Citation: U 422/06 06.02.2007 E. 2

Streitgegenstand bildet die Einstellung der Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) zum 30. November 2005. Dabei steht ausser Frage, dass der Versicherte am 5. Dezember 2004 ein HWS-Distorsionstrauma (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2 und Urteil G. vom 7. Juni 2006 [U 495/05] Erw. 2.2 mit Hinweisen) erlitten hatte und dass die während des stationären Aufenthalts in der Klinik Z.________ vom 24. Juli bis 19. August 2005 geklagten Beschwerden, insbesondere Kopf- und Nackenschmerzen, natürlich kausale Unfallfolgen darstellen. Umstritten ist hingegen, ob zwischen dem Verkehrsunfall vom 5. Dezember 2004 und den gesundheitlichen Beschwerden der adäquate Kausalzusammenhang zu bejahen ist. Das kantonale Gericht hat diese Rechtsfrage verneint. Es hat erwogen, aufgrund der medizinischen Akten sei bereits kurz nach dem Unfall eine massive psychische Symptomatik aufgetreten, welche gegenüber den ebenfalls geklagten und den Ärzten kaum erklärbaren somatischen Beschwerden eindeutig vorrangig gewesen sei. Die Adäquanzprüfung sei daher nach der von der Rechtsprechung für psychische Fehlentwicklungen nach Unfall aufgestellten Kriterien (BGE 115 V 133) vorzunehmen (BGE 123 V 99 Erw. 2a und RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437 [U 164/01]). Dabei könne offen bleiben, ob der Unfall vom 5. Dezember 2004 als mittelschwer im engeren Sinn oder im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegend zu qualifizieren sei. Keines der massgeblichen Beurteilungskriterien nach BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa und bb sei gegeben. Insbesondere seien psychische Beschwerden für die geltend gemachte lange dauernde Arbeitsunfähigkeit verantwortlich. Dies habe indessen bei der Adäquanzbeurteilung unberücksichtigt zu bleiben.