Citation: 4A_369/2014 E. 3

Die Vorinstanz qualifizierte den von den Parteien geschlossenen Vertrag als Werkvertrag, wobei die Regelung gemäss Art. 363 OR modifiziert worden sei, insbesondere durch Übernahme der SIA-Norm 118. Dies wird von den Parteien nicht beanstandet. Bezüglich des gerügten Zustands der Oberflächen des Sichtbetons verneinte die Vorinstanz das Vorliegen eines Werkmangels, ebenso bezüglich der mit Schreiben vom 15. Dezember 2011 monierten Punkte. Insoweit wies sie deshalb die Klage ab, was unangefochten blieb. Hingegen bejahte die Vorinstanz bezüglich der Bewehrungsüberdeckung im Sockelgeschoss und der mit Schreiben vom 2. Dezember 2011 gerügten Zustände das Vorliegen von Werkmängeln. Für die Nachbesserung Ersterer mittels Ersatzvornahme sprach die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin einen Vorschuss von Fr. 304'500.--, für die Nachbesserung Letzterer einen Betrag von Fr. 5'068.--, insgesamt Fr. 309'568.--, zu (Dispositiv-Ziffer 1). Sodann erkannte sie, die im Zusammenhang mit der Feststellung der ungenügenden Bewehrungsüberdeckung angefallenen (Privat-) Gutachterkosten stellten teilweise einen Mangelfolgeschaden dar. Hierfür sprach sie der Beschwerdegegnerin einen Betrag von Fr. 4'000.-- zu (Dispositiv-Ziffer 2). Die Beschwerdeführerin ficht die Verpflichtung zur Leistung von Fr. 5'068.-- für die Nachbesserung der mit Schreiben vom 2. Dezember 2011 gerügten Zustände nicht an. Betreffend die ungenügende Bewehrungsüberdeckung stellt sie das Vorliegen eines Werkmangels nicht in Abrede, sondern richtet ihre Beschwerde einzig gegen die Höhe des unter diesem Titel zugesprochenen Vorschusses. Insoweit anerkennt sie einen Betrag von Fr. 102'600.--. Bezüglich des Ersatzes der Parteigutachterkosten anerkennt sie einen Betrag von Fr. 1'000.--.