Citation: 2C_200/2017 E. 1.2.3

1.2.3. Zur Verfassungsbeschwerde ist nach Art. 115 BGG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat (lit. a) und ein rechtlich geschütztes Interesse an einer Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat (lit. b). Die erste Voraussetzung ist hier offensichtlich erfüllt. Hingegen bedarf die zweite Voraussetzung der näheren Prüfung. Das nach Art. 115 lit. b BGG erforderliche rechtlich geschützte Interesse kann durch kantonales oder eidgenössisches Gesetzesrecht oder aber unmittelbar durch ein spezielles Grundrecht oder bundesverfassungsrechtliche Verfahrensgarantien begründet sein (vgl. BGE 135 I 265 E. 1.3 S. 269 f.; 133 I 185 E. 4 S. 191 und E. 6.2 S. 199). Im vorliegenden Fall macht der Beschwerdeführer eine willkürliche und unverhältnismässige Anwendung der bundesrechtlichen Bestimmung (Art. 64d Abs. 1 AuG) über die Festsetzung der Ausreisefrist geltend. Allerdings verschaffen dem Beschwerdeführer weder das Willkürverbot (Art. 9 BV) noch das Verhältnismässigkeitsgebot (Art. 5 Abs. 2 BV) ein selbständiges rechtlich geschütztes Interesse im Sinne von Art. 115 lit. b BGG (BGE 138 I 305 E. 1.3 S. 308; 137 II 305 E. 2 S. 308; 134 I 153 E. 4 S. 156 ff.; 133 I 185 E. 6 S. 197 ff.). Ein rechtlich geschütztes Interesse im Sinne von Art. 115 lit. b BGG kann sich aber aus Art. 64d Abs. 1 AuG ergeben, sofern diese Bestimmung so auszulegen ist, dass sie dem Beschwerdeführer einen Rechtsanspruch einräumt oder dem Schutz seiner angeblich verletzten Interessen dient (vgl. BGE 138 I 305 E. 1.3 S. 308; 133 I 185 E. 6.1 S. 198). Trifft das zu, ist der Beschwerdeführer nach Art. 115 lit. b BGG zur Beschwerde legitimiert und mit der Rüge einer willkürlichen Anwendung von Art. 64d Abs. 1 AuG zuzulassen. Die Rüge einer unverhältnismässigen Anwendung von Art. 64d Abs. 1 AuG geht darin nach der Rechtsprechung im Rahmen der subsidiären Verfassungsbeschwerde auf, soweit wie hier kein nach Art. 36 BV zu prüfender Grundrechtseingriff zur Diskussion steht (vgl. Art. 116 BV; BGE 134 I 153 E. 4 S. 156 ff.; GIOVANNI BIAGGINI, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 16 zu Art. 116 BV).