Citation: 2C_352/2022 E. 6

Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, die Vorinstanz verletze Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG sowie Art. 10 BV und Art. 3 EMRK, wenn sie einen Aufenthaltsanspruch aufgrund ehelicher Gewalt verneine. Es handle sich um durch gerichtliche Akten dokumentierte Fälle häuslicher Gewalt, welche zur Wegweisung und einem Eheschutzverfahren geführt hätten. Trotz der Trennung und polizeilich bzw. gerichtlich verfügten Massnahmen sei es sodann zu weiteren Fällen häuslicher Gewalt gekommen. Das Handeln des Beschwerdeführers zeige in aller Deutlichkeit, dass es der Beschwerdeführerin unzumutbar gewesen sei, bei diesem in der ehelichen Gemeinschaft zu leben, ohne körperliche oder psychische Gewalt erleben zu müssen.