Citation: 8C_602/2021 E. 4.3.2

4.3.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe ihr Ermessen unterschritten, indem sie die für ihn unverzichtbare Möglichkeit, jederzeit innert Kürze eine Toilette aufsuchen zu können, als Aspekt des leidensbedingten Abzugs ausser Acht gelassen habe. Eine angepasste Tätigkeit müsse so ausgestaltet sein, dass er die Arbeit - wann immer nötig - unverzüglich ohne Konsequenzen für den Arbeitsablauf unterbrechen könne. Dieser Aspekt sei entgegen der Vorinstanz nicht bereits im erhöhten Pausenbedarf berücksichtigt. Aufgrund des erforderlichen Entgegenkommens des Arbeitgebers sei damit zu rechnen, dass er nicht den gleichen Lohn erhalte wie ein gesunder Arbeitnehmer. Diesem Umstand sei mit einem zusätzlichen Abzug von 10 % Rechnung zu tragen. Insgesamt sei demnach mit Blick auf die gutachterlich umschriebene Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit (wenig Kontakte zu Menschen resp. wenig wechselnder Kontakt mit Kollegen; intellektuell einfache Arbeit; körperlich leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeit; Möglichkeit, jederzeit innert Kürze eine Toilette aufsuchen zu können) ein gesamthafter Abzug von 20 % gerechtfertigt.