Citation: 1B_80/2007 04.06.2007 E. 4

4.1 Was die Kollusionsgefahr anbelangt, verweist das Verfahrensgericht auf die Ausführungen im Beschluss vom 29. Dezember 2006. Mittlerweile habe ein potentieller Grosskunde angehalten werden können. Dessen Aussagen müssten dem Beschwerdeführer noch vorgehalten werden. Mindestens bis zu diesem Zeitpunkt, allenfalls auch bis zur Durchführung einer Konfrontationseinvernahme, bestehe Kollusionsgefahr. Im Beschluss vom 29. Dezember 2006 hatte das Verfahrensgericht in Erwägung gezogen, der Beschwerdeführer sei nur teilweise geständig und streite insbesondere ab, in grösserem Stil mit Drogen gehandelt zu haben. Es gab jedoch auch zu bedenken, dass seit der Haftverlängerung vom 28. Oktober 2006 kein weiterer Mittäter einvernommen worden sei. Der Umstand, dass der mutmassliche Aufenthaltsort der Bodypacker habe eruiert werden können, erhärte zwar den Tatverdacht, beeinflusse jedoch die Kollusionsgefahr nicht. Indes mass es den Aussagen des erwähnten Grosskunden grossen Stellenwert bei: Ein Informant des Besonderen Untersuchungsrichteramts soll 12 kg Kokain bezogen haben, davon ein Grossteil von einem Händler, welcher die Droge von dem zu befragenden Grosskunden gekauft habe. Dieser wiederum habe das Kokain direkt vom Beschwerdeführer erhalten, welcher es zuvor den Kurieren abgenommen habe. Das Verfahrensgericht erachtete darum die Fortsetzung der Untersuchungshaft wegen Kollusionsgefahr bis zur Anhaltung des Kunden Ende Januar 2007 sowie dessen anschliessender umfassenden Befragung und allfälliger Konfrontation mit dem Beschwerdeführer als zulässig. 4.2 Wenn der Beschwerdeführer behauptet, das Besondere Untersuchungsrichteramt mache keine Kollusionsgefahr mehr geltend, verkennt er, dass das BUR in seinem Antrag vom 16. April 2007 bezüglich der Haftgründe auf die Ausführungen früherer Anträge verweist. Zudem wird ausgeführt, der Beschwerdeführer solle noch mit den Ergebnissen aus den Einvernahmen des Grosskunden konfrontiert werden, was vermutlich eine einmalige Befragung und allenfalls eine Konfrontationseinvernahme erforderlich mache. Nachdem nach wie vor streitig ist, in welchem Umfang der Beschwerdeführer am Drogenhandel beteiligt war, ist dem Verfahrensgericht darin zuzustimmen, dass den Einvernahmen des Grosskunden massgebliches Gewicht zukommt und Kollusionsgefahr bis zu einer etwaigen Konfrontation bejaht werden kann. Es ist gerichtsnotorisch, dass in Fällen banden- und gewerbsmässiger Drogendelinquenz häufig versucht wird, Auskunftspersonen und Zeugen einzuschüchtern und zu beeinflussen. Die Einschätzung des Besonderen Untersuchungsrichteramts und des Verfahrensgerichts, es sei zu befürchten, der Beschwerdeführer könnte in Freiheit versuchen, dies zu tun, ist, jedenfalls bis zum vollständigen Abschluss der Untersuchung, verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (vgl. Urteil 1P.544/2006 vom 14. September 2006, E. 2.4). Weitere Erwägungen zur Kollusionsgefahr erübrigen sich, da - wie in E. 3 hiervor gesehen - der besondere Haftgrund der Fluchtgefahr vorliegt.