Citation: 2A.64/2002 14.02.2002 E. 2

2.1 Der ausländische Ehegatte eines Schweizer Bürgers hat grundsätzlich Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung (Art. 7 Abs. 1 ANAG). Kein solcher Anspruch besteht allerdings dann, wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die Vorschriften über Aufenthalt und Niederlassung von Ausländern - und namentlich jene über die Begrenzung der Zahl der Ausländer - zu umgehen, also eine Schein- bzw. Ausländerrechtsehe geschlossen worden ist (Art. 7 Abs. 2 ANAG). Dass die Ehegatten in entsprechender Absicht handeln und mit der Heirat nicht eine eheliche Lebensgemeinschaft begründen wollen, entzieht sich in der Regel dem direkten Beweis und kann diesfalls, wie das bereits früher bei der Bürgerrechtsehe zutraf (vgl. dazu BGE 98 II 1), nur durch Indizien nachgewiesen werden (BGE 122 II 289 E. 2b S. 295, mit Hinweisen). 2.2 Das Verwaltungsgericht ist im angefochtenen Urteil zur Auffassung gelangt, es liege eine Scheinehe vor. Dies zu Recht, besteht doch offensichtlich keine Lebensgemeinschaft zwischen dem Beschwerdeführer und W.________: Anlässlich der Kontrollen der Fremdenpolizei wurde der Erstere nie in der angeblich gemeinsamen Wohnung angetroffen. In dieser lebt seine Ehefrau, die als Prostituierte tätig ist, vielmehr mit dem - offenbar schwer kranken und pflegebedürftigen - Vater ihrer siebenjährigen Tochter zusammen. Die getrennte Befragung der Ehegatten hat denn auch gezeigt, dass die beiden über keine Gemeinsamkeiten verfügen und kaum Angaben zu den persönlichen Verhältnissen ihres Partners machen können; unklar blieb auch, inwiefern sie sich überhaupt verständigen können. Besonders ins Gewicht fällt im vorliegenden Zusammenhang weiter, dass der Beschwerdeführer vor der Ehe mit W.________ mehrfach erfolglos versucht hatte, über ein Asylverfahren zu einer Aufenthaltsbewilligung zu kommen. 2.3 In der Beschwerdeschrift wird vornehmlich versucht, die dem angefochtenen Urteil zugrunde liegende Sachverhaltsfeststellung - an die das Bundesgericht nach Massgabe von Art. 105 Abs. 2 OG grundsätzlich gebunden ist - in Frage zu stellen. Die weitschweifigen Ausführungen, mit welchen der Beschwerdeführer die Widersprüche zwischen den eigenen Aussagen und jenen seiner Ehefrau aufzulösen und die eklatanten Lücken zu erklären sucht, sind jedoch unbehelflich. Zwar können allenfalls einige kleinere Abweichungen in den Darstellungen der beiden mit Missverständnissen erklärt werden, welche entstanden sind, weil für die Befragung des Beschwerdeführers kein Übersetzter beigezogen worden ist. Der Beschwerdeführer beanstandet allerdings das Protokoll der Befragung seiner Ehefrau gleichermassen, obschon dort eine Übersetzerin mitgewirkt hat. Dabei beschränkt sich seine Kritik an den beiden Protokollen letztlich aber darauf, den befragenden Beamten eine vorgefasste Meinung sowie das Verdrehen bzw. Erfinden von Aussagen vorzuwerfen. Die unzähligen, teilweise gesuchten Rügen sind indessen nicht geeignet, die Schlussfolgerungen des Verwalungsgerichts in Frage zu stellen. Soweit der Beschwerdeführer bzw. dessen Vertreterin den Beamten der Fremdenpolizei vorwerfen, sie hätten Aussagen der Ehegatten bewusst verfälscht oder geradezu frei erfunden, grenzen ihre Vorbringen an Mutwilligkeit.