Citation: 8C_548/2023 E. 5.2

5.2. Wie die Beschwerdeführerin zutreffend vorbringt, gab die Beschwerdegegnerin anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 25. Oktober 2021 wiederholt an, sich an nichts mehr zu erinnern. Ihr fehlten sämtliche Erinnerungen an die vergangenen Stunden und sie konnte zu den sexuellen Übergriffen keinerlei Angaben machen. Auf die Frage, woran sie sich erinnern könne, schilderte die Beschwerdeführerin, sie sei am Sonntag, 24. Oktober 2021, ca. um 12.00 Uhr, in ihrem Bett erwacht. Sie habe ihr T-Shirt angehabt, das sie im Ausgang getragen habe. Sonst habe sie keine Kleider mehr am Körper gehabt. Auf ihrer linken Seite sei ein ihr unbekannter, nackter Mann gelegen. Als sie zu ihm geschaut habe, sei er erwacht. Er sei dann aufgestanden, habe sich angezogen und sei gegangen. Sie habe daraufhin geduscht, wobei sie in ihrer Scheide Teile eines Kondoms gefunden habe. Es habe ihr so Angst gemacht, dass sie sich an nichts mehr habe erinnern können, auch nicht "an den Sex". Tags darauf habe sie ihren Gynäkologen angerufen, weil sie sich Gedanken über ihre Gesundheit und über Krankheiten gemacht habe. Sie habe sich untersuchen lassen wollen, weil sie anscheinend Geschlechtsverkehr gehabt habe und das Kondom gerissen sei. Auch gegenüber der Ärztin gab die Beschwerdegegnerin an, nicht zu wissen, was geschehen sei, da sie sich nicht erinnern könne. Damit übereinstimmend lautet sodann der Bericht der Klinik für Gynäkologie des Spitals C.________ vom 26. Oktober 2021, wonach unsicher sei, "was für Verkehr" stattgefunden habe. Gegenüber der Psychologin Dr. phil. D.________ erwähnte die Beschwerdegegnerin schliesslich ebenfalls, nicht mitbekommen zu haben, was in der Nacht geschehen sei. Aufgrund der Kondomteile habe etwas geschehen sein müssen, weshalb sie sich habe untersuchen lassen (vgl. Bericht vom 8. Dezember 2022). Die Beschwerdegegnerin hatte erstmals in ihrer Einsprache vom 17. August 2022 vorgebracht, sie könne sich bruchstückhaft an die Geschehnisse und den Übergriff erinnern, so z.B. an das Bild des Unbekannten, der sich über sie gebeugt habe, und an ihre Hilflosigkeit sowie Handlungsunfähigkeit, die sie in diesem Moment verspürt habe. Dazu verwies sie auf den Verlaufsbericht der Dr. phil. D.________ und Dr. med. E.________ vom 12. Juli 2022. An dieser Darstellung hielt die Beschwerdegegnerin in den folgenden Rechtsschriften fest.