Citation: 5A_747/2016 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz bestätigte den erstinstanzlichen Entscheid, der das Vorliegen von Erläuterungsgründen nach Art. 334 ZPO verneinte, unter Bezugnahme auf dessen rechtliche und tatsächliche Begründung. Sie erwog im Wesentlichen, dass die Saldoklausel in Ziffer 9 des Scheidungsurteils klar sei und gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Urteil 5A_803/2010 vom 3. Dezember 2010 E. 3.2.1, bestätigt in den Urteilen 5A_608/2010 vom 6. April 2011 E. 3.2.2 und 5A_690/2012 vom 26. März 2013 E. 4.2) die im Zeitpunkt des Scheidungsurteils aufgelaufenen Unterhaltsschulden miterfasse. Die im Präliminarurteil festgesetzten Unterhaltsbeiträge seien damit erledigt. Wie das erstinstanzliche Gericht, verneinte auch die Vorinstanz einen Widerspruch zwischen der Saldoklausel und der Begründung des Scheidungsurteils. Sie erwog, die Beschwerdeführerin möge zwar im Scheidungsverfahren einen Vorbehalt bezüglich der Unterhaltsrückstände angebracht haben, das Gericht habe aber einen solchen nicht zum Urteil erhoben. Vielmehr habe sich das Gericht im Scheidungsurteil überhaupt nicht auseinandergesetzt mit den Unterhaltsrückständen. Weshalb sich das Gericht damit nicht auseinandergesetzt habe, sei irrelevant, weil eine falsche Rechtsanwendung - etwa die Nichtbeurteilung eines Antrags - mit dem Rechtsmittel gegen das Scheidungsurteil geltend zu machen gewesen wäre. Schliesslich sei das Scheidungsurteil nach den erstinstanzlichen Feststellungen auch nicht unvollständig im Sinne von Art. 334 ZPO. Dagegen bringe die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde nichts vor.