Citation: 1C_566/2015 E. 2.2

2.2. Willkür liegt nach der Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder sogar vorzuziehen wäre. Das Bundesgericht weicht vom Entscheid der kantonalen Instanz nur ab, wenn dieser offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 136 I 316 E. 2.2.2 S. 318 f. mit Hinweisen). Bei der Festsetzung der Gerichtsgebühr verfügt das Gericht über einen grossen Ermessensspielraum. Dies hat zur Folge, dass zwei Gerichte, trotz gleicher Kostenregelung (hier: §§ 2 und 3 VGGebV), in gleichgelagerten (bzw. gleichen) Fällen unterschiedlich hohe Gebühren festlegen können, ohne dass dies bereits Willkür begründen würde. Insbesondere ist das Verwaltungsgericht (als zweite Instanz) nicht an die Gebührenfestsetzung des Baurekursgerichts (der ersten Instanz) gebunden, in dem Sinne, dass es dessen Gebühren bei gleichem oder geringerem Aufwand nicht überschreiten dürfte (vgl. Entscheid 1C_156/2012 vom 12. Oktober 2012. E. 8.2.1 in fine). Soweit sich die Beschwerdeführerin auf eine angebliche Praxis des Verwaltungsgerichts beruft, in einfachen, durchschnittlichen Fällen eine Gerichtsgebühr von lediglich Fr. 3'000.-- zu verlangen, fehlt es an einem Beleg für diese (vom Verwaltungsgericht bestrittene) Praxis. Es ist denn auch gerichtsnotorisch, dass die Gebühren des Zürcher Verwaltungsgerichts in der Regel höher liegen als diejenigen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts, die in durchschnittlichen Fällen um die Fr. 3'000.-- betragen. Eine Gerichtsgebühr von Fr. 7'000.-- in einem einfachen Fall, der keinen grossen Aufwand erfordert, ist sehr hoch. Unter Berücksichtigung des hohen tatsächlichen Streitinteresses (Baubewilligung für ein Mehrfamilienhaus) kann sie aber nicht als willkürlich erachtet werden.