Citation: 1C_657/2020 E. 3.4

3.4. Zur Höhe der Ersatzabgabe bringt die Beschwerdeführerin vor, sie habe im vorinstanzlichen Verfahren nachgewiesen, dass die Kosten eines Spielplatzes inkl. Einrichtungen ca. Fr. 80.-- pro m² betrügen. Die Unterhalts- und Betriebskosten würden sich auf einige Prozent beschränken. Mit dem Landwert habe die Ersatzabgabe hingegen nichts zu tun. Ansonsten müsste die Ersatzabgabe Fr. 1'000.-- bis Fr. 10'000.-- betragen. Bei der Bemessung von Ersatzabgaben dürfen schematische, auf Wahrscheinlichkeit und Durchschnittserfahrungen beruhende Massstäbe angelegt werden (Urteil 1P.586/2004 vom 28. Juni 2005 E. 4.1 mit Hinweisen, in: ZBl 107/2006 S. 369). Im Zusammenhang mit Parkplatzersatzabgaben hat das Bundesgericht festgehalten, dass der Vorteil, den die Bauherrschaft aus dem Erlass der Primärpflicht zieht, sich in der Ersparnis der Baukosten und in der besseren Ausnützung des Grundstückes erblicken lässt. In diesem Rahmen ist auch der Bodenpreis zu berücksichtigen. Zu berücksichtigen ist aber zugleich, dass die Erstellung von eigenen Abstellplätzen auch im Interesse des Grundeigentümers liegt, indem sie zu einem erheblichen Mehrwert des Grundstückes führen kann. Die Ablösungssumme muss daher wesentlich tiefer liegen als die infolge der Befreiung von der Baupflicht unmittelbar eingesparten Kosten. Das Bundesgericht bezeichnete einen Viertel der Erstellungskosten als obere Grenze (BGE 97 I 792 E. 8 S. 806 ff.; Urteil 2P.128/1999 vom 18. August 1999 E. 5a mit Hinweis, in: ZBl 104/2003 S. 551). Ob die Erstellung von Spiel- und Freizeitflächen im gleichen Mass werterhöhend wirkt wie diejenige von Abstellplätzen, braucht hier nicht weiter erörtert zu werden. Ausschlaggebend ist, dass bei einer Ersatzabgabe für fehlende Spiel- und Freizeitflächen gleich wie bei Parkplätzen der Bodenwert zu berücksichtigen ist. Wie erwähnt, ist unter dieser Voraussetzung auch die Beschwerdeführerin selbst der Auffassung, dass die von ihr verlangte Ersatzabgabe nur einen Bruchteil der Erstellungskosten ausmacht. Bei fehlenden 3'693 m² Spiel- und Freizeitflächen entspricht eine Ersatzabgabe von Fr. 1'104'342.60 denn auch einem Betrag von lediglich knapp Fr. 300.-- pro m². Dass vor diesem Hintergrund die Ersatzabgabe noch als unverhältnismässig hoch bezeichnet werden könnte, behauptet die Beschwerdeführerin nicht und ist auch nicht erkennbar.