Citation: 6B_1054/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Die Vorinstanz verfällt auch nicht in Willkür, wenn sie erwägt, der Beschwerdeführer habe um die Handlungen der Mitbeschuldigten, insbesondere das Einsperren der Beschwerdegegner 3 und 5 während seiner Abwesenheit gewusst oder dies zumindest in Kauf genommen. Das Einsperren geschah unter der Woche offensichtlich nach der Rückkehr der Kinder aus der Schule und dauerte jeweils die ganze Nacht. Der Beschwerdeführer muss das Einsperren der Kinder durch die Beschwerdegegnerin 4 daher mitbekommen haben. Dies gilt auch mit Bezug auf die körperlichen Misshandlungen. Der Beschwerdeführer bestreitet vor Bundesgericht nicht, die Kinder selbst und gemeinsam mit der Mitbeschuldigten misshandelt zu haben. Es ist daher jedenfalls insoweit von einem gemeinschaftlichen, mindestens implizit abgesprochenen Vorgehen auszugehen. Unter diesen Umständen ist es zudem naheliegend und nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe eine körperliche Bestrafung oder Demütigung der Kinder durch die Beschwerdegegnerin 4 in seiner Abwesenheit gebilligt bzw. zumindest in Kauf genommen. Die Vorinstanz geht denn auch überzeugend davon aus, dass es sich bei den Einschliessungen und Misshandlungen um ein "Erziehungssystem" der beiden Beschuldigten handelte. An der Schlüssigkeit der vorinstanzlichen Erwägungen ändert nichts, dass der Beschwerdeführer mit den Kindern zusammen Mahlzeiten eingenommen haben mag. Daraus kann insbesondere nicht geschlossen werden, dass er von einem normalen Familienleben ausging und von den Misshandlungen durch die Beschwerdegegnerin 4 nichts mitbekommen hat. Auch kann von jahrelangen Misshandlungen im Verborgenen durch die Beschwerdegegnerin 4, wie sie der Beschwerdeführer behauptet, keine Rede sein, war es doch primär er selbst, der die Kinder misshandelte.