Citation: 8C_539/2022 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz stellte fest, der Beschwerdeführer habe angegeben, der geltend gemachte Unfall habe sich am fraglichen Abend um 21.00 Uhr ereignet, wobei er sich während ungefähr 30 Minuten im Saal aufgehalten habe, bevor er das Rockkonzert verlassen habe. Gemäss dem von ihm im Beschwerdeverfahren eingereichten Gutachten der E.________ GmbH seien die zulässigen Lärmgrenzwerte in der Zeit von 20.41 bis 21.41 Uhr eingehalten worden. Danach sei eine Überschreitung gemessen worden. Zu einem isolierten, besonders lauten Lärmereignis sei es während der Anwesenheit des Beschwerdeführers im Saal nicht gekommen. Gemäss dem kantonalen Gericht war das Unfallbegriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht erfüllt, nachdem die Lärmgrenzwerte zum Zeitpunkt des Vorfalls eingehalten worden seien, und fehlte es angesichts der längerdauernden Anwesenheit des Beschwerdeführers im Saal auch am Kriterium der Plötzlichkeit. Der geklagte Tinnitus sei im Übrigen, so die Vorinstanz, organisch objektiv nicht ausgewiesen. Da das Ereignis als leichter Unfall zu qualifizieren sei, müsste auch die adäquate Kausalität verneint werden.