Citation: 9C_335/2014 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz verweigerte die unentgeltliche Rechtspflege im kantonalen Verfahren wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde. Zur Begründung führte sie an, es sei ein Zwischenentscheid der IV-Stelle angefochten. Entgegen der in der Verwaltungsverfügung enthaltenen, eine Frist von 30 Tagen vorsehenden Rechtsmittelbelehrung gelte damit gemäss § 71 Abs. 1 der kantonalen Verordnung über das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege vom 8. Februar 1985 (Verwaltungsrechtspflegeverordnung, VRPV, NG 265.1) eine Beschwerdefrist von 10 Tagen. Auf die fehlerhafte Rechtsmittelbelehrung der IV-Stelle könne sich der Rechtsvertreter des Versicherten nicht berufen, weil von ihm im Minimum eine summarische Prüfung der Rechtsmittelbelehrung im Sinne einer Grobkontrolle hätte erwartet werden dürfen. Bereits ein einziger Blick in die VRPV hätte genügt, um festzustellen, dass die Zwischenverfügung vom 14. Februar 2014 gemäss § 71 Abs. 1 VRPV innert 10 Tagen anzufechten war. Bei dieser Sachlage erweise sich die Verlustgefahr der Beschwerde (auf welche voraussichtlich nicht einzutreten sei) wesentlich höher als die Gewinnchancen.