Citation: 7B_1083/2024 E. 4.5.2

4.5.2. Wenn der Beschwerdeführer die Bedeutung des Verhaltens im Strafvollzug bei der Beurteilung der bedingten Entlassung zu relativieren versucht, kann ihm nicht zugestimmt werden. Das Verhalten im Strafvollzug ist gemäss dem klaren Wortlaut von Art. 86 Abs. 1 StGB bei der Beurteilung der bedingten Entlassung zu berücksichtigen (vgl. oben E. 4.2.1). Zwar bezeichnete das Bundesgericht bereits als fraglich, ob das Verhalten während des Vollzugs überhaupt noch ein selbständiges Entscheidungskriterium oder bloss ein Umstand sei, der bei der Gesamtwürdigung zu berücksichtigen sei (vgl. BGE 125 IV 113 E. 2a; 124 IV 193 E. 3; 119 IV 5 E. 1a/aa mit Hinweisen). Daraus kann jedoch nicht gefolgert werden, dass dem Verhalten im Strafvollzug bei der Beurteilung der bedingten Entlassung keinerlei Bedeutung beizumessen wäre. Vielmehr muss das Verhalten der gefangenen Person während des Strafvollzugs im Rahmen der Gesamtwürdigung bei der Beurteilung der Prognose über das künftige Wohlverhalten (mit) berücksichtigt werden (vgl. oben E. 4.2.2). Der Beschwerdeführer setzt sich in seiner Beschwerde mit den vorinstanzlichen Ausführungen betreffend sein Verhalten im Strafvollzug nicht rechtsgenüglich auseinander (Art. 42 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 148 IV 205 E. 2.6; 146 IV 297 E. 1.2). Wenn er seine Verfehlungen im Strafvollzug als "rein gefängnisinterne Probleme" zu bagatellisieren versucht, vermag er nicht darzulegen, dass und inwiefern die vorinstanzliche Feststellung, wonach er kaum in der Lage ist, sich an Regeln und die Hausordnungen zu halten, schlechterdings unhaltbar oder sonst bundesrechtswidrig sein soll. Dies ist im Übrigen unter Berücksichtigung der Anzahl der erfolgten Disziplinarmassnahmen aufgrund des Verhaltens des Beschwerdeführers im Strafvollzug nicht ersichtlich. Soweit der Beschwerdeführer kritisiert, dass er während seiner Vollzugszeit mehrmals verlegt worden sei, erweist sich die Kritik als unberechtigt. Die Verlegungen gründeten gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) im provozierenden, aggressiven und grenzüberschreitenden Verhalten des Beschwerdeführers. Dass er mehrmals verlegt werden musste, ist nicht den Vollzugseinrichtungen anzulasten. Wenn der Beschwerdeführer diesbezüglich ausführt, diese "Probleme" seien gerade und ausschliesslich aufgrund der Inhaftierung entstanden, erschöpft sich der Einwand in einer appellatorischen Kritik. Darauf ist nicht einzutreten. Wenn der Beschwerdeführer vor Bundesgericht die Begründung der ablehnenden Verfügung des VBD kritisiert, äussert er sich ausserhalb des vorliegenden Verfahrensgegenstands (Art. 80 Abs. 1 BGG). Darauf ist nicht einzutreten (vgl. Urteil 7B_611/2024 vom 13. November 2024 E. 1.2.1 mit Hinweis). Insoweit der Beschwerdeführer der Vorinstanz vorwirft, sie habe "zu wenig" berücksichtigt, dass sich sein Verhalten im vergangenen Jahr klar verbessert habe, vermag er mit seiner Kritik nicht durchzudringen. Laut den vorinstanzlichen Feststellungen (Art. 105 Abs. 1 BGG) wurde der Beschwerdeführer seit Mitte April 2024 fünf Mal diszipliniert. Angesichts dessen kann von einer "klaren Besserung" seines Verhaltens im Strafvollzug keine Rede sein.