Citation: 7B_268/2022 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz prüft im Rahmen des objektiven Tatbestands die Rechtmässigkeit der Beschränkung der Fortbewegungsfreiheit und führt aus, der Beschwerdeführer sei berechtigt gewesen, den Beschwerdegegner 2 kurzfristig beiseite zu nehmen, um die Erteilung eines Hausverbots zu prüfen. Hätte sich die Intervention hierauf beschränkt, wäre denn auch nicht von einer Freiheitsberaubung auszugehen. Mit der gewaltsamen Verbringung in das fensterlose Untergeschoss des Lokals stünden die angewandten Mittel aber in keiner angemessenen Relation zum verfolgten Zweck. Dies gelte selbst dann, wenn das benachbarte Restaurant des Lokals wie beschuldigtenseits geltend gemacht als Ausweichort nicht in Frage gekommen sei. Zur subjektiven Tatbestandsmässigkeit führt die Vorinstanz weiter aus, es sei weniger klar, ob dem Beschwerdeführer hinreichend bewusst gewesen sei, dass die Verbringung des Beschwerdegegners 2 in das Büro im Untergeschoss unrechtmässig gewesen sei. Letztlich müsse er aber trotz der Hektik der Situation auch als juristischer Laie zumindest ernsthaft in Betracht gezogen haben, dass das gewählte gewaltsame Vorgehen nicht notwendig gewesen sei, um den Beschwerdegegner 2 festzuhalten und allenfalls mit ihm auf die Polizei zu warten. Er habe damit die Unrechtmässigkeit und strafrechtliche Relevanz seines Handelns zumindest in Kauf genommen.