Citation: 2C_646/2021 E. 3.2.4

3.2.4. Die Steuerpflichtige wendet sinngemäss ein, dass der Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Art. 127 Abs. 2 BV) dadurch verletzt werde, dass ein Ausscheidungsverlust entstehe. In der Bundesrepublik Deutschland würden die Schuldzinsen objektmässig verlegt, und eine Vermögenssteuer bestehe dort nicht. Auch diesem Einwand ist das Bundesgericht schon nachgegangen. Es hat in einer analogen Situation (Grundstücke im Kanton Zürich, Ansässigkeit in Deutschland) erkannt, dass von keinem Ausscheidungsverlust gesprochen werden kann, wenn der Grundstückertrag und die Unterhaltskosten objektmässig verlegt werden, ehe der Schuldzins quotenmässig verteilt wird (Urteil 2C_18/2014 vom 15. Januar 2015 E. 4.3.4). Dies kann allerdings dazu führen, dass die ans Ausland zugewiesenen anteiligen Schulden und Schuldzinsen aufgrund des ausländischen unilateralen Rechts nicht zum Tragen kommen. Einen Widerspruch zum DBA CH-DE ruft dies nicht hervor, ebenso wenig wie die Schweiz diese Rechtslage zu vertreten hat (siehe Urteile 2C_891/2018 vom 30. Oktober 2018 E. 3.2.2; 2C_404/2017 vom 10. Mai 2017 E. 3.2.2 zum ausländischen Gewinnungskostenüberschuss, den eine im Inland ansässige Person erleidet).