Citation: I 715/02 30.03.2004 E. 2

2.1 Im Anschluss an einen Aufenthalt des Versicherten in der Rehabilitationsklinik X.________ diagnostizierten die dortigen Ärzte im Austrittsbericht vom 10. Juli 2000 im Wesentlichen belastungsabhängige lumbovertebrale Beschwerden sowie eine Anpassungsstörung (Angst und Depression gemischt; ICD-10: F43.22). Eine interdisziplinäre Begutachtung der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) vom 11. September 2001 ergab folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: "Zustand nach LWK-1-Fraktur am 27.10.1998 infolge Leitersturz mit chronifizierter Anpassungsstörung mit Angst und Depression, vor allem aber somatoformen Symptomen, mit Symptomausweitung, inzwischen übergegangen in anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit ausgeprägtem, demonstrativem und z.T. aggravatorischem Schmerzverhalten sowie Angststörung, vor allem in Form von Panikattacken (ICD-10 F. 45.4/41.0); Lumbovertebrales Schmerzsyndrom nach verheilter stabiler LWK-1-Fraktur; Idiopathische Beinverkürzung rechts mit rechtskonvexer Lumbalskoliose; Endgliedamputation Dig II, Teilgliedamputation Dig III rechte Hand nach Fräsenverletzung am 17.05.1995". Bezogen auf die bisherige Tätigkeit als Bauarbeiter besteht nach dem Gutachten eine vollständige und dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Hinsichtlich einer dem Rückenleiden und den Folgen der früheren Handverletzung angepassten Tätigkeit (kein Lastenheben über 10 Kilogramm und keine längeren Zwangshaltungen einschliesslich längerdauerndem Sitzen; keine feinmotorischen Verrichtungen mit der rechten, dominanten Hand) sei die Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen leistungsmässig um 50 % vermindert. 2.2 Die Expertise der MEDAS vom 11. September 2001 ist umfassend ausgefallen; sie enthält schlüssige Darlegungen zu allen anspruchserheblichen Fragen. Davon abweichende ärztliche Stellungnahmen vermögen deren Beweiskraft, wie die ausführlichen und zutreffenden Ausführungen des kantonalen Gerichts zeigen, nicht zu schmälern. Die gutachtlichen Beurteilungen fielen gerade in psychiatrischer Hinsicht sehr differenziert und gut nachvollziehbar aus. Die entsprechenden Rügen des Beschwerdeführers sind unbegründet. Insbesondere ist nicht zu beanstanden, dass die Sachverständigen bei der Schätzung der Arbeitsfähigkeit nur medizinisch-theoretische Einschränkungen berücksichtigt, soziale Aspekte der Verwertbarkeit des verbliebenen Leistungsvermögens hingegen ausgeklammert haben.