Citation: 6B_65/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Zur objektiven Tatkomponente hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe während rund eineinhalb Jahren gemeinsam mit zwei rechtskräftig verurteilten Mittätern über die B.________-Gruppe Aktien im Betrag von rund Fr. 4'900'000.-- an mindestens 199 Anleger verkauft. Die längere Deliktsdauer, der grosse Umsatz und die grosse Anzahl Anleger fallen gemäss Vorinstanz erheblich ins Gewicht. Verschuldensmindernd sei zu berücksichtigen, dass die Tätigkeit der B.________-Gruppe nicht auf die Schädigung von Anlegern gezielt habe und nicht bekannt sei, dass durch den unbewilligten Effektenhandel Anleger geschädigt worden seien. Allerdings sei die fehlende Schädigung der Anleger nicht dem Beschwerdeführer oder der B.________-Gruppe zu verdanken, sondern den Unternehmen, deren Aktien verkauft worden seien. Da kein besonders raffiniertes Vorgehen und keine erhebliche kriminelle Energie auszumachen seien, wiege das objektive Tatverschulden insgesamt noch leicht. Die subjektive Tatkomponente gewichtet die Vorinstanz verschuldensneutral. Der Beschwerdeführer habe zumindest eventualvorsätzlich und aus finanziellen Beweggründen gehandelt. Seine Entscheidungsfreiheit sei nicht eingeschränkt und die Tat vermeidbar gewesen, zumal kein Verbotsirrtum vorliege. Insgesamt bewertet die Vorinstanz das Tatverschulden im Verhältnis zum weiten Strafrahmen als leicht. Sie hält wie die Erstinstanz eine Geldstrafe von 110 Tagessätzen für angemessen.