Citation: 4A_289/2021 E. 5.3

5.3. Im vorinstanzlichen Entscheid ist nicht festgestellt, dass der Beschwerdeführer den Termin bei der Schlichtungsbehörde in seiner Agenda falsch eingetragen hätte oder sonstige "Terminfehler" bestünden, und die Beschwerdeführer verlangten diesbezüglich keine Ergänzung des Sachverhalts (Erwägung 2.2), sodass auf letztes Argument der Beschwerdeführer nicht weiter einzugehen ist. Auch im Übrigen kann den Beschwerdeführern nicht gefolgt werden: Die Vorinstanz stellte fest, dass die beiden Vorladungen für die zwei separaten Schlichtungsverhandlungen ordnungsgemäss zugestellt wurden. Sie enthielten unter anderem den Hinweis auf die Säumnisfolgen und eine klare Bezeichnung, wann welche Streitigkeit verhandelt wird. Mit anderen Worten wurde den Beschwerdeführern von der Schlichtungsbehörde klar kommuniziert, dass sowohl um 09:00 Uhr als auch um 09:30 Uhr eine Schlichtungsverhandlung stattfindet. Inwiefern unter diesen Umständen bei den Beschwerdeführern ein Irrtum bezüglich der Anfangszeiten dieser Schlichtungsverhandlungen hätte bestehen können, legen sie nicht dar, indem sie lediglich behaupten, die Ansetzung von zwei Verhandlungen direkt nacheinander sei "verwirrend". Wie die Vorinstanz schon zutreffend erkannte, musste es dem Beschwerdeführer aufgrund der eindeutigen Vorladungen klar sein, dass zwei Schlichtungsverhandlungen angesetzt wurden und er zu beiden Verhandlungen zu erscheinen hatte. Die Beschwerdeführer können sich in diesem Zusammenhang auch nicht auf ihre Stellung als juristische Laien berufen oder auf eine "verfahrensrechtliche Unbedarftheit". Es geht hier nicht um zivilprozessuale Finessen, die juristischen Laien allenfalls nicht bekannt sein könnten, sondern um ein pünktliches Erscheinen zu einer klar und eindeutig angesetzten Schlichtungsverhandlung, das ohne Weiteres von jedermann erwartet werden darf. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, inwiefern das spätere Erscheinen des Beschwerdeführers um 09:20 Uhr auf einem fehlenden oder leichten Verschulden beruhte, geschweige denn ist dargetan, inwiefern die Vorinstanz ihr Ermessen im oben genannten Sinn überschritten hätte (Erwägung 4), als sie das Verschulden des Beschwerdeführers als nicht mehr leicht beurteilte. Vielmehr erscheint das verspätete Erscheinen des Beschwerdeführers als leichtfertig. Ein Grund für eine Wiederherstellung im Sinne von Art. 148 ZPO ist unter diesen Umständen nicht gegeben.