Citation: 2C_406/2017 E. 3.2.6

3.2.6. Der Beschwerdeführer hatte im anschliessenden Thekengespräch die Möglichkeit, seine Sicht der Dinge deutlich zu machen und allfällige Unvollkommenheiten des Filmberichts zu korrigieren. Zwar trifft es zu, dass die Interviewpartnerin von stillen Reserven gemäss den Experten in der Höhe von 15 Millionen gesprochen hat, wobei die Zahl vielmehr vom Vertreter der "Gruppe besorgter Bürgerinnen und Bürger von Vals" genannt worden war; es hätte dem Beschwerdeführer indessen freigestanden, seine Gesprächspartnerin diesbezüglich zu korrigieren. Wenn er dies nicht getan hat, muss es sich wohl auch für ihn um einen erkennbaren untergeordneten Versprecher gehandelt haben, nachdem im Filmbericht klar dargelegt worden war, dass das Gutachten den Umfang der stillen Reserven gerade nicht beziffert und nur von Indizien für solche spricht. Es handelte sich um einen erkennbaren, vom Beschwerdeführer selber nicht korrigierten Fehler bzw. Versprecher in einem Nebenpunkt, der nicht geeignet war, die Meinungsbildung des Publikums zu verfälschen.