Citation: 8C_75/2024 E. 6.2

6.2. Im vorliegenden Kontext braucht nicht beantwortet zu werden, ob der Beschwerdeführer bezüglich seiner Plattformtätigkeit in Telearbeit sozialversicherungsrechtlich als selbstständig oder als unselbstständig Erwerbender zu betrachten ist, wie die Vorinstanz ohne Bundesrecht zu verletzen bereits erkannt hat. Auf die diesbezüglichen Vorbringen in der Beschwerde ist nicht weiter einzugehen. Damit ist die Frage, ob ein tatsächlicher Lohnfluss nachgewiesen ist oder nicht, hier nicht massgebend und nicht weiter zu prüfen. Es kann deshalb auch offen gelassen werden, ob die neu eingereichten Unterlagen zu den Saläreingängen auf dem Bankkonto des Beschwerdeführers novenrechtlich überhaupt zulässig sind (Art. 99 Abs. 1 BGG). Eine Gehörsverletzung durch die Vorinstanz ist nicht auszumachen. Ohnehin stellt das Vorliegen eines Arbeitsvertrages keine Voraussetzung für die Anerkennung der Arbeitnehmereigenschaft im Sinne von Art. 1a UVG dar. Das UVG schliesst im Interesse eines umfassenden Versicherungsschutzes auch Personen ein, deren Tätigkeit mangels Erwerbsabsicht nicht als Arbeitnehmertätigkeit einzustufen wäre, wie beispielsweise Volontär- oder Praktikantenverhältnisse, bei welchen der für ein eigentliches Arbeitsverhältnis typische Lohn in der Regel weder vereinbart noch üblich ist. Wo die unselbstständige Tätigkeit ihrer Natur nach nicht auf die Erzielung eines Einkommens, sondern auf Ausbildung gerichtet ist, kann eine Lohnabrede somit kein ausschlaggebendes Kriterium für oder gegen den Unfallversicherungsschutz sein. Von der obligatorischen Unfallversicherung werden somit auch Tätigkeiten erfasst, die die Begriffsmerkmale des Arbeitnehmers nicht vollumfänglich erfüllen (BGE 147 V 268 E. 4.3).