Citation: 4A_574/2021 E. 4.3

4.3. Nichts anderes gilt, soweit die Beschwerdeführerinnen unter Bst. B monieren, die Verträge hätten "im Zusammenhang mit de[m] Internationalen Pflanzenschutzübereinkommen vom 6. Dezember 1951 [...] interpretiert werden müssen": Sie beklagen die Vertragsauslegung des Einzelschiedsrichters, begründen aber nicht eine Verletzung ihrer gehörsrechtlichen Mitwirkungsrechte. Im Kern scheinen die Beschwerdeführerinnen in diesem Punkt ohnehin etwas anderes kritisieren zu wollen: Sie bringen unter Hinweis auf "Ziff. VII des Internationalen Pflanzenschutzübereinkommen[s]" vor, dass die Beurteilung von Bakterienbefall "in der Zuständigkeit der Behörden des Einfuhrlands, d.h. der Behörden aus U.________" - und damit nicht in der Zuständigkeit des Schiedsgerichts - liege. Der Einzelschiedsrichter hat sich mit diesem bereits im schiedsgerichtlichen Verfahren erhobenen Einwand beschäftigt und geprüft, inwiefern der Entscheid der Pflanzenschutzbehörden aus U.________ über das Vorliegen des Bakterienbefalls in diesem Schiedsverfahren, in dem es um die Einhaltung vertraglicher Pflichten gehe, bindend ist. Er erwog, dass die Testergebnisse aus U.________ in der vorliegenden Vertragsstreitigkeit nur soweit massgebend seien, als die Behörden die relevanten Prüfstandards eingehalten hätten. Die Beschwerdeführerinnen halten diese Überlegungen für nicht konform mit dem "Internationalen Pflanzenschutzübereinkommen". Damit beanstanden sie den Schiedsspruch in der Sache. Dies geht nicht an (Art. 190 Abs. 2 IPRG).