Citation: 1P.513/1999 03.07.2000 E. 8

8.- Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist ein mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochtener Entscheid erst dann aufzuheben, wenn er im Ergebnis gegen die Verfassung oder gegen die EMRK verstösst, nicht schon dann, wenn sich die Begründung als verfassungs- oder konventionswidrig erweist. Das Bundesgericht hat somit die Möglichkeit, die Motive des umstrittenen Entscheids zu ersetzen (BGE 124 I 208 E. 4a; 122 I 257 E. 5). Von dieser Möglichkeit ist indessen nur dann Gebrauch zu machen, wenn der massgebliche Sachverhalt aus den Akten hinreichend ersichtlich ist und die rechtliche Situation als klar erscheint (BGE 112 Ia 129 E. 3c; 106 Ia 310 E. 1b). a) In der staatsrechtlichen Beschwerde wird ausgeführt, im angefochtenen Entscheid werde die "Geschäftsführung" des Beschwerdeführers als für die Einleitung des Strafverfahrens kausal bezeichnet. Der Beschwerdeführer sei jedoch nie Geschäftsführer der Stiftung gewesen. Wie es sich damit verhält, ist aus den Akten nicht hinreichend ersichtlich. b) Sodann wird in der staatsrechtlichen Beschwerde vorgebracht, das Obergericht werfe dem Beschwerdeführer in "aktenwidriger Tatsachenfeststellung bzw. in falscher Beweiswürdigung" vor, er habe gegen das Verbot der Doppelvertretung verstossen. In den Strafuntersuchungsakten gebe es jedoch keine Hinweise, dass der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit für die Stiftung als Doppelvertreter gehandelt oder allenfalls mit sich selbst kontrahiert hätte. Die im angefochtenen Entscheid enthaltenen Ausführungen zum Verbot der Doppelvertretung beziehen sich praktisch ausschliesslich auf den Mitbeschuldigten B.________. Der Beschwerdeführer wird in diesem Zusammenhang nur insoweit erwähnt, als gesagt wird, charakteristisch für das in Frage stehende Untersuchungsverfahren sei die Stellung des B.________ als Stifter und Geschäftsleiter der Stiftung und als Eigentümer oder Eigentümervertreter der von der Stiftung gemieteten und später käuflich erworbenen Liegenschaften "sowie die enge Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Beschwerdeführer". Mit Bezug auf den Beschwerdeführer fällt somit eine Verletzung des Verbots der Doppelvertretung ausser Betracht. Im vorliegenden Fall ist der massgebliche Sachverhalt aus den Akten nicht hinreichend ersichtlich, und auch die rechtliche Situation erscheint nicht als klar. Unter diesen Umständen muss der angefochtene Entscheid aufgehoben werden, soweit er die Abweisung der Beschwerde betrifft (Ziff. 1 Abs. 2 des Dispositivs). Das Obergericht wird abzuklären haben, ob der Beschwerdeführer mit den Handlungen, die es ihm zur Last legt, in zivilrechtlich vorwerfbarer Weise gegen eine geschriebene oder ungeschriebene Verhaltensnorm klar verstossen und dadurch das Strafverfahren veranlasst habe. Dabei ist auch der in der Beschwerde vom 24. März 1999 erhobene Einwand zu prüfen, es fehle am erforderlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten des Beschwerdeführers und den die "übrigen Verfahrenskosten" ausmachenden Untersuchungshandlungen bzw. es seien diesbezüglich unnötige Aufwendungen betrieben und entsprechend unnötige Kosten verursacht worden.