Citation: 6B_1404/2019 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer wendet sich ferner gegen die rechtliche Würdigung des Sachverhalts als qualifiziert grobe Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 3 SVG. Es sei unbestritten, dass er die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren habe und ihm deshalb ein Nichtbeherrschen des Fahrzeugs im Sinne von Art. 31 Abs. 1 SVG vorzuwerfen sei. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz habe er die Schleuderfahrt aber nicht absichtlich und schuldhaft herbeigeführt, sondern sei das Fahrzeug aus einem Zusammenspiel unglücklicher Umstände in eine Rotationsbewegung geraten. In subjektiver Hinsicht macht er geltend, dass er bei seinem reflexartigen Verhalten gar keine Zeit gehabt habe, sich darüber Gedanken zu machen, dass er auf dem rutschigen Velostreifen möglicherweise die Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren könnte. Er habe das unabsichtlich geschaffene Risiko daher nicht im Sinne des Eventualvorsatzes in Kauf genommen. Da er den Kausalverlauf nicht habe voraussehen können, könne ihm auch keine besondere Skrupellosigkeit oder Rücksichtslosigkeit vorgeworfen werden. Im Weiteren stehe die vom verkehrspsychologischen Gutachten bestätigte überdurchschnittlich ausgeprägte Selbstkontrollfähigkeit mit der Beurteilung der Vorinstanz in einem unüberwindbaren Widerspruch. Hätte er den Schleudervorgang und das damit einhergehende Ausmass des Gefährdungsrisikos vorausgesehen, hätte er aufgrund seiner gutachterlich attestierten charakterlichen Eigenschaften dieses Risiko nie auf sich genommen. Der subjektive Tatbestand sei daher zu verneinen. Der Sachverhalt sei daher gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG neu zu beurteilen und die Strafe entsprechend neu zugemessen werden (Beschwerde S. 18 ff.).