Citation: 2C_208/2016 E. 3.2

3.2. Dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) lässt sich nicht eine allgemeine Pflicht der Behörde zur Abnahme aller angebotenen Beweise entnehmen. Die Abweisung eines Beweisantrags erweist sich namentlich als zulässig, wenn die Verwaltungs- oder Gerichtsbehörde sich ihre Meinung aufgrund zuvor erhobener Beweise bereits bilden konnte und sie ohne Willkür in vorweggenommener, antizipierter Beweiswürdigung annehmen darf, die gewonnene Überzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht erschüttert (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 131 I 153 E. 3 S. 157). Das Verwaltungsgericht hat sich bei der Beurteilung der Situation des Beschwerdeführers 1 vertieft mit den Akten auseinandergesetzt und keine wesentlichen Umstände ausser Acht gelassen. Die ihm vorliegenden Informationen zur familiären Situation des Beschwerdeführers 1 sind umfassend genug und geeignet, um seine Feststellungen zu untermauern. Der Beschwerdeführer 1 hatte darüber hinaus im gesamten kantonalen Verfahren die Möglichkeit, Stellung zu nehmen. Er legt nicht dar, welche neuen entscheidwesentlichen Informationen, die er nicht hätte schriftlich einbringen können, sich aus der mündlichen Befragung seiner Eltern und seiner Kinder ergeben könnten. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 1 war die Vorinstanz gestützt auf Art. 12 Abs. 2 der Kinderrechtskonvention nicht verpflichtet, seinen 13-jährigen Sohn persönlich anzuhören. Der Anhörungsanspruch nach Art. 12 Abs. 2 KRK wurde dadurch gewahrt, dass der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer 1 im kantonalen Verfahren die Gelegenheit hatte, die Kindesinteressen angemessen in das Verfahren einzubringen und der Standpunkt des Kindes auch tatsächlich in das Verfahren einfloss (BGE 124 II 361 E. 3c S. 368; Urteil 2C_327/2015 vom 22. April 2016 E. 2.3). So anerkannte die Vorinstanz ausdrücklich, dass der Beschwerdeführer 1 eine intakte und gelebte Beziehung zu seinem minderjährigen Sohn unterhält. Auch mit den Belangen des Sohnes hat sich die Vorinstanz eingehend auseinandergesetzt (E. 5.4.2 und 5.4.3 des angefochtenen Entscheids). Insgesamt hat das Verwaltungsgericht keine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen, indem es auf eine persönliche Anhörung der Familienmitglieder des Beschwerdefühers 1 verzichtet hat. Auch vor Bundesgericht besteht hierzu kein Anlass, weshalb der entsprechende Antrag abzuweisen ist. Ebenso wenig ist ersichtlich, inwiefern der angefochtene Entscheid ungenügend begründet sein sollte. Es ergibt sich daraus mit genügender Klarheit, weshalb die Vorinstanz einen Widerrufsgrund als gegeben erachtete und das öffentliche Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers 1 als höher gewichtete als dessen private Interessen. Der Beschwerdeführer 1 hat ohne Weiteres erfassen können, welche Überlegungen das Verwaltungsgericht geleitet haben. Dass er diese nicht teilt, belegt in keiner Weise eine ungenügende Begründung. Unter diesen Umständen liegen weder eine Gehörsverletzung noch eine unvollständige Feststellung des Sachverhalts vor.