Citation: 4A_449/2017 E. 6.3.1

6.3.1. Abweichend vom Aufbau der Beschwerde sind zunächst die Einwände des Beschwerdeführers zu prüfen, die er gegen die Nichtberücksichtigung seiner Behauptungen in der Berufung aufgrund von Art. 317 Abs. 1 ZPO vorträgt. Er bringt vor, offenkundige Tatsachen und allgemein anerkannte Erfahrungssätze müssten weder behauptet noch bewiesen werden. Zu den offenkundigen Tatsachen würden u.a. die sich aus der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik ergebenden Durchschnittseinkommen zählen. Er habe in seiner Berufung auf die Lohnstrukturerhebungen verwiesen, mit konkreten Angaben zu den zu erwartenden Löhnen. Die Vorinstanz habe diese statistischen Unterlagen zu Unrecht als Noven bezeichnet. Dass die Ausführungen in der Berufung zu seiner bisherigen Laufbahn neu gewesen seien, treffe nicht zu. Vielmehr sei die geschilderte Laufbahn längst aktenkundig gewesen, sie habe sich nämlich explizit aus dem Gerichtsgutachten ergeben. Schliesslich bewerte die Vorinstanz auch die Berechnung der IV-Stelle als neu. Sowohl die Verfügung der IV als auch den "wirtschaftlichen Vergleich" der IV-Stelle habe er jedoch bereits erstinstanzlich aufgelegt. Ferner habe er seine Berechnung aufgrund der IV-Berechnung erneuert. In der IV-Verfügung werde auf seine gesundheitliche Beeinträchtigung Rücksicht genommen. Das Heben und Stossen von schweren Gegenständen sei ausgeschlossen worden und diesen Einschränkungen mit 10 % Leidensabzug Rechnung getragen worden. Die Belege, wonach das Valideneinkommen analog der IV-Berechnung habe berechnet werden können, seien damit nicht neu gewesen. Ob es sich bei den Durchschnittseinkommen, die sich aus den Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik ergeben, um offenkundige Tatsachen handelt, wie der Beschwerdeführer vorträgt, braucht hier nicht beantwortet zu werden. Die Vorinstanz erachtete nicht diese Statistiken, sondern die damit einhergehend angebrachten Tatsachenbehauptungen des Beschwerdeführers zum konkreten Fall als Noven. Die Begründung des Beschwerdeführers zielt daher an der Sache vorbei. Die Ausführungen zu seiner Laufbahn und zur IV-Berechnung erachtet der Beschwerdeführer nicht als neu, weil diese Angaben bereits erstinstanzlich vorhandenen Beweismitteln entnommen werden konnten. Durch diese Abstützung auf Beweismittel gesteht der Beschwerdeführer implizit zu, in seinen Rechtsschriften erstinstanzlich keine dahingehenden Behauptungen aufgestellt zu haben. Dass nach dem erstinstanzlich noch anwendbaren kantonalen Prozessrecht in vorliegendem Zivilprozess eine Tatsache zu berücksichtigen gewesen wäre, obwohl diese von den Parteien gar nicht behauptet worden ist, nur weil diese einem Beweismittel entnommen werden kann, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Erachtete die Vorinstanz die diesbezüglichen, erstmaligen Behauptungen des Beschwerdeführers in seiner Berufung daher als neue Tatsachenbehauptungen, ist dies nicht zu beanstanden.