Citation: 6B_1000/2024 E. 2.3.2

2.3.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe C.________ nur erklärt, dass er auf seiner Baustelle nicht geduldet werde, wenn er an der Einsprache festhalte. Die Annahme, wonach er C.________ im Brief arbeitsrechtliche Nachteile angedroht habe, sei willkürlich. Dazu wäre höchstens dessen Arbeitgeberin in der Lage gewesen. Als blosser Kunde der Arbeitgeberin habe er gar keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen androhen können. Zudem habe C.________ mit der Einlegung der Einsprache selbst in Kauf genommen, dass seine Arbeitgeberin und damit auch er keine Arbeiten ausführen könne, weil keine Baubewilligung erteilt werde. Es erscheine paradox, wenn man C.________ vor Konsequenzen schützen möchte, die er habe herbeiführen wollen. Zudem könne kaum als arbeitsrechtlicher Nachteil gewertet werden, wenn C.________ auf einer einzigen Baustelle nicht eingesetzt werden könne. Der Beschwerdeführer habe die arbeitsrechtlichen Nachteile höchstens implizit angedroht. Bei einer impliziten Androhung müsse aber eindeutig definiert sein, worin der angedrohte ernstliche Nachteil bestehe. Die Vorinstanz interpretiere den Inhalt des Briefs extensiv. Ohnehin habe der Beschwerdeführer den Brief nicht mit dem Ziel verfasst, eine Straftat zu begehen. Er habe nur das Gespräch mit C.________ gesucht. Der Beschwerdeführer stellt die Rechtswidrigkeit in Abrede. Denn zwischen der Drohung, wonach C.________ nicht mehr auf seinen Baustellen arbeiten dürfe, und dem Rückzug der Einsprache bestehe ein Zusammenhang. C.________ habe Einsprache gegen ein Projekt des Beschwerdeführers erhoben, obwohl seine Arbeitgeberin Küchen habe montieren können. Es sei nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer enttäuscht gewesen sei, als er festgestellt habe, dass ausgerechnet der Mitarbeiter eines Unternehmens, welches er über Jahre mit Aufträgen bedacht habe, Einsprache erhoben habe. Als Bauherr müsse er nicht hinnehmen, dass Personen, die sein Projekt verhindern wollten, später darauf arbeiten und davon profitieren.