Citation: 6S.205/2004 16.08.2004 E. A

X.________ war vom 1. Juni 1987 bis zum 31. März 2000 Steueramtsvorsteher der Gemeinde A.________. Bei Stellenantritt übernahm er ca. 300 Pendenzen. Diese waren im Jahre 1988 Gegenstand mehrerer Sitzungen. In den Jahren 1995, 1996 und 1999 wurden Dritteinsätze bewilligt, um alte Fälle abzubauen. In der Anklageschrift vom 31. Juli 2002 wurde ihm vorgeworfen, gegenüber dem Gemeinderat und der Steuerkommission über unerledigte Steuerveranlagungen wiederholt falsche Zahlen ausgewiesen, Pendenzenlisten manipuliert und Steuerveranlagungen nicht weiter bearbeitet zu haben. In der Anklageschrift wurden 118 Fälle aufgeführt: In den Fällen 1 bis 20 führte die Veranlagungsverjährung zu finanziellen Verlusten für den Fiskus, während die Fälle 21 bis 118 Manipulationen ohne Eintritt der Verjährung betrafen (Urteil des Obergerichts S. 7 ff., 17).