Citation: 6S.311/2005 26.10.2005 E. 2

Der Beschwerdeführer wendet sich gegen den Freispruch des Beschwerdegegners vom Vorwurf der fahrlässigen schweren Körperverletzung (Art. 125 Abs. 2 StGB). Er macht geltend, der Beschwerdegegner habe seine Sorgfaltspflichten als Arbeitgeber in mehrfacher Hinsicht missachtet. Zum einen sei er seiner Verpflichtung bei der Auswahl, Instruktion und Überwachung nicht ausreichend nachgekommen. Nach bereits einem Monat und ungenügender Anleitung habe er, der Beschwerdeführer, die Verpackungsmaschine allein und ohne Aufsicht bedienen müssen (Beschwerde S. 5 ff.). Zum anderen habe es der Beschwerdegegner pflichtwidrig unterlassen, an der Vertikalschlauchbeutelmaschine Schutzeinrichtungen anzubringen, um zu verhindern, dass in den Gefahrenbereich der Schweiss- und Siegelbacken gegriffen werden könne. Damit habe er Verletzungen der Arbeitnehmer in Kauf genommen (Beschwerde S. 8 ff.). Aufgrund der erheblichen Mängel der Maschine seien die Verletzungen voraussehbar gewesen und hätten durch entsprechende Schutzmassnahmen vermieden werden können. Die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, indem sie ein fahrlässiges Verhalten des Beschwerdegegners verneint habe.