Citation: 4A_614/2014 E. 11

Ist die Ware nicht vertragsgemäss, kann der Käufer den Preis in dem Verhältnis herabsetzen, in dem der Wert, den die tatsächlich gelieferte Ware im Zeitpunkt der Lieferung hatte, zu dem Wert steht, den vertragsgemässe Ware zu diesem Zeitpunkt gehabt hätte (Art. 50 CISG). Die Berechnung des geminderten Preises ist somit durch eine Verhältnisrechnung zu ermitteln, die das ursprüngliche Äquivalenzverhältnis zwischen objektivem Wert der Ware und Preis auf dem herabgesetzten Niveau aufrechterhält ( HUBER, in: Münchener Kommentar, a.a.O., N. 15 zu Art. 50 CISG). Entsprechend hielt die Vorinstanz fest, der Minderungsanspruch berechne sich nach folgender Formel: Vertragspreis x objektiver Wert der mangelhaften Ware (Ist-Wert ) geminderter Preis = Objektiver Wert der mangelfreien, geschuldeten Ware (Soll-Wert)