Citation: 6B_873/2016 E. 1.2

1.2. In tatsächlicher Hinsicht ist gemäss Vorinstanz von folgendem Sachverhalt auszugehen. Nachdem sich Ab.________ und Xc.________ auf dem Parkplatz bei der Post in Langenthal um ca. 16.50 Uhr begegneten, kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung, wobei schliesslich Ab.________ Xc.________ in den Unterleib trat. Daraufhin avisierten die beiden telefonisch ihre Brüder. Xc.________ rief auch die Polizei an (Phase 1). Ohne deren Eintreffen vor Ort abzuwarten, begab er sich zum Polizeiposten, wo er den Vorfall um ca. 17 Uhr melden wollte. Ein Polizist sagte ihm am Schalter, weil das Büro bereits geschlossen sei, solle er den Vorfall am Freitag nach Auffahrt anmelden kommen. Als Xc.________ das Verwaltungsgebäude verlassen wollte, näherten sich Mitglieder der Familie A.________. Auch diesen erteilte der Polizist die gleiche Auskunft. Die Gruppe A.________ zog sich daraufhin Richtung Parkplatz zurück. Gleichzeitig fuhr Xb.________ mit seinem Auto vor. Nach dem Aussteigen wurde er sofort von Aa.________ in ein Handgemenge verwickelt. Dessen Familienmitglieder konnten ihn davon abhalten, Xb.________ zu schlagen. Letzterer konnte sich aus den Händen der A.________ befreien und lief zu seinem Bruder Xc.________ vor dem Eingang zum Verwaltungsgebäude, wo beide in der Nähe eines Polizisten blieben. Vor dem Verwaltungsgebäude kam es zu verbalen Attacken zwischen den Mitgliedern der beiden Familien. Die inzwischen vor Ort anwesenden Polizisten konnten die beiden sich gegenseitig massiv provozierenden Gruppen kaum beruhigen (Phase 2). Zu Beginn der Phase 3 wurde die Gruppe A.________ von der Polizei auf dem Vorplatz vor dem Verwaltungsgebäude nochmals aufgefordert, nach Hause zu gehen. Als Ab.________ und Aa.________ auf dem Abmarsch waren, fuhr Xa.________ mit seinem Auto auf den gegenüber liegenden Parkplatz beim Stadttheater. Er stieg aus seinem Wagen aus und hielt lautstark schreiend Gegenstände (einen Radmutternschlüssel und einen Schraubenzieher) in seinen Händen, welche er in die Höhe hob und schwenkte. So ging er auf die beiden Brüder A.________ zu. Dadurch eskalierte die Situation. Ab.________ und Aa.________ rannten auf Xa.________ los. Es kam zu einem Handgemenge. Sie packten ihn, versuchten ihm die Werkzeuge wegzunehmen und nahmen ihn in den Würgegriff, damit er die Gegenstände loslasse, was er jedoch nicht tat. Xc.________ und Xb.________ eilten zu ihrem Bruder. Während Xb.________ in das Handgemenge eingriff, bedrohte Xc.________ die sich streitende Personengruppe durch gefährliche Annäherungsmanöver mit seinem Auto. Er drängte die Gruppe dadurch gegen eine Mauer. Nach vorinstanzlichem Fazit verhielten sich alle fünf Personen nicht nur abwehrend oder schlichtend. Vielmehr hätten sich alle aktiv physisch (mittels Schlägen, Würgen, Ringen und Autofahrmanöver) und/oder psychisch (mittels verbaler und nonverbaler Provokation) an der Auseinandersetzung beteiligt. Xb.________ und Ab.________ erlitten dabei je eine Kopfverletzung. Xa.________ trug Schürfungen und Schwellungen davon.