Citation: 6B_415/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, D.________ sei in der Berufungsverhandlung in Anwesenheit des Beschwerdeführers und seines Verteidigers als Zeuge befragt worden und diese hätten die Gelegenheit, dem Zeugen Fragen zu stellen, auch genutzt. Es sei allerdings tatsächlich nicht nachzuvollziehen, dass dieser zentrale Zeuge erstmals im Berufungsverfahren, rund fünf Jahre nach den zu beurteilenden Vorfällen, mit dem Beschwerdeführer konfrontiert worden sei (Urteil S. 7). Dieser rüge zu Recht, dass seine Teilnahmerechte verletzt worden seien. Das gesamte Verfahren sei also nahezu umfassend und abschliessend im polizeilichen Ermittlungsverfahren und insbesondere unter Ausschluss der Teilnahmerechte des Beschwerdeführers ermittelt worden. Den umfangreichen Befragungen komme klar der Charakter der eigentlichen Beweiserhebung zu - und nicht etwa der lediglich klärenden Ermittlung, die allenfalls einen kurzen Ausschluss von der Parteiöffentlichkeit hätte rechtfertigen können. Zu Recht habe bereits die erste Instanz darauf hingewiesen, dass ein derartiges Vorgehen als Verletzung resp. gar als Umgehung der Verteidigungsrechte gewertet werden müsse. Die Vorinstanz schliesst unter Hinweis auf Art. 147 Abs. 4 StPO und BGE 141 IV 220 E. 5, dass dementsprechend bezüglich dieser Aussagen ein Verwertungsverbot bestehe, dies jedenfalls betreffend belastender Aussagen (Urteil S. 8 und S. 10). Die Vorinstanz hält sodann fest, der Konfrontationsanspruch sei nach gefestigter Rechtsprechung mittels einer einmaligen Gelegenheit, Fragen an den Belastungszeugen bzw. die Auskunftsperson zu stellen, gewahrt. Grundsätzlich seien dann auch die Aussagen des Betroffenen aus früheren Einvernahmen verwertbar. Zusammengefasst hält die Vorinstanz fest, es seien lediglich die konfrontierten Aussagen, welche die Zeugen und Zeuginnen an der erstinstanzlichen Verhandlung resp. der Zeuge D.________ an der Berufungsverhandlung gemacht hätten, zu Lasten des Beschwerdeführers verwertbar (Urteil S. 11).