Citation: 2C_37/2021 E. 3.5.1

3.5.1. Ein weiterer Einwand geht dahin, das Dekret erfasse "a priori nur Liegenschaften, die seit 1999 keine einzelfallweise Änderungsschätzung nach § 218 Abs. 2 StG/AG zu gewärtigen hatten". Die Liegenschaft sei im Jahr 2012 und damit ausserhalb einer allgemeinen Neubewertung einer individuellen Neubewertung unterzogen worden. Eine Änderungsschätzung könne nicht als letzte allgemeine Schätzung im Sinne von § 1 AnpD/AG gelten. Die angeblich vorgenommene Rückrechnung sei objektiv unmöglich, da für Neubauten mit Baustandard 2010 "kein adäquates Vergleichsobjekt auf Wertbasis 1998" bestehe. Folglich sei § 5 Abs. 1 VBG/AG "sinn- und zwecklos, damit willkürlich".