Citation: 6B_808/2019 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz tritt auf das Revisionsgesuch der Staatsanwaltschaft wegen offensichtlicher Unzulässigkeit mit der Begründung nicht ein, das Prozessverhalten des Beschwerdeführers sei rechtsmissbräuchlich und verdiene keinen Rechtsschutz. Unklar ist, welches Verhalten des Beschwerdeführers im Revisionsverfahren die Vorinstanz als rechtsmissbräuchlich qualifiziert, da dieser sich gemäss ihrer eigenen Erwägungen "am Revisionsbegehren, das von der Staatsanwaltschaft zu seinen Gunsten erhoben worden ist, nicht aktiv beteiligt" hat. Ob und inwieweit das Revisionsgesuch der Staatsanwaltschaft aufgrund der verspäteten Einsprache des Beschwerdeführers rechtsmissbräuchlich und damit offensichtlich unzulässig im Sinne von Art. 412 Abs. 2 StPO sein kann, erscheint fraglich, zumal Rechtsmissbrauch nur mit Zurückhaltung anzunehmen ist (vorstehend E. 2). Wie es sich damit im Einzelnen verhält, kann vorliegend offenbleiben, denn das Revisionsgesuch erweist sich selbst dann nicht als rechtsmissbräuchlich, wenn das beanstandete Prozessverhalten des Beschwerdeführers der Staatsanwaltschaft zuzurechnen ist.