Citation: 5A_433/2017 E. 5.3.4

5.3.4. Der Beschwerdegegner hat zuletzt aufgrund einer begonnenen Weiterbildung ein tatsächliches Einkommen von 8'400.-- pro Monat verdient, was einem Pensum von 80 % entspricht. In den folgenden Jahren hat er bis und mit 2003 im Ergebnis kein höheres Einkommen erzielt. Von daher ist die Berücksichtigung eines Einkommens von Fr. 8'400.-- netto per Monat im Lichte von Art. 125 ZGB nicht zu beanstanden. Insbesondere wurde der Nachweis nicht erbracht, dass der Beschwerdegegner im Nachhinein wieder dauerhaft an sein früheres Einkommen von Fr. 10'500.-- (100 %) anknüpfen konnte. Soweit die Beschwerdeführerin nunmehr vor Bundesgericht auf das ihrer Ansicht nach zu berücksichtigende Einkommen der Jahre 1993 bis 1998 verweist und entsprechende Beweisanträge stellt, ist darauf nicht einzutreten. Sie legt nicht dar, dass sie die entsprechenden Anträge bereits vor erster Instanz bzw. spätestens in der Appellationsbegründung gestellt hat. Im Lichte der genannten Überlegungen ist die Berücksichtigung eines Einkommens von Fr. 8'400.-- netto pro Monat nicht zu beanstanden. Überdies gilt es nicht aus den Augen zu verlieren, dass für die Bemessung des Bedarfs grundsätzlich auf den Standard während des ehelichen Zusammenlebens abzustellen ist (Urteil 5A_43/2016 vom 30. Januar 2017 E. 3.4 mit Hinweisen).