Citation: 2C_602/2018 E. 5.3

5.3. Bei der Frage, unter welchen Umständen das Unabhängigkeitsgebot als verletzt zu gelten hat und wie die sorgfaltsrechtliche Missachtung der gesetzlichen Vorgabe im Einzelfall zu ahnden ist, steht der Aufsichtsbehörde ein gewisser Ermessensspielraum zu. Dabei hat sie stets den Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu beachten. Ihre verwaltungsrechtliche Intervention soll einerseits dazu führen, dass der gesetzeskonforme Zustand wieder hergestellt wird, andererseits soll sie die Missachtung der Sorgfaltspflichten zum Schutz des Publikums angemessen verwaltungsrechtlich sanktionieren. Der Verstoss muss von einer gewissen Schwere sein und zur Dauer des Entzugs der Zulassung in einem vernünftigen Verhältnis stehen (Urteile 2C_121/2016 vom 14. November 2016 E. 3.1; 2C_125/2015 vom 1. Juni 2015 E. 5; 2C_709/2012 vom 20. Juni 2013 E. 4.4; 2C_834/2010 vom 11. März 2011 E. 6.2; 2C_183/ 2010 vom 21. Juli 2010 E. 2.3).