Citation: 7B.56/2004 07.05.2004 E. 2

2.1 Das Bundesgericht ist an die tatsächlichen Feststellungen der Aufsichtsbehörde gebunden, d.h. dass die im angefochtenen Entscheid angeführten Tatsachen verbindlich sind und mit der Beschwerde nach Art. 19 SchKG nicht in Frage gestellt werden können (Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Art. 81 OG; BGE 119 III 54 E. 2b S. 55; 124 III 286 E. 3b S. 288). 2.2 Der Beschwerdeführer rügt vorerst, er habe nicht die Absicht, die jetzige Wohnung zu kündigen, bevor er eine andere beziehen könne; wegen des Betreibungsauszuges bekomme er von den Verwaltungen nur Absagen. Die Vorbringen gehen fehl. Der Beschwerdeführer hat mit seiner Beschwerdeschrift zwei (Miet)Absagen vom März 2004 und eine kombiniert mit einer Hauswartsstelle vom August 2003 beigelegt. Des Weiteren finden sich dabei vier abschlägig beurteilte Bewerbungen als Hauswart. Dem Beschwerdeführer muss entgegengehalten werden, dass er seit dem letzten Herbst eine um Fr. 1'000.-- günstigere Wohnung suchen muss (das Urteil der Aufsichtsbehörde datiert vom 27. August 2003 und das diesbezügliche Urteil des Bundesgerichts vom 17. Oktober 2003). Der Beschwerdeführer legt aber nicht dar, dass er seit diesem Zeitpunkt sich intensiv, aber vergeblich darum bemüht hat. Dagegen wird im angefochtenen Entscheid ausgeführt, der Beschwerdeführer habe bis heute keine günstigere Wohngelegenheit bezogen und behaupte nunmehr, das bisherige Mietverhältnis könne erst auf März 2004 gekündigt werden. Inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben soll, ist nicht ersichtlich und geht auch nicht aus den Beschwerdebeilagen hervor, die gemäss Art. 79 Abs. 1 OG ohnehin als neu und unzulässig gelten. 2.3 Mit der Rüge, die Krankenkassenbeiträge seien während zwei Jahren regelmässig bezahlt worden, wird die gegenteilige Feststellung im angefochtenen Urteil kritisiert, was unzulässig ist (E. 2.1 hiervor). Im Übrigen führt die Vorinstanz dazu aus, wenn das Betreibungsamt den (behaupteten) Zahlungsnachweis für begründet halte, müsste die Einkommenspfändung von der Dienststelle Thun gemäss Art. 93 Abs. 3 SchKG revidiert werden. 2.4 Der weitere Vorwurf, die Forderung der Y.________ AG sei ungerechtfertigt, kann im Stadium der Pfändung nicht mehr gehört werden; denn gegen die eingeleitete Betreibung hätte der Schuldner Rechtsvorschlag erheben müssen (Art. 78 ff. SchKG). 2.5 Nicht eingetreten werden kann auf die Kritik des Beschwerdeführers gegenüber den Betreibungsbeamten, denn deren Verhalten kann ausschliesslich von den kantonalen Aufsichtsbehörden überprüft werden (vgl. Art. 14 Abs. 2 SchKG). 2.6 Zum Einwand, eine Sanierung und Erholung sei gar nicht möglich, sondern führe zu neuer Verschuldung und neuen Betreibungen, hat die Aufsichtsbehörde zutreffend ausgeführt, die Festsetzung des Existenzminimums gemäss Art. 92/93 SchKG sei ausschliesslich als Vollstreckungsschranke konzipiert und habe nicht zum Zweck, eine weitere Verschuldung des Betriebenen zu verhindern bzw. seine Sanierung oder wirtschaftliche Erholung zu ermöglichen. Diese Ansicht ist zutreffend. 2.7 Nach dem Gesagten hat die Aufsichtsbehörde kein Bundesrecht verletzt, wenn sie befunden hat, die Dienststelle Thun habe den Notbedarf des Beschwerdeführers korrekt ermittelt und Nichtigkeitsgründe seien keine ersichtlich.