Citation: 1C_545/2021 E. 1.5

1.5. Nicht einzutreten ist hingegen auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdeführerin beantragt, es sei festzustellen, dass die vom Obergericht bewilligte Entbindung vom Amtsgeheimnis rechtswidrig sei. Würde der Hauptantrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheids gutgeheissen, hätte dies zur Folge, dass keine Entbindung vom Amtsgeheimnis zu erteilen wäre. Das angestrebte Ziel der Beschwerdeführerin, die Entbindung der Beschwerdegegnerin vom Amtsgeheimnis zu verhindern, lässt sich demnach mittels einem Leistungs- bzw. einem Gestaltungsbegehren erreichen (zur Subsidiarität von Feststellungsbegehren vgl. BGE 141 II 113 E. 1.7; Urteil 2C_240/2020 vom 21. August 2020 E. 1.3). Ein Feststellungsinteresse, das über das Interesse an der Gutheissung der Gestaltungsbegehren hinausgeht, wird nicht dargetan und ist auch nicht erkennbar (vgl. Urteil 1C_233/2021 vom 5. April 2022 E. 1.4). Auf den subeventualiter gestellten Feststellungsantrag ist demnach nicht einzutreten. Der Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist sodann auf die der Beschwerdegegnerin bewilligte Entbindung vom Amtsgeheimnis begrenzt. Nicht einzutreten ist daher auf sämtliche Rügen, die sich auf parallel geführte Zivilverfahren mit Beteiligung der Beschwerdeführerin beziehen. Ebenfalls ausserhalb des vorliegenden Streitgegenstands liegt das gegen den vormaligen Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin eröffnete Disziplinarverfahren wegen des von diesem gegen die Beschwerdegegnerin eingereichten Ausstandsgesuchs vom 19. April 2021.