Citation: U 325/06 27.08.2007 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat mit Bezug auf den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers erwogen, aus dem Vergleich der medizinischen Unterlagen aus der Zeit vor der rechtskräftigen Zusprechung der auf einer Erwerbsunfähigkeit von 50 % beruhenden Invalidenrente gemäss Verfügung vom 23. Juli 1987 mit jenen, welche dem Einspracheentscheid vom 23. November 2004 zugrunde lagen (insbesondere die Berichte des SUVA-Kreisarztes Dr. med. W.________ vom 25. April 2003 und 21. April 2004 sowie des Dr. med. L.________ von der SUVA-Abteilung Versicherungsmedizin vom 10. September 2004), ergebe sich hinsichtlich der Schulter- und Rückenproblematik keine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation. Betreffend der nunmehr zusätzlich auch geltend gemachten Beschwerden in den Grosszehen seien die in den 80er Jahren erlittenen Unfallfolgen vollständig ausgeheilt. Während Dr. med. W.________ bei der Untersuchung vom 23. April 2003 diesbezüglich blande Verhältnisse vorgefunden habe, habe Dr. med. L.________ im Bericht vom 10. September 2004 den Verdacht auf eine beginnende Hyperurikämie mit möglichen Gichtschüben geäussert, eine diesbezügliche Unfallkausalität jedoch ausdrücklich ausgeschlossen. Die von Dr. med. V.________ festgestellte Entzündung weise auf den krankhaften Charakter der Beschwerden hin. 3.2 Die vorinstanzliche Würdigung der medizinischen Unterlagen in Bezug auf die Frage einer unfallbedingten Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der ursprünglichen 50%igen Rentenzusprechung ist weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht zu beanstanden. Daran vermögen die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu ändern. Dies betrifft insbesondere die geltend gemachte Rentenerhöhung zufolge zweier Unfallereignisse aus dem Jahre 1985, die je separat die rechte und die linke Grosszehe betroffen hätten. Da die Akten bezüglich des Unfalls vom 11. September 1985 (Fissur der Endphalanx der rechten Grosszehe) erst im vorinstanzlichen Verfahren ediert worden seien, zum Unfallereignis vom 9. oder 10. September 1985 (Verletzung der linken Grosszehe durch Stahlradhalter) überhaupt keine Dokumente vorlägen und die Vorinstanz die beantragte Zeugeneinvernahme nicht durchgeführt habe, hätten diese beiden Ereignisse bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts keine Berücksichtigung gefunden, weshalb die Sache gemäss der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung zum Zwecke ergänzender Abklärungen an die SUVA zurückzuweisen ist. Damit spricht der Beschwerdeführer der Beurteilung des Dr. med. L.________ gemäss Bericht vom 10. September 2004 die Beweistauglichkeit ab. Der Versicherte hatte die beiden Unfälle gemäss Austrittsbericht vom 17. April 2001 gegenüber den Ärzten der Rehaklinik Z.________ erwähnt, welcher Bericht Dr. med. L.________ bei der Untersuchung vom 31. August 2004 zur Verfügung stand. Beschwerden in den Grosszehengelenken traten offenbar erst Jahre nach den Unfallereignissen wieder auf. Gegenüber Dr. med. W.________ schilderte der Beschwerdeführer belastungsabhängige Beschwerden "in den letzten Monaten" (Bericht vom 25. April 2003) und gegenüber Dr. med. L.________ gab er "in letzter Zeit deutlich mehr" Schmerzen in den Grosszehengelenken an (Bericht vom 10. September 2004). Dr. med. L.________ liess daher Röntgenaufnahmen beider Füsse anfertigen, welche keine Anzeichen für durchgemachte Frakturen, jedoch eine leichte Arthrose zeigten. Die festgestellten Flexionseinschränkungen im linken Endgelenk waren lediglich geringfügig. Hingegen liessen die Laboruntersuchungen auf eine Hyperurikämie schliessen. Es trifft somit nicht zu, dass die geltend gemachten Beschwerden an den Grosszehen nicht berücksichtigt und in die Beurteilung einbezogen worden wären. Soweit Dr. med. A.________ aufgrund einer Sonographie und farbkodierten Duplexsonographie der linken Grosszehe laut letztinstanzlich eingereichtem Bericht vom 27. Oktober 2004 eine entzündlich bedingte synoviale Proliferation im distalen Interphalangealgelenk bei sonst unauffälliger Grosszehe feststellte, vermag dieser Befund für sich allein keine Unfallkausalität zu begründen. Bereits Dr. med. V.________ hatte im Bericht vom 12. März 2004 gestützt auf die erhobenen Blutwerte auf eine mögliche Entzündung der Grosszehe hingewiesen. Dr. med. W.________ hat in seinen Stellungnahmen vom 21. April 2004 und 7. Juli 2004 eine diesbezügliche Unfallkausalität ausdrücklich verneint. Da der rechtserhebliche medizinische Sachverhalt hinsichtlich der Grosszehenproblematik als hinreichend erstellt anzusehen ist und von weiteren Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, kann auf die beantragte Beweisergänzung verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung). In einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV (BGE 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162).