Citation: U 120/00 09.01.2001 E. 7

7.- a) Die Beschwerdeführerin beantragt erneut die Zusprechung einer Integritätsentschädigung von 50 %. Nicht streitig ist der für die Wirbelsäulenaffektion zugesprochene Prozentsatz von 15 %. Hingegen beziffert die Beschwerdeführerin denjenigen für die neuropsychologische Funktionsstörung weiterhin auf 20 % statt der zugesprochenen 10 %. Zusätzlich beansprucht sie für die von Dr. C.________ festgestellte Beeinträchtigung des "psychischen Wohlbefindens" eine Integritätsentschädigung von 15 %. b) Die Vorinstanz hat eingehend dargelegt, dass Dr. G.________ eine "minimale bis leichte" neuropsychologische Funktionsstörung diagnostiziert und den diesbezüglichen Integritätsschaden in Übereinstimmung mit den Richtwerten der Tabelle 8 der SUVA zu den Integritätsschäden bei psychischen Folgen von Hirnverletzungen auf 10 % beziffert hat. Die Beschwerdeführerin behauptet ohne jede Auseinandersetzung mit den entsprechenden vorinstanzlichen Erwägungen und aktenwidrig, es liege eine leichte Hirnfunktionsstörung vor. Dieser Standpunkt ist haltlos. c) Unter dem Titel Beeinträchtigung des "psychischen Wohlbefindens" macht die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, aus gesundheitlichen Gründen könne sie ihren "Kinderwunsch" nicht mehr verwirklichen und an der "Freizeitkultur" sowie am "Gesellschaftsleben" nur noch beschränkt teilnehmen. Die Integritätsentschädigung wird abstrakt und egalitär nach der dem medizinischen Befund entsprechenden Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität bemessen. Subjektive Faktoren und spezielle Behinderungen des Betroffenen, namentlich mittelbare, individuelle Auswirkungen eines Gesundheitsschadens, bleiben dabei ausser Betracht (BGE 115 V 147 Erw. 1, 113 V 221 Erw. 4b mit Hinweisen). Die geltend gemachte Beeinträchtigung in den gesellschaftlichen und Freizeit-Aktivitäten ist daher unerheblich. Dasselbe gilt für den gesundheitlich bedingten Verzicht auf Kinder, der mit dem in Anhang 3 zur UVV als Integritätsschaden aufgeführten Verlust der Fortpflanzungsfähigkeit nichts zu tun hat. d) Ein Integritätsentschädigungsanspruch für einen psychogenen Gesundheitsschaden steht der Beschwerdeführerin nicht zu. Der Unfall vom 2. März 1994 war nicht ein so schweres Unfallereignis, dass es geeignet gewesen wäre, eine besonders schwerwiegende Beeinträchtigung der psychischen Integrität, die einer Besserung nicht mehr zugänglich ist und daher das Anspruchserfordernis einer dauernden Schädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG) erfüllt, in adäquat kausaler Weise zu verursachen (vgl. BGE 124 V 36 ff. Erw. 4 und 5 und 209 ff. Erw. 4). Bei der von Privatgutachter Dr. C.________ diagnostizierten leichten, intermittierend (d.h. vorübergehend) mittelgradigen, depressiven "Episode" handelt es sich weder um eine unheilbare noch um eine besonders schwere psychische Gesundheitsstörung. Es fehlt daher diesbezüglich eindeutig an den Anspruchsvoraussetzungen der Dauerhaftigkeit und der Unfallkausalität.