Citation: 4A_608/2017 E. A

D.________ (Beklagter, Beschwerdegegner) half seinem Vater im Sommer 2005 dabei, zwei Drehschrankbetten zu zerlegen. Der Vater des Beklagten hatte die Betten von einem Nachbarn geschenkt bekommen. Als der Beklagte beim Nachbarn ankam, waren die Betten bereits teilweise zerlegt, weshalb der Beklagte im Gegensatz zu seinem Vater nicht sah, dass die Betten beim Nachbarn an der Wand festgeschraubt gewesen waren. Der Beklagte und sein Vater transportierten die Betten in das Ferienhaus in der damaligen politischen Gemeinde U.________ und bauten sie dort im Hobbyraum provisorisch wieder zusammen. Sie beabsichtigten, die Betten erst nach einer Neugestaltung des Bodens definitiv aufzustellen. Der Beklagte lud im Dezember 2006 einen Freund in das Ferienhaus seines Vaters ein. Der Freund erkundigte sich, ob er auch A.________, Tochter von A.A.________ und B.A.________ (Kläger, Beschwerdeführer), mitnehmen könne, womit sich der Beklagte einverstanden erklärte. Bei der Ankunft schlug der Vater des Beklagten den Gästen vor, auf der Heu-Bühne zu übernachten, wo sich zwei voll ausgestattete Betten befanden, was vom Freund abgelehnt wurde. In der Folge stellten der Beklagte und sein Freund die Drehschrankbetten im Hobbyraum auf. Sie testeten die Betten und befanden sie für sicher. Aus nicht abschliessend geklärten Gründen kippten die Drehschrankbetten in der zweiten Nacht auf die schlafenden Gäste. Die Tochter der Kläger erlitt eine Halswirbelsäulenverletzung, die zu einer irreversiblen Lähmung sowohl der Beine als auch der Arme führte.