Citation: 8C_602/2019 E. 5.2.4

5.2.4. Ferner macht die Beschwerdeführerin geltend, die Gesamtbeurteilung der Gutachter sei nicht schlüssig. So werde aus rheumatologischer Sicht für leidensangepasste Tätigkeiten bei vollschichtigem Pensum eine Leistungseinschränkung von 20 % zur Gewährung von regelmässigen Pausen attestiert, was die zeitliche Komponente beschlage. Aus neurologischer Sicht werde dagegen eine Rendementreduktion von 20 % festgehalten, womit die Leistungskomponente betroffen sei. Ein zusätzliches Pausenbedürfnis von 20 % pro Tag gehe nicht in einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20 % auf. Es bestehe somit ein Widerspruch zwischen der Gesamtbeurteilung und der Einschätzung im neurologischen Teilgutachten. Auch dieser Einwand ist nicht stichhaltig. Nach den zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz besteht kein Anlass, daran zu zweifeln, dass die neurologische Einschätzung in die Gesamtbeurteilung miteingeflossen ist. Diese sei nämlich durch einen interdisziplinären Konsensus unter Beteiligung des neurologischen Sachverständigen erarbeitet worden. Ausserdem seien die von Dr. med. D.________ erhobenen Diagnosen (chronisches Schmerzsyndrom und Dermatomyositis) auch vom rheumatologischen Gutachter berücksichtigt worden. Dieser habe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit mit 20%iger Leistungseinschränkung zur Gewährung von regelmässigen Pausen attestiert. Im Rahmen der polydisziplinären Beurteilung sei schliesslich eine 80%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit festgehalten worden. Damit sei auch die Rendementreduktion aus neurologischer Sicht berücksichtigt worden. Mit ihren Vorbringen vermag die Beschwerdeführerin diese vorinstanzlichen Feststellungen nicht als offensichtlich unrichtig oder willkürlich auszuweisen, zumal in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung explizit festgehalten wurde, dass nebst den rheumatologischen, kardiologischen und dermatologischen Diagnosen aus neurologischer - wie auch aus allgemeininternistischer - Sicht keine weiteren Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden. Zweck eines interdisziplinären Gutachtens ist es denn auch, alle relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu berücksichtigen und die sich daraus je einzeln ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in ein Gesamtergebnis zu fassen (BGE 137 V 210 E. 1.2.4 S. 224; Urteil 8C_128/2019 vom 12. Juli 2019 E. 4.1). Entgegen der Beschwerdeführerin ist das ABI-Gutachten in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit demnach nicht widersprüchlich.