Citation: 4A_33/2009 04.05.2009 E. 2

2.1 Die Vorinstanz gelangte in Würdigung der Aussagen von A.________ an der erstinstanzlichen Verhandlung, insbesondere zur Telefonkonferenz vom 23. Mai 2002, zum Beweisergebnis, es sei erstellt, dass zwischen den Parteien kein Mäklervertrag zufolge ausdrücklicher Willensäusserungen zustande gekommen sei. Vor dem Hintergrund der Aussagen von A.________ und der Behauptungen der Beschwerdeführerin sei nicht ersichtlich, inwiefern die von der Beschwerdeführerin verlangte Beweisabnahme an diesem Ergebnis etwas zu ändern vermöchte. Den Abschluss eines Mäklervertrags konnte die Vorinstanz auch nicht aus dem mit Schreiben der Beschwerdeführerin vom 12. Juli 2002 der Beschwerdegegnerin zugestellten Entwurf eines Mandatsvertrags und der daraufhin von I.________ von der Beschwerdegegnerin ergangenen E-Mail vom 5. August 2002 ableiten. Ebenso stützte sie die Würdigung der Erstinstanz, dass auch an der Verwaltungsratssitzung vom 4. September 2002 kein Mäklervertrag zustande gekommen sei. 2.2 Nach Auffassung der Beschwerdeführerin verletzt die Beweiswürdigung der Vorinstanz das Willkürverbot (Art. 9 BV) und die darauf gestützte Ablehnung, weitere Beweise abzunehmen, den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). 2.2.1 Was das vorinstanzliche Beweisergebnis als solches angeht, zeigt die Beschwerdeführerin nicht klar und substantiiert auf, inwiefern dieses willkürlich sein soll. Statt dessen unterbreitet sie dem Bundesgericht in appellatorischer Weise ihre eigene Sicht der Dinge und legt in weitschweifigen Ausführungen unter freier Ergänzung des vorinstanzlich festgestellten Sachverhalts dar, wie die Aussagen von A.________ ihrer Ansicht nach zu würdigen wären. Sie scheint dabei zu verkennen, dass das Bundesgericht keine letzte Appellationsinstanz ist, die von den Parteien mit vollkommenen Rechtsmitteln angerufen werden könnte. Sie müsste in Auseinandersetzung mit den Erwägungen der Vorinstanz aufzeigen, dass dieselben geradezu willkürlich im Sinne der Rechtsprechung (vgl. Erwägung 1.3 vorne) wären, was sie jedoch nicht tut. Mit ihren appellatorischen Vorbringen, die den vorstehend (Erwägung 1) dargestellten Begründungsanforderungen nicht genügen, ist die Beschwerdeführerin nicht zu hören. 2.2.2 Ebenso wenig begründet sie hinlänglich, inwiefern die Vorinstanz in diesem Zusammenhang den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt haben soll. Der aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessende Anspruch auf Abnahme und Würdigung rechtzeitig und formrichtig angebotener Beweismittel (vgl. BGE 124 I 241 E. 2 S. 242; 122 I 53 E. 4a mit Hinweisen) schliesst eine vorweggenommene Beweiswürdigung nicht aus, verbietet dem Gericht also nicht, einem beantragten Beweismittel die Erheblichkeit oder Tauglichkeit abzusprechen oder auf die Abnahme von Beweisen zu verzichten, wenn das Gericht aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und willkürfrei davon ausgehen darf, diese würde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 131 I 153 E. 3 S. 157; 130 II 425 E. 2.1 S. 429). Das Bundesgericht greift in eine antizipierte Beweiswürdigung nur ein, wenn sie willkürlich und damit offensichtlich unhaltbar ist, namentlich wenn sie eine prozessuale Vorschrift oder einen unumstrittenen Grundsatz des Beweisrechts krass verletzt oder sonst wie in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 132 III 209 E. 2.1; 129 I 8 E. 2.1). Inwiefern dies zutreffen soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen, was entsprechend substantiierte Willkürrügen voraussetzt. Erweist sich die antizipierte Beweiswürdigung als willkürfrei, liegt in ihr keinerlei Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (BGE 131 I 153 E. 3 S. 157). Es gelingt der Beschwerdeführerin von vornherein nicht, die antizipierte Beweiswürdigung der Vorinstanz als willkürlich auszuweisen, indem sie einfach behauptet, aus den Aussagen von A.________ ergebe sich bei zutreffender Auslegung, dass er der Meinung gewesen sei, die Beschwerdegegnerin sei die Honorarschuldnerin. Sie macht sodann geltend, jedenfalls entfalle die Beschwerdegegnerin aufgrund der Aussagen von A.________ nicht zwingend als Honorarschuldnerin. Bei diesem Ergebnis hätte die Vorinstanz die weiter beantragten Beweise abnehmen müssen. Im gleichen Sinn argumentiert sie betreffend die E-Mail vom 5. August 2002 und die Verwaltungsratssitzung vom 4. September 2002. Nach ihrer Auffassung steht weder anhand der E-Mail vom 5. August 2002 noch aufgrund der Verwaltungsratssitzung vom 4. September 2002 fest, dass kein Mäklervertrag aufgrund ausdrücklicher Willensäusserungen zustande gekommen sei. Da diese Frage offen geblieben sei, hätten die von der Beschwerdeführerin angebotenen Beweise abgenommen werden müssen. Auch mit diesen Ausführungen bringt die Beschwerdeführerin wiederum lediglich ihre eigene Meinung zum Ausdruck, weist die Argumentation der Vorinstanz aber nicht einmal ansatzweise als willkürlich aus. Die Vorinstanz erblickte in den Aussagen von A.________ nicht nur keinen Beweis dafür, dass zwischen den Parteien ein Mäklervertrag zustande gekommen sei, sondern umgekehrt den Beleg dafür, dass kein Mäklervertrag kraft ausdrücklicher Willenserklärung abgeschlossen worden sei. Nachdem dieser Schluss mangels hinlänglich begründeter Willkürrüge Bestand hat, durfte die Vorinstanz ohne Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV in antizipierter Beweiswürdigung auf die Abnahme weiterer Beweise verzichten. Dass sie in Willkür verfallen wäre, indem sie annahm, weitere Beweiserhebungen vermöchten an der gewonnenen Überzeugung nichts zu ändern, zeigt die Beschwerdeführerin in keiner Art auf.