Citation: 8C_300/2022 E. 6.3

6.3. Die Beschwerdeführerin beantragt hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen der Gesundheitsschädigung, dass auf den tatsächlichen Lohn abzustellen gewesen wäre, den sie nach der Weiterbeschäftigung durch ihre bisherige (und einzige) Arbeitgeberin in angepasstem Betätigungsfeld (Kassenmitarbeiterin statt Leiterin der Blumen- und Gartenabteilung) und Pensum (Reduktion auf 11 Stunden im Oktober 2021 beziehungsweise 16 Stunden im November 2018) erzielt habe. Rechtsprechungsgemäss kann indessen nur dann von der konkreten beruflich-erwerblichen Situation ausgegengen werden, wenn die versicherte Person (nebst anderen Voraussetzungen) die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft (BGE 148 V 174 E. 6.2). Dies trifft hier jedoch nicht zu, nachdem davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeführerin in einer optimal leidensangepassten Tätigkeit ein 100%-Pensum versehen könnte und damit bessere Verdientsmöglichkeiten hätte. Dass die Vorinstanz beim Invalideneinkommen nicht auf den tatsächlichen Lohn abgestellt hat, ist nicht zu beanstanden.