Citation: H 245/04 29.03.2005 E. 3

Wie die Vorinstanz zu Recht erwogen hat, hatte der Beschwerdeführer am 31. März 2001, dem Stichtag für den letztmöglichen Beitritt zur freiwilligen Versicherung, noch Wohnsitz in der Schweiz und war somit obligatorisch versichert. Nach dem Gesetzeswortlaut ist im Rahmen von Art. 1 Abs. 1 lit. a AHVG der zivilrechtliche Wohnsitzbegriff nach Art. 23 ff. ZGB massgebend (Käser, Unterstellung und Beitragswesen in der obligatorischen AHV, 2. Aufl., Bern 1996, S. 14 f. Rz 1.16 und 1.19). Art. 23 Abs. 1 ZGB bestimmt, dass sich der Wohnsitz einer Person an dem Ort befindet, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält. Der Wohnsitzbegriff ist folglich an das Bestehen zweier Bedingungen geknüpft, die gleichzeitig erfüllt sein müssen: Einerseits an eine objektive, äussere, nämlich den Aufenthalt, andererseits an eine subjektive, nämlich die Absicht, an einem bestimmten Ort dauernd zu verbleiben, wobei das Gewicht auf jenen Umständen liegt, die Dritten erkennbar sind. Die betreffende Person muss sich daher bei dem von ihr erweckten Rechtsschein behaften lassen (vgl. ZAK 1990 S. 247 f. Erw. 3a f.; Käser, a.a.O., S. 14). Am Stichtag 31. März 2001 hielt sich der Beschwerdeführer noch in der Gemeinde D.________ auf und erfüllte damit dort die objektive Bedingung für eine Wohnsitznahme. Die subjektive Voraussetzung - die Absicht, an diesem Ort dauernd zu verbleiben - war hingegen zwei Tage vor dem Zügeltag des 2. April 2001 nicht mehr gegeben. Da jedoch nach Art. 24 Abs. 1 ZGB der einmal begründete Wohnsitz einer Person bis zum Erwerb eines neuen Wohnsitzes bestehen bleibt, wechselte der Wohnsitz des Beschwerdeführers erst mit dem Einzug am 3. April 2001 in G.________ von D.________ nach dorthin, weil erst dann die beiden Bedingungen für eine Wohnsitznahme - Aufenthalt und Absicht des dauernden Verbleibens - erneut gleichzeitig erfüllt waren. Da der schweizerische Wohnsitz am 3. April 2001 aufgegeben wurde, war von Gesetzes wegen erst ab diesem Zeitpunkt ein Ausscheiden aus der obligatorischen AHV/IV möglich. Auch lebte der Status als Auslandschweizer erst in jenem Moment auf. Da der Beschwerdeführer somit am Stichtag 31. März 2001 noch als Schweizer mit inländischem Wohnsitz obligatorisch versichert war, kam für ihn der rechtzeitige Beitritt zu der auf den 1. April 2001 geschlossenen freiwilligen Versicherung nicht in Frage.