Citation: 6B_1000/2022 E. 1.2

1.2. Eine gegen die Abschreibungsverfügung vom 28. Mai 2021 erhobene Beschwerde des Beschwerdeführers hiess das Obergericht des Kantons Zürich wegen Unklarheiten bezüglich des Rückzuges am 7. Januar 2022 gut und wies das Verfahren zur neuen Entscheidung an das Einzelgericht zurück. In Weiterführung der Hauptverhandlung vom 28. Mai 2021 sprach die erste Instanz den Beschwerdeführer am 14. März 2022 der üblen Nachrede und der mehrfachen Beschimpfung schuldig. Es bestrafte ihn mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 100.-- sowie mit einer Busse von Fr. 600.---. Der Beschwerdeführer erhob Berufung. Am 12. Mai 2022 wurde er zur Berufungsverhandlung auf den 8. Juni 2022 vorgeladen. Mit Schreiben vom 4. Juni 2022 (Datum Postaufgabe), das am 7. Juni 2022 (Dienstag nach Pfingstmontag) beim Obergericht einging, ersuchte der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 405 Abs. 2 StPO um Dispensation und erschien alsdann nicht zur Berufungsverhandlung. Mit Beschluss vom 8. Juni 2022 wies das Obergericht das Dispensationsgesuch des Beschwerdeführers ab und schrieb das Verfahren als durch Rückzug der Berufung erledigt ab. Der Beschwerdeführer wendet sich mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht. Er beantragt die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides bzw. die umgehende Einstellung des gesamten Strafverfahrens und einen vollumfänglichen Freispruch, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zudem ersucht er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Prozessführung.