Citation: 8C_933/2008 27.04.2009 E. 4.3

4.3.1 Nach der Rechtsprechung sind der objektive und der subjektive Bereich der Vermittlungsfähigkeit zu unterscheiden. In erster Hinsicht ist festzuhalten, dass der Besuch eines ganztägigen Kurses die Annahme einer erwerblichen Tätigkeit ausschliesst. Die Vermittlungsfähigkeit kann nur bejaht werden, wenn eindeutig feststeht, dass der Versicherte bereit und in der Lage ist, den Kurs jederzeit abzubrechen, um eine Stelle anzutreten. Dies ist auf Grund objektiver Kriterien zu prüfen. Die Willensäusserung des Versicherten allein genügt hiezu nicht. In subjektiver Hinsicht muss feststehen, dass der Versicherte auch während des Kursbesuches seiner Pflicht zu persönlichen Arbeitsbemühungen nachgekommen ist. Daher müssen an die Disponibilität und Flexibilität der Versicherten, die freiwillig und auf eigene Kosten einen nicht bewilligten Kurs besuchen, erhöhte Anforderungen gestellt werden. Sie müssen ihre Arbeitsbemühungen qualitativ und quantitativ fortsetzen und bereit sein, den Kurs unverzüglich abzubrechen, um eine angebotene Stelle anzutreten. Eine entsprechende Willenshaltung oder die bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft genügt nicht. Bei fehlender Aktivität und Dispositionen, die der Annahme der Vermittlungsbereitschaft entgegenstehen, kann sich der Versicherte nicht darauf berufen, er habe die Vermittlung und Suche einer Arbeit gewollt (BGE 122 V 265 E. 4 S. 266 f.). Die Vermittlungsfähigkeit ist prospektiv zu beurteilen, d.h. von jenem Zeitpunkt aus und unter Würdigung jener Verhältnisse, die bei Erlass der angefochtenen Verfügung gegeben waren (HANS-ULRICH STAUFFER/BARBARA KUPFER BUCHER, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung, Zürich/Basel/Genf 2008, 3. Aufl., S. 62 zu Art. 15 AVIG mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). 4.3.2 Auf Grund der vorinstanzlich eingereichten Unterlagen ist nicht einzusehen, weshalb der Beschwerdeführer nicht bereit gewesen sein soll, die Weiterbildung und Tätigkeit bei der Q.________ AG zu Gunsten eines vollzeitlichen Anstellungsverhältnisses aufzugeben. Die Vorinstanz übersieht, wie der Beschwerdeführer zu Recht vorbringt, dass er den der Weiterbildung dienenden Agenturvertrag bei der Q.________ AG abschloss, als er schon mehr als ein halbes Jahr ohne Arbeit gewesen war und diesen nicht zuletzt deshalb weiter erfüllte, weil die Arbeitslosenkasse mit Verfügung vom 31. Mai 2007 einen Leistungsanspruch bis 20. November 2007 verneint hatte. Insgesamt betrachtet ist die Vermittlungsfähigkeit als eine wesentliche Voraussetzung des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung sowohl in subjektiver als auch in objektiver Hinsicht zu bejahen. Die Sache ist daher zur Prüfung der weiteren Anspruchsvoraussetzungen an die Verwaltung zurückzuweisen.