Citation: 5A_357/2007 10.10.2007 E. 1.3

1.3.1 Der Beschwerdeführer hat darzulegen, inwiefern sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Es kann nicht Aufgabe des Bundesgerichts sein, selber nach solchen Gründen zu suchen. Es wird sich hier im Wesentlichen auf die Argumentation des Beschwerdeführers abstützen können. Hingegen muss dieser nicht nachweisen, dass eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung auch tatsächlich gegeben ist (Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001, S. 4295). 1.3.2 Im vorliegenden Fall sieht der Beschwerdeführer eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung gegeben, indem das Obergericht die Unterhaltspflicht des Vaters entgegen Art. 13c SchlT ZGB nicht bis zum 20. Altersjahr festgesetzt habe. -:- -:- Die Vorinstanz hat dazu in der Hauptsache ausgeführt, die Unterhaltspflicht der Eltern ergebe sich bereits aus dem Gesetz (Art. 276 ff. ZGB). Art. 13c SchIT ZGB spreche denn auch klar vom Festlegen von Unterhaltsbeiträgen. Gemeint sein könne damit nur deren konkrete Festsetzung. Die vorliegend streitigen Unterhaltsbeiträge seien konkret, bezüglich Höhe und Schuldnerschaft aber erst mit dem Unterhaltsvertrag im Jahr 2002, und damit nach Inkrafttreten der Senkung des Mündigkeitsalters festgelegt worden. Es könnten hinsichtlich der Auslegung dieses Unterhaltsvertrages auch keine Unklarheiten der Art auftauchen, wie sie durch Art. 13c SchIT ZGB ausgeräumt werden sollen. Im Jahr 2002 habe bereits das Mündigkeitsalter von 18 Jahren gegolten, was den Beteiligten bekannt gewesen sei oder hätte bekannt gewesen sein müssen. Auch für einen Dritten sei klar, dass der Begriff "Mündigkeit" in einem im Jahr 2002 verfassten Dokument Mündigkeit im Sinne der bei Abfassung gegebenen Rechtslage bedeute. Aus diesem Grund dürfte auch die insbesondere nach Senkung des Mündigkeitsalters in der Praxis übliche Formulierung in den Unterhaltsvertrag aufgenommen worden sein, wonach die Unterhaltsbeiträge "bis zur Vollendung einer angemessenen Ausbildung, mindestens aber bis zur Mündigkeit" zu bezahlen seien. Der Beschwerdeführer trägt dagegen im Wesentlichen vor, es sei eine blosse Vermutung der Vorinstanz, dass das Mündigkeitsalter den Parteien bewusst gewesen sei, und die Vormundschaftsbehörde habe ihre Aufklärungspflicht verletzt. Hiermit stellt der Beschwerdeführer die Gültigkeit des Unterhaltsvertrags in Frage; und im Weiteren wirft er Einzelfragen des Unterhaltsrechts auf, namentlich zur Berechnung des Existenzminimums. Damit ist gerade keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung dargetan, sondern wird dem Bundesgericht lediglich ein Einzelfall zur Beurteilung vorgelegt (vgl. dazu: BGE 133 III 493 E. 1.2). Nach dem Gesagten kann auf die Beschwerde in Zivilsachen nicht eingetreten werden, da keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung aufgeworfen wird. 1.4 Somit bleibt zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Verfassungsbeschwerde gegeben sind. Diese wurde in der gleichen Rechtsschrift mit der ordentlichen Beschwerde erhoben (Art. 119 Abs. 1 BGG). Das angefochtene Urteil erweist sich als letztinstanzlich (Art. 113 BGG). Der Beschwerdeführer macht die Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend (Art. 9 BV, Art. 29 BV). Die Verfassungsbeschwerde steht demnach im konkreten Fall zur Verfügung. Das Bundesgericht prüft die Verletzung von Grundrechten indes nicht von Amtes wegen, sondern nur, soweit eine solche gerügt und begründet wird (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Begründungspflicht lehnt sich bei der Verfassungsbeschwerde an die für die staatsrechtliche Beschwerde geltenden Anforderungen an (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; Botschaft, a.a.O., S. 4294). Demnach prüft das Bundesgericht auch weiterhin nur klar und einlässlich erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen. Hingegen tritt es auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht ein. Macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des Willkürverbotes geltend, muss er anhand des angefochtenen Entscheides im Einzelnen darlegen, inwiefern dieser im Ergebnis an einem qualifizierten Mangel leidet (BGE 133 III 393 E. 6 S. 397; 130 I 258 E. 1.3).