Citation: 2C_312/2019 E. 2.3.7

2.3.7. Mithin durfte die Vorinstanz ohne Bundesrechtsverletzung annehmen, dass das KStA/SG pflichtgemäss gehalten gewesen sei, die Veranlagungsverfügung vom 16. November 2012 schon im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren vorzulegen. Das KStA/SG sah indes davon ab und holte dies im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren nach. Dies war "verspätet" und mithin pflichtwidrig im Sinne von Art. 144 Abs. 2 DBG (vorne E. 2.3.2). Das blosse Wissen um eine rechtskräftige Veranlagung der Gesellschaft durfte der Verwaltungsrekurskommission keine abschliessende Beurteilung dessen erlauben, ob dieselbe Aufrechnung auch auf Ebene des Anteilsinhabers gerechtfertigt sei. Im zweidimensionalen Verhältnis besteht kein eigentlicher Aufrechnungsautomatismus (vorne E. 2.3.4). Die Rechtsmittelinstanz muss in die Lage versetzt werden, dass sie überprüfen kann, ob die Veranlagungsbehörde mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" davon überzeugt sein durfte, dass die den Anteilsinhaber betreffende Aufrechnung berechtigt sei (vorne E. 2.3.5).