Citation: 1C_277/2018 E. 2.3

2.3. Gemäss § 23 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung des Kantons Basel-Landschaft vom 16. Dezember 1993 (VPO; SGS 271) in Verbindung mit § 5 Abs. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes des Kantons Basel-Landschaft vom 13. Juni 1988 (VwVG BL; SGS 175) kann eine Partei, die unverschuldet verhindert gewesen ist, fristgemäss zu handeln, innert 10 Tagen seit Wegfall des Hindernisses die Wiederherstellung der Frist verlangen. Der Einwand der Beschwerdeführer, es bestünde keine Pflicht, sich bereits beim verspätet eingereichten Schreiben zu den Verspätungsgründen zu äussern, trifft daher zwar zu; worin aber vorliegend die Gründe liegen sollen, weshalb sie erst mit dem Gesuch um Fristwiederherstellung vom 12. April 2018 auf die Verspätungsgründe eingegangen sind, legen sie nicht dar. Ihre Ausführungen erklären zudem nicht, warum in der Beschwerdebegründung ausdrücklich die Rede davon ist, die vom Kantonsgericht bis zum 2. April 2018 gewährte Frist zur Einreichung der Beschwerdebegründung sei mit Postaufgabe der Beschwerde vom 4. April 2018 gewahrt. Das Kantonsgericht durfte unter diesen Umständen den Einwand der Beschwerdeführer ohne in Willkür zu verfallen als Schutzbehauptungen ansehen. Es ist nicht ersichtlich, was an der vorinstanzlichen Feststellung, wonach sich derjenige, der sich in der verspäteten Eingabe selbst mit keinem Wort zum Grund der Verspätung äussere, vermutungsweise in einem Irrtum befinde, willkürlich ist. Wäre sich der Rechtsanwalt der Beschwerdeführer tatsächlich darüber im Klaren gewesen, dass er die Frist verpasst hatte, hätte er zumindest kurz erwähnen können, er sei sich über die Verspätung bewusst und werde ein Fristwiederherstellungsgesuch nachreichen. Weil aber der Beschwerde, welche immerhin erst am Tag nach dem angeblichen krankheitsbedingten Ausfall aufgegeben wurde, kein Hinweis auf ein unverschuldetes Hindernis entnommen werden kann und zudem ausdrücklich auf ihre Rechtzeitigkeit hingewiesen wurde, durfte das Kantonsgericht willkürfrei annehmen, es werde nur versucht, das eigene Versäumnis irgendwie zu rechtfertigen. Unbehelflich ist schliesslich der Einwand der Beschwerdeführer, es sei notorisch, dass gerichtliche Eingaben am letzten Tag der Frist stets unter enormen Zeitdruck fertiggestellt würden, weshalb darauf verzichtet worden sei, irgendwelche "inhaltsleeren" Angaben zur Begründung der verspätet eingereichten Beschwerde einzubauen. Von diesem Argument musste sich das Kantonsgericht nicht überzeugen lassen, zumal ein kurzer Hinweis der Beschwerdeführer ausgereicht hätte, um darzulegen, dass sich die Beschwerdeführer der verpassten Frist bewusst waren und ein Fristwiederherstellungsgesuch nachreichen wollten. Aufgrund der behaupteten Fristwahrung in der Beschwerde durfte das Kantonsgericht davon ausgehen, der Rechtsanwalt der Beschwerdeführer habe sich tatsächlich über den Fristablauf getäuscht und damit die Beschwerde nicht unverschuldet zu spät eingereicht. Ob mit der geltend gemachten Krankheit (Allergieschub) am letzten Tag des Fristablaufs und der daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeit tatsächlich ein unverschuldetes Hindernis vorgelegen hat, kann daher offenbleiben. Es erübrigt sich weiter auch, abzuklären, ob der Rechtsanwalt der Beschwerdeführer einen Arbeitskollegen mit der Fertigstellung der Beschwerde hätte beauftragen können und müssen.