Citation: 2C_1155/2014 E. 4.3.6

4.3.6. Die Praxis des Bundesgerichts folgt derselben Sichtweise (Urteil 2A.22/2004 vom 5. Oktober 2004 E. 2.2.2, in: StE 2005 B 23.43.2 Nr. 11, StR 60/2005 S. 40). Daran ist festzuhalten. Es mag sein, dass die künftige Hofübergabe zum Ertragswert erfolgen wird, nämlich dann, falls der Sohn den Hof als Selbstbewirtschafter übernimmt (vgl. Art. 17 Abs. 1, Art. 44 BGBB; vorne E. 3.5.2 und 4.3.2). Im Zeitpunkt dieser Übergabe wird in den Büchern der Steuerpflichtigen wohl eine Abschreibung erforderlich sein (zit. Urteil 2A.22/2004 E. 2.2.3). In einem Zeitpunkt, in welchem die Übergabe an den selbstbewirtschaftenden Sohn zwar als möglich erscheint, aber keineswegs gesichert ist, wäre eine "vorgezogene" Abschreibung nicht gerechtfertigt. Eine solche Abschreibung verstiesse gegen die Prinzipien der Periodizität der Besteuerung und der Stetigkeit der Abschreibung. Auch im Bereich des bäuerlichen Bodenrechts ist der Verkehrswert nicht bedeutungslos. Es sind durchaus Konstellationen denkbar, in welchen der Verkehrswert massgebend ist (vorne E. 3.5.3). Nachdem die Hofübergabe, welche angeblich im Jahr 2006 schon zur Diskussion stand, allem Anschein nach noch nicht erfolgt ist, kann auch nicht mit Recht argumentiert werden, die Nachfolgeregelung stehe kurz vor der Umsetzung.