Citation: 8C_177/2022 E. 4

Die Vorinstanz erwog in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen, den strittigen Verfügungen habe der zu Handen der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt, Militärversicherung (MV), erstellte Bericht des Zentrums B.________, vom 4. Dezember 2017 betreffend eine funktionsorientierte medizinische Abklärung zu Grunde gelegen. Gestützt hierauf bestehe in der angestammten Tätigkeit als Rechtsanwalt, die einer idealen Arbeit entspreche, eine medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit von ca. 50 %. Diese Einschätzung gelte - so das Zentrum B.________ - sicher ab dem Untersuchungstermin (17./18. Juli 2017) und sei medizinisch plausibel bereits seit dem Jahr 2012 anzunehmen. Der Bericht vom 4. Dezember 2017 sei beweiswertig. Damit sei erstellt, dass der Beschwerdeführer als Rechtsanwalt (unter Vorbehalt der hiernach eingetretenen vorübergehenden vollständigen Arbeitsunfähigkeiten im Zusammenhang mit Hospitalisationen) zu 50 % arbeits- und leistungsfähig sei. Nicht zu überzeugen vermöge hingegen die wesentlich zurückhaltender formulierte Annahme des Zentrums B.________ einer medizinisch plausiblen (durchgehenden) Einschränkung bereits seit dem Jahr 2012. Zwar seien auch in den Jahren 2012, 2014, 2015, 2016 und in der ersten Jahreshälfte 2017 diverse Hospitalisationen und Operationen erfolgt. Diese hätten jedoch allein eine tage- bzw. wochenweise und keine rentenrelevante dauerhaft anhaltende Arbeitsunfähigkeit zur Folge gehabt. Ausserdem seien die Arbeitsunfähigkeitsatteste teilweise rückwirkend ausgestellt worden (vgl. u.a. die Bestätigung der Arbeitsunfähigkeit des Spitals C.________ vom 26. Oktober 2016 betreffend die Zeiträume in den Jahren 2012 und 2014 sowie Atteste vom 2. und 30. November 2016 betreffend das Jahr 2015). Zu keiner anderen Beurteilung führten - so die Vorinstanz weiter - die im Vorbescheidverfahren eingereichten Berichte. Die im Zusammenhang mit den im November 2018 bzw. Dezember 2019 geklagten Schulterbeschwerden diskutierte Schulterarthroskopie (Berichte der Klinik D.________, vom 8. November 2018 und 3. Dezember 2019) sei offenbar bisher nicht durchgeführt worden. Die nach einem Sturz Ende März 2020 mit nachfolgendem HWS-Schulter-/Arm-Schmerzsyndrom attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit (Bericht des Dr. med. E.________, Assistenzarzt, Neuropraxis F.________, vom 1. April 2020) habe lediglich vorübergehend angehalten. Im diesbezüglichen Bericht vom 6. Mai 2020 habe Dr. med. E.________ denn auch keine Arbeitsunfähigkeit mehr verzeichnet und als Therapie einzig noch Physiotherapie und Analgetika aufgeführt. Im Bericht vom 30. November 2020 habe er ohne weitere Angaben zu Anamnese, Befund und Arbeitsfähigkeit bloss Diagnosen gestellt. Damit bestünden keine Gründe, von der Einschätzung des Zentrums B.________ vom 4. Dezember 2017 abzuweichen. Weitere Berichte, die eine andere Beurteilung gebieten würden, habe der Beschwerdeführer nicht eingereicht. Insgesamt habe die IV-Stelle den Sachverhalt hinreichend abgeklärt. Damit sei der Invaliditätsgrad auf der Grundlage einer seit 17. bzw. 18. Juli 2017 bestehenden 50%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit zu ermitteln.