Citation: 4C.343/2005 06.01.2006 E. 1

Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, wenn sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen (Art. 63 Abs. 2 OG) oder im Hinblick auf den Tatbestand einer anwendbaren Sachnorm ergänzungsbedürftig sind (Art. 64 OG). Werden solche Ausnahmen geltend gemacht, hat die Partei, welche den Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs. 1 lit. c und d OG; BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106 mit Hinweisen). Blosse Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung ist im Berufungsverfahren unzulässig (BGE 126 III 10 E. 2b S. 13; 119 II 84 E. 3, je mit Hinweisen). 1.1 Soweit der Kläger sinngemäss ein offensichtliches Versehen rügt, verkennt er die Tragweite dieser Rüge. Ein offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 55 Abs. 1 lit. d OG liegt nur vor, wenn das Gericht eine bestimmte Aktenstelle übersehen oder unrichtig, d.h. nicht in ihrer wahren Gestalt, insbesondere nicht mit ihrem wirklichen Wortlaut) wahrgenommen hat (BGE 104 II 68 E. 3b S. 74; 115 II 399 E. 2a). Der Kläger nennt keine bestimmte Aktenstelle, welche offensichtlich falsch wahrgenommen worden wäre, sondern wendet sich gegen die Auslegung seiner prozessualen Vorbringen. Derartige Rügen sind im Rahmen der Berufung unzulässig. 1.2 Als Verletzung von Art. 8 ZGB rügt der Kläger, die Vorinstanz habe ihm den Beweis seiner Investitionen verweigert, obwohl er entsprechende Behauptungen bundesrechtskonform vorgetragen habe. Er verkennt damit, dass Art. 8 ZGB der beweisbelasteten Partei das Recht, zum Beweis einer rechtserheblichen Tatsache zugelassen zu werden, nur unter der Voraussetzung gewährleistet, dass sie im kantonalen Verfahren form- und fristgerecht Beweisanträge gestellt hat (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223 mit Hinweisen). Nach den Feststellungen im angefochtenen Urteil ist der Kläger seinen prozessualen Obliegenheiten nicht nachgekommen, weil er die Urkunden verspätet eingereicht hat. Ein Verstoss gegen den bundesrechtlichen Beweisanspruch (Art. 8 ZGB) fällt damit ausser Betracht.