Citation: 6B_522/2015 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer beanstandet den Beizug der Akten des Zivilprozesses zwischen ihm und seiner Exfrau nicht. Sein im Zusammenhang mit diesem Verfahren stehendes Schreiben vom 4. Oktober 2010 an seine Exfrau enthält unter anderem folgende Passage: "Was Du mir im Leben schon alles an Gemeinheiten angetan hast, dafür hättest Du schon längst die Höchststrafe verdient. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Solltest Du mir wieder begegnen, dann halte Dich auf Distanz und spreche [recte: sprich] mich nie wieder an. Denn mit Deiner arroganten und provozierenden Art könnte es sonst sehr schnell zu einer Affektsituation kommen mit ungewissem Ausgang. Beispiele dazu gibt es doch schon genügend." Wenn die Vorinstanz mit der Staatsanwaltschaft schliesst, dies sei als Drohung mit einer Amoktat aufzufassen, ist dies unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden. Sie legt dar, zwar warne der Beschwerdeführer seine Exfrau, sich ihm zu nähern. Gleichzeitig erwähne er jedoch die Höchststrafe, die ja noch werden könne, und spreche mit Hinweis auf Beispiele von einer möglichen Affektsituation mit ungewissem Ausgang. Das pauschale Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe keine Amokdrohung aussprechen wollen, ansonsten es keinen Sinn gemacht hätte, das Schreiben vom 4. Oktober 2010 gleichzeitig dem Bezirksgericht Meilen zukommen zu lassen, lässt die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen. Dass eine andere Lösung oder Würdigung ebenso vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, genügt für die Annahme von Willkür nicht (BGE 139 III 334 E. 3.2.5; 138 I 49 E. 7.1; je mit Hinweisen). Soweit die Rüge des Beschwerdeführers überhaupt den qualifizierten Begründungsanforderungen (vgl. Art. 42 Abs. 2 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG) genügt, ist sie unbegründet.