Citation: U 243/98 12.04.2001 E. A

A.- Die 1971 geborene S.________ arbeitete bei der Firma A.________ AG als Reinigungsangestellte und war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Unfälle versichert. Daneben war sie als selbstständig erwerbende Coiffeuse tätig. Am 24. Januar 1995 wurde sie als Lenkerin eines Personenwagens in einen Auffahrunfall verwickelt. Der am nächsten Tag konsultierte Arzt Dr. P.________ diagnostizierte ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule (HWS) mit Nackenbeschwerden und Parästhesien in beiden Armen sowie beiden Fusssohlen. Er verordnete eine Ruhigstellung mit Halskragen, Schmerzmittel und Myotonolytika und liess S.________ bei Dr. R.________ im HWS-Bereich röntgenologisch abklären. Dieser konnte weder eine Läsion noch signifikante vorbestehende Diskopathien oder verblockte Etagen und Gefügelockerungen feststellen (Bericht vom 6. Februar 1995). Ab Anfang März ging S.________ ihrer Tätigkeit als selbstständige Coiffeuse wieder im Umfang von 50 % nach. Als Reinigungsangestellte bestand weiterhin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Da der Heilungsprozess trotz im März 1995 begonnener Physiotherapie praktisch stationär blieb, regte der Hausarzt eine Magnetresonanztomographie (MRT) der HWS an, welche am 29. Mai 1995 vom Radiologen Dr. B.________ durchgeführt wurde. Hinweise auf eine medulläre Schädigung fanden sich keine. Die bildgebend erkannten leichten Einengungen der Foramina intervertebralia auf der Höhe von C3/C4 sowie C4/C5 führte der Radiologe auf degenerative Veränderungen zurück, wogegen er die ebenfalls leichte Einengung des Spinalkanals auf Höhe C6/C5 mit einem kleinen verkalkten Hämatom beim Wirbelkörper C6 in Verbindung brachte, ohne sich zu dessen Ursache zu äussern (Bericht vom 30. Mai 1995). Der die Versicherte mehrmals untersuchende Neurologe Dr. M.________ konnte keine radikulären Zeichen objektivieren. Die leichte Protrusion bei C6 erachtete er als möglicherweise traumatisch bedingt (Bericht vom 22. Juni 1995). Am 17. Juli 1995 untersuchte der SUVA-Kreisarzt Dr. W.________ S.________. Er schloss auf eine vollständige Arbeitsfähigkeit per 24. Juli 1995 für beide Tätigkeiten. Mit dieser, durch den Hausarzt Dr. P.________ getragenen Einschätzung war S.________ nicht einverstanden und suchte - nachdem sie beim Hausarzt ohne Erfolg vorgesprochen hatte - deswegen Dr. E.________ auf, welcher sich indessen auch nicht im Stande sah, ihr eine Arbeitsunfähigkeit zu attestieren und eine Weiterbehandlung ablehnte (Schreiben vom 27. September 1995). Die SUVA stellte ihre Leistungen ein. Am 28. Februar 1996 berichtete das Spital X.________ der SUVA über eine ambulante, primär die Lendenwirbelsäule (LWS) betreffende Untersuchung vom 20. November 1995. Am 24. März 1996 meldete das Spital X.________ eine akute Exacerbation von Lumboischialgien mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Da die SUVA einen Zusammenhang zwischen dem Unfall und den nunmehr geltend gemachten Beschwerden als nicht ausgewiesen betrachtete, weigerte sie sich mit Verfügung vom 13. Mai 1996, hiefür Leistungen zu erbringen. Auf Einsprache hin, in welcher nunmehr auch das Weiterbestehen von HWS-Beschwerden geltend gemacht wurde, unterbreitete die SUVA die Angelegenheit ihrem Ärzteteam Unfallmedizin, welches am 9. April 1997 in der Person von Dr. V.________ Bericht erstattete. Nachdem noch eine Stellungnahme des Dr. P.________ vom 11. Juni 1997 zu den lumbalen Beschwerden eingeholt worden war, hielt die SUVA im Einsprache-Entscheid vom 5. Mai 1997 an der Leistungsverweigerung fest.