Citation: 9E_1/2023 E. 2

Mit seiner Klage wirft der Kanton Schwyz die Frage auf, in welchem Verhältnis die Gemeinwesen (Bund, Kanton und Gemeinde) die Lasten aus der pauschalen Steueranrechnung zu tragen haben, wenn die sockelsteuerbelasteten Erträge aus qualifizierten Beteiligungen im Privatvermögen nach Art. 20 Abs. 1bis des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) sowie Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) stammen und der Kanton und die Gemeinde diese Beteiligungserträge nach einer anderen Methode oder in einem anderen Ausmass entlastet als der Bund. So verhielt es sich im hier streitbetroffenen Steuerjahr 2018 insbesondere bei qualifizierten Beteiligungserträgen im Privatvermögen, die der Bund im Umfang von 60 % (vgl. Art. 20 Abs. 1bis aDBG [AS 2008 2893]), der Kanton Schwyz dagegen nur im Umfang von 50 % (vgl. § 21 Abs. 1a des Steuergesetzes des Kantons Schwyz vom 9. Februar 2000 [StG/SZ; SRSZ 172.200] in der im Steuerjahr 2018 gültigen Fassung) besteuerte.