Citation: 9C_143/2024 E. 5.4

5.4. Das kantonale Gericht hält im angefochtenen Entscheid fest, der teilweise Verzicht auf die Rückzahlung des Darlehens sei bei den Beschwerdeführern als Einkommen zu würdigen und stelle eine neue Tatsache dar, da er aus der Steuererklärung nicht ersichtlich gewesen sei. Die finanziellen Verhältnisse der Beschwerdeführer seien aufgrund des gleichzeitigen Kapitalbezugs der Pensionskasse nicht leicht durchschaubar gewesen. Da für die Schenkungs- und Einkommenssteuer unterschiedliche Dienststellen zuständig seien, müssten diese sich das Wissen der jeweils anderen Stellen nicht anrechnen lassen. Die Nichtberücksichtigung dieses Einkommensbestandteils bei der ordentlichen Veranlagung 2018 habe zu einer Unterbesteuerung geführt. Dass das kantonale Steueramt zunächst eine Schenkungssteuer verfügt habe, sei nicht rechtsverletzend und lasse das für die Erhebung einer Nachsteuer erforderliche Element der neuen Tatsache nicht entfallen.