Citation: 1B_300/2023 E. 3

Mit Verfügung vom 27. März 2023 erstreckte die Staatsanwaltschaft den amtlichen Verteidigern der beiden Beschuldigten die Frist für die Einreichung von Beweisanträgen (Ziff. 2). Den Antrag von A.________ um Zustellung physischer Aktenkopien wurde mit dem Verweis, dass die Akten seinem Verteidiger digital zugestellt worden seien, abgewiesen (Ziff. 3). Zudem wurde dem Verteidiger von A.________ Frist für eine Stellungnahme zum Antrag um Auswechslung der amtlichen Verteidigung gesetzt (Ziff. 4). Gegen diese Verfügung erhob A.________ mit Eingaben vom 11. und 17. April 2023 Beschwerde an das Obergericht des Kantons Solothurn. Mit Beschluss vom 25. April 2023 trat dieses mangels Rechtsschutzinteresses (Art. 382 Abs. 1 StPO) auf die Beschwerde nicht ein und verzichtete auf die beantragte Sistierung des Verfahrens sowie die Anordnung vorsorglicher Massnahmen. Zur Begründung führte es im Wesentlichen aus, es sei nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer durch die Gewährung der Fristerstreckung an seinen amtlichen Verteidiger unmittelbar in seinen schutzwürdigen Rechten betroffen sei. Gleiches gelte in Bezug auf das abgewiesene Gesuch um Einsicht in die mehr als 3'000 Seiten umfassenden Strafakten. Praxisgemäss seien die Akten den Rechtsvertretungen der Parteien in elektronischer Form zugestellt worden und stehe es A.________ im Übrigen frei, die Akten vor Ort einzusehen. Schliesslich habe der Beschwerdeführer auch noch keinen Rechtsanspruch auf die von ihm beantragte Zustellung der Anklageschrift, da diese erst am Ende des Vorverfahrens ergehe. Da dieser Zeitpunkt aktuell noch nicht erreicht sei, weil die Staatsanwaltschaft noch gar nicht über alle Beweisanträge entschieden habe, erleide A.________ auch insoweit keinen Rechtsnachteil.