Citation: C 214/00 11.09.2000 E. 1

1.- a) Den vom Beschwerdeführer mit einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochtenen zwei Entscheiden des kantonalen Sozialversicherungsgerichts liegt derselbe Sachverhalt zu Grunde und es stellen sich die gleichen Rechtsfragen, weshalb es sich rechtfertigt, die Angelegenheit in einem einzigen Urteil zu erledigen (vgl. BGE 123 V 215 Erw. 1, 120 V 466 Erw. 1 mit Hinweisen; Poudret, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Bd. 1, S. 343 unten f.). b) Wie von der Vorinstanz zutreffend dargelegt, ist der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung rechtsprechungsgemäss (BGE 124 V 75) mit unbenutztem Ablauf der in Art. 38 Abs. 1 AVIG festgesetzten Frist verwirkt. Die dreimonatige Frist von Art. 38 Abs. 1 AVIG beginnt nach Ablauf der jeweiligen Abrechnungsperiode zu laufen, und zwar unabhängig davon, ob die kantonale Amtsstelle oder die Beschwerdeinstanz bereits einen Entscheid über die Auszahlung der Entschädigung gefällt hat (BGE 124 V 81 Erw. 4b/bb). Gründe, die eine Abkehr von dieser Rechtsprechung gebieten könnten (BGE 125 V 207 Erw. 2 mit Hinweisen), werden weder geltend gemacht noch sind solche erkennbar. Die Beschwerdeführerin hat die Frist von Art. 38 Abs. 1 AVIG zweifelsfrei versäumt. c) Soweit sich die Firma wie bereits in den vorinstanzlichen Verfahren erneut sinngemäss auf den Grundsatz von Treu und Glauben beruft, kann auf die auch in diesem Punkt zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden, zumal in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde keine neuen, dem kantonalen Gericht verschlossen gebliebenen, entscheidwesentlichen Gesichtspunkte aufgegriffen werden. Zu präzisieren ist einzig, dass das Amt für Wirtschaft und Arbeit, Zürich (nachfolgend AWA, vormals Kantonales Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit) keine gesetzliche Pflicht trifft, eine ablehnende Verfügung mit dem Hinweis zu versehen, die dreimonatige Frist von Art. 38 Abs. 1 AVIG werde durch eine allfällige Beschwerde nicht berührt, weshalb letztlich unerheblich ist, ob der auf der Rückseite der Verfügung des AWA vom 23. Oktober 1996 angebrachte Hinweis auf Art. 38 Abs. 1 AVIG genügend deutlich war oder nicht. Allein das Handeln in guten Treuen begründet keinen Vertrauensschutz. Es entspricht einem allgemeinen Grundsatz, dass niemand Vorteile aus seiner eigenen Rechtsunkenntnis ableiten kann (zum Ganzen: BGE 124 V 220 Erw. 2b/aa mit Hinweisen).