Citation: U 148/02 13.12.2002 E. 3

Vorinstanz und SUVA verneinen einen Revisionsgrund mit der Begründung, eine allfällige Zunahme der Beschwerden stehe aufgrund der medizinischen Unterlagen nicht in natürlichem Kausalzusammenhang mit den erlittenen Unfällen, sondern sei vielmehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf altersentsprechende degenerative Veränderungen zurückzuführen. Das kantonale Gericht stützt sich dabei im Wesentlichen auf das Gutachten und den Ergänzungsbericht des Dr. med. E.________ vom 11. August 2000 resp. 28. Juni 2001 sowie die ärztliche Beurteilung des Dr. med. S.________ vom 20. März 2001. 3.1 Im Gutachten vom 11. August 2000 diagnostizierte Dr. med. E.________ ein chronisches Cervicobrachialsyndrom mit radikulärer Symptomatik C6 und C7 rechts bei Spondylarthrosen und Unkarthrose der HWS sowie foraminalen Stenosierungen C5/6, C6/7 rechts und C6/7 links. Die Frage nach neuen diagnostischen Gesichtspunkten, insbesondere mit Blick auf eine wesentliche Verschlimmerung der unfallbedingten Befunde, beantwortete der Experte wie folgt: Seit der letzten Begutachtung im Oktober 1995 hätten sich die Beschwerden verstärkt. Insbesondere sei neu eine radikuläre Komponente hinzugekommen. Im Rahmen der radiologischen Befunde lasse sich eine altersentsprechende degenerative Ursache von den unfallbedingten Beschwerden nur schwer abgrenzen. Die radiologisch feststellbare foraminale Stenosierung könne als unabhängiger und altersabhängiger Prozess betrachtet werden. Die Zunahme der occipitalen und Nackenschmerzen rechts sei als eine im Laufe der Zeit zunehmende Verschlimmerung der unfallbedingten Verletzung der nackenstabilisierenden muskulotendinösen Strukturen anzusehen. Mit der Verstärkung der suboccipitalen und Nackenschmerzen sowie den in den letzten Jahren aufgetretenen radikulären Beschwerden im rechten Arm bestehe keine Leistungsfähigkeit mehr. Gemäss Dr. med. E.________ hat sich das Beschwerdebild somit in zweifacher Hinsicht verschlimmert. Zum einen ist neu eine radikuläre Komponente mit Beschwerden im rechten Arm aufgetreten, zum anderen haben die occipitalen und Nackenschmerzen zugenommen. Veränderungen anderer Art macht auch der Beschwerdeführer nicht geltend. Vielmehr beruft er sich ausdrücklich auf die Feststellungen des Experten, welche im Übrigen im Einklang mit der im Bericht des Dr. med. B.________ vom 3. Januar 2000 beschriebenen Zunahme der Arm-Schulter-Nackenschmerzen rechts stehen. 3.2 Dr. med. S.________ bestreitet die von Dr. med. E.________ umschriebene Veränderung des Beschwerdebildes nicht. Er betont aber im Bericht vom 20. März 2001, dass keine neuen medizinischen Fakten vorlägen, welche eine Unfallkausalität der heutigen cervicalen Leiden beweisen würden. Sodann erkläre sich die neu aufgetretene intermittierende radikuläre Symptomatik C5/6 rechts zwanglos allein mit altersentsprechenden degenerativen Veränderungen (Foraminalstenosen) an typischer Stelle. Diese sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit völlig unabhängig vom Ereignis von 1983 eingetreten, was im Prinzip ja auch vom Experten bestätigt werde.