Citation: 1C_429/2015 E. 5.3

5.3. Fraglich ist jedoch, ob die Remise nicht - wie bisher - an das bestehende Bauernhaus angebaut oder daneben errichtet werden könnte, auf dem in der Bauzone liegenden Teil der Parzelle. Auch dieses Land gehört zum landwirtschaftlichen Gewerbe (vgl. Art. 2 Abs. 2 lit. a und Art. 7 BGBB) und muss als Alternativstandort geprüft werden (Urteil 1C_550/2009 vom 9. September 2010 E. 6.4.1). Weder das Baurekursgericht noch das Verwaltungsgericht haben sich zu dieser Frage geäussert. Dagegen wurde im Vorfeld des Baugesuchs auch ein Standort auf dem in der Bauzone (Kernzone) gelegenen Teil der Parzelle Nr. 2120 evaluiert. Im Rekursverfahren führte das ARE/ZH aus, dass eine freistehende Remise in den geplanten Dimensionen mit den Kernzonenvorschriften nicht vereinbar wäre und auch das Ortsbild beeinträchtigen würde. Der Beschwerdegegner ergänzt, dass ein Ersatzbau für die abgebrannte Ökonomiebaute mit 300 m2 auch zu klein wäre, hätten doch schon zuvor zwei Abstellräume hinzugemietet werden müssen. Es erscheint plausibel, dass der Wiederaufbau des abgebrannten Ökonomieteils für sich allein nicht genügend Platz für alle Maschinen und Geräte bieten würde und eine freistehende Remise in der geplanten Grösse die in der Kernzone zulässigen Dimensionen sprengen würde. Sollte sich allerdings bei der gebotenen Überprüfung ergeben, dass für die Bedürfnisse des Landwirtschaftsbetriebs eine kleinere Remise genügen würde, müsste die Standortfrage nochmals geprüft werden.