Citation: 1C_575/2023 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin wurde durch den stellvertretenden Regierungsstatthalter mit Verfügung vom 21. Oktober 2022 daran erinnert, dass die Dauer ihres gestellten Baugesuchs am 31. Dezember 2022 ablaufe, und er setzte eine Frist zur Beantwortung der gestellten Frage bis zum 11. November 2022, welche ausdrücklich einmalig bis am 20. Dezember 2022 verlängert wurde, d.h. bis 11 Tage vor Ablauf der ersuchten, befristeten Baubewilligung. Unter diesen Umständen stellt es keinen überspitzten Fomalismus dar, wenn eine zweite Fristerstreckung über den Ablauf der Gültigkeitsdauer der ersuchten Baubewilligung nicht gewährt wurde. Die Beschwerdeführerin war sich vollauf bewusst, dass in dieser Hinsicht eine zeitliche Dringlichkeit bestand und die gestellte Frage, ob weiterhin eine Interesse an der Behandlung ihres Gesuchs bestehe, bedurfte keiner aufwändigen Abklärungen. Ebenso ist nicht ersichtlich, aus welchen Gründen der Beschwerdeführerin eine weitere Nachfrist zur Stellungnahme hätte angesetzt werden sollen, wenn die anbegehrte Baubewilligung aufgrund des Ablaufs ihrer Befristung gar keine Rechtswirkung hätte entfalten können.