Citation: 1P.408/2003 30.10.2003 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör und ein faires Verfahren (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 32 Abs. 2 BV), weil Frau Dr. E.________ im Laufe des Untersuchungsverfahrens mit einer Zusatzbefragung R.A.________s beauftragt worden sei, ohne dass er oder sein Verteidiger daran hätten teilnehmen und Ergänzungsfragen stellen bzw. durch die Gutachterin stellen lassen können. Schliesslich sei ihm auch nach der Erstellung des ersten Teils des Obergutachtens E.________ keine Möglichkeit eröffnet worden, Zusatzfragen zu stellen. Vor erster Instanz sei auf die Einvernahme von Frau E.________ verzichtet worden. In zweiter Instanz hätte dann das Kantonsgericht den Antrag der Staatsanwaltschaft gutgeheissen, Zusatzfragen an Frau E.________ zu stellen, ohne dass ihm eine Möglichkeit eröffnet worden wäre, ebenfalls solche zu stellen. 4.2 Das Kantonsgericht weist in seiner Vernehmlassung zu Recht daraufhin, dass die Staatsanwaltschaft in ihrer Appellationsbegründung vom 25. Oktober 2002 beantragte, der Gutachterin E.________ Zusatzfragen zu stellen. In seiner Appellationsantwort beantragte der Beschwerdeführer indessen nicht, der Gutachterin weitere Zusatzfragen zu stellen oder R.A.________ durch die Gutachterin weitere Fragen stellen zu lassen. Er verlangte im Gegenteil, den diesbezüglichen Antrag der Staatsanwaltschaft abzuweisen. Auch nach Eingang der schriftlichen Antworten der Gutachter E.________ und K.________ vom 4. März 2002 hätte der Beschwerdeführer jederzeit (§ 37 Abs. 1 der Strafprozessordnung des Kantons Basel-Landschaft vom 3. Juni 1999, StPO) Beweisanträge dazu stellen können, letztmals an der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung, an welcher die Präsidentin die Parteien ausdrücklich fragte, ob sie weitere Beweisanträge stellten. Aus diesem Ablauf ergibt sich, dass der Beschwerdeführer bzw. sein Verteidiger Gelegenheiten hatten, Beweisanträge sowohl zur Instruktion der Gutachterin E.________ als auch zu den von ihr - in einem Fall gemeinsam mit lic. phil. K.________ - abgelieferten Gutachten zu stellen. Damit waren seine konventions- und verfassungsrechtlichen Mitwirkungsrechte gewahrt. Aus dem Umstand, dass er sie nicht nutzte, kann er dem Kantonsgericht keinen Vorwurf machen. Die Rüge ist unbegründet.