Citation: 6B_683/2022 E. 1.3

1.3. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, inwiefern diese Erwägungen der Vorinstanz falsch geschweige denn willkürlich wären. Die Vorinstanz hält schlüssig fest, dass keine zusätzlichen Abklärungen angezeigt sind. Eine unzulässige antizipierte Beweiswürdigung liegt nicht vor. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz kein Gutachten zur Hafterstehungsfähigkeit einholt. Vielmehr genügt es, wenn der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung der vorliegenden ärztlichen Berichte bei der Eintrittsuntersuchung durch medizinisches Fachpersonal abgeklärt wird und bei Bedarf geeignete Massnahmen veranlasst werden. Die Beschwerdeführerin vermag nicht schlüssig zu begründen, dass der Strafantritt unweigerlich eine beträchtliche Gefahr für ihr Leben oder ihre Gesundheit bedeuten würde, der mit einem angepassten Strafvollzug nicht begegnet werden könnte. Die Vorinstanz nimmt eine sorgfältige Interessenabwägung vor und stellt plausibel dar, dass neben einer therapeutischen Behandlung auch die Möglichkeit und Gewähr für einen den Umständen angemessenen Vollzug der Strafe besteht, sodass sich ein Aufschub der Strafe nicht aufdrängt. Es ist zu betonen, dass die Selbstgefährdung zu einem gängigen letzten Verteidigungsmittel wird, das von rechtskräftig Verurteilten eingesetzt wird, um dem Vollzug ihrer Strafe zu entgehen. Dies muss hier umso mehr gelten, als die Suizidalität damit begründet wird, dass die Beschwerdeführerin ihre Ersatzfreiheitsstrafen in einer Vollzugseinrichtung verbüssen müsse. Ein Strafaufschub ist so lange nicht in Betracht zu ziehen, als die Gefahr der Selbsttötung durch geeignete Massnahmen im Vollzug erheblich reduziert werden kann. Dass dies vorliegend ohne weiteres möglich ist, legt die Vorinstanz ausführlich und überzeugend dar. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin im Verfahren vor der Sicherheitsdirektion den beantragten Vollzugsaufschub einzig mit ihrem Lohn, der dadurch möglichen Bezahlung der Forderung und dem dadurch angeblich nicht mehr verhältnismässigen Vollzug begründete. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, das Urteil der Vorinstanz verletze ihr Recht auf persönliche Freiheit sowie das Verhältnismässigkeitsprinzip, genügt ihre Beschwerde den Begründungsanforderungen nicht. Darauf ist nicht einzutreten.