Citation: 1C_373/2020 E. 5.3.2

5.3.2. Auch aus der in der Gewerbezone gelegenen gemeindeeigenen Sägerei ergibt sich keine rechtsungleiche Behandlung der Beschwerdeführerin. Nach der verbindlichen Feststellung der Vorinstanz (vgl. vorne E. 2) wurde die von der Gemeinde Zernez betriebene Sägerei vor dem 1. Januar 2004 erstellt. Sie geniesst damit gestützt auf Art. 22 Abs. 3 BauG/Zernez Bestandesschutz. Im Gegensatz dazu datiert die Baubewilligung des Abfallsammelplatzes der Beschwerdeführerin vom 27. August 2012. Die beiden Sachverhalte können somit nicht miteinander verglichen werden, weswegen die Vorinstanz auch insoweit eine rechtsungleiche Behandlung im Sinne von Art. 8 BV zu Recht verneinte (vgl. BGE 144 I 113 E. 5.1.1 S. 115). Daran ändert auch das Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts, der Bestandesschutz der Sägerei erstrecke sich nur auf das Sägereigebäude bzw. den Sägereibetrieb, nicht aber auf die dortige Holzschnitzelanlage, da diese höchstens zehn Jahre alt sei. Mit diesen allgemeinen und in zeitlicher Hinsicht unbelegten Angaben vermag die Beschwerdeführerin nicht darzutun, dass die vorinstanzliche Rechtsauffassung, wonach die Sägerei aufgrund ihres Baujahrs gemäss Art. 22 Abs. 3 BauG/Zernez Bestandesschutz geniesse, offensichtlich unhaltbar ist (vgl. vorne E. 4.3.1).