Citation: 2C_558/2008 30.01.2009 E. 3

Das Verwaltungsgericht stellt im Wesentlichen fest, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers zahlreiche Eingaben machte, worin sie sich über den Zustand ihrer Ehe ausliess. Nicht nur die Anzahl, sondern auch die Widersprüchlichkeit der Eingaben falle auf. Manchmal sei es der Ehefrau darum gegangen, den Beschwerdeführer von sich fernzuhalten, andere Male darum, seinen Verbleib in der Schweiz zu ermöglichen. Aus den Akten ergebe sich, dass die Ehefrau psychisch krank und deswegen IV-berentet sei und bei einem Psychiater in Behandlung stehe. Wegen der wechselnden Belastungssituationen, in denen sie sich äusserte, und den erheblichen inhaltlichen "Inkonsistenzen" ihrer Erklärungen sei bei deren Würdigung Zurückhaltung angebracht. Die Aussagen der Ehefrau seien letztlich aber auch nicht entscheidend. In erster Linie sei von der Haltung und den Erklärungen des Beschwerdeführers auszugehen. Insoweit ergebe sich, dass die eheliche Gemeinschaft nach der Einreise im April 2001 lediglich 19 Monate gedauert habe. Anschliessend, von November 2002 bis April 2007 und damit während viereinhalb Jahren, habe das Ehepaar getrennt gelebt. Zwar sei der Kontakt nie erloschen. Der Beschwerdeführer habe im November 2006 erklärt, sie hätten sich monatlich einmal getroffen und wöchentlich einmal telefoniert. Die Ehefrau hatte ihrerseits erklärt, zwischen Herbst 2002 und Sommer 2006 hätte sich der Beschwerdeführer höchstens einmal monatlich telefonisch bei ihr gemeldet. Die Vorinstanz hält fest, dass sich die Beziehung oder die Kontakte nur intensiviert hätten, wenn es darum gegangen sei, gegenüber der Fremdenpolizei Rechenschaft über die Beziehung abzulegen. Eine Stabilisierung der Beziehung habe jedoch nicht stattgefunden, auch wenn der Beschwerdeführer erklärt habe, die Trennung habe sich positiv ausgewirkt. Während des Zusammenlebens sei es schon bald zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen, wobei die Ehefrau mehrfach die Behörden und Gerichte einschaltete. Zwar hätten die Eheleute im April 2007 wieder an einer Adresse gewohnt. Dazu sei es aber erst unter dem Druck der drohenden Wegweisung gekommen und das Zusammenwohnen habe nur bis zum Juni 2007 gedauert, wobei die Ehefrau - wie schon früher - Polizeibeamte einsetzte, um den Auszug des Beschwerdeführers zu regeln. Aus diesen Umständen schliesst die Vorinstanz, dass noch vor Ablauf der Fünfjahresfrist nach Art. 7 Abs. 1 Satz 2 ANAG keine reelle Aussicht mehr auf Wiedervereinigung bestanden habe.