Citation: 5A_614/2017 E. 5.4

5.4. Wie sich den Ausführungen des Kantonsgerichts entnehmen lässt, zielt die strittige Beistandschaft auf die Überwindung der gesundheitlichen Probleme der Beschwerdeführerin sowie auf deren (Wieder) Eingliederung in den Arbeitsmarkt (vgl. E. 5.1 hiervor). Dennoch hat die Vorinstanz die Massnahme auch für die Bereiche Wohnen, Bildung, öffentliche Verwaltung und Versicherungen bestätigt. Hierdurch soll die Beschwerdeführerin namentlich bei der Herstellung einer geeigneten Wohnsituation, bei der Sicherstellung einer ausreichenden Versicherungsdeckung und im Verkehr mit den verschiedenen Behörden unterstützt werden (vgl. dazu auch den Entschied der KESB vom 21. Februar 2017 [Beschwerdebeilage 4], Dispositiv, Ziffer 2). Weshalb die Beschwerdeführerin in diesen Bereichen ihre Angelegenheiten - gegebenenfalls mit beratender Unterstützung - nicht selbst wahrnehmen kann und einer Vertretungsbeistandschaft bedarf, führt das Kantonsgericht nicht aus. Namentlich ist aufgrund des angefochtenen Entscheids nicht ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin wegen der von der Vorinstanz angeführten gesundheitlichen und beruflichen Probleme in diesen anderen Bereichen auf weitergehende Unterstützung angewiesen wäre. M.a.W. ergibt sich nicht, dass die Vertretungsbeistandschaft ausserhalb der Bereiche der Gesundheit und der Arbeit zum Schutz des Wohls der Beschwerdeführerin erforderlich ist. Vielmehr erscheint diesbezüglich eine Begleitbeistandschaft ausreichend, wie die Beschwerdeführerin sie denn auch selbst beantragt (vgl. Art. 107 Abs. 1 BGG). Die angeordnete Vertretungsbeistandschaft erweist sich damit insoweit als unverhältnismässig und die Beschwerde als begründet. Unbehelflich bleibt im Übrigen der Hinweis der Vorinstanz auf die Belastung der Eltern der Beschwerdeführerin: Weder führt das Kantonsgericht aus, worin diese Belastung besteht, noch legt es dar, weshalb sie nur durch eine Vertretungsbeistandschaft verringert werden könnte.