Citation: 8C_714/2018 E. 4.4.3

4.4.3. Die Beschwerdeführerin macht gestützt auf die Rechtsprechung (Urteil 8C_320/2007 vom 7. Dezember 2007 und RKUV 2000 Nr. U 366 S. 92, U104/99) geltend, bei einem stabilen Gesundheitszustand würden dauerhafte Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit es rechtfertigen, von einer versicherten Person zu verlangen, sich beruflich neu zu orientieren und die Arbeitskraft den verbleibenden Fähigkeiten entsprechend auszuschöpfen. Abgesehen davon, dass nicht von einem stabilen Gesundheitszustand auszugehen ist (E. 4.3 hievor), sind die von der Visana zitierten Urteile nicht einschlägig. Denn die Versicherte hat - im Gegensatz zu den Sachverhalten, welche den beiden Urteilen zu Grunde lagen - ihre unfallbedingt eingeschränkte Restarbeitsfähigkeit von 50% bis zur strittigen Taggeldeinstellung am 31. Juli 2017 ununterbrochen im ungekündigten angestammten Arbeitsverhältnis verwertet. Der Arbeitgeberin und der Beschwerdeführerin war spätestens seit Herbst 2015 bekannt, dass die Invalidenversicherung den Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen prüfte. Dennoch ist nach Aktenlage unklar, ob die Versicherte die 50%-ige Restarbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit nur dank Anpassungen des Anforderungsprofils seitens der Arbeitgeberin zu verwerten vermochte. Jedenfalls steht fest, dass die Versicherte gestützt auf die Angaben ihres behandelnden Knieorthopäden mit Blick auf dessen Berichte vom 3. November 2016 sowie vom 10. und 24. Mai 2017 begründete Hoffnung auf eine weitere namhafte Besserung ihres Gesundheitszustandes haben durfte. Basierend auf dem hier massgebenden, bis zum Erlass des Einspracheentscheides vom 9. August 2017 verwirklichten Sachverhalt (vgl. E. 4.3 hievor) ist nicht ersichtlich und wird von der Visana auch nicht geltend gemacht, dass Letztere die Übernahme des vom Knieorthopäden in den genannten Berichten konkret angebotenen operativen Eingriffs rechtsverbindlich abgelehnt hätte.