Citation: 2C_528/2022 E. 3.2

3.2. Sodann ist gemäss der Botschaft des Bundesrats vom 11. November 2009 zum Sportförderungsgesetz und dem Bundesgesetz über die Informationssysteme des Bundes im Bereich Sport (nachfolgend: Botschaft SpoFöG; BBl 2009 8189) die Einschränkung der Verfügbarkeit von Dopingmitteln durch die staatlichen Organe ein zentrales Anliegen sowohl des Übereinkommens des Europarats vom 16. November 1989 gegen Doping (SR 0.812.122.1, vgl. dort Art. 4), als auch des internationalen Übereinkommens vom 19. Oktober 2005 gegen Doping im Sport (nachfolgend: UNESCO-Übereinkommen; SR 0.812.122.2; vgl. dort Art. 8; vgl. Botschaft SpoFöG, BBl 2009 8239, Art. 19). Mit Bezug auf Art. 19 Abs. 3 des Entwurfs zum SpoFöG, welcher im Wesentlichen dem heutigen Art. 20 Abs. 4 SpoFöG entspricht (vgl. BBl 2009 8274), wird ausgeführt, diese Bestimmung solle gewährleisten, dass potenziell gefährliche Substanzen aus dem Verkehr gezogen werden (Botschaft SpoFöG, BBl 2009 8239, Art. 19). Auch das Bundesgericht hat im Zusammenhang mit dem SpoFöG erwogen, dass die Gesetzgebung darauf abzielt, die Verfügbarkeit von Dopingmitteln- und -methoden (überhaupt, bedingungslos) einzuschränken (vgl. Urteil 6B_734/2020 vom 7. September 2020 E. 4.2.3).