Citation: 4A_549/2014 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz liess offen, ob im Schreiben vom 22. September 1999 vorbehältlich eines früheren Fallabschlusses eine verbindliche Zusage für monatliche Ertragsausfallentschädigungen auf der Annahme von monatlichen Honorareinnahmen von Fr. 17'500.-- zu sehen sei. Der "frühere Fallabschluss" setze schon begrifflich voraus, dass die Haftungsfrage überhaupt einer Klärung zugeführt werden könne, was notwendigerweise eine Kooperation der Beschwerdeführerin, wo sachlich gerechtfertigt und zumutbar, erforderlich mache. Die Leistungseinstellung sei nicht plötzlich und unerwartet ohne sachliche Gründe erfolgt, sondern die Folge der mangelhaften Bereitschaft der Beschwerdeführerin gewesen, bei zumutbaren und aufgrund neuer Erkenntnisse respektive neu hinzugetretener Umstände (beispielweise ein unfalltechnisches Gutachten vom 25. November 1999, das eine kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung von weniger als 7.5 km/h ergeben habe, oder ein Fernsehauftritt der Beschwerdeführerin, bei dem von den geltend gemachten Beeinträchtigungen nichts zu sehen gewesen sei) sachlich gerechtfertigten Abklärungen der Haftungs- und insbesondere der Kausalitätsfrage mitzuwirken.