Citation: 1B_347/2022 E. 4.4

4.4. Es ist zutreffend, dass die bei der Hausdurchsuchung aufgefundenen Gegenstände allein keinen dringenden Tatverdacht zu begründen vermögen. Von grösserer Bedeutung ist die Ähnlichkeit der von den Überwachungskameras erfassten Person mit dem Beschwerdeführer. Die Videoaufnahmen sind zwar von schlechter Qualität. Die Personenbeschreibung im angefochtenen Entscheid lässt sich gestützt darauf jedoch nachvollziehen. Dies trifft insbesondere auch für das leichte Nachziehen des rechten Beins zu, bei dem es sich um ein auffälliges und nicht häufig vorkommendes Merkmal handelt. Das unbelegte Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe keine solche Gangart, lässt die auf die eigene Beobachtung gestützte gegenteilige Feststellung des Obergerichts nicht als offensichtlich falsch erscheinen (Art. 97 Abs. 1 BGG). Hinzu kommt, dass diese Feststellung durch die drei erwähnten Polizeibeamten, die bereits früher mit dem Beschwerdeführer zu tun hatten, bestätigt wird. In ihren Wahrnehmungsberichten halten sie fest, er weise eine sonderbare Gangart und Körperhaltung auf und sie würden ihn auf den Videos wiedererkennen bzw. die markante und wenig verbreitete Körperhaltung sowie Gangart würden zum Beschwerdeführer passen. Schliesslich erscheint auch die ungefähre Schätzung des Alters gestützt auf die Videoaufnahmen nicht als offensichtlich falsch. Insgesamt durfte das Obergericht deshalb, ohne Bundesrecht zu verletzen, von einem dringenden Tatverdacht der Brandstiftung (Art. 221 StGB) ausgehen. Den dringenden Tatverdacht der Sachbeschädigung (Art. 144 StGB) und der Drohung (Art. 180 StGB) bestreitet der Beschwerdeführer nicht, weshalb sich Ausführungen dazu erübrigen.