Citation: 5A_673/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Für Rügen, die dem Bundesgericht vorgetragen werden, muss gemäss Art. 75 Abs. 1 BGG der kantonale Instanzenzug ausgeschöpft worden sein, und zwar nicht nur formell, sondern auch materiell, indem Rügen, soweit möglich schon der Vorinstanz unterbreitet werden (BGE 145 III 42 E. 2.2.2; 143 III 290 E. 1.1). Fehlt es daran, ist auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten (Urteile 5A_1048/2019 vom 30. Juni 2021 E. 3.5.1, in: FamPra.ch 2021 S. 1045; 4A_647/2015, 4A_649/2015 vom 11. August 2016 E. 5.2.2, nicht publ. in: BGE 142 III 447). Mit Ausnahme offensichtlicher Fälle hat die beschwerdeführende Person mit Blick auf die sie treffende Begründungspflicht (Art. 42 Abs. 2 BGG) in der Beschwerde dazulegen, dass diese Eintretensvoraussetzung erfüllt ist (Urteil 5A_270/2022 vom 17. August 2022 E. 3.4.2). Eine neue rechtliche Argumentation ist demgegenüber vor Bundesgericht unter der Voraussetzung zulässig, dass sie sich im Rahmen des von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalts bewegt (BGE 142 I 155 E. 4.4.3; 138 III 416 E. 5.2). Wie das Obergericht festhält, ist bereits das Bezirksgericht bei der Berechnung der Betreuungsanteile wie die Vorinstanz vorgegangen und kam bereits dieses zum Ergebnis, die Eltern würden sich die Betreuung im Verhältnis 45 % (Vater) zu 55 % (Mutter) aufteilen. Dem angefochtenen Entscheid lässt sich weiter entnehmen, dass der Beschwerdeführer in der Berufung einzig das Verhältnis der Betreuungsanteile in Frage stellte, jedoch keine grundlegende Kritik am Vorgehen des Bezirksgerichts bzw. der Phasenbildung formulierte. Der Beschwerdeführer stellt diese zum Prozesssachverhalt zählende Feststellung nicht in Frage, weshalb das Bundesgericht daran gebunden ist (vgl. vorne E. 2.2). Ihm ist es daher verwerhrt, vor Bundesgericht erstmals Rügen zum methodischen Vorgehen der Vorinstanz ("Phasenmodell") zu erheben. Auf die Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten.