Citation: 2C_1027/2020 E. 8.2

8.2. Die Vorinstanz hat erwogen, dass die liquiden Mittel der Genossenschaft trotz stetigen Gewinnen in den letzten Jahren (Bilanzierter Gewinnvortrag per 31.12.2018: Fr. 511'010.78) sowie erheblicher Rücklagen und Reserven (Freiwillige Reserven: Fr. 600'000.--; Rückstellungen: Fr. 90'000.--) nicht ausreichen würden, um den von der Genossenschaft dargelegten budgetierten Erweiterungs- und Erneuerungsbedarf zu decken (vgl. angefochtenes Urteil E. 12.2 f.). Die Berechnungen, welche die Beschwerdeführer hiergegen in ihrer Beschwerde anführen, sind nicht nachvollziehbar. Soweit die Beschwerdeführer behaupten, die Genossenschaft hätte das im vorinstanzlichen Verfahren von ihr behauptete budgetierte Investitionsvolumen erst nachträglich berechnet, um im Beschwerdeverfahren die Einhaltung des Kostendeckungsprinzips zu belegen, verkennen sie, dass das entsprechende Beweismittel (Art. 105 Abs. 2 BGG; act. 9) klar auf zu diesem Zeitpunkt bereits laufende Projekte verweist. Sodann kann sich das Kostendeckungsprinzip bei Anschlussgebühren und -beiträgen, wo die Kosten für den Bau und die Amortisation von Leitungen und Anlagen in der Regel über eine längere Zeit und oft ungleichmässig anfallen, nur auf eine entsprechend lange Zeitdauer beziehen, womit dem entsprechenden Verwaltungszweig bei der Schätzung der zukünftigen Einnahmen und Ausgaben ein gewisser Spielraum zuzugestehen ist (Urteil 2C_1061/2015 vom 9. Januar 2017 E. 2.2.3). Die im konkreten Fall von der Beschwerdegegnerin geäufneten Finanzpolster sind also jedenfalls zum massgeblichen Zeitpunkt mit Hinblick auf den dargelegten Investitionsbedarf mit dem Kostendeckungsprinzip vereinbar.