Citation: 8C_499/2020 E. A

A.________ war als Leiterin des Kochstudios B.________ angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherung (Suva) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Gemäss Schadenmeldung vom 25. April 2016 erlitt sie bei einer Verkehrskollision am 23. April 2016 als Fahrerin eines Personenwagens eine Prellung des Schädels/Hirns und des linken Oberarms. In der folgenden Nacht klagte sie über Schwindel, Erbrechen sowie starke Kopfschmerzen. Das tags darauf aufgesuchte Spital C.________ diagnostizierte eine leichte traumatische Hirnverletzung. Ein am 30. Mai 2016 wegen des Schädelhirntraumas mit posttraumatischer Exazerbation einer Migräne ohne Aura veranlasstes MRI des Schädels ergab eine ungewöhnliche Asymmetrie der rechtsseitigen Marklagerveränderungen, insbesondere im Zentrum semiovale mit kleineren Suszeptibilitätsartefakten, die als "suspekt auf eine traumatische Genese" bezeichnet wurden. Der Suva-Arzt Dr. med. D.________, Facharzt für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie, Allergologie, klinische Immunologie und Arbeitsmedizin, empfahl am 13. Juni 2016 zur Klärung der Genese eine neurologische versicherungmedizinische Beurteilung. Aufgrund zunehmender neurologischer Symptome trat A.________ am 21. Juni 2016 notfallmässig ins Spital E.________ ein, welches schwerwiegende neuropsychologische Defizite feststellte. A.________ wurde in der Folge zur neurologischen Rehabilitation an die Klinik F.________ überwiesen. Diese hielt im Austrittsbericht vom 26. August 2016 u.a. fest, dass nach stattgehabter contusio cerebri mit shearing injuries eine Anosmie (Riechstörung) geblieben sei. Prof. Dr. med. G.________, Klinik für Neuroradiologie, Spital H.________, beurteilte am 24. August 2016 die Marklagerveränderungen konsiliarisch und bezeichnete die beschriebenen Veränderungen als unspezifisch, am ehesten seien sie mikrovaskulärer Natur; eine posttraumatische Läsion konnte er nicht sicher ausschliessen. Der Suva-Arzt Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie FMH, Master Versicherungsmedizin, erachtete die erkennbaren Läsionen im MRI als krankheitsbedingt. Er wies darauf hin, dass Prof. Dr. med. G.________ eine unfallkausale Läsion nur als möglich angesehen habe (Beurteilung vom 14. September 2016). Nach einer erneuten Suva-internen neurologischen Beurteilung vom 30. November 2017, namentlich zur Frage der Unfallkausalität der geklagten Anosmie, schlussfolgerten die Versicherungsmediziner Dres. med. J.________ und K.________, Fachärzte für Neurologie, abgestützt auf die MRI vom 30. Mai 2016 und 27. Juli 2017 bestehe für die geklagten Beschwerden bezüglich Kognition und Riechstörung kein organisches Substrat. Bei fehlender struktureller Hirnschädigung, insbesondere im Bereich des Bulbus olfactorius, sei die Anosmie nicht auf den Unfall zurückzuführen. Dr. med. I.________ hielt in einer weiteren Stellungnahme vom 1. Oktober 2018 an dieser Ansicht fest, nachdem Prof. Dr. med. L.________, Spital M.________, eine gegenteilige Auffassung im Sinne einer unfallkausalen Geruchsminderung vertreten hatte (Bericht vom 13. August 2018. Mit Verfügung vom 8. Januar 2018 stellte die Suva ihre bis dahin ausgerichteten Versicherungsleistungen auf den 31. Januar 2018 ein, da kein natürlich und adäquat kausaler Unfallschaden mehr ausgewiesen sei. Einen Anspruch auf Invalidenrente und Integritätsentschädigung verneinte sie, was sie mit Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2018 bestätigte.