Citation: 2C_412/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Im angefochtenen Entscheid wird festgehalten, dass entgegen dem Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten über die Pflicht zur Nachzahlung - nach konstanter Praxis der 4. Zivilkammer des Obergerichts, in analoger Anwendung von Art. 121 ZPO und entgegen der insofern unzutreffenden Rechtsmittelbelehrung im erstinstanzlichen Entscheid - die Beschwerde gemäss Art. 319 ZPO offen stehe; als solche sei die hier eingereichte Berufung entgegenzunehmen. Mit der Beschwerde könne die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts und die unrichtige Rechtsanwendung geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Sie sei schriftlich und begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Neue Anträge, neue Tatsachen-behauptungen und neue Beweismittel seien ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Daraus ergebe sich hier, dass sämtliche erst mit der Rechtsmitteleingabe eingereichten Unterlagen Noven darstellten und somit unbeachtlich bleiben müssten. Das wäre im Übrigen gestützt auf Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO selbst dann der Fall, wenn die Rechtsmitteleingabe des Beschwerdeführers als Berufung entgegenzunehmen wäre, denn es sei kein Grund ersichtlich oder dargetan, weshalb diese Unterlagen nicht bereits im erstinstanzlichen Verfahren hätten eingereicht werden können, zumal der Beschwerdeführer bereits zu Beginn des Nachzahlungsverfahrens ausdrücklich zur Einreichung sämtlicher Unterlagen über seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse aufgefordert worden sei (vgl. zum Ganzen E. 1.1 u. 1.2 a.E.).