Citation: 6B_661/2014 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer rügt, der Tatbestand der versuchten, vorsätzlichen Tötung sei weder in objektiver noch in subjektiver Hinsicht erfüllt. Die Gefahr tödlicher Verletzungen sei - entgegen der Vorinstanz - als gering zu qualifizieren. Für die Annahme einer versuchten, vorsätzlichen Tötung hätten konkrete Handlungen vorliegen müssen, welche geeignet gewesen wären, den Tod unmittelbar herbeizuführen. Das Taschenmesser sei für die Zufügung derartiger Verletzungen ungeeignet, zumal die Klinge nur 8.5 cm lang und einseitig geschliffen sei. Der Hinterkopf sei durch Schädelknochen derart gut geschützt, dass eine tödliche Hirnverletzung mit dem Taschenmesser ausgeschlossen sei. Diese Schlussfolgerung ergebe sich auch aus dem rechtsmedizinischen Gutachten, welches festhalte, dass keine Lebensgefahr bestand. Zumal er ein Messer verwendet habe, welches nicht oder nur in sehr unwahrscheinlichen Fällen geeignet sei, tödliche Verletzungen herbeizuführen, habe er den möglichen Tod von B.________ nicht in Kauf genommen.