Citation: 4A_73/2024 E. A

A.a. Die A.________ L.L.C. (Beschwerdeführerin) ist ein Unternehmen mit Sitz in U.________, Kosovo. Sie ist im Grosshandel mit X.________dienstleistungen tätig. Die B.________ J.S.C. (Beschwerdegegnerin) ist ein staatliches X.________unternehmen mit Sitz in U.________, Kosovo. Sie ist lizenzierte öffentliche Betreiberin sowie Anbieterin von Y.________diensten im Gebiet des Kosovo. Am 16. März 2015 schlossen die Parteien das Partnership Agreement und dessen Anhänge I-V ab. Gemäss dem Partnership Agreement verpflichtet sich die Beschwerdeführerin, die X.________produkte und -dienstleistungen der Beschwerdegegnerin im Kosovo zu vertreiben und zu verkaufen. Im Gegenzug erhält sie von der Beschwerdegegnerin verschiedene Provisionen und Prämien. Diese werden auf der Grundlage der Verkaufszahlen der Produkte der Beschwerdegegnerin berechnet. Zwischen dem 15. Oktober 2015 und dem 4. Dezember 2020 änderten die Parteien das Partnership Agreement mit einem Memorandum of Understanding ("MoU"), den Anhängen VI-XIII und dem Addendum I zu Anhang V zum Partnership Agreement. Die Änderungen betrafen unter anderem die Berechnung der Provisionen sowie die Einführung neuer Provisionen für Marketingaktivitäten. Im Jahr 2020 kam es zu personellen Veränderungen in der Unternehmensführung der Beschwerdegegnerin. Im Juni 2021 teilte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit, dass die vertraglichen Beziehungen der Parteien nur durch das Partnership Agreement und seine Anhänge I-V geregelt werden sollen, und nicht auch durch die Änderungen gemäss den später abgeschlossenen Anhängen und dem MoU. Die Beschwerdeführerin berechnete ihre Provisionen und Prämien jedoch weiterhin auch auf der Grundlage des MoU und der Anhänge VI-XIII sowie des Addendum I zu Anhang V zum Partnership Agreement. Hierauf verweigerte die Beschwerdegegnerin die Zahlung der Provisionen und Prämien, soweit sie über die gemäss dem Partnership Agreement und dessen Anhänge I-V geschuldeten Beträge hinausgingen. A.b. Das Partnership Agreement vom 16. März 2015 enthält in Art. 13 eine Rechtswahl- und Schiedsklausel zugunsten eines Schiedsgerichts mit Sitz in Genf. Das Partnership Agreement wird dem anwendbaren Recht von Kosovo unterstellt.