Citation: 1C_529/2014 E. 2.7

2.7. Die Beschwerdeführer machen nicht geltend und es ist auch nicht ersichtlich, dass die in Art. 55 Abs. 2 KRVO verlangte gleichzeitige Eröffnung des Bauentscheids und der Zusatzbewilligungen einen anderen Zweck verfolgt, als die in Art. 25a Abs. 2 lit. d RPG vorgesehene möglichst gleichzeitige Eröffnung solcher Verfügungen. Da diesem Zweck nach dem Gesagten entsprochen wurde, ist die vorinstanzliche Annahme, den Beschwerdeführern fehle an der Geltendmachung der formellen Verletzung von Art. 55 Abs. 2 KRVO ein schützenswertes Interesse, nicht willkürlich. Die Beschwerdeführer machen zwar geltend, bei einer gleichzeitigen Eröffnung der beiden Entscheide hätte die Vorinstanz nicht einwenden können, gewisse Rügen beträfen nicht den Streitgegenstand des jeweils angefochtenen Entscheids. Mit diesem Argument vermögen die Beschwerdeführer jedoch keinen Nachteil nachzuweisen, weil sie einräumen, dass ihre Rügen von der Vorinstanz im Ergebnis im jeweils "richtigen" Sachzusammenhang geprüft worden sind. Da die Gemeinde die Baubewilligung erst erteilte, nachdem die GVG die feuerpolizeiliche Genehmigung mit Schreiben vom 3. Juli 2012 erteilt hatte, und der nachträgliche Einspracheentscheid der GVG die ursprüngliche Genehmigung bestätigte, liegt im Ergebnis auch kein Verstoss gegen das Gebot der inhaltlichen Abstimmung von Verfügungen bzw. gegen das Verbot widersprüchlicher Entscheide vor. Die Rüge der willkürlichen Anwendung von Art. 55 Abs. 2 KRVO erweist sich damit als unbegründet.