Citation: H 382/01 26.05.2003 E. 3.1

3.1.1 Gemäss Art. 64 Abs. 2 AHVG werden den kantonalen Ausgleichskassen alle Arbeitgeber und Selbstständigerwerbenden angeschlossen, die keinem Gründerverband einer Verbandsausgleichskasse angehören, ferner die Nichterwerbstätigen und die versicherten Arbeitnehmer nicht beitragspflichtiger Arbeitgeber. 3.1.2 Arbeitgeber und Selbstständigerwerbende, die nicht Mitglied eines Gründerverbandes sind, gehören laut Art. 117 Abs. 2 AHVV der Ausgleichskasse ihres Wohnsitzkantons bzw. des Kantons an, in welchem das Unternehmen seinen rechtlichen Sitz hat (Satz 1). Stimmt der Wohnsitz oder Sitz nicht mit dem Ort der Verwaltung oder des Betriebes überein, so kann im Einvernehmen der beteiligten Ausgleichskassen auf den Ort abgestellt werden, wo sich die Verwaltung, der Betrieb oder ein wesentlicher Betriebsteil befindet (Satz 2). Nach Art. 117 Abs. 4 AHVV können Arbeitgeber und Selbstständigerwerbende nur einer Ausgleichskasse angehören. 3.2 Die Vorinstanz hat die streitige Zuständigkeitsfrage aus folgenden Gründen bejaht: Ein Grundstück, auf welchem Kies abgebaut werde, gelte als Betriebsstätte im Sinne von Art. 4 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG). In der Alters- und Hinterlassenenversicherung werde zur Ermittlung des beitragspflichtigen Erwerbseinkommens verschiedentlich auf die Vorschriften des DBG Bezug genommen. Es mache daher durchaus Sinn, den Begriff der Betriebsstätte AHV-rechtlich gleich auszulegen resp. zu verstehen. Gemäss Rz 1074 der Wegleitung über die Beiträge der Selbstständigerwerbenden und Nichterwerbstätigen (WSN) sei denn auch der Betriebsstättenbegriff gemäss Art. 6ter AHVV mit dem bundessteuerrechtlichen identisch. Die Ausgleichskasse Luzern leite die streitige Beitragspflicht von den Einkünften aus dem Abbau von Kies auf einer im Kanton gelegenen Liegenschaft ab, welche als Betriebsstätte gelte. Damit sei ein wirtschaftlicher Anknüpfungspunkt zum Kanton Luzern gegeben. Sinngemäss genüge dies für die Bejahung der Zuständigkeit zum Beitragsbezug, nachdem die Ausgleichskasse des Wohnsitzkantons Basel-Stadt sich mit dem Anschluss der Beschwerdeführerin an die Ausgleichskasse Luzern einverstanden erklärt habe, mit anderen Worten zwischen den beteiligten Kassen kein Kompetenzstreit bestehe.