Citation: C 152/04 02.12.2004 E. 3

3.1 In tatsächlicher Hinsicht steht fest und ist unbestritten, dass sich die Beschwerdeführerin auf Weisung der Verwaltung (vom 8. Oktober 2003) hin am 15. Oktober 2003 A.bei der Einrichtung X.________ vorstellte. Im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs erklärte die Beschwerdeführerin (im Schreiben vom 20. Oktober 2003) ihr Verhalten damit, ihr seien anlässlich des Vorstellungsgesprächs Zweifel gekommen, ob die arbeitsmarktliche Massnahme das Richtige sei. Der "gefängnisähnliche Zustand" und der hohe Anteil an männlichen Ausländern hätten in ihr Unwohlsein ausgelöst und die nicht optimalen Bedingungen würden sich ihrer Auffassung nach negativ auf ihre psychische Verfassung auswirken und - mittelbar - die körperliche Gesundheit weiter verschlechtern. Laut Darstellung der Einrichtung X.________ (Schreiben vom 15. Oktober 2003) hatte die Beschwerdeführerin beim Vorstellungsgespräch erklärt, eine Allergie, weitere gesundheitliche Probleme und der lange Arbeitsweg würden sie vom Antritt der vorübergehenden Beschäftigung abhalten. Das kantonale Gericht hat hiezu einlässlich und zutreffend erwogen, der Arbeitsweg, der mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weniger als eine Stunde pro Weg beanspruche, die nicht näher substantiierten Behauptung eines "gefängnisähnlichen Zustandes", für dessen Vorliegen keinerlei Anhaltspunkte bestehen würden, sowie der angeblich hohe Anteil an männlichen ausländischen Beschäftigten in der Einrichtung X.________ begründeten keine Unzumutbarkeit der vorgesehenen Beschäftigung. Entsprechendes gilt für den Umstand, das die Beschwerdeführerin laut Zeugnis des Dr. med. F.________, (vom 16. Dezember 2002), an einem Handekzem bei polyvalenter epikutaner Sensibilisierung gegenüber verschiedenen Substanzen leidet, weil in der Einrichtung X.________ auch mit antiallergischen Mitteln gearbeitet werden kann. Im Zeugnis (vom 16. Dezember 2003) des behandelnden Allgemeinmediziners Dr. med. D.________, ausgestellt zuhanden der Organe der Arbeitslosenversicherung, schliesslich wird eine depressive Episode als Grund dafür genannt, weshalb die vorübergehenden Beschäftigung nicht angenommen wurde. Gegen die Stichhaltigkeit dieser Einschätzung ist mit der Vorinstanz anzuführen, dass der Hausarzt gemäss eigenen Angaben erst anfangs Dezember 2003, somit mehrere Wochen nach dem unterbliebenen Stellenantritt im Oktober 2003, konsultiert wurde. Weiter gegen die Unzumutbarkeit einer vorübergehenden Beschäftigung spricht, dass laut Angaben des Hausarztes - unter von ihm durchgeführter Gesprächstherapie und medikamentöser Behandlung - bereits ab Mitte Dezember 2003, d.h. nach kurzer Behandlungszeit, wieder eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für leichte Arbeiten bestanden hat. Nach dem Gesagten hätte die Beschwerdeführerin - auch unter Berücksichtigung ihrer psychischen Gesundheit - die vorübergehende Beschäftigung bei der Einrichtung X.________ zumindest antreten oder aber jedenfalls unmittelbar im Anschluss an die Geschehnisse im Oktober 2003 einen Arzt aufsuchen müssen. Indem sie dies unterliess, ist - mit Vorinstanz und Verwaltung - der Tatbestand des Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG erfüllt. 3.2 Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung richtet sich nach dem Verschulden (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 erster Teil AVIG; Art. 45 Abs. 2 AVIV). Unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Umstände hat die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen weder rechtsfehlerhaft noch unangemessen ausgeübt (Art. 132 OG; BGE 123 V 152 Erw. 2), indem sie - entsprechend dem Kreisschreiben des seco über die Arbeitslosenentschädigung, Januar 2003, Sanktionen (Teil D), Einstellraster - ein mittelschweres Verschulden im mittleren Bereich angenommen und die Einstellungsdauer, mit der Verwaltung, auf 23 Tage festgesetzt hat.