Citation: 5A_669/2021 E. 4.3

4.3. Aus den Ausführungen der Vorinstanz geht deutlich hervor, dass diese im Entscheid über die Obhut nicht nur die Kontinuität in den Verhältnissen, sondern auch alle weiteren relevanten Kriterien berücksichtigte (so die Erziehungsfähigkeit [inkl. Bindungstoleranz] der Kindseltern, die Möglichkeit der persönlichen Betreuung, den Wunsch des Kindes, das Bestreben zur Vermeidung von Auseinandersetzungen zwischen den Eltern und die Beziehung des Kindes zu den [Halb]Geschwistern; vgl. dazu etwa Urteile 5A_343/2021 vom 21. Oktober 2021 E. 5.2; 5A_730/2020 vom 21. Juni 2021 E. 3.3.1.1). Auch wenn dem Kontinuitätsgedanken vorliegend im Ergebnis ein grosses Gewicht zukam, kann daher keine Rede davon sein, das Kantonsgericht habe den Streit um die Obhut nach der Formel "Wegzug + langes Verfahren" entschieden, wie der Beschwerdeführer dies vorträgt. Dieser tut weiter nicht dar, dass mit der getroffenen Regelung das Kindeswohl gefährdet würde und diese deshalb aufgehoben werden müsste (vgl. vorne E. 2.3).