Citation: 4A_51/2023 E. 6.3

6.3. Die Beschwerdeführerin legt nicht gestützt auf die massgebenden Vertragsauslegungsregeln (siehe BGE 148 III 57 E. 2.2.1 f.) dar, inwiefern das vorinstanzliche Verständnis von Art. 7.1.1 des Werkvertrags und von Art. 32 AVB nicht mit Bundesrecht in Einklang zu bringen wäre. Zutreffend ist jedenfalls, dass unter Akontozahlungen - wozu auch Abschlagszahlungen gehören - gemeinhin vorläufige Zahlungen verstanden werden, welche einzig unter Vorbehalt einer definitiven Abrechnung zu leisten sind. Entsprechend ist die Differenz zwischen den geleisteten Akontozahlungen und dem durch die Abrechnung festgestellten, effektiven vertraglichen Anspruch von der einen oder anderen Partei auszugleichen und stellt eine Akontozahlung im Regelfall keine Anerkennung einer bestimmten Forderungshöhe dar (BGE 134 III 591 E. 5.2.3; Urteil 4A_307/2020 vom 13. Januar 2021 E. 7.4.1 und 7.5.1). Vor diesem Hintergrund sind die Ausführungen des Handelsgerichts, soweit der bundesgerichtlichen Überprüfung zugänglich, nicht zu beanstanden.