Citation: 1C_160/2020 E. 3.4

3.4. Es kann offenbleiben, ob die vom Beschwerdeführer bestrittenen Sachverhaltsannahmen der Vorinstanz zur Gefahrensituation wegen einer Auflösung des Staus offensichtlich unrichtig sind. Selbst wenn zu seinen Gunsten der von ihm behaupteten Sachdarstellung gefolgt würde, bleibt zu berücksichtigen, dass die Vorinstanz die erhöhte abstrakte Gefahr einer Auffahrkollision bereits aus einem anderen Grund bejaht hat. Sie ist von einer solchen Gefahr schon deswegen ausgegangen, weil der Beschwerdeführer den Personenwagen in der Stausituation verliess, ohne rasch die Hilfe der Polizei oder allenfalls eines Pannendiensts in Anspruch zu nehmen. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer vorgehalten, er hätte stets mit einer Auflösung des Staus rechnen müssen und habe aufgrund seiner Entfernung zum Fahrzeug die Verkehrssituation nicht voll im Blick gehabt. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, sich zu Fuss entlang der Fahrbahn ca. 1,9 km vom Fahrzeug entfernt und sich bei anderen Verkehrsteilnehmern nach Benzin erkundigt zu haben, bevor er sich auf den Rückweg machte. Seinen Ausführungen zufolge ging er damals nicht von einer Notsituation aus und betätigte deshalb die Notrufsäule nicht. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz dem Beschwerdeführer bei dieser Sachlage die Verursachung der erhöhten abstrakten Gefahr einer Auffahrkollision wegen der langen Zeitdauer seit dem Stillstand seines Fahrzeugs ohne Inanspruchnahme der Sicherheitsorgane angelastet hat. Dies gilt selbst dann, wenn der Stau tatsächlich weitergedauert haben sollte.