Citation: 6B_1327/2017 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz erwägt, es sei zu prüfen, ob mit der wiederholten an B.________ gerichteten Aufforderung zum Oralverkehr das Stadium des Versuches erreicht sei. Beruhend auf dem festgestellten Sachverhalt (vgl. vorne E. 1.5), insbesondere dem geschaffenen Vertrauensverhältnis, den sexuell konnotierten Berührungen und dem Umstand, dass sich B.________ auch alleine mit dem Beschwerdeführer bei diesem zu Hause aufhielt, habe der Beschwerdeführer den "Nährboden" für die angebotene sexuelle Handlung geschaffen. Zu berücksichtigen sei ebenfalls, dass es bei dieser Ausgangslage in örtlicher sowie zeitlicher Hinsicht relativ unmittelbar zum offerierten Oralverkehr hätte kommen können. Aufgrund der attestierten Sexualpräferenz sowie dem vergleichbaren Vorgehen bei den vollendeten sexuellen Handlungen mit Kindern in U.________, sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer das Angebot zum Oralverkehr ernst gemeint habe. Unter Berücksichtigung dieser Umstände kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass die Aufforderung zum Oralverkehr der Schritt gewesen sei, von dem es nach dem Tatplan kein Zurück mehr gegeben hätte. Der Taterfolg sei nur aufgrund eines äusseren Umstands (der Verweigerung von B.________) nicht eingetreten. Die Versuchsschwelle sei damit überschritten (angefochtenes Urteil, S. 75 f.).