Citation: 6P.169/2004 09.03.2005 E. A

X.________ verliess am Morgen des 11. April 2003 um 06.30 Uhr in seinem BMW 320i, Jg. 1988, seinen Wohnort in Wilderswil, um wie üblich zu seiner Arbeitsstelle in Steffisburg zu fahren. Beim Einsteigen hatte er es nicht als besonders kalt empfunden und die Scheiben seines Fahrzeugs, das er stets draussen parkte, waren weder beschlagen noch gefroren. Auf der Autostrasse A 8, Abschnitt Leissigen-Spiez, überholte er mit einer Geschwindigkeit von ca. 100 km/h das Auto von A.________, der mit ca. 60 km/h unterwegs war. Anschliessend schwenkte er vom Überholstreifen auf die rechte Fahrspur zurück. Kurz darauf, um 06.48 Uhr, als sich X.________ auf eine Distanz von ca. 200 m von A.________ abgesetzt hatte, brach das Heck seines Fahrzeugs auf einem vereisten Fahrbahnabschnitt auf einer Brücke in einer leichten Rechtskurve plötzlich aus. Trotz des Versuchs, den Wagen durch Gegenlenken wieder unter Kontrolle zu bringen, geriet X.________ auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit dem korrekt entgegenkommenden Personenwagen von B.________. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dessen Fahrzeug auf die andere Fahrbahn und gegen die Leitplanke geschleudert und kam auf der rechten Fahrspur zum Stehen. Während X.________ unverletzt blieb, wurde B.________ in seinem Fahrzeug eingeklemmt und erlitt ernsthafte Verletzungen; einen Oberschenkelbruch rechts mit Beteiligung der Kniescheibe und des rechten Kniegelenks, einen Oberschenkelbruch links, Riss-/Quetschwunden an beiden Kniegelenken, eine mittelschwere Hirnerschütterung mit Gedächtnisverlust in Bezug auf das Unfallereignis und eine vordere Kreuzbandverletzung rechts. Aufgrund des hohen Blutverlusts bestand Lebensgefahr.