Citation: I 292/05 19.10.2005 E. 4

Für die Bemessung des Invalideneinkommens gingen sowohl Vorinstanz als auch Verwaltung von einer Restarbeitsfähigkeit von 70 % aus. Das kantonale Gericht stellte alsdann auf den, der durchschnittlichen Arbeitszeit anzupassenden statistischen Durchschnittsverdienst eines einfache, repetitive Tätigkeiten ausführenden Mannes im privaten Sektor im Jahr 1998 ab und kürzte dieses, der reduzierten Arbeitsfähigkeit Rechnung tragend, um 30 %, was Fr. 37'464.50 ergab. Durch die Gegenüberstellung mit dem unbestritten gebliebenen Valideneinkommen von Fr. 72'403.30 führte dies zu einem Invaliditätsgrad von rund 48,3 % oder gerundet 48 % (BGE 130 V 121). Während die Verwaltung keine weiteren Reduktionen des dergestalt errechneten Betrages für angezeigt erachtet, vertritt die Vorinstanz die gegenteilige Auffassung: Zwar räumt sie erwägungsweise ein, nicht ohne triftigen Grund von der Einschätzung der Verwaltung abweichen zu dürfen (vgl. BGE 126 V 81 Erw. 6). Einen solchen erblickt sie allerdings im Umstand, dass der Versicherte wegen des eingeschränkten Zumutbarkeitprofils (kein repetitives Bücken, keine repetitiven Überkopfarbeiten, kein repetitives Bewegen von Lasten über 3-5 kg und keine Zwangshaltung) selbst leichte Tätigkeiten nicht uneingeschränkt verrichten könne und deshalb gegenüber gesunden Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sei; zusätzlich falle ins Gewicht, dass gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung 2002, Tabelle 8*, S. 28, teilzeitbeschäftigte Männer überproportional weniger als ihre vollzeitlich angestellten männlichen Kollegen verdienen würden, was gesamthaft gesehen einen zusätzlichen Abzug von 15 % gebiete. Demgegenüber macht die Verwaltung geltend, das Abstellen auf eine Restarbeitsfähigkeit von 70 % erweise sich bereits als wohlwollend, womit ein zusätzlicher Abzug angesichts der gesamten Umstände nicht angezeigt sei.