Citation: 2C_863/2021 E. 6.3.3

6.3.3. Die Beschwerdeführerin rügt, am 2. Februar 1984 seien die rechtlichen Möglichkeiten gegenüber Dritten nicht ausgeschöpft gewesen und hätten auch nicht ausgeschöpft gewesen sein können. Wie bereits erwähnt (E. 4.5), ändert die blosse Möglichkeit, dass eine Voraussetzung für den Anspruch auf Leistung aus dem Garantiefonds nachträglich wieder entfallen könnte, jedoch nichts an der Fälligkeit des Anspruchs (vgl. vorne E. 3.3). Auf die auch im Zusammenhang mit der dritten Voraussetzung vorgetragene Rüge es sei im damaligen Zeitpunkt nicht festgestanden, dass in Zukunft keine weiteren (versicherten) Sanierungs- und Schutzmassnahmen mehr notwendig und angeordnet werden, ist daher nicht weiter einzugehen. Wie vorne dargelegt, war der Schaden im Sinne einer finanziellen Einbusse unmittelbar nach dem Ausfliessen des Heizöls am 19. Juni 1977 eingetreten; auch die Unversicherbarkeit des Schadens war bereits zu diesem Zeitpunkt gegeben. Mit dem mit der Haftpflichtversicherung am 2. Februar 1984 abgeschlossenen Vergleich waren die damaligen Möglichkeiten, gegenüber Dritten Ansprüche aus dem am 19. Juni 1977 eingetretenen Schaden geltend zu machen, ausgeschöpft. Dass die Behörden in Zukunft womöglich Sanierungsmassnahmen hätten anordnen können, welche Ansprüche gegen die Haftpflichtversicherungen hätten begründen und damit den unversicherbaren Eigenschaden hätten reduzieren können, ändert daran nichts (vgl. E. 3.3). Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, die Fälligkeit der Forderung sei nicht eingetreten, weil die Beschwerdegegnerin befugt gewesen sei zu entscheiden, ob bei unsicherer Rechtslage vor Inanspruchnahme des Garantiefonds gegen allfällige Primärhaftende vorzugehen sei, legt sie nicht dar, inwiefern nach Abschluss des Vergleichs die Rechtslage bezüglich damals bestehender Ansprüche unsicher gewesen sein soll. Die Rügen der Beschwerdeführerin erweisen sich damit als unbegründet.