Citation: 2A.219/2006 12.09.2006 E. 3

Die Beschwerdeführerin behauptet zwar nicht, dass sie aus dem Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681; in Kraft getreten am 1. Juni 2002) einen Anspruch auf Familiennachzug ableiten könne; sie stösst sich - mit Blick auf ihren Vater als Schweizer Bürger - aber an der Inländerdiskriminierung (Schlechterstellung von Inländern gegenüber EG-Ausländern), die dadurch entstehen kann, dass das Freizügigkeitsabkommen nur bei grenzüberschreitenden Sachverhalten Anwendung findet und sich aus Drittstaaten stammende Familienangehörige von Schweizern deshalb im Inland grundsätzlich nicht auf dieses Abkommen berufen können (vgl. dazu BGE 129 II 249 E. 4 S. 258 f.). Der Hinweis auf die zu vermeidende Inländerdiskriminierung ist, von der Bindung der rechtsanwendenden Behörden an das ANAG abgesehen (BGE 129 II 249 E. 5 S. 261 f.), hier schon deshalb unbehelflich, weil die nachzuziehende Tochter in keinem anderen Vertragsstaat des Freizügigkeitsabkommens ein Aufenthaltsrecht erworben hat und daher auch der Angehörige eines EU-Staates aus dem genannten Abkommen keine weitergehenden Rechte ableiten könnte als der Vater der Beschwerdeführerin als Schweizer Bürger (vgl. BGE 130 Il 1 E. 3.6 S. 9 ff., 137 E. 4.3 S. 147 f.).