Citation: 9C_897/2015 E. 1

In der Beschwerde wird in erster Linie eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch das kantonale Gericht gerügt: Die Verfügung vom 2. Juni 2015 und entsprechend die hiegegen erhobene Beschwerde sowie die weiteren Rechtsschriften hätten sich ausschliesslich auf das Thema Hilfsmittel/Behandlungsgerät bezogen; die Vorinstanz habe den Anspruch jedoch mit der Argumentation verneint, der Beschwerdeführerin fehle es an der Bildungsfähigkeit, weshalb das Stehbrett von vornherein nicht der Schulung, sondern therapeutischen Zwecken diene. Die Rüge ist an sich begründet: Zwar muss der Rechtsuchende grundsätzlich immer damit rechnen, dass das angerufene Gericht im Zuge der Rechtsanwendung von Amtes wegen den angefochtenen Verwaltungsakt unter allen konkret in Betracht fallenden rechtlichen Aspekten überprüft, auch jenen, die im Verwaltungsverfahren noch nicht zur Diskussion standen. Erhalten aber Tatsachen, welche bisher nicht thematisiert worden sind, verfahrensentscheidende Bedeutung, gebietet es das rechtliche Gehör, die Parteien dazu zu Worte kommen zu lassen (BGE 130 III 35 E. 5 S. 39, 126 I 19 E. 2c/aa S. 22; Urteil 4A_108/2009 vom 9. Juni 2009 E. 2.1). Dass das kantonale Gericht die Gelegenheit einräumte, sich zum Augenscheinprotokoll (einschliesslich Fotos) zu äussern, ändert daran nichts, weil die Parteien nicht wissen konnten, dass die Vorinstanz daraus schliessen würde, die Versicherte sei bildungsunfähig. Indessen ist aus Gründen der Prozessökonomie von einer Kassation des angefochtenen Entscheides abzusehen. Denn eine Rückweisung käme einem Leerlauf gleich, weil nicht anzunehmen ist, dass das kantonale Gericht im Lichte der vorgetragenen Argumente zu einer abweichenden Entscheidung gelangen würde. Vielmehr wäre die Rückweisung mit einer unnötigen Verzögerung verbunden, die mit dem der Anhörung gleichgestellten Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wäre (vgl. BGE 132 V 387 E. 5.1 S. 390 mit Hinweis). Hingegen hat in dieser Prozesslage das Bundesgericht den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die Sache ist somit materiell umfassend - tatsächlich und rechtlich - zu beurteilen. Der Beschwerdeführerin sind damit alle Verfahrensrechte gewahrt. Eine "Verkürzung des Rechtsweges" liegt nicht vor.