Citation: I 787/01 24.05.2002 E. 2

2.- a) Der Beschwerdeführer bestreitet sinngemäss, dass die Voraussetzungen für eine revisionsweise Aufhebung seiner Rente erfüllt seien. Wie sämtliche jugoslawischen Arztzeugnisse attestierten, sei er nach wie vor gänzlich arbeitsunfähig. In willkürlicher Beweiswürdigung habe sich die Vorinstanz jedoch einzig auf die Berichte der schweizerischen Ärzte, insbesondere das Gutachten des ZMB vom 6. Mai 1998, gestützt, wonach er für zwei mal drei Stunden am Tag arbeitsfähig sei, die ausländischen Arztzeugnisse dagegen unberücksichtigt gelassen. b) Gemäss den Unterlagen der jugoslawischen Sozialversicherungsbehörden leidet der Versicherte an einem Paravertebralsyndrom, an Fibromyositis, Muskelhypotrophie, Kardiomyopathie, Pyelonephritis sowie an einem anxio-depressiven Syndrom und ist zu 100 % arbeitsunfähig (Bericht des Dr. med. B.________ vom 24. April 1996 sowie zusammenfassendes Gutachten des Dr. med. F.________, Internist, vom 15. November 1995). Demgegenüber stellen die Ärzte des ZMB in ihrem Gutachten vom 6. Mai 1998 die Hauptdiagnosen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, der Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen und eines Panvertebralsyndroms bei leichten degenerativen Veränderungen; als Nebendiagnose wird eine Herzkrankheit unklarer Ätiologie ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit genannt. Die diversen leichtgradigen degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule vermöchten die subjektiv stark empfundenen Schmerzen des Exploranden nicht zu erklären. Die in Jugoslawien diagnostizierte chronische Pyelonephritis könne in keiner Weise bestätigt werden, und auch andere Krankheiten im somatischen Bereich seien nicht festgestellt worden. Durch die chronischen Schmerzen lasse sich lediglich eine leicht verminderte Belastbarkeit begründen, welche den Exploranden in der täglichen Arbeitszeit jedoch nicht einschränke. Die depressiv anmutende Motivationslosigkeit des Exploranden sei auf eine Verhaltensauffälligkeit aus charakterlichen Gründen im Sinne eines sekundären Krankheitsgewinns zurückzuführen und stelle keine wesentliche depressive Symptomatik dar. Es bestehe auch diesbezüglich eine Diskrepanz zwischen der angeblichen Schwere der Beschwerden und der fehlenden Psychopathologie, sodass aus psychiatrischer Sicht keine wesentliche zusätzliche Arbeitsunfähigkeit begründet werden könne. Gesamthaft werde die Arbeitsfähigkeit des Exploranden als Maurer zu 50 % eingeschätzt; als Kranführer oder generell in einer adaptierten, körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit könne er zwei mal drei Stunden pro Tag arbeiten. Er zeige jedoch keinerlei Interesse, wieder arbeitstätig zu werden, und scheine auch nicht motiviert, irgendetwas zu unternehmen. c) Das Gutachten des ZMB vom 6. Mai 1998 erfüllt die von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an eine beweiskräftige Expertise in jeder Beziehung (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis), wobei es sich auch mit den Unterlagen der jugoslawischen Sozialversicherungsbehörden eingehend auseinandersetzt. Gemäss Stellungnahmen des Dr. med. H.________ vom 19. Juni 1999 und der IV-Ärztin Frau Dr. med. I.________ vom 27. Mai 2000 werden die gutachterlichen Schlussfolgerungen sodann weder durch die im Vorbescheidverfahren noch durch die im vorinstanzlichen Beschwerdeprozess zusätzlich eingereichten Arztzeugnisse widerlegt, zumal letzteren, da vom März/April 2000 datiert, mit Blick auf den zeitlich relevanten Verfügungserlass am 19. Oktober 1999 ohnehin nur beschränkte Beweiskraft zukommt (BGE 121 V 366 Erw. 1b). Es gibt daher keinen Grund, von der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die medizinischen Experten des ZMB abzuweichen (BGE 125 V 352 f. Erw. 3b/aa). Die Vorinstanz ist demnach zu Recht von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit ausgegangen. Indessen ist fraglich, ob diese 75%ige Arbeitsfähigkeit aus einer im Sinne von Art. 41 IVG eingetretenen Tatsachenänderung resultiert.