Citation: 8C_126/2024 E. 5.2.3

5.2.3. Für die Beantwortung der Frage des geltend gemachten Nachzahlungsanspruchs stützte sich sowohl die IV-Stelle als auch die Vorinstanz korrekterweise auf Art. 48 Abs. 2 IVG, wonach eine Nachzahlung für einen längeren Zeitraum als zwölf Monate u.a. voraussetzt, dass die versicherte Person den anspruchsbegründenden Sachverhalt nicht kennen konnte (lit. a). Ebenso wenig traf die Vorinstanz hierzu neue Sachverhaltsfeststellungen, mit denen der Beschwerdeführer nicht hätte rechnen müssen. Die Vorinstanz betonte lediglich, dass die versicherte Person oder bei Unmündigkeit deren gesetzliche Vertretung die anspruchsbegründenden Tatsachen hätte kennen müssen und nicht allenfalls beteiligte Dritte (vgl. BGE 143 V 312 E. 5). Dies verletzt weder den Anspruch auf rechtliches Gehör im dargelegten Sinne (E. 5.2.2 vorne) noch liegt ein Verstoss gegen den Grundsatz eines fairen Verfahrens nach Art. 6 Abs. 1 EMRK vor.