Citation: 1P.213/2005 03.08.2005 E. 1

1.1 Die Beschwerdeführerin erhebt ausdrücklich staatsrechtliche Beschwerde. Wegen der Subsidiarität der staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 84 Abs. 2 OG) kann auf die Rüge der falschen Anwendung von Art. 30 StGB (Unteilbarkeit des Strafantrages), welche mit eidgenössischer Nichtigkeitsbeschwerde vorgebracht werden müsste, nicht eingetreten werden. 1.2 Der angefochtene Entscheid ist ein Einstellungsbeschluss. Aufgrund der am 1. Januar 2005 in Kraft getretenen Revision der Zürcher Strafprozessordnung vom 27. Januar 2003 (OS, 59, 22 und 302) entfällt die Nichtigkeitsbeschwerde ans Obergericht (vgl. § 428 aStPO). Der Einzelrichterentscheid ist daher kantonal letztinstanzlich im Sinne von Art. 86 Abs. 1 OG. 1.3 Zur Anfechtung der Einstellung eines Strafverfahrens fehlt dem Geschädigten die Legitimation zur staatsrechtlichen Beschwerde nach Art. 88 OG (vgl. BGE 128 I 218 E. 1.1 S. 219). Unbekümmert um die fehlende Legitimation in der Sache selbst ist der Geschädigte indessen befugt, mit staatsrechtlicher Beschwerde die Verletzung von Verfahrensrechten geltend zu machen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt (vgl. BGE 129 II 297 E. 2.2.2 S. 301, 128 I 218 E. 1.1 S. 220). Insoweit ist die Beschwerdeführerin zur Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs ohne Weiteres legitimiert. Offen bleiben kann, ob der Beschwerdeführerin aufgrund des Bundesgesetzes über die Hilfe an Opfer von Straftaten (Opferhilfegesetz, OHG; SR 312.5) Opferstellung zukommt und sie daher im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren auch zu materiellrechtlichen Rügen und insbesondere zu derjenigen willkürlicher antizipierter Beweiswürdigung legitimiert ist (vgl. BGE 128 I 218 E. 1.1 S. 220), wenn die gerügte vorweggenommene Würdigung des Einzelrichters sich ohnehin als vertretbar erweist.