Citation: I 328/04 07.09.2004 E. 3.2

3.2.1 Vorliegend wurde der Beschwerdeführer vom 20. Februar bis 21. Juni 2002 in der Psychiatrischen Klinik Y.________ stationär behandelt. Es steht ausser Frage, dass es sich hiebei um einen für die Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und einer allfälligen psychisch bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wesentliche Tatsache handelt. Unterlagen über die viermonatige stationäre psychiatrische Behandlung (Verlaufsdokumentation, Austrittsbericht) wurden indessen nicht eingeholt, weder von der IV-Stelle noch vom kantonalen Gericht. In den Akten befindet sich lediglich ein am 21. Juni 2002 ausgestelltes Arbeitsunfähigkeitszeugnis der Klinik. Diese Unterlassung stellt eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes dar. Daran ändert nichts, dass im Gutachten des Begutachtungsinstituts X.________ vom 6. Februar 2003 der Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik Y.________ vom 3. Juli 2002 erwähnt und Teile daraus wiedergegeben werden. 3.2.2 Eine Heilung des Mangels fällt schon deshalb ausser Betracht, weil die Vorinstanz den Beweiswert des Gutachtens des Begutachtungsinstituts X.________ vom 6. Februar 2003 in psychiatrischer Hinsicht einzig am Arbeitsunfähigkeitszeugnis der Klinik Y.________ vom 21. Juni 2002 misst. Mit dem Austrittsbericht vom 3. Juli 2002, soweit daraus in der Expertise des Begutachtungsinstituts X.________ zitiert wird, setzt sie sich überhaupt nicht auseinander. Dieses Dokument wird im angefochtenen Entscheid nicht einmal erwähnt. Hiezu besteht indessen Anlass, weichen doch die beiden medizinischen Berichte in Bezug auf Diagnose sowie Arbeitsunfähigkeit in psychiatrischer Hinsicht diametral voneinander ab. 3.3 Die Sache ist daher an das kantonale Gericht zurückzuweisen, damit es das Versäumte nachhole. Weiter wird die Vorinstanz zu prüfen haben, ob allenfalls ein Obergutachten einzuholen ist. Dabei ist mit Blick auf die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung im Austrittsbericht der Klinik Y.________ vom 2. Juli 2002 auf die jüngste in diesem Zusammenhang ergangene Rechtsprechung hinzuweisen (in BGE 130 V noch nicht publizierte Urteile B. vom 18. Mai 2004 [I 457/02] und N. vom 12. März 2004 [I 683/03] sowie Urteile P. vom 6. Mai 2004 [I 655/03] und P. vom 21. April 2004 [I 870/02]).