Citation: 4A_336/2014 E. 5.4

5.4. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag dieses Ergebnis nicht umzustossen: Sie behauptet, ihr Privatgutachter habe eine ex-ante erwartete Volatilität des B.________ ARB EUR von 4.4 % bis 9.6 % p.a. berechnet. Die Vorinstanz habe die ex-ante Volatilität nicht ermittelt bzw. offen gelassen. Der Sachverhalt müsse mit der angeführten Berechnung des Privatgutachters ergänzt werden. Dann aber ergebe sich, dass der B.________ ARB EUR dem Risikoprofil der Beschwerdeführerin nicht entsprochen habe, und die Empfehlung somit unangemessen gewesen sei. Mit diesem Vorbringen übergeht die Beschwerdeführerin die strengen Anforderungen an eine Sachverhaltsergänzung (vgl. Erwägung 2.3). So legt sie in der Beschwerde nicht mit präzisen Aktenhinweisen auf ihre Rechtsschriften dar, dass sie schon vor der Vorinstanz prozesskonform eine ex-ante erwartete Volatilität von 4.4 % bis 9.6 % p.a. behauptet hätte. Dass sich solches möglicherweise aus einer Beilage (Privatgutachten) ergibt, genügt als prozesskonforme Behauptung nicht. Erst in der Replik vor Bundesgericht holt die Beschwerdeführerin die erforderlichen Aktenhinweise nach und verweist auf Passagen in ihrer Klageschrift und erstinstanzlichen Replik. Dies erfolgt allerdings mit der Replik zu spät und kann daher nicht berücksichtigt werden (Erwägung 2.2). Ohnehin lässt sich den angegebenen Passagen, die sich mit der Schadensberechnung und nicht der Begründung der Unangemessenheit der Empfehlung befassen, kaum die klare Behauptung einer ex-ante erwarteten Volatilität von 4.4 % bis 9.6 % p.a. entnehmen, aufgrund derselben die Empfehlung dem Risikoprofil der Beschwerdeführerin nicht entsprochen habe. Die Beschwerdeführerin darf der Vorinstanz mangels prozesskonformer Behauptung auch nicht unterstellen, sie habe "die Vorgehensweise zur Berechnung des ex-ante Risikopotentials des B.________ ARB EUR mit einer Volatilität von 4.4 % bis 9.6 % (zweite Berechnung) nicht angegriffen" und damit "anerkannt". Was nicht prozesskonform behauptet wurde, kann nicht "anerkannt" sein. Eine Sachverhaltsergänzung fällt mangels rechtsgenügender Sachverhaltsrüge ausser Betracht. Vielmehr muss die eingangs genannte Behauptung der Beschwerdeführerin als neu und somit als unzulässig unbeachtet bleiben (Art. 99 Abs. 1 BGG). Sodann versteht die Beschwerdeführerin das Urteil der Vorinstanz unzutreffend, wenn sie ihr vorhält, sie habe offen gelassen, wie hoch das ex-ante Risikopotential, insbesondere der Volatilitätswert, im Zeitpunkt der Investition effektiv gewesen sei. Die Vorinstanz führte vielmehr aus, dass sich aus den Umständen, welche die Beschwerdeführerin zur Stützung ihres Standpunktes vorbrachte, nicht ergebe, dass der B.________ ARB EUR damals nicht als konservative Anlage hätte eingestuft werden dürfen bzw. anhand der angeführten Umstände lasse sich dies nicht beurteilen. Sie vermochte mit anderen Worten den Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht zu folgen.