Citation: I 585/02 21.02.2003 E. 4

4.1 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 323 Erw. 3b/aa). Der Abzug hat nicht automatisch, sondern dann zu erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn sodann ist nicht in der Weise vorzugehen, dass für jedes in Betracht fallende Merkmal separat eine Reduktion vorgenommen wird, weil damit Wechselwirkungen ausgeblendet würden. Vielmehr ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität, Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Dabei ist der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (BGE 126 V 79 f. Erw. 5b/aa-cc). 4.2 Die Frage, ob und in welchem Ausmass der statistische Lohn von Fr. 28'447.30 zu korrigieren ist, hängt demnach von den gesamten persönlichen und beruflichen Umständen des Einzelfalls ab. Der Beschwerdeführer kann gemäss ärztlicher Einschätzung (interdisziplinäre Beurteilung durch Frau Dr. med. L.________ und Dr. med. H.________ vom 29. Mai und 8. Juni 2001; Arztbericht Dr. med. G.________ vom 27. Februar 2001) nur für angepasste leichte Tätigkeiten eingesetzt werden, so dass er auf dem Arbeitsmarkt in Konkurrenz mit einem Mitbewerber ohne physische Einschränkungen benachteiligt ist, was sich auf das Lohnniveau auswirkt. Dafür, dass der Versicherte wegen seiner ausländischen Nationalität auf dem Arbeitsmarkt eine Lohneinbusse hinnehmen müsste, sind keine Anhaltspunkte ersichtlich; bei der Anzahl Dienstjahre ist zu berücksichtigen, dass deren Bedeutung im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungsprofil ist (AHI 1999 S. 181 Erw. 3b). Der Abzugsgrund der Teilzeitbeschäftigung kommt nicht zur Anwendung, weil dem Beschwerdeführer die Ausübung einer leichteren Tätigkeit mit einer Leistungsfähigkeit von 50 % auch ganztags möglich wäre. Ferner ist das Alter des Beschwerdeführers (Jahrgang 1948) zu beachten. Unter Berücksichtigung aller Umstände erscheint gesamthaft ein Abzug von 15 % als angemessen. Das Invalideneinkommen beläuft sich damit auf Fr. 24'180.20, was im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 64'163.- einen Invaliditätsgrad von 62.31 % ergibt. Die Verfügung der IV-Stelle vom 28. September 2001, mit welcher dem Beschwerdeführer eine halbe Invalidenrente zugesprochen wurde, ist daher im Ergebnis zu bestätigen.