Citation: 4A_419/2017 E. 4.4.2

4.4.2. Es ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zutreffend, dass die Vorinstanz die Einstellung des Strafverfahrens gegen ihn "mit keinem Wort" erwähnte. Im Gegenteil stellte sie in ihrem Entscheid auf Seite 2 ausdrücklich fest, dass das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln (verbotenes Überqueren der Sicherheitslinie) mangels hinreichendem Nachweis des Tatverdachts eingestellt worden sei. Für das Verschulden des Beschwerdeführers berücksichtigte die Vorinstanz die Einstellung des Strafverfahrens nicht weiter, was nicht zu bestanden ist, regelt doch Art. 53 OR die Unabhängigkeit des Zivilrichters gegenüber dem Strafrichter (vgl. BGE 125 III 401 E. 3; Urteil 4A_169/20 16 vom 12. September 2016 E. 6.4.3, nicht. publ. in BGE 142 III 626), zumal vorliegend kein Urteil eines Strafgerichts ergangen ist, sondern einzig eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft. Inwiefern dies die sachgerechte Anfechtung des Entscheids verunmöglicht hätte, ist nicht ersichtlich. Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt nicht vor.