Citation: U 387/05 07.04.2006 E. 2

Strittig sind der Umfang des Rentenanspruchs sowie die Höhe der Integritätsentschädigung. 2.1 Die Vorinstanz hat in einlässlicher Würdigung der Akten und mit in allen Teilen überzeugender Begründung die Schlussfolgerung der SUVA bestätigt, wonach der Unfall vom 29. Oktober 2001 insoweit nachhaltigen Einfluss auf die verwertbare Restarbeitsfähigkeit ausübt, als dem Beschwerdeführer die Hilfstätigkeit auf dem Bau unzumutbar geworden, eine vorwiegend sitzende Tätigkeit mit Tragen von Lasten bis 5 kg ohne Geh- und Stehleistungen und ohne Besteigen von Treppen hingegen ganztags möglich ist. 2.2 Was letztinstanzlich hiegegen vorgebracht wird, ist nicht stichhaltig. Unbegründet ist namentlich der Einwand, das kantonale Gericht habe zu Unrecht die Frage, ob mit einem lumbalen Rückenleiden eine ganztags sitzenden Tätigkeit überhaupt ausübbar sei, nicht geprüft. Nachdem es mit zutreffenden Erwägungen, worauf verwiesen wird, ausschloss, dass die chronisch rezidivierenden Kreuzschmerzen (Austrittsbericht der Rehaklinik Z.________ vom 26. November 2002) mit dem Unfall in einem adäquat kausalen Zusammenhang stehen, hat der Unfallversicherer gerade nicht - auch nicht im Sinne von Art. 36 Abs. 2 UVG - für die unfallfremde Gesundheitsschädigung mit allfälliger Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit einzustehen (BGE 126 V 117 Erw. 3b mit Hinweisen). Hinzu kommt, dass die Ärzte der Rehaklinik beim Austritt Ende November 2002 in Berücksichtigung des Rückenleidens erwarteten, dass der Beschwerdeführer in den kommenden Monaten eine vorwiegend sitzende Tätigkeit ganztags werde ausüben können (Austrittsbericht vom 26. November 2002). In Übereinstimmung hiermit gelangten sowohl der Kreisarzt Dr. med. J.________ anlässlich seiner Abschlussuntersuchung am 1. Juli 2003, als auch der im Rahmen des Einspracheverfahrens zur ärztlichen Beurteilung durch die SUVA am 2. Juli 2004 intern beigezogene Chirurg Dr. med. S.________ - welcher Kenntnis der Ergebnisse der zwischenzeitlich am 19. Mai und 10. Juni 2004 am Spital A.________ erfolgten ambulanten Untersuchung zur Abklärung der lumbalen Rückenschmerzen hatte - zum Schluss, eine ganztags vorwiegend sitzende Tätigkeit sei dem Versicherten zumutbar. Selbst wenn sich die tieflumbalen Rückenbeschwerden, welchen eine auf die funktionelle Beinverlängerung infolge der Spitzfussstellung zurückzuführende Wirbelsäulenfehlhaltung bei rechtsseitigem Beckenhochstand zu Grunde liegt (Bericht der Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin am Spital A.________ vom 11. Juni 2004), verschlimmert haben, wirkt sich die geringe relative Beinlängendifferenz wegen des Spitzfusses (zudem bei angepassten orthopädischen Schuhen) nach Ansicht des Dr. med. S.________ bei der Arbeit im Sitzen überhaupt nicht aus. Ebenso wenig wäre der Beschwerdeführer aus einhelliger ärztlicher Sicht aufgrund der objektivierbaren somatischen Befunde weiterhin auf den Gebrauch der Gehstöcke angewiesen. Zu Recht stellte das Gericht daher nicht auf die hiezu im Widerspruch stehende Einschätzung der zumutbaren Restarbeitsfähigkeit des Hausarztes Dr. med. D.________ in seinem Bericht vom 21. Mai 2003 ab. Mit knapper Begründung hielt er lediglich fest, dass die medizinische Situation seit dem Austritt aus der Rehaklinik stationär sei, weshalb weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit bestehe. Hinsichtlich des Rückenleidens gibt Dr. med. D.________ überdies lediglich die subjektiv empfundenen Beschwerden des Versicherten wieder, indem er ausführte, dieser klage nach längerem Sitzen über Rückenschmerzen und gehe weiterhin an Stöcken. Schliesslich kann der Beschwerdeführer ebenso wenig etwas aus dem letztinstanzlich aufgelegten Zeugnis des Hausarztes vom 29. August 2005 zu seinen Gunsten ableiten, da es jeglicher Begründung der ab 29. Oktober 2001 attestierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit entbehrt, sodass nicht darauf abgestellt werden kann. Bei dieser Aktenlage erübrigen sich, entgegen dem beschwerdeführerischen Eventualantrag, weitere medizinische Abklärungen. 2.3 Mit Blick auf die von Dr. med. S.________ in Bezug auf die Fehlhaltung des Rückens und des Gebrauchs der Gehstöcke genannte psychogene Überlagerung und die im Bericht der Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin vom 11. Juni 2004 erwähnten Hinweise auf eine Symptomausweitung, fehlt es hinsichtlich einer psychogenen Störung schon am adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallgeschehen vom 29. Oktober 2001, wie die SUVA zu Recht in ihrem Einspracheentscheid festhielt, da die hiezu praxisgemäss erforderlichen Kriterien nicht erfüllt sind (BGE 123 V 103 Erw. 3d, 115 V 140 Erw. 6).