Citation: I 550/04 22.02.2005 E. 4

Es steht fest, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat. Umstritten und unter den gegebenen Umständen vorab zu prüfen ist nebst der Rentenhöhe zunächst der Zeitpunkt der Entstehung des Leistungsanspruchs. Verwaltung und Vorinstanz gehen vom September 1999, der Versicherte hingegen vom Oktober 1998 aus. 4.1 Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (in der bis Ende 2002 gültig gewesenen und durch das ATSG inhaltlich nicht veränderten Fassung) entsteht der Rentenanspruch nach Art. 28 IVG frühestens in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte mindestens zu 40 % bleibend erwerbsunfähig geworden ist (lit. a) oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen war (lit. b). 4.2 Der Beschwerdeführer bringt zur Begründung seines Standpunktes vor, er sei ab dem Unfall vom 6. Oktober 1997 arbeitsunfähig gewesen. Im Oktober 1998 sei demnach das Wartejahr gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG abgelaufen und der Rentenanspruch entstanden. Zwar trifft es zu, dass das Wartejahr im Sinne der genannten Gesetzesbestimmung mit dem Eintritt der - zeitlich und masslich genügenden - Arbeitsunfähigkeit, definiert als "Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich" (BGE 130 V 99 Erw. 3.2 mit Hinweisen), beginnt. Auch bestand vorliegend ab dem Unfalldatum aufgrund somatischer Beschwerden eine volle Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit eines Eisenlegers. Diese Einschränkung allein führte aber, wie das kantonale Gericht zutreffend erkannt hat, in ihren erwerblichen Auswirkungen nicht zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad. Letzteres war erst mit dem Hinzukommen der Ende September 1999 aufgetretenen psychischen Erkrankung der Fall, weshalb der verfügte und vorinstanzlich bestätigte Rentenbeginn rechtens ist. Hieran ändert das vom Unfallversicherer nach dem Berufsunfall ausgerichtete Taggeld nichts.