Citation: 8C_96/2015 E. 3.3.1

3.3.1. Der Versicherte bringt bezüglich des Hörverlusts im Wesentlichen vor, laut BGE 117 V 71 E. 3c/aa S. 81 sei der Anhang 3 zur UVV in der Militärversicherung nicht anwendbar. Sein Integritätsschaden sei daher nicht gemäss der SUVA-Tabelle 12, Integritätsschäden bei Schädigung des Gehörs, zu bestimmen. Deren Kriterien bildeten die Schädigung der körperlichen Integrität nach Art. 48 MVG nicht korrekt ab. Die Tabelle sei wissenschaftlich veraltet. Sie lasse die Schädigung bei Frequenzen über 4000 Hz ausser Betracht; diese seien für das Sprachverständnis von grösster Wichtigkeit, weil sie Zischlaute repräsentierten. Das Fehlen der Hörfähigkeit in diesem Bereich wirke sich insbesondere in lärmiger Umgebung aus. Knalltraumen führten - wie bei ihm ersichtlich - zu einer Schädigung der hohen Frequenzen zwischen 4000 und 8000 Hz. Hörschäden träten erfahrungsgemäss zuerst im Hochtonbereich oberhalb 4000 Hz auf und äusserten sich häufig in einer C5-Senke bei einer Frequenz von 6000 Hz, die für das Hören eminent wichtig sei. Die SUVA-Tabelle 12 bewirke eine rechtsungleiche Anwendung von Art. 48 Abs. 1 MVG. Knalltraumaopfer würden von einer Entschädigung praktisch vollständig ausgeschlossen. Welche gravierenden Auswirkungen diese Integritätsschäden hätten, werde mit der vorinstanzlich aufgelegten Audio-CD am Beispiel seines Hörvermögens dargestellt. Die Bewertung könne nicht gleichmacherisch vorgenommen werden und sei auf eine neue Basis nach Art. 48 MVG und Art. 10 Abs. 2 BV zu stellen.