Citation: 6B_643/2020 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erklärt den Beschwerdeführer des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz mit Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen sowie des bandenmässigen Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig (angefochtenes Urteil, S. 13). Sie erwägt, der Beschwerdeführer habe insgesamt knapp 5 kg qualifiziert hochwertiges Kokaingemisch in die Schweiz transportiert (angefochtenes Urteil, E. 2.1 S. 6). Er habe in einem Zeitraum von zweieinhalb Monaten für eine hoch organisierte international agierende Bande fünf Transporte ausgeführt. Diese Transporte seien ohne Mitwirkung der Zentrale in Amsterdam, ohne Anweisungen für sichere Wege, ohne Leitung via Mobiltelefonate zum Depothalter in Basel und ohne Entschädigungsabwicklung via weitere Bandenmitglieder nicht durchführbar gewesen. Der Beschwerdeführer sei einer ständigen Kontrolle durch die Hinterleute unterlegen, habe aber vom Sicherheitsdispositiv bei der sorgfältigen Planung der Reisen profitiert. All diese Umstände seien ihm bekannt gewesen. Er habe bewusst als Teil der Organisation agiert und entsprechende Entschädigung erwartet. Wer im Bewusstsein dieser Struktur die Transporte ausführe und ohne in flagranti ertappt zu werden auch weitere ausgeführt hätte, sei ein Bandenmitglied und wolle dies sein (angefochtenes Urteil, E. 2.2 S. 7 f.).