Citation: 4P.207/2002 10.12.2002 E. B

Die Y.________ AG bzw. ihre Vorgängerin unterhielt seit 1997 Geschäftsbeziehungen zu X.________. Für das Jahr 2000 schloss sie mit X.________ folgende vier Verträge. - Vertrag Nr. 2012 vom 17. Dezember 1999 ("Lohnveredelungsvertrag") - Vertrag Nr. 20 vom 20. Dezember 1999 ("Export von Rohaluminium") - Vertrag Nr. 21 vom 20. Dezember 1999 ("Export von Kleinbarren") - Vertrag Nr. 24 vom 23. Dezember 1999 ("Export von Grossbarren") Die Verträge Nr. 20 und 21 sehen ein Schiedsverfahren vor dem internationalen kommerziellen Schiedsgericht der russischen Handels- und Industriekammer vor. Die Verträge Nr. 2012 und 24 sehen ein Schiedsverfahren vor der Zürcher Handelskammer vor. Nach der gleich lautenden Schiedsklausel dieser Verträge unterstehen diese schweizerischem Recht, unter Ausschluss des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf. Jeder Streitfall aus oder in Verbindung mit den Verträgen, der sich nicht einvernehmlich beilegen lässt, wird dem aus drei Schiedsrichtern bestehenden Schiedsgericht der Zürcher Handelskammer mit Sitz in Zürich zur endgültigen Entscheidung gemäss der Schlichtungs- und Schiedsgerichtsordnung der Handelskammer vorgelegt. Jede Partei ernennt einen Schiedsrichter, diese bestellen sodann gemeinsam den dritten Schiedsrichter. Das Schiedsverfahren wird in englischer Sprache abgewickelt. Nach dem Lohnveredelungsvertrag Nr. 2012 sollte die Y.________ AG Aluminiumoxid an X.________ zur Verarbeitung liefern, X.________ verpflichtete sich zur Verarbeitung des entsprechenden Materials und Lieferung von 182'600 (+/- 1%) metrischen Tonnen an die Y.________ AG. X.________ lieferte jedoch lediglich 28'268.259 Tonnen und stellte nach einem Eigentümer- und Managementwechsel die Lieferungen im April 2000 ein. Gemäss Exportvertrag Nr. 24 verpflichtete sich X.________ gegen Zahlung eines Kaufpreises zur Lieferung von 60'000 metrischen Tonnen (+/- 1%) Aluminium nach Wahl der Y.________ AG. Sie lieferte lediglich 32'248.294 metrische Tonnen und stellte im April 2000 ihre Lieferungen ebenfalls ein.