Citation: 1B_409/2018 E. 5.3

5.3. Der Beschuldigte hat grundsätzlich kein rechtlich geschütztes Interesse (im Sinne von Art. 382 Abs. 1 StPO) daran, der Untersuchungsleitung vorzuschreiben, wie sie die bisherigen Ermittlungsergebnisse interpretieren und zusammenfassen soll. Seine These, die Staatsanwaltschaft dürfe Untersuchungshandlungen wie die Vergabe von Gutachten nur auf Fakten stützen, die von ihm "zugestanden" wurden, findet im Gesetz keine Grundlage. Der Beschuldigte kann untersuchungsrelevante Beweiserhebungen nicht dadurch verhindern, dass er von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch macht. Eine offensichtlich falsche Instruktion der Experten, welche ausnahmsweise schon im Untersuchungsverfahren und im Zeitpunkt des Gutachtensauftrages ein Eingreifen der richterlichen Beschwerdeinstanz als geboten erscheinen lassen könnte, ist hier nicht dargetan. Der Vorwurf, der im Gutachtensauftrag zusammengefasste Sachverhalt sei "erfunden", erscheint aufgrund der vorliegenden Untersuchungsakten und der unbestritten gebliebenen Erwägungen der Vorinstanz haltlos.