Citation: 1C_50/2021 E. 4.3

4.3. Das angefochtene Urteil betrifft eine nach kantonalem Recht festgesetzte Enteignungsentschädigung. In einem derartigen Fall prüft das Bundesgericht mit freier Kognition, ob die Entschädigung bzw. ihre Höhe methodisch richtig ermittelt und insoweit dem verfassungsrechtlichen Anspruch auf volle Entschädigung hinreichend Rechnung getragen worden ist (vgl. erwähntes Urteil 1C_16/2018 vom 18. Januar 2019 E. 3.2). Vorliegend bemisst sich die Entschädigung für die zwangsweise auferlegte Dienstbarkeit, die keinen Verkehrswert aufweist, nach der Differenzmethode (vgl. Urteil 1C_16/2018 vom 18. Januar 2019 E. 3.3). Bei der Entschädigungsbemessung gemäss der Differenzmethode steht es den Fachgerichten bzw. Experten frei, die Wertminderung statt mit einer Verkehrswertschätzung (mit und ohne die Enteignung) auch mit Vereinfachungen direkt zu erfassen, sofern das Gebot einer vollen Entschädigung nicht ausgehöhlt wird (vgl. Urteil 1C_647/2019 vom 8. Oktober 2020 E. 6.3, nicht publ. in: BGE 147 II 201). Das SKE wies im Urteil vom 18. März 2020 darauf hin, dass die Entschädigungsbemessung bei der Enteignung von Teilflächen überbauter Liegenschaften gemäss der kantonalen Rechtsprechung anhand des relativen (und nicht des absoluten) Landwerts erfolgt (vgl. AGVE 2016 Nr. 70 S. 381; AGVE 2015 Nr. 30 S. 201). In dieser publizierten Rechtsprechung wurde daran erinnert, dass das Bundesgericht Minderwertschätzungen mit einem Einschlag auf den Baulandpreis in Abhängigkeit von der Bedeutung der enteigneten Teilfläche für das Restgrundstück bei überbauten Liegenschaften als mit dem Gebot der vollen Entschädigung vereinbar angesehen hat (vgl. Urteil 1C_339/2013 vom 27. August 2013 E. 2.4 mit Hinweisen; vgl. seither auch Urteil 1C_681/2019 vom 19. Mai 2021 E. 3.3).