Citation: 6B_779/2019 E. 2.3.1

2.3.1. Die Beschwerde ist zulässig gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen von Polizei, Staatsanwaltschaft und Übertretungsbehörden (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO). Die Beschwerde hat als das (subsidiäre) Rechtsmittel dann zurückzutreten, wenn die Strafprozessordnung andere Rechtsbehelfe zur Verfügung stellt oder andere Rechtsschutzbestimmungen vorsieht (Patrick Guidon, in: Basler Kommentar zur StPO, 2. Aufl. 2014, N. 11 zu Art. 393; Andreas Keller, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 2. Aufl. 2014, N. 18 zu Art. 393). Dies ist namentlich beim Erlass eines Strafbefehls der Fall, welcher mittels Einsprache anzufechten ist (Art. 354 StPO). Die Einsprache kann auch nur gegen die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen erhoben werden (Art. 356 Abs. 6 StPO). Gegen den Strafbefehl als Ganzes oder gegen die allein angefochtene Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen stehen den zur Einsprache berechtigten Personen ausser der Einsprache keine anderen Rechtsbehelfe oder Rechtsmittel (wie z.B. die Beschwerde nach Art. 393 ff. StPO) offen (Michael Daphinoff, Das Strafbefehlsverfahren in der Schweizerischen Strafprozessordnung, 2012, S. 553).