Citation: 4A_447/2018 E. 6.1.1

6.1.1. Die Vorinstanz hielt fest, die Beschwerdeführerinnen würden die geltend gemachten Mehrkosten durch Multiplikation des behaupteten Mehreinsatzes an Mannmonaten mit den angeblichen Monatskosten errechnen. Abgesehen davon, dass bereits nicht nachvollziehbar sei, wie sich die Monatskosten berechnen bzw. herleiten würden, halte auch der Mehreinsatz an Mannmonaten den Substanziierungsanforderungen nicht stand. Eine Beurteilung der behaupteten Mehrleistung sei somit gar nicht möglich. Sodann würden die Beschwerdeführerinnen Verzögerungen des Bauprojektes von 1.33 Monaten geltend machen. Damit nähmen sie wohl Bezug auf die im Rahmen der Mehrforderung Nr. 22 behauptete Gesamtverzögerung. Allerdings sei bereits unter jener Position die Gesamtverzögerung nicht hinreichend dargetan. Entsprechend seien auch die Berechnungen, welche auf dieser Gesamtverzögerung basieren würden, nicht hinreichend dargetan. Auch eine von den Beschwerdeführerinnen verlangte sinngemässe Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR komme aber nicht in Frage, da sich in ihren Rechtsschriften keinerlei Ausführungen dazu fänden, inwiefern es ihnen unmöglich und unzumutbar gewesen sei, ihre angeblichen Mehrleistungen exakt darzulegen. Es sei nicht ersichtlich, weshalb und inwiefern der Nachweis des konkreten Schadens- bzw. Mehraufwands unmöglich sein soll, und diese Unmöglichkeit - wie die Beschwerdeführerinnen geltend machen würden - im Verantwortungsbereich der Beschwerdegegnerin liege. Im Übrigen hätten die Beschwerdeführerinnen selbst bei sinngemässer Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR die Berechnungsgrundlagen ihrer behaupteten Mehrleistungen hinreichend darlegen müssen, was sie nicht getan hätten. Insgesamt fehle es demnach an grundlegenden Angaben zu rechtserheblichen Tatsachen im Zusammenhang mit den behaupteten Mehrleistungen. Die geltend gemachte Mehrforderung sei damit unbegründet.