Citation: 4A_294/2020 E. 4.1.2

4.1.2. Die Vorinstanz bejahte die Voraussetzungen von Art. 754 Abs. 1 OR. Der Beschwerdegegner 1 habe bei den Auszahlungen der Darlehenssumme von EUR 2 Mio. an A.E.________ und C.E.________ jeweils die ihm obliegende Finanzverantwortungspflicht nach Art. 716a Abs. 1 Ziff. 3 OR verletzt. Der F.________ AG sei deshalb ein Schaden von EUR 2 Mio. entstanden, für welchen der Beschwerdegegner 1 einzustehen habe. Allerdings habe die Beschwerdeführerin Schadenersatz in Schweizer Franken begehrt, obgleich der Schaden in Euro angefallen sei. Deshalb sei ihr Rechtsbegehren abzuweisen. 4.1.2.1. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Art. 84 Abs. 1 OR. 4.1.2.1.1. Zur näheren Begründung der Abweisung hielt die Vorinstanz fest, Geldschulden vertraglicher Natur seien gemäss Art. 84 Abs. 1 OR in der geschuldeten Währung zu bezahlen. Demzufolge sei eine vertragliche Fremdwährungsschuld in der geschuldeten Fremdwährung einzuklagen. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 137 III 158 E. 3.2.2 S. 161 und Urteil 4A_39/2017 vom 19. Juli 2017 E. 2) erfasse der Anwendungsbereich von Art. 84 OR auch Forderungen aus unerlaubten Handlungen und folglich auch Forderungen aus Schadenersatzprozessen. Das Darlehen habe auf Euro gelautet; erst am 18. Mai 2007 sei es bis auf EUR 850'000.-- in Schweizer Franken umgewandelt worden. Der Schaden sei im Zeitpunkt der Auszahlung des Darlehens an C.E.________, beziehungsweise der Genehmigung der Auszahlung an A.E.________, und damit in Euro angefallen (näher zum Schaden nachfolgend in E. 4.1.2.2.1). Folglich hätte die Beschwerdeführerin den Schaden gemäss BGE 137 III 158 E. 3.2.2 S. 161 in Euro einklagen müssen. 4.1.2.1.2. Die Vorinstanz ging davon aus, "geschuldete Währung" im Sinne von Art. 84 OR sei Euro, weil das Darlehen in Euro gewährt wurde. Gegenstand der Klage sind aber die von der Beschwerdeführerin als Abtretungsgläubigerin nach Art. 260 SchKG geltend gemachten Verantwortlichkeitsansprüche der F.________ AG gemäss Art. 754 OR. Ob solche in Fremdwährung geschuldet sind, hängt von deren Rechtsnatur ab. Ein Teil der Lehre geht davon aus, dass die Haftung der Organe gegenüber der Gesellschaft gestützt auf Art. 754 OR vertraglicher oder vertragsähnlicher Natur sei (HARALD BÄRTSCHI, Verantwortlichkeit im Aktienrecht, 2001, S. 198 [vertragsähnlich]; CORBOZ/AUBRY GIRARDIN, in: Commentaire Romand, Code des Obligations, Bd. II, 2. Aufl. 2017, N. 39 und N. 84 zu Art. 754 OR [vertraglich]; VON DER CRONE/CARBONARA/HUNZIKER, Aktienrechtliche Verantwortlichkeit und Geschäftsführung, 2006, S. 34 f. [vertragsähnlich]; DRUEY/DRUEY JUST/GLANZMANN, Gesellschafts- und Handelsrecht, 12. Aufl. 2021, § 14 Rz. 14 [vertraglich]; FORSTMOSER/MEIER-HAYOZ/NOBEL, Schweizerisches Aktienrecht, 1996, § 36 Rz. 36 [vertraglich oder vertragsähnlich]; DAVID GRIEDER, Die Rechtsnatur der aktienrechtlichen Verantwortlichkeitsklage, 2019, Rz. 38 [vertraglich]; JÖRG MEIER-WEHRLI, Die Verantwortlichkeit der Verwaltung einer Aktiengesellschaft bzw. einer Bank gemäss Art. 754 ff. OR/41 ff. BkG., 1968, S. 68 [vertraglich]). Ein anderer Teil der Lehre hält dafür, dass es sich um eine deliktische Haftung handle (OLIVER KÄLIN, Und nochmals: Zur Rechtsnatur aktienrechtlicher Verantwortlichkeitsansprüche, AJP 2016 S. 139; CHRISTOPHE SARASIN, Ausgestaltung und Grenzen der Haftung des Verwaltungsrates aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit gemäss Art. 754 OR, 1995, S. 14 f.). Eine dritte Auffassung plädiert für die Annahme eines eigenständigen Anspruchs ex lege (URS BERTSCHINGER, Arbeitsteilung und aktienrechtliche Verantwortlichkeit, 1999, Rz. 10 f. und 21; PETER BÖCKLI, Schweizer Aktienrecht, 4. Aufl. 2009, § 18 Rz. 433; DANIEL JENNY, Abwehrmöglichkeiten von Verwaltungsratsmitgliedern in Verantwortlichkeitsprozessen, 2012, Rz. 57; PETER V. KUNZ, Rechtsnatur und Einredenordnung der aktienrechtlichen Verantwortlichkeitsklage, 1993, S. 19; YVES SCHNELLER, Die Organe der Aktiengesellschaft bei einer ordentlichen Fusion, 2006, S. 392; WOLFGANG WIEGAND, Die Haftung der Kontrolleure, in: Konsequenzen aus der Krise, Berner Bankrechtstagung 1995, S. 101 f.). Das Bundesgericht lehnte es jedenfalls ab, Verantwortlichkeitsansprüche als vertraglich (oder vertragsähnlich) zu qualifizieren, was sich im Umkehrschluss daraus ergibt, dass es festhielt, wer einen Anspruch aus Art. 754 OR geltend mache, habe einen Schaden, eine Pflichtverletzung, den Kausalzusammenhang zwischen Schaden und Pflichtverletzung sowie ein Verschulden des Schädigers nachzuweisen (vgl. BGE 136 III 148 E. 2.3 S. 149; 132 III 564 E. 4.2 S. 572; Urteile 4A_587/2016 vom 22. Januar 2018 E. 4; 4A_373/2015 vom 26. Januar 2016 E. 3; 4A_120/2013 vom 27. August 2013 E. 3; 4A_84/2013 vom 7. August 2013 E. 2.1), würde doch bei einem Anspruch aus Vertrag in Anwendung von Art. 97 Abs. 1 OR das Verschulden vermutet. Vereinzelte frühere Entscheide (Urteile 4A_467/2010 vom 5. Januar 2011 E. 3.2; 4C.506/1996 vom 3. März 1998, E. 5, publ. in: SJ 1999 I S. 228) gingen demgegenüber noch davon aus, bei Art. 754 Abs. 1 OR werde das Verschulden vermutet. Es kann offenbleiben, ob es sich um Ansprüche aus Delikt oder um solche ex lege handelt. Festzustellen bleibt im Lichte der zitierten Rechtsprechung bloss negativ, dass Ansprüche aus Art. 754 OR nicht vertraglicher (oder vertragsähnlicher) Natur sind. Dies gilt umso mehr, wenn - wie vorliegend - ein Gesellschaftsgläubiger im Konkurs der Gesellschaft einen derartigen Anspruch gestützt auf Art. 260 SchKG abgetreten erhält, da er nicht dessen Träger wird, sondern (lediglich) das Recht erhält, diesen einheitlichen Anspruch der Gläubigergesamtheit in Prozessstandschaft in eigenem Namen, auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko geltend zu machen (BGE 146 III 441 E. 2.5.1 S. 450; 145 III 101 E. 4.1.1 S. 103; 144 III 552 E. 4.1.1 S. 554; Urteil 5A_318/2018 vom 18. Juli 2018 E. 4.3.1). Bei den eingeklagten Verantwortlichkeitsansprüchen handelt es sich weder um vertragliche noch vertragsähnliche Ansprüche. Die Schuldwährung ergibt sich mithin nicht aus einer Vereinbarung. Dass die Pflichtverletzungen im Zusammenhang mit dem Eingehen von vertraglichen Verpflichtungen mit der Bank in Euro erfolgten, ändert daran nichts. Denn diese vertraglichen Euro-Forderungen sind nicht gleichzusetzen mit der Klageforderung aus Verantwortlichkeit und bestimmen daher auch nicht deren Rechtsnatur. 4.1.2.1.3. In BGE 137 III 158 hielt das Bundesgericht fest, Art. 84 OR beziehe sich auf Geldschulden im Allgemeinen, unabhängig davon, ob ihr Rechtsgrund in einem Vertrag liegt oder ob sie ausservertraglicher Natur sind (BGE 137 III 158 E. 3.1 S. 160 m.w.H.). Es erwog, in der Lehre werde unter anderem von SCHRANER vorgeschlagen, als "geschuldete Währung" im Sinne von Art. 84 Abs. 1 OR gelte bei ausservertraglichen Schadenersatzansprüchen, die Währung des Staates, in welchem der Vermögensverlust eingetreten sei ("moneta dello stato in cui si è verificata la perdita patrimoniale"; MARIUS SCHRANER, Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2000, N. 182 zu Art. 84 OR), da die Schadenersatzklage auf den Ausgleich des reell erlittenen Wertverlustes abziele. Diese Ansicht überzeuge. Unter Berücksichtigung, dass sich der Schaden im rechtlichen Sinn als unfreiwillige Vermögensverminderung definiere und es der Zweck der Klage sei, diesen Schaden wieder gutzumachen, erscheine es sinnvoll, dafür mittels jener Währung zu sorgen, in welcher die Vermögensverminderung eingetreten sei ("la valuta nella quale la diminuzione del patrimonio si è realizzata"; zum Ganzen BGE 137 III 158 E. 3.2.2 S. 161). Obgleich das Bundesgericht hier nicht mehr von der Währung des Staates spricht, in welchem der Vermögensverlust eingetreten ist, sondern von der Währung, in welcher die Vermögensverminderung eingetreten ist, worunter - wie die Beschwerdeführerin zutreffend vorbringt - die Währung der Schadensposition verstanden werden könnte, zeigen sowohl der Verweis auf SCHRANER als auch das später ergangene Urteil 4A_39/2017 ("la moneta del paese nel quale si è verificato il danno"; zit. Urteil 4A_39/2017 E. 2), dass Ersteres gemeint ist. 4.1.2.1.4. Zu klären ist demnach, in welchem Staat der vorliegend geltend gemachte Vermögensverlust eingetreten ist. Dem Beschwerdegegner 1 werden Pflichtverletzungen bei der Eingehung des Darlehensvertrags vom 27. Dezember 2006 mit der H.________ AG in Liquidation vorgeworfen (Sachverhalt lit. A.e). So soll er einerseits genehmigt haben, dass die F.________ AG für eine vor dem Abschluss des Darlehensvertrags von A.E.________ bezogene Summe von EUR 150'000.-- die Rückzahlungsverpflichtung übernimmt, indem die Auszahlung an das Darlehen angerechnet wird. Andererseits soll er die Auszahlung der restlichen Darlehenssumme von EUR 1.85 Mio. an C.E.________ veranlasst haben, welche diese nicht zweckgemäss verwendet haben soll. Hat der Beschwerdegegner 1 - wie vorgeworfen (zur Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen von Art. 754 OR siehe E. 4.1.2.2 ff. hiernach) - die Rückzahlungsverpflichtung von A.E.________ gegenüber der H.________ AG in Liquidation unter Anrechnung an die Darlehenssumme übernommen, ohne dass sich dieser zur Leistung an die F.________ AG verpflichtet hat, erhöhten sich zunächst deren Passiven (Schuldübernahme) und reduzierte sich sodann der Anspruch der F.________ AG auf Auszahlung der Darlehenssumme. Hat der Beschwerdegegner 1 - wie weiter vorgeworfen - die Auszahlung der restlichen Darlehenssumme an C.E.________ veranlasst und erwarb die F.________ AG dafür keine werthaltige Forderung gegen sie, führte dies unmittelbar zu einer Verminderung der Aktiven (Reduktion des Anspruchs auf Auszahlung der Darlehenssumme), mittelbar zu einer Erhöhung der Passiven, da die Pflicht zur Rückzahlung des Darlehens gemäss Art. 312 OR gegenüber der H.________ AG in Liquidation in voller Höhe weiterbestand. Die Frage wo ein Vermögensschaden eingetreten ist, stellt sich auch in anderen Bereichen, namentlich bei der Zuständigkeit. Es rechtfertigt sich daher, die diesbezügliche Rechtsprechung analog heranzuziehen. Nach Art. 5 Ziff. 3 LugÜ kann eine Person mit Wohnsitz in einem Vertragsstaat in einem anderen Vertragsstaat vor dem Gericht des Ortes verklagt werden, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist, wenn eine unerlaubte bzw. dieser gleichgestellte Handlung oder Ansprüche aus einer solchen Handlung den Gegenstand des Verfahrens bilden. Als eingetreten wird das schädigende Ereignis sowohl am Ort der Vornahme der deliktischen Handlung (Handlungsort) wie am Ort des Erfolgs anerkannt (Erfolgsort; BGE 145 III 303 E. 4 S. 306; 133 III 282 E. 4.1 S. 289; 132 III 778 E. 3 S. 784; 125 III 346 E. 4a S. 348; Urteile 4A_360/2016 vom 12. Januar 2017 E. 3.4; 4A_305/2012 vom 6. Februar 2013 E. 2.2.3). Ersterer ist im Anwendungsbereich von Art. 84 Abs. 1 OR nicht einschlägig, hat das Bundesgericht diesen doch in BGE 137 III 158 verworfen (vgl. BGE 137 III 158 E. 3.3.2 S. 161). Entscheidend ist der Erfolgsort. Erfolgsort ist derjenige Ort, wo das geschützte Rechtsgut verletzt wurde (BGE 125 III 103 E. 2b/aa S. 105; 113 II 476 E. 3a S. 479; Urteil 4A_620/2014 vom 19. März 2015 E. 2.2.1). Er befindet sich dort, wo die erste, unmittelbare Einwirkung auf das durch den Tatbestand einer Deliktsnorm geschützte Rechtsgut stattgefunden hat (BGE 125 III 103 E. 2b/aa S. 106 mit Hinweisen). Davon zu unterscheiden ist der Schadensort, als Ort, an dem weiterer, mittelbarer (Folge-) Schaden eintritt (BGE 125 III 103 E. 2b/aa S. 105; Urteile 5A_873/2010 vom 3. Mai 2011 E. 4.1.2; 4C.98/2003 vom 15. Juni 2004 E. 2.2). Wo der Erfolgsort bei reinen Vermögensschäden - wie in casu - liegt, wird in der Lehre kontrovers beantwortet (Übersicht bei HOFMANN/KUNZ, in: Basler Kommentar, Lugano Übereinkommen, 2. Aufl. 2016, N. 580 ff. zu Art. 5 LugÜ) : Ein Teil will darauf abstellen, wo das konkret geschädigte Vermögen belegen ist. Andere befürworten eine Zuständigkeit an der Vermögenszentrale, was typischerweise dem (Wohn-) Sitz des Geschädigten entspricht. Nach einer dritten Ansicht soll auf den alternativen Anknüpfungspunkt des Erfolgsorts verzichtet werden und alleine der Handlungsort massgeblich sein. Zu Art. 133 Abs. 2 IPRG, der unter anderem ebenfalls an den Erfolgsort anknüpft, hielt das Bundesgericht fest, im Fall von reinen Vermögensschäden befinde sich der Erfolgsort nicht notwendigerweise am Sitz des Geschädigten (BGE 133 III 323 E. 2.3 S. 328; 125 III 103 E. 2b/bb). Liessen sich die beeinträchtigten Vermögensteile vom übrigen Vermögen abgrenzen und hinreichend lokalisieren, so sei vielmehr auf deren Standort im Moment der unerlaubten Handlung abzustellen (BGE 133 III 323 E. 2.3 S. 328; 125 III 103 E. 3b S. 107; zit. Urteile 4A_620/2014 E. 2.2.1; 5A_873/2010 E. 4.1.2). Dieser Rechtsprechung zufolge entspricht der Erfolgsort primär dem Standort des beeinträchtigten Vermögenswertes zur Zeit der unerlaubten Handlung, subsidiär dem (Wohn-) Sitz des Geschädigten (ebenso BUHR/GABRIEL/SCHRAMM, in: Internationales Privatrecht, Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 3. Aufl. 2016, N. 5 zu Art. 133 IPRG i.V.m. N. 22 f. zu Art. 129 IPRG; HEINI/GÖKSU, Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2018, N. 8 zu Art. 133 IPRG i.V.m. N. 56 zu Art. 129 IPRG; JOLANTA KREN KOSTKIEWICZ, IPRG/LugÜ Kommentar, Zürich, 2019, N. 22 zu Art. 129 IPRG; VOLKEN/GÖKSU, Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2018, N. 56 zu Art. 129 IPRG). Indem sich die F.________ AG verpflichtete, eine fremde Schuld zu übernehmen, erhöhten sich - wie vorerwähnt - deren Passiven. Diese Verbindlichkeit muss durch die Aktivposten der Bilanz ausgeglichen werden. Sie werden allesamt betroffen; eine Zuordnung zu einem Aktivposten, und damit eine Abgrenzung, ist nicht möglich. Da vorliegend die übernommene Schuld an einen Teil des Anspruchs der F.________ AG auf Auszahlung der Darlehenssumme angerechnet wurde, liesse sich vertreten, dass dieses Aktivum betroffen war und deshalb eine Abgrenzung möglich ist. Betreffend die zweite vorgeworfene Handlung - Auszahlung an C.E.________ -, ist demgegenüber eine Abgrenzung ohne Weiteres möglich. Da diese Handlung zu einer Reduktion des Anspruchs auf Auszahlung der Darlehenssumme führte, ist dieser Anspruch betroffen. Ein Anspruch auf Leistung von Geld ist untrennbar mit deren Inhaber verknüpft, sind Geldschulden doch grundsätzlich Bringschulden (Art. 74 Abs. 2 Ziff. 1 OR). Jener befindet sich dort, wo der Anspruchsinhaber seinen Sitz bzw. Wohnsitz hat. Folgte man dieser Sichtweise, befände sich der vorliegend betroffene Vermögensteil in U.________. Würde die Möglichkeit der Abgrenzung und/oder der Lokalisierung verneint, würde man zu demselben Ergebnis gelangen, da diesfalls in Anwendung der erwähnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf den Sitz abzustellen wäre. Diese beiden Anknüpfungspunkte (Standort des beeinträchtigten Vermögenswerts und Sitz) decken sich vorliegend mit dem unter der Geltung des LugÜ vertretenen Belegenheitsort des Vermögens bzw. der Vermögenszentrale. Daraus folgt, dass bei einer analogen Anwendung der in der Literatur und der Rechtsprechung zu Art. 5 LugÜ und Art. 133 Abs. 2 IPRG vertretenen Positionen zur Bestimmung des Erfolgsorts dieser vorliegend stets in U.________ zu liegen käme. Bei Verantwortlichkeitsklagen der Gesellschaft (oder im Konkurs der Konkursverwaltung bzw. der Abtretungsgläubiger) ist grundsätzlich davon auszugehen, dass die Vermögensverminderung in der Vermögenszentrale der Gesellschaft eingetreten ist, die wiederum an deren Sitz gelegen ist. Dies gilt jedenfalls soweit und solange nicht eindeutig nachgewiesen ist, dass ausserhalb des Sitzstaates gelegenes Vermögen der Gesellschaft vermindert wurde. Im Ergebnis ist deshalb festzuhalten, dass der geltend gemachte Vermögensverlust in der Schweiz eingetreten ist. Bei der Klageforderung handelt es sich mithin nicht um eine Fremdwährungsschuld. Da die Landeswährung der Schweiz der Schweizer Franken ist (Art. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über die Währung und die Zahlungsmittel [WZG; SR 941.10]), machte die Beschwerdeführerin ihren Anspruch auf Schadenersatz gegen den Beschwerdegegner 1 zu Recht in Schweizer Franken geltend. Mithin ist die Beschwerde in diesem Punkt gutzuheissen. 4.1.2.2. Für diesen Fall bringt der Beschwerdegegner 1 vor, die Vorinstanz habe zu Unrecht einen Schaden festgestellt. Ob dies zutrifft, ist nachfolgend zu prüfen. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin steht den Beschwerdegegnern das Recht zu, Argumente gegen den angefochtenen Entscheid vorzutragen für den Fall, dass die Beschwerdeführerin mit ihren Rügen durchdringt (BGE 136 III 502 E. 6.2 S. 503; Urteil 5A_812/2013 vom 11. Februar 2014 E. 3). Die Beschwerdeführerin hatte in der Replik die Gelegenheit sich mit diesen auseinanderzusetzen, weshalb ihr nicht - wie beantragt - Frist für eine (weitere) Stellungnahme anzusetzen ist. 4.1.2.2.1. Betreffend den Schaden erwog die Vorinstanz, die an C.E.________ ausbezahlten Gelder von insgesamt EUR 1.85 Mio. seien für den Bau eines Wärme- und Stromkraftwerks bestimmt gewesen. Diese Summe sei weder zweckmässig verwendet (und damit aktivseitig nicht durch eine werthaltige Bilanzposition ersetzt) noch in die F.________ AG zurückgeführt worden, weshalb Letzterer durch den definitiven Abfluss der Darlehenssumme ein Schaden über EUR 1.85 Mio. entstanden sei. Einen weiteren Schaden im Umfang von EUR 150'000.-- bewirkt habe die Übernahme der Verpflichtung zur Rückzahlung der an A.E.________ am 26. Oktober 2006 ausbezahlten EUR 150'000.-- durch die F.________ AG, da die Rückzahlung dieses Betrags weder abgesichert worden sei noch eine Rückzahlung stattgefunden habe. Der Schaden sei im Zeitpunkt der Auszahlung bzw. der Genehmigung entstanden, da bereits dann eine zweckgemässe Verwendung der ausbezahlten Darlehenssumme nicht sichergestellt gewesen sei, und noch bevor ein Teil der Darlehensschuld am 18. Mai 2007 in Schweizer Franken umgewandelt worden sei. 4.1.2.2.2. Der Beschwerdegegner 1 wendet ein, diese Begründung sei widersprüchlich: Zum einen gehe die Vorinstanz davon aus, der Schaden von EUR 150'000.-- sei mit der Genehmigung des Vorbezugs durch den Beschwerdegegner 1 und der übrige Schaden im Zeitpunkt der beiden Auszahlungen entstanden. Zum anderen halte sie fest, der Schaden ergebe sich daraus, dass die ausbezahlten Mittel nicht zurückgeführt bzw. nicht gemäss dem vereinbarten Zweck verwendet worden seien. Genehmigung bzw. Auszahlung einerseits und nicht zweckgemässe Verwendung bzw. Nichtrückführung andererseits könnten indessen nicht im gleichen Zeitpunkt vorliegen. Überdies habe die F.________ AG die Gelder A.E.________ und C.E.________ nicht schenkungshalber überlassen. Vielmehr seien diese zweckgebunden gewesen, weshalb der F.________ AG ein Anspruch auf vertragsgemässe Verwendung beziehungsweise - falls die Verwendung nicht erfolgen kann - Rückführung zugestanden sei. Alleine der Umstand, dass die H.________ AG in Liquidation das Geld auf Rechnung der F.________ AG an A.E.________ und C.E.________ überwiesen habe, habe nicht zu einem Schaden bei der F.________ AG geführt. Zu demselben Ergebnis würde die Anwendung von Art. 678 Abs. 1 OR führen. Die Vorinstanz habe nicht festgestellt, dass A.E.________ und C.E.________ keine Absicht gehabt hätten, den landwirtschaftlichen Betrieb zu refinanzieren und das Blockheizkraftwerk nicht zu erstellen. Es könne deshalb nicht davon ausgegangen werden, dass bereits mit der Genehmigung bzw. der Auszahlung ein Schaden eingetreten sei. Dass sich ein solcher später manifestiert habe, sei nicht erstellt. 4.1.2.2.3. Schaden ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts die ungewollte Verminderung des Reinvermögens. Er kann in einer Verminderung der Aktiven, einer Vermehrung der Passiven oder in entgangenem Gewinn bestehen und entspricht der Differenz zwischen dem gegenwärtigen Vermögensstand und dem Stand, den das Vermögen ohne das schädigende Ereignis hätte (BGE 144 III 155 E. 2.2 S. 157; 132 III 186 E. 8.1 S. 205, 321 E. 2.2.1 S. 323 f.). Das Bundesgericht ist an die tatsächlichen Feststellungen zu Bestand und Umfang des Schadens, die das Sachgericht getroffen hat, gebunden, soweit dieses nicht den Rechtsbegriff des Schadens oder Rechtsgrundsätze der Schadensberechnung verkannt hat (BGE 122 III 61 E. 2c/bb S. 65; 119 II 249 E. 3a S. 251, 116 II 441 E. 3a S. 444). 4.1.2.2.4. Die Vorinstanz stellte für das Bundesgericht verbindlich fest, dass C.E.________ den empfangenen Betrag von EUR 1.85 Mio. nicht zweckmässig, das heisst nicht zur Finanzierung des Wärme- und Stromkraftwerks (Sachverhalt lit. A.e), verwendet und diesen auch nicht in die Gesellschaft zurückgeführt hatte. Darin sah es einen "definitiven Abfluss der Darlehenssumme" und damit einen Schaden. Einen solchen "definitiven Mittelabfluss" habe auch die (nachträgliche) Genehmigung der Auszahlung von EUR 150'000.-- an A.E.________ und damit die Übernahme der Rückzahlungsverpflichtung begründet. Diese Feststellungen sind nicht zu beanstanden. Wären diese Mittelabflüsse durch eine werthaltige Forderung in entsprechender Höhe gegenüber C.E.________ und A.E.________ ersetzt worden, wäre es dem Beschwerdegegner 1 oblegen, dies zu behaupten und zu beweisen, was er indes nicht tat. Vielmehr berief er sich vor der Vorinstanz darauf, er zeichne sich nicht dafür verantwortlich, dass die F.________ AG keinen Gegenwert erhalten haben solle, da die H.________ AG in Liquidation die Auszahlung ohne Investitionsnachweis vorgenommen und auf eine Sicherstellung verzichtet habe (Zahlungen an C.E.________) beziehungsweise den Betrag von EUR 150'000.-- ohne Zustimmung an A.E.________ ausbezahlt habe. 4.1.2.2.5. Dem Gesagten zufolge ist der F.________ AG ein Schaden von EUR 2 Mio. entstanden. 4.1.2.3. Weiter bestreitet der Beschwerdegegner 1, dass er sich pflichtwidrig verhalten habe. 4.1.2.3.1. Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdegegner 1 wäre als für die Finanzkontrolle verantwortlicher Verwaltungsrat verpflichtet gewesen, die zweckmässige Verwendung der Gelder vor der Auszahlung an C.E.________ sicherzustellen, etwa indem er die Verkäufer des Grundstücks sowie die Architekten und Handwerker direkt bezahlt oder die Bezahlung über einen Notar oder Treuhänder abgewickelt hätte. Da er dies unterlassen habe, habe er pflichtwidrig riskiert, dass die an C.E.________ ausbezahlte Darlehenssumme von EUR 1.85 Mio. nicht im Interesse der F.________ AG eingesetzt werden könnte. Er habe nicht darauf vertrauen dürfen, dass die H.________ AG in Liquidation die zweckmässige Verwendung der Darlehenssumme sicherstelle. Ferner habe sich der Beschwerdegegner 1 ebenfalls pflichtwidrig verhalten, indem er die Auszahlung der EUR 150'000.-- an den Alleinaktionär A.E.________ zugelassen und genehmigt habe, ohne deren Rückführung sicherzustellen. 4.1.2.3.2. Der Beschwerdegegner 1 rügt, die Vorinstanz habe aktenwidrig festgestellt, die Erhöhung der Darlehenssumme um EUR 2 Mio. sei für den Erwerb eines landwirtschaftlichen Grundstücks sowie den Bau eines Wärme- und Stromkraftwerks bestimmt gewesen. Richtigerweise habe mit dem am 27. Dezember 2006 an C.E.________ überwiesenen (Teil-) Betrag von EUR 1 Mio. (Sachverhalt lit. A.e), nicht ein Grundstück gekauft, sondern das bereits A.E.________ gehörende Grundstück "K.________" refinanziert beziehungsweise umgeschuldet werden sollen. Die Ende Dezember 2006 an C.E.________ überwiesenen EUR 1 Mio. sollten deshalb nicht an einen Verkäufer fliessen, sondern zur Ablösung der Grundschuldtitel verwendet werden. Werde dieser Sachverhalt richtiggestellt, entfalle der Vorwurf der Pflichtwidrigkeit. Dieser Einwand geht ins Leere. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb - selbst bei Annahme, dass die Vorinstanz den Sachverhalt unzutreffend festgestellt hätte - sich der Beschwerdegegner 1 nicht pflichtwidrig verhalten hätte. Ungeachtet dessen, an wen das Geld schlussendlich fliessen sollte (Verkäufer oder Bank), unterliess er es sicherzustellen, dass das geliehene Geld für den beabsichtigten Zweck eingesetzt wurde. 4.1.2.3.3. Weiter bringt der Beschwerdegegner 1 vor, es könne ihm nicht vorgeworfen werden, er hätte den an C.E.________ ausbezahlten Teil des Kredits in Höhe von EUR 1 Mio. direkt dem Verkäufer zukommen lassen müssen. Es habe nämlich gar keinen Verkäufer gegeben. Der Betrag hätte an die bisherigen Hypothekarbanken von A.E.________ fliessen sollen. Zur Sicherstellung des Kredits habe die H.________ AG in Liquidation die von diesen Banken gehaltenen Schuldbriefe erhalten wollen. Bei diesem Vertrags- und Kreditkonzept habe der Kredit auf der Stufe zwischen der F.________ AG und A.E.________ zwangsläufig ein Blankokredit sein müssen, da die dafür zur Verfügung stehende Sicherheit, die Grundschuldbriefe, bereits für die H.________ AG in Liquidation vorgesehen gewesen seien. In dieser Situation habe der Beschwerdegegner 1 davon ausgehen dürfen, dass die Bank den Zugriff auf diese Sicherheiten sichergestellt habe und keine Mittel freigeben würde, solange dies nicht der Fall sei. Indem er nicht kontrolliert habe, ob die Bank ihre Sicherheit vor der Freigabe erhalten habe, habe er zwar die Interessen der Bank nicht gewahrt, jedoch seine Sorgfaltspflicht gegenüber der F.________ AG nicht verletzt. Auch dieser Einwand überzeugt nicht. Namentlich wird damit nicht erklärt, weshalb der Beschwerdegegner 1 eine Auszahlung von EUR 1 Mio. an C.E.________ und nicht an die erwähnten Banken von A.E.________ verlangte. Überdies kann den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz nicht entnommen werden, dass die F.________ AG A.E.________ einen Blankokredit in der Höhe von EUR 1 Mio. gewährt hätte. Der Beschwerdegegner 1 ergänzt damit den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt, ohne die Rüge der unvollständigen oder fehlerhaften Sachverhaltsfeststellung zu erheben, weshalb seine Vorbringen auch unter diesem Gesichtspunkt unbeachtlich sind (vgl. E. 1.2.1 hiervor). 4.1.2.3.4. Folglich vermag der Beschwerdegegner 1 nicht darzutun, dass die Vorinstanz sein Verhalten zu Unrecht als pflichtwidrig qualifizierte. 4.1.2.4. Der Beschwerdegegner 1 rügt weiter, die Vorinstanz habe zu Unrecht den Kausalzusammenhang zwischen den Pflichtverletzungen und dem Schaden bejaht. 4.1.2.4.1. Bei einer Unterlassung bestimmt sich der Kausalzusammenhang danach, ob der Schaden auch bei Vornahme der unterlassenen Handlung eingetreten wäre. Es geht um einen hypothetischen Kausalverlauf, für den nach den Erfahrungen des Lebens und dem gewöhnlichen Lauf der Dinge eine überwiegende Wahrscheinlichkeit sprechen muss (BGE 124 III 155 E. 3d S. 165 mit Hinweis). Grundsätzlich unterscheidet die Rechtsprechung auch bei Unterlassungen zwischen natürlichem und adäquatem Kausalzusammenhang. Während bei Handlungen die wertenden Gesichtspunkte erst bei der Beurteilung der Adäquanz zum Tragen kommen, spielen diese Gesichtspunkte bei Unterlassungen in der Regel schon bei der Feststellung des hypothetischen Kausalverlaufs eine Rolle. Es ist daher bei Unterlassungen in der Regel nicht sinnvoll, den festgestellten oder angenommenen hypothetischen Geschehensablauf auch noch auf seine Adäquanz zu prüfen. Die Feststellungen des Sachrichters im Zusammenhang mit Unterlassungen sind daher entsprechend der allgemeinen Regel über die Verbindlichkeit der Feststellungen zum natürlichen Kausalzusammenhang für das Bundesgericht bindend; nur wenn die hypothetische Kausalität ausschliesslich gestützt auf die allgemeine Lebenserfahrung festgestellt wird, unterliegt sie der freien Überprüfung durch das Bundesgericht (BGE 132 III 715 E. 2.3 S. 718 f.; Urteile 4A_2/2020 vom 16. September 2020 E. 3.3.3; 4A_350/2019 E. 3.2.2 vom 9. Januar 2020; 4A_175/2018 vom 19. November 2018 E. 4.1.2: 4A_49/2016 vom 9. Juni 2016 E. 4.1; 4A_577/2015 vom 1. März 2016 E. 7.1; je mit Hinweisen). 4.1.2.4.2. Die Vorinstanz erwog hierzu, indem der Beschwerdegegner 1 von der Darlehenssumme einen insgesamten Betrag von EUR 1.85 Mio. an C.E.________ habe auszahlen lassen, anstatt deren zweckgemässe Verwendung sicherzustellen, habe er die Grundlage für den Schaden der F.________ AG gesetzt. Deshalb sei der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen. Hätte der Beschwerdegegner 1 seine Finanzverantwortung wahrgenommen, wäre eine Auszahlung an C.E.________ und damit ein Schaden unterblieben, weshalb auch der hypothetische Kausalzusammenhang zu bejahen sei. Der Einwand des Beschwerdegegners 1, wonach der Kausalzusammenhang unterbrochen würde, da die H.________ AG in Liquidation die Auszahlung des Darlehens ohne die vertraglich vereinbarte Sicherstellung vorgenommen habe, wies die Vorinstanz ab, da die Auszahlung einer Darlehenssumme gemäss den Anweisungen des Borgers grundsätzlich keinen Schaden begründe, weil dessen Aktiven und Passiven im gleichen Umfang erhöht würden. 4.1.2.4.3. Dagegen wendet der Beschwerdegegner 1 ein, mit dieser Argumentation unterstelle die Vorinstanz, dass der Einsatz von EUR 2 Mio. in das Blockheizkraftwerkprojekt für die F.________ AG einen Gegenwert von EUR 2 Mio. geschaffen hätte. Überdies sei der Kausalzusammenhang aufgrund des Verschuldens der H.________ AG in Liquidation bei der Auszahlung der Kreditsumme unterbrochen worden. In der Krediterhöhungsvereinbarung habe die H.________ AG in Liquidation der F.________ AG einen teilweise gedeckten Kredit (Umschuldung des landwirtschaftlichen Betriebs) zugesagt und die treuhänderische Verpflichtung übernommen, die EUR 850'000.-- nur gegen Vorlage der Rechnungen auszuzahlen. Hätte sich diese an diese Vereinbarung gehalten, hätte sie das Geld nicht ausbezahlen dürfen. 4.1.2.4.4. Wäre der Beschwerdegegner 1 seiner Finanzverantwortung nachgekommen und hätte er die zweckmässige Verwendung der Gelder vor der Auszahlung an C.E.________ sichergestellt, wäre der Betrag von EUR 1.85 Mio. in das Biogas-/Blockheizkraftwerkprojekt investiert und damit der F.________ AG ein Aktivum in (mindestens) der nämlichen Höhe zugekommen. Dass ein derartiger Kausalverlauf nicht überwiegend wahrscheinlich wäre, tut der Beschwerdegegner 1 nicht dar. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass das Kraftwerk nach Errichtung einen tieferen Wert gehabt hätte, als die F.________ AG dafür zu investieren beabsichtigte. Auch kann der Beschwerdegegner 1 aus dem Umstand, dass die H.________ AG in Liquidation das Darlehen auszahlte, obgleich die vertraglich vereinbarte Sicherstellung nicht stattgefunden hatte, nichts zu seinen Gunsten ableiten, da diese Sicherstellung den Interessen der H.________ AG in Liquidation diente und nicht dem Schutz der F.________ AG. Der Beschwerdegegner 1 kann nicht einwenden, die H.________ AG in Liquidation hätte die zweckgemässe Mittelverwendung sicherstellen müssen. Diese Aufgabe oblag einzig ihm. Soweit der Beschwerdegegner 1 eine angebliche "treuhänderische Verpflichtung" der H.________ AG in Liquidation anführt, ist eine solche sachverhaltsmässig nicht erstellt, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist. Zum Kausalzusammenhang betreffend die Auszahlung der EUR 150'000.-- äusserte sich die Vorinstanz nicht explizit. Allerdings ist auch dieser zu bejahen: Hätte der Beschwerdegegner 1 vor Genehmigung der Auszahlung an A.E.________ die Rückführung des Betrags sichergestellt, wäre der F.________ AG mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein Schaden entstanden.