Citation: 8C_347/2023 E. 5.1.3

5.1.3. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf und es ist auch nicht ersichtlich, welche medizinischen Aspekte hier unberücksichtigt geblieben sind, nachdem eine traumatische Hirnverletzung feststeht (vgl. neurologische Beurteilung des Dr. med. E.________ vom 11. Januar 2019). Auch neuropsychologisch wurde die Beschwerdeführerin hinreichend untersucht (Bericht der Klinik H.________ vom 17. Juli 2018). Erkannt wurde eine leichte neuropsychologische Störung mit Defiziten bei der visuo-motorischen Koordination und einer Verlangsamung (ICD-10: F07.8) nach Schädelhirntrauma. Dass die komplexere soziale Kognition aufgrund der Ermüdbarkeit und Verlangsamung ungeprüft geblieben ist, ändert daran nichts. Im beobachteten Verhalten stellten die Neuropsychologen Schwierigkeiten in der affektiven Kontrolle und der Regulation fest. Es sei psychiatrischerseits zu beantworten, ob diese Instabilität der Affektregulation auf eine (neurologische) Frontalhirnstörung oder eine (psychiatrische) Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion zurückzuführen sei.