Citation: 1P.440/2004 09.12.2004 E. 9

9.1 Die Beschwerdeführerin bringt (S. 9 Art. 5) vor, die Beschlagnahmen umfassten alle ihre Vermögenswerte, so dass sie nicht mehr in der Lage sei, den Betrieb weiterzuführen. Dies stelle einen klaren Verstoss gegen die Eigentumsgarantie und die Wirtschaftsfreiheit dar. Jede Betriebsführung setze flüssige Geldmittel voraus. Ohne diese könne auch der Blumenladen nicht weitergeführt werden. Damit erweise sich der angefochtene Beschluss ebenso als unverhältnismässig und willkürlich. 9.2 Diese Ausführungen genügen den Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht. Die Beschwerdeführerin lässt ausser Acht, dass es im vorliegenden Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nicht um die Beschlagnahme aller ihrer Vermögenswerte geht, sondern einzig um das Liegenschaftskonto bei der Bank A.________. Dazu bringt sie hinreichend substantiiert aber nichts vor. Sie vermengt vielmehr verschiedene Verfassungsrügen auf engstem Raum. Das gilt ebenso für ihre Ausführungen am Anfang der Beschwerde (S. 4 Art. 1), soweit sich diese überhaupt auf den Gegenstand des Verfahrens beziehen. Wenn die Beschwerdeführerin vorbringt, alle ihre Vermögenswerte seien beschlagnahmt, steht das sodann in Widerspruch dazu, dass die Anklagekammer - nachdem bereits der Untersuchungsrichter ein Konto freigegeben hatte - im angefochtenen Beschluss die Beschlagnahme in Bezug auf ein weiteres Konto aufgehoben hat. Aus den Akten (Ordner I/3) ergibt sich im Übrigen, dass zusätzliche Konten freigegeben wurden, eine Bank die Kontosperre unterliess und eine andere trotz Sperre Vergütungen für Lohnzahlungen ausführte (Ordner I/3). 9.3 Inwiefern die Erwägungen der Anklagekammer (S. 12) zum Liegenschaftskonto der Bank A.________ die verfassungsmässigen Rechte der Beschwerdeführerin verletzen sollten, ist im Übrigen nicht ersichtlich. Es ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn die Anklagekammer annimmt, dass hier hinreichende Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass das Konto Vermögenswerte deliktischer Herkunft umfassen könnte. Zutreffend ist sodann die Erwägung der Anklagekammer, dass eine Beschlagnahme auch im Hinblick auf die Durchsetzung einer Ersatzforderung gemäss Art. 59 Ziff. 2 StGB erfolgen kann. Die Anklagekammer legt dar, nach den Aussagen von Y.________ habe die Z.________ GmbH allein im Jahre 2003 einen Umsatz von ca. 1,2 Millionen Franken erzielt, wovon sich zwei Drittel oder noch weit mehr aus dem Verkauf von Hanfstecklingen ergeben hätten. Da somit die Möglichkeit besteht, dass über Fr. 800'000.-- deliktisch erworben sein könnten, ist die Beschlagnahme des Liegenschaftskontos, das am 4. Mai 2004 einen Saldo von Fr. 45'281.45 aufwies (Ordner I/3), nicht unverhältnismässig.