Citation: 6B_137/2024 E. 4.2.3

4.2.3. In der Folge nimmt die Vorinstanz richtigerweise eine sich an der Verhältnismässigkeitsprüfung gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK orientierende Interessenabwägung vor. Unter Miteinbezug seiner familiären Situation (vgl. oben E. 4.2.2) und dem Hinweis darauf, dass der Beschwerdeführer bereits seit 26 Jahren in der Schweiz lebt, erwägt sie, dass einer Landesverweisung seine erheblichen privaten Interessen an einem Verbleib in der Schweiz gegenüberstehen. Diesen wiederum stehe das wegen der mehrfachen Tatbegehung und der sich während Jahren wiederholenden Delinquenz als hoch zu gewichtende öffentliche Interesse an der Landesverweisung gegenüber. Damit einhergehend berücksichtigt sie die vom Beschwerdeführer begangenen (Anlass-) Delikte, das ausgefällte Strafmass von 21 Monaten und das damit einhergehende, im unteren bis mittleren Bereich anzusiedelnde Verschulden. Im Weiteren, dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2014 bis 2018 bereits mehrfach wegen (grober) Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz (SVG) sowie einmalig wegen einfacher Körperverletzung verurteilt und er mit insgesamt sieben, wegen SVG-Widerhandlungen und wegen Ungehorsams im Betreibungsverfahren ausgefällten Bussen im Betrag zwischen Fr. 60.-- und Fr. 1'200.-- bestraft worden ist. Daraus schliesst sie auf ein vom Beschwerdeführer ausgehendes Risiko für die öffentliche Sicherheit und Ordnung und weist schliesslich auf die per 31. Januar 2019 ausgesprochene, ausländerrechtliche Verwarnung hin. Im Weiteren geht die Vorinstanz davon aus und bezieht in ihre Interessenabwägung mit ein, dass der Beschwerdeführer weder beruflich noch sozial integriert, respektive ihm die wirtschaftliche Integration in der Schweiz weitgehend nicht gelungen ist und er nur gebrochen Deutsch spricht. Hinsichtlich seiner psychischen und physischen Beeinträchtigungen erwägt sie - u.a. mit Hinweis auf die Universitätsklinik in der Hauptstadt Skopje - dass eine entsprechende Behandlung auch in seinem Heimatland gewährleistet ist. Mit Blick auf die Wiedereingliederung in seinem Heimatland geht sie davon aus, dass eine solche in Anbetracht seines Alters, seiner beruflichen Situation und langen Abwesenheit zwar mit Schwierigkeiten verbunden sein wird, er mit seinen dort lebenden Eltern und Brüdern aber über ein soziales Auffangnetz verfügt, er fliessend albanisch spricht und auch mit der dortigen Kultur vertraut ist, nachdem er 22 Jahre seines Lebens dort verbracht hat. Damit erkennt die Vorinstanz hinsichtlich der beruflichen und finanziellen Situation des Beschwerdeführers im Vergleich zu seiner aktuellen Situation in der Schweiz keine ernstlichen Nachteile, die ihm eine Rückkehr nach Nordmazedonien erheblich erschweren und erachtet es folglich als problemlos möglich, dass er in Nordmazedonien sowohl beruflich als auch sozial Fuss fassen kann, woran praxisgemäss auch eine schwierigere Wirtschaftslage im Heimatland nichts zu ändern vermöge. Die Vorinstanz folgert, dass damit die öffentlichen Interessen an der Landesverweisung die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz überwiegen.