Citation: 6B_265/2021 E. 4.2.1

4.2.1. Der Beschwerdeführer vermag insbesondere nicht darzutun, inwiefern die von ihm geforderten Nachforschungen betreffend die internen Abläufe innerhalb der M.________ AG hätten dazu beitragen können, ihn zu entlasten. Selbst wenn durch entsprechende Recherchen lückenhafte betriebsinterne Kontrollmechanismen in Bezug auf die fraglichen Versicherungsabschlüsse zu Tage getreten wären, hätte dies sein Tatverschulden jedenfalls mit Blick auf die ihm vorgeworfene Urkundenfälschung nicht gemindert. Der Einwand, das ihm vorgehaltene Verhalten erwiese sich, wenn es denn erstellt wäre, infolge der offensichtlichen Gefahr, entdeckt zu werden, als derart stümperhaft, dass es ihn als Täter bereits aus diesem Grund äusserst unwahrscheinlich mache, vermag ihn in diesem Zusammenhang selbstredend nicht zu entlasten. Soweit er damit auf die Verneinung der für den Betrugstatbestand erforderlichen Arglist abzielt, ist auf die Rechtsprechung zu verweisen, wonach Arglist regelmässig vorliegt, wenn der Täter mit gefälschten Urkunden operiert, da im geschäftlichen Verkehr grundsätzlich auf die Echtheit von Urkunden vertraut werden darf; anders kann es sich verhalten, wenn sich aus den vorgelegten Urkunden selbst ernsthafte Anhaltspunkte für deren Unechtheit ergeben (vgl. etwa Urteil 6S.74/2006 vom 3. Juli 2006 E. 2.4.2 mit Hinweis). Arglist scheidet lediglich aus, wenn das Opfer die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet hat. Entsprechend entfällt der strafrechtliche Schutz nicht bei jeder Fahrlässigkeit des Opfers, sondern nur bei Leichtfertigkeit (BGE 128 IV 18 E. 3a; 126 IV 165 E. 2a). Von Letzterem ist vorliegend, wie im angefochtenen Urteil einlässlich erwogen wurde, nicht auszugehen. Vielmehr bestand auf Grund des zwischen dem Beschwerdeführer und der M.________ AG bestehenden Arbeitsverhältnisses ein - dem Beschwerdeführer durchaus bewusstes - besonderes Vertrauensverhältnis, gestützt auf welches der Innendienst, auch bei nicht immer ganz ordentlich ausgefüllten Formularen, die Echtheit der eingereichten Versicherungsanträge als gegeben annehmen durfte respektive nicht darauf schliessen musste, ihr Aussendienstmitarbeiter lege diesbezüglich gefälschte Dokumente vor. Zudem handelte es sich bei den Antragsformularen mehrheitlich um Anträge von Personen mit fremdländischen Namen, womit allfällige Unstimmigkeiten für die Mitarbeitenden des Innendienstes nicht ohne Weiteres erkennbar waren bzw. auch mit Verständigungsschwierigkeiten erklärt werden konnten.