Citation: 6B_265/2024 E. 1.2.2

1.2.2. In Bezug auf die Frage des Widerrufs führt die Vorinstanz im Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer habe sich von der im Jahr 2013 ausgefällten unbedingt vollziehbaren Geldstrafe nicht abschrecken lassen, sondern habe sich im Zeitraum von Juli 2013 bis November 2014 und November 2014 bis August 2016 der mehrfachen Unterlassung der Buchführung sowie der mehrfachen Misswirtschaft durch den Konkursschuldner schuldig gemacht und sei hierfür mit Strafbefehl vom 22. März 2021 zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 70 Tagessätzen sowie einer Busse verurteilt worden. Auch die mit den Strafbefehlen vom 5. Oktober 2018 und 8. März 2019 ausgefällten bedingt vollziehbaren Geldstrafen von 80 bzw. 65 Tagessätzen hätten keine abschreckende Wirkung entfaltet, werde doch der Beschwerdeführer vorliegend für Straftaten schuldig gesprochen, die er zwischen dem 22. Februar 2020 und 25. November 2020 begangen habe. Aufgrund seiner offensichtlichen Unbelehrbarkeit sei von einer Schlechtprognose auszugehen und ein Verzicht auf den Widerruf nicht angezeigt. Beide Geldstrafen seien demnach zu vollziehen (Urteil E. IV.8c S. 31).