Citation: 1B_221/2023 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin macht dagegen geltend, nebst der drohenden mehrjährigen Freiheitsstrafe, die ein Fluchtindiz darstelle, sei auch zu berücksichtigen, dass der Albanisch sprechende Beschwerdegegner sporadischen Kontakt zu seinem Vater im Kosovo halte und dort auch weitere Verwandte habe, bei denen er auch schon Ferien verbracht habe. Weiter seien seine Lebensverhältnisse in der Schweiz instabil. So habe er Schulden und erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Die Vorinstanz sei mit der "pauschalen Verneinung" von Fluchtgefahr in Willkür verfallen. Die Beschwerdeführerin verweist zudem auf das in einem früheren Haftverfahren ergangene Urteil 1B_548/2021 vom 26. Oktober 2021, mit welchem die Verlängerung der Sicherheitshaft wegen Fluchtgefahr vom Bundesgericht geschützt worden sei. Abgesehen davon macht sie geltend, die Vorinstanz habe ihr rechtliches Gehör verletzt, indem sie ihr vor Ablehnung der Fluchtgefahr keine Gelegenheit gewährt habe, Ersatzmassnahmen zur Bannung der Fluchtgefahr anstelle von Haft zu beantragen.