Citation: 6B_120/2024 E. 3.4.4

3.4.4. Zusammenfassend wird vom Beschwerdeführer weder rechtsgenügend dargetan noch ist ersichtlich, inwiefern die Qualifikation als Mord gegen Bundesrecht verstösst. Der Beschwerdeführer nahm den Tod von zwei Polizistinnen in Kauf, nur um sich der Polizeikontrolle und der daraus resultierenden Verhaftung zu entziehen, resp. weil "er sich nichts sagen lassen" wollte. Mit der Vorinstanz sind damit sein Beweggrund und der Zweck der Tat als besonders egoistisch und damit verwerflich zu bezeichnen. Zwischen dem Tatzweck und dem Taterfolg bestand ein eklatantes Missverhältnis. Dass der Beschwerdeführer sich der Polizeikontrolle deswegen entzogen hätte, weil er angesichts des bewaffneten Polizisten, der sich ihm näherte, um sein Leben gefürchtet hätte, bringt er im vorliegenden Beschwerdeverfahren zurecht nicht mehr vor. Mit der Vorinstanz ist auch die Tatausführung als besonders skrupellos zu werten. Der Beschwerdeführer setzte sein Ziel, sich der Polizeikontrolle zu entziehen, kompromisslos und ohne die geringste Rücksicht auf die die Kontrolle ausführenden Polizeibeamten durch, was von einer eklatanten Geringschätzung menschlichen Lebens zeugt. Die Skrupellosigkeit der Tatausführung liegt auch darin, dass der Beschwerdeführer angesichts der bereits erwähnten Dynamik und der Anzahl an der Kontrolle beteiligten Polizisten, den Tod einer unbestimmten Vielzahl von Menschen in Kauf genommen hat, war für ihn doch nicht ansatzweise erkennbar, ob und wie viele Polizisten und allfällige unbeteiligte Zivilpersonen sich im Gefahrenbereich aufhalten oder sich darin begeben würden. Mithin ist der Vorinstanz zuzustimmen, wenn sie erwägt, der Beschwerdeführer habe den Kreis potenzieller Opfer mit seinem Handeln in keiner Weise kontrollieren können. Auch der bereits erwähnte Umstand, dass insbesondere C.________ keinerlei Abwehrchance hatte, spricht für eine skrupellose Tatausführung. Zurecht berücksichtigt die Vorinstanz auch das Verhalten des Beschwerdeführers unmittelbar vor sowie nach der Tat. Unbeeindruckt vom Umstand, dass sein Fahrzeug mit C.________ kollidiert war und er sie mutmasslich schwer verletzt hatte, führte er seine Flucht mit unverminderter Entschiedenheit weiter und gefährdete auch danach mehrere Polizisten, bis er letztlich angehalten werden konnte, als er mit zwei Polizeifahrzeugen kollidierte. Insgesamt zeugt somit nicht nur das Tatmotiv, sondern auch die Tatausführung von ausserordentlicher Skrupellosigkeit. Dem Beschwerdeführer war jedes Mittel recht, um seine Flucht zu sichern. Er schreckte vor nichts zurück. Die Vorinstanz erwägt zu Recht, dass er sein Fahrzeug in skrupelloser Art und Weise als Waffe eingesetzt hat, um sich seinen Fluchtweg zu bahnen und die sich ihm in den Weg stellenden Personen zu eliminieren. Dieses Vorgehen zeugt von erheblicher Empathielosigkeit und Gefühlskälte.