Citation: 1P.603/2002 16.12.2002 E. A

Das Besondere Untersuchungsrichteramt des Kantons Basel-Landschaft (BUR) führt gegen X.________ ein Strafverfahren wegen Betrugs, ev. Veruntreuung oder ungetreuer Geschäftsbesorgung. Es stützt diese Vorwürfe auf folgenden Verdacht: X.________ soll als Direktor und Einzelunterschriftsberechtigter der Y.________ AG rund 180 - 200 Kunden versprochen haben, gegen eine Gebühr von jeweils USD 6'000.-- bis USD 39'700.-- die Teilnahme am Finanzierungsprogramm "SSS bzw. SSCP" von A.________ zu vermitteln. Bei diesem Finanzierungsprogramm hinterlege der Investor A.________ das Fünffache des vom Kunden benötigten Darlehensbetrages bei einer Bank als Sicherheit, worauf diese für 10 Jahre ein Darlehen in der Höhe der Sicherheit gewähren würde. Von diesem Darlehen erhalte der Kunde den von ihm benötigten Darlehensbetrag; der restliche Teil des Darlehens würde von der Bank und A.________ gemeinsam angelegt. Aus der daraus resultierenden Rendite würden einerseits die Darlehenszinsen gedeckt und anderseits ein Gewinn erzielt. Nach Ablauf der 10 Jahre würde das Darlehen durch die hinterlegte Sicherheit abgelöst, und der Kunde müsste den zuvor erhaltenen Betrag nicht mehr zurückbezahlen. Es bestehe der Verdacht, dass X.________ seine Kunden arglistig getäuscht habe, indem er von ihnen Vermittlungsgebühren entgegengenommen habe, obwohl er gewusst habe, dass das vereinbarte Finanzierungsprogramm nicht vereinbarungsgemäss realisierbar sei. X.________ wurde am 19. Juni 2002 verhaftet und vom Verfahrensgericht des Kantons Basel-Landschaft gleichentags in Untersuchungshaft genommen. Am 15. Oktober 2002 beantragte das BUR dem Verfahrensgericht, die Untersuchungshaft gegen X.________ um weitere acht Wochen zu verlängern. Mit Beschluss vom 23. Oktober 2002 hiess die Präsidentin des Verfahrensgerichts diesen Antrag teilweise gut und verlängerte die Untersuchungshaft für die Dauer von sechs Wochen bis zum 4. Dezember 2002. Sie befand, es bestehe sowohl ein dringender Tatverdacht als auch Flucht- und Kollusionsgefahr. Unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit falle ins Gewicht, dass das BUR die von ihm in Aussicht genommene Befragung der Geschädigten mittels eines Fragebogens schon früher hätte an die Hand nehmen können und sollen. Sie erachte es indessen als sinnvoll, dass das BUR diese Befragung noch durchführe; dafür müssten indessen sechs Wochen ausreichen, weshalb sie die Haft für diesen Zeitraum verlängere.