Citation: 1C_442/2017 E. 3.4

3.4. Zur Berücksichtigung der Massnahmenempfindlichkeit hat der Gesetzgeber die Möglichkeit einer Unterschreitung der Mindestentzugsdauer bei Berufschauffeuren in Erwägung gezogen, jedoch abgelehnt (BGE 132 II 234 E. 2.3 S. 236 mit Hinweisen; kritisch: ANDREAS ZÜND, Geht die Strafjustiz mit Strassenverkehrskriminalität adäquat um?, in: Strassenverkehr, Auto und Kriminalität, 2008, S. 193 f. und 199 f.). Den Gerichten ist es daher verwehrt, bei besonderen Umständen, wie zum Beispiel bei Berufschauffeuren, eine Unterschreitung der Mindestentzugsdauer zuzulassen (BGE 132 II 234 E. 2.3 S. 236; 135 II 334 E. 2.2 S. 336 f,; Urteil 1C_102/2016 vom 20. Dezember 2016 E. 2.5; je mit Hinweisen). Die Vorinstanz durfte daher die Mindestentzugsdauer auch nicht gestützt auf die Massnahmenempfindlichkeit des Beschwerdeführers unterschreiten, welche im Übrigen dadurch relativiert wird, dass er für Kundenbesuche allenfalls öffentliche Verkehrsmittel, Taxis oder Chauffeure benutzen kann (vgl. Urteil 1C_63/2007 vom 24. September 2007 E. 4.4 und 4.5 mit Hinweisen). Sein Hauptantrag, seinen Führerausweis für maximal fünf Monate zu entziehen, ist daher abzuweisen.