Citation: 5P.354/2004 15.10.2004 E. A

Aus der Ehe von Z.________ und Y.________ stammt der gemeinsame Sohn X.________, geb. 1999. Die Ehegatten hatten ihren gemeinsamen Haushalt ursprünglich in Italien. Im Juni 2002 reiste Z.________ mit X.________ in die Schweiz und weigerte sich, den Sohn wieder an den ehelichen Wohnsitz zurück zu bringen. In einem (ersten) Verfahren nach dem Haager Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung wurde Z.________ daraufhin vom Obergericht des Kantons Luzern verpflichtet, X.________ nach Italien zurück zu führen. Eine gegen diesen Entscheid erhobene staatsrechtliche Beschwerde wies das Bundesgericht am 23. April 2003 ab und setzte eine Frist für die Rückführung von X.________ nach Italien bis zum 15. Mai 2003 (Verfahren 5P.128/ 2003). In der Folge kehrte Z.________ mit X.________ nach Italien zurück. In einem von Y.________ in Italien eingeleiteten Eheschutzverfahren stellte das Tribunale di Pistoia X.________ am 3. Februar 2003 unter die elterliche Obhut des Vaters. Mit Entscheiden vom 4. Juni 2003 und 15. Januar 2004 wurde die Obhutszuteilung an Y.________ bestätigt. Gemäss Erklärung der Ehegatten übten sie nach der Rückkehr von Z.________ nach Italien im Jahr 2003 auf Anraten des als Gutachter eingesetzten Kinderpsychiaters die Obhut über X.________ abwechslungsweise aus, ohne dass diese Vereinbarung Eingang in einen gerichtlichen Entscheid gefunden hätte.