Citation: 6P.12/2006 29.03.2006 E. 6

Der Beschwerdeführer rügt seine Verurteilung nach Art. 189 Ziff. 1 StGB für die Übergriffe an A.________ als bundesrechtswidrig. A.________ und er hätten zuvor den Sexualverkehr, insbesondere Oralsex, vereinbart. Darin sei das Ausgreifen der Scheide eingeschlossen. Es sei somit zu keinerlei sexuellen Handlungen gekommen, die von A.________ nicht freiwillig erbracht worden wären. Der Umstand, dass diese vorher vereinbarte Handlung während der Bewusstlosigkeit von Frau A.________ stattgefunden habe, mache diese nicht zu einer sexuellen Nötigung, womit der Tatbestand von Art. 189 Abs. 1 StGB nicht erfüllt sei. Die Rüge ist haltlos und die diesbezüglichen Ausführungen sind menschenverachtend. Selbstverständlich erfüllt das Berühren der Scheide eines zuvor widerstandsunfähig gemachten Opfers den Tatbestand von Art. 189 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.