Citation: 1A.275/2006 23.07.2007 E. 2

Das Verwaltungsgericht hat das Bauprojekt unter den Aspekten des Denkmalschutzes, des Ortsbildes, der Geruchsbelastung und des Lärmschutzes geprüft. Im Verfahren vor Bundesgericht ist in der Sache nur streitig, ob das Bauprojekt im Einklang mit dem Luftreinhalterecht steht. 2.1 Gemäss dem Verwaltungsgericht beträgt der einzuhaltende Geruchsrisikoabstand knapp 21 m, gemessen zwischen der südöstlichen Ecke des geplanten Stalles und der nordwestlichen Ecke des Ökonomieteils des Bauernhauses des Beschwerdeführers. Der Abstand zum Wohnteil des Bauernhauses beträgt 37 m. Der geplante Stall weist ostseitig - zum Grundstück des Beschwerdeführers hin - keine Fenster und Tore auf und die Jauchekästen befinden sich auf der Westseite des Stalles. Das Verwaltungsgericht stützt sich u.a. auf einen Fachbericht des Amtes für Berner Wirtschaft (Beco) vom 31. Oktober 2005. 2.2 Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) bestätigt als Fachbehörde in der Vernehmlassung vom 9. März 2007 die Berechnung des Geruchsrisikoabstandes von 21 m für den Fall, dass die Angaben des Beschwerdegegners betreffend Tierweide (210 Tage Tagesweide, innerhalb dieser Zeit mindestens 60 Tage Nachtweide) zutreffen und dass der alte Stall nicht weiterbenutzt wird. Eine übermässige Geruchsbelastung sei grundsätzlich nicht zu befürchten. 2.3 Im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde prüft das Bundesgericht, ob das kantonale Gericht Bundesrecht verletzt hat (Art. 104 lit. a OG). Dabei ist es an die Feststellungen des Sachverhalts durch die richterliche Vorinstanz gebunden, sofern diese nicht offensichtlich unrichtig oder unvollständig sind oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen getroffen worden sind (Art. 105 Abs. 2 OG). Nach der Rechtsprechung auferlegt sich das Bundesgericht bei der Beurteilung eine gewisse Zurückhaltung, wenn es um die Würdigung technischer, örtlicher oder persönlicher Verhältnisse geht, welche die Vorinstanz besser kennt, oder wenn besonderes Fachwissen erforderlich ist (vgl. BGE 119 Ib 254 E. 2b; 118 Ib 164 E. 4b; 117 Ib 285 E. 4; 113 Ib 246 E. 2c; 112 Ib 280 E. 8b). Bei der Berechnung des Geruchsrisikoabstandes müssen Umstände berücksichtigt werden, die besondere Kenntnisse der Landwirtschaft voraussetzen. Es liegen Fachberichte des Beco und des BAFU vor. Für Fachfragen hat das Gericht darauf zurückzugreifen, sofern sich die Angaben nicht als offensichtlich falsch erweisen.