Citation: 7B_611/2024 E. 4.3.4

4.3.4. Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, im angefochtenen Entscheid finde keine Berücksichtigung, dass die Beschwerdegegnerin es "möglicherweise" (unter Erfüllung des Tatbestandes der Begünstigung nach Art. 305 StGB) unterlassen habe, ein Strafverfahren gegen den Privatklägervertreter, Rechtsanwalt D.________, wegen Nötigung einzuleiten. Die Frage, ob die Beschwerdegegnerin eine Strafuntersuchung gegen Rechtsanwalt D.________ wegen Nötigung hätte einleiten müssen, ist nicht im vorliegenden Ausstandsverfahren zu beantworten. Sie ist vielmehr in einem allfälligen Strafverfahren gegen den betreffenden Staatsanwalt zu beantworten. Daran ändert nichts, dass es sich dabei um ein Offizialdelikt handelt. Die Einreichung einer Strafanzeige gegen eine in einer Strafbehörde tätige Person begründet für sich allein keinen Anschein der Befangenheit. Andernfalls könnte eine Verfahrenspartei missliebige Mitglieder einer Strafbehörde allein durch Einreichen einer Strafanzeige aus dem Verfahren hinausdrängen (vgl. BGE 134 I 20 E. 4.3.2; Urteile 7B_143/2024 vom 3. Juni 2024 E. 4.1.3; 1B_439/2022 vom 29. Juni 2023 E. 4.2). Der Beschwerdeführer legt vor Bundesgericht nicht dar, dass die Beschwerdegegnerin auf den gegen sie erhobenen strafrechtlichen Vorwurf etwa mit einer Strafanzeige, mit Zivilforderungen oder sonst wie nicht sachgerecht reagiert hätte. Damit einhergehend vermag er nicht aufzuzeigen, dass das Konflikt mit der Beschwerdegegnerin eine persönliche Dimension erhalten hätte, welche ihre Unbefangenheit tangieren würde (vgl. Urteile 7B_143/2024 vom 3. Juni 2024 E. 4.1.3; 1B_209/2022 vom 22. Dezember 2022 E. 3.1). Vor diesem Hintergrund ist der Vorinstanz nicht vorzuwerfen, wenn sie im angefochtenen Entscheid nicht auf den vom Beschwerdeführer gegen die Beschwerdegegnerin erhobenen strafrechtlichen Vorwurf Bezug nimmt.