Citation: I 669/05 02.03.2006 E. 5

5.1 Nach Lage der Akten unter den Verfahrensbeteiligten zu Recht unbestritten ist, dass die Beschwerdegegnerin ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zu 40 % erwerbstätig und zu 60 % im Haushalt beschäftigt wäre. Die Invaliditätsbemessung hat daher nach der gemischten Methode (BGE 125 V 146) zu erfolgen. Ebenfalls zu keinen Beanstandungen Anlass gibt ferner die - insbesondere gestützt auf die Berichte des Dr. med. J.________ vom 17. November 2004 sowie des Dr. med. S.________ vom 30. November 2004 - vorinstanzlich auf 40 % bezifferte Arbeitsfähigkeit im erwerblichen Bereich. Rechnung getragen wurde dabei auch dem sich in den letzten Jahren sukzessive verschlechternden Gesundheitszustand der Versicherten. 5.2 Als - auf Grund des Haushaltsberichtes vom 14. Mai 2004 - ungenügend abgeklärt beurteilte das kantonale Gericht demgegenüber die leidensbedingte Einschränkung in der Verrichtung der häuslichen Tätigkeiten und wies die Sache zu weiteren Erhebungen in diesem Punkt an die Beschwerdeführerin zurück. 5.2.1 Wie im angefochtenen Entscheid richtig erkannt wurde, rechtfertigt sich vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdegegnerin seit Jahren keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt hat, zur Ermittlung des Invaliditätsgrades im erwerblichen Bereich für die dem Einkommensvergleich zu Grunde zu legenden Einkommen der Beizug von statistischen Angaben gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2002 (S. 43, Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4, Frauen). In Anwendung der in BGE 125 V 146 festgehaltenen, seither mehrmals ausdrücklich durch das Eidgenössische Versicherungsgericht bekräftigten Rechtsprechung zur gemischten Methode (vgl. auch Erw. 6 hiernach) resultiert daraus bei einer im Gesundheitsfall zu 40 % ausgeübten Erwerbstätigkeit ein Valideneinkommen von Fr. 18'336.-. Eine Berücksichtigung der bis im grundsätzlich massgeblichen Vergleichsjahr 2004 (Erw. 3.1 in fine hievor; BGE 129 V 222) eingetretenen Nominallohnentwicklung sowie der damals geltenden durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit erübrigt sich auf Grund der Parallelisierung der Vergleichseinkommen. Ausgehend von einem um 60 % eingeschränkten Leistungsvermögen sowie einem - durch das kantonale Gericht vorgenommenen, den Verhältnissen angemessenen - leidensbedingten Abzug von 10 % (vgl. dazu BGE 126 V 78 ff. Erw. 5 sowie AHI 2002 S. 62 ff. [Urteil D. vom 27. November 2001, I 82/01]) beläuft sich das Invalideneinkommen sodann auf Fr. 16'502.40. Die Gegenüberstellung der beiden Einkommen ergibt einen Invaliditätsgrad im erwerblichen Bereich von 10 % bzw. - gewichtet (0,4 x 10 %) - von 4 %. 5.2.2 Daraus erhellt, dass die Beschwerdegegnerin im Haushalt mindestens zu 59,2 % eingeschränkt sein müsste, damit die Gesamtinvalidität gerundete 40 % (zu den Rundungsregeln: vgl. BGE 130 V 121) oder mehr betrüge. Hierfür bestehen auf Grund der Akten indes keine genügenden Anhaltspunkte. Während die Beeinträchtigung im Abklärungsbericht Haushalt vom 14. Mai 2004 auf lediglich 16,15 % geschätzt worden war, hatte Dr. med. J.________ am 24. Oktober 2003 festgehalten, die attestierte - sowohl für die Verkaufs- wie auch für die Haushaltstätigkeit geltende - Arbeitsfähigkeit (von vier bis fünf Stunden täglich) sei halbtags realisierbar mit etwas reduzierter Leistung von 10 bis 20 % wegen vermehrt nötigen Sitzpausen. Selbst wenn die letztgenannte Bewertung im Sinne einer medizinisch-theoretischen Einschätzung des noch verbliebenen häuslichen Leistungsvermögens zutreffen würde - allenfalls noch in Berücksichtigung der gemäss Bericht des gleichen Arztes vom 17. November 2004 zwischenzeitlich eingetretenen Verschlechterung des Gesundheitszustandes -, könnte dieser Ansatz nicht unbesehen als Basis der Invaliditätsbemessung im Haushalt herangezogen werden. Verglichen mit dem erwerblichen Bereich erscheint die ärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Haushalt generell mit mehr Unsicherheit behaftet und es kann darauf nur in Ausnahmefällen direkt abgestellt werden (Urteil E. vom 13. Dezember 2005, I 156/04, Erw. 6.2 mit Hinweisen). Ausser Acht gelassen hat Dr. med. J.________ denn auch, dass bei der Besorgung des Haushalts zeitlich in der Regel mehr Spielraum besteht sowohl für die Einteilung der Arbeit wie auch für die Art und Weise, wie sie ausgeführt wird (Urteil W. vom 6. Januar 2006, I 753/03, Erw. 7.2). Nicht Rechnung getragen wurde ferner, soweit ersichtlich, der in diesem Tätigkeitsfeld ebenfalls geltenden Schadenminderungspflicht, insbesondere in Form der zumutbaren Mitarbeit von Ehemann und dem 1980 geborenen, noch zu Hause wohnenden jüngeren Sohn, welche weiter geht, als die ohne Gesundheitsschaden üblicherweise zu erwartende Unterstützung (in BGE 130 V 369 nicht veröffentlichte Erw. 8 des Urteils B. vom 18. Mai 2004, I 457/02, mit weiteren Hinweisen [SVR 2005 IV Nr. 6 S. 21]; Urteile J. vom 20. Januar 2006, I 725/04, Erw. 3.2, und S. vom 16. Februar 2005, I 568/04, Erw. 4.2.2 mit Hinweisen). Werden diese Faktoren indessen miteinbezogen, leuchtet ohne weiteres ein, dass eine - für die Ermittlung der invalidenversicherungsrechtlich erheblichen Invalidität massgebende - haushaltliche Beeinträchtigung im Ausmass des für den Rentenanspruch erforderlichen Mindestprozentsatzes nicht ausgewiesen ist. Dies gilt im Übrigen selbst für den Fall, dass Hinweise für Wechselwirkungen im Sinne einer allfällig verminderten Leistungsfähigkeit im Haushalt infolge der Beanspruchung im Erwerbsbereich bestünden und diese Einschränkung zusätzlich zu berücksichtigen wäre (Urteile J. vom 20. Januar 2006, I 725/04, Erw. 3.2, W. vom 6. Januar 2006, I 753/03, Erw. 7.2, und E. vom 13. Dezember 2005, I 156/04, Erw. 6.2). Die vorinstanzlich entschiedene Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur Vornahme ergänzender Abklärungen in diesem Punkt erweist sich nach dem Gesagten als nicht erforderlich.