Citation: 6B_1073/2022 E. 3.5.2

3.5.2. Die Vorinstanz erwägt, es bestehe kein Zweifel, dass sich der Beschwerdeführer Zugang zur Villa verschafft habe, um dort ein Vermögensdelikt zu begehen. Beim Zusammentreffen mit dem Opfer habe er derart massiv auf dieses eingeschlagen und es anschliessend in schwer verletztem Zustand in einer Weise verschnürt, dass er damit habe rechnen müssen, dass das Opfer an den Folgen seines Übergriffs sterben würde. Dies habe der Beschwerdeführer fraglos in der Absicht getan, seine Flucht zu decken und sich einem Zugriff der Behörden zu entziehen. Wer im Verlauf einer Raubtat oder eines Diebstahls derart egoistisch motiviert sein Opfer als Zeugen oder Anzeigeerstatter eigentlich eliminiere oder dies zumindest in Kauf nehme, handle besonders skrupellos im Sinne von Art. 112 StGB (Urteil S. 19 E. 5.6). Zusätzlich sei die Art und Weise der Tatausführung besonders verwerflich gewesen: Der Beschwerdeführer habe dem wehrlosen, ihm körperlich unterlegenen und bereits im hohen Alter befindlichen Opfer zahlreiche massive Verletzungen zugefügt. Weiter habe er das schwer verletzte Opfer mit straff auf den Rücken gebundenen Oberarmen an der Türklinke der Kellertüre fixiert, was dessen Atmung ausserordentlich stark beeinträchtigt habe. Die Fesselung sei ebenso folterähnlich wie in ihrer Intensität nicht notwendig gewesen. Selbst wenn nicht erstellt sei, wann genau das Opfer das Bewusstsein verloren habe, sei doch davon auszugehen, dass sowohl die Schmerzen als Folge der Verletzungen (Knochenbrüche, Schulterluxation) wie die folterähnliche Fesselung beim Opfer bis zum Zeitpunkt des Verlusts des Bewusstseins zu grossen Qualen geführt hätten (Urteil S. 19 f. E. 5.7). Insgesamt sei die Tat des Beschwerdeführers sowohl im Beweggrund wie in der Art der Ausführung besonders verwerflich und damit besonders skrupellos im Sinne von Art. 112 StGB. Daher sei der Schuldspruch des Mordes zu bestätigen (Urteil S. 20 E. 6).