Citation: 8C_487/2019 E. 6.2

6.2. Dies bedeutet indessen nicht, dass damit zwangsläufig ein Fall von Beweislosigkeit eingetreten wäre, wovon die Vorinstanz offenbar auszugehen scheint, wenn sie den Nachweis für das Dahinfallen des Kausalzusammenhangs als nicht erbracht erachtet. Es ist daran zu erinnern, dass der Untersuchungsgrundsatz die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder vorab der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429; Urteil 8C_643/2018 vom 4. Juli 2019 E. 6.1). Dass dies vorliegend der Fall sein soll, ergibt sich aus dem angefochtenen Entscheid nicht und ist - jedenfalls vorerst - auch nicht anzunehmen. Auf Weiterungen zur Frage der Beweislastverteilung kann deshalb verzichtet werden.