Citation: 6A.70/2006 17.03.2007 E. 3

Die Verwaltungsbehörde ist grundsätzlich an die Tatsachenfeststellungen des rechtskräftigen Strafentscheids gebunden (BGE 123 II 97 E. 3c/aa; 121 II 214 E. 3a). Der Beschwerdeführer legt in seiner Beschwerde nicht dar, dass die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt hätte. Das Bundesgericht ist deshalb an den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt gebunden (Art. 104 lit. b i.V.m. Art. 105 Abs. 2 OG). Angesichts des mit übersetzter Geschwindigkeit durchgeführten Überholmanövers von zwei Personenwagen vor einer nicht überblickbaren Linkskurve lässt sich ohne weiteres eine erhöhte abstrakte Gefährdung annehmen. Insoweit ist die vorinstanzliche Entscheidung zu korrigieren, als die blosse abstrakte Gefahrschaffung (angefochtenes Urteil S. 5) nicht genügt. Ein Führerausweisentzug setzt eine konkrete oder jedenfalls erhöhte abstrakte Gefährdung anderer Personen voraus, wobei eine erhöhte abstrakte Gefahr bei der naheliegenden Möglichkeit einer konkreten Gefährdung oder Verletzung anzunehmen ist (BGE 6A.19/2006 vom 16. Mai 2006, E. 2). Im Ergebnis verletzt die Annahme einer mittelschweren Widerhandlung im Sinne von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG kein Bundesrecht. Die Entzugsdauer von einem Monat darf als gesetzliche Mindestentzugsdauer (Art. 16b Abs. 2 lit. a SVG) nicht unterschritten werden (Art. 16 Abs. 3 SVG; BGE 132 II 234 E. 3.2). Es kann auf das angefochtene Urteil verwiesen werden (Art. 36a OG).