Citation: 2C_269/2023 E. 4.3

4.3. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA muss schliesslich als Ganzes verhältnismässig sein (vgl. Art. 96 AIG; Art. 5 Abs. 2 BV; sofern der Schutzbereich von Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV berührt ist: Art. 8 Ziff. 2 EMRK bzw. Art. 36 Abs. 3 BV). Bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit zu berücksichtigen sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile (BGE 139 I 145 E. 2.4; 135 II 377 E. 4.3; Urteile 2C_118/2023 vom 20. Februar 2024 E. 5.6.1; 2C_4/2022 vom 11. August 2022 E. 7.1). Verlangt ist eine Abwägung der sich gegenüberstehenden individuellen Interessen an der Erteilung oder Verlängerung der Bewilligung einerseits und der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung andererseits (BGE 144 I 91 E. 4.2; 140 I 145 E. 3.1). Erforderlich ist eine Würdigung der gesamten Umstände im Einzelfall (Urteil 2C_159/2023 vom 6. Februar 2024 E. 4.3 mit Hinweisen).