Citation: C 352/00 11.06.2001 E. 1

1.- Zwar kann die Verwaltung nach Art. 58 VwVG (dazu Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. , Bern 1983, S. 189 f.) ihre Verfügungen bis spätestens zum Zeitpunkt der (erstinstanzlichen) Vernehmlassung in Wiedererwägung ziehen. Das vorliegend anwendbare Bundesrechtspflegegesetz (OG) hingegen kennt keine das Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren betreffende Bestimmung, welche den Devolutiveffekt in gleicher Weise wie Art. 58 VwVG einschränken würde. Nach der Einreichung einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde ergehende neue Verfügungen der Verwaltung sind nichtig, und zwar ohne dass hiegegen Beschwerde erhoben werden müsste. Es kommt ihr lediglich die Bedeutung eines Antrags an das Eidgenössische Versicherungsgericht zu (BGE 109 V 236 Erw. 2, ARV 1998 Nr. 35 S. 198 Erw. 1b). Demnach sind beide Verfügungen des AWA vom 24. November 2000 und vom 9. Januar 2001 nichtig.