Citation: 5A_466/2022 E. 4

Die vom Beschwerdeführer vor Bundesgericht vorgebrachten Rügen, die kantonalen Instanzen hätten das Fahrzeug aufgrund seines objektiven Werts nicht von der Pfändung ausnehmen dürfen und überdies eine "professionelle Wertermittlung" vornehmen müssen, gehen fehl. Eine Ermessenskontrolle - bezogen auf die schlichte Angemessenheit des vorinstanzlichen Entscheids - kann das Bundesgericht nicht vornehmen (vorne E. 2) und eine gesetzeswidrige Ermessensausübung, d.h. eine Rechtsverletzung, ist nicht ersichtlich. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers liegt eine Ermessensüberschreitung zunächst keinesfalls darin, dass das Betreibungsamt bei der Schätzung des Werts des Fahrzeuges auf Erfahrungswerte zurückgegriffen und sich auf eine Recherche im Internet beschränkt hat (vgl. BGE 145 III 487 E. 3.3). Im Übrigen haben die kantonalen Instanzen hinsichtlich des voraussichtlich zu erzielenden Erlöses zu Recht zu bedenken gegeben, dass einerseits vom Steigerungserlös vorweg die Verwertungskosten gedeckt werden müssen und andererseits die im Falle einer betreibungsrechtlichen Zwangsverwertung erzielten Zuschlagspreise erfahrungsgemäss deutlich unter den Marktpreisen liegen (vgl. auch: BGE 108 III 60 E. 3 am Ende; Urteil SCBES.2020.55 der Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs des Kantons Solothurn vom 8. September 2020). Da das Fahrzeug des Schuldners bereits vor beinahe zwanzig Jahren in Verkehr gesetzt wurde und auch aufgrund seines hohen Kilometerstands unbestrittenermassen nur noch einen geringen Marktwert aufweist, kann der Vorinstanz keine Verletzung von Bundesrecht vorgeworfen werden, wenn sie den Verzicht auf eine Pfändung des Fahrzeuges bestätigt hat.