Citation: 9C_84/2023 E. 5.3

5.3. Wie in der Beschwerde zutreffend ausgeführt wird, zielt die hiervor zitierte Rechtspraxis darauf ab, zu vermeiden, dass in Fällen, in welchen das Beitragsstatut ein und desselben Beitragssubstrats (Erwerbseinkommen) bereits einmal rechtskräftig festgelegt wurde, nachträglich abzuändern. Den hier streitgegenständlichen Verfügungen der Beschwerdeführerin vom 26. November 2020 respektive dem Einspracheentscheid vom 15. Juni 2021 liegen indessen weder eine Änderung des Beitragsstatuts noch des -substrats zugrunde. Vielmehr ist die Beschwerdegegnerin nach dem hiervor Dargelegten formell weiterhin als (nicht dauernd voll) Selbstständigerwerbende (und nicht als Nichterwerbstätige) zu qualifizieren. Veranlagt wurden die Beiträge sodann neu basierend auf dem Vermögen der Beschwerdegegnerin und nicht abermals auf ihrem im betreffenden Zeitraum erzielten - und bereits beitraglich berücksichtigten - Erwerbseinkommen, unter Anrechnung der schon festgelegten Beiträge. Vor diesem Hintergrund erscheint mit der Beschwerdeführerin zumindest fraglich, ob es überhaupt eines Rückkommenstitels bedarf, um erneut Beiträge zu erheben, oder ob nicht von einer nachträglichen Beitragserhebung nach Art. 39 Abs. 1 AHVV auszugehen ist (E. 5.1 hiervor). Diese Frage braucht aber, wie die nachstehenden Erwägungen zeigen, nicht abschliessend beantwortet zu werden.