Citation: 6B_872/2014 E. 1

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Dauer des mit einer stationären therapeutischen Massnahme nach Art. 59 StGB verbundenen Freiheitsentzugs sei nicht absehbar, da die Massnahme mehrmals um bis zu fünf Jahre verlängert werden könne (Art. 59 Abs. 4 StGB). Die Anordnung einer stationären Therapie stelle nichts anderes als eine Form der kleinen Verwahrung dar. Das verhängte Strafmass sei dabei gänzlich unerheblich. Im Vordergrund stehe nicht die Sühne. Es gehe einzig um ein mögliches künftiges Verhalten, wobei auf die vom Gutachter attestierte Gefährlichkeit abgestellt werde. Die Unschuldsvermutung werde damit im Ergebnis ausser Kraft gesetzt. Aufgrund der für ihn schwerwiegenden Konsequenzen müsse es als verhältnismässig, angemessen und rechtsstaatlich zwingend beurteilt werden, in Analogie zu den Fällen der Prüfung einer allfälligen Verwahrung ein zweites Gutachten einzuholen. Die Vorinstanz habe seinen Antrag auf Einholung eines Zweitgutachtens zur Frage der Massnahmebedürftigkeit zu Unrecht abgewiesen. Der Beschwerdeführer rügt damit eine Verletzung von Bundesrecht.