Citation: 2C_171/2021 E. 3.2.3

3.2.3. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, ist die vom Strafgericht verhängte Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB, welche entsprechend des Strafprozesses in einem einzigen Verfahren verfolgt und beurteilt wird (Art. 29 Abs. 1 StPO [SR 312.0]), für die Beurteilung der Frage massgebend, ob eine längerfristige Freiheitsstrafe vorliegt. Der Entscheid des Strafrichters ist Ausgangspunkt und Massstab für die Beurteilung der Migrationsbehörden (vgl. BGE 134 II 10 E. 4.2; 2C_348/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 6.4.2). Nichts anderes ergibt sich aus dem vom Beschwerdeführer zitierten BGE 135 II 377 E. 4.2, ging es doch dort einzig darum, den unbestimmten Rechtsbegriff "längerfristig" auszulegen.