Citation: 5A_399/2022 E. 2.1.2

2.1.2. Das Gericht ist bei der Frage, ob der Unterhalt ganz oder teilweise aus dem Vermögen zu bestreiten ist, in verschiedener Hinsicht auf sein Ermessen verwiesen (Art. 4 ZGB). In Verfahren, die Art. 98 BGG unterstehen, bleibt der Willkürmassstab entscheidend (siehe E. 1.3). Unter Willkürgesichtspunkten greift das Bundesgericht daher in einen vorinstanzlichen Ermessensentscheid nur ein, wenn die kantonale Instanz den Ermessensspielraum über- oder unterschritten oder das Ermessen missbraucht hat und damit zu einem offensichtlich unbilligen, in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken widersprechenden Ergebnis gelangt ist (BGE 147 III 393 E. 6.1.8; 143 III 140 E. 4.1.3).