Citation: I 317/01 16.01.2002 E. 4

4.- a) Für die Bezifferung des hypothetischen Valideneinkommens ist in der Regel vom letzten Lohn auszugehen, welchen die Versicherte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt hat. Es steht fest, dass dieses Einkommen nicht nur der Teuerung anzupassen ist, sondern dass auch die Reallohnentwicklung zu berücksichtigen ist (vgl. hiezu ZAK 1991 S. 320 Erw. 3a; Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, Bern 1997, S. 263 Rz 14; Meyer, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, Zürich 1997, S. 206). Die Reallohnentwicklung ist nun aber nicht mit den in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erwähnten Ansätzen gleichzusetzen, welche auch Karrieresprünge beinhalten, die rechtsprechungsgemäss ohne konkrete Anhaltspunkte nicht zu berücksichtigen sind (AHI 1998 S. 171 Erw. 5a mit Hinweisen). Indem Vorinstanz und IV-Stelle von einer Reallohnsteigerung des Monatseinkommens in den Jahren 1990 (Einkommen Fr. 4400.- x 13) bis 1997 (Einkommen Fr. 4848.-) von Fr. 64.- pro Jahr ausgehen, stützten sie sich auf Angaben des vormaligen Arbeitgebers. Da davon ausgegangen werden kann, dass sich das monatliche Einkommen bis 1999 um weitere Fr. 64.- pro Jahr erhöht hätte, ist von einem Valideneinkommen von Fr. 64'688.- (Fr. 4976.- x 13) für das Jahr 1999 auszugehen. b) Die Beschwerdeführerin beanstandet zu Recht nicht, dass die Vorinstanz bezüglich des Invalideneinkommens auf eine Tätigkeit als kaufmännische Angestellte abgestellt hat. Nicht gefolgt werden kann ihr indessen insoweit, als sie aus dem Konsilium des Dr. phil. G.________ auf eine "massive Beeinträchtigung [...] bei der Haupttätigkeit im kaufmännischen Bereich - der Bildschirmarbeit -" schliesst. Denn der Gutachter erwähnt lediglich ein "bedingungsabhängig leicht beeinträchtigtes Aufmerksamkeits- und Konzentrationsvermögen", wobei vor allem "bei Aufgaben am Bildschirm mit vorgegebenem Rhythmus der Informationsdarbietung [...] Konzentrationsprobleme" auftreten, weshalb eine Tätigkeit ohne häufige Bildschirmarbeit der Beschwerdeführerin sicher entgegenkomme; eine Umschulung hält er nicht für erforderlich. Derartige Tätigkeiten lassen sich, entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, im kaufmännischen Bereich ohne weiteres finden. Bei der Festsetzung des zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens kann praxisgemäss auf die in der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelten standardisierten Bruttolöhne (Zentralwert) abgestellt werden (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb). Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz zu Recht darauf hingewiesen, dass ein auf das Jahr 1999 umgerechneter Tabellenlohn für Arbeitnehmerinnen bei kaufmännisch-administrativen Tätigkeiten über alle Branchen hinweg Fr. 59'078.- betragen hat (LSE 1996 Tabelle TA7 S. 23). Unter Berücksichtigung der Arbeitsfähigkeit von 75 % und eines leidensbedingten Abzuges von 10 % setzte sie das Invalideneinkommen richtig auf Fr. 39'879.- fest. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz erscheint vorliegend ein leidensbedingter Abzug vom Invalideneinkommen von insgesamt höchstens 10 % angemessen. Wenn in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sinngemäss ein Abzug von über 30 % geltend gemacht wird, ist darauf hinzuweisen, dass nach der Rechtsprechung der Abzug für sämtliche in Betracht fallenden Umstände (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) gesamthaft zu schätzen ist, wobei der Abzug unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallender Merkmale auf höchstens 25 % zu beschränken ist (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc). Als abzugsbegründende Tatsache fällt hier einzig die leidensbedingte Einschränkung der Leistungsfähigkeit auch im Rahmen einer geeigneten leichteren Tätigkeit in Betracht. Da - wie das Eidgenössische Versicherungsgericht im Urteil W. vom 9. Mai 2001 (I 575/00) festgestellt hat - die Teilzeitbeschäftigung sich bei Frauen insbesondere bei einem Pensum von 50 % gemäss Tabelle 6* der LSE 1998 (S. 20) im Vergleich zu einer Vollzeitbeschäftigung sogar proportional lohnerhöhend auswirkt, lässt sich gestützt auf diese Tatsache im vorliegenden Fall kein Abzug von den Tabellenlöhnen rechtfertigen. Wenn die Vorinstanz einen Abzug von insgesamt 10 % zugelassen hat, so trägt dies den tatsächlichen Gegebenheiten Rechnung. c) Bei einer Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (Valideneinkommen von Fr. 64'688.- und Invalideneinkommen von Fr. 39'879.-) resultiert ein Invaliditätsgrad von 38 %. Da damit keine Invalidität in anspruchsbegründendem Ausmass mehr vorliegt, sind die Voraussetzungen für die revisionsweise Rentenaufhebung erfüllt.