Citation: 1P.722/2004 09.03.2005 E. 4

4.1 Weiter rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK) als Ausdruck des Gebots eines fairen Verfahrens (Art. 29 Abs. 1 BV). Sie habe vor Obergericht ohne Erfolg gerügt, dass der Einzelrichter seinen Entscheid auf aktenwidrige tatsächliche Annahmen abstützte. Da sie nunmehr als Alleinschuldige des Unfallgeschehens gelte, sei die Unschuldsvermutung verletzt. 4.2 Vor Obergericht brachte die Beschwerdeführerin zur Unschuldsvermutung vor, der Einzelrichter habe die Verletzung des Geschädigten in die Beurteilung ihres Verschuldens einfliessen lassen, obwohl dieser keinen Strafantrag stellte. Nach Auffassung des Obergerichts geht die Argumentation der Beschwerdeführerin an der Sache vorbei, da sie nicht wegen Körperverletzung, sondern wegen unvorsichtigem Wenden im Sinne des Strassenverkehrsrechts verurteilt worden sei. Mit dieser Erwägung des angefochtenen Beschlusses setzt sich die Beschwerdeführerin wiederum nicht auseinander. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist auch in diesem Punkt nicht einzutreten.