Citation: 1C_170/2022 E. 6.1

6.1. Das Baurekursgericht prüfte die Einordnung der beiden Neubauten und kam, gestützt auf seinen Augenschein, zum Ergebnis, dass diese die Anforderungen an eine besondere Rücksichtnahme im Sinne von § 238 Abs. 2 PBG/ZH erfüllten. Es stellte fest, dass sich die Bauvorhaben auf die Wahrnehmung der Gebäude Spyristrasse 36 und 38 von der Spyristrasse und von den anderen Nachbargrundstücken aus nicht wesentlich auswirke. Einzig bei der Positionierung talwärts des Baugrundstücks verdecke das Bauvorhaben die potentiellen Schutzobjekte. Dies sei aber grundsätzlich bereits heute der Fall und akzentuiere sich aufgrund der etwas grösseren Volumen des Neubaus lediglich bei einer Standortwahl unmittelbar talwärts des bestehenden Zwischenraums zwischen den Gebäuden Spyristrasse 32 und 34 (Protokoll des Augenscheins, Fotos 11 und 12). Das Verwaltungsgericht stützte sich im Wesentlichen auf die Begründung des Baurekursgerichts und griff einzelne Punkte ergänzend auf. Es folgte insbesondere der Beurteilung des Baurekursgerichts, wonach der geplante Neubau - mit gewissen Einschränkungen bezüglich der talseitigen Ansicht - nicht zu einer veränderten Wahrnehmung des geschützten Gebäudes der Beschwerdeführerin von Drittstandorten aus führe; diese Perspektive - und nicht diejenige vom Schutzobjekt aus - sei massgebend. Es lasse sich nicht behaupten, dass die Inventarobjekte von den projektierten Neubauten geradezu erdrückt würden. Schliesslich werde (wie bereits die Bausektion und das Baurekursgericht festgestellt haben) im Sinne der besonderen Rücksichtnahme auf die Schutzobjekte Spyristrasse 36 und 38 auf die hangseitige Anordnung der Attikas verzichtet. Voraussetzung für einen Volumenverzicht sei praxisgemäss die Kleinmassstäblichkeit der gesamten baulichen Umgebung und nicht bloss einzelner (Schutz) Objekte. Vorliegend hatte das Baurekursgericht anlässlich des Augenscheins festgestellt, die in der näheren Umgebung befindlichen Baukörper seien heterogen; dazu zählten auch Mehrfamilienhäuser mit dem Bauprojekt vergleichbaren Volumen; insofern könne nicht von einer weitherum zurückhaltenden Ausnützung oder einer besonderen Qualität der bestehenden Überbauung gesprochen werden.