Citation: 2C_299/2017 E. 4.5.2

4.5.2. Zu berücksichtigen ist indessen der Zeitablauf und das bisherige Verhalten des Beschwerdeführers. Im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils (1. Februar 2017) waren seit der letzten Straftat (Dezember 2004) etwas über zwölf Jahre, seit der Verurteilung durch das Obergericht (Januar 2008) neun Jahre und seit der Entlassung aus dem Strafvollzug und der Ausschaffung ins Heimatland (September 2010) rund sechseinhalb Jahre vergangen. Nach seiner Ausschaffung lebte der Beschwerdeführer getrennt von seiner in der Schweiz verbliebenen Familie. Er hat jedoch den Kontakt zu seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern aufrechterhalten und sie regelmässig besucht. Die Vorinstanz anerkennt ausdrücklich, dass er das gegen ihn verhängte Einreiseverbot beachtet und die Schweiz nach den ihm gewährten Besuchsaufenthalten in der Regel fristgerecht verlassen hat. Positiv ist ebenfalls zu werten, dass er laut Arbeitsbestätigung vom 15. November 2016, auf welche die Vorinstanz verweist, seit 2011 einer geregelten Arbeit im Kosovo nachgeht. Gemäss einer im kantonalen Verfahren eingereichten Bescheinigung vom 30. März 2016 des "Grundlegenden Gerichts in Peja - Zweigstelle Deçan" der Republik Kosovo sind gegen den Beschwerdeführer keine Strafverfahren anhängig. Wie die Vorinstanz jedoch richtig bemerkt, geht aus dieser Bescheinigung nicht zweifelsfrei hervor, ob der Beschwerdeführer seit seiner Wiedereinreise in den Kosovo straffrei geblieben ist bzw. ob die Auskunft für das gesamte kosovarische Territorium gilt. Die Beschwerdeführer machen geltend, im Kosovo könnten Auskünfte über Straflosigkeit und Strafverfahren nicht via ein Zentralstrafregister erhältlich gemacht werden. Diese Informationen seien zwingend beim Gericht am Wohnort des Gesuchstellers einzuholen, wobei das entsprechende Gericht sich kundig mache, ob sonst an einem Gericht Strafverfahren gegen den Gesuchsteller eingeleitet worden seien bzw. dieser andernorts bestraft worden sei. Bei diesen Vorbringen handelt es sich allerdings um reine Parteibehauptungen, für die keine entsprechenden Belege vorliegen. Es ist somit fraglich, ob die eingereichten Unterlagen mit hinreichender Zuverlässigkeit die strafrechtliche Bewährung des Beschwerdeführers im Heimatland nachzuweisen vermögen. Dies muss aber vorliegend nicht abschliessend geklärt werden, da sich der vorinstanzliche Entscheid - wie aus den nachfolgenden Erwägungen ersichtlich - im Ergebnis als verhältnismässig erweist.