Citation: 2C_560/2015 E. 3.4

3.4. Was die Beschwerdeführerin hiergegen einwendet, überzeugt nicht: Wie aus ihrem Namen oder aus der Formulierung ihres Zweckartikels (Einzahl) geschlossen werden könnte, dass sich ihre Aktivitäten nur auf die persönlichen Bedürfnisse ihres Geschäftsführers in diesen Bereichen bezögen und nicht für ein weiteres Publikum bestimmt seien, ist nicht erkennbar - dies um so weniger, als die Beschwerdeführerin selber einräumt, dass ihre Dienstleistungen (zumindest) auch weiteren Personen aus dem Familien- und Bekanntenkreis offen stehen. Der Einwand, dass die Beschwerdeführerin über kein eigenes Briefpapier verfüge, was belege, dass sich ihr Angebot nicht an die Öffentlichkeit richte, ist unzutreffend: In den Akten finden sich Eingaben in ihrem Namen, welche auf eigenem Papier mit spezifischer Adressgestaltung eingereicht wurden. Deren Aktivitäten bzw. jene ihres Geschäftsführers sind bei der derzeitigen Ausgestaltung der Statuten nicht hinreichend getrennt, sodass nicht sichergestellt erscheint, dass die selbständige Tätigkeit des Rechtsanwalts nicht (über die Körperschaft) einer Einflussnahmen Dritter ausgesetzt ist, die nicht selber in einem Anwaltsregister eingetragen sind und damit ihrerseits das Kriterium der Unabhängigkeit erfüllen (vgl. Art. 8 Abs. 1 lit. d BGFA).