Citation: 1A.81/2000 11.08.2000 E. 1

1.- Zwischen der Schweiz und der Volksrepublik China bestehen noch keine staatsvertraglichen Vereinbarungen über die gegenseitige Leistung von Rechtshilfe. Die Regierung der Sonderverwaltungsregion Hongkong wurde von der chinesischen Regierung jedoch ermächtigt, ein Rechtshilfeabkommen mit der Schweiz zu schliessen. Der schweizerische Bundesrat und die Regierung Hongkongs haben unterdessen einen Rechtshilfevertrag unterzeichnet. Das Abkommen ist nach Mitteilung des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes allerdings noch nicht in Kraft, weshalb auf den vorliegenden Fall das Bundesgesetz über internationale Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. März 1981 (IRSG, SR 351. 1) sowie die dazugehörige Verordnung (IRSV, SR 351. 11) anwendbar sind (Art. 1 Abs. 1 lit. b IRSG). Aus dem IRSG kann ein völkerrechtlicher Anspruch auf zwischenstaatliche Zusammenarbeit in Strafsachen nicht abgeleitet werden (Art. 1 Abs. 4 IRSG).