Citation: 2C_44/2022 E. 4

Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer mit seiner rechtskräftigen Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten einen Widerrufsgr und gesetzt hat (Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG [SR 142.20]; BGE 135 II 377 E. 4.2). Nachdem die der Freiheitsstrafe zugrunde liegenden Straftaten Ende August 2015 und damit vor dem 1. Oktober 2016 begangen worden sind, konnte das Strafgericht keine Landesverweisung prüfen, weshalb Art. 62 Abs. 2 AIG dem Widerruf nicht entgegensteht. Streitig ist, ob der Widerruf der Aufenthaltsbewilligung vor dem Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) standhält und verhältnismässig ist.