Citation: 1C_421/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Die Vorinstanz hat den Umstand, dass die revidierte Nutzungsplanung der Stadt Luzern im Zeitpunkt ihres Urteils bereits öffentlich aufgelegen war, berücksichtigt. Sie hat jedoch weiter festgehalten, es läge kein klassischer Fall des Inkrafttretens von neuem Recht während eines hängigen Rechtsmittelverfahrens vor, sondern vielmehr eine im geltenden kantonalen Recht vorgesehene, spezielle Konstellation. In diesem Zusammenhang wies die Vorinstanz zunächst darauf hin, dass die mit der IVHB und den per 1. Januar 2014 revidierten PBG/LU und PBV/LU neu definierten Baubegriffe und Messweisen (§ 112a PBG/LU) gemäss kantonalem Recht und ihrer Praxis (vgl. LGVE 2016 IV Nr. 1) für eine Gemeinde erst gelten, wenn sie ihre Bau- und Zonenordnung an das neue Recht angepasst und der Regierungsrat für diese die bisherigen Begriffe ausser Kraft gesetzt habe. Unter Hinweis auf die kantonale Regelung und Praxis zur Einführung der neuen Baubegriffe und Messweisen sowie im Sinne der vorgenannten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Massgeblichkeit von während dem kantonalen Rechtsmittelverfahren erlassenen Planungszonen lehnte die Vorinstanz in der vorliegenden Konstellation einen Automatismus bezüglich der hemmenden Wirkung der Planungszone auf das früher eingereichte, erstinstanzlich bewilligte Baugesuch ab und nahm stattdessen in dieser Hinsicht eine Abwägung zwischen den betroffenen privaten und öffentlichen Interessen vor. Unabhängig davon, wie stark das Bauvorhaben die neurechtlichen Vorgaben überschreitet, ist dieses Vorgehen nicht offensichtlich unhaltbar.