Citation: 8C_464/2008 06.10.2008 E. 4

4.1 Es ist zu Recht unbestritten, dass der Beschwerdeführer nach dem 31. Oktober 2006 an keinen organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen (vgl. zum Begriff Urteil 8C_806/2007 vom 7. August 2008, E. 8.2) litt. Folgerichtig verlangt der Versicherte, die Prüfung der Adäquanz des von ihm als nachgewiesen behaupteten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfallereignis und den geklagten Beschwerden sei nach der sog. Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109) zu prüfen. 4.2 Der Beschwerdeführer beklagte sich bei einer Besprechung mit Vertretern der SUVA und der beteiligten Haftpflichtversicherung am 11. September 2006 unter anderem über folgende Beschwerden: Aufgrund von Schwindel sei ihm das Schreiben am Computer nur kurze Zeit möglich. Er könne infolge seiner Nackenschmerzen nur kurze Zeit stehen oder seine kleine Tochter im Arm halten. Den Ärzten des Zentrum X.________ berichtete er im August 2007 von einem im Nacken gelegenen, seit dem Unfall täglich auftretenden, sehr starken Hinterkopfschmerz. 4.3 Der SUVA-Arzt Dr. med. T.________ (FMH für Chirurgie) hielt in seiner Beurteilung vom 22. August 2006 fest, dass seines Erachtens keine ärztlich zu behandelnde Unfallfolgen vorliegen würden. Bereits am 14. Februar 2006 hatte er Zweifel an den Schilderungen der Beschwerden durch den Versicherten geäussert. Er habe noch nie einen Menschen gesehen, der ebenso munter und fast fröhlich über schwerste Beschwerden berichten könne. Zudem sei der tiefe Ruhepuls des Versicherten zwar kein Beweis, aber ein starkes Indiz dafür, dass regelmässig eine kräftige, körperliche Aktivität stattfinde. Auch die Ärzte des Zentrums X.________ stellten am 14. Mai 2007 ein Missverhältnis zwischen dem Befund einer auffallend gut ausgebildeten Rumpfmuskulatur des Versicherten und den von ihm subjektiv geschilderten Beschwerdebild fest. 4.4 Die Haftpflichtversicherung der Unfallverursacherin liess den Beschwerdeführer in der Zeit zwischen dem 15. August und dem 5. September 2006 an mehreren Tagen durch einen Privatdetektiv überwachen. Es ist zu Recht unbestritten, dass die diesbezüglichen Ermittlungsberichte im vorliegenden Fall zulässige Beweismittel darstellen (vgl. auch Urteil 8C_806/2007 vom 7. August 2008, E. 4; sowie BGE 129 V 323). Der Detektiv konnte beobachten, wie der Versicherte im Überwachungszeitraum verschiedentlich seine Tochter ohne erkennbare Schwierigkeiten auf dem Arm halten konnte. Am 4. September 2006 wurde er zudem Zeuge, wie der Beschwerdeführer längere Zeit über Kopf mit einem Hammer an der Auspuff-Anlage eines Automobils arbeiten konnte. Diese Beobachtungen stehen in einem klaren Widerspruch zu den vom Beschwerdeführer gegenüber den Ärzten und den beteiligten Versicherungen geklagten Leiden. Es ist davon auszugehen, dass er seine Beschwerden mindestens stark übertrieben dargestellt, mutmasslich sogar gänzlich simuliert hat. 4.5 Aus diesen Fakten ist zu schliessen, dass der Versicherte nach dem 31. Oktober 2006 überwiegend wahrscheinlich nicht mehr an unfallkausalen Beschwerden litt. Daran vermag entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers auch der Bericht des Dr. med. G.________ (Leiter Neurootologie des Spital Y.________) vom 14. Juni 2006 nichts zu ändern. Dieser Arzt sah sich ausser Stande, die vom Versicherten geltend gemachten Schwindelbeschwerden zu erklären. Da sich Patienten nach Auffahrunfällen gemäss ärztlichen Erfahrungen oft über diffuse Schwindelbeschwerden beklagten, diese sich jedoch meist mit der Behandlung der regelmässig ebenfalls beklagten Nackenbeschwerden zurückbildeten, schlug der Arzt vor, auch beim Versicherten dieses Vorgehen zu wählen. Damit äusserte sich der Neurootologe indessen nicht zur Glaubwürdigkeit der geklagten Beschwerden. 4.6 Lagen nach dem 31. Oktober 2006 keine unfallkausalen Beschwerden mehr vor, so war die Leistungseinstellung der SUVA rechtens.