Citation: 1A.231/1999 29.08.2000 E. 2

2.- a) Im Zusammenhang mit den Vorbringen, der Erlass der Belagsaufbereitungs- und Recyclingzone stehe mit den Grundsätzen der Raumplanung und den Bestimmungen der Umweltschutzgesetzgebung im Widerspruch, macht die Beschwerdeführerin bloss unrichtige, unvollständige und unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen erfolgte Sachverhaltsermittlung geltend. Indem sie aus zahlreichen Beschlüssen und Protokollen ausgiebig zitiert, gibt sie zwar ihrer Sicht der Sachlage Ausdruck, vermag indessen nicht zu belegen, dass der Sachverhalt im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG rechtsfehlerhaft festgestellt worden wäre. Zudem könnten die Rügen nur durchdringen, soweit sie sich auf Fragen beziehen, die für den Verfahrensausgang ausschlaggebend sind, was indessen nicht der Fall ist. b) Die Planungsgrundsätze des Raumplanungsgesetzes eröffnen den kantonalen Behörden einen weiten Entscheidungsspielraum, in welchen das Bundesgericht nicht eingreift (vgl. Art. 2 Abs. 3 RPG). Der Entscheid, die bestehende, besitzstandsgeschützte Anlage der privaten Beschwerdegegnerin planerisch zu erfassen und im Zusammenhang mit der Schaffung einer Zone für Güterumschlag an den öffentlichen Verkehr anzuschliessen, ist zumindest vertretbar und dem von der Beschwerdeführerin bevorzugten Standort Montebello nicht offensichtlich unterlegen. Es steht zudem nicht fest, in welchem Ausmass dieser Eventualstandort durch öffentliche Verkehrsmittel erschlossen ist und ob der Errichtung einer Anlage an jenem Ort nicht vergleichbare öffentliche Interessen entgegen stehen. c) Die Beschwerdeführerin gibt ihre im kantonalen Verfahren vorgebrachte Rüge wieder, dass für die Belagsaufbereitungs- und Recyclingzone Immissionsbegrenzungen fehlten. Ob diese Vorbringen den Begründungsanforderungen von Art. 108 OG genügen, erscheint fraglich, kann indessen offen gelassen werden. Das Zonenschema der Gemeinde Samedan ordnet der streitigen Zone die Empfindlichkeitsstufe III nach Art. 43 LSV sowie den Störungsgrad 2 nach Art. 45bis des Baugesetzes zu. Demnach bestehen tatsächlich Immissionsbegrenzungen. Im Übrigen verlangt das Zonenschema für jedes Bauprojekt ein Nutzungs- und Gestaltungskonzept sowie einen Quartiergestaltungsplan. Dass eine (sanierte) Anlage die aus der Empfindlichkeitsstufe III folgenden Grenzwerte nicht einhalten könnte, durften das BUWAL und die kantonalen Instanzen angesichts der peripheren Lage weit ausserhalb des Siedlungsgebietes als unwahrscheinlich betrachten. Deshalb erübrigten sich weitere Abklärungen. Emissionsbegrenzungen in Bezug auf die Luftreinhaltung schliesslich sind ohnehin erst im Zusammenhang mit der projektbezogenen Planung zu verfügen. Die Rüge erweist sich daher als unbegründet. d) Eine Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung für die umstrittene Zone durfte verneint werden. Im Zuge ihrer Erarbeitung und Umschreibung haben die kantonalen Organe darauf Bedacht genommen, dass nur Kies, Sand, Ausbauasphalt und andere Belagsrohstoffe behandelt werden dürfen (Art. 51quinquies Abs. 1 Baugesetz). Die Beschwerdeführerin widerlegt nicht, dass es sich bei diesen Stoffen um Rohstoffe und nicht um Abfall handelt. Daher ist nicht ersichtlich, dass die Voraussetzungen von Ziff. 40.7 Anhang UVPV erfüllt wären. Auch in dieser Hinsicht erübrigten sich demnach weitere Sachverhaltsabklärungen.