Citation: 8C_581/2022 E. 4.2

4.2. Inwieweit demgegenüber die Einschätzung der psychiatrischen asim-Expertin Dr. med. G.________, wonach für die Verhinderung der Chronifizierungstendenzen und das Durchbrechen der Passivität des Beschwerdeführers berufliche Massnahmen unter strenger therapeutischer Begleitung hilfreich sein könnten (vgl. psychiatrisches Gutachten, S. 12), einen verfrühten Fallabschluss nahelegen sollen, ist nicht ersichtlich. Die in der Beschwerde dazu erhobenen Einwände scheitern schon daran, dass Dr. med. G.________ in Übereinstimmung mit den übrigen medizinischen Akten auf die beim Beschwerdeführer ausgeprägt vorliegenden psychosozialen Belastungsfaktoren (Migration, berufliche Perspektivlosigkeit, Trennung von der Ehefrau, finanzielle Probleme, mangelnde Integration) hinwies. Deshalb - und aufgrund der von sämtlichen beteiligten Fachärztinnen erwähnten Chronifizierungstendenz - sei die Prognose (selbst bei Durchführung der vorgeschlagenen Massnahmen unter enger therapeutischer Begleitung) zurückhaltend zu stellen. Dass somit anhand der medizinischen Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf eine namhafte Steigerung der Arbeitsfähigkeit geschlossen werden müsste, ist - anders als der Beschwerdeführer meint - nicht ersichtlich. Auch in Anbetracht der sonstigen Rügen ergeben sich keine Mängel in der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung oder Beweiswürdigung. Folglich hat es mit dem auf den 9. Oktober 2020 festgelegten Fallabschluss sein Bewenden.