Citation: 4A_336/2015 E. 2.1

2.1. In Bezug auf die Fr. 50'000.-- hat der Beschwerdeführer eine Quittung eingereicht, der nicht zu entnehmen ist, zu welchem Zweck sie ausgestellt wurde. Es wird darin auf eine separate Vereinbarung Bezug genommen, welche der Beschwerdeführer nicht eingereicht hat. Vor diesem Hintergrund erachtete die Vorinstanz die Zeugenaussagen des Zedenten der Forderung und seines Sohnes mit Blick auf die Interessenlage des ersteren und die familiären Bande des letzteren nicht als genügend, um ein Darlehen nachzuweisen, zumal das behauptete Darlehen weder in der Steuererklärung des Zedenten noch derjenigen des Beschwerdegegners aufgeführt werde. Es erstaune zudem, dass der Beschwerdeführer nicht die geschiedene Ehefrau des Zedenten als Zeugin angerufen habe, auch wenn sie nicht bei der Geldübergabe anwesend gewesen sei, da es naheliegend sei, dass Ehegatten miteinander sprächen, wenn einer Drittperson Darlehen von Fr. 50'000.-- gewährt würden, und der Betrag auch im Rahmen der Scheidung nicht bedeutungslos gewesen wäre. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist die Vorinstanz damit weder im Ergebnis in Willkür verfallen, noch hat sie die Beweislast falsch verteilt. Selbst wenn man mit ihm davon ausgeht, es bestehe eine natürliche Vermutung gegen die Qualifikation der Übergabe eines bedeutenden Vermögenswertes als Schenkung (vgl. BGE 141 III 7 E. 4.3 S. 11 mit Hinweis), bedeutet das nicht, dass der Beschwerdegegner den Grund der Quittung zu beweisen hätte. Aus der Tatsache, dass er diesen nicht dargelegt hat, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten, da nicht festgestellt ist, dass der Beschwerdegegner den Grund gekannt hat. Es ist der Beschwerdeführer, der ein Darlehen behauptet und den Darlehensvertrag nachzuweisen hat. Für eine Klageabweisung genügt es, dass ein anderer Grund als ein Darlehen ernsthaft in Betracht kommt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_591/2012 vom 20. Februar 2013 E. 2.6). Es ist nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz keine Mutmassungen anstellt, wenn der Beschwerdeführer die Vereinbarung, auf welche in der Quittung verwiesen wird, nicht einreicht. Der Beschwerdeführer legt zwar im Einzelnen dar, wie die Beweise seiner Ansicht nach zu würdigen sind. Dies genügt aber nicht, um die abweichende Auffassung der Vorinstanz im Ergebnis als offensichtlich unhaltbar auszuweisen. Wenn die Vorinstanz Aussagen von Zeugen, die am Ausgang des Verfahrens ein eigenes Interesse haben könnten oder solchen Personen nahestehen, nur eine verminderte Beweiskraft zuerkennt, ist das nicht unhaltbar, ebensowenig wie der Schluss, den sie aus der fehlenden Aufführung des Darlehens in der Steuererklärung zieht. Selbst wenn das Argument der Vorinstanz bezüglich der geschiedenen Ehefrau des Zedenten nicht überzeugt, wie der Beschwerdeführer geltend macht, würde dies nicht genügen, um die Beweiswürdigung insgesamt als im Ergebnis offensichtlich unhaltbar erscheinen zu lassen.