Citation: 5A_325/2023 E. 6.1

6.1. Das Obergericht erwägt weiter, der Beschwerdeführer berufe sich auf verschiedene während des Verfahrens vor dem Bezirksgericht eingetretene Änderungen in den tatsächlichen Verhältnissen (Trennung von G.A.________, Übertragung der Obhut über die Kinder aus dieser Beziehung und neue Wohnsituation). Die Erstinstanz habe diese Änderungen nicht beachtet und in ihrem Entscheid auf Umstände abgestellt, die keine Gültigkeit mehr gehabt hätten. Dennoch habe die Erstinstanz die Abänderungsvoraussetzungen verneint, weil die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers sich nicht wesentlich geändert hätten. Dies wäre für eine Abänderung indes entscheidend gewesen. Der Beschwerdeführer lege im Berufungsverfahren nicht rechtsgenügend dar, wie sich sein Bedarf mit Blick auf die eingetretenen Änderungen verändert habe, wozu er indes auch bei Geltung der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime verpflichtet gewesen wäre. Insbesondere habe er nicht aufgezeigt, welche Änderungen mit Blick auf die (provisorische) Zuteilung der Obhut über die nichtehelichen Kinder eingetreten seien. Zwar mache er geltend, in einer Noveneingabe vom 1. November 2021 Entsprechendes vorgetragen zu haben. Er zeige aber nicht auf, an welcher Stelle der rund 60-seitigen Eingabe die fraglichen Ausführungen und Hinweise auf Urkundenverweise zu finden seien. Weiter bringe der Beschwerdeführer zwar vor, mit den Kindern eine neue Wohnung bezogen zu haben. Damit äussere er sich aber nicht dazu, wie der neue Mietvertrag sich auf seine wirtschaftlichen Verhältnisse ausgewirkt habe und ob sich daraus im Ergebnis eine wesentliche Veränderung seiner Leistungsfähigkeit ergebe. Zumal dem Beschwerdeführer im Eheschutzentscheid ein erweitertes Existenzminimum zugestanden worden und es im Rahmen von vorsorglichen Massnahmen zulässig sei, tiefere als die effektiven Wohnkosten anzurechnen. Abgesehen davon verweise der Beschwerdeführer auf eine im Hauptverfahren eingereichte Urkunde, die ausserdem äusserst umfangreich sei. Frühere Eingaben dürften ohnehin nicht zum integrierenden oder integralen Bestandteil der Berufungsschrift erklärt werden. Sodann enthalte die Berufung im Zusammenhang mit der Obhut über die nichtehelichen Kinder keine rechtsgenügliche Auseinandersetzung mit den erstinstanzlichen Erwägungen. Allein der Umstand der Trennung von der neuen Partnerin sei wenig aussagekräftig, da der Beschwerdeführer auch im Zeitpunkt des Eheschutzurteils alleine gelebt habe. Was das Vorbringen angehe, der Bedarf des Beschwerdeführers habe sich mit der alleinigen Obhut über die Kinder verändert, setze dieser sich nicht mit der Tatsache auseinander, dass die mit der Geburt des Sohnes anfallenden Veränderungen bereits im früheren Abänderungsverfahren (vgl. vorne Bst. A.b) von der Erstinstanz beurteilt worden seien. Der Beschwerdeführer äussere sich in spezifischen Punkten auch nicht zur Unterhaltsberechnung der Vorinstanz und zeige nicht auf, wie sich seine Leistungsfähigkeit seit dem Eheschutzurteil verändert habe. Weder lege er eine konkrete Gegenüberstellung vor noch setze er sich mit der von der Erstinstanz angenommenen Leistungsfähigkeit auseinander. Auch die Fremdbetreuungskosten würden nicht thematisiert und aktuelle Belege lägen nicht im Recht, womit die Verhältnisse nicht liquide seien.