Citation: 8C_42/2021 E. 4.2.1

4.2.1. Hiegegen wendet die Beschwerdeführerin ein, als Gesunde würde sie zu mindestens 50 % erwerbstätig sein. Dies entspreche ihren Angaben anlässlich der Haushaltsabklärung und sei als "Aussage der ersten Stunde" zu berücksichtigen, obwohl die Abklärungsperson nur eine 40%ige Erwerbstätigkeit notiert habe. Sie sei nach der Geburt des ersten Kindes im Jahre 2008 bis zur Diagnose des Hirntumors wieder zu 100 % erwerbstätig gewesen. Nach der Abweisungsverfügung vom 29. Mai 2013 sei es ihr aus psychischen Gründen nicht möglich gewesen, eine ausserhäusliche Stelle anzutreten. Danach sei sie mit dem zweiten Kind schwanger geworden, welches im September 2015 zur Welt gekommen sei. Während der unerwarteten Schwangerschaft mit dem dritten Kind sei es zum ersten Schub der MS gekommen, weshalb an eine Arbeitssuche nicht zu denken gewesen sei. Eine Erwerbstätigkeit wäre indessen aus finanziellen Gründen notwendig, da ihr Ehemann nur ein unregelmässiges und schwankendes Einkommen habe. In Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes hätten es die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz unterlassen abzuklären, in welchem Ausmass sie erwerbsunfähig sei.