Citation: 9C_459/2014 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin rügt im Wesentlichen, die Vorinstanz verletze Bundesrecht (Art. 17 ATSG), indem sie zu Unrecht von einem Revisionsgrund ausgegangen sei. In Tat und Wahrheit sei das Gutachten der MEDAS vom 28. September 2013 (recte: 2012) nichts anderes als eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen medizinischen Sachverhalts. Das Gutachten vergleiche in keiner Weise den Gesundheitszustand in den relevanten Zeitpunkten und führe auch nicht aus, weshalb eine Besserung eingetreten sein soll. Dass sich der Gesundheitszustand nicht verändert habe, zeige die Gegenüberstellung der Diagnosen gemäss MEDAS-Gutachten und den im Jahr 2004 (recte: 2002 bzw. 2003) erstellten Gutachten des Spitals B.________. Diese Einwände dringen nicht durch. Zunächst einmal schliesst der Umstand, dass sich die Diagnosen seit der Begutachtung im Jahr 2002 bzw. 2003 nicht (wesentlich) verändert haben, eine revisionsrechtlich erhebliche Steigerung des tatsächlichen Leistungsvermögens (Arbeitsfähigkeit) grundsätzlich nicht aus. Dies gilt namentlich dann, wenn der Schweregrad eines Leidens sich verringert hat oder es der versicherten Person gelungen ist, sich besser an das Leiden anzupassen (Urteil 9C_613/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 3.2 mit Hinweis; MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, S. 424 Rn. 22). Vorliegend entscheidend ist jedoch - worauf das kantonale Gericht zu Recht hinwies -, dass die Vorgutachter von einer weiteren ärztlichen Behandlung (u.a. Muskellockerung thorakolumbal, Haltungsaufbau, Ausdauerübungen) "eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands" erwarteten (Expertise vom 3. April 2003 S. 6 Ziff. 6). Konkret sollte für adaptierte Tätigkeiten eine Verminderung der Arbeitsunfähigkeit unter 50 % möglich sein (Expertise S. 6 Ziff. 7). Gemäss bundesgerichtlicher Praxis bedarf es in Fällen, in welchen die Ärzte eine Verbesserung des Leidensbildes prognostizieren, zwar weiterer Abklärungen zu deren Bestätigung. Indessen kann von einer wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes gegenüber der Situation im Zeitpunkt der Rentenzusprache (bzw. hier: der Rentenerhöhung), welche eine Aufhebung oder Herabsetzung der Rente rechtfertigt, ausgegangen werden, wenn ein beweistaugliches Gutachten mit unmissverständlich attestierter Arbeitsfähigkeit vorliegt (Urteil 8C_959/2012 vom 3. April 2013 E. 2.3 mit Hinweis). Diese Voraussetzung ist mit dem polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 28. September 2012, gemäss welchem eine adaptierte Tätigkeit ganztags zumutbar ist mit einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 30 %, und dessen (grundsätzlicher) Beweiswert auch von der Beschwerdeführerin nicht in Zweifel gezogen wird, erfüllt. Überdies ist das kantonale Gericht nicht in Willkür verfallen, indem es auch aufgrund der anamnestischen Angaben von einem gebesserten Zustand ausging. Tatsächlich lassen die im angefochtenen Entscheid wiedergegebenen Äusserungen den Schluss auf eine nicht unerhebliche Besserung der Beschwerdeproblematik zu, namentlich jene, sie habe "eigentlich prinzipiell keine bedeutsamen Schmerzprobleme", es gebe "absolut schmerzfreie Tage", Schmerzmedikamente seien "mittlerweile nicht mehr nötig" (rheumatologisches Teilgutachten S. 2) und "sie arbeite zwar 2-3 Tage voll, während ihr Ehemann weg sei, habe dann aber auch wieder Zeit, sich auszuruhen" (psychiatrisches Teilgutachten S. 8). Dasselbe gilt für die weiteren von der Vorinstanz gewürdigten Indizien, namentlich dass der Hausarzt eine Besserung seit 2009 attestierte (Verlaufsbericht vom 26. Dezember 2011) und dass die Beschwerdeführerin zusammen mit ihrem Ehemann im November 2010 ein Blumenatelier eröffnet hatte. Zusammenfassend vermag die Beschwerdeführerin nichts vorzubringen, was die vorinstanzliche Feststellung, seit der Verfügung vom 6. September 2004 sei eine invaliditätsrelevante Veränderung in den gesundheitlichen Verhältnissen sowie im funktionellen Leistungsvermögen eingetreten, welche für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich ist (erwähntes Urteil 9C_418/2010 E. 5.1), als offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Ebenso wenig hat die Vorinstanz die im Revisionsfall zu beachtenden beweisrechtlichen Vorgaben missachtet. Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob mit der Eröffnung bzw. Führung eines Blumenateliers mit zeitweise bis zu drei Angestellten auch in erwerblicher Hinsicht ein Revisionsgrund vorgelegen hätte.