Citation: 4A_91/2022 E. 3.5

3.5. Anwendbar sind die allgemeinen Grundsätze zur Unterbrechung des Kausalzusammenhangs, die nur anzunehmen ist, wenn zu einer an sich adäquaten Ursache eine andere Ursache hinzutritt, die einen derart hohen Wirkungsgrad aufweist, dass erstere nach wertender Betrachtungsweise als rechtlich nicht mehr beachtlich erscheint. Entscheidend ist die Intensität der beiden Ursachen (BGE 143 II 661 E. 7.1; 130 III 182 E. 5.4). Betreffend Art. 40c EBG muss die Verwirklichung der Betriebsgefahr im Verhältnis zum hinzukommenden Sachverhalt (hier das schwere Selbstverschulden) von derart untergeordneter Bedeutung sein, dass sie nur noch als eine zufällige, unbedeutende Teilursache des Schadens erscheint (Urteile 4A_179/2021 vom 20. Mai 2022 E. 3.2, zur Publ. bestimmt; 4A_131/2021 vom 11. Februar 2022 E. 1.1; 4A_602/2018 vom 28. Mai 2019 E. 3.3.3.3).