Citation: K 65/02 21.01.2003 E. 3

Was zunächst die Behandlung des Oberkiefers anbelangt, hat das kantonale Gericht in Würdigung der medizinischen Akten überzeugend dargelegt, dass sowohl die Implantatversorgung wie auch die Modellgussprothese eine wirksame und zweckmässige Variante dargestellt hätten und im konkreten Fall geeignet gewesen wären, die Kaufähigkeit wiederherzustellen. Es kam aber zum Schluss, dass die gemäss Kostenorientierungen vom 25. August und 14. Dezember 1998 rund sechsmal teurere Implantatversorgung nicht wirtschaftlich im Sinne von Art. 32 Abs. 1 KVG und deshalb von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nicht zu übernehmen sei. Den ausführlichen und zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz schliesst sich das Eidgenössische Versicherungsgericht vollumfänglich an. Zu betonen ist nochmals, dass bei mehreren möglichen Behandlungen eine Abwägung zwischen den Kosten und dem Nutzen der einzelnen Vorkehren stattzufinden hat, wobei von zwei gleichermassen zweckmässigen Behandlungen grundsätzlich nur die kostengünstigere als notwendig und wirtschaftlich gilt (vgl. Gebhard Eugster, Das Wirtschaftlichkeitsgebot nach Art. 56 Abs. 1 KVG, in: Wirtschaftlichkeitskontrolle in der Krankenversicherung, St. Gallen 2001, S. 38 ff.; François-X. Deschenaux, Le précepte de l'économie du traitement dans l'assurance-maladie sociale, en particulier en ce qui concerne le médecin, in: Festschrift 75 Jahre Eidgenössisches Versicherungsgericht, Bern 1992, S. 535 f.). Dementsprechend besteht grundsätzlich kein Anspruch auf die Versorgung mit Implantaten, wenn die Kaufähigkeit auf zweckmässige und kostengünstigere Weise auch mit einer herkömmlichen prothetischen Versorgung wiederhergestellt werden kann, dies selbst dann, wenn das Setzen von Implantaten Vorteile für die versicherte Person aufweist (vgl. BGE 128 V 54 mit Hinweisen). Daran vermögen die grösstenteils bereits im vorinstanzlichen Verfahren vorgebrachten und im Übrigen an der Grenze zum Ungebührlichen liegenden Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu ändern. Wenn der Versicherte geltend macht, der angefochtene Entscheid basiere auf einem Vorurteil wegen seines Alters, ist er darauf hinzuweisen, dass das Eidgenössische Versicherungsgericht im obenerwähnten Urteil auch bei einer Frau im Alter von weniger als 30 Jahren den Einsatz von Implantaten als nicht wirtschaftlich qualifiziert hat.