Citation: 8C_521/2020 E. 5.4

5.4. Vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführerin am 30. Januar 2016 ihren letzten Arbeitseinsatz leistete und sie seit 4. Februar 2016 krank geschrieben war wie auch mit Blick auf die Lohnfortzahlungspflicht der Arbeitgeberin bei Krankheit während 60 Tagen erscheint die Annahme der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin habe bis Ende Juli 2016 ihren Lohn erhalten, unhaltbar. Wie die Beschwerdeführerin zutreffend ausführt, hätte sie bei einer entsprechenden Lohnfortzahlung insgesamt Fr. 28'000.- (7x Fr. 4000.-) Lohn erhalten müssen. Stattdessen wurden ihr aber unbestrittenermassen lediglich Fr. 14'595.- ausgerichtet, was etwas mehr als 3,5 Monatslöhnen entspricht. Es ist folglich davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin spätestens ab Mai 2016 keinen Lohn der B.________ GmbH mehr erhielt. Bei den Zahlungen vom Juli, August und Oktober 2016 handelte es sich demnach um Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis bis zum Ende der Lohnfortzahlungspflicht bei Krankheit am 3. April 2016, was auch insoweit nachvollziehbar ist, als die Beschwerdeführerin im Februar 2016 - trotz bestehender Lohnfortzahlungspflicht der Arbeitgeberin - lediglich einen Bruttolohn von Fr. 1305.20 erhielt und sie zudem noch ein Ferienguthaben hatte.