Citation: 5C.158/2001 18.07.2001 E. 2

2.-a) Deutlicher noch als aus dem Berufungsantrag ergibt sich aus der Berufungsbegründung, dass der Kläger sich (noch) nicht als Dienstbarkeitsberechtigter betrachtet, vielmehr gestützt auf Ziff. 6 des Vertrages vom 30. August 1963 ein obligatorisches Recht (aus Dienstbarkeitsvertrag) auf Begründung bzw. Grundbucheintrag der fraglichen Dienstbarkeit beansprucht (vgl. zu einer derartigen Konstellation auch ZR 93/1994 S. 193 f.). b) Vorweg zu beantworten ist die Frage, ob der Kläger aus jenem Kauf- bzw. Dienstbarkeitsvertrag überhaupt etwas zu seinen Gunsten ableiten kann, obwohl er daran gar nicht beteiligt war. Die Vorinstanz hat das als "unklar" bezeichnet, während der Kläger auf seine Stellung "als begünstigter Dritter" hinweist. Die Auffassung des Klägers ist zutreffend. Aufgrund von Art. 7 ZGB kann auch ein Dienstbarkeitsvertrag als Vertrag zu Gunsten eines Dritten im Sinne von Art. 112 Abs. 2 OR ausgestaltet werden, d.h. mit entsprechenden obligatorischen Rechten eines Drittbegünstigten. Das ist hier so geschehen.