Citation: 1B_475/2016 E. 4.2

4.2. Das Obergericht führt zur Wiederholungsgefahr aus, der Beschwerdeführer sei mit Strafbefehl vom 21. Juli 2011 unter anderem wegen falscher Anschuldigung, Irreführung der Rechtspflege, Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, grober Verletzung der Verkehrsregeln, Fahren ohne Führerausweis und trotz Entzugs des Führerausweises sowie wegen Fahren in fahrunfähigem Zustand zu einer unbedingten Geldstrafe von 160 Tagessätzen zu Fr. 30.-- sowie einer Busse von Fr. 1'200.-- verurteilt worden. Mit Urteil vom 6. November 2013 sei er wegen Hinderung einer Amtshandlung, mehrfacher grober Verletzung der Verkehrsregeln, Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes und Führen eines Motorfahrzeugs trotz Verweigerung, Entzugs oder Aberkennung des Ausweises zu einer Geldstrafe von 340 Tagessätzen zu Fr. 80.-- verurteilt worden, wobei 170 Tagessätze teilbedingt bei einer Probezeit von vier Jahren aufgeschoben worden seien. Seit dem Jahr 2014 sei ein weiteres Strafverfahren hängig, in welchem dem Beschwerdeführer Geldwäscherei, Hehlerei, einfache Körperverletzung, mehrfache Drohung, mehrfache Beschimpfung, mehrfache Tätlichkeiten, mehrfache Anstiftung zur Begünstigung, Anstiftung zur Irreführung der Rechtspflege, mehrfache Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Anbau und Handel von mehreren Kilogramm Cannabis), mehrfacher Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, mehrfache Nötigung sowie mehrfache Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz vorgeworfen würden. Bereits in jenem Verfahren handle es sich teilweise um Gewalttaten. Im vorliegenden Verfahren werde ihm ein weiteres Delikt gegen Leib und Leben vorgeworfen. Angesichts der Unbelehrbarkeit des Beschwerdeführers und der stetigen Zunahme seiner Delinquenz sei ernsthaft von der Gefahr einer weiteren Steigerung und damit der Begehung von weiteren gegen Leib und Leben gerichteten Delikten auszugehen. Darüber hinaus gelte es auch zu verhindern, dass der Beschwerdeführer durch sein deliktisches Verhalten den Abschluss des Strafverfahrens weiter beeinträchtige und durch immer neue Straftaten die Sicherheit anderer erheblich gefährde. Die Wiederholungsgefahr sei deshalb zu bejahen.