Citation: 1B_24/2007 13.03.2007 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung der persönlichen Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV, Art. 5 Ziff. 1 EMRK), der Verfahrensgarantien bei Freiheitsentzug (Art. 31 BV) und des Willkürverbots (Art. 9 BV). Das Bestehen eines Tatverdachts werde nicht bestritten, hingegen fehle der Haftgrund der Fluchtgefahr. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer keinen Wohnsitz in der Schweiz besitze, könne nicht auf Fluchtgefahr geschlossen werden. Der einzige Anhaltspunkt für Fluchtgefahr sei die nigerianische Staatsangehörigkeit bzw. die aus diesem Umstand folgende geschäftliche und persönliche Beziehung des Beschwerdeführers zu Nigeria. Dies reiche für die Annahme von Fluchtgefahr nicht aus und stelle eine Benachteiligung von Ausländern gegenüber Schweizern dar. Der Beschwerdeführer lebe seit 10 Jahren in der Schweiz, sei seit 1999 mit einer Schweizerin verheiratet, lebe zwar von ihr getrennt, unterhalte zu ihr aber einen äusserst engen und regelmässigen Kontakt. Zu seiner heutigen Partnerin in Zürich und zu seiner dreijährigen Tochter aus dieser Verbindung lebe er eine enge und intensive Beziehung. Dies drücke sich darin aus, dass er seine Familie finanziell unterstütze. Angesichts dieser starken familiären Bindung in der Schweiz sei eine Fluchtgefahr unwahrscheinlich. Da die Haft schon 6 Monate dauere und die allfällig zu verbüssende Freiheitsstrafe entsprechend geringer werde, könne eine Flucht praktisch ausgeschlossen werden.