Citation: 6B_1242/2020 E. 4.4.2

4.4.2. Weshalb zu beanstanden sein soll, wenn das Erstgutachten vom 16. Februar 2016 im Zusammenhang mit der wiederholt ins Feld geführten Endometrioseproblematik "somatische Behandler" und damit Ärzte erwähnt, welche die Beschwerdeführerin (mehrfach operativ) behandelt haben, erschliesst sich nicht. Dass es solche Behandler gegeben hat, ergibt sich einerseits und ohne Weiteres anhand der Aussagen der Beschwerdeführer; andererseits anhand der vom Beschwerdeführer hierzu nachgereichten, ca. 50 Dokumente, aus den dementsprechenden, unbestritten gebliebenen Erwägungen im vorinstanzlichen Urteil samt Hinweisen auf die Akten und den Prof. Dr. med. C.________ zur Verfügung gestellten Akten und Unterlagen bzw. in seinen Gutachten zitierten Beilagen. Inwiefern es für die Aussagekraft der Gutachten von Relevanz sein soll, dass die "somatischen Behandler" nicht namentlich erwähnt werden, wird von den Beschwerdeführern weder dargetan noch ist dies ersichtlich. Entgegen deren Ausführungen trifft alsdann nicht zu, dass die Zeugenaussagen von Dr. med. F.________ für die Beurteilung der Situation der Jahre 2004 und 2007 bis 2009 herangezogen worden sind. Vielmehr folgert Prof. Dr. med. C.________ anhand der das Nierenleiden dokumentierenden Unterlagen, dass im Jahr 2004 und auch in den Jahren 2007/2008/2009 "bei Endometriose mit Affektion der linken Niere" stationär Eingriffe vorgenommen worden sind, ohne dass sich aus den Dokumenten auch nur minimale Hinweise für eine schwerwiegende psychische Auffälligkeit ergeben würden; offenbar hebe sich die Beschwerdeführerin für die behandelnden Ärzte in keiner Weise von anderen Patienten ab. Dies werde sodann " auch noch mal [keine Hervorhebung im Originaltext] bei der Zeugeneinvernahme in 2014 bestätigt (...) " (vgl. Gutachten vom 16. Februar 2016 S. 78 [von den Beschwerdeführern zitierte Passage; Beschwerde S. 23 f.] und S. 61). Das vorinstanzliche Urteil setzt sich alsdann - unter dem Titel "verschiedene Inkonsistenzen" respektive dem Hinweis darauf, dass sich auch in den ärztlichen Berichten betreffend die somatischen Beschwerden nirgends Anhaltspunkte fänden, die auf ein "kataton-depressives Zustandsbild schliessen liessen" - ausführlich mit der vom Gutachter erwähnten Zeugeneinvernahme vom 23. Oktober 2014, konkret mit jener von Dr. med. F.________, Oberarzt-Stellvertreterin am Spital W.________, auseinander. Diese habe ausgeführt, vor den Operationen alles mit der Beschwerdeführerin besprochen zu haben, namentlich auch mögliche Komplikationen, Risiken und Erfolgsaussichten. Dabei habe die Beschwerdeführerin nie einen psychisch auffälligen Eindruck gemacht bzw. habe sie, die Zeugin, "ganz normal" mit der Beschwerdeführerin gesprochen (angefochtenes Urteil S. 36 f.). Damit verfällt die Vorinstanz nicht in Willkür, wenn sie mit den gutachterlichen Feststellungen davon ausgeht, dass auch Dr. med. F.________ keine schwerwiegende psychische Auffälligkeit festgestellt hat. Nichts anderes ergibt sich aus den übrigen von den Beschwerdeführern in ihrer Beschwerdeschrift zitierten Aussagen von Dr. med. F.________ (vgl. Beschwerde S. 24 f.). Sodann geht mit den Beschwerdeführern auch die Vorinstanz davon aus, dass sich in den ärztlichen Berichten durchaus Hinweise auf die Depression der Beschwerdeführerin finden. Sie verfällt indes nicht in Willkür, wenn sie hierin unter Würdigung der Ausführungen von Prof. Dr. med. C.________ keinen Umstand erkennt, der an der auffälligen Diskrepanz zwischen deren Verhalten im Rahmen der Abklärungen ihres Rentenanspruchs und demjenigen im Rahmen der Behandlung ihrer somatischen Beschwerden etwas zu ändern vermag. Mithin gelangt die Vorinstanz gestützt auf die von ihr zu Recht als schlüssig qualifizierten Ausführungen von Prof. Dr. med. C.________ willkürfrei zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit den Spitalaufenthalten autonom Rede und Antwort hat stehen, zielgerichtet eigene Bedürfnisse hat artikulieren und eigenverantwortlich hat agieren können und sie damit im Rahmen der zum Teil mehrtägigen stationären Aufenthalte Ressourcen und Selbstständigkeiten bewiesen hat, die mit den gestellten psychiatrischen Diagnosen und der ärztlich-psychiatrischen Leistungseinschätzung nicht vereinbar sind (angefochtenes Urteil S. 37 f.).