Citation: 5A_71/2020 E. 1.2

1.2. Angefochten ist das Urteil einer letzten kantonalen Instanz, die als oberes Gericht auf Rechtsmittel hin (Art. 75 BGG) über die Einsicht in die Akten eines Erwachsenenschutzverfahrens entschieden hat. Hierbei handelt es sich um einen selbständig eröffneten Zwischenentscheid, der weder die Zuständigkeit noch den Ausstand betrifft (vgl. Art. 93 BGG; Urteil 5A_345/2019 vom 24. Juli 2019 E. 1.2). Gegen einen solchen Zwischenentscheid ist nach Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG die Beschwerde insbesondere zulässig, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (vgl. zu diesem Nachteil BGE 144 III 475 E. 1.2; 143 III 416 E. 1.3). Die Einsicht in Verfahrensakten, welche vertrauliche Informationen enthalten, kann nach der Rechtsprechung für die betroffene Person einen solchen Nachteil bewirken, sofern auch ein dieser günstiger Endentscheid die mit der Einsicht verbundenen Beeinträchtigungen nicht vollständig beheben kann (Urteil 5A_1000/2017 vom 15. Juni 2018 E. 1.1.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin widersetzt sich der anbegehrten Akteneinsicht mit dem Argument, hierdurch würden ihrer Schwester persönliche und vertrauliche Informationen zu ihrem Gesundheitszustand sowie sensible Informationen zu ihren Vermögensverhältnissen bekannt, was für sie, die Beschwerdeführerin, sehr nachteilige Folgen habe (vgl. im Einzelnen hinten E. 6). Eine Kenntnisnahme vertraulicher Informationen kann nach erfolgter Akteneinsicht nicht mehr rückgängig gemacht werden. Der Beschwerdeführerin droht durch den angefochtenen Entscheid damit ein nicht wieder gutzumachender Nachteil. Wie es sich mit den angerufenen Geheimhaltungsinteressen im Einzelnen verhält, ist im Rahmen der materiellen Entscheidung zu prüfen (zu den sog. doppelrelevanten Tatsachen vgl. BGE 142 III 466 E. 4.1; 141 III 294 E. 5). Nachdem vorliegend anders als im Verfahren 5A_345/2019 über die Akteneinsicht insgesamt und nicht nur über deren Grundsatz zu befinden ist (vgl. vorne Bst. A.b und A.c), bleibt unerheblich, dass auf die in jenem Verfahren erhobene Beschwerde in Zivilsachen mangels hinreichender Begründung nicht eingetreten werden konnte (vgl. Urteile 5A_703/2017 vom 26. Februar 2018 E. 1.3; 4A_140/2015 vom 1. April 2015 E. 2.4.2; 4A_458/2012 vom 30. Oktober 2012 E. 1.2; UHLMANN, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 28 zu Art. 93 BGG; vgl. dazu auch hinten E. 4.3).