Citation: 9C_468/2021 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer bestreitet im Wesentlichen die Beweiskraft der Einschätzung von Dr. med. C.________ vom 31. Dezember 2018. Seine Rüge ist - wie nachfolgend aufzuzeigen - begründet: Vorab fällt auf, dass der Psychiater den Beschwerdeführer nur rund zwei Monate nach der im September 2018 durch den ehemaligen Arbeitgeber des Beschwerdeführers ausgesprochenen Kündigung des Arbeitsverhältnisses untersuchte. Es erstaunt daher nicht, dass dieses Ereignis bei der Befunderhebung im Vordergrund stand. Die Einschätzung des medizinischen Sachverhaltes durch Dr. med. C.________ ist zu kurz auf die Kündigung hin erfolgt, um aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht abschliessend beurteilen zu können, ob es sich beim erhobenen Befund um ein auf psychosoziale Belastungsfaktoren reaktives Geschehen oder um einen verselbstständigten Gesundheitsschaden handelt (e) (vgl. E. 2.2.2 hiervor). Abklärungen hinsichtlich des weiteren Verlaufs wären sodann insbesondere auch mit Blick darauf angezeigt gewesen, dass Dr. med. C.________ im Zeitpunkt seiner Erhebung erst von einem teilweise rückläufigen klinischen Befund ausging und gestützt hierauf eine Arbeitsunfähigkeit noch als ausgewiesen erachtete (Gutachten S. 5). Als Prognose schloss er ab spätestens April 2019 auf eine volle Arbeitsfähigkeit und damit (implizit) auf eine vollständige Remission der Symptomatik, wobei er hierzu die Weiterführung der bisherigen Therapie als indiziert erachtete. Aufgrund der rein prognostischen Angaben (insbesondere zum vorliegend massgeblichen Zeitraum: Neuanmeldung im Mai 2019, potenzieller Rentenanspruch ab 1. November 2019) genügt die Einschätzung von Dr. med. C.________ nicht. Der Eintritt seiner Prognose hätte vielmehr überprüft werden müssen, was die Vorinstanz in Verletzung der Untersuchungspflicht (vgl. E. 2.2.1 hiervor) nicht veranlasst hat. Schliesslich entbehrt die Stellungnahme von Dr. med. C.________ jeglicher Angaben zum Beweisthema der erheblichen Änderung des (vorliegend medizinischen) Sachverhalts (vgl. E. 2.2.1 hiervor und Urteil 8C_54/2021 vom 10. Juni 2021 E. 2.3 mit Hinweisen), was ebenfalls einen Mangel darstellt. Auf Weiterungen kann verzichtet werden.