Citation: 4A_574/2021 E. 4.5

4.5. Die Beschwerdeführerinnen bringen unter Bst. E weiter vor, sie hätten vor Schiedsgericht argumentiert, dass die Beschwerdegegnerin die Weinreben (unabhängig vom Bakterienbefall) jedenfalls "zur Grenze hätte bringen" müssen. Indem sie (die Beschwerdegegnerin) dieser Pflicht nicht nachgekommen sei, habe sie "eine schwere Vertragsverletzung" begründet. Auch in diesem Punkt kritisieren die Beschwerdeführerinnen den Schiedsspruch in der Sache und setzen ihre Rechtsauffassung jener des Einzelschiedsrichters gegenüber. Dieser hat einlässlich erklärt, aus welchen Gründen die Beschwerdegegnerin für die Nichtlieferung der Weinreben nicht verantwortlich gemacht werden könne und sie die Verträge nicht verletzt habe ("no breach of the Contracts may be attributed to the Claimant"). Mit ihrer Rüge verkennen die Beschwerdeführerinnen offensichtlich die Tragweite des Anspruchs auf rechtliches Gehör im internationalen Schiedsverfahren.