Citation: 4A_15/2013 E. 4.2.1

4.2.1. Das Obergericht hielt gestützt auf eine Lehrmeinung ( VOGT/SCHÖNBÄCHLER, Verantwortlichkeitsansprüche im Konkurs der Gesellschaft: Modalitäten der Geltendmachung und Zulässigkeit von Einreden, in: GesKR 2010, S. 246 ff., S. 256 mit Hinweisen) fest, der Einredeausschluss sei allenfalls dann nicht gerechtfertigt, wenn und soweit der Abtretungsgläubiger eine Beeinträchtigung seiner Interessen in einem späteren Konkurs in Kauf genommen habe und nun im Sinn eines venire contra factum proprium mit seiner Verantwortlichkeitsklage rechtsmissbräuchlich (Art. 2 Abs. 2 ZGB) handle. Entsprechendes habe der Beschwerdeführer im Hinblick auf die konkrete Darlehensgewährung an die W.________ AG jedoch nicht substanziiert begründet.