Citation: 5A_685/2016 E. 6.4

6.4. Ungeachtet der teilweise mehrdeutigen Formulierung des Vergleichs (z.B. "gegenseitige Ansprüche der Parteien") konnte es aufgrund der Prozesslage somit nur darum gehen, dass die Kläger nach Aufhebung des Miteigentumsverhältnisses keine Forderungen aus dem Miteigentumsverhältnis mehr gegen die Beklagten sollten erheben können. Dass die Klagebegehren rechtskräftig erledigt werden, hat im Interesse der Beklagten gelegen, die nach Übernahme der klägerischen Miteigentumsanteile vor weiteren Forderungen der Kläger aus dem Miteigentumsverhältnis geschützt sein wollten. Dieses Interesse hat die Hinterlegung des Kaufpreises zu schützen bezweckt, indem der hinterlegte Betrag erst an die Kläger hätte ausbezahlt werden sollen, wenn über deren Begehren betreffend Liegenschaftsabrechnung rechtskräftig entschieden ist, und diesen Zweck hat bereits der Klagerückzug verwirklicht, der aufgrund seiner Rechtskraft im Ergebnis der Abweisung der Klage gleichkommt (vgl. GULDENER, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl. 1979, S. 401).