Citation: 8C_628/2019 E. 4

Die Vorinstanz stellte gestützt auf die Einschätzung des RAD fest, dass die Einschränkungen der Beschwerdeführerin durch psychosoziale Belastungsfaktoren verursacht würden. Indessen sei es nach der stationären Betreuung im Spital F.________ im Frühjahr 2017 zu einer weitgehenden Remission der depressiven Symptomatik gekommen, und es seien auch keine Panikattacken mehr aufgetreten. Eine schwere Gesundheitsstörung sei in dem zu beurteilenden Zeitraum (ab der frühestmöglichen Entstehung eines Rentenanspruchs am 1. Juli 2017, sechs Monate nach der Anmeldung, Art. 29 Abs. 1 IVG) fachärztlich nicht dokumentiert. Die Beschwerdeführerin macht geltend, anhand der Berichte ihres Hausarztes und der behandelnden Psychologin bestünden hinreichend Anhaltspunkte für eine erhebliche psychische Erkrankung. Unter Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes hätten Verwaltung und Vorinstanz auf weitergehende Abklärungen verzichtet. Aus dem Umstand, dass kein behandelnder Facharzt eine entsprechende Diagnose gestellt habe, dürfe nicht zu ihren Ungunsten auf Beweislosigkeit hinsichtlich Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden.