Citation: 6B_1104/2022 E. 1.2.3

1.2.3. Im Ergebnis stehe fest, dass der Verwaltungsrat spätestens Ende 2012 die Aussichtslosigkeit einer Sanierung hätte erkennen und einsehen müssen, dass der unvermeidliche Konkurs bloss noch hinausgezögert würde. Jegliche Toleranzfrist für die Benachrichtigung des Konkursgerichts sei damit zu Ende und der Beschwerdeführer verpflichtet gewesen, die eigentlich schon früher fällige Überschuldungsanzeige unverzüglich nachzuholen. Es stehe fest und sei unbestritten, dass der Beschwerdeführer weder dies getan noch die nötige Zwischenbilanz erstellt habe. Der massgebebende Verschleppungszeitraum betreffe gemäss Anklage den 1. Januar bis zur Konkurseröffnung am 30. August 2013. Die finanzielle Situation der B.________ AG habe sich währenddessen durch Erhöhung der Passiven um Fr. 103'900.-- und Verminderung der Aktiven um gut Fr. 63'000.-- verschlechtert. Gegenteiliges habe der Beschwerdeführer nicht vorgetragen und die Berechnungen nicht bestritten. Der Verschleppungsschaden gemäss Staatsanwaltschaft von mindestens Fr. 165'000.-- stehe somit ebenfalls fest.