Citation: 1B_60/2019 E. 2

Nach Art. 133 Abs. 2 StPO berücksichtigt die Verfahrensleitung bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person. Unbestritten ist, dass die Staatsanwaltschaft dem Beschwerdeführer über das Anwaltspikett Advokat Ulrich als amtlichen Anwalt vermittelte, wobei sie ihn "im Vorfeld respektive im Rahmen der ersten Einvernahme" darauf aufmerksam machte, dass er "einen Anspruch habe, eine Verteidigung nach Wahl beizuziehen" (Beschwerde Ziff. 7 S. 3). Der Beschwerdeführer wurde anschliessend bei verschiedenen Einvernahmen von Advokat Ulrich vertreten, und er stellte ihm am 15. September 2018 eine Anwaltsvollmacht aus. Der Beschwerdeführer wurde somit von der Staatsanwaltschaft auf sein Recht hingewiesen, einen Anwalt seiner Wahl vorzuschlagen, womit er Anlass und Gelegenheit hatte, einen entsprechenden Wunsch zu äussern und beispielsweise Advokat Roulet vorzuschlagen. Er hat von seinem Vorschlagsrecht indessen keinen Gebrauch gemacht, sondern dem ihm von der Staatsanwaltschaft vermittelten Advokaten Ulrich eine Vollmacht ausgestellt. Die Behauptung des Beschwerdeführers, dieser sei gegen seinen Willen und unter Missachtung seines Vorschlagsrechts zu seinem amtlichen Anwalt ernannt worden, entbehrt offenkundig jeder tatsächlichen Grundlage. Die Staatsanwaltschaft hat bei der erstmaligen Einsetzung des amtlichen Verteidigers Art. 133 Abs. 2 StPO nicht verletzt. Inwiefern der Umstand, dass der Beschwerdeführer wegen der Schwere der Tatvorwürfe notwendig verteidigt werden muss, an dieser Beurteilung etwas ändern könnte, wie er behauptet, ist nicht nachvollziehbar.