Citation: C 241/06 11.01.2007 E. 4

4.1 Zunächst sind sich die Parteien uneinig, ob die am 16. Dezember 2004 verschickte Vorladung zum Beratungsgespräch mittels A-Post oder B-Post versandt wurde. Unzweifelhaft ist dabei, dass die Sendung des RAV mit A-Post bezeichnet und auch entsprechend frankiert war. Die überwiegende Wahrscheinlichkeit spricht daher für eine entsprechende Beförderung durch die Schweizerische Post. Die von der Beschwerdeführerin dagegen vorgebrachten Argumente können daran keine begründeten Zweifel erwecken. Auch wenn die Sendung vom 16. Dezember 2004 nicht gleichentags, sondern erst am Freitag, den 17. Dezember 2004 hatte verarbeitet werden können, war sie dennoch als A-Post bezeichnet, weshalb der Brief auch samstags zugestellt worden wäre. 4.2 Vorliegend kann jedoch offen bleiben, ob das Schreiben am Freitag, den 17., Samstag, den 18. oder Montag, den 20. Dezember 2004 ins Postfach der Beschwerdeführerin gelegt wurde. Entgegen der Darstellung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hat sie der RAV-Beraterin mit ihrer Fax-Sendung vom 13. Dezember 2004 ausdrücklich den Montag, 20. Dezember 2004 ab 13.30 Uhr als Ersatztermin für das abgesagte Beratungsgespräch offeriert. Auffallend ist dabei, dass dieser Terminvorschlag zwar in dem von der Beschwerdegegnerin aufgelegten Fax enthalten ist, das erst letztinstanzlich vorgelegte und als Beweisstück offerierte Schreiben vom "13.12.04" diesen Passus hingegen nicht mehr enthält. Es ist eine andere Fassung, welche den Standpunkt der Beschwerdeführerin nachträglich zu belegen versuchen soll, was aber offensichtlich nicht gelingen kann. Damit steht fest, dass mit dem Termin für ein Beratungsgespräch vom 20. Dezember 2004 um 14.30 Uhr einem Wunsch der Versicherten entsprochen worden war. Sie hätte daher spätestens auch am Montagmorgen, an welchem sie nicht arbeitete, das Postfach leeren müssen. Es war ihr grundsätzlich möglich an diesem Termin auf dem RAV zu erscheinen. Ihr Bewerbungsdossier für eine Stelle bei der Gemeindeverwaltung hätte sie ohne Mühe auch vor oder nach dem Beratungsgespräch abgeben können. Schliesslich entspricht auch die Darstellung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, nach Empfang der Vorladung habe sie sich sofort bei der zuständigen RAV-Mitarbeiterin X.________ gemeldet, nicht den Tatsachen. Sie wandte sich vielmehr erst mit Fax vom 23. Dezember 2004 an die zuständige Stelle. Dieses Verhalten drückt eine Gleichgültigkeit und ein Desinteresse hinsichtlich den eigenen Obliegenheiten gegenüber der Arbeitslosenversicherung aus. Spätere andere Darstellungen möglicher Gründe für das Fernbleiben vom angesetzten Beratungstermin vermögen daran nichts zu ändern, weshalb die Einstellung in der Anspruchsberechtigung zu Recht erfolgte. 4.3 Dem Fehlverhalten der Beschwerdeführerin ist mit der verfügten, einem leichten Verschulden entsprechenden Einstellung von 5 Tagen angemessen Rechnung getragen worden. Die von Verwaltung und Vorinstanz vertretene Rechtsfolge ist daher auch bezüglich des Einstellmasses im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 OG) nicht zu beanstanden. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen.