Citation: 6S.230/2006 30.08.2006 E. C

Nach Ablauf von zwei Jahren stellte der Justizvollzug des Kantons Zürich, Bewährungsdienst Zürcher Unterland, mit Bericht vom 15. Juni 2005 dem Obergericht des Kantons Zürich die Anträge, es sei auf den Vollzug der drei aufgeschobenen Gefängnisstrafen (von 17 Monaten beziehungsweise zwei Monaten respektive sieben Tagen) zu verzichten; eventualiter sei erneut eine ambulante Massnahme nach Art. 44 Ziff. 1 und 6 StGB anzuordnen und der Vollzug der genannten Gefängnisstrafen weiterhin aufzuschieben. Die Staatsanwaltschaft konnte sich in ihrer Stellungnahme vom 30. Juni 2005 diesen Anträgen nicht anschliessen und beantragte stattdessen den nachträglichen Vollzug der aufgeschobenen Strafen. X.________ stellte in seiner Vernehmlassung vom 6. Oktober 2005 die Anträge, es sei auf den Vollzug der aufgeschobenen Strafen zu verzichten; eventualiter sei erneut eine ambulante Massnahme unter Aufschub des Strafvollzugs anzuordnen; subeventualiter, für den Fall der Anordnung des Strafvollzugs, seien insgesamt zwölf Monate auf den Vollzug anzurechnen.