Citation: 5A_681/2018 E. 3.3

3.3. Anstatt auf den angefochtenen Entscheid einzugehen, begnügt sich die Beschwerdeführerin damit, ihre Sicht der Rechtslage zu wiederholen und den Erwägungen des Obergerichts gegenüber zu stellen. Mit der vorinstanzlichen Erkenntnis, wonach die mutmassliche Begründetheit der Scheidungsklage nach Art. 115 ZGB für die Festsetzung des Ehegattenunterhalts im Massnahmeverfahren gleichgültig ist, setzt sie sich nicht auseinander. Zwar bestreitet sie, ihre eigenen Ausführungen zu Art. 115 ZGB nicht belegt zu haben. Den Stellen aus ihrer Berufungsschrift, auf die sich die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang vor Bundesgericht beruft, ist jedoch nicht zu entnehmen, warum die Unzumutbarkeit gemäss Art. 115 ZGB im Massnahmeverfahren ein Thema sein soll. Vielmehr unterstellt die Beschwerdeführerin dies in den fraglichen Passagen stillschweigend, erläutert sie dort doch einfach, weshalb das Scheidungs- und Massnahmebegehren des Beschwerdegegners rechtsmissbräuchlich sei. Allein damit ist nichts gewonnen. Um einen kantonalen Entscheid als willkürlich auszuweisen, genügt es nicht, bloss einzelne Elemente der vorinstanzlichen Begründung in Frage zu stellen und andere unangefochten stehen zu lassen. Entsprechend erübrigen sich auch Erörterungen zur (Eventual-) Erwägung, mit der das Obergericht "zumindest Zweifel" an der Zumutbarkeit der Fortführung der Ehe äussert. Dasselbe gilt für die weitere Rüge, wonach die Vorinstanz auch unter dem Blickwinkel des offensichtlichen Rechtsmissbrauchs nicht auf das Massnahmegesuch hätte eintreten dürfen. Inwiefern diesem Vorwurf neben der Willkürrüge eine eigenständige Bedeutung zukommt bzw. welches (andere) verfassungsmässige Recht damit verletzt sein soll, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen.