Citation: 7B_698/2024 E. 2.6

2.6. Was der Beschwerdeführer einwendet, vermag diese konkreten Fluchtindizien nicht zu entkräften. Dies gilt namentlich für seine Vorbringen, er habe einer vereinfachten Auslieferung nach Deutschland (im Anschluss an das vorliegende Strafverfahren) zugestimmt, von einer fehlenden Verwurzelung in der Schweiz könne keine Rede sein und im jetzigen Zeitpunkt könne noch nicht zuverlässig beurteilt werden, ob eine stationäre Massnahme als allfällige Sanktion in Frage käme. Dass die Vorinstanz im aktuellen Verfahrensstadium von einer ausgeprägten Fluchtgefahr ausgeht, hält vor dem Bundesrecht stand. Das Obergericht durfte dabei namentlich mitberücksichtigen, dass dem Beschwerdeführer eine empfindliche Freiheitsstrafe bzw. ein längerer stationärer Massnahmenvollzug droht, dass auch in seinem Heimatstaat Deutschland ein separater Haftbefehl bzw. ein Auslieferungsgesuch an die Schweiz wegen weiteren mutmasslichen Verbrechen gegen ihn hängig ist, dass er nach eigenen Aussagen vor seiner Verhaftung in England wohnhaft war, dass er in der Schweiz derzeit über keine engen sozialen und wirtschaftlichen Bindungen mehr verfügt und dass er (ebenfalls nach eigenen Aussagen) hierzulande massive Schulden hat. Bei dieser Sachlage ist vom Bundesgericht nicht zusätzlich zu prüfen, ob neben Fluchtgefahr (Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO) auch noch ein alternativer besonderer Haftgrund (etwa einfache Wiederholungsgefahr, Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO) kumulativ erfüllt wäre.