Citation: 2C_392/2020 E. 2.4.3

2.4.3. Die Vorinstanz hat ausgeführt, ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse sei auch bei einer beantragten Höherveranlagung zu bejahen, dann nämlich, wenn dadurch in einer Folgeperiode niedrigere Steuern anfielen oder ein ansonsten drohendes Nachsteuer- oder Steuerhinterziehungsverfahren abgewendet werden könne (Sachverhalt, lit. E). Diese Voraussetzungen liegen hier nicht vor: Die Steuerpflichtigen leiten die künftige höhere Steuerbelastung hauptsächlich aus dem Umstand ab, dass bei Liquidation der Einzelunternehmung auch über die nunmehr dem Geschäftsvermögen zugewiesenen Grundstücke abzurechnen sei. Dies setzt aber voraus, dass die Grundstücke zu diesem Zeitpunkt überhaupt (noch) als Geschäftsvermögen zu würdigen sein werden. Für die Zugehörigkeit zum Privat- oder Geschäftsvermögen ist ihrerseits entscheidend, welche technisch-wirtschaftliche Funktion dem betreffenden Vermögenswert zukommt (Art. 8 Abs. 1 StHG; BGE 134 V 250 E. 4.2 S. 254; 133 II 420 E. 3.2 S. 422; 120 Ia 349 E. 4c/aa S. 354 f.). Auch eine Liegenschaft als Alternativgut gehört (nur dann) dem Geschäftsvermögen an, soweit und solange sie ganz oder zumindest vorwiegend der selbständigen Erwerbstätigkeit dient (Präponderanzmethode; BGE 140 V 241 E. 4.2 S. 245 zu Art. 9 AHVG; 133 II 420 E. 3.3 S. 422 f.; zum Ganzen: Urteil 2C_939/2019 vom 25. Mai 2020 E. 2.2.2).