Citation: 2A.477/2006 25.08.2006 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer ist gestützt auf Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG aus der Schweiz weggewiesen worden, weil er wegen eines Verbrechens gerichtlich bestraft wurde. Die Vorinstanzen haben geprüft, ob die Ausweisung nach den gesamten Umständen angemessen, d.h. verhältnismässig ist (Art. 11 Abs. 3 ANAG in Verbindung mit Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung vom 1. März 1949 zum ANAG [ANAV; SR 142.201]), und dabei auch die Vereinbarkeit der Ausweisung mit Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV geprüft. Ausgangspunkt für die Verhältnismässigkeitsprüfung ist das Verschulden des Ausländers. Das Verwaltungsgericht hat zutreffend festgehalten, dass für dessen Gewichtung massgeblich auf die Höhe der ausgesprochenen Strafe und auf die Würdigung des Strafrichters abzustellen ist, der auch schuldherabsetzende Umstände bereits berücksichtigt hat, und dass im ausländerrechtlichen Verfahren diesbezüglich kein Platz für eine neue Einschätzung besteht. Was die persönlichen und familiären Verhältnisse des Beschwerdeführers betrifft, hat das Verwaltungsgericht alle massgeblichen Umstände berücksichtigt und insbesondere die Lage der Ehefrau und auch die Problematik der Gehörschädigung eines Kindes gewürdigt. Seine Annahme, angesichts der Natur und Schwere der begangenen Straftaten gehe das öffentliche Interesse an der Ausweisung des Beschwerdeführers seinem Interesse am Verbleiben in der Schweiz vor, liegt auf der Linie der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Dazu kann vollumfänglich auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und im Ausweisungsbeschluss des Regierungsrats verwiesen werden (vgl. Art. 36a Abs. 3 OG). 2.2 Der Beschwerdeführer stellt dies nicht grundsätzlich in Frage. Er macht aber geltend, dass in seinem Fall dem Aspekt der fehlenden Rückfallgefahr nicht genügend Rechnung getragen, diesbezüglich nicht genügend Abklärungen getroffen worden seien und insofern die Interessenabwägung des Verwaltungsgerichts unvollständig sei. Wiewohl er nicht übersieht, dass dieser Aspekt bei der ausländerrechtlichen Interessenabwägung nur einen unter mehreren zu berücksichtigenden Faktoren darstellt, überschätzt er dessen Bedeutung im Falle eines Ausländers, der erst als Erwachsener in die Schweiz eingereist ist und der wegen schwerer Delikte verurteilt worden ist. Weder der Resozialisierungsgedanke noch die (möglicherweise geringe) Rückfallgefahr vermag diesfalls die Interessenabwägung massgeblich zu Gunsten des Ausländers zu beeinflussen; bei schweren Betäubungsmitteldelikten ist selbst ein geringes Restrisiko nicht hinzunehmen (vgl. Urteile 2A.46/2006 vom 11. April 2006 E. 3.2.1 und 2A.718/2005 vom 17. Januar 2006 E. 2.3.2). Vorliegend kann ein solches nicht schon wegen des (als selbstverständlich vorauszusetzenden) Wohlverhaltens während des Strafvollzugs bzw. während der kurzen Zeit seit der Haftentlassung und der positiv zu wertenden persönlichen Entwicklung des Beschwerdeführers ausgeschlossen werden. Dass der Beschwerdeführer offenbar (auch) darum schwer straffällig geworden ist, weil er Kokain konsumierte, und er heute drogenfrei lebt, schliesst eine Rückfallgefahr nicht aus. Es darf nicht vergessen werden, dass er im Jahr 2000 trotz stabiler familiärer und beruflicher Verhältnisse ins Drogenmilieu geriet. Bei dieser Ausgangslage durfte das Verwaltungsgericht, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers auch ohne zusätzliche Abklärungen (wie Einholen eines Gefährlichkeitsgutachtens) den Gesichtspunkt der Rückfallgefahr als nicht ausschlaggebend erachten (s. dazu E. 5.2 des angefochtenen Entscheids sowie E. 4a des regierungsrätlichen Ausweisungsbeschlusses). 2.3 Der angefochtene Entscheid erweist sich als in jeder Hinsicht bundesrechtskonform. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist unbegründet und demzufolge abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 156 in Verbindung mit Art. 153 und 153a OG).