Citation: 4C.197/2000 27.02.2001 E. 5

5.-Dem vorinstanzlichen Urteil lässt sich nicht entnehmen, dass der Kläger den Kaufvertrag mit Sieglinde Witsch angefochten hätte. Die Vorinstanz hielt fest, der Kläger behaupte nicht ausdrücklich, wann er die behauptete Täuschung gegenüber der Beklagten geltend machte. Auch der Kläger geht davon aus, dass das Bundesgericht im Berufungsverfahren von der Gültigkeit des Kaufvertrages auszugehen hat. Dies trifft im Ergebnis zu. Zwar handelt es sich bei der hier entscheidenden Vorfrage, ob der Kaufvertrag des Klägers mit Sieglinde Witsch und damit die interne Schuldübernahme gültig vereinbart wurde, um eine Rechtsfrage. Die Rechtsanwendung von Amtes wegen (Art. 63 Abs. 3 OG) enthebt die Prozessparteien jedoch nicht von der Pflicht, ihre Behauptungen prozesskonform vorzubringen (BGE 115 II 464 E. 1 S. 465). Aus dem angefochtenen Urteil geht hervor, dass es der Kläger unterlassen hat, prozesskonform die Tatsachen zu behaupten, welche für die Annahme der Ungültigkeit des Kaufvertrages mit Sieglinde Witsch vorliegen müssen. Aus diesem Grund hat das Bundesgericht seiner Beurteilung die Gültigkeit des Kaufvertrages mit Sieglinde Witsch und damit der internen Schuldübernahme zugrunde zu legen, womit die Voraussetzungen für die externe Schuldübernahme gemäss Art. 832 Abs. 2 ZGB gegeben sind und der Kläger Schuldner der Beklagten geworden ist. Dieses Ergebnis steht im Einklang mit dem Umstand, dass sich - wovon jedenfalls im vorliegenden Verfahren auszugehen ist - der Kläger intern gültig zur Übernahme der strittigen Schuld verpflichtet hat, vermeidet das Auseinanderfallen von persönlicher Schuld und dinglicher Verpflichtung und verhindert ausserdem, dass die Folgen der unterstellten (jedoch bestrittenen) absichtlichen Täuschung von einer am Verhältnis zwischen dem Kläger und der Beklagten unbeteiligten Drittpartei getragen werden müssen, als welche die Verkäuferin hier erscheint.