Citation: 5P.81/2005 15.07.2005 E. 3

Das Kantonsgericht hat angenommen, der Erblasser habe sich beim Abschluss des Erbvertrags in einem Irrtum über die Gleichwertigkeit von Leistung und Gegenleistung befunden. Wegen dieses Irrtum sei der Erbvertrag vom Erblasser zu Lebzeiten in rechtsgültiger Weise testamentarisch widerrufen worden bzw. nach seinem Tode auf Klage der Beschwerdegegner für ungültig zu erklären (E. 5 und 6 S. 14 ff.). Die Beschwerdeführer erheben Willkürrügen gegen die Feststellung, der Erblasser habe über die Gleichwertigkeit von Leistung und Gegenleistung geirrt (S. 8 ff. Ziff. 8-12). Sie machen weiter geltend, der Erblasser sei im Zeitpunkt der Errichtung der Testamente vom 7. und vom 22. Mai 2002, mit denen er den Erbvertrag widerrufen habe, urteilsunfähig gewesen (S. 13 ff. Ziff. 16-22). Der Erblasser habe die beiden Testamente zudem unter massivem Druck seiner Angehörigen verfasst (S. 17 f. S. 23-25 der Beschwerdeschrift). Wie im Urteil über die gleichzeitig eingereichte Berufung der Beschwerdeführer darzulegen sein wird (E. 2-4.2 dortselbst), ist nicht zu beanstanden, dass das Kantonsgericht den Erbvertrag wegen Formmangels für ungültig erklärt hat. Bei diesem Ergebnis kann dahingestellt bleiben, ob der Erblasser den Erbvertrag frei von Willensmängeln einseitig aufgehoben hat und/oder ob der Erbvertrag auch wegen eines Irrtums des Erblassers für ungültig erklärt werden durfte. An der Beantwortung dieser Fragen besteht kein schutzwürdiges Interesse, liefe sie doch auf einen blossen Streit über Entscheidungsgründe hinaus, die für sich allein keine Beschwer bedeuten. Auf die darauf bezogenen Willkürrügen ist nicht einzutreten (vgl. BGE 111 II 398 E. 2b S. 399).