Citation: 2C_738/2021 E. 4.3.1

4.3.1. Erbrechtlich fallen Freizügigkeitsleistungen analog zu den Leistungen der beruflichen Vorsorge (Säule 2a und 2b) im Grundsatz nicht in den Nachlass und unterliegen auch nicht der Herabsetzung (vgl. BGE 130 I 205 E. 8; 129 III 305 E. 2 f.). Eine (erbrechtliche) Ausschlagung hat daher keinen Einfluss auf den Bestand des Freizügigkeitsleistungsanspruchs (vgl. Urteil 9C_124/2015 vom 19. Oktober 2015 E. 4.4). Wer in den Genuss einer Freizügigkeitsleistung kommt, bestimmt die Begünstigungsregelgung von Art. 15 der Verordnung vom 3. Oktober 1994 über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (Freizügigkeitsverordnung, FZV; SR 831.425; vgl. BGE 129 III 305 E. 3.4). Steht fest, dass eine Leistung einkommenssteuerrechtlich erfasst wird, ist die einschlägige Begünstigungsregelung massgebend (vgl. BGE 131 I 409 E. 5.5.1).