Citation: 2C_558/2018 E. 2.3.3

2.3.3. Für ihre Annahme, dass der Ehewillen während des Auslandsaufenthalts des Beschwerdeführers erloschen sei, stützte sich die Vorinstanz im Wesentlichen auf zwei Indizien. Erstens lastete sie dem Beschwerdeführer an, dass er und seine Ex-Ehefrau sich während seiner Landesabwesenheit nie gegenseitig besucht hätten. Den Einwand des Beschwerdeführers, dies sei im Wesentlichen der schlechten finanziellen Situation der Ehegatten geschuldet gewesen, liess die Vorinstanz nicht gelten, weil ja auch vor der Eheschliessung gegenseitige Besuche in den jeweiligen Heimatländern stattgefunden hätten. Für unbeachtlich hielt die Vorinstanz das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Ehegatten hätten täglichen Kontakt über moderne Kommunikationsmittel gepflegt, zumal er dies nicht bewiesen habe. Zweitens erkannte die Vorinstanz ein Indiz für erloschenen Ehewillen im Umstand, dass es der Beschwerdeführer unterlassen habe, in die Schweiz zurückzukehren, bevor die Aufenthaltsbewilligung am 22. November 2011 ablief, und auch nicht um die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ersuchte.