Citation: 6B_902/2019 E. 2.4.2

2.4.2. Soweit sich der Beschwerdeführer zur Begründung von Willkür auf die Unverwertbarkeit der Audioaufnahmen und der Trimipraminflüssigkeiten enthaltenden Fläschchen stützt, läuft dies nach dem Gesagten ins Leere. Die fraglichen Aufnahmen sind gleich wie die Flüssigkeiten verwertbar (E. 1.4). Unter Hinweis auf die zeitlichen Abläufe nach der Tat schliesst die Vorinstanz überzeugend, dass nicht davon ausgegangen werden könne, dass die Beschwerdegegnerin 2 vor ihrer ersten Einvernahme durch die Polizei überhaupt die Gelegenheit gehabt habe, die Audioaufnahme der Tatnacht abzuhören. Dass jedoch trotzdem ihre ersten bereits sehr detaillierten Aussagen zu zahlreichen Vorgängen durch die Audioaufnahme bestätigt würden, spreche massgeblich für die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen, zumal sie trotz späterer Gelegenheit zum Abhören der Aufnahme ihre Aussagen auch nicht nachträglich noch angepasst habe. Diese Würdigung ist weder unhaltbar noch willkürlich. Die Vorinstanz analysiert die Herkunft und die Beschaffenheit des Beweismittels sorgfältig und zieht sie in ihre Würdigung ein. Dass sie sich hierbei von unmassgeblichen Gesichtspunkten leiten lässt, ist nicht rechtsgenüglich dargetan und auch nicht ersichtlich. Die Vorinstanz würdigt entgegen der Rüge des Beschwerdeführers auch die fraglichen Fläschchen durchaus mit der gebotenen Vorsicht und befasst sich im Einzelnen mit den von seiner Seite bereits früher geltend gemachten Vorbehalten der Beibringung durch die Beschwerdegegnerin 2. Mit den diesbezüglichen einlässlichen Erwägungen setzt sich der Beschwerdeführer erneut nicht auseinander, namentlich auch nicht mit dem Ergebnis der Erläuterung bzw. Ergänzung des forensisch-chemischen Berichts des Rechtsmedizinischen Instituts Bern, wonach das Messergebnis mit den leicht abweichenden Konzentrationen an Trimipramin aus den beiden Fläschchen im Bereich der Messunsicherheit der angewandten Messmethode liege und der Inhalt der beiden Fläschchen durchaus aus demselben Wasserglas stammen könne. Ausserdem verkennt er, dass die Vorinstanz den Trimipramin-Fläschchen durchaus keinen vollen Beweiswert zuerkennt, sie aber - was zulässig und nicht willkürlich ist - als Indiz in die Beweiswürdigung einbezieht. Dasselbe trifft auf das später in einer Handyverpackung aufgefundene Fläschchen zu. Der Beschwerdeführer versäumt auch hier, im Einzelnen auf die ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und darzulegen, inwiefern sie diese Tatsachen falsch bzw. willkürlich würdigen soll. Dabei berücksichtigt die Vorinstanz wie das Fläschchen in den Prozess eingeführt wurde. Sie wertet jedoch den Umstand, dass sowohl die Grösse des versteckten braunen Fläschchens als auch die in dessen Inhalt ermittelte Trimipraminkonzentration mit jenen der beiden Medikamente übereinstimmt, welche der Beschwerdegegnerin 2 verschrieben worden waren und dem Beschwerdeführer zur Verfügung standen, nebst dem Fundort der Fläschchen, dem missglückten Versuch, sich K.O.-Tropfen bzw. GBL zu bestellen, und der Internetrecherchen auch zur Dosierung von Trimipramin willkürfrei und sachlich logisch als Indiz dafür, dass der Beschwerdeführer am Abend vor der Tat dem Wasserglas der Beschwerdegegnerin 2 Trimipramin beigemischt habe. Auch damit setzt sich der Beschwerdeführer nicht im Einzelnen auseinander, weshalb seine Ausführungen zur Begründung von Willkür nicht genügen. Einlässlich und überzeugend legt die Vorinstanz abschliessend dar, dass hinsichtlich sämtlicher den Beschwerdeführer belastenden und von der Beschwerdegegnerin 2 beigebrachten Beweismitteln handfeste Hinweise darauf fehlen, dass diese zwecks Falschbeschuldigung von der Beschwerdegegnerin 2 inszeniert bzw. präpariert worden seien. Eine derartige Falschbelastung unter Einbezug zahlreicher eigenhändig präparierter Beweismittel und auch von Drittpersonen (Rechtsanwalt der Beschwerdegegnerin 2, deren Mutter, die Familie C.________ und zahlreiche weitere im Verfahren befragte Zeugen), verbunden mit einer äusserst detailreichen und komplexen Geschichte, die nicht oder nur begrenzt auf tatsächlich Erlebtem basiere, über ein eineinhalbjähriges Untersuchungsverfahren und anschliessendes Gerichtsverfahren in immer wiederkehrenden kritischen Befragungen aufrecht zu erhalten und die Falschbelastung dabei in allen wesentlichen Punkten widerspruchsfrei und glaubhaft wiederzugeben, erfordere eine enorme intellektuelle Leistung und eine mindestens ebenso grosse kriminelle Energie, welche die meisten Menschen nicht aufzubringen vermöchten. Wenngleich bei einigen belastenden Beweismitteln eine Inszenierung oder Präparierung zwar theoretisch durchaus machbar wäre, treffe dies auf die Audioaufnahme zur eigentlichen Tat, die ein massgebliches Indiz zur Erstellung des Sachverhaltes darstelle, gerade nicht zu. Zudem habe der Beschwerdeführer die verfänglichen Internetrecherchen ja eingestandermassen selber getätigt. Dass diese auffälligen Recherchen derart in eine von der Beschwerdegegnerin 2 erfundene Geschichte hineinpassen würden, liege ausserhalb einer vernünftigen Betrachtungsweise. Inwiefern diese sorgfältige und nachvollziehbare Beweiswürdigung schlechterdings unhaltbar sein soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich.