Citation: 6B_527/2015 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung Art. 5 BV, Art. 29 Abs. 1 und 2 BV und Art. 412 Abs. 4 StPO. Die Vorinstanz hätte die vorgetragenen Beweise erheben und selber vorfrageweise prüfen müssen, ob ein strafbares Verhalten vorliege. Sie habe in Missachtung seines rechtlichen Gehörs auf eine Beweisabnahme und den Beizug der Akten des angestrengten Strafverfahrens verzichtet. Die Kognition der Vorinstanz werde durch die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft und den Entscheid des Obergerichts vom 16. Februar 2015 nicht eingeschränkt. Die diesbezüglichen Verweise seien daher nicht behilflich. Der Beschluss vom 16. Februar 2015 beziehe sich auf das Urteil vom 11. September 2012. Damit werde jede Revision verunmöglicht. Dem kann nicht gefolgt werden. Soweit der Beschwerdeführer konkret ein strafbares Verhalten geltend machte, wurde dies im Beschluss vom 16. Februar 2015 auch geprüft, mangels Anhaltspunkten für ein solches aber verneint. Der Beschluss vom 16. Februar 2015 verweist nur insofern auf das Urteil vom 11. September 2012, als der Beschwerdef ührer den angezeigten Personen falsche Anschuldigungen vorwirft. Die III. Strafkammer des Obergerichts argumentierte im Beschluss vom 16. Februar 2015, hinsichtlich der den strafrechtlichen Verurteilungen wegen versuchter Nötigung und mehrfacher sexueller Belästigung zugrunde liegenden Vorwürfe könne nicht davon ausgegangen werden, die Anschuldigungen der betroffenen Personen seien unwahr gewesen (vgl. Beschluss, a.a.O., E. 9.1 S. 12). Dieser Hinweis gilt selbstverständlich unter dem Vorbehalt eines erfolgreichen Revisionsgesuchs, was die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid auch prüfte (vgl. hinten E. 2.4 und 3). Dass die Eröffnung eines Strafverfahrens für die Annahme eines Revisionsgrundes im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. c StPO nicht zwingend ist, trifft zwar zu. Dies gilt allerdings nicht, wo wie vorliegend ein Strafverfahren bei einem entsprechenden Tatverdacht ohne Weiteres hätte durchgeführt werden können. Unter diesen Umständen kann der Vorinstanz nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass sie nicht selbständig prüfte, ob ein strafbares Verhalten vorliegt, sondern diesbezüglich auf den Entscheid vom 16. Februar 2015 verwies (siehe oben E. 1.2).