Citation: 6B_986/2017 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz stellt fest, der Beschwerdeführer habe mit Schreiben an die Bank M.________ vom 7. April 2010 um Gewährung eines Kredits zum Erwerb eines Eigenheims nachgesucht. Darin habe er festgehalten, dass er "alle Unterlagen über meine zwei Firmen und von mir Privat" übermittle; der Kaufpreis betrage CHF 2,05 Mio. und er beabsichtige, Eigenmittel von CHF 750'000.-- einzubringen; aus steuerlichen Gründen wolle er die Liegenschaft über die E.________ GmbH, deren einziger Gesellschafter er sei, erwerben. Die Vorinstanz führt weiter aus, dem Schreiben seien u.a. die Bilanz per 31 Dezember 2009 und Erfolgsrechnung vom 1. August 2008 bis 31. Dezember 2009 der E.________ GmbH mit Anhang, die Bilanz per 31. Dezember 2009 und Erfolgsrechnung für Mai bis Dezember 2009 der F.________ AG mit Anhang sowie die Zwischenabschlüsse und konsolidierten Abschlüsse der E.________ GmbH und der F.________ AG je per 31. März 2010 beigelegt gewesen. Die Bank M.________ sei unter Bezugnahme auf den Finanzierungsantrag des Beschwerdeführers grundsätzlich bereit gewesen, einen Hypothekarkredit von CHF 1'305'000.-- zu gewähren. Die Vorinstanz stellt weiter fest, der Beschwerdeführer habe die Jahresrechnungen der E.________ GmbH und der F.________ AG in der Fassung, wie er sie von seinem Treuhänder erhalten habe, für die Einreichung bei der Bank abgeändert, indem er in der Bilanz der E.________ GmbH per 31. Dezember 2009 die Positionen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten" und "Andere Forderungen gegenüber Gesellschafter" in einer einzigen Position "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" zusammengezogen. Desgleichen habe er in der Bilanz der F.________ AG per 31. Dezember 2009 die Positionen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten", "Andere Forderungen gegenüber Nahestehenden" und "Darlehen Nahestehende" in einer einzigen Position "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" zusammengefasst. Damit habe er die Grundsätze der Bilanzwahrheit und Bilanzklarheit verletzt sowie gegen aArt. 663a Abs. 4 OR verstossen. Der Beschwerdeführer sei nicht nur wirtschaftlich Berechtigter, sondern auch faktischer Geschäftsführer dieser Gesellschaften gewesen. Indem er der Bank M.________ alle von dieser verlangten Unterlagen über seine zwei Firmen eingereicht habe, komme diesen gegen der Bank eine erhöhte Glaubwürdigkeit zu. Es sei unerheblich, dass die Bilanzen weder unterzeichnet noch vom zuständigen Organ - mithin vom Beschwerdeführer - noch nicht genehmigt gewesen seien. Die inhaltlich falschen Bilanzen stellten demnach eine Falschbeurkundung dar. In subjektiver Hinsicht habe der Beschwerdeführer offensichtlich mit Täuschungsabsicht gehandelt. Anders seien seine Manipulationen nicht zu erklären. Dass die Bank nach seinen Aussagen bei der Kreditvergabe nicht auf die Bilanzen abgestellt habe, sondern auf die Werthaltigkeit der Liegenschaft, sei irrelevant. Dieses Tatbestandselement sei schon mit der blossen Absicht der Täuschung erfüllt. Ob sich diese verwirkliche, sei nicht entscheidend. Zudem sei allgemein bekannt, dass dass ein Kreditinstitut nicht nur auf die Werthaltigkeit der Sicherheit abstelle, sondern auch und in erster Linie auf die Bonität des Kreditschuldners. Dies werde dadurch untermauert, dass die Bank M.________ die Unterlagen zu den Unternehmen beim Kreditgesuch des Beschwerdeführers einverlangt habe. Der Beschwerdeführer habe sich mithin einen unrechtmässigen Vorteil verschaffen wollen, indem er die Finanzierung des Erwerbs der Privatliegenschaft habe erreichen wollen, ohne gegenüber dem potentiellen Kreditgeber die wahre finanzielle Situation seiner Gesellschaften offenzulegen. Damit habe er die Bank über die Rückzahlungsfähigkeit getäuscht. Bei Offenlegung der finanziellen Situation hätte er mit schlechteren Kreditbedingungen rechnen müssen (angefochtenes Urteil S. 180 ff.).