Citation: 1C_257/2022 E. 6.2

6.2. Die dagegen erhobenen Einwände der Beschwerdeführerin überzeugen nicht. Sie macht zunächst geltend, viele Tatsachen im Zusammenhang mit der Affäre rund um die ehemalige Crypto AG seien aufgrund der medialen Aufarbeitung bereits publik. Dies, wie auch der Umstand, dass seit der Erstellung der Akten mehr als 25 Jahre vergangen seien, würden gegen das Vorliegen von Geheimhaltungsinteressen sprechen bzw. diese seien sehr gering. Mit dieser Argumentation verkennt die Beschwerdeführerin, dass es vorliegend nicht direkt um Informationen im Zusammenhang mit der Crypto-Affäre geht, die in der Öffentlichkeit bereits bekannt sind, sondern um jene Informationen, die (noch) geheim sind, insbesondere solche über oder von ausländischen Partnerdiensten, über involvierte Personen oder über jene Länder, die Chiffriergeräte von der Crypto AG bezogen haben (vgl. auch unten E. 6.3). Mit ihrem Argument vermag die Beschwerdeführerin auf jeden Fall nicht aufzuzeigen, dass keine Geheimhaltungsinteressen an diesen Informationen bestehen. Im Übrigen wurden die Akten zwar vor mehr als 25 Jahren erstellt; der Themenkomplex der Crypto-Affäre reicht jedoch, wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, bis in die Gegenwart hinein. Der Zeitablauf seit der Erstellung der Akten ist somit in der vorliegenden Konstellation nur sehr beschränkt relevant.