Citation: 6B_1040/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz bejaht die Qualifikationsmerkmale des Mordes mehrfach. Sie erachtet insbesondere die Art und Weise der Tatbegehung als besonders skrupellos. Heimtückisch sei, dass der Beschwerdeführer seine ehemalige Lebenspartnerin unter einem Vorwand - der angeblichen Übergabe von Pass und Geld - zu einem Treffen verleitet und überdies D.________ beigezogen habe, im Wissen darum, dass seine ehemalige Lebenspartnerin nicht bereit gewesen wäre, ihn alleine zu treffen. Besonders grausam sei, dass der Beschwerdeführer die Waffe in seiner Akten- bzw. Laptoptasche mitgenommen, diese zu sich gerichtet geöffnet auf den Tisch vor sich hingelegt habe und diese somit sofort griffbereit gewesen sei. Nach einem kurzen Gespräch habe er die Waffe gezückt. Er habe sogleich und aus kurzer Distanz auf die ahnungs- sowie wehrlose ehemalige Lebenspartnerin geschossen. Zudem habe er sie in eine auswegslose Situation versetzt, da sie angesichts der engen Platzverhältnisse im Wohnzimmer und des sich bei den ersten beiden Schüssen in Schussrichtung rechts vom Beschwerdeführer befindlichen Ausgangs vorerst keine Möglichkeit zur Flucht gehabt habe. Zumindest bei den ersten beiden Schüssen habe er auf den Bereich des Kopfes und des Oberkörpers der ehemaligen Lebenspartnerin gezielt. Ein besonderes Mass an Gefühlskälte sieht die Vorinstanz auch darin, dass der Beschwerdeführer schoss, bis das Magazin seiner Waffe leer war. Überdies stuft die Vorinstanz als kaltblütig ein, dass der Beschwerdeführer auf seine ehemalige Lebenspartnerin geschossen habe, als diese bereits verletzt und wehrlos am Boden gelegen sei. Zudem seien sowohl die gemeinsame siebenjährige Tochter wie auch D.________ in den Flur getreten und hätten die Tat mitansehen müssen. Ebenso wenig habe er sich weder von den Schreien seiner ehemaligen Lebenspartnerin noch jenen der Tochter oder von D.________ von seinem Vorbringen abhalten lassen. Die Vorinstanz erwägt, die Beweggründe des Beschwerdeführers, Eifersucht und Rache, seien verwerflich und zeigten eine extreme Geringschätzung des Lebens seiner ehemaligen Lebenspartnerin. Er habe in höchstem Masse selbstgerecht und krass egoistisch gehandelt. Eine gewisse Verzweiflung und Hilflosigkeit schliesse die Erfüllung des Tatbestands des Mordes nicht aus. Die Vorinstanz qualifiziert das Handeln des Beschwerdeführers als direktvorsätzlich. Er habe die Waffe bewusst und im Wissen um die Gefährlichkeit eingesetzt und mit seinem Vorgehen seine Entschlossenheit manifestiert, die ihm schutzlos ausgelieferte ehemalige Lebenspartnerin zu töten. Der Beschwerdeführer habe seine Tat geplant, seinen Tatplan umgesetzt und sämtliche Schüsse aus nächster Nähe abgegeben. Sein Vorsatz habe die besondere Skrupellosigkeit des Vorgehens umfasst. Es sei ihm bewusst gewesen, dass seine Beweggründe keinesfalls eine Tötung rechtfertigen würden und die Art der Tatausführung besonders verwerflich sei. Der Tod seiner ehemaligen Lebenspartnerin sei nicht eingetreten, was einzig dem Zufall zu verdanken gewesen sei.