Citation: 4A_516/2015 E. 3

Die Vorinstanz stellte fest, aufgrund dieser bundesgerichtlichen Erwägungen müsse sie nicht mehr über den Bestand, sondern lediglich noch über die Höhe der Forderung des Klägers 1 und die allfälligen entsprechenden Kostenfolgen entscheiden. Das Bundesgericht habe in verbindlicher Weise den beklagtischen Standpunkt geschützt, wonach die "management fees" bei der Berechnung des Sollzustands zu berücksichtigen seien. Sie hielt fest, strittig sei die Höhe der von der Beklagten berechtigterweise zu beziehenden "management fees", nicht jedoch die tatsächlich bezogenen. Weiter erwog sie, die Beklagte habe ausgeführt, da das IMA vom 12. März 2007 keinen Bestand habe, sei nicht die dort aufgeführte Gebühr von 0,3 % geschuldet, sondern die Standardkommission von 1,5 % (gemäss Tabelle vom April 2003) bzw. sogar 2 % (gemäss Tabelle vom Mai 2007). Entsprechend betrügen die geschuldeten "management fees" EUR 801'001.61. Sie begründe ihren Standpunkt also nur mit der Ungültigkeit des IMA vom 12. März 2007. Damit räume sie aber implizit ein, dass sich im Fall der Verbindlichkeit des IMA die Höhe der Gebühren danach bemesse. Der Kläger habe auch nicht eine höhere Gebühr durch sein tatsächliches Verhalten genehmigt, das heisst durch seinen unterlassenen Widerspruch zu den tatsächlich vorgenommenen Belastungen. Denn im Gegensatz zur (konkludenten) Genehmigung einer bestimmten risikoreichen Anlagestrategie, welche sich für den Anleger auch vorteilhaft erweisen könne, sei nicht ersichtlich, weshalb sich dieser mit höheren als den im IMA abgemachten Gebühren hätten einverstanden erklären sollen. Entsprechend betrage die "management fee" 0,3 %. Gestützt darauf berechnete sie einen Forderungsbetrag von EUR 8'000'047.81 statt des im ersten Urteils gutgeheissenen Betrags von EUR 8'130'634.52, indem sie im ersten Geschäftsjahr zum investierten Kapital von EUR 24'999'983.86 den Zins von 7,57 % (EUR 1'892'498.78) addierte und vom Total (EUR 26'892'482.64) als management fee 0,3 % des Kapitals abzog (EUR 74'999.95). Mit diesen EUR 26'817'482.69 als Kapital ging sie für die folgende Zeit bei einem Zinssatz von 8,23 % auf die gleiche Weise vor und zog vom Ergebnis zusätzlich noch die Gebühren vom 13. März bis 13. September 2009 von EUR 51'602.05 ab. Daraus resultierte als Sollwert EUR 28'900'692.91. Die Differenz zum Istwert von EUR 20'900'645.10 ergab den zugesprochenen Betrag von EUR 8'000'047.81.