Citation: C 361/01 06.09.2002 E. 1

Die Vorinstanz hat die Bestimmungen über die Voraussetzungen des Anspruchs auf Insolvenzentschädigung (Art. 51 Abs. 1 AVIG), die Pflicht der Versicherten zur Wahrung ihrer Ansprüche im Konkurs- oder Pfändungsverfahren (Art. 55 Abs. 1 AVIG) und zur Rückerstattung der Insolvenzentschädigung bei absichtlicher oder grobfahrlässiger Herbeiführung der Abweisung von Lohnforderungen im Konkurs oder in der Pfändung (Art. 55 Abs. 2 AVIG) sowie über die Rückforderungspflicht der Kasse hinsichtlich zu Unrecht erbrachter Leistungen (Art. 95 Abs. 1 AVIG) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen (Art. 36a Abs. 3 OG). Zu ergänzen ist, dass mit der Ausrichtung der Entschädigung laut Art. 54 Abs. 1 AVIG die Lohnansprüche des Versicherten im Ausmass der bezahlten Entschädigung und der von der Kasse entrichteten Sozialversicherungsbeiträge samt dem gesetzlichen Konkursprivileg auf die Kasse übergehen. Diese darf auf die Geltendmachung nicht verzichten, es sei denn, das Konkursverfahren werde durch das Konkursgericht eingestellt (Art. 230 SchKG). Nach der angeführten Gesetzesbestimmung tritt die Arbeitslosenkasse im Umfang der von ihr entrichteten Insolvenzentschädigung voll in die Rechte der Arbeitnehmer gegenüber den Arbeitgebern ein; die Rechtsstellung der Kasse entspricht derjenigen der Arbeitnehmer, deren Lohnforderungen sie anstelle der Arbeitgeber mit gesetzlichem Rückgriffsrecht auf diese bzw. auf die Konkursmasse befriedigt (BGE 112 V 63 Erw. 2c). Die Arbeitnehmer müssen allerdings - gemäss der allgemeinen Schadenminderungspflicht - im Konkurs- oder Pfändungsverfahren alles unternehmen, um ihre Ansprüche gegenüber den Arbeitgebern zu wahren (Art. 55 Abs. 1 Satz 1 AVIG; BGE 117 V 185 Erw. 3c mit Hinweisen).