Citation: 1C_111/2022 E. 3.1

3.1. Die kantonalen Instanzen haben sich auf das verkehrsmedizinische Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin (IRM) der Universität Zürich vom 3. November 2020 gestützt. Gemäss dem Gutachten ist beim Beschwerdeführer eine Alkoholabstinenz seit etwa November 2019 aufgrund von Haaranalysenbefunden nachvollziehbar; davor sei hingegen ein Alkoholkonsum belegt. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Alkoholabstinenz seit mindestens 2018 werde dadurch widerlegt. In diesem Gutachten findet sich eine Zusammenstellung über die Auswertung von Haaranalysen. Daran hat die Vorinstanz angeknüpft. Die Analyse der Haarproben vom 2. Dezember 2018 und vom 26. Juni 2019 war durch das IRM Basel und zusätzlich durch das IRM Zürich vorgenommen worden, jene vom 10. April 2019 und 21. September 2020 hatte das IRM Zürich analysiert und jene vom 8. Juni 2020 das Forensisch Toxikologische Centrum München im Auftrag des Instituts für forensische Psychiatrie und Psychotherapie (IFPP) in Langenthal. Gemäss der Vorinstanz trifft es zu, dass zwischen den Resultaten dieser Analysen Diskrepanzen bestehen. Der Ethylglucuronid (EtG) -Gehalt liege jedoch gemäss der Analyse des IRM Basel wie jener des IRM Zürich für den Zeitraum von Mitte April bis Mitte Juni 2019 klar über dem Interpretationsgrenzwert von 30 pg/mg. Die Erklärung der festgestellten Werte mit den vom Beschwerdeführer behaupteten Faktoren wie u.a. extensiv betriebenem Sport und Händewaschen mit alkoholhaltigen Desinfektionsmitteln erscheine nicht glaubhaft. Dermassen überhöhte Werte seien medizinisch offenbar einzig mit dem (pflichtwidrigen) Konsum von Alkohol erklärbar. Es gebe auch keine Anhaltspunkte dafür, dass die vom IRM Zürich und vom IRM Basel ermittelten Werte in einem unsauberen Verfahren erhoben worden oder aus sonstigen Gründen ungenau oder in Frage zu stellen wären. Ausserdem führte die Vorinstanz - wie das Gutachten - diverse Haaranalysen auf, die der Beschwerdeführer privat veranlasst hatte. Sie wies aber darauf hin, dass selbst die private Analyse einer Haarprobe vom 26. Juni 2019 einen EtG-Gehalt von 9.7 pg/mg ergeben habe; ein solcher Wert sei mit einer Alkoholabstinenz nicht vereinbar. Vor diesem Hintergrund sei es auch nicht zu beanstanden, wenn sich das Gutachten nicht ausführlich mit den Berichten des behandelnden Psychiaters auseinandergesetzt habe.