Citation: 6B_264/2016 E. 1.3

1.3. Die Rüge ist unbegründet. Die Beschwerdeführerin war auch im kantonalen Verfahren anwaltlich vertreten. Ihre Verteidigerin musste die Rechtsprechung zum Replikrecht kennen und wissen, dass ihr ein Recht auf Vernehmlassung zustand, das sie innert angemessener Frist einzufordern hatte, ansonsten ein Verzicht angenommen würde. Die Vorinstanz stellte der Beschwerdeführerin bzw. ihrer Verteidigerin die zweiseitige Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 11. Januar 2016 am 18. Januar 2016 zu (kantonale Akten). In den über zwei Wochen bis zur Urteilsfällung am 3. Februar 2016 reichte die Beschwerdeführerin weder Gegenbemerkungen ein, noch ersuchte sie um eine Frist zur Stellungnahme. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz zum Schluss gelangen, diese habe auf ihr Replikrecht verzichtet.