Citation: 5A_407/2023 E. 5.1

5.1. Die Tochter besucht aktuell die vom Pädagogischen Zentrum G.________ geführte Tagesschule E.________, eine Sonderschule für Kinder mit komplexen Lern- und Verhaltensauffälligkeiten, die eine intensive Betreuung benötigen. Unbestritten ist, dass die Tochter einen sehr langen Schulweg auf sich nehmen muss, wenn sie beim Beschwerdegegner in U.________ wohnt. Zwar hat die Tochter anlässlich der Kindesanhörung vom 16. Januar 2023 den Schulweg mit dem Taxi als gut beschrieben, sie könne dort schlafen. Es besteht jedoch Einigkeit darüber, dass ein derart langer Schulweg auf Dauer für das Kind unzumutbar ist. Bei Beibehaltung der aktuellen Betreuungssituation drängt sich nach der Auffassung der Vorinstanzen ein Schulwechsel auf. Dieser sei in Zusammenarbeit mit der Beiständin, den involvierten Behörden, den Lehrpersonen und dem Kind sorgfältig zu planen und gut vorzubereiten. Ein abrupter Schulwechsel sei mit dem Kindeswohl nicht zu vereinbaren. Er könne frühestens per Ende Schuljahr 2022/2023 vollzogen werden.