Citation: U 94/99 21.01.2000 E. 3

3.- Dr. med. S.________ untersuchte den Beschwerdeführer ein einziges Mal am 8. Dezember 1995, gab postcommotionelle Beschwerden sowie eine Zervikalgie an und äusserte den Verdacht auf psychische Verarbeitungsstörungen. Nach einer - zusätzlich zu den während des Spitalaufenthaltes im September 1995 angefertigten Aufnahmen durchgeführten - MRI-Untersuchung der Klinik Y.________ vom 14. Dezember 1995 schrieb er den Versicherten ab 1. Januar 1996 zu 50 % und ab 15. Januar 1996 zu 100 % arbeitsfähig, dies vordringlich, "um ein anscheinend zunehmendes psychisches Abgleiten möglichst zu verhindern". Beschwerdefreiheit stellte er nicht fest. Zur Frage, ob und in welchem Umfang der Versicherte, welcher über eine bis 16. Dezember 1995 befristete Aufenthaltsbewilligung verfügte, angesichts der diagnostizierten Leiden seiner Tätigkeit auf dem Bau nachgehen könnte, liess er sich nicht vernehmen, rechnete allerdings auch nicht damit, dass dieser nach Ablauf seiner Aufenthaltsberechtigung wieder in die Schweiz zurückkehren würde. In seinem Bericht vom 8. Dezember 1995 wies er zudem darauf hin, der erste Hausarzt Dr. med. L.________ habe auf den 16. November 1995 eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit angegeben, woraufhin der Beschwerdeführer einen Arztwechsel vorgenommen habe. Solches ist indes nicht aktenkundig. Anlässlich der Untersuchung im ZMB führte der Versicherte als Grund für den Wechsel des Hausarztes den Umzug zu einem Kollegen an (ZMB-Gutachten vom 18. Dezember 1997). Der neue Hausarzt Dr. med. A.________, bei welchem der Versicherte bis zum 18. Dezember 1996 in intensiver Behandlung gestanden hatte, bestätigte am 16. Februar 1996 die nach dem Unfall im Spital Z.________ diagnostizierten Gesundheitsstörungen, stellte fest, die 12 Physiotherapiesitzungen hätten keine signifikante Besserung herbeigeführt, weshalb vorderhand eine Beschränkung auf medikamentöse Therapie erfolge, und erachtete seinen Patienten weiterhin als zu 100 % arbeitsunfähig. Am 9. April 1996 orientierte er darüber, dass die Beschwerden seit dem 16. Februar 1996 unverändert seien, wies jedoch gleichzeitig darauf hin, dass sich die Kopfbeweglichkeit eher gebessert habe. Einen Monat nach Erlass des Einspracheentscheides vom 18. November 1996 äusserte er den Verdacht auf eine posttraumatische Adaptionsstörung und hielt insbesondere im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit weitere Abklärungen als angezeigt (Stellungnahme vom 20. Dezember 1996). Aus dem am 18. Dezember 1997 erstellten ZMB-Gutachten ergeben sich keine Hinweise auf den zeitlichen Verlauf der gesundheitlichen Entwicklung und der Arbeitsfähigkeit.