Citation: 8C_382/2016 E. 3

Zum Abstellen auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die Gutachter des ABI kam das kantonale Gericht, weil es zunächst in Frage stellte, ob die seinerzeitige Anordnung einer Observation durch die Beschwerdeführerin aufgrund der konkreten Verhältnisse objektiv überhaupt geboten war. Bei dieser Prüfung erkannte es, dass das Vorliegen konkreter Anhaltspunkte für Zweifel an den vom heutigen Beschwerdegegner geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie den behaupteten und von den beteiligten Ärzten bescheinigten Arbeitsunfähigkeiten zwar fraglich sei, letztlich aber offen gelassen werden könne. Dies begründete es damit, dass das bei der Überwachung angefallene Bildmaterial unergiebig sei. Das Gericht lehnte es deshalb ab, der Beurteilung des Dr. med. D.________ vom 16. Juni 2010 zu folgen, wonach spätestens ab 19. März 2010 von einem 100%igen effektiven (und deswegen auch zumutbaren) Arbeitseinsatz auszugehen sei.