Citation: 9C_173/2020 E. 4.1

4.1. Soweit er vorab moniert, das psychiatrische Gutachten des Dr. med. B.________ missachte die mit BGE 141 V 281 begründeten Grundsätze eines strukturierten Beweisverfahrens, dringt er nicht durch. Im Gegenteil äusserte sich der psychiatrische Gutachter schlüssig zu Schweregrad und Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde, zum Behandlungs- und Eingliederungserfolg, zum ausgewiesenen Leidensdruck, zu den persönlichen Ressourcen, zum sozialen Kontext sowie zur Konsistenz, wobei er die subjektiven Angaben des Versicherten einbezog. Nach verbindlicher Sachverhaltsfeststellung (vgl. E. 1) des kantonalen Gerichts traf Dr. med. B.________ ausserdem eigene Abklärungen zu den Umständen der Arbeitsaufgabe, wobei ihm ein Lebenslauf mit Angaben zu den bisherigen beruflichen Tätigkeiten sowie diverse Arztzeugnisse zur Verfügung standen. Das explizit am IV-Rundschreiben Nr. 339 vom 9. September 2015 orientierte Gutachten trägt damit sämtlichen Indikatoren Rechnung und entspricht den normativen Vorgaben. Insbesondere was die in der Beschwerde kritisierte Aufgabenverteilung zwischen medizinischem Sachverständigen und rechtsanwendenden Stellen betrifft, ist eine Verletzung von Bundesrecht weder erkennbar noch beschwerdeweise substanziiert dargelegt (vgl. BGE 145 V 361 E. 3.2.1 S. 363 f. mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 5.2 S. 306 f. und 140 V 193 E. 3.2 S. 195).