Citation: 1C_129/2021 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführer entgegnen, die Vorinstanz sei im Hinblick auf die Lawinengefahr von einem falschen Sachverhalt ausgegangen. Lawinen des Dorfbergs würden ausschliesslich fernab nordöstlich ins Tal gehen. Vom Dorfberg gehe keine Lawinengefahr für die betroffenen Grundstücke aus. Der Bereich Egga sei im Nachgang zur Lawine vom 26. Januar 1968 in die Gefahrenzone aufgenommen worden. Dabei habe es sich um die Dorfbachlawine gehandelt; diese habe sich an der Bergspitze "Grünturm" nördlich des Gross Schiahorns gelöst. Die Vorinstanz habe diese Lawine nicht nur falsch dem Dorfberg zugeteilt. Sie habe auch verschwiegen, dass die Gemeinde seither Verbauungsmassnahmen ergriffen habe. Am Fuss des Grünturms seien grosse Erdkegel als Verlangsamung von Schneebewegungen in den einzig möglichen Weg der Lawine gebaut worden. Weiter unten sei auf ca. 2'200 m.ü.M. ein Erddamm errichtet worden. Dieser unterbreche die einstige Route talwärts vollständig und bilde bergwärts einen "leeren See". Dieser Stauraum sei in den letzten 50 Jahren nie auch nur annähernd von Schneemassen gefüllt worden. Dank den Schutzbauten gebe es keinen Lawinenzug mehr, der sich ins Dorfbachtobel ergiessen und den Bereich Egga gefährden könne. Auch das Vorhandensein zahlreicher Liegenschaften, die über die Eggastrasse erschlossen seien, und die Funktion dieser Strasse als Erschliessungsstrasse im Generellen Erschliessungsplan der Gemeinde würden gegen eine Lawinengefahr sprechen. Die Vorinstanz habe eine solche Naturgefahr, unter Verletzung der Regeln über die Beweislast, auf blosse Behauptung der Gemeinde hin bejaht. Zudem sei auch die Gemeinde im erstinstanzlichen Entscheid davon ausgegangen, dass die Eggastrasse wegen Lawinengefahr nur für Fahrzeuge gesperrt werde. Entgegen der Vorinstanz schränke eine allfällige Lawinengefahr die Zugänglichkeit von Grundstück Nr. 4800 über die Eggastrasse für Fussgänger nicht ein. Die Beschwerdeführer wenden sich auch gegen den Verzicht auf den vorinstanzlichen Augenschein und beantragen einen Augenschein des Bundesgerichts. Sie rügen, die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz sei offensichtlich unrichtig bzw. willkürlich und verletze den Anspruch der Beschwerdeführer auf rechtliches Gehör. Möglicherweise sei dabei auch das Gleichbehandlungsgebot missachtet worden.