Citation: 1A.222/2003 10.03.2004 E. 2

Das Kantonsgericht vertrat die Ansicht, das dem Beschwerdeführer im Rechtshilfeersuchen zur Last gelegte Verhalten falle nach schweizerischem Recht unter den Tatbestand des Abgabebetruges. Es führte aus, ein Abgabebetrug liege vor, wenn der Steuerpflichtige unrichtige oder unvollständige Urkunden gemäss Art. 110 Ziff. 5 Abs. 1 StGB eingereicht habe. Kaufmännische Buchhaltungen und ihre Bestandteile sowie Bilanzen von zur Buchführung verpflichteten Personen bzw. Firmen stellten Urkunden im Sinne dieser Bestimmung dar. Im vorliegenden Fall werde dem Beschwerdeführer vorgeworfen, er habe als Inhaber einer zur kaufmännischen Buchführung verpflichteten Firma die Steuerbehörden getäuscht, indem er für Warenlieferungen, ohne hierfür Rechnung zu stellen, Einnahmen bezogen und diese Einnahmen nicht verbucht habe. Ein derartiges Vorgehen erfülle den Tatbestand des Abgabebetruges. Der Beschwerdeführer hält ausdrücklich fest, er anerkenne die Auffassung der kantonalen Instanz, wonach die ihm im Ersuchen zur Last gelegten Handlungen - die er in allen Teilen bestreite - nach schweizerischem Recht den Tatbestand des Abgabebetruges erfüllen würden.