Citation: 6B_1219/2017 E. 1.1

1.1. Die kantonalen Instanzen stellen in tatsächlicher Hinsicht fest, der Beschwerdeführer habe sich am 30. April 2008 bei der Invalidenstelle der SVA (IV-Stelle) gemeldet. Im Anmeldeformular und im Fragebogen vom 5. Juni 2008 habe er angegeben, er leide nach zwei Operationen am Kopf unter starken Schmerzen in Nacken, Rücken und linkem Bein, sowie unter Gangunsicherheit, Gleichgewichtsstörungen, Brennen und Schwellungen an Händen und Füssen; überdies könne er höchstens leichte Gewichte tragen und aufgrund einer Sehstörung nur den öffentlichen Verkehr benutzen. Gestützt auf ein Gutachten der Academy of Swiss Insurance Medicine Basel (asim) vom 27. August 2009 habe die IV-Stelle mit Verfügung vom 25. Januar 2010 rückwirkend ab dem 1. Februar 2008 einen Invaliditätsgrad von 62% errechnet und dem Beschwerdeführer eine monatliche Dreiviertels- und drei Kinderrenten in der Höhe von CHF 3'314.-- zugesprochen. Gestützt auf das Gutachten des Aerztlichen Begutachungsinstitut Basel (ABI) vom 21. Oktober 2013 und die Ergebnisse der Überwachung durch die Kantonspolizei Zürich an insgesamt 4 bzw. 8 Tagen in den Jahren 2011 und 2012 nehmen die kantonalen Instanzen an, die tatsächliche Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers habe in Wirklichkeit über den vom asim-Gutachten festgestellten und mit zahlreichen Einschränkungen verbundenen 50-60% - gelegen und sei auf 70% für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten festzusetzen. Diese Annahme durch die Gutachter des ABI werde zudem durch weitere Beweismittel gestützt. Vorab aus den Ergebnissen der Observation ergebe sich für den Zeitraum September 2009 bis Juli 2012, dass der Beschwerdeführer äusserst umtriebig, geschäftig und vielbeschäftigt aufgetreten sei. Er habe mehrere Stunden, mindestens vier, teilweise gar bis zu 16 Stunden täglich, zuweilen bis spätnachts oder frühmorgens gearbeitet und dabei mittelschwere Arbeiten verrichtet, die ihm nach seinen eigenen Aussagen und denjenigen der Hausärztin und seines Psychologen nicht möglich gewesen wären. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 70% bzw. (zufolge der nachvollziehbaren Rückdatierung mit einer leichten Besserung von 5%) von 65% spätestens ab Mitte 2009 wäre bei Annahme eines 100%-Pensums mit einem IV-Grad von ca. 35% zu rechnen, welcher nicht zu einer IV-Rente berechtige (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG). Damit habe zumindest ab Mitte 2009 kein Anspruch auf eine IV-Rente bestanden, wobei der massgebliche Zeitpunkt auf den Arbeitsbeginn vom 1. September 2009 im Restaurant D.________ zu legen sei. Damit seien offensichtlich die ärztlichen Berichte und das asim-Gutachten durch die täuschenden Angaben des Beschwerdeführers in relevantem Umfang verfälscht gewesen. Für die Zeit vor dem 1. September 2009 sei demgegenüber - trotz gewichtiger Indizien - zugunsten des Beschwerdeführers nicht von einer rentenreduzierenden Arbeitsfähigkeit auszugehen (angefochtenes Urteil S. 13 ff., 21 ff.; erstinstanzliches Urteil S. 35 ff.; 90 ff.). In subjektiver Hinsicht nehmen die kantonalen Instanzen an, der Beschwerdeführer habe sich nach seinen Operationen aus dem Jahr 2007 für eine gewisse Zeit in einem schlechten Gesundheitszustand befunden. Spätestens ab dem Zeitpunkt der asim-Begutachtung sei indes davon auszugehen, dass dieser einen massiv schlechteren Gesundheitszustand vorgetäuscht habe, als er in Wirklichkeit bestanden habe. Hiefür spreche im Wesentlichen, dass er kurz darauf ins Restaurant D.________ eingestiegen sei und dort Arbeiten verrichtet habe, die sich mit dem Bild eines schwerkranken, an Schwindel und Gangunsicherheiten leidenden, allseits schmerzgeplagten, depressiven und sozial zurückgezogenen Mannes nicht in Übereinstimmung bringen liessen. Offensichtlich habe der Beschwerdeführer seine Beeinträchtigungen derart überzeugend vorgetäuscht, dass er selbst seiner Ehefrau habe weismachen können, er sei aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen nicht in der Lage, Einkaufstaschen zu tragen oder im Haushalt zu helfen. Angesichts dieser Diskrepanz zwischen der tatsächlich vorhandenen Leistungsfähigkeit und den geschilderten Einschränkungen sei es undenkbar, dass der Beschwerdeführer lediglich fahrlässig gehandelt habe. Er habe die falschen Angaben vielmehr wissentlich und willentlich gemacht (angefochtenes Urteil S. 23; erstinstanzliches Urteil 92 ff.).