Citation: 2C_752/2020 E. 5.4

5.4. Im Lichte des Gesagten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen im Wesentlichen auf bloss stereotype Attribute Bezug nimmt. Der Schutzbereich von Art. 8 Abs. 2 BV in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 Satz 1 BV ist diesbezüglich nicht betroffen. Selbst wenn über die Anknüpfung an Geschlechterstereotype hinaus gemäss statistisch signifikanter Ergebnisse eine gewisse faktische Benachteiligung etabliert wäre, ist keine Verletzung Art. 8 Abs. 2 BV in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 Satz 1 BV ersichtlich. Es liegen keine Gründe vor, um von der bestehenden geschlechtergleichen Regelung abzuweichen. Auch für eine stärkere Gewichtung von Promotionsfächern, die nach Auffassung des Beschwerdeführers mehr den Fähigkeiten der (männlichen) Kantonsschüler entsprechen, gibt es keine Veranlassung. Das geltende Promotionsreglement lässt sich ohne Weiteres mit dem sachlich begründeten öffentlichen Interesse an einer ganzheitlichen gymnasialen Bildung rechtfertigen, welches seinen Ausdruck in den interkantonal-rechtlich verankerten Bildungszielen findet. Soweit der Beschwerdeführer ferner eine Verletzung von Art. 8 Abs. 3 Satz 2 BV rügt, ist ihm zufolge Fehlens einer indirekten Diskriminierung ebenfalls nicht zu folgen. Die Voraussetzungen für eine gerichtliche Korrektur sind auch diesbezüglich nicht gegeben.