Citation: 6B_1386/2017 E. 2.3

2.3. Eine Gutheissung der Beschwerde könnte zwar sofort einen Endentscheid herbeiführen und würde damit Aufwand an Zeit oder Kosten für ein Beweisverfahren ersparen (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Dem steht allerdings nicht nur das Legalitätsprinzip (Art. 2 StPO), sondern auch der Untersuchungsgrundsatz (Art. 6 StPO) und die Pflicht zur Strafverfolgung (Art. 7 StPO) entgegen. Eine Nichtanhandnahme kann grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit bzw. offensichtlich fehlenden Prozessvoraussetzungen angeordnet werden (Art. 310 Abs. 1 StPO). Bei dieser Beurteilung verfügen die Staatsanwaltschaft und die Vorinstanz über einen gewissen Ermessensspielraum, in den das Bundesgericht mit Zurückhaltung eingreift (BGE 138 IV 86 E. 4.1.2). Nachdem der vorinstanzliche Entscheid sieben und die Beschwerde elf Seiten materielle Begründung umfassen, ist die Voraussetzung klarer Straflosigkeit nicht erfüllt. Zum heutigen Zeitpunkt kann daher nicht davon ausgegangen werden, dass die gegen die Beschwerdeführerin erhobenen Tatvorwürfe klar straflos sind.