Citation: 8C_337/2015 E. 4.2

4.2. Im Rahmen der Beweiswürdigung ist zu berücksichtigen, dass es sich bei den Äusserungen des Dr. med. D.________ um verwaltungsinterne Stellungnahmen handelt. Demgegenüber ist Dr. med. E.________ nicht behandelnder Arzt, sondern er wurde vom Versicherten angefragt, ob seines Erachtens die ärztliche Beurteilung des Vertrauensarztes der Unfallversicherung vertretbar sei. Bei beiden Ärzten handelt es sich um Fachärzte für orthopädische Chirurgie FMH. Die behandelnden Ärzte, insbesondere Dr. med. F.________, welcher am 7. Mai 2012 die arthroskopische Teilmeniskektomie durchführte, wurden nicht um ihre Meinung bezüglich der Kausalität zwischen dem angeschuldigten Ereignis und dem Gesundheitszustand befragt. Wie dargelegt kommen Dr. med. D.________ und Dr. med. E.________ bei der Interpretation der medizinischen Akten zu unterschiedlichen Ergebnissen. Während ersterer vor allem von einem erheblichen Vorzustand ausgeht, findet der zweite kaum Zeichen von degenerativen Veränderungen. Der Arzt der Vaudoise interpretiert den Meniskusriss als Folge der vor 20 Jahren stattgefundenen Teilmeniskektomie, während Dr. med. E.________ die im März 2012 gefundene und behandelte Meniskusläsion als Folge des Unfalles vom Dezember 2011 sieht. Bezüglich der in der MRI-Untersuchung vom Januar 2013 festgestellten Gesundheitsschädigung besteht eine diametrale Meinungsverschiedenheit. Während der Arzt der Unfallversicherung davon ausgeht, dass diese "sicher nicht" in einem Kausalzusammenhang mit dem versicherten Ereignis steht, führt Dr. med. E.________ die gesundheitliche Beeinträchtigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die Meniskektomie vom 7. Mai 2012 und damit zumindest teilursächlich auf den Unfall zurück.