Citation: 6B_1300/2020 E. 3.3.4

3.3.4. Um eine Vollstreckungsprognose i.S.v. aArt. 41 Abs. 1 StGB stellen zu können, muss vorab die voraussichtliche Geldstrafe in den Grundzügen feststehen. Wenn die konkrete Vollstreckungsprognose ungünstig ausfällt, ist auf eine kurze unbedingte Freiheitsstrafe zu erkennen (vgl. BGE 134 IV 60 E. 8.2). Die Möglichkeit, ausnahmsweise eine unbedingte Freiheitsstrafe von weniger als sechs Monaten zu verhängen, ist in den Fällen gerechtfertigt, in denen gewährleistet werden muss, dass der Staat seinen Strafanspruch durchsetzen kann (vgl. BGE 134 IV 60 E. 8.2; Urteile 6B_125/2018 vom 14. Juni 2018 E. 1.3.2; 6B_118/2017 vom 14. Juli 2017 E. 4.2.1; je mit Hinweis).