Citation: 2C_206/2020 E. 4.3.4

4.3.4. Der Beschwerdeführer macht mit Blick auf die persönlichen Interessen geltend, der Entzug der kantonalen Bewilligung gefährde seine wirtschaftliche Existenz, da es einem faktischen Berufsverbot gleichkomme. Es trifft zwar zu, dass der Bewilligungsentzug zu erheblichen negativen Auswirkungen auf seine Berufsausübung als Tierarzt führt. Der Beschwerdeführer kann den damit einhergehenden Einschränkungen aber immerhin durch organisatorische Anpassungen seiner Tierarzttätigkeit entgegenwirken. Ihm steht die Zusammenarbeit mit Berufskolleginnen und Berufskollegen oder tierärztlichen Apotheken offen. Sodann kann er seinen Kundinnen und Kunden weiterhin die Rezepte für die benötigten Arzneimittel ausstellen (vgl. Art. 5 f. HMV SG). Da sich die Bewilligungspflicht nach Art. 30 Abs. 1 HMG nur auf die Ab gabe von Tierarzneimitteln bezieht, darf er weiterhin selbst Tierarzneimittel anwenden und beispielsweise die erste Injektion eines Arzneimittels im Rahmen der erforderlichen Therapie eines Tiers selber vornehmen. Sein wirtschaftliches Fortkommen ist folglich massgeblich betroffen, aber mit entsprechenden organisatorischen Massnahmen nicht umfassend beeinträchtigt. Ein faktisches Berufsverbot resultiert aus dem Bewilligungsentzug nicht.