Citation: 8C_572/2022 E. 4.1.2

4.1.2. Der im Dezember 2019 von der Fachperson der Beschwerdegegnerin während der Abklärung im Haushalt ermittelte behinderungsbedingte Mehraufwand, so die Vorinstanz weiter, habe 249 Minuten (4 Stunden und 9 Minuten) betragen. Die Entfernung der Trachealkanüle im Juni 2020 habe sich zwar in erster Linie auf den für die Bemessung des Intensivpflegezuschlags nicht massgeblichen Aufwand für die medizinische Pflege ausgewirkt. Dabei habe es sich jedoch nicht um die einzige ins Gewicht fallende Sachverhaltsänderung gehandelt. Auch die Eltern hätten eingeräumt, dass der Beschwerdeführer bis Dezember 2021 erfreuliche Fortschritte gemacht habe (keine relevante Hilfe mehr bei Transfers; kein WC-Training mehr; keine Windeln mehr notwendig; verringerte Einnässung und damit verbunden weniger häufiger Kleiderwechsel; die Speisen mussten nicht mehr püriert werden; etc.). Der behinderungsbedingte Mehraufwand habe sich nur noch auf 217 Minuten (3 Stunden und 37 Minuten) belaufen. Damit betrage die Differenz zwar bloss eine halbe Stunde. Angesichts der in den Akten dokumentierten erfreulichen Fortschritte des Beschwerdeführers in der Zeit zwischen Mai 2020 und Dezember 2021 erscheine dieses Ergebnis indessen als überwiegend wahrscheinlich. Mit dem Argument, die drastische Reduktion des für den Intensivpflegezuschlags massgebenden Mehraufwandes von über acht auf weniger als sechs Stunden sei nicht nachvollziehbar beziehungsweise decke sich nicht mit der Realität, übersehe der Beschwerdeführer, dass die "Acht-Stunden-Schwelle" im Mai 2020 nur knapp überschritten (um 9 Minuten) und die "Sechs-Stunden-Schwelle" im Dezember 2021 nur knapp unterschritten (um 23 Minuten) worden sei. Es sei nicht davon auszugehen, dass der übrige behinderungsbedingte Mehraufwand sich in diesem Zeitraum wesentlich verändert haben könne.