Citation: 6B_1145/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdegegner werde vom Vorwurf der Verletzung der Geheim- und Privatsphäre durch Aufnahmegeräte teilweise schuldig und teilweise freigesprochen. Vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs werde er freigesprochen. Es sei davon auszugehen, dass der Vorwurf des Hausfriedensbruchs einen gewissen prozessualen Mehraufwand verursacht habe. Hingegen seien mit dem teilweisen Freispruch vom Vorwurf der Verletzung der Geheim- und Privatsphäre keine Untersuchungskosten verbunden, die ausscheidbar und in ihrer Höhe von Relevanz wären. Entsprechend biete der Ausgang des Berufungsverfahrens keinen Anlass, die erstinstanzliche Kostenregelung zu korrigieren und seien dem Beschwerdegegner die erstinstanzlichen Verfahrenskosten zur Hälfte aufzuerlegen. Die Beschwerdeführerin habe im erstinstanzlichen Verfahren gegenüber dem kostenpflichtigen Beschwerdegegner teilweise obsiegt. Auch unter Berücksichtigung des zusätzlichen teilweisen Freispruchs vom Vorwurf der Verletzung der Geheim- und Privatsphäre erscheine es sachgerecht, im erstinstanzlichen Verfahren von einem hälftigen Unterliegen des Beschwerdegegners auszugehen und sei er gestützt auf Art. 433 Abs. 1 StPO zu verpflichten, der Beschwerdeführerin die hälftigen Vertretungskosten vor Vorinstanz im Betrag von Fr. 2'912.95 zu ersetzen.