Citation: 4A_130/2022 E. 5.2

5.2. Soweit die Beschwerdeführerin in der Folge die vorinstanzlichen Annahmen von zeitlichen und persönlichen Zusammenhängen im Rahmen der Beurteilung der übermittelten vertraulichen Informationen beanstandet, erschöpfen sich ihre Ausführungen weitestgehend in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid, so insbesondere hinsichtlich der Rolle von C.________ bei der Entwicklung der Y.________-Produkte. Im Umstand, dass die Vorinstanz die Vorbringen der Parteien zu den zeitlichen Zusammenhängen unter Hinweis auf die jeweiligen Aktenstellen lediglich kurz zusammenfasste, ist keine Verletzung der Begründungspflicht zu erblicken; ebenso wenig musste sie sich mit jedem einzelnen der Vorbringen der Beschwerdeführerin ausdrücklich auseinandersetzen, um den verfassungsrechtlichen Vorgaben von Art. 29 Abs. 2 BV zu genügen. Der Vorinstanz ist auch keine Willkür (Art. 9 BV) vorzuwerfen, indem sie die von der Beschwerdeführerin angeführten Argumente gegen die von der Beschwerdegegnerin behaupteten zeitlichen Zusammenhänge und deren Bedeutung im Rahmen der Beweiswürdigung nicht teilte. Ausserdem gibt die Beschwerdeführerin die vorinstanzliche Erwägung ungenau wieder, indem sie behauptet, die Vorinstanz sei selber davon ausgegangen, dass aufgrund der zeitlichen Zusammenhänge eine Nutzung vertraulicher Informationen nicht nahegelegt werde. Die Vorinstanz stellte vielmehr fest, insgesamt sprächen die zeitlichen Zusammenhänge an sich schon durchaus für eine Verwertung der klägerischen Informationen durch die Beschwerdeführerin, sie reichten für sich allein gesehen jedoch noch nicht aus, um die Verwendung der vertraulichen Informationen durch die Beschwerdeführerin glaubhaft zu machen, seien jedoch im Zusammenspiel mit weiteren Elementen als Indiz zu werten.