Citation: 2C_1024/2019 E. 5.3.2

5.3.2. Die Vorinstanz verkennt ferner, dass die Anschuldigungen der Beschwerdeführerin auch im Lichte der Androhungen des Ehemanns zu würdigen sind, der anlässlich der polizeilichen Sachverhaltsaufnahme, der Einvernahme durch die Strafbehörden als auch der Schlüssel- und Effektenübergabe klarstellte, dass die Beschwerdeführerin für "diese Sache" werde "büssen" müssen bzw. dass er dafür sorgen werde, dass sie eine "gerechte Strafe" erhalte (Art. 105 Abs. 2 BGG). Wenn der Ehemann zwar die Art der angedrohten Strafe nicht näher konkretisiere, verleihen seine Aussagen dennoch der von der Beschwerdeführerin gäusserten Angst, ihr Ehemann könne ihr etwas antun, ein hohes Mass an Glaubhaftigkeit (BGE 142 I 152 E. 6.2 S. 154). Sie belegen ferner, dass die Sorge der Schwester, die Beschwerdeführerin benötige polizeilichen Schutz, keineswegs aus der Luft gegriffen war. Die von dem Ehemann ausgesprochenen Drohungen machen denn auch deutlich, dass dieser sich auch in Gegenwart von Behörden nicht scheute, seiner Bereitschaft, die Integrität der Beschwerdeführerin zu beeinträchtigen, Ausdruck zu verleihen.