Citation: 4A_626/2023 E. 3

Der Beschwerdeführer beantragt dem Bundesgericht, gegenüber den Rechtsvertretern der Beschwerdegegnerin ein Vertretungsverbot auszusprechen und das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren bis zur Bestellung einer neuen Rechtsvertretung zu sistieren. Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, Rechtsanwalt C.________ vertrete sowohl die Beschwerdegegnerin als auch die Aktionäre der Beschwerdegegnerin D.________ und E.________. Es liege damit eine unzulässige Doppelvertretung im Sinne von Art. 12 lit. c des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (BGFA; SR 935.61) vor. Aus Art. 12 lit. c BGFA ergibt sich insbesondere das Verbot der Doppelvertretung: Der Anwalt darf nicht in ein und derselben Streitsache Parteien mit gegenläufigen Interessen vertreten, weil er sich diesfalls weder für den einen noch für den anderen Klienten voll einsetzen könnte (BGE 135 II 145 E. 9.1; 134 II 108 E. 3). Eine unzulässige Doppelvertretung muss nicht zwingend zusammenhängende Nebenverfahren betreffen. Besteht zwischen zwei Verfahren ein Sachzusammenhang, so verstösst der Rechtsanwalt dann gegen Art. 12 lit. c BGFA, wenn er in diesen Klienten vertritt, deren Interessen nicht gleichgerichtet sind (BGE 134 II 108 E. 3). Die bloss abstrakte Möglichkeit des Auftretens gegensätzlicher Interessenlagen reicht allerdings nicht aus, um auf eine unzulässige Vertretung zu schliessen. Verlangt wird vielmehr ein sich aus den gesamten Umständen ergebendes konkretes Risiko eines Interessenkonflikts (BGE 145 IV 218 E. 2.1; Urteil 2C_867/2021 vom 2. November 2022 E. 4.2). Der Beschwerdeführer vermag mit seinen Vorbringen keine konkrete Gefahr eines Interessenkonflikts aufzuzeigen. Vielmehr begnügt er sich mit der Behauptung, die gegen ihn ausgesprochene fristlose Kündigung vom 12. Oktober 2021 sei ausschliesslich im Interesse der Mehrheitsaktionäre und nicht der Beschwerdegegnerin selbst erfolgt. Dazu verweist er wiederholt auf seine Anzeige an die Aufsichtskommission über die Rechtsanwälte des Kantons Zug vom 21. Dezember 2021 und deren Ergänzungen vom 9. Januar 2022. Damit genügt er bereits den dargelegten Begründungsanforderungen nicht (vgl. E. 2.1). Jedenfalls vermag er mit diesen Behauptungen nicht eine im vorliegenden Fall bestehende konkrete Gefahr eines Interessenkonflikts darzutun. Es trifft zwar zu, dass sich die Interessen der Gesellschaft nicht immer mit den Interessen des Mehrheitsaktionärs decken. Daraus ergibt sich aber noch nicht die Gefahr eines konkreten Interessenkonflikts, sondern lediglich die theoretische Möglichkeit des Auftretens gegensätzlicher Interessenlagen (Urteil 2C_865/2022 vom 12. Dezember 2023 E. 3.4). Vorliegend macht der Beschwerdeführer eine Forderung gegen die Beschwerdegegnerin geltend und beantragt die provisorische Rechtsöffnung. In diesem Fall ist grundsätzlich von einem übereinstimmenden Interesse der Mehrheitsaktionäre und der Beschwerdegegnerin als Gesellschaft an der Abwehr dieser Forderung auszugehen. Inwiefern dies vorliegend anders sein soll, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf. So zeigt er zum einen nicht hinreichend auf, inwiefern in Bezug auf seine fristlose Kündigung eine Interessenkollision vorlag. Zum anderen zeigt er auch nicht auf, inwiefern aus diesem allenfalls früher bestehenden Interessenskonflikt Rückschlüsse für das vorliegende Verfahren zu ziehen sind. Jedenfalls lassen sich aus einem allenfalls früher bestehenden Interessenkonflikt keine zwingenden Rückschlüsse auf das vorliegende Verfahren ziehen. Der Verfahrensantrag erweist sich als unbegründet und wird daher abgewiesen.