Citation: 1P.700/2003 14.01.2004 E. 2

2.1 Als Privatklägerin oder Privatkläger kann sich am Strafverfahren beteiligen, wer durch eine strafbare Handlung unmittelbar in seinen eigenen rechtlich geschützten Interessen verletzt worden ist. Als in ihren rechtlich geschützten Interessen verletzt gilt auch die zum Strafantrag berechtigte Person (Art. 47 Abs. 1 StrV-BE). 2.2 Die Beschwerdeführerin vermag in keiner Weise aufzuzeigen, inwiefern die Anklagekammer die zitierte Bestimmung willkürlich angewandt haben soll. Durch den Diebstahl auf der Polizeiwache in Thun ist die Beschwerdeführerin nicht unmittelbar in einem eigenen, rechtlich geschützten Interesse betroffen. Die vage Vermutung, die Kantonspolizei selber könnte eine strafbare Handlung begangen und damit das in sie gesetzte Vertrauen verletzt haben, vermag mitnichten eine unmittelbare Betroffenheit zu begründen, welche die Stellung als Privatklägerin rechtfertigen könnte. Die Ausführungen im angefochtenen Entscheid halten offensichtlich vor dem Willkürverbot stand. Andererseits lässt sich aus dem verfassungsmässigen Anspruch auf Behandlung nach Treu und Glauben nicht ableiten, die Beschwerdeführerin hätte - ungeachtet des kantonalen Strafverfahrensrechts - unter den gegebenen Umständen als Privatklägerin zugelassen werden müssen.