Citation: 8C_616/2021 E. 1.4

1.4. Die Beschwerdeführerin 2 begründet ihre letztinstanzliche Beschwerdelegitimation wie bereits im Verlauf des kantonalen Rechtsmittelverfahrens mit dem Umstand, dass Nothilfe (im Sinne einer Übernahme der Behandlungskosten) praxisgemäss direkt dem medizinischen Leistungserbringer ausbezahlt werde. Ausserdem sei unklar, ob die Beschwerdeführerin 1 und deren Geschwister im Kosovo in der Lage wären, die Kosten für die medizinischen Leistungen in Höhe von rund Fr. 34'000.- zu tragen. Das Bundesgericht ist bei der Beurteilung der Beschwerdelegitimation im bundesgerichtlichen Verfahren nicht an eine allenfalls grosszügigere kantonale Gesetzgebung oder Praxis im kantonalen Verfahren gebunden (Urteil 1C_128/2016 vom 11. Juli 2016 E. 3.3.3 mit Hinweis). Ob der Beschwerdeführerin 2 im Lichte ihrer Argumentation auch letztinstanzlich ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Urteils zukommt, kann indes offen gelassen werden. In Füllung einer kantonalen Gesetzeslücke anerkannte die Vorinstanz in der vorliegenden Konstellation dem Grundsatz nach einen Anspruch medizinischer Leistungserbringer auf Einreichung eines nachträglichen Gesuchs um Kostengutsprache bzw. -übernahme in eigenem Namen. Weiter ging sie davon aus, die Beschwerdeführerin 2 habe ein entsprechendes Gesuch eingereicht, dies jedoch verspätet. Nachdem sie einen Anspruch der Beschwerdeführerin 2 auf Kostenübernahme infolgedessen verneinte, hat diese auch letztinstanzlich ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Urteils. Auch die übrigen Prozessvoraussetzungen sind erfüllt, weshalb auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin 2 einzutreten ist.