Citation: 6P.46/2007 05.07.2007 E. 3

3.1 Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die Feststellungen des Obergerichts betreffend seine unverminderte bzw. beschleunigte Geschwindigkeit seien offensichtlich aktenwidrig und somit willkürlich. Er sei erst nach der qualifizierenden Nachfahrstrecke rechts versetzt gefahren. Dieses spätere Fehlverhalten beim subjektiven Tatbestand zu würdigen verletze die Maxime "in dubio pro reo". 3.2 Die ViDistA-Messung der Geschwindigkeit beruht auf einer Weg-Zeit-Berechnung einer variablen Messstrecke durch Nachfahren. Das Obergericht hat dem Abstand der Messphase s2 bis s5 Beweiskraft zugemessen. Der Beschwerdeführer bringt zur Videodistanzauswertung vor, seine Geschwindigkeit könne als Differenz zur Geschwindigkeit des Polizeifahrzeuges errechnet werden. Daraus resultiere, dass seine Geschwindigkeit ab der Messphase s2 abgenommen habe. Da in jedem Messzeitpunkt der Abstand des voranfahrenden Fahrzeuges zum Polizeifahrzeug bekannt sei, könne auch die Geschwindigkeit des vorderen Fahrzeuges berechnet werden. Das Resultat zeige, dass auch dessen Geschwindigkeit zwischen den Messphasen s2 bis s5 abgenommen habe. Deshalb könne ihm nicht vorgeworfen werden, sein Nachfahrabstand hätte bereits innert 2 bis 3 Sekunden merklich zugenommen, falls er nicht "Gas gegeben" hätte. 3.3 Art. 9 BV gewährleistet den Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Auf dem Gebiet der Beweiswürdigung ist die Kognition des Bundesgerichts im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde auf Willkür beschränkt. Willkür in der Beweiswürdigung liegt vor, wenn die Behörde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen, auf einem offenkundigen Fehler beruhen oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen. Dabei genügt es nicht, wenn der angefochtene Entscheid sich nur in der Begründung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung des Entscheids rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41). Das Bundesgericht greift nur ein, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obschon bei objektiver Würdigung des gesamten Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an dessen Schuld fortbestanden (BGE 124 IV 86 E. 2a S. 88, mit Hinweis). 3.4 Die Einwände des Beschwerdeführers betreffen nur die Videodistanzauswertung. Das Obergericht hat sich jedoch auch auf die Video-Aufnahme und auf das Gutachten des Bundesamtes für Metrologie gestützt. In Würdigung all dieser Beweismittel hat es in tatsächlicher Hinsicht festgestellt, dass der Beschwerdeführer nach dem Bremsmanöver sofort einen grösseren Abstand hätte herstellen können. Die Feststellungen des Obergerichts sind weder offensichtlich aktenwidrig, noch bestehen ernsthafte Zweifel an der Schuld des Beschwerdeführers. Es liegt keine willkürliche Beweiswürdigung vor. -:- 3.5 Betreffend die versetzte Fahrweise hat der Beschwerdeführer anlässlich seiner Einvernahme selber ausgesagt, versetzt gefahren zu sein, um die Verkehrsverhältnisse besser beobachten zu können (kantonale Akten pag. 48). Die rechtliche Würdigung dieser Fahrweise ist eine Rechtsfrage und im Rahmen der Nichtigkeitsbeschwerde zu prüfen. Auf die Rüge der Verletzung der Maxime "in dubio pro reo" ist nicht einzutreten.