Citation: 1A.63/2005 22.08.2005 E. 7

Schon vor dem Waldfeststellungsentscheid, d.h am 18. August 1999, hatte der Staatsrat die am 7./8. Juni 1997 von der Urversammlung genehmigte, parallel durchgeführte kommunale Totalrevision der Nutzungsplanung und des Bau- und Zonenreglements homologiert. Das BUWAL weist in seiner Vernehmlassung darauf hin, es könne aufgrund der Aktenlage nicht mit Bestimmtheit festgestellt werden, ob damals auch über die Bestockung bzw. die Waldgrenze gegenüber der Bauzone definitiv rechtskräftig entschieden worden sei. Sollte dies zutreffen, wäre das vorliegende Waldfeststellungsverfahren einzustellen, weil es sich beim Streitgegenstand um eine res iudicata handeln würde. Der Staatsrat hielt in seinem Waldfeststellungsentscheid unter Ziffer 3 betreffend "Koordination mit der Raumplanung" fest, das festgestellte, an die Bauzone grenzende Waldareal sei von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Dienststelle für Raumplanung und allenfalls mit der Dienststelle für Wald und Landschaft in den Nutzungsplan zu übertragen. Gestützt darauf und nach den weiteren in dieser Ziffer getroffenen Anordnungen erscheint es eher unwahrscheinlich, dass bereits im Rahmen der Totalrevision der kommunalen Nutzungsplanung über die Waldgrenze gegenüber der Bauzone rechtskräftig entschieden worden ist. Da hierüber jedoch keine Akten im Recht liegen, ist eine abschliessende Beurteilung dieser Frage durch das Bundesgericht nicht möglich. Das Kantonsgericht wird die Streitsache daher (vorab) auch in dieser Hinsicht zu prüfen haben.