Citation: 8C_545/2018 E. A

Die am 3. August 2006 geborene A.________ leidet an verschiedenen Geburtsgebrechen. Am 5. Oktober 2006 erfolgte die Anmeldung für Leistungen der Invalidenversicherung. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau anerkannte namentlich den Anspruch auf verschiedene Hilfsmittel und medizinische Massnahmen zur Behandlung der Geburtsgebrechen Ziff. 313, 427, 164 und 489 gemäss Anhang zur Verordnung vom 9. Dezember 1985 über Geburtsgebrechen (GgV). Zudem gewährte sie Kostengutsprache für heilpädagogische Früherziehung und Hilflosenentschädigung zunächst wegen leichter, ab 1. November 2009 wegen mittlerer Hilflosigkeit sowie zusätzlich ab 1. September 2012 einen Intensivpflegezuschlag. Am 16. November 2017 ersuchte die Kinderspitex Ostschweiz die IV-Stelle um Kostengutsprache für Spitexleistungen für A.________. Die dem Gesuch beigelegte Verordnung für Spitexleistungen vom 4. Oktober 2017 veranschlagte ab diesem Datum einen Zeitaufwand von fünf Stunden pro Jahr für die Abklärung und die Dokumentation des Pflegebedarfs, von 45 Stunden pro Jahr für die Beratung und die Instruktion der nichtberuflich an der Krankenpflege mitwirkenden Personen, von 60 Minuten pro Einsatz für pflegerische Massnahmen zur Umsetzung der ärztlichen Therapie im Alltag, wie Einüben von Bewältigungsstrategien und Anleitung im Umgang mit Aggression, Angst, Wahnvorstellungen (sieben Einsätze pro Woche) und von 60 Minuten pro Einsatz für die Unterstützung von psychisch kranken Personen in Krisensituationen, insbesondere zur Vermeidung von akuter Selbst- oder Fremdgefährdung (sieben Einsätze pro Woche), bzw. einen Gesamtaufwand von 20 Stunden pro Woche für die Untersuchung und Behandlung, von 21 Stunden pro Woche für die Grundpflege und von rund 16 Stunden pro Woche für die Abklärung und Beratung. Nach Einholung einer Auskunft bei der Mutter der Versicherten lehnte die IV-Stelle die Kostenübernahme für Kinderspitexleistungen nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 13. Februar 2018 ab.