Citation: 6B_1488/2022 E. 1

Das Kantonsgericht Schaffhausen verurteilte den Beschwerdeführer am 9. Juli 2021 wegen grober Verkehrsregelverletzung zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse. Der Beschwerdeführer meldete anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung Berufung an. In der Folge begründete das Kantonsgericht das Urteil und spedierte dieses am 6. Oktober 2021 per Einschreiben an die vom Beschwerdeführer bezeichnete Adresse, wo es ihm am 7. Oktober 2021 zur Abholung gemeldet wurde. Da innert Frist keine Berufungserklärung einging, trat das Obergericht des Kantons Schaffhausen am 23. November 2021 auf die Berufung nicht ein. Die dagegen erhobene Beschwerde in Strafsachen vom 3. Dezember 2021 wies das Bundesgericht am 7. Februar 2022 ab, soweit es darauf eintrat (Verfahren 6B_1429/2021). Am 15. November 2022 stellte der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer ein Gesuch um Wiederherstellung der Frist zur Einreichung einer Berufungserklärung gegen das Urteil des Kantonsgerichts vom 9. Juli 2021. Darauf trat das Obergericht des Kantons Schaffhausen mit Verfügung vom 22. November 2022 nicht ein. Zur Begründung führt es aus, der Beschwerdeführer anerkenne selber, mit dem Entscheid des Obergerichts vom 23. November 2021 erfahren zu haben, dass er die Frist zur Einreichung einer Berufungserklärung verpasst habe. Dass er innert 30 Tagen seit dieser Erkenntnis die versäumte Handlung nachgeholt hätte, lege er indessen nicht dar und sei auch nicht ersichtlich. Damit könne auf das Gesuch um Fristwiederherstellung nicht eingetreten werden. Der Beschwerdeführer wendet sich mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht. Er macht namentlich geltend, das Obergericht habe sich mit wesentlichen Ausführungen in der Eingabe vom 15. November 2022, insbesondere mit der Frage der Weiterleitungspflicht nach Art. 91 Abs. 4 StPO und dem Antrag auf Ansetzung einer Frist zur Einreichung einer Berufungserklärung, nicht auseinandergesetzt. Dadurch seien das rechtliche Gehör und Bundesrecht verletzt worden.