Citation: 1C_553/2019 E. 4.1.3

4.1.3. Der Vernehmlassung des BAFU vom 15. Juni 2020 ist in diesem Zusammenhang zu entnehmen, eine Beeinträchtigung des Flachmoors wäre dann gegeben, wenn sich die Überbauung negativ auf die Wasserversorgung des Flachmoors auswirken und dieses in der Folge vertrocknen würde. Das Flachmoor habe sich im tiefer liegenden Bereich im Einfluss des Seewasserspiegels entwickelt. Im höher liegenden Teil hätten der Zufluss von Hang- und Quellwasser sowie die Niederschläge auf dem undurchlässigen Boden die Moorentwicklung ermöglicht. Da die in den Gutachten aufgeführten Quellen unterirdisch versorgt würden, sei davon auszugehen, dass das Einzugsgebiet des Moores um ein Vielfaches grösser sei als die zu überbauende Fläche. Der Hauptanteil des Wassers fliesse durch die Meteorwasserleitung zunächst in ein künstliches Becken und danach durch einen geraden Graben, der durch das Moor führe, zum Vierwaldstättersee. Bereits heute könne das oberflächlich abfliessende Wasser nicht ungehindert zum Moor gelangen, weil zwischen dem Überbauungsgebiet und dem Moor ein Weg und mehrere Gebäude bestünden. Trotz verschiedener baulicher Eingriffe in das Wassereinzugsgebiet fliesse genug Wasser in das Moor. Für seinen Weiterbestand sei dieses auf eine ausreichende Wasserzufuhr aus seinem Einzugsgebiet angewiesen. Entsprechend müsse eine solche Wasserzufuhr auch nach Errichtung der Überbauung gewährleistet sein. Aus Sicht des BAFU ergäben sich keine Hinweise, dass dies nicht der Fall sein sollte, womit nicht von einer Beeinträchtigung des Flachmoors auszugehen sei.