Citation: 6B_153/2022 E. 2.3

2.3. Gemäss den grundsätzlich verbindlichen vorinstanzlichen Sachverhaltsfestellung suchte der Geschädigte den Beschwerdeführer in seiner Zelle auf, um sich mit ihm über eine vorangegangene Auseinandersetzung auszusprechen. Dabei war es der Beschwerdeführer, welcher zu einem körperlichen Angriff übergangen ist. Die vom Beschwerdeführer vorbegebrachte Version, wonach der Geschädigte ihn mit der Kette angegriffen, es ihm aber gelungen sei, die Kette abzunehmen und er diese dann in Notwehr gegen den Geschädigten einsetzte, verwarf die Vorinstanz als unglaubwürdig und unlogisch. Was der Beschwerdeführer gegen diese Sachverhaltsfeststellungen vorbringt, lässt diese nicht als bundesrechtswidrig erscheinen. Dass eine andere Würdigung des Sachverhalts denkbar wäre, reicht nicht, um die vorinstanzlichen Feststellungen als offensichtlich unrichtig und damit als willkürlich zu qualifizieren. Zudem wäre selbst bei der vom Beschwerdeführer vertretenen Version der Angriff des Geschädigten mit der Abnahme der Kette durch den Beschwerdeführer beendet gewesen und die Gefahr für ihn neutralisiert gewesen; jedenfalls bei der Verfolgung des Geschädigten über die Treppe und den versuchten Schlägen mit der Kette im Essraum befand sich der Beschwerdeführer - selbst wenn man seiner Version des Geschehnsablaufs folgen würde - offensichtlich nicht in einer Notwehrsituation.