Citation: 5A_116/2023 E. 4.2.3

4.2.3. 4.2.3.1. Willkürlich ist es nach Ansicht der Beschwerdeführerin auch, dem Willen des Kindes wegen dessen Intelligenz ein grosses bzw. grösseres Gewicht beizumessen. Die Gutachterin halte diesen Willen bzw. die kognitive Fitness des Kindes für unbeachtlich. Auf einen selbstschädigenden Willen sei ohnehin nicht abzustellen. Im Übrigen handle es sich gar nicht um den Willen des Kindes, da ihm dieser seit der Trennung der Parteien vom Beschwerdegegner implantiert worden sei. 4.2.3.2. In diesem Zusammenhang geht die Beschwerdeführerin nicht auf den gemäss Vorinstanz wesentlichen Ausfluss dieses Willens ein, nämlich die Vollzugsproblematik, die sich angesichts des Alters des Kindes unabhängig von dessen Intelligenz stellt. Sie legt insbesondere nicht dar, wie das Kind dazu bewegt werden könnte, in einer Institution oder bei der Mutter zu bleiben, wenn es dies nicht will. Daran ändern die Behauptungen der Beschwerdeführerin zur (Un-) Durchführbarkeit des Besuchsrechts nichts, im Gegenteil belegt dies das Unvermögen äusserer Massnahmen in Anbetracht des starken Kindeswillens. Inwieweit dieser Wille allenfalls auf einer früheren oder aktuellen Instrumentalisierung gründet, ändert an der Vollzugsproblematik ebenfalls nichts.