Citation: 8C_345/2022 E. 5.1

5.1. Es ist dem Beschwerdeführer insoweit beizupflichten, dass ihm die unterbliebene Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nach Einstellung der Invalidenrente mittels Verfügung vom 16. Mai 2011 entgegen der Auffassung der Vorinstanz bei der Bestimmung der Arbeitsfähigkeit nicht im Sinne eines invaliditätsfremden Faktors angelastet und die Invalidenrente ohne Weiteres gestützt auf die prognostizierte Arbeitsfähigkeit nach geglückter Wiedereingliederung in der Höhe von 50 % festgesetzt werden kann. Denn im psychiatrischen Gutachten vom 13. Februar 2018 wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass - falls überhaupt - nur eine geringe Restarbeitsfähigkeit bestehe und die Probleme bei der Eingliederung zu einem überwiegenden Teil durch das (psychische) Störungsbild bedingt seien. Das kantonale Gericht setzt sich damit nicht auseinander. Der psychiatrische Experte knüpft die Prognose einer 50%igen Arbeitsfähigkeit an das Gelingen der beruflichen Wiedereingliederung und geht für den Zeitpunkt seiner Untersuchung, wenn überhaupt, von einer Arbeitsfähigkeit von einer Stunde bis zwei Stunden pro Tag aus. Vor diesem Hintergrund - insbesondere bei grundsätzlich beweiskräftiger gutachtlicher Einschätzung - bestand für das kantonale Gericht zumindest vorerst kein Grund für eine abweichende Festlegung der Arbeitsfähigkeit "in rechtlicher Hinsicht" (vgl. E. 3.3.5 des angefochtenen Entscheids).