Citation: I 64/06 21.08.2006 E. 4.3

4.3.1 Mit der Vorinstanz ist zu berücksichtigen, dass Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund deren auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen sind (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc), was nicht nur für den allgemein praktizierenden Hausarzt gilt, sondern auch für den behandelnden Spezialarzt oder den schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, den geklagten Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren (Urteil S. vom 20. März 2006 [I 655/05] Erw. 5.4, mit Hinweisen). Vor diesem Hintergrund sowie mit Blick darauf, dass sich die Beurteilung im Bericht von H.________ vom 4. Dezember 2004 weitgehend darin erschöpft, die ins Zentrum gerückten subjektiven Angaben und Schilderungen des Versicherten als glaubwürdig zu bezeichnen, und namentlich seine unter Verweis auf das depressive Leiden nach wie vor attestierte volle Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen einer nachvollziehbaren und einleuchtenden Begründung entbehrt, vermag die Stellungnahme des behandelnden Psychiaters die Zuverlässigkeit und volle Beweiskraft der umfassenden und einlässlich begründeten Einschätzungen im ZMB-Gutachten vom 13. April 2004 nicht in Zweifel zu ziehen. Auf letztere Beurteilung, welche nach den zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen, worauf verwiesen wird, nicht nur in psychiatrischer, sondern auch in somatischer Hinsicht durchwegs überzeugt, ist daher im Rahmen des Revisionsverfahrens abzustellen. Die letztinstanzlich erhobenen, kaum substantiierten Einwände sind nicht geeignet, zu einem abweichenden Ergebnis zu führen.