Citation: 5A_463/2022 E. 6.3

6.3. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe den Sachverhalt willkürlich (Art. 9 BV) festgestellt, weil sie ihm ein hypothetisches Einkommen einzig mit der Begründung aufgerechnet habe, er habe seine frühere Arbeitsstelle aufgegeben und es fehle an Angaben zu Suchbemühungen. Tatsächlich sei ohne Bedeutung, weshalb der Beschwerdeführer seine Anstellung gewechselt habe. Einzig relevant sei, ob ihm weitere Anstrengungen möglich und zumutbar seien und ob er aufgrund dieser Anstrengungen ein höheres Einkommen erzielen könne. Das Obergericht habe sich hierzu nicht geäussert, obgleich diese Fragen, da dem Beschwerdeführer keine Mut- oder Böswilligkeit vorgeworfen werde, nicht hätten ausser Acht bleiben dürfen. Entsprechend würden im angefochtenen Urteil Feststellungen zur tatsächlichen Möglichkeit fehlen, ein höheres Einkommen zu erzielen. Dem vorinstanzlichen Sachverhalt liessen sich weder Elemente zum konkreten Tätigkeitsfeld noch zur Ausbildung oder zu den Berufs- und Fachkenntnissen des Beschwerdeführers entnehmen. Unberührt bleibe auch die Frage nach der Arbeitsmarktlage. Die Beschwerdegegnerin ist der Ansicht, dem Beschwerdeführer sei die Erzielung des ihm angerechneten hypothetischen Einkommens zumutbar und möglich. Mit Blick auf seine Ausbildung, seinen beruflichen Werdegang und seine Berufserfahrung bedürfe dies keiner langen Ausführungen.