Citation: 9C_281/2022 E. A

Der 1954 geborene A.________, Vater zweier 1989 und 1993 geborener Töchter, bezog nach dem Tod seiner Ehefrau ab dem 1. Juli 2001 eine Witwerrente. Mit Schreiben vom 29. September 2011 stellte die Ausgleichskasse des Kantons Zürich (nachfolgend: Ausgleichskasse) die Witwerrente per Ende Juli 2007 (recte: Ende Oktober 2011) ein, weil die jüngste Tochter das 18. Altersjahr vollendet habe und damit der Anspruch erloschen sei. Im Dezember 2020 meldete sich A.________ unter Hinweis auf das Urteil der 3. Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) 78630/12 Beeler gegen Schweiz vom 20. Oktober 2020 erneut zum Bezug einer Witwerrente an. Die Ausgleichskasse verneinte einen Anspruch am 9. Dezember 2020 vorerst formlos mit der Begründung, A.________ beziehe bereits eine Altersrente und habe des Weiteren keine minderjährigen Kinder mehr. Auf dessen Ersuchen hin erliess die Verwaltung am 18. Januar 2021 eine anfechtbare Verfügung, worin sie den Antrag um Ausrichtung einer Witwerrente abwies. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 23. März 2021 fest.