Citation: 6B_210/2024 E. 2.5.2

2.5.2. Die Vorinstanz setzt sich ausführlich mit dem psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers auseinander. Dabei berücksichtigt sie, dass er an einer paranoiden Schizophrenie leidet und hält fest, der Gesundheitszustand habe sich durch die Inhaftierung im Anschluss an die mündliche Urteilseröffnung vor Strafgericht verschlechtert; er sei mit der Haftsituation nicht "zurechtgekommen". Nachvollziehbar legt die Vorinstanz dar, ein Aufenthalt in der Station B.________ in U.________ könne zwar eine gewisse Härte mit sich bringen; daraus lasse sich aber noch kein "Haftschock" ableiten. Ebenso wenig ist in diesem Zusammenhang zu beanstanden, wenn die Vorinstanz erwägt, der "Schockzustand" sei nicht mit Arztzeugnis belegt. Zwar mag dem Beschwerdeführer insoweit zuzustimmen sein, als es sich beim geltend gemachten "Haftschock" nicht um eine medizinische Diagnose handle und dies entsprechend auch nicht mit Arztzeugnis belegt werden könne. Dennoch geht sein Einwand fehl. Entgegen seiner Ansicht betrachtet die Vorinstanz das Wort "Haftschock" nicht isoliert, sondern begründet vielmehr schlüssig, weshalb sie davon ausgeht, dem Beschwerdeführer wäre es in seinem Zustand möglich gewesen, die fragliche Frist zu wahren oder mit der Fristwahrung einen Dritten zu betrauen. Inwieweit die Vorinstanz diese Feststellungen willkürlich treffe, tut der Beschwerdeführer weder begründet dar noch ist dies ersichtlich. In diesem Zusammenhang erweisen sich auch die Ausführungen des Beschwerdeführers als verfehlt, wonach er als Laie die konkrete psychische Situation stets umschrieben habe und deshalb nicht relevant sei, dass er erstmals am 21. August 2023 das Wort "Schock" verwendet habe. Die Vorinstanz geht weiter gestützt darauf, dass der Beschwerdeführer mit einem Hungerstreik gedroht habe, davon aus, er habe seinen Willen ohne Weiteres kundtun können. Wenn der Beschwerdeführer den vorinstanzlichen Erwägungen diesbezüglich lediglich seine eigene Sicht gegenüberstellt, ohne dabei Willkür zu begründen, so ist auf seine appellatorische Kritik in dieser Hinsicht nicht näher einzugehen (Art. 42 Abs. 2, 105 Abs. 1 BGG;). Zu keiner Kritik Anlass gibt auch die Auffassung der Vorinstanz, wonach der Beschwerdeführer gemäss Aktennotiz vom 13. Juni 2023 am selben Tag oder bereits zuvor im Stande gewesen sei, mit seinem Beistand telefonischen Kontakt aufzunehmen und damit sich bereits vor dem 14. Juni 2023 um gewisse administrative Belange habe kümmern können. Der Beschwerdeführer kann diesbezüglich nichts für sich ableiten, wenn er vorbringt, ein Telefonat mit einem Beistand sage nichts darüber aus, ob er das Urteil und seine Rechtsmittelmöglichkeiten verstanden habe.