Citation: U 58/00 28.03.2001 E. 1

1.- Unter den Parteien ist zu Recht unbestritten, dass dem Versicherten jedenfalls bis 15. März 1998 eine Rente, basierend auf einer 25 %igen Erwerbsunfähigkeit, zustand. Umstritten ist die von der Verwaltung im Einspracheverfahren per 16. März 1998 vorgenommene Aufhebung der Rente (zur revisionsweisen Aufhebung einer verfügungsweise zugesprochenen Rente im Einspracheverfahren: RKUV 2000 Nr. U 371 S. 108). Währenddem feststeht, dass beim Einkommensvergleich das vom Beschwerdeführer tatsächlich noch erzielte Erwerbseinkommen von Fr. 41'657.- pro Jahr als Invalideneinkommen zu berücksichtigen ist, da die entsprechenden Voraussetzungen hiefür erfüllt sind (BGE 117 V 18 Erw. 2c/aa mit Hinweisen), besteht Uneinigkeit über die Höhe des Valideneinkommens. Vorinstanz und SUVA sind der Ansicht, das hypothetische Einkommen ohne Invalidität entspreche dem Invalideneinkommen. Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, mit Blick darauf, dass er im Dezember 1994 die Jahresaufenthaltsbewilligung erhalten habe, hätte er diesen verbesserten Status bei voller Gesundheit - sei es bei der bisherigen Arbeitgeberin, sei es in einem neu eingegangenen Arbeitsverhältnis - in Mehreinkommen umgesetzt. Es sei deshalb anzunehmen, dass er ohne Invalidität Fr. 54'896.- pro Jahr (ausgehend von Tabelle 9 der Lohn- und Gehaltserhebung vom Oktober 1993 des Bundesamtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit [BIGA, heute: Staatssekretariat für Wirtschaft], Kategorie der männlichen an- und ungelernten Angestellten in der Holz- und Möbelindustrie) verdienen würde. Aus dem Einkommensvergleich ergebe sich ziemlich genau ein Invaliditätsgrad von 25 %, weshalb ihm die Rente weiterhin gewährt werden müsse. a) Bei der Ermittlung des ohne invalidisierenden Gesundheitsschaden erzielbaren Einkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt auf Grund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verdient hätte (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b mit Hinweis). Da die Invaliditätsbemessung der voraussichtlich bleibenden oder längere Zeit dauernden Erwerbsunfähigkeit zu entsprechen hat, ist auch die berufliche Weiterentwicklung mit zu berücksichtigen, die eine versicherte Person normalerweise vollzogen hätte; dazu ist allerdings erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, die versicherte Person hätte einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Absichtserklärungen genügen dazu nicht; vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, bereits durch konkrete Schritte wie Kursbesuche usw. kundgetan sein (BGE 96 V 30; EVGE 1968 S. 93 Erw. 2a; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b; siehe auch AHI 1998 S. 171 Erw. 5a; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 356 f.). b) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden keinerlei konkrete Anhaltspunkte genannt, welche für eine sich auch lohnmässig erheblich auswirkende berufliche Weiterentwicklung sprechen würden. Der Versicherte begründet seinen Standpunkt einzig mit dem Hinweis auf den - nach Abschluss des Arbeitsvertrages mit der Firma K.________ AG vom 10. Oktober 1994 erfolgten - Wechsel vom Saisonnier- zum Jahresaufenthalterstatus. Dieser Faktor vermag einen beruflichen Aufstieg zwar zu begünstigen. Die grundsätzliche Möglichkeit, dass der Beschwerdeführer ohne gesundheitliche Beeinträchtigung allenfalls eine besser entlöhnte Position hätte erreichen können, rechtfertigt indessen die Annahme einer ohne Gesundheitsschädigung seit dem Unfallereignis eingetretenen und im Rahmen der Invaliditätsbemessung zu berücksichtigenden Veränderung der beruflichen Stellung nicht. Obwohl die Jahresaufenthaltsbewilligung bereits im Dezember 1994 erteilt worden war, fehlen Hinweise auf vor dem Unfall vom 3. April 1995 getätigte Bemühungen des Versicherten um eine besser bezahlte Erwerbstätigkeit in einem anderen Betrieb oder um eine Lohnerhöhung in seiner bisherigen Anstellung vollends. Dem Begehren um Einvernahme von I.________, A.________ und Y.________ als Zeugen ist nicht stattzugeben, da von zusätzlichen Beweismassnahmen keine neuen Erkenntnisse erwartet werden können (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis; vgl. auch BGE 124 V 94 Erw. 4b). Durch die Befragungen würde bestenfalls die Absicht des Beschwerdeführers, sich lohnmässig verbessern zu wollen, bestätigt, was den Anforderungen, die an den Nachweis von Weiterentwicklung und Aufstieg im Beruf gestellt werden, nicht zu genügen vermöchte (vgl. Erw. 1a hievor). Demgemäss fehlt es an einer ausreichenden tatsächlichen Grundlage, um beim Valideneinkommen auf die durchschnittlichen Verdienstverhältnisse von männlichen Angestellten in der Holz- und Möbelindustrie abstellen zu können. Für das hypothetische Valideneinkommen wurde somit zu Recht der - betraglich unbestrittene, auf ein Jahr umgerechnete - Lohn herangezogen, den der Beschwerdeführer 1998 an seiner bisherigen Arbeitsstelle erzielte. Da die Erwerbsfähigkeit unfallbedingt seit 15. März 1998 nicht mehr beeinträchtigt ist, lässt sich die Aufhebung der Rente auf den 16. März 1998 nicht beanstanden.