Citation: I 1053/06 21.12.2007 E. 5

Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. 5.1 Gemäss vorinstanzlichem Entscheid steht der Versicherten für die Jahre 2001/2002, für die Zeit ab 1. Januar bis 31. März 2003 sowie ab 1. August bis 31. Dezember 2004 eine ganze und für die Zeit ab 1. April 2003 bis 31. Juli 2004 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu. Bezüglich des Jahres 2005 hat das kantonale Gericht die Sache zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle zurückgewiesen. Die Beschwerdeführerin beantragt die Zusprechung einer ganzen Rente bis 31. Dezember 2004 und erklärt sich mit der inzwischen verfügten Dreiviertelsrente ab 1. Januar 2005 einverstanden. Noch streitig ist somit die Höhe des Rentenanspruchs für die Zeit ab 1. April 2003 bis 31. Juli 2004. 5.2 IV-Stelle und kantonales Gericht sind gestützt auf den Arztbericht des Dr. med. S.________ vom 25. Oktober 2004 davon ausgegangen, dass sich die Arbeitsfähigkeit der Versicherten seit 2001 leicht gesteigert und seit 2003 ca. 50 % betragen hat. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nichts vorgebracht, was diese Sachverhaltsfeststellung als offensichtlich unrichtig erscheinen liesse. 5.3 Uneinigkeit herrscht hinsichtlich des der Invaliditätsbemessung zu Grunde zu legenden Validen- und Invalideneinkommens. 5.3.1 Die Regeln über die Durchführung eines Einkommensvergleichs, einschliesslich derjenigen über die Anwendung von Tabellenlöhnen, betreffen Rechtsfragen. Die Feststellung der beiden hypothetischen Vergleichseinkommen ist eine Tatfrage, soweit sie auf konkreter Beweiswürdigung beruht, hingegen eine Rechtsfrage, soweit sich der Entscheid nach allgemeiner Lebenserfahrung richtet. Letzteres betrifft etwa die Frage, ob Tabellenlöhne anwendbar sind, welches die massgebliche Tabelle ist und ob ein leidensbedingter Abzug zu gewähren ist (nicht aber die Höhe dieses Abzuges; zum Ganzen: BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). 5.3.2 Die Beschwerdeführerin war bei der Ausgleichskasse seit 1994 als Nichterwerbstätige gemeldet und zuvor in geringem Umfang einer Tätigkeit als (überwiegend selbstständige) Physiotherapeutin nachgegangen. Wenn die Vorinstanz zur Festsetzung des Valideneinkommens für die Jahre 2003/2004 einen Durchschnittslohn gemäss den Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heranzieht, verletzt sie kein Bundesrecht, liegen doch keine verlässlichen, aus einer stabilen Arbeitssituation stammende Lohnangaben vor. Die Anwendung der Tabelle TA1, Bereich Gesundheits- und Sozialwesen, Stufe 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) ist in Anbetracht der Ausbildung und früher ausgeübten Tätigkeit der Versicherten nicht zu beanstanden. 5.3.3 Bezüglich Invalideneinkommen ist unbestritten und nicht zu beanstanden, dass auf das in den Jahren 2003 und 2004 effektiv erzielte Erwerbseinkommen abgestellt wurde. Es entspringt einer der Beschwerdeführerin gestützt auf die Aktenlage zumutbaren Tätigkeit. Soweit die Beschwerdeführerin diesbezüglich einwendet, es seien davon die von der Krankenkasse nicht übernommenen Kosten für (zahn-)ärztliche Behandlungen und Medikamente abzuziehen, ist auf die vorinstanzliche Feststellung zu verweisen, wonach diese Behandlungen primär wegen der Krankheit als solcher, nicht wegen der Erwerbstätigkeit, erforderlich waren und damit bei der Festsetzung des Invalideneinkommens nicht berücksichtigt werden können. Unter dem Blickwinkel der eingeschränkten Kognition ist diese Feststellung weder offensichtlich unrichtig noch das Ergebnis willkürlicher Beweiswürdigung. 5.4 Insgesamt lässt sich die vorinstanzliche Invaliditätsbemessung für die Jahre 2003 und 2004 nicht beanstanden, so dass von einem Invaliditätsgrad von 66 % für das Jahr 2003 und von 59 % für das Jahr 2004 auszugehen ist.