Citation: 9C_19/2019 E. 2.2.2

2.2.2. Mit der Anwendung der Methode des Einkommensvergleichs verstiess das kantonale Gericht nicht gegen das Diskriminierungsverbot gemäss Art. 8 BV und Art. 14 EMRK. Ist ein durchschnittliches Invalideneinkommen zumutbar (im Sinne von Art. 16 ATSG) und wird dieses einem tiefen Valideneinkommen gegenübergestellt, das ohne Gesundheitsbeeinträchtigung erzielt worden wäre, so liegt darin keine methodische Ungleichbehandlung der Schlechtverdienenden. Eine sachlich ungerechtfertigte Ungleichbehandlung läge im Gegenteil vor, wenn bei Schlechterverdienenden anders als bei allen anderen Personen nicht das konkret im Gesundheitsfall erzielte, sondern ein höheres Valideneinkommen zugrunde gelegt würde; denn dadurch würde ein nicht aus gesundheitlichen, sondern aus wirtschaftlichen Gründen tiefes Einkommen ausgeglichen, was nicht Aufgabe der Invalidenversicherung ist (vgl. BGE 135 V 58 E. 3.4.4 S. 63).