Citation: 6B_265/2007 11.12.2007 E. 4

Subjektiv erfordert der Tatbestand von Art. 90 Ziff. 2 SVG ein rücksichtsloses oder sonst schwerwiegend verkehrswidriges Verhalten, d.h. ein schweres Verschulden, bei fahrlässigem Handeln mindestens grobe Fahrlässigkeit. Diese ist zu bejahen, wenn der Täter sich der allgemeinen Gefährlichkeit seiner verkehrswidrigen Fahrweise bewusst ist. Grobe Fahrlässigkeit kann aber auch vorliegen, wenn der Täter die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer pflichtwidrig gar nicht in Betracht gezogen, also unbewusst fahrlässig gehandelt hat. In solchen Fällen ist grobe Fahrlässigkeit zu bejahen, wenn das Nichtbedenken der Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auf Rücksichtslosigkeit beruht. Rücksichtslos ist unter anderem ein bedenkenloses Verhalten gegenüber fremden Rechtsgütern. Dieses kann auch in einem blossen (momentanen) Nichtbedenken der Gefährdung fremder Interessen bestehen (BGE 131 IV 32 E. 5.1, mit Hinweisen). Die Vorinstanz stellt in tatsächlicher Hinsicht fest, dass sich mehrere Verkehrsteilnehmer bei der Polizei meldeten, um die schwankende Fahrweise des Beschwerdeführers auf der Autobahn anzuzeigen. Bei der polizeilichen Überwachung konnten nicht weniger als drei Vorfälle festgestellt werden, die sich alle innerhalb weniger Minuten abspielten, und darin gipfelten, dass er während mehreren Sekunden grundlos die Mittellinie befuhr, sie um ca. einen halben Meter überragte und den Lenker des überholten Fahrzeuges derart abdrängte, dass dieser stark abbremsen und ausweichen musste. Sowohl auf der Überhol- als auch auf der Normalspur herrschte reges Verkehrsaufkommen. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dass unter den gegebenen Umständen von einem länger dauernden und schweren Mangel an Aufmerksamkeit auszugehen sei, unabhängig davon, ob der Beschwerdeführer die konkrete Gefährdung in Kauf genommen oder unbewusst fahrlässig gehandelt habe. Es liege zumindest eine unbewusste grobe Fahrlässigkeit vor. Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, geht fehl. Ausgehend vom verbindlich festgestellten Sachverhalt kann von einem blossen "Sekundenvergehen" nicht die Rede sein. Ebenso wenig ist ersichtlich, was zu seinen Gunsten abzuleiten wäre aus dem Umstand, dass er eine Fahrpause einlegte, da feststeht, dass sich die Vorfälle allesamt nachher ereigneten und er seine Aufmerksamkeit auch dann offensichtlich nicht gezielt auf den Verkehr richtete. Im Übrigen bestreitet er den Vorwurf gestützt auf seine eigene Darstellung des Sachverhalts, was unzulässig ist. Dass und inwiefern der angefochtene Entscheid Bundesrecht verletzen soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich.