Citation: 1C_418/2018 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz zeichnet im angefochtenen Entscheid ausführlich nach, dass der Beschwerdeführer in seiner ursprünglichen Eingabe an die Sozialversicherungsanstalt um Mitteilung ersucht habe, "in wie vielen Fällen von den in der Liste der IV-Stelle vom 9. Dezember 2015 enthaltenen 90 ABI-Gutachten der Jahre 2012 bis 2014 eine leistungsbegründende Invalidität resultiere". Inhaltlich handle es sich dabei um ein Gesuch um Auswertung der 90 Gutachten durch die Sozialversicherungsanstalt. Diesen Antrag habe der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift an das Verwaltungsgericht vom 26. Oktober 2017 wiederholt: "Die IV-Stelle Aargau sei anzuweisen, die Begutachtungsresultate der ABI Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH (wie viele Gutachten von 90 führten zu einem positiven Ergebnis für den Bürger [Arbeitsunfähigkeit > 40%], wieviele nicht) gestützt auf die Liste betreffend Anzahl mono- und bidisziplinärer Begutachtungsaufträge der IV-Stelle Aargau in den Jahren 2012 bis 2014 herauszugeben." Auch dabei habe der Beschwerdeführer mithin um Auswertung der Gutachten ersucht. Erst im Verlauf des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens, nachdem die Sozialversicherungsanstalt darauf hingewiesen hatte, dass es ein solches Dokument nicht gebe, habe der Beschwerdeführer in seinen Eingaben vom 14. Februar und 28. März 2018 den Zugang zu den Gutachten in anonymisierter Form verlangt. Diese nachträgliche Umdeutung des Begehrens könne bei der Auslegung des Beschwerdeantrags nicht berücksichtigt werden. Zu prüfen sei daher einzig, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch darauf habe, dass die Sozialversicherungsanstalt die Gutachten auswerte und ihm die sich daraus ergebenden verlangten Informationen mitteile.