Citation: U 399/05 27.11.2006 E. 2

2.1 Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Dieser Anspruch besteht auch unter den nachfolgend darzulegenden Voraussetzungen bei Eintritt der Gegenstandslosigkeit des kantonalen Beschwerdeverfahrens (SVR 2004 AlV Nr. 8 S. 21). 2.2 Wird ein Rechtsstreit gegenstandslos oder fällt er mangels rechtlichen Interesses dahin, entscheidet das Eidgenössische Versicherungsgericht mit summarischer Begründung über die Prozesskosten aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes (Art. 135 OG in Verbindung mit Art. 40 OG und Art. 72 BZP). Bei der Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen ist somit in erster Linie auf den mutmasslichen Ausgang des Prozesses abzustellen (BGE 125 V 374 Erw. 2a). Dabei geht es nicht darum, die Prozessaussichten im Einzelnen zu prüfen und dadurch weitere Umtriebe zu verursachen. Vielmehr muss es bei einer knappen Beurteilung der Aktenlage sein Bewenden haben. Auf dem Weg über den Kostenentscheid soll nicht ein materielles Urteil gefällt und unter Umständen der Entscheid in einer heiklen Rechtsfrage präjudiziert werden. Lässt sich der mutmassliche Ausgang eines Verfahrens im konkreten Fall nicht ohne weiteres feststellen, ist auf allgemein zivilprozessrechtliche Kriterien zurückzugreifen. Danach wird in erster Linie jene Partei kosten- und entschädigungspflichtig, die das gegenstandslos gewordene Verfahren veranlasst oder bei der die Gründe eingetreten sind, die zur Gegenstandslosigkeit des Verfahrens geführt haben (SVR 1998 UV Nr. 11 S. 33 Erw. 6a mit Hinweisen). 2.3 Bei der Beurteilung des mutmasslichen Ausganges des kantonalen Beschwerdeverfahrens hat die Vorinstanz auf die Sach- und Beweislage im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 7. Juni 2004 abgestellt. Massgebend ist jedoch die Sachlage im Zeitpunkt vor Eintritt des Erledigungsgrundes und der Grund der Gegenstandslosigkeit. Das kantonale Beschwerdeverfahren wurde frühestens gegenstandslos, als die SUVA gestützt auf das Gutachten der MEDAS vom 28. Oktober 2004 ihren Einspracheentscheid vom 7. Juni 2004 in Wiedererwägung zog und dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 7. Juli 2005 sowohl die Höhe der Invalidenrente und der Integritätseinbusse gegenüber dem Einspracheentscheid praktisch verdoppelte. In der Wiedererwägungsverfügung vom 7. Juli 2005, mit welcher die SUVA den Beschwerdeanträgen entgegenkam und welche vom Beschwerdeführer mit Schreiben vom 27. September 2005 akzeptiert wurde, liegt der Grund für den Eintritt der Gegenstandslosigkeit. Der Beschwerdeführer ist damit im vorinstanzlichen Verfahren als vollständig obsiegend zu betrachten. Er hat damit Anspruch auf eine Parteientschädigung für das kantonale Beschwerdeverfahren zu Lasten der SUVA.