Citation: 8C_295/2017 E. 7.3.2

7.3.2. Zwar holte der RAD aufgrund diagnostischer Abweichungen zwischen dem Gutachten D.________/E.________ und dem Gutachten F.________ bei Dr. med. E.________ eine Stellungnahme zum Gutachten F.________ ein, welcher die Vorinstanz ebenfalls vollen Beweiswert zuerkannte. Doch trägt die Stellungnahme des Dr. med. E.________ vom 24. März 2014 letztlich nicht zur zuverlässigen Klärung der Frage nach dem Eintritt einer revisionsrechtlich anspruchserheblichen Änderung des Gesundheitszustandes bei. 7.3.2.1. Betreffend der von Dr. med. F.________ diagnostizierten Dysthymie hat das kantonalen Gericht zutreffend festgestellt, dass sich die depressive Symptomatik des Versicherten drei Monate nach der Exploration durch Dr. med. E.________ durchaus vorstellbar verbessert haben könne. Es sei daher nicht auszuschliessen, dass Dr. med. F.________ im Dezember 2013 nur noch eine Dysthymie anstelle einer mittelgradigen Depression diagnostizieren konnte. Allerdings hielt Dr. med. E.________ ebenfalls ausdrücklich fest, dass er diese Diagnose im konkreten Fall nicht abschliessend beurteilen könne, da sie in einem Zeitraum nach seiner Exploration gestellt worden sei. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz genügt die in der Stellungnahme des Dr. med. E.________ genannte blosse Möglichkeit einer Dysthymie nicht, um mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegender Wahrscheinlichkeit auf eine Verbesserung des Gesundheitszustandes zu schliessen. 7.3.2.2. Bezüglich der von Dr. med. E.________ diagnostizierten Angststörung geht das kantonale Gericht davon aus, dass eine solche im Zeitpunkt der Begutachtung durch Dr. med. F.________ nachgefragt wurde, aber nicht habe festgestellt werden können. Dabei lässt es die Tatsache ausser Acht, wonach Dr. med. E.________ in seiner Stellungnahme ausdrücklich an der von ihm diagnostizierten Angststörung festhielt. Er vermochte nicht nachzuvollziehen, weshalb Dr. med. F.________ keine Angststörung mehr diagnostiziert habe, zumal diese während der von Dr. med. E.________ durchgeführten Exploration ausgeprägt vorhanden gewesen sei. Die Vorinstanz setzte sich nicht mit dieser erheblichen Diskrepanz zwischen dem Gutachten F.________ und der Stellungnahme des Dr. med. E.________ in Bezug auf die Beurteilung des relevanten Gesundheitszustandes auseinander. Sie führte lediglich aus, insgesamt weiche die Beurteilung von Dr. med. F.________ hinsichtlich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit nicht wesentlich von der Beurteilung des Dr. med. E.________ ab, wenn berücksichtigt werde, dass im Dezember 2013 anstelle der noch im September 2013 diagnostizierten depressiven mittelgradigen Episode nunmehr nur noch eine Dysthymie feststellbar gewesen sei. Dabei übersieht das kantonale Gericht, dass sich diese Beurteilung auf zwei unterschiedliche und sich widersprechende Diagnosen betreffend den Gesundheitszustand der versicherten Person beziehen. 7.3.2.3. Dr. med. E.________ kritisierte das Gutachten F.________ nicht nur bezüglich der Angststörung. Vielmehr führte er betreffend die ADHS-Problematik aus, es sei für ihn nicht nachvollziehbar, widersprüchlich und in sich nicht schlüssig, weshalb Dr. med. F.________ die Verdachtsdiagnose einer unbehandelten ADHS-Symptomatik stelle, wenn er doch gleichzeitig die von der behandelnden Psychiaterin postulierte Hyperaktivitäts-Aufmerksamkeitsdefizitstörung nicht mit genügender Sicherheit bestätigen könne. Die diesbezügliche Argumentation der Vorinstanz, wonach es auch der behandelnden Psychiaterin nicht gelungen sei, nach beinahe 100 Therapiesitzungen über einen Verdacht hinaus zu gelangen und das ADHS schlüssig abzuklären, überzeugt nicht. Vielmehr stellt sich die Frage, ob überhaupt eine ADHS-Symptomatik vorliegt. Aus den Akten ist auch diese Frage nicht schlüssig zu beantworten. 7.3.2.4. Bei gegebener Aktenlage lässt sich für den Zeitpunkt der Exploration des Dr. med. F.________ mit Blick auf die strittige Herabsetzung der Invalidenrente ab 1. März 2014 jedenfalls nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf eine anspruchserhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes schliessen. Soweit das kantonale Gericht ohne ergänzende medizinische Abklärungen zwecks zuverlässiger und schlüssiger Ermittlung des relevanten Gesundheitszustandes im Revisionszeitpunkt lediglich auf die im Gutachten F.________ festgestellte Arbeitsunfähigkeit abstellte, verletzte es Bundesrecht. Die Sache ist daher zwecks Einholung eines psychiatrischen Obergutachtens an die Vorinstanz zurückzuweisen. Angesichts des diesbezüglich feststehenden Sachverhalts (E. 6.4.3 hievor) besteht - entgegen dem Beschwerdeführer - keine Veranlassung zu ergänzenden Abklärungen in ophthalmologischer Hinsicht. Nach Einholung des psychiatrischen Obergutachtens wird das kantonale Gericht über die vorinstanzliche Beschwerde neu entscheiden, soweit diese die Frage betrifft (vgl. E. 6 hievor), ob - und gegebenenfalls in welchem Umfang - der Versicherte ab 1. März 2014 weiterhin Anspruch auf eine Invalidenrente hat.