Citation: 8C_560/2023 E. 7.3

7.3. Soweit Dr. med. B.________ die von ihm anhand des Mini-ICF-APP-Tests erhobenen Untersuchungsergebnisse im psychiatrischen Teilgutachten nicht im Einzelnen dokumentierte, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend und ist nicht ersichtlich, dass seine zusammenfassend festgestellten Erkenntnisse, wonach die Mini-ICF-APP-Testergebnisse nicht auf eine relevante Funktionseinschränkung schliessen liessen, im Widerspruch zu tatsächlich im gleichen Testverfahren gegenteilig erhobenen Ergebnissen stünden. Im Übrigen kann Testergebnissen beim Erfassen der Psychopathologie im Rahmen der psychiatrischen Exploration generell nur ergänzende Funktion beigemessen werden, während die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung ausschlaggebend bleibt (Urteil I 391/06 vom 9. August 2006 E. 3.2.2, in: SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28; 9C_344/2013 vom 16. Oktober 2013 E. 3.1.5 mit Hinweisen). Deshalb kann allein aus dem Verzicht des begutachtenden Facharztes auf die Durchführung psychologischer Tests nicht zwingend auf einen fehlenden Beweiswert des psychiatrischen Teilgutachtens geschlossen werden (vgl. Urteil 9C_276/2016 vom 19. August 2016 E. 3.2 mit Hinweis).