Citation: 6B_1424/2019 E. 3.4.2

3.4.2. In tatsächlicher Hinsicht ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin im Alter von 20 Jahren in die Schweiz kam und zum Zeitpunkt des angefochtenen Urteils 27 Jahre in der Schweiz verbracht hat. Sie war in dieser Zeit während 9 Jahren mit einem Schweizer verheiratet und ist mehrere Jahre einer selbstständigen Erwerbstätigkeit nachgegangen. Die in der Schweiz verbrachte Zeit kann mit der Beschwerdeführerin zweifelsohne als lebensprägend angesehen werden. Dasselbe gilt jedoch auch für die bis zur Einreise in die Schweiz in der Dominikanischen Republik verbrachte Zeit, zumal die Beschwerdeführerin erst im Erwachsenenalter in die Schweiz migrierte, die gesamte Kindheits- und Jugendjahre in ihrem Herkunftsland verbracht hat und insofern auch mit der Sprache, Kultur und den Gepflogenheiten ihrer Heimat vertraut ist. Dass die Vorinstanz die von der Beschwerdeführerin in der Dominikanischen Republik verbrachte Zeit in ihrer Härtefallprüfung berücksichtigt, ist nicht zu beanstanden. Dieses Vorgehen entspricht der bundesgerichtlichen Praxis (vgl. BGE 146 IV 105 E. 3.5 S. 11; Urteile 6B_396/2020 vom 11. August 2020 E. 2.5; 6B_186/2020 vom 6. Mai 2020 E. 2.4.3) und es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz damit gegen Konventionsrecht verstossen haben sollte. Auch war sie nicht gehalten, in diesem Zusammenhang weitergehende Ausführungen zu machen und etwa zu erläutern, was sie unter den prägenden Kinder- und Jugendjahren versteht (vgl. Beschwerde Ziff. 7.2 S. 9). Die Vorinstanz hat in ihrem Urteil die für sie wesentlichen Überlegungen genannt, von denen sie sich hat leiten lassen und auf welche sie ihr Urteil stützt, so dass die Beschwerdeführerin dieses in voller Kenntnis der Sache beim Bundesgericht anfechten konnte (vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2 S. 70 f.; 141 III 28 E. 3.2.4 S. 41; Urteil 6B_178/2019 vom 1. April 2020 E. 4.4.11 je mit Hinweisen). Ein Verstoss gegen die Begründungspflicht ist jedenfalls nicht auszumachen.