Citation: 6B_638/2022 E. 1.5

1.5. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Vorinstanz sei in Willkür verfallen, indem sie festgehalten habe, dass der Beschwerdegegner die Möglichkeit der Tatbestandsverwirklichung nicht erkannt habe, obwohl sie alle Wissenselemente bejaht habe, von einer Person mit langjähriger Berufserfahrung ausgegangen sei und eine Sorgfaltspflichtverletzung festgehalten habe. Die Vorinstanz bejahte hinsichtlich des Wissenselementes die Kenntnis des Beschwerdegegners des Darlehensvertrages zwischen C.________ und der B.________ AG in Gründung. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin lässt sich den vorinstanzlichen Erwägungen nicht entnehmen, dass der Beschwerdegegner sich der inhaltlichen Unwahrheit der Gründungsurkunde bezüglich des nicht frei verfügbaren Aktienkapitals bewusst war. Insofern unterscheidet sich der Sachverhalt von demjenigen, der dem von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Urteil 6B_17/2013 vom 13. Juni 2013 E. 3.2 zugrunde lag. Die Vorinstanz hat unter Berücksichtigung der konkreten Umstände, insbesondere dem fehlenden persönlichen Interesse, dem Missverhältnis zwischen wirtschaftlichem Profit und eingegangenem Risiko, der fehlenden Notwendigkeit für die gewählte Ausgestaltung der Gründung und den glaubhaften Aussagen des Beschwerdegegners, nachvollziehbar dargelegt, weswegen von der Kenntnis des Darlehensvertrages nicht auf den Tatwillen zu schliessen ist. Derartige Umstände gehen aus den dem Urteil 6B_692/2011 vom 9. Februar 2012 E. 2 zugrunde liegenden Sachverhaltsfeststellungen nicht hervor, weswegen auch dieses entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht einschlägig ist. Indem die Beschwerdeführerin sich auf die Fachkenntnisse des Beschwerdegegners sowie den Umstand beruft, dass der Beschwerdegegner Kenntnis vom Darlehensvertrag hatte, vermag sie angesichts der dargelegten und von der Vorinstanz nachvollziehbar gewürdigten Umstände keine willkürliche Sachverhaltsfeststellung hinsichtlich der Urkundenfälschung im Amt sowie der Erschleichung der falschen Beurkundung aufzuzeigen. Die geltend gemachte Rechtsverletzung ist zu verneinen.