Citation: 4A_235/2020 E. 9.2

9.2. Die Beschwerdeführerin kritisiert zunächst die vorinstanzliche Erwägung, wonach sich in der PBV und im UWG keine generelle Regel finde, ab wann der Endpreis bzw. der tatsächlich zu bezahlende Preis anzugeben sei, vermag mit ihren Ausführungen jedoch nicht aufzuzeigen, welche Bestimmung die Vorinstanz im konkreten Fall missachtet haben soll. Entgegen den Vorbringen in der Beschwerdeschrift lässt sich aus dem ins Feld geführten bundesgerichtlichen Urteil 6B_942/2009 vom 15. März 2010 E. 2.2.4 nichts zu ihren Gunsten ableiten: Darin ging es nicht etwa darum, ab wann in einem Online-Bestellprozess der Endpreis anzugeben wäre, sondern um die Zulässigkeit eines Konkurrenzvergleichs nach Art. 16 Abs. 1 lit. c PBV im Rahmen eines Zeitungsinserats, wobei das Bundesgericht erwog, es würden nicht vergleichbare Angebote verglichen, weil das eigene Angebot im Gegensatz zu jenen der Konkurrenz keine Gratisserviceleistungen enthielt. Auch das zweite in der Beschwerde erwähnte Urteil BGE 129 III 426 E. 3.1.1 betrifft die vergleichende Werbung und daher eine andere Konstellation, als sie von der Vorinstanz zu beurteilen war. Auch dieser Entscheid ist nicht einschlägig. Ebenso wenig leuchtet ein, inwiefern aus BGE 112 IV 125 E. 2, der preisrelevante Angaben in der Werbung betrifft, etwas zugunsten der Beschwerdeführerin abgeleitet werden könnte. Soweit die Beschwerdeführerin in der Folge unter Berufung auf verschiedene im kantonalen Verfahren eingereichte Beweismittel ohne weitere Begründung behauptet, die Vorinstanz habe diese "einfach ausgeblendet", sei in Willkür (Art. 9 BV) verfallen bzw. habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt, verfehlt sie die gesetzlichen Begründungsanforderungen an entsprechende Rügen. Appellatorisch und damit unbeachtlich sind zudem ihre Ausführungen, mit denen sie einen am 29. Januar 2018 durchgeführten Testkauf aus ihrer Sicht darstellt, ohne dass sich die entsprechenden Angaben aus den - für das Bundesgericht verbindlichen (Art. 105 Abs. 1 BGG) - Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid ergeben würden. Im Übrigen zeigt sie auch mit ihren allgemeinen Ausführungen zu den erforderlichen Preisangaben im stationären Handel nicht auf, inwiefern der Vorinstanz im konkreten Fall eine Verletzung von Bundesrecht vorzuwerfen wäre. Insbesondere wird aufgrund ihrer Ausführungen nicht klar, weshalb der Durchschnittskonsument seine Erfahrungen hinsichtlich der Preisangaben auf Waren im stationären Handel ohne Weiteres auf den Bestellvorgang beim Kauf von Veranstaltungstickets über das Internet übertragen soll. Sie vermag die Annahme im angefochtenen Entscheid zum Verständnis des Durchschnittskonsumenten damit jedenfalls nicht als bundesrechtswidrig auszuweisen. Insgesamt vermag die Beschwerdeführerin mit ihren Ausführungen keine Verletzung von Art. 2 oder Art. 3 Abs. 1 lit. b UWG aufzuzeigen.