Citation: 1B_409/2018 E. 3

Der Beschwerdeführer wendet dazu insbesondere Folgendes ein: Nach den Erwägungen der Vorinstanz wäre er verpflichtet, an der korrekten Feststellung des Sachverhaltes mitzuwirken, was aber mit seinem Recht, die Aussage zu verweigern, nicht vereinbar sei. Soweit das Obergericht darauf hinweise, er könne gewisse Vorbringen (zur Beweiswürdigung bzw. zum Grundsatz "in dubio pro reo") auch noch dem Sachrichter vorlegen, sei dies für ihn rechtsstaatlich unzumutbar. Seine Einwände gegen den Gutachtensauftrag seien bereits im Vorverfahren in einem Zwischenentscheid zu prüfen. Der im Gutachtensauftrag zusammengefasste Sachverhalt sei von der Staatsanwaltschaft "erfunden" worden. Ein medizinisches Gutachten, das auf Fakten gründe, die weder vom Beschuldigten zugestanden, noch "aus den Akten erstellt" seien, müsse im Ergebnis zwangsläufig falsch sein. Die Ansicht der Vorinstanz, dass die Beweiswürdigung dem Strafgericht vorbehalten sei, lasse seinen Anspruch auf einen fairen und verfahrensökonomischen Strafprozess unberücksichtigt. Der Gutachtensauftrag sei ein taugliches Anfechtungsobjekt im Sinne von Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO. Gerügt werden könne insbesondere die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts. Der Vorwurf des Obergerichtes, er sei seiner Begründungsobliegenheit nicht nachgekommen, gehe fehl. Er habe im vorinstanzlichen Verfahren auf den "handschriftlichen Zettel" hingewiesen, den er den Sanitätern vor Ort mitgegeben habe. Dort habe er die von ihm vorgenommene Behandlung und damit den "zugestandenen Sachverhalt" notiert. Der Beschwerdeführer rügt in diesem Zusammenhang insbesondere eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK (faires Verfahren, Rechtsweggarantie), der Unschuldsvermutung (Art. 10 Abs. 3 StPO) sowie des Beschwerderechts nach Art. 393 ff. StPO.