Citation: I 849/06 14.09.2007 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführerin leidet an Hepatitis C und Diabetes mellitus. Ausserdem erlitt sie im Jahr 1999 eine Endokarditis (Entzündung der Herzinnenhaut), die zu einer mittelschweren Insuffizienz der Trikuspidalklappe führte. Zur Zeit eines einmonatigen Spitalaufenthalts im Sommer 2003 dauerte ein langjähriger intravenöser Drogenkonsum noch an (Austrittsbericht des Spitals X.________ vom 23. Juli 2003). Wie das kantonale Gericht dargelegt hat, führt Drogensucht an sich nicht zu Invalidität. Sie kann jedoch invalidisierende Gesundheitsschäden zur Folge haben oder ihrerseits Folge eines körperlichen oder geistigen Gesundheitsschadens sein (BGE 99 V 28; AHI 2002 S. 28 [I 454/99]). Dem medizinischen Dossier ist zu entnehmen, dass die frühere Drogensucht keine aktuelle Bedeutung mehr hat (Schreiben des Allgemeinmediziners Dr. E.________ vom 29. September 2005). Damit entfällt die Fragestellung, ob die Drogenabhängigkeit Folge einer Krankheit gewesen war. Es kommt allein noch darauf an, ob die ausgewiesenen Gesundheitsschädigungen für eine allfällige Leistungsminderung verantwortlich sind. Dabei spielt - entgegen der offenbaren Meinung der Beschwerdeführerin - keine Rolle, ob diese Gesundheitsschädigungen einen Zusammenhang mit der Drogensucht aufweisen oder nicht. Im Rahmen dieses Leistungsstreits ebenfalls unerheblich sind die von der Versicherten befürchteten möglichen Rückfälle hinsichtlich des Herzleidens, da nur tatsächlich eingetretene (und noch immer vorhandene) Gesundheitseinschränkungen berücksichtigt werden können. 3.2 Der Kardiologe Dr. C.________ legte bereits am 4. Mai 2001 dar, die raschere Ermüdbarkeit bei körperlichen Belastungen sei nur zu einem kleinen Teil durch das Herzleiden bedingt. Die erhobenen Befunde sollten höchstens zu einer leichten Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit führen. Die Einschränkung sei hauptsächlich durch Trainingsmangel, chronischen Nikotinabusus sowie "durch Befunde im Rahmen der persönlichen Anamnese" zu erklären. Auch finden sich keine Hinweise, dass der Diabetes oder die Hepatitis C zu Arbeitsunfähigkeit führen würde. Soweit Dr. E.________ im Bericht vom 29. September 2005 die ungenügende Diabeteseinstellung in einen Zusammenhang mit der depressiven Stimmungslage stellt, gilt das unter E. 3.3 hernach Auszuführende. Bezogen auf die körperlichen Gesundheitsschäden ist mithin nicht ersichtlich, inwiefern das kantonale Gericht den rechtserheblichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig oder unvollständig festgestellt haben sollte (vgl. oben E. 1.2). 3.3 Der behandelnde Arzt Dr. E.________ berichtete am 29. September 2005 zusätzlich von rezidivierenden depressiven Episoden mit Angstzuständen, die sich - wie der Diabetes und die Herzproblematik - auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten. Auch wenn die Drogenabhängigkeit nicht mehr im Vordergrund steht, lebt die Versicherte noch immer in schwierigen Lebensverhältnissen. Gerade auch mit Blick auf den Umstand, dass der Hausarzt der Beschwerdeführerin selber in der Lage ist, die "deutliche Depression" medikamentös und mit Beratungsgesprächen zu behandeln, muss davon ausgegangen werden, dass das rezidivierende depressive Zustandsbild namentlich in der bestehenden, zumindest teilweise durch den (früheren) Drogenkonsum geprägten psychosozialen Problematik begründet liegt. Bei einer Veränderung dieser Lebenssituation ist dementsprechend eine wesentliche Besserung der psychischen Befindlichkeit und damit der durch diese eingeschränkten Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Damit liegt auch in psychischer Hinsicht kein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Gesetz und Rechtsprechung vor (Urteil I 955/05 vom 6. November 2006, E. 3.3.2). 3.4 Insgesamt ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden.