Citation: 1C_236/2022 E. 6.3

6.3. Abschliessend beanstanden die Beschwerdeführenden im Zusammenhang mit der Strahlung von Mobilfunkanlagen eine Verletzung des Kindswohls und des Rechts der Kinder auf Leben und persönliche Entwicklung gemäss Art. 2 und 3 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte der Kinder (UN-Kinderrechtskonvention, KRK, SR 0.107). Der Schutz von Kindern vor nichtionisierender Strahlung geht bundesrechtlich nicht über die auch für Erwachsene geltenden Immissions- und Anlagegrenzwerte hinaus (vgl. Urteile 1C_399/2021 vom 30. Juni 2022 E. 5.4; 1C_451/2017 vom 30. Mai 2018 E. 4.2.2). Inwiefern dadurch aber die geltend gemachten völkerrechtlichen Verpflichtungen nicht eingehalten werden sollten, vermögen die Beschwerdeführenden nicht weiter aufzuzeigen. Die pauschale Behauptung, wonach die vom BAFU verwendeten Messmethoden für die Strahlenbelastung durch adaptive Strahlung ungenügend sein sollen, ist dazu nicht ausreichend, weshalb auch auf diese Rüge nicht einzutreten ist (vorne E. 2.1). Es bleibt darauf hinzuweisen, dass die bundesgerichtliche Rechtsprechung die für adaptive Antennen verwendeten Messmethoden als bundesrechtskonform erachtet (vgl. Urteile 1C_101/2021 vom 13. Juli 2023 E. 5.2; 1C_527/2021 vom 13. Juli 2023 E. 5.5; 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 E. 8 mit Hinweisen).