Citation: 6B_116/2023 E. 2.4

2.4. Diese vorinstanzliche Schlussfolgerung ist nicht zu beanstanden. Daran vermag der Einwand des Beschwerdeführers, die Vorinstanz scheine zu übersehen, dass er kein Mitglied der Gruppe gewesen sei, die sich an der Örtlichkeit des Verkehrsunfalls vom 15. September 2018 befunden habe, sowie dass bei den vorgenommenen Ermittlungen ihm gegenüber kein Tatverdacht bestanden habe, nichts zu ändern, scheint er doch hinsichtlich des Begriffs des Zufallfundes von einer anderen Definition auszugehen. Ein Zufallsfund steht in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der zu untersuchenden Straftat, sondern enthält vielmehr einen Hinweis auf eine andere Straftat, weshalb es nicht abträglich ist, dass im Rahmen der gegen B.________ geführten Ermittlungen gegen den Beschwerdeführer kein Tatverdacht bestanden hat. Ebenfalls kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, wenn er vorbringt, es habe kein Tatverdacht betreffend frühere regelwidrige Fahrten der Gruppe bestanden und die Vorinstanz habe sich stattdessen mit einem Generalverdacht gegen alle sportautoaffinen jungen Menschen beholfen. Die Vorinstanz weist daneben auch darauf hin, dass aufgrund des Unfallereignisses, der räumlichen und zeitlichen Gegebenheiten sowie der angetroffenen Situation ein ausgewiesener Verdacht bestanden habe, die Gruppe hätte sich zu SVG-widrigen Fahrten getroffen und dies nicht zum ersten Mal, und legt damit in nachvollziehbarer Weise dar, weshalb sich auf dem Mobiltelefon von D.________ Bild- und Videomaterial von weiteren verkehrsregelwidrigen Fahrten derselben Gruppe befinden könnte. Der Beschwerdeführer vermag schliesslich auch nicht mit seinem Argument zu überzeugen, wonach die Durchsuchung des Mobiltelefons von D.________ weit über das Untersuchungsziel der ursprünglichen Zwangsmassnahme hinausgegangen sei und mit "vorangegangenen Fahrten" nur "unmittelbar" vorangegangene Fahrten gemeint sein könnten. Die Vorinstanz stellt in diesem Zusammenhang fest, dass der Ermittlungsauftrag keine zeitliche Beschränkung enthält, und bemerkt zutreffend, dass eine solche auch nicht geboten war, da ein hinreichender Tatverdacht auf frühere Fahrten derselben Gruppe bestand, weshalb der Beschwerdeführer aus der von ihm zitierten Rechtsprechung (Urteil 1B_424/2021 vom 3. Dezember 2021 E. 6) auch nichts für sich abzuleiten vermag. Damit erweisen sich die vom Beschwerdeführer erhobenen Rügen allesamt als unbegründet. Dementsprechend erübrigt es sich auch auf seine Ausführungen betreffend die Fernwirkung des Verwertungsverbots und die Verwertbarkeit seiner auf den Videoaufzeichnungen vom 29. April 2018, vom 19. Juni 2018, vom 5. September 2018 und vom 3./15./17. Mai 2018 beruhenden Aussagen einzugehen, zumal die Vorinstanz bei ihren Erwägungen ausdrücklich keinen Bezug auf sie nimmt (angefochtenes Urteil S. 11 E. 7.2).