Citation: 5A_157/2022 E. 3.4.2

3.4.2. Das Bundesgericht hat die Anwendung des Effektivitätsgrundsatzes bei der Bestimmung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums damit begründet, dass es stossend wäre, der Schuldnerin Zuschläge zum Grundbetrag zuzugestehen, sie dann aber das Geld für den im Existenzminimum berücksichtigten Betrag anderweitig ausgibt. Die Zuschläge sind bei der Berechnung des Existenzminimums ohne entsprechende Belege nicht zu berücksichtigen. Der Schuldnerin wird indes die Möglichkeit geboten, unter Vorweisung von Belegen eine Revision der Einkommenspfändung zu verlangen. Dieses Vorgehen lässt sich gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung mit der gesetzlichen Regelung besser vereinbaren, als wenn der Schuldnerin zwar die entsprechenden Beträge belassen worden wären, sie aber zugleich zu regelmässigen Zahlungen verpflichtet worden wäre unter der Androhung einer Revision der Pfändung (BGE 121 III 20 E. 3b, c).