Citation: 1C_570/2016 E. A

Nachdem A.________, B.________ und C.________ im Jahr 1976 das an den Vierwaldstättersee anstossende Grundstück Nr. 256, GB Stansstad, in U.________ geerbt hatten, schlossen sie am 13. Mai 1977 einen Erbteilungsvertrag. Dieser sah vor, dass von diesem Grundstück im Norden die Parzelle Nr. 863 abgetrennt und A.________ zugeteilt wird. Diese Parzelle lag damals in der nicht überbaubaren Landschaftsschutzzone und war mit dem Chalet X.________ überbaut. Die mit dem Chalet Y.________ überbaute Stammparzelle Nr. 256, die teilweise in der Bauzone lag, wurde B.________ zugewiesen. In der Folge klagten A.________ und C.________ beim Amtsgericht Luzern-Stadt gegen B.________ auf Anfechtung des Erbteilungsvertrags. In diesem Prozess war unter anderem streitig, ob auf dem heutigen Grundstück Nr. 256 noch ein weiteres Haus gebaut werden könne oder nicht und ob die Verkehrswerte der Grundstücke Nrn. 256 und 863 im Zeitpunkt des Abschlusses des Erbteilungsvertrages ungefähr gleich gewesen waren. Die Instruktionsrichterin des Amtsgerichts liess deshalb diese Verkehrswerte durch die Güterschatzungskommission Nidwalden schätzen. Deren erste Schätzung hob das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden am 14. September 1988 auf und wies die Sache im Sinne der Motive zur neuen Schätzung an diese Kommission zurück, wobei es vorgab, bezüglich der Parzelle Nr. 256 sei keine weitere (relevante) Überbaubarkeit mehr gegeben, weil das auf der Parzelle Nr. 863 errichtete Gebäude bei der Bestimmung der maximal zulässigen Ausnützung berücksichtigt werden müsse. Davon ausgehend nahm die Güterschatzungskommission am 20. April 1990 eine neue Schätzung der Grundstücke vor. Eine dagegen erhobene staatsrechtliche Beschwerde von A.________ und C.________ wies das Bundesgericht am 28. September 1990 ab, soweit es darauf eintrat. Heute ist D.________ Eigentümer der Parzelle Nr. 256, die gemäss der aktuellen Nutzungsplanung der Gemeinde Stansstad zum grossen Teil der zweigeschossigen Wohnzone locker Ostteil Kehrsiten (WL2) und in einem kleineren Bereich der Nichtbauzone zugeteilt ist. Sie befindet sich zudem im landschaftlich empfindlichen Siedlungsgebiet und teilweise in der Uferschutzzone. Die Parzelle Nr. 863, die heute der Landwirtschaftszone zugeteilt ist, steht nach wie vor im Eigentum von A.________, die darauf mit ihrem Ehemann, E.________, wohnt. Sie ist auch Eigentümerin der südlichen Strassenparzelle Nr. 867.