Citation: 9C_373/2022 E. 5

Das kantonale Gericht bejahte die Voraussetzungen für eine Haftung des Beschwerdeführers nach Art. 52 AHVG. Der Beschwerdeführer bringt dagegen im Wesentlichen vor, es treffe zwar zu, dass er bei einer rein formellen Sicht als Organ der konkursiten Gesellschaft geamtet habe, in der Realität sei er jedoch zu keinem Zeitpunkt mit geschäftsführenden Aufgaben betraut gewesen. Wie es sich damit verhält, kann vorliegend jedoch offenbleiben, erweist sich doch der Einwand als im Vornherein unbehelflich: Wer - etwa weil er als Strohmann eingesetzt wurde - als formelles Organ seinen gesetzlichen Verpflichtungen nicht nachkommt, begeht praxisgemäss eben durch das Nicht-Wahrnehmen seiner Überwachungspflichten eine grobe Fahrlässigkeit (Urteil 9C_722/2015 vom 31. Mai 2016 E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). Diese Pflichten bestehen unabhängig von der Frage, wie die Vertretung der Gesellschaft gegen aussen (und das Führen der rechtsverbindlichen Unterschrift für diese) geregelt ist. Die diesbezüglichen Vorbringen des Beschwerdeführers sind somit zu seiner Entlastung nicht geeignet, weshalb die Vorinstanz von Weiterungen zur Frage, welche Tätigkeiten er für die Gesellschaft tatsächlich ausführte, absehen durfte. Entsprechend ist seine Beschwerde abzuweisen.