Citation: 8C_144/2008 08.08.2008 E. A

Die 1962 geborene H.________ war bei der Firma G.________ AG, angestellt und damit gegen die Folgen von Unfällen bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch versichert. Am 30. April 2004 stürzte sie eine siebenstufige Treppe hinunter. Der behandelnde Arzt Dr. med. B.________, attestierte wegen festgestellter Thoraxkontusionen und einer HWS-Distorsion eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Nach einem Arbeitsversuch vom 3. bis 6. Mai 2004, der wegen Schmerzen abgebrochen werden musste, folgten verschiedene Untersuchungen, ohne dass für die vom Spital A.________ am 19. Oktober 2004 inzwischen als zerviko-vertebrales und lumbovertebrales Schmerzsyndrom umschriebenen Beschwerden ein hinreichendes organisches Korrelat gefunden wurde. Anamnestisch gingen die Ärzte nunmehr von einem Sturz mit Kopfaufprall und leichter Hirnerschütterung aus. Es wurde eine stationäre Rehabilitation in der Klinik R.________ empfohlen. Diese wurde in der Zeit vom 23. November 2004 bis 5. Januar 2005 durchgeführt. Dabei wurde neben einer leichten neuropsychologischen Funktionsstörung neu auch eine Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt nach ICD-10 F 43.22 erkannt. Im psychologischen Kurzbericht vom 3. Januar 2005 hob die Psychotherapeutin FSP Drews bereits zum Unfallzeitpunkt vorhanden gewesene erhebliche psychosoziale Belastungsfaktoren wie auch diverse lebensgeschichtliche Traumatisierungen hervor, welche dem Heilungsprozess abträglich seien; eine weiterführende, vorsichtig aufdeckende Psychotherapie sei dringend indiziert. Trotz durchgeführter Physio- und Ergotherapien mit motivierter Patientin und Schmerzmedikation konnte die Arbeitsfähigkeit nicht wiederhergestellt werden. Die behandelnden Ärzte empfahlen neben neurologischen Nachkontrollen das Fortführen der ambulanten Physiotherapie/Osteopathie, eine situationsbedingt anzupassende Medikation und eine intensive psychologische Betreuung, der je nach Verlauf eine psychiatrische Evaluation folgen solle. Daraufhin verordnete der Hausarzt am 30. März 2005 Osteopathie. Seit dem 11. März 2005 wird H.________ zusätzlich in der Praxis von Dr. med. O.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, im Zweiwochenrhythmus ambulant psychotherapeutisch und seit Juni 2005 ergänzend ergotherapeutisch betreut. Dr. med. C.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, welcher H.________ am 27. September 2005 psychiatrisch abgeklärt hatte, schloss im Bericht vom 4. Oktober 2005 auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung nach ICD-10 F 45.4, welche die bereits früher erkannte, zu keiner Arbeitsunfähigkeit führende Anpassungsstörung dominiere. Nachdem die von Dr. med. C.________ empfohlene neurologische Abklärung in der Klinik R.________ keine neurologischen Ausfälle zu Tage gebracht hatte (Bericht vom 3. November 2003), stellte die SUVA mit Verfügung vom 8. Februar 2008 ihre bisher erbrachten Versicherungsleistungen mit sofortiger Wirkung ein und verneinte einen Anspruch auf weitere Geldleistungen, da die geklagten Beschwerden nicht mehr adäquat kausal zum Ereignis vom 30. April 2004 seien. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 13. September 2006 fest.