Citation: 2C_809/2015 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdegegnerin berechnete die Gebühr wie folgt: 831 SIA-m 3 Gebäudevolumen à Fr. 10.--, zusätzlich MWST (zum reduzierten Satz von 2,4 Prozent), ergab Fr. 8'509.45. Sie ging dabei davon aus, dass für das 1909 errichtete Gebäude keine Wasseranschlussgebühr bezahlt worden war, so dass für das ganze Volumen des Neubaus eine solche geschuldet sei. Das Verwaltungsgericht erwog in seinem ersten Urteil vom 25. September 2012 gestützt auf das Urteil des Bundesgerichts 2C_404/2010 vom 20. Februar 2012, welches die Gemeinde Wangen/SZ mit ähnlicher Regelung betraf, das Wasserversorgungsreglement sei kein Gesetz im formellen Sinne und stelle daher keine genügende gesetzliche Grundlage für die Abgabenerhebung dar. Das KonzReg sei zwar eine formellgesetzliche Grundlage, äussere sich aber nicht in rechtsgenüglicher Weise zu den Bemessungskriterien und begrenze die Höhe der Abgabe nicht. Eine fehlende Begrenzung der Abgabenhöhe lasse sich rechtfertigen, wenn das Kostendeckungs- und das Äquivalenzprinzip diese Funktion übernähmen. Art. 11.2 KonzReg sehe aber die Erzielung eines ortsüblichen wirtschaftlichen Ertrags vor. Unter dieser Prämisse könne das Kostendeckungsprinzip die Begrenzung der Abgabenhöhe nicht übernehmen. Damit sei aber nicht zwingend gesagt, dass das Kostendeckungsprinzip auch tatsächlich verletzt worden sei. Die Sache sei an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese die erforderlichen Abklärungen vornehmen und eine Neubeurteilung der Rechtmässigkeit vornehme.