Citation: 1P.563/1999 12.01.2000 E. 2

2.- a) Strittig ist einzig, ob das Obergericht in Willkür verfallen ist, indem es die Entschädigungsforderung des Beschwerdeführers für Verdienstausfall in Höhe von Fr. 124'496. -- abwies, weil nicht erwiesen sei, dass der Beschwerdeführer wegen des hängigen Strafverfahrens zwischen Oktober 1991 und Mai 1995 keine Stelle gefunden habe. b) Nach der Rechtsprechung ist der natürliche Kausalzusammenhang dann zu bejahen, wenn ein Ereignis eine notwendige Bedingung für den eingetretenen Schaden ist. Dass die Einleitung des Strafverfahrens die alleinige oder unmittelbare Ursache dafür ist, dass der Beschwerdeführer keine Stelle mehr fand, ist dabei nicht erforderlich; die natürliche Kausalität ist gegeben, wenn das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen dazu führte, dass der Beschwerdeführer in der fraglichen Zeit keine Stelle fand. Dabei genügt es, dass die überwiegende bzw. ein hoher Grad der Wahrscheinlichkeit dafür spricht, dass die Stellensuche des Beschwerdeführers wegen des laufenden Strafverfahrens gescheitert ist (BGE 125 IV 195 E. 2b; 122 III 26 E. 4a/bb; 121 III 358 E. 5; 115 II 440 E. 6a). c) Willkürlich ist ein Entscheid, der mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dabei genügt es nicht, dass die Begründung unhaltbar ist, der Entscheid muss sich vielmehr im Ergebnis als willkürlich erweisen (BGE 124 I 247 E. 5; 122 I 61 E. 3a; 120 Ia 369 E. 3a je mit Hinweisen).