Citation: 5A_497/2008 03.02.2009 E. 2

Strittig ist zunächst die Höhe des Durchschnittseinkommens des Beschwerdeführers, welcher als Landwirt tätig ist. 2.1 Das Kantonsgericht stützte sich dabei auf die Jahresabschlüsse des Beschwerdeführers der Jahre 2004-2006 und ermittelte ein durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 32'900.90. Gestützt auf die Angaben in der Buchhaltung (unter "Betriebsaufwand/Abschreibungen Gebäude") berechnete es für diese Periode sodann durchschnittliche Abschreibungen auf der Liegenschaft des Beschwerdeführers von Fr. 10'533.--. Insgesamt ging das Kantonsgericht von einem jährlichen Durchschnittseinkommen des Beschwerdeführers von Fr. 43'433.90 und damit von einem monatlichen Durchschnittseinkommen von Fr. 3'619.50 aus. 2.2 Der Beschwerdeführer rügt in diesem Zusammenhang eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. So sei das Kantonsgericht nicht auf die Argumente eingegangen, welche von ihm in der Appellationsbegründung vom 15. August 2007 mit Verweis auf die Stellungnahme vom 4. Juni 2007 zum Gesuch der Beschwerdegegnerin betreffend vorsorgliche Massnahmen vorgebracht worden seien und welche die Berücksichtigung der lediglich den Wohnhausteil betreffenden Abschreibungen als Einkommen beträfen. Ausserdem habe das Kantonsgericht festgestellt, es teile die Meinung der Vorinstanz, ohne sich vertieft mit der Frage auseinanderzusetzen, in welchem Umfang die Abschreibungen zu berücksichtigen seien. Der Anspruch auf rechtliches Gehör i.S.v. Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass das Gericht die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien anhört und bei der Entscheidfindung berücksichtigt (BGE 124 I 241 E. 2 S. 242). Damit sich die Parteien ein Bild über die Erwägungen des Gerichts machen können, hat es seinen Entscheid zu begründen. Die Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 121 I 54 E. 2c S. 57 mit Hinweisen). Hingegen ist nicht erforderlich, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr genügt es, wenn sich aus den Erwägungen ergibt, dass und warum das Gericht die Darstellung einer Partei nicht für stichhaltig erachtet und dass der Entscheid damit sachgerecht angefochten werden kann (BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236; 126 I 97 E. 2b S. 102; 125 II 369 E. 2c S. 372; 124 II 146 E. 2a S. 149; 121 I 54 E. 2c S. 57). Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers hat sich das Kantonsgericht nicht auf die Feststellung beschränkt, es teile die Meinung der Vorinstanz, sondern hat die Berücksichtigung der Abschreibungen sowohl in Bezug auf deren Höhe als auch in Bezug auf deren Grundlage, die Buchhaltung (unter "Betriebsaufwand/Abschreibungen Gebäude"), begründet. Damit hat es die Argumentation des Beschwerdeführers nicht übersehen, sondern ist zu einem anderen Ergebnis gekommen. Es liegt daher keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. Dass der Beschwerdeführer im Übrigen ohne Weiteres in der Lage war, den Entscheid in allen Teilen umfassend und sachgerecht anzufechten, zeigen seine weiteren Rügen bzw. Ausführungen, auch wenn auf sie mangels Substanziierung nicht eingetreten werden kann (s. unten, E. 2.3). Die Rüge einer Verletzung des rechtlichen Gehörs erweist sich demnach als unbegründet. 2.3 Sodann wendet der Beschwerdeführer ein, gemäss der Aufschlüsselung der Abschreibungen für die verschiedenen Liegenschaftsanteile, insbesondere auch für den Wohnhausteil, in den Bilanzen ergäbe sich für den Wohnhausteil ein durchschnittlicher Abschreibungsbetrag von jährlich Fr. 2'833.35, sodass sein jährliches Durchschnittseinkommen insgesamt lediglich Fr. 35'734.20 betrage. Er macht geltend, die Hinzurechnung der gesamten Abschreibungen inklusive jener, welche den Wohnhausteil nicht beträfen, stelle eine Verletzung des Gleichheitsgebots gegenüber anderen Selbständigerwerbenden dar, da bei jenen vom Gewinn als Einkommen ausgegangen werde, ohne dass die buchhalterisch vorgenommenen Abschreibungen wieder hinzugerechnet würden. Die Rüge eines Verstosses gegen das Gleichbehandlungsgebot betrifft die Rechtsanwendung und geht in der Rüge einer Verletzung von Bundesrecht auf; sie ist somit nicht gesondert zu behandeln. Der Beschwerdeführer setzt sich mit der kantonsgerichtlichen Argumentation nicht auseinander und tut insbesondere nicht dar, weshalb sich dieses zu Unrecht auf den betreffenden Posten in der Buchhaltung ("Betriebsaufwand/Abschreibungen Gebäude") bezogen und gestützt darauf zu einem unzutreffenden Durchschnittswert der Abschreibungen gelangt sein soll. Er beschränkt sich im Rahmen der Geltendmachung der tieferen Abschreibungen darauf, auf eine andere Stelle in der Buchhaltung ("Inventar/Anlagevermögen/Gebäude/Wohnhaus saniert") zu verweisen und führt nicht weiter aus, weshalb die Vorinstanz einzig auf diesen Posten hätte abstellen und entsprechende Abschreibungen veranschlagen müssen. Der Beschwerdeführer stützt seine Rüge auf einen Sachverhalt ab, den er lediglich in der Stellungnahme vom 4. Juni 2007 zum Gesuch der Beschwerdegegnerin betreffend vorsorgliche Massnahmen vorgebracht hat. In dieser Stellungnahme brachte er - entgegen seinen Ausführungen vor Bundesgericht - jedoch keine Argumente für eine Beschränkung der Abschreibungen auf den Wohnhausteil vor. Vielmehr beschränkte er sich darauf, auf eine frühere Verfügung des Kantonsgerichts, auf die auch vor Bundesgericht genannten Positionen in der Buchhaltung sowie auf den Umstand, dass die Liegenschaft in verschiedene Teile - namentlich in den Wohnhausteil - unterteilt sei, zu verweisen. In der Appellationsbegründung vom 15. August 2007 ist der Beschwerdeführer auf die Frage der geringeren Abschreibungen überhaupt nicht eingegangen, sondern hat lediglich in allgemeiner Weise auf seine Stellungnahme vom 4. Juni 2007 sowie die entsprechenden Beilagen verwiesen. Damit hat er vor der Vorinstanz keine klare Rüge erhoben. Insoweit erweist sich sein Vorbringen, es müsse zwingend zwischen den Abscheibungen auf den Wohnhausteil und den übrigen Abschreibungen unterschieden werden, als neu und damit als unzulässig (Art. 99 Abs. 1 BGG).