Citation: 5A_753/2017 E. 3.3.2

3.3.2. Ein privates Interesse im Sinne von Art. 28 Abs. 2 ZGB liegt vor, wenn die Verletzung zum Zweck hat, einer bestimmten Person - wie dem Verletzer selber - einen Vorteil zu verschaffen (HÜRLIMANN-KAUP/SCHMID, Einleitungsartikel des ZGB und Personenrecht, 3. Aufl. 2016, Rz. 904). Im Rahmen der notwendigen Interessenabwägung ist danach zu fragen, ob das Interesse des Verletzten am Schutz seiner Persönlichkeitsgüter die Interessen des Verletzers, seine Ziele zu erreichen, überwiegt (HÜRLIMANN-KAUP/SCHMID, a.a.O., Rz. 907; STEINAUER/FOUNTOULAKIS, Droit des personnes physiques et de la protection de l'adulte, 2014, Rz. 564, 567; vgl. BGE 134 III 193 E. 4.6.2). Ein überwiegendes Interesse des Verletzers lässt sich nur bejahen, wenn nicht nur die vom Verletzer angestrebten Ziele, sondern auch die von ihm eingesetzten Mittel angemessen und schutzwürdig sind; damit verbunden ist ein gewisses Ermessen (Art. 4 ZGB; BGE 126 III 209 E. 3a). Zu Recht stellen die Beschwerdeführer diese Grundsätze, auf welche das Obergericht abgestellt hat, nicht in Frage.