Citation: 1C_380/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz stellte fest, im Rahmen einer Strafuntersuchung gegen C.________und D.________ wegen Sachentziehung seien am 15. Dezember 2020 anlässlich einer Hausdurchsuchung in den Räumlichkeiten der Beschwerdeführerin 13 Bundesordner, verschiedene Akten und ein USB-Stick sichergestellt worden. Der an der Hausdurchsuchung anwesende D.________ habe - mit Ausnahme von drei Ordnern - die Siegelung verlangt. Das Zwangsmassnahmengericht habe das Gesuch der Staatsanwaltschaft um Entsiegelung und Durchsuchung der gesiegelten Dokumente, Unterlagen, Schriftstücke und Datenträger am 26. Januar 2021 gutgeheissen und festgehalten, dass die gesiegelten Unterlagen und Datenträger nach Eintritt der Rechtskraft der Staatsanwaltschaft zur Durchsuchung und weiteren Verwendung in der laufenden Strafuntersuchung freigegeben würden. Auf die dagegen von C.________und D.________ erhobenen Beschwerden in Strafsachen sei das Bundesgericht mit Urteil 1B_109/2021, 1B_190/2021 vom 29. April 2021 nicht eingetreten. In der Folge seien die fraglichen Siegel gebrochen, die Sicherstellungen durchsucht und die Ermittlungen weitergeführt worden. Weiter erwog die Vorinstanz, der Beschwerdeführerin wäre es möglich gewesen, gegen den Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 26. Januar 2021 Beschwerde beim Bundesgericht zu erheben und eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör zu rügen, zumal C.________und D.________ seit Jahren die einzigen Verwaltungsräte der Beschwerdeführerin seien (je mit Einzelunterschrift) und nach wie vor für diese zeichneten. Dies habe die Beschwerdeführerin jedoch unterlassen. Stattdessen hätten C.________und D.________ als Privatpersonen (und nicht als Vertreter der Beschwerdeführerin) Beschwerden an das Bundesgericht erhoben, auf die nicht eingetreten worden sei. Die Beschwerdeführerin ihrerseits habe am 9. Juli 2021 Beschwerde beim Obergericht erhoben und beantragt, es sei festzustellen, dass die Entsiegelung zu Unrecht erfolgt sei bzw. dass die Akten weder ausgewertet noch beschlagnahmt hätten werden dürfen und demzufolge gemäss Art. 248 Abs. 2 StPO zurückzugeben seien. Das Obergericht sei auf diese Beschwerde mangels eines aktuellen (eigenen) Rechtsschutzinteresses der Beschwerdeführerin nicht eingetreten. Dass der Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 26. Januar 2021 nicht auf dem Rechtsmittelweg überprüft worden sei, habe die Beschwerdeführerin selber zu vertreten.