Citation: 2C_369/2018 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz hat erwogen, die Eheleute hätten das Zusammenleben unbestrittenermassen erst Ende September 2015 aufgegeben, weshalb aufgrund der nach aussen wahrnehmbaren Wohngemeinschaft von einer Ehedauer von drei Jahren und einem Monat auszugehen sei. Sie hat jedoch die Aussagen der Ehefrau, wonach deren Ehewillen bereits Ende des Jahres 2014 endgültig erloschen und auch eine mit Blick auf das Wohl der Kinder unternommene Ehetherapie im Juni 2015 gescheitert sei, was die Therapeutin bestätigte, als plausibel erachtet, und daraus geschlossen, dass die Ehefrau mit dem Beschwerdeführer ab Juni 2015 bis September 2015 eine Art Wohngemeinschaft gebildet und keinen Ehewillen mehr gehabt habe. Entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift hat die Vorinstanz die SMS-Nachrichten nicht unberücksichtigt gelassen, sondern diese dahingehend gewürdigt, dass diese nicht von vermehrten gemeinsamen, sondern vielmehr von getrennten Unternehmungen der Eheleute zeugten. Die Vorinstanz hat somit in ihrer Beweiswürdigung nicht nur einseitig auf die Aussagen der Ehefrau abgestellt, sondern auch die Aussage der Therapeutin und die SMS-Korrespondenz gewürdigt. Unter diesen Umständen und unter Berücksichtigung des kurz darauf erfolgten Getrenntlebens erscheint es nicht als geradezu unhaltbar, den Sachverhalt als genügend erstellt und durch die ins Recht gelegten Schreiben der Schwester der Ehefrau und zweier Nachbarn als nicht mehr umstossbar zu erachten, weshalb mangels Erheblichkeit für den Verfahrensausgang offen bleiben kann, ob diese Schreiben als Beweis der inneren Tatsache des Ehewillens der Ehefrau tauglich waren oder nicht. Die Rüge, die Vorinstanz habe den Sachverhalt willkürlich oder in Verletzung des Anspruches auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) festgestellt, ist ebenso unbegründet wie diejenige der Verletzung des Anspruchs auf ein gerechtes Verfahren (Art. 6 Ziff. 1 EMRK), weshalb von einer Ehegemeinschaft von weniger als drei Jahren auszugehen ist. Dem Beschwerdeführer steht mangels Erfüllens der Voraussetzungen kein auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG gestützter Anspruch auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung zu.