Citation: 1C_383/2022 E. 6.2.3

6.2.3. Das BAFU räumt in seiner Vernehmlassung ein, dass für die Berechnung des Lagervolumens nach Art. 33 Abs. 3 VVEA nicht zwingend der beantragte maximale Jahresumsatz herangezogen werden müsse; insbesondere bei konstanter Inputmenge sei es auch zulässig, den Durchschnitt der tatsächlichen Umsatzmengen der letzten Jahre heranzuziehen. Den Vollzugsbehörden komme im Einzelfall ein Ermessensspielraum zu. Im konkreten Fall sei die vom AfU angeordnete und von den Vorinstanzen bestätigte Berechnungsweise mit Bundesrecht vereinbar. Die Reduktion der Trockensubstanz sei für die Berechnung der Lagerkapazität vernachlässigbar, weil ein grosser Teil des eingegangenen Materials in flüssiger Form in die Fermenter gelange, unter anderem aufgrund der Beimengung von Wasser für den Vergärungsprozess. Bei der Berechnung des Lagervolumens durch das AfU sei lediglich das als "Rohwareninput" bezeichnete Material herangezogen worden, nicht aber die zusätzlichen Wasservolumina von jährlich mindestens 9'000 m3. Daher könne das angeordnete Lagervolumen jedenfalls nicht als überhöht beurteilt werden. Im Übrigen habe die Beschwerdeführerin nach Angaben des AfU bis heute keine nachvollziehbaren Stoffbilanzen vorgelegt und weigere sich, Angaben zur produzierten Gasmenge zu machen. Auch aus diesem Grund sei die Heranziehung der bewilligten Input-Biomasse als wohl einzig bekannter, konstanter Grösse nachvollziehbar und nicht zu beanstanden.