Citation: 2C_176/2015 E. 5.5

5.5. Daraus folgt, dass im vorliegenden Fall wichtige familiäre Gründe für einen nachträglichen Familiennachzug im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AuG bzw. Art. 75 VZAE grundsätzlich zu bejahen sind. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid die weiteren Voraussetzungen für einen Familiennachzug (vgl. E. 2.1 hiervor) nicht geprüft, da sie bereits die Voraussetzung von Art. 47 Abs. 4 AuG verneint hat (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.12). Die Sache ist damit zur Prüfung dieser Voraussetzungen und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Vorinstanz wird namentlich zu prüfen haben, ob eine bedarfsgerechte Wohnung bzw. ausreichende finanzielle Mittel für einen Nachzug vorhanden sind und auch kein rechtsmissbräuchliches Handeln vorliegt, wobei - wie bereits erwähnt - auch der Beschwerdeführerin eine Mitwirkungspflicht obliegt.