Citation: 2C_1155/2014 E. 2.2.1

2.2.1. Nicht anders verhält es sich mit dem angeblich treuwidrigen Verhalten der kantonalen Instanzen. Unstreitig liegt ein Schreiben vom 10. November 2009 vor, worin ein Mitglied des Regierungsrats des Kantons Aargau ausführt, dass es sich beim Betrag von Fr. 210'000 um eine "reine Abgeltung des Minderwertes" handle, der durch den Bau der Strasse hervorgerufen worden sei. Selbst wenn eine rechtsgenügliche Rüge und Begründung bestünde, könnten die Steuerpflichtigen daraus aber nichts zu ihren Gunsten ableiten: Der Anspruch auf Schutz berechtigten Vertrauens in staatliches Verhalten setzt allem voran eine Grundlage voraus, auf welche die betroffene Person mit Recht vertrauen durfte und gestützt auf welche sie nachteilige Dispositionen traf, die sie nun nicht mehr rückgängig machen kann (BGE 141 I 61 E. 3.1 S. 164; 137 I 69 E. 2.5.1 S. 72 f.; 131 II 627 E. 6.1 S. 636 f.; 129 I 161 E. 4.1 S. 170). Eine solche Vertrauensgrundlage ist aber nicht ersichtlich.