Citation: 4A_462/2016 E. 3.4

3.4. Die Rügen erweisen sich als unbegründet. Dem angefochtenen Urteil kann entnommen werden, dass die Vorinstanz den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers bzw. die Einschätzung seiner Arbeitsfähigkeit durch die verschiedenen Ärzte anhand der wichtigsten medizinischen Akten detailliert wiedergegeben hat. Unter Würdigung dieser umfangreichen Akten hat sie sodann, entgegen dem was der Beschwerdeführer behauptet, sehr wohl festgehalten, dass der Beschwerdeführer nur "einfache Arbeiten" ausführen konnte, "die kein sich bücken oder heben von Pfannen oder sonstigen Gegenständen beinhalten". Ebenso hielt die Vorinstanz fest, dass "rein sitzende Tätigkeiten nur eingeschränkt möglich sind". Der "medizinische Sachverhalt", wie der Beschwerdeführer ihn nennt, wurde somit richtig wiedergegeben. Weshalb gestützt darauf nicht hätte geschlossen werden dürfen, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung eine leichte wechselbelastende Tätigkeit mit stabilisierendem Bauchgurt und einer um 20 % (schmerzbedingt) eingeschränkten Leistungsfähigkeit möglich gewesen wäre, tut der Beschwerdeführer nicht dar. Einzig mit dem Vorbringen, ihm sei aufgrund seiner gesundheitlichen Situation keine wechselseitig belastende Tätigkeit möglich gewesen, vermag er keine Willkür zu begründen. Ebensowenig vermag er Willkür aufzuzeigen soweit er vorbringt, es sei ihm im Zeitpunkt der Leistungseinstellung nicht zumutbar gewesen, seine selbstständige Erwerbstätigkeit zugunsten einer leidensangepassten Tätigkeit aufzugeben. Wie die Vorinstanz festgehalten hat, ist den diversen Arztberichten - auf welche sich im Übrigen auch der Beschwerdeführer bezieht - zu entnehmen, dass im Zeitpunkt, in welchem die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer die Leistungseinstellung nach einer 3-monatigen Anpassungsfrist ankündigte, die Weiterführung seiner Tätigkeit als Koch als kaum mehr möglich angesehen wurde. Es war zu diesem Zeitpunkt auch keine Besserung in Sicht, was der Beschwerdeführer denn auch gar nicht in Abrede stellt. Er ist einzig der Ansicht, dass mit der Leistungseinstellung hätte zugewartet werden müssen, da eine spätere Therapie zum Erfolg geführt habe, weshalb ihm ein Berufswechsel nicht habe zugemutet werden dürfen. Damit setzt er sich jedoch keineswegs mit den Ausführungen der Vorinstanz auseinander: Die Vorinstanz hat die Anstrengungen des Beschwerdeführers, weiterhin in seinem angestammten Beruf arbeiten zu können, sehr wohl berücksichtigt, ja gar anerkannt. So hielt sie es auch für durchaus verständlich, dass der Beschwerdeführer seine selbständige Tätigkeit nicht habe aufgeben wollen, hielt aber fest, dass dafür nicht die Taggeldversicherung einzustehen habe. Es könne von der Versicherung nicht erwartet werden, dass sie über Monate Taggeldleistungen erbringe, wenn keine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit in Sicht - eine angepasste Tätigkeit hingegen vollschichtig zumutbar sei. Von einer rein administrativen Tätigkeit war dabei jedoch entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers nicht die Rede. Die Vorinstanz hielt die Einsatzmöglichkeit in einer angepassten Tätigkeit für zumutbar, welche - anders als der Beschwerdeführer dies unter Hinweis auf das Urteil 9C_818/2011 ausdrückt - nicht als realitätsfremd angesehen werden kann; es können nur Vorkehren hinsichtlich eines Berufswechsels verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind, wobei bei der Bestimmung der Zumutbarkeit eines Berufswechsels, auch das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare Einkommen bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln ist (Urteil 9C_818/2011 vom 7. September 2012 E. 3.2 mit Hinweisen). Entsprechend hielt die Vorinstanz auch fest, dass dem Beschwerdeführer auch unter diesem Aspekt die Aufgabe seiner selbstständigen Tätigkeit zumutbar sei, denn gemäss der unangefochten gebliebenen Verfügung der IV-Stelle vom 5. November 2014 würde er in einer angepassten Tätigkeit deutlich mehr verdienen. Dagegen bringt der Beschwerdeführer nichts Sachdienliches vor, womit er den Begründungsanforderungen (vgl. E. 2 hiervor) nicht nachkommt.