Citation: 1A.180/2006 09.08.2007 E. 3

Weiter rügt der Beschwerdeführer, für das Projekt hätte ein Gestaltungsplan im Sinne von § 61 des Planungs- und Baugesetzes vom 16. August 1995 (PBG/TG; RB 700) ausgearbeitet werden müssen. Der Gestaltungsplanpflicht unterstehen Bauten und Anlagen, von welchen erhebliche Auswirkungen auf Nutzungs- und Erschliessungsordnung, Umwelt oder Orts- und Landschaftsbild zu erwarten sind. 3.1 Das Verwaltungsgericht hält dazu im angefochtenen Urteil sinngemäss fest, der Ausbau eines Güterschuppens zu einem Jugendtreff in einer relativ kleinen Gemeinde bringe keine erheblichen Auswirkungen im Sinn von § 61 PBG/TG mit sich. Das Bahnhofareal sei baulich gut erschlossen, Parkplätze seien auf der vom Beschwerdeführer abgewandten Seite genügend vorhanden. Ein gewisser Mehrverkehr durch Mofas und Fahrräder sei zwar an den Öffnungsabenden zu erwarten. Erheblich sei dieser aber zweifelsohne nicht. Das Baubewilligungsverfahren mit der Möglichkeit, Auflagen und Bedingungen zu erlassen, sowie die den Nachbarn nach Inbetriebnahme des Jugendtreffs jederzeit offenstehende Immissionsklage, würden dem Störpotential einer solchen Institution in genügendem Masse Rechnung tragen. 3.2 Bei § 61 PBG/TG handelt es sich um eine kantonale Norm. Wenn die Vorinstanzen eine Gestaltungsplanpflicht aufgrund der Grösse des vorgesehenen Betriebs verneint haben, ist dies verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Das Vorhaben dürfte kaum mit massgeblichen Folgen für die Erschliessungssituation verbunden sein; genauso wenig ist mit erheblichen Auswirkungen auf die Nutzungsordnung zu rechnen. Zudem kann den Bedenken des Beschwerdeführers im Baubewilligungsverfahren Rechnung getragen werden. Demzufolge ist den Erwägungen des Verwaltungsgerichts grundsätzlich zuzustimmen.