Citation: 8C_973/2009 03.03.2010 E. 3

3.1 Nach den unter dem Blickwinkel von Art. 105 Abs. 2 BGG verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz übte die Versicherte innerhalb der ordentlichen Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 9. Februar 2007 bis 8. Februar 2009 (Art. 9 Abs. 2 und 3 AVIG) nicht während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung aus (Art. 13 Abs. 1 AVIG). Das Gericht hat weiter festgestellt, dass die Beschwerdegegnerin sich aus einer vom 1. November 2001 bis 31. Oktober 2003 laufenden Rahmenfrist für den Leistungsbezug heraus der Erziehung des bei der Wiederanmeldung noch nicht zehn Jahre alten Sohnes A.________ (geboren 14. Juli 2001; vgl. Art. 3b Abs. 1 AVIV) widmete. 3.2 Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ergibt sich in Anwendung des Art. 9b Abs. 1 AVIG ein Taggeldanspruch nicht bereits aus dem Umstand, dass sich eine versicherte Personen zu Beginn der Erziehung in einer laufenden Rahmenfrist befand und somit aus einer früheren Tätigkeit genügend Beitragszeit erworben hat. Vielmehr erreichen Personen, die sich aus einer laufenden Rahmenfrist der Kindererziehung widmen - wenn (kumulativ) erfüllt ist, dass es sich um die Erziehung eines unter zehnjährigen Kindes handelt (lit. a) und keine genügende Mindestbeitragszeit im Zeitpunkt der Wiederanmeldung vorliegt (lit. b) - einzig eine Verlängerung der Rahmenfrist für den Leistungsbezug um zwei Jahre. Wie die Beschwerdeführerin richtig bemerkt, endete damit der Leistungsanspruch der Versicherten bei einer Verlängerung der ordentlich bis 31. Oktober 2003 dauernden Leistungsrahmenfrist um zwei Jahre am 31. Oktober 2005. Die Bestimmung des Art. 9b Abs. 2 AVIG, wonach die Rahmenfrist für die Beitragszeit von Versicherten, die sich der Erziehung ihrer Kinder gewidmet haben, rückwärts vom Stichtag auf vier Jahre ausgedehnt wird, findet nach dem klaren gesetzlichen Wortlauf nur Anwendung, wenn zu Beginn der einem Kind unter zehn Jahren gewidmeten Erziehung keine Rahmenfrist für den Leistungsbezug lief, womit eine dementsprechende Berechnung einer Rahmenfrist für die Beitragszeit vorliegend ausser Betracht fällt (vgl. zum Ganzen: THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Ulrich Meyer [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, 2. Aufl., Basel 2007, Rz. 113 ff. mit Hinweisen).