Citation: 1C_401/2020 E. 4.1

4.1. Gemäss Art. 76 Abs. 3 BV erlässt der Bund Vorschriften u.a. über den Gewässerschutz und die Sicherung "angemessener Restwassermengen". Diesem Auftrag ist der Gesetzgeber in den Art. 29 ff. GSchG nachgekommen. Wer einem Fliessgewässer mit ständiger Wasserführung über den Gemeingebrauch hinaus Wasser entnehmen will, benötigt dazu gemäss Art. 29 lit. a GSchG eine Bewilligung. Die Entnahme kann in der Regel nur bewilligt werden, wenn die Anforderungen nach Art. 31-35 GSchG erfüllt sind (Art. 30 lit. a GSchG; vgl. BGE 120 Ib 233 E. 5a S. 240). Diese umschreiben ein zweistufiges Verfahren (vgl. zum Regelungskonzept VERONIKA HUBER-WÄLCHLI, in: Hettich/Jansen/Norer, Kommentar zum Gewässerschutzgesetz und zum Wasserbaugesetz, 2016, N. 53 ff. vor Art. 29-36 GSchG) :