Citation: 9C_546/2009 11.09.2009 E. 3

Der Sachverhalt ist als solcher unbestritten; umstritten ist, ob die ausgefallene Arbeitsleistung hier rechtlich betrachtet als im Stunden- oder aber im Monatslohn geleistet zu vergüten ist. 3.1 Die Beschwerdeführerin rügt, es werde zu Unrecht behauptet, der Dienstleistende sei im Monatslohn angestellt gewesen, weil er eine regelmässige Anzahl an Tagesstunden gearbeitet habe. Die regelmässigen Stundenangaben von 42.5 auf der EO-Ersatzkarte rührten daher, dass er an den durch die Dienstleistung betroffenen Tagen nicht gearbeitet habe, weshalb ein Durchschnitt der an den übrigen Arbeitstagen geleisteten Stunden habe eingesetzt werden müssen. 3.2 Die Vorinstanz schliesst aus dem Umstand, dass auf den EO-Meldekarten jeweils 42.5 Arbeitsstunden angegeben worden sind, auf eine monatslohnbasierte Abgeltung. Es sei gemäss Angaben der Beschwerdeführerin ein Arbeitszeitrapport nicht erstellt worden und Arbeitszeit und Lohn hätten sich - abgestützt auf einen mündlich abgeschlossenen Arbeitsvertrag - nach dem im Gesamtarbeitsvertrag für das Gärtnereigewerbe geregelten Monatssoll gerichtet. Sie folgert daraus, mangels abweichender Abrede der Arbeitsvertragsparteien liege ein unbefristetes Arbeitsverhältnis vor, auch wenn gemäss den beschwerdeführerischen Vorbringen die Löhne im ersten Anstellungsjahr immer auf Stundenlohnbasis ausgerichtet worden seien. Der Dienstleistende sei deshalb hier im Sinne von Art. 5 Abs. 1 lit. a EOV als im Monatslohn beschäftigter Arbeitnehmer mit einem regelmässigen, keinen starken Schwankungen ausgesetzten Einkommen zu qualifizieren. Dies führe nach Art. 5 Abs. 2 lit. b EOV dazu, dass zur Ermittlung des pro Tag erzielten vordienstlichen Durchschnittseinkommens der im letzten Kalendermonat vor dem Einrücken erzielte Monatslohn durch 30 zu teilen sei.