Citation: 1P.341/2000 26.10.2000 E. B

B.- Mit Schreiben vom 1. Mai 1998 wurde den Grundeigentümern Kenntnis von der bereinigten Besitzstandstabelle Altbestand sowie vom Neuzuteilungsentwurf gegeben. Das Schreiben enthielt folgende Ausführungen: "Zum Altbestand bzw. zur bereinigten Besitzstandstabelle möchten wir Ihnen mitteilen, dass die Bereinigung notwendig wurde, nachdem in der Zeit zwischen der öffentlichen Auflage des Altbestandes im Frühjahr 1996 und der Einführung der Grundbuchsperre im Mai 1997 noch Eigentumsübertragungen getätigt wurden. Des weiteren wurden im Rahmen der Wunschentgegennahme verschiedentlich Feststellungen gemacht, dass Parzellen im Altbestand falschen Eigentümern oder nicht zugeordnet waren. Aus diesem Grunde sahen wir uns veranlasst, die Besitzstandstabelle zu aktualisieren und sie Ihnen zur Information vorzulegen. Selbstverständlich werden wir Ihnen anlässlich der Auskunftserteilung zur Neuzuteilung auch für diesbezügliche Fragen im Zusammenhang mit dem Altbestand zur Verfügung stehen.. " Das beigelegte Kreisschreiben enthielt den Hinweis, dass Einsprachen zu den Auflageakten innert 30 Tagen einzureichen seien. K.________ erhob am 25. Mai 1998 Einsprache gegen den Altbestand und die Neuzuteilung. Auf Aufforderung hin ergänzte er mit Schreiben vom 30. Juli 1998 seine Einsprache, wobei er bezüglich der bereinigten Besitzstandstabelle (Altbestand) eine Anzahl Parzellen aufführte und dazu jeweils vermerkte "-Flächen", "+Flächen" oder "fehlt". Bezüglich des Neuzuteilungsentwurfs führte er zu verschiedenen Parzellen stichwortartig Punkte an. Schliesslich führte er unter der Überschrift "Fehlende Parzellen" acht Parzellennummern an. Mit Entscheid vom 16. April 1999 erwog die Ausführungskommission der Gesamtmelioration Ried-Mörel, der Altbestand habe Rechtskraft erhalten, da K.________ gegen den Entscheid vom 19. August 1996 keine Beschwerde erhoben habe. Die Einsprache vom 25. Mai/30. Juli 1998 nenne die notwendigen Rügen, Bemängelungen, Änderungsvorschläge und Rechtsverletzungen nicht. Demgemäss entschied die Ausführungskommission, die Einsprache sei unbegründet und es werde darauf nicht eingetreten. K.________ erhob dagegen am 27. Juli 1999 Beschwerde an die Kantonale Rekurskommission für Bodenverbesserungen. Diese wies die Beschwerde mit Entscheid vom 15. März 2000, zugestellt am 20. April 2000, ab.