Citation: 6B_1136/2014 E. 1.1

1.1. Die Staatsanwaltschaft gewährte dem Beschwerdeführer - anders als dem Beschwerdegegner 2 - keine Einsicht in die Akten vor der Tatrekonstruktion. Die Vorinstanz hält fest, dass dies eine Verletzung von Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO (Gleichbehandlungsgebot) darstellt. Der Beschwerdeführer habe vor Durchführung des Augenscheins nicht weiter auf Einsicht der Akten beharrt. Obwohl nur einer der beiden Tatbeteiligten diese sichten konnte, hätten sich deren Aussagen in den wesentlichen Punkten nicht geändert. Die dem Beschwerdeführer verweigerte Kenntnisnahme der Akten habe den Verfahrensausgang jedenfalls nicht beeinflusst. Eine allfällige Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör sei als geheilt anzusehen, nachdem der Beschwerdeführer im weiteren Verlauf des Strafverfahrens Einsicht in die Akten erhielt.