Citation: 8C_520/2019 E. 4.2.2

4.2.2. Die Beurteilung eines (Neuro-) Psychologen, der, wie der neuropsychologische Gutachter der ABI, lic. phil. C.________, Fachpsychologe für Neuropsychologie FSP, nicht über eine fachärztliche Qualifikation verfügt, kann nicht allein massgebend sein für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (vgl. Urteile 8C_450/2018 vom 16. Oktober 2018 E. 5.1; 9C_134/2015 vom 6. Oktober 2014 E. 5.2). Vorliegend zeigte der Gutachter immerhin auf, dass die Arbeitsfähigkeit weniger durch grundlegende intellektuell/kognitive Einschränkungen als vielmehr durch die verminderte Belastbarkeit und die erhöhte Tagesschläfrigkeit beeinträchtigt und somit vor allem zeitlich limitiert sei. So habe der Beschwerdeführer erst nach mehrstündiger Belastung Stressanfälligkeit und einen Leistungseinbruch gezeigt. Zwar konnte dieser Experte gewisse Einschränkungen objektivieren, jedoch nicht in dem Ausmass wie Dr. med. D.________, Fachärztin für Neurologie/Verhaltensneurologie FMH, im März 2014 (wobei auch der neurologische Gutachter deren Bericht als rudimentär und deutlich mangelhaft bezeichnete). Lic. phil. C.________ wollte zudem nicht ausschliessen, dass die festgestellten Beeinträchtigungen durch psychische Gründe oder durch die langjährigen medikamentösen Therapien mit verursacht wurden. Folglich ergibt sich auch aus der neuropsychologischen Beurteilung kein Widerspruch, obwohl hier nicht explizit auf das Schlafapnoesyndrom hingewiesen wurde. Schliesslich wird auf diese Beurteilung im Gesamtkonsens ebenfalls Bezug genommen. Deswegen - und mangels anderweitiger Anhaltspunkte für eine gegenteilige Annahme - ist ohne Weiteres davon auszugehen, dass sich lic. phil. C.________ dem Konsens angeschlossen hat (wie der Beschwerdeführer im Übrigen selbst vermutet).