Citation: 7B_783/2024 E. 2.4

2.4. Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, vermag die konkreten Fluchtindizien nicht zu entkräften. So hat die Vorinstanz den Einwand des Beschwerdeführers, wonach er bei Entlassung eine Perspektive zu einem Leben in der Schweiz zusammen mit seiner Familie habe und sofort wieder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen werde, zu Recht dadurch widerlegt, dass der Verdacht bestehe, der Beschwerdeführer habe sich trotz seiner Familie und seiner Arbeitsstelle in der Schweiz im Ausland dem IS anschliessen wollen. Da es sich beim IS um eine international vernetzte Organisation handelt, welche seine Mitglieder bei Reisen - insbesondere bei Grenzübertritten - unterstützt, durfte die Vorinstanz annehmen, der Beschwerdeführer verfüge nach wie vor über Kontakte ins Ausland, welche ihm zu einer Flucht verhelfen bzw. ihm dabei behilflich sein könnten. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer seine Verbindungen zum IS und seine Unterhaltungen vor der Verhaftung über eine Ausreise zwecks Anschlusses an den IS nicht bestreitet. Diese Verbindung zum IS sowie die aktenkundige Kenntnis der arabischen Sprache genügen unter den gegebenen Umständen, um von konkreter Fluchtgefahr ausgehen zu können. An den konkreten Fluchtindizien ändert denn auch die Behauptung des einschlägig vorbestraften Beschwerdeführers nichts, wonach er aufgrund der bereits erstandenen Haft von ca. 31 Monaten keinen Fluchtanreiz mehr habe. Im konkreten Fall liegt bisher weder ein erstinstanzliches Urteil vor, anhand dessen sich ein gewichtiges Indiz für den tatsächlich zu erwartenden Freiheitsentzug ableiten liesse, noch liegt eine Anklageschrift vor, in welcher eine bestimmte Sanktion beantragt wird. Die Bundesanwaltschaft geht von einer zu erwartenden Freiheitsstrafe im Bereich von fünf Jahren aus (vgl. hierzu E. 3 hiernach). In diesem Falle würde dem Beschwerdeführer, entgegen seinem Vorbringen, immer noch eine empfindliche Reststrafe drohen. Im Zusammenhang mit den erwähnten übrigen Umständen stellt die Schwere der drohenden Sanktion folglich ein weiteres Indiz für Fluchtgefahr dar. Es ist vorliegend daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von starken Indizien für eine hohe Fluchtgefahr ausgeht. Dies hält nach dem Gesagten vor dem Bundesrecht stand.