Citation: 9C_728/2014 E. 5

Die Vorinstanz erwog, für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss des aktuellen Verwaltungsverfahrens (Verfügung vom 3. Januar 2014) eine anspruchserhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten sei, seien als Vergleichsbasis die Verhältnisse im Zeitpunkt der rentenzusprechenden Verfügungen vom Februar 2003 heranzuziehen, da seither keine umfassende Prüfung des Rentenanspruchs stattgefunden habe. D ie ursprüngliche Rentenzusprache sei gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 12. September 2002 in erster Linie aufgrund des psychischen Leidens erfolgt (Panikstörung; ICD-10: F41.0), welche zu einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit geführt habe. Im weiteren Verlauf sei eine koronare Herzkrankheit mit Myokardinfarkten vom 8. Oktober 2007 und 8. Januar 2011 hinzugekommen. Gestützt auf das in der Folge veranlasste polydisziplinäre Gutachten vom 19. September 2012, welches bis auf das kardiologische Teilgutachten beweiskräftig sei, sei von einem verbesserten Gesundheitszustand aus psychiatrischer Sicht auszugehen. So habe im Begutachtungszeitpunkt nur noch eine leichtgradige Angst- und depressive Störung, gemischt (F41.2) vorgelegen, welche die Leistungsfähigkeit um 20 % einschränke. Aus orthopädischer und neurologischer Sicht sei keine Arbeitsunfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten attestiert worden. Aus kardiologischer Sicht - wobei auf das Gutachten des Dr. med. D.________ vom 31. Mai 2013 abgestellt werden könne - bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit in einer körperlich nicht belastenden Tätigkeit. Zusammenfassend bestehe in einer angepassten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit (8,5 Arbeitsstunden pro Tag) mit einer Leistungsminderung von 20 %. Damit resultiere gestützt auf die von der Verwaltung festgesetzten Vergleichseinkommen - selbst bei Gewährung eines sehr grosszügig bemessenen Abzugs vom Tabellenlohn von 20 % - ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 36 %.