Citation: 1P.541/2000 25.01.2001 E. 1

1.-Die staatsrechtliche Beschwerde ist binnen 30 Tagen, von der nach dem kantonalen Recht massgebenden Eröffnung oder Mitteilung des angefochtenen Entscheides an gerechnet, dem Bundesgericht schriftlich einzureichen (Art. 89 Abs. 1 OG). Es fragt sich, ob diese Frist im vorliegenden Fall eingehalten wurde. Das Urteil wurde dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bereits am 17. Mai 2000 (Versanddatum) zugestellt, am 5. Juli 2000 erfolgte die polizeiliche Zustellung an den Beschwerdeführer; die Beschwerde wurde am 5. September 2000 eingereicht (vgl. auch Art. 34 Abs. 1 lit. b OG). Nach Luzerner StPO ist das schriftliche Urteil "dem Angeklagten" zuzustellen; der Verteidiger erhält lediglich eine "Orientierungskopie" (§ 188 Abs. 1 und 2 StPO/LU; s. auch § 186 Abs. 5 und 6 StPO/LU). Auch im angefochtenen Entscheid (S. 23, Ziff. 6) wird ausdrücklich die Zustellung an den Verteidiger "in Orientierungskopie" vermerkt. Die Eröffnung des Urteils dürfte somit mit der Zustellung an den Beschwerdeführer erfolgt und folglich die Frist zur Einreichung der staatsrechtlichen Beschwerde gewahrt sein. Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, braucht die Frage nicht abschliessend beurteilt zu werden.