Citation: 4A_44/2015 E. 4.3

4.3. Dagegen bringt die Beschwerdeführerin vor, den Aussagen des Zeugen E.________ liesse sich sehr wohl klar entnehmen, worin die provisionspflichtige Leistung bestanden habe, nämlich darin, die Beschwerdegegnerin in eine gute Position zu bringen beim Veranstalter COCAN 2010. Die Vorinstanz blende völlig aus, dass sich die Parteien bereits an einem Treffen vom 5. Juni 2008 zum ersten Mal über die CAN 2010 unterhalten hätten. Am 25. November 2008 sei es zu einem erneuten Treffen gekommen, an dem die Beschwerdegegnerin reges Interesse an einer Zusammenarbeit gezeigt habe. Auch der E-Mail-Verkehr zeige, dass die Beschwerdegegnerin auf Kontakte zu den Entscheidungsträgern des COCAN 2010 angewiesen gewesen sei. Im Juni 2009 habe die Beschwerdeführerin die entsprechenden Treffen organisiert, wofür sich die Beschwerdegegnerin mit E-Mail vom 1. Juli 2009 bedankt habe. Für die Abmachung weitergehender Mäklertätigkeit gebe es keinerlei Anzeichen. Es sei zumindest konkludent ein Mäklervertrag zustande gekommen, indem sich die Beschwerdegegnerin die Tätigkeit der Beschwerdeführerin habe gefallen lassen. G.________ habe denn auch im Herbst 2009 die Provision "as agreed on the phone" bestätigt, was zeige, dass bereits vorher eine Vereinbarung bestanden habe. Auch im E-Mail-Verkehr vom 19. bis zum 21. Oktober 2009 selbst habe es eine Übereinkunft gegeben.