Citation: 6B_936/2019 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz nimmt hinsichtlich des Kunden Nr. 21 an, gestützt auf den E-Mailverkehr zwischen ihm und der Beschwerdeführerin ergebe sich, dass letzterer von den bereits seit Juli 2012 getätigten Fremdwährungsoptionsgeschäften keine Kenntnis gehabt habe. Für die Phase vor dem 6. Juni 2013 sei mithin erstellt, dass diese Geschäfte nicht vom Kunden autorisiert gewesen seien. Für die nachfolgende Phase sei zugunsten der Beschwerdeführerin davon auszugehen, dass sie die Erklärung des Kunden als Autorisierung der ihm mit Mail vom 22. Juli 2013 umschriebenen Optionsgeschäfte habe verstehen dürfen. Dies ändere aber nichts daran, dass sie die Risiken der Geschäfte verharmlost und jenem gegenüber falsche und irreführende Angaben gemacht habe, indem sie von einem konservativen Options-Portfolio gesprochen und ausgeführt habe, die von ihr vorgeschlagene Strategie würde auch im Falle einer Krise wie derjenigen der Jahre 2008-2009 nicht zur Realisierung eines Verlustes führen. Die Zustimmung des Kunden habe daher auf falschen bzw. irreführenden Angaben der Beschwerdeführerin beruht (angefochtenes Urteil S. 55 ff.).