Citation: 8C_125/2015 E. 5.1

5.1. Der Begründung der Vorinstanz kann nicht gefolgt werden. Das Bundesgericht hat mit Urteil 9C_64/2015 vom 27. April 2015 (E. 4.1) unter Verweis auf die einschlägigen Materialien erkannt, dass, wenn ein unklares, nicht invalidisierendes Beschwerdebild im Sinne von lit. a Abs. 1 SchlBest. IV 6/1 vorliegt, die Rente herabgesetzt bzw. aufgehoben wird. Gleichzeitig - so die Erwägungen im Weiteren - entsteht ein Anspruch auf Massnahmen zur Wiedereingliederung (mit akzessorischer Weiterausrichtung der bisherigen Rente). Über die Rentenrevision wird mithin entschieden, bevor Massnahmen zur Eingliederung stattgefunden haben. Der Anspruch auf Wiedereingliederungsmassnahmen ist demnach Folge der Reduktion oder Aufhebung der Rente. Die Betrachtungsweise, wonach über die Revisionsvoraussetzungen erst nach Abschluss dieser Vorkehren zu befinden wäre, lässt sich mit dem Wortlaut von lit. a SchlBest. IV 6/1 nicht begründen. Vielmehr spricht der Aufbau der Bestimmung klarerweise für das in der bundesrätlichen Botschaft bzw. in der parlamentarischen Diskussion skizzierte Vorgehen: Zunächst erfolgt die Prüfung, ob die Voraussetzungen nach Art. 7 ATSG gemäss der Rechtsprechung erfüllt sind (Abs. 1 zweiter Satz). Sind sie es nicht, d.h. ist keine Erwerbsunfähigkeit ausgewiesen, wird die Rente für die Zukunft herabgesetzt oder aufgehoben, wobei ein Anspruch auf Massnahmen zur Wiedereingliederung nach Art. 8a IVG vorgesehen ist (Abs. 2 erster Satz). Gegenteiliges lässt sich, wie die in E. 4.1 des Urteils aufgeführten Hinweise belegen, auch der Lehre nicht entnehmen. Die Massnahmen zur Wiedereingliederung und die Weiterausrichtung der Rente sind demnach als eine übergangsrechtliche Unterstützung zu verstehen. Die Übergangsbestimmungen bezwecken den Wiedereinstieg in das Arbeitsleben zu erleichtern, ändern jedoch nichts an der Tatsache, dass der Beschwerdegegnerin mit der rechtskräftigen Rentenaufhebung keine Invalidität mehr attestiert wurde.