Citation: 8C_640/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Allerdings ist zutreffend, wie der Beschwerdeführer weiter geltend macht, dass Dr. med. G.________ am 21. Juni 2021 im Kontext mit der Überweisung an Dr. med. F.________ auch festgehalten hat, ihr scheine eine Integration der Wechselwirkung von Schmerz und Stress, gerade bei Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung, durch eine Psychotherapie wichtig. Mit dieser bereits vorgängig von anderen Ärzten geäusserten Empfehlung hat sich Dr. med. D.________ in seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 18. Mai 2021 auseinandergesetzt. Er hat festgehalten, diskutiert werde - nach Ausschluss eines adäquaten pathomorphologischen somatischen Korrelats (mit einer auch wunschgemässen Selbststeuerung der Behandlungsmassnahmen und teils eingeschränkter Compliance) - ein Zusammenhang mit einer unfallvorbestehenden, mit Antidepressiva behandelten posttraumatischen Belastungsstörung. Dabei werde insbesondere auch auf die psychosozialen Belastungsfaktoren (unklarer Aufenthaltsstatus; Beschäftigungslosigkeit) hingewiesen. Dementsprechend sei durch weitere Behandlungsmassnahmen der Unfallfolgen keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands mehr zu erwarten. Insgesamt ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass sich die bei der Adäquanzprüfung psychischer Unfallfolgen einzig zu berücksichtigenden physischen Komponenten im Zeitpunkt, in welchem von einer Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr erwartet werden kann, zuverlässig beurteilen lassen (BGE 134 V 109 E. 6.1 mit Hinweisen). Von den beantragten Beweisvorkehren (polydisziplinäres Gutachten) ist abzusehen, da davon zur Beurteilung der zu diskutierenden Frage des Fallabschlusses keine neuen Erkenntnisse zu erwarten wären (zur Zulässigkeit der antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 141 I 60 E. 3.3). Bei den letztinstanzlich ins Verfahren eingebrachten Berichten des Prof. Dr. med. E.________ vom 21. Dezember 2022 und des Dr. med. Univ. H.________, Neurologie FMH, vom 17. Januar 2023 handelt es sich um unzulässige neue Beweismittel im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG, weshalb sie nicht in die Beurteilung des Streitgegenstands einbezogen werden können. Damit bleibt es beim vorinstanzlichen Ergebnis.