Citation: 8C_65/2023 E. 4.2

4.2. Vergleichsweise stellte das kantonale Gericht sodann auf die als beweiswertig erachteten neurologischen und rheumatologischen Teilgutachten der BEGAZ-Expertise vom 24. Februar 2020 ab. Angesichts der darin postulierten vollen Arbeitsfähigkeit erachtete es als erstellt, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit dem 6. Januar 2015 in somatischer Hinsicht nicht wesentlich verändert habe. Das psychiatrische Teilgutachten der BEGAZ, so die Vorinstanz, habe sich demgegenüber als nicht beweiskräftig erwiesen, weshalb als weitere psychiatrische Expertin Dr. med. B.________ bestellt worden sei. Diese habe jedoch keine abschliessende Beurteilung des Gesundheitszustandes vornehmen können, weil die Beschwerdeführerin die Begutachtung nach rund einer Stunde abgebrochen habe. Medizinische Gründe hierfür hätten gemäss der Gerichtsgutachterin und den Ärzten des Spitals D.________, in welchem die Beschwerdeführerin am Tag zuvor noch hospitalisiert gewesen sei, nicht bestanden. Auch dem Austrittsbericht der Klinik C.________ vom 6. Juli 2022 über die psychiatrische Hospitalisation vom 21. bis am 30. Juni 2022 lasse sich nichts anderes entnehmen. Aufgrund des Abbruchs der Begutachtung lägen nach wie vor keine verlässlichen Angaben zur Veränderung des psychischen Gesundheitszustands seit dem 6. Januar 2015 vor. Die Sachverhaltsermittlung erweise sich in diesem Zusammenhang als unmöglich, wobei eine erneute Begutachtung vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführerin die angeordnete Begutachtung auf eigenen Wunsch und ohne gesundheitliche Gründe abgebrochen habe, nicht zu veranlassen sei. Die Beweislosigkeit wirke sich zu Ungunsten der Beschwerdeführerin aus, welche aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wolle. Die IV-Stelle habe den Anspruch auf eine Invalidenrente daher zu Recht verneint.