Citation: 2C_266/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Gemäss Art. 56 VIL können Landestellen bei Spitälern sowie andere Landestellen, die ausschliesslich zur Hilfeleistung dienen, namentlich für Rettung und Bergung, ohne Bewilligung des Bundesamts angelegt und benützt werden. Die französische und italienische Fassung der Norm lauten gleich: "Les terrains d'atterrissage des hôpitaux et autres terrains d'atterrissage strictement destinés aux opérations de secours, notamment au sauvetage, peuvent être aménagés et utilisés sans autorisation de l'office." "Le aree d'atterraggio in prossimità degli ospedali nonché le altre aree d'atterraggio destinate esclusivamente alle operazioni di soccorso, segnatamente di salvataggio e ricerca, possono essere sistemate ed utilizzate senza autorizzazione dell'Ufficio federale." Art. 56 VIL regelt zwei Kategorien von Landestellen - nämlich "Landestellen bei Spitälern" sowie "andere Landestellen". Ob sich der Relativsatz "die ausschliesslich zur Hilfeleistung dienen" ("strictement destinés aux opérations de secours"; "destinate esclusivamente alle operazioni di soccorso") lediglich auf die zweite Kategorie bezieht, wovon die Beschwerdeführerin ausgeht, oder auch auf die "Landestellen bei Spitälern", lässt sich dem Wortlaut nicht eindeutig entnehmen. Wie die Vorinstanz zu Recht erwägt, spricht die Bezeichnung der zweiten Kategorie als "andere" Landestellen dafür, dass sich der erwähnte Satzteil auch auf die "Landestellen bei Spitälern" bezieht. Andernfalls hätte auf das Wort "andere" verzichtet und nur von "Landestellen" gesprochen werden können (vgl. auch E. 4.6.2 des angefochtenen Urteils). Dagegen bringt die Beschwerdeführerin vor, dass sich die Konkretisierung im Relativsatz "namentlich für Rettung und Bergung" nur auf andere Landestellen, nicht aber auf Landestellen bei Spitälern beziehen könne. Dem ist zwar zuzustimmen: Die Aussenlandungen auf einer Landestelle bei Spitälern erfolgt grundsätzlich nicht zum Zweck der Rettung und Bergung. Indessen übersieht die Beschwerdeführerin, dass der Verordnungsgeber den Relativsatz unter Verwendung des Begriffs "namentlich" ("notamment"; "segnatamente") konkretisiert hat. Entsprechend ist nicht ausgeschlossen, dass sich der Relativsatz auch auf die Landestellen bei Spitälern bezieht und diese ausschliesslich im Kontext einer Hilfeleistung bewilligungsfrei benützt werden dürfen. Aus der grammatikalischen Auslegung ergibt sich kein eindeutiges Ergebnis. Jedenfalls schliesst der Wortlaut von Art. 56 VIL - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin - nicht aus, dass jede Aussenlandung auf einer Landestelle bei Spitälern im Grundsatz einen unmittelbaren Bezug zu einer Hilfeleistung haben muss, damit sie bewilligungsfrei ist.