Citation: 7B_283/2022 E. 2.1

2.1. Der Tathergang gilt als erstellt: Am frühen Morgen um ca. 2.00 Uhr kam es zwischen der Beschwerdeführerin und dem stark alkoholisierten Beschwerdegegner 2 zum Streit über die Benutzung seines Mobiltelefons. Im Zuge dessen warf der Beschwerdegegner 2 die Beschwerdeführerin aufs Hotelbett und drückte sie mit dem Gesicht in die Matratze. Aufgrund ihrer Gegenwehr drehte er sie anschliessend auf den Rücken und hielt ihr mindestens drei Mal mit der Hand Mund und Nase zu, sodass sie keine Luft mehr bekam. Währenddessen schlug er ihr mindestens zweimal mit der Faust gegen den Kopf. Sie wehrte sich heftig. Zumindest einmal nahm er seine Hand weg, um sie seine Frage, ob sie sterben wolle, beantworten zu lassen, wobei sie Luft holen konnte. Daraufhin verschloss er ihre Atemwege erneut. Nebst dem drohte er ihr, sie werde in Istanbul sterben und niemand werde sich dafür interessieren und sie vermissen. Die Beschwerdeführerin hatte Todesangst und fürchtete, zu ersticken. Irgendwann schaffte sie es, sich zu befreien, und sie rannte unbekleidet zur Hotellobby, um Hilfe zu holen. Die Beschwerdeführerin erlitt aufgrund des Vorfalls Hyposphagmata, das heisst flächige Bindehautunterblutungen, an beiden Augen, eine Druckdolenz und Schwellungen am Kiefer sowie eine Rippenkontusion links. In Lebensgefahr befand sie sich nie.