Citation: 5A_644/2013 E. 2.2

2.2. Zivilstandsereignisse (z.B. Geburt, Tod usw.) können im Ausland eintreten. Das Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht vom 18. Dezember 1987 (IPRG; SR 291) sieht vor, dass eine ausländische Entscheidung oder Urkunde über den Zivilstand aufgrund einer Verfügung der kantonalen Aufsichtsbehörde in die Zivilstandsregister eingetragen wird (Art. 32 Abs. 1 IPRG). Die Aufsichtsbehörde prüft materiell, ob die Voraussetzungen der Art. 25-27 IPRG erfüllt sind (Art. 32 Abs. 2 IPRG), und formell, ob eine Eintragung im Zivilstandsregister nach den schweizerischen Grundsätzen über die Registerführung erfolgen kann (vgl. VOLKEN, Zürcher Kommentar, 2004, N. 18. ff. zu Art. 32 IPRG). Die Regelung in Art. 32 IPRG ist auf Personen zugeschnitten, deren Zivilstand in der Schweiz registriert ist, d.h. zur Hauptsache auf schweizerische Staatsangehörige. Denn im Ausland eingetretene Zivilstandsereignisse, die eine ausländische Person betreffen, haben in der Regel keine Eintragung im Zivilstandsregister zur Folge, ausser die ausländische Person habe eine zivilstandswesentliche Beziehung zur Schweiz (vgl. BUCHER, Commentaire romand, 2011, N. 1 zu Art. 32 IPRG).