Citation: 2C_364/2024 E. 5.3.3

5.3.3. Im Rahmen der Interessenabwägung respektive Verhältnismässigkeitsprüfung geht die Vorinstanz aufgrund der zwei Mal ausgesprochenen, wirkungslos gebliebenen Verwarnung, der Verschuldung und des früheren Sozialhilfe- sowie fortgesetzten Ergänzungsleistungsbezugs (welcher bei der Verhältnismässigkeitsprüfung berücksichtigt werden darf, vgl. BGE 149 II 1 E. 4.6) zutreffenderweise von einem öffentlichen Interesse an der Beendigung des Aufenthalts der Beschwerdeführerin aus. Dem steht als privates Interesse der langjährige Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Schweiz und die Pflege der Beziehung zu ihren in der Schweiz ansässigen, erwachsenen Kindern gegenüber. Für die Beschwerdeführerin ist es nach einem rund 25-jährigen Aufenthalt in der Schweiz bestimmt nicht einfach, sich in ihrem Heimatland wieder einzugliedern, zumal sie einen Grossteil der prägenden Kinder- und Jugendjahre nicht dort verbracht hat, sondern erst im Alter von 15 Jahren von Kroatien zu ihrer Schwester nach Slowenien gezogen ist. Gleichwohl erscheint ihr eine Rückkehr nach Slowenien entgegen ihren Einwendungen zumutbar: Die Beschwerdeführerin lebte in den Jugendjahren bis ins frühe Erwachsenenalter in ihrem Heimatland, arbeitete und heiratete dort einen slowenischen Staatsangehörigen. 1992/1993 und 1999 kehrte sie jeweils mit den Kindern nach Slowenien zurück, wobei der letzte Aufenthalt über ein Jahr dauerte. Die Beschwerdeführerin ist in sprachlicher und kultureller Hinsicht nach wie vor mit ihrem Heimatland verbunden, welches sie während der Ferien regelmässig besuchte. Es erscheint ihr deshalb möglich, dort erneut Fuss zu fassen. Die von ihr vorgetragenen, gesundheitlichen Leiden vermögen daran nichts zu ändern, zumal in ihrem Heimatland eine vergleichbare medizinische Versorgung gewährleistet ist und sie nicht darlegt, weshalb für deren Behandlung ein Aufenthalt in der Schweiz zwingend wäre. Für ihr wirtschaftliches Auskommen im Heimatland dürfte angesichts dessen, dass ihr die zugesprochene IV-Rente auch dort ausbezahlt wird, gesorgt sein. In familiärer Hinsicht ist sodann nachvollziehbar, dass ihre erwachsenen Kinder für die Beschwerdeführerin wichtige Bezugspersonen darstellen. Diese Beziehungen können allerdings über regelmässige Ferienbesuche und mittels elektronischer Kommunikationsmittel aufrechterhalten werden, zumal es ihr weiterhin möglich ist, sich für Besuche in der Schweiz aufzuhalten. Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, wonach das öffentliche Interesse an der Aufenthaltsbeendigung das entgegenstehende, private Interesse der Beschwerdeführerin am Verbleib in der Schweiz überwiegt bzw. die Aufenthaltsbeendigung verhältnismässig ist, erweist sich nach dem Gesagten als konventions- und bundesrechtskonform. Die Rüge der Verletzung von Art. 8 EMRK respektive Art. 13 Abs. 1 BV ist demzufolge unbegründet.