Citation: 6B_1341/2017 E. A

Am 5. Dezember 2014 trafen sich X.________ und Y.________ in Zollikofen mit B.________, A.________ und C.________. Letzterer pflegte sowohl zu B.________ als auch zu X.________ ein freundschaftliches Verhältnis und hatte dieses Treffen organisiert, um die zwischen den beiden bestehenden Probleme zu lösen. Während B.________ sich im Hintergrund hielt, kam es zwischen den vier anderen Männern relativ schnell zum Streit. Dabei gerieten einerseits C.________ und X.________ und andererseits Y.________ und A.________ nicht nur verbal, sondern auch tätlich aneinander. Laut Anklagevorwurf hätten sich C.________ und X.________ gegenseitig gepackt und seien schliesslich auf der Strasse gelandet, wo sie beide auch zu Boden gegangen seien. Fast gleichzeitig habe A.________ Y.________ einen Faustschlag ins Gesicht verpasst, so dass Letzterer rückwärts gegen einen Zaun gefallen sei. Aus dieser Position habe Y.________ eine Waffe (mutmasslich einen Revolver) behändigt. Darauf sei A.________ sofort zu ihm gegangen, um seine Hände zu ergreifen und ihn am Schiessen zu hindern. In diesem Handgemenge, in dem A.________ Y.________ am Arm festgehalten habe, habe dieser mindestens einmal sehr nahe am Kopf von A.________ vorbeigeschossen. Nachdem X.________ diesen Schuss gehört habe, habe er ebenfalls eine Feuerwaffe behändigt, eine Ladebewegung gemacht, sich in die Richtung von Y.________ und A.________ umgedreht und unvermittelt zunächst aus einer Distanz von ca. acht bis zehn Metern ein erstes Mal in Richtung von A.________ geschossen, wobei er die Waffe gegen den Boden bzw. die Beine von A.________ gerichtet gehabt habe. Während X.________ auf diese Weise drei Schüsse abgegeben habe, sei er auf A.________ zugelaufen. Dabei habe er diesen mit einem Schuss in den Oberschenkel getroffen, wobei A.________ einen Durchschuss erlitten habe.