Citation: 1C_636/2022 E. 6

6. Allfällige Entschädigungsforderungen der Burgergemeinde Salgesch bzw. A.________ werden im Enteignungsverfahren geregelt. Zur Realisierung der Massnahme 2 gemäss der Plangenehmigung von 1997 beabsichtigte die Gemeinde Salgesch eine neue "Zone für die Zwischenlagerung und Aufbereitung von Kies des Rottens" am rechten Rottenufer auszuscheiden. Der totalrevidierte Zonennutzungsplan und das Bau- und Zonenreglement wurden am 20. Mai 2011 publiziert. Dagegen erhob Pro Natura zunächst Einsprache und daraufhin Beschwerde ans Kantonsgericht und ans Bundesgericht. Mit Urteil 1C_486/2014 vom 27. April 2016 hiess das Bundesgericht die Beschwerde insoweit gut, als es feststellte, dass Pro Natura ihre Einwände gegen die Ausscheidung der "Zone für die Zwischenlagerung und Aufbereitung von Kies des Rotten" im Rahmen der nachgelagerten Sondernutzungsplanung werde vorbringen können. Im Übrigen trat es auf die Beschwerde nicht ein. A.b. Das bereits genehmigte und teilweise auch umgesetzte Ausführungsprojekt zur Nationalstrasse A9 wurde aus mehreren Gründen nochmals umfassend überarbeitet. Daraus resultierte das neue generelle Projekt Sierre Est - Leuk/Susten Ost, das der Bundesrat am 8. Oktober 2014 genehmigte. Am 30. Mai 2017 reichte der Kanton Wallis beim UVEK das Plangenehmigungsgesuch für ein neues Ausführungsprojekt zusammen mit einem vom 26. April 2017 datierten UVB ein (Projektteil A). Im Laufe des Verfahrens vereinigte das UVEK den Projektteil A mit weiteren Projektteilen. Mit Plangenehmigungsverfügung vom 26. März 2021 genehmigte es das Ausführungsprojekt inkl. den weiteren Projektteilen (B bis H) unter Auflagen. Zum Projektteil D (Errichtung einer Passerelle über den Rotten) erliess es u. a. folgende zwei Auflagen (Dispositiv Ziff. 4.1.4) : (9neu) Im Rahmen des Detailprojektes ist ein Gesamtschutzkonzept für das BLN-Gebiet Nr. 1716/1714 zu erarbeiten, insbesondere für den Auenbereich rund um den Standort der Passerelle. Zentral ist die Einhaltung eines Abstandes für die Besucher*innen zu den Brutplätzen des Flussuferläufers von mindestens 75 m. Das Gesamtschutzkonzept wird vom ANSB [Amt·für Nationalstrassenbau] in enger Zusammenarbeit mit dem BAFU ([Bundesamt für Umwelt] Beratung), dem ASTRA ([Bundesamt für Strassen] Verantwortung, Federführung), den entsprechenden kantonalen Dienststellen, den kantonalen Sektionen Pro Natura und WWF, mit dem Schweizer Landschaftsschutz sowie dem Verein "Naturpark Pfyn-Finges" erarbeitet. Die Parkgemeinden sind anzuhören. Das ASTRA unterbreitet das Gesamtschutzkonzept vor dessen Genehmigung dem BAFU zur Stellungnahme. (10neu) Der Kanton ist verpflichtet, - den rechtzeitigen Abbau der Kieswerke zu koordinieren und zu kontrollieren; - im Falle einer Verweigerung des Abbaus seitens der Kieswerkunternehmen entsprechende Anordnungen zu treffen und - falls notwendig, den Abbau kostenpflichtig für die Kieswerkunternehmen vornehmen zu lassen. Gleichzeitig behandelte das UVEK die erhobenen Einsprachen. Auf die hier interessierende Einsprache der A.________ (Einsprache Nr. 44) trat es nicht ein. Gegen die Plangenehmigungsverfügung vom 26. März 2021 erhob die A.________ Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht. Mit Urteil vom 26. Oktober 2022 wies dieses die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat (Dispositiv-Ziffer 1). Die Verfahrenskosten auferlegte es dem Kanton Wallis und verpflichtete ihn, der A.________ eine Parteientschädigung auszurichten (Dispositiv-Ziffern 2 und 3).