Citation: 8C_630/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Ist vom Bewegungsablauf auszugehen, den das kantonale Gericht mit der AXA als massgebend erkannt hat, vereinfacht dies hier den Entlastungsbeweis. Der Beschwerdeführer beruft sich insbesondere auf die Stellungnahme des Dr. med. G.________ vom 28. August 2018. Daraus ergäben sich mehr als nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Einschätzung des Dr. med. E.________ und der Aktenbeurteilung des die AXA beratenden Orthopäden Dr. med. H.________. Deren Beurteilungen seien schon deshalb nicht überzeugend, weil sie von einem unzutreffenden Bewegungsablauf ausgingen. Diese Argumentation ist unbegründet. Denn nicht die Dres. med. H.________ und E.________, sondern der behandelnde Orthopäde Dr. med. G.________ ging - abweichend von der vorinstanzlich bestätigten Sachverhaltsfeststellung der AXA - von einem unzutreffenden Hergang des Ereignisses vom 29. Mai 2017 aus. Dementsprechend hielt Dr. med. G.________ die intraoperativ festgestellte SLAP-Läsion für eine typische Traumafolge des ihm vom Beschwerdeführer geschilderten Ereignisses (Entgleiten eines gehobenen schweren Gegenstandes mit Auffangen desselbigen). Je nach Rotationsbewegung und Position des Armes könne es bei diesem Mechanismus unter Umständen sehr wohl zu einer Luxation der Bizepssehne und dadurch zu einem Traumamechanismus in Bezug auf den Subscapularis im Sinne einer Scherbewegung kommen. Abschliessend hielt jedoch auch Dr. med. G.________ fest, dass gewisse degenerative Veränderungen bei diesem Patienten als Schwerarbeiter mit Jahrgang 1960 normal seien.