Citation: 2C_718/2019 E. 2.3

2.3. Eine gemäss Art. 43 Abs. 1 lit. a i. V. m. Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG relevante dreijährige Ehegemeinschaft setzt eine tatsächlich gelebte eheliche Beziehung und einen gegenseitigen Ehewillen voraus, wobei das AuG respektive (seit 1. Januar 2019) das AIG vom Grundsatz des Zusammenwohnens ausgeht (BGE 138 II 229 E. 2 S. 231; 137 II 345 E. 3.1.2 S. 347; Urteil 2C_827/2017 vom 17. April 2018 E. 3.2). Der diesbezügliche Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung steht unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs. Letzterer ist insbesondere bei Vorliegen einer Scheinehe gegeben (Art. 51 Abs. 1 lit. a AIG; Urteile 2C_1016/2017 vom 6. Februar 2017 E. 3.1; 2C_118/2017 vom 18. August 2017 E. 4.1 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat die Frage, ob es sich bei der Ehe des Beschwerdeführers mit seiner Ex-Ehefrau von Anbeginn um eine Scheinehe handelte, trotz bestehender Verdachtsmomente offen gelassen und den Schluss gezogen, dass die tatsächlich gelebte Ehegemeinschaft aufgrund der festgestellten Indizien vor Erreichen der dreijährigen Dauer aufgegeben worden sei.