Citation: I 690/02 23.03.2004 E. 5

5.1 Die Bemessung des Valideneinkommens durch die Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit im Baugewerbe könnte der Beschwerdeführer bezogen auf das Jahr 2001 im Gesundheitsfall ein Einkommen von Fr. 59'729.- erzielen. 5.2 Zweifel ergeben sich jedoch hinsichtlich der für das Invalideneinkommen herangezogenen Bemessungsgrundlagen. Das kantonale Gericht wählte bei seiner Berechnung die in der LSE 2000 ausgewiesenen Zentralwerte im Bereich "Detailhandel und Reparatur" für Tätigkeiten, die Berufs- und Fachkenntnisse voraussetzen (Anforderungsniveau 3); dies allein aufgrund der Annahme, das betreffende Einkommen als Detailhandelsangestellter stehe dem Beschwerdeführer schon wegen seiner Fachkenntnisse als gelernter Metzger - eine Tätigkeit, die er seit Frühjahr 1995 im Wesentlichen nicht mehr ausgeübt hat - offen. Dies darf nicht ohne weiteres unterstellt werden, da der Versicherte nicht über eine Detailhandelsausbildung verfügt. Der Sachverhalt ist in diesem Punkt ergänzungsbedürftig: Erst aufgrund spezifischer Abklärungen zur Einkommenssituation ungelernter Verkäufer wird sich mit hinreichender Zuverlässigkeit beurteilen lassen, ob der Beschwerdeführer auch ohne berufliche Massnahme ein Einkommen zu erzielen vermag, welches zu einem Invaliditätsgrad führt, der unter dem für die Zusprechung einer Umschulung massgebenden Schwellenwert von 20 % (Erw. 3 hievor) liegt. Falls jedoch der Anschein richtig ist, dass der vorinstanzlich angenommene Lohnansatz eine Ausbildung im Bereich Detailhandel voraussetzt, erscheint es widersprüchlich, dem Beschwerdeführer die anbegehrte Umschulung aufgrund der Anrechnung eines hypothetischen Gehalts zu versagen, dessen Erzielbarkeit gerade von einer entsprechenden beruflichen Massnahme abhängt. Der massgebende Schwellenwert wäre - bei Anwendung aller übrigen von der Vorinstanz herangezogenen Eckwerte - etwa dann erreicht, wenn unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Versicherte nicht gelernter Verkäufer ist, auf den einschlägigen Tabellenlohn gemäss Anforderungsniveau 4 ("einfache und repetitive Tätigkeiten") abgestellt werden müsste; der Invaliditätsgrad betrüge dann 20,4 %.