Citation: 8C_97/2008 29.01.2009 E. A

S.________, geboren 1993, wurde mit Beschluss vom 16. Dezember 1997 der elterlichen Obhut ihrer von ihrem Ehemann getrennt lebenden Mutter entzogen und im Heim A.________/ZH untergebracht, wo sie bis zum 14. Juli 2006 verblieb. Als Anschlusslösung empfahl das Heim A.________ den Eintritt in das Internat B.________/BE, was sowohl von S.________ als auch ihrer Mutter begrüsst wurde. Ihre Mutter war am 26. April 2000 von Y.________/ZH nach Z.________/TG umgezogen. In der Folge wechselte sie mehrmals ihren Wohnort in den Kantonen Thurgau und Appenzell Ausserrhoden, bis sie am 1. Juni 2005 bis auf Weiteres Wohnsitz in X.________/TG nahm. Da gegen den Lebenspartner ihrer Mutter und Vater ihres Halbbruders strafrechtliche Ermittlungen liefen, ersuchte die Vormundschaftsbehörde Y.________ die Vormundschaftsbehörde X.________ am 23. Februar 2006 um Übernahme der Kindesschutzmassnahmen sowie um Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft für S.________. Am 25. April 2006 berichtete die Vormundschaftsbehörde X.________, die Vertretungsbeistandschaft sei errichtet worden und man sei mit der Weiterführung der Kindesschutzmassnahmen einverstanden. Die Übertragung an die Vormundschaftsbehörde X.________ erfolgte mit Beschluss vom 11. September 2006. In der Zwischenzeit war S.________ auf Anweisung ihrer Beiständin am 3. September 2006 im Heim C.________/ZH untergebracht worden. Mit Schreiben vom 18. Januar 2007 teilte die Vormundschaftsbehörde X.________ der Fürsorgebehörde Y.________ mit, gemäss Beschluss vom 16. November 2006 sei S.________ per 4. Dezember 2006 im Internat B.________ untergebracht worden, und ersuchte um Kostengutsprache. Die Fürsorgebehörde Y.________ lehnte am 16. Februar 2007 jegliche Kostenübernahme ab, da es nicht Aufgabe der Sozialhilfe sei, Privatschulen zu subventionieren, S.________ in C.________ bestens untergebracht gewesen sei und kein Grund für eine Umplatzierung vorgelegen habe. Zudem habe die Vormundschaftsbehörde X.________ die "erforderliche Mitwirkung der Stadt Y.________ ... nicht eingeholt". Mit Beschluss vom 29. März 2007 bestätigte die Fürsorgebehörde Y.________ die Ablehnung des Gesuches. Der Bezirksrat wies den hiegegen erhobenen Rekurs mit Entscheid vom 13. Juli 2007 ab.