Citation: 9C_613/2016 E. 4.4

4.4. Bezug nehmend auf BGE 141 V 281 bringt der Beschwerdeführer vor, das MZR-Gutachten sei als untauglich bzw. nicht aussagekräftig zu qualifizieren. Entgegen der Beschwerde erlaubt das unter der damaligen Geltung der sogenannten Überwindbarkeitspraxis eingeholte MRZ-Gutachten vom 13. November 2014, welches aufgrund der neuen Rechtsprechung nicht per se seinen Beweiswert verliert (BGE 141 V 281 E. 8 S. 309), sehr wohl eine zuverlässige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren. Der psychiatrische Experte, der aus den von ihm gestellten Diagnosen keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ableitete, führte einleuchtend und schlüssig aus, in psychiatrischer Hinsicht stehe ein Schmerzsyndrom im Vordergrund. Er diagnostizierte - nebst einer Neurasthenie (ICD-10: F48.0) und einem Status nach Anpassungsstörung bei psychosozialer Belastung (F43.21) - eine chronische Schmerzstörung bei psychosozialen Belastungsfaktoren (F45.41) und konstatierte, die Ausprägung dieser Störung sei im Vergleich zu ähnlichen Störungsbildern als "objektiv leicht" einzustufen. Entsprechend verwarf er die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (F45.40) mit der Begründung, das Kriterium des andauernden, schweren und quälenden Schmerzes sei im Rahmen der Untersuchung nicht erkennbar bzw. lasse sich auch durch die Akten nicht objektiv belegen. Damit und angesichts des Fehlens festgestellter psychopathologischer Auffälligkeiten sowie Beeinträchtigungen der funktionellen Leistungsfähigkeit istevident, dass es in concreto an der Schwere, die auf eine invalidisierende Gesundheitsbeeinträchtigung schliessen liesse, fehlt. Die Bedeutung der gutachtlich festgestellten, erheblichen Diskrepanzen unter dem Aspekt der Ausschlussgründe (BGE 141 V 281 E. 2.2 S. 287) braucht folglich nicht mehr geprüft zu werden. Anlass für eine weitere Begutachtung besteht nicht.