Citation: 2C_482/2024 E. 4.5.2

4.5.2. Dass das vorliegende Tierhalteverbot geeignet ist, das öffentliche Interesse des Tierschutzes zu erreichen, ist wie erwähnt unbestritten. Bezüglich der Erforderlichkeit ist zunächst festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer gemäss vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellung das Tierhalteverbot bezüglich Rindern bereits mit Verfügung vom 23. Dezember 2020 angedroht worden war (vgl. Bst. A.d oben). Ebenso liegen leidvolle Verstösse vor (vgl. E. 3.4). Die Argumentation des Beschwerdeführers, wonach zuerst eine Androhung dieser Massnahme hätte erfolgen müssen, läuft somit ins Leere. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer während rund zwanzig Jahren trotz zahlreicher Beanstandungen des Veterinärdienstes und mehrerer einschlägiger, strafrechtlicher Verurteilungen ständig weiter gegen die Tierschutzgesetzgebung verstossen, wobei ein erheblicher Teil der Verstösse direkt das Wohl der Tiere beeinträchtigte und nicht geringfügiger Natur war. Auch eine Reduktion der Anzahl Rinder hat zu keiner Verbesserung der Situation geführt (vgl. Bst. A.b - A.d oben). Angesichts der zahlreichen, wiederholten, durchaus erheblichen Verstösse gegen das TSchG und der Renitenz des Beschwerdeführers ist vorliegend kein milderes Mittel als das Verbot der weiteren Haltung von Rindern ersichtlich (vgl. Urteile 2C_958/2014 vom 31. März 2015 E. 5.1; 2C_378/2012 vom 1. November 2012 E. 3.4.2. Bezüglich der Zweck-Mittel-Relation ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer während vieler Jahre die Möglichkeit gehabt hätte, seine Rinderhaltung den Erfordernissen des Tierschutzes anzupassen. Der Veterinärdienst hat jedenfalls mit der Auferlegung eines Tierhalteverbots lange zugewartet. Wirtschaftliche Gründe rechtfertigen keinen ständigen Verstoss gegen die Tierschutzgesetzgebung. Der Beschwerdeführer hat es sich selbst zuzuschreiben, dass ihm ein Tierhalteverbot auferlegt wurde. Angesichts der konkreten Ausgangslage überwiegt vorliegend das öffentliche Interesse des Tierschutzes das entgegenstehende private Interesse des Beschwerdeführers, mit der Rinderhaltung weiterhin Einnahmen zu generieren. Das Mittel des partiellen Tierhalteverbots steht deshalb vorliegend im Einklang mit dem Zweck des Tierschutzes und ist für den Beschwerdeführer zumutbar (vgl. Urteile 2C_958/2014 vom 31. März 2015 E. 5.2; 2C_378/2012 vom 1. November 2012 E. 3.4.4). Das vorliegende, partielle Tierhalteverbot erweist sich somit als verhältnismässig (Art. 36 Abs. 3 BV)