Citation: 1C_3/2024 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin macht dagegen geltend, die Gemeinde sei mangels bundesrechtlicher oder kantonaler Regelungen befugt, kommunale Regelungen zu Infraschall, Lichtblinkanlagen/Lichtverschmutzung und Schattenwurf zu treffen; dies verlange sogar Art. 12 Abs. 2 des Umweltschutzgesetzes (USG; SR 814.01). Entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei klar, dass es Sache der Gemeinde sei, die erforderlichen Grenzwerte festzulegen, da der kommunale Richtplan sich nur an diese richte. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdeführerin lediglich zu einer Einzelfallbeurteilung befugt sein solle, nicht aber generell-abstrakte Regeln beschliessen dürfe. Art. 2 Abs. 2 IVHB verbiete ausschliesslich die Abweichung von den im Konkordat vereinbarten Regelungsgegenständen; dagegen behielten die Gemeinden ihre Autonomie im nicht vereinheitlichten Bereich; dazu zählten die architektonische Wirkmächtigkeit und der Abstand zu Kleinsiedlungen mit mehreren Wohneinheiten. Bei der Genehmigung der Richtplanvorgabe sei lediglich zu prüfen, ob diese grundsätzlich Abstandsregeln fordern dürfe. Es sei willkürlich, in diesem Zusammenhang bereits den konkret in Art. 44 Abs. 3 BauR festgesetzten Abstand (700 m) zu berücksichtigen.