Citation: 9C_756/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz ist der Ansicht, dass keinen Anspruch auf Abzug von Vorsteuern nach Art. 28 habe, wer zwar bei Rechnungsstellung (Art. 28 Abs. 1 lit. a MWSTG) bzw. im Zeitpunkt des Empfangs der Rechnung (Art. 40 Abs. 1 Ingress MWSTG) die Voraussetzungen dafür erfülle, nicht aber im Zeitpunkt des Leistungsempfangs. In diesem Fall könne höchstens ein Anspruch auf Einlageentsteuerung (Art. 32 MWSTG) geltend gemacht werden. Sie stützt sich auf einen Autor, der sich zum alten Recht in diese Richtung geäussert hatte, allerdings ohne seine Meinung näher zu begründen (TOBIAS F. ROHNER, Der nachträgliche Vorsteuerabzug [Einlageentsteuerung] im schweizerischen MWSTG und nach der 6. MwSt.-Richtlinie der EU, 2007, S. 143 f.). Im Rahmen der Subsumtion führt die Vorinstanz zudem aus, dass "zwischen der Steuerpflicht und dem Anspruch auf Vorsteuerabzug [...] nach der inneren Logik des MWSTG [...] ein zeitlicher Konnex" bestehe.