Citation: 2C_980/2020 E. 3.4.2

3.4.2. Nicht nachvollziehbar ist hingegen, wie die Gemeinde die Logiernächte ermittelt und weshalb sie dafür auf das Geschäftsjahr 2016/2017 abgestellt hat. Trotz mehrmaliger Nachfrage durch die Beschwerdeführer und schliesslich auch einer Instruktionsverfügung durch das Bundesgericht substanziiert die Gemeinde nicht weiter, wie die Aletsch Arena AG die relevanten Daten erhoben haben soll. Ob der blosse Hinweis auf die gesetzliche Pflicht zur Führung eines Logiernächteregisters und die Delegation dieser Aufgabe an die Aletsch Arena AG, welche die Anzahl Logiernächte einmal pro Semester erhebe (vgl. Stellungnahme der Gemeinde vom 29. September 2021 S. 3), genügt, ist zumindest zweifelhaft. Mit ihrem kaum substanziierten Vorbringen setzt sich die Gemeinde jedenfalls in einen markanten Kontrast zu anderen Walliser Gemeinden, deren Kurtaxenreglemente das Bundesgericht kürzlich zu beurteilen hatte. Um die durchschnittliche Belegung der Betten in selbstgenutzten Objekten zu ermitteln, hatte eine Gemeinde beispielsweise Befragungen unter den Zweitwohnungsbesitzern durchgeführt (vgl. Urteil 2C_353/2020 vom 22. September 2021 E. 6.3.2). Eine andere Gemeinde hatte die Übernachtungen mittels eines Gästekarten-Systems erfasst und dieses System vor Bundesgericht substanziiert erläutert (vgl. Urteil 2C_198/2020 vom 23. Dezember 2021 E. 3.3.1).