Citation: U 526/06 27.08.2007 E. 3

Streitig ist, ob die psychischen Beschwerden unfallbedingt und in natürlich kausaler Weise auf den versicherten Unfall vom 7. Februar 2000 zurückzuführen sind. 3.1 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer neurologische und neuropsychologische Defizite aufweist, die in einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit resultieren. Hingegen verneint die Vorinstanz den natürlichen Kausalzusammenhang, weil gestützt auf die medizinischen Unterlagen die objektivierten kognitiven Defizite sich nicht durch den Unfall erklären liessen und diese eher dem jahrelangen Alkoholkonsum zuzuschreiben seien. 3.2 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird vorgebracht, der natürliche Kausalzusammenhang könne nicht bereits wegen des Alkoholkonsums verneint werden, da eine erneute Begutachtung nach einer Alkoholabstinenz erforderlich sei, um genauer die Ursache der Defizite identifizieren zu können. Ferner hätten die Ärzte der Klinik X._______ und ABI nicht die Röntgenbilder des Universitätsspitals Y.________ konsultiert, sondern ihre Befunde nur auf den Austrittsbericht abgestützt. 3.3 Im Austrittsbericht des Universitätsspitals Y.________ vom 28. Februar 2000 stellten die Ärzte die umbestrittenen somatischen Befunde und eine Commotio cerebri fest. Bezüglich den bildgebenden Untersuchungen wurde die Computertomographie des Schädels als unauffällig bezeichnet. Anlässlich der Untersuchung vom 12. Januar 2004 hielt Dr. med. F.________, Psychiatrie, Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH (ABI), im Gutachten vom 11. März 2004 fest, die angegebenen kognitiven Schwierigkeiten seien auf einen überhöhten Alkoholkonsum zurückzuführen. Obwohl der Versicherte den Konsum von Alkohol vor der Untersuchung verneint habe, hätten die Laborresultate Alkohol im Blut und erhöhte Leberenzymwerte ergeben. Im Sinne einer besseren Abgrenzung der kognitiven Schwierigkeiten müsse der Versicherte mehrere Wochen oder Monate den Alkoholkonsum stoppen, um dann neuropsychologische Abklärungen vornehmen zu können. Im neuropsychologischen Bericht vom 21. September 2004 bestätigten Dr. med. B.________, Chefarzt, und Frau Lic. Phil. A.________, Psychologin FSP Neuropsychologin, Klinik X.________, Neurorehabilitation Parkinson-Zentrum Epileptologie, neuropsychologische Defizite und schlossen gestützt auf den Austrittsbericht des Universitätsspitals Y.________ eine Kausalität zwischen dem Unfall und den objektivierten Beschwerden aus. Auf Grund der neurologischen Untersuchung verneinte auch Frau Dr. med. R.________, Oberärztin, Klinik X.________, Neurorehabilitation Parkinson-Zentrum Epileptologie, in ihrem Bericht vom 4. Februar 2005 eine Kausalität zwischen dem Unfall vom 7. Februar 2000 und den kognitiven Einschränkungen, während sie den jahrelangen Alkoholabusus als Ursache in Betracht zog. Im Arztzeugnis vom 23. Mai 2005 führt der Hausarzt Dr. med. K.________, Allgemeine Medizin FMH, aus, der Beschwerdeführer habe zwischen Oktober 2004 und Mai 2005 den Alkoholkonsum massiv eingeschränkt und sei mit dem Ergebnis zufrieden. Zwar ist richtig, dass die Beurteilung, ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen einem Unfall und den eingetretenen Gesundheitsschädigungen besteht, eine Tatfrage ist, über welche die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der Beweiswürdigung mit dem im Sozialversicherungsrecht herrschenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben. Hinsichtlich der Kausalität findet sich in den Akten keine eindeutige ärztliche Zuordnung der psychischen Beschwerden. Die kognitiven Defizite bestehen zwar, was für die Bejahung der Unfallkausalität indessen nicht genügt. Von zuverlässigen ärztlichen Angaben, welche die psychische gesundheitliche Beeinträchtigung auf den Unfall zurückführen würden, kann gestützt auf die medizinischen Unterlagen nicht gesprochen werden. Viel wahrscheinlicher für die neurologischen und neuropsychologischen Defizite erachten sämtliche Ärzte den Alkoholmissbrauch. Nach der Aktenlage - der Versicherte bagatellisiert den Konsum von Alkohol und war in der Zeit von Oktober 2004 bis Mai 2005 nur in der Lage, den Konsum einzuschränken - ist demnach überwiegend wahrscheinlich, dass dies die Ursache für die psychische Beeinträchtigung ist, zumal er sich nach eigenen Angaben bei eingeschränktem Konsum besser fühlte. Unter Berücksichtung sämtlicher für die Beurteilung massgebenden Faktoren kann der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den vorhandenen Beschwerden und dem erlittenen Unfall nicht als mehr denn eine blosse Möglichkeit erscheinen, was für die Begründung einer Leistungspflicht der Unfallversicherung nicht genügt (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts U 147/05 vom 8. Juni 2006 E. 5.3 und 5.5). Sodann wurde der rechtserhebliche Sachverhalt durch die Vorinstanz richtig und vollständig festgestellt. Daran ändert auch nichts, dass die Ärzte der Klinik X.________ und ABI sich auf die Beurteilung der Mediziner des Universitätsspital Y.________ verliessen und die Röntgenbilder nicht selber konsultierten. Von weiteren medizinischen Abklärungen kann deshalb in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) abgesehen werden.