Citation: 8C_397/2020 E. 4.2

4.2. Hiegegen wendet die Beschwerdeführerin ein, die Voraussetzungen einer wiedererwägungsweisen Rentenaufhebung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG seien nicht erfüllt. Die einmonatige stationäre Behandlung und Medikamentenumstellung in der Dermatologischen Klinik des Spitals B.________ habe nicht zu einem nachhaltigen Heilbehandlungserfolg geführt. Auch der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der IV-Stelle des Kantons Zürich habe sich der negativen Beurteilung laut Verlaufsbericht des Spitals B.________ vom 20. September 2011 angeschlossen. Praxisgemäss dürften Ermessensentscheide des RAD nicht als zweifellos unrichtig qualifiziert werden. Die wiedererwägungsweise Aufhebung des am 12. Oktober 2011 revisionsweise bestätigten Invaliditätsgrades von 100% verletze Art. 53 Abs. 2 ATSG. Auch die Voraussetzungen der Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG seien nicht erfüllt. Aus dem Vergleich der Feststellungen zum Gesundheitszustand gemäss Medas-Gutachten einerseits und nach dem Gutachten des Spitals B.________ andererseits resultiere keine anspruchsrelevante Änderung der tatsächlichen Verhältnisse. Der typischerweise undulierende Verlauf der vorliegenden Hautkrankheit mit ungewisser Prognose habe trotz verschiedener Medikamentenumstellungen infolge von Nebenwirkungen (arterielle Hypertonie und Niereninsuffizienz) zu keiner anhaltenden wesentlichen Besserung des Gesundheitszustands geführt. Zwar habe die IV-Stelle auf Grund der im Vorbescheidverfahren erhobenen Einwände angesichts des mehr als 15-jährigen Bezuges einer ganzen Invalidenrente ab Dezember 2016 berufliche Eingliederungsmassnahmen durchgeführt. Dabei habe die Versicherte jedoch das Arbeitspensum - trotz attestierter hoher Motivation und Engagement - aus gesundheitlichen Gründen nie über 60% hinaus steigern können. Unter den gegebenen Umständen sei es bundesrechtswidrig, die Beschwerdeführerin auf den Weg der Selbsteingliederung zu verweisen.