Citation: 1A.84/2001 12.03.2002 E. A

Die Nordostschweizerische Kraftwerke AG (NOK) baut seit einiger Zeit ihr 50 kV-Netz auf eine Spannung von 110 kV aus. Von dieser Umstellung betroffen sind auch die Hochspannungsleitungen Hasli - Unterwerk Tägerwilen (TG) und Bernrain - Unterwerk Tägerwilen, die auf der Teilstrecke Schreckenmoos - Unterwerk Tägerwilen (Mast Nr. 88 bis Mast Nr. 108 B) gemeinsam geführt werden. Am 1. November 1996 reichte die NOK beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat für diese rund 3,4 km lange Teilstrecke ein Plangenehmigungsgesuch ein. Nach diesem soll die neue Leitung, die mit höheren Masten und teils längeren Auslegern ausgerüstet werden muss, weitgehend auf dem Trassee der bestehenden erstellt werden. Die Freileitung soll demnach vom Schreckenmoos, wo sie das Gebiet der Nationalstrasse A 7 verlässt, in allgemein nördlicher Richtung bis zum Weiler Nagelshusen und von da aus in gerader Linie den Seerücken hinunter über das Tägermoos bis zum Unterwerk Tägerwilen führen. Gegen das Vorhaben der NOK gingen zahlreiche Einsprachen ein. Verschiedene Private und der World Wide Fund for Nature WWF Schweiz sprachen sich für eine Verkabelung aus. Dieses Begehren wurde vom Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), vom Kanton Thurgau sowie von der Gemeinde Tägerwilen und der Stadt Kreuzlingen unterstützt. Mit Verfügung vom 22. Dezember 1999 wies das Eidgenössische Starkstrominspektorat jedoch die Einsprache des WWF und die übrigen Verkabelungsbegehren ab und genehmigte das inzwischen noch leicht überarbeitete Projekt für eine Freileitung.