Citation: 8C_279/2008 25.09.2008 E. 4

Die Vorinstanz hat in einlässlicher und überzeugender Würdigung der medizinischen Akten, insbesondere der Berichte der Rehaklinik Z.________ vom 30. März 2004, des Dr. med. D.________, Facharzt für Neurologie, vom 21. Juni 2004 und 15. Dezember 2003, des Kreisarztes vom 20. Mai 2005 und des Dr. med. B.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, vom 3. Oktober 2007 in für das Bundesgericht verbindlicher Weise (E. 1) festgestellt, dass die Versicherte im Wesentlichen an einer somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F 45.4) leidet, und gestützt auf den Bericht des Dr. med. B.________ vom 3. Oktober 2007 die Voraussetzungen der ausnahmsweisen Bejahung der Unüberwindbarkeit der willentlichen Schmerzüberwindung verneint. Daran ändern auch die Vorbringen der Versicherten nichts: Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Berichten der behandelnden Ärzte Dr. med. E.________ und Dr. med. U.________ nicht das gleiche Gewicht einräumte wie denjenigen der übrigen Ärzte; auf Grund der unterschiedlichen Natur von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag wird ein Administrativgutachten nicht allein schon deshalb in Frage gestellt, weil die Gutachter zu einem anderen Ergebnis als die behandelnden Ärzte kommen (Urteil 9C_176/2008 vom 19. Juni 2008, E. 3 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat auch zu Recht nicht auf das Gutachten des Dr. med. M.________ vom 6. Juni 2007 abgestellt, da dieses den - sozialversicherungsrechtlich nicht massgeblichen - psychosozialen Belastungsfaktoren grosses Gewicht beimisst und die erforderliche Komorbidität von erheblicher Schwere nicht nachweist (BGE 130 V 352 E. 2.2.3 S. 353). Nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag die Versicherte mit ihrem Vorbringen, sie habe bei ihren Unfällen ein Schleudertrauma resp. ein mildes Hirntrauma erlitten. Dies mag im Rahmen der Adäquanzprüfung bei der Unfallversicherung eine Rolle spielen, ist jedoch vorliegend unbeachtlich. Denn erforderlich ist im Rahmen der Invalidenversicherung allein, dass ein massgeblicher Gesundheitsschaden vorliegt. Die von der Versicherten geschilderten Beschwerden sind denn auch von allen Ärzten festgehalten und in die Beurteilung des Gesundheitszustandes miteinbezogen worden; es liegen jedoch unterschiedliche Beurteilungen über die Auswirkungen des letztlich unbestrittenen Gesundheitszustandes vor. Für die Beurteilung des Gesundheitsschadens und der Zumutbarkeit bei somatoformen Schmerzstörungen ist das in BGE 130 V 352, 130 V 396 und 131 V 49 Gesagte massgeblich. So hat Dr. med. B.________ in seiner Stellungnahme vom 3. Oktober 2007 überzeugend dargelegt, weshalb die sogenannten Foersterkriterien (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50) nicht erfüllt sind und insbesondere auch unter Berücksichtigung der beiden Vorfälle in den Jahren 1999 und 2001 keine Komorbidität von erheblicher Schwere gegeben ist. Schliesslich ist auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz angesichts der umfangreichen medizinischen Akten im Rahmen der antizipierten Beweiswürdigung (SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27 E. 4b mit Hinweisen) von weiteren medizinischen Abklärungen abgesehen hat. Sie hat demnach die Ablehnung des Leistungsbegehrens durch die IV-Stelle zu Recht bestätigt.