Citation: 4A_626/2024 E. 3.3

3.3. Ebenso wenig zeigt die Beschwerdeführerin Willkür bei der Vertragsauslegung auf mit dem Vorbringen, das Schiedsgericht hätte prüfen müssen, ob mit Bezug auf Art. 6.12 Abs. 2 der Police ein tatsächlicher übereinstimmender Wille der Parteien vorgelegen habe. Ein solcher wäre von den Parteien zu behaupten und nachzuweisen gewesen. Kann kein tatsächlicher übereinstimmender Parteiwille festgestellt werden, so ist der Vertrag nach dem Vertrauensprinzip auszulegen (BGE 147 III 107 E. 3.1.2; 145 III 365 E. 3.2.1; 144 III 43 E. 3.3; 140 III 134 E. 3.2). Inwiefern das Schiedsgericht diese Grundsätze missachtet, geschweige denn willkürlich angewendet hätte, ist nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin unterbreitet dem Bundesgericht auch in diesem Zusammenhang lediglich ihre eigene Auffassung hinsichtlich der zutreffenden Auslegung von Art. 6.12 Abs. 2 der Police, ohne jedoch Willkür aufzuzeigen. Entgegen ihrer Behauptung ist den schiedsgerichtlichen Erwägungen auch nicht zu entnehmen, dass ein Anspruch nach dieser Vertragsklausel "voraussetzungslos" entstehen würde. Der Vorwurf der Willkür erweist sich auch in dieser Hinsicht als unbegründet.