Citation: 8C_599/2014 E. 6.6

6.6. Im Rahmen der Qualitätskontrolle über die Gutachterstellen, welche mit dem BSV einen Vertrag gemäss Art. 72bis IVV geschlossen haben, verlangt das BSV von diesen Gutachterstellen jährlich verschiedene Angaben über ihre Geschäftstätigkeit. Gemäss seinen Ausführungen in der Vernehmlassung vom 11. Mai 2015 ist das Bundesamt dazu übergegangen, nunmehr auch Daten betreffend der attestierten Arbeitsunfähigkeiten einzuverlangen. Das BSV hat dem Bundesgericht jedoch am 12. Juni 2015 mitgeteilt, dass die medizinische Abklärungsstelle B.________ für das Jahr 2014 die entsprechenden Daten nicht erhoben habe. Ob die medizinische Abklärungsstelle B.________ tatsächlich nicht in der Lage wäre, diese Angaben nachzuliefern, kann aus zwei Gründen offenbleiben: Zum einen sind ohne Vergleichsdaten die Daten eines einzelnen Instituts im Vorneherein uninteressant. Zum anderen betreffen die vom BSV verlangten Angaben die gesamte Gutachterstelle, erlauben aber keine Rückschlüsse auf einzelne Experten. Da aber rechtsprechungsgemäss stets nur der einzelne Gutachter, nicht aber eine Gutachterstelle befangen sein kann (vgl. E. 3.3 hievor), ist ohne Daten zur Tätigkeit des einzelnen Experten der Beweis einer systematischen Benachteiligung der versicherten Personen durch diesen Experten nicht zu erbringen. Da keine weiteren Gründe dargetan werden, welche auf eine Befangenheit des Experten im konkreten Fall schliessen lassen würden, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.