Citation: 5A_219/2017 E. 4.2

4.2. Umstritten ist sodann, ob hinsichtlich des Teilentscheids vom 23. Oktober 2013 eine Kostenausscheidung erfolgen muss. Das Obergericht hat keine solche Ausscheidung vorgenommen. Einerseits habe das Obergericht in einem sehr frühen Stadium klargestellt, welche Anträge der Beschwerdegegnerin mangels Beschwer nicht Thema des Berufungsverfahrens seien. Andererseits sei der Aufwand für den zwölfseitigen Teilentscheid im Vergleich zum 76-seitigen Berufungsentscheid vom 28. April 2015 und zum vorliegenden Berufungsentscheid vom 10. Februar 2017 von rund dreissig Seiten gering ausgefallen. Es sei sodann entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht zutreffend, dass die Beschwerdegegnerin durch ihren Antrag im Scheidungspunkt die Teilung der beruflichen Vorsorge hinausgeschoben habe. Als Stichtag für die Höhe der während der Ehe erworbenen Freizügigkeitsleistungen sei auf den 2. Februar 2013 (Ablauf der Rechtsmittelfrist gegen den erstinstanzlichen Entscheid und Eintritt der Rechtskraft im Scheidungspunkt) abgestellt worden. Der Beschwerdeführer hält daran fest, dass die Kosten des Teilentscheids vom 23. Oktober 2013 ausgeschieden werden müssten. Das Obergericht sei auf dreizehn Anträge der Beschwerdegegnerin nicht eingetreten. Der in diesem Zusammenhang angefallene Aufwand sei beträchtlich gewesen. Die Beschwerdegegnerin sei insoweit unterlegen, weshalb ihr nach Art. 106 Abs. 1 ZPO die Kosten aufzuerlegen seien. Art. 106 Abs. 1 ZPO stellt den Grundsatz auf, dass die Prozesskosten der unterliegenden Partei auferlegt werden. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Diese Regelung räumt dem Richter bei der Kostenverteilung ein weites Ermessen ein. Ermessensentscheide nach Art. 106 Abs. 1 und 2 ZPO prüft das Bundesgericht nur mit Zurückhaltung (Urteil 4A_207/2015 vom 2. September 2015 E. 3.1 mit Hinweisen). Insoweit ist es nicht zu beanstanden, wenn das Obergericht den mit dem Teilentscheid verbundenen Aufwand bzw. den Grad des Unterliegens der Beschwerdegegnerin im Teilentscheid im Vergleich zur Hauptsache als vernachlässigbar erachtet hat. Wenn der Beschwerdeführer den Aufwand als gross bezeichnet, so stellt er einfach seine Einschätzung derjenigen des Obergerichts gegenüber, ohne aufzuzeigen, dass Letztere unzutreffend wäre. Soweit er in diesem Zusammenhang darauf zurückkommt, die Beschwerdegegnerin habe mit ihrem Antrag im Scheidungspunkt den Zeitpunkt der Teilung der BVG-Gelder hinausgeschoben, so fehlt jegliche Auseinandersetzung mit den gegenteiligen Erwägungen des Obergerichts.