Citation: 5A_1023/2017 E. 4.6

4.6. Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, die Zustimmung zur Vereinbarung vom 1. Februar 2016 betreffend vorsorgliche Massnahmen sei ohne Präjudiz erfolgt. Hieraus dürfe nicht gefolgert werden, sie sei mit einer Abänderung des Scheidungsurteils einverstanden gewesen. Aus dem angefochtenen Entscheid ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz auf die Zustimmung der Beschwerdeführerin zur Vereinbarung abgestellt hätte, um über die Obhutszuteilung zu befinden. Die Rüge zielt damit ins Leere. Auch soweit die Beschwerdeführerin behauptet, mittels der vorsorglichen Massnahmen habe zwischenzeitlich eine gewillkürte Änderung stattgefunden, geht ihre Rüge fehl. Die veränderten Verhältnisse wurden (mit ihrer Abreise ins Ausland) bereits vor Erlass der vorsorglichen Massnahmen geschaffen.