Citation: 1C_253/2022 E. 6.3.1

6.3.1. Im angefochtenen Urteil erläuterte die Vorinstanz, dass das Hochwasserprojekt Dorfbach umfassende und je aufeinander abgestimmte Massnahmen entlang des gesamten Dorfbachs vorsehe. Mit Blick auf die Ereignisse der Vergangenheit, als der Dorfbach an verschiedenen Stellen über die Ufer getreten sei und Überflutungen verursacht habe, bestehe ein erhebliches öffentliches Interesse an einer gesamtheitlichen Betrachtung des Dorfbachs und der Realisierung der im Projekt Hochwasserschutz Dorfbach vorgesehenen Massnahmen. Selbst wenn noch keine definitiven Pläne zum Projekt vorliegen würden, bedinge ein sinnvoller Hochwasserschutz eine Koordination der notwendigen Vorkehren. Die Vorinstanz wies darauf hin, dass entlang des Promenadenwegs, an welchem auch das Baugrundstück liege, Revitalisierungsarbeiten vorgesehen seien. Das Bachbett solle verbreitert werden, das Ufer abgeflacht, naturnah gestaltet und der Dorfbach mit einer Kiessohle ausgestattet werden. Zudem sei gemäss den Angaben der Dienststelle rawi sowie den entsprechend eingereichten Querprofilplänen im Bereich des Baugrundstücks eine Absenkung des Fusswegs vorgesehen. Auch wenn für diese Massnahmen noch keine bewilligten Pläne vorliegen würden, sei deren Umsetzung nur möglich, wenn die dafür notwendigen Flächen freigehalten würden. Gerade darauf würden die gesetzlichen Bestimmungen über die Freihaltung der Gewässerräume und die hohen Anforderungen an die dort zulässigen baulichen Massnahmen abzielen und bestehe in diesem Sinne ein grosses öffentliches Interesse an der Freihaltung des Gewässerraums. Die Frage, ob sich das betreffende Grundstück in dicht überbautem Gebiet befindet (vgl. Art. 41c Abs. 1 lit. a GSchV), liess die Vorinstanz offen.