Citation: 4A_235/2020 E. 8.1

8.1. Zu der in den Google-Anzeigen für "www.A.________.ch" verwendeten Äusserung "niedrige Preise" (Rechtsbegehren Ziffer 2) liess die Vorinstanz offen, ob es sich dabei um eine tatsächliche, dem Beweis zugängliche Angabe im Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. b UWG handle. Selbst wenn der Ausdruck als Angabe im Sinne dieser Bestimmung zu werten sei, lasse sich aufgrund der vorgebrachten Tatsachenbehauptungen der Beschwerdeführerin nicht erstellen, dass die Angabe unrichtig, täuschend oder irreführend sei. Es sei an der Beschwerdeführerin zu beweisen, dass die Preise für die auf der Plattform angebotenen Tickets im Vergleich zu anderen Sekundärmarktplätzen nicht niedrig seien. Dies behaupte sie jedoch nicht, sondern vergleiche die Preise mit denjenigen der Erstticketverkäufer, und auch hier nur vereinzelt und nicht in einer repräsentativen Anzahl, was selbst im Falle der Relevanz eines solchen Vergleichs ungenügend wäre.