Citation: 6S.231/2004 05.11.2004 E. 3

3. Beide Parteien erklären sich bereit, sich im Interesse ihrer Tochter inskünftig zu bemühen, einander mit mehr Respekt zu begegnen." In der Strafanzeige vom 2. September 2002 brachte X.________ zum Ausdruck, dass Y.________ trotz des Vergleichs vom 20. März 2002 und in Missachtung desselben in der Ehescheidungsklageantwort vom 26. August 2002 wiederum den ehrverletzenden Verdacht geäussert habe, dass er in der Vergangenheit die gemeinsame Tochter A.________ sexuell missbraucht hätte. In der Klagebegründung vom 27. Februar 2003 (kant. Akten p. 81 ff.) warf X.________ seiner Ehefrau mehrfache Verleumdung vor, angeblich begangen dadurch, dass diese ungeachtet des Vergleichs vom 20. März 2002 in ihrer Ehescheidungsklageantwort vom 26. August 2002 den ehrverletzenden Vorwurf des sexuellen Missbrauchs der gemeinsamen Tochter wiederholt und gar noch mit Details ausgeschmückt habe. Dabei hätte das einzig akzeptable Verhalten darin bestanden, in der Klageantwort den inzwischen abgeschlossenen Vergleich ins Recht zu legen und auf weitergehende Ausführungen in diesem Punkt zu verzichten. Indem die Beklagte den ehrverletzenden Vorwurf ungeachtet des Vergleichs erneut geäussert habe, habe sie wider besseres Wissen gehandelt und daher den Tatbestand der Verleumdung (Art. 174 StGB) erfüllt. Verleumderisch sei ferner die Äusserung in der Klageantwort, dass er ein "Querulant massivsten Kalibers" sei.