Citation: H 201/99 16.02.2000 E. 6

6.- Im Übrigen sind die nach der Rechtsprechung für eine Herabsetzung der Schadenersatzpflicht wegen Mitver- schuldens der Verwaltung geltenden Voraussetzungen - grobe Pflichtverletzung und adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem rechtswidrigen Verhalten und dem Schaden (BGE 122 V 189 Erw. 3c) - nicht erfüllt. Die Ausgleichskasse ist die Voll- streckung der schuldig gebliebenen Beiträge wohl zögerlich angegangen. Anders als in dem in Pra 1997 Nr. 48 S. 250 veröffentlichten Urteil A. vom 18. Dezember 1996, H 290/95, hat sie aber lediglich einmal, nämlich 1995, einen Zah- lungsaufschub bewilligt, für welches Jahr die Beiträge letztlich denn auch bezahlt wurden. Im vorliegenden Fall kann daher nicht von einem Verstoss gegen elementare Vor- schriften des Beitragsbezugs gesprochen werden, zumal die Ausgleichskasse ausstehende Beiträge abgemahnt und in Be- treibung gesetzt hat. Auch ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Ausgleichskasse mit forscherem Eintreiben der Beiträge den Schaden vermindert hätte.