Citation: 9C_138/2021 E. 3.2.1

3.2.1. Aus dem pauschalen Vorbringen, Dr. med. B.________ habe seine Beurteilung allein auf die Akten abgestützt, wogegen es sich bei Dr. med. C.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, um die Operateurin gehandelt habe, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. So können auch reine Aktenberichte beweiskräftig sein, sofern - vorliegend unbestritten - ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. etwa Urteil 8C_224/2020 vom 13. Mai 2020 E. 4.3). Sodann ist auch dem Umstand Rechnung zu tragen, dass Hausärzte und behandelnde Ärzte infolge des besonderen Vertrauensverhältnisses im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353). Die Vorinstanz hat schlüssig begründet, weshalb dem RAD-Facharzt zu folgen sei. So hat sie insbesondere darauf hingewiesen, es falle zunächst massgeblich ins Gewicht, dass die behandelnde Fachärztin ihre Einschätzung von (maximal) 50 % auf wechselbelastende Tätigkeiten in einer Bandbreite von leicht bis mittelschwer ("mittlere bis leichtere") beziehe. Demgegenüber beschränke der konsultierte RAD-Arzt den höheren Arbeitsfähigkeitsgrad für leidensangepasste Tätigkeiten ausschliesslich auf "leichte körperliche Arbeit, hauptsächlich sitzend, teilweise stehend, teilweise gehend bis maximal 500m"; mithin erachte der RAD-Arzt mittlere bzw. mittelschwere angepasste Tätigkeiten als nicht länger zumutbar. Es leuchte ohne Weiteres ein, dass bei einem Einbezug von mittelschweren (angepassten) Tätigkeiten grundsätzlich ein geringerer Arbeitsfähigkeitsgrad resultiere respektive umgekehrt beim Ausschluss von mittelschweren (angepassten) Tätigkeiten ein höherer Arbeitsfähigkeitsgrad anzunehmen sei. Dies gelte erst recht, als die behandelnde Fachärztin den limitierenden Faktor aus den Folgen der genannten Knieoperationen herleite, welchen indes bei einer weitgehend sitzenden Tätigkeit wenig Bedeutung beizumessen sei. Jedenfalls habe Dr. med. C.________ nicht dargelegt, weshalb die Folgen der beiden Knieoperationen der Zumutbarkeit von weitgehend sitzenden (leichten) Tätigkeiten entgegenstehen sollten, zumal für solche (leichten) Tätigkeiten zusätzlich ein vermehrter Pausenbedarf (im Umfang von 20 %) angerechnet werde (angefochtener Entscheid E. 4.2.5 S. 14). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ging das kantonale Gericht dabei nicht von einer Unvollständigkeit des Berichts von Dr. med. C.________ aus, sondern zeigte vielmehr auf, dass ihre Beurteilung derjenigen des RAD-Facharztes nicht entgegenstand. Auf weitere Abklärungen durfte in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 124 V 90 E. 4b S. 94) und damit ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes verzichtet werden. Weiterungen erübrigen sich infolge rein appellatorischer Natur (vgl. BGE 144 V 50 E. 4.2 S. 53 mit Hinweisen) der übrigen Vorbringen.