Citation: 1C_128/2022 E. 3.3

3.3. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt, dass die Behörde die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien tatsächlich hört, ernsthaft prüft und bei der Entscheidfindung angemessen berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 148 III 30 E. 3.1 mit Hinweisen). Diesen Anforderungen genügt der angefochtene Entscheid. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerinnen hat sich das Kantonsgericht eingehend mit der Frage auseinandergesetzt, ob sie vor Erlass des staatsrätlichen Entscheids hinreichend angehört worden waren. Diese Frage hat es gestützt auf die Vorgeschichte und die erwähnte Sitzung vom 21. August 2019 bejaht. Auch hat es begründet, weshalb es eine Heilung der Gehörsverletzung als möglich erachtet, indem es darlegte, dass die von den Beschwerdeführerinnen vorgetragenen Rügen durchwegs Sachverhalts- und Rechtsfragen betreffen würden, zu deren Beurteilung es über volle Kognition verfüge. Die Kritik der Verletzung der Begründungspflicht ist deshalb unberechtigt.