Citation: 8C_51/2023 E. 8.2

8.2. Dr. med. C.________ stellte - wie gesagt - am 19. Februar 2020 fest, eine Pulley-Läsion könne eigentlich erst intraoperativ definitiv ausgeschlossen werden. Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin äusserte sich Dr. med. G.________ im Bericht vom 10. November 2020 nicht ausdrücklich zur Frage, ob eine Arthroskopie zu Diagnosezwecken notwendig bzw. sinnvoll sei. Er legte lediglich dar, bei der Beschwerdeführerin als Berufscellistin sollte man mit einem operativen Vorgehen an der rechten Schulter sehr vorsichtig sein. Die Beschwerdeführerin erklärt nicht, ob sie sich einer diagnostischen Arthroskopie unterziehen will. Es ist in erster Linie Aufgabe des Unfallversicherers, von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen, um den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig festzustellen (Art. 43 Abs. 1 ATSG; vgl. auch BGE 132 V 368 E. 5; Urteil 8C_523/2022 vom 23. Februar 2023 E. 5.4 mit Hinweis). Die Sache ist daher an die Vaudoise zurückzuweisen, damit sie die Beschwerdeführerin auffordert, sich einer diagnostischen Arthroskopie an der rechten Schulter zu unterziehen. Kommt die Beschwerdeführerin der Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise nicht nach, ist die Vaudoise berechtigt, nach Art. 43 Abs. 3 ATSG vorzugehen.