Citation: 9C_682/2023 E. 3.3.5

3.3.5. Wenn also das Bundesgericht im Urteil 2C_390/2020 vom 5. August 2021 in einem ersten gedanklichen Schritt zum Schluss gekommen ist, dass die selbständige Erwerbstätigkeit (erst) mit der Veräusserung der drei Parzellen - am 2. August 2012 - ein Ende gefunden habe, so ergab sich daraus in einem zweiten gedanklichen Schritt zwangsläufig die Folgerung, dass die in der Steuerperiode 2010 realisierten stillen Reserven ordentlich zu besteuern waren. Wie dargelegt, ist auch das Bundesgericht nicht befugt, in der bereits abgeurteilten Sache neu zu entscheiden, zumal das von den Steuerpflichtigen angestrengte Revisionsverfahren erfolglos geblieben ist (Urteil 2F_29/2021 vom 11. November 2021; vorne E. 1.2.4). Die Rechtskraftwirkung beschränkt sich nun aber nicht etwa auf die Steuerperiode 2010, wie dies üblicherweise der Fall wäre (vorne E. 3.3.2), sondern auch auf jene Steuerperioden, die gemäss damaliger bundesgerichtlicher Einschätzung als die "letzten zwei Geschäftsjahre" zu gelten haben, also 2011 und 2012. Grund für diese partielle Rechtskrafterstreckung ist, dass der Konzeption von Art. 37b Abs. 1 Satz 1 DBG zufolge zwei Geschäftsjahre in derselben Weise zu behandeln sind (mit Ausschlusswirkung bezüglich früherer oder späterer Jahre). Wird mithin in einem Urteil rechtskräftig festgelegt, dass die selbständige Erwerbstätigkeit im Geschäftsjahr "n" geendet habe, ist damit zwangsläufig und ebenso rechtskräftig auch gesagt, dass als die "letzten zwei Geschäftsjahre" (einzig und allein) die Steuerperioden "n-1" und "n" infrage kommen.