Citation: 1C_232/2022 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerinnen sind dagegen der Auffassung, der Stadtrat habe mit seinem Entscheid, die Hundefreilaufzone Churchillquai definitiv weiterzuführen, pflichtwidrig vorweggenommen, was im Rahmen eines ordentlichen Baubewilligungsverfahrens hätte beurteilt werden müssen. Die in der Medienmitteilung vom 23. Juli 2019 kommunizierte Haltung gehe auf einen Stadtratsbeschluss vom 3. Juli 2019 zurück. Das Kantonsgericht habe dies nicht erwähnt und damit zum einen den Sachverhalt offensichtlich falsch festgestellt, zum andern aber auch die Begründungspflicht verletzt. Sämtlichen Stadtratsmitgliedern habe bewusst sein müssen, dass die Umnutzung ohne Baubewilligungsverfahren umgesetzt worden sei. Am 17. März 2020 habe der Bereich Städtebau denn auch zu Recht die von ihnen verlangte Einleitung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens verfügt. Selbst wenn die Baubewilligungspflicht nur fahrlässig und nicht (eventual-) vorsätzlich missachtet worden sei, liege ein Befangenheitsgrund vor. Dass nun gegen Mitglieder des Stadtrats Strafuntersuchungen durchgeführt würden, sei in diesem Zusammenhang sehr wohl zu berücksichtigen und verstärke den Anschein von Befangenheit.