Citation: 2C_1000/2020 E. 6.2

6.2. Gemäss den bindenden Feststellungen der Vorinstanz (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG) hat der Beschwerdeführer in der Zeit ab der Übernahme des ersten Mandats am 17. Mai 2016 bis zum 25. Oktober 2017 dem Anzeigesteller keine Rechnung gestellt und ihn in dieser Zeitspanne auch nicht über die Höhe des Honorars (bzw. die Entwicklung des Honorars) informiert (vgl. E. 8.3.3 des angefochtenen Urteils). Der alsdann mit Rechnung vom 25. Oktober 2017 fakturierte Betrag für Leistungen in der Zeit vom 13. Mai 2016 bis 25. Oktober 2017 von insgesamt Fr. 20'565.-- machte mehr als das Doppelte der Summe der vom Anzeigesteller zuvor dem Beschwerdeführer am 17. Mai 2016 (Fr. 3'500.--), 12. Juni 2017 (Fr. 2'500.--) und 27. Juli 2017 (Fr. 3'500.--) geleisteten Kostenvorschüsse aus (vgl. E. 8.3.3 des angefochtenen Urteils). Es kann unter diesen Umständen klarerweise nicht die Rede davon sein, dass der Beschwerdeführer innert angemessener Frist ab dem Zeitpunkt, als sich abzeichnete, dass das Honorar die Vorschüsse übersteigen wird, den Anzeigesteller über die Honorarhöhe informiert hat. Eine Information über die Honorarentwicklung vor dem 25. Oktober 2017 wäre gemäss Art. 12 lit. i 2. Halbsatz BGFA umso mehr geboten gewesen, als der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Abrechnung vom 25. Oktober 2017 schon während knapp eineinhalb Jahren in einem Mandatsverhältnis zum Anzeigesteller stand (vgl. dazu auch FRANÇOIS BOHNET/VINCENT MARTENET, Droit de la profession de l'avocat, 2009, N. 1783, wonach bei Fällen, die keine intensiven anwaltlichen Bemühungen erfordern, eine jährliche Information als angemessen erscheine) und mit Blick darauf, dass er ab dem 8. Juli 2016 zwei Mandate für den Anzeigesteller führte, ein erhöhtes Risiko bestand, dass die Kosten beim Anzeigesteller Fragen aufwerfen könnten. Keine Rolle spielt entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, ob der Anzeigesteller aufgrund einer selbständigen Erwerbstätigkeit mit finanziellen Angelegenheiten vertraut war und ob die Anforderungen überspannt wären, wenn bei ruhenden Verfahren alle drei Monate eine periodische Information über die Höhe des Honorars verlangt würde. Die Vorinstanz hat nach dem Gesagten zu Recht angenommen, dass der Beschwerdeführer die Pflicht zur periodischen Information über die Höhe des Honorars im Sinne von Art. 12 lit. i BGFA verletzt hat.