Citation: 9C_847/2016 E. 4.2.2

4.2.2. Gemäss dem Gutachten der Dr. med. C.________ leidet die Beschwerdeführerin an verminderter Belastbarkeit und Beschwerden wegen degenerativen Veränderungen an der HWS und der LWS sowie u.a. einer aktivierten Arthrose des linken Facettengelenkes C3/C4 und einer leichten ISG-Arthrose. Eine rheumatologische Begutachtung war sicherlich angezeigt. Fraglich erscheint, ob eine solche Beurteilung in somatischer Hinsicht genügt. Aus den medizinischen Akten ergeben sich beträchtliche Hinweise darauf, dass die medizinische Situation nicht offenkundig ausschliesslich ein oder zwei Fachgebiete beschlägt. Auch wenn sich - wie die Vorinstanz feststellte - die kognitiven Störungen zurückgebildet haben, bestehen gemäss dem Bericht des Dr. med. F.________ vom 11. September 2013 (vgl. dazu E. 4.2.1 hievor) weiterhin eine verminderte Konzentrationsfähigkeit und eine erhöhte Ermüdbarkeit. Aus einem zu Handen der Dr. med. C.________ erstellten MRI vom 20. Februar 2015 ergaben sich zudem eine mittelschwere bis schwere Foraminalstenose C3/C4 mit Irritation der Nervenwurzel C4 sowie die Diagnosen einer leichten AC-Arthrose rechts und einer beidseitigen Bursitis. Es stellen sich deshalb auch Fragen aus den Fachbereichen Neurologie und Orthopädie, wobei insbesondere der von Dr. med. F.________ aus neurologischer Sicht angesprochene Zusammenhang zwischen Schulterbeschwerden und Zervikalsyndrom eine interdisziplinäre Beurteilung nahelegt. Wenn auch insgesamt die rheumatologische Problematik im Vordergrund stehen mag, erscheint das Beschwerdebild in somatischer Hinsicht doch als komplex, was an sich für eine polydisziplinäre Begutachtung sprechen würde. Die Frage, ob der Verzicht auf eine solche eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes darstellt, kann aber letztlich offen bleiben, erweisen sich die getätigten Abklärungen doch auch in anderer Hinsicht als klar ungenügend.