Citation: 6B_857/2021 E. 4.3.8

4.3.8. Schliesslich geht auch der Verweis auf ein vermindertes Strafbedürfnisses infolge Zeitablaufs fehl. Gemäss Art. 48 lit. e StGB hat das Gericht die Strafe zu mildern, wenn das Strafbedürfnis in Anbetracht der seit der Tat verstrichenen Zeit deutlich vermindert ist und sich der Täter in dieser Zeit wohlverhalten hat. Laut Rechtsprechung ist dieser Strafmilderungsgrund (bei Wohlverhalten) auf jeden Fall zu beachten, wenn zwei Drittel der Verjährungsfrist verstrichen sind (BGE 140 IV 145 E. 3.1; Urteile 6B_1074/2020 vom 3. Februar 2021 E. 3.2; 6B_460/2020 vom 10. März 2021 E. 8.4.1; je mit Hinweisen). Die der Verurteilung zugrunde liegenden Taten beging der Beschwerdeführer zwischen dem 4. Juni 2014 und dem 24. Oktober 2017. Im Zeitpunkt der Urteilsfällung am 8. März 2021 kann folglich von einem Wohlverhalten des Beschwerdeführers während drei Jahren und 135 Tagen ausgegangen werden. Mit Blick auf die jeweilige Verjährungsfrist (vgl. Art. 97 Abs. 1 StGB) sind die oben genannten Voraussetzungen von Art. 48 lit. e StGB damit bei keinem der angeklagten Delikte erfüllt, weshalb die Vorinstanz nicht gehalten war, eine Strafmilderung unter diesem Titel vorzunehmen.