Citation: 9C_686/2009 22.12.2009 E. 3

Des Weitern gelangte das kantonale Gericht - wobei es die hievor (E. 1) angeführte Kognitionsregelung zu beachten gilt - insbesondere gestützt auf die Stellungnahme der Psychiatrischen Poliklinik am Spital X.________ vom 6. März 2007 zum zutreffenden Schluss, dass die Beschwerdeführerin nach Durchführung der dringend indizierten - von ihr weiterhin verweigerten - psychotherapeutischen Behandlung wiederum in der Lage wäre, im Umfange eines hälftigen Pensums einer (leidensangepassten) Erwerbstätigkeit nachzugehen, und damit ein Einkommen zu erzielen vermöchte, welches zu keiner höheren als der revisionsweise verfügten halben Rente berechtigt. Die Vorinstanz hat sämtliche Tatbestandsvoraussetzungen für eine derartige Vorwegnahme einer erfolgreichen fachärztlichen Behandlung geprüft (Zumutbarkeit der antidepressiven Therapie; deren Eignung, eine wesentliche Steigerung der Erwerbsfähigkeit zu bewirken; anhaltende Widersetzlichkeit trotz schriftlicher Mahnung in der ursprünglichen Rentenverfügung und seitheriger Bedenkzeit; Wahrung der Proportionalität beim Kürzungsmass) und sämtliche Kriterien zu Recht bejaht. Die letztinstanzlichen Einwendungen vermögen an dieser Betrachtungsweise nichts zu ändern. Sie erschöpfen sich praktisch im Aufwerfen von Tatfragen, welche - wie erwähnt - der freien Überprüfung durch das Bundesgericht entzogen sind. Unbehelflich ist die Behauptung der Beschwerdeführerin, die angeordnete fachärztliche Psychotherapie sei unterblieben, weil ihr Hausarzt, dem sie "blind vertraut" habe, keine entsprechende Überweisung vorgenommen habe: Die Obliegenheit zur Schadenminderung richtet sich direkt an die Versicherte. Sie wurde im seinerzeitigen Verfügungstext unmissverständlich darauf aufmerksam gemacht, dass sie aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare zur Verbesserung der Erwerbsfähigkeit beizutragen habe. Falls sich ihr Hausarzt tatsächlich geweigert hätte, eine Überweisung an psychiatrische Spezialärzte vorzunehmen, hätte sie den Hausarzt wechseln müssen oder sich an die IV-Stelle wenden können. Den Akten lässt sich denn auch entnehmen, dass sie in der Folge, immer noch durch denselben Hausarzt betreut, in die Klinik Y.________ eintrat, indes nicht zu einem längeren stationären Aufenthalt in der Psychotherapiestation bereit war (Austrittsbericht der Klinik vom 16. Juli 2007).