Citation: 4P.225/2002 03.02.2003 E. 2

Die Beschwerdeführerin hat sich im kantonalen Verfahren auf den Standpunkt gestellt, die Benutzung des Mietobjektes sei nach dem vereinbarten Ende des Mietverhältnisses per 31. Oktober 1998 zunächst aufgrund einer einmaligen Erstreckung - während der Zeit vom 1. November 1998 bis am 15. April 1999 - und anschliessend aufgrund eines faktischen Mietverhältnisses - während der Zeit vom 1. Mai 1999 bis am 31. März 2000 - weitergeführt worden. 2.1 Im angefochtenen Urteil hat das Kantonsgericht festgehalten, dass die Beschwerdeführerin den Beweis für die einmalige Erstreckung des Mietverhältnisses vom 1. November 1998 bis am 15. April 1999 nicht erbracht habe. Zur Begründung wurde u.a. ausgeführt, der eingereichte Vereinbarungsentwurf sei nicht von allen Parteien unterzeichnet worden; ferner habe die Beschwerdeführerin in ihrer Korrespondenz selbst die Meinung vertreten, eine Erstreckungsvereinbarung sei nicht zustande gekommen. 2.2 Die Kritik der Beschwerdeführerin, diese Beweiswürdigung sei willkürlich, erweist sich als unbegründet. Zu Recht beanstandet die Beschwerdeführerin die Feststellung der Vorinstanz nicht, dass eine allseits unterzeichnete Urkunde nicht im Recht liege. Vielmehr scheint sie die Zustimmung aller Beteiligten aus verschiedenen Schreiben der jeweiligen Rechtsvertreter der Beteiligten herleiten zu wollen. Ebenfalls zutreffend weist das Kantonsgericht darauf hin, dass die Beschwerdeführerin im Schreiben vom 14. März 2000 die Auffassung vertreten habe, dass die "Vereinbarung betr. einmaliger Erstreckung des Mietverhältnisses ... nie unterzeichnet" worden sei. Wenn aber eine von allen Beteiligten unterschriebene Urkunde nicht vorliegt und die Beschwerdeführerin in ihrer Korrespondenz selbst die Meinung vertritt, es sei keine Vereinbarung bezüglich einer einmaligen Erstreckung abgeschlossen worden, erweist sich die Meinung des Kantonsgerichtes nicht als willkürlich, die Beschwerdeführerin habe den Nachweis des Abschlusses einer entsprechenden Vereinbarung nicht erbracht. 2.3 Wenn die Feststellung des Kantonsgerichtes, der Abschluss einer Erstreckungsvereinbarung für die Zeit vom 1. November 1998 bis am 15. April 1999 sei nicht nachgewiesen, nicht willkürlich ist, ist nicht weiter auf die Rüge einzugehen, der Verzicht auf die Abnahme von Beweisen im Hinblick auf die Festsetzung des Entgeltes für die Benutzung des Mietobjektes während des behaupteten faktischen Mietverhältnisses für die Zeit vom 1. Mai 1999 bis am 31. März 2000 stelle eine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung dar. Wie sich in der Berufung nämlich ergeben wird, hat das Kantonsgericht zutreffend festgehalten, dass das Mietverhältnis nach dem vereinbarten Ende am 31. Oktober 1998 gemäss Art. 266 Abs. 2 OR stillschweigend während der ganzen Zeit vom 1. November 1998 bis am 31. März 2000 fortgesetzt worden sei. Unter diesen Umständen erübrigen sich Erhebungen über das Entgelt im Rahmen eines faktischen Mietverhältnisses.