Citation: 6B_645/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz stellt fest, gemäss Arbeitsvertrag habe die Beschwerdegegnerin 2 den Beschwerdeführer als "Head of Development & Strategies" eingestellt. Nach seiner Beförderung zum "Brand Director" habe er monatlich Fr. 27'500.-- zuzüglich Boni verdient. Dieses Salär lasse auf seine hohe Stellung schliessen. Es sei unbestritten, dass der Beschwerdeführer hierarchisch nur den Firmengründern D.________ und C.________ unterstanden habe. Gemäss Vorinstanz kann nicht auf die Stellenbeschreibung abgestellt werden. Denn es sei nicht belegt, dass diese dem Beschwerdeführer effektiv vorgelegt worden sei. Der Beschwerdeführer habe das Vertrauen von D.________ genossen. Dieser habe den Beschwerdeführer sogar als seinen möglichen Nachfolger angesehen. Der Beschwerdeführer habe bei der Beschwerdegegnerin 2 stets eine Kaderstellung auf der obersten Hierarchiestufe direkt unter den Firmengründern bekleidet. Durch sein Engagement in verschiedenen Abteilungen habe er auch faktisch grossen Einfluss auf das wirtschaftliche Fortkommen des Konzerns genommen. Die Vorinstanz stellt fest, der Beschwerdeführer habe bei der Beschwerdegegnerin 2 eigenständig strategische und operative Entscheide in diversen Geschäftsbereichen gefällt, und zwar bereits vor seiner Beförderung zum "Brand Director". Dies begründet die Vorinstanz ausführlich und überzeugend. Sie relativiert, dass der Beschwerdeführer nie als Zeichnungsberechtigter im Handelsregister erschien. Denn für diverse Verträge seien keine Unterschriften benötigt worden. So seien Bestellungen an Textilfabrikanten per E-Mail übermittelt worden. Diese hätten die Bestellung ohne formelle Bestätigung ausgeführt. Zudem hätten die Firmengründer ihre Unterschriften beispielsweise bei Personalentscheiden vorbehaltlos und ohne Gegenprüfung erteilt, solange der Budgetrahmen eingehalten worden sei. So erstaune nicht, dass in den Akten kein vom Beschwerdeführer unterschriebener Arbeitsvertrag zu finden sei. Er habe autonom Personalentscheide getroffen und D.________ nachträglich darüber in Kenntnis gesetzt. Weiter hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer sei entgegen den Erwägungen der Erstinstanz für den Wareneinkauf verantwortlich gewesen. Auch dies belegt sie mit einschlägigen Aktenverweisen. Zudem weist die Vorinstanz darauf hin, dass der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben für das Budget der Beschwerdegegnerin 2 verantwortlich gewesen sei. Weiter entnimmt sie den Akten, dass der Beschwerdeführer bei der Qualitätskontrolle der Waren das letzte Wort hatte. Vor dem Hintergrund aussagekräftiger objektiver Beweismittel verwirft die Vorinstanz die anderslautenden Behauptungen des Beschwerdeführers zu seiner Rolle bei der Beschwerdegegnerin 2.