Citation: 6B_985/2016 E. 4.2.2

4.2.2. Das angefochtene Urteil verletzt auch im Schuldspruch wegen Gläubigerbevorzugung kein Bundesrecht. Der Verkauf der gesamten Warenvorräte und Einrichtungsgegenstände an die B.________ GmbH unter Verrechnung mit der aufgelaufenen Darlehensforderung erfüllt nach der Rechtsprechung in klarer Weise den objektiven Tatbestand der Bevorzugung eines Gläubigers im Sinne von Art. 167 StGB. Dies wird im Grunde auch vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt, zumal er das vorinstanzliche Urteil lediglich in Bezug auf den subjektiven Tatbestand anficht. Entgegen seiner Auffassung verstösst aber auch die Annahme vorsätzlichen Handelns nicht gegen Bundesrecht. Angesichts seiner Stellung als einziger Verwaltungsrat sowie seines Wissens um die prekäre finanzielle Lage der A.________ AG spätestens seit dem Jahre 2009 um die 105 Betreibungen zwischen dem 20. November 2008 und dem 6. März 2012 ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz annimmt, dem Beschwerdeführer sei die Zahlungsunfähigkeit der A.________ AG ab dem 30. Dezember 2011 bekannt gewesen und er habe in Bezug auf diese mit direktem Vorsatz gehandelt (angefochtenes Urteil S. 14). Daran vermögen die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Zahlungseingänge nichts zu ändern. Jedenfalls ist der Schluss der Vorinstanz auch in diesem Punkt nicht unhaltbar. Die Vorinstanz nimmt auch zu Recht an, dem Beschwerdeführer habe klar sein müssen, dass durch den Verkauf der Gegenstände an die B.________ GmbH andere Gläubiger zu Schaden kommen könnten. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich rügt, die Vorinstanz widerspreche mit der Annahme des Handelns im Bewusstsein der Zahlungsunfähigkeit einer in der Literatur geäusserten Lehrmeinung, geht seine Beschwerde an der Sache vorbei. Die von ihm vorgebrachte Auffassung, wonach regelmässig das erforderliche Wissen um die Zahlungsunfähigkeit "erst" dann bejaht werde, wenn sich die AG zum Tatzeitpunkt bereits in Nachlassstundung oder im Konkursaufschub befinde, wird von der von ihm angerufenen Stelle in der Literatur nicht gestützt (TRECHSEL/OTT, a.a.O., N. 8 zu Art. 167). Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.