Citation: 8C_926/2008 30.07.2009 E. 7.2

7.2.1 Die Versicherte beschrieb ihre seit 1. März 2003 verrichtete Wunschtätigkeit als Tierpflegerin bei der Begutachtung als körperlich sehr belastend. Statt ihres bis zum Unfall ausgeübten Normalarbeitspensums von 80 % vermochte sie unfallbedingt nur noch ein Pensum von 60 % zu erfüllen. In Bezug auf ein 100 %-Pensum als Tierpflegerin am angestammten Arbeitsplatz schätzten die MEDAS-Gutachter die dauerhaft verbleibende unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit auf 40 %. Sie wiesen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die Beschwerdeführerin durch den Wechsel in eine adaptierte, körperlich leichtere Tätigkeit (z.B. im Bürobereich) ohne Notwendigkeit, Arbeiten kniend verrichten zu müssen, keine unfallbedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erleide. Laut MEDAS-Gutachten hatte die Versicherte in der Vergangenheit z.B. von 1989 bis 1994 mit einem Pensum von 80 bis 100 % als Telefonistin in einem Industriebetrieb gearbeitet. Gestützt auf die Angaben gemäss MEDAS-Gutachten hielt die Allianz unmittelbar nach Kenntnisnahme von diesem Gutachten im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs am 22. Februar 2006 fest, dass der Beschwerdeführerin aus medizinischen Gründen eine volle Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichteren Tätigkeit zumutbar sei, ohne dass sie dadurch im Vergleich zur angestammten Tätigkeit als Tierpflegerin eine Erwerbseinbusse hinzunehmen habe. Deshalb werde die Beschwerdegegnerin das Taggeld nach Ablauf einer Anpassungsfrist per 31. Mai 2006 einstellen. Mit Verfügung vom 31. Mai 2006 verlängerte die Allianz die Anpassungsfrist um einen Monat und stellte das Taggeld per Ende Juni 2006 ein. 7.2.2 Mit Einspracheentscheid vom 19. Februar 2007 legte die Beschwerdegegnerin zudem dar, weshalb es auch für die Periode vom 1. März bis 28. Juni 2006 bei der Beurteilung der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit gemäss MEDAS-Gutachten von 40 % bezogen auf ein 100 %-Pensum bleibt. Was die Beschwerdeführerin hiegegen unter Berufung auf die Arbeitsunfähigkeitsatteste der behandelnden Assistenzärztin Dr. med. S.________ von der Rheumaklinik des Spitals Y.________ vorbringt, ist unbegründet. Hinsichtlich des somatischen Befundes am rechten Knie und der gestellten Diagnosen ging Dr. med. S.________ laut Bericht vom 23. März 2006 im Wesentlichen übereinstimmend mit dem interdisziplinären MEDAS-Gutachten von einer endgradig schmerzhaften Beugeeinschränkung des rechten Kniegelenks mit druckdolenter Narbe am medialen rechten Kniegelenk aus. Die behandelnde Ärztin legte jedoch nicht nachvollziehbar dar, weshalb ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bei grundsätzlich vergleichbaren Befunden von der Beurteilung gemäss MEDAS-Gutachten abweicht. Dieses Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden; zudem ist es in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und enthält begründete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352). Somit kommt dieser Expertise grundsätzlich volle Beweiskraft zu.