Citation: 1C_642/2013 E. 7.1

7.1. Das Verwaltungsgericht führte aus, gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts habe der Verordnungsgeber mit Blick auf mögliche nicht-thermische Wirkungen nichtionisierender Strahlung für Orte mit empfindlicher Nutzung tiefere Anlagegrenzwerte angesetzt als die von der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) empfohlenen Werte. Das Bundesgericht habe auch in seiner jüngsten Rechtsprechung unter Verweis auf neueste Studien festgehalten, dass es weiterhin keine überzeugenden Belege für gesundheitliche Effekte von elektromagnetischen Feldern unterhalb der geltenden Immissionsgrenzwerte gebe (Urteil 1C_31/2012 vom 6. Juni 2012 E. 4.1). Zudem seien die Anlagegrenzwerte für Mobilfunkanlagen um mehr als das Zehnfache tiefer als die Immissionsgrenzwerte. Von den Bewilligungsbehörden könne daher zur Einhaltung des Vorsorgeprinzips nicht mehr als die Einhaltung der bundesrechtlich geregelten Anlage- und Immissionsgrenzwerte verlangt werden.