Citation: 5P.66/2000 23.03.2000 E. 3

3.-Der Beschwerdeführer macht geltend, die letzte kantonale Instanz habe bei der Bestimmung des hypothetischen Einkommens der Beschwerdegegnerin nicht beachtet, dass diese 1996 Unfalltaggelder im Betrag von Fr. 68'000.-- erhalten habe; dies obwohl die entsprechende Tatsache aus den Akten des Scheidungsverfahrens ersichtlich gewesen sei und die Justizkommission auf die entsprechenden Stellen in den Scheidungsakten hingewiesen worden sei. Trotz entsprechender Hinweise auf die kantonalen Scheidungsakten sei ferner nicht berücksichtigt worden, dass die AG X.________ der Beschwerdegegnerin Fr. 1'000 an die Wohnkosten, Fr. 5'580.-- an die Autokosten und einen jährlichen Betrag von Fr. 1'047. 50 an die Krankenversicherung bezahlt habe. Damit sei ihm das rechtliche Gehör verweigert worden. Die Justizkommission hat indessen in ihrer Begründung ausdrücklich darauf hingewiesen, sie habe wegen der kassatorischen Natur der Beschwerde vom Sachverhalt auszugehen, wie er dem Vorderrichter zur Verfügung stand; der Beschwerdeführer habe auch nicht dargetan, dass ihm die Abnahme angebotener Beweise zum tatsächlichen Einkommen der Ehefrau in Verletzung des rechtlichen Gehörs verweigert worden sei. Deshalb sind die im kantonalen Beschwerdeverfahren behaupteten Einkommenspositionen nicht berücksichtigt worden. Damit aber erweist sich der Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs als haltlos, soweit er überhaupt in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG entsprechenden Weise vorgetragen worden ist (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 109 Ia 217 E. 2b S. 225 f.; 110 Ia 1 E. 2a S. 3 f.; 117 Ia 10 E. 4b S. 11 f.; 118 Ia 26 E. 5a; 119 Ia 197 E. d S. 201; 120 Ia 369 E. 3a; 123 I 1 E. 4a, mit Hinweisen). Im Übrigen setzt der Beschwerdeführer auch nicht durch Hinweise auf die einschlägigen Aktenstellen des Massnahmeverfahrens auseinander, dass er die besagten Einkommenspositionen bereits vor dem Massnahmerichter erwähnt und entsprechende Beweisanträge gestellt hat. Soweit der Beschwerdeführer die Feststellung der Justizkommission als willkürlich rügt, wonach keine Anhaltspunkte für eine aktenwidrige, grob unrichtige Sachverhaltsfeststellung ersichtlich sei, so stützt sich die Rüge auf die vorgenannten neuen und damit unzulässigen Tatsachen, bzw. auf allgemeine Ausführungen über den teuren Lebenswandel der Beschwerdegegnerin, so dass insoweit auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht eingetreten werden kann (BGE 114 Ia 204 E. 1a; 118 Ia 20 E. 5a; 118 II 37 E. 2a S. 39; 119 III 113 E. 3 S. 115 f.). Gleich verhält es sich schliesslich mit der Rüge, das Obergericht sei in Willkür verfallen, weil es nicht beachtet habe, dass der erstinstanzliche Richter bei der rückwirkenden Festsetzung der Beiträge auf hypothetische Werte abstellte, obwohl Vergangenheitswerte bekannt gewesen seien oder hätten in Erfahrung gebracht werden können. Unter diesen Umständen erübrigen sich weitere Ausführungen zur Rückwirkung von Unterhaltsbeiträgen im Massnahmeverfahren.