Citation: 6B_523/2024 E. 1.4.4

1.4.4. Vorab ist darauf hinzuweisen, dass der Vorwurf des Beschwerdeführers, wonach er in Verletzung von Art. 59 StGB rund acht Jahre lang nicht mehr therapiert worden sei, nicht zutrifft. Die stationäre therapeutische Behandlung gemäss Art. 59 StGB wurde am 10. September 2018 aufgehoben, seither befindet sich der Beschwerdeführer in Sicherheitshaft. Die kantonalen Gerichte hatten damit in der Folge den Antrag der Vollzugsbehörde auf Anordnung der Verwahrung zu prüfen. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz mit dem Gutachten B.________ ein forensisch-psychiatrisches Gutachten einholte, dass sich zu der Diagnose, dem Zusammenhang einer allfälligen psychischen Störung mit dem Anlassdelikt, der Art und der Wahrscheinlichkeit weiterer möglicher Straftaten, der Notwendigkeit und den Erfolgsaussichten einer therapeutischen Behandlung sowie der Möglichkeit des Vollzugs der Massnahme äusserte (vgl. Art. 56 Abs. 3 StGB; MARIANNE HEER, in: Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. I, 4. Aufl. 2019, N. 15 zu Art. 62c StGB). Zwar war dabei der bisherige Vollzugsverlauf zu berücksichtigen, jedoch geht der Beschwerdeführer fehl in der Annahme, dass "hauptsächlicher Gegenstand der vorliegenden Begutachtung eine Beurteilung des Verlaufs von Massnahmen" war (Beschwerde S. 11). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer in seinem Plädoyer vor der ersten Instanz das Ergänzungsgutachten D.________ unter anderem deshalb kritisierte, weil es sich um ein ergänzendes Vollzugsgutachten handle, und sich auf den Standpunkt stellte, für die Anordnung einer Verwahrung könnten Vollzugsgutachten generell nicht als hinreichend gelten; vielmehr sei hierfür ein formelles psychiatrisches Anordnungsgutachten erforderlich (kantonale Akten, act. 9/130 S. 7). Erneut ist festzustellen, dass sich der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang zumindest widersprüchlich verhält. Soweit er seine Kritik am Gutachten B.________ alleine damit begründet, dass dieses die Anforderungen an ein Vollzugsgutachten bzw. Verlaufsgutachten nicht erfülle, ist darauf im Folgenden nicht weiter einzugehen. Gleiches gilt, soweit der Beschwerdeführer den bisherigen Massnahmenvollzug kritisiert und den "Vollzugsverantwortlichen des Kantons Zürich" anlastet, sie hätten sich nicht um seine sachgerechte Behandlung bemüht (Beschwerde S. 13 f.). Wie dargelegt, wurde die im Sachurteil angeordnete stationäre therapeutische Massnahme gemäss Art. 59 StGB rechtskräftig aufgehoben; die Ausgestaltung deren Vollzugs bildet vorliegend nicht Verfahrensgegenstand. Vielmehr ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Anordnung der Verwahrung gegeben sind, womit unter anderem zu beurteilen ist, ob die Vorinstanz zutreffend davon ausgeht, dass der Beschwerdeführer nicht therapierbar ist bzw. eine Massnahme gemäss Art. 59 StGB keinen Erfolg verspricht. Ausschliesslich in diesem Zusammenhang ist der bisherige Massnahmenvollzug und Therapieverlauf von Bedeutung. Dabei kann es jedoch nicht darum gehen, verschiedene mögliche Behandlungsmethoden gegeneinander abzuwägen und zu beurteilen, welche beim Beschwerdeführer angezeigt wäre.