Citation: U 267/99 21.07.2000 E. 4

4.- Den Anspruch auf eine Invalidenrente hat die Vorinstanz verneint mit der Begründung, die Beschwerdeführerin könnte in einer leidensangepassten Tätigkeit, z.B. bei einfachen Kontrollaufgaben, Sortierarbeiten oder Arbeiten an einem Fliessband, ab 1. September 1992 ganztags ohne Einschränkung erwerbstätig sein. Damit sei sie - ausgehend vom tiefen Valideneinkommen als Näherin von noch etwas unter Fr. 17.- im Jahre 1992 und ca. Fr. 17.- im Jahre 1993 - in der Lage, ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Inwiefern die Verweisungstätigkeiten damit in "Art und Charakter" zu wenig genau bezeichnet werden, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, ist nicht ersichtlich. Denn die von der Vorinstanz gewählte Umschreibung der trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbaren Arbeiten bewegt sich im Rahmen der Rechtsprechung (vgl. statt vieler: AHI 2000 S. 62 Erw. 2: "sämtliche leichten handwerklichen Tätigkeiten, Bedienungsarbeiten an einer Maschine, Kontroll-, Verpackungs-, Sortier- und Überwachungsarbeiten u.ä."). Dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt, was die Beschwerdeführerin bezweifelt, die genannten Verweisungstätigkeiten, insbesondere einfache Sortier- und Kontrollarbeiten, das Überwachen und Bedienen von Maschinen, beinhaltet, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht wiederholt festgehalten (SVR 1996 UV Nr. 61 S. 210 Erw. II/1b/cc). Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich erneut geltend macht, mit Bezug auf das Invalideneinkommen sei auf das von ihr als Raumpflegerin in einem 50 %-Pensum erzielte Einkommen abzustellen, hat bereits die Vorinstanz zutreffend dargelegt, dass auf diese tatsächlich ausgeübte Beschäftigung, da diese nach Auffassung der Ärzte ungeeignet ist, nicht abgestellt werden kann. Im Weitern beanstandet die Beschwerdeführerin, dass Vorinstanz und SUVA den Anspruch auf eine Invalidenrente unter Hinweis auf das tiefe Valideneinkommen verneint haben, ohne einen Einkommensvergleich durchzuführen. Indessen vermag die genaue Ermittlung von Validen- und Invalideneinkommen zu keinem anderen Ergebnis zu führen: Ausgehend von dem von der Beschwerdeführerin im Jahre 1990 als Näherin erzielten Lohn von Fr. 14.25 pro Stunde (inkl. Ferienentschädigung und Gratifikation/13. Monatslohn) ergibt sich für das Jahr 1992 (Nominallohnentwicklung 1991: 6,5 %, 1992: 4,2 %; vgl. Tabelle 3 der Lohn- und Gehaltserhebung vom Oktober 1992 des Bundesamtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit [BIGA, heute: Staatssekretariat für Wirtschaft], Kategorie 3 der weiblichen Angestellten) ein Stundenlohn von Fr. 15.80. Als an- oder ungelernte Arbeitnehmerin hätte die Beschwerdeführerin im Jahre 1992 in Industrie/Gewerbe durchschnittlich einen Stundenlohn von Fr. 17.40 erzielt (Lohn- und Gehaltserhebung vom Oktober 1992, Tabelle C). Wird von diesem Tabellenlohn ein Abzug von gesamthaft 10 % vorgenommen (zur Publikation in BGE 126 V bestimmtes Urteil A. vom 9. Mai 2000, I 482/99, Erw. 7b), um den von der Beschwerdeführerin angeführten Faktoren der leidensbedingten Einschränkung und der Nationalität/Aufenthaltskategorie - nicht aber dem Faktor Alter, weil sich dieses in keiner Arbeitsanforderungskategorie lohnsenkend auswirkt [Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik 1994 S. 23 und 87 ff.]) - Rechnung zu tragen, resultiert ein Stundenansatz von Fr. 15.65. Ein Vergleich mit dem ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erzielbaren Stundenansatz (Fr. 15.80) ergibt, dass die Beschwerdeführerin in rentenausschliessendem Ausmass erwerbstätig sein könnte.