Citation: 2A.583/2004 21.04.2005 E. A

M. X.________ war neben seinen drei Brüdern A.________, B.________ und C.________ zu je rund einem Viertel an der Möbelfabrik Y.________ AG beteiligt sowie an der mit dieser wirtschaftlich eng verbundenen Immobiliengesellschaft Z.________ AG. In beiden Gesellschaften amtierte er bis 1992 als Verwaltungsratspräsident und schied dann aus dem Verwaltungsrat der beiden Gesellschaften aus. Die Y.________ AG wies in ihren Jahresrechnungen seit 1986 stets Verluste aus. Per 31. Dezember 1990 betrug das effektive Eigenkapital sogar weniger als die Hälfte des Aktienkapitals, womit eine echte Unterbilanz vorlag. Angesichts dieser seit längerer Zeit bestehenden finanziellen Probleme wurden unter Beizug externer Berater verschiedene Sanierungsmöglichkeiten abgeklärt. Auf Druck der Hausbank gewährte die Z.________ AG schliesslich ihrer Schwestergesellschaft mit Vertrag vom 31. Juli 1991 ein ungesichertes, zeitlich unbefristetes (aber auf drei Monate kündbares) und zinsloses Darlehen in der Höhe von Fr. 300'000.--. Die Abzahlung sollte erfolgen, "sobald sich die Liquidität bei der Y.________ AG verbessert hat". Per Ende 1991 wurde das Darlehen an die Y.________ AG in der Bilanz der Z.________ AG vollständig abgeschrieben, und am 21. Juli 1992 wurde über die Y.________ AG der Konkurs eröffnet, nachdem M. X.________ im Februar 1992 das Kapital der Y.________ AG noch persönlich um Fr. 150'000.-- aufgestockt hatte.