Citation: 6B_290/2015 E. 2.3.1

2.3.1. Die Sachverhaltsrügen des Beschwerdeführers erschöpfen sich weitgehend in appellatorischer Kritik. Die von ihm erhobenen und nicht belegten "Gegenbehauptungen" sind von vornherein ungeeignet, Willkür aufzuzeigen. Darüber hinaus legt er nicht dar, inwieweit seine Behauptungen respektive der von ihm beschriebene Sachverhalt sich auf den Ausgang des Verfahrens auswirken sollen. Die Vorinstanz durfte ohne in Willkür zu verfallen in antizipierter Beweiswürdigung auf einen Bremsvergleich verzichten (vgl. BGE 136 I 299 E. 5.3). Dass sie aufgrund des Abstandes von 0,54 Sekunden respektive 12 Metern annimmt, der Beschwerdeführer hätte mit grösster Wahrscheinlichkeit bei einem starken Bremsmanöver des Lastwagens nicht rechtzeitig reagieren und eine Auffahrkollision vermeiden können, ist nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer behauptet zu Recht nicht, permanent in Bremsbereitschaft gewesen, d.h. mit dem Fuss vor der Bremse und nicht auf dem Gas gewesen zu sein. Dies ist zudem aufgrund der Distanzen von 270 und 470 Metern, in denen er in einem Abstand von weniger als 0,6 Sekunden hinter dem Lastwagen herfuhr, und der Geschwindigkeitsaufzeichnungen ausgeschlossen. Geht man somit von einer Bremsreaktionszeit von 1 Sekunde aus (vgl. hierzu: Urteil 6B_1030/2010 vom 22. März 2011 E. 3.3.3), hätte auch der kürzere Bremsweg seines Personenwagens den zu geringen Abstand von nur 12 Metern aufgrund des verzögerten Bremsens und der gefahrenen Mindestgeschwindigkeit von 80 km/h, was einer Strecke von 22,22 Metern pro Sekunde entspricht, nicht ausgleichen können. Insofern sind die zu recht gerügten hypothetischen Feststellungen der Vorinstanz, während der Hauptverkehrszeiten gerate der Verkehr auf den Umfahrungen der Stadt Zürich (A3) regelmässig ins Stocken bzw. komme zum Erliegen, für die rechtliche Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts unerheblich. Dies gilt auch für die Frage, ob der Beschwerdeführer das Geschehen vor dem Lastwagen nicht sehen konnte. Ausschlaggebend ist, dass er in der konkreten Verkehrssituation auf ein mögliches Bremsverhalten des vorausfahrenden Lastwagens (Aufleuchten der Bremslichter) infolge zu geringen Abstands nicht hätte reagieren können.