Citation: 9C_43/2024 E. 5.2.1

5.2.1. Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Derlei ist einer direkten Beweisführung wesensgemäss nicht zugänglich und muss in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe stellt eine Tatfrage dar, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitberücksichtigt werden. Ebenso sind Feststellungen über innere oder psychische Tatsachen Tatfragen, wie beispielsweise was jemand wollte oder wusste (BGE 130 IV 58 E. 8.5 mit Hinweisen). Die auf einer Würdigung konkreter Umstände basierende Festsetzung des hypothetischen Umfanges der Erwerbstätigkeit bleibt für das Bundesgericht daher verbindlich, ausser wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung beruht (BGE 144 I 28 E. 2.4; 135 V 2 E. 1.3; 127 I 54 E. 2b; Urteil 9C_403/2022 vom 15. März 2023 E. 4.1.2). Die Vorinstanz folgt mit der Qualifizierung der Beschwerdeführerin als Teilerwerbstätige (50 %) ohne Aufgabenbereich der IV-Stelle, welche ihre Einschätzung wiederum im Wesentlichen darauf gestützt hatte, dass die Beschwerdeführerin keine familiären Verpflichtungen habe. Die Vorinstanz führte weiter aus, ein Aufgabenbereich im Sinne von Art. 27 IVV sei nicht ersichtlich, es würden Anhaltspunkte dafür fehlen, dass die Reduktion der Erwerbstätigkeit um 50 % zur Führung des Haushalts nötig gewesen wäre. Die Beschwerdeführerin mache des Weiteren auch keinen diesbezüglichen Aufgabenbereich geltend.