Citation: 1B_92/2010 23.04.2010 E. 5

Der Beschwerdeführer stellt sich sodann auf den Standpunkt, mit einer ambulanten medizinisch-psychiatrischen Behandlung, kombiniert mit einem Kontaktverbot gegenüber pubertierenden Knaben, lasse sich der Zweck der Untersuchungshaft ebenso gut erreichen. Er bestreitet nicht, dass eine bereits früher durchgeführte ambulante Psychotherapie mit 18 Sitzungen ihn nicht daran hindern konnte, weiter einschlägig zu delinquieren. Zwar macht er geltend, unterdessen sei er einsichtiger und therapiewilliger geworden, weshalb bessere Erfolgsaussichten als damals bestünden. Ausserdem liege eine klarere Diagnose vor betreffend eine chronische Sexualstörung im Sinne einer homosexuellen Pädophilie. Im psychiatrischen Gutachten (und auch im nachgereichten Ergänzungsgutachten) werden die Erfolgsaussichten einer (erneuten) ambulanten Therapie jedoch als ungünstig eingeschätzt. Ausserdem müsste eine solche jedenfalls über einen relativ langen Zeitraum durchgeführt werden, bis sie die vom Beschwerdeführer erhoffte etwaige Wirkung entfalten könnte. Zumindest während der dafür notwendigen längeren Therapiedauer könnte die erhebliche Rückfallgefahr mit einer ambulanten Behandlung nicht ausreichend gebannt werden. Was das Kontaktverbot betrifft, räumt der Beschwerdeführer ein, dass sich aus den vom ihm gepflegten Aktivitäten mit Kindern (Turnen, Zaubern, Spielen, Baden, Ausflüge, Nachhilfestunden usw.) wieder eine "Nähe und Vertrautheit und mithin gefährliche Situationen hinsichtlich neuerlicher Delinquenz entwickeln" könnten. Daher bietet er als zusätzliche Ersatzmassnahme an, es sei ihm "jeglicher Kontakt zu präpubertären Jungen" zu verbieten. Die Vorinstanz erwägt, dass nicht erkennbar sei, wie (in Freiheit) ein Kontaktverbot zu sämtlichen Knaben in der Vorpubertät praktikabel und effizient kontrolliert werden könnte. Soweit der Beschwerdeführer diesen Erwägungen lediglich seine pauschale Ansicht entgegenstellt, die fraglichen Aktivitäten mit Kindern seien "problemlos" überprüfbar, begründet er keine substanziierten Verfassungsrügen (vgl. Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG).