Citation: 5D_222/2021 E. 5.3.1

5.3.1. Der Beschwerdeführer erachtet es sodann mit der Vorinstanz als richtig, dass ein Kostenvorschuss nicht für bei Gesuchstellung bereits erbrachte, sondern nur für künftige Leistungen zugesprochen werden kann (vgl. dazu WEINGART, provisio ad litem - Der Prozesskostenvorschuss für eherechtliche Verfahren, in: Markus et al. [Hrsg.], Zivilprozess und Vollstreckung national und international - Schnittstellen und Vergleiche, Festschrift für Jolanda Kren Kostkiewicz, 2018, S. 677 ff., 689, mit Hinweis auf Art. 119 Abs. 4 ZPO im Umkehrschluss). Entgegen dem Obergericht dürften vorliegend daher die vor Einreichung der Klage auf Vorschussleistung vom 20. November 2020 angefallenen Aufwendungen nicht berücksichtigt werden. Die Beschwerdegegnerin habe in der Replik vom 24. August 2020 zwar einen Antrag auf Ausrichtung eines Prozesskostenvorschusses gestellt. Dieser sei jedoch unbegründet geblieben. Ausserdem habe sie später, eben am 20. November 2020, korrekterweise eine eigenständige Klage erhoben, was ihr im Übrigen bereits früher möglich gewesen wäre. Unter diesen Umständen sei das Vorgehen der Vorinstanz willkürlich.