Citation: 2C_241/2018 E. 5.5

5.5. Die Beschwerdeführerin rügt sinngemäss eine Verletzung von Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG, da sie die rechtlichen Voraussetzungen eines Aufenthaltsrechts wegen starker Gefährdung der sozialen Wiedereingliederung als gegeben erachtet. Dies ist jedoch nicht der Fall. Die eheliche Gemeinschaft der Beschwerdeführerin in der Schweiz war bereits kurz nach Beginn von Krisen und Streitigkeiten gekennzeichnet und dauerte maximal eineinviertel Jahre. In dieser kurzen Zeit hat die Beschwerdeführerin in der Schweiz keine Wurzeln geschlagen. Da sie erst mit 43 Jahren in die Schweiz eingereist ist, in der Türkei die Schule besucht hat und dort sozialisiert wurde, dürfte sie sich in der Türkei problemlos zurechtfinden. Es trifft nicht zu, dass die Beschwerdeführerin in der Türkei ihr gesamtes Leben von Neuem aufbauen müsste, denn sie hat den weitaus grössten Teil ihres bisherigen Lebens in der Türkei verbracht und kann daran wieder anknüpfen. Gemäss vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellung, von welcher mangels substanziierter Rüge auszugehen ist, hat die Beschwerdeführerin in der Türkei "wohl als Immobilienverkäuferin" gearbeitet. Aus der Beschwerde folgt, dass sie in der Schweiz berufstätig war. Dem Bericht der Psychiatrischen Klinik F.________ vom 15. August 2016 lässt sich zudem entnehmen, dass die Beschwerdeführerin, wenn sie fit ist, eine geschätzte und leistungsfähige Mitarbeiterin ist. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in der Lage ist, bei entsprechender medizinischer Behandlung in ihrem Heimatland wieder Fuss zu fassen. Dass es für sie aus wirtschaftlicher Sicht einfacher wäre, in der Schweiz zu verbleiben, genügt nicht für die Begründung eines nachehelichen Härtefalls. Da die medizinische bzw. psychiatrische Versorgung in der Türkei gewährleistet ist, ist es der Beschwerdeführerin ausserdem zuzumuten, ihre Therapie in der Türkei weiterzuführen. Im Rahmen des Vollzugs der Wegweisung sind die vorinstanzlich vorgesehenen Begleitmassnahmen zu prüfen und nötigenfalls umzusetzen (E. 4.3 des angefochtenen Urteils), um einen möglichst reibungslosen Übergang bei der Behandlung zu gewährleisten.