Citation: 9C_279/2022 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführerin ist insoweit zuzustimmen, als dass die Ausführungen der Vorinstanz zum erwerblichen Revisionsgrund und insbesondere die Verwendung des Begriffs "Frühpensionierung" missverständlich sind. Einerseits erwog das kantonale Gericht, es liege eine Frühpensionierung per 1. Oktober 2020 vor, weshalb ein Einkommensvergleich durchzuführen sei. Andererseits führte es aus, es sei nicht ersichtlich, dass sich die Versicherte auch im Gesundheitsfall vorzeitig hätte pensionieren lassen. Damit stellte das kantonale Gericht implizit eine gesundheitsbedingte Beendigung des Arbeitsverhältnisses fest. Dass die Arbeitsstelle aufgrund gesundheitlicher Probleme und nicht etwa aus freien Stücken (oder aus anderen Gründen) aufgegeben wurde, ist den Akten zu entnehmen (vgl. Schreiben der Health & Medical Service AG vom 20. Januar 2020). Demgegenüber fehlt in den Akten jeglicher Hinweis darauf, dass die Versicherte freiwillig aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden wäre. Eine Frühpensionierung wäre laut Beschwerdeführerin altersbedingt denn auch gar nicht möglich gewesen (E. 4.2 in fine). Mit dem Einkommenswegfall liegt somit eine revisionsrechtlich relevante Veränderung in erwerblicher Hinsicht vor. Das kantonale Gericht hat - zumindest im Ergebnis - kein Bundesrecht verletzt, als es einen Revisionsgrund bejahte und in der Folge den Invaliditätsgrad in Anwendung der Einkommensvergleichsmethode ermittelte (Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG).