Citation: 5A_530/2022 E. 3

Schliesslich ist die Beschwerdeführerin der Meinung, der Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit stünden auch gewisse Kinderbetreuungspflichten entgegen. Wie die Vorinstanz diesbezüglich zutreffend festgehalten hat, haben jedoch allfällige Betreuungspflichten bzw. dadurch eingeschränkte Erwerbsmöglichkeiten der Klägerin im vorliegenden Verfahren unbeachtlich zu bleiben, handelt es sich doch um eine Tochter aus einer früheren Beziehung. Wie die Beschwerdeführerin ausserdem selbst ausführt, war die Tochter im Oktober 2022 (Zeitpunkt der Anrechnung einer 100 %igen Erwerbstätigkeit) bereits 17 Jahre alt und stand die Betreuungspflicht dieser gegenüber einer Erwerbstätigkeit ohnehin nicht mehr entgegen. Willkür ist nicht auszumachen; Weiterungen erübrigen sich.