Citation: 2C_383/2014 E. 9.3.3

9.3.3. Zur Metro Cityringen Kopenhagen 9.3.3.1. Die Rhomberg hatte vor der Vorinstanz in der Beschwerde sowie in der Eingabe vom 26. September 2013 geltend gemacht, der Bau der Metro Kopenhagen sei erst ab Mitte 2014 vorgesehen und könne deshalb keine gültige Referenz sein. In der Vernehmlassung vom 16. September 2013 zum Gesuch um aufschiebende Wirkung führte die Vergabestelle aus, der Zeitraum des Projekts Metro Kopenhagen liege zwischen 2010 und 2016; die GCF S.p.A. (eine Konsortialunternehmung der ARGE Mons Ceneris) habe dafür den Zuschlag erhalten und an der Realisierung des Projekts könne nicht gezweifelt werden. Auch die ARGE Mons Ceneris machte in der Eingabe vom 15. Oktober 2013 sowie in der Vernehmlassung in der Hauptsache vom 2. Dezember 2013 geltend, die Ausführungsplanung müsse wesentlich vor dem eigentlichen Einbau erfolgen und sei bei Einreichung der hier zu beurteilenden Offerte bereits erfolgt. Die Ansaldo STS als Hauptunternehmerin habe die GCF S.p.A. als TU-Subunternehmerin beauftragt, der Vertragsschluss sei am 20. Oktober 2011 erfolgt, ab dann habe die GCF S.p.A. mit den Arbeiten begonnen. Die Rhomberg machte in der Replik vom 17. Januar 2014 geltend, die Ausführung der Bauarbeiten durch ein ARGE-Mitglied sei nicht belegt: Der Bauauftrag sei an die Firma Salini erteilt worden. An die Ansaldo STS sei der Auftrag für Lieferung der Züge und Betrieb der Metro ergangen; wenn die GCF S.p.A. Subunternehmerin der Ansaldo gewesen sei, könne dies daher nicht als Referenz für den Bau der festen Fahrbahn dienen. 9.3.3.2. Wie die ARGE Mons Ceneris und die Vergabestelle in ihren Dupliken vom 5. bzw. 18. Februar 2014 bemerkten, ergab sich aus den von der Rhomberg selber vorgelegten Unterlagen, dass die Ansaldo STS nicht nur mit der Lieferung der Züge, sondern auch mit Planung und Erstellung der "superstructure" (Oberbau) beauftragt wurde, während die Firma Salini damit beauftragt war, Tunnel- und Kavernen auszubrechen und Betoninnenschalen zu erstellen. Die Ansaldo STS hat als Purchaser der GCF S.p.A. als Subcontractor die "Realization of permanent way system for the Copenhagen Cityringen" übertragen. Die Rhomberg hat denn auch mit der Stellungnahme vom 14. Februar 2014 eingeräumt, dass die Ansaldo STS mit der Lieferung der Schienen beauftragt wurde. Vor Bundesgericht beanstandet die Rhomberg nur noch, der Baufortschritt sei nicht genügend. 9.3.3.3. Insgesamt steht damit fest, dass die GCF S.p.A. mit der Erstellung des Oberbaus (feste Fahrbahn) beauftragt war und dass diese Arbeiten nicht beendet sind. Indessen besteht kein Zweifel daran, dass sie realisiert werden. Es ist daher nicht ausgeschlossen, sie als gültige Referenz anzuerkennen (vorne E. 8.4).