Citation: 1C_315/2017 E. 7.4

7.4. Nach den Feststellungen der Vorinstanz dauern die geplanten Bauarbeiten rund vier Monate. Dabei ist mit nicht unerheblichen, aber unvermeidbaren Lärmimmissionen zu rechnen (vgl. oben E. 3.6). Die Immissionen aus Erschütterungen, Körperschall, nichtionisierender Strahlung sowie die lufthygienisch relevanten Immissionen (Staubentwicklung) sind während der Bauzeit nach der Vorinstanz von untergeordneter Bedeutung. Dies wird von der Beschwerdeführerin nicht konkret bestritten. Bei dieser Sachlage ist von einer nach Art, Stärke und Dauer nicht aussergewöhnlichen Störung aus Bauarbeiten auszugehen (oben E. 7.2). Das Kriterium der Übermässigkeit der Immissionen während der Bauzeit ist nicht gegeben. Für die Bauarbeiten wird die Eisenbahnstrasse teilweise gesperrt. Daraus folgen nach der Vorinstanz Einschränkungen bei der Zufahrt zu den Parkplätzen auf dem Grundstück Nr. 1808. Die betroffenen Parkplätze stehen zwar jeweils als Abstellfläche zur Verfügung; infolge der teilweisen Strassensperrung sind sie dann kaum praktisch nutzbar. Auf Kat.-Nr. 1808 gibt es zwölf Aussenparkplätze und achtzehn Parkplätze in der Sammeltiefgarage. Die Beschwerdegegnerin hat ein Ersatzkonzept mit Parkplätzen in der Nähe ausgearbeitet. Während rund zwei Monaten bietet dieses Konzept allerdings für zwei Parkplätze keinen Ersatz an und während zwei - allenfalls drei - Wochen eines weiteren Monats sogar keinen Ersatz für fünf Parkplätze. Die Beschwerdeführerin bestreitet zwar die Vermeidbarkeit dieser Einschränkungen und hält der Vorinstanz in allgemeiner Weise eine ungenügende Prüfung in dieser Hinsicht vor. Sie führt jedoch vor Bundesgericht nicht substanziiert aus, mit welchen Massnahmen die Beschwerdegegnerin die Einschränkungen bei der Parkplatzzufahrt noch weiter reduzieren oder zusätzliche Ersatzparkplätze in der Nähe anbieten könnte. Insoweit als die diesbezüglichen Rügen genügend substanziiert sind (oben E. 1.2), gehen sie fehl. Die Pflicht, einen Teil der Motorfahrzeuge während der Bauzeit in der nahen Umgebung auf Ersatzflächen statt auf dem Grundstück Kat.-Nr. 1808 abzustellen, bewirkt keinen übermässigen Eingriff in die Nachbarrechte. Immerhin kann durch den beschriebenen, fehlenden Ersatz für einzelne Parkplätze ein wirtschaftlicher Schaden entstehen. Nach einem Grundsatz des Enteignungsrechts trifft indessen die Enteigneten die Pflicht, alle zumutbaren Vorkehren zu treffen, um den Schaden zu vermindern oder zu vermeiden (vgl. BGE 134 II 172 E. 6.2 S. 175 mit Hinweis). Die Beschwerdeführerin kann sich somit nicht mit dem Begehren begnügen, sie sei von allen Entschädigungsforderungen der Mieterschaft schadlos zu halten. Vielmehr ist es bei der vorliegenden Konstellation für sie zumutbar, Lösungen zu suchen, damit das Ungenügen des Ersatzangebots an Parkplätzen der Beschwerdegegnerin keine Mieter übermässig belastet. Dafür sind von der Beschwerdeführerin gegebenenfalls auch Flächen auf dem benachbarten Grundstück Nr. 1600 übergangsweise zur Verfügung zu stellen; sie macht in der Beschwerdeschrift selbst in anderem Zusammenhang geltend, dass die beiden Parzellen eine wirtschaftliche Einheit bilden. Auch in dieser Hinsicht durfte die Vorinstanz eine enteignungsrechtlich relevante Übermässigkeit der Einschränkungen verneinen. Demzufolge war es nicht nötig, dass die Beschwerdegegnerin eine temporäre Enteignung von Nachbarrechten der Beschwerdeführerin für die Bauarbeiten beantragte. Ebenso durfte die Vorinstanz eine enteignungsrechtliche Entschädigungspflicht in dieser Hinsicht bereits bei der Überprüfung der Plangenehmigung ablehnen.