Citation: 5A_477/2024 E. 2.6

2.6. Im vorliegenden Fall geht aus den mit der Aktenlage übereinstimmenden Feststellungen im angefochtenen Entscheid hervor, dass das Betreibungsamt gegenüber der Beschwerdeführerin eine Lohnpfändung verfügt hat. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, sie habe die in Betreibung gesetzte Forderung samt Zins und Kosten nach der Zustellung der Pfändungsurkunde bezahlt, um eine Lohnpfändung "abzuwehren", ist insoweit nicht ohne Weiteres verständlich. Womöglich möchte die Beschwerdeführerin damit zum Ausdruck bringen, dass sie eine Anzeige an ihren Arbeitgeber im Sinn von Art. 99 SchKG - bei Lichte besehen eine blosse Sicherungsmassnahme (BGE 109 III 11 E. 2; Urteil 5A_28/2016 vom 8. Juni 2016 E. 4.2) - vermeiden wollte. Auf jeden Fall macht die Beschwerdeführerin nicht geltend und lässt sich den Akten nicht entnehmen, dass es ihr unter Strafandrohung verboten gewesen wäre, über die für die Zahlung eingesetzten Mittel anderweitig zu verfügen. Es ist daher davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin die in Betreibung gesetzte Forderung samt Zins und Kosten unter Verwendung ihrer frei verfügbaren Mittel bezahlt hat, womit sie die schwebende Betreibung nach dem Gesagten ungeachtet der hängigen Beschwerde direkt zum Untergang gebracht hat. Gibt es aber keine Betreibung, kann es auch kein Beschwerdeverfahren geben, in welchem über die Frage der rechtsgenüglichen Erhebung eines Rechtsvorschlags noch zu befinden wäre (in diesem Sinn auch HANSJÖRG PETER, Le point sur le droit des poursuites et des faillites, SJZ 2023 S. 786 betreffend die Gegenstandslosigkeit eines Rechtsöffnungsverfahrens).