Citation: 5A_606/2019 E. 3.3.3

3.3.3. Im Verfahren nach Art. 230a Abs. 2 SchKG ist (ohne Beteiligung von Drittklassgläubigern) ein Kollokations- bzw. Lastenverzeichnis zu erstellen (Urteil 5A_796/2016 vom Urteil vom 4. September 2017 E. 3.3; LORANDI, a.a.O., S. 43; VOUILLOZ, La suspension [...], a.a.O., N. 69, 70; SCHMID/JENT-SØRENSEN, Zur Liquidation juristischer Personen nach Art. 230a SchKG, in: Festschrift Isaak Meier, 2015, S. 645). Gemäss ständiger Praxis des Bundesgerichts beginnt allgemein die Frist zur Anfechtung des Kollokationsplans und damit des Lastenverzeichnisses mit der Publikation der Auflage im SHAB. Anders als in der Spezialexekution steht das Lastenverzeichnis nämlich nicht für sich, sondern es bildet einen Bestandteil des Kollokationsplans (Art. 247 Abs. 2 SchKG). Der Fristbeginn gilt gleichermassen für die Anfechtung des Lastenverzeichnisses wie für die Beschwerde nach Art. 17 SchKG (Urteil 5A_66/2010 vom 16. November 2010 E. 5, in SJ 2011 I S. 204; vgl. BGE 135 III 545 E. 2). Diese Ansicht wird von der Lehre durchwegs geteilt (u.a. GILLIÉRON, Commentaire de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, Bd. III, 2001, N. 17 zu Art. 249).