Citation: 6B_180/2023 E. 4.2.5

4.2.5. Was die Täterkomponente betrifft, folgt die Vorinstanz der Erstinstanz und erhöht die hypothetische Gesamtstrafe um 6 Monate auf 103 Monate und 10 Tage. Sie betont zu Recht die zahlreichen einschlägigen Vorstrafen und verweist auf die ausgeprägte Uneinsichtigkeit des Beschwerdeführers, der auch nach seiner bedingten Entlassung und trotz hängiger Strafverfahren hartnäckig weiter delinquierte. Der Beschwerdeführer brachte bereits im Berufungsverfahren vor, die Vorstrafen dürften nicht straferhöhend berücksichtigt werden, da sie schon in früheren Urteilen straferhöhend gewichtet worden seien. Dem entgegnet die Vorinstanz überzeugend, dass die Vorstrafen bei der Strafzumessung berücksichtigt worden wären, wenn alle Delikte zusammen beurteilt worden wären. Entsprechend seien die Vorstrafen bei einer getrennten Beurteilung der Delikte auch zu berücksichtigen. Allerdings könnten der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Obwalden vom 8. Februar 2016, der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Luzern vom 25. Mai 2018, das Urteil des Kantonsgerichts Luzern vom 3. Juni 2020 sowie das Urteil des Kantonsgerichts Nidwalden vom 3. März 2021 nicht als Vorstrafen gezählt werden, da sie zusammen mit dem Vorliegenden eine Gesamtstrafe bilden. Dennoch sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer auch ohne Berücksichtigung der genannten Urteile mehrfach einschlägig vorbestraft sei. Er scheine sein Fehlverhalten zwar zu einem gewissen Grad einzusehen, aufrichtige Reue sei seinen Aussagen und seinem Verhalten jedoch nicht zu entnehmen. Geständnisse seien praktisch nur für Delikte erfolgt, die ihm zweifelsfrei nachgewiesen worden seien, und zwar oft erst spät im Verfahren. Manche Taten habe er auch im Berufungsverfahren noch bestritten.