Citation: 6B_1073/2022 E. 2.4.5

2.4.5. Im Weiteren moniert der Beschwerdeführer, entgegen den willkürlichen Feststellungen der Vorinstanz habe der Anrufer den Rettungskräften nicht extra falsche Angaben gemacht. Dieser habe im Gegenteil die genaue Adresse bekannt gegeben und habe darauf bestanden, dass es dringend sei. Mithin sei eine (eventual-) vorsätzliche Tötung oder gar ein Mord ausgeschlossen (z.B. Beschwerde S. 5). Dieser Einwand ist unbegründet. Die Vorinstanz hält hierzu ohne dabei in Willkür zu verfallen fest, der Beschwerdeführer habe nicht etwa persönlich unmittelbar die örtliche Sanität alarmiert. Vielmehr habe er die Rettungskräfte aus W.________ angerufen. Weiter belege die Wiedergabe des aufgezeichneten Anrufs, dass der Beschwerdeführer die Rettungskräfte - mit welchem Motiv auch immer - nicht direkt zum Opfer dirigiert habe: So habe er zwar die Adresse des Opfers genannt, nicht jedoch dessen genauen Standort - im Gegenteil: Auf Nachfrage, ob sich die verletzte Person bei der fraglichen Adresse auf der Strasse befinde, habe der Anrufer geantwortet "in the sea". Hätte dieser gewollt, dass die Rettungskräfte umgehend das Haus betreten und die Verletzte schnellstmöglich auffinden, dann hätte er "no, in the house" sagen können (Urteil S. 15 f. E. 3.5).