Citation: 1C_612/2019 E. 3

Die Vorinstanz gibt die einschlägige kantonalrechtliche Regelung und die Praxis zur Fristwiederherstellung zutreffend wieder. Nach § 26 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Thurgau vom 23. Februar 1981 (VRG; RB 170.1) kann eine versäumte Frist auf begründetes Gesuch hin wiederhergestellt werden, wenn den Säumigen oder seinen Vertreter kein Verschulden trifft, und ist ein Fristwiederherstellungsgesuch innert 14 Tagen seit Wegfall des Grundes einzureichen, der die Einhaltung der Frist verhindert hat. Die Wiederherstellung ist praxisgemäss nur bei klarer Schuldlosigkeit des Gesuchstellers und seines Vertreters für das Fristversäumnis zu gewähren (vgl. Urteile 2D_65/2019 vom 14. April 2020 E. 3.3; 2C_450/2008 vom 1. Juli 2008 E. 2.2 und 2.3.3). Eine gesundheitliche Beeinträchtigung kann ein unverschuldetes, zur Wiederherstellung der Frist führendes Hindernis sein. Sie muss allerdings derart gewichtig sein, dass sie den Rechtsuchenden oder seinen Vertreter davon abhält, innert der Frist zu handeln oder dafür einen Vertreter beizuziehen (vgl. BGE 119 II 86 E. 2a S. 87; Urteil 2C_450/2008 vom 1. Juli 2008 E. 2.3.3).