Citation: 2C_1052/2020 E. C

Am 17. Dezember 2019 eröffnete die Veranlagungsbehörde gegen die Steuerpflichtige ein Untersuchungsverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs erliess die Veranlagungsbehörde am 24. März 2020 eine Hinterziehungsverfügung. Darin verurteilte sie die Steuerpflichtige wegen versuchter Steuerhinterziehung von "Einnahmen" in Höhe von Fr. 91'000.--. Bei ihrer Berechnung der Bussen verminderte die Veranlagungsbehörde die hinterzogene Steuer zunächst um 25 Prozent (zumindest mittelschweres Verschulden). Alsdann wandte sie mit Blick auf die im Versuchsstadium steckengebliebene Tat einen Koeffizient von 66,66 Prozent an. Dies führte zu Bussen von Fr. 3'867.50 (direkte Bundessteuer) bzw. Fr. 3'640.-- (Staats-, Bezirks- und Gemeindesteuern), insgesamt Fr. 7'507.50. Die Veranlagungsbehörde führte aus, nachdem es sich bei der Veräusserung um den einzigen Geschäftsvorfall im Geschäftsjahr 2017 gehandelt habe, hätte es der C.________ GmbH, die den Abschluss erstellte, bzw. der Steuerpflichtigen auffallen müssen, dass die Verbuchung unterblieben sei. Der unvollständige Abschluss sei "bewusst in Kauf genommen worden". Es sei daher von Vorsatz auszugehen.