Citation: I 590/04 28.02.2005 E. 4

4.1 Die Versicherte bringt vor, auf den Haushaltbericht vom 17. Januar 2003 könne nicht abgestellt werden, da er ihre tatsächlichen Einschränkungen aufgrund sprachlicher Verständigungssschwierigkeiten nicht gebührend berücksichtige. Den Akten lässt sich entnehmen, dass die Versicherte in der Tat nicht gut Deutsch spricht. So hielt der Berufsberater am 9. September 2002 fest, die Beschwerdeführerin habe nur rudimentäre Deutschkenntnisse, weshalb einzig ein Einsatz auf der Stufe einer Hilfsarbeiterin möglich sei. Anlässlich der Haushaltabklärung vom 17. Januar 2003 ergab sich, dass die Beschwerdeführerin wegen ihrer geringen Deutschkenntnisse den Kindern bei den Aufgaben nicht helfen kann. Indessen war ihr das Ausfüllen des Fragebogens zur Rentenabklärung weitgehend möglich, auch wenn sie einzelne Fragen, wie etwa diejenige, ob sie ohne Behinderung einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen würde, offensichtlich nicht verstanden und deshalb unrichtig beantwortet hatte. Mit Schreiben der IV-Stelle vom 20. Dezember 2002 wurde sie ausdrücklich schriftlich darauf hingewiesen, dass sie für die Haushaltabklärung eine Übersetzungsperson organisieren müsse, wenn sie in der deutschen Sprache Verständigungsprobleme habe. An der Abklärung war in der Folge der Ehemann als Übersetzungshilfe anwesend. Dem Bericht vom 17. Januar 2003 lassen sich keinerlei Hinweise darauf entnehmen, eine Einschätzung der gesundheitlichen Einschränkungen sei aufgrund sprachlicher Verständigungsschwierigkeiten nicht möglich gewesen. Gegenteils erfolgte die Auflistung der einzelnen Arbeiten, welche der Versicherten nicht mehr möglich sind, sorgfältig, genau und nachvollziehbar. Es darf somit davon ausgegangen werden, die Versicherte habe sich mit Hilfe des Ehemanns ausreichend verständigen können. Das Vorbringen, auf den Abklärungsbericht könne wegen der Sprachprobleme nicht abgestellt werden, ist daher nicht stichhaltig. 4.2 Die gegen die Ziffern 4.2 (Ernährung; vgl. dazu auch Urteil S. vom 11. August 2003, I 681/02), 4.3 (Wohnungspflege), 4.4 (Einkauf) und 4.5 (Wäsche und Kleiderpflege) des Abklärungsberichts gerichteten Einwände wurden bereits im vorinstanzlichen Verfahren vorgebracht und vom kantonalen Gericht entkräftet. Von einer klar feststellbaren Fehleinschätzung der Abklärungsperson kann keine Rede sein (Erw. 1.2 hievor), weshalb die vorinstanzlich bestätigte Einschränkung im Haushaltbereich von gesamthaft 21 % im Rahmen der Angemessenheitskontrolle nicht zu beanstanden ist. Auf eine weitere Abklärung kann verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b mit Hinweis auf BGE 124 V 94 Erw. 4b und 122 V 162 Erw. 1d), zumal keine Gründe vorliegen, dem Bericht vom 17. Januar 2003 nicht vollen Beweiswert zuzumessen.