Citation: 5A_273/2024 E. 6.2

6.2. Die Beschwerde würde sich erneut als ungenügend begründet erweisen, soweit der Beschwerdeführer auch in diesem Zusammenhang eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör rügen sollte, weil auf einzelne seiner Vorbringen nicht eingegangen worden sei (vgl. vorne E. 3.1 und 4.3). Weitergehend missachtet der Beschwerdeführer auch hier, dass mit der Beistandschaft den bereits erkannten Gefährdungen des Kindeswohls begegnet werden soll, während das Gutachten der Abklärung dient, ob weitere Massnahmen notwendig sind (vgl. vorne E. 5.1). Die Beistandschaft lässt das Gutachten daher nicht als überflüssig erscheinen. Hinzu kommt, dass die Beiständin nicht (ohne weiteres) dieselben Fachkompetenzen wie eine Gutachterin oder ein Gutachter aufweist. Auch wenn die Beiständin bei Erkennen von Gefährdungen des Kindeswohl reagieren muss (vgl. auch vorne Bst. A.b), vermag ihre Arbeit ein Gutachten nicht zu ersetzen. Der Kindesschutz verlangt sodann ein vorausschauendes Handeln der Behörden. Diese sind gehalten, im frühestmöglichen Zeitpunkt mit gezielten Massnahmen möglichst präventiv eine festgestellte Kindeswohlgefährdung abzuwenden (Urteile 5A_690/2022 vom 31. Januar 2022 E. 3.4.2; 5A_373/2018 vom 8. April 2019 E. 5.1). Daher ist nicht zu beanstanden, dass die Behörde in der gegebenen Situation (Familienkonflikt; vgl. vorne E. 5.2.3) prüfen lässt, ob neben der Beistandschaft allfällig weitere Massnahmen notwendig werden. Das Verwaltungsgericht trifft in diesem Zusammenhang auch keinen Vorwurf, weil es beispielhaft und in allgemeiner Art und Weise aufzählte, welche Massnahmen seiner Ansicht nach in Frage kommen könnten. Damit nimmt es insbesondere nicht das Ergebnis der Begutachtung vorweg. Nach dem Ausgeführten sind sowohl die Begutachtung als auch die Beistandschaften bzw. die Ausdehnung der Kompetenzen der Beiständin nicht zu beanstanden. Beide Anordnungen verfolgen sodann unterschiedliche Ziele. Unter diesen Umständen kann auch eine Gesamtwürdigung der Situation, wie der Beschwerdeführer sie anspricht, nichts an der Rechtmässigkeit beider Anordnungen ändern. Das Verwaltungsgericht trifft daher keinen Vorwurf, falls es eine solche nicht oder nicht umfassend vorgenommen haben sollte.