Citation: 8C_750/2016 E. 3.2.2

3.2.2. In der versicherungsintern eingeholten Aktenbeurteilung vom 22. Januar 2015 geht Dr. med. F._________ davon aus, dass der am 7. November 1996 aus krankheitsbedingten Gründen vorgenommene bi-segmentale operative Eingriff an der Lendenwirbelsäule und die lumbale Degenerationserkrankung einer erheblichen Strukturveränderung und versicherungsmedizinisch einem degenerativen sowie postoperativen Vorzustand entsprächen. Der Versicherte habe sich nicht vollständig erholt und sei im Zeitpunkt des Unfallereignisses vom 5. Mai 1997 erst zu 50 % arbeitsfähig gewesen. In Anbetracht des Umstandes, dass der Beschwerdeführer sich innerhalb von 24 Stunden nach dem Unfallereignis selbstständig in die Schweiz begeben habe, geht der Gutachter nicht von einer wirklich schweren äusserlichen Einwirkung auf den Körper aus. Er bezweifelt mit Blick auf die Vorakten die Unfallkausalität der Frakturen und des schwierigen Heilungsverlaufs. Selbst wenn indes die ereignisnahen Akten eher auf eine Thoraxkontusion als auf eine kontusionelle Verletzung der Lendenregion hinwiesen - so der Gutachter - dürften Auswirkungen auf die lumbale Wirbelsäule und die dazugehörenden Weichteile angenommen werden. Bei fehlenden Strukturveränderungen würden derartige Verletzungen jedoch in aller Regel nach sechs Monaten ausheilen, weshalb bei einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes der Status quo sine auf den 30. November 1997 anzusetzen wäre.