Citation: 6P.64/2001 24.08.2001 E. 4

4.- a) Im Einzelnen verweist der Beschwerdeführer auf das erstinstanzliche Strafurteil, wo festgehalten werde, die Aussagen der Zeugin H.________, ehemals für die Betreuung der "D.________ Settlement" zuständige Mitarbeiterin der C.________ AG, seien zu vage, um den geforderten Wissensnachweis zu erbringen. Deren Aktennotiz enthalte keinen Hinweis darauf, dass anlässlich des "Board Meeting" vom 7. Dezember 1990 in London über die hier interessierenden Kreditgeschäfte gesprochen worden sei. Gleichwohl werde im nunmehr angefochtenen Urteil ausgeführt, der Angeschuldigte habe davon ausgehen müssen, dass seine Bestätigung einem wirtschaftlichen Zweck diene und höchstwahrscheinlich mit einem neuen Kreditgeschäft entweder zugunsten von D.________ oder seiner T.________ Ltd. mit entsprechender Sicherstellung durch das Trustvermögen in Zusammenhang gestanden sei. Diese Schlussfolgerung sei unzulässig und durch keinerlei Beweise unterlegt. Die Erkenntnis des Appellationsgerichts, der Beschwerdeführer habe das Kreditverhältnis der T.________ Holding Ltd. mit der Bank Z.________ und die Bedeutung des von ihm erstellten Vermögensstatus im Rahmen der Übernahme durch der Bank X.________ gekannt, stützt das Gericht nicht einzig auf die Aussagen der Zeugin H.________ an der Hauptverhandlung und deren Telefonnotiz vom 12. März 1991. Zusätzlich - und dies dürfte entscheidend gewesen sein - zitiert es die Erklärungen von H.________ in der Voruntersuchung, wonach es dem Beschwerdeführer bekannt gewesen sei, wofür der Vermögensstatus benötigt worden sei. Er sei bei den meisten Verhandlungen mit den Banken für die Kreditvergabe dabei gewesen und zwischen ihm und D.________ hätten enge Beziehungen bestanden. Damit enthält das angefochtene Urteil genügend Angaben, die im Hinblick auf die Vorteilsabsicht des Beschwerdeführers gewürdigt werden können. b) In diesem Zusammenhang betont der Beschwerdeführer, dass die allgemeine Lebenserfahrung im Wirtschaftsleben den fehlenden Nachweis einer Vorteilsabsicht nicht erbringen könne. Sie spiele vorliegend nicht, da sämtliche in die Geschäfte des Trusts oder von D.________ involvierten Personen und Banken sich gegenseitig gekannt hätten und über vorhandene Kreditengagements im Bilde gewesen seien. Bei dieser Rüge lässt der Beschwerdeführer ausser Acht, dass das Appellationsgericht den Vorwurf der Vorteilsabsicht nur mit dem Hinweis auf seine Erfahrung als Wirtschaftsanwalt und Protektor des Trusts begründete, falls er bei Abgabe der Bestätigung vom 27. Februar 1991 nichts Konkretes über die Prüfung der Kredite durch die WPZ anlässlich der Übername der Bank Z.________ gewusst haben sollte. Im Übrigen gehen aus dem angefochtenen Urteil weitere Gründe für den genannten Vorwurf hervor, womit der Einwand der Unmassgeblichkeit zu Unrecht erhoben wird. c) Zudem wirft der Beschwerdeführer dem Appellationsgericht vor, im angefochtenen Urteil kein Wort über den Täuschungswillen zu verlieren. Ein solcher liege aufgrund der Zeugenaussagen O.________ und S.________ ohnehin nicht vor. Im Fall G.________ Ltd. hält das Appellationsgericht dem Beschwerdeführer vor, dass er mit seinen wahrheitswidrigen Darstellungen beabsichtigt oder zumindest aber in Kauf genommen habe, seinem Freund D.________ bzw. dessen Trust einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen (angefochtener Entscheid S. 13 f.). Auch im Fall der WPZ stellt das Gericht fest, dass der Beschwerdeführer wissentlich unrichtige Angaben gemacht und so zumindest einen Vorteil für die genannten Kreditnehmer in Kauf genommen habe (S. 16). Ob die Adressaten seiner Erklärungen getäuscht werden konnten, ist unerheblich, da nur die Absicht entscheidend ist. Damit erweist sich die Rüge als unbegründet und erübrigt sich die Prüfung der angeführten Zeugenaussagen. d) Nach Ansicht des Beschwerdeführers spricht zudem der Umstand, dass die auf die verschiedenen Kredite anfallenden Schuldzinsen bis November 1991 vollumfänglich bezahlt worden seien, gegen seine Bevorteilung Dritter. Auch hätten seine Bestätigungen gegenüber den Banken nicht in erster Linie der Sicherstellung einzelner Kredite gedient, sondern der Durchführung der Darlehensaufnahmen. Schliesslich äussert er sich zur Eventualabsicht und zum Freispruch von D.________ durch die englischen Gerichte. Bei diesen Vorbringen handelt es sich um Rechtsfragen, die im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nicht zu prüfen sind (Art. 84 Abs. 2 OG und Art. 269 Abs. 1 BStP).