Citation: 1P.136/2001 18.07.2001 E. 1

1.- a) Das Bundesgericht prüft die Zulässigkeit der bei ihm eingereichten Beschwerden von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 126 I 81 E. 1; 125 I 412 E. 1a mit Hinweisen). b) Der Beschwerdeführer hat neben dem Entscheid des Obergerichts auch denjenigen des Einzelrichteramts vom 20. November 2000 angefochten. Die staatsrechtliche Beschwerde ist in der Regel nur gegen kantonal letztinstanzliche Entscheide zulässig (Art. 86 f. OG). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann der Entscheid einer unteren kantonalen Instanz ausnahmsweise mitangefochten werden, wenn die letzte kantonale Instanz diesen nur mit beschränkter Kognition überprüfen durfte (sog. "Dorénaz-Praxis", begründet in BGE 94 I 459 ff.). Diese Ausnahmeregel wird seit BGE 111 Ia 353 E. 1b nur unter der zusätzlichen Voraussetzung angewendet, dass entweder der letzten kantonalen Instanz nicht sämtliche vor Bundesgericht erhobenen Rügen unterbreitet werden konnten, oder dass solche Rügen zwar von der letzten kantonalen Instanz zu beurteilen waren, jedoch mit einer engeren Prüfungsbefugnis als sie dem Bundesgericht zusteht (BGE 126 II 377 E. 8b S. 395; 125 I 492 E. 1a/aa; je mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer war mit den vor Bundesgericht erhobenen Rügen der willkürlichen Anwendung kantonalen Rechts, der willkürlichen Beweiswürdigung sowie der Verletzung des rechtlichen Gehörs bereits vor Obergericht zugelassen (§ 80 Ziff. 11 der Zuger Strafprozessordnung [StPO/ZG]). Dieses hat auch letztere Rüge mit beschränkter Kognition überprüft (Urteil des Obergerichts vom 12. Januar 2001, E. 1d und 4c). Demgegenüber prüft das Bundesgericht frei, ob der Anspruch auf rechtliches Gehör, so wie er sich unmittelbar aus dem Bundesverfassungsrecht ergibt, verletzt wurde (BGE 124 I 241 E. 2). Die Mitanfechtung des Entscheids des Einzelrichteramts ist daher zulässig. c) Der Beschwerdeführer beantragt über die Aufhebung der angefochtenen Entscheide hinaus, er sei von Schuld und Strafe freizusprechen. Die staatsrechtliche Beschwerde ist indessen, von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen, lediglich kassatorischer Natur (BGE 126 II 377 E. 8c S. 395; 125 I 104 E. 1b mit Hinweisen). Auf den Antrag um Freisprechung kann somit nicht eingetreten werden.