Citation: 1P.61/2007 07.05.2007 E. A

Am 13. Oktober 2003 erhob die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt Anklage gegen den türkischen Staatsangehörigen X.________ wegen vollenden und versuchten Mordes; dies gestützt im Wesentlichen auf folgenden Sachverhalt: X.________, der sich illegal in der Schweiz aufgehalten habe, habe sich in den frühen Morgenstunden des 9. Mai 2002 in einem Nachtclub mit einer russischen Tänzerin unterhalten und sei in der Folge mit ihr in einen Streit geraten. Er habe sich beim Geschäftsführer des Nachtclubs, Y.________, über das Verhalten der Tänzerin beklagt. Y.________ habe ihm einen Gutschein für eine Flasche Champagner im Wert von Fr. 290.-- angeboten. Damit sei X.________ jedoch nicht zufrieden gewesen. Er habe Fr. 5'000.-- als "Genugtuung" verlangt. Als Y.________ gemerkt habe, dass es X.________ damit ernst gewesen sei, habe er - Y.________ - erklärt, dies sei Erpressung, er verständige die Polizei. Y.________ habe das Mobiltelefon hervorgenommen und die Rufnummer der Polizei eingestellt. X.________ habe darauf gesagt, es sei in Ordnung, er wolle keine Polizei. X.________ sei in der Folge in Richtung Ausgang gegangen. Kurz vor dem Ausgang habe er eine Waffe aus dem Hosenbund gezogen und sich umgedreht. Darauf habe er in die hintere rechte Ecke des Lokals geschossen, wo Y.________ und die Barfrau Z.________ gesessen seien. Er habe 7 Schüsse abgegeben. Dabei habe er Y.________ in die Schulter getroffen. Z.________ sei von mehreren abgelenkten Projektilen und Projektilteilen getroffen worden. Sie habe unter anderem zwei Kopfdurchschüsse erlitten und sei noch am Tatort verstorben. X.________ habe entkommen können. Y.________ sei im Spital behandelt worden; seine Schussverletzung sei komplikationslos ausgeheilt. Am 17. Juli 2002 sei X.________ in Belgien verhaftet und in der Folge an die Schweiz ausgeliefert worden.