Citation: 8C_301/2014 E. 3.2.2

3.2.2. Die Beschwerdeführerin stützte die Rückforderungsverfügung vom 4. Juni 2012 ausdrücklich auf Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG (Revision und Wiedererwägung). Sowohl aus der Verfügung als auch aus dem diese ersetzenden Einspracheentscheid geht deutlich hervor, dass die Arbeitslosenkasse auf die Auszahlung der Arbeitslosenentschädigung für die Monate November und Dezember 2009 zurückgekommen ist. Einer ausdrücklichen Erwähnung, dass mit der angeordneten Rückforderung die (formlose) Auszahlung der Arbeitslosentaggelder "aufgehoben" werde, bedurfte es bei dieser Ausgangslage nicht. Ebenso lässt sich aus der Begründung von Verfügung und Einspracheentscheid klar ersehen, dass die Verwaltung die seinerzeitige Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung im Umfang des Rückforderungsbetrags von Fr. 8'562.35 als zweifellos unrichtig erachtete, nachdem sie nachträglich Kenntnis von den in den Monaten November und Dezember 2009 vom Versicherten generierten, aber nicht gemeldeten Einkünften erlangt hatte. Zweck der Begründungspflicht ist es, sicherzustellen, dass die betroffene Person die Verfügung bzw. den Einspracheentscheid sachgerecht anfechten kann. Sie soll wissen, in welche Richtung sie überhaupt zielen muss. Es besteht kein Zweifel, dass der Beschwerdegegner gestützt auf die Angaben der Arbeitslosenkasse vorliegend wusste, wie er sich gegen die Rückforderung sachgerecht zur Wehr setzen musste. Er machte zudem zu keiner Zeit eine Verletzung der Begründungspflicht geltend.