Citation: 1C_599/2019 E. 7.1

7.1. Gemäss Art. 95 Abs. 1 VRP/SG hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden. In Anwendung von Art. 97 VRP/SG kann die Behörde auf Kostenvorschüsse und auf die Erhebung amtlicher Kosten verzichten, wenn die Umstände es rechtfertigen. Die Vorinstanz erwog, eine andere Verlegung der Kosten als nach dem Grundsatz von Art. 95 Abs. 1 VRP/SG sei nicht gerechtfertigt, zumal der Vorinstanz keine Verletzung des rechtlichen Gehörs oder sonstige Verfahrensfehler angelastet werden könnten und andere Gründe für einen Verzicht auf die Erhebung von Kosten nicht ersichtlich seien. Der Beschwerdeführer wendet ein, das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt habe den Sachverhalt unvollständig festgestellt und ihre Begründungspflicht verletzt, sodass er in guten Treuen zur Prozessführung veranlasst gewesen sei. Ausserdem lebe er in bescheidenen Verhältnissen. Der Beschwerdeführer übersieht, dass die Behörden im vorliegenden Verfahren auf den rechtskräftigen Sicherungsentzug vom 22. September 2017 nicht zurückkommen konnten und durften (vgl. E. 4.2 hiervor), sich der rechtlich relevante Sachverhalt für das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt in genügender Weise aus den ihm vorliegenden Akten ergab und die Verfügung vom 28. Mai 2018 ausreichend begründet war. Offensichtlich unhaltbar ist die vorinstanzliche Kostenauflage auch nicht deshalb, weil der Beschwerdeführer in bescheidenen Verhältnissen lebt. Er dringt mit der Rüge, die Vorinstanz habe Art. 97 VRP/SG willkürlich angewandt, nicht durch.