Citation: 5A_504/2024 E. 4.6.2

4.6.2. Darüber hinaus trifft es zwar zu, dass vor dem Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und der Fremdplatzierung des Kindes keine milderen Kindesschutzmassnahmen angeordnet wurden. Zu Recht weist die Vorinstanz allerdings darauf hin, dass die KESB vorliegend praktisch seit Geburt des Kindes involviert war und versucht hat, den zwischen den Eltern bestehenden - massiven und immer wieder ausartenden - Konflikt zu beruhigen. Die entsprechenden Bemühungen blieben jedoch ohne Erfolg, im Gegenteil spitzte sich der Konflikt zwischen den Eltern immer weiter zu. Im Januar 2023 wurde die Situation für das Kind schliesslich derart untragbar, dass den Eltern vorsorglich das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen und das Kind fremdplatziert wurde. Die Beschwerdeführerin bestreitet dies nicht. Die Vorinstanz setzte sich sodann mit den von der Beschwerdeführerin vorgeschlagenen milderen Massnahmen (insbesondere Errichtung einer Beistandschaft und einer sozialpädagogischen Familienbegleitung) - wenn auch etwas kurz - auseinander und kam zum Schluss, dass damit der Situation aktuell nicht beigekommen werden könne. Die Entgegnungen der Beschwerdeführerin, dass mildere Mittel zweifellos eine Chance auf Erfolg gehabt hätten, bleiben pauschal. Sie zeigt nicht genügend konkret auf, welche Massnahmen inwiefern geeignet gewesen wären, der Kindeswohlgefährdung entgegenzuwirken. Angesichts der Aktenlage - insbesondere der stark eingeschränkten Erziehungsfähigkeit der Beschwerdeführerin - ist dies auch nicht ohne Weiteres ersichtlich.