Citation: 4F_29/2024 E. 2

Entscheide des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (Art. 61 BGG). Sie können weder mit einem ordentlichen Rechtsmittel angefochten (BGE 149 III 93 E. 1.1) noch in Wiedererwägung gezogen werden (Urteil 2F_19/2016 vom 29. September 2016 E. 2). Auch eine Erläuterung oder Berichtigung im Sinne von Art. 129 Abs. 1 BGG vermag ein Urteil nicht inhaltlich abzuändern (Urteil 4G_2/2024 vom 22. August 2024 E. 1). Das Bundesgericht kann aber auf sein Urteil zurückkommen, wenn einer der in den Art. 121-123 BGG abschliessend aufgeführten Revisionsgründe vorliegt. Der Gesuchsteller macht in seiner Eingabe vom 20. Oktober 2024 geltend, das Bundesgericht habe versehentlich in den Akten liegende erhebliche Tatsachen nicht berücksichtigt. Er beruft sich dabei ausdrücklich auf Art. 121 lit. d BGG. Ein Revisionsgesuch, das sich auf diesen Revisionsgrund abstützt, muss innert 30 Tagen nach Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides beim Bundesgericht eingereicht werden (Art. 121 lit. d i.V.m. Art. 124 Abs. 1 lit. b BGG). Die Schweizerische Post stellte dem Gesuchsteller das bundesgerichtliche Urteil vom 29. August 2024 am 16. September 2024 zu. Damit endete die dreissigtägige Revisionsfrist am 16. Oktober 2024. Der Gesuchsteller berief sich erstmals in seinem Schreiben vom 20. Oktober 2024 auf den Revisionsgrund von Art. 121 lit. d BGG. Er übergab diese Eingabe am 21. Oktober 2024 der Schweizerischen Post. Da er sein Revisionsgesuch nach mehr als 30 Tagen gestellt hat, ist dieses verspätet.