Citation: 8C_64/2019 E. 4.3

4.3. Dem angefochtenen Entscheid ist zwar nicht explizit zu entnehmen, weshalb es sich aufdrängte, das Gerichtsgutachten einzuholen. Immerhin werden im Sachverhalt die verschiedenen medizinischen Gutachten und Berichte mit unterschiedlichen Auffassungen betreffend die Diagnosen und die Arbeitsfähigkeit, die im Gerichtsverfahren aufgelegt wurden, zutreffend wiedergegeben. Insbesondere schloss das im Auftrag der Krankentaggeldversicherung der Arbeitgeberin erstellte Gutachten der Gutachterstelle G.________, Dres. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und I.________, Fachärztin für Neurologie, spez. Neuropsychologie und Verhaltensneurologie FMH, vom 17. März 2016 auf eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten sowie in jeder weiteren, bildungsadäquaten Tätigkeit. Das Gutachten der Gutachterstelle G.________ stellt ebenfalls ein versicherungsexternes Gutachten dar. Zudem holten diese Gutachter auch Fremdauskünfte ein. Angesichts dieser und weiterer, wiederum anderslautender ärztlicher Beurteilungen sowie seiner Untersuchungspflicht (Art. 61 lit. c ATSG) hatte das kantonale Gericht hinreichende Anhaltspunkte, nicht auf die Expertise der Gutachterstelle D.________ oder der Gutachterstelle F.________ abzustellen und zur Klärung des medizinischen Sachverhalts selbst medizinische Sachverständige beizuziehen. Dem entsprechend stellt das Gerichtsgutachten der Gutachterstelle E.________ keine unzulässige second opinion dar. Mithin erübrigt sich auch der Antrag, dass das Gutachten der Gutachterstelle E.________ aus den Akten zu entfernen sei.