Citation: 8C_330/2017 E. 4.2

4.2. Der Suva-MV sind in der Fallführung keine Versäumnisse vorzuwerfen. Der Beschwerdeführer wurde während seiner langjährigen komplexen Leidensgeschichte, welche immer wieder von neu auftretenden Heilbehandlungsphasen geprägt war, wiederholt sehr eingehend spezialmedizinisch untersucht und begutachtet. Mit Schreiben vom 24. Mai 2013 kündigte die Beschwerdegegnerin dem Rechtsvertreter des Versicherten die Einleitung einer umfassenden medizinischen Revisionsbegutachtung an und stellte ihm den Fragenkatalog zu. Hiegegen liess der Beschwerdeführer einwenden, es sei zu einer erneuten Verschlechterung seines Gesundheitszustandes mit Behandlungsbedürftigkeit gekommen. Es handle sich dabei um ein labiles Geschehen. Er beantrage deshalb, die beabsichtigte Begutachtung aufzuschieben. Die Suva-MV hielt gestützt auf die Einschätzung des Kreisarztes Dr. med. D.________ an der geplanten Begutachtung fest und gewährte dem Versicherten auf dessen ausdrücklichen Wunsch hin nochmals die Gelegenheit, Ergänzungsfragen zu stellen. Ohne von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen und ohne Einwände gegen das geplante Vorgehen zu erheben, veranlasste die Beschwerdegegnerin am 5. September 2013 wie angekündigt bei den Dres. med. E.________ und C.________, die entsprechenden fachärztlichen Begutachtungen. Diese Abklärungen waren im November/Dezember 2013 noch im Gange, als der Beschwerdeführer die Verfügung der Suva-MV vom 5. November 2013 (vgl. dazu auch E. 3.1 hievor) unangefochten in Rechtskraft erwachsen liess. Fest steht und unbestritten ist, dass das Gutachten des Dr. med. C.________ vom 30. April 2014 erst am 26. Mai 2014 bei der Beschwerdegegnerin eintraf. Der Orthopäde ging davon aus, dass von weiteren Heilbehandlungsmassnahmen - insbesondere ausdrücklich auch von einer Amputation - keine garantierte Beschwerdefreiheit erwartet werden könne, zumal chronische Phantomschmerzen nicht auszuschliessen seien. Nach Überprüfung der medizinischen Aktenlage durch Dr. med. D.________ vom 27. Juni 2014 kündigte die Suva-MV dem Versicherten mit Vorbescheid vom 6. August 2014 die revisionsweise Aufhebung der 62%-igen Invalidenrente per 31. Juli 2014 und die unbefristete Ausrichtung einer 100%-igen Invalidenrente ab 1. August 2014 an. Hiegegen liess er innert gesetzter und auf Gesuch hin erstreckter Frist vor Verfügungserlass keine Einwände erheben.