Citation: 6B_720/2018 E. 1.3

1.3. Die Anklage listet detailliert unter Namensnennung der Käufer und der von diesen jeweils gekauften Mengen auf, wie sich die dem Beschwerdeführer vorgeworfene Gesamtdrogenmenge zusammensetzt. Ebenso gibt die Anklage den vom jeweiligen Abnehmer bezahlten Preis wieder. Lassen sich die zeitlichen Verhältnisse, wie hier die Daten der einzelnen Drogenverkäufe, zeitlich nicht exakt rekonstruieren, genügt die Angabe eines bestimmten Zeitraums, solange für die beschuldigte Person kein Zweifel besteht, welches Verhalten ihr vorgeworfen wird (Urteile 6B_676/2013 vom 28. April 2014 E. 3.5.5; 6B_441/2013 vom 4. November 2013 E. 3.2). Vorliegend war für den Beschwerdeführer aufgrund des unverwechselbar und konkret umschriebenen Anklagevorwurfs zweifelsfrei ersichtlich, welche Vorwürfe gegen ihn erhoben werden, nämlich der Verkauf der in der Anklage wiedergegebenen Mengen Heroin an fünf namentlich genannte Personen. In Bezug auf den Hauptvorwurf (Verkauf von mindestens 300 Gramm Heroin an das Ehepaar A.________ / B.________) nennt die Anklage den Ort der Tatbegehung, bei den weiteren drei Anklagevorwürfen fehlt die Ortsangabe. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, er sei wegen der fehlenden Ortsangabe im Unklaren gewesen, was ihm in diesen Anklagepunkten vorgeworfen wird. Ausserdem führen kleinere Ungenauigkeiten in den Orts- und Zeitangaben nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht zur Unbeachtlichkeit der Anklage (Urteile 6B_149/2017 vom 16. Februar 2018 E. 4.3.7; 6B_544/2012 vom 11. Februar 2013 E. 6.4.4; 6B_640/2011 vom 14. Mai 2012 E. 2.3.3). Da das vom Beschwerdeführer verkaufte Heroin von der Untersuchungsbehörde nicht sichergestellt werden konnte, konnte auch der tatsächliche Reinheitsgrad der Droge nicht ermittelt und in der Anklage aufgeführt werden. Dies begründet ebenfalls keinen Verstoss gegen das Anklageprinzip (vgl. Urteil 6B_676/2013 vom 28. April 2014 E. 3.5.1 und 3.5.5). Die genaue Betäubungsmittelmenge und gegebenenfalls ihr Reinheitsgrad sind umso weniger wichtig, je deutlicher der Grenzwert im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG überschritten ist (Urteil 6B_858/2008 vom 20. Mai 2009 E. 4.3.4 mit Hinweisen). Dass bei der angeklagten Menge ein schwerer Fall im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG vorliegt, war offensichtlich. Inwiefern das Fehlen des Reinheitsgrades in der Anklage eine wirksame Verteidigung erschwert haben sollte, ist weder ersichtlich noch wird dies vom Beschwerdeführer dargelegt. Die in der Anklage genannten Vorwürfe sind ausreichend umschrieben und erlauben eine Individualisierung der zu beurteilenden Taten. Der Beschwerdeführer wusste, was ihm vorgeworfen wird, und konnte seine Verteidigung entsprechend vorbereiten und sich gegen die erhobenen Vorwürfe angemessen zur Wehr setzen. Eine Verletzung des Akkusationsprinzips liegt nicht vor.