Citation: I 226/06 25.08.2006 E. A

Der 1964 geborene gelernte Carrossieriespengler E.________ arbeitete seit 1995 als Mitarbeiter in der Spenglerei der Firma S.________ AG, einer Gartenmöbelproduzentin. Am 12. Januar 2003 meldete er sich zum Bezug von Leistungen (Berufsberatung und Rente) der Invalidenversicherung an. Seit dem 24. Mai 2002 sei er wegen verschiedenen Beschwerden nur noch teilweise arbeitsfähig. Das Arbeitsverhältnis war von der Firma S.________ AG auf den 31. Januar 2003 gekündigt worden. Die IV-Stelle Thurgau holte verschiedene Arztberichte ein, so unter anderem ein Gutachten des Dr. med. Z.________, Facharzt für Neurochirurgie FMH, welches dieser am 17. Juni 2003 im Auftrag der als Taggeldversicherung auftretenden Basler Versicherungen verfasste. Im weiteren liess sie den Versicherten durch Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, Zürich, und Dr. med. V.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, bidisziplinär begutachten. In der Expertise vom 14. Juni 2004 mit Zusatzgutachten vom 31. Mai 2004 wurden die Diagnosen eines chronifizierten cervico- und lumbo-degenerativen Wirbelsäulensyndroms und einer reaktiven Dysthymie (ICD F34.1) bei chronischem Schmerzsyndrom gestellt. Die Ärzte erachteten E.________ aus somatischer Sicht bei einer körperlich leichten, wechselbelastenden Arbeit ohne längere Zwangshaltungen, als zu 70% arbeitsfähig. Als Carrosseriespengler schätzten sie die Restarbeitsfähigkeit auf 40% ein. Diese Werte würden durch die psychiatrische Diagnose nicht weiter eingeschränkt. Da dem Versicherten die ehemalige Arbeit bei der S.________ AG sowie jede andere angepasste Tätigkeit gemäss Dr. B.________ zu 70% zumutbar sei, folgerte die IV-Stelle Thurgau, dieser sei zu 30% invalid. Das zumutbarerweise zu erzielende Invalideneinkommen legten sie dabei im Sinne eines Prozentvergleichs auf Fr. 53'812.- fest, was 70% des von der Verwaltung ermittelten Valideneinkommens von Fr. 76'874.- entspricht. Mit drei Verfügungen vom 23. Dezember 2004 lehnte die IV-Stelle den Anspruch auf eine Invalidenrente, auf berufliche Massnahmen in Form einer Umschulung und auf Arbeitsvermittlung ab. Leistungen für berufliche Massnahmen wurden abgelehnt, weil der Versicherte in der angestammten und jeder anderen Tätigkeit als zu 70% arbeitsfähig gelte und die Erwerbsfähigkeit durch eine Umschulung daher nicht verbessert werden könne und weil eine Arbeitsvermittlung aktuell nicht möglich erscheine, da der Versicherte selbst sich als höchstens zu 50% arbeitsfähig fühle. Daran wurde auch auf Einsprache hin festgehalten (Entscheide vom 29. März 2005).