Citation: 6S.143/2002 11.06.2002 E. 5

5.-a) Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe ihm - wie zuvor schon das Bezirksgericht - ein fünfjähriges Berufsverbot auferlegt, gleichzeitig aber anerkannt, er habe sich in den fast vier Jahren zwischen beiden Urteilen wohl verhalten. Darin liege ein unauflösbarer Widerspruch. Die Vorinstanz habe ihr Ermessen verletzt. b) Die Vorinstanz verweist auf die Ausführungen im Urteil des Bezirksgerichts und hält fest, die berufliche Tätigkeit des Beschwerdeführers umfasse verschiedene Praktiken, welche ineinander übergingen. Dazu gehörten insbesondere Gesprächstherapie, Hypnose und psychologische Beratung. Der Beschwerdeführer selbst weise darauf hin, kranke Personen zu behandeln. Das psychiatrische Gutachten über den Beschwerdeführer bejahe eine Rückfallgefahr im Bereich der von ihm bisher ausgeübten therapeutischen Tätigkeit. Diese stünde mit den begangenen Straftaten in direktem Zusammenhang. Es dränge sich deshalb auf, dem Beschwerdeführer im Sinne von Art. 54 StGB zu verbieten, für die Dauer von 5 Jahren ab Rechtskraft des Urteils eine psychotherapeutische Tätigkeit auszuüben. Angesichts der vom Beschwerdeführer geschilderten weiteren Erwerbsmöglichkeiten (Vertrieb von Kräuternahrung usw.) sei dies verhältnismässig. c) Die Vorinstanz hat die Dauer des Berufsverbots mit Rechtskraft des Urteils beginnen lassen. Das ist nicht zu beanstanden. Was die Dauer des Berufsverbots betrifft, zeigt der Beschwerdeführer nicht hinreichend auf, aus welchen Gründen die Vorinstanz sie wegen des beträchtlichen Zeitablaufs seit dem bezirksgerichtlichen Urteil hätte kürzen müssen. Weder legt er dar, dass er in der Zwischenzeit seinem Beruf nicht weiter nachgegangen ist, noch trifft es entgegen seiner Behauptung zu, dass die Vorinstanz sich in diesem Zusammenhang dahingehend geäussert habe, er habe sich "wohl verhalten". Die im Bereich der bisherigen Therapeutenarbeit bestehende Rückfallgefahr lässt sich nur mit einem Berufsverbot für die maximale Dauer hinreichend einschränken. Eine Bundesrechtsverletzung liegt nicht vor.