Citation: 9C_191/2017 E. 5.2.3

5.2.3. Wenn die Beschwerdeführerin rügt, es sei "erstaunlich", dass der psychiatrische Experte nicht mit Dr. med. E.________ Kontakt aufgenommen habe, vermag dieser Umstand ebenfalls keine konkreten Zweifel am ABI-Gutachten zu begründen. Denn der Entscheid, ob eine Rücksprache mit den behandelnden Ärzten angezeigt ist, steht grundsätzlich im Ermessen des medizinischen Experten und ist nicht zwingend. Ein entsprechender Rechtsanspruch besteht folglich nicht (Urteil 8C_646/2012 vom 14. März 2013 E. 3.2.1.1 mit Hinweisen), zumal die ärztliche Beurteilung von der Natur der Sache her unausweichlich Ermessenszüge trägt, die es zu respektieren gilt (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3 S. 253; Urteil 9C_397/2015 vom 6. August 2015 E. 5.3).