Citation: 1C_72/2007 29.08.2007 E. 3

Die MFK begründete den Entzug des Kollektiv-Fahrzeugausweises damit, dass der Beschwerdeführer nicht den erforderlichen Umsatz erreiche und weniger als 40% in seinem Garagenbetrieb tätig sei. Dagegen hielt das Departement die bisherige Praxis der MFK für zu grosszügig, weil der Bundesgesetzgeber beabsichtigt habe, nur professionelle, hauptberuflich tätige Garagisten mit Kollektiv-Fahrzeugausweisen auszustatten. Das Verwaltungsgericht stellte fest, dass der Beschwerdeführer selbst dann keinen Anspruch auf die Erteilung eines Kollektivausweises habe, wenn man Umsatz und Beschäftigungsgrad ausser Acht lasse, weil dessen Tätigkeit in den Jahren 2004-2006 nicht in dem Ausmass Probe- oder Überführungsfahrten erforderlich gemacht habe, wie dies in Ziff. 4.21 des Anhangs 4 VVV als Minimum verlangt werde: Aus den Rechnungen der Jahre 2004-2006 ergebe sich, dass der Beschwerdeführer in den meisten Fällen an den Fahrzeugen seiner Kundschaft bloss kleinere Unterhalts- und Wartungsarbeiten (halbjährlicher Rad- oder Reifenwechsel, Auswuchten der Pneus, Ölwechsel, Ersetzen von Beleuchtung, Luft- und Ölfilter oder Zündkerzen, Nachfüllen von Scheibenklar oder Bremsflüssigkeit usw., Durchführen des Abgastestes) sowie mehrheitlich unbedeutende Reparaturen ausgeführt habe. Soweit er Fahrzeuge für die periodische Fahrzeugprüfung bei der Zulassungsstelle oder bei der TCS-Prüfstelle bereitgestellt habe, habe er das Auto meist vom Halter selbst dort vorführen lassen. Hinzu komme, dass die vom Beschwerdeführer persönlich zum Prüfungsort gefahrenen Motorfahrzeuge praktisch ausnahmslos mit den auf den Halter lautenden Kontrollschildern versehen gewesen seien, und er demnach die Händlerschilder gar nicht habe verwenden müssen.