Citation: 6B_643/2020 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz begründet nachvollziehbar und schlüssig, weshalb sie eine zehnjährige Landesverweisung als angemessen erachtet. Anlässlich ihrer entsprechenden Prüfung weist sie zutreffend darauf hin, dass der Beschwerdeführer keinerlei Beziehungen zur Schweiz hat. Deshalb ist sein Interesse an der von ihm beantragten gesetzlichen Minimaldauer der Landesverweisung ausser Zweifel als tief zu gewichten. Gestützt auf seine einschlägigen früheren Straftaten und seine fortgesetzte Tatbegehung lässt sich entgegen seiner Darstellung zudem eine Rückfallgefahr keineswegs von der Hand weisen. Die Familie als Argument des Beschwerdeführers gegen eine Rückfallgefahr berücksichtigte bereits die Vorinstanz. Sie erwog auch diesbezüglich stichhaltig, dass er sich trotz Kenntnis seiner Verpflichtungen gegenüber seiner Ehefrau und seinen drei Kindern zu seinen Straftaten entschlossen hatte. Dazu äussert sich der Beschwerdeführer nicht. Es liegt im vorliegenden Fall kein Härtefall im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB vor. Im Übrigen wiegt das öffentliche Interesse an der Landesverweisung bei Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz praxisgemäss besonders schwer (vgl. Urteile 6B_1027/2020 vom 24. Februar 2021 E. 2.2.1; 6B_1424/2019 vom 15. September 2020 E. 2.4.5; 6B_1299/2019 vom 28. Januar 2020 E. 3.3; je mit Hinweisen). Demzufolge überwiegt das öffentliche Fernhalteinteresse das Interesse des Beschwerdeführers an einer möglichst kurzen Landesverweisung deutlich und die Dauer der ausgesprochenen Landesverweisung von 10 Jahren erweist sich, auch mit Blick auf das Tatverschulden und die ausgesprochene Freiheitsstrafe von 4 ½ Jahren, als bundesrechtskonform.