Citation: H 226/01 09.10.2001 E. 2

2.- a) Zur Begründung der Wiederherstellung bringt der Gesuchsteller vor, die Kostenvorschussverfügung sei an das nicht dem Rechtsvertreter gehörende Postfach .... in L.________ zugestellt worden. Inhaberin dieses Postfaches sei die Firma Y.________ AG in L.________. Sein Rechtsvertreter besitze weder in L.________ noch sonst irgendwo ein Postfach. Gerichtsurkunden würden immer an die Zustelladresse in L.________ abgeliefert, wie dies im Übrigen auch mit dem Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 7. Juni 2001 geschehen sei. Da somit die Kostenvorschussverfügung nicht rechtsgültig zugestellt worden sei, sei die Frist gestützt auf Art. 35 OG wiederherzustellen. Eventuell sei das Urteil vom 7. Juni 2001 in Revision zu ziehen, weil er das entscheidende Beweismittel, wonach das Postfach nicht seinem Rechtsvertreter gehöre, erst nach Eröffnung des Urteils vom 7. Juni 2001 am 22. Juni 2001 habe beibringen können. b) Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 14. März 2001 in einem neutralen Couvert eingereicht, auf dessen Rückseite sich die Postfachadresse .... in L.________ befand. Damit hat er selbst gegenüber dem Gericht eine Postfachadresse angegeben. Gestützt auf diese Angabe durfte das Eidgenössische Versicherungsgericht die Kostenvorschussverfügung vom 2. April 2001 rechtsgültig an die Postfachadresse zustellen. Eine Behörde darf auf die auf dem Briefumschlag angeführte Adresse abstellen, da einem Briefumschlag entscheidende Bedeutung zukommen kann, nicht nur hinsichtlich der Rechtzeitigkeit, sondern etwa auch, wenn eine Beschwerdeschrift nicht unterzeichnet, der Briefumschlag jedoch mit der Unterschrift des Beschwerdeführers versehen ist (BGE 124 V 376 mit Hinweisen). Sodann bestand für das Eidgenössische Versicherungsgericht kein Anlass, an der angegebenen Postfachadresse zu zweifeln. Daran ändert auch nichts, dass auf dem Briefkopf der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 14. März 2001 keine Postfachadresse aufgeführt ist. Liegt somit eine gültige Zustellung der Kostenvorschussverfügung vom 2. April 2001 vor, stellt sich die Frage, ob dem Beschwerdeführer oder seinem Vertreter wegen der Benützung des fraglichen Couverts ein Vorwurf gemacht werden kann, der die Wiederherstellung der Frist ausschliesst. Auf Anfrage des Eidgenössischen Versicherungsgerichts hat der Rechtsvertreter mit Eingabe vom 17. September 2001 die Verwendung des Couverts damit begründet, dass die Firma Y.________ AG üblicherweise für die Bearbeitung von Mandaten Unterlagen jeweils in solchen Couverts vorbeibringt, welche den Postfach-Absender der Firma Y.________ AG tragen. Daraufhin sei offensichtlich irrtümlicherweise die Beschwerdeschrift in ein solches Couvert gesteckt worden. Der Rechtsvertreter stehe in keiner besonderen Beziehung zur Firma Y.________ AG, sei weder Verwaltungsrat noch Aktionär. Es bestünden zu dieser Gesellschaft rein geschäftliche Beziehungen. Aus dieser Sachdarstellung geht hervor, dass in der Kanzlei des Rechtsvertreters die Beschwerdeschrift vom 14. März 2001 irrtümlicherweise in ein Couvert verpackt worden ist, welches für eine Sendung der Firma Y.________ AG bestimmt war. Dieser Irrtum ist einer Unachtsamkeit zuzuschreiben und kann nicht als unverschuldet betrachtet werden. So hat das Eidgenössische Versicherungsgericht im Urteil vom 20. Dezember 2000 (C 350/00) die Verwechslung zweier Briefumschläge und die dadurch verursachte unzutreffende Berechnung einer Beschwerdefrist nicht als unverschuldet qualifiziert. Ein Wiederherstellungsgrund im Sinne von Art. 35 Abs. 1 OG ist daher nicht gegeben. Ebensowenig liegt ein Revisionsgrund vor, da es sich beim Nachweis, dass das Postfach der Firma Y.________ AG gehört, nicht um ein entscheidendes Beweismittel im Sinne von Art. 137 lit. b OG handelt. Es ändert nichts daran, dass die Kostenvorschussverfügung als gültig zugestellt zu betrachten ist, weil das Eidgenössische Versicherungsgericht auf die zwar irrtümlich, aber tatsächlich mitgeteilte Postfachadresse abstellen durfte.