Citation: 1C_143/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz kam zum Ergebnis, die strittige Baubewilligung würde die Eigentumsrechte der Grundeigentümerin nicht offensichtlich verletzen, zumal diese das Baugesuch vom 20. Dezember 2017 mitunterzeichnet und sich im Mietvertrag vom 2./27. Oktober 2017 verpflichtet habe, sämtlichen Baugesuchen der Beschwerdegegnerin ihre Zustimmung zu erteilen und alle Eingaben mitzuunterzeichnen. Zwar habe die Grundeigentümerin den für eine feste Dauer abgeschlossen Mietvertrag mit Schreiben vom 19. Februar 2018 ausserordentlich gekündigt. Jedoch hätte sich diese Kündigung, sollte sie eine Geschäftsmiete betreffen, mangels der diesfalls erforderlichen Verwendung eines Formulars als nichtig erweisen können. Zudem habe sich das Bundesgericht im Urteil 4C.345/2005 vom 9. Januar 2006 (E. 2) zur vorzeitigen Vertragsauflösung wegen des Widerstands der Bevölkerung gegen eine Mobilfunkanlage (negativ) geäussert. Bei dieser Ausgangslage könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdegegnerin die Grundeigentümerin dazu werde verhalten können, den Bau der geplanten Mobilfunkanlage zu dulden. Mit Verweis auf den mutmasslich nach wie vor gültigen Mietvertrag habe die Beschwerdegegnerin trotz fehlender Unterschrift auf dem Standortdatenblatt vom 17. April 2018 die (privatrechtliche Verpflichtung zur) Zustimmung der Grundeigentümerin zum Baugesuch inklusive Projektänderung hinreichend dargetan.