Citation: 4A_407/2012 E. 3.2.2

3.2.2. In ihrer Beschwerde an das Bundesgericht behaupten die Beschwerdeführerinnen, sie hätten in der mündlichen Verhandlung vom 9. Mai 2011" nochmals ausdrücklich ihren Antrag auf Zeugenbefragung von Dr. A.________ " bekräftigt und seien damit " ihrer Obliegenheit nachgekommen, das Untätigbleiben der Vorinstanz schon während des Schiedsverfahrens zu rügen ". Die entsprechende Stelle im Verhandlungsprotokoll, auf welche die Beschwerdeführerinnen verweisen, vermag eine entsprechende Rüge indessen nicht zu belegen. Daraus ergibt sich lediglich, dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen dem Schiedsgericht folgende Frage unterbreitet hat: "Is it the view of the Tribunal that the Tribunal should make any more efforts to hear the Official Parties?" Diese zurückhaltend und vorsichtig formulierte Frage bezeichnen die Beschwerdeführerinnen zwar als "Rüge". Sie geben dabei aber immerhin zu, dass die angebliche Rüge in einer " moderaten Form " vorgebracht worden sei, was sie damit erklären, " dass die Parteien eines Schiedsverfahrens eine natürliche Hemmung vor Rügen" hätten und daran interessiert seien, " dass ihnen das Schiedsgericht wohlgesonnen ist ". Die Parteien seien bestrebt, das Schiedsgericht " nicht durch dauernde und scharfe Rügen zu verärgern ". Wenn auch solche Beweggründe nachvollziehbar sind, vermögen sie nichts daran zu ändern, dass in der blossen Frage, ob das Gericht der Auffassung sei, dass noch mehr Anstrengungen zur Einvernahme der Zeugen gemacht werden sollten, keine Rüge eines Verfahrensmangels ausgemacht werden kann. Aus der unverbindlichen Fragestellung musste die Vorinstanz nicht schliessen, dass die Beschwerdeführerinnen in der Nichteinvernahme von Dr. A.________ einen eigentlichen Verstoss gegen ein Verfahrensgrundrecht sehen. Entsprechende Möglichkeiten, dies dem Schiedsgericht bis zur Urteilsfällung im Mai 2012 in hinreichender Deutlichkeit mitzuteilen, hätten die Beschwerdeführerinnen im vorinstanzlichen Verfahren indessen ohne weiteres gehabt. Indem sie diese jedoch nicht ausschöpften, haben sie ihr Recht, sich im Rechtsmittelverfahren vor Bundesgericht auf eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu berufen, verwirkt. Auf die entsprechende Rüge ist nicht einzutreten.