Citation: 8C_600/2010 16.12.2010 E. 3

Streitig ist, ob der Beschwerdeführerin ein Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung zusteht. Zu prüfen ist zunächst, ob der geltend gemachte Beckenschiefstand der Versicherten mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als unfallkausal beurteilt werden kann. 3.1 Am 4. September 2008 bescheinigte der Chiropraktor Dr. S.________ ein posttraumatisches Iliosakralgelenk-Syndrom rechts. Es liege ein Beckenschiefstand, verursacht durch eine Beinverkürzung links seit der Tibiafraktur im Jahr 2006 vor. In der Folge kamen der SUVA-Kreisarzt Dr. med. A.________, Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, in der kreisärztlichen Untersuchung vom 10. November 2008 und Dr. med. K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie von der Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA, in der ärztlichen Beurteilung vom 20. Februar 2009 zu einem anderen Ergebnis. Beide verneinten eine Unfallkausalität zwischen den Beckenbeschwerden und dem Unfallereignis. Sie verwiesen zur Begründung insbesondere auf die fehlenden klinischen Befunde und die fehlende Streckhemmung des linken Kniegelenks. Eine funktionelle Beinlängenverkürzung konnten sie nicht bestätigen. In einer kaufmännischen Tätigkeit, überwiegend im Sitzen ausgeübt, beurteilten die Fachärzte die Versicherte aufgrund der Befunde am Knie als voll arbeitsfähig. 3.2 Die Beschwerdeführerin reichte daraufhin im vorinstanzlichen Verfahren eine zusätzliche Stellungnahme des Chiropraktors Dr. S.________ vom 12. Juni 2009 ein, in welcher dieser an seiner Auffassung vom 4. September 2008 festhielt und zum Schluss kam, die schmerzbedingte Belastung des linken Kniegelenks ergebe mindestens einen Beckenschiefstand von 5 mm, was früher oder später zu Beschwerden im Bereich der Iliosacralgelenke oder der Lendenwirbelsäule führen werde. Das Röntgenbild vom 2. September 2008 der LWS und des Beckens zeige eine Beckenrotation nach links mit einem Beckenschiefstand rechts von 2 mm. Diese Angaben vermögen die Beurteilungen der Fachärzte allerdings nicht in Zweifel zu ziehen. Einerseits hielt Dr. S.________ bereits in seinem Bericht vom 4. September 2008 selber fest, mit einer Schuherhöhung links von 5 mm habe sich wieder ein horizontaler Beckenstand und eine achsengerechte LWS ergeben. Andererseits verwies Dr. med. K.________ bei seiner Beurteilung auf das Röntgenbild vom 26. Oktober 2007, aufgrund dessen eine funktionelle Beinlängenverkürzung nicht habe bestätigt werden können. Sollte später ein Beckenschiefstand eingetreten sein, so wäre er zumindest nicht auf das Ereignis vom 26. April 2006 zurückzuführen. Bei der Untersuchung des Dr. med. A.________ vom 10. November 2008 zeigte sich zudem ein flüssiger Gang der Versicherten. Im Übrigen wäre aufgrund eines Beckenschiefstandes keine zusätzliche Einschränkung in einer überwiegend sitzenden Tätigkeit im kaufmännischen Bereich ersichtlich. Auch Dr. S.________ bescheinigte eine solche nicht. Soweit die Vorinstanz den beiden fachärztlichen Beurteilungen der Dres. med. A.________ und K.________ Beweiswert zuerkannte, ist dies somit nicht zu beanstanden, und es kann von den vom kantonalen Gericht berücksichtigten gesundheitlichen Einschränkungen ausgegangen werden.