Citation: 2C_771/2014 E. 1.2

1.2. Die Beschwerdeführerin beantragt einzig die blosse Aufhebung des angefochtenen Urteils. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist jedoch ein reformatorisches Rechtsmittel (Art. 107 Abs. 2 BGG), weswegen die beschwerdeführende Partei einen Antrag in der Sache stellen und angeben muss, welche Abänderungen beantragt werden. Anträge auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung oder blosse Aufhebungsanträge genügen demgegenüber nicht und machen die Beschwerde regelmässig unzulässig. Ausnahmsweise lässt es die Rechtsprechung genügen, dass ein kassatorischesBegehren gestellt wird, wenn sich aus der Begründung ergibt, was mit der Beschwerde angestrebt wird (BGE 137 II 313 E. 1.3 S. 317; Urteil 1C_809/2013 vom 13. Juni 2014 E. 1, nicht publ. in: BGE 140 II 334; Urteil 1C_466/2013 vom 24. April 2014 E. 2.3, nicht publ. in: BGE 140 I 68), oder wenn das Bundesgericht ohnehin nicht reformatorisch entscheiden könnte, weil die erforderlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz fehlen (BGE 133 III 489 E. 3.1 S. 489 f.), oder im Falle einer vor Bundesgericht nicht heilbaren Verletzung des rechtlichen Gehörs (Urteil 2C_971/2014 vom 18. Juni 2015 E. 2.2). Im vorliegenden Fall wird indes weder eine Gehörsverletzung gerügt, noch stehen unvollständige Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz im Raum. Auch ergibt sich aus der Begründung der Beschwerde nicht ohne Weiteres, was die Beschwerdeführerin genau beantragt: Namentlich verlangt sie auch in ihrer Begründung nirgends die Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung und äussert sich somit nicht explizit zum einzigen Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens. Stattdessen bringt sie im Wesentlichen vor, der Grundsatz der Einheit der Rechtsordnung verbiete ihre Wegweisung vor dem rechtskräftigen Abschluss des IV-Verfahrens, weshalb ihr bis zu diesem Zeitpunkt ein "Anwesenheitsrecht" zu gewähren und erst anschliessend über die Voraussetzungen eines Aufenthaltsrechts nach Freizügigkeitsabkommen zu befinden sei. Zumal die Frage der Wegweisung im vorliegenden Verfahren nicht geprüft werden kann (E. 1.1 in fine) und die Beschwerdeführerin den eigentlichen Streitgegenstand - nämlich das mögliche Aufenthaltsrecht gestützt auf das Freizügigkeitsabkommen - jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht geklärt haben möchte, erscheint es sehr fraglich, ob den Vorbringen der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin ein rechtsgenügliches reformatorisches Rechtsbegehren entnommen werden kann. Die Frage kann offen bleiben, wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen.