Citation: 1C_172/2022 E. 5.5.2

5.5.2. Die Beschwerdeführenden wollen den zwingenden Charakter des Gebäudeabstands damit begründen, dass eine Grundeigentümerin, welche auf ihrem Grundstück mehrere Gebäude erstellen möchte, strenger behandelt würde als ein Grundeigentümer, welcher mit seiner Nachbarin oder seinem Nachbar gestützt auf § 11 aV PBG/ZG einen Näherbau vereinbart und damit den Gebäudeabstand aushebelt. Die Bestimmung von § 10 Abs. 3 aV PBG/ZG, welche andernfalls zum toten Buchstabe verkomme, zeige somit exemplarisch, dass der Entscheid der Vorinstanz willkürlich sei.