Citation: C 14/04 31.05.2006 E. A

Am 4. März 2003 meldete sich die 1946 geborene R.________ bei der Arbeitslosenversicherung zur Arbeitsvermittlung und zum Taggeldbezug an, da ihr Ehegatte aus gesundheitlichen Gründen kein Einkommen mehr erzielen konnte. In ihrem Antrag auf Arbeitslosenentschädigung gab sie an, dass ihr letztes Arbeitsverhältnis eine selbstständige Erwerbstätigkeit im Ausland gewesen sei. Wegen am 25. Februar 2002 akut gewordener Rückenbeschwerden infolge Erkrankung an einer Diskushernie war der Ehemann am 17. März 2002 in die Schweiz gereist, um sich einer Rückenoperation zu unterziehen. R.________, welche seit September 1993 mit ihrem Ehegatte in Spanien gelebt hatte, zog am 12. Juni 2002 auf Grund des Gesundheitszustandes ihres Ehemannes endgültig in die Schweiz zurück. Mit Verfügung vom 2. April 2003 lehnte die Arbeitslosenkasse SMUV (heute: Unia Arbeitslosenkasse) den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab, da R.________ in der Schweiz kein beitragspflichtiges Arbeitsverhältnis gehabt hatte. Die dagegen erhobene Einsprache, womit geltend gemacht wurde, das Ereignis der Invalidität liege weniger als ein Jahr seit der Anmeldung bei der Arbeitslosenkasse zurück, da der Ehemann den Antrag auf eine Invalidenrente per 21. November 2002 gestellt habe, wies die Kasse mit Einspracheentscheid vom 23. Juni 2003 ab. Sie befand, massgebend sei der Umstand, dass die gesundheitliche Einschränkung des Ehegatten mehr als ein Jahr zurückliege, weshalb die Voraussetzungen zur Beitragsbefreiung nicht erfüllt seien. Ob R.________ als Selbstständigerwerbende oder als Nichterwerbstätige in Spanien geweilt habe, spiele für die Beurteilung des Anspruchs keine Rolle, weshalb auf diesen Punkt nicht weiter einzugehen sei.