Citation: 6B_566/2021 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz gelangt im Weiteren willkürfrei zum Ergebnis, dass auf dem bei F.________ in dessen Hotelzimmer sichergestellten Heroinblock aussen auf dem Klebeband, mit dem das Drogenpaket umwickelt gewesen sei, die DNA-Spur des Beschwerdeführers habe nachgewiesen können. Damit stehe zweifellos fest, dass er mit dem Paket in Berührung gekommen sein müsse; dies gelte umso mehr, als das Paket zusätzlich noch mit Aluminium eingepackt gewesen sei. Die Vorinstanz geht auf den Einwand des Beschwerdeführers ein, wonach die DNA-Spur bloss auf dem Klebeband der Verpackung des Drogenpakets und nicht etwa auf der Innenseite nachgewiesen worden sei. Dazu erwägt sie nicht offensichtlich unrichtig, dass dieser Umstand nichts ändere, denn es sei insbesondere nicht naheliegend, dass der Beschwerdeführer einzig mit dem Klebeband, nicht aber mit dem fraglichen Paket in Berührung gekommen sein solle. Mit seinem Argument, das er auch letztinstanzlich anruft, wonach er in einem Geschäft gearbeitet habe, wo auch Klebebänder verkauft würden, setzt sich auch die Vorinstanz auseinander. Diese erkennt, bereits die erste Instanz habe dieses Vorbringen mit zutreffender Begründung als Schutzbehauptung verworfen. Nach menschlichem Ermessen erscheine es ausgeschlossen, dass der Beschwerdeführer, der nachweislich im Drogenhandel involviert gewesen sei, ausgerechnet mit jenem Klebeband in Kontakt gekommen sein solle, das in der Folge für die Verpackung eines Drogenpakets verwendet worden sei. Eine andere Begründung, wie der Beschwerdeführer mit dem Paket bzw. dem Klebeband in Berührung gekommen sein könnte, habe er nicht dargetan, obwohl seine DNA-Spur nach einer Erklärung rufen würde. Zwar trifft zu, dass der Beschwerdeführer nicht seine Unschuld zu beweisen hat und er auch nichts sagen muss (vgl. hierzu Urteil 6B_1018/2021 vom 24. August 2022 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Wenn die Vorinstanz jedoch mangels einer anderen ersichtlichen Erklärung, wie die DNA-Spur des Beschwerdeführers auf das Klebeband gelangt sein könnte, erkennt, der angeklagte Sachverhalt sei erstellt, verletzt sie dabei kein Bundesrecht. Der Vorwurf des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe von ihm verlangt, er hätte seine Unschuld beweisen müssen und ihn verurteilt, weil ihm dieser Beweis misslungen sein solle, zielt mit Blick auf die sorgfältige und willkürfreie Beweiswürdigung der Vorinstanz ins Leere. Es liegt somit keine Verletzung von Art. 10 StPO vor.