Citation: 8C_214/2013 E. 4.2.2

4.2.2. Die vorinstanzliche Beurteilung überzeugt. Daran vermögen die Einwände in der Beschwerde nichts zu ändern. Geltend gemacht wird, der Versicherte habe noch nie im Sekretariats- und Kanzleibereich gearbeitet und leide zudem an Legasthenie. Zu beachten ist indessen, dass der Beschwerdeführer aufgrund der absolvierten Handelsschule sicher die notwendigen Kenntnisse mitbringt, um in einem Sekretariat resp. in einer Kanzlei arbeiten zu können, zumal er darüber hinaus noch über das Zertifikat als Informatikanwender SIZ verfügt. Hinzu kommt, dass er mit offensichtlichem Erfolg als Küchenchef tätig war und hiebei (mit bis zu drei ihm unterstellten Köchen und zusätzlichen Hilfskräften) über Jahre hinweg eine Vorgesetztenfunktion ausgeübt hat. Das setzt nebst Führungsbegabung auch ein hohes Mass an organisatorischen Fähigkeiten voraus, was ihm in einer anderen Tätigkeit, wie etwa im Sekretariats- und Kanzleibereich, ebenfalls zustatten kommt. Daher liesse sich, wie das kantonale Gericht richtig erkannt hat, sogar die Verwendung des LSE-Anforderungsniveaus 3 rechtfertigen. Indem die Vorinstanz zu Gunsten des Versicherten dennoch nur vom Anforderungsniveau 4 ausgegangen ist, hat sie zweifellos den Auswirkungen der seit Kindheit bestehenden isolierten Rechtschreibstörung (ICD-10: F81.1; neuropsychologischer Untersuchungsbericht des Instituts für Neuropsychologische Diagnostik und Bildgebung, Zürich, vom 3. Juli 2008; Gutachten des Dr. med. K.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 13. Juni 2011) angemessen Rechnung getragen. Diese Schwäche ist denn auch schon mit Blick darauf, dass der Versicherte trotzdem die Handelsschule erfolgreich und mit immerhin durchschnittlichen Noten absolvieren konnte, nicht als sehr beeinträchtigend zu betrachten. Einfache und repetitive Tätigkeiten im Sekretariats- und Kanzleibereich kann der Versicherte jedenfalls verrichten, zumal seine Leistungen aus neuropsychologischer Sicht ansonsten als unauffällig bis sehr gut qualifiziert wurden und darüber hinaus ein Rechtsschreibprogramm am Computer eine gewisse Hilfestellung bieten kann (neuropsychologischer Untersuchungsbericht vom 3. Juli 2008). Mit der Verwendung des Anforderungsniveaus 4 wurde der Rechtschreibschwäche auch so weit Rechnung getragen, dass sich deswegen kein Abzug vom Tabellenlohn mehr begründen lässt. Andere Abzugsfaktoren werden zu Recht nicht geltend gemacht. Das kantonale Gericht hat das Invalideneinkommen demnach rechtmässig festgesetzt. Daran ändert entgegen der Auffassung des Versicherten nichts, dass der Unfallversicherer ursprünglich von einem niedrigeren Invalideneinkommen ausgegangen ist. Auch die Salärempfehlungen des KV rechtfertigen keine abweichende Betrachtungsweise. Der für einen Rentenanspruch erforderliche Invaliditätsgrad wird demnach nicht erreicht. Das führt zur Abweisung der Beschwerde.