Citation: 2C_863/2021 E. C

C.a. Zwecks Abbau von Überkapazitäten schlossen die A.________ AG und die E.________ AG am 23./25. Juni 2004 mit der B.________ eine Vereinbarung über den Rückbau des Tanklagers bis zum 30. Juni 2007 ab. Anlässlich dieses Rückbaus wurde seitens der zuständigen Behörden keine vollständige Sanierung des mit über 100 Kubikmeter Heizöl verunreinigten Erdreichs angeordnet. Die Oberfläche blieb in Absprache mit dem Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (vormals Amt für Gewässerschutz und Wasserbau) versiegelt bzw. wurde dort neu versiegelt, wo zuvor die Tanks gestanden hatten. Der Status als überwachungsbedürftiges, aber nicht sanierungsbedürftiges Grundstück änderte sich nicht. Gemäss Schlussabrechnung vom 30. Juli 2007 entschädigte die B-.________ die A.________ AG für den Rückbau der Tankanlagen im Betrag von Fr. 756'105.20. C.b. Im Zusammenhang mit dem anstehenden Rückbau der Tankanlagen beantragte die D.________ AG am 13. September 2006 bei der B.________ die Kostenübernahme für ihren erlittenen Eigenschaden. Die Tanklagerbetreiberin verlangte die vollständige Sanierung des Grundstücks, das nach wie vor bis in tiefe Lagen kontaminiert sei. Insgesamt seien ca. 20'000-25'000 m³ Boden auf einer Fläche von 3'000-4'000 m² mit ca. 100'000 Liter Öl verschmutzt. Die mit der Untersuchung beauftragte Firma beziffere das Schadensvolumen auf maximal Fr. 8'800'000.--. C.c. Mit Schreiben vom 7. Juni 2007 erklärte die B.________, das Ereignis und seine Folgen müssten primär als Haftpflichtfall behandelt und abgeschlossen werden. Im Vordergrund stehe die Versicherungsdeckung durch die Haftpflichtversicherung. Sowohl bei der ursprünglichen Teilsanierung als auch bei der aktuellen Forderung im Falle einer Entsiegelung sei das Schutzgut Grundwasser betroffen. C.d. Mit Verfügung Nr. 1558 vom 7. August 2008 äusserte sich die Baudirektion des Kantons Zürich zum Schlussbericht über den Rückbau der Tankanlage und ordnete an, dass das Grundstück als überwachungsbedürftiger, belasteter Standort gemäss Art. 8 Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Sanierung von belasteten Standorten vom 26. August 1998 (Altlasten-Verordnung, AltlV; SR 814.680) im Kataster der belasteten Standorte vermerkt und das Grundwasser-Überwachungskonzept genehmigt werde. C.e. Am 6. Mai 2011 stellte die Baudirektion des Kantons Zürich fest, dass sich aus dem Überwachungsbericht kein Sanierungsbedarf ableiten lasse. Die Parzelle bleibe weiterhin als überwachungsbedürftiger, belasteter Standort gemäss Art. 8 Abs. 2 lit. a AltlV im Kataster der belasteten Standorte vermerkt. Auf die Weiterführung der Grundwasserüberwachung werde bis auf Weiteres verzichtet. C.f. Anlässlich der Sitzung vom 27. März 2017 forderte die B.________ die A.________ AG und die Tanklagerbetreiberin auf, mit sämtlichen potenziell haftpflichtigen Parteien Verhandlungen zur Tragung des Schadens aufzunehmen. Am 22. Dezember 2017 informierte die A.________ AG die B.________ über den negativen Verhandlungsausgang.