Citation: 8C_538/2023 E. 5

Der Beschwerdeführer macht geltend, seine tatsächlichen Verhältnisse hätten sich nachweislich in anspruchserheblicher Weise verändert. Er vermag indessen nicht aufzuzeigen, inwiefern die gegenteilige, für das Bundesgericht grundsätzlich verbindliche (vgl. vorne E. 1.1) Feststellung der Vorinstanz geradezu willkürlich sein soll. Entgegen seiner Auffassung ist der Umstand, dass er sich aufgrund seiner festen Beziehung mit einer Primarlehrerin und einer ehrenamtlichen Tätigkeit für nachgereift hält, nicht geeignet, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen: Soweit er aus der Nachreife einerseits ableiten will, dass er seine Dissozialität überwunden habe, würde es sich eher um eine Verbesserung als um eine Verschlechterung der Situation handeln, die im Rahmen einer Neuanmeldung nicht anspruchsrelevant wäre. Wenn er andererseits aus der Nachreife den Schluss ziehen möchte, seine Dissozialität sei (nunmehr) pathologisch - und darin wohl eine neu vorliegende, medizinisch begründbare Arbeitsunfähigkeit sehen will -, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Denn wie die Vorinstanz gestützt auf die medizinischen Akten schlüssig und überzeugend darlegte, sind, mit Ausnahme der unverändert gebliebenen Intelligenzminderung, nach wie vor keine somatischen oder psychischen Beschwerden erstellt, welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen würden. Da von weiteren diesbezüglichen Abklärungen nach willkürfreier Einschätzung keine entscheidrelevanten Resultate zu erwarten waren, durfte das kantonale Gericht ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) oder sonstigen Bundesrechts davon absehen (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 am Ende). In Bezug auf die vorinstanzliche Feststellung, es bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass sich das unmotivierte Verhalten bzw. die Arbeitseinstellung des Beschwerdeführers in der Zwischenzeit geändert habe, verweist er schliesslich auf seine zwischenzeitliche Erwerbsbiographie. Entgegen seiner diesbezüglichen Behauptung berücksichtigte die Vorinstanz bei ihrer Würdigung aber sehr wohl, dass er zwischen den Verfügungen vom 10. Oktober 2012 und vom 30. Juni 2022 einige Gelegenheitsarbeiten verrichtete. Auch in dieser Hinsicht ist keine Willkür auszumachen.