Citation: 5A_430/2019 E. 1

In formeller Hinsicht hat das Obergericht festgehalten, dass die unentgeltliche Rechtspflege vor jeder Instanz neu zu beantragen sei und dabei auch die Voraussetzungen neu zu belegen seien; ein Verweis auf die Vorakten sei nur zulässig, wenn klar sei, auf welche Aktenstücke er sich beziehe, und die Unterlagen einigermassen aktuell seien. Während der Beschwerdeführer wenigstens für das Jahr 2017 ein Einkommen in absoluten Zahlen (Fr. 56'184.--) und für das aktuelle Einkommen einen Beschäftigungsgrad nenne, mache er mit Bezug auf das Vermögen ausschliesslich relative Angaben, die an einen früheren Zustand knüpften, ohne dass dieser aber dargestellt würde (das Vermögen habe sich in zwei Jahren um Fr. 50'000.-- verringert; ausserdem hätten sich seine Schulden um Fr. 5'000.-- bei der Schwester und um Fr. 20'000.-- bei nicht genannt sein wollenden Geldgebern vergrössert). Ausgehend von diesen Feststellungen hat das Obergericht erwogen, Privatschulden könnten nicht berücksichtigt werden, wenn der Beschwerdeführer Gläubiger, Abreden und Fälligkeiten nicht offen lege. Mit seiner weiteren Behauptung, früher sei ihm jeweils die unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden, spiele er offensichtlich auf den Kammerbeschluss vom 8. Februar 2017 an, mit welchem ihm aber einzig Zeit für die Verflüssigung seines Grundeigentums im Wert von EUR 50'000.-- gewährt worden sei. Vor diesem Hintergrund könne sein Gesuch nicht gutgeheissen werden, solange er über den Verbleib dieser Vermögenswerte keine Auskunft erteile. Sodann wies das Obergericht das Gesuch auch wegen Aussichtslosigkeit sämtlicher Hauptbegehren ab.