Citation: 2C_701/2016 E. 2

2. Kleintransporter und Personenwagen Fr. 100.-- pro Fahrt" Gestützt auf dieses Reglement stellte die Gemeinde B.________ der A.________ GmbH für insgesamt 104 Fahrten mit dem Camion einen Betrag von Fr. 32'850.-- in Rechnung, was im Durchschnitt einer Gebühr von Fr. 315.85 pro Fahrt entspricht. A.c. Die entsprechenden Gebührenverfügungen der Gemeinde focht die A.________ GmbH mittels Verwaltungsbeschwerden beim Staatsrat des Kantons Wallis an. In seinem Entscheid vom 25. September 2013 hiess dieser die Beschwerden gut. Zur Begründung führte der Staatsrat u.a. aus, dass basierend auf den Jahresrechnungen 2001-2007 die mit der Alpstrasse generierten Einnahmen fast doppelt so hoch seien wie die in diesem Zusammenhang anfallenden Kosten, was das Kostendeckungsprinzip offensichtlich verletze. Zudem bestehe keine vernünftige Relation zwischen dem Wert der Leistung, d.h. der Strassenbenutzung auf dem Gemeindegebiet, und der Höhe der verlangten Gebühr. Infolgedessen sei auch das Äquivalenzprinzip verletzt. In Berücksichtigung des Kostendeckungs- und des Äquivalenzprinzipes legte der Staatsrat die Benutzungsgebühr für eine Fahrt mit dem Camion wie folgt fest: "1 bis 10 Fahrten Fr. 100.-- pro Fahrt 11 bis 30 Fahrten Fr. 80.-- pro Fahrt 31 bis 50 Fahrten Fr. 60.-- pro Fahrt ab 50 Fahrten Pauschalbetrag nach Vereinbarung mit dem Gemeinderat" A.d. Eine von der Gemeinde B.________ hiergegen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des Kantonsgerichts Wallis vom 18. März 2015 abgewiesen: In seinem Entscheid führte das Kantonsgericht aus, dass die Gemeinde B.________ die hohen Benutzungsgebühren für die Alpstrasse stets damit gerechtfertigt habe, man wolle die Luftseilbahn nicht konkurrenzieren; die Unterhaltskosten hätten demgegenüber bis anhin kein zentrales Argument dargestellt. Entsprechend seien die im Streit liegenden Benutzungsgebühren nicht als kostenabhängige Kausalabgaben zu bezeichnen, weshalb das Kostendeckungsprinzip entgegen der Ansicht des Staatsrates nicht zur Anwendung gelangen könne. Indessen bestätigte das Kantonsgericht ausdrücklich die Auffassung des Staatsrates, dass die von der Gemeinde reglementarisch vorgesehenen Benutzungsgebühren in keinem Verhältnis zum im Gegenzug eingeräumten Recht zur Befahrung der Alpstrasse auf dem Gemeindegebiet von B.________ stünden. Dies verletze das Äquivalenzprinzip, weswegen die Herabsetzung der Gebühren durch den Staatsrat zu Recht erfolgt sei. Dieses Urteil des Kantonsgerichts erwuchs unangefochten in Rechtskraft.