Citation: 1B_355/2020 E. 1

Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid über strafprozessuale Beschlagnahmen (Art. 80 BGG i.V.m. Art. 263 StPO) bzw. über eine akzessorische Rechtsverweigerungsbeschwerde. Ist in einem Kanton eine übergeordnete staatsanwaltliche Behörde für die Strafverfolgung aller Straftaten im ganzen Kantonsgebiet zuständig, kann grundsätzlich nur diese Behörde (Oberstaatsanwaltschaft, Generalstaatsanwaltschaft usw.) oder ein Mitglied der obersten Geschäftsleitung einer kantonalen Staatsanwaltschaft mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht gelangen (Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 BGG i.V.m. Art. 381 Abs. 2 StPO; BGE 142 IV 196 E. 1.5.2 S. 200). Die Beschwerdeschrift ist unterzeichnet vom kantonalen Leitenden Staatsanwalt; die Staatsanwaltschaft des Kantons Appenzell Innerrhoden ist zudem für Strafverfolgungen im ganzen Kantonsgebiet grundsätzlich zuständig. Die Beschwerdelegitimation ist damit gegeben. Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, kann hier offen bleiben, ob auch die Sachurteilsvoraussetzung des drohenden nicht wieder gutzumachenden Rechtsnachteils (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) erfüllt wäre. Nicht einzutreten ist auf Vorbringen der Staatsanwaltschaft, die gar nicht den Gegenstand des angefochtenen Entscheides betreffen, etwa auf Kritik am prozessualen Vorgehen des Kantonsgerichtes in einem separaten Haftbeschwerdeverfahren. Die übrigen Eintretensvoraussetzungen von Art. 78 ff. BGG geben zu keinen weiteren Vorbemerkungen Anlass.