Citation: 5P.161/2005 06.02.2006 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Beweiswürdigung. In diesem Bereich verfügt das Sachgericht über einen weiten Spielraum des Ermessens (BGE 83 I 7 S. 9; 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Dass die Ergebnisse des Beweisverfahrens auch Schlüsse gestatten, die nicht mit den vom Sachgericht gezogenen übereinstimmen, bedeutet nicht schon Willkür (BGE 116 Ia 85 E. 2b S. 88). Beweiswürdigung erscheint vielmehr erst dann als willkürlich, wenn das Sachgericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges Beweismittel, das für sein Urteil wesentlich sein könnte, unberücksichtigt gelassen hat oder wenn es auf Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Folgerungen getroffen hat. Erforderlich ist Willkür im Ergebnis und nicht bloss in der Begründung (BGE 129 I 8 E. 2.1 Abs. 2 S. 9 und 173 E. 3.1 S. 178). Es obliegt gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG dem Beschwerdeführer, Willkür klar und detailliert und, soweit möglich, belegt zu rügen und anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen darzulegen, inwiefern die angefochtene Sachverhaltsermittlung an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261 f.) und sich deshalb im Ergebnis nicht mehr halten lässt (BGE 131 I 217 E. 2.1 S. 219). Den Anforderungen genügt der Beschwerdeführer teilweise nicht. Er beschränkt seine Willkürrügen schwergewichtig auf den Sachverhalt in E. 6 S. 23 ff. betreffend Erbunwürdigkeit. Dabei handelt es sich indessen um eine Darstellung "nach dem bereits Gesagten" (E. 6.2 S. 23). Das Appellationsgericht hat sich damit auf seine eigenen Ausführungen im Zusammenhang mit den Ungültigkeitsgründen bezogen, wo es auf Feststellungen des Zivilgerichts verwiesen hat (insbesondere in E. 5.2.4 S. 17 f.), die einleitend ganz allgemein für massgeblich erklärt werden (S. 3 des angefochtenen Urteils). Es geht um ein Gesamtbild des Verhaltens des Beschwerdeführers und seines Verhältnisses zur Erblasserin. Willkür in Einzelaspekten bedeutet deshalb nicht zwangsläufig Willkür im Ergebnis, was der Beschwerdeführer zumindest teilweise übersieht. Den formellen Anforderungen gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG hat auch die Beschwerdeantwort zu genügen (BGE 115 Ia 27 E. 4a S. 30; 128 III 4 E. 4c/aa S. 7). Entgegen der Annahme des Beschwerdegegners (S. 5) gilt das namentlich für das Vorbringen neuer Tatsachen, das im Falle einer Willkürbeschwerde - von hier nicht geltend gemachten Ausnahmen abgesehen (BGE 129 I 49 E. 3 S. 57) - unzulässig ist (für die Beschwerdeantwort: BGE 118 III 37 E. 2a S. 39). Neu sind dabei vorab auch Tatsachen, die den Feststellungen im angefochtenen Urteil nicht entnommen werden können (BGE 120 Ia 369 E. 3b S. 374).