Citation: I 667/99 08.05.2000 E. 3

3.- Es verbleibt zu prüfen, ob vor 1. Juni 1994 ein Rentenanspruch entstanden ist und bejahendenfalls in wel- chem Umfang. a) Das kantonale Gericht stellte zunächst fest, dass der Beschwerdeführer gemäss Gutachten der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Spitals X.________ vom 2. April 1993 in seinem bisherigen Beruf als Marketingleiter und Aussendienstmitarbeiter in Anbetracht des damit verbundenen intensiven Kundenkontaktes und der übrigen repräsentativen Verpflichtungen rückwirkend ab 1. Januar 1990 als zu 100 % arbeitsunfähig zu betrachten ist. Im Wesentlichen mit der Begründung, nach der genannten Expertise könne er hingegen eine Tätigkeit "hinter den Kulissen" als Betriebsökonom oder Versicherungsfachmann uneingeschränkt ausüben, und Dr. med. M.________, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie, attestiere ihm erst ab 1. Juni 1993 eine volle Arbeitsunfähigkeit, verneinte die Vorinstanz eine den Rentenanspruch entstehen lassende ärztlich attestierte Ar- beitsunfähigkeit von mindestens durchschnittlich 40 % wäh- rend eines Jahres vor dem 1. Juni 1993. Diese Argumentation vermag nicht zu überzeugen. b) Die Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG ist nicht mit der Erwerbsunfähigkeit gleichzusetzen. Im Gegensatz zur Entstehung des Rentenanspruchs ist beim Um- fang des Rentenanspruchs (bei Erwerbstätigen) nicht auf die Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf, sondern auf die Er- werbsunfähigkeit auf dem gesamten in Betracht fallenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt abzustellen (BGE 121 V 274 Erw. 6b/cc). Wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht, ist für die Entstehung des Rentenanspruchs mit ande- ren Worten im vorliegenden Fall die Arbeitsunfähigkeit in seinem bisherigen Beruf als Marketingleiter und Aussen- dienstmitarbeiter massgebend. Diese beträgt unbestrittener- massen seit 1. Januar 1990 100 %, womit die Wartezeit be- reits am 1. Januar 1991 - selbst für den Anspruch auf eine ganze Rente - als erstanden zu betrachten ist.