Citation: 5A_367/2013 E. 4

Der Beschwerdeführer moniert weiter, dass die für die italienischen Urteile aller Instanzen eingereichten Übersetzungen ungenügend seien, was auch vom Kantonsgericht anerkannt worden sei. Massgebend könne aber nicht sein, ob er (der Beschwerdeführer) die Urteile trotzdem verstanden habe, sondern ob das Kantonsgericht den Inhalt und die Tragweite der Entscheide habe erkennen können. Das sei nicht der Fall, ansonsten es nicht zu derart unhaltbaren Schlüssen gekommen wäre. In der Tat hat das Kantonsgericht festgehalten, dass die Qualität der Übersetzungen nicht über jeden Zweifel erhaben sei. Es hat aber zum einen darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer offenbar ohne weiteres in der Lage war, in Italien das erstinstanzliche und auch die Rechtsmittelverfahren zu führen; dies wird vor Bundesgericht nicht in Frage gestellt. Sodann hat das Kantonsgericht festgehalten, dass gemäss dem Sprachengesetz des Kantons Graubünden (SpG, BR 492.100) alle Amtssprachen, wozu auch das Italienische gehört, gleichwertig seien, was für sämtliche Verfahrensschritte gelte, und dass die Parteien jeweils die Wahl hätten, in welcher Amtssprache sie gerichtliche Eingaben machen würden. Wie sich aus der Begründung des angefochtenen Urteils, welche detailliert auf den Inhalt der italienischen Entscheide eingeht, ohne weiteres ergibt, war das Kantonsgericht als oberstes Gericht eines dreisprachigen Kantons in der Lage - was im Übrigen auch für das Bundesgericht gilt -, den Inhalt der italienischen Entscheide ohne Einschränkungen zu erfassen. Dies lässt sich nicht damit in Frage stellen, dass das Kantonsgericht nicht dem Standpunkt des Beschwerdeführers gefolgt ist. Wenn dieser zum Beweis für seine These auf das inhaltlich zu einem anderen Schluss kommende slowenische Urteil verweist, so überspielt er den Umstand, dass das Kantonsgericht ebenfalls auf die Diskrepanz zwischen den Urteilen hingewiesen hat, es diese aber nicht auf ihre inhaltliche Richtigkeit überprüfen durfte (Art. 29 aLugÜ).