Citation: 8C_594/2023 E. A

A.________, geboren 1969, wohnt in X.________ (Deutschland). Seit Juni 1990 arbeitete sie als gelernte Psychiatrie-Schwester in der Klinik B.________. In dieser Eigenschaft war sie bei der Bâloise Versicherung AG (fortan: Basler oder Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Gemäss Unfallmeldung vom November 1995 kam es am 14. Juni 1991 anlässlich einer Blutentnahme bei einem suchtkranken Patienten, welcher an einer chronischen Hepatitis-C-Virus-Infektion litt, zu einer Nadelstichverletzung. Bei diesem Ereignis infizierte sich A.________ mit dem Hepatitis-C-Virus, was erstmals im Oktober 1995 diagnostiziert wurde. Die Basler erbrachte hierfür die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Ab 1. Januar 1997 richtete sie A.________ eine Invalidenrente basierend auf einer unterschiedlich hohen unfallbedingten Erwerbseinbusse aus; zuletzt seit 1. Januar 2004 - in Übereinstimmung mit dem Invaliditätsgrad der Invalidenversicherung - aufgrund einer Erwerbseinbusse von 41% (Verfügung vom 22. Juni 2005). Im Herbst 2015 erteilte die Basler Kostengutsprache für eine medikamentöse Therapie zur Behandlung der Hepatitis-C-Erkrankung, worauf der behandelnde med. pract. C.________ am 26. September 2016 berichtete, mangels nachweisbarer Viruslast sei nunmehr von einer Ausheilung der Hepatitis C auszugehen. Bei einem Invaliditätsgrad von 0% verneinte die Basler - nach Gewährung einer dreimonatigen Übergangsfrist - ab 1. Juni 2017 revisionsweise einen Rentenanspruch (Verfügung vom 28. Februar 2017) und hielt mit Einspracheentscheid vom 27. April 2018 daran fest.