Citation: 4P.101/2003 02.09.2003 E. 3.1

3.1.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, die Parteien hätten subjektiv gewollt, dass der Käsereizins in Abhängigkeit zur gelieferten Milch-menge stehe. Das Obergericht habe es unterlassen, diesen subjek-tiven Parteiwillen zu ermitteln, obwohl er sich aus den Akten herauslesen lasse. Der Rückschluss der Vorinstanz, dass bei objektiver Betrachtungsweise ein Parteiwille nur so zu verstehen sei, dass die Milchmenge keinen Einfluss auf den Mietvertrag habe, sei willkürlich. 3.1.2 Das Obergericht hat den Pachtvertrag nach Treu und Glauben, d.h. nach dem Verständnis redlicher und vernünftiger Vertragspartner, ausgelegt. Bei der Anwendung des Vertrauensprinzips zur Auslegung eines Vertrages handelt es sich um eine Rechtsfrage, die das Bundesgericht im Verfahren der Berufung überprüfen kann (BGE 129 III 118 E. 2.5 S. 123, mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer rügt, die objektive Auslegung des Pachtvertrags sei willkürlich, ist er nicht zu hören. In berufungsfähigen Streitsachen ist die staatsrechtliche Beschwerde zur Berufung subsidiär (Art. 84 Abs. 2 OG; BGE 120 II 384 E. 4a S. 385). 3.1.3 Nach der Rechtsprechung zu Art. 18 Abs. 1 OR bestimmt sich der Inhalt eines Vertrages in erster Linie durch subjektive Auslegung, d.h. nach dem übereinstimmenden wirklichen Parteiwillen. Nur wenn eine tatsächliche Willensübereinstimmung unbewiesen bleibt, sind zur Ermittlung des mutmasslichen Parteiwillens die Erklärungen der Par-teien aufgrund des Vertrauensprinzips auszulegen (BGE 129 III 118 E. 2.5 S. 122, mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer rügt, das Obergericht habe es unterlassen, den subjektiven Parteiwillen festzustellen, macht er daher in Tat und Wahrheit eine Verletzung von Bundesrecht geltend, die mit Berufung gerügt werden kann (BGE 121 III 118 E. 4b/aa S. 123). Auf die Beschwerde ist auch insoweit nicht einzutreten.