Citation: 2C_65/2024 E. 6.4.3

6.4.3. Das Verhalten des Beschwerdeführers kann nicht in jeder Hinsicht als tadellos bezeichnet werden. Zwar verfügt er seit 2020 über einen Führerausweis und absolvierte einen Deutschkurs auf dem Niveau B1 (angefochtener Entscheid, E. 3.4). Er wurde jedoch drei Mal straffällig (lit. A.e. hiervor). Ausserdem ist er verschuldet (lit. A.d hiervor) und bezog zwischen Juli 2012 und Juli 2022 (bis August 2013 zusammen mit seiner Familie) Sozialhilfe im Gesamtbetrag von Fr. 212'831.62 (Stand: Februar 2022). Ausgehend von der lückenhaften Erwerbsbiografie des Beschwerdeführers (E. 5.2 hiervor) ist mit der Vorinstanz von einem überwiegend selbstverschuldeten Bezug von Sozialhilfegeldern auszugehen. Da der Beschwerdeführer mit seiner Familie sozialhilferechtlich eine Einheit bildet (vgl. Urteile 2C_458/2019 vom 27. September 2019 E. 3.2; 2C_900/2014 vom 16. Juli 2015 E. 2.4.2; 2C_298/2014 vom 12. Dezember 2014 E. 6.4.2), ist der gesamte Betrag zu berücksichtigen. Die quantitativ erheblichen Leistungen der öffentlichen Hand sind dem Beschwerdeführer ausländerrechtlich vorwerfbar (vgl. Urteil des EGMR Hasabanic gegen die Schweiz vom 11. Juni 2013 [Nr. 52166/09] § 59).