Citation: 6B_285/2019 E. 2.2.3

2.2.3. Hinsichtlich der als ungetreue Geschäftsbesorgung und eventuell Veruntreuung beanzeigten Reise nach Dubai erachtet die Vorinstanz gestützt auf die Aktenlage als erstellt, dass die Beschwerdegegnerin 2 im März 2012 für vier Personen, bestehend aus ihr, dem Standbauer und zwei weiteren, nicht für die Beschwerdeführerin tätigen Personen, von deren Konto Fr. 6'414.20 bezahlt und diesen Betrag als Warenaufwand verbucht habe. Die angebliche Doppelzahlung zu ihren Gunsten erkläre sich zumindest im Betrag von Fr. 2'277.20 mit Reisekosten für den späteren Geschäftsführer und dessen Ehefrau vom 9. bis 13. März 2012, wofür sich in der Buchhaltung ebenfalls ein Beleg (vom 26. April 2012) finde. Hinsichtlich weiterer Fr. 2'277.20, wofür ein Buchungsbeleg fehle, könne lediglich gemutmasst werden, dass mit der fehlenden Rückerstattung dieses Betrages an die Beschwerdeführerin die Reisekosten der beiden nicht für die Firma tätigen Personen abgegolten worden sein könnten. Dies ist nicht zuletzt angesichts der zahlenmässigen Übereinstimmung des Betrages mit den - von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellten - Reisekosten für den späteren Geschäftsführer und dessen Ehefrau nachvollziehbar. Indem die Beschwerdeführerin lediglich vorbringt, eine effektive Rückerstattung der Reisekosten einer der Drittpersonen sei nicht bewiesen, vermag sie die gegenteilige Annahme der Vorinstanz nicht als willkürlich erscheinen zu lassen. Dies gilt ebenso für die Schlussfolgerung, wonach jedenfalls kein Hinweis darauf bestehe, dass der Beschwerdegegnerin 2, wie in der Strafanzeige behauptet, am 13. Juni 2014 nochmals Fr. 6'414.20 ausbezahlt worden wären. Ohnehin sei die Beschwerdegegnerin 2 damals nicht mehr Geschäftsführerin gewesen. Sollte, so die Vorinstanz, eine Auszahlung per 13. Juni 2012 gemeint gewesen sein, sei eine derartige Buchung aus dem Konto Warenaufwand ebenfalls nicht ersichtlich. Es sei daher nicht nachvollziehbar, worin bei diesem Vorwurf ein strafbares Verhalten der Beschwerdegegnerin 2 zu erblicken sein soll. Im Übrigen lasse die zweifache Verbuchung derselben Rechnung und das Nichtverbuchen der zweiten, kleineren Rechnung eher auf Fahrlässigkeit als auf Vorsatz schliessen, weshalb die Einstellung rechtens sei. Wenn die Vorinstanz diese schützt, mithin annimmt, bei einer Anklage sei mit grosser Wahrscheinlichkeit keine Verurteilung zu erwarten, verletzt sie den Grundsatz "in dubio pro duriore" nicht.