Citation: 1C_484/2014 E. 5.2

5.2. Umstritten ist weiter, ob eine Anwartschaft auf Einkaufsbeiträge bezüglich der Parzelle Nr. 311 besteht, auf der sich eine Zivilschutzanlage sowie eine Schul- und Sportanlage befinden. Die Schätzungskommission bejahte dies und berechnete die darauf entfallenden Einkaufsbeiträge anhand der durchschnittlichen Fahrbewegungen. Da keine der Parteien dazu genaue Angaben machen konnte, legte die Schätzungskommission die Belastung der Wilgutstrasse nach Ermessen fest, wobei sie zum Vergleich ein Einfamilienhaus mit durchschnittlich 28 Fahrten wöchentlich heranzog. Für die Zivilschutzanlage rechnete sie mit 6 Fahrten pro Woche, verdoppelte diese indessen auf 12, zumal die Fahrten öfters mit Lastwagen erfolgen würden. Entsprechend dieser gegenüber einem Einfamilienhaus verminderten Inanspruchnahme der Wilgutstrasse reduzierte es die für die Berechnung der Einkaufsbeiträge relevante Grundstückfläche von 19'138 m2 auf 7'655 m2. Das Kantonsgericht schloss sich diesem Ergebnis an. Die Beschwerdeführerin macht diesbezüglich zunächst geltend, die Zivilschutzbaute falle unter den Begriff der "Wohnbaute" und sei deshalb aufgrund der erwähnten Vereinbarung von Einkaufsbeiträgen befreit. Das Kantonsgericht führte dazu aus, nur weil die Zivilschutzanlage einem Teil der Bevölkerung in einer allfälligen Notsituation als vorübergehende Unterkunft dienen könne, werde sie nicht zu einer Wohnbaute. Im Übrigen werde sie für andere Zwecke genutzt (z.B. Truppenunterkunft, Materiallager). Im Anhang 1 des Bau- und Zonenreglements der Gemeinde Entlebuch vom 1. Mai 2006 (BZR) sei sie entsprechend als Militärunterkunft aufgeführt. Ihrer Funktion entsprechend befinde sie sich zudem in der Zone für öffentliche Zwecke und nicht in einer Wohnzone. Diese Einschätzung der Vorinstanz entspricht dem allgemeinen Sprachgebrauch zum Begriff der Wohnbaute und ist nicht willkürlich. Daran ändert auch der Einwand der Beschwerdeführerin nichts, ein Ferienhaus diene ebenfalls nur dem vorübergehenden Aufenthalt und gelte trotzdem als Wohnbaute. Wie aus den vom Kantonsgericht herangezogenen Kriterien hervorgeht, lässt sich ein Ferienhaus nicht mit einer Zivilschutzanlage gleichsetzen. Die Beschwerdeführerin kritisiert zudem den Hinweis des Kantonsgerichts, 12 Fahrtbewegungen pro Woche seien eher grosszügig bemessen und dürften auch allfällige Fahrten zur Schul- und Sportanlage enthalten. Darin liege eine offensichtlich unrichtige Feststellung, da die Zufahrt zur Schul- und Sportanlage nicht über die Wilgutstrasse erfolge. Die Beschwerdeführerin übersieht mit ihrer Kritik zweierlei. Zum einen spricht das Kantonsgericht nur von "allfälligen" Fahrten, hält also die Fahrten zur Schul- und Sportanlagen ohnehin nicht für entscheidend. Zum andern führt es in einer weiteren Erwägung an, dass sich die Annahme von 12 Fahrtbewegungen auch deswegen rechtfertige, weil diese öfters mit Lastwagen erfolgten. Damit setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Auch ihre abschliessende Bemerkung, sie vertrete aufgrund eigener Feststellungen nach wie vor die Auffassung, dass durchschnittlich höchstens vier Fahrten pro Woche über die Wilgutstrasse erfolgten, konkretisiert sie nicht weiter. Ihre Rüge erweist sich damit als unbegründet, soweit sie hinreichend substanziiert wurde.