Citation: 1A.237/2004 29.03.2005 E. 5

5.1 Die Beschwerdeführerin 1 macht geltend, die Vorinstanz habe mit Rücksicht auf den Grundsatz von Treu und Glauben eine Praxisänderung, welche die Aufrechterhaltung der Kontosperre bis zum Abschluss des Rechtshilfeverfahren ermöglicht hätte, im laufenden Verfahren abgelehnt und die Kontosperre per 24. Juli 2003 aufgehoben. Indem sie die in der angefochtenen Verfügung genannten Bankunterlagen der ersuchenden Behörde herausgebe, ermögliche sie es dieser, die inzwischen mehrheitlich ins Ausland transferierten Vermögenswerte doch noch zu beschlagnahmen. Damit werde im Ergebnis die erwähnte Praxisänderung eben doch vollzogen, was gegen Treu und Glauben verstosse. 5.2 Die Vorinstanz hat die Kontosperre per 24. Juli 2003 aufgehoben und damit im vorliegenden Verfahren an ihrer bisherigen Praxis festgehalten. Sie tat dies, weil ihrer Ansicht nach eine Praxisänderung im laufenden Verfahren gegen Treu und Glauben verstossen hätte. Mit der Aufhebung der Sperre des Kontos konnten die Beschwerdeführer wieder frei über die sich darauf befindenden Vermögenswerte verfügen. Sie haben dies auch getan und am 25. Juli 2003 nahezu sämtliche Vermögenswerte auf andere Konten verschoben. Wenn nun die in der angefochtenen Verfügung genannten Bankunterlagen den amerikanischen Behörden herausgegeben werden, so läuft das nicht auf dasselbe hinaus, wie wenn die Kontosperre aufrechterhalten worden wäre. Wäre das der Fall, hätten die Beschwerdeführer über die auf dem Konto liegenden Vermögenswerte nie verfügen können. Die Vorinstanz hat sich gegenüber den Beschwerdeführern so verhalten, wie es diese aufgrund der bisherigen Praxis annehmen konnten, und damit den Grundsatz von Treu und Glauben beachtet. Dass die amerikanischen Behörden aufgrund der herauszugebenden Bankunterlagen gegebenenfalls ins Ausland verschobene Vermögenswerte künftig beschlagnahmen lassen können, ändert nichts daran, dass die Vorinstanz die auf dem Konto der Bank B.________ liegenden Gelder freigegeben hat. Dies geschah im Übrigen nicht deshalb, um den amerikanischen Behörden oder den Geschädigten den Zugriff auf die Vermögenswerte endgültig zu verunmöglichen. Die Argumentation der Beschwerdeführerin 1 geht daher an der Sache vorbei. Sollten die von den Beschwerdeführern ins Ausland transferierten Vermögenswerte tatsächlich beschlagnahmt werden, könnten sie sich dagegen im betreffenden Land mit den ihnen dort zur Verfügung stehenden Rechtsbehelfen zur Wehr setzen. Ein Verstoss gegen Treu und Glauben liegt auch im vorliegenden Punkt nicht vor.