Citation: 8C_377/2023 E. 10.1

10.1. Die Vorinstanz auferlegte der IV-Stelle die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-, obschon diese im kantonalen Verfahren insofern vollständig obsiegt hat, als das kantonale Gericht die Verfügung der IV-Stelle vom 11. August 2020 zu Ungunsten der Beschwerdeführerin abgeändert hat. Sie begründete dies damit, dass die IV-Stelle den Sachverhalt ungenügend abgeklärt habe. Sodann verpflichtete sie die IV-Stelle - wohl aus demselben Grund - dazu, der Beschwerdeführerin eine (reduzierte) Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4'000.- auszurichten. Die Reduktion begründete sie damit, dass für Abklärungen, die einzig durch das widersprüchliche Verhalten der Beschwerdeführerin und insbesondere das Verschweigen relevanter Informationen gegenüber dem Gutachter verursacht würden, keine Entschädigung geschuldet sei. Die Kosten der ergänzenden Stellungnahme des Gerichtsgutachters vom 12. Januar 2023 auferlegte die Vorinstanz ferner gestützt auf Art. 45 Abs. 3 ATSG der Beschwerdeführerin, da diese die Fragen des Gutachters in offensichtlicher und eklatanter Verletzung der Mitwirkungspflicht wahrheitswidrig beantwortet habe.