Citation: 5C.66/2006 07.12.2006 E. 5

Nach dem Gesagten ist die Berufung dahingehend gutzuheissen, dass ein kausal auf die persönlichkeitsverletzenden Artikel zurückzuführender Gewinn festgestellt und die Sache zur Ermittlung bzw. Schätzung der Höhe dieses Gewinns an das Obergericht zurückgewiesen wird. Die Praxis, wonach die Kosten bei Rückweisungen grundsätzlich hälftig geteilt werden, würde sich im vorliegenden Fall nicht rechtfertigen, ist doch der Kläger, was das Herausgabebegehren anbelangt, im Grundsatz durchgedrungen, freilich ohne zu einem Endurteil gelangt zu sein; sodann ist er mit Bezug auf die Genugtuung unterlegen. Vor diesem Hintergrund ist die Gerichtsgebühr zu einem Drittel dem Kläger sowie zu zwei Dritteln der vom Herausgabebegehren (allein) betroffenen Beklagten Ziff. 1 aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG) und ist diese im betreffenden Verhältnis zu einer reduzierten Parteientschädigung an den Kläger zu verurteilen (Art. 159 Abs. 2 OG).