Citation: U 350/01 16.10.2002 E. 2

2.1 Das bis zum massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom 11. April 1997 aktuelle Leidensbild des Beschwerdeführers ist geprägt durch persistierende Schulter- und Nackenschmerzen mit eingeschränkter Beweglichkeit der rechten Schulter und verminderter Funktionstüchtigkeit sowie sensomotorischen Ausfällen des rechten Armes. Zudem bestehen anhaltende Kopfschmerzen. Nach dem Unfall vom 10. September 1993 sind weiter Sehstörungen, Schwindelgefühle und eine Gangunsicherheit aufgetreten. Da für das chronifizierte zervikobrachiale Schmerzsyndrom keine klinisch und radiologisch adäquate organische Korrelate ersichtlich waren, wurde in der Rheumatologischen Klinik und Poliklinik des Spitals X.________ am 20. Juli 1994 der Verdacht auf eine ursächlich unklare Schmerzverarbeitungsstörung erhoben. In einem Bericht der Abteilung für Neuropsychologische Rehabilitation des Spitals X.________ vom 19. Januar 1995 ist ferner von erhöhter Vergesslichkeit, schneller Ermüdung, Wortfindungsstörungen sowie von Doppelbildern bei längerem Lesen die Rede; das objektivierte kognitive Leistungsprofil mit Beeinträchtigungen in grundlegenden Aufmerksamkeitsprozessen und einer Reduktion des verbalen Gedächtnisvermögens entspreche dem typischen Bild nach schweren Whiplash-Traumata. Auffallend ist schliesslich die anlässlich der mehrwöchigen Evaluation der Eingliederungsmöglichkeiten in der beruflichen Abklärungsstelle in Y.________ gemäss Expertise vom 23. Februar 1996 festgestellte und das Leistungsvermögen massiv beeinträchtigende minime Belastbarkeit. 2.2 Streitig und zu prüfen ist, ob sich diese Beschwerden mit hinreichender Zuverlässigkeit in einen Zusammenhang mit dem versicherten Unfallereignis vom 10. September 1993 bringen lassen. Die Begriffe der für eine Haftung des Unfallversicherers im Einzelnen vorausgesetzten natürlichen (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) und adäquaten (BGE 125 V 461 f. Erw. 5a mit Hinweisen) Kausalität eines versicherten Unfallereignisses für eine darauf zurückgeführte gesundheitliche Schädigung hat das kantonale Gericht in seinem Entscheid vom 22. Juni 1998 zutreffend dargelegt, worauf verwiesen wird. Richtig ist insbesondere, dass das Vorhandensein eines natürlichen Kausalzusammenhangs als Tatfrage - auch bei Beschwerdebildern ohne organisch nachweisbare Befunde nach Schleudertraumata der Halswirbelsäule (BGE 119 V 335) - mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein muss, während die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht genügt (BGE 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Um die Beantwortung einer Rechtsfrage geht es demgegenüber bei der Adäquanz von Unfallfolgen (BGE 117 V 382 Erw. 4a mit Hinweis). Hinsichtlich der bei der Beurteilung der Adäquanz von Unfallfolgen nach erlittenem Schleudertrauma der Halswirbelsäule zu beachtenden Kriterien (BGE 117 V 366 ff. Erw. 6) ist den vorinstanzlichen Ausführungen im Entscheid vom 22. Juni 1998 ebenfalls nichts beizufügen. Dasselbe gilt bezüglich der Adäquanzprüfung bei psychischen Folgeschäden (BGE 115 V 138 ff. Erw. 6).