Citation: 6B_354/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass die Sachverständige an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung erklärte, beim Beschwerdeführer bestehe auf der ersten Stufe eine sexuelle Deviation in Form einer Störung der sexuellen Präferenz, auf der zweiten Stufe eine Homosexualität und auf der dritten Stufe eine Dauer der sexuellen Deviation von mehr als sechs Monaten. Nichts anderes geht gemäss Vorinstanz aus dem Gutachten hervor. An der Berufungsverhandlung habe die Sachverständige erklärt, beim Beschwerdeführer bestehe keine Persönlichkeitsstörung, sondern eine sexuelle Devianz. Die zur Prüfung einer Persönlichkeitsstörung relevanten sechs Eingangskriterien seien daher nicht massgebend. Stattdessen sei auf die vorgenannten drei Stufen einer sexuellen Deviation abzustellen. Die Vorinstanz gelangt vor diesem Hintergrund zum Schluss, dass die drei Stufen im Gutachten nachvollziehbar erläutert und als erfüllt erachtet werden.