Citation: 1A.104/2006 19.01.2007 E. 3

Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV), des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 18 KV) und des Willkürverbots (Art. 9 BV). Das Verwaltungsgericht habe die angebliche Störwirkung der Antenne nicht ausreichend begründet. Überdies habe es versäumt, die für den Bau der Antenne sprechenden öffentlichen Interessen zu berücksichtigen und eine Interessenabwägung vorzunehmen. Die Aussage des Verwaltungsgerichts, ein Betrachter nehme gleichzeitig die geschützten Objekte als auch die strittige Antenne wahr, sei offensichtlich unrichtig und widerspreche den einlässlichen Feststellungen des Baudepartements. Die geschützten Gebäude befänden sich rückwärtig zur strittigen Anlage, so dass ein Betrachter seinen Blick von den Schutzobjekten abwenden müsse, um die fragliche Antenne sehen zu können. Die vom Verwaltungsgericht angeführten Betrachtungsrichtungen vom Dorfplatz, von der Hauptstrasse Richtung Osten bzw. von der Aarauerstrasse Richtung Norden hätten für sich keinen besonderen Schutzwert, da sich aus dieser Blickrichtung keine besondere räumliche Qualität erleben und keine Einzelschutzobjekte sehen liessen. Vielmehr werde das Ortsbild in diese Blickrichtung durch den Neubau Aarauerstrasse 101, einem lieblos errichteten Neubau, stark beeinträchtigt. Das Verwaltungsgericht begründe nicht, inwiefern diese bereits vorhandene Störung des Ortsbildes durch das streitige Projekt massgeblich verstärkt werde. Sowohl der kantonale Ortsbildschutzbeauftragte als auch die Baubewilligungsbehörde und das Baudepartement seien zum Ergebnis gekommen, dass die Antenne mit dem Ortsbild verträglich sei. Es sei willkürlich, wenn das Verwaltungsgericht ohne triftige Gründe von dieser Beurteilung abweiche. Diese Rügen sind im Folgenden zu prüfen. Soweit die Beschwerdeführerin dagegen geltend macht, es bestünden diverse andere störende Bauten und Anlagen, "insb. die Signalisation eingangs Dorfplatz, Betriebe der Grundversorgung etc.", die das Verwaltungsgericht bei seinem Entscheid hätte berücksichtigen müssen, genügen diese Ausführungen den Anforderungen an die Beschwerdebegründung gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht: Weder erläutert die Beschwerdeführerin substantiiert, welche Bauten und Anlagen inwiefern das Ortsbild stören, noch legt sie dar, inwiefern es der Gemeinde möglich wäre, die Strassensignalisation auf andere Weise zu gestalten oder zu platzieren.