Citation: I 294/04 11.04.2006 E. 3

Das IVG beruht auf dem Konzept des leistungsspezifischen Invaliditätsfalles (BGE 126 V 242 Erw. 4). Im Bereich der beruflichen Eingliederungsmassnahmen (Art. 15 ff. IVG) bedeutet dies u.a., dass ein Anspruch auf erstmalige berufliche Ausbildung besteht, wenn der versicherten Person aus Gründen eines bleibenden oder längere Zeit dauernden Gesundheitsschadens, somit invaliditätsbedingt, in wesentlichem Umfang zusätzliche Kosten entstehen (Art. 16 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 IVV). Basis für die Ermittlung allfälliger invaliditätsbedingter Mehrkosten bilden die Aufwendungen, die Nichtbehinderten für die Erreichung des gleichen Berufsziels entstehen und zwar unabhängig davon, ob die Versicherte ohne Invalidität möglicherweise einen anderen (kürzeren und kostengünstigeren) Ausbildungsweg beschritten hätte (Art. 5 Abs. 3 IVV; AHI 1997 S. 158 Erw. 2).