Citation: 1C_297/2020 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführer erwidern vor Bundesgericht, es sei bautechnisch falsch, den östlichen Gebäudeteil als Anbau zu qualifizieren; dieser bilde vielmehr einen Teil des Baukörpers. Auch bei der Raumaufteilung im Unter- und Erdgeschoss sei keine saubere Abtrennung des von der Vorinstanz als Anbau bezeichneten Gebäudeteils möglich. Die diesbezügliche Beurteilung der Vorinstanz widerspreche der gängigen Definition eines Anbaus. Der Regierungsrat habe im Entscheid vom 2. Juni 2009 einspringende oder auskragende Bauteile mit einer Grundfläche von 28,30 m² bzw. 30,50 m² als eine zu grosse Abweichung von den zulässigen Gebäudeformen angesehen. Die Beschwerdeführer beanspruchen eine Vergleichbarkeit der beiden Fälle, weil der im Streit liegende Gebäudeteil eine Grundfläche von ca. 32 m² aufweise. Das Bauvorhaben sei in dieser Hinsicht klar unzulässig. Im Übrigen widersprechen die Beschwerdeführer der vorinstanzlichen Unterscheidung zwischen Flachdach und (Dach-) Terrasse. Das kantonale Recht schliesse die Anlage einer Terrasse auf einem Flachdach nicht aus. Der Gestaltungsplan lasse Terrassen auf der Ebene des Erdgeschosses zu, nicht jedoch Dachterrassen, weil ein Flachdach verboten sei. Es sei willkürlich, wenn die Vorinstanz eine Qualifikation der Terrasse als Flachdach verneine.