Citation: C 57/02 06.08.2002 E. 3

Nach Art. 156 Abs. 1 und Art. 159 Abs. 2 OG dürfen einem Kanton, der nicht Partei ist, grundsätzlich keine Gerichtskosten und Parteientschädigungen überbunden werden. In Anwendung von Art. 156 Abs. 2 OG sowie Art. 159 Abs. 5 in Verbindung mit Art. 156 Abs. 6 OG rechtfertigt sich eine Ausnahme von dieser Regel namentlich dann, wenn ein richterlicher Entscheid in qualifizierter Weise die Pflicht zur Justizgewährleistung verletzt und den Parteien dadurch Kosten verursacht hat (RKUV 1999 Nr. U 331 S. 128 Erw. 4). So verhält es sich im vorliegenden Fall. Die Vorinstanz ist ohne stichhaltigen Grund und entgegen den Ausführungen des Eidgenössischen Versicherungsgerichts im Urteil vom 27. März 2001 auf das prozessuale Begehren nicht eingetreten, womit sie aufgrund qualifizierter Fehlerhaftigkeit ihres Entscheids den letztinstanzlichen Prozess zu verantworten hat. Der Kanton ist daher kosten- und entschädigungspflichtig.