Citation: 2C_163/2014 E. 4.2

4.2. Die Sicherstellung der Qualität der Revisionsdienstleistungen ist der eigentliche Grund für den Erlass des RAG (Art. 1 Abs. 2 RAG; Botschaft des Bundesrates zur Änderung des Obligationenrechts [Revisionspflicht im Gesellschaftsrecht] sowie zum Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren vom 23. Juni 2004, BBl 2004 3979). Die überragende Bedeutung der Qualität der Revisionsdienstleistungen kommt insbesondere in der Anforderung an staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen zum Ausdruck, sichso zu organisieren, dass die fachliche Qualität und die interne Kontrolle der einzelnen Revisionsdienstleistungen dauernd gewährleistet sind (Art. 12 Abs. 1 und 2 RAG; WALTER/SANWALD, a.a.O., S. 457, 459 ff.). Das Gesetz gibt die Gewährleistung der Qualität der zu erbringenden Revisionsdienstleistung als Ziel vor und definiert in Art. 12 Abs. 3 RAG in nicht abschliessender Weise einzelne mandatsbezogene Massnahmen, die zur Erreichung dieses Ziels zu implementieren sind ( RAMPINI/ROHDE, Basler Kommentar zum Revisionsaufsichtsgesetz, 2011, N. 9 zu Art. 12 RAG). Es lässt keinen Zweifel aufkommen über ihren Stellenwert, die hohen Anforderungen und die Pflicht, die notwendigen Massnahmen zu ihrer Gewährleistung zu erlassen, was den Rechtsunterworfenen ein danach ausgerichtetes Verhalten ermöglicht. Nicht mehr gewährleistet ist die fachliche Qualität bei der Erbringung einer Revisionsdienstleistung insbesondere dann, wenn eine nachweisbare und so schwerwiegende berufliche Fehlleistung vorliegt, dass weiteres Fehlverhalten in der Zukunft als wahrscheinlich erachtet werden muss (zur vergleichbaren Anforderung an die fachlich einwandfreie Ausübung der bankenrechtlichen Geschäftstätigkeit Urteil 2A.230/1999 vom 2. Februar 2000 E. 5; BODMER/KLEINER, in: Kommentar zum Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen, Lieferung 2014, N. 181 und 186 zu Art. 3 BankG [Ausgabe April 2005]).