Citation: 1C_79/2022 E. 6.1

6.1. Nachträgliche Baugesuche sind grundsätzlich nach dem zur Zeit der (unbewilligten) Ausführung des Bauvorhabens anwendbaren Recht zu beurteilen, es sei denn, die Baute könne nach dem im Zeitpunkt des Entscheids geltenden "milderen" Recht bewilligt werden (BGE 123 II 248 E. 3a/bb mit Hinweis; Urteil 1C_22/2019 vom 6. April 2020 E. 8.1 f. mit Hinweisen auf hier nicht anwendbare Ausnahmen und auf die mit dieser Rechtsprechung einhergehenden praktischen Probleme). Die heute geltenden Absätze 2 bis 5 von Art. 24c RPG sind am 1. November 2012 in Kraft getreten. Das Verwaltungsgericht hat keine Feststellungen zum genauen Erstellungszeitpunkt der unbewilligten Gartengestaltungselementen getroffen. Gemäss Angaben der Beschwerdeführerin sind einige Elemente vor dem 1. November 2012 erstellt worden, andere wiederum erst danach. Ob vorliegend altes oder neues Recht anzuwenden ist, kann an dieser Stelle jedoch offenbleiben, da die für die Beurteilung des vorliegenden Falles massgeblichen Bestimmungen unverändert geblieben sind (vgl. nachfolgend E. 6.2).