Citation: 2C_854/2018 E. 4.4.1

4.4.1. Die Gemeinde Laax hat im vorinstanzlichen Verfahren - in Erfüllung ihrer Rechenschaftspflicht (vgl. oben, E. 4.3) - detailliert aufgeschlüsselt, welche Einnahmen in den Jahren 2014, 2015 und 2016 aus der Gäste- und Tourismustaxe resultiert haben; ebenso hat sie nachvollziehbar dargelegt, wofür die Mittel verwendet worden sind. Die Vorinstanz hat auf dieser Grundlage festgestellt, dass die Einnahmen der Gemeinde Laax aus der Gästetaxe ihre Ausgaben für den Tourismus bei weitem nicht deckten. Für die Jahre 2014, 2015 und 2016 habe ein Ausgabenüberschuss von Fr. 1'923'515.83 (2014), Fr. 1'774'026.49 (2015) und Fr. 1'765'035.-- (2016) resultiert; selbst unter der Annahme, dass für gewisse Aufwandpositionen infolge der gleichzeitigen Benützung der Infrastruktur durch Ortsansässige und übernachtende Gäste eine Kürzung vorzunehmen wäre, resultiere ein Ausgabenüberschuss von Fr. 1'236'123.99 (2014), Fr. 1'060'129.37 (2015) bzw. Fr. 1'001'260.23 (2016). Die vom Verwaltungsgericht Graubünden im vorliegend angefochtenen Urteil festgestellten Zahlen (vgl. E. 9.3.1 des angefochtenen Entscheids sowie E. 4.4 hiervor) differieren leicht von den Zahlen, die es im Parallelverfahren A 16 9 (letztinstanzlich beurteilt durch das Urteil 2C_1049/2017 vom 15. April 2019 [vgl. dort insbesondere E. 5.4]) erhoben hat. Der Unterschied ist darauf zurückzuführen, dass das Verwaltungsgericht im vorliegend angefochtenen Urteil auf eine überarbeitete und weiter detaillierte Rechnung der Gemeinde Laax vom 20. Oktober 2016 abgestellt hat, statt auf die ebenfalls aktenkundige Zusammenstellung vom 9. Juni 2016. Die vorgenommenen Präzisierungen sind nachvollziehbar dargelegt und dokumentarisch gut belegt. Darauf kann ohne Weiteres abgestellt werden. Auch sonst besteht kein Anlass, an der Richtigkeit der ausgewiesenen Zahlen zu zweifeln: Die Gemeinde Laax ist verpflichtet, ihre Rechnung nach den für die öffentlichen Haushalte anerkannten Normen zu führen und untersteht insoweit der Aufsicht des Kantons (vgl. Art. 49 Abs. 1 und 2 sowie Art. 97 des in der massgeblichen Steuerperiode noch anwendbaren Gemeindegesetzes des Kantons Graubünden vom 28. April 1974 [in der Fassung vom 1. Februar 2015]). Es bestehen keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass sie dieser Pflicht nicht nachgekommen wäre, oder gar gefälschte Dokumente eingereicht hätte. Dass die Gemeinde Laax den Beschwerdeführern im Verlaufe des vorinstanzlichen Verfahrens im Sinne einer Mischrechnung aufzuzeigen versuchte, dass selbst dann ein Ausgabenüberschuss resultieren würde, wenn man den Aufwand für gemischt genutzte Infrastruktur teilweise durch den allgemeinen Finanzhaushalt alimentieren würde, vermag an der Stichhaltigkeit der vorgelegten Zahlen - und ihrer Verbindlichkeit für das Bundesgericht - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer nichts zu ändern.