Citation: 1C_600/2019 E. 4.5.2

4.5.2. Weiter werden der Untersuchungsgrundsatz und seine Relativierung durch die Mitwirkungspflicht der Verfahrensbeteiligten durch das kantonale Recht geregelt. Dessen Handhabung überprüft das Bundesgericht unter dem Blickwinkel des Willküverbots (oben E. 2). Der Untersuchungsgrundsatz wird im Rechtsmittelverfahren in allgemeiner Weise dadurch relativiert, dass kein Beweis über Tatsachen zu führen ist, die unbestritten bleiben. In der kantonalen Praxis werden Konstellationen mit erheblichen öffentlichen Interessen vorbehalten, bei denen das Verwaltungsgericht auch ohne entsprechende Rüge zu einer umfassenden tatsächlichen Überprüfung verpflichtet ist (vgl. LOOSER/LOOSER, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], VRP-Praxiskommentar, 2020, N. 10 zu Art. 61 VRP).