Citation: 1P.817/2006 01.06.2007 E. 3.3

3.3. Die Rüge gründet lediglich auf zwei Umständen: Zum einen sei der Beschwerdeführer von B.________ abhängig gewesen, zum anderen habe der Arzt auch B.________ begutachtet. Diese beiden Umstände zeigen aber nicht, dass sich der Arzt bereits früher mit dem Beschwerdeführer befasst hätte. Er hat lediglich B.________ begutachtet. Es gibt keine Hinweise, dass er sich dadurch derart festgelegt hätte, dass die Begutachtung des Beschwerdeführers vorbestimmt gewesen wäre. Die behaupteten Wechselwirkungen zwischen dem Beschwerdeführer und B.________ beziehen sich auf die Zeit von 2000 bis 2002. Es gibt keine Anzeichen, dass der Arzt damals mit dem einen oder anderen in einer Wechselwirkung gestanden wäre. Auch aus dem Auftrag und der Besorgung des Gutachtens ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass der Arzt befangen wäre: Abzuklären war die körperliche und psychische Gesundheit des Beschwerdeführers, dessen Zurechnungsfähigkeit und die Zweckmässigkeit allfälliger ambulanter oder stationärer Massnahmen im Sinne von Art. 43 aStGB. Insgesamt bringt der Beschwerdeführer nichts vor, was in hinreichendem Bezug zur Unabhängigkeit des Sachverständigen steht. Die Rüge ist deshalb unbegründet. In dieser Hinsicht verletzt es kein Verfassungsrecht, dass das Kantonsgericht das forensisch-psychiatrische Gutachten nicht als unverwertbar erklärte.