Citation: 2C_434/2019 E. 6.2.1

6.2.1. Es ist allgemeinnotorisch, dass durch die 3. Rhonekorrektion nebst Eisenbahnkonzessionären im Sinne von Art. 15 GFinR3 und Gemeinden auch weiteren Personen, insbesondere Privatpersonen mit zurzeit in den Überflutungsgefahrenzonen der Rhone liegendem Grundeigentum wirtschaftliche Sondervorteile zukommen werden (vgl. dazu auch Botschaft R3, BBl 2019, S. 1210, wonach 60 % der potentiellen Schäden auf die Existenz grosser Industriekomplexe in hochwassergefährdeten Bereichen zurückzuführen sind). Nicht von ungefähr war denn auch im Entwurf des Gesetzes über die Finanzierung der 3. Rhonekorrektion (E-GFinR3) der Kreis der Abgabepflichtigen weiter gezogen als in der nunmehr geltenden Fassung des Gesetzes, indem grundsätzlich alle natürlichen und juristischen Personen mit zumindest teilweise in den Überflutungsgefahrenzonen der Rhone liegendem Grundeigentum für beitragspflichtig erklärt wurden (vgl. Art. 15 und 16 E-GFinR3 [freilich mit einer Einschränkung der Beitragspflicht auf Eigentümer mit im Kanton gelegenen Grundstücken mit einem Katasterwert von mehr als 10 Mio. Fr.]; siehe dazu auch S. 13 f. der Botschaft des Staatsrates vom 20. Dezember 2017 zum Entwurf des Gesetzes zur Finanzierung der 3. Rhonekorrektion). Vor diesem Hintergrund lässt sich nicht in Abrede stellen, dass es mit Blick auf das Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) sachlicher Gründe bedarf, neben der Statuierung der Verpflichtung der Gemeinden zur Entrichtung von "Beiträgen" nur den Eisenbahnkonzessionären im Sinne von Art. 15 GFinR3 Vorzugslasten betreffend die 3. Rhonekorrektion aufzuerlegen.