Citation: 2C_84/2024 E. 4.2.2

4.2.2. Im Verfahren vor dem EKUD war die Talent Card noch nicht aktenkundig. Die Existenz der Talent Card wurde erst im verwaltungsgerichtlichen Verfahren bekannt. Die Vorinstanz hat diesen Umstand unter Verweis auf den erheblichen Beurteilungsspielraum bei der PISTE und die kumulativen Voraussetzungen gemäss Art. 6 AVOT als "nicht weiterführend" bezeichnet und unverändert auf die Beurteilung des BSV abgestellt. Dies ist nicht zu beanstanden. Soweit überhaupt rechtsgenüglich gerügt (Art. 106 Abs. 2 BGG) ist darin keine Gehörsverletzung zu sehen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin sind die Behörden nicht gehalten, sich im Internet über die Inhaberschaft einer solchen Karte zu erkundigen. Angesichts der Mitwirkungspflicht gemäss Art. 11 Abs. 2 VRG, welche der Beschwerdeführerin im kantonalen Verfahren bei der Feststellung des Sachverhalts - trotz Geltung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 11 Abs. 1 VRG) - zukommt, wäre es an ihr gewesen, die Behörden über diese Entwicklung zu orientieren.