Citation: 8C_50/2024 E. 4.2

4.2. Weiter stellte das kantonale Gericht fest, die Beschwerdegegnerin sei im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 6. September 2023 über 55-jährig gewesen, weshalb ihr nach der Rechtsprechung die Selbsteingliederung grundsätzlich nicht zumutbar sei. Das gelte auch im hier zu beurteilenden Fall, zumal keine nicht invaliditätsbedingte arbeitsmarktliche Desintegration vorliege und die Beschwerdegegnerin nicht besonders agil sei oder über breite Berufserfahrung oder Ausbildungen verfüge. Die Vorinstanz hielt sodann fest, der Beschwerdegegnerin seien nach ihrer Anmeldung zum Leistungsbezug und insbesondere im Zusammenhang mit der nun in Frage stehenden Rentenaufhebung keine Eingliederungsmassnahmen angeboten worden. Den medizinischen Akten lasse sich zwar eine deutliche Krankheitsüberzeugung, nicht aber ein fehlender Eingliederungswille entnehmen. Berufliche Massnahmen könnten unter anderem gerade dazu dienen, subjektive Eingliederungshindernisse im Sinne einer Krankheitsüberzeugung der versicherten Person zu beseitigen. Es sei zu berücksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin stets als Reinigungsangestellte tätig gewesen sei und somit nicht über Arbeitserfahrungen in einer ihrem Leiden angepassten Tätigkeit verfüge. Vor diesem Hintergrund sei nachvollziehbar, dass sie sich - ohne Unterstützung der Beschwerdeführerin - nicht vorstellen könne, welche andere (angepasste) Tätigkeit sie ausüben könnte.