Citation: 6B_446/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz musste den kulturellen Hintergrund des Beschwerdeführers beleuchten, um mögliche Motive für die Tat zu prüfen. Dabei durfte sie die Religion und Herkunft des Beschwerdeführers berücksichtigen und zum Schluss gelangen, dass er Homosexualität und Transsexualität missbilligt. Die Vorinstanz gewinnt vom Beschwerdeführer den Eindruck eines autoritären, konservativen und religiösen Vaters, der seine Kinder streng erzieht und gleichzeitig bemüht ist, nach aussen das Bild einer harmonischen Familie ohne Probleme zu vermitteln. Diese willkürfreien Feststellungen sind das Ergebnis der sorgfältigen Sachverhaltsfeststellung und begründen keinen Anschein von Voreingenommenheit. Der Beschwerdeführer weist selbst auf eine Befragung hin, in der er auf die Homosexualität des Opfers angesprochen wurde und zu Protokoll gab, natürlich habe er dies nicht gern. Zudem übergeht der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz letztlich offen lässt, ob die sexuelle Orientierung des Opfers das Hauptmotiv für seine Tat war. Die Rüge ist unbegründet. Eine Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK liegt nicht vor.