Citation: 2C_299/2019 E. A

Am 6. September 2004 erwarben die Brüder B.________ und A.________ mittels Erbvorbezug eine unüberbaute Parzelle in U.________. Noch im gleichen Jahr ersuchten die beiden Brüder um eine Baubewilligung für die Errichtung des Mehrfamilienhauses "D.________" auf dem Grundstück. In der Folge errichteten sie das Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen auf der Parzelle, wobei sie bereits während des Baus des Hauses im Jahr 2007 zwei Wohnungen und 2008 eine dritte Wohnung veräusserten. Das Gebäude wurde 2009 fertiggestellt. Von den übrigen sechs Wohnungen behielten die beiden Brüder zwei 5½-Zimmerwohnungen für sich zum Selbstbewohnen zurück. Die übrigen vier Wohnungen werden vermietet. Am 2. März 2010 erliess die Steuerverwaltung des Kantons Wallis Grundstückgewinnsteuerveranlagungen, in denen sie davon ausging, das gesamte Grundstück sei vom Privatvermögen ins Geschäftsvermögen von B.________ und A.________ überführt worden (Steuertatbestand gemäss Art. 45 Abs. 2 lit. b des Steuergesetzes des Kantons Wallis vom 10. März 1976 [StG/VS; SGS 642.1]: "Als Veräusserung gelten auch: die Überführung von Grundstücken oder Anteilen an solchen vom Privatvermögen in das Geschäftsvermögen"). Nachdem B.________ und A.________ gegen diese Grundstückgewinnsteuerveranlagungen Einsprache erhoben hatten, erwuchsen sie nicht in Rechtskraft. Im Zuge der Vornahme der Einkommenssteuerveranlagungen für die Steuerjahre 2007 bis 2012 stellte sich die Steuerverwaltung auf den Standpunkt, eine Überführung ins Geschäftsvermögen habe nur hinsichtlich der drei veräusserten und der vier vermieteten Wohnungen stattgefunden. Hinsichtlich der beiden Wohnungen, welche die beiden Brüder mit ihren Familien selbst bewohnen, habe keine Überführung ins Geschäftsvermögen stattgefunden. In den Veranlagungen der beiden Brüder für die Kantons- und Gemeindesteuer 2007-2012 sowie für die direkte Bundessteuer 2007-2012 vom 9. September 2014 wurden dementsprechend die Gewinne aus dem Verkauf von drei Wohnungen in den Jahren 2007 und 2008 (anteilmässig) als Kapitalgewinne aus selbstständiger Erwerbstätigkeit erfasst; ausserdem wurde der Gewinn aus der Vermietung der vier Wohnungen als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit ermittelt.