Citation: 8C_106/2024 E. 3.2.1

3.2.1. Zunächst macht sie geltend, die Einschätzung einer 70%igen Arbeitsfähigkeit gemäss interdisziplinärer Beurteilung sei nicht nachvollziehbar, werde doch bereits aus neurologischer Sicht eine 50%ige Einschränkung selbst in leidensangepassten Tätigkeiten attestiert. Es trifft zwar zu, dass Dr. med. C.________, Facharzt für Neurologie, eine optimal angepasste Tätigkeit lediglich im Umfang von 50 % für zumutbar erachtete. Er wies aber darauf hin, dass aus körperlicher Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Lediglich mit Verweis auf die in den Akten beschriebenen neuropsychologischen Einschränkungen attestierte er eine 50%ige Einschränkung, wobei die Einschätzung ausdrücklich unter Vorbehalt der (später durchgeführten) neuropsychologischen Untersuchung erfolgte. Dr. med. C.________ hielt denn auch fest, im Rahmen seines klinisch-neurologischen Teilgutachtens seien die kognitiven Beeinträchtigungen nicht geprüft worden. Nachdem die neuropsychologischen Tests auffällige - letztlich nicht verwertbare - Ergebnisse gezeigt hatten, kamen die Gutachter in ihrer interdisziplinären Beurteilung zum Schluss, es bestehe aufgrund der objektiven Befunde höchstens eine leichtgradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Für angepasste Tätigkeiten attestierten die Experten eine Arbeitsfähigkeit von 70 % seit Dezember 2013. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin erweist sich das MEDAS-Gutachten damit nicht als widersprüchlich.