Citation: 7B_660/2023 E. 3

Die Vorinstanz erwägt, die Verfahrensleitung gewähre der Privatklägerschaft für die Durchsetzung ihrer Zivilansprüche ganz oder teilweise die unentgeltliche Rechtspflege, wenn diese nicht über die erforderlichen Mittel verfüge und die Zivilklage nicht aussichtslos erscheine. Keine Zivilansprüche seien Ansprüche, die sich aus dem öffentlichen Recht ergäben. Das zur Anzeige gebrachte Verhalten von B.________ sei in Ausübung amtlicher Verrichtung erfolgt, was der Beschwerdeführer anerkenne. Der Beschwerdeführer lege in seinem Gesuch nicht dar, inwiefern ihm gleichwohl zivilrechtliche Ansprüche gegen B.________ zustehen sollen. Eine allfällige Zivilklage wäre damit aussichtslos, weshalb dem Beschwerdeführer kein Anspruch auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege aus Art. 136 Abs. 1 StPO zukomme. Des Weiteren sei nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer Opfer unzulässiger staatlicher Gewalt geworden sei und daher unmittelbar gestützt auf Art. 29 Abs. 3 BV Anspruch auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege habe.