Citation: 2C_200/2017 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz ist aufgrund verschiedener Indizien zur Auffassung gelangt, dass der Beschwerdeführer den Willen zur Führung einer ehelichen Lebensgemeinschaft mit E.________ im Sinne einer auf Dauer angelegten wirtschaftlichen, körperlichen und spirituellen Verbindung nur vorgetäuscht hat. Sie erachtete namentlich die zeitlichen Abläufe im Zusammenhang mit der Scheidung von B.A.________, der Geburt von Sohn D.A.________ und der Heirat des Beschwerdeführers mit E.________ als ungewöhnlich. Weiter hielt sie fest, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des Einreiseverfahrens weder seine erste Ehe, noch die beiden daraus hervorgegangenen Kinder erwähnt hatte. Eine weitere Auffälligkeit erblicke die Vorinstanz im Umstand, dass sich der Beschwerdeführer und E.________ während eines zweiwöchigen Ferienaufenthalts kennengelernt hatten, den letztere auf Einladung der Schwester des Beschwerdeführers in dessen Heimatland verbrachte. Bereits während dieses Ferienaufenthalts habe der Beschwerdeführer vorgeschlagen zu heiraten, obwohl sie sich ohne Übersetzung nicht unterhalten konnten. Bis zur wenig später erfolgenden Heirat hätten die Eheleute nur noch telefonischen Kontakt gehalten. Sodann fehlte es den Eheleuten an gemeinsamen Interessen oder Aktivitäten, zumal der Beschwerdeführer seine Ferien stets ohne E.________ in seinem Heimatland verbrachte. Dass die erneute Heirat mit B.A.________ und die Einreichung des Familiennachzugsgesuchs erst zwei Jahre nach der Scheidung von E.________ und drei Jahre nach Erteilung der Niederlassungsbewilligung erfolgte, fiel für die Vorinstanz nicht ins Gewicht. Den Grund dafür erblickte sie im Umstand, dass das Migrationsamt den Beschwerdeführer bereits im Zeitpunkt der Scheidung mit Fragen nach dem Vorliegen einer Scheinehe konfrontiert hatte. Insgesamt sprechen damit nach Ansicht der Vorinstanz gewichtige Anhaltspunkte für eine Umgehungsehe, die der Beschwerdeführer nicht zu entkräften vermochte.