Citation: 6B_186/2016 E. 3.1

3.1. In der Zeit von August 2009 bis März 2010 gingen Mietzinse im Gesamtbetrag von CHF 17'200.-- (8 x CHF 2'150.--) auf das Konto des Beschwerdeführers ein. Nach den Feststellungen der Vorinstanz standen dem Beschwerdeführer gegen A.________ aus der Verwaltung der Liegenschaft Honorarforderungen von insgesamt höchstens CHF 5'530.-- zu. Indem der Beschwerdeführer die eingegangenen Mietzinse in dem diesen Betrag übersteigenden Betrag nicht an die Vermieterin weiterleitete, sondern für eigene Zwecke verbrauchte, missachtete er seine aus Art. 400 Abs. 1 OR resultierende Ablieferungspflicht. Ob er das Schreiben der Vormundschaftsbehörde vom 14. August 2009, worin er zur Überweisung der Mietzinseinnahmen auf das Liegenschaftskonto von A.________ aufgefordert wurde, erhalten hat, was er bestreitet, ist unerheblich, da die Ablieferungspflicht sich schon aus dem Gesetz ergibt. Indem er die Mietzinse nicht an A.________ weiterleitete, sondern für eigene Zwecke verbrauchte, erfüllte er den objektiven Tatbestand der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 al. 2 StGB, wonach bestraft wird, wer ihm anvertraute Vermögenswerte unrechtmässig in seinem Nutzen verwendet.