Citation: 8C_561/2022 E. 4.2.1

4.2.1. 4.2.1.1. Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, aus den im Verwaltungsverfahren eingereichten Berichten des Dr. med. B.________, Facharzt für Radiologie, vom 2. März 2021 und des PD Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, vom 4. März 2021 ergebe sich im Vergleich zu den Voruntersuchungen eine progrediente Gonarthrose mit stetig zunehmender Minderbelastbarkeit und Schmerzen, sodass therapeutisch nur noch ein Gelenksersatz am linken Knie in Frage komme. Die aktuellen fachmedizinischen Abklärungen hätten dem orthopädischen Gutachter der ABI, der davon keine Kenntnis gehabt habe, zur Würdigung vorgelegt werden müssen. Jedenfalls bestreite sie, dass die aktenkundige Minderbelastbarkeit der Wirbelsäule, der Hüfte und des Kniegelenks verbunden mit den Dauerschmerzen sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirken soll. 4.2.1.2. Aus diesen Vorbringen geht nicht hervor, inwieweit das kantonale Gericht den medizinischen Sachverhalt in somatischer Hinsicht offensichtlich unrichtig oder unvollständig gewürdigt haben soll. Das Bundesgericht verweist auf die hievor zitierten Erwägungen im angefochtenen Entscheid. Beizufügen ist einzig, dass sich Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), am 23. August 2021 insbesondere zu der aufgeworfenen Frage der progredienten symptomatischen Gonarthorse geäussert hat. Er hat in Kenntnis des radiologischen Befundes vom 2. März 2021 festgehalten, die zu konstatierende Minderbelastbarkeit sei im orthopädischen Teilgutachten der ABI bereits vollumfänglich berücksichtigt worden, weshalb dem Zumutbarkeitsprofil (wechselbelastende, körperlich leichte Tätigkeiten) weiterhin zu folgen sei. Daher hat die Beschwerdegegnerin und mit ihr das kantonale Gericht zu Recht davon abgesehen, die Frage auch noch dem rheumatologischen Gutachter zu unterbreiten. Im Übrigen handelt es sich entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin bei den von der Beschwerdeführerin zitierten ärztlichen Berichte offensichtlich nicht um unzulässige Noven.