Citation: 8C_475/2020 E. 5.6

5.6. Bei der Feststellung der Validenkarriere der versicherten Person handelt es sich um eine Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe (Urteil 8C_285/2020 vom 15. September 2020 E. 4.1 i.f.; vgl. auch BGE 144 I 28 E. 2.4 S. 31). Weshalb unter den gegebenen Umständen den konkreten Angaben der Arbeitgeberin zur Entwicklung des Validenlohnes bis 2002 im Rahmen einer bundesrechtskonformen Beweiswürdigung im Vergleich zu abweichenden Indizien weniger Gewicht beizumessen wäre, zeigt die SWICA nicht auf. Dies umso weniger, als sie selber bei der Taggeldberechnung für das Jahr 2002 von einem hypothetischen Lohnausfall von Fr. 58'200.- ausging. Unter Berücksichtigung des dem kantonalen Gericht als Sachgericht im Bereich der Beweiswürdigung zustehenden Ermessensspielraums (vgl. BGE 144 V 50 E. 4.1 i.f. S. 53 mit Hinweis) ist demnach mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner 2002 ohne Unfallfolgen am angestammten Arbeitsplatz ein Jahreseinkommen von Fr. 58'200.- verdient hätte. Aus der wegen fehlender selbstständiger Bestimmung des Invaliditätsgrades (E. 5.3) mangelhaften Begründung der ursprünglichen Rentenzusprache (vgl. dazu BGE 135 V 65 E. 2.4 S. 72; Urteile 8C_360/2017 vom 5. Oktober 2017 E. 5.2.2 und 9C_662/2010 vom 19. Oktober 2010 E. 2.3 mit Hinweisen) vermag die SWICA nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Da die praxisgemäss relevanten Faktoren der Anpassung des Validenlohnes an die bis zum Revisionsjahr 2018 zu berücksichtigende Lohnentwicklung unbestritten sind, ist das vom kantonalen Gericht dem Einkommensvergleich für das Jahr 2018 zu Grunde gelegte Valideneinkommen von Fr. 68'045.50 nicht zu beanstanden.