Citation: 5A_838/2019 E. 6.6

6.6. Nach dem Vertrauensprinzip ist davon auszugehen, dass die Parteien mit der Formulierung "Verzinsung des jeweiligen Basislandwertes zum jeweiligen Zinssatz der Bank C.________ für neue 1. Hypotheken auf Wohnbauten" nicht genau diesen und nur diesen Zinssatz gemeint haben, wie dies die Beschwerdeführerin behauptet (E. 6.2), sondern gestützt auf den damals üblichen Referenzzinssatz der Baurechtsgeberin einen Ertrag ermöglichen wollten, der mit dem üblicherweise aus einer (langfristigen) Immobilieninvestition fliessenden Ertrag vergleichbar ist. Dieser wird aktuell durch den in Art. 12a Abs. 1 VMWG definierten Referenzzinssatz zum Ausdruck gebracht. Folglich hat das Obergericht kein Bundesrecht verletzt, indem es in Auslegung von Ziff. 5 des Baurechtsvertrags vom 28. April 1983 anstelle des Zinssatzes der Bank C.________ für erstrangige (variable) Hypotheken für Wohnbauten den Referenzzinssatz gemäss VMWG für massgebend erklärt hat.