Citation: I 163/98 09.03.2000 E. 4

4.- Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieses Gesundheitsschadens. Während das Valideneinkommen unbestrittenermassen Fr. 53'190. - beträgt, herrscht über das Invalideneinkommen Uneinigkeit. Die Vorinstanz hat zur Festlegung des Invalideneinkommens zu Recht sogenannte Tabellenlöhne beigezogen, hat doch der Versicherte nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihm an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen (vgl. BGE 124 V 322). Bei der Anwendung der statistischen Angaben haben sich indessen verschiedene Fehler eingeschlichen. So hat das kantonale Gericht übersehen, dass der Tabellengruppe A der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1994 generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, während die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit 41,9 Stunden beträgt (vgl. LSE S. 42). Weiter ist für den Verwendungszweck des Einkommensvergleichs auf die Zahlen in den A-Tabellen im Anhang der LSE 1994, genauer auf die jeweiligen Zentralwerte (Median) des monatlichen Bruttolohnes, abzustellen (BGE 124 V 323 Erw. 3b/aa), und nicht auf den Durchschnitt verschiedener unterer Quartilbereiche. Laut Tabelle A 1.1.1. der LSE 1994 belief sich der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Aufgaben (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer im privaten Sektor (bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) im Jahre 1994 auf Fr. 4127. -, was bei Annahme einer betriebsüblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,9 Stunden ein Gehalt von monatlich Fr. 4323. - oder Fr. 51'876. - im Jahr ergibt. Der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 50 % entspricht ein Wert von Fr. 25'938. -. Aus der Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 53'190. - resultiert ein Invaliditätsgrad von 51 %. Selbst wenn angenommen wird, der Beschwerdeführer sei auch bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert (wofür sich in den Akten keine Anhaltspunkte finden), im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt und müsse deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen (vgl. BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb mit Hinweisen), weshalb vom Tabellenlohn ein Abzug von höchstens 25 % vorgenommen werden könnte, ergäbe sich ein Betrag von Fr. 19'453. -. Aus dem Vergleich mit dem hypothetischen Einkommen ohne Invalidität (Fr. 53'190. -) würde mit einer Erwerbseinbusse von rund 63 % ein Invaliditätsgrad resultieren, der auch lediglich zu einer halben Rente berechtigt, womit sich die Zusprechung einer solchen im Ergebnis jedenfalls als richtig erweist.