Citation: 1C_405/2022 E. 5.3.1

5.3.1. Die Vorinstanz bestätigt den Entscheid des DVI, wonach aufgrund der bipolaren affektiven Störung erhebliche Zweifel an der Fahreignung der Beschwerdeführerin bestünden. Dem Bericht von Dr. med. C.________ vom 6. Oktober 2020 könnten konkrete Anhaltspunkte für eine fehlende Fahreignung entnommen werden. So sei die Beschwerdeführerin wegen ihrer depressiven Antriebshemmung in Alltagsentscheidungen stark herausgefordert. Ihre Konzentrationsfähigkeit sei beeinträchtigt, das Denken erscheine als gehemmt und es bestehe eine latente Suizidalität. Zudem verzichte sie freiwillig auf das Führen eines Motorfahrzeugs. Demgegenüber lasse die von der Beschwerdeführerin eingereichte ärztliche Bestätigung vom 6. Dezember 2021 keine Rückschlüsse auf ihren Gesundheitszustand und ihre Fahreignung zu. Die vorhandenen Zweifel an der Fahreignung, insbesondere auch bezüglich des umstrittenen Cannabiskonsums, könnten nur durch eine verkehrsmedizinische Begutachtung beseitigt werden. Anlässlich dieser Begutachtung müsse abklärt werden, ob die Fahreignung trotz der psychischen Störung gegeben sei und wie sich die psychopharmakologische Behandlung auf die Fahreignung auswirke. Aufgrund der erheblichen Zweifel, wie sich die diagnostizierte bipolare affektive Störung auf die Fahrfähigkeit der Beschwerdeführerin auswirke, und aufgrund der weiteren Anhaltspunkte, welche ihre Fahreignung beeinträchtigen könnten, sei die Fahreignungsuntersuchung unumgänglich und auch verhältnismässig.