Citation: 8C_819/2019 E. 6.3.1

6.3.1. In der zweiten Aktenbeurteilung setzte sich der Facharzt Dr. med. E.________ ausführlich mit dem im vorinstanzlichen Verfahren neu eingereichten Sprechstundenbericht des behandelnden Dr. med. I.________ vom 27. Juli 2017 auseinander. Ebenso befasste er sich eingehend mit dem Operationsbericht vom 17. Oktober 2018 und dem Bericht vom 12. Dezember 2018 des Dr. med. F.________ zuhanden des Rechtsvertreters der Versicherten. Obwohl der Schulterchirurg im zuletzt genannten Bericht zum Ausdruck gebracht habe, es sei "gut möglich", dass es beim Verschieben eines Bettes am 26. September 2017 zu einer Verschlimmerung der Situation gekommen sei, lasse sich daraus unter Berücksichtigung der gesamten medizinischen Aktenlage und des geltend gemachten Ereignisses nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit darauf schliessen, dass die Veränderung vom Vorzustand gemäss Arthro-MRI vom 26. Juli 2017 zu der am 16. Oktober 2018 - mithin mehr als ein Jahr nach dem geltend gemachten Ereignis - intraoperativ festgestellten Rotatorenmanschettenruptur auf das Verschieben eines Operationsbettes am 26. September 2017 zurückzuführen sei. Insbesondere die Begleitbefunde deuteten vielmehr auf einen langsam fortschreitenden degenerativen Prozess hin. Unter Berücksichtigung der Begleitumstände, des geltend gemachten Verletzungsmechanismus, des umfassend dokumentierten Vorzustandes und der bereits vorbestehenden linksseitigen Schulterbeschwerden gelangten die beratenden Ärzte der HDI zur Einschätzung, wonach der Sehnenriss vorwiegend auf degenerative Veränderungen zurückzuführen sei.