Citation: 9C_261/2008 19.11.2008 E. A

W.________, geboren 1939, leidet an (insulinpflichtigem) Diabetes mellitus. Als Folge dieser Krankheit musste er sich diversen Teilamputationen an den Füssen unterziehen. Am 12. September 2005 meldete er sich bei der AHV zum Bezug von Hilfsmittel-Leistungen (orthopädische Serienschuhe) an. Das Amt für AHV und IV des Kantons Thurgau holte ärztliche Berichte ein und teilte W.________ am 16. März 2006 mit, die AHV übernehme einen Kostenbeitrag von Fr. 1'364.10 an die Anschaffung von orthopädischen Serienschuhen und deren Fertigungskosten. Am 11. Mai 2006 ersuchte Dr. med. A.________, Orthopädische Chirurgie FMH, leitender Arzt am Spital X.________, "auf Anfrage des Patienten und aus orthopädischer Sicht um einen Kostgeldbeitrag für ein weiteres Paar Serienschuhe". Nach zusätzlichen Abklärungen anerkannte die IV-Stelle einen invaliditätsbedingten Mehrverbrauch an Serienschuhen. Am 30. November 2006 teilte sie W.________ mit, die Altersversicherung übernehme einen Kostenbeitrag von Fr. 4'877.30 an die Anschaffung von orthopädischen Massschuhen und deren Fertigungskosten. Am 17. Januar 2007 teilte die IV-Stelle W.________ mit, die Altersversicherung übernehme aufgrund eines behinderungsbedingten Mehrverbrauches einen Kostenbeitrag für einen zweiten orthopädischen Serienschuh für das Jahr 2006 (in Höhe von Fr. 672.30). Mit Schreiben vom 26. März 2007 begründeten die Dres. med. B.________, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH, und C.________, Chef- bzw. Assistenzärzte am Spital X.________, den unveränderten Bedarf des W.________ an orthopädischen Serienschuhen. Einen Kostenvoranschlag der Fussorthopädie Y.________ vom 10. April 2007, nahm die IV-Stelle als Leistungsbegehren für ein zweites Paar Massschuhe entgegen. Sie holte erläuternde (undatierte) Auskünfte des Dr. med. C.________ ein. Am 30. Mai 2007 verfügte die AHV-Stelle die Abweisung dieses Leistungsbegehrens bezogen auf das Jahr 2007. Hiegegen erhob W.________ Einsprache mit der Begründung, am 25. Oktober 2006 sei ihm auch der zweite Vorderfuss amputiert worden, weshalb er keine Serienschuhe mehr tragen könne. Soweit aus dem Schreiben der Dres. med. C.________ und B.________ etwas anderes hervorgehe, handle es sich um ein Missverständnis. Mit Einspracheentscheid vom 22. Oktober 2007 bestätigte das Amt für AHV und IV des Kantons Thurgau die Verfügung.