Citation: 1B_216/2009 20.08.2009 E. 6

Weiter erachtet die Beschwerdeführerin die Untersuchungshaft als unverhältnismässig. Insbesondere wirft sie der Haftrichterin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, weil diese nicht näher auf die vorgeschlagenen Ersatzmassnahmen eingegangen sei. 6.1 Die Haftrichterin hat sich zur beantragten Ersatzmassnahme der Antabuseinnahme geäussert und dazu in Erwägung gezogen, es sei unklar, ob diese überhaupt tauglich wäre, weil mangels einer gutachterlichen Einschätzung und angesichts der steten Beteuerungen der Beschwerdeführerin, kein Alkoholproblem zu haben, keine zuverlässige Entscheidgrundlage vorliege. Diese Argumentation ist nachvollziehbar. Vor Bundesgericht macht die Beschwerdeführerin wiederum geltend, es müsse möglich sein, eine Alkoholabstinenz auf milderem Weg als demjenigen der Haft zu erreichen. Dabei verkennt sie, dass mit der Haft nicht einfach eine Alkoholabstinenz, sondern die Vermeidung eines weiteren qualifizierten Delikts bezweckt wird, auch wenn die Gewalttätigkeit der Beschwerdeführerin in direktem Zusammenhang mit ihrem Alkoholkonsum steht. Details über die Art des Alkoholproblems liegen noch nicht vor, weshalb auch keine verbindlichen Aussagen über die Eignung der vorgeschlagenen Ersatzmassnahmen möglich sind. Auf die Möglichkeit einer täglichen Meldepflicht bei der Polizei ist die Haftrichterin zwar nicht explizit eingegangen; die Beschwerdeführerin hat diese Ersatzmassnahme jedoch im Zusammenhang mit der Antabuseinnahme vorgeschlagen (Haftentlassungsgesuch vom 24. Juli 2009 S. 6). Da die Haftrichterin letztere als untaugliches Mittel erachtet hat, musste sie sich auch nicht zur Meldepflicht äussern. 6.2 Mit Blick auf die der Beschwerdeführerin zur Last gelegte Tat besteht momentan noch keine Überhaft. Indes sind die kantonalen Behörden gehalten, das Verfahren weiterhin zügig voranzutreiben.