Citation: 6B_1118/2017 E. 1.3.4

1.3.4. Der Inhalt eines Vertrags bestimmt sich in erster Linie durch subjektive Auslegung, das heisst nach dem übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen (Art. 18 Abs. 1 OR). Erst wenn eine tatsächliche Willensübereinstimmung unbewiesen bleibt, sind zur Ermittlung des mutmasslichen Parteiwillens die Erklärungen der Parteien aufgrund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umständen verstanden werden durften und mussten. Die subjektive Vertragsauslegung beruht auf Beweiswürdigung und kann vor Bundesgericht nur im Rahmen von Art. 97 Abs. 1 BGG gerügt werden. Dasselbe gilt für die vorinstanzlichen Feststellungen über die äusseren Umstände sowie das Wissen und Wollen der Beteiligten im Rahmen der Auslegung nach dem Vertrauensprinzip (Urteil 9C_305/2017 vom 20. Februar 2018 E. 6.2.2, zur Publikation vorgesehen; BGE 142 III 671 E. 3.3 S. 675; 140 III 86 E. 4.1 S. 90 f.; 138 III 659 E. 4.2.1 S. 666 f.; je mit Hinweisen). Die Vorinstanz verneint eine Treuhand- oder Kontrollpflicht der Bank I.________. Sie argumentiert, die Treuhandpflichten würden nach dem klaren Wortlaut der GU-Vereinbarungen nur die X.________ GmbH als Generalunternehmerin treffen (angefochtenes Urteil S. 39 f. und 44). Der Beschwerdeführer setzt sich damit nicht substanziiert auseinander, sondern behauptet pauschal, auch die Bank I.________ hätte dafür sorgen müssen, dass die Überweisungen der Bauherren ausschliesslich zur Bezahlung von wertvermehrenden Bauarbeiten, Werklieferungen und Honorare für Architekten verwendet werden. Die Argumentation des Beschwerdeführers hätte zur Konsequenz, dass es der Bank I.________ entgegen den allgemeinen Geschäftsbedingungen untersagt gewesen wäre, dem Geschäftskonto der X.________ GmbH nach den Zahlungseingängen der Bauherren weiterhin Zinsen und Amortisationen zu belasten. Davon konnte der Beschwerdeführer gemäss den willkürfreien vorinstanzlichen Feststellung nicht ausgehen.