Citation: 2C_106/2017 E. 4.2

4.2. Spezifische persönliche Umstände, die einer Ausreise des Beschwerdeführers entgegenstehen würden, liegen nicht vor: Dieser hat seine Kindheit und die ersten Schuljahre in seiner Heimat verbracht. Es trifft zu, dass er sich schon seit langer Zeit - nunmehr rund 25 Jahre - in der Schweiz aufhält; eine Ausreise wäre für ihn sicher mit einer besonderen Härte verbunden. Allerdings muss ihm aufgrund der Delinquenz die soziale Integration in der Schweiz abgesprochen werden. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht kann er nicht als erfolgreich integriert bezeichnet werden. Zwar ist ihm zugute zu halten, dass er seit zwei Jahren eine Erwerbstätigkeit ausübt; in der Vergangenheit ging er jedoch offenbar längere Zeit keiner geregelten Arbeit nach. Von einer beruflichen Verankerung in der Schweiz kann daher nicht gesprochen werden. Den Kontakt zu seinem Heimatland Mazedonien hat er nicht abgebrochen. Zudem ist er mit einer im Heimatland sozialisierten Landsfrau verheiratet. Zwar leben seine Eltern in der Schweiz. Ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis zu ihnen, welches seine Anwesenheit in der Schweiz erforderlich machen würde, ist jedoch nicht dargetan. Andere vertiefte soziale Bindungen zur Schweiz, die eine Ausreise unzumutbar erscheinen liessen, sind nicht ersichtlich. Seine beruflichen Perspektiven in Mazedonien mögen zweifelsohne beschränkter sein als in der Schweiz, jedoch lässt allein der Umstand, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse bzw. die Arbeitsmöglichkeiten in der Schweiz besser sind als in Mazedonien eine Ausreise nicht als unzumutbar erscheinen. Wie die Vorinstanz zudem zutreffend ausführt, sind die von ihm hier ausgeübten unterschiedlichen Tätigkeiten als Elektrohelfer, Gemüsegärtner, Staplerfahrer, Chauffeur, Lagerist oder Sanitär nicht an die Schweiz gebunden und können auch im Heimatland ausgeübt werden. Insgesamt stehen einer sozialen und wirtschaftlichen Wiedereingliederung des Beschwerdeführers keine unüberwindlichen Hindernisse entgegen. In Anbetracht aller Umstände erweist sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung als verhältnismässig. Eine erneute Verwarnung anstelle des Widerrufs fällt ausser Betracht, da bereits zwei ausländerrechtliche Verwarnungen offensichtlich keine Wirkung gezeigt haben. Der entsprechende Antrag ist deshalb abzuweisen.