Citation: 2C_380/2017 E. 3.3.2

3.3.2. Negativ fällt sodann ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer im August 2010 ausländerrechtlich verwarnt wurde, wobei ihm das Migrationsamt unmissverständlich für den Fall einer weiteren wesentlichen Bestrafung den Widerruf der Niederlassungsbewilligung in Aussicht stellte. Anstatt diese Chance zu nutzen, delinquierte er nur wenige Monate nach der Verwarnung erneut und sogar schwerer. Zwar trifft zu, wie der Beschwerdeführer vorbringt, dass die ins Gewicht fallenden Straftaten inzwischen mehr als sechs Jahre zurückliegen. Zudem war er damals zwischen 19 und 21 Jahre alt und gehörte somit einer Altersgruppe an, deren Persönlichkeitsentwicklung nicht abgeschlossen ist und sich regelmässig noch positiv beeinflussen lässt (vgl. Urteil 2C_406/2014 vom 2. Juli 2015 E. 5.4 mit Hinweisen). Diese Umstände vermögen jedoch das ausländerrechtliche Verschulden und damit das sicherheitspolizeiliche Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers nicht entscheidend zu relativieren, hat er doch - während noch laufender Probezeit und trotz der angedrohten ausländerrechtlichen Konsequenzen - besonders hochwertige Rechtsgüter (körperliche Integrität) verletzt. Dass er seitdem einen Reifeprozess durchlaufen haben und sich inskünftig wohlverhalten will, erscheint angesichts der Tatsache, dass auch nach der verfahrensauslösenden Verurteilung wiederum zwei Strafbefehle wegen Verkehrsdelikten gegen ihn ergingen, wenig glaubwürdig. Insbesondere mit Blick auf die fortgesetzte Uneinsichtigkeit des Beschwerdeführers ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz von einem gewichtigen öffentlichen Interesse an der Aufenthaltsbeendigung des Beschwerdeführers ausgegangen ist.