Citation: 2C_167/2017 E. 2.2

2.2. Auf diese Bestimmungen beruft sich die Beschwerdeführerin und behauptet, sie sei einerseits Opfer psychischer Gewalt geworden und andererseits sei ihre Wiedereingliederung im Kosovo gefährdet, da sie dort aufgrund der gescheiterten Ehe geächtet werde: Bezüglich der geltend gemachten psychischen Gewalt bringt die Beschwerdeführerin vor, sie habe keiner Erwerbstätigkeit nachgehen und die eheliche Wohnung generell nur mit Zustimmung der Schwiegereltern verlassen dürfen; zudem sei sie verpflichtet gewesen, den Schwiegereltern als Dienstmädchen zur Hand zu gehen. Als sie sich gegen das patriarchalische Regime gewehrt habe, sei sie überdies während eines gemeinsamen Besuchs im Kosovo dort bei ihren Eltern zurückgelassen worden. Hinsichtlich einer Wiedereingliederung im Kosovo wendet die Beschwerdeführerin ein, sie müsse dort mit Repressalien seitens der Familie des Ehemanns rechnen; die eigene Familie würde ihr zudem als Folge der gescheiterten Ehe keine moralische Unterstützung bieten. Im Weitern sei sie seit März 2015 aufgrund trennungsbedingter Belastung in psychotherapeutischer Behandlung und latent suizidal; es sei nicht erstellt, dass sie im Kosovo ebenfalls Zugang zu einer engmaschigen psychotherapeutischen Betreuung haben werde.