Citation: 1P.379/2006 25.09.2006 E. A

Die Privatschule "X.________ AG" (im Folgenden: die Privatschule) liess am 30. Dezember 2004 durch ihren Rechtsvertreter bei der Staatsanwaltschaft Zürich Strafanzeige einreichen; diese richtete sich gegen die ehemalige Mitarbeiterin Y.________ und bezog sich auf verschiedene Vermögensdelikte. Die Beschuldigte war als Köchin bei der Privatschule angestellt gewesen und hatte unter anderem auch den Einkauf der Nahrungsmittel besorgt; dafür stand ihr ein von der Schule geäufnetes Bankkonto zur Verfügung. Die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis beauftragte die Kantonspolizei Zürich mit der Durchführung von Vorermittlungen. Daraufhin erliess sie am 11. Mai 2005 eine Nichteintretensverfügung. Das Bezirksgericht Zürich, Einzelrichter in Zivil- und Strafsachen, hiess einen Rekurs der Privatschule gegen diese Verfügung am 2. September 2005 teilweise gut. In einem Punkt erachtete der Einzelrichter das Nichteintreten für gerechtfertigt. Dieser betraf die strafrechtliche Würdigung privater Einkäufe bei der Prodega; nach Auffassung des Einzelrichters war das umstrittene Verhalten strafrechtlich nicht relevant. Bezüglich der weiteren beiden Vorwürfe in der Anzeige bestehe aber Abklärungsbedarf. So habe die Staatsanwaltschaft zu ermitteln, ob die Angeschuldigte die von der Privatschule behaupteten Beträge des Bankkontos veruntreut habe. Ebenso sei zu untersuchen, ob die Beschuldigte bei ihren beruflichen Einkäufen die erhaltenen Coop-Superpunkte privat abgezweigt habe. Es könne nicht ohne Weiteres gesagt werden, dass dieser sachlich nicht abgeklärte Tatvorwurf strafrechtlich von vornherein unbedenklich wäre.