Citation: 5A_14/2024 E. 2.4.3

2.4.3. An der Sache vorbei zielt sodann der Einwand, sein Gesuch um Vorlegung von Beweisen durch die Gläubigerin sei verweigert worden. Zwar kann ein Schuldner jederzeit nach Einleitung der Betreibung verlangen, dass der Gläubiger aufgefordert wird, die Beweismittel für seine Forderung zusammen mit einer Übersicht über alle gegenüber dem Schuldner fälligen Ansprüche beim Betreibungsamt zur Einsicht vorzulegen (Art. 73 Abs. 1 SchKG). Indes hat die Aufforderung weder eine Auswirkung auf die Gültigkeit des Zahlungsbefehls noch auf laufende Fristen. Falls der Gläubiger der Aufforderung nicht oder nicht rechtzeitig nachgekommen ist, berücksichtigt das Gericht beim Entscheid über die Prozesskosten in einem nachfolgenden Rechtsstreit den Umstand, dass der Schuldner die Beweismittel nicht hat einsehen können (Art. 73 Abs. 2 SchKG). Dasselbe - keine Auswirkungen auf die Gültigkeit des Zahlungsbefehls und die laufenden Fristen - gilt, falls das Betreibungsamt der Aufforderung an den Gläubiger zur Einreichung der Unterlagen keine Folge leisten sollte.