Citation: 2C_434/2019 E. 1.4.2

1.4.2. Weder den Schweizerischen Bundesbahnen noch der BLS Netz AG kommt ein spezielles Beschwerderecht zu (vgl. Art. 89 Abs. 2 lit. d BGG i.V.m. dem Bundesgesetz über die Schweizerischen Bundesbahnen bzw. dem Eisenbahngesetz vom 20. Dezember 1957 [EBG; SR 742.101] e contrario; zu den Schweizerischen Bundesbahnen siehe auch BGE 138 I 274 E. 1.5). Die Legitimation der Beschwerdeführerinnen richtet sich damit einzig nach Art. 89 Abs. 1 BGG. Beide Beschwerdeführerinnen können sich grundsätzlich auf diese Bestimmung berufen. Dies gilt auch für die Beschwerdeführerin 1, auch wenn Art. 89 Abs. 1 BGG in erster Linie auf Privatpersonen zugeschnitten ist. Denn durch das Gesetz über die Finanzierung der 3. Rhonekorrektion ist die Beschwerdeführerin 1 gleich oder ähnlich wie ein Privater betroffen (vgl. BGE 138 I 274 E. 1.5), wird sie doch durch das Gesetz für beitragspflichtig erklärt. Nach der Rechtsprechung zu Art. 89 Abs. 1 lit. a und b BGG ist zur Beschwerde gegen einen kantonalen Erlass legitimiert, wer durch die angefochtenen Bestimmungen zumindest virtuell betroffen ist, d.h. mit einer minimalen Wahrscheinlichkeit früher oder später einmal unmittelbar in seinen rechtlichen oder tatsächlichen Interessen betroffen sein könnte (BGE 144 I 43 E. 2.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerinnen, die beide auf dem Gebiet des Kantons Wallis über eine Infrastrukturkonzession nach Massgabe der Bundesgesetzgebung verfügen und damit als Eisenbahnkonzessionäre im Sinne des Gesetzes über die Finanzierung der 3. Rhonekorrektion gelten (vgl. Art. 15 GFinR3), sind nicht nur virtuell, sondern aktuell betroffen, soweit es um die in diesem Gesetz enthaltenen Bestimmungen betreffend Eisenbahnkonzessionäre geht. Die Beschwerdeführerinnen sind damit grundsätzlich zur Beschwerde legitimiert. Soweit die Beschwerdeführerinnen die Aufhebung der die Eisenbahnkonzessionäre betreffenden Bestimmungen des Gesetzes über die Finanzierung der 3. Rhonekorrektion beantragen, ist ihre Legitimation uneingeschränkt zu bejahen. Dies gilt auch insoweit, als die Beschwerdeführerinnen geltend machen, die entsprechenden, sie treffenden Vorschriften würden zur rechtsungleichen und damit verfassungswidrigen Begünstigung Dritter führen (vgl. zur Anfechtung eines Erlasses wegen rechtsungleicher Begünstigung BGE 145 I 121 E. 1.5.3.1; 131 I 198 E. 2.6; 109 Ia 252; Urteil 2C_62/2008 vom 25. September 2009 E. 2.1; vgl. auch BGE 133 I 206 E. 2.2-2.4). Ob die Beschwerdeführerinnen auch dazu legitimiert sind, über die Aufhebung der die Eisenbahnkonzessionäre betreffenden Vorschriften hinaus auch die Aufhebung der übrigen Bestimmungen des Gesetzes über die Finanzierung der 3. Rhonekorrektion zu verlangen, kann hier dahingestellt bleiben. Denn wie im Folgenden ersichtlich wird, wäre die Beschwerde in diesem Punkt, wenn auf das Rechtsmittel vollumfänglich einzutreten wäre, ohnehin abzuweisen.