Citation: 1C_60/2023 E. A

A.________ ist Eigentümer der Parzellen Nr. 1438 und 1439 in Maienfeld. Im Sommer 2019 entfernte A.________ ca. sieben bis acht grössere Steine auf der Parzelle Nr. 1438 und errichtete einen Zufahrtsweg auf der Parzelle Nr. 1444, welche sich im Eigentum der Stadt Maienfeld befindet. Die Parzelle Nr. 1444 liegt in einer Trockenwiese und -weide (TWW) von nationaler Bedeutung und ist mit einer kommunalen Trockenstandortszone geschützt. Sämtliche drei Parzellen befinden sich ausserhalb der Bauzone und sind mit einer Landschaftsschutzzone nach Art. 34 des Raumplanungsgesetzes vom 6. Dezember 2004 für den Kanton Graubünden (KRG/GR; BR 801.100) überlagert. Am 19. Juni 2019 orientierte das Amt für Raumentwicklung des Kantons Graubünden das Bauamt der Stadt Maienfeld darüber, dass für die oben genannte Terrainveränderung keine Bewilligungsverfahren bekannt seien. Am 25. Juni 2019 fand eine örtliche Überprüfung durch das Bauamt und die Stadtpolizei der Stadt Maienfeld statt. Am 26. Juni 2019 verfügte das Bauamt die Einstellung der Bauarbeiten. Am 21. Oktober 2019 reichte A.________ nachträglich ein Baugesuch ein, das die Baukommission der Stadt Maienfeld am 19. November 2019 behandelte. Diese befand die baulichen Veränderungen als baubewilligungspflichtig und als nicht bewilligungsfähig. Nach vorgängiger Beurteilung durch das kantonale Amt für Raumentwicklung lehnte die Baukommission mit Entscheid vom 25. August 2020 das Baugesuch ab und ordnete die Durchführung eines Wiederherstellungs- und Baubussenverfahrens an. Zur Begründung gab die Baukommission an, dass die entfernten Steine nach der Praxis des Amts für Natur und Umwelt des Kantons Graubünden als landschaftsprägend zu qualifizieren seien (> 0.5 m2 oder mehr als fünf sichtbare Steine pro Are), sodass deren Entfernung aufgrund derer Grösse sowie aufgrund des Standorts in der Landschaftsschutzzone nach Art. 34 KRG/GR nicht bewilligungsfähig sei. Bezüglich des Zufahrtwegs führte die Behörde aus, dass ein TWW-Objekt von nationaler Bedeutung beeinträchtigt worden sei und da kein überwiegendes Interesse von nationaler Bedeutung gegeben sei, sei der Weg nicht rechtmässig entstanden. Mit Beschwerde vom 4. Oktober 2020 an den Stadtrat Maienfeld beantragte A.________ die Aufhebung des Entscheids der Baukommission vom 25. August 2020. Zur Begründung führte er aus, dass es sich bei der Terrainveränderung um keine landschaftsprägende Massnahme handle, da die Anzahl der entfernten kleinen Steine das Mass der landschaftsprägenden Steingruppe von fünf sichtbaren Steinen pro Are unterschreite. Betreffend die Zufahrt über die Parzelle Nr. 1444 führte A.________ aus, dass die Änderungen bereits im Juni 2019 vor dem verfügten Baustopp am 26. Juni 2019 wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt worden seien und deshalb kein Baugesuch eingereicht worden sei. Ausserdem seien die auferlegten Verfahrenskosten unverhältnismässig. Mit Entscheid vom 2. November 2020 wies der Stadtrat die Beschwerde ab, soweit sie darauf eintrat. Im Entscheid wurden Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 4'500.-- dem Beschwerdeführer auferlegt.