Citation: 8C_66/2008 04.07.2008 E. 3

3.1 In Bezug auf diesen Rückfall kann der Unfallversicherer rechtsprechungsgemäss nicht auf der Anerkennung des natürlichen Kausalzusammenhanges beim Grundfall und beim früheren Rückfall behaftet werden, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. Vielmehr obliegt es dem Leistungsansprecher, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Falle der Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen natürlichen Kausalzusammenhang als anspruchsbegründender Tatsache Rechte ableiten wollte (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b S. 328 mit Hinweisen, bestätigt u.a. im Urteil U 50/99 vom 28. Juni 2001). 3.2 Steht zuverlässig fest, dass keine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge vorliegt, welche die gesundheitlichen Beschwerden zu erklären vermag, kann eine Kausalitätsbeurteilung nach den bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall oder bei Schleudertraumen und äquivalenten Verletzungsmechanismen an der HWS sowie Schädel-Hirntraumen ohne organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen geltenden Grundsätzen erfolgen (Urteil U 28/07 vom 3. Januar 2008, E. 3.2). 3.3 Ein solcher Fall liegt hier vor. Die Beschwerdeführerin macht in diesem Zusammenhang zwar geltend, dass die Vorinstanz zu Unrecht selbst die natürliche Kausalität diskutiert habe. Dieser Vorwurf ist insofern unzutreffend, als das kantonale Gericht die Frage nach der natürlichen Kausalität offengelassen hat. Praxisgemäss kann jedoch auf weitere Beweisvorkehren zum natürlichen Kausalzusammenhang verzichtet werden, wenn der adäquate Kausalzusammenhang ohnehin zu verneinen ist. An diesem auch im Rahmen der Schleudertrauma-Praxis angewandten Grundsatz hat sich mit BGE 134 V 109 nichts geändert (Urteil 8C_42/2007 vom 14. April 2008, E. 2). 3.4 Den Beschwerden der Versicherten liegt kein klar fassbares organisches Substrat zugrunde: Klinische Befunde wie Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, eine Druckdolenz im Nacken oder eine Einschränkung der HWS-Beweglichkeit lassen nicht auf ein klar fassbares unfallbedingtes organisches Korrelat des geklagten Beschwerdebildes schliessen. Die gewissen Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, über welche die Patientin berichte, zeigten im Alltag keine Auswirkungen oder Behinderung bei der Arbeit oder im Sozialleben, wie Dr. med. H.________ in seinem Bericht vom 3. November 2005 ausführt. Es ist denn auch grundsätzlich unbestritten, dass die Beurteilung der Kausalität der geklagten Beschwerden mit dem Unfall nach der Rechtsprechung zu den Unfallfolgen bei Unfällen mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule (bzw. äquivalenter Verletzung) zu erfolgen hat (BGE 117 V 359 und 134 V 109).