Citation: 9C_638/2017 E. 2.3.3

2.3.3. Diese nicht in allen Teilen schlüssigen Feststellungen im Gerichtsgutachten sind bedeutsam für die rechtliche Würdigung der fachärztlichen Einschätzung einer psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit von 100 % nach Massgabe von BGE 141 V 281, und zwar in Bezug auf die "Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome" (E. 4.3.1.1), vorhandene "persönliche Ressourcen" (E. 4.3.2) und Komorbiditäten (E. 4.3.1.3). Beim erstgenannten Indikator können auch Umstände, die auf Aggravation usw. hinweisen, eine Rolle spielen und sind dementsprechend zu berücksichtigen. Solche Gründe gibt es gemäss den Feststellung der Vorinstanz in E. 4.2.2 ihres Entscheids vom 24. März 2016. Schliesslich weist die IV-Stelle richtig darauf hin, dass das Bundesgericht in E. 4.2.1 seines Rückweisungsentscheids vom 29. Juni 2016 davon ausgegangen war, vertiefte Abklärungen, etwa Einholung fremdanamnestischer Auskünfte, Erfragen der Aktivitäten im Alltag vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung, könnten verwertbare Erkenntnisse in Bezug auf die "Konsistenz" als beweisrechtlich entscheidender Aspekt (BGE 141 V 281 E. 4.4 S. 303 f.) bringen. Die Vorinstanz war im Entscheid vom 24. März 2016 E. 4.3 zum Ergebnis gelangt, das Aktivitätenniveau lasse sich aufgrund der vom psychiatrischen Gutachter der Medas als diskrepant beurteilten Schilderung des Alltags nicht abschliessend beurteilen.