Citation: 6B_1388/2017 E. 4.3

4.3. Die Abgrenzung zwischen Handlung und Unterlassung im strafrechtlichen Sinne ist im Zweifel nach dem Subsidiaritätsprinzip vorzunehmen (vgl. Urteil 6B_1332/2016 vom 27. Juli 2017 E. 5.3). Das ist unproblematisch. Die Vorinstanz geht zutreffend von einer Unterlassungsstrafbarkeit aus. Dabei bestreitet der Beschwerdeführer eine Garantenstellung (vgl. BGE 141 IV 249 E. 1.1 S. 251 f. und 1.4.1 S. 255) zu Unrecht mit der Argumentation, weder der Bahnbau noch die Sicherheit der Bahnbauten sei in seinem Verantwortungsbereich gelegen (Beschwerde S. 62). Zu Abgrenzung und Tragweite von "Verantwortungsbereichen" unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensprinzips im Verhältnis von Garanten kann ceteris paribus auf BGE 120 IV 300 E. 3d/bb S. 310 f. verwiesen werden. Der Beschwerdeführer war für die Sicherheit der Fahrer verantwortlich (oben E. 3.3.2).