Citation: 6B_752/2021 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz begründet sehr wohl, weshalb sie die Drogenabhängigkeit des Beschwerdeführers in einem leichten bis mittleren Grad strafmindernd berücksichtigt. Sie führt dazu aus, der Beschwerdeführer habe den Drogenhandel nicht allein zur Finanzierung seiner Drogensucht betrieben. Vielmehr habe er, ohne sich in einer finanziellen Notlage zu befinden und obwohl ihm die Aufnahme einer legalen Arbeitstätigkeit ohne weiteres möglich gewesen wäre, auch einen Teil seines Lebensunterhalts aus dem Drogenerlös finanziert. Ebenso legt die Vorinstanz dar, weshalb sie zum Schluss gelangt, dass die Täterkomponenten neutral zu gewichten sind, d.h. die negative Komponente durch die positive Entwicklung höchstens kompensiert wird. Die Vorinstanz erwähnt einerseits das positive Nachtatverhalten des Beschwerdeführers. Anderseits berücksichtigt sie den Umstand, dass ihn weder die einschlägigen Vorstrafen noch das Verbüssen einer mehrmonatigen Freiheitsstrafe davon abgehalten hätten, während laufender Strafverfahren weiter zu delinquieren. Die Vorinstanz stellt den Sachverhalt nicht aktenwidrig fest, wenn sie dem Beschwerdeführer für die gesamte Deliktszeit vorwirft, er habe es vorgezogen, die Geldbeschaffung mit illegalem Drogenhandel zu tätigen, anstatt einem legalen Arbeitserwerb nachzugehen. Gemäss den Ausführungen der Erstinstanz zur Täterkomponente, auf welche die Vorinstanz verweist, hat sich der Beschwerdeführer erst nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft im Jahr 2019 selbstständig gemacht und ein Jahreseinkommen von rund Fr. 30'000.-- erzielt. Diese Feststellung ist nicht aktenwidrig, basiert sie doch auf der Aussage des Beschwerdeführers in der Befragung durch das Strafgericht des Sensebezirks vom 28. Mai 2020, wo er zu Protokoll gab, er habe erst 2019 angefangen zu arbeiten und habe im Jahr 2019 schon ein Einkommen von Fr. 30'000.-- erzielt.