Citation: U 466/06 22.08.2007 E. 4.4

4.4.1 Was den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden und den Unfallereignissen anbelangt, ist zunächst mit der Vorinstanz festzustellen, dass er bezüglich des Unfalles vom 20. Mai 2001 zu verneinen ist, da es sich dabei um einen leichten Unfall im Sinne der Rechtsprechung gehandelt hatte. 4.4.2 Bezüglich des Unfalles vom 16. Dezember 2002, bei welchem der Versicherte eine HWS-Distorsion erlitten hatte, sodann stellt sich die Frage, wie die Adäquanz zu prüfen ist. Die Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS, nach welcher nicht unterschieden wird, ob die Beschwerden mehr organischer und/oder psychischer Natur sind (BGE 117 V 359 E. 5d/aa S. 363), geht davon aus, dass diese Beschwerden miteinander eng verwoben sind und eine "Differenzierung angesichts des komplexen und vielschichtigen Beschwerdebildes in heiklen Fällen gelegentlich grosse Schwierigkeiten bereitet" (BGE 117 V 359 E. 5d/aa S. 363f.). Voraussetzung für die Anwendung dieser Praxis ist aber, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben. So verhält es sich im vorliegenden Fall - wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat - nicht. Vielmehr litt der Beschwerdeführer, wie aus E. 4.1 hervorgeht, bereits vor dem Unfallereignis vom 16. Dezember 2002 an psychischen Beschwerden, die teilweise identisch sind mit nach dem Unfall festgestellten Leiden, und begab sich deswegen in Behandlung. Selbst wenn das Unfallereignis die psychische Situation verschlimmert hat, zeigt sich diese Verschlechterung nicht als mit dem organisch-psychischen Beschwerdebild nach Schleudertrauma der HWS eng verflochtene Entwicklung, sondern als ein durch den Unfall verschlechterter Vorzustand. In Anbetracht der vorbestehenden und dominierenden psychischen Beschwerden hat die Vorinstanz die adäquate Kausalität zu Recht nach den bei Unfällen mit psychischen Folgeschäden geltenden Grundsätzen geprüft (BGE 115 V 133). Zutreffenderweise hat sie dabei den Unfall als höchstens mittelschwer, im Grenzbereich zu einem leichten Ereignis qualifiziert. Mit dem kantonalen Gericht ist sodann festzustellen, dass die praxisgemäss in die Beurteilung miteinzubeziehenden Kriterien weder in gehäufter Weise erfüllt sind noch eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise gegeben ist. Auf die entsprechenden Ausführungen wird verwiesen. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgetragen wird, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. Soweit einzelne Kriterien auffallen, wie der Beschwerdeführer geltend macht, ist dies nämlich in der psychischen Problematik begründet, was im Rahmen der Adäquanzbeurteilung bei Unfällen mit psychischen Folgeschäden eben ausser Acht zu lassen ist. 4.5 Der von der SUVA unter Berücksichtigung der somatischen Einschränkungen vorgenommene und vorinstanzlich bestätigte Einkommensvergleich ist aufgrund der Aktenlage nicht zu beanstanden und wird auch nicht bestritten.