Citation: 8C_83/2023 E. 5

Das kantonale Gericht hielt vorab fest, das Vorliegen sachlich zureichender Gründe sei nicht nur zu bejahen, wenn die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar erscheine. In Bezug auf Lehrpersonen erweise sich eine Kündigung infolge mangelnden Vertrauensverhältnisses zumindest stets dann als gerechtfertigt, wenn eine Weiterbeschäftigung dem öffentlichen Interesse widerspreche, insbesondere demjenigen an einer gut funktionierenden Schule und damit letztlich dem Wohl der Schülerinnen und Schüler. Weiter erwog die Vorinstanz zusammengefasst, der Beschwerdeführer sei am 14. September 2020 schriftlich gemahnt worden, wobei sich aus der Mahnung im Gesamtkontext ohne Weiteres ergebe, dass die verlangte Trennung von privaten Ansichten und beruflichen Aufgaben auch das Auftreten und die Aktivitäten in der Öffentlichkeit umfasst habe. Selbst wenn dies dem Beschwerdeführer nicht restlos klar gewesen sein sollte, sei angesichts seiner dezidierten Haltung gegenüber den behördlichen Massnahmen gegen das Coronavirus davon auszugehen, dass es ihm am nötigen Willen zur Besserung seines Verhaltens gefehlt habe, weshalb eine erneute Mahnung mit Ansetzen einer Bewährungsfrist ohnehin unnütz gewesen wäre. Weiter stellte die Vorinstanz fest, die im Kündigungsschreiben erwähnten Vorkommnisse zwischen der Mahnung und der Kundgebung vom 20. Februar 2021 in U.________ reichten einzeln betrachtet nicht aus, um die Kündigung zu rechtfertigen. Mit seiner polemischen Rede an dieser Kundgebung habe der Beschwerdeführer jedoch in Verletzung seiner Treuepflicht gegen die von ihm in der Mahnung verlangte strikte Trennung von privaten Ansichten und beruflicher Funktion verstossen. Da dieser Verhaltensmangel während der Bewährungszeit eingetreten sei, liege ein sachlicher Kündigungsgrund im Sinne von § 11 Abs. 1 lit. c GAL vor. Da dem Beschwerdegegner angesichts der zerstörten Vertrauensbasis keine milderen Massnahmen zur Verfügung gestanden hätten, sei die Kündigung auch verhältnismässig. Folglich entfalle ein Entschädigungsanspruch.