Citation: 6B_1180/2015 E. 2.1

2.1. In der Sache nimmt die Vorinstanz in tatsächlicher Hinsicht zunächst an, die mehrfachen Fusstritte und Kniestösse seien - zumindest nach der Wahrnehmung der Privatklägerin - von erheblicher Intensität gewesen. So habe die Privatklägerin anlässlich der polizeilichen Einvernahme erklärt, die Schläge gegen ihren linken Vorderkopf hätten sehr stark geschmerzt und sie habe das Gefühl gehabt, dass ihr Kopf davon "zerdrückt" würde; sie habe auch Angst vor etwaigen Knochenbrüchen gehabt. Auch aufgrund des Verletzungsbildes (leichte Hirnerschütterung sowie multiple Blutergüsse, insbesondere an der Bindehaut und an der linken Schläfe) sei von einer nicht unerheblichen Einwirkung auf den Kopfbereich der Privatklägerin auszugehen. Dies werde durch die Angaben des Beschwerdeführers im Untersuchungsverfahren bestätigt, wonach die Tritte gegen den Kopf der Privatklägerin völlig unkontrolliert gewesen seien. Im Einzelnen habe er ausgesagt, er sei einfach unkontrolliert ausgerastet; sein Verstand habe in diesem Moment ausgesetzt. Er habe nur gemerkt, dass sich die Privatklägerin stark wehrte, was seine Wut noch gesteigert habe. Aufgrund der vergleichsweise gering ausgefallenen (physischen) Verletzungen sei indes davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer kein schweres Schuhwerk getragen habe. Da im vorliegenden Fall der Vorwurf einer versuchten eventualvorsätzlichen Tatbegehung im Vordergrund stehe, komme der Frage nach der tatsächlichen Intensität der Tritte indes nur untergeordnete Bedeutung zu. Entscheidend sei vielmehr, welche Folgen der Beschwerdeführer für möglich gehalten und in Kauf genommen habe (angefochtenes Urteil S. 16 ff.).