Citation: 2P.224/2002 09.01.2003 E. 3

3.1 Zu prüfen bleibt, ob eine Ungleichbehandlung vorliegt, wie der Beschwerdeführer auch noch geltend macht. Er beruft sich dazu auf die Erteilung des Schenkpatents an B.________ im Jahr 1982, der im damaligen Zeitpunkt lediglich fünf Jahre Praxis bei der Steuerverwaltung sowie zwei Jahre als Landschreiber beim Bezirk Schwyz und kein Anwaltspraktikum vorzuweisen gehabt habe. Weil der Beschwerdeführer dies vor Bundesgericht erstmals vorbringt, stellt sich die Frage, ob dadurch das Novenverbot verletzt ist. Dem Beschwerdeführer stand allerdings nach der Abweisung seines Gesuchs keine weitere kantonale Instanz, sondern nur die staatsrechtliche Beschwerde offen. Es ist deshalb zumindest heikel, von ihm zu verlangen, dass sein Gesuch an das Kantonsgericht als erste und einzige Instanz schon alle möglichen Vorbringen enthalten muss, auf die er sich im Fall einer Abweisung im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren berufen will. Ob ein Verstoss gegen das Novenverbot vorliegt, kann indes offen bleiben, weil keine Ungleichbehandlung vorliegt. 3.2 Es fällt auf, dass der Beschwerdeführer im Hauptpunkt seiner Beschwerde dem Kantonsgericht insbesondere eine strenge Praxis bei der Vergabe von Schenkpatenten vorwirft und nur einen einzigen Fall anruft, in dem davon abgewichen worden ist. So wirft er dem Kantonsgericht insbesondere vor, mit seiner restriktiven Praxis die Erteilung von Schenkpatenten praktisch zu verunmöglichen, und führt mehrere Fälle an, in denen das Schenkpatent nicht erteilt worden sei, weil die Bewerber kein Anwaltspraktikum, keine Praxis im öffentlichen Recht oder vorwiegend Einblick ins Strafrecht gehabt hätten. Das Kantonsgericht sprach auch einem Untersuchungsrichter die geforderte umfassende praktische Tätigkeit zur prüfungslosen Patenterteilung ab. Es bestehen deshalb keine Hinweise dafür, dass das Kantonsgericht in Abweichung von der genannten Praxis wiederholt Schenkpatente an Bewerber erteilt hätte, welche die umfassende praktische Tätigkeit nicht erfüllt hatten. Das Kantonsgericht und der Beschwerdeführer weisen vielmehr auf Fälle hin, in denen die Bewerber - gleich wie der Beschwerdeführer - an den strengen Voraussetzungen scheiterten. Der Beschwerdeführer wurde entsprechend konstanter Praxis gleich (streng) behandelt wie andere Bewerber für das Schenkpatent, was im konkreten Fall nicht zu beanstanden ist. Daran ändert auch eine allfällige Ausnahme im Jahr 1982 nichts, wobei offen und nicht nachgewiesen ist, ob der damalige mit dem vorliegenden Fall vergleichbar ist. Im Übrigen hätte der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht (vgl. BGE 127 I 1 E. 3a S. 2f., mit Hinweisen). 3.3 Wenn das Kantonsgericht eine umfassende praktische Tätigkeit als Fähigkeitsnachweis verlangt, stellt dies nicht einen, wie der Beschwerdeführer behauptet, unzulässigen, weil rein wirtschafts- oder standespolitisch motivierten Schutz der "etablierten" Anwälte vor weiterer Konkurrenz und damit eine Verletzung des Gebots der Gleichbehandlung der direkten Konkurrenten nach Art. 27 sowie Art. 94 Abs. 1 und 4 BV dar. Eine Verletzung der Rechtsgleichheit nach Art. 8 Abs. 1 BV liegt ebenso wenig vor, weil sich der Beschwerdeführer namentlich nicht über seine Eignung in den Gebieten Zivil- und Straf- sowie Schuldbetreibungs- und Konkursrecht ausgewiesen hat, und er somit nicht mit erfolgreichen Prüfungsabsolventen verglichen werden kann.