Citation: BGE 150 V 410 E. 9.5.2

Dass und weshalb mit dem revidierten Recht von diesen Vorgaben abgerückt werden sollte, ist nicht ersichtlich; ganz im Gegenteil zeugen Art. 26 Abs. 1 sowie Art. 26bis Abs. 1 IVV davon, dass es nach wie vor prioritär an den konkreten Erwerbsverhältnissen anzuknüpfen gilt. Dessen ungeachtet bildet die Verwendung lohnstatistischer Angaben im Rechtsalltag, nunmehr positivrechtlich verankert, ein unerlässliches Hilfsmittel zur Invaliditätsbemessung (Art. 25 Abs. 3, Art. 26 Abs. 4 sowie Art. 26bis Abs. 2 IVV), umso mehr, seit die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) ihre Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) ersatzlos aufgab (vgl. zur DAP: BGE 139 V 592; BGE 129 V 472), ohne dass Anstrengungen zur Weiterführung von anderer Seite bekannt geworden wären. Die in den hiervor zitierten Bestimmungen aufscheinende Prioritätenordnung stellt auch klar, dass die Lohnstatistiken rechtsprechungsgemäss als ultima ratio subsidiär dann zu verwenden sind, wenn eine Ermittlung des Validen- und/oder Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 mit Hinweisen). Mit Einführung des stufenlosen Rentensystems hat denn auch die prozentgenaue Ermittlung des Invaliditätsgrades über die früher massgeblichen Rentenabstufungen hinaus generell einen höheren Stellenwert erhalten (BGE 148 V 174 E. 6.6). Dementsprechend kommt den Korrekturfaktoren gemäss Art. 28a Abs. 1 (Satz 2) IVG im Einzelfall grosse Bedeutung zu. BGE 150 V 410 S. 427