Citation: 8C_329/2021 E. 8.6

8.6. Der Beschwerdeführer verlangt einen Teilzeitabzug, da er nur noch zu 70 % arbeitsfähig sei. Laut dem Gutachten der Dres. med. B.________ und C.________ vom 15. Mai 2020 kann der Beschwerdeführer seine verbliebene 70%ige Arbeitsfähigkeit nicht vollschichtig umsetzen. Ob ein Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen ist, wenn eine versicherte Person ihre Restarbeitsfähigkeit nicht vollschichtig umsetzen kann, muss stets mit Blick auf den konkreten Beschäftigungsgrad und die jeweils aktuellen Tabellenwerte ermittelt werden (Urteile 8C_139/2020 vom 30. Juli 2020 E. 6.3.2 und 8C_151/2020 15. Juli 2020 E. 6.3.2). Gemäss der LSE-Tabelle T18 für das Jahr 2018 verdienten zwar statistisch Männer mit einem Beschäftigungsgrad von 50-74 % im untersten Kader rund 3 % und ohne Kaderfunktion rund 4 % weniger als solche mit einem Beschäftigungsgrad von 90 % und mehr. Dies stellt aber praxisgemäss keine überproportionale Lohneinbusse dar. Die Nichtberücksichtigung dieser statistischen Lohndifferenz im Rahmen der Abzugsfrage verletzt daher kein Bundesrecht (vgl. Urteil 8C_151/2020 15. Juli 2020 E. 6.3.2).