Citation: 6B_860/2018 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz geht bei der Strafzumessung von der gewerbsmässigen Hehlerei mit einem Deliktsbetrag von knapp Fr. 18'000.-- als schwerstem Delikt aus. Dabei berücksichtigt sie zugunsten des Beschwerdeführers, dass dieser einerseits einen Teil des übernommenen Weines selber konsumiert habe und andererseits der aus dem Verkauf der Hehlerware erzielte effektive Gewinn tiefer ausgefallen sei. Gestützt insbesondere auf den Deliktszeitraum von rund fünf Monaten und die gefestigte und organisierte geschäftliche Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer als Abnehmer und Y.________ als Lieferanten stuft sie das objektive Tatverschulden als nicht mehr leicht ein und gelangt zu einer hypothetischen Einsatzstrafe von 30 Monaten. In subjektiver Hinsicht anerkennt die Vorinstanz im Rahmen der Tatkomponenten im Gegensatz zur ersten Instanz keine Verminderung der Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers infolge der Drogensucht. Gestützt auf das psychiatrische Gutachten nimmt sie an, dass trotz der schweren Kokainabhängigkeit nicht zu erkennen sei, dass hinsichtlich der Hehlerei krankhaft veränderte Wahrnehmungs- und Beurteilungsprozesse eine Rolle gespielt hätten. Insgesamt gelangt die Vorinstanz in Bezug auf die Hehlereidelikte zum Schluss, das subjektive Tatverschulden vermöge die (objektive) Tatschwere weder zu relativieren noch zu aggravieren (angefochtenes Urteil S. 38 ff.). Hinsichtlich der Drogendelikte nimmt sie an, der Beschwerdeführer habe mit einer eher geringen Drogenmenge (20.35 Gramm Kokain brutto) und auf unterer Hierarchiestufe gehandelt. In subjektiver Hinsicht berücksichtigt sie für die Betäubungsmitteldelikte eine leicht verminderte Schuldfähigkeit, so dass in Bezug auf diese Delikte von einem leichten Verschulden auszugehen sei, was eine Erhöhung der Einsatzstrafe um drei Monate rechtfertige (angefochtenes Urteil S. 43 f.). In Bezug auf die Strafart nimmt die Vorinstanz an, es dränge sich auch hinsichtlich der Betäubungsmitteldelikte eine Freiheitsstrafe auf, zumal die dem Beschwerdeführer in den Jahren 2012 und 2015 unter anderem wegen Betäubungsmitteldelikten auferlegten Geldstrafen offensichtlich keine Wirkung gezeigt hätten (angefochtenes Urteil S. 44). Hinsichtlich der Täterkomponenten nimmt die Vorinstanz an, aus den persönlichen Verhältnissen des Beschwerdeführers liessen sich keine strafzumessungsrelevanten Faktoren ableiten. Als verschuldenserhöhend wertet sie die einschlägigen Vorstrafen aus den Jahren 2012 und 2015 und den Umstand, dass der Beschwerdeführer während laufender Strafuntersuchung und dem pendenten Rechtsmittelverfahren des Jahres 2015 delinquiert habe. Im Weiteren verneint sie das Vorliegen aufrichtiger Reue, zumal er seine Täterschaft nach wie vor weitgehend in Abrede stelle. Da er im Übrigen lediglich denjenigen Teil des Anklagesachverhalts betreffend Hehlerei eingestanden habe, der ihm ohnehin habe nachgewiesen werden können, sei das Teilgeständnis nicht strafmindernd zu berücksichtigen. Insgesamt führten die Täterkomponenten zu einer Erhöhung der hypothetischen Einsatzstrafe um weitere sechs Monate, womit eine Freiheitsstrafe von insgesamt 39 Monaten resultiere (angefochtenes Urteil S. 44 ff.).