Citation: 5A_710/2022 E. 2.4.1

2.4.1. Die Vorinstanz hat dazu erwogen, dass eine Parallele zum Erfordernis der Fälligkeit gezogen werden könne, welche im Zeitpunkt der Zustellung des Zahlungsbefehls (vorliegend: 8. Juli 2013) eingetreten sein müsse. Was für die Fälligkeit gelte, müsse auch für den fehlenden Bedingungseintritt gelten, diene doch die Betreibung ebenso wenig dazu, den Schuldner zur Zahlung einer Forderung anzuhalten, die noch gar nicht (konkret) vollstreckbar ist, weil die mit dem Zug-um-Zug-Urteil verbundene Bedingung eines gehörigen Angebotes noch nicht eingetreten ist. Das gelte gleichermassen für in- und ausländische Urteile. Das Zurückbehaltungsrecht habe bezogen auf die Frage der Einleitung einer Zwangsvollstreckung die gleiche Wirkung wie die fehlende Fälligkeit, und wenn ein Zurückbehaltungsrecht bestehe, dürfe nicht betrieben werden, weil die Leistung nicht verlangt werden könne und Zwangsvollstreckungen für Leistungen, die (noch) nicht erbracht werden müssten, systemwidrig und daher zu unterlassen seien. Demgegenüber hält die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht an ihrer Auffassung fest, dass die in Betreibung gesetzte Forderung zum Zeitpunkt der Einleitung der Betreibung lediglich fällig gewesen sein müsse.