Citation: 5A_741/2022 E. 3.4.5

3.4.5. Über die Beweggründe des Gesetzgebers hierfür schweigt sich der angefochtene Entscheid zwar aus, doch der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz nicht vor, sich nicht mit den Gesetzesmaterialien auseinandergesetzt zu haben. Auch er selbst beruft sich zur Stütze seiner eigenen Auslegung nicht auf die Entstehungsgeschichte der Bestimmung. Seine Argumentation beruht allein auf dem Verständnis, der Wortlaut von § 3 Abs. 1 lit. d Satz 2 AnwT sei klar. Dies genügt indessen nicht, um den angefochtenen Entscheid als willkürlich auszuweisen, denn ein eindeutiger Wortlaut schliesst eine davon abweichende Gesetzesauslegung nicht per se aus (vgl. vorne E. 3.4.3). Vielmehr müsste der Beschwerdeführer aufzeigen, dass die Vorinstanz den Sinn und Zweck von § 3 Abs. 1 lit. d Satz 2 AnwT verkannt und diesen Rechtssatz mit der Abweichung von seinem klaren Wortlaut krass verletzt hat. Dies tut er nicht.