Citation: 5A_434/2017 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, der innerkantonale Kompetenzkonflikt, der erst nach dem Einspracheentscheid des Gemeinderates durch die Praxisänderung der Zivilgerichte eingetreten sei, müsse gelöst werden. Das Verbot des überspitzten Formalismus, das Willkürverbot und weitere Verfassungsgarantien geböten, dass das Baudepartement auf seinen Rekurs eintrete und über seinen auf Art. 685 ZGB gestützten Abwehranspruch entscheide, dessen Beurteilung die Zivilgerichte verweigerten. Die Ausführungen sind schwer nachvollziehbar und belegen keine Verfassungsverletzung. Es trifft zwar zu, dass das Kreisgericht im Rahmen vorsorglicher Massnahmen seine sachliche Zuständigkeit für die Abwehransprüche nach Art. 684 und nach Art. 685 ZGB verneint hat, weil darüber im öffentlich-rechtlichen Verfahren zu entscheiden sei. Diese Vorgehensweise hat das Kantonsgericht auf Berufung des Beschwerdeführers hin jedoch für unzulässig erklärt mit der Begründung, dass über die sachliche Zuständigkeit nicht schon im Massnahmenverfahren (Einzelgericht), sondern erst im Hauptprozess (Kollegialgericht) endgültig entschieden werden dürfe. Das Kantonsgericht ist deshalb - im Gegensatz zum Kreisgericht - auf das Massnahmegesuch eingetreten (E. III/1b S. 8), hat dann aber die sachliche Zuständigkeit für die Abwehransprüche nach Art. 684 und nach Art. 685 ZGB im Rahmen der Hauptsachenprognose verneint und deshalb das Massnahmegesuch abgewiesen (E. III/2 S. 9 ff. des Entscheids vom 9. September 2014, act. 26/43 der Akten des Verwaltungsgerichts B 2015/279). Eine Hauptsachenprognose im Massnahmenverfahren beruht auf blosser Glaubhaftmachung und bloss summarischer Rechtsprüfung (BGE 139 III 86 E. 4.2 S. 91) und kann den Entscheid des Gerichts im Hauptprozess nicht vorwegnehmen oder präjudizieren (BGE 140 III 175 E. 4.3 S. 179; 141 III 376 E. 3.4 S. 382). Dass die Zivilgerichte im Hauptprozess inzwischen endgültig geurteilt hätten, behauptet der Beschwerdeführer selber nicht. Ist die Zuständigkeitsfrage somit zur Zeit noch nicht endgültig und letztinstanzlich geklärt, kann kein innerkantonaler Kompetenzkonflikt zwischen Zivilgerichten und Verwaltungsbehörden und auch keine Praxisänderung durch Zivilgerichte angenommen werden. Aus einem angeblichen Kompetenzkonflikt und einer angeblichen Praxisänderung kann der Beschwerdeführer unter Anrufung von Verfassungsgarantien somit nichts ableiten. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer seine Klage zurückgezogen haben soll und dass - wie es die Beschwerdegegnerin in ihrer Gesuchsantwort belegt - der Zivilprozess zufolge Klagerückzugs abgeschrieben worden ist. Wie durch Nichtleisten des Kostenvorschusses im ersten Rekursverfahren hat der Beschwerdeführer sich damit das Forum selbst verschlossen, das eine Klärung der Rechtslage hätte herbeiführen können. Er kann sich nicht über eine Prozesslage beklagen, die er selber herbeigeführt hat.