Citation: 1C_390/2022 E. 4.2

4.2. Das Verwaltungsgericht ging davon aus, mangels übergangsrechtlicher Bestimmungen sei die Frage nach dem anwendbaren Recht aufgrund der durch die Rechtsprechung entwickelten allgemeinen Prinzipien zu beantworten, wonach die Rechtmässigkeit von Verwaltungsakten nach der Rechtslage im Zeitpunkt ihres Ergehens zu beurteilen sei, und materielle Rechtsänderungen während hängiger Rechtsmittelverfahren grundsätzlich unbeachtlich seien. Die Frage, ob eine LN vorliege, beurteile sich somit nach aArt. 11 a Abs. 2 BauV/BE i.V.m. Art. 14 LBV, zumal weder ersichtlich sei noch von den Beschwerdeführenden geltend gemacht werde, dass zwingende Gründe (erhebliche öffentliche Interessen) für die sofortige Anwendung der neuen Begriffsdefinition sprechen. Ob die neue Fassung der Bestimmung gegen übergeordnetes Recht verstosse, wie die Gemeinde meine, könne bei dieser Sachlage dahingestellt bleiben. Die Parzelle sei unstreitig keinem landwirtschaftlichen Betrieb zugeordnet; schon aus diesem Grund seien die Voraussetzungen von Art. 14 Abs. 1 LBV nicht erfüllt und komme Art. 8a BauG/BE nicht zur Anwendung.