Citation: 8C_604/2017 E. 7.4

7.4. Beweisrechtlich entscheidend ist sodann der verhaltensbezogene Gesichtspunkt der "Konsistenz" (BGE 141 V 281 E. 4.4 S. 303). In dieser Hinsicht ist mit der Vorinstanz auf die schon mehrfach und von Vertretern aller Fachrichtungen, einschliesslich des begutachtenden Psychiaters, erwähnten Inkonsistenzen, Diskrepanzen sowie aggravatorischen Tendenzen zu verweisen. Über das bereits Erwogene und die schon erwähnte Schilderung des Schmerzempfindens hinaus gilt es Inkonsistenzen namentlich in Bezug auf die Angaben zum Tagesablauf zu erwähnen, die nach Einschätzung des psychiatrischen Gutachters sehr diffus und vage blieben. In Widerspruch zum dargestellten eingeschränkten Aktivitätsniveau erhoben die Experten des MZR nach vorinstanzlicher Feststellung eine auffallende Beschwielung der Hände. Diese sei für eine Person, die seit über acht Jahren nicht mehr manuell arbeiten könne, rechts deutlich ausgeprägt, namentlich im Bereich der Daumen; Gleiches gelte für die Beschwielung der Knie. Die Richtigkeit dieser von der Vorinstanz übernommenen Feststellungen wird beschwerdeweise nicht angezweifelt; ebenso wenig wird Relativierendes dazu vorgetragen. Dazu gesellen sich laut entsprechendem Hinweis im Gutachten auch inkonsistente Angaben zu den finanziellen Verhältnissen, zumal die angegebenen Zuwendungen des Sozialamtes zum Leben nicht ausreichten. Des Weiteren verweist die Vorinstanz im Einzelnen - wiederum unwidersprochen - darauf, dass der Beschwerdeführer laut Angaben im MZR-Gutachten regelmässig mit dem Wagen zum Arzt (oder zu Therapien) fahre; dies lässt sich gemäss ihrer Feststellung mit der subjektiven Einschätzung seiner Arbeitsfähigkeit nicht in Einklang bringen und ist als solches durchaus ressourcenrelevant (vgl. Urteil 9C_78/2017 vom 26. Januar 2018 E. 6.3.5). Dazu passt der bereits angesprochene (E. 7.2) Mangel an Motivation. Schliesslich und vor allem gilt es, namentlich mit Blick auf die hier besonders interessierende affektive Störung, nochmals seine therapeutischen Bemühungen zu erwähnen. Insofern vermerkten nach nicht als offensichtlich unrichtig gerügter vorinstanzlicher Feststellung zu Art und Frequenz der erfolgten Behandlung auch die Gutachter des MZR ein Missverhältnis zwischen dem Ausmass der geschilderten Beschwerden und der Intensität der beanspruchten therapeutischen Hilfe. Zu Recht verweist das kantonale Gericht in diesem Kontext darauf, dass nicht einzusehen ist, weshalb der Beschwerdeführer bei subjektiv anhaltend hohem Leidensdruck die Behandlung im Medizinischen Zentrum E.________ trotz unbefriedigender Ergebnisse jahrelang unverändert fortsetzte und sich nicht um Alternativen (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) bemühte. Das gelte umso mehr, als die verschriebene Medikation aus ärztlicher Sicht wiederholt angezweifelt worden sei. Aufgrund dieser Beanspruchung therapeutischer Hilfe bei vorhandenen Optionen ist mit dem kantonale Gericht auf einen eher geringen Leidensdruck zu schliessen. Was der Beschwerdeführer - ohne die sachbezüglichen Feststellungen der Vorinstanz zu rügen - dagegen vorträgt, verfängt nicht. Zwar ist es richtig, dass er sich mehrfach auch stationär behandeln liess und auch die behandelnde Stelle wechselte. Angesichts des ausbleibenden Erfolgs durfte er es jedoch nicht bei der ab 2009 gleichenorts, ab Ende 2014 gerade noch im Monatstakt, erfolgenden Behandlung - mit fragwürdiger Medikation - bewenden lassen. Daran vermag, entgegen seinen Vorbringen, auch sein Vertrauen in die Einschätzung der behandelnden Ärzte und seine diesbezügliche Gutgläubigkeit nichts zu ändern.