Citation: 4C.320/2002 03.02.2003 E. 2

2.1 Die Beklagte bestreitet zunächst die Passivlegitimation. Die Vorinstanz sei fälschlicherweise davon ausgegangen, es sei dem Kläger gelungen, die Passivlegitimation der Beklagten in der vorliegenden Streitsache zu beweisen. Die Vorinstanz habe damit Art. 8 ZGB verletzt. 2.2 Im vorliegenden Fall liegt kein Problem der Beweislastverteilung nach Art. 8 ZGB vor, da die Vorinstanz den Vertragsabschlusswillen der Beklagten unter dem Gesichtspunkt des Vertrauensprinzips prüft. Die Vorinstanz verweist im Wesentlichen auf die Erwägungen des Kantonsgerichts. Dieses stellte fest, dass für den tatsächlichen Vertragsabschlusswillen der Beklagten kein Beweis vorliegt, dass die Äusserungen der Beklagten aber objektiv als Ausdruck eines entsprechenden Willens verstanden werden durften. Soweit die Beklagte Rügen vorbringt, die sich gegen die tatsächlichen Feststellungen und gegen die Beweiswürdigung der Vorinstanzen richten, ist sie nicht zu hören. Das Bundesgericht ist an die tatsächlichen Feststellungen des kantonalen Sachgerichts gebunden (Art. 43 Abs. 3, 55 Abs. 1 lit. c, 63 Abs. 2 OG). Für eine blosse Kritik an der Beweiswürdigung der Vorinstanz ist die Berufung ausgeschlossen (BGE 126 III 388 E. 8 S. 389). 2.3 Weiter zeigt die Beklagte nicht rechtsgenüglich auf, und es ist auch nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz das Verhalten der Beklagten unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben falsch auslegt. Die Vorinstanz verweist auf eine von der Beklagten verfasste Besprechungsnotiz vom 23. Juni 1998, woraus sich ergibt, dass der Kläger der Beklagten eine Auftragsbestätigung einreichen und monatlich an die Beklagte fakturieren sollte und dass die Beklagte die Rechnungen bezahlen würde. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz daraus schliesst, dass der Kläger aufgrund dieser Äusserungen nach Treu und Glauben vom Vorliegen eines Vertragsabschlusswillens der Beklagten ausgehen durfte. 2.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Rüge der Beklagten in Bezug auf die Passivlegitimation unbegründet und die Berufung insoweit abzuweisen ist.