Citation: 1B_219/2020 E. 2.2.3

2.2.3. Die Vorinstanz folgert zu Recht, dass sich aus diesem Vorgehen des Vorsitzenden kein Anschein von Befangenheit ergibt. Gemäss den unbestritten gebliebenen Ausführungen der Vorinstanz und den Vorbringen des Beschwerdeführers wusste der Vorsitzende bereits im Voraus, dass der Beschwerdeführer im Fall der Abweisung seiner Anträge ein Ausstandsgesuch stellen würde; entsprechend hätten er sowie die beiden anderen Bezirksrichter sich darauf vorbereitet. Auch aus dem Verhandlungsprotokoll geht hervor, dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, nachdem er sein Ausstandsgesuch gestellt hatte, erklärte, das Gericht habe sicher damit gerechnet, dass er den Ausstand des Gerichts verlangen werde, was der Vorsitzende bejaht habe (Protokoll, S. 44). Der Beschwerdeführer rügt in diesem Zusammenhang eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör und ein faires Verfahren. Selbst wenn vom Vorliegen solcher Verletzungen ausgegangen würde, kann von einer schweren Amtspflichtverletzung im oben genannten Sinn (vgl. E. 2.1) keine Rede sein, konnte de r Beschwerdeführer sein Ausstandsgesuch anlässlich der Hauptverhandlung doch mündlich stellen und die schriftliche Begründung zu den Akten geben und hat sich der Vorsitzende tags darauf dazu geäussert und eine Stellungnahme dazu verfasst, die er in der Folge an die zuständige Instanz weitergeleitet hat. Der Vorsitzende war ausserdem gar nicht dazu befugt, selber über das Ausstandsgesuch zu entscheiden.