Citation: 9C_418/2019 E. 4

Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz im Wesentlichen vor, sie verkenne, dass es praxisgemäss Sache der Ausgleichskassen sei, selbständig zu beurteilen, ob ein Einkommensbestandteil z.B. als Lohn oder als Kapitalertrag qualifiziert werden müsse und welche Beträge zu Grunde zu legen seien. Das Vorliegen einer Steuerverfügung entbinde die Ausgleichskasse nicht von einer Sachverhaltsprüfung und ihrer eigenen Sorgfaltspflicht. Die Auffassung der Vorinstanz verletze demnach die verfassungsmässigen Verfahrensgarantien des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) und der Rechtsweggarantie (Art. 29a BV) sowie das Willkürverbot (Art. 9 BV). Das Verwaltungsgericht halte selber fest, es könne von Steuertaxationen dann abweichen, wenn diese erkennbare Irrtümer enthielten, die ohne weiteres richtiggestellt werden könnten, oder wenn sachliche Umstände gewürdigt werden müssten, die steuerrechtlich belanglos, sozialversicherungsrechtlich aber bedeutsam seien. Beides sei hier der Fall. Einerseits sei offensichtlich Farmland im Sinne von Art. 18 Abs. 4 DBG zu beurteilen. Da er so oder anders auf seinen (in der Schweiz) steuerbaren Einkünften dem Maximalsteuersatz unterliege, sei die zu beurteilende Frage zudem steuerlich ohne grosse Bedeutung, während sie sich sozialversicherungsrechtlich erheblich auswirke. Die durch das kantonale Gericht geschützte Auslegung der Ausgleichskasse, wonach Art. 18 Abs. 4 DBG nur auf Schweizer Grundstücke anwendbar - und die Beiträge demnach auf der gesamten Differenz zwischen Buchwert und Marktwert statt nur auf den wieder eingebrachten Abschreibungen bis zur Höhe der Anlagekosten zu bemessen - sei, führe zu einer verfassungsmässig nicht gerechtfertigten und gar willkürlichen Schlechterstellung von Personen mit ausländischem Grundbesitz im Geschäftsvermögen im Vergleich zu solchen mit inländischem Grundbesitz im Geschäftsvermögen.