Citation: 8C_396/2020 E. 5.1.2

5.1.2. Inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben sollte, indem sie die Anordnung medizinischer Abklärungen erst nach dem Vorliegen des Strafurteils des Bezirksgerichts C.________ vom 20. Oktober 2016 unbeanstandet liess, ist unter den gegebenen Umständen somit nicht zu erkennen. Insbesondere lagen entgegen den Einwänden des Beschwerdeführers erst damit verwertbare Erkenntnisse zu dem auch die IV-Stelle interessierenden Sachverhalt vor. Gegen dieses Urteil wurden indessen Berufung und Anschlussberufung erhoben. Es ist nicht zu beanstanden, dass gemäss Vorinstanz nach der Erstattung des Gutachtens vom 19. Januar 2018 zusätzlich noch die Rechtskraft des Strafurteils mit Abschreibungsbeschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 19. April 2018 (nach Rückzug der Berufung durch den Beschwerdeführer) abgewartet werden durfte. Gleiches gilt insoweit, als ihrer Auffassung nach zudem zu berücksichtigen war, dass erst im Anschluss daran noch eine ergänzende Stellungnahme der SMAB-Gutachter nachgefordert wurde. Diese Rückfrage sei unter Beachtung des Fristenstillstandes im Sommer 2018 gemäss Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG noch rechtzeitig, das heisst innert angemessener Frist erfolgt. Insgesamt sei mit der Ankündigung der Rentenaufhebung im Vorbescheid vom 12. Oktober 2018, zwei Monate nach Eingang der Ergänzung des Gutachtens durch die SMAB-Ärzte, die für die prozessuale Revision zu beachtende 90-tägige Frist eingehalten worden. Nach dem kantonalen Gericht war dabei im Ergebnis auch in Betracht zu ziehen, dass selbst eine Einleitung der medizinischen Abklärungen erst nach Vorliegen des rechtskräftigen Strafurteils zulässig gewesen wäre. Eine Verletzung der bundesrechtlichen Regeln über die bei Anhaltspunkten für neue erhebliche Tatsachen innert angemessener Frist einzuleitenden medizinischen Abklärungen und die nach sicherer Kenntnis zu beachtende 90-tägige Revisionsfrist ist nicht erkennbar.