Citation: 5A_75/2009 25.03.2009 E. 5

5.1 Die Vorinstanz hat sodann einen Zuschlag im Sinn von § 4 Abs. 1 lit. b ATVG (Zuschlag in Verfahren mit umfangreichen Akten oder bei besonderer Weitläufigkeit) abgelehnt. Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, das Bundesgericht könne bereits anhand der eingereichten Prozessunterlagen beurteilen, wie umfangreich die Akten seien. Die beiden Verwaltungsgerichtsbeschwerden belegten zudem die Weitläufigkeit des Verfahrens, sei es doch darum gegangen, eine Anzahl formeller und materieller Unzulänglichkeiten zu rügen und vor allem auch den "höchst unappetitlichen politisch-behördlichen Sumpf mit Vorgängen weit jenseits des Erlaubten trockenzulegen". Die Beschwerdeführerinnen seien Opfer behördlicher Machenschaften geworden, wobei erschwerend hinzu komme, dass hinter der Stiftung A.________ eine Reihe politischer und wirtschaftlicher Honoratioren stehe, welche versucht hätten, auf das Verfahren Einfluss zu nehmen. Unter diesen Umständen sei ein Zuschlag von Fr. 2'000.-- gerechtfertigt. Aufgrund der Beschwerdeschriften, Repliken und Beweiswürdigungen habe die Vorinstanz umfassend Kenntnis erhalten. Unter diesen Umständen lasse sich das Verfahren nicht ohne Willkür als nicht besonders weitläufig bezeichnen. Die Vorinstanz sei in Willkür verfallen, indem sie einfach über diese Umstände hinweggesehen habe. 5.2 Das Verwaltungsgericht hat zur Begründung seiner den Beschwerdeführerinnen widersprechenden Auffassung vorgebracht, im vorliegenden Verfahren habe am 13. August 2008 eine (Beweis-)Verhandlung mit drei Parteieinvernahmen stattgefunden. Anschliessend sei den Beschwerdeführerinnen Gelegenheit zur Beweiswürdigung und Replik gegeben worden. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 1 sei im Gegensatz zu demjenigen der Beschwerdeführerin 2 erst vor Verwaltungsgericht beigezogen worden. Das dem Verwaltungsgericht eingereichte relativ umfangreiche Aktenmaterial bestehe zu einem grossen Teil aus den mitunter mehrfach vorliegenden und äusserst seitenreichen Eingaben der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen. Die zahlreichen Akten seien mit anderen Worten von ihnen selbst produziert worden. Eine besondere Weitläufigkeit des Verfahrens sei objektiv nicht gegeben. Die Vorbringen der Beschwerdeführerinnen setzen sich nur unzulänglich mit den obergerichtlichen Erwägungen auseinander, so dass sich die Beschwerde insoweit als unzulässig erweist (E. 1.2). Im Übrigen war das Verfahren aufgrund der sich stellenden Fragen abgegrenzt. Das angeblich fragwürdige Verhalten der Beschwerdegegnerin, welches die Beschwerdeführerinnen ansprechen, hatte zudem mit der Rechtzeitigkeit des Rekurses oder mit den wesentlichen Voraussetzungen der Entmündigung nichts zu tun, so dass der Vorinstanz auch nicht vorgeworfen werden kann, sie habe diese Umstände verfassungswidrig nicht berücksichtigt. Der inzwischen relativ grosse Aktenberg bedeutet noch nicht, dass ein weitläufiges Verfahren vorliegt. Zudem betreffen diese Akten auch nicht ausschliesslich das Beschwerdeverfahren. Im vorliegenden Fall ging es im Wesentlichen darum, Beschwerde gegen den Entscheid der Rekursinstanz zu erheben. Anhand des im Rekursentscheid Vorgebrachten galt es zu entscheiden, ob allenfalls der Sachverhalt zu ergänzen oder neue rechtliche Argumente vorzutragen waren. Somit lässt sich der Entscheid des Verwaltungsgerichts auch im Fall der Beschwerdeführerin 1 ohne Willkür vertreten, die für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht einen anderen Anwalt beigezogen hatte. Unter diesen Umständen kann ohne Willkür angenommen werden, es seien keine Zuschläge gemäss § 4 Abs. 1 lit. b ATVG (Zuschlag in Verfahren mit umfangreichen Akten oder bei besonderer Weitläufigkeit) zu gewähren. Insgesamt legen die Beschwerdeführerinnen nichts dar, was den angefochtenen Entscheid in diesem Punkt als willkürlich erscheinen liesse. Die Beschwerde ist demnach auch in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.