Citation: 6B_582/2021 E. 4.2.1

4.2.1. Sie erwägt, gemäss der Aussage des Beschwerdeführers sei er am fraglichen Abend zunächst auf der Fahrerseite seines in der V.________ Strasse in U.________ geparkten Fahrzeugs eingestiegen und danach nach hinten auf den Rücksitz geklettert, wobei die Drittperson alsdann von der Beifahrer- auf die Fahrerseite gewechselt habe. Diese Darstellung beurteilt die Vorinstanz einleuchtend als nicht glaubhaft und würdigt sie als "ein starkes Indiz" für die Lenkerschaft des Beschwerdeführers zum Tatzeitpunkt. Im Einzelnen führt sie aus, entgegen den Ausführungen des Verteidigers sei ein solches Verhalten trotz der geräumigen Platzverhältnisse im Land Rover Defender und dem gemäss dem Beschwerdeführer zur Tatzeit herrschenden "Schneegestöber" wenig nachvollziehbar. So erscheine es lebensfremd, dass eine 90-95 kg schwere, damals 61-jährige und stark alkoholisierte Person im Fahrzeuginnern über die Mittelkonsole nach hinten geklettert sein soll und alsdann auch noch die Drittperson im Autoinnern von der Beifahrer- auf die Fahrerseite gewechselt habe. Aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung sei davon auszugehen, dass ein solcher "Wechsel" nicht ohne Not im Fahrzeuginnern vollzogen werde, zumal zu beachten sei, dass entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (zumindest kurz nach dem Unfallzeitpunkt) kein wie von ihm angegebenes regelrechtes "Schneegestöber" geherrscht habe. Somit habe der Grund für diesen angeblichen "Wechsel" im Fahrzeuginnern sehr wahrscheinlich nicht in der schlechten Witterung bestanden. Vielmehr erweckten die Ausführungen des Beschwerdeführers den Anschein, dass dieser versucht habe, seine Aussagen mit seinem am Tatort auf der Fahrerseite gefundenen Schuhsohlenprofil in Einklang zu bringen. So passten die Schuhabdrücke am Tatort auf der Fahrerseite unbestritten zum Schuhsohlenprofil des Beschwerdeführers und es hätten auf dieser Fahrzeugseite keine weiteren Schuhabdrücke festgestellt werden können und dies sei vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht worden. Die wenig glaubhaften Aussagen des Beschwerdeführers betreffend den "Wechsel" im Fahrzeuginnern erschienen unter diesem Blickwinkel als Schutzbehauptungen. Aufgrund seiner am Tatort gefundenen Schuhabdrücke auf der Fahrerseite sei der Beschwerdeführer dazu veranlasst gewesen, dahingehend auszusagen, dass die Drittperson, die gefahren sein solle, zunächst auf der Beifahrer- und er auf der Fahrerseite eingestiegen sei und hernach ein Platzwechsel innerhalb des Fahrzeugs stattgefunden habe. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist nicht geeignet, diese Würdigung unhaltbar erscheinen zu lassen: So ist insbesondere nicht erkennbar, inwiefern die Vorinstanz hätte berücksichtigen müssen, dass die Rücksitze entweder durch die vorderen Türen oder durch die an der Rückseite angebrachte Hecktüre erreicht werden müssen, kann dieser Umstand doch den angeblichen Platzwechsel im Fahrzeuginnern nicht erklären. Für einen solchen mag allenfalls die auf dem Trottoir liegende Schneemade sprechen, aber auch diese steht der Würdigung der Vorinstanz nicht entgegen, zumal der Beschwerdeführer gemäss derselben Fotodokumentation gutes Schuhwerk trug. Im Übrigen setzt sich die Vorinstanz in diesem Zusammenhang auch nicht mit ihrer Feststellung zu den Witterungsverhältnissen in Erwägung 5.6 des angefochtenen Entscheids in Widerspruch, wie der Beschwerdeführer meint. Denn sie stellt an der angegebenen Stelle nicht etwa fest, dass die Wetterverhältnisse "so schlecht waren, dass der Beschwerdeführer von der Küche in der Wohnung seines Sohnes in der Liegenschaft Z.________, U.________, nicht habe sehen können, wer sich seinem Fahrzeug näherte", sondern erwähnt das "angebliche Schneegestöber" neben der Dunkelheit und der Distanz lediglich als ein weiteres Element mit Einfluss auf die Sichtverhältnisse (siehe dazu im Einzelnen E. 4.2.2). Schliesslich führt der Beschwerdeführer nicht aus und ist auch nicht erkennbar, wie die Vorinstanz die Aussagen "bezüglich des Wechsels der Position innerhalb des Fahrzeugs Land Rover Defender" hätte "überprüfen" können und müssen, wie er unter Hinweis auf Art. 139 Abs. 1 StPO kritisiert (vgl. E. 3).