Citation: 1B_286/2014 E. 3

Nach Art. 383 StPO kann der Kantonsgerichtspräsident der Privatklägerschaft, die nicht unentgeltlich prozessiert (Art. 136 StPO), unter Androhung des Nichteintretens im Säumnisfall eine Sicherheit für Kosten und Entschädigungen auferlegen. Der Gesetzgeber hat keine Kriterien für die Erhebung von Sicherheitsleistungen aufgestellt. Es steht damit im Ermessen der Verfahrensleitung, das Eintreten auf das Rechtsmittel von der Leistung einer Sicherheitsleistung abhängig zu machen. Eine besondere Begründung benötigt die Kautionsverfügung in der Regel nicht (Urteil 6B_814/2013 vom 28. November 2013 E. 2.2.3), jedenfalls wenn die Höhe der Sicherheitsleistung den konkreten Verhältnissen des Falles angemessen und massvoll ist. Das ist vorliegend der Fall, die vom Kantonsgericht für das Einreichen von Berufungen angesetzten Fr. 500.--- bzw. 1'200.-- erscheinen im zur Debatte stehenden, aufwendigen Wirtschaftsstraffall keineswegs übersetzt, auch wenn sie offenbar von allen Privatklägern eingeholt werden sollen (dazu auch unten E. 8). Die Beschwerdeführer beanstanden die Höhe der Kaution denn auch gar nicht, sondern machen im Gegenteil geltend, ihre wirtschaftlichen Verhältnisse seien solide, sodass das Einholen einer Sicherheitsleistung unnötig sei. Dies zu beurteilen lag indessen im pflichtgemässen Ermessen des Kantonsgerichtspräsidenten, und es ist nicht zu beanstanden, dass er angesichts der vielen Privatkläger schematisch von allen eine Kaution einholte, ohne die Zahlungsfähigkeit und -willigkeit jedes Einzelnen konkret abzuklären. Ein solcher Aufwand würde zudem das Verfahren weiter in die Länge ziehen, was keineswegs im Sinn der Beschwerdeführer läge, die den Schwyzer Strafbehörden ja auch Rechtsverzögerung vorwerfen. Die Rüge ist unbegründet, und der Kantonsgerichtspräsident hat nach dem eingangs erwähnten Urteil des Bundesgerichts auch den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör nicht verletzt, indem er die Kautionsverfügungen nicht näher begründete.