Citation: 6B_895/2016 E. 1.4.3

1.4.3. Nach dem massgebenden Sachverhalt kann nicht zugunsten der Beschwerdeführerin unterstellt werden, sie hätte ihren Bruder damit betraut, für sie die gesetzlichen Massnahmen vorzunehmen. Dieser hatte zwar nach den Beschwerdevorbringen die Polizei verständigt, sich aber sofort von der Unfallstelle entfernt und war für die Polizei nicht mehr auffindbar (oben E. 1.1.1 sowie E. 1.4.1). Sie konnte sich auf den "dermassen betrunkenen" Bruder (oben E. 1.4.2) nicht verlassen. Er hatte die gesetzlichen Massnahmen mit Ausnahme des Telefonats denn auch nicht vorgenommen. Dass ihre Eltern weniger als fünfzehn Minuten nach dem Unfall am Unfallort anwesend gewesen sein sollen (oben E. 1.1.4), vermag die Pflichtverletzung nicht aus der Welt zu schaffen. Wie die Beschwerdeführerin vorbringt, hatte sich die durch die "Kommunikationslücke ihres Bruders" entstandene "Verwirrung" erst am Morgen um 09.45 Uhr aufgelöst (oben E. 1.1.4). Die Verpflichtung gemäss Art. 51 Abs. 3 SVG obliegt der Schädigerin persönlich; sie darf nur aus zwingenden Gründen und wenn Gewähr besteht, dass sie sogleich erfüllt werde, einem Dritten überlassen werden (Urteil 6B_384/2015 vom 7. Dezember 2015 E. 4.3). Das war hier klar nicht der Fall.