Citation: 1C_269/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Im Kern geht es um die Auslegung von § 59 ff. PBG/SZ, die das Bundesgericht bloss auf Willkür prüft (vorne E. 2.1). In mehrfacher Hinsicht rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe willkürlich entschieden. Er macht hingegen nicht geltend, der vorinstanzliche Entscheid sei auch im Ergebnis unhaltbar, was jedoch eine Voraussetzung für die Aufhebung des Entscheids durch das Bundesgericht wäre (vgl. vorne E. 2.4). Selbst wenn die Willkürrüge rechtsgenüglich vorgebracht worden wäre, ist nicht ersichtlich, weshalb der vorinstanzliche Entscheid willkürlich sein soll. So kann namentlich der Umstand, dass im kantonalen Privatrecht eine Norm besteht, die den Abstand zwischen einer Mauer und dem Nachbarsgrundstück regelt, entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers - wie auch der Gemeinde - eine öffentlich-rechtliche Regelung in diesem Bereich nicht ausschliessen oder ihre Anwendung für sich gar als willkürlich erscheinen lassen. Auch schränkt die zivilrechtliche Regelung die Auslegung öffentlich-rechtlicher Normen nicht ein. Es ist nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz in langjähriger Rechtsprechung die kantonalen öffentlich-rechtlichen Normen von § 59 ff. PBG/SZ teleologisch, weit auslegt und sie analog auch auf fassadenähnliche Anlagen anwendet. Ein Analogieschluss besteht darin, dass ein Rechtssatz auf einen Tatbestand angewendet wird, der ausserhalb des Wortlauts liegt, aber mit dem von der Bestimmung geregelten Tatbestand wesensgleich ist (BGE 98 Ia 35 E. 3 S. 40). Der Analogieschluss setzt hinreichend gleich gelagerte Verhältnisse voraus (BGE 129 V 30 E. 2.2 mit Hinweisen). Die Analogie hat somit zu berücksichtigen, dass jener Regelungszusammenhang, für den eine Vorschrift im positiven Recht existiert, und jene Thematik, welche durch das Fehlen einer gesetzlichen Norm gekennzeichnet ist und für die sich die Frage der analogieweisen Heranziehung der anderen Regel stellt, hinreichende sachliche Gemeinsamkeiten aufweisen müssen (BGE 129 V 345 E. 4.1; vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 186 ff.). Die sachliche Nähe zwischen einer Fassade und Anlagen mit "fassadenähnlicher Wirkung" liegt auf der Hand. Es erschiene angesichts des unbestimmten Wortlauts der einschlägigen kantonalen Bestimmungen auch nicht von vornherein ausgeschlossen, solche Anlagen mit "fassadenähnlicher Wirkung" als vom Wortlaut erfasst anzusehen. Der Beschwerdeführer und die Gemeinde vermögen jedenfalls nicht aufzuzeigen und es ist auch nicht ersichtlich, weshalb die vorinstanzliche Auslegung des kantonalen Rechts geradezu willkürlich sein soll. Eine willkürliche Verletzung des Legalitätsprinzips (Art. 5 Abs. 1 BV), wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht, ist darin nicht erkennbar. Die Auslegungsbedürftigkeit des Begriffs "Fassade" i.S.v. § 59 ff. PBG/SZ und die verschiedenen, in diesen Bestimmungen nicht abschliessend aufgezählten (Neben-) Bauten und Anlagen, die ein weites Verständnis des Fassadenbegriffs des Gesetzgebers nahelegen, sprechen gegen die Willkür der vorinstanzlichen Auslegung. Gerade auch im Vergleich zu den bisherigen, von der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid aufgeführten Anwendungsfällen in ihrer Rechtsprechung erscheint die Bejahung der fassadenähnlichen Wirkung vorliegend nicht als willkürlich.