Citation: 6P.156/2002 27.02.2003 E. 2.4

2.4.1 Der Beschwerdeführer nannte in seinem Revisionsgesuch vom 20. Juni 2002 zum Beweis der behaupteten neuen Tatsachen zwei Zeugen, nämlich seinen Vater, der alle Behauptungen als richtig bestätigen könne, sowie den Arzt, welcher die Behandlung wegen epileptischer Anfälle bestätigen könne. In seiner Eingabe vom 24. Juli 2002, in welcher er die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft zum Revisionsgesuch erwiderte, beantragte er die Zeugeneinvernahme von verschiedenen weiteren Personen. 2.4.2 Der Beschwerdeführer beanstandet in seinen beiden Beschwerden an das Bundesgericht, dass die Vorinstanz einerseits auf diese Beweisanträge ohne Begründung überhaupt nicht eingegangen sei und andererseits den erforderlichen Nachweis der behaupteten neuen Tatsachen als nicht erbracht erachtet habe. Dadurch habe sie sowohl eidgenössisches Recht (Art. 249 BStP, Art. 397 StGB, Art. 13 StGB etc.) als auch Verfassungsrecht, unter anderem durch willkürliche Beweiswürdigung (Art. 9 BV) und Verweigerung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV), verletzt. Beiden Beschwerden sind schriftliche Erklärungen vom November / Dezember 2002 beigelegt, in welchen die Eltern, ein Bruder sowie Bekannte des Beschwerdeführers bestätigen, dass dieser in seiner Kindheit und Jugend unter epileptischen Anfällen gelitten habe und durch ein aufbrausendes, jähzorniges Wesen aufgefallen sei. Den Beschwerden ist zudem ein Dokument eines Mailänder Kinderspitals, Abteilung für Elektroenzephalographie, vom 18. September 1964 beigelegt, worin unter anderem ausgeführt wird, dass beim damals 15 Monate alten Beschwerdeführer, der an Krampfanfällen leide, unregelmässige Anomalien subcorticalen Typs ermittelt worden seien, insbesondere feststellbar anhand der Ableitungen des Vertex auf Grund der epileptogenen Erregbarkeit der tief liegenden Zentren.