Citation: 6B_673/2014 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz nimmt in Bezug auf die Beteiligung an den Tötungsdelikten in tatsächlicher Hinsicht an, die Beschwerdeführerin habe den beiden Mitangeklagten X.________ und Y.________ zu einem früheren Zeitpunkt Geld ausgeliehen und ab ca. Mitte April 2009 auf Rückzahlung des Geldes gedrängt. Von diesem Zeitpunkt an hätten die drei Beteiligten begonnen, über verschiedene Wege zur Geldbeschaffung, namentlich etwa über einen Überfall auf vermögende Pferdehändler, zu diskutieren. Schliesslich habe der Mitangeklagte Y.________ die Möglichkeit zur Sprache gebracht, bei A.________, bei welcher sie aus Schenkkreisaktivitäten (zum Schenkkreis vgl. BGE 132 IV 76 E. 4.1) herrührende grössere Geldbeträge vermuteten, zu Geld zu kommen. Die Beschwerdeführerin habe zunächst ablehnend reagiert, anschliessend aber bei der Planung eines Einbruchs oder Überfalls auf A.________ mitgewirkt. Namentlich habe sie den beiden Mitangeklagten Informationen über das Opfer und die örtlichen Verhältnisse geliefert. Nach einer Erkundungstour hätten die Mitangeklagten die Beschwerdeführerin darüber informiert, dass ein Einbruch nicht möglich sei. Daraufhin hätten die drei am 11. Mai 2009 die Möglichkeit eines Raubüberfalls auf A.________ erwogen, wobei auch die Frage erörtert worden sei, was mit den in der Wohnung anwesenden Personen geschehen solle. Der Mitangeklagte X.________ habe dabei die Bereitschaft signalisiert, diese umzubringen. Die Beschwerdeführerin habe sich sodann bei A.________ telefonisch erkundigt, wann sie wieder nach F.________ fahre, wo sie jeweils Investitionsbeträge von Mitgliedern des Schenkkreises ablieferte und zur Auszahlung bestimmte Gelder zurückbrachte. Im Anschluss daran hätten die Mitangeklagten X.________ und Y.________ zusammen mit einem dritten Täter erfolglos einen Raubüberfall auf A.________ zu verüben versucht. Nach dem gescheiterten Versuch hätten sich die Beteiligten wieder bei der Beschwerdeführerin getroffen, um diese zu informieren und um Rat zu fragen. Am 4. Juni hätten sich die Mitangeklagten X.________ und Y.________ erneut mit der Beschwerdeführerin besprochen und einen Raubüberfall für den frühen Morgen des 5. Juni 2009 geplant. Offenbar habe hiefür eine Rolle gespielt, dass eine Bekannte den Mitangeklagten X.________ und Y.________ kartomantisch prophezeit habe, bei A.________ befinde sich jetzt viel Geld. Die Beschwerdeführerin habe den Einsatz von Chloroform thematisiert, mit welchem die anwesenden Personen hätten betäubt werden sollen, und habe dessen Anwendung mit Gazen instruiert. Nachdem die Mitangeklagten X.________ und Y.________ am Morgen des 5. Juni 2009 wiederum nicht in die Wohnung von A.________ eindringen konnten, hätten sie sich telefonisch mit der Beschwerdeführerin in Verbindung gesetzt, worauf es nach Mittag desselben Tages zu einem neuerlichen Treffen bei ihr gekommen sei. Bereits bei diesem Telefongespräch habe die Beschwerdeführerin Y.________ den Rat gegeben, bei A.________ telefonisch unter einem Vorwand herauszufinden, ob sie zu Hause sei. Beim anschliessenden Treffen sei vereinbart worden, dass der Mitangeklagte X.________ A.________ ankünden solle, er wolle Kuverts mit Geld vorbeibringen, um sich Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Spätestens mit dem vom Mitangeklagten X.________ mit A.________ am 5. Juni 2009 um ca. 13.20 Uhr geführten Telefongespräch habe für alle Beteiligten endgültig klar sein müssen, dass die Tötung von A.________ und allfälliger weiterer anwesender Personen unumgänglich war, da mit der Anmeldung die Identität eines der Räuber offengelegt worden sei, so dass eine Strafverfolgung bei einer blossen Betäubung der Opfer nicht hätte verhindert werden können. Die Opfer hätten somit vorerst mit Chloroform betäubt und anschliessend mit einem Plastiksack erstickt werden sollen. Die Beschaffung des Chloroforms sei indes gescheitert, so dass die beiden Mitangeklagten gegen Abend des Tattages ohne Betäubungsmittel, aber unter Mitnahme einer Schusswaffe sowie von Klebband und Plastiksäcken nach B.________ aufgebrochen seien. Die Vorinstanz nimmt weiter an, die Mitangeklagten X.________ und Y.________ seien nach Verüben der Tat wiederum zur Beschwerde-führerin gefahren. Diese habe ein Kuvert mit der Geldbeute sowie die Tatwaffe entgegengenommen, diese gereinigt und sie zusammen mit der Munition versteckt. Dem Mitangeklagten Y.________ habe sie beim Verbrennen der Tatutensilien geholfen und ihn zur Verschaffung eines Alibis ans G.________-Fest gefahren. Sie sei sowohl unmittelbar, nachdem sie über die Ereignisse ins Bild gesetzt worden war, als auch später von den Tötungen gänzlich unberührt gewesen. Sie habe dem Mitangeklagten Y.________ aufgetragen, das Tatauto im Innenraum mit Pfefferspray zu reinigen, um allfällige Spuren zu beseitigen, und habe mit den beiden Haupttätern den gleichen Umgang gepflegt wie zuvor. In keinem der abgehörten Telefongespräche sei in irgendeiner Form Betroffenheit oder eine Distanzierung von den Morden zu erkennen gewesen. Die Vorinstanz gelangt insgesamt zum Schluss, die Beschwerdeführerin habe bei der Planung und Vorbereitung der Taten als Mitorganisatorin eine entscheidende Rolle gespielt (angefochtenes Urteil S. 120 ff.).