Citation: 7B_31/2022 E. A

A.a. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden verurteilte H.________ am 19. Juli 2018 wegen Diebstahls, mehrfachen versuchten Diebstahls und mehrfachen Hausfriedensbruchs zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- bei einer Probezeit von 2 Jahren und zu einer Busse von Fr. 350.--. H.________ wurden fünf Hausfriedensbrüche, der Diebstahl von Fr. 50.-- sowie weitere Diebstahlsversuche, alles begangen nach dem Tod von A.________ am 8. Oktober 2016, zur Last gelegt. Gegen den Strafbefehl erhob der Erbe und Bruder der Verstorbenen, B.________, Einsprache. A.b. Mit Anklage vom 24. Juni 2019 wirft die Staatsanwaltschaft H.________ vor, sie habe vom 1. Mai 2014 bis zum 22. Oktober 2016 mit einer A.________ entwendeten Bankomatkarte 18 Bargeldbezüge im Gesamtbetrag von Fr. 5'500.-- getätigt. Beim letzten Versuch, Bargeld zu beziehen, sei die Karte eingezogen worden. Im selben Zeitraum habe H.________ die Wohnung von A.________ mehrfach betreten, Bargeld im Gesamtbetrag von Fr. 45'600.--, Volg-Gutscheine im Gegenwert von Fr. 430.-- und Schmuck im Wert von Fr. 2'980.-- (vier Fingerringe sowie ein Armband) gestohlen. Diese Handlungen habe H.________ vor dem Tod von A.________ am 8. Oktober 2016 begangen. Sodann habe H.________ nach dem Tod von A.________ deren Wohnung mindestens vier Mal durchsucht und eine 50-Franken-Note aus deren Portemonnaie an sich genommen. An zwei Daten habe sie kein Geld gefunden.