Citation: 2A.251/2004 05.05.2004 E. 3

3.1 Die Zulässigkeit der Bewilligungsverweigerung bemisst sich insbesondere am Verschulden der Beschwerdeführerin, der Dauer ihrer Anwesenheit in der Schweiz und den sich gegenüberstehenden öffentlichen und privaten Interessen (vgl. Art. 16 ANAV und BGE 120 Ib 6). 3.2 Die Beschwerdeführerin wurde wegen Betäubungsmittelhandels zu 30 Monaten Zuchthaus verurteilt. Ihr entsprechendes Verschulden wiegt schwer, abgesehen davon, dass die Bekämpfung des Drogenhandels ein bedeutsames öffentliches Interesse an der Verweigerung einer Anwesenheitsbewilligung darstellt. Hinzu kommt eine Gefängnisstrafe von 45 Tagen wegen Verstosses gegen fremdenpolizeiliche Bestimmungen. Damit ist die Grenze von zwei Jahren Freiheitsstrafe, die bei der Anwendung von Art. 7 ANAG als dem Einzelfall anzupassende Leitlinie gilt (vgl. BGE 120 Ib 6), deutlich überschritten. Sodann kann die bisherige Anwesenheit der Beschwerdeführerin von insgesamt rund sechs Jahren nicht als besonders lange gelten, zumal sie bereits innert der ersten zwei Jahre straffällig wurde und einige Zeit im Strafvollzug verbrachte. Wie die Vorinstanz weiter feststellte, ist die Beschwerdeführerin nicht oder jedenfalls nur ungenügend in die hiesigen Verhältnisse integriert; was sie vor Bundesgericht dagegen vorbringt - insbesondere dass sie sich im Strafvollzug wohl verhalten und nunmehr eine Ausbildung begonnen habe -, beruht teilweise auf unzulässigen Noven, vermag aber selbst dann, wenn es uneingeschränkt zu berücksichtigen wäre, an der Einschätzung des Verwaltungsgerichts nichts zu ändern. Dass sich die Beschwerdeführerin allenfalls von ihrem Heimatland entfremdet hat und sich eine Rückkehr nur schwer vorstellen kann, beruht auf subjektiven Empfindungen und vermag ebenfalls keine überwiegenden objektiven Interessen an einer Bewilligungsverlängerung zu begründen. 3.3 Massgeblich sind freilich die privaten Interessen der Beschwerdeführerin an einer Verteidigung ihrer Rechte bei der Abklärung der fraglichen Mutterschaft zum Kind, das sie als ihre Tochter in die Schweiz geholt hat. Insofern spielen auch die Kindesinteressen an einer entsprechenden Klärung eine Rolle. Der Regierungsrat hat dies aber in dem Sinne berücksichtigt, dass er angeordnet hat, darauf sei bei der Festlegung des Ausreisetermins gebührend Rücksicht zu nehmen. Damit ergibt sich auch hieraus kein überwiegendes Interesse an einer eigentlichen ausländerrechtlichen Anwesenheitsbewilligung, namentlich an der Verlängerung der fraglichen Aufenthaltsbewilligung.