Citation: 2C_596/2019 E. 11.4.3

11.4.3. Die publizierte Verfügung der WEKO vom 29. November 2010 umfasst etwas mehr als hundert Seiten. Der Sachverhalt ist komplex und die WEKO hat aufgrund der Handlungen der Beschwerdeführerinnen mehrere unzulässige Verhaltensweisen nach Art. 7 Abs. 2 KG geprüft. In das Verfahren sind mehrere Gesellschaften involviert, während des Verfahrens erfolgten Konzernumstrukturierungen. Zu prüfen waren sodann Fragen des geistigen Eigentums, welche durch die Schnittstellenproblematik aufgeworfen wurden, und damit des Anwendungsbereichs des KG. Die entsprechenden Ausführungen der WEKO haben die Beschwerdeführerinnen durchgehend gerügt. Nicht entscheidend ist - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerinnen - der Umfang ihrer Beschwerde von "lediglich" 161 Seiten, sondern die vorgebrachten Rügen. Wirft man einen Blick in das Urteil der Vorinstanz, so werden zu jeder Rechtsfrage jeweils die Rügen der Beschwerdeführerinnen dargelegt und mussten dementsprechend auch behandelt werden. Insofern kann nicht gesagt werden, dass die Vorinstanz Rechtsfragen behandelt hätte, die gar nicht aufgeworfen worden sind. Dies trifft im Übrigen auch auf Rechtsfragen zu, welche bereits durch das Bundesgericht in BGE 139 I 72 beantwortet worden sind, denn wie sich aus dem vorinstanzlich festgestellten, unbestritten gebliebenen und somit für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhalt ergibt (Art. 105 Abs. 1 BGG), haben die Beschwerdeführerinnen nach dem Rückzug ihrer Rügen dieselben später wieder vorgebracht.