Citation: 7B_185/2022 E. 2.5.1

2.5.1. Zunächst wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz Widersprüche bei der Bestimmung der Tatschwere und der damit einhergehenden Einsatzstrafe vor. Er trägt vor, die Erstinstanz habe die objektive Tatschwere als "nicht mehr leicht" qualifiziert. Sodann habe die Erstinstanz die subjektive Tatschwere bewertet und festgehalten, der Beschwerdeführer habe zumindest eventualvorsätzlich gehandelt. Ferner habe sie bei der subjektiven Tatschwere leicht relativierend berücksichtigt, dass er vor der Tat Alkohol konsumiert habe. Auf diese Weise sei sie für die Vergewaltigung zu einer Einsatzstrafe von 29 Monaten gelangt. Die Vorinstanz habe ergänzt, dass das Festhalten der Geschädigten entgegen der Erstinstanz nicht erschwerend berücksichtigt werden könne. Demgegenüber habe sie erschwerend gewertet, dass er der Geschädigten neben der Vergewaltigung weitere sexuelle Handlungen abgenötigt und in ihren Mund ejakuliert habe. Zudem habe die Vorinstanz im Gegensatz zur Erstinstanz klargestellt, dass der Beschwerdeführer direktvorsätzlich gehandelt habe. Nichtdestotrotz habe die Vorinstanz das Tatverschulden insgesamt als "noch leicht" gewürdigt. Der Beschwerdeführer fährt fort, die Vorinstanz hätte wie die Erstinstanz die objektive Tatschwere als "nicht mehr leicht bewerten müssen". Stattdessen habe sie trotz Annahme eines direkten Vorsatzes statt eines Eventualvorsatzes insgesamt auf ein noch leichtes Tatverschulden geschlossen. Damit habe die Vorinstanz im Gegensatz zur Erstinstanz das Tatverschulden "nach eigenen Worten offensichtlich in einer tieferen Verschuldenskaskade eingeordnet". Die Erstinstanz sei von einem "nicht mehr leichtem" Tatverschulden mit Relativierungen bei der subjektiven Tatschwere zu einem "noch leichten Tatverschulden" gelangt. Diese "Abklassierung des Tatverschuldens" müsse zwingend Auswirkungen auf die Einsatzstrafe haben. Die Rüge ist unbegründet. Dem Beschwerdeführer ist einzig beizupflichten, dass die Vorinstanz in ihrer Zusammenfassung das Verschulden des Beschwerdeführers als "noch leicht" qualifiziert, während die Erstinstanz von einem "nicht mehr leichtem" Verschulden ausging. Das ändert nichts daran, dass die Vorinstanz unter Hinweis auf die relevanten Strafzumessungskomponenten sorgfältig begründet, weshalb sie das Verschulden des Beschwerdeführers höher bewertet als die Erstinstanz. Dies ist massgebend und nicht ein allfälliger Verschreiber.