Citation: 2C_533/2023 E. 6

Soweit die Beschwerdeführerin eine Verletzung ihres Rechts auf Privat- und Familienleben gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK rügt, substanziiert sie diese Rüge nur unzureichend und genügt dem qualifizierten Begründungserfordernis gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG nicht (vorstehend E. 2.1 hiervor). Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz Art. 8 Ziff. 1 EMRK verletzt haben soll: Die Beschwerdeführerin hält sich weder seit mehr als 10 Jahren in der Schweiz auf noch macht sie geltend, hier besonders gut integriert zu sein (vgl. BGE 149 I 66 E. 4.2; 147 I 207 E. 5.3; 144 I 266 E. 4.7). Folglich kann sie keinen Aufenthaltsanspruch aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK ableiten. Gleiches gilt für das Recht auf Familienleben. Abgesehen davon, dass bereits fraglich ist, ob die Tochter über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht verfügt (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1), nachdem ihre Bewilligung ebenfalls von der nunmehr widerrufenen Niederlassungsbewilligung des Vaters abgeleitet wurde, teilt die minderjährige Tochter das ausländerrechtliche Schicksal ihrer sorge- und obhutsberechtigten Mutter, wenn es ihr zumutbar ist. Für Kinder im anpassungsfähigen Alter, wie die achtjährige Tochter der Beschwerdeführerin, gilt der Umzug in ein anderes Land bzw. die Heimat zusammen mit der Inhaberin der elterlichen Sorge regelmässig als zumutbar, zumal wenn sie mit deren Kultur durch Sprachkenntnisse, gelegentliche Ferienaufenthalte und einer entsprechenden Kulturvermittlung seitens der Eltern vertraut sind (BGE 143 I 21 E. 5.4 mit Hinweisen). Dass Letzteres der Fall ist, hat die Vorinstanz festgestellt, und daraus gefolgert, dass die Ausreise der Tochter zumutbar ist (angefochtener Entscheid E. 2.6). Dies wird von der Beschwerdeführerin nicht substanziiert in Abrede gestellt. Folglich verschafft ihr auch das Recht auf Achtung des Familienlebens keinen Aufenthaltsanspruch.