Citation: 4C.338/2004 27.04.2005 E. 5

5.1 Weiter bringt der Beklagte vor, er habe vor Obergericht geltend gemacht, der Kläger werde von der SUVA eine Komplementärrente erhalten, sobald mit dem Wegfall der erste Kinderrente die Leistungen der IV nicht mehr den Betrag von monatlich Fr. 3'222.40 erreichten. Der Kläger werde deshalb bis an sein Lebensende Sozialversicherungsleistungen von mindestens Fr. 3'222.40 pro Monat bzw. Fr. 38'668.-- pro Jahr erhalten. Das Obergericht habe bei der Berechnung des Altersrenten-Direktschadens zutreffend festgestellt, von den mutmasslichen Altersrenten seien die dem Kläger auf Grund seines Unfalls tatsächlich gewährten Invalidenrenten bzw. die zukünftigen Leistungen der AHV in der Höhe der IV-Leistungen sowie die Komplementärrente gemäss UVG abzuziehen. Das Gericht habe damit gesehen, dass der Kläger nach Wegfall der Kinderrente von der SUVA eine Komplementärrente erhalten werde. Dennoch habe das Obergericht in Erwägung 16.5.2 die SUVA-Rente nicht berücksichtigt. Die Berechnung des Renten-Schadens des Obergerichts verletze damit Bundesrecht. Alsdann errechnet der Beklagte abzuziehende Sozialversicherungsleistungen bis zum 65. Altersjahr von Fr. 656'527.20 und einen künftigen Erwerbsausfall von Fr. 523'733.70. 5.2 Der Kläger führt in seiner Berufungsantwort an, aus dem angefochtenen Urteil ergebe sich eindeutig, dass das Obergericht von einer Beendigung der Kinderrente für G.________ und F.________ im 18. Altersjahr ausgegangen sei und dementsprechend auch nur eine Kapitalisierung der anrechenbaren Rente bis zu diesem Altersjahr vorgenommen habe. Indem das Obergericht nicht geprüft habe, ob durch die Aufhebung der Kinderrente die bisherige Komplementärrente der SUVA angepasst werden müsste, habe es Art. 20 Abs. 2 letzter Satz des UVG und damit eine Bundesrechtsnorm verletzt. Gemäss Art. 64 OG hebe das Bundesgericht in einem derartigen Fall das Urteil auf und weise es zur Ergänzung an die Vorinstanz zurück, es sei denn, der Tatbestand sei bloss in nebensächlichen Punkten zu ergänzen und das Bundesgericht könne die notwendigen neuen Feststellungen auf Grund der vorhandenen Akten selber treffen. Diese Voraussetzung sei im vorliegenden Fall trotz der auf den ersten Blick klaren Berechnungen des Beklagten nicht gegeben, da es für das Bundesgericht nicht möglich sei, aus den Akten die genaue Höhe der Komplementärrente der SUVA nach Wegfall der Kinderrente zu berechnen. Die Sache sei daher zur Neuschätzung in diesem Punkt an die Vorinstanz zurückzuweisen. 5.3 Das Obergericht hat insoweit Bundesrecht verletzt, als es bei der Berechnung des Erwerbsausfalls gemäss den übereinstimmenden Angaben der Parteien die Komplementärrente der SUVA zu Unrecht nicht berücksichtigt hat. Da im angefochtenen Urteil Feststellungen zum Leistungsumfang der Komplementärrente fehlen und dieser sich nicht ohne weiteres aus den Akten ergibt, ist die Streitsache zur Sachverhaltsergänzung und Neuberechnung an die Vorinstanz zurückzuweisen.