Citation: 4A_48/2019 E. 5.5

5.5. Der Beschwerdeführer weist darauf hin, der Gutachter habe erst im Rahmen der Beantwortung der Zusatzfragen erstmals den Standpunkt vertreten, dass sich der Zuschlag für den Totalunternehmervertrag im Vergleich zum Generalunternehmervertrag in der blossen Erhöhung der honorarberechtigten Bausumme erschöpfe. Er versucht sodann aufzuzeigen, dass der Mehrbetrag, den der Gutachter der Aktiengesellschaft über die Erhöhung der honorarberechtigten Bausumme zugesteht, in keinem Verhältnis zu den übernommenen Haftungsrisiken steht. Das Haftungspotential der Planer sei in Relation zur Vergütung deutlich höher als bei den Unternehmern in Relation zum Werkpreis. Am augenfälligsten sei dieser "Haftungshebel" bei den Honoraren von Bauingenieuren, Geologen und Bauphysikern. Bei relativ geringen Honoraren drohten hohe Schadenersatzforderungen, da die Planungsfehler dieser Personen häufig die Grundsubstanz eines Gebäudes beeinträchtigten. Diese Ausführungen gehen im Ansatz am entscheidenden Punkt vorbei: