Citation: 6B_1060/2020 E. 7.3

7.3. Die Vorinstanz erachtet es als erstellt, dass es sich beim Unfall vom 4. Januar 2010 um einen inszenierten Unfall gehandelt habe. Sie stützt dies im Wesentlichen einerseits auf die Schilderungen von I._________, die sie als glaubhaft und überzeugend einstuft. Letzterer habe sich mit seinen Aussagen selber belastet und sei unter anderem deswegen des gewerbsmässigen Betrugs verurteilt worden. Er habe zusammengefasst ausgesagt, der Unfall sei zum Zweck des Versicherungsbetrugs vorgetäuscht worden und er glaube nicht, dass der Beschwerdeführer dabei Verletzungen davongetragen habe. Der Beschwerdeführer behaupte zwar weiterhin das Gegenteil; genauere Angaben habe dieser allerdings nicht gemacht, sondern er habe etwa angegeben, er sei nach dem Unfall "wahrscheinlich schon" verletzt gewesen und er wisse nicht, ob er bewusstlos gewesen sei oder nicht. Damit vermöge er gegen die Ausführungen von I._________ nicht anzukommen. Gründe, weshalb dieser sich selbst oder den Beschwerdeführer zu Unrecht belasten sollte, seien nicht auszumachen. Andererseits sieht die Vorinstanz ihre Annahme eines fingierten Unfalls auch dadurch bestätigt, dass I._________ das (andere) Kollisionsfahrzeug, den praktisch wertlosen Ford Fiesta, eingelöst habe, obwohl er bereits ein Fahrzeug gehabt und eigentlich keines mehr gebraucht habe, die Einlösung weniger als einen Monat vor der Kollision erfolgt sei und er mit diesem Fahrzeug nur gerade drei Tage nach dem Versicherungsbeginn schon einen ersten Verkehrsunfall mit seinem ehemaligen Nachbarn gehabt habe. Es könne angesichts dessen als erstellt gelten, dass der Ford Fiesta nur für das Vortäuschen von Verkehrsunfällen in Verkehr gesetzt worden sei (angefochtener Entscheid E. 7.1.3 S. 63 f.). Die Vorinstanz verweist im Weiteren darauf, dass der Kilometerstand des vom Beschwerdeführer gelenkten Mercedes vor der Kollision zurückgesetzt worden sei. Der Beschwerdeführer habe zu Protokoll gegeben, "Der Kilometerstand wurde heruntergeschraubt, weil wir vorhatten, das Auto in den Kosovo zu bringen (...). Wir wollten den Mercedes im Kosovo als Ersatzfahrzeug für unsere Familie gebrauchen". Weil bei der Absicht, ein Fahrzeug in den Kosovo zu bringen, keinerlei Veranlassung für ein Zurücksetzen des Kilometerstands bestehe, könne die tatsächliche Erklärung für die Manipulation nur darin liegen, dass der Beschwerdeführer zwecks Versicherungsbetrugs einen höheren Verkehrswert habe vortäuschen wollen. Zu dieser Manipulation komme hinzu, dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall im Hinblick auf die angestrebten Krankentaggelder auch seinen eigenen Lohn von Fr. 4'500.-- auf Fr. 6'500.-- erhöht habe (angefochtener Entscheid E. 7.1.4 S. 64). Hinsichtlich der Bekanntheit des Beschwerdeführers mit I._________ geht die Vorinstanz ferner zwar unter Berücksichtigung der Schilderungen jener zwei Personen zugunsten des Beschwerdeführers davon aus, er habe I._________ erst nach dem Unfall in der Garage von J.________ kennengelernt und es sei J.________ gewesen, der den Ford anlässlich der Kollision gelenkt habe. Dies vermöge den Beschwerdeführer aber nicht zu entlasten, nachdem erstellt sei, dass der Unfall inszeniert sei, I._________ das Unfallprotokoll sicher nicht anlässlich des Unfalls unterschrieben habe, und der Beschwerdeführer vorgängig den Kilometerzähler des Mercedes manipuliert habe. Mithin stehe fest, dass der Beschwerdeführer zusammen mit J.________, unter Mithilfe von I._________, den Unfall inszeniert habe (angefochtener Entscheid E. 7.1.5. S. 64 f.).