Citation: 2C_495/2020 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer trägt vor, er laufe als Angehöriger der alevitischen Glaubensgemeinschaft in der Türkei Gefahr, in seinen Rechten eingeschränkt oder sogar festgenommen zu werden. So sei es seinem Vater ergangen, der mehrere Jahre im Gefängnis verbracht habe. Sein ebenfalls inhaftierter Onkel sei in der Haft sogar verstorben. Als Alevit könne sich der Beschwerdeführer in der Türkei zudem nicht auf staatliche Stellen bewerben, sodass die Stellensuche massiv erschwert sei. Überdies müssten Aleviten in der Türkei öffentliche Plätze sowie jegliche Art von politischer oder religiöser Betätigung meiden. Eine soziale Wiedereingliederung in der Türkei sei ihm unter diesen Umständen nicht zuzumuten, zumal er sich bereits über zehn Jahre in der Schweiz aufhalte und hier gut integriert sei.