Citation: 7B.148/2005 11.11.2005 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hält fest, den Beilagen der Beschwerdeführerin könne entnommen werden, dass sie vier Tage vor Versteigerung der drei Liegenschaften, welche sich in der Konkursmasse befänden, beim Gerichtskreis VIII Bern-Laupen ein Gesuch um neues Recht eingereicht habe. Mit Datum vom 27. Mai 2005 habe der Gerichtspräsident 5 unter anderem verfügt, das Gesuch gemäss Art. 372 Abs. 2 ZPO/BE werde, soweit superprovisorisch beantragt, abgewiesen. Die Aufsichtsbehörde fährt fort, es sei festzuhalten, dass über die Schuldnerin mit Entscheid der II. Zivilkammer des Appellationshofes des Kantons Bern vom 31. Januar 2003 der Konkurs per 6. Dezember 2002 eröffnet worden sei. Mit dem Gesuch um neues Recht versuche die Beschwerdeführerin einmal mehr, die Forderung des Gläubigers Y.________ zu bestreiten. Der Ausgang dieses Verfahrens um neues Recht habe jedoch keinen Einfluss auf das Konkursverfahren an sich. Es könnten sich höchstens Änderungen im Kollokationsplan ergeben, wenn es der Beschwerdeführerin allenfalls gelingen sollte, den Nichtbestand der bestrittenen Forderung zu beweisen (vgl. auch Entscheid der Aufsichtsbehörde vom 11. Februar 2005). Der Ausgang des Verfahrens vor dem Gerichtspräsidenten 5 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen habe somit keinen Einfluss auf das Verwertungsverfahren. Das Konkursamt habe aus diesem Grund zu Recht die Verwertung der fraglichen drei Liegenschaften durchgeführt. Daran ändere weder die Verfügung des Gerichtspräsidenten 5 vom 27. Mai 2005, welche dem Konkursamt nicht mitgeteilt worden sei, noch das Schreiben der Beschwerdeführerin vom 26. Mai 2005 an das Konkursamt Bern-Mittelland etwas. Es sei somit auch nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführerin die verfassungsmässigen Rechte nicht gewährt worden sein sollen.