Citation: 4C.138/2001 30.10.2001 E. 1

1.- Gemäss Art. 66 Abs. 1 OG hat die kantonale Instanz, an die eine Sache zurückgewiesen wird, der neuen Entscheidung die rechtliche Beurteilung zugrunde zu legen, mit der die Rückweisung begründet worden ist. Daran ist auch das Bundesgericht in seinem neuen Entscheid gebunden. Zu prüfen war daher einerseits, ob die Klägerinnen bei Schuldübernahme um die streitigen Auszahlungen wussten, und andererseits, ob die Übernahme vorbehaltslos erfolgte. a) Das Handelsgericht hat festgestellt, im Vorfeld der Schuldübernahme hätten die Klägerinnen um die streitigen Auszahlungen gewusst. Es seien sowohl mündlich als auch schriftlich Vorbehalte geäussert worden. Zwischen der KLUH und der Beklagten habe indessen ein Kontokorrent bestanden. Daher genügten die Vorbehalte angesichts der gesetzlichen Regelung, wonach die Anerkennung des Saldos im Rahmen eines Kontokorrentverhältnisses Neuerung bewirke (Art. 117 Abs. 2 OR), nicht, da aus den Vorbehalten die beanstandeten Kontokorrentposten nicht klar hervorgingen. Zudem hätten die Klägerinnen die letzte Kreditofferte ohne Vorbehalt unterzeichnet. b) Die Klägerinnen führen dagegen aus, es sei um eine Schuldübernahme gegangen und es habe keine Novation im Rahmen eines Kontokorrentverhältnisses stattgefunden. Überdies könne ihnen eine allfällige Novation nicht entgegengehalten werden, da diese nur das Verhältnis zwischen der Beklagten und der KLUH betreffe, während die Klägerinnen ihren Anspruch direkt aus der Verletzung der zu ihren Gunsten vereinbarten vertraglichen Kontrollpflichten der Beklagten herleiteten. Da die Klägerinnen eine einfache Gesellschaft bildeten und ihnen die Forderungen gegen die Beklagte zu gesamter Hand zuständen, hätte eine Genehmigung nur durch sämtliche Klägerinnen erfolgen können. Davon könne aber keine Rede sein. Vielmehr hätten sie mehrfach Vorbehalte angebracht. Da es bei der Schuldübernahme nur darum ging, das Kreditverhältnis aus dem Risikobereich der finanziell angeschlagenen KLUH herauszulösen und die einzelnen Forderungen bei der Schuldübernahme kein Thema waren, seien die Klägerinnen nicht verpflichtet gewesen, die vor der Schuldübernahme angebrachten Vorbehalte bei Unterzeichnung der endgültigen Kreditofferte zu wiederholen.