Citation: 6B_1037/2023 E. 1.4.2

1.4.2. Zunächst ist dem Beschwerdeführer nicht beizupflichten, wenn er geltend macht, die Frage der schweren Straftat im Sinne von Art. 141 StPO sei "ex ante" zu beurteilen. Vielmehr verlangt die Rechtsprechung eine Prüfung anhand des konkreten Sachverhalts, der sich ereignet hat (BGE 149 IV 352 E. 1.3.3; 147 IV 16 E. 6, 9 E. 1.4.2; Urteil 7B_179/2022 vom 24. Oktober 2023 E. 3.5; je mit Hinweisen). Insofern erübrigt es sich auf die Vorbringen des Beschwerdeführers einzugehen, wonach zunächst lediglich der Tatverdacht einer einfachen Körperverletzung im Raum gestanden haben soll. Bei der versuchten schweren Körperverletzung handelt es sich um ein Verbrechen (Art. 122 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 und Art. 10 Abs. 2 StGB), mit dem das besonders hochwertige Rechtsgut der körperlichen Integrität gefährdet wird. Im Hinblick auf die Tatbegehung, insbesondere der Beschleunigung des Fahrzeuges auf ca. 27 bis 35 km/h und dem darauffolgenden Anfahren des zu Fuss gehenden Beschwerdegegners, ging die Vorinstanz von einer erheblichen kriminellen Energie des Beschwerdeführers aus. Unter Berücksichtigung der genannten Umstände ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das dem Beschwerdeführer vorgeworfene Tatgeschehen als schwere Straftat im Sinne von Art. 141 Abs. 2 StPO qualifizierte.