Citation: 6B_81/2021 E. 8.6.2

8.6.2. Mit Blick auf seine privaten Interessen rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe den Umstand, dass er der ethnischen Minderheit der Balkan-Ägypter angehöre, nicht genügend gewürdigt. Balkan-Ägypter seien im Kosovo struktureller und kumulativer Diskriminierung ausgesetzt. Deshalb, und auch aufgrund seines jungen Alters sowie der fehlenden familiären Unterstützung, erweise sich eine Wiedereingliederung in seinem Heimatland als schwierig und sei für ihn mit einer unzumutbaren persönlichen Härte verbunden. Der Beschwerdeführer macht weiter eine Verletzung seines Rechts auf Familie geltend und führt dazu aus, er habe eine enge Beziehung zu seinen Familienangehörigen und insbesondere zu seinen Eltern. Werde er aus seiner Kernfamilie herausgerissen, so sei auch unter diesem Gesichtspunkt eine ungerechtfertigte Härte anzunehmen. Darüber hinaus habe er im Herbst 2020 eine Lehre begonnen. Er habe auch eine Schweizer Freundin und einen intakten Freundeskreis, der ebenfalls aus Schweizern bestehe. Hinsichtlich der öffentlichen Interessen bringt der Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz habe sein Verschulden in Bezug auf die Katalogtaten als niedrig qualifiziert. Zudem habe er abgesehen vom Vorfall vom Mai 2019 keine weiteren Straftaten verübt. Bei der Würdigung seines Verhaltens berücksichtige die Vorinstanz sein junges Alter nicht hinreichend. Insgesamt sei ihm unter anderem aufgrund seines intakten sozialen Netzwerkes und seiner begonnenen Ausbildung eine positive Legalprognose zu stellen. Die öffentlichen Interessen seien nicht höher zu werten als seine privaten Interessen.