Citation: 1C_249/2018 E. 3.3.3

3.3.3. Sodann rügt der Beschwerdeführer, die Gründe für die Gegenstandslosigkeit des Entzugsverfahrens lägen eindeutig auf Seiten der Behörden. Es sei daher unhaltbar, ihm amtliche Kosten aufzuerlegen und keine ausseramtlichen Entschädigungen zuzusprechen. Unbestrittenermassen widerrief das Strassenverkehrsamt am 1. Juni 2015 den vorsorglichen Führerausweisentzug, nachdem im Blut des Beschwerdeführers keine massgebliche THC-Konzentration nachgewiesen werden konnte. Insofern kann dem Amt nicht vorgeworfen werden, nicht unverzüglich gehandelt zu haben. Der Widerruf beruhte aber auf einer neuen Sachlage und führte nicht dazu, dass der vorsorgliche Entzug von Beginn an widerrechtlich gewesen wäre. Auch wenn es ohne weiteres denkbar wäre, für die Verlegung der Kosten und Entschädigungen auf eine Gesamtbetrachtung abzustellen, erscheint es nicht unhaltbar, ein grösseres Gewicht auf die erste Phase zu legen, in der sich der vorsorgliche Entzug als zulässig erweist. Das gilt umso mehr, als der Kosten- und Entschädigungsentscheid auf einer bloss summarischen Fallbeurteilung beruht, wenn ein Rechtsstreit in der Hauptsache als gegenstandslos abgeschrieben wird. Obwohl also auch eine andere Lösung denkbar wäre, ist es nicht willkürlich, für den einzig zu fällenden Kosten- und Entschädigungsentscheid davon auszugehen, der Beschwerdeführer habe das Verfahren ausgelöst bzw. den vorsorglichen Ausweisentzug mitzuverantworten (vgl. erneut das Urteil des Bundesgerichts 1B_180/2012 vom 24. Mai 2012, wo es sogar um die Kostenauflage im Strafverfahren ging). Damit ist es auch nicht unhaltbar, ihm die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens vor der Verwaltungsrekurskommission sowie des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen und ihm in den kantonalen Verfahren vor allen drei Instanzen keine Parteientschädigung zuzusprechen.