Citation: 1B_596/2021 E. A

Das Regionalgericht Plessur sprach A.________ in dessen Abwesenheit mit Urteil vom 18. Juli 2018 der versuchten vorsätzlichen Tötung, der einfachen Körperverletzung, der Drohung, der Freiheitsberaubung, des mehrfachen Diebstahls sowie des mehrfachen Hausfriedensbruchs schuldig und verurteile ihn zu einer Freiheitsstrafe von 48 Monaten. Das Urteil wurde im Amtsblatt des Kantons Graubünden publiziert. Am 29. April 2019 wurde A.________ aufgrund der zufolge des Abwesenheitsurteils vom 18. Juli 2018 erfolgten internationalen Ausschreibung in Deutschland festgenommen und an die Schweiz ausgeliefert. Seit dem 16. August 2019 befindet sich A.________ in der Schweiz in Haft. Auf Gesuch von A.________ fand am 28. Januar 2020 vor dem Regionalgericht eine neue Beurteilung der ihm vorgeworfenen Straftaten in seiner Anwesenheit statt. Anlässlich dieser Verhandlung wurde die Verurteilung von A.________ zu einer Freiheitsstrafe von 48 Monaten bestätigt. Dagegen erhob A.________ Berufung an das Kantonsgericht Graubünden. Ein während des hängigen Berufungsverfahrens gestelltes Haftentlassungsgesuch von A.________ wies das Kantonsgericht am 16. Dezember 2020 ab. Diesen Entscheid schützte das Bundesgericht am 19. Januar 2021 (Urteil 1B_666/2020). Mit Berufungsurteil vom 19. Mai 2021 stellte das Kantonsgericht fest, dass das Urteil des Regionalgerichts Plessur vom 28. Januar 2020 insofern in Rechtskraft erwachsen sei, als das Gesuch von A.________ um Neubeurteilung gutgeheissen und das Strafverfahren in Bezug auf den Vorwurf der mehrfachen Beschimpfung eingestellt wurde. Sodann sprach es A.________ vom Vorwurf der Drohung frei, erklärte ihn schuldig der versuchten Tötung, der einfachen Körperverletzung, der Freiheitsberaubung, des Diebstahls und des Hausfriedensbruchs und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 48 Monaten. Dagegen erhob A.________ Beschwerde in Strafsachen. Die Angelegenheit ist bei der strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hängig (Verfahren 6B_915/2021). Auf das von A.________ anlässlich der mündlichen Berufungsverhandlung vom 18. Mai 2021 gestellte Haftentlassungsgesuch trat das Kantonsgericht indes nicht ein, da es sich nicht als zuständig erachtete. Dagegen erhob A.________ ebenfalls Beschwerde an das Bundesgericht, welches die Beschwerde am 28. September 2021 teilweise guthiess und feststellte, dass das Kantonsgericht auf das Haftentlassungsgesuch hätte eintreten müssen. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab (1B_478/2021).