Citation: 2C_395/2015 E. 2.3

2.3. Das Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz ergibt sich vor allem aus der Tatsache, dass er hier geboren und aufgewachsen ist. Seine engsten Familienmitglieder leben hier, während er offenbar weder in Serbien noch im Kosovo Verwandte oder Bekannte hat und sich dort auch nie aufgehalten habe. Es ist aber davon auszugehen - und wird von ihm nicht bestritten - dass er der Landessprache mächtig ist und diese angesichts seines noch jungen Alters - zum Zeitpunkt des angefochtenen Urteils war er 24-jährig - gegebenenfalls auch noch vertiefter erlernen kann. Es wird zweifellos nicht einfach für ihn sein, sich in seinem Herkunftsland ein neues Leben aufzubauen. Freilich müsste er auch in der Schweiz ausserhalb des Drogenmilieus Fuss fassen und dürfte einige Schwierigkeiten zu bewältigen haben. So war ihm bisher eine berufliche Integration nicht gelungen und er musste, nebst dem er teilweise Sozialhilfeleistungen bezog, von den Eltern finanziell unterstützt werden. Bezüglich des Verhältnisses zur Familie erachtete die Vorinstanz die für eine Berufung auf Art. 8 EMRK erforderliche besondere Abhängigkeit des volljährigen Beschwerdeführers zu Recht nicht als gegeben (vgl. BGE 139 II 393 E. 5.1 S. 402; 137 I 154 E. 3.4.2 S. 159). In privater Hinsicht ist neben den Kontakten zu seiner Familie im Wesentlichen lediglich die Beziehung zu seiner Verlobten mit Schweizer Bürgerrecht zu nennen. Das Bundesgericht setzt in diesem Zusammenhang für die Berufung auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK stets voraus, dass die partnerschaftliche Beziehung seit Langem eheähnlich gelebt wird oder konkrete Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Hochzeit hindeuten (Urteile 2C_208/2015 vom 24. Juni 2015 E. 1.2; 2C_856/2012 vom 25. März 2013 E. 6.3; je mit Hinweisen). Schon die Vorinstanz hat festgehalten, konkrete Angaben zur Beziehung, die offenbar erst im oder allenfalls unmittelbar vor Antritt des Strafvollzugs im Herbst 2012 entstanden sein könne, würden fehlen. Sie sah daher zu Recht weder eine tatsächlich gelebte Beziehung von einer gewissen Intensität noch konkrete Schritte hinsichtlich einer Heirat als nachgewiesen. Soweit der Beschwerdeführer vor Bundesgericht geltend macht, seine Verlobte habe ihm mitgeteilt, schwanger von ihm zu sein, ist auch dieser, erst nach dem angefochtenen Urteil bekannt gewordene Umstand als echtes Novum unzulässig und nicht weiter zu berücksichtigen.