Citation: 9C_1009/2012 E. 3.4

3.4. Streitig ist somit, ob der Versicherte über Mai 2009 hinaus einen Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung hat und damit zusammenhängend die Frage, ob der erste Rückweisungsentscheid vom 28. März 2011 den Invaliditätsgrad des Beschwerdegegners und den Anspruch auf eine Viertelsrente ab Juni 2009 verbindlich und rechtskräftig festgesetzt hat. Im ersten Rückweisungsentscheid hatte das kantonale Gericht keine verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen betreffend die Arbeitsunfähigkeit für die Zeit nach dem 1. Mai 2009 gemacht. Zwar hat es bezogen auf diese Zeit medizinische Einschätzungen wiedergegeben, ohne betreffend die Arbeitsunfähigkeit verbindliche Feststellungen zu treffen; es hat auch keinen für die Invaliditätsbemessung erforderlichen Einkommensvergleich vorgenommen. Vielmehr hat es die angefochtenen Rentenverfügungen von April und Mai 2010, die eine Viertelsrente ab November 2008 gestützt auf eine Invalidität von 41 % zugesprochen hatten, integral aufgehoben und die IV-Stelle angewiesen, nach erneuter medizinischer Abklärung neu zu verfügen. Von einer rechtskonformen und rechtskräftigen Invaliditätsbemessung bzw. Rentenzusprache für die Zeit ab Juni 2009 kann somit nicht die Rede sein. Die anderslautende Auffassung des kantonalen Gerichts verletzt die erwähnten Grundsätze der materiellen Rechskraft (E. 3.1 hievor) und damit Bundesrecht.