Citation: 8C_247/2024 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin wendet hiergegen ein, das psychiatrisch-neurologische Gutachten vom 7. Dezember 2022 hätte zwingend dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin vorgelegt werden müssen. Indem die Vorinstanz dennoch darauf abgestellt habe, sei die Rechtsprechung zur Aufgabe und Stellung des RAD missachtet und der Sachverhalt willkürlich festgestellt worden. Das Gutachten leide an handfesten Mängeln, so habe Dr. med. B.________ unter anderem bezüglich der Frage nach einem chronischen Erschöpfungssyndrom auf körperlichen Symptomen bestanden und eine Long-Covid-Erkrankung, wie sie bei der Beschwerdeführerin diagnostiziert worden sei, unzutreffend als "absolute motorische, intellektuelle und/oder emotionale Unfähigkeit" definiert. Indem die Vorinstanz das Gutachten als beweiskräftige Entscheidungsgrundlage angesehen habe, seien der Untersuchungsgrundsatz verletzt und der Sachverhalt willkürlich festgestellt worden. Überdies sei die Vorinstanz überhaupt nicht auf ihre Argumente eingegangen, weshalb die von Dr. med. B.________ behaupteten Inkonsistenzen nicht vorliegen würden, womit die Begründungspflicht verletzt sei.