Citation: C 184/06 06.11.2006 E. 2

2.1 Der Arbeitgeber begründete die Beendigung des Arbeitsverhältnisses damit, der Beschwerdeführer habe am 25. Oktober 2005 und am 15. November 2005 je eine Sachbeschädigung an der Produktionsanlage begangen. Beide Vorfälle sind mit Schadenrapporten belegt. Der Versicherte macht nun insbesondere geltend, er habe beim ersten Ereignis mit einem Eisenschlüssel auf das Treppengeländer geschlagen, um - bei hohem Lärmpegel - Arbeitskollegen darauf aufmerksam zu machen, dass er am Produktionsband Hilfe benötige. Beim zweiten Vorfall habe er wiederum mit einem Eisenschlüssel auf eine Signallampe geschlagen, weil diese ausgefallen sei und er einen Wackelkontakt vermutet habe. Der Umstand, dass beim Versuch, die Lampe wieder zum Leuchten zu bringen, diese unglücklicherweise beschädigt worden sei, entspreche nicht einer mutwilligen Sachbeschädigung. Es habe nie die Absicht bestanden, den Arbeitgeber in irgend einer Art und Weise zu schädigen, was durch die geleistete beträchtliche Überzeit im Interesse des Arbeitgebers dokumentiert werde. Dieser Darstellung muss allein schon entgegengehalten werden, dass der Beschwerdeführer beide Schadenrapporte unterzeichnet hat und damit sein Einverständnis mit der jeweiligen ausdrücklichen Feststellung bekundet hat, es handle sich um mutwillige Beschädigungen. 2.2 Dem Versicherten ist mit dem kantonalen Gericht zuzugestehen, dass das Vorgehen des Arbeitgebers, der erst geraume Zeit nach den fraglichen Vorfällen zum Mittel der fristlosen Kündigung griff, nicht ohne weiteres nachvollziehbar erscheint. Der Beschwerdeführer hat denn auch vor dem Friedensrichter faktisch eine Umwandlung in eine ordentliche Kündigung erreicht. Wäre die ursprüngliche fristlose Kündigung aber, wie der Versicherte behauptet, in dem Sinne eine missbräuchliche gewesen, als die Sachbeschädigungen nur als Vorwand benutzt worden wären, um auf Kosten des betroffenen Arbeitnehmers eine Stelle aus wirtschaftlichen oder betrieblichen Gründen abbauen zu können, so hätte er dies im arbeitsgerichtlichen Verfahren zumindest geltend machen müssen und sich nicht mit den im friedensrichterlichen Vergleich vom 26. Januar 2006 enthaltenen Zugeständnissen begnügen dürfen. Somit bleibt es bei der Annahme, dass die vom Beschwerdeführer verschuldeten Ereignisse den Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses und für den Eintritt der Arbeitslosigkeit bildeten. Die Vorinstanzen haben den Tatbestand des Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG zu Recht - und ohne bei dieser Einschätzung das rechtliche Gehör des Versicherten verletzt zu haben - als erfüllt angesehen.