Citation: 6B_1145/2023 E. 5.4.2

5.4.2. Wenn die Beschwerdeführerin schliesslich rügt, sich (bereits jetzt) einer Begutachtung unterziehen zu müssen, mithin die Vorinstanz eine solche anordne, ohne vorgängig zu überprüfen, ob sie anhand ihrer Vorbringen zur Tatbestandsmässigkeit und Rechtswidrigkeit der ihr zur Last gelegten Sachverhalte freizusprechen wäre, beruft sie sich (zumindest sinngemäss) auf das Institut des Tatinterlokutes (vgl. Art. 342 Abs. 1 lit. b StPO). Dass sie indes vor Vorinstanz einen entsprechenden Antrag gestellt oder aber ein solcher zu Unrecht abgelehnt worden wäre, wird von ihr nicht geltend gemacht. Aus den Akten ergibt sich hierzu stattdessen, dass sie für den Fall der (vorinstanzlich erfolgten) Nichtbestätigung des Freispruchs das Eventualbegehren gestellt hat, dass es (zufolge der von ihr geltend gemachten Verletzung der Begründungspflicht) gerade nicht die Berufungsinstanz sein solle, die sich (erstmals) mit den von ihr aufgeworfenen Fragen auseinandersetzt (vgl. vorinstanzliche Akten act. 422 und 428 f.). Die Frage eines Tatinterlokutes war nachweislich nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens und liegt damit ausserhalb des durch den angefochtenen Entscheid begrenzten Streitgegenstands (Art. 80 Abs. 1 BGG). Auch darauf kann dementsprechend nicht weiter eingegangen werden. Im Übrigen vermag die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich darzutun, dass und inwiefern die Anordnung eines forensisch-psychiatrischen Gutachtens nur unter der Prämisse zulässig ist, wenn die Tatbestandsmässigkeit und die Rechtswidrigkeit des einer beschuldigten Person vorgeworfenen Verhaltens feststehen. Umso weniger, als eine psychiatrische Begutachtung nicht voraussetzt, dass der Sachverhalt unbestritten oder bereits liquide belegt ist (vgl. [zum Vorverfahren] Urteil 1B_99/2019 vom 25. September 2019 E. 4.2 m.H. auf 1B_409/2018 vom 18. Februar 2019 E. 5.2-5.5).