Citation: U 328/06 25.07.2007 E. 6

6.1 Das Zentrum C.________ für Gehör- und Gleichgewichtsstörungen diagnostizierte im Bericht vom 1. September 2005 aus otoneurologischer Sicht eine zentrale Vestibulopathie mit/bei Status nach Akzelerations-Dezelerationstrauma der HWS im Mai 2002. In der durchgeführten Vestibularisabklärung finde sich als objektives Korrelat der Beschwerden eine zentrale Vestibulopathie. Differentialdiagnostisch stehe die HWS-traumatische Ursache der Beschwerden im Vordergrund. Für diese Annahme sprächen anamnestisch das Auftreten der Gleichgewichtsstörung nach dem Unfall, das Fehlen vorbestehender Beschwerden, die initiale Kombination der kochleären Symptomatik sowie die dokumentierten objektiven Befunde der Videonystagmographie. In der Untersuchung der akustisch evozierten Hirnstammpotenziale fänden sich keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer retrokochleären Pathologie, so dass mit genügender Sicherheit eine retrokochleäre Raumforderung oder eine demyelinisierende Erkrankung ausgeschlossen werden könne. 6.2 Die Beschwerdeführerin bringt vor, mit der Diagnose einer zentralen Vestibulopathie seien die Schwindelbeschwerden objektiviert worden, was für das Vorliegen einer andauernden, somatisch nachweisbaren Komponente spreche. Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Gemäss dem otoneurologischen Bericht vom 1. September 2005 steht die HWS-traumatische Ursache der Beschwerden im Vordergrund. Demnach kann die zentrale Vestibulopathie dem HWS-Distorsionstrauma zugeordnet werden (E. 8 hienach). Von einem klar fassbaren organischen Korrelat des Leidens kann nicht gesprochen werden (vgl. auch Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 329/03 vom 31. Mai 2005, E. 2.1.3, und U 289/00 vom 4. Februar 2002, E. 4).