Citation: 5P.65/2006 19.06.2006 E. 3

Die Beschwerdeführer machen im Wesentlichen geltend, sie seien von der Aufsichtsbehörde nicht über deren Absicht informiert worden, dass die Beschwerde gestützt auf den mittlerweile (am 13. Dezember 2005) von ihnen und dem Konkursamt unterzeichneten Kaufvertrag als teilweise gegenstandslos abzuschreiben sei. Entgegen der Auffassung der Aufsichtsbehörde sei das Rechtsbegehren nicht teilweise erfüllt worden. Indem ihnen die Aufsichtsbehörde kein Recht auf Stellungnahme gegeben habe, bevor die Beschwerde als teilweise gegenstandslos erklärt wurde, sei ihr Anspruch auf das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV verletzt worden. 3.1 Die Aufsichtsbehörde hat festgehalten, dass die Beschwerde, selbst wenn diese nicht "gegenstandlos" geworden wäre und die Tatsache der Vertragsunterzeichnung vom 13. Dezember 2005 nicht berücksichtigt würde, abgewiesen werden müsse. Nach dem Inhalt des angefochtenen Entscheides hat die Aufsichtsbehörde die Rechtsbegehren Ziffern 1 und 2 in einer selbständigen Begründung materiell beurteilt. Liegt auch eine materielle Beurteilung des Rechtsstreites vor, können sich die Beschwerdeführer nicht mit der Rüge begnügen, der formellen Erledigung hafte ein Verfassungsmangel an. Das Bundesgericht hebt in einem solchen Fall den angefochtenen Entscheid nur auf, wenn auch die materielle Begründung die verfassungsmässigen Rechte der Beschwerdeführer verletzt (vgl. BGE 119 Ia 13 E. 2 S. 16). 3.2 Die Beschwerdeführer machen geltend, die Gehörsverletzung habe sich trotz dieser Eventualbegründung ausgewirkt. Sie übergehen allerdings, dass hier die Aufsichtsbehörde - wie dargelegt - die Rechtsbegehren Ziffern 1 und 2 in einer selbständigen materiellen Begründung abgewiesen hat, ohne auf die Tatsache der Vertragsunterzeichnung vom 13. Dezember 2005 abzustellen. Insoweit werfen die Beschwerdeführer der Aufsichtsbehörde vergeblich vor, dass diese sich auf eine entscheidrelevante Tatsache abgestützt habe, zu welcher sie sich nicht hätten äussern können, und der Vorwurf, die Aufsichtsbehörde habe ihr Recht auf Teilnahme am Verfahren bzw. Art. 29 Abs. 2 BV (vgl. BGE 126 V 130 E. 2b S. 131) verletzt, ist daher unbegründet. Dass die selbständige materielle Begründung, welche zur Abweisung der Rechtsbegehren Ziffern 1 und 2 geführt hat, gegen andere verfassungsmässige Rechte verstosse, behaupten die Beschwerdeführer selber nicht. Die Rüge, dass der Entscheid inhaltlich falsch sei, kann im vorliegenden Verfahren nicht gehört werden, sondern kann mit Beschwerde gemäss Art. 19 SchKG überprüft werden (Art. 84 Abs. 2 OG). Insoweit kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. 3.3 Nach dem Dargelegten hält die Begründung des angefochtenen Entscheides der Rüge der Verfassungsverletzung stand (BGE 119 Ia 13 E. 2 S. 16). Bei diesem Ergebnis erübrigen sich - was die andere Begründung betrifft, mit welcher die Rechtsbegehren Ziffern 1 und 2 als gegenstandslos erachtet wurden - Erörterungen, ob den Beschwerdeführern Gelegenheit zur Stellungnahme über die beabsichtigte Abschreibung des Rechtsstreits hätte gegeben werden müssen.