehmens des Beschwerdegegners dürfe im Ergebnis ein Unsinn sein. Damit hat das Obergericht den Verzicht auf die Ermittlung des Verkehrswerts begründet. Die Beschwerdeführerin vermag dagegen nichts vorzubringen. Da das Einzelunternehmen, wie bereits erwähnt, keine korrekte Buchhaltung aufweist, ist auch nicht ersichtlich, worauf sich ein Gutachter bei dessen Bewertung hätte stützen können. Aus diesem Grund ist nicht zu beanstanden, dass das Obergericht in antizipierter Beweiswürdigung von der Abnahme eines Gutachtens im Zusammenhang mit der Bewertung des Einzelunternehmens des Beschwerdegegners abgesehen hat. Insofern braucht nicht darauf eingegangen zu werden, ob der Beweisantrag im vorinstanzlichen Verfahren formell rechtsgenüglich gestellt worden ist. Es ist mangels einer entsprechenden Rüge auch nicht weiter darauf einzugehen, inwiefern das Obergericht seine gerichtliche Fragepflicht hätte ausüben müssen (Art. 277 Abs. 2 ZPO).