Citation: 4D_48/2023 E. 2

Das Obergericht informierte das Bundesgericht am 21. September 2023 darüber, dass in der Beschwerdesache ZK 23 305 am 21. August 2023 ein verfahrensabschliessender Entscheid ergangen ist, mit dem es auf die kantonale Beschwerde nicht eintrat. Der Entscheid habe allerdings dem Beschwerdeführer (und B.A.________) weder per Einschreiben noch per A-Post zugestellt werden können. Es kann vorliegend darauf verzichtet werden, dem Beschwerdeführer Gelegenheit einzuräumen, sich dazu zu äussern. Denn nach Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO gilt die Zustellung einer eingeschriebenen Postsendung, die nicht abgeholt worden ist, am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt, sofern der Adressat mit einer Zustellung rechnen musste. Vorliegend musste der Beschwerdeführer mit der Zustellung des Entscheids vom 21. August 2023 rechnen, nachdem er beim Obergericht eine Beschwerde erhoben hatte. Folglich gilt dieser Entscheid als dem Beschwerdeführer zugestellt (Zustellungsfiktion) und ist dessen Kenntnis seitens des Beschwerdeführers zu fingieren. Nachdem das Obergericht im Verfahren ZK 23 305 bereits am 21. August 2023 und damit vor Einreichung der vorliegenden Beschwerde durch den Beschwerdeführer den verfahrensabschliessenden Entscheid erliess, fehlte dem Beschwerdeführer offensichtlich bereits im Zeitpunkt der Einreichung der Rechtsverzögerungsbeschwerde an das Bundesgericht ein aktuelles und praktisches Interesse an der Behandlung der vorliegenden Beschwerde (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG). Die Beschwerde erweist sich damit als offensichtlich unzulässig und es ist darauf nicht einzutreten (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG).