Citation: 5A_744/2020 E. 3.3

3.3. Sodann geht die Beschwerdeführerin auf ihren vor Verwaltungsgericht gestellten (Haupt-) Antrag um Aufhebung der Kindesschutzmassnahme ein. Sie habe im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemacht, dass ohne die Massnahme keine Gefährdung des Kindeswohls erkennbar sei, diese keinen Mehrwert gebracht habe und daher aufzuheben sei. Die Beistandschaft selbst entwickle sich im Familiensystem zu einem Problem- und Stressfaktor und dem Kind werde nicht geholfen. Mit dieser Problematik habe das Verwaltungsgericht sich nicht befasst. Weder habe es dargelegt, worin die Gefährdung des Kindeswohls liege, noch habe es sich zu den Gründen für die Aufrechterhaltung der Massnahme geäussert. Anstatt sich mit ihrem (Haupt-) Antrag auseinanderzusetzen, habe das Verwaltungsgericht die Schuld am Fehlschlagen des Kontaktaufbaus einfach ihr, der Beschwerdeführerin, zugeschoben. Hierin liege ebenfalls eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Das Verwaltungsgericht hat in E. 2 des angefochtenen Entscheids alle von der Beschwerdeführerin vorgetragenen Argumente aufgelistet. Darunter auch die Vorbringen, wonach die Kindesschutzmassnahme für die Beteiligten äusserst belastend sei, der Sohn unter den Besuchskontakten leide und die Besuchsrechtsbeistandschaft dem Kindeswohl mehr schade als nütze. Dem habe die Erstinstanz überzeugend entgegnet, es solle mit dem persönlichen Verkehr zwischen Vater und Sohn die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes unterstützt werden. Die Besuchskontakte würden der Dämonisierung des abwesenden Vaters in der Phantasie des Kindes entgegenwirken. Den Ängsten von Mutter und Kind werde durch die fachliche Begleitung in einer spezialisierten Einrichtung Rechnung getragen (E. 3.1). Richtig habe die Erstinstanz sodann erkannt, dass der Entscheid über den persönlichen Kontakt nicht dem Kind zustehe, zumal dessen ablehnende Haltung dem Vater gegenüber auf einer Beeinflussung durch die Mutter beruhe. Durch die angeordneten Besuche könne das beim Sohn bestehende Bild des Vaters korrigiert werden (E. 3.2). Damit hat das Verwaltungsgericht ausreichend dargelegt, weshalb die angeordneten Massnahmen seinem Dafürhalten nach im Wohl des Kindes liegen (und diesem folglich nicht schaden), die Voraussetzungen für ihre Weiterführung gegeben sind und der Antrag der Mutter auf ihre Aufhebung daher abzuweisen war. Ein explizites Eingehen auf jedes Argument der Beschwerdeführerin war nicht notwendig (BGE 143 III 65 E. 5.2). Eine Gehörsverletzung liegt auch nicht allein deshalb vor, weil die Beschwerdeführerin mit den Überlegungen des Verwaltungsgerichts nicht einverstanden ist (vgl. E. 3.1 hiervor).