Citation: 6B_188/2022 E. 7.1

7.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Anordnung einer Massnahme im Sinne von Art. 60 StGB. Er rügt eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung und eine falsche Rechtsanwendung. Weil kein Zusammenhang mit der Straftat bestehe, dürfe seine Suchterkrankung nicht herangezogen werden, um eine Behandlung anzuordnen. Die Vorinstanz anerkenne, dass er am 11. Februar 2020 nicht unter dem Einfluss von Suchtmitteln gestanden sei. Da sie indes der Auffassung sei, er benötige Hilfe, "klammere" sie sich daran, dass er am Vorabend Suchtmittel zu sich genommen habe und versuche, daraus einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Straftat und Abhängigkeit zu konstruieren. Angelastet werden könne ihm einzig die Konsumation von Suchtmitteln bei der Herstellung der vier USBV, während ihm solches im Rahmen der übrigen angeblichen Vorbereitungshandlungen nicht vorgeworfen werden könne. Zwischen angeblicher Suchtmittelabhängigkeit und angeblicher Anlasstat bestehe kein Zusammenhang, weswegen keine Massnahme gemäss Art. 60 StGB anzuordnen sei, selbst wenn er schuldig gesprochen würde. Die Abhängigkeit dürfe nicht bloss Anlass sein, die Behandlung einer Suchterkrankung strafrechtlich durchzusetzen. Der Gutachter widerspreche sich. Einerseits erkenne er keine Hinweise dafür, dass er am 11. Februar 2020 unter Drogeneinfluss gestanden sei, um dann "plötzlich" zu behaupten, dass die für die Tatzeit festgestellte psychische Störung und Abhängigkeit von Suchtstoffen weiterhin bestehe und die vorgeworfenen Taten damit in einem Zusammenhang stünden. Die Vorinstanz verletze das rechtliche Gehör, indem sie diesen Widerspruch pauschal negiere bzw. das Gutachten mit Aussagen, die er nach dessen Erstellung gemacht habe, "verteidige". Die vorgeworfenen Delikte hätten nichts mit seiner Suchtproblematik zu tun, sondern ausschliesslich mit der Beziehung zu seinen Kindern und deren Verbleib auf W.________. Auch ein Präventionsbedarf sei nicht mehr gegeben, da er mittlerweile vom Alkohol, Methadon, Kokain, MST (morphinhaltiges Medikament [vgl. angefochtenes Urteil S. 53]) und sogar vom Rauchen abgekommen sei.