Citation: 8C_684/2019 E. 6

Auf die versicherungsinterne Beurteilung des Dr. med. I.________ vom 4. Oktober 2018 war praxisgemäss grundsätzlich abzustellen (oben E. 3). Die Vorinstanz zweifelte jedoch insbesondere deshalb an seiner Einschätzung, weil er auch eine Koinzidenz, das heisst ein zufälliges, mit dem Unfall zeitgleiches Auftreten der bisher klinisch stummen, bildgebend aber nachgewiesenen unfallfremden Impingementsymptomatik nicht ausschloss. Soweit er eine Teilursächlichkeit des Unfalls dennoch als möglich erachtete, waren seine Feststellungen nach Auffassung des kantonalen Gerichts jedenfalls hinsichtlich der zu berücksichtigenden Dauer der vorübergehenden Verschlimmerung nicht schlüssig. Dass diesbezüglich von einem Erfahrungswert von sechs bis acht Wochen, höchstens aber vier Monaten auszugehen sei, stehe im Widerspruch zur Einschätzung des Privatgutachters Dr. med. G.________, wonach der Status quo sine am 31. Dezember 2017 noch nicht erreicht gewesen sei. Gelangt der Rechtsanwender zur Feststellung, dass die grundsätzlich voll beweistaugliche versicherungsinterne Beurteilung nicht zuverlässig sei, hat er weitere Abklärungen vorzunehmen (oben E. 3). Indem die Vorinstanz gestützt auf eigene Überlegungen den vorab ärztlich zu beurteilenden natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem am 4. Mai 2017 erlittenen Unfall und den auch nach dem 31. Dezember 2017 noch geklagten Beschwerden bejahte, verletzte sie Bundesrecht. Die Sache ist eventualantragsgemäss an die Suva zurückzuweisen, damit sie ein versicherungsexternes Gutachten einhole und über ihre Leistungspflicht nach dem 31. Dezember 2017 erneut entscheide.