Citation: 9C_626/2023 E. 6.1

6.1. Ebenfalls gestützt auf die Erläuterungen der ABI-Gutachter wurden die im Aufgabenbereich Haushalt bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin vorinstanzlich auf 15 % beziffert. Da sich der von der Beschwerdegegnerin veranlasste Abklärungsbericht Haushalt vom 2. November 2020 nicht abschliessend zu den entsprechenden Einschränkungen geäussert (sondern explizit eine medizinische Abklärung empfohlen) habe und keine Anzeichen bestünden, dass sich die Experten der ABI nicht regelkonform mit der Thematik befasst hätten, erweise es sich, so die Begründung des kantonalen Gerichts, als sachgerecht, diesbezüglich auf deren Einschätzung abzustellen. Insbesondere werde darin mittels eines 15 %igen Abschlags vom aus rein krankheitsbedingter Optik auch in diesem Tätigkeitsfeld auf 30 % veranschlagten verminderten Rendement dem Grundsatz Rechnung getragen, dass, falls die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltsarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen könne, sie im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen - hier des eine Invalidenrente beziehenden Ehemanns - in Anspruch nehmen müsse. Letztere gehe, wie die Rechtsprechung erkannt habe (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil 8C_583/2023 vom 27. Februar 2024 E. 2.3.1), weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung.