Citation: 5A_413/2019 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer macht weiter die Verletzung von Art. 125 ZGB geltend. Dabei gibt er den von der Vorinstanz zitierten BGE 134 III 145 E. 4 S. 146 teilweise wieder, wonach die Berechnungsmethode der hälftigen Überschussverteilung (zweistufige Methode) bei durchschnittlichen Einkommensverhältnissen in Bezug auf den nachehelichen Unterhalt in der Regel unpassend sei. Der Beschwerdeführer übersieht, dass die von ihm zitierte bundesgerichtliche Rechtsprechung unterdessen präzisiert wurde. Gemäss aktueller Rechtsprechung ist gegen die Anwendung der Methode der hälftigen Überschussverteilung bei lebensprägenden Ehen grundsätzlich nichts einzuwenden (vgl. zum Ganzen BGE 134 III 577 E. 3 S. 578 ff.). Dies ist indes ohnehin nicht weiter von Belang, da sich die Vorinstanz auf einen anderen als vom Beschwerdeführer zitierten Abschnitt des genannten Leitentscheides abstützte. So folgte sie den in BGE 134 III 145 E. 4 S. 146 f. genannten Schritten zur Festsetzung des nachehelichen Unterhalts bei lebensprägenden Ehen. Danach ist zunächst der gebührende Unterhalt zu bestimmen, alsdann ist die Eigenversorgungskapazität zu prüfen und schliesslich ist - soweit die Eigenversorgung einem Ehegatten vorübergehend oder dauerhaft nicht möglich oder zumutbar ist, so dass er auf Unterhaltsleistungen des anderen angewiesen ist - die Leistungsfähigkeit des anderen Ehegatten zu ermitteln und ein angemessener Unterhaltsbeitrag festzusetzen. Mit diesen Schritten setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Auch geht er nicht auf die konkrete Unterhaltsberechnung ein. Vielmehr begnügt der Beschwerdeführer sich damit, die Unterhaltsberechnung der Vorinstanz pauschal zu kritisieren, indem er namentlich ausführt, ein angemessener Unterhaltsbeitrag nach Art. 125 ZGB könne nicht "einfach" darin bestehen, den nach Deckung des Existenzminimums und nach Abzug der Sparquote sowie des Kindesunterhalts verbleibenden Freibetrag hälftig zuzuweisen. Wie der Unterhaltsbeitrag demgegenüber korrekt zu ermitteln gewesen wäre, zeigt der Beschwerdeführer jedoch nicht auf. Für die Begründung des von ihm "vorgeschlagenen" Unterhaltsbeitrages in Höhe von Fr. 1'000.-- pro Monat verweist er auf seine Berufungseingabe, womit er diesbezüglich den Begründungsanforderungen nicht nachkommt (vgl. E. 1.2). Im Übrigen ergänzt er seine Rüge mit theoretischen Ausführungen zur ein- und zweistufigen Berechnungsmethode, unterlässt es jedoch, diese in Beziehung zum konkreten Fall zu setzen. Die Verletzung von Art. 125 ZGB vermag er auf diese Weise nicht darzutun.