Citation: 6P.138/2005 16.03.2006 E. 4

Das Obergericht stützt sich bei der Prüfung der Frage, ob eine Begutachtung des Beschwerdeführers erforderlich sei, auch auf ein früheres psychiatrisches Gutachten vom 13. April 2000, in dem eine Trunksucht, aber keine sonstige geistige Störung diagnostiziert wurde. Es erklärt weiter, dass auch der Eindruck an der Hauptverhandlung keinen Anhaltspunkt für eine solche gebe. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils verschiedene stärkere Medikamente einnahm, lässt diese Beurteilung nicht als willkürlich erscheinen. Denn es ergeben sich daraus keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass er im Unfallzeitpunkt an einer psychischen Krankheit litt und diese einen Einfluss auf den Unfall gehabt hätte. Dasselbe gilt mit Bezug auf die Aussage des Beschwerdeführers, er habe schon fast Angst vor sich selber bekommen, dass er einmal einen (sc. seiner Vorgesetzten) packen und in den Senkel stellen könnte, sowie den in der Beschwerde erwähnten früheren Vorfall. Mit dem schliesslich erhobenen Einwand, das Obergericht hätte seinen wiederholten Beteuerungen, er trinke seit Anfang 2004 nicht mehr regelmässig Alkohol und habe am Unfalltag zum letzten Mal Alkohol zu sich genommen, nicht glauben dürfen, setzt sich der Beschwerdeführer zu seinen Aussagen in Widerspruch. Abgesehen davon, dass das Obergericht auch die Alkoholproblematik differenziert würdigt und dabei keineswegs in Willkür verfällt, verstösst eine solche Argumentation gegen Treu und Glauben. Alle vorgebrachten Willkürrügen erweisen sich damit als unbegründet.