Citation: 2C_719/2021 E. B

Mit Steuermeldung vom 24. Juni 2014 unterrichtete das Kantonale Steueramt das Gemeindesteueramt Reinach über die Aufrechnung von Fr. 800'000.-- bei der Gesellschaft, bei der A.________ Alleinaktionär war. B.a. Mit Verfügung vom 14. Februar 2017 veranlagte die Steuerkommission Reinach A.________ für die Kantons- und Gemeindesteuern der Steuerperiode 2012. Gegen die Veranlagungsverfügung vom 14. Februar 2017 erhob A.________ Einsprache. Mit Einspracheentscheid vom 29. Mai 2018 wies die Steuerkommission die Einsprache ab. Sie berücksichtigte bei A.________ einen geldwerten Vorteil von Fr. 800'000.-- als Einkommen. Der Betrag wurde als (qualifizierter) Beteiligungsertrag der privilegierten Besteuerung unterworfen. Zudem setzte sie das Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit auf Fr. 67'200.-- fest. Mit Rekurs gelangte A.________ an das Spezialverwaltungsgericht des Kantons Aargau. Während des Rekursverfahrens verurteilte die Kantonale Staatsanwaltschaft Aargau A.________ mit in Rechtskraft erwachsenem Strafbefehl vom 20. Juni 2019 wegen mehrfacher Urkundenfälschung sowie vollendeten Steuerbetrugs zu einer bedingten Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu je Fr. 60.-- bei einer Probezeit von drei Jahren sowie zu einer Busse von Fr. 1'900.--. A.________ hatte den Steuerbehörden im Rahmen des Veranlagungsverfahrens der Gesellschaft im Namen der Gesellschaft Rechnungen für Renovations- und Gipserarbeiten des Gipserunternehmens D.________ eingereicht, die sich als Totalfälschungen herausgestellt und dem Zweck gedient hatten, die Steuerfolgen aus dem Verkauf der Liegenschaft am 23. Mai 2012 zu reduzieren und die Bargeldabflüsse aus der Gesellschaft zu rechtfertigen. B.b. Das Spezialverwaltungsgericht hiess den Rekurs von A.________ mit Urteil vom 3. November 2020 teilweise gut. Es setzte das steuerbare Einkommen für die Steuerperiode 2012 auf Fr. 67'200.-- zum Steuersatz von Fr. 818'000.-- zuzüglich eines steuerbaren Beteiligungsertrags von Fr. 750'800.-- zu 40 % des Steuersatzes des gesamten Einkommens von Fr. 818'000.-- fest. Gegen das Urteil vom 3. November 2020 reichte A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau Beschwerde ein. Das Verwaltungsgericht stellte die Leistungen der Gesellschaft an A.________ ohne korrespondierende gleichwertige Gegenleistung in Abweichung vom Spezialverwaltungsgericht neu fest und rechnete bei A.________ einen geldwerten Vorteil in der Höhe von Fr. 514'746.10 als Einkommen auf. Mit Urteil vom 12. Juli 2021 hiess es die Beschwerde von A.________ entsprechend teilweise gut und setzte das steuerbare Einkommen für die Steuerperiode 2012 auf Fr. 67'200.-- zum Steuersatz von Fr. 581'946.10 zuzüglich eines steuerbaren Beteiligungsertrags von Fr. 514'746.10 zu 40 % des Steuersatzes des gesamten Einkommens von Fr. 581'946.10 fest.