Citation: 6B_587/2017 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe den Beschwerdegegner 2 plötzlich von hinten am Arm gepackt, ihn vor sich hergeschoben und mit der Androhung "Sobald du um Hilfe rufst, wird es schlimmer" in den Innenhof gedrängt. Weiter habe er den Beschwerdegegner 2 mit seinen Armen unter Kontrolle gehalten bzw. mit seinem Bein dessen Bein blockiert, damit dieser nicht davonrennen konnte. Damit habe er sowohl das Tatbestandsmerkmal der Gewaltanwendung als auch der Bedrohung erfüllt. Der Beschwerdegegner 2 habe versucht zu fliehen. Jedoch sei der Beschwerdeführer ihm körperlich überlegen gewesen. Daher habe er den Widerstand aufgegeben und sich gefügt. Ebenso habe er darauf verzichtet, auf sich aufmerksam zu machen, weil er grosse Angst gehabt habe. Aufgrund des Überraschungseffekts, der physischen Unterlegenheit und der Einschüchterung sei dem Beschwerdegegner 2 kein zusätzlicher Widerstand zumutbar gewesen. Auch wenn nur verhältnismässig wenig Gewalt angewendet worden sei, sei der Beschwerdegegner 2 dazu genötigt worden, die anale Penetration zu dulden. Bezüglich des zweiten Vorfalls erwägt die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe den Beschwerdegegner 3 in einer dunklen Ecke des Innenhofs zu Fall gebracht und verbal bedroht. Er habe sowohl das Tatbestandsmerkmal der Gewaltanwendung als auch der Bedrohung erfüllt. Der Beschwerdegegner 3 habe Angst gehabt und sei wie gelähmt gewesen. Er habe zunächst versucht, sich verbal und physisch zu widersetzen. Dann habe er jedoch den Widerstand aufgegeben, weil er keine Chance gesehen habe, sich gegen den Beschwerdeführer zu wehren. Seine Reaktion sei unter Berücksichtigung der Gesamtumstände verständlich. Wegen des Überraschungseffekts, der beeinträchtigten Beinfreiheit zufolge der heruntergezogenen Hose und seiner starken Alkoholisierung sei der Beschwerdegegner 3 in seiner Wehrfähigkeit erheblich beeinträchtigt gewesen. Er habe sich in einer beängstigenden und ausweglosen Situation befunden. Auch in diesem Fall geht die Vorinstanz davon aus, dass es dem Opfer nicht möglich war, sich gegen den Übergriff effektiv zur Wehr zu setzen.