Citation: 8C_62/2019 E. 6.1.3

6.1.3. Weiter erwog die Vorinstanz, dass ein objektiv begründeter Anschein der Befangenheit oder eine begründete Gefahr der Voreingenommenheit des Gutachters selbst dann zu verneinen wäre, wenn die Beschwerdegegnerin mit Dr. med. B.________ persönlich telefoniert hätte, da es im Telefonat ausschliesslich um die besagte Vorabinformation gegangen sei. Dabei sei entscheidend, dass das Ergebnis der ergänzenden Stellungnahme durch Dr. med. B.________ nach wie vor als offen und nicht als vorbestimmt erscheine. Das treffe rechtsprechungsgemäss zu, wenn der Gutachter andere Fragen zu beantworten bzw. sein erstes Gutachten lediglich zu erläutern oder zu ergänzen habe, nicht jedoch, wenn er die Schlüssigkeit seiner früheren Expertise überprüfen sollte (vgl. Urteil 8C_89/2007 vom 20. August 2008 E. 6.2, in: SVR 2009 IV Nr. 16 S. 41). Auch wenn die Beschwerdegegnerin am 5. März 2018 geschrieben habe, das Aktengutachten sei "nicht nachvollziehbar und schlüssig", erhelle aus demselben Schreiben deutlich, dass Dr. med. B.________ lediglich beauftragt worden sei, sich mit konkret genannten Fragen vertiefend auseinanderzusetzen und seine bisherigen Ausführungen zu erläutern und zu ergänzen. Alle Ergänzungsfragen hätten auf eine ausführlichere Begründung abgezielt, was nicht mit einer (selbst-) kritischen Neubeurteilung gleichzusetzen sei. Sodann habe Dr. med. B.________ die vom Beschwerdeführer verfassten Ergänzungsfragen vorgelegt erhalten. Folglich sei es darum gegangen, eine vervollständigende sowie vertiefte Ergänzung einzuholen und dadurch offen gebliebene Fragen zu klären, womit das Ergebnis noch immer als offen erscheine.