Citation: 1P.740/2000 05.12.2000 E. 3

3.- a) Gemäss § 34 Abs. 2 Ziff. 2 der Strafprozessordnung des Kantons Luzern (StPO) ist einem bedürftigen Angeschuldigten auf Verlangen ein amtlicher Verteidiger für das gesamte Verfahren beizugeben, wenn bei einer nach Sachverhalt und Rechtsanwendung nicht einfachen Sache mit einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Monaten zu rechnen ist. Dem Entscheid des Obergerichts ist zu entnehmen, dass der Amtsgerichtspräsident die Abweisung des Gesuchs des Beschwerdeführers um amtliche Verbeiständung damit begründete, es handle sich im vorliegenden Fall nicht um ein sachlich oder rechtlich derart komplexes Strafverfahren, in welchem der Beschwerdeführer seine Interessen nicht selber wahrnehmen könnte. Auch sei nicht damit zu rechnen, dass eine Freiheitsstrafe ausgesprochen werde. Das Obergericht stimmte im angefochtenen Entscheid den Ausführungen des Amtsgerichtspräsidenten zu. b) In der staatsrechtlichen Beschwerde stellt der Beschwerdeführer das Begehren, es sei bei Herrn T.________, Psychiatriezentrum Luzerner-Landschaft, Sursee, ein psychiatrisches Gutachten über ihn einzuholen, damit abgeklärt werden könne, ob ihm aufgrund von § 34 Abs. 1 StPO ein amtlicher Verteidiger beizugeben sei. Nach dieser Vorschrift in Verbindung mit § 33 Abs. 3 Ziff. 2 StPO hat ein Angeschuldigter Anspruch auf einen amtlichen Verteidiger, wenn er zufolge geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung nicht imstande ist, sich selber zu verteidigen. Die Frage, ob dem Beschwerdeführer gestützt auf § 34 Abs. 1 StPO ein amtlicher Verteidiger beizugeben sei, bildete nicht Gegenstand des kantonalen Verfahrens, und der Beschwerdeführer hat vor Obergericht kein Begehren um Einholung eines psychiatrischen Gutachtens gestellt. Insoweit kann mangels Erschöpfung des kantonalen Instanzenzuges auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (Art. 86 OG). c) Im Übrigen entspricht die vorliegende Beschwerde den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht. Nach dieser Vorschrift muss in einer staatsrechtlichen Beschwerde dargelegt werden, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Der Beschwerdeführer legt in keiner Weise dar, inwiefern durch den angefochtenen Entscheid des Obergerichts verfassungsmässige Rechte verletzt worden wären. Auf die staatsrechtliche Beschwerde kann deshalb nicht eingetreten werden. Mit diesem Entscheid wird das Gesuch, der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung beizulegen, gegenstandslos.