Citation: 1C_185/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Vorliegend wurde die Parzelle Nr. 0074 in die Stadt- und Dorfbild-Schutzzone umgezont, die in § 37 BPG/BS geregelt ist. Demnach sind in dieser Zone die nach aussen sichtbare historisch oder künstlerisch wertvolle Substanz und der entsprechende Charakter der bestehenden Bebauung zu erhalten. Fassaden, Dächer und Brandmauern dürfen nicht abgebrochen werden (Abs. 1). Der Abbruch von Gebäuden oder Gebäudeteilen ist nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig (Abs. 2 und 3). Um-, Aus- und Neubauten sind nur zulässig, wenn keine nach aussen sichtbare historisch oder künstlerisch wertvolle Substanz beeinträchtigt wird. Sie haben sich an die historischen Baufluchten, Brandmauern, Geschosszahlen und Dachformen zu halten. Die zuständige Behörde kann Ausnahmen zulassen, namentlich solche, die zur Schaffung von Wohnraum oder zur Ausübung von Handel und Gewerbe sowie zur Gewährleistung eines zeitgemässen Wohnstandards oder zur Einhaltung umweltrechtlicher und energetischer Standards erforderlich sind, sofern der historische oder künstlerische Charakter der bestehenden Bebauung nicht beeinträchtigt wird (Abs. 4). In § 38 BPG/BS ist die Stadt- und Dorfbild-Schonzone geregelt. In dieser darf der nach aussen sichtbare historische oder künstlerische Charakter der bestehenden Bebauung nicht beeinträchtigt werden; insbesondere sollen Baukubus und Massstäblichkeit gewahrt bleiben (Abs. 1). Abweichungen vom Baukubus und von der Massstäblichkeit sowie Ausnahmen bestimmen sich nach Abs. 2-4. Für bauliche Änderungen gelten im Übrigen die Vorschriften derjenigen Zone, die durch die Geschosszahl der zugelassenen Bebauung bestimmt wird (Abs. 5).