Citation: 2D_74/2015 E. 3.1

3.1. Soweit er den Sachverhalt beanstandet (Opfer und nicht Täter eines Messerangriffs gewesen zu sein, Aufenthalt bei den Kindern seit Beendigung der Ausschaffungshaft usw.), ist dieser für das vorliegenden Verfahren hinreichend erstellt bzw. nicht entscheidrelevant; allfällige Fehler oder Ungenauigkeiten hat er im Nachzugsverfahren vor dem Verwaltungsgericht geltend zu machen. Der Einwand, dass ihm eine Rückkehr in die Heimat nicht zumutbar sei, verkennt, dass nach den ärztlichen Berichten seine medizinische Behandlung abgeschlossen ist und allfällige Nachkontrollen gemäss den Angaben des SEM vom 28. August 2014 auch in seiner Heimat erfolgen können. Die Pflicht zu einer Rückkehr nach Nigeria - um dort den Bewilligungsentscheid abzuwarten - kommt weder einer erniedrigenden noch einer unmenschlichen Behandlung gleich (Art. 3 EMRK), selbst wenn die ärztliche Versorgung in der Schweiz besser sein sollte und in Nigeria die Korruption ein weit verbreitetes Übel bildet. Für die Dauer des Bewilligungsverfahrens kann er die Beziehungen zu seiner Gattin und den Kindern gegebenenfalls über die Neuen Medien aufrecht erhalten.