Citation: 6B_116/2023 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz stuft die auf dem Mobiltelefon von D.________ sichergestellten Videoaufzeichnungen vom 29. April 2018, vom 3./15./17. Mai 2018, vom 19. Juni 2018 und vom 5. September 2018 als Zufallsfunde ein und bejaht deren Verwertbarkeit. Sie erwägt, dass gemäss Ermittlungsauftrag der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 17. September 2018 unter anderem das Mobiltelefon von D.________ sichergestellt und hinsichtlich allfälliger Videos und Bilder der Unfallfahrt oder dieser vorangegangenen Fahrten ausgewertet werden solle. D.________ sei zum Zeitpunkt des Unfalls vor Ort gewesen. Er sei Teil der Gruppe junger Männer gewesen, die sich - über zwei Autos verteilt - mitten in der Nacht vom 15. September 2018 an der abgelegenen Unfallörtlichkeit getroffen habe. Ein rein zufälliger Aufenthalt sei auszuschliessen. Aufgrund des tragischen Unfallereignisses habe ein ausgewiesener Verdacht bestanden, sie hätten sich zu SVG-widrigen Fahrten getroffen. Aufgrund der angetroffenen Situation habe auch davon ausgegangen werden können, dass sich die Gruppe nicht zum ersten Mal für ähnliche Fahrten getroffen habe. Es habe mithin ein hinreichender Tatverdacht auch in Bezug auf weitere verkehrsregelwidrige Fahrten derselben Gruppe bestanden. Es sei sodann als nicht unüblich zu bezeichnen, dass sportautoaffine junge Menschen Extremfahrten von sich selbst bzw. von Dritten mit ihren Mobiltelefonkameras aufzeichnen und untereinander teilen würden. Entsprechend wahrscheinlich sei folglich, dass sich auch auf dem Mobiltelefon von D.________ Bild- und Videomaterial befinden könnte, welches er selbst erstellt habe oder welches ihm von den übrigen Gruppenmitgliedern übermittelt worden sei. Auf der Grundlage ihrer Erwägungen gelangt die Vorinstanz zum Ergebnis, die staatsanwaltschaftliche Anordnung der Durchsuchung stütze sich auf einen hinreichenden Tatverdacht und erweise sich als rechtmässig (angefochtenes Urteil S. 9 E. 5.2).