Citation: 4A_496/2019 E. 2.6.9

2.6.9. Der Hinweis der Beschwerdeführerin, in Bezug auf das BewG sei eine objektive Betrachtungsweise massgebend und komme es nicht auf eine Umgehungsabsicht an, ist nicht stichhaltig. Objektiv betrachtet ist wie bereits dargelegt bewilligungsrechtlich die Person entscheidend, welche die Liegenschaft erwirbt (vgl. für die Situation der Zwangsvollstreckung Art. 19 BewG) und nicht die Nationalität oder der Wohnort des Insolvenzverwalters, der den Verkauf einfädelt und den Erlös unter die Gläubiger verteilt. Die Vereinbarung respektiert nicht nur den Wortlaut der Bestimmungen, sondern ist auch mit Blick auf deren Sinn in der von der Beschwerdeführerin selbst geforderten Gesamtbetrachtung nicht zu beanstanden. In der Gesamtbetrachtung ist zu berücksichtigen, dass es um eine blosse Versilberung in einem Insolvenzverfahren und nicht etwa um Spekulationszwecke geht. Die Voraussetzungen für die Annahme einer Gesetzesumgehung (BGE 104 II 204 E. b S. 206), auf die sich die Beschwerdeführerin in der Beschwerdereplik selbst bezieht, sind demnach nicht gegeben.