Citation: 5A_799/2019 E. 5.2.2

5.2.2. Ein weiterer Vorwurf des Beschwerdeführers besteht darin, dass das Obergericht als aktenkundige Tatsache den im Testament enthaltenen Satz "Dies ist mein letzter Wille" unterdrücke. Aus diesem Passus müsse geschlossen werden, dass sich die Erblasserin keine zukünftige Entwicklung vorgestellt, sondern "nur für die Situation im Zeitpunkt ihres Testierens verfügt hat", was bei der willensorientierten Auslegung zu berücksichtigen sei. Soweit der Beschwerdeführer damit unterstellen will, dass die Erblasserin die streitige Anordnung "Frau E.________ erbt nichts" nur für den Fall traf, dass D.________ sie, die Erblasserin, überlebt, begnügt er sich damit, dem angefochtenen Entscheid appellatorisch seine Sichtweise gegenüber zu stellen. Insbesondere äussert er sich nicht dazu, weshalb dem angeblich unterdrückten Satz entgegen der allgemeinen Lebenserfahrung eine andere Bedeutung als diejenige einer Überschrift oder Floskel beizumessen ist, mit welcher der Autor klarstellt, dass es sich beim fraglichen Text um ein Testament handelt.