Citation: 9C_271/2014 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht hat unter Hinweis auf die Regelung von Art. 16 Abs. 1 AHVG, wonach die Verwirkungsfrist (BGE 117 V 208) grundsätzlich fünf Jahre beträgt, bei Nachforderungen, die aus einer strafbaren Handlung hergeleitet werden, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist festsetzt, jedoch diese Frist massgebend ist, festgehalten, der Beschwerdeführer sei wegen Verstosses gegen Art. 87 AHVG verurteilt worden; diese Bestimmung sehe eine Geldstrafe bis 180 Tagessätze vor; bei diesem Strafrahmen betrage die Verjährungsfrist sieben Jahre. Laut Art. 98 lit. c StGB beginne die Verjährung, wenn das strafbare Verhalten dauert, mit dem Tag, an dem dieses Verhalten aufhört. Diese Bestimmung, welche Dauerdelikte betrifft, sei hier anwendbar. Mit der sich über beinahe acht Jahre erstreckenden Beschäftigung der drei Weissrussen ohne Beitragsabrechnung habe der Beschwerdeführer über diesen gesamten Zeitraum ein strafbares Verhalten an den Tag gelegt. Dieses habe erst mit der Kontrolle des Kantonalen Arbeitsinspektorats am 15. April 2008 geendet, sodass die strafrechtliche Verjährungsfrist an diesem Tag begonnen habe. Demzufolge sei die Forderung der Ausgleichskasse nicht verjährt.