Citation: 4A_122/2021 E. A

A.________ (Käufer; Beschwerdeführer) kaufte bei einem Uhrenhändler für Fr. 26'000.-- das von C.________ im Jahre 1980 konstruierte Astrolabium (Heliocenter) "invenit et facit". Weil der Uhrenhändler das Astrolabium nicht selber fertigstellen und reparieren konnte, wurde es zum Uhrmacher B.________ (Uhrmacher; Beschwerdegegner) gebracht. Zwischen den Parteien ist streitig, welche Reparatur- resp. sonstigen Arbeiten sie vereinbart haben. A.a. Zwischen den Parteien kam es zum Streit um die Bezahlung der Arbeiten. Sie schlossen am 14. April 2014 zunächst eine Vereinbarung, in der sie die Kosten aufteilten. Der Uhrmacher sollte Fr. 2'800.-- übernehmen und der Käufer Fr. 14'000.--. Dieser hatte Fr. 4'200.-- innert 30 Tagen zu bezahlen, den Restbetrag bei der Übergabe des fertiggestellten funktionsfähigen Astrolabiums. Die Vereinbarung unterzeichneten die Parteien des hier zu beurteilenden Prozesses sowie der Uhrenhändler, allerdings im Rahmen eines anderen damals vor den kantonalen Instanzen hängigen Verfahrens (KG 1 B 13 44), in dem sich der Uhrenhändler und der Käufer als Parteien gegenüberstanden und der Uhrmacher als Zeuge geladen war. A.b. Da sich die Parteien weiter um die Fertigstellung resp. Aushändigung stritten, schlossen sie anlässlich eines Schlichtungsverfahrens am 30. Oktober 2015 einen Vergleich. Sie vereinbarten, ein Experte habe am 1. Dezember 2015 die Funktionsfähigkeit des Astrolabiums, d.h. die Anzeigen der Mechanismen zu prüfen. Liefen nach seiner Einschätzung die fünf Werke/Mechanismen korrekt (unter Berücksichtigung gewisser Ungenauigkeit der ursprünglichen Konstruktion), übernehme der Käufer das Astrolabium auf seine Verantwortung gegen Bezahlung von Fr. 10'500.--. Falls der Experte feststellen sollte, dass die fünf Werke/Mechanismen nicht korrekt liefen, leiste der Uhrmacher entsprechende Gewährleistung. Der Käufer ist der Ansicht, das Astrolabium sei hinsichtlich der Sternenzeit mit einer Abweichung von drei Stunden und 41 Minuten nicht korrekt repariert worden. Der Uhrmacher wendet ein, diese Abweichung beruhe auf einem konzeptionellen Fehler. Die Vereinbarung vom 14. April 2014 sehe vor, dass er das Gerät, so wie es konzipiert worden sei, zum Laufen zu bringen habe. Die konzeptionellen Fehler in Teilen des Geräts seien erst viel später überhaupt ersichtlich geworden. Deren Behebung habe nie zu den ihm übertragenen Aufgaben gehört.