Citation: U 560/06 28.06.2007 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat die Bestimmungen über den Anspruch auf Heilbehandlung (Art. 10 Abs. 1 UVG) und Taggelder (Art. 16 Abs. 1 und 2 UVG) sowie die Rechtsprechung zu dem für die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) zutreffend dargelegt (BGE 119 V 335 E. 1 S. 337). Entsprechendes gilt für die von der Judikatur entwickelten Grundsätze zum Erfordernis des adäquaten Kausalzusammenhanges im Allgemeinen (BGE 125 V 456 E. 5a S. 461) sowie bei psychischen Unfallfolgen im Besonderen (BGE 115 V 133), zur Bemessung der Integritätsentschädigung (BGE 116 V 156 E. 3a S. 157) und zum Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 122 V 157 E. 1c S. 160). Darauf wird verwiesen. 3.2 Laut angefochtenem Entscheid begründen die unfallkausalen Restbeschwerden, mangels Invalidität, keinen Rentenanspruch. 3.3 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, auf Grund des unvollständigen Fragekatalogs sei der natürliche Kausalzusammenhang, zumindest teilweise, zu Unrecht verneint worden. Ferner beruhe die Feststellung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit als Filialleiterin auf falschen Annahmen. So seien die Angaben des Herrn M.________, Personalverantwortlicher der Firma C.________, überprüfungsbedürftig. Eine Befragung der Leiterin des Einkaufs, Frau S.________, würde eine sachdienliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ermöglichen. 3.4 Die Behauptungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind unbegründet, weil die Vorinstanz den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den Restbeschwerden und dem Unfall, gestützt auf die medizinischen Akten, nicht verneint. So hielt Frau Dr. med. L.________ in ihren Berichten vom 30. Juli 2000 und vom 20. Februar 2004 explizit fest, dass die Beschwerden zweifelsohne auf den Unfall zurückzuführen seien. Hingegen führt sie in ihrem ersten Bericht aus, die Beschwerdeführerin habe früher an lumbalen Schmerzen gelitten. Nach dem Auffahrunfall vom 9. Dezember 1999 habe sie schliesslich am 10. Januar 2000 die Arbeit zu 50 % und ab dem 28. Februar 2000 zu 75 % aufgenommen. Obwohl eine Bewegungseinschränkung und eine Druckdolenz der Halswirbelsäule (HWS) bestehe, hätten die Röntgenbilder (15. Dezember 1999 und 17. Januar 2000) lediglich degenerative Veränderungen aufgezeigt. Das MRI vom 26. Januar 2000 habe eine sehr kleine präforaminale Discushernie und degenerative Veränderungen auf Höhe C5/6 und C6/7 ergeben. Sodann seien die Beschwerden wesentlich zurückgegangen, so dass ab August 2000 eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe. Im zweiten Bericht wird ergänzend eine nächtliche Sensibilitätsstörung der Hände und auf Grund der seit dem Unfall ausgelösten Nackenbeschwerden und vermehrten Kopfschmerzen ein Integritätsschaden von 5 % festgestellt. Gestützt auf die Befunde nimmt die Gutachterin insgesamt eine 100%ige Arbeitsfähigkeit an. Bezüglich der auszuführenden Tätigkeit stellt sie in erster Linie auf die Schilderungen der Versicherten und die dabei subjektiv wahrgenommenen Beschwerden ab. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist ersichtlich, dass die Ärztin bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht von einem falschen Stellenprofil ausgeht, sondern aus erster Hand Informationen über den Arbeitsablauf hat, weshalb auf eine Zeugeneinvernahme wie auch auf weitere Abklärungen in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten ist (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). Sodann ist die Beschwerdeführerin gemäss Zwischenzeugnis vom 3. Mai 2004 nach wie vor zu 100 % als Filialleiterin tätig und ihr Lohn wurde zwischenzeitlich von Fr. 80'600.- auf Fr. 89'700.- angehoben, weshalb das kantonale Gericht weitere Leistungen mangels Invalidität zu Recht verneinte.