Citation: 4A_493/2023 E. 6.4.1

6.4.1. Soweit die Vorinstanz auf die Rüge der Beschwerdeführerin 1 mangels hinreichender Begründung gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO nicht eingetreten ist, kann ihr nicht gefolgt werden. Begründen im Sinne dieser Bestimmung bedeutet aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid fehlerhaft ist (Urteil 5D_146/2017 vom 17. November 2017 E. 3.3.2). Zwar trifft es zu, dass die Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV von der juristisch versierten Beschwerdeführerin 1 in ihrer Beschwerde an die Vorinstanz eher pauschal gerügt wurde. So zeigte sie in ihrer Beschwerde weder auf, was sie konkret aus der Verletzung ihrer Verfahrensrechte ableitete, noch inwiefern es ihr verunmöglicht gewesen sei, die Sachlichkeit der Gründe für die erfolgte Änderung im Spruchkörper substanziiert zu bestreiten, weshalb die Vorinstanz verständlicherweise von einer nicht hinreichend gerügten Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV ausging. Allerdings hat das Bundesgericht in BGE 142 I 93 festgehalten, dass es nicht Sache der Parteien ist, nach möglichen Einwänden gegen die betroffenen Richter zu forschen, die sich nicht aus den öffentlich zugänglichen Informationen ergeben (BGE 142 I 93 E. 8.2). Vielmehr ist es Sache des Gerichts, auf die beabsichtigte Auswechslung der Richter hinzuweisen. Erst wenn der Partei die Gründe für die Besetzungsänderung bekannt gegeben worden sind, liegt es an ihr, deren Sachlichkeit substanziiert zu bestreiten. Dieser Obliegenheit kann die Partei nicht nachkommen, wenn das Gericht den Parteien weder die beabsichtigte Änderung des Spruchkörpers bekannt gibt noch sich zu deren Gründen äussert (BGE 142 I 93 E. 8.2). Diese Rechtsprechung (BGE 142 I 93) ist zu einem Endentscheid ergangen und kann nicht ohne weiteres auf prozessleitende Verfügungen und Zwischenentscheide übertragen werden. Vorliegend ist dies jedoch anzunehmen: Denn das Bezirksgericht hat den Spruchkörper, der in der Sache entscheiden wird, bereits gebildet und in dieser Zusammensetzung die Hauptverhandlung durchgeführt. Jedenfalls in einer solchen Situation müssen Änderungen im Spruchkörper für eine spätere Zwischenverfügung oder prozessleitende Verfügung bekannt gegeben und begründet werden, zumal wenn - wie durch die vorliegend angefochtene Verfügung - ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO droht.