Citation: 5A_723/2019 E. 3.3

3.3. Ob ein besonderer Ausschlussgrund gegeben ist, beurteilt sich aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalls. Bei der im Rahmen dieses Entscheids vorzunehmenden Gewichtung und Abwägung der massgebenden Umstände steht dem Sachgericht ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, in den das Bundesgericht nur mit Zurückhaltung eingreift (BGE 144 III 442 E. 2.6 mit zahlreichen Hinweisen). Nach Darstellung des Verwaltungsgerichts versucht der Beschwerdeführer die Kinder in seinem Kampf gegen die Kindsmutter zu instrumentalisieren und zu manipulieren, was die Kinder in einen massiven Loyalitätskonflikt versetze und beim Sohn zu einer Anpassungsstörung geführt habe. Eine solch sensible familienrechtliche Angelegenheit sollte nicht in der Öffentlichkeit verhandelt werden. Erschwerend komme hinzu, dass der Beschwerdeführer auch mit dem Antrag auf eine öffentliche Verhandlung vorab eine "Hetzkampagne" gegen die Behörde führe, was vom Grundsatz der Justizöffentlichkeit nicht geschützt werde. Diesem Grundsatz komme vorliegend ohnehin nicht dieselbe Bedeutung zu wie etwa in einem Strafverfahren. Der Beschwerdeführer habe den Fall bereits in die Presse getragen, weshalb mit einem grossen Pressaufgebot zu rechnen wäre. Der Instruktionsrichter und die Gerichtsschreiberin hätten sich sodann an der Instruktionsverhandlung einen persönlichen Eindruck machen können. Alles in allem würde sich die dem Verfahren zugrunde liegende Problematik der Druckausübung auf die Kinder mit einer öffentlichen Verhandlung verstärken, was dem zu schützenden Kindeswohl zuwiderliefe. Die Interessen der Kinder an einem Ausschluss der Öffentlichkeit seien daher überwiegend. Die Beschwerdegegnerin verweist darauf, dem Kindsvater gehe es letztlich darum, "den Gerichtssaal zu füllen mit KESB-kritischen Personen, die gegen die Kindsmutter Stimmung machen sollen". Dies verdiene keinen Rechtsschutz. Der Beschwerdeführer bestreitet "mit Vehemenz", dass sein Verhalten bei den Kindern einen Loyalitätskonflikt begründe und beim Sohn eine Anpassungsstörung verursache. Das von der Vorinstanz in diesem Zusammenhang zitierte Gutachten sei veraltet und auch die Kindsmutter und die Beiständin würden Entsprechendes nicht bestätigen. Die KESB fälle "unter dem Deckmantel" des Kindesschutzes Entscheide, die eines Rechtsstaats unwürdig seien und auch in der breiten Öffentlichkeit nicht verstanden würden. Daher sei eine öffentliche Kontrolle nötig. Der Druck auf die Kinder werde nicht durch ein öffentliches Verfahren, sondern die Kindsmutter erzeugt, welche ihnen den Zugang zum Vater verunmögliche. Die Kinder seien gesund und gut entwickelt und zeigten keine Verhaltensauffälligkeiten. Im Verfahren vor der KESB spielten Loyalitätskonflikte sodann immer eine Rolle, weshalb die Öffentlichkeit deswegen nicht ausgeschlossen werden dürfe, ansonsten kein "KESB Fall" öffentlich verhandelt werde. Verleumderisch sei die Behauptung, dem Beschwerdeführer gehe es nur darum, den Gerichtssaal mit KESB-kritischen Personen zu füllen.