Citation: 1C_566/2014 E. A

Das Amtsgericht Böblingen in Deutschland verurteilte A.________ am 23. Juli 2007 wegen mehrfachem Verstoss gegen das Tierschutzgesetz. Mit Urteil vom 2. August 2007 verurteilte ihn das Amtsgericht München wegen mehrfacher Tierquälerei und unerlaubtem Waffenbesitz. Am 2. Dezember 2011 fällte das Amtsgericht München gestützt auf diese beiden Urteile eine Gesamtfreiheitsstrafe von 14 Monaten aus. In einem weiteren gegen A.________ in Deutschland geführten Strafverfahren erliess das Amtsgericht Ebersberg am 30. September 2013 einen Haftbefehl. Dem Angeklagten werde vorgeworfen, gemeinschaftlich handelnd 81 Wirbeltieren länger anhaltende erhebliche Schmerzen oder Leiden zugefügt zu haben und davon drei ohne vernünftigen Grund getötet zu haben. Mit Schreiben vom 28. April 2014 ersuchte das Bayerische Staatsministerium der Justiz die Schweiz gestützt auf die erwähnten Entscheide um Auslieferung. A.________, der deutscher Staatsangehöriger sei, wohne offenbar zurzeit in Zug. Am 14. Mai 2014 wurde A.________ durch die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug zum Auslieferungsersuchen befragt. Er erklärte, mit einer vereinfachten Auslieferung nicht einverstanden zu sein und machte geltend, als Attaché der Delegation von Sierra Leone bei der UNESCO Immunität zu geniessen. Das Bundesamt für Justiz (BJ) unterbreitete die Frage der Immunität dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Dieses bestätigte mit Schreiben vom 19. Mai 2014, dass A.________ in der Schweiz keine Immunität geniesse. Mit Entscheid vom 26. Juni 2014 bewilligte das BJ die Auslieferung von A.________ an Deutschland für die dem Ersuchen zugrunde liegenden Straftaten. Eine dagegen von A.________ erhobene Beschwerde wies das Bundesstrafgericht mit Entscheid vom 12. November 2014 ab, soweit es darauf eintrat.