Citation: 8C_563/2022 E. A

A.a. A.________, geboren 1965, bezog ab 1. Juli 1994 aufgrund einer narzisstischen Störung mit depressiver Symptomatik eine ganze Invalidenrente (Verfügung vom 11. September 1996). Das Amt für Straf- und Massnahmenvollzug informierte die IV-Stelle Luzern (fortan: IV-Stelle oder Beschwerdegegnerin) am 6. Juli 1999 über den stationären Vollzug einer strafrechtlich angeordneten Massnahme und beantragte die Übernahme des geplanten zweijährigen Aufenthalts in der Lernstatt B.________ als berufliche Massnahme. Daraufhin sistierte die IV-Stelle die Rente per 1. September 1999 (Verfügung vom 26. Juli 1999) und sprach A.________ die Anlehre als Gartenarbeiter vom 2. August 1999 bis 1. August 2001 im Sinne einer beruflichen Massnahme (Umschulung) mit dem entsprechenden Taggeld zu. Nach Abschluss der Anlehre fand er über eine Personalvermittlungsfirma verschiedene Temporäranstellungen im Bereich Gartenbau. Die am 24. Mai 2004 zugesprochene Arbeitsvermittlung schloss die IV-Stelle per 5. April 2005 - ohne weitere Ansprüche auf Leistungen der Invalidenversicherung - ab (unangefochten in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom 17. Juni 2005). Ab 1. Mai 2005 arbeitete A.________ als Fachberater Gartenbaustoffe in der C.________ AG. Diese löste das Arbeitsverhältnis mit ihm aufgrund seines Verhaltens per 31. Mai 2017 auf. Nach einem anschliessenden kurzfristigen Arbeitseinsatz bezog er laut Auszug aus dem Individuellen Konto (fortan: IK-Auszug) per 15. Oktober 2021 von Oktober 2017 bis Februar 2019 Arbeitslosenentschädigung. A.b. Bei anhaltender Arbeitsunfähigkeit ab 18. Juni 2019 wegen Rückenbeschwerden meldete sich A.________ am 1. Juli 2019 bei der Invalidenversicherung zur Früherfassung und am 22. Juli 2019 erneut zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle leitete in der Folge umfangreiche erwerbliche und medizinische Abklärungen ein. Erstmals mit Eingabe vom 2. Dezember 2021 machte der Versicherte geltend, seit Beendigung des Strafmassnahmenvollzuges (2001) wieder Anspruch auf eine ganze Invalidenrente zu haben. Mit Verfügung vom 17. Dezember 2021 verneinte die IV-Stelle rückblickend für die Dauer der rentenausschliessenden Eingliederung während der 100%-igen Zumutbarkeit einer angepassten Tätigkeit zwischen dem Abschluss der Umschulung (Anlehre als Gartenarbeiter) und der Neuanmeldung vom 22. Juli 2019 einen Rentenanspruch.