Citation: 8C_124/2014 E. 5.3

5.3. Was die psychischen Beschwerden anbelangt, ist mit dem kantonalen Gericht davon auszugehen, dass entgegen der Auffassung der Versicherten rasch eine psychische Überlagerungsproblematik im Vordergrund stand. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass bereits im ambulanten Bericht des Spitals D.________ vom 4. Januar 2010 psychische Beschwerden erwähnt wurden und Dr. med. E.________, stellvertretender Oberarzt Orthopädie, Klinik F.________, im Bericht vom 8. März 2010 die Inanspruchnahme psychologischer, respektive psychiatrischer Hilfe empfahl. Ebenso hielt Frau Dr. med. G.________, FMH Phys. Medizin/Rehabilitation Sportmedizin SGSM, im Bericht des Vertrauensarztes vom 23. März 2010 fest, eine psychologische Begleitung müsse unbedingt stattfinden. Frau Dr. med. H.________, Spezialärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, bei welcher sich die Versicherte einer psychotherapeutischen Behandlung unterzog, diagnostizierte am 31. März 2010 eine Anpassungsstörung mit deutlich depressiven und ängstlichen Zügen. Nachdem in den verschiedenen medizinischen Berichten immer wieder das psychische Beschwerdebild erwähnt worden war, attestierte Frau Dr. med. G.________ im Bericht des Vertrauensarztes vom 21. Oktober 2010 eine allein aus somatischer Sicht bestehende Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit, jedoch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit von der psychischen Seite her. Sie hielt fest, es seien sich alle ärztlichen Fachpersonen einig, dass sich die von der Versicherten geklagten Beschwerden nur unzureichend mit der zugrunde liegenden Verletzung erklären liessen und das Schwergewicht der zukünftigen Behandlung auf der psychischen Ebene liegen müsse. Frau Dr. med. I.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, bestätigte in ihrem Bericht des Vertrauensarztes vom 9. November 2010 das Vorliegen einer vorwiegend psychischen Problematik und diagnostizierte eine längere depressive Reaktion im Sinne einer Anpassungsstörung an Unfallfolgen sowie eine undifferenzierte psychosomatische Störung. Schliesslich bejahte auch der psychiatrische MEDAS-Gutachter Dr. med. J.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, die dringende Indikation einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung und diagnostizierte eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, eine komplizierte, protrahierte Trauerreaktion sowie eine weitgehend remittierte längere depressive Reaktion, während im MEDAS-Gutachten allein aus somatischer Sicht eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte und mittelschwere Tätigkeiten attestiert wurde.