Citation: 9C_507/2020 E. 3.2.1

3.2.1. Der Versicherte bringt zu Unrecht vor, die Vorinstanz habe (wie bereits zuvor die IV-Stelle) von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen. Denn entscheidend ist, dass sich die SMAB-Gutachter an den normativen Vorgaben von BGE 141 V 281 orientierten. Die in der Beschwerde erhobene Behauptung, im Gutachten werde nur ausgeführt, dass eine chronische Schmerzstörung alleine in der Regel zu keiner dauernden oder zu Invalidität führenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führe, trifft denn auch nicht zu: Die Gutachter setzten sich unter Ziff. 4.3 ff. mit den konkreten funktionellen Auswirkungen der Störung anhand der Indikatoren auseinander, wobei sie insbesondere auch beim Versicherten vorliegende leistungshindernde äussere Belastungsfaktoren und Kompensationspotentiale (Ressourcen) berücksichtigten, so dass ihre Einschätzung eine schlüssige Beurteilung des tatsächlichen Leistungsvermögens im Lichte der Indikatoren erlaubte. Der Beschwerdeführer legt nicht (substanziiert) dar und es ist nicht ersichtlich, welche Faktoren darin zu wenig Berücksichtigung gefunden haben sollen. Die Vorinstanz verletzte kein Bundesrecht, wenn sie davon ausging, das SMAB-Gutachten vom 29. März 2019 genüge den Anforderungen der neusten Rechtsprechung, und der darin attestierten Arbeitsunfähigkeit folgte, ohne dass sie eine unzulässige (BGE 144 V 50 E. 4.3 S. 54) juristische Parallelüberprüfung vorgenommen hätte. Im Übrigen kann eine Indikatorenprüfung von vornherein zu keiner höheren als der ärztlich festgestellten Arbeitsunfähigkeit führen (vgl. Urteil 8C_783/2019 vom 14. April 2020 E. 4.1.4 mit Hinweisen).