Citation: 1P.544/2004 12.11.2004 E. 2

Als erstes rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Verbots willkürlicher Rechtsanwendung (Art. 9 BV). Das kantonale Recht sehe zwar die Möglichkeit einer Beschlagnahme von Vermögenswerten vor. Indessen sei es willkürlich, dem Beschwerdeführer die Möglichkeit zu nehmen, seine Grundbedürfnisse mittels rechtmässig erworbenem Vermögen zu decken. Bei der Beschlagnahme müsse der Schuldnerschutz gemäss Art. 92 SchKG berücksichtigt werden. Vorliegend sei der Beschwerdeführer schlechter gestellt als derjenige, welcher zwecks Inkasso der Strafverfahrenskosten gepfändet werde und den Schutz von Art. 94 SchKG geniesse. 2.1 Art. 9 BV gewährleistet den Anspruch darauf, von den staatlichen Behörden ohne Willkür behandelt zu werden. Willkürlich ist ein Entscheid, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, insbesondere mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9, 49 E. 4 S. 58, je mit Hinweisen). 2.2 § 100 StPO/BL enthält eine Vorschrift über die Beschlagnahme von Vermögenswerten. Der einschlägige Absatz 2 lautet folgendermassen: "Entzieht sich eine angeschuldigte Person, die keine Sicherheit geleistet hat, der Untersuchung durch Flucht, oder erscheint es zur Sicherung der künftigen Vollstreckung eines Strafurteils aus andern Gründen geboten, kann von ihrem Vermögen so viel beschlagnahmt werden, als zur Deckung der Verfahrenskosten, einer allfälligen Busse und von allfälligen Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen voraussichtlich erforderlich ist." Aus dieser Vorschrift kann in keiner Weise abgeleitet werden, dass der Beschwerdeführer einen Anspruch auf Freigabe eines Teils seines beschlagnahmten Vermögens hätte. Die Präsidentin des Kantonsgerichts hat das kantonale Strafprozessrecht somit nicht willkürlich angewendet, wenn sie das Gesuch um teilweise Freigabe des beschlagnahmten Barvermögens abwies. Die Beschwerde erweist sich in dieser Hinsicht als unbegründet. 2.3 Das Vorbringen des Beschwerdeführers, bei der Beschlagnahme hätte der Schuldnerschutz gemäss Art. 92 und Art. 94 SchKG beachtet werden müssen, richtet sich nicht gegen die Verfügung betreffend die Verweigerung der Vermögensfreigabe, sondern gegen die Beschlagnahmeverfügung, die nicht Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens ist. Darauf ist nicht einzutreten (vgl. E. 1.2 hiervor).