Citation: 2C_68/2023 E. 7.4.3

7.4.3. Angesichts des Umstands, dass - wie im Wettbewerbsrecht generell (vgl. BGE 139 I 72 E. 8.3.2; Urteil 2C_561/2022 vom 23. April 2024 E. 10.4.3.1) - auch bei Abreden die Anforderungen an die Beweise nicht zu hoch sein dürfen (vgl. BGE 147 II 72 E. 3.4.4; 144 II 246 E. 6.4.4), ist das angeführte Beweisergebnis für den Nachweis einer tatsächlich umgesetzten Abstimmung ausreichend. Eine Umkehr der Beweislast ist entgegen der Beschwerdeführerinnen nicht zu erkennen. Der Austausch über die Treibstoffzuschläge zwischen den Beschwerdeführerinnen und der E.________ AG sowie damit indirekt zwischen den zueinander in einem horizontalen Konkurrenzverhältnis stehenden Mitgliedern des "L1.________" im Rahmen der Treffen erfüllt damit den ersten Teil des Tatbestands von Art. 8 Abs. 1 (1. Teilsatz) LVA in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 (1. Teilsatz) KG. Die von den Beschwerdeführerinnen vorgetragenen Ausführungen zur Gesamtabrede stossen im Lichte der nachgewiesenen Einzelabrede von vornherein ins Leere (vgl. E. 8.4.2 des angefochtenen Urteils, wo die Vorinstanz diese Frage ausdrücklich offen lässt). Auch die im Zusammenhang mit der Gesamtabrede erhobene Rüge der Verletzung des Willkürverbots von Art. 9 BV ist nicht zu hören.