Citation: 8C_55/2024 E. A

Die 1965 geborene A.________ war zuletzt vom 1. Juli 2017 bis 11. Mai 2021 als diplomierte Pflegefachfrau HF in einem Pensum von 50 % beim Spital B.________, angestellt. Im Jahr 2018 wurde ein Mamma-Karzinom mittels brusterhaltender Segmentektomie und anschliessender adjuvanter Radiotherapie behandelt. Weil im Mai 2019 ein Rektum-Karzinom festgestellt worden war, musste sich A.________ einer kombinierten neoadjuvanten Radio-/Chemotherapie unterziehen. Am 11. Oktober 2019 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die kantonale IV-Stelle Wallis holte die Berichte der behandelnden medizinischen Fachpersonen, insbesondere der Dr. med. C.________, Fachärztin für Onkologie, Hämatologie, Innere Medizin, Spital B.________, ein, veranlasste Erhebungen zur Leistungsfähigkeit im Haushalt (Haushaltsabklärungsberichte vom 21. Oktober 2021 und 19. September 2022) und forderte mehrmals Stellungnahmen des Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Medizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) an. Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens sprach sie A.________ eine vom 1. April 2020 bis 30. April 2022 befristete ganze Invalidenrente zu; für die Zeit ab 1. Mai 2022 verneinte sie einen Rentenanspruch unter Hinweis auf einen Invaliditätsgrad von 39 %, den sie anhand der gemischten Methode mit je 50%igem Erwerbs- und Haushaltsanteil ermittelte (Verfügung vom 28. August 2023).