Citation: B 14/05 09.08.2006 E. 3.3

3.3.1 Das kantonale Gericht ist zum Ergebnis gelangt, die massgebliche Arbeitsunfähigkeit sei am 9. Juni 2000 und somit während des Vorsorgeverhältnisses bei der Beschwerdeführerin eingetreten. Es stützt sich dabei zunächst auf den Umstand, dass der Beschwerdegegner ab 9. Juni 2000 wegen Rückenbeschwerden nach einem durch Schwindelgefühle - als Ausdruck des bei den folgenden Untersuchungen nunmehr definitiv diagnostizierten Morbus Menière - verursachten Sturz für zwei Tage arbeitsunfähig war. Es geht sodann davon aus, dass in der Folge nicht mehr über längere Zeit eine ungeschränkte Arbeitsfähigkeit bestand. Dass die am 9. Juni 2000 eingetretene Arbeitsunfähigkeit in einem engen sachlichen Zusammenhang mit der Invalidität des Versicherten steht, wird von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. Hingegen verneint diese den engen zeitlichen Zusammenhang. Denn der Beschwerdegegner sei nach der zweitägigen Arbeitsunfähigkeit im Juni 2000 wieder über mehrere Monate hinweg voll arbeitsfähig gewesen, dies zunächst für den Rest des Anstellungsverhältnisses im Restaurant G.________ und sodann in dem ab 1. Juli 2000 bestandenen Arbeitsverhältnis im Restaurant M.________. 3.3.2 Es trifft zu, dass von ärztlicher Seite erst ab 23. Oktober 2000 wieder ausdrücklich eine Arbeitsunfähigkeit bestätigt wurde. Diese betrug 100 % und war länger dauernd. Indessen hatten die behandelnden Ärzte zwischenzeitlich gesundheitliche Schwierigkeiten mit Einfluss auf die Arbeitstätigkeit bestätigt. Seitens der HNO-Klinik des Kantonsspitals wurde gestützt auf die Untersuchung vom 20. Juni 2000 wegen rezidivierenden Drehschwindelattacken, Hörverlust links und Rauschtinnitus von einer gesundheitsbedingten Beschränkung auf Tätigkeiten ohne besondere Beanspruchung des Hörvermögens und Arbeit auf Gerüsten/Leitern oder mit Sturzgefahr ausgegangen (Bericht vom 23. November 2000). Dr. med. K.________, FMH Allgemeine Medizin, am 16. August 2000 eine Tätigkeit, welche nicht mit Stress verbunden und nicht überwiegend stehend resp. eher im Sitzen ausgeführt werden sollte, und er führte am 31. August 2000 aus, dass wegen einer chronischen Innenohrerkrankung wiederholte Krankheitsanfälle mit jeweils kurzzeitigen Arbeitsunterbrüchen zu erwarten seien. Auch Frau Dr. med. H.________, Otho-Rhino-Laryngologie FMH, verwies am 6. September 2000 auf wiederholt auftretende Krankheitsattacken, anlässlich derer der Versicherte nach Hause gehen und sich ausruhen müsse. Es geht sodann aus der gegenüber der Arbeitslosenkasse abgegebenen Stellungnahme des Restaurants M.________ vom 21. Dezember 2000 hervor, dass der Beschwerdegegner während des am 1. Juli 2000 angetretenen Anstellungsverhältnisses tatsächlich eine eingeschränkte Leistung zeigte. Die Arbeitgeberin machte hiefür namentlich auch Hörprobleme - welche im Zusammenhang mit der Menière-Krankheit zu sehen sind - verantwortlich. Dabei schloss sie eine willentliche Komponente seitens des Versicherten als Begründung für die ungenügende Arbeitsleistung ausdrücklich aus. Werden diese Aussagen der Arbeitgeberin im Kontext mit den angeführten ärztlichen Stellungnahmen gewürdigt, ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass nach der Arbeitsunfähigkeit vom 9./10. Juni 2000 kein länger dauernder Zeitraum des uneingeschränkten Leistungsvermögens mehr zu verzeichnen war, welcher im Sinne der Rechtsprechung (vgl. das in SZS 2003 S. 510 f. zusammengefasste Urteil P. vom 30. Dezember 2002, B 4/02, Erw. 2.2 mit Hinweisen) den engen zeitlichen Zusammenhang zwischen der am 9. Juni 2000 eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der damit sachlich zusammenhängenden Invalidität zu unterbrechen vermocht hätte. Das kantonale Gericht hat somit zu Recht die Beschwerdeführerin als leistungspflichtig erklärt.