Citation: 6B_763/2021 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt, der vorinstanzliche Beschluss verletze Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO. Er weist darauf hin, dass der Gutachter Dr. C.________ in seinem im ursprünglichen Verfahren erstellten Gutachten vom 9. Juni 2015 dem Beschwerdeführer zunächst eine vollständige Schuldfähigkeit attestiert habe und in seinem späteren Gutachten vom 4. Oktober 2016 davon ausgegangen sei, dass beim Beschwerdeführer im Tatzeitpunkt deutliche prodromale Erkrankungssymptome, wenn auch nicht das Vollbild einer schizophrenen Episode vorgelegen habe. Aufgrund der medizinischen Erkenntnisse im Strafvollzug sei entgegen dem psychiatrischen Gutachten vom 4. Oktober 2016 davon auszugehen, dass er im Tatzeitpunkt schwer krank und vollständig schuldunfähig gewesen sei. Der im Vollzug erstellte Bericht der Klinik D.________ vom 16. Dezember 2020 enthalte Schilderungen des Beschwerdeführers hinsichtlich eines starken Beeinträchtigungs- und Verfolgungsgeschehens mit halluzinatorischen Symptomen, massivem Bedrängniserleben im Tatzeitpunkt und Fehlinterpretationen, Angst vor dem späteren Opfer sowie die Einschätzung, dass der Beschwerdeführer im Tatzeitpunkt schwer krank und vollständig schuldunfähig gewesen sei. Damit stelle das Gutachten von Dr. C.________, auf dem das Urteil hinsichtlich der Schuldfähigkeit basiert habe, eine falsche Tatsachengrundlage im Urteilszeitpunkt dar. Die heute bekannten Tatsachen seien dem damaligen Gutachter nicht bekannt gewesen und man sei von anderen Umständen, mithin gerade nicht von einem Vollbild einer schizophrenen Episode ausgegangen. Darin liege ein fundamentaler Unterschied zur Einschätzung der aktuell behandelnden Therapeuten.