Citation: 9C_262/2013 E. 2.2

2.2. Bei der Prüfung des invalidenversicherungsrechtlichen Status hat eine einlässliche Würdigung der gesamten Umstände im konkreten Fall Platz zu greifen. Insbesondere darf etwa bei Frauen mit Kindern nicht einzig auf die bzw. eine allgemeine Lebenserfahrung abgestellt werden (Urteil 9C_915/2012 vom 15. Mai 2013 E. 4.1 und 4.2.2; Ulrich Meyer, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 2. Aufl. 2010, S. 52). Vorliegend ist der finanzielle Aspekt von grosser Bedeutung für die Statusfrage, was auch die Beschwerdeführerin nicht bestreitet. Die Vorinstanz hat den Anteil der Erwerbstätigkeit von 0,65 ab Oktober 2006 bzw. 0,73 ab Januar 2011 nicht nur gestützt auf die Vorbringen der Versicherten in der Beschwerde festgesetzt, sondern auch gestützt auf die beiden Abklärungsberichte Haushalt vom 25. März 2008 und 9. Februar 2012. Im Letzteren im Besonderen wurde eine Erwerbstätigkeit von 80 % ab Januar 2011 angenommen, da der Ehemann nun weniger Alimente bezahle, wie das kantonale Gericht unwidersprochen festgestellt hat. Weitere Umstände hat die Vorinstanz nicht explizit geprüft bzw. deren Relevanz für die Frage des Umfangs einer ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgeübten Erwerbstätigkeit implizit verneint. Das lässt sich nicht beanstanden. Weder das Alter der Versicherten (58 im Verfügungszeitpunkt) noch die Tatsache, dass sie lediglich die Primarschule besuchte und über keinen Lehrabschluss verfügt, lassen die Feststellung einer Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall von 65 % ab Oktober 2006 bzw. 73 % ab Januar 2011 als offensichtlich unrichtig, d.h. willkürlich erscheinen (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 134 V 53 E. 4.3 S. 63). Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin vor, die Beschwerdegegnerin erhalte seit xxx von ihrem Ehemann 500 Franken weniger Alimente im Monat, weil dieser frühzeitig in Pension gegangen sei. Sinngemäss laufe die Berücksichtigung dieses Umstandes bei der Statusprüfung darauf hinaus, dass die Invalidenversicherung für die finanziellen Trennungs- und Scheidungsfolgen aufkommen müsse. Dieses Argument sticht schon deshalb nicht, weil die Gründe für die vorzeitige Pensionierung des seit yyy getrennt lebenden Ehemannes der Versicherten nicht bekannt sind. Abgesehen davon macht die Beschwerdeführerin nicht geltend und es bestehen auch auch keine diesbezüglichen Anhaltspunkte in den Akten, dass die Beschwerdegegnerin auf die weggefallenen Unterhaltszahlungen nicht angewiesen wäre. Nicht einzugehen ist im Übrigen auf die theoretischen Erörterungen in der Beschwerde, u.a. dass bei der Prüfung des invalidenversicherungsrechtlichen Status von Ehefrauen von EL-Ansprechern "wohl allzu oft und unbewusst" eine Zumutbarkeitsbeurteilung Platz greife (vgl. BGE 134 V 53 E. 4.1 S. 61 und BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508). Die Beschwerdeführerin zeigt nicht ansatzweise die Relevanz für den hier zu beurteilenden Fall auf.