Citation: 2C_24/2021 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz erwog, dass zwar ein Mietverhältnis der Beschwerdeführerin für Räumlichkeiten an der B.________ strasse in U.________ bestanden habe, welches erst mit Schreiben vom 29. September 2017 auf den 31. Dezember 2017 gekündigt worden sei. Anlässlich des Revisorats im Jahre 2017 sei jedoch festgestellt worden, dass unter dieser Anschrift weder ein Briefkasten noch ein Klingelfeld noch sonstige Hinweise auf ein Domizil der Beschwerdeführerin vorhanden gewesen seien. Selbst wenn sich gestützt auf Informationen aus dem Jahr 2017 nur begrenzt Rückschlüsse auf die tatsächlichen Umstände in der Steuerperiode 2015 ziehen liessen und somit höchstens als Indizien betrachtet werden könnten, bestünden auch für die Steuerperiode 2015 genügend Anhaltspunkte dafür, dass die tatsächliche Verwaltung der Beschwerdeführerin im Kanton Basel-Stadt besorgt worden sei. So sei der eingereichte Mietvertrag vom 31. März 2011 zwischen der Beschwerdeführerin und der Del Cioppo AG geschlossen worden. Deren Sitz habe sich ebenfalls an B.________ strasse in U.________ befunden, wo auch deren einziges Verwaltungsratsmitglied, G.________, gewohnt habe. Mangels eines Telefonbucheintrags der Beschwerdeführerin und weil das Wohnhaus sowohl als private Räume von G.________ wie auch als Büros für die beiden erwähnten Gesellschaften gedient hätte, sei von einem Untermietvertrag auszugehen. Der Mietvertrag von 31. März 2011 habe sich auf ein Büro mit WC bezogen und eine Mietfläche von 18.5 m² umfasst, wobei sich der Mietzins auf monatlich Fr. 150.-- inkl. Neben- und Betriebskosten belaufen habe. Der Mietzins sei so tief, dass nicht von der effektiven Vermietung des Zimmers ausgegangen werden könne und dieser als Indiz für ein Briefkastendomizil zu werten sei. Zusätzliche Unstimmigkeiten in den Akten sprächen ebenfalls dagegen, dass die tatsächliche Verwaltung der Beschwerdeführerin während der fraglichen Steuerperiode in U.________ besorgt worden sei. So sei gemäss eingereichtem Mietvertrag als Mietbeginn der 1. August 2011 vereinbart worden, obschon der Sitz der Beschwerdeführerin gemäss Handelsregisterauszug erst am 27. August 2012 dorthin verlegt worden sei. Weiter weiche der jährliche Bruttomietzins für die fraglichen Räumlichkeiten von Fr. 1'800.-- erheblich von dem in der Buchhaltung für die Steuerperiode 2015 ausgewiesenen Mietaufwand der Beschwerdeführerin von Fr. 12'996.-- ab. Der verbuchte Mietaufwand entspreche betragsmässig eher den privaten Wohnkosten von D.________, zumal aus den Adresshistorien von D.________ und der Beschwerdeführerin hervorgehe, dass der jeweilige Sitz der Beschwerdeführerin - vor der statutarischen Sitzverlegung nach U.________ und seit der Rückverlegung des statutarischen Sitzes nach Basel - jeweils mit der Wohnadresse ihres Geschäftsführers überein gestimmt habe. Schliesslich habe D.________ ausschliesslich im Kanton Basel-Stadt Auslagen gehabt. Aus all diesen Indizien lasse sich schliessen, dass die tatsächliche Verwaltung der Beschwerdeführerin jeweils von ihrem Geschäftsführer in seinen privaten Räumlichkeiten und damit im Kanton Basel-Stadt besorgt worden sei. Es erscheine als unwahrscheinlich, dass der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin jeweils nach U.________ gereicht sei, um dort zu arbeiten bzw. die tatsächliche Verwaltung der Beschwerdeführerin von diesem Ort zu steuern. E.________, der damalige andere Inhaber eines Stammanteils, sei mangels Zeichnungsberechtigung wiederum nicht in der Lage gewesen, die Geschäfte der Beschwerdeführerin zu leiten. Bei dieser Ausgangslage obliege es der Beschwerdeführerin, für den von ihr behaupteten Sitz ausserhalb des Kantons Basel-Stadt den Gegenbeweis zu erbringen, was ihr jedoch nicht gelungen sei.