Citation: 2C_459/2023 E. 4.7.1

4.7.1. Angesichts der rund drei Jahrzehnte (seit April 1993) dauernden Anwesenheit des Beschwerdeführers in der Schweiz, hat dieser grundsätzlich ein hohes privates Interesse am Verbleib in der Schweiz, welches jedoch aufgrund der nachfolgenden Umstände zu relativieren ist: Er kam (erst) kurz vor seinem 26. Geburtstag in die Schweiz; einen massgebenden und prägenden Teil seines Lebens hat er im Herkunftsland verbracht. Mit diesem ist er dank der wiederholten Besuche nach wie vor vertraut. Zudem unterhält er Kontakt mit zahlreichen Verwandten, welche ihm bei der Wiedereingliederung behilflich sein könnten, und verfügt im Kosovo über ein Eigenheim. Eine Rückkehr ist ihm demnach zumutbar. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer nach rund 30 Jahren in der Schweiz zwar in sprachlicher und sozialer Hinsicht integriert ist, angesichts des angehäuften Schuldenbergs jedoch nicht unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Auch die berufliche Integration gelang ihm erst anno 2022, mithin rund ein Jahr nach dem Bewilligungsablauf. Zu Recht verneinte die Vorinstanz angesichts dessen eine tiefgreifende Verwurzelung in der Schweiz.