Citation: 7B_260/2022 E. 2.3

2.3. Gemäss der Anklage betrat der Beschwerdeführer das Zimmer, in welchem die Beschwerdegegnerin 2 gerade Geschlechtsverkehr mit C.________ hatte, und begab sich neben das Bett, in welchem die beiden lagen. In der Folge streckte er der auf dem Rücken liegenden Beschwerdegegnerin 2 seinen nicht erigierten Penis in den Mund bzw. legte er diesen eventualiter auf ihre Lippen. Dabei war die Beschwerdegegnerin 2 aufgrund ihrer geschlossenen Augen und weil sie den Penis anfänglich für einen Finger von C.________ hielt, nicht fähig, einen Widerstandswillen zu fassen bzw. einen solchen kundzutun, bis sie nach ca. drei bis fünf Sekunden realisiert hatte, was vor sich ging und den Beschwerdeführer fort wies. Gemäss Anklage soll der Beschwerdeführer gewusst haben, dass die Beschwerdegegnerin 2 erst zum Widerstand fähig sein würde, nachdem sie vollauf begriffen hatte, was vor sich ging, und dass dies - aufgrund ihrer geschlossenen Augen und des Umstandes, dass sie derzeit Geschlechtsverkehr mit einem anderen Partner hatte und entsprechend abgelenkt war - nicht augenblicklich der Fall sein würde, was er ausnützen wollte und auch ausnützte oder zumindest billigend in Kauf nahm.