Citation: 1P.185/2002 29.05.2002 E. 1

1.1 Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid (Art. 86 OG), der sich auf kantonales Baurecht stützt. Hiergegen steht nur die staatsrechtliche Beschwerde ans Bundesgericht offen (Art. 84 Abs. 2 OG). 1.2 Die Beschwerdeführer machen zum einen geltend, das Verwaltungsgericht und die Baurekurskommission hätten zu Unrecht die Durchführung eines Augenscheins verweigert und damit ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Zu dieser Rüge einer formellen Rechtsverweigerung sind sie als Partei des kantonalen Verfahrens ohne weiteres legitimiert (BGE 122 I 267 E. 1b S. 270 mit Hinweisen). 1.2.1 Zum anderen rügen sie die Verletzung von Bestimmungen des kantonalen Baurechts, deren Auslegung und Anwendung das Bundesgericht nur unter dem Blickwinkel des Willkürverbots (Art. 9 BV) prüfen kann. Hierzu sind sie nach der bundesgerichtlichen Praxis nur legitimiert, wenn diese Vorschriften ausser den Interessen der Allgemeinheit auch oder in erster Linie dem Schutz der Nachbarn dienen (BGE 118 Ia 232 E. 1a S. 234 mit Hinweisen). Daran hat sich auch mit dem Inkrafttreten von Art. 9 BV nichts geändert (BGE 126 I 81 E. 4-6 S. 87 ff.; speziell zur Nachbarbeschwerde gegen eine Baubewilligung vgl. unveröffentlichtes Urteil 1P.325/2000 vom 7. Juli 2000 E. 1b/aa). Zusätzlich müssen die Beschwerdeführer dartun, dass sie sich im Schutzbereich der Vorschriften befinden und durch die behaupteten widerrechtlichen Auswirkungen der Bauten betroffen werden (BGE 118 Ia 232 E. 1a S. 234 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführer rügen in erster Linie die unbefriedigende Einordnung der Baute und damit eine Verletzung von § 238 PBG. Dieser Ästhetikvorschrift kommt jedoch keine nachbarschützende Wirkung zu (BGE 118 Ia 232 E. 1b S. 235). Nachbarschützende Wirkung haben dagegen in der Regel Bestimmungen, welche das Mass der zulässigen Ausnützung eines Grundstücks bestimmen (vgl. BGE 117 Ia 18 E. 3b S. 20). Hierzu gehören auch § 276 Abs. 1 PBG und § 293 PBG über die Zulässigkeit und Anrechenbarkeit von Untergeschossen, deren Verletzung die Beschwerdeführer (sinngemäss) rügen. Sie legen aber nicht dar, inwiefern sie durch die behaupteten widerrechtlichen Auswirkungen der Baute betroffen werden. Die Frage der Legitimation kann jedoch offen bleiben, weil auf die Beschwerde in diesem Punkt schon mangels genügender Begründung nicht einzutreten ist. 1.3 Die staatsrechtliche Beschwerde muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurzgefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Das Bundesgericht untersucht nicht von Amtes wegen, ob ein kantonaler Hoheitsakt verfassungswidrig ist, sondern prüft nur rechtsgenügend vorgebrachte, klar erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (BGE 117 Ia 393 E. 1c S. 395; 110 Ia 1 E. 2a S. 3/4). Wirft der Beschwerdeführer der kantonalen Behörde vor, sie habe das kantonale Recht willkürlich angewendet, so muss er anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen zeigen, inwiefern der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem und offensichtlichem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 117 Ia 10 E. 4b S. 12; 110 Ia 1 E. 2a S. 3/4; je mit Hinweis). Im vorliegenden Fall rügen die Beschwerdeführer lediglich die Verletzung von einzelnen Bestimmungen des PBG, ohne darzulegen, weshalb der angefochtene Entscheid willkürlich sei oder sonst Bundesverfassungsrecht verletze. 1.4 Nach dem Gesagten ist nur auf die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs einzutreten. Diese Rüge kann das Bundesgericht ohne Vornahme eines Augenscheins beurteilen.