Citation: U 418/05 16.11.2006 E. 3

3.1 Laut Gutachten des Dr. med. A.________ vom 1. November 2004 wurden folgende Diagnosen gestellt: "Indirektes HWS-Trauma, zervikales vertebrales Schmerzsyndrom, intermittierende Parästhesien in der Hand, ätiologisch ungeklärt, C8 Reizung möglich". Aufgrund der Erwägungen des kantonalen Gerichts und der Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sowie der Vernehmlassung der "Zürich" ist unbestritten, dass zwischen dem Unfall und der aktuellen, organisch nicht nachweisbaren, die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden Gesundheitsschädigung nach Schleudertrauma der HWS (Gutachten des Prof. Dr. med. W.________ vom 19. Januar 2001 und des Dr. med. A.________ vom 1. November 2004) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. 3.2 Zu prüfen ist daher einzig, ob auch die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu bejahen ist, wie die Beschwerdeführerin geltend macht. 3.3 Neben der allgemeinen Adäquanzformel (BGE 129 V 181 Erw. 3.2 mit Hinweis) hat das Eidgenössische Versicherungsgericht besondere Regeln für die Beurteilung der Adäquanz psychischer Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelt (BGE 115 V 133) und diese für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der HWS auch nach Ablauf einer gewissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zurückzuführen ist, für analog anwendbar erklärt (BGE 117 V 359). Danach setzt die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn es objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - eine Katalogisierung der Unfälle in leichte (banale), im mittleren Bereich liegende und schwere Unfälle vorzunehmen ist. Bei leichten Unfällen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und nachfolgenden Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint, bei schweren Unfällen bejaht werden (BGE 117 V 366 Erw. 6a). Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage nicht auf Grund des Unfalls allein beantworten. Weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, sind in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen (BGE 117 V 366 Erw. 6a; zu den teilweise unterschiedlichen Kriterien vgl. BGE 129 V 184 Erw. 4.1, 115 V 140 Erw. 6c/aa): - besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; - die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; - ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; - Dauerbeschwerden; - ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; - schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; - Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit.