Citation: 6B_686/2024 E. 2.4.4

2.4.4. Der Beschwerdeführer berief sich bereits im vorinstanzlichen Verfahren auf den Vermerk zur Gültigkeit im erwähnten Eichzertifikat, wonach die Eichung bis 30. Juni 2022 gültig ist, solange das Messmittel den rechtlichen Anforderungen entspricht und keine Sicherungsmechanismen verletzt sind oder messrelevante Teile repariert wurden. Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, ändert dies nichts an der Gültigkeit der Eichung (vgl. dazu Urteil 6B_197/2016 vom 7. Juli 2016 E. 1.2). Der Beschwerdeführer legt auch vor Bundesgericht nicht dar, inwiefern das Geschwindigkeitsmessgerät den rechtlichen Anforderungen nicht genügt haben sollte. Es liegen keine Anhaltspunkte vor, dass Sicherungsmechanismen verletzt oder nach der Eichung messrelevante Teile des Geräts repariert wurden. Die Vorinstanz hält schlüssig fest, dass es um einen standardisierten Hinweis geht, der auf Art. 24 Abs. 1 Satz 2 MessMV zurückzuführen ist. Die Messung sei am 28. Januar 2022 erfolgt und es lägen keine Hinweise vor, dass das verwendete Geschwindigkeitsmessgerät den rechtlichen Anforderungen im fraglichen Zeitpunkt nicht genügt habe. Die Vorinstanz erwägt, entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers ergebe sich auch aus dem Parteigutachten kein solcher Anhaltspunkt. Vielmehr sei das Gegenteil der Fall. So liege die gemäss Parteigutachten im Rahmen einer Plausibilitätsprüfung berechnete Geschwindigkeit von 83 km/h wie auch die im METAS-Gutachten vom 28. November 2022 im Rahmen einer Plausibilitätsprüfung errechnete Geschwindigkeit von 81.3 km/h innerhalb der zulässigen Differenz von 10 km/h zum Messwert des Messsystems gemäss Ziff. 3.2 der Weisungen des ASTRA über polizeiliche Geschwindigkeitskontrollen und Rotlichtüberwachungen im Strassenverkehr. Dies spreche dafür, dass das Geschwindigkeitsmessgerät einwandfrei funktioniert habe. Der Beschwerdeführer stellt die Plausibilität bei einer allgemeinen Differenz von 10 km/h in Frage. Damit greift er die Gültigkeit der Weisungen des ASTRA über polizeiliche Geschwindigkeitskontrollen und Rotlichtüberwachungen im Strassenverkehr an. Dazu erwägt die Vorinstanz zutreffend, dass die Plausibilitätsprüfung bezweckt, mit geringem Aufwand eine offensichtliche Unrichtigkeit der Geschwindigkeitsmessung aufzudecken. Hingegen sei es nicht der Sinn einer Plausibilitätsprüfung, die Richtigkeit des Messergebnisses eindeutig zu verifizieren. Nach alledem geht die Vorinstanz davon aus, dass das Messgerät in einwandfreiem Zustand war und dass das Messresultat nicht weiter in Frage zu stellen ist, zumal es im METAS-Gutachten vom 28. November 2022 umfassend nachgeprüft und als korrekt und plausibel bestätigt worden sei.