Citation: 2C_344/2023 E. 4.3

4.3. Steht die Erteilung einer Bewilligung an eine Person im Raum, der in der (jüngeren) Vergangenheit aufgrund des Vorliegens von Widerrufsgründen das Aufenthaltsrecht in der Schweiz bereits einmal entzogen worden ist, dürfen die kantonalen Behörden eine gewisse Zurückhaltung bei einer (Wieder-) Erteilung eines Aufenthaltsrechts üben, hat sich doch in der Vergangenheit bereits einmal eines der in den Widerrufsgründen aufgeführten Risiken verwirklicht. Es muss insgesamt davon ausgegangen werden können, dass sich die schlechten Erfahrungen der Vergangenheit nicht wiederholen. In einer solchen Konstellation dürfen die Behörden grundsätzlich erwarten, dass die finanziellen Verhältnisse des hier anwesenden Ehegatten stabil sind. Das ist hier nicht der Fall. Angesichts der unsicheren finanziellen Verhältnisse der Beschwerdeführerin durfte die Vorinstanz darauf schliessen, dass nicht ausreichend gewährleistet erscheine, dass im Falle des Zuzugs des Beschwerdeführers und seiner Tochter die Verschuldung der Eheleute nicht wieder (respektive weiter) zunehme. Bei der Interessenabwägung ist auch zu berücksichtigen, dass die Beziehung der Eheleute erst nach der Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz aufgenommen wurde, und sie deshalb wussten, dass sie die familiäre Beziehung allenfalls nur über Distanz hinweg würden pflegen können. Vor diesem Hintergrund erscheint der Entscheid der Vorinstanz im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils verhältnismässig.