Citation: 4A_109/2019 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat allgemeine Ausführungen zu den Verträgen der Parteien gemacht und insbesondere geschlossen, dass die Parteien die Anwendung der SIA-Norm 118 vereinbarten und Einheitspreisverträge nach Art. 42 Abs. 2 dieser Norm abschlossen. Sie hielt sodann fest, dass die "Generellen Bedingungen" von den Parteien gültig vereinbart wurden und die Einwände der Klägerin dagegen so allgemeiner Natur seien, dass sie nicht als substanziiert gelten könnten. Sodann handle es sich beim Schriftvorbehalt nach Ziffer 6.2 und 6.3 der Generellen Bedingungen um eine Gültigkeitsvorschrift. Zum Nachtrag 1 folgte die Vorinstanz der Beklagten, die sich auf die Offerte vom 13. Februar 2014 (mit Einheitspreisen und Mengenannahmen) sowie auf die vereinbarten Grundlagen in Ziffer 2 Abs. 2 des Nachtrags vom 3. März 2014 sowie Ziffer 7.1 und 7.3 des Verhandlungsprotokolls berief. Sie hielt fest, dass Ziffer 3.2 des Werkvertrages für die Nachtragsarbeiten auf dieselben Kalkulationsgrundlagen verweise wie für den ursprünglichen Werkpreis und das Vergabeverhandlungsprotokoll in Ziffer 7.3 in Verbindung mit Ziffer 7.1 auf Art. 39 SIA-Norm 118 verweise. Auch enthält der vereinbarte Nachtrag Nr. 1 nach den Feststellungen der Vorinstanz ausdrücklich die Bemerkung, dass die Abrechnung der Werkleistungen nach Menge und Einheitspreis gemäss Art. 39 SIA-Norm 118 erfolgt und der Unternehmer dem Bauherrn die vereinbarten Einheitspreise garantiert. Die Vorinstanz lehnte gestützt darauf den Standpunkt der Klägerin ab, dass ein Pauschalpreis vereinbart sei und wies die Forderung aus Position 1-4 des Nachtrags 1 ab, weil kein Ausmass festgestellt worden war. Die Position 6 dieses Nachtrags 1 wies die Vorinstanz ab, weil der Vertrag Schriftlichkeit vorbehalte und die Klägerin die angeblich mündlich erfolgte Freigabe nicht hinreichend behauptet hatte. Zum Nachtrag Nr. 2 vom 13. Februar 2014 und vom 19. Februar 2014 stellt die Vorinstanz fest, dass sich darin genau die gleichen Formulierungen finden wie im Nachtrag 1, was den von der Klägerin behaupteten Pauschalpreis ausschliesse - und zwar auch für die Aufstellung vom 13. Februar 2014, wo der genannte Betrag ausdrücklich als "Annahme" bezeichnet wird.