Citation: C 249/02 01.10.2003 E. 2

Einstellungsgrund in der Anspruchsberechtigung der Versicherten ist unbestrittenermassen die Nichtbefolgung von Weisungen des Arbeitsamtes im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG. 2.1 Die Beschwerdegegnerin macht nicht geltend, die Massnahme sei ihr nicht zumutbar gewesen (Art. 72a in Verbindung mit Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG), sondern, dass sie die Teilnahme am Beschäftigungsprogramm aus nahezu entschuldbarem Grund abgebrochen habe. Im erstinstanzlichen Verfahren brachte sie vor, sie habe den Kurs im Nähatelier während einer Woche besucht und sei nach reiflicher Überlegung zum Schluss gekommen, dass die arbeitsmarktliche Massnahme für sie beim Finden einer Arbeitsstelle wohl geradezu nutzlos gewesen wäre. Sie habe nicht im geringsten eine Ahnung von der betreffenden Materie bzw. keinerlei Erfahrung mit den Arbeiten gehabt, die im Nähatelier zu verrichten waren. Deshalb habe sie am Kurs nicht mehr teilgenommen und sich vollumfänglich auf die Suche nach einer richtigen Arbeitsstelle konzentriert. 2.2 Dem gegen die verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung vorgebrachten Einwand der Versicherten hielt die Vorinstanz zutreffend entgegen, die Anordnung und der zeitliche Beginn von arbeitsmarktlichen Massnahmen falle grundsätzlich in das Ermessen des zuständigen Personalberaters. Nur wenn sich erweise, dass ein Beschäftigungsprogramm den persönlichen Verhältnissen im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG unangemessen und in diesem Sinne unzumutbar sei, brauche es nicht angetreten zu werden und könne sanktionslos aufgehoben werden. Im vorliegenden Fall hätten indessen konkrete Anhaltspunkte dafür gefehlt, dass die angeordnete Massnahme den Verhältnissen der Versicherten nicht angemessen gewesen wäre. Der Umstand allein, dass das Einsatzprogramm schon einen Monat nach Beginn der Arbeitslosigkeit und offenbar ohne Prüfung anderer Massnahmen angeordnet wurde, lasse es noch nicht als geradezu unangemessen erscheinen, weshalb die Versicherte die Massnahme nicht eigenmächtig abbrechen durfte. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung erfolgte damit zu Recht, wobei auch der Einwand der Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführer habe den Grundsatz der Subsidiarität verletzt, weil er keine anderen arbeitsmarktlichen Massnahmen geprüft oder mit der angewiesenen nicht zugewartet habe, nicht stichhaltig ist.