Citation: 5A_608/2015 E. 5

Gemäss den Feststellungen des Obergerichts lief die gesetzliche Sechswochenfrist betreffend ärztliche Einweisung (Art. 429 ZGB i.V.m. Art. 27 Abs. 3 des bernischen Gesetzes vom 1. Februar 2012 über den Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG]; BSG 213.316) am 29. Juni 2015 ab. Was die Einweisung zur Begutachtung anbelangt, so war die entsprechende Unterbringung bis zum 30. Juni 2015 befristet. Der Beschwerdeführer verfügt somit über kein aktuelles Interesse an der Anfechtung der ärztlichen fürsorgerischen Unterbringung (Urteil 5A_675/2013 vom 25. Oktober 2013 E. 3) sowie der Einweisung zwecks Begutachtung. Ein virtuelles Interesse ist nicht ersichtlich. Fehlt es am aktuellen praktischen Interesse und ist auch kein virtuelles Interesse auszumachen, erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unzulässig und ist darauf im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 bzw. Abs. 1 lit. a BGG durch den Präsidenten der Abteilung nicht einzutreten, zumal das schützenswerte Interesse bereits bei Einreichung der Beschwerde am 11. August 2015 nicht mehr gegeben war (BGE 136 III 497 E. 2.1 S. 500).