Citation: 5P.22/2006 22.05.2006 E. 4

Der Beschwerdeführer kritisiert weiter, dass das Kantonsgericht seine Vorbringen betreffend Bauabrechnung und doppelte Fakturierung als prozessual verspätet erachtet hat. Das Kantonsgericht hat zu diesem Punkt im Wesentlichen ausgeführt, der Beschwerdeführer habe erstmals in seiner Schlussdenkschrift vor Bezirksgericht und damit prozessual verspätet behauptet, die Bauabrechnung sei falsch. Es handle sich hierbei denn auch um keine neue Tatsache, habe doch der Beschwerdeführer die Bauabrechnung bereits mit der Klage hinterlegt. Gleiches gelte für die behaupteten Doppelinkassi. In welcher Form und zu welchem Zeitpunkt entscheidwesentliche Behauptungen vorgebracht werden müssen, bestimmt das kantonale Prozessrecht. Dieses entscheidet auch darüber, ob eine Ergänzung der Sachvorbringen auf Grund des Beweisverfahrens zulässig ist oder ob bereits die Behauptungen so konkret und detailliert sein müssen, dass das Beweisverfahren allein noch ihrer Überprüfung dient (BGE 108 II 337 E. 3 S. 341; 127 III 365 E. 2c S. 369). Gegen welche Bestimmungen der anwendbaren Zivilprozessordnung das Kantonsgericht verstossen haben soll, wenn es die strittigen Vorbringen als verspätet angesehen hat, legt der Beschwerdeführer nicht substanziiert dar (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Damit kann auf diese Rüge ebenfalls nicht eingetreten werden.