Citation: U 207/98 15.03.2000 E. 3

3.- Mit Bezug auf die psychischen Unfallfolgen hat das kantonale Versicherungsgericht den erforderlichen adäquaten Kausalzusammenhang (BGE 123 III 112 Erw. 3a, 122 V 416 Erw. 2a, 121 V 49 Erw. 3a mit Hinweisen) mit zutreffender Begründung verneint. Die Prüfung der Adäquanz ist eine Rechtsfrage, die vom Richter zu beurteilen ist (BGE 107 V 176 Erw. 4b). Daher beantragt der Beschwerdeführer vergeblich, es sei auch zu dieser Frage eine unabhängige ärztliche Expertise zu erstellen. Unzutreffend ist auch seine Meinung, bei psychogenen Unfallfolgen sei die Adäquanz unabhängig von der Schwere der erlittenen Verletzung in jedem Fall zu bejahen. Denn dies widerspricht der ständigen Rechtsprechung, wonach bei psychischen Unfallfolgen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs verlangt wird, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 117 V 366 Erw. 6a, 115 V 141 Erw. 7 mit Hinweisen). Es besteht keinerlei Anlass, vorliegend von dieser Praxis abzuweichen. Das kantonale Versicherungsgericht hat den hier zu beurteilenden Unfall zu Recht dem mittelschweren Bereich zugerechnet und zusätzliche Kriterien im Sinne der Rechtsprechung (BGE 115 V 140) richtigerweise verneint. Von einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung kann entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers nicht ernsthaft gesprochen werden. Die Arbeitsfähigkeit war nach kurzer Zeit wiederhergestellt (vgl. Bericht Dr. M.________ vom 8. Dezember 1993). Dass der Versicherte seine erwerbliche Tätigkeit trotzdem vollständig einstellte, kann er nach dem Gesagten nicht mit dem erlittenen Unfall rechtfertigen, weshalb die ELVIA für die wirtschaftlichen Folgen dieses Verhaltens nicht einzustehen hat.