Citation: 1C_587/2022 E. 3

Die Beschwerdeführer rügen zunächst eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). Die Gemeinde habe es unterlassen, sie vor der Teilrevision des Reglements anzuhören und sie in das Verfahren einzubeziehen. Dies wäre aufgrund ihrer besonderen Betroffenheit als Grundeigentümer eines massgeblichen Abschnitts der streitbetroffenen Feldstrasse zwingend erforderlich gewesen. Sie seien auch nicht persönlich über die Gemeindeversammlung vom 13. September 2021 informiert worden, da sie in der Gemeinde Bever nicht stimmberechtigt seien. Die Gemeinde hätte sich nicht damit begnügen dürften, die Gemeindeversammlung auf ihrer Website anzukündigen. Die Beschwerdeführer hätten nur durch Zufall von der Teilrevision überhaupt noch rechtzeitig Kenntnis erhalten und ihre Meinung zur Reglementsänderung mit Schreiben vom 8. September 2021 geäussert. Selbst wenn ein vorheriges Anhörungsrecht bestehen würde, haben sich die Beschwerdeführer unbestrittenermassen vor der Gemeindeversammlung vom 13. September 2021 zur geplanten Teilrevision des Reglements geäussert und konnten ihre Einwände einzubringen. Ihre Stellungnahme vom 8. September 2021 wurde anlässlich der Gemeindeversammlung gezeigt und vorgelesen, sodass den Stimmberechtigten der Standpunkt der Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht worden ist. Darüber hinaus fiel das Ergebnis an der Gemeindeversammlung mit 22 zu einer Stimme überaus deutlich zugunsten der Teilrevision aus, weshalb nicht davon auszugehen ist, dass eine frühere Information der Stimmberechtigten zu einem anderen Ergebnis geführt hätte. Aus einer allfälligen Verletzung des Gehörsanspruchs ist ihnen somit kein Nachteil erwachsen. Dass die Vorinstanz die angefochtene Reglementsänderung nicht infolge einer Verletzung des rechtlichen Gehörs aufgehoben hat, ist somit in Ergebnis nicht als verfassungswidrig zu beanstanden.