Citation: 1P.658/1999 13.01.2000 E. 3

3.- a) Die Verurteilung des Beschwerdeführers beruht in erster Linie auf den Aussagen der Beschwerdegegnerin. Diese sind nach der Auffassung des Obergerichts überzeugend, weil sie im Kern immer gleich geblieben seien und die Beschwerdegegnerin die geschilderten Vorfälle unmöglich erfunden haben könne. Ausserdem sei kein Motiv zu erkennen, weshalb sie ihren Stiefvater zu Unrecht hätte beschuldigen sollen; das Strafverfahren sei denn auch keineswegs auf ihre Initiative hin eingeleitet worden. Das Obergericht stützt sich bei dieser Einschätzung auf das Glaubwürdigkeitsgutachten von Dr. Gerhard der Psychiatrischen Universitätsklinik Basel, der zum Schluss kommt, dass die Belastungen der Beschwerdegegnerin "derart persönlich gezeichnet, derart gut in ihren Lebens- und Erfahrungsraum eingebettet" und "emotional kongruent" seien, dass die "Wahrhaftigkeit ausser Frage stehe". Ausserdem sei die "Mehrzahl der übrigen aussagepsychologischen Realitätskriterien" erfüllt, so die "innere Stimmigkeit der Handlungen, die Originalität, delikttypische Details, Widerspruchsfreiheit der Aussage in sich, Widerspruchslosigkeit der Aussagen zu Sachgesetzen, Konstanz der Aussagen über alle Befragungszeitpunkte über zwei Jahre hinweg". b) Für die Glaubhaftigkeit der Belastungen der Beschwerdegegnerin spricht nach der Auffassung des Obergerichts auch die Aussage ihrer Schwester S.V.________, wonach sie im Alter von 11 oder 12 Jahren vom Beschwerdeführer ebenfalls während rund zweier Jahre sexuell missbraucht worden sei.