Citation: 1C_578/2019 E. 4.3.2

4.3.2. Die ohne Baubewilligung errichtete Barriere auf dem neu erstellten landwirtschaftlichen Maschinenweg befindet sich an der Nordgrenze des Baugrundstücks im Bereich der Einmündung des Maschinenwegs in die Kantonsstrasse. Neben der Barriere sind zwei aus beiden Fahrtrichtungen gut sichtbare Verbotsschilder angebracht, die auf das richterliche Verbot gegen jegliche Besitzesstörung der Liegenschaft hinweisen. Der Maschinenweg führt ausgehend von der Kantonsstrasse zunächst auf einer Länge von etwa 100 Metern durch ein Waldstück zur rund 20 Meter tiefer liegenden Geländekammer. Anschliessend verläuft er entlang des Waldrands, durchquert die Weide/Wiese und mündet nach rund 200 Metern in eine befestigte Fläche neben dem Wohnhaus. Der Maschinenweg wird pro Jahr für rund 72 landwirtschaftlich bedingte Fahrten zuzüglich "etlicher Fahrten für Kontroll- und Pflegearbeiten" genutzt. Zudem finden nach früheren Angaben der Eigentümer der Liegenschaft pro Woche rund ein bis zwei Zufahrten zum Wohnhaus statt. Die erstellte Barriere ist für die Landwirtschaftszone unüblich. Wie bereits von den Vorinstanzen festgehalten, erinnert sie stark an Barrieren, wie sie typischerweise in Tiefgaragen verwendet werden. Dass nach behördlicher Information im ganzen Kanton Bern zuvor nie ein Baugesuch für eine Weidebarriere dieser Art eingegangen ist, besagt zwar noch nichts über ihre Zonenkonformität, wie die Beschwerdeführer zu Recht entgegenhalten. Doch könnte diese Tatsache Indiz für ihre fehlende landwirtschaftliche Notwendigkeit sein, da nicht davon auszugehen ist, dass im ganzen Kanton Bern keine vergleichbare Situation vorzufinden ist.