Citation: 5C.13/2003 30.08.2004 E. 9

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Berufung abzuweisen ist, soweit auf sie eingetreten werden kann und sie nicht gegenstandslos geworden ist. Soweit auf die Berufung nicht einzutreten oder sie abzuweisen ist, sind die Verfahrenskosten ohne weiteres der Beklagten aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG) und hat diese keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 159 Abs. 2 OG). Indessen ist auch dem Konkursamt K.________ keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 159 Abs. 2 OG, sinngemäss). Im Falle der Gegenstandslosigkeit des Rechtsstreits entscheidet das Gericht über die Prozesskosten mit summarischer Begründung auf Grund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes (Art. 72 BZP in Verbindung mit Art. 40 OG). Das Verfahren ist hier im Bereich des Unterhalts und der Sicherstellung gegenstandslos geworden. Eine summarische Prüfung des geltend gemachten Unterhaltsanspruchs ergibt, dass die Berufung in diesem Punkt wenig Aussicht auf Erfolg gehabt hätte: Neben der altrechtlichen Bedürftigkeitsrente von Fr. 1'500.-- und der Entschädigung von Fr. 1'000.-- gemäss Art. 124 ZGB hat die Beklagte gestützt auf Art. 125 ZGB einen zusätzlichen nachehelichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 700.-- zugesprochen erhalten. Angesichts der verbindlichen tatsächlichen Feststellungen des Obergerichts zur Höhe der Rente des Klägers und zu den Einkünften der Beklagten wäre kaum darzutun gewesen, dass die Vorinstanz das ihr in diesem Punkt zustehende Ermessen missbraucht oder überschritten habe. Was die Sicherstellung des Unterhalts und der Entschädigung anbelangt, wären Art. 124 Abs. 2 bzw. Art. 132 ZGB zu beachten gewesen. In Anbetracht der obergerichtlichen Feststellung, die Beklagte habe nicht behauptet, dass der Kläger bisher die gerichtlich festgelegte Unterhaltspflicht vernachlässigt habe, und es sei auch nicht erstellt, dass der Kläger Anstalten zur Flucht getroffen oder sein Vermögen verschleudert oder beiseite geschafft habe, wäre das Verweigern der verlangten Sicherstellung kaum als bundesrechtswidrig erschienen. Nach dem Gesagten ist die Gerichtsgebühr auch insofern der Beklagten aufzuerlegen, als die Berufung gegenstandslos geworden ist.