Citation: 1C_465/2024 E. 1

Ab Mitte September 2021 fanden in der Stadt Bern während mehrerer Wochen jeweils am Donnerstagabend unbewilligte Kundgebungen der sog. Corona-Massnahmengegnerinnen und -gegner statt, wobei es jeweils zu Ausschreitungen und Gewalttätigkeiten kam. Die Corona-Massnahmengegnerinnen und -gegner hatten angekündigt, bis zur Abstimmung vom 28. November 2021 über das Covid-19-Gesetz vom 25. September 2020 (SR 818.102) weiterhin Kundgebungen in Bern durchzuführen. Am 14. Oktober 2021 kesselte die Kantonspolizei Bern auf dem V.________platz Kundgebungsteilnehmende ein. Unter diesen befand sich der im Kanton Schwyz wohnhafte A.________, der mündlich bis zum Folgetag aus der Innenstadt Bern weggewiesen wurde. Eine Woche später, am Abend des 21. Oktober 2021, hielt die Kantonspolizei Bern A.________ auf dem W.________platz an und händigte ihm vor Ort eine Fernhalteverfügung aus. Mit dieser wurde ihm unter Strafandrohung verboten, für rund sechs Wochen (vom 21. Oktober bis zum 30. November 2021) an unbewilligten Kundgebungen in der Stadt Bern teilzunehmen. Gegen die Fernhalteverfügung gelangte A.________ an die Sicherheitsdirektion des Kantons Bern, die seine Beschwerde am 19. Mai 2022 abwies.