Citation: 5D_134/2022 E. 5

Bereits vor Obergericht hat sich die Beschwerdeführerin gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau vom 15. Dezember 2021 (XBE.2021.60) gewandt. Gemäss den obergerichtlichen Erwägungen brachte sie im Rechtsöffnungsverfahren vor, im genannten obergerichtlichen Verfahren (XBE.2021.60) angekündigt zu haben, dass sie Berufung gegen das in einem Strafverfahren gegen den Beschwerdegegner am 4. Oktober 2021 durch das Bezirksgericht Bülach erlassene Urteil erheben werde, das Obergericht des Kantons Aargau in der Folge aber entschieden habe, ohne die Berufungsankündigung im Zürcher Verfahren zu berücksichtigen, weshalb der Entscheid nichtig sei. Das Obergericht hat dazu erwogen, selbst wenn es zutreffen sollte, dass der Ausgang des Berufungsverfahrens im Strafverfahren gegen den Beschwerdegegner im Kanton Zürich für das obergerichtliche Massnahmeverfahren XBE.2021.60 hätte relevant sein können, was im besagten Entscheid ohnehin in Abrede gestellt wurde, so würde das fehlende Abwarten des Zürcher Verfahrens nicht zur Nichtigkeit des aargauischen Entscheids führen, da kein besonders schwerwiegender Mangel vorliege. Vor Bundesgericht wirft die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang die Frage nach dem Prüfungsumfang des Rechtsöffnungsgerichts auf (vgl. oben E. 3). Sie legt jedoch nicht dar, inwieweit das Obergericht bei der Bestimmung dessen, was im Rahmen eines Rechtsöffnungsverfahrens überprüft werden kann, gegen verfassungsmässige Rechte verstossen haben soll. Im Übrigen hält sie daran fest, dass der Entscheid im Verfahren XBE.2021.60 rechtswidrig und deshalb nichtig sei. Sie könne nicht nachvollziehen, was mit der obergerichtlichen Aussage gemeint sein soll, dass "fehlerhafte Entscheide in der Regel nur anfechtbar sind". Das Obergericht hat ihr den Unterschied zwischen blosser Anfechtbarkeit und Nichtigkeit erläutert und damit dargestellt, dass nicht jede Rechtswidrigkeit zur Nichtigkeit führt. Es stellt keine genügende Auseinandersetzung mit den obergerichtlichen Erwägungen dar, wenn die Beschwerdeführerin dies als nicht nachvollziehbar bezeichnet. Schliesslich legt sie nicht dar, weshalb das Obergericht gegen verfassungsmässige Rechte verstossen haben soll, indem es den Entscheid vom 15. Dezember 2021 im Verfahren XBE.2021.60 nicht als nichtig erachtet hat.