Citation: 2C_63/2013 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer wendet im Wesentlichen ein, die gegen ihn ausgesprochene Freiheitsstrafe von 2 ½ Jahren sei eine Jugendstrafe; es müsse berücksichtigt werden, dass seine psychische Entwicklung noch nicht abgeschlossen und er erzieherischen Massnahmen noch immer zugänglich sei. So habe er sich im Massnahmenvollzug sehr zu seinem Vorteil entwickelt: Er habe die therapeutischen Angebote angenommen und dabei sehr gute Fortschritte erzielen können. Auch seine Kurz- bzw. Anlehre als Metallbaupraktiker in einem Ausbildungszentrum des Amts für Justizvollzug absolviere er mit grossem Erfolg. Sodann sei zu beachten, dass sowohl seine Eltern als auch seine vier Geschwister in der Schweiz lebten, wogegen er in seinem Heimatland keine Verwandte mehr habe, zu denen er einen engen Kontakt pflege. Schliesslich gelte es auch die Interessen seiner Freundin sowie des gemeinsamen Sohnes zu berücksichtigen, welche sich ihrerseits auf das Recht auf Familienleben berufen könnten. Aus den genannten Gründen sei der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung für ihn eine existenzielle Frage, sodass er das Verfahren auch dann führen würde, wenn er es selbst finanzieren müsste.