Citation: 1P.6/2007 29.01.2007 E. 4.6

4.6.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, der Reinheitsgrad des Heroins sei im vorliegenden Fall unbekannt. Gehe man von einem Reinheitsgrad von 10 Prozent aus, ergebe sich eine Menge von 67 Gramm reinen Stoffs. Derzeit sei daher keineswegs gesagt, dass der Beschwerdeführer mit einer Freiheitsstrafe von deutlich über einem Jahr rechnen müsse. Die Verlängerung der Untersuchungshaft um weitere sechs Monate, d.h. auf insgesamt rund 15 Monate, erreiche die zu erwartende Freiheitsstrafe. Die angefochtene Haftverlängerung sei deshalb unverhältnismässig im Sinne von § 78 Abs. 2 lit. b StPO/BL. 4.6.2 Gemäss § 78 Abs. 2 lit. b StPO/BL ist die Untersuchungshaft unverhältnismässig, wenn sie die Dauer einer zu erwartenden Freiheitsstrafe erreicht. Diese Bestimmung entspricht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 31 Abs. 3 BV und Art. 5 Ziff. 3 EMRK (BGE 126 I 172 E. 5a, mit Hinweisen). 4.6.3 Der Beschwerdeführer befindet sich derzeit seit rund 11 Monaten in Untersuchungshaft. Das Verfahrensgericht hat die Haft bis zum 23. Mai 2007 verlängert. An jenem Tag würde die Dauer der Untersuchungshaft knapp 15 Monate betragen. Wie dargelegt, übersteigt die Menge Heroin, die dem Beschwerdeführer angelastet wird, den Grenzwert von 12 Gramm für die Annahme eines schweren Falles nach Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG bei weitem. Für einen schweren Fall droht Art. 19 BetmG eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr an. In Betracht kommt überdies die Annahme gewerbsmässiger Tatbegehung nach Art. 19 Ziff. 2 lit. c BetmG, was sich straferhöhend auswirkte. Der Beschwerdeführer ist überdies mehrfach, teilweise einschlägig und erheblich vorbestraft. Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, dass auch eine Untersuchungshaft von 15 Monaten die Dauer der zu erwartenden Freiheitsstrafe noch nicht erreichen würde. Die Beschwerde erweist sich deshalb auch in diesem Punkt als unbegründet.