Citation: 9C_417/2017 E. 4.4.2

4.4.2. Nach der dargelegten Rechtsprechung ist mithin allgemein anerkannt, dass in Konstellationen wie der hier vorliegenden auf den doppelten Instanzenzug verzichtet werden kann. Die Folgen der damit einhergehenden, von der Beschwerdeführerin beanstandeten Verkürzung des Prozessweges werden dadurch gemildert, dass den Parteien vor der Motivsubstitution das rechtliche Gehör gewährt wird. Gleichzeitig wird dadurch verhindert, dass die Parteien im Entscheid mit einer Begründung konfrontiert werden, mit welcher sie nicht rechnen konnten. Auf diese Weise und damit bundesrechtskonform ist auch das kantonale Gericht vorgegangen: Mit Verfügung vom 31. Oktober 2016 machte es die Parteien darauf aufmerksam, dass "es allenfalls auch eine substituierte Begründung (lit. a Abs. 1 Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des IVG, vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_812/2013 vom 5. Februar 2014) zu prüfen haben könnte", und gab ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme (vgl. dazu auch E. 4.6.5 nachfolgend). Damit war dem rechtlichen Gehör Genüge getan. Der in der Beschwerde erhobene Vorwurf, das Versicherungsgericht habe sich "zu wenig klar darüber ausgelassen, ob es überhaupt ernsthaft die Prüfung nach lit. a Abs. 1 SchlB IVG vornimmt und welcher Sachverhalt hierzu im Einzelnen Anlass gibt", ist unberechtigt. Mit der entsprechenden Ankündigung einer möglichen Motivsubstitution am 31. Oktober 2016 fiel der in der Beschwerde gerügte "Überraschungseffekt" dahin, mussten doch die Parteien fortan damit rechnen, dass sich das kantonale Gericht in seinem Entscheid auf die (wenn auch nur als Möglichkeit) in Aussicht gestellte Begründung stützen könnte, wobei der Anlass dazu bereits mit der Nennung der von ihm beigezogenen SchlBest. IVG auf der Hand lag.