Citation: 1B_146/2007 27.07.2007 E. 1

X.________ erstattete am 21. Mai 2006 Strafanzeige gegen A.A.________ wegen Verleumdung und übler Nachrede, nachdem die Angeschuldigte ihrerseits X.________ am 8. September 2005 wegen Tätlichkeiten, Beschimpfung und Ehrverletzung angezeigt hatte. Sodann erhob X.________ am 30. Mai 2006 Anzeige gegen C.________, dem er ebenfalls Ehrverletzungsdelikte vorwarf. Die genannten Personen sind Mieter in der selben Liegenschaft D.________strasse ... in Biel. Grundlage der Streitigkeiten bilden in erster Linie angebliche Lärmbelästigungen durch die Familie A.________. Mit Verfügung vom 10. Juli 2006 wurden diese im Gerichtskreis II Biel-Nidau hängigen Verfahren vereinigt. Am 4. Oktober 2006 führte die a.o. Gerichtspräsidentin des genannten Gerichtskreises mit den drei Angeschuldigten erste Einvernahmen durch. Mit Schreiben vom 16. Januar 2007 stellte X.________ ein Ablehnungsbegehren gegen die Gerichtspräsidentin. Er warf ihr vor, ein von ihm eingereichter Strafantrag sei durch sie insofern gefälscht worden, als einerseits das "Original-Schreiben" im Dossier fehle und anderseits seine Unterschrift "radiert/eliminiert" worden sei. Auch habe die Gerichtspräsidentin im Verfahren gegen Herrn B.A.________ angegeben, dieser sei in Biel geboren, obwohl er ausgesagt habe, er komme aus Nicaragua und sei seit vier Jahren in der Schweiz; somit sei eben Herr B.A.________ nicht in Biel geboren. Eine weitere Fälschung sei auch das Datum betreffend Lehrbeginn von Herrn B.A.________; auch dieses sei von der Gerichtspräsidentin gefälscht worden, damit Herr B.A.________ letztlich nicht verurteilt werde. Das Ablehnungsbegehren wurde zuständigkeitshalber an die Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Bern überwiesen. Diese erachtete die Vorwürfe als haltlos und gelangte mit ausführlichen Erwägungen zum Ergebnis, es gebe keine Anhaltspunkte, die den Eindruck der Befangenheit bzw. Voreingenommenheit der Richterin entstehen lassen könnten. Mit Beschluss vom 11. Juni 2007 wies sie daher das Ablehnungsbegehren ab, wobei sie die auf Fr. 400.-- bestimmten Verfahrenskosten dem Gesuchsteller auferlegte.