Citation: 1P.35/2001 15.02.2001 E. 3

3.- Der Beschwerdeführer rügt die "ungenügende Entscheidsdichte" der angefochtenen Verfügung. Er sei wegen der Haft gesundheitlich stark angeschlagen; er leide an Schmerzen, Verspannungen, Angstzuständen, Schlaflosigkeit usw. ; zur Erreichung der Hafterstehungsfähigkeit hätten die behandelnden Ärzte bei ihm eine Opiat-/Morphinsucht bzw. eine Medikamentenabhängigkeit bewirkt. Damit habe sich der Haftrichter in keiner Weise auseinander gesetzt. Das hätte er aber tun müssen, da die gesundheitlichen Einwirkungen der Haft auf den Inhaftierten bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit einer allfälligen Haftfortführung mitberücksichtigt werden müssten. a) Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV ergibt sich für den Richter die Pflicht, seinen Entscheid zu begründen. Er muss wenigstens kurz die wesentlichen Überlegungen darlegen, von denen er sich dabei hat leiten lassen, so dass der Betroffene den Entscheid in voller Kenntnis der Sache anfechten kann. Dabei muss sich der Richter nicht mit allen tatsächlichen Behauptungen und rechtlichen Einwänden auseinander setzen. Er kann sich vielmehr auf die für seinen Entscheid erheblichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 122 IV 8 E. 2c; 121 I 54 E. 2c je mit Hinweisen). b) Der Haftrichter legt in der angefochtenen Verfügung (S. 3) dar, seit dem letzten Haftentlassungsgesuch hätten sich keine Änderungen ergeben. Hinsichtlich der Verhältnismässigkeit der Haft und der vom Verteidiger unter diesem Aspekt erneut verneinten Hafterstehungsfähigkeit könne deshalb vollumfänglich verwiesen werden auf die Begründung in den Verfügungen der Haftrichterin vom 4. Oktober 2000 bzw. des Haftrichters vom 12. September 2000. Dort wird ausgeführt, die Hafterstehungsfähigkeit sei nicht Voraussetzung für die Anordnung bzw. Fortsetzung der Untersuchungshaft, sondern für deren Vollzug; über damit zusammenhängende Fragen habe somit nicht der Haftrichter zu entscheiden, sondern die Untersuchungsbehörde. Verwiesen wird dazu insbesondere auf Donatsch/Schmid (Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Zürich, § 58 N 9 und 92, § 70 N 18). Mit diesem Verweis auf die Verfügungen vom 4. Oktober bzw. 12. September 2000 ist der Haftrichter seiner Begründungspflicht nachgekommen. Der Beschwerdeführer wäre in der Lage gewesen, den Entscheid des Haftrichters insoweit anzufechten. Inwiefern die in den Verfügungen vom 4. Oktober bzw. 12. September 2000 vertretene und vom Haftrichter in der angefochtenen Verfügung übernommene Auffassung die verfassungsmässigen Rechte des Beschwerdeführers verletzen soll, sagt dieser jedoch nicht. Der Beschwerdeführer legt auch nicht in einer den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise dar, inwiefern die Fortsetzung der Haft wegen der geltend gemachten gesundheitlichen Störungen unverhältnismässig sei.