Citation: 6B_507/2019 E. 3.5

3.5. Weiter beanstandet der Beschwerdeführer in verschiedener Hinsicht die Würdigung der Zeugenaussagen sowie teilweise das Vorgehen bei der Zeugenbefragung. Zunächst bestreitet der Beschwerdeführer die Glaubhaftigkeit der Zeugenaussagen. Konkrete Gründe, weshalb die Aussagen der Zeugin nicht glaubhaft sein sollten, nennt der Beschwerdeführer allerdings nicht. Vielmehr macht er sinngemäss geltend, auf ihre Aussagen könne schon deshalb nicht abgestellt werden, weil sie als Polizistin unter Erfolgsdruck stehe und somit ein Interesse am Verfahrensausgang habe. Aus diesen allgemein gehaltenen Ausführungen kann der Beschwerdeführer nichts für den konkreten Fall ableiten. Der Zeugin kann die Zeugenqualität ohnehin nicht per se abgesprochen werden, nur weil sie den Fall als Polizistin rapportiert hat. Vielmehr ist die Frage der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen im Rahmen der Beweiswürdigung zu prüfen. Nicht einschlägig ist sodann das vom Beschwerdeführer zitierte Urteil 6B_1342/2017 vom 23. November 2018. Im genannten Fall ging es insbesondere darum, ob die Zeugin gerichtlich erneut einzuvernehmen ist. Die gerichtliche Einvernahme der Zeugin A._________ wurde vorliegend allerdings nicht beantragt. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, es sei unmöglich, dass sich eine 60-jährige Polizistin während mehr als zehn Minuten eine komplexe Autonummer merken könne. Vollkommen ausgeschlossen sei sodann, dass sie sich auch noch mehrere Monate nach dem Vorfall daran erinnern könne. Die Zeugin hätte zudem zu den weiteren Umständen des Vorfalls sowie zu den übrigen Insassen des Fahrzeugs detaillierter befragt werden müssen. Auf die genannten Einwände sei die Vorinstanz nicht eingegangen. Dem Beschwerdeführer kann auch hier nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz befasst sich eingehend mit sämtlichen Einwänden des Beschwerdeführers. Sie hebt hervor, dass sich die Zeugin das Kennzeichen notiert habe, weshalb sie dieses nicht lange im Gedächtnis habe behalten müssen. Dass sich der Notizzettel nicht bei den Akten befindet, ist entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers nicht entscheidend. Unzutreffend ist zudem, dass die Zeugin keine genaueren Angaben zum Vorfall gemacht hat. Anlässlich der Einvernahme vom 24. November 2017 beschrieb die Zeugin den Vorfall vom 23. Januar 2017 ausführlich und detailliert. Bezüglich der Fahrzeuginsassen gab sie an, das Auto sei relativ voll gewesen und es seien noch Kinder im Fahrzeug gewesen. Dass die Zeugin nicht noch detailliertere Angaben machte, erklärt die Vorinstanz plausibel mit dem Umstand, dass sie ihre Aufmerksamkeit auf den Lenker des fraglichen Fahrzeugs und nicht auf die Mitfahrer richtete. Es wäre dem Beschwerdeführer zudem freigestanden, der Zeugin Ergänzungsfragen zu stellen. Indessen verliess er die Einvernahme vom 24. November 2017 vorzeitig, womit er auf sein Fragerecht verzichtete. Der Beschwerdeführer bemängelt sodann, dass keine Fotowahlkonfrontatio n durchgeführt wurde. Nachdem die Vorinstanz festhält, die Zeugin habe im Rahmen der Nachbearbeitung des Falles im Fahrberechtigungsregister die notierte Fahrzeugnummer nachgeschlagen und den Beschwerdeführer auf dem im System gespeicherten Foto wiedererkannt, ist tatsächlich nicht ersichtlich, welcher Beweiswert einer erst im Anschluss daran durchgeführten Wahlkonfrontation zukäme. Im Grunde führt der Beschwerdeführer selber aus, dass eine Konfrontation sinnlos ist, nachdem der Zeuge das Foto der beschuldigten Person in einer Datenbank angeschaut hat. Die Tatsache, dass die Zeugin den Beschwerdeführer in der Datenbank wiedererkannt hat bzw. diesen auch anlässlich der Gegenüberstellung identifizieren konnte, stellt ohnehin nur ein Indiz im Rahmen der Beweiswürdigung dar, welche als Ganzes zu würdigen ist. Dem Beschwerdeführer gelingt es damit nicht, aufzuzeigen, inwiefern Bundesrecht verletzt sein soll.