Citation: 2C_238/2015 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz eine aktenwidrige Sachverhaltsfeststellung gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG vor, indem diese entgegen klarerweise anderslautender Berichte (Kurzbericht der Beratungsstelle für Familien vom 15. Juli 2014 und Zwischenbericht der Amtsvormundschaft Mittelrheintal vom 8. April 2014) dem Beschwerdeführer vorhalte, es bestünde keine reibungslose Kontaktpflege. Angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Urteilsfällung (18. Dezember 2014) sein Kind nur alle zwei Wochen für einige Stunden zu sehen berechtigt war, kann der Vorinstanz keine Willkür vorgeworfen werden, wenn sie (in tatsächlicher Hinsicht) nicht von einer reibungslosen Kontaktpflege im gerichtsüblichen Ausmass ausgegangen ist. An dieser Einschätzung vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass gemäss der hiervor genannten Berichte der Beschwerdeführer das ihm eingeräumte Besuchsrecht regelmässig ausgeübt haben soll und die Vater-Sohn-Beziehung liebevoll und herzlich wirke. Ebenso wenig kann berücksichtigt werden, dass der Beschwerdeführer, wie er vorbringt, seit Januar 2015 seinen Sohn mindestens jedes zweite Wochenende zu sich auf Besuch nimmt, da es sich bei dieser Tatsache um ein unzulässiges Novum handelt (vgl. E. 2.3 hiervor). Nach ständiger Rechtsprechung ist grundsätzlich nur das tatsächlich ausgeübte Besuchsrecht zum Zeitpunkt des angefochtenen vorinstanzlichen Urteils massgeblich (vgl. Urteil 2C_123/2015 vom 30. September 2015 E. 2.7 mit Hinweisen). Folglich ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz eine besonders enge Beziehung des Beschwerdeführers zu seinem Sohn in affektiver Hinsicht verneinte; ein im Umfang von sechs Stunden alle zwei Wochen ausgeübtes Besuchsrecht ist weniger als das nach heutigem Massstab übliche (vgl. BGE 139 I 315 E. 2.3 S. 320). Offen bleiben kann bei diesem Ergebnis, ob die Voraussetzung der besonders engen wirtschaftlichen Beziehung zwischen Vater und Sohn erfüllt ist. Der Beschwerdeführer macht im Übrigen nicht geltend, dass eine solche bestehen würde. Insbesondere geht aus der Beschwerdeschrift nicht hervor, ob er die gerichtlich festgesetzten Unterhaltszahlungen für seinen Sohn auch tatsächlich leistet. Ins Gewicht fällt schliesslich auch, dass angesichts der strafrechtlichen Verurteilung des Beschwerdeführers wegen über Jahre hinweg ausgeübter häuslicher Gewalt gegenüber seiner Ex-Ehefrau und seinem Kind nicht von einem tadellosen Verhalten im Sinne der zitierten Rechtsprechung gesprochen werden kann. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu bemängeln, wenn die Vorinstanz zum Schluss kam, dass es dem Beschwerdeführer zuzumuten ist, sein Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her auszuüben, wobei allenfalls die Modalitäten des Besuchsrechts geeignet aus- bzw. umzugestalten sind. Im Übrigen können die familiären Beziehungen nicht nur besuchsweise, sondern auch vom Ausland aus über Briefverkehr, Telefonate, E-Mail oder Internet (Skype etc.) gepflegt werden. Weitere private Interessen, die einer Ausweisung des Beschwerdeführers entgegenstehen würden, sind nicht ersichtlich. Zwar lebte der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils schon seit rund elf Jahren in der Schweiz. Er hat sein Heimatland jedoch erst mit 21 Jahren verlassen und ist deshalb mit dessen Sprache und Kultur nach wie vor bestens vertraut. Zudem hat er den vorinstanzlichen Feststellungen zufolge den Kontakt zu seinem Heimatland, wo noch Verwandte von ihm leben, nicht abgebrochen. Schliesslich sind die von ihm hier ausgeübten Tätigkeiten nicht an die Schweiz gebunden. Seine beruflichen Perspektiven im Kosovo sind zweifelsohne beschränkt, jedoch lässt allein der Umstand, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse bzw. die Arbeitsmöglichkeiten in der Schweiz besser sind als im Kosovo, eine Ausreise nicht als unzumutbar erscheinen. Insgesamt stehen einer sozialen und wirtschaftlichen Wiedereingliederung des mit 33 Jahren noch vergleichsweise jungen Beschwerdeführers keine unüberwindlichen Hindernisse entgegen.