Citation: 8C_715/2022 E. 6.1

6.1. Weiter wendet die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ein, die Vorinstanz habe Dr. med. von C.________ vorgeworfen, sie habe die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61) aufgrund eines strukturierten Interviews (SCID-5-PD) gestellt, ohne den entsprechenden Fragebogen beizulegen, was der Nachvollziehbarkeit der Diagnose entgegenstehe. Die IV-Stelle bzw. die Vorinstanz hätten aber den Fragebogen bzw. eine überprüfbare Auswertung desselben bei der Beschwerdeführerin einverlangen müssen. Indem sie dies nicht getan hätten, hätten sie den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Demgegenüber habe die Vorinstanz die Ausführungen des Dr. med. D._______ akzeptiert, obwohl er an keiner Stelle aufgezeigt habe, wie er dazu gekommen sei. Er habe in seinem Gutachten festgehalten, auf der Basis der anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin sei nicht zweifelsfrei zu entscheiden, ob eine rezidivierende depressive Störung oder eine nunmehr lang anhaltende depressive Episode vorliege. Ohne Begründung habe er in der Folge ausgeführt, dass von einer leichten bis zeitweilig mittelschweren depressiven Episode auszugehen sei. Sein Gutachten sei somit nicht nachvollziehbar. Dr. med. C.________ habe im Gutachten vom 13. August 2021 und in der Stellungnahme vom 1. Januar 2022 schlüssig dargelegt, weshalb bei der Beschwerdeführerin eine Persönlichkeitsstörung vorliege. Die von der Vorinstanz ins Feld geführte Stellungnahme des Psychiaters Dr. med. E.________, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der IV-Stelle, vom 19. November 2021, worin er das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung verneint habe, überzeuge nicht.