Citation: 1P.405/2001 14.12.2001 E. 6

Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, seine Beweggründe für die inkriminierten Würgehandlungen seien nie untersucht worden. Dabei kann offen gelassen werden, ob der Beschwerdeführer eine entsprechende Rüge in rechtsgenüglicher Form vorgebracht hat. Der Beschwerdeführer lässt ausser Acht, dass Prof. I.________ im erstinstanzlichen Verfahren ein ausführliches Gutachten (13. September 1996) und ein Ergänzungsgutachten (18. Mai 1999) erstattete (Strafakten Band II S. 858 ff. und Band IV S. 2385 ff.) und sich darin insbesondere mit der Persönlichkeit des Beschwerdeführers befasst hat (Strafakten Band II S. 900 ff.). Dem Ergänzungsgutachten lag als Sachverhalt unter anderen auch das von Frau Y.________ dargelegte Würgen seitens des Beschwerdeführers zugrunde (Strafakten Band IV S. 2389). Prof. I.________ bestätigte darin seine frühere Diagnose einer in forensischer Hinsicht als eher leicht einzuordnenden Persönlichkeitsstörung des Beschwerdeführers mit narzisstischen und histrionischen Elementen. Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer die ihm zur Last gelegten Würgehandlungen stets bestritten hat, ist nicht ersichtlich, was der Gutachter in Kenntnis dieser Bestreitung diesbezüglich noch näher hätte abklären können. Die kantonalen Instanzen haben somit weder die Persönlichkeit des Beschwerdeführers unzulänglich abgeklärt noch die diesbezüglichen Ausführungen des Gutachters willkürlich gewürdigt.