Citation: 8C_188/2015 E. 5

Soweit die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die der Rentenaufhebungsverfügung vom 27. Juli 2011 zugrunde liegende Mitwirkungspflichtverletzung der Versicherten eine Verzugszinspflicht generell und eventualiter auch hinsichtlich des Beginns ab 1. August 2011 bestreitet, ist ihr entgegenzuhalten, dass die Frage der Mitwirkungspflichtverletzung im weiteren Verlauf des Prozesses nicht mehr abschliessend geprüft werden musste. Die Beschwerdegegnerin hatte eine Mitwirkungspflichtverletzung stets bestritten und geltend gemacht, sie habe sich zu keiner Zeit gegen eine gutachtliche Abklärung gewehrt und der anfängliche Untersuchungstermin bei der medizinischen Abklärungsstelle C.________ habe lediglich wegen einer Terminkollision verschoben werden müssen. Daran hält sie auch in ihrer Vernehmlassung im letztinstanzlichen Verfahren fest. Bei nicht manifester Mitwirkungspflichtverletzung und mit Blick auf die - abgesehen davon - verschuldensunabhängig ausgestaltete sozialversicherungsrechtliche Verzugszinspflicht nach Art. 26 Abs. 2 ATSG ist die vorinstanzlich bejahte Pflicht zu Verzugszinszahlungen zu bestätigen. Die Zinsen dienen ausschliesslich dazu, den Schaden (Geldentwertung) auszugleichen, den die verspätete Ausrichtung der Leistungen für die versicherte Person hat (BGE 137 V 273 E. 4.5 in fine S. 280 mit Hinweisen auf die Lehre). Dies gilt unabhängig davon, ob die Rente bestätigt oder erhöht wird. Umgekehrt kann es für den Beginn der Verzugszinspflicht nach Art. 26 Abs. 2 ATSG (Fälligkeitstermin für alle nachzuzahlenden Leistungen) keinen Unterschied machen, ob das Revisionsverfahren von Amtes wegen eingeleitet wurde oder auf Gesuch der versicherten Person hin. In beiden Fällen wird der Versicherung eine gewisse Zeitspanne gewährt, innerhalb der sie - in Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) - die notwendigen Abklärungen vornehmen kann, ohne sogleich mit der Bezahlung von Verzugszinsen rechnen zu müssen (vgl. BGE 140 V 558 E. 3.3 S. 561 mit Hinweisen). In casu fällt der Beginn der Verzugszinspflicht mit Blick darauf, dass die Beschwerdegegnerin am 5. August 2009 ein Revisionsgesuch gestellt hatte und der Unfallversicherer das Revisionsverfahren nach Rückzug des Gesuchs seitens der Versicherten von Amtes wegen fortführte, auf den 1. August 2011.