Citation: 4A_7/2024 E. B

Mit Klage vom 14. September 2021 beantragte die Versicherte dem Handelsgericht des Kantons St. Gallen, die Versicherung sei zu verpflichten, ihr Fr. 684'930.-- nebst Zins zu 5 % seit 27. November 2020 "schuldig anzuerkennen und zu bezahlen". Zur Begründung brachte die Versicherte vor, der Bundesrat habe per 1. Oktober 2020 das Verbot von Grossveranstaltungen mit mehr als 1'000 Personen aufgehoben und per 29. Oktober 2020 erneut ein Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen erlassen. Damit sei ein neues Schadenereignis eingetreten, das wiederum bis Fr. 1'000'000.-- gedeckt sei. Für das zweite Schadenereignis schulde ihr die Versicherung Fr. 684'930.--. Aus dem ersten Schadenereignis seien noch Fr. 94'552.-- geschuldet. Letzteren Betrag habe die Versicherung am 18. November 2020 schriftlich anerkannt. Am 1. Juni 2022 beschränkte der Handelsgerichtspräsident das Verfahren auf die Frage, ob mit dem Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen per 29. Oktober 2020 ein zweites Schadenereignis eingetreten sei und dafür eine Versicherungsdeckung bestehe. In der Replik präzisierte die Versicherte, der Betrag von Fr. 94'552.-- aus dem ersten Schadenereignis (Differenzbetrag) sei als Teilbetrag in ihrem Rechtsbegehren enthalten. Am 8. November 2023 wies das Handelsgericht die Klage im Betrag von Fr. 590'378.-- nebst Zins ab (Dispositiv-Ziffer 1). Was den Differenzbetrag von Fr. 94'552.-- betraf, ordnete es die Weiterführung des Verfahrens an (Dispositiv-Ziffer 2). Den Entscheid über die Prozesskosten vertagte es bis zum Endentscheid (Dispositiv-Ziffer 3).