Citation: 1C_267/2021 E. 4.2

4.2. Obwohl sowohl das Altlasten- als auch das Gewässerschutzrecht auf dem Umweltschutzgesetz beruhen, sind die sich daraus ergebenden rechtlichen Auswirkungen nicht zwingend deckungsgleich und entsprechend zu unterscheiden (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 1C_404/2021 vom 24. Februar 2022 E. 5). Nach Art. 32c Abs. 3 USG haben die zuständigen Behörden die Untersuchung, Überwachung und Sanierung belasteter Standorte selber durchzuführen oder Dritte damit zu beauftragen, wenn dies zur Abwehr einer unmittelbar drohenden Einwirkung notwendig ist und der Zustandsstörer nicht selbst rechtzeitig handelt. Gemäss Art. 3 AltV dürfen belastete Standorte durch die Erstellung oder Änderung von Bauten und Anlagen nur verändert werden, wenn sie nicht sanierungsbedürftig sind und durch das Vorhaben nicht sanierungsbedürftig werden (lit. a) oder wenn ihre spätere Sanierung durch das Vorhaben nicht wesentlich erschwert wird oder sie, soweit sie dadurch verändert werden, gleichzeitig saniert werden (lit. b). Nach Art. 24 AltlV kann von den ordentlichen Verfahrensvorschriften unter anderem dann abgewichen werden, wenn zum Schutz der Umwelt Sofortmassnahmen nötig sind (lit. a) oder ein belasteter Standort durch die Erstellung oder Änderung einer Baute oder Anlage verändert wird (lit. c). Gemäss Art. 19 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20) und Art. 32 der Gewässerschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 (GSchV; SR 814.201) ist für Anlagen und Tätigkeiten in besonders gefährdeten Bereichen von Gewässern und des Grundwassers eine Bewilligung erforderlich. § 4 des Gesetzes über die Nutzung und den Schutz des Grundwassers des Kantons Basel-Landschaft (Grundwassergesetz; SGS 454) schreibt ergänzend vor, dass alle Eingriffe in die Grundwasservorkommen bewilligungspflichtig sind.