Citation: 4A_467/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz der Tatsache, dass die HNO-Spezialistin nicht anwesend war, keine entscheidende Bedeutung zumass. Von Willkür kann keine Rede sein. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer, soweit er aus der Tatsache, dass der Oberarzt eine HNO-Spezialistin aufgeboten hat, ableiten will, dass diese den Verlauf hätte abwenden können. In der E-Mail, aus welcher der Beschwerdeführer selbst zitiert, hält der behandelnde Oberarzt fest, er habe die Option einer Not-Tracheotomie tatsächlich im Kopf gehabt. Die anatomischen Verhältnisse hätten diese Option aber weit in den Hintergrund rücken lassen. Zusätzlich als weiteres Backup habe er die HNO-Ärztin bestellt. Die diensthabende Ärztin sei eingetroffen, als die Patientin bereits intubiert gewesen sei. Das in der Beschwerde wiedergegebene Zitat schliesst mit der Bemerkung: "Auch nachträglich sehe ich das Quick-Trach nicht als Lösung bei dieser Patientin." Daraus ergibt sich unzweideutig, dass nach Ansicht des Oberarztes entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers das Quick-Trach nicht etwa nur für ihn selbst als Anästhesisten keine Option war, da er befürchtete, aufgrund seiner fehlenden Fachkenntnisse diese nicht erfolgreich durchführen zu können, sondern dass er wie auch der Gutachter davon ausgeht, ein Quick-Trach sei keine Lösung bei dieser Patientin. Dass die Algorithmen ausdrücklich chirurgische Notfallmassnahmen vorsehen, ist nicht massgebend, da sich auch eine in den Algorithmen vorgesehene Massnahme angesichts der konkreten Umstände als nicht angezeigt erweisen kann. Willkür in der Beweiswürdigung wird nicht aufgezeigt.