Citation: 7B_267/2022 E. 3.5

3.5. Die Vorinstanz betont vorweg, dass der Beschwerdeführerin sowie den Beschuldigten C.________, E.________ und B.A.________ mit gemeinsamer Anklageschrift mittäterschaftliches Handeln vorgeworfen werde, was denn auch näher umschrieben werde. Aus der Anklageschrift gehe unmissverständlich hervor, dass die Staatsanwaltschaft den als Gruppe auftretenden und im Einzelnen konkret genannten vier Mitbeschuldigten mit Bezug auf alle vorgeworfenen Tatbestände denselben Sachverhalt vorwerfe. Weiter sei zwar die Vorgehensweise der Staatsanwaltschaft sehr unüblich und umständlich. So werde in der Anklage zuerst der jeweilige Lebensvorgang in objektiver Hinsicht aufgelistet und mittendrin würden unter anderem die Mittäterschaft und die eingesetzten Nötigungsmittel beschrieben. Erst danach erfolge eine Umschreibung der angeklagten Tatbestände in subjektiver Hinsicht. Dass die Tatbestandselemente dadurch völlig aufgesplittet worden seien, erschwere die Beurteilung erheblich. Die Anklage sei jedoch als Ganzes zu lesen, woraus sich ergebe, was den Beschuldigten in objektiver und subjektiver Hinsicht vorgeworfen werde, auch wenn die relevanten Aspekte im Sachverhalt teilweise zusammengetragen werden müssten. Folglich hätten sich die Beschuldigten auch genügend verteidigen können.