Citation: 1B_341/2008 13.01.2009 E. 6

6.1 Der Beschwerdeführer bringt (S. 9 f.) vor, Ersatzmassnahmen gemäss § 72 StPO/ZH reichten jedenfalls zur Bannung der Wiederholungsgefahr aus. Auch insoweit habe die Vorinstanz ihren Entscheid unzureichend begründet und damit Art. 29 Abs. 2 BV verletzt. 6.2 Die Vorinstanz erwägt (angefochtener Entscheid S. 4), die vom Verteidiger angeführte Möglichkeit einer Weisung an den Beschwerdeführer, sich einer Therapie und Drogenkontrolle zu unterziehen, sei nicht wirksam genug, um die Wiederholungsgefahr entscheidend zu mindern. Diese Auffassung ist insbesondere im Hinblick darauf, dass die bereits durchgeführte Therapie den Beschwerdeführer nicht vor einem Rückfall bewahrt hat, nicht zu beanstanden. Beim Beschwerdeführer ist aufgrund der (E. 3.6) dargelegten Umstände von einer hohen Wiederholungsgefahr auszugehen. Es ist offensichtlich, dass dessen Verpflichtung, sich regelmässig bei einer Polizeistelle zu melden, ungeeignet wäre, ihn davon abzuhalten, weiter mit Drogen zu handeln und solche zu konsumieren. Die Meldepflicht kommt als Ersatzmassnahme vor allem zur Bannung von Fluchtgefahr in Frage. Eine solche hat die Vorinstanz nicht angenommen. Bei dieser Sachlage verletzt es entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kein Verfassungsrecht, wenn die Vorinstanz sich nicht ausdrücklich zur Meldepflicht geäussert hat. Die Begründungspflicht nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, wie (E. 2) dargelegt, nicht, dass sich der Richter mit jedem tatbeständlichen und rechtlichen Einwand auseinander setzt. Vielmehr darf er sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken. Die vom Beschwerdeführer im bundesgerichtlichen Verfahren erstmals vorgeschlagene Weisung über den Aufenthaltsort kommt als Ersatzmassnahme ebenso wenig ernsthaft in Betracht, so dass sich auch insoweit die beantragte Rückweisung an die Vorinstanz erübrigt. Die Beschwerde ist danach auch im vorliegenden Punkt unbehelflich.