Citation: 5A_121/2022 E. 4.1

4.1. Der Bezirksrat trat auf die bei ihm gegen die Abweisung des Gesuchs um Entlassung der Verfahrensbeiständin erhobene Beschwerde nicht ein (vgl. vorne Bst. A.c). Das Obergericht erachtete dieses Vorgehen zwar als fehlerhaft. Dennoch sah es von der Rückweisung der Angelegenheit an den Bezirksrat zu neuer Entscheidung ab, da dieser die Frage der Abberufung der Beiständin in einer Eventualbegründung auch materiell geprüft habe und die Beschwerdeführerin dazu ausführlich plädiere. In der Folge entschied das Obergericht in der Sache und bestätigte den Entscheid des Bezirksrats. Die Beschwerdeführerin erachtet aufgrund dieses Vorgehens Art. 236 Abs. 1 ZPO als verletzt. Gemäss dieser Bestimmung sei ein Nichteintretens- oder ein Sachentscheid zu fällen, nicht jedoch ein Nichteintretens- und ein Sachentscheid. Der Bezirksrat habe dies missachtet, weshalb das Obergericht die Sache zu neuer Entscheidung an diesen hätte zurückweisen müssen, zumal es den bei ihm angefochtenen Entscheid nicht mit voller Kognition überprüft habe (vgl. dazu E. 4.2 hiernach). Gleichzeitig sei das "verfassungsmässige Recht des vollständigen gesetzlichen Instanzenzugs" verletzt: Der Bezirksrat habe zwar einen materiellen Entscheid getroffen. Weil er gleichzeitig auf die Beschwerde nicht eingetreten sei, habe er aber nicht mit der nötigen Sorgfalt und Unabhängigkeit entschieden. Nur bei Ausfällung eines neuen vollständigen Entscheids hätte der Beschwerdeführerin ein "vollständiges Rechtsmittel" offengestanden. Zudem wäre sie für die Gutheissung ihrer Beschwerde bei der Vorinstanz entschädigt worden. Die Zivilprozessordnung gelangt im Erwachsenenschutzverfahren allenfalls als subsidiäres kantonales Recht zur Anwendung (vgl. Art. 450f ZGB). Ihre Anwendung überprüft das Bundesgericht wie die Handhabung des sonstigen kantonalen Rechts nicht frei, sondern nur auf Willkür oder die Verletzung eines anderen verfassungsmässigen Rechts und auf entsprechende Rüge hin (Urteile 5A_327/2016 vom 1. Mai 2017 E. 3.1, nicht publ. in: BGE 143 III 183, aber in: FamPra.ch 2017 S. 894; 5A_724/2015 vom 2. Juni 2016 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 142 I 188). Die Rüge der Verletzung von Art. 236 Abs. 1 ZPO vermag das Bundesgericht daher nicht zu prüfen. Die Beschwerdeführerin macht weiter zwar auch die Verletzung eines verfassungsmässigen Rechts auf einen vollständigen Instanzenzugs geltend, weil der Bezirksrat nicht mit aller Sorgfalt entschieden habe. Damit dürfte wohl das Verbot der Rechtsverweigerung angesprochen sein (Art. 29 Abs. 1 BV; vgl. BGE 131 II 271 E. 11.7.1; Urteil 1C_327/2019 vom 11. Juni 2020 E. 5.1). Auch hier genügen die ohnehin weitgehend spekulativen Vorbringen der Beschwerdeführerin den einschlägigen Begründungserfordernissen indes nicht (vgl. vorne E. 2.1 und 3.1).