Citation: 2C_115/2014 E. 3.3.2

3.3.2. Nach dem allgemeinen Sprachgebrauch wird ein Jugendlicher mit dem "vollendeten" 18. Lebensjahr (bzw. Altersjahr) mündig (www.duden.de/rechtschreibung/Lebensjahr, besucht am 8. August 2014); dieses beginnt demnach unmittelbar nach dem 17. Geburtstag. Gleichermassen erreicht eine Person unmittelbar nach ihrem 44. Geburtstag ihr 45. Lebensjahr, wie dies die Beschwerdeführerin vorbringt. Der allgemeine Sprachgebrauch legt das Verständnis der Altersgrenze gemäss der Beschwerdeführerin nahe, vermag indessen die Sinndeutung der Norm durch die Vorinstanz nicht als willkürlich erscheinen zu lassen: Wenn das Obergericht im Rahmen der Auslegung von Art. 7 Abs. 1 der Feuerwehrverordnung/SH dem Wort "erreicht" eine selbstständige Bedeutung zumisst, diesen Begriff in Verbindung mit den Begriffen "verwirklichen", "bewältigen" bzw. "fertigbringen" sieht und in ständiger Praxis als die "Beendigung" des 45. Altersjahrs versteht - und entsprechend die Ersatzabgabe auch mit demjenigen Jahr beginnen lässt, in welchem die dienstpflichtige Person 21 Jahre alt wird -, ist dies nicht unhaltbar. Es ist in diesem Zusammenhang auch nicht ersichtlich, inwiefern dieses Verständnis der Norm sinn- und zweckwidrig wäre. Wenngleich eine andere Auslegung vom allgemeinen Sprachgebrauch her näher liegen würde, und andere Gesetze für das "Erreichen" des entscheidrelevanten Altersjahrs den Begriff "vollenden" verwenden (vgl. etwa den von der Beschwerdeführerin herangezogenen Art. 13 Abs. 2 lit. a Militärgesetz [SR 510.10]), kann die vorinstanzliche Interpretation von Art. 7 Abs. 1 der Feuerwehrverordnung/SH und damit eine Ersatzabgabepflicht für das Jahr 2012 nicht als willkürlich gelten. Da bereits die (Mehrheits-) Begründung des Obergerichts nicht willkürlich ist, erübrigt es sich zu überprüfen, wie es sich mit dem Standpunkt der Minderheit verhielte (BGE 135 III 608 E. 4.6 S. 20; 133 III 221 E. 7 S. 228; 132 I 13 E. 6 S. 20).