Citation: 1C_371/2022 E. 8.1

8.1. Entscheidend für die Beurteilung der Rechtsgleichheit ist, ob bezüglich der Via Sur Punt 43 (Parzelle Nr. 566) einerseits und den Parzellen der Beschwerdeführer andererseits - wie von den Beschwerdeführern geltend gemacht - eine vergleichbare Situation vorliegt. Von einer solchen kann bereits deshalb nicht ausgegangen werden, weil die Parzellen Nrn. 383 und 390 genügend über die Via Maistra erschlossen sind bzw. jedenfalls eine (verbesserte) Erschliessung innerhalb der Bauzone der Gemeinde Bever möglich ist (vgl. E. 5.2.2 und 5.2.3 hiervor). Anders als die Liegenschaft an der Via Sur Punt 43 (Parzelle Nr. 566) sind die Parzellen der Beschwerdeführer somit nicht auf eine Erschliessung über die Via Sur Punt angewiesen. Eine Erschliessung der Parzelle Nr. 566 über die Via Maistra dürfte hingegen aufgrund der deutlich grösseren Distanz zum Wohnhaus nicht in Betracht kommen. Insofern argumentieren die Beschwerdeführer widersprüchlich, indem sie vorbringen, das Wohnhaus an der Via Sur Punt 43 befinde sich deutlich näher zur Bauzone der Gemeinde Bever als zu jener der Gemeinde Samedan, weshalb eine verbesserte Erschliessung aus der näher liegenden Bauzone von Bever hätte erfolgen müssen. Eine solche wurde auf Nachfrage der Eigentümer der Parzelle Nr. 566 von der Gemeinde Bever ausdrücklich abgelehnt. Im Übrigen war ohnehin die Beschwerdegegnerin für die Erschliessung der Parzelle Nr. 566 verantwortlich, da sich diese auf ihrem Gemeindegebiet befindet. Insoweit kann offenbleiben, ob eine vergleichbare Situation auch aufgrund eines unterschiedlichen Ausbaustandards und Gefälles hätte verneint werden müssen, weshalb sich auch der beantragte Augenschein erübrigt (vgl. E. 3 hiervor). Nach dem Gesagten liegt demnach keine Verletzung der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) vor, weshalb das angefochtene Urteil im Ergebnis auch unter diesem Aspekt nicht zu beanstanden ist.