Citation: U 141/05 21.09.2005 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführerin erlitt bei ihrem Sturz am 17. Dezember 1995 ein Schädelhirntrauma mit in der Folge auftretenden Beschwerden wie Ohrenweh, Schwindel, Kopfweh, Seh- und Konzentrationsstörungen sowie rasche Ermüdbarkeit. Ob der Unfall auch eine HWS- Distorsion bzw. ein HWS-Schleudertrauma zur Folge hatte, ist fraglich. Im Anschluss an den Unfall entwickelte sich das für einen Unfall mit Schleudertrauma der HWS oder einer einem solchem äquivalenten Verletzung typische Beschwerdebild, wobei die von der Versicherten in der Folge bis zum massgeblichen Zeitpunkt des Einspracheentscheides geklagten Beschwerden als diesem zugehörig zu betrachten sind. Gestützt auf die sich in den Akten befindlichen medizinischen Berichte, insbesondere das am 19. November 2002 von Dr. med. O.________ erstellte neurologisch-psychiatrische Gutachten, ist im Weiteren davon auszugehen, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung keine unfallbedingten, organisch nachweisbaren gesundheitlichen Beeinträchtigungen, insbesondere auch keine organische Hirnschädigung, bestanden. 4.2 Umstritten ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung hinaus bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Während die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz gestützt auf das Gutachten von Dr. med. O.________ vom 19. November 2002 annehmen, die (somatischen) Folgen des am 17. Dezember 1995 erlittenen (leichten) Schädelhirntraumas seien bereits im Juni 1996 bzw. im März 2002 abgeheilt gewesen, macht die Beschwerdeführerin geltend, sie habe sich nie ganz vom Unfall erholt; die Besserung im Jahre 1996 sei im Rahmen der für solche Verletzungen typischen Auf-und-Ab-Entwicklung zu sehen. Angesichts der Tatsache, dass der Gutachter Dr. med. O.________ allerdings einen Zusammenhang zwischen dem Unfall und der diagnostizierten Anpassungsstörung bejaht, ist der Unfall nicht nur - wie von der Vorinstanz - als Teilursache der psychischen Beschwerden zu sehen, sondern als Teilursache des gesamten Beschwerdebildes, wird doch die Anpassungsstörung vom Gutachter als Mitursache der festgestellten gesundheitlichen Störung bezeichnet. Weil demzufolge der natürliche Kausalzusammenhang zwischen Unfall und andauernder gesundheitlicher Beeinträchtigung im Sinne einer Teilursache (vgl. BGE 121 V 329 Erw. 2a) zu bejahen ist, kann offen bleiben, ob die von der Beschwerdeführerin unter Hinweis auf anders lautende medizinische Literatur bestrittene zentrale gutachterliche These, wonach eine Verschlimmerung eines abgeheilten Schädelhirntraumas aus neurologischer Sicht nicht möglich sei, zutrifft.