Citation: 1P.247/2000 22.09.2000 E. A

A.- Am 23. September 1998 sprach das Bezirksgericht Zurzach den Angeklagten A.________ der mehrfachen sexuellen Handlung mit einem Kind i.S.v. Art. 187 Ziff. 1 StGB schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 8 Monaten Gefängnis. Von der Anklage der Schändung (Art. 191 StGB) wurde er freigesprochen. Der Angeklagte wurde verpflichtet, der Zivilklägerin X.________ eine Genugtuung von Fr. 1'500.-- zu bezahlen. Das Bezirksgericht hielt es für erwiesen, dass der Angeklagte über Weihnachten/Neujahr 1994/1995 in der Wohnung des D.________ in Z.________ sowie in der zweiten Januarhälfte 1995 in einem Zimmer des Hauses in Y.________ mit der damals noch nicht 16jährigen X.________ den Beischlaf vollzogen habe, wobei diese jeweils zuvor Alkohol genossen habe. Zwar habe die Zivilklägerin im Verlaufe des Verfahrens nicht immer gleichlautende, sondern unterschiedliche Angaben gemacht und nicht immer die Wahrheit gesagt; ihre Kernaussagen bezüglich der sexuellen Handlungen mit A.________, B.________ und C.________ seien jedoch konstant und glaubwürdig; insbesondere die Schilderung des Beischlafs mit A.________ und B.________ im Zimmer des Hauses in Y.________ sei "derart plastisch, originell und psychologisch stimmig", dass sie von der Zivilklägerin nicht erfunden worden sein könne. Hierfür stützte sich das Bezirksgericht auf ein Gutachten von PD Dr. U. Gerhard vom 22. September 1997 über die Glaubwürdigkeit von X.________.