Citation: 1C_544/2022 E. 3.1

3.1. Das Verwaltungsgericht trat auf den Antrag, das Quartierplanverfahren bis zu einer Totalrevision der kommunalen Grundordnung abzubrechen und eine Planungszone zu erlassen, nicht ein. Der Einleitungsbeschluss sei in Rechtskraft erwachsen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden sei der darauf basierende Quartierplan keiner Baubewilligung gleichzusetzen. Nutzungsart (z. B. Wohnen, Gewerbe etc.) und Nutzungsmass würden nicht definiert. Im Übrigen könnte ein Beleg gemäss Bedarfsnachweis für Erstwohnungen ohne Problem erbracht werden. Weiter gebe es genügend Äsungsplätze für Steinböcke in nächster Umgebung, wie aus der Stellungnahme des kantonalen Amts für Jagd und Fischerei (AJF) vom 16. Mai 2022 eindeutig hervorgehe. Hinsichtlich der Kritik, die einschlägigen ISOS-Bestimmungen würden missachtet, sei darauf hinzuweisen, dass der Entscheid für eine Bebauung bereits im Zeitpunkt der Festlegung der Quartierplanpflicht gefallen sei. Zudem weise der Quartierplan mit Ausnahme der vorbestimmten Giebelausrichtung weder hinsichtlich Gestaltung, Nutzung oder Erschliessung den Detaillierungsgrad einer Baubewilligung auf. Gegen auf dem Quartierplan basierende Baubewilligungen könne nach deren Erteilung Beschwerde geführt werden. Schliesslich würden auch der beanstandete Eingriff in die bestehende Steinmauer und die Beeinträchtigung der Aussicht einer Genehmigung des Gestaltungsplans nicht entgegenstehen.