Citation: 4A_281/2017 E. B

Mit Klage vom 23. Oktober 2015 beim Handelsgericht des Kantons Zürich beantragte die Klägerin, die Beklagte sei kostenfällig zu verpflichten, ihr den Betrag von Fr. 129'546.10 zuzüglich Zins zu 5 % seit 9. Januar 2015 zu bezahlen. Die Beklagte stellte den Antrag, die Klage sei abzuweisen. Eventualiter sei sie im Teilbetrag von Fr. 32'191.10 (Betrag gemäss Klageantwort) bzw. Fr. 27'260.65 (Betrag gemäss Duplik), je inkl. MwSt, gutzuheissen, im Mehrbetrag abzuweisen. Sie machte geltend, die Klage sei insgesamt ungenügend substanziiert, weshalb die Klage insgesamt abzuweisen sei. In der Folge setzte sie sich dann trotzdem mit verschiedenen Einzelpositionen auseinander und errechnete so die eventualiter anerkannte Restforderung. Das Handelsgericht wies die Klage mit Urteil vom 5. April 2017 ab. Es erwog, die Forderung als Ganzes, welche die Beschwerdeführerin mit Hinweis auf die Schlussrechnung begründe, sei nicht genügend substanziiert. Genügend substanziiert seien demgegenüber 23 Einzelpositionen, zu denen die Klägerin in der Replik Stellung genommen habe, nachdem sie von der Beklagten in der Klageantwort substanziiert bestritten worden seien. Die unter diesem Titel von der Klägerin substanziiert begründeten 23 Positionen würden sich auf insgesamt Fr. 145'373.65 belaufen. Unter Berücksichtigung der von ihr zugestandenen Abzüge und Zuschläge ergebe sich eine Forderungssumme von Fr. 144'453.20. Diesem Betrag stünden die Akontozahlungen der Beklagten im Umfang von Fr. 345'316.10 gegenüber. Da es somit der Klägerin selbst bei vollständigem Obsiegen in Bezug auf diese substanziiert behaupteten 23 Teilforderungen nicht gelingen könnte, einen über die Akontozahlungen hinausgehenden Anspruch zu beweisen, sei die Klage abzuweisen, ohne dass diese 23 Positionen geprüft werden müssten.