Citation: 9C_271/2024 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz hat die umstrittene Pflicht zur Zahlung der Gästetaxe im Lichte des Davoser Gemeindegesetzes vom 18. Dezember 2005 über die Erhebung der Kur-, Sport- und Verkehrstaxen (Gästetaxengesetz; DRB 23; nachfolgend: GTG), des Tarifblattes vom 27. Oktober 2005 zum GTG (DRB 23.01; nachfolgend: Tarifblatt) und der Ausführungsbestimmungen vom 11. Juli 2006 zum GTG (DRB 23.1; nachfolgend: AGTG) beurteilt. Sie hat insbesondere erwogen, die Beschwerdeführer hätten (zu Recht) weder eine Befreiung von der Taxpflicht im Sinne von Art. 5 Abs. 1 GTG noch eine Reduktion im Sinne von Art. 4-9 der AGTG geltend gemacht, sondern einzig aufgrund der Behinderung der grundsätzlich steuerpflichtigen Ehefrau eine Ausnahme im Sinne von Art. 5 Abs. 2 GTG verlangt. Ob ein besonderer Fall in diesem Sinne vorliege, sei ein Ermessensentscheid, den das Gericht nicht ohne triftigen Grund ändere. Bei der Gästetaxe resp. Jahrespauschale (im Sinne von Art. 9 GTG) handle es sich um eine Kostenanlastungssteuer. Bei einer solchen sei nicht die tatsächliche Inanspruchnahme des entsprechenden (hier: touristischen) Angebotes entscheidend, sondern die theoretische Möglichkeit dazu. Daher vermöge der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin keine Befreiung von der Abgabepflicht zu begründen. Anders als eine Vorzugslast richte sich die Kostenanlastungssteuer nicht nach konkret nachgewiesenen Vorteilen, sondern dürfe nach abstrakten, schematisch festgelegten Kriterien erfolgen. Es sei vertretbar und nicht willkürlich, bei einer 4,5-Zimmer-Wohnung rechnerisch von fünf Betten auszugehen und die Jahrespauschale auf Fr. 840.- festzusetzen, was bei einer Übernachtungstaxe von Fr. 5.90 rund 28 Übernachtungen pro Jahr und Bett entspreche. Folglich hat das kantonale Gericht die Pflicht zur Zahlung der Gästetaxe bejaht.