Citation: 1B_415/2022 E. 4.4

4.4. Soweit der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Würdigung des Sachverhalts unter dem Blickwinkel der Fluchtgefahr kritisiert, ist dies ebenfalls unbehelflich. Zwar hat die Vorinstanz festgehalten, sowohl die Schwere der drohenden Sanktion als auch die drohende Landesverweisung seien als deutliche Indizien für Fluchtgefahr zu werten. Entgegen dem, was der Beschwerdeführer nahelegt, hat sie die Fluchtgefahr jedoch nicht allein aufgrund dieser Indizien bejaht, sondern, wie dargelegt, gestützt auf eine Gesamtbeurteilung der konkreten Verhältnisse. Weiter hat die Vorinstanz zwar ausgeführt, eine gewisse Verstärkung bzw. Konkretisierung der Fluchtneigung könne sich auch daraus ergeben, dass das Vorverfahren abgeschlossen und Anklage erhoben worden sei. Dies entspricht indessen der Rechtsprechung (vgl. vorne E. 4.1) und ist unter den gegebenen Umständen bundesrechtlich nicht zu beanstanden, auch wenn sich der Beschwerdeführer bereits seit längerer Zeit in strafprozessualer Haft befindet und die Wahrscheinlichkeit einer Flucht in der Regel mit zunehmender Verfahrens- bzw. Haftdauer abnimmt. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers ergibt sich aus den Ausführungen der Vorinstanz sodann, worin sie die von ihr bejahten, erheblichen objektiven Anhaltspunkte für eine ausgeprägte Fluchtgefahr erblickt. Sie hat insofern daher auch nicht die Begründungspflicht verletzt, wie ihr der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang nebenbei vorwirft. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer schliesslich insbesondere, soweit er geltend macht, insgesamt könne im heutigen Zeitpunkt klar nicht mehr von Fluchtgefahr ausgegangen werden. Unter den gegebenen Umständen durfte die Vorinstanz Fluchtgefahr bejahen, ohne Bundesrecht zu verletzen. Die Gefahr erscheint dabei zumindest als relativ erheblich. Ob die Vorinstanz die Fluchtgefahr weiter gehend als ausgeprägt beurteilen durfte, erscheint zwar namentlich mit Blick darauf, dass die Ehefrau und die Tochter des Beschwerdeführers in der Schweiz leben und er sich sich seit vielen Jahren hier aufhält, nicht ohne Weiteres klar. Die Frage ist angesichts der nachfolgenden Erwägungen jedoch nicht weiter zu prüfen.