Citation: I 5/03 03.11.2003 E. 3

Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, dringt nicht durch. 3.1 Das kantonale Gericht hat mit einlässlicher und überzeugender Begründung, auf die verwiesen wird, erwogen, dass der Expertise des Dr. med. V.________ (vom 4. Mai 2001) voller Beweiswert zuzuerkennen ist und die übrigen medizinischen Akten - namentlich die vom Beschwerdeführer im zweiten kantonalen Prozess aufgelegten Berichte des Dr. med. X.________ (vom 9. August 2002) und des Dr. med. K.________ (vom 9. Juli 2002) - die Schlüssigkeit und Zuverlässigkeit der gutachterlichen Beurteilung der psychischen Gesundheit sowie seine fachärztliche Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit nicht zu erschüttern vermögen (vgl. BGE 125 V 352 ff. Erw. 3). Es fehlen, auch darin ist dem kantonalen Gericht zu folgen, insbesondere Anhaltspunkte dafür, dass der in Nachachtung des vorinstanzlichen Rückweisungsentscheides (vom 3. Januar 2001) von der IV-Stelle beauftragte Dr. med. V.________ im Rahmen der Begutachtung die nötige Sorgfalt vermissen liess, indem er etwa eine unverhältnismässig kurze, nur 15 Minuten dauernde Untersuchung durchführte. Vielmehr dürfte bereits das Erheben der auf S. 2 f. des Gutachtens dargelegten Eigenanamnese den behaupteten Zeitaufwand für die gesamte Exploration überschritten haben. 3.2 Die Invalidenversicherung ist insoweit final konzipiert, als Art. 4 Abs. 1 IVG nicht nach Art und Genese des Gesundheitsschadens fragt, welcher die Erwerbsunfähigkeit verursacht (Ausnahme: das Leistungssystem für Geburtsgebrechen nach Art. 13 IVG und der GgV, Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 14; BGE 124 V 174 ff. mit weiteren Hinweisen). Für die Beurteilung des Anspruchs auf eine Rente (nach Art. 28 IVG) ist somit an sich nicht massgeblich, ob und inwieweit ein bei Erlass der Verwaltungsverfügung (vgl. Erw. 2 hievor) bestehender Gesundheitsschaden und daraus resultierende Arbeitsunfähigkeiten auch oder ausschliesslich Folge eines oder mehrerer Unfallereignisse bilden. Insbesondere in diagnostischer Hinsicht sowie mittelbar für die ärztliche Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit (und damit letztlich auch für den Rentenpunkt) kann die Genese, einschliesslich der Umstand, ob eine versicherte Person von einem Unfall betroffen war, aber durchaus bedeutsam sein. So sind geklagte Beschwerden vor dem Hintergrund eines Unfallereignisses allenfalls als glaubhaft zu würdigen, während bei einem ausschliesslich degenerativen Geschehen gegenteilig zu entscheiden ist. Oder ein Unfall und die daran anschliessenden Komplikationen sind im Rahmen einer psychischen Gesundheitsstörung als überwiegend wahrscheinlicher Auslöser einer (weiteren) depressiven Episode (gemäss ICD-10: F 32) zu qualifizieren. Im hier zu beurteilenden Fall ist mit der Vorinstanz darauf zu erkennen, dass ein (Berufs-)Unfall im Sommer 1996 nach Lage der Akten weder bewiesen noch beweisbar ist. Analoges gilt für ein zumindest im kantonalen Prozess noch behauptetes Unfallereignis im Jahre 1998. Ein Unfallereignis im Sommer 1996 (oder im Jahre 1998) als Auslöser einer depressiven Episode gemäss ICD-10, wofür sich anscheinend Dr. med. K.________ ausspricht, fällt damit ausser Betracht. Hinzu kommt, dass der psychiatrische Gutachter Dr. med. V.________ seinerseits anamnestisch auf den Bericht der Psychiatrischen Klinik des Spitals W.________ vom 4. August 2000 hingewiesen hat. Dort ist unter dem Titel "Aktuelle Situation/Krankheitsentwicklung" von mehreren Unfällen seit 1985, insbesondere auch im Jahre 1996, die Rede. Gestützt darauf hat nun aber Dr. med. V.________ in seiner Expertise ausgeführt, es fänden sich, auch anamnestisch, keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer wie auch immer gearteten depressiven Entwicklung. Hievon abzugehen oder die Diagnose des Gutachters in Zweifel zu ziehen, lässt die Aktenlage nicht zu. 3.3 Laut Erw. 4a des unangefochten gebliebenen kantonalen Entscheides vom 3. Januar 2001 ist der Beschwerdeführer aus rheumatologischer Sicht hinsichtlich leichter körperlicher Tätigkeiten ohne Überkopfarbeiten und ohne Heben und Tragen von Lasten über 15 Kilogramm zu 100 % arbeitsfähig. Aus Erw. 4b und c sowie Erw. 5 des Rückweisungsentscheides (vom 3. Januar 2001) erhellt unmissverständlich, dass das kantonale Gericht die Sache an die Verwaltung zurückwies, damit im Wege einer psychiatrischen Expertise durch einen Mediziner, welcher die Muttersprache des Beschwerdeführers spricht, auch insoweit beweiskräftige Entscheidungsgrundlagen erhoben werden. Insofern der Beschwerdeführer rügt, das kantonale Gericht habe im Entscheid vom 3. Januar 2001 nicht auf Rückweisung erkannt, sondern über das Vorliegen einer psychischen Gesundheitsschädigung und sich daraus ergebender Arbeitsunfähigkeit abschliessend befunden, kann ihm nicht beigepflichtet werden. 3.4 Nach dem Gesagten ist - mit Vorinstanz und Verwaltung - auf die in Erw. 2 hievor dargelegte Zumutbarkeitsbeurteilung abzustellen. Dabei ist nach Lage der Akten für den Verfahrensausgang nicht entscheidend, ob hinsichtlich der somatisch bedingten Arbeitsunfähigkeit von einem das kantonale Gericht bindenden ersten Entscheid vom 3. Januar 2001 ausgegangen wird (und insoweit auch ein für das Eidgenössische Versicherungsgericht zufolge formeller Rechtskraft verbindlicher Entscheid anzunehmen ist) oder aber ob das kantonale Gericht und/oder das Eidgenössische Versicherungsgericht im Rahmen des zweiten, durch die Rückweisung ausgelösten Verfahrens frei waren, über die Arbeitsfähigkeit als Ganzes zu befinden. Wohl spricht einiges dafür, von der grundsätzlichen Verbindlichkeit der Erwägungen für das kantonale Gericht auszugehen, welches die Sache an die Verwaltung zurückweist (vgl. hiezu BGE 120 V 237 Erw. 1a, 113 V 159 mit Hinweisen). Ob dies stets der Fall ist oder nur unter bestimmten Voraussetzungen Platz greifen soll, etwa wenn nicht wie im hier zu beurteilenden Fall mit der Arbeitsfähigkeit ein Rentenelement im Streite steht, dass je nach Resultat der ergänzenden psychiatrischen Abklärung neu zu beurteilen ist, kann offen bleiben. Das Gleiche gilt für die Frage, unter welchen Voraussetzungen der unangefochten gebliebene kantonale Rückweisungsentscheid der formellen Rechtskraft zugänglich ist (und damit auch das Eidgenössische Versicherungsgericht bindet) (vgl. zum Ganzen: Meyer-Blaser, Der Streitgegenstand im Streit - Erläuterungen zu BGE 125 V 413, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Aktuelle Rechtsfragen der Sozialversicherungspraxis, St. Gallen 2001, S. 31 f.).