Citation: 6B_243/2024 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz führt aus, der Beschwerdeführer habe bei zwei Gelegenheiten einen Diebstahl in Verbindung mit einem Hausfriedensbruch und damit zweimal eine Katalogtat nach Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB begangen, weshalb grundsätzlich eine Landesverweisung auszusprechen sei. Sie weist weiter darauf hin, dass der Beschwerdeführer im Frühjahr 2022 die Schweiz auf Weisung der Migrationsbehörden verlassen habe und gegen ihn zudem eine migrationsrechtliche Einreisesperre bis zum 28. November 2025 bestehe. Da der Beschwerdeführer bereits im Ausland wohne, könne offenbleiben, ob eine Ausreise aus der Schweiz einen persönlichen Härtefall bedeute. Daran, dass er bis Ende 2025 die Schweiz nicht betreten dürfe, könnte auch der Verzicht auf eine Landesverweisung nichts ändern. Vor diesem Hintergrund sei nicht ersichtlich, inwiefern eine zusätzliche Landesverweisung einen persönlichen Härtefall darstellte. Dass der Beschwerdeführer statt der migrationsrechtlichen zwei Jahre mit einer Landesverweisung mindestens fünf weitere Jahre der Schweiz fernbleiben müsse, genüge für die Annahme eines Härtefalls nicht. Daran ändere nichts, dass der Beschwerdeführer einen neunjährigen Sohn habe, der bei seiner Mutter in der Schweiz lebe, zumal der Kontakt zu seinem Sohn aktuell ohnehin unterbrochen sei; die Kindesschutzbehörde habe das Besuchsrecht sistiert. An dieser Situation ändere eine Landesverweisung wegen der migrationsrechtlich verhängten Einreisesperre kurzfristig nichts. Die Kindesschutzbehörde habe eine Beiständin und einen Familienbegleiter eingesetzt, die mit der Sicherstellung des Kontakts per Videotelefonie beauftragt worden seien. Der Beschwerdeführer erhalte Unterstützung aus der Schweiz, den Kontakt mit seinem Sohn herzustellen und Informationen über ihn zu erhalten. Da das Besuchsrecht sistiert worden sei und der Beschwerdeführer seit bald zwei Jahren im Ausland lebe, stelle die Landesverweisung, selbst wenn sie länger als die migrationsrechtliche Einreisesperre dauere, keine unverhältnismässige Härte dar und zwar weder für den Beschwerdeführer noch für seinen Sohn. Der Beschwerdeführer habe, sollte es gelingen, wieder ein Besuchsrecht anzubahnen, die Möglichkeit, für Besuchskontakte ins nahe Ausland zu reisen, da die Landesverweisung nicht im SIS ausgeschrieben werde. Das Recht auf persönliche Freiheit und Achtung des Familienlebens werde durch eine Landesverweisung nicht zusätzlich massgeblich tangiert, zumal ihm schon jetzt verwehrt sei, einen persönlichen Kontakt mit seinem Sohn in der Schweiz zu haben.