Citation: 5A_523/2007 10.04.2008 E. B

B.a Mit Vermittlungsbegehren vom 25. Januar 2006 gelangte Y.________ an den Kreispräsidenten A.________ und beantragte im Wesentlichen, die Ehe sei gestützt auf Art. 114 ZGB, eventuell gestützt auf Art. 115 ZGB, zu scheiden. Weitere Rechtsbegehren bezogen sich auf die Nebenfolgen. Am 19. Mai 2006 reichte X.________ in London ihrerseits eine Scheidungsklage ein. Letztere ist Y.________ spätestens am 31. Juli 2006 zugestellt worden. Anlässlich der am 7. Juli 2006 vor dem Kreispräsidenten A.________ durchgeführten zweiten Sühneverhandlung beantragte X.________, es sei auf die Klage wegen (örtlicher) Unzuständigkeit nicht einzutreten. B.b Am 31. August 2006 prosequierte Y.________ den Leitschein an das Bezirksgericht B.________, wobei er seine Begehren ergänzte. In ihrer Prozessantwort vom 23. Oktober 2006 stellte X.________ den Antrag, das Scheidungsverfahren sei nach Art. 21 LugÜ auszusetzen, bis die Zuständigkeit des britischen Gerichts feststehe. Sie stellte ausserdem weitere Begehren zum Verfahren und zur Sache. Am 1. Februar 2007 erkannte das Bezirksgericht B.________, die von X.________ erhobene Einrede der örtlichen Unzuständigkeit werde verworfen und auf die Scheidungsklage von Y.________ werde (grundsätzlich) eingetreten. Gleichzeitig wurde davon Vormerk genommen, dass das Bezirksgericht B.________ das zuerst angerufene Gericht im Sinne von Art. 21 LugÜ sei. Dieser Entscheid blieb unangefochten und erwuchs in Rechtskraft.