Citation: 8C_711/2013 E. 7

Zwar haben sich die Gutachter der Medizinischen Abklärungsstelle X.________ nicht ausdrücklich zu den Folgen allein aus dem hier zu beurteilenden Unfall geäussert und darum die somatisch bedingte Arbeitsunfähigkeit auch unter Berücksichtigung von Rücken- und Schulterbeschwerden geschätzt. Die Stellungnahme des Dr. med. T.________ schloss allenfalls auch eine psychische Komponente mit ein, die hier indessen, wie von der Vorinstanz zutreffend festgestellt und auch beschwerdeweise nicht bestritten, ausser Acht zu lassen ist. Dennoch vermögen diese Arbeitsfähigkeitsatteste beträchtliche Zweifel am Bericht der SUVA-Ärzte zu erwecken. So gehen PD Dr. med. K.________ und Dr. med. V.________ auf den vom Gutachter der Medizinischen Abklärungsstelle X.________ geschilderten komplexen Residualzustand (mit sekundärer radiokarpaler Arthrose und STT-Arthrose, residuell geschädigtem radio-scaphoidem Gelenkanteil mit leicht erweitertem Spatium [SL-Gelenkspalt] und zentraler Stufe/Eindellung an der distalen radialen Gelenkfläche sowie Verdacht auf Pseudoarthrose im Bereich der distalen Ulna, welche Befunde sich auch auf die Untersuchungen durch PD Dr. med. S.________ abstützen) nicht weiter ein. Bezüglich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf 100% beziehen sich PD Dr. med. K.________ und Dr. med. V.________ auf die kreisärztlichen Untersuchungsberichte des Dr. med. O.________, welcher indessen am 11. Februar 2010 ausdrücklich darauf hinwies, dass Dr. med. W.________ zuvor, am 14. Juli 2009, von einer lediglich 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen sei, und sich in seinem Bericht über die Abschlussuntersuchung am 19. Oktober 2010 zu diesem Punkt nicht mehr äusserte. PD Dr. med. K.________ und Dr. med. V.________ erörtern und begründen nicht weiter, weshalb sie bei den gegebenen (übereinstimmend vom SUVA-Kreisarzt und vom Gutachter der Medizinischen Abklärungsstelle X.________ festgestellten) Bewegungseinschränkungen und bei den von den genannten Spezialärzten bildgebend erhobenen Befunden von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgehen; der Hinweis darauf, dass die Gutachter der Medizinischen Abklärungsstelle X.________ auch die unfallfremden somatischen Beschwerden mitberücksichtigt hätten, vermag diesbezüglich nicht zu genügen. Wie die Beschwerdeführerin zu Recht geltend macht, kann damit auf die versicherungsinterne Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht abgestellt werden. Es bedarf der weiteren Abklärung, inwieweit die Versicherte durch die somatischen, organisch objektiv ausgewiesenen Folgen des Unfalls vom 6. Dezember 2008 mit Verletzung des rechten Handgelenks eingeschränkt ist. Die Vorinstanz wird dazu ein Gerichtsgutachten einholen (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264).