Citation: 6B_1251/2015 E. 2.1

2.1. Nach dem zum Sachverhalt Gesagten ist die Vorinstanz willkürfrei zum Schluss gelangt, der Beschwerdeführer sei weder im Tat- noch im Urteilszeitpunkt kokainabhängig gewesen und es habe im Tatzeitpunkt keine depressive Symptomatik bestanden. Unter diesen Umständen war sie nicht gehalten, ein psychiatrisches Gutachten über seine Schuldfähigkeit einzuholen. Anzeichen, welche bei der Vorinstanz ernsthafte Zweifel an der Schuldfähigkeit hätten begründen müssen (vgl. Urteil 6B_519/2015 vom 25. Januar 2016 E. 1.2.1), bestanden nicht. Sie hat daher weder Art. 19 Abs. 2 oder Art. 20 StGB, noch den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie auf ein psychiatrisches Gutachten verzichtet hat. Ebenso wenig liegt ein Verstoss gegen Art. 56 Abs. 1 und 3 StGB vor. Nachdem die Vorinstanz eine Kokainabhängigkeit im Urteilszeitpunkt willkürfrei verneint hat, durfte sie auch eine dadurch bedingte Massnahmebedürftigkeit ohne weitere Prüfung verneinen. Mangels Hinweisen auf eine Abhängigkeit und eine Behandlungsbedürftigkeit war sie nicht verpflichtet, ein Gutachten zur Frage der Anordnung einer Massnahme einzuholen. Der vorliegende Fall unterscheidet sich insofern klar von demjenigen, welcher dem Entscheid 6B_519/2015 vom 25. Januar 2016 zugrunde lag. Darin hat das Bundesgericht ein Sachverständigengutachten zur Prüfung der Anordnung einer Massnahme für notwendig erachtet. Es hat dies damit begründet, dass die Vorinstanz, anders als vorliegend, eine Betäubungsmittelabhängigkeit und ein Behandlungsbedürfnis bejaht und aufgrund gewisser Indikatoren eine Massnahme geprüft, diese aber mangels Therapiebereitschaft verworfen hatte. Das Bundesgericht hat erwogen, unter diesen Umständen hätte nicht auf ein Fachgutachten zur Frage der Anordnung einer Massnahme verzichtet werden dürfen (E. 1.3 f.).