Citation: 6B_566/2021 E. 2.2

2.2. Die erste Instanz wie auch das Obergericht haben zu Recht festgehalten, dass das Anstaltentreffen gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG durchaus von der Anklage gedeckt sei. Die Vorinstanz legt plausibel dar, aus der Anklage gehe klar hervor, dass der Beschwerdeführer ein Glied in der Kette des illegalen Handels mit Kokain gebildet habe und nicht etwa als blosser Gehilfe tätig gewesen sei. Das Betäubungsmittelgesetz stelle jeglichen (nicht bewilligten) Umgang mit Betäubungsmitteln unter Strafe. Der Beschwerdeführer habe gewusst, dass ihm in der Anklage aufgrund der sichergestellten DNA-Spur eine Beteiligung an der Weitergabe zwecks Verkauf dieser Drogen vorgeworfen worden sei, wogegen er sich auch habe verteidigen können. Von einer Verletzung des Anklageprinzips kann keine Rede sein. Darüber hinaus kann der Beschwerdeführer mit seinem Einwand, es sei nicht angeklagt worden, dass er 300 Gramm Heroin übernommen und wieder zurückgegeben habe, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Auch diesbezüglich verneint die Vorinstanz zu Recht eine Verletzung des Anklageprinzips. Denn wie sie zutreffend erwägt, ist die erste Instanz dabei von einer geringeren als der eingeklagten Menge an Drogen ausgegangen und zum Schluss gelangt, dass dem Beschwerdeführer nur der Besitz und nicht auch der Verkauf des Heroins nachgewiesen werden kann. Damit geht die Vorinstanz bundesrechtskonform davon aus, dass die erste Instanz zu Gunsten des Beschwerdeführers einen minderen Sachverhalt angenommen hat, der in der Anklage mitumfasst ist. Demzufolge ist die Vorinstanz mit ihrem Schuldspruch nicht über den angeklagten Sachverhalt hinausgegangen.