Citation: 6B_483/2014 E. 1.4.3

1.4.3. Dass und inwiefern das vorinstanzliche Beweisergebnis, wonach sich die erste Kollision auf dem Fussgängerstreifen ereignete, schlechterdings nicht mehr vertretbar sowie die Unschuldsvermutung verletzt sein sollte, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf. Ebenso ist verfassungs- und konventionsrechtlich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz (wie bereits die erste Instanz) in vorweggenommener Beweiswürdigung darauf verzichtet hat, zur Frage des ersten Kollisionsortes ein Gutachten in Auftrag zu geben. Mit seinem Beweisantrag vermag der Beschwerdeführer die vorinstanzliche antizipierte Beweiswürdigung nicht zu erschüttern. Das Bezirksgericht Bremgarten hielt fest, dass auf der nassen Fahrbahn keine Spuren auf eine bestimmte Kollisionsstelle hindeuten. Zum selben Schluss gelangte nicht nur das IRM Bern. Auch das Privatgutachten der AXA Versicherungen AG blieb in dieser Frage äusserst vage (S. 18), was die erste Instanz zutreffend unterstrich (erstinstanzliches Urteil S. 26 f.). Von einer gerichtlichen Expertise wäre kein weiterer Erkenntnisgewinn zu erwarten gewesen (vgl. zum Recht des Betroffenen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden, sowie zur antizipierten Beweiswürdigung BGE 138 V 125 E. 2.1 S. 127; 137 II 266 E. 3.2 S. 270; 136 I 265 E. 3.2 S. 272, 229 E. 5.3 S. 236 f.; je mit Hinweisen).