Citation: 8C_313/2018 E. 7.2

7.2. Eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen fällt ausser Betracht, wenn und soweit sich die versicherte Person aus freien Stücken, etwa mangels wirtschaftlicher Notwendigkeit, mit einem verglichen mit ihrem Erwerbspotenzial tiefen Einkommen begnügte und Anhaltspunkte fehlen, dass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung die betreffende Tätigkeit zugunsten einer besser entlöhnten Arbeit (in selbstständiger oder unselbstständiger Stellung) aufgegeben hätte (BGE 135 V 58 E. 3.4.1 und 3.4.6 S. 60 ff.; 134 V 322 E. 4.1 S. 326; Urteil 8C_173/2012 vom 8. Juni 2012 E. 6.2). Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 6.4) absolvierte der Beschwerdegegner die Taxiprüfung im Jahr 1981. Seit 2006 ging er bis zu seinem Unfall am 20. Januar 2009 seiner Tätigkeit als Taxifahrer in einem Vollzeitpensum nach. Dabei wären ihm nach seiner Entlassung bei der Maschinenbaufirma aufgrund einer betrieblichen Umstrukturierung im Jahr 2006 auch andere Tätigkeiten im bisherigen Bereich offen gestanden. Stattdessen entschied er sich für die Tätigkeit als Taxifahrer. Diese übte er auch nach dem Unfall weiter aus, weshalb anzunehmen ist, dass er auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigung bis zur ordentlichen Pensionierung als Taxifahrer gearbeitet hätte. Davon ging auch die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 21. Juli 2017 aus. Es bestehen somit gewichtige Anhaltspunkte dafür, dass sich der Beschwerdegegner aus freien Stücken mit einem tiefen Einkommen begnügte. Damit besteht vorliegend - entgegen der Auffassung des Beschwerdegegners - kein Anlass für eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen (vgl. Urteil 9C_520/2012 vom 20. August 2012 E. 4.2).