Citation: 1B_504/2022 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer macht zu seiner Rüge der fehlenden Untersuchungsrelevanz Folgendes geltend: Der "tatrelevante" Zeitraum liege zwischen dem 21. und 23. April 2020. Die Staatsanwaltschaft interessiere sich ausschliesslich für Film- und Fotoaufnahmen der in diesem Zeitraum mutmasslich geschädigten Person. Untersuchungsrelevant seien somit einzig die Dateien, die in diesem Zeitfenster mit dem sichergestellten Mobiltelefon aufgenommen wurden. Zwar sehe das auch die Vorinstanz grundsätzlich so. In ihrer prozessleitenden Verfügung vom 24. November 2020 habe sie die Instruktion des forensisch-technischen Experten jedoch unglücklich formuliert. Laut dieser Verfügung hätte der Experte in seinem Gutachten darlegen sollen, ob die gesicherten Bild- und Videodateien der "Kategorien B und C" im tatrelevanten Zeitraum erstellt worden seien, oder, falls diese Frage nicht abschliessend beantwortet werden könne, ob eine "Erstellung" der Bild- und Videodateien der "Kategorien B und C" im tatrelevanten Zeitraum möglich wäre. Diese Fragestellung sei (nach Ansicht des Beschwerdeführers) aber nicht präzise genug. Der Experte sei vom ZMG nicht ausdrücklich danach gefragt worden, ob die Bild- und Videodateien (der "Kategorien B und C") zwischen dem 21. und 23. April 2020 aufgenommen wurden. In seinem Bericht vom 23. Dezember 2020 habe der Gutachter auch festgehalten, dass "Aufnahmegerät, Ablageort, Dateityp und Herkunft der Aufnahmen nicht als Filterkriterien spezifiziert" worden seien. Folglich seien (nach Ansicht des Beschwerdeführers) in bundesrechtswidriger Weise Bilddateien der "Kategorie B" zur Entsiegelung freigegeben worden, die nicht untersuchungsrelevant seien.