Citation: 6B_117/2023 E. 1.5.1

1.5.1. Was den Vorwurf der ersten Vergewaltigung vom September 2016 betrifft, würdigt die Vorinstanz ausführlich die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 an den Befragungen vom 21. August 2017, vom 3. Oktober 2017 und vom 16. April 2019. Sodann berücksichtigt die Vorinstanz die Aussagen der Mutter der Beschwerdegegnerin 2, des Vaters des Beschwerdeführers, der Mutter des Beschwerdeführers, der Schwester des Beschwerdeführers und einer Arbeitskollegin der Beschwerdegegnerin 2. Schliesslich prüft die Vorinstanz die Aussagen des Beschwerdeführers vom 29. September 2017 und vom 11. Oktober 2017. Die Vorinstanz hat, wie bereits die Erstinstanz, keine relevanten Zweifel an den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 und erachtet diese als erlebnisbasiert. Der Beschwerdeführer habe die Beschwerdegegnerin 2 mit hinreichendem Druck zum Geschlechtsverkehr genötigt, weshalb eine Vergewaltigung vorliege. Für die Vorinstanz spielt eine besondere Rolle, dass der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin 2 bereits physische Gewalt ausgeübt hatte, dass er ihr körperlich überlegen war, dass er sie ausgezogen und auf die Matratze gezogen hatte und dass sie in der Wohnung der Eltern des Beschwerdeführers unter besonderem Druck gestanden hatte.