Citation: 9C_784/2023 E. 6.3

6.3. Als Praxisbesonderheit, welche einen Zuschlag zum Toleranzwert rechtfertigen würde, macht der Beschwerdeführer geltend, er behandle ein besonders morbides Patientenkollektiv. Er legt indessen nicht dar, inwiefern die diesbezüglichen Sachverhaltsfeststellungen des Schiedsgerichts - welches eine besondere Morbidität der Patienten des Beschwerdeführers verneinte - offensichtlich unrichtig und die daraus gezogenen Schlüsse bundesrechtswidrig sein sollten. Weder aus dem Umstand, dass die Zahl der behandelten Patienten abnahm noch aus den von ihm angebotenen alternativmedizinischen Therapien ist zwingend zu schliessen, dass seine Patienten überdurchschnittlich morbid waren. Soweit er zudem letztinstanzlich erneut geltend macht, die 16 teuersten Patienten seien aus der Kostenbetrachtung auszuschliessen, hat das Schiedsgericht überzeugend erwogen, er habe nicht dargetan, dass deren Diagnosen insofern speziell wären, als sie in den Vergleichspraxen nicht oder kaum abgerechnet würden.