Citation: 8C_824/2018 E. 4.2.1

4.2.1. Wie die Helsana bereits im Einspracheverfahren ausführlich dargelegt hat, ist das im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholte MEDAS-Gutachten für die streitigen Belange umfassend, schlüssig und überzeugend (vgl. E. 3.2 hievor). Was die Versicherte hiegegen vorbringt, ist unbegründet. 4.2.1.1. Die Beschwerdeführerin legt auf Grund der drei, angeblich anlässlich der MEDAS-Begutachtung fehlenden medizinischen Unterlagen nicht dar, inwiefern die MEDAS-Gutachter unter Mitberücksichtigung dieser drei Berichte vom 21. und 22. März 2012 sowie vom 9. November 2014 in Bezug auf die in tatsächlicher Hinsicht bei Fallabschluss massgebenden gesundheitlichen Verhältnisse zu anderen Schlussfolgerungen hätten gelangen müssen. Die Relevanz dieser Berichte für die Abschlussbegutachtung ist schon deshalb nicht gegeben, weil die MEDAS zur sorgfältigen und umfassenden Befunderhebung eine neue bildgebende Untersuchung der Hals- und Lendenwirbelsäule sowie des Beckens und der Hüfte veranlasste. Dem entsprechenden Bericht vom 18. November 2014 sind keinerlei Hinweise auf unfallkausale Befunde zu entnehmen. Inwiefern sich aus älteren Untersuchungsberichten mit Blick auf allfällige Unfallfolgen an Wirbelsäule, Becken und Hüfte für den Zeitpunkt des Fallabschlusses gegenteilige Schlussfolgerungen ergeben könnten, ist nicht ersichtlich. 4.2.1.2. Entgegen der Beschwerdeführerin hat das kantonale Gericht auch die Stellungnahme des Dr. med. C.________ vom 5. Mai 2014 (recte: 2015) zum MEDAS-Gutachten bundesrechtskonform gewürdigt. Gemäss angefochtenem Entscheid beanstandete Dr. med. C.________, der von ihm vermutete übermässige Verlust von Otokonien (kleine Kristalle im Ohr) als somatische Ursache und Grund für die Schwindelbeschwerden sei im MEDAS-Gutachten nicht diskutiert worden. Die Vorinstanz erkannte jedoch zutreffend, dass laut Dr. med. C.________ der isolierte Verlust von Otokonien als eigenständige Erkrankung bisher nicht beschrieben worden sei, also auf einer Hypothese beruhe, welche erst noch wissenschaftlich nachgewiesen werden müsse. Dass es sich bei den geklagten Schwindelbeschwerden um organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen handle, welche mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt worden seien, macht die Versicherte zu Recht nicht geltend. Ebenso wenig legt sie dar, dass die von ihr angeführte elektromikroskopische Untersuchungsmethode den Nachweis einer unfallkausalen Schädigung des Gleichgewichtsorganes - medizin-wissenschaftlich anerkannt - zu erbringen vermöge. Nach der einschlägigen Rechtsprechung (BGE 138 V 248 E. 5.1 S. 251 mit Hinweisen) bleibt es beim angefochtenen Entscheid, wonach gemäss MEDAS-Gutachten im Zeitpunkt des folgenlosen Fallabschlusses per 28. Februar 2015 keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen mehr feststellbar waren. Eine organische Genese der Schwindelsymptomatik ist nach den Angaben des Dr. med. C.________ zwar möglich, aber nicht überwiegend wahrscheinlich. 4.2.1.3. Fehlt es demnach an einem organisch objektiv ausgewiesenen Gesundheitsschaden, welcher mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit durch einen der drei Unfälle verursacht wurde und über den 28. Februar 2015 hinaus einen Anspruch auf Unfallversicherungsleistungen begründete, bleibt es beim verfügten und vorinstanzlich bestätigten Fallabschluss.