Citation: 6B_354/2022 E. 4.3.4

4.3.4. Im Übrigen macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz habe ungenügend berücksichtigt, dass er keine Vorstrafen aufweise und dass der Grossteil der ihm zur Last gelegten Straftaten ohne sein umfassendes Geständnis gar nicht hätten geahndet werden können. Dies und die schonungslose Selbstbelastung belegten seine Einsicht und Reue, was die Vorinstanz nicht nachvollziehbar berücksichtigt habe. Auch diese Rüge verfängt nicht. Die Vorinstanz setzt sich sorgfältig mit der Täterkomponente auseinander. Dass der Beschwerdeführer nicht vorbestraft ist, behandelt die Vorinstanz zu Recht neutral, denn es hat als Normalfall zu gelten, nicht vorbestraft zu sein (BGE 136 IV 1 E. 2.6.4). Die Vorinstanz berücksichtigt im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Urteil 6B_65/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 2.4), dass der Beschwerdeführer durch seine Geständnisse die Strafverfolgung vereinfachte und verkürzte. Eine erhebliche Strafminderung schliesst sie jedoch überzeugend aus. Sie weist darauf hin, dass der Beschwerdeführer nicht von Anfang an geständig war. An seiner ersten Einvernahme habe er noch abgestritten, je sexuelle Handlungen mit Kindern oder Jugendlichen vorgenommen zu haben. Auch die Einsicht und Reue des Beschwerdeführers zweifelt die Vorinstanz an, da er wiederholt zu Protokoll gegeben habe, zwei Opfer hätten die Initiative zur Vornahme der sexuellen Handlungen ergriffen.