Citation: 7B_218/2022 E. B

B.a. Dagegen erhob Rechtsanwalt A.________ am 25. März 2021 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Thurgau. Er beantragte, Dispositiv-Ziffer 8c des angefochtenen Urteils sei aufzuheben. Es sei ihm für das ganze Strafverfahren ein Honorar von Fr. 40'008.60 (inkl. MWST) zuzusprechen, wobei die Zahlungen der Staatsanwaltschaft Bischofszell in Höhe von Fr. 909.-- und des Obergerichts in Höhe von Fr. 479.-- abzuziehen seien; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Gleichentags verlangte er beim Bezirksgericht Arbon die schriftliche Begründung des Urteils vom 15. März 2021. B.b. Das Obergerichtsvizepräsidium nahm am 31. März 2021 die am 29. März 2021 angesetzte Frist zur Einreichung von Beschwerdeantwort/Vernehmlassung zurück bzw. einstweilen ab. Es hielt fest, dass die Frist für die Einreichung der Beschwerde der amtlichen Verteidigung erst mit der Eröffnung des schriftlich begründeten Entscheids zu laufen beginne und nicht bereits mit der Eröffnung des unbegründeten Dispositivs. Ferner hielt es fest, für den Fall, dass gegen das Urteil des Bezirksgerichts Arbon [vom 15. März 2021] Berufung erhoben würde, dürften die Einwände des amtlichen Verteidigers gegen die Höhe seiner Entschädigung im dannzumaligen Berufungsverfahren zu behandeln sein und das Beschwerdeverfahren womöglich gegenstandslos werden. B.c. Am 30. März 2021 meldete Rechtsanwalt A.________ beim Bezirksgericht Arbon "sicherheitshalber" für seinen Mandanten die Berufung an. Das Bezirksgericht Arbon versandte das begründete Urteil am 27. September 2021, das A.________ am 1. Oktober 2021 zugestellt wurde. B.d. Am 6. Oktober 2021 erstattete Rechtsanwalt A.________ für sich als "Berufungskläger/Beschwerdeführer" und für B.________ als "Berufungskläger" "sicherheitshalber" die Berufungserklärung und beantragte, Dispositiv-Ziffer 8c des angefochtenen Urteils [vom 15. März 2021] sei aufzuheben. Ihm sei für das gesamte Strafverfahren ein Honorar von Fr. 40'008.60 (inkl. MWST) zuzusprechen, abzüglich der bereits erwähnten Zahlungen (vgl. oben B.a). Als Verfahrensantrag beantragte er, dieses Berufungsverfahren sei mit dem Verfahren zur Beschwerde vom 25. März 2021 zu vereinigen; eventuell sei zu entscheiden, ob die Sache als Beschwerde oder Berufung entgegengenommen werde. Zudem stellte er Beweisanträge. B.e. Mit Schreiben vom 7. Oktober 2021 hielt das Obergerichtsvizepräsidium fest, die 10-tägige Beschwerdefrist ende am 11. Oktober 2021; bis dahin könne Rechtsanwalt A.________ die Beschwerde ergänzen. Dieser ergänzte die Beschwerde am 11. Oktober 2021. B.f. Das Obergericht des Kantons Thurgau schützte mit Entscheid vom 27. Januar 2022 die Beschwerde gegen das Urteil vom 15. März 2021 teilweise, soweit sie nicht gegenstandslos geworden und auf sie einzutreten war (Dispositiv-Ziffer 1). Es hielt fest, dass in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 8c des angefochtenen Urteils der Staat (Staatsanwaltschaft Bischofszell) den amtlichen Verteidiger von B.________, Rechtsanwalt A.________, mit Fr. 30'925.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu entschädigen habe (Dispositiv-Ziffer 2). Weiter auferlegte das Obergericht dem Beschwerdeführer A.________ eine Verfahrensgebühr von Fr. 750.-- (Dispositiv-Ziffer 3) und hielt fest, dass der Staat (Staatsanwaltschaft Bischofszell) den Beschwerdeführer für das Beschwerdeverfahren mit Fr. 1'900.-- (zzgl. 7,7 % MWST) zu entschädigen habe (Dispositiv-Ziffer 4).