Citation: 5A_983/2022 E. A

Die Parteien heirateten am xx.xx.2013 und sind die Eltern des am xx.xx.2015 geborenen C.A.________. Die Trennungsfolgen regelten sie mit aussergerichtlicher Vereinbarung vom Februar 2019, mit welcher sie die alleinige Obhut der Mutter und eine Betreuungszeit durch den Vater stipulierten; als Trennungszeitpunkt merkten sie den 1. Dezember 2017 vor. Am 23. August 2020 stellte der Vater beim Kantonsgericht Schaffhausen ein Eheschutzverfahren, in welchem er die alternierende Obhut, ausgedehntere Betreuungszeiten und eine Reduktion des Kindesunterhaltes verlangte. Anlässlich der Verhandlung vom 19. April 2021 einigten sich die Parteien über eine Modifikation der Betreuung durch den Vater. Nach durchgeführtem Schriftenwechsel fand am 4. November 2021 die Hauptverhandlung im Scheidungsverfahren statt, an welcher keine Einigung zwischen den Parteien erzielt werden konnte. Ende November 2021 erstattete die Mutter gegen den Vater eine Strafanzeige. Am 4. Dezember 2021 meldete dieser bei der Polizei das Kind als vermisst. Die Polizei konnte Mutter und Kind in einer Kriseninterventionsstelle lokalisieren. Am 13. Dezember 2021 reichte diese bei der KESB eine Gefährdungsmeldung wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch des Kindes durch den Vater ein. Dieser erhob anlässlich der Anhörung durch die KESB am 17. Dezember 2021 seinerseits eine Gefährdungsmeldung und ersuchte um Anordnung begleiteter Besuche; ferner erstattete er Anzeige wegen Verleumdung. Es folgten beim Kantonsgericht Gesuche um Abänderung der vorsorglichen Massnahmen und um Vollstreckung der anstehenden Besuchskontakte sowie bei der KESB gegenseitige Gefährdungsmeldungen sowie eine Strafanzeige der Mutter gegen den Vater. Am 14. Januar 2022 informierte die KESB das Kantonsgericht, dass das Kind immer noch nicht zum Schulunterricht erscheine und unsicher sei, ob es zuhause durch die Mutter unterrichtet werde. Am 3. März 2022 wurde der Vater als Beschuldigter wegen mehrfacher Vergewaltigung und Drohung einvernommen; im Anschluss erstattete er seinerseits Strafanzeige gegen die Mutter wegen Entziehung von Minderjährigen, Verleumdung, übler Nachrede und Irreführung der Rechtspflege. Am 11. März 2022 informierte der Vater das Kantonsgericht über die bevorstehende Wohnsitzverlegung der Mutter nach U.________ und ersuchte um ein superprovisorisches Verbot eines Aufenthaltswechsels des Kindes. Mit Verfügung vom 11. März 2022 gab das Kantonsgericht diesem Ersuchen statt.