Citation: 8C_29/2009 01.05.2009 E. 4

4.1 Ausgehend von den Geschehensabläufen, wie sie in den Schadenmeldungen UVG geschildert werden (zweimaliges Herunterfallen vom Baugerüst), ist je von einem mittelschweren, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis auszugehen. Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs wäre deshalb erforderlich, dass zumindest ein einzelnes der unfallbezogenen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder die nach der Rechtsprechung massgeblichen Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind. 4.2 Von einer besonderen Eindrücklichkeit oder besonders dramatischen Begleitumständen kann weder beim ersten noch beim zweiten Unfall gesprochen werden. Die gesundheitliche Beeinträchtigung (lumbale Schmerzen zehn Tage nach dem ersten Unfall [Bericht der Notfallaufnahme des Spitals A.________ vom 9. März 2006] und Thoraxbeschwerden nach dem zweiten Unfall [Bericht der Hausärztin Dr. med. I.________, Fachärztin FMH für innere Medizin, vom 18. Februar 2007) war nicht derart gravierend, dass das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung zu bejahen wäre. Von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, kann ebenso wenig gesprochen werden, wie von einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen. Es bedarf hiezu besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt oder verzögert haben (SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 8.5, U 479/05; Urteil 8C_726/2007 vom 16. Mai 2008 E. 4.3.2.6). Solche Gründe sind hier nicht ersichtlich. Sodann ist mit Blick auf den gesamthaften Verlauf und die Intensität der therapeutischen Massnahmen keine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung auszumachen, welche sich im Wesentlichen auf ambulante und stationäre Physiotherapie und eine medikamentöse Behandlung beschränkte. Der erste Unfall hatte im Weiteren keine Arbeitsunfähigkeit zur Folge, nach dem zweiten Ereignis im Oktober 2005 war der Versicherte bereits am 21. November 2005 wieder vollständig arbeitsfähig. Die chronischen linksthorakalen muskuloskeletalen Schmerzen erlaubten es dem Beschwerdeführer, weiterhin uneingeschränkt als Gerüstbauer tätig zu sein und standen bei der Arbeit auch nicht im Vordergrund (Bericht des Spitals A.________ vom 8. Juni 2006). Von über den gesamten Zeitraum durchgehend bestehenden körperlichen Dauerschmerzen (vgl. RKUV 2005 Nr. U 549 S. 241 E. 5.2.6, U 380/04) kann daher nicht gesprochen werden. Damit liegen die gemäss Rechtsprechung bei mittleren Unfällen notwendigen objektiven Kriterien weder gehäuft vor, noch ist eines davon besonders ausgeprägt gegeben (BGE 115 V 140 E. 6c/bb). Die mit der Rückfallmeldung vom 31. Januar 2007 geltend gemachten Beschwerden stehen demnach in keinem adäquaten Kausalzusammenhang mit den Unfallereignissen vom 27. April und 21. Oktober 2005. SUVA und Vorinstanz haben einen Leistungsanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint.