Citation: I 237/02 17.07.2002 E. 3.2

Nach dem Gesagten bestehen zwischen der Expertise des Dr. med. H.________ vom 9. Oktober 2000 auf der einen Seite und den Berichten des Dr. med. E.________ vom 21. Juli 2000/12. April 2002 sowie des Spitals Z.________ vom 22. April 2002 auf der anderen Seite erhebliche Differenzen bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Auch wenn der Bericht des Spitals Z.________ 9 1/2 Monate nach Verfügungserlass erstattet wurde, ist er geeignet, die Beurteilung, bezogen auf den damaligen Zeitpunkt, zu beeinflussen (BGE 121 V 366 Erw. 1b, 99 V 102 mit Hinweisen), da darin in keiner Weise von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit Verfügungserlass gesprochen wird. Im Weiteren ist zu beachten, dass Dr. med. H.________ bereits im Gutachten vom 9. Oktober 2000, also vor Verfügungserlass, das Vorliegen einer reaktiven Depression nicht ausschloss. Auch das Spital Z.________ stellte im Bericht vom 11. Oktober 2001 (drei Monate nach Verfügungserlass) weiterhin psychische Probleme fest und legte dar, es seien eine psychologische Betreuung und allenfalls eine neuropsychologische Abklärung ins Auge zu fassen. Unter diesen Umständen ist eine fachärztliche psychiatrische Abklärung notwendig, um die Einschränkung in der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit rechtsgenüglich beurteilen zu können. Bei dieser Sachlage besteht keine hinreichende Grundlage zur Bestimmung des Invalideneinkommens. Notwendig ist eine erneute, sämtliche Aspekte des vorliegenden Falles umfassende interdisziplinäre medizinische Begutachtung, vorzugsweise in der hierfür spezialisierten Abklärungsstelle der Invalidenversicherung (MEDAS). Die einzuholende Expertise wird sich insbesondere darüber auszusprechen haben, ob - wie im Bericht des Spitals Z.________ vom 11. Oktober 2001 erwähnt wurde - in psychischer Hinsicht medizinische Massnahmen angebracht sind. Weiter wird sie zur Arbeitsfähigkeit in den in Betracht fallenden Tätigkeiten Stellung zu nehmen haben.