Citation: 2C_432/2023 E. 4.8

4.8. Nach dem Dargelegten bestehen im Rahmen einer Gesamtwürdigung keine wichtigen Gründe gemäss Art. 47 Abs. 4 AIG. Weder ist erstellt, dass die Beschwerdeführenden nicht freiwillig jahrelang getrennt gelebt hätten, noch haben sich die Umstände derart verändert, dass die Fortführung des bisherigen Getrenntlebens mit längeren gegenseitigen Besuchen nicht zumutbar wäre. Daher überwiegt das öffentliche Fernhalteinteresse. Die vorinstanzliche Anwendung von Art. 47 Abs. 4 AIG verletzt damit weder Bundes- noch Konventionsrecht.