Citation: 6B_282/2018 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz erwägt, die Einbruchdiebstähle gemäss Anklagedossiers 5, 6, 7 und 8 hätten sich allesamt am 18. November 2015 im gleichen Mehrfamilienhaus an der C.________strasse 16 in D.________ ereignet. Betroffen gewesen seien zwei nebeneinander liegende Wohnungen im Erdgeschoss sowie die zwei unmittelbar darüber liegenden Wohnungen im ersten Stock. Der Beschwerdeführer sei betreffend Anklagedossier 5 (Einbruchdiebstahl in eine der beiden Wohnungen im ersten Stock) aufgrund einer sichergestellten DNA-Spur rechtskräftig verurteilt worden. In den übrigen Wohnungen bzw. auf dem Sitzplatz und Balkon sowie an Türen und Türrahmen seien ebenfalls verschiedene DNA-Spuren sichergestellt worden. Die erstellten DNA-Profile seien aber nicht interpretierbar gewesen. In einigen Fällen habe überhaupt kein DNA-Profil erstellt werden können. Ein Vergleich der sichergestellten Spuren mit der DNA des Beschwerdeführers habe daher gar nicht erst erfolgen können und über den möglichen Verursacher der DNA-Spuren sei entsprechend nichts bekannt. Die Spuren könnten ebenso gut vom Beschwerdeführer stammen wie von einer beliebigen anderen Person männlichen oder weiblichen Geschlechts. Abweichendes gelte lediglich für eine DNA-Spur, welche auf Gegenständen in der Wohnung der Geschädigten B.________ sichergestellt worden sei. Diese Probe habe die Erstellung eines DNA-Profils erlaubt, welches einer weiblichen Person habe zugeordnet werden können. Dies sei angesichts des weiblichen Geschlechts der Eigentümerin der Gegenstände nicht überraschend. Die Vorinstanz erwägt weiter, die DNA-Spuren vermöchten eine Täterschaft des Beschwerdeführers betreffend die Anklagedossiers 6 und 7 nicht zu beweisen. Die ins Feld geführte Möglichkeit einer unabhängigen Dritttäterschaft erscheine aber äusserst unwahrscheinlich. Es wäre ein sehr aussergewöhnlicher Zufall, wenn am selben Tag von unabhängigen Tätern in weitere drei neben und unter der Wohnung gemäss Anklagesachverhalt 5 liegende Wohnungen eingebrochen worden wäre und dies noch dazu mit identischer Vorgehensweise (Aufbrechen der Balkon- oder Terrassentüren mit einem Flachwerkzeug). Hinzu komme, dass das Spurenbild gemäss Erkenntnissen des Forensischen Instituts Zürich dafür spreche, dass eine der Wohnungen im ersten Stock von der Täterschaft mittels Überklettern der Trennwand zwischen den Balkonen erreicht worden sein dürfte. Ab den ersichtlichen Abriebstellen in der Staubschicht der Trennwand sei ebenfalls eine DNA-Probe entnommen worden. Für sie gelte das vorstehend Ausgeführte. Das erstellte DNA-Profil habe keinerlei interpretierbare Resultate geliefert und vermöge den Beschwerdeführer als Spurengeber damit weder zu überführen noch auszuschliessen. Das Spurenbild stelle aber einen gewichtigen Anhaltspunkt dafür dar, dass ein und dieselbe Täterschaft in die beiden Wohnungen im ersten Stock eingedrungen sei. Auch die These der Mittäterschaft verwirft die Vorinstanz. Sie erwägt, den Untersuchungsakten sei nichts zu entnehmen, das darauf schliessen lassen würde, dass an den Einbruchdiebstählen an der C.________strasse 16 mehrere Personen beteiligt gewesen wären. Das Spurenbild habe keine dahingehenden Erkenntnisse geliefert. Von der Geschädigten B.________ sei überdies eine männliche Person wahrgenommen worden, die sich rennend von der Liegenschaft entfernt habe und in der sie den Täter vermutet habe. Dass es sich bei dieser Person tatsächlich um den Täter gehandelt habe, sei zwar nicht erstellt. Anhaltspunkt für eine Begehung durch mehrere Täter liessen sich aber auch diesen Wahrnehmungen nicht entnehmen. Das an der C.________strasse 16 erbeutete Diebesgut habe sodann vor allem aus Schmuck und Bargeld sowie einer Damentasche und einer Digitalkamera bestanden, was den Abtransport durch einen Einzeltäter ohne Weiteres erlaubt habe. Wenngleich die Möglichkeit, dass der Beschwerdeführer die Einbruchdiebstähle mit einem Komplizen verübt habe, nicht gänzlich ausgeschlossen werden könne, bestehe mangels konkreter Anhaltspunkte insgesamt keine Veranlassung, von einem solchen Szenario auszugehen. So habe denn auch der Beschwerdeführer selbst in seinen Einvernahmen nie von einem Mittäter oder Komplizen gesprochen. Nach der Vorinstanz ist damit erstellt, dass der Beschwerdeführer auch die Einbruchdiebstähle gemäss Anklagedossiers 6 und 7 begangen hat.