Citation: 6B_695/2024 E. 5.2

5.2. Im Einzelnen trägt der Beschwerdeführer vor, er sei ein anerkannter Flüchtling, weshalb dem Non-Refoulement-Gebot Rechnung zu tragen sei, welches Vollzugshindernis schon ein Hindernis für die Anordnung einer Landesverweisung sei. Er habe Sri Lanka wegen Teilnahme an Studentendemonstrationen und willkürlicher Bestrafung verlassen. In Sri Lanka lebten zwar noch seine Eltern und ein Bruder. Dennoch sei er nie dorthin zurückgekehrt, weil er fürchte, direkt am Flughafen verhaftet zu werden und in der Folge an Leib und Leben sowie in seiner Freiheit bedroht zu sein. Auch wenn das Bundesverwaltungsgericht am 21. Juli 2023 entschieden habe, dass Angehörige tamilischer Ethnien bei einer Rückkehr nach Sri Lanka nicht generell einer ernstzunehmenden Gefahr von Verhaftung und Folter ausgesetzt seien, sei eine solche Gefahr gerade bei ihm gegeben. Zudem liege ein Härtefall vor. Entgegen der Vorinstanz würden seine privaten Interessen am Verbleib in der Schweiz das öffentliche Interesse an seiner Landesverweisung überwiegen. Sein Lebensmittelpunkt liege hier, wo er mittlerweile einen Sohn habe, der am 24. Mai 2022 geboren sei. Dieser lebe zwar aktuell bei einer Pflegefamilie, da auch die Lebenspartnerin des Beschwerdeführers und Kindsmutter mit Alkoholproblemen kämpfe. Der Sohn sei aber Motivation für den Beschwerdeführer, eine Langzeitalkoholtherapie anzutreten. Es liege auch im Kindeswohl, dass weiterhin Kontakt zum leiblichen Vater bestehe.