Citation: C 252/03 03.02.2004 E. 2

Es steht fest und ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer die ihm vom RAV zugewiesene vorübergehende Beschäftigung ab 1. Juli 2002 bei den Kantonalen Psychiatrischen Diensten Klinik X.________ ablehnte. Streitig und zu prüfen ist, ob er deswegen zu Recht in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde. 2.1 Die Vorinstanz erwog zutreffend, dass es sich bei der dem Beschwerdeführer zugewiesenen Tätigkeit um eine vorübergehende Beschäftigung im Sinne des - bis 30. Juni 2003 in Kraft gewesenen - Art. 72 Abs. 1 AVIG handelt. Anders als bei der Zuweisung einer Stelle auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beurteilt sich die Zumutbarkeit einer solchen vorübergehenden Beschäftigung gemäss dem ebenfalls bis 30. Juni 2003 in Kraft gewesenen Art. 72a Abs. 2 AVIG lediglich in sinngemässer Anwendung von Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG. Es ist deshalb einzig zu prüfen, ob die zugewiesene Beschäftigung dem Alter, den persönlichen Verhältnissen oder dem Gesundheitszustand des Versicherten nicht angemessen und damit unzumutbar ist. Die weiteren Kriterien von Art. 16 Abs. 2 lit. a, b sowie d-i AVIG sind unbeachtlich. 2.2 Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise darauf, dass die vorübergehende Beschäftigung bei den Kantonalen Psychiatrischen Diensten im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG unangemessen gewesen wäre. Es kann diesbezüglich auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Soweit der Versicherte die bereits im vorinstanzlichen Verfahren vorgebrachten - und vom kantonalen Gericht entkräfteten - Argumente wiederholt, wonach der angewiesene Einsatz ihn bei der Stellensuche behindert hätte, er schon die Zusage zu einem anderen Beschäftigungsprogramm erhalten habe und der Einsatz in der psychiatrischen Klinik in keinem Zusammenhang mit der bisherigen beruflichen Tätigkeit stehe, ist ebenfalls auf die korrekten Ausführungen im vorinstanzlichen Entscheid zu verweisen. Auch dem mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemachten Vorbringen, er sei infolge der mit seiner Arbeitslosigkeit zusammenhängenden psychischen Probleme nicht sicher gewesen, ob er selbst psychisch erkrankt sei, weshalb der Gedanke, mit psychisch Kranken arbeiten zu müssen, bei ihm Angstzustände ausgelöst habe, kann nicht gefolgt werden. Die durch eine Arbeitslosigkeit hervorgerufene psychische Belastungssituation, welche namentlich im sozialen Umfeld zu erheblichen Spannungen führen kann, ist zu unterscheiden von einer psychischen Erkrankung, die einem Einsatz in einer psychiatrischen Klinik entgegen stehen könnte. Für das Vorliegen einer solchen Erkrankung bestehen aber vorliegend keine Anzeichen; sie werden auch durch das mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichte Zeugnis der Hausärztin Frau Dr. med. B.________, Innere Medizin, vom 28. Oktober 2003 nicht bestätigt. Dem Beschwerdeführer wäre es daher zumindest zumutbar gewesen, den Einsatz anzutreten, zumal aus der ihm zugegangenen Anweisung nicht - wie von ihm vorgebracht - hervorgeht, dass er in der Pflege psychisch kranker Menschen eingesetzt worden wäre, sondern eine Vielzahl anderer Arbeiten (Administration, Küche, Garten, Umgebungsarbeiten etc.) möglich gewesen wären. Der Versicherte hätte daher mindestens versuchen müssen, im Dialog mit der Leitung des Programms für ihn geeignete Arbeiten zu finden. Indem er zum Vornherein die Teilnahme am Einsatzprogramm verweigerte, kam er seiner gesetzlichen Schadenminderungspflicht (BGE 123 V 233 Erw. 3c mit Hinweisen) ungenügend nach, so dass er zu Recht in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist.