Citation: 5A_361/2017 E. 4.1.1

4.1.1. Zur Beurteilung der Interessenlage hat das Obergericht die Dienstbarkeit ausgelegt. Es ist davon ausgegangen, mit dem Eintrag "Fahrwegrecht" im Grundbuch lasse sich der Umfang des Fahrwegrechts nicht hinreichend konkretisieren, so dass auf den Erwerbstitel zurückgegriffen werden müsse. Gestützt auf das Parzellierungsbegehren vom 26. Mai 1997 sei ein Fahrwegrecht als Last auf den Parzellen 2839 und 2842 der Beschwerdeführer und als Recht auf der Parzelle 965 der Beschwerdegegnerin eingetragen worden. Aufgrund der Führung des Fahrwegrechts über die Parzellen 2839 und 2842 und den südlich der Parzelle 2842 befindlichen Weg auf der Parzelle 1350 ergebe sich, dass das Fahrwegrecht eine Erschliessung der berechtigten Parzelle 965 von Süden mit Verbindung zum I.________-weg und zur J.________strasse bezweckt habe. Bei einem im Jahr 1997 im Grundbuch eingetragenen Fahrwegrecht dürfe nach Treu und Glauben davon ausgegangen werden, dass es sich nicht auf den (ursprünglichen) Zweck der Bewirtschaftung von Wies- und Weideland beschränke, sondern die Benützung des Fahrwegrechts auch als Zufahrt zu Wohnungen oder zwecks Bewirtschaftung eines Gartens zulässig sein müsse. Dafür sei eine Wegrechtsfläche mit einer Breite von 2.5 Metern angemessen und ausreichend (E. 5.2.2 S. 9 ff. des angefochtenen Urteils).