Citation: 2C_647/2023 E. 8.5.1

8.5.1. Das Bundesgericht hielt in einer nicht publizierten Erwägung von BGE 149 II 237 fest, es sei höchst zweifelhaft, ob ein Richtplan die von Art. 64 Abs. 1 lit. c BGBB gestellten Anforderungen an die planungsrechtliche Ausgangslage erfülle. Es erwog diesbezüglich, dass erst in den der Richtplanung nachfolgenden Nutzungsplanungs- und Bewilligungsverfahren Klarheit darüber geschaffen werden könne, ob ein Projekt effektiv in der Form realisierbar sei, wie es im Richtplan vorgesehen ist (Urteil 2C_255/2022 vom 7. Februar 2023, E. 9 [nicht publiziert in BGE 149 II 237] mit Hinweis auf PIERRE TSCHANNEN, in: Praxiskommentar RPG, 2019, N. 31 zu Art. 9 RPG). Erweist sich der Richtplan im Verlauf eines Nutzungsplanungsverfahrens anlässlich einer vorfrageweisen Überprüfung als rechtswidrig, entfalle seine Verbindlichkeit (E. 9 mit Hinweis auf Urteil 1C_389/2020 und 1C_394/2020 vom 12. Juli 2022 E. 2.3). - An dieser Rechtsprechung ist trotz abweichender Literaturmeinungen (STALDER / BANDLI, a.a.O., N. 28 zu Art. 64 BGBB; STALDER, Handänderungen, S. 154) festzuhalten.