Citation: 8C_809/2019 E. 5.2

5.2. Vorweg ist festzuhalten, dass die Versicherte vor Bundesgericht wohl versehentlich einen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen ihren somatischen Beschwerden und dem Unfall vom 22. Juni 2017 geltend macht, hat die Suva doch weitere Leistungen in dieser Hinsicht mangels natürlicher Kausalität verneint. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Suva eine Aktenbeurteilung einholte, weil der medizinisch massgebende Sachverhalt unbestritten ist. Daran ändern auch die geltend gemachten sprachlichen Schwierigkeiten nichts, da der Kreisarzt sich auf die Berichte der behandelnden Ärzte abstützt. Dass diese ihrerseits auf einer ungenügenden Kommunikation und Beschreibung der geklagten Beschwerden gründen würden, fällt mangels entsprechender Anhaltspunkte ausser Betracht. Zumindest legt die Versicherte nicht dar, inwiefern die Diagnose der behandelnden Ärzte, die auch der Kreisarzt seiner Beurteilung zugrunde legte, unzutreffend sein soll. Streitig ist denn auch nur die natürliche Kausalität des an sich feststehenden Sachverhalts. Unter diesen Umständen kann auf die den Anforderungen der Rechtsprechung genügende, gestützt auf die ergangene ärztliche Einschätzung vom 27. März 2018 abgestellt werden, da sie sich auf sämtliche Vorakten stützt, sich zu den geklagten Beschwerden äussert und sich mit den Einschätzungen der behandelnden Ärzte auseinandersetzt. Auch ist sie in der Beurteilung der natürlichen Kausalität nachvollziehbar und überzeugend. Die Versicherte gibt nicht an, inwiefern die zugrundeliegenden Akten nicht vollständig sein sollen. Es ist zudem nicht zu beanstanden, dass bezüglich der Sakrumkontusion auf die übliche Heilungszeit abgestellt wurde, die im konkreten Fall bei Leistungseinstellung bereits um ein Vielfaches überschritten war. Insbesondere hat die Vorinstanz zu Recht darauf hingewiesen, dass die Versicherte vornehmlich mit der unzulässigen Beweismaxime "Post-hoc-ergo-propter-hoc" argumentiert, welche die Beurteilung des Kreisarztes nicht in Zweifel zu ziehen vermag. Entgegen der Ansicht der Versicherten sind auch mit den Berichten der behandelnden Ärzte keine strukturellen Läsionen ausgewiesen. Schliesslich ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Adäquanz der psychischen Beschwerden als offensichtlich nicht gegeben erachtete. Denn das Ereignis vom 22. Juni 2017 ist nach der Rechtsprechung als leichter resp. banaler Unfall zu qualifizieren, so dass sich eine Adäquanz ohne Weiteres verneinen lässt (BGE 115 V 133 E. 6a S. 139).