Citation: U 345/02 30.04.2004 E. 2

Streitig und zu prüfen ist einzig, welcher Jahresverdienst der Berechnung der von der Allianz Suisse auszurichtenden Rente zugrunde zu legen ist. 2.1 Nach Art. 15 UVG werden Taggelder und Renten nach dem versicherten Verdienst bestimmt (Abs. 1). Als versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der Taggelder der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn, für die Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn (Abs. 2). Gemäss Abs. 3 erlässt der Bundesrat Bestimmungen über den versicherten Verdienst in Sonderfällen, namentlich bei langdauernder Taggeldberechtigung (lit. a). Gestützt auf Art. 15 Abs. 3 UVG hat der Bundesrat in Art. 24 UVV unter dem Titel "Massgebender Lohn für Renten in Sonderfällen" ergänzende Vorschriften erlassen. 2.2 Da im vorliegenden Verfahren Leistungsansprüche aus den Unfällen vom 9. Dezember 1994 und vom 27. September 1995 zur Diskussion stehen, ist übergangsrechtlich Art. 147a UVV zu berücksichtigen. Danach werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor In-Kraft-Treten der Verordnungsänderungen vom 15. Dezember 1997 (in Kraft seit 1. Januar 1998) ereignet haben, und Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. 2.3 Nach Art. 22 Abs. 4 UVV in der bis 31. Dezember 1997 gültig gewesenen Fassung gilt als Grundlage für die Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bei einem oder mehreren Arbeitgebern bezogene Lohn, einschliesslich noch nicht ausbezahlter Lohnbestandteile, auf die ein Rechtsanspruch besteht. Dauerte das Arbeitsverhältnis nicht das ganze Jahr, so wird der in dieser Zeit bezogene Lohn auf ein volles Jahr umgerechnet. Bei einem Versicherten, der eine Saisonbeschäftigung ausübt, ist die Umrechnung auf die normale Dauer dieser Beschäftigung beschränkt. Art. 24 UVV in der bis 31. Dezember 1997 gültig gewesenen Fassung enthielt folgende Bestimmungen: "1. Hat der Versicherte im Jahre vor dem Unfall wegen Militärdienst, Zivildienst, Zivilschutzdienst, Unfall, Krankheit, Mutterschaft, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit einen verminderten Lohn bezogen, so wird der versicherte Verdienst nach dem Lohn festgesetzt, den der Versicherte ohne Militärdienst, Zivildienst, Zivilschutzdienst, Unfall, Krankheit, Mutterschaft, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit erzielt hätte.