Citation: 8C_489/2021 E. 8

Da zusammenfassend ein Berufswechsel bzw. eine Anpassung der Arbeitstätigkeit nach Massgabe der gesundheitlichen Einschränkungen unter dem Titel der Schadenminderungspflicht ab Antritt der Stelle bei der B.________ AG am 1. November 2018 als geboten vorausgesetzt werden muss, richtet sich der Taggeldanspruch für diese Zeit nach der Höhe des Restschadens. Für den Zeitraum vom 1. November 2018 bis 31. Januar 2019 ist nicht auf die Arbeitsfähigkeit in der neuen Beschäftigung, sondern auf die wegen des gebotenen Berufswechsels bzw. wegen der Funktionsanpassung resultierende Einkommensdifferenz abzustellen (vgl. Urteil 8C_889/2014 vom 23. Februar 2015 E. 4.2.4). Der für die Bemessung des Taggeldes massgebende Arbeitsunfähigkeitsgrad entspricht daher der Differenz zwischen dem Einkommen, das ohne Unfall im bisherigen Beruf verdient werden könnte, und dem Einkommen, das in der neuen Tätigkeit zumutbarerweise zu erzielen wäre (E. 5 hiervor mit Verweis auf die in BGE 114 V 281 E. 3c erläuterte Berechnungsmethode). Die Sache ist deshalb an den Unfallversicherer zurückzuweisen, damit er prüfe, ob und in welchem Ausmass der Beschwerdegegner ab 1. November 2018 bis 31. Januar 2019 Arbeit geleistet hat und leisten konnte. Hernach wird er die Taggeldleistungen nach Massgabe des Restschadens gemäss BGE 114 V 281 E. 3c zu berechnen haben. Die Vorinstanz hat die Überentschädigungsberechnung nach Art. 69 ATSG zufolge Zusammentreffens der Taggelder mit Rentenleistungen der Invalidenversicherung vom hier gegebenen Streitgegenstand ausgenommen, ohne dass in diesem Zusammenhang eine Bundesrechtswidrigkeit ersichtlich wäre. Ob mit Blick auf den bis Ende Oktober 2018 zuerkannten Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung und die Taggeldleistungen eine Überentschädigung besteht, wird sich im Rahmen der betreffenden (intersystemischen) Koordination (vgl. Art. 68 f. ATSG) zeigen. Dabei sei bezüglich der Anrechnung des tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens an dieser Stelle immerhin auf Art. 51 Abs. 3 UVV verwiesen.