Citation: 9C_170/2014 E. 3.2

3.2. Am 23. April 2013 fand eine Abklärung der Hilflosigkeit statt. Im Bericht vom 25. April 2013 bejahte die Abklärungsperson eine Hilfsbedürftigkeit in den Bereichen Aufstehen/Absitzen/Abliegen sowie Fortbewegung/Kontaktaufnahme im oder ausser Haus. Bei den übrigen massgeblichen Lebensverrichtungen verneinte sie eine regelmässige und erhebliche Hilfe. Ebenfalls negativ beantwortete sie die Fragen nach einer Notwendigkeit dauernder medizinisch-pflegerischer Massnahmen durch eine Drittperson sowie einer dauernden persönlichen Überwachung und nach einem Bedarf an lebenspraktischer Begleitung. Beim Punkt An-/Auskleiden hielt die Abklärungsperson fest, eine blosse Erschwerung oder Verlangsamung begründe regelmässig keine Hilflosigkeit. Aufstehen könne die Versicherte am Morgen selbstständig, gegen Abend benötige sie zunehmend Hilfe, da sie sehr unsicher auf den Beinen stehe und erheblich sturzgefährdet sei. Abends könne sie überwiegend nicht mehr selbst aufstehen, gehe aber selbstständig zu Bett. Im Bereich Körperpflege benötige sie Hilfe beim Ein- und Aussteigen in die bzw. aus der Badewanne. Ansonsten sei sie selbstständig. Überwiegend wahrscheinlich wäre das Ein- und Aussteigen mit einem Badelift wieder möglich, entsprechende Abklärungen seien in die Wege geleitet. Mit Hilfe von Haltegriffen sei der selbstständige Gang auf die Toilette möglich, teilweise werde sie von ihrem Lebenspartner wegen der Sturzgefahr begleitet. Die Versicherte selbst gab im Wesentlichen an, ihr Gesundheitszustand habe sich seit ungefähr einem halben Jahr erheblich verschlechtert, sie sei massiv sturzgefährdet und sacke plötzlich, ohne Vorwarnung zusammen. Kraft und Beweglichkeit der Hände hätten sich verschlechtert, das linke Bein sei gefühllos.