Citation: 4A_256/2017 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz hielt fest, es treffe zwar zu, dass die Angaben des Beschwerdegegners anlässlich der Befragung vom 26. Juni 2012 deutlich vom Observationsbericht abweichen würden. Insbesondere die Antworten auf die Fragen 7 und 8 würden für die entsprechenden Observationstage durch den Observationsbericht widerlegt. Aber dies bedeute nicht automatisch, dass dadurch die Voraussetzungen von Art. 40 VVG erfüllt seien. Nachdem die geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit beweismässig erstellt sei, sei eine betrügerische Begründung des Anspruchs auf Versicherungsleistungen nicht ersichtlich. Daran würden auch die problematischen Angaben des Beschwerdegegners auf die Fragen 7 und 8 nichts ändern. Denn die gemachten Angaben [recte: eine wahrheitsgemässe Beantwortung dieser Fragen] hätten nicht dazu geführt, dass die Beschwerdeführerin eine tiefere oder gar keine Entschädigung zu entrichten gehabt hätte. Die Auskünfte seien mit anderen Worten für die Begründetheit des Versicherungsanspruchs nicht von Bedeutung gewesen, weshalb sich die Beschwerdeführerin nicht auf Art. 40 VVG berufen könne.