Citation: I 51/05 14.09.2005 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht hat gestützt auf die Arztberichte von Frau Dr. med. P.________ und Dr. med. L.________ erwogen, der Versicherte leide seit 1994 an psychischen Gesundheitsstörungen und sei im Zeitpunkt der Einreise in die Schweiz zu 50 % arbeitsunfähig gewesen. Diese Beurteilung stimme zudem mit den Aussagen des Versicherten überein. Nichts anderes könne aus der Tätigkeit für die Asylkoordination geschlossen werden, da es sich dabei um sporadische Einsätze in einem geschützten Rahmen gehandelt habe. Die in den Jahren 2001 und 2002 während einigen Monaten in der freien Wirtschaft ausgeübte Tätigkeit sei nicht relevant, da es auf den Zeitraum der Einreise in die Schweiz ankomme und bei psychischen Erkrankungen die Arbeitsfähigkeit über einen längeren Zeitraum betrachtet oftmals Schwankungen unterworfen sein könne. In Würdigung der gesamten Umstände kam die Vorinstanz zum Schluss, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen sei, dass bereits im Zeitpunkt der Einreise in die Schweiz im Mai 1998 eine mindestens 40%ige Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit bestanden habe und somit die versicherungsmässigen Voraussetzungen nach Art. 36 IVG mangels einjähriger Beitragszahlung vor Eintritt der Invalidität nicht erfüllt seien. 4.2 Der Beschwerdeführer wendet ein, der Umstand, dass der als paranoide Persönlichkeitsstörung diagnostizierte Gesundheitsschaden mit dem Unfalltod seines Bruders und mit dem Unfall seiner Schwester in Verbindung gebracht werden könne, erlaube nicht den Schluss, der Versicherungsfall sei bereits im Jahre 1994 eingetreten. Aufgrund der von Dr. med. L.________ geäusserten Vermutungen dürfe nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf eine bereits im Zeitpunkt der Einreise in die Schweiz im Mai 1998 bestandene Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit von mindestens 40 % geschlossen werden.