Citation: 5A_515/2010 27.09.2010 E. 2

2.1 Vor Bundesgericht macht der Beschwerdeführer geltend, das Obergericht habe Art. 125 ZGB verletzt, indem es seine nacheheliche Unterhaltsverpflichtung bis zu seinem Eintritt in das AHV-Alter festgesetzt habe, obwohl es der Beschwerdegegnerin möglich und zumutbar sei, ab 1. Mai 2019 wieder voll erwerbstätig zu sein und damit ab diesem Zeitpunkt selbst für ihren Unterhalt aufzukommen. 2.2 Die vom Beschwerdeführer angerufene Eigenversorgungskapazität der Beschwerdegegnerin hängt massgebend davon ab, ob sie zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit verpflichtet werden kann. Dabei stellt die effektive Erzielbarkeit im Sinne der Möglichkeit eines Erwerbseinkommens eine Tatfrage dar. Hingegen ist es eine Rechtsfrage, ob die Erzielung angesichts der Tatsachenfeststellungen als zumutbar erscheint (BGE 128 III 4 E. 4c/bb S. 7; 126 III 10 E. 2b S. 12 f.).