Citation: 1C_89/2017 E. 2

Gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. d erster Satzteil SVG wird nach einer schweren Widerhandlung der Führerausweis für unbestimmte Zeit, mindestens aber für zwei Jahre entzogen, wenn in den vorangegangenen zehn Jahren der Ausweis zweimal wegen schweren Widerhandlungen oder dreimal wegen mindestens mittelschweren Widerhandlungen entzogen war. Laut dem zweiten Satzteil wird auf diese Massnahme verzichtet, wenn die betroffene Person während mindestens fünf Jahren nach Ablauf eines Ausweisentzugs keine Widerhandlung, für die eine Administrativmassnahme ausgesprochen wurde, begangen hat. Nicht bestritten ist, dass auf Grund der in den letzten zehn Jahren begangenen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsrecht die Voraussetzungen für einen Führerausweisentzug nach Art. 16c Abs. 2 lit. d erster Teil SVG erfüllt sind. Zu prüfen ist einzig die Frage, ob der spezifische Tatbestand des Art. 16c Abs. 2 lit. d zweiter Teil SVG Anwendung findet, weil der Beschwerdeführer während mindestens fünf Jahren nach Ablauf eines Ausweisentzugs keine Widerhandlung, für die eine Administrativmassnahme ausgesprochen wurde, begangen hat.