Citation: 1C_71/2016 E. 2.1

2.1. Das Verwaltungsgericht ging davon aus, dass ein rechtwinkliger Anschluss mit vollständiger Sicht auf beide Strassenrichtungen bezüglich Übersicht und damit auch bezüglich Sicherheit der heutigen spitzwinkligen Einfahrt deutlich überlegen sei. In etwas abgeschwächter Form gelte dies auch für die Doppelkurve vor dem Engnis der Häuser Nr. 48 (Gasthaus zur Post) und 49 (Sontga Clau) : Die Doppelkurve verlangsame den Verkehrsfluss und zwinge damit die Verkehrsteilnehmer zu grösserer Aufmerksamkeit; gefährliche Fahrmanöver unter Inanspruchnahme der Gegenfahrbahn zwecks besserer Sicht durch das Engnis würden damit unterbunden. Die Beschwerdeführer halten das Gegenteil für richtig: Aufgrund der geplanten Doppelkurve würden die in Richtung Sagnogn fahrenden Verkehrsteilnehmer beinahe im rechten Winkel auf das Engnis zufahren. Dies zwinge sie in viel grösserem Ausmass als heute, die Gegenfahrbahn in Anspruch zu nehmen, um den Gegenverkehr zu sehen. Damit werde die Verkehrssicherheit nicht verbessert, sondern eine erhebliche Gefahr für den entgegenkommenden Verkehr wie auch für Fussgänger geschaffen. Schon heute besteht ein Nadelöhr zwischen den Bauten Nrn. 48 und 49 mit beschränkten Sichtverhältnissen, dies offenbar mit der Folge, dass die von der Hauptstrasse in die Via Veglia einbiegenden Fahrzeuge die linke Fahrbahn benutzen, um entgegenkommende Autos rechtzeitig zu erkennen (so ausdrücklich der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer am Augenschein, Protokoll S. 2). Insofern ändert sich die Situation also nicht wesentlich. Dagegen ist es nachvollziehbar, dass die heutige, fast gerade Ausfahrt Verkehrsteilnehmer aus Richtung Ilanz dazu verleiten kann, fast ungebremst auf den Engpass zuzufahren, während sie künftig, durch die Doppelkurve, schon vor dem Engnis zum Abbremsen gezwungen werden. Unter diesen Umständen ist es nicht offensichtlich unrichtig, aufgrund der Geschwindigkeitsreduktion insgesamt von einem Sicherheitsgewinn auszugehen. Entscheidend war für das Verwaltungsgericht aber in erster Linie die Verbesserung von Sichtverhältnissen und Strassengeometrie für die von der Via Veglia in Richtung Laax auf die Kantonsstrasse einbiegenden Fahrzeuge, die heute (aufgrund der spitzwinkligen Kurve) die Gegenfahrbahn beanspruchen müssen. Diese Verbesserung ist offensichtlich; dies gilt auch dann, wenn die Einfahrt - wie die Beschwerdeführer geltend machen - nicht häufig genutzt wird.