Citation: 1C_213/2017 E. 1.2

1.2. Die Gesamterneuerungswahlen für den Kantonsrat wurden bereits am 20. März 2016 durchgeführt. Die Beschwerdeführer beantragen nicht die Aufhebung der Wahl, sondern primär die Feststellung, die Ungültigerklärung des vom Beschwerdeführer 1 vertretenen Wahlvorschlags sei unrechtmässig. Obwohl an der Beurteilung dieses Begehrens kein aktuelles Interesse besteht, ist es zulässig, weil das Bundesgericht im Rahmen von Art. 107 Abs. 2 BGG unter bestimmten Umständen eine Verletzung der politischen Rechte förmlich feststellen kann, ohne den betreffenden Urnengang aufzuheben, und weil sich die mit der Beschwerde an die Vorinstanz aufgeworfenen Fragen unter gleichen Umständen wieder stellen können, an ihrer Beantwortung ein hinreichendes öffentliches Interesse besteht und eine rechtzeitige letztinstanzliche Prüfung im Einzelfall kaum je möglich ist (vgl. Urteile 1C_511/2015 vom 12. Oktober 2016 E. 1.3, nicht publ. in BGE 143 I 92 sowie 1C_495/2012 vom 12. Februar 2014 E. 1.4 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 140 I 107). Ob neben einer allfälligen Feststellung der Unrechtmässigkeit der Ungültigerklärung ein schutzwürdiges Interesse an der weiter beantragten, allgemeineren Feststellung (vgl. Sachverhalt lit. B) bestünde, erscheint fraglich, kann aber angesichts der nachfolgenden Erwägungen offen bleiben.