Citation: 2C_246/2018 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erachtete den Widerruf der Niederlassungsbewilligung als verhältnismässig. Sie erwog, der Beschwerdeführer lebe zwar seit über 14 Jahren in der Schweiz, gehe einer existenzsichernden Erwerbstätigkeit nach und sei nicht staffällig geworden. Die Aufenthaltsdauer sei aber insofern zu relativieren, als er sich zunächst im Asylverfahren befunden habe und die bewilligungsrelevante Ehe spätestens mit der Aufnahme einer Parallelbeziehung infrage gestellt worden sei. Zudem sei er sprachlich unterdurchschnittlich integriert und habe keine konventions- oder verfassungsrechtlich geschützte Bindungen in der Schweiz. Zu seiner Heimat, wo er einen Grossteil seines Lebens verbracht habe, unterhalte er dagegen nach wie vor Beziehungen. Neben weiteren Verwandten lebten dort insbesondere auch seine Ehefrau und die gemeinsamen Kinder. Er sei in seiner Heimat nicht entfremdet und in der Schweiz noch nicht derart verwurzelt, als dass der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung unverhältnismässig erscheine. Eine Verwarnung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 AuG sei daher nicht angezeigt.