Citation: 8C_172/2015 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin legt in ihrer Rechtsschrift dar, die während des Fussballtrainings aufgetretene Meniskusschädigung des Versicherten sei ihrer Ansicht nach auf ein Geschehen mit gesteigertem Gefährdungspotenzial zurückzuführen und nicht im Rahmen einer alltäglichen Lebensverrichtung erfolgt. Dabei beruft sie sich auf das Urteil U 20/00 des seinerzeitigen Eidgenössischen Versicherungsgerichts (seit 1. Januar 2007: I. und II. sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) vom 10. Dezember 2001. Daraus kann sie aber nichts ableiten, das ihre Argumentation (zum Vorteil des Versicherten) stützen würde, stand die hier einzig interessierende Frage nach dem Mitwirken eines äusseren Faktors dort doch gar nicht zur Diskussion und wurde - weil offenbar nicht bestritten - auch keiner näheren Prüfung unterzogen. Zwar beinhalten das Fussballspiel wie auch dessen Training eine Reihe einzelner Aktionen mit Bewegungsabläufen, die mit einer erhöhten Gefahrenlage verbunden sind. Sie sind aber nicht in ihrer Gesamtheit als besonders risikoreich einzustufen, gibt es dabei doch auch einzelne Aktivitäten, welchen ohne Hinzutreten besonderer Vorkommnisse kein erhebliches Gefährdungspotenzial innewohnt. Dazu ist auch das blosse Rennen auf dem Spielfeld zu zählen. Wie das kantonale Gericht aufgrund der gegebenen Beweislage erkannt hat, ist es beim gewöhnlichen Rennen/Laufen zur Verletzung des Versicherten gekommen, ohne dass dieser gestolpert, ausgerutscht oder mit einem Gegenspieler auch nur in Kontakt geraten wäre. Auch lag keine unkontrollierte Bewegung wie etwa ein Fehltritt vor. Ein hinzukommendes äusseres Element ist im ganzen Geschehensablauf nicht auszumachen, weshalb sich die Annahme einer unfallähnlichen Schädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV nicht rechtfertigen lässt.