Citation: 5A_106/2015 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer verweist auf eine vorübergehende Beeinträchtigung seines aus dem Eigentum fliessenden Anspruchs auf Realvollstreckung. Es ist richtig, dass mit der Eigentumsfreiheitsklage die Wiederherstellung des früheren Zustandes verlangt werden kann (BGE 100 II 307 S. 309), und zwar unter Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs ungeachtet der Kosten, die der Störer dazu aufwenden muss (Urteil 5A_655/2010 vom 5. Mai 2011 E. 2.2.1 mit Hinweisen, in: ZBGR 94/2013 S. 14). Weder dargetan noch ersichtlich ist hingegen, inwiefern eine vorübergehende Beeinträchtigung der Realvollstreckung nicht durch den klagegutheissenden Endentscheid aufgehoben und rückgängig gemacht wird. Denn jeder Anspruch, der eingeklagt wird, ist während der Dauer des Verfahrens und bis zu dessen rechtskräftiger Erledigung durch Urteil in seiner Vollstreckung beeinträchtigt, was für sich allein keinen Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bedeutet. Vielmehr müssen Umstände hinzutreten, die den gesetzlich vorausgesetzten Nachteil als möglich erscheinen lassen. Fallbezogen hätte der Beschwerdeführer beispielsweise dartun können, dass die angeblich drohenden Störungen seines Eigentums ihn als Landwirt während der Dauer des Verfahrens in seiner wirtschaftlichen Existenz gefährden oder dass die Beschwerdegegner im Falle eines Zuwartens bis zum Abschluss des Hauptverfahrens ausserstande sein werden, seine Grundstücke in den ursprünglichen Stand zurückzuversetzen. Mit der Pflicht zum Dulden einer Eigentumsstörung während des Hauptverfahrens verhält sich ähnlich wie mit der Pflicht zu einer Geldzahlung, die keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil hat, soweit der Schuldner das Geld zu zahlen in der Lage ist und die geleisteten Beträge im Falle seines Obsiegens in der Hauptsache zurückfordern kann (BGE 138 III 333 E. 1.3 S. 335 f.; Urteile 5D_52/2010 vom 10. Mai 2010 E. 1.1.1, in: SJ 133/2011 I S. 134 f., und 5A_708/2013 vom 14. Mai 2014 E. 1.1, in: SJ 136/2014 I S. 366).