Citation: 6B_1179/2021 E. 6.2.10

6.2.10. Die Vorinstanz hält im Rahmen einer abschliessenden Würdigung fest, der Umstand, dass die Aufrechterhaltung der Beziehung zu seiner Frau und seiner Tochter bei einer Landesverweisung des Beschwerdeführers erschwert sein werde, stelle eine gewisse Härte dar. Die erst kurze Aufenthaltsdauer in der Schweiz und die Tatsache, dass er seine prägenden Kindheits- und Jugendjahre im Heimatland verbracht habe, insbesondere aber die mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten sanktionierte Schändung als Anlasstat, würden indessen klar gegen die Annahme eines schweren persönlichen Härtefalls i.S.v. Art. 66a StGB sprechen. Die hiesigen sozialen Eingliederungsaussichten und die Möglichkeiten einer Reintegration des Beschwerdeführers in seinem Heimatland seien in etwa gleichwertig und vermöchten an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Auch der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers spreche nicht für die Annahme eines schweren Härtefalls. Unter Berücksichtigung von Art. 3 Abs. 1 KRK sowie Art. 11 Abs. 1 BV sei das Nichtvorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls auch aus Kindesoptik zu bestätigen. Eine Kontaktpflege sei auch bei einem Landesverweis möglich, sei es direkt anlässlich von gemeinsamen Ferien, sei es indirekt mittels Post, Telefon, SMS, WhatsApp, Videotelefonie oder Sprachnachrichten. Schliesslich stehe es der Ehefrau des Beschwerdeführers offen, zusammen mit ihm und der gemeinsamen Tochter nach Costa Rica zu ziehen (angefochtenes Urteil S. 45 f.).