Citation: 7B_706/2023 E. 4.4.1

4.4.1. Nach den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) ergab die Auswertung des Mobiltelefons des Beschwerdeführers, dass seine in Frankreich wohnende Schwester ihm angeboten hatte, er solle doch zu ihr kommen. Daraufhin habe der Beschwerdeführer am 14. Mai 2019 geantwortet, "dass er mal schaue, was gehe, ansonsten komme er dann ein wenig". Wenn die Vorinstanz diesen Umstand als ein konkretes Indiz für eine Flucht ins naheliegende Ausland wertet, ist dies nicht zu beanstanden. Vielmehr hat der Beschwerdeführer vor seiner Festnahme gerade mit dem Gedanken einer Flucht nach Frankreich gespielt. Mit Blick auf die zitierte Rechtsprechung ändert daran nichts, dass die Justizbehörden von Frankreich den Beschwerdeführer grundsätzlich an die Schweiz ausliefern bzw. stellvertretend verfolgen könnten (siehe vorne E. 4.2). Unbehelflich ist auch das Argument des Beschwerdeführers, aufgrund seiner hohen Schulden könne er sich eine Flucht nach Frankreich nicht leisten. Entgegen seinen Vorbringen ist eine Flucht ins nahe Ausland oder ein Untertauchen in der Schweiz nicht nur mit einem privaten Motorfahrzeug, sondern auch mittels öffentlicher Verkehrsmittel denkbar. Überdies war es dem Beschwerdeführer gemäss den Feststellungen der Vorinstanz trotz seiner hohen Schulden möglich, innert kürzester Zeit einen Bargeldbetrag von gut Fr. 6'000.-- erhältlich zu machen und diesen im Kühlschrank einer Bekannten zu verstecken.