Citation: I 627/05 08.01.2007 E. 6

6.1 Nach dem Abschluss der Handelsmittelschule 1991 arbeitete die Beschwerdegegnerin bis 1999 in Voll- oder Teilpensen als Serviceangestellte, kaufmännische Angestellte, Verkäuferin und Sachbearbeiterin. Ab Dezember 1999 war sie in der Firma A.________ als kaufmännische Angestellte tätig, um dann am 20. Januar 2000 in der gleichen Funktion in die Firma I.________ einzutreten. Dort war sie zunächst als Temporär-, ab 1. September 2000 als Festangestellte tätig. Bis Ende des Jahres 2001 arbeitete sie in einem 70 %-Pensum, dann ab 2002 bis Ende März 2003 zu 50 %. Seit Juli 2003 arbeitet sie wieder zu 50 % in der Firma A.________ (Bericht der IV-Berufsberaterin vom 19. Januar 2004). Da die Beschwerdegegnerin somit seit dem dritten Monat vor dem Unfall wieder konstant in dem der Ausbildung entsprechenden Bereich arbeitet, in welchem sie auch in den Jahren 1993 bis 1997 immer wieder tätig war, war es gerechtfertigt, wie die Beschwerdeführerin das Valideneinkommen auf Grund der konkreten Verhältnisse festzusetzen und dabei auf die Höhe des auf ein Vollpensum umgerechneten Lohnes abzustellen, den die Versicherte in der Firma I.________ im Jahre 2002 verdient hätte. Ebenso war es richtig, als Invalideneinkommen den in dieser Firma und dann in der A.________ effektiv erzielten Verdienst einzusetzen; denn die bei der Bestimmung des Invalidenlohns von der Rechtsprechung (BGE 126 V 76 Erw. 3b/aa mit Hinweisen) geforderten Voraussetzungen für das Abstellen auf die konkreten Einkommensverhältnisse sind erfüllt. 6.2 Der Einwand der Beschwerdegegnerin, sie sei bereits vor dem Unfall gesundheitlich eingeschränkt gewesen und deshalb sei das Valideneinkommen auf der Basis der statistischen Werte der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik zu ermitteln, ist nicht stichhaltig. Laut ärztlicher Einschätzung war sie trotz vorbestehender Persönlichkeitsstörung grundsätzlich nicht daran gehindert, voll zu arbeiten (siehe Gutachten Dr. med. N.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 30. Juni 2004, S. 12). An diesen Verhältnissen hat auch der Unfall nichts Wesentliches verändert. 6.3 Nach dem Gesagten kann der auf einem reinen Tabellenlohnvergleich beruhende angefochtene Entscheid nicht bestätigt werden, weil er den rechtsprechungsgemässen Grundsatz verletzt, dass die massgeblichen Einkommen nach Art. 28 Abs. 2 IVG/Art. 16 ATSG so konkret als möglich zu ermitteln sind (BGE 129 V 224 Erw. 4.3.1).