Citation: 6B_569/2018 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Staatsanwaltschaft habe am 10. November 2014 eine Hausdurchsuchung bei ihr durchgeführt und ihre Kamera sowie zwei Mobiltelefone beschlagnahmt. Da sie bereits in ihrer ersten Einvernahme am 29. Oktober 2014 eingestanden habe, eine Fotografie erstellt und ausgedruckt zu haben, sei die Hausdurchsuchung und die Datenspiegelung unnötig gewesen. Dass zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung nicht erstellt gewesen sei, ob noch weitere Fotos bestehen würden, sei nicht von Bedeutung, da für den Schuldspruch das Erstellen einer einzelnen Fotografie genüge. Zudem handelt es sich bei der verfolgten Straftat der Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs mit einem Aufnahmegerät bloss um ein Delikt von minderer Schwere. Dieses vermöge weder die Hausdurchsuchung noch die anschliessende Spiegelung der Daten auf den beschlagnahmten Gegenständen zu rechtfertigen. Die Hausdurchsuchung und die Datenspiegelung seien daher als rechtswidrig angewandte Zwangsmassnahmen gemäss Art. 431 StPO zu erachten, weshalb ihr eine Genugtuung von CHF 300.- auszurichten sei.