Citation: 1B_312/2021 E. 2.6

2.6. Über das Dargelegte hinaus musste sich das Obergericht als Haftprüfungsinstanz mit diversen appellatorischen Einwänden des Beschwerdeführers - soweit diese überhaupt vorinstanzlich vorgebracht wurden - nicht noch zusätzlich näher befassen. Dies gilt namentlich für die Vorbringen, die Aussagen der Beschuldigten und der Geschädigten seien "teilweise falsch oder nur zum Teil übersetzt" worden oder beruhten auf "kulturellen Missverständnissen", die Geschädigten hätten widersprüchlich ausgesagt bzw. sich als Opfer "inszeniert", oder die DNA-Spuren auf den beiden sichergestellten Messern sprächen für die vom Beschwerdeführer vertretene Sachverhaltsversion. Die abschliessende Beweiswürdigung und die vertiefte Prüfung der sich aufdrängenden strafrechtlichen Fragen (betreffend Mittäterschaft, Teilnahme, allfällige Rechtfertigungsgründe und Detailfragen der Tatbestandsmässigkeit) bleibt der Strafjustizbehörde vorbehalten, welche den Endentscheid zu fällen haben wird. Auch die These des Beschwerdeführers, die Geschädigten hätten sich in alkoholisiertem Zustand selbst gegenseitig massive Verletzungen (Quetsch-/Risswunden bzw. Messerstiche) an Kopf und Oberkörper zugefügt, um den Beschwerdeführer und die zwei Mitbeschuldigten zu Unrecht schwerer Delikte bezichtigen und die Justiz in die Irre führen zu können, wird vom Sachrichter aufgrund der gesamten Untersuchungsergebnisse zu überprüfen sein.