Citation: 6B_1079/2022 E. 5.3.1

5.3.1. Die Vorinstanz legt im angefochtenen Entscheid willkürfrei dar, weshalb sie eine Bedrohungssituation für den Beschwerdeführer verneint und auf dessen Aussagen, der Beschwerdegegner 2 sei ihm in das Messer gelaufen, es handle sich um einen Unfall bzw. er habe diesen versehentlich verletzt, nicht abgestellt werden kann. Der Beschwerdeführer beschränkt sich darauf darzulegen, wie sich der Sachverhalt allenfalls auch anders zugetragen haben könnte, ohne jedoch aufzuzeigen, dass und weshalb die vorinstanzliche Beweiswürdigung schlechterdings unhaltbar und damit geradezu willkürlich sein soll. Die Staatsanwaltschaft brachte bezüglich der Geschehnisse vor den Messerstichen verschiedene alternative Tatvarianten zur Anklage (insb. Versperren des Weges des Beschwerdeführers zu dessen Tochter durch den Beschwerdegegner 2, Sturz des Beschwerdeführers in ein stacheliges Gebüsch, gleichzeitiges Zugehen des Beschwerdegegners 2 auf den angreifenden Beschwerdeführer). Dies hat entgegen der Kritik des Beschwerdeführers nicht zur Folge, dass das Gericht für die Sachverhaltsfeststellung in Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" zwingend auf die für den Beschwerdeführer günstigere Tatversion abzustellen hat.