Citation: 1C_213/2017 E. 4.3

4.3. Für die Kantonsratswahlen stellt das KRWG spezielle Regeln auf. Die Wahlen in den Kantonsrat erfolgen durch Urnenabstimmung in den Gemeinden nach dem Verhältniswahlverfahren (Proporz) (§ 1 Abs. 1 KRWG). Die Bestimmungen des WAG sind anwendbar, soweit die Bestimmungen des KRWG davon nicht abweichen (§ 1 Abs. 2 KRWG). Von besonderen Fällen abgesehen (vgl. dazu § 20 KRWG), kann jeder Stimmberechtigte seine Stimme nur für Personen abgeben, die in seiner Gemeinde gültig zur Wahl vorgeschlagen worden sind (§ 11 Abs. 2 KRWG). Welchen Anforderungen die Wahlvorschläge zu genügen haben, ist in den §§ 3-5 KRWG geregelt. § 3 KRWG betrifft die Bezeichnung sowie den Zeitpunkt der Einreichung und § 4 KRWG den Inhalt der Wahlvorschläge. § 5 KRWG regelt die Unterzeichnung und Vertretung der Wahlvorschläge (Abs. 1 und 2) sowie die Bestätigung durch die vorgeschlagene (n) Person (en) (Abs. 3). § 5 Abs. 1 KRWG hat den folgenden Wortlaut: "Die Eingaben müssen von fünf Stimmberechtigten je volles Tausend Einwohner der Gemeinde (Stichtag 31. Dezember des Wahlvorjahres), mindestens aber von fünf und höchstens von 25 Stimmberechtigten unter Angabe ihres eigenen Namens, Vornamens, Geburtsjahres und ihrer Wohnadresse eigenhändig unterzeichnet sein. Der gleiche Stimmberechtigte darf nicht mehr als einen Wahlvorschlag unterzeichnen."