Citation: 6B_900/2024 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, der Beschwerdeführer habe sich als mittelbarer Täter der mehrfachen Vergewaltigung und der mehrfachen sexuellen Nötigung zum Nachteil von D.________ schuldig gemacht. Die diesen Schuldsprüchen zugrunde liegenden Sachverhaltsfeststellungen lassen sich wie folgt zusammenfassen (vgl. Urteil, E. III.15.3 S. 47 f., E. III.17.2.4 S. 59-64, 17.3.9 f. S. 72-74, E. III.17.4.5-17.4.7 S. 76-80, E. III.17.7.5 f. S. 89-93, E. 17.8.5 f. S. 95-101) : Der Beschwerdeführer habe in seiner Beziehung zu D.________ eine systematische Terrorherrschaft aufgebaut, die von Kontrolle, Unterdrückung, Überwachung, Erniedrigung, Wutausbrüchen, Todesdrohungen und Schlägen geprägt gewesen sei. Dies habe ihm erlaubt, über sie zu bestimmen und ihr seinen Willen "aufzudrücken". Er habe sich auf die Inserate von E.________, F.________, G.________ sowie eines unbekannt gebliebenen Mannes auf einer Internetplattform mit Erotik-Kontaktanzeigen gemeldet und in der Folge mit diesen Männern sexuelle Treffen vereinbart. Er habe D.________ gezwungen, ihn an diese Treffen zu begleiten und dort sexuelle Handlungen vorzunehmen bzw. zu dulden. Konkret hätten E.________ am 22. Oktober 2020 und F.________ am 4. November 2020 D.________ gegen ihren Willen von hinten ungeschützt penetriert. Zeitgleich habe der Beschwerdeführer (im ersten Fall) sich von ihr oral befriedigen lassen bzw. (im zweiten Fall) zu seiner eigenen sexuellen Erregung zugeschaut. In der Nacht vom 12./13. November 2020 habe D.________ ihren Fuss entblössen und präsentieren müssen, währenddem sich G.________, der an Frauenfüssen (im Sinne eines sexualisierten Objektes) interessiert gewesen sei, masturbiert habe und der Beschwerdeführer zu seiner eigenen sexuellen Erregung zugeschaut, Anweisungen erteilt und das Geschehen überwacht habe. Zu einem unbekannten Zeitpunkt im Oktober 2020, jedoch vor dem 22. Oktober 2020, habe ein unbekannter Mann bei einem weiteren Treffen die Brüste von D.________ berührt. Hierauf habe D.________ gemäss den Anweisungen des Beschwerdeführers den Penis des unbekannten Mannes in den Mund genommen. Dieser habe den Finger in ihre Vagina gesteckt. Sodann habe der Beschwerdeführer Oralverkehr mit ihr verlangt, was sie befolgt habe, und der unbekannte Mann habe ihre Vagina geleckt. Die Männer hätten vor und während der Vornahme der sexuellen Handlungen nicht gewusst und auch nicht wissen müssen, dass D.________ damit nicht einverstanden gewesen sei. Sie habe eine gute Miene zum bösen Spiel machen müssen und ihnen nicht mitgeteilt, dass sie es nicht tun wolle. Sie habe gemäss ihren eigenen Aussagen vorspielen müssen, dass es ihr gefalle, da sie sonst Konsequenzen zu tragen gehabt hätte. Den anderen Männern sei weder das Paar noch die gesamte Vorgeschichte bekannt gewesen und auch der Beschwerdeführer habe sich vor ihnen nicht in einer Art und Weise verhalten, die auf eine Zwangslage von D.________ hingedeutet hätte.