Citation: 6B_84/2022 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, die Anklage stütze sich zu grossen Teilen auf die Aussagen von B.________, der sich im Strafverfahren geständig gezeigt und umfassende Aussagen gemacht habe. Diese Aussagen, die detailliert und konsistent ausgefallen seien, liessen sich mit dem übrigen Beweisergebnis in Übereinstimmung bringen, weshalb keine ernstzunehmenden Zweifel an deren Glaubhaftigkeit bestehen könnten (angefochtenes Urteil S. 9). B.________ habe ausgeführt, zusammen mit C.________, D.A.________ und der Beschwerdeführerin agiert zu haben. Letztere habe indessen konstant in Abrede gestellt, mit dem Hanf-Anbau in den drei Anlagen in Zusammenhang zu stehen (angefochtenes Urteil S. 10). Hinsichtlich der Beschwerdeführerin habe B.________ ausgesagt, diese habe bei der Ernte in T.________, U.________ und V.________ sowie beim Putzen der Anlage in T.________ geholfen. Weiter habe sie ihm das Geld für die Mieten der Räumlichkeiten in T.________ und U.________ übergeben, nachdem D.A.________ und E.________ im Jahr 2014 im Zusammenhang mit der Hanf-Indooranlagen in V.________ verhaftet worden seien. Er und die Beschwerdeführerin hätten gemeinsam auch zweimal Stecklinge für die Anlage in U.________ besorgt und seien zwei bis drei Mal zur Kehrrichtverbrennungsanlage "F.________" gefahren, um Abfälle der Indooranlage in T.________ und U.________ zu entsorgen (angefochtenes Urteil S. 11). B.________ habe weiter ausgeführt, dass sich die Beschwerdeführerin grundsätzlich sehr vorsichtig verhalten habe. Sie habe jeweils Handschuhe getragen, um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen, und habe wegen des Geruchs Ersatzkleidung mit sich geführt. Diese Aussage habe durch die polizeiliche Observation bestätigt werden können. So habe festgestellt werden können, dass sich die Beschwerdeführerin von B.________ an vereinbarten Standorten abgeholt, von diesem zu den Anlagen in T.________ oder V.________ und schliesslich wieder zurück zu ihrem parkierten Fahrzeug "chauffiert" gelassen habe. Ebenfalls habe festgestellt werden können, wie die Beschwerdeführerin am 5. Juni 2015 zunächst von B.________ in W.________ abgeholt, zur Anlage in U.________ gefahren und kurz danach wieder nach W.________ zurückgefahren worden sei. Es habe weiter beobachtet werden können, wie die Beschwerdeführerin und B.________ in getrennten Fahrzeugen zur Entsorgungsanlage "F.________" in X.________ gefahren seien, wobei sie ihr Fahrzeug vor der Entsorgungsanlage parkiert und sich zusammen mit B.________ in die Anlage hinein begeben habe. Eine weitere gemeinsame Entsorgungsfahrt zur "F.________" (wiederum in getrennten Fahrzeugen) habe am 8. Juni 2015 beobachtet werden können (angefochtenes Urteil S. 12). Aufgrund der genannten Beweisergebnisse stehe fest, dass die Beschwerdeführerin sich regelmässig, d.h. alle paar Tage, gemeinsam mit B.________ in den genannten Räumlichkeiten aufgehalten habe (angefochtenes Urteil S. 13). Die Vorinstanz erwägt weiter, anlässlich der Hausdurchsuchungen seien weitere Beweise gefunden worden, welche die Beschwerdeführerin und ihren Ehemann D.A.________ in Zusammenhang mit den angeklagten Betäubungsmitteldelikten bringen würden: So hätten anlässlich der am 7. Juli 2015 durchgeführten Hausdurchsuchungen am Wohnort des Ehepaars A.________, deren Remiseabstellplatz in Y.________ und der Garagenbox in Z.________ diverse Gegenstände aufgefunden werden können, die beim professionellen Anbau von Hanfpflanzen verwendet würden. In Z.________ seien u.a. diverse Lampenschirme, Filter, Lüftungsrohre, Ventilatoren und ein Trocknungsnetz sichergestellt worden. In Y.________ seien u.a. mehrere 50L Säcke Substrat, schwarze Wassertonnen, Abluftschläuche, eine Zeitschaltuhr und mehrere Lampenschirme gefunden worden. Auch anlässlich der Hausdurchsuchung am gemeinsamen Wohnort der Ehegatten A.________ hätten diverse Gegenstände sichergestellt werden können, die für den Anbau von Hanfpflanzen verwendet würden, so u.a. ein Feuchtigkeitsmessgerät, mehrere Grosspakete mit Kunststoffhandschuhen und sieben Büchsen zur Aufzucht von Setzlingen. Anlässlich der Hausdurchsuchung beim Sitz der Firma von B.________ hätten zudem diverse Notizen gefunden werden können, die offensichtlich Berechnungen betreffend den Hanf-Anbau enthalten hätten. Es seien darauf diverse Initialen bzw. Spitznamen ersichtlich, nämlich "MB", "B" und "G.________", wobei es sich dabei gemäss den nachvollziehbaren Angaben von B.________ um ihn selber ("MB"), die Beschwerdeführerin ("B") und D.A.________ ("G.________") handle (angefochtenes Urteil S. 14 f.). In einer Gesamtbetrachtung sämtlicher Beweise und Indizien bestünden keine ernstzunehmenden Zweifel, dass die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann an den drei Hanf-Indooranlagen in T.________, U.________ und V.________ in massgeblicher Art und Weise beteiligt gewesen seien. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringe, die Erstinstanz habe die Aussagen von B.________ zu Unrecht als glaubhaft erachtet, vermöge dies nicht zu überzeugen. B.________ habe sich von Beginn an geständig gezeigt und neben den Mitbeteiligten auch massgeblich sich selber belastet. Die von ihr vorgebrachten Widersprüche in den Aussagen von B.________ seien nicht von derart entscheidender Natur, dass dies an der Glaubhaftigkeit dieser Aussagen ernstzunehmende Zweifel aufkommen lassen würden (angefochtenes Urteil S. 16).