Citation: 2P.326/2003 31.08.2004 E. B

B.a Die Steuerverwaltung des Kantons Thurgau veranlagte die X.________ AG für die Steuerperiode 1998 (Bemessungsperiode 1997) am 29. Juni 1999 gemäss Selbstdeklaration auf einen Gesamtgewinn von Fr. 2'480'040.--. Für die Betriebsstätte C.________ erhob sie eine Quote von 28,65 % und somit einen Gewinnanteil von Fr. 639'421.--, wobei sie allerdings - wohl versehentlich - ein Praecipuum von 10 % zugunsten des Sitzkantons vernachlässigte, das die thurgauische Quote auf 25,78 % reduziert hätte. Diese Berechnung entsprach der quotenmässig indirekten Ausscheidung, d.h. gestützt auf Hilfsfaktoren (Erwerbsfaktoren), wie sie seit der Errichtung der Betriebsstätte in C.________ im Jahre 1993 für die interkantonale Aufteilung praktiziert worden war. Trotz geringfügiger Abweichung gegenüber der Selbstdeklaration blieb die Veranlagung unangefochten und erwuchs in Rechtskraft. Ein Gesuch um Berichtigung dieser Veranlagung nach Erhalt der auf einer anderen Steuerausscheidung beruhenden Einschätzungen der Kantone Aargau bzw. Solothurn wurde mit Entscheid vom 17. Juli 2002 abgewiesen. B.b Das Kantonale Steueramt Aargau lehnte die Ausscheidung aufgrund von Erwerbsfaktoren ab, nachdem eine Steuerrevision am Hauptsitz gezeigt hatte, dass die Betriebsstätte C.________ seit dem Geschäftsjahr 1994 Verluste auswies. Mit definitiver Einschätzung vom 9. Juli 2001 nahm es die Veranlagung für die Periode 1999/2000 (Bemessungsjahre 1997/98) wie folgt vor: Es setzte den im Bemessungsjahr 1997 steuerbaren Gesamtgewinn - übereinstimmend mit der Veranlagung im Kanton Thurgau - auf Fr. 2'480'040.-- fest und teilte ihn zweistufig auf die beteiligten Kantone auf. Zuerst wurde quotenmässig direkt, d.h. aufgrund der Buchhaltungsergebnisse, der Verlust der Betriebsstätte C.________ ausgeschieden. Sodann wurden die durch den Hauptsitz A.________ und die Betriebsstätte B.________ erwirtschafteten Gewinne von insgesamt Fr. 3'041'803.-- aufgrund der Erwerbsfaktoren (sowie unter Berücksichtigung eines Praecipuums von 10 % zugunsten des Sitzkantons) nur auf die Kantone Aargau und Solothurn verteilt. Das ergab für den Kanton Aargau eine Ausscheidungsquote von 91,149 % und damit einen Gewinnanteil von Fr. 2'799'496.--. Für den Kanton Solothurn resultierte eine Quote von 8,851 % und ein Anteil von Fr. 242'307.--. Der Teilverlust 1997 der Betriebsstätte C.________ wurde vorab dem Kanton Thurgau zugewiesen und anschliessend auf den Sitzkanton Aargau umgelegt. Vom Gesamtgewinn fiel dem Kanton Aargau somit Fr. 2'237'733.-- zu, dem Kanton Solothurn Fr. 242'307.--. Der im Bemessungsjahr 1998 erzielte Gesamtgewinn wurde nach analogen Kriterien auf die beteiligten Kantone aufgeteilt. Das führte zu einer leichten Verschiebung der Ausscheidungsquoten für die Bemessungsjahre 1997 und 1998 insgesamt: 91,08 % für den Kanton Aargau, 8,92 % zugunsten des Kantons Solothurn und weiterhin 0 % für den Kanton Thurgau. Daran hielt das Steueramt des Kantons Aargau auch im Einspracheentscheid vom 24. November 2003 fest. B.c In seiner Veranlagung vom 19. Oktober 1998 nahm das Steueramt des Kantons Solothurn die Ausscheidung für die Steuer- und Bemessungsperiode 1997 in Übereinstimmung mit der Selbstdeklaration vor. Es berichtigte diese Aufteilung jedoch mit Verfügung vom 23. Juli 2001 und passte sie der Quotenfestlegung des Sitzkantons Aargau an.