Citation: 5A_947/2019 E. 2

Das Appellationsgericht ist davon ausgegangen, dass die Berufungsschrift den gesetzlichen Anforderungen nicht genüge; insbesondere werde nicht ausgeführt, ob und an welcher Stelle die beiden in der Berufung vorgebrachten Argumente (offensichtlicher Begünstigungswille; Bedeutung der Mietzinszahlungen) bereits vor Zivilgericht dargelegt worden seien. Selbst wenn man darüber hinwegsehe, seien die Erfolgsaussichten aber sehr fraglich. Das erste Argument spreche nicht zwingend für ein Vorausvermächtnis. Das zweite Argument sei schwer verständlich und erscheine nicht als geeignet, die Argumentation des Zivilgerichtes - schwierige Vereinbarkeit von Vorausvermächtnis und Auferlegung von Mietzinszahlungen - in Frage zu stellen. Aufgrund dieser Erwägungen hat es die Berufung als aussichtslos im Sinn von Art. 117 ZPO angesehen und die Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege verneint.