Citation: I 489/06 17.11.2006 E. 4

Streitig ist zunächst die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit der Versicherten und ob dabei auf das interdisziplinäre Gutachten der Dres. med. L.________, Spezialärztin FMH für Neurochirurgie, vom 26. März 2004 und E.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 30. März 2004 abgestellt werden kann, wonach eine Einschränkung in einer angepassten Tätigkeit von 50 % besteht. 4.1 Unbestritten ist, dass der Versicherten die Ausübung der angestammten Tätigkeit als Raumpflegerin nicht mehr zumutbar ist. Dafür besteht seit mindestens 8. September 2001 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. In der interdisziplinären Begutachtung stellen Dres. med. L.________ und E.________ eine Somatisierungsstörung fest, jedoch ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Aus neurochirurgischer Sicht müsse wegen der degenerativen Veränderung im lumbalen Wirbelsäulenabschnitt mit leichter Wurzelkompression L5 links von einer Einschränkung bei einer leichten, angepassten Tätigkeit von 50 % ausgegangen werden. Diese interdisziplinäre Einschätzung erfüllt in allen Teilen die Anforderungen, wie sie von der Rechtsprechung an eine medizinische Expertise gestellt werden. Demzufolge ist der Versicherten eine körperlich leichte Arbeit ohne repetitives Bücken und Heben von Gewichten zu 50 % zumutbar. 4.2 Was die Beschwerdeführerin dagegen einwendet, dringt nicht durch. So ist die Rüge, wonach die Dres. med. E.________ und L.________ befangen seien, da sie regelmässig im Auftrag der IV-Stelle tätig sind, unbegründet. Ähnlich wie in Bezug auf die medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) ist entscheidend, dass fachlich-inhaltlich eine Weisungsunabhängigkeit der begutachtenden Ärzte besteht (AHI 1998 S. 125). Es liegen keine Gründe vor, die auf mangelnde Objektivität und auf Voreingenommenheit der beiden Ärzte schliessen lassen, was Zweifel am Beweiswert ihrer Begutachtung rechtfertigen könnte. 4.3 Gemäss Bericht der Dres. med. H.________ und O.________, Klinik und Poliklinik für Allgemeine Innere Medizin/Psychiatrische Poliklinik Spital X.________, vom 29. November 2005 besteht zwar eine Arbeitsunfähigkeit zu 100 %. Diese Beurteilung betrifft jedoch einen Zeitraum nach dem Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2004, sodass die Einschätzung der Vorinstanz, dass im hier massgebenden Zeitraum bis zum Einspracheentscheid (BGE 131 V 407 Erw. 2.1.2.1) keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf Grund eines psychischen Leidens bestand, rechtens ist. Entsprechend erfolgte die Neuanmeldung der Beschwerdeführerin am 12. Mai 2006. 4.4 Von weiteren medizinischen Abklärungen kann in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 162 Erw. 1d; SVR 2005 MV Nr. 1 S. 2 Erw. 2.3 mit Hinweisen) abgesehen werden, sodass mit der Vorinstanz eine leidensdingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 % hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit anzunehmen ist.