Citation: U 153/05 01.03.2006 E. 5

Die Vorinstanz hat im Wesentlichen erwogen, in einer gesamthaften Würdigung der ärztlichen Einschätzungen erscheine der Zusammenhang der im Frühjahr 1998 eingetretenen psychischen Dekompensation mit dem Unfallereignis vom 28. Juni 1996 durch die zeitliche Distanz und die zwischenzeitliche psycho-soziale Entwicklung soweit gelockert, dass eine natürliche Kausalität nicht mehr überwiegend wahrscheinlich sei. Die Winterthur habe die diesbezüglichen Leistungen demnach zu Recht auf den 30. April 1998 eingestellt. Weiter könne offen bleiben, ob die Kollisionen vom 8. Dezember 1998 allenfalls im Sinne einer Teilkausalität zur nachfolgenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes beigetragen hätten. Selbst wenn dies in einem gewissen Mass und im Sinne eines auslösenden Faktors zu bejahen wäre, seien allfällige unfallkausale Anteile an der psychischen Gesamtsituation im Sommer 1999 durch die dysfunktionale Verarbeitung der weiteren Belastungen, insbesondere die andauernden Auseinandersetzungen mit dem Ehemann der Freundin und die eigene Ehekrise, abgelöst worden. Eine natürliche Kausalität der über den 31. Juli 1999 hinaus bestehenden psychischen Beschwerden mit dem Unfall vom 8. Dezember 1998 sei demnach nicht überwiegend wahrscheinlich. Die Auffassung des Dr. med. N.________, die Beschwerden seien mehrheitlich unfallkausal, sei nicht näher begründet und berücksichtige nicht die weitere Entwicklung nach dem 8. Dezember 1998.