Citation: 2C_434/2019 E. 1.2.2

1.2.2. Das vorliegend angefochtene kantonale Gesetz kann nach dem hier interessierenden Recht des Kantons Wallis keinen Gegenstand eines kantonalen Rekurses bilden: Das Gesetz des Kantons Wallis vom 6. Oktober 1976 über das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege (VVRG/VS; SGS 172.6) regelt soweit ersichtlich ausschliesslich die Anfechtung von individuell-konkreten Verfügungen und schliesst zudem in Art. 75 lit. a VVRG/VS die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen Verfügungen über die Genehmigung von Erlassen aus. Somit ist vom Grundsatz auszugehen, dass im Kanton Wallis kein kantonales Rechtsmittel besteht, mit welchem Erlasse abstrakt überprüft werden können (vgl. schon Urteil 2C_770/2012 vom 9. Mai 2013 E. 1.2). Zwar besteht eine Ausnahme von diesem Grundsatz auf dem Gebiet des Raumplanungsrechts, wo Art. 37 Abs. 1 und Abs. 4 des Ausführungsgesetzes vom 23. Januar 1987 zum Bundesgesetz über die Raumplanung (AG-RPG/VS; SGS 701.1) die Möglichkeit einer Beschwerde gegen Reglemente an den Staatsrat und eine Weiterzugsmöglichkeit an das Kantonsgericht vorsehen. Indessen ist diese Ausnahme schon deshalb nicht einschlägig, weil sie lediglich für kommunale Erlasse gilt (vgl. auch Urteil 1C_564/2015 vom 2. Juni 2016 E. 1). Das Bundesgericht urteilt damit als erste und einzige Rechtsmittelinstanz (vgl. BGE 142 V 395 E. 1.1).