Citation: 1C_317/2022 E. 4.3

4.3. Das Bundesverwaltungsgericht erwog, prima facie sei die Berücksichtigung des Risikos einer Einsprache oder Beschwerde als Kriterium bei der Interessenabwägung nicht sachfremd, bestünden doch im Bereich der Umweltgesetzgebung diverse Sanierungsfristen, welche ein gesetzlich statuiertes öffentliches Interesse an der zeitnahen Minderung von schädlichen Einflüssen auf die Umwelt belegten. Es liess jedoch die Frage offen, weil sich am Ergebnis auch dann nichts ändere, wenn dieses Kriterium unberücksichtigt bliebe: Diesfalls würde die Variante 1A Grafenau mit einem Punktetotal von 2.84 gegenüber der Variante Sitterviadukt mit 2.79 Punkten immer noch knapp besser abschneiden. Die übrigen Kriterien seien von der Beschwerdeführerin überwiegend nicht oder (für die Kriterien Wald und Landschaftseingliederung) zu Unrecht beanstandet worden.