Citation: 1P.585/2003 21.10.2003 E. 2

Die staatsrechtliche Beschwerde muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurzgefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Der Beschwerdeführer hat sich mit der Begründung des angefochtenen Entscheids im Einzelnen auseinander zu setzen und zu erklären, welches verfassungsmässige Individualrecht verletzt worden sein soll. Wird eine willkürliche Anwendung kantonalen Rechts geltend gemacht, so muss der Beschwerdeführer die Rechtsnorm, die qualifiziert unrichtig angewandt bzw. nicht angewandt worden sein soll, bezeichnen und darlegen, inwiefern der angefochtene Entscheid offen-sichtlich unhaltbar ist, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3 f.). Diesen Anforderungen genügen die Eingaben des Beschwerdeführers offensichtlich nicht. Der Beschwerdeführer rügt, der Haftrichter habe ihm eine mündliche Anhörung zu Unrecht verweigert, setzt sich jedoch mit den diesbezüglichen Erwägungen des angefochtenen Entscheids (E. 3 S. 2 f.) in keiner Weise auseinander. Er erhebt Rügen im Zusammenhang mit dem Abwesenheitsurteil des Bezirksgerichts Münchwilen vom 4. Juli 2002, legt aber nicht dar, inwiefern sich daraus die Verfassungswidrigkeit des vorliegend angefochtenen Haftrichterentscheids ergeben soll. Er macht geltend, der Haftrichter habe die Akten durcheinander gebracht und den Sachverhalt deshalb teilweise falsch festgestellt, nennt hierfür jedoch nur ein einziges Beispiel (mehrfache Ein- und Ausreise ohne Ausweise) und verweist zur Begründung auf ein angeblich falsch übersetztes Protokoll, ohne dieses näher zu identifizieren und den Übersetzungsfehler zu erläutern. Schliesslich wirft der Beschwerdeführer den Untersuchungsbehörden Versäumnisse vor, setzt sich jedoch nicht mit den Erwägungen des Haftrichters auseinander, wonach es diese Versäumnisse nicht rechtfertigten, den Beschwerdeführer aus der Haft zu entlassen (E. 8b S. 11 des angefochtenen Entscheids). Die Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG gelten auch für so genannte Laienbeschwerden, die von Nichtjuristen verfasst werden. Der Beschwerdeführer, der im kantonalen Verfahren amtlich verteidigt wird, hätte die Möglichkeit gehabt, seinen Verteidiger zu Rat zu ziehen.