Citation: 2C_1015/2017 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer beruft sich auf den Schutz des Familienlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV und macht geltend, die Interessenabwägung durch die Vorinstanz sei völlig einseitig erfolgt. Angesichts der Fülle der von ihm begangenen Straftaten sei die Freiheitsstrafe von 20 Monaten als mild zu bezeichnen, so dass sein Verschulden keinesfalls sehr hoch gewesen sein könne. Ausserdem sei die Strafe teilbedingt ausgesprochen worden, was zeige, dass das Gericht von einer günstigen Prognose ausgegangen sei. Bei den ihm zur Last gelegten Straftaten handle es sich nicht um Delikte gegen Leib und Leben oder Betäubungsmitteldelikte, bei denen der Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung Vorrang habe. Dass er gegen das SVG verstossen habe, belege noch lange nicht, dass er Leib und Leben anderer Menschen gefährdet habe. Sodann habe die Vorinstanz für die Bemessung des Verschuldens in willkürlicher Weise auf das Schreiben des Amts für Justizvollzug des Kantons St. Gallen vom 2. Juni 2016 abgestellt, welchem offenbar Probleme im Strafvollzug zugrunde gelegen hätten. Ebenso unzulässig sei es, die im Strafregister nicht mehr ersichtlichen Verurteilungen aus dem Jahr 1995 aufzuführen. Der Beschwerdeführer lebe seit bald 30 Jahren in der Schweiz und sei sehr gut integriert. Seit der Tatbegehung sei zudem einige Zeit verstrichen, in der er sich wohlverhalten habe. Die vor längerer Zeit bezogene Sozialhilfe habe er vollumfänglich zurückerstattet. Angesichts seiner langen Anwesenheit in der Schweiz könne nicht davon ausgegangen werden, dass er sich im Kosovo sozial und beruflich werde integrieren können. Zudem würden seine Ehefrau und das minderjährige Kind in die Armut und Sozialhilfe abrutschen, wenn er seine Rolle als Ernährer nicht mehr wahrnehmen könne. Seine privaten Interessen am Verbleib in der Schweiz würden gegenüber dem öffentlichen Interesse am Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung klar überwiegen.