Citation: 8C_222/2016 E. 4

Das kantonale Gericht hat somit die Voraussetzung der arbeitsmarktlichen Indikation als gegeben erachtet, und zwar wegen des Stellenangebots, welches der Versicherte erhalten hatte und das mit der Bedingung verknüpft war, dass er vor Stellenantritt einen Französischkurs absolviere. Dieser Umstand ist für die arbeitsmarktliche Indikation nach der dargelegten Rechtsprechung jedoch nicht massgeblich. Dass ein beantragter Sprachkurs die Chancen der versicherten Person innerhalb ihres bisherigen Tätigkeitsgebiets erhöht und zudem das Bewerbungsfeld erweitert, ist nicht entscheidend, da praktisch jede berufliche Massnahme wegen der dadurch vermittelten zusätzlichen Kenntnisse Vorteile auf dem Arbeitsmarkt bringt (ARV 2005 S. 280, C 48/05 E. 2.2.1; 1999 Nr. 12 S. 64 E. 2 S. 66). Ausschlaggebend war vielmehr, ob der Arbeitsmarkt für Personen mit den Qualifikationen des Versicherten grundsätzlich Stellen bereit halte und ob er aus persönlichen Gründen im Wettbewerb um diese Stellen benachteiligt sei (oben E. 2.2). Der angefochtene Entscheid ist deshalb hinsichtlich der Beurteilung der Voraussetzungen für die Zustimmung zum Kursgesuch bundesrechtswidrig. Das RAV führt dazu aus, dass es für den Versicherten objektiv ein grosses Stellenangebot gegeben habe, zumal er über eine breite und langjährige Berufserfahrung verfüge. Auch ohne Französischkurs habe er im bisherigen Berufsbereich gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt gehabt, was anhand der Vielzahl seiner Arbeitsbemühungen und einer hohen Vorstellungsquote dokumentiert sei. Auch subjektive Gründe für seine Arbeitslosigkeit liessen sich nicht finden. Eine erschwerte Vermittelbarkeit im Sinne des Gesetzes habe nicht vorgelegen. Dies stimmt überein mit der vom RAV am 16. September 2014 zusammen mit dem Versicherten erstellten "Arbeitsmarktstrategie". Es wurde damals festgehalten, dass seine aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt als gut erachtet wurde. Der Versicherte lässt vernehmlassungsweise vorbringen, dass ihm seine mangelhaften Französischkenntnisse auf dem für ihn in Betracht fallenden Stellenmarkt zum Nachteil gereicht hätten. Mit seinem verhandlungssicheren schriftlichen und mündlichen Englisch verfügte er jedoch über die meistens verlangten sehr guten Fremdsprachenkenntnisse. Die Stellenausschreibungen, auf die er sich beruft, erwähnten zusätzliche Fremdsprachen, wenn überhaupt, in der Regel nur als wünschenswert. Das kantonale Gericht hat denn insoweit auch zutreffend und von den Parteien unbestritten festgestellt, dass Französischkenntnisse für weitere Stellen entweder Voraussetzung oder von Vorteil gewesen seien. Damit ist jedoch nicht davon auszugehen, dass es für den Versicherten ohne Absolvierung des gewünschten Kurses praktisch keine Arbeitsplätze geben würde (Urteil C 89/06 vom 24. Januar 2007 E. 4). Nicht ausser Acht bleiben soll schliesslich auch, dass nach Art. 81 Abs. 2 AVIV berufs- und betriebsübliche Massnahmen zur Einarbeitung neuer Mitarbeiter von der Finanzierung durch die Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen sind (Urteil C 222/04 vom 19. April 2005 E. 2.4).