Citation: 2C_478/2023 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer trägt vor, er habe nur die ersten vier Lebensjahre im Kosovo verbracht. Seither - d.h. seit über 26 Jahren - wohne er ununterbrochen in der Schweiz, wo er auch die obligatorische Schulzeit absolviert habe. Deutsch sei die einzige Sprache, die er mündlich und schriftlich beherrsche. Neben seinen Eltern wohnten auch seine Geschwister sowie seine Freunde und Bekannten in der Schweiz. Nach der Heirat mit seiner langjährigen Schweizer Lebenspartnerin im Jahr 2018 sowie der Geburt des gemeinsamen Sohns im Mai 2020 habe sich sein Verhalten verbessert. Die Vorinstanz verneine zu Unrecht eine biografische Kehrtwende. Er, so der Beschwerdeführer weiter, pflege - auch im Rahmen des Strafvollzugs - eine sehr intensive Beziehung zu seinem Sohn und seiner Ehefrau. In beruflicher Hinsicht sei er gut integriert. Er habe ab 2013 als Chauffeur gearbeitet und im Strafvollzug eine Ausbildung zum Koch begonnen. Er habe einen gültigen Lehrvertrag, sodass er ab dem 1. August 2024 die zweijährige Berufslehre als Koch antreten könne. Nach Auffassung des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz seine Rückfallgefahr falsch beurteilt. Die Strassenverkehrsdelikte fielen künftig nicht mehr derart ins Gewicht, da er nicht mehr als Chauffeur, sondern als Koch arbeiten werde. Ferner bestünden bei einer Übersiedlung in den Kosovo unüberwindbare Integrationshindernisse. Da sein Sohn erst dreijährig sei, erscheine eine Kontaktpflege mit modernen Kommunikationsmitteln nur begrenzt möglich. Sein privates Interesse am Verbleib in der Schweiz überwiege das öffentliche Interesse an der aufenthaltsbeendenden Massnahme.