Citation: 1C_285/2022 E. 3.2.4

3.2.4. Vor diesem Hintergrund geht die Berufung der Beschwerdeführerinnen auf die "Unabänderlichkeit und Einmaligkeit des Rechtsschutzes" bzw. der "hiérarchie des juridictions" an der Sache vorbei. Aus ihren Darlegungen ergibt sich jedenfalls sinngemäss, dass sie damit die Bindungswirkung von Rückweisungsentscheiden ansprechen. Demnach sind Rückweisungsentscheide für das weitere Verfahren grundsätzlich verbindlich, und zwar sowohl für die erste Instanz, an welche die Sache zurückgewiesen wird, als auch im zweiten Umgang für das Gericht, das den Rückweisungsentscheid erlassen hat (Urteil 1C_205/2016 vom 10. November 2016 E. 4.6.2; zur vergleichbaren Bindungswirkung bundesgerichtlicher Rückweisungsentscheide vgl. Urteil 6B_942/2022 vom 13. Mai 2024 E. 2.4.2, zur Publikation vorgesehen; BGE 148 I 127 E. 3.1; 143 IV 214 E. 5.3.3; 135 III 334 E. 2 und 2.1). Die sachliche Reichweite der Bindung ergibt sich indes aus Dispositiv und Begründung des Rückweisungsentscheids (Urteil 1C_205/2016 vom 10. November 2016 E. 4.6.2; vgl. auch BGE 148 I 127 E. 3.1; 135 III 334 E. 2). Hier beschränkte sich die Prüfung des Verwaltungsgerichts im ersten Rechtsgang wie schon dargelegt auf die Rügen der Beschwerdeführerinnen gegen die Aufhebung des Bezirksratsbeschlusses, mit dem der neue Gestaltungsplan "Rotschuo, Erweiterung Ost" erlassen wurde. Die Beurteilung dieser Rügen mündete im Entscheid, dass die Sache an den Regierungsrat zurückgewiesen wurde, damit dieser über das Beschwerdeverfahren mit einem reformatorischen Entscheid (im Sinne der Erwägungen) befinde. Daraus folgt, dass der Regierungsrat durch den verwaltungsgerichtlichen Rückweisungsentscheid vom 8. März 2021 auch lediglich dahingehend gebunden war. Demgegenüber erfolgte mit dem verwaltungsgerichtlichen Rückweisungsentscheid keine Beurteilung der Genehmigungsvoraussetzungen für den Gestaltungsplan. Folglich kann dem Verwaltungsgericht nicht vorgeworfen werden, es sei im vorliegend angefochtenen Entscheid in unzulässiger Weise auf seine Beurteilung im ersten Rechtsgang zurückgekommen.