Citation: 1C_435/2022 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin ist hingegen der Ansicht, durch die Aberkennung ihrer Beschwerdelegitimation habe die Vorinstanz Art. 12 NHG, Art. 46 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über den Wald (Waldgesetz, WaG; SR 921.0) und Art. 9 Abs. 3 des Übereinkommens vom 25. Juni 1998 über den Zugang zu Informationen, die Öffentlichkeitsbeteiligung an Entscheidungsverfahren und den Zugang zu Gerichten in Umweltangelegenheiten (Aarhus-Konvention; SR 0.814.07) verletzt. Entgegen der Meinung der Vorinstanz habe der angefochtene Sondernutzungsplan durchaus Bundesaufgaben im Sinne von Art. 12 NHG und des Waldgesetzes zum Gegenstand. Sie habe vorfrageweise die Prüfung des Nutzungsplans der Gemeinde St. Margrethen beantragt, weil dieser obsolet sei und zwingend eine Anpassung aufgrund von Art. 21 Abs. 2 RPG erfolgen müsse. In einem solchen Fall komme der Erlass von Sondernutzungsplänen nicht in Frage. Die veränderten Verhältnisse in der Gemeinde hätten Auswirkungen auf den Bauzonenbedarf und die Behandlung der Frage der Bauzonendimensionierung müsse im Rahmen des gesamten Gemeindegebiets erfolgen. Bei der Anwendung von Art. 15 RPG im Zusammenhang mit einer Zonenplanrevision sei sie gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung - die Beschwerdeführerin verweist dazu auf Urteil 1C_632/2018 vom 16. April 2020 E. 1.2.2, nicht publ. in: BGE 146 II 289 - beschwerdeberechtigt. Streitgegenstand sei die Revisionsbedürftigkeit des Nutzungsplans und damit die Grenzziehung zwischen Bau- und Nichtbaugebiet, welche eine Bundesaufgabe darstelle.