Citation: 2C_483/2018 E. 5.2

5.2. Vorab ist festzuhalten, dass der Handel mit Betäubungsmitteln praxisgemäss eine schwere Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Gesundheit im Sinn von Art. 5 Anhang I FZA darstellt. Angesichts der grossen sozialen und wirtschaftlichen Gefahr, welche von der Drogensucht für die Menschheit ausgeht, können Betäubungsmitteldelikte eine Wegweisung auch im Bereich der Freizügigkeit rechtfertigen (vgl. Urteil 2C_793/2015 vom 29. März 2016 E. 6.2; ferner BGE 139 II 121 E. 6.3 S. 130 f. und Urteil des EuGH vom 29. April 2004 C-482/01 und C-493/01 Orfanopoulos und Oliveri Randnr. 67). Der Beschwerdeführer hat sich nach den Feststellungen der Vorinstanz des Verbrechens gegen das BetmG und damit einer qualifizierten Form der Betäubungsmitteldelinquenz schuldig gemacht. Zur Anwendung gelangt ist namentlich Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG, der tatbestandsmässig voraussetzt, dass der Täter "weiss oder annehmen muss, dass die Widerhandlung mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann". Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang, dass keine einmalige Verfehlung, sondern ein über zwei Jahre hinweg vorwiegend aus finanziellen Motiven betriebener Drogenhandel in Frage steht. Allein mit seinen Drogendelikten hat der Beschwerdeführer damit eine hohe Gefahr für die öffentliche Gesundheit geschaffen.