Citation: 1B_309/2008 04.12.2008 E. 1

Mit Verfügung vom 4. Juni 2008 wurde X.________ auf seinen Vorschlag hin Rechtsanwalt Dr. Y.________ als amtlicher Verteidiger bestellt. Am 16. Oktober 2008 stellte Rechtsanwalt A.________ den Antrag, der bisherige amtliche Verteidiger sei zu entlassen und er sei als neuer amtlicher Verteidiger rückwirkend ab 25. September 2008 zu bestellen. Die Präsidentin der Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Zürich wies dieses Gesuch mit Verfügung vom 27. Oktober 2008 ab. Zur Begründung führte sie zusammenfassend aus, dass ein Wechsel des amtlichen Verteidigers nur mit Zurückhaltung bewilligt werde, wenn aus schwerwiegenden objektiven Gründen eine sachgemässe Vertretung der Interessen des Angeschuldigten durch den amtlichen Verteidiger nicht mehr gewährleistet erscheine. Eine Pflichtverletzung, die zum Wechsel des amtlichen Verteidigers berechtigen würde, sei vorliegend nicht erkennbar. Der Verteidiger sei im Interesse einer wirkungsvollen Verteidigung nicht an die Weisungen des Angeschuldigten gebunden. Demnach könne das Absehen von Zusatzfragen anlässlich einer Zeugeneinvernahme keineswegs mit einer unsorgfältigen oder ungenügenden Verteidigung gleichgesetzt werden. Im Übrigen werde der Vorwurf, der Verteidiger habe in den Zeugeneinvernahmen keine Fragen gestellt, durch die Untersuchungsakten klar widerlegt. Auch würden sich in den Einvernahmeprotokollen keine Anhaltspunkte für mangelhafte Aktenkenntnisse des Verteidigers finden. Die öffentlichen Auftritte des Verteidigers seien schliesslich allgemein bekannt und es sei nicht ersichtlich, inwiefern sie sich negativ auf die Mandatsführung auswirken sollten. Von einem aus objektiven Gründen erheblich gestörten Vertrauensverhältnis könne daher nicht ausgegangen werden.