Citation: 4A_254/2020 E. 4.4.2

4.4.2. Die Beschwerdeführerin rügt, sie habe im kantonalen Verfahren klar zwischen Anfechtung wegen Irrtums (Art. 24 OR) einerseits und ihrer Unerfahrenheit (als eine mögliche Beeinträchtigung der Entscheidungsfreiheit) im Rahmen der Übervorteilung (Art. 21 OR) unterschieden. Warum zunächst das Bezirksgericht und - trotz entsprechender Rüge in der Berufung - dann auch die Voristanz die Argumentation zur Irrtumsfrage als Hauptbestandteil ihrer Erwägungen zur Unerfahrenheit mache, sei völlig unklar. Sie habe dargelegt, für Unerfahrenheit im Sinne einer Übervorteilung sei "lediglich" (Herv. im Original) notwendig, dass sich der Übervorteilte die Tragweite und Bedeutung des betreffenden Rechtsgeschäfts nicht vorzustellen vermochte. Damit habe sich die Vorinstanz überhaupt nicht befasst.