Citation: I 597/06 02.05.2007 E. 5.2

5.2.1 Als Einkommen, das die versicherte Person trotz Gesundheitsschadens zumutbarerweise noch zu realisieren vermag (Invalideneinkommen), ist der Verdienst zu berücksichtigen, welcher durch eine zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Marktlage erzielt werden könnte (vgl. dazu BGE 130 V 343 E. 3.4 [mit Hinweisen] S. 348 f.). Der von einer invaliden versicherten Person tatsächlich erzielte Verdienst bildet, für sich alleine betrachtet, grundsätzlich kein genügendes Kriterium für die Bestimmung der Erwerbsunfähigkeit und damit des Invaliditätsgrades. Das Mass der tatsächlichen Erwerbseinbusse stimmt mit dem Umfang der Invalidität vielmehr nur dann überein, wenn - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse eine Bezugnahme auf den allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch erübrigen, wenn die versicherte Person eine Tätigkeit ausübt, bei der anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und wenn das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475, 126 V 75 E. 3b/aa S. 76, 117 V 8 S. 18 f., je mit Hinweisen; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 230/05 vom 2. Mai 2006, E. 2.3 mit Hinweisen). 5.2.2 Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen eines ihr als Raumpflegerin - und in jeder anderen vergleichbaren, leidensadaptierten Tätigkeit (wie beispielsweise Hauswartin) - noch zumutbaren Arbeitspensums von 35 % (vgl. E. 4.1 und 4.2 hievor) 2001 ein Einkommen von insgesamt Fr. 17'385.20 ([Fr. 15'526.55 : 27,64 % x 20 %] + [Fr. 18'000.- : 43,9 % x 15 %]) erwirtschaftet. Darauf kann, da die hievor genannten Kriterien als erfüllt zu betrachten sind, für die Bestimmung des Invalideneinkommens abgestellt werden. Bis zur Kündigung der Hauswartsstelle durch die Arbeitgeberin auf Ende Januar 2002 änderte sich an der Erwerbssituation der Versicherten in grundsätzlicher Hinsicht nichts, sodass für diesen Monat ein Invalideneinkommen von Fr. 1'480.75 ([Fr. 1'224.05 [ab 1. Januar 2002 ausbezahlter Monatslohn; vgl. Bericht des Departementes Y.________ vom 21. Januar 2002] x 13 : 12 : 27,64 % x 20 %] + [Fr. 18'306.- : 12 : 43,9 % x 15 %]) anzunehmen ist. Für die Zeit ab Februar 2002 wäre der Beschwerdegegnerin eine Tätigkeit als Raumpflegerin im Ausmass von 35 % zumutbar gewesen, weshalb dem Einkommensvergleich ab diesem Zeitpunkt ein Invalideneinkommen von Fr. 20'149.90 (2002: Fr. 1'224.05 x 13 : 27,64 % x 35 %) und Fr. 20'690.65 (2003: Fr. 1'256.90 x 13 : 27,64 % x 35 %) zugrunde zu legen ist. 2004 erhöhte die Versicherte ihr Pensum als Raumpflegerin auf 32,86 %. Das im Arbeitsvertrag vom 4. Dezember 2003 hierfür festgehaltene Monatsgehalt von Fr. 1'289.70 (x 13) entspricht dem "Stand Lohntabelle 2003" und ist deshalb entsprechend hochzurechnen (Nominallohnentwicklung 2004: 1,3 %; vgl. Die Volkswirtschaft, a.a.O.), woraus ein leicht tieferes Invalideneinkommen von Fr. 18'089.90 (Fr. 1'306.45 x 13 : 32,86 % x 35 %) resultiert. 5.3 Aus der Gegenüberstellung von Validen- (2001: Fr. 33'526.55) und Invalideneinkommen (2001: Fr. 17'385.20) ergibt sich eine Erwerbseinbusse für das Jahr 2001 von 48,15 %. Für Januar 2002 beträgt die Erwerbsunfähigkeit 48,07 (Valideneinkommen: Fr. 2'851.55 [Fr. 34'218.65 : 12]; Invalideneinkommen: Fr. 1'480.75). Die erwerblichen Verhältnisse ab Februar 2002 (Valideneinkommen: Fr. 34'218.65; Invalideneinkommen: Fr. 20'149.90) ergeben eine Erwerbsunfähigkeit von 41,10 %. Im Jahre 2003 beläuft sich diese auf 40,8 % (Valideneinkommen: Fr. 34'956.90; Invalideneinkommen: Fr. 20'690.65). Für das Jahr 2004 ist eine Erwerbseinbusse von 45,42 % (Valideneinkommen: Fr. 33'145.20; Invalideneinkommen: Fr. 18'089.90) ausgewiesen. Für das Jahr 2005 sind alsdann keine wesentlichen Veränderungen in den Vergleichseinkommen erkennbar.