Citation: 1P.67/2002 10.06.2002 E. 3

3.1 Bei der Beweiswürdigung geht der Schutz der von Art. 6 Ziff. 2 EMRK garantierten Rechtsregel "in dubio pro reo" nicht über das Willkürverbot von Art. 9 BV hinaus. Zu prüfen ist daher im Folgenden, ob das Appellationsgericht die Beweise willkürlich zu Lasten des Beschwerdeführers würdigte. Willkürlich handelt ein Gericht, wenn es seinem Entscheid Tatsachenfeststellungen zugrunde legt, die mit den Akten in klarem Widerspruch stehen. Im Bereich der Beweiswürdigung besitzt der Richter einen weiten Ermessensspielraum. Das Bundesgericht greift im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde nur ein, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Versehen beruht (BGE 124 I 208 E. 4a; 117 Ia 13 E. 2c; 18 E. 3c je mit Hinweisen). 3.2 Nach den aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessenden Verfahrensgarantien sind alle Beweise abzunehmen, die sich auf Tatsachen beziehen, die für die Entscheidung erheblich sind (BGE 117 Ia 262 E. 4b; 106 Ia 161 E. 2b; 101 Ia 169 E. 1, zu Art. 4 aBV, je mit Hinweisen). Das hindert aber den Richter nicht, einen Beweisantrag abzulehnen, wenn er in willkürfreier Überzeugung der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend abgeklärt, und er überdies in willkürfreier antizipierter Würdigung der zusätzlich beantragten Beweise annehmen kann, seine Überzeugung werde auch durch diese nicht mehr geändert (BGE 122 V 157 E. 1d; 119 Ib 492 E. 5b/bb, zu Art. 4 aBV). 3.3 Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, das Appellationsgericht hätte aufgrund des kantonalen Prozessrechts A.________, B.________ und D.________ nochmals einvernehmen müssen. Aus Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK und Art. 32 Abs. 2 BV ergab sich eine solche Pflicht für das Appellationsgericht ebenfalls nicht. Diese Bestimmungen räumen dem Angeklagten das Recht ein, einmal mit seinen Belastungszeugen konfrontiert zu werden (BGE 120 Ia 48 E. 2b/aa). Diesen verfassungs- und konventionsrechtlichen Anspruch hat das Strafgericht an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung erfüllt. Das Appellationsgericht hat daher die genannten Garantien keineswegs verletzt, indem es den Kindern des Beschwerdeführers ein erneutes Erscheinen vor Gericht ersparte. Die Rüge ist unbegründet.