Citation: 4A_392/2021 E. 10.4.4

10.4.4. Die Beschwerdeführerin übersieht, dass die Vorinstanz ihr in der angefochtenen Erwägung 6.7 nicht vorwarf, im erstinstanzlichen Verfahren keinen Beweisantrag gestellt zu haben, sondern im Berufungsverfahren. Die Beschwerdeführerin wäre gehalten gewesen, den erstinstanzlich nicht abgenommenen Beweisantrag vor der Vorinstanz zu wiederholen (vgl. BGE 144 III 394 E. 4.2). Da die Beschwerdeführerin nicht mit Aktenhinweis aufzeigt, dass sie vor der Vorinstanz einen entsprechenden Antrag gestellt hätte, vermag sie bereits aus diesem Grund keine Verletzung ihres Rechts auf Beweis aufzuzeigen. Doch selbst wenn die Beschwerdeführerin vor der Vorinstanz den entsprechenden Beweisantrag erneuert hätte, wäre ihrem Einwand auch inhaltlich kein Erfolg beschieden. Wie in E. 10.3 hiervor festgestellt, gelingt es der Beschwerdeführerin nicht aufzuzeigen, dass sie vor der Erstinstanz rechtzeitig behauptet hatte, die Rückzahlung der Darlehen sei an die Beendigung der Etappen 1-3 der Überbauung "X.________" geknüpft gewesen. Die Erstinstanz ging deshalb davon aus, die Beschwerdeführerin verstehe Ziff. 6 des Darlehensvertrags vom 11. April 2016 gleich wie die Beschwerdegegnerin. Diese Feststellung beanstandete die Beschwerdeführerin gemäss Vorinstanz nicht (vgl. E. 10.4.2 hiervor). Da beide Parteien die Bestimmung gleich verstanden, erübrigte sich eine Beweisabnahme (vgl. E. 10.4.1).