Citation: 6B_1087/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich wirft B.A.________ in der Anklageschrift vom 6. Februar 2020 vor, er soll bei einem ersten Vorfall im Dezember 2017 die Beschwerdeführerin am damaligen Wohnort in Zürich aufgefordert haben, mit ihm im oberen Stock der Liegenschaft Sexfilme zu schauen. Sie habe das abgelehnt, da sie Geschlechtsverkehr nicht gewollt habe. Daraufhin habe B.A.________ sie an den Armen gepackt und in den oberen Stock gezogen. Dort habe er von ihr verlangt, dass sie "erotische Gegenstände" anziehe und ihr ein Seil um den Hals als Leine angelegt. Er habe von ihr verlangt, zu Boden zu gehen. Die Beschwerdeführerin, die bis zu diesem Zeitpunkt mitgemacht habe, habe dies abgelehnt. Daraufhin habe B.A.________ ihren Arm gepackt und sie zu Boden gezwungen, damit sie in sexuellem Kontext "auf allen Vieren" über den Boden gehe und für ihn posiere. Schliesslich habe er den Geschlechtsverkehr an ihr vollzogen, wobei sie ihn in die Schulter habe beissen müssen. Die Beschwerdeführerin habe den Geschlechtsverkehr und die übrigen sexuellen Handlungen abgelehnt, was sie B.A.________ mitgeteilt habe. Sie habe sich einzig deshalb hingegeben, weil er dies nachdrücklich verlangt habe, er sie verschiedentlich an den Haaren gerissen und ihr den Arm verdreht habe (Anklageschrift S. 2 f.).