Citation: 6B_1390/2021 E. 1.4.2

1.4.2. Die Vorinstanz stützt ihre Beurteilung insbesondere auf das psychiatrische Gutachten vom 20. Dezember 2018. Sofern der Beschwerdeführer mit seinem Hinweis, gewisse sich aus den Akten ergebende Umstände würden im Gutachten nicht thematisiert, und es hätten sich weitere Delikte erst nach der Begutachtung ereignet, sinngemäss die Schlüssigkeit des Gutachtens in Frage stellen will, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (vgl. Art. 80 Abs. 1 und Art. 99 BGG). Der Beschwerdeführer zeigt weder auf, dass er seine Kritik bereits im kantonalen Verfahren vorgebracht und ein neues Gutachten beantragt hätte, noch legt er dar, dass dies nicht möglich gewesen wäre. Auch macht er nicht geltend, die Vorinstanz sei zu Unrecht nicht auf ein entsprechendes Vorbringen eingegangen und verletze damit seinen Anspruch auf rechtliches Gehör. Er bringt zwar zutreffend vor, dass anlässlich der vorinstanzlichen Verhandlung die Möglichkeit eines zweiten Gutachtens angesprochen wurde. Jedoch ergibt sich aus dem Verfahrensprotokoll einzig, dass die Verfahrensleiterin darauf hinwies, sie wisse - nachdem was sie in der Verhandlung erlebt habe - nicht, ob sie noch ein zweites Gutachten in Auftrag geben würde; es deute alles auf eine andere Massnahme hin, aber nicht eine solche nach Art. 61 StGB (Protokoll Berufungsverhandlung, kantonale Akten, act. 671). Dass der Beschwerdeführer die Beweiskraft des Gutachtens im kantonalen Verfahren in Frage stellte, ergibt sich aus dem vorinstanzlichen Verfahrensprotokoll jedoch nicht. Ebenso wenig hat das vorinstanzliche Urteil zu den neuen Vorbringen Anlass gegeben, und es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, sich erstmals zu konkreten Kritikpunkten, mit denen die Schlüssigkeit eines Gutachtens in Zweifel gezogen werden soll, auseinanderzusetzen.