Citation: 8C_352/2023 E. 3.1

3.1. In tatsächlicher Hinsicht steht fest, dass die Beschwerdeführerin ab 12. Oktober 2015 in einem Vollzeitarbeitsverhältnis tätig war, ab März 2018 bis Februar 2020 Krankentaggelder für eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bezog, sich im Juli 2018 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug und am 3. November 2021 beim RAV zur Arbeitsvermittlung anmeldete sowie am 18. November 2021 einen Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab 3. November 2021 stellte. Bis 28. Februar 2022 stand sie unbestrittenermassen in einer Vollzeitanstellung, bezog jedoch lediglich den Lohn für ein 50%-Pensum entsprechend ihrer Restarbeitsfähigkeit. Nachdem das Arbeitspensum ab 1. März 2022 auf 60 % erhöht werden konnte, bestätigte die Arbeitgeberin am 5. April 2022, es bestehe nach wie vor eine 100%-Anstellung und vereinbarungsgemäss erfolge eine Lohnzahlung in der Höhe der Arbeitsfähigkeit. Im Weiteren steht fest, dass die Beschwerdeführerin am 12. Juli 2022 zwei Arbeitsvertragsanpassungen einreichte. Gemäss "Stundenänderung" vom 15. bzw. 30. Juni 2022 wurde das Pensum rückwirkend ab 1. März bis 30. Juni 2022 auf 60 % reduziert und ab 1. Juli 2022 unbefristet auf 70 % erhöht.