Citation: 6B_923/2022 E. 5.4.4

5.4.4. Der Beschwerdeführer ist ledig und kinderlos. Seine Muttersprache ist Kurdisch. Im Irak hat er gemäss Aussagen seiner Mutter keine Verwandten mehr. Er ist mit der dortigen Kultur und Sprache vertraut. Daher hält die Vorinstanz eine soziale Integration in der Heimat für möglich. Seine berufliche Integration im Irak erscheine nicht wesentlich schwieriger als in der Schweiz, wo er beruflich nicht Fuss fasste. Dass das wirtschaftliche Umfeld im Irak anspruchsvoller ist als in der Schweiz, spielt gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung keine entscheidende Rolle. Der Beschwerdeführer selbst gab an, es sei ihm egal, ob er des Landes verwiesen werde, weil er mit seinen Informatikkenntnissen überall auf der Welt arbeiten könne. Die Vorinstanz erwägt überzeugend, dass der Beschwerdeführer den Kontakt zu seinen Eltern, seinen Geschwistern und seiner Verlobten durch technische Kommunikationsmittel oder Besuche pflegen kann.