Citation: I 145/03 27.08.2003 E. 4

Die Beschwerdeführerin bringt vor, das MEDAS-Gutachten vom 23. August 2001, auf das Verwaltung und Vorinstanz sich bei ihren Entscheiden abstützten, stehe hinsichtlich der Frage der Restarbeitsfähigkeit im Widerspruch zu den Aussagen in sämtlichen anderen ärztlichen Stellungnahmen und berücksichtige auch die ab Ende März 1999 eingetretene erhebliche Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes nicht. 4.1 In dem betreffenden Gutachten attestierte die Kommission für medizinische Begutachtung des ZMB der Beschwerdeführerin eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit histrionischen, paranoiden und zwanghaften Anteilen sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Sie beurteilte sie auf Grund der psychiatrischen und psychosomatischen Symptomatik in ihrer (früheren) Tätigkeit als Tiefbauzeichnerin zu 50 % eingeschränkt. Es sei der Versicherten eine Willensanstrengung zur mindest partiellen Überwindung ihres psychischen Leidens zumutbar und die Reintegration im Arbeitsprozess liege auch in ihrem eigenen psychohygienischen Interesse. Die Gutachter räumten ein, dass der Versicherten eine eher ungünstige Prognose zu stellen sei. Da bei ihr eine deutlich verminderte Belastbarkeit bestehe, sei sie in ihrem Rendement um 50 % reduziert, wobei eine vollschichtige Tätigkeit in einer psychologisch verständnisvollen Umgebung, die auf Aggressionen nicht mit Gegenaggressionen reagiere, geeignet wäre. 4.2 Im Gegensatz dazu schätzten der Hausarzt Dr. med. Z.________ und der Psychiater Dr. med. T.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, die Versicherte ab dem 29. März 1999 bis auf weiteres als vollständig arbeitsunfähig ein (Arztberichte vom 20. September 1999, 15. Oktober 1999 und 25. Oktober 1999). 4.3 Der nächstbehandelnde Psychiater, Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, attestierte der Beschwerdeführerin am 11. November 2001 eine medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit von höchstens 25 % für eine leichtere, den Beschwerden optimal angepasste Arbeit. Er gab an, die Versicherte habe wiederholt an ihre Ausbildung als Tiefbauzeichnerin anzuknüpfen versucht. Da das räumliche Vorstellungsvermögen versage, könne sie zwar noch Grundrisse erstellen, hingegen keine Schnittebenen mehr. Wegen der ausgeprägten gesundheitlichen Einschränkungen, die sich in den neurologischen Tests dargestellt hätten, sei eine Rückkehr in den alten Beruf nicht mehr möglich.