Citation: 8C_469/2024 E. 3

Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und die Rechtsprechung zur Pflicht des Versicherten, eine vermittelte zumutbare Stelle anzunehmen (Art. 16 Abs. 2, Art. 17 Abs. 3 AVIG), und zur Einstellung in der Anspruchsberechtigung bei Nichtbefolgen amtlicher Weisungen, insbesondere bei Ablehnung einer zumutbaren Arbeit (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG), zutreffend dargelegt. Richtig wiedergegeben werden auch die Bestimmungen und Grundsätze über die dafür vorgesehene Sanktionierung mit einer Einstellungsdauer von 31 bis 60 Tagen unter Annahme eines schweren Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 4 lit. b AVIV, Art. 45 Abs. 3 lit. c AVIV) beziehungsweise zur Unterschreitung dieses Rahmens bei Vorliegen eines entschuldbaren Grundes (ARV 2021 S. 298, 8C_24/2021 E. 3.1 und 3.2 mit Hinweisen). Es wird darauf verwiesen. Anzufügen ist, dass der Begriff des entschuldbaren Grundes gemäss Art. 45 Abs. 4 AVIV ein unbestimmter Rechtsbegriff ist. Die Handhabung unbestimmter Rechtsbegriffe unterliegt als Rechtsfrage grundsätzlich einer uneingeschränkten Überprüfung durch das Bundesgericht. Die Festlegung der Einstellungsdauer beschlägt hingegen eine typische Ermessensfrage, deren Beantwortung letztinstanzlicher Korrektur nur dort zugänglich ist, wo das kantonale Gericht sein Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat, also bei Ermessensüberschreitung oder -unterschreitung sowie bei Ermessensmissbrauch (ARV 2021 S. 298, 8C_24/2021 E. 3.2.2 mit Hinweisen).