Citation: 5A_323/2013 E. 5.5

5.5. "Besonders unpassend" findet die Beschwerdeführerin schliesslich, dass das Schriftstück vom 7. Januar 2007 auch den Beschwerdegegner 2 begünstige. Nicht nur habe die Erblasserin ihn "nicht besonders" gemocht, auch habe er "keinen Bezug" zum Reitsport gehabt. Im Falle einer Scheidung könne der Beschwerdegegner 2 das erhaltene Legat behalten. Damit würden die entsprechenden Gelder dem Reitstall entzogen. Dies könne nicht die Absicht der Erblasserin gewesen sein, wenn sie mit der streitigen Verfügung zusätzliche Mittel für die Weiterführung des Reitstalls habe zusprechen wollen. Weil sie "in keiner Weise" in das System der Verfügungen der Erblasserin passe, sei die Begünstigung des Beschwerdegegners 2 ein "ganz gewichtiges Argument dagegen", dass die Erblasserin am 7. Januar 2007 einen Testierwillen gehabt habe. Auch mit diesen Vorbringen vermag die Beschwerdeführerin das vorinstanzliche Auslegungsergebnis nicht in Zweifel zu ziehen. Über den Wert der Liegenschaften in E.________ lassen sich dem angefochtenen Entscheid keine Feststellungen entnehmen. Daran stört sich die Beschwerdeführerin offensichtlich nicht. Ebenso wenig behauptet sie, dass die Vermögenswerte, die mit der streitigen Zuwendung der Beschwerdegegnerin 1 allein zufliessen, für eine "dauerhafte Sicherstellung des Reitstalls" nicht ausreichen würden. Im Gegenteil stellt sie sich auf den Standpunkt, schon mit dem Vermächtnis von 2 Mio. Franken aus dem öffentlichen Testament vom 16. März 2006 habe die Beschwerdegegnerin 1 "genügend Mittel für den Betrieb des Reitstalls". Steht aber nicht fest, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmass die Begünstigung des Beschwerdegegners 2 die Weiterführung des Reitstalls in Frage stellt, so kann entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin auch nicht gesagt werden, sie mache "überhaupt keinen Sinn".