Citation: 5A_998/2015 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer kritisiert zunächst die Erwägungen des Kantonsgerichts zum Kontakt zwischen ihm und der Beschwerdegegnerin. Die "Unzumutbarkeit" (gemeint offenbar: die Gründe, die den bloss minimalen Kontakt der Tochter zum Vater rechtfertigen) sei nicht bewiesen. Der Beschwerdeführer wirft dem Kantonsgericht vor, sich nicht darum gekümmert zu haben, welcher Art der Kontakt zwischen den Parteien sei. Es ist jedoch nicht ersichtlich, wie er dies aus der zitierten Urteilspassage ("Seither scheint bestenfalls ein minimaler persönlicher Kontakt zwischen den Parteien zu bestehen") herleitet, denn das Kantonsgericht hat danach ausführlich die Art des minimalen Kontakts geschildert (vgl. oben E. 2.1, 2. Absatz). Der Beschwerdeführer behauptet sodann, im Jahre 2010 sei die Beschwerdegegnerin an einer Besprechung in der Kanzlei ihres Anwalts und an der Gerichtsverhandlung über die Unterhaltsbeiträge anwesend gewesen. Diese Behauptung ist unbelegt und damit appellatorisch. Soweit er aus ihr ableiten möchte, im Zeitpunkt des ersten Unterhaltsurteils aus dem Jahre 2010 habe noch Kontakt zwischen den Parteien bestanden und dieser habe sich erst später verschlechtert, ist überdies festzuhalten, dass der Kontakt im Rahmen eines Gerichtsverfahrens weitgehend durch die Umstände aufgezwungen und für die Qualität der persönlichen Beziehung kaum von Belang ist. Der Beschwerdeführer sieht sodann die Ursache für den ersten Prozess um die Höhe des Volljährigenunterhalts im Verhalten der Beschwerdegegnerin. Die entsprechenden Sachverhaltsbehauptungen finden im angefochtenen Urteil keine Stütze. Darauf ist nicht einzugehen. Auch die Ursache des vorliegenden Prozesses sieht er im Verhalten der Beschwerdegegnerin, nämlich darin, dass sie sich weigere, vollständig über ihre Studienfortschritte Auskunft zu geben. Er habe entgegen den Ausführungen des Kantonsgerichts die Zahlungseinstellungen nie mit den schlechten Studienergebnissen seiner Tochter begründet, sondern immer nur mit der Verweigerung des Kontakts und der ihm zustehenden Information. Die Rüge stösst ins Leere, denn das Kantonsgericht hat diese Begründung für die Zahlungseinstellung aufgenommen und gewürdigt (vgl. oben E. 2.1, 4. Absatz). Es trifft zwar zu, dass das Kantonsgericht auch ausführt, er habe unzureichende Studienleistungen zum Anlass genommen, seine Unterhaltsleistungen in Frage zu stellen. Eine Auseinandersetzung mit den Dokumenten, auf die sich das Kantonsgericht in diesem Zusammenhang stützt, erfolgt allerdings nicht (bekl. act. 4-10). Insoweit fehlt auch seiner Kritik an der Folgerung des Kantonsgerichts die Grundlage, wonach er Meldungen über die Studienleistungen wahrscheinlich gegen die Beschwerdegegnerin verwenden werde. Sodann bezeichnet er die kantonsgerichtliche Feststellung als "völlig aus der Luft gegriffen und willkürlich", aus dem Arztzeugnis ergebe sich, wie sehr die Beschwerdegegnerin unter der familiären Situation gelitten habe und immer noch leide. Eine Auseinandersetzung mit den Akten, auf die sich das Kantonsgericht stützt (FO/2.2; FO/12, Beilagen, bekl. act. 28), fehlt. Ebenfalls nicht nachvollziehbar sind die Einwände gegen die Ausführungen des Kantonsgerichts zu den psychologischen Hintergründen der Kontaktverweigerung. Wieso das Kantonsgericht nach Auffassung des Beschwerdeführers nicht in der Lage sein soll, psychologische Erkenntnisse wiederzugeben und zu würdigen, erschliesst sich nicht. Rein appellatorisch und unbelegt ist die Behauptung, die Beschwerdegegnerin habe keine Anzeichen einer Essstörung gezeigt und es handle sich um ein von der Mutter der Beschwerdegegnerin in die Welt gesetztes Gerücht, das das Sozialamt ohne weiteres als unzutreffend abgetan habe. Ebenso unbelegt sind die Behauptungen, die Psychiaterin habe sich später beim Beschwerdeführer dafür entschuldigt, dass sie ungeprüfte Behauptungen in ihren Bericht aufgenommen habe. Des Weiteren stellt keine genügende Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen dar, wenn der Bericht der Psychiaterin bloss als "extrem summarisch und im Ergebnis nicht überprüfbar" dargestellt wird, abgesehen davon, dass das Kantonsgericht keinen Bericht einer Psychiaterin erwähnt, sondern von Psychotherapeutinnen. Die Rügen im Zusammenhang mit den vorinstanzlichen Feststellungen über den Kontakt zwischen Beschwerdeführer und Beschwerdegegnerin erweisen sich damit als unzulässig. Angesichts der ausführlichen Würdigung durch das Kantonsgericht (oben E. 2.1) trifft auch der Vorwurf des Beschwerdeführers nicht zu, dass das Kantonsgericht zu wenig abgeklärt habe, welcher Kontakt zum Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin zugemutet werden könne, was der Grund der Verweigerung sei und ob diese berechtigt erscheine.