Citation: 6B_999/2023 E. 1.5.5

1.5.5. Unbegründet ist sodann die Kritik des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe dem Gutachter aufgetragen, von einem heftigen Hammerschlag auszugehen. Aus dem Gutachten ergibt sich vielmehr, dass der Gutachter die Videoaufzeichnung sichtete und in der Folge den konkreten Hammerschlag beurteilte. Ebenso wenig kann der Vorinstanz zum Vorwurf gemacht werden, sie habe das rechtsmedizinische Gutachten willkürlich gewürdigt. Der Geschädigte erlitt durch den Hammerschlag eine Schädelprellung sowie eine ca. 4 cm lange Rissquetschwunde. Gemäss dem IRM-Gutachten vom 3. Mai 2022 bestehen aus rechtsmedizinischer Sicht keine Zweifel daran, dass ein durchschnittlich kräftiger Mann mit dem streitgegenständlichen Hammer genügend Energie auf den Hinterkopf oben übertragen kann, um dort einen Schädelbruch zu verursachen. Hierfür müsse der Schlag ausreichend heftig sein. Ein lotrecht zur Schädeloberfläche auf den Kopf auftreffender Schlag stelle die grösstmögliche Energieübertragung sicher. Je weiter der Schlag in seinem Auftreffwinkel vom Lot abweiche, desto mehr nehme seine Eignung für die Erzeugung eines Schädelbruchs ab (Gutachten S. 6 und 7). Die vorliegende Wunde am Hinterkopf des Geschädigten sei Ausdruck der konkreten, mit diesem Schlag übertragenen Energie. Sie lasse keine Rückschlüsse darüber zu, welche Schlagenergie grundsätzlich mit dem sichergestellten Hammer übertragen werden könne (Gutachten S. 9). Ein "heftiger" Schlag könne vergleichsweise leichte Verletzungen verursachen, wenn er nicht richtig, d.h. lotrecht, auftreffe. Die Videoaufzeichnung stütze die Annahme, dass der Hammer nicht lotrecht, sondern eher tangential auf den Hinterkopf des Geschädigten aufgetroffen sei und somit nur ein Teil der gesamten im Hammerschlag befindlichen kinetischen Energie auf den Kopf bzw. den Schädel übertragen worden sei (Gutachten Frage 4a S. 9). Das Fehlen eines Eintreibungsbruches dürfte weniger daran liegen, dass der Schlag nicht ausreichend energisch gewesen sei, sondern vielmehr dadurch begründet sein, dass er nicht richtig lotrecht auf den Hinterkopf aufgetroffen sei (Gutachten Frage 4c S. 10). Dies war gemäss der Vorinstanz der Dynamik und dem Umstand geschuldet, dass der Hammer auf dem Pferdeschwanz des Geschädigten auftraf (angefochtenes Urteil S. 33 f.). Ob ein durch einen einzelnen Hammerschlag versuchter Schädelbruch letztlich eine Lebensgefahr begründen könne oder nicht, hängt gemäss dem Gutachten vom Ausmass der mit dem Schädelbruch einhergehenden Verletzungsfolgen, z.B. vom Ausmass der Impression, ab (Gutachten S. 6). Gestützt darauf ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der konkrete, heftige Hammerschlag ohne Weiteres geeignet war, lebensgefährliche Verletzungen herbeizuführen. Dessen war sich der Beschwerdeführer gemäss den ebenfalls willkürfreien vorinstanzlichen Erwägungen bewusst. Aus diesem Wissen, der Dynamik des Geschehens und dem Umstand, dass der Beschwerdeführer nicht mit einem reinen Abwehrwillen handelte, durfte die Vorinstanz ohne Willkür auf eine Inkaufnahme des Erfolgs schliessen.