Citation: 2C_532/2017 E. 6.1

6.1. Das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 19. April 2017 ist aufzuheben und dem Beschwerdeführer seine Niederlassungsbewilligung zu belassen. Im Hinblick auf sein früheres Verhalten gebietet es sich indessen als mildere Massnahme, ihn formell ausländerrechtlich zu verwarnen (Art. 96 Abs. 2 AuG), zumal dies bisher nicht geschehen ist. In der Regel soll bei jungen Erwachsenen, welche die Schulen - zumindest teilweise - hier absolviert haben und im Familiennachzug ins Land gekommen sind, im Hinblick auf die mit dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung verbundenen weitreichenden Konsequenzen in der Regel zuerst eine ausländerrechtliche Verwarnung ausgesprochen werden, wenn die Straffälligkeit nicht von besonders schwerwiegender Natur ist, was hier im Hinblick auf die Einmaligkeit und die besonderen Umstände der Vorkommnisse in der Nacht vom 22. Februar 2014 nicht der Fall war. Sollte der Beschwerdeführer entgegen den Erwartungen in Zukunft indessen zu weiteren namhaften Klagen Anlass geben, hat er trotz seiner langen Anwesenheit und seiner Sozialisierung in der Schweiz mit einem sofortigen Widerruf der Bewilligung zu rechnen (vgl. die Urteile 2C_116/2017 vom 3. Oktober 2017 E. 5.1; 2C_126/2017 vom 7. September 2017 E. 6.6 und 2C_846/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 4, je mit Hinweisen).