Citation: 1P.482/2000 08.09.2000 E. 2

2.- Mit dem angefochtenen Beschluss vom 28. Juli 2000 hat die Präsidentin des Verfahrensgerichts - entsprechend der neuen Praxis des Obergerichts des Kantons Basel-Landschaft - endgültig über die vom Besonderen Untersuchungsrichteramt beantragte Haftverlängerung entschieden. In der staatsrechtlichen Beschwerde wird vorgebracht, das "Verfahrensgericht oder dessen Präsidium" könnten nicht als unabhängige Haftrichter im Sinne von Art. 5 Ziff. 4 EMRK und Art. 30 BV gelten. Da gegen die Haftverlängerungsverfügung des Präsidiums des Verfahrensgerichts kein Beschwerderecht bestehe, liege eine "eindeutige Verletzung der einschlägigen Bestimmungen der EMRK und BV vor". Zudem seien, weil es keine gesetzliche Grundlage für eine Beschwerde gegen Haftverlängerungen gebe, alle ergangenen Beschlüsse der Beschwerdeinstanzen "nichtig". Ferner wird behauptet, der Entzug der Freiheit des Beschwerdeführers sei "auf nicht gesetzliche Weise zustande gekommen", wodurch Art. 31 BV und Art. 5 Ziff. 1 EMRK verletzt worden seien. Alle diese Rügen hatte der Beschwerdeführer bereits in seiner staatsrechtlichen Beschwerde vom 20. Juli 2000 vorgebracht. Sie wurden erhoben, weil im damals angefochtenen Beschluss des Obergerichtspräsidiums vom 23. Juni 2000 die Änderung der Rechtsprechung angekündigt und festgestellt worden war, dass "zukünftig gegen Haftverlängerungsentscheide des Verfahrensgerichts die Beschwerdemöglichkeit an das Obergericht aufgrund der fehlenden gesetzlichen Grundlage nicht mehr gewährt" werde. Das Bundesgericht hat alle diese Rügen in seinem Urteil vom 25. August 2000 behandelt und als unbegründet erachtet (E. 2c-f). Es ist hier auf diese Erwägungen zu verweisen. Danach ist die neue Praxis des Obergerichts, wonach das Präsidium des Verfahrensgerichts in Strafsachen endgültig über Haftverlängerungen entscheidet, mit Verfassung und Konvention vereinbar.