Citation: 4A_368/2020 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführerin wendet sich nicht gegen die vorinstanzliche Feststellung, dass die SIA-Norm 118 kraft Globalübernahme Vertragsbestandteil wurde. Indem sie - wie bereits im Berufungsverfahren - vorbringt, es sei anzunehmen, der "Jurist C.B.________" habe den Werkvertrag wie auch die SIA-Norm 118 genau studiert, erachtet sie jedoch die Erfüllung der zweiten Voraussetzung für die Anwendbarkeit der Ungewöhnlichkeitsregel, das Vorliegen einer schwächeren oder geschäftsunerfahrenen Partei, als nicht gegeben. Dabei übersieht die Beschwerdeführerin jedoch, dass die Vorinstanz dieses Vorbringen als nicht rechtzeitig vorgebracht qualifizierte und deshalb unbeachtet liess (siehe die vorinstanzliche E. II/3b). Indem die Beschwerdeführerin diese Behauptung vor Bundesgericht wiederholt, ohne jedoch den Entscheid der Vorinstanz in diesem Punkt zu beanstanden, genügt sie den Rügeanforderungen nicht (vgl. E. 1.1 hiervor). Insofern vermag die Beschwerdeführerin nicht darzutun, dass die Ungewöhnlichkeitsregel vorliegend keine Geltung erlangen würde und die Vorinstanz zu Unrecht Art. 154 Abs. 3 SIA-Norm 118 für nicht anwendbar erklärte.