Citation: 1C_736/2021 E. 1.3

1.3. Rechtsbegehren sind nach Treu und Glauben auszulegen, insbesondere im Lichte der dazu gegebenen Begründung (BGE 147 V 369 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Wird ein Urnengang während der Hängigkeit einer Stimmrechtsbeschwerde beim Bundesgericht durchgeführt, so wird die gegen eine Vorbereitungshandlung gerichtete Beschwerde grundsätzlich so verstanden, dass sinngemäss auch der Antrag auf Aufhebung der Abstimmung selber gestellt wird (Urteil 1C_495/2012 vom 12. Februar 2014 E. 1.4 mit Hinweisen, nicht publ. in BGE 140 I 107). Das entsprechende Interesse des Beschwerdeführers an der Aufhebung der Abstimmung ergibt sich in der Regel aus dem Kontext. Ein solches wird bejaht, wenn das (provisorisch festgestellte) Abstimmungsergebnis nicht im Sinne des Beschwerdeführers ausfällt; im gegenteiligen Fall wird es verneint (vgl. Urteile 1C_445/2016 vom 18. Mai 2017 Sachverhalt und E. 1.2; 1C_71/2017 vom 30. März 2017 E. 2 und 4; 1C_127/2017 vom 1. Juni 2017 E. 1 und 3).