Citation: 5A_1054/2017 E. 3

Erklärt das Bundesgericht einen Rechtsstreit als erledigt, entscheidet es mit summarischer Begründung über die Prozesskosten aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 72 BZP [SR 273]). Bei der Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen ist somit in erster Linie auf den mutmasslichen Ausgang des Prozesses abzustellen (BGE 125 V 373 E. 2a S. 374 f.). Die Beschwerdeführerin rügt zunächst, sie bzw. ihr Rechtsvertreter sei nie zur Antragstellung gemäss Art. 10 Abs. 1 VVAG aufgefordert worden. Aus den Akten ist jedoch ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin persönlich zur Antragstellung aufgefordert worden ist (Verfügung vom 10. November 2017) und zumindest die Fristverlängerung (Verfügung vom 27. November 2017) entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin auch ihrem Rechtsvertreter zugestellt worden ist. Sie hat jedoch - soweit ersichtlich - keine Anträge eingereicht. Dies wirft die weitere Frage auf, ob die Anträge der Beschwerdeführerin vor Bundesgericht, die nicht im Zusammenhang mit der angeblichen Verletzung von Art. 10 Abs. 1 VVAG stehen, im bundesgerichtlichen Verfahren überhaupt zulässig sind (Art. 99 Abs. 2 BGG). Sollten sie es sein, so wirft die Beschwerde Rechtsfragen zum Zusammenspiel der güterrechtlichen Auseinandersetzung mit dem Betreibungsverfahren und den entsprechenden Kompetenzen der Aufsichtsbehörden auf (Art. 68b SchKG; Art. 9 ff. VVAG). Diese können nicht ohne weiteres im Rahmen einer summarischen Prüfung beantwortet werden. Die Erfolgsaussichten der Beschwerde sind damit offen. Bei dieser Ausgangslage rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten zwischen der Beschwerdeführerin und B.________ aufzuteilen und ihnen je die Hälfte der auf Fr. 1'000.-- zu bestimmenden Kosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es liegen keine Gründe vor, um auf die Kostenerhebung zu verzichten. Zugleich tragen die Beschwerdeführerin und B.________ je ihre eigenen Parteikosten (Art. 68 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdeführerin stellt ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Zur Begründung der Mittellosigkeit verweist die Beschwerdeführerin auf das Verfahren 5A_297/2016 und die dort eingereichten Unterlagen. Dieses Verfahren betraf die von B.________ verlangte Abänderung des Unterhaltsbeitrages während des Scheidungsverfahrens. In jenem Verfahren wurde der Beschwerdeführerin unentgeltliche Rechtspflege gewährt. Das Urteil in jenem Verfahren wurde jedoch bereits am 2. Mai 2017 gefällt und der Beschwerdeführerin am 1. Juni 2017 zugestellt. Die Beilagen und Akten des damaligen Verfahrens wurden retourniert. Es genügt den Begründungsanforderungen nicht, wenn die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 28. Dezember 2017 zur Begründung ihres Gesuchs auf Akten verweist, von denen sie weiss oder wissen muss, dass sie sich nicht mehr beim Bundesgericht befinden und mangels Zusammenhangs mit dem vorliegenden Verfahren auch nicht ohne Weiteres beigezogen werden. Sodann behauptet die Beschwerdeführerin, die Verhältnisse hätten sich seit dem 2. Mai 2017 nicht geändert. Sie belegt dies jedoch nicht. Dazu hätte jedoch umso mehr Anlass bestanden, als gerade das bundesgerichtliche Urteil vom 2. Mai 2017 geeignet gewesen wäre, ihre finanziellen Verhältnisse zu verbessern, wurde darin doch das Abänderungsgesuch des Unterhaltsschuldners B.________ abgewiesen, das von den kantonalen Instanzen weitgehend geschützt worden war. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist damit insgesamt ungenügend begründet. Schliesslich ist die Beschwerdeführerin zwischenzeitlich offenbar zu Geld gekommen, sonst hätte sie ihre Schulden nicht begleichen können. Zwar ist bei der Beurteilung der Bedürftigkeit grundsätzlich auf die Umstände bei Gesuchstellung abzustellen. Da die Beschwerdeführerin jedoch bei Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege zur Nachzahlung verpflichtet ist, wenn sie später dazu in der Lage ist (Art. 64 Abs. 4 BGG), kann bereits jetzt berücksichtigt werden, dass sie zwischenzeitlich zu Geld gekommen ist (vgl. Urteil 5A_58/2014 vom 17. Oktober 2014 E. 3.3.2). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung im bundesgerichtlichen Verfahren ist damit abzuweisen.