Citation: 6B_685/2017 E. 3.4

3.4. Weiter bestreitet der Beschwerdeführer, er habe aus verwerflichem Beweggrund und Zweck der Tat "besonders skrupellos" gehandelt. Entgegen der Auffassung des Obergerichts könne nicht von einem klassischen Eliminationsmord ausgegangen werden. Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, er habe sich über Wochen hinweg vor dem "Vorfall" in einer Druck- und Konfliktsituation befunden. Im Glauben darum, seine Geliebte, die ihm zu verstehen gegeben habe, dass auch sie in ihn verliebt sei und sich eine gemeinsame Zukunft mit ihm wünsche, und ihre beiden Kinder würden vom Ehemann bzw. Vater schlecht behandelt und dieser habe ihr sogar mit dem Tod gedroht, sollte sie ihn verlassen, habe er sich in der Annahme befunden, es bestehe dringender Handlungsbedarf. Es könne vor diesem Hintergrund nicht von einem krass egoistischen, heimtückischen oder gefühlskalten Verhalten gesprochen werden. Sodann sei zu berücksichtigen, dass er blind vor Liebe gewesen sei und aufgrund des intensiven, manipulativen, ja perfiden Einwirkens seiner Geliebten schlicht den Kopf verloren habe. Jedenfalls sei seine Tat im Unterschied zu den typischen Mordfällen nicht diejenige eines gefühlskalten, berechnenden und skrupellosen "Killers". Das Obergericht stellt für das Bundesgericht verbindlich fest (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG), der Beschuldigte (und die Ehefrau des Opfers) hätten nur ein Ziel verfolgt, den ungeliebten Ehemann, welcher in ihren Augen nichts weiter mehr als einen lästigen Störfaktor darstellte, aus dem Weg zu räumen, was die ihnen vorgeworfene Tat grundsätzlich als (versuchten) Eliminationsmord qualifiziert (vgl. BGE 101 IV 279 E. 5 S. 284; Urteil 6B_877/2014 vom 5. November 2015 E. 5.3, nicht publ. in: BGE 141 IV 465). Im Weitern kann selbst bei Anerkennung eines Zustandes extremen Verliebtseins, leichter Beeinflussbarkeit durch die Geliebte und allenfalls sexueller Abhängigkeit nicht von einer schweren Konfliktsituation gesprochen werden, welche das Handeln des Beschwerdeführers als mehr oder weniger verständlich oder sogar einfühlbar erscheinen liesse, und zwar umso weniger, als es ihm offenbar keine Überwindung kostete, dem Opfer, obschon bereits verletzt am Boden liegend und widerstandsunfähig, eine weitere Schnittverletzung an der Kehle mit naheliegender Todesfolge zuzufügen