Citation: 7B_692/2024 E. 2.4.1

2.4.1. Das Bundesgericht hat im Urteil 6B_1209/2020 vom 26. Oktober 2021 zunächst erwogen, die vorinstanzliche Würdigung der Rahmenumstände des konkreten Einzelfalls sei unvollständig. Ohne Berücksichtigung der Tatsachen, dass das Angebot der Schlittenvermietung und des Transports mittels Seilbahn direkt zum Schlittelweg auch nach der Sperrung des Schlittelwegs weiterbestanden habe, dass in der nur über den Schlittelweg erreichbaren Hütte E.________ ein öffentlicher Silvesteranlass stattgefunden habe und dass im Internet ein Werbeflyer einsehbar gewesen sei, der die Öffnung des Schlittelwegs im Unfallzeitpunkt propagiere, könne nicht hinreichend beurteilt werden, ob der Bergbahnbetreiberin trotz des im Unfallzeitpunkt mit roten Informationstafeln formell gesperrten Schlittelwegs eine Sicherungspflicht zugekommen sei. Der [vorinstanzliche] Schluss, bereits aufgrund der formellen Sperrung des Schlittelwegs entfalle jegliche Sicherungspflicht, greife unter den gegebenen Umständen zu kurz (Urteil 6B_1209/2020 vom 26. Oktober 2021 E. 2.5.1).