Citation: 5A_718/2015 E. 1.1

1.1. Einziger Gegenstand des angefochtenen Entscheids ist die Verweigerung der von der Beschwerdeführerin beantragten Sistierung des Berufungsverfahrens. Der Entscheid, mit dem eine Sistierung des Verfahrens ausgesprochen oder verweigert wird, ist aus Sicht des BGG als Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG zu qualifizieren (BGE 137 III 522 E. 1.2 S. 524). Der Rechtsweg des Zwischenentscheids folgt jenem der Hauptsache. Diese beschlägt ein Scheidungsverfahren und damit eine Zivilsache im Sinn von Art. 72 Abs. 1 BGG. Soweit darin vor Kantonsgericht ausschliesslich vermögensrechtliche Fragen strittig sind, ist der Streitwert von Fr. 30'000.-- (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) erreicht. Der angefochtene Entscheid betrifft weder die Zuständigkeit noch ein Ausstandsbegehren (Art. 92 BGG). Es liegt somit ein anderer Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG vor, so dass eine sofortige Beschwerde an das Bundesgericht nur unter den in dieser Bestimmung festgelegten Bedingungen möglich ist. Es ist offensichtlich, dass ein gegenteiliger Entscheid (die Sistierung des Verfahrens) das Verfahren nicht beenden würde, so dass die Voraussetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG sogleich verworfen werden kann. Die Beschwerde steht daher nur unter der Voraussetzung offen, dass der angefochtene Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann.