Citation: 5A_614/2022 E. 2.6

2.6. In der Sache rügt die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe ihre Entschädigung zu Unrecht nach den Regeln betreffend die nicht vermögensrechtlichen Streitigkeiten beurteilt. Sie begnügt sich jedoch mit der durch nichts belegten Behauptung, im Kanton Zürich würden die Kosten- und Entschädigungsfolgen in Scheidungsverfahren im Entscheidfall stets nach den Bestimmungen für vermögensrechtliche Angelegenheiten festgelegt, sofern neben weiteren Scheidungsnebenpunkten strittige Unterhaltsbeiträge und/oder güterrechtliche Forderungen zu beurteilen seien. Eine unterschiedliche Behandlung im Vergleichsfall (wie vorliegend) sei willkürlich. Nachdem die Beschwerdeführerin jedoch weder die behauptete Rechtspraxis belegt noch Willkür in der Anwendung von § 5 Abs. 1 i.V.m. § 6 AnwGebV ZH behauptet, geschweige denn nachzuweisen vermag, hat es bei der vorinstanzlichen Anwendung des kantonalen Rechts sein Bewenden. Eine Auseinandersetzung mit den Ausführungen der Beschwerdeführerin zum Streitwert erübrigt sich daher auch vor Bundesgericht.