Citation: 8C_735/2022 E. 5.2

5.2. Dies trifft insoweit zu, als die Vorinstanz festhielt, Prof. Dr. med. F.________ habe angegeben, dass aufgrund des Pausenbedarfs und des reduzierten Arbeitseinsatzes (kein Hantieren mit Kisten) eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 30 % bestehe, in einer leidensangepassten Tätigkeit könne jedoch von einem zeitlich uneingeschränkten Pensum ausgegangen werden. Soweit die Vorinstanz darin die Aussage zu erkennen scheint, dass Prof. Dr. med. F.________ in Bezug auf eine leidensangepasste Tätigkeit eine volle Leistungsfähigkeit attestierte, übersieht sie, dass sich diese Aussage (vgl. Ziff. 6 Abs. 4) auf das durch Rückenprobleme eingeschränkte, mithin leidensadaptierte Tätigkeitsprofil bezog, dem "eine 70%-ige Leistungsfähigkeit (Arbeitsfähigkeit) " zugrunde lag (vgl. Ziff. 6 Abs. 1). Auch wenn Prof. Dr. med. F.________ mit Blick auf den Bandscheibenvorfall von einer Besserung der Symptome und Befunde ausging und insoweit eine günstige Prognose stellte, erklärt sich damit die unterschiedliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit im GA eins-Gutachten nicht ohne Weiteres. Dr. med. E.________ führte nicht aus, weshalb er die Arbeitsfähigkeit, anders als Prof. Dr. med. F.________, in einer leidensangepassten Tätigkeit zu keinem Zeitpunkt als eingeschränkt erachtete. Solches lässt sich auch nicht aus der Angabe von Dr. med. E.________ ableiten, er könne der "Einschätzung einer letztlich nicht längerdauernd höhergradig eingeschränkten Arbeitsfähigkeit" aufgrund seiner Untersuchung zustimmen. Die Beschwerdeführerin rügt daher zu Recht, dass die Frage der Arbeitsfähigkeit aus orthopädischer Sicht mit Blick auf den hypothetischen Rentenbeginn (1. September 2017) im zeitlichen Verlauf durchaus von Belang sei, selbst wenn sich der Gesundheitszustand im Gutachtenszeitpunkt wesentlich verbessert haben sollte.