Citation: 2C_315/2009 27.10.2009 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt vorab, dass die Vorinstanz entgegen seinen Anträgen darauf verzichtet habe, ihn selbst, seine Ehefrau sowie seine Schwiegereltern persönlich zu befragen. Diese Befragungen wären jedoch notwendig gewesen, zumal sie aufgezeigt hätten, dass innerhalb dieses Personenkreises ein enges Verhältnis bestehe. Seine eigene Befragung sowie die Befragung seiner Ehefrau hätten zudem den Nachweis dafür erbracht, dass ihm im Anschluss an seine künftige Haftentlassung neue berufliche Perspektiven offen stünden und die Familie in Kürze auch wieder selbst für ihr finanzielles Auskommen sorgen könne. Der Beschwerdeführer erblickt im Vorgehen der Vorinstanz einen Verstoss gegen den verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV), eine Verletzung des Willkürverbotes (Art. 9 BV) sowie eine unrichtige Feststellung des Sachverhaltes. Die Rügen des Beschwerdeführers gehen ins Leere: Soweit er die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz bemängelt, zeigt er nicht im Ansatz auf, inwiefern die Behebung des behaupteten Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend wäre. Er beschränkt sich in diesem Zusammenhang vielmehr auf eine pauschale Behauptung, womit er jedoch den Anforderungen an eine Sachverhaltsrüge (vgl. E. 1.4) in keiner Weise genügt. Sodann darf ein Gericht, ohne hierdurch gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör oder gegen das Willkürverbot zu verstossen, auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichten, wenn es aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und in vorweggenommener (antizipierter) Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 131 I 153 E. 3 S. 157; 130 II 425 E. 2.1 S. 428; 124 I 208 E. 4a S. 211, je mit Hinweisen). Den Festnahme-Rapporten der Kantonspolizei Luzern vom 14. September 2006 und vom 28. November 2007 kann entnommen werden, dass sich der Beschwerdeführer während seiner ersten Flucht bei seiner Ehefrau und während der zweiten Flucht bei seinen Schwiegereltern versteckt hat. Da diese Personen demzufolge nicht davor zurückschreckten, dem Beschwerdeführer - einem entflohenen Strafgefangenen - Unterschlupf und vermeintlichen Schutz vor dem polizeilichen Zugriff zu gewähren, muss davon ausgegangen werden, dass sie auch bei einer allfälligen Einvernahme ausschliesslich beabsichtigen, dem Beschwerdeführer mit ihrer Aussage zu helfen. Solchen Einvernahmen kann aber naturgemäss kein Beweiswert zukommen, weshalb die Vorinstanz darauf verzichten durfte. Was seine eigene Einvernahme angeht, übersieht der Beschwerdeführer, dass er seinen Standpunkt mittels schriftlicher Eingaben dartun konnte. Einen Anspruch auf eine persönliche Befragung vor den Schranken gewährleistet der Anspruch auf rechtliches Gehör in der Regel nicht (BGE 122 II 464 E. 4c S. 469).