Citation: 2C_940/2020 E. 6.3

6.3. Sein bisheriges Verhalten und seine jüngste Verurteilung lassen nicht erkennen, dass er inzwischen mit seiner deliktischen Vergangenheit abgeschlossen hat. Auch die Bewährungs- und Vollzugsdienste stellten dem Beschwerdeführer in der Verfügung vom 22. Juni 2020 eine negative Legalprognose aus und lehnten deshalb eine bedingte Entlassung ab. Die Vorinstanz hat ihre Einschätzung insgesamt nicht auf generalpräventive Überlegungen oder ausschliesslich auf die ausgesprochenen Strafen, sondern auf eine konkrete Risikobeurteilung gestützt und ist nicht in willkürlicher Weise von einer (weiterhin) bestehenden Gefährlichkeit ausgegangen. An der Fernhaltung des Beschwerdeführers besteht somit ein erhebliches sicherheitspolizeiliches Interesse, das nur durch entsprechend gewichtige private Interessen aufgewogen werden könnte, d.h. wenn aussergewöhnlich schwerwiegende Umstände gegen eine Wegweisung sprechen würden. In diesem Zusammenhang sind die persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers zu prüfen.