Citation: I 718/01 17.09.2002 E. 1

Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin Anspruch auf eine Zusatzrente für ihren Ehemann hat. 1.1 Nach Art. 34 Abs. 1 IVG haben rentenberechtigte verheiratete Personen, die unmittelbar vor ihrer Arbeitsunfähigkeit eine Erwerbstätigkeit ausübten, Anspruch auf eine Zusatzrente für ihren Ehegatten, sofern diesem kein Anspruch auf eine Alters- oder Invalidenrente zusteht. Der Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gemäss dieser Bestimmung richtet sich nach Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG und der dazu ergangenen Rechtsprechung (vgl. AHI 1998 S. 124 Erw. 3c) und fällt daher mit dem Beginn der einjährigen Wartezeit zusammen (Botschaft über die zehnte Revision der Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 5. März 1990, BBl 1990 II 110). Der Anspruch auf Zusatzrente für den Ehegatten muss daher verneint werden, wenn zwischen dem Ende der Aktivitätsperiode (oder einer dieser gleichgestellten Periode im Sinne von Art. 30 IVV) und dem Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit Zeit vergeht (SVR 2001 IV Nr. 36 S. 109 Erw. 1c). 1.2 Zu prüfen ist vorliegend insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin im Sinne von Art. 34 Abs. 1 IVG unmittelbar vor ihrer Arbeitsunfähigkeit eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat. Während das BSV, welchem sich die IV-Stelle an schliesst, dies mit der Begründung verneint, die einjährige Wartezeit habe im Mai 1999 begonnen, weshalb auf Grund des Umstands, dass die Versicherte ihre Erwerbstätigkeit Ende Mai 1995 aufgegeben bzw. letztmals im Juni 1998 Taggeldleistungen der Arbeitslosenversicherung bezogen habe, kein Anspruch auf eine Zusatzrente für den Ehemann bestehe, gehen Vorinstanz und Beschwerdegegnerin davon aus, der Beginn der Wartezeit sei auf August 1994 festzulegen, als die Ver sicherte noch erwerbstätig war.