Citation: 6B_1058/2023 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erachtet eine bedingte Freiheitsstrafe von 16 Monaten als angemessen. In Bezug auf das objektive Tatverschulden sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer zwar nicht der Hauptaggressor gewesen sei, sich aber an einem Angriff gegen eine ihm unbekannte Person mit ernsten gesundheitlichen Folgen beteiligt habe. Der Beschwerdeführer habe mindestens einmal mit der Faust gegen den Kopf des Opfers geschlagen, obwohl er an der vorgängigen Auseinandersetzung nicht beteiligt gewesen sei. Damit habe er eine beachtliche kriminelle Energie offenbart. Zu seinen Gunsten sei zu würdigen, dass er keine Tritte oder Schläge gegen den am Boden liegenden Beschwerdegegner 2 ausgeführt und generell einen eher untergeordneten Tatbeitrag geleistet habe. In subjektiver Hinsicht fehle jedoch jede nachvollziehbare Begründung für die Tat. Es wäre dem Beschwerdeführer ein leichtes gewesen, sich nicht am Angriff zu beteiligen. Die erstinstanzliche Einsatzstrafe von 20 Monaten sei den Umständen und dem Verschulden angemessen. Die Vorinstanz berücksichtigt die lange Dauer, namentlich des Untersuchungs- und Berufungsverfahrens, mit vier Monaten strafmindernd, womit sie über die von der Erstinstanz gewährten zwei Monate hinausgeht. Weitere Strafminderungs- oder Erhöhungsgründe erkennt die Vorinstanz nicht. Der Beschwerdeführer sei zwar vorbestraft, dies jedoch nicht einschlägig. Zudem lägen die Vorstrafen lange zurück. Das Wohlverhalten des Beschwerdeführers sei neutral zu werten und rechtfertige keine Strafreduktion. Die Freiheitsstrafe von 16 Monaten sei bedingt zu vollziehen, zumal davon auszugehen sei, dass das vorliegende Strafverfahren und seine finanziellen Nebenfolgen genügend abschreckend wirken würden, sodass keine Schlechtprognose zu stellen sei.