Citation: 2C_346/2022 E. 3.3

3.3. Zur Anwendung der vorangehenden Grundsätze muss die zuständige Behörde den schulischen Bedarf des Kindes im Rahmen einer umfassenden Beurteilung ermitteln und gestützt darauf die (am besten) geeigneten sonderpädagogischen Massnahmen festlegen (Urteil 2C_817/2021 vom 24. Juni 2022 E. 6.6; vgl. ferner BGE 141 I 9 E. 5.3.4; 145 I 142 E. 7.6). Das Sonderpädagogik-Kondordat sieht in dieser Hinsicht vor, dass die Ermittlung des individuellen Bedarfs im Rahmen eines standardisierten Abklärungsverfahrens zu erfolgen hat (Art. 6 Abs. 3 Sonderpädagogik-Kondordat; vgl. Urteil 2C_817/2021 vom 24. Juni 2022 E. 6.3). Dieses dient als Entscheidungsgrundlage für die Anordnung verstärkter individueller Massnahmen und wurde im Auftrag der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren ausgearbeitet (vgl. Standardisiertes Abklärungsverfahren [SAV], Instrument des Sonderpädagogik-Konkordats als Entscheidungsgrundlage für die Anordnung verstärkter individueller Massnahmen, Bern 2014, <https://www.edk. ch/de/themen/sonderpaedagogik> [zuletzt besucht am 15. Dezember 2022] [nachfolgend: Handreichung betreffend Standardisiertes Abklärungsverfahren]). Gemäss Art. 6 Abs. 4 des Sonderpädagogik-Konkordats ist zudem die Zweckmässigkeit der angeordneten Massnahmen periodisch zu überprüfen.