Citation: 5A_763/2007 18.02.2008 E. 2.3

2.3.1 Die Beschwerdeführerin trägt als Erstes vor, sie habe darauf hingewiesen, dass über die frühzeitige Pensionierung des Beschwerdegegners bei Erreichen des Alters 55 bereits im Scheidungsverfahren umfassend die Rede gewesen sei, und dass die Aufgabe des Arbeitsverhältnisses durch den Beschwerdegegner im Alter 62 daher nicht unvorhersehbar im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 153 aZGB betrachtet werden könne. Im Urteil des Obergerichts werde nicht bestritten, dass bei den Vergleichsverhandlungen zum Ehescheidungsurteil des Obergerichts im Jahre 1998 umfassend über die vorzeitige Pensionierung des Klägers gesprochen worden sei. Es sei auch davon gesprochen worden, dass die Pensionierung ab Alter 55 eine reale Möglichkeit sei. Dies habe auch in die Erwägungen des Obergerichts im Scheidungsurteil (S. 17-20) Eingang gefunden. Auf diese Vorbringen kann nicht eingetreten werden. Im angefochtenen Urteil ist nicht von einer vorzeitigen Pensionierung die Rede, sondern von einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber des Beschwerdegegners. Gemäss Art. 99 Abs. 1 BGG dürfen neue Tatsachen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt. In der Beschwerde ist darzutun, inwiefern die erwähnte Voraussetzung für eine nachträgliche Geltendmachung von Noven erfüllt sein soll (BGE 133 III 393 E. 3). Da die Beschwerdeführerin dies nicht dartut, erweisen sich ihre Einwendungen als unzulässig. Nicht gehört werden kann auch der Einwand, der Rückzug des Beschwerdegegners von seiner Arbeitsstelle im Alter 62 habe nicht zu einer Einkommenseinbusse geführt, die sich schlechter präsentiere als diejenige bei Austritt aus der Aktivitätszeit, die bekannt gewesen sei; denn gemäss den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz war die Entlassung des Beschwerdegegners und nicht die Aufgabe der Erwerbstätigkeit Grund für die Einkommenseinbusse und für die Abänderungsklage. Was die Pensionierung anbelangt, hat das Obergericht in Erwägung 10 einlässlich begründet, dass diese im Ehescheidungsurteil nicht berücksichtigt worden sei. Dass und inwiefern diese tatsächliche Feststellung willkürlich sein könnte, legt die Beschwerdeführerin nicht hinlänglich begründet dar, so dass darauf nicht eingetreten werden kann. Im Übrigen hat das Obergericht dargelegt, warum eine Anknüpfung an das frühere Einkommen nicht möglich sei und dem Beschwerdegegner kein höheres hypothetisches Einkommen angerechnet werden könne, was die Beschwerdeführerin gar nicht erst als Verstoss gegen das Willkürverbot rügt. Auf die Beschwerde kann somit nicht eingetreten werden.