Citation: 1B_439/2021 E. 1

Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau führt gegen A.________ eine Strafuntersuchung wegen mehrfachen, eventuell gewerbsmässigen Betrugs. Am 7. Januar 2021 liess die Staatsanwaltschaft das Apple iPad und am 31. Januar 2021 das Apple iPhone vorläufig sicherstellen. Daraufhin erliess die Staatsanwaltschaft am 23. April 2021 den Durchsuchungs- und Beschlagnahmebefehl mit der Weisung, die Durchsuchung der Gerätschaften dürfe erst erfolgen, wenn seitens der Staatsanwaltschaft kommuniziert werde, auf die Siegelung sei verzichtet worden. Der Durchsuchungs- und Beschlagnahmebefehl ist dem amtlichen Verteidiger von A.________ am 27. April 2021 zugestellt worden. Am 5. Mai 2021 verlangte A.________ die Siegelung der beiden Geräte. Am 21. Mai 2021 ersuchte die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau um Entsiegelung der beiden Geräte. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau hiess mit Verfügung vom 3. August 2021 das Entsiegelungsgesuch gut. Zur Begründung führte das Zwangsmassnahmengericht zusammenfassend aus, dass ein Siegelungsantrag unmittelbar zu erfolgen habe. Der Durchsuchungs- und Beschlagnahmebefehl vom 23. April 2021, der ausdrücklich auf das Siegelungsrecht hingewiesen habe, sei dem Beschuldigten bzw. seinem amtlichen Verteidiger am 27. April 2021 zugestellt worden. Erst am 5. Mai 2021 habe der Beschuldigte die Siegelung beantragt. Der Siegelungsantrag sei damit zu spät erfolgt. Im Übrigen bejahte das Zwangsmassnahmengericht einen hinreichenden Tatverdacht und erachtete die Durchsuchung der Geräte als erforderlich und verhältnismässig. Ausserdem sei der Beschuldigte seiner Substantiierungspflicht betreffend schützenswerter Geheimnisse nicht nachgekommen, so dass davon ausgegangen werden könne, dass das Interesse des Staates an der Wahrheitsfindung einem allfälligen Geheimhaltungsinteresse des Beschuldigten vorgehe.