Citation: 6B_783/2021 E. 1.1

1.1. Unbestritten sind folgende, von der Vorinstanz festgestellten tatsächlichen Hintergründe: Die zum Zeitpunkt des Berufungsurteils 40-jährige Beschwerdeführerin stammt aus dem Kosovo und kam im Alter von elf Jahren in die Schweiz. Im Alter von 20 Jahren kehrte sie in den Kosovo zurück, nachdem ihre Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert und sie migrationsrechtlich ausgeschafft worden war. Insgesamt hat sie 16 Jahre ihres Lebens im Kosovo verbracht. Mit 25 Jahren reiste sie wieder in die Schweiz ein, wo sie inzwischen über eine Aufenthaltsbewilligung B verfügt. Sie lebt hier zusammen mit ihrem Ehemann, ebenfalls einem kosovarischen Staatsangehörigen, und ihren zwei Kindern im Alter von neun und 13 Jahren. Die Eltern üben das Sorge- und Obhutsrecht gemeinsam aus. Darüber hinaus hat das Paar eine volljährige Tochter, die nicht mehr bei der Familie wohnt. Ausserhalb des familiären Umfelds ist die Beschwerdeführerin in der Schweiz kaum sozial vernetzt. Dennoch sind ihre Deutschkenntnisse gut. Sie hat keine abgeschlossene Ausbildung, ist in der Schweiz jedoch verschiedenen Arbeitstätigkeiten nachgegangen. Sie hat Schulden von rund Fr. 30'000.--. Schliesslich weist sie zwei, teilweise einschlägige Vorstrafen auf: Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten vom 29. August 2013 wurde sie wegen mehrfachen Betrugs zu einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen à Fr. 30.-- sowie einer Busse von Fr. 300.-- und mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 12. November 2015 wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen à Fr. 30.-- sowie einer Busse von Fr. 900.-- verurteilt.