Citation: U 218/01 24.04.2002 E. 5

5.- Umstritten sind weiter die der Invaliditätsbemessung zu Grunde zu legenden Vergleichseinkommen. a) aa) Bei der Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Person ohne Invalidität erzielen könnte, ist entscheidend, was sie im massgebenden Zeitpunkt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ohne Behinderung tatsächlich verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b mit Hinweis). Die Einkommensermittlung hat möglichst konkret zu erfolgen. Es ist daher in der Regel vom letzten Lohn auszugehen, welchen die versicherte Person vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt hat (ZAK 1980 S. 593 mit Hinweisen). Zukünftige Veränderungen des Valideneinkommens müssen mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b mit Hinweisen; vgl. auch SVR 2000 UV Nr. 5 Erw. 4b mit Hinweisen). bb) SUVA und Vorinstanz setzten das Valideneinkommen auf Fr. 52'509.- fest. Sie stützten sich dabei auf die Angaben der Arbeitgeberin vom 1. September und 4. November 1999. Danach hätte sich der Lohn von Fr. 22.50 pro Stunde im Jahr 1996 bis auf Fr. 22.95 im Jahr 1999 erhöht. Bei 2112 Jahresstunden sowie unter Berücksichtigung der Gratifikation von 8,33 % ergab sich für das Jahr 1999 ein hypothetischer Jahresverdienst von Fr. 52'508.-. Da die Verhältnisse im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 12. Juli 2000 massgebend sind (BGE 116 V 248 Erw. 1a mit Hinweisen), ist dieser Betrag der Lohnentwicklung von 1999 auf 2000 (+ 0,8 %, Die Volkswirtschaft 3/2001, S. 101 Tabelle B10.2) anzupassen. Damit resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 52'928.-. Der Einwand des Beschwerdeführers, er habe anlässlich zweier Arbeitsversuche nach dem Unfall höhere Löhne (bezogen auf eine volle Arbeitsfähigkeit) erzielt, vermag nicht zur Annahme eines höheren Valideneinkommens zu führen. Es bestehen keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür, dass er, wenn sich der Unfall nicht ereignet hätte, nicht erneut für die bisherige Arbeitgeberin tätig gewesen wäre, sondern eine besser bezahlte Stelle gesucht und gefunden hätte. Die ausserdem geltend gemachte künftige Verbesserung der Verdienstmöglichkeiten durch das Inkrafttreten der bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der Europäischen Union betrifft die Zeit nach dem Erlass des Einspracheentscheids. Dass der Beschwerdeführer bereits bis zu diesem Zeitpunkt eine Aufenthaltsbewilligung B erhalten und aus diesem Grund einen höheren Lohn erzielt hätte, ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan. b) Das Einkommen, welches der Beschwerdeführer mit der unfallbedingten gesundheitlichen Beeinträchtigung bei ausgeglichenem Arbeitsmarkt durch eine ihm zumutbare Erwerbstätigkeit erzielen könnte (Invalideneinkommen), setzte die Vorinstanz auf Fr. 43'400.- fest. Sie stützte sich dabei auf das dargestellte Zumutbarkeitsprofil (Erw. 4 hievor) sowie die durch die SUVA beigezogenen Erfassungsblätter der Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP), wobei sie deren Ergebnisse anhand der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1996 überprüfte und bestätigt fand. Wird von der LSE 1998 ausgegangen, gemäss welcher der Zentralwert des standardisierten Monatslohns der im privaten Sektor mit einfachen und repetitiven Aufgaben beschäftigten Männer Fr. 4268.- betrug, ergibt sich nach Aufrechnung dieses auf 40 Wochenstunden basierenden Betrags auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit im Jahr 1999 (für das Jahr 2000 liegen noch keine Angaben vor) von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft 12/2001, S. 80 Tabelle B9.2) ein Wert von Fr. 4461.- pro Monat oder Fr. 53'521.- pro Jahr, unter zusätzlicher Berücksichtigung der allgemeinen Lohnerhöhung von 1998 bis 2000 (1999: + 0,3 %; 2000: + 0,8 %; Die Volkswirtschaft 3/2001, S. 101 Tabelle B10.2) ein solcher von Fr. 54'111.-. Der als Folge der Behinderung zu erwartenden Lohneinbusse sowie allfälligen weiteren lohnmindernden Faktoren kann durch einen prozentualen Abzug vom Tabellenlohn Rechnung getragen werden (BGE 126 V 78 Erw. 5), welchen die Vorinstanz in angesichts der konkreten Umstände nicht zu beanstandender Ermessensausübung (vgl. dazu BGE 126 V 81 Erw. 6 mit Hinweis) auf 20 % festgesetzt hat. In Anbetracht des auf diese Weise resultierenden Invalideneinkommens von Fr. 43'288.- und des Valideneinkommens von Fr. 52'928.- ist die Zusprechung einer Invalidenrente auf Grund eines Invaliditätsgrades von 20 % nicht zu beanstanden.