Citation: 5A_221/2021 E. 4.1

4.1. Streitig sind sodann die Voraussetzungen der Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 Abs. 1 ZGB). In diesem Zusammenhang rügen die Beschwerdeführer vorab eine willkürliche bzw. unvollständige Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz. Sie bringen im Wesentlichen vor, der Beschwerdeführer wolle nicht in ein Altersheim und habe dies unabhängig von der Beschwerdeführerin kundgetan, auch in seiner mündlichen Stellungnahme vom 11. November 2020. Das Protokoll derselben sei in diesem Punkt unvollständig. Abgesehen von der Anzeige der Spitex vom 16. November 2018 würden sich sämtliche Protokolle dahingehend äussern, dass die Wohnung des Beschwerdeführers sauber und aufgeräumt sei. Das Verwaltungsgericht habe sich ohne weitere Begründung der Anzeige der Spitex vom 16. November 2018 angeschlossen. Verfehlt sei sodann der Hinweis im Entscheid des Verwaltungsgerichts auf die fachlich nicht ausgewiesene Mitarbeiterin des Schweizerischen Roten Kreuzes Glarus, die den Beschwerdeführer als stark dement einstufe. Diese Einschätzung widerspreche der fachlichen Einschätzung von Dr. med. D.________ vom 30. August 2020, der dem Beschwerdeführer eine leichte bis mittelschwere Demenz attestiere. Das Verwaltungsgericht verwandle die offensichtlich falsche Sachverhaltserstellung der Vorinstanz (schwere Demenz) in einen stark voranschreitenden Schwächezustand. Dies stelle eine unzulässige und willkürliche Sachverhaltsergänzung dar. Auch in anderen Punkten sei der rechtserhebliche Sachverhalt unrichtig festgestellt worden: Die Gefährdungsmeldung des Nachbarn vom 8. September 2020 (vgl. vorne Bst. B.a) basiere auf einer Rücksprache mit der Spitex und sei in Absprache mit dieser erfolgt. Es handle sich also nicht um eine eigenständige, unabhängige Gefährdungsmeldung.