Citation: 7B_734/2023 E. 4.2

4.2. Das forensisch-psychiatrische Gutachten von Dr. med. C.________ vom 20. August 2019, auf das die Vorinstanz ihren Befund stützt, stellt beim Beschwerdeführer unter anderem eine akute Alkoholintoxikation bei vorbestehendem Abhängigkeitssyndrom von Alkohol im Tatzeitpunkt fest. Er geht von einer mittelgradigen Berauschung und als Folge davon von einer mittelgradigen Einschränkung der Schuldfähigkeit aus. Die Einsichtsfähigkeit sei dabei nicht aufgehoben gewesen, die Steuerungsfähigkeit jedoch deutlich verringert (kantonale Akten pag. 401 ff., 409 ff. und 415 f.). Die Vorinstanz führt dazu aus, auf den ersten Blick möge dies bei der festgestellten Alkoholkonzentration im Blut von 2.32-3.29 o/oo erstaunen. Laut dem Sachverständigen sei aber nicht nur auf die Blutalkoholkonzentration abzustellen. So beachte der Experte auch den Vorlauf zum Anlassdelikt, namentlich die vorausgegangenen Streitigkeiten und die vorhandene Datenlage (unter anderem Gereiztheit, Neigung zu aggressivem Reagieren, Impulsivität und erhöhte Risikobereitschaft). Der Beschwerdeführer sei geübter Trinker gewesen. Die Beschwerdegegnerin 2 habe nicht realisiert, wie stark betrunken der teilweise heimlich konsumierende Beschwerdeführer beim Zubettgehen gewesen sei. Auch der Polizist habe bei der nachträglichen Probeentnahme festgehalten, es seien keine grösseren äusseren Anzeichen von grossem Alkoholkonsum erkennbar. Ferner habe der Gutachter Gedankengänge beachtet, die der Beschwerdeführer zum Tatzeitpunkt gemacht habe, ebenso den Umstand, dass er unmittelbar nach der Tat sichtbar schockiert gewesen sei.