Citation: I 465/02 09.01.2003 E. 3

3.1.1 In der Verfügung vom 16. Oktober 2001 hat die Verwaltung den Rentenanspruch mit der Begründung verneint, dass der Versicherte nie über ein beitragspflichtiges Einkommen von mehr als Fr. 20'000.- abgerechnet habe und das zumutbare Invalideneinkommen höher sei, weshalb keine anspruchsbegründende Invalidität vorliege. Die Vorinstanz hat einen Einkommensvergleich vorgenommen und das Valideneinkommen auf Grund der vom Beschwerdeführer gemäss IK-Auszug in den Jahren 1979 bis 1994 erzielten Einkommen auf höchstens Fr. 2'500.- festgesetzt. 3.1.2 Auf das Durchschnittseinkommen gemäss IK-Auszug kann nicht abgestellt werden, weil es offensichtlich den tatsächlichen Einkommensverhältnissen nicht entspricht. In den Jahren 1991 bis 1994 hat der Beschwerdeführer überhaupt keine Beiträge abgerechnet, weil er sich während längerer Zeit im Ausland aufgehalten hat. Entsprechende Belege hat er im vorinstanzlichen Verfahren beigebracht; zudem hat er Unterlagen eingereicht, welche darauf schliessen lassen, dass er über zusätzliche Einkünfte verfügte. Die gemäss IK-Auszug abgerechneten Einkommen stellen unter diesen Umständen keine zuverlässige Grundlage für die Festsetzung des Valideneinkommens dar. Des Weitern ist zu beachten, dass das Valideneinkommen hypothetisch auf Grund der beim Rentenbeginn bzw. im Zeitpunkt des Verfügungserlasses bestehenden Verhältnisse festzusetzen ist. Massgebend ist daher nicht, was der Beschwerdeführer in den Jahren 1979 bis 1994 verdient hat, sondern das Einkommen, welches er als Gesunder ab 1997 erzielt hätte. Das nicht existenzsichernde Einkommen gemäss IK-Auszug könnte ihm nur angerechnet werden, wenn aufgrund der konkreten Umstände anzunehmen wäre, dass er sich ohne die gesundheitliche Beeinträchtigung voraussichtlich dauernd mit einer derart bescheidenen Erwerbstätigkeit begnügt hätte (BGE 125 V 157 Erw. 5c/bb). Dies ist jedoch nicht anzunehmen. Der Beschwerdeführer hat am 1. Februar 1995 eine Halbtagsstelle als Automechaniker/Autoverkäufer/Allrounder in einem Garagebetrieb angetreten. Zwar hat er das Arbeitsverhältnis bereits Ende August 1995 wieder aufgelöst, wobei seinen Angaben zufolge gesundheitliche Gründe ausschlaggebend waren. Der Umstand, dass er nach langjähriger selbstständiger Erwerbstätigkeit eine unselbstständige Tätigkeit aufnahm, und die Tatsache, dass er sich am 21. Juni 1996 verheiratet und für zwei schulpflichtige Kinder die Sorgepflicht übernommen hat, machen es jedoch wahrscheinlich, dass er sich nicht (weiterhin) mit einer Randexistenz begnügt hätte. Es rechtfertigt sich daher, bei der Festsetzung des Valideneinkommens vom Verdienst auszugehen, den er ohne den Gesundheitsschaden als Angestellter eines Garagebetriebes erzielt hätte. Dabei kann nicht auf den vom Beschwerdeführer bei der SB-Garage in Schlieren für eine Anstellung von 50 % bezogenen Monatslohn von Fr. 2'800.- abgestellt werden. Nach den Auskünften des Arbeitgebers war er ohne schriftlichen Vertrag auf Zusehen hin angestellt gewesen. Es fehlen nähere Angaben zur effektiv ausgeübten Tätigkeit, zum Leistungslohn und dem hypothetischen Lohn ohne den Gesundheitsschaden. Die Feststellung im Fragebogen für den Arbeitgeber, wonach es sich um einen Nettolohn gehandelt hat, steht zudem im Widerspruch zu den Angaben im Lohnausweis. Der fragliche Lohn stellt unter diesen Umständen keine zuverlässige Grundlage für die Festsetzung des Valideneinkommens dar. 3.2 Daraus folgt aber nicht, dass die Invalidität nach der ausserordentlichen Bemessungsmethode zu ermitteln ist, wie mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eventualiter beantragt wird. Vielmehr sind für die Festsetzung des Valideneinkommens statistische Durchschnittslöhne heranzuziehen, wobei auf Grund der Angaben in der Anmeldung zum Leistungsbezug davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer über keinen Berufsabschluss verfügt und als angelernter Automechaniker und Autolackierer tätig gewesen ist. Immerhin ist anzunehmen, dass er in diesem Bereich über Berufs- und Fachkenntnisse verfügt. Nach Tabelle TA1 der vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1998 belief sich der monatliche Bruttolohn (Zentralwert) im Bereich Handel und Reparatur von Automobilen für Männer im Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) auf Fr. 4'717.-, was umgerechnet auf die betriebsübliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden (BGE 126 V 77 Erw. 3b/bb) zu einem Valideneinkommen von Fr. 59'293.- führt.