Citation: 5A_783/2023 E. 3.3.1

3.3.1. Im kantonalen Beschwerdeverfahren hatte die Beschwerdegegnerin beantragt, die Tochter sei - sofern nötig - von der Vorinstanz persönlich anzuhören. Die Vorinstanz führte dazu aus, für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz sei keine persönliche Anhörung vorgeschrieben (Art. 450 ff. ZGB). Ob eine solche im Einzelfall geboten sei, bestimme sich nach dem kantonalen Verfahrensrecht (Art. 450f ZGB). Die kantonalen Vorschriften sähen keinen solchen Anspruch vor, weshalb der Antrag auf persönliche Anhörung der Tochter abzuweisen sei. Hinzu komme, dass die unstrittig urteilsfähige Tochter vor der KESB zweimal angehört worden sei und sie ihre Wünsche betreffend die Betreuungs- und Ferienregelung mit dem Vater wiederholt, widerspruchsfrei und nachvollziehbar persönlich geschildert habe. Es lägen zur Einschätzung der Sachlage ausreichend Anhaltspunkte vor.