Citation: 8C_707/2019 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführer wenden dagegen ein, die Vorinstanz habe überhaupt nicht begründet, weshalb eine Kürzung von 50 % - und keine geringere - die zweckmässigste sei, womit sie das rechtliche Gehör verletzt und ihr Ermessen unrechtmässig unterschritten habe. Das Verschulden des verstorbenen Versicherten habe ferner einzig darin bestanden, dass er nicht bedacht habe, dass der auf der Gegenfahrbahn sichtbare Traktor seinerseits auch noch überholt werden könnte und dass die Beurteilung der Verkehrssituation durch den anscheinend unmittelbar vor ihm fahrenden Motorradfahrer für ihn keine Gültigkeit mehr haben würde. Dies sei eine ausserordentliche und überaus unglückliche Situation, die sein Verschulden als gering erscheinen liesse. Ausserdem sei es zu keinem nennenswerten weiteren Personenschaden gekommen. Dass beim vorliegenden Fall eine Kürzung um 50 % nicht gerechtfertigt sei, ergebe sich auch aus den Empfehlungen der Ad-hoc-Kommission Schaden-UVG Nr. 26/84, wonach bei riskanten Überholmanövern eine Kürzung der Hinterlassenenleistungen um 10 bis 30 % angezeigt sei. Von dieser Verwaltungsweisung sei nicht ohne triftigen Grund abzuweichen.