Citation: 5A_719/2022 E. A

A.a. A.________ erhielt am 12. Dezember 2011 von ihrer Mutter schenkungsweise das Eigentum an der Liegenschaft Nr. vvv, Grundbuch U.________. Das Grundstück weist eine Fläche von 6'174 m2 auf. Entlang der Ost-, Nord- und Westgrenze der Liegenschaft Nr. vvv befinden sich Bäume und Sträucher in beachtlichem Ausmass und von beachtlicher Höhe. Keine der Bäume oder Sträucher sind öffentlich-rechtlich geschützt. Die Liegenschaft Nr. vvv grenzt im Westen und im Norden an die Liegenschaften Nr. www und Nr. xxx, seit 1. April 1982 im Eigentum von B.________, im Norden bzw. Nordosten an die Liegenschaft Nr. yyy, im Eigentum von E.________, sowie im Osten an die Liegenschaft Nr. zzz, im hälftigen Miteigentum von C.________ und D.________. A.b. Seit Januar 2019 sind mehrere Verfahren vor der Flurkommission der Gemeinde U.________ durchgeführt worden, wobei es stets um die Flurrechtskonformität der auf dem Grundstück von A.________ stehenden Bäume und Sträucher ging. Einen ersten Beschluss vom 9. Mai 2019 widerrief die Flurkommission aus formellen Gründen und einen zweiten vom 10. Dezember 2019, weil A.________ gewisse Rückschnitte an ihren Pflanzen veranlasst hatte. Nachdem B.________, E.________, C.________ und D.________ auf einer umfassenden Herstellung des rechtmässigen Zustandes bestanden hatten, wies die Flurkommission A.________ mit Beschluss vom 29. Januar 2021 an, innert zwei Monaten ab Rechtskraft des Entscheids die gesamten Pflanzungen entlang der Ost-, Nord- und Westgrenze der Liegenschaft Nr. vvv bis zu einer Tiefe von 10 m gemessen ab der Grenze so zurückzuschneiden, dass deren Höhe das Doppelte des Grenzabstands zu den Liegenschaftsgrenzen an keiner Stelle überschreite, alles unter Androhung der Ersatzvornahme. Nach den Ausführungen von A.________ sind bis zu 98 Bäume von dieser Anordnung betroffen.