Citation: 6B_539/2019 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass ihr weder eine Entschädigung noch eine Genugtuung zugesprochen wurde. Es sei unbestritten, dass sie an der unbewilligten Kundgebung teilgenommen und sich unter den letzten ca. 20 Personen befunden habe, die von der Polizei "abgearbeitet" worden seien. Sie bestreite aber, dass sie sich behördlichen Anweisungen widersetzt und der Anhaltung entgegengewirkt habe. Ihr könne kein vorwerfbares Verhalten angelastet und die adäquate Kausalität müsse verneint werden. Sie sei polizeilich kontrolliert, wie eine Verbrecherin behandelt und über fünf Stunden lang auf der Polizeiwache festgehalten worden. Diese erheblichen Eingriffe in ihre Rechte hätten eine anwaltliche Verteidigung notwendig gemacht. Folglich habe sie Anspruch darauf, dass ihr eine entsprechende Entschädigung zugesprochen werde. Die geltend gemachte Genugtuung von Fr. 100.-- entspreche sodann der gängigen Praxis (Beschwerde S. 4 ff.).