Citation: 1C_146/2013 E. 3.4

3.4. Somit stellt sich die Frage, welches die massgebliche Hauptfassade ist. In dieser Hinsicht rügen die Beschwerdeführer unter formellen Aspekten vorerst Verletzungen von Art. 29 BV. Zum einen werfen sie dem Verwaltungsgericht vor, keine eigene Prüfung vorgenommen und lediglich auf die Beurteilung des Gemeindevorstands Obersaxen abgestellt zu haben. Es trifft zu, dass das Verwaltungsgericht der Gemeinde einen erheblichen Beurteilungsspielraum zugesteht. Dies ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Ebenso lässt sich verfassungsrechtlich vertreten, auf die Ortskenntnisse der Gemeindebehörden abzustellen. Auch wenn die Frage der Orientierung der Hauptfassade in erster Linie nach den Planunterlagen zu beurteilen ist, kann im Zweifelsfall hilfsweise auf die Praxis an den betroffenen Örtlichkeiten abgestellt werden, die die lokalen Behörden besser kennen als das Verwaltungsgericht. Der Vorwurf, es habe seine Prüfungsbefugnis nicht wahrgenommen, erweist sich als unbegründet. Zum andern machen die Beschwerdeführer geltend, das Verwaltungsgericht sei auf ihre Vorbringen nicht eingegangen und habe seinen Entscheid nicht hinreichend begründet. Die Rüge erweist sich als unbegründet. Der angefochtene Entscheid zeigt klar auf, aus welchen Gründen das Verwaltungsgericht die Nordfassade als die Hauptfassade bezeichnete. Dass es dabei auf die Erwägungen des Gemeindevorstands abstellt, ändert daran nichts. Im Übrigen waren die Beschwerdeführer durchaus in der Lage, ihre Beschwerde ans Bundesgericht sachgerecht zu begründen. Die Rügen der Verletzung von Art. 29 BV erweisen sich als unbegründet.