Citation: 5A_342/2024 E. 3.1

3.1. Das Kantonsgericht hielt im Zusammenhang mit der Hauptsache fest, dass vier Weiden bestünden, nämlich auf dem Grundstück Art. yyy die Süd- und Südwestweiden, und auf dem Grundstück Art. zzz die Nord- und Nordwestweiden, welche zumindest teilweise wiederum in verschiedene Koppeln unterteilt seien. Dies werde von den Parteien nicht substanziiert bestritten. Ebenso sei die Feststellung des Zivilgerichts, wonach das private Lärmgutachten bloss Auskunft über die Lärmimmissionen zu geben vermöge, wenn sich die Kühe auf der Südweide befänden, unbestritten geblieben. Aus dem privaten Lärmgutachten gehe denn auch hervor, dass sich die Kühe auf der Südweide in der Nähe des Schlafzimmerfensters befunden hätten und sich frei zwischen dem Stall und der Weide hätten bewegen können. Es treffe allerdings zu, dass die genaue Weidezone bzw. das Ausmass der Südweide nicht bekannt sei. Die Beschwerdeführer würden nicht substanziiert darlegen, wo die Grenze zwischen der Süd- und der Südwestweide verlaufe. Die von ihnen erstellten Pläne seien unpräzise und gäben keine Auskunft über den genauen Grenzverlauf; die Grenzen seien denn auch nicht identisch eingezeichnet. Selbst wenn die Lärmwerte für die Südweide erwiesen wären, so seien sie es nicht für die Südwestweide. Unter diesen Umständen könne, selbst wenn für die Südweide übermässige Lärmimmissionen nachgewiesen wären, dies nicht zum Dispositiv erhoben werden (E. 5.3.2 des angefochtenen Entscheids). Die Erwägung des Zivilgerichts, wonach das Lärmtagebuch der Beschwerdeführer akribisch geführt worden sei, ein kohärentes Bild ergebe und die Aussagen der Beschwerdegegner bestätige, habe sich bloss auf die Anzahl der Nächte, die die Kühe auf der Weide verbrachten, bezogen. Die genaue Anzahl könne jedoch offenbleiben, da zumindest durchschnittlich knapp 33 Weidetage pro Sommer anerkannt seien, was genügen würde, um die Lärmimmissionen als übermässig erscheinen zu lassen, sollten sie an diesen Tagen bzw. Nächten regelmässig die Weckschwelle überschreiten (mit Hinweis auf BGE 126 III 223 E. 4b). Betreffend die Lärmwerte habe das Zivilgericht namentlich das Folgende erwogen: "Es ist nicht klar, wie die Messungen durch die Kläger durchgeführt wurden. Entgegen den Ausführungen der Beklagten stehen sie aber nicht im Widerspruch zu den im Privatgutachten ausgewiesenen Messwerten. Die Nordweide ist klein und dem Haus der Kläger sehr nahe. Es erscheint folglich nicht völlig abwegig, dass auch von dieser Weide aus Maximalpegel von 65 Dezibel gemessen wurden. Ähnliche Pegel wurden von den Gesuchstellern allem Anschein nach auch am 26. Juni 2023 gemessen (act. 15.29). Um die Messungen der Kläger zu entkräften, hätten die Beklagten zudem von ihrer eigenen Liegenschaft aus Messungen durchführen können, ist diese doch sehr ähnlich gelegen, wie jene der Kläger. Dies haben sie jedoch unterlassen. Die Erstellung eines gerichtlichen Lärmgutachtens haben die Beklagten abgelehnt." Aus den Erwägungen gehe demnach hervor, dass das Zivilgericht von den Messwerten der Beschwerdeführer nicht überzeugt gewesen sei, sondern diese bloss als "nicht völlig abwegig" bezeichnet habe, wobei sich dies nur auf die Nordweide und nicht auch auf die Nordwest- und Südwestweiden bezogen habe. Insgesamt seien die Lärmwerte der Nord-, Nordwest- und Südwestweiden durch das Lärmtagebuch nicht bewiesen (E. 6.3 des angefochtenen Entscheids).