Citation: 4A_405/2010 21.10.2010 E. 4.1

4.1.1 Was den vom Beschwerdeführer beantragten Ersatz für Haushaltschaden anbelangt, stellte die Vorinstanz gestützt auf die Ausführungen des Beschwerdeführers vor Bezirksgericht fest, es sei erstellt, dass der Beschwerdeführer zu keinem Zeitpunkt Hausarbeiten verrichtet habe und dass er - unabhängig von seinem Gesundheitszustand - weder kochen noch putzen, waschen oder Gartenarbeiten verrichten würde. Im Übrigen wäre die diesbezügliche Forderung auch abzuweisen, wenn der Beschwerdeführer nachweislich Hausarbeiten verrichtet hätte, denn er stelle für die Berechnung seines Haushaltschadens auf die SAKE-Tabelle Nr. 2 für einen Zwei-Personenhaushalt ab, ohne substanziiert darzulegen, welche Aufgaben ihm im gemeinsamen Haushalt mit seiner Mutter zugefallen wären. Dass er vor dem Unfall sogar mehr als 66 Stunden pro Monat im Haushalt geholfen habe, entspreche offensichtlich nicht den Tatsachen. Angesichts der vom Beschwerdeführer kundgegebenen ablehnenden Haltung zur Haushaltsarbeit könne nicht unbesehen der tatsächlichen Verhältnisse auf die SAKE-Tabelle abgestellt werden. Zudem sei der Beschwerdeführer, wie aus dem PKK-Gutachten hervorgehe, auch nach dem Unfall in der Lage, Einkäufe und Administrativarbeiten selbständig zu erledigen. Diesbezüglich sei von vornherein kein Schaden auszumachen. Die Forderung betreffend Haushaltschaden sei nicht hinreichend substanziiert. 4.1.2 Zur Situation ab dem Zeitpunkt, in welchem die Mutter des Beschwerdeführers die Arbeit im Haushalt nicht mehr würde erledigen können, wäre - so die Vorinstanz weiter - die Tabelle für einen Ein-Personenhaushalt einschlägig. Es gehe dabei um Mahlzeitenzubereitung, Abwaschen, Tischdecken, Einkaufen, chemische Reinigung, Putzen, Aufräumen, Waschen, Bügeln, handwerkliche Tätigkeiten, Haustiere, Pflanzenpflege, Garten sowie um administrative Tätigkeiten. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers bedeute die ihm von der SUVA und IV bescheinigte Invalidität nicht ohne Weiteres, dass diese auch seine Fähigkeit, Haushaltsarbeiten auszuführen, erfasse. Massgebend seien einzig die konkreten Auswirkungen der gesundheitlichen Beschwerden auf die Fähigkeit zur Hausarbeit. Diese sei gestützt auf die Angaben des PKK-Gutachters nach wie vor gegeben. 4.2 Der Beschwerdeführer rügt, zufolge der Beschränkung des Beweisthemas auf den Kausalzusammenhang habe er nicht damit rechnen müssen, anlässlich seiner Befragung zu seiner Haushaltstätigkeit Auskunft geben zu müssen. Nicht ordnungsgemäss erhobene Beweismittel dürften aber nicht verwendet werden. 4.3 Die Rüge ist unbegründet. Geht es darum, abzuklären, ob gesundheitliche Beeinträchtigungen bestehen, welche dem Unfall zuzuordnen sind, bedingt dies, dass zunächst erhoben wird, welche Tätigkeiten ein Geschädigter nicht mehr oder nicht mehr gleichermassen zu erledigen imstande ist, die er vor dem schädigenden Ereignis unbeeinträchtigt ausführen konnte und auch ausgeführt hat. Da der Beschwerdeführer Ersatz für Haushaltschaden forderte, muss er damit rechnen, zu seinen Aktivitäten im Haushalt vor und nach dem Unfall befragt zu werden.