Citation: 1P.670/2004 17.05.2005 E. 2

2.1 Die Bevormundung erfolgt am Wohnsitz der zu bevormundenden Person (Art. 376 Abs. 1 ZGB), wobei sich dieser primär nach Art. 23 und Art. 26, subsidiär nach Art. 24 ZGB bestimmt. Nach unbestrittener Auffassung gilt diese Bestimmung nebst der eigentlichen Bevormundung, der Ernennung des Vormundes, u.a. auch für die Entmündigung (Thomas Geiser in: Basler Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, 2. A., Basel/Genf/München 2002, N. 5 zu Art. 376; Bernhard Schnyder/ Erwin Murer, Berner Kommentar, Bern 1984, N. 7 zu Art. 376 ZGB). Massgebender Zeitpunkt, welcher sich bundesrechtlich bestimmt, ist nach einhelliger Auffassung von Lehre (Schnyder/Murer a.a.O. N. 120 zu Art. 376; Geiser a.a.O. N. 6 zu Art. 376, je mit Hinweisen; Henri Deschenaux/Paul-Henri Steinauer, Personnes physiques et tutelle, 3. A. Bern 1995, Rz. 892a; Ariane Zurbuchen, La procédure d'interdiction, thèse Lausanne 1991, S. 19 ) und Rechtsprechung (BGE 126 III 415 E. 2c; 101 II 11 E. 2a; 95 II 514 E. 3) die Einleitung des Entmündigungsverfahrens. Streitentscheidend ist somit, wann das Entmündigungsverfahren eingeleitet wurde, und wo X.________ zu diesem Zeitpunkt Wohnsitz hatte.