Citation: 6B_1167/2020 E. 4.5.3

4.5.3. Gemäss Art. 68 Abs. 2 lit. d ZPO sind vor den Miet- und Arbeitsgerichten beruflich qualifizierte Vertreterinnen und Vertreter zur berufsmässigen Vertretung befugt, soweit das kantonale Recht dies vorsieht. Die Bestimmung enthält einen echten Vorbehalt zugunsten der Kantone (LUCA TENCHIO, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl., 2017, N. 13 zu Art. 68 ZPO). Den Kantonen steht es demnach frei, ob sie Vertretungen im Sinne von Art. 68 Abs. 2 lit. d ZPO zulassen wollen (MARTIN H. STERCHI, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. I, 2012, N. 9c zu Art. 68 ZPO). Gestützt auf § 11 Abs. 2 lit. a AnwG/ZH sind im Kanton Zürich in arbeitsrechtlichen Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 30'000.-- Vertretungen durch beruflich qualifizierte Vertreter zugelassen. In keiner der beiden Bestimmung wird konkretisiert, was unter beruflich qualifizierten Vertreterinnen und Vertretern zu verstehen ist. Dabei führt der Kanton Zürich allerdings ihre gemäss dem früheren, unterdessen aber aufgehobenen § 12 Abs. 1 lit. a AnwG/ZH (Fassung in Kraft bis 1.1.2011) geltende Praxis weiter, wonach lediglich Angestellte von Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerorganisationen, der eine Partei angehört, zur Vertretung zugelassen sind. Der Beschwerdeführer legt keine Anhaltspunkte dar, weshalb die Weiterführung der bisherigen Praxis im Rahmen der Anwendung des kantonalen Rechts unhaltbar wäre. Solche Gründe sind auch nicht ersichtlich. Die herrschende Lehre legt Art. 68 Abs. 2 lit. d ZPO ebenfalls in diesem Sinne aus (TENCHIO, a.a.O., N. 13 zu Art. 68 ZPO; STERCHI, a.a.O., N. 9c). Somit gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben könnte. Es ist weder dargetan noch ersichtlich, dass die einschlägige kantonale Norm gänzlich sachwidrig angewendet worden wäre.