Citation: 1C_608/2020 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat dargelegt, der Gestaltungsplan konkretisiere die Grundnutzung der in der Zonenplanung ausgeschiedenen und dem Baugebiet zugewiesenen Spezialzone "Bücklihof". Einer speziellen Rechtfertigung, wie sie für die Bewilligung von Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone gemäss Art. 16a RPG verlangt wird, bedarf die vorliegende Sondernutzungsplanung, wie von der Vorinstanz erwogen, nicht. Der Beschwerdeführer stellt insoweit überhöhte Anforderungen an die vorliegende Gestaltungsplanung. Den Beschwerdegegnern ist insofern zuzustimmen, wenn sie vorbringen, der Beschwerdeführer argumentiere nicht stufengerecht. Die Vorinstanz verweist zudem berechtigterweise auf den Planungsbericht, welcher ein Betriebskonzept für das Pferdezentrum enthält. Darin finden sich grundsätzliche Ausführungen zu den Zielsetzungen des Kompetenzzentrums, zu den anzubietenden Dienstleistungen bzw. Produkten, zur erforderlichen Infrastruktur, zur Anzahl Pferde sowie zu den benötigten Personalressourcen. Weiter können auch dem Verkehrsgutachten genügend hinreichende Informationen zur Verkehrsbelastung und zur Erschliessungssituation entnommen werden. Diese Angaben haben es den kantonalen Behörden zusammen mit dem Richtprojekt erlaubt, die involvierten Interessen zu ermitteln, zu beurteilen und die vorgeschriebene Interessenabwägung vorzunehmen. Konkretere Angaben zum Betriebskonzept wie z.B. die definitiven Betriebszeiten oder die definitive Anzahl Mitarbeitende sind auf Stufe des Gestaltungsplans nicht erforderlich. Ein entsprechendes Nutzungskonzept wird erst zusammen mit dem Baugesuch einzureichen sein (vgl. so auch § 9a Abs. 3 BNO). Diesbezüglich ist auch der Verweis des Beschwerdeführers auf BGE 131 II 103 nicht zielführend. Er übersieht, dass die konkreten Umstände nicht vergleichbar sind. Im erwähnten Entscheid ging es um die Änderung eines Gestaltungsplans zur Erweiterung eines grossen Einkaufszentrums und in diesem Zusammenhang insbesondere um die Parkplatzfestlegung. Dieses Projekt unterlag einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), weshalb die zur Emissionsbegrenzung erforderlichen Massnahmen bereits bei der Festsetzung des Sondernutzungsplans verbindlich zu bestimmen waren (E. 3.3 des erwähnten Entscheids). Eine UVP ist vorliegend nicht erforderlich, weshalb auch nicht dieselben Anforderungen an das Richtprojekt gelten.