Citation: 6B_933/2023 E. 7.3

7.3. Dem Beschwerdeführer gelingt es nicht, ein derart schwerwiegendes Fehlverhalten seines damaligen Rechtsvertreters aufzuzeigen, das die Aufhebung des angefochtenen Entscheids rechtfertigt. Der Beschwerdeführer unterlegt den Vorwurf, sein damaliger amtlicher Verteidiger habe es unterlassen, ihn nach der mündlichen Urteilseröffnung darüber zu informieren, dass das amtliche Mandat mit dem kantonalen Verfahren ende und er ihn nur gegen Bezahlung von Fr. 8'000.-- weiterhin vertreten würde, nicht. Dazu kommt, dass der Vorwurf ein Verhalten nach Eröffnung des vorinstanzlichen Urteils betrifft und damit bereits chronologisch keinen Einfluss in der zum vorinstanzlichen Urteil führenden Verteidigung haben konnte. Damit lässt sich keine schwerwiegende Pflichtverletzung des damaligen Rechtsvertreters begründen. Nichts anderes ergibt sich aus der Kritik, sein Antrag auf Wechsel der amtlichen Verteidigung sei zweimal zu Unrecht abgelehnt worden, da sein damaliger amtlicher Verteidiger mit einem früheren Mandatsverhältnis zum Stiefvater eines der Geschädigten den Anschein der Befangenheit erwecke. Auch diesbezüglich bleibt es bei unbelegten Behauptungen (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG; oben E. 2). Dass die Verteidigungsstrategie seines damaligen Rechtsvertreters aus diesem Grund offensichtlich nicht zum gewünschten Ergebnis geführt und damit seinen Interessen klarerweise zuwidergelaufen sein soll, ist nicht erkennbar. Zudem hat der Beschwerdeführer darauf verzichtet, die entsprechenden Entscheide mit Beschwerde anzufechten. Auch aus den weiteren vom Beschwerdeführer monierten Verhaltensweisen (vom Beschwerdeführer geforderte Ergänzungsfragen und Entfernung des Polizeiberichts vom 3. Januar 2023 aus den Akten) lässt sich kein sachlich nicht vertretbares bzw. klarerweise fehlerhaftes Prozessverhalten des damaligen Rechtsvertreters begründen. Es ist weder hinreichend dargetan noch ersichtlich, dass der Beschwerdeführer dadurch in seinen Verteidigungsrechten substanziell eingeschränkt worden wäre. Eine schwerwiegende Pflichtverletzung ist schliesslich auch nicht darin auszumachen, dass der damalige Rechtsvertreter nach dem Hinweis der Vorinstanz, die Anordnung einer stationären Massnahme stehe im Raum, um keine Pause gebeten habe und er auch in der Mittagspause nicht für den Beschwerdeführer verfügbar gewesen sei. Aus dem blossen Umstand, dass das angefochtene Urteil nicht den Erwartungen des Beschwerdeführers bzw. seiner neuen Rechtsvertreterin entspricht und Letztere gegebenenfalls eine andere Verteidigungsstrategie als ihr Vorgänger gewählt hätte, lässt sich für sich allein kein offensichtlich fehlerhaftes Verhalten des früheren Verteidigers ableiten, das vorliegend zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führt. Es liegt keine Verletzung des Rechts auf wirksame Verteidigung des Beschwerdeführers vor.