Citation: 1B_184/2008 11.07.2008 E. 1

Am 31. März 2007 erstattete Y.________ gegen seine nunmehr von ihm geschiedene Ehefrau X.________ Strafanzeige. Diese bezog sich auf verschiedene Sachverhalte, die teilweise bereits Gegenstand rechtskräftiger Entscheide bildeten bzw. strafrechtlich Unerhebliches betrafen. Auf die Anzeige wurde somit nur hinsichtlich eines Vorfalles eingetreten, der sich am 23. Dezember 2005 in Niederhasli ereignet haben soll; demgemäss habe X.________ die Tatbestände der Geschwindigkeitsübertretung und der Gefährdung des Lebens sowie der Verleumdung erfüllt. X.________ ihrerseits bezichtigte ihren abgeschiedenen Ehemann wegen des Vorwurfs der Gefährdung des Lebens der falschen Anschuldigung. Nach verschiedenen Abklärungen wurden die gestützt auf diese Beschuldigungen durchgeführten Untersuchungen eingestellt. Mit Eingabe vom 15. Februar 2008 rekurrierte Y.________ mit dem Begehren, die X.________ betreffende Einstellungsverfügung vom 1. Februar 2008 sei aufzuheben; die Sache sei zur Durchführung einer Strafuntersuchung betreffend Nötigung an die Staatsanwaltschaft zurückzuweisen. Mit Beschluss vom 3. Juni 2008 hiess die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich den Rekurs gut, hob die Einstellungsverfügung vom 1. Februar 2008 antragsgemäss auf und wies die Sache zur weiteren Untersuchung an die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland zurück, da sich gestützt auf die vorliegende Aktenlage nicht bereits sagen lasse, der Tatbestand der Nötigung sei zu verneinen.