Citation: 5A_82/2009 27.04.2009 E. 3

In der Sache rügt die Beschwerdeführerin eine mehrfache Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) sowie von aArt. 153 Abs. 2 ZGB. Zudem wirft sie dem Obergericht eine Verletzung der Beweisvorschriften (Art. 8 ZGB) sowie des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) vor. 3.1 Das Obergericht hat richtig erkannt, dass für die Abänderung einer altrechtlichen Unterhaltsersatzrente (aArt. 151 Abs. 1 ZGB) bisheriges Recht zur Anwendung gelangt (Art. 7a Abs. 3 SchlTZGB). Gemäss aArt. 153 Abs. 2 ZGB kann bei erheblicher, dauernder und unvorhersehbarer Veränderung der Verhältnisse die Rente herabgesetzt oder aufgehoben werden (BGE 96 II 301 E. 5a S. 303; 117 II 211 E. 5a S. 217 und BGE 118 II 229 E. 3 S. 232 ff.). Mit dieser Regelung wird dem Umstand Rechnung getragen, dass sich bei der Festsetzung der Unterhaltsrente im Zeitpunkt der Scheidung nur beschränkt vorhersehen lässt, wie sich die wirtschaftlichen Verhältnisse der Ehegatten entwickeln werden. Eine unerwartete Veränderung der finanziellen Situation kann dazu führen, dass sich der ursprünglich festgelegte Unterhaltsbeitrag im Nachhinein als unangemessen erweist. Entgegen dem Wortlaut ist aArt. 153 Abs. 2 ZGB nicht nur auf die Bedürftigkeitsrente, sondern auch auf die Unterhaltsersatzrente nach aArt. 151 Abs. 1 ZGB anwendbar (BGE 117 II 211 E. 1a S. 213).