Citation: 2C_1116/2018 E. 4.3

4.3. Die Zuständigkeit für die Erteilung eines "Rulings" liegt bei der Veranlagungsbehörde, bezüglich der direkten Bundessteuer also bei jener kantonalen Verwaltung für die direkte Bundessteuer, welche die Steuer veranlagt (BGE 141 I 161 E. 3.2 S. 165 mit Hinweisen; Urteil 2C_151/2017, 2C_152/2017, 2C_178/2017, 2C_179/2017 vom 16. Dezember 2019 E. 2.3.1, zur Publikation vorgesehen; Urteil 2C_529/2014 vom 24. August 2015 E. 3.2, in: StR 70/2015, S. 900). Für die Veranlagung juristischer Personen, die aufgrund persönlicher Zugehörigkeit (vgl. dazu hinten E. 7.1) der direkten Bundessteuer unterworfen sind, sieht Art. 105 Abs. 3 DBG vor, dass die Veranlagungszuständigkeit jenem Kanton zufällt, in welchem die juristische Person am Ende der Steuerperiode oder Steuerpflicht ihren Sitz oder den Ort ihrer tatsächlichen Verwaltung hat. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind "Rulings" betreffend die direkte Bundessteuer für die ESTV grundsätzlich auch dann verbindlich, wenn sie ohne Kenntnis dieser Bundesbehörde durch die dafür zuständige kantonale Steuerbehörde (bzw. der kantonalen Ver waltung für die direkte Bundessteuer) gegengezeichnet worden sind (BGE 141 I 161 E. 3.4 und E. 3.5 S. 166 ff.).