Citation: 6P.21/2005 07.06.2005 E. 2

Das Revisionsgesuch stützt sich auf den Revisionsgrund von Art. 368 Abs. 1 Ziff. 1 des Gesetzes über das Strafverfahren (StrV/BE). Nach den Ausführungen des Obergerichts stimmt dieser Revisionsgrund mit der bundesrechtlichen Vorschrift von Art. 397 StGB überein (angefochtenes Urteil S. 8). Auf diese Ausführungen kann verwiesen werden. Nach der Rechtsprechung des Bundesgericht zu Art. 397 StGB sind Tatsachen und Beweismittel neu bzw. nicht bekannt, die dem Gericht zur Zeit des früheren Verfahrens nicht bekannt waren, d.h. ihm überhaupt nicht in irgendeiner Form zur Beurteilung vorlagen. Sie müssen nur für das Gericht, nicht aber für den Gesuchstellenden neu sein (BGE 120 IV 246 E. 2a; 116 IV 353 E. 3a). Dabei ist Tatfrage, ob eine Tatsache oder ein Beweismittel dem Sachrichter bekannt war oder neu ist; ebenso, ob eine neue Tatsache oder ein neues Beweismittel geeignet ist, die tatsächlichen Grundlagen des Urteils zu erschüttern, dessen Revision verlangt wird. Rechtsfrage ist dagegen, ob die voraussichtliche Veränderung der tatsächlichen Grundlagen rechtlich relevant ist, d.h. zu einem im Schuld- oder Strafpunkt für den Verurteilten günstigeren Urteil führen kann (BGE 116 IV 353 E. 2b; 122 IV 66 E. 2a).