Citation: 9C_479/2007 05.10.2007 E. 2

2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung gegeben waren und damit die IV-Stelle die Dreiviertelsrente zu Recht auf eine Viertelsrente herabgesetzt hat. Dabei steht einzig in erwerblicher Hinsicht in Frage, ob die ursprüngliche Festsetzung des Valideneinkommens auf Fr. 120'000.- zweifellos unrichtig war. Die Vorinstanz bejahte dies und ging mit der IV-Stelle von einem Valideneinkommen von Fr. 78'000.- aus. Dabei stellte sie in sachverhaltlicher Hinsicht unter anderem Folgendes fest: Gemäss Arbeitsvertrag vom 16. Februar 2001 zwischen der Firma X.________ und dem Beschwerdeführer wurde ein monatlicher Bruttolohn von Fr. 6'000.- (x13) vereinbart; ein Rechtsanspruch auf zusätzliche Leistungen wie Gratifikationen bestand nicht. In der IV-Anmeldung gab der Versicherte an, seit April 2001 sei er bei der Firma X.________ zu einem Lohn von Fr. 6'000.- monatlich (mit 13. Monatslohn) angestellt. In der Abrechnung vom 3. Mai 2002 ging die Winterthur Versicherung von einem Jahreslohn von Fr. 78'000.- aus, gestützt darauf richtete sie Krankentaggelder aus. Die Firma X.________ gab im Arbeitgeberfragebogen vom 18. Juli 2002 an, der Beschwerdeführer sei vor Eintritt des Gesundheitsschadens als IT- und Kommunikationsverantwortlicher beschäftigt gewesen. Sein Einkommen habe in den Monaten April bis Juli 2001 Fr. 6'000.- pro Monat betragen. Von 1. Juni bis 11. Dezember 2001 habe er nur zu 50%, dabei ab 1. August als IT-Supporter gearbeitet. Ohne Gesundheitsschaden würde er heute als IT- und Kommunikationsverantwortlicher ein Jahreseinkommen von Fr. 120'000.- erzielen. Im Arbeitgeberfragebogen vom 22. April 2004 führte die Firma X.________ aus, der Beschwerdeführer habe im Jahr 2003 eine ausserordentliche Gewinnbeteiligung von Fr. 7'000.- erhalten. 2.2 Das Valideneinkommen ist so konkret wie möglich zu ermitteln, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den der Versicherte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt hat, auszugehen ist (vgl. Meyer-Blaser, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], in: Murer/Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zürich 1997, S. 205). Die diesbezüglichen Feststellungen des kantonalen Gerichts sind weder offensichtlich unrichtig noch beruhen sie auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 97 Abs. 1 und 105 Abs. 2 BGG). Der daraus gezogene Schluss, es sei ein Valideneinkommen von Fr. 78'000.- anzunehmen, ist nicht zu beanstanden: Übereinstimmend bestätigten Arbeitgeber (im Arbeitgeberfragebogen vom 18. Juli 2002) wie auch Beschwerdeführer (im IV-Anmeldeformular vom 20. Juni 2002) den im Arbeitsvertrag vom 16. Februar 2001 vereinbarten Bruttojahreslohn von Fr. 78'000.- ohne Berücksichtigung eines allfälligen Bonus. Der Einwand, unter Berücksichtigung eines Bonus sei von einem Valideneinkommen von Fr. 120'000.- auszugehen, ist unbegründet, hat doch das kantonale Gericht zutreffend dargelegt, dass eine Gratifikation arbeitsvertraglich nicht zugesichert war und auch die regelmässige Entrichtung eines Bonus nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen ist. Daran ändert auch das nachträgliche Schreiben des CFO der Arbeitgeberin vom 16. Februar 2005, wonach der Beschwerdeführer ohne gesundheitliche Beeinträchtigung zu Beginn einen Gesamtlohn von Fr. 120'000.-, später Fr. 150'000.- bis Fr. 160'000.- hätte erwarten können, nichts, zumal der Versicherte als gut qualifizierter Berufsmann im EDV-Bereich weder vor noch nach Beginn dieses Anstellungsverhältnisses jemals solch hohe Einkommen erzielte und eine berufliche Weiterentwicklung im Sinne einer festgelegten Karriereplanung gemäss den zutreffenden Darlegungen des kantonalen Gerichts nicht nachgewiesen ist. Damit kann in der Schlussfolgerung von Vorinstanz und IV-Stelle, das ursprünglich auf Fr. 120'000.- festgesetzte Valideneinkommen erweise sich als zweifellos unrichtig, und die Verfügungen vom 16. Oktober 2003 und 3. November 2004 seien in Wiedererwägung zu ziehen, keine Bundesrechtswidrigkeit erblickt werden.