Citation: 9C_714/2022 E. 4.2.2

4.2.2. Die Vorinstanz hat festgestellt, dass die Beschwerdeführerinnen selbst im Rekursverfahren die Baukosten pro Laufmeter 100mm-Rohr auf Fr. 280.- veranschlagt hätten. Diese Feststellung bestreiten die Beschwerdeführerinnen im bundesgerichtlichen Verfahren nicht als offensichtlich unrichtig oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhend (Art. 105 Abs. 2 BGG), so dass sie für das Bundesgericht massgeblich ist. Nicht anders verhält es sich mit der tatsächlichen Überlegung der Vorinstanz, dass die Kosten für die Rohrverlegung nicht massgeblich vom Rohrdurchmesser abhängig seien und deshalb für die Verlegung von 28mm-Rohren wohl Kosten in ähnlicher Höhe anfielen. Vor diesem Hintergrund ist es daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die auferlegten jährlichen Gebühren für 100mm- bzw. 28mm-Rohre mit 3.4% bzw. weniger als 2% der geschätzten Kosten bei Eigenerstellung durch die Beschwerdeführerinnen ermittelt hat. Wird zusätzlich in Betracht gezogen, dass die Beschwerdeführerinnen die städtischen Kabelrohranlagen seit Erteilung der ihnen von der Beschwerdegegnerin verliehenen Konzession im Jahr 1997 bzw. 1999 nutzten, d.h. die städtischen Infrastrukturen am Ende des hier massgebenden Zeitraums von 2013 bis 2017 seit rund 20 bzw. 18 Jahren benutzt haben, ist mit der Vorinstanz nicht ersichtlich, inwiefern die auferlegten Gebühren die geschätzten hypothetischen Eigenkosten der Beschwerdeführerinnen übersteigen sollen. Der Schluss der Vorinstanz, wonach die auferlegten Gebühren die geschätzten Eigenkosten der Beschwerdeführerin nicht übersteigen, erweist sich im Übrigen als umso überzeugender, als die Vorinstanz nur auf die geschätzten Baukosten der Beschwerdeführerinnen abgestellt, und weitere ebenfalls unter dem Titel der Eigenkosten zu berücksichtigende Positionen (wie z.B. die Kosten für die gemäss Art. 35 Abs. 1 FMG erforderliche Bewilligung für die kostenfreie Inanspruchnahme von Grund und Boden sowie die Wiederherstellungskosten gemäss Art. 35 Abs. 2 FMG; vgl. dazu auch Urteil 2A.414/2006 vom 19. März 2008 E. 9.3 - 9.5) nicht in Anschlag gebracht hat. Die Beschwerdeführerinnen machen im Übrigen auch nicht etwa geltend geschweige denn legen sie anhand einer Auflistung der von ihnen bis zum Ende des hier zu beurteilenden Zeitraum insgesamt an die Beschwerdegegnerin entrichteten Gebühren dar, dass mit der Gebührenerhebung seit Konzessionserteilung bis 2017 ihre Eigenkosten insgesamt überschritten seien, so dass die Auferlegung der hier streitigen Konzessionsgebühren Art. 78 Abs. 2 FDV widersprechen würde.