Citation: 4A_593/2024 E. 6.2

6.2. Die Beschwerdeführerin wendet ein, sie habe den Fall erst im Mai 2022 und damit ein halbes Jahr nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit direkt der Beschwerdegegnerin gemeldet. Die Vorinstanz habe es unterlassen, diesen Sachverhalt festzustellen, was zu einer " verzerrten Sicht der Dinge " führe. Die Fallanmeldung erst im Mai 2022 durch die Beschwerdeführerin sei für die Leistungspflicht und für den Ausgang des Verfahrens von grosser Relevanz, weshalb der Sachverhalt zu ergänzen sei. Die vorinstanzliche Begründung, die Beschwerdegegnerin habe ein legitimes Interesse an der Verweigerung der Zustimmung gehabt, leide an einem Widerspruch. Die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin trotz stark verspäteter Meldung für den Zeitraum zwischen 12. März bis 3. Juli 2022 aufgrund der unbestrittenen Arbeitsunfähigkeit Taggelder leistete, belege, dass die Beschwerdegegnerin ihre Zustimmung für die Behandlung im Ausland nicht verweigert hätte. Die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin ab dem 12. März 2022 bis zum 3. Juli 2022 sei für die Beschwerdegegnerin unstrittig ausgewiesen gewesen. Bereits aus diesem Grund stehe fest, dass die von der Vorinstanz genannten allfälligen Probleme bei der Behandlung im Ausland in der hier vorliegenden speziellen Situation nicht vorgelegen hätten.