Citation: 5A_723/2017 E. 5.2.3

5.2.3. Der Vorwurf, dass die Vorinstanz unbesehen von der schweizerischen Dogmatik ausgegangen sei, und deshalb das ausländische Recht unvollständig festgestellt habe, trifft nicht zu. Wenn das Obergericht festgehalten hat, dass die Beweislastregel nach englischem Recht "im Ergebnis" mit Art. 8 ZGB übereinstimme, geht das nicht darüber hinaus, was bei der Anwendung ausländischen Rechts als rechtsvergleichende Bezugnahme auf das schweizerische Recht zulässig ist (BGE 126 III 492 E. 3c/bb). Dass sich die Rechtsgutachten über die allgemeinen Prinzipien einig sind, geht bereits aus dem erstinstanzlichen Urteil hervor; inwiefern die gleiche Aussage des Obergerichts aktenwidrig oder willkürlich sei, ist nicht ersichtlich. Was die Beschwerdeführerinnen insoweit - und auch unter dem Titel der Verletzung der vorinstanzlichen Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 141 III 28 E. 3.2.4) betreffend einzelner (sich widersprechender) Ausführungen in Gutachten und Entscheiden - rügen, läuft auf die Kritik an der Anwendung des ausländischen Rechts durch die Vorinstanz hinaus.