Citation: 7B_112/2023 E. 2.4.2

2.4.2. Soweit der Beschwerdeführer die Einordnung seines objektiven und subjektiven Tatverschuldens hinsichtlich der verschiedenen Tatbestände (eventualvorsätzlich versuchte Tötung, Gefährdung des Lebens, einfache Körperverletzung) als widersprüchlich beanstandet, kann ihm nicht gefolgt werden. Die objektiven und subjektiven Tatkomponenten der verschiedenen Delikte decken sich nicht. Bei der eventualvorsätzlich versuchten Tötung hat der Haupttäter einen Schuss auf eine flüchtende Person aus einer Distanz von 20 bis 30 Metern abgegeben. Bei der Gefährdung des Lebens hielt der Haupttäter unmittelbar nacheinander aus kurzer bzw. sehr kurzer Distanz den geladenen und schussbereiten Revolver gegen das Gesicht von F.________ bzw. gegen die Stirn von G.________, obwohl er unerfahren in Bezug auf Waffen war. Die Vorinstanz erwägt, eine skrupellosere Gefährdung des Lebens sei kaum vorstellbar und siedelte die objektive Tatschwere des Haupttäters im oberen Bereich an. In Bezug auf den Beschwerdeführer als Mittäter ging es von einer objektiven Tatschwere im mittleren Bereich aus, weil der Beschwerdeführer nicht eigenhändig die Waffe auf die Opfer richtete. Hinsichtlich der subjektiven Tatschwere berücksichtigte die Vorinstanz das nichtige Tatmotiv (Vergeltung für die Kränkung, welche der Beschwerdeführer und der Haupttäter über den Rauswurf aus dem Club empfanden) und ordnet diese im mittleren Bereich ein. Bei der einfachen Körperverletzung hat der Haupttäter den Griff des geladenen Revolvers G.________ zweimal über den Kopf geschlagen, wobei dieser eine Prellung und eine Schürfwunde erlitt. Alle Delikte werden dem Beschwerdeführer als Mittäter zugerechnet, obwohl er nicht selbst aktiv gehandelt hat. Dass die Vorinstanz zum Schluss gelangt, bei einer Tötung sowie einer Körperverletzung seien weitaus schwerere Tatvarianten denkbar, hingegen erwägt, eine schwerere bzw. skrupellosere Gefährdung des Lebens sei kaum denkbar, ist nicht zu beanstanden. Auch wenn die Vorinstanz den objektiven und subjektiven Tatbeitrag des Beschwerdeführers in sämtlichen Fälle als weniger schwerwiegend als jenen des Mittäters bewertet, zumal erster nicht selbst handelte, so bedeutet dies infolge der anders gelagerten objektiven und subjektiven Tatbestandselemente nicht, dass die Bewertung des objektiven und subjektiven Tatverschuldens in allen Fällen gleich auszufallen wäre.