Citation: 6F_19/2024 E. 6.4

6.4. Im Lichte dieser Grundsätze ist auf das Ausstandsgesuch gegen die einzeln bezeichneten Bundesrichter- und Bundesrichterinnen einschliesslich die Gerichtsschreiberin nicht einzutreten, weil keine tauglichen Ausstandsgründe angerufen werden. Die gesuchstellende Person, die abstrakt befürchtet, die mit der Beurteilung ihrer Beschwerde im Verfahren 6B_223/2024 befassten Gerichtspersonen und die Gerichtsschreiberin könnten im Revisionsverfahren nicht mehr unvoreingenommen sein, begründet ihr Ausstandsbegehren im Wesentlichen mit der Mitwirkung der betroffenen Personen am ursprünglichen Entscheid. Aus dessen behaupteter Fehlerhaftigkeit, dem Hinweis auf eine angehobene Staatshaftung und eine (eventuelle) Strafanzeige wegen Amtsmissbrauchs lässt sich indes weder ein persönliches Interesse noch eine Befangenheit der am Urteil mitwirkenden Gerichtsmitglieder einschliesslich der Gerichtsschreiberin ableiten. Dass die gesuchstellende Person einen anderen Ausgang des Beschwerdeverfahrens 6B_223/2024 erwartete und sie mit dem Urteil vom 3. September 2024 nicht einverstanden ist, bildet keinen tauglichen Ausstandsgrund. Das Ausstandsgesuch zielt im Ergebnis auf die Behinderung der Justiz und erweist sich als unzulässig, wenn nicht gar als rechtsmissbräuchlich, weshalb darauf ohne Durchführung des Verfahrens nach Art. 37 Abs. 1 BGG - unter Mitwirkung der abgelehnten Gerichtspersonen und der Gerichtsschreiberin - nicht einzutreten ist (BGE 114 Ia 278 E. 1; Urteil 6F_9/2021 vom 8. Juni 2021 E. 2).