Citation: 5A_282/2014 E. 4.2

4.2. Der Vorwurf der Bundesrechtsverletzung erweist sich als unbegründet. Wie bereits erwähnt, hat das Obergericht auf den Bericht der Schulbehörde W.________ abgestellt, den die Beschwerdeführerin vor Obergericht trotz vorhandener Möglichkeit im kantonalen Verfahren nicht beanstandet hat. Aufgrund der nunmehr verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz zu diesem Bericht funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schulbehörde nicht. So halten sich die Eltern der Beschwerdeführerin nicht an die Abmachung, bei krankheitsbedingter Abwesenheit der Beschwerdeführerin die nachzuholenden Arbeiten abzuholen und mit ihr den verpassten Stoff aufzuarbeiten. Auch die in Aussicht gestellte Nachhilfe wurde nicht organisiert; zudem nahmen die Eltern auch an den vereinbarten Elterngesprächen nicht teil. All dies hat nach der Feststellung der Vorinstanz dazu geführt, dass die Beschwerdeführerin trotz Normalbegabung in der 5. Klasse den Stoff der 4. Klasse immer noch nicht beherrscht. Aus dem Schulbericht geht weiter hervor, dass die Beschwerdeführerin als Folge der mangelnden elterlichen Unterstützung und Kontrolle enorme Mühe bekundet, Aufgaben regelmässig zu erledigen und über längere Zeit auf ein Ziel hin zu arbeiten. Auch hinsichtlich der schulischen Absenzen hat sich trotz neuen Schulumfeldes keine Besserung eingestellt, nachdem die Beschwerdeführerin in 15 Schulwochen bereits über 21 Halbtagesabsenzen zu verzeichnen hat. Weiterer Handlungsbedarf besteht laut den obergerichtlichen Feststellungen bei der Hygiene des Kindes, zumal die Beschwerdeführerin laut Angaben der Lehrpersonen wegen ungepflegter Haare und vernachlässigter Körperpflege aufgefallen ist, was insbesondere dazu führt, dass sie von anderen Schülern gemieden wird. Die zuständige Lehrerschaft stellte ausserdem fest, dass die Beschwerdeführerin in der Schule oft unausgeschlafen und müde wirkt, was auf übermässigen Medienkonsum zurückzuführen ist. Auch wird laut den obergerichtlichen Feststellungen infolge des geringen Selbstbewusstseins der Beschwerdeführerin und ihrer Ausgrenzung einer erhöhte Gefahr der Ausbeutung befürchtet.