Citation: 4A_646/2023 E. 4.3.3

4.3.3. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, verlangt die Beschwerdeführerin im Ergebnis eine unzulässige Überprüfung des Schiedsentscheids in der Sache selbst. Sie kritisiert die Beweiswürdigung, namentlich den Umstand, dass der Schiedsrichter einzig auf die Aussagen von Zeugen abgestellt habe, und leitet daraus eine "klar missbräuchliche Beweiswürdigung" ab, die offensichtlich unhaltbar sei und damit den formellen Ordre public verletze. Damit zeigt sie keinen Verstoss gegen eine Regel auf, die zur Gewährleistung der Fairness des Verfahrens unerlässlich ist. Ebenso wenig lässt sich aus dem Umstand, dass der Schiedsrichter auf Zeugenaussagen abgestellt haben soll, ableiten, es habe ihm an der erforderlichen Unparteilichkeit gefehlt. Im Übrigen legt die Beschwerdeführerin erneut nicht dar, dass sie diesen Einwand der fehlenden Unparteilichkeit bereits vor den Vorinstanzen vorgebracht hat, womit es auch diesbezüglich an der Erschöpfung des materiellen Instanzenzugs mangelt (vgl. hiervor E. 4.2.2).