Citation: 6B_1095/2017 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, für den Beginn des Fristenlaufs sei auf den Zeitpunkt abzustellen, in welchem die Beschwerdeführerin vom Inhalt des Strafbefehls Kenntnis habe nehmen können, was bereits mit dessen persönlicher Übergabe gegen Unterschrift durch die Kantonspolizei Zürich am 17. Oktober 2015 der Fall gewesen sei. Die Rechtsmittelbelehrung im Strafbefehl genüge den gesetzlichen Anforderungen. Ein expliziter Hinweis auf den Fristbeginn sei nicht notwendig. Für den durchschnittlichen Empfänger, der einen Strafbefehl persönlich ausgehändigt erhalte, ergebe sich aus der verwendeten Formulierung auch ohne Konsultation der gesetzlichen Bestimmungen, dass die Einsprachefrist ab Erhalt des Strafbefehls zu laufen beginne. Unbehelflich sei die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie sei bei der Entgegennahme des Strafbefehls verwirrt gewesen. Sie behaupte jedenfalls nicht, dieser Zustand habe bis zum Ablauf der Einsprachefrist angedauert. Dass die Beschwerdeführerin geltend mache, sie habe am 22. August 2016 erstmals bewusst Kenntnis vom Strafbefehl genommen, sei für den Fristenlauf nicht erheblich.