Citation: 8C_112/2007 05.03.2008 E. 6.2

6.2.1 Im Falle einer Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit stellt der Abklärungsbericht gemäss Art. 69 Abs. 2 IVV ein grundsätzlich geeignetes Beweismittel für die Bemessung der Einschränkung der betroffenen Personen dar. Stimmen jedoch die Ergebnisse der Abklärung an Ort und Stelle nicht mit den ärztlichen Feststellungen der Behinderungen im gewohnten Tätigkeitsbereich überein, so haben Letztere in der Regel mehr Gewicht als die vor Ort durchgeführte Abklärung (BGE 133 V 450 E. 11.1.1 S. 468 mit Hinweisen; Urteil I 303/06 vom 17. August 2006, E. 7). 6.2.2 Die IV-Abklärungsperson hatte gemäss Bericht vom 21. März 2005 gestützt auf eine vor Ort im Zweipersonen-Haushalt der Beschwerdeführerin durchgeführte Erhebung eine Einbusse der Leistungsfähigkeit von 15,24 % eruiert. Daran hielt sie auf Anfrage hin mit Stellungnahme vom 1. Juli 2005 fest. Dieser Wert weicht jedoch beträchtlich von dem durch Dr. med. H.________ im Rahmen seiner Expertise vom 24. Januar 2005 für den häuslichen Bereich auf lediglich 25 % bzw. zwei Stunden täglich geschätzten verbliebenen Leistungsvermögen der - unbestrittenermassen an erheblichen psychischen Problemen leidenden - Versicherten ab. Im Lichte der dargelegten Rechtsprechungsgrundsätze müsste daher allenfalls eine Berichtigung im Sinne der ärztlichen Feststellungen in Erwägung gezogen werden, zumal die Tätigkeiten als Raumpflegerin und diejenigen im privaten Haushalt sich nicht derart unterscheiden dürften, dass eine Differenz in der gesundheitsbedingten Beeinträchtigung von 35 % (bei Annahme einer Arbeitsunfähigkeit von 50 %) bzw. gar 65 % (bei Annahme einer solchen von 80 %) gerechtfertigt erschiene. Zu berücksichtigen gilt es in diesem Zusammenhang jedoch zum einen, dass sich die konkreten Haushaltsverhältnisse - die Beschwerdeführerin und ihre Tochter leben in einer 1 1/2-Zimmerwohnung - als wenig aufwändig erweisen. Des Weitern hat sich die Versicherte die durch ihre 1992 geborene Tochter zu gewährleistende Unterstützung durch Familienangehörige (vgl. die in BGE 130 V 396 nicht veröffentlichte E. 8 [mit weiteren Hinweisen] des Urteils I 457/02 vom 18. Mai 2004, publ. in: SVR 2005 IV Nr. 6 S. 21; Urteile I 725/04 vom 20. Januar 2006, E. 3.2, und I 568/04 vom 16. Februar 2005, E. 4.2.2 mit Hinweisen) sowie den Umstand anrechnen zu lassen, dass in diesem Aufgabenbereich ein grösserer Spielraum hinsichtlich der Einteilung der Arbeit sowie der Art und Weise, wie sie ausgeführt wird (SVR 2006 IV Nr. 42 S. 151, E. 6.2, I 156/04), besteht. Vor diesem Hintergrund kann davon ausgegangen werden, dass die im Haushalt anfallenden Arbeiten in den zwei von Dr. med. H.________ als zumutbar erachteten Stunden weitgehend zu bewältigen sind. Die von der IV-Abklärungsperson bezogen auf den konkreten Haushalt festgestellte geringfügige Einschränkung erweist sich damit grundsätzlich als plausibel. Würde eine noch zumutbare (Rest-)Arbeitsfähigkeit von 50 % angenommen, stellte sich indessen die Frage von - nach Massgabe der in BGE I 246/05 vom 30. Oktober 2007, E. 7.3 - 7.3.7, aufgeführten Kriterien wahrscheinlich zu bejahenden - Wechselwirkungen vom Erwerbs- in den Haushaltsbereich. Da diese aber maximal im Umfang von 15 ungewichteten Prozentpunkten berücksichtigt werden könnten (vgl. E. 7.3.6 des erwähnten Urteils), änderte sich am Ergebnis, wie hiernach aufzuzeigen ist, nichts. 6.3 Selbst wenn zugunsten der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von knapp 80 % bzw. eine Erwerbsunfähigkeit von rund 54,5 % als erstellt anzusehen wäre, resultierte in Anbetracht einer Beeinträchtigung im Haushalt von 15,24 % somit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad ([0,5 x 54,5 %] + [0,5 x 15,24 %]). Dasselbe gälte bei einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % bzw. einer Erwerbsunfähigkeit von 0 % sowie einer Einschränkung im Haushalt von 30,24 % (15,24 % + 15 %), beliefe sich die Invalidität diesfalls doch auf lediglich 15 % ([0,5 x 0 %] + [0,5 x 30,24 %]; zu den Rundungsregeln: BGE 130 V 121). Es hat demnach beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden.