Citation: 4A_11/2016 E. 5

Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung von Art. 321 OR, Art. 321c OR, Art. 13 ArG, Art. 8a ArGV 2, Art. 15 ArGV 2 und Art. 27 BV, indem die Vorinstanz auf den vorliegenden Fall die mit BGE 126 III 337 begründete Rechtsprechung angewendet habe. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei für die vom Beschwerdegegner geleisteten Pikettdienste nicht zwingend eine Entschädigung in der Höhe des normalen Jahresnettostundenlohns zuzüglich eines Zuschlags von 25 % geschuldet. Es könne nicht dem Willen des Gesetzgebers entsprochen haben, einen Arbeitnehmer für "Schlafstunden " zwingend mit dem ordentlichen Lohn samt Zuschlag von 25 % zu entschädigen.