Citation: 6B_297/2024 E. 3

Anfechtungsobjekt des bundesgerichtlichen Verfahrens ist einzig der kantonal letztinstanzliche Entscheid (Art. 80 Abs. 1 BGG), also die Verfügung der Vorinstanz vom 28. März 2024. Da sich diese ausschliesslich mit der Zustellung des Strafbefehls bzw. den damit vorliegend relevanten Bestimmungen von Art. 85 Abs. 2 und 4 lit. b StPO und mit der verspäteten Einspracheerhebung befasst, können vor Bundesgericht auch nur diese Fragen Gegenstand des Verfahrens sein. In diesem Zusammenhang hat die Vorinstanz den Beschwerdeführer bereits zutreffend darauf hingewiesen, dass es bei einer Annahmeverweigerung irrelevant ist, ob der Zustellungsinhalt zur Kenntnis gelangt, und dass die postalische und die polizeiliche Zustellung im Sinne von Art. 85 Abs. 2 StPO als gleichwertig anzusehen sind, mithin kein Anspruch darauf besteht, primär eine postalische Zustellung zu erhalten (vgl. Urteil 6B_1095/2017 vom 2. März 2018 E. 2.3). Damit befasst sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nicht in einer den Formerfordernissen genügenden Weise. Stattdessen beschränkt er sich darauf, seine im kantonalen Verfahren vorgetragenen Sach- und Rechtsstandpunkte zu wiederholen, ohne anhand der tragenden Entscheiderwägungen der Vorinstanz aufzuzeigen, inwiefern diese mit ihren tatsächlichen Feststellungen in Willkür verfallen wäre oder gestützt darauf Recht verletzt hätte. Soweit er seinen Gehörsanspruch im Verfahren vor Vorinstanz als verletzt rügt, weil sein Schreiben vom 19. März 2024 ignoriert worden sei, unterlässt er es darzulegen, dass und weshalb ihm dadurch ein Rechtsnachteil entstanden sein soll. Er verkennt, dass der Anspruch auf rechtliches Gehör trotz seiner formellen Natur nicht Selbstzweck ist und dessen Verletzung nur gerügt werden kann, solange damit ein rechtlich geschütztes Interesse einhergeht (vgl. Urteile 4A_148/2020 vom 20. Mai 2020 E. 3.2 mit Hinweisen; 6B_803/2016 vom 20. Juli 2017 E. 2.1; 6B_206/2012 vom 5. Juli 2012 E. 1.2.2; 6B_76/2011 vom 31. Mai 2011 E. 2). Im Übrigen bleibt festzuhalten, dass das Bundesgericht als oberste Recht sprechende Behörde die angefochtenen Entscheide einzig auf ihre richtige Rechtsanwendung hin zu überprüfen hat und kein Raum für eine eigene Tatsachen- und Beweiserhebung besteht (vgl. BGE 133 IV 293 E. 3.4.2). Inwiefern die Vorinstanz mit der angefochtenen Verfügung gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen haben könnte, lässt sich der Beschwerde nicht entnehmen. Ihr fehlt es an einer tauglichen Begründung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG), weshalb darauf im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten ist.