Citation: 5A_99/2020 E. 4.3.2

4.3.2. In der Tat erweist sich der kantonsgerichtliche Entscheid in Bezug auf das Thema der elterlichen Kommunikation als unvollständig. So lässt er offen, ob sich die Eltern einzig bezüglich der Betreuungsanteile uneinig sind oder ob auch hinsichtlich anderer Kinderbelange ein Kommunikations- und Kooperationsdefizit besteht. Eine ausdrückliche Aussage hierzu findet sich im angefochtenen Entscheid nicht. Einen derartigen Kooperationsmangel könnte einzig aus dem vom Kantonsgericht geschilderten Verhalten der Kindseltern während der Verhandlung vor der VRK, der die Abholung des Sohnes durch eine Drittperson betraf, hergeleitet werden (vgl. E. 4.2). Allerdings handelt es sich hier um einen Einzelfall, der für sich allein noch nicht als Grundlage für die Verneinung der Kooperationsfähigkeit in Kinderbelangen dienen kann. Im Übrigen wird derartigen Konflikten im Zusammenhang mit der Betreuung des Sohnes durch die bereits eingerichtete Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB Rechnung getragen (vgl. Sachverhalt Bst. A.b). Ein sich auf weitere Kinderbelange erstreckender Konflikt kann auch nicht mit den im kantonsgerichtlichen Entscheid erwähnten Kontrollmassnahmen der Eltern begründet werden, basieren diese doch auf dem bereits drei Jahre alten Gutachten und werden gemäss Kantonsgericht "offenbar" auch nicht mehr vorgenommen (vgl. E. 4.2). Die Beschwerdegegnerin betont zwar wiederholt, die Parteien hätten massive Kommunikationsschwierigkeiten. Zur Frage, ob sich diese nur auf die Betreuungsanteile beziehen oder auch auf andere Kinderbelange erstrecken, finden sich seitens der Beschwerdegegnerin jedoch keine konkreten Äusserungen. Darüber hinaus erschöpfen sich die Ausführungen der Beschwerdegegnerin in Sachverhaltsschilderungen, die keine Grundlage im angefochtenen Entscheid finden und daher unbeachtlich bleiben (vgl. E. 2.2 und 2.3). An der vorstehenden Beurteilung vermag auch die Behauptung der Kindesvertreterin, wonach vorliegend hinreichend dokumentiert sei, dass der elterliche Konflikt sich nicht nur auf die Regelung der alternierenden Obhut beziehe, sondern die Eltern auch bei grundsätzlich einfachen Situationen hinsichtlich der Betreuung von C.________ nicht fähig seien, gemeinsame eine Lösung zu finden, nichts zu ändern, zumal auch sie hier lediglich den Konflikt betreffend die Betreuung nennt.