Citation: 2C_882/2020 E. 3.5.3

3.5.3. Anhand der gewichteten öffentlichen und privaten Interessen ergibt sich nun folgende Abwägung: Das öffentliche Interesse manifestiert sich zunächst in der mutwilligen Schuldenwirtschaft des Beschwerdeführers. Dabei hat er sich von zwei Mahnungen und einer Verwarnung nicht beeindrucken lassen und ist weiterhin seinen Zahlungsverpflichtungen mutwillig und zudem in noch grösserem Ausmass als zuvor nicht nachgekommen. Erschwerend kommt dabei der Umstand hinzu, dass er sich bei seiner wirtschaftlichen Tätigkeit auch nicht an die entsprechenden Gesetzesbestimmungen gehalten hat. Auf der Seite der privaten Interessen vermag der Beschwerdeführer eine relativ lange Anwesenheit in der Schweiz geltend machen, welche zwar gewichtig ist, aber nicht derart, dass damit das private Interesse mindestens dem öffentlichen Interesse gleichgewichtig ist. Weitere Gründe, welche sein privates Interesse erhöhen würden, kann er nicht einbringen. Insbesondere sind die Argumente, wonach er für seine beiden Kinder Lehrstellen organisieren muss, nicht derart, dass das Gewicht des privaten Interesses relevant erhöht würde. Abgesehen davon war ihm der Aspekt der Lehrstellensuche bei der Vernachlässigung seiner Zahlungsverpflichtungen offensichtlich noch nicht derart wichtig. Gegen eine Ausreise in sein Heimatland, welche er zudem für absehbare Zeit ohnehin ins Auge gefasst hatte, sprechen auch weder die sozialen, kulturellen und familiären Bindungen zu seinem Herkunftsland noch sind damit drohende Nachteile verbunden. Insgesamt überwiegt das erhebliche Gewicht des öffentlichen Interesses das private Interesse des Beschwerdeführers auf Verbleib in der Schweiz. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung ist somit zumutbar.