Citation: 4A_497/2018 E. 3.4

3.4. Auf die Luftraummessung durch die gerichtliche Gutachterin im Verfahren der vorsorglichen Beweisführung kann nach der Beweiswürdigung der Vorinstanz nicht abgestellt werden, weil der Beschwerdeführer vor der Messung einen Teil des Täfers entfernt und die Dampfsperre geöffnet hatte. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er den genauen Zeitpunkt nicht behauptet hat, an dem er vor Durchführung der Luftmessung den Täfer entfernt und die Dampfsperre geöffnet hatte. Es leuchtet ein, dass die Zeitdauer dieser Öffnung für die Interpretation der Messresultate wesentlich ist. Wenn die Vorinstanz daher entsprechende Behauptungen und Beweisanträge verlangte, stellte sie entgegen der Ansicht in der Beschwerde keine übersetzten Anforderungen an die Substanziierung. Der Beschwerdeführer macht in diesem Zusammenhang überdies geltend, die Vorinstanz sei überspitzt formalistisch vorgegangen. Überspitzter Formalismus als besondere Form der Rechtsverweigerung liegt jedoch erst vor, wenn für ein Verfahren rigorose Formvorschriften aufgestellt werden, ohne dass die Strenge sachlich gerechtfertigt wäre, wenn die Behörde formelle Vorschriften mit übertriebener Schärfe handhabt oder an Rechtsschriften überspannte Anforderungen stellt und damit dem Bürger den Rechtsweg in unzulässiger Weise versperrt (BGE 142 V 152 E. 4.2 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 4A_71/2018 vom 18. September 2018 E. 2.2). Hiervon kann keine Rede sein, zumal die Vorinstanz nicht eine sekundengenaue Angabe forderte, sondern einzig die Aussage, die Dampfsperre sei "im Hinblick auf das Gutachten" geöffnet worden, als zu unspezifisch erachtete.