Citation: 9C_528/2020 E. 6.1

6.1. Bei versicherten Personen, deren Rente revisionsweise herabgesetzt oder aufgehoben werden soll, sind nach mindestens fünfzehn Jahren Bezugsdauer oder wenn sie das 55. Altersjahr zurückgelegt haben, praxisgemäss in der Regel vorgängig Massnahmen zur Eingliederung durchzuführen, bis sie in der Lage sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten (BGE 145 V 209 E. 5.1 S. 211). In Anlehnung daran erwog die Vorinstanz, für die Herabsetzung der ganzen auf eine halbe Invalidenrente auf den 1. Januar 2018 hin seien grundsätzlich vorgängige Eingliederungsmassnahmen erforderlich. Mit Mitteilung vom 27. November 2017 habe die Verwaltung dem Beschwerdeführer Beratung und Unterstützung beim Erhalt des derzeitigen Arbeitsplatzes durch die Eingliederungsberatung gewährt. Am 14. Dezember 2017 sei ein Arbeitgebergespräch zusammen mit Vertretern des Unfallversicherers und der C.________ AG durchgeführt worden, wobei die IV-Stelle erneut den Anspruch auf Arbeitsvermittlung bestätigt habe. Die Arbeitgeberin habe mitgeteilt, dass sie den Beschwerdeführer weiterhin beschäftigen wolle. Am 6. März 2018 sei die Bekanntgabe des Versicherten gegenüber der IV-Stelle erfolgt, dass er bei der C.________ AG bleiben werde, so gut es gehe. Für ihn stimme dies und er benötige keine Unterstützung mehr. Gemäss Vorinstanz schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung mit Mitteilung vom 7. März 2018 ab. Das kantonale Gericht kam in Anlehnung an diese Feststellungen zum Schluss, dass es für die IV-Stelle - auch wegen mangelndem Eingliederungswillen seitens des Beschwerdeführers - keinen Eingliederungsbedarf gegeben habe.