Citation: 4A_141/2022 E. 5.2.1

5.2.1. Sie macht geltend, das Bezirksgericht habe auf die Abnahme dieser Beweise verzichtet, weil den Aussagen der Familienmitglieder angeblich von vornherein nur begrenzte Beweiskraft zukomme und die Arbeitskollegin sich wohl ohnehin nicht mehr an die mehr als 25 Jahre zurückliegende Zeit erinnern könne. Die Vorinstanz habe auch dies als korrekt erachtet. Es stehe indessen ausser Zweifel, dass die fraglichen Zeugen zumindest potentiell sachdienliche Angaben zum Beweisthema hätten machen können. Dass es sich um nahestehende Personen handle, sei kein Grund für eine antizipierte Beweisverweigerung, zumal nicht anzunehmen sei, irgendwelche Dritte könnten Angaben über Schmerzschübe der Beschwerdeführerin machen. Es sei nicht zulässig, alleine deshalb und aufgrund der Vermutung, ein Zeuge könne sich möglicherweise ohnehin nicht mehr erinnern, auf eine Befragung im Voraus zu verzichten.