Citation: 9C_464/2021 E. 4.1

4.1. Auf Rückfrage des vorinstanzlichen Instruktionsrichters hatte Dr. med. C.________ am 31. Mai 2021 nochmals insbesondere zur Frage der verbliebenen Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin Stellung genommen. Er führte dazu aus, die Versicherte sei seit 2014 in der Lage, ihren bisherigen Beruf als kaufmännische Angestellte (einfache Bürotätigkeit) im ersten Arbeitsmarkt weiterhin im Umfang von 50 % auszuüben. Dabei seien die Einschränkungen der Symptomatik einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung und einer ADHS geschuldet gewesen. In einer angepassten Tätigkeit könne die Beschwerdeführerin bei normaler zumutbarer Präsenzzeit eine 80 %ige Leistung erbringen. Als Beispiel sei zu überlegen, "dass über einen persönlichen Kontakt z.B. eine Tätigkeit bei einem grossen Gartenbetrieb im Büro im Bereich Bestellung, Rechnungsstellung, Administration und Verwaltung an die Explorandin über Kollegen und Bekannte herangetragen worden wäre, sie also Vorgesetzte/n, Mitarbeiterinnen im Büro gekannt hätte, dort ohne zu rasche Wechsel von Mitarbeitern, Produktpalette, EDV-System oder gar Kundenkontakten sie ihre Tätigkeit mit Interesse für die Produktpalette hätte erbringen können. Die Rahmenbedingungen würden weniger Stressfaktoren mit sich bringen als in einem x-beliebigen Produktions- oder Handelsbetrieb, zusätzlich hätte die Versicherte über ihre vermittelnden Bekannten die individuellen Leistungsbeschränkungen und die sogenannte <Stressanfälligkeit> von Anfang an, vor unterschreiben des Arbeitsvertrages, benennen können. In einem derartigen Fall einer angepassten Tätigkeit wäre sie dann zu 80 % leistungsfähig."