Citation: 6B_835/2010 16.11.2010 E. 5

5.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, seine Verurteilung nach Art. 33 Abs. 2 SVG verletze Bundesrecht. Er sei fahrtüchtig und aufmerksam gewesen und habe seine Fahrweise den winterlichen Verhältnissen angepasst (Beschwerde S. 9). 5.2 Nach Art. 33 Abs. 2 SVG hat der Fahrzeugführer vor Fussgängerstreifen besonders vorsichtig zu fahren und nötigenfalls anzuhalten, um den Fussgängern den Vortritt zu lassen, die sich schon auf dem Streifen befinden oder im Begriff sind, ihn zu betreten. Er muss vor Fussgängerstreifen ohne Verkehrsregelung jedem Fussgänger, der sich bereits auf dem Streifen befindet oder davor wartet und ersichtlich die Fahrbahn überqueren will, den Vortritt gewähren. Damit er dieser Pflicht nachkommen kann, muss er die Geschwindigkeit rechtzeitig mässigen und nötigenfalls anhalten (Art. 6 Abs. 1 Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962, VRV; SR 741.11). Allerdings dürfen die Fussgänger nach Art. 47 Abs. 2 Satz 2 VRV von diesem Vortrittsrecht keinen Gebrauch machen, wenn das Fahrzeug bereits so nahe ist, dass es nicht mehr rechtzeitig anhalten könnte.