Citation: 2C_84/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog, dass sich der für die rechtliche Würdigung wesentliche Sachverhalt ohne Weiteres aus den Akten ergibt. Deshalb bestehe für ein Beweisverfahren kein Anlass und es könne namentlich von einer Parteibefragung des Beschwerdeführers abgesehen werden. Ebenso könne auf eine Anhörung im Rahmen einer öffentlichen Verhandlung verzichtet werden, zumal der Beschwerdeführer ein entsprechendes Gesuch zurückgezogen habe. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe sein Schreiben vom 17. März 2020 an den Klienten isoliert betrachtet und den Gesamtkontext seiner Aussage nicht berücksichtigt. Sie habe es insbesondere unterlassen, entlastenden Momenten nachzugehen. Der Gesamtkontext seiner Aussage wäre für eine neutrale und unparteiische rechtliche Beurteilung sowie für die Strafzumessung relevant gewesen. Aus den einschlägigen Akten betreffend das Anwalts-Klienten-Verhältnis würde deutlich hervorgehen, dass der Klient an einer Erläuterung des Strafurteils ohnehin keinen Bedarf gehabt und eine Besprechung mit ihm ohnehin verweigert hätte. Ebenso wäre dies aus den beantragten, nicht durchgeführten Befragungen hervorgegangen. Das Vertrauensverhältnis zwischen ihm und seinem Klienten sei seit Monaten heillos zerrüttet gewesen. Der Klient habe während des gesamten Verfahrens den Kontakt zu ihm verweigert. Unter diesen Umständen, welche die Vorinstanz nicht berücksichtigt habe, sei eine Verletzung der Berufsregeln von vornherein ausgeschlossen gewesen. Die Vorinstanz habe damit den Sachverhalt willkürlich falsch festgestellt und rechtlich falsch gewürdigt.