Citation: 2C_864/2021 E. 4.2

4.2. Nachdem die Steuerverwaltung die selbständige Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers trotz Verlusten seit 2011 bis zur Steuerperiode 2015 noch anerkannt oder zumindest nicht hinterfragt hatte, haben die kantonalen Instanzen der beruflichen Tätigkeit des Beschwerdeführers für die Steuerperioden vom 1. bis am 28. Januar und vom 29. Januar bis am 31. Dezember 2016 den Charakter einer selbständigen Erwerbstätigkeit abgesprochen, weil es sowohl an der objektiven Gewinngeeignetheit als auch an der subjektiven Gewinnerzielungsabsicht gefehlt habe. Für diese Beurteilung hat sich die Vorinstanz schwergewichtig auf die negative Entwicklung des Umsatzes nach dem Jahr 2010 gestützt, wobei sie auch die (etwas bessere) Entwicklung in den Folgejahren 2017 und 2018 berücksichtigt hat. Zugunsten des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz gewürdigt, dass er auch die Kosten habe senken können. Allerdings genüge es für die Annahme einer Gewinnerzielungsabsicht nicht, wenn der Steuerpflichtige lediglich Verluste reduzieren oder vermeiden wolle. Weiter hat die Vorinstanz berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer über erhebliche Renten- und Wertschrifteneinkünfte verfüge, mit denen er seinen Lebensunterhalt finanziere.