Citation: 9C_836/2019 E. 4.2.2

4.2.2. Auch der Einwand, es bleibe völlig unklar, wie die Vorinstanz dazu komme, das diagnostische Ergebnis des psychiatrischen MEDAS-Gutachtens (mittelschwere depressive Episode, chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, dissoziative Störung) der Dr. med. B.________ ohne weitere Abklärungen als nicht beweiskräftig zu qualifizieren, hilft nicht weiter. Im Gegenteil hielt die psychiatrische Sachverständige selber unmissverständlich fest, zuverlässige Angaben zur Leistungsfähigkeit seien unmöglich, weil die Aussagen der Beschwerdeführerin widersprüchlich gewesen seien und es sowohl in der psychiatrischen als auch der rheumatologischen Untersuchung Diskrepanzen gegeben habe, die auf bewusste Einflussnahme hingedeutet hätten (vgl. MEDAS-Gutachten, S. 39). Nachdem es bei der Invaliditätsbemessung grundsätzlich nicht auf die Diagnose ankommt, sondern einzig darauf, welche Auswirkungen eine Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit hat (vgl. Urteil 9C_361/2016 vom 22. August 2016 E. 4.2.1), ist durchaus nachvollziehbar, dass die Vorinstanz unter diesen Umständen nicht auf das psychiatrische MEDAS-Gutachten abgestellt hat. Von einer Unklarheit der vorinstanzlichen Begründung - wonach dieses insbesondere im entscheidenden Punkt der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit unvollständig sei - kann keine Rede sein.