Citation: 8C_288/2024 E. 8.5.1

8.5.1. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, was das Medikamentenscreening betreffe, könne es verschiedene medizinische Gründe für entsprechende Werte geben, was aber vom Gutachter und von der Vorinstanz nicht diskutiert worden sei. Zudem dürfe daraus aufgrund der fehlenden Auferlegung einer entsprechenden Mitwirkungspflicht nichts zu Ungunsten des Beschwerdeführers abgeleitet werden. Dieser Einwand ist nicht stichhaltig. Er hatte die ärztlich verordneten Medikamente von sich aus einzunehmen, ohne dass die IV-Stelle ihn dazu hätte verpflichten müssen. Praxisgemäss lässt denn auch ein fehlender Medikamentenspiegel hinsichtlich verordneter Arzneimittel auf eine mangelnde Compliance und damit einen fehlenden Leidensdruck schliessen (BGE 140 V 260 E. 3.3.3; Urteile 8C_73/2020 vom 7. Mai 2020 E. 7.1.3, 8C_134/2019 vom 27. Juni 2019 E. 4.2, 9C_490/2018 vom 9. Oktober 2018 E. 6.4.2 und 8C_924/2014 vom 2. April 2015 E. 4.2). Anhaltspunkte dafür, dass für den unzureichenden Nachweis der angegebenen Medikation medizinische Gründe bestünden, ergeben sich nicht aus dem SMAB-Gutachten und werden vom Beschwerdeführer auch nicht substanziiert geltend gemacht (vgl. auch E. 9 hiernach).