Citation: U 500/00 13.09.2001 E. 3

3.- a) Zum Ablauf des Ereignisses vom 18. Januar 1992 und zu dessen gesundheitlichen Auswirkungen liegen die folgenden Aussagen vor: aa) In der Unfallmeldung vom 21. Januar 1992 wird angegeben, der Versicherte sei beim Schlittenziehen auf einer eisigen Stelle ausgerutscht und auf den Rücken gefallen. Dabei habe er sich an der Wirbelsäule sowie beiden Schulterblättern Prellungen und eventuell einen Knochenriss zugezogen. bb) Das Arztzeugnis des Spitals X.________ vom 23. Januar 1992 nennt als Befunde eine BWS-Kyphose, starke Schmerzen mit Punktum max. über BWK III + IV und einen paravertebralen Muskelhartspann. Der Röntgenbefund habe eine BWS-Kyphose, jedoch keine frische ossäre Läsion ergeben. Dem beigelegten Röntgenbefundbericht ist zu entnehmen, dass zwei Röntgenaufnahmen der BWS (ap/seitlich) vorgenommen wurden, wobei keine ossären Läsionen festzustellen waren und sich unauffällige knöcherne Strukturen zeigten. cc) Dr. med. B.________ führt im Arztzeugnis vom 20. Mai 1998 aus, unmittelbar nach dem Sturz vom 18. Januar 1992 hätten bewegungsabhängige Schmerzen über die obere BWS und beide Schultern eingesetzt. Anlässlich der Konsultation vom 20. Januar 1992 habe er ein invalidisierendes Schmerzsyndrom ausgehend von der oberen BWS mit deutlicher Klopfdolenz im Bereich der oberen Brustwirbel, einen deutlich dolenten Musculus trapecius links mehr als rechts bis zur Scapula ausstrahlend mit Klopf-, Stauch- und Erschütterungsschmerz festgestellt. Wegen Persistenz der Beschwerden sei am 24. Februar 1992 eine Aufnahme der BWS lat. durchgeführt worden. Dabei habe sich im oberen BWS-Bereich eine eindeutige Kompressionsfraktur gefunden. Der Fall habe dann Mitte März 1992 abgeschlossen werden können. Seither habe eine Kyphose mit immer wieder auftretenden Schulter- und BWS-Beschwerden bei vermehrtem körperlichem Einsatz bestanden. b) Über die Entwicklung kurz vor dem Tod des Versicherten führt Dr. med. B.________ aus (Arztzeugnis vom 20. Mai 1998), der Patient habe sich am 4. Mai 1998 "wieder einmal" gemeldet, dies mit ausgesprochenen invalidisierenden Schmerzen beidseits von der oberen BWS ausgehend in beide Schultern. Die Schmerzen hätten damals seit einer Woche bestanden. Es habe sich wieder eine Klopfdolenz im oberen BWS-Bereich gezeigt. Die Röntgenaufnahmen hätten die bekannte Kompressionsfraktur eines oberen BWK gezeigt. Es lägen sicher Beschwerden vor, die auf den Unfall zurückgeführt werden müssten, da die Kompressionsfraktur hochthoracal mit zu einer Fehlhaltung und konsekutiver muskulärer Dysbalance geführt habe. c) Am 6. Mai 1998 verstarb der Versicherte im Wartezimmer des Zahnarztes Dr. med. dent. S.________, wo er stöhnend und terminal aufgefunden wurde. Reanimationsmassnahmen durch den Zahnarzt und den sofort herbeigerufenen Dr. med. A.________ sowie später durch die Notfallequipe blieben erfolglos. Dr. med. A.________ erklärt mit Schreiben vom 12. Juli 1998, die genaue Todesursache sei ihm unbekannt; vermutlich habe es sich um einen Herzinfarkt gehandelt. Dieselbe Vermutung äusserte gemäss den Angaben in der vorinstanzlichen Beschwerdeschrift vom 9. Juni 1999 auch Dr. med. T.________ von der Notfall-Ambulanz.