Citation: 1C_411/2020 E. A

Mit Schreiben vom 14. Mai 2020 ersuchte B.________ das Obergericht des Kantons Zug um Zustellung des ersten im Jahr 2020 in einer Strafsache ergangenen Urteils in anonymisierter Form. Dabei verwendete er das Briefpapier des A.________ Vereins, dessen Präsident er ist. Das Obergericht teilte ihm daraufhin mit, dass ihm das verlangte 48-seitige Urteil nach Bezahlung der mit der Anonymisierung verbundenen Kosten von Fr. 240.-- herausgegeben werde. Mit Schreiben vom 29. Mai 2020 brachte B.________ vor, die Gebühr sei in dieser Höhe nicht zulässig. Falls das Obergericht daran festhalte, verlange er den Erlass einer Verfügung. Mit Präsidialverfügung vom 8. Juni 2020 hielt das Obergericht des Kantons Zug, Strafabteilung, fest, dem Gesuch des A.________ Vereins um Zustellung des Urteils werde entsprochen (Dispositiv-Ziffer 1), doch werde die Anonymisierung des 48-seitigen Urteils erst anhand genommen und der Gesuchstellerin zugestellt, nachdem die Kanzleigebühr von Fr. 240.-- einbezahlt worden sei (Dispositiv-Ziffer 2). Der Gesuchstellerin werde für diese Verfügung eine Spruchgebühr von Fr. 300.-- auferlegt.