Citation: 1P.579/2001 17.12.2001 E. A

Im Verlauf des Ehescheidungsprozesses zwischen X.________ und D.________ reichte der Vertreter der beklagten Ehefrau am 22. April 1994 dem Kantonsgericht Nidwalden ein ärztliches Zeugnis betreffend deren Tochter C.________ ein, wonach die erhobenen Befunde für mehrmaligen sexuellen Missbrauch des Kindes sprechen würden. Mit Schreiben vom 26. April 1994 ersuchte der Präsident II des Kantonsgerichts Nidwalden den Verhörrichter, gegen X.________ eine Strafuntersuchung einzuleiten. In der Folge eröffnete das Verhöramt Nidwalden eine Strafuntersuchung gegen X.________ wegen Verdachts sexueller Handlungen mit Kindern. Am 6. Juni 1994 erhob auch D.________ als gesetzliche Vertreterin ihrer drei Kinder A.________, B.________ und C.________ Strafanzeige gegen X.________. Das Verhöramt stellte mit Verfügung vom 10. Dezember 1998 das Verfahren gegen X.________ ein. Dagegen ergriffen A.________, B.________ und C.________ Beschwerde an das Obergericht des Kantons Nidwalden. Dieses hiess mit Urteil vom 8. Juli 1999 die Beschwerde gut und hob die Einstellungsverfügung des Verhöramtes auf. Die Gerichtskosten auferlegte es X.________ (Ziff. 2 des Dispositivs). Ausserdem verpflichtete es ihn, die Beschwerdeführerinnen für das Verfahren vor Obergericht mit Fr. 2'190.30 zu entschädigen (Ziff. 3 des Dispositivs).