Citation: 1C_531/2023 E. 3.1

3.1. Sodann rügen die Beschwerdeführenden, die Vorinstanz habe mit der Verneinung der Zonenkonformität der Wohnnutzung der streitbetroffenen Alphütte Art. 16a Abs. 1 RPG und Art. 34 Abs. 3 RPV verletzt. Zur Begründung bringen sie - wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren - zusammengefasst vor, diese Wohnnutzung sei für den Safrananbau notwendig, weil die Blüten der Safran-Krokusse in den frühen Morgenstunden geerntet und danach daraus die empfindlichen Safranfäden, die kaum einen Tag hielten, entfernt, getrocknet und gelagert werden müssten. Die Safranfelder seien einen Kilometer von der mit dem Auto nicht erreichbaren Wohnzone in Wengen entfernt. Da die Bergbahn mit einer nahegelegenen Haltestelle für eine erfolgreiche Ernte zu spät fahre, müssten die Arbeitskräfte während der Erntezeit den Arbeitsweg zu den Anbauparzellen zu Fuss zurücklegen. Dies erfordere vom Zentrum von Wengen aus 20 Minuten und von dessen Bahnhof aus 30 Minuten und sei gefährlich, weil der Weg über eine unbeleuchtete Landstrasse führe. Da während der Erntezeit im Oktober eine Übernachtung im billigsten Hotel in Wengen pro Person Fr. 114.-- koste, würden gerechnet auf 20 Tage für sechs Angestellte Übernachtungskosten von Fr. 13'680.-- anfallen, die eine gewinnorientierte Safranproduktion bei einem erwarteten jährlichen Ertrag von Fr. 24'000.-- nicht zuliessen. Daher müsse die Notwendigkeit des Wohnens im Sinne von Art. 34 Abs. 3 RPV - gleich wie beim vom Bundesgericht beurteilten Rebbaubetrieb - aufgrund der Erfordernisse einer zweckmässigen und kostengünstigen Betriebsorganisation bejaht werden. Dies belege auch der Bericht des C.________ vom 1. Dezember 2020.