Citation: 8C_581/2022 E. 5.6

5.6. Ferner hält der Beschwerdeführer das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen bis zum Fallabschluss (BGE 134 V 109 E. 10.2.7) für gegeben. Dieses bezieht sich nicht nur auf den angestammten Beruf, sondern auch auf alternative leidensangepasste Tätigkeiten (SVR 2017 UV Nr. 9 S. 31, 8C_616/2016 E. 10). Dem Beschwerdeführer ist nach unbestritten beweiskräftigem (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) asim-Gutachten vom 7. Juni 2021 seit Januar 2020 für angepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 70 % bei 30%iger Einschränkung aus psychiatrischen Gründen zumutbar. Rechtsfehlerfrei berücksichtigt hat die Vorinstanz in diesem Zusammenhang insbesondere, dass der Beschwerdeführer eine am 6. Januar 2020 in der Stiftung Battenberg, Biel, begonnene berufliche Massnahme trotz einer auf nur vier Stunden limitierten Tagespräsenz nach kurzer Zeit abbrach (vgl. E. 4.1 hievor). Weitere Wiedereingliederungsbemühungen seitens des Beschwerdeführers sind nicht ausgewiesen. Moniert dieser, die asim-Gutachter hätten ihn aufgrund seiner psychischen Beeinträchtigungen als unfähig erachtet, sich selber in den Arbeitsprozess einzugliedern, so trifft dies nicht zu. Vielmehr hielt die psychiatrische Expertin Dr. med. G.________ einzig fest, berufliche Massnahmen unter strenger therapeutischer Begleitung könnten diesbezüglich "hilfreich" sein (psychiatrisches Gutachten, S. 12). Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, das Unterlassen jeglicher Anstrengungen - wie es hier vorliegt - dürfe im Rahmen der Adäquanzprüfung nicht mit einbezogen werden. Ebenso wenig legen die weiteren in der Beschwerde vorgebrachten Einwände (abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die behandelnden Ärzte; Ausrichtung von Taggeldern während über drei Jahren) einen solchen Schluss nahe. Zu verweisen ist im Übrigen darauf, dass beim Beschwerdeführer bei der psychiatrischen asim-Begutachtung lediglich eine leicht- bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0/32.1) diagnostiziert wurde. Dabei zeigten sich deutliche Inkonsistenzen betreffend Konzentration und Gedächtnisleistung sowie hinsichtlich des behaupteten sozialen Rückzugs (vgl. psychiatrisches Gutachten, S. 9). Diese waren derart ausgeprägt, dass nach Angaben der psychiatrischen asim-Expertin Dr. med. G.________ eine exakte Einteilung des Schweregrads der depressiven Störung unmöglich gewesen sei. Insgesamt ist nach dem Gesagten auch dieses Adäquanzkriterium - soweit überhaupt von einer erheblichen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden kann - von der Vorinstanz zu Recht verneint worden.