Citation: 6B_833/2022 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt die Verletzung von Art. 19 JStG, Art. 56 StGB und Art. 36 Abs. 3 BV. Er sei kein Jugendlicher mehr. Im 2022 werde er 21 Jahre alt. Die Unterbringungen in den vergangenen eineinhalb Jahren belegten das Scheitern der Massnahme. Die Art. 18 Abs. 1 Satz 1 und Art. 19 JStG erlaubten Änderungen der Massnahme. Wenn ein Jugendlicher in der Unterbringung derart verzweifelt sei, dass er wiederholt Suizidversuche begehe, bestehe dringender Handlungsbedarf und sei eine Unterbringung wo auch immer sinnlos. Die Suizidversuche hätten stattgefunden, wenn der Massnahmendruck enorm gewesen sei. Es gelinge offensichtlich nicht, in der Massnahme reelle Zukunftsaussichten zu entwickeln. Angesichts der 180-tägigen Freiheitsstrafe sei die Weiterführung der Massnahme unverhältnismässig.