Citation: 2C_450/2020 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführer machen geltend, es sei zu Recht unbestritten, dass die beschwerdeführende Ehefrau eine schmerzhafte und sich laufend verschlimmernde Polyarthrose habe. Aufgrund der laufenden Zunahme ihrer Behinderung hätten die Beschwerdeführer ein überdachtes, ganzjährig benützbares Warmwasserbad benötigt und seien im Jahr 2014 in den Kanton Thurgau in eine neue Liegenschaft umgezogen. Die Vorinstanz stelle den Sachverhalt offensichtlich unrichtig fest, wenn sie davon ausgehe, die beschwerdeführende Ehefrau könne täglich mit dem öffentlichen Verkehr ein öffentliches Warmwasserbad besuchen. Der beschwerdeführenden Ehefrau verursache bereits das Sitzen starke Schmerzen. Zudem könne sie ihre Hände nicht schliessen und habe keine Kraft in den Händen, sodass sie sich an Geländern und Halterungen nicht richtig festhalten könne. Dass die Vorinstanz das hauseigene Warmwasserbad als luxuriöse Annehmlichkeit betrachte, zeige offenkundig, dass sie sich mit der Art der Behinderung und der angeordneten Therapie nicht auseinandergesetzt habe. Es sei aktenkundig, dass die beschwerdeführende Ehefrau auf die tägliche Wassertherapie angewiesen sei, um ihre Schmerzen einigermassen unter Kontrolle zu halten. Unter diesen sachverhaltlichen Umständen seien von den Gesamtkosten des Schwimmbads von Fr. 191'786.13 die beantragten Fr. 18'474.-- als behinderungsbedingte Kosten zum Abzug zuzulassen.