Citation: 9C_116/2019 E. 4.2.1

4.2.1. In grundsätzlicher Hinsicht wird in der Beschwerde kritisiert, wenn die Vorinstanz das Gutachten vom 27. Januar 2016 als beweiskräftig bezeichne, könne "sie es nicht im gleichen Atemzug derart verharmlosen und als irrelevant abtun". Diesem Einwand ist entgegenzuhalten, dass die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung die Arbeitsfähigkeit - mit Blick auf die normativ vorgegebenen Kriterien - je aus ihrer Sicht beurteilen (BGE 141 V 281 E. 5.2.1 S. 306 mit Hinweisen; vgl. zur Aufgabenverteilung zwischen Rechtsanwender und Arzt im Allgemeinen: BGE 140 V 193). Auch wenn das Gericht einem Gutachten in gesundheitlicher, medizinischdiagnostischer Hinsicht Beweiskraft zuerkennt, darf es die darin enthaltene ärztliche Einschätzung nicht tel quel übernehmen. Vielmehr hat es zu prüfen, ob und in welchem Umfang die gutachterlichen Feststellungen anhand der Indikatoren nach BGE 141 V 281 auf eine rechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen. Das Vorgehen im angefochtenen Entscheid ist damit korrekt.