Citation: 4C.164/2001 13.12.2001 E. 1

1.- a) Der Beklagte rügt als Verletzung von Bundesrecht, dass das Obergericht eine Haftung nach Art. 645 Abs. 1 OR bejaht habe, obwohl entgegen dem Gesetzeswortlaut nicht die Gründung einer neuen Gesellschaft, sondern die Übernahme und Umbenennung einer bestehenden beabsichtigt und verwirklicht worden sei. Im Eventualstandpunkt macht er geltend, dass bei bundesrechtskonformer Anwendung des Regelungsgedankens von Abs. 1 des Art. 645 OR diese Analogie auch für Abs. 2 der Bestimmung gelten müsse. b) Im Berufungsverfahren hat das Bundesgericht seiner Entscheidung die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz zu Grunde zu legen, es sei denn, sie beruhten auf einem offensichtlichen Versehen, seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zu Stande gekommen oder bedürften der Ergänzung, weil das Sachgericht in fehlerhafter Rechtsanwendung einen gesetzlichen Tatbestand nicht oder nicht hinreichend klärte, obgleich ihm entscheidwesentliche Behauptungen und Beweisanträge dazu prozesskonform unterbreitet worden waren (Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG; BGE 115 II 484 E. 2a). Eine blosse Kritik an der Beweiswürdigung des Sachgerichts ist, soweit nicht Vorschriften des Bundesrechts in Frage stehen, ausgeschlossen (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 120 II 97 E. 2b). Soweit der Beklagte vorbringt, Art. 645 Abs. 1 OR finde auf den vorliegenden Fall von vornherein keine Anwendung, weil im Darlehensvertrag wissentlich als Zweitpartei eine mit der G.________ bereits existierende, aber noch zu erwerbende Gesellschaft eingesetzt worden sei, ist er nicht zu hören. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz wurde der Darlehensvertrag vom 19./20. Dezember 1994 namens einer noch nicht bestehenden D.________ AG abgeschlossen. Wie es sich verhalten würde, wenn der Beklagte für die bereits existierende G.________ gehandelt hätte, ist somit nicht zu prüfen. Im kantonalen Verfahren wurden von den Parteien unterschiedliche Behauptungen zu den im Zeitpunkt des Vertragsschlusses vorhandenen Vorstellungen über die Entstehung der zukünftigen Eco Finanz bzw. F.________ AG vorgebracht. Während der Kläger behauptete, die Parteien seien von einer Neugründung ausgegangen, machte der Beklagte geltend, er habe nie von einer Gründung gesprochen und sie hätten beide gewusst und seien davon ausgegangen, dass eine blosse Umbenennung erfolgen werde. Die Vorinstanz hat den Sachverhalt insoweit nicht abgeklärt, weil sie die Streitfrage als rechtlich unerheblich betrachtete. Diese Auffassung verletzt kein Bundesrecht, wie sich zeigen wird (unten E. 3 und 4), womit dem Eventualantrag des Beklagten die Grundlage entzogen ist.