Citation: 4A_579/2022 E. 1.2.2

1.2.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Abweisung des Rechtsbegehrens Ziffer 1 durch die Vorinstanz habe zur Folge, dass sie die Bestellungen vom 7. Juli 2022 (RB 1) nicht erhalte, die bestellten Waren somit auch nicht weiterverkaufen und damit ihre wirtschaftliche Existenz nicht sichern könne. Das Rechtsbegehren 2 sei zwar dem Grundsatz nach gutgeheissen worden, jedoch nicht zu den Konditionen gemäss Preisliste vom 1. März 2022 und ohne Nennung der massgebenden Preise und Lieferfristen. Damit habe die Vorinstanz eine Rechtsverweigerung begangen, was ebenfalls einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil rechtlicher Natur darstelle. Die von der Beschwerdegegnerin in der Folge einseitig festgesetzten Preise seien zudem ruinös. Dies würde auch für einen möglichen Leistungsverzicht durch die Beschwerdeführerin aufgrund des Verlusts des Kundenstamms gelten. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, dass ihre Existenz aufgrund des Ausbleibens der (einmaligen) Bestellungen vom 7. Juli 2022 akut gefährdet wäre. Diesbezüglich ist daher ein nicht wieder gutzumachender Nachteil nicht hinreichend erwiesen, sodass auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten ist. Im Übrigen wäre der Antrag abzuweisen, wie nachfolgend zu zeigen ist (E. 3.2.1). Hingegen legt die Beschwerdeführerin mit Bezug auf künftige Lieferungen unter Verweis auf ihre Bücher nachvollziehbar dar, dass ihr sowohl bei einstweiliger Bezahlung von um 43% höheren Einkaufspreisen als auch bei einem Lieferverzicht innert maximal 6 Monaten, mithin noch vor dem mutmasslichen Ende des Hauptprozesses die Überschuldung und damit der Konkurs droht. Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil ist insoweit genügend ausgewiesen und auf die Beschwerde ist einzutreten.