Citation: 4A_29/2024 E. 4.1

4.1. Mit dieser für das Verständnis des angefochtenen Entscheides zentralen Unterscheidung setzt sich die Beschwerde nicht rechtsgenüglich auseinander. Die Beschwerdeführerin stützt die von ihr behauptete Abrede betreffend Rügemodalitäten vielmehr ganz wesentlich auf Äusserungen der Parteien vor dem Herbst 2018, die gemäss den Feststellungen der Vorinstanz das Schadensbild 1 betreffen. Sie geht nicht hinreichend darauf ein, weshalb dieser Korrespondenz entgegen der Ansicht der Vorinstanz auch für das Schadensbild 2 Bedeutung zukommen soll. Zwar stellt die Beschwerdeführerin die Äusserungen vor dem Auftreten des Schadensbilds 2 in Zusammenhang mit Äusserungen nach dessen Auftreten. Den Begründungsanforderungen genügt sie damit aber nicht, da sie auf das Argument der Vorinstanz, die Notwendigkeit, bei vorhandenen Mängeln den Lack zeitnah zu überarbeiten, setze eine zeitnahe Mängelrüge voraus, nicht hinreichend eingeht. Bereits insoweit ist die Beschwerde mangelhaft begründet. In der Beschwerdereplik findet sich allerdings eine Entgegnung zum Einwand der Beschwerdegegnerin, ihr Verhalten im Zusammenhang mit den Rügemodalitäten betreffend das Schadensbild 1 habe unbeachtlich zu bleiben. Es war aber bereits die Vorinstanz, die festhielt, die Ausführungen der Beschwerdeführerin zur Kommunikation zwischen den Parteien zu einem Zeitpunkt vor dem Herbst 2018 liefen bezüglich allfälliger Mängelrügen ins Leere. Damit gab nicht erst die Beschwerdeantwort, sondern bereits der angefochtene Entscheid Anlass zu entsprechenden Ausführungen. Damit sind die Vorbringen in der Beschwerdereplik verspätet und nicht zu hören (vgl. E. 1.2 hiervor). Der Beschwerde wäre aber auch davon unabhängig kein Erfolg beschieden.