Citation: 1B_237/2021 E. 3.2

3.2. Dagegen bringt der Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz halte selber fest, es sei bei dieser Ausgangslage fraglich, ob im Sinne von Art. 221 Abs. 2 StPO von einer sehr ungünstigen Prognose für schwere Verbrechen ausgegangen werden könne. Aufgrund der Berichte hätte sie zum Schluss gelangen müssen, dass keine sehr ungünstige Risikoprognose gegeben und das Vorliegen von Ausführungsgefahr dementsprechend zu verneinen sei. Der in Nachachtung der Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts vom 19. März 2021 betreffend Haftanordnung erstellte Nachtrag vom 6. April 2021 bestätige den Befundbericht vom 11. Januar 2021, weshalb er aus der Haft hätte entlassen werden müssen. Indem stattdessen die Haftverlängerung angeordnet und diese durch die Vorinstanz bestätigt worden sei, habe diese nicht nur Art. 221 Abs. 2 StPO verletzt, sondern auch gegen das Fairnessgebot, insbesondere das Gebot, nach Treu und Glauben zu handeln, verstossen (Art. 6 EMRK, Art. 9 BV und Art. 3 Abs. 2 StPO).