Citation: 8C_119/2023 E. 4.4

4.4. Weiter wies die Vorinstanz darauf hin, dass für die Bemessung der Einschränkung im Haushaltsbereich auch die im Haushalt der versicherten Person spezifisch anfallenden Arbeiten (und deren Gewichtung) und die Aufgabenteilung in der Familie resp. vor allem die zumutbare Mithilfe der übrigen Familienmitglieder bedeutsam sei. Sie stellte in diesem Zusammenhang fest, der Ehemann der Beschwerdeführerin habe offenbar seit Längerem einen massgeblichen Teil der Hausarbeit übernommen. Gemäss Abklärungsbericht vom Februar 2019 bereite er meistens das Abendessen zu und auch die oberflächlichen Reinigungsarbeiten in der Küche erledige er zu etwas mehr als der Hälfte. Die gründliche Reinigung mache er zusammen mit der Beschwerdeführerin. Auch die Grosseinkäufe würden zusammen ausgeführt. Sodann habe der Ehemann das Waschen übernommen. Bei der Betreuung des Sohnes seien im Abklärungsbericht keine Einschränkungen festgestellt worden. Diese sei der Beschwerdeführerin sehr wichtig, weshalb sie die meisten Ressourcen dafür einsetze. Die Beschwerdeführerin hole ihren Sohn von der Spielgruppe ab, gehe mit ihm auf den Spielplatz und sei bei allen Terminen dabei. Den ärztlichen Berichten sei zudem zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin für ihren Sohn Frühstück und einfache Mahlzeiten zubereiten könne, ihn in den Kindergarten begleite und mit ihm spiele. Zudem mache sie etwa alle zwei Wochen eine grosse Reinigung alleine, dazwischen kürzere Reinigungen. Den Einkauf erledige sie zusammen mit ihrem Ehemann. Das kantonale Gericht stellte weiter fest, dem Ehemann der Beschwerdeführerin seien im Rahmen der Schadenminderungspflicht keine weiteren, bisher nicht getätigten Haushaltsarbeiten angerechnet worden. Es falle zudem auf, dass der Beschwerdeführerin im Bereich der Wäsche eine Einschränkung von 30 % angerechnet worden sei, obwohl das Waschen tatsächlich vom Ehemann übernommen werde. Angesichts des bisher Gelebten könne nicht von einer unverhältnismässigen Belastung des Ehemannes gesprochen werden. Dieser arbeite nicht jeden Tag und habe daher zumindest an den arbeitsfreien Tagen - trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen - Ressourcen für die Mithilfe im Haushalt zur Verfügung und setze diese auch tatsächlich ein.