Citation: 6B_343/2020 E. 1.2.1

1.2.1. Nach dem früheren Bundesgesetz betreffend die Lotterien und gewerbsmässigen Wetten vom 8. Juni 1923 (aLG; SR 935.51 [in Kraft bis 31. Dezember 2018]) waren in der Schweiz Lotterien grundsätzlich verboten (Art. 1 Abs. 1 aLG). Von diesem Verbot ausgenommen waren u.a. die gemeinnützigen oder wohltätigen Zwecken dienenden Lotterien (Art. 3 aLG). Die Kantone stellten für interkantonal oder gesamtschweizerisch durchgeführte Lotterien in zwei Konkordaten ("Interkantonalen Vereinbarung betreffend die gemeinsame Durchführung von Lotterien" vom 26. Mai 1937 [IKV] und "Interkantonale Vereinbarung über die Aufsicht sowie die Bewilligung und Ertragsverwendung von interkantonalen oder gesamtschweizerisch durchgeführten Lotterien und Wetten" vom 7. Januar 2005 [IVLW]) gemeinsame Regeln auf (BGE 142 II 262 E. 2.3.3; Urteil 2C_859/2010 vom 17. Januar 2012 E. 2, in: ZBl, 113 2012 497). Die Bestimmung von Art. 24 Abs. 1 IVLW erlaubte den Kantonen die Errichtung eines Lotterie- und Wettfonds und die Führung eines separaten Sportfonds. Im Kanton Schwyz bestand unter dem Titel Lotteriefonds u.a ein Fonds zur Förderung des Sports (Sportförderungsfonds), in welchen anteilsmässig der kantonale Gewinnanteil der nicht an die Gewinner ausbezahlten Beträge aus nationalen Lotterien und Wetten floss (§ 1 der früheren Verordnung des Kantons Schwyz über den Fonds zur Förderung des Sports vom 29. November 1994 [in Kraft bis 31. Dezember 2018]; GS 681.211). Gemäss Abs. 2 derselben Bestimmung waren die Mittel des Fonds zur Förderung des freiwilligen Breitensports zu verwenden. Dabei wurden nach § 3 der Verordnung Beiträge - soweit Mittel im Fonds verfügbar waren (§ 10 Abs. 1) - an den Sportbetrieb von Sportorganisationen (lit. a), an die Beschaffung von Material und Sportgeräten sowie die Miete von Sportanlagen (lit. b) und an den Bau von Sportanlagen (lit. c) ausgerichtet (vgl. auch § 5 ff.). Nach der Reglementsänderung vom 18. Dezember 2012 konnten die Mittel auch zur Unterstützung von Sporttalenten eingesetzt werden (lit. d; angefochtenes Urteil S. 11 f.; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 9).