Citation: 8C_287/2022 E. 5.2.3

5.2.3. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass die früher bereits erbrachten Eingliederungsbemühungen hauptsächlich an der Krankheitsüberzeugung und der mangelnden Motivation des Beschwerdeführers scheiterten. Diese Krankheitsüberzeugung behielt er während des gesamten Verwaltungsverfahrens bei. Seit der Schussverletzung 1996 hat er nicht mehr gearbeitet, obschon ihm gutachterlicherseits bereits 2001 eine Restarbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten Hilfstätigkeit in der Produktion von Plastik als auch in einer anderen leidensangepassten Tätigkeit attestiert wurde. Wie die Vorinstanz feststellte, betrachtete auch der psychiatrische estimed-Gutachter die Motivation hinsichtlich einer Arbeitstätigkeit als deutlich eingeschränkt. Der Experte habe die Auffassung vertreten, dass beim Beschwerdeführer eine - bewältigbare - subjektive Überzeugung bestehe, nicht mehr arbeitsfähig zu sein. So hielt der Gutachter fest, der Beschwerdeführer habe angegeben, wenn man ihm eine "Offerte" machen würde, diese anzunehmen. Gleichzeitig habe er jedoch einschränkend ausgeführt, er gehe davon aus, keine Arbeit mit Rendement leisten zu können, wie sich schon im Vorfeld gezeigt habe. Auf seine Arbeit sei kein Verlass.