Citation: 6B_19/2021 E. 2.2.2

2.2.2. Mit Bezug auf den Anklagesachverhalt gemäss Ziffer 1.3 führt die Vorinstanz aus, wenige Minuten nach der Auseinandersetzung mit dem ersten Geschädigten hätten sich der Beschwerdeführer sowie zwei Mitbeschuldigte auf die Restaurantterrasse begeben, wo einer von ihnen einem in die Gegenrichtung blickenden zweiten Geschädigten sogleich einen heftigen Schlag sowie einen Stoss versetzt habe. Nachdem das Opfer infolge dessen hingefallen sei, hätten es die drei Beschuldigten umringt und mit einer Vielzahl heftiger Tritte belegt. Auf der statischen Videoaufnahme sei nicht erkennbar, wohin die Tritte erfolgt seien. Auch seien die effektiven Verletzungen unbekannt. Die Tritte seien jedoch ohne Weiteres geeignet, Körperverletzungen, auch schwere Verletzungen an Kopf und Rumpf zu verursachen, zumal bei einer Vielzahl von Angreifern, die ein wehrlos am Boden liegendes Opfer aus allen Richtungen in der ersichtlich ungezügelten Weise attackierten. Dass die Tritte nur gegen die Beine des Opfers erfolgt sein sollen, sei nicht glaubhaft. Auch von leichten Tritten oder blossen Berührungen, wie der Beschwerdeführer behaupte, könne, zumal angesichts der aufgeheizten Atmosphäre im Lokal und der aggressiven Stimmung der Beschuldigten, keine Rede sein. Es scheine vielmehr, als hätten sie sich mehrerer missliebiger Kunden entledigen wollen. Die Beschuldigten hätten gewusst und mindestens in Kauf genommen, dass das überraschend zu Boden gebrachte Opfer infolge der gemeinschaftlich zugefügten Tritte die in der Anklage beschriebenen, auch schweren Körperverletzungen würde erleiden können. Dies habe sich, seinen Bestreitungen zum Trotz, auch dem Beschwerdeführer geradezu aufdrängen müssen. Unbesehen der Behauptung, wonach das Opfer einige Zeit vor der inkriminierten Tat einen der Mitbeschuldigten geschlagen haben soll, sei eine Bedrohungslage im Tatzeitpunkt nicht zu erkennen, so die Vorinstanz weiter. Der Mitbeschuldigte habe das Opfer im Gegenteil sofort und ohne Möglichkeit der Ab- oder gar Gegenwehr geschlagen, gestossen und zu Boden gebracht. Die Aktion der drei Beschuldigten erscheine als kurzfristig geplanter gezielter Vergeltungsschlag. Dafür spreche auch, dass der Beschwerdeführer auf das von den Beschuldigten abgewandte Opfer gezeigt habe, worauf ein Mitbeschuldigter zielstrebig auf den Arglosen zugegangen sei und sofort zugeschlagen habe. Alsdann hätten alle Beschuldigten vereint auf das am Boden liegende Opfer eingetreten. Mit einem Verteidigungsakt habe das Vorgehen nichts zu tun. Die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach er niemanden habe verletzen und nur habe erreichen wolle, dass das Opfer weggehe, sei eine Schutzbehauptung, zumal das gemeinsame Treten ein Weggehen des Opfer gar zeitweilig verhindert habe.