Citation: C 77/04 24.12.2004 E. 4

4.1 Der 1966 geborene Beschwerdeführer verfügt über eine abgeschlossene Berufslehre zum kaufmännischen Angestellten sowie über ein Managementdiplom des Instituts Y.________ vom 22. April 1995 und 16. Dezember 1998. Er arbeitete nach der Berufslehre einige Jahre als Sachbearbeiter im betrieblichen Rechnungswesen und danach ab 1988 im Bereich des Getränkehandels zuerst als stellvertretender Geschäftsführer, danach als Regionalverkaufsleiter. Ziel des Lehrgangs "Marketingplaner/in" ist (gemäss der im Verwaltungsverfahren aufgelegten Broschüre des Ausbildungszentrums X.________) die Erarbeitung eines praxisnahen Basiswissens im Marketing für den beruflichen Alltag und die Vorbereitung auf die Berufsprüfung zum Marketingplaner mit eidg. Fachausweis. Der eidg. Fachausweis bescheinigt, dass sein Inhaber in der Lage ist, eine Kaderposition im Marketingbereich wahrzunehmen. Der am Ausbildungszentrum X.________ angebotene Kurs dauert ein Jahr, wobei der Unterricht ausschliesslich an Samstagen erfolgt. Er richtet sich unter anderem an Marketing- und Verkaufspraktiker, welche die eidg. Fachprüfung ablegen wollen, Unternehmer und Geschäftsführer, die ihren Betrieb nach modernen Grundsätzen des Marketings führen möchten, Kaderleute und Sachbearbeiter, die sich praxisorientiert weiterbilden möchten und Nachwuchskräfte, die sich auf eine Laufbahn in einer Managementfunktion vorbereiten. 4.2 Es ist zwar zuzugestehen, dass der Beschwerdeführer in den zuletzt innegehabten Funktionen eines stellvertretenden Geschäftsführers und Regionalverkaufsleiters im Getränkehandel sich auch gewisse Kenntnisse im Marketing aneignen und umsetzen musste und die Ausbildung zum Marketingplaner insoweit den Charakter einer beruflichen Weiterbildung im arbeitslosenversicherungsrechtlichen Sinne hat. Indessen handelt es sich beim Kurs zum Marketingplaner mit eidg. Fachausweis in Berücksichtigung der Umstände um eine darüber hinaus gehende Ausbildung mit höherem Berufsziel. Im Vordergrund steht das bildungsmässige und wirtschaftliche Fortkommen und nicht die Verbesserung der Einsatzmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, indem die streitige Vorkehr dem Versicherten im Wesentlichen den Aufstieg in leitende Positionen der Marketingbranche ermöglichen soll (vgl. ARV 1993/94 Nr. 5 S. 44 Erw. 2). Dafür sprechen, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, nicht zuletzt auch die persönlichen Arbeitsbemühungen des Beschwerdeführers, die überwiegend im Bereich von Kaderfunktionen (Key Account Manager, Gebiets- und Verkaufsleiter) erfolgten, was auch durch die letztinstanzlichen aufgelegten Dokumente belegt ist. Es erscheint daher naheliegend, dass er den Lehrgang am Ausbildungszentrum X.________ auch besuchen würde, wenn er - bei im Übrigen gleichen Verhältnissen - nicht arbeitslos wäre, zumal eine solche Weiterbildung, die berufsbegleitend besucht werden kann, angesichts des beruflichen Werdeganges und des Alters des Versicherten erfahrungsgemäss durchaus üblich ist (BGE 111 V 276; ARV 1993/94 Nr. 6 S. 44 Erw. 2). Nach dem Gesagten überwiegen die Aspekte einer allgemeinen beruflichen Weiterbildung. Der Beschwerdeführer vermag trotz der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt auf Grund seiner Ausbildungen und der breiten Berufserfahrungen auch ohne den gewünschten Kurs eine Anstellung in seinem angestammten oder in verwandten Tätigkeitsgebieten zu finden. Von erschwerter Vermittelbarkeit kann nicht die Rede sein. Dass die gewünschte Vorkehr ihm die Möglichkeit eröffnen würde, sich auch ausserhalb des bisherigen Tätigkeitsbereichs zu bewerben, und damit die Aussichten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verbessert würden, ist nicht entscheidend. Praktisch jede berufliche Massnahme bringt wegen der dadurch vermittelten zusätzlichen Kenntnisse und Fertigkeiten Vorteile auf dem Arbeitsmarkt (vgl. ARV 1999 Nr. 12 S. 66 Erw. 2). Unter diesen Umständen ist der Einsatz von Präventivmassnahmen der Arbeitslosenversicherung nicht unmittelbar geboten. Der angefochtene Entscheid, mit welchem der geltend gemachte Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung zum Besuch des Lehrgangs "Marketingplaner/in" verneint wurde, ist damit nicht zu beanstanden.