Citation: 2C_185/2018 E. 3.2

3.2. Aus diesen Erwägungen folgt, dass Art. 76a AuG und die Haftbestimmungen von Art. 28 Dublin-III-VO auf das vorliegende Verfahren nicht anwendbar sind (vgl. Urteil des EuGH vom 30. Mai 2013 C-534/11 Arslan Randnr. 50 ff). Die Rüge des Beschwerdeführers, das SEM verstosse gegen Art. 28 Abs. 3 Dublin-III-VO, weil es sein Gesuch ohne Priorität behandle, geht damit ins Leere. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, dass das SEM das Beschleunigungsgebot für Verfahren von Personen, die sich in ausländerrechtlicher Haft befinden, nicht beachten würde. Die Informationsanfrage an die französischen Behörden gemäss Art. 34 Dublin-III-VO erfolgte wenige Tage nach der Befragung zur Person und knapp drei Wochen nach dem Asylgesuch des Beschwerdeführers. Nach Ausbleiben einer Antwort stellte das SEM ein Gesuch um Aufnahme gemäss Art. 13 Abs. 2 Dublin-III-VO, welches nunmehr abgelehnt wurde. Ein Remonstrationsverfahren wird nicht durchgeführt. Gemäss den unbestrittenen Feststellungen der Vorinstanz sind zudem nach der Befragung des Beschwerdeführers durch eine senegalesische Delegation Abklärungen durch die Republik Senegal im Gange, und das kantonale Migrationsamt hat bereits mehrmals Anstrengungen unternommen, um seine wiederholt behauptete französische Staatsbürgerschaft zu überprüfen. Die in der Beschwerde nicht weiter begründete Behauptung, sein Fall werde nicht mit der erforderlichen Beschleunigung behandelt, entbehrt somit einer Grundlage.