Citation: 4A_226/2020 E. 7

Die Vorinstanz führte aus, der Minderungsanspruch setze an sich kein Verschulden voraus. Die Parteien könnten aber in den von Art. 100 OR vorgegebenen Grenzen von dieser gesetzlichen Regelung abweichen. Vorliegend hätten die Parteien in Art. 16 der AGB der Beschwerdeführerin eine Freizeichnungsklausel vereinbart, welche die Haftung auf rechtswidrige Absicht oder grobe Fahrlässigkeit beschränke. Vorliegend habe die Beschwerdeführerin aber grobfahrlässig gehandelt. Die Beschwerdeführerin bestreitet vehement ein grobfahrlässiges Verhalten ihrerseits. Die Frage sei aber vor allem gar nicht entscheiderheblich. Da die Vorinstanz alle von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten Ersatzansprüche für Mangelfolgeschäden aus anderen Gründen abgewiesen habe, stelle sich die Frage, ob die Freizeichnungsklausel hinsichtlich Mangelfolgeschäden wegen Grobfahrlässigkeit nicht greife, zum vornherein nicht. Geht die Beschwerdeführerin selber davon aus, eine Rechtsfrage sei nicht entscheiderheblich, muss nicht weiter darauf eingegangen werden.