Citation: 6B_1300/2015 E. 1.4

1.4. Vorinstanzliches Beweisfundament sind die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 18. November 2013 und der erstinstanzlichen Hauptverhandlung. In Bezug auf die staatsanwaltschaftliche Einvernahme würdigt die Vorinstanz die erste Antwort des Beschwerdeführers zur Frage, ob sein Bruder Kinder habe (Untersuchungsakten pag. 119), ob dieser noch mit C.________ nach Brauch verheiratet sei (sogenannte "Imam-Ehe"; Untersuchungsakten pag. 120 f.) und ob sein Bruder mehr als zwei Kinder haben könnte, von denen der Beschwerdeführer nichts wisse (Untersuchungsakten pag. 123). Die Vorinstanz gelangt zur Überzeugung, der Beschwerdeführer habe bereits zu Beginn der Befragung eine ablehnende Haltung an den Tag gelegt und die Frage nach einer allfälligen Scheidung ebenfalls vage und ausweichend beantwortet. Zudem sei nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer nichts von allfälligen Kindern hätte wissen können, die sein Bruder mit einer anderen Frau als C.________ gezeugt habe. Insgesamt mute das Aussageverhalten des Beschwerdeführers vor der Staatsanwaltschaft seltsam an. Es lege "die Vermutung nahe, dass er bezüglich der familiären Verhältnisse seines Bruders etwas zu verheimlichen versuchte resp. darum bemüht war, seinen Bruder zu decken".