Citation: 8C_42/2021 E. 4.4

4.4. Die Beschwerdeführerin macht mit Hinweis auf das Urteil I 635/02 des ehemaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 20. Juni 2003 weiter geltend, es sei geschlechterdiskriminierend im Sinne von Art. 14 in Verbindung mit Art. 6 Ziff. 1 EMRK, wenn eine Versicherte, die vor Eintritt der Invalidität erwerbstätig gewesen sei, nach der Geburt des Kindes aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung als Hausfrau qualifiziert werde. Gemäss den genannten Bestimmungen liegt eine Ungleichbehandlung der Geschlechter vor, wenn eine Versicherte, die vor Eintritt der Invalidität erwerbstätig war, nach der Geburt des ersten (oder eines weiteren) Kindes neu als Hausfrau qualifiziert wird mit der einzigen Begründung, dass nach der allgemeinen Lebenserfahrung zahlreiche Ehefrauen die Erwerbstätigkeit unterbrechen, solange die Kinder der vollständigen Pflege und Erziehung bedürfen (Urteil I 635/02 vom 20. Juni 2003 E. 3.3 mit Hinweis auf das Urteil S. g. die Schweiz vom 24. Juni 1993; PCour EDH, Série A, vol. 263). Entgegen ihrer Auffassung kann die Beschwerdeführerin aus dem zitierten Urteil nichts zu ihren Gunsten ableiten, da sie vor Eintritt der Invalidität nicht erwerbstätig war. Zudem hat die Vorinstanz im vorliegenden Fall nicht alleine aufgrund der Anzahl Kinder und deren Alter geschlossen, dass die Beschwerdeführerin auch ohne Gesundheitsschädigung ausschliesslich im innerhäuslichen Bereich tätig sein würde (vgl. dazu E. 4.2.2).