Citation: 5P.433/1999 10.01.2000 E. 1

1.-Auf den Grundstücken yyy und zzz in X.________ steht ein altes, in zwei vertikal getrennte Teile aufgeteiltes Bündnerhaus. Der Hausteil West (yyy) steht im gemeinschaftlichen Eigentum von A.________ und B.________, der Hausteil Ost (zzz) im Miteigentum von C.________ und D.________. Zwischen den Parteien waren Durchgangs- und Nutzungsrechte umstritten und bildeten Gegenstand eines Prozesses vor dem Bezirksgericht Imboden. Dieses erkannte am 14. Dezember 1994, "dass zugunsten Parzelle Nr. yyy ... und zulasten der Parzelle Nr. zzz ... eine Grunddienstbarkeit besteht in Form eines Durchgangsrechtes durch die Korridore und die Veulta sowie eines Nutzungsrechtes an der Veulta" (Dispositiv-Ziff. 1), und wies das Grundbuchamt X.________an, auf den beiden Parzellen eine der Ziff. 1 des Erkenntnisses entsprechende Grunddienstbarkeit einzutragen (Dispositiv-Ziff. 2). Am 17. Oktober 1995 wies das Kantonsgericht von Graubünden eine dagegen erhobene Berufung ab, und am 14. Mai 1996 bestätigte das Bundesgericht das Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden. Hierauf wurden im Grundbuch zu Lasten der Parzelle zzz folgende Rechte eingetragen: "Durchgangsrecht durch Korridore und Veulta mit Nutzungsrecht an der Veulta zu Gunsten Parzelle yyy ...". In der Folge entbrannte zwischen den Parteien Streit darüber, ob das "Nutzungsrecht an der Veulta" ein ausschliessliches oder ein Mitbenützungsrecht sei. Am 20. Mai 1999 ersuchten A.________ und B.________ das Kreispräsidium Trins, C.________ und D.________ zu befehlen, "die Veulta auf Parz. zzz ... innert einer vom Kreisamt anzusetzenden Frist vollständig zu räumen"; dabei stellten sie sich auf den Standpunkt, dass ihnen die Nutzung der Veulta ausschliesslich zustehe. Die Gesuchsgegner beantragten die Abweisung des Gesuchs; sie stellten sich auf den Standpunkt, dass den Gesuchstellern lediglich ein Mitbenutzungsrecht zustehe. Mit Entscheid vom 21. Juli 1999 hiess das Kreispräsidium Trins das Gesuch gut und befahl den Gesuchsgegnern, die Veulta bis spätestens 14. August 1999, 12.00 Uhr, vollständig zu räumen. Dabei erwog es im Wesentlichen, dass das Nutzungsrecht nicht näher umschrieben sei und insbesondere nicht festgestellt worden sei, dass es sich um ein gemeinsames Recht handle. Auf Berufung der Gesuchsgegner hin hob der Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden den Entscheid des Kreispräsidiums Trins auf und wies "das Gesuch bezüglich vollständiger Räumung der Veulta" ab. Dabei wurde im Wesentlichen erwogen, dass das Nutzungsrecht aufgrund der Ausführungen des Bundesgerichts den Rechtsgrund allein in der in der Ziff. 4 der Vereinbarung vom 18. Januar 1913 getroffenen Regelung finde. Mit dieser hätten die (damaligen) Parteien "im Hinblick auf die Teilung ... der Liegenschaft die gemeinsame Nutzung ("gudi comunablamein") bestimmter Teile des Hauses durch deren Alleineigentümer ordnen" wollen. Handle es sich somit um ein Mitbenutzungsrecht und nicht um ein ausschliessliches Benutzungsrecht, erweise sich das Gesuch um vollständige Räumung der Veulta als unbegründet. Mit staatsrechtlicher Beschwerde vom 25. November 1999 verlangen A.________ und B.________ die Aufhebung des Entscheides des Kantonsgerichtsausschusses von Graubünden. Auf die Einholung von Vernehmlassungen wurde verzichtet.