Citation: 5C.71/2003 06.05.2003 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat den in Anwendung von Art. 275 Abs. 1 ZGB ergangenen Entscheid der Vormundschaftsbehörde geschützt und dies im Wesentlichen damit begründet, es seien immer noch Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden bezüglich des Verdachts sexueller Handlungen zum Nachteil des Kindes im Gang. Die jüngsten Aussagen des Sohnes seien weder von der Mutter noch vom Kind frei erfunden; deshalb seien weitere Ermittlungen unumgänglich. Die von der Vormundschaftsbehörde getroffene Lösung eines zeitlich beschränkten und begleiteten Besuchsrechts zu Gunsten des Berufungsklägers erscheine in dieser Sachlage angemessen, da eine derartige Ausgestaltung des Besuchsrechts geeignet sei, sowohl allfällige (weitere) Gefährdungen des Kindes als auch die Gefahr eines schweren Loyalitätskonflikts des Kindes zum Berufungskläger auszuschliessen. 3.2 Der Berufungskläger setzt sich mit den Argumenten der Vorinstanz in keiner Art und Weise auseinander. Er legt mit anderen Worten nicht dar, weshalb das angefochtene Urteil den Interessen des Kindes und seinen eigenen Interessen abträglich wäre, und warum die von der Vorinstanz gewählte Lösung Bundesrecht verletzt. Seine Berufungsschrift erschöpft sich vielmehr in einer ebenso detaillierten wie unbehelflichen Kritik an der Beweiswürdigung der Vormundschaftsbehörde, deren Vorgehen wieder Schritt für Schritt zur Sprache gebracht wird. Dabei übersieht der Berufungskläger wie bereits vor zweiter Instanz, dass im vorliegenden Verfahren lediglich die Frage zu beantworten ist, wie das Besuchsrecht angesichts der konkreten Umstände (und insbesondere des hängigen Strafverfahrens) zu regeln sei, und nicht die weitere Frage, ob der Berufungskläger sich tatsächlich strafbar gemacht habe. 3.3 Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, wenn sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen (Art. 63 Abs. 2 OG) oder zu ergänzen sind (Art. 64 OG). Ausgeschlossen ist daher insbesondere eine Überprüfung der vorinstanzlichen Beweiswürdigung (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 111 II 378 E. 3b; 127 III 248 E. 2c S. 252; BGE 126 III 59 E. 2a S. 65). Im Lichte dieser Ausführungen erweist sich die Berufung über weite Strecken als unzulässig, weshalb auf sie in diesem Umfang gar nicht eingetreten werden kann. Ebenso verhält es sich, soweit der Berufungskläger, mindestens inhaltlich, Einwendungen vorbringt, die der Rüge willkürlicher Beweiswürdigung nahe kommen: Zu diesem Zweck hätte er bekanntlich staatsrechtliche Beschwerde einlegen müssen (vgl. Art. 43 Abs. 1 OG).