Citation: 8C_643/2018 E. 5.3

5.3. Seit Erlass des Einspracheentscheides vom 18. November 2015 macht die Allianz geltend, den adäquaten Kausalzusammenhang vor der ursprünglichen Rentenzusprache nie geprüft zu haben. Weder in der Verfügung vom 22. August 1998 noch in den übrigen Akten finde sich ein entsprechender Anhaltspunkt. Daran hielt sie auch mit Eingabe vom 14. Januar 2019 fest. Die ursprüngliche Rentenzusprache von 1998 sei daher zweifellos unrichtig gewesen und folglich in Wiedererwägung zu ziehen. Sie habe den ihr obliegenden Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt, indem sie auf die ungenügende medizinische Sachverhaltsabklärung gemäss Gutachten des Dr. med. D.________ vom 28. November 1994 (vgl. E. 4 hievor) abgestellt habe. Zudem habe sie auf die Ermittlung der Vergleichseinkommen verzichtet. Auch der versicherte Verdienst sei nicht korrekt bestimmt worden. Aus all diesen Gründen sei die ursprüngliche Rentenzusprache zweifellos unrichtig und folglich aufzuheben. Zwecks wiedererwägungsweiser Aufhebung der seit 1998 ausgerichteten Komplementärrente beruft sich die Allianz demnach - trotz des ihr schon damals obliegenden Untersuchungsgrundsatzes (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221; 115 V 133 E. 8a und b S. 142 f.; je mit Hinweisen) - auf zahlreiche eigene Abklärungsversäumnisse. Sie hat sich diesbezüglich die - gerichtsnotorisch gehäuften (vgl. u.a. BGE 140 V 77; 138 V 147; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 27, 8C_193/2016) - Nachlässigkeiten ihrer Rechtsvorgängerin entgegen halten zu lassen (vgl. Urteil 8C_533/2018 vom 28. Januar 2019 E. 4.2.2).