Citation: I 498/01 10.03.2003 E. 4

Zur Begründung seiner abweichenden Auffassung, wonach auf Grund einer psychosomatischen Erkrankung schon seit Dezember 1998 eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit bestehe, stützt sich der Versicherte auf die Stellungnahme des Spitals B.________ vom 4. März 1999 und die Berichte des Spitals Z.________ vom 23. Juni 1999 und 9. August 2000. Das Spital B.________ hat am 4. März 1999 angegeben, mit den bestehenden degenerativen Veränderungen könnten gewisse lumbale Rückenschmerzen verbunden sein; die aktuelle Situation sei aber nicht primär somatisch begründbar und es sei sicher eine Überlagerung im Spiel. Der Versicherte präsentiere sich massiv verspannt und zeige auch ein gewisses demonstratives Verhalten. Von Schwerstarbeit könne man ihn zwar befreien, für eine adaptierte Tätigkeit sei er aber nach wie vor voll arbeitsfähig. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers wird auch in der interdisziplinären Beurteilung der Dres. med. X.________ und R.________ eine Minderbelastbarkeit der Wirbelsäule berücksichtigt und darauf geschlossen, dass Tätigkeiten, die den Rücken schwer belasten, kaum zumutbar seien. Eine Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit muss in jedem Einzelfall unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab erfolgende Beurteilung, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozialpraktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar ist (BGE 127 V 298 Erw. 4c mit Hinweisen). Dazu liefert das Gutachten der Dres. med. X.________ und R.________, welches im Rahmen der medizinischen Abklärungen der Invalidenversicherung erstellt worden und für die streitigen Belange umfassend ist, auf sorgfältigen eigenen Untersuchungen beruht und die medizinischen Vorakten wie auch die vom Beschwerdeführer geklagten Gesundheitseinschränkungen berücksichtigt, alle notwendigen Angaben. Es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die darin gezogenen Schlussfolgerungen sind begründet, weshalb es alle rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen erfüllt (zur Beweiswürdigung ärztlicher Berichte und Gutachten: BGE 125 V 352 Erw. 3a und b). Die darin angegebene Restarbeitsfähigkeit von 80 % ist nachvollziehbar erklärt. Darum haben Verwaltung und Vorinstanz zu Recht darauf abgestellt. Aus dem Umstand, dass das Spital Z.________ sowohl am 23. Juni 1999 als auch am 9. August 2000 davon ausging, es seien selbst körperlich leichte Arbeiten nicht mehr zumutbar, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Es ergeben sich keinerlei Anhaltspunkte für die Annahme, dass die Angaben der Dres. med. X.________ und R.________ auf falschen Grundlagen beruhen würden. Zudem lässt das Spital Z.________bei seinen (knappen) Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit unbeachtet, in welchem Umfang die zweifellos vorhandene, von der psychischen Störung abzugrenzende, soziokulturelle Belastungssituation für den Antriebsmangel verantwortlich ist (vgl. BGE 127 V 299 Erw. 5a).