Citation: 2C_573/2014 E. 1.2.1

1.2.1. Der Beschwerdeführer beruft sich nicht mehr auf Art. 50 AuG, sondern ausschliesslich noch auf Art. 8 EMRK (bzw. Art. 13 BV) und macht geltend, durch den angefochtenen Entscheid werde in sein Recht auf Privatleben eingegriffen. Der entsprechende Schutzbereich ist nach der bundesgerichtlichen Praxis berührt, wenn die ausländische Person besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende private Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechend vertiefte soziale Beziehungen zum ausserfamiliären oder ausserhäuslichen Bereich unterhält (BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286; HUGI YAR, a.a.O., S. 37 f. mit weiteren Hinweisen). Zwar geht die jüngere Rechtsprechung des EGMR (teilweise) davon aus, dass unabhängig davon, ob ein "Familienleben" im klassischen Sinn vorliegt, eine aufenthaltsbeendende Massnahme eines Einwanderers, der einen sicheren Platz in der Gemeinschaft gefunden hat, als Eingriff in das Recht auf Achtung des Privatlebens zu gelten hat, doch stellt auch er dabei jeweils entscheidend auf den Grad der gesellschaftlichen Integration ab (vgl. ANDREAS ZÜND/THOMAS HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, in: EuGRZ 40/2013 S. 1 ff., dort S. 5 N. 14 mit Hinweisen).