Citation: 5A_983/2022 E. 4

Vorab und schwergewichtig rügt die Beschwerdeführerin eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung dahingehend, dass der angefochtene Entscheid eine kohärente Darstellung des Sachverhaltes vermissen lasse und insbesondere unterschlagen werde, dass und in welchem Ausmass sie häusliche Gewalt erfahren habe und als Folge der Nachstellungen durch den Beschwerdegegner in psychotherapeutischer Behandlung und arbeitsunfähig gewesen sei. Ebenso komme zu kurz, wie das Kind nach Kenntnis der Obhutsumteilung selbständig in die Klinik D.________ geflüchtet sei und gegenüber der Polizei detailliert von seinen Fluchtplänen erzählt habe, wenn jemand es abholen und zum Vater bringen würde. Diese Vorbringen bestehen in einer (appellatorischen) Wiederholung der nachträglich erhobenen Vorwürfe, welche sich in der Folge nicht objektivieren liessen. Willkür ergibt sich nicht daraus, dass das Obergericht diese Behauptungen bzw. die subjektive Sichtweise der Beschwerdeführerin im Rahmen der Beweiswürdigung nicht zur Sachverhaltfeststellung erhoben hat. Vielmehr müsste die Beschwerdeführerin substanziiert darlegen, inwiefern die obergerichtliche Beweiswürdigung unhaltbar sein soll; dies tut sie nicht, indem sie wie gesagt an den Kernerwägungen vorbei in appellatorischer Weise ihre nachträglich erhobenen Anschuldigungen wiederholt. Es trifft auch nicht zu, dass sich dem angefochtenen Entscheid keine kohärente Sachverhaltsdarstellung entnehmen liesse, zumal das Obergericht im angefochtenen Entscheid (E. 1.3 S. 16) zur Begründung explizit auf die Erwägungen der superprovisorischen Verfügung vom 3. Oktober 2022 verwiesen hat und diese für das Sachverhaltsfundament miteinzubeziehen sind. Vor diesem Hintergrund hat das Obergericht die Vorbringen der Beschwerdeführerin keineswegs unterschlagen, sondern sie vielmehr gewürdigt und ihnen keinen Glauben geschenkt, was im Übrigen nicht nur in der superprovisorischen Verfügung dargelegt wird, sondern auch im angefochtenen Entscheid zum Ausdruck kommt (siehe sodann die zusammenfassende Darstellung in der vorstehenden E. 3).