Citation: 9C_434/2020 E. 3

Die Vorinstanz mass dem Gerichtsgutachten vom 26. November 2019 - auch unter Berücksichtigung der im Revisionsverfahren geltenden speziellen beweismässigen Anforderungen (vgl. dazu SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81, 9C_418/2010) - Beweiswert zu. Sie bejahte eine revisionsrechtlich relevante Veränderung im massgebenden Vergleichszeitraum. So liege zwar mit Blick auf Beschwerden, klinische Befunde und radiologische Belange kein verbesserter Gesundheitszustand vor. Indessen sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin inzwischen wesentlich besser mit den Beschwerden umgehe. Diese Besserung manifestiere sich sichtlich in der Alltagsbewältigung und der Freizeitgestaltung. Folglich sei ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG zu bejahen und der Rentenanspruch allseitig neu zu prüfen unter Berücksichtigung der in der Expertise vom 26. November 2019 festgelegten Arbeitsfähigkeit. Nach dieser sei die Beschwerdeführerin in angepasster Tätigkeit seit Sommer 2012 medizinisch-theoretisch zu 50 % und in angestammter Tätigkeit (abzüglich des erhöhten Pausenbedarfs und des Hantierens mit unzumutbaren Gewichten) noch zu 35 % arbeitsfähig. Das kantonale Gericht schützte den von der IV-Stelle ermittelten rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 38 %.