Citation: 9C_940/2008 21.01.2009 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob dem Beschwerdeführer ab 1. November 2006 weiterhin eine ganze Invalidenrente zusteht. 3.1 Das kantonale Gericht hat in einlässlicher Würdigung der medizinischen Akten festgestellt, dass der Beschwerdeführer vom 1. Juli 2005 bis 31. Juli 2006 vollständig arbeitsunfähig war. Gestützt auf die Einschätzungen des Dr. med. S.________, denen voller Beweiswert zukomme, sei der Versicherte seit August 2006 in behinderungsangepassten Tätigkeiten hingegen zu 50 % arbeitsfähig, da sich der psychische Zustand gebessert habe. Ab 1. November 2006 bestehe daher Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. 3.2 Die Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen keine Bundesrechtswidrigkeit des angefochtenen Entscheides darzutun. Soweit er geltend macht, der behandelnde Psychiater Dr. med. H.________ könne seine psychische Befindlichkeit besser beurteilen als der Gutachter Dr. med. S.________, dessen Beobachtungen lediglich einen unzuverlässigen punktuellen Eindruck des bei psychiatrischen Problemen bekanntermassen stark wechselnden Krankheitsbildes mit zwischenzeitlichen "lichten Momenten" abbildeten, sind seine Ausführungen nicht stichhaltig. Dieser Einwand allein vermag die gutachterlichen Beurteilungen nicht in Zweifel zu ziehen, zumal einem Gutachten nur dann voller Beweiswert zukommt, wenn es auf dem Einbezug der bisherigen medizinischen Akten und damit des Krankheitsverlaufes beruht (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; Urteil 9C_55/ 2008 vom 26. Mai 2008 E. 4.2). Die Einschätzungen des Dr. med. S.________ genügen diesem Erfordernis vollauf, geht dessen Beurteilung doch eine sorgfältige Zusammenfassung der wichtigsten bisherigen medizinischen Einschätzungen voraus. Abgesehen davon, dass die Beurteilung des Dr. med. S.________ rund 5 ½ Monate später erfolgte als die Einschätzung des behandelnden Psychiaters Dr. med. H.________ und letzte schon aus diesem Grund einer zwischenzeitlich, d.h. ab Juli 2006, eingetretenen Verbesserung der psychischen Situation nicht entgegen steht, hat die Vorinstanz mit zutreffender Begründung, auf die verwiesen werden kann, eine invalidisierende somatoforme Schmerzstörung (hiezu BGE 130 V 352 E. 2.2 S. 353 ff.) verneint. Bleiben die vorinstanzlichen Feststellungen zur Arbeitsfähigkeit für das Bundesgericht verbindlich, ist die Herabsetzung der Rente ab 1. November 2006 bundesrechtskonform, zumal der Beschwerdeführer gegen den nicht zu beanstandenden Einkommensvergleich im angefochtenen Entscheid, der für diesen Zeitpunkt einen Invaliditätsgrad von (gerundet) 58 % ergab, einzig vorbringt, der leidensbedingte Abzug von 15 % sei zu tief ausgefallen. Die Gewährung eines solchen Abzuges ist indes eine typische Ermessensfrage, deren Beantwortung letztinstanzlicher Korrektur nurmehr dort zugänglich ist, wo das kantonale Gericht das Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat, also Ermessensüberschreitung, -missbrauch oder -unterschreitung vorliegt (BGE 132 V 393 E. 2.2 S. 399). Dies trifft hier nicht zu.