Citation: 5A_994/2018 E. 6.5.4

6.5.4. Ob der Sachrichter dem Besuchsberechtigten für die Ausübung des Besuchsrechts einen gewissen Betrag zusprechen will und in welchem Umfang, ist eine Frage der Ausübung des ihm in Unterhaltsbelangen zukommenden Ermessens (Art. 4 ZGB; vgl. Urteil 5A_244/2018 vom 26. August 2019 E. 3.1; 5A_693/2014 vom 1. Dezember 2014 E. 3.2; vgl. auch Urteil 5A_226/2010 vom 14. Juli 2010 E. 6.1.2). Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer angesichts der geografischen Distanz zwischen den Wohnorten und mit Blick auf das Kindeswohl trotz der knappen Verhältnisse die Auslagen für die Benutzung eines Privatfahrzeugs zur Ausübung seines Besuchsrechts zugestanden. Die Beschwerdeführerin vermag dabei nicht in überzeugender Weise darzutun, dass die Nutzung des öffentlichen Verkehrs dem Kindeswohl besser gerecht wird. So argumentiert sie zwar, dass der Vater und die Kinder die Zeit im Zug gemeinsam geniessen könnten. Sie blendet dabei aber komplett aus, dass sie bei Benützung des öffentlichen Verkehrs eine Reisezeit von bis zu vier Stunden hätten, drei bis fünf Mal umsteigen müssten und wesentlich später beim Vater ankommen würden. Eine Ermessensüberschreitung seitens der Vorinstanz liegt nicht vor. Hinsichtlich der Kosten pro Fahrtkilometer berechnet die Vorinstanz die Kosten für die Benutzung des Fahrzeugs gestützt auf die Weisung bzw. das Kreisschreiben über das betreibungsrechtliche Existenzminimum, was zulässig ist (vgl. E. 6.4.4).