Citation: 5A_100/2016 E. 2

Die Beschwerdeführerin bringt vor, mit Verfügung vom 3. Dezember 2015 sei ihr mitgeteilt worden, dass Ersatzoberrichterin E.________ anstelle der erkrankten Oberrichterin F.________ an der Verhandlung vom 7. Dezember 2015 teilnehmen würde. Diese habe sich aber in der kurzen Zeit unmöglich in den Fall einarbeiten können. Auch wenn die gerichtsorganisatorischen Besetzungskriterien formell erfüllt seien (§ 39 Abs. 2 GOG/ZH), bedeute dies materiell eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 und Art. 30 Abs. 1 BV sowie Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Ferner sei das fertig erstellte 90-seitige Urteil bereits eine Woche später versandt worden. Es sei unmöglich, ein so langes Urteil in so kurzer Zeit zu redigieren, weshalb es offensichtlich schon vorher jedenfalls in Teilen geschrieben worden sei. Rügen betreffend angeblich falsche Besetzung des Gerichts sind so früh wie möglich geltend zu machen, ansonsten sie als verwirkt gelten (BGE 138 I 1 E. 2.2 S. 4; 140 I 271 E. 8.4.3 S. 275); insbesondere verstösst es gegen den Grundsatz von Treu und Glauben, solche Rügen erst aufgrund einer als ungünstig empfundenen Entscheidung vorzubringen (BGE 124 I 121 E. 2 S. 123; Urteil 5A_122/2011 vom 9. Juni 2011 E. 3.3). Vorliegend wusste die Beschwerdeführerin bereits mit Erhalt der Verfügung von der neuen Gerichtsbesetzung und sie hätte ihre Rüge zu Beginn der Verhandlung vom 7. Dezember 2015 erheben können und müssen. Es widerspricht Treu und Glauben, wenn sie widerspruchslos an der Verhandlung teilgenommen hat und ihre Beanstandung erst in der Beschwerde gegen das zu ihren Ungunsten ausgefallene Urteil erhebt. Auf die Rüge ist folglich nicht einzutreten. Was sodann das schriftlich begründete Urteil anbelangt, erhebt die Beschwerdeführerin keinerlei Rügen; sie macht einzig geltend, zur Klärung der Frage, ob bei der Verhandlung bereits die Rohfassung eines teilweise begründeten Urteils vorgelegen habe, seien beim Handelsgericht sämtliche Akten inklusive des Urteils in Dateiform zu edieren und gestützt darauf sei zu untersuchen, wann das Urteil effektiv geschrieben worden sei. Darauf kann nicht eingetreten werden, weil weder allgemeine Verfassungsrügen noch spezifisch die willkürliche Anwendung kantonaler Bestimmungen noch die Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht wird.