Citation: 5A_871/2021 E. 3.2.2

3.2.2. Das Obergericht erwog sodann, einer zusätzlichen Übergangszeit für die Rückbauplanung nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Verfahrens, wie dies die Beschwerdeführerin im oberinstanzlichen Verfahren beantragt habe, bedürfe es nicht. Das Gesetz sehe nicht vor, dass vor der Anordnung einer Vollstreckungsmassnahme eine Fristansetzung zur Erfüllung erfolgen müsse. Im Einzelfall könne es der Verhältnismässigkeitsgrundsatz aber gebieten, dem Vollstreckungsbeklagten noch eine kurze Frist zum freiwilligen Vollzug einzuräumen. Der Beschwerdeführerin hätten 39 Monate (28. Juni 2017 bis 30. September 2020) zur Verfügung gestanden, um ein bewilligungsfähiges Bauprojekt zu planen und umzusetzen. Ein weitergehender Vollstreckungsaufschub als der bereits vorinstanzlich eingeräumte erscheine daher nicht angebracht.