Citation: I 219/00 27.04.2001 E. 3

3.- Die Vorinstanz begründet ihren Abschreibungsentscheid vom 1. März 2000 damit, dass nach der Praxis im Kanton Solothurn die Verwaltung bis zum Ende des Instruktionsverfahrens das Recht habe, die angefochtene Verfügung pendente lite aufzuheben. Die IV-Stelle habe nach entsprechender Gelegenheit zur Stellungnahme die Verfügung aufgehoben, weshalb ein Anfechtungsobjekt nicht mehr bestanden habe und das Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben gewesen sei. Die IV-Stelle habe mit der pendente lite erlassenen Verfügung zugesichert, die Situation nochmals zu überprüfen. Diese Argumentation ist unbehelflich. Zum einen erfolgte die pendente lite erlassene Verfügung - wie im Übrigen die IV-Stelle in ihrer Stellungnahme vom 24. Februar 2000 selbst einräumte - nach Einreichung der Vernehmlassung, sodass der Verfügung lediglich die Qualifikation eines Antrages an das Gericht zukommt (Erw. 2 hievor). Zum andern hat die Verwaltung dem Antrag in der vorinstanzlichen Beschwerde, der - unter Aufhebung der Verfügungen vom 6. September 1999 - auf Übernahme der Transportkosten als notwendige medizinische Massnahmen bzw. Eingliederungsmassnahmen lautete, klarerweise nicht entsprochen, sodass nach der Rechtsprechung nicht von Gegenstandslosigkeit gesprochen werden kann. Das kantonale Gericht hätte daher die Beschwerde nicht abschreiben dürfen, sondern materiell behandeln müssen. Dies wird nachzuholen sein, weshalb die Sache in Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens kann offen bleiben, ob und inwiefern die nach Abschluss des Schriftenwechsels geltend gemachte Tatsache, dass die Verwaltung bis zum 23. Januar 2001 keine neue Verfügung erlassen hat, berücksichtigt werden kann.