Citation: 1A.221/2000 20.11.2000 E. 3

3.-Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, zur Verfolgung des Anklagesachverhalts gemäss "New York Indictment" dürfe keine Auslieferung erfolgen, da diesbezüglich kein formelles Ersuchen gestellt worden sei. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Wie der Beschwerdeführer selber darlegt, wurde schon im Ersuchen um provisorische Auslieferungshaft "mit Fax vom 3. Februar 2000" auf das New York Indictment ausdrücklich Bezug genommen. Am 7. Februar 2000 wurde "gestützt auf das Nevada und das New York" Indictment der Auslieferungshaftbefehl erlassen. "Mit diplomatischer Note Nr. 42/00 vom 9. Februar 2000" wurde sodann das Verhaftsersuchen vom 3. Februar 2000 (bezüglich des Falles New York) "bestätigt". Ausserdem wurden mit "diplomatischer Note vom 29. März 2000 (...) auch einige Dokumente nachgereicht, welche den New York-Fall betreffen". Wie sich weiter aus den Akten ergibt, nimmt das formelle Auslieferungsersuchen vom 29. März 2000 zwar inhaltlich keinen ausdrücklichen Bezug zum New Yorker Fall. Die Anklageschrift ("Indictment 99 Crim. 933, filed Sept. 22 1999") der Grand Jury des U.S. District Court, Southern District of New York, liegt jedoch im Original dem Ersuchen bei. Einem US-amerikanischen Ersuchen um Auslieferung eines nicht verurteilten Verfolgten ist eine Zusammenfas- sung des Sachverhalts, der wesentlichen Beweise und der Schlussfolgerungen beizufügen. Diese Zusammenfassung wird vom Staatsanwaltschaft verfasst und enthält eine Kopie der Anklageschrift (Art. 9 Abs. 3 lit. b AVUS). Dieser Vorschrift wurde im vorliegenden Fall - auch betreffend des New Yorker Anklagesachverhaltes - vollständig Genüge getan. Aus dem Ersuchen inklusive Beilagen ergibt sich mit aller Deutlichkeit, dass auch diesbezüglich die Auslieferung verlangt wird.