Citation: 9C_542/2015 E. 5.2

5.2. Am Ergebnis, dass über die Rückerstattungspflicht im Grundsatz bereits am 23. Dezember 2011 respektive 23. November 2010 verfügt wurde, vermag auch der in Dispositiv-Ziffer 2 der besagten (Vor-) Verfügung enthaltene Zusatz nichts zu ändern, dass der Beschwerdegegner " hierüber eine separate Verfügung"erhalten werde. Dieser Hinweis ist unter Berücksichtigung der gesamten Ziffer 2 des Dispositivs nicht anders zu verstehen, als dass einzig bezüglich des zurückzufordernden Betrages - und nicht bezüglich der Rückforderung per se - auf den Erlass einer separaten Verfügung verwiesen wurde. Ob Absender der separaten Rückforderungsverfügung vom 12. März 2014 der Argumentation der Beschwerde folgend die Ausgleichskasse oder aber wiederum die IV-Stelle war - letzteres lässt zumindest der auf den Namen der IV-Stelle lautende Briefkopf vermuten -, kann im Ergebnis offen bleiben. So oder anders wurde der Eintritt der Verwirkung bereits mit der formgültigen Eröffnung des Vorbescheids vom 23. November 2010 gehemmt. Das kantonale Gericht hat den Rückforderungsanspruch zu Unrecht als verwirkt beurteilt. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde.