Citation: 1P.363/2000 24.07.2000 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer anerkennt, am 28. März 1997 um ca. 01.00 Uhr mit seinem Personenwagen in angetrunkenem Zustand von Einsiedeln nach Schindellegi gefahren zu sein. Er bestreitet auch den festgestellten Wert der Blutalkoholkonzentration von 1,77 Promille bzw. 1,74 Promille gemäss der zweiten Analyse nicht mehr. Hingegen macht er geltend, weder vorsätzlich noch fahrlässig gehandelt zu haben. Er sei Diabetiker und habe sich um ca. 23.45 Uhr in einer Unterzuckerungsphase befunden. Dies habe seine Geschmacksempfindlichkeit stark eingeschränkt, so dass er nicht habe bemerken können, dass ihm gleich wie seinen Clubkollegen Mineralwasser mit Wodka serviert worden sei, obwohl er nur Mineralwasser mit Eis und Zitrone bestellt habe. Die unzulässig hohe Blutalkoholkonzentration sei allein durch die vier Getränke, die ohne sein Wissen Wodka enthielten, verursacht worden. Das Kantonsgericht hat die Darstellung des Beschwerdeführers aus verschiedenen Gründen für unglaubwürdig erachtet. Zunächst habe er während des Untersuchungsverfahrens widersprüchliche Angaben über seinen Alkoholkonsum gemacht. Ferner sprächen die Umstände gegen das Auftreten einer Unterzuckerungsphase, jedenfalls aber gegen eine so starke Einschränkung der Geschmacksempfindlichkeit, dass der Beschwerdeführer den Wodka nicht mehr habe bemerken können. Schliesslich sei es ausgeschlossen, dass der Beschwerdeführer bei der Abfahrt seinen alkoholisierten Zustand nicht wahrnahm, sei er doch kurz darauf von der Polizei angehalten worden, weil er in einer Schlangenlinie mit ca. 30 km/h fuhr, und der Blastest habe in diesem Zeitpunkt eine Blutalkoholkonzentration von 2,05 Promille ergeben.