Citation: 5A_540/2015 E. B

Am 9. Dezember 2014 beantragte die Beiständin E.________, B.________ die Obhut über C.________ und D.________ zu entziehen und sie in der Grossfamilie F.________ in V.________ zu platzieren. Unter anderem wies die Beiständin darauf hin, dass B.________ aus dem Entzugsprogramm der Institution G.________ in W.________ ausgeschlossen und sie beobachtet worden sei, wie sie harte Drogen konsumiert und D.________ in dieser Zeit fremden Personen übergeben habe. Nach einer Anhörung von A.________ am 19. Dezember 2014, von C.________ am 23. Dezember 2014, den Grosseltern mütterlicherseits am 13. Januar 2015 sowie einer erneuten Anhörung sämtlicher Beteiligten am 21. Januar 2015 entschied das Friedensgericht T.________ am 21. Januar 2015, dass der Antrag von A.________ auf Übertragung der Obhut abgewiesen werde (Ziff. 1), B.________ und A.________ das Aufenthaltsbestimmungsrecht über C.________ entzogen werde (Ziff. 2), C.________ bis Ende des Kindergartenjahres in der Obhut ihrer Grosseltern H.________ und I.________ verbleibe (Ziff. 3), C.________ ab Beginn der Schulferien (Sommerferien 2015) in der Grossfamilie F.________ in V.________ platziert werde (Ziff. 4), die Kompetenzen der Erziehungsbeiständin E.________ ausgeweitet würden, sie ein Vertretungsrecht für C.________ in sämtlichen administrativen Belangen erhalte und die elterliche Sorge von B.________ und A.________ in diesem Bereich gemäss Art. 308 Abs. 3 ZGB eingeschränkt werde (Ziff. 5) und B.________, A.________ sowie den Grosseltern mütterlicherseits ein Besuchsrecht zustehe und die Beiständin E.________ beauftragt werde, in Zusammenarbeit mit der Grossfamilie, den Kindseltern und Grosseltern einen entsprechenden Besuchs- und Ferienplan auszuarbeiten (Ziff. 6). Die Beiständin wurde aufgefordert, sobald als nötig, ordentlicherweise erstmals per 31. Dezember 2015, der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bericht zu erstatten und die genannte Behörde über wesentliche Änderungen zu informieren (Ziff. 7). Einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Ziff. 8). Kosten wurden keine erhoben (Ziff. 9).