Citation: 4A_228/2020 E. B

Mit Klage vom 18. Dezember 2013 beim Amtsgericht Bucheggberg-Wasseramt beantragte der Kläger, der Beklagte sei kostenfällig zu verpflichten, ihm einen Betrag vom Fr. 200'000.-- nebst Zins zu bezahlen. Mit Beschluss vom 24. November 2014 trat das Amtsgericht auf die Klage ein. Mit Verfügung vom 13. Februar 2015 wurden die Parteien - nach mehreren Fristerstreckungsgesuchen des Beklagten - zur Instruktionsverhandlung mit Zeugenbefragung vorgeladen, wovon sich der Beklagte dispensieren liess. Mit Eingabe vom 19. Mai 2015 ersuchte der Beklagte um Sistierung des Verfahrens wegen der von ihm gegen den Kläger eingeleiteten Strafuntersuchung, woraufhin das Zivilverfahren antragsgemäss sistiert wurde. Nachdem das Strafverfahren eingestellt und eine dagegen erhobene Beschwerde des Beklagten abgewiesen wurde, hob der Amtsgerichtspräsident die Sistierung auf und setzte die Hauptverhandlung auf den 20. November 2018 an. Am Tag vor der Verhandlung reichte der damalige Vertreter des Beklagten Belege für Flugtickets ein und führte aus, der Beklagte sei dringend in die Türkei und nach Vietnam zu Geschäftsterminen gerufen worden. Er könne daher an der Verhandlung nicht teilnehmen. Da eine Parteibefragung vorgesehen sei, werde das Gericht ersucht, die Verhandlung abzusagen und einen neuen Termin anzusetzen. Mit Verfügung vom selben Tag wurde dieses Gesuch abgewiesen. Mit Urteil vom 20. November 2018 verpflichtete das Amtsgericht den Beklagten, dem Kläger Fr. 200'000.-- nebst Zins zu bezahlen. Es erachtete den Abschluss eines Kauf- und eines Rückkaufvertrags über das Inventar der D.________ Bar in U.________ zum Preis von Fr. 200'000.-- zwischen dem Kläger und dem Beklagten als erwiesen an. Der Kläger habe sich selbstständig machen wollen und habe zu diesem Zweck mit dem Beklagten einen Kauf- und später, als daraus nichts wurde, einen Rückkaufvertrag abgeschlossen. Eine dagegen gerichtete Berufung wies das Obergericht des Kantons Solothurn mit Urteil vom 19. März 2020 ab.