Citation: 6B_902/2019 E. 1.4.2

1.4.2. Was die Printscreens von E-Mails des Beschwerdeführers von seinem Computer (Untersuchungsakten, act. 1564-1571) betrifft, handelt es sich um Ergebnisse aus der EDV-Auswertung der gegenüber der Beschwerdegegnerin 2 angeordneten Zwangsmassnahmen, bestehend in der Hausdurchsuchung an ihrem Wohnort und an ihrem Arbeitsplatz sowie der Beschlagnahme gemäss Verfügung vom 28. Januar 2015 (Untersuchungsakten, act. 137-154) sowie der Durchsuchung und Beschlagnahme sämtlicher EDV-Gerätschaften der Beschwerdegegnerin 2 gemäss Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 2. Februar 2015 (Untersuchungsakten, act. 157-172; insb. act. 166 ff.). Insoweit wurden diese Beweismittel von den Strafverfolgungsbehörden rechtmässig erhoben. Die Beschwerdegegnerin 2 hatte diese Printscreens auf ihrem Tablet ohne Wissen und ohne Einverständnis des Beschwerdeführers abgespeichert. Damit handelte sie rechtswidrig und verletzte Art. 179quater Abs. 1 StGB. Angesichts des schweren Delikts, das es vorliegend aufzuklären gilt, sind jedoch bereits diese Printscreens ungeachtet ihrer rechtswidrigen Beschaffung verwertbar und es greift daher die Fernwirkung des Beweisverwertungsverbotes im Sinne von Art. 141 Abs. 4 StPO nicht, so dass die auf dem Tablet der Beschwerdegegnerin 2 sichergestellten Daten und damit die genannten Printscreens verwertbar bleiben.