Citation: 8C_793/2018 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführer übersieht, dass gemäss dem von ihm angerufenen Urteil 8C_410/2013 vom 15. Januar 2014 (publiziert in: SZS 2014 S. 375) die Einreichung einer umfassenden medizinischen Aktenbeurteilung, die ohne Mitwirkung der versicherten Person abgefasst wird, grundsätzlich zulässig ist, wenn sie - wie vorliegend - keine namhafte zeitliche Verzögerung verursacht und der Gegenpartei zugestellt wird. Sodann ist nicht ersichtlich, dass die Suva mit der im kantonalen Beschwerdeverfahren eingereichten neurochirurgischen Beurteilung des PD Dr. med. E.________ und der Prof. Dr. med. F.________ vom 20. September 2017 die mangelhafte Beurteilungsgrundlage des Verwaltungsverfahrens kompensieren wollte. Das vom Beschwerdeführer zitierte Urteil 9C_575/2009 vom 6. November 2009 E. 3.2.2.2 ist nicht einschlägig. Das Bundesgericht hat darin einzig erwogen, dass Zweifel an der Unparteilichkeit des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) bestanden, weil dessen Stellungnahme erst nach Erhebung der Beschwerde der versicherten Person von der IV-Stelle eingeholt worden war und damit nicht in erster Linie der Abklärung des medizinischen Sachverhalts, sondern der Untermauerung des mit Beschwerde angefochtenen, im Verwaltungsverfahren mangelhaft abgeklärten Standpunkts der IV-Stelle diente. Hiegegen hat die Suva im vorliegenden Fall einzig aufgrund der Vorbringen in der kantonalen Beschwerde des Versicherten eine Überprüfung der medizinischen Aktenbeurteilungen des Kreisarztes Dr. med. D.________ vom 14. Oktober und vom 19. Dezember 2016 eingeholt. Prozessrechtlich betrachtet ist daher nicht ersichtlich, weshalb die von der Suva mit Replik im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Stellungnahme des PD Dr. med. E.________ und der Prof. Dr. med. F.________ vom 20. September 2017 eine reine Parteibehauptung darstellen soll.