Citation: 5A_136/2010 10.03.2010 E. 5

Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist abzuweisen, da sich die Beschwerde von vornherein als aussichtslos erwiesen hat (Art. 64 Abs. 1 BGG). Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin war die Verfügung ausreichend begründet; als Grund für die Verweigerung der aufschiebenden Wirkung wird im Wesentlichen aufgeführt, im Fall der Gutheissung des Gesuchs werde dem Sachentscheid vorgegriffen und vor dem Entscheid über die Entlassung sei zuerst ein fachärztliches Gutachten einzuholen. Diese Begründung ist zwar knapp, aber ausreichend, um der Beschwerdeführerin eine sachgerechte Anfechtung der Verfügung zu ermöglichen (BGE 133 III 439 E. 3.3 S. 445). Im Weiteren wirft die Beschwerdeführerin der Vorsitzenden der fürsorgerechtlichen Kammer vor, befangen zu sein; sie beschränkt sich aber auf allgemeine nicht substanziierte Behauptungen. Soweit die Beschwerdeführerin eine Verletzung von Art. 397f Abs. 3 ZGB rügt, weil nicht alle Richter des Kollegiums an der persönlichen Befragung teilgenommen hätten, übersieht sie, dass die genannte Bestimmung nur für das Verfahren gilt, in dem ein die fürsorgerische Freiheitsentziehung anordnender oder aufrechterhaltender Entscheid gerichtlich überprüft wird (THOMAS GEISER, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 3. Aufl. 2006, N. 1 zu Art. 397f ZGB). Beim angefochtenen Entscheid geht es indessen um die Gewährung der aufschiebenden Wirkung. Gleich verhält es sich, soweit die Beschwerdeführerin mit der Beschwerde gegen die Verfügung betreffend aufschiebende Wirkung die Voraussetzungen von Art. 397a Abs. 1 ZGB bestreiten will: Damit richtet sie sich nicht gegen die angefochtene Verfügung, sondern bestreitet die Voraussetzungen von Art. 397a Abs. 1 ZGB und beanstandet damit einen noch nicht gefällten Entscheid in der Sache bzw. das damit zusammenhängende Verfahren als verfassungs- und EMRK-widrig.