Citation: 7B_309/2023 E. 2.4.2

2.4.2. Vor dem Hintergrund des geschilderten Verlaufs der Massnahme ist auch der Schluss der Vorinstanz bundesrechtskonform, diese sei aussichtslos im Sinne von Art. 62c Abs. 1 lit. a StGB. Soweit sich der Beschwerdeführer wiederholt auf den Standpunkt stellt, er sei "sehr gerne bereit", die Massnahme für junge Erwachsene weiterzuführen, setzt er sich nicht nur in Widerspruch zu den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz, sondern auch zu seinen eigenen Äusserungen in der Stellungnahme vom 25. November 2022. Dort führte er aus, er habe sich von Anfang an gegen jegliche Massnahmen ausgesprochen, das "Engmaschige mit dem ganzen Tag Pädagogen" mache ihm "psychisch mehr zu schaffen als in der Haft". Auch sein Einwand, die Vorinstanz dürfe die Massnahme nicht schon bei der "kleinsten Schwierigkeit" aufheben, geht angesichts der Umstände fehl. Die Massnahme hat gar nie richtig funktioniert. Bereits wenige Wochen nach deren Beginn entwich der Beschwerdeführer aus dem Massnahmenzentrum und wurde rückfällig. Seither hat er sich sichtlich verändert, wie sich dem Abschlussbericht des Massnahmenzentrums B.________ vom 28. September 2022 entnehmen lässt, und konnte sich nicht auf die für die Zukunft gesteckten Ziele konzentrieren. Auch habe er seine im Vorbericht beschriebene gute Reflexionsbereitschaft tendenziell durch kognitive Verzerrungen ersetzt, sein Verhalten bagatellisiert und externalisiert. In dieser Zeit sei es nicht möglich gewesen, mit dem Beschwerdeführer Therapiearbeit zu leisten. Die zweite Flucht ereignete sich dann unmittelbar nach der Standortbestimmung. Auf der Flucht beging der Beschwerdeführer verschiedene Straftaten, die angesichts der unbedingten Strafe von sechs Monaten nicht mehr als Bagatellen zu werten sind, die lediglich Ausdruck vorübergehender und mit dem Vollzug einer Massnahme für junge Erwachsene allenfalls einhergehender Schwierigkeiten wären. Die Vorinstanz beurteilte es vor diesem Hintergrund zu Recht als aussichtslos, der Störung des Beschwerdeführers und der daraus resultierenden Gefahr weiterer Straftaten auf dem Weg der Massnahme für junge Erwachsene zu begegnen.