Citation: 1C_318/2018 E. 2.6

2.6. Gemäss Art. 15d Abs. 1 lit. d SVG wird eine Person einer Fahreignungsuntersuchung unterzogen, wenn Zweifel an ihrer Fahreignung bestehen, namentlich bei Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Gemäss Art. 30 der Verordnung vom 27. Oktober 1976 über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr (VZV; SR 741.51) kann zudem der Führerausweis vorsorglich entzogen werden, wenn ernsthafte Bedenken an der Fahreignung bestehen (vgl. zum Ganzen auch Urteil 1C_13/2017 vom 19. Mai 2017 E. 3.2 mit Hinweisen). Dem Beschwerdeführer wurde eineinhalb Stunden nach dem Unfall Blut entnommen. Dessen Analyse ergab eine THC-COOH-Konzentration von 240 μ g/l sowie eine THC-Konzentration von 6,0 μ g/l. Der Nachweisgrenzwert für THC, bei dessen Erreichen gleichzeitig auf Fahrunfähigkeit zu schliessen ist, liegt bei 1,5 μg/l (Art. 2 Abs. 2 lit. a der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 [VRV; SR 741.11] i.V.m. Art. 34 der Verordnung vom 22. Mai 2008 des ASTRA zur Strassenverkehrskontrollverordnung [VSKV-ASTRA; SR 741.013.1]). Angesichts der hohen Blutwerte bestanden ernsthafte Bedenken an der Fahreignung des Beschwerdeführers, weshalb es unter dem Gesichtspunkt der Verkehrssicherheit angezeigt war, ihm den Lernfahr- und den Führerausweis vorsorglich zu entziehen und eine Fahreignungsuntersuchung anzuordnen (vgl. in diesem Zusammenhang Urteil 1C_618/2015 vom 7. März 2016 E. 3.3 mit Hinweisen). Daran ändert nichts, dass spätere Urinproben negativ ausgefallen sind und der Beschwerdeführer behauptet, einzig passiv geraucht zu haben. Selbst wenn dies zuträfe, bestanden dennoch ernsthafte Bedenken an seiner Fahreignung. Die in diesem Zusammenhang erhobene Kritik, die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung sei offensichtlich falsch, erscheint als unbegründet (Art. 97 Abs. 1 BGG). Nicht zu beanstanden ist schliesslich auch, dass das Kantonsgericht das vom Beschwerdeführer selbst eingereichte ärztliche Attest vom 15. April 2018 mitberücksichtigte. Der Arzt hält fest, dass 2013 beim Beschwerdeführer eine Persönlichkeitsstörung gefunden worden sei, die sich mittlerweile weiter vertieft und verfestigt habe. Eine kritische Auseinandersetzung mit seinem Denken und Handeln sowie ein sachliches Verhalten vor Gericht seien von Vornherein auszuschliessen.