Citation: 4A_572/2021 E. 7.1

7.1. Die Beschwerdeführerin moniert, dem Sonderprüfer sei es verwehrt, Ermessensentscheide des Verwaltungsrats zu überprüfen. Daher seien die Ausführungen der Vorinstanz zur sog. Business Judgement Rule verfehlt. Ermessens- und Zweckmässigkeitsentscheidungen seien einer Sonderprüfung nicht zugänglich, unabhängig davon, ob die Beschwerdeführerin ihren internen Entscheidungsprozess offengelegt habe oder nicht. Es sei Aufgabe der gesuchstellenden Beschwerdegegnerin, konkrete Gesetzes- und Statutenverletzungen sowie den daraus resultierenden Schaden glaubhaft zu machen. Soweit die Vorinstanz an die Beschwerdeführerin einen höheren Massstab anlege, weil die massgebenden Entscheidprozesse, welche zur Gewährung des Darlehens an die D.________ Ltd. geführt haben, von der Beschwerdeführerin nicht dargelegt worden seien und folglich unbekannt seien, verstosse sie gegen Art. 697b Abs. 2 OR.