Citation: 2C_295/2023 E. 4.4

4.4. Unbestritten ist nach Gesagtem, dass die Eingabe des Beschwerdeführers vom 5. April 2022 verspätet erfolgt ist. Der Beschwerdeführer wendet aber sinngemäss ein, es sei überspitzt formalistisch und komme einer Rechtsverweigerung gleich, dass die Vorinstanz seine Eingabe vom 28. März 2022 nicht als fristwahrend erachtet hat. Diese Kritik überzeugt indes nicht: Es mag zutreffen, dass der Beschwerdeführer sich im Schreiben vom 28. März 2022 über den Beschluss des Regierungsrates vom 22. März 2022 beschwert und darin Rügen erhebt, die grundsätzlich auch in einer Beschwerde enthalten sein könnten. Dass er sein Schreiben vom 28. März 2022 aus Versehen bzw. aufgrund von Zweifeln über die zuständige Rechtsmittelinstanz an den Regierungsrat gerichtet hat, ist indessen nicht ersichtlich: Der Beschluss des Regierungsrats vom 22. März 2022 enthält eine korrekte Rechtsmittelbelehrung, wonach dagegen innert 10 Tagen, vom Empfang des Entscheides an gerechnet, beim Kantonsgericht schriftlich Beschwerde erhoben werden kann. Entsprechend gelangte der Beschwerdeführer in der Folge auch mit einer als "Beschwerde" bezeichneten Eingabe vom 5. April 2022 an das Kantonsgericht und beantragte damit die Aufhebung des Beschlusses des Regierungsrats vom 22. März 2022 sowie die Rückweisung des Verfahrens. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt (angefochtenes Urteil E. 4.3), spricht dies klar dagegen, die Eingabe vom 28. März 2022 als eine versehentlich zuhanden des Regierungsrats eingereichte Beschwerde zu qualifizieren (vgl. Urteil 6B_668/2018 vom 1. November 2018 E. 4.2). Ebensowenig kann die Eingabe vom 5. April 2022 als Präzisierung bzw. Ergänzung derjenigen vom 28. März 2022 angesehen werden. So nimmt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 5. April 2022 keinerlei Bezug auf das Schreiben vom 28. März 2022. Einen entsprechenden Zusammenhang machte der Beschwerdeführer erst im Nachhinein geltend, nachdem sich herausgestellt hatte, dass er in seiner Eingabe vom 5. April 2022 fälschlicherweise davon ausging, dass die 10-tägige Beschwerdefrist bis zum 7. April 2022 lief (angefochtenes Urteil E. 3.3 und 4.3).