Citation: 4A_580/2013 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz verwies betreffend die Zuständigkeit gegenüber dem Beklagten 2 vollumfänglich auf die Erwägungen des Landgerichts. Dieses führte aus, dass die dem Beklagten 2 vorgeworfenen mutmasslichen Persönlichkeitsverletzungen einen direkten Zusammenhang zum Arbeitsverhältnis zwischen dem Kläger und der Beklagten 1 aufwiesen, da sie allesamt im direkten Zusammenhang mit der Auflösung des Arbeitsvertrags zwischen dem Kläger und der Beklagten 1 erfolgt seien. Sämtliche mutmasslichen Persönlichkeitsverletzungen, welche der Kläger dem Beklagten 2 vorwerfe, habe dieser in seiner Funktion als Verwaltungsrat der Beklagten 1 und damit im Namen und als Vertreter der Beklagten 1 begangen. Damit sei sein Handeln notwendigerweise nach den arbeitsvertraglichen Gesetzesbestimmungen, welche für die Beklagte 1 zur Anwendung kommen, insbesondere auch Art. 328 Abs. 1 OR, zu beurteilen. In seiner Funktion als Vertreter der Beklagten 1 wäre der Beklagte 2 nach Auffassung des Landgerichts in einem selbständig gegen ihn erhobenen Prozess als Privatperson denn auch gar nicht passivlegitimiert bezüglich der ihm vorgeworfenen Persönlichkeitsverletzungen. Indem er die ihm vorgeworfenen mutmasslichen Persönlichkeitsverletzungen in seiner Funktion als Verwaltungsrat der Beklagten 1 und damit in Vertretung der Beklagten 1 begangen habe, seien diese Handlungen allein der Beklagten 1 zuzurechnen und nicht dem Beklagten 2 als Privatperson. Da der Kläger somit gegen den Beklagten 2 mangels Passivlegitimation gar nicht selbstständig klagen könne, müssten die Ausführungen zur örtlichen Zuständigkeit gegenüber der Beklagten 1 auch analog für den Beklagten 2 gelten. Grundsätzlich müsse zwar bei Fehlen der Passivlegitimation die Klage abgewiesen werden. Da es jedoch nicht viel Sinn mache, wenn das örtlich unzuständige Gericht auf Klageabweisung entscheide, werde im vorliegenden Fall auf die Rechtsbegehren Nr. 1 - 6 der Klage vom 12. Oktober 2009 mangels örtlicher Zuständigkeit auch nicht eingetreten, soweit sie sich gegen den Beklagten 2 richteten.