Citation: 8C_396/2022 E. 5.2.1

5.2.1. Was die Rüge der Gehörsverletzung (Art. 29 Abs. 2 BV; zur daraus abgeleiteten Begründungspflicht vgl. BGE 145 IV 99 E. 3.1) betrifft, kann der IV-Stelle nicht gefolgt werden. Nach der Rechtsprechung muss die Begründung des Entscheids so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über dessen Tragweite Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiter ziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (anstelle vieler: BGE 148 III 30 E. 3.1 mit Hinweisen). Unter dem Blickwinkel des Gehörsanspruchs hat das kantonale Gericht hinreichend dargelegt, weshalb es davon ausging, dass der Beschwerdegegner die selbstständige Erwerbstätigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch als Gesunder aufgegeben hätte. Der IV-Stelle war eine sachgerechte Anfechtung des vorinstanzlichen Urteils demnach möglich. Die Rüge der Gehörsverletzung ist unbegründet.