Citation: 2C_862/2020 E. 4.8.1

4.8.1. Das in Art. 30 Abs. 3 BV und auch von Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 14 UNO-Pakt II vorgesehene Prinzip der Justizöffentlichkeit dient einerseits dem Schutz der betroffenen Partei, anderseits ermöglicht es nicht am Verfahren beteiligten Dritten nachzuvollziehen, wie die Rechtspflege ausgeführt wird. Der Teilgehalt der öffentlichen Urteilsverkündung im Besonderen garantiert, dass nach dem Verfahrensabschluss vom Urteil als Ergebnis des Verfahrens Kenntnis genommen wird. Die demokratische Kontrolle durch die Rechtsgemeinschaft soll Spekulationen begegnen, die Justiz benachteilige oder privilegiere einzelne Prozessparteien ungebührlich oder Ermittlungen würden einseitig und rechtsstaatlich fragwürdig geführt (zum Ganzen: BGE 143 I 194 E. 3.1).