Citation: 2C_169/2017 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer ist seit November 2016 von seiner kosovarischen Ehefrau geschieden. Seine Kinder sind volljährig und leben teilweise im Ausland. Er macht geltend, er habe viele Familienangehörige und Verwandte in der Schweiz. Diesen Beziehungen kommt jedoch im Rahmen der Interessenabwägung kein entscheidendes Gewicht zu, da weder dargetan noch ersichtlich ist, dass zu den hier lebenden Familienangehörigen ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis bestehen würde (vgl. BGE 137 I 154 E. 3.4.2 S. 159). Den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer regelmässig in sein Heimatland zurückkehrt, wo u.a. noch seine Mutter und sein Bruder leben. Dass - wie er vorbringt - sein dortiges Beziehungsnetz nicht mit dem hiesigen vergleichbar ist, lässt eine Rückkehr ins Heimatland nicht unzumutbar erscheinen. Auch in beruflicher Hinsicht ist es dem Beschwerdeführer möglich, in seinem Heimatland wieder Fuss zu fassen, ist doch seine hier ausgeübte Berufstätigkeit als Bauleiter nicht an die Schweiz gebunden. Zudem wird ihm die hier gesammelte Arbeitserfahrung im Heimatland von Nutzen sein. Auch wenn eine Wiedereingliederung des Beschwerdeführers im Kosovo anfänglich mit Schwierigkeiten verbunden sein kann, ist dennoch mit der Vorinstanz insgesamt davon auszugehen, dass dieser keine unüberwindlichen Hindernisse entgegen stehen. Die vorinstanzliche Rechtsgüterabwägung ist somit nicht zu beanstanden; sie verletzt weder Völker- (Art. 8 Ziff. 2 EMRK) noch Bundesrecht (Art. 13 Abs. 1 sowie Art. 5 Abs. 2 BV; Art. 96 Abs. 1 AuG).