Citation: 9C_231/2009 23.12.2009 E. 3

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Kapitalhilfe. 3.1 Das kantonale Gericht hat die massgeblichen Bestimmungen über die Ausrichtung einer Kapitalhilfe zur Aufnahme oder zum Ausbau einer Tätigkeit als Selbstständigerwerbender (Art. 18 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2007 geltenden Fassung, Art. 7 IVV) zutreffend dargelegt. Insbesondere ist richtig, dass Versicherten, die vor Eintritt der Invalidität in einem Anstellungsverhältnis standen, nur dann eine Kapitalhilfe zu gewähren ist, wenn die Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit invaliditätsbedingt notwendig ist (Art. 8 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 geltenden Fassung). Ist hingegen die Ausübung einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit möglich, besteht kein Anspruch auf Kapitalhilfe (AHI 2002 S. 180; vgl. Rz. 6005 des Kreisschreibens über die Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art, KSBE, gültig ab 1. Januar 2008). Darauf wird verwiesen. 3.2 Ebenfalls zutreffend hat die Vorinstanz unter Hinweis auf die Erwerbsbiographie des Versicherten angefangen beim Handelsdiplom mit KV-Abschluss dargetan, dass zwar seine Behinderung (Hemiparese) eine empfindliche Einschränkung der Einsetzbarkeit des rechten Arms und der rechten Hand bedeute, es ihm aber trotzdem möglich gewesen sei, das Handelsdiplom zu erwerben und anschliessend während mehr als zehn Jahren entsprechend berufstätig zu sein mit entsprechendem Einkommen, weshalb der 1999 erfolgte Wechsel von einer unselbstständigen zur selbstständigen Tätigkeit bei der Aufgabe der Tätigkeit für die Firma X.________ nicht invaliditätsbedingt notwendig gewesen sei. Die - teils weitschweifigen, teils im Wortlaut an der Grenze zur Ungebührlichkeit gehaltenen - Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Insbesondere ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass - selbst wenn es zutreffen sollte, dass der Beschwerdeführer zur Aufgabe seiner Anstellung bei der Firma X.________ gedrängt worden sein sollte, weil die Arbeitgeberin die Behinderung als nachteilig im Kundenkontakt erachtet habe - damit keineswegs die Notwendigkeit verbunden gewesen war, auf eine selbstständige Erwerbstätigkeit umzustellen, zeigt doch die Erwerbsbiographie des Versicherten bis 1999 das Vorhandensein von Anstellungsmöglichkeiten entsprechend seinen beruflichen Qualifikationen. Inwiefern damit eine unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder eine unhaltbare Beweiswürdigung vorliegt, und der kantonale Entscheid Bundesrecht verletzt (Art. 95 lit. a BGG), ist nicht ersichtlich. Sodann besteht auch im Rahmen der 2003 erfolgten Umwandlung von der Einzelfirma zur AG kein Anspruch auf Kapitalhilfe. Im asim-Gutachten vom 29. Dezember 2006 wurde dem Versicherten ab 2003 eine Arbeitsfähigkeit als Treuhänder von 50 % attestiert. Es ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht, weshalb er diese 50%-Tätigkeit nicht weiterhin im Rahmen der Firma Z.________ hätte ausüben können oder inwiefern die Tätigkeit bei der Y.________ AG seinen Beschwerden im linken Handgelenk besser Rechnung trägt, umfasst seine Tätigkeit doch nach wie vor die gleichen Arbeiten, sei es am Computer oder beim Kundenkontakt. Dass ihm lediglich eine reduzierte Arbeitsfähigkeit verbleibt, wird bereits mit der Invalidenrente abgegolten. Gemäss Abklärungsbericht Selbstständigerwerbende erfolgte der Wechsel von der Z.________ (Einzelfirma) zur Y.________ (AG) denn auch infolge eines Betrugsfalles, um den Verlust zu minimieren. In Bezug auf die im Jahre 2003 erfolgte Umstellung von der Firma Z.________ auf die Y.________ AG besteht daher kein Anspruch auf Kapitalhilfe.