Citation: 2C_99/2019 E. 5.4.4

5.4.4. Im Zusammenhang mit den neuen Strafverfahren wurde der Beschwerdeführer am 13. Oktober 2017 vorübergehend wieder in den geschlossenen Strafvollzug zurückversetzt; zudem wurde ihm auch ein Sachurlaub (teilweise) verweigert. Der Vollzugs- und Bewährungsdienst der Dienststelle Militär, Zivilschutz und Justizvollzug des Kantons Luzern hielt fest, der Beschwerdeführer habe sich gemäss Auskunft der Staatsanwaltschaft im Jahr 2014 als Mittäter an einem Raub beteiligt; dies deute daraufhin, dass er "neben den begangenen und abgeurteilten Sexualdelikten mutmasslich auch zu Gewaltdelikten neige". Zwar wurde der Beschwerdeführer in der Folge wieder in den offenen Vollzug überführt und wird strafvollzugsrechtlich heute von einer geringen Rückfallgefahr ausgegangen, doch muss bei schweren Delikten, wozu die Vergewaltigung und der zugestandene Raub gehören, ausländerrechtlich selbst eine geringe Rückfallgefahr nicht in Kauf genommen werden, da das Ausländerrecht zum Schutz der Gesellschaft hinsichtlich des noch hinzunehmenden Risikos strengere Anforderungen stellt als das Strafrecht (BGE 140 I 145 E. 4.3 S. 150; 137 II 233 E. 5.2.2 S. 536 f.; Urteil 2C_410/2018 vom 7. September 2018 E. 5.4.5). Eine Auseinandersetzung mit dem vom Beschwerdeführer angerufenen "Risikotool" erübrigt sich unter diesen Umständen.