Citation: 2P.111/2002 13.12.2002 E. 7

Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, das Verwaltungsgericht sei auch bei der Bemessung der aussergerichtlichen Entschädigung an den Kreis Oberengadin und an die Gemeinde Silvaplana in Willkür verfallen. Praxisgemäss ist dem Richter bei der Bemessung der Parteientschädigung ein weiter Ermessensspielraum einzuräumen (BGE 111 V 48 E. 4a S. 49; Urteil 1P.642/1998 vom 26. Januar 1999, E. 3a). Das Bundesgericht greift nur ein, wenn die kantonalen Bestimmungen, welche die Bemessungskriterien für Parteientschädigungen umschreiben, willkürlich angewendet werden oder wenn die kantonalen Behörden ihr Ermessen überschreiten oder missbrauchen. Dies trifft vorliegend nicht zu. Sowohl die Gemeinde Silvaplana wie auch der Kreis Oberengadin waren vorliegend auf den Beizug von Rechtsanwälten angewiesen, die im kantonalen Verfahren nach entsprechender Aufforderung des Verwaltungsgerichts regelmässig - insbesondere auch zu den vom Beschwerdeführer aufgeworfenen Vorfragen - Stellung zu nehmen hatten. Eine Parteientschädigung von je Fr. 1'200.-- erscheint daher nicht willkürlich hoch. Dass die beiden Parteivertreter sich im Laufe der über einjährigen Verfahrensdauer wechselseitig jeweils der Vernehmlassung des anderen angeschlossen und selber keine ausführliche Eingabe zum gleichen Thema mehr eingereicht haben, ändert nichts.