Citation: 2C_395/2015 E. 2.2

2.2. Mit der Vorinstanz ist infolge der wiederholten Delinquenz von einem erheblichen öffentlichen Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers auszugehen. Dieser ist seit seinem 13. Lebensjahr immer wieder straffällig geworden und wurde insgesamt zehn Mal, vorwiegend wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz, verurteilt. Dem Urteil vom 7. November 2013 zufolge wiegen die strafbaren Handlungen schwer. Er delinquierte über einen Zeitraum von rund zweieinhalb Jahren, beging einen versuchten Raub, Widerhandlungen gegen das Waffengesetz, betätigte sich als Drogenhändler und brachte als solcher eine Menge von fast 5.5 kg Heroingemisch in den Verkehr. Er delinquierte auch noch weiter, nachdem er durch die Polizei zu Heroineinkäufen befragt und diesbezüglich eine Strafuntersuchung gegen ihn eröffnet worden war. Es zeigt sich somit, dass der Beschwerdeführer immer wieder, selbst während des laufenden Massnahmevollzugs, Straftaten beging und insbesondere wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz mehrfach verurteilt wurde. Auch die ausdrückliche Verwarnung durch das Amt für Migration vom 29. Mai 2009 konnte ihn nicht von der letztlich verfahrensauslösenden Tat abhalten. Mit seinen Handlungen hat der Beschwerdeführer eine Gefahr für die Gesundheit vieler Menschen in Kauf genommen (vgl. die strenge Rechtsprechung des Bundesgerichts bei schwerwiegenden Drogendelikten, statt vieler BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34 mit Hinweisen). Er liess somit mehrere Chancen ungenutzt und nahm den Widerruf der Bewilligung bewusst in Kauf. Soweit der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe unrechtmässig die beantragten Führungs- und Arztberichte verweigert, die seine Besserung nachweisen sollten, durfte die Vorinstanz nach dem soeben Dargelegten die Beweisanträge in antizipierter Beweiswürdigung abweisen, ohne in Willkür zu verfallen. Das Verhalten des Beschwerdeführers im Massnahmevollzug hatte dazu geführt, dass nur kurz vor dem vorinstanzlichen Urteil, mit rechtskräftigem Entscheid vom 19. Dezember 2014, die stationäre Massnahme wegen Aussichtslosigkeit aufgehoben worden war. Die Vorinstanz hat sich in ihrem Entscheid zudem ausführlich mit der (schlechten) Prognose sowohl betreffend das deliktische als auch das suchtrelevante Verhalten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Die nachträglich eingereichte Verfügung des Kriminalgerichts vom 27. April 2015, mit der eine ambulante Massnahme nach Art. 63 StGB angeordnet wird, ist als echtes Novum unbeachtlich (Art. 99 Abs. 1 BGG, BGE 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123; 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.). Die Vorinstanz hat weder Art. 29 Abs. 2 BV noch den - ohnehin nicht einschlägigen (vgl. Urteile 2D_53/2014 vom 23. Juli 2014 E. 2.2; 2C_1033/2013 vom 4. Juli 2014 E. 2; je mit Hinweisen) - Art. 6 Ziff. 2 (gemeint wohl Ziff. 3) lit. d EMRK verletzt.