Citation: 5A_827/2023 E. 8.2

8.2. Unbestritten hat allein die Beschwerdegegnerin gegen das erstinstanzliche Urteil Berufung eingereicht und dabei beantragt, der Beschwerdeführer sei zur Zahlung von Ehegattenunterhalt von monatlich Fr. 210.-- vom 1. November 2019 bis zum 30. April 2020 sowie von Fr. 580.-- im Monat ab dem 1. Mai 2020 zu verurteilen. Das Kantonsgericht sprach der Beschwerdegegnerin Ehegattenunterhalt von monatlich Fr. 760.-- von November 2019 bis Dezember 2020 und ab Januar 2024, Fr. 650.-- von Januar 2021 bis Dezember 2022 und Fr. 660.-- von Januar 2023 bis Dezember 2023 zu (vgl. vorne Bst. B). Dazu hält die Voristanz fest, zwar beantrage die Ehefrau einen tieferen Ehegattenunterhalt, als er zugesprochen werde. Unter Berücksichtigung auch des Kindesunterhalts verlange sie jedoch höhere Unterhaltszahlungen, als sie erhalte. Da es auf diese Gesamtbetrachtung ankomme, sei die Dispositionsmaxime nicht verletzt. Die Beschwerdegegnerin verweist ebenfalls darauf, es sei eine Gesamtbetrachtung massgebend. Sie habe in der Berufung zwar einen tieferen Ehegattenunterhalt beantragt, als das Kantonsgericht ihn zugesprochen habe. Insgesamt, d.h. in der Summe, sei ihr jedoch weniger Unterhalt zugesprochen worden als beantragt. Es gelte hierbei die zwischen Kindes- und Ehegattenunterhalt bestehenden Interdependenzen zu beachten. Unzutreffend vergleiche der Beschwerdeführer sodann die vorinstanzlich gesprochenen Unterhaltsbeiträge mit den erstinstanzlich festgelegten. Mit Blick auf den Dispositionsgrundsatz komme es allein darauf an, was die Beschwerdegegnerin beantragt habe.