Citation: 1A.187/2005 09.12.2005 E. 3.12

3.12. Die Beschwerdeführer bringen vor, die Verletzung der Meldepflicht sei nach australischem Recht verjährt. Nach der Rechtsprechung ist es grundsätzlich nicht Aufgabe der schweizerischen Behörden zu prüfen, ob die Verjährung nach dem Recht des ersuchenden Staates eingetreten sei. Ein Rechtshilfegesuch kann allenfalls abgewiesen werden, wenn ausser Zweifel steht, dass im ersuchenden Staat eine Strafverfolgung wegen Verjährung nicht weitergeführt werden kann (Urteil 1A.249/1999 vom 1. Februar 2000 E. 3e/aa, mit Hinweis; ZIMMERMANN, a.a.O., S. 469/470 N. 434). Die Beschwerdeführer belegen ihr Vorbringen mit keinem Nachweis zum australischen Verjährungsrecht. Schon deshalb ist die Beschwerde in diesem Punkt unbehelflich. Im Übrigen bemerkt im konnexen Fall 1A.184/2005 die dortige Beschwerdeführerin, in Australien könne der Justizminister die Verjährung aufheben. Damit ist die von der Rechtsprechung geforderte Klarheit in Bezug auf den Verjährungseintritt im ersuchenden Staat nicht gegeben.