Citation: 4A_580/2017 E. 2.4

2.4. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin hat das Schiedsgericht auch nicht extra petitaentschieden, indem es die Beschwerdegegnerin in Dispositiv-Ziffer 2 (Ingress) dazu verpflichtete, zu den in lit. a bis f erwähnten Punkten für den Zeitraum vom 1. Januar 2009 bis und mit 31. Dezember 2010 "die für eine Buchprüfung erforderlichen Auskünfte" zu erteilen und "Einsicht in Unterlagen zu gewähren über: [...]", nachdem Antrags-Ziffer 1 auf die " (i) schriftlichen, (ii) der elektronischen Verarbeitung zugänglichen (sämtliche numerische Angaben als sortierbare Exceltabelle), (iii) für einen Interpreten verständlichen Informationen" gerichtet war. Die Rüge nach Art. 190 Abs. 2 lit. c IPRG lässt sich nicht damit begründen, aufgrund der allgemeineren Umschreibung der geschuldeten Auskünfte im Schiedsentscheid stehe "bereits heute fest, dass die Beschwerdeführerin mit einem derartigen Dispositiv wiederum den Obstruktionen der Beschwerdegegnerin ausgesetzt sein wird und Diskussionen um die geschuldeten Auskünfte vorprogrammiert sind". Entsprechendes gilt für die blosse Behauptung, der Schiedsentscheid sei diesbezüglich im Falle einer notwendigen Vollstreckung unbrauchbar. Ebenso wenig kann von einem aliud gesprochen werden, indem das Schiedsgericht den Antrag hinsichtlich der (elektronischen) Form der zu erteilenden Informationen nicht schützte. Appellatorisch und damit unzulässig sind die Ausführungen in der Beschwerde zu den Aussagen des Zeugen Marek Filipiak. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt, hat das Schiedsgericht das Auskunfts- und Einsichtsbegehren lediglich teilweise - nämlich im Umfang des vertraglich vereinbarten Buchprüfungsrechts - gutgeheissen, darüber hinaus jedoch abgewiesen. Entgegen ihren Vorbringen hat das Schiedsgericht der Beschwerdeführerin nicht etwas anderes zugesprochen, sondern ihr Rechtsbegehren lediglich teilweise gutgeheissen.