Citation: 8C_667/2021 E. 5.2

5.2. Das kantonale Gericht würdigte die medizinische Aktenlage einlässlich, sorgfältig und pflichtgemäss. Es legte zutreffend dar, dass die beteiligten Experten für die Begutachtung kompetent waren, den Beschwerdeführer persönlich untersuchten und seine Beschwerden aufnahmen. Die Einschätzung der Gutachter beruht, wie die Vorinstanz aufzeigte, auf der medizinischen Aktenlage und den veranlassten Untersuchungen; sie ist begründet und nachvollziehbar. Bezüglich der hauptsächlich strittigen Auswirkungen des Morbus Behçet wies das kantonale Gericht darauf hin, dass dieser bereits im MEDAS-Gutachten vom 15. Mai 2014 als remittiert bezeichnet worden war und auch bei Untersuchungen im Jahr 2019 jegliche Hinweise auf ein aktives entzündlich-rheumatisches (Gelenk-) Leiden gefehlt hätten. Es stellte fest, dass sich die Gutachter mit dem Morbus Behçet bzw. einem neuen Schub sowie mit dem Absetzen von Remicade auseinandergesetzt hatten, und hielt deren Einschätzung einer anhaltenden Remission der Erkrankung nunmehr ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit für nachvollziehbar. Die Vorinstanz wies im Weiteren darauf hin, dass die gutachterlichen Untersuchungen durch Inkonsistenzen gekennzeichnet gewesen seien, wobei sich die Beschwerdevorträge diffus gezeigt und auf die Gutachter demonstrativ gewirkt hätten. Eine solche Ausgangslage spreche - so das kantonale Gericht - gegen eine versicherte Gesundheitsschädigung. Zusammenfassend hielt die Vorinstanz fest, dass die Gutachter zu den mannigfaltigen Beschwerden sowie zu den Berichten der behandelnden Ärzte in rechtsgenüglicher Weise Stellung genommen hätten und dass keine konkreten Indizien ersichtlich seien, die gegen die Zuverlässigkeit des umfangreichen polydisziplinären Gutachtens der Neuroinstitut St. Gallen GmbH sprächen. Gestützt darauf ging sie daher mit der IV-Stelle aufgrund der diagnostizierten Polyneuropathie und Kopf- sowie Rückenschmerzprobematik ab Februar 2019 von einer 55%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus, die innerhalb von maximal sechs Monaten auf 80 % gesteigert werden könne.