Citation: U 210/05 23.03.2006 E. A

Die 1976 geborene A.________ arbeitete seit dem 6. September 1999 als Kleinkind-Erzieherin an der Kindertagesstätte G.________ der Stadt X.________ und war in dieser Eigenschaft bei der Berner Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft (heute Allianz Suisse Versicherungen, nachfolgend Allianz) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 26. Februar 2001 erlitt sie einen Verkehrsunfall, als ein entgegenkommender Personenwagen ins Schleudern geriet, sich um 180 Grad drehte und auf der Fahrbahn der Versicherten stehen blieb. Diese konnte ihr Fahrzeug nicht rechtzeitig abbremsen und kollidierte mit dem Heck des anderen Personenwagens. Der noch am Unfalltag wegen Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen aufgesuchte Dr. med. W.________ diagnostizierte ein Distorsionstrauma der Halswirbelsäule (HWS) und verordnete das Tragen einer Schanz-Krawatte, die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten sowie Physiotherapie. Dr. med. W.________ attestierte der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 100 % vom 26. bis 28. Februar 2001 und von 50 % vom 1. bis 4. März 2001. Am 3. April 2001 wurde die Versicherte erneut Opfer eines Verkehrsunfalls, als sie mit ihrem Personenwagen an einer Stoppstrasse wartete und das nachfolgende Fahrzeug auf das Heck ihres Wagens auffuhr. Der am Folgetag aufgesuchte Dr. med. W.________ diagnostizierte wiederum ein HWS-Distorsionstrauma, verordnete Eisapplikationen, das Tragen eines Halskragens nach Bedarf sowie physiotherapeutische Massnahmen und attestierte eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 50 % vom 4. bis 18. April 2001 und im Umfang von 25 % ab 19. April 2001. Im Juni 2001 verschlechterte sich der Gesundheitszustand der Versicherten. Dr. med. W.________ bestätigte wegen wechselnden Beschwerden vor allem im Kopf-Nackenbereich und im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS) ab 5. Juni 2001 eine volle Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres. Die Versicherte wurde in der Folge durch Dr. med. Y.________ rheumatologisch abgeklärt. Dieser stellte die Diagnose einer schwergradigen konstitutionellen Bandlaxität mit Hypermotilitätssyndrom (Bericht vom 9. Juli 2001). Vom 12. bis 27. September 2001 weilte die Versicherte wegen progredienter Schwäche und schmerzhaften Parästhesien im linken Bein im Spital Z.________ (Diagnose: multifokale Encephalo-Myelopathie unklarer Genese sowie eine schwergradige, konstitutionelle Bandlaxität mit Hypermotilitätssyndrom). Nach Selbsteinweisung erfolgte vom 13. bis 20. November 2001 ein weiterer Aufenthalt im Spital Z.________ (Diagnose: unklare neurologische Ausfallsymptomatik bei Verdacht auf dissoziative Störung [Differenzialdiagnose: Encephalo-Myelopathie ungeklärter Aetiologie] sowie schwergradige, konstitutionelle Bandlaxität mit Hypermotilitätssyndrom). Vom 10. November bis 19. Dezember 2001 hielt sich die Versicherte zur stationären Behandlung in der Klinik I.________ auf. Die Allianz anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten und Taggeld). In der Folge holte die Allianz technische Unfallanalysen der Unfälle vom 26. Februar und 3. April 2001 ein und ordnete eine polydisziplinäre Begutachtung der Versicherten durch die Fachklinik für Neurologische Rehabilitation im Zentrum B.________ (RZL) an (Gutachten vom 12. März 2003; nachfolgend: RZL-Gutachten). Mit Verfügung vom 19. August 2003 stellte die Allianz die Versicherungsleistungen rückwirkend per 30. Juni 2001 mangels eines adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen den Unfallereignissen vom 26. Februar und 3. April 2001 und den anhaltenden Gesundheitsbeschwerden ein. Die dagegen erhobene Einsprache hiess die Allianz insofern teilweise gut, als die Leistungseinstellung auf den 31. März 2003 festgelegt wurde (Einspracheentscheid vom 27. April 2004).