Citation: 6B_1273/2021 E. 5.3.1

5.3.1. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, die Vorinstanz gewichte im Rahmen der Tatkomponente erschwerend, dass er die kognitive Beeinträchtigung der Beschwerdegegnerin 2 und das in ihn gesetzte Vertrauen ausgenutzt habe. Beide Umstände habe die Vorinstanz jedoch bereits herangezogen, um die im Rahmen von Art. 190 Abs. 1 StGB erforderliche tatsituative Zwangssituation zu bejahen; damit berücksichtige sie tatbestandsbegründende Umstände erneut bei der Strafzumessung und verstosse gegen das Doppelverwertungsverbot. Die Vorinstanz führt aus, das vom Beschwerdeführer eingesetzte Nötigungsmittel sei gemessen an allen denkbaren Nötigungsmitteln als verhältnismässig mild zu qualifizieren; er habe von der Beschwerdegegnerin 2 abgelassen, als diese über Schmerzen bei der Penetration geklagt habe. Er sei denn auch nicht in ihr zum Samenerguss gekommen. Weiter erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe die kognitive Beeinträchtigung der Beschwerdegegnerin 2 und das in ihn gesetzte Vertrauen zwar schamlos ausgenutzt; jedoch würden keine Anzeichen dafür vorliegen, dass sie aufgrund des Vorfalls in physischer oder psychischer Hinsicht nachhaltig Schaden genommen hätte. In Anbetracht dessen sei die objektive Tatschwere insgesamt im oberen Bereich des untersten Drittels anzusiedeln und als gerade noch leicht zu qualifizieren (angefochtenes Urteil S. 45). Mit seinen Ausführungen vermag der Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich begründet darzutun (Art. 42 Abs. 2 BGG) und es ist im Übrigen auch nicht ersichtlich, inwieweit die Vorinstanz die Elemente der kognitiven Beeinträchtigung sowie des ausgenutzten Vertrauens bei der Tatkomponente überhaupt straferhöhend berücksichtigt haben soll. Im Übrigen verstösst es nicht gegen das Doppelverwertungsverbot, bestimmte Umstände, welche Tatbestandsmerkmale oder gesetzliche Qualifikationsgründe darstellen, bei der Strafzumessung straferhöhend zu berücksichtigen; denn das Ausmass solcher Umstände kann mehr oder weniger gross sein (vgl. Urteile 6B_1225/2019 vom 8. April 2020 E. 2.3.3; 6B_596/2012 vom 25. April 2013 E. 5.4 mit Hinweis). Damit ist weder begründet dargetan noch ersichtlich, inwieweit die Vorinstanz mit Bezug auf die beiden vorgebrachten Elemente gegen das Doppelverwertungsverbot verstossen haben soll.