Citation: 8C_926/2008 30.07.2009 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht hat die vorhandene Aktenlage in Bezug auf den massgebenden Sachverhalt umfassend und pflichtgemäss gewürdigt. Mit einlässlicher und nachvollziehbarer Begründung hat es insbesondere gestützt auf das MEDAS-Gutachten in Übereinstimmung mit der Allianz festgestellt, - dass die Versicherte schon vor dem Unfall depressive Episoden entwickelt und unter Polytoxikomanie sowie einer Borderline-Persönlichkeitsstörung gelitten hat, - dass der Unfall zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des psychogenen Vorzustandes führte, welche jedoch im Begutachtungszeitpunkt (September 2005) bereits wieder auf den Status quo abgeheilt war, - dass der Unfall als dauerhaft verbleibende Beeinträchtigung der gesundheitlichen Unversehrtheit am rechten Knie eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung infolge einer beginnenden medialen Kniegelenksarthrose hinterliess, welche bei einer Integritätseinbusse von 10 % Anspruch auf eine entsprechende Integritätsentschädigung begründet, - dass im Begutachtungszeitpunkt von weiteren medizinischen Behandlungsmassnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war, - und dass die Beschwerdeführerin unfallbedingt in der angestammten und jeder körperlich belastenden Tätigkeit zu 40 % arbeitsunfähig war, jedoch in einer leidensangepassten, körperlich leichteren Tätigkeit (z.B. Bürotätigkeiten) zumutbarerweise eine volle Leistungsfähigkeit erwerblich zu verwerten vermochte. 4.2 Demgegenüber wendet die Versicherte ein, im Zeitpunkt des Unfalles seien die Borderline-Störung und eine depressive Phase abgeheilt gewesen. Nach Einschätzung der behandelnden Ärzte sei die Beschwerdeführerin - auch in einer angepassten Tätigkeit - vom 1. März bis 27. Juni 2006 zu 100 % und seit 28. Juni 2006 zu 40 % arbeitsunfähig geblieben. Von einer weiteren Behandlung der belastungsabhängigen und -unabhängigen Knieschmerzen rechts sei nach wie vor eine namhafte Besserung zu erwarten. In Bezug auf die psychischen Beschwerden könne auf die unsicheren Angaben des psychiatrischen MEDAS-Gutachters Dr. med. M.________ nicht abgestellt werden. Sein Verdacht auf ein Borderline-Syndrom vermöge nicht das Erreichen des Status quo (sine) zu begründen. Der medizinische Endzustand liege noch nicht vor. Die Versicherte leide nicht nur an belastungsabhängigen Schmerzen im rechten Knie, sondern auch an Schmerzausstrahlungen in die angrenzenden Körperteile, weshalb jedenfalls von einer Integritätseinbusse von mindestens 20 %, statt nur 10 % auszugehen sei.