Citation: 1A.7/2001 28.02.2001 E. A

A.- Der rumänische Staatsangehörige R.________ wurde aufgrund eines Fahndungs- und Verhaftsersuchens von Interpol Bukarest am 18. August 2000 beim Zollamt St. Margrethen festgenommen. Am 22. August 2000 wurde er in Auslieferungshaft versetzt. Die von R.________ dagegen erhobene Beschwerde wies die Anklagekammer des Bundesgerichts am 12. September 2000 ab. Am 12. September 2000 ersuchte die rumänische Botschaft in Bern um Auslieferung von R.________. Im Ersuchen wird R.________ zur Last gelegt, er habe als Generaldirektor der Firma "A.________" bei der "Bank X.________" mit Sitz in Bukarest (im Folgenden: Bank) ein Darlehen von 1 Mio. US-Dollar erhältlich gemacht, um damit die Forderung der französischen "Firma B.________" aus dem Verkauf von elektronischen Geräten an die Firma A.________ zu bezahlen. Als Sicherheit für das Darlehen habe R.________ der Bank die Abtretung von Forderungen in Höhe von 1,6 Mio. D-Mark vorgeschlagen, welche die Firma A.________ aufgrund von Exportvereinbarungen mit der deutschen Firma "C.________" und der griechischen Firma "D.________" erworben habe. In Wirklichkeit habe die Firma A.________ keine Exportvereinbarung mit diesen Firmen geschlossen. Die Dokumente, welche R.________ der Bank vorgelegt und diese akzeptiert habe, seien alle gefälscht gewesen. Die Bank habe der Firma B.________ den Betrag von 1 Mio. Dollar entsprechend dem mit der Firma A.________ geschlossenen Darlehensvertrag überwiesen. Die Firma A.________ habe diesen Betrag nie zurückbezahlt. Es sei festgestellt worden, dass die Firma B.________ der Firma A.________ keine elektronischen Geräte geliefert habe. Am 12. Dezember 2000 bewilligte das Bundesamt für Justiz die Auslieferung von R.________ an Rumänien für die dem Auslieferungsersuchen vom 12. September 2000 zugrunde liegende Straftat.