Citation: 9C_673/2024 E. 1.1

1.1. Art. 52 AHVG (betreffend die Arbeitgeberhaftung) findet nicht nur in der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), sondern sinngemäss auch im Bereich der Invalidenversicherung (IV; Art. 66 Abs. 1 lit. e und Abs. 2 IVG), der Erwerbsersatzordnung (EO; Art. 21 Abs. 2 lit. d EOG [SR 834.1]), der Arbeitslosenversicherung (ALV; Art. 6 AVIG [SR 837.0]) und der Familienzulagen (Art. 25 lit. c des Bundesgesetzes vom 24. März 2006 über die Familienzulagen [Familienzulagengesetz, FamZG; SR 836.2]) Anwendung. Die Dritte öffentlich-rechtliche Abteilung ist zuständig für Beschwerden betreffend die AHV, die IV und die EO (vgl. Art. 82 lit. a BGG sowie Art. 31 lit. b, c und d des Reglements für das Bundesgericht vom 20. November 2006 [BGerR; SR 173.110.131]). Nach Art. 32 lit. c und e BGerR fallen Streitigkeiten betreffend die ALV und Familienzulagen zwar in die Zuständigkeit der Vierten öffentlich-rechtlichen Abteilung. Es ist indessen aus prozessökonomischen Gründen sinnvoll, dass die Dritte öffentlich-rechtliche Abteilung auch über die Beschwerde entscheidet, soweit sie die Schadenersatzpflicht in den Bereichen ALV und Familienzulagen betrifft (vgl. Art. 36 Abs. 1 BGerR; Urteil 9C_32/2024 vom 5. März 2024 E. 1.1).