Citation: 1E.17/1999 25.04.2001 E. 7.-

Die Beschwerdeführerin bringt zusätzlich vor, eine Überdeckung der Autobahn wäre ein nicht unerheblicher Bei- trag zum Schutz des Ort- und Landschaftsbildes. Der werk- bedingte Eingriff könnte durch die Überdeckung gemildert werden, weil sich ein überschütteter und begrünter Tunnel besser in die Landschaft einordnen liesse als eine bis zu 6,5 m hohe Schallschutzwand. Die verlangte Überdeckung sei daher auch im Lichte von Art. 9 EntG geboten. Es sei akten- kundig, dass es sich beim Dorfkern von Knonau um ein Schutz- objekt im Sinne von § 203 des kantonalen Planungs- und Bau- gesetzes handle. Das Verwaltungsgericht hat die Belange des Orts- bild- und Landschaftsschutzes in eine Gesamtinteressenab- wägung einbezogen. Es hat in diesem Zusammenhang festge- stellt, dass die Autobahn entlang des alten Ortskerns von Knonau auf einem Damm verläuft und dieser gravierend in das Ortsbild eingreift. Der Bau der vorgesehenen Lärmschutzwände werde diesen Eingriff noch verstärken. Eine Überdeckung des Trassees vermöchte diese Wirkung kaum zu mindern; sie würde sogar noch etwas höher in Erscheinung treten als die Lärm- schutzwände. Für eine seitliche Abböschung bestünde auf der Seite des Dorfes kein Raum. Eine lange Überdeckung, die auch den Bereich des alten Ortsteils mitumfassen würde, wäre da- her für dessen Schutz von zweifelhaftem Nutzen. Diesen Erwägungen ist im Ergebnis zuzustimmen, selbst wenn sich - wie die Beschwerdeführerin behauptet - dorfseits ebenfalls noch Platz für eine gewisse Anböschung finden liesse. Jedenfalls erscheinen die Verbesserungen, die sich durch eine Überdeckung des hochgelegenen Autobahn-Tras- sees erzielen liessen, nicht als derart wesentlich, dass eine solche allein oder vorwiegend aus Ortsbildschutz-Grün- den angeordnet werden müsste. Dass sich diese bauliche Mass- nahme aus lufthygienischer Sicht nicht rechtfertigen lässt, ist dargelegt worden, und dass die Autobahn aus Lärmschutz- Gründen überdeckt werden müsste, macht die Beschwerdeführe- rin selbst nicht ernsthaft geltend. Zu ergänzen ist, dass die verlangte Überdeckung die Realisierung des geplanten Rastplatzes Knonau im Gebiet Binzmatten verunmöglichen würde. Dieser Umstand ist zwar nicht von ausschlaggebender Bedeutung, im Rahmen einer Ge- samtabwägung aller auf dem Spiele stehenden Interessen aber immerhin erwähnenswert.