Citation: 4A_476/2024 E. 5.3.3

5.3.3. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe zu Unrecht eine Verjährung ihres bereicherungsrechtlichen Rückforderungsanspruchs für die Gewinnbeteiligung angenommen. 5.3.3.1. Die Vorinstanz bejahte einen bereicherungsrechtlichen Rückforderungsanspruch der Beschwerdeführerin für die zu viel bezahlte Gewinnbeteiligung von Fr. 4'854'091.75. Dieser Anspruch sei aber verjährt. So habe sich die Beschwerdeführerin für ihre Berechnung der Gewinnbeteiligung auf die Kostenprognose vom 26. Februar 2018, auf eine Aufstellung über den Gewinnanteil vom 22. August 2018 sowie auf eine Aufstellung zum Projektleitungshonorar vom 22. August 2018 gestützt. Die Beschwerdeführerin sei aufgrund dieser Urkunden in der Lage gewesen, eine bezifferte Forderungsklage zu erheben und habe daher durch die Erstellung der genannten Urkunden Kenntnis von ihrem Anspruch erlangt. Die Aufstellung zur Gewinnberechnung weise gerundet den geltend gemachten Rückforderungsanspruch aus. Zwischen der Erstellung dieser Urkunde und der Klageerhebung seien somit keine weiteren Kosten oder Erlöse bekannt geworden. Daran ändere auch der Umstand nichts, dass die Beschwerdeführerin nach der Klageerhebung einen weiteren Erlös von Fr. 17'000.-- generierte. Denn der nach Klageerhebung erzielte Erlös sei im Verhältnis zum gesamten geltend gemachten Rückforderungsanspruch äusserst gering und führe lediglich zu einer marginalen Anpassung des Anspruchs um ca. Fr. 3'000.--. Damit stehe fest, dass die Beschwerdeführerin spätestens am 22. August 2018 Kenntnis von ihrem Rückforderungsanspruch erlangt habe. Die einjährige relative Verjährungsfrist gemäss aArt. 67 OR sei somit am 1. Januar 2020 abgelaufen. Demnach habe die Beschwerdeführerin einen verjährten bereicherungsrechtlichen Rückerstattungsanspruch von Fr. 4'854'091.75. 5.3.3.2. Die Beschwerdeführerin rügt im Zusammenhang mit der Bestimmung des Beginns der relativen Verjährungsfrist eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung. Dabei ergänzt sie allerdings den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt in unzulässiger Weise, indem sie verschiedentlich geltend macht, dass die von der Vorinstanz für die Berechnung des Beginns der Verjährungsfrist berücksichtigten Urkunden einen anderen Inhalt hätten, nicht von 2018 stammten, zwischen 2018 und 2021 immer wieder angepasst worden seien oder dass die Beschwerdeführerin sich zur Geltendmachung ihres Anspruchs auch auf andere Urkunden gestützt habe. So zeigt sie nicht hinreichend auf, inwiefern die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz zu diesen einzelnen Urkunden und zum Prozesssachverhalt nicht nur in der Begründung, sondern auch im Ergebnis offensichtlich unhaltbar sind. Vielmehr ergänzt sie in ihrer Beschwerde den Inhalt dieser Urkunden und auch den übrigen Sachverhalt nach Belieben ohne hinreichend darzulegen, dass die Feststellungen der Vorinstanz hierzu geradezu willkürlich sind und damit eine zulässige Sachverhaltsrüge zu erheben. Sie stützt sich sodann auf diese von ihr inhaltlich ergänzten Urkunden um das Beweisergebnis der Vorinstanz zum Verjährungsbeginn zu rügen. Mit diesen Ausführungen vermag sie jedenfalls nicht hinreichend darzulegen, inwiefern das Beweisergebnis der Vorinstanz, wonach die Beschwerdeführerin spätestens am 22. August 2018 von ihrem Rückforderungsanspruch Kenntnis erlangt habe, sowohl in der Begründung als auch im Ergebnis offensichtlich unhaltbar sein soll. Ihre Rüge erweist sich als unzulässig.