Citation: 6S.656/2000 16.08.2001 E. 2

2.- a) Der Kassationshof ist an die tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Behörde gebunden (Art. 277bis Abs. 1 BStP). Die Vorinstanz stellt hinsichtlich des dem Gehilfenschaftsvorwurf zu Grunde liegenden Sachverhalts nicht nur fest, dass die Beschwerdeführerin das System der Arbeitszeiterfassung umgesetzt hat, indem sie die wahrheitswidrigen Abrechnungen erstellt, ihrem damaligen Chef M.________ vorgelegt und alsdann an die Arbeitslosenkasse gesandt hat, sondern sie betrachtet es auch als erstellt, dass die Beschwerdeführerin die Belegschaft über das seit August 1994 geltende System der Arbeitszeiterfassung instruiert hat, für dessen Umsetzung besorgt war, die wahrheitswidrigen Abrechnungen erstellt und diese nach erfolgter Vorlage an M.________ zusammen mit den Arbeitsrapporten "Angeordnete Kurzarbeit" der Arbeitslosenkasse eingereicht hat. Unter diesen Umständen kommt die Vorinstanz in rechtlicher Hinsicht zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin nicht nur die Haupttat bzw. Haupttaten gefördert, sondern auch deren Erfolgschancen erhöht habe (angefochtenes Urteil S. 24 und S. 26 oben). Die Vorinstanz betrachtet es zudem als erstellt, dass die Beschwerdeführerin auch den subjektiven Tatbestand der Gehilfenschaft erfüllt habe. Für die Mitarbeiter der X.________ Consultant AG sei aufgrund der ihnen erteilten Weisungen, gemäss welcher infolge der Einführung der Kurzarbeit zwei Arbeitsrapporte auszufüllen waren, klar gewesen, dass damit unrechtmässige Leistungen bei der Arbeitslosenkasse erwirkt werden sollten. Es könne somit ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin, welche die Belegschaft über das seit August 1994 geltende System der Arbeitszeiterfassung instruierte und für dessen Umsetzung zu sorgen hatte, nicht über die begangenen Ungesetzlichkeiten im Bild gewesen sei. Zudem könne ihr nicht entgangen sein, dass ihr eigener Lohn, der von ihr in das jeweilige Formular "Abrechnung Kurzarbeit" eingegeben wurde, nicht den Tatsachen entsprach. Es bestünden deshalb keine Zweifel darüber, dass die Beschwerdeführerin die strafbaren Handlungen von M.________ mit Wissen und Willen gefördert habe (angefochtenes Urteil S. 26 f.).