Citation: 4A_186/2008 18.08.2008 E. 3

3.1 In rechtlicher Hinsicht rügt der Beschwerdeführer, das Obergericht habe Art. 266g OR bzw. Art. 4 ZBG verletzt, indem es bei der Interessenabwägung den rechtserheblichen Umstand nicht berücksichtigt habe, dass die Beschwerdegegnerin über das Jahr 2012 hinaus auch noch eine mehrjährige Mieterstreckung gemäss Art. 272 Abs. 1 OR verlangen könne. 3.2 Die Rüge ist unbegründet. Mit Bezug auf die Frage der Gültigkeit der erfolgten Kündigung ist die Interessenabwägung ausschliesslich mit Blick auf den ordentlichen Kündigungstermin des 31. Oktober 2012 vorzunehmen. Dabei ist nicht erheblich, dass die Beschwerdegegnerin für die Zeit danach allenfalls eine Mieterstreckung verlangen könnte, da bezüglich dieses künftigen Gesuchs gemäss Art. 272 OR eine neue Interessenabwägung erforderlich ist. 3.3 Sodann bringt der Beschwerdeführer vor, das Obergericht habe nicht beachtet, dass C.H.________ mit seinem Geschäft ohnehin werde umziehen müssen. Dieser Einwand ist offensichtlich unbegründet. Das Obergericht hat diesen Umstand ausdrücklich erwähnt und damit berücksichtigt. 3.4 Weiter rügt der Beschwerdeführer, das Obergericht habe übersehen, dass die wirtschaftlichen Folgen der ausserordentlichen Kündigung in Art. 266g Abs. 2 OR geregelt seien und damit die Möglichkeit entfalle, diese gleichzeitig bei der Interessenabwägung zu berücksichtigen. Gemäss Art. 266g Abs. 2 OR bestimmt der Richter die vermögensrechtlichen Folgen der vorzeitigen Kündigung unter Würdigung aller Umstände. Diese Regelung verbietet nicht, bei der Interessenabwägung bezüglich der Zulässigkeit der Kündigung deren wirtschaftliche Auswirkungen für die betroffene Partei zu berücksichtigen. 3.5 Der Beschwerdeführer führt an, C.H.________ und seine Ehefrau hätten nie damit gerechnet, dass der Beschwerdeführer Eigentümer der gemieteten Geschäftsräume werde, da diese seit langem im Eigentum der Stieftochter des Beschwerdeführers gestanden hätten und niemand erwartet habe, dass diese die Stockwerkeinheiten an der Strasse F.________ auf Anrechnung an den Erbteil offeriere. Das Obergericht hätte diesen Umstand berücksichtigen müssen. Der Beschwerdeführer legt indessen nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Vorhersehbarkeit seines Eintritts in das Mietverhältnis einen Einfluss auf die Zumutbarkeit bezüglich dessen Weiterführung haben soll. 3.6 Alsdann bringt der Beschwerdeführer vor, das Obergericht habe nicht beachtet, dass er erst im März Eigentümer und Vermieter der strittigen Stockwerkeinheit geworden sei und das Mietverhältnis mit ihm nicht lange gedauert habe. Dabei verkennt der Beschwerdeführer, dass das Obergericht im Rahmen der Prüfung des Interesses der Mieterin an der Fortsetzung des Mietverhältnisses dessen bisherige Dauer berücksichtigte. Wer Eigentümer der Mietsache war, ist dabei nicht relevant.