Citation: 8C_295/2022 E. 7.1

7.1. Die Beschwerdeführerin macht erstmals vor Bundesgericht geltend, mit dem MEDAS-Gutachten vom 22. März 2018 seien die "Begutachtungsleitlinien Versicherungsmedizin, Fachspezifisch Neurologischer Teil", Version vom 28. April 2020 (publiziert auf der Homepage der Schweizerischen Neurologischen Gesellschaft [SNG], www.swissneuro.ch), verletzt worden. Sie bringt diesbezüglich im Wesentlichen vor, weder vom Kopf noch von der Lendenwirbelsäule (LWS) seien Bilder angefertigt worden. Der MEDAS-Rheumatologe habe in der Beurteilung vom 13. Juni 2018 eine zusätzliche EMG-Abklärung gefordert. Der MEDAS-Neurologe habe in der Stellungnahme vom 22. Dezember 2018 zu Unrecht auf die Anfertigung neuer Bildgebungen der LWS und der HWS sowie des Kopfes und auf die vom MEDAS-Rheumatologen geforderte EMG-Untersuchung verzichtet. Somit bleibe die rückwirkende Arbeitsfähigkeitsschätzung der MEDAS objektiv falsch. Die Progredienz der LWS-Situation habe im Zeitpunkt der Begutachtung bereits vorgelegen. Die MEDAS-Gutachter hätten sich unzulässigerweise auf Aggravation und Simulation berufen, die heute bildgebend widerlegt seien. Die Beschwerdeführerin ruft zudem diverse Arztberichte an, die nach ihrer Auffassung das Ergebnis des Gutachtens der MEDAS vom 22. März 2018 und ihrer Ergänzung vom 31. Januar 2019 in Frage stellten.