Citation: 8C_742/2023 E. A

A.a. Die am 7. Juli 2006 geborene A.________ leidet unter anderem an angeborenen cerebralen Lähmungen gemäss Ziff. 390 der Verordnung über Geburtsgebrechen (GgV; in Kraft bis 31. Dezember 2021). Die IV-Stelle des Kantons Thurgau gewährte ihr diverse Hilfsmittel, medizinische Massnahmen für die Behandlung des Geburtsgebrechens Nr. 390, eine Hilflosenentschädigung (seit Oktober 2012 wegen Hilflosigkeit schweren Grades) sowie einen Intensivpflegezuschlag für einen Betreuungsaufwand von 8 Stunden pro Tag. Im Juni 2007 leistete sie erstmals Kostengutsprache für Pflegeleistungen der Kinderspitex (ab September 2006). Seither wurde die Kostengutsprache laufend verlängert. Zuletzt mit Verfügung vom 12. September 2016 erneuerte sie die Kostengutsprache für die Kinderspitexleistungen zu Hause sowie in der Stiftung C.________ (Sonderschule) für den Zeitraum vom 1. August 2016 bis 31. Juli 2020 im Umfang von 2 Stunden pro Monat für Abklärung und Beratung und von 18 Stunden pro Woche für Untersuchung und Behandlung, wovon 15 Stunden pro Woche Spitexleistungen in der Stiftung C.________ betrafen. Im Juli 2018 leitete die IV-Stelle eine Überprüfung des Anspruchs auf Kinderspitexleistungen ein. A.________ ersuchte ihrerseits um Erhöhung der Leistungen ab 1. September 2017. Mit Verfügung vom 2. August 2019 hob die IV-Stelle ihre Verfügung vom 12. September 2016 betreffend Kostengutsprache für Kinderspitex revisionsweise per 30. September 2019 auf. Gleichzeitig hielt sie fest, ab 1. Oktober 2019 bis 31. Juli 2020 werde die Kinderspitex für 2,5 Stunden pro Monat für Abklärung und Dokumentation und für 3 Stunden pro Woche für Untersuchung und Behandlung übernommen. Begründet wurde die Reduktion damit, dass keine Kinderspitexleistungen in der Stiftung C.________ mehr übernommen werden könnten. Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau hiess die hiergegen geführte Beschwerde mit Entscheid vom 2. September 2020 in dem Sinne gut, als es die Verfügung vom 2. August 2019 aufhob und die Sache zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und anschliessendem Neuentscheid an die IV-Stelle zurückwies. A.b. In der Folge reichte die Kinderspitex eine Übersicht über den Pflegeaufwand resp. die Verordnung für Spitexleistungen für die Zeit ab 1. August 2020 sowie ab 1. August 2021 ein. Die IV-Stelle klärte am 13. Dezember 2021 die Hilflosigkeit und den Betreuungsaufwand zu Hause bei A.________ ab. Gleichentags wurde ein Abklärungsbericht für Kinderspitex erstellt und am 17. März 2022 nahm der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) zu den einzelnen medizinischen Massnahmen des Abklärungsberichts Stellung. Mit Verfügung vom 16. August 2022 verneinte die IV-Stelle - nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren - einen Anspruch auf Kinderspitexleistungen.