Citation: I 232/00 30.10.2001 E. 3

3.- a) Gemäss dem ersten Gutachten des Spitals Y.________ bestehen an der rechten Hand eine Radiocarpalarthrose bei Inkongruenz nach dorsaler Handgelenksluxation mit intraarticulärer Trümmerfraktur des Radius 8/89 und eine Funktions- und Kraftminderung sowie Belastungsschmerzen. Dies stimmt überein mit den Angaben der BEFAS, welche in sämtlichen Berichten wegen dieser Einschränkungen selbst in der neuen Tätigkeit als Elektroverdrahter eine Arbeitsfähigkeit von bloss 50 % annimmt. Auch der Hausarzt beschreibt schon in früheren Berichten chronische Schmerzen im rechten Handgelenk mit verminderter Trophik und geschwächter roher Kraft (Bericht vom 26. März 1994). Im zweiten Gutachten des Spitals Y.________ wird eine PISI-Fehlstellung und Pseudoarthrose bei Zustand nach dorsaler Handgelenksluxation mit intraarticulärer Trümmerfraktur des Radius diagnostiziert. Weiterhin besteht eine Funktions- und Kraftminderung der rechten Hand mit Belastungsschmerz. Hingegen liess sich gemäss diesem Gutachten keine Radiocarpalarthrose nachweisen, sondern bloss seine Verbreiterung und Unregelmässigkeit der Radiusgelenkfläche. Die neuen Befunde und radiologischen Erhebungen entsprächen mit Ausnahme des Arthroseproblematik den bereits anlässlich des ersten Gutachtens erhobenen Ergebnissen. Eine Verschlimmerung des Zustandes sei nicht eingetreten. b) Gestützt auf die beiden MEDAS-Gutachten und die übrigen medizinischen Unterlagen ist der somatische Schaden an der rechten Hand erstellt. Angesichts der Tatsache, dass weiterhin Belastungsschmerzen, Funktions- und Kraftminderungen bestehen, ist der Beschwerdeführer ungeachtet der nicht (mehr) nachweisbaren Arthrosezeichen nach wie vor im Gebrauch der rechten Hand erheblich eingeschränkt. Daher vermag die Schlussfolgerung des zweiten Gutachtens, dass die bisher auf 50 % geschätzte Arbeitsunfähigkeit in leichten Tätigkeiten nun vollständig aufgehoben sei, nicht zu überzeugen. Damit setzt sich die MEDAS in Widerspruch zur gesamten Aktenlage. Vielmehr ist davon auszugehen, dass weiterhin eine somatisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von 50 % auch in leichteren Berufen besteht. Die IV-Stelle hat diese Ansicht im Übrigen noch im kantonalen Verfahren selbst vertreten. Daher dringt sie mit dem Antrag auf Aufhebung der Rente nicht durch.