Citation: 9C_317/2024 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin macht in der Begründung ihrer Beschwerde nicht (mehr) geltend, keine geldwerten Leistungen ausgerichtet zu haben und aus diesem Grund keine Verrechnungssteuer zu schulden. Dies alleine würde dem Bundesgericht noch nicht verbieten, den Rückvergütungsantrag der Beschwerdeführerin dennoch aus diesem Grund gutzuheissen. Für den Standpunkt der ESTV spricht allerdings, dass die Beschwerdeführerin auch bzw. sogar an erster Stelle die Anwendung des Meldeverfahrens beantragt hat, sodass es sich im Lichte der Beschwerdebegründung rechtfertigen könnte, die beiden Anträge als einheitliches Ganzes zu betrachten. Die Frage kann hier letztlich offenbleiben. Selbst wenn die Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts grundsätzlich gegeben ist, prüft es das angefochtene Urteil nämlich praxisgemäss bloss im Lichte der vorgebrachten Argumente, solange weitere rechtliche Mängel nicht geradezu offensichtlich sind (vgl. oben E. 2.2). Die Erwägungen der Vorinstanz betreffend die geldwerten Leistungen sind auf den ersten Blick plausibel und jedenfalls nicht offensichtlich rechtsfehlerhaft. Es ist demnach im Folgenden davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im streitbetroffenen Zeitraum verrechnungssteuerpflichtige geldwerte Leistungen ausgerichtet hat.