Citation: 4A_620/2012 E. 3.2

3.2. Einwendungen gegen die Zusammensetzung des Schiedsgerichts sind gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im frühest möglichen Zeitpunkt geltend zu machen. Die Partei, die einen Schiedsrichter ablehnen will, muss daher den Ablehnungsgrund geltend machen, sobald sie davon Kenntnis hat (BGE 136 III 605 E. 3.2.2 S. 609). Diese aus dem Prinzip von Treu und Glauben fliessende Regel, welche in R34 des TAS-Code sowie in zahlreichen anderen Schiedsreglementen (dazu GARY B. BORN, International Arbitration: Law and Practice, 2012, S. 141) ausdrücklich übernommen wurde, bezieht sich sowohl auf Ablehnungsgründe, die der Partei tatsächlich bekannt waren, als auch auf solche, von denen sie bei gehöriger Aufmerksamkeit hätte Kenntnis erlangen können (BGE 136 III 605 E. 3.2.2 S. 609; 129 III 445 E. 4.2.2.1 S. 465). Der Einwand der vorschriftswidrigen Zusammensetzung ist verwirkt, wenn er nicht unverzüglich geltend gemacht wird (BGE 136 III 605 E. 3.2.2 S. 609).