Citation: 1B_146/2018 E. 2.5

2.5. Beim Vorfall vom 23. Juni 2017 hat die Beschwerdeführerin - als sie nach der Haftentlassung wieder in Freiheit war - Schwächen bei der Sicherung einer Einvernahme ausgenützt, indem sie mit den beiden Mitbeschuldigten unerlaubterweise sprach bzw. Notizen austauschte. Zu Unrecht rügt die Beschwerdeführerin es als aktenwidrig, wenn die Vorinstanz dem dort übergebenen Brief entnehme, dass er Instruktionen ihres Ehemanns zum Aussageverhalten enthalte. Zwar wird im angefochtenen Entscheid die Aussage von C.________ wiedergegeben, wonach in diesem Brief Instruktionen zum Aussageverhalten stehen sollen (vgl. oben E. 2.3). Entgegen der Beschwerdeschrift hat die Vorinstanz aber nicht auf diese Aussage abgestellt, sondern sich vielmehr auf die Feststellung beschränkt, dass der Brief auf einen Gesprächsinhalt über Straftaten hinweise. Diese Feststellung erweist sich nicht als offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 i.V.m. Art. 105 Abs. 2 BGG, bezieht sich doch dieser Brief auf den fraglichen Kontakt und erwähnt einzelne Straftaten. Der Beschwerdeführerin kann nicht gefolgt werden, wenn sie die Hauptverantwortung für den Vorfall vom 23. Juni 2017 der mangelhaften Aufmerksamkeit der Behörden zuzuschieben versucht. Im Gegenteil durfte die Vorinstanz diesen Vorfall als konkreten Anhaltspunkt für die Kollusionsbereitschaft der Beschwerdeführerin bewerten.