Citation: 4A_124/2022 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz beliess es jedoch nicht dabei und ging für den Fall, dass der Beschwerdeführer eine Anspruchsgrundlage im Engagement Letter vom 16./20. November 2015 sehen wolle, auf diesen ein, und legte dar, dass entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers darin kein selbstständiger Anspruch begründet werde. Sie erwog, dass bezüglich des Engagement Letters ein übereinstimmender wirklicher Wille nicht behauptet worden sei, sodass sich die Auslegung nach dem objektivierten Verständnis richte. Soweit der Beschwerdeführer dagegen sinngemäss vorbringt, die Parteien hätten bezüglich des Engagement Letters ein übereinstimmendes Verständnis gehabt, zeigt er nicht hinreichend auf, dass er rechtzeitig und rechtsgenüglich einen solchen übereinstimmenden Willen behauptet hätte. Die entsprechenden Rügen entbehren demnach der Grundlage. Auch soweit er moniert, dass die Beschwerdegegnerin nicht bestritten habe, dass er einen Anspruch aus dem Engagement Letter habe, und der Vorinstanz eine Verletzung von Art. 55 ZPO vorwirft, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie die Beschwerdegegnerin aufzeigt, hat sie den im Klagebegehren Ziff. 2a erhobenen Anspruch stets vollumfänglich bestritten. Sie hat insbesondere bereits vor der Erstinstanz vorgebracht, dass der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Erstattung der Anwaltskosten habe; "weder aus dem Gesetz, noch aus der Schadloshaltungsklausel noch aus dem Engagement Letter ergebe sich eine solche Pflicht".