Citation: 8C_288/2022 E. 5.1

5.1. Entgegen ihrer letztinstanzlich neu vorgebrachten Rüge beschlagen die Vorwürfe hinsichtlich der Zusatzfragen nicht das Gebot des Handelns nach Treu und Glauben, sondern den bereits im kantonalen Beschwerdeverfahren geltend gemachten Anspruch auf rechtliches Gehör. Wie die Vorinstanz diesbezüglich feststellte, betrafen die Zusatzfragen der Beschwerdeführerin in erster Linie die gegenüber Dr. med. D.________ geschilderten Schmerzen im Brustbereich, u.a. jene, welche bei krafterfordernden Bewegungen der Arme und Hände von der Drainage-Narbe in den Brustkorb ausstrahlen würden. Gegenüber dem Gutachter Dr. med. C.________ beschrieb sie, bei mässigen Anstrengungen eine Dyspnoe und ausserdem bei Thoraxbewegungen Schmerzen retrosternal und auf der rechten Thoraxhälfte zu empfinden, was der Gutachter für nachvollziehbar hielt und in das Leistungsprofil angepasster Tätigkeiten miteinbezog. Der Vorinstanz ist somit ohne Weiteres beizupflichten, dass die belastungsabhängigen Beschwerden im Thoraxbereich im Rahmen des Gutachtens exploriert und beim Leistungsprofil angepasster Tätigkeiten (stationär, mit lufthygienisch einwandfreier Umgebung, ohne körperliche Anstrengung und Notwendigkeit von häufigen Thoraxbewegungen) berücksichtigt wurden. Auf die Zusatzfragen betreffend den von Dr. med. D.________ attestierten Pausenbedarf von einem bis zwei Tagen nach jedem Arbeitstag ging Dr. med. C.________ zwar nicht ein. Daraus vermag die Beschwerdeführerin jedoch nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Zum einen übernahm der Hausarzt diesbezüglich die Schilderungen der Beschwerdeführerin, ohne dass sich seinem Bericht eine medizinische Begründung für den geltend gemachten Pausenbedarf entnehmen liesse. Zum anderen attestierte er ihr mit Bericht vom 4. September 2019 bereits wieder eine Arbeitsfähigkeit von 8.5 Stunden täglich selbst in der angestammten Tätigkeit. Inwiefern die vorinstanzliche Schlussfolgerung, dass die relevanten Zusatzfragen gutachterlich geklärt worden seien und im Ergebnis keine Gehörsverletzung resultiere, vor diesem Hintergrund Bundesrecht verletzen soll, vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen.