Citation: 1C_507/2023 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz hat das Gutachten der SINUS AG offensichtlich als schlüssig und als taugliche Grundlage für ihren Entscheid angesehen. Das fachkundige BAFU hat die Lärmermittlung und -beurteilung im Gutachten ebenfalls als korrekt erachtet. Die Einwände der Beschwerdeführerin sind nicht geeignet, ernsthafte Zweifel an der Schlüssigkeit des Gutachtens zu erwecken: Soweit sie geltend macht, die Wohneinheiten Harissen 1 - 5, die als massgebliche Immissionspunkte gewählt wurden, würden illegal genutzt, belegt sie dies nicht. Offenbar ist die Beschwerdeführerin der Auffassung, diese Liegenschaften dürften bloss als "Hotelappartments" oder als "Ferienwohnungen" genutzt werden. Eine solche Feststellung lässt sich dem angefochtenen Entscheid indes nicht entnehmen. Ausserdem ist auch nicht ersichtlich, inwiefern eine solche Qualifikation etwas an der lärmschutzrechtlichen Beurteilung ändern würde; die Beschwerdeführerin begründet dies nicht. Falls sie der Auffassung sein sollte, bei den betreffenden Wohnungen handle es sich nicht um Gebäude mit lärmempfindlichen Räumen im Sinne von Art. 2 Abs. 6 LSV, könnte ihr jedenfalls nicht gefolgt werden. Unter den Begriff fallen - abgesehen von hier nicht zutreffenden Ausnahmen - sowohl Räume in Wohnungen wie auch solche in Betrieben, in denen sich Personen regelmässig während längerer Zeit aufhalten. Dies trifft für "Hotelappartments" bzw. "Ferienwohnungen" offensichtlich zu. Gerade dort besteht unter objektiven Gesichtspunkten ein gewisses Ruhebedürfnis (vgl. BGE 122 II 33 E. 6a; ROBERT WOLF, in: Kommentar zum Umweltschutzgesetz, 2. Aufl. 2004, N. 12 zu Art. 22 USG). Die Einwände der Beschwerdeführerin gegen die Lärmermittlung im Gutachten erweisen sich damit als unbegründet.