Citation: 6B_358/2015 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz hält zunächst fest, der das Lasergeschwindigkeitsmessgerät bedienende Polizeibeamte habe über die notwendigen theoretischen und praktischen Fachkenntnisse im Zusammenhang mit der Messart, dem Messsystem, der Durchführung der jeweiligen Messung sowie der Auswertung der Messung verfügt. Das Messgerät sei letztmals am 15. Juni 2011 geeicht worden. Anzeichen dafür, dass die Funktionstüchtigkeit des Lasergeschwindigkeitsmessgeräts im Zeitpunkt der Messung infrage gestellt gewesen wäre, seien nicht ersichtlich. Die Vorinstanz führt weiter aus, die Beweiswürdigung des Kreisgerichts beruhe insbesondere auf der von der Polizei auf Video aufgezeichneten Lasermessung und auf dem Gutachten des Eidgenössischen Instituts für Metrologie vom 1. November 2013 (METAS-Gutachten). Dieses Gutachten basiere auf den Video-Bildaufnahmen zur Messung vom 28. Januar 2012, auf Abklärungen vor Ort sowie auf technischen Kenntnissen aufgrund der Bauartprüfung, der regelmässigen Eichungen und diverser weiterer Prüfungen des verwendeten Messmittels. Im Gutachten sei, um die Plausibilität der gemessenen Geschwindigkeit zu prüfen, eine Weg-Zeit-Ermittlung, mithin eine unabhängige zweite Geschwindigkeitsbestimmung, vorgenommen worden. Dabei sei im Vergleich zur Lasergeschwindigkeitsmessung ein Mehrfaches an Wegstrecke analysiert worden. Das Gutachten gelange im Ergebnis zum Schluss, dass die infrage stehende Messung korrekt erfolgt sei. Die vom Lasergeschwindigkeitsmessgerät ermittelte Geschwindigkeit sei weder fehlerhaft noch liege eine Fehlzuordnung vor (angefochtenes Urteil S. 5 f.). Die Vorinstanz nimmt weiter an, der Einwand des Beschwerdeführers, wonach die Beweisführung des Kreisgerichts auf drei verschiedenen, gegenseitig vermischten Messvideos basiere, überzeuge nicht. Die erste Instanz habe zutreffend ausgeführt, es liege lediglich ein einziges Messvideo vor, auf dessen Grundlage auch das METAS-Gutachten erstellt worden sei. Darüber hinaus habe der Beschwerdeführer in Bezug auf die angebliche Warnung vor Geschwindigkeitskontrollen widersprüchlich ausgesagt, was die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen schmälere. Zudem stünden seine Angaben zur effektiv gefahrenen Geschwindigkeit in klarem Widerspruch zu seiner Aussage gegenüber der Polizei anlässlich der Tatbestandsaufnahme. Damit sei insgesamt von einer gefahrenen Geschwindigkeit von 122 km/h auszugehen (angefochtenes Urteil S. 6 ff.).