Citation: 4P.209/1999 01.02.2000 E. 1.-

a) Die Beschwerdeführerin meldete ihren Anspruch am 7. Februar 1997 rechtzeitig beim zuständigen Amt an. Sofern dieses innert drei Monaten nach Einreichung des Gesuchs nicht oder ablehnend Stellung nimmt, kann der Anspruch ge- mäss § 11 Abs. 2 des Verantwortlichkeitsgesetzes des Kantons Solothurn vom 26. Juni 1966 (nachfolgend VG) innert 6 Mona- ten beim Verwaltungsgericht eingeklagt werden. Nach Ansicht des Verwaltungsgerichts erfolgte innert der Frist von drei Monaten keine Stellungnahme. Mit der Eingabe vom 18. März 1999 sei die Frist von 6 Monaten nicht gewahrt und das Klag- recht verwirkt. b) Die Beschwerdeführerin hält diese Auslegung von § 11 Abs. 2 VG für willkürlich. Das zuständige Amt habe die Beschwerdeführerin am 19. Februar 1997 über die Weiterlei- tung ihres Schadenersatzbegehrens an die Winterthur-Versi- cherung orientiert und insofern gegenüber der Beschwerdefüh- rerin Stellung genommen. Die Winterthur-Versicherung habe den Anspruch erst am 18. September 1998 abgelehnt. Daher sei die Frist von 6 Monaten gewahrt. Die Beschwerdeführerin be- ruft sich auf das Rechtsmissbrauchsverbot, da sie nicht über die Notwendigkeit der Klageeinreichung aufgeklärt worden sei, und wirft dem Verwaltungsgericht überspitzten Formalis- mus vor.