Citation: 4A_125/2021 E. A

A.a. Anlässlich eines von der Cevi-Jungschar U.________ durchgeführten Snow-Weekends vom 4. bis 6. Februar 2005 in V.________ kam es am Sonntag, 6. Februar 2005, beim sogenannten "Schläucheln" - dabei wird mit einem luftgefüllten Gummiring ("Schlauch") eine schneebedeckte Unterlage hinuntergerutscht - zu einem Unfall. Der zum Unfallzeitpunkt knapp 9-jährige A.________ (Kläger, Beschwerdeführer) "schläuchelte" einen ungesicherten Hang hinunter und kollidierte mit einem Betonwasserschacht. Er zog sich dabei ein schweres Schädel-Hirntrauma zu, dessen Folgen ihn bis heute beeinträchtigen. A.b. Der Vater des Klägers stellte am 17. April 2005 Strafantrag wegen Körperverletzung. Im Rahmen der von der Staatsanwaltschaft Graubünden eröffneten Strafuntersuchung ergab sich, dass am Snow-Weekend 30 Schüler und 9 Leiterpersonen teilnahmen. Der hauptverantwortliche Leiter, C.________ (Beklagter 2, Beschwerdegegner 2), hatte für die Tätigkeit nicht weit entfernt vom Lagerhaus im freien Gelände zwei Bahnen im Schnee ausgehoben. Diese wiesen einen seitlichen Schutz (Schneemauer) auf und liefen in einem flachen Teil aus. Die Kinder wurden instruiert, auf diesen Bahnen mit den aufgeblasenen "Schläuchen" hinunterzurutschen. Bei jeder Bahn waren zwei bis drei Leiterpersonen anwesend. Nachdem ein Teil der Kinder auf diesen Bahnen nicht mehr "schläucheln" wollte, wurden sie aufgefordert, zum Lagerhaus zurückzukehren. In der Folge begannen die Kinder unter Aufsicht der Leiterinnen, D.________, B.________ (Beklagte 1, Beschwerdegegnerin 1) sowie der Hilfsleiterin E.________, auf der vom Lagerhaus nach V.________ führenden Strasse hinunterzurutschen, wobei sie aufgrund des geringen Gefälles kein hohes Tempo erreichten. Der Strassenrand wies zudem einen durchgehenden ca. 50 cm hohen Schneewall auf und verunmöglichte gemäss Polizeirapport ein unbeabsichtigtes Hinausrutschen. Als der Kläger die Strasse wieder hochlief, stieg er auf halber Strecke über den Schneewall und wollte F.________ und seinem Bruder G.________ folgen, die den dortigen steilen Abhang bereits hinuntergerutscht waren. Obschon ihm die Beklagte 1, Hilfsleiterin E.________ sowie andere Kinder zuriefen, dass er diesen Hang nicht hinunterrutschen dürfe bzw. sich wieder auf die Strasse begeben solle, setzte er sich auf den Schlauch und rutschte los. Da er vor dem sich unterhalb dieses Hanges befindenden Stall nicht mehr rechtzeitig anhalten konnte, kollidierte er kopfvoran mit einem dort deponierten Betonwasserschacht und blieb bewusstlos liegen. A.c. Mit Verfügung vom 24. August 2006 stellte die Staatsanwaltschaft die Strafuntersuchung ein. Sie verneinte eine strafrechtlich relevante Sorgfaltspflichtverletzung seitens der Leiterpersonen des Snow-Weekends. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Kantonsgericht Graubünden ab. Es erwog im Wesentlichen, es könne von den Leiterpersonen nicht verlangt werden, dass sie die Kinder stets unter unmittelbarer Kontrolle hielten. Handle ein Kind in einer gefährlichen Situation einer erteilten Weisung zuwider, könnten sie nicht verantwortlich gemacht werden. Es sei denn, das Kind sei aufgrund seines Alters oder anderer Faktoren noch nicht in der Lage, zu erkennen, dass Weisungen einzuhalten seien. Dies treffe auf den Kläger nicht zu. Die Leiterinnen seien anwesend gewesen und eingeschritten, als er sich angeschickt habe, die sichere Strasse zu verlassen. Er habe erkennen müssen, dass das "Schläucheln" auf dem zum Teil steilen Hang gefährlicher sei als auf der Strasse oder den präparierten Bahnen. Auch habe er die Zurufe der Leiterinnen wahrgenommen.