Citation: 6B_1427/2020 E. 6.7

6.7. Die Vorinstanz begründet ihr Urteil zur Gefährlichkeitsprognose stringent in überzeugender Auseinandersetzung mit beiden Gutachten. Dabei schätzt sie die Gefährlichkeit und die diesbezügliche persönliche Entwicklungsdynamik faktengestützt im Vergleich zum Zweitgutachter allerdings merklich negativer ein und rückt insoweit von dessen Einschätzung ab. Sie stützt sich dafür zugleich auf Befundtatsachen und Risikoauswertungen, die der Zweitgutachter seiner Risikoanalyse zugrunde legte, zieht aber ungünstigere Folgerungen und gewichtet diese in der von ihr vorzunehmenden normativen Gesamtwürdigung strenger (vgl. oben E. 6.2). Die Vorinstanz kann sich für diese Beurteilung zudem auf das Erstgutachten stützen.