Citation: 1P.149/2000 22.01.2001 E. A

A.- Die Bezirksanwaltschaft Zürich erhob am 7. November 1997 Anklage gegen B.________ wegen Abtreibung und gegen R.________ wegen Anstiftung zur Abtreibung. Die Anklage stützte sich auf den folgenden Sachverhalt: R.________ habe am 3. Dezember 1996 erfahren, dass F.________, mit der er im Frühjahr 1996 mehrfach Geschlechtsverkehr gehabt habe und die schwanger geworden sei, nicht wie zugesagt eine Abtreibung vorgenommen habe, sondern bereits hochschwanger sei und das Kind auf die Welt bringen wolle. Dies habe R.________ nicht akzeptieren können. Im Zeitraum zwischen dem 3. und 8. Dezember 1996 sei er an B.________ mit der Bitte herangetreten, dieser solle F.________ so attackieren, dass sie ihre Frucht verliere. B.________ sei damit einverstanden gewesen. Der Plan der beiden Angeklagten habe darin bestanden, dass sich R.________ mit Frau F.________ zu einem Treffen verabrede; statt ihm sollte dann B.________ am vereinbarten Ort erscheinen und Frau F.________ attackieren. Am 8. Dezember 1996 habe R.________ mit F.________ abgemacht, sie am 9. Dezember 1996, 17.00 Uhr, bei der Endstation der Buslinie A an der C.-strasse in Zürich zu treffen. B.________ habe sich am 9. Dezember 1996 an diesen Ort begeben, wo Frau F.________ um ca. 17.10 Uhr eingetroffen sei. Da R.________ nicht dort gewesen sei, habe sie etwa fünf Minuten gewartet und sich schliesslich auf den Weg zu ihrem Stiefvater gemacht, der an der W.-Strasse wohne. Auf dem Weg dorthin habe B.________ Frau F.________ überholt, sich nach ihr umgedreht und ihr zwei Fusstritte in den Bauch versetzt, damit sie eine Fehlgeburt erleide. Dies sei dann auch geschehen, weil sich durch die Tritte die Plazenta teilweise abgelöst habe und dadurch zufolge Sauerstoffmangels der Fötus noch am Abend des 9. Dezember 1996 gestorben sei.