Citation: C 340/05 20.07.2006 E. 3

3.1 Die in Erw. 1 dargelegte Rechtsprechung, wonach Versicherte, die ohne Bewilligung der Arbeitslosenversicherung einen Kurs besuchen, nur vermittlungsfähig sind, wenn sie bereit und in der Lage sind, den Kurs jederzeit abzubrechen, um eine angebotene Stelle anzutreten, lässt sich nicht ohne weiteres auf den vorliegenden, anders gelagerten Fall anwenden. Dem Beschwerdegegner war eine Festanstellung bei der Baufirma zugesichert, bei welcher er bis 30. November 2000 im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses tätig war, dies unter der Voraussetzung, dass er den Baumaschinenführerkurs absolviere. Die Zeit bis Frühjahr 2001 überbrückte der Versicherte mit einer auf die Wintersaison 2000/2001 beschränkten Tätigkeit als Skiliftangestellter und unterbrach diese Tätigkeit nicht zwecks Absolvierung irgendeiner Weiterbildung, sondern des von der künftigen Arbeitgeberin im Hinblick auf die Festanstellung verlangten Kurses. In Anbetracht dieser besonderen Umstände kann ihm weder das Absolvieren der Weiterbildung noch der Umstand, dass er nicht bereit gewesen wäre, den Kurs abzubrechen, vorgeworfen werden. Vielmehr ist analog der in Erw. 1 ebenfalls zitierten Rechtsprechung zur anderweitigen Disposition auf einen bestimmten Termin und zur Schadenminderungspflicht zu berücksichtigen, dass dank Absolvierung des Kurses mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vom Zustandekommen eines unbefristeten Arbeitsvertrages im Anschluss an die befristete Tätigkeit am Skilift auszugehen war. Der Beschwerdegegner hat somit durch die Annahme der befristeten Tätigkeit als Skiliftangestellter und deren Unterbrechung zur Absolvierung des Baumaschinenführerkurses in Erfüllung seiner Schadenminderungspflicht alle Vorkehren getroffen, die man vernünftigerweise von ihm erwarten durfte, damit er so rasch als möglich eine Festanstellung antreten konnte und so kurz als möglich arbeitslos war. 3.2 Die versicherte Person, welche einen Kurs als unerlässliche Voraussetzung für den bevorstehenden Antritt einer fest zugesicherten Stelle besucht, kann nach dem Gesagten taggeldmässig nicht schlechter gestellt werden als eine Person, die noch nicht sogleich mit der Arbeit beginnen kann und die Wartezeit bis dahin mit irgendwelchen privaten Betätigungen (Reisen, Auslandaufenthalte) überbrückt. An dieser gebotenen Gleichstellung ändert der Einwand der Beschwerdeführerin nichts, dass der Beschwerdegegner vom 5. bis 16. Februar 2001 die Gelegenheit gehabt hätte, als Skilift-Angestellter zu arbeiten, weshalb er "nicht als arbeitslos betrachtet werden" könne. Vielmehr war der Beschwerdegegner aufgrund der faktischen Betrachtungsweise gemäss Rechtsprechung zu Art. 8 Abs. 1 lit. a AVIG (BGE 119 V 157 Erw. 2a mit Hinweisen) damals arbeitslos. Ein Verschulden trifft ihn daran nicht, ging es ihm doch darum, durch kurzfristige Unterbrechung der saisonalen Skilift-Tätigkeit die Voraussetzung für ein voraussichtlich länger dauerndes Arbeitsverhältnis zu schaffen (vgl. Art. 44 Abs. 1 lit. c AVIV, e contrario). Da er im Zeitpunkt des Kursbesuches seitens der Firma S.________ über eine Anstellungszusicherung verfügte, ist die Frage der Vermittlungsfähigkeit während des Kursbesuches nicht mehr zu prüfen. Obschon die kantonale Rekurskommission die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdegegners in der Zeit vom 5. bis 16. Februar 2001 somit zu Unrecht bejaht hat, ist der vorinstanzliche Entscheid im Ergebnis nicht zu beanstanden. Der Versicherte hat Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung für diese Zeitspanne, sofern die übrigen Voraussetzungen gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. b bis e AVIG erfüllt sind.