Citation: 6B_355/2022 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz stuft das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er auf eine Provokation durch B.A.________ hin diese beschimpft habe, als eine Schutzbehauptung ein und hält weiter fest, dass es "schleierhaft" sei, inwiefern sich der Beschwerdeführer durch die Whatsapp-Nachricht von B.A.________ hätte provoziert fühlen können, da er seine neue Partnerin selbst als "Schlampe" betitelt habe. Im Übrigen sei die Beschimpfung der Ehefrau nicht unmittelbar nach den geltend gemachte Whatsapp-Nachricht erfolgt, weshalb er sich auch in rechtlicher Hinsicht nicht auf eine Retorsion berufen könne (angefochtenes Urteil S. 9). Hinsichtlich seines Einwandes, eigentlich die Wendung "feige Sau" gebraucht zu haben, erwägt die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer nicht bestreite, die Sprachnachricht hinterlassen zu haben und gibt die Nachricht im Originalwortlaut wieder (angefochtenes Urteil S. 7 f.). Entgegen der Anklage und seinen Vorbringen laute der Originalwortlaut der Äusserungen in der von ihm hinterlassenen Sprachnachricht nicht "faule Sau" sondern tatsächlich "feige Sau". Da das Adjektiv "feige" jedoch nicht angeklagt worden sei, sei es nicht zu berücksichtigen.