Citation: 5C.301/2005 17.02.2006 E. 2

Ist der Eintrag eines dinglichen Rechts ungerechtfertigt, oder ein richtiger Eintrag in ungerechtfertigter Weise gelöscht oder verändert worden, so kann jedermann, der dadurch in seinen dinglichen Rechten verletzt ist, auf Löschung oder Abänderung des Eintrags klagen (Art. 975 Abs. 1 ZGB). Vorbehalten bleiben die von gutgläubigen Dritten durch Eintragung erworbenen dinglichen Rechte (Art. 975 Abs. 2 ZGB). Die Klägerin hat die Grundbuchberichtigungsklage mit der Begründung eingereicht, anlässlich der Abparzellierung des Grundstücks Nr. 4867 von der Parzelle Nr. 4271 und als Folge davon ebenso bei der Abparzellierung der Parzelle Nr. 5816 von der Parzelle Nr. 4867 sei das zugunsten ihrer Liegenschaften eingetragene Fuss- und Fahrwegrecht ohne Rechtsgrund nicht auf die neuen Parzellen übertragen worden. Das Kantonsgericht hat diesen Einwand anerkannt. Tatsächlich besteht die Last gemäss Art. 744 Abs. 1 ZGB grundsätzlich auf allen Teilen weiter, wenn das belastete Grundstück geteilt wird. Da das Wegrecht in einer Breite von 2,5 m auf dem bestehenden Strässchen besteht und dieses nie verlegt worden ist und zudem anerkannt ist, dass es teilweise über die Parzelle Nr. 4867 und nach deren Entstehung über die Parzelle Nr. 5816 führt, ist davon auszugehen, dass die Dienstbarkeit auf der Parzelle Nr. 5816 als Last hätte eingetragen werden sollen. Das Grundbuchamt St. Gallen hat auf Anfrage des klägerischen Anwalts am 22. Oktober 2002 denn auch nach einlässlichen Recherchen ausgeführt, dass im Jahre 1976 durch die dannzumal tätigen Mitarbeiter des Grundbuchamtes das Fuss- und Fahrwegrecht auf dem Weg E.________ anlässlich der Grundstücksteilung irrtümlich nicht als Last auf das Grundstück Nr. 4867 und demzufolge anlässlich der Grundstücksteilung von 1999 auch nicht auf das Grundstück Nr. 5816 übertragen worden sei.