Citation: 2C_679/2020 E. 1.5

1.5. Die Beschwerdeführer erblicken in der Umqualifikation eines Teils der selbständigen Tätigkeit in eine Liebhaberei einen Verstoss gegen Treu und Glauben (Art. 9 BV). Das kantonale Steueramt habe ohne Vorwarnung die Situation im Betrieb anders beurteilt als zuvor im Hinblick auf das Steuerjahr 2007. Diesem Einwand der Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden. Da es sich bei der selbständigen Erwerbstätigkeit um ein Dauerverhältnis handelt, ist es der Veranlagungsbehörde unbenommen, die tatsächlichen und die rechtlichen Gegebenheiten in jeder Veranlagungsperiode neu zu beurteilen (BGE 140 I 114 E. 2.4.3 S. 120; Urteil 2C_495/2019 vom 19. Juni 2020 E. 2.2.3). Seit dem Veranlagungsverfahren für das Steuerjahr 2007 hatten die Beschwerdeführer zudem gerade Kenntnis davon, dass das kantonale Steueramt die Gewinneignung des Pferdebetriebs beobachtet und die daraus resultierenden Verluste gegebenenfalls steuerlich nicht mehr anerkennen wird. Seither waren die Beschwerdeführer vorgewarnt, dass der bis auf weiteres gewährte Verlustabzug unter dem Vorbehalt einer neuen rechtlichen Würdigung durch das kantonale Steueramt steht, falls sich in späteren Jahren erhärten sollte, dass die Tätigkeit sich nicht zur nachhaltigen Erzielung eines Gewinns eignet.