Citation: 4A_226/2019 E. 7.3.2

7.3.2. Die Beschwerdeführerin rügt, den beiden E-Mails vom 29. April 2014 und vom 29. Januar 2015 lasse sich zwar nicht explizit ein Mindestverkaufspreis von Fr. 65'000.-- entnehmen, es ergebe sich daraus jedoch implizit, wie die Erstinstanz zutreffend festgestellt habe, dass die Beschwerdeführerin im Ergebnis keinen Franken Verlust habe erzielen wollen. Die beiden E-Mails dürften ohnehin nicht isoliert betrachtet werden, sondern seien im Gesamtkontext, d.h. auch im Lichte der übrigen Beweismittel zu würdigen. Dies gelte auch betreffend die E-Mail vom 21. Mai 2014, zumal die Vorinstanz selber einräume, die Beschwerdegegnerin hätte die Beschwerdeführerin kontaktieren müssen. Die Beschwerdeführerin legt nicht rechtsgenügend dar und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern es willkürlich sein soll, wenn die Vorinstanz aus der E-Mail vom 29. April 2014 nicht die Vereinbarung eines Mindestverkaufspreises von Fr. 65'000.-- abgeleitet hat. E ntgegen der Beschwerdeführerin ergibt sich dies auch nicht implizit. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, aus der E-Mail vom 29. April 2014 ergäbe sich nur, dass die Beschwerdeführerin beim Weiterverkauf einen möglichst kleinen Verlust habe erzielen wollen, ist jedenfalls nicht willkürlich. Betreffend die E-Mail vom 29. Januar 2015, welche nach bereits erfolgtem Weiterverkauf geschrieben wurde, ist es nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz diese nicht berücksichtigt. Es kann auf E. 7.3.1 verwiesen werden. Auch betreffend die E-Mail vom 21. Mai 2014 zeigt die Beschwerdeführerin keine willkürliche Beweiswürdigung auf. Allein aus der Feststellung der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin hätte nach Treu und Glauben erwarten dürfen, dass die Beschwerdegegnerin sie vor einem Verkauf bezüglich des Preises kontaktieren würde, lässt sich jedenfalls kein Nachweis dafür ableiten, dass die Parteien einen Mindestverkaufspreis von Fr. 65'000.-- vereinbart hätten.