Citation: 6B_588/2021 E. 1.3.2

1.3.2. Beim Urteil vom 6. April 2021 des Kantonsgerichts des Kantons Luzern handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Entscheid, mit dem die Vorinstanz eine Beschwerde gegen die Abweisung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung gutgeheissen sowie keine Parteientschädigung zugesprochen hat. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wurde am 5. August 2020 über die bevorstehende Anhörung zur jährlichen Prüfung der bedingten Entlassung informiert. Das Gesuch vom 12. August 2020 um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung erging folglich im Zusammenhang mit dem Verfahren der jährlichen Überprüfung der Verwahrung. Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich jedoch entgegen der Bezeichnung in der Beschwerde nicht um einen Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Für die Qualifizierung unter dem Gesichtspunkt der Art. 90 ff. BGG bleibt entscheidend, dass der Entscheid über die Parteientschädigung vorliegend im Rahmen eines nicht verfahrensabschliessenden Entscheids betreffend die unentgeltliche Rechtspflege und damit eines Zwischenentscheids im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG ergangen ist (vgl. BGE 139 V 600 E. 2.2; Urteile 5A_392/2020 vom 16. Dezember 2020 E. 1.1; 2C_621/2019 vom 13. Januar 2020 E. 1). Im Gegensatz dazu ging es im Urteil 6B_888/2020 um ein losgelöst von einem konkreten rechtshängigen Verfahren eingereichtes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, wobei das Bundesgericht die Eintretensfrage offen liess (Urteil, a.a.O., E. 1.7).