Citation: 8C_788/2019 E. A

A.________, geboren 1979, war seit 22. Februar 2012 als Bauleiter/ Versicherungsvermittler bei der B.________ GmbH angestellt und dadurch bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA) für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 22. Mai 2018 kam es auf der Autobahn in Giornico im stockenden Kolonnenverkehr zu einer Heckauffahrkollision. Die sich im Stau hinter ihm befindliche Lastwagenfahrerin fuhr bereits an, während er selber mit seinem Personenwagen noch stillstand. A.________ suchte am 29. Mai 2018 die Notfallpraxis des Spitals C.________ auf, wo ein Distorsionstrauma der Halswirbelsäule diagnostiziert wurde. Die bildgebenden Untersuchungen (konventionelle Röntgenbilder, Kernspintomographie der Halswirbelsäule und des Schädels) zeigten keine unfallbedingten Verletzungen, jedoch eine geringgradige Osteochondrose (Halswirbelkörper 5/6) mit neuroforaminaler Einengung. Es erfolgten weitergehende Abklärungen im Neurozentrum D.________ durch Dr. med. E.________, Facharzt für Neurologie FMH (Berichte vom 26. Juli, 11. September und 16. Oktober 2018). Die AXA legte das Dossier ihrem Vertrauensarzt Dr. med. F.________ vor und veranlasste eine unfallanalytische Begutachtung. Diese ermittelte für das (kaum sichtbar beschädigte) Fahrzeug, in welchem sich der Versicherte befand, eine kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) zwischen 4,3 und 10,6 km/h. Gestützt darauf schloss die AXA den Fall mit Verfügung vom 21. September 2018 ab und stellte ihre Leistungen per 31. Juli 2018 ein. Im Einspracheverfahren holte sie eine weitere vertrauensärztliche Stellungnahme des Dr. med. G.________, Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen FMH, vom 14. März 2019 ein. Gestützt darauf setzte sie den Zeitpunkt des Fallabschlusses neu auf den 31. August 2018 fest (Einspracheentscheid vom 29. März 2019).