Citation: 2C_793/2015 E. 3.3

3.3. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Der Beschwerdeführer hatte keine Veranlassung, im Verfahren vor der Vorinstanz weitere Nachweise seiner Arbeitstätigkeit zu erbringen, denn die Sicherheitsdirektion hatte in ihrem Entscheid vom 20. Februar 2015 die Arbeitnehmereigenschaft bejaht. Die Grundlagen des Rechts auf Aufenthalt und Zugang zu einer Erwerbstätigkeit im Rahmen des FZA werden in diesem Entscheid einlässlich dargelegt. Sodann wird gestützt auf die Tatsache, dass der Beschwerdeführer seit September 2013 über verschiedene Personalvermittlungsagenturen in wechselnden Einsatzbetrieben ohne grössere Unterbrüche im Vollzeitpensum als Maler gearbeitet hat, der zutreffende Schluss gezogen, dass dieser eine auf Dauer angelegte und beständige Erwerbstätigkeit ausübt und somit zumindest Anspruch auf Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung gemäss Art. 6 Abs. 2 erster Satz Anhang I FZA hat. In seiner Beschwerde an die Vorinstanz hatte der Beschwerdeführer darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsdirektion den Anspruch auf eine Kurzaufenthaltsbewilligung grundsätzlich bejaht hatte. Zudem hatte er (in einem jeweils anderen Zusammenhang) die Lohnabrechnung vom 6. Februar 2015 (betreffend Lohn für Januar 2015) und die Arbeitsbestätigung der Gipser- und Malergenossenschaft U.________ vom 13. März 2015 eingereicht. Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer seine Mitwirkungspflicht verletzt haben soll, wie ihm die Vorinstanz vorwirft. Die nunmehr vor Bundesgericht zusätzlich eingereichten Lohnabrechnungen für die Monate Februar 2015 bis Juni 2015 bilden vor diesem Hintergrund zulässige (unechte) Noven; einzig die Lohnabrechnung für Juli 2015, datiert am 6. August 2015, ist als echtes Novum von vornherein unzulässig (vgl. E. 2.3). Die Feststellungen der Sicherheitsdirektion bezüglich der Arbeitseinsätze des Beschwerdeführers seit September 2013 finden ihre Stütze in den Akten, weshalb darauf abzustellen und folglich die Arbeitnehmereigenschaft des Beschwerdeführers zu bejahen ist. Der Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA ist somit grundsätzlich gegeben, wobei offen bleiben kann, ob eine Bewilligung nach Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA (EU/EFTA-B-Bewilligung) oder nach Art. 6 Abs. 2 Anhang I FZA (EU/EFTA-L-Bewilligung) zu erteilen wäre.