Citation: 5A_35/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog, mit der Mitteilung der Mutter im Juli 2021 sei der wichtige Grund im Sinn der Verheimlichung der Vaterschaft weggefallen. Objektive Hindernisse seien einer Klage seither nicht entgegen gestanden. Gelte nach Lehre und Rechtsprechung Rechtsunkenntnis nicht als Hinderungsgrund, vermöge einer Klageerhebung insbesondere das Kriterium umso weniger entgegenzustehen, dass der Beschwerdegegner bei der vom Beschwerdeführer versuchten aussergerichtlichen Klärung der Angelegenheit seine Vaterschaft bestritten haben soll. Namentlich aufgrund des Umstands, dass der Beschwerdeführer sein Leben lang immer bei seiner Mutter nach dem Vater gefragt habe, sei auch in subjektiver Hinsicht nichts ersichtlich, was ihn daran gehindert haben soll, den Beschwerdegegner umgehend auf das Thema anzusprechen und nach dessen Bestreiten mit einer Klage sofort die wenigen Zweifel an der "Vaterlosigkeit" auszuräumen. Dass er die Aussprache bis Ende 2021 hinausgezögert habe, um danach nochmals rund drei Monate mit der Klage einschliesslich des Beweisantrags einer DNA-Analyse zuzuwarten, lasse sich nicht mehr rechtfertigen.