Citation: 1C_52/2022 E. A

Anlässlich einer Verkehrskontrolle vom 10. März 2014 führte A.________ mit einem zu hohen Blutalkoholwert einen Personenwagen. In der Folge wurde ihm der Führerausweis mit dem Hinweis vorläufig abgenommen, dass es ihm bis zu dessen Rückgabe untersagt sei, ein Fahrzeug zu führen. Am 16. März 2014 wurde er von einem Polizisten beobachtet, wie er trotzdem einen Personenwagen lenkte. Die Polizei Basel-Landschaft, Abteilung Administrativmassnahmen,entzog ihm daraufhin am 29. April 2014 den Führerausweis wegen einer schweren Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften für die Dauer von fünf Monaten. Am 17. Januar 2016 missachtete A.________ in Basel ein Stopp-Signal und übersah ein von links herankommendes, vortrittsberechtigtes Tram. In der Folge wurde er mit Strafbefehl vom 3. August 2016 wegen einfacher Verletzung von Verkehrsregeln zu einer Busse verurteilt. Die Polizei qualifizierte den Vorfall als mittelschwere Widerhandlung und entzog ihm am 5. Dezember 2016 den Führerausweis für die Dauer von vier Monaten. Aufgrund der verspäteten Zustellung des Führerausweises verlängerte sie die Entzugsdauer bis am 16. September 2017. Am 14. September 2017stellte sie ihm den Führerausweis wieder zu, wies ihn jedoch gleichzeitig schriftlich darauf hin, dass der Führerausweisentzug noch bis und mit dem 16. September 2017 andauere. Am 16. September 2017 verursachte A.________ in Basel einen Auffahrunfall. Die zum Unfallort herbeigerufene Polizeipatrouille nahm ihm den Führerausweis an Ort und Stelle vorläufig ab. Die Polizei eröffnete daraufhin ein Administrativverfahren, das sie auf Gesuch von A.________ bis zum Abschluss des wegen des gleichen Vorfalls eröffneten Strafverfahrens mit Schreiben vom 29. November 2017 sistierte. Gleichzeitig hob sie den vorläufigen Ausweisentzug auf. Mit rechtskräftigem Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 22. November 2019 wurde A.________ wegen des fahrlässigen Führens eines Motorfahrzeugs trotz Verweigerung, Entzug oder Aberkennung des Ausweises und der Verletzung der Verkehrsregeln zu einer unbedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen à Fr. 30.-- und einer Busse von Fr. 200.-- verurteilt. In der Folge nahm die Polizei das Administrativverfahren wieder auf und ordnete mit Verfügung vom 4. November 2020 einen Führerausweisentzug für die Dauer von zwölf Monaten an, abzüglich der bereits vollzogenen 74 Tage. Zur Begründung hielt sie fest, dass aufgrund des Führens eines Fahrzeugs trotz entzogenem Führerausweis am 16. März 2014 und am 16. September 2017 zwei schwere Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsrecht innerhalb von fünf Jahren vorlägen und die Entzugsdauer dem gesetzlichen Minimum entspreche. Die von A.________ in der Folge erhobenen Beschwerden wurden vom Regierungsrat mit Beschluss vom 23. März 2021 und vom Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, mit Urteil vom 24. November 2021 abgewiesen.