Citation: 8C_307/2017 E. 5.2.1

5.2.1. Zu berücksichtigen ist vorliegend, dass der Beschwerdegegnerin medizinisch gesehen trotz unfallbedingter Gesundheitsschädigung die Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit ganztägig und ohne grössere Einschränkungen zumutbar wäre. Ihr stehen in Anbetracht ihrer Aus- und Weiterbildung, des beruflichen Werdegangs, insbesondere der langjährigen Erfahrung als Physio- und Hippotherapeutin sowie der Tätigkeit in Administration und Leitung in der B.________ AG im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen verschiedene Stellen offen, bei denen ohne weiteres anzunehmen ist, dass sie sie auch in Berücksichtigung der etwas eingeschränkten körperlichen Mobilität zu verrichten vermag und auf dem für sie in Frage kommenden Arbeitsmarkt mit einem durchschnittlichen Lohn rechnen kann. Die Versicherte verfügt über fundierte Kenntnisse und Fähigkeiten im Gesundheitswesen, die sie auch im administrativen Bereich einsetzen kann. Zudem wären ihr im mittleren Alter Umschulungsmassnahmen durchaus zumutbar. Die Beschwerdeführerin ging daher zu Recht vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert bei einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Wochenstunden) im privaten Sektor, Rubrik Gesundheits- und Sozialwesen mit Tätigkeiten im Kompetenzniveau 3 (Komplexe praktische Tätigkeiten, welche ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen) für Frauen im Jahr 2012 von Fr. 6'283.- (LSE 2012, Tabelle TA1) aus, den sie auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,5 Stunden umrechnete und - entsprechend dem Valideneinkommen - der Nominallohnentwicklung bis 2015 anpasste. Daraus resultierte ein Jahreseinkommen von Fr. 79'086.-.