Citation: 2C_835/2019 E. 4.2

4.2. Unabhängig davon, ob die Erwägungen des Verwaltungsgerichts im Entscheid vom 13. Juni 2017 als Vertrauensgrundlage überhaupt infrage kommen, ist nicht ersichtlich, welche nicht ohne Nachteil rückgängig zu machende Dispositionen der Beschwerdeführer getroffen haben soll. Er bringt in dieser Hinsicht unsubstanziiert vor, er habe "private Dispositionen" getroffen, "wie eine neue Wohnung in U.________ angemietet, Arbeitstätigkeit hier in der Schweiz". Er habe sein Privatleben entsprechend ausgerichtet (vgl. S. 10 Ziff. 17 der Beschwerde). Nachdem der damalige Entscheid des Verwaltungsgerichts vor über zwei Jahren gefällt worden ist und der Beschwerdeführer während dieser Zeit wohnen und arbeiten musste, kann keine Rede davon sein, dass die entsprechenden Dispositionen unnötig gewesen sind. Weiter können die Dispositionen ohne Weiteres insofern rückgängig gemacht werden, als dass die Wohnung und Arbeitsstelle gekündigt werden können. Es kommt hinzu, dass das Verwaltungsgericht dem Beschwerdeführer im Entscheid vom 13. Juni 2017 lediglich den Aufenthalt bis zur Beendigung der Massnahme in Aussicht gestellt hat. Weil ambulante Massnahmen mindestens einmal jährlich überprüft werden und grundsätzlich jederzeit aufgehoben werden können, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind (Art. 63a Abs. 1 und 2 StGB), konnte der Beschwerdeführer aus diesem Entscheid von vornherein keine bestimmte Aufenthaltsdauer ableiten. Vor diesem Hintergrund geht auch der Einwand des Beschwerdeführers fehl, er benötige genügend Zeit, um seine Angelegenheiten zu regeln. Der Beschwerdeführer ist seit über zweieinhalb Jahren rechtskräftig weggewiesen und hätte seine Angelegenheiten spätestens mit der Neuansetzung der Ausreisefrist vor über acht Monaten regeln können und müssen. Zumindest im jetzigen Zeitpunkt kann ihn die Ausreise nicht unvorbereitet treffen. Damit geht die Berufung auf den Vertrauensgrundsatz offensichtlich fehl. Inwieweit bei dieser Sachlage zudem der Anspruch auf Achtung des Privatlebens (Art. 8 EMRK) verletzt sein soll, ist nicht ersichtlich und wird in der Beschwerde auch nicht substanziiert begründet.