Citation: U 383/06 20.06.2007 E. 5.2

5.2.1 Der Unfall vom 18. Dezember 1998 hat sich weder unter besonders dramatischen Begleitumständen ereignet, noch war er - objektiv betrachtet - von besonderer Eindrücklichkeit. Ebenfalls zu verneinen ist ferner klarerweise das Kriterium einer die Unfallfolgen erheblich verschlimmernden ärztlichen Fehlbehandlung. Was das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung anbelangt, kann den Akten entnommen werden, dass sich die Beschwerdegegnerin seit dem Unfall in ärztlicher Behandlung befindet, sich während mehrerer Wochen in einer stationären Rehabilitationseinrichtung aufhielt und sich seither regelmässig diversen therapeutischen Massnahmen (Physiotherapie, Psychotherapie, Akupunktur, Feldenkreistherapie, Craniosacraltherapie etc.) unterzog. Dabei ist von einer in ihrer Gesamtheit kontinuierlichen, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichteten Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer auszugehen. Da die vom Hausarzt eingeleitete Therapie nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat, der stationäre Rehabilitationsaufenthalt keine vollständige Heilung brachte, die im Bericht von Dr. med. A.________ vom 9. Juli 1999 gestellte gute Prognose mit Behandlungsabschluss bis voraussichtlich Ende Jahr nicht eingetreten ist und die Psychotherapie laut Bericht des Dr. med. H.________ vom 16. April 2001 zwar in verschiedener Hinsicht eine Verbesserung und Linderung, aber keine endgültige Stabilität gebracht hat, ist auch das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs zu bejahen. Zu bejahen ist sodann auch das Vorhandensein von Dauerbeschwerden, leidet die Versicherte doch seit dem Unfall an einem mannigfachen Beschwerdebild (vgl. Gutachten des Dr. med. C.________ und des Dr. med. O.________). Nach Lage der ärztlichen Unterlagen ist die Beschwerdegegnerin seit ihrem Unfall dauerhaft ganz oder teilweise in ihrem Leistungsvermögen eingeschränkt. Den vorinstanzlichen Erwägungen kann somit auch bezüglich der Bejahung des Kriteriums des Grades und der Dauer der Arbeitsunfähigkeit gefolgt werden. Mit Bezug auf die Schwere und Art der zugezogenen Verletzung ist davon auszugehen, dass schon kurz nach dem Unfall eine Häufung der für ein HWS-Schleudertrauma charakteristischen Symptome auftrat, mit schwerwiegenden Auswirkungen auf Befinden und Leistungsfähigkeit. Das besagte Kriterium ist daher ebenfalls als erfüllt zu betrachten. 5.2.2 Sind somit mehrere der relevanten Adäquanzkriterien als erfüllt anzusehen, kommt dem Unfall vom 18. Dezember 1998 eine massgebliche Bedeutung für die in der Folge eingetretene erhebliche Einschränkung in der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit zu, weshalb der adäquate Kausalzusammenhang zu bejahen ist. Die Beschwerdeführerin hat die gesetzlichen Leistungen deshalb über Ende Juli 2002 hinaus zu erbringen. Über die der Versicherten ab diesem Zeitpunkt im Einzelnen zustehenden Versicherungsleistungen wird der Unfallversicherer zu befinden haben.