Citation: 4A_238/2017 E. 2.4.2

2.4.2. Nach den Feststellungen der Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin im erstinstanzlichen Verfahren in der Replik ausgeführt, sie habe gegenüber dem Beschwerdegegner ein überaus schlechtes Gewissen gehabt und aus diesem Grund die Schuldanerkennung über Fr. 2 Mio. unterzeichnet. Das möge schwierig verständlich sein. Sie bitte darum, ihren früheren Psychiater, bei dem sie zwei Jahre in Behandlung gewesen sei, als Zeugen zu befragen. Er könne vielleicht fachmännisch bezeugen, dass sie wegen ihres schlechten Gewissens alles getan habe, alles unterschrieben habe, um mit sich selbst wieder ins Reine zu kommen, aber auch, dass aufgrund ihrer beruflichen Beschäftigung mit grossen Vermögen der Betrag von Fr. 2 Mio. nicht so gross gewesen sei, dass er für sie überhaupt nicht in Frage gekommen sei. In der mündlichen Befragung führte die Beschwerdeführerin nach der Schilderung des freundschaftlichen Verhältnisses des Beschwerdegegners zu ihren Ehemann aus, sie habe sich mit ihrem Mann und dem Beschwerdegegner in Zürich getroffen. Letzterer habe gemeint, dass sie ihm eigentlich mehr schuldig sei, als diese Fr. 3.4 Mio. bzw. mehr als im gerichtlichen Verfahren anerkannt worden sei. Er habe mit ihr eine Schuldanerkennung machen wollen. Das habe sie gemacht. Sie seien dann zum Notar gegangen. Sie habe gedacht, dass sie ihm das gleich zurückzahlen könne. Von dieser Schuldanerkennung habe sie weder ihrem Mann noch ihrem Rechtsvertreter erzählt.