Citation: 4A_32/2024 E. 5.5.1

5.5.1. Die Vorinstanz erwog in einer Eventualbegründung, selbst wenn man davon ausginge, die von den Beschwerdegegnern per Fax versandte Kündigung stelle auch zusammen mit dem nachgesandten Original per Post keine formgerechte Kündigung dar, so wäre die Berufung auf diesen Formmangel durch die Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (mit Verweis auf BGE 138 III 401 E. 2.4.2) unter dem Aspekt der zweckwidrigen Berufung auf das Formerfordernis als rechtsmissbräuchlich anzusehen. Denn die Fax-Übermittlung eines eigenhändig unterzeichneten Kündigungsschreibens unterscheide sich von der Zustellung des Originals nur durch den technischen Kopiervorgang (Faksimiles), womit die eigenhändige Unterschrift zu einer Faksimile-Unterschrift werde. Der Zweck der eigenhändigen Unterschrift bestehe jedoch darin, die Willenserklärung einer eindeutig identifizierbaren Person zurechnen zu können. Die Beschwerdeführerin behauptete aber gar nicht, dass E.________ (bzw. die Vermieterin) damals (trotz des beweismässig erstellten Erhalts des Faxes) tatsächlich Zweifel über die Identität der Erklärenden gehabt habe. Das sei auch nicht anzunehmen, da ihn der Beschwerdegegner 2 am 29. März 2012 telefonisch über die Kündigungsabsicht informiert habe. Die Berufung auf den Formmangel erfolge zweckwidrig und sei nicht zu hören.