Citation: 6P.118/2003 20.02.2004 E. I

I. Fahrlässige Tötung, begangen am 23. August 2000 in Thun, Scherzligenschleuse, zum Nachteil des E.________, - indem er als verantwortlicher Einsatzleiter anlässlich der Besprechung eines Taucheinsatzes zur Bergung eines in der Aare Vermissten nicht mit genügender Klarheit anordnete, dass oberhalb der genannten Schleuse nur der Bereich zwischen Schleusentor 1 und dem Pfosten zwischen den Schleusentoren 5 und 6 abgesucht werde, so dass nach dem Einsatzbriefing Unklarheit über den abzusuchenden Bereich bestand; - indem er als Einsatzleiter anlässlich des Einsatzbriefings nicht mit genügender Klarheit anordnete, dass erst auf seinen ausdrücklichen Befehl und erst nach Schliessung sämtlicher Schleusentore mit dem Tauchen begonnen werden dürfe, so dass mit dem Taucheinsatz begonnen wurde, bevor sämtliche Schleusentore geschlossen waren; - indem er den ohne seinen Einsatzbefehl in die Aare gestiegenen Polizeitaucher E.________ tauchen liess, bevor sämtliche Schleusentore geschlossen waren, bzw. den Taucheinsatz E.________s bis zur vollständigen Schliessung des Schleusentors 7 nicht unterbrach; - sowie indem er - nach gemachter Feststellung, dass das Schleusentor 7 noch nicht vollständig geschlossen war - seinen gegenüber dem Leinenführer D.________ geäusserten Befehl, dass E.________ den Taucheinsatz sofort abbrechen solle, nicht ausdrücklich durchsetzte, was dazu führte, dass E.________ entgegen diesem Befehl weiter tauchte und von der wegen des noch nicht vollständig geschlossenen Schleusentors 7 herrschenden Strömung in der Schleuse eingeklemmt wurde, was zum Tode führte.