Citation: I 347/99 04.09.2001 E. 3

3.- Streitig und zu prüfen ist, ob der im Wesentlichen an einem Status nach Exzision eines proliferierenden Desmoids axillär und paraskapulär links am 20. August 1993 und nach Rezidivexzision am 29. April 1994 (Bericht Dr. med. B.________ vom 3. Oktober 1995) leidende Beschwerdeführer anstelle der Viertels- eine halbe Invalidenrente beanspruchen kann. Dabei ist zu Recht unbestritten, dass er als Gesunder ein Einkommen von Fr. 98'000. - erzielen könnte. a) Das kantonale Gericht erwog, Dr. B.________ habe den Beschwerdeführer im Bericht vom 3. Oktober 1995 als zu zwei Dritteln arbeitsunfähig eingestuft, wobei das Leistungsvermögen vor allem bei Überkopfarbeit beeinträchtigt sei. Bei einer angepassten Tätigkeit, bei welcher er die Arme nicht über die Horizontale heben müsse, könne die Arbeitsunfähigkeit aus ärztlicher Sicht "wahrscheinlich auf schätzungsweise 20 % gesenkt" werden. Der in der Folge vorgenommene Betätigungsvergleich (vom 20. Oktober 1995) habe eine Einschränkung von 77 % ergeben, der jedoch für die Belange der Invaliditätsbemessung nicht unbesehen übernommen werden könne. Zum einen beruhe nämlich der Betätigungsvergleich auf der bisherigen Betriebsstruktur, auf deren unveränderte Fortführung der Beschwerdeführer rechtsprechungsgemäss keinen Anspruch habe. Im Rahmen der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht habe er sich so zu organisieren, dass er sein Restarbeitsvermögen bestmöglich verwerten könne. Dies betreffe hier insbesondere die Betriebsleiterfunktion, in welcher er bisher eigenen Aussagen zufolge "wesentlich" durch seinen Vorarbeiter entlastet worden sei. Zum andern erscheine fraglich, ob der Versicherte - wie von der Verwaltung ermittelt - für die eigentlichen Maler- und Tapezierarbeiten tatsächlich nur noch zu 6 % einsetzbar sei. Angesichts des ärztlich festgestellten Leistungsvermögens für gesundheitlich angepasste Tätigkeiten sei davon auszugehen, dass er in diesem Teilbereich noch zu mindestens einem Viertel arbeitsfähig sei. Daraus resultiere eine Einschränkung von insgesamt 39 %. Entsprechend belaufe sich das aus der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit im bisherigen Tätigkeitsbereich erzielbare hypothetische Einkommen auf Fr. 38'220. - (39 % des Valideneinkommens von Fr. 98'000. -). Zu diesem Betrag sei der Lohn seiner Ehefrau von Fr. 18'200. - hinzuzurechnen, welchen diese für ihre administrativen, nunmehr von ihm wahrzunehmenden Arbeiten erhalten habe. Stelle man dieses Invalideneinkommen von Fr. 56'420. - dem Validenlohn von Fr. 98'000. - gegenüber, ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 43 %. b) Der Auffassung der Vorinstanz kann mit Blick auf die Berechnung des Invalideneinkommens nicht gefolgt werden. Nach dem Abklärungsbericht vom 4. Januar 1996 erzielte die Ehefrau des Beschwerdeführers ihr Einkommen von jährlich Fr. 19'500. - (Fr. 1500. -/Mt x 13) mit einem 20 %-Pensum. Der Versicherte ist im Teilbereich "Administrative Arbeiten" unbestrittenermassen aber lediglich zu acht Prozent tätig (vgl. Betätigungsvergleich vom 20. Oktober 1995). Entsprechend ist ihm nicht der gesamte Jahresverdienst der Ehefrau, sondern bloss derjenige Teil anzurechnen, der seinem Einsatz in diesem Bereich entspricht, mithin Fr. 7800. -. Das in Berücksichtigung des Gesundheitsschadens mögliche Einkommen beträgt folglich Fr. 46'020. - (Fr. 38'220. - zuzüglich Fr. 7800. -). Vergleicht man dieses Einkommen mit dem hypothetischen Validenlohn von Fr. 98'000. -, resultiert ein den Anspruch auf eine halbe Rente begründender Invaliditätsgrad von 53,04 % (zur Frage der Genauigkeit des aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen resultierenden Invaliditätsgrades vgl. das zur Publikation in der Amtlichen Sammlung vorgesehene Urteil E. vom 8. August 2001, I 32/00). Ob der Beschwerdeführer schliesslich, entsprechend der Meinung von Verwaltung und kantonalem Gericht, unter dem Titel der Schadenminderung (vgl. dazu BGE 120 V 373 Erw. 6b, 117 V 278 Erw. 2b, 400, je mit Hinweisen; SVR 2001 IV Nr. 28 S. 87) gehalten werden könnte, zur bestmöglichen Verwertung seines Leistungsvermögens den Betrieb so zu reorganisieren, dass er wegen der gänzlichen Übernahme der Administrativarbeiten seine Frau entlassen müsste, kann im vorliegenden Fall offen gelassen werden, da selbst bei vollständiger Nichtberücksichtigung des aus ihrer Tätigkeit im Betrieb fliessenden Verdienstes kein zwei Drittel übersteigender Invaliditätsgrad resultieren würde (98000. -./.38220. - : 98000. - x 100 = 61 %).