Citation: 5A_767/2015 E. 3.1

3.1. Im vorliegenden Fall geht es um die güterrechtliche Auseinandersetzung und insbesondere um die Zuweisung der ehelichen Liegenschaft. Diese Teilbereiche unterstehen der Verhandlungsmaxime, sodass Art. 229 Abs. 3 ZPO, der die Geltendmachung von Noven in den von der Untersuchungsmaxime beherrschten Verfahren regelt, nicht zur Anwendung gelangt. Die Vorinstanz hat auf die im erstinstanzlichen Verfahren geltende Bestimmung von Art. 229 Abs. 2 ZPO verwiesen und erwogen, vorliegend sei mit der Hauptverhandlung vom 13. Februar 2013 grundsätzlich die "Novenschranke" gefallen. Die Vorinstanz hat indes trotzdem die von der Beschwerdegegnerin erst an der Fortsetzungsverhandlung vom 27. August 2013 produzierten Unterlagen zur Belegung ihrer Zahlungsfähigkeit zugelassen. Dabei war einmal entscheidend, dass die Beschwerdegegnerin am 21. Januar 2013 erstmals eine Skizze der güterrechtlichen Auseinandersetzung eingereicht hat. Der Beschwerdeführer reichte seinerseits am 7. Februar 2013 ein Berechnungsblatt ein. Die Vorinstanz hat alsdann hervorgehoben, anlässlich der Hauptverhandlung vom 13. Februar 2013 seien von Seiten der Parteien keine Rechtsbegehren bezüglich der güterrechtlichen Auseinandersetzung und die Liquidation der Ehegattengesellschaft gestellt worden. Das erstinstanzliche Gericht habe aber mit Verfügung vom gleichen Tag Replik/Duplik angeordnet. Damit sei der Beschwerdegegnerin Gelegenheit geboten worden, sich zu den kurz vor der Verhandlung vom 13. Februar 2013 (am 7. Februar 2013) vom Beschwerdeführer eingereichten Beilagen und Belegen zu äussern. Anlässlich der Fortsetzungsverhandlung vom 27. August 2013 seien die Parteien und Zeugen einvernommen worden. Im Rahmen des zweiten Parteivortrages vom 31. Oktober 2013 habe der Beschwerdeführer seine Berechnungen zur Liquidation der einfachen Gesellschaft nochmals abgeändert. Nach Auffassung der Vorinstanz sind die Belege an der Fortsetzungsverhandlung vom 27. August 2013 rechtzeitig eingereicht worden.