Citation: 6B_697/2019 E. 2.3

2.3. Anlässlich der Eröffnung der Festnahme vom 17. Oktober 2014 fragte der Staatsanwalt den Beschwerdeführer nach seinem Gesundheitszustand. Dieser antwortete, er habe am Vortag während zwei bis drei Stunden kein Wasser lösen können, was zu einem schmerzhaften Reflux geführt habe. Dies sei darauf zurückzuführen, dass er zum Zeitpunkt der Festnahme das notwendige Pflegematerial nicht auf sich getragen und die Beschaffung desselben sich als äusserst schwierig erwiesen habe. Auf die darauffolgende Frage, wie es jetzt mit seiner Versorgung aussehe, antwortete der Beschwerdeführer, er sei momentan behelfsmässig mit bedingt passendem Material versorgt; die Beschaffung von passendem Material über seine Eltern werde evaluiert. Auf entsprechende Frage erklärte der Beschwerdeführer ebenfalls, der Gefängnisarzt habe ihn am Vormittag des 17. Oktober 2014 besucht (kantonale Akten, pag. E 68 f.). Aus dieser Darstellung des Beschwerdeführers lässt sich keine grundrechtsverletzende Passivität hinsichtlich seiner gesundheitlichen Bedürfnisse ableiten. Der Beschwerdeführer räumt selber ein, dass sich die Beschaffung des notwendigen Pflegematerials als äusserst schwierig erwiesen hat. Ebenso erhellt aus den Aussagen des Beschwerdeführers, dass zum Zeitpunkt der Eröffnung der Festnahme am 17. Oktober 2014 kein dringender Handlungsbedarf mehr bestand. Dass der Staatsanwalt die Gesundheit des Beschwerdeführers unnötigen Risiken ausgesetzt haben soll, trifft daher nicht zu. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, währen der Untersuchungshaft auf die Notwendigkeit einer Uhr hingewiesen zu haben, weshalb den Strafverfolgungsbehörden nicht vorgeworfen werden kann, dieses Bedürfnis ignoriert zu haben. Der Bericht vom 16. Dezember 2014 erwähnt einzig eine bereits bekannte Verbindung zwischen den Postings auf der Plattform B.________ und einer IP-Adresse, welche dem Beschwerdeführer zugeordnet werden konnte (kantonale Akten, act. S 3 118 S. 2). Der Auffassung des Beschwerdeführers, wonach dieser Bericht ein Geständnis überflüssig gemacht haben soll und die Haftbedingungen einzig aus diesem Grund gelockert worden seien, kann demnach nicht gefolgt werden. Welchen Einfluss das Gutachten vom 8. Januar 2015 gehabt haben soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Die Rüge einer Verletzung von Art. 3 EMRK erweist sich als unbegründet, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann. Mit der knappen, aber zutreffenden Feststellung, die "feindliche Haltung" der Staatsanwaltschaft finde in den Akten keine Stütze, kam die Vorinstanz ihrer Begründungspflicht hinreichend nach.