Citation: 2C_377/2020 E. 3.4.2

3.4.2. Grundsätzlich liegt es an der ausländischen Person, im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht nach Art. 90 AIG die massgeblichen sachverhaltlichen Umstände nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen (vgl. Urteile 2C_436/2020 vom 2. Juli 2020 E. 4.3.2; 2C_917/2019 vom 25. März 2020 E. 5.1.2; 2C_555/2019 vom 12. November 2019 E. 6.1 i.f.; 2C_1/2017 vom 22. Mai 2017 E. 4.1.4; 2C_767/2015 vom 19. Februar 2016 E. 5.1.3 i.f.; 2C_176/2015 vom 27. August 2015 E. 3.3 i.f.). Falls die eheliche Gemeinschaft wieder aufgenommen und effektiv gelebt wird, hätte der Beschwerdeführer zumindest gewisse Indizien für seine Sachverhaltsdarstellung beibringen können. Es ist jedenfalls nicht hinreichend, bloss darzutun, es wäre geboten gewesen, seine Ehefrau mündlich anzuhören. Der Beschwerdeführer vermag keinen Anhaltspunkt zu nennen, der darauf hindeuten würde, dass sich an den Scheidungsabsichten der Ehefrau seit ihrer Stellungnahme vom 5. November 2018 etwas geändert hätte. Als Nachweis einer gelebten Ehebeziehung mit gegenseitigem Ehewillen untauglich ist auch der Hinweis, er sei weiterhin im Familienbetrieb seiner Ehefrau beschäftigt.