Citation: 9C_668/2019 E. 4.2

4.2. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, es sei zwischen 1. September 2014 und 30. November 2014 ärztlich keine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden, ist festzuhalten, dass die MEDAS-Experten darauf schlossen, die Beschwerdegegnerin habe vormals zu 50 % eine Officetätigkeit ausgeübt und zu 50 % in der Logistik gearbeitet. Alle körperlich leichten, rückenschonenden Tätigkeiten, mindestens die Officetätigkeit, seien ihr zu 70 % zumutbar. Die teilweise schwereren Arbeiten in der Logistik seien jedoch rückenbedingt limitiert oder nicht möglich. Eine Quantifizierung falle schwer und sei abhängig von den jeweiligen geforderten Aufgaben. Rückenbelastende Tätigkeiten seien jedoch seit Beginn der Arbeitsunfähigkeit im Februar 2014 nicht mehr möglich. Mit Blick auf die gutachterlichen Darlegungen ist sodann unzweifelhaft, dass ihre Einschätzung gesamthaft auch im retrospektiven Verlauf Gültigkeit haben soll, abgesehen von zwischenzeitlich höheren Teil- respektive vollständigen Arbeitsunfähigkeiten post-/perioperativ (Interdisziplinäres Gutachten S. 11 ff. Ziff. 4.7 und 4.10). Inwiefern diese Beurteilung in Zweifel zu ziehen sei, wird weder substanziiert noch ist dies ersichtlich: So waren der Beschwerdegegnerin echtzeitlich ab Februar 2014 Arbeitsunfähigkeiten zwischen 50 und 100 % attestiert worden. Zwar wurde sie ab 1. September 2014 zu 100 % arbeitsfähig geschrieben (vgl. "Erstes Arztzeugnis - Kollektiv-Krankentaggeldversicherung" vom 21. Januar 2015). Am 8. Januar 2015 löste ihr Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis jedoch auf. Die Gründe hierfür waren erhebliche Defizite in der Leistung, das Nichteinhalten von Vorgaben der Arbeitgeberin bzw. eine fehlende Compliance (Fragebogen für Arbeitgebende S. 1). Damit ist manifest, dass die Beschwerdegegnerin auch ab 1. September 2014 nicht voll leistungsfähig war. Diesen Umstand würdigten die MEDAS-Gutachter in angemessener Weise, indem sie auch im retrospektiven Verlauf - in Kenntnis der echtzeitlich ab September 2014 attestierten 100%igen Arbeitsfähigkeit (Interdisziplinäres Gutachten S. 2) - für keinen Zeitraum von einer vollen Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit ausgingen. Soweit die Beschwerdeführerin die medizinischen Unterlagen abweichend von der Vorinstanz würdigt und daraus andere Schlüsse zieht, genügt dies nicht (Urteile 9C_123/2018 vom 16. Januar 2019 E. 3.4.2 und 9C_494/2016 vom 19. Dezember 2016 E. 3.5). Die Feststellung des kantonalen Gerichts, wonach die Wartezeit nicht unterbrochen worden sei (vorinstanzliche Erwägung 5.3. S. 15), verletzt kein Bundesrecht.