Citation: 6B_840/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, dass bei der Zustellung von behördlichen Sendungen der Zugang in den Machtbereich des Adressaten massgebend sei, womit der Einwand des Ehemannes, die Ehefrau habe ihm die Sendung nicht ausgehändigt, nicht zu hören sei. Wenn derartige Versäumnisse eine Verlängerung von Fristen zur Folge hätten, würde der Fristenlauf in die Hände der Adressaten gelegt und die Fristenregelung ausgehebelt. Zur Sprache erwägt die Vorinstanz, dass die Strafbehörden der Kantone alle Verfahrenshandlungen in ihrer Verfahrenssprache durchführen würden. Vor den thurgauischen Gerichten und Behörden sei die Amtssprache Deutsch.