Citation: 7B_295/2023 E. 4.6.3

4.6.3. Festzuhalten ist, dass die Gutachter in Bezug auf die Erfolgsaussichten einer ambulanten Massnahme nach Art. 63 StGB unterschiedlicher Auffassung waren. Die Vorinstanz war damit dazu berufen, in freier Beweiswürdigung darüber zu entscheiden, auf welches der beiden Gutachten für die Beantwortung dieser Frage abzustellen war. Bei dieser Entscheidung war sie nur an die Schranken des Willkürverbots gebunden (vgl. oben E. 4.4.3). Eine Pflicht, bei der vorliegenden Sachlage ein Obergutachten in Auftrag zu geben oder (auch) med. pract. B.________ anlässlich der Hauptverhandlung vorzuladen, bestand für die Vorinstanz entgegen der Beschwerde nicht.