Citation: 1C_173/2022 E. 8.8

8.8. Gemäss den vorstehenden Ausführungen ist das Linksabbiegen in die und aus der Privatstrasse der Beschwerdeführerin im Bereich der Oltnerstrasse mangels einer entsprechenden Bewilligung unzulässig (vgl. E. 5.4 hiervor). Der neue Erschliessungsplan dient demnach mit der Unterbindung dieses Abbiegens der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. Zwar kann eine solche Wiederherstellung unterbleiben, wenn die Abweichung vom Erlaubten nur unbedeutend ist oder die Wiederherstellung nicht im öffentlichen Interesse liegt (BGE 132 II 21 E. 6 mit Hinweisen). Dies trifft jedoch vorliegend nicht zu, da das strittige Linksabbiegen die Verkehrssicherheit gefährdet. Das gewichtige öffentliche Interesse an der Wahrung dieser Sicherheit vermag das entgegenstehende private Interesse der Beschwerdeführerin an der weiteren unzulässigen Nutzung ihrer Privatstrasse als Zufahrt zu ihrem Grundstück Nr. 245 nicht zu überwiegen, zumal sie die behauptete Betriebsnotwendigkeit nicht begründet. Diese Notwendigkeit ist auch nicht ersichtlich, weil das genannte Grundstück über die Bodenackerstrasse erschlossen wird und der neue Erschliessungsplan die Ausfahrt über die Privatstrasse in die Oltnerstrasse für nach rechts abbiegende Fahrzeuge zulässt, obwohl die Bodenackerstrasse als Sackgasse geplant war. Unter diesen Umständen ist ein unverhältnismässiger Eingriff in die Eigentumsgarantie der Beschwerdeführerin zu verneinen.