Citation: 8C_850/2014 E. 5.2.1

5.2.1. Die Beschwerdeführerin machte bereits anlässlich der vor Ort - in Anwesenheit ihres Rechtsvertreters und der sie betreuenden psychiatrischen Pflegefachfrau - am 18. September 2013 durchgeführten neuen Haushaltsabklärung betreffend Hilflosenentschädigung geltend, sie sei in den alltäglichen Lebensverrichtungen "Ankleiden" und "Verrichtung der Notdurft" infolge ihrer massiven Lipo-/Lymphödeme an beiden Beinen beim Heraufziehen der Kompressionsstrumpfhosen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe ihres Untermieters angewiesen. Das kantonale Gericht verneinte dies unter Verweis auf Internetseiten, über welche auch Kompressionsstrumpfhosen mit Anziehhilfen käuflich erwerbbar seien. Die Benutzung solcher Vorrichtungen sei im Rahmen der Schadenminderungspflicht zumutbar und eine Hilfsbedürftigkeit in den geltend gemachten Lebensverrichtungsbereichen daher vermeidbar. Dieselbe Auffassung vertrat zuvor bereits die Abklärungsperson der IV-Stelle in ihrem Bericht zur Abklärung vom 18. September 2013. Die Beschwerdegegnerin verneinte gestützt darauf - ohne hiezu zumindest eine RAD-ärztliche Stellungnahme einzuholen - einen Anspruch auf Hilflosenentschädigung.