Citation: 6A.26/2006 20.12.2006 E. 3

3.1 In materieller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer einen unzulässigen Eingriff in das verfassungsmässige Recht auf persönliche Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV), einen Verstoss gegen das Willkürverbot (Art. 9 BV) bzw. gegen das Verbot des überspitzten Formalismus (Art. 29 Abs. 1 BV) sowie eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV). Er macht geltend, die Direktion der Justiz und des Innern habe zu Unrecht ihm den Übertritt in den offenen Vollzug verweigert und seinen Antrag auf Einholung eines neuen psychiatrischen Gutachtens abgelehnt. 3.2 Der angefochtene Entscheid erging in Anwendung von § 48 der Justizvollzugsverordnung des Kantons Zürich (JVV/ZH; in der altrechtlichen Fassung vom 24. Oktober 2001). Nach dieser Bestimmung kann eine erstmalig verurteilte Person vom geschlossenen in den offenen Vollzug versetzt werden, wenn keine besonderen Umstände gemäss Art. 37 Ziff. 2 Abs. 2 StGB (Gemeingefährlichkeit, Fluchtgefahr oder besondere Gefahr der Verleitung anderer zu strafbaren Handlungen) mehr vorliegen (Abs. 1). Rückfällige verurteilte Personen können versetzt werden, wenn keine besonderen Umstände gemäss Abs. 1 vorliegen und die Versetzung notwendig ist sowie dem erzieherischen Zweck der Strafe dient (Abs. 2). Die Direktion kommt zum Schluss, dass der Beschwerdeführer die in § 48 Abs. 2 aJVV genannten Voraussetzungen nicht erfülle und eine Versetzung in den offenen Vollzug zur Zeit ausgeschlossen sei. Sie stützt sich dabei namentlich auf das Gutachten von Dr. A.________ vom 9. Dezember 2002, dessen Ergänzungsbericht vom 13. Mai 2003, die Stellungnahme der Fachkommission zur Überprüfung der Gemeingefährlichkeit vom 24. Januar 2005 sowie eine weitere Stellungnahme der Strafanstalt Pöschwies vom 30. Mai 2005.