Citation: 2C_173/2020 E. 4.2.2

4.2.2. Den Beschwerdeführer trifft ausländerrechtlich ein sehr schweres Verschulden: Er griff über einen längeren Zeitraum wiederholt und schwer in die sexuelle Integrität seines Opfers ein, der damals zwischen sieben und zehn Jahre alten Tochter seiner zweiten Ex-Ehegattin bzw. aktuellen Lebenspartnerin. Da er die verschiedenen sexuellen Handlungen mehr als einmal vornahm, ging das Obergericht von einer "grösseren Anzahl von Taten" aus. Das Obergericht erachtete es als besonders verwerflich, dass der Beschwerdeführer die sexuellen Handlungen derart in den Alltag eingebaut habe, dass sie für sein Opfer schon fast zur Normalität geworden seien. Die Taten hätten sich über einen Zeitraum von über zwei Jahren erstreckt, was einer langen Zeit entspreche. Das Obergericht stufte das Verschulden des Beschwerdeführers "aufgrund des lange andauernden sexuellen Missbrauchs" gesamtheitlich als erheblich ein.