Citation: 5A_182/2017 E. 3.3.4

3.3.4. Nach alledem wird sich das Obergericht zunächst mit der Frage auseinandersetzen müssen, welcher Gütermasse die einzelnen Vermögenswerte der Beschwerdegegnerin, insbesondere die fraglichen Bankguthaben zuzuordnen sind. Steht die güterrechtliche Zuordnung aller im Zeitpunkt der Auflösung des Güterstands vorhandenen Vermögenswerte der Beschwerdegegnerin - gegebenenfalls nach Massgabe von Art. 200 Abs. 3 ZGB - fest, wird in einem zweiten Schritt zu klären sein, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die fraglichen Bankkonten mit denjenigen Mitteln gespeist wurden, die gemäss dem Ehevertrag vom 15. November 2007 als vorhandene Eigengüter der Beschwerdegegnerin gelten (s. E. 3.2). Nur wenn sich herausstellt, dass dies der Fall ist, greift die natürliche Vermutung, dass die Ehegatten zur Deckung der laufenden Bedürfnisse der ehelichen Gemeinschaft die Substanz ihres Eigenguts nicht anzehren. Zu Recht verweist der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auf die Literaturstelle, wonach es am einzelnen Ehegatten liegt, im Laufe der Ehe aufgrund entsprechender Beweismittel dafür zu sorgen, dass er später im Streit um die güterrechtliche Auseinandersetzung den Nachweis von Eigengut erbringen kann (HEINZ HAUSHEER, Das Volljährigkeitsalter von Art. 8 ZGB im neuen Umfeld, in: ZBJV 150/2014, S. 213). Mit diesen Vorgaben ist die Sache zur ergänzenden Feststellung des Sachverhalts und zu neuem Entscheid an das Obergericht zurückzuweisen.