Citation: 8C_806/2007 07.08.2008 E. 11.3

11.3.1 Für das Kriterium der ärztlichen Behandlung entscheidwesentlich ist, ob nach dem Unfall bis zum Fallabschluss - vorliegend am 7. März 2005 - eine fortgesetzt spezifische, die versicherte Person belastende Behandlung notwendig war (BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128). 11.3.2 Nach dem Unfall vom 23. August 2002 verordnete der Hausarzt Dr. med. M.________ laut Bericht vom 26. September 2002 einen Halskragen, Analgetika und Physiotherapie. Gemäss seinem Bericht vom 21. Oktober 2002 bestand die Behandlung in Physiotherapie und Verordnung von Analgetika, wobei Beratungen alle drei Wochen stattfanden. Im Bericht vom 10. Februar 2003 legte Dr. med. M.________ dar, die gegenwärtige Behandlung bestehe in Physiotherapie zwei- bis dreimal pro Woche; alle vier Wochen fänden Beratungen statt. Gegenüber dem Kreisarzt gab der Versicherte am 30. April 2003 an, er nehme täglich ein bis zwei Tabletten Mefenacid ein und verwende lokal analgetische Pflaster. Zudem werde Physiotherapie mit Massagen durchgeführt. Im Bericht vom 8. August 2003 führte Dr. med. M.________ Akupunktur als gegenwärtige Behandlung an; Beratungen fänden alle vier bis sechs Wochen statt. Der Neurologe Dr. med. W.________ legte im Bericht vom 15. September 2003 dar, der Versicherte habe eine zehnmalige Akupunktur durchgeführt, wobei der Effekt bis anhin noch mässig sei. Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 13. Januar 2004 führte der Versicherte aus, wegen den Schmerzen müsse er verteilt über die Woche acht bis zehn Mefenacid-Tabletten und täglich ein bis zwei Tabletten Panadol einnehmen. Gemäss Bericht des Dr. med. M.________ vom 8. Juli 2004 bestand die Behandlung in Physiotherapie, mit der sporadisch fortzufahren sei. Bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 27. Oktober 2004 legte der Versicherte dar, er führe noch regelmässig Physiotherapie durch. Abhängig von der Beschwerdeintensität greife er auf Medikamente zurück, lokal auf Salben oder Spray; bei starken Beschwerden nehme er Mefenacid 500 mg bis zu zwei-/dreimal täglich. Festzuhalten ist, dass medizinische Abklärungsmassnahmen und blosse ärztliche Verlaufskontrollen in diesem Rahmen nicht zu berücksichtigen sind (erwähntes Urteil 8C_415/2007, E. 7.3 mit Hinweisen). Zudem ist eine Behandlungsbedürftigkeit (im Sinne medikamentöser Schmerz- und Physiotherapie) während zwei bis drei Jahren nach einem HWS-Schleudertrauma respektive äquivalenten Verletzungen mit ähnlichem Beschwerdebild durchaus üblich (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.2.4 in fine). Unter diesen Umständen ist das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung insgesamt nicht erfüllt. 11.4 Adäquanzrelevant können nur in der Zeit zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen Unterbruch bestehende erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 109 E. 10.2.4 S. 128; erwähntes Urteil 8C_415/2007, E. 7.4 mit Hinweisen). Die Frage, ob das Kriterium der erheblichen Beschwerden als erfüllt anzusehen ist, kann offen bleiben, weil keine weiteren Kriterien erfüllt sind, und dieses für sich allein die Adäquanz nicht zu begründen vermöchte. Dies gilt umso mehr, als das Kriterium aufgrund der medizinischen Akten sowie in Anbetracht der beruflichen und sportlichen Betätigungen des Versicherten jedenfalls weder besonders ausgeprägt noch in auffallender Weise vorläge (vgl. auch erwähntes Urteil 8C_415/2007, E. 7.4). 11.5 Das nicht geänderte Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat (BGE 134 V 109 E. 10.2.5 S. 129), ist unbestrittenermassen nicht erfüllt.