Citation: 1A.186/2002 23.05.2003 E. 5

Nach dem Gesagten ist das angefochtene Teilurteil schon aus formellen Gründen (Unzulässigkeit eines Teilurteils; Verletzung des rechtlichen Gehörs) aufzuheben. Auf die Durchführung eines Augenscheins und die Anordnung eines Sachverständigengutachtens kann daher im bundesgerichtlichen Verfahren verzichtet werden. 5.1 Nachdem die Interessenabwägung - und die damit untrennbar verknüpfte Beurteilung der Standortgebundenheit - auch nach Auffassung des Verwaltungsgerichts weitere Abklärungen voraussetzt, erscheint es sinnvoll, die Sache an die erste Instanz zurückzuweisen, d.h. an die Gemeinde Vaz/Obervaz (Art. 114 Abs. 2 OG). Diese wird unter Mitwirkung der zuständigen kantonalen Stellen den Sachverhalt ermitteln und eine umfassende Interessenabwägung vornehmen müssen. Der Ausgang dieser Interessenabwägung ist offen und wird auch vom vorliegenden bundesgerichtlichen Entscheid nicht präjudiziert. Insofern obsiegen die Beschwerdeführer lediglich mit ihren Eventualanträgen und unterliegen mit ihren Hauptanträgen auf Abweisung des Baugesuchs bzw. auf Feststellung, dass das Baugesuch der Orange Communications SA nicht bewilligungsfähig sei. 5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, den Beschwerdeführern und der Beschwerdegegnerin die Gerichtskosten je zur Hälfte aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 3 OG) und die Parteikosten wettzuschlagen (Art. 159 Abs. 3 OG). Die Gemeinde Vaz/Obervaz hat als (teilweise) obsiegende Behörde keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 159 Abs. 2 OG). 5.3 Entsprechend diesem Verfahrensausgang ist auch der Kostenentscheid des Verwaltungsgerichts abzuändern (Art. 157 und Art. 159 Abs. 6 OG), d.h. die Gerichtskosten von Fr. 4'336.-- gehen zur Hälfte zu Lasten der Rekurrentin und zur Hälfte zu Lasten der Rekursgegner; die Parteikosten werden wettgeschlagen.