Citation: 6B_221/2018 E. 2.3.1

2.3.1. Wer sein Fahrzeug in den Verkehr einfügen will, hat eine erhöhte Vorsichts- und Sorgfaltspflicht. Er hat allen auf der Strasse verkehrenden Fahrzeugen, ob sie von rechts oder links kommen, den Vortritt einzuräumen (BGE 89 IV 140 E. 2 S. 142 mit Hinweisen). Die erste Instanz, auf deren Erwägungen die Vorinstanz verweist, unterstreicht zu Recht, dass der Beschwerdeführer gegenüber den Strassenbenützern auf der Zürcherstrasse vortrittsbelastet war. Einerseits regelte das gelbe Blinklicht bei der Baustelle (nur) den Verkehr auf der Zürcherstrasse in die Richtungen Rekingen und Bad Zurzach und nicht die Situation bei der Tankstellenausfahrt gegenüber der Zürcherstrasse. Zudem mahnte es zu besonderer Vorsicht (Art. 68 Abs. 6 in Verbindung mit Art. 70 Abs. 1 lit. c der Signalisationsverordnung vom 5. September 1979 [SSV; SR 741.21]). Andererseits räumte das Handzeichen des Lastwagenfahrers dem Beschwerdeführer einzig diesem gegenüber das Recht ein, zuerst fahren zu dürfen. Andere Vortrittsberechtigte hatten dadurch nicht auf ihr Vortrittsrecht verzichtet. Diesen gegenüber war der Beschwerdeführer weiterhin vortrittsbelastet. Auf diese zutreffenden Erwägungen kann verwiesen werden (erstinstanzliches Urteil S. 9 ff.). Der Beschwerdeführer führt aus, es sei zu berücksichtigen, dass bei der Tankstellenausfahrt damals keine Haltelinie markiert gewesen sei. Sollte er daraus ein Vortrittsrecht ableiten wollen, dringt seine Argumentation nicht durch. Der Beschwerdeführer beabsichtigte, von der Tankstelle her sein Fahrzeug in den Verkehr einzufügen. Gegenüber den Fahrzeugen auf der Zürcherstrasse war er zweifelsohne nicht vortrittsberechtigt (Art. 36 Abs. 4 SVG und Art. 15 Abs. 3 VRV). Es kann auf die erstinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden (erstinstanzliches Urteil S. 10).