Citation: 6B_126/2017 E. 3.6

3.6. Dass sich der Traktor des Beschwerdegegners vollständig auf seiner eigenen Fahrbahnhälfte befand, wird vom Beschwerdeführer explizit nicht bestritten. Nachdem selbst der Beschwerdeführer dies anerkennt und auch nicht bestreitet, dass der Kollisionspunkt sich beim Vorderrad des Traktors befand, ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz annimmt, die kausale Ursache der Kollision und somit der vom Beschwerdeführer erlittenen Verletzungen sei darauf zurückzuführen, dass dieser mit rund 80 km/h zu schnell in die unübersichtliche Kurve einfuhr und auf die Gegenfahrbahn geriet. Der vom Beschwerdeführer erwähnte Bundesgerichtsentscheid (Urteil 6B_801/2015 vom 22. Februar 2016) behandelt nicht die Frage der Kausalität, weshalb der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Da das Verhalten des Beschwerdegegners nicht kausal für die Verletzungen des Beschwerdeführers war, sind allfällig durch ihn begangene Verkehrsregelverletzungen nicht weiter zu prüfen. Dies gilt namentlich hinsichtlich der Rüge des Beschwerdeführers, der Beschwerdegegner habe das Rechtsfahrgebot ebenfalls verletzt und der Unfall wäre verhindert worden, wenn der Beschwerdegegner weiter rechts gefahren wäre. Diese Argumentation dringt im Übrigen bereits deshalb nicht durch, da selbst wenn der Beschwerdegegner teilweise auf dem angrenzenden Grasstreifen gefahren wäre, weder feststünde, dass es nicht zur Kollision mit dem Traktor gekommen wäre noch dass die Verletzungen des Beschwerdeführers weniger gravierend gewesen wären (vgl. Urteil 6S.486/1993 vom 9. Februar 1994 E. 3c). Vielmehr handelt es sich dabei um hypothetische Überlegungen des Beschwerdeführers, welche nichts an der Tatsache ändern, dass er selber das Rechtsfahrgebot missachtete und auf der Gegenfahrbahn mit dem sich vollständig auf der eigenen Fahrbahn fahrenden Traktor kollidierte. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich geltend macht, das Verfahren hätte auch deshalb nicht eingestellt werden dürfen, da weitere Abklärungen zu den Sichtverhältnissen erforderlich gewesen wären, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Bereits in der Einstellungsverfügung vom 7. September 2016 wurde auf die Sichtverhältnisse eingegangen (Höhe des Sonnenblumenfeldes, Höhe des Drehlichts auf dem Dach des Traktors usw). Welche zusätzlichen Beweiserhebungen notwendig gewesen wären, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Vielmehr stellt er diverse Berechnungen und Mutmassungen betreffend die Sichtverhältnisse an. Inwiefern die Vorinstanz gestützt darauf zu anderen Schlussfolgerungen hätte gelangen müssen, ist damit jedoch weder dargetan noch ersichtlich. Indem die Vorinstanz die Verfahrenseinstellung bestätigte, hat sie ihr Ermessen, in welches das Bundesgericht ohnehin nur mit Zurückhaltung eingreift, nicht verletzt.