Citation: 5A_267/2016 E. 4.2

4.2. Zur Umgehungsabsicht hat das Kantonsgericht festgestellt, die Erblasserin habe sich aufgrund ihres Verhaltens nach dem Ableben ihres Ehemannes im Klaren sein müssen, ihr eigenes Vermögen durch freiwilligen Verzicht ganz erheblich zu schmälern. Gleichzeitig habe sie erkennen müssen, dass infolge der Nacherbeneinsetzung bezüglich der Grundstücke der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin eines Tages mit grosser Wahrscheinlichkeit erheblich besser gestellt sein würde. Es bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass die Erblasserin nach dem Tod ihres Ehemannes mit einem die Nacherbeneinsetzung wirtschaftlich allenfalls ausgleichenden, substantiellen Vermögenszuwachs seitens Dritter habe rechnen können. Zudem sei ihr späteres Verhalten zu berücksichtigen, das mittelbar Rückschlüsse auf den massgebenden Zeitpunkt zulasse. Im Nachgang zur Übertragung des Grundeigentums auf den Beschwerdeführer am 9. Dezember 2000 habe die Erblasserin mit Testament vom 14. Dezember 2000 die Beschwerdegegnerin enterbt und den Beschwerdeführer als Alleinerben eingesetzt. Auch wenn Enterbung und Erbeinsetzung rechtlich ungültig seien, zeigten sie trotzdem die grundsätzliche Absicht der Erblasserin, die Beschwerdegegnerin vom Nachlass auszuschliessen unter Bevorzugung des Beschwerdeführers. Das Verhalten der Erblasserin liege so gesehen gleichsam auf einer Linie, womit insgesamt betrachtet zumindest von einer Inkaufnahme einer Pflichtteilsverletzung auszugehen sei (E. 7.3.3 S. 7 des angefochtenen Entscheids vom 23. Oktober 2013).