Citation: 6B_808/2017 E. 2.1.3

2.1.3. Indes verkennt die durchgehende Argumentation des Beschwerdeführers den Wortlaut des Gesetzes. Die gesetzliche Einschränkung der kurzen Freiheitsstrafe bezieht sich "auf eine vollziehbare Freiheitsstrafe von weniger als sechs Monaten" (Art. 41 Abs. 1 StGB; vgl. Urteil 6B_118/2017 vom 14. Juli 2017 E. 4.3.2). Die mit Art. 41 StGB angestrebte Zurückdrängung kurzfristiger Freiheitsstrafen beruht auf der Überlegung, dass erst ab einer Vollzugszeit von mehr als einem halben Jahr von einem betreuungs- und behandlungsorientierten Vollzug gesprochen werden kann. Art. 41 StGB bezweckt somit in erster Linie, dass kein Freiheitsentzug von weniger als sechs Monaten angeordnet wird. Dieses Problem stellt sich indessen nicht, wenn bei der Bildung einer Gesamtstrafe als Einsatzstrafe für die schwerste Straftat eine Freiheitsstrafe festgesetzt und deren Dauer für die weiteren Delikte angemessen erhöht wird (Urteil 6B_849/2016 vom 9. Dezember 2016 E. 1.3.2 mit Hinweisen).