Citation: P 60/02 26.02.2003 E. 3

3.1 Aus den Akten geht hervor, dass F.________ (Vermieter) mit B.________ (Mieter) am 6./12. August 2000 einen ab 1. September 2000 laufenden Mietvertrag für die Liegenschaft Länggenstrasse 4 in Y.________, bestehend aus zwei 4-Zimmerwohnungen, Schopf und Garage, zu einem Zins von Fr. 1'450.- im Monat (ohne Nebenkosten) abgeschlossen hat. Bei der Unterzeichnung des Vertrages am 12. August 2000 gab B.________ W.________ als gemeinsame Mieterin an. Diese hat den Vertrag allerdings nicht unterzeichnet. Statt dessen hat sie am 14. August 2000 mit B.________ einen Vertrag geschlossen, mit welchem dieser ihr die obere Wohnung zu einem Zins von Fr. 1'300.- im Monat (einschliesslich Nebenkosten) vermietete. Der Zins wurde in der Folge gemäss mündlicher Vereinbarung auf Fr. 1000.- herabgesetzt. Im vorinstanzlichen Verfahren hat die Versicherte Bankbelege aufgelegt, aus denen hervorgeht, dass sie an B.________ ab September 2000 monatliche Zahlungen von Fr. 1'000.- geleistet hat. Ungeachtet der formellen Mängel des Vertrages vom 6./12. August 2000 ist davon auszugehen, dass die Liegenschaft von beiden Bewohnern gemeinsam gemietet wurde und der zweite Vertrag vom 14. August 2000 lediglich die anteilsmässige Zinspflicht unter den Mietern regelte. Etwas anderes wird auch von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht. 3.2 Im vorliegenden Fall geht es nicht um eine gemeinsame Wohnung oder ein gemeinsam bewohntes Einfamilienhaus, sondern um eine gemeinsam gemietete Liegenschaft mit zwei separaten Wohnungen. Auch wenn dieser Sachverhalt, streng genommen, vom Wortlaut von Art. 16c Abs. 1 ELV nicht erfasst wird, hat eine Mietzinsaufteilung nach Sinn und Zweck der Bestimmung grundsätzlich auch in einem solchen Fall zu erfolgen, was von keiner Seite bestritten wird. Streitig ist, wie der Mietzins von Fr. 1'450.- unter den Bewohnern aufzuteilen ist. Dabei ist davon auszugehen, dass die Mietzinsaufteilung nach Art. 16c Abs. 2 ELV in der Regel anteilsmässig zu erfolgen hat, jedoch Ausnahmen zuzulassen sind (BGE 127 V 17 Erw. 6c). Zu einer abweichenden Aufteilung besteht insbesondere auch dann Anlass, wenn, wie hier, mehrere Personen in (unterschiedlichen) separaten Wohnungen eine gemeinsam gemietete Liegenschaft bewohnen. Die Durchführungsstelle hat im vorliegenden Fall daher zu Recht nähere Abklärungen zum anrechenbaren Mietzins vorgenommen.