Citation: 1B_192/2015 E. A

Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland führt gegen A.________ eine Strafuntersuchung wegen Diebstahls, Sachbeschädigung, mehrfacher, teilweise qualifiziert grober Verletzung der Verkehrsregeln etc. A.________ wurde mehrmals verhaftet und jeweils nach kurzer Zeit wieder entlassen. Am 15. April 2015 stellte die Staatsanwaltschaft beim Zwangsmassnahmengericht des Bezirks Bülach den Antrag auf Anordnung von Untersuchungshaft. Mit Verfügung vom 17. April 2015 wies das Zwangsmassnahmengericht diesen Antrag ab. Am 22. April 2015 hiess das Obergericht des Kantons Zürich die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen diese Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts gut, hob sie auf und versetzte A.________ in Untersuchungshaft. Es erwog, der dringende Tatverdacht sei erstellt und es bestehe Fluchtgefahr. Am 12. Mai 2015 hiess das Bundesgericht mit Urteil 1B_150/2015 die Beschwerde von A.________ gegen diesen Obergerichtsentscheid gut, hob ihn auf und wies die Sache im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurück. Es war zum Schluss gekommen, die Annahme von Fluchtgefahr sei bundesrechtswidrig, hingegen sei vom Obergericht zu prüfen, ob Wiederholungsgefahr bestehe. Am 27. Mai 2015 beschloss das Obergericht, die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts aufzuheben und A.________ in Untersuchungshaft zu versetzen. Es erwog, der dringende Tatverdacht sei erstellt und es bestehe Wiederholungsgefahr, die nicht durch geeignete Ersatzmassnahmen gebannt werden könne.