Citation: 2C_523/2023 E. 4.3.3

4.3.3. Ebenfalls nur im Fall der Ergebnislosigkeit dieser Abklärungen kommt überhaupt in Frage, dass sich der Vollzug - wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht - aufgrund einer allfälligen Staatenlosigkeit im Sinne von Art. 1 Abs. 1 des Übereinkommens über die Rechtsstellung der Staatenlosen vom 28. September 1954 (SR 0.142.40) als rechtlich undurchführbar erweisen könnte. Allerdings bildet die Frage der Staatenlosigkeit als solche nicht Gegenstand des Haftverfahrens, sondern wäre sie auf Gesuch hin durch das Staatssekretariat für Migration (SEM) zu beurteilen, wobei das MIKA in seiner Vernehmlassung zu Recht darauf hinweist, dass als staatenlose Person (nur) gilt, wer ohne eigenes Zutun seiner Staatsangehörigkeit beraubt wurde und keine Möglichkeit hatte, diese wiederzuerlangen (vgl. dazu BGE 147 II 421 E. 5; Urteile 2C_587/2021 vom 16. Februar 2022 E. 5; 2C_415/2020 vom 30. April 2021 E. 5; konkret zu Staatenlosigkeit im Kontext von Ex-Jugoslawien: Urteil 2C_36/2012 vom 10. Mai 2012).