Citation: 5A_85/2019 E. 3.3

3.3. Nach dem allgemeinen Grundsatz werden Verfahrensvorschriften mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes auf hängige Verfahren anwendbar; dieser Grundsatz wird für das SchKG in Art. 2 Abs. 1 der Schlussbestimmungen der Änderung vom 16. Dezember 1994 kodifiziert (Botschaft vom 8. Mai 1991 über die Änderung des SchKG [SchKG-Revision], BBl 1991 III 196 Ziff. 214; D. STAEHELIN, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, N. 1, 9 zu Art. 2 SchlB SchKG). Geht es um eigentliche materiellrechtliche Regelungen, kommen die allgemeinen Bestimmungen über das intertemporale Recht gemäss Art. 1-4 SchlT ZGB zur Anwendung, soweit kein reines Verfahrensrecht in Frage steht und die Schlussbestimmungen zum SchKG nichts anderes vorsehen (LORANDI/ SCHWANDER, Intertemporales Recht und Übergangsbestimmungen im revidierten Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz, AJP 1996 S. 1467).