Citation: 8C_439/2014 E. 4.5

4.5. Schliesslich ist auch - entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin - das Untätigbleiben der Versicherten während der Dreimonatsfrist, auch wenn unbestrittenermassen kein Fristwiederherstellungsgrund im Sinne des Vorliegens eines vom Willen der versicherten Person unabhängigen, äusseren Umstands, der es objektiv verunmöglichte, die Unterlagen gemäss Art. 29 Abs. 2 AVIV innert Frist einzureichen, vorliegt, aus subjektiven Gründen entschuldbar (BGE 114 Ib 67 ff., 112 V 255 E. 2a mit Hinweisen, erwähntes Urteil C 7/03 vom 31. August 2004 E. 5.2 in fine), sodass ihr daraus kein Rechtsnachteil erwachsen darf: Die vor und nach Erlass der ablehnenden Verfügung abgegebene Erklärung der Versicherten, sie habe ihren Personalberater anlässlich des Gesprächs vom 10. Juli 2012 so verstanden, dass sie von ihren Pflichten befreit sei, da sie auf anfangs August 2012 eine Lehrstelle antreten könne, und dass sie sich deshalb Ende Juli 2012 nicht gewundert habe, kein Formular "Angaben der versicherten Person" für die Kontrollperiode Juli 2012 erhalten zu haben, ist glaubwürdig, auch wenn sich die Befreiung, laut Angaben des Beraters im Rahmen des Einspracheverfahrens, nur auf die Arbeitssuche beschränkte. Damit hat es beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden.