Citation: 8C_367/2015 E. 3.5

3.5. Die Rahmenfristverlängerung nach Art. 9a Abs. 2 AVIG setzt mit der Beschwerdeführerin - unter weiteren kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen, auf die nicht näher einzugehen ist - eine definitive Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit voraus, was nach den Kriterien gemäss der mit BGE 123 V 234 begründeten Rechtsprechung zu beurteilen ist. In diesem Sinne hat das Bundesgericht in ARV 2013 S. 343, 8C_925/2012, erkannt, dass die zu jeder Zeit gegebene faktische Möglichkeit, eine nebenerwerblich ausgeübte Selbständigkeit durch Pensumerhöhung wieder auszudehnen, das Risiko eines Missbrauchs der Arbeitslosenversicherung in sich birgt, weshalb die Rückstufung der selbständigen Erwerbstätigkeit auf eine nebenerwerbliche Tätigkeit nicht genügt, um die für die Rahmenfristverlängerung verlangte definitive Geschäftsaufgabe zu bejahen (vgl. auch ARV 2007 S. 200, C 188/06 und NUSSBAUMER, a. a. O., S. 2213 Rz. 108).