Citation: 1C_166/2015 E. A

Am 27. Dezember 2013 und mit Ergänzung vom 6. Februar 2014 ersuchte das bosnische Justizministerium um Auslieferung des bosnischen Staatsangehörigen A.________. Laut dem Haftbefehl des Bezirksgerichts Banja Luka, auf den sich das Auslieferungsersuchen stützt, soll A.________ während des Kriegs in Bosnien als Mitglied einer paramilitärischen Einheit am 29. August 1992 mit weiteren Mittätern aus einem Hinterhalt heraus mit einer Schusswaffe mehrfach auf ein Zivilfahrzeug geschossen und dabei eine unbewaffnete Zivilperson namens B.________ getötet haben. Danach sollen er und seine Mittäter das Fahrzeug samt Leiche angezündet haben. Auf Ersuchen des Bundesamts für Justiz (BJ) legte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten in einer Stellungnahme vom 28. April 2014 dar, dass Auslieferungen an Bosnien und Herzegowina verbunden mit entsprechenden Garantien grundsätzlich möglich seien. Daraufhin ersuchte das BJ die bosnischen Behörden um verschiedene Garantien, welche in der Folge vom Bezirksgericht Banja Luka abgegeben und dem BJ durch das bosnische Justizministerium übermittelt wurden. Mit Auslieferungshaftbefehl vom 21. August 2014 verfügte das BJ die Auslieferungshaft und am 17. September 2014 wurde A.________ in Eriswil festgenommen. Mit Auslieferungsentscheid vom 23. Oktober 2014 bewilligte das BJ die Auslieferung von A.________ für die dem Auslieferungsersuchen zu Grunde liegenden Straftaten. Eine von A.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesstrafgericht mit Entscheid vom 5. März 2015 ab.