Citation: 6B_881/2024 E. A

Mit dem als Anklage überwiesenen Strafbefehl vom 16. November 2020 wirft die Staatsanwaltschaft Nidwalden A.A.________ vor, sich des vollendeten, teilweise versuchten gewerbsmässigen Betrugs (Art. 146 Abs. 2 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB) strafbar gemacht zu haben. Dies indem sie und ihr Ehemann A.B.________ im letzten Quartal des Jahres 2005 bei unterschiedlichen Versicherungsgesellschaften mehrere Versicherungsverträge, insbesondere zur Absicherung des Invaliditätsrisikos bei Verkehrsunfällen, abgeschlossen haben sollen. Die Eheleute seien daraufhin am 12. März 2006 im Kosovo an einem Verkehrsunfall beteiligt gewesen. A.A.________ habe in der Folge gegenüber verschiedenen Ärzten sowie anlässlich eines Arbeitsversuchs falsche Angaben über ihren Gesundheitszustand gemacht und dadurch für den Zeitraum zwischen Ende September 2006/Anfangs Oktober 2006 bis Ende Juni 2010 Arbeits- und Erwerbsunfähigkeiten als Folge des Unfallereignisses vorgetäuscht. Damit habe sie über längere Zeit betrügerisch Versicherungsleistungen bezogen. Insgesamt hätten die SUVA, die IV, die Arbeitslosenkasse und die BVG-Versicherung zwischen März 2006 und Ende Juni 2010 Versicherungsleistungen in Höhe von total Fr. 183'565.40 bezahlt. Die C.________ AG, die F.________ Versicherungs-Gesellschaft und die G.________-Versicherungs-Gesellschaft AG hätten keine Zahlungen erbracht, weshalb es diesbezüglich beim versuchten Betrug geblieben sei.