Citation: 1C_50/2021 E. 2.2

2.2. Art. 29 Abs. 1 BV umfasst als Teilgehalt das Verbot der formellen Rechtsverweigerung. Im engeren Sinne liegt eine solche vor, wenn eine rechtsanwendende Behörde auf eine Eingabe oder einzelne Teile davon nicht eintritt, obwohl sie dazu verpflichtet wäre (vgl. BGE 144 II 184 E. 3.1; 135 I 6 E. 2.1). Die Beschwerdeführer widersprechen vor Bundesgericht nicht dem Umstand, dass der Entscheid über den Bau der Lärmschutzwand und die Erteilung des Enteignungsrechts im Hinblick auf ihr Grundstück rechtskräftig ist (vgl. dazu auch erwähntes Urteil 1C_16/2018 vom 18. Januar 2019 E. 4.4, in: ZBl 120/2019 S. 688). Die Tatsache, dass die in Art. 17 Abs. 4 lit. b LSV vorgesehene Frist bis zum 31. März 2018 für die Durchführung von Sanierungen und Schallschutzmassnahmen bei Hauptstrassen abgelaufen ist, tut in diesem Zusammenhang nichts zur Sache. Die Festlegung von Sanierungsfristen in Art. 17 LSV bildet eine Konkretisierung der in Art. 16 USG verankerten Sanierungspflicht (vgl. BGE 141 II 483 E. 3.2). Nach dem Ablauf der vom Bundesrat in Art. 17 LSV festgelegten Sanierungsfrist ist eine Sanierung umso dringender geboten (vgl. GRIFFEL/RAUSCH, in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, Ergänzungsband zur 2. Aufl., 2011, N. 21 zu Art. 16 USG). Die Vorinstanz war nicht verpflichtet, den fraglichen rechtskräftigen Entscheid zu überprüfen und sich näher mit den diesbezüglichen Einwänden der Beschwerdeführer zu befassen. Ihre Rügen gehen in diesem Punkt fehl.