Citation: 9C_144/2019 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz prüfte, ob die IV-Stelle mit Verfügung vom 12. Juni 2018 an der am 15. April 2015 verfügten vorsorglichen Rentensistierung festhalten durfte. Insbesondere mit Blick auf den strafrechtlichen Freispruch des Versicherten vom Vorwurf des Betrugs mit Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich vom 4. April 2017 verneinte sie dies. Das kantonale Gericht erwog, der Versicherte habe gegenüber der IV-Stelle keine unwahren Angaben zu seiner Leistungsfähigkeit gemacht. Der Einschätzung des RAD vom 27. Februar 2015, dass eine Arbeitsfähigkeit von 80 bis 100 % zu vermuten sei, sei damit die Grundlage entzogen. Im Übrigen seien keine anderen Umstände glaubhaft, die auf unwahre Angaben oder eine Meldepflichtverletzung weisten, daher fehle es nach dem strafrechtlichen Freispruch an einem Grund für eine Rentensistierung. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen im Wesentlichen vor, diese Begründung sei nicht haltbar und verstosse gegen Art. 9 BV. Unbestrittenermassen habe der Versicherte von Ende Oktober 2013 bis Mitte November 2017 (recte 2013) ein deutlich höheres Pensum als 40 %, in einer Tätigkeit, die über das bisher medizinisch festgestellte Belastbarkeitsprofil hinausgegangen sei, ausgeübt. Damit ergäben sich klare Hinweise, welche eine Verbesserung des Gesundheitszustandes des Versicherten glaubhaft machten. Dies habe ihr der Versicherte nicht gemeldet. Eine rückwirkende Leistungsbeurteilung sei daher weiterhin möglich, weshalb die von ihr verfügte Rentensistierung korrekt sei. Der Versicherte vertritt hingegen die Auffassung, das kantonale Gericht habe seinen Freispruch und das Strafurteil korrekt gewürdigt.