Citation: 6B_221/2014 E. 1.2

1.2. Dem Beschwerdeführer wird in der Anklageschrift vorgeworfen, er habe am 31. März 2012, um 19.00 Uhr, auf der Autobahn A1 bei Oensingen in Fahrtrichtung Zürich als Lenker des Personenwagens xxx mit dem Kennzeichen yyy Verrichtungen vorgenommen, die das sichere Führen nicht mehr gewährleistet hätten. Er habe sich durch seine mitfahrende Ehefrau behindern lassen, habe sie während der Fahrt mehrfach geschlagen und auf den Beifahrersitz zurückgedrückt. Sie habe mehrfach in das Lenkrad gegriffen und ihren Oberkörper auf ihn gelegt, um ein Mobiltelefon zu behändigen, das sich zwischen seinem linken Oberschenkel und dem Führersitz befunden habe. Deshalb habe er die Herrschaft über das Fahrzeug verloren und wiederholt sämtliche Fahrstreifen befahren. Auf der Autobahnausfahrt habe sich seine Ehefrau erneut zu ihm gebeugt. Er habe sie auf ihren Sitz zurückgestossen, wobei sie sich am Lenkrad festgehalten habe, weshalb das Fahrzeug über den rechten Fahrbahnrand hinaus auf das Wiesland geraten und mit dem Wildschutzzaun kollidiert sei, bevor er auf ein Verkehrssignal aufgefahren und zum Stillstand gekommen sei. Der Beschwerdeführer habe mindestens unbewusst grobfahrlässig elementare Sorgfaltspflichten verletzt, indem er die Aufmerksamkeit nicht auf den Verkehr gerichtet und sein Fahrzeug nicht ständig so beherrscht habe, dass er seinen Vorsichtspflichten habe nachkommen können.