Citation: I 95/01 15.02.2002 E. 4

4.- In erwerblicher Hinsicht besteht weder auf Grund der Akten noch der Vorbringen der Parteien Anlass, auf den vom kantonalen Gericht bestätigten Invaliditätsgrad von 58.5 % zurückzukommen. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, es sei unrichtig, dass er, psychisch gesund, aber mit seinen körperlichen Leiden behaftet, ein Einkommen von Fr. 4'800.- erzielen könne, da er völlig gesund bloss Fr. 4'940.- verdient habe, geht er fälschlicherweise von der Annahme aus, ein Versicherter erziele ohne Invalidität immer das ihm höchstmögliche Einkommen. Dies trifft indes nicht zu. Es ist durchaus möglich, dass ein Versicherter vor Eintritt des Gesundheitsschadens einer weniger gut entlöhnten Tätigkeit nachging und damit weniger verdiente, als ihm eigentlich möglich und zumutbar gewesen wäre, was sich dann in einer allenfalls geringen Differenz zu einem hypothetischen Invalideneinkommen niederschlagen kann (Urteil P. vom 14. Januar 2002, I 460/00). Grundsätzlich ist der vom kantonalen Gericht vorgenommene Einkommensvergleich in Anwendung der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) nicht zu beanstanden. Indes sind einige Korrekturen anzubringen. Bei der Festlegung von Validen- und Invalideneinkommen ist praxisgemäss (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) der Zeitpunkt der Verfügung, das heisst das Jahr 1999, massgebend. Grundlage des statistischen Wertes bildet dabei die neuste Lohnstrukturerhebung 1998, auch wenn sie der Vorinstanz allenfalls mangels Veröffentlichung noch nicht bekannt war, da sie - als Teil des rechtlich erheblichen Sachverhalts - im Verfügungszeitpunkt massgebend war. Zudem ist der statistische Wert von 40 Stunden auf die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.9 Stunden im Jahr 1999 aufzurechnen (Die Volkswirtschaft, Heft 10, Tabelle B 9.2) und die Nominallohnentwicklung bis zum Verfügungszeitpunkt (allgemein: 0.3 %; Die Volkswirtschaft, a.a.O., Tabelle B 10.2) aufzurechnen. Ausgehend vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) für einfache und repetitive Tätigkeiten männlicher Arbeitnehmer (Anforderungsniveau 4; Sektor Produktion) von Fr. 4'433.- (neueste Erhebung LSE 1998 S. 25 Tabelle A1) ergibt sich deshalb für das Jahr 1999 ein durchschnittliches Monatseinkommen von Fr. 4'657.-. Bei einer Leistung von 50 % sowie unter Berücksichtigung eines gesamthaften leidensbedingten Abzuges von 10 % (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5) resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 2'096.- monatlich oder Fr. 25'148.- jährlich. Damit ergibt sich in Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 62'400.- ein Invaliditätsgrad von 59.7 %, weshalb Anspruch auf eine halbe Rente besteht. Dabei ist anzufügen, dass der leidensbedingte Abzug vom Tabellenlohn in jedem Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen festzulegen ist (BGE 126 V 80 Erw. 5b/bb mit Hinweisen; Urteil D. vom 27. November 2001, I 82/00). Hier erscheint ein Abzug von 10 % (vgl. hierzu BGE 126 V 78 ff. Erw. 5) unter den gegebenen Umständen und im Vergleich mit anderen Fällen (unter anderem Urteile F. vom 14. November 2001, I 683/00; H. vom 5. Oktober 2001, I 552/00, und I. vom 15. Oktober 2001, I 540/00) als angemessen. Abgesehen davon wäre selbst bei einem maximal zulässigen Abzug von 25 % - und damit einem Invalideneinkommen von Fr. 20'959.- - der Anspruch auf eine ganze Rente nicht ausgewiesen.