Citation: 6P.78/2004 23.09.2004 E. 6

Ferner rügt der Beschwerdeführer, der Abschluss des Vergleichs hätte zumindest im Rahmen der Strafzumessung nach Art. 63 StGB berücksichtigt werden müssen. 6.1 Der Richter bemisst die Strafe nach dem Verschulden des Täters. Er berücksichtigt die Beweggründe, das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Täters (Art. 63 StGB). Der Begriff des Verschuldens bezieht sich auf den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat. Die Täterkomponente umfasst das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren. Dem Sachrichter ist somit vorgeschrieben, welche massgeblichen Gesichtspunkte er für die Zumessung der Strafe zu berücksichtigen hat. Innerhalb des Strafrahmens steht ihm bei der Gewichtung der einzelnen zu beachtenden Komponenten aber ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Das Bundesgericht kann in die Strafzumessung auf Nichtigkeitsbeschwerde hin nur eingreifen, wenn das kantonale Gericht den gesetzlichen Strafrahmen über- oder unterschritten hat, wenn es von rechtlich nicht massgebenden Gesichtspunkten ausgegangen ist oder wenn es wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen beziehungsweise in Überschreitung oder Missbrauch seines Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 129 IV 6; 127 IV 101 E. 2c; 123 IV 150 E. 2a mit Hinweisen). Der Richter muss die Überlegungen, die er bei der Bemessung der Strafe vorgenommen hat, in den Grundzügen wiedergeben, so dass die Strafzumessung nachvollziehbar ist. Hält sich die Strafe unter Beachtung aller relevanten Kriterien im Rahmen des dem Richter zustehenden Ermessens, kann der Kassationshof das angefochtene Urteil bestätigen, auch wenn dieses einzelne Unklarheiten und Unvollkommenheiten enthält (BGE 118 IV 337 E. 2a mit Hinweisen). 6.2 Wie bereits oben dargelegt, ist der Abschluss des - angesichts der erstinstanzlichen Verurteilung - für den Beschwerdeführer günstigen Vergleichs und der nachfolgenden Bezahlung der Vergleichssumme nicht als Ausdruck von Reue zu werten. Aus diesem Grund ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den angeführten Umstand auch nicht im Rahmen der Strafzumessung nach Art. 63 StGB strafmindernd berücksichtigt hat. Ansonsten hat sich die Vorinstanz - zum Teil mit Verweis auf das erstinstanzliche Urteil - auch mit den übrigen Tat- und Täterkomponenten so ausführlich auseinander gesetzt, dass die Strafzumessung nachvollziehbar ist. Insbesondere wurde auch dem Umstand Rechnung getragen, dass der Beschwerdeführer der Auffassung war, er hätte persönliche Ansprüche auf das Stiftungsvermögen, weil er zu dessen Vermehrung massgebend beigetragen habe. Alle wesentlichen straferhöhenden und -mindernden Momente wurden korrekt bewertet und gewichtet. Im Übrigen liegt das Strafmass im gesetzlichen Rahmen. Die Rüge ist somit abzuweisen.