Citation: 6B_494/2009 09.10.2009 E. 2

Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers hat sich die Vorinstanz mit dem angerichteten Schaden auseinandergesetzt. 2.1 Sie erwähnt ausdrücklich, dass der Beschwerdeführer während der Kündigungszeit auf den Maschinen der A.________GmbH für seine B.________GmbH viele Aufträge ausführte - wenn auch zeitweise ausserhalb der Arbeitszeit (angefochtener Entscheid S. 27 Ziff. 2.2.5.1). Wie sie zutreffend bemerkt, besteht der Schaden der A.________GmbH darin, dass für Arbeiten ausserhalb der Arbeitszeiten des Beschwerdeführers erhebliche variable Kosten (Maschinenkosten, Strom usw.) anfielen, während für Arbeiten innerhalb der Arbeitszeiten zusätzlich die Fixkosten (Lohn, Gebäudeunterhalt, Zinsen, Administration usw.) durch einen geringeren Umsatz getragen werden mussten. 2.2 Die Vorinstanz hält dem Beschwerdeführer vor, er habe systematisch Kunden der A.________GmbH abgeworben und zu Gunsten seiner B.________GmbH akquiriert. Er habe gezielt Stornierungen von Bestellungen veranlasst oder die offenen Aufträge mit Zustimmung der Kunden auf die B.________GmbH übertragen. Aus den ermittelten Sachverhalten ergäben sich Umsatzeinbussen für die A.________GmbH von insgesamt ca. Fr. 219'000.-- (S. 20 Ziff. 2.2.2 und S. 27 Ziff. 2.2.5.1). Hinzu kämen künftige Umsatzeinbussen, weil der Beschwerdeführer langjährige Kunden der A.________GmbH und insbesondere solche mit Mengenkontrakten teils durch tendenziöse Verlautbarungen (die A.________GmbH konzentriere sich künftig auf Eigenprodukte) abgeworben habe (S. 28 Ziff. 2.2.5 und S. 33). 2.3 Die Vorinstanz beziffert den Schaden nicht, weil eine Berechnung im Rahmen des Strafverfahrens viel zu aufwändig gewesen wäre. Bei den Umsatzeinbussen berücksichtigt sie lediglich den entgangenen Gewinn und geht von einer Deliktsumme von insgesamt rund Fr. 200'000.-- aus (S. 33 f. Ziff. 3.3.2). Indem der Beschwerdeführer die Einrichtungen der A.________GmbH gebrauchte, um für seine B.________GmbH zu produzieren (E. 2.1), schädigte er seine Arbeitgeberin. Für die Arbeiten, die er während seiner Arbeitszeit ausführte, ging sie zudem des Gewinns verlustig, weil er in dieser Zeit für sie hätte arbeiten können und sollen. Diese Schäden stellt der Beschwerdeführer nicht in Abrede. Ebensowenig bestreitet er einen Schaden bei der A.________GmbH , soweit sie durch den Verlust von teils langjährigen Kunden bzw. Aufträgen (E. 2.2) die entsprechenden Gewinne nicht mehr realisieren konnte. Der Beschwerdeführer macht einzig geltend, ein Schaden der A.________GmbH sei nicht bewiesen, weil sie bis zu seinem letzten Arbeitstag Höchstumsätze erzielt und keinerlei Umsatzeinbussen erlitten habe. In diesem Zusammenhang hält die Vorinstanz ausdrücklich fest, "selbst wenn die A.________GmbH nicht in der Lage gewesen wäre, alle Aufträge termingerecht zu erledigen, wäre es die Pflicht des Beschwerdeführers als Produktionsleiter gewesen, den Privatkläger darauf hinzuweisen, damit die Verantwortlichen der A.________GmbH entsprechend hätten reagieren können" (angefochtener Entscheid S. 27 Ziff. 2.2.5.1 am Ende). Zu dieser Pflichtverletzung schweigt sich der Beschwerdeführer aus. Da eine solche "Verhinderung" der Vermögensvermehrung einer unterbliebenen gleichkommt, ist eine entsprechende Schädigung anzunehmen. Die Argumentation des Beschwerdeführers mit den Höchstumsätzen geht somit an der Sache vorbei. Dementsprechend waren die kantonalen Instanzen auch nicht verpflichtet, Beweiserhebungen zu den Umsätzen der A.________GmbH anzuordnen. Die bisherigen Verweise auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids zeigen, dass die Vorinstanz den Schaden ausreichend begründet hat. Den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör hat sie nicht verletzt. 2.4 Wie bereits erwähnt, beziffert die Vorinstanz den Schaden, den der Beschwerdeführer der A.________GmbH durch seine strafbaren Handlungen zufügte, nicht. Sie geht von einer Deliktsumme von rund Fr. 200'000.-- aus. Dass und inwiefern die Vorinstanz diesen Betrag willkürlich festgelegt haben sollte, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Hingegen rügt er als willkürlich, vom Arbeitnehmer zu verlangen, dass er am letzten Arbeitstag an ihn gerichtete Aufträge der Arbeitgeberin hätte überantworten müssen. Was dabei willkürlich sein soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Im Übrigen endet die Treuepflicht nicht vor Ende des Arbeitsverhältnisses. Sinngemäss rügt der Beschwerdeführer auch die Feststellung als willkürlich, er habe seine Stellung "schamlos" missbraucht und so auch die C.________AG abgeworben. Diese habe am 6. April 2001 von der A.________GmbH eine Offerte verlangt, eine solche jedoch nie erhalten, weshalb sie zur B.________GmbH gewechselt habe. Die Rüge geht an der Sache vorbei, weil der Beschwerdeführer mit einem Sachverhalt argumentiert, der den Zeitraum nach seinem Ausscheiden bei der A.________GmbH betrifft. Die Vorinstanz wirft ihm indessen vor, während seiner Anstellung bei der A.________GmbH (letzter Arbeitstag: 9. März 2001) Bestellungsübernahmen bzw. Neubestellungen von der C.________AG zu Gunsten der B.________GmbH in Gründung bzw. zum Nachteil der A.________GmbH ausgehandelt zu haben (angefochtener Entscheid S. 9 ff. Ziff. 2.2.2.2). Inwiefern in diesem Zusammenhang der Begriff "schamlos" willkürlich sein sollte, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf. Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe einseitig auf die Aussagen des Privatklägers abgestellt und bleibe eine Begründung schuldig, weshalb nicht gerade so gut seine eigene Darstellung zutreffen könne. Diese Ausführungen des Beschwerdeführers erschöpfen sich in appellatorischer Kritik. Darauf ist nicht einzutreten.