Citation: 8C_9/2018 E. 4.1.2

4.1.2. Der sexuelle Missbrauch wurde erst im Rahmen der dritten Anmeldung zum Leistungsbezug vom Beschwerdeführer thematisiert. Dies geschah zu jenem Zeitpunkt, als die IV-Stelle bekanntgab, dass eine umfassende medizinische Verlaufsuntersuchung zur Klärung der Leistungsansprüche notwendig sei, und dass die Begutachtung durch Dr. med. B.________ erfolge, d.h. jenem Gutachter, der bereits das Erstgutachten im Jahre 2014 verfasst hatte, welches als wesentliche Grundlage für die Abweisung des zweiten Leistungsbegehrens diente. Der Versicherte führte in seinem Schreiben vom 25. Februar 2016 aus, dass er in seiner Kindheit sexuelle Übergriffe erlebt und bis dato noch nie mit jemandem darüber geredet habe. Der Verursacher sei inzwischen gestorben. Da es ihm äusserst peinlich und schmerzhaft sei, möchte er darauf nicht näher eingehen. Er habe deswegen bis heute noch ein grosses Autoritätsproblem, insbesondere bei Männern. Er fordere eine Frau als Gutachterin. Die IV-Stelle hielt mit Schreiben vom 18. März 2016 am vorgeschlagenen Gutachter fest.