Citation: 9C_624/2020 E. 4.2

4.2. Aus dem Arbeitszeugnis der C.________ AG vom 12. Februar 2008 geht der von der Beschwerdeführerin genannte massive Leistungseinbruch und die hohe Fehlerquote von B.A.________ sel. als Geschäftsleitungsmitglied hervor. Die ehemalige Arbeitgeberin berichtete weiter, dass sie aufgrund des gestörten Vertrauensverhältnisses mit Unterstützung eines Psychologen eine Weiterführung der Zusammenarbeit angestrebt habe. Dies sei erfolglos geblieben, weshalb das Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einverständnis aufgelöst worden sei. B.A.________ sel. war es offenbar nicht mehr möglich, die Tätigkeit als Geschäftsleitungsmitglied im bisherigen Umfang auszuüben. Die Beschwerdeführerin zeigt jedoch nicht auf, dass die vorinstanzliche Annahme, B.A.________ sel. sei nicht überwiegend wahrscheinlich mehr als 50 % als Geschäftsleitungsmitglied eingeschränkt gewesen, wobei sich das kantonale Gericht insbesondere auf die Arbeitgeberbescheinigung vom 12. Dezember 2007 stützte, offensichtlich unrichtig sein soll. Denn im Arbeitszeugnis finden sich keine Hinweise darauf, dass die festgehaltenen Leistungsdefizite über die vorinstanzlich festgestellte 50 %ige Arbeitsunfähigkeit hinaus gegangen wären. Weiter sind auch die Feststellungen des kantonalen Gerichts, wonach B.A.________ sel. im Anschluss an das aufgelöste Arbeitsverhältnis mit der C.________ AG einen Verdienst von 50 % vom bisherigen Einkommen erzielt habe, der Invaliditätsgrad nicht höher als 50 % gewesen sei und eine Gesundheitsverschlechterung erst im November 2010, somit nach Ablauf der Nachdeckungsfrist, relevant geworden sei, nicht offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig. Denn soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, B.A.________ sel. habe nach dem 30. Juni 2007 auch keine andere angepasste Tätigkeit im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Reglement mehr ausüben können, vermag dies den Anforderungen an das Rügeprinzip nicht zu genügen (E. 1.1 und 1.2). Es ist ausserdem darauf hinzuweisen, dass eine Sachverhaltsfeststellung nicht schon dann offensichtlich unrichtig ist, wenn sich Zweifel anmelden, sondern erst, wenn sie eindeutig und augenfällig unzutreffend ist. Es liegt noch keine offensichtliche Unrichtigkeit vor, nur weil eine andere Lösung ebenfalls in Betracht fällt, selbst wenn diese als die plausiblere erscheint (E. 1.2). Damit erübrigen sich Weiterungen zur Frage, ob die von B.A.________ sel. ausgeübte Tätigkeit als Pflegefachmann im Umfang von 100 % eine seiner sozialen Stellung, seinen Kenntnissen und Fähigkeiten angemessene Erwerbstätigkeit darstellte. Denn selbst wenn dem nicht so wäre, verletzte die Vorinstanz im Ergebnis mit dem ermittelten Invaliditätsgrad von 50 % kein Bundesrecht, da B.A.________ sel. nach dem Gesagten so oder anders eine Tätigkeit im Umfang von 50 % hätte ausüben können, die seiner sozialen Stellung, seinen Kenntnissen und Fähigkeiten entsprochen hätte. Das kantonale Gericht verneinte folglich bundesrechtskonform einen Anspruch auf eine ganze reglementarische Invalidenrente ab 1. März 2008 sowie auf eine ganze reglementarische Witwenrente ab 1. Oktober 2013. Eine Rückweisung an die Vorinstanz im Sinne des Eventualbegehrens der Beschwerdeführerin erübrigt sich damit.