Citation: 8C_378/2024 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin macht sinngemäss im Wesentlichen geltend, mit der Empfehlung der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG werde der gesetzliche Schutz vor einer Berufskrankheit vereitelt. Sie habe in der Praxis den Mindestabstand zu den Patientinnen nicht einhalten und sich damit nicht hinreichend schützen können. Es sei dabei zu berücksichtigen, dass auch erkrankte Patientinnen in der gynäkologischen Praxis hätten versorgt werden müssen, wobei zudem davon auszugehen sei, dass viele ihre Erkrankung nicht gemeldet hätten. Die Beschwerdeführerin beruft sich des Weiteren darauf, dass in Berufen der Human- und Zahnmedizin das höchste berufsspezifische Ansteckungsrisiko bestehe. Demgegenüber sei dieses in ihrem privaten Umfeld "praktisch null" gewesen, zumal sie mit dem Auto zur Arbeit gefahren sei, ihre Freizeit zu Hause verbracht, beim Einkaufen eine Hygienemaske getragen und den Mindestabstand gewahrt habe. Ihr Ehemann und ihre ältere Tochter hätten die Erkrankung bereits im Dezember 2020 durchgemacht, ihre jüngere Tochter sei zwar zum selben Zeitpunkt wie sie positiv auf das Covid-19-Virus getestet worden, aber es habe sich um einen anderen Virenstamm gehandelt.