Citation: 7B_780/2024 E. 3.3

3.3. Aus den kantonalen Akten ergibt sich, dass die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau im vorliegenden Strafverfahren beim Bezirksgericht Aarau, Familiengericht, am 2. März 2023 die Akten des Kindesschutzverfahrens betreffend C.________ beigezogen hat. Die Vorinstanz erwägt, die Abteilung Soziales der Gemeinde U.________ habe das Familiengericht Aarau mit Schreiben vom 27. Februar 2023 über die Aussagen von C.________ informiert und dabei unter anderem eine superprovisorische Sistierung des Besuchswochenendes vom 3.-5. März 2023 beantragt. D.________ habe daraufhin als Fachrichter des Familiengerichts Aarau am 1. März 2023 die superprovisorische Sistierung des Besuchswochenendes vom 3.-5. März 2023 angeordnet, dem Beschwerdeführer ab dem 17. März 2023 ein begleitetes zweiwöchentliches Besuchsrecht eingeräumt und auf den 23. März 2023 zu einer Verhandlung vor dem Familiengericht Aarau vorgeladen. Aus den kantonalen Akten ergibt sich, dass dem Beschwerdeführer sowohl das erwähnte Schreiben vom 27. Februar 2023 als auch die superprovisorische Verfügung des Fachrichters des Familiengerichts Aarau vom 1. März 2023 zugestellt wurden. Bei den im Strafverfahren beigezogenen und im angefochtenen Entscheid zitierten Dokumente handelt es sich damit nicht um Akten, die der Beschwerdeführer nicht kannte oder nicht kennen konnte (vgl. oben E. 3.2). Vielmehr hatte er offensichtlich Kenntnis von den beigezogenen Akten, auf welche im angefochtenen Entscheid verwiesen wird. Zudem geht aus den kantonalen Akten hervor, dass der Beschwerdegegner in seinem Schreiben vom 25. April 2024 der Vorinstanz mitteilte, dass er - nach Wahrung der schutzwürdigen Interessen sämtlicher Betroffenen - ihr die Akten des gleichzeitig laufenden Kindesschutzverfahrens zur Verfügung stellen werde, soweit dies für die Beurteilung des Ausstandsgesuchs notwendig sei. Eine Kopie dieses Schreibens wurde dem Beschwerdeführer zugestellt, was er in seiner Beschwerde ausdrücklich anerkennt. Folglich wurde er über den Umstand informiert, dass im vorliegenden Strafverfahren die Akten des laufenden Kindesschutzverfahrens beigezogen wurden. Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, dass und inwiefern das Akteneinsichtsrecht des Beschwerdeführers verletzt worden sein soll. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.