Citation: 9C_314/2018 E. 5.1

5.1. Das Gutachten der SMAB AG orientiert sich an den Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 (vgl. E. 4.1), es ist jedoch in zweierlei Hinsicht unvollständig: Zum einen diagnostizierte der psychiatrische Experte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, und eine generalisierte Angststörung, wobei er von einer erheblichen Störung der Affektivität ausging (vgl. E. 3 und 4.3). Im Gutachten fehlt indessen eine eingehende Auseinandersetzung mit den funktionellen Einschränkungen und den Auswirkungen der Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. dazu BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; Urteile 8C_112/2018 vom 24. April 2018 E. 4.3 und 9C_273/2018 vom 28. Juni 2018 E. 4.2). Zum andern geht aus dem Gutachten hervor, dass für die Angstsymptomatik eine Überforderung am Arbeitsplatz ursächlich gewesen sei, ohne dass im Längsschnitt eine Abgrenzung der krankheitswertigen Leiden von (nicht invalidisierenden) psychosozialen Belastungsfaktoren (vgl. hierzu BGE 141 V 281 E. 3.4.2.1 S. 293; 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; Urteil 8C_14/2017 vom 15. März 2017 E. 5.3) vorgenommen wird.