Citation: 9C_619/2017 E. 3.1.1

3.1.1. Dr. med. B.________ hatte in seinem Bericht vom 23. Mai 2001 ein lumbospondylogenes Syndrom links bei Diskusprotrusion L4/5, den Verdacht auf eine somatoforme Schmerzstörung und einen Status nach idiopathischer Fazialisparese links 1997 mit Restparese diagnostiziert. Es läge - so der Arzt im Weiteren - ein chronifiziertes Schmerzsyndrom lumbal mit inkonstanter spondylogener Ausstrahlung beidseits (rechtsbetont) ohne Anhaltspunkte für ein radikuläres Geschehen vor, wobei sich klare Zeichen für ein vermehrtes Schmerzgebaren fänden und es sich insgesamt mehr um ein psychiatrisches als um ein rheumatologisches Krankheitsbild handle. Während schwere körperliche Tätigkeiten nicht mehr zumutbar seien, könne der Versicherte leichte bis mittelschwere Verrichtungen ohne repetitives Heben von Lasten über 15 Kilogramm und ohne dauernde Arbeit in Zwangsstellung aus somatischer Sicht mindestens im Umfang von 70 % ausführen. In seinem Gutachten vom 24. Juni 2002 war der Psychiater Dr. med. C.________ zum Schluss gelangt, diagnostisch bestehe eine mittelschwere bis schwere somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4, F54) vor dem Hintergrund einer schweren Persönlichkeitsstörung mit Anteilen einer Schizotypie (F21) sowie narzisstisch-depressiven (F60.8) und abhängigen (F60.7) Komponenten. In Bezug auf somatische Beschwerden nannte er die schwere Adipositas, die linksseitige idiopathische Fazialisparese, die Tendenz zum Schwitzen inklusive Hyperhidrosis, die Schlaf- und Stimmstörung sowie die anamnestischen funktionellen Kreislaufbeschwerden. Abschliessend schätzte Dr. med. C.________ den Exploranden vor dem Hintergrund der schweren Persönlichkeitsstörung mit Anteilen einer Schizotypie sowie narzisstisch-depressiven und abhängigen Komponenten infolge seiner mittelschweren bis schweren somatoformen Schmerzstörung auch für leichte Tätigkeiten zu mehr als 70 % arbeitsunfähig ein.