Citation: 9C_723/2007 10.09.2008 E. 3.4

3.4.1 Die vom kantonalen Gericht aufgrund eines Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG; s. auch E. 3 Ingress) und unter Beizug der Durchschnittslöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) vorgenommene Invaliditätsbemessung gibt, soweit den Zeitraum ab 2005 betreffend, zu keinen ergebnisrelevanten Beanstandungen tatsächlicher (Art. 105 Abs. 2 BGG) oder rechtlicher (Art. 95 BGG) Anlass. Es wird diesbezüglich auf die korrekten Ausführungen in Erwägung 11 des kantonalen Entscheids (und in Erwägung 2 des Einspracheentscheids vom 13. Dezember 2006) verwiesen. Nicht abzurücken ist namentlich vom vorinstanzlich bei der Ermittlung des trotz Gesundheitsschadens zumutbarerweise erzielbaren Einkommens (Invalideneinkommen) gewährten leidensbedingten Abzug (s. dazu BGE 129 V 472 E. 4 S. 481 mit Hinweisen; E. 4 des Urteils I 82/02 vom 27. November 2002, publ. in: AHI 2002 S. 67 ff.) in der Höhe von 10 %. Diesbezüglich liegt weder eine missbräuchliche noch sonst rechtsfehlerhafte Ermessensausübung des kantonalen Gerichts vor (zur Einstufung als Ermessensfrage: BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). Unbegründet ist namentlich der Einwand der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe bei der Überprüfung der Abzugshöhe die aus dem verfassungsrechtlichen Anspruch auf rechtliches Gehör fliessende Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt. Das kantonale Gericht hat dargetan, dass es in den beschwerdeführerischen Vorbringen keine triftigen sachlichen Gründe (vgl. BGE 126 V 75 E. 6 S. 81) erblickt, welche ein Abweichen von der Ermessensausübung der Verwaltung zu rechtfertigen vermögen, und zur näheren Begründung insbesondere des Verzichts auf einen Abzug zufolge Teilzeitarbeit, Alter und Nationalität ausdrücklich auf die als zutreffend erachteten Ausführungen in der Versicherten zur Kenntnis gebrachten Vernehmlassungsschrift der Verwaltung (vom 28. Februar 2007) verwiesen. Damit ist es seiner Begründungspflicht hinreichend nachgekommen, verlangt doch Art. 29 Abs. 2 BV nicht, dass sich die Behörde mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand einlässlich auseinandersetzt (BGE 133 III 439 E. 3.3. S. 445, mit Hinweisen). Bleibt es demnach bei den vorinstanzlichen Bemessungsgrundlagen, resultiert bezogen auf den Zeitraum ab September 2005 bis zum Einspracheentscheid im Dezember 2006 ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 38 % (Valideneinkommen: Fr. 3'111.- [LSE 2000/TA1, Kat.55/Gastgewerbe/Anforderungsniveau 4/Frauen] x 42.2/40 [=betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit/Jahr 2000; Tabelle B9.2, Abschnitt H, in: Die Volkswirtschaft 2008/Heft 6, S. 90] x 12, plus Nominallohnentwicklung 2000 bis 2005/2006 [gemäss Bundesamt für Statistik, T.1.2.93 Nominallohnindex Frauen 1993-2001/ 2002-2007, Abschnitt G,H], Website: www.bfs.admin.ch; -- Invalideneinkommen: Fr. 3658.- [LSE 2000/TA1/Total/Anforderungsniveau 4/Frauen] x 41.8/40 [=betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit/Jahr 2000; Tabelle B9.2, Abschnitt A-O, in: Die Volkswirtschaft 2008/Heft 6, S. 90] x 12 plus Nominallohnentwicklung 2000 bis 2005/2006 [gemäss Bundesamt für Statistik, T.1.2.93 Nominallohnindex Frauen 1993-2001/ 2002-2007, Total] x 0.6 [Arbeitsunfähigkeit], minus 10 % [leidensbedingter Abzug]). Für den genannten Zeitraum ist daher mit der Vorinstanz ein Rentanspruch zu verneinen. 3.4.2 Gemäss dem unter E. 3.3.2 und 3.3.3 hievor Gesagten zu korrigieren ist die vorinstanzliche Invaliditätsbemessung dagegen insofern, als für die Zeit ab September 2001 von einer vorübergehend gänzlich fehlenden und ab November 2002 (IV-Anmeldung) bis Ende August 2005 (MEDAS-Beurteilung) von einer bloss 50%igen anstelle der vorinstanzlich angenommenen 60%igen Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierter Tätigkeit auszugehen ist. Bei im Übrigen unveränderten Faktoren (vgl. E. 3.4.1 hievor) resultiert für diesen Zeitraum ein Invaliditätsgrad von rund 48 % (zu den Rundungsregeln vgl. BGE 130 V 121). Damit besteht bis Ende August 2005 (Art. 88a Abs. 1 Satz 1 IVV) Anspruch auf eine Viertelsrente, bei gegebenen Voraussetzungen Anspruch auf eine halbe Härtefallrente (Art. 28 Abs. 1bis IVG in Verbindung mit Art. 28bis IVV, in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2003); letztere wäre bis längstens 31. Dezember 2003 (Aufhebung Härtefallrente im Zuge der am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen 4. IV-Revision), eventuell - gestützt auf lit. d der Schlussbestimmungen zur 4. IV-Revision - bis längstens zur Rentenaufhebung im Jahre 2005 auszurichten (vgl. zum Ganzen auch Urteil 8C_825/2007 vom 28. Juli 2008, E. 3.3. mit Hinweis auf das Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 184/05 vom 29. Juli 2005). Den frühestmöglichen Rentenbeginn hat die Verwaltung im Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2006 auf das Jahr 2001 datiert, worauf abzustellen ist. Nach Lage der Akten (vgl. E. 3.3.2.3) war die Wartezeit gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG im September 2001 erfüllt. Infolge verspäteter IV-Anmeldung Ende November 2002 ist der Leistungsbeginn in Anwendung von Art. 48 Abs. 2 IVG auf 1. November 2001 festzusetzen. 3.4.3 Die Sache geht an die Vorinstanz zurück, damit sie das Vorliegen eines Härtefalls und bejahendenfalls die Dauer einer Härtefallrente näher prüfe und hernach über die der Versicherten ab 1. November 2001 bis 31. August 2005 auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 48 % zustehenden Invalidenrente verfüge.