Citation: 6B_1231/2022 E. 2.2.1

2.2.1. Mit Berufungserklärung vom 12. April 2021 wurde das erstinstanzliche Urteil vom 7. Januar 2021 in Teilen angefochten, und zwar in Bezug auf einzelne Schuldsprüche, die Strafzumessung und die "Kosten-, Entschädigungs- und Genugtuungsfolgen". Mit Beschwerde vom 6. April 2021 hatte die Beschwerdeführerin bereits beantragt, ihre amtliche Entschädigung sei auf Fr. 24'840.90 festzulegen. Das Beschwerdeverfahren wurde am 7. April 2021 sistiert und am 31. Mai 2021 als gegenstandslos abgeschrieben. Am 26. Juli 2022 teilte die Vorinstanz mit, sie ziehe in Erwägung, die amtliche Entschädigung zu kürzen. Sie gab der Beschwerdeführerin Gelegenheit zur Stellungnahme. Am 16. August 2022 erklärte die Beschwerdeführerin, die Erstinstanz habe ihr als amtliche Entschädigung 101.09 Stunden zu Fr. 200.-- zugesprochen, also Fr. 20'218.--. Dazu seien ein Reisezuschlag von Fr. 1'050.--, MwSt-pflichtige Auslagen von Fr. 1'022.10 und MwSt von Fr. 1'716.35 hinzugekommen, was eine Gesamtsumme von Fr. 24'006.45 ergebe. In Abänderung der bisher gestellten Anträge verlangte die Beschwerdeführerin, dass ihre MwSt-pflichtigen Auslagen von Fr. 1'022.10 auf Fr. 1'164.90 erhöht werden, was auch zu einer Erhöhung der MwSt von Fr. 1'716.35 auf Fr. 1'727.35 führe und eine neue Gesamtsumme von Fr. 24'160.25 ergebe. Die Beschwerdeführerin begründete die beantragte Erhöhung damit, dass die Erstinstanz fälschlicherweise Zugbillette der 2. Klasse statt der 1. Klasse entschädigt habe. Das erstinstanzliche Urteil sei daher so anzupassen, dass die Auslagen um Fr. 142.80 und die MwSt um Fr. 11.-- erhöht werden. Abschliessend hielt die Beschwerdeführerin ausdrücklich fest, im Übrigen werde die Festsetzung der amtlichen Entschädigung "nicht weiter angefochten". Dies betreffe namentlich den Zeitaufwand von 101.09 Stunden.