Citation: 8C_337/2017 E. 4.2.4

4.2.4. Weiter trifft der Vorwurf nicht zu, dass sich die Vorinstanz nicht ausreichend mit der Kritik des Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie FMH, im Bericht vom 2. Dezember 2014 beschäftigt habe, der im MEDAS-Gutachten die Diagnose einer Migräne mit Aura und eine kritische Auseinandersetzung mit der im Jahr 1996 aufgetretenen Durchblutungsstörung im Bereich des Hirnstamms vermisst hatte. Die Vorinstanz hielt dazu zutreffend fest, dass dieser Vorfall sowie die Differenzialdiagnose Migräne mit Aura im Gutachten gestützt auf die Akten und die Schilderungen der Beschwerdeführerin durchaus erwähnt und gewürdigt worden seien, während Dr. med. I.________ nicht über die vollständigen Akten verfügt, seine Diagnose aufgrund einer einzigen Konsultation gestellt und auch keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit attestiert habe. Ergänzend ist festzuhalten, dass Dr. med. I.________ lediglich aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin von einer "Verdachtsdiagnose Hirnstamminfarkt" sprach. Auch kamen die Experten der MEDAS zum Schluss, dass sich die Migräne nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Der Bericht des Dr. med. I.________ vermag somit den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens nicht zu erschüttern. Gleiches gilt für den Bericht des Dr. med. J.________, Facharzt für Kardiologie und Innere Medizin FMH sowie Sportmedizin SGSM, vom 18. Januar 2016. Wohl empfahl dieser, den von der Beschwerdeführerin geklagten Schwindel unklarer Ursache neurologisch abzuklären; allerdings schlug er alternativ eine Untersuchung durch einen HNO-Spezialisten vor. Ausserdem bestanden diese Schwindel dannzumal (gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin) erst seit zwei Monaten und traten damit nach dem Aneurysma auf, das zur Berentung der Beschwerdeführerin führte.