Citation: 5P.456/2000 16.01.2001 E. 2

2.- Nach Art. 93 Abs. 2 OG kann der Beschwerdeführerin eine Frist zur Ergänzung der Beschwerde angesetzt werden, wenn die Entscheidungsgründe erst in der Vernehmlassung der Behörde enthalten sind. Die Beschwerdeführerin hat mit der staatsrechtlichen Beschwerde unter anderem die Rüge erhoben, das Obergericht habe den ausdrücklich gestellten Antrag, die unentgeltliche Rechtspflege für das Massnahmeverfahren zu erteilen, unbeurteilt gelassen. In der Vernehmlassung des Obergerichts wird ausgeführt, ein Massnahmeverfahren nach Art. 137 ZGB habe für sich alleine nie Bestand, sondern sei zwingend an ein Hauptverfahren geknüpft. Hierin mag die (nachgeschobene) Begründung für die Abweisung des Gesuchs um Erteilung der unentgeltlichen Prozessführung erblickt werden, so dass die Ausführungen der Beschwerdeführerin dazu als Beschwerdeergänzung entgegengenommen werden könnten. Der Beschwerdeergänzung ist diesbezüglich allerdings nichts zu entnehmen, was nicht schon in der ursprünglichen Beschwerdeschrift geltend gemacht worden wäre. Was die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 19. Dezember 2000 zum weiteren Fortgang des Scheidungsverfahrens ausführt, ist für den Entscheid, ob die unentgeltliche Rechtspflege verweigert werden durfte oder nicht, ohne Belang, und es ist darauf nicht näher einzugehen.