Citation: I 742/03 18.05.2004 E. 2

Streitig und zu prüfen ist einzig der Abzug von den Tabellenlöhnen. Während die IV-Stelle in ihrer Verfügung keinen solchen gewährte und in der Vernehmlassung höchstens 10 % zugestehen will, hat die Vorinstanz einen Abzug von 20 % vorgenommen. Damit kam sie im Unterschied zur Verwaltung auf einen Invaliditätsgrad von mehr als zwei Dritteln. 2.1 Dr. med. W.________, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, führt im Bericht vom 3. Februar 2002 aus, dem Versicherten seien ausschliesslich mit der rechten Hand ausführbare Tätigkeiten weiterhin vier Stunden täglich zumutbar. Er müsse als funktionell Einarmiger angesehen werden, sei vermindert belastbar und verfüge über ein eingeschränktes Durchhaltevermögen. Er könne sich nicht acht Stunden am Tag auf eine Arbeit konzentrieren, aber grundsätzlich ganztags eingesetzt werden bei einem um etwa 50 % verminderten Rendement. Sinngemäss gleich, wenn auch in weniger präziser Formulierung, hatte sich Dr. W.________ bereits im Gutachten vom 1. Januar 2002 geäussert. SUVA-Kreisarzt Dr. med. E.________ bezeichnet den Beschwerdegegner im Bericht vom 23. Juni 2003 de facto als dominanten Einhänder, der ganztags eine entsprechende leichte Tätigkeit besorgen könne. Die Rehabilitationsklinik X._________ legte die Arbeitsfähigkeit im Bericht vom 28. August 2000 über den Spitalaufenthalt vom 26. Juli bis 23. August 2000 auf 50 % beim Klinikaustritt fest. 2.2 Angesichts dieser übereinstimmenden medizinischen Akten ist erstellt, dass der Versicherte noch eine Restarbeitsfähigkeit von 50 % aufweist. Er könnte ganztags arbeiten, würde dabei aber behinderungsbedingt nur eine Leistung von etwa 50 % erbringen. Damit ist die wegen der gesundheitlichen Einschränkungen anfallende Leistungseinbusse vollumfänglich berücksichtigt. Es rechtfertigt sich daher nicht, zusätzlich zur bereits auf 50 % reduzierten Leistungsfähigkeit noch einen behinderungsbedingten Abzug zu gewähren. Auf Grund seiner ausländischen Nationalität mit Aufenthaltsbewilligung C hat der Beschwerdegegner ebenfalls keine erhebliche Lohndiskriminierung zu befürchten, hat er doch vor seinem Unfall einen recht hohen Verdienst erzielt. Das Alter von nunmehr 46 Jahren fällt nicht stark erschwerend ins Gewicht. Einzig der reduzierte Beschäftigungsgrad könnte zu zusätzlichen Erwerbseinbussen führen (BGE 126 V 79 Erw. 5b/aa). Unter solchen Umständen hat die Vorinstanz ihren Ermessensspielraum überschritten, als sie dem Beschwerdegegner einen Abzug von 20 % von den Tabellenlöhnen gewährte. Es kann offen bleiben, ob die von der IV-Stelle vorgeschlagenen 10 % allenfalls angemessen wären, denn so oder anders ergibt sich auf Grund des im Übrigen korrekten Einkommensvergleichs kein Anspruch auf eine ganze Rente.