Citation: 2C_357/2022 E. 4.5.4

4.5.4. Was sodann die Nachteile betrifft, die der Beschwerdeführer bei einer Wegweisung in sein Heimatland zu erwarten hätte, hat die Vorinstanz ausgeführt, dass der Beschwerdeführer in seinem Heimatland aufgewachsen und sozialisiert worden sei. Er habe Gambia wiederholt besucht und unterhalte dort weiterhin Kontakt zu seinen Angehörigen, die ihm bei seiner Reintegration behilflich sein könnten. Es sei ihm zuzumuten, sich nötigenfalls ein neues soziales Netz in Gambia aufzubauen. Abgesehen von einer Halbschwester, die in Genf wohne und studiere, verfüge der Beschwerdeführer über keine Familienangehörigen in der Schweiz. Diese Feststellungen bestreitet der Beschwerdeführer nicht. Aus ihnen ergibt sich, dass die privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz nicht besonders schwer wiegen. Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, werden sie von den öffentlichen Interessen am Widerruf der Niederlassungsbewilligung überwogen, sodass sich der Widerruf als verhältnismässige Massnahme erweist.