Citation: 6B_1264/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz qualifiziert das Verhalten des Beschwerdeführers zu Recht als arglistig. Nach ihrer willkürfreien Beweiswürdigung ist erstellt, dass er die SVA St. Gallen sowie zahlreiche Ärzte über seinen Gesundheitszustand täuschte. Die Vorinstanz weist zu Recht auf die Schwierigkeit der Überprüfung hin. Wie die Rechtsprechung verschiedentlich erkannte, sind Ärzte für ihre medizinische Diagnose auf die Schilderungen der betroffenen Person angewiesen und dürfen sich grundsätzlich darauf verlassen (vgl. Urteile 6B_428/2018 vom 31. Juli 2019 E. 3.4; 6B_1168/2016 vom 17. März 2017 E. 3.4.2; 6B_107/2016 vom 3. Februar 2017 E. 6.3; je mit Hinweisen). Auch wenn die persönlichen Angaben des Beschwerdeführers von Anfang an gewisse Widersprüche und Ungereimtheiten aufwiesen, gelang es ihm, mehrere Fachpersonen zur Diagnose verschiedener psychischer Störungen zu bewegen. Gemäss Vorinstanz durchschauten diverse Ärzte seine Täuschungen nicht auf Anhieb. Wie die Vorinstanz schlüssig ausführt, stützte der Beschwerdeführer sein Lügengebäude, indem er in Anwesenheit der Ärzte zwanghafte Handlungen simulierte. Damit legte er eine beachtliche Durchtriebenheit an den Tag. Jedenfalls war den Fachleuten eine Überprüfung seiner Angaben nicht möglich oder wäre zumindest mit einem unzumutbaren Aufwand verbunden gewesen. In Anbetracht der zahlreichen Berichte verschiedener Ärzte und der eigenen Angaben des Beschwerdeführers bestand für die SVA St. Gallen kaum Anlass, weitere Abklärungen zu treffen. Dass sie es dennoch tat und die betrügerischen Machenschaften des Beschwerdeführers aufdeckte, ist allein ihrer umsichtigen und peniblen Fallbearbeitung zu verdanken.