Citation: C 272/05 13.12.2005 E. 3

3.1 Letztinstanzlich ist unbestritten, dass es sich bei der vom RAV zugewiesenen Stelle als Personalberaterin bei der Firma A.________ AG um eine in jeder Hinsicht zumutbare Arbeitsstelle handelt und die Beschwerdeführerin daher im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht grundsätzlich zu deren unverzüglichen Annahme gehalten gewesen wäre. Uneinigkeit besteht einzig in der Frage, ob die Versicherte das Nichtzustandekommen des Arbeitsvertrags durch ihr Verhalten in Kauf genommen hat und sie insoweit ein schweres Verschulden trifft. Die Beschwerdeführerin bestreitet dies letztinstanzlich erneut mit dem - vom kantonalen Gericht als unbegründet erachteten - Einwand, sie habe dem RAV-Mitarbeiter anlässlich des Beratungsgesprächs vom 26. Januar 2004 mitgeteilt, sie werde der Firma A.________ AG eine Anstellung auf bloss temporärer Basis anbieten, worauf dieser die Versicherte ausdrücklich hätte ermahnen müssen, dass sie sich nicht mit dem Angebot einer Temporäranstellung begnügen dürfe, sondern ihre uneingeschränkte Bereitschaft zur Annahme der von der Firma vorgesehenen unbefristeten Stelle kundtun müsse; der RAV-Mitarbeiter aber habe ihre Äusserung kommentarlos entgegen genommen, womit er seine Beratungspflicht verletzt habe.