Citation: 7B_783/2023 E. 8.5

8.5. Als teilweise begründet erweisen sich die Einwände der Beschwerdeführerin gegen die Ersatzforderung im Zusammenhang mit den Delikten zum Nachteil der C.________ GmbH. Grundsätzlich nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz der Berechnung den gesamten Betrag zugrunde legt, welcher der C.________ GmbH entzogen wurde (rund Fr. 180'000.--), abzüglich Fr. 50'000.-- privat beglichener Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Zwar fokussiert das Vermögenseinziehungsrecht nicht auf den Schaden der geschädigten Person, sondern auf finanziellen Profit, den die Täterschaft aus der Straftat gezogen hat (Urteil 6B_1360/2019 vom 20. November 2020 E. 3.4.1 mit Hinweis). Die Vorinstanz zeigt jedoch im Rahmen der rechtlichen Würdigung, teils unter Verweis auf die Erstinstanz (Art. 82 Abs. 4 StPO), schlüssig auf, weshalb sich die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann im Umfang von Fr. 130'000.-- bereichert haben. Jedoch wird der Beschwerdeführerin hinsichtlich der Entnahme von von Fr. 72'160.-- sowie den Privatentnahmen von D.A.________ in Form von Darlehen implizit mittäterschaftliches Handeln vorgeworfen. Was die Darlehen angeht, hält die Vorinstanz fest, dass D.A.________ rechtskräftig wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung verurteilt worden sei. Bei den Vorgängen rund um die Abhebung von Fr. 72'160.-- fehlt eine entsprechende Feststellung, zumindest ist aber auch dort von "beiden Beschuldigten" die Rede. Sind mehrere Personen an einer Tat beteiligt, sind die Ersatzforderungen anhand der Anteile, welche die einzelnen Täterinnen am Deliktserlös erhalten haben, festzusetzen. Kann dieser Anteil nicht ermittelt werden, hat eine Festlegung pro Kopf zu erfolgen (Urteil 6B_1166/2023 vom 13. Juni 2024 E. 2.2.1 mit Hinweis, zur Publikation bestimmt). Soweit die Beschwerdeführerin als Mittäterin gehandelt hat, kann ihr somit nicht der gesamte Deliktserlös als abschöpfbarer Vermögenszuwachs zugerechnet werden und ist die Ersatzforderung entsprechend zu reduzieren. Da anhand des angefochtenen Urteils nicht restlos klar ist, hinsichtlich welcher Vorgänge D.A.________ als Mitbeschuldigter gilt und wie weit er an den deliktisch erlangten Geldern beteiligt war bzw. zur Begleichung einer Ersatzforderung verpflichtet wurde, ist die Sache in diesem Punkt zur erneuten Prüfung an die Vorinstanz zurückzuweisen.