Citation: 1P.103/2001 22.03.2001 E. 4

4. Dem Rekurrenten sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.. " Zur Begründung seiner Beschwerde beruft sich der Beschwerdeführer auf die Menschenwürde (Art. 7 BV und Art. 3 EMRK), die persönliche Freiheit (Art. 10 BV und Art. 5 Ziff. 1 EMRK) sowie auf die Garantien für ein faires Verfahren (Art. 29 BV und Art. 6 EMRK). Im Einzelnen macht er geltend, die Zwangsmedikation nach dem kantonalen Psychiatriegesetz sei bei urteilsfähigen Personen nicht zulässig; seine Urteilsunfähigkeit sei ohne nähere Abklärung angenommen worden; demnach sei die medikamentöse Behandlung unzulässig. Die Zwangsmediktion dürfe auch als letztes ausserordentliches Mittel nicht angewendet werden, da damit das Selbstbestimmungsrecht des Patienten aufgehoben werde. Mangels einer Fremdgefährdung fehle es bei der angefochtenen Anordnung an einem überwiegenden öffentlichen Interesse. In Anbetracht des nunmehr 13. Klinikaufenthaltes und der bisher ohne Heilerfolg angewendeten Medikamente sei die Massnahme auch nicht verhältnismässig. Schliesslich beanstandet er, dass er im Verfahren vor der Rekurskommission nicht anwaltlich vertreten gewesen sei. Mit Schreiben vom 19. Februar 2001 hat die Psychiatrische Universitätsklinik Basel ihre Vernehmlassung eingereicht, sinngemäss die Abweisung der Beschwerde beantragt und um eine mündliche Anhörung ersucht. Sie macht verschiedene sachverhaltliche Ergänzungen, legt eine Zusammenfassung der Krankengeschichten zu den Akten und nimmt zur diagnostischen Beurteilung und zur Urteilsunfähigkeit des Beschwerdeführers Stellung. Sie erachtet die Neuroleptikabehandlung als notwendig und verhältnismässig und weist darauf hin, dass frühere Applikationen jeweilen zu Entspannungen des Zustandes geführt hätten. Schliesslich verweist sie auf einen Bericht der Mutter des Beschwerdeführers. - Die Psychiatrie-Rekurskommission beantragt die Abweisung der Beschwerde. Sie weist auf die ambivalente Haltung des Beschwerdeführers gegenüber Neuroleptika-Behandlungen hin, erachtet diesen hinsichtlich der Frage der Medikation als urteilsunfähig und fügt an, dieser habe anlässlich der Verhandlung keine anwaltliche Verbeiständung gewünscht. Mit Replik vom 27. Februar 2001 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. Er beantragt, gewisse Akten aus dem Recht zu weisen. Der Rechtsvertreter hat dem Bundesgericht mit seiner Replik eine neue Vollmacht eingereicht.