Citation: 1A.23/2006 03.11.2006 E. B

Nach Inkrafttreten des Bundesgesetzes über den Wald vom 4. Oktober 1991 (WaG; SR 921.0) musste der rechtliche Status der "Waldsiedlungen" in St. Moritz und in anderen Bündner Gemeinden bereinigt werden. 1996/97 wurden im Gebiet "God Laret" Waldfeststellungen vorgenommen. Am 21. Januar 2001 legte die Gemeinde den Stimmbürgern die noch ausstehende Teilgebietsplanung "God Laret" vor, die bei der Totalrevision der Ortsplanung 1999/2000 ausgespart worden war. Die Vorlage sah eine grössere zusammenhängende Bauzone vor, welche die Rodung einer Waldfläche von rund 16'000 m² bedingt hätte. Auf jeder Parzelle hätten maximal 600 m² Bruttogeschossfläche (BGF) realisiert werden können. Die Vorlage wurde mit grossem Mehr abgelehnt. Daraufhin arbeitete die Gemeinde einen neuen Entwurf aus, wonach pro Parzelle maximal noch 400 m² BGF hätten realisiert werden können; die Rodungsfläche hätte nur noch 117 m² betragen. Dieser Entwurf stiess auf den Widerstand der Grundeigentümer, weil keine angemessene Erweiterung der bestehenden Bauten mehr möglich sei. Aufgrund des Vernehmlassungsergebnisses überarbeitete die Gemeinde den Entwurf. Sie erhöhte die maximal zulässige BGF pro Gebäude auf 500 m², was eine Rodungsfläche von 856.4 m² bedingte. Der überarbeitete Entwurf der Teilgebietsplanung wurde vom 27. Juni bis 26. Juli 2002 öffentlich aufgelegt, zusammen mit einem entsprechenden Rodungsgesuch der Gemeinde. Nach einem positiven Vorprüfungsbericht des Kantonalen Amts für Raumplanung wurde die Teilgebietsplanung "God Laret" bereinigt; die Rodungsfläche wurde weiter reduziert auf 700,9 m2. Der bereinigte Entwurf wurde vom 5. Juni bis 4. Juli 2003 öffentlich aufgelegt.