Citation: 6B_238/2013 E. 7.2.4

7.2.4. In Bezug auf den Beschuldigten D.________ hält die Vorinstanz fest, dass dieser - wie die übrigen Beschuldigten - frei in der Entscheidung war, wen er mit welchen Mengen Zigaretten belieferte, und dass weder die italienischen Händler noch die laut Anklage von diesen repräsentierten kriminellen Organisationen Einfluss auf diese Entscheidung hatten. Die Anklage unterscheide auch in diesem Punkt nicht zwischen den kriminellen Organisationen Camorra und SCU einerseits und den von ihr als kriminell bezeichneten "Clans" andererseits, die als solche nur dem illegalen Zigarettenschwarzhandel nachgingen, aber keine kriminellen Organisationen im Sinne des Gesetzes waren. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dass der Beschuldigte D.________ nicht die kriminellen Organisationen belieferte, sondern allenfalls im illegalen Zigarettenhandel tätige Clans, die jedoch keine kriminellen Organisationen im Sinne des Gesetzes waren (Urteil E. 2.9 S. 266 ff.).