Citation: 5A_811/2022 E. 4

Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz mit ihrem Vorgehen Art. 29 Abs. 1 sowie Art. 29 Abs. 3 BV verletzt. Sie durfte die Beschwerde nicht bereits deswegen abweisen, weil die Beschwerdeführerin nicht begründet hat, weshalb sie keinen Antrag auf Prozesskostenvorschuss gestellt hat. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und der angefochtene Entscheid ist aufzuheben. Da die Vorinstanz die weiteren Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtpflege (insbesondere die Mittellosigkeit und die Aussichtslosigkeit) nicht geprüft hat, ist die Sache zu neuer Entscheidung über die unentgeltliche Rechtspflege im erstinstanzlichen Verfahren sowie die Kosten des kantonalen Verfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen. Der Antrag der Beschwerdeführerin um Zusprechung einer Parteientschädigung bzw. eventualiter um unentgeltliche Rechtspflege im vorinstanzlichen Verfahren wird damit - mindestens vorerst - gegenstandslos, sodass sich das Bundesgericht zu den in diesem Zusammenhang vorgetragenen Rügen nicht zu äussern braucht.