Citation: 2P.203/2001 12.10.2001 E. 3

3.- Die Beschwerdeführerin stellt im Weiteren in Frage, dass die vom Erziehungsrat des Kantons Zürich genehmigte, in der Gesetzessammlung nicht veröffentlichte Promotionsordnung, eine genügende gesetzliche Grundlage für einen Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit darstelle. Sie stellt ferner ein öffentliches Interesse an einer Einschränkung der Berufswahlfreiheit durch den "lebenslangen Ausschluss von weiteren Prüfungen nach zweimaligem Scheitern" sowie die Verhältnismässigkeit dieser Rechtsfolge in Abrede. Gemäss Art. 36 BV bedürfen Einschränkungen von Grundrechten einer gesetzlichen Grundlage (Abs. 1), müssen durch ein öffentliches Interesse oder den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt (Abs. 2) und verhältnismässig sein (Abs. 3). Gemäss Art. 36 Abs. 4 BV ist der Kerngehalt der Grundrechte unantastbar. Nachdem die Beschränkung der Wiederholungsmöglichkeit einer Prüfung aber keine Verletzung der Berufswahlfreiheit beinhaltet und die Beschwerdeführerin eine Verletzung weiterer Grundrechte, insbesondere der persönlichen Freiheit, nicht in rechtsgenüglicher Form rügt, gelangen die in Art. 36 Abs. 1 bis 4 BV vorgesehenen Schranken für die Einschränkung von Grundrechten nicht zur Anwendung. Die Verhältnismässigkeit des Ausschlusses von weiteren Prüfungen nach zweimaligem Nichtbestehen einer Prüfung ist unter dem Gesichtspunkt der Willkür zu prüfen. Im Übrigen stellt die Beschwerdeführerin das Bestehen einer gesetzlichen Grundlage der Promotionsordnung zu Unrecht in Frage. Gemäss § 32 des Universitätsgesetzes verabschiedet die erweiterte Universitätsleitung die Prüfungs- und Promotionsordnungen der Fakultäten zuhanden des Universitätsrates, der gemäss § 29 Ziff. 3 des Universitätsgesetzes zum Erlass derselben abschliessend zuständig ist. Die Promotionsordnung stützt sich somit klarerweise auf eine gesetzliche Grundlage.