Citation: U 222/05 21.03.2006 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat das Vorliegen eines Unfalles verneint, da es an einem aussergewöhnlichen äusseren Faktor fehle. Überanstrengungen durch unkoordinierte Bewegungen seien nur dann als Unfälle zu bezeichnen, wenn im Ablauf der Bewegung eine Störung auftrete, etwa wenn jemand beim Tragen einer Last stolpere oder beim gemeinsamen Tragen einer grossen Last ein Träger ausfalle, sodass dem anderen Träger unvermittelt ein viel grösseres Gewicht zufalle. Eine solche Störung im Bewegungsablauf sei jedoch beim Ereignis vom 31. Dezember 2003 nicht gegeben. 3.2 Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass sich beim geschilderten Bewegungsablauf nichts Ungewöhnliches ereignet hat. Daran ändert rechtsprechungsgemäss auch der Umstand nichts, dass die Abwehrbewegung mit dem linken Arm reflexartig ausgeführt wurde (Urteil Z. vom 9. Oktober 2003, U 360/02, mit Hinweisen). Etwas Ungewöhnliches lässt sich auch nicht im Kraftaufwand erkennen, welcher für das Verhindern des Kippens des Einkaufswagens erforderlich war (Urteil Z. vom 9. Oktober 2003, U 360/02). Zudem wurde gemäss Rechtsprechung eine den Unfallbegriff erfüllende Überanstrengung nur bei Lasten von mehr als 100 kg bejaht (vgl. ebenfalls Urteil Z. vom 9. Oktober 2003, U 360/02, mit Hinweisen), was auf den zu beurteilenden Fall nicht zutrifft. Verwaltung und Vorinstanz haben demnach den Unfallbegriff zu Recht verneint.