Citation: 4A_544/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Es ist unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin ihren Mitarbeitern die von ihr gegenüber der Beschwerdeführerin geltend gemachten Personalkosten noch nicht bezahlt hat. Allein aus diesem Umstand kann aber nicht abgeleitet werden, dass die Vorinstanz von einem bundesrechtswidrigen Schadensbegriff ausgegangen ist, indem sie den unter den Verträgen geschuldeten (aber noch nicht bezahlten) Lohn einschliesslich der Sozialabgaben als Vermehrung der Passiven im Sinne des bundesgerichtlichen Schadensbegriffs (vgl. hiervor E. 3.3.1) qualifiziert hat. Es ist jedenfalls nicht erforderlich, dass die Arbeitnehmer die Beschwerdegegnerin für die ausstehenden Löhne bereits betrieben haben oder ähnliches. Die zwei von der Vorinstanz befragten Arbeitnehmer haben in der Befragung ausgesagt, die Sache sei noch nicht erledigt, sondern noch offen. In E. 9.5.3 hat sich die Vorinstanz mit der Argumentation der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt, wonach die Beschwerdegegnerin und die Arbeitnehmer davon ausgegangen seien, dass es nur Lohnzahlungen gebe, wenn sie tatsächlich gearbeitet hätten. Sie hat diese Argumentation mit überzeugender Begründung verworfen. Darauf kann verwiesen werden, wenn die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde geltend macht, aus der Aussage von C.________ ergebe sich, dass er selbst davon ausgegangen sei, die Arbeitnehmer hätten nicht per se Anspruch auf den in den Arbeitsverträgen stipulierten Lohn.