Citation: 8C_634/2022 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz stellte fest, gemäss Dispositiv ihres früheren rechtskräftigen Entscheides vom 18. Oktober 2017 sei die Beschwerdegegnerin zwar zur Leistungsausrichtung auch über den 21. September 2004 verpflichtet worden. Den Erwägungen sei indessen zu entnehmen, dass sie ein Dahinfallen des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen einem allfälligen Post-Lyme-Syndrom und dem Zeckenbiss per 21. September 2004 als nicht erstellt erachtet und aus diesem Grund die Leistungseinstellung per 21. September 2004 als unzulässig erachtet habe. Die Beschwerdegegnerin habe den Entscheid somit zu Recht dahingehend interpretiert, dass es sich in der Sache nicht um eine Gutheissung im Sinne der beantragten Leistungszusprechung, sondern um eine Rückweisung zu weiteren Abklärungen und zur erneuten Beurteilung der Anspruchsvoraussetzungen ab 21. September 2004 gehandelt habe. Gestützt auf das zwischenzeitlich erstattete, voll beweiskräftige asim-Gutachten sei die Unfallkausalität aus somatischer Sicht bereits Anfang Oktober 2001 gänzlich weggefallen. Soweit die Gutachter eine chronifizierte Schmerz- beziehungsweise Beschwerdeverarbeitungsstörung im Sinne einer reaktiven sekundären psychischen Erkrankung diagnostiziert hätten, sei der gesondert zu prüfende adäquate Kausalzusammenhang ohne Weiteres zu verneinen. Der Zeckenstich sei als leichter Unfall zu qualifizieren und als solcher nicht geeignet, eine psychische Fehlentwicklung zu verursachen.