Citation: C 312/99 27.01.2000 E. A

A.- Die 1965 geborene H.________, Mutter zweier Kinder (geb. 1994 und 1996), lebte seit dem 1. Oktober 1997 von ihrem Ehemann getrennt. Vom 11. August 1997 bis 13. Februar 1998 war sie in der Firma Y.________ als Montagearbeiterin tätig. Mit Schreiben vom 14. Februar 1998 kündigte sie diese Stelle auf den 22. Februar 1998, da die Tagesmutter für die Kinder nicht mehr zumutbar sei; sie müsse daher eine Tätigkeit suchen, bei der sie die Kinder mitnehmen könne. Am 16. Februar 1998 meldete sich H.________ zur Arbeitsvermittlung für eine Vollzeitstelle an, und mit An- trag vom 25. Februar 1998 beanspruchte sie Arbeitslosenent- schädigung. Auf die Aufforderung der Arbeitslosenkasse vom 25. Februar 1998 hin, eine Obhutserklärung einzureichen, teilte sie dieser am 5. März 1998 unter anderem mit, sie wolle die Kinder nicht in fremde Hände geben, was im Übri- gen auch von psychiatrischer Seite befürwortet werde. Mit Schreiben vom 16. März 1998 wies das Industrie-, Gewerbe- und Arbeitsamt des Kantons Aargau (KIGA) H.________ darauf hin, dass sie nur dann Anspruch auf Arbeitslosenent- schädigung habe, wenn sie bereit sei, jede zumutbare Arbeit anzunehmen und die Obhut der Kinder zu regeln. Ohne dieses Schreiben zu beantworten, teilte H.________ dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum am 16. März 1998 unter anderem mit, sie könne nicht dafür haftbar gemacht werden, dass keine Kinderkrippe frei sei und überall lange Wartezeiten bestünden. Zudem habe sie inzwischen eine 60%-Stelle gefun- den. Mit Verfügung vom 2. April 1998 verneinte das KIGA die Anspruchsberechtigung ab 16. Februar 1998 wegen fehlender Vermittlungsfähigkeit, da die Versicherte aus familiären Gründen nicht bereit und in der Lage sei, die Obhut der Kinder zu regeln.