Citation: 2C_1155/2014 E. 4.3.3

4.3.3. Das Harmonisierungsrecht unterscheidet, was die Bewertung gewerblich genutzter Grundstücke angeht, zwischen Einkommens- und Vermögenssteuerwert. Die beiden Wertansätze bestehen unabhängig voneinander und können deshalb voneinander abweichen (ZIGERLIG/ JUD, in: Zweifel/Athanas, StHG, N. 1 zu Art. 14 StHG). In aller Regel werden sie dies auch tun, sieht Art. 14 Abs. 1 und 2 StHG doch einen festen Wertansatz vor, nämlich den Verkehrs- oder den Ertragswert (vorne E. 3.5.1). Dagegen herrscht einkommenssteuerlich das Massgeblichkeitsprinzip: Bewegt ein konkreter Wertansatz sich zwischen handelsrechtlichem Höchst- und steuerrechtlichem Mindestansatz, hat die Veranlagungsbehörde ihn hinzunehmen (vorne E. 3.3.1). Für die Aktiven eines land- oder forstwirtschaftlichen Gewerbes gilt nichts Anderes: Weder bestehen besondere handelsrechtliche Bewertungsvorschriften noch sieht das Steuerrecht landwirtschaftsspezifische Abschreibungssätze vor. Grund und Boden unterliegen auch nach dem Merkblatt A/2001 an sich keiner Abschreibung (vorne E. 3.4.3).