Citation: 2C_307/2023 E. 1.1

1.1. Auf dem Gebiet des Ausländerrechts ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide betreffend ausländerrechtliche Bewilligungen nur zulässig, wenn das Bundesrecht oder das Völkerrecht einen Anspruch auf die Bewilligung einräumt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario). Für das Eintreten genügt, wenn potenziell ein Anspruch besteht. Ob tatsächlich ein Aufenthaltsrecht besteht, ist eine materielle Frage und keine Eintretensfrage (BGE 147 I 268 E. 1.2.7; 139 I 330 E. 1.1). Einen Aufenthaltsanspruch gestützt auf Art. 8 EMRK machen die Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht mehr geltend. Die Beschwerdeführer bringen aber vor, der Beschwerdeführerin 1 komme ein vom Beschwerdeführer 2 abgeleiteter Aufenthaltsanspruch gestützt auf die Bestimmungen des freizügigkeitsrechtlichen Familiennachzugs zu (Art. 3 Anhang I FZA). Ob der Anwendungsbereich des FZA vorliegend eröffnet ist, bildet indes gerade Streitgegenstand (s. nachstehende E. 3). In einer solchen Konstellation genügt es für das Eintreten in Anwendung der Theorie der doppelrelevanten Tatsachen, wenn sich die Beschwerdeführer auf die italienische Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers 2 berufen (vgl. Urteil 2C_284/2016 vom 20. Januar 2017 E. 1.1, nicht publiziert in: BGE 143 II 57). Da auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 42, Art. 82 lit. a, 86 Abs. 1 lit. d, Art. 89 Abs. 1, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 BGG), ist unter Vorbehalt des Nachfolgenden auf die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einzutreten.