Citation: I 393/03 21.07.2004 E. 3.1

3.1.1 Der Abklärungsdienst der IV-Stelle hat den Beschwerdeführer am 15. Februar 2002 an Ort und Stelle (Büroräumlichkeiten zu Hause) besucht, die im Betrieb anfallenden Arbeiten im Bericht vom 22. Februar 2002 detailliert aufgelistet und im Gespräch mit dem Versicherten die gesundheitlich bedingten Einschränkungen in den verschiedenen Arbeitsgebieten erörtert. Bezüglich der fünf ausgeschiedenen Aufgabenbereiche "Telefondienst" (Gewichtung 40 %), "administrative Arbeiten" (Gewichtung 30 %), "Verpacken/ Versand" (Gewichtung 10 %), "Aussendienst" (Gewichtung 20 %) und "Betriebsleitung" (keine Gewichtung, da gemäss IV-Stelle in sämtlichen andern Aufgabenbereichen enthalten) ergaben sich folgende Einschränkungen: Für die Aufgabenbereiche "Telefondienst" und "Aussendienst" wurde unter Hinweis auf das MEDAS-Gutachten, für "administrativen Arbeiten" aufgrund eines Zeitvergleichs eine Arbeitsunfähigkeit von je 25 % angenommen. Gemäss Abklärungsbericht keine Einschränkung besteht im Bereich "Verpacken/Versand". 3.1.2 Zwecks Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit setzte der Abklärungsdienst für die einzelnen Aufgabenbereiche die entsprechenden statistischen Lohnwerte gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) ein, reduzierte diese entsprechend der behinderungsbedingten Einschränkung in jedem Aufgabenbereich und ermittelte daraus die behinderungsbedingte Erwerbseinbusse pro Aufgabenbereich frankenmässig. Für den Aufgabenbereich "Telefondienst" resultierte dabei - ausgehend von einem Jahreseinkommen ohne Behinderung (Valideneinkommen) von Fr. 70'020.-, einer Gewichtung von 40 % und einer 25 %igen Leistungseinschränkung - eine Erwerbseinbusse von Fr. 7'002.- (70'020.- x [40 x 25/100]) und bei den "administrativen Arbeiten" eine solche von Fr. 4'604.- (Jahreseinkommen ohne Behinderung: Fr. 61'392.00; 30 %ige Gewichtung; Arbeitsunfähigkeit von 25 %). Im Aufgabenbereich "Aussendienst" setzte die Verwaltung die behinderungsbedingte Erwerbseinbusse auf Fr. 3'501.- fest (Jahreseinkommen ohne Behinderung: Fr. 70'020.-; Gewichtung 20 %; Arbeitsunfähigkeit von 25 %), während sie im Bereich "Verpacken/Versand" mangels Arbeitsunfähigkeit (Erw. 3.1.1 hievor) überhaupt verneint wurde. Insgesamt errechnete die IV-Stelle eine Erwerbseinbusse von Fr. 15'107.- und setzte diesen Betrag in Relation zu einem (rechnerischen) Valideneinkommen von Fr. 65'698.00 (=Total der gewichteten Jahreseinkommen ohne Behinderung in den einzelnen Tätigkeitsbereichen), was einen Invaliditätsgrad von 23 % ergab. 3.2 Die von der Verwaltung angewandte Methode zur Berechnung des Invaliditätsgrades, d.h. die Unterteilung der Tätigkeit des Beschwerdeführers in einzelne Aufgabenbereiche, die Berücksichtigung der jeweiligen Einschränkungen in denselben sowie die Gewichtung der wirtschaftlichen Auswirkungen unter Bezugnahme auf einen statistischen Lohn führt zum nämlichen Ergebnis wie die vom Eidgenössischen Versicherungsgericht verwendete Formel (vgl. BGE 128 V 29 ff.; Urteile B. vom 21. Januar 2004 [I 120/03] Erw. 5.4., M vom 2. Mai 2003 [I 258/02] Erw. 4.4.3, Z. vom 17. Februar 2003 [I 463/02] Erw. 5.1) (T 1 x B 1 x s 1) + (T 2 x B 2 x s 2) ____________________________=Invaliditätsgrad (T 1 x s 1) + (T 2 x s 2), T = Anteil der entsprechenden Tätigkeit an der Gesamttätigkeit in Prozenten, B = Arbeitsunfähigkeit in der jeweiligen Tätigkeit in Prozenten s = Lohnansatz für die betreffende Tätigkeit. Diese Formel führt vorliegend zu folgender Berechnung: (40 % x 25 % x 5'835.-) + (30 % x 25 % x 5'116.-) + (10% x 0 % x 4'390.-) + (20 % x 25 % x 5'835.-) _______________________________________________________________= 23 % (40 % x 5'835.-) + (30 % x 5'116.-) + (10 % x 4'390.-) + (20 % x 5'835.-) Bei der von der IV-Stelle angewandten Berechnungsweise wird der Invaliditätsgrad zwar mittels einer Art Einkommensvergleichs ermittelt, was an sich als systemwidrig erscheint (BGE 128 V 32 Erw. 4a), in der vorgenommenen Form aber insoweit unbedenklich ist, als die beiden verglichenen Einkommensgrössen lediglich rechnerische Werte darstellen und ihnen keine hypothetische Ermittlung des Erwerbseinkommens zugrunde liegt. Das methodische Vorgehen der Verwaltung ist daher grundsätzlich als zulässig zu beurteilen.