Citation: 1C_408/2012 E. 6.4

6.4. Das Amt für Landwirtschaft als fachkundige Behörde (vgl. BGE 108 Ib 130 E. 3c S. 135 f.) begründete seinen Antrag auf Verweigerung der Bewilligung mit der fehlenden betrieblichen Notwendigkeit einer Wohnbaute. Im Einzelnen führte es Folgendes aus: "Bei der Damhirschhaltung handelt es sich um eine Wildtierhaltung, welche gegenüber einer Milchtierhaltung einer bedeutend weniger intensiven Betreuung bedarf. Die Damhirsche werden in dauernder Weidehaltung sehr naturnah gehalten (Kalb bleibt nach dem Setzen beim Muttertier). Über die Wintermonate müssen die Tiere zwar zweimal täglich gefüttert werden. Ausserdem müssen die Zäune in regelmässigen Abständen (gemäss Angaben der Bauherrschaft jede Woche) auf Beschädigungen überprüft werden. Die ständige Anwesenheit beim Ökonomiegebäude ist aus der Sicht des Amtes für Landwirtschaft auch unter Berücksichtigung der Argumente im Schreiben der Pfister & Partner Rechtsanwälte [...] nicht erforderlich."