Citation: 8C_209/2022 E. 5.1

5.1. Fest steht und unbestritten ist, dass die Rentenzusprache gemäss den Verfügungen der IV-Stelle vom 15. Februar 2001 sowie vom 5. und 19. Februar 2002 hinsichtlich der gesundheitsbedingten Einschränkungen der Leistungsfähigkeit auf dem ersten Gutachten des Zentrums für Medizinische Begutachtung in Basel vom 27. Januar 2000 (fortan: ZMB-Gutachten) beruhte. Abgesehen von Bewegungseinschränkungen an der HWS infolge muskulärer Verspannungen und einer kleinen medianen Diskushernie C5/6, die möglicherweise einen Miteinfluss auf die Schmerzsymptomatik im Bereich der HWS habe, waren gemäss vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellung alle übrigen empfundenen Schmerzen und multiplen Beschwerden nicht objektivierbar, sondern auf die somatoforme Schmerzstörung beziehungsweise die Konversionsstörung zurückzuführen. Gestützt auf diese Beeinträchtigungen schätzten die ZMB-Gutachter die daraus resultierenden Einschränkungen der Leistungsfähigkeit als Hausfrau auf 50% und in allen anderen ausserhäuslichen Tätigkeiten auf 70%. Anlässlich der periodischen Rentenrevisionen in den Jahren 2002 und 2009 verneinte die IV-Stelle anspruchsrelevante Änderungen des Invaliditätsgrades. Dies geschah, obgleich sie mit dem zweiten ZMB-Gutachten vom 11. Dezember 2003 (fortan: ZMB-Gutachten 2) auch Kenntnis von einem neu entstandenen deutlichen Opioid-Abusus (Tramal) nahm. Die ZMB-Gutachter empfahlen der Beschwerdeführerin schon damals als allererste Massnahme eine Entzugsbehandlung zur schrittweisen Reduktion des nichtindizierten Opioides. Dennoch stellte das kantonale Gericht mit Blick auf das ZMB-Gutachten 2 fest, die - im Vergleich zum ZMB-Gutachten 1 im Wesentlichen unveränderten - Einschränkungen der Leistungsfähigkeit basierten auch laut ZMB-Gutachten 2 nach wie vor auf einem psychosomatischen Geschehen, welches einen stark konversionsneurotischen Charakter habe. Nach dem Gesagten steht gemäss Rückweisungsurteil fest und ist insoweit unbestritten, dass die seit 1. November 2000 ausgerichtete ganze Invalidenrente auf Grund der Diagnose eines unklaren Beschwerdebildes (vgl. E. 3.2 hiervor) zugesprochen wurde (vgl. BGE 139 V 547 E. 10.1.1).