Citation: 9C_228/2022 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz stellte für das Bundesgericht verbindlich (vgl. E. 1 hievor) fest und die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass das Scheidungsurteil vom 17. Dezember 2018 am 15. Januar 2019 in Rechtskraft erwachsen war. Gemäss der dargelegten Rechtsprechung bemessen sich demnach die Beiträge für das Jahr 2018 aufgrund der Hälfte des ehelichen Vermögens und Renteneinkommens. Davon ging auch das kantonale Gericht aus. Nachvollziehbare Gründe, weshalb hier abweichend von der klaren Rechtsprechung auf das noch im Jahre 2018 liegende Urteilsdatum abzustellen wäre, vermag die Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen. Namentlich kann ihr insofern nicht gefolgt werden, als sie überspitzten Formalismus sowie eine Ungleichbehandlung rügt mit der Begründung, sie habe weder die Gerichtsferien noch den genauen Scheidungstermin (und damit den Zeitpunkt des Eintritts der Rechtskraft) beeinflussen können. Damit verkennt die Beschwerdeführerin nicht nur, dass nämliches für sämtliche Eheleute mit Scheidungsabsicht gilt, sondern vor allem was folgt: Es rechtfertigt sich insbesondere deshalb, die Beiträge bis zur Rechtskraft des Scheidungsurteils aufgrund der Hälfte des ehelichen Vermögens und Renteneinkommens zu bemessen, weil die eheliche Beistands- und Unterhaltspflicht (Art. 159 Abs. 3, Art. 163 Abs. 1 ZGB) ebenso lange andauert und die sozialen Verhältnisse der Verheirateten beeinflusst (BGE 135 V 361 5.3.2 mit Hinweisen; vgl. ferner BGE 132 V 236 E. 2.3). Auch die Beschwerdeführerin zog aus der Rechtstatsache der Ehe bis zum Zeitpunkt der rechtskräftigen Scheidung am 15. Januar 2019 grundsätzlich einen wirtschaftlichen Vorteil (vgl. BGE 135 V 361 E. 5.4). Wie das Bundesgericht ausdrücklich betonte, ist dabei aus beitragsrechtlicher Sicht grundsätzlich unerheblich, ob und in welchem Umfang ihr Ehegatte tatsächlich Geldzahlungen leistete oder anderweitig für den gebührenden Unterhalt sorgte; massgebend ist einzig, dass er gesetzlich dazu verpflichtet war, nötigenfalls auch unter Inanspruchnahme seines Vermögens, zum Unterhalt der Familie beizutragen (vgl. BGE 135 V 361 E. 5.3.2). Folglich verfängt der Einwand der Beschwerdeführerin nicht, sie sei "faktisch und finanziell" bereits im Jahre 2018 nicht mehr verheiratet gewesen. Ebenso wenig stichhaltig ist ihre Rüge, die Scheidung sei auf gemeinsames Begehren erfolgt, weshalb "von keiner Seite ein Rechtsmittel überhaupt ins Auge gefasst" worden sei. So ändern blosse Absichten der Parteien, ein Rechtsmittel zu ergreifen oder davon abzusehen, offensichtlich nichts am Zeitpunkt des Eintritts der Rechtskraft.