Citation: 1C_124/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Vor Verwaltungsgericht sind nach Art. 51 Abs. 3 VRG/GR neue Tatsachenbehauptungen zulässig und aufgrund der Rechtsanwendung von Amtes wegen im Rahmen der Rechtsbegehren auch neue rechtliche Vorbringen möglich. Aus diesem Grund und auch im Lichte von Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG ist es nicht zu beanstanden, dass die Aufnahme des Ober Gässli im Bundesinventar für historische Verkehrswege (IVS) erst vor Verwaltungsgericht geltend gemacht wurde, zumal die Schutzwürdigkeit des Ober Gässli bei der Interessenabwägung im Rahmen des nutzungsplanerischen Entscheids über die Erschliessung der Parzellen Nrn. 663 und 664 ein Thema war. Dass dadurch das "Klagefundament" geändert wurde, trifft nicht zu. Die Berücksichtigung dieses unechten Novums durch die Vorinstanz verletzt Art. 29 BV Abs. 1 nicht.