Citation: 2C_148/2021 E. 3.3

3.3. Was die dritte von den Beschwerdeführern aufgeworfene Rechtsfrage anbelangt, hat das Bundesgericht in BGE 146 II 150 eingehend dargelegt, wie die ESTV vorzugehen hat, wenn sie konkrete Anzeichen dafür erkennt, dass der ersuchende Staat übermittelte Informationen für abkommensfremde Zwecke einsetzen wird (a.a.O., E. 7.5; demnach ist der ersuchte Staat dann aufgrund des völkerrechtlichen Grundsatzes von Treu und Glauben verpflichtet, sich an den ersuchenden Staat zu wenden und diesen anzuhalten, die Einhaltung seiner völkerrechtlichen Verpflichtungen zuzusichern). Die Vorinstanz erkannte für den vorliegenden Fall keine "konkreten Anzeichen" für eine drohende zweckwidrige Verwendung der ersuchten Informationen, und verwies in diesem Zusammenhang auf die ausdrückliche Bestätigung der indischen Steuerbehörden, dass sich die Verwendung der ersuchten Informationen auf "purposes permitted in the agreement which forms the basis for the request" beschränken werde (vgl. E. 3.3 des angefochtenen Urteils). Diese Würdigung erscheint nachvollziehbar. Hinzu kommt, dass die von den indischen Behörden abgegebene Erklärung gemessen an BGE 146 II 150 (a.a.O., E. 7.6) auch klarerweise den Anforderungen an eine Zusicherung Genüge tun würde, was freilich nur dann von Belang wäre, wenn überhaupt konkrete Anzeichen für eine drohende zweckwidrige Verwendung bestünden. Die von den Beschwerdeführern gestellte Rechtsfrage erschöpft sich so oder anders darin, die Anwendung der Leitsätze von BGE 146 II 150 auf den vorliegenden Einzelfall in Frage zu stellen. Eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ist hierin nicht zu erkennen (vgl. E. 3.1 hiervor).