Citation: 4A_580/2017 E. 2.8

2.8. Der Beschwerdeführerin kann auch nicht gefolgt werden, wenn sie dem Schiedsgericht vorwirft, es habe Antrags-Ziffer 1.12 unbeurteilt gelassen. Das Schiedsgericht führt im angefochtenen Entscheid ausdrücklich aus, dass das Auskunftsbegehren nach Antrags-Ziffer 1.12 lediglich teilweise gutgeheissen wurde: So hält es unter dem Titel "F. Unkorrekte Billing Rates für Box-Sets" fest, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Buchprüfer alle erforderlichen Auskünfte zur Berechnung der korrekten Lizenzen auf Box-Sets für die nicht der Verjährung unterliegende Zeitperiode vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010 zu erteilen, soweit diese nicht bereits erfolgt seien (Rz. 431). An anderer Stelle fasst das Schiedsgericht seine entsprechenden Ausführungen unter "G. Unkorrekte Billing Rates - Club Sales, Mailorder" dahingehend zusammen, dass Antrags-Ziffer 12 insofern teilweise gutzuheissen sei, als der Beschwerdeführerin ein Anspruch auf für die Durchführung eines Audits erforderliche Einsicht durch die Buchprüfer für die Zeitperiode vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010 zustehe (Rz. 449). Entsprechendes wurde in Dispositiv-Ziffern 2b und 2c angeordnet. Aus dem angefochtenen Entscheid ergibt sich demnach, dass Antrags-Ziffer 1.12 abgewiesen wurde, soweit das Rechtsbegehren darüber hinausgeht. Der unter Berufung auf Art. 190 Abs. 2 lit. c IPRG erhobene Einwand, weder Dispositiv-Ziffer 2 noch eine andere Dispositiv-Ziffer befasse sich mit den von ihr in Antrags-Ziffer 1.12 erwähnten Preislisten und Umrechnungskursen, verfängt daher nicht. Da sich die teilweise Abweisung des Rechtsbegehrens der Beschwerdeführerin auch in diesem Fall konkret aus dem angefochtenen Entscheid ergibt, erübrigt es sich, auf die Ausführungen in der Beschwerde zur Bedeutung und zu den Wirkungen von Dispositiv-Ziffer 6 einzugehen, mit der alle übrigen Begehren und Anträge der Parteien abgewiesen werden, soweit auf sie eingetreten wird.