Citation: 1P.470/2006 21.09.2006 E. 2

2.1 Für den Beschwerdeführer ist Gerichtspräsident Gerber unter anderem deshalb befangen, weil er an der Hauptverhandlung die Parteien wiederholt auf das Kostenrisiko hingewiesen habe. Er wirft dem Kassationsgericht Willkür vor, da es seinen Antrag auf Einvernahme von Frau Z.________, welche dies bezeugen könne, unter Berufung auf das im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde geltende Novenverbot abgelehnt habe. Falls die Vorinstanz, wie in seinem Fall, schwere Verfahrensfehler begangen habe, sei das Kassationsgericht ungeachtet dessen verpflichtet, Beweise abzunehmen oder abnehmen zu lassen. Es treffe auch nicht zu, dass er nicht belegt habe, "dass bzw. wo er vor Vorinstanz die Einvernahme einer unabhängigen Sachzeugin zu welchen Behauptungen beantragt" habe. 2.2 Willkürlich ist ein Entscheid, der mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dabei genügt es nicht, dass die Begründung unhaltbar ist, der Entscheid muss sich vielmehr im Ergebnis als willkürlich erweisen (BGE 125 I 166 E. 2a; 125 II 10 E. 3a; 129 E. 5b; 122 I 61 E. 3a, je mit Hinweisen). 2.3 Es kann offen bleiben, ob das Kassationsgericht verfassungsrechtlich verpflichtet ist, bei schweren Verfahrensfehlern der Vorinstanz selber Beweismittel abzunehmen, da keine Rede davon sein kann, dass die Verwaltungskommission das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzte. Dieser wollte mit der Zeugin Z.________ erklärtermassen beweisen, dass Gerichtspräsident Gerber an der Hauptverhandlung die Parteien mehrmals auf die möglichen Kostenfolgen hingewiesen hatte. Dies hielt die Verwaltungskommission indessen ohnehin bereits auf Grund der Darstellung Gerbers für erwiesen, so dass nicht ersichtlich ist und vom Beschwerdeführer auch nicht schlüssig dargetan wird, inwiefern sie sein rechtliches Gehör verletzt haben könnte, indem sie es ablehnte, die Zeugin Z.________ anzuhören. Das Kassationsgericht war somit verfassungsrechtlich keineswegs verpflichtet, Frau Z.________ als Zeugin anzuhören oder durch die Verwaltungskommission anhören zu lassen. Unter diesen Umständen kann auch offen bleiben, ob der Beschwerdeführer die angebliche Gehörsverweigerung in seiner Nichtigkeitsbeschwerde in einer den gesetzlichen Anforderungen entsprechenden Weise rügte, was das Kassationsgericht ebenfalls verneinte.