Citation: 5A_723/2017 E. 5.3.2

5.3.2. Aus den Kollokationsverfügungen geht u.a. hervor, dass der von den Beschwerdeführerinnen geltend gemachte Loss nicht nachvollzogen werden könne sowie nicht belegt und im Übrigen nicht gerechtfertigt sei. Nach dem 1992 ISDA MA haben die Parteien bei vorzeitiger Beendigung so schnell wie möglich ("or as soon as reasonably practicable") die daraus entstehende Zahlungspflicht zu berechnen und der Gegenseite in einer Abrechnung ("Statement") mitzuteilen; die Offenlegung der Berechnungsmethode und der Details über die Berechnung soll eine nachvollziehbare Überprüfung ermöglichen (vgl. REINER, ISDA Master Agreement, 2013, § 6 Rz. 50). Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass das Calculation Statement nach Treu und Glauben Transparenz schaffen muss, d.h. unverzüglich und ohne dass der Beizug von Finanzexperten (als Gutachter) nötig wäre. Der Erwägung des Obergerichts ist zu entnehmen, dass es die Konkurseingaben vom 27. Februar 2009 den Calculation Statements gleichgesetzt und in den Kollokationsverfügungen vom 3. April 2013 die (negative) "Antwort" - die begründete Mitteilung der fehlenden Nachvollziehbarkeit der Berechnung - erblickt hat. Dass die fehlenden Informationen im Falle eines Prozesses nachträglich übermittelt werden können (im Sinne eines - so das Obergericht - "verbesserten" Calculation Statements), wird nicht in Frage gestellt. Die Parteien haben sich diesfalls über die Richtigkeit der von den Beschwerdeführerinnen vorgenommenen Berechnung im (vorliegenden Kollokations-) Prozess auseinanderzusetzen.