Citation: 2C_739/2021 E. 5.5

5.5. Der Beschwerdeführer behauptet nicht, die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen oder die Beweiswürdigung seien offensichtlich unrichtig. Auch macht er keine konkreten Ausführungen zu weiteren Vorfällen häuslicher Gewalt. Da entsprechende Rügen fehlen, ist das Bundesgericht an die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz gebunden (vgl. E. 2.2 hiervor). Indem er sich im Wesentlichen darauf beschränkt, zu behaupten, der Druck seitens der Ehefrau habe über längere Zeit eine gewisse Intensität erreicht, gelingt es ihm nicht, glaubhaft darzutun, dass er häusliche Gewalt im Sinne einer systematischen Misshandlung mit dem Ziel, Macht und Kontrolle auszuüben, wie die für einen nachehelichen Härtefall erforderlich wäre, erfahren habe. Es ist deshalb davon auszugehen, dass es sich bei den im Polizeirapport vom 28. Juni 2017 vermerkten Tätlichkeiten um einen einmaligen Vorfall im Verlauf eines eskalierenden Streits handelte, welcher gemäss der Rechtsprechung nicht zur Annahme eines nachehelichen Härtefalls führt (vgl. E. 5.2 hiervor). Weiter ist mit dem Verwaltungsgericht davon auszugehen, dass es sich zwar um eine belastende Beziehung handelte. Wie die Vorinstanz jedoch zu Recht erwog, genügt der Umstand nicht, dass die Ehefrau den Beschwerdeführer unter Alkoholeinfluss wiederholt anschrie, zumindest einmal auch kratzte und zumindest einmal der ehelichen Wohnung verwies, um eine systematische Unterdrückung des Beschwerdeführers im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG darzutun, durch welche seine Persönlichkeit in grundrechtlich relevanter Weise beeinträchtigt worden wäre und aufgrund derer es ihm nicht mehr zumutbar gewesen wäre, die eheliche Gemeinschaft fortzusetzen. Im Übrigen führt der Beschwerdeführer im bundesgerichtlichen Verfahren aus, seine Ehefrau habe ihn bei der Integration sowohl in sprachlicher als auch in wirtschaftlicher Hinsicht unterstützt. Sodann ist erstellt, dass er in den Jahren 2016 und 2020 alleine nach Pakistan reiste, was darauf schliessen lässt, dass er sowohl über die finanziellen Mittel als auch über die Bewegungsfreiheit verfügte, solche Reisen zu unternehmen. Diese Umstände sprechen ebenfalls gegen eine systematische Unterdrückung des Beschwerdeführers durch seine Ehefrau.