Citation: 5A_27/2021 E. 3

Das Obergericht hat erwogen, die Begründung der erstinstanzlichen Beschwerde hätte innerhalb der gesetzlichen Frist für die Beschwerde erfolgen müssen. Eine Nachfrist zur Verbesserung der Begründung sei nicht möglich. Hingegen handle es sich bei fehlenden Beilagen um einen verbesserlichen Fehler. Das Kreisgericht habe die Beschwerdeführer am 21. September 2020 darauf hingewiesen, dass es an einer klaren Darstellung des Sachverhalts mangle und die angefochtene Verfügung fehle. Ihnen sei eine Frist zur Nachbesserung angesetzt worden mit dem Hinweis, dass andernfalls auf die Beschwerde nicht eingetreten werden könne. Das Obergericht hat die verlangte Mitwirkung als notwendig und zumutbar erachtet. Der relevante Sachverhalt habe sich ohne die verlangten zusätzlichen Auskünfte nicht feststellen lassen und die Einreichung der angefochtenen Verfügung sei kein unverhältnismässiger Aufwand. Die Beschwerdeführer hätten zwar eine weitere Eingabe eingereicht. Auch aus dieser gehe jedoch nicht hervor, worum es sich bei der angefochtenen Verfügung handle. Diese hätten sie nicht eingereicht. Damit sei nicht zu beanstanden, dass das Kreisgericht - wie angekündigt - auf die Beschwerde nicht eingetreten sei. Daran ändere nichts, dass die Beschwerdeführer behaupteten, juristische Laien zu sein, denn auch Laien sei zumutbar, die angefochtene Verfügung einzureichen. Bereits in der angefochtenen Verfügung, die die Beschwerdeführer erst vor Obergericht eingereicht hätten, werde im Übrigen darauf hingewiesen, dass die angefochtene Verfügung eingereicht werden müsse.