Citation: U 231/05 13.03.2006 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt, sein unfallbedingter Gesundheitsschaden sei unzureichend abgeklärt: Die von ärztlicher Seite festgestellte starke Aussenrotation im rechten Hüftgelenk hätte zusammen mit der ebenfalls erkannten Muskelatrophie am Oberschenkel rechts hinreichenden Anlass für weitere bildgebende Untersuchungen des rechten Hüftgelenks geboten. Darauf habe der Hausarzt Dr. med. V._______ kurz nach Erlass des Einspracheentscheids hingewiesen. Neu hinzu komme der Bericht der Klinik S.________ vom 13. Mai 2005, worin die Verdachtsdiagnose einer Rotationsfehlstellung geäussert und gestützt darauf eine CT-Untersuchung zur Rotationsbestimmung der Schenkelhälse in Aussicht gestellt wird. Dem ist zunächst mit der Vorinstanz entgegen zu halten, dass bereits früher verschiedene Ärzte den Beschwerdeführer untersucht, dabei sowohl die Fussaussenrotation als auch den Muskelschwund erkannt, den Beckenbereich radiologisch untersucht, aber endlich entweder ausdrücklich keine Rotationsfehlstellung erkannt (Klinik B.________ am 28. August 2003) oder zumindest die Funktionseinschränkungen des Beines als nur bedingt oder nicht erklärbar bezeichnet (Berichte des Kreisarztes Dr. med. W.________ vom 24. Oktober 2002 und 16. Juni 2003) und das Ausmass des Leidensdrucks auch mit der Aggravationstendenz in Verbindung gebracht hatten (wiederum Klinik B.________ im Bericht vom 28. August 2003). Von zusätzlichen Abklärungen versprachen sich diese Ärzte keine neuen Erkenntnisse, weshalb sie davon absahen. Die Klinik B.________ führte im besagten Bericht einzig aus, bei Zunahme der nur angedeuteten inguinalen Schmerzen könnte später einmal ein Arthro-MRI indiziert sein. Eine Rotationsfehlstellung schloss sie an Hand der vom Becken ap Hüfte rechts axial vorgenommenen Röntgenbildern aber - wie bereits erwähnt - ausdrücklich aus. Zwar erkannte die Klinik S.________ alsdann sowohl in den Berichten vom 22. Juli 2004 als auch 13. Mai 2005 auf einen deutlicheren Leistendruckschmerz. Es fällt aber auch auf, dass die erstberichtenden Ärzte der Klinik S.________ dennoch keine Veranlassung für weitere bildgebende Abklärungen sahen, geschweige denn als Verdachtsdiagnose eine Rotationsfehlstellung nannten. Dies obwohl sie vom Hausarzt mit Schreiben vom 21. Juni 2004 mit der Suche nach einem somatischen Korrelat für die Schmerzen im Hüft- und Oberschenkelbereich sowie der starken Aussenrotation beim Gehen beauftragt worden waren. Nur weil nunmehr die neuen Ärzte rund zehn Monate später, mithin über 13 Monate nach dem Einspracheentscheid, diese Verdachtsdiagnose aufstellen und zugleich damit die in Aussicht gestellten CT-Abklärungen zur Rotationsbestimmung begründen, erscheint der zum Zeitpunkt des Einspracheentscheids vorgelegene Gesundheitszustand nicht als unzureichend abgeklärt. Dies gilt umso mehr, als die vor dem Einspracheentscheid ergangenen Untersuchungen zahlreich waren, Röntgenbilder mit umfassten und bis zuletzt eine Rotationsfehlstellung ausdrücklich ausgeschlossen wurde. Auch fällt auf, dass selbst die Ärzte der Klinik S.________ die Aussenrotationshaltung als (etwas) demonstrativ und als sich im Liegen nicht nachvollziehbar bezeichnen. Dergestalt erweist sich der Gesundheitszustand auch ungeachtet der dem Gericht verschlossen gebliebenen Ergebnisse der in Aussicht gestellten Computertomographie als zum Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 20. April 2004 genügend abgeklärt. Sollte sich der Gesundheitszustand später tatsächlich verändert haben, so müsste dies Gegenstand eines neuen Verfahrens sein.