Citation: 2P.66/2003 19.03.2003 E. 2

Hiergegen hat die evangelisch-reformierte Lukas Kirchgemeinde Brig-Glis und Umgebung am 13. März 2003 staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht mit dem Antrag, den Nichteintretensentscheid des Kantonsgerichts Wallis aufzuheben. Dieses Rechtsmittel ist indessen offensichtlich unzulässig: Die staatsrechtliche Beschwerde ist zum Schutz der Träger verfassungsmässiger Rechte gegen Übergriffe der Staatsgewalt bestimmt. Solche Rechte stehen grundsätzlich nur dem Bürger zu, nicht aber dem Gemeinwesen als Inhaber hoheitlicher Gewalt. Öffentlichrechtliche Korporationen - wie Kantone und Gemeinden oder ihre Behörden - können gegen Akte anderer Staatsorgane, die sie als Träger hoheitlicher Befugnisse treffen, somit in der Regel nicht staatsrechtliche Beschwerde führen (BGE 121 I 218 E. 2a S. 219, mit Hinweisen). Eine Ausnahme besteht nur insofern, als sie sich gegen eine Verletzung ihrer durch das kantonale Recht gewährleisteten Autonomie oder Bestandesgarantie zur Wehr setzen (für die Kirchgemeinden: BGE 108 Ia 82 E. 1a S. 84 f.; 264 E. 3b S. 268). Die Beschwerdeführerin beruft sich indessen nicht auf ihre Autonomie, die bei Interessenkonflikten zwischen einander gleichgeordneten Rechtssubjekten auch nicht zum Zuge kommen könnte (BGE 119 Ia 214 E. 3b S. 219, mit Hinweisen), sondern sie macht geltend, vorliegend "als Privatperson" betroffen zu sein. Voraussetzung dafür, dass öffentlichrechtliche Körperschaften wie Private zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert sind, ist jedoch, dass sie nicht hoheitlich handeln, sich auf dem Boden des Privatrechts bewegen oder sonst wie als dem Bürger gleichgeordnete Rechtssubjekte auftreten und durch den angefochtenen Akt wie eine Privatperson betroffen werden (BGE 120 Ia 95 E. 1a S. 97, mit Hinweisen). Dies ist vorliegend offensichtlich nicht der Fall, dreht es sich doch um einen Streit zwischen zwei öffentlichrechtlichen Körperschaften über die Verteilung von Kosten für öffentliche Aufgaben. Bezüglich der hier masslich umstrittenen Verpflichtung der Einwohnergemeinde zur subsidiären Tragung der Kultusausgaben tritt die Beschwerdeführerin in ihrer Eigenschaft als Trägerin hoheitlicher Befugnisse auf. Mithin ist sie, soweit nicht eine Verletzung ihrer Autonomie oder Bestandesgarantie in Frage steht, nicht zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert. Auf ihre Eingabe ist im vereinfachten Verfahren nach Art.36a OG nicht einzutreten, ohne dass Akten oder eine Vernehmlassung eingeholt werden müssten.