Citation: H 265/03 27.04.2004 E. 4

Der Beschwerdeführer beschränkt Rechtsbegehren und Begründung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf den Umstand, dass er am 26. November 1998 aus dem Verwaltungsrat der Firma O.________ AG zurücktrat. Er macht im Wesentlichen geltend, er könne nicht für Beiträge haftbar gemacht werden, welche für das Jahr 1999 nachzuerheben seien, als er nicht mehr Organstellung in der Firma hatte. 4.1 Sowohl im Verfahren H 261/02 betreffend Firma X.________AG, welches mit Urteil vom 7. Mai 2003 letztinstanzlich entschieden wurde, als auch im vorliegend zu beurteilenden Fall der konkursiten Firma O.________ AG haben die Unternehmensverantwortlichen nicht dafür gesorgt, dass u.a. für die an A.________ ausgerichteten Entgelte Sozialversicherungsbeiträge bezahlt worden sind. Darauf hat das kantonale Gericht die Schadenersatzpflicht des Beschwerdeführers beschränkt, dies gestützt auf die von A.________ anlässlich der (für beide Fälle gemeinsam durchgeführten) Instruktionsverhandlungen vom 25. Oktober 2001 gemachten Angaben über Bezüge von Fr. 20'000.- (1997), Fr. 50'000.- (1998) und Fr. 80'0000.- (1999). 4.2 Nach der Rechtsprechung haftet ein Verwaltungsrat grundsätzlich nur für diejenigen später ausgefallenen Sozialversicherungsbeiträge, welche fällig wurden, als die Organstellung bestand (BGE 126 V 61; Have 2003 155). Bei Verwaltungsräten kommt es also auf das effektive Ausscheiden aus dem Verwaltungsrat an (BGE 112 V 5 Erw. 3c, 109 V 94 f.). Für nach dem Zeitpunkt des effektiven Ausscheidens des formellen Organs fällig gewordene Beiträge entfällt grundsätzlich die Haftung, es sei denn, der Schaden gehe auf Handlungen des ehemaligen Organs zurück, welche sich erst nach dessen Ausscheiden ausgewirkt haben (vgl. den in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erwähnten, auch bei Thomas Nussbaumer, Die Haftung des Verwaltungsrates nach Art. 52 AHVG, in: AJP 1996 S. 1081 Fussnote 115 zitierten Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 27. Mai 1993, wiedergegeben auch in SJZ 89/1993 S. 398). Diesen Standpunkt nimmt auch das Eidgenössische Versicherungsgericht in seiner Rechtsprechung ein (HAVE 2003 155; vgl. auch nicht veröffentlichtes Urteil W. vom 26. April 1993, H 17/92). Daran ist festzuhalten, weil der Verwaltungsrat für alle Schäden haften soll, die wegen vorsätzlicher oder grobfahrlässiger Verletzung von AHV-Vorschriften aus seiner Organstellung heraus in kausaler Weise entstehen. Wie das kantonale Gericht in seiner Vernehmlassung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde zutreffend bemerkt, sind diese Voraussetzungen hier gegeben. Wäre über die Bezüge an A.________ von Anfang an ordnungsgemäss abgerechnet worden, wäre es auch zu einer Beitragserhebung für das Jahr 1999 gekommen, als die AG noch nicht zahlungsunfähig war. Der Beitragsausfall ist daher in kausaler Weise auf das grobfahrlässige Verhalten des Beschwerdeführers als Verwaltungsrat zurückzuführen.