Citation: 1P.622/2004 09.02.2005 E. D

Der Sonderdienst bewilligte X.________ mit Verfügung vom 4. Juli 2001 12-stündige begleitete Beziehungsurlaube mit der Auflage, dass er das vorgängig einzureichende Urlaubsprogramm einhalte, sich vor Urlaubsantritt auf Antabus einstelle und ein striktes Alkoholkonsumverbot einhalte. Da X.________ Urlaube ohne vorgängige Einstellung auf Antabus beantragte, wurde die Frage der Antabuseinnahme der Fachkommission des Ostschweizer Strafvollzugskonkordates zur Überprüfung der Gemeingefährlichkeit von Straftätern und Straftäterinnen (nachfolgend Fachkommission) vorgelegt. Diese sprach sich für die Antabusverschreibung aus. Der Sonderdienst bestätigte deshalb am 23. Oktober 2001 seinen Entscheid. Am 14. Januar 2002 hob die Justizdirektion die Auflage der Antabuseinnahme vor begleiteten Urlauben auf. Da elf begleitete Beziehungsurlaube problemlos verlaufen waren, gewährte der Sonderdienst X.________ ab dem 6. Oktober 2003 12-stündige unbegleitete Beziehungsurlaube, verbunden mit den Auflagen, erstens, vorgängig ein detailliertes Urlaubsprogramm einzureichen und dieses einzuhalten, zweitens, Antabus einzunehmen und drittens, keinen Alkohol zu konsumieren.