Citation: 2C_295/2014 E. 5.2

5.2. Soweit sich der Beschwerdeführer auf BGE 139 I 145 beruft, verkennt er, dass der Sachverhalt im zitierten Fall nicht mit dem vorliegenden vergleichbar ist. BGE 139 I 145 betraf einen Ausländer, der nur einmal strafrechtlich verurteilt worden war, während im vorliegenden Fall gegen den Beschwerdeführer nicht nur mehrere strafrechtliche Verurteilungen ergangen sind, sondern auch eine ausländerrechtliche Verwarnung ausgesprochen wurde. Auch die verhängte Freiheitsstrafe war im genannten Entscheid niedriger (zwei Jahre) als im vorliegenden Fall (drei Jahre). Schliesslich ist auch zu beachten, dass im zitierten Entscheid der schweizerischen Ehefrau eine Ausreise nach Afghanistan angesichts der dort herrschenden desolaten humanitären Situation und der existenzbedrohenden Sicherheitslage nicht zuzumuten war. Gerade mit Blick auf die Interessenlage der Ehefrau und der Kinder unterscheidet sich der vorliegende Fall grundlegend vom zitierten Entscheid: Die (heute 27-jährige) eingebürgerte Ehegattin des Beschwerdeführers stammt wie er selbst aus Mazedonien, wo sie bis zu ihrem 13. Lebensjahr gelebt hat. Gemäss den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen kehrt auch sie regelmässig dorthin zurück. Eine Übersiedlung nach Mazedonien würde sie nicht aus ihrem beruflichen Umfeld reissen, da sie keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. In Anbetracht dieser Umstände kann es ihr zugemutet werden, ihrem Ehemann ins Heimatland zu folgen. Auch den beiden Kindern des Ehepaares ist eine Übersiedlung zuzumuten, da sie noch in einem anpassungsfähigen Alter sind. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - und im Unterschied zu BGE 139 I 145 - ist somit nicht davon auszugehen, dass seine Wegweisung zwangsläufig die Trennung der Familie zur Folge hätte und die Ehefrau die Kinder allein grossziehen müsste. Selbst wenn die Ehefrau mit den Kindern in der Schweiz bleiben würde, wäre es der Familie immer noch möglich, besuchsweise den Kontakt aufrechtzuerhalten, was - wiederum im Unterschied zu BGE 139 I 145 - aufgrund der geografischen Entfernung zwischen beiden Ländern nicht unzumutbar erscheint.