Citation: 2C_20/2022 E. 7.4

7.4. Vorliegend hat die Vorinstanz aufgrund der Sachverhaltsbasis, welche bereits im vorinstanzlichen Verfahren im Wesentlichen - insbesondere in Bezug auf die Verschuldung - unbestritten war, eine summarische Prüfung der Prozessaussichten vorgenommen. Sie ist aufgrund der Ausgangslage aus zureichenden Gründen zum Schluss gekommen, dass die Gewinnaussichten beträchtlich geringer waren als die Verlustgefahren. Dass die Vorinstanz eine Interessenabwägung bzw. Verhältnismässigkeitsprüfung vorgenommen hat, war primär dem Umstand geschuldet, dass der Beschwerdeführer sich bereits seit mehr als zehn Jahren rechtmässig in der Schweiz aufhielt, die Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung verlangte und demzufolge eine allfällige Verletzung des Schutzes des Privatlebens gemäss Art. 8 EMRK zu prüfen war. Das Vorgehen und die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach die unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Begehren abzulehnen sei, erweist sich deshalb als verfassungskonform. Ausserdem hat der Beschwerdeführer die willkürliche Anwendung von kantonalem Recht, welches einen über Art. 29 Abs. 3 BV hinausgehenden Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege gewähren würde, weder behauptet noch begründet (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG und E. 2.1 oben). Der Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das vorinstanzliche Verfahren ist deshalb abzuweisen.