Citation: 6B_204/2009 31.07.2009 E. 2

Ein Raufhandel im Sinne von Art. 133 Abs. 1 StGB ist eine wechselseitige tätliche Auseinandersetzung von mindestens drei Personen, die den Tod oder die Körperverletzung eines Menschen zur Folge hat. Strafbar ist, aktiv daran teilzunehmen in einer Weise, die geeignet ist, die Auseinandersetzung zu fördern bzw. deren Intensität zu steigern (BGE 131 IV 150 E. 2.1; 106 IV 244 E. 3d, e S. 251 f.). 2.1 Vorauszuschicken ist zunächst, dass der Beschwerdeführer nicht rügt, das Obergericht habe den Sachverhalt willkürlich festgestellt. Dementsprechend ist bei der Beurteilung der Tatbestandsmässigkeit von den tatsächlichen Feststellungen des angefochtenen Entscheids auszugehen (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Soweit der Beschwerdeführer seine Kritik an der rechtlichen Würdigung des Obergerichts auf seine eigene, abweichende Version des Tatgeschehens abstützt, geht sie an der Sache vorbei. 2.2 Das Obergericht geht davon aus, dass es auf dem Podest der Aussentreppe des Pubs zu einer Rempelei zwischen C.________ und B.________ gekommen war. Als der Beschwerdeführer auf dem Podest eintraf, traf er dort auf C.________, währenddem sich B.________ am Fuss der Treppe auf dem Trottoir befand und C.________ bedeutete, herunterzukommen und mit ihm zu kämpfen. Dieser zögerte oder kam der Aufforderung zum Kampf jedenfalls nicht sofort nach, worauf ihn der Beschwerdeführer die Treppe in Richtung B.________ hinunterschubste und ihn zum Kampf ermunterte, zu welchem es beim Aufeinandertreffen von C.________ und B.________ auch sofort kam. Mit diesem Schubser hat der Beschwerdeführer C.________ bewusst in die Auseinandersetzung mit B.________ gedrängt und damit einen entscheidenden Beitrag zum Zustandekommen des von B.________ geforderten Kampfes geleistet. Es ist nicht zu beanstanden, dass das Obergericht dies als Teilnahme am Kampf wertet, mit welcher er willentlich eine tätliche Auseinandersetzung mit zunächst drei Beteiligten, mithin einen Raufhandel im Sinne des Gesetzes, (mit-)auslöste. Geradezu typisch für derartige Auseinandersetzungen ist ihre Tendenz, sich auszuweiten, was auch geschah, indem D.________ und - vermeintlich - E.________ auf Seiten C.________s in den Kampf eingriffen bzw. eingreifen wollten. Dies wollte wiederum der Beschwerdeführer zum Schutz seines Kollegen verhindern, indem er zunächst D.________ den Zugang zum Kampfplatz verwehrte und dann E.________ mit einem Faustschlag an den Kopf angriff. Das Obergericht geht daher zu Recht davon aus, dass auch dieser Angriff des Beschwerdeführers Bestandteil des Raufhandels war und nicht eine von diesem losgelöste, unabhängige Handlung. Die Verurteilung des Beschwerdeführers wegen Raufhandels ist nicht bundesrechtswidrig.