Citation: 5P.102/2002 29.05.2002 E. 6

Der Beschwerdeführer beanstandet ferner, dass ihm das Obergericht die für Reisen, Freizeit und Hobby der Kinder (sog. "Besuchskosten") geltend gemachten Auslagen in Höhe von monatlich Fr. 300.-- nicht zugestanden habe. 6.1 Hierzu hat das Obergericht ausgeführt, bei den vom Beschwerdeführer genannten Auslagen handle es sich um Kosten im Zusammenhang mit der Freizeitgestaltung der Kinder, die grundsätzlich in der Position "Nebenkosten" der "Zürcher Tabellen" enthalten seien. Der dort veranschlagte Barbetrag von Fr. 535.-- bzw. Fr. 740.-- pro Monat sei bei der Berechnung des Unterhaltsbedarfs angemessen berücksichtigt und insofern noch erhöht worden, als zusätzlich Fr. 300.-- im Monat unter dem Titel "Gesundheit, Tierhaltung, Musik und Sport" eingesetzt worden seien. Die Kosten der Fahrten zu den Sportveranstaltungen der Kinder seien in deren Barbedarf enthalten und es sei anzunehmen, dass auch der Beschwerdegegnerin solche Kosten entstünden. Ausserdem habe der Beschwerdeführer durch keinerlei Belege glaubhaft gemacht, dass ihm seit Beginn seiner Unterhaltsverpflichtung Aufwendungen im Zusammenhang mit Ferien bei den Grosseltern der Kinder in den USA erwachsen wären. Allfällige weitere Auslagen (Besuch Alpamare, Skitage etc.) gehörten zu den üblichen Kosten der Besuchsrechtsausübung, die der gut situierte Beschwerdeführer praxisgemäss selber zu tragen habe, ohne dass sie ihm bei seinem Grundbedarf anzurechnen wären oder zu einem Abzug bei den Kinderunterhaltsbeiträgen berechtigen würden. Die Parteien hätten denn auch vereinbart, dass der Beschwerdeführer den persönlichen Kontakt mit seinen Kindern auf eigene Kosten ausübe. 6.2 Was gegen diese Erwägungen des Obergerichts vorgetragen wird, erschöpft sich in einer appellatorischen Kritik. Insbesondere legt der Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern die obergerichtliche Annahme zur Finanzierung seines persönlichen Kontakts mit den Kindern angesichts der in der Teilvereinbarung der Parteien vom 26. Juni 2001 enthaltenen Regelung des Besuchsrechts, wonach er berechtigt und verpflichtet sei, die Kinder "auf eigene Kosten zu sich zu nehmen", willkürlich sein soll.