Citation: 2C_140/2021 E. D

D.a. Mit Eingabe vom 4. Februar 2021 erhebt die Gemeinde beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Sie beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben. Die Gemeinde betont in tatsächlicher Hinsicht, dass das streitbetroffene Grundstück Nr. xxx nicht ausschliesslich über die private Wegparzelle Nr. zzz zu erreichen sei. Richtigerweise erfolge die Erschliessung zunächst über den U.________weg und erst anschliessend über die private Wegparzelle. D.b. Hinsichtlich der verkehrstechnisch bereits erschlossenen, aber noch nicht bebauten Grundstücke seien die Beiträge aufgrund des kommunalen Rechts in einer ersten Phase nach Massgabe der Grundstückfläche zu erheben. Eine "weitere Beitragserhebung" habe in einer zweiten Phase - nach der Überbauung des Grundstücks - zu erfolgen, wobei der Beitrag nunmehr nach Massgabe des Gebäudeversicherungswerts geschuldet sei (Art. 12 Abs. 1 und 2 des kommunalen Reglements; Ziff. 5.2). D.c. Der fragliche Sachbereich liege im Autonomiebereich der Gemein den des Kantons Basel-Landschaft. Die Gerichte hätten nur zu prüfen, ob die Einwohnergemeinde Gelterkinden/BL mit ihrer Beitragsverfügung gegen eidgenössisches oder kantonales Recht verstossen habe. Das übergeordnete Recht schreibe den Gemeinden nicht vor, ob sie die Finanzierung der Strasseninfrastruktur anhand des Netzbeitrags- oder des Perimeterbeitragssystems vorzunehmen hätten. Ebenso wenig bestünden Vorschriften darüber, ob Beiträge oder Gebühren zu erheben seien (Ziff. 5.3). D.d. Im Anwendungsbereich des Netzbeitragssystems würden Strassenbeiträge in gleicher Weise erhoben wie Frischwasser- bzw. Abwasseranschlussbeiträge. Die geschuldeten Beiträge seien von den konkreten Kosten der einzelnen Strassenabschnitte losgelöst (Ziff. 5.4, lit. a). Das durch den Kanton genehmigte kommunale Reglement lasse ergänzende Beiträge zu, die anhand des Gebäudeversicherungswerts zu bemessen seien (Ziff. 5.4, lit. b). Aufgrund der Erstellung des Wohnhauses mit Praxisräumen sei der Gebäudeversicherungswert im konkreten Fall ganz erheblich angestiegen, nachdem die Teilparzelle zuvor nur mit einem Geräteschuppen bebaut gewesen sei (Ziff. 5.4, lit. c). Die Erhebung eines ergänzenden Strassenbeitrags sei dadurch gerechtfertigt, dass auch "hinterliegende Grundstücke" einen Sondervorteil erlangten. Die von den früheren Eigentümern geleisteten Strassenbeiträge seien lediglich nach Massgabe der Fläche der heutigen Grundstücke Nr. yyy, zzz und xxx und des Gebäudeversicherungswerts der damaligen Liegenschaft (heutige Parzelle Nr. yyy) sowie des Geräteschuppens auf der streitbetroffenen Parzelle vorgenommen worden. Im Vergleich zum früheren Zustand, als das streitbetroffene Grundstück als Gartenanlage der Parzelle Nr. yyy gedient habe, liege "heute zweifelsohne eine Mehrbeanspruchung einer bereits bestehenden verkehrstechnischen Erschliessung vor". Es sei daher "auch auf die durch den Neubau bewirkte Mehrbelastung des kommunalen Strassennetzes, insbesondere des U.________wegs, abzustellen". Der zusätzliche Vorteil sei in dieser Mehrbeanspruchung zu sehen. Dennoch liege eine Vorzugslast und keine unzulässige Benützungsgebühr vor, werde doch einzig der dem streitbetroffenen Grundstück zukommende Mehrwert ausgeglichen (Ziff. 5.4, lit. d). D.e. Ausgehend vom Entscheid 600 93 1 vom 15. Dezember 1994 E. 4.3 habe das Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft in den vergangenen 25 Jahren immer wieder festgestellt, das die Erhebung von Strassenbeiträgen im Netzbeitragssystem gegen kein höherrangiges Recht verstosse, zuletzt im Entscheid 650 16 33 vom 16. November 2017 E. 2.5.2. In Fällen, die mit den vorliegenden Umständen vergleichbar seien, habe das Enteignungsgericht den Sondervorteil durchwegs darin erblickt, dass Gebäude mit höherem Versicherungswert generell einen grösseren Nutzen aus der Verkehrsanlage zögen. Wollte man dem angefochtenen Entscheid folgen, müsste das örtliche Strassenreglement geändert werden (Ziff. 5.5). Die neue Praxis wirke sich rechtsungleich aus: Eigentümer, deren Grundstücke bei der erstmaligen Beitragserhebung bereits überbaut seien, hätten höhere Strassenbeiträge zu gewärtigen als jene Eigentümer, die ihre Grundstücke erst nachträglich bebauten. Denn im zweiten Fall komme es zu keiner Berücksichtigung des Gebäudeversicherungswertes (Ziff. 5.6).