Citation: 8C_809/2019 E. 5.1

5.1. Die Versicherte beanstandet, beim Bericht des Kreisarztes vom 27. März 2018 handle es sich um eine Aktenbeurteilung, das sich bezüglich der üblichen Heilungszeit auf statistische Werte abstütze. Bei der Beurteilung der Adäquanz sei jedoch auf die Umstände des Einzelfalls abzustellen. Auch fehle es an der direkten ärztlichen Auseinandersetzung mit der zu begutachtenden Person. Da dies nicht erfolgt sei, habe auch nicht festgestellt werden können, dass die Versicherte der deutschen Sprache nicht mächtig sei und deshalb den Schmerz auch nicht beschreiben könne. Es seien auch nicht alle relevanten Akten beigezogen worden und der Kreisarzt sei in Willkür verfallen, als er keine weiteren Abklärungen angeordnet habe. Auf Grund der anhaltenden Beschwerden habe sich die Versicherte über das Datum der Leistungseinstellung hinaus in ärztliche Behandlung begeben; die durch die behandelnden Ärzte gestellten Diagnosen würden die von der Suva verneinten objektivierbaren strukturellen Läsionen nachweisen. Bei der Beurteilung der Adäquanz der psychischen Beschwerden seien von der Vorinstanz vier der Kriterien ausser Acht gelassen worden, die eine erhebliche Rolle spielen würden, weshalb die Vollständigkeit des Sachverhalts bezweifelt werde.