Citation: 1P.681/2004 14.12.2004 E. 4

Damit ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen. Der Beschwerdeführer stellt ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbeiständung. Er befinde sich seit 31. August 2004 in Haft. Zwar habe er keine Schulden, aber auch kein Vermögen. Vor seiner Verhaftung sei er arbeitslos gewesen und habe "bis dahin lediglich Arbeitslosenunterstützung" bezogen. An anderer Stelle legt der Gesuchsteller allerdings dar, dass seine Ehefrau mit ihrem Verdienst zum Unterhalt der Ehegatten beitrage. Ausserdem wird die Deliktssumme von den kantonalen Behörden auf mehrere Hunderttausend Schweizer Franken geschätzt. Insofern könnten sich gewisse Zweifel an der Mittellosigkeit des Gesuchstellers aufdrängen (vgl. dazu Alfred Bühler, Prozessarmut, in: Christian Schöbi [Hrsg.], Gerichtskosten, Parteikosten, Prozesskaution, unentgeltliche Prozessführung, Bern 2001, S. 143 f.; Max Hauri, Die Bestellung des unentgeltlichen Rechtsbeistandes für Geschädigte im Zürcher Strafprozess, Diss. ZH 2002, S. 192). Aufgrund der vorliegenden Akten lassen diese Bedenken jedoch noch keine Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege im Beschwerdeverfahren vor Bundesgericht zu. Die für die Strafuntersuchung (und namentlich für die Ermittlung der finanziellen Verhältnisse des Angeschuldigten) zuständigen kantonalen Justizbehörden haben dem Angeschuldigten am 20. September 2004 die Offizialverteidigung bewilligt. Er befindet sich seit gut drei Monaten in Haft, zuvor war er arbeitslos. Seine Verbeiständung durch einen Rechtsvertreter erscheint ausserdem sachlich geboten, und die vorliegende Beschwerde erweist sich nicht als zum vornherein geradezu aussichtslos. Damit sind die gesetzlichen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege bei der jetzigen Aktenlage grundsätzlich zu bejahen (Art. 152 OG), und das Armenrechtsgesuch ist zu bewilligen.