Citation: 5A_463/2013 E. 6.4.5

6.4.5. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass bereits im Gutachten vom 1. März 2012 angesichts der psychischen Erkrankung der Beschwerdeführerin und des schwierigen sozialen Umfelds (konfliktuöse Beziehung mit dem Kindsvater, erst angelaufene psychotherapeutische Behandlung der Beschwerdeführerin, neue Partnerschaft) nur der Versucheiner Rückplatzierung vorgeschlagen wurde. Dabei musste sich erst beweisen, dass die getroffenen Begleitmassnahmen der Kindsmutter zu genügend Stabilität verhelfen würden und sie die ihr zur Seite gestellten Fachpersonen (Heimleitung, Lehrer/ Kindergartenbetreuer, Beiständin, Familienbegleiterin und psychologische Fachpersonen) im Ernstfall um Hilfe angehen würde. Indes zeigte es sich im Laufe des Versuchs, dass sie gemäss dem Bericht des Kinderheims mehrmals nicht in der Lage war, sich auf Gespräche einzulassen. Es kam zu Zwischenfällen im Kindergarten. Schliesslich gelangte sie auch mit ihren finanziellen Problemen nicht an die ihr zur Verfügung stehenden Fachpersonen. Sie schaltete vielmehr ein Internetangebot auf, um zu Geld zu kommen - unter Inkaufnahme sämtlicher Folgen, welche dies für sie selbst und die Kinder haben könnte. Das heisst, im Moment, als sich ihr ein Problem stellte, zeigten sich alle bestehenden Massnahmen als erfolglos.