Citation: U 99/06 25.04.2007 E. 4

Im Rahmen des Strafverfahrens gab Frau Dr. med. T.________, Assistenzärztin, Chirurgische Klinik, Spital Y.________, an, bei der Untersuchung am Unfalltag seien eine Distorsion der Halswirbelsäule sowie eine Prellung der Lumbalwirbelsäule festgestellt worden. Dr. med. O.________, Facharzt für Innere Medizin, hielt am 12. Oktober 2003 subjektiv leichte Schmerzen cervikal und lumbal sowie objektiv eine leicht eingeschränkte HWS-Beweglichkeit und eine Druckdolenz der paravertebralen Muskulatur cervikal und lumbal bei neurologisch blandem Befund fest. Der Versicherte habe seine Arbeit am 22. September 2003 wieder voll aufgenommen. Dr. med. U.________, Facharzt für Neurologie, fand auf Grund seiner Abklärungen keine Hinweise für relevante Verletzungsfolgen mit Ausnahme eines möglichen leichten cervico- bzw. lumbovertebralen Syndroms und vermutete eine Akzentuierung der Symptomatik infolge einer funktionellen Überlagerung (Bericht vom 17. Dezember 2003). Dr. med. L.________, Facharzt für Neurologie, fand bei seiner neurosonographischen Untersuchung einen normalen Befund vor (Bericht vom 17. Dezember 2003). Anlässlich der Untersuchung vom 19. Januar 2004 hielt Dr. med. J.________, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, eine Subdepressivität fest und empfahl bei allfälligem Scheitern der medikamentösen Behandlung einen stationären Aufenthalt, wobei diesfalls mit Problemen wegen des psychischen Zustands zu rechnen sei. Am 23. März 2004 wurde der Versicherte vom Kreisarzt, Dr. med. E.________, untersucht; dieser konnte klinisch keinen objektivierbaren Befund erheben und hielt ein Zervikalsyndrom ohne neurale Beteiligung, ein funktionelles Hemisyndrom links und eine erhebliche psychische Mitbeteiligung mit noch festzulegender Diagnose fest. Vom 26. Mai bis 23. Juni 2004 hielt er sich in der Rehaklinik X.________ auf. Im Austrittsbericht vom 25. Juni 2004 wurden ein zervikozephales Schmerzsyndrom, ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit Ausstrahlung ins linke Bein und ein abnormes Krankheitsverhalten vor dem Hintergrund einer möglichen anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F 45.4) diagnostiziert. Die Beschwerden und die demonstrierte Behinderung liessen sich durch objektivierbare Befunde nicht erklären. Eine leichte bis selten mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit sei zumutbar. Dr. med. W.________ hielt in seinem Gutachten vom 15. Januar 2006 in psychischer Hinsicht mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit die Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (ICD-10 F 68.0) und eine Schmerzfehlverarbeitung nach einem Auffahrunfall fest, ohne eine psychiatrische Diagnose zu stellen.