Citation: 1C_252/2017 E. 3

Streitig ist zunächst, wie die Sportanlage lärmrechtlich zu qualifizieren ist. Die Baukommission Herrliberg, das Baurekurs- und das Verwaltungsgericht gingen davon aus, es handle sich um eine seit 1968 bestehende, seit Inkrafttreten des USG (1985) aber wesentlich geänderte Anlage, weshalb gemäss Art. 8 Abs. 2 und 3 der Lärmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) die Immissionsgrenzwerte einzuhalten seien. Die Beschwerdeführer machen dagegen geltend, die seit 1985 vorgenommenen Erweiterungen und Änderungen der Anlage (insbesondere Beleuchtung, Kunstrasen) seien derart gewichtig, dass es sich rechtfertige, die Anlage lärmschutzrechtlich als Neuanlage zu qualifizieren. Dies habe zur Folge, dass gemäss Art. 25 Abs. 1 USG und Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV nicht nur die Immissionsgrenzwerte, sondern auch die Planungswerte einzuhalten seien. In diesem Zusammenhang erheben sie verschiedene Sachverhalts- und Verfahrensrügen, die vorab zu prüfen sind.