Citation: 6B_1318/2020 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer beansprucht im Weiteren eine Entschädigung für die erstandene Überhaft. Er bringt vor, er sei seit seiner Verhaftung am 1. Juni 2018 bis zur Entlassung am 2. Juli 2020 763 Tage in Untersuchungs- und Sicherheitshaft gewesen und vorinstanzlich zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, womit eine 32-tägige, zu entschädigende Überhaft resultiere. Die Vorinstanz sei auf seinen Entschädigungsantrag jedoch nicht eingegangen und habe bloss festgehalten, die Frage sei in einem nachträglichen Verfahren nach Beendigung der ambulanten Massnahme zu entscheiden. Mit der rechtskräftigen ambulanten Massnahme sei bis anhin nicht begonnen und der kantonalen Vollzugsbehörde sei der Eintritt der diesbezüglichen Rechtskraft nicht mitgeteilt worden. Die Vorinstanz scheine der Ansicht zu sein, dass erst nach Abschluss der ambulanten Massnahme feststehen werde, ob diese ein freiheitsentziehendes Ausmass annehme. Davon sei aber nicht auszugehen.