Citation: 2C_204/2018 E. 5.3

5.3. Auch die vom Beschwerdeführer begangenen Strassenverkehrsdelikte wiegen schwer: Der Beschwerdeführer fuhr rücksichtslos und gefährdete wiederholt andere Verkehrsteilnehmer; so nahm er - ohne den schlechten Sichtverhältnissen Rechnung zu tragen und einzig um seine Mitinsassen zu beeindrucken - ein gewagtes Überholmanöver vor. Danach zeigte er weder Reue noch Einsicht. Das Strafgericht erhöhte die Einsatzstrafe in diesem Zusammenhang deshalb um 15 Monate. Es hielt allgemein fest, dass die Vielzahl der begangenen Delikte von einer "hohen kriminellen Energie" zeugten, welche es unerlässlich erscheinen lasse, in jedem Einzelfall eine Freiheitsstrafe zu verhängen. Bereits am 4. April 2013 hatte der Beschwerdeführer mit 122 km/h nach Abzug der Sicherheitsmarge die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerorts von 50 km/h um 53 km/h überschritten und damit die anderen Verkehrsteilnehmer massiv gefährdet. Hierfür war er unter anderem am 31. Mai 2013 ausländerrechtlich verwarnt worden. Dennoch delinquierte er einschlägig weiter, wobei zusätzlich die Delikte gegen Leib und Leben hinzukamen (versuchte schwere Körperverletzung).