Citation: 8C_722/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf und es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Gesetzgeber das Ziel der Missbrauchsvermeidung (vgl. E. 4.2 i.f.) entgegen der Rechtsprechung nur hinsichtlich des Anspruchs auf Kurzarbeitsentschädigung, nicht aber in Bezug auf den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung verfolgen wollte. Auch von einer sachlich nicht zu rechtfertigenden Diskriminierung von Ehegatten und einer Verletzung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes kann mit Blick auf die ausführliche Darstellung der Rechtsprechung des kantonalen Gerichts zu dem bis zum Scheidungsurteil andauernden absoluten Ausschluss vom Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (vgl. E. 4.2 hiervor) keine Rede sein. Der Beschwerdeführer anerkennt hinsichtlich des als verletzt gerügten Äquivalenzprinzips immerhin, dass die Entrichtung von Arbeitslosenversicherungsbeiträgen vor Eintritt der Arbeitslosigkeit keinen automatischen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung begründet, sondern dieser Anspruch von der Erfüllung weiterer Voraussetzungen abhängt, worauf das kantonale Gericht zutreffend verwies.