Citation: 1P.780/2000 22.12.2000 E. A

A.- Gegen X.________ ist im Kanton Bern ein Strafverfahren wegen Verdachts gewerbsmässigen Betrugs, qualifizierter Veruntreuung und Urkundenfälschung hängig. Das Verfahren, welches die beiden letztgenannten Delikte betrifft, wurde am 1. Mai 2000 von demjenigen wegen Betrugs abgetrennt. Mit Beschluss des Untersuchungsrichters und der Staatsanwaltschaft vom 12. Oktober 2000 wurde X.________ dem Wirtschaftsstrafgericht des Kantons Bern zur Beurteilung überwiesen wegen qualifizierter Veruntreuung als Notar und als Vormund sowie wegen Urkundenfälschung. Gegen den Überweisungsbeschluss erhob X.________ am 2. November 2000 Beschwerde an die Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Bern. Diese trat mit Entscheid vom 24. November 2000 auf die Beschwerde wegen Verspätung nicht ein. Die Anklagekammer führte aus, mit der Beschwerde, welche innert 10 Tagen nach Eröffnung des Überweisungsbeschlusses eingereicht worden sei, werde geltend gemacht, die Überweisung des im Mai 2000 abgetrennten Verfahrensteils sei aufzuschieben, bis die andere Voruntersuchung abgeschlossen sei, so dass eine einheitliche Beurteilung sämtlicher dem Angeschuldigten zur Last gelegten Straftaten vorgenommen werden könne. Die Beschwerde richte sich somit de facto nicht gegen den Überweisungsbeschluss, sondern gegen die Abtrennungsverfügung vom 1. Mai 2000, die dem Angeschuldigten am 5. Mai 2000 eröffnet worden sei. Dieses Datum sei daher für den Beginn der 10-tägigen Beschwerdefrist massgebend, weshalb die Beschwerde vom 2. November 2000 verspätet sei. Sodann legte die Anklagekammer im Sinne einer Eventualbegründung dar, dass die Beschwerde, auch wenn sie rechtzeitig eingereicht worden wäre, keinen Erfolg gehabt hätte, da die Abtrennung des erwähnten Verfahrensteils und dessen separate Überweisung nicht zu beanstanden seien.