Citation: 5A_822/2020 E. 3.6

3.6. Der Beschwerdeführer macht in formeller Hinsicht geltend, es liege keine "echte oder offizielle", sondern eine nachträglich veränderte Geburtsurkunde vor. Er erblickt die Ungültigkeit der Kindesanerkennung im Umstand, dass die Geburtsurkunde vom 18. Juli 2017 sich nicht auf die Verhältnisse im Zeitpunkt der Geburt des Kindes (am 14. September 2001) beziehe, weshalb sie "falsch" sei. Es ist indes bekannt, dass in verschiedenen Staaten, darunter Brasilien, die Kindesanerkennung mit der Geburtsurkunde nachgewiesen wird (Kreisschreiben EAZW Nr. 20.08.01 vom 15. Januar 2008, Nachweis Kindesverhältnis, S. 3, Ziff. 1, Fn. 4). Sodann steht fest, dass der Aufsichtsbehörde die Dokumente vorgelegt wurden, wonach - gemäss Anmerkung in der am 18. Juli 2017 ausgestellten Geburtsurkunde - der Beschwerdeführer mit notarieller Kindesanerkennungsurkunde vom 23. Juli 2013 C.E.________ D.________ anerkannt und sie dadurch den Namen E.________ D.________ angenommen hat. Mit Blick auf die Form, in welcher die Anerkennung gemäss Art. 1609 br ZGB (Eintragung im Geburtsregister, notariell hinterlegte Urkunde) erfolgte, ist nicht ersichtlich, inwiefern der brasilianische Nachweis zur Nachbeurkundung der Kindesanerkennung nicht genügend sein soll.