Citation: 2C_472/2018 E. 2.2

2.2. Gemäss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzulässig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausländerrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt. Einen gesetzlichen Anspruch auf Zulassung zur selbstständigen Erwerbstätigkeit hat der Beschwerdeführer nicht; Art. 19 AuG, um dessen Anwendung es vorliegend geht, räumt keinen solchen ein (Urteil 2C_283/2014 E. 4.1). Ebenso wenig räumt das Gesetz ein Recht auf eine Härtefallbewilligung ein (Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG; BGE 137 II 345 E. 3.2.1 S. 348 e contrario, wobei in Bezug auf eine derartige Bewilligung zusätzlich der Ausschlussgrund von Art. 83 lit. c Ziff. 5 BGG zum Tragen kommt). Der Beschwerdeführer ist der Meinung, vorliegend verschaffe ihm Art. 8 EMRK einen derartigen Anspruch. Diese Konventionsnorm garantiert das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens und kann gegebenfalls zur Erteilung einer ausländerrechtlichen Bewilligung verpflichten (BGE 143 I 21 E. 5.1). Ein Anspruch unter dem Aspekt Privatleben fällt nur unter strengen Voraussetzungen in Betracht: Es bräuchte besonders vertiefte, über eine normale Integration hinausgehende Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. vertiefte soziale Beziehungen zum ausserfamiliären bzw. ausserhäuslichen Bereich; hierfür genügen selbst eine lange Anwesenheit und die damit normalerweise verbundenen Beziehungen nicht; erforderlich ist eine eigentliche Verwurzelung in die hiesigen Verhältnisse (BGE 130 II 281 E. 3.2; Urteil 2C_340/2018 vom 23. Mai 2018 mit weiteren Hinweisen). Der Beschwerdeführer, der erstmals vor vier Jahren - zu Ausbildungszwecken - in die Schweiz eingereist ist, erfüllt diese Voraussetzungen offensichtlich nicht. Der Beschwerdeführer sieht durch die Verweigerung der nachgesuchten Bewilligung auch das Recht auf Achtung des Familienlebens berührt. Seine Ehefrau ist erst vor vier Jahren mit ihm eingereist und hat (te) eine Aufenthaltsbewilligung (im Kanton Aargau); ihr fehlt ein gefestigtes Anwesenheitsrecht, ebenso der gemeinsamen Tochter. Auf die Beziehung zu Frau und Kind kann sich der Beschwerdeführer deshalb nicht anspruchsbegründend berufen (vgl. BGE 139 I 330 E. 1.2 S. 332; 137 I 284 E. 1.2 und 1.3 S. 886 f.; 135 I 143 E. 1.3.1 S. 145 f.; 130 II 281 E. 3.1 S. 285). Er erwähnt allerdings den Geschäftsführer der Gesellschaft, in deren Rahmen sich die angestrebte selbstständige Erwerbstätigkeit abwickeln soll. In der kantonalen Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird dieser als Schwiegervater bezeichnet, in der dem Bundesgericht vorgelegten Rechtsschrift ist von Stiefvater die Rede. Worin die Verwandschaft besteht, ist nicht klar. Die Frage kann jedoch offenbleiben: Die Beziehung unter volljährigen Verwandten fällt zwar in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK. Indessen ist gestützt auf derartige Verwandtschaftsverhältnisse eine Berufung auf das Familienleben im Hinblick auf die Erteilung einer ausländerrechtlichen Bewilligung nur unter ganz besonderen Umständen möglich; es müsste geradezu ein Abhängigkeitsverhältnis bestehen (BGE 115 Ib 1 E. 2 S. 4 ff.; 120 Ib 257 E. 1d und e S. 260 ff.; 129 II 11 E. 2 S. 14), welches über die normalen affektiven Beziehungen hinausgeht (BGE 137 I 154 E. 3.4.2). Der Beschwerdeführer erwähnt zwar, dass der Schwieger- oder eben Stiefvater 78 Jahre alt sei und zunehmend Hüftbeschwerden habe. Inwiefern dieser Mann, der aktiver Geschäftsführer der Gesellschaft sein soll, geradezu in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Beschwerdeführer oder dessen Ehefrau stehen soll, bleibt dabei unerfindlich. Ohnehin handelt es sich um nach Art. 99 BGG unzulässige neue tatsächliche Vorbringen, fehlt doch in den kantonalen Rechtsschriften (Verwaltungsbeschwerde und Verwaltungsgerichtsbeschwerde) jeglicher Hinweis auf die persönlichen Verhältnisse dieses Verwandten und allfällige gesundheitliche Probleme. Ein Bewilligungsanspruch ergibt sich auch nicht aus dem Recht auf Achtung des Familienlebens. Da dem Beschwerdeführer unter keinem Titel ein Anspruch auf die nachgesuchte Bewilligung zusteht, ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzulässig.