Citation: 4A_73/2020 E. 3.6.1

3.6.1. Die Vorinstanz erwog, dass die Beschwerdeführerin im Berufungsverfahren für die Frage des Vorhandenseins eines Treuhandverhältnisses pauschal moniere, die Erstinstanz mache mit den Zeugen kurzen Prozess und verkenne offensichtlich die Funktion eines Zeugen. Sowohl Rechtsanwalt F.________ als auch G.________ hätten, wenn sie als Zeugen vorgeladen worden wären, "garantiert etwas zu sagen gehabt". Diesen Vorbringen der Beschwerdeführerin fehle es an einer sachbezogenen Auseinandersetzung mit den erstinstanzlichen Erwägungen. Sie würden daher den Anforderungen an die Berufungsbegründung nicht genügen. Der Vollständigkeit halber sei aber die antizipierte Beweiswürdigung der Erstinstanz zu beurteilen. Angesichts der behaupteten dubiosen Verstrickungen von Rechtsanwalt F.________ und G.________ habe die Erstinstanz in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen dürfen, dass ihre Überzeugung durch die beantragten Zeugenbefragungen nicht geändert würde. Der Verzicht der Erstinstanz auf weitere Beweiserhebungen stelle keine unzulässige antizipierte Beweiswürdigung dar.