Citation: I 674/03 21.04.2004 E. 4

Im Weiteren zu beurteilen sind die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten verminderten Arbeitsfähigkeit. Zu beachten ist hierbei, dass für den Einkommensvergleich nach Art. 28 Abs. 2 IVG die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend sind, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Vorliegend ist der frühestmögliche Beginn eines allfälligen Rentenanspruchs angesichts der durch den Unfall vom 30. Juni 1999 ausgelösten Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG auf den 1. Juni 2000 festzusetzen. 4.1 Was das hypothetische Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) im Jahre 2000 anbelangt, belief sich dieses gemäss Angaben im Arbeitgeberbericht der Briefpost Region Mitte vom 18. September 2000 ab 1. März 2000 - für ein Wochenpensum von 15 Stunden - auf Fr. 1876.35 (inklusive Bonus) monatlich. Bei ihrem Ehemann erzielte sie ab dem gleichen Zeitpunkt einen Verdienst von Fr. 26.30 pro Stunde bzw. Fr. 1052.- pro Monat (40 Stunden x Fr. 26.30) (Arbeitgeberbericht vom 24. Januar 2001). Daraus ergibt sich - Hinweise dafür, dass es sich dabei um einen zufolge der gesundheitlichen Probleme bereits verminderten Lohn gehandelt hat, bestehen nicht - ein massgebliches Einkommen von Fr. 2928.35 monatlich oder Fr. 35'140.20 jährlich. 4.2 Zur Bestimmung des trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) hat die Vorinstanz - die Beschwerdeführerin gab ihre Erwerbstätigkeiten im Dezember 2000 auf und geht seither keiner anderen Beschäftigung mehr nach - zu Recht auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) abgestellt (vgl. BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb). Der Versicherten stehen verschiedene Hilfsarbeiterstellen offen, weshalb der Zentralwert und nicht eine branchenspezifische Zahl massgeblich ist. Gemäss Tabelle TA1 der LSE 2000 beträgt dieser für im privaten Sektor einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) verrichtende Frauen bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden Fr. 3658.- monatlich oder Fr. 43'896.- jährlich. Aufgerechnet auf die im Jahre 2000 betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft, 1/2004, S. 94 Tabelle B9.2) resultiert daraus ein Einkommen von Fr. 45'871.-. Bei der Bemessung der Invalidität im erwerblichen Bereich sind sodann die Vergleichsgrössen Validen- und Invalideneinkommen im zeitlichen Rahmen der ohne Gesundheitsschaden (voraussichtlich dauernd) ausgeübten Teilerwerbstätigkeit zu bestimmen (BGE 125 V 150 Erw. 2b in fine mit Hinweisen). Nachdem die Beschwerdeführerin in einer geeigneten Beschäftigung zu 75 % arbeitsfähig ist (vgl. Erw. 3 hievor), sie aber auch im Gesundheitsfall - wie in Erw. 2 dargelegt - nur einer Teilzeitbeschäftigung im Umfang von 58 % nachginge, ist beim Invalideneinkommen ebenfalls von dieser Basis auszugehen. Dies führt zu einem Einkommen von Fr. 26'605.20 jährlich. Davon kann mit der Vorinstanz maximal ein leidensbedingter Abzug von 15 % vorgenommen werden, da die Beschwerdeführerin auf Grund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen in ihren Verdienstmöglichkeiten gegenüber unversehrten Arbeitnehmerinnen wohl doch eingeschränkt ist (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 67 ff. Erw. 4). Ein höherer Abzug, wie ihn die Versicherte fordert, ist nicht gerechtfertigt, weil sich bei Frauen, Tätigkeiten des Anforderungsniveaus 4 verrichten, insbesondere ein teilzeitlicher Beschäftigungsgrad von 50 - 74 % lohnerhöhend, jedenfalls aber nicht lohnmindernd auswirkt (vgl. Tabelle 9 der LSE 2000, S. 24). Aus der Gegenüberstellung von Validen- (Fr. 35'140.20) und Invalideneinkommen (Fr. 22'614.40) ergibt sich eine - ungewichtete - Invalidität im erwerblichen Bereich von 36 % (zur Rundung vgl. das noch nicht in der Amtlichen Sammlung publizierte Urteil R. vom 19. Dezember 2003, U 27/02).