Citation: 9C_666/2018 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz begründete ihre Einschätzung, das Gutachten des Dr. med. B.________ liesse keine abschliessende Beurteilung des psychischen Gesundheitszustands der Beschwerdegegnerin auf der Basis der Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 zu, primär mit zwei Argumenten: Es fehle an genügenden Abklärungen der positiven Ressourcen in der Persönlichkeit und im sozialen Umfeld ("...; dies gilt auch für das vorliegende psychiatrische Gutachten von Dr. B.________,..") sowie "an der Betrachtungsweise, die die neue Rechtsprechung zur Beurteilung der massgebenden Indikatoren voraussetze" (beide in E. 11.2 des angefochtenen Entscheids). Dieser nicht weiter begründeten Einschätzung kann nicht gefolgt werden. Auch wenn der Gutachter sich vorwiegend an den Foerster-Kriterien orientierte, deren zwei er als erfüllt betrachtete, beinhaltet sein Bericht hinreichend Aussagen und Anhaltspunkte, um bei der damals gegebenen medizinischen Aktenlage eine schlüssige Beurteilung des Einzelfalls anhand der Standardindikatoren von BGE 141 V 281 (E. 4.1.3 S. 297 unten f.) vornehmen zu können.