Citation: U 36/03 20.11.2003 E. 3

3.1 In seinem Bericht vom 28. März 2001 führt Dr. med. W.________ aus, dass sich bei ursprünglich gleicher Valgusproblematik beider Knie nach der Röntgenuntersuchung vom 16. Juni 1993, anlässlich welcher noch keine arthrotischen Veränderungen hätten festgestellt werden können, eine Gonarthrose am linken Knie herausgebildet habe. Inwieweit die durch die am 24. Dezember 1992 erlittene Schädigung des linken oberen Sprunggelenks vermehrte Knickfussbildung in ursächlichem Zusammenhang zur Fehlbelastung (und damit zur Arthroseentwicklung) stehe, könne "damit nicht ganz sicher differenziert werden". Dr. med. S.________ wies in seinem Gutachten vom 21. Juli 1999 - bestätigt durch seine Darlegungen vom 30. August 2000 - darauf hin, dass die Arthrose des Kniegelenkes auf Grund der erheblichen einseitigen Valgusfehlstellung isoliert links weiter fortschreiten werde. Mit den Fussverletzungen samt posttraumatischer Osteochondrosis disse-cans des medialen Talus lasse sich diese Valgusstellung indes ebenso wenig erklärten wie mit dem Unfallereignis vom 8. Oktober 1998. Die weitere Behandlung der Arthrose am linken Kniegelenk könne deshalb nicht als unfallbedingt erfolgen. Übereinstimmend gab Dr. med. T.________ in seiner Stellungnahme vom 15. März 2000 zuhanden der Beschwerdegegnerin sodann an, das Ereignis aus dem Jahre 1992 (OSG links) habe keinen Einfluss auf die heutigen Beschwerden. Insbesondere hätten sich durch eine Entlastung des linken Beines eher arthrotische Veränderungen auf der rechten Seite ergeben müssen, was jedoch nicht geschehen sei. 3.2 Aus diesen Einschätzungen des Beschwerdebildes erhellt, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen der Valgusfehlstellung links und der sich daraus entwickelten Arthrose im linken Kniegelenk und dem Sturz vom 24. Dezember 1992 zwar als möglich erscheint, nicht aber mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist. Wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat, setzte die Arthroseentwicklung zwar erst nach dem Unfallereignis ab etwa 1994 ein und kann daher - mit Dr. med. W.________ - durchaus als "posttraumatisch" bezeichnet werden, wenn auch in einem rein entstehungszeitlichen Sinne. Aus dem Umstand allein, dass vor dem Unfall keine arthrotischen Veränderungen bestanden haben, kann indessen nicht einfach in Anwendung der Formel "post hoc ergo propter hoc", wonach eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. BGE 119 V 341 f.), auf einen rechtsgenüglichen Zusammenhang geschlossen werden. An diesem Ergebnis nichts zu ändern vermag die Beschwerdeführerin auch durch ihren Hinweis auf einen Bericht des Dr. med. F.________ vom 1. November 1994, konnte der Arzt zum damaligen Zeitpunkt doch keinen pathologischen Befund, insbesondere auch keine Arthrose, für die von der Patientin geklagten Schmerzen objektivieren. Eine Aussage zur - hier allein interessierenden - Frage, ob ein Kausalzusammenhang zwischen den auf die arthrotischen Befunde zurückzuführenden Kniebeschwerden im Jahre 2000 und dem Unfallereignis vom 24. Dezember 1992 mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit bejaht werden kann, war somit kaum möglich. Durch die aktenkundigen medizinischen Unterlagen ist der relevante Sachverhalt - namentlich im Hinblick auf die Kausalität - hinreichend geklärt. Auf die beantragte Einholung eines weiteren ärztlichen Gut-achtens kann verzichtet werden, da davon keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b mit Hinweisen auf BGE 124 V 94 Erw. 4b und 122 V 162 Erw. 1d). Bei diesem Ausgang des Prozesses erübrigt sich eine Auseinandersetzung mit der von der Beschwerdegegnerin aufgeworfenen Frage nach der Versicherteneigenschaft der Beschwerdeführerin in den verschiedenen Unfallzeitpunkten, sodass es beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden hat.