Citation: 9C_834/2015 E. 4.2.1

4.2.1. Nach der Rechtsprechung können die Ergebnisse einer (zulässigen) Observierung zusammen mit einer (schlüssigen) fachärztlichen Beurteilung neue Beweismittel mit neuen Tatsachen betreffend Gesundheitszustand (Befunde, Diagnose) und Arbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sein (Urteile 9C_385/2015 vom 7. Dezember 2015 E. 3, 9C_589/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4, 9C_409/2013 vom 20. September 2013 E. 3 und 8C_73/2014 vom 2. Mai 2014 E. 3; vgl. auch BGE 137 I 327 E. 7.1 S. 337). Im Unterschied zu einem Eingliederungsversuch wird bei einer Observierung das Verhalten der versicherten Person im Alltag ohne deren Wissen aufgezeichnet. Es kommt dazu, dass es vorliegend nicht um die rückwirkende Aufhebung einer Rente geht, sondern um das Rückkommen auf eine rechtskräftig verfügte Rentenaufhebung. Hier kommt dem im Zusammenhang mit der Wiedererwägung formulierten Grundsatz besondere Bedeutung zu, dass die versicherte Person ihre Rechte hinsichtlich einer nicht zu ihren Gunsten lautenden Verfügung grundsätzlich im Beschwerdeverfahren zu wahren hat (Urteil 8C_748/2014 vom 9. Januar 2015 E. 3.4). Dies schliesst zwar ein Rückkommen auf die rechtskräftige Rentenaufhebung nach Art. 53 Abs. 1 ATSG nicht aus, jedoch können als neue Tatsachen im Sinne dieser Bestimmung nur solche gelten, die sich vorher verwirklicht haben, der gesuchstellenden versicherten Person trotz hinreichender Sorgfalt jedoch nicht bekannt waren (Urteile 9C_385/2015 vom 7. Dezember 2015 E. 3.1 und 8C_683/2015 vom 29. Oktober 2015 E. 2.2, je mit Hinweisen). Die geltend gemachte Nichtumsetzbarkeit der von den Gutachtern des MZR attestierten Arbeitsfähigkeit von 100 % in leidensangepassten Tätigkeiten erfüllt dieses Erfordernis insofern, als im Rahmen der Abklärungen, welche zur Rentenaufhebung führten, keine Massnahmen beruflicher Art durchgeführt worden waren. Dazu bestand aufgrund der Expertise auch kein Anlass. Darin wurden keine Vorbehalte betreffend die Realisierung der Arbeitsfähigkeit formuliert. Eine Wiedereingliederung auf dem freien Markt wurde als zumutbar bezeichnet, die Versicherte zeigte diesbezüglich jedoch keine Motivation. Am 23. September 2013, somit vor Erlass der Verfügung vom 21. Januar 2014, erklärte die Beschwerdeführerin sodann ihre Bereitschaft, an beruflichen Wiedereingliederungsmassnahmen teilzunehmen.