Citation: 6B_609/2019 E. 4

Unbekümmert um die fehlende Legitimation in der Sache selbst kann die Privatklägerschaft die Verletzung jener Parteirechte geltend machen, die ihr nach dem Verfahrensrecht, der Bundesverfassung oder der EMRK zustehen und deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung bedeutet. Soweit eine Rüge zulässig ist, ist klar und detailliert darzulegen, inwieweit das angerufene Recht verletzt worden sein soll (Art. 106 Abs. 2 BGG). In verfahrensrechtlicher Hinsicht hinterfragen die Beschwerdeführer die Neubesetzung des Spruchkörpers des Obergerichts, welche indessen - wie sich aus dem angefochtenen Beschluss ergibt - sachlich begründet war (Beschluss, S. 5). Die Beschwerdeführer behaupten weder, dass das fragliche Gerichtsmitglied zu Unrecht ausgetauscht worden wäre, noch nennen sie Gründe, die gegen das neue Mitglied sprechen würden. Inwiefern die Beschwerdeführer überhaupt ein rechtlich geschütztes Interesse an diesem Vorbringen haben, ist daher fraglich. Jedenfalls aber genügt die Kritik den Begründungsanforderungen nach Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Die Beschwerdeführer monieren, das Obergericht habe entgegen ihrem Antrag keine mündliche Verhandlung durchgeführt. Es sei ihnen dadurch die Möglichkeit genommen worden, Beweise und Erklärungen vorzulegen. Indessen ist eine Beschwerdeinstanz nach Art. 390 Abs. 5 StPO nicht verpflichtet eine Verhandlung anzuordnen. Inwieweit das Obergericht nicht davon ausgehen durfte, eine solche sei nicht notwendig, weil den damals anwaltlich vertretenen Beschwerdeführern namentlich mit dem Schriftenwechsel das rechtliche Gehör gewährt wurde (vgl. Beschluss, S. 5), ergibt sich aus der Beschwerde nicht (Art. 106 Abs. 2 BGG). Abgesehen davon zielt das Vorbringen im Ergebnis auf eine materielle Überprüfung in der Sache ab, was unzulässig ist. Die Beschwerdeführer machen geltend, das Obergericht habe sich mit den von ihnen eingereichten Dokumenten (vier schriftliche Zeugnisse, Bericht einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) nicht befasst. Damit wird sinngemäss eine Verletzung des rechtlichen Gehörs gerügt. Indessen ist diesem Genüge getan, wenn das Gericht die für seinen Entscheid wesentlichen Überlegungen nennt, von denen es sich hat leiten lassen, sodass die betroffene Person den Entscheid in voller Kenntnis der Sache anfechten kann. Dass sich das Gericht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt, ist nicht erforderlich (vgl. BGE 141 III 28 E. 3.2.4 S. 41; 139 IV 179 E. 2.2 S. 183; je mit Hinweisen). Die Beschwerdeführer legen vor Bundesgericht nicht dar, inwiefern ihnen eine sachgerechte Anfechtung verunmöglicht worden sein soll. Sie zeigen auch nicht ansatzweise auf, dass und inwiefern die von ihnen eingereichten Dokumente den Verfahrensausgang beeinflusst haben könnten. Das Vorbringen genügt, soweit es von der materiellen Überprüfung der Sache überhaupt getrennt werden kann, den Begründungsanforderungen ebenfalls nicht (Art. 106 Abs. 2 BGG).