Citation: 1C_102/2022 E. 7.2

7.2. Der Beschwerdeführer rügt, die Eventualbegründung, wonach die Bewilligung der fraglichen Nebenbauten am fehlenden körperlichen Zusammenhang zum Hauptgebäude scheitere, sei bundesrechtswidrig, da sich dieses Erfordernis weder aus dem Wortlaut von Art. 24c RPG und Art. 42 RPV, noch aus ihrem Sinn und Zweck ergebe. Massgeblich sei, dass die Identität der Baute (und der Umgebung) in den wesentlichen Zügen gewahrt werde, was sich unter Würdigung aller raumplanungsrelevaten Gesichtspunkte in ihrem Zusammenhang beurteile. Je nach den Umständen können für eine Erweiterung der Nutzfläche ein Anbau an das Hauptgebäude oder die Errichtung einer davon abgesetzten Baute angezeigt sein. Das Gartenhaus sei als Ersatz eines im Jahr 1978 erbauten und durch einen Sturm zerstörten Gartenhauses errichtet worden. Die Identität des Wohnhauses würde durch einen Anbau des der Nutzung des Gartens dienenden Gartenhauses eher verloren gehen als durch die davon abgesetzte Errichtung. Der sehr bescheiden dimensionierte Holzunterstand führe auch nicht zu einer massgeblichen Veränderung der Identität. Der Beschwerdeführer sei auf den Holzunterstand angewiesen. So werde gemäss dem Themenblatt zum Bauen ausserhalb der Bauzone des Kantons Bern bei der Umstellung auf eine Holzheizung ein Holzunterstand für eine zeitgemässe Wohnnutzung als nötig erachtet. Die Vorinstanz verfalle daher in Willkür, wenn sie bezüglich des Holzunterstands nur von Interessen der Praktikabilität ausgehe, da sie nicht aufzeige, wo das für die Holzheizung nötige Holz anderswo gelagert werden könnte. Ein Anbau des Holzunterstands an das Wohnhaus sei aus konstruktiven und topografischen Gründen nicht möglich und würde im Widerspruch zur baulichen Umgebung stehen, in der es typisch sei, dass Nebenbauten von den Hauptgebäuden abgerückt errichtet würden.