Citation: 6B_1395/2019 E. 1.2

1.2. Es ist unbestritten, dass der auf die Gebrüder A.________ AG zugelassene Personenwagen C.________ mit dem Kontrollschild xxx am 29. Mai 2017 um 12.16 Uhr in Zofingen mit einer Geschwindigkeit von 61 km/h statt der erlaubten 30 km/h geblitzt wurde. Die Vorinstanz begründet, weshalb sie die Täterschaft des Beschwerdeführers als erstellt erachtet. Sie erwägt, diese sei allein aufgrund des Vergleichs der Radaraufnahme mit dem Ausweisfoto resp. der Erscheinung des Beschwerdeführers anlässlich der Berufungsverhandlung augenscheinlich. Weil sein Gesicht eindeutig erkennbar sei, sei unerheblich, dass sich auf der oberen rechten Gesichtshälfte im Radarfoto eine Abdunkelung befinde. Dies gelte ebenso für die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Gesichtsbehaarung, wobei es sich um kein dauerhaftes Erkennungsmerkmal handle. Das Argument des Beschwerdeführers, wonach die Identität ausgeschlossen sei, weil er keine Perücke trage, erscheine sodann abwegig. Angesichts des belastenden Radarfotos könne zudem vernünftigerweise von ihm erwartet werden, seine Täterschaft nicht bloss zu bestreiten, sondern seine Version des Sachverhalts durch zusätzliche Angaben und Erklärungen zu belegen. Dazu genüge es nicht, lediglich zu behaupten, das Geschäftsauto werde von ca. 50 Mitarbeitenden benutzt, und es sei möglich, dass dies zum inkriminierten Tatzeitpunkt der Fall gewesen sei. Der Beschwerdeführer habe insbesondere keine Angaben dazu gemacht, welcher Mitarbeiter - ausser ihm -, etwa aufgrund anderer Aufträge, als Täter in Frage käme und ihm ähnlich sehen würde. Auch die dereinst angebotene Mitarbeiterliste habe er nicht vorgelegt. Da seine Täterschaft angesichts des Radarfotos unzweifelhaft erscheine, könne sein Bestreiten resp. das Unvermögen, die zu seiner Entlastung erforderlichen Angaben zu machen, nur als Schutzbehauptung betrachtet werden. Dies gelte umso mehr, als die Angaben des Beschwerdeführers zu seinem angeblichen Alibi widersprüchlich seien. So habe er zunächst ausgesagt, er sei am Tattag bis ungefähr zur Mittagszeit auf einer Baustelle in Aarau gewesen und dann zu einem für 13.30 Uhr angesetzten Termin nach Hagendorn bei Cham gefahren. Erst in der Berufungsverhandlung habe er behauptet, der Termin in Aarau habe bis 12.30 Uhr gedauert und er habe erst um 14.00 Uhr in Hagendorn sein müssen. Die eingereichte elektronische Kalendereinladung belege diese Behauptung nicht, zumal daraus nicht hervor gehe, wie lange die Besprechung in Aarau tatsächlich gedauert habe. Auch gebe es keine Zeugen, die die Anwesenheit des Beschwerdeführers zur Tatzeit an einem anderen als dem Tatort bestätigen könnten. Auf deren Befragung, zumal nach über zwei Jahren, könne verzichtet werden. Das vom Beschwerdeführer beigebrachte Alibi vermöge den Anwesenheitsbeweis am Tatort aufgrund des Radarfotos mithin nicht zu widerlegen. Dies gelte ebenso für die verlangte Auswertung seines Mobiltelefons, welches keine Anwesenheit beweise und dessen Daten heute nicht mehr abrufbar wären. Auch von einem Identitätsgutachten sei abzusehen, da nach eigener Wahrnehmung der Vorinstanz kein vernünftiger Zweifel daran bestehe, dass das Radarfoto den Beschwerdeführer zeige. Schliesslich sei schleierhaft, inwiefern ihm ein handlungspsychologisches Gutachten über die vernünftigste Routenwahl von Aarau nach Hagendorn ein Alibi verschaffen sollte. Es sei zeitlich ohne Weiteres möglich gewesen, Zofingen zu passieren, etwa um über Mittag kurz nach Hause zu fahren.