Citation: 6B_608/2023 E. 1.5.2

1.5.2. Ein Geständnis kann bei der Beurteilung des Nachtatverhaltens zugunsten des Täters berücksichtigt werden, wenn es auf Einsicht in das begangene Unrecht oder auf Reue schliessen lässt oder der Täter zur Tataufdeckung über seinen eigenen Tatanteil hinaus beiträgt (BGE 121 IV 202 E. 2d; Urteile 6B_199/2022 vom 25. April 2022 E. 4.3.6; 6B_296/2017 vom 28. September 2017 E. 6.3 mit Hinweisen). Hat ein Geständnis die Strafverfolgung nicht erleichtert oder ist der Täter nur aufgrund einer erdrückenden Beweislage oder gar erst nach Ausfällung des erstinstanzlichen Urteils geständig geworden, ist auf eine Strafminderung zu verzichten (Urteile 6B_199/2022 vom 25. April 2022 E. 4.3.6; 6B_296/2017 vom 28. September 2017 E. 6.3; je mit Hinweisen).