Citation: 4A_258/2020 E. 3.5.1

3.5.1. Schliesslich beanstanden die Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe den Exkulpationsbeweis nach Art. 97 OR nicht ausdrücklich, sondern bloss implizit im Rahmen der hypothetischen Kausalität geprüft. Damit sei sie bundesrechtswidrig vorgegangen und habe einen viel zu wenig strengen Massstab angelegt. Gemäss herrschender Lehre und Rechtsprechung seien höhere Gewalt sowie grobes Verschulden des Geschädigten oder eines Dritten grundsätzlich geeignet, den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen der Vertragsverletzung und dem Schaden zu unterbrechen, dies jedoch nur dann, wenn ihre Einwirkung auf den Kausalverlauf eine grosse Intensität aufweise. Vorliegend gehe das Kantonsgericht weder von einem groben Verschulden der Beschwerdeführer noch von einem solchen eines Dritten aus, weshalb nur noch höhere Gewalt in Frage komme. Allerdings liege solche ebenfalls nicht vor.