Citation: 2C_521/2023 E. 3.2

3.2. Die vom Beschwerdeführer ebenfalls beanstandete Wegweisung lässt sich einzig unter Berufung auf besondere verfassungsmässige Rechte anfechten, die der betroffenen Person unmittelbar ein rechtlich geschütztes Interesse im Sinne von Art. 115 lit. b BGG verschaffen, wie dies für Art. 10 Abs. 3 BV bzw. Art. 2 und 3 EMRK oder Art. 25 Abs. 2 und Abs. 3 BV der Fall ist (vgl. BGE 137 II 305 E. 3.3). Solche Rügen müssen in der Beschwerde vorgebracht und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 117 BGG; sog. qualifizierte Rüge- und Begründungspflicht, vgl. BGE 147 I 73 E. 2.1; 142 II 369 E. 2.1; 141 I 36 E. 1.3) Der Beschwerdeführer macht Verletzungen zahlreicher Verfassungs- und Konventionsbestimmungen geltend, darunter auch des Rechts auf Leben (Art. 10 Abs. 1 BV/Art. 2 EMRK), des Verbots von Folter bzw. jeder Art grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung (Art 10 Abs. 3 BV/Art. 3 EMRK) und des Non-Refoulement-Prinzips (Art. 25 Abs. 2 und 3 BV). Zur Begründung weist er zunächst auf die allgemeine politische Lage und Menschenrechtssituation im Iran sowie auf negative Erfahrungen hin, die er angeblich bei seinem Wiedereingliederungsversuch in seiner Heimat gemacht habe. So sei er von den iranischen Behörden der Spionage verdächtigt worden, sei überwacht worden und habe sich beobachtet gefühlt, was bei ihm zu einer psychischen Belastung geführt habe. Im Falle einer Rückkehr bestünde ein ernsthaftes Risiko von Folter bzw. unmenschlichen Behandlungen bzw. es drohe ihm die Todesstrafe. Diese Behauptungen bleiben indessen weitgehend unsubstanziiert. Der Beschwerdeführer führt im Übrigen selbst aus, er könne keine Belege für die angebliche Verfolgung bzw. Überwachung vorlegen. Folglich gelingt es ihm nicht substanziiert darztun, dass er tatsächlich Gefahr läuft, sich im Iran einer unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung ausgesetzt zu sehen oder dass sein Leben bedroht wäre. Allgemeine Hinweise darauf, dass Menschenrechte im Iran stark eingeschränkt werden, reichen ebenfalls nicht aus, um eine konkrete Gefahr an Leib und Leben hinreichend darzutun. Ferner behauptet der Beschwerdeführer, sein gesundheitlicher Zustand habe sich in den letzten Monaten verschlechtert, was einer Wegweisung entgegenstehe. So leide er an diversen Suchterkrankungen und sei auf eine adäquate medizinische Versorgung angewiesen, die im Falle einer Wegweisung nicht mehr gewährleistet sei. Dabei beruft er sich insbesondere auf einen ärztlichen Bericht der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel vom 6. September 2023 sowie auf eine E-Mail des Gesundheitsdepartements des Kantons Basel-Stadt, Abteilung Sucht, vom 19. September 2023. Diese ins Recht gelegten Unterlagen sind nach dem angefochtenen Urteil entstanden. Sie stellen echte Noven dar, die im bundesgerichtlichen Verfahren unbeachtlich sind (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 143 V 19 E. 1.2; 139 III 120 E. 3.1.2; BGE 133 IV 342 E. 2.1). Es besteht kein Anlass, wie vom Beschwerdeführer beantragt, von diesem Grundsatz abzuweichen.