Citation: 7B_79/2025 E. 3.2.3

3.2.3. Die Vorinstanz erwägt, das moderate Risiko für kinderpornografische Delikte, für die der Beschwerdeführer einschlägig vorbestraft sei, stelle keine akute und unmittelbare Gefahr dar, die für die Annahme von Wiederholungsgefahr notwendig sei. Demgegenüber sei der Beschwerdeführer auch wegen "mehrfachen einfachen Diebstahls", unbefugten Eindringens in ein Datenverarbeitungssystem sowie Datenbeschädigung vorbestraft. Im vorliegenden Verfahren werde er unter anderem des mehrfachen Diebstahls, der mehrfachen, teilweise qualifizierten Sachbeschädigung, der mehrfachen versuchten Erpressung, der mehrfachen, teilweise versuchten Brandstiftung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, der mehrfachen Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen, des unbefugten Eindringens in ein Datenverarbeitungssystem sowie der Datenbeschädigung dringend verdächtigt. Das Gutachten habe sich mit der Art der untersuchten Delikte und dem Werdegang des Beschwerdeführers auseinandergesetzt und festgestellt, dass es sich bei den meisten der untersuchten Delikte um gemeinschaftlich begangene Sabotagen gehandelt habe, deren Intensität und Frequenz zugenommen hätten. Der Beschwerdeführer habe unter anderem das Kommunikationsnetz einer Stadt (mehrfach) lahmgelegt, was nicht abschätzbare Folgen haben könne und wodurch mittelbar auch Leib und Leben gefährdet werden könnten. Ihm würden Brandstiftungen vorgeworfen, die naturgemäss neben Sachschaden auch Leib und Leben gefährden könnten. Ausserdem soll er mit zwei weiteren Beschuldigten einen Hemmschuh entwendet und diesen anschliessend auf Zuggleisen deponiert haben, was neben einer Störung des Schienenverkehrs zu einer Gefahr für eine grosse Zahl von Zugpassagieren führen könne. Diesen Taten sei gemein, dass ein möglichst grosser Schaden sowie eine möglichst grosse Reichweite zu erzielen versucht worden sei, wobei die konkreten Folgen nicht oder nur beschränkt hätten abgeschätzt werden können. In Bezug auf die Vorstrafen des Beschwerdeführers seien diese Taten einschlägig, weil sie (auch) unmittelbar oder mittelbar das Vermögen schützten. Darüber hinaus seien die neuen Straftaten geeignet, Leib und Leben eines nicht zum vornherein bestimmbaren Personenkreises erheblich und unmittelbar zu gefährden. Die Vorinstanz erwägt, dass gemäss dem Gutachten für derartige Delikte weiterhin ein hohes Risiko bestehe, weshalb von einfacher Wiederholungsgefahr auszugehen sei.