Citation: 9C_724/2016 E. 4.1

4.1. In Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin hat die Vorinstanz für die AHV-beitragsrechtliche Qualifikation als Unselbstständigerwerbender als entscheidend angesehen, dass das Unternehmerrisiko von B.________ als eher gering einzustufen war, da er für seine Beratertätigkeit nur bescheidene Investitionen zu tätigen hatte, er kein Delkredererisiko tragen musste und auch kein Personal beschäftigte. Die Tatsache, dass er im damaligen Zeitpunkt eine Einzelfirma besass, erachtete sie dabei als unwesentlich. Er habe - so das kantonale Gericht im Weiteren - über keine eigenen Geschäftsräumlichkeiten verfügt; vielmehr habe er in seiner Privatwohnung bzw. vor Ort bei seinen Mandanten gearbeitet, was von keiner Seite bestritten werde und auch aus den vorhandenen Steuerunterlagen hervorgehe. Bezüglich des Einwands, er sei im gleichen Zeitraum auch noch für andere Auftraggeber tätig gewesen, zeigten die buchhalterischen Angaben das folgende Bild: Im Jahr 2012 seien ein Ertrag von Fr. 67'309.80 und ein Aufwand von Fr. 38'239.28 ausgewiesen und 2013 stehe ein Ertrag von Fr. 52'000.- einem Aufwand von Fr. 27'033.74 gegenüber. Dies belege, dass nicht einmal die jährlichen Pauschalentschädigungen der Beschwerdeführerin in der Höhe von Fr. 72'000.- vollständig deklariert worden seien. Die Behauptung von B.________, vom Bruttoumsatz versehentlich gewisse Aufwendungen abgezogen zu haben, erscheine in Anbetracht des Umstands, dass er im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit Treuhanddienstleistungen erbringe und sich folglich mit Buchhaltungsbelangen bestens auskenne, wenig glaubhaft. Vielmehr sei daraus zu schliessen, dass er nicht oder nur in geringfügigem Ausmass für andere Auftraggeber tätig und daher wirtschaftlich auf die Beschwerdeführerin angewiesen gewesen sei. Dies korrespondiere auch mit der Tatsache, dass er offenbar keine Kunden habe anwerben müssen, da auf Werbung verzichtet worden sei, er keine Homepage betrieben habe und seine Einzelfirma auch nicht in den einschlägigen Telefonverzeichnissen der Jahre 2012 und 2013 vermerkt gewesen sei. B.________ sei demnach in betriebswirtschaftlicher und arbeitsorganisatorischer Hinsicht von der Beschwerdeführerin abhängig gewesen. Sie habe ihm Aufträge erteilt und Kunden zugewiesen, wobei er an ihre Weisungen gebunden gewesen sei. Dass sie ihm monatlich während zweier Jahren pauschal Fr. 6'000.- bezahlt habe, liefere einen Hinweis darauf, dass er nicht für ein einzelnes Projekt beigezogen worden sei, sondern die Beschwerdeführerin ihm wie einem Arbeitnehmer verschiedene Aufgaben überantwortet habe. Wären ihre Zahlungen, die nach seinen eigenen Aussagen Bestandteil seiner Erträge bildeten, eingestellt worden, hätte er nachgerade über kein Einkommen mehr verfügt. Schliesslich stelle auch seine Anerkennung als Selbstständigerwerbender durch die Ausgleichskasse Basel-Stadt ab 1. April 1997 kein Präjudiz für die AHV-rechtliche Qualifikation des Erwerbseinkommens im Einzelfall dar. Die Ausgleichskasse habe in ihren Mitteilungen vom 17. April 1997 und 24. Januar 2005 denn auch explizit darauf hingewiesen, dass aus diesen Bestätigungen nicht geschlossen werden dürfe, B.________ erziele sämtliche seiner Erwerbseinkünfte in selbstständiger Stellung. Vielmehr müsse jeweils im Einzelfall geprüft werden, ob eine selbstständige Tätigkeit vorliege. Er könne deshalb ohne Weiteres für eine zusätzlich ausgeübte Beschäftigung als Arbeitnehmer gelten.