Citation: 1C_553/2019 E. 3.2.1

3.2.1. In Bezug auf die durch das Baugrundstück von Nordwest nach Südost verlaufende Leitung ergäben sich, entgegen den Ausführungen im Gutachten der G.________ AG, kartographisch keine Hinweise auf die Existenz eines vormals oberirdischen Gewässers im fraglichen Gebiet. Auch der im Gutachten der G.________ AG abgebildete Plan der SBB zeige lediglich den Verlauf einer Dole vom Gebiet Kleinmatt/Hausmatt bis zu den SBB-Gleisen und zur Kantonsstrasse auf. Ein offener Bachlauf werde nicht festgehalten. Die Dufour- und die Siegfriedkarte, die Landeskarten, die Ökomorphologiekarte, das Bachkataster und der Generelle Entwässerungsplan des Bezirks, der Erschliessungsplan und der Grundstücksbeschrieb vermerkten kein Gewässer im fraglichen Bereich. Dies gelte insbesondere und unbestrittenermassen auch für die Landeskarte 1:25'000, die das BAFU als Grundlage für die durch die Kantone vorzunehmende Gewässerraumausscheidung empfehle. Ebensowenig sei auf den Luftbildern swisstopo von 1932, 1951, 1965 oder 1971 ein offenes Gewässer auf dem Baugrundstück KTN 1617 erkenntlich. Im Rahmen der Bestandesaufnahme habe festgestellt werden können, dass diese von Nordwest nach Südost über das Baugrundstück verlaufende Leitung der Entwässerung des oberhalb der Kantonsstrasse liegenden SBB-Areals sowie der Überbauung Kleinmatt diene. Zudem fliesse der Überlauf einer privaten Quelle in diese Leitung. Bei der fraglichen Dole handle es sich nicht um die Fortsetzung eines oder mehrerer im oberen Lauf oberirdisch fliessender Gewässer. Auch wenn die fragliche Dole neben der Entwässerung des SBB-Areals als Überlauf einer privaten Quelle diene, bedeute dies nicht, dass ein Gewässerraum für diese Leitung ausgeschieden werden müsse, da für unterirdische Wasserläufe und damit auch für unterirdische Quellbäche (wobei ein solcher auf dem Baugrundstück nicht nachgewiesen sei) kein Gewässerraum auszuscheiden wäre. Insgesamt sei mithin nicht zu beanstanden, dass für die von Nordwest nach Südost verlaufende Meteorwasserleitung keine Gewässerraumausscheidung verlangt werde.