Citation: 2C_112/2021 E. 3.2.3

3.2.3. Bei schweren Vorwürfen soll die Gegenstand des Berichts bildende Person mit dem "belastenden" Material konfrontiert und im (geschnittenen) Beitrag grundsätzlich mit ihrem besten Argument gezeigt werden (vgl. BGE 137 I 340 E. 3.2 ["FDP und die Pharmalobby"]; Urteile 2C_406/2017 vom 27. November 2017 E. 2.3 ["Eskalation in Vals"] und 2C_383/2016 vom 20. Oktober 2016 E. 2.4 mit weiteren Hinweisen ["Seeufer für alle"]). Das Gebot der Sachgerechtigkeit verlangt jedoch nicht, dass alle Standpunkte qualitativ und quantitativ genau gleichwertig dargestellt werden; entscheidend ist, ob der Zuschauer erkennen kann, dass und inwiefern eine Aussage umstritten erscheint (BGE 131 II 253 E. 2.1 ["Rentenmissbrauch"]; 2C_291/2009 vom 12. Oktober 2009 E. 4.1 ["Skandal um Pflegekind"]).