Citation: 8C_112/2019 E. 5.2

5.2. Was die Beschwerdeführerin im Wesentlichen hiergegen vorbringt, namentlich dass das Gutachten sowie die ergänzenden Stellungnahmen vom 21. August 2016 und 2017 unklar bzw. widersprüchlich seien, verfängt nicht. Auch wenn gewisse Unklarheiten anfänglich bestanden haben mochten, die namentlich durch die zu allgemein gefassten Fragen bedingt waren, liessen sie sich, wie die Vorinstanz zu Recht feststellte, mit den ergänzenden Stellungnahmen ausräumen. Soweit die Beschwerdeführerin moniert, der Gutachter habe im Ergänzungsbericht vom 21. August 2017 einen Status quo ante definiert, nachdem im Hauptgutachten ausgeführt worden sei, dass ein solcher nicht mehr erreicht werden könne, übersieht sie, dass diese Erörterungen verschiedene Beschwerden betrafen (im Gutachten: das Sternoklavikulargelenk; im Ergänzungsbericht: die AC-Gelenksarthrose). Unter Hinweis auf die einschlägige Literatur legte Dr. med. E.________ dar, dass traumatische Verletzungen des Sternoklavikulargelenks sehr selten vorkämen und, wenn überhaupt, dann nur als Folge von Hochgeschwindigkeitstraumen. Nachdem er allerdings festgehalten hatte, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den Schulterbeschwerden (sowohl betreffend das Sternoklavikulargelenk wie auch hinsichtlich der AC-Gelenksarthrose) und dem Unfallereignis vom 10. Juni 2014 nur im Bereich des Möglichen liege, mithin den Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht erreiche, hätte sich die Beantwortung der weiteren Fragen nach einem allfälligen Status quo sine vel ante und einem Integritätsschaden erübrigt. Zusammenfassend ist gestützt auf das Gutachten vom 13. Mai 2016 sowie die ergänzenden Berichte vom 21. August 2016 und 2017 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass kein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den Schulterbeschwerden und dem Unfallereignis vom 10. Juni 2014 besteht. Da auf eine Rückforderung der bereits erbrachten Versicherungsleistungen verzichtet wurde, durfte die Beschwerdegegnerin eine Leistungseinstellung mit Wirkung für die Zukunft (ex nunc et pro futuro) vornehmen (BGE 130 V 380). Eine vorinstanzliche Verletzung der Beweislastregeln - wie die Beschwerdeführerin geltend macht - ist unter diesen Umständen nicht auszumachen.