Citation: 6B_978/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Dem angefochtenen Urteil liegt folgender Anklagesachverhalt zugrunde: Der seit 1994 im Finanzsektor tätige Beschwerdeführer soll ab 13. März 2007 bis 6. März 2015 als berufsmässiger Vermögensverwalter über die von ihm gegründete D.________ GmbH (nachfolgend Firma) mindestens 28, vornehmlich aus seinem Verwandten- und Bekanntenkreis rekrutierte Anleger, mit falschen Renditeversprechen zu Investitionen bewogen haben. Anlässlich der regelmässig durchgeführten persönlichen Erst- und Folgegespräche mit den Kunden habe er unter Vorlage inhaltlich unwahrer Unterlagen wie Grafiken und gefälschter Bankauszüge vorgegeben, seit Jahren erfolgreich in der Vermögensverwaltung und im Devisenhandel tätig zu sein und über seine Firma eine Strategie mit nachhaltigen Renditen umzusetzen. Er habe bewusst falsch vorgegeben, damit üblicherweise Renditen zwischen 2.5 % bis 4.5 % pro Monat erreicht zu haben, wobei ca. 70 % bis 80 % der Monate positive Renditen aufweisen würden, was auf das Jahr gerechnet nicht abwegige Wertsteigerungen zwischen 6 % bis 20 % ergeben würde. Aufgrund seines - vorgeblich - mehrstufigen Risikomanagement-Prozesses seien die Risiken kontrollierbar und überwacht, da die Einlagen der Kunden auf persönlichen Einzelkonten bei einer Tradingbank mit einer individuell vom Kunden festgelegten und vertraglich fixierten Risikolimite, in der Regel zwischen 20 % und 50 % des investierten Kapitals oder betragsbezogen, geschützt seien. Der Beschwerdeführer habe die Geschädigten auch über die Geschäftsstruktur der Firma getäuscht, indem er in Gesprächen und teilweise durch Unterlagen fälschlicherweise suggeriert habe, die Firma verfüge über 3 Mitarbeiter, ein Kundenvermögen von bis zu Fr. 30 Mio. und ein Risikomanagement inkl. eines Risikomanagers. Tatsächlich habe der Beschwerdeführer seit spätestens März 2007 bei sämtlichen Beratungen bzw. Neu- und Folgeinvestitionen der Geschädigten gewusst, dass mit der Anlagestrategie insgesamt keine positive Renditen erzielt würden und dass er resp. die Firma aufgrund ihrer desolaten Finanzlage im Bedarfsfall nicht fähig gewesen wären, die vereinbarten Risikolimitierungen aus eigenen Mitteln zu erfüllen. Entsprechend habe er während des gesamten Deliktszeitraums eine Vielzahl von in der Regel monatlichen Kontoauszügen mit kontinuierlichen, fiktiven Wertsteigerungen betreffend die mehrheitlich nur vorgespiegelten Einzelkonten gefälscht. In Tat und Wahrheit seien die Vermögenswerte der Kunden regelmässig rasch durch den Devisenhandel vernichtet bzw. erheblich reduziert worden. Bei Bedarf habe der Beschwerdeführer Löcher in den unterschiedlichen, teilweise fiktiven Einzelkonten gestopft, indem er unberechtigt auf die Anlagegelder anderer Geschädigter zurückgegriffen habe. Der Beschwerdeführer sei im Deliktszeitraum bei der Akquise von Neukunden und Aufrechterhaltung der Täuschung durch fiktive, eine positive Wertentwicklung der Anlagen vortäuschenden Kontoauszüge grundsätzlich nach demselben Muster vorgegangen, wobei er ab ca. Februar 2011 den Geschädigten die Eröffnung eines Einzelkontos bei einer Tradingbank nur noch vorgetäuscht habe. Im Januar 2012 habe er schliesslich ein Geheimkonto ausserhalb der Buchhaltung der Firma eröffnet, worauf die Kunden ihre Einlagen einbezahlt hätten und worüber er frei verfügt habe. So habe er damit private Rechnungen bezahlt, Rückzahlungen an Geschädigte geleistet, deren Einlagen nicht mehr vorhanden waren, und durch Teilüberweisungen an die Firma hohe Provisionen erzielt. Der Beschwerdeführer habe die Kunden wissentlich und willentlich über die für sie zentralen Punkte, die eingegangenen Risiken, die Performance, die Höhe und den Bestand sowie die Verwendung der Anlagen getäuscht. Kunden mit Einzelkonten habe er, etwa durch fingierte E-Mailadressen oder angeblich fehlerhafte technische Abläufe, von einem direkten Kontakt mit der Bank abgehalten.