Citation: 6B_341/2019 E. 1.2.2

1.2.2. Die Vorinstanz erachtet den angeklagten Sachverhalt auch hinsichtlich der Internetprojekte "Fahrschulquiz" und "Rotlichtverzeichnis" weitgehend als erstellt. Demnach hätten C.________, L.________ und der Beschwerdeführer beschlossen, die Internetgeschäfte trotz laufendem Strafverfahren in Deutschland fortzuführen, nachdem sich die drei deutschen Täter getrennt hatten. In technisch gleich aufgebauter Weise wie das Internetgeschäft "Fabrikeinkauf" seien von Ende Dezember 2007 bis Ende Februar 2008 das Internetprojekt "Fahrschulquiz" und ab der Woche des 26. Februar 2008 das Internetprojekt "Rotlichtverzeichnis" betrieben worden. Allerdings sei das Versenden der personalisierten Bestätigungs-E-Mails und in der Folge der Rechnungen und Mahnungen bereits durch das Anklicken des Links im Lock-E-Mail ausgelöst worden. Ausserdem seien die Geschädigten - insbesondere beim Fahrschulquiz - auch über Links in der Werbung im Internet, z.B. auf der Startseite von Bluewin oder über Google, ohne Hinweis auf die Kostenpflicht, angeworben worden. Zur Abwicklung des Internetgeschäfts Fahrschulquiz seien die M.________ AG und für das Internetgeschäft Rotlichtverzeichnis die N.________ AG eingesetzt worden. Diese seien nach aussen hin als selbstständige Gesellschaften in Erscheinung getreten, welche der Beschwerdeführer, L.________ und O.________ verwaltet hätten. Gemäss dem gemeinsamen Plan sei einzig O.________ nach aussen aufgetreten. Er sei treuhänderisch als einziger und einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat der beiden Gesellschaften eingesetzt worden und habe als Schutzschild für den Beschwerdeführer, L.________ und C.________ gedient. O.________ habe möglichst viele Bankkonten für die Gesellschaften eröffnen müssen, um laufend die Einnahmen aus den beiden Internetgeschäften durch Barabhebungen von einer behördlichen Beschlagnahme zu schützen. Insgesamt hätten der Beschwerdeführer, L.________ und O.________ Fr. 177'287.-- gewaschen. Des Weiteren hätten die drei sicherstellen müssen, dass die Korrespondenz aus den Internetgeschäften entgegengenommen und nicht an die Absender zurückgeschickt worden sei. Die eingehende Post hätten sie gesammelt und sie auf Anweisung von C.________ weggeworfen (Urteil S. 8 ff., 53 ff.). Auch in diesem Sachverhaltskomplex geht die Vorinstanz in Abweichung des angeklagten Sachverhalts zu Gunsten des Beschwerdeführers davon aus, dass die Geschädigten sich letztlich nicht in einem Irrtum über die Zahlungspflicht befanden und bei Erhalt der Rechnungen oder Mahnungen trotzdem eine Zahlung leisteten (Urteil S. 60 f.). In rechtlicher Hinsicht geht die Vorinstanz auch bei diesem Sachverhalt von Arglist im Sinne von Art. 146 StGB aus. Sie erwägt, ob die Täuschung arglistig sei, hänge nicht davon ab, ob sie gelinge. Aus dem Umstand, dass das Opfer der Täuschung nicht erliege, lasse sich nicht ableiten, diese sei notwendigerweise nicht arglistig. Wesentlich sei, ob die Täuschung in einer hypothetischen Prüfung unter Einbezug der dem Opfer nach Wissen des Täters zur Verfügung stehenden Selbstschutzmöglichkeiten als nicht oder nur erschwert durchschaubar erscheine. Die Rechnungen und Mahnungen könne man zwar als einfache Lüge bezeichnen, die nach der Rechtsprechung nur unter weiteren Bedingungen als arglistige Täuschung zu qualifizieren seien. Indessen hätten die Täter wie aufgezeigt bereits mit den technischen Vorgängen in den Spam-Mails und auf den Internetseiten beziehungsweise der geschalteten Werbung manipulativ agiert. Die Rechnungen und Mahnungen hätten darauf Bezug genommen. Im Zusammenhang mit den technischen Abläufen seien in einer Gesamtbetrachtung die täuschenden Äusserungen in den Rechnungen als betrügerische Machenschaften anzusehen. Damit sei auch Arglist gegeben. Im Übrigen verweist die Vorinstanz auf die Erwägungen des erstinstanzlichen Gerichts. Insgesamt gelangt die Vorinstanz zum Schluss, dass der Beschwerdeführer wegen versuchten gewerbsmässigen Betrugs und gewerbsmässiger Geldwäscherei schuldig zu sprechen sei (Urteil S. 60 ff.).