Citation: 7B.192/2003 12.09.2003 E. 4

Strittig ist ferner die Berücksichtigung einer Darlehensschuld sowie zahnärztlicher Kosten. Die Aufsichtsbehörde hat diese Auslagen nicht an das Existenzminimum angerechnet, da sie anlässlich der Erstellung des Pfändungsprotokolles nicht geltend gemacht wurden. Die Beschwerdeführer rügen, bei der Aufnahme des Protokolls seien diesbezüglich keine Fragen gestellt worden. Auch wenn das Betreibungsamt und die kantonale Aufsichtsbehörde die tatsächlichen Verhältnisse von Amtes wegen zu ermitteln haben, bedeutet dies nicht, dass der Schuldner von jeder Mitwirkungspflicht befreit ist (BGE 119 III 70 E. 1 S. 72; 123 III 328 E. 3 S. 329). Es obliegt ihm im Gegenteil, die Behörde über die wesentlichen Tatsachen zu unterrichten und die ihm zugänglichen Beweise anzugeben. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Aufsichtsbehörde die erst im Beschwerdeverfahren geltend gemachten Auslagen für Schuldentilgung und zahnärztliche Behandlung nicht berücksichtigt hat. Ohnehin sind bestehende Schulden gegenüber Drittgläubigern nicht zum Existenzminimum zu rechnen (Alfred Bühler, Betreibungs- und prozessrechtliches Existenzminimum, AJP 2002 S. 654; Georges Vonder Mühll, a.a.O., N. 33 zu Art. 93 SchKG).