Citation: 6B_146/2017 E. 1.2.5

1.2.5. Der Beschwerdeführer erblickt einen Ermessensmissbrauch schliesslich darin, dass die Vorinstanz sein frühes und umfassendes Geständnis lediglich zu rund einem Fünftel strafmindernd berücksichtige, während ihm das Strafgericht eine Minderung von einem Drittel zugebilligt habe. Dieser Einwand ist bereits insoweit unzutreffend, als die von beiden Instanzen vorgenommene Reduktion sämtliche Täterkomponenten, auch die belastende Vorstrafe, miteinbezieht. Zudem ist zu beachten, dass die erste Instanz von einer hypothetischen Gesamtstrafe von 12 Jahren ausgeht, die Vorinstanz dagegen lediglich von einer solchen von 10 Jahren und drei Monaten. Die tiefere "Ausgangsstrafe" rechtfertigt daher auch die im Verhältnis geringere Reduktion. Zwar ist der Unterschied teilweise durch die drei weiteren Freisprüche gegenüber dem erstinstanzlichen Urteil zu erklären. Es fällt jedoch auf, dass es sich dabei um vergleichsweise sehr leichte bzw. leichte Vorwürfe handelt. Zweimal ging es um versuchte sexuelle Handlungen mit einem Kind, welche das Strafgericht in einem per SMS geäusserten Wunsch des Beschwerdeführers, sich zu treffen bzw. in einer Kontaktaufnahme per Chat erblickte. Die Vorinstanz verneinte hingegen nachvollziehbar das Erreichen des Versuchsstadiums. Der Vorwurf betreffend (teilweise versuchte) Schändung betrifft das (teilweise versuchte) Ausgreifen des Genitalbereichs eines Mädchens während dieses fern sah. Die Vorinstanz verneinte aufgrund der bewussten Abwehrreaktion des Kindes eine Schändung, bejahte aber den Tatbestand der sexuellen Handlung mit einem Kind. Angesichts der verbleibenden, ungleich schwerer wiegenden Schuldsprüche fallen die Freisprüche bei der Berechnung der Gesamtstrafe somit kaum ins Gewicht. Es ist daher nachvollziehbar, wenn die Vorinstanz, ausgehend von der deutlich tieferen hypothetischen Gesamtstrafe, trotz der Freisprüche eine Strafminderung von nur 2 Jahren und 3 Monaten, gegenüber der erstinstanzlichen Minderung um 4 Jahre, vornimmt. Die ausgefällte Freiheitsstrafe von 8 Jahren ist angesichts des mittelschweren bis schweren Tatverschuldens sowie des Strafrahmens von bis zu 15 Jahren Freiheitsstrafe auch im Ergebnis nicht zu beanstanden (Urteile 6B_913/2016 vom 13. April 2017 E. 3.2.2; 6B_136/2014 vom 21. Juli 2014 E. 2.3.3; je mit Hinweisen).