Citation: 4C.310/2004 07.12.2004 E. 4

4.1 Schliesslich ging das Obergericht davon aus, die Aufhebungsvereinbarung könne nicht wegen absichtlicher Täuschung als für die Klägerin unverbindlich erklärt werden. Zur Begründung führte es dem Sinne nach aus, zwar habe die Beklagte gegenüber der Klägerin den falschen Anschein erwecken wollen, sie verfüge über ein Gutachten, das Hinweise dafür enthalte, dass die Klägerin oder ihr Umfeld für die anonymen und verunglimpfenden Schreiben verantwortlich sei. Ebenso habe die Beklagte gehofft, dieser Anschein würde die Klägerin dazu bewegen, eine Aufhebungsvereinbarung zu unterzeichnen. Die Vorspiegelung könne jedoch nur dann relevant sein, wenn der erweckte Anschein für den Vertragsabschluss kausal war. Dies sei zu verneinen, wenn die betroffene Partei der Vorspiegelung keinen Glauben schenke, weil sie den wahren Sachverhalt kennt. Davon sei vorliegend auszugehen, da die Klägerin nach ihrer Darstellung stets sicher war, dass ihr weder unmittelbar noch mittelbar über ihren Ehemann etwas angelastet werden könne. Die Klägerin habe auch gewusst, dass es sie belastende Beweise nicht habe geben können. Eine Täuschung sei daher nicht möglich gewesen, da aus der Sicht der Klägerin entsprechende Beweise als Möglichkeit nicht im Raum gestanden hätten. 4.2 Die Klägerin übt in diesem Zusammenhang unzulässige Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung, indem sie behauptet, sie sei tatsächlich getäuscht worden (vgl. E. 1.3 hiervor). Ansonsten legt die Klägerin nicht dar, inwiefern das Obergericht bei der Verneinung der Täuschung Bundesrecht verletzt haben soll, was auch nicht erkennbar ist.