Citation: 4A_244/2021 E. 6.1

6.1. Die Vorinstanz prüfte schliesslich die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Missbräuchlichkeit der Bestimmung im Sinne von Art. 8 UWG. Sie erwog, bereits das Vorhandensein eines Missverhältnisses zwischen den vertraglichen Rechten und Pflichten sei zu verneinen. Ein derartiges Ungleichgewicht, dass die Zusatzversicherung durch die strittige Klausel für den Beschwerdeführer jeden Sinn verliere, sei nicht erkennbar. Wohl verringerten sich die von der Beschwerdegegnerin zu erbringenden Leistungen für stationäre Aufenthalte in einer psychiatrischen Klinik ab dem 181. Tag, indessen würden sie nicht vollkommen dahin fallen. Vielmehr reduziere sich die Beteiligung an den Aufenthalts- und Pflegekosten auf Fr. 100.-- pro Tag, währenddem die Behandlungskosten nach wie vor im Rahmen von Ziff. 2 der Zusatzbedingungen übernommen würden. Darüber hinaus würden die übrigen von der Beschwerdegegnerin aus der Zusatzversicherung zu erbringenden Leistungen, beispielsweise im Zusammenhang mit somatisch bedingten stationären Aufenthalten in Spitälern, durch die entsprechende Bestimmung nicht im Geringsten tangiert, weshalb keinesfalls von einem Missverhältnis zwischen vertraglichen Rechten und Pflichten gesprochen werden könne. Im Übrigen basiere eine solche Leistungsbeschränkung unter anderem auf dem Umstand, dass die Prämienhöhe versicherungstechnisch den Versicherungsleistungen angepasst werde. Würde bei jeder Leistungsbeschränkung ein Missverhältnis zwischen Rechten und Pflichten bejaht, würde dies dazu führen, dass die Prämien angesichts der uneingeschränkten Leistungspflicht eines Versicherers auf einer Höhe festzulegen wären, welche von den Versicherten nicht mehr bezahlt werden könnten.