Citation: 1B_64/2019 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer wirft der Staatsanwaltschaft rechtsmissbräuchliches Verhalten vor, weil sie dem Bundesgericht im ersten Verfahren mitgeteilt habe, die Erhebung der Anklage stehe kurz bevor, sie dann aber effektiv erst 4 Monate später überwiesen habe. Diese Kritik des Beschwerdeführers erscheint insofern berechtigt, als der Zeitbedarf von vier Monaten für die Anklageerhebung nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens jedenfalls in einem Verfahren von überschaubarer Komplexität wie dem vorliegenden nicht als "kurz" bezeichnet werden kann. Die Staatsanwaltschaft hat dafür erheblich länger gebraucht, als sie sich vorgenommen hat, wobei sie die Gründe für die Verzögerung nicht offengelegt hat. Es bestehen allerdings auch keine Anhaltspunkte dafür, dass sie das Bundesgericht mit ihrer Prognose bewusst täuschen wollte, um dieses dazu zu bringen, die Beschwerde abzuweisen. Der Vorwurf des Rechtsmissbrauchs erweist sich als unbegründet. Insgesamt erscheint diese Verzögerung auch unter Berücksichtigung des bereits im früheren Stadium teilweise eher schleppenden Verfahrensgangs jedenfalls nicht als derart krass, dass sie eine Haftentlassung rechtfertigen könnte. Dementsprechend ist sie nicht im Haftprüfungsverfahren zu beurteilen, sondern gegebenenfalls im Strafverfahren.