Citation: 2C_421/2022 E. A

Der afghanische Staatsangehörige A.________ reiste am 11. November 2021 von Italien herkommend rechtswidrig in die Schweiz ein und ersuchte gleichentags um Asyl. Mit Entscheid vom 17. Januar 2022 trat das Staatssekretariat für Migration (SEM) auf das Asylgesuch nicht ein und wies A.________ nach Italien weg. Der Entscheid erwuchs in Rechtskraft. Am 21. Februar 2022 verfügte das Amt für Migration des Kantons Luzern die Dublin-Ausschaffungshaft gegen A.________ für längstens 96 Stunden. In der Folge verweigerte A.________ am 22. Februar 2022 die Rückführung per Flugzeug nach Italien. Am 23. Februar 2022 wurde die Rückversetzung in die Dublin-Ausschaffungshaft für die Dauer von sechs Wochen seit dem 21. Februar 2022 verfügt. Am 22. März 2022 wurde A.________ in Polizeibegleitung per Landüberstellung nach Italien zurückgeführt, wobei gegen ihn vorgängig ein Einreiseverbot mit Gültigkeit bis zum 21. Februar 2025 verfügt und eröffnet worden war. Am 28. März 2022 reiste A.________ erneut illegal in die Schweiz ein und wurde gleichentags festgenommen. Am 31. März 2022 verfügte das Amt für Migration die Dublin-Vorbereitsungshaft gegen A.________ für die Dauer von sieben Wochen ab dem 28. März 2022. Am 11. April 2022 stimmte Italien im Rahmen des Dublin-Verfahrens der Rückübernahme von A.________ zu. Noch am selben Tag wies das SEM A.________ mit Verfügung vom 11. April 2022 aus der Schweiz weg und trat auf sein Asylgesuch nicht ein. Die gegen den Nichteintretensentscheid und die Wegweisungsverfügung des SEM vom 11. April 2022 von A.________ erhobene Beschwerde wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 23. Mai 2022 ab, soweit es darauf eintrat.