Citation: 8C_728/2019 E. 3

Die Parteien sind sich einig, dass die Beschwerdeführerin gestützt auf das Gutachten des Prof. Dr. med. B.________ vom 7. Oktober 2016 in ihrer Arbeitsfähigkeit im erwerblichen Bereich seit Juni 2013 zu 50 % eingeschränkt ist. In Bezug auf die umstrittene Statusfrage hielt das kantonale Gericht fest, aufgrund der eindeutigen Angaben der Versicherten im Rahmen der Haushaltsabklärung vom 5. Dezember 2017 sei spätestens ab dem 1. Januar 2018 von einer 80%igen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall auszugehen. In welchem Umfang die Versicherte als Gesunde im Zeitraum vom September 2014 bis Dezember 2017, während welcher der Ehemann der Beschwerdeführerin arbeitslos gewesen sei, erwerbstätig gewesen wäre, könne offen bleiben. Die im Bericht der Haushaltsabklärung vorgenommenen Einschätzungen der Einschränkungen in den verschiedenen Berichten seien schlüssig begründet, nachvollziehbar und nicht zu beanstanden. Demnach bestehe eine Einschränkung im Aufgabenbereich von 25.5 % zuzüglich einer solchen von 15 % wegen der Wechselwirkungen aufgrund der Betreuungspflichten. Vom Beizug der Akten der Spitex seien keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abgesehen werden könne. Die Vorinstanz bestätigte gestützt auf die bis Ende Dezember 2017 geltende Rechtslage eine erwerbliche Einschränkung von 37.5 %. Gewichtet mit einer Erwerbstätigkeit von 80 % und einer solchen von 20 % im Haushalt ergebe das einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 38 %. Unter Berücksichtigung des auf den 1. Januar 2018 in Kraft getretenen neuen Berechnungsmodells für Teilerwerbstätige mit Aufgabenbereich (Art. 27bis Abs. 2-4 IVV) ergebe sich auf diesen Zeitpunkt hin eine erwerbliche Invalidität von 40 %. Bei einem Invaliditätsgrad von gesamthaft höchstens 48 % (falls die im Haushaltsbericht festgestellte Wechselwirkung von 15 % weiterhin berücksichtigt würde) bestehe ab 1. Januar 2018 ein Anspruch auf eine Viertelsrente.