Citation: 4C.371/2004 10.01.2005 E. 1

1.1 Mit Kaufvertrag vom 31. August 2001 übertrugen A.________ (Kläger) und seine Ehefrau der C.________ SA ihre Beteiligungen von je 100 % an der B.________ AG (Beklagte), der D.________ AG und der E.________ SA. Im Rahmen dieses Kaufvertrages vereinbarten die Parteien, dass der Kläger Geschäftsführer der Gesellschaften gemäss separatem Arbeitsvertrag bleibe, in welchem seine Kompetenzen, Aufgaben und Unterschriftsberechtigung klar definiert werden. Das Jahressalär wurde im Kaufvertrag auf Fr. 130'000.-- festgelegt. Zudem wurde im Kaufvertrag vereinbart, dass der Kläger vom 1. Januar 2003 bis zum Rentenalter als externer Berater für die Beklagte tätig sein sollte. Der Arbeitsvertrag und Beratervertrag, die beide im Kaufvertrag erwähnt waren, wurden gleichentags vom Kläger und der Beklagten (vertreten durch die Verwaltungsräte der C.________ SA) als Anlagen zum Kaufvertrag unterzeichnet. Am 22. März 2002 stellte die Beklagte den Kläger frei. Trotz der bestehenden Meinungsverschiedenheiten fanden die Parteien in der Folge wieder zusammen. Am 23. Mai 2002 unterzeichneten sie eine als Arbeitsvertrag bezeichnete Vereinbarung. Am 22. Juli 2002 kam es aber erneut zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Parteien, worauf die Beklagte am 20. Dezember 2002 das Vertragsverhältnis als beendet erklärte und die Lohnzahlungen einstellte. 1.2 Am 14. Februar 2003 gelangte der Kläger an das Arbeitsgericht Gaster-See. Mit Entscheid vom 1. September 2003 verurteilte das Arbeitsgericht die Beklagte zur Zahlung von Fr. 9'000.-- sowie einer Entschädigung von Fr. 9'000.-- wegen fristloser Entlassung und wies die Klage im Mehrbetrag ab (Ziff. 1); den Kläger verpflichtete es zur Rückgabe seines Geschäftswagens (Ziff. 2). 1.3 Mit Entscheid vom 2. September 2004 hiess das Kantonsgericht die Berufung der Beklagten gut und hob Ziffer 1 des angefochtenen Entscheides auf. Es entschied, auf die Klage werde nicht eingetreten; denn die Vereinbarung vom 23. Mai 2002 sei nicht als Arbeitsvertrag, sondern als Auftrag zu qualifizieren; das Arbeitsgericht Gaster-See sei daher für die Beurteilung der eingeklagten Forderungen sachlich nicht zuständig gewesen. 1.4 Gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen erhebt der Kläger sowohl eidgenössische Berufung als auch staatsrechtliche Beschwerde. Mit Berufung rügt er, die Vorinstanz habe die Vereinbarung vom 23. Mai 2002 zu Unrecht als Auftrag qualifiziert und dabei Art. 18 OR, Art. 343 Abs. 2 OR, Art. 8 ZGB sowie Art. 63 Abs. 2 OG verletzt. Die Beklagte schliesst auf Nichteintreten; eventuell auf Abweisung der Berufung.