Citation: 6B_1263/2020 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei als Organ der D.________ AG zur sorgfältigen Vermögensverwaltung verpflichtet gewesen. Er habe jedoch eine Schwindelgründung vorgenommen und die D.________ AG damit von Anfang an nicht mit genügendem Kapital ausgestattet. Weiter habe er keine Bilanz erstellen lassen bzw. sei nicht dafür besorgt gewesen, dass die Rechnungslegung ordnungsgemäss erfolgte, was als arge Nachlässigkeit in der Berufsausübung zu werten sei. Darüber hinaus habe er einen grossen Teil des durch Darlehen oder für die Zeichnung von Aktien der noch zu gründenden L.________ AG eingenommenen Geldes, ohne eine Gegenleistung oder einen rechtlichen Anspruch, verschoben, was ein massloses Rechtsgeschäft und somit eine Verschleuderung von Vermögenswerten darstelle. Die D.________ AG habe durch diese Handlungen grosse Vermögenseinbussen erlitten. Gemäss dem Buchhalter F.________ sei die Gesellschaft im März oder Mai 2016 zahlungsunfähig oder überschuldet gewesen. Die durch die I.________ AG im Rahmen einer summarischen Nachführung der Buchhaltung einzig anhand von Bankkontoauszügen erstellte Zwischenbilanz per 30. Juni 2016, in welcher offene Rechnungen und zu bildende Abschreibungen sowie Rückstellungen noch nicht berücksichtigt worden waren, habe sodann eine deutliche Überschuldung gezeigt. Über die D.________ AG sei am 13. Januar 2017 schliesslich der Konkurs eröffnet worden, womit die objektive Strafbarkeitsbedingung erfüllt sei. Der Beschwerdeführer habe vorsätzlich gehandelt und dabei zumindest in Kauf genommen, dass er als Organ der D.________ AG deren Überschuldung, zumindest aber deren Zahlungsunfähigkeit herbeiführt (vgl. angefochtenes Urteil E. 5.4 S. 16 i.V.m. E. 2.4 S. 6).