Citation: 6B_1226/2023 E. 2.4

2.4. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer zum Tatzeitpunkt an einer schweren psychischen Störung im Rechtssinne (paranoide Schizophrenie, episodisch, mit zunehmendem Residuum [ICD-10 F20.01], und schädlicher Gebrauch von Alkohol und multiplen Substanzen [ICD-10 F10.1, F19.1] bei mittelgradiger Störung) litt und weiterhin leidet, mit der die von ihm begangenen Taten in Zusammenhang stehen. Erstellt ist zudem, dass der Beschwerdeführer therapiebedürftig ist, und dass sich der bestehenden hohen Gefahr weiterer mit seiner schweren psychischen Störung in Zusammenhang stehender Eigentums-, Drogen-, aber auch (sexueller) Gewaltdelikte durch eine stationäre therapeutische Behandlung grundsätzlich begegnen lässt. Es kann auf die diesbezüglichen Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden (Urteil S. 30 ff.). Umstritten ist demgegenüber die Verhältnismässigkeit einer stationären therapeutischen Massnahme, einerseits deren Eignung, mithin die Frage, ob sich durch eine solche Massnahme über die Dauer von fünf Jahren eine tatsächliche Reduktion des Rückfallrisikos erreichen lässt, bzw. ob diesbezüglich ein hinreichendes Gutachten vorliegt, und andererseits die Verhältnismässigkeit im engeren Sinne.