Citation: 7B.153/2003 17.07.2003 E. 2

Sind alle pfändenden Gläubiger einverstanden, so können sie oder einzelne von ihnen, ohne Nachteil für ihre Rechte gegenüber dem betriebenen Schuldner, gepfändete Ansprüche im eigenen Namen sowie auf eigene Rechnung und Gefahr geltend machen. Sie bedürfen dazu der Ermächtigung des Betreibungsamtes (Art. 131 Abs. 2 SchKG). Diese Verwertungsart ist vor allem auf strittige Geldforderungen zugeschnitten. Insbesondere zur Eintreibung gepfändeter Lohnforderungen, welche der Arbeitgeber nicht an das Betreibungsamt abgeliefert hat, kann eine Forderungsüberweisung angezeigt sein (Fritzsche/Walder, Schuldbetreibung und Konkurs nach schweizerischem Recht, Bd. I, 1984, § 30 N. 28).