Citation: 5A_535/2020 E. B

B.a. Mit Eheschutzentscheid vom 23. Oktober 2015 stellte das Regionalgericht Bern-Mittelland das Kind unter die Obhut der Mutter. Zusätzlich regelte das Gericht das (provisorische) Besuchsrecht des Vaters. Für C.________ wurde eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 ZGB errichtet. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Oberaargau (im Folgenden: KESB Oberaargau) wurde mit dem Vollzug der angeordneten Massnahmen betraut. Nach einer Ausweitung der Beistandschaft auf Art. 308 Abs. 2 ZGB erfuhr das Kontaktrecht zwischen Vater und Kind in der Folge mehrere Anpassungen. B.b. Mit Entscheid vom 24. September 2018 beauftragte die KESB Oberaargau die Beiständin, ein Besuchsrecht für den Vater auszuarbeiten und der KESB Oberaargau entsprechende Empfehlungen abzugeben. Die Beiständin beantragte der Vorinstanz mit Schreiben vom 10. April 2019 eine behördliche Anhörung der Eltern, da keine zufriedenstellende Besuchsregelung habe festgelegt werden können. B.c. Mit Entscheid vom 6. Juni 2019 regelte die KESB Oberaargau das Besuchsrecht des Vaters neu und beschränkte die Besuche auf einen Sonntag pro Monat. B.d. Auf Beschwerde des Vaters hin hob das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht des Kantons Bern (Obergericht) den Entscheid der KESB Oberaargau wegen einer Verletzung des rechtlichen Gehörs auf und wies die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück (Entscheid vom 28. August 2019). Nach einer Anhörung beider Elternteile entschied die KESB Oberaargau am 30. Januar 2020 neu wie folgt (Dispositiv-Ziff. 1) : "a) Die Besuche finden am zweiten und am vierten Sonntag im Monat von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr statt. b) Der Kindsvater holt C.________ jeweils pünktlich ab und bringt sie pünkt lich zurück nach Hause. c) Die Beiständin macht einen Besuchsplan mit den Daten der Besuchstage. d) Die Beiständin führt mit den Kindseltern Quartalsgespräche durch und stellt der KESB entsprechende Anträge." B.e. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ Beschwerde beim Obergericht des Kantons Bern. Sie stellte den folgenden Antrag: "1. [...] Die Besuche zwischen dem Kindsvater [...] und C.________ [...] finden während sechs Monaten seit Rechtskraft des vorliegenden Entscheids jeweils am letzten Sonntag im Monat von 09.00 Uhr - 18.00 Uhr statt, wobei der Kindsvater C.________ bei der Kindsmutter abholt und sie wieder zu ihr zurückbringt. Nach Ablauf dieser sechs Monate soll C.________ gefragt werden, ob sie eine Änderung wünsche, wobei ihre Sichtweise von einer Be zugsperson, in Abwesenheit der Kindsmutter, aufgenommen wird. Zusätzlich holt der Kindsvater C.________ wöchentlich [gemäss Korrektur vom 20. Februar 2020: monatlich] an einem (von ihm noch auszuwählenden) Wochentag um 12.35 Uhr von der Schule in Solothurn ab und bringt sie um 18.00 Uhr wieder zur Kindsmutter zurück." Eventualiter beantragte A.________, die Sache an die KESB Oberaargau zurückzuweisen mit der Anweisung, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig abzuklären und anschliessend das Besuchsrecht des Vaters neu festzulegen. Am 31. März 2020 reichte sie ausserdem eine Dokumentation über den Verlauf des Besuchsrechts ab Februar 2020 nach und stellte den Antrag, bei der Therapeutin von C.________, lic. phil. D.________, einen aktuellen Bericht zu den Vorstellungen und Wünschen von C.________ betreffend den Kontakt zum Vater einzuholen. B.f. Mit Entscheid vom 27. Mai 2020 wies das Obergericht die Beschwerde ab. Wie sich aus der Entscheidbegründung ergibt, wurde auch der Antrag der Beschwerdeführerin abgewiesen, einen Bericht der Therapeutin einzuholen.