Citation: 5A_157/2022 E. 3.5.3

3.5.3. Die Beschwerdeführerin bezieht sich mitunter auf eine angeblich übermässige Pfändung aus dem Jahr 2020, die nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist. Die behaupteten Mängel finden weder im angefochtenen Urteil noch in begründeten Sachverhaltsrügen eine hinreichende Stütze, womit sich diese einer Beurteilung durch das Bundesgericht entziehen. Soweit sich die Vorbringen auf die im Verfahren 5A_821/2021 angefochtene Pfändung beziehen, kann eine rechtswidrige Ausübung des Ermessens auch nicht damit begründet werden, dass das Betreibungsamt die Zuschläge bei der Berechnung des Existenzminimums vorerst nicht mehr berücksichtigte und von der Beschwerdeführerin erwartete, diese aus den ihr für den Grundbedarf zustehenden Mitteln zu bezahlen und sich anschliessend gegen Vorlage der Belege beim Betreibungsamt entschädigen zu lassen (Urteile 5A_146/2015, a.a.O., E. 4.4; 5A_266/2014, a.a.O., E. 8.2.3). Zudem hat die Vorinstanz auch festgestellt, der Beschwerdeführerin stünde neben dem Grundbetrag und den berücksichtigten Zuschlägen ein Betrag in der Höhe von Fr. 290.-- hierfür zur Verfügung zu. Die Anwendung dieser Praxis führt entgegen dem überspitzten Einwand der Beschwerdeführerin nicht dazu, dass das Betreibungsamt "alles bis auf einen Betrag von Fr. 0.-- pfänden könnte". Die Beschwerdeführerin geht nicht hinreichend darauf ein, inwiefern es ihr unter diesen Umständen nicht hätte möglich sein sollen, die Mittel koordiniert einzusetzen und mit den erlangten Belegen eine Revision der Einkommenspfändung zu verlangen, wie es vom Betreibungsamt auch in Aussicht gestellt wurde. Einzig einzuwenden, dass die geltend gemachten Kosten in einem Monat den Betrag von Fr. 290.-- übersteigen, reicht für die Begründung einer rechtswidrigen Ermessensausübung nicht aus.