Citation: 6B_1085/2023 E. 2.4

2.4. Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, sie sei hinsichtlich der Delikte vom 19. März 2016 schuldunfähig gewesen. Dabei gibt sie verschiedene ihrer Aussagen wieder und nimmt Bezug auf ihren Valiumkonsum, ihre fürsorgerische Unterbringung sowie auf einzelne Aussagen des Gutachters an der Berufungsverhandlung. Sie bringt insbesondere vor, der Gutachter habe keine "Logik" in ihren Taten vom 19. März 2016 gesehen. Den vorinstanzlichen Erwägungen lässt sich entnehmen, dass der Gutachter in Kenntnis der von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Umstände seine Diagnose gestellt und diese daraufhin bestätigt hat. Er wies insbesondere darauf hin, dass die fürsorgerische Unterbringung erst circa vier Wochen nach dem letzten polizeilichen Eintrag erfolgt sei und dass weder vor noch nach dem stationären Aufenthalt psychotisches Erleben diagnostiziert worden sei. Der Gutachter legte ferner dar, dass die fremdanamnesischen Berichte Formulierungen wie "psychotisch anmutend" oder "nicht ausschliessbar" verwendeten, welche auf einen weniger erheblichen Schweregrad der Symptomatik hinwiesen. Nach den vorinstanzlichen Erwägungen ging der Gutachter von einer Borderline Persönlichkeitsstörung mit vorübergehend psychotischer Episode aus. Die Steuerungsfähigkeit, nicht aber die Einsichtsfähigkeit der Beschwerdeführerin seien reduziert gewesen. Eine Schizophrenie schloss er aus. Sofern die Beschwerdeführerin gewisse Aussagen des Gutachters an der Berufungsverhandlung vorbringt, erweist sich diese Bezugnahme als selektiv und gibt den Sinngehalt seiner Diagnose nicht korrekt wieder. Der Gutachter äusserte sich nicht nur nosologisch zur psychischen Störung bzw. zum Krankheitsbild, sondern legte in seiner Schuldfähigkeitsbegutachtung auch dar, wie sich die diagnostizierte Störung konkret auf die Fähigkeit der Beschwerdeführerin auswirkte, das Unrecht ihres Handelns zu erkennen (Einsichtsfähigkeit) und ihr Handeln entsprechend zu steuern (vgl. Urteil 6B_1363/2019 vom 19. November 2020 E. 1.7.2 zur Beurteilung der Schuldfähigkeit aus medizinischer und juristischer Sicht). Sofern auf die weitestgehend appellatorischen Vorbringen der Beschwerdeführerin eingetreten werden kann, lässt sich ihnen nicht entnehmen, dass die Vorinstanz in unhaltbarer Weise auf die gutachterliche Einschätzung abgestellt hätte und hinsichtlich der festgestellten leichten bis mittelgradigen Minderung der Schuldunfähigkeit in Willkür verfallen wäre. Die von der Beschwerdeführerin erhobene Rüge erweist sich als unbegründet, soweit darauf eingetreten werden kann.