Citation: 1C_383/2022 E. 6.3.3

6.3.3. Das BAFU schliesst sich der Auffassung der Vorinstanzen an. Bei den Fermentern handle es sich um produktive Gefässe, in denen der Gärprozess bzw. die Gasproduktion stattfinde. Die Dynamik der in den Fermentern enthaltene Biomasse müsse von einem gewissen Volumenpuffer aufgefangen werden, weshalb die Fermenter nie vollständig gefüllt werden dürften. Bezogen auf die Verweildauer sei das befüllte Volumen in den Fermentern konstant, ganz im Gegensatz zu einem Lager, in welchem das Volumen variabel sei. Zudem verlange Art. 33 Abs. 2 lit. c VVEA ausdrücklich, die Emissionen klimawirksamer Gase mit geeigneten Massnahmen zu verhindern oder zu vermindern. Diese Anforderung könne vorliegend nicht erfüllt werden, wenn ein Teil des reaktiven Volumens gleichzeitig als Lager diene. Eine Anerkennung des Fermentervolumens als Lagervolumen könne somit nur in Betracht gezogen werden, wenn mindestens ein Fermenter als Nachvergärer eingesetzt werde, mit entsprechenden Verweilzeiten. Hierfür müsste jedoch die Anlagenkapazität auf zwei Drittel reduziert werden, was die Beschwerdeführerin gemäss den Vorakten nicht beabsichtige.