Citation: 5C.281/2006 23.02.2007 E. A

Mit Beschluss vom 8. August 2006 entzog die Vormundschaftsbehörde A.________ Z.________ die Obhut über ihre Tochter X.________, geboren 2004, gestützt auf Art. 310 Abs. 1 ZGB und bestätigte den gegenwärtigen Aufenthalt von X.________ im Kinderhaus B.________ in C.________. Die Vormundschaftsbehörde hielt fest, dass das Kind in Anwendung von Art. 310 Abs. 1 i.V.m. mit Art. 314a Abs. 1 ZGB dort per fürsorgerische Freiheitsentziehung platziert werde. Ferner wurde angeordnet, dass eine Umplatzierung bzw. Beendigung der Unterbringung abgesehen vom Verfahren gemäss Art. 397a ff. ZGB ausdrücklich der Zustimmung der Vormundschaftsbehörde bedürfe. Die mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde vom 13. September 2004 angeordnete Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 309 ZGB wurde bestätigt, und der Beiständin, Frau Y.________, wurden folgende zusätzliche Aufträge erteilt (Ziff. 5 des Beschlusses der Vormundschaftsbehörde vom 8. August 2006): a) die Platzierung von X.________ zu überwachen und zu begleiten; b) die Finanzierung der Platzierung von X.________ sicherzustellen; c) nach Ablauf des notwendigen bzw. vorgesehenen Aufenthaltes im Kinderhaus B.________ in C.________, der Vormundschaftsbehörde in einem entsprechendem Antrag eine Anschlusslösung für eine geeignete Platzierung des Kindes X.________ in einer Pflegefamilie zu präsentieren; d) den Kontakt zwischen X.________ und der Kindsmutter Z.________ zu planen und die Umsetzung in geeigneter Art und Weise zu überwachen; e) die Vormundschaftsbehörde A.________ im Sinne eines ausserordentlichen Berichtes in Kenntnis zu setzen, sobald weitergehende Massnahmen notwendig sind. Mit Eingabe vom 31. August 2006 reichte Rechtsanwalt Stefan Blum im Namen von X.________ und im Auftrag sowie mit Vollmacht ihrer Mutter Z.________ gegen diesen Beschluss Beschwerde beim Bezirksrat Uster ein mit dem Antrag, es sei Ziffer 5 lit. c des Beschlusses aufzuheben. Mit Beschluss vom 11. September 2006 ist der Bezirksrat Uster auf die Beschwerde mangels wirksamer Vertretung des urteilsunfähigen Kindes nicht eingetreten.