Citation: U 303/01 23.07.2002 E. 2.3

Die SUVA hat im Einspracheentscheid vom 30. Juni 2000 Lohnzahlen aus ihrer Dokumentation über die Arbeitsplätze (DAP) herangezogen und darauf basierend ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 48'100.- festgelegt. Die Vorinstanz ihrerseits hat wegen Zweifeln an der Zumutbarkeit einzelner der in den DAP-Blättern beschriebenen Tätigkeiten einen Einkommensvergleich auf Grund von Tabellenlöhnen aus der Schweizerischen Lohnstukturerhebung (LSE) durchgeführt und ist dabei, unter Zugrundelegung der ganztägigen Ausübung einer Tätigkeit des Anforderungsniveaus 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) auf ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 48'941.- gekommen. Im Vergleich zum richtig ermittelten hypothetischen Valideneinkommen von Fr. 61'620.- ergab sich eine Einbusse von 20,57 %. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, die Erhebung des Valideneinkommens auf Grund eines Berichtes eines Aussendienstmitarbeiters der SUVA sei unter Verletzung des rechtlichen Gehörs des Beschwerdeführers geschehen. Die Beschwerdeschrift erläutert nicht, worin die Verletzung des rechtlichen Gehörs bestehen soll. Sie ist auch aus den Akten nicht erkennbar. Die Tatsache, dass die SUVA dem Einspracheentscheid vom 30. Juni 2000 neue DAP-Blätter beilegte (vgl. Einspracheentscheid S. 5 Erw. 2d), die der Beschwerdeführer bis dahin nicht kannte, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle, da den DAP-Blättern für die Ermittlung des Valideneinkommens vorliegend keine Bedeutung zukommt. Mit Bezug auf das Invalideneinkommen wird in der Verwaltungs-gerichtsbeschwerde vorgebracht, dieses sei, entsprechend der Berechnung der IV, auf höchstens Fr. 25'932.- anzusetzen. Von dieser Berechnung aber kann, wie dargelegt (vgl. Erw. 2b), nicht ausgegangen werden. Vielmehr ist, wie das die Vorinstanz getan hat, eine ganztägige Beschäftigung in einer behinderungsangepassten Tätigkeit vorauszusetzen. Die Vorinstanz hat sodann die Summe der behinderungsbedingt zu erwartenden Lohnnachteile auf 10 % des Jahreslohnes geschätzt und einen entsprechenden Abzug vorgenommen. Bei der Bestimmung des Abzuges handelt es sich naturgemäss um einen Ermessensentscheid. Es liegen keine der nach der Rechtsprechung (BGE 126 V 81 Erw. 6 mit Hinweisen) erforderlichen Gründe für ein Eingreifen in die Ermessensausübung vor, sodass es beim von der Vorinstanz vorgenommenen Abzug von 10 % bleibt. Dementsprechend ist das vom kantonalen Gericht errechnete Invalideneinkommen von Fr. 48'941.- zu bestätigen. Damit ergibt sich, dass im angefochtenen Entscheid sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen richtig eingeschätzt worden sind und der berechnete Invaliditätsgrad von 20.57 % zutrifft.