Citation: 2C_94/2016 E. 3.2

3.2. Die Verhältnismässigkeit - bejaht oder verneint - ist das Ergebnis einer Interessenabwägung. Diese hat zwei Ebenen: eine faktische, um die Interessen zu erfassen, und eine normative, um die vorhandenen Interessen gegeneinander abzuwägen. Die Interessenabwägung bezieht sich auf die Gesamtheit der relevanten Tatsachen im Einzelfall. Die Feststellung dieser Tatsachen überprüft das Bundesgericht mit Willkürkognition (vgl. E. 2.1). Die Gewichtung der Fakten und der darauf basierenden Interessen mit dem Ziel, die Frage der Verhältnismässigkeit im Rahmen von Grundrechtseingriffen zu beantworten, ist eine Rechtsfrage, welche das Bundesgericht als Rüge der Verletzung von Bundes- oder Völkerrecht frei prüft (Art. 95 lit. a und b BGG). Der Unschärfe, die der Verhältnismässigkeit eigen ist, kann und soll das Bundesgericht in Form eines Wertungsspielraums Rechnung tragen, wenn ein kantonaler Gerichtsentscheid auf erhöhter Sachnähe beruht. Eine erhöhte Sachnähe kann sich insbesondere daraus ergeben, dass das kantonale Gericht die betroffene Person persönlich angehört hat. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz eine persönliche Anhörung durchgeführt, weshalb in Bezug auf die Überprüfung der Verhältnismässigkeit eine gewisse Zurückhaltung angebracht ist.