Citation: 1P.85/2006 20.07.2006 E. A

Am 9. August 2001 fiel mehreren Fahrgästen die unsichere Fahrweise des bei den Zuger Verkehrsbetrieben (ZVB) als Buschauffeur angestellten X.________ auf, worauf er sich zunächst auf Anregung einer Passagierin vom Fahrdienst ablösen und danach von einem Berufskollegen nach Hause fahren liess. Auf Ersuchen des Fahrdienstleiters der ZVB führten zwei Polizisten der Kantonspolizei Zug am Nachmittag desselben Tages bei X.________ zuhause zwei Atemlufttests durch. Der erste ergab einen Wert von 2,65 Gewichtspromillen und der zweite, nach einer Mundspülung, einen solchen von 2,25 Gewichtspromillen. Auf die Durchführung einer Blutprobe wurde verzichtet. Die förmliche Verzeigung erfolgte am 5. Oktober 2001. Das Einzelrichteramt des Kantons Zug verurteilte X.________ am 9. November 2001 wegen Führens eines Motorfahrzeuges in angetrunkenem Zustand mit Strafbefehl zu fünf Monaten Gefängnis bedingt bei einer Probezeit von drei Jahren und einer Busse von Fr. 300.--. Auf Einsprache hin und nach Durchführung des ordentlichen Untersuchungsverfahrens sprach der Einzelrichter des Kantons Zug X.________ am 29. April 2005 des mehrfachen Fahrens in angetrunkenem Zustand schuldig und bestrafte ihn mit fünf Monaten Gefängnis, unter Gewährung des bedingten Strafvollzugs für eine Probezeit von zwei Jahren. Die Berufungskammer des Strafgerichts des Kantons Zug wies die kantonale Berufung von X.________ am 16. Dezember 2005 ab, sprach ihn des mehrfachen Fahrens in angetrunkenem Zustand schuldig und bestrafte ihn mit fünf Monaten Gefängnis unter Gewährung des bedingten Strafvollzuges für eine Probezeit von zwei Jahren.