Citation: 5A_417/2023 E. 2

Das Obergericht hat festgehalten, im Gegensatz zu ihren Aussagen gegenüber der KESB bringe die Mutter in der Beschwerde nunmehr vor, das Kind kenne den Vater, welcher es mehrmals wöchentlich besuche, für Geschenke, Essen, Kleidung und Pflege sorge; sie und der Vater wollten keinen Vaterschaftstest, hätten ein gutes Verhältnis und würden gemeinsam für das Kind sorgen, weshalb jegliche Massnahme sofort zu beenden sei. Im Anschluss hat das Obergericht erwogen, dass das Kind einen verfassungsmässigen Anspruch auf Kenntnis seiner Abstammung und ein Recht habe, seinen Vater nicht nur zu kennen, sondern von diesem auch offiziell anerkannt zu werden. Dies sei trotz wiederholter Aufforderung nicht erfolgt. Die fehlende Vaterschaftsanerkennung, die dadurch fehlende Gewissheit und fehlende rechtliche Grundlage zur Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen stelle eine Gefährdung des Kindeswohles dar, zumal der Unterhaltsanspruch nur ein Jahr rückwirkend geltend gemacht werden könne und die Beschwerdeführerin in nicht allzu guten finanziellen Verhältnissen lebe. Die Anordnung einer Beistandschaft zur Feststellung des Kindesverhältnisses sowie zur Wahrung des Unterhaltsanspruches sei somit notwendig und verhältnismässig.