Citation: 2C_406/2017 E. 3.2.5

3.2.5. Was der Beschwerdeführer weiter gegen den Bericht einwendet, überzeugt nicht: Er hat diesen mit den wesentlichen Elementen auszugsweise vorab erhalten. Im Übrigen war ihm der Filmbericht und dessen Bezugnahme auf das neue Gutachten gezeigt worden, sodass er an der "Theke" Gelegenheit hatte, dieses infrage zu stellen und auf das von ihm genannte Gutachten hinzuweisen, welches 2012 zu einem anderen Ergebnis gekommen sein soll; bei diesem ging es aber in erster Linie um die Beurteilung des Businessplans und nicht das Vorhandensein allfälliger marktpreisrelevanter stiller Reserven. Dass der Bericht nicht direkt von der "Gruppe besorgter Bürgerinnen und Bürger von Vals", sondern von dem ihr nahestehenden Rechtskonsulenten bezüglich eines ihn betreffenden Strafverfahrens im Zusammenhang mit dem Thermenverkauf in Auftrag gegeben worden war, bildete keine meinungsbildungsrelevante Information. Entscheidend sind die (vorsichtig formulierten) inhaltliche Aussagen im Kurzgutachten über die "stillen Reserven", welches von der "Gruppe besorgter Bürgerinnen und Bürger von Vals" finanziert worden ist. Allfällige Bindungsabreden zwischen dem Auftraggeber und der Treuhandfirma über den Verwendungszweck des Berichts waren für das Publikum irrelevant, vom Moment an, als die "Gruppe besorgter Bürgerinnen und Bürger von Vals" das Gutachten dem Rundschau-Team auszugsweise zur Verfügung gestellt hatte. Dass im Bild jeweils nur ein Auszug des Gutachtens gezeigt wurde und nicht das Originalpapier als solches, war für das Publikum zwar nicht erkennbar, aber für dessen Meinungsbildung auch nicht entscheidend.