Citation: 9C_621/2015 E. 3.2

3.2. Es steht ausser Frage, dass der Beschwerdeführer dem Krankenversicherungsobligatorium (Art. 117 Abs. 2 BV und Art. 3 Abs. 1 KVG) untersteht. Der Beitritt zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung, um den es hier allein geht - und auf welchen das vom Beschwerdeführer letztinstanzlich erneut als verletzt gerügte Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG; SR 221.229.1) zum vornherein nicht Anwendung findet -, ist entgegen seiner Auffassung an keine besondere Form gebunden (vgl. EUGSTER, Krankenversicherungsgesetz, 2010 Rz. 4 zu Art. 3 KVG). Bereits deshalb vermag er aus dem Umstand, dass keine Dokumente mehr erhältlich zu machen sind, die den (wohl per 1. Dezember 1995 erfolgten) Vertragsabschluss zu belegen vermöchten, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Nach den letztinstanzlich verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (vorangehende E. 2) wurde der Vertrag auch jahrelang faktisch erfüllt. Nicht nur hatte der Beschwerdeführer durch die ihn rechtswirksam vertretende Ehefrau (hiezu auch EUGSTER, a.a.O., Rz. 3 zu Art. 3 KVG) am 15. November 2000 um eine Änderung der Franchise ersucht, sondern das Ehepaar bezahlte der Beschwerdegegnerin auch während Jahren Prämien. Die unsubstantiiert gebliebene Behauptung des Beschwerdeführers, er habe der Beschwerdegegnerin "zu keinem Zeitpunkt auch nur einen Rappen überwiesen", entbehrt angesichts der - durchaus beweistauglichen - Prämienübersichten der Beschwerdegegnerin, jeglicher Grundlage. Ein Kassenwechsel im hier fraglichen Zeitraum wurde weder geltend gemacht noch ergeben sich entsprechende Hinweise aus den Akten (ein solcher wurde zwar vom Beschwerdeführe r und seiner Ehefrau per 1. Januar 2015 gewünscht, er kam aber wegen der Zahlungsausstände nicht zustande). D as kantonale Gericht hat somit in allen Teilen bundesrechtskonform eine obligatorische Versicherung des Beschwerdeführers bei der Beschwerdegegnerin mit entsprechender Pflicht zur Bezahlung der Prämien bejaht. Ob der Beschwerdeführer jemals Leistungen der Beschwerdegegnerin bezog, ist für die Frage nach dem Bestand eines obligatorischen Versicherungsverhältnisses ohne Bedeutung.