Citation: 5A_471/2020 E. 4.1

4.1. Das Obergericht stellt klar, dass die Frage der Verjährung eine Rechtsfrage sei. Ob die Darlehensforderung einschliesslich der Zinsforderung durch ein Grundpfand gesichert ist (und deshalb gemäss Art. 807 ZGB keiner Verjährung unterliegt), sei jedoch eine Tatfrage, welche die Beschwerdeführerin erst anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung aufgeworfen habe. Die Beschwerdeführerin mache zu Recht nicht geltend, dass die Tatsache der Grundpfandsicherung der Darlehensforderung ein zulässiges Novum gewesen sei. Dass die streitige Forderung grundpfandgesichert ist, sei jedoch weder offensichtlich noch gerichtsnotorisch und hätte von der Beschwerdeführerin rechtzeitig geltend gemacht werden müssen. Nachdem sie dies nicht getan habe, könne sie sich nicht darauf berufen. In der Folge prüft die Vorinstanz, ob der Beschwerdegegner 2 die Zinsschuld im Schlichtungsgesuch vom 19. Juli 2013 anerkannt und damit die Verjährung nach Massgabe von Art. 135 Ziff. 1 OR unterbrochen habe. Sie stellt fest, dass der Beschwerdegegner in diesem Schlichtungsgesuch neben dem Darlehen von Fr. 200'000.-- eine Forderung des Nachlasses von Fr. 16'611.10 anerkannte, eine globale Anerkennung auch allfällig verjährter Darlehenszinsen dem Gesuch jedoch nicht zu entnehmen sei, so dass die Verjährung bezüglich der Zinsen nicht unterbrochen worden sei. Die Beschwerdegegner hätten die Feststellung der Verjährung für die Darlehenszinsen vor Januar 2006 beantragt, was zu bestätigen sei.