Citation: 5A_433/2014 E. B

Mit Gesuch vom 9. August 2013 verlangte X.________ beim Bezirksgericht D.________ superprovisorische Massnahmen, mit welchen er im Wesentlichen Unterlassungs- und Beseitigungsbegehren (Unterlassung, ihn als Brandverursacher darzustellen und ihn einer Gefährdung sowie Sorgfaltspflichtsverletzung zu bezichtigen; Einziehung bereits versandter Schreiben) sowie ein Genugtuungsbegehren stellte. Das Bezirksgericht D.________ wies mit Verfügung vom 12. August 2013 das Begehren um superprovisorische Anordnung und mit Urteil vom 19. Dezember 2013 das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen ab. Das Urteil wurde von der Post C.________ infolge eines Nachsendungsauftrages am 8. Januar 2014 nach E.________ weitergeleitet und X.________ am 10. Januar 2014 in sein Postfach avisisert; am 18. Januar 2014 wurde die Sendung von der Post mit dem Vermerk "nicht abgeholt" an das Bezirksgericht retourniert. Dieses versandte das Urteil am 24. Januar 2014 ein zweites Mal, und zwar direkt nach E.________; die Sendung wurde am 29. Januar 2014 in das Postfach avisiert und von X.________ am 5. Februar 2014 abgeholt. Am 15. Februar 2014 reichte X.________ eine Berufung ein, mit welcher er zusammengefasst die Rückweisung der Sache an einen anderen Richter verlangte und andernfalls die Anerkennung, dass die Behauptung der Gefährdung von Menschen einen besonders schweren Vorwurf und einen Straftatbestand darstelle. Mit Urteil vom 10. April 2014 trat das Obergericht auf die Beschwerde nicht ein. Es erwog, dass die Berufungsfrist bereits durch den ersten Zustellungsversuch (Ende der siebentägigen Abholfrist am 17. Januar 2014) ausgelöst worden und somit am 27. Januar 2014 abgelaufen sei. Sodann hielt es fest, dass die Berufung ohnehin auch materiell abzuweisen wäre. Es führte mit längeren Erwägungen aus, weshalb die Begründung der fristlosen Kündigung angesichts der mit Fotos und E- Mails glaubhaft dokumentierten Zweckentfremdung der Wohnung (Verwahrlosung mit Ungezieferbefall) eine wahre Tatsache wiedergebe und damit keine Persönlichkeitsverletzung darstelle. Dass die Kündigung auch an F.________ vom Sozialdienst C.________, welche X.________ betreue, geschickt worden sei, lasse sich damit rechtfertigen, dass diese sich als seine Vertreterin ausgegeben und er gegen die Drittzustellung nicht opponiert habe. Insgesamt liege somit keine widerrechtliche Persönlichkeitsverletzung vor, weshalb das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen zu Recht abgewiesen worden sei.