Citation: 6B_1309/2019 E. A

Am 11. Juli 2017 verfassten B.________ und C.________ einen Brief zu Handen einer grösseren Anzahl von Mitgliedern der Gewerkschaft D.________ mit folgendem Inhalt: "Besten Dank für Euer Schreiben vom 7. Juli 2017 betreffend die Situation von A.________. Wir können Euch versichern, dass die Kündigung des Arbeitsverhältnisses von A.________ nicht leichtfertig erfolgt ist. Unsere internen Untersuchungen, aber auch die uns zur Kenntnis gebrachten Elemente aus dem Untersuchungsverfahren haben leider gezeigt, dass die Vertrauensbasis für eine weitere Zusammenarbeit leider nicht mehr gegeben ist. Es ist nämlich weitgehend erstellt, dass A.________ und ein weiterer ehemaliger Mitarbeiter in betrügerischer Absicht gehandelt und dem Ansehen der Gewerkschaft D.________ mit ihrem Verhalten massiv geschadet haben. In Anbetracht des laufenden Verfahrens bitten wir um Verständnis, wenn wir in dieser Angelegenheit keine weiteren Anhaben machen können. [...] Auch wir bedauern die Angelegenheit und hätten uns gewünscht, dass so etwas nie geschehen wäre. Allerdings zeigt uns der heute bekannte Sachverhalt, dass auch langjährige Mitarbeiter fehlbar und vor kriminellen Machenschaften nicht gefeit sind. Wir hoffen auf Euer Verständnis, dass wir alles vorkehren müssen, um unsere Organisation zu schützen und damit auch die Interessen unserer hart arbeitenden Mitglieder sowie die unserer loyalen und ehrlichen Mitarbeiter." A.________ erstattete am 10. Oktober 2017 Strafanzeige gegen B.________ und C.________ wegen Ehrverletzung. Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland stellte das Strafverfahren gegen B.________ und C.________ am 19. Juni 2019 ein.