Citation: 8C_313/2018 E. 8

Damit wird der Beschwerdegegner schlechter gestellt, als er es aufgrund des Einspracheentscheides vom 29. August 2017 (Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 21 %) war. Die Sache ist daher zur Durchführung des Verfahrens nach Art. 61 lit. d ATSG an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. BGE 138 V 339 E. 2.3.2.2 S. 342 f. und E. 6 S. 343 f.). Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist Art. 61 lit. d Satz 2 ATSG auch letztinstanzlich zu berücksichtigen (BGE 138 V 339 E. 2.3.2.2 S. 343). Sodann sei darauf hingewiesen, dass das Bundesgericht mit dem zur Publikation vorgesehenen Urteil 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 die Rechtsprechung in Bezug auf die reformatio in peius im Beschwerdeverfahren bereinigt hat: Danach setzt Art. 61 lit. d ATSG nicht voraus, dass ein kantonales Versicherungsgericht einen angefochtenen Entscheid nur dann in peius reformieren darf, wenn dieser zweifellos unrichtig und die Korrektur von erheblicher Bedeutung ist (E. 4). Vielmehr wird die Verwirklichung des materiellen Rechts über das individuelle Rechtsschutzinteresse gestellt. Diese (neue) Rechtsprechung ist im Grundsatz sofort und überall anwendbar, das heisst, sie gilt nicht nur für künftige, sondern für alle im Zeitpunkt der Änderung hängigen Fälle (vgl. statt vieler Urteil 9C_700/2015 vom 18. Juli 2016 E. 3.2). Soweit der Beschwerdegegner bestreitet, dass die Voraussetzungen einer reformatio in peius im Beschwerdeverfahren erfüllt sind, dringt er damit nach dem Gesagten nicht durch.