Citation: 5F_23/2023 E. 3

Von der zeitlichen Koinzidenz her ist die Einreichung des Revisionsgesuches offenkundig eine Reaktion auf den gutheissenden Entscheid Nr. 69212/17 des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte vom 9. Mai 2023 im Zusammenhang mit dem bundesgerichtlichen Urteil 5A_18/2017 vom 15. März 2017; diesbezüglich hat der Gesuchsteller beim Obergericht ebenfalls ein Revisionsgesuch gestellt, welches an das Bundesgericht weitergeleitet wurde und Gegenstand des Verfahrens 5F_22/2023 bildet. Zur Begründung beruft sich der Gesuchsteller bei der vorliegenden Eingabe allerdings nicht auf den Entscheid Nr. 69212/17 des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte und dies wäre auch gar nicht möglich, weil einzig dasjenige Urteil, welches Gegenstand des Entscheides des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte gebildet hat, in Revision gezogen werden könnte (Art. 122 lit. b BGG). Vielmehr äussert sich der Gesuchsteller sinngemäss dahingehend, dass durch Verbrechen und Vergehen der beteiligten Oberrichter und der KESB gegen ihn und seinen Sohn auf das Verfahren eingewirkt worden sei; es gehe um psychische Gewalt, sexuellen Missbrauch, Kindeswegnahme, Medikamentenversuche etc. Damit wäre sinngemäss der Revisionsgrund von Art. 123 Abs. 1 BGG angesprochen. Diesbezüglich ist indes nicht ansatzweise ersichtlich, geschweige denn dargetan, inwiefern in strafrechtlich relevanter Weise auf das bundesgerichtliche Nichteintretensurteil 5A_983/2018 eingewirkt worden sein könnte, und noch weniger wäre dargelegt, dass die 90-tägige Frist ab Kenntnis der angeblichen Einwirkung (Art. 124 Abs. 1 lit. d BGG) eingehalten wäre.