Citation: 9C_638/2013 E. 4.1

4.1. Läge nämlich ein solcher Tatbestand vor, dürfte die Beschwerdeführerin nicht ohne Weiteres, sondern nur dann zu ihren Gunsten abweichend von materiellem Recht behandelt werden, wenn dies notwendig wäre, um (im Hinblick auf in diesem Zusammenhang getroffene Dispositionen) einen gewichtigen Nachteil von ihr abzuwenden (vgl. für Fälle des Vertrauensschutzes infolge pflichtwidrig unterlassener Information: BGE 131 V 472 E. 5 S. 480). Entgegen der Auffassung der Klägerin gefährdet die im Vertrauen auf die bisherige Rechtslage getätigte Disposition (Immobilienerwerb) die Vorsorge nicht: Unter dem neuen reglementarischen Regime führt der Vorbezug eines Teils der Freizügigkeitsleistung zu einer Verlagerung von rentenbildendem Vorsorgevermögen in Eigenkapital für selbstgenutztes Wohneigentum. Dieses ist ebenfalls vorsorgewirksam (Art. 30a ff. BVG; Botschaft über die Wohneigentumsförderung mit den Mitteln der beruflichen Vorsorge vom 19. August 1992, BBl 1992 VI 249). Wohl ist mit der fraglichen Disposition eine Kürzung der Rentenleistungen aus beruflicher Vorsorge (um etwa 15 Prozent) verbunden. Dem steht jedoch ein Entlastungseffekt durch entsprechend niedrigeren Fremdkapitalbedarf und die - an kein Alter gebundene - "Wohngarantie" gegenüber. Die Beschwerdeführerin, die im Zeitpunkt der Antragstellung noch mindestens 13 aktive Versicherungsjahre vor sich hatte, begründet nicht näher, weshalb ihr übriger Lebensunterhalt im Rentenalter trotz dieser Entlastung insgesamt gefährdet sein soll. Immerhin wird sie in der verbleibenden Zeit als aktive Versicherte die Möglichkeit zu Wiedereinkäufen bis zum Umfang des bezogenen Betrags (vgl. Art. 30d BVG; Art. 1 Abs. 2 und Art. 4 Reglement Nr. 4 der Beschwerdegegnerin) haben.