Citation: 5A_952/2021 E. 3.3

3.3. Der Kindesvertreter relativiert zwar die Schilderung der Mutter dahingehend, dass er festhält, es handle sich bloss um eine keinen hohen Beweiswert aufweisende Parteiaussage. Er kommt aber ebenfalls zum Schluss, dass D.________ die zur Bejahung des Ausschlussgrundes von Art. 13 Abs. 2 HKÜ erforderliche Reife fehle. Er plädiert indes dafür, dass für den Fall einer Rückführung die Tatsache, dass die Dämonisierung der Mutter und deren Umfeld für D.________ eine internalisierte Realität geworden sei, bei der Entscheidfindung berücksichtigt werden müsse. Umgekehrt sei für den Fall, dass D.________ nicht zurückgeführt würde, zu bedenken, dass zwischen ihm und C.________ eine starke Verbindung bestehe und die beiden Brüder eine Schicksalsgemeinschaft bildeten. In der Tat werden diese Punkte bei der weiteren Entscheidfindung zu berücksichtigen sein (siehe bereits E. 2 a.E. und E. 3.1).