Citation: C 205/02 12.02.2003 E. A

Die 1971 geborene N.________, gelernte Coiffeuse und Mutter zweier Kinder (Jahrgänge 1992 und 1994), war ab 17. August 2000 bis 27. April 2001 als Aushilfe in einem befristeten Arbeitsverhältnis bei der Post, Paketzentrum/ Produktion, Y.________ tätig, wobei der Beschäftigungsgrad vom Bedarf der Arbeitgeberin abhing und zwischen 56 % und 95 % schwankte. Am 9. April 2001 meldete sich N.________ zur Arbeitsvermittlung ab 30. April 2001 an und stellte ab 1. Mai 2001 Antrag auf Arbeitslosenentschädigung bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse des Kantons Aargau. Gegenüber dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Baden gab sie an, eine Vollzeitstelle im Dienstleistungsbereich oder als Hilfsarbeiterin, Betriebsarbeiterin oder Raumpflegerin, Arbeitsform Nachtarbeit, zu suchen. Vom 3. bis 28. September 2001 besuchte N.________ eine arbeitsmarktliche Massnahme (Standortbestimmung für Fremdsprachige), jeweils vormittags und an sechs Nachmittagen nach Absprache. Mit Schreiben vom 3. Oktober 2001 lud das RAV die Versicherte zu einem obligatorischen Vorstellungstag am 8. Oktober 2001 ein zwecks Abklärung ihrer Einsatzmöglichkeiten im Beschäftigungsprogramm Wendepunkt, welche Massnahme vom 17. Oktober 2001 bis 16. April 2002 dauern sollte. Diese berufliche Massnahme wurde per 14. November 2001 vorzeitig abgebrochen, da N.________ ab 17. Oktober bis 1. November 2001 zu 100 % und ab 2. bis 30. November 2001 zu 50 % krank geschrieben war. Ab 3. Oktober 2001 erzielte N.________ bei der P.________ GmbH, im Rahmen eines jeweils nachmittags gearbeiteten, rund 50 %igen Pensums einen Zwischenverdienst. Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 6. Dezember 2001 bejahte das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) des Kantons Aargau, welches vom RAV zur Überprüfung der Vermittlungsfähigkeit beigezogen worden war, aufgrund der nur vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit die Vermittlungsfähigkeit von N.________ ab 9. April 2001 für eine Vollzeitstelle. Am 12. Februar 2002 wies das RAV N.________ erneut an, an einem Beschäftigungsprogramm der Stiftung Wendepunkt teilzunehmen, welches vom 18. Februar bis 17. August 2002, jeweils vormittags, dauern sollte. Nachdem N.________ mitgeteilt hatte, es sei ihr nicht möglich, dieses Beschäftigungsprogramm zu absolvieren, da sie morgens jeweils ihre beiden Kinder versorgen müsse, überwies das RAV die Angelegenheit am 19. Februar 2002 erneut dem AWA zur Überprüfung der Vermittlungsfähigkeit. Auf dessen Aufforderung hin reichte N.________ am 25. Februar 2002 eine Obhutserklärung ein, gemäss welcher ihr Mann, der bei der Bianchi AG arbeite, seit ca. 1 ½ Jahren montags bis freitags jeweils ab 13.00 Uhr die Kinder betreuen könne. Mit Verfügung vom 28. März 2002 stellte das AWA fest, die generelle Vermittlungsfähigkeit von N.________ werde ab dem 30. April 2001 auf 50 % einer Vollzeitbeschäftigung reduziert. Gleichzeitig lud es die Öffentliche Arbeitslosenkasse ein, die Versicherungsleistungen für die Monate April 2001 bis März 2002 neu zu berechnen und eine etwaige, zuviel ausgerichtete Arbeitslosenentschädigung zurückzufordern.