Citation: 1C_113/2023 E. 4.5

4.5. Das Verwaltungsgericht erachtete den Eingriff in die Eigentumsgarantie als erforderlich und verhältnismässig. Andere Varianten, insbesondere eine Verschiebung der Strasse nach Norden, wären mit grösserem Landwerb bei mehreren Grundeigentümern sowie mit dem Fällen von Bäumen verbunden. Die Beschwerdeführerin müsse insgesamt 54 m2 Land abtreten; ihr Grundstück von ca. 7'200 m2 bleibe weiterhin gut überbaubar und die Landabtretung erscheine in Bezug auf die Gesamtfläche eher geringfügig. Die Beschwerdeführerin mache auch keine spezifischen Nachteile geltend, die sich aus der Landabtretung ergeben würden. Dies trifft zu. Aus dem Foto im Technischen Bericht ist erkennbar, dass der abzutretende schmale Streifen von 50 cm Breite mit Gras bewachsen ist. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite befinden sich dagegen (gemäss Situationsplan) Alleebäume und Hecken, die gefällt werden müssten. Dass nur ein einziger Baum versetzt werden müsste, wie die Beschwerdeführerin behauptet, ist nicht nachvollziehbar, da eine Nordverschiebung nicht isoliert, im Bereich ihrer Parzelle, erfolgen könnte, sondern einen grösseren Abschnitt betreffen müsste. Im Übrigen ist es gerichtsnotorisch, dass die Versetzung grosser Alleebäume teuer und dem längerfristigen Überleben der Bäume abträglich ist.