Citation: U 361/99 19.01.2000 E. 4

4.- a) Im kreisärztlichen Bericht vom 18. April 1996 wird zur Frage der Arbeitsfähigkeit ausgeführt, schwere Gewichte über 20 kg könnten (mit der rechten Hand) generell nicht mehr gehoben werden und auch das repetitive Heben mittelschwerer Gewichte über 10 kg dürfte nicht mehr zumutbar sein. Nicht mehr durchführbar seien zudem Arbeiten, die das (rechte) Handgelenk auch sonst mechanisch überdurchschnittlich beanspruchten, mit repetitiven Kraftaufwendungen über 10 kp. Auch seien Arbeiten, bei welchen das Handgelenk während jeweils längerer Zeit ausgiebig repetitiv bis in die Endstellungen bewegt werden müsse, nicht mehr möglich. Werde diesen Einschränkungen Rechnung getragen, sei eine zeitlich und leistungsmässig volle Beschäftigung zumutbar. b) Dass die von der SUVA genannten Verweisungstätigkeiten dem kreisärztlichen «Leistungsfähigkeitsprofil» entsprechen, ist unbestritten. Auf Grund der Akten stellt sich indessen die Frage, ob allein auf die Beurteilung des Kreisarztes, inwiefern der Beschwerdeführer in seinen körperlichen (und geistigen) Funktionen durch das Handleiden eingeschränkt ist, abgestellt werden kann. Die Vorinstanz hat dies bejaht, zumal auch der behandelnde Arzt Dr. med. E.________, Allgemeine Medizin FMH, die Leistungsfähigkeit im Wesentlichen gleich beurteilt habe. Diese Sachverhaltsfeststellung trifft indessen nicht zu. Zwar vertritt Dr. med. E.________ in seinem zuhanden der IV-Stelle des Kantons Zürich verfassten Bericht vom 1. November 1996 ebenfalls die Meinung, dass der Versicherte eine leichte Arbeit mit den «obgenannten», d.h. mit der kreisärztlichen Beurteilung übereinstimmenden Einschränkungen des Gebrauchs der rechten Hand ausüben könnte; dabei kämen «aber nur Arbeiten in Frage, die einhändig bzw. mit Einsatz der zweiten Hand lediglich als Stützhand ausgeübt werden können, wie z.B. Pförtner, Kontrolleur, Wachmann (Securitas)». Wiederum leicht anders, aber doch abweichend vom Kreisarzt fällt die Beurteilung im Bericht der Abklärungs- und Ausbildungsstätte Y.________ vom 27. November 1995 aus. Danach sind (lediglich) leichtere, einfachere Serienarbeiten zumutbar, bei denen die rechte Hand als gute bis sehr gute Hilfshand eingesetzt werden kann, und es besteht unter der Annahme, dass «sich aus medizinischer Sicht die Zumutbarkeit bestätigen lässt», in Bezug auf solche Tätigkeiten eine «Arbeitsfähigkeit von 60 % ganztags». c) Nach dem Gesagten bestehen rechtserhebliche Zweifel daran, ob die vom Unfallversicherer und vom kantonalen Gericht als Grundlage für die Ermittlung des Invalideneinkommens herangezogenen Verweisungstätigkeiten im industriellen Bereich ohne leistungsmässige Einschränkung ausübbar wären. Die Sache ist daher an die SUVA zurückzuweisen, damit sie ergänzende Abklärungen zu den noch offenen Fragen, insbesondere zur Einsetzbarkeit der rechten (dominanten) Hand vornehme.