Citation: 2C_200/2017 E. 3.5.2

3.5.2. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Vorinstanz habe zur Begründung ihres Entscheids auf nicht einschlägige Rechtsprechung verwiesen, kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dass keiner der Entscheide, die im vorinstanzlichen Urteil zitiert werden, in sämtlichen Punkten mit seiner Situation übereinstimmt, mag zutreffen. Zugleich liegt aber auf der Hand, dass mit Blick auf die Frage, ob die Verbindung zweier Eheleute von einem gegenseitigen Willen zur Führung einer ehelichen Lebensgemeinschaft getragen ist, kaum je zwei in jeder Hinsicht identische Sachverhalte zur Beurteilung kommen. Entscheidend ist, dass die Vorinstanz im Rahmen einer Gesamtwürdigung die relevanten Gesichtspunkte zur Prüfung, ob eine Ehe allein ausländerrechtlich motiviert ist, herangezogen und korrekt gewürdigt hat. Das war hier der Fall, wobei der Vorinstanz entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs zur Last fällt: Damit der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) gewahrt ist, muss sich die zuständige Behörde nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich behandeln. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken, soweit die Begründung so abgefasst ist, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann (vgl. BGE 142 I 135 E. 2.1 S. 145; 136 I 229 E. 5.2 S. 236). Der angefochtene Entscheid genügt diesen verfassungsrechtlichen Anforderungen.