Citation: 8C_615/2022 E. 7.2.3

7.2.3. Was in der Vernehmlassung dazu vorgebracht wird, führt zu keinem anderen Ergebnis. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdegegner insbesondere aus dem Urteil 8C_447/2017 vom 17. Januar 2018. Denn dort ging es um eine psychische Erkrankung, wie sie hier unbestrittenermassen nicht zur Diskussion steht. Diese schränkte die Flexibilität der betroffenen versicherten Person zwar derart stark ein, dass ausnahmsweise ein Abzug von 15 % gerechtfertigt war. Das Bundesgericht wies dabei aber ausdrücklich auf die geltende Gerichtspraxis hin, wonach für gewöhnlich eine aus psychischen Gründen verminderte Flexibilität oder verstärkte Rücksichtnahme seitens Vorgesetzter und Arbeitskollegen nicht als eigenständige abzugsfähige Umstände anerkannt werden (statt vieler: SVR 2010 IV Nr. 28 S. 87, 9C_708/2009 E. 2.3.2 mit Hinweisen). Der pauschale Einwand, eine schwere Beeinträchtigung der Flexibilität sei mit einem Abzug von bis zu 15 % zu berücksichtigen, hilft demnach nicht weiter. Ebenso wenig ergeben sich, anders als der Beschwerdegegner meint, Hinweise auf unvorhersehbare oder nur schwer kalkulierbare Absenzen. Solche gehen weder aus dem kreisärztlichen Profil hervor, noch leidet der Beschwerdegegner an einer schubartig auftretenden Krankheit, bei welcher die geltend gemachten und allenfalls zu berücksichtigenden Nachteile typischerweise auftreten (vgl. dazu: SVR 2023 UV Nr. 11 S. 34, 8C_167/2022 E. 5.3.1; Urteil 8C_179/2018 vom 22. Mai 2018 E. 4.2; je mit Hinweisen).