Citation: 2C_1227/2013 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer heiratete am 5. August 2003 eine in der Schweiz niedergelassene Landsfrau, erhielt gestützt darauf die Aufenthaltsbewilligung, zeugte während dieser Ehe zwei aussereheliche Kinder, liess sich fünfeinhalb Jahre nach der Heirat scheiden und stellte zehn Monate später (erfolglos) ein Gesuch um Niederlassungsbewilligung. Zweieinhalb Jahre nach der Scheidung heiratete der Beschwerdeführer seine langjährige Geliebte und Mutter seiner Kinder und stellte schliesslich ein Gesuch um Familiennachzug. Bis zu diesem Gesuch hatte der Beschwerdeführer in den ausländerrechtlichen Bewilligungsverfahren weder seine Beziehung zur heutigen Ehefrau noch die gemeinsamen Kinder angegeben. Vielmehr hatte er im Verfahren um Erteilung der Niederlassungsbewilligung das Vorhandensein von Kindern im Ausland und eine Heirat mit einer im Ausland lebenden Person (nach Gesetz oder Tradition/Brauch) sogar ausdrücklich verneint. Dass der Beschwerdeführer eine Parallelbeziehung im Kosovo geführt hat, lässt sich mit Blick auf die gemeinsamen vorehelichen Kinder, die Aussagen zur "traditionellen Heirat" und den zeitlichen Ablauf der Ereignisse nicht ernsthaft bestreiten. Aus welchen Gründen der Beschwerdeführer die Parallelbeziehung und namentlich die Existenz gemeinsamer Kinder gegenüber den Behörden verschwiegen hat, ist letztlich unerheblich. Es musste ihm auch als juristischen Laien bewusst sein, dass diese Umstände für die Bewilligungserteilung wesentlich waren. Ob eine Scheinehe vorlag, liess die Vorinstanz trotz einiger Indizien offen. Jedenfalls liegt ein Erlöschens- bzw. Widerrufsgrund nach Art. 51 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 62 lit. a AuG vor (vgl. sinngemäss Urteil 2C_205/2010 vom 16. Juli 2010 E. 3.3).