Citation: 9C_555/2018 E. 4.2.1

4.2.1. Das kantonale Gericht habe zunächst nicht sichergestellt, dass ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung Berücksichtigung fänden. Dem ist zu entgegnen, dass die Experten bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit explizit allein die erwerblichen Auswirkungen der organischen Persönlichkeitsstörung - unabhängig von deren Genese (vgl. dazu etwa SVR 2016 IV Nr. 3 S. 7, Urteil 8C_582/2015 E. 2.2.2) - berücksichtigt haben, was die Beschwerdeführerin verkennt. Die vorinstanzliche Festellung, die Arbeitsunfähigkeit sei auf die (krankheitswertige) organische Persönlichkeitsstörung zurückzuführen, ist deshalb - auch mit Blick auf die in casu wohl vorhandene Gemengelage von Krankheits- und Verhaltensanteilen - jedenfalls nicht offensichtlich unrichtig, und bindet deshalb das Bundesgericht (vgl. oben E. 1). Daran ändert auch die Unsicherheit darüber, ob die funktionellen Folgen der festgestellten Gesundheitsschädigung bei Wegfall der Suchtmittelabhängigkeit allenfalls reversibel seien, nichts. Wie bereits das kantonale Gericht aufzeigte, steht dies der Annahme einer rentenbegründenden Invalidität nicht zum vorneherein entgegen (vorinstanzliche E. 7; vgl. zudem BGE 143 V 409 E. 4.2.1 S. 412 f.; 127 V 294 E. 4c S. 298).