Citation: 9C_214/2024 E. 5.2

5.2. Hinsichtlich der kantonalen Steuern beruhen die Gerichtskosten im Verfahren vor der Steuerrekurskommission auf kantonalem Recht. Dessen Anwendung kann das Bundesgericht nur auf die Verletzung des Willkürverbots und anderer verfassungsmässiger Rechte hin überprüfen (vgl. oben E. 1). § 80 Abs. 2 VRG/TG sieht für die hier massgebende Konstellation vor, dass ausseramtliche Kosten nur ersetzt werden, wenn sich dies wegen einer komplizierten Sachlage oder schwierigen Rechtsfragen rechtfertigt. Die Vorinstanz verneint beide Merkmale. Dazu, ob sich eine schwierige Rechtsfrage stelle, hält sie namentlich fest, die einschlägigen rechtlichen Vorgaben für einen Abzug von Kosten des Wochenaufenthalts vom steuerbaren Einkommen seien im Formular für die Steuererklärung und in der dazugehörigen Wegleitung ersichtlich. Die erforderliche Einzelfallprüfung anhand spezifischer Kriterien begründe keine schwierige Rechtsfrage. Nachdem die Vorinstanz die Voraussetzungen für eine Parteientschädigung schon aufgrund der bundesrechtlichen Vorgaben verneinen durfte (E. 5.1), ist der vorinstanzliche Schluss, die Steuerrekurskommission habe die Zusprechung einer Parteientschädigung auch insoweit zu Recht abgelehnt, als es um die Anwendung von kantonalem Steuerrecht ging, ohnehin frei von Willkür.