Citation: 1C_139/2009 13.08.2009 E. 3.2

3.2.1 Weiter rügt der Beschwerdeführer die Annahme der Vorinstanz, dass er auch während der Ehe mit B.________ Kontakte zu seiner heutigen türkischen Ehefrau gehabt habe. 3.2.2 Die Vorinstanz hielt - im Wesentlichen gestützt auf Aussagen von B.________ - fest, Kontakte zwischen dem Beschwerdeführer und C.________ hätten zumindest in Form von regelmässigen Geldüberweisungen und im Zusammenhang mit der vom Beschwerdeführer übernommenen Betreuung des Sohnes D.________ während seiner jährlichen Aufenthalte in der Türkei stattgefunden sowie im Zusammenhang mit seinen Bemühungen, den Sohn in den Ferien zu sich in die Schweiz zu holen. 3.2.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Annahme der Vorinstanz, seine zweite Schweizer Ehefrau habe vermutet, dass er neben der Ehe mit ihr noch eine Imam-Ehe führe, beruhe auf einem Verständnisfehler. B.________ habe bei der Befragung vom 28. Juni 2006 lediglich erklärt, sie habe vermutet, dass früher eine Imam-Ehe bestanden haben könnte; um ihr zu beweisen, dass er in der Türkei nicht verheiratet sei, habe der Beschwerdeführer mit ihr nach der Heirat in der Schweiz die Hochzeitsreise dorthin unternommen. Der Beschwerdeführer führt weiter aus, er und B.________ hätten in der Türkei eine Heiratszeremonie gefeiert und sie hätten dort eine Imam-Ehe geschlossen. Sollte somit, was er jedoch bestreite, mit C.________ bereits eine Imam-Ehe bestanden haben, so wäre diese nach dem dortigen Verständnis spätestens durch die Zeremonie mit seiner Schweizer Ehefrau aufgehoben worden. Die Annahme der Vorinstanz, die Imam-Ehe mit C.________ sei nie aufgehoben worden, sei somit aktenwidrig. 3.2.4 Es trifft zwar zu, dass B.________ bei der Befragung vom 28. Juni 2006 lediglich mitgeteilt wurde, der Beschwerdeführer habe vermutlich vor seiner Ehe mit ihr bzw. mit einer anderen Schweizerin in der Türkei mit einer türkischen Staatsbürgerin in einer Imam-Ehe gelebt. Aus der Aussage B.________s, sie habe dies "eben auch immer vermutet", kann daher nicht unmittelbar abgeleitet werden, auch noch nach der Eheschliessung mit ihr habe eine Imam-Ehe zwischen dem Beschwerdeführer und C.________ weiterhin bestanden. Indessen führte B.________ auch aus, dass der Beschwerdeführer der Mutter seines Sohnes regelmässig Geld überwiesen habe. Er habe zwar gesagt, das Geld sei für den Sohn bestimmt, was sie aber nicht immer geglaubt habe; es habe deswegen auch Streit gegeben. Der Beschwerdeführer bemerkt zu diesen Geldüberweisungen lediglich, sie hätten offenkundig dem Sohn gegolten. Er stützt diese Entgegnung jedoch mit keinerlei Belegen. Ferner belegt er auch seine Behauptung nicht, dass eine Imam-Ehe mit C.________, falls eine solche überhaupt bestanden hätte, was er jedoch bestreite, "nach dem dortigen Verständnis" spätestens mit dem Abschluss der Imam-Ehe mit B.________ aufgelöst worden wäre. 3.3 Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Ausführungen des Beschwerdeführers nicht geeignet sind, die Feststellungen der Vorinstanz als offensichtlich unrichtig erscheinen zu lassen, wonach er im Jahr 1989 mit C.________ eine Imam-Ehe geschlossen, mit dieser Frau auch während der Ehe mit B.________ Kontakte gehabt und ihr regelmässig Geld überwiesen und die Imam-Ehe mit ihr demzufolge nie aufgegeben habe. Die Rüge der unrichtigen Feststellung des Sachverhalts im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG erweist sich deshalb als unbegründet.