Citation: 4A_48/2019 E. 5.4.2

5.4.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, bei den bis Vertragsschluss abgeschlossenen Planungsarbeiten habe es sich lediglich um die Planung bis zum Erhalt der Baubewilligung gehandelt. Unstrittig sei, dass damit das Risiko der Nichtbewilligung des Bauprojektes grundsätzlich nicht mehr bestanden habe. Fehl gehe der Gutachter aber mit der Schlussfolgerung, dass damit jegliche Risiken für diese Planungsphase dahingefallen wären. Eine konstruktive Prüfung finde im Bewilligungsverfahren in aller Regel nicht statt, und die Baubehörde leiste auch keine Gewähr für die Richtigkeit ihrer Prüfung. Es stellt sich die Frage, inwieweit tatsächlich eine inhaltliche Abweichung zu den Ausführungen des Gutachters besteht (auch er geht - wenn man das Gesamtrisiko betrachtet - ja lediglich von einer Reduktion aus) und der Gutachter Risiken als entfallen ansieht, die nach Ansicht des Beschwerdeführers weiter bestehen, oder ob er den Begriff der entfallenen Risiken einfach enger benutzt als der Beschwerdeführer. Die Frage braucht nicht weiter vertieft zu werden. Der Beschwerdeführer selbst anerkennt, dass im Zeitpunkt des Vertragsschlusses gewisse Risiken (hier die Nichtbewilligung) nicht mehr eintreten konnten und dass zumindest eine gewisse Prüfung erfolgt ist. Unter diesem Gesichtspunkt ist es nicht willkürlich anzunehmen, die Risiken, welche die Aktiengesellschaft zu tragen hatte, seien geringer, als wenn die Baubewilligung noch nicht vorgelegen hätte, was an sich für eine Kürzung der Entschädigung spräche. Aus prozessualen Gründen hat die Vorinstanz aber keine derartige Kürzung vorgenommen - selbst wenn sie daher nicht im vom Gutachter angenommenen Masse gerechtfertigt wäre, bleibt es im Ergebnis dabei, dass die Entschädigung (wenn die vom Gutachter angenommene Entschädigungsgrundlage als zutreffend unterstellt wird) tatsächlich grosszügiger ausgefallen ist, als es den übernommenen Risiken entsprach, auch wenn diese höher sein sollten als vom Gutachter angenommen. Daraus kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten.