Citation: 5A_723/2017 E. 8.3.3

8.3.3. Die erstinstanzliche Gerichtsgebühr (Fr. 1'987'892.30) entspricht 0,51% des Streitwertes (Fr. 383'428'461.20), wobei das Obergericht bei der Überprüfung sich nicht mit der prozentualen Berechnung begnügt hat. Es hat - wie von § 4 Abs. 2 GebV OG/ZH gefordert - auch Zeitaufwand des Gerichts und Schwierigkeit des Falls konkret geprüft. Keinen Widerspruch lässt sich aus der vorinstanzlichen Erwägung ableiten, wonach "kein Beweisverfahren" durchzuführen war und sich deshalb "der Aufwand im Rahmen" hielt. Damit hat die Vorinstanz ausdrücklich auf die ordentliche Grundgebühr Bezug genommen und die Erhöhung ausser Betracht fallen lassen. Sie hat neben der konkreten wirtschaftlichen Tragbarkeit insbesondere sowohl dem Nutzen- als auch dem Aufwandkriterium Rechnung getragen. Zur Bearbeitung der sehr umfangreichen Rechtsschriften einschliesslich Beilagen, mit welchen die Streitsache im erstinstanzlichen Verfahren vorgetragen wurde, durfte die Vorinstanz mit Blick auf das vorliegende Rechtsgebiet durchaus einen Aufwand annehmen, welcher der ordentlichen Gerichtsgebühr entspricht und eine Ermässigung nicht aufdrängt. Der Vorwurf, dass die Vorinstanz den Aufwand in unhaltbarerer Weise dargestellt habe, lässt sich nicht halten. Die Bestätigung des erstinstanzlichen, gestützt auf das kantonale Recht ergangenen Kostenentscheides bewegt sich noch innerhalb der von der Verfassung gezogenen Grenzen.