Citation: 8C_332/2024 E. 4.3.3

4.3.3. Ob die Abklärung zu Hause nur eine Stunde oder - wie die Abklärungsfachfrau angab - mehr als eine Stunde gedauert hat, ist nicht ausschlaggebend. Entscheidend ist vielmehr, ob sich die Abklärungsperson ein umfassendes Bild von den Verhältnissen zu Hause machen konnte, was vorliegend zu bejahen ist. Sie konnte ihre Erkenntnisse in einem Gespräch mit den Verantwortlichen der Schule ergänzen. Hinzu kommt, dass die betreffende Abklärungsfachfrau nach eigenen Angaben über eine 20-jährige Berufserfahrung verfügt und somit die Situation des Beschwerdeführers gut mit derjenigen anderer Versicherter mit ähnlichem Krankheitsbild vergleichen kann. Dass sie bei ihrer Abklärung keinen Fragebogen abgearbeitet hat, schadet vor diesem Hintergrund dem Beweiswert ihres Berichts nicht. Ferner fehlen Anhaltspunkte dafür, dass die Abklärungsperson dem individuellen Krankheitsbild des Beschwerdeführers zu wenig Beachtung geschenkt hätte.