Citation: I 269/06 29.11.2006 E. 4

In BGE 132 V 100 Erw. 5 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht erwogen, der Anordnung einer medizinischen Begutachtung durch den Sozialversicherer komme kein Verfügungscharakter zu. Um eine solche Anordnung handelt es sich beim Verwaltungsakt vom 22. Dezember 2005. Mit diesem wurde gegenüber der Versicherten formlos mittels Realakt die vorgesehene Beweismassnahme angeordnet. Gemäss demselben Urteil ist zu unterscheiden zwischen der Anordnung einer Expertise und dem Entscheid über die in der Folge geltend gemachten Ausstands- und Ablehnungsgründe gegenüber der Person des Gutachters. Macht die versicherte Person Einwendungen geltend, welche eine Befangenheit der an der Begutachtung mitwirkenden sachverständigen Person im Sinne gesetzlicher Ausstands- und Ablehnungsgründe zu begründen vermögen, hat der Versicherungsgträger darüber in Form einer anfechtbaren Zwischenverfügung zu befinden (BGE 132 V 106 Erw. 6). Eine solche Konstellation ist vorliegend jedoch nicht gegeben. Die Beschwerdegegnerin hat im Anschluss an die Gutachteranordnung vom 22. Dezember 2005 lediglich um Zustellung einer Liste der in Frage kommenden Sachverständigen ersucht, was die IV-Stelle am 25. Januar 2006 abgelehnt hat. Dieser negativen Stellungnahme der Verwaltung kommt, entgegen der Auffassung der Vorinstanz, kein Verfügungscharakter zu, da die IV-Stelle darin lediglich ihre Auffassung bestätigt hat, wonach Art. 44 ATSG mit Blick auf natürliche Personen, nicht aber im Rahmen der Beauftragung einer Gutachterstelle zur Anwendung komme. Stellt der Verwaltungsakt vom 25. Januar 2006 somit keine Verfügung dar, ist auch nicht zu beurteilen, ob er wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs aufzuheben ist, wie das kantonale Gericht erwogen hat (vgl. Erwägung 3d des vorinstanzlichen Entscheids). Dispositivmässig hat das vorinstanzliche Gericht dann aber lediglich die IV-Stelle verpflichtet, der Versicherten vor Durchführung der angeordneten Begutachtung eine Liste der begutachtenden Ärzte des Instituts X.________ zuzustellen. Zu prüfen ist nachfolgend, ob Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Entscheids entsprechend dem Antrag des BSV aufzuheben ist.