Citation: 8C_656/2018 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht hat mit in allen Teilen überzeugender Begründung aufgezeigt, dass die Beschwerdeführerin aus der Revision des ZUG per 8. April 2017, insbesondere aus der Streichung des aArt. 26 Abs. 4 ZUG, hinsichtlich ihrer Rückerstattungspflicht nichts für sich ableiten kann. Wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, ergibt sich die Pflicht zur Rückerstattung der bezogenen Unterstützungsbeiträge aus dem kantonalen Recht. Das ZUG regelt die Rückerstattung selbst nicht, was die Beschwerdeführerin zu übersehen scheint. Im hier zu beurteilenden Fall richtet sich die Rückerstattungspflicht gemäss Art. 26 Abs. 1 ZUG unbestrittenermassen nach dem Recht des Kantons Thurgau. Die Ansprüche sind durch die Behörden dieses Kantons geltend zu machen (Art. 26 Abs. 1 Satz 2 ZUG). Art. 26 Abs. 1 ZUG galt und gilt auch dann, wenn der Heimatkanton die vom Unterstützten oder seinen Erben zurückzuerstattenden Leistungen dem Wohnkanton vergütet hat (vgl. WERNER THOMET, Kommentar zum Bundesgesetz über die Zuständigkeit für die Unterstützung Bedürftiger [ZUG], N. 264 zu Art. 26 ZUG). Mithin hat der Wohnkanton den gesamten Rückforderungsanspruch geltend zu machen. Insofern sind die Ansprüche des Wohnkantons entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin auch nicht im Umfang der eingegangenen Kostenersatzzahlungen des Heimatkantons untergegangen. Soweit die Beschwerdeführerin zur Begründung ihres Standpunktes den Willen des Gesetzgebers bemüht, lässt sie jegliche Auseinandersetzung mit den Materialien zur Revision des ZUG per 8. April 2017 vermissen, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.