Citation: I 233/04 13.09.2004 E. 1

1.1 Nach dem Wortlaut des Rechtsbegehrens der Beschwerdeführerin (Sachverhalt C/ Ziff.1 vorstehend) ist nicht bloss die unbefristete Zusprechung einer halben Invalidenrente über den 31. Oktober 2002 hinaus strittig, sondern - nach allfälligen ergänzenden medizinischen Abklärungen - die Leistung einer - unbefristeten - ganzen Rente. Wie es sich damit verhält, ist insofern nicht bedeutsam, als mit der rückwirkenden Zusprechung einer befristeten Invalidenrente jedenfalls ein Rechtsverhältnis im anfechtungs- und streitgegenständlichen Sinne geregelt wird. Der Umstand, dass nach den Parteivorbringen nur die Befristung der Leistungen strittig ist, führt nicht dazu, die gerichtliche Überprüfungsbefugnis in dem Sinne einzuschränken, dass unbestritten gebliebene Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben. Während allgemein gilt, dass die Beschwerdeinstanz den Streitgegenstand bestimmende, aber nicht beanstandete Elemente nur prüft, wenn hiezu auf Grund der Vorbringen der Parteien oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht, kann das Gericht die Rechtmässigkeit der Befristung einer Rente gar nicht sachgerecht beurteilen, ohne dafür die Periode der (vorangehenden) Anspruchsberechtigung herbeizuziehen. Denn die revisionsweise Aufhebung der Invalidenrente beruht, selbst wenn sie rückwirkend gleichzeitig mit der erstmaligen Rentenzusprechung vorgenommen wird, immer auf einem Vergleich der zeitlich massgeblichen Sachverhalte, d.h. den Entwicklungen in den tatsächlichen Verhältnissen in dem durch die Rentenzusprechungsverfügung (oder den Rentenbeginn) und die Revisionsverfügung (oder die Rentenaufhebung) bestimmten Zeitraum. 1.2 Nach dem Gesagten ist, letzt- wie bereits vorinstanzlich, der Anspruch auf eine Invalidenrente nach IVG Anfechtungs- und Streitgegenstand (zum Ganzen: BGE 125 V 413 ff.; Meyer-Blaser, Der Streitgegenstand im Streit - Erläuterungen zu BGE 125 V 413, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Aktuelle Rechtsfragen der Sozialversicherungspraxis, St. Gallen 2001, S. 31 f.). Mit Blick darauf, dass die Beschwerdeführerin laut IV-Anmeldung vom 22. August 2000 die Zusprechung einer Rente oder "Teilrente" beantragte, im Rahmen des Vorbescheidverfahrens einzig der Rentenpunkt strittig war und schliesslich im kantonalen Prozess erst in der Replik ergänzend Antrag auf Zusprechung von Arbeitsvermittlung gestellt wurde, ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf das replicando gestellte Eventualbegehren auf Zusprechung von Arbeitsvermittlung nicht eingetreten ist. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist insoweit unbegründet. Soweit letztinstanzlich zudem weitere berufliche Eingliederungsmassnahmen geltend gemacht werden, ist darauf nicht einzutreten, da es mangels Verfügung an einem beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand und damit an einer Sachurteilsvoraussetzung fehlt (BGE 119 Ib 36 Erw. 1b, 118 V 313 Erw. 3b, je mit Hinweisen).