Citation: 2C_266/2022 E. 4.3.5

4.3.5. Mit Blick auf den Sinn und Zweck der Regelung in Art. 56 VIL weist die Vorinstanz zutreffend darauf hin, dass diese die bewilligungsfreie Benutzung von Spitallandestellen ohne zeitliche, räumliche und zahlenmässige Einschränkungen zulässt. Die Spitallandestellen seien jedoch häufig in dicht besiedeltem Gebiet gelegen, womit eine Vielzahl von Anwohnerinnen und Anwohnern von den durch die Helikopterflüge verursachten Lärmemissionen betroffen seien. Es ist der Vorinstanz zuzustimmen, wenn sie erwägt, die grundsätzlich liberal ausgestaltete Regelung von Art. 56 VIL sei vor diesem Hintergrund restriktiv anzuwenden (vgl. E. 4.6.5 des angefochtenen Urteils). Nur dadurch kann dem öffentlichen Interesse am Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor der vermeidbaren Lärmbelastung Rechnung getragen werden, zumal darüber hinaus keine bundesrechtlichen Lärmschutzvorschriften zur Anwendung gelangen würden (vgl. auch Art. 36 ff. VIL). Nach dem Dargelegten ruft die teleologische Auslegung danach, dass die Benutzung der Spitallandestellen zumindest im direkten Zusammenhang zu einer Hilfeleistung stehen, während diese ansonsten uneingeschränkt benützt werden dürfen. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach das Bundesamt mangels entsprechendem Fachwissen im Einzelfall gar nicht beurteilen könne, ob die Aussenlandung einen unmittelbaren Bezug zu einer Hilfeleistung habe, lässt ausser Acht, dass vorliegend nicht einzelne Aussenlandungen zu beurteilen sind, sondern täglich stattfindende Bereitstellungsflüge als solche. Diese Bereitstellungsflüge finden zunächst unabhängig davon statt, ob während des Tages letztlich eine Hilfeleistung vollbracht wird. Insofern sind auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin zur Definition der Helicopter Emergency Medical Services (HEMS) nicht von Belang.