Citation: 1P.34/2005 25.02.2005 E. 2

Das Obergericht stützte seinen Schuldspruch der Missachtung eines Rotlichts in erster Linie auf die automatischen Aufzeichnungen der Lichtsignalanlagen am Kollisionsort sowie auf den Zeitpunkt der Meldung, die der Beschwerdeführer der Polizei nach der Kollision zukommen liess. Dem fügte es an, dass auch die Angaben der Auskunftspersonen an der gezogenen Schlussfolgerung nichts zu ändern vermöchten. Der Beschwerdeführer setzt sich mit der Hauptbegründung des Obergerichts nicht auseinander, legt nicht dar, inwieweit die aus den technischen Berichten gezogenen Folgerungen willkürlich sein sollen, und begnügt sich mit dem blossen Hinweis, dass die Technik hin und wieder versage. Er führt lediglich aus, dass die Aussagen der Auskunftspersonen die Missachtung eines Rotlichts durch D.________ belegten. Angesichts des Umstandes, dass sich der Beschwerdeführer mit der Hauptbegründung des Obergerichts nicht näher auseinandersetzt und lediglich die ergänzende Nebenbegründung in Frage stellt, erscheint es fraglich, ob in diesem Punkte auf die Beschwerde eingetreten werden kann. Jedenfalls durfte das Obergericht ohne Willkür aus den Aussagen der Auskunftspersonen schliessen, dass diese die für D.________ massgebende Lichtsignalanlage erst nach der Kollision beachtet haben und ihre Beobachtungen daher dem Schuldspruch nicht entgegen stehen. Daran vermögen auch die (weitgehend appellatorisch gehaltenen) Ausführungen des Beschwerdeführers nichts zu ändern. Insoweit kann dem Obergericht weder Willkür noch eine Verletzung der Unschuldsvermutung vorgeworfen werden.