Citation: 8C_474/2022 E. 5.2.3

5.2.3. Was die Beschwerdeführerin im Übrigen gegen das angefochtene Urteil vorbringt, ist unbegründet und ändert nichts daran, dass die nachvollziehbare, widerspruchsfreie und überzeugende vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht als bundesrechtswidrig zu beanstanden ist. Insbesondere haben die Beschwerdegegnerin und das kantonale Gericht bei gegebener Aktenlage mangels abweichender, medizinisch ausführlich begründeter Einschätzungen in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung bundesrechtskonform auf weitere Abklärungsmassnahmen verzichtet. Zwar haben mehrere versicherungsinterne Ärzte der AXA die Unfallkausalität anlässlich von verschiedenen Kurzbeurteilungen im Laufe der Zeit wiederholt bejaht. Doch beruhte bereits die erste Kausalitätsbeurteilung des Dr. med. M.________ vom 25. Juni 2013 auf der praxisgemäss im gegebenen Kontext beweisrechtlich unzulässigen Formel "post hoc ergo propter hoc" (vgl. BGE 142 V 325 E. 2.3.2.2; 119 V 335 E. 2b/bb; je mit Hinweisen), was für den rechtsgenüglichen Nachweis eines Kausalzusammenhangs nicht ausreicht (Urteil 8C_495/2021 vom 16. März 2022 E. 4.3). Die spätere Wiederholung dieser Fehleinschätzung des Kausalzusammenhangs basiert auf der Tatsache, dass Dr. med. M.________ die negative Entwicklung nach dem ersten operativen Eingriff vom 10. Mai 2013 (u.a. eine Frozen Shoulder) als Unfallfolge mitberücksichtigte und die nachfolgenden Beurteilungen darauf abstellten. Steht jedoch fest, wie die Vorinstanz unter Bezugnahme auf die späteren versicherungsärztlichen Kausalitätsbeurteilungen ausführlich darlegte, dass der Status quo sine nach medizinisch-orthopädischer Erfahrung mangels unfallkausaler somatischer Gesundheitsschäden am rechten Schultergelenk bereits innert drei bis maximal sechs Monaten erreicht worden war, bleibt es bei der verfügten Einstellung sämtlicher Versicherungsleistungen ex nunc et pro futuro per 31. März 2019.