Citation: 2C_555/2019 E. 4.2.3

4.2.3. Mit Blick auf Art. 12 Abs. 2 KRK drängt sich eine persönliche Anhörung des beschwerdeführenden Sohns nicht auf, da er sowohl durch seine Mutter als auch durch den beschwerdeführenden Vater vertreten wird. Die Vorinstanz erwägt, dass bereits die Mutter bei der Einreichung des Familiennachzugsgesuchs als auch der Vater bei seiner Befragung auf der Botschaft in Pristina den Standpunkt ihres älteren Sohns zum Ausdruck gebracht hätten. Während der Vater mitgeteilt habe, sein Sohn möchte in die Schweiz, da er seine Mutter vermisse, habe die Mutter angegeben, dass ihr Sohn in der Schweiz eine gute Schulbildung erhalten sollte (vgl. E. 6.2 des angefochtenen Urteils). Sodann sind die Interessen des Sohns gleichläufig wie jene seiner Eltern, da alle betroffenen Personen einen Familiennachzug in die Schweiz anstreben. Inwiefern ausserdem der rechtserhebliche Sachverhalt nicht ohne diese persönliche Anhörung rechtsgenüglich festgestellt werden könnte, legen die Beschwerdeführer nicht dar (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG; E. 2 hiervor) und ist auch nicht ersichtlich. Der Verzicht auf eine persönliche Anhörung des beschwerdeführenden Sohns ist daher im Lichte von Art. 12 Abs. 2 KRK nicht zu beanstanden. Ausserdem verletzt der Verzicht auch nicht die Vorgabe von Art. 47 Abs. 4 AuG, wonach Kinder über 14 Jahren zum Familiennachzug angehört werden, sofern dies erforderlich ist. Der beschwerdeführende Sohn ist im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils noch nicht über 14 Jahre alt gewesen.