Citation: 1D_4/2007 13.11.2007 E. B

In der Folge leitete das Departement des Innern weitere Abklärungen in die Wege und verlangte von der Gemeinde Mellingen eine Aktualisierung der Unterlagen, insbesondere hinsichtlich des strafrechtlichen Leumunds und des Strafregisterauszuges (Schreiben vom 2. August 2005). Die Gemeinde Mellingen unterbreitete dem Departement namentlich einen aktuellen Auszug aus dem Strafregister, aus dem eine Verurteilung von X.________ aus dem Jahre 2003 hervorging; sie beantragte nachträglich die Abweisung des Einbürgerungsgesuches (Schreiben vom 26. September 2005). Das Departement Volkswirtschaft und Inneres setzte das Einbürgerungsverfahren bis zum Ablauf der Probezeit aus (Schreiben vom 25. Oktober 2005). Am 22. März 2007 teilte der Präsident der Kommission für Justiz des Grossen Rates X.________ die Verweigerung der Aufnahme in das aargauische Kantonsbürgerrecht gemäss Kommissionsentscheid vom 26. Februar 2007 und Genehmigung des Grossen Rates vom 20. März 2007 mit. Der Präsident führte aus, dass insbesondere die strafrechtliche Situation und der strafrechtliche Leumund diskutiert worden seien. Es sei bekannt geworden, dass der Gesuchsteller im Juni 2003 - während der Hängigkeit des laufenden Einbürgerungsverfahrens - vom Bezirksgericht Bremgarten wegen Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen Beschäftigung eines Ausländers ohne Bewilligung verurteilt worden sei. Die Kommission habe die Einbürgerung unter Würdigung der gesamten Umstände trotz des Umstandes abgelehnt, dass die 3-jährige Probezeit nunmehr abgelaufen ist und keine weitern Verurteilungen vorliegen.