Citation: 6B_1118/2023 E. 2.9

2.9. Ferner führt die Vorinstanz aus, die commission-to-investment-Rate gelte als Hilfskriterium zur Ermittlung von übermässigem Trading und gäbe das Verhältnis der auf Kommissionen zurückzuführenden Verluste zum gesamten investierten Anlagevermögen an. Dieses Verhältnis sollte gemäss amerikanischer Praxis einen Anteil von 11.8 % nicht überschreiten. Für diesen Parameter müsse zunächst der gesamte Handelszeitraum für die jeweiligen Kunden betrachtet werden, selbst wenn dem Beschwerdeführer eine Pflichtverletzung durch übermässige Umschichtung nur für eine bestimmte Zeit vorgeworfen werde. Bei E.________ entspreche das Total der Bankspesen im Handelszeitraum (Fr. 165'080.33 von 2. August 2004 bis 30. November 2004) 12.62 % des ursprünglich investierten Kapitals. Der Handelsverlust ohne Bankspesen betrage 80.75 % des durchschnittlichen Nettovermögens. Knapp 20 % des Verlusts, gemessen am durchschnittlichen Nettovermögen, würden auf Gebühren entfallen. Damit liege ein Indiz für mögliches Churning vor. Beim Beschwerdegegner entspreche das Total der Bankspesen für den Zeitraum von Mai bis November 2004 (Fr. 234'027.65) 11.70 % des ursprünglich investierten Kapitals. Der Handelsverlust ohne Bankspesen belaufe sich auf 31.36 % [wohl 71.36 %] des durchschnittlichen Nettovermögens. Rund 30 % des Verlusts seien auf Bankspesen zurückzuführen. Zudem sei festzuhalten, dass sich bei ihm die Bankspesen ab August 2004 mehr als verdoppelt hätten, während gleichzeitig massive Verluste resultiert seien. Die Gründe für den Anstieg der Spesen von Fr. 11'342.-- (Juli 2004) auf plötzlich Fr. 36'625.-- (August 2004) und danach auf Fr. 61'935-- (September 2004) bzw. Fr. 79'710.-- (Oktober 2004) seien ungeklärt geblieben. Bei D.________ betrage die commission-to-investment-Rate 30.75 %. Der Anteil der Bankspesen am Gesamtverlust liege bei 56.03 %. Aufgrund des Anteils der Bankspesen am gesamten investierten Kapital sowie am Gesamtverlust lägen bei D.________ objektiv klare Indizien für Churning vor. Beleuchte man den tatrelevanten Zeitraum (Januar bis April 2005) und das durchschnittliche Nettovermögen, akzentuiere sich diese Erkenntnis zusätzlich. Während das Nettovermögen per Ende Dezember 2004 Fr. 400'426.-- betragen habe, habe es sich im Verlauf der weiteren Vermögensverwaltung des Beschwerdeführers um Fr. 151'559.-- auf Fr. 248'867.-- verringert. In dieser Zeit seien Courtagen in der Höhe von Fr. 141'083.25 angefallen, was rund 93 % des Gesamtverlustes in diesem Zeitraum betrage (Urteil S. 37 ff. E. 6.1.4 und E. 6.2 ff.).