Citation: 6B_163/2022 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was den angefochtenen Entscheid, womit ihm der Strafvollzug in Halbgefangenschaft verweigert wird, als bundesrechtswidrig, namentlich die vorinstanzliche Ermessensausübung als rechtsfehlerhaft erscheinen liesse. Entgegen seiner Auffassung steht zunächst der Umstand, dass das Bezirksgericht Kreuzlingen dem Beschwerdeführer am 11. Dezember 2019 den teilbedingten Vollzug der Freiheitsstrafe gewährt hatte, der Verweigerung der Halbgefangenschaft durch die Vorinstanz nicht entgegen. Dies bereits deshalb nicht, weil vorliegend der unbedingt zu vollziehende Teil der Strafe zur Beurteilung steht. Zudem lässt der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen hinsichtlich einer angeblich positiven Prognose ausser Acht, dass seit dem Entscheid des Bezirksgerichts Kreuzlingen zwei weitere, einschlägige Verfahren gegen ihn eröffnet wurden. Die Vorinstanzen erwogen daher zu Recht, die von Staatsanwaltschaft und Kreisgericht dem Strafurteil zugrunde gelegte vorsichtig optimistische Prognose habe sich nicht erfüllt. Der Beschwerdeführer verkennt in diesem Zusammenhang ferner, dass die "nicht vollends negative" Prognose auch vor dem Hintergrund gestellt wurde, dass er zu jener Zeit in einem Arbeitsverhältnis angestellt war, sodass die Gefahr, im Rahmen eigener Geschäftstätigkeiten wiederum einschlägig straffällig zu werden, geringer war. Diese Voraussetzung ist nunmehr neuerlich zweifelhaft, was die Vorinstanz schlüssig begründet (oben E. 2.2.2). Im Übrigen scheint der Beschwerdeführer auch die vorsichtig optimistische Erwartung des Sachgerichts nicht erfüllt zu haben, wird ihm doch vom ehemaligen Arbeitgeber vorgeworfen, mittels Täuschung einen grösseren Betrag erhältlich gemacht und Entgelte für Warenlieferungen des Arbeitgebers für sich einkassiert zu haben. Wenngleich insoweit keine rechtskräftige Verurteilung vorliegt, durfte die Vorinstanz dies im Rahmen ihrer Prognose über das künftige Wohlverhalten des Beschwerdeführers berücksichtigen. Soweit der Beschwerdeführer eine Anstellung in unselbständiger Tätigkeit als Vertriebsleiter für die B.________ AG in U.________ behauptet, entfernt er sich vom für das Bundesgericht verbindlich festgestellten Sachverhalt, ohne Willkür darzutun (oben E. 2.1.2). Er beschränkt sich darauf, seinen bereits vor Vorinstanz dargestellten Standpunkt zu wiederholen und verkennt damit, dass das Bundesgericht keine Appellationsinstanz ist. Auch bestreitet er die teilweisen Widersprüche in seinen Angaben zum Arbeitsverhältnis gar nicht. Wenn er ferner vorbringt, zum Aufbau einer Geschäftstätigkeit der B.________ AG in V.________ gehöre auch der Betrieb eines Lagers, ist sein Einwand im Übrigen verspätet. Die Vorinstanz verhält sich auch nicht überspitzt formalistisch, wenn sie den eingereichten Lohnabrechnungen keinen besonderen Beweiswert zuerkennt. Ebenso wenig macht sie den gescheiterten Nachweis einer Anstellung allein von den Lohnabrechnungen abhängig. Im Übrigen unterlässt es der Beschwerdeführer nach wie vor, ein regelmässiges Einkommen schlüssig nachzuweisen und die Zweifel an seiner unselbständigen Arbeitstätigkeit in der Schweiz und seiner Stellung innerhalb der B.________ AG in U.________ und V.________ schlüssig auszuräumen. Dies gilt namentlich für seine Stellung als Verwaltungsrat mit Einzelunterschrift und diejenige seiner Ehefrau sowie für das grosszügige Darlehen von Seiten der B.________ AG in V.________. Beides ist, wie die Vorinstanz zu Recht erwähnt, angesichts der relativ kurzzeitigen, angeblichen Anstellung des Beschwerdeführers als Vertriebsleiter nur schwerlich erklärbar. Er verweist mit Bezug auf den Verwaltungsratssitz bloss darauf, dass er in der Schweiz niedergelassen sei. Das Darlehen sei privat. Kein Wort verliert er ferner zur von der Vorinstanz aufgeworfenen Frage, weshalb Bankauszüge der B.________ AG in U.________ direkt an ihn versandt wurden. Gleiches gilt hinsichtlich der vorinstanzlichen Erwägungen zu seinem Unfall und dem Verlauf seiner Arbeitsunfähigkeit sowie der diesbezüglich fehlenden Unterlagen zu erhaltenen Unfalltaggeldern.