Citation: 7B_256/2025 E. 4.4

4.4. Diese Kritik dringt nicht durch: Aus den Akten geht hervor, dass die Beschwerdeführerin serbische Staatsbürgerin ist und über eine Niederlassungsbewilligung in der Schweiz verfügt und dass zahlreiche Betreibungen und Verlustscheine gegen sie bestehen. Ihre finanzielle und wirtschaftliche Situation ist demnach ungünstig. Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, droht ihr eine mehrjährige Freiheitsstrafe, was einen Fluchtanreiz darstellt. Ferner wird sie unter anderem verdächtigt, mehreren Personen gefälschte Pässe oder Identitätskarten verschafft zu haben. Zudem soll sie für sich selbst unter dem Namen G._ _______ eine fiktive Identität erschaffen haben, worauf die Vorinstanz in ihrem Beschluss vom 26. August 2024 ausführlich eingeht (siehe dort E. 5.3 f.) und was von der Beschwerdeführerin jedenfalls im bundesgerichtlichen Verfahren nicht mehr in Abrede gestellt wird. Die Vorinstanz durfte diese Vorwürfe bei der Beurteilung des Fluchtrisikos zu Ungunsten der Beschwerdeführerin berücksichtigen. In ihrer Gesamtheit lassen diese Umstände auf eine hohe Fluchtgefahr schliessen. Dass die Beschwerdeführerin eine erwachsene Tochter hat, die Schweizerin ist und in der Schweiz lebt, und dass sie offenbar an einer schweren Autoimmunerkrankung (Lupus) leidet, vermag die grundsätzlich hohe Fluchtgefahr nicht entscheidend genug abzuschwächen. Die Beschwerdeführerin geht auf diese die Fluchtgefahr herabsetzenden Umstände auch gar nicht substanziiert ein; vielmehr erschöpft sich ihre Beschwerde auch hier in appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid. Insbesondere legt sie nicht dar, inwiefern die Feststellung der Vorinstanz, wonach sie sich auch nach einem Untertauchen oder einer Flucht im In- oder Ausland medizinisch behandeln lassen könnte, unzutreffend sein soll. Da die Beschwerdeführerin mit ihren Ausführungen keine Bundesrechtsverletzung darzulegen vermag, ist von Fluchtgefahr auszugehen. Damit kann offenbleiben, wie es sich mit der von der Vorinstanz ebenfalls bejahten Kollusionsgefahr verhält.