Citation: 6B_1290/2015 E. 2.10

2.10. Willkürliche Würdigung des Beweisergebnisses bezüglich seiner Wiedererkennung als Täter anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen (Ziff. 10). Bei polizeilichen Einvernahmen seien Verfahrensvorschriften verletzt worden, wie die Erstinstanz festgestellt und welcher Ansicht der Verteidigung sich die Vorinstanz angeschlossen habe. Eine Mehrheit der Aussagen sei folglich nicht verwertbar (Ziff. 10.1-10.3). Der Wiedererkennung bei der Staatsanwaltschaft komme ein drastisch herabgesetzter Beweiswert zu, "weil es bei allen staatsanwaltlichen Einvernahmen versäumt wurde, vorerst den Täter [zu] beschreiben und anschliessend den Beschuldigten identifizieren zu lassen" (Ziff. 10.5). Wiedererkennungselemente wie der Schmuck - aber auch der legendäre Stock - seien nicht herausgearbeitet worden. Es dürfe dem Verfahren nicht zugrunde gelegt werden, dass es sich beim beschriebenen Beschuldigten um ihn handle (Ziff. 10.8).