Citation: 2C_224/2023 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer macht aber geltend, dass die Vorinstanz zu Unrecht die von ihm ausgehende Gefahr weiterer Beeinträchtigungen der öffentlichen Sicherheit angenommen habe. Dem kann nicht gefolgt werden. Einerseits kommt dem Wohlverhalten während des Strafvollzugs und der strafrechtlichen Probezeiten und unter dem Druck eines hängigen ausländerrechtlichen Verfahrens praxisgemäss nur eine untergeordnete Bedeutung zu (Urteil 2C_568/2021 vom 17. August 2022 E. 5.2.5 mit Hinweisen). Andererseits wurde dem Beschwerdeführer im Januar 2020 der Führerausweis für einen Monat entzogen, nachdem er ohne Führerausweis gefahren war. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Migrationsamt ihm den Widerruf der Niederlassungsbewilligung schon angedroht. Wenn die Vorinstanz daraus schliesst, er bekunde Mühe, sich an die Rechtsordnung zu halten, ist das nicht zu beanstanden. Selbst wenn ihm die Polizei im Leumundsbericht eine positive Prognose gestellt haben sollte, wie er geltend macht, bedeutet dies nicht, dass im migrationsrechtlichen Sinne keine Gefahr mehr von ihm ausgeht (BGE 137 II 233 E. 5.2.2; Urteile 2C_123/2023 vom 4. Juli 2023 E. 5.3; 2C_378/2022 vom 2. Mai 2023 E. 4.4.1). Die Vorinstanz durfte somit bundesrechtskonform auf ein Rückfallrisiko schliessen.