Citation: 6B_600/2021 E. 2.4.3

2.4.3. Mit der Vorinstanz ist schliesslich davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auch mit der albanischen Sprache genügend vertraut ist. Soweit er letztinstanzlich geltend macht, dieser Sprache nicht mächtig zu sein, weil auch der von ihm zwischen 2009 bis 2012 besuchte Oberstufenunterricht im Kosovo ausschliesslich auf Deutsch gehalten worden sei, steht dies in Widerspruch zu seinen früheren Schilderungen gegenüber Dr. med. C.________, woraus sich ergibt, dass der Unterricht auf Albanisch stattfand und er bloss anfängliche Probleme mit der Sprache gehabt habe. Wie von der Vorinstanz festgestellt, dürfte für den Beschwerdeführer somit auch die Resozialisierung im Kosovo nicht schwieriger sein als in der Schweiz. Im Zusammenhang mit dem "höchstwahrscheinlich von Geburt an bestehenden Leiden" (wohl im Sinne des Doppel-Y-Syndroms) ist schliesslich nicht ersichtlich und wird in der Beschwerde auch nicht dargetan, inwiefern ein solches einen Härtefall zu begründen vermöchte, zumal der Gutachter eine diesbezügliche Behandlungsnotwendigkeit ausdrücklich verneinte. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich "ausdrücklich auf die vor der Vorinstanz gemachten Ausführungen" verweist, ist darauf hinzuweisen, dass die Begründung in der letztinstanzlichen Rechtsschrift selber zu erfolgen hat. Darauf ist nicht weiter einzugehen (BGE 144 V 173 E. 3.2.2). Zusammenfassend bedeutet die Landesverweisung für den Beschwerdeführer zwar eine gewisse Härte. Diese geht aber nicht über das Mass hinaus, das der Verfassungs- und Gesetzgeber mit der Einführung der obligatorischen Landesverweisung in Kauf nahm oder sogar wollte. Die Vorinstanz schliesst zutreffend auf eine mangelnde Integration auf verschiedenen Ebenen. Die familiäre Situation lässt eine Landesverweisung zu, kann der Kontakt mit seinen Eltern und seinen Brüdern doch mittels modernen Kommunikationsmitteln aufrechterhalten werden. Eine berufliche Wiedereingliederung des Beschwerdeführers im Kosovo erscheint zumindest nicht schwieriger als in der Schweiz und - genügend Motivation vorausgesetzt - durchaus möglich. In der Gesamtbetrachtung geht die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass die Landesverweisung beim Beschwerdeführer keinen schweren persönlichen Härtefall im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB bewirkt. Damit erübrigt sich eine Interessenabwägung zwischen den privaten Interessen des Beschwerdeführers und dem öffentlichen Sicherheitsinteresse.