Citation: 9C_272/2014 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer wendet ein, in subjektiver Hinsicht sei festzuhalten, dass die Schadenminderung erst dann verletzt werde, wenn er hinreichend Kenntnis darüber erlangt habe, was die Beschwerdegegnerin von ihm verlangen könne, so z.B. das Aufgeben der jetzigen Tätigkeit und das Suchen einer angepassten Arbeit. Dies sei erst nach der Eröffnung des Vorbescheids der Fall gewesen. Zudem könne er nicht von heute auf morgen sein bestehendes Geschäft liquidieren und praktisch gleichentags, theoretisch, eine neue Stelle antreten. Hierfür sei eine angemessene Übergangsfrist festzusetzen. Entgegen den Erwägungen der Vorinstanz könne somit nicht von einer verbleibenden Aktivitätsdauer von drei Jahren ausgegangen werden. Diese sei um einiges kürzer. Zudem habe er seine Fähigkeiten im handwerklichen und nicht im Bürobereich. Hinzu komme, dass er seit über zwanzig Jahren als Selbstständigerwerbender tätig sei. Ein potenzieller Arbeitgeber werde dies negativ würdigen, da es schwierig sein dürfte, ihn nach derart langer Zeit in eine Arbeitsstruktur mit Unterordnungsverhältnis zu integrieren. Im Weiteren wäre einem potenziellen Arbeitgeber auch mitzuteilen, dass er im Dezember 2009 eine Hirnblutung erlitten habe und heute einen Mix an Medikamenten einnehme. Ein Arbeitgeber könne somit nicht damit rechnen, einen gesundheitlich fitten, wenn auch etwas älteren Arbeitnehmer zu erhalten. Im Gegenteil werde ein potenzieller Arbeitgeber sich zusätzlich durch die gesundheitliche Situation abschrecken lassen. Es sei nicht realistisch, dass er noch eine Tätigkeit in einem Angestelltenverhältnis finden könne.