Citation: 8C_620/2015 E. 5.1

5.1. Die Ärzte des Spitals C.________ diagnostizierten am 23. November 2012 eine Kniekontusion links (DD: Verdacht auf mediale Meniskusläsion bei fehlendem Extensionsdefizit und unauffälligem Röntgenbild). Das MRT des linken Knies vom 28. Dezember 2012 ergab als Befund einen intakten medialen und lateralen Meniskus mit intaktem Bandapparat und altersentsprechend unauffälligem Gelenkknorpel. Im Übrigen wurden die Befunde als vereinbar mit einer posttraumatischen, teilweise hämorrhagischen präpatellaren Bursitis und/oder einem in Organisation begriffenen präpatellaren bis in die lateralen Weichteile reichenden subkutanen Hämatom bezeichnet. Dr. med. D.________ diagnostizierte am 12. März 2013 eine Kniekontusion links mit Entwicklung einer traumatischen Bursitis, offener Bursektomie am 19. Februar 2013 in der Klinik M.________ und postoperativem Serom im Operationsgebiet (Serompunktion). Die Behandlung sei noch nicht abgeschlossen. Dr. med. E.________ ging in seiner Beurteilung vom 1. Juli 2013 davon aus, dass die Hämatobursa (Bluterguss im Schleimbeutel) mit grösster Wahrscheinlichkeit durch den Unfall vom 23. November 2012 entstanden sei. Nach anfänglicher Komplikation (Serombildung) sei die Bursektomie bis auf diskrete Verklebungen der subcutis jedoch problemlos abgeheilt. In Übereinstimmung mit dem MRI könne auch aufgrund des klinischen Befunds keine Kniebinnenläsion festgestellt werden. Ein MRI des Knies vom 20. November 2013 zeigte im Bereich der ehemaligen Bursa eine ausgedehnte präpatelläre Narbenplatte sowie Überlastungszeichen am Patellaunterpol, einen diskreten basisnahen Unterflächenriss am medialen Meniskushinterhorn sowie eine Tendinitis des vorderen Kreuzbandes. Im Bericht vom 26. November 2013 gab Dr. med. F.________ an, die Probleme des linken Kniegelenks seien durch die ausgeprägten Vernarbungen nach der Bursektomie erklärbar. Durch die Schmerzen sei es zu einer verminderten Belastbarkeit mit Muskelminderung gekommen. Der Innenmeniskushinterhornriss sei aktuell asymptomatisch. Am 19. Februar 2014 führte Dr. med. F.________ eine Arthroskopie des linken Knies durch (partielle Innenmeniskusvorderhornresektion und Glätten des Aussenmeniskushinterhornes, Hoffaresektion, Synovialektomie). Dr. med. K.________ gibt in seiner Beurteilung vom 11. Juni 2014 an, aufgrund der Befundbeschreibung des MRI vom 20. November 2013 lägen die pathologischen Veränderungen ganz wesentlich ausserhalb des Kniegelenks, wo vormals der Schleimbeutel entfernt worden sei. Innerhalb des linken Kniegelenks könnten keine strukturellen Läsionen objektiviert werden, welche kausal dem Sturz vom 23. November 2012 zuzuordnen wären. Die innerhalb des Kniegelenks liegenden Strukturen (Innen- und Aussenmeniskus, Kreuzbänder, Hoffa'scher Fettkörper) seien vier Wochen nach dem Sturz anlässlich der Bildgebung mittels MRI unverletzt gewesen. Die von Dr. med. F.________ am 19. Februar 2014 durchgeführte Operation am Innen- und Aussenmeniskus stelle ebenso wenig eine Behandlung von Unfallfolgen dar wie die Resektion der Gelenkinnenhaut und die Entfernung der plica mediopatellaris und infrapatellaris. Die Meniskuspathologien seien seit der letzten Magnetresonanztomographie neu entstanden und somit nicht unfallkausal. Der Schleimbeutel vor der Kniescheibe (bursa präpatellaris) liege ausserhalb des Kniegelenks in den Weichteilen vor der Kniescheibe. Eine Resektion der subkutanen Narbenplatte im Subkutangewebe vor der Kniescheibe sei von Dr. med. F.________ am 19. Februar 2014 nicht durchgeführt worden. Die objektivierten Befunde am Schleimbeutel bezeichnete Dr. med. K.________ als unfallkausal. Unter Hinweis auf das Untersuchungsergebnis des Dr. med. D.________ attestierte er aufgrund der Knieproblematik eine volle Arbeitsfähigkeit mit der Einschränkung, dass Zwangshaltungen in kniender oder kauernder Position nicht zumutbar seien. Dr. med. F.________ führte im Bericht vom 15. August 2014 aus, die Innenmeniskuspathologie des Vorderhorns, welche sich bei der Arthroskopie vom 19. Februar 2014 in Form einer Auffaserung gezeigt habe, stehe nicht zwingend in kausalem Zusammenhang mit dem Unfallereignis. Auf dem MRI vom 28. Dezember 2012 sei eine Innenmensikusbinnenläsion des Hinterhorns sichtbar, welche im Befund nicht beschrieben worden sei. Die beim Eingriff behandelte Auffaserung des Vorderhorns sei auf den Aufnahmen nicht sichtbar, und ein Riss des Innenmeniskushinterhorns sei nicht nachweisbar gewesen. Das behandelte infrapatelläre Kontraktursyndrom sei eine Komplikation der Verletzung des Kniegelenks. Ausserdem bestehe medial der Narbe nach Bursektomie eine Taubheit als Folge der Verletzung des linken Kniegelenks.