Citation: 1C_415/2024 E. 3.3

3.3. Seine Kritik ist berechtigt. In der Tat ist nicht nachvollziehbar, dass der Sachverhalt des angefochtenen Entscheids lediglich die Beschwerde vom 10. Juni 2024 umfasst, nicht jedoch die vom Beschwerdeführer erwähnte Beschwerde vom 3. Juni 2024. Aus dieser als "Einsprache" betitelten Eingabe geht deutlich hervor, dass der Beschwerdeführer mit der Fernhaltung und Wegweisung nicht einverstanden ist. Die dem vorliegenden Verfahren zugrunde liegende Massnahme wurde gestützt auf §§ 34 und 34a des Gesetzes über die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit vom 1. Januar 2007 (PolG/AG; SAR 531.200) am Abend des 3. Juni 2024 mündlich und am 4. Juni 2024 schriftlich angeordnet. Dagegen kann beim Kammerpräsidium des Verwaltungsgerichts Beschwerde erhoben werden (§ 48a Abs. 1 lit b PolG/AG). Die Beschwerde ist bei der anordnenden Behörde einzureichen. Dies hat der Beschwerdeführer getan: Aus den Akten geht hervor, dass er die Beschwerde vom 3. Juni 2024 nach der mündlichen Anordnung der Massnahme den diensthabenden Polizisten überreichte. Vor dem Hintergrund, dass die Vorinstanz den Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung als massgebend für ihren Nichteintretensentscheid erachtete, wäre sie somit verpflichtet gewesen, die Beschwerdeerhebung vom 3. Juni 2024 als rechtserhebliches Sachverhaltselement festzustellen. Indem sie dies unterliess, hat sie den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig festgestellt und damit eine Rechtsverletzung begangen.