Citation: 4A_369/2014 E. 5.1

5.1. Sie führt aus, der Unternehmer habe das Recht, "eine Alternativlösung anzubieten". Eine Alternativlösung sei bei der Frage, ob die Kosten der vertragsgemässen Verbesserung im Verhältnis zum Nutzen des Bestellers übermässig seien, zu berücksichtigen. Sie (die Beschwerdeführerin) stehe zwar auf dem Standpunkt, dass mit der Offerte der J.________ AG vom 14. August 2013 der vertragsgemässe Zustand hergestellt werden könne. Selbst wenn dem aber nicht so wäre, hätte dieses Angebot zumindest als Alternativlösung bei der Beurteilung der Übermässigkeit der Nachbesserungskosten berücksichtigt werden müssen. Massgeblich sei, ob die Kostendifferenz zur Alternativlösung durch den Mehrnutzen der vertragsgemässen Mangelbeseitigung gegenüber der Alternativlösung gerechtfertigt sei. Die Vorinstanz hätte somit nicht prüfen müssen, welchen Nutzen eine Sanierung der Beschwerdegegnerin bringe und ob für diesen Nutzen ein Aufwand von Fr. 304'500.-- gerechtfertigt sei, sondern, welcher Mehrnutzen der Beschwerdegegnerin aus der Sanierung gemäss ihrem eigenen Vorschlag im Verhältnis zur Alternativlösung der Beschwerdeführerin erwachse und ob dieser Mehrnutzen den kostenmässigen Mehraufwand rechtfertigen könne. Da die Vorinstanz diese Prüfung nicht vorgenommen habe, sei ihre Entscheidbegründung unhaltbar. Konkret behauptet die Beschwerdeführerin, eine Bewehrungsüberdeckung von 30 mm zeitige keinen Mehrnutzen, wenn der Brand- und Korrosionsschutz gewährleistet sei. Eine Sanierung nach dem Vorschlag der Beschwerdegegnerin habe für diese demnach keinen Mehrnutzen gegenüber der Sanierung nach dem Vorschlag der Beschwerdeführerin. Die Mehrkosten von Fr. 201'900.--, mithin eine Kostensteigerung um 197 %, sei offensichtlich übermässig, womit der Entscheid der Vorinstanz auch im Ergebnis unhaltbar sei und gegen Art. 9 BV verstosse.