Citation: 8C_15/2024 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer beanstandet, das rheumatologische ZIMB-Teilgutachten sei widersprüchlich. Obwohl dieser Gutachter Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verneinte, habe er hinsichtlich einer optimal leidensangepassten Tätigkeit empfohlen, stereotype endphasige maximale Rotationsbewegungen und repetitive Reklinationsbewegungen der Halswirbelsäule (HWS) zu vermeiden und die Arbeitsposition regelmässig selbstständig zu wechseln. Fest steht, dass der ZIMB-Rheumatologe weitere quantitativen oder qualitativen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit ausdrücklich ausschloss und ein 100%-Pensum für voll zumutbar einschätzte. Dass aktenkundig zusätzliche, fachärztlich-rheumatologisch begründete Einschränkungen der Leistungsfähigkeit von diesem Gutachter sorgfaltspflichtwidrig unberücksichtigt geblieben wären, obwohl gemäss rheumatologischem ZIMB-Teilgutachten entsprechende Anhaltspunkte nach Aktenlage fehlten, wird nicht geltend gemacht. Denselben inneren Widerspruch rügt der Beschwerdeführer in Bezug auf das neurologische ZIMB-Teilgutachten. Zwar habe der Gutachter hier als Gesundheitsstörung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Migräne mit Aura diagnostiziert (E. 3), jedoch keine Quantifizierung der daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeit vorgenommen. Trotzdem habe der ZIMB-Neurologe ausgeführt, dass eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nur - aber immerhin - teilweise begründbar sei. Obwohl er zahlreiche Migräneattacken mit kurzen Ausfallzeiten für nachvollziehbar gehalten habe, sei die daraus folgende Arbeitsunfähigkeit nicht beziffert worden. Deshalb sei nicht auf das ZIMB-Gutachten, sondern auf die hausärztliche Arbeitsfähigkeitseinschätzung des med. pract. B.________ vom 25. März 2022 abzustellen, wonach der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit realistisch wohl nur noch zu 50 % arbeitsfähig sei.