Citation: 6B_7/2023 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die Beweiswürdigung der Vorinstanz. Im Wesentlichen macht er geltend, die folgenden drei vorinstanzlichen Schlussfolgerungen seien willkürlich: (1.) B.________ habe ausweichen müssen, um eine Kollision mit seinem Fahrzeug zu vermeiden, (2.) zwischen seinem Personenwagen und dem überholten Lastwagen habe beim Wiedereinbiegen ein klar ungenügender Abstand bestanden und (3.) er habe den Lastwagenfahrer D.________ zum Abbremsen gezwungen. Das Ergebnis der vorinstanzlichen Beweiswürdigung stehe in klarem Widerspruch zu den Zeugenaussagen. Es gehe nicht bloss um unterschiedliche Schätzungen betreffend Distanzen und Geschwindigkeiten, sondern um Angaben von Zeugen, die mit den tatsächlichen örtlichen Verhältnissen sowie der Fahrphysik nicht zu vereinbaren seien und die in sich grobe Widersprüche aufweisen würden. Indem die Vorinstanz bei der Beweiswürdigung diese zwingend zu berücksichtigenden Widersprüche in den Aussagen der Zeugen übergehe, die Augen vor den im privaten Gutachten des Büros für Unfallanalyse C.________ vom 23. Dezember 2019 (nachfolgend: Privatgutachten C.________) objektiv ermittelten Parametern verschliesse und ihm mit untauglichen Argumenten die Glaubwürdigkeit abzusprechen versuche, verstosse sie auch gegen den Untersuchungsgrundsatz. Die Vorinstanz würdige die belastenden und entlastenden Umstände nicht mit gleicher Sorgfalt. Eine Abklärung und Würdigung der entlastenden Umstände sei unterblieben. Damit verstosse sie auch gegen Art. 10 StPO. Überdies verletze die Vorinstanz in mehrfacher Hinsicht seinen Anspruch auf rechtliches Gehör (Beschwerde S. 7-25).