Citation: 5A_969/2019 E. 5.1.2

5.1.2. In tatsächlicher Hinsicht bringt die Beschwerdeführerin vor, lic. phil F.________ des Instituts für Heilpädagogik in V.________, welche zwei Konsultationen mit C.A.________ durchgeführt habe, habe ein aktuelles Gutachten zur emotionalen Situation von C.A.________ mit ihrem Vater vorgeschlagen resp. empfohlen. Das UK-Gutachten beurteilte die Erziehungsfähigkeit der Eltern und nicht die psychisch-emotionale Situation von C.A.________. Die Abklärung der emotionalen Situation von C.A.________ habe auch nicht dem Gutachterauftrag entsprochen. Es hätten denn auch keine persönlichen Gespräche oder gar Therapien mit C.A.________ stattgefunden, welche Eingang in das UK-Gutachten hätten nehmen können. Dieses Gutachten äussere sich in keiner Weise über die psychisch-emotionale Situation von C.A.________. Indem das Kantonsgericht festhalte, ein von lic. phil F.________ vorgeschlagenes Gutachten liege bereits vor, stelle es den Sachverhalt "in willkürlicher Weise offensichtlich unrichtig" dar. Die Rüge der Beschwerdeführerin ist unbegründet. So geht es vorliegend um die Regelung des persönlichen Verkehrs zwischen dem Kindsvater und seinen Töchtern. Insoweit bezweckt eine Begutachtung - mit Blick auf die Ausgestaltung eines Besuchsrechts - die Beurteilung der Vater-Tochter-Beziehung. Teil des bereits vorhandenen Gutachtens der UK U.________ ist auch eine Interaktionsbeobachtung zwischen dem Kindsvater und seinen Töchtern. Im Gutachten wurde - wie vorstehend geschildert (vgl. E. 5.1.1) - insbesondere festgehalten, der Umgang mit dem Vater sei von Seiten beider Töchter natürlich, ungezwungen und fröhlich gewesen. Auch wurde der Kindsvater als erziehungsbereit und erziehungsfähig erachtet. Vor diesem Hintergrund erweist es sich nicht als unhaltbar, dass das Kantonsgericht den von lic. phil. F.________ unterstützten Vorschlag einer Abklärung von C.A.________ als bereits durch das UK-Gutachten abgedeckt erachtete. Insofern ist keine Willkür in der Sachverhaltsfeststellung auszumachen, wobei diese Beurteilung die Fortsetzung einer psychologischen Behandlung von C.A.________ selbstredend nicht ausschliesst, sollte sie sich (weiterhin) als notwendig erweisen.