Citation: 2C_364/2023 E. 6.2.1

6.2.1. Bereits ab November 2015 thematisierte die Einwohnergemeinde Thun die finanzielle Situation des Beschwerdeführers in jährlichen Schreiben. Zwar war erst das Schreiben von 2019 formell als "Ermahnung" deklariert; gleichzeitig wurde der Beschwerdeführer aber bereits in den früheren Schreiben ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Anhäufen von Schulden einen Widerrufsgrund darstelle. Zudem wurde er seit Anfang 2016 mehrfach aufgefordert, keine weiteren Schulden anzuhäufen, seinen Zahlungspflichten zukünftig fristgerecht nachzukommen, und sich - im Rahmen des gesundheitlich Möglichen - um eine Arbeitsstelle zu bemühen (Art. 105 Abs. 2 BGG). Trotz diesen Aufforderungen nahm seine Verschuldung zwischen Anfang 2016 und Ende 2019 deutlich zu. Auch wenn ein Teil dieser Zunahme auf wieder in Betreibung gesetzte Alimentenschulden aus der Zeit bis Dezember 2016 zurückgeht, ist der Beschwerdeführer weiteren Verpflichtungen bis Ende 2019 nicht nachgekommen, so insbesondere den Krankenkassenprämien (vgl. vorne E. 3). Dass er die Möglichkeit von Prämienverbilligungen nicht gekannt haben respektive mit der Beantragung überfordert gewesen sein will überzeugt nicht, zumal zu erwarten gewesen wäre, dass er sich nach Erhalt der ersten Schreiben betreffend Verschuldung um die Deckung seiner Krankenkassenprämien bemüht und diesbezüglich Abklärungen trifft oder entsprechende Unterstützungsangebote in Anspruch nimmt. Das gilt insbesondere, als der Beschwerdeführer selber vorbringt, in der Schweiz über ein (Verwandten-) Netzwerk zu verfügen, welches ihn in administrativen Belangen unterstützt. Im Übrigen deuten die vom Beschwerdeführer im Verfahren bei der Vorinstanz eingereichten Unterlagen darauf hin, dass er bereits im Jahr 2018 Prämienverbilligungen erhalten hatte.