Citation: 2C_84/2024 E. 3.2

3.2. Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, Art. 6 Abs. 1 AVOT regle einzig die Zulassungsvoraussetzungen für die Aufnahmeprüfung, nicht aber, in welcher Schule man aktuell sein müsse, um in die Talentschule eintreten zu können. Dem Gesetz lasse sich denn auch nicht entnehmen, dass der Besuch des Untergymnasiums den Eintritt in eine Talentklasse verunmögliche. Hinzu komme, dass der laut Vorinstanz erforderliche Wechsel vom Untergymnasium an die Volksschule jederzeit möglich sei. Im Übrigen sei es der langen Verfahrensdauer von einem Jahr geschuldet, dass sie inzwischen im Sinne einer Übergangslösung das Untergymnasium besuche. Es sei nicht nachvollziehbar und entbehre jeder Logik, dass sie trotz bestandener Aufnahmeprüfung des Untergymnasiums die Sekundarschule hätte besuchen müssen, um die Legitimation im Beschwerdeverfahren aufrecht zu erhalten. Für das aktuelle und praktische Interesse sei entscheidend, dass sie noch immer an einem Wechsel in die Talentschule interessiert sei. Im Übrigen stelle die Verneinung der Legitimation eine Verletzung von Art. 19 BV und Art. 89 Abs. 2 KV/GR dar.