Citation: 1B_25/2009 30.04.2009 E. 3

Das Obergericht ist, wie dargetan, auf das Ausstandsersuchen der Beschwerdeführer nicht eingetreten. Es ist zu prüfen, ob sein Entscheid vor dem Verbot der formellen Rechtsverweigerung standhält. Eine solche liegt vor, wenn eine Behörde ein ordnungsgemäss eingereichtes Begehren nicht prüft und darauf nicht eintritt. Das Obergericht hat ausgeführt, dass die Beschwerdeführer ihr Ersuchen am 8. September 2008 einreichten und dass zu diesem Zeitpunkt der Entscheid der Anklagekammer vom 2. September 2008 bereits ergangen war. Es durfte ohne Verletzung des Willkürverbotes annehmen, dass die an die Anklagekammer gerichtete Ankündigung vom 22. August 2008 gegenüber dem Obergericht noch kein förmliches Ausstandsgesuch darstellte und das eigentliche Begehren erst am 8. September 2008 eingereicht worden ist. Bei dieser Sachlage erscheint es nicht willkürlich, dass das Obergericht in Anbetracht des Anklagekammerbeschlusses auf das Begehren der Beschwerdeführer nicht eingetreten ist. Daran vermögen deren Ausführungen nichts zu ändern. Im Vorgehen des Obergerichts kann darüber hinaus weder eine Verletzung des Anspruchs auf ein gerechtes Verfahren noch eine Missachtung des rechtlichen Gehörs erblickt werden. Daran vermag auch die Berufung auf Art. 35 Abs. 2 BV und Art. 27 Abs. 2 KV/BE nichts zu ändern. Demnach erweist sich die Beschwerde in diesem Punkte als unbegründet.