Citation: 5A_148/2007 10.07.2007 E. 6

6.1 Dass das aktuelle Interesse an der Behandlung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde insofern entfallen war, als diese am 16. Oktober 2006 aufgegeben wurde und am 17. Oktober 2006, dem letzten Tag der für die Ferien vorgesehenen Zeitspanne, bei der Vorinstanz einging, stellt der Beschwerdeführer nicht in Abrede. Strittig ist dagegen, ob die vom Verwaltungsgericht angeführten Voraussetzungen für ein ausnahmsweises Absehen vom erwähnten Erfordernis erfüllt seien. Keine Zweifel bestehen in dieser Hinsicht darüber, dass die in der kantonalen Beschwerde aufgeworfene Frage (durch eine Drittperson begleitete Reise der Kinder nach N.________) sich unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen könnte. Im Gegensatz zur Vorinstanz hält der Beschwerdeführer jedoch dafür, dass in einem künftigen Fall sich eine rechtzeitige Prüfung der Frage nicht erwirken liesse. 6.2 Die Auffassung des Verwaltungsgerichts, es sei auch in zeitlicher Hinsicht möglich, eine allfällige künftige (für den Beschwerdeführer negative) Verfügung des Oberamts gerichtlich überprüfen zu lassen, falls die Vollstreckung des Ferienrechts frühzeitig verlangt und dessen Vorbereitung rechtzeitig in die Wege geleitet werde, bezeichnet der Beschwerdeführer als illusorisch. Es trifft zu, dass zwischen den Verfügungen des Oberamts (27. September 2006 bzw. 6. Oktober 2006) und dem Entscheid des Verwaltungsgerichts (1. März 2007) rund fünf Monate verstrichen. Indessen übergeht der Beschwerdeführer, dass er sein Vollstreckungsgesuch (vom 13. September 2006) erst knapp einen Monat vor Beginn der von ihm angestrebten Ferien der Kinder in N.________ (10. Oktober 2006) eingereicht hatte. Das Oberamt verfuhr nicht nur bei seiner Verfügung vom 27. September 2006, sondern auch bei seinem Einspracheentscheid vom 6. Oktober 2006 sehr zügig. Als der Beschwerdeführer die Verwaltungsgerichtsbeschwerde aufgab (16. Oktober 2006), war jedoch dann das Ende der für den Besuch der Kinder vorgesehenen Zeitspanne (17. Oktober 2006) praktisch erreicht. Selbst wenn das Verwaltungsgericht umgehend entschieden hätte, wäre es demzufolge zum gleichen Ergebnis gelangt. Dass es das Rechtsmittel dann erst nach mehreren Monaten behandelte, ist für die Frage, ob bei einer allfälligen späteren Gelegenheit eine oberamtliche Verfügung vom Gericht rechtzeitig beurteilt werden könnte, demnach ohne Belang. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Ferien entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers nicht zwingend bereits ein halbes Jahr vorher vorbereitet werden müssten, um im Streitfall rechtzeitig zu einem richterlichen Entscheid zu gelangen. Es ist aber im Übrigen nichts Aussergewöhnliches, dass Ferienreisen, namentlich solche, die ins Ausland führen, selbst bei Erwachsenen mehrere Monate im voraus organisiert werden. Hier kommt hinzu, dass es um die Vorbereitung eines begleiteten Auslandflugs für kleine Kinder geht, wobei unbestritten ist, dass die Eltern für die Begleitung nicht zur Verfügung stehen werden. 6.3 Dass die mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde aufgeworfene Frage nicht rechtzeitig gerichtlich geprüft und beurteilt werden könnte, falls sie sich in Zukunft wieder stellen sollte, ist mithin nicht dargetan. Auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf frühere erfolglose Bemühungen um die Durchsetzung des ihm zustehenden Ferienrechts und das in diesem Zusammenhang Vorgetragene vermögen sodann nicht darzutun, dass die Vorinstanz mit ihren Feststellungen zu den Ausnahmen vom Erfordernis des aktuellen Rechtsschutzinteresses und mit dem Nichteintreten auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde das massgebende kantonale Prozessrecht willkürlich angewendet hätte.