Citation: 8C_734/2022 E. 5.2

5.2. In erwerblicher Sicht bringt die Beschwerdeführerin vor, die Annahme, sie könne als Invalide ein Einkommen von Fr. 44'182.- generieren, sei illusorisch. Denn ihr Tätigkeitsprofil als Ungelernte erlaube keine schwere Arbeiten, keine Schichtarbeit und erheische einen zusätzlichen Pausenbedarf. Sofern sich überhaupt ein Arbeitgeber finden liesse, der sie mit diesen Defiziten einstelle, dann nur zu sehr schlechten Bedingungen. Dies gelte in besonderem Masse im aktuell ausgesprochen umkämpften Arbeitsmarkt. Dem ist zu entgegnen, dass sich das Invalideneinkommen gemäss Art. 16 ATSG auf der Grundlage eines als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkts bestimmt (BGE 148 V 174 E. 9.1). Dieser enthält eine hinreichende Anzahl von Stellen, die es auch Personen ohne Ausbildung erlaubt, bei fehlender Möglichkeit zu Schwerarbeit ein Durchschnittseinkommen zu erzielen, wie es in den Tabellenlöhnen im vom kantonalen Gericht herangezogenen Kompetenzniveau 1 abgebildet ist. Je nachdem wie stark die invalide Person in ihrer Tätigkeit beeinträchtigt ist, kann dies aber Anlass für einen Abzug von Tabellenlohn bilden (dazu a.a.O. E. 9.2.2 oder BGE 146 V 16 E. 4.1; siehe aber auch Urteil 8C_628/2021 vom 23. Januar 2023 E. 5.3; jeweils mit Hinweisen). Dass vorliegend kein solcher zu gewähren ist, hat das kantonale Gericht in letztinstanzlich nicht zu beanstandender Weise dargelegt. Weshalb die geltend gemachten Umstände (bisherige Berufserfahrung, familiäre Situation mit Erziehungspflichten, Alter, fehlende Ausbildung, persönliches Talent) zum gegenteiligen Schluss führen sollen, wird nicht näher ausgeführt (vgl. E. 1 hiervor). Dementsprechend ist nicht ersichtlich, weshalb in dieser Hinsicht eine weitergehende Abklärungspflicht von Seiten der Verwaltung und des Gerichts bestehen sollte.