Citation: 1C_180/2023 E. 3

Die Auslieferung erfolgt nach Art. 2 Abs. 1 EAUe nur für Handlungen, die sowohl nach dem Recht des ersuchenden als auch nach dem des ersuchten Staates mit einer Freiheitsstrafe oder die Freiheit beschränkenden sichernden Massnahme im Höchstmass von mindestens einem Jahr oder mit einer schwereren Strafe bedroht sind (vorbehältlich der akzessorischen Auslieferung nach Art. 2 Abs. 1 EAUe und Art. 1 ZPII). Ist im Hoheitsgebiet des ersuchenden Staates eine Verurteilung zu einer Strafe erfolgt oder eine sichernde Massnahme angeordnet worden, so muss deren Mass mindestens vier Monate betragen.