Citation: 1B_322/2009 21.01.2010 E. 2

2.1 Der Kantonsgerichtspräsident ist auf die Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die Abweisung seines Ablehnungsbegehrens gegen den Untersuchungsrichter durch den Staatsanwalt wegen Verspätung nicht eingetreten. Er hat in zutreffender Weise auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts verwiesen, wonach in Fällen, in denen der Empfänger z.B. wegen eines hängigen Verfahrens mit einer Zustellung rechnen muss, ein Entscheid nach Ablauf der postalischen Abholfrist von 7 Tagen als zugestellt gilt, ungeachtet dessen, dass der Empfänger die postlagernde Sendung später abholte (BGE 130 III 396 E. 1.2.3). In Anwendung dieser Praxis ist der Präsident des Kantonsgerichts zum Schluss gekommen, der Beschwerdeführer habe die am 14. September 2009 ergangene und tags darauf versandte Verfügung der Staatsanwaltschaft am 8. Oktober 2009 und damit nach Ablauf der 10-tägigen Beschwerdefrist angefochten. Der Beschwerdeführer setzt sich damit nicht auseinander und legt unter Verletzung seiner Begründungspflicht (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 133 IV 286 E. 1.4) nicht dar, weshalb diese Fristberechnung des Kantonsgerichtspräsidenten fehlerhaft sein sollte, und das ist auch nicht ersichtlich. Sein Einwand, er sei berechtigt gewesen, vor der Beschwerdeeinreichung die zwei Verfügungen der Staatsanwaltschaft B 0962 und B 0963 abzuwarten, welche am 1. Oktober 2009 ergingen, ist offensichtlich unzutreffend, was der Beschwerdeführer ohne jede Schwierigkeit der Rechtsmittelbelehrung der staatsanwaltlichen Verfügung vom 14. September 2009 hätte entnehmen können. Der Entscheid des Kantonsgerichtspräsidenten, auf die Beschwerde insoweit wegen Verspätung nicht einzutreten, ist nicht zu beanstanden. Das Gleiche gilt im Übrigen für die Eventualbegründung des Kantonsgerichtspräsidenten, auf die Beschwerde wäre auch deshalb nicht einzutreten, weil sie rechtsmissbräuchlich sei, da der Beschwerdeführer eine offensichtlich grundlose Strafanzeige gegen den Untersuchungsrichter eingereicht und danach gestützt darauf dessen Ablehnung verlangt habe, was nicht angehe. Ein derartiges Vorgehen ist rechtsmissbräuchlich, und aus der Beschwerde ans Kantonsgericht ergibt sich nicht ansatzweise, wodurch sich der Untersuchungsrichter strafbar gemacht haben könnte. 2.2 Soweit sich die Beschwerde gegen die Mitwirkung von Staatsanwalt Benno Annen richtet, ist der Kantonsgerichtspräsident darauf mit der Begründung nicht eingetreten, die nachträglich und verspätet vorgetragenen Ablehnungsgründe gegen den Staatsanwalt seien unzulässig. Der Beschwerdeführer setzt sich damit in keiner Weise auseinander und verletzt damit sein Begründungspflicht (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 133 IV 286 E. 1.4). Darauf ist nicht einzutreten. 2.3 Der Beschwerdeführer erhebt gegen den Kantonsgerichtspräsidenten schwere Vorwürfe. Diese betreffen indessen nicht den Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Unerfindlich ist zudem, inwiefern der Kantonsgerichtspräsident Bundesrecht verletzt haben könnte, indem er die beiden Beschwerden in einem Entscheid behandelte, und es ist auch weder ersichtlich noch dargetan, dass sich dies zum Nachteil des Beschwerdeführers ausgewirkt haben könnte. Darauf ist nicht einzutreten.