Citation: C 115/01 13.05.2002 E. 3

3.- a) Das KIGA stützte seine Einstellungsverfügung auf eine Meldung des RAV vom 26. November 1999. Darin wurde erwähnt, anlässlich des Vorstellungsgesprächs vom 16. November 1999 sei ein Schnuppertag auf den 23. November 1999 vereinbart worden. Am Abend des 22. November 1999 habe die Versicherte abgesagt, da sie für die Kinder keine Betreuung habe finden können. Der Arbeitgeber habe um eine Stunde Bedenkfrist gebeten, da man an einer Anstellung sehr interessiert sei, jedoch auf dem vereinbarten Schnuppertag bestehen müsse. Die Versicherte sei bei der Absage geblieben. Das KIGA begründete seine Verfügung dementsprechend damit, die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Obhutsgründe seien in arbeitslosenversicherungsrechtlicher Hinsicht nicht stichhaltig. Bis zum Schnuppertag habe sie genügend Zeit gehabt, die Obhut zu regeln. Zudem liege es an ihr, das Familienleben so zu gestalten, dass sie nicht daran gehindert sei, einer Beschäftigung nachzugehen. Sie sei bereits darauf hingewiesen worden, dass sie ihre Stellenbemühungen auch auf normale Tageszeiten ausdehnen müsse. b) Vor Verfügungserlass räumte das KIGA der Beschwerdeführerin die Möglichkeit ein, zur Sache Stellung zu nehmen. In ihrem Schreiben vom 8. Dezember 1999 gab die Versicherte diesbezüglich an, es stimme, dass sie genügend Zeit gehabt habe, die Obhut der Kinder für den Schnuppertag zu regeln; sie habe dies auch getan. Wie bereits in ihrer Stellungnahme vom 24. November 1999 machte sie aber geltend, der Grund für die kurzfristige Absage habe darin gelegen, dass die Kinderbetreuungsperson, ihre Schwägerin, an diesem Tag mitgeteilt habe, sie könne nicht kommen. Zudem sei ihr jüngster Sohn krank gewesen und ihr Mann habe bereits drei Arbeitstage verloren, sodass er nicht habe riskieren können, auch noch arbeitslos zu werden. Sie habe jedoch anerboten, an einem andern Tag oder sogar an einem Wochenende zu kommen, was der Frau am Telefon nicht gepasst habe. Diese habe entgegnet, entweder Morgen oder es gebe nichts anderes. Es stimme überhaupt nicht, dass sie die Stelle nicht habe annehmen wollen, weil nur Nachtarbeit in Frage komme; vielmehr sei sie bereit gewesen, die paar Tage Tagesdienst zu akzeptieren, wenn es sich um Ausnahmen handle und sie genügend Zeit habe, eine Kinderbetreuung zu organisieren. Sie habe aber während der letzten vier Jahre nur nachts gearbeitet und hätte gedacht, die Arbeitslosenversicherung wäre bereit, darauf und auf den Wunsch, ab ca. 17.00 Uhr (wenn ihr Mann nach Hause komme) zu arbeiten, Rücksicht zu nehmen. Schliesslich betonte die Beschwerdeführerin noch, dass sie sich intensiv um eine Stelle bemühe. c) Die Vorinstanz hielt die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie habe den Schnuppertag absagen müssen, weil die Kinder der Betreuungsperson krank geworden seien und diese ihrerseits abgesagt habe, für nicht sehr glaubwürdig. Sie betonte, dass die Versicherte ja bereits am Vorstellungsgespräch erwähnt habe, für sie komme nur Nachtschicht in Frage, obwohl bei der Firma Y.________ für die Nachtwache jährlich nur zwei Tage Tagesdienst eingeplant seien. Die Bemerkung in der Stellungnahme vom 24. November 1999, sie könne nicht einfach zusagen, wenn noch Fragen offen seien, lege die Vermutung nahe, dass die Beschwerdeführerin wegen der vereinzelten Tagesdiensten nicht bereit gewesen sei, die zugewiesene Stelle anzunehmen. Sie habe ja auch als Alternative zur Hauptsache einen Schnuppertag an einem Wochenende vorgeschlagen, was aus organisatorischen Gründen seitens der Arbeitgeberin nicht möglich gewesen sei. Mit ihrem Verhalten - Beharren auf Nachtschicht, Verlegung des Schnuppertages auf ein Wochenende, halbherzige Regelung der Kinderobhut - habe die Beschwerdeführerin in Kauf genommen, dass die Stelle anderweitig besetzt werde, was die verfügte Einstellung rechtfertige. d) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt die Versicherte wiederum aus, sie habe am 22. November 1999 um 17.00 Uhr den Anruf ihrer Schwägerin erhalten, die gesagt habe, sie könne am nächsten Tag nicht kommen, da ihre Kinder krank seien. Die Arbeitgeberin der zugewiesenen Stelle habe ihr eine Stunde Zeit gegeben, um eine andere Obhut zu finden und habe gesagt, sonst könne ihr Mann doch zu Hause bleiben. Sie habe das als Bedrohung empfunden. Es sei nicht einfach, innerhalb einer Stunde für drei Kinder eine Obhut zu finden. Wie schon früher erwähnt, hätten sie auch nicht riskieren können, dass ihr Mann auch noch arbeitslos werde. Ungerecht finde sie die Vorwürfe vor allem, weil sie sich bereit erklärt habe, an einem andern Tag oder gar an einem Wochenende, wo in dieser Branche ja auch gearbeitet werde, zu kommen.