Citation: 8C_533/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Wie in E. 2.3 hievor dargelegt, ist in erster Linie aufgrund der Auskünfte medizinischer Fachpersonen zu klären, wie die verschiedenen Indizien zu gewichten sind, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen. Dr. med. C.________ hält zwar nachträglich fest, anlässlich des von ihm vorgenommenen Eingriffs habe das Gewebe makroskopisch, also von blossem Auge betrachtet, unauffällig ausgesehen. Damit schloss er aber nicht aus, dass eine mikroskopische Untersuchung degenerative Gewebeveränderungen ergeben könnte. Insoweit beurteilte die Vorinstanz fachfremd eine medizinische Frage, wenn sie in antizipierender Beweiswürdigung erkannte, zusätzliche Abklärungen zum Zustand der Achillessehne erübrigten sich, da sich durch aktuelle histologische Untersuchungen der im Zeitpunkt des Ereignisses vom 6. Mai 2022 (allfällig) bestehende Degenerationsgrad derselben nicht mehr beurteilen liesse. Sodann sind die Erläuterungen des Dr. med. F.________, dass eine traumatisch rupturierte Achillessehne immer ausgefranst sei, zwar plausibel, wie die Vorinstanz festhielt. Damit wird indessen, entgegen ihrer Auffassung, nichts darüber ausgesagt, ob die Achillessehne eher wegen degenerativer Veränderungen oder aber eher durch Überbeanspruchung nach dem geltend gemachten Ausfallschritt beim Basketballspiel gerissen war. Weiter ist der Beschwerdeführerin beizupflichten, dass sich Dr. med. F.________ in der Stellungnahme vom 16. Juni 2023 nicht näher mit der detaillierten Interpretation der MRI-Aufnahmen des Dr. med. E.________ vom 8. Mai 2023 auseinandersetzte. Er belässt es bei der Bemerkung, in erster Priorität sei auf die Beurteilung des Radiologen und des Operateurs abzustellen. Es sei nicht zulässig, allein aufgrund von MRI-Bildern bei einem 33-Jährigen eine zu über 50 % degenerativ bedingte Achillesehnenruptur zu postulieren, zumal der Unfallmechanismus absolut adäquat gewesen sei. Indessen ist zunächst anzunehmen, dass der Bericht des Radiologen zur Beurteilung der streitigen Frage nicht ergiebig ist, ansonsten sich Dr. med. E.________ nicht eingehend damit befasst hätte. Zudem leuchtet nicht ohne Weiteres ein, weshalb Dr. med. C.________ nicht schon anlässlich des chirurgischen Eingriffs erwähnte, das Gewebe sei makroskopisch betrachtet unauffällig gewesen. Schliesslich ist zumindest naheliegend, dass die intensiven sportlichen Aktivitäten (Basketball) des im Zeitpunkt des Ereignisses vom 6. Mai 2022 33 Jahre alt gewesenen Beschwerdeführers zu einer häufigen Überbeanspruchung und damit im Vergleich zu gleichaltrigen, weniger aktiven Personen zu einer signifikanten Schwächung der Achillessehne geführt haben könnte. Allerdings überzeugen in diesem Zusammenhang die Darlegungen des Dr. med. E.________ nicht vollends, bei Messwerten gesunder Sehnenquerschnitte von 1 cm2 seien Belastungen von 700 kg notwendig, um eine Ruptur zu verursachen. Die Vorinstanz hat dazu zutreffend festgehalten, dass diese allgemein gehaltene, nicht fallbezogene Einschätzung für sich allein nicht zu genügen vermöge, um eine degenerativ bedingte Schädigung anzunehmen (vgl. E. 3.1 hievor). Insgesamt ist festzustellen, dass aufgrund der vorliegenden ärztlichen Auskünfte die Streitfrage nicht abschliessend beurteilt werden kann. Die Sache ist daher in teilweiser Gutheissung der Beschwerde an die Beschwerdeführerin zurückzuweisen, damit sie die notwendigen Abklärungen treffen kann.