Citation: I 624/00 18.04.2002 E. 3

3.- a) Mit der Vorinstanz ist für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) vorliegend auf die Tabellenlöhne abzustellen (BGE 126 V 75 Erw. 3b/aa und bb mit Hinweisen). Das kantonale Gericht hat die einzelnen Berechnungsfaktoren zutreffend dargelegt. Bei einem maximal zulässigen Abzug von 25 %, triftige Gründe für eine nach den Grundsätzen über die richterliche Ermessenskontrolle (BGE 123 V 152 Erw. 2) abweichende Ermessensausübung liegen keine vor, resultiert ein massgebendes Einkommen von Fr. 20'322.- jährlich. b) Es ist sodann nicht zu beanstanden, wenn Vorinstanz und Verwaltung für das hypothetische Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) auf den mutmasslichen Lohn als Chauffeur abstellten (Fr. 57'850.- jährlich), zumal ein höherer Lohn in der bis Anfang 1988 ausgeübten Tätigkeit als Strassenbauer nicht ausgewiesen ist. Es kann offen bleiben, ob diese angestammte, körperlich stark belastende Tätigkeit ohne explizite gesundheitliche Beeinträchtigungen im Jahre 1997 (Anspruchsbeginn) noch ausgeübt worden wäre. c) Schliesslich lässt der durch die Vorinstanz ermittelte Invaliditätsgrad von 64,87 % keinen Raum für die Zusprechung einer ganzen Rente. Der Invaliditätsgrad ist ein mathematisch exakter Prozentwert, der grundsätzlich nicht noch auf- oder abgerundet werden darf. Das Wesen der Invaliditätsbemessung - fehlende Prozentgenauigkeit auf Grund der von Gesetzes wegen zu berücksichtigenden Wertungsgesichtspunkte bei rechnerisch genauem Ergebnis - führt mit Blick auf die gesetzlich klar und unmissverständlich umschriebenen Eckwerte nicht dazu, dass trotz Unterschreiten der wesentlichen Werte (40 %, 50 %, 66 2/3 %; vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG) eine Invalidenrente für einen höheren, im zu beurteilenden Fall nicht erreichten Invaliditätsgrad zugesprochen wird (BGE 127 V 129 ff. Erw. 4; AHI 2000 S. 302 Erw. 3c).