Citation: 1C_348/2021 E. 5.1.2

5.1.2. Unter dem Blickwinkel der Gestaltung ist die Vorinstanz zum Schluss gekommen, für eine Gestaltungsplanpflicht bestünden wesentliche Interessen des Ortsbildschutzes und Städtebaus sowie ein wesentliches Interesse an einer differenzierten baulichen Verdichtung. Das Baurekursgericht habe die erhebliche Entscheidungsfreiheit der Beschwerdegegnerin bei der planerischen Beurteilung lokaler Verhältnisse missachtet, indem es gestützt auf eine alternative planerische Einschätzung (auch) unter diesem Gesichtspunkt wesentliche Interessen im Sinne von § 48 Abs. 3 PBG/ZH verneint habe. Konkret hat die Vorinstanz die Lage des streitbetroffenen Areals mit der Beschwerdegegnerin als städtebaulich exponiert beurteilt, da es um den Nahbereich einer Eisenbahnstation im innerstädtischen Siedlungsgebiet und beim Zürichsee gehe, das Bahnhofsgebäude ein Schutzobjekt sei und zusätzliche Anliegen des Ortsbildschutzes sowie des Städtebaus zu berücksichtigen seien. Sie hat dabei namentlich die erwähnten Einträge im ISOS und im kommunalen Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte zum Bahnhofsgebäude (vgl. vorne E. 4.4), weitere Einträge in diesen Inventaren (mit einer Ausnahme im ISOS) und die Zuordnung des Bereichs westlich der Bellerivestrasse gegen den Zürichsee hin zur Freihaltezone berücksichtigt und gewürdigt. Sie hat weiter festgehalten, aufgrund der städtebaulich exponierten Lage bestünden gewichtige Interessen, (mit einem Gestaltungsplan) Baubereiche auf dem Areal festzulegen, um dessen Bebauungsstruktur zu steuern. Die Beschwerdegegnerin müsse sich, gerade im Nahbereich des Bahnhofsgebäudes, nicht mit dem Umgebungsschutz gemäss § 238 Abs. 2 PBG/ZH begnügen. Im Übrigen habe die Beschwerdegegnerin die erforderliche Abweichung von der Regelbauweise in genügend konkreter Weise mit dem Anliegen begründet, im Hinblick auf eine möglichst grosse Transparenz zwischen der hinterliegenden Bebauung und dem See eine räumliche Durchlässigkeit auf dem Areal zu gewährleisten.