Citation: 5A_177/2021 E. 3

Direkt in der Sache gerügt werden kann hingegen, dass das Appellationsgericht keine mündliche Verhandlung durchgeführt hat. Indes erfolgt auch hier keine Auseinandersetzung mit den ausführlichen vorinstanzlichen Erwägungen (dass aufgrund von Art. 327 Abs. 2 ZPO aufgrund der Akten entschieden werden kann; dass die Beschwerde gemäss Art. 320 ZPO auf Rechtskontrolle und offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung beschränkt ist; dass sich vorliegend nur Rechtsfragen stellen und diese anhand der Akten leicht zu beantworten sind; dass es um einen Nichteintretensentscheid geht), sondern bloss die abstrakte Behauptung, Art. 6 EMRK sei verletzt. Mangels Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen ist auch in diesem Punkt auf die Beschwerde nicht einzutreten. Ergänzend ist zu bemerken, dass erstinstanzlich ein mündliches Verfahren durchgeführt wurde, das Scheidungsverfahren aber nur partei- und nicht publikumsöffentlich ist (Urteil des EGMR Nr. 36337/97 und 35974/97 B. und P. gegen Vereinigtes Königreich vom 24. April 2001 § 38).