Citation: 9C_382/2020 E. 3

Die Vorinstanz hat festgestellt, in Bezug auf das Rückenleiden, die Epistaxis und den Glutealabszess sei (im Vergleich zum Zustand bei der Rentenzusprache am 3. Mai 2017) von einem unveränderten Gesundheitszustand auszugehen. Hinsichtlich der beim Versicherten diagnostizierten chronischen obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) hat sie erwogen, das "Ein-Sekunden-Volumen" habe vom 20. Juli 2016 bis zum 30. November 2018 um 5 % abgenommen, was neu zu einer Einstufung unter dem Schweregrad III (statt wie bisher II) gemäss der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) geführt habe. Diese klassifikatorische Änderung belege für sich alleine keine massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Die von Dr. med. B.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Pneumologie, festgehaltene "medizinisch-theoretische Ateminvalidität" von 80-100 % bezeichne die messbare Einbusse der Lungenfunktion oder des Gasaustausches ungeachtet des ausgeübten Berufes. In Anbetracht der geringen Abweichungen der massgeblichen Werte in den Vergleichszeitpunkten sei die Differenz in den Beurteilungen der "Ateminvalidität" - 50 % am 15. August 2016 und 80-100 % am 30. Januar 2019 - nicht ohne Weiteres nachzuvollziehen. Die Abnahme der CO-Diffusionskapazität von 50 auf 37 % des Solls vermöge diesbezüglich keine Klarheit zu schaffen. Dem Beschwerdeführer seien aber ohnehin nur noch körperlich "nicht anfordernde" Tätigkeiten zumutbar, die keine gesteigerte Sauerstoffaufnahme voraussetzten, und die Aussagekraft der "medizinisch-theoretischen Ateminvalidität" sei im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit in angepasster Tätigkeit stark beschränkt. Dr. med. B.________ habe nicht ausgeführt, ob und in wel chem Ausmass sich die festgehaltene "Ateminvalidität" auf die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auswirke. Bereits bei der Rentenzusprache sei die Indikation zur Dauersauerstoff-Therapie gegeben gewesen, was die Teilzeitarbeit nicht verunmöglicht habe. Im Rentenrevisionsverfahren habe der Versicherte die Rückenproblematik in den Vordergrund gestellt und über einen stabilen pulmonalen Verlauf berichtet. Somit sei - entsprechend der Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) - auch bezüglich der Lungenproblematik eine massgebliche Veränderung nicht erstellt. Folglich hat das kantonale Gericht einen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG verneint und die angefochtene Verfügung bestätigt.