Citation: 6B_112/2018 E. 7.2

7.2. Als Gehilfe ist strafbar, wer zu einem Verbrechen oder Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet (Art. 25 StGB). Als Hilfeleistung gilt jeder kausale Beitrag, der die Tat fördert, so dass sich diese ohne Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt hätte. Der Gehilfe fördert eine Tat, wenn er sie durch einen untergeordneten Tatbeitrag unterstützt resp. wenn er die Ausführung der Haupttat durch irgendwelche Vorkehren oder durch psychische Hilfe erleichtert. Die Hilfeleistung muss die Erfolgschancen der tatbestandserfüllenden Handlung erhöhen (BGE 132 IV 49 E. 1.1; 129 IV 124 E. 3.2). Im Gegensatz etwa zum Revisor, der einen inhaltlich unwahren Revisionsbericht erstellt, welcher später in Täuschungsabsicht bei der Steuerbehörde eingereicht wird, und der damit die Haupttat fördert (Urteil 6B_711/2012 vom 17. Mai 2013 E. 7.5.1), war der Beschwerdeführer (gegebenenfalls) nicht nur Gehilfe. Die täuschenden Handlungen des Kreditvermittlers waren bereits abgeschlossen; eine Hilfeleistung war insofern gar nicht mehr möglich. Der Beschwerdeführer arbeitete nicht bloss einem Haupttäter zu, sondern leistete einen selbständigen Beitrag, ohne den sich der tatbestandsmässige Erfolg nicht verwirklicht hätte. Keine Rolle spielt im Übrigen, ob der Beschwerdeführer ausdrücklich als Mittäter angeklagt worden ist. Die Qualifizierung von Täterschaft und Teilnahme ist eine Rechtsfrage. Es genügt, wenn die Anklageschrift die Sachverhaltselemente nennt, welche zur Annahme von Mittäterschaft führen.