Citation: 2P.306/2003 26.10.2004 E. A

Die X.________ & Co. (Schweiz) AG in Liquidation (nachfolgend: X.________ AG) wurde im Jahre 1975 mit einem Aktienkapital von Fr. 100'000.-- und Sitz in Y.________ (LU) gegründet. Sie war im Diamanten- und Edelmetallhandel tätig. Am 3. November 1978 gewährte ihr der Regierungsrat des Kantons Luzern eine Steuererleichterung und begrenzte die ordentliche Gewinnbesteuerung für die Staats- und Gemeindesteuern auf 1 Million Franken pro Jahr. Für die Perioden 1995 bis 1997 setzte die Veranlagungsbehörde folgende Steuerfaktoren fest: 1995, basierend auf den Bemessungsjahren 1993/94: steuerbarer Gewinn (Staats- und Gemeindesteuern) Fr. 1'000'000.--, steuerbarer Reinertrag (direkte Bundessteuer) Fr. 1'524'000.--, steuerbares Kapital (Staats- und Gemeindesteuern) Fr. 17'010'000.--, steuerbares Kapital (direkte Bundessteuer) Fr. 15'638'000.--, Verhältniskapital Fr. 17'210'900.--; 1996: steuerbarer Gewinn (Staats- und Gemeindesteuern) Fr. 1'000'000.--, steuerbarer Reinertrag (direkte Bundessteuer) Fr. 2'915'900.--, steuerbares Kapital (Staats- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer) Fr. 17'926'000.--, Verhältniskapital Fr. 16'782'300.--; 1997: steuerbarer Gewinn (Staats- und Gemeindesteuern) Fr. 1'000'000.--, steuerbarer Reinertrag (direkte Bundessteuer) Fr. 3'494'500.--, steuerbares Kapital (Staats- und Gemeindesteuern und direkte Bundessteuer) Fr. 20'420'000.--, Verhältniskapital Fr. 19'173'500.--. Gegen die Steuerveranlagungen erhob die X.________ AG am 20. April 1999 Einsprache. Sie beantragte, provisorisch sei der Gewinn bzw. Reinertrag auf Fr. 0.-- für alle drei Perioden zu veranlagen, das Kapital auf Fr. 1'330'000.-- (1995), Fr. 1'430'000.-- (1996) und Fr. 1'530'000.-- (1997). Das Verhältniskapital sei vorläufig auf Fr. 1'280'000.-- (1995), Fr. 1'380'000.-- (1996) und Fr. 1'480'000.-- (1997) festzulegen. Zur Begründung wurde u.a. ausgeführt, die britischen Steuerbehörden hätten Veranlagungsverfahren eingeleitet, da die tatsächliche Verwaltung der Gesellschaft in London ausgeübt werde. Aus diesen Verfahren könne für die X.________ AG eine englische Steuerschuld entstehen, welche in der Schweiz gegebenenfalls zu einer Reduktion der Besteuerung von Ertrag und Kapital führen müsse. Es werde vorbehalten, die Einleitung eines Verständigungsverfahrens zwischen der Schweiz und Grossbritannien zu beantragen. In einer gütlichen Einigung ("Settlement") vom 20. Juli 2000 erklärte sich die X.________ AG bereit, Grossbritannien per Saldo aller gegenseitigen Ansprüche für die Jahre 1977 bis 1996 umgerechnet Fr. 16'742'160.-- zu bezahlen, und zwar: - Steuern (Tax): Fr. 6'628'925.-- - Strafsteuern (Penalty): Fr. 2'652'055.-- - Verzugszinsen (Interest): Fr. 7'461'180.--.