Citation: 7B_523/2023 E. 3.3

3.3. Den noch streitigen Verfahrensgegenstand definierte die Vorinstanz wie folgt: Gegenstand des kantonalen Beschwerdeverfahrens sei die Verfügung vom 12. Mai 2023, mit welcher die Staatsanwaltschaft dem Beschwerdeführer das Recht abgesprochen habe, Kopien der Video- und Tonaufzeichnungen zu erhalten oder anzufertigen. Nachdem er wiederholt geltend gemacht habe, die Staatsanwaltschaft habe ihm die Einsicht in die Papierakten verwehrt, sei der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass der Beschwerdeführer bereits am 19. April 2023 in den Räumlichkeiten des Obergerichts Einsicht in die Papierakten des Untersuchungsverfahrens erhalten und dabei von der Möglichkeit Gebrauch gemacht habe, mit dem Mobiltelefon Aufnahmen sämtlicher Aktenstücke anzufertigen. Die am 19. April 2023 von der Staatsanwaltschaft nachgereichten Papierakten (Stand: 17. April 2023) habe das Obergericht dem Beschwerdeführer in Kopie zugestellt. Damit seien dem Beschwerdeführer sämtliche Papierakten vorgelegt worden, welche die Staatsanwaltschaft als parteiöffentlich bezeichnet habe. Folglich sei auf die Anträge des Beschwerdeführers betreffend Einsicht in die Papierakten der Staatsanwaltschaft mangels aktuellen Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten gewesen. Die Einsicht in die Video- und Tonaufnahmen habe zwar erst am 25. Mai 2023 (nach der Beschwerdeerhebung vom 17. Mai 2023) stattgefunden. Die Staatsanwaltschaft habe dieser ergänzenden Akteneinsicht jedoch schon in der angefochtenen Verfügung vom 12. Mai 2023 ausdrücklich zugestimmt, weshalb auch hier kein schützenswertes Interesse am (erneuten) Antrag auf Einsicht in die Video- und Tonaufnahmen bestanden habe.