Citation: 1P.570/2001 28.01.2002 E. 6

Die Beschwerdeführer werfen dem Verwaltungsgericht Willkür vor, weil es ihnen sämtliche Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens auferlegt und sie zur Leistung einer ausseramtlichen Entschädigung an den Beschwerdegegner verpflichtet habe. Die Gemeinde habe die Umnutzungsbewilligung unter Verletzung des Vorsorgeprinzips ohne Auflagen hinsichtlich der zeitlichen Beschränkung der Pferdehaltung im Stall und dessen Sauberhaltung erteilt. Sie, die Beschwerdeführer, seien deshalb gezwungen gewesen, die Baubewilligung anzufechten. Das Verwaltungsgericht habe denn auch eine Verletzung des Vorsorgeprinzips festgestellt und Auflagen in sein Urteil aufgenommen. Der erhobene Rekurs habe sich zudem nur gegen die Gemeinde gerichtet, welche die umstrittene Baubewilligung erteilt habe. Den Rekurrenten könnten deshalb keine Anwaltskosten des Beschwerdegegners auferlegt werden, die sie nicht verursacht hätten. Die Beschwerdeführer beantragten vor Verwaltungsgericht einzig, der angefochtene Einspracheentscheid der Gemeinde Flims und die von ihr erteilte Baubewilligung seien aufzuheben. Sie machten hauptsächlich geltend, die geplante Umnutzung dürfe aufgrund der damit verbundenen Störungen in der Bauzone A nicht zugelassen werden. Mit diesem Standpunkt drangen sie nicht durch. Zwar rügten sie in ihrer Beschwerde auch, dass die Gemeinde in der Baubewilligung keine Auflagen verfügt habe. Sie stellten aber keinen Antrag, die Bewilligung sei eventuell nur unter Auflagen zu bestätigen. Dass das Verwaltungsgericht eine Verletzung des Vorsorgeprinzips bejaht hätte, ist seinem Entscheid nicht zu entnehmen. Der vorsorglichen Emissionsbegrenzung (Art. 11 Abs. 2 USG) wurde im Einspracheentscheid des Gemeinderats vom 7. November 2000 denn auch Rechnung getragen. Soweit ersichtlich erfolgten die vom Verwaltungsgericht angeordneten Beschränkungen und Auflagen allein aufgrund der Ausführungen der Beschwerdegegner anlässlich des Augenscheins. Das Verwaltungsgericht ist demnach nicht in Willkür verfallen, indem es den Beschwerdeführern die Verfahrenskosten auferlegte. Da sich deren Rekurs gegen eine den Beschwerdegegner begünstigende Verfügung richtete, ist nach dem Gesagten auch nicht ersichtlich, weshalb es willkürlich sein soll, ihm und der Gemeinde für die Teilnahme am verwaltungsgerichtlichen Verfahren eine aussergerichtliche Entschädigung zuzusprechen. Die Beschwerde erweist sich auch insoweit als unbegründet.