Citation: 6B_1423/2017 E. 1.4

1.4. Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, er habe während ungefähr drei Sekunden seine Aufmerksamkeit von der Strasse abgewendet. Ob er seine Aufmerksamkeit während dieser Zeit einem Mobiltelefon oder einem Lasermessgerät zuwandte, ist unter dem Gesichtspunkt des Anklageprinzips belanglos. Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, zielt der Vorwurf auf mangelnde Aufmerksamkeit am Steuer infolge Bedienens eines technischen Geräts während der Fahrt. Unabhängig davon, ob es sich dabei um ein Mobiltelefon oder ein Lasermessgerät handelte, war für den Beschwerdeführer offensichtlich, was ihm vorgeworfen wird. Er wurde vom Vorwurf in keiner Weise überrascht. Eine wirksame Verteidigung war ihm ohne weiteres möglich. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers wird der Strafbefehl auch der Umgrenzungsfunktion des Anklagegrundsatzes klarerweise gerecht. Die Anklageschrift ist nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck der Umgrenzung des Prozessgegenstands und der Information der beschuldigten Person, damit diese die Möglichkeit hat, sich zu verteidigen. Eine Anklageschrift ist kein Urteil. Zudem gilt es dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei Bagatelldelikten wie hier ohnehin weniger hohe Anforderungen an das Anklageprinzip zu stellen sind (Urteil 6B_1401/2016 vom 24. August 2017 E. 1.4; mit Hinweisen).