Citation: 6B_333/2024 E. 1.3.3

1.3.3. Was die Rüge des Beschwerdeführers anbelangt, die Vorinstanz habe in Verletzung von Bundesrecht (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG) einen mengenmässig schweren Fall angenommen, kritisiert dieser u.a. die zum entsprechenden Grenzwert ergangene bundesgerichtliche Rechtsprechung angesichts der neueren Erkenntnisse als überholt, resp. mittlerweile willkürlich. Das Bundesgericht hat in einem in der amtlichen Sammlung publizierten Entscheid neueren Datums (BGE 145 IV 312 E. 2.2-2.4) bezugnehmend auf eine im Jahr 2010 durch die Schweizerische Gesellschaft für Rechtsmedizin erstellte Studie erkannt, die Annahme eines mengenmässig schweren Falles bei einer Menge reinen Methamphetamin-Hydrochlorids von 12 Gramm verstosse nicht gegen Bundesrecht. An dieser Einschätzung vermögen die vom Beschwerdeführer ins Feld geführten Berichte über das Konsumverhalten chronisch süchtiger Konsumenten nichts zu ändern. Zudem stellte die Vorinstanz angesichts der vom Beschwerdeführer eingeführten 118.2 Gramm Methamphetamin willkürfrei fest, dass eine Menge von deutlich mehr als 12 Gramm zur Weitergabe an Dritte bestimmt war. Ferner rügt der Beschwerdeführer, mangels entsprechender Untersuchungen sei völlig unklar, in welcher Form, wem und welche Menge durch den Beschwerdeführer hätten abgegeben werden sollen. Die Vorinstanz hielt fest, es seien keine qualifizierten Vorbereitungshandlungen im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG zu erkennen und verurteilte den Beschwerdeführer nicht (wie noch die erste Instanz) wegen Anstaltentreffen zur Veräusserung (Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG) sondern wegen unbefugtem Einführen (Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG). Die Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG ist als abstraktes Gefährdungsdelikt ausgestaltet (oben E. 1.2.1). Anders als in dem vom Beschwerdeführer angerufenen Urteil 6B_1239/2023 vom 22. Januar 2024 E. 1.3.1 liegen vorliegend keine Umstände vor, aufgrund derer davon auszugehen wäre, dass der Beschwerdeführer in Anbetracht des Eigenkonsums den Schwellenwert für die Annahme eines schweren Falles nicht erreicht hätte. Schliesslich weist der Beschwerdeführer auf das Urteil 6B_17/2022 vom 18. März 2024 E. 1.6.2.5 (zur Publikation vorgesehen) hin, wonach die Qualifizierung von Art. 19 Abs. 2 BetmG auf nicht abhängige Profiteure des Drogenschwarzmarkts abzielt, weswegen abhängige Kleinhändler nach Art. 19 Abs. 3 lit. b BetmG milder bestraft werden können. Weswegen die Vorinstanz vorliegend in willkürlicher Weise von der Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen ausgegangen ist, ergibt sich daraus indes nicht. Der Beschwerdeführer hat gemäss willkürfreier Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz eine Menge Methamphetamin eingeführt, die geeignet ist, die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr zu bringen. Die Verurteilung durch die Vorinstanz wegen Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG verstösst somit nicht gegen Bundesrecht.