Citation: 1B_686/2021 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer befindet sich unbestrittenermassen seit knapp 19 Monaten in strafprozessualer Haft. Die Staatsanwaltschaft beantragt gemäss Anklageschrift eine Freiheitsstrafe von 4 ½ Jahren. Im Falle einer strafrechtlichen Verurteilung wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellen Handlungen mit einem Kind hat der Beschwerdeführer mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe ernsthaft zu rechnen. Der drohende noch vollziehbare Strafrest - nach Anrechnung der bereits erstandenen strafprozessualen Haft - durfte vom Obergericht als erheblicher potenzieller Fluchtanreiz gewertet werden. Als weitere Indizien für ein mögliches Untertauchen in der Schweiz oder eine Flucht ins Ausland haben die kantonalen Instanzen insbesondere mitberücksichtigt, dass dem Beschwerdeführer bei einer Verurteilung wegen Sexualverbrechen neben einer mehrjährigen Freiheitsstrafe auch noch eine (gesetzlich obligatorische) Landesverweisung drohe, dass er kosovarischer Staatsangehöriger sei und über Familienangehörige bzw. soziale Kontakte in seinem Heimatland verfüge. Der Beschwerdeführer räumt ein, dass ihm nicht nur "ein (weiterer) unbedingter Strafvollzug" drohe. Die zusätzlich "im Raum stehende Landesverweisung" stelle die von ihm "weitaus am meisten gefürchtete Gefahr dar", die noch "viel grösser und belastender" sei. Dass die Vorinstanz von ausreichend konkreten Anzeichen für eine erhebliche Fluchtgefahr ausgeht, verletzt kein Bundesrecht. Daran vermögen auch die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern, bei einer Flucht würde er seine "Chancen auf einen Verbleib in der Schweiz zunichte machen", es sei ihm ein grosses Anliegen, für einen möglichst günstigen Verfahrensausgang zu kämpfen, er wolle nicht "für den Rest seines Lebens auf der Flucht sein", und er habe für seine Familie zu sorgen, zumal sein Vater arbeitsunfähig und einer seiner Brüder schwer gesundheitlich beeinträchtigt sei.