Citation: 2C_86/2015 E. 2.2.1

2.2.1. Der Beschwerdeführer hält sich praktisch seit seiner Geburt in der Schweiz auf ("zweite Generation"), doch ist er hier zuerst in (teilweise) eher untergeordneter Weise (sexuelle Belästigung [2004], geringfügiger Diebstahl [2007]), danach jedoch sehr schwer straffällig geworden. Das Jugendgericht Bülach verurteilte ihn am 25. Mai 2010 zu 36 Monaten Freiheitsentzug wegen versuchter Tötung, Diebstahls, versuchten Diebstahls und Widerhandlung gegen das Waffengesetz (aufgeschoben zugunsten von Schutzmassnahmen). Er liess sich weder von den verschiedenen früheren Sanktionen beeindrucken, noch von den von ihm angerufenen familiären Beziehungen davon abhalten, ein schweres Gewaltdelikt mit Gefährdungen von Leib und Leben eines Dritten zu begehen; er stiess seinem Opfer ein "Schmetterlingsmesser" etwa 2.2 Zentimeter unterhalb des rechten Rippenbogens 12 bis 16 Zentimeter tief in den Körper. Während des Massnahmenvollzugs hinderte er mehrfach eine Amtshandlung, liess sich Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz zuschulden kommen und beging zudem mehrfach Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Handel mit Ritalintabletten).