Citation: 5A_525/2017 E. 3

Dass Ablehnungsbegehren individuell in Bezug auf einzelne Personen zu stellen sind und nicht generell gegen Institutionen eingereicht werden können (vgl. BGE 105 Ib 301 E. 1a S. 302 f.; Urteile 1B_86/2011 vom 14. April 2011 E. 3.3.1; 2C_305/2011 vom 22. August 2011 E. 2.7), scheinen die Beschwerdeführer zwischenzeitlich eingesehen zu haben, machen sie doch geltend, nebst ihrem Vorbringen, die Anordnung einer Therapie bei einer Institution, die sie ablehnten, sei nicht erfolgversprechend, hätten sie in erster Linie eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips gerügt mit dem Argument, dass es einen unzulässigen Eingriff in das elterliche Sorgerecht bedeute, die Therapie des Kindes beim KJPD V.________ durchzuführen, wenn sie in der Person von Dr. H.________ einen geeigneten Therapeuten gefunden hätten und eine Mitarbeiterin von ihm zur Durchführung der Therapie bereit wäre. Entgegen dem, was die Beschwerdeführer damit sinngemäss unterstellen, ist das Verwaltungsgericht in der angefochtenen Verfügung aber durchaus auch auf dieses Argument kurz eingegangen, indem es festgehalten hat, dass ein Therapeut, welcher nach den Interessen der Eltern statt nach denjenigen der Tochter handle, nicht zielführend sei; das rechtliche Gehör wurde mithin nicht verletzt, reicht es doch aus, sich zur Begründung auf die wesentlichen Punkte zu beschränken (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236; 138 I 232 E. 5.1 S. 237; 141 III 28 E. 3.2.4 S. 41). In der Sache selbst springt ins Auge, dass der Erfolg der als Kindesschutzmassnahme im Sinn von Art. 307 Abs. 3 ZGB angeordneten Therapie auf dem Spiel steht, wenn die Eltern das Behandlungsziel durch Bezeichnung eines ihnen genehmen Therapeuten unterlaufen könnten. Im Übrigen wird nicht die fehlende Eignung des KJPD V.________ in abstracto behauptet und es werden auch keine stichhaltigen Gründe vorgebracht, welche die dortige Durchführung der Therapie in concreto als ungeeignet erscheinen lassen würden. Damit fehlt es der kantonalen Beschwerde an reellen Erfolgschancen, wie sie als materielle Voraussetzung für die unentgeltliche Rechtspflege erforderlich wären (als aussichtslos im Sinn von Art. 117 lit. b ZPO bzw. von Art. 29 Abs. 3 BV sind Begehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können, nicht hingegen, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese; vgl. BGE 139 III 475 E. 2.2 S. 476; 140 V 521 E. 9.1 S. 537; 142 III 138 E. 5.1 S. 139 f.).