Citation: 5A_549/2015 E. 1.2

1.2. Die Beschwerdeschrift enthält Verfahrensanträge, mit denen die Beschwerdeführerin das Erstellen eines psychiatrischen / psychosozialen Gutachtens verlangt bzw. die Sache sistiert haben möchte, bis ein offenbar in Ausarbeitung befindliches entsprechendes Gutachten vorliegt. Damit verkennt die Beschwerdeführerin die Funktion der Beschwerde in Zivilsachen und überdies den Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Das Bundesgericht hat seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde zu legen (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diesbezüglich kann die rechtsuchende Partei nur vorbringen, die vorinstanzlichen Feststellungen seien offensichtlich unrichtig (Art. 97 Abs. 1 BGG), das heisst willkürlich (BGE 135 III 397 E. 1.5 S. 401), oder würden auf einer anderen Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG (z.B. Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 8 ZGB) beruhen (Urteil 5A_374/2010 vom 9. Juli 2010 E. 1). Überdies muss die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdeführerin, welche die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern diese Voraussetzungen erfüllt sein sollen (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255). Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, im Beschwerdeverfahren neue Beweismittel zu erheben und Sachverhaltsfragen selber abzuklären. Zudem ist nicht ersichtlich, inwiefern es sich bei diesem Gutachten um ein zulässiges Novum handeln sollte, da weder die Beschwerdeführerin dargetan hat noch ersichtlich ist, dass erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gegeben hätte (Art. 99 BGG). Entsprechend kann auf den Beweisantrag ebensowenig eingetreten werden, wie ein neu erstelltes und dem Bundesgericht eingereichtes Gutachten zu beachten wäre, weshalb auch der sinngemäss gestellte Sistierungsantrag abzuweisen ist.