Citation: 1P.119/2002 22.05.2002 E. A

Das Obergericht des Kantons Luzern als Appellationsinstanz verurteilte am 8. Mai 2001 P.X.________ zu einer Gefängnisstrafe von 4 Monaten und zwei Wochen, teilweise als Zusatzstrafe zu einem früheren Urteil. Das Gericht befand P.X.________ schuldig des Diebstahls und des Bruchs amtlicher Beschlagnahme sowie der Widerhandlungen gegen das (eidgenössische und kantonale) Waldgesetz, gegen das Umweltschutzgesetz und gegen das (kantonale) Wasserbaugesetz. Es sprach ihn in verschiedenen Punkten frei vom Vorwurf des Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen und der Widerhandlung gegen das Gewässerschutzgesetz und das Umweltschutzgesetz und stellte in verschiedener Hinsicht den Eintritt der Verjährung fest. Schliesslich zog es zahlreiche Gegenstände ein. Zum Hintergrund dieser Verurteilung: P.X.________ ist Eigentümer einer in der Gemeinde Schwarzenberg gelegenen, an das Tobel des Giessbaches grenzenden Liegenschaft. An der steilen Böschung des Tobels kommt es durch Erosion seit Jahren zu Rutschungen, welche das Kulturland von P.X.________ in Mitleidenschaft ziehen. Dieser begann vor Jahren, Bäume, die grösstenteils in fremdem Eigentum stehen, zu fällen und damit den Giessbach zu verbauen sowie den Bachlauf umzuleiten, was zum vorliegenden und einem früheren Strafverfahren führte. Unabhängig vom Strafverfahren hat der Kanton Luzern ein Projekt zur Verbauung des Giessbaches ausgearbeitet, welches indessen von P.X.________ angefochten wurde.