Citation: 4A_633/2020 E. 4.1

4.1. Mit der Berufungsantwort habe sie geltend gemacht, es hätte keines wichtigen Grundes bedurft. Die Vorinstanz habe dieses neue rechtliche Vorbringen für zulässig erachtet, sei in der Folge aber nicht darauf eingegangen. Sie habe die Rechtsfrage offengelassen, da die mündliche Vereinbarung ohnehin als Dauerschuldverhältnis qualifiziert werden könne, das aus wichtigem Grund aufgelöst werden könne. Da die Vorinstanz das Vorliegen eines wichtigen Grundes aber verneinte, hätte sie nach Ansicht der Beschwerdeführerin diese Argumentation prüfen müssen. Indem sie dies versäumte, habe sie den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 53 ZPO) verletzt.