Citation: I 701/06 05.01.2007 E. 5.2

5.2.1 Zur Arbeitsfähigkeit hat das kantonale Gericht erwogen, die von der IV-Stelle eingeholten Arztberichte vom 9. August 2004 (Dr. med. N.________), 25. August/3. September 2004 (Dr. med. H.________) und 3. September 2004 (Dr. med. R.________) seien in dieser Hinsicht nicht schlüssig. Aufgrund der in der Beilage zum Bericht der Klinik X.________ vom 15. November 2004 zusammengefassten Krankengeschichte sowie den Eingriffen vom 28./29. November 2005 (Facettengelenksinfiltrationen L5/S1 beidseits), 12. Januar 2006 (Kryorhizotomie L5/S1 beidseits) und vom 16. März 2006 (ausgedehnte Dekompression L5/S1 beidseits und transpedikuläre Spondylodese im XIA-System) sei spätestens seit April 2004 neben dem Haushalt keine Erwerbstätigkeit mehr zumutbar gewesen. Es habe - medizinisch bestätigt - eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit von 50 %, vorab bezogen auf eine angepasste ausserhäusliche Tätigkeit, bestanden. 5.2.2 Die Arztberichte der Dres. med. N.________, H.________ und R.________ vom 9. und 25. August sowie vom 3. September 2004 ergeben kein schlüssiges und konsistentes Bild über Art und Umfang der trotz des Rückenleidens zumutbaren Arbeitsfähigkeit, wie das kantonale Gericht insoweit richtig festhält. Sodann sind die Eingriffe am Rücken vom 28./29. November 2005, 12. Januar und 16. März 2005 ein Indiz dafür, dass sich der Gesundheitszustand vor Erlass des Einspracheentscheides vom 2. September 2005 verschlechtert hatte. Diese Umstände erlauben jedoch entgegen der Vorinstanz nicht den Schluss auf eine spätestens seit April 2004 durchgehende Arbeitsunfähigkeit von (mindestens) 50 %, umso weniger, als Dr. med. H.________ und Dr. med. R.________ - insofern übereinstimmend - davon auszugehen scheinen, dass in dem Leiden angepassten Tätigkeiten ein Arbeitspensum von wenigstens 50 % oder ein höheres Pensum mit einer 50%igen Leistung realisierbar wären. Nicht nachvollziehbar und aktenmässig auch nicht belegbar ist die vorinstanzliche Feststellung, dass spätestens seit April 2004 neben dem Haushalt keine Erwerbstätigkeit mehr zumutbar gewesen sei. Wollte das kantonale Gericht aus den Berichten über die Eingriffe am Rücken im November 2005, Januar und März 2006 sowie den Heilungsverlauf (Rück-)Schlüsse auf die Arbeitsfähigkeit für die Zeit bis zum Einspracheentscheid vom 2. September 2005 ziehen, hätte es somit zumindest bei den betreffenden Ärzten und Operateuren entsprechende Auskünfte einholen müssen. Dass davon oder allenfalls von weiteren Abklärungen keine verwertbaren Erkenntnisse zu erwarten waren und daher darauf verzichtet werden konnte (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b, 119 V 344 Erw. 3c), kann nicht gesagt werden. Der für die Festlegung der Arbeitsfähigkeit erhebliche Sachverhalt ist somit unvollständig festgestellt und daher für das Bundesgericht unverbindlich. 5.2.3 Die IV-Stelle wird die für eine zuverlässige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit notwendigen und geeigneten medizinischen Abklärungen (Begutachtung) vorzunehmen haben und danach, ausgehend von einer Vollerwerbstätigkeit im Gesundheitsfall, über den streitigen Rentenanspruch neu verfügen.