Citation: 6B_1035/2016 E. 1.2

1.2. In der Anklageschrift vom 28. August 2014 wird dem Beschwerdeführer zu Last gelegt, er habe den durch sein Unternehmen geleasten Personenwagen Mercedes Benz, obschon sich dieses Fahrzeug im Eigentum der D.________-Bank befunden habe, zu einem unbekannten Preis an J.________ verkauft und es nach Beendigung des Leasingvertrags weder zurückgegeben noch gemäss Restwert-Offerte gekauft. Die erste Instanz erwog in ihrem Urteil vom 9. Juni 2015, der Beschwerdeführer habe mit der Weitergabe des Fahrzeugs an E.________ in Kenntnis von dessen Verkaufsabsichten wie ein Eigentümer darüber verfügt und sich somit das Fahrzeug angeeignet. Mit Beschluss vom 16. Dezember 2015 setzte die Vorinstanz der Staatsanwaltschaft eine Frist von 20 Tagen an, um die Anklage in diesem Punkt zu ergänzen respektive zu ändern (kant. Akten act. 75). Zur Begründung wurde ausgeführt, dass J.________ mit dem Beschwerdeführer je einen Kaufvertrag abgeschlossen oder diesem für das Fahrzeug je einen Kaufpreis bezahlt hätte, wovon die Anklage im Sachverhalt ausgehe, finde in den Akten keine objektive Stütze. Im Gegenteil sprächen die Indizien, dass J.________ den Wagen gefahren sei und die Leasingraten bezahlt habe, gerade gegen den von der Anklage stipulierten Kauf zwischen dem Beschwerdeführer und J.________. Unter Bezugnahme auf diesen Beschluss der Vorinstanz änderte die Staatsanwaltschaft die Anklage am 8. Januar 2016. Dem Beschwerdeführer wurde nunmehr vorgeworfen, er habe, obschon der Leasingvertrag am 31. Mai 2010 geendet habe, vertragswidrig weder das Fahrzeug zurückgegeben noch es gemäss Restwert-Offerte vom Leasinggeber zurückgekauft und stattdessen unerlaubterweise über das Fahrzeug verfügt. Die Vorinstanz erwägt im angefochtenen Entscheid, der Beschwerdeführer habe mit der Weitergabe des Fahrzeugs an E.________ in Kenntnis von dessen Verkaufsabsichten wie ein Eigentümer darüber verfügt und sich das Fahrzeug angeeignet. Dass dieses letztlich (wohl) nicht verkauft worden sei, sei unerheblich. Aneignung liege nicht erst im Verkauf selbst, sondern bereits im Überlassen des Fahrzeugs zwecks Verkaufs. Die Aneignung habe sich zudem in der Weigerung des Beschwerdeführers manifestiert, das geleaste Fahrzeug am vereinbarten Rückgabetermin der A.________-Bank, der Rechtsnachfolgerin der D.________-Bank, zurückzugeben.