Citation: 8C_157/2015 E. 6.1

6.1. Das kantonale Gericht hat erwogen, grundsätzlich werde dem Prinzip, wonach die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit massgeblich sei, Genüge getan, indem gemäss Art. 11 Abs. 3 und Art. 12 Abs. 1 aPVR e contrario auf die Steuerwerte der rechtskräftigen Steuerveranlagung der vorletzten Steuerperiode abgestellt werde. Vorbehalten blieben aber Sonderfälle gemäss Art. 12 aPVR. Im vorliegenden Fall habe sich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführer im Jahr 2011 im Vergleich zum Jahr 2010 nicht wesentlich geändert. Dementsprechend habe die Steuerveranlagung für 2011 gegenüber derjenigen für 2010 keine Änderung erfahren. Bei der Prämienverbilligung gehe es indessen um das Jahr 2013. Wolle man dem Grundsatz der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Rechnung tragen, spiele der Verlust aus früherer selbstständiger Erwerbstätigkeit keine Rolle mehr. Die Vorinstanz schliesst damit auf einen Sonderfall im Sinne von Art. 12 Abs. 2 aPVR, indem sie für die Prämienverbilligung im Jahr 2013 auf die für dieses Jahr ausgewiesene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit abstellt und den in der Steuerveranlagung 2011 angerechneten Verlustvortrag nicht berücksichtigt.