Citation: 1C_244/2020 E. 4.4.2

4.4.2. Das BAFU erachtet die Erkenntnisse aus der Referenzmessung als übertragbar auf den umstrittenen Standort und hält zusätzliche Messungen nicht für nötig. Die Prognoseunsicherheiten würden im üblichen Bereich liegen. Die lokalen Gegebenheiten (Topografie) seien durch das geometrische Geländemodell berücksichtigt, welches als Grundlage für die Berechnung der Immissionen diene. Das BAFU geht aufgrund der aktenkundigen Pläne und der Karten auf dem Kartenportal des Bundes von einer Steigung auf dem strittigen Gelände von rund 6,6 % aus. StL-86+ berücksichtige eine Steigungskorrektur ab einer Steigung von 3 %, wobei diese Korrektur für den heutigen Fuhrpark zu hoch sei, weil die Fahrzeuge seit der Einführung von StL-86+ stärker geworden seien. Auch unter Berücksichtigung des (konservativen) Korrekturwerts nach StL-86+ von 1,85 dB (A) bei einem Gefälle von 6,6 % würden die Planungswerte immer noch an sämtlichen Immissionsorten eingehalten. Die Berücksichtigung einer allfälligen Steigung wirke sich, soweit diese aufgrund des geometrischen Geländemodells nicht bereits Eingang in die Berechnungen gefunden habe, im Resultat nicht auf die lärmrechtliche Beurteilung des Projekts aus. Bezüglich der Fahrzeugtypen nehme die Lärmberechnung Bezug auf das Verkehrsaufkommen und die Fahrzeugtypen gemäss Betriebskonzept. Das BAFU stimmt ferner mit der Vorinstanz überein, dass ein wesentlicher Teil der Rangiergeräusche nicht vom konkreten Lastwagentyp abhänge. Der Beurteilungspegel liege 4 dB (A) unter den Planungswerten für die Nacht bei dem am meisten von Rangiergeräuschen betroffenen Immissionspunkt auf Parzelle Nr. 3042. Bei einer solchen "Reserve" sei nicht anzunehmen, dass die Planungswerte wegen unzulänglich prognostizierter Rangiergeräusche nicht eingehalten sein könnten.