Citation: 4P.34/2002 11.06.2002 E. 1

Wird ein Entscheid sowohl mit staatsrechtlicher Beschwerde als auch mit Berufung angefochten, ist die Behandlung der Letzteren in der Regel auszusetzen, bis über die Erstere entschieden worden ist (Art. 57 Abs. 5 OG). Mit der staatsrechtlichen Beschwerde wird dem Kantonsgericht Willkür bei der Feststellung der Tatsachen vorgeworfen, welche zum rechtlichen Schluss führten, es habe kein wichtiger Grund für eine Vertragskündigung im Sinne von Art. 418r OR in Verbindung mit Art. 337 Abs. 2 OR vorgelegen. Sollte sich die Willkürrüge als begründet erweisen, wäre das kantonale Urteil ungeachtet der mit der Berufung gerügten rechtlichen Qualifikation des dem Rechtsstreit zugrunde liegenden Vertrages aufzuheben. Wenngleich die Beschwerdeführerin ihre Rügen willkürlicher Beweiswürdigung als Eventualstandpunkt verstanden wissen will, besteht kein Grund, von der Regel von Art. 57 Abs. 5 OG abzuweichen.