Citation: 2C_1038/2017 E. 5.1

5.1. Ferner macht die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Vertrauensschutzes im Sinne von Art. 9 BV geltend. Sie ist der Auffassung, dass mehrfache Zustellungen gerade wegen Missverständnissen bezüglich des Fristenlaufs mit dem Klarheitsgebot schwer zu vereinbaren seien und Behörden allfällige Unklarheiten gegen sich gelten lassen müssten. Zudem stellt sie sich auf den Standpunkt, dass förmliche, mit einer vorbehaltlosen Rechtsmittelbelehrung versehene Zustellungen mittels eingeschriebener Postsendungen ein besonderes Vertrauen in die Wirksamkeit dieser Zustellung schaffen würden, wenn gleichzeitig formlose Zustellungen erfolgten. Daher habe sie sich darauf verlassen dürfen, dass die erste mittels Einschreiben versandte Verfügung fristauslösend sei. Es hätten keine Anzeichen dafür gegeben, dass die später aufgegebene Sendung, welche lediglich mittels "A-Plus-Post" versandt wurde, die allein fristauslösende sei, zumal die zweite Sendung auch nicht mit einer anderen Rechtsmittelbelehrung versehen war.