Citation: 8C_315/2019 E. 3.2

3.2. Die AXA bringt im Wesentlichen vor, die Vorinstanz habe in Verletzung des ihr obliegenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) die zur Beurteilung des Streitgegenstandes aussagekräftigen, seit dem Jahre 1999 erstellten Akten der Invalidenversicherung nicht beigezogen. Aus dem von der C.________ AG im Jahre 1999 ausgefüllten Fragebogen für Arbeitgeber sei ersichtlich, dass das Arbeitsverhältnis nicht wegen der Folgen der Berufskrankheit, sondern aus anderen Gründen (Nichterbringung der erwarteten Arbeitsleistung) aufgelöst worden sei. Die vorinstanzliche Feststellung, die C.________ AG habe im Zeitpunkt des möglichen Rentenbeginns (2010) nicht mehr existiert, sei unrichtig. Das Unternehmen sei von der Genossenschaft F.________ übernommen und weiter betrieben worden. Daher sei anzunehmen, die Beschwerdegegnerin hätte die angestammte Beschäftigung weiterführen können, hätte sie die erwarteten Leistungen erbracht. Sodann ergebe sich aus zahlreichen Dokumenten, dass die Versicherte nach dem Verlust der Arbeitsstelle bei der C.________ AG aus berufskrankheitsfremden Gründen nicht mehr gewillt gewesen sei, sich vollständig in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Weiter sei aufgrund der Ergebnisse der medizinischen und beruflichen Abklärungen durch die Invalidenversicherung nicht zweifelhaft, dass die Beschwerdegegnerin wegen der krankheitsbedingten Einschränkungen keine qualifizierte Beschäftigung mehr habe finden können. Selbst sie habe anerkannt, dass sie im Vergleich zu nicht beeinträchtigten Personen bereits vor Eintritt des leistungsauslösenden Gesundheitsschadens signifikant beeinträchtigt gewesen sei. Zusammengefasst macht die AXA geltend, aus dem Bericht der BEFAS vom 13. Januar 2009 gehe klar hervor, dass die Beschwerdegegnerin wegen berufskrankheitsfremder Gründe nicht oder nicht mehr in der Lage gewesen sei, einer qualifizierten Arbeitstätigkeit, die dem von der Vorinstanz angenommenen Anforderungsniveau 3 entsprechen könnte, nachzugehen.