Citation: 6B_476/2015 E. A

Das Bezirksgericht Hinwil sprach X.________ mit Urteil vom 23. Januar 2014 der mehrfachen Förderung der Prostitution im Sinne von Art. 195 Abs. 2 und 3 aStGB sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das Ausländergesetz schuldig. Vom Vorwurf der mehrfachen sexuellen Nötigung sprach es ihn frei. Es bestrafte ihn mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten, unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 315 Tagen. Es erklärte ihn gegenüber B.________ und A.________ dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig. Weiter verpflichtete es X.________ zur Zahlung einer Genugtuung an B.________ und A.________. Das Obergericht des Kantons Zürich verurteilte X.________ am 6. März 2015 im Berufungsverfahren wegen Förderung der Prostitution im Sinne von Art. 195 Abs. 2 aStGB, mehrfacher Förderung der Prostitution im Sinne von Art. 195 Abs. 3 aStGB, mehrfacher sexueller Nötigung sowie mehrfacher Widerhandlung gegen das Ausländergesetz zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 32 Monaten, unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 315 Tagen. Es bestätigte die grundsätzliche Schadenersatzpflicht gegenüber B.________ und A.________ und verwies die Forderungen zur Feststellung der Höhe des Schadenersatzes auf den zivilprozessualen Weg. Es verpflichtete X.________ zur Zahlung einer Genugtuung an B.________ und A.________, wobei es die geschuldete Summe gegenüber Ersteren aufgrund der zusätzlichen Verurteilung wegen mehrfacher sexueller Nötigung erhöhte. Das Obergericht geht zusammengefasst von folgendem Sachverhalt aus: X.________ wird vorgeworfen, als faktischer Geschäftsführer des Nachtclubs C.________, der Diskothek D.________ und des Cabarets E.________ von anfangs 2010 bis Ende März 2011 verschiedene Tänzerinnen beschäftigt zu haben. Anders als in den schriftlichen Arbeitsverträgen festgehalten und entgegen den in den jeweiligen Aufenthaltsbewilligungen der Frauen umschriebenen Aufenthaltszwecken, habe er diese verpflichtet, auch andere Arbeiten zu verrichten und sich zu prostituieren. X.________ habe die wirtschaftliche Not von B.________ ausgenutzt und sie der Prostitution zugeführt, indem er ihre Entlöhnung entgegen der vertraglichen Vereinbarung vom Getränkeumsatz der Gäste des Cabarets abhängig gemacht und von ihr die sexuelle Animation der Kunden zwecks Umsatzerzielung verlangt habe. Er habe sie wie auch A.________ zudem in ihrer Handlungsfreiheit bei der Ausübung der Prostitution eingeschränkt, indem er ihnen keine Wahlfreiheit bei der Auswahl der Kunden und der Art der zu erbringenden Dienstleistungen gelassen habe. Dabei habe er gewusst, dass die Frauen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation auf den Verdienst in seinem Betrieb angewiesen waren und diesen Umstand zur Durchsetzung seines Geschäftsmodells ausgenutzt. Im Februar 2011 habe X.________ B.________ zweimal genötigt, ihn oral zu befriedigen. Einmal sei dies in der Diskothek D.________ geschehen und das andere Mal in seinem Auto, als er damit durch eine automatische Waschstrasse gefahren sei.