Citation: 8C_742/2010 29.10.2010 E. 3.2

3.2.1 Die vom kantonalen Gericht getroffenen Tatsachenfeststellungen sind im letztinstanzlichen Prozess grundsätzlich verbindlich. Im Rahmen der eingeschränkten Sachverhaltskontrolle (Art. 97 Abs. 1 BGG) ist es nicht Aufgabe des Bundesgerichts, die schon vor Vorinstanz im Recht gelegenen medizinischen Berichte neu zu würdigen und die rechtsfehlerfreie Sachverhaltsfeststellung des kantonalen Gerichts hinsichtlich der medizinisch begründeten Verminderung des Leistungsvermögens und des Ausmasses der trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen verbleibenden Arbeitsfähigkeit zu korrigieren (E. 1.1 hievor). 3.2.2 Die Einwendungen des Beschwerdeführers, welche sich zur Hauptsache in den bereits im kantonalen Verfahren einlässlich entkräfteten Rügen erschöpfen, vermögen die vorinstanzliche Betrachtungsweise unter diesem Blickwinkel nicht in Zweifel zu ziehen. In Bezug auf eine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit vor Mai 2007 geht das Verwaltungsgericht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass der Beschwerdeführer Ende 2003 nicht mehr in relevantem Umfang arbeitsunfähig gewesen und die für die Eröffnung der einjährigen Wartezeit gemäss aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG erforderliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % erst wieder mit der erneuten Aufnahme der psychiatrischen Behandlung im Mai 2007 ausgewiesen ist. Dabei stützt es sich zur Hauptsache auf das - unbestrittene - Nichtvorhandensein echtzeitlicher Arztberichte, die eine entsprechende Beeinträchtigung des Leistungsvermögens im Zeitraum zwischen Juni 2004 und Mai 2007 belegen würden, sowie den Umstand, dass der Versicherte ab 1. Juni 2004 von Seiten der Arbeitslosenversicherung als uneingeschränkt vermittelbar anerkannt worden war. Ferner liessen die im Arbeitszeugnis der Direktion für Bildung, Soziales und Sport der Stadt Bern vom 24. März 2005 für die Beendigung der Ende 2004 angetretenen Stelle aufgeführten Gründe ebenfalls nicht auf eine die Arbeitsfähigkeit in erheblichem Masse einschränkende Persönlichkeitsstörung schliessen. Auch wenn für die Zeit ab Mai 2007 eine wesentliche Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes als erstellt anzusehen sei, könne allein daraus nicht auf einen bereits früher anzusetzenden Beginn der rentenrelevanten Wartezeit geschlossen werden, zumal sich auch Dr. med. R.________, Psychiatrie Psychotherapie FMH, in seinen Gutachten vom 19. Oktober 2007 und 12. Mai 2009 mangels einer zuvor durchgeführten psychiatrischen Behandlung ausserstande gesehen habe, zuverlässige Angaben zum genauen Zeitpunkt zu machen, an welchem die psychische Fehlentwicklung samt Arbeitsunfähigkeit dauerhaft ihren Anfang genommen habe. Daran ändere die aus rein retrospektiver Sicht abgegebene Beurteilung des Dr. med. S.________ (vom 4. Januar 2010) nichts. Die vom Beschwerdeführer letztinstanzlich vorgebrachten Rügen beschlagen mithin Feststellungen des kantonalen Gerichts zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit sowie Ergebnisse der konkreten Beweiswürdigung, welche infolge ihrer tatsächlichen Natur einer letztinstanzlichen Korrektur nur bei Vorliegen einer - in casu zu verneinenden - qualifizierten Unrichtigkeit zugänglich sind.