Citation: 1P.777/2005 23.01.2006 E. B

Mit Schreiben vom 30. Juni 2005 erhob der Rechtsvertreter des Gebüssten "vorsorglicherweise" Einsprache. Er ersuchte um stillschweigende Gewährung einer Frist von 14 Tagen für den Rückzug oder die Angabe von Abänderungsanträgen. Am 14. Juli 2005 teilte der Rechtsvertreter, unter Festhaltung an der Einsprache, einen Abänderungsantrag mit. Die Einzelrichterin in Strafsachen des Bezirks Dielsdorf, der die Akten überwiesen worden waren, trat mit Verfügung vom 18. August 2005 auf die Einsprache wegen verspäteter Begründung nicht ein; demzufolge verweigerte sie die Zulassung des Strafbefehls als Anklage definitiv; dieser sei rechtskräftig geworden. Das Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, wies einen gegen diese Verfügung gerichteten Rekurs am 15. Oktober 2005 ab.