Citation: 5C.235/2003 04.03.2004 E. 2

Das Obergericht Zug hat auf § 70 Abs. 2 ZPO verwiesen, wonach u.a. kein Vermittlungsverfahren stattfindet, wenn das Gesetz eine Frist zur Klageeinleitung ansetzt, und befunden, im Grundsatz falle deshalb der Sühnevorstand als fristwahrender kantonalrechtlicher Akt der Prozesseinleitung ausser Betracht. Dennoch müsse die zweijährige Verwirkungsfrist von Art. 292 Ziff. 2 SchKG als gewahrt gelten, weil der Friedensrichter als sachlich unzuständige Behörde auf Grund von Art. 32 Abs. 2 SchKG zur Weiterleitung der klägerischen Eingabe an das zuständige Kantonsgericht verpflichtet gewesen wäre. Dass er dies nicht getan habe, dürfe nicht den Klägern angelastet werden. Die Beklagten bringen dagegen vor, Art. 32 Abs. 2 SchKG verpflichte lediglich Verwaltungsbehörden zur Weiterleitung. Hingegen gelte diese Pflicht nicht für gerichtliche Behörden, wie Art. 32 Abs. 3 SchKG verdeutliche. Deshalb hätte einzig die rechtzeitige Einreichung der Anfechtungsklage beim zuständigen Kantonsgericht die Verwirkungsfrist wahren können.