Citation: 2C_204/2018 E. 5.5.2

5.5.2. Die Verurteilung vom 1. Oktober 2015 und das weitere Verhalten relativiert die eher positive Einschätzung des Therapeuten vom 22. September 2015, wonach die Legalprognose gut sei, keine akute Gefährdung vorliege und der Patient "sehr gute Fortschritte" mache. Zwar hält der Therapeut - wie der Beschwerdeführer betont - ausdrücklich fest, dass eine aufenthaltsbeendende Massnahme die aktuellen juristischen und medizinischen Bemühungen und die erreichten Ziele "ad absurdum" führen würde. Im Zeitpunkt seines Berichts, konnte der Arzt indessen noch keine Kenntnis von der Beurteilung der neuerlichen Straftat haben, die erst rund 10 Tage nach seinem Bericht per Strafbefehl erfolgte. Auch der Umstand, dass er sich den Verpflichtungen gegenüber dem Bewährungsdienst entzog und sich offenbar bis heute nicht mehr gemeldet hat, sprechen gegen die vom Beschwerdeführer behauptete grundlegend positive Veränderung seines Verhaltens.