Citation: 6B_149/2017 E. 9.4

9.4. Beim Vorfall im Zeitraum von ca. Januar bis ca. Februar 2014 schlug der Beschwerdeführer E.________ mit der Faust auf die Stirn, so dass ihre Augen und ihre Stirn in der Folge anschwollen (Ziff. 2.4 lit. d) bb) der Anklageschrift). Beim Vorfall vom 9. Juli 2014 würgte er sie zwei Mal so fest, dass sie fast keine Luft mehr bekam und danach ca. eine Woche kaum noch schlucken oder essen konnte. E.________ erlitt durch das Würgen eine Prellung der Halswirbelsäule. Diese objektiven Verletzungsfolgen beim zweiten Vorfall sind erheblich und waren offensichtlich mit beachtlichen Schmerzen verbunden. Sie sind ohne Weiteres als einfache Körperverletzung zu qualifizieren. Beim ersten Vorfall sind die objektiven Verletzungsfolgen indes nicht sehr erheblich und überschreiten die Grenze zwischen Tätlichkeiten und Körperverletzung, wenn überhaupt, nur knapp. Das Bundesgericht hat einen Faustschlag ins Gesicht, der einen Bluterguss unterhalb des linken Auges zur Folge hatte (BGE 119 IV 25 mit Hinweisen) und einen harten Faustschlag ins Gesicht, der Schmerzen unterhalb des Auges sowie ein Schwindelgefühl zur Folge hatte (Urteil 6S.386/2003 vom 18. Mai 2004 E. 3), jeweils als einfache Körperverletzung eingestuft. Indem die Vorinstanz beim ersten Vorfall, dem Faustschlag auf die Stirn, der zur Anschwellung der Augen und der Stirn führte, auf eine einfache Körperverletzung erkennt, hält sie sich gerade noch im Rahmen des ihr zustehenden Ermessensspielraums.