Citation: 1P.120/2006 23.03.2006 E. 5

Gemäss den obigen Erwägungen ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen. Der Beschwerdeführer stellt ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Die gesetzliche Voraussetzung der finanziellen Bedürftigkeit (Art. 152 OG) hat der Gesuchsteller nachzuweisen oder zumindest ausreichend glaubhaft zu machen (vgl. BGE 125 IV 161 E. 4 S. 164 f.). Der Gesuchsteller ist des Menschenhandels und der Förderung der Prostitution im grossen Stil angeklagt. Ihm und den Mitangeklagten wird vorgeworfen, sie hätten von Dutzenden von Geschädigten monatlich ca. CHF 3'000.-- (für ein möbliertes Zimmer) kassiert und sich an der von ihnen geförderten Prostitution massiv bereichert. Ausserdem habe sich der Gesuchsteller als Wiederverkäufer von Kokain betätigt. Er reicht keinerlei Unterlagen ein (Steuer- oder Sozialversicherungsausweise, Belege der Sozialfürsorgebehörden usw.), die seine blosse Behauptung belegen würden, er sei "mittellos". Bei dieser Sachlage ist die finanzielle Bedürftigkeit des Gesuchstellers nicht ausreichend belegt. Es kann offen bleiben, ob seine Beschwerde darüber hinaus als zum Vornherein aussichtslos anzusehen wäre. Nach dem Gesagten ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen. Auf die Erhebung einer Gerichtsgebühr kann jedoch verzichtet werden. Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (Art. 159 OG).