Citation: 6B_206/2021 E. 5

Selbst ohne Legitimation in der Sache kann der Beschwerdeführer seine Verfahrensrechte als Partei geltend machen, die eine formelle Rechtsverweigerung bewirken, solange sie nicht auf eine materielle Überprüfung des angefochtenen Entscheides hinauslaufen (BGE 141 IV 1 E. 1.1; 136 IV 41 E. 1.4). Der Beschwerdeführer beklagt, den in deutscher Sprache abgefassten Entscheid inhaltlich nicht vollumfänglich zu verstehen. Die Vorinstanz weigere sich aber, ihm einen Beschluss auf Französisch zuzustellen. Die Vorinstanz stellte fest, aus den Eingaben des Beschwerdeführers ergebe sich, dass dieser die deutsche Sprache zumindest rudimentär verstehe, und wies sein Ersuchen um Übersetzung unter Hinweis auf das Dekret über die Gerichtssprachen vom 24. März 2010 (GSD/BE; BSG 161.13) und Art. 68 StPO ab. Mit den Erwägungen der Vorinstanz befasst sich der Beschwerdeführer nicht ansatzweise. Inwiefern sie damit gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen haben könnte, ergibt sich aus der Beschwerde folglich nicht. Der Begründungsmangel ist offensichtlich (Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG). Nach Art. 2 Abs. 3 und Art. 4 i.V.m. Art. 5 Abs. 1 GSD/BE war Deutsch als Verfahrenssprache festzulegen. Das Recht auf Übersetzung nach Art. 68 StPO beschlägt zudem grundsätzlich nur mündliche Verfahrenshandlungen. Allfälligen Defiziten/Schwierigkeiten eines Privatklägers im Umgang mit der Verfahrenssprache im schriftlichen Verfahren kann, nach der Rechtsprechung, gegebenenfalls mit dem Beizug eines unentgeltlichen Rechtsbeistands nach Art. 136 StPO abgeholfen werden. Der Beizug eines unentgeltlichen Rechtsbeistands setzt allerdings voraus, dass die Zivilklage des Privatklägers nicht aussichtslos erscheint (Art. 136 Abs. 1 lit. b StPO; siehe Urteile 6B_1098/2019 vom 9. Dezember 2019 E. 6 und 6B_536/2018 vom 2. November 2018 E. 2.3.3). Diese Voraussetzung ist hier von vornherein nicht gegeben (vorstehend E. 4).