Citation: I 674/00 02.09.2002 E. 4

4.- a) In erwerblicher Hinsicht besteht weder nach den Akten noch der Vorbringen der Parteien wegen Anlass, auf das von Vorinstanz und Verwaltung ermittelte hypothetische Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) von Fr. 85'000.- für das Jahr 1998 zurückzukommen (vgl. BGE 110 V 53 Erw. 4b). b) Für die Bestimmung des hypothetischen Einkommens nach Eintritt der Invalidität (Invalideneinkommen) ist mit der Vorinstanz auf die sogenannten Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik (LSE, vgl. BGE 126 V 75 Erw. 3b/aa-bb) abzustellen. Gemäss den LSE 1998 betrug der durchschnittliche Zentralwert des monatlichen Bruttolohnes von Männern im Privaten Sektor 3 Dienstleistungen/Gastgewerbe im Jahre 1998 für Arbeiten mit Berufs- und Fachkenntnissen bei 40 Arbeitsstunden pro Woche Fr. 3822.- (Tabelle A1). Umgerechnet auf die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von 41.9 Stunden resultiert ein Gehalt von monatlich Fr. 4003. 54 oder jährlich Fr. 48'042. 55. Unter Berücksichtigung der leidensbedingten Einschränkungen in der Verweisungstätigkeit rechtfertigt es sich, davon einen 10%igen Abzug zu tätigen (BGE 126 V 75 Erw. 5b/aa-cc), womit ein Jahreslohn von Fr. 43'338. 30 anzurechnen ist. c) Bei einem Valideneinkommen von Fr. 85'000.- und einem Invalideneinkommen von Fr. 43'338. 30 ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 50.87 %. Der vorinstanzliche Entscheid, wonach ab 1. April 1999 Anspruch auf eine halbe Rente bestehe, ist daher im Ergebnis zu bestätigen. Mit Blick auf das in Erw. 2c hievor Dargelegte kann offen gelassen werden, ob die vorinstanzlich praktizierte Wiedererwägung gestützt auf ein neues Gutachten zulässig gewesen wäre oder ob nicht eher ein Fall der prozessualen Revision vorliegen würde. Bejahendenfalls wäre zu klären gewesen, ob im Gutachten bloss eine neue Bewertung des im Zeitpunkt der ursprünglichen Verfügung gegebenen Sachverhalts vorgenommen wurde, die revisionsrechtlich unbeachtlich bliebe (nicht veröffentlichtes Urteil N. vom 16. Mai 1997, U 183/96).