Citation: 6P.158/2004 23.03.2005 E. 6

Der Schuldspruch wegen Erpressung von C.________ wird in der Beschwerde ebenfalls insoweit kritisiert, als es an einer Drohung mit einem ernstlichen Nachteil fehle. Die Vorinstanz sieht es als solchen Nachteil an, dass der Beschwerdeführer der Geschädigten drohte, ihr im Falle der Nichtbezahlung des verlangten Geldbetrags keinen Arbeitsvertrag mehr zu vermitteln. Denn ohne einen Vertrag wäre die Geschädigte nicht nur des in Frage stehenden Verdienstes verlustig gegangen, sondern sie hätte auch damit rechnen müssen, ihr Aufenthaltsrecht in der Schweiz und die Möglichkeit weiterer Engagements in der Schweiz mit entsprechenden Einkommensmöglichkeiten zu verlieren. Andere Engagements zu finden, wäre nämlich für die nicht sprachkundige russische Tänzerin kaum möglich gewesen. Der Beschwerdeführer bringt zunächst vor, es habe der Geschädigten klar sein müssen, dass er nicht über ihre Aufenthaltsberechtigung in der Schweiz befinden könne, weshalb der angekündigte Nachteil ersichtlicherweise nicht von seinem Willen abhängig gewesen sei und eine nötigende Handlung fehle. Der Einwand weicht wiederum vom festgestellten Sachverhalt ab und ist nicht zulässig. Die Vorinstanz erklärt ausdrücklich, der Beschwerdeführer habe der Geschädigten nicht gedroht, er werde dem zuständigen Amt Mitteilung vom Fehlen eines Arbeitsvertrags machen, was eine Pflicht zur Rückkehr nach Russland zur Folge gehabt hätte. Hingegen musste es für die Geschädigte auf der Hand liegen, dass die Drohung mit dem Ausbleiben eines neuen Arbeitsvertrags ohne die verlangte Zahlung zum Verlust ihres Aufenthaltsrechts in der Schweiz führen könnte. Denn es wäre, was die Vorinstanz verbindlich feststellt, für sie sehr schwierig gewesen, ein anderweitiges Engagement zu finden. Aus diesem Grund geht auch der weitere Einwand des Beschwerdeführers, die Kurzaufenthaltsbewilligung erlaube einen Monat ohne Arbeit, fehl. Für die Geschädigte war ungewiss, ob sie in der Schweiz überhaupt noch weitere Gelegenheiten zur Arbeit finden würde. Die Beschwerde erweist sich daher auch in diesem Punkt unbegründet, soweit darauf überhaupt einzutreten ist.