Citation: 8C_505/2020 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz mass der kreisärztlichen Beurteilung des Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 19. Juni 2018 vollen Beweiswert zu. Danach seien die Rippenfrakturen abgeheilt. Die laterale Claviculafraktur sei vollständig knöchern konsolidiert (röntendiagnostische Abklärung vom 15. Mai 2018). Bezüglich der rechten Schulter zeige das AC-Gelenk keine grösseren arthrotischen Veränderungen, ebensowenig seien solche Veränderungen glenohumeral bei zentriertem Humerus vorhanden. Die Beweglichkeit des rechten Schultergelenks sei beinahe vollständig erhalten. Bezüglich der Rippenfrakturen, der Claviculafraktur und der BWK 1-Querfortsatzfraktur sei der medizinische Endzustand erreicht, indem sämtliche Frakturen vollständig ausgeheilt seien. Hinsichtlich der Restarbeitsfähigkeit seien dem Beschwerdeführer mittelschwere Tätigkeiten ganztags zumutbar. Mit dem rechten Arm seien leichte Tätigkeiten auch überkopf zumutbar, mittelschwere Tätigkeiten bis zur Horizontalen. Das Besteigen von Leitern und Gerüsten sei möglich, wenn es sich um Trittleitern bis zu neun Tritten handle. Die angestammte Tätigkeit sei aufgrund zu transportierender Paletten bis zu mehreren hundert Kilogramm nicht mehr zumutbar. Da die Beurteilung des Dr. med. J.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom 20. April 2020, im Ergebnis allein auf den Angaben des Beschwerdeführers beruhe, sei diese nicht geeignet, Zweifel an den kreisärztlichen Darlegungen zu wecken. Überdies hätten die umfassenden neurologischen und neuropsychologischen Abklärungen keine relevanten unfallkausalen Beeinträchtigungen ergeben. So habe Dr. phil. F.________ eine "Aggravation neurokognitiver Funktionsstörungen und übertriebene Darstellung somatischer und psychischer Beschwerden" festgehalten. Dr. med. H.________ habe ferner in seiner Stellungnahme vom 14. November 2018 ausgeführt, zwar sei eine erlittene substanzielle Hirnverletzung mit einzelnen diffusen axonalen Scherverletzungen im Gyrus frontalis superior rechts, weniger ausgeprägt am frontoparietalen Übergang rechts, überwiegend wahrscheinlich. Diese Läsion müsse aber nicht zwingend mit einer kognitiven oder psychiatrischen Gesundheitsbeeinträchtigung einhergehen. Gestützt auf die Ausführungen von lic. phil. F.________ könne, so Dr. med. H.________ weiter, das Vorliegen einer relevanten kognitiven Beeinträchtigung nicht zuverlässig bestätigt werden. Eine neurologische Beeinträchtigung, die die Arbeitsfähigkeit beeinflusse, sei nicht gegeben. Die Vorinstanz führte zusammenfassend aus, die Arbeitsfähigkeit sei unfallbedingt aus neurologischer, neuropsychologischer oder psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt. Daher bleibe es beim orthopädischerseits formulierten Zumutbarkeitsprofil des Kreisarztes. Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultierte ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 8 %.