Citation: 6B_1001/2015 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Durch- oder Fortführung der Massnahme erscheine im Sinne von Art. 62c Abs. 1 lit. a StGB als aussichtslos. Da eine adäquate Therapie nie stattgefunden habe, sei es verständlich, dass er sich darauf nicht eingelassen habe. Nach nunmehr vier Jahren ohne adäquate Therapie werde er sich zufolge fehlenden Vertrauens in die Justiz auf keine Therapie mehr einlassen. Eine Therapieeinsicht oder Therapiemotivation werde nicht mehr wiederhergestellt werden können. Eine Behandlung in der Klinik Rheinau hätte nach der Einschätzung des Gutachters dann eine gewisse Aussicht, wenn entweder mittels einer Zwangsmedikation oder aufgrund eines teilweisen Einlenkens des Beschwerdeführers ein therapeutischer Ansatzpunkt geschaffen werden könnte. Der Gutachter stehe einer Zwangsmedikation sehr kritisch gegenüber. Bereits die ASMV habe festgehalten, dass einer allfälligen Beschwerde gegen eine Zwangsmedikation die aufschiebende Wirkung wohl nicht zu entziehen wäre und ein Gericht eine Zwangsmedikation mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ablehnen würde. Die Vorinstanz halte fest, es sei zurzeit nicht geklärt, inwiefern eine solche Behandlung in einer spezialisierten Klinik wie Rheinau möglich sei.