Citation: 5A_391/2022 E. 3.3.5

3.3.5. Das Verbot der révision au fond bedeutet, dass der Anerkennungsrichter nicht überprüfen darf, ob die ausländische Entscheidung in der Sache selbst aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen richtig oder falsch ist. Die Entscheidung muss sowohl hinsichtlich ihres Zustandekommens als auch ihres Ergebnisses grundsätzlich so hingenommen werden, wie sie ergangen ist (Urteil 4A_228/2010 vom 6. Juli 2010 E. 5 mit Hinweisen). Bezogen auf den konkreten Fall vermag die Beschwerdeführerin nicht nachzuweisen, dass das Obergericht den Schiedsspruch des LCIA vom 7. Juni 2021 in Verletzung des beschriebenen Verbots tatsächlich einer inhaltlichen Überprüfung unterzieht. Sie begnügt sich mit einem Zitat aus dem angefochtenen Entscheid und mit der daran anschliessenden Behauptung, dass sich die Vorinstanz die Parteibehauptungen, die angebotenen Beweismittel und die Erwägungen des Schiedsgerichts "anschaute". Sie zeigt jedoch nicht auf, inwiefern das Obergericht inhaltlich auf den Schiedsspruch eingeht, das heisst die Richtigkeit der darin enthaltenen Sachverhaltsfeststellungen und rechtlichen Beurteilungen hinterfragt, und seiner Beurteilung auch im Ergebnis etwas anderes als die blosse (Rechts-) Tatsache zugrunde legt, dass ein die Arrestforderungen abweisender Schiedsspruch vorliegt. Soweit die Beschwerdeführerin bestreitet, dass die von ihr im Arrestgesuch aufgestellten Tatsachenbehauptungen Gegenstand des Schiedsverfahrens waren, und auch in diesem Zusammenhang eine willkürliche Beweiswürdigung ausgemacht haben will, übersieht sie, dass dies dem angefochtenen Entscheid zufolge gerade "unstrittig" der Fall war. Inwiefern sich das Obergericht bei dieser Feststellung vertan, den Gegenstand des ausländischen Verfahrens also zu Unrecht als unumstritten angesehen hätte, ist der Beschwerde wiederum nicht zu entnehmen.