Citation: U 202/00 16.08.2001 E. 5

5.- a) Der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 30. März 1994 und der psychischen Fehlentwicklung im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (Gutachten des Zentrums D.________ vom 2. Juni 1998) kann hingegen aufgrund der gesamten medizinischen Aktenlage ohne weiteres bejaht werden, zumal es nach der Rechtsprechung genügt, wenn das Unfallereignis eine Teilursache für die Beschwerden darstellt (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). b) In Bezug auf die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem psychischen Gesundheitsschaden, mit welchem eine derzeitige volle Arbeitsunfähigkeit einhergeht, kann auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Das kantonale Gericht hat, ausgehend von einem mittelschweren Unfall, in Anwendung der Kriterien gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa richtig erkannt, dass dem Ereignis für die Entstehung der psychisch bedingten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit keine massgebende Bedeutung zukommt. Die Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern. Entgegen seiner nicht näher ausgeführten Auffassung, wonach das Unfallereignis besonders eindrücklich war, ist dies mit der Vorinstanz zu verneinen. Selbst wenn der Beschwerdeführer das Unfallereignis subjektiv als schwerwiegend erlebte, kann im Lichte der hier einzunehmenden objektiven Betrachtungsweise dem Unfallgeschehen weder besonders dramatische Begleitumstände noch eine besondere Eindrücklichkeit zugesprochen werden (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa). Bezüglich der Dauerschmerzen gilt es festzuhalten, dass gerade auch Dr. E.________ von einer posttraumatischen Konversionsproblematik ausgeht (Bericht vom 19. Oktober 1998). Auch kann nicht von einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung gesprochen werden, da diese rund fünfeinhalb Monate nach dem Unfallereignis abgeschlossen wurde. Die medizinische Betreuung musste zwar rund ein Jahr nach dem Ereignis vom 30. März 1994 wieder aufgenommen werden, wurde aber in immer stärkerem Masse durch die psychogene Fehlverarbeitung bestimmt und richtete sich - wenn überhaupt noch - immer weniger gegen primäre Unfallfolgen. Die selben Überlegungen gelten auch im Hinblick auf die Dauer der Arbeitsfähigkeit und die Dauerschmerzen, zumal der Versicherte rund viereinhalb Monate nach dem Unfallereignis voll arbeitsfähig war und spätestens Ende 1996 die unfallbedingten Beschwerden als geheilt galten (Kreisärztliche Untersuchung des Dr. B.________ vom 20. Dezember 1996, Bericht des Chirurgen Dr. S.________ vom 23. Februar 1998). Die SUVA hat somit zu Recht ihre Leistungen auf den 27. Januar 1997 eingestellt, da mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine somatischen Unfallfolgen mehr vorlagen und die psychischen Beschwerden in keinem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis standen.