Citation: 2C_701/2007 13.03.2008 E. 3

3.1 Das Obergericht erachtete das Verschulden des Beschwerdeführers als schwer. Ohne selber süchtig zu sein, hat es dieser vorgezogen, seinen Lebensunterhalt anstatt durch eine geregelte Arbeit mit Drogenhandel (Heroin) zu bestreiten, und dies mit Mengen, welche die Gesundheit vieler Menschen gefährdete. Die einschlägige Vorstrafe hielt ihn nicht davon ab, aus rein finanziellen Motiven kurz nach Ablauf der Probezeit erneut zu delinquieren, was von einer erheblichen kriminellen Energie zeugt. Dem Wohlverhalten in Unfreiheit kommt, wie von der Vorinstanz zutreffend festgestellt wird, nur geringe Bedeutung zu (BGE 114 Ib 1 E. 3b S. 5). Im Übrigen kann vorliegend ein Rückfallrisiko nicht ausgeschlossen werden. Zusammenfassend ergibt sich, dass ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Entfernung des Beschwerdeführers aus der Schweiz besteht. 3.2 Der Beschwerdeführer ist in seinem Heimatland aufgewachsen und hat dieses erst im Alter von 20 Jahren, d.h. als Erwachsener, verlassen. Er ist somit kein Ausländer der zweiten Generation, für den eine Ausweisung nur bei besonders schwerer Delinquenz angeordnet werden dürfte. Im Übrigen wird die relativ lange Aufenthaltsdauer durch die vier im Strafvollzug verbrachten Jahre relativiert. Der Beschwerdeführer kann schon aufgrund seiner wiederholten Straffälligkeit nicht als besonders gut integriert betrachtet werden. Von einer diesbezüglich unrichtigen Feststellung des Sachverhalts kann nicht die Rede sein. Nachdem der Beschwerdeführer zusammen mit Landsleuten straffällig wurde, darf davon ausgegangen werden, dass er mit den Gepflogenheiten und der Sprache seines Heimatlandes nach wie vor bestens vertraut ist, was ihm die Wiedereingliederung in die dortige Gesellschaft erleichtern wird. Die Rückkehr in den Kosovo, wo zudem nahe Verwandte (Mutter, Schwester und drei Brüder) heute noch leben, ist ihm somit zumutbar. 3.3 Der Beschwerdeführer ist von seiner schweizerischen Ehefrau geschieden und kann sich für sein Aufenthaltsrecht insoweit nicht auf das durch Art. 8 EMRK und Art. 13 BV garantierte Recht auf Achtung des Familienlebens berufen. Zwischen ihm und seinen in der Schweiz wohnhaften Brüdern besteht nicht ein eigentliches Abhängigkeitsverhältnis, das ausserhalb der Kernfamilie einen Anspruch auf Aufenthalt gestützt auf den Familienschutz nach Art. 8 EMRK entstehen lassen könnte (vgl. dazu BGE 129 II 11 E. 2 S. 14; 120 Ib 257 E. 1d und e S. 261 f. mit Hinweis). Nachdem sein aussereheliches Kind bei dessen Mutter in der tschechischen Republik lebt, ist die Vater-Kind-Beziehung durch die verfügte Ausweisung von vornherein nicht betroffen. Der Beschwerdeführer macht jedoch geltend, er sei mit der in der Schweiz geborenen C.________ und nicht mit der Schweizerin D.________, wie von seiner früheren Rechtsvertreterin fälschlicherweise angegeben worden sei, verlobt und stehe kurz vor der Heirat. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer im Januar 2007 gegenüber der Kantonspolizei Zürich ausdrücklich D.________ als seine Verlobte bezeichnet hat und es sich bei der Verlobung mit C.________ um eine neue, für das vorliegende Beschwerdeverfahren unbeachtliche Tatsache handelt (vgl. E. 1.3), käme der Beziehung zu seiner Verlobten, soweit diese überhaupt in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK fallen könnte, ohnehin kein ausschlaggebendes Gewicht zu, zumal die Beteiligten damit rechnen mussten, die Ehe nicht in der Schweiz führen zu können. Der in Art. 8 Ziff. 1 EMRK verankerte Anspruch auf Achtung des Familienlebens gilt nicht absolut und kann zur Verteidigung der öffentlichen Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen eingeschränkt werden (Art. 8 Ziff. 2 EMRK; BGE 122 II 1 E. 2 S. 5), wobei auf eine Interessenabwägung wie bei Art. 11 Abs. 3 ANAG abgestellt wird. 3.4 Der Beschwerdeführer beruft sich zudem auf das ebenfalls durch Art. 8 EMRK geschützte Recht auf Achtung des Privatlebens. Er verkennt dabei, dass selbst eine langjährige Anwesenheit in der Schweiz für sich allein unter diesem Titel noch keinen Bewilligungsanspruch entstehen lässt. Erforderlich wären besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende private Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. vertiefte soziale Beziehungen zum ausserfamiliären bzw. ausserhäuslichen Bereich. Es müsste von einer eigentlichen Verwurzelung in der Schweiz gesprochen werden können (vgl. BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286 mit Hinweisen). Diese Voraussetzung erfüllt der Beschwerdeführer offensichtlich nicht. 3.5 Zusammenfassend ergibt sich, dass das öffentliche Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers dessen privates Interesse an einem weiteren Verbleib in der Schweiz überwiegt. Die angeordnete Ausweisung erweist sich als bundesrechts- und konventionskonform. Für die Begründung kann ergänzend auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG).