Citation: 4A_640/2015 E. A

A.a. Das NVB-Nationales Versicherungsbüro Schweiz (Beklagter und Beschwerdeführer) ist ein Verein mit Sitz in Zürich, der gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. a SVG die Haftung für Schäden deckt, die durch ausländische Motorfahrzeuge in der Schweiz verursacht werden, soweit nach dem SVG eine Versicherungspflicht besteht. A.________ (Klägerin und Beschwerdegegnerin) ist Unfallgeschädigte mit Wohnsitz in U.________. A.b. Am 7. November 1996 kollidierte die Klägerin als Halterin und Lenkerin eines weissen BMW 318i in V.________ mit einem von B.________ gelenkten und in Österreich immatrikulierten VW Passat. Im Zeitpunkt des Unfalls um 18.55 Uhr war es dunkel und es regnete heftig. Die Klägerin wollte auf der Auffahrtsrampe von der Strasse W.________ kommend in die Strasse X.________ einbiegen. Da sie vortrittsbelastet war, hielt sie ihren BMW bei der Einmündung in die Strasse X.________ vollständig an. Von links, also von V.________ her kommend, nahte ein Fahrzeug, das die Klägerin vorbeifahren liess. Als sie kein weiteres Fahrzeug mehr sah, fuhr die Klägerin rechtsabbiegend in die Strasse X.________ ein. Zum selben Zeitpunkt fuhr B.________ mit seinem VW Passat auf der Strasse X.________ in Richtung Y.________. Kurz vorher hatte er seinen Wagen bei der C.________-Tankstelle aufgetankt und anschliessend vergessen, das Fahrzeuglicht wieder einzuschalten. B.________ prallte mit der rechten Frontseite seines VW Passats in die Fahrertüre des klägerischen Fahrzeugs. Die Klägerin suchte noch am Unfallabend im Spital Z.________ eine Ärztin auf, die ein HWS-Schleudertrauma diagnostizierte. Das hierfür typische Beschwerdebild mit Schmerzen der Halswirbelsäule, Kopfschmerzen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen wurde in den späteren Verlaufs- und Untersuchungsberichten nach dem Arztzeugnis vom 7. November 1996 immer wieder bestätigt. Nach dem Unfall entwickelte sich auch ein psychisches Beschwerdebild, das immer stärker in den Vordergrund trat. Ab der Begutachtung durch die MEDAS anfangs September 2000 lag bei der Klägerin schliesslich primär eine dissoziative Störung (dissoziativer Stupor gemäss ICD-10 F44.2) und damit verbundene neuropsychologische Funktionsstörungen vor, die sich in der Folge chronifiziert haben. Die Klägerin war ab September 2000 zu 50 % und ab September 2001zu 75 % in der Haushaltsführung eingeschränkt.