Citation: 1C_252/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz bestätigte die Baubewilligung für eine Erstwohnung gemäss Art. 7 Abs. 1 lit. a ZWG sowie drei Einliegerwohnungen gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. a ZWG. Gemäss den Beschwerdeführenden habe die Vorinstanz jedoch Art. 7 Abs. 2 lit. a ZWG falsch angewendet und die Baubewilligung für die drei Einliegerwohnungen verstosse gegen Bundesrecht. Die teleologische und historische Auslegung sowie die Begriffsdefinition "Einliegerwohnung" führe zur Schlussfolgerung, dass den Einliegerwohnungen gegenüber der Erstwohnung eine untergeordnete Bedeutung zukommen müsse, weshalb nicht immer die in der Botschaft genannten maximal vier Einliegerwohnungen zulässig seien. Durch die Missachtung des Verhältnisses der Anzahl und der Fläche der Erstwohnung zur Einliegerwohnung - die Einliegerwohnungen hätten eine rund 4 1/2 mal grössere Fläche als die Erstwohnung - habe das Kantonsgericht Art. 7 Abs. 2 lit. a ZWG falsch ausgelegt. Vorliegend seien die Voraussetzungen von touristisch bewirtschafteten Wohnungen i.S.v. Art. 7 Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 lit. a ZWG nicht erfüllt, weil durch die Überproportionierung der Einliegerwohnungen Sinn und Zweck von Art. 7 Abs. 2 lit. a ZWG missachtet werde.