Citation: 9C_621/2022 E. 5.6

5.6. In Bezug auf die zweite und die dritte Voraussetzung (Vorteil zugunsten einer Beteiligungsinhaberin oder eines Beteiligungsinhabers oder einer dieser bzw. diesem nahestehenden Person, der einer unabhängigen Drittperson nicht gewährt worden wäre) hat die Vorinstanz erwogen, dass G.________ im Zeitpunkt der Verwaltungsratssitzung der Beschwerdeführerin am 14. Januar 2013, an welcher auf sein Bestreben hin über das Kaufangebot der M.________ AG beraten worden sei, Inhaber einer Forderung gegenüber der M.________ AG in der Höhe von Fr. 1'130'000.- gewesen sei. In dieser Forderung seien unter anderem ein vormals von der B.A.________ AG, einer Schwestergesellschaft der Beschwerdeführerin, zugunsten der M.________ AG begebenes Darlehen von Fr. 700'000.- sowie ein Darlehen von rund Fr. 141'000.-, das F.________ der M.________ AG gewährt hatte, enthalten gewesen. G.________ habe die Gesamtforderung von Fr. 1'130'000.- per Saldo aller Ansprüche zum Betrag von Fr. 300'000.- übernommen. Der unterpreisliche Verkauf der Liegenschaft an die M.________ AG habe dazu gedient, die Forderung von G.________ wieder werthaltig zu machen und sie im vollen Betrag an diesen zurückzuführen. Durch die zu "günstige" Übertragung der Liegenschaft auf die M.________ AG sei letztlich gewährleistet worden, dass die Differenz zu einem marktgerechten Preis nicht der Beschwerdeführerin, sondern - via die M.________ AG - ihrem Verwaltungsrat G.________ zugutegekommen sei. Diesen Vorteil hätte die Beschwerdeführerin einer aussenstehenden Drittperson nicht zugestanden (vgl. angefochtenes Urteil E. 4.3). Die Würdigung der Vorinstanz überzeugt in mehrfacher Hinsicht nicht restlos.