Citation: I 406/02 20.02.2003 E. 3

Im Weiteren ist zu prüfen, wie hoch der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin als Erwerbstätige und als Hausfrau ist. 3.1 Die Parteien stimmen darin überein, dass in Bezug auf den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und der ihr noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit auf das von der IV-Stelle in Auftrag gegebene Gutachten von Dr. med. L.________, Facharzt FMH Rheumatologie und Innere Medizin, vom 22. Januar 2001 abgestellt werden kann. Dieser stellt die Diagnosen eines chronischen lumbospondylogenen Syndroms linksbetont mit leichten Osteochondrosen und Spondylarthrosen L3/4 und L4/5, einer unsignifikanten Beinlängendifferenz mit kompensatorischer linkskonvexer Skoliose und einer konstitutionellen Bandlaxizität; von unspezifischen Polyarthralgien bei beginnender Fingerpolyarthrose und einer leichten Epikondylopathie humeri lateralis beidseits, einer leichten Periarthopathia humeroscapularis links, unklaren Knieschmerzen rechts und von einer kontrollbedürftigen Schilddrüsenfunktion. Der Leidensdruck der Explorandin sei offensichtlich und die geschilderten Behinderung glaubhaft. Die Anzahl der problematischen Körperregionen (Rücken, Hüfte, Knie, Schulter, Ellenbogen, Hände) habe eine Beeinträchtigung der funktionellen Kapazität zur Folge, auch wenn die einzelnen klinisch und radiologisch objektivierbaren Befunde eher diskret seien. In einer angepassten Tätigkeit, bei der regelmässig die Position gewechselt werden könne und keine Lasten über 15 bis 20 kg gehoben werden müssen, liege die Arbeitsfähigkeit bei 50 %. Davon ist bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades auszugehen.