Citation: 1B_395/2019 E. A

Die Staatsanwaltschaft Baden führt gegen A.________ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Am 9. November 2018 verlangte A.________ die Siegelung des gleichentags durch die Staatsanwaltschaft sichergestellten Mobiltelefons (iPhone 8) sowie der SIM-Karte (Sunrise). Diese würden zahlreiche persönliche Daten (Bilder und Videos) enthalten, welche seine Persönlichkeitsrechte tangieren würden und an welchen er ein grosses Geheimhaltungsinteresse habe. Mit Schreiben vom 15. November 2018 ersuchte die Staatsanwaltschaft um Entsiegelung des sichergestellten Mobiltelefons sowie der SIM-Karte beim Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau. Da sowohl die FCS Forensic Computing Services GmbH als auch die Abteilung IT-Forensik, CyberCrime der Bundeskriminalpolizei die Codesperre des Mobiltelefons nicht bzw. nicht innert absehbarer Frist umgehen bzw. entsperren konnten, setzte das Zwangsmassnahmengericht A.________ mit Verfügung vom 28. Mai 2019 eine Frist, um den Code zur Entsperrung des Mobiltelefons und der SIM-Karte bekanntzugeben. Dieser weigerte sich jedoch. Mit Verfügung vom 2. Juli 2019 hiess das Zwangsmassnahmengericht das Entsiegelungsgesuch hinsichtlich der Entsiegelung und Durchsuchung des Mobiltelefons iPhone 8 gut (Dispositiv-Ziffer 1.1). Zur Begründung führte es aus, A.________ habe es versäumt, darzulegen, inwiefern die gespeicherten privaten Daten besonders schützenswert seien. Zudem habe er seine Mitwirkungspflicht im Entsiegelungsverfahren verletzt, indem er sich geweigert habe, den Code des Mobiltelefons bekannt zu geben. Weiter verfügte das Zwangsmassnahmengericht, A.________ werde unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB (Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen) verpflichtet, der Staatsanwaltschaft bis spätestens zum 29. Juli 2019 den Code zur Entsperrung des Mobiltelefons gemäss Dispositiv-Ziffer 1.1 bekannt zu geben (Dispositiv-Ziffer 1.2).