Citation: U 508/06 14.03.2008 E. 5

Auf Grund der medizinischen Akten ist mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass bei dem stark übergewichtigen, an einem leichten Diabetus mellitus sowie einer chronifizierten Migräne leidenden, damals 61-jährigen Versicherten anlässlich der eingehenden Untersuchung am Tag nach dem Unfall verschiedene vorbestehende degenerative Veränderungen an der Wirbelsäule (eine geringgradige Skoliose, eine Streckhaltung der mittleren und unteren HWS, eine Osteochondrose mässigen Grades C6/C7 mit begleitender Spondylophytenbildung und mässige Spondylarthrosen) festgestellt wurden, welche nicht in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfall stehen. In Bezug auf das Erreichen des Status quo sine kann - entgegen der Beschwerdeführerin - nicht ausschlaggebend auf die äusserst knapp begründeten Beurteilungen vom 2. Februar 2005 und 29. März 2005 des die Allianz beratenden Arztes Dr. med. G.________ abgestellt werden. Denn die Untersuchung des Beschwerdegegners durch Dr. med. G.________ vom 9. September 2005 (vgl. den ausführlichen Bericht vom 14. September 2005) erfolgte nicht unvoreingenommen, wie sich aus dem Schreiben des chirurgischen Facharztes vom 6. Juli 2005 ergibt, wonach dieser schon vor der Untersuchung zum Ausdruck gebracht hatte, dass er an seiner ursprünglichen Auffassung des per 1. Februar 2005 erreichten Status quo sine festhalte. Demnach fehlt es an einer nachvollziehbar und überzeugend begründeten, sich unvoreingenommen mit dem Einzelfall auseinandersetzenden medizinischen Beurteilung, auf welche das Erreichen des Status quo sine abgestützt werden könnte.