Citation: 6B_1144/2023 E. A

Die Staatsanwaltschaft Abteilung 3 Sursee wirft A.________ im als Anklage geltenden Strafbefehl vom 13. Oktober 2021 zusammengefasst vor, er habe bei Reinigungs- und Trocknungsarbeiten mit einem Gasbrenner, die er gemeinsam mit einer Hilfsperson am 18. Januar 2021 auf der Terrasse eines Restaurants ausgeführt habe, nur ungenügende Vorsichtsmassnahmen getroffen. Er habe seine Hilfsperson hinsichtlich der Sicherheitsmassnahmen nicht genügend instruiert, nicht dafür gesorgt, dass bei den Trocknungsarbeiten mit dem Gasbrenner ein Abstand von mindestens einem Meter zu Bauteilen mit brennbarem Anteil eingehalten wird, vor Ort weder einen Feuerlöscher noch gleichwertiges Löschmittel in Griffnähe bereit gestellt, brennbare Gebäudeteile, Hohlräume, Ritzen und Durchbrüche auf der Terrasse während den Arbeiten mit dem Gasbrenner gegen die offenen Flammen nicht abgedichtet, den in die hölzerne Konstruktion der Wand führenden Eisenträger der Balkonbrüstung, in dessen unmittelbarer Nähe die Heissarbeiten beim Trocknen ausgeführt wurden, nicht gekühlt und nach Beendigung der Arbeiten nicht für eine Selbstkontrolle durch eine Brandwache oder für periodische Nachkontrollen gesorgt. Infolge seiner pflichtwidrig ungenügenden Vorsicht sei aufgrund seiner ausgeführten Arbeiten mit dem Gasbrenner ein Glimmbrand in der hinterlüfteten Fassade entstanden, der sich zu einem Vollbrand ausgeweitet habe, der zu einem Totalschaden am Gebäude geführt habe. Hätte A.________ Vorsichtsmassnahmen getroffen, hätte eine Feuersbrunst verhindert werden können. Die Anwendung der gebotenen Sorgfalt sei ihm zumutbar gewesen. Durch den unvorsichtigen Umgang mit der offenen Flamme des Gasbrenners beim Trocknen auf der Terrasse sei der Brand für ihn vorhersehbar und bei gebotener Aufmerksamkeit vermeidbar gewesen.