Citation: 2C_846/2018 E. 6.1

6.1. Der Beschwerdeführer hält sich bereits seit langer Zeit im Land auf; er ist im Alter von 14 Jahren eingereist und in der Folge in der Schweiz verblieben. Immerhin hat er die Kinderjahre in der Heimat verbracht und dort die Grundschule besucht. Unter diesen Umständen ist - entgegen seinen Einwänden - nicht ersichtlich, inwiefern die Annahme, dass er mit den sozio-kulturellen Verhältnissen in der Heimat noch vertraut sei, offensichtlich unhaltbar wäre, zumal ihm die Familie erfahrungsgemäss eine entsprechende Verbundenheit vermittelt haben dürfte. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, der Sprache seines Heimatstaats mächtig zu sein. Unbestrittenermassen leben auch zwei seiner Onkel noch im Heimatland und allenfalls auch noch ein Cousin. Der Beschwerdeführer macht geltend, zu diesen keine Beziehungen zu unterhalten; gleichzeitig hat er aber auch zugestanden, mit ihnen zumindest doch punktuell zu telefonieren. Es kann ihm zugemutet werden, die entsprechenden Kontakte bei einer Rückkehr in den Kosovo zu vertiefen und sich über seine Verwandten ein erweitertes Beziehungsnetz aufzubauen. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers kann nicht gesagt werden, dass ihn nur noch die Staatsbürgerschaft mit seiner Heimat verbinden würde.