Citation: 1C_26/2015 E. 2.5

2.5. Die Beschwerdeführerin hat mit Schreiben vom 26. Juli 2014 bzw. in ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 29. Juli 2014 darauf hingewiesen, dass die bisher für den Autohandel am Firmensitz in Unterägeri benutzte Liegenschaft für ihre Zwecke nicht mehr geeignet sei und sie deshalb die Vereinbarung über die Geschäftsräumlichkeiten aufgehoben habe. Man sei nun auf der Suche nach besser geeigneten Räumlichkeiten in der Gemeinde Unterägeri. Sobald ein entsprechender Mietvertrag vorliege, werde dieser dem Strassenverkehrsamt zugeschickt. Damit räumt die Beschwerdeführerin selber ein, dass sie die Voraussetzungen für die Erteilung eines Kollektiv-Fahrzeugausweises aufgrund fehlender Räumlichkeiten und Betriebseinrichtungen nicht mehr erfüllt. Ob diese am neuen Standort an der Strasse W.________ in Unterägeri vorhanden sind, ist nicht bekannt und auch nicht weiter massgeblich. Bereits aus der Verfügung vom 25. Januar 2013 über die Ausweiserteilung ergibt sich, dass der Kollektiv-Fahrzeugausweis und das Händlerschild aufgrund der Beurteilung des Betriebs an der Strasse U.________ ausgestellt worden sind und somit von diesem abhängen (vgl. Ziff. 1). In Ziff. 3 ist denn auch ausdrücklich vermerkt, dass das Kontrollschild gestützt auf die vorhandenen Räumlichkeiten und Betriebseinrichtungen ausgehändigt worden ist. Der Verfügung ist zudem nicht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführerin diesbezüglich eine Ausnahme im Sinne von Art. 23 Abs. 2 VVV bewilligt wurde. Danach kann die kantonale Behörde von den Voraussetzungen des Anhangs 4 zu Gunsten des Bewerbers oder Inhabers ausnahmsweise abweichen, wenn die Gesamtbeurteilung des Betriebes ergibt, dass die Händlerschilder ohne Gefahr für die Verkehrssicherheit und die Umwelt abgegeben werden können. Ausserdem weisen die Bestimmungen der VVV keine Sonderregeln für den vorübergehenden Standortwechsel eines Fahrzeugbetriebs auf, welche es erlauben würden, den Kollektiv-Fahrzeugausweis und das Kontrollschild weiter zu führen.