Citation: 4A_491/2022 E. 5.2

5.2. In einem zweiten Schritt ging das Obergericht der Frage nach, ob die (angeblich drohende) Behauptung der Beschwerdegegnerin, "die Beschwerdeführerinnen setzten im Rahmen ihrer 'Y.________'-Dienstleistungen widerrechtlich das Datentransfer-Plug-in 'W.________' ein", unlauter nach Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG wäre [Äusserung 2]. Die Vorinstanz wies auch dies zurück: Bei summarischer Gesamtbetrachtung der Akten und der Parteivorbringen erscheine glaubhaft, dass das Datentransfer-Plug-in "W.________" zur Füllung funktionaler Lücken und zum Ergebnisvergleich im Zusammenhang mit der Software "Z.________" unbefugt und ausserhalb der eingeräumten Lizenz eingesetzt worden sei. Diesbezüglich komme Art. 67 Abs. 1 lit. e URG in Betracht, wonach die unrechtmässige Herstellung von Werkexemplaren strafbewehrt sei. Auch hier läge - so die Vorinstanz - keine unrichtige Tatsachenbehauptung gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG vor.