Citation: C 238/04 19.08.2005 E. 2

2.1 Die Vorinstanz hat erwogen, dass der Beschwerdeführer regelmässig einen beträchtlichen Teil seiner Arbeitslosenentschädigung direkt an die Gemeinde Y.________ habe auszahlen lassen. Es handelte sich dabei um Beträge von monatlich Fr. 2'000.- (Februar bis Juni 2004) bis Fr. 4'000.- (Januar 2004). Nach Angaben des Versicherten in der Stellungnahme zum Vorhalt des Einstellungstatbestands standen ihm nach Abzug der Fixkosten noch Fr. 100.- für Mahlzeiten zur Verfügung. Allein die Tatsache, dass ihm nur noch so wenig für den Lebensunterhalt geblieben sei, rechtfertigte nach Ansicht des kantonalen Gerichts das Fernbleiben vom Kurs jedoch nicht. Zur Begründung führte es an, der Versicherte hätte nach Erhalt der Kurszuweisung bei der Arbeitslosenkasse die Bevorschussung der Reisekosten für den in X.________ stattfindenden Kurs beantragen und, falls diese abgelehnt hätte, insistieren und allenfalls eine beschwerdefähige Verfügung verlangen müssen. 2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe seine schlechte finanzielle Lage seiner Betreuerin beim RAV geschildert, worauf sie ihn an die Arbeitslosenkasse gewiesen habe. Dort habe er sich gemeldet; die betreffende Person habe jedoch ebenfalls erklärt, nicht zuständig zu sein. Nachdem er sich wieder ans RAV gewandt habe, sei ihm empfohlen worden, sich mit der Gemeinde in Verbindung zu setzen. Dass diese Telefonate stattgefunden haben, ist anhand der Akten dokumentiert. Aus einem E-Mail eines Mitarbeiters der Arbeitslosenkasse an die zuständige RAV-Beraterin sowie aus deren Protokoll der Beratungsgespräche ergibt sich jedoch auch, dass sich der Versicherte erst am 23. März 2004 bei der Arbeitslosenkasse gemeldet hat. Zu jenem Zeitpunkt hatte er bereits die Hälfte des Kurses verpasst. Beruft er sich jedoch auf mangelnde finanzielle Mittel für den Kursbesuch, so hätte er sich vor dessen Beginn um einen Vorschuss bemühen müssen. Damit steht fest, dass er den Kurs unentschuldigt nicht angetreten hat, weshalb die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen Missachtung einer Weisung zu Recht erfolgt ist.