Citation: 1B_228/2014 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin ist dringend verdächtig, ihren Liebhaber mit der Tötung ihres Ehemannes beauftragt zu haben. Hauptbelastungsbeweis gegen sie ist die Aussage des geständigen Liebhabers, der wiederholt und gleichbleibend aussagte, den Tötungsversuch auf Druck bzw. auf Anweisung der Beschwerdeführerin unternommen zu haben. In dieser Konstellation ist klarerweise von einer hohen Kollusionsgefahr auszugehen. Nach dem bestehenden Tatverdacht hatte die Beschwerdeführerin einen grossen Einfluss auf ihren Liebhaber und konnte ihn mutmasslich zu einem Tötungsversuch bewegen. Es muss damit gerechnet werden, dass sie ihren Einfluss auf ihn noch nicht gänzlich verloren hat und ihn auch dazu bringen würde, seine belastenden Aussagen wahrheitswidrig zurückzunehmen oder zu relativieren, wenn sich ihr eine Gelegenheit dazu böte. Widersprüche in den belastenden Aussagen könnten sich durchaus zu ihren Gunsten auswirken. Da der Ausgang des Strafverfahrens gegen die Beschwerdeführerin voraussichtlich stark von der Würdigung der Aussagen ihres Liebhabers durch das Sachgericht abhängen wird, hätte sie angesichts der Schwere der Tatvorwürfe einen starken Anreiz zu versuchen, diese Aussagen zu beeinflussen. Im Übrigen ist zwar nicht erwiesen, aber naheliegend, dass eine frühere Zellengenossin der Beschwerdeführerin, die mit der Zeugin E.________ Kontakt aufnahm, um mit ihr über die Tat zu sprechen, im Auftrag der Beschwerdeführerin handelte. Dieser Umstand stellt daher jedenfalls einen konkreten Anhaltspunkt dafür dar, dass die Beschwerdeführerin willens und fähig sein könnte, sich bietende Gelegenheiten zu nutzen, um unerlaubte Kontakte herzustellen und zu versuchen, ihren Liebhaber - allenfalls über gemeinsame Bekannte - zu beeinflussen. Fraglich kann nur sein, ob die Beschwerdeführerin im Vollzugsregime überhaupt eine Möglichkeit hätte, mit ihrem Liebhaber zu kolludieren. Das liegt nicht auf der Hand, weil sich dieser zur Zeit offensichtlich auch in Untersuchungshaft befindet. Für das Bundesgericht ist jedoch nicht ersichtlich, wie lange diese aufrechterhalten wird und ob nicht allenfalls ihm der vorzeitige Strafantritt bewilligt werden könnte. Wären beide im Vollzugsregime, könnte eine Kollusion nicht zuverlässig verhindert werden. In dieser Konstellation ist es nicht zu beanstanden, dass die Kollusionsgefahr bei der Quelle - der Beschwerdeführerin - angegangen wird und allfällige Kollusionsmöglichkeiten durch Fortführung der Untersuchungshaft ausgeschlossen werden. Die Beschwerde ist unbegründet.