Citation: 5A_44/2023 E. 5.3

5.3. Die Willkürrüge erweist sich als unbegründet. Arrestnahme gegen einen nicht in der Schweiz wohnenden Schuldner ist u.a. dann möglich, wenn die Forderung auf einer Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG beruht (Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG). Stellt aber das Gesetz für den Wahrscheinlichkeitsbeweis ausdrücklich auf eine Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 Abs. 1 SchKG ab, kann den Vorinstanzen keine Willkür vorgeworfen werden, wenn sie sich im Arresteinspracheverfahren einzig mit dem Vorhandensein einer schriftlichen Schuldanerkennung sowie mit dem Vorliegen glaubhafter Einreden und Einwendungen der Arrestschuldnerin befasst haben. Im vorliegenden Fall durften die Vorinstanzen willkürfrei annehmen, dass sich der vorstehend wiedergegebenen Zusatzvereinbarung vom 4. Januar 2015 nicht entnehmen lässt, dass die Verpflichtung zur Zahlung der darin genannten Beträge noch von der Erfüllung weiterer Bedingungen abhängig wäre. Sodann hat sich die Beschwerdeführerin nach den verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen im Wesentlichen damit begnügt, die Darstellung des Beschwerdegegners betreffend die Erbringung von Dienstleistungen bloss zu bestreiten. Die Annahme der Vorinstanzen, der Beschwerdegegner habe für das vorliegende Arrestverfahren mit der Vorlage der drei schriftlichen Vereinbarungen auch die Teilforderung über Fr. 320'000.-- glaubhaft darlegen können, hält daher vor dem Willkürverbot stand.