Citation: 2C_869/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Nicht nachvollziehbar ist ferner die Rüge, die WEKO verfolge nunmehr mit der Publikation eine von den in Art. 48 KG verankerten Zielen abweichende pönale Wirkung. Eine Massnahme mit strafähnlichem Charakter zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine abschreckende bzw. vergeltende Wirkung zeitigt (vgl. BGE 139 I 72 E. 2.2). Dies ist vorliegend nicht der Fall, da mit der Publikation ausschliesslich der Zweck verfolgt wird, die Öffentlichkeit sowie die Behörden über den Entscheid der WEKO zu unterrichten. Dass damit eine vergeltende Wirkung verbunden wäre, ist nicht ersichtlich und ist auch nicht näher dargelegt worden (vgl. BGE 147 I 57 E. 4.2; Urteile 2C_690/2019 vom 11. Februar 2020; 2C_994/2017 vom 26. Juni 2019 E. 5; 2C_321/2018 vom 7. August 2018 E. 3.2.2; 2C_1065/2014 vom 26. Mai 2016 E. 8.3, nicht publ. in: BGE 142 II 268). Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass die Beschwerdeführerinnen im Falle ihres Obsiegens im Beschwerdeverfahren gegen die Sanktionsverfügung die Möglichkeit haben, die publizierte Verfügung entsprechend anpassen zu lassen (vgl. Urteil 2C_321/2018 vom 7. August 2018 E. 3.2.2).