Citation: 9C_511/2024 E. 4.3

4.3. Dass den Beschwerdeführern ein Einkommen aufgerechnet wurde, das rund doppelt so hoch ist wie die Vermögenszunahme, bewegt sich nach dem angefochtenen Urteil an der Grenze zu einer über die offensichtliche Unrichtigkeit hinausgehenden Willkür. Die Vorinstanz verneinte indessen Willkür mit der Begründung, rein rechnerische Fehler oder die mangelhafte Offenlegung der einzelnen Lebenshaltungspositionen stellten noch keine krassen Verfahrensmängel dar, die vorgenommene Aufrechnung sei auch inhaltlich kein den Verwaltungsakt praktisch wirkungslos, unsinnig oder unsittlich machender ausserordentlich schwerwiegender Fehler und es könne auch nicht gesagt werden, die Behörde habe den Ermessenszuschlag bewusst und willkürlich - aus fiskalischen oder pönalen Motiven - zum Nachteil der Pflichtigen bemessen. Es wäre an den Beschwerdeführern gewesen, ihre Behauptungen betreffend die Aktien der C.________ AG und der D.________ AG rechtzeitig geltend zu machen. Ihre nachgereichten diesbezüglichen Erklärungen seien nicht plausibel und die beträchtliche Vermögensdiskrepanz umso weniger erklärbar bzw. nachvollziehbar, als ein Treuhänder die Steuererklärungen 2017 und 2018 erstellt habe. Der Annahme von Nichtigkeit ständen auch Gründe der Rechtssicherheit entgegen. Im Übrigen übersteige die Steuerlast die nach wie vor unerklärliche Vermögenszunahme nicht.