Citation: 6B_1128/2023 E. 2.4.2

2.4.2. Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzlichen Erwägungen vorbringt, verfängt nicht. Die von ihm begangenen Delikte stellen zwar unstrittig keine solchen gegen Leib und Leben dar. Die Vorinstanz legt jedoch im Einzelnen und nachvollziehbar dar, dass und weshalb es sich bei den von ihm begangenen Taten in der Kumulation um schwerwiegende Delikte und damit einhergehend um eine schwere Störung der öffentlichen Ordnung handelt. Darauf kann zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen werden (oben E. 2.3 bzw. angefochtenes Urteil E. 3.5.1 S. 21 ff.). Namentlich erwähnt die Vorinstanz in diesem Zusammenhang zu Recht, dass der Beschwerdeführer nach der Hehlerei im Jahr 2016 während nicht einmal eines Jahres an insgesamt 39 Diebstählen mitgewirkt hat, davon fünf Mal in Kombination mit Hausfriedensbruch. Überdies verweist sie zutreffend auf das Deliktsgut in Höhe von insgesamt ca. Fr. 110'000.-- sowie den Umstand, dass es in 17 Fällen gleichzeitig zu Sachbeschädigungen gekommen ist. Dass die Vorinstanz bei dieser Ausgangslage zum Schluss gelangt, es lägen in ihrer Kumulation schwerwiegende Delikte und damit einhergehend eine schwere Störung der öffentlichen Ordnung vor, ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden (vgl. hierzu Urteil 6B_883/2021 vom 4. November 2022 E. 1.5.1 und 1.5.3). Daran ändert nichts, dass es sich "vorliegend um weniger als die Hälfte der Deliktsumme aus dem zitierten Bundesgerichtsentscheid und um deliktisches Verhalten während einer viel kürzeren Zeitspanne" handelt (Beschwerde S. 3 mit Hinweis auf das Urteil 6B_883/2021 a.a.O.). Im Gegenteil erhellt aus der kurzen Zeitspanne gerade, wie intensiv sich die deliktische Delinquenz des Beschwerdeführers gestaltete. Die Schwere seiner Taten findet im Übrigen (auch) in der erstinstanzlich ausgefällten und von ihm unangefochtenen gebliebenen Sanktion von 24 Monaten Freiheitsstrafe (zuzüglich einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 120.--) ihren Ausdruck. Um annehmen zu dürfen, dass die öffentliche Ordnung weiterhin gefährdet bleibt, genügt vor dem Hintergrund des Gesagten und im Lichte der vorerwähnten ständigen Rechtsprechung für die Anordnung einer aufenthaltsbeendenden Massnahme im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA auch ein geringes, aber tatsächlich vorhandenes Rückfallrisiko. Bei der dargelegten Ausgangslage bestehen keine allzu hohen Anforderungen an die Wahrscheinlichkeit einer künftigen Straffälligkeit (vgl. oben E. 2.2 sowie Urteile 6B_134/2021 vom 20. Juni 2022 E. 5.6; 6B_149/2021 vom 3. Februar 2022 E. 2.7.2; 2C_529/2019 vom 31. Oktober 2019 E. 5.2.2). Diese sind, wie die Vorinstanz zutreffend erkennt, vorliegend erfüllt. Auch darauf kann verwiesen werden (oben E. 2.3 bzw. angefochtenes Urteil E. 3.5.1 S. 19 ff.). Wohl ist dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (vgl. Urteil 6B_205/2023 vom 17. August 2023 E. 1.4.3) Vorstrafen für die Beurteilung der Rückfallgefahr von erheblicher Bedeutung sind. Entgegen seiner Ansicht (Beschwerde S. 4) verkennt die Vorinstanz jedoch weder, dass er nicht vorbestraft ist (so ausdrücklich angefochtenes Urteil E. 3.5.1 S. 20), noch behauptet sie tatsachenwidrig, er habe im Jahr 2016 bereits ein strafwürdiges Verhalten an den Tag gelegt; vielmehr wurde der Beschwerdeführer im Rahmen des vorliegenden Verfahrens rechtskräftig der Hehlerei, begangen im Jahr 2016, schuldig erklärt. Zu Recht führt die Vorinstanz aus, dass der Beschwerdeführer mit den sich auf eine Vielzahl von Einzelfällen und über mehrere Monate erstreckenden kriminellen Aktivitäten seine generelle Bereitschaft bzw. Neigung zur Delinquenz zum Ausdruck gebracht und im Vergleich zur bereits im Jahr 2016 begangenen Hehlerei noch deutlich gesteigert hat. Dass die Vorinstanz vor diesem Hintergrund erwägt, bereits dies indiziere "eine gewisse Rückfallgefahr", ist nicht zu beanstanden. Ebensowenig kann gesagt werden, sie berücksichtige die Hehlerei damit doppelt, wie der Beschwerdeführer geltend macht. Entgegen seinen weiteren Ausführungen begründet die Vorinstanz das Rückfallrisiko sodann auch nicht "ausschliesslich mit der Hehlerei aus dem Jahre 2016" (so aber Beschwerde S. 4). Vielmehr verweist sie zusätzlich und zutreffend darauf, dass die finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers jederzeit gesichert waren, die Corona-Epidemie ebenfalls keine taugliche Erklärung für die Diebstähle liefert und deshalb davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer auch ohne besonderen Anlass schnell bereit ist, bei strafbaren Tätigkeiten mitzumachen. Mit diesen vorinstanzlichen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer nicht begründet auseinander (Art. 42 Abs. 2 BGG). Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer vor dem Hintergrund des Gesagten schliesslich, soweit er unter Hinweis auf das Rechtsgleichheitsgebot gemäss Art. 8 BV geltend macht, der vorliegende Fall sei in gleicher Weise zu entscheiden wie der Sachverhalt im Urteil 6B_205/2023 vom 17. August 2023. In jenem Verfahren schloss der Beschuldigte innert zwei Monaten insgesamt zwölf Reiseversicherungen ab, buchte im Anschluss daran verschiedene Reisen, ohne diese antreten zu wollen, stornierte diese Reisen sodann, machte Schadensmeldungen für denselben Schaden an die verschiedenen Versicherungsgesellschaften und reichte dabei echte oder gefälschte Stornobestätigungen bzw. Arztzeugnisse ein. Nachdem eine erste Versicherung ihm auf die Schliche gekommen und ein Strafverfahren eingeleitet worden war, revozierte er sofort und diskussionslos sämtliche ausstehenden Schadenforderungen und leitete sogleich auch die Rückerstattung bereits erhaltener Zahlungen in die Wege. Sodann ergab sich im Urteilszeitpunkt hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten "eine völlig andere Ausgangslage", indem dieser neu (d.h. anders als noch im Moment der Deliktsbegehung) über eine Festanstellung verfügte und ein überdurchschnittliches Einkommen erzielte. Vor diesem Hintergrund verneinte das Bundesgericht mit der Vorinstanz eine realistische Rückfallgefahr (Urteil 6B_205/2023 vom 17. August 2023 E. 1.4.6). Die vorliegende Konstellation unterscheidet sich davon grundlegend. Nicht nur erstreckte sich die deliktische Tätigkeit des Beschwerdeführers wie dargelegt über mehrere Phasen (2016 und 2020). Vielmehr verfügte er gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz "ab Einreise und auch wieder seit seiner Haftentlassung nahezu ununterbrochen über anständig bezahlte Temporär- bzw. Fixstellen auf dem Bau" (angefochtenes Urteil E. 3.5.1 S. 19 f.). Nichtsdestotrotz hat er sich des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls strafbar gemacht. Wenn die Vorinstanz vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die weiteren genannten Umstände (zumindest) ein geringes, aber tatsächlich vorhandenes Rückfallrisiko bejaht, ist dies nicht zu beanstanden.