Citation: 4A_12/2018 E. 3.3

3.3. Ebenso wenig vermag die Beschwerdeführerin eine Verletzung der Verhandlungsmaxime (Art. 55 ZPO) aufzuzeigen. Die Beschwerdegegnerin hat nach dem im angefochtenen Entscheid festgestellten Prozesssachverhalt behauptet, dass die geringe Zahl verkaufter D.________-Artikel von lediglich 646 nicht stimmen könne; es sei wahrscheinlich, dass die E.________ AG die relevanten Produkte nicht nur von der Beklagten, sondern auch von Dritten bezogen habe. Aufgrund der Vorbringen der Beschwerdeführerin und angesichts der von ihr eingereichten Unterlagen ging die Vorinstanz davon aus, dass Zweifel an der Vollständigkeit der ausgewiesenen Verkaufszahlen bestehen; insbesondere könne nicht ausgeschlossen werden, dass die E.________ AG über weitere Warenaufwandkonti markenverletzende Kondome abgerechnet habe. Unter diesen Umständen leuchtet auch nicht ein, inwiefern die Beschwerdegegnerin die Lieferanten solcher - von der Beschwerdeführerin nicht offengelegter - Warenverkäufe weiter hätte substanziieren müssen. Der Vorinstanz ist weder eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung noch eine Verletzung der Verhandlungsmaxime vorzuwerfen.