Citation: 8C_182/2023 E. 4.1.1

4.1.1. Für die Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers stützte sich das kantonale Gericht neben verschiedenen Berichten des Kompetenzzentrums Versicherungsmedizin der Suva auf das Administrativgutachten der Dr. phil. C.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie und Psychotherapie FSP, vom 25. April 2019 und auf die Beurteilung des Suva-Kreisarztes Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie und Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 21. Januar 2020. Danach seien die Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers nicht unfallbedingt, sondern degenerativer Natur. Von den weiteren Gesundheitsbeeinträchtigungen seien nur die Hörschädigung rechts (Hörverlust) und der ebenfalls rechtsseitige Tinnitus zweiten Grades strukturelle und damit natürlich und adäquat kausale Unfallfolge. Die übrigen Beeinträchtigungen (Kopfschmerzen, vermehrtes Ruhebedürfnis, Schlafstörungen, Lärm-, Licht- und Vibrationsempfindlichkeit, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit bzw. kognitive Minderleistung bei Status nach einem leichten Schädel-Hirn-Trauma [mTB; "mild traumatic brain injury"] zweiten Grades, deutliche Verlangsamung, verminderte Belastbarkeit, Gleichgewichtsstörungen sowie eine eventuell bestehende Persönlichkeits- und Verhaltensstörung) seien demgegenüber organisch nicht objektivierbar. Die Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den letztgenannten Beschwerden und dem Unfall liess die Vorinstanz sodann offen, da von den Kriterien gemäss BGE 115 V 133 E. 6c/aa nur zwei (körperliche Dauerschmerzen sowie Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit) in einfacher Form vorlägen und somit - bei einem als mittelschwer zu bezeichnenden Unfallereignis - keine Adäquanz gegeben sei. Unter ausschliesslicher Berücksichtigung der Unfallfolgen, d.h. des Hörverlusts und des Tinnitus, seien dem Beschwerdeführer die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Dumperfahrer bzw. vergleichbare Tätigkeiten auf Baustellen nicht mehr zumutbar. In leidensangepassten Tätigkeiten betrage seine Leistungsfähigkeit hingegen 80 %, wobei die Einschränkung auf einem theoretisch leicht erhöhten Pausenbedarf infolge der Schmerz- und Tinnitusbelastung beruhe.