Citation: 1G_2/2019 E. 1.3

1.3. Diese Frage ist zu verneinen. Mit Dispositivziff. 1 des erwähnten bundesgerichtlichen Urteils wurde der Entscheid des Gesuchstellers vom 28. März 2019 entsprechend dem Rechtsbegehren des Gesuchsgegners vollumfänglich aufgehoben. Damit mangelt es an einem Entscheid über die Kosten- und Entschädigungsfolge im Beschwerdeverfahren vor dem Gesuchsteller, weshalb darüber noch einmal entschieden werden muss. Dispositivziff. 2 des bundesgerichtlichen Urteils weist die Sache aus diesem Grund im Einklang mit Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG zur Neuverlegung der Kosten und der Parteientschädigung an den Gesuchsteller zurück. Dass dieser - wie er offenbar annimmt - eine vom aufgehobenen Entscheid abweichende Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolge treffen muss, geht aus der Dispositivziffer nicht hervor. Zwar ist bei einer Rückweisung der Sache zur Neuverlegung der Kosten und der Parteientschädigung des vorinstanzlichen Verfahrens häufig eine vom aufgehobenen Entscheid abweichende Regelung zu treffen. Mit der Rückweisung zur Neuverlegung ohne weitere Anweisungen wird jedoch einzig angeordnet, dass die Vorinstanz unter Berücksichtigung des ergangenen bundesgerichtlichen Urteils erneut über die Kosten- und Entschädigungsfolge in ihrem Verfahren entscheiden muss. Wie dieser Entscheid auszufallen hat, ergibt sich aus der Anordnung dagegen nicht. Insbesondere bedeutet "Neuverlegung" nicht "Andersverlegung" oder - wie der Gesuchsteller anzunehmen scheint - "Neuverteilung". Dispositivziff. 2 ist demnach weder unklar noch zweideutig, auch wenn sich für den Gesuchsteller aufgrund der Rückweisung die Frage stellt, ob ungeachtet des ergangenen bundesgerichtlichen Urteils an der aufgehobenen Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolge festzuhalten und dem Gesuchsgegner erneut die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, die Höhe der Parteientschädigung entsprechend festzusetzen und diese direkt dem Verteidiger zuzusprechen ist. Ein Erläuterungsgrund liegt demzufolge nicht vor.