Citation: 6B_260/2014 E. 1.4

1.4. Der Beschwerdeführer argumentiert eingehend, der verwendete Fotobericht vom 16. Oktober 2010, welcher tagsüber im Spätsommer aufgenommen worden sei, könne nur bedingt auf die tatsächlichen winterlichen und nächtlichen Verhältnisse des Tatzeitpunktes angewendet werden. Die fotografierten Sichtbedingungen entsprächen nicht denjenigen, wie er sie am 13. Januar 2010 vorgefunden habe. Im Winter hätten die Bäume und Sträucher links der Tobelbrücke keine Blätter und der Blick auf die Brücke sei durch die durchsichtigen Glaswände auf der linken Seite direkt gewährleistet. Er habe sich dadurch anlässlich seines Überholmanövers ohne Weiteres vergewissern können, ob Gegenverkehr herrsche oder nicht. Selbst wenn er die Brücke nicht direkt habe einsehen können, sei der Gegenverkehr aufgrund der Scheinwerfer allenfalls entgegenkommender Fahrzeuge, welche nachts eine Lichtquelle darstellen, jederzeit überblickbar gewesen. Er hätte auf möglichen Gegenverkehr sofort reagieren können.