Citation: 8C_55/2019 E. A

Der 1978 geborene A.________ meldete sich am 27. Mai 2011 wegen einer psychischen Krankheit zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Am 5. September 2011 teilte die IV-Stelle des Kantons Zürich dem Versicherten mit, dass derzeit aufgrund des Gesundheitszustandes die Durchführung von beruflichen Eingliederungsmassnahmen nicht möglich sei und ein Anspruch auf eine Invalidenrente mangels Erfüllung der einjährigen Wartezeit noch nicht geprüft werden könne. Am 10. Juli 2012 eröffnete sie dem Versicherten, er habe keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen, da er angemessen eingegliedert sei. Mit rechtskräftig gewordener Verfügung vom 22. Januar 2013 wies sie das Leistungsbegehren vom 27. Mai 2011 ab. Zur Begründung führte sie aus, der Versicherte habe auf ihre Anfrage vom 28. August 2012, ob er das Arbeitspensum inzwischen wie geplant auf 100 % habe steigern können, nicht geantwortet. Auch auf die Mahnung vom 11. Oktober 2012 habe er sich nicht gemeldet. Es sei ihr daher nicht möglich zu prüfen, ob Leistungen der Invalidenversicherung gewährt werden könnten. Am 5. Dezember 2014 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle klärte den medizinischen und erwerblichen Sachverhalt ab und teilte dem Versicherten am 7. März 2016 mit, das zurzeit aufgrund seines Gesundheitszustands keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen durchgeführt werden könnten. Gemäss dem von ihr danach eingeholten Gutachten des Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Facharzt für Neurologie FMH, vom 27. Januar 2017 litt der Explorand an einer rezidivierenden depressiven Störung, aktuell mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1), einer Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörung (ICD-10: F90) sowie einer narzisstischen Persönlichkeitsakzentuierung. Im Zeitraum von Juli 2014 bis Oktober 2016 sei der Explorand im erlernten, den gesundheitlichen Einschränkungen angepassten Beruf als Schreiner durchschnittlich zu 50 %, ab dem Zeitpunkt der Untersuchung (November 2016) zu 75 % arbeitsfähig gewesen. Letztes gelte auch für andere adaptierte Erwerbstätigkeiten, wobei ein konfrontativer Publikumskontakt wegen der narzisstischen Persönlichkeitsakzentuierung zu vermeiden sei. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 23. Juni 2017 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ab. Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, aus versicherungsrechtlicher Sicht seien die vom psychiatrischen Gutachter erhobenen Befunde nicht von erheblichem Schweregrad, weshalb eine volle Arbeitsfähigkeit anzunehmen und ein Leistungsanspruch zu verneinen sei.