Citation: 1C_590/2023 E. 4.2

4.2. Zur Frage, ob die Antennen Nrn. 7-9 mit der im Standortdatenblatt angegebenen Sendeleistung sinnvoll betrieben werden könnten, führte die Vorinstanz aus, dies sei Sache der Beschwerdegegnerin und sei für die Beurteilung nicht massgeblich. Auch das BAFU hält in seiner Vernehmlassung fest, es sei Aufgabe der Mobilfunkbetreiberin zu beurteilen, welche Sendeleistungen funktechnisch sinnvoll seien. Immerhin seien auf der Übersichtskarte des BAKOM kleine Mobilfunksenderstandorte (mit Sendeleistungen von 6 bis 500 W ERP) dargestellt, wobei diese Werte für einen ganzen Sektor und nicht nur für eine Antenne gälten. In jedem Fall dürfe eine Anlage nur auf der Grundlage des bewilligten Standortdatenblatts betrieben werden. Der bewilligungskonforme Betrieb werde durch die Vollzugsbehörden überwacht. Dies entspricht der ständigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung und ist nicht zu beanstanden: Für den rechnerischen Nachweis der Einhaltung der AGW ist grundsätzlich nicht die technisch mögliche maximale Sendeleistung einer Antenne, sondern die im Standortdatenblatt beantragte Sendeleistung massgeblich, deren Einhaltung durch die Einbindung der Mobilfunkanlagen in ein Qualitätssicherungssystem (QS-System) sowie durch Abnahme- und Kontrollmessungen sichergestellt wird (grundlegend Urteile 1A.57/2006 vom 6. September 2006 E. 5, publ. in: URP 2006 S. 821 und ZBl 108/2007 S. 453; 1C_148/2007 vom 15. Januar 2008 E. 3).