Citation: 1C_284/2021 E. 4.3

4.3. Soweit sich der Beschwerdeführer gegen die Handhabung der Grundsätze zur Planungspflicht wendet, lässt sich die Beurteilung des verfassungsrechtlichen Verfahrensvorwurfs über weite Strecken nicht von der Prüfung der konkreten Umstände in der Sache trennen. Zu derartigen Rügen ist der Beschwerdeführer vor Bundesgericht an sich nicht befugt (vgl. oben E. 1.3). Im Übrigen geht es beim angesprochenen Begriff der Planungspflicht darum, dass das Bundesgericht ausserhalb der Bauzonen das Ausnahmebewilligungsverfahren (Art. 24 RPG [SR 700]) für Bauvorhaben ausschliesst, die ihrer Natur nach nur in einem Planungsverfahren angemessen erfasst werden können (vgl. BGE 124 II 252 E. 3; Urteil 1C_321/2019 vom 27. Oktober 2020 E. 2.5 mit weiteren Hinweisen, in: ZBl 122/2021 S. 511). Die Raumplanungsgesetzgebung legt nicht verbindlich fest, ab welchem Umfang grössere Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen der Planungspflicht unterliegen. Diese Frage lässt sich nur einzelfallbezogen, im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung beantworten (vgl. AEMISEGGER/KISSLING, in: Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, 2016, N. 66 der Vorbemerkungen zur Nutzungsplanung; KARIN SCHERRER REBER, Besprechung des Urteils 1C_561/2016 vom 14. November 2017, in: ZBl 119/2018 S. 266). Im Rahmen dieser Rechtsprechung wird den kantonalen Behörden ein gewisser Ermessensspielraum eingeräumt; dieser gestattet es ihnen in Grenzfällen, sich ohne Bundesrechtsverletzung für das Verfahren der Nutzungsplanung oder der Baubewilligung zu entscheiden (vgl. Urteil 1C_321/2019 vom 27. Oktober 2020 E. 2.5 mit Hinweisen). Dem angefochtenen Entscheid lässt sich entnehmen, dass das Verwaltungsgericht einen solchen Grenzfall angenommen hat. Zu diesem Ergebnis durfte das Verwaltungsgericht ohne Bundesrechtsverletzung gelangen. Dies ist im Folgenden näher darzulegen.