Citation: 8C_424/2023 E. 5.5

5.5. Fest steht, dass bis zum Erlass des Einspracheentscheids am 14. Oktober 2021 (vgl. E. 5.3 vorne) keinerlei Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung ausstanden. Die Ausbildung zum Baumpflegespezialisten wurde nicht finanziert, da die körperlichen Anforderungen längerfristig zu hoch seien. Der Beschwerdegegner hat seine daher selbst finanzierte Umschulung am 1. Februar 2021 begonnen und - zumindest bis zum Zeitpunkt der Beschwerde vom 1. November 2021 im vorinstanzlichen Verfahren - nicht abgebrochen. So gab der Beschwerdegegner in der damaligen Beschwerdeschrift vom 1. November 2021 an, solange das Ausbildungsverhältnis bestehe und er Lohn erhalte, sei keine Übergangsrente geschuldet. Bald, "sicherlich in den nächsten Monaten", werde das Arbeitsverhältnis aber aufgelöst werden. Näheres hierzu bringt er im vorliegenden Verfahren vernehmlassungsweise nicht vor. Unbestritten wurden seitens der Invalidenversicherung erst wieder mit Schreiben vom 24. Juni 2022Eingliederungsmassnahmen gesprochen und zwar in Form von Berufsberatung. Entgegen der vorinstanzlichen Auffassung sind damit die Voraussetzungen für eine Übergangsrente im hier zu beurteilenden Zeitraum nicht erfüllt, zumal die Berufsberatung nicht geeignet ist, den Invaliditätsgrad zu beeinflussen (vgl. Urteil U 111/05 vom 20. Juni 2006 E. 2.3 und E. 5.2 vorne). Die Vorinstanz hat demnach in Verletzung von Bundesrecht auf eine Übergangsrente erkannt.