Citation: U 473/05 29.12.2006 E. 2

2.1 Im multidisziplinären (internistischen, rheumatologischen, neurologischen und psychiatrischen) Q-Gutachten vom 13. August 2004 wurde folgende Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: schwere chronifizierte und invalidisierende Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.4). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien ein Status nach Schädeltrauma 1986 mit/bei parietotemporaler Schädelfraktur rechts, Status nach Trepanation und Ausräumung eines temporalen Epiduralhämatoms rechts, aktuell normalem neurologischem Befund und normalem Hirn-MRI; ein cervico- und thoracovertrebrales Schmerzsyndrom bei Fehlform der Wirbelsäule; gemischte Hyperlipidämie. Weiter wurde unter anderem ausgeführt, aus somatischer Sicht (internistisch, neurologisch und rheumatologisch) sei der Versicherte als voll arbeitsfähig einzustufen. Auf Grund seiner schweren psychiatrischen Störung könne diese Arbeitsfähigkeit aber nicht realisiert werden, weshalb er aktuell zu 100 % arbeitsunfähig sei. Die heutigen psychischen Beschwerden könnten nicht mehr auf den Unfall vom Mai (recte März) 1986 zurückgeführt werden. Die jetzt vorliegende schwere, chronifizierte und invalidisierende Somatisierungsstörung müsse als eigenständiges Krankheitsbild angesehen werden. Somit sei die Störung gänzlich als unfallfremd anzusehen. Das Spital Y.________, Klinik und Poliklinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie, führte in den Berichten vom 21. Juli und 12. November 2004 aus, der postoperative Verlauf nach dem Unfall vom März 1986 sei problemlos gewesen. Später seien ohne radiologisch erklärbaren Befund Beschwerden im Sinne einer Myoarthropathie rechts aufgetreten, die seit 1999 zugenommen hätten. Im Verlauf sei eine Michigan-Schiene eingegliedert worden, die gut zentriert und bilateral equilibriert sei. Spontan klage der Versicherte über Schmerzen temporal rechts mit Ausstrahlung in den Nacken. Bei der Untersuchung bestünden Schmerzen im rechten Kiefergelenk bei forciertem Mundschluss. Der M. temporalis rechts sowie die rechtsseitige Nackenmuskulatur seien druckdolent. Seitens ihres Fachgebietes sei ein Zusammenhang mit dem Unfall vom 12. März 1986 möglich bzw. könne nicht ausgeschlossen werden.