Citation: 6B_1138/2017 E. 2.3.1

2.3.1. Nach Ansicht des Beschwerdeführers verstösst die Vorinstanz bei der Beweiswürdigung gegen die Grundsätze der Aussagepsychologie. So habe der Detaillierungsgrad der Aussagen der Beschwerdegegnerin mit der Zeit abgenommen, was als Phantasiesignal zu deuten sei. Ihre Aussagen seien nicht konstant, teilweise skurril und lebensfremd. Bei den angeblich erwähnten "fragmentarischen Gesprächen" handle es sich lediglich um floskelhafte Ausführungen. Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden. Dass die Antworten der Beschwerdegegnerin an der Hauptverhandlung weniger detailliert ausfielen als im Vorverfahren, lässt die vorinstanzliche Aussagewürdigung nicht als willkürlich erscheinen. Dies könnte auch damit zusammenhängen, dass an der Hauptverhandlung eine weniger ausführliche Befragung vorgenommen wurde. Die Behauptung des Beschwerdeführers, dass die Beschwerdegegnerin an der Hauptverhandlung nichts mehr vom Einführen eines Fingers in ihre Vagina berichtet habe, ist zudem aktenwidrig (act. 490 Z. 24). Weiter ist nicht ersichtlich, inwiefern es lebensfremd sein soll, dass es teilweise mehrmals täglich zu Übergriffen gekommen sei. Dass die Übergriffe auch in der leeren Wanne stattgefunden haben sollen, mag zwar merkwürdig klingen. Da die Übergriffe jedoch stets unter dem Vorwand des Badens geschahen, ist auch dies erklärbar. Indem der Beschwerdeführer behauptet, bei den von der Vorinstanz erwähnten Nebensächlichkeiten handle es sich nicht um Realkennzeichen im Sinne der Aussagepsychologie, da nur solche Umstände darunter fallen würden, die mit der Tat nicht in unmittelbarem Zusammenhang stünden, betreibt er Augenwischerei. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin Detailangaben machte und Nebensächlichkeiten erwähnte. Sie verletzt damit die Grundsätze der Aussagepsychologie nicht. Ebenfalls nicht zutreffend ist die Behauptung des Beschwerdeführers, die von der Beschwerdegegnerin geschilderten Gefühle hätten keinen Erlebnishintergrund und könnten von jeder erwachsenen Frau in dieser Form geschildert werden. Die Vorinstanz verweist auf Einvernahmestellen, wo die Beschwerdegegnerin beschreibt, wie sie Angst hatte und vom Beschwerdeführer unter Druck gesetzt wurde. Er habe ihr zudem weismachen wollen, dass sie etwas Schönes täten. Weiter habe sie angegeben, nach den Übergriffen Schmerzen an der Vagina gehabt zu haben. Inwiefern diese Aussagen keinen Kontext aufweisen sollten, ist nicht ersichtlich. Indem die Vorinstanz schliesslich von Gesprächsfragmenten spricht, welche die Beschwerdegegnerin wiedergegeben habe, bringt sie unmissverständlich zum Ausdruck, dass es sich gerade nicht um ganze Dialoge handelt. Auch in diesem Zusammenhang ist keine willkürliche Sachverhaltsfeststellung ersichtlich.