Citation: 2P.257/2002 03.09.2003 E. A

Die im Bereich des Kunststoff-Spritzgusses tätige X.________ AG war Ende 1994 eine gemischte Gesellschaft im Sinne von § 21 des aargauischen Gesetzes vom 5. Oktober 1971 über die Besteuerung der Kapitalgesellschaften und der Genossenschaften (Aktiensteuergesetz; AStG), da sie verschiedene Mehrheitsbeteiligungen an ausländischen Tochtergesellschaften hielt. Mit Handelsregistereintrag vom 21. Juni 1995 wurde rückwirkend auf den 1. Januar 1995 eine neue Tochtergesellschaft namens X.________ AG gegründet unter Einbringung der mit der Produktion und dem Verkauf zusammenhängenden Aktiven und Verbindlichkeiten. Die bisherige Gesellschaft behielt nur noch ihre Beteiligungen an den Tochtergesellschaften und änderte ihre Firma in X.________ Holding AG. Für die Steuerperiode 1995/96 zog das Kantonale Steueramt für die X.________ Holding AG den gesamten durchschnittlichen Reinertrag der Bemessungsjahre 1993/94 und das gesamte steuerbare Eigenkapital am 1. Januar 1995 heran und gewährte ihr damit (noch) kein Holdingprivileg im Sinne von § 20 AStG. Andererseits blieb die (neu gegründete) X.________ AG in dieser Steuerperiode 1995/96 vorerst steuerfrei. Demgegenüber beansprucht die X.________ Holding AG bereits für die Steuerperiode 1995/96 das Holdingprivileg. Entsprechend soll die X.________ AG die mit der Produktion und dem Verkauf zusammenhängenden Reinertragsfaktoren - nach Massgabe der Bemessungsjahre 1993/94 - für die Steuerperiode 1995/96 deklarieren. Das Vorgehen des Kantonalen Steueramtes wurde sowohl vom Steuerrekursgericht des Kantons Aargau (mit Entscheid vom 20. September 2001) als auch vom Verwaltungsgericht des Kantons Aargau (mit Urteil vom 18. September 2002, versandt am 1. Oktober 2002) geschützt.