Citation: 6B_163/2015 E. 1.3

1.3. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz erachte den Tatbestand von Art. 185 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zu Unrecht als erfüllt. Ihre Behauptung, er habe sein Kind einzig dazu benutzt, um seine eigene Verhaftung zu verhindern, sei unzutreffend. Sie anerkenne selbst, dass er seinen Sohn als fürsorglicher Vater in den Armen gehalten habe. Durch das Auftreten der Polizei sei dieser Zweck der Fürsorge nicht weggefallen. Er bestreite nicht, dass er sich mit seiner Weigerung, das Kind aus den Armen zu geben, auch gegen die geplante Verhaftung habe wehren wollen. Dies sei aber weder der alleinige Zweck noch der Anlass dafür gewesen, weshalb er das Kind auf dem Arm gehabt habe. Deshalb sei das Tatbestandselement des Sichbemächtigens nicht erfüllt. Ausserdem könne ihm nicht unterstellt werden, er habe seinem Kind etwas zuleide getan. Auch habe es sich in keiner Gefahr befunden. Das Kindswohl sei nicht beeinträchtigt worden, und er habe seinen Sohn nicht widerrechtlich, sondern sogar auf Wunsch der Mutter im Arm gehalten.