Citation: 4A_188/2021 E. 2.6

2.6. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz Willkür vor. Sie erachtet die Berücksichtigung der Höhe der treuhänderisch gehaltenen Vermögenswerte von Fr. 15,2 Mio. für nicht sachgerecht. Diese Summe bilde nicht Streitgegenstand im vorliegenden Verfahren. Mit dem Massnahmebegehren sei einzig und allein beantragt worden, dass ein Organ der Beschwerdegegnerin zu einem Handeln angewiesen werde. Diese Handlung hätte sich darauf beschränkt, dass das Organ die Vermögensansprüche der Beschwerdeführerin im Verfahren vor dem Bundesstrafgericht geltend macht. Diese Handlung hätte sich nicht als aufwändiger als andere erwiesen. Auch sei nicht absehbar gewesen, ob und wie das Eingreifen des Organs sich auf die Einbringlichkeit der Forderung auswirken würde. Ein Streitwert von Fr. 500'000.-- für ein singuläres Handeln eines Organs sei offensichtlich überhöht und daher willkürlich. Dem kann nicht gefolgt werden. Wenn die Vorinstanz berücksichtigte, dass es der Beschwerdeführerin mit dem Massnahmebegehren letztlich um die Herausgabe eines Treugutes von 15,2 Mio. Franken geht, kann nicht gesagt werden, der geschätzte Streitwert von Fr. 500'000.-- sei geradezu unhaltbar. Sie berücksichtigte dabei kein sachfremdes Element, im Gegenteil, kommt doch im Treugut der Interessenwert zum Ausdruck. Dass die Abgabe der verlangten Willenserklärung oder Handlung nicht besonders aufwändig wäre, und das Treugut selber nicht Streitgegenstand des Massnahmeverfahrens bildet, ist auch der Vorinstanz nicht entgangen und macht ihre Schätzung, die vor allem und zu Recht auf das wirtschaftliche Interesse der Beschwerdeführerin abstellt, nicht willkürlich. Die Beschwerdeführerin vermag nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz ihr Ermessen qualifiziert fehlerhaft ausgeübt hätte. Für das Bundesgericht besteht daher kein Anlass, in den Ermessensentscheid der Vorinstanz einzugreifen. Die Willkürrüge erweist sich als unbegründet.