Citation: 8C_792/2010 23.11.2010 E. 6

Zu prüfen ist die entscheidwesentliche Frage, ob es im Fall der Versicherten nach einer HWS-Verletzung zu einem invalidisierenden Leiden gekommen ist - wovon der Hausarzt ausgeht - beziehungsweise ob, mit Blick auf das psychiatrische Attest, allenfalls invalidisierende psychische Beschwerden vorliegen. Diese lässt sich jedoch - nachdem nach Auffassung der Vorinstanz auf die Berichte der behandelnden Ärzte nicht abzustellen war - nicht ohne Beizug des Fachwissens von Expertinnen und Experten anhand von bald zehnjährigen Akten beurteilen, und es kann auch nicht auf die von den hausärztlichen Stellungnahmen abweichende Einschätzung des RAD-Arztes abgestellt werden, der die Beschwerdeführerin nicht persönlich untersucht hat (oben E. 5). Mangels schlüssiger Berichte bestand weiterer medizinischer Abklärungsbedarf. Die IV-Stelle wird daher ein neues Gutachten einholen müssen, welches diese massgeblichen Fragen beantwortet.