Citation: 7B_733/2023 E. 4.3

4.3. Die Argumentation des Beschwerdeführers dringt nicht durch. Ausgehend von den Grundsätzen der vorerwähnten Rechtsprechung, reichen die tatsächlichen Verhältnisse ohne Weiteres aus, eine "tatsituative Zwangssituation" im Sinne von Art. 189 Abs. 1 StGB in rechtlicher Hinsicht zu bejahen. Das 8-15 jährige Opfer presste anlässlich der Missbrauchshandlungen die Beine zusammen und versuchte, seine Brüste mit Händen und Armen zu schützen. Der Beschwerdeführer, der sich als Lebenspartner der Mutter in der Rolle einer Vaterfigur befand, drohte dem Opfer, er helfe diesem nicht mehr bei den Hausaufgaben, oder gab ihm das Gefühl, dumm oder nicht normal zu sein, wenn es die Übergriffe nicht dulde. Gemäss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz gab das Opfer den ablehnenden Willen auch seiner Mutter gegenüber wieder, welche den Beschwerdeführer zur Rede stellte. Dass die Vorinstanz unter diesen Umständen strukturelle Gewalt bejaht, verletzt kein Bundesrecht.