Citation: 2C_3/2021 E. 7.2

7.2. Vorliegend hat die Vorinstanz in Anbetracht der Schwere der verübten Tat die Verhältnismässigkeit der Massnahme zu Recht bejaht. Dies gilt selbst unter Berücksichtigung des Umstandes, dass sich die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Beziehung zu ihrer schweizerischen Partnerin auf das Recht auf Achtung des Familienlebens oder das Recht auf Achtung des Privatlebens (Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV) berufen kann (vgl. dazu vorne E. 5.4 Abs. 2) : Ausschlaggebend ist, dass der (durch den Strafvollzug eingeschränkt bzw. im Rahmen des durch den Strafvollzug Möglichen gelebten) Partnerschaft im Vergleich zum öffentlichen Interesse an der Fernhaltung der Beschwerdeführerin in der Interessenabwägung ein geringeres Gewicht zukommt, selbst wenn das Interesse, diese Beziehung weiter zu pflegen, als gewichtig einzustufen ist. Die Vorinstanz hat bundesrechtskonform festgehalten, dass es der Beschwerdeführerin und ihrer Partnerin zuzumuten ist, unter Inkaufnahme allfälliger negativer Folgen eines gegebenenfalls zu erfolgenden Verkaufes ihrer Liegenschaft in V.________ gemeinsam nach Österreich zu ziehen oder aber eine Fernbeziehung über die relativ kurze Distanz zum Nachbarland Österreich hinweg zu führen. Allfällige weitere familiäre und soziale Beziehungen, welche die Beschwerdeführerin nach eigenen, aber nicht näher substantiierten Angaben in der Schweiz pflegen soll, können sodann bei einer Rückkehr der Beschwerdeführerin in ihre Heimat angesichts dieser vergleichsweise kurzen Distanz gleichermassen aufrechterhalten werden. Es erscheint im Übrigen auch nicht als ausgeschlossen, dass die Beschwerdeführerin dort ein neues soziales Netz aufbauen kann, zumal sie ihre prägenden Kindheits- und Jugendjahre in W.________ verbracht hat. Ferner ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin nicht als wesentliches Hindernis für eine berufliche Reintegration in Österreich betrachtete. Die Vorinstanz verwies in diesem Kontext in bundesrechtskonformer Weise darauf, dass die Beschwerdeführerin dort die Krankenpflegeschule (und anschliessend verschiedene Weiterbildungen) absolviert habe und Personalmangel im Pflegeberuf notorisch sei. Selbst dann, wenn in Österreich bei einer Bewerbung für einen Gesundheitsberuf - wie die Beschwerdeführerin geltend macht - ein Strafregisterauszug vorgelegt werden muss, erscheint es nicht als von vornherein ausgeschlossen, dass die Straftat der Beschwerdeführerin in Österreich (etwa aufgrund der Tatumstände, der seither verflossenen Zeit und der Verbüssung der Strafe) als Delikt erachtet wird, welches die berufsbezogene Eignung und Vertrauenswürdigkeit der Beschwerdeführerin nicht ausschliesst. Die Beschwerdeführerin stösst damit ins Leere, soweit sie geltend macht, sie könne in Österreich ihren angestammten Beruf nicht ausüben. Ob die Beschwerdeführerin in der Heimat noch auf familiäre Unterstützung oder familiäre Kontakte zählen kann, ist bei einer Würdigung der gesamten Umstände letztlich ebenfalls nicht entscheidend.