Citation: 8C_117/2024 E. 3.2.2

3.2.2. Wohl macht die Vorinstanz geltend, der fragliche Arztbericht sei ihr im Zeitpunkt der Urteilsberatung durchaus bekannt gewesen, jedoch für die Herleitung des Entscheids für unwesentlich befunden worden. Damit verweist sie (implizit) auf die im angefochtenen Urteil erwähnte antizipierte Beweiswürdigung (dazu: BGE 144 V 361 E. 6.5; 141 I 60 E. 3.3; 136 I 229 E. 5.3; 134 I 140 E. 5.3; Urteil 2C_272/2016 vom 28. April 2016 E. 2.2). Letztere befreit das kantonale Gericht jedoch nicht davon, einen zweiten Schriftenwechsel im Rahmen der Sachverhaltsdarstellung zu erfassen. Dies gilt umso mehr, wenn - wie hier - zulässigerweise neue Beweismittel eingereicht werden. Die Frage, ob das Gericht im Rahmen der freien Beweiswürdigung unter Zugrundelegung der bereits vorhandenen Beweismittel - antizipiert - zur Überzeugung gelangen darf, allfällige zusätzlich beantragte Beweise würden zur Klärung des Sachverhalts nichts mehr beitragen, stellt sich dabei (noch) nicht. Abgesehen davon wäre der Bericht des Dr. med. E.________ entgegen der Auffassung der Vorinstanz in zeitlicher Hinsicht durchaus zu berücksichtigen gewesen, lässt er doch Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Verfügungserlasses (21. Juli 2022) gegebene Situation zu (vgl. statt vieler: Urteil 8C_414/2019 vom 25. September 2019 E. 2.2.2 mit Hinweis auf BGE 121 V 362 E. 1b). Darüber hinaus wurde dem Gutachten des Dr. med. C.________ vom 28. März 2017, woraus eine durchaus relevante Einschränkung im Haushalt hervorgeht, im kantonsgerichtlichen Rückweisungsurteil vom 27. Juni 2019 explizit Beweiskraft beigemessen. Dessen Einschätzung bestätigte Dr. med. E.________ anhand einer erweiterten Anamnese (Befragung des Sohnes), indem er festhielt, die Beschwerdeführerin sei nach wie vor ständig mit den dannzumal erhobenen und unbestritten im Jahr 2008 ausgebrochenen psychotischen Symptomen beschäftigt (Bericht vom 22. Dezember 2022, S. 2). Dem psychiatrischen Gutachten des PD Dr. med. D.________ vom 31. August 2021, auf welches das kantonale Gericht abgestellt hat, ist dazu lediglich zu entnehmen, die Beschwerdeführerin habe jegliches aktuelle oder anamnestische Erleben aus dem Psychose-Spektrum (mit Ausnahme der im Jahr 2008 akuten psychotischen Störung) bei der Begutachtung verneint. Weshalb die Angaben des Dr. med. E.________ ohne Begründung unerwähnt hätten bleiben dürfen, ergibt sich mit anderen Worten auch vor diesem Hintergrund nicht.