Citation: 4C.49/2004 30.03.2004 E. 5

Die Klägerin wirft den Vorinstanzen vor, Art. 156 OR nicht beachtet zu haben. Der Beklagte habe die ordnungsgemässe Erfüllung der Vereinbarung von 2. Juli 1997 durch sein pflichtwidriges Verhalten verunmöglicht, indem er die C.________ SA heruntergewirtschaftet und anschliessend den übrigen Beteiligten geschönte Zahlen vorgelegt habe. Dieses Verhalten des Beklagten verstosse gegen den Grundsatz von Treu und Glauben und verdiene keinen Rechtsschutz. Die Vorinstanzen haben im Zusammenhang mit der geltend gemachten Sorgfaltswidrigkeit des Beklagten auf die Klage aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit verwiesen, wozu die Klägerin indessen nicht legitimiert sei, wobei ohnehin die materiellen Voraussetzungen der Verantwortlichkeitsklage weder genügend quantifiziert noch substanziiert wären. Selbst für den Fall, dass sich der Beklagte sorgfaltswidrig verhalten haben sollte, hätten diese Sorgfaltswidrigkeiten kein Ausmass angenommen, das den Vorwurf des Rechtsmissbrauchs begründen würde. Indem die Klägerin diesen Erwägungen lediglich ihre Sachverhaltsdartellung betreffend angebliche Pflichtverletzungen des Beklagten entgegenhält, vermag sie keine Verletzung von Art. 156 OR und Art. 2 ZGB darzutun.