Citation: 1A.29/2005 24.03.2005 E. 5

Die Beschwerdeführer rügen ferner eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips. Sie machen geltend, der Parzellenzugang hätte auch mit einem bodennahen und deshalb weniger störenden Verlauf der Treppe realisiert werden können. Der Bauherr ist jedoch nicht verpflichtet, die für die Nachbarn am wenigsten störende oder gar die ästhetisch beste Lösung zu wählen, sondern kann die Grenzen des baurechtlich Zulässigen ausschöpfen. Das Verhältnismässigkeitsprinzip verlangt im Gegenteil, dass die Eigentumsfreiheit des Bauherrn nicht mehr als zum Schutz des Orts- und Landschaftsbildes notwendig eingeschränkt wird. Eine Pflicht zur Rücksichtnahme auf die Nachbarn könnte dagegen im vorliegenden Fall aus dem Grundsatz folgen, wonach Dienstbarkeiten in möglichst schonender Weise auszuüben seien. Eine Verletzung dieses Prinzips wird von den Beschwerdeführern aber nicht gerügt und ist schon deshalb nicht weiter zu prüfen. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, inwiefern eine schonendere Inanspruchnahme der eingeräumten Dienstbarkeit möglich wäre. Jedenfalls weist der Beschwerdegegner zu Recht darauf hin, dass die vom Architekturbüro K.________ vorgeschlagenen Varianten nicht dem Verlauf der Grunddienstbarkeit entsprechen, sondern die Parzelle Nr. 2051 der Gemeinde Zermatt mitbeanspruchen, die für die Erschliessung des Bauvorhabens nicht zur Verfügung steht.