Citation: 6B_1106/2019 E. 1.3.1

1.3.1. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei in einer langgezogenen Linkskurve zuerst nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und habe die Randleitplanke mit der rechten Fahrzeugseite mehrere Meter lang ohne zu bremsen touchiert. Dann habe er nach links geschwenkt und so stark gebremst, dass eine Bremsspur entstanden sei. Schliesslich sei er heftig mit der Mittelleitplanke kollidiert. Das festgestellte Spurenbild entspreche dem typischen Unfallverlauf infolge eines Sekundenschlafs und sei nicht mit der Darstellung des Beschwerdeführers vereinbar, wonach er einem Tier habe ausweichen müssen. Bereits das Bezirksgericht habe zutreffend ausgeführt, dass die Spuren am Unfallort gegen das geschilderte Ausweichmanöver sprechen würden und die diesbezüglichen Aussagen des Beschwerdeführers zum Tier selbst als auch zum genauen Unfallhergang in sich nicht konsistent seien. Die vom Beschwerdeführer eingereichten Statistiken würden lediglich belegen, dass es nicht grundsätzlich ausgeschlossen sei, dass trotz Wildschutzzaun Tiere auf den Streckenabschnitt der Unfallstelle gelangen würden. Sie würden aber kein Indiz dafür bilden, dass sich genau das beim Unfall des Beschwerdeführers zugetragen habe. Für eine Übermüdung würden auch die Aussagen des Beschwerdeführers zur Vorgeschichte des Unfalls sprechen. Es sei erstellt, dass er im Zeitpunkt des Unfalls von Rumänien kommend bereits über elf Stunden und zwar grösstenteils nachts sowie alleine hinter dem Steuer gesessen sei. Der Unfall habe sich in den frühen Morgenstunden und nach einer Schlafpause von lediglich eineinhalb Stunden ereignet. Die lange Nachtfahrt, die kurze Schlafpause, die Strassenverhältnisse sowie die Zeit des Unfalls würden sowohl für sich alleine betrachtet als auch in ihrer Gesamtheit auf einen Sekundenschlaf infolge Übermüdung schliessen lassen (Urteil, S. 4 f.). Zu dem vom Beschwerdeführer beantragten schlafmedizinischen Gutachten erwägt die Vorinstanz, es sei nach der allgemeinen Lebenserfahrung unrealistisch, dass ein solches die Möglichkeit eines Sekundenschlafes nach nur eineinhalbstündiger Schlafpause und Koffeinkonsum ausschliessen könne. Zum beantragten verkehrstechnischen Gutachten hält die Vorinstanz fest, dass ein solches unter den vorliegenden Umständen nicht geeignet sei, am gewonnenen Beweisergebnis hinsichtlich der Übermüdung etwas zu ändern (Urteil, S. 6 f.).