Citation: 5C.279/2000 30.01.2001 E. 2

2.- a) Aus dem Strafuntersuchungsverfahren, in dem sexuelle Übergriffe nach 1996 nicht hätten nachgewiesen werden können, leiten die Berufungskläger ab, die Kinder seien in Zukunft nicht mehr gefährdet. Indessen führen sie damit neue, im angefochtenen Urteil nicht festgestellte und damit unzulässige Tatsachen an (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Im Weiteren begehren die Berufungskläger, das Bundesgericht möge bezüglich der angeordneten Massnahmen auch in tatsächlicher Hinsicht selber entscheiden, ob daran festzuhalten sei. Damit verkennen sie, dass das Bundesgericht von hier nicht vorliegenden Ausnahmen abgesehen an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden ist (Art. 55 Abs. 1 lit. d, Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG; BGE 119 II 353 E. 5c/aa S. 357; 115 II 484 E. 2a). Es würdigt im Rahmen des Berufungsverfahrens nicht Beweise, sondern geht gerügten Bundesrechtsverletzungen nach (Art. 43 OG). Soweit die Berufungskläger die vom Verwaltungsgericht aus den Darlegungen seines Fachrichters Dr. med. W.________ gezogenen Schlussfolgerungen als voreilig und fachlich nicht ausreichend bezeichnen, üben sie Kritik an der Beweiswürdigung der Vorinstanz, auf die nicht eingetreten werden kann (BGE 125 III 78 E. 3a; 120 II 97 E. 2b S. 99). b) Die Berufungskläger machen unter Hinweis auf Art. 63 Abs. 2 OG geltend, das Bundesgericht dürfe Sachverhaltsfeststellungen übergehen, die unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen seien. Infolgedessen verlangen sie, die Tochter T.________ hätte vom Verwaltungsgericht einvernommen werden müssen; auch hätte beim gegenwärtigen Therapeuten der Familie der Berufungskläger ein Gutachten zur Frage eingeholt werden müssen, ob weitere sexuelle Übergriffe wahrscheinlich seien. Weil der Vorinstanz insoweit keine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung vorgeworfen werden kann (vgl. E. 5a des Urteils zur staatsrechtlichen Beschwerde), ist einzig noch zu klären, ob dieses Vorgehen Bundesrecht verletzt (Art. 43 OG). Die Berufungskläger haben offenbar Art. 8 ZGB vor Augen, übersehen aber, dass antizipierte Beweiswürdigung nicht gegen diese Bestimmung verstösst (BGE 114 II 289 E. 2a S. 291 Abs. 2; zuletzt 122 III 219 E. 3c S. 223 f. mit Hinw.). Dass Art. 8 ZGB in der Berufungsschrift nicht genannt wird, schadet den Berufungsklägern nicht (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749, 93 II 317 E. 2d S. 321 f.).