Citation: 9C_164/2023 E. 8.5

8.5. Unbehelflich ist schliesslich auch der beschwerdeführerische Hinweis auf die tiefe Belehnung der Liegenschaft Strasse xxx/Strasse yyy. Für die beitragsrechtliche Abgrenzung von blosser (privater) Vermögensverwaltung und betrieblicher (gewerbsmässiger) Nutzung kommt dem in einer Liegenschaft investierten Fremdkapital grundsätzlich nur entscheidende Bedeutung zu, wenn der Versicherte eine Tätigkeit ausübt, die auch Kapitalinvestitionen verlangt, wie der Kauf und Verkauf von Grundstücken. Dagegen ist dieses Kriterium nicht relevant, wenn die Tätigkeit sich darauf beschränkt, aus einer eigenen Liegenschaft Mietzinseinnahmen zu erzielen. In einem solchen Fall ist die Herkunft der Mittel für den Erwerb des Vermögensobjektes - Darlehen oder eigene Gelder - von untergeordneter Bedeutung, wenn auch der Umstand, dass jemand ohne anlagebedürftiges eigenes Vermögen bzw. unter Inanspruchnahme fremder Gelder Häuser besitzt und bedeutendes Einkommen aus Vermietung erzielt, gelegentlich doch ein Indiz gegen blosse Vermögensverwaltung darstellen kann (BGE 111 V 81 E. 2b; Urteil 9C_803/2011 vom 23. August 2012 E. 3.4; ZAK 1987 S. 201, H 24/85 E. 4b; VALTERIO, a.a.O., S. 131 f. Rz. 419).