Citation: 8C_608/2022 E. 5.3.1

5.3.1. 5.3.1.1. Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, in Bezug auf die Anwendung der Tabellenlöhne der LSE und dem dazugehörigen Korrekturinstrument des leidensbedingten Abzugs sei auf die öffentliche Beratung des Bundesgerichts zum Urteil BGE 148 V 174 zu verweisen. Es habe die kantonalen Vorinstanzen darauf aufmerksam gemacht, bei der Anwendung der Tabellenlöhne müsse von diesem notwendigen Korrektiv Gebrauch gemacht werden. Dies habe das kantonale Gericht nicht getan, sondern sich vielmehr damit begnügt, die standardisierten allgemeinen Textbausteine zum leidensbedingten Abzug wiederzugeben. Damit habe es seinen Ermessensspielraum missbräuchlich nicht ausgeübt. 5.3.1.2. Das Bundesgericht ist in BGE 148 V 174 E. 9.2.3 zusammenfassend zum Schluss gelangt, die bisherige Rechtsprechung für eine möglichst realitätsgerechte Bestimmung des Invaliditätsgrades mittels eines Einkommensvergleichs im Sinne von Art. 16 ATSG orientiere sich, sofern keine konkreten Lohndaten vorhanden sind, subsidiär an den Zentral- beziehungsweise Medianwerten der LSE, die den ausgeglichenen Arbeitsmarkt abbilden. Als Korrekturinstrumente für eine einzelfallgerechte gegenüber einer standardisierten Betrachtung stehen die Möglichkeiten eines Abzugs vom Tabellenlohn gemäss BGE 126 V 75 sowie der Parallelisierung der Vergleichseinkommen (mit Hinweis auf BGE 141 V 1 E. 5.4 mit Hinweisen) zur Verfügung. Inwieweit die Vorinstanz diesen Grundsatz verletzt haben soll, ist nicht ersichtlich.