Citation: 2C_67/2016 E. 2

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG (summarische Begründung und Verweis auf den angefochtenen Entscheid) zu erledigen ist: Die Vorinstanz hat die Voraussetzungen des Anspruchs auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung zutreffend aufgezeigt. Namentlich setzt ein solcher Anspruch voraus, dass das Rechtsbegehren nicht als aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 2 VwVG; Art. 29 Abs. 3 BV). Die Beschwerdeführerin begründet den von ihr im vorinstanzlichen Verfahren behaupteten Anspruch auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung im Wesentlichen damit, dass wichtige persönliche Gründe ihren weiteren Aufenthalt in der Schweiz notwendig machten, zumal sie einerseits Opfer von häuslicher Gewalt geworden und andererseits ihre Wiedereingliederung in der Türkei stark gefährdet sei (Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG). Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, lassen sich den Akten keine Anzeigen oder Polizeiberichte entnehmen, welche den Zeitraum vor der Ehescheidung am 15. Mai 2013 betreffen. Vielmehr ist erstellt und unbestritten, dass die Beschwerdeführerin nach der Scheidung sogar in eine Hausgemeinschaft mit ihrem Ex-Gatten zurückkehrte, was kaum als nachvollziehbar erscheinen würde, hätte sie zu diesem Zeitpunkt bereits schwere Misshandlungen erfahren müssen. Sämtliche von ihr eingereichten ärztlichen und weiteren Berichte, welche Gewalttätigkeiten durch den Ex-Ehemann belegen sollen, wurden erst in der Zeit nach dem Eintritt ins Frauenhaus am 6. März 2014 verfasst, als die Ehe bereits seit rund 10 Monaten geschieden war. Somit erscheint es bei der hier vorzunehmenden prima-facie-Beurteilung jedenfalls als sehr fraglich, ob die Beschwerdeführerin Opfer massgeblicher ehelicher Gewalt wurde, resp. ob die notwendige Kausalität zwischen den behaupteten Gewalttätigkeiten und der Auflösung der Ehe gegeben ist. Im Übrigen ist auch aktenkundig, dass der Ehemann von den Vorwürfen der einfachen Körperverletzung, der Drohung und der Tätlichkeiten im Zusammenhang mit dem Streit vom 27. Februar 2014 freigesprochen wurde. Nicht überzeugend sind schliesslich auch die Angaben der Beschwerdeführerin, dass sie bei einer Rückkehr in die Türkei als geschiedene Frau namentlich durch ihren Bruder an Leib und Leben bedroht werde: Nach dem Obenstehenden lebte die Beschwerdeführerin auch nach ihrer ersten Scheidung weiterhin in der Türkei und konnte gar ins Elternhaus zurückkehren. Es ist nicht leichthin erkennbar, inwiefern sich die jetzige Situation von der damaligen unterscheiden soll. Bei dieser Sachlage ist es nicht zu beanstanden, wenn das Bundesverwaltungsgericht das Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin als aussichtslos bezeichnet und deshalb die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung verweigert hat.