Citation: 4A_287/2020 E. 3.5.1

3.5.1. Das Editionsurteil hält fest, die Beschwerdeführerin bedürfe zur Überprüfung der korrekten Auftragserfüllung einer Aufstellung sämtlicher Vermögenspositionen im gesamten Zeitraum, in dem die Margin Calls erfolgt seien. Der Antrag, die Beschwerdegegnerin für die Monate November 2006 bis Januar 2007 zum Nachweis einer lückenlosen und detaillierten Aufstellung sämtlicher Vermögenspositionen zu verpflichten, welche ihr als Sicherheit für ihre Geschäftsbeziehungen mit der Beschwerdeführerin dienten, sei daher gutzuheissen. Inwieweit dieser Nachweis besonders dokumentiert sein müsste, sei jedoch nicht ersichtlich. Es genüge eine lückenlose Aufstellung des Anfangsbestandes und der jeweiligen Abflüsse und Zugänge. Die Klagebegehren Ziff. 1 Abs. 2 lit. b (Nachweis allenfalls bestehender Vernetzungen zwischen den Vermögenspositionen), c (Bewertung der Vermögensposition durch die Beschwerdegegnerin) und d (Nachweis der für die Beschwerdegegnerin aus der Bewertung resultierenden Belehnungswerte und Kreditlimiten) wies das Appellationsgericht dagegen ab, da die Beschwerdegegnerin nicht verpflichtet gewesen sei, die betreffenden Informationen laufend zu erheben.