Citation: 6B_1437/2020 E. B

Auf Berufungen von A.________ und C.________ sowie auf Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft bestätigte das Kantonsgericht Basel-Landschaft am 27. Mai 2020 den Entscheid des Strafgerichts, wobei es zusätzlich die Ausschreibung der Landesverweisungen im Schengener Informationssystem anordnete. Das Kantonsgericht erachtet folgenden Sachverhalt als erstellt: B.________ begab sich nach durchfeierter Nacht am 5. August 2017 zwischen 13.00 und 14.00 Uhr zusammen mit A.________ und C.________, welche sie in der Nacht zuvor im Ausgang kennengelernt hatte, ins Asylheim in U.________, wo A.________ offiziell wohnte und alle drei übernachten wollten. Nach einvernehmlichen sexuellen Handlungen von A.________ mit B.________ rief Ersterer C.________ ins Zimmer und forderte B.________ auf, auch diesen sexuell zu befriedigen. Dies verweigerte sie allerdings. Es kam darauf zu einer Diskussion, in deren Verlauf A.________ C.________ auf Bitten von B.________ aus dem Zimmer schickte. Als A.________ auf weitere Bitte von B.________ die Zimmertür schliessen wollte, betrat C.________ erneut das Zimmer und forderte mit einem wütenden Blick A.________ zum Verlassen des Zimmers auf. Letzterer verliess in der Folge das Zimmer und überliess es C.________ im Wissen darum, dass dieser Geschlechtsverkehr mit B.________ praktizieren werde, obschon sie das zitternd und ängstlich abgelehnt hatte. Im Anschluss kam es gegen den von B.________ explizit und implizit geäusserten Willen im Zimmer zu sexuellen Handlungen (Küssen, Oral- und Vaginalverkehr) zwischen ihr und C.________. B.________ fügte sich den Handlungen von C.________ ohne körperliche Gegenwehr und zeitweise aus Angst vor ihm.