Citation: 2C_777/2017 E. 3.4.3

3.4.3. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, gesundheitlich angeschlagen und im Zusammenhang mit der Unsicherheit, in die Türkei zurückkehren zu müssen, psychisch belastet zu sein, führt dies nicht dazu, dass seine Niederlassungsbewilligung nicht widerrufen werden dürfte. Seine gesundheitlichen Probleme (Rückenschmerzen, Hepatitis C, Depression) lassen sich auch in der Türkei behandeln. Die Behörden sind praxisgemäss gehalten, im Rahmen der konkreten Rückkehrmassnahmen alles ihnen Zumutbare vorzukehren, um medizinisch bzw. betreuungsmässig sicherzustellen, dass das Leben und die Gesundheit der rückkehrpflichtigen Person möglichst nicht beeinträchtigt wird; sie sind verfassungsrechtlich jedoch nicht verpflichtet, im Hinblick auf kritische psychische Krankheitsbilder, die auch im Heimatland behandelt werden können, in Abweichung von den gesetzlichen Vorgaben zu entscheiden. Soweit der Beschwerdeführer darauf hinweist, bei ihm bestehe Suizidgefahr, können die Vollzugsbehörden ihm nötigenfalls eine längere Ausreisefrist ansetzen und sich, falls erforderlich, darum bemühen, über die hiesigen Ärzte eine adäquate Übertragung der Betreuung in das Heimatland organisieren bzw. vorübergehend einen allenfalls erforderlichen Medikamentenbezug sicherstellen zu lassen (vgl. das Urteil 2C_136/2017 vom 20. November 2017 E. 5.3.4 mit weiteren Hinweisen).