Citation: 2P.163/2002 09.10.2002 E. 5.2

5.2. Die Regelung in Art. 9 der Übergangsbestimmungen des Departements für Erziehung, Kultur und Sport des Kantons Wallis vom 25. Juni 1999, soweit sie sich auf Art. 33 Abs. 1 des Reglements vom 9. Juni 1999 bezieht, wird im Sinne der Erwägungen aufgehoben. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragten die Beschwerdeführer, das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde sei bis zum Entscheid des Staatsrats über das in gleicher Angelegenheit bei diesem erhobene Rechtsmittel auszusetzen. Die Beschwerdeführer erklären ausdrücklich, dass die Beschwerde sich nicht gegen ihre Prüfungen als solche und die sich daraus ergebende Verweigerung der Maturitätszeugnisse richte. Mit Schreiben vom 31. Juli 2002 machte der Präsident der II. öffentlichrechtlichen Abteilung die Beschwerdeführer darauf aufmerksam, dass einerseits die Frist zur unmittelbaren Anfechtung der Reglementsbestimmungen (abstrakte Normenkontrolle) abgelaufen und andererseits kein Antrag gestellt worden sei, eine konkrete, auf die umstrittenen Normen gestützte Entscheidung aufzuheben. Den Beschwerdeführern wurde daher Frist bis 30. August 2002 angesetzt, um allenfalls schriftlich den Rückzug der Beschwerde zu erklären. Am 30. August 2002 reichten die Beschwerdeführer je ein Exemplar des Reglements vom 9. Juni 1999 über die Schulzeit am Gymnasium und die Maturitätsprüfungen im Kanton Wallis sowie der diesbezüglichen departementalen Übergangsbestimmungen vom 25. Juni 1999 ein und erklärten, am Sistierungsantrag festzuhalten. Zugleich ergänzten/präzisierten sie die in der Beschwerdeschrift vom 23. Juli 2002 gestellten Rechtsbegehren. Namentlich wird beantragt, Art. 49, Art. 50 und Art. 52 des Reglements vom 10. April 2002 seien gegenüber den beiden Beschwerdeführern als verfassungswidrig aufzuheben und es seien die früheren departementalen Übergangsbestimmungen vom 25. Juni 1999 für anwendbar zu erklären; ferner sei für den Fall der Wiederholung der 5. Klasse gemäss Art. 9 Abs. 1 der Übergangsbestimmungen vom 25. Juni 1999 festzustellen, dass gegenüber den Beschwerdeführern Art. 33 Abs. 1 des Reglements vom 9. Juni 1999 über die doppelte Summe aller Notenabweichungen von 4 nach unten nicht anwendbar sei. Der Staatskanzlei des Kantons Wallis, welche im vorliegenden Verfahren für den Kanton Wallis handelt, stellte am 27. September 2002 die Anträge, das Sistierungsgesuch abzuweisen und auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten.