Citation: 5A_681/2022 E. 5.2

5.2. Das Kantonsgericht erwog, das Bezirksgericht habe nachvollziehbar dargetan, weshalb nicht von einer Nutzung der Räumlichkeiten zu zwei Dritteln durch die Erbengemeinschaft und die J.________ AG auszugehen sei. Die Beschwerdeführer setzten sich weder mit diesen erstinstanzlichen Erwägungen auseinander noch mit jenen, dass es keine einvernehmliche Übereinkunft der Parteien betreffend Mietzins gegeben habe und die Bürobelastung seit Einsetzung des Erbenvertreters nur noch im Zusammenhang mit den von diesem erteilten Aufträgen bestanden habe, wofür der Beschwerdeführer 1 jeweils separat entschädigt worden sei. Die Beschwerdegegner hätten vor Bezirksgericht einen Nettomietzins bzw. eine Entschädigung von Fr. 1'392.-- und die Beschwerdeführer sogar einen leicht höheren Betrag als angemessen erachtet. Ferner hätten die Beschwerdeführer weder nachgewiesen, inwiefern die Wohnung für die Erbengemeinschaft und die J.________ AG genutzt worden sei, noch dass eine allfällige Nutzung nicht schon durch die Entschädigung für die vom Erbenvertreter erteilten Aufträge abgegolten worden wäre. Vor Kantonsgericht begründeten die Beschwerdeführer die Quoten, die für die Mietzinsverteilung zur Anwendung gelangen sollten, weiterhin nicht substanziiert. Entgegen der Ansicht des Bezirksgerichts könne für eine Entschädigungspflicht nicht entscheidend sein, ob der Erbenvertreter eine Nutzung zugestanden habe, sondern Voraussetzung sei allein, ob und in welchem Umfang eine Nutzung bestanden habe und zu bezahlen sei. Nachdem die Beschwerdeführer die Wohnung unbestritten genutzt hätten und für ihre Aufträge für die Erbengemeinschaft und die J.________ AG entschädigt worden seien, hätten sie darzutun gehabt, in welchem Umfang Letztere aus der Wohnung einen zusätzlichen Nutzen gezogen hätten, der mit den Honoraren für die Aufträge des Erbenvertreters noch nicht beglichen sei. Dieser Obliegenheit seien sie nicht nachgekommen, weshalb dem Darlehenskonto des Beschwerdeführers vom 1. April 2012 bis 30. Juni 2016 der ungeschmälerte Mietzins von Fr. 1'392.-- pro Monat zu belasten sei. Insofern sei die Anschlussberufung im Umfang von Fr. 14'198.40 (= 51 Monate x Fr. 278.40) gutzuheissen. Das Kantonsgericht hat diesen Betrag (gerundet) in den Nachlassaktiven als Forderung des Nachlasses gegen den Beschwerdeführer 1 verbucht.