Citation: 7B_687/2024 E. 4.3.2

4.3.2. Angesichts der noch sehr kurzen Verfahrensdauer vermögen die Strafverfolgungsbehörden die Dimensionen der deliktischen Handlungen sodann naturgemäss noch nicht abschliessend zu überblicken. Im Zentrum der laufenden Ermittlungen steht gemäss den Feststellungen der Vorinstanz aktuell namentlich die Beantwortung der Frage, welche Rolle die Beschwerdeführerin bei den betrügerischen Handlungen innehatte und ob noch weitere Personen an den "Falso-Polizia"-Betrügen beteiligt waren. Den ungetrübten Aussagen von allfälligen tatbeteiligten Drittpersonen kommt dabei gerade in Bezug auf die Aufklärung der tatsächlichen Tatbeiträge der Beschwerdeführerin ein hoher Stellenwert zu. Es muss den Strafverfolgungsbehörden daher möglich sein, in der Anfangsphase der Untersuchung alle in die Abläufe der betrügerischen Handlungen involvierten Personen aufzuspüren, ohne dass die Beschwerdeführerin diese warnen oder sich mit ihnen absprechen kann. Dasselbe gilt in Bezug auf die Aufklärung der Geldflüsse der Betrugshandlungen. Wie die Vorinstanz plausibel ausführt, wäre es der Beschwerdeführerin ein Leichtes, allfällige weitere aus den Betrugshandlungen stammende Bargeldbeträge zu beseitigen. Ausgehend von den genannten Verdachtsmomenten verletzt es deshalb kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz davon ausgeht, im Falle einer Haftentlassung bestehe die ernsthafte und konkrete Gefahr, dass die Beschwerdeführerin versuchen könnte, sich mit der mutmasslich nur ihr und ihrem Ehemann abschliessend bekannten Mittäterschaft abzusprechen oder mit deren Hilfe allfällige noch vorhandenen Deliktserlös zu beseitigen. Daran ändert auch der pauschale Einwand der Beschwerdeführerin nichts, es bestünden keine Hinweise auf weitere Tatbeteiligten. Vielmehr durfte die Vorinstanz bereits aufgrund des vorgängig zur Festnahme des Ehemannes verhafteten Geldkuriers willkürfrei auf das Vorhandensein von weiteren Mittätern schliessen.