Citation: 1P.12/2000 02.02.2000 E. A

A.- Das Besondere Untersuchungsrichteramt des Kantons Basel-Landschaft führt gegen R.K.________ eine Strafuntersuchung wegen Betruges (Art. 146 StGB) und Urkundenfälschung (Art. 251 StGB). Gestützt auf den Haftbefehl des Bezirksstatthalters von Liestal vom 16. Oktober 1998 wurde R.K.________ in der Dominikanischen Republik verhaftet und am 2. April 1999 in Untersuchungshaft versetzt. Am 19. August 1999 stellte R.K.________ ein Haftentlassungsgesuch, welches der Besondere Untersuchungsrichter am 22. August 1999 abwies. Zur Begründung führte dieser an, R.K.________ sei aufgrund der Aussagen von geständigen Mittätern dringend verdächtig, bei einer betrügerischen Überweisung von 3 Mio. US-Dollar zum Nachteil der Firma R.________ als federführender Organisator beteiligt gewesen zu sein, im Frühjahr 1998 mit drei Mittätern von F.________ Fr. 180'000.-- ertrogen sowie bei verschiedenen weiteren Betrügen mit einer Deliktssumme von insgesamt rund Fr. 683'000.-- mitgewirkt zu haben. Fluchtgefahr nahm der Untersuchungsrichter an, weil sich R.K.________ nach dem Betrug zum Nachteil der Firma R.________ trotz Schriftensperre in die Dominikanische Republik abgesetzt hatte und er eine erhebliche Zusatzstrafe zu den 5 Jahren Zuchthaus zu gewärtigen habe, zu denen er im Cosco-Prozess erstinstanzlich bereits verurteilt worden sei. Zudem bestehe Kollusionsgefahr, da sich verschiedene Mitangeschuldigte vor R.K.________ fürchteten; es bestehe daher die Gefahr, dass er in Freiheit Druck auf die übrigen Angeschuldigten ausüben könnte, von weiteren Belastungen abzusehen und bereits gemachte wieder zurückzuziehen. Ausserdem bestehe Fortsetzungsgefahr, da der dringende Verdacht bestehe, dass R.K.________ in Santo Domingo zusammen mit A.________ weitere betrügerische Geschäfte vorbereitet habe; so habe er beispielsweise per E-Mail manipulierte Handelsregisterauszüge deutscher Firmen bestellt. Am 31. August 1999 focht R.K.________ die Verfügung des Besonderen Untersuchungsrichteramtes vom 22. August 1999 bei der Überweisungsbehörde an, wobei er u.a. beantragte, ihn unverzüglich aus der Haft zu entlassen und den angefochtenen Entscheid aufzuheben, soweit sein Haftentlassungsgesuch abgewiesen worden war. Am 15. September 1999 stellte R.K.________ ein neues Haftentlassungsgesuch, welches vom Besonderen Untersuchungsrichter tags darauf abgewiesen wurde. Mit Eingabe vom 23. September 1999 begründete R.K.________ seine Beschwerde gegen die Verfügung des Besonderen Untersuchungsrichters vom 22. August 1999 und erhob gleichzeitig Beschwerde gegen dessen Verfügung vom 16. September 1999. Am 19. November 1999 erhob R.K.________ staatsrechtliche Beschwerde ans Bundesgericht u.a. wegen Rechtsverzögerung und Verletzung des Beschleunigungsgebotes. Tags darauf wies die Überweisungsbehörde die Haftbeschwerde vom 31. August 1999 ab und eröffnete diesen Entscheid im Dispositiv. Am 17. Dezember 1999 hiess das Bundesgericht die staatsrechtliche Beschwerde von R.K.________ gut, soweit es darauf eintrat, und wies die Überweisungsbehörde des Kantons Basel-Landschaft an, ihren Entscheid vom 20. November 1999 ohne Verzug zu begründen. Am 23. Dezember 1999 eröffnete die Überweisungsbehörde R.K.________ die Begründung ihres Entscheides vom 20. November 1999.