Citation: 8C_374/2014 E. 3.3

3.3. Entgegen den Darlegungen im angefochtenen Entscheid ergibt sich auch unter vertrauensschutzrechtlichen Gesichtspunkten nichts anderes: Wie das kantonale Gericht bereits ausführte, ist in Fällen, in welchen eine eingeschriebene Postsendung nicht innert der Abholfrist von sieben Tagen abgeholt wird, ein zweiter Versand und die spätere Entgegennahme der Sendung durch den Betroffenen für die Frage, ob die Beschwerdefrist eingehalten worden ist, grundsätzlich nicht erheblich (BGE 118 V 190 3a mit Hinweisen). Diesen Grundsatz einschränkend haben das Bundesgericht in BGE 115 Ia 120 E. 4c S. 20 und das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht (heute Bundesgericht) im Urteil I 319/94 vom 23. Juni 1995 erwogen, die Rechtsmittelfrist könne sich gestützt auf den verfassungsmässigen Anspruch auf Vertrauensschutz dann verlängern, wenn noch vor ihrem Ende eine entsprechende vertrauensbegründende Auskunft erteilt werde. Eine solche Auskunft könne darin bestehen, dass der mit Rechtsmittelbelehrung versehene Entscheid dem Betroffenen noch vor Ablauf der Frist erneut zugestellt werde.