Citation: 6B_834/2020 E. 3.3.2

3.3.2. Soweit seine Ausführungen den qualifizierten Begründungsanforderungen genügen, sind sie unbegründet. Dies gilt zunächst für die Kritik des Beschwerdeführers an den vorinstanzlichen Ausführungen betreffend die von ihm vorgenommenen Untersuchungen. Die Vorinstanz zeigt in Auslegung der massgebenden Bestimmungen schlüssig auf, dass nur prothetische Leistungen von der Bewilligungspflicht gemäss § 19 Abs. 1 lit. d aGesV ausgenommen sind und es sich dabei um Planung, Herstellung und Einpassung sowie Kontrolle von abnehmbarem Zahnersatz (Total- und/oder Teilprothesen, nicht aber Implantaten) handle. Arbeiten am Patienten bzw. im Mund des Patienten seien zwar erlaubt, allerdings nur in Zusammenhang mit prothetischen Leistungen, beispielsweise die Abdrucknahme im Rahmen der Planung (Urteil S. 39 f.). Die allgemeine Untersuchung, Befunderhebung und Diagnose verlange ein umfassendes zahnmedizinisches Wissen und sei den Zahnärzten vorbehalten. Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers ist keine Willkür in der vorinstanzlichen Feststellung ersichtlich, das von ihm geschilderte Vorgehen, wonach er eine Triage gemacht haben will zwischen solchen Patienten, die einer zahnärztlichen Behandlung bedürfen, und denjenigen, die prothetische Leistungen benötigen, sprenge den Rahmen der ihm als Zahnprothetiker erlaubten prothetischen Untersuchungen (Urteil S. 42 f.). Unzutreffend ist der Einwand, das Gutachten bzw. die Vorinstanz bezeichne eine Untersuchung eines Prothesepatienten mit einer vermeintlichen Druckstelle, die sich als Zahnfleischentzündung herausstelle, weshalb eine Überweisung an den Zahnarzt erfolge, als unzulässig. Aus den vorinstanzlichen Ausführungen wie auch dem Gutachten geht hervor, dass der Sachverständige nur diejenigen Fälle berücksichtigte, die zweifellos nicht mit einer Prothese in Zusammenhang standen (Urteil S. 43; Akten Bezirksgericht, act. 29 S. 5). Aufgrund dieser Formulierung sowie den Ausführungen im Gutachten ist entgegen dem Vorbringen auch sichergestellt, dass keine Untersuchungen an Patienten erfasst wurden, die erst eine Prothese erhalten sollten. So hält der Sachverständige fest, Untersuchungen könnten nicht nur bei der Anbringung von abnehmbaren Prothesen, sondern auch bei bereits bestehenden Prothesen durchgeführt werden und wären damit als erlaubt einzustufen (Akten Bezirksgericht, act. 29 S. 5).