Citation: 5A_351/2018 E. 8

Unter Hinweis auf das Urteil 5A_972/2013 vom 23. Juni 2014 (E. 6.2.4) bringt die Beschwerdeführerin sodann vor, auf die Stabilität der örtlichen und familiären Verhältnisse komme es nur an, wenn beide Elternteile gewillt, fähig und in der Lage seien, sich um das Kind zu kümmern. Jedenfalls bei vorsorglichen Entscheiden gelte ausserdem der Grundsatz, dass derjenige Elternteil den Vorzug verdiene, der das Kind weitgehend persönlich und in der bisherigen Umgebung betreuen könne. Anders als die Vorinstanz meine - diese verfalle damit in Willkür - dürfe die Stabilität der örtlichen Verhältnisse folglich nur massgebend sein, wenn beide Eltern weitgehend in der Lage seien, das Kind persönlich zu betreuen. Hieran fehle es, da dies beim Beschwerdeführer nicht der Fall sei. Nach konstanter Rechtsprechung ist für den Entscheid über die Betreuung eines Kindes in erster Linie das Kindeswohl massgebend (vgl. BGE 142 III 612 E. 4.2; Urteil 5A_901/2017 vom 27. März 2018 E. 2.2). Hiervon hat das Kantonsgericht sich leiten lassen, indem es festhielt, es komme bei der "vorsorglichen Obhutszuteilung" stets auf die Besonderheiten des Einzelfalls an. In der Folge kam das Gericht unter Abwägung verschiedener Kriterien, unter denen es der Kontinuität und Stabilität der Lebensverhältnisse des Kindes ein grosses Gewicht beilegte, zum Schluss, es sei für dieses des Beste, wenn der Vater die Betreuung übernehme. Dies ist unter Willkürgesichtspunkten auch mit Blick auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin und die von dieser zitierten Rechtsprechung nicht zu beanstanden.