Citation: 2A.111/2004 15.07.2004 E. 1.2

1.2.1 Die vorliegende Auseinandersetzung fällt als zivilrechtliche Streitigkeit in den Anwendungsbereich von Art. 6 EMRK (SR 0.101; in BGE 126 II 71 ff. nicht veröffentlichte E. 3); danach ist über solche Ansprüche in billiger Weise öffentlich und innerhalb einer angemessenen Frist durch ein unabhängiges und unparteiisches, auf dem Gesetz beruhendes Gericht zu entscheiden. Das vorliegende Verfahren, in dessen Rahmen die Sachverhaltsfeststellung und die Rechtsanwendung der Bankenkommission frei geprüft werden (Art. 104 lit. a und b, Art. 105 und Art. 114 Abs. 1 letzter Halbsatz OG; BGE 116 Ib 73 E. 1b S. 78; 115 Ib 55 E. 2 S. 57 f.), genügt diesen Anforderungen, auch wenn eine Kontrolle der Angemessenheit des Entscheids ausgeschlossen ist (in BGE 126 II 71 ff. nicht veröffentlichte E. 3; BGE 120 Ia 19 E. 4c S. 30; 115 Ia 189 E. 4b S. 191). 1.2.2 Die Beschwerdeführerinnen haben am 6. April 2004 auf eine öffentliche Verhandlung verzichtet und sich am 11. Mai 2004 nach Einsichtnahme in sämtliche Verfahrensakten abschliessend geäussert. Von einer Anhörung der Bankenkommission im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels kann abgesehen werden (vgl. Art. 110 Abs. 4 OG), nachdem sie hinreichend Gelegenheit hatte, ihren Standpunkt darzutun, und von einer zusätzlichen Stellungnahme keine neuen Elemente zu erwarten sind (vgl. auch das Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte i.S. Ziegler gegen Schweiz vom 21. Februar 2002, Rz. 36 - 38, veröffentlicht in VPB 66/2002 Nr. 113). Gestützt auf die vorliegenden Unterlagen erscheint der Fall spruchreif. Auf die von den Beschwerdeführerinnen beantragten Zeugeneinvernahmen bzw. auf das Einholen eines Gutachtens kann verzichtet werden, da die Bankenkommission als Fachinstanz - wie zu zeigen sein wird (vgl. E. 3.3) - den einschlägigen Sachverhalt weder in Verletzung konventions- (Art. 6 EMRK) bzw. verfassungsrechtlicher (Art. 29 BV) noch gesetzlicher Garantien ermittelt hat.