Citation: 2C_986/2020 E. 4.2

4.2. Der Bundesrat hat per 1. Juli 2018 die Änderung des Ausländer-gesetzes vom 16. Dezember 2016 in Kraft gesetzt (AS 2018 733, 737). Seither regelt Art. 61a AIG in Ausführung des FZA das Erlöschen des Aufenthaltsrechts sowie den Zugang zur Sozialhilfe für Staatsangehörige der EU/EFTA-Mitgliedstaaten, die ursprünglich eine Aufenthalts- oder Kurzaufenthaltsbewilligung zur Ausübung einer unselbständigen Erwerbstätigkeit erhalten haben und deren Arbeitsverhältnis unfreiwillig beendet wird (vgl. Botschaft zur Änderung des Ausländergesetzes vom 4. März 2016, BBl 2016 3007 ff., 3054 f.). Da das Verfahren auf Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers mit dem Schreiben des kantonalen Migrationsamtes vom 15. Oktober 2018 eingeleitet wurde (vgl. Sachverhalt lit. A), kommt vorliegend Art. 61a AIG in intertemporalrechtlicher Hinsicht zur Anwendung (vgl. Art. 126 Abs. 1 AIG).