Citation: 2C_75/2023 E. 7.1

7.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie bestreite den im Rahmen des "L1.________" insbesondere über die Treibstoffzuschläge erfolgten Informationsaustausch nicht. Hingegen stelle die Vorinstanz offensichtlich unrichtig fest, dass sich die involvierten Luftfahrtunternehmen neben dem vereinzelt erfolgten Informationsaustausch auch darauf geeinigt hätten, sich über bestimmte Preiselemente abzusprechen. Im Vordergrund sei hauptsächlich ein anderes Motiv der Luftfahrtunternehmen gestanden. Die Vorinstanz, so die Beschwerdeführerin, lasse in ihrer Beweiswürdigung ausser Acht, dass die Gruppe der Spediteure - d. h. die Kunden der Luftfahrtunternehmen bezogen auf die Frachtdienstleistungen - über den "L1.________" von den Luftfahrtunternehmen eine Datenquelle zu den verlangten Treibstoffzuschlägen verlangt hätten. Die Vorinstanz habe den Ursprung des Informationstauschs in tatsächlicher Hinsicht offenkundig nicht erfasst. Die vorinstanzliche Feststellung, der Informationsaustausch habe dazu gedient, die Höhe der Treibstoffzuschläge festzulegen, sei unhaltbar. Vielmehr, so die Beschwerdeführerin, habe er bezweckt, der Vereinigung der Spediteure eine Datengrundlage zur Verfügung zu stellen. Mit Blick auf die Verweigerung der Kommissionierung von Zuschlägen gegenüber den Spediteuren missachte die Vorinstanz ebenso den Kontext. Die Luftfahrtunternehmen hätten sich, wenn überhaupt, lediglich über die Auslegung des "Air Cargo Intermediary Agreement" abgesprochen. Daraus könne entgegen der vorinstanzlichen Beweiswürdigung nicht geschlossen werden, dass die Luftfahrtunternehmen sich abgesprochen hätten, den Spediteuren kein Kommissionsbetrag auf die Zuschläge zu entrichten.