Citation: 4A_122/2021 E. 3.3.2

3.3.2. Ferner hat der Beschwerdeführer nach den Feststellungen der Vorinstanz ausgeführt, bei der Auslegung der Begleitumstände sei zu berücksichtigen, dass er für den Kauf des Astrolabiums Fr. 26'000.-- bezahlt habe. Für die Arbeiten des Beschwerdegegners habe er nochmals fast gleichviel bezahlt, nämlich Fr. 24'500.--. Wäre es nur darum gegangen, das Astrolabium zusammenzusetzen, wäre dieser Preis deutlich überhöht. Mit Blick auf den Vertragszweck sei zu beachten, dass der Beschwerdeführer wohl kaum für fast Fr. 30'000.-- ein astronomisches Werk gekauft hätte und dieses für fast gleichviel Geld hätte zusammensetzen lassen, wenn dieses die Werte und Zeiten nicht richtig anzeige. Selbstverständlich habe er mit der Beauftragung des Beschwerdegegners gewollt, dass dieser ihm ein korrekt funktionierendes Astrolabium erstelle, welches die Zeiten/Werte korrekt anzeige, was auch dem Beschwerdegegner habe klar sein müssen. Auch hier verkennt der Beschwerdeführer, dass der Beschwerdegegner ohne Hinweis auf die Möglichkeit von Konstruktionsfehlern nach Treu und Glauben bei einem zur Reparatur gegebenen Objekt grundsätzlich nicht davon ausgehen muss, es sei unter Umständen auch eine Neukonstruktion zu entwerfen zur Behebung allfälliger Konstruktionsmängel. Aus der Höhe des bezahlten Preises kann der Beschwerdeführer nichts ableiten. Er behauptet zwar sinngemäss, es sei ein Preis vereinbart worden, der für eine blosse Reparatur derart übersetzt erscheine, dass der Beschwerdegegner daraus nach Treu und Glauben hätte erkennen müssen, dass auch das Ausmerzen allfälliger bei Vertragsschluss noch gar nicht erkannter Konstruktionsmängel geschuldet war. Entsprechende Feststellungen zur Höhe des Preises und dem Umfang der erbrachten Leistung sind dem angefochtenen Entscheid aber nicht zu entnehmen. Dass der Beschwerdeführer die hohen Reparaturkosten allenfalls nur auf sich genommen hat, weil er dafür ein perfekt funktionierendes Astrolabium zu erhalten glaubte, bedeutet nicht, dass er nach Treu und Glauben vom Beschwerdegegner ein solches erwarten durfte, wenn die Mängel in der ursprünglichen Konstruktion und nicht in einer mangelhaften Reparatur des Objekts begründet sind - jedenfalls soweit die Konstruktionsmängel nicht offensichtlich sind und sich im Rahmen der gewöhnlichen Reparatur ohne nennenswerten Aufwand beseitigen lassen. Dass dies der Fall wäre, macht der Beschwerdeführer aber nicht geltend.