Citation: 9C_911/2007 23.06.2008 E. 2

2.1 Die Vorinstanz hat die streitigen Parteientschädigungen zu Lasten der Beschwerdeführerin gestützt auf § 21 Abs. 1 Satz 1 des basellandschaftlichen Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO; GS 31.847) festgesetzt. Diese Bestimmung lautet wie folgt: "Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden." Die Vorinstanz hat erwogen, in "Ausnahmefällen" könnten in Abweichung von dieser Vorschrift die Parteikosten nach dem Verursacherprinzip verteilt werden. Danach seien unnötige Parteikosten unabhängig vom Verfahrensausgang von demjenigen zu tragen, der sie verursacht habe. Die Beschwerdeführerin rügt, diese Rechtsauffassung sei unhaltbar. § 21 Abs. 1 Satz 1 VPO sehe nur die Zusprechung einer Parteientschädigung an die obsiegende Partei vor. Eine Kostenauflage nach dem Verursacherprinzip sei im basellandschaftlichen Verfahrensrecht - im Gegensatz zu anderen kantonalen Regelungen (z.B. Art. 108 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons Bern) - nicht vorgesehen. Die Regelung von § 21 VPO sei abschliessend und lasse keinen Raum für eine anderweitige Kostenverteilung.