Citation: 1C_111/2017 E. A

Der Vorsteher des Amts für Justizvollzug (AJV) des Kantons Bern führt eine sogenannte "Watch-Liste", auf welcher sich sämtliche verwahrten Straftäter sowie weitere "Risikotäter" befinden, die sich zum Zeitpunkt der Deliktsbegehung, der Gerichtsverhandlung oder von Vorfällen im Vollzug mit einer ausserordentlichen öffentlichen bzw. medialen Aufmerksamkeit konfrontiert sahen. Aufgeführt werden die Dossiernummer, Name, begangene Delikte, bisherige Risikoeinschätzung, Strafmass, Vollzugsdaten und bisherige Vollzugslockerungen. Der Eintrag in der "Watch-Liste" hat zur Folge, dass Vollzugslockerungen nur mit Zustimmung des Vorstehers des AJV gewährt werden dürfen. Die einfache Excel-Tabelle sei ein persönliches Arbeitsmittel des Amtsvorstehers und diene dem amtsinternen Risikomanagement. Zugriffsberechtigt für Mutationen ist einzig der Amtsvorsteher. Mit Verfügung vom 13. Oktober 2015 erteilte das Amt für Freiheitsentzug und Betreuung (heute: AJV) A.________ Einsicht in die "Watch-Liste" in Bezug auf seine persönlichen Daten, lehnte es indessen ab, ihm umfassende Einsicht in die anonymisierte Watch-Liste zu gewähren. A.________ focht diese Verfügung mit Verwaltungsbeschwerde an, wobei er auch verlangte, die Rechtmässigkeit der "Watch-Liste" zu prüfen. Am 7. September 2016 wies die Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM) die Beschwerde von A.________ gegen die Verfügung vom 13. Oktober 2015 ab. Am 16. Januar 2017 wies das Obergericht des Kantons Bern die Beschwerde von A.________ gegen die Direktionsverfügung ab, soweit es darauf eintrat (Dispositiv-Ziffer 1). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wies es ebenfalls ab (Dispositiv-Ziffer 2) und auferlegte ihm die Verfahrenskosten (Dispositiv-Ziffer 3).