Citation: 5A_888/2016 E. 3.3.4

3.3.4. Der Beschwerdeführerin wurde zwar während des erstinstanzlichen Verfahrens vorsorglich die Obhut über C.________ zugeteilt, diese Obhutszuteilung stand jedoch unter dem Vorbehalt der sich aus dem von der Erstinstanz in Auftrag gegebenen Abklärungsbericht ergebenden Erkenntnisse zur Obhuts- und Betreuungsfrage. Dazu kommt, dass angesichts des dem Beschwerdegegner während des erstinstanzlichen Eheschutzverfahrens bereits zugestandenen ausgedehnten Besuchsrechts mit der Anordnung einer alternierenden Obhut die Fortführung des Kontakts von C.________ zu beiden Elternteilen und damit die Stabilität der Verhältnisse besser gewährleistet ist als mit dem von der Beschwerdeführerin beantragten restriktiven Besuchsrecht für den Beschwerdegegner, was letztlich C.________ zugute kommt. Mit dem Argument der Vorinstanz, dass diese Kontaktpflege zu beiden Elternteilen im Interesse des Kindeswohls ist, und es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse gäbe, wonach das von der Beschwerdeführerin propagierte Residenzmodell gesünder sein solle, setzt sich die Beschwerdeführerin nicht hinreichend auseinander.