Citation: 8C_124/2008 17.10.2008 E. 3

3.1 Die Versicherte reicht letztinstanzlich diverse neue Arztberichte und einen Wahrnehmungsbericht der Frau C.________ vom April 2007 ein. Hieraus kann sie - wie die folgenden Erwägungen zeigen - nichts zu ihren Gunsten ableiten, weshalb offen bleiben kann, ob letztinstanzlich erstmals eingereichte Beweismittel im Rahmen der Kognition nach Art. 97 Abs. 2 bzw. Art. 105 Abs. 3 BGG (Geldleistungen der Unfallversicherung) als unzulässige Noven im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG gelten (vgl. auch Urteil 8C_33/2008 vom 20. August 2008, E. 2 mit Hinweisen). 3.2 Soweit die Versicherte mit persönlicher Eingabe vom 9. April 2008 insbesondere Berichte vom 30. März und 12. Dezember 2006 sowie einen Attest vom 4. April 2008 des Zahnarztes Dr. med. dent. H.________ betreffend ihre Behandlung ab 9. August 2005 auflegt, ist Folgendes festzuhalten: 3.2.1 Hat der Versicherer die (ganze oder teilweise) Verweigerung von Leistungen zu Unrecht nicht in Verfügungsform (Art. 49 Abs. 1 ATSG), sondern formlos mitgeteilt und ist die betroffene Person damit nicht einverstanden, hat sie dies grundsätzlich innerhalb eines Jahres zu erklären. Diesfalls hat der Versicherer eine Verfügung zu erlassen, gegen welche Einsprache erhoben werden kann. Ohne fristgerechte Intervention erlangt der Entscheid rechtliche Wirksamkeit, wie wenn er zulässigerweise im Rahmen von Art. 51 Abs. 1 ATSG ergangen wäre (BGE 134 V 145). Gleiches gilt, wenn der Versicherer das Vorliegen eines Unfalls unzulässigerweise in einem formlosen Schreiben verneint; die versicherte Person hat in der Regel innerhalb eines Jahres zu intervenieren (Urteil 8C_62/2008 vom 25. Juni 2008, E. 3.1). 3.2.2 Mit Verfügung vom 26. September 2006 führte die SUVA aus, bezüglich der (am 9. August 2005 begonnenen) Zahnbehandlung bei Dr. med. dent. H.________, werde sie sich zu einem späteren Zeitpunkt äussern. Im streitigen Einspracheentscheid vom 17. November 2006 nahm sie zu dieser Frage nicht Stellung. Gestützt auf eine Stellungnahme ihres beratenden Zahnarztes Dr. med. dent. L.________, vom 21. Dezember 2006 eröffnete die SUVA Dr. med. dent. H.________ und in Kopie dem Rechtsvertreter der Versicherten mit Schreiben vom 5. Januar 2007, die vorgesehene Behandlung (Kostenvoranschlag vom 30. März 2006) stehe in keinem Zusammenhang mit dem Unfall vom 22. November 2002 und gehe daher nicht zu ihren Lasten. Beim Unfall seien nur die Zähne 11 und 21 (kontusioniert) und 44 (Kronenfraktur ohne Pulpabeteiligung) betroffen gewesen. Keramikarbeiten würden nur im sanierten Gebiss übernommen, was hier nicht der Fall sei. Neben den nicht versorgten Lücken bestehe auch eine zum Teil stark fortgeschrittene Parodontitis, und beim Zahn 37 eine ausgedehnte apicale Aufhellung. Sollte beim Zahn 44 eine Erneuerung des Kompositaufbaus notwendig sein, wäre dies ersichtlich zu dokumentieren. Auf dem beiliegenden OPT scheine die Füllung intakt zu sein. Die Zähne 11 und 21 hätten beim Unfall keine Frakturen erlitten, so dass deren allenfalls notwendige Überkronung nicht unfallkausal wäre. Die bereits damals anwaltlich vertretene Versicherte macht nicht geltend und es geht auch nicht aus den Akten hervor, dass sie gegen dieses leistungsablehnende (mit Ausnahme des Zahns 44) formlose Schreiben der SUVA vom 5. Januar 2007 innerhalb eines Jahres interveniert hätte. Auch im gesamten mit Beschwerde vom 19. Februar 2007 eingeleiteten vorinstanzlichen Verfahren betreffend den Einspracheentscheid vom 17. November 2006 machte sie keine Einwendungen gegen das Schreiben vom 5. Januar 2007. Soweit die Versicherte erstmals mit letztinstanzlicher Beschwerde vom 15. Februar 2008 ausführte, die medizinische Behandlung sei nicht abgeschlossen, und unter anderem die Einvernahme des Dr. med. dent. H.________ als Zeugen verlangte, war dies verspätet. Hievon abgesehen machte sie in der letztinstanzlichen Beschwerde und in der persönlichen Eingabe vom 9. April 2008 nicht geltend, welche Zahnschäden (mit Ausnahme der von der SUVA anerkannten an den Zähnen 11, 21 und 44) unfallkausal sein sollen; diesbezüglich sind ihre Vorbringen mithin nicht rechtsgenüglich. Nach dem Gesagten kann die Versicherte aus den letztinstanzlich eingereichten Berichten des Dr. med. dent. H.________ nichts zu ihren Gunsten ableiten.