Citation: 8C_565/2007 01.10.2008 E. 4

4.1 Gemäss Unfallmeldung vom 16. September 2002 ist beim Füllen des Rahmbläsers die Gaspatrone explodiert. Diese Sachverhaltsdarstellung wird im Schreiben der Restaurant Betriebe der Psychiatrischen Universitätsklinik vom 27. September 2002 dahingehend präzisiert, dass die Gaspatrone nicht eigentlich explodiert sei, der Handschutz aber ein Loch oder zumindest Sprünge aufweise. Auf Grund des ersten Arztzeugnisses steht fest, dass entgegen der Darstellung in der Beschwerdeschrift keine Fremdkörper in die Brust der Versicherten eingedrungen sind, wird doch weder von einer offenen Wunde, noch von einer Fremdkörperentfernung berichtet. Auch der Umstand, dass sich durch eine - körperinnere - Vernarbung eine Milchgangsschädigung entwickelte, belegt entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht, dass die Gaspatrone oder Teile davon in die Brust eingedrungen waren. Hingegen wurde sie offenbar von einem kleineren Gegenstand mit einiger Wucht an der rechten Brust getroffen, wobei zumindest ein Blutgefäss verletzt worden war, was zu einer Hämatombildung führte. Dieser Unfall liegt aus objektiver Sicht im Grenzbereich zwischen den leichten und mittelschweren Ereignissen. Die Adäquanz ist demzufolge zu bejahen, wenn ein einzelnes Kriterium in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 140). 4.2 Das kantonale Gericht hat das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalles sowie der erfahrungsgemässen Eignung der erlittenen Verletzungen zur Auslösung von psychischen Fehlentwicklungen unter Berücksichtigung der subjektiven Situation der betroffenen Person, insbesondere ihrer Erfahrungen von Krieg und Gefangenschaft bejaht, da bei der Adäquanzbeurteilung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen sei. Darauf muss vorliegend jedoch nicht näher eingegangen werden, da auch bei Bejahung dieses Kriteriums die Adäquanz insgesamt zu verneinen ist. Entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift kann nicht von medizinischen Komplikationen in erheblichem Ausmass gesprochen werden. Die als Unfallfolge anerkannte Milchgangschädigung durch Vernarbung ist nicht als erhebliche Komplikation einzustufen. Der für die operative Revision notwendige Spitalaufenthalt dauerte sechs Tage, wobei die Beschwerdeführerin die Klinik am zweiten postoperativen Tag bereits verlassen konnte. Auch der nachoperative Abszess, welcher punktiert und mittels Antibiotika therapiert wurde, ist sicher nicht als eine Komplikation erheblichen Ausmasses zu interpretieren. Der Behandlungsabschluss der somatischen Verletzungen im Grundfall datiert vom 12. September 2002. Auch unter Berücksichtigung der insgesamt ungefähr einen Monat dauernden Therapie der Spätfolgen im Frühling 2003 fällt die Dauer der Behandlung so wenig ins Gewicht wie diejenige der somatisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Schliesslich werden auch die durch die Brustverletzung herrührenden Schmerzen aus ärztlicher Sicht als nicht erheblich bewertet. Damit stehen die diagnostizierten psychischen Gesundheitsschäden - soweit sie überhaupt auf den Unfall zurückzuführen sind - nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu diesem. Die Unfallversicherung hat daher keine weiteren Leistungen zu erbringen.