Citation: 4A_598/2012 E. 5.4

5.4. Die Vorinstanz wog sodann die involvierten Interessen an der Fortführung des Rahmenvertrags gegeneinander ab. Sie kam zum Schluss, die vorzeitige Beendigung des Rahmenvertrags würde entweder für die Beschwerdegegnerin erhebliche finanzielle Nachteile mit sich bringen oder die Nebenintervenientin der Gefahr erheblicher Schadenersatzansprüche der Beschwerdegegnerin aussetzen. Auch ein grosser Zeit- und Imageverlust wäre absehbar. Die nachteiligen Folgen, die der Beschwerdegegnerin und der Nebenintervenientin aus der Kündigung erwachsen würden, überstiegen das Interesse der Beschwerdeführer, den Rahmenvertrag wegen entgangener Zusatzaufträge von rund Fr. 100'000.-- vorzeitig zu beenden. Den Beschwerdeführern - so die Vorinstanz - wäre es möglich und zumutbar gewesen, auf der Erfüllung des Rahmenvertrags zu beharren. Die Nebenintervenientin habe sich auf die Abmahnung der Beschwerdeführer hin schon zweimal bereit erklärt, nachträglich Korrekturaufträge zu erteilen und zu bezahlen. Nötigenfalls hätten die Beschwerdeführer den Prozessweg beschreiten müssen, um ihre finanziellen Interessen zu wahren. Es bestünden keine Anhaltspunkte, dass die Nebenintervenientin nach einem gerichtlichen Entscheid ihrer Zahlungspflicht nicht nachgekommen wäre. Die Beschwerdeführer halten die vorgenommene Interessenabwägung für willkürlich. Sie monieren zunächst, dass sich die Vorinstanz mit ihrer Darlegung, dass sich die Nebenintervenientin der Gefahr erheblicher Schadenersatzansprüche der Beschwerdegegnerin ausgesetzt sähe, in Widerspruch zu ihrer eigenen Auffassung setze, wonach es möglich sei, aber nicht feststehe, dass die Nebenintervenientin von der Beschwerdegegnerin in Anspruch genommen werden könnte. Ein Widerspruch ist in den Erwägungen der Vorinstanz nicht auszumachen. Die Vorinstanz ging von den alternativen Folgen einer vorzeitigen Beendigung des Rahmenvertrags aus, dass entweder die Beschwerdegegnerin erhebliche finanzielle Nachteile erleiden würde oder die Nebenintervenientin sich der Gefahr erheblicher Schadenersatzansprüche der Beschwerdegegnerin ausgesetzt sähe. Erstere Alternative kommt zum Zuge, wenn die Beschwerdegegnerin ihren zu erwartenden Schaden nicht auf die Nebenintervenientin würde abwälzen können. Damit ist kompatibel und steht gerade nicht in Widerspruch, dass die Vorinstanz ausführte, es stehe nicht fest, dass die Nebenintervenientin von der Beschwerdegegnerin in Anspruch genommen werden könnte.