Citation: U 156/00 23.10.2000 E. 2

2.- Verwaltung und Vorinstanz gehen davon aus, dass die vom Versicherten weiterhin geklagten Beschwerden psychischer Natur und weder auf eine Schleuderverletzung der HWS noch auf ein Schädel-Hirntrauma zurückzuführen seien. Demgegenüber scheint der Beschwerdeführer unter Berufung auf ein Gutachten der Klinik Y.________ vom 25. August 1999 die Auffassung zu vertreten, es handle sich um Folgen einer Schleuderverletzung der HWS und/oder eines SchädelHirntraumas. Selbst wenn es sich teilweise um Schleudertrauma- bzw. Schädel-Hirntrauma-Beschwerden handelte, wäre mit Verwaltung und Vorinstanz für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs die für die psychischen Unfallfolgen entwickelte Rechtsprechung anzuwenden. Die psychische Problematik stand nämlich im für die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (BGE 121 V 366 Erw. 1b, 116 V 248 Erw. 1a), als aus somatischer Sicht unbestrittenermassen keine Behandlungsbedürftigkeit oder Arbeitsunfähigkeit mehr bestand, jedenfalls eindeutig im Vordergrund. Die schon sehr bald nach dem ersten Unfall und nach dem zweiten Unfall erneut aufgetretene massive psychogene Überlagerung ist aus einer Vielzahl ärztlicher Berichte und Gutachten - unter Einschluss neuropsychologischer Beurteilungen - ersichtlich (Berichte des Dr. med. A.________ vom 30. Januar und 4. Februar 1995; Bericht des Kreisarztes Dr. med. S.________ vom 15. Februar 1995; Bericht des Dr. med. K.________ vom 3. März 1995; Bericht des Dr. med. S.________ vom 6. März 1995; Bericht der Klinik für Neurochirurgie des Spitals X.________ vom 23. März 1995; Bericht des Dr. med. Z.________ vom 19. April 1995; Bericht des Neurologen Dr. med. E.________ vom 19. Juni 1995; Bericht des Dr. med. Z.________ vom 2. Juli 1995; Bericht des Dr. med. S.________ vom 1. September 1997; Bericht des Dr. med. Z.________ vom 5. Oktober 1997; Bericht des Dr. med. W.________ vom 3. Dezember 1997; Bericht der Klinik für Neurologie des Spitals X.________ vom 25. März 1998; Gutachten des Neuropsychologen Dr. phil. G.________ vom 20. April 1998; Bericht des Dr. med. E.________ vom 14. August 1998; Bericht des Dr. med. S.________ vom 26. August 1998; Gutachten der Klinik Y.________ vom 25. August 1999). Aus dem vom Beschwerdeführer angerufenen Gutachten des Neurologen Dr. med. F.________ vom 6. Februar 1998 lässt sich nichts Gegenteiliges ableiten. Dieser Arzt diagnostizierte nicht eine contusionelle Schädigung des Gehirns, sondern lediglich einen Status nach zwei Verkehrsunfällen mit ausgeprägten neuropsychologischen Defiziten, "hoch verdächtig auf contusionelle Genese". Er räumte ein, es sei ihm nicht möglich gewesen, das Ausmass der allenfalls zusätzlich bestehenden psychogenen Überlagerung sicher abzuschätzen. Zur Erhärtung oder Entkräftung seines Verdachts meldete er den Versicherten für eine MRI-Untersuchung des Schädels an. In der Folge zeigten sich bei der MRI-Untersuchung keine Hinweise auf eine contusionelle Schädigung des Gehirns (Bericht der Klinik für Neurologie des Spitals X.________ vom 25. März 1998). Vielmehr ergab sich ein altersentsprechend normales cranio-cerebrales Kernspintomogramm ohne Hinweis auf ältere Contusionsnarben (Bericht des Röntgeninstituts Dr. med. C.________ vom 6. Februar 1998). Dadurch wurde der dringende Verdacht des Dr. med. F.________ entkräftet, sodass dessen Gutachten nicht gegen das Vorliegen einer massiven psychogenen Überlagerung spricht.