Citation: 9C_64/2015 E. 4.2

4.2. Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin - wie bereits im kantonalen Verfahren -, das Vorgehen der Verwaltung verstosse gegen Treu und Glauben. Die Verwaltung habe sie in den Glauben versetzt, sie erhalte ihre Rente weiterhin, ihr aber gleichzeitig die Rente entzogen. Damit habe sie nicht erkennen können, dass sie die Verfügung vom 8. Februar 2013 hätte anfechten müssen. Dieser Einwand verfängt nicht. Die Vorinstanz hat die rentenaufhebende Verfügung vom 8. Februar 2013 einlässlich gewürdigt und ist zum Schluss gelangt, es werde klar zwischen der Aufhebung der bisherigen Rente und einer solchen im Zusammenhang mit Massnahmen zur Eingliederung unterschieden. Damit könne ein Irrtum über den Verfügungsinhalt nicht der IV-Stelle angelastet werden. In der Beschwerde wird nichts vorgebracht, was die vorinstanzliche Beweiswürdigung als offensichtlich unrichtig erscheinen liesse. Dem Vorbringen, in der besagten Verfügung stehe, dass die Rente "weiter ausgerichtet" werde, ist zum einen entgegenzuhalten, dass sich dieser Passus lediglich bei den gesetzlichen Grundlagen findet, wobei ohne Weiteres ersichtlich ist, dass die Weiterausrichtung an eine Bedingung geknüpft ist ("Werden Massnahmen zur Wiedereingliederung nach Art. 8a IVG durchgeführt, so wird die Rente bis zum Abschluss der Massnahmen weiter ausgerichtet [...]"). Zum anderen wird in den Ausführungen zum Ergebnis der Abklärungen nochmals darauf hingewiesen, die Weiterausrichtung der Rente beschränke sich auf die Dauer der Massnahmen, auch ergehe darüber eine separate Verfügung. Schliesslich ist angesichts des am Ende der Verfügung stehenden, graphisch hervorgehobenen Dispositivs ("Wir verfügen deshalb: Die Rente wird aufgehoben.") evident, dass tatsächlich über die Rentenaufhebung befunden wurde. Von einem "Locken" in eine "Prozessfalle" kann daher keine Rede sein. Vielmehr ist die Beschwerdegegnerin genau im Sinn und Geist der SchlB IVG vorgegangen, weshalb sich der Vorwurf, das kantonale Gericht habe eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben zu Unrecht verneint, von vornherein verbietet.