Citation: 4A_472/2018 E. 2.2.1

2.2.1. Die Vorinstanz kam im Rahmen der Vertragsauslegung nach dem Vertrauensprinzip zum Schluss, mit der Aufgabe oder dem Unterbruch der Tätigkeit als Betriebsinhaber sei nicht das blosse Niederlegen der Arbeit zufolge Arbeitsunfähigkeit gemeint, sondern dass der Betriebsinhaber seine Funktion ganz oder vorübergehend nicht mehr ausübe, weil der Betrieb als solcher nicht mehr existiere oder weil der Inhaber seine Funktion in demselben nicht mehr innehabe. Die Vorinstanz verwarf den Einwand des Beschwerdeführers, der Terminus "Aufgabe" umfasse lediglich die freiwillige Aufgabe der versicherten Tätigkeit. Sie verwies auf die im Synonymwörterbuch des DUDEN im hier relevanten Zusammenhang angegeben Wörter, die hinsichtlich der Motivation zur "Aufgabe" mehrheitlich unbestimmt seien. Auch der Terminus "Unterbruch" sei gänzlich neutral. Abgesehen davon, dass die Unfreiwilligkeit der Aufgabe der Tätigkeit als Betriebsinhaber gegebenenfalls schwer zu definieren wäre, sei mit der Taggeldversicherung der Erwerbsausfall infolge Krankheit versichert und nicht das Risiko einer Betriebsaufgabe.