Citation: 1C_419/2023 E. 1.4

1.4. Belässt die Formulierung einer Nebenbestimmung keinen Spielraum für ihre Umsetzung, qualifiziert das Bundesgericht Entscheide im vorgenannten Sinne hinsichtlich ihrer Anfechtbarkeit als Endentscheide (vgl. BGE 149 II 170 E. 1.6 e contrario). Verfügt die Bauherrschaft hingegen über einen Umsetzungs- bzw. Gestaltungsspielraum, wird die Baubehörde prüfen müssen, ob die gewählte Lösung gesetzeskonform und geeignet ist, die beanstandeten Mängel zu beseitigen. Insofern verbleibt der Baubehörde ein Entscheidungsspielraum und gilt das Baubewilligungsverfahren noch nicht als abgeschlossen (so bereits Urteil 1C_407/2008 vom 25. Mai 2009 E. 1.2). Vorliegend überlässt das Baurekursgericht in seinem Entscheid der Bauherrschaft die Wahl, wie sie die Nebenbestimmung umsetzen will (E. 1.3 hiervor). Ob die gewählte Lösung den Anforderungen von § 238 Abs. 1 PBG entspreche, werde Gegenstand der Beurteilung der noch einzureichenden Abänderungspläne sein. Beim angefochtenen Urteil handelt es sich damit um einen Zwischenentscheid, der lediglich unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG selbständig angefochten werden kann.