Citation: 2C_421/2022 E. 4.4

4.4. Nach dem Dargelegten liegen entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers keine Anhaltspunkte für eine rechtsfehlerhafte Anwendung von Art. 76a Abs. 3 lit. c AIG bei der Haftanordnung vor. Vor diesem Hintergrund ist auch nicht zu prüfen, ob der Beschwerdeführer ursprünglich unter dem richtigen Hafttitel (Dublin-Vorbereitungshaft oder Dublin-Ausschaffungshaft) inhaftiert worden ist (vgl. auch E. 1.2 hiervor). Der Vollständigkeit halber und unbeachtlich novenrechtlicher Schranken ist ferner darauf hinzuweisen, dass das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde gegen die Wegweisungsverfügung mit Urteil vom 23. Mai 2022 abwies (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG; vgl. auch BGE 147 II 49 E. 3.3; Urteil 2C_955/2020 vom 10. Dezember 2020 E. 2.3). Entsprechend wäre auch im bundesgerichtlichen Verfahren davon auszugehen, dass keine aufschiebende Wirkung gegen den erstinstanzlichen Wegweisungsentscheid des SEM vom 11. April 2022 besteht.