Citation: 6B_188/2022 E. 4.4.1

4.4.1. Die Vorinstanz setzt sich schliesslich einlässlich mit dem familiären Kontext bzw. der "Motivationslage" auseinander und bezieht diese in ihre Beweiswürdigung mit ein. Gemäss den unbestritten gebliebenen und damit für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen (Art. 105 Abs. 1 BGG) ergibt sich hieraus zusammengefasst, dass der Beschwerdeführer bis Ende 2019 zahlreiche Male und trotz bestehender Verbote die Liegenschaft W.________ (den Wohnort seiner Kinder und seiner geschiedenen Frau) sowie die dort von den Kindern besuchte Schule "B.________" aufsuchte. Hierfür benutzte er nebst den öffentlichen Verkehrsmitteln wiederholt (und trotz Führerausweisentzuges) Motorfahrzeuge, wobei er solche teilweise zu diesem Zweck entwendete. Seit den Jahren 2014/2015 besteht kaum noch ein direkter Kontakt zu seinen Kindern, die einen solchen offenbar nicht wünschen und ihrer Beiständin mitgeteilt haben, dass es ihnen auf W.________ gefalle. Der Beschwerdeführer platzierte an diversen Stellen Gefährdungsmeldungen seine Kinder betreffend und wies auf in der Schule erfolgende Misshandlungen hin. Anlässlich der erstinstanzlichen Verhandlung äusserte er sich u.a. dahingehend, dass er die KESB vergeblich darum ersucht habe, den Kindern Schutz zu gewähren. Während des Strafverfahrens hat er diverse Eingaben verfasst, aus welchen sich ergibt, dass er sich weiterhin Sorgen um die Gesundheit seiner Kinder macht, solange diese auf W.________ bzw. im Rahmen der U.________ leben. Die Vorinstanz folgert daraus, dass der Beschwerdeführer seit der Trennung/Scheidung nur eingeschränkten Kontakt zu seinen Kindern hatte, bzw. ein solcher schliesslich infolge "auferlegter Verbote" seit mehreren Jahren unmöglich war. Daraus ist ein dauerhafter und starker Leidensdruck entstanden und geht damit ein ausgeprägtes Bedürfnis bzw. eine emotionale und gedankliche Fixierung darauf einher, seine Kinder ("trotzdem bzw. erst recht und weiterhin") beschützen und besuchen zu müssen, wofür ihm aber keine (legale) Möglichkeit mehr offen stand (vgl. angefochtenes Urteil S. 23 ff.). Auch diese Feststellungen sind vom Beschwerdeführer unbestritten geblieben und binden das Bundesgericht.