Citation: 1P.323/2001 03.07.2001 E. A

A.- Am 2. November 1999 brachte die Bezirksanwaltschaft Uster gegen X.________ folgenden Sachverhalt zur Anklage: "Am 17. Mai 1999, ca. 06.50 Uhr, lenkte der Angeklagte den Personenwagen der Marke 'VW Passat Variant', ZH 165'538, auf dem äussersten linken Fahrstreifen der Oberlandautobahn A53 in Richtung 'Brüttisellen/Dietlikon'. Dabei überholte er - eigenen Angaben gemäss mit einer Geschwindigkeit von ca. 50 - 60 km/h - die sich auf dem mittleren Fahrstreifen in Richtung 'Zürich/Flughafen' nur stockend, mit einer Geschwindigkeit von zirka 20 bis 30 km/h, fortbewegende, zirka 2 Kilometer lange Fahrzeugkolonne. Ohne sich durch entsprechende Kontrollblicke zu vergewissern und ohne auf den nachfolgenden Verkehr Rücksicht zu nehmen, wechselte der Angeklagte ungefähr bei Kilometer 15.200, bei einer Geschwindigkeit von zirka 30 bis 40 km/h, vom linken auf den mittleren Fahrstreifen, wobei er zwar den rechten Blinker gestellt hatte, sich aber für den nachfolgenden Lenker des Personenwagens der Marke 'Nissan Maxima', Z.________, derart überraschend in eine Lücke von nur zirka 10 Metern zwängte, dass dieser zu einer scharfen Vollbremsung und einem gefährlichen Ausweichmanöver auf den rechten Fahrstreifen in Richtung 'St. Gallen/Schaffhausen/Winterthur' gezwungen wurde, um so eine heftige Kollision gerade noch knapp zu verhindern.. " Der Einzelrichter in Strafsachen des Bezirksgerichts Uster verurteilte X.________ am 1. Dezember 1999 gestützt auf diesen Sachverhalt, den er insbesondere aufgrund der Zeugenaussagen von Z.________ für erwiesen hielt, wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit Art. 34 Abs. 3 SVG, Art. 44 Abs. 1 SVG und Art. 13 Abs. 3 VRV zu einer Busse von 1'800 Franken.