Citation: 6B_383/2013 E. A

X.________ sprach am Donnerstag, den 19. Mai 2011 vor dem Verkaufsgeschäft der Migros in Wädenswil die ihr unbekannte, ledige Rentnerin A.________, geboren 1944, ehemalige Krankenpflegerin und aktives Mitglied einer Freikirche, an und täuschte ihr durch unwahre Angaben zu ihrer Person, ihrer Familie und ihrer Lebenssituation eine Notlage vor. Im Einzelnen gab sie vor, sie komme von Bosnien, halte sich ohne Papiere in der Schweiz auf, habe drei Kinder (zwei Buben und ein Mädchen) sowie einen Ehemann, der in der Heimat Militärdienst leiste. Sie könne die Miete für die Wohnung nicht bezahlen, weshalb die Vermieterin sie auf die Strasse stellen wolle. Da A.________ nicht genügend Geld auf sich trug, lud sie X.________ und ihre Kinder für den folgenden Tag in ihre Wohnung zum Mittagessen ein. Bei diesem Mittagessen, zu welchem X.________ am Freitag, den 20. Mai 2011 alleine erschien, spiegelte sie A.________ vor, ihre Ausweise seien im Krieg verbrannt und der Mietzins für ihre Wohnung belaufe sich auf Fr. 1'000.--. Ausserdem benötige sie auch für ihre Kinder etwas Geld. A.________ übergab daraufhin X.________ Fr. 1'000.-- für den angeblich geschuldeten Mietzins und Fr. 50.-- für die Kinder. Am 23. Mai 2011, um ca. 10.00 Uhr erschien X.________ unangemeldet und ohne Einladung erneut in der Wohnung von A.________. Sie gab vor, ihre 3-jährige Tochter liege in Basel im Spital und benötige eine Nierentransplantation, welche Fr. 130'000.-- koste und von ihr selbst bezahlt werden müsse, da sie sich illegal in der Schweiz aufhalte. Sie sei aber nicht in der Lage, für die Kosten der Operation aufzukommen, da sie keine Arbeitsstelle finden könne. A.________ erklärte, dass sie eine solche Summe nicht aufbringen könne, worauf X.________ erwiderte, es wäre ihr auch mit einem Teilbetrag gedient. A.________ solle ihr das Geld möglichst schnell übergeben und niemandem davon erzählen. Nach längerer Diskussion erklärte sich A.________ bereit, ihr Möglichstes zu tun. Sie versuchte daraufhin durch Auflösung ihrer Lebensversicherung Fr. 30'000.-- bis 40'000.-- erhältlich zu machen. Nach Intervention eines Angestellten der Versicherungsgesellschaft und der von diesem benachrichtigten Polizei sah A.________ von der Auflösung ihrer Lebensversicherung ab. X.________ wurde am 25. Mai 2011, als sie zum vereinbarten Mittagessen erschien, bei welchem das Geld übergeben werden sollte, von der Polizei verhaftet.