Citation: 1C_158/2022 E. B

Zur Überbauung der Bauparzelle gründeten die C.________ AG sowie die D.________ AG die einfache Gesellschaft "B.________". Diese stellte im Juni 2018 der Gemeinde Landquart das Gesuch, auf der Bauparzelle den Abbruch bestehender Bauten und den Neubau eines dreigeschossigen Mehrfamilienhauses mit sechs Wohnungen und einer über die U.________strasse erschlossenen Tiefgarage zu bewilligen. Auf Verlangen der Baukommission der Gemeinde Landquart (nachstehend: Baukommission) änderte die Baugesuchstellerin das Bauprojekt dahingehend ab, dass die Tiefgarage neu über die V.________gasse erschlossen werden soll. Gegen das öffentlich aufgelegte, abgeänderte Baugesuch erhoben der Nachbar und weitere Personen Einsprachen. Mit Entscheid vom 20. Dezember 2019 wies die Baukommission diese Einsprachen ab und bewilligte das Baugesuch unter Auflagen. Zur Begründung führte sie aus: "3. Soweit der Einsprecher vorbringt, die V.________gasse sei steil, das Kreuzen nicht überall möglich und die Übersichtlichkeit im Einmündungsbereich zur U.________strasse eingeschränkt, kann ihm beigepflichtet werden. Ebenfalls geht er richtig in der Annahme, dass eine Tiefgaragenzufahrt direkt von der U.________strasse übersichtlicher gestaltet werden könnte. Der Einsprecher verkennt jedoch, dass bei der Beurteilung eines Bauvorhabens nicht einzig verkehrstechnische Anliegen massgebend sind. Es gilt auch die Anliegen des Ortsbildschutzes und einer attraktiven Nutzung des strassenseitigen Erdgeschosses zu berücksichtigen. Diesen Anliegen kommt insbesondere in der Kernzone Igis eine sehr hohe Bedeutung zu (Art. 12 Baugesetz Igis und kommunales räumliches Leitbild).