Citation: 4A_441/2019 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer habe bezüglich des Zustandekommens eines Darlehensvertrages vorgebracht, er habe mit dem Beschwerdegegner verschiedentlich über dessen Finanzbedarf wegen Liquiditätsengpässen gesprochen. Die Gespräche hätten ihn dazu veranlasst, dem Beschwerdegegner mündlich ein bzw. zwei Darlehen zu gewähren. Im Oktober 2014 seien Darlehensverträge abgeschlossen worden und er habe zwei Zahlungen geleistet. Mit keinem Wort lege der Beschwerdeführer aber dar, wann im Monat Oktober und wie eine Einigung über den Abschluss eines Darlehensvertrages und eine entsprechende Rückzahlungspflicht zustande gekommen sei. Obwohl der Beschwerdegegner in der Klageantwort ausdrücklich das Fehlen von Ort und Datum eines Vertragsschlusses sowie des Vertragsinhalts in der Klageschrift bemängelt habe, habe der Beschwerdeführer in der Replik keinerlei detaillierte Angaben zu diesen Punkten geliefert. Er habe sich auf Vorbringen zu den Motiven beider Parteien beschränkt, die zum behaupteten Abschluss eines Darlehensvertrages geführt hätten. Wenn es an Hinweisen auf das "wie" und das "wann" der behaupteten mündlichen Einigung gefehlt habe, habe der Beschwerdegegner nicht wissen können, ob er sich nach Ansicht des Beschwerdeführers am Telefon, per E-Mail oder anlässlich eines persönlichen Gesprächs mit dem Beschwerdeführer geeinigt haben soll und er habe auch keine konkreten Einwände dagegen vorbringen können; beispielsweise, er sei am fraglichen Tag im Spital oder im Ausland gewesen. Hinzu komme, dass sich die im Oktober 2014 erfolgten Zahlungen von Fr. 300'000.-- und Fr. 175'000.-- keineswegs nur mit einem Darlehen erklären lassen würden. Dass auch - wie vom Beschwerdegegner geltend gemacht - ein Investment als Rechtsgrund für die Zahlungen in Frage habe kommen können, ergebe sich aus der E-Mail vom 14. Oktober 2014, worin der Beschwerdeführer ein "C.________-Investment" erwähne und dem Beschwerdegegner Zahlungen der Familie A.________ zusichere. Auch die zum Beweis für das Zustandekommen eines Darlehensvertrages angebotenen Zeugen F.________ und D.________ vermöchten das mangelhafte Klagefundament nicht nachzubessern, da die zu beweisenden Tatsachen in den Rechtsschriften enthalten sein müssten.