Citation: 7B_105/2023 E. 2.3.4

2.3.4. Im Hinblick auf den Vorwurf der Schändung (Art. 191 StGB) sei gemäss der Vorinstanz lediglich erwiesen, dass die Beschwerdeführerin 36 Stunden nach dem Vorfall einen Ethylglucuronid-Wert von 0.18 mg/l aufgewiesen habe. Insoweit sei ein vorangegangener Alkoholkonsum bestätigt. Hingegen stehe damit nicht fest, wie viel Alkohol die Beschwerdegegnerin konsumiert habe. Ebenso wenig könne daraus auf die Urteils- und Widerstandsunfähigkeit bei den Sexualkontakten geschlossen werden. Die Vorinstanz geht aufgrund der Aussagen der verschiedenen Beteiligten davon aus, dass die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt der Sexualkontakte nicht widerstandsunfähig gewesen sei.