Citation: 7B_137/2024 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, der von ihm erstandene vorzeitige Massnahmenvollzug von 1064 Tagen sei auf die angeordnete stationäre Massnahme nach Art. 59 Abs. 4 StGB anzurechnen. Da diese Anrechnung, obschon im obergerichtlichen Urteil vom 29. April 2020 in Dispositiv-Ziffer 7 so angeordnet, unterblieben sei, werde ihm seit dem 13. November 2021 in Verletzung von Art. 5 Ziff. 1 EMRK die Freiheit widerrechtlich entzogen und er befinde sich in Überhaft. Das Vorgehen des Staates sei willkürlich. Er sei unverzüglich aus dem Massnahmenvollzug zu entlassen. Zudem sei ihm eine Genugtuung bzw. Haftentschädigung zu entrichten. Die inkonstante Rechtsprechung des Bundesgerichts könne die fehlende gesetzliche Grundlage betreffend eine allfällige Anrechnung von Untersuchungs- und Sicherheitshaft auf freiheitsentziehende Massnahmen nicht ersetzen.