Citation: 1C_2/2008 11.02.2008 E. A

Die bulgarische Oberstaatsanwaltschaft führt gegen X.________, Y.________ und weitere Personen ein Strafverfahren wegen Verbrechens gegen das Finanzsystem, Geldwäscherei und organisierter Kriminalität. Ihnen wird vorgeworfen, sich an einer kriminellen Organisation beteiligt zu haben, welche vom 1. Januar 2003 bis heute in Bulgarien, Deutschland, der Schweiz und Österreich Finanztransaktionen und Geschäfte mit Immobilien durchgeführt habe. Dabei hätten sie gewusst, dass die entsprechenden Finanzmittel aus einer deliktischen Tätigkeit, unter anderem Drogenhandel, stammten. Mit Rechtshilfeersuchen vom 17. April 2007, ergänzt am 14. Mai 2007, erbat die bulgarische Oberstaatsanwaltschaft von den schweizerischen Behörden die Herausgabe von Bankunterlagen und die Sperre sämtlicher Konten der genannten Beschuldigten. Mit Verfügung vom 7. Juni 2007 trat die Schweizerische Bundesanwaltschaft auf das Ersuchen ein. Mit separater Editionsverfügung ordnete sie gleichentags bei der Bank A.________ in Zürich die Herausgabe sämtlicher Unterlagen unter anderem betreffend Konten, bei denen X.________ und Y.________ Inhaber, Bevollmächtigte oder wirtschaftlich Berechtigte sind, an. Mit Schreiben vom 3. Juli 2007 übermittelte die Bank A.________ unter anderem Unterlagen betreffend die Konten Nr. ..., lautend auf die Firma V.________, und Nr. ..., lautend auf die O.________ Ltd. Wirtschaftlich daran berechtigt sind X.________ bzw. Y.________. Am 29. August 2007 verfügte die Bundesanwaltschaft in Anwendung von Art. 18 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; SR 351.1) eine vorsorgliche Vermögensbeschlagnahme und wies die Bank A.________ an, die mit Schreiben vom 3. Juli 2007 bekannt gegebenen noch aktiven Konten und Schliessfächer sofort zu sperren. Auf die von der Firma V.________ und der O.________ Ltd. gegen die vorsorgliche Vermögensbeschlagnahme vom 29. August 2007 erhobenen Beschwerden trat das Bundesstrafgericht (II. Beschwerdekammer) mit Entscheid vom 13. Dezember 2007 nicht ein. Es befand, die Beschwerdeführerinnen hätten keinen unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG glaubhaft dargelegt.