Citation: 2C_8/2014 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer hat als Ehegatte einer EU-Bürgerin gestützt auf das Freizügigkeitsrecht grundsätzlich einen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung, solange die Ehe formell fortbesteht (Art. 7 lit. d i.V.m. Art. 3 Anhang I FZA; Urteil des EuGH vom 13. Februar 1985 C-267/83 Diatta, Rec. 1985 S. 567; BGE 130 II 113 E. 8 S. 127 ff.). Dieses Recht steht indessen unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs (BGE 130 II 113 E. 9 S. 129 ff.); fehlt der Wille zur Gemeinschaft und dient das formelle Eheband ausschliesslich (noch) dazu, die ausländerrechtlichen Zulassungsvorschriften zu umgehen, fällt der Anspruch dahin (Urteil 2C_886/2011 vom 28. Februar 2012 E. 3.1 mit Hinweis). Die Vorinstanz erwog, dass bei einem rund drei Jahre dauernden Getrenntleben ohne konkrete Anhaltspunkte auf eine baldige Wiederaufnahme des Zusammenlebens die Annahme nahe liegt, dass die Ehe nur noch formell besteht. Dass die Ehegatten bisher keine Scheidungsabsichten äusserten, ändert daran nichts. Die Vorinstanz durfte die Frage indessen offen lassen und somit auf eine persönliche Befragung der Eheleute ohne Gehörsverletzung verzichten, da selbst bei Vorliegen eines grundsätzlichen Bewilligungsanspruchs des Beschwerdeführers - wie nachfolgend dargelegt - die Voraussetzungen für eine Bewilligungsverweigerung ohnehin erfüllt sind.