Citation: 5A_1035/2020 E. 3.5.4

3.5.4. Mit Bezug auf die Modalitäten der Anrechnung der Besuchsrechtskosten führt der Beschwerdeführer an, die von der Vorinstanz getroffene Regelung sei mit unüberwindbaren rechtlichen Schwierigkeiten verbunden. Die Kindsmutter habe für die Alimente einen Rechtsöffnungstitel und könne gestützt auf das Urteil ohne weiteres jeweils den vollständigen Betrag gerichtlich einverlangen, selbst wenn die Besuchsrechtskosten vorgängig angefallen seien. Hier übersieht der Beschwerdeführer, dass ihm in einem allfälligen Rechtsöffnungsverfahren die Möglichkeit offenstünde, die Tilgung der Schuld durch Urkunden zu beweisen (Art. 81 Abs. 1 SchKG; BGE 124 III 501 E. 3b; Urteil 5A_487/2011 vom 2. September 2011 E. 3.2; vgl. auch allgemein BGE 143 III 564 E. 4.2.2; je mit Hinweisen). Er macht nicht geltend, dass ein Urkundenbeweis nicht möglich wäre, und dies ist auch nicht ersichtlich. Entgegen seiner Auffassung wäre er demnach nicht verpflichtet, seine Besuchsrechtskosten jeweils gerichtlich geltend zu machen. Sodann moniert der Beschwerdeführer, die Besuchsrechtswahrnehmung wäre im Monat des Besuchsrechts jeweils mit einem Eingriff in sein Existenzminimum verbunden. Bei der Unterhaltsberechnung sind grundsätzlich die tatsächlich anfallenden Kosten zu berücksichtigen. Da der Beschwerdeführer seine Töchter den vorinstanzlichen Feststellungen zufolge bis anhin noch nie besucht hat, stellt es keinen Eingriff in sein Existenzminimum dar, wenn in den gesprochenen Unterhaltsbeiträgen (noch) keine Auslagen für die Ausübung des persönlichen Verkehrs berücksichtigt sind. Im Übrigen macht der Beschwerdeführer selbst geltend, seiner Tochter E.________ am 1. November 2019 nicht nur den Unterhalt für denselben Monat, sondern gleich auch jenen für die Monate Dezember 2019 und Januar 2020 (vor-) geleistet zu haben (gesamthaft EUR 900.--). Weshalb es ihm nicht auch möglich sein soll, einmalig die bedeutend tieferen Besuchsrechtskosten von Fr. 260.-- vorzuschiessen - bei konsequenter Wahrnehmung des Rechts auf persönlichen Verkehr wären die Unterhaltsbeiträge bereits ab dem Folgemonat dauerhaft reduziert -, erklärt er nicht und ist auch nicht ersichtlich. Unter diesen Gesichtspunkten ist keine bundesrechtswidrige Ermessensausübung erkennbar.