Citation: 6B_759/2021 E. 1.3.2

1.3.2. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers verweist die Vorinstanz zu Recht auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach generell ein hohes Risiko einer tödlichen Verletzung geschaffen wird, wenn in einer Auseinandersetzung unkontrolliert mit einem Messer in den Bauch eines Menschen gestochen wird (Urteile 6B_475/2012 vom 27. November 2012 E. 4.2; 6B_239/2009 vom 13. Juli 2009 E. 2.4). Das Bundesgericht nimmt in solchen Fällen sogar Eventualvorsatz auf Tötung an (Urteile 6B_774/2020 vom 28. Juli 2021 E. 2.5 mit zahlreichen Hinweisen; 6B_991/2015 und 6B_998/2015 vom 24. Mai 2016 E. 3.4). Die Vorinstanz zitiert die bundesgerichtliche Rechtsprechung, um die erhöhte Gefahr zu veranschaulichen, wenn in einer dynamischen und aggressiven Auseinandersetzung Messer im Spiel sind. Diese Überlegungen lassen sich auf den vorliegenden Fall übertragen, wo es um eine versuchte schwere Körperverletzung geht. Die Vorinstanz hält es zu Recht für möglich, dass das Opfer Gefahr lief, mit den Messern an lebenswichtigen Organe getroffen zu werden. In der Tat war ein Schnitt durch die äussere Halsschlagader oder andere bedeutende Blutgefässe nicht ausgeschlossen. Es ist erstellt, dass der Beschwerdeführer und der Mittäter mehrmals heftig mit ihren Fäusten auf den Kopf des Opfers eingeschlagen haben, weshalb eine lebensgefährliche Blutung in der Schädelhöhle drohte. Der Beschwerdeführer und der Mittäter versetzten ihre zahlreichen Schläge in einem dynamischen Geschehen völlig unkontrolliert und während einer verhältnismässig langen Zeit. Die Vorinstanz berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer und der Mittäter mit ihren Klappmessern die Kleidung des Opfers an diversen Stellen durchstachen und ihm Schnittverletzungen zufügten. Dies geschah während einer dynamischen Auseinandersetzung, welche keine gezielte Führung der Klappmesser erlaubte.