Citation: U 69/02 16.10.2002 E. 3.2

Zu Recht besteht auch die gestützt auf Art. 36 Abs. 2 UVG verfügte hälftige Kürzung der Integritätsentschädigung. Satz 2 dieser Bestimmung ist auf Integritätsschädigungen nicht anwendbar (BGE 113 V 59 Erw. 2), weshalb eine Kürzung auch dann erfolgen kann, wenn sich der Vorzustand nicht erwerbsvermindernd ausgewirkt hat. Bereits aus dem Bericht des Spital W.________, Chirurgische Klinik , vom 23. April 1998, wo der Versicherte nach dem Unfall vom 26. März 1998 eingeliefert und behandelt wurde, wird die vorbestehende Coxarthrose erwähnt. Dass die beidseitige Coxarthrose vor dem Unfall symptomlos oder zumindest symptomarm war, wovon auch Dr. Z.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, Ärzteteam Unfallmedizin der SUVA, in seinem Bericht vom 26. Januar 1999 ausgeht, steht einer Kürzung nicht entgegen. Entscheidend ist, dass schon vor dem Unfall eine beidseitige Coxarthrose bestanden hat und im Zeitpunkt, in dem über den Anspruch auf Integritätsentschädigung zu entscheiden war, in beiden Hüften ein weitgehend identischer Befund festzustellen war, was darauf schliessen lässt, dass unfallfremde Faktoren am bestehenden Integritätsschaden in erheblichem Umfang mitbeteiligt sind. Ob auch die von der Vorinstanz erwähnten belastungsabhängigen Rückenbeschwerden, chronischen Fussschmerzen bei Neuropathie und die bestehende Claudicatio intermittens als kürzungsbegründender Vorzustand zu berücksichtigen sind, kann dahingestellt bleiben, weil die verfügte hälftige Leistungskürzung selbst ohne diese Befunde als angemessen zu betrachten ist.