Citation: H 385/99 14.04.2000 E. 4

4.- Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsge- richtsbeschwerde liegen keine Rechtfertigungs- und Exkul- pationsgründe im Sinne der Rechtsprechung vor. Zwar ist glaubhaft, dass der Beschwerdeführer alles ihm Mögliche und Zumutbare getan hat, um einen Weiterbestand des Betriebes sicher zu stellen. Angesichts der Geschäftsentwicklung und des wirtschaftlichen Umfeldes sowie unter Berücksichtigung von Höhe und Dauer des Beitragsausstandes durfte er jedoch nicht ernsthaft davon ausgehen, dass es sich nur um einen vorübergehenden Liquiditätsengpass handle und er innert nützlicher Frist in der Lage sein werde, den Beitragsaus- stand wettzumachen. Auch mit dem angestrebten Verkauf des Betriebes vermag sich der Beschwerdeführer nicht zu exkul- pieren, musste er auf Grund der ungünstigen Wirtschaftslage insbesondere im Textilbereich doch damit rechnen, mit die- sen Bestrebungen erfolglos zu bleiben. Dass er auch persön- liche Mittel in die angestrebte Rettung des Betriebes ein- gesetzt hat und seinen Angaben zufolge nunmehr völlig mit- tellos ist, vermag ihn von der Schadenersatzpflicht eben- falls nicht zu befreien. Anders als in dem in BGE 108 V 183 ff. beurteilten Sachverhalt kann das Verhalten des Be- schwerdeführers unter den hier gegebenen Umständen nicht als entschuldbar qualifiziert werden.