Citation: 1C_265/2020 E. 7.1

7.1. Die Vorinstanz führte zusammengefasst aus, die gemäss Art. 2 Abs. 1 des Baureglements der EG Wohlen in der Wohnzone 1 maximal zulässige Gebäudelänge von 25 m werde um 2,5 m überschritten, wenn das neue Einfamilienhaus und die bestehende Garage samt Aufbaute als zusammengebautes Gebäude oder als Terrassenhaus qualifiziert würden. Die Gebäudelänge begrenze das Nutzungsmass (Art. 92 BauV) und diene auch ästhetischen Zwecken, weshalb praxisgemäss aufgrund der optischen Wirkung zu entscheiden sei, ob Gebäude oder Gebäudeteile als ein oder mehrere Baukörper in Erscheinung treten. Das geplante Einfamilienhaus würde versetzt im Hang 9 m hinter der Garage samt Aufbaute errichtet. Das Dach der Aufbaute soll dem Einfamilienhaus als Terrasse dienen, die vom Untergeschoss aus direkt und vom Erdgeschoss via eine Treppe zugänglich sei. Insofern bestehe eine gewisse konstruktive Verbindung bzw. ein funktioneller Zusammenhang. Die Dachauskragung und die Treppe verkürzten optisch die Entfernung zwischen dem Haus und dem Garagenaufbau, weshalb keine klare räumliche Trennung erkennbar sei und diese Bauten optisch als Einheit erschienen. Von aussen werde die vorversetzte Garagenaufbaute auch deshalb als Gebäudeteil des Einfamilienhauses identifiziert, weil sie auf der gesamten Hausbreite in Erscheinung trete und sich zu einem einheitlichen Baukörper zusammenfüge, der sich vom Strassenraum aus gesehen nicht deutlich vom Haus abgrenzen lasse. Daher sei von einem zusammengebauten Gebäude auszugehen.