Citation: 8G.148/2003 12.01.2004 E. 4

In Bezug auf die Frage des Tatverdachts ist davon auszugehen, dass der Gesuchsgegner nicht geständig ist. Dies ändert jedoch nichts daran, dass ein Verdacht auf strafbare Handlungen besteht. So fragte der Gesuchsgegner anlässlich eines abgehörten Telefongesprächs mit einem Mitarbeiter der UBS diesen am 9. Dezember 2003, ob er bei ihm zwei Millionen Euro in Noten einzahlen könne. Der Bankangestellte wies ihn darauf hin, dass er die Herkunft der Banknoten "plausibel" belegen müsse. Der Gesuchsgegner entgegnete darauf, "okay, gut, ja ich muss schauen, was ich da für Dokumente herzaubern kann". In der Folge versuchte er vor der Bundesanwaltschaft am 12. Dezember 2003 zu erklären, wie seine Äusserung gegenüber dem Bankangestellten zu verstehen sei. Seine Behauptung, die er vor der Anklagekammer wiederholt, es sei um Geld gegangen, das er aus einem möglichen Verkauf seines Ferienhauses lösen könnte, überzeugt jedoch nicht. Wer sein Haus verkauft und das dabei erhaltene Geld bei einer Bank anlegen will, muss keine Dokumente "herzaubern". Dazu kommen die Aussagen verschiedener Personen, die die Gesuchstellerin einlässlich zitiert hat und auf die hier verwiesen werden kann (vgl. Gesuch S. 3/4). Ihnen ist zu entnehmen, dass gewisse Vorgänge in der Bank des Gesuchsgegners selbst für dessen Mitarbeiter merkwürdig waren. Der Gesuchsgegner hat denn auch immerhin anerkannt, dass er oder seine Bank von Dritten missbraucht worden sein könnten (Gesuch S. 4). Der Umstand, dass sich die Gesuchstellerin auf diese neueren Aussagen abstützt, ist nicht zu beanstanden, und von einer "unerlaubten fishing expedition" (Stellungnahme S. 5) kann nicht gesprochen werden. Gesamthaft gesehen besteht ein hinreichender Tatverdacht, der die Verlängerung der Untersuchungshaft rechtfertigt.