Citation: 4A_271/2013 E. 5.1

5.1. Ein Vertrauensschaden kann entstehen, wenn der Bauherr aufgrund einer ungenauen Kosteninformation die Weiterführung der Planung eines Bauvorhabens veranlasst, obschon er bei korrekter Schätzung die Projektierung abgebrochen hätte ( SIEGENTHALER, a.a.O., S. 539 Rz. 10.72). Der Bauherr, der einen Vertrauensschaden geltend macht, hat darzulegen und zu beweisen, dass er sein Verhalten bei einer pflichtgemäss richtigen Kosteninformation geändert hätte. Da dieser hypothetische Kausalverkauf nicht strikte bewiesen werden kann, genügt es, dass er nach den Erfahrungen des Lebens und dem gewöhnlichen Lauf der Dinge als überwiegend wahrscheinlich erscheint (BGE 124 III 155 E. 3d S. 165; vgl. auch Urteil 4C.71/2003 vom 27. Mai 2003 E. 3; 4C.82/1996 vom 11. Februar 1998 E. 3a; SIEGENTHALER, a.a.O., S. 541 Rz. 10.78). Bei der Beurteilung der Wahrscheinlichkeit des hypothetischen Verhaltens sind die Darlegungen des Bauherrn und die konkreten Umstände zu berücksichtigen (Urteil 4D_131/2009 vom 16. Dezember 2009 E. 3.3.3).