Citation: 8C_288/2017 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz erachtet eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und damit ein Revisonsgrund als ausgewiesen, da sich die für die Rentenzusprechung im Jahr 1996 massgeblichen Kopfschmerzen gemäss den Experten der MEDAS gegenüber dem Zustand im Jahr 1996 verbessert hätten (MEDAS-Gutachten vom 10. September 2012 und dessen Ergänzung vom August 2013). Das Bundesgericht schliesst sich diesen nachvollziehbaren und begründeten Feststellungen an. Namentlich hat die Vorinstanz zu Recht nebst den Äusserungen der Experten auch die Aussagen der Versicherten selbst anlässlich des Gesprächs vom 28. März 2012 bei der IV-Stelle berücksichtigt. Ihr Einwand, es dürfe alleine auf ärztliche Einschätzungen abgestellt werden, verfängt insbesondere im Rahmen der hier strittigen Kopfschmerzen nicht. Denn gerade hier sind es die subjektiven (Schmerz-) Angaben der versicherten Person, die auch den medizinischen Experten als Ausgangspunkt für ihre Beurteilung dienen. Ebenfalls zutreffend ist die vorinstanzliche Erwägung, wonach für die Frage der erheblichen Veränderung nach Art. 17 ATSG entscheidend ist, ob sich die für die Leistungszusprechung massgeblichen Befunde und Symptome verändert haben. Denn nach der Rechtsprechung ist ein Revisionsgrund auch bei gleichen Diagnosen, aber veränderter Intensität der gesundheitlichen Einschränkungen gegeben (Urteil 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2). Dies ist vorliegend bei einem Vergleich der Feststellungen des Dr. med. E.________ in seiner Beurteilung vom 22. Februar 1995 und jener des neurologischen MEDAS-Teilgutachters sowie des neurologischen Teilgutachters der Gutachtenstelle I.________ zu bejahen. Schliesslich bringt die Versicherte vor, die Vorinstanz sei bezüglich der Kopfschmerzen an ihren Entscheid vom 23. Juni 2016 im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren gebunden, wo sie eine Verbesserung verneint habe. Wie es sich damit verhält (die Vorinstanz verglich die Feststellungen zu den Kopfschmerzen der MEDAS mit jenen der Klinik H.________ und nicht mit jenen des Dr. med. E.________), kann dahingestellt bleiben, vermag der kantonale (Zwischen-) Entscheid vom 23. Juni 2016 das Bundesgericht in seiner Beurteilung nicht einzuschränken, zumal es vorliegend - anders als im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren - nicht an den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt gebunden ist (vgl. E. 1.2). Anzufügen bleibt, dass auch gestützt auf das Gutachten der Gutachtenstelle I.________ vom 29. Januar 2014 eine Verbesserung des für die Leistungsbeurteilung massgebenden Gesundheitszustandes ausgewiesen ist. Denn die Gutachter der Gutachtenstelle I.________ führen die von ihnen festgestellten Einschränkungen vornehmlich auf die neu hinzugekommenen und unbestrittenermassen unfallfremden Magen-Darm-Probleme sowie den Schilddrüsenkrebs samt den damit zusammenhängenden reaktiven psychischen Beschwerden zurück. Demnach wäre selbst unter alleiniger Berücksichtigung des Gutachtens der Gutachtenstelle I.________ vom 29. Januar 2014 ein Revisionsgrund zu bejahen.