Citation: 1B_198/2018 E. 2.4.1

2.4.1. Die Vorinstanz hat erwogen, ausweislich der Akten sowie der Aussagen anlässlich der Triage-Verhandlung vom 21. Februar 2018 handle es sich bei den fraglichen Dokumenten tatsächlich um für die Anwälte des Beschwerdegegners gedachte Unterlagen. Damit fielen diese unter das Beschlagnahmeverbot von Art. 264 Abs. 1 lit. a und c StPO. Es spiele keine Rolle, dass auf den Dokumenten keine Mitwirkung der Verteidiger festzustellen bzw. keine anwaltliche Korrespondenz mit Briefpapier der Kanzlei dabei gewesen sei. Es sei plausibel, dass der Beschwerdegegner, wie von ihm und seiner Verteidigung geltend gemacht, die Antworten auf Empfehlung seiner Anwälte zwecks Ausarbeitung einer Verteidigungstaktik aufgeschrieben habe. Es deute nichts darauf hin, dass es sich um persönliche oder tagebuchähnliche Aufzeichnungen im Sinne einer psychischen Bewältigung des Vorgefallenen handle, was allenfalls unter Art. 264 Abs. 1 lit. b StPO hätte fallen können.