Citation: 6B_329/2022 E. 4

Der Beschwerdeführer kritisiert die rechtliche Würdigung der Vorinstanz. Er beruft sich auf BGE 120 IV 334. Dort entschied das Bundesgericht, dass der qualifizierte Tatbestand nicht erfüllt ist, wenn der Täter eine qualifizierte Drogenmenge an eine bereits süchtige nahe Bezugsperson zum eigenen oder gemeinsamen Konsum abgibt, um dieser aus ihrer verfahrenen Situation herauszuhelfen, und dabei die Gewissheit hat, dass das Heroin nicht an Drittpersonen weitergegeben wird. Vorliegend verhält es sich entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers nicht identisch. Zwar konsumierte er mit seiner Ehefrau Kokain. Doch legt die Vorinstanz überzeugend dar, dass der Beschwerdeführer auch Kokain an fünf Abnehmer verkaufte, wobei die Mengen zwischen 2 und 10 Gramm lagen. Es bestand keine Gewissheit, dass die Ehefrau und die weiteren Abnehmer das Kokain nicht an Drittpersonen weitergeben würden. Dies veranschaulicht die Vorinstanz überzeugend mit dem Hinweis, dass bei der im selben Haushalt lebenden Stieftochter des Beschwerdeführers die Aufnahme von Kokain nachgewiesen wurde. Dass eine hohe Menge an Kokain sichergestellt wurde, anerkennt der Beschwerdeführer ausdrücklich. Zwar haben er und seine Ehefrau davon konsumiert. Doch ist unbestritten, dass Kokain an verschiedene Drittpersonen verkauft wurde. Wenn der Beschwerdeführer ausführt, er habe nur 10,45 Gramm und nicht etwa 32,25 Gramm reines Kokain abgegeben, dann entfernt er sich vom vorinstanzlichen Sachverhalt, ohne Willkür darzulegen. Die Vorinstanz verurteilte den Beschwerdeführer zu Recht wegen mengenmässig qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Von einer Verletzung der Begründungspflicht kann keine Rede sein.