Citation: 6F_2/2022 E. 5

Die im Gesuch vorgebrachten Einwendungen führen nicht zur Wiederherstellung der versäumten Frist für die Bezahlung des Kostenvorschusses. Der damalige Rechtsvertreter des heutigen Gesuchstellers reichte am 14. September 2021 Beschwerde in Strafsachen gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug vom 13. Juli 2021 ein. Der Beschwerde lag eine gültige Vollmacht bei. Aufgrund des Vertretungsverhältnisses wurden die Kostenvorschussverfügungen daher ordnungsgemäss an den damaligen Rechtsvertreter des Gesuchstellers und nicht an diesen selbst zugestellt (Art. 71 BGG i.V.m. Art.10 Abs. 1 BZP; Urteil 6B_873/2010 vom 16. Mai 2011 E. 1.2.1; siehe auch KATHRIN AMSTUTZ/PETER ARNOLD, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 12 zu Art. 44 BGG mit zahlreichen Hinweisen). Der damalige Rechtsvertreter nahm die mittels Gerichtsurkunden versandten Verfügungen fristauslösend in Empfang. Dass der Gesuchsteller nach seinen eigenen Angaben von den Verfügungen und Zahlungsfristen nichts gewusst und die Fristversäumnis folglich nicht persönlich verschuldet haben will, vermag ihn nicht zu entschuldigen und eine Wiederherstellung zu rechtfertigen, da er sich das Verhalten seines seinerzeitigen Rechtsvertreters einschliesslich allfälliger angeblicher Fehlleistungen uneingeschränkt wie sein eigenes anrechnen lassen muss (BGE 143 I 284 E. 1.3 mit zahlreichen Hinweisen; Urteil 6B_67/2018 vom 9. April 2018 E. 4). Die von der Rechtsprechung insoweit einzig anerkannte Ausnahme, die sich auf Fälle notwendiger Verteidigung im Strafverfahren bezieht (vgl. BGE 143 I 284 E. 2.2.3, Urteil 6B_1111/2017 vom 7. August 2018 E. 2), ist auf das bundesgerichtliche Verfahren nicht übertrag- und anwendbar (Urteil 6B_1079/2021 vom 22. November 2021 E. 2.3, zur Publikation vorgesehen, sowie Urteile 6B_1244/2020 vom 15. Dezember 2020 E. 2.2. und 6F_28/2020 vom 18. November 2020 E. 7). Folglich kann so oder anders nicht gesagt werden, dass der Gesuchsteller die Frist zur Leistung des Kostenvorschusses im Verfahren 6B_1070/2021 unverschuldeterweise verpasst hat.