Citation: 1A.141/2005 21.07.2005 E. 2

Gemäss den am 18. Juni 1999 in das Militärgesetz eingefügten Bestimmungen über das ordentliche Plangenehmigungsverfahren für militärische Bauten und Anlagen sind Plangenehmigungsgesuche während 30 Tagen öffentlich aufzulegen (Art. 126d Abs. 2 MG). Während dieser Auflagefrist können die vom Vorhaben Betroffenen Einsprache erheben (Art. 126f Abs. 1 Satz 1 MG). Auch die betroffenen Gemeinden haben ihre Interessen mit Einsprache zu wahren (Art. 126f Abs. 3 MG). Wer keine Einsprache erhebt, ist vom weiteren Verfahren ausgeschlossen (Art. 126f Abs. 1 Satz 2 MG). Die Stadt Chur hat während der öffentlichen Auflage des Plangenehmigungsgesuchs keine Einsprache erhoben. Auch ihre im Anhörungsverfahren am 9. Juni 2004 eingereichte Stellungnahme kann nicht als Einsprache betrachtet werden, die sie zur nachträglichen Beschwerdeführung berechtigen würde: Das Anhörungsverfahren gemäss Art. 126d MG kann nicht zur Umgehung der prozessualen Vorschriften von Art. 126f MG und insbesondere nicht zur Verlängerung der gesetzlichen Einsprachefrist dienen, die nach der Rechtsprechung als Verwirkungsfrist gilt (vgl. BGE 116 Ib 141 E. 1, 111 Ib 280 E. 3a mit Hinweisen). Da die Stadt Chur demnach aufgrund von Art. 126f Abs. 1 Satz 2 MG vom weiteren Verfahren ausgeschlossen ist, kann auf ihre Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht eingetreten werden.