Citation: 6B_907/2014 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz erwägt im Wesentlichen, die Beschwerdeführerin habe den Mitarbeitern im Backoffice der A.________-Bank Bargeldbezugsbelege zukommen lassen, auf welchen sie zuvor die Unterschrift der jeweiligen Kontoinhaber gefälscht habe. Bei diesen Belegen handle es sich um Urkunden, weshalb die Täuschung klarerweise arglistig gewesen sei (Urteil E. 2.3.1.1. S. 90 f.). Hinzu komme, dass die Beschwerdeführerin, welche bei der A.________-Bank zunächst die Funktion einer Prokuristin und hernach einer Vizedirektorin innegehabt habe, das zwischen ihr und den Mitarbeitenden im Backoffice-Bereich herrschende Vertrauensverhältnis ausgenutzt habe. Diese hätten keine Veranlassung gehabt, die Geldbezüge infrage zu stellen respektive irgendwelche Überprüfungen zu veranlassen. Die Beschwerdeführerin habe den gesamten Kundenbereich aus China alleine bearbeitet. Es habe niemand ausser ihr chinesisch gesprochen. Für die A.________-Bank seien die fraglichen Kundenbeziehungen unkontrolliert und unkontrollierbar gewesen (Urteil S. 91). Die von der Beschwerdeführerin wahrheitswidrig ausgefüllten bankinternen Formulare, namentlich die "Payment Order" und "Funds Transfer"-Formulare, seien keine Urkunden. Dessen ungeachtet habe diese arglistig gehandelt, da sie die bankinternen Standardabläufe sowie das Vertrauens- und Hierarchieverhältnis in der Bank für ihre Zwecke ausgenutzt habe. Sie habe wahrheitswidrige Angaben darüber gemacht, in welcher Form sie die scheinbare Instruktion von den Kunden erhalten habe. Sie habe die Bankformulare falsch ausgefüllt sowie visiert und diese teilweise durch weitere Mitarbeitende der Bank mitunterzeichnen lassen (Urteil E. 2.3.1.2. S. 92). Die Mitarbeitenden im Backoffice hätten davon ausgehen müssen, der Wortlaut der ihnen unterbreiteten Formulare entspreche dem tatsächlichen Willen der Kontoinhaber (Urteil S. 93).