Citation: 4P.276/2005 12.01.2006 E. 2

2.1 Willkürlich ist ein Entscheid nach konstanter Rechtsprechung nicht schon dann, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid wegen Willkür vielmehr nur auf, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 131 I 57 E. 2 S. 61; 129 I 8 E. 2.1 S. 9, je mit Hinweisen). Dabei genügt es nicht, wenn sich nur die Begründung des angefochtenen Entscheides als unhaltbar erweist. Eine Aufhebung rechtfertigt sich nur, wenn der Entscheid auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; 128 I 177 E. 2.1 S. 182; 127 I 38 E. 2a S. 41, je mit Hinweisen). Inwiefern der angefochtene Entscheid das Willkürverbot verletzt und inwiefern sich dies auf das Ergebnis des Entscheids auswirkt, ist gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG in der Beschwerde im Einzelnen aufzuzeigen. Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (BGE 130 I 26 E. 2.1 S. 31; 258 E. 1.3 S. 261 f., je mit Hinweisen). 2.2 Das Obergericht hielt zu Anfang der Erwägung, in welcher sich die kritisierte Feststellung findet, fest, die Kammer stütze sich auf die diversen Zeugenaussagen sowie jene des Klägers. Dieser aber hat anlässlich seiner Befragung angegeben, nach dem Kaputtmachen des Stuhls habe er den Vorgesetzten aufs Natel angerufen und ihm gesagt, der Stuhl sei kaputt, er habe ihn überfahren. Weshalb es geradezu stossend sein soll, diese Aussage des Beschwerdegegners als glaubwürdiger als jene des Vorgesetzten zu erachten, legt die Beschwerdeführerin nicht dar und ist nicht ersichtlich, zumal das Obergericht die Aussagen des Vorgesetzten auch in anderem Zusammenhang als eher zweifelhaft einstufte (E. III.1.4 des angefochtenen Urteils). Tatsächlich wirkt zumindest erstaunlich, dass der Vorgesetzte nach eigenen Angaben auf die Mitteilung, der Stuhl sei kaputt gegangen, "nicht gross nachgefragt" haben will, wie dies geschehen sei, auch wenn er an jenem Tag frei hatte. Da in seiner Anwesenheit im Team die Möglichkeit, den Transportstuhl absichtlich unbrauchbar zu machen, um die Anschaffung des neuen Stuhls zu beschleunigen, mehrfach im Scherz erwogen worden war, hätte sich eine entsprechende Nachfrage geradezu aufgedrängt. Da keinerlei Anhaltspunkte in den Akten darauf schliessen lassen, der Beschwerdegegner habe die Tat nicht aus freien Stücken eingestanden, verfiel das Obergericht jedenfalls nicht in Willkür, wenn es auf die Angaben des Beschwerdegegners abstellte, zumal der Vorgesetzte bei seiner Einvernahme nicht mehr wusste, wie er auf die Mitteilung der Zerstörung des Transportstuhls reagierte, sich mithin nur ungenau an das mit dem Beschwerdegegner geführte Telefongespräch erinnerte. Die Willkürrüge ist daher unbegründet.