Citation: I 371/06 30.08.2006 E. 3

Streitig und zu prüfen ist zunächst, in welchem zeitlichen Ausmass die Beschwerdeführerin sich ausserhäuslich betätigen würde, wenn sie nicht krankheitsbedingt eingeschränkt wäre. Während die IV-Stelle diesen Anteil mit 50 % beziffert, macht die Versicherte geltend, dass sie als Gesunde zu 80 % erwerbstätig wäre. 3.1 Die Frage, ob die Versicherte ohne Invalidität weit überwiegend oder bloss zur Hälfte erwerbstätig wäre, ist aufgrund der gesamten Umstände zu prüfen (wozu die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse gehören). Für die Festlegung des im Gesundheitsfall mutmasslich verrichteten Arbeitspensums im erwerblichen Bereich sind ausser der finanziellen Notwendigkeit, die Erwerbstätigkeit wieder auszudehnen, auch allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der Versicherten nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 125 V 150 Erw. 2c, 117 V 195 Erw. 3b; SVR 2005 IV Nr. 21 S. 83 Erw. 4.2 [I 249/04]). 3.2 Gemäss Arbeitgeberbericht vom 4. November 2002 hat die Beschwerdeführerin an ihrem letzten Arbeitsplatz an drei Tagen pro Woche während je sechs bis sieben Stunden (18 bis 21 Stunden pro Woche) gearbeitet. Dies entspricht bei einer Betriebsarbeitszeit von 42 Stunden pro Woche einem Beschäftigungsgrad von 43 bis 50 %. Die Versicherte hat denn auch am 12. November 2002 im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt ausdrücklich angegeben, ohne Behinderung würde sie im Ausmass von "ca. 50 %" eine ausserhäusliche Erwerbstätigkeit ausüben. Damit stimmen ihre Angaben gegenüber der Verfasserin des Haushalt-Abklärungsberichts vom 19. Juli 2004 überein, wonach sie im Anschluss an ihre Tätigkeit beim Alters- und Pflegeheim L.________ in X.________ (zwischen August 1998 und Dezember 1999), wo der Beschäftigungsgrad 80 % betragen und sie aus persönlichen (nicht aus gesundheitlichen) Gründen gekündigt hatte, nur noch eine Anstellung mit einem Pensum von 50 bis 60 % gesucht habe. Schliesslich äusserte sich die Beschwerdeführerin auch anlässlich der am 15. Januar 2004 erfolgten Abklärung im Haushalt dahingehend, dass sie ohne gesundheitliche Einschränkung "weiterhin 50 - 60 %" arbeiten würde. Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass die Versicherte ohne Gesundheitsschaden nach wie vor im Umfange von 50 % erwerbstätig wäre. Sämtliche in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwendungen vermögen an dieser Betrachtungsweise nichts zu ändern. Insbesondere überzeugt das Argument der Versicherten nicht, wonach die Lohneinbusse, die ihr Ehemann infolge Stellenwechsels im Mai 2003 erlitt, sie zu einer 80%igen Erwerbstätigkeit veranlassen würde. Denn sie gab, wie bereits erwähnt, anlässlich der Abklärung im Haushalt vom 15. Januar 2004 (das heisst rund acht Monate nach dem Stellenwechsel) noch immer an, "ohne gesundheitliche Einschränkung würde sie weiterhin 50 - 60 % arbeiten".