Citation: 6B_692/2024 E. 2.3.7

2.3.7. Die Vorinstanz hält weiter fest, die Kollision mit dem Privatkläger wäre für den Beschwerdeführer vermeidbar gewesen, wenn er genügend aufmerksam gewesen wäre. Er habe genug Zeit für weitere Kontrollblicke gehabt, denn der Privatkläger sei spätestens 0,3 Sekunden nach dem Abbiegeentschluss des Beschwerdeführers sichtbar gewesen. Bis zur Kollision habe es aber noch 4,75 Sekunden gedauert. Hätte der Beschwerdeführer den Privatkläger erkannt, dann hätte er spätestens auf der Mittellinie anhalten können. Auch ein etwas späteres Bremsen des Beschwerdeführers hätte noch gereicht, damit der Privatkläger ohne Kollision hätte passieren können. Die Vorinstanz lässt offen, ob die Respektierung der Sicherheitslinie genügt hätte, um den Unfall zu vermeiden. Jedenfalls hätte der Beschwerdeführer auch bei Beachtung der Sicherheitslinie das Abbiegen aufgrund der knappen Distanzverhältnisse zum Privatkläger abbrechen müssen, nachdem er ihn erblickt hätte. Dies wäre bei gebotener umsichtiger Fahrweise möglich gewesen.