Citation: 5A_163/2017 E. 2.3

2.3. Willkür erblicken die Beschwerdeführer in den Feststellungen, dass zum Familienfideikommiss nicht von Anfang an Grundeigentum gehört habe und die heutige Fideikommissliegenschaft auch kein Surrogat der ursprünglichen Fideikommissliegenschaft sei. Sodann sei das Kantonsgericht in Willkür verfallen, indem es keinerlei Gründe dafür dargetan habe, dass und weshalb im vorliegenden Fall ein konkreter Stifterwille den generellen Stifterwillen bezüglich Unveränderlichkeit (und damit Realnutzungsmöglichkeit) des Fideikommissvermögens ausnahmsweise überwiege und damit eine Aufhebung des Wohnrechts zu rechtfertigen vermöge. Denn das Verwaltungsgericht habe 1988 die (damals nur wegen eines heute nicht mehr bestehenden "Notfalls" genehmigte) Einräumung eines Baurechts (und damit die Aufhebung der Realnutzungsmöglichkeit) nur i.V.m. der Einräumung bzw. dem Vorbehalt des Wohnrechts als "gerade noch" mit dem Stifterwillen bezüglich Unveränderlichkeit (und damit Realnutzungsmöglichkeit) des Fideikommissvermögens vereinbar betrachtet (vgl. die Zusammenfassung in Ziff. 31 auf S. 23 der Beschwerdeschrift). Im Einzelnen rügen die Beschwerdeführer die Feststellung des damaligen Verwaltungsgerichts, auf die das Kantonsgericht abgestellt hat, als willkürlich, das Familienfideikommiss habe ursprünglich lediglich aus ohne Weiteres ablösbaren Bodengülten bestanden und Grundeigentum sei erst später dazu gekommen. Tatsache sei, dass zum Familienfideikommiss von Anfang an auch Grundeigentum gehört habe, das später durch die streitgegenständliche Liegenschaft ersetzt worden sei (S. 15 ff. Ziff. 29 der Beschwerdeschrift). Als willkürlich rügen die Beschwerdeführer den auf den willkürlich festgestellten Sachverhalt gestützten Schluss, der Stifter habe einzig gewollt, den jeweiligen Fideikommissar finanziell abzusichern, also die Vermögenssubstanz zu erhalten, und der Stifter habe wissen müssen und offensichtlich auch gewusst, dass die einzelnen Vermögensteile nicht real, sondern bloss wertmässig erhalten werden könnten (S. 18 f. Ziff. 30.1-30.4). Willkürlich sei auch die Folgerung, Anhaltspunkte fehlten, dass dem Fideikommissar die Realnutzungsmöglichkeit an der besagten Liegenschaft zustehen müsse, habe doch das Verwaltungsgericht 1988 den Baurechtsvertrag in einer Notlage genehmigt, um das Vermögenssubstrat zu retten. Da heute keine Notlage mehr bestehe, sei eine weitere Abweichung vom Stifterwillen bezüglich Unveränderlichkeit (und damit auch bezüglich Realnutzungsmöglichkeit) des Fideikommissvermögens nicht gerechtfertigt und die Aufhebung des Wohnrechts als letzte verbliebene Realnutzungsmöglichkeit des jeweiligen Fideikommissars willkürlich. Der Stifterwille habe nicht nur darin bestanden, den jeweiligen Fideikommissar finanziell durch den Vermögensertrag abzusichern, sondern gleichzeitig auch darin, dass das Grundeigentum auf ewig zum Fideikommissvermögen gehören sollte (S. 19 ff. Ziff. 30.5-30.9 der Beschwerdeschrift).