Citation: 6P.143/2006 05.09.2006 E. A

Das Kreisgericht IV Aarwangen-Wangen sprach X.______ am 18. Juli 2001 wegen versuchter Tötung seiner Ehefrau Y.______, versuchter Nötigung von Z.______ sowie Widerhandlungen gegen das Waffengesetz schuldig und bestrafte ihn mit einer Zuchthausstrafe von 3 ½ Jahren. Eine dagegen erhobene Appellation an das Obergericht des Kantons Bern zog X.______ nach durchgeführter Hauptverhandlung zurück, worauf das Appellationsverfahren mit Beschluss vom 23. April 2002 als gegenstandslos abgeschrieben wurde. Ein Begnadigungsgesuch wurde am 26. November 2002 abgewiesen. Der Kassationshof des Kantons Bern hob das kreisgerichtliche Urteil in Gutheissung eines Revisionsgesuches am 24. Februar 2003 auf und wies das Verfahren zur Neubeurteilung zurück, da es gestützt auf die neu vorgelegten ärztlichen Atteste eine psychiatrische Begutachtung als notwendig erachtete. Mit Urteil vom 9. Dezember 2004 gab das Kreisgericht dem Strafverfahren wegen Widerhandlungen gegen das Waffengesetz infolge Verjährung keine weitere Folge, bestätigte aber in den übrigen Punkten sein früheres Urteil. Auf Appellation von X.______ hin stellte das Obergericht am 11. November 2005 fest, dass das kreisgerichtliche Urteil betreffend die Widerhandlungen gegen das Waffengesetz in Rechtskraft erwachsen ist (Ziff. 1), erkannte, dass dem Verfahren wegen versuchter Nötigung keine weitere Folge gegeben wird (Ziff. 2), und verurteilte ihn wegen versuchter Tötung seiner Ehefrau zu einer Zuchthausstrafe von 3 Jahren (Ziff. 3).