Citation: 1C_56/2021 E. 4.2.3

4.2.3. Die Vorinstanz hat kein vollständiges Wegfallen der Aussicht durch die geplante Baute angenommen, sondern unter Hinweis auf in den Akten liegende Fotografien festgehalten, dass die Aussicht des Beschwerdegegners von seiner Dachterrasse aus stark beeinträchtigt wird und ihm insbesondere der Blick in die Alpen grösstenteils genommen wird. Diese Annahme ist weder aktenwidrig noch willkürlich. Richtig ist, dass die Vorinstanz das Interesse des Beschwerdegegners am Erhalt der Aussicht und insbesondere des freien Blicks in die Alpen von dessen Dachterrasse aus stark gewichtete. Daneben berücksichtigte sie, dass das umstrittene Bauvorhaben störende Einblickmöglichkeiten auf die Terrasse des Beschwerdegegners bzw. in dessen Wohnung ermöglichen würde, was freilich nicht allzu schwer wiege. Die von der Vorinstanz in diesem Zusammenhang angestellten Überlegungen sind nachvollziehbar und jedenfalls nicht offensichtlich unhaltbar. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdegegner seinerseits erst im Jahr 1996 einen Dachgeschossaufbau errichtet hat, ihm die freie Sicht auf die Alpen von diesem aus erhalten bleiben mag und er seine Dachterrasse angeblich nur in den Sommermonaten nutzt. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach das Interesse des Beschwerdeführers an der Ausschöpfung der baulichen Möglichkeiten gegen die genannten nachbarlichen Interessen nicht anzukommen vermag, beruht nach dem Ausgeführten nicht auf einer offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung und ist im Ergebnis jedenfalls nicht willkürlich.