Citation: 9C_348/2024 E. 1.3

1.3. Anzufügen ist des Weitern, dass nichts dagegen spricht, das Parkhaus - als eines von drei zu erstellenden Gebäuden - aus kausalabgaberechtlicher Sicht isoliert zu betrachten, auch wenn baurechtlich gesehen im Regelfall der Grundsatz der Einheit der Baubewilligung zu beachten ist (vgl. Urteil 1C_348/2019 vom 27. April 2020 E. 5.3). Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin lässt sich das hier im Fokus stehende Parkhausprojekt nicht mit einer beliebigen Garage eines Wohnhauses oder einer integrierten gemeinschaftlichen Einstellhalle einer Wohnüberbauung vergleichen, die Bestandteil der jeweiligen Gebäude bilden. Vielmehr handelt es sich dabei zum einen um eine eigenständige freistehende Baute, die ein eigenes rechtliches Schicksal teilt. Anderseits deckt das Parkhaus knapp 40 % des Parkplatzbedarfs des gesamten Areals der EMPA sowie des Wasserforschungsinstituts des ETH-Bereichs (Eawag) ab, nämlich 264 von total 685 Parkplätzen (vgl. Baubewilligung vom 11. Februar 2021). Die neu errichteten Parkplätze gehen somit um ein Vielfaches über den Bedarf hinaus, den das gleichzeitig bewilligte Multifunktions- und das Laborgebäude für sich allein generieren würden. Im Gegensatz dazu werden bei einem Wohn- und/oder Bürogebäude regelmässig lediglich die für diese Nutzungen erlaubten bzw. vorgeschriebenen Parkplätze erstellt. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten, soweit sie sich gegen das Urteil der Vorinstanz richtet. Die weiteren in der Beschwerde explizit genannten Entscheide sind zwar inhaltlich mitangefochten, aber keine eigenständigen Anfechtungsobjekte (BGE 146 II 335 E. 1.1.2); diesbezüglich ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.