Citation: 6S.194/2006 16.05.2006 E. 2

Urteile des Bundesgerichts sind letztinstanzlich und werden mit der Ausfällung rechtskräftig. Das bedeutet, dass das Bundesgericht auf ein eigenes Urteil bzw. die darin beurteilten Fragen grundsätzlich nicht mehr zurückkommen kann. Eine Überprüfung ist nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes in den engen Grenzen der Art. 136, 137 und 139a OG möglich. Eine Revision kommt z.B. in Betracht, wenn das Bundesgericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat (Art. 136 lit. d OG), oder wenn der Gesuchsteller nachträglich neue erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die er im früheren Verfahren nicht beibringen konnte (Art. 137 lit. b OG). Demgegenüber ist Kritik an den rechtlichen Erwägungen eines bundesgerichtlichen Urteils im Revisionsverfahren nicht zulässig. Welcher der im Gesetz genannten Revisionsgründe gegeben sein soll, muss im Revisionsgesuch ausdrücklich gesagt werden (Art. 140 OG). Der Gesuchsteller nennt keinen der im Gesetz vorgesehenen Revisionsgründe. Das Gesuch genügt damit den Begründungsanforderungen nicht, weshalb schon aus diesem Grund darauf nicht einzutreten ist. Im Übrigen ist auch materiell nicht ersichtlich, dass ein Revisionsgrund vorliegen könnte. Der Gesuchsteller bemängelt das Gutachten von Professor D.________ und macht geltend, dass ein Obergutachten notwendig gewesen wäre und dass es zu Verfälschungen und Verwechslungen gekommen sei. Es ist jedoch nicht ersichtlich, dass und inwieweit das Bundesgericht in den Akten liegende Tatsachen versehentlich nicht berücksichtigt hätte oder dass der Gesuchsteller neue Tatsachen vorbrächte, die er im früheren Verfahren noch nicht hätte beibringen können. Die weitere Behauptung, dem Bundesgericht hätten gewisse wichtige Unterlagen nicht vorgelegen, wird ebenfalls nicht belegt. Auch aus diesem Grund kann auf das Revisionsgesuch nicht eingetreten werden.