Citation: 1C_372/2017 E. 4.3.2

4.3.2. Die Vorinstanz hat weiter ausgeführt, das entgegenstehende öffentliche Interesse sei mit Blick auf den Zweck der Grünzone zu beurteilen. Grünanlagen bezweckten die Sicherung von Freiräumen. Bei der Grünanlage auf der Parzelle Nr. 0055 handle es sich um einen kleinen Park mit halb wildem Charakter, welcher unter anderem den Kindergarten- und Primarschulkindern als Spielplatz diene; die kleine Freifläche stelle auch einen Rückzugsort für das Quartier dar. Dem Aufenthalt oder Spielen auf dem gemergelten Platz stehe das Parkplatz-Projekt jedoch nicht entgegen, da die Zufahrt nicht über den Platz erfolge. Wenn einige Fahrzeuge von der Schulgasse her über den gemergelten Weg fahren würden, werde der Charakter der Grünanlage nicht in Frage gestellt. Zudem werde die Situation von der Kantonspolizei aus verkehrssicherheitstechnischer Sicht nicht als problematisch beurteilt, zumal die Parkplätze ausschliesslich durch Angestellte des Beschwerdegegners genutzt würden. Aus diesem Grund entstehe auch kein Suchverkehr. Es sei davon auszugehen, dass die sieben Parkplätze halb- oder ganztags belegt würden, sodass mit höchstens rund 30 Fahrten pro Tag zu rechnen sei. Damit könne nicht von einer starken Verkehrszunahme gesprochen werden. Die Schulgasse liege in der Begegnungszone, in welcher eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 km/h gelte, womit vorsichtiges Fahren bereits heute vorgeschrieben sei. Auch in der Begegnungszone müsse indes mit Motorfahrzeugen gerechnet werden, weshalb sich die Situation nicht massgeblich ändere. Bei der Überfahrt des ca. 2,8 m breiten Mergelwegs bestehe für Passanten sodann die Möglichkeit, in die Grünfläche auszuweichen, da der Weg über keinen Randabschluss verfüge. Eine Nutzung des Wegs durch die Schulkinder werde damit nicht verunmöglicht. Diese könnten ferner vom Pausenplatz her über den Park in die Friedhofgasse einbiegen, womit ein alternativer Schulweg zur Verfügung stehe, dessen Sicherheit durch die neuen Parkplätze nicht tangiert werde.