Citation: 9C_434/2020 E. 4.1.1

4.1.1. Dr. med. E.________ schloss in der Gerichtsexpertise, deren Beweiswert die Beschwerdeführerin grundsätzlich nicht in Abrede stellt, eine gewisse Anpassung an die Beschwerden sowie eine Veränderung der Anforderungen im Haushalt nicht aus. Wie sich der Expertise entnehmen lässt, hatte die Beschwerdeführerin derlei gegenüber dem Gutachter auch ausdrücklich eingeräumt. Dies begründe, so Dr. med. E.________ weiter, eine etwas höhere (dem aus heutiger Sicht medizinisch Zumutbaren entsprechende) Belastbarkeit. Ob dies für eine Rentenaufhebung ausreiche, könne er selbstverständlich nicht beurteilen. Diese und andere gutachterliche Aussagen zeugen von einer gewissen Zurückhaltung in Bezug auf die Darstellung der Auswirkungen der gesundheitlichen Einschränkungen im zeitlichen Verlauf. Der Gutachter begründete dies nachvollziehbar mit einem seit Jahren bestehenden ausgeprägten Angst-Vermeidens-Verhalten mit Selbstlimitierung, welches die Möglichkeiten einer direkten objektiven Quantifizierung der Funktionsfähigkeit der Beschwerdeführerin einschränke. Aufgrund dieser Selbstlimitierung waren insbesondere die Resultate der anlässlich der Expertise veranlassten Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) nur teilweise verwertbar und Dr. med. E.________ vermochte die Zumutbarkeit nur medizinisch-theoretisch einzuschätzen. Er trug mit seiner Zurückhaltung auch den seiner Auffassung nach dürftigen Vergleichsgrössen Rechnung. Namentlich wies der Gutachter auf eine retrospektiv knappe medizinische Aktenlage, auf die geänderten Erfordernisse im Alltag sowie auf den Umstand hin, dass die Beschwerdeführerin seit 2004 keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen sei.