Citation: I 672/01 03.07.2002 E. 4

4.- Streitig ist, ob sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise im Zeitraum zwischen dem Erlass der beiden Verfügungen vom 3. Januar 1996 und 3. Mai 2001 geändert hat. a) Zunächst ist zu prüfen, ob die IV-Stelle den Gesundheitszustand ausreichend abgeklärt hat. aa) Gemäss den der Revisionsverfügung vom 3. Januar 1996 zugrunde gelegten Berichten der Dres. med. R.________ und B.________ bestanden diagnostisch eine angeborene Debilität, chronische Weichteilschmerzen OSG medial links bei Status nach Distorsion im Jahre 1993 und Status nach tiefer Beinvenenthrombose und Lungenembolie im Jahre 1993. Dr. med. B.________ schätzte die Arbeitsunfähigkeit, in Berücksichtigung der Ausführungen des Rheumatologen Dr. med. R.________, als Schwesternhilfe auf 75 %. Die IV-Stelle beurteilte die Beschwerdeführerin im Erwerbsbereich als vollständig arbeitsunfähig und gestützt auf den Abklärungsbericht im Haushaltbereich als zu 48 % beeinträchtigt. bb) Im Bericht vom 18. August 2000, welcher der Verfügung vom 3. Mai 2001 zugrunde liegt, bestätigte Dr. med. L.________ die Diagnosen der Dres. med. R.________ und B.________. Den allgemeinen Befund gab er als unverändert an und verwies auf seinen von der IV-Stelle eingeholten Bericht vom 19. März 1998. Darin führte er aus, dass die Belastungsschmerzen im linken Sprunggelenk auch beim Tragen des zur Stabilisierung des linken Fusses orthopädisch angepassten Schuhs persistierten. Weitere medizinische Abklärungen hielt er nicht als notwendig. In der Rubrik Bemerkungen führte er aus, dass die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit schwer falle. Gemäss seiner Einschätzung sei eine 75%ige Arbeitsunfähigkeit, wie in den Unterlagen vermerkt, übertrieben, sie liege eher bei 30 bis höchstens 50 %. Möglicherweise sei dahingehend eine nochmalige Beurteilung sinnvoll. Die Arbeitsunfähigkeit werde eventuell eher durch die Debilität mitbegründet. b) Die Abklärungen der IV-Stelle sind ungenügend. Die Versicherte hatte im Fragebogen der IV-Stelle betreffend Revision der Invalidenrente/Hilflosenentschädigung vom 30. Juni 2000 auf eine Verschlimmerung der Beschwerden und neu auf Nackenprobleme, verursacht durch einen Verkehrsunfall vom 3. November 1999, hingewiesen und dies mit einem Arztzeugnis des Dr. med. L.________ vom 5. November 1999 belegt. Die IV-Stelle hat daraufhin keine Abklärungen getroffen und insbesondere Dr. med. L.________ dazu keine konkreten Fragen gestellt, sondern ausschliesslich auf die früheren Arztberichte verwiesen. Es ist deshalb unklar, ob sich der ärztliche Bericht des Dr. med. L.________ vom 18. August 2000 auch ohne besondere Erwähnung auf die Nackenprobleme bezog. Nachdem die Beschwerdeführerin im Vorbescheidverfahren einlässlich dargelegt hat, dass sie seit dem Verkehrsunfall vom 3. November 1999 an Nackenbeschwerden, Kopfschmerzen und Schwindelgefühlen leide, wäre die IV-Stelle verpflichtet gewesen, Abklärungen zu treffen, nicht zuletzt weil die erwähnten Symptome dem typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas entsprechen könnten (BGE 119 V 335 ff.). Weitere Abklärungen hätten sich zudem aufgedrängt, weil die Beschwerdeführerin mehrere Male Beschwerden in der Hüfte erwähnte, indessen in den ärztlichen Berichten keine Befunde verzeichnet sind. Die Unterlassung entsprechender Abklärungen stellt eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes und damit des Bundesrechts dar. Die Sache ist an die Verwaltung zurückzuweisen, damit sie die erforderlichen medizinischen Untersuchungen veranlasse und danach die allfälligen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und die Haushaltsführung prüfe.