Citation: 6B_563/2023 E. 8.4.4

8.4.4. Das ist nicht der Fall. Die beim Beschwerdeführer wohnhafte Tochter ist bereits volljährig. Sie ist selbst dafür verantwortlich, ein für die Bestreitung des Lebensunterhalts ausreichendes Einkommen zu erzielen. Ob sie eine Lehre absolviert hat oder nicht, kann keine Rolle spielen, zumal auch der Beschwerdeführer die Lehre abgebrochen hat. Selbst eine vorübergehende finanzielle Abhängigkeit der volljährigen Tochter vermöchte keinen Härtefall zu begründen. Die Vorinstanz weist zutreffend darauf hin, dass die Landesverweisung sonst relativ einfach ausgehebelt werden könnte. Was die minderjährige Tochter betrifft, weist die Vorinstanz zu Recht auf die Fremdplatzierung hin. Regelmässige Besuche haben sich gemäss Vorinstanz nicht eingespielt, zumal sie von der Motivation der Tochter abzuhängen scheinen. Gemäss Vorinstanz ist nicht erkennbar, inwiefern der Beschwerdeführer Betreuungs- oder Pflegebedürfnisse der Tochter abdeckt. Die Vorinstanz hält zu Recht fest, dass der Beschwerdeführer auch aus dem Ausland als Ansprechperson fungieren könnte. Zudem leiste er höchstens sporadische Unterhaltszahlungen, womit von einer finanziellen Abhängigkeit keine Rede sein kann. Es kommt hinzu, dass die Tochter im Urteilszeitpunkt über 16,5 Jahre alt ist, womit sie nach dem Vollzug des unbedingten Teils der Freiheitsstrafe voraussichtlich schon volljährig sein wird. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz von einer Befragung der Tochter absehen.