Citation: 1C_40/2009 04.06.2009 E. 2

Die Beschwerdeführerinnen rügen zunächst eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör und der Untersuchungspflicht, weil das Verwaltungsgericht keinen Augenschein durchgeführt hat. Das Verwaltungsgericht habe prüfen müssen, ob die Baubehörden bei ihrem Einordnungsentscheid alle wesentlichen Sachumstände berücksichtigt hätten. Dies bedinge eine einlässliche Kenntnis der örtlichen Verhältnisse, die nur durch einen Augenschein erlangt werden könne. 2.1 Das Verwaltungsgericht ging davon aus, dass der massgebliche Sachverhalt aus den Akten hinreichend ersichtlich sei. Die Baurekurskommission habe bereits einen Augenschein durchgeführt, dessen Erkenntnisse in einem Protokoll sowie fotografisch festgehalten seien. Sodann liessen sich die räumlichen Beziehungen der geplanten Baukörper zur Villa Patumbah und den weiteren Schutzobjekten oberhalb der Zollikerstrasse sehr gut aufgrund des dem Gericht zur Verfügung stehenden Modells beurteilen. Tatsächlich sind die örtlichen Verhältnisse durch Pläne und Fotos gut dokumentiert. Hinzu kommt, dass die geplanten Baukörper noch nicht errichtet, sondern im Gelände lediglich durch Bauprofile markiert werden, welche die komplexe, vielfach gegliederte Form der Neubauten nur unzulänglich vermitteln. Insofern erscheint das Modell, in dem sowohl die Neubauten als auch die Villa Patumbah und die übrigen Bauten der Umgebung massstabsgetreu nachgebildet sind, ein geeignetes Mittel, um die räumlichen Beziehungen der verschiedenen Baukörper zu beurteilen. Die diesbezüglichen Erwägungen des Verwaltungsgerichts lassen jedenfalls keine Willkür erkennen und verletzen daher weder das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerinnen noch den Untersuchungsgrundsatz. Aus den gleichen Gründen ist dem im bundesgerichtlichen Verfahren gestellten Antrag auf Durchführung eines Augenscheines nicht zu entsprechen. 2.2 In ihrer Replik vom 19. Mai 2009 machen die Beschwerdeführerinnen erstmals geltend, ihnen sei im kantonalen Verfahren nie Gelegenheit eingeräumt worden, sich zu dem Modell zu äussern, weshalb sich das Verwaltungsgericht nicht auf dieses Beweismittel hätte stützen dürfen. Diese Rüge ist jedoch verspätet: Gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG prüft das Bundesgericht die Verletzung von Grundrechten nur insofern, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist. Eine Beschwerdeergänzung auf dem Weg der Replik ist nur insoweit statthaft, als die Ausführungen in den Vernehmlassungen dazu Anlass geben. Mit Anträgen und Rügen, die der Beschwerdeführer bereits in der Beschwerde hätte erheben können, ist er nach Ablauf der Beschwerdefrist ausgeschlossen (BGE 132 I 42 E. 3.3.4 S. 47 mit Hinweisen). Aus dem angefochtenen Entscheid (E. 1.2 S. 4) ging klar hervor, dass sich das Verwaltungsgericht auf ein bei den Akten befindliches Modell des Bauvorhabens gestützt hat. Insofern hätten die (anwaltlich vertretenen) Beschwerdeführerinnen die Gehörsrüge schon in ihrer Beschwerdeschrift vorbringen können und müssen.