Citation: 5A_671/2014 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz hat für die Berechnung des Unterhalts der jüngsten Tochter als Ausgangspunkt auf die "Empfehlungen zur Bemessung von Unterhaltsbeiträgen für Kinder" des Amts für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich (nachfolgend Zürcher Tabellen; Fassung vom 1. Januar 2014) zurückgegriffen, wobei sie den sich daraus ergebenden Bedarf mit Blick auf den gelebten Wohlstand der Familie um 25 % angehoben hat. Nach Abzug der Position Pflege und Erziehung ergebe sich für die wie ein Einzelkind zu behandelnde E.F.________ ein Betrag von rund Fr. 2'200.--. Hinzu kämen die Ausbildungskosten, welche im Unterhaltsbedarf nicht enthalten seien. Soweit der Beschwerdeführer gegen die Erhöhung der empfohlenen Beträge um 25 %, vorbringt, ein gelebter Wohlstand liege nicht vor und sei eine willkürliche und durch nichts abgeklärte Annahme, übergeht er die vorinstanzliche Feststellung, dass die erstinstanzlich angenommene eheliche Lebenshaltung im Berufungsverfahren unbestritten geblieben ist (S. 36 Rz. 35 des angefochtenen Entscheids) bzw., dass der Beschwerdeführer in seiner Berufungsantwort den bis zur Aufhebung des gemeinsamen Haushalts gelebten Standard der ganzen Familie bei der Trennung mit Fr. 431'900.-- geschätzt habe (S. 9 Rz. 1 des angefochtenen Entscheids). Weiter stört sich der Beschwerdeführer daran, dass die Vorinstanz für E.F.________ von den Ansätzen eines Einzelkindes ausgegangen sei, obschon sie doch unbestritten über zwei Geschwister verfüge, die wohl auch im gleichen Haushalt leben würden. Dem ist zu entgegnen, dass die Zürcher Tabellen Durchschnittszahlen enthalten. Sie müssen stets der konkreten Lebenssituation des Kindes und dem Lebensstandard der Eltern angepasst werden (Urteil 5A_462/2010 vom 24. Oktober 2011 E. 4.2, nicht publ. in: BGE 137 III 586, aber in: FamPra.ch 2012 S. 223). Angesichts der bisherigen Lebensweise der Familie, der nach wie vor gehobenen finanziellen Stellung des Beschwerdeführers sowie der Tatsache, dass die Geschwister bereits volljährig sind, hat die Vorinstanz von dem ihr diesbezüglich zustehenden Ermessen keinen falschen Gebrauch gemacht. Der weitere Einwand des Beschwerdeführers, E.F.________ hätte auf dem bekannten Vermögen von Fr. 160'000.--, gerechnet mit einem Zinssatz von 2 %, ein monatlicher Nettoertrag von Fr. 265.-- aufgerechnet werden müssen, ist unbegründet. Aus der unbestrittenen Tatsache, dass die Eltern vereinbart hatten, dass sich die Kinder die Schenkung des Vaters von je Fr. 100'000.-- nicht an den Unterhalt anrechnen lassen müssen, durfte die Vorinstanz willkürfrei schliessen, dass darauf auch kein Vermögensertrag berücksichtigt werden sollte. Es kann bei dieser Ausgangslage nicht von Ermessensmissbrauch oder -überschreitung gesprochen werden, wenn die Vorinstanz dem (im Verhältnis zum Vermögen des Beschwerdeführers) geringfügigen übrigen Kindesvermögen keine unterhaltsrelevante Bedeutung beigemessen hat.