Citation: 1C_183/2016 E. 2.6

2.6. Vorliegend musste der Beschwerdeführer das Navigationsgerät zum Ablesen der Informationen während längerer Zeit in einer bestimmten zum Ablesen geeigneten Position stabilisieren, was die Verfügbarkeit der haltenden Hand und damit die Bedienung des Fahrzeugs in höherem Masse erschwerte, als das blosse Halten eines Mobiltelefons. Sein Verhalten entspricht insoweit dem Telefonieren während der Fahrt, bei dem das Telefon für längere Zeit am Ohr gehalten wird. Dass der Beschwerdeführer das Gerät beim Steuerrad hielt, ist insoweit nicht erheblich, weil er damit das eventuell erforderliche rasche Drehen dieses Rads oder die Vornahme anderer verkehrsbedingter Handgriffe ebenfalls erschwerte. Zudem richtete er seinen Blick für längere Augenblicke auf das Gerät, was beim Telefonieren während der Fahrt nicht nötig ist. Demnach ist sein Verhalten bezüglich der damit geschaffenen Verkehrsgefährdung nicht mit dem Halten eines Mobiltelefons, das der Fahrzeugführer nicht (länger) anschaut, vergleichbar. Die Vorinstanz hat somit bundesrechtskonform eine Widerhandlung gegen Art. 3 Abs. 1 VRV bejaht.