Citation: 2C_624/2020 E. 4.6.1

4.6.1. Grundsätzlich ist der Vergleich mit anderen Entscheiden nur beschränkt möglich, da jeder Fall gestützt auf seine konkreten Umstände zu beurteilen ist (vgl. Urteil 2C_76/2020 vom 28. Mai 2020 E. 7.3.5). Ohnehin unterscheidet sich der Sachverhalt des angeführten Entscheides - wie bereits die Vorinstanz zutreffend erwog - massgeblich vom vorliegenden Fall. In dem von den Beschwerdeführenden angeführten Urteil stand die aktuelle Betreuungsperson, welche die Betreuungssituation aufgrund gesundheitlicher Gründe aufgeben wollte, in keiner verwandtschaftlichen Beziehung zum Kind und hatte dieses Jahre lang "freiwillig" betreut. Im vorliegenden Fall ist die aktuelle Betreuungsperson (Onkel) der Beschwerdeführerinnen 2 und 3 mit diesen verwandt und nach eigenem Verständnis und jenem des Beschwerdeführers 1 nötigenfalls zur Sorge traditionsgemäss offenbar geradezu berufen. Darüber hinaus befand sich das zu betreuende Kind im angeführten Entscheid noch in einem anpassungsfähigen Alter (vgl. Urteil 2C_176/2015 vom 27. August 2015 E. 5.4.4); davon kann bei den Beschwerdeführerinnen 2 und 3 nicht mehr ausgegangen werden. Auch deshalb können die Beschwerdeführenden aus dem angeführten Entscheid nichts zu ihren Gunsten ableiten.