Citation: 1P.204/2000 19.04.2000 E. 3

3.-In seinem Eventualstandpunkt bringt der Beschwerdeführer vor, selbst wenn "zu Recht Fluchtgefahr angenommen" werden könnte, müsste er jedenfalls gegen Leistung einer Kaution "in der Höhe von Fr. 10'000.--, welche von seiner Ehefrau gestellt würde", aus der Haft entlassen werden. Die Kaution könne mit weiteren Ersatzmassnahmen, namentlich "mit einer Schriftensperre", verbunden werden. a) Gemäss basellandschaftlichem Strafprozessrecht ist die Untersuchungshaft unverhältnismässig, wenn Ersatzmassnahmen "möglich und ausreichend" sind (§ 78 Abs. 2 lit. a StPO/BL). Als solche kommen namentlich die Hinterlegung einer Sicherheitsleistung (Kaution) oder die Schriftensperre in Frage (§ 79 Abs. 2 StPO/BL). b) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes besteht nur dann ein verfassungsmässiger Anspruch auf Haftentlassung unter Auflagen, wenn die darin angeordneten Ersatzmassnahmen geeignet erscheinen, den Zweck der Strafuntersuchung in ähnlich wirksamer Weise sicherzustellen wie die Untersuchungshaft. Dabei ist insbesondere der Intensität der Fluchtneigung, der Schwere der untersuchten Straftaten und der mutmasslichen Wirkung der in Frage kommenden Ersatzanordnungen Rechnung zu tragen. Ob eine Kaution, verbunden mit weiteren Ersatzmassnahmen, ausreichend erscheint, um das Erscheinen des Angeschuldigten vor den Strafjustizbehörden sicherzustellen, ist nach Massgabe der konkreten Umstände des Einzelfalles zu beurteilen (BGE 105 Ia 186 E. 4 S. 187 f.; vgl. auch Sylva Fisnar, Ersatzanordnungen für Untersuchungshaft und Sicherheitshaft im zürcherischen Strafprozessrecht, unter besonderer Berücksichtigung von EMRK und IPBPR, Diss. ZH 1997, S. 75). c) Eine blosse Pass- und Schriftensperre ist in der Regel keine taugliche Massnahme, um ernsthaft zur Flucht entschlossene Personen mit ausreichender Sicherheit vom Verlassen des Landes (oder von einem Untertauchen innerhalb der Schweiz bzw. einem heimlichen Wohnortwechsel) abzuhalten. Analoges gilt grundsätzlich auch für relativ bescheidene Kautionsbeträge, besonders wenn diese nicht vom Fluchtgefährdeten selbst sondern von dessen Angehörigen aufgebracht werden. Dass die kantonalen Behörden die angebotene (von der Ehefrau zu leistende) Kaution von Fr. 10'000.-- im vorliegenden Fall als nicht ausreichend ansahen, um den Zweck der Strafuntersuchung zu gewährleisten und der oben festgestellten Fluchtgefahr entgegenzutreten, erscheint nicht verfassungswidrig. Das gleiche gilt für die Erwägung der Präsidentin des Verfahrensgerichtes, "in Fällen" wie dem vorliegenden, "die bezüglich ihrer Untersuchung vor dem Abschluss stehen", könne sich eine gewisse "Zurückhaltung" gegenüber Haftentlassungen aufdrängen.