Citation: 1B_72/2017 E. 2.4.2

2.4.2. Die dem Beschwerdeführer zur Last gelegten Delikte sind in tatsächlicher Hinsicht einfach gelagert. Ihm wird vorgeworfen, B.________ mit seinem Auto mehrmals an verschiedene Orte gefahren zu haben, an welchen dieser Drogen veräusserte. Der Beschwerdeführer habe gewusst, dass er durch diese Fahrdienste B.________ möglicherweise bei der Veräusserung bzw. dem in Verkehr bringen von illegalen Betäubungsmitteln (insbesondere Heroin oder Kokain) behilflich sei. Da der Beschwerdeführer jeweils pro Fahrt mit Fr. 100.-- entlöhnt worden sei, habe er dies billigend in Kauf genommen. Bei den Fahrten habe B.________ das Heroin entweder bei sich gehabt oder es in U.________ geholt und sich in der Folge damit vom Beschwerdeführer an die Treffen fahren lassen. Der Beschwerdeführer ist weitgehend geständig. Bestritten ist lediglich, was er in Bezug auf den Drogenverkauf von B.________ gewusst bzw. dass er (eventual-) vorsätzlich gehandelt hat. In rechtlicher Hinsicht steht die Frage im Raum, ob der Beschwerdeführer den Tatbestand von Art. 19 Abs. 1 lit. b des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG; SR 812.121) selbstständig erfüllt hat oder Gehilfenschaft zu den Tathandlungen von B.________ gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG vorliegt. Die sich stellenden Fragen erweisen sich weder tatsächlich noch rechtlich als so schwierig, dass es mit Blick auf die relativ geringe zu erwartende Strafe geboten wäre, einen amtlichen Verteidiger zu mandatieren. Gründe in der Person des Beschwerdeführers, die eine amtliche Verteidigung gebieten würden, sind auch nicht ersichtlich, zumal sprachliche Barrieren mit Hilfe eines Übersetzers überwunden werden können.