Citation: 6B_355/2022 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer beschränkt sich darauf, mittels Ausführungen zum Sachverhalt, welche von den Feststellungen im angefochtenen Entscheid abweichen, dem vorinstanzlichen Urteil die Nachvollziehbarkeit abzusprechen. Dies gilt, soweit er die fraglichen Whatsapp-Nachrichten wortwörtlich wiedergibt und daraus seine eigenen Schlüsse ableitet. Soweit er sich auf den Standpunkt stellt, dass die Vorinstanz die seiner Beschimpfung vorausgehende Provokation von B.A.________ nicht berücksichtigt habe oder dass es irrelevant sei, wie die Anklage ("faule" oder "feige Sau") laute, ist nicht ersichtlich, inwieweit diese Ausführungen rechtserheblich sein sollten, da die rechtliche Qualifikation als reines Werturteil gemäss den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz und dem Wortlaut der Beschimpfung nicht zu beanstanden ist. Insbesondere verwendete der Beschwerdeführer das Wort "feige Sau" auch ohne konkreten Sachzusammenhang. Im Übrigen befasst er sich in diesem Zusammenhang auch nicht mit der Eventualbegründung der Vorinstanz, die erwägt, ein Wahrheitsbeweis in Bezug auf das Adjektiv "faul" würde scheitern (angefochtenes Urteil S. 8). Schliesslich rügt er erstmals vor Bundesgericht, die Anklage sei fehlerhaft. Diesen Einwand hätte er bereits im kantonalen Verfahren vorbringen können und müssen. Mangels (materieller) Ausschöpfung des Instanzenzugs ist auf die erstmals vor Bundesgericht gemachten Ausführungen nicht einzutreten (Art. 80 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 142 I 155 E. 4.4.2 f.). Damit erübrigt sich auch, auf die weiterführenden, auf die Rüge gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung aufbauenden Ausführungen des Beschwerdeführers zum Entlastungs- und Wahrheitsbeweis einzugehen.