Citation: 2A.32/2000 12.09.2000 E. A

A.- Das Schweizer Fernsehen DRS strahlte am 2. und 6. März 1999 unter dem Titel "Vermietungen im Milieu" einen rund achtminütigen Beitrag über diskutable Praktiken gewisser Vermieter im "Rotlichtmilieu" aus. Einleitend hielt der Moderator fest, laut Lexikon sei ein Zuhälter, wer Prostituierte ausbeute. So gesehen seien auch viele Hausbesitzer und "sogenannte seriöse" Geschäftsleute Zuhälter, wenn sie als Vermieter die Situation der Frauen im Sexgewerbe ausnutzten. "Ganz schlimm" treibe es ein "ehemaliger Zahnarzt" in Bern; sein voller Name dürfe nicht genannt werden, darum werde er im folgenden Beitrag nur als "Dr. M." bezeichnet. In der Reportage berichten in der Folge zwei Prostituierte (anonym) und eine Sozialarbeiterin über angeblich überrissene Mietzinse und Schwarzgeldzahlungen. Ein für den Bernischen Mieterverband tätiger Rechtsanwalt bestätigt entsprechende Praktiken am Beispiel des Berner Zahnarzts "Dr. M". Der Beitrag schliesst mit der Bemerkung, dass sich hinter den Neonlichtern bisweilen die dunklen Seiten des Sexgewerbes versteckten. In der Abmoderation ist von "Biedermännern", welche im Milieu "schamlos mitverdienten", die Rede.