Citation: 8C_854/2013 E. 2.2.2

2.2.2. Die Vorinstanz hat sodann erwogen, nach Kapitel H.II der SKOS-Richtlinien erhielten junge Erwachsene, die keinen eigenen Haushalt führten und nicht im Haushalt der Eltern, sondern in einer Wohngemeinschaft lebten, ohne eine Wirtschaftsgemeinschaft zu bilden (z.B. Zimmer in einer Studenten-Wohngemeinschaft), zur Deckung ihres Lebensunterhaltes anteilsmässig den Grundbedarf I und II für den Zweipersonenhaushalt. Als junge Erwachsene gälten Menschen zwischen dem vollendeten 18. und dem vollendeten 25. Altersjahr. Die SKOS-Richtlinien sähen für junge Erwachsene in Wohnheimen vor, dass der Grundbedarf für einen Zweipersonenhaushalt gewährt werde und das Kopfteilungsprinzip zur Anwendung gelange. Voraussetzung dafür sei, dass der Sozialhilfebezüger keinen eigenen Haushalt führe und keine Wirtschaftsgemeinschaft bestehe. Das sei insbesondere anzunehmen, wenn für die Einrichtung des Haushaltes bzw. für Essen, Waschen, Reinigen etc. keine gemeinsame Verantwortung und Kostentragung bestehe. Im hier zu beurteilenden Fall seien die Voraussetzungen für die anteilsmässige Gewährung des Grundbedarfs I und II für einen Zweipersonenhaushalt gemäss den SKOS-Richtlinien für junge Erwachsene erfüllt. Der Beschwerdeführer habe im Wohnhaus des Vereins Y.________ ein möbliertes Zimmer gemietet. Küche, Bad und sanitäre Einrichtungen sowie weitere Einrichtungen des Hauses seien zur Mitbenutzung und würden mit den anderen Bewohnern geteilt. Für die Wohnungseinrichtung sei der Beschwerdeführer nur insoweit verantwortlich, als er zur Pflege und Reinigung von Zimmer, Fenster und Möbeln verpflichtet sei. Die Wohnungseinrichtung befinde sich nicht in seinem Eigentum. Die Reinigung der gemeinsam genutzten Räume obliege ihm nicht und werde über den Mietzins abgegolten. Für die Anschaffung der Kücheneinrichtung, welche auch andere Bewohner benutzten, sei er nicht verantwortlich. Er dürfe kein Geschirr, Besteck, Kochgerät und keine Pfannen im Zimmer behalten oder aus dem Haus nehmen. Koch- und Essutensilien der Küche befänden sich nicht in seinem Eigentum. Insofern unterscheide sich die Wohnsituation des Beschwerdeführers von Wohngemeinschaften, in welchen eine gemeinsame Verantwortung und Kostentragung für den Haushalt bestehe. Es sei daher von einer Wohnform ohne Wirtschaftsgemeinschaft auszugehen, welche mit einem Studentenwohnheim vergleichbar sei, in welchem abgesehen vom eigenen Zimmer gemeinsame Einrichtungen und Räumlichkeiten mit anderen Bewohnern geteilt würden. Zur Führung eines eigenen Haushaltes könne nicht ausreichen, wenn der Beschwerdeführer beispielsweise die Waschküche mitbenutze. Das gelte erst recht, wenn berücksichtigt werde, dass das Wohnhaus nebst der Reinigung der allgemeinen Räumlichkeiten und der Bettwäsche weitere Dienstleistungen übernehme. Unter diesen Umständen führe der Beschwerdeführer keinen eigenen Haushalt.