Citation: 6B_602/2017 E. 4.1.1

4.1.1. Der Beschwerdeführer rügt in diesem Kontext zunächst ebenfalls eine willkürliche Feststellung des Sachverhalts. Er habe die C.________ GmbH als Mutterhaus der D.________ GmbH zur direkten Offertstellung eingeladen, weil er davon ausgegangen sei, dass diese einem so hohen Auftragsvolumen nicht gewachsen sein würde, zumal sie zum damaligen Zeitpunkt noch nicht einmal ein Jahr bestanden habe. Es sei nicht nachgewiesen, dass er die C.________ GmbH bzw. deren Mitarbeiter unter Druck gesetzt habe. Die Schilderung der angeblichen Drohung durch den als Zeuge befragten Geschäftsführer der C.________ GmbH beruhten nicht auf eigenen Wahrnehmungen, sondern gäben lediglich Behauptungen eines Mitarbeiters wieder. Im Übrigen habe er von der C.________ GmbH ausdrücklich eine Offerte gewünscht, weshalb nicht vorstellbar sei, dass er deren Mitarbeiter mit der angeblichen Androhung des Verlusts jeglicher künftiger Aufträge unter Druck gesetzt haben solle. Dass es in der Vergangenheit zwischen ihm und den Verantwortlichen der D.________ GmbH zu Unstimmigkeiten gekommen sei, treffe zwar zu. Diese lägen aber mehrere Jahre zurück. Die Vorinstanz habe selbst anerkannt, dass das Argument der Anklage, wonach er die D.________ GmbH bewusst vom Submissionsverfahren habe ausschliessen wollen, eine blosse Mutmassung sei. Die Vorinstanz nehme auch zu Unrecht an, das Aufschneiden der als Muster zur Verfügung gestellten Weste der D.________ GmbH sei nicht zu Testzwecken erfolgt, sondern um Änderungswünsche beim Konkurrenzunternehmen anbringen zu können. Im Rahmen der technischen Untersuchung seien die Schutzwesten beider Anbieter zur Prüfung der inneren Verarbeitung aufgeschnitten worden, wobei sich das ballistische Paket bei der Weste der D.________ GmbH als schlechter erwiesen habe. Nach Abschluss der Auswertung habe das Modell der E.________ AG obsiegt. Der einzige Nachteil dieses Modells sei gewesen, dass es im Vergleich zum Konkurrenzmodell bei der Schulterpartie nur zwei statt drei Metallelemente aufgewiesen habe. Die E.________ AG sei daher gebeten worden, ihre Schutzwesten entsprechend abzuändern. Derartige kleine Änderungen seien im Rahmen von Submissionsverfahren üblich und schafften keinen Wettbewerbsvorteil (Beschwerde S. 9 ff.).