Citation: 2C_271/2007 12.11.2007 E. 2

2.1 Nach Art. 10 Abs. 1 ANAG kann ein Ausländer ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde (lit. a) oder wenn sein Verhalten im Allgemeinen und seine Handlungen darauf schliessen lassen, dass er nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich in die im Gaststaat geltende Ordnung einzufügen (lit. b). 2.2 Der Beschwerdeführer ist wiederholt straffällig geworden und wurde deshalb gerichtlich mit insgesamt 3½ Jahren Gefängnis und mit zahlreichen Bussen bestraft. Damit ist der Ausweisungsgrund gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG gegeben. Dass der Beschwerdeführer vorwiegend Straftaten begangen hat, die nicht als Verbrechen oder Vergehen zu qualifizieren sind, ändert daran nichts. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat er sich sodann nicht nur eines Verbrechens oder Vergehens schuldig gemacht, sondern neben seiner Verurteilung wegen mehrfacher vollendeter versuchter vorsätzlicher Tötung wurde er auch wegen zweier Vergehen verurteilt, nämlich 1995 wegen Drohung sowie 2004 wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln. 2.3 Was den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG betrifft, ist dieser gemäss Art. 16 Abs. 2 ANAV namentlich gegeben bei schweren oder wiederholten Verstössen gegen gesetzliche Vorschriften oder behördliche Verfügungen, bei fortgesetzter böswilliger oder liederlicher Nichterfüllung der öffentlichrechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen sowie bei sonstiger Liederlichkeit oder Arbeitsscheu. Das Verwaltungsgericht hat erwogen, dass die zahlreichen Verurteilungen des Beschwerdeführers in der Zeit von 1994 bis 2004 vorwiegend wegen SVG-Delikten im Bereich der Kleinkriminalität liegen und - jede für sich isoliert betrachtet - nicht stark ins Gewicht fallen würden. Neun Strafverfügungen innerhalb gerade einer Dekade zeugten allerdings von einer gewissen Unbelehrbarkeit des Beschwerdeführers. Der Beschwerdeführer erscheine nicht willens oder fähig, sich in die geltende Ordnung einzufügen. Diese Beurteilung ist nicht zu beanstanden. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers dürfen die wiederholten Verurteilungen nicht bagatellisiert werden, zeigen diese doch, dass er Mühe hat, sich rechtskonform zu verhalten. Hinzu kommt, dass gegen den Beschwerdeführer laut Betreibungsregisterauszug vom 15. Februar 2002 in der Zeit vom 15. Februar 2001 bis zum 15. Februar 2006 24 Betreibungen im Betrag von insgesamt Fr. 26'605.40 vorlagen. Zudem bestanden für die Zeit vom 1. Januar 1993 bis zum 15. Februar 2002 offene Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 13'989.75. Entgegen den Vorbringen in der Beschwerdeschrift kann bei dieser Sachlage nicht die Rede davon sein, der Beschwerdeführer "stehe wirtschaftlich auf gesunden Beinen". Vielmehr weist er eine stetig zunehmende schwere Verschuldung auf, die auf einer fortgesetzten liederlichen Nichterfüllung öffentlich- und privatrechtlicher Verpflichtungen beruht, die schon für sich allein einen Ausweisungsgrund bildet. Der Schluss der Vorinstanz, der Beschwerdeführer erfülle auch den Ausweisungsgrund nach Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG, ist daher nicht bundesrechtswidrig. 2.4 Die Ausweisungsgründe von Art. 10 Abs. 1 lit. a und lit. b ANAG sind somit erfüllt. Es bleibt zu prüfen, ob sich die Ausweisung als verhältnismässig erweist.