Citation: 9C_533/2019 E. 3.2.2

3.2.2. Der monatliche Betrag von Fr. 50.- im Sinne eines ortsüblichen Preises, den die Ausgleichskasse für den im Mietvertrag als Zusatzobjekt aufgeführten Abstellplatz angenommen hat, ist überwiegend wahrscheinlich (vgl. hierzu Urteil P 17/05 vom 24. Oktober 2005 E. 3). Es stellt sich die Frage, ob diese Fr. 50.- bei den Mietzinskosten berücksichtigt werden können. Die Ergänzungsleistungen dienen der Gewährleistung der existenziellen Wohnbedürfnisse und diese hängen eng mit dem Gebrauch des Mietobjekts Wohnung zusammen (Urteil 9C_69/2013 vom 9. August 2013 E. 8, in: SZS 2014 S. 63). Die Wohnung ist ein abgeschlossener Bereich, der einzelnen oder mehreren Personen als Unterkunft zum ständigen Aufenthalt dient. Der Versicherte bringt vor, er benötige den Abstellplatz, um sein altes Motorrad sowie ein Fahrrad unterzustellen. Ausserdem befänden sich dort eine "Holzfräse" und Brennholz. Diesen Ausführungen ist zu entnehmen, dass der Abstellplatz nicht Bestandteil der Wohnung, sondern ihres Aussenraumes ist und nicht dem existenziellen Wohnbedürfnis des Beschwerdegegners dient. Die Kosten für diesen Nebenraum können daher nicht Teil der Miet- und Nebenkosten der Wohnung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 lit. b ELG bilden (vgl. auch RALPH JÖHL/PATRICIA USINGER-EGGER, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 3. Aufl. 2016, S. 1752 Rz. 63). Die Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts, die Ausgleichskasse habe von November 2013 bis und mit März 2017 (ohne April 2014) Fr. 2000.- zu wenig geleistet, ist daher bundesrechtswidrig (vgl. E. 1 oben).