Citation: 5P.363/2005 20.03.2006 E. 3.3.2

3.3.2.1 Im angefochtenen Entscheid führt das Obergericht aus, dass während des ehelichen Zusammenlebens das Einkommen der Parteien nicht vollumfänglich für den Lebensunterhalt verwendet, sondern ein Teil davon in das Geschäft des Beschwerdegegners investiert worden sei. Mit dem weiteren Hinweis, das Argument des Amtsgerichtspräsidenten, die Beschwerdeführerin verfüge über mehr Freizeit als der Beschwerdegegner, sei angesichts ihrer Teilzeitbeschäftigung und der ihr obliegenden Arbeitssuche nicht stichhaltig, hält es jedoch dafür, der vom erstinstanzlichen Richter zugesprochene Unterhaltsbeitrag sei ab Januar 2006 zu erhöhen. Um den gebührenden Unterhalt der Beschwerdeführerin zu decken, seien Fr. 3'500.-- im Monat angemessen und ausreichend. 3.3.2.2 Den Feststellungen des Obergerichts zur Verwendung des Einkommens hält die Beschwerdeführerin unter Berufung auf die vom Beschwerdegegner im erstinstanzlichen Verfahren eingereichte Vernehmlassung vom 11. Oktober 2004 entgegen, die für das Geschäft erworbene Liegenschaft sei fremd finanziert und der Lebensunterhalt deshalb nicht geschmälert worden. Der Einwand ist unbehelflich: An der von der Beschwerdeführerin angerufenen Stelle hatte der Beschwerdegegner nicht etwa von einer vollumfänglichen Fremdfinanzierung gesprochen, sondern erklärt, der Kauf der Liegenschaft sei zum grössten Teil mit fremden Mitteln finanziert worden. Ob der Anteil des Fremdkapitals grösser oder kleiner gewesen ist, ändert an der Richtigkeit der Feststellung, dass der übrige Teil aus dem Geschäftsgewinn finanziert worden sei, nichts. Der Beschwerdegegner weist im Übrigen mit Recht darauf hin, dass er in seiner Stellungnahme vor Amtsgericht ausdrücklich vorgebracht habe, er habe den restlichen Teil der Investitionen aus dem laufenden Geschäftsgewinn finanziert.