Citation: 4A_536/2021 E. B

B.a. Am 15. Mai 2017 reichte der Kläger beim Bezirksgericht Visp eine Teilklage ein und beantragte, die Beklagte sei kostenfällig zu verpflichten, ihm eine Genugtuung von Fr. 25'200.-- zzgl. Zins von Fr. 4'800.-- zu bezahlen (Ziff. 1). Weiter sei davon Vormerk zu nehmen, dass es sich beim vorstehenden Antrag um eine Teilklage handle und er sich vorbehalte, weiteren Schadenersatz inkl. Zins auf Schaden und Genugtuung zu fordern (Ziff. 2). Mit Urteil vom 14. Januar 2020 wies das Bezirksgericht die Klage ab und auferlegte dem Kläger die Prozesskosten. Es erwog, zwar habe die fehlende Abdeckung der Arbeitsgrube ein Werkmangel i.S.v. Art. 58 OR dargestellt. Unmittelbarer Anlass des Sturzes sei jedoch nicht die Beschaffenheit der Grube gewesen, sondern das unachtsame Verhalten des Klägers. Dieser habe den Mangel überhaupt erst veranlasst, indem er das Pistenfahrzeug habe zurückfahren lassen, das bei seinem Eintreffen in der Werkstatt die Arbeitsgrube bedeckt habe. Da der Kläger den Mangel weder selbst beseitigt habe noch habe beseitigen lassen, sei die Beklagte wegen seines groben Selbstverschuldens und Handelns auf eigene Gefahr des Klägers von der Ersatzpflicht befreit. B.b. Gegen dieses Urteil erhob der Kläger am 13. Februar 2020 beim Kantonsgericht des Kantons Wallis Berufung mit den Anträgen, das Urteil des Bezirksgerichts aufzuheben und ihm die erstinstanzlich geforderten Geldbeträge kostenfällig zuzusprechen. Mit Urteil vom 6. Oktober 2020 hiess das Kantonsgericht die Berufung gut. Es hielt fest, die Beklagte hafte für die Folgen des Sturzes mit einer Haftungsquote von 50 % und wies die Sache zur Bestimmung einer allfälligen Genugtuung an die Vorinstanz zurück. Im Unterschied zum Bezirksgericht erachtete das Kantonsgericht das Selbstverschulden des Klägers nicht als derart gravierend, dass dadurch der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Werkmangel und dem Schaden unterbrochen worden wäre. Es kürzte jedoch die Haftungsquote der Beklagten in Anwendung von Art. 44 Abs. 1 OR um 50 %. Gegen das Urteil des Kantonsgericht erhob die Beklagte am 9. November 2020 Beschwerde in Zivilsachen und subsidiäre Verfassungsbeschwerde beim Bundesgericht. Mit Urteil 4A_586/2020 vom 26. November 2020 trat dieses auf die Beschwerden nicht ein, da es sich beim Urteil des Kantonsgerichts um einen selbständig eröffneten Zwischenentscheid handle und sich die Beklagte nicht zu den Eintretensvoraussetzungen nach Art. 93 Abs. 1 BGG geäussert habe und deren Vorliegen auch nicht offensichtlich ins Auge springe. B.c. Mit Urteil vom 7. September 2021 verpflichtete das Bezirksgericht Visp die Beklagte zur Zahlung einer Genugtuung von Fr. 3'800.-- sowie aufgelaufenen Genugtuungszinsen von Fr. 4'394.20. Soweit weitergehend, wies es die Klage ab.