Citation: 5A_744/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Auch im Zusammenhang mit der streitbetroffenen Besuchsregelung erhebt die Beschwerdeführerin verschiedentlich die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Auf diese Vorwürfe ist wie dargelegt (vorne E. 3) nicht einzugehen. In der Sache bringt die Beschwerdeführerin vor, das aktenkundig gewalttätige und kriminelle Verhalten des Beschwerdegegners lasse es als zweifelhaft erscheinen, dass Kontakte mit dem Sohn dem Kindeswohl entsprächen. Dazu führt die Vorinstanz wie erwähnt aus, den Bedenken der Beschwerdeführerin hinsichtlich des kriminellen Potentials des Kindsvaters werde mit der Durchführung begleiteter Besuchskontakte in einer spezialisierten Einrichtung Rechnung getragen. Ausserdem stünden die vom Beschwerdegegner begangene Straftaten (Urkundenfälschung und versuchter Betrug) mit den strittigen Besuchskontakten in keinem Zusammenhang. Die Beschwerdeführerin schätzt die Bedeutung des Verhaltens des Beschwerdegegners im Ergebnis damit zwar anders ein als das Verwaltungsgericht. Sie vermag aber nicht aufzuzeigen, weshalb die Durchführung begleiteter Besuche nicht geeignet sein sollte, allfälligen dem Kindeswohl abträglichen Einflüssen des Vaters zu begegnen (vgl. Urteil 5A_68/2020 vom 2. September 2020 E. 3.2 mit zahlreichen Hinweisen). Weitergehend trifft die Überlegung der Vorinstanz zu, wonach es für das Kind sehr wichtig ist, zu beiden Elternteilen Kontakt zu haben, und dies bei seiner Identitätsfindung eine entscheidende Rolle spielen kann (BGE 130 III 585 E. 2.2.2; Urteil 5A_290/2020 vom 8. Dezember 2020 E. 2.2). Richtig ist auch der Hinweis, dass der Kindeswille für die Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs zwischen dem Kind und dem nicht sorgeberechtigten Elternteil nicht allein ausschlaggebend ist (Urteil 5A_463/2017 vom 10. Juli 2018 E. 4.5.5 mit Hinweisen, nicht publiziert in: BGE 144 III 442, aber in: FamPra.ch 2018 S. 1138). Damit ist auch das Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht entscheidend, das Kind wolle den Beschwerdegegner derzeit nicht sehen, ohne dass die Frage - sie wird von der Vorinstanz thematisiert - zu vertiefen wäre, ob das Kind durch die Mutter beeinflusst wurde. Wenig überzeugend ist sodann der weitere Hinweis der Beschwerdeführerin, der Beschwerdegegner habe kein echtes Interesse an Kontakt zum Sohn: Nicht nur missachtet die Beschwerdeführerin, dass der Vater einen gesetzlichen Anspruch auf derartige Kontakte hat (Art. 273 Abs. 1 ZGB). Vielmehr soll der persönliche Verkehr zum nicht obhutsberechtigten Elternteil es dem Kind ermöglichen, zu beiden Elternteilen eine persönliche Beziehung zu pflegen, was wie gesagt in seinem Wohl liegt (Urteil 5A_654/2019 vom 14. Mai 2020 E. 3.1 mit Hinweisen).