Citation: 2C_1077/2018 E. 6.4

6.4. Der Beschwerdeführer legt nicht detailliert und nachvollziehbar dar, weshalb er eine Ausreisefrist von mindestens zwei Monaten benötigt. Er hält sich seit 25 Jahren in der Schweiz auf, verfügt jedoch nur über einen Arbeitsvertrag für eine stundenweise Beschäftigung, den er wird auflösen müssen, was im Rahmen von einem Monat möglich erscheint. Da seine Familie und er bei seinen Eltern leben, besteht keine Frist, um einen Mietvertrag zu kündigen. Der Beschwerdeführer hat schliesslich in der Schweiz kaum soziale Kontakte ausserhalb der Familie gepflegt, womit er nicht über etwas mehr Zeit verfügen müsste, um sich von anderen Personen zu verabschieden. Bei dieser Ausgangslage erscheint die Ausreisefrist von einem Monat nach Eröffnung des bundesgerichtlichen Urteils nicht als offensichtlich unhaltbar. Als zu kurz hat die Frist nur dann zu gelten, wenn sich die Ehefrau entschliessen sollte, mit den Kindern ihren Gatten in die Heimat zu begleiten. In diesem Fall wird das Migrationsamt eine neue angemessene Frist ansetzen müssen, damit der Schulaustritt der Kinder, das Ende der beruflichen Tätigkeit (Putzarbeiten) der Gattin und der Umzug in den Kosovo angemessen organisiert werden können. Bei begründeten Schwierigkeiten kann der Beschwerdeführer sich im Übrigen immer noch an das Migrationsamt wenden und darum ersuchen, ihm eine Nachfrist für die Ausreise zu gewähren.