Citation: 4A_165/2020 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin anerkennt dass das Bundesgericht "in früheren" Urteilen (4A_532/2011 vom 31. Januar 2012 E. 1.4, nicht publ. in: BGE 138 III 76; 4A_82/2013 vom 16. Mai 2013 E. 2.1) noch davon ausgegangen sei, beim Entscheid über die Abweisung eines Gesuchs um vorsorgliche Beweisführung handle es sich um einen Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinn von Art. 98 BGG. Sie tritt dieser Auffassung aber entgegen und macht geltend, die Abweisung eines Gesuchs um vorsorgliche Beweisführung werde nicht in einem späteren Hauptverfahren überprüft. Das Bundesgericht habe daher keine Gelegenheit, in einem späterem Zeitpunkt mit uneingeschränkter Kognition zu überprüfen, ob die vorsorgliche Massnahme zu Recht verweigert worden sei. Sie macht unter Hinweis auf die Literatur (WALTER FELLMANN, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm und andere [Hrsg.], 3. Aufl. 2016, N. 44e zu Art. 158 ZPO; MARK SCHWEIZER, Vorsorgliche Beweisabnahme nach schweizerischer Zivilprozessordnung und Patentgesetz, in: ZZZ 21-22/2010 S. 3 ff., S. 28 [recte: S. 29 f.]) geltend, Entscheide über vorsorgliche Beweisabnahmen seien keine Entscheide über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG.