Citation: I 593/02 28.05.2003 E. 3.2

3.2.1 Der die Verfügung der SUVA vom 28. April 2000 bestätigende Einspracheentscheid datiert vom 26. Juni 2000, mithin vor der Verfügung der IV-Stelle vom 28. Dezember 2001. Die SUVA ging dabei von einer Erwerbsunfähigkeit von 30 % ab 1. April 2000 aus und begründete dies damit, dass der Beschwerdeführer gemäss ihrer Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) einen Invalidenlohn von mindestens Fr. 39'000.- erzielen könne, was bei einem Valideneinkommen von Fr. 55'678.- eine hypothetische Lohneinbusse von Fr. 16'678.- oder von knapp 30 % ergebe. Die IV-Stelle tätigte ihrerseits weitere Abklärungen und holte insbesondere ein Gutachten des Spitals Y.________ vom 3. Mai 2001 samt ergänzenden Erkundigungen vom 6. September 2001 ein. Diese Abklärungen bestätigten die vom Kreisarzt der SUVA unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Einschränkungen als zumutbar erachteten möglichen Erwerbstätigkeiten. 3.2.2 Soweit der Versicherte vorbringt, im Zeitpunkt der Verfügung der IV-Stelle (28. Dezember 2001) hätten aufgrund der zwischenzeitlich aufgetretenen Rückenbeschwerden wesentlich veränderte tatsächliche Verhältnisse bestanden, sodass die Invaliditätsbemessung der SUVA schon aus diesem Grund für die Invalidenversicherung keine Verbindlichkeit haben könne, kann ihm nicht gefolgt werden. Die Abklärungen der IV-Stelle ergaben vielmehr, dass die Rückenbeschwerden zu keiner weiteren Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen, was sich nur schon darin zeigt, dass die begutachtenden Ärzte vom Spital Y.________ die vom Kreisarzt der SUVA vorgenommene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit explizit bestätigten und sich den Akten kein Hinweis darauf entnehmen lässt, dass die Rückenschmerzen einer Behandlung bedurft hätten. 3.2.3 Auch der weitere Einwand des Beschwerdeführers, er habe gegen den ablehnenden Einspracheentscheid der SUVA vom 26. Juni 2000 nur deshalb kein Rechtsmittel ergriffen, weil er gemeint habe, die Rückenbeschwerden seien nicht unfallkausal, ist nicht stichhaltig und kann insbesondere nicht bedeuten, dass die Invaliditätsbemessung der SUVA für die IV-Stelle nicht mehr beachtlich gewesen wäre. Der Versicherte war sowohl im Verfahren bei der Invalidenversicherung wie auch bei der SUVA anwaltlich vertreten, sodass angenommen werden darf, die Tragweite der Rechtskraft eines früheren Entscheides eines anderen Sozialversicherungsträgers sei ihm bekannt gewesen. 3.2.4 Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass keine Gründe ersichtlich sind, die rechtsprechungsgemäss ein Abweichen von einer bereits rechtskräftigen Invaliditätsschätzung eines anderen Versicherers zulassen würden (vgl. dazu Urteil G. vom 26. Juli 2000, I 512/98). Die IV-Stelle hatte sich demzufolge, was den Zeitraum ab 1. April 2000 betrifft, unter Berücksichtigung des Grundsatzes der einheitlichen Festlegung des Invaliditätsbegriffes im Sozialversicherungsbereich, an die von der SUVA vorgenommene Invaliditätsbemessung zu halten. Auch im Bereiche der Invalidenversicherung ist demzufolge ab 1. April 2000 von einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 30 % auszugehen.