Citation: 8C_543/2015 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdeführerin vermag nicht aufzuzeigen, inwiefern die Beweiswürdigung der Vorinstanz im Hinblick auf die Statusfrage willkürlich sein soll. Konkrete Hinweise, welche die erstmals im Rahmen des Vorbescheidverfahrens am 22. Oktober 2014 vorgebrachte und nicht hinreichend substanziierte Behauptung einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall stützten, finden sich in den Akten keine. Die Begründung einer Vollerwerbstätigkeit erschöpfte sich in dem Satz "Sie wäre heute mehr als früher auf einen Vollerwerb angewiesen". Eine Veränderung hinsichtlich der Statusfrage ist damit nicht glaubhaft dargelegt. Somit war die IV-Stelle auch nicht verpflichtet gewesen, anlässlich der Neuanmeldung eine weitere Abklärung im Haushalt zu veranlassen, zumal die Versicherte die Neuanmeldung einzig mit einer Verschlechterung des Gesundheitszustands begründete. Es steht fest und ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin nach ihrer Einreise in die Schweiz vom 1. Juni 1984 bis 31. März 1987 in der B.________ AG als Hilfsarbeiterin in einem Vollzeitpensum tätig gewesen war (vgl. IK-Auszug). Alsdann war sie von 1988 bis 2005 als Hilfsreinigungskraft bei der C.________ AG angestellt gewesen, zuletzt in einem Pensum von 55 %; dies neben einem Haushalt mit fünf Kindern (Fragebogen für den Arbeitgeber vom 21. Februar 2006). Wegen gesundheitsbedingter Absenzen wurde das Arbeitsverhältnis per 31. Dezember 2005 beendet. Ihr Ehemann arbeitete ebenfalls in der C.________ AG. Aufgrund einer viermaligen Diskushernienoperation ist er allerdings seit vier Jahren, d.h. seit 2010, nicht mehr erwerbstätig (ZMB-Gutachten vom 12. Juni 2014). Mithin war die Versicherte vollzeitlich bis Ende März 1987 tätig, um anschliessend 18 Jahre lang bis zur Kündigung Ende Dezember 2005 ausschliesslich teilzeitlich im Umfang von 55 % einer ausserhäuslichen Arbeit nachzugehen. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin erschöpfen sich im Wesentlichen in allgemeinen Überlegungen zum reduzierten Betreuungsaufwand des Sohnes aufgrund seines Alters von 11 Jahren (im Verfügungszeitpunkt) und zur desolaten finanziellen Situation der Familie. Soweit die Versicherte das Qualifikationsergebnis des kantonalen Gerichts mit denselben Gründen wie im erstinstanzlichen Verfahren bestreitet, gibt sie lediglich ihre eigene Sichtweise wieder. Sie unterlässt es, sich mit den diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz konkret auseinanderzusetzen. Eine willkürliche oder auf einer Rechtsverletzung beruhende Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz ist damit nicht begründet. Die vorinstanzlichen Feststellungen, eine Erhöhung des Arbeitspensums auf 100 % als Gesunde bei Verfügungserlass sei, auch in Anbetracht des kranken Ehemanns und des psychisch beeinträchtigten Sohnes, nicht überwiegend wahrscheinlich, sind vor dem dargelegten Hintergrund nicht offensichtlich unrichtig und somit für das Bundesgericht verbindlich (E. 4.2).