Citation: 1P.591/2000 03.11.2000 E. A

A.- Das Untersuchungsrichteramt des Kantons Solothurn leitete am 11. Mai 1999 ein Ermittlungsverfahren gegen A.________ und B.________ ein, weil sie im Rahmen eines gegen D.________ seit Oktober 1992 geführten Strafverfahrens betreffend Veruntreuung und Betrug ebenfalls verdächtig erschienen. Der zuständige Untersuchungsrichter dehnte das Ermittlungsverfahren am 1. Dezember 1999 auf weitere Personen aus. Am 26. Januar 2000 eröffnete er gegen insgesamt neun Personen, darunter A.________, B.________ und C.________, eine Voruntersuchung; am 6. März 2000 wurden sechs weitere Personen darin einbezogen. Mit zwei Schlussverfügungen vom 22. Mai 2000, in denen insgesamt vierzehn Personen angeschuldigt sind, überwies der Untersuchungsrichter die Akten dem Amtsgericht Olten-Gösgen zur Beurteilung. A.________, B.________ und C.________ werden demnach der mehrfachen Falschbeurkundung verdächtigt. Am 19. Juni 2000 stellten die drei erwähnten Angeschuldigten beim Staatsanwalt des Kantons Solothurn den Antrag, er möge im Strafverfahren gegen D.________ und Mitbeteiligte Anklage erheben. Gleichzeitig ersuchten sie den Präsidenten der Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Solothurn gestützt auf § 72 Abs. 2 lit. b des Gesetzes über die Gerichtsorganisation des Kantons Solothurn vom 13. März 1977 (GO/SO) um seine Zustimmung. Am 26. Juni 2000 teilte der Staatsanwalt den Gesuchstellern mit, eine Anklageerhebung vor Amtsgericht erweise sich unter den konkreten Umständen nicht als erforderlich. Mit Schreiben vom 29. Juni 2000 erklärten die Gesuchsteller dem Staatsanwalt, die entsprechende Entscheidkompetenz liege vorliegend allein bei der Anklagekammer, weshalb sie an ihrem Antrag festhielten. Der Staatsanwalt antwortete darauf am 30. Juni 2000, die Zustimmung der Anklagekammer sei lediglich für den Fall vorgesehen, dass sich der Staatsanwalt aufgrund des Antrags des Beschuldigten zur Anklageerhebung bereit erkläre. Der Präsident der Anklagekammer stimmte am 24. Juli 2000 nach Einsichtnahme in die Verfahrensakten dem Antrag auf Anklageerhebung zu und vertrat dabei die Auffassung, der Staatsanwalt müsse nun entsprechend tätig werden. Am 18. August 2000 teilte der Staatsanwalt den Gesuchstellern und den interessierten Behörden mit, er werde keine Anklage erheben, da eine solche nach § 72 Abs. 2 lit. b GO/SO das Einverständnis der Staatsanwaltschaft voraussetze. Am 24. August 2000 erhoben die Gesuchsteller beim Regierungsrat des Kantons Solothurn Aufsichtsbeschwerde gegen den Staatsanwalt.