Citation: 6B_680/2017 E. 1.2

1.2. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer gegen A.________ (Beschwerdegegner 2) Forderungen in unbekannter Höhe hatte und Ende April 2013 verschiedene Maschinen und Werkzeuge aus dem Lager des Beschwerdegegners 2 holte. Beide trafen sich am 26. April 2013 in einem Café, um die offenen Schulden zu diskutieren. Am 28. April 2013 flog der Beschwerdeführer in den Kosovo. Gleichentags schickte er dem Beschwerdegegner 2 mittels eines Kollegen einen eingeschriebenen Brief. Darin befand sich entweder eine vom 27. April 2013 datierte "Vereinbarung" oder ein leeres Blatt Papier. Der Beschwerdeführer erhielt am 29. April 2013 während seines Aufenthalts im Kosovo zwei Anrufe vom Beschwerdegegner 2. Unbestritten ist weiter, dass der Beschwerdeführer am 30. April 2013 unmittelbar nach seiner Rückkehr der Polizei eine vom 27. April 2013 datierte "Vereinbarung" überbrachte. Strittig ist, ob der Beschwerdeführer eigenmächtig oder in Absprache mit dem Beschwerdegegner 2 handelte. Die Vorinstanz gelangt zur Überzeugung, dass der Beschwerdeführer die Gegenstände am 27. April 2013 respektive nach dem Treffen vom 26. April 2013 aus dem Lagerraum seines Schuldners ohne dessen Zustimmung genommen hat. Sie hält fest, das Schreiben vom 27. April 2012 (gemeint sei 2013) betreffend die Vereinbarung über die Abholung der Werkzeuge als Pfand spreche zwar für eine Vereinbarung zwischen Gläubiger und Schuldner. Hingegen sei nicht ausgeschlossen, dass das Schreiben vom Beschwerdeführer verfasst worden sei, um der eigenmächtigen Wegnahme den Anschein der Rechtmässigkeit zu verleihen. Nicht plausibel sei (entgegen der Stellungnahme des Beschwerdeführers), dass der Beschwerdegegner 2 trotz Vereinbarung vom 27. April 2013 mit Hilfe eines Strafverfahrens einzig eine Schadenersatzforderung habe erhältlich machen wollen. Im Widerspruch zu einer Vereinbarung stehe auch, dass ein Teil der Maschinen zuvor bereits B.________ versprochen worden sei. Die Vorinstanz würdigt in der Folge weitere belastende Umstände. Sie hält beispielsweise fest, das Lager sei mit einem sogenannten "5000er-Schlüssel" (einem weit verbreiteten Normschlüssel) zugänglich gewesen. Auch das Verhalten beider Beteiligten ab 27. April 2013 deute auf ein eigenmächtiges Vorgehen des Beschwerdeführers hin, etwa das in aller Eile verfasste und noch am Tag seines Abflugs eingeschrieben verschickte Schreiben vom 27. April 2013 sowie die beiden Anrufe vom Beschwerdegegner 2 am 29. April 2013. Weiter setzt sich die Vorinstanz mit verschiedenen Argumenten des Beschwerdeführers auseinander. Sie geht beispielsweise auf den Einwand ein, es sei nicht nachvollziehbar, die Ware in jenem Moment zu stehlen, wenn ihm der Beschwerdegegner 2 mitteile, am 30. April 2013 Geld aus dem Verkauf der Maschinen zu erwarten (Entscheid S. 6 ff.).