Citation: 5A_993/2020 E. 4.3.3

4.3.3. Mit Bezug auf den Nachweis der Fehlvorstellung rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung seines Beweisanspruchs durch willkürliche vorweggenommene Beweiswürdigung. Er habe die Einvernahme mehrerer Zeugen beantragt, die das Bezirksgericht und anschliessend das Obergericht abgelehnt hätten (S. 8 f. Ziff. 15-18 der Beschwerdeschrift). Was die Erblasserin in einem bestimmten Zeitpunkt dachte, wusste oder wollte, betrifft eine innere Tatsache und ist dem direkten Beweis nicht zugänglich (BGE 140 III 193 E. 2.2.1; 145 III 1 E. 3.3). Die Aussagen von Zeugen sind diesbezüglich nicht immer zuverlässig (vgl. Art. 169 ZPO). Das Sachgericht muss auf Indizien, auf Erfahrungssätze tatsächlicher Art und in diesem Rahmen der Beweiswürdigung weitgehend auf sein Wissen und Kennen abstellen (zit. Urteile 5A_748/2008 E. 3.1, in: ZBGR 91/2010 S. 230; 5A_763/2018 E. 4.3). Es verletzt den Beweisführungsanspruch deshalb nicht, dass die kantonalen Gerichte auf die Briefe der Erblasserin und damit gleichsam deren eigenes Zeugnis abgestellt, in willkürfreier Würdigung der Briefe ihre Überzeugung gewonnen und die beantragten Zeugeneinvernahmen abgelehnt haben.