Citation: 2C_794/2018 E. 2.1

2.1. Aufgrund seines langjährigen Aufenthalts kann der Beschwerdeführer grundsätzlich einen Bewilligungsanspruch aus Art. 8 Ziff. 1 EMRK ableiten (vgl. zur Publikation vorgesehenes Urteil 2C_105/2017 vom 8. Mai 2018 E. 3.9). Er hat indessen unbestrittenermassen mit seinen beiden letzten strafrechtlichen Verurteilungen zu Freiheitsstrafen von vierzehn Monaten bzw. drei Jahren und neun Monaten einen Widerrufsgrund gesetzt (Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG [SR 142.20]; BGE 135 II 377 E. 4.2 S. 379 ff.), der der Verlängerung seiner Bewilligung entgegensteht (Art. 33 Abs. 3 AuG). Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung muss aber verhältnismässig sein (Art. 5 Abs. 2 BV; Art. 96 AuG; Art. 8 Ziff. 2 EMRK). Massgebliche Kriterien der Verhältnismässigkeitsprüfung sind unter anderem die Schwere des Delikts, das Verschulden des Betroffenen, die Dauer der Anwesenheit und der Grad der Integration, die familiären Verhältnisse sowie die Wiedereingliederungschancen im Herkunftsstaat (BGE 139 I 16 E. 2.2 S. 19 ff.; 139 I 31 E. 2.3 S. 33 ff.). Bei schweren Straftaten muss zum Schutz der Öffentlichkeit ausländerrechtlich selbst ein geringes Restrisiko weiterer Beeinträchtigungen der dadurch gefährdeten Rechtsgüter (Gesundheit, Leib und Leben usw.) nicht in Kauf genommen werden (BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34; 130 II 176 E. 4.2-4.4 S. 185 ff.). Das gilt namentlich für die in Art. 121 Abs. 3 BV aufgeführten Straftaten, die der Verfassungsgeber als besonders verwerflich betrachtet und die, wenn sie nach dem 1. Oktober 2016 begangen worden sind, eine obligatorische Landesverweisung nach sich ziehen (Art. 66a Abs. 1 StGB).