Citation: 5P.64/2006 09.10.2006 E. 10

Die Ausführungen der Beschwerdeführerin zum Entscheid über ihr Schadenersatzbegehren betreffen ebenfalls weitgehend Rechtsfragen und sind hier insofern von vornherein nicht zu hören. Abgesehen davon, wird nicht dargetan, dass sie schon im kantonalen Verfahren vorgetragen worden wären. Im Einzelnen ist Folgendes anzufügen: 10.1 Das Vorbringen, das Obergericht habe in willkürlicher Weise übersehen, dass das Wasser der Quelle "West" und dasjenige der Quelle "Ost" in der Brunnstube zusammenflössen und von dort vermischt zum Laufbrunnen gelangten, stösst ins Leere: Die kantonale Appellationsinstanz hat die tatsächlichen Verhältnisse genau so dargestellt (S. 2 E. 1.1 ihres Urteils) und denn auch angesichts dieser Gegebenheiten angenommen, es sei der Beschwerdeführerin wegen der von der Quelle "Ost" ausgehenden Verunreinigung ein Schaden erwachsen. 10.2 Ob der erwähnte Schaden auf ein vorsätzliches, allenfalls auf ein eventualvorsätzliches Verhalten des Beschwerdegegners zurückzuführen sei, ist Rechtsfrage. Soweit die Beschwerdeführerin sich damit befasst, sind ihre Vorbringen daher nicht zu hören. Fragen tatsächlicher Natur sind dagegen, was eine Person wusste oder wollte oder womit sie einverstanden war (dazu BGE 119 IV 1 E. 5a S. 3 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin beanstandet die Annahme des Obergerichts, der Geologe Dr. Z.________ habe bezüglich der Sanierung des Biotops, die der Beschwerdegegner habe durchführen lassen, eine Unbedenklichkeitserklärung abgegeben. Sie wendet ein, dass der genannte Fachmann empfohlen habe, das Biotop in Richtung der Quellfassung nicht zu erweitern. Das Obergericht verweist auf die Einvernahme von Dr. Z.________ als Zeuge und dessen Aussagen, wonach das Biotop nicht im Zuflussbereich der Quelle sei, sondern seitlich davon liege und er aus diesem Grund erklärt habe, er sehe bei der Erneuerung des Biotops keine Gefahr. Inwiefern es unter den von der kantonalen Instanz dargelegten Umständen willkürlich sein soll, in den Aussagen des Zeugen eine Unbedenklichkeitserklärung zu erblicken, ist nicht nachvollziehbar. 10.3 Die Feststellung des Obergerichts, sie verfüge mit der Quelle "West" über einen annehmbaren Ersatz, beanstandet die Beschwerdeführerin ebenfalls unter dem Gesichtspunkt des Schadenersatzes. Indessen setzt sie sich auch an dieser Stelle nicht in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Form mit den Darlegungen der kantonalen Instanz auseinander. Ihre Vorbringen sind zudem auch in diesem Punkt zum Teil neu. 10.4 Dass ihr Wasserbedarf anderweitig, etwa mit einem Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung, in gleichwertiger und wirtschaftlich tragbarer Weise gedeckt werden könne, stellt die Beschwerdeführerin mit dem Hinweis in Abrede, ihr Haus verfüge nicht über die erforderlichen Leitungen und Lavabos. Das Obergericht hat diesen Umstand für unerheblich gehalten und erklärt, die Kosten des Einbaus von Einrichtungen, die bisher nicht bestanden hätten, könnten bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit einer anderweitigen Besorgung des Wassers selbstverständlich nicht berücksichtigt werden; der Anschluss des Brunnens der Beschwerdeführerin an die öffentliche Wasserversorgung verursache keine hohen Kosten und sei leicht zu bewerkstelligen. Die Beschwerdeführerin setzt sich auch mit diesen Erwägungen der Appellationsinstanz nicht auseinander und begnügt sich damit, das im kantonalen Verfahren Vorgetragene zu wiederholen.