Citation: 8C_860/2015 E. 3.3

3.3. Der Versicherte vermag ebenso wenig mit den weiteren Vorbringen die Beweistauglichkeit des ZMB-Gutachtens in Frage zu stellen. Den Ausführungen im angefochtenen Entscheid hierzu kann vollumfänglich beigepflichtet werden. Namentlich führte das kantonale Gericht zutreffend aus, dass die von Dr. med. F.________ geäusserten Zweifel an der Beweiskraft des Gutachtens mit der ergänzenden Stellungnahme vom 14. August 2013 vollständig ausgeräumt werden konnten. Weiter erfolgte die polydisziplinäre Begutachtung - entsprechend der Erwägung im erstinstanzlichen Entscheid vom 10. Juni 2011 - in Koordination mit der IV-Stelle, indem diese sich mittels Fragenkatalogs an der Begutachtung beteiligte. Ob die in BGE 137 V 210 vorgesehenen Korrektive der Vergabe von MEDAS-Begutachtungsaufträgen nach dem Zufallsprinzip (Art. 72bis Abs. 1 IVV) auf das in der Unfallversicherung herrschende System anwendbar sind, kann weiterhin offenbleiben (vgl. BGE 138 V 318 E. 6.1.1 S. 321), nachdem der Beschwerdeführer letztinstanzlich erstmals rügt, der Auftrag an das ZMB sei nicht zufallsgesteuert erfolgt. Soweit tatsächlicher Art, ist der neue Einwand als unzulässiges Novum zu werten (Art. 99 Abs. 1 BGG), das bei gehöriger Sorgfalt ohne Weiteres bereits im Einsprache-, spätestens im kantonalen Beschwerdeverfahren hätte vorgebracht werden können. Als (unter Vorbehalt von Treu und Glauben) grundsätzlich zulässiger rechtlicher Einwand dringt dieser nicht durch. Immerhin hat sich der Beschwerdegegner mit der Begutachtung beim ZMB ausdrücklich einverstanden erklärt und er konnte sich zu den an die Experten gestellten Fragen äussern. Unter diesen Umständen käme eine Rückweisung der Angelegenheit zu erneuter medizinischer Begutachtung einem formalistischen Leerlauf gleich, der zu einer unnötigen Verfahrensverzögerung sowie zu erheblichen Mehrkosten führen würde. Es rechtfertigt sich daher von einer Heilung eines allfälligen, bei der Anordnung des Gutachtens begangenen formellen Verfahrensfehlers auszugehen und die Expertise vom 5. Februar 2013 als verwertbar zu betrachten. Selbst wenn den Gutachtern sodann, entgegen ihrem Vermerk, das Aktendossier der IV-Stelle nicht zur Verfügung gestanden haben sollte, wie der Versicherte geltend macht, vermag er nicht aufzuzeigen, welche wichtigen medizinischen Vorakten der IV-Stelle den Experten nicht vorgelegen haben sollen, weshalb auch dieser Einwand nichts am Beweiswert des Gutachtens ändert.