Citation: H 361/01 27.03.2002 E. 4

4.- Nach dem Gesagten hat die Ausgleichskasse die Herabsetzungsfrage neu zu prüfen und zwar aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt ihrer neu zu erlassenden Verfügung. Bei der Ermittlung des Notbedarfs im Besonderen wird sie u.a. auch die Kosten für Wasser und Heizung/Brauchwarmwasser, soweit nicht bereits im Grundbetrag enthalten, anrechnen. Dabei kann sie auf die Angaben in der Steuererklärung abstellen, es sei denn, diese entsprächen nachgewiesenermassen nicht den tatsächlichen Verhältnissen. Damit kann die von der Ausgleichskasse in ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde aufgeworfene Frage offen bleiben, ob eine Beitragsherabsetzung ausser Betracht fällt, wenn die Differenz zwischen der Beitragsschuld und den verfügbaren Mitteln vermindert um den Notbedarf klein ist und der Ausstand bis auf einen Restbetrag (Fr. 260. 05 gemäss angefochtenem Entscheid) in einem Jahr beglichen werden könnte.