Citation: 1C_34/2018 E. A

Am 13. Juni 2012 reichte die A.________ AG ein Baugesuch für die Umnutzung der Liegenschaft Spinnereistrasse "..." in Turgi (AG) in achtzehn Alterswohnungen ein. Mit Beschluss vom 25. März 2013 erteilte der Gemeinderat Turgi dafür die Baubewilligung, unter anderem mit der Nebenbestimmung, zur Sicherstellung der einwandfreien Detailgestaltung der Balkone und der Erschliessungslauben sowie der Schlepplukarne seien dem Gemeinderat vor der Ausführung entsprechende Muster zur Materialisierung und Farbgebung vorzulegen und nachträglich bewilligen zu lassen. Die Bemusterungen seien mindestens 6 Wochen vor der Ausführung einzureichen. Nachdem die Baubewilligung unangefochten in Rechtskraft erwachsen war, nahm die A.________ AG die Bauarbeiten vor. Dabei wurden unter anderem Kunststofffenster mit Rahmenverbreiterungen im Sturzbereich sowie Storenkasten mit Rafflamellenstoren eingebaut. Am 14. Dezember 2015 forderte der Gemeinderat die A.________ AG auf, die Detailgestaltungen frühzeitig bewilligen zu lassen. Zu besprechen und noch nicht bewilligt seien inbesondere die montierten Kunststofffenster samt Blenden. Aufgrund des Ortsbildschutzes seien Holzfenster ohne Blenden zu verwenden. Ebenfalls nicht bewilligt seien die Farbgestaltung, der Sonnenschutz und die Storenkasten. Lamellenstoren seien nicht bewilligungsfähig, weshalb ausschliesslich Stoffstoren zu verwenden seien. Nach mehrmaliger Aufforderung durch den Gemeinderat reichte die A.________ AG am 9. Mai 2016 ein nachträgliches Baugesuch für die Fassaden ein. Am 11. Juli 2016 beschloss der Gemeinderat Turgi, dass die bereits eingebauten neuen Kunststofffenster und der Sonnenschutz (Rafflamellenstoren) bewilligungspflichtig seien, wies das nachträgliche Baugesuch ab und forderte die Bauherrschaft auf, innert 30 Tagen den rechtmässigen Zustand herzustellen oder ein Baugesuch für einen neuen, bewilligungsfähigen Zustand einzureichen.