Citation: 4A_214/2022 E. 6.4

6.4. Die Beklagte vermag auch keine Gehörsverletzung aufzuzeigen, indem sie im gleichen Zusammenhang vorbringt, der Einzelschiedsrichter habe sich in seinen Ausführungen zur Substanziierung der Berechnung der Preisanpassung einzig auf die Behauptungen der Klägerin gestützt, die diese in ihrem Post-Hearing Brief oder an der mündlichen Verhandlung (neu) aufgebracht habe. Die Beklagte bestätigt in ihrer Beschwerde selber, dass die Substanziierung der Höhe der erfolgten Preisanpassungen bereits im ordentlichen Schriftenwechsel der Parteien sowie anlässlich der mündlichen Verhandlung eingehend thematisiert wurde. Zu welchem konkreten neuen Vorbringen der Klägerin in deren Post-Hearing Brief sie sich noch hätte äussern wollen, ist nicht ersichtlich. Sie verkennt mit ihren pauschalen Vorbringen, dass das Bundesgericht in einem neueren Entscheid bestätigt hat, dass die Verpflichtung beider Parteien, gleichzeitig Post-Hearing Briefs ohne die Möglichkeit einer weiteren Stellungnahme einzureichen, nicht gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör in einem kontradiktorischen Verfahren verstösst (Urteil 4A_277/2021 vom 21. Dezember 2021 E. 2.2.1 mit Hinweis auf Urteil 4P.104/2004 vom 18. Oktober 2004 E. 5.3.1 a.E.). Die Beklagte scheint mit ihren Vorbringen davon auszugehen, dass in Schiedsverfahren ein unbedingtes Replikrecht bestehen würde. Das Bundesgericht hat klargestellt, dass dies nicht der Fall ist (BGE 142 III 360 E. 4.1.2). Der Vorwurf der Verletzung des Grundsatzes des rechtlichen Gehörs (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG) erweist sich als unbegründet.