Citation: 6B_1284/2021 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer rügt eine fehlerhafte Anwendung von Art. 94 Abs. 1 IRSG. Er führt dabei im Wesentlichen aus, er habe diverse Rechtsmittel ergriffen und darin geltend gemacht, dass das Urteil des erstinstanzlichen Gerichts in Gjakova aufgrund von Korruption nicht rechtmässig zustande gekommen sei. Die von ihm eingelegten Rechtsmittel seien im Kosovo teilweise noch rechtshängig und würden im Falle einer Gutheissung dazu führen, dass das zur stellvertretenden Vollstreckung ersuchte Urteil aufgehoben wird. Dem Schluss der Vorinstanz, wonach das Urteil des erstinstanzlichen Gerichts in Gjakova vom 16. Mai 2016 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Bestand haben werde, könne angesichts der im Kosovo noch laufenden Verfahren nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz hätte daher von einem Exequatur absehen oder das Exequaturverfahren zumindest sistieren müssen, um den Ausgang der hängigen Rechtsmittelverfahren im Kosovo abzuwarten.