Citation: 1P.465/2003 27.08.2003 E. 4

Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer mit seiner Rüge, der angefochtene Entscheid stütze sich auf eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung, durchdringt. Es ist nicht Sache des Bundesgerichts, bei einer derartigen Ausgangslage die erneute Gesamtwürdigung der Umstände anstelle des Haftrichters vorzunehmen. Dies umso weniger, als die Begründung des angefochtenen Entscheids auch in Bezug auf die Frage nach Ersatzmassnahmen wie die vom Beschwerdeführer vorgeschlagene Schriftensperre zu wenig differenziert ist. Der pauschale Hinweis, angesichts der heutigen grossen Freizügigkeit im Grenzverkehr vermöge eine Pass- und Schriftensperre die Fluchtgefahr regelmässig nicht hinreichend auszuschliessen, genügt den Anforderungen des Verfassungsrechts - jedenfalls im vorliegenden Fall angesichts der Dauer der Untersuchungshaft im Verhältnis zur zu erwartenden Sanktion - nicht (Donatsch, a.a.O., § 72 N. 26). Damit wird der Einzelrichter des Bezirksgerichts Uster den Fall mit der gebotenen Dringlichkeit neu zu beurteilen haben. Bei dieser Ausgangslage kann aber auch dem Ersuchen des Beschwerdeführers um sofortige Haftentlassung nicht entsprochen werden.