Citation: 2C_620/2023 E. 4.5.4

4.5.4. Nach dem Gesagten ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Eltern der Beschwerdeführerin mit ihrem gemeinsamen Renteneinkommen von BYN 1'164.25 im Dezember 2021 über ein Mehrfaches des Existenzminimums respektive des Mindestlohns an ihrem Herkunftsort verfügten. Ihr Renteneinkommen lag zudem knapp über dem doppelten durchschnittlichen Rentenbetrag. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Lebenshaltungskosten eines in einem gemeinsamen Haushalt lebenden Paares im Vergleich zu denjenigen einer Einzelperson aufgrund von Synergien bei einem Teil der anfallenden Ausgaben regelmässig nicht einfach verdoppeln (vgl. dazu beispielsweise die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe vom 1. Januar 2023 [sog. SKOS-Richtlinien], wonach der Grundbedarf von einem Ein- zu einem Zweipersonenhaushalt um 53% zunimmt: SKOS-Richtlinien, C.3.1 ["Grundbedarf im Allgemeinen"]). Hinzu kommt, dass die Eltern der Beschwerdeführerin gemäss verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz keine Mietausgaben resp. Hypothekarzinsen zu gewärtigen haben. Angesichts dieser Umstände ist davon auszugehen, dass die Eltern der Beschwerdeführerin über ausreichend Mittel verfügen, um ihre Grundbedürfnisse in Belarus selber zu decken. Das würde sogar dann gelten, wenn zusätzlich noch die in der Aufstellung der Beschwerdeführer angeführten medizinischen Ausgaben mitberücksichtigt würden ("Arztkosten, Medikamente" = BYN 542.40), zumal die Einkünfte der Beschwerdeführer auch in diesem Fall noch über dem doppelten Existenzminimum liegen würden. Ohnehin ist die Vorinstanz nicht in Willkür verfallen, indem sie davon ausgegangen ist, dass ein Grossteil der dort aufgeführten Ausgabenposten nicht monatlich anfallen, weshalb sie für die Berechnung der Grundbedürfnisse nicht ohne Weiteres und jedenfalls nicht vollumfänglich anrechenbar sind ("Brille D.E.________" = BYN 284; "Brille F.E.________" = BYN 59.4; "Brillenhülle" = BYN 11.9; "Kleine OP" = BYN 72.3; insg. BYN 427.6; vgl. die Akten des Migrationsamts Zürich, S. 74; Art. 105 Abs. 2 BGG).