Citation: 4D_18/2024 E. 3.2.1

3.2.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe Art. 153 Abs. 2 ZPO und Art. 311 Abs. 1 ZPO bzw. Art. 312 Abs. 1 ZPO willkürlich missachtet. Die Erstinstanz sei davon ausgegangen, dass unter der Annahme, D.________ bzw. C.________ habe dem Beschwerdeführer das Couvert ausgehändigt, lediglich die Übergabe des Kartoncouverts nachgewiesen sei. Nicht nachgewiesen sei hingegen, dass sich Geld im Couvert befunden habe. Der Beschwerdegegner habe vor der Vorinstanz auf den erstinstanzlichen Sachverhalt abgestellt und diesen nicht bestritten. So habe er explizit behauptet, der massgebende Sachverhalt ergebe sich aus dem angefochtenen erstinstanzlichen Entscheid samt Akten. Demgegenüber habe er ausschliesslich die unrichtige Anwendung des Beweismasses gerügt, wozu er die Voraussetzungen für eine Beweisnot geltend gemacht habe. Trotz Abweisung dieser Rüge habe die Vorinstanz eine eigene Beweiswürdigung vorgenommen und sei zu einem von den erstinstanzlichen Feststellungen abweichenden Beweisergebnis gelangt. Mit diesem Vorgehen verkenne die Vorinstanz, dass sie als Berufungsinstanz den erstinstanzlich festgestellten und unbestrittenen Sachverhalt nicht ohne Rüge von Amtes wegen korrigieren dürfe. Sie sei vielmehr an die Berufungsbegründung gebunden bzw. die erhobenen Rügen würden das Prüfungsprogramm vorgeben. Etwas anderes würde nur gelten, wenn die Erstinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt offensichtlich falsch festgestellt hätte, was weder vom Beschwerdegegner geltend gemacht noch vom Kantonsgericht festgestellt worden sei. Die Vorinstanz sei somit in willkürlicher Weise über die Rügen der Berufung hinausgegangen und habe ihr willkürliches Ermessen an dasjenige des Erstgerichtes gesetzt.