Citation: 1B_667/2020 E. 3.5

3.5. Offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellungen des Obergerichtes sind in diesem Zusammenhang nicht dargetan. Willkürfrei ist namentlich die Erwägung des Obergerichtes, es sei eine hohe Kadenz und eine gewisse Aggravationstendenz bei den untersuchten Gewaltdelikten feststellbar. Aus den bisherigen Untersuchungsresultaten ergibt sich das provisorische Bild, dass der Beschwerdeführer gegen die mutmasslich Geschädigten zunächst eher brachial gewalttätig wurde (Kopfstösse, Faustschläge, Tritte usw.), in der Folge, teilweise kombiniert, zufällig vorgefundene Gegenstände als Stichwaffen bzw. Schlagwerkzeuge einsetzte (Küchenmesser, Pfanne usw.), in neueren Fällen (ab Ende Februar 2020) aber auch eigene Waffen bzw. Schneidwerkzeuge (Cutter) zum Einsatz brachte bzw. zwei Schusswaffen mit Munition illegal beschaffte und besass. Neben den zunächst angezeigten einfachen Diebstählen (zwischen Mai und Juli 2020) wird dem Beschwerdeführer seit dem 10. November 2020 erschwerend ein Raub (bzw. der Einsatz von Gewalt bei einem Vermögensdelikt) vorgeworfen. Sodann ist aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse auch innerhalb einzelner Tatabläufe ein Gewalteskalations-Muster festzustellen, das in einigen Fällen offenbar von chronischem Alkohol- und Betäubungsmittelmissbrauch negativ beeinflusst wurde, darunter zunehmend auch harte Drogen wie Kokain oder Amphetamin.