Citation: 6P.153/2004 10.06.2005 E. A

In der Nacht vom 26. auf den 27. August 1997 sprach X.________ in einer öffentlichen Gartenanlage B.________ an und versuchte, mit ihr Kontakt zu knüpfen. Diese lehnte ab und suchte die öffentliche Toilettenanlage auf. Er folgte ihr. Nach dem Verlassen der Damenkabine bedrängte er sie erneut. Sie begann zu schreien, worauf er sie am Hals packte. Es gelang ihr, das Gebäude zu verlassen. Als sie zu flüchten versuchte, trat er ihr ins Gesäss und in der Folge kräftig ins Gesicht, worauf sie benommen zu Boden ging. Danach vollzog er mit ihr den Geschlechtsverkehr. Nach den ärztlichen Zeugnissen erlitt sie unter anderem eine Gehirnerschütterung mit kurzer Bewusstlosigkeit, Brüche des Augendachs und der Hinterwand der Oberkieferhöhle mit Einblutungen sowie einen Nasenbeinbruch und mehrere Zahnbrüche. Im Dezember 1999 erlitt sie einen psycho-physischen Zusammenbruch. Noch an ihrer Einvernahme vom 23. Mai 2003 sagte sie aus, sie leide an Zahn- und Kopfschmerzen, sei zeitweise depressiv, ertrage keine psychischen Belastungen mehr und leide unter Schlafstörungen und Angstzuständen, weshalb sie sich wöchentlich einer psychotherapeutischen Behandlung unterziehe. Am Abend des 28. Mai 2002 versuchte X.________ in einer Bar mit A.________ Kontakte zu knüpfen, was diese ablehnte. Als ausser ihr gegen 02.30 Uhr alle Gäste das Lokal verlassen hatten, bat sie den Wirt nachzusehen, in welche Richtung X.________ gegangen sei. Als der Wirt meldete, er sei nach Osten weggegangen, machte sie sich in Richtung Westen auf den Nachhauseweg. Als sie die Eingangstüre öffnen wollte, trat X.________ zu ihr und packte sie am Arm. Sie schöpfte sofort Verdacht, er wolle mit ihr sexuelle Handlungen vornehmen. Um davon abzulenken, schlug sie ihm vor, gemeinsam in ihrer Wohnung Kaffee zu trinken. Er willigte ein, liess aber bis zum Eintritt in die Wohnung ihren Arm nicht los. In der Wohnung versetzte er ihr Ohrfeigen. Deshalb und angesichts der deutlichen körperlichen Überlegenheit sowie ihres alkoholisierten Zustands und ihres Be-wusstseins, dass er nötigenfalls den Geschlechtsverkehr mit ihr gewaltsam erzwingen würde, holte sie im Badezimmer Kondome und gab sich ihm schliesslich hin.