Citation: 2C_1046/2021 E. 5.3.4

5.3.4. Damit bleibt zu prüfen, ob die konkreten Umstände und namentlich die lange Landesabwesenheit des Beschwerdeführers gegen eine Wiedereingliederung sprechen. Der Beschwerdeführer ist in Ägypten geboren und hat dort über 27 Jahre bis zu seiner Ausreise im Jahr 2004 verbracht - auch die lebensprägende Kindheit und Jugend. Der Beschwerdeführer bestreitet die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung nicht, wonach seine Geschwister und Eltern in Ägypten leben und er seine Familie während seines Aufenthalts in der Schweiz mehrmals für jeweils einen Monat besucht habe (vgl. E. 3.3.3 des angefochtenen Urteils). Insoweit kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, wenn er ohne weitere Begründung ausführt, er verfüge dort über kein soziales Netz. Die soziale Wiedereingliederung scheint nicht gefährdet. Dasselbe gilt trotz der langen Landesabwesenheit auch für die kulturelle Wiedereingliederung, nachdem der Beschwerdeführer den grössten Teil seines Lebens in Ägypten verbracht und den Kontakt mit seinen Besuchen aufrechterhalten hat. Eine Entwurzelung liegt in Bezug auf den Herkunftsstaat nicht vor. Was die wirtschaftliche Wiedereingliederung betrifft, so befindet sich der Beschwerdeführer mit 44 Jahren nicht in einem Alter, das die Suche nach einer Arbeitsstelle massiv erschweren könnte. Sodann hat die Vorinstanz zu Recht erwogen, dass sich der Beschwerdeführer in der Schweiz beruflich neu zu orientieren vermochte, was ihm auch im Heimatland gelingen dürfte, sollte er nicht in seinen früheren Beruf zurückkehren können.