Citation: 9C_321/2022 E. 3.3

3.3. Die Schadenersatzverfügungen der Beschwerdegegnerin vom 27. Juni 2019 wurden auf Grund der im Zeitraum vom 3. Juli 2017 bis 6. Juni 2018 betreffend die C.________ AG ausgestellten, im angefochtenen Urteil detailliert aufgelisteten definitiven Pfändungsverlustscheine erlassen. In Bezug auf die darin festgehaltenen Beträge bringen die Beschwerdeführer auch vor dem Bundesgericht nichts Substanzielles vor. Vor dem Hintergrund der erwähnten Grundsätze kann dem kantonalen Gericht nicht vorgeworfen werden, es habe durch die Annahme eines Schadens in der von der Beschwerdegegnerin verfügten Höhe Bundesrecht missachtet. Der in der Beschwerde hervorgehobene Umstand, dass die C.________ AG zu keinem Zeitpunkt in Liquidation gestanden habe bzw. über sie auch nicht der Konkurs eröffnet worden sei, vermag daran, wie sich aus dem vorstehend Dargelegten ergibt, nichts zu ändern. Vielmehr ist angesichts der Vielzahl von Verlustscheinen, die ausgestellt werden mussten, und der Tatsache, dass auf den Pfändungsurkunden jeweils vermerkt wurde, es sei bei der Schuldnerin kein pfändbares Vermögens vorhanden und es könne auch kein künftiges Einkommen gepfändet werden, mit der Vorinstanz vom Eintritt des Schadens im Umfang der Verlustscheine auszugehen. Dass die Gesellschaft Aktien besitzt, die sie in liquide Mittel umwandeln könnte, wie von den Beschwerdeführern vorgebracht, führt zu keinem anderen Ergebnis, zumal sich gemäss Auskünften des Betreibungsamtes F.________ (vom 20. Juni, 21. September und 14. November 2017, 22. Februar und 17. April 2018 sowie 21. Mai 2021) eine Verwertung der von den Beschwerdeführern ins Feld geführten Aktienpakete ohnehin nicht gelohnt hätte, da damit nicht einmal die Kosten der Verwertung gedeckt worden wären. Bezeichnenderweise scheint denn auch bis dato keine entsprechende Verwertung stattgefunden zu haben. Ebenfalls nichts Konkrete (re) s lässt sich diesbezüglich insbesondere der letztinstanzlich neu aufgelegten E-Mail vom 15. Juni 2022 entnehmen, worin von einem möglichen Verkauf von Beteiligungsrechten an einen Grossinvestor die Rede ist. Ob es sich dabei nicht ohnehin um ein vor Bundesgericht unzulässiges echtes Novum handelt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 143 V 19 E. 1.2; Urteil 8C_643/2021 vom 26. April 2022 E. 4.2), kann damit offen bleiben. Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass die primär haftende C.________ AG zahlungsunfähig und der Schaden damit eingetreten is t. Einer Belangung der subsidiär haftenden (ehemaligen) Organe steht mithin nichts im Wege. Für die Geltendmachung einer Schadenersatzforderung ist - entgegen der Betrachtungsweise der Beschwerdeführer - nicht vorausgesetzt, dass über den Arbeitgeber der Konkurs eröffnet worden ist (siehe zudem Marco Reichmuth, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 AHVG, 2008, Rz. 352 ff.).