Citation: 1C_301/2017 E. 4

Gestützt auf die eingeholten Akten hielt das Verwaltungsgericht fest, die Beschwerdeführer seien ursprünglich Eigentümer der Liegenschaft Nr. 192 in Thundorf im Halte von 29'291 m2 gewesen. Im Jahr 2000 hätten sie die Liegenschaft in eine zur Bauzone gehörende Hofliegenschaft Nr. 192 (Betriebszentrum) mit einer Fläche von 6'795 m2 und eine in der Landwirtschaftszone verbleibende Liegenschaft Nr. 869 von 22'496 m2 aufgeteilt. 2007 seien Teile beider Parzellen der Parzelle Nr. 195 zugefügt worden (mit neu 7'530 m2), die zum Preis von Fr. 1'200'000.-- veräussert worden sei. Der Erlös sei zur Übernahme bzw. zur Begleichung von Grundpfandschulden in Höhe von Fr. 975'500.-- verwendet worden. Zu diesem Zeitpunkt seien die Beschwerdeführer somit noch im Besitz der Restparzelle Nr. 192 in der Bauzone (1'087 m2) und der am Siedlungsrand gelegenen Parzelle Nr. 869 (20'687 m2) gewesen. Der Augenschein habe gezeigt, dass auf Parzelle Nr. 869 zwischen dem Tuenbach mit den nördlich angrenzenden Sportanlagen und den südlich gelegenen Gewächshäusern eine Aussiedlung möglich gewesen wäre. Es habe damals auch kein finanzieller Druck mehr zum Verkauf bestanden, hätten die Beschwerdeführer doch noch über Fr. 224'500.-- flüssiger Mittel aus dem Verkauf der Parzelle Nr. 915 und einer (leicht verflüssigbaren) Landreserve in der Bauzone verfügt (Nr. 192; diese Liegenschaft wurde am 7. Juli 2014 für Fr. 460'000.-- verkauft). Sie hätten es jedoch vorgezogen, die Parzelle Nr. 869 in eine Zone für Pferdehaltung umzonen zu lassen, um diese danach ebenfalls verkaufen zu können (mit Vertrag vom 13. September 2007). Das Verwaltungsgericht schloss daraus, dass die Beschwerdeführer die Zwangslage, über kein Betriebszentrum und keine für die Aussiedlung geeignete Parzelle am Siedlungsrand zu verfügen, selbst verschuldet hätten, so dass sie sich nicht darauf berufen könnten.