Citation: 2C_523/2015 E. 2

Das Tourismusreglement bezweckt, die nachhaltige Entwicklung des Tourismus in den betroffenen Gemeinden zu fördern (Art. 1 Abs. 1 TR). Dazu leisten diese Gemeindebeiträge in der Richtgrösse von Fr. 150.-- pro Einwohner und Jahr (Art. 25 Abs. 1). Zudem veranlagen und erheben die Gemeinden eine Beherbergungsgebühr sowie eine Tourismusabgabe und überwachen deren Verwendung (Art. 3 lit. c-e). Die Beherbergungsgebühr ist gemäss Art. 4 zu bezahlen für die zur Verfügungsstellung von Räumlichkeiten für die Übernachtung in Beherbergungsbetrieben wie Hotels, Gasthäusern, Pensionen und Privatzimmern (lit. a), in Lagerhäusern und Berghütten (lit. b), auf Standplätzen für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile (lit. c), und in Zweitwohnungen, Ferienwohnungen und Ferienhäusern (lit. d). Abgabepflichtig ist, wer Räumlichkeiten für die Übernachtung zur Verfügung stellt oder diese zu Wohnzwecken selbst nutzt (Art. 5). Für Beherbergungsbetriebe bildet die Grundlage für die Berechnung der jährlich zu entrichtenden Beherbergungsgebühr der Zimmerpreis pro Übernachtung (Gebührenhöhe Fr. 300.-- - Fr. 1'000.-- pro Zimmer und Jahr), vgl. Art. 7; für Lagerhäuser und Berghütten die Anzahl der Schlafstätten (Art. 8); für Standplätze die Anzahl der Standplätze (Fr. 130.--) und für Zweitwohnungen, Ferienwohnungen und Ferienhäuser die Nettowohnfläche der Wohnliegenschaft, unabhängig davon, ob sie eigenbelegt oder gewerbsmässig vermietet wird (Art. 10 Abs. 1). Für die ermittelte Nettowohnfläche (Summe aller begeh- und belegbaren Wohnflächen innerhalb der Wohnung) sind Fr. 14.-- pro m 2 und Jahr zu bezahlen (Art. 10 Abs. 2). Der Ertrag aus den Beherbergungsgebühren ist vollumfänglich im Interesse und zum Nutzen der Benützer der Beherbergungsangebote zu verwenden. Unter anderem sind mit den Beherbergungsgebühren touristische Dienste, Infomationen aller Art, Veranstaltungen, der Bau und der Betrieb touristischer Anlagen sowie die Planung und die Entwicklung von Angeboten zu finanzieren (Art. 15). Die Tourismusabgabe ist gemäss Art. 17 zu entrichten - Ausnahmen in Art. 18 vorbehalten - von allen selbständig erwerbenden natürlichen Personen und juristischen Personen mit Sitz oder Betriebsstätten in den betroffenen Gemeinden, soweit ihre unternehmerische Tätigkeit aus dem Tourismus direkten oder indirekten Nutzen zieht (namentlich Beherbergungs- und Gastgewerbebetriebe, Transportunternehmungen mit touristischem Personenverkehr, kommerzielle Anbieter in den Bereichen Sport- und Freizeit etc.). Diese Abgabe bemisst sich nach dem Nutzen, welche die Abgabepflichtigen aus dem Tourismus ziehen und beträgt mindestens Fr. 200.-- und höchstens Fr. 4'000.-- pro Jahr (Art. 19). Der Ertrag aus der Tourismusabgabe ist vollumfänglich im Interesse und zum Nutzen von tourismusnahen Unternehmen und Beherbergungsbetrieben zu verwenden. Unter anderem sind mit der Tourismusabgabe die Ausgaben für das Marketing zu finanzieren (Art. 24). Streitig ist hier die Beherbergungsgebühr.