Citation: 8C_545/2019 E. 10.4

10.4. Die Frage, ob in Fällen wie dem vorliegenden bei der Beurteilung der Ungewöhnlichkeit nebst dem (eine allfällige Gehörschädigung verursachender) Lärmpegel unter dem Aspekt des jeweiligen Lebensbereichs (vgl. hiervor E. 9.1) auch die Örtlichkeit zu berücksichtigen ist, wo die Lärmemission erfolgt (vgl. dazu die Urteile 8C_403/2018 vom 7. September 2018 E. 4.3 und U 245/05 vom 1. Dezember 2005 E. 2.4), kann hier offen gelassen werden. Ein einmaliger, nur sehr kurz andauernder Schallexpositionspegelwert von 112,2 bzw. von maximal 116,2 dB ist im Rahmen einer Fussballspielveranstaltung mit grosser Menschenansammlung, wo der Einsatz von Lärm verursachenden Gegenständen wie Petarden, Trillerpfeifen und Vuvuzelas üblich ist, jedenfalls nicht ungewöhnlich. Dies gilt unabhängig davon, von welcher Schallquelle der Lärmpegel stammt. Die weiteren von der Vorinstanz genannten Umstände (vgl. hiervor E. 8.1) sind dabei irrelevant, weil sie keinen direkten Einfluss auf den Lärmpegel haben.