Citation: 5A_1022/2019 E. 4

Ausserdem bringt der Beschwerdeführer vor, Art. 8 BV sei verletzt, da die Lasten unter den Eltern ungleich verteilt worden seien und er als Mann bzw. Vater diskriminiert werde. Art. 8 BV hat keine unmittelbare Drittwirkung in den Beziehungen zwischen Privatpersonen. Indessen sind bei der Auslegung der Vorschriften des Zivilrechts die besonderen Anforderungen zu berücksichtigen, die sich aus den Grundrechten ergeben (BGE 137 III 59 E. 4.1 S. 61 f.). Allerdings setzt dies voraus, dass sich der Beschwerdeführer konkret mit den zivilrechtlichen Normen auseinandersetzt und nicht einfach abstrakt auf Grundrechte beruft (vgl. BGE 107 Ia 277 E. 3a S. 280 f.; 143 I 217 E. 5.2 S. 219; Urteile 5P.40/2003 vom 27. Mai 2003 E. 4; 5D_8/2016 vom 3. Juni 2016 E. 3; 5A_362/2016 vom 20. Februar 2017 E. 6.3; 5A_252/2017 vom 21. Juni 2017 E. 5; 5A_98/2016 vom 25. Juni 2018 E. 3.3). Die Frage der Ausgestaltung des Unterhaltsrechts wird in Art. 125 ZGB (nachehelicher Unterhalt) bzw. Art. 276 ff. ZGB (Kindesunterhalt) geregelt. Soweit der Beschwerdeführer pauschal eine Verletzung von Art. 8 BV geltend macht, zeigt er nicht auf, inwiefern die genannten Bestimmungen mit dem übergeordneten Verfassungsrecht unvereinbar wären bzw. sich aus diesen abstrakten Normen weitergehende Ansprüche als aus den konkretisierenden Gesetzesregelungen ableiten liessen. Auf die Verfassungsrüge ist nicht einzugehen.