Citation: 5A_716/2018 E. 3.1

3.1. Auf das in der Hauptsache hängige Kindesschutzverfahren sind die Bestimmungen über das Verfahren vor der Erwachsenenschutzbehörde anwendbar (Art. 314 Abs. 1 ZGB). Dieses sowie das Verfahren vor den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen ist in den Grundzügen im ZGB geregelt (Art. 443 ff. ZGB) und bestimmt sich im Übrigen sinngemäss nach der ZPO, soweit die Kantone nichts anderes vorsehen (Art. 450f ZGB). Eine Regelung der unentgeltlichen Rechtspflege findet sich im ZGB nicht. Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege misst sich vorliegend an § 22 des Gesetzes (des Kantons Basel-Landschaft) vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (Verwaltungsprozessordnung, VPO; SGS 271). Dessen Abs. 1 verweist für die Darlegung der Mittellosigkeit auf die Bestimmungen der ZPO, welche damit als subsidiäres kantonales Recht Anwendung finden (BGE 140 III 385 E. 2.3). Die basel-landschaftliche Regelung der unentgeltlichen Rechtspflege geht nicht über die Minimalgarantie von Art. 29 Abs. 3 BV hinaus (Urteil 5A_339/2017 vom 8. August 2017 E. 4.1), was unbestritten ist. Gleiches gilt für die Bestimmungen der ZPO (BGE 142 III 131 E. 4.1). Die Beschwerde ist damit unter dem Gesichtswinkel der Verfassungsbestimmung zu prüfen. Das Bundesgericht wendet die Verfassung in rechtlicher Hinsicht frei an (Art. 95 BGG; BGE 134 I 12 E. 2.3; 130 I 180 E. 2.1). Notwendig ist aber, dass die Verfassungverletzung in der Beschwerde vorgebracht und begründet wird (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 141 I 36 E. 1.3). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG; BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266).