Citation: 4P.151/2005 20.09.2005 E. 3

3.1 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG hat die Beschwerdeschrift eine kurz gefasste Darlegung darüber zu enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie der angefochtene Entscheid verletzt. Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (BGE 129 I 113 E. 2.1 S. 120 und 185 E. 1.6 S. 189 mit Hinweisen). Das gilt auch für Beschwerden wegen Verletzung von Art. 9 BV. Es genügt nicht, wenn der Beschwerdeführer einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei willkürlich; er hat vielmehr im Einzelnen zu zeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist (BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3). Wird dem kantonalen Gericht Willkür in der Ermittlung des Sachverhaltes vorgeworfen, hat er zudem darzutun, dass die willkürlichen Feststellungen erhebliche Tatsachen betreffen und sich auf den Entscheid ausgewirkt haben, rechtfertigt sich dessen Aufhebung doch von vornherein nur, wenn er sich nicht nur in einzelnen Punkten seiner Begründung, sondern auch im Ergebnis als verfassungswidrig erweist (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; 122 III 130 E. 2a S. 131; 120 Ia 369 E. 3a S. 373). 3.2 Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots nach Art. 8 BV geltend macht, lässt er jegliche Begründung missen. Die betreffende Rüge bleibt daher unbeachtet. 3.3 Dass nach der bündnerischen Zivilprozessordnung die Einvernahme des Organs einer Gesellschaft, die Parteistellung hat, als Zeuge unzulässig wäre, macht der Beschwerdeführer zu Recht nicht geltend. Vielmehr wägt das Gericht nach Art. 186 Abs. 2 ZPO/GR die Glaubwürdigkeit und das Gewicht der Zeugenaussagen für sich allein und gegeneinander sorgfältig ab und zieht hiebei alle Umstände, insbesondere Abhängigkeits- und Pflegeverhältnisse, in Betracht, welche sich auf die Zuverlässigkeit der Zeugen auswirken können. Diese Lösung wird in der Lehre sogar für alle Kantone als wünschenswert erachtet (Vogel/Spühler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 7. Auflage, 10. Kapitel, Rz. 129). Der Einvernahme von Frau C.________ als Zeugin wäre demnach kein prozessrechtliches Hindernis entgegengestanden. Die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen wäre vom Gericht mit Rücksicht auf ihre Verbindung zur Beschwerdegegnerin zu beurteilen gewesen, gleichgültig, ob sie auf Fragen des Beschwerdeführers oder auf solche der Beschwerdegegnerin zu antworten gehabt hätte. Bei dieser Sachlage hat das Kantonsgericht kantonales Prozessrecht nicht willkürlich angewandt, wenn es annahm, dem Beschwerdeführer stehe ausser seinen eigenen Aussagen ein weiteres Beweismittel zur Verfügung, und wenn es daher einen Beweisnotstand verneinte. Inwiefern die kantonale, vom Kantonsgericht angeführte Rechtsprechung, nach welcher die Zulassung zur Beweisaussage als subsidiäres Beweismittel betrachtet und an bestimmte Voraussetzungen gebunden wird (PKG 1971 Nr. 17 S. 66 E. 2; Nay, Zivilprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz des Kantons Graubünden, N. 2 zu Art. 201 ZPO), gegen Verfassungsrecht verstossen soll, zeigt der Beschwerdeführer nicht rechtsgenügend auf. Der Umstand allein, dass die entsprechende Praxis sich nicht unmittelbar aus dem Gesetzestext ergibt, weist sie jedenfalls noch nicht als verfassungswidrig aus. Im Gegenteil wird der eigentliche Wert der Beweisaussage gerade darin erblickt, dass sie nach Würdigung des gesamten Beweismaterials zur Beseitigung letzter Zweifel eingesetzt wird (Kummer, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, S. 130; vgl. auch Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 1997, N. 2 zu § 150 ZPO/ZH, wo die Beweisaussage als ultima ratio bezeichnet wird, die dort einspringen soll, wo andere Beweismittel versagen). Kann sich die kritisierte kantonale Praxis auf namhafte Lehrmeinungen stützen, ist sie nicht unhaltbar. Im Übrigen legt der Beschwerdeführer nicht dar, weshalb seine Aussage in eigener Sache glaubwürdiger als jene der (verschmähten) Zeugin sein soll. Eine Verfassungsverletzung ist nicht ersichtlich.