Citation: 4C.162/2004 14.07.2004 E. 2

2.1 Im Berufungsverfahren hat das Bundesgericht seiner Entscheidung die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz zugrunde zu legen, es sei denn, diese beruhten auf einem offensichtlichen Versehen, seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen oder bedürften der Ergänzung, weil das kantonale Gericht in fehlerhafter Rechtsanwendung einen gesetzlichen Tatbestand nicht oder nicht hinreichend klärte, obgleich ihm die entscheidwesentlichen Behauptungen und Beweisanträge frist- und formgerecht unterbreitet wurden (vgl. Art. 63 und 64 OG; BGE 127 III 248 E. 2c). Ein offensichtliches Versehen liegt nach der Rechtsprechung nur vor, wenn die Vorinstanz eine bestimmte Aktenstelle übersehen oder unrichtig, d.h. nicht in ihrer wahren Gestalt, insbesondere nicht mit ihrem wirklichen Wortlaut wahrgenommen hat (BGE 115 II 399 E. 2; 113 II 522 E. 4b; 104 II 68 E. 3b). 2.2 Die Kläger rügen ein offensichtlichen Versehen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG. Dieses erblicken sie darin, dass der Appellationshof angeführt habe, es sei beweismässig nicht erstellt, wie gross das vom Vater C.________ auf den Sohn übertragene Milchkontingent sei. Das treffe nicht zu. Gemäss Klagbeilage 26, Betriebsdaten, verfüge der Sohn immer noch über die gesamte im Jahre 1990 zugeteilte Kontingentsmenge. Das sei vom Vater in seiner Einvernahme vor dem erstinstanzlichen Richter auch bestätigt worden. Klagbeilage 26 enthält Angaben über die Daten des Betriebes von D.________ per 23. Mai 1997. Per 30. November 1990 ist eine Flächenveränderung vermerkt: "+ 3 ha von 32". Die Nummer 32 bezieht sich, wie aus Klagbeilage 25 hervorgeht, auf E.________. In diesem Zusammenhang ist eine Kontingentsänderung von 17'691 kg aufgeführt. Die Betriebsübergabe vom Vater C.________ an den Sohn D.________ wird nicht erwähnt. Da Klagbeilage 26 keine direkte Aussage betreffend die Betriebsübergabe und die vom Vater an den Sohn übertragene Kontingentsmenge enthält, kann der Vorinstanz kein offensichtliches Versehen im Hinblick auf diese Aktenstelle angelastet werden, wenn sie feststellte, es sei beweismässig nicht erstellt, wie gross das vom Vater auf den Sohn übertragene Milchkontingent sei. Im Übrigen ist es für die zufolge Beschränkung des Prozesses einzig zu beurteilende Frage der Anspruchsgrundlage nicht entscheidwesentlich, ob der genaue Umfang des im Jahre 1995 vom Vater C.________ an den Sohn D.________ übergegangenen Milchkontingents beweismässig erstellt ist oder nicht (vgl. dazu BGE 115 II 396 E. 2a S. 400 betr. Art. 136 lit. d OG).