Citation: I 625/06 11.02.2008 E. 4

Die kantonale Rekurskommission ist davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer trotz seines Augenleidens zumutbarerweise noch in der Lage wäre, wöchentlich an fünfeinhalb Tagen jeweils zwei Stunden vor- und nachmittags als Zahnarzt tätig zu sein und zusätzlich noch während eineinhalb Stunden administrative Arbeiten erledigen könnte. In kognitionsrechtlicher Hinsicht handelt es sich bei der Bestimmung des noch zumutbaren Arbeitseinsatzes grundsätzlich um eine Tatfrage, deren Beantwortung durch die Vorinstanz für das Bundesgericht bindend ist. Dies gilt zumindest, solange es bei einer konkreten Beweiswürdigung bleibt und nicht auf allgemeine Lebenserfahrung Bezug genommen wird (BGE 132 V 393 E. 3.1 S. 397 und E. 3.2 S. 397 ff.), was hier nicht zutrifft. Dr. med. A.________ von der Klinik für Augenkrankheiten am Spital Y.________ bestätigt in seiner Expertise vom 6. Mai 2004 zwar, dass der Beschwerdeführer seine zahnärztliche Tätigkeit montags, dienstags, mittwochs und freitags am Vor- und am Nachmittag sowie samstags am Vormittag während jeweils zwei Stunden ausüben könne und dann eine etwa gleich lange Pause benötige. Diese Angaben stimmen mit dem effektiven Arbeitseinsatz des Beschwerdeführers überein, weshalb die Vorinstanz gewisse Bedenken hegte und schliesslich von der Einschätzung des Dr. med. A.________ insofern abwich, als sie auch donnerstags einen zwei Mal zweistündigen Einsatz als zumutbar erachtete, mithin von einer wöchentlichen Tätigkeit als Zahnarzt von 22 Stunden ausging. Nachdem eine medizinische Begründung für einen arbeitsfreien Donnerstag fehlt und im Hinblick darauf, dass der Beschwerdeführer angegeben hatte, vor Eintritt seines Gesundheitsschadens an fünfeinhalb Tagen pro Woche als Zahnarzt gearbeitet zu haben, ist die vorinstanzliche Abweichung von der Beurteilung des Dr. med. A.________ nachvollziehbar begründet und lässt sich auch auf die Schätzungen der Frau Dr. med. V.________ vom 30. August und 20. September 2002 sowie des Dr. med. H.________ von der Augenklinik am Spital Y.________ vom 26. März 2003 stützen, welche beide eine rund 50%ige Arbeitsfähigkeit annehmen. Von einer offensichtlich unrichtigen oder unvollständigen Sachverhaltsfeststellung kann unter diesen Umständen jedenfalls nicht gesprochen werden. Für die Belange der Invaliditätsbemessung ist daher, wie von der Vorinstanz festgehalten, von einem Einsatz als Zahnarzt während 22 Stunden pro Woche auszugehen. Hinzu kommen Administrativtätigkeiten während wöchentlich rund eineinhalb Stunden.