Citation: 6B_309/2016 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz stellt fest, der Beschwerdegegner sei seit dem 15. September 2012 im Besitz des Führerausweises der Kategorie A1 und habe daher im Zeitpunkt des Unfalls vom 4. April 2013 über eine bescheidene Fahrpraxis verfügt, zumal er während der Winterzeit nicht mit dem Motorrad gefahren sei. Die Beschwerdeführerin habe kurz angehalten, weshalb er gedacht habe, er könne weiterfahren. Doch dann sei die Beschwerdeführerin losgefahren, und er sei erschrocken. Er habe zuerst mit der Hinterradbremse und dann mit der Vorderradbremse gebremst. Hinten habe er voll und vorne nur leicht gebremst. Dann habe er bei der Vorderradbremse immer mehr gezogen und das Vorderrad sei gerutscht. Der Beschwerdegegner habe seine Vorsichtspflicht wahrgenommen und gebremst, weil deutliche Anzeichen für ein Fehlverhalten der Beschwerdeführerin vorhanden gewesen seien. Im Zeitpunkt der Bremsung sei die Beschwerdeführerin tatsächlich auf seine Fahrbahn herausgefahren.