Citation: 2C_248/2022 E. 4.5.2

4.5.2. Dass die Beschwerdeführerin - wie sie in der Beschwerde vorbringt - von 2011 bis 2015 erwerbstätig war, wurde von der Vorinstanz berücksichtigt. Die damalige Erwerbstätigkeit ändert nichts daran, dass sich die Beschwerdeführerin trotz der Verwarnung im Jahr 2017 in der Folge nicht ernsthaft um ein regelmässiges Einkommen kümmerte. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf Schwierigkeiten nach der Trennung von ihrem Ehemann beruft, setzt sie sich nicht mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinander, wonach angesichts des Alters der Töchter keine Gründe ersichtlich sind, warum sie keiner Erwerbstätigkeit hätte nachgehen können. Nach den Feststellungen der Vorinstanz übersteigen die Lebenshaltungskosten der Beschwerdeführerin das aus der im November 2021 zustande gekommenen Anstellung erzielte Einkommen um Fr. 1'695.50. Nachdem die Beschwerdeführerin sich zuvor während Jahren nicht ernsthaft um ein regelmässiges Einkommen bemüht und die Anstellung erst unter dem Druck des laufenden ausländerrechtlichen Verfahrens zustande gekommen ist, vermag sie damit entgegen ihren Vorbringen nicht ihren Willen aufzuzeigen, sich vollständig von der Sozialhilfe zu lösen. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, ihre Ausbildung im Bereich Pflege sei zu berücksichtigen, setzt sie sich nicht mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinander, wonach sie keinerlei Belege dafür eingereicht habe, dass sie die geltend gemachte Ausbildung tatsächlich angetreten habe. Appellatorischer Natur ist auch ihr Vorbringen, angesichts ihres Alters sei es schwierig, eine Stelle in der Schweiz zu finden: Die Vorinstanz hat festgehalten, dass die Beschwerdeführerin mit der Eingabe des Arbeitsvertrags vom 10. November 2021 letztlich selbst bewiesen habe, dass sie trotz ihres Alters und Kurzverlängerungen ihrer Aufenthaltsbewilligung Stellen zu finden vermöge. Darauf geht die Beschwerdeführerin nicht ein. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, sie sei in der Schweiz nie verurteilt worden, steht in Widerspruch zu den verbindlichen Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz. Die Rügen der Beschwerdeführerin bezüglich des öffentlichen Interesses an der Aufenthaltsbeendigung sind somit unbegründet.