Citation: 8C_64/2019 E. 6.2.2

6.2.2. Der Beschwerdeführerin ist des Weiteren darin zuzustimmen, dass ein Abzug vom Tabellenlohn von 5 % vorliegend nicht angebracht ist. Denn zum einen wurde den qualitativen Einschränkungen des Beschwerdegegners mit der Wahl des Kompetenzniveaus 2 bereits Rechnung getragen. Dass ein Versicherter auf eine psychisch bedingte verstärkte Rücksichtnahme seitens Vorgesetzter und Arbeitskollegen angewiesen ist, kann nach der Gerichtspraxis in der Regel nicht als eigenständiger Abzugsgrund anerkannt werden (Urteile 9C_266/2017 vom 29. Mai 2018 E. 3.4.2; 9C_366/2015 vom 22. September 2015 E. 4.3.1 mit Hinweisen). Zum andern ist nach der neueren Praxis des Bundesgerichts ein Abzug wegen Teilzeitbeschäftigung bei Männern nicht mehr automatisch vorzunehmen. Ob sich eine entsprechende Reduktion rechtfertigt, ist stets mit Blick auf den konkreten Beschäftigungsgrad und die jeweils aktuellen Werte zu beurteilen (Urteile 8C_211/2018 vom 8. Mai 2018 E. 4.4; 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.2). Aus der hier massgebenden, gestützt auf die LSE 2012 erstellten Tabelle zu den nach Beschäftigungsgrad, Geschlecht und beruflicher Stellung differenzierten monatlichen Durchschnittsbruttolöhnen ergibt sich bei einem Beschäftigungsgrad zwischen 50 und 74 % bei Männern ohne Kaderfunktion keine Lohnminderung. Damit besteht auch unter diesem Aspekt kein Anlass für einen Tabellenlohnabzug.