Citation: 4A_478/2024 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz ging dabei davon aus, dass der Beschwerdeführer eine Beweiserleichterung geniesse, indem er den Eintritt der behaupteten Arbeitsunfähigkeit nur mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu beweisen habe. Sie stützte sich dabei auf BGE 130 III 321 E. 3.2 Das Bundesgericht hat jedoch in BGE 148 III 105 hinsichtlich dieses Beweises entschieden, dass das ordentliche Beweismass gilt; der Beweis ist demnach erbracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten von der Richtigkeit einer Sachbehauptung überzeugt ist. Es genügt, wenn am Vorliegen der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr bestehen oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen (BGE 148 III 105 E. 3.3.1). Dem Beschwerdeführer ist nach der Würdigung der Vorinstanz der Beweis des Eintritts der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit gemessen am zu Unrecht reduzierten Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht gelungen. Umso mehr gilt dieses Beweisergebnis somit auch unter dem zutreffenden strengen ordentlichen Beweismass (Urteile 4A_439/2021 vom 25. Januar 2022 E. 7.1; 4A_67/2022 vom 11. April 2022 E. 4.2; 4A_516/2021 vom 25. November 2021 E. 3.2; 4A_144/2021 vom 13. September 2021 E. 5.2).