Citation: 8C_395/2018 E. 6.4.1

6.4.1. In psychischer Hinsicht stellte das kantonale Gericht vollumfänglich auf das Gutachten des Dr. med. C.________ vom 25. November 2014 ab. Danach besteht keine Krankheit mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte der Gutachter eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) und eine neurotische Persönlichkeitsstörung mit passiv-aggressiver Komponente (ICD-10 F60.8). Im Verlauf sei es bis heute zu einer deutlichen Verbesserung sowohl der Beschwerden von Seiten der Persönlichkeitsstörung als auch bezüglich des Schweregrades der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung gekommen. Da sich zum Zeitpunkt der Verbesserung aufgrund der unpräzisen Angaben des Beschwerdeführers keine verlässlichen Aussagen machen liessen, habe die aktuelle Beurteilung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ab dem Untersuchungsdatum (22. Oktober 2014) Gültigkeit. Zur Begründung einer gesundheitlichen Verbesserung hielt Dr. med. C.________ im Wesentlichen fest, der Versicherte habe sich im Gespräch engagiert gezeigt, nicht mehr über Gedankenabbrüche und Konzentrationsschwierigkeiten geklagt, der Blickkontakt sei nicht mehr vermeidend und der Tonus nicht mehr vermindert gewesen. In der aktuellen Untersuchung hinterlasse der Versicherte - im Vergleich zur Vorbegutachtung - weder einen misstrauischen Eindruck noch wirke er psychomotorisch verlangsamt oder gar phlegmatisch. Vielmehr mache er einen vitalen Eindruck. Darüber hinaus habe der Beschwerdeführer keine leichtgradige depressive Grundstimmung mehr erkennen lassen und sei zu Spässen aufgelegt gewesen. Auch die affektive Modulationsfähigkeit sei nicht mehr beeinträchtigt gewesen. Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren sei eine deutliche Verbesserung bezüglich der diagnostizierten Persönlichkeitsstörung festzustellen. Diese sei lediglich noch geringgradig ausgeprägt. Dazu passe die Tatsache, dass die psychosoziale Funktionsfähigkeit des Exploranden völlig intakt sei. Seit einem Jahr sei er auch Vorstandsmitglied in einem alevitischen Verein. Ausserdem könne er die anfallenden Alltagsarbeiten problemlos bewältigen. Ferner wies der Gutachter darauf hin, dass der Versicherte bis zur Untersuchung noch nie eine Psychotherapie gemacht oder Psychopharmaka eingenommen habe. Eine Verbesserung habe sodann auch in Bezug auf die anhaltende somatoforme Schmerzstörung stattgefunden. Es sei davon auszugehen, dass diese in den Vorakten noch als zumindest mittelgradig beurteilt worden seien. Demgegenüber sei sie aktuell lediglich noch leichtgradig ausgeprägt. So sei das Fähigkeitsniveau gemäss Mini-ICF-APP nicht beeinträchtigt und die Coping Strategien könnten als gut betrachtet werden.