Citation: 1B_424/2015 E. 2.5

2.5. Sollte der amtliche Verteidiger dem Beschwerdeführer zu einem Geständnis geraten haben, so wäre dies vor dem Hintergrund der zitierten Rechtsprechung nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz hat zu Recht festgehalten, dass es für eine objektive Beeinträchtigung des Vertrauensverhältnisses nicht ausreicht, wenn der amtliche Verteidiger dem Beschuldigten intern mögliche Szenarien darlegt und in diesem Rahmen auch ein Geständnis zur Diskussion stellt (vgl. BGE 138 IV 161 E. 2.5.4 S. 167 f. mit Hinweisen). Dass der Verteidiger von ihm ein Geständnis regelrecht verlangt habe, sich unnachgiebig gezeigt habe und dass zu erwarten sei, er werde im zweitinstanzlichen Verfahren Schuldsprüche verlangen, macht der Beschwerdeführer erstmals im Verfahren vor Bundesgericht geltend. Diese tatsächlichen Behauptungen sind neu und damit unzulässig (Art. 99 Abs. 1 BGG) und erschienen im Übrigen auch nicht geeignet, die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz als offensichtlich unrichtig erscheinen zu lassen (Art. 97 Abs. 1 BGG). Der amtliche Verteidiger weist in seiner Vernehmlassung den Vorwurf, er werde den Beschwerdeführer nicht so vertreten, wie dieser es wünsche, denn auch zurück. Aus den weiteren Ausführungen des Beschwerdeführers geht nicht hervor, dass der amtliche Verteidiger seine Pflichten verletzt hätte. Wie erwähnt, liegt es im Zweifelsfall im pflichtgemässen Ermessen des Verteidigers zu entscheiden, welche Beweisanträge und juristischen Argumentationen er als sachgerecht und geboten erachtet. Dass ihm die bisherige Strategie seines Verteidigers regelrecht geschadet hätte, wie der Beschwerdeführer andeutet, vermag er mit seinen pauschal gehaltenen Vorbringen nicht darzutun (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Vorinstanz verletzte deshalb weder Art. 134 Abs. 2 StPO noch Art. 29 Abs. 3 oder Art. 32 Abs. 2 BV, indem sie das Gesuch des Beschwerdeführers um Wechsel der amtlichen Verteidigung ablehnte.