Citation: 7B_939/2024 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin wirft dem Beschwerdegegner 2 vor, er habe in seiner Funktion als Vermieter seitens D.________ GmbH sie als Mieterin im Verlauf des Monats September 2021 dazu gedrängt, ihre Wohnung an der ________strasse in Zürich zu räumen, indem er ihr mit mehreren E-Mail-Nachrichten angedroht habe, den Strom, das Internet und das Wasser der fraglichen Wohnung abzustellen. Ende September 2021 habe er das Türschloss auswechseln, die Wohnung räumen und die Sachen der Beschwerdeführerin in einer anderen Wohnung deponieren lassen, sodass sie für eine gewisse Zeit darauf keinen Zugriff mehr gehabt habe. Ebenso soll er in diesem Zeitraum (Mitte bis Ende September 2021) die Wohnung der Beschwerdeführerin ohne ihr Einverständnis und gegen ihren Willen betreten haben. Die Vorinstanz legt dar, die als drohend aufgefassten E-Mail-Nachrichten könnten nicht der Person des Beschwerdegegners 2 zugeordnet werden, sondern seien (ohne dessen Wissen) von der allgemeinen E-Mail-Adresse von D.________ GmbH im Namen einer Angestellten verschickt worden. Damit erscheine ausgeschlossen, dass der Beschwerdegegner 2 für die beanzeigte versuchte Nötigung in strafrechtlicher Hinsicht persönlich verantwortlich sei. Hinsichtlich des behaupteten Hausfriedensbruchs könne ihm kein vorsätzliches Handeln vorgeworfen werden. Der Beschwerdegegner 2 habe nach entsprechender Kommunikation mit der Beiständin der Beschwerdeführerin und angesichts ihres befürwortenden Verhaltens davon ausgehen können, dass man zu einer einvernehmlichen Lösung gekommen sei, indem man der Beschwerdeführerin seitens der D.________ GmbH eine Ersatzwohnung zur Verfügung gestellt und das Verbringen ihrer Sachen dorthin angeboten habe. Ebenso habe er nachvollziehbar dargetan, weshalb er - wenn auch fälschlich - davon ausgegangen sei, die Beiständin habe hinsichtlich des Wohnungswechsels die entsprechenden Vertretungsbefugnisse gehabt. Zudem habe die Beschwerdeführerin in der relevanten Zeit vom 16. bis 23. September 2021 (Zeitraum vereinbarter Check-Out bis zur Räumung der Wohnung) weder telefonisch kontaktiert noch vor Ort angetroffen werden können. Auch in Bezug auf den Vorwurf der Sachentziehung sei beim Beschwerdegegner 2 kein entsprechender Wille erkennbar, wonach er die Beschwerdeführerin an der Ausübung ihres Verfügungsrechts über ihre Sachen habe hindern wollen. Er habe ihr eine Ersatzwohnung angeboten und ihr gleichzeitig mitgeteilt, die Vermieterin werde darum bemüht sein, ihre Sachen unmittelbar dorthin zu verbringen. Die Beschwerdeführerin habe von Beginn an gewusst, an welcher Adresse in Zürich sich ihre Sachen neu befinden würden, und ihr (als auch der Beiständin) sei der Zugangscode zur Ersatzwohnung mitgeteilt worden.