Citation: 6B_404/2013 E. 1

Der Beschwerdeführer macht Notwehr geltend und verneint jeden Tötungsvorsatz. Er rügt eine fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung. Die Vorinstanz habe Entlastungsbeweise (Aussagen der Privatkläger zu einem Gerangel während der Messerstiche, ein zweites Messer und ein Telefongespräch über den Vorfall), sowie offensichtliche Widersprüche der Privatkläger zum Kerngeschehen nicht berücksichtigt. Selbst nach den vorinstanzlichen Feststellungen sei auf eine Notwehrsituation zu schliessen. Es sei davon auszugehen, dass er zu Beginn nicht aggressiv war und keine Drogen entwenden wollte. Man habe ihn nicht gehen lassen wollen. Weil die anderen zu Dritt waren und einer offenbar selber ein Messer hatte und ihn "schlitzen" wollte, erscheine der Griff zum Rüstmesser verständlich und der Situation angemessen, um sich den Weg freizumachen. Die Vorinstanz verweist auf die Erwägungen des Bezirksgerichts und pflichtet diesem bei, dass sich die behauptete Notwehrsituation aus mehreren Gründen als nicht überzeugend erweist (Urteil S. 10). Nach dem Spurenbild im Schwenkbereich der Zimmertür, dem von der Wohnungstür am weitesten entfernten Raum, könne sich der Beschwerdeführer nicht auf dem Weg zum Verlassen der Wohnung befunden haben. Die Küche könne er nur aufgesucht haben, um das Tatmesser zu behändigen. Konnte er die Küche aufsuchen, hätte er auch die Wohnung verlassen können, liege die Küche doch in der gleichen Richtung. Dass das Opfer blutüberströmt noch vor ihm die Wohnung verlassen hatte, passe nicht zur Darstellung des Beschwerdeführers, wonach er die Privatkläger nur deshalb verletzte, weil sie ihn am Verlassen der Wohnung hinderten. Gegen eine Notwehrsituation spreche auch, dass der Beschwerdeführer selber keine Verletzungen erlitten hatte (Urteil S. 10 f.). Die Vorinstanz setzt sich mit der Darstellung des Beschwerdeführers auseinander und kommt zum Ergebnis, die Wohnung habe zwar als Drogenbunker gedient, das Motiv für die Wohnungsaufsuche und die Gewalttätigkeit müsse aber letztlich offenbleiben. Das Brechen des Widerstandes der beiden Frauen habe sich wegen der überraschenden Anwesenheit des Opfers als schwieriger denn vorausgesehen herausgestellt. Er sei der Aggressor. Von Notwehr könne nicht ansatzweise die Rede sein (Urteil S. 15). Die Beweiswürdigung erscheint nicht als offensichtlich unhaltbar (Art. 97 Abs. 1 BGG) und damit willkürlich im Sinne von Art. 9 BV (vgl. BGE 136 II 304 E. 2.4). Zu verweisen ist insbesondere auf die glaubwürdige Erstaussage des Opfers vom 26. Juli 2008 (Beschwerdebeilage, act. 3/1 S. 3), die durch die weiteren Aussagen auch der übrigen Beteiligten in keiner Weise in Frage gestellt wird.