Citation: U 445/04 11.07.2005 E. A

P.________, geboren 1952, stammt aus dem Kosovo, ist verheiratet und Vater von sechs Kindern (geboren 1977, 1978, 1983, 1985, 1990 und 1995). In seinem Heimatland arbeitete er auf dem elterlichen Bauernhof. 1990 reiste er als Saisonnier in die Schweiz ein, wo er anfänglich in den Kantonen Wallis und Waadt als Hilfsarbeiter in Bau- und Landwirtschaftsbetrieben erwerbstätig war. 1998 folgte ihm seine Ehefrau in die Schweiz nach. Seit 1. April 1994 arbeitete er im Betrieb X._______ und war in dieser Eigenschaft obligatorisch bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Allianz oder Beschwerdegegnerin; vormals: Berner Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft) gegen Unfälle und Berufskrankheiten versichert. Am 22. Juli 1994 zog er sich beim Melken der Kühe rechts eine komplexe Fussverletzung mit einer undislozierten Malleolarfraktur Typ B der Fibula sowie einer Syndesmosenverletzung bei zusätzlicher Basisfraktur der Metatarsalia II-IV zu. Seither blieb er ständig mindestens teilarbeitsunfähig (seit Sommer 1997 zwischen 50 % und 100 %). Die Allianz anerkannte ihre Leistungspflicht, kam für die Heilbehandlung auf und richtete Taggelder aus. Nach einer Osteosynthese und einer Naht der Syndesmose (am 23. Juli 1994 im Spital Z.________), einer Osteosythesematerialentfernung (am 5. September 1994 im gleichen Spital), einer Revision der Peroneussehnen bei nicht bestätigtem Verdacht auf Luxation derselben (am 13. Oktober 1995 in demselben Spital) sowie einer Bandplastik nach Watson-Jones bei fibulo-talarer und fibulo-calcanearer Bandinsuffizienz am rechten Fuss (am 12. August 1997 im Spital Q._______) stellte die Allianz per 11. Dezember 1997 sämtliche Leistungen aus dem Unfallereignis vom 22. Juli 1994 ein und sprach dem Versicherten eine Integritätsentschädigung auf Grund einer Integritätseinbusse von 10 % (Fr. 9720.-) zu (Verfügung vom 20. Januar 1998). Auf Einsprache des P.________ hin hob die Allianz diese Verfügung auf (Einspracheentscheid vom 1. Februar 2000, Dispositiv-Ziffer 2) und anerkannte bis auf weiteres ihre gesetzliche Leistungspflicht. Nach einer fünften Operation (Revision mit Resektion der Peroneussehne bei Teilruptur der Peroneus brevis Sehne mit Einklemmen derselben im retromalleolären Tunnel am 3. August 1999 im Spital F._______), welche nach Angaben des Versicherten zu einer Verschlechterung seines Gesundheitszustandes geführt hat, meldete er sich am 20. März 2000 bei der IV-Stelle Bern zum Leistungsbezug an. Gestützt auf die medizinischen Abklärungsergebnisse der Invalidenversicherung sprach ihm die IV-Stelle Bern befristet für die Dauer vom 1. März bis 31. Dezember 1999 - bei einem Invaliditätsgrad von 10 % ab 1. Januar 2000 - eine halbe Invalidenrente (IV-Verfügung vom 13. Juni 2001) zu. Daraufhin gewährte die Allianz P.________ mit Schreiben vom 3. Mai 2001 das rechtliche Gehör, stellte mit Verfügung vom 25. Juni 2001 sämtliche Leistungen aus dem Unfall vom 22. Juli 1994 ab 1. Januar 2000 ein und verzichtete auf eine Rückforderung der bereits bis zum 31. Januar 2001 erbrachten Taggelder. Im Rahmen des Einspracheverfahrens wurde das polydisziplinäre Gutachten des Spitals Y._______ vom 15. Juni 2003 (nachfolgend: Gutachten) erstellt. Mit Einspracheentscheid vom 3. Oktober 2003 hielt die Allianz an der angefochtenen Verfügung fest.