Citation: 6B_43/2024 E. 4.4.1

4.4.1. Die Vorinstanz verneint eine relevante Rückfallgefahr. Dabei zieht sie u.a. das Urteil des Bundesgerichts 6B_627/2018 vom 22. März 2019 (E. 1.7) heran. Damit einhergehend verweist sie pauschal darauf, der Beschwerdegegner habe die Straftaten allesamt als junger Erwachsener und in einem durch Alkoholkonsum getrübten Gemütszustand begangen, was praxisgemäss im Rahmen der Interessenabwägung mitzuberücksichtigen sei. Sie erwägt weiter, dass der Beschwerdegegner seine Taten bereue, einsichtig sei und sich bereit erklärt habe, sein problematisches Trinkverhalten aufzugeben. Nach heutiger Aktenlage sei somit nicht von einem notorischen Hang zur Straffälligkeit auszugehen. Es sei anzunehmen, dass die erstmalige Verurteilung zu einer empfindlichen Sanktion gemäss Erwachsenenstrafrecht den Beschwerdegegner dazu bringen werde, sich künftig wohl zu verhalten, zumal er per 1. Oktober 2023 wieder eine Festanstellung habe und an seiner Unpünktlichkeit arbeite. Auch wenn es dem Beschwerdegegner nach wie vor noch nicht gelungen sei, sich beruflich zu etablieren, bestehe doch eine berechtigte Erwartung, dass er sich in Zukunft auch in die Arbeitswelt werde integrieren können, was die Gefahr erneuter Delinquenz zusätzlich bannen werde.