Citation: 5A_852/2021 E. A

A.a. A.A.________ und B.A.________ (Kläger) sind seit Juli 1993 Gesamteigentümer des Grundstücks U.________ Gbbl. Nr. yyy an der E.________strasse ppp und C.C.________ sowie D.C.________ (Beklagte) sind seit 27. April 2011 Gesamteigentümer des nördlich angrenzenden Grundstücks U.________ Gbbl. Nr. zzz an der E.________strasse qqq. A.b. In den Jahren 1970/71 wurde an der E.________strasse in U.________ an einem nach Süden orientierten Abhang eine zweireihige uneigentliche Terrassenhaussiedlung mit insgesamt fünfzehn Wohneinheiten gebaut; die Häuser E.________strasse kkk, mmm, ooo, qqq, sss und uuu liegen jeweils leicht in westlicher Richtung versetzt oberhalb der Häuser jjj, lll, nnn, ppp, rrr und ttt; die Häuser vvv, www und xxx stehen für sich alleine. Zwecks Entwässerung des Meteorwassers wird dieses auf der jeweils eigenen Terrasse gesammelt, alsdann auf dem eigenen Grundstück in eine unterirdische Leitung eingespeist und schliesslich unter den tiefer gelegenen Häusern hindurch abgeleitet. Soweit erforderlich wird dieses Entwässerungssystem mittels zweckdienlicher Dienstbarkeitsverträge geregelt. Mit Ausnahme der Liegenschaft der Beklagten (dazu Bst. A.c sogleich) ist die ursprüngliche Konstruktion bis heute in Betrieb. A.c. Im Zug einer Sanierung im Jahr 1993 verlegten die damaligen Eigentümer des Grundstücks Nr. zzz für die Hauptentwässerung ihrer Terrasse zwei 60 mm-Abflussrohre, welche in die Abflussrinne des Schrägdachs des darunterliegenden Grundstücks Nr. yyy führen. Die Notentwässerung der Terrasse erfolgt ebenfalls auf das darunterliegende Schrägdach und die Notentwässerung eines Teils des Flachdachs der Beklagten, welches sich östlich ihrer Terrasse befindet, auf das darunterliegende begrünte Garagendach der Kläger. Seit der Inbetriebnahme der neuen Entwässerung ist es auf dem Grundstück der Kläger nie zu einer Überschwemmung gekommen. A.d. Nach durchgeführtem Schlichtungsverfahren reichten die Kläger am 2. September 2019 beim Kantonsgericht Zug eine Klage gegen die Beklagten ein. Darin beantragten sie, es sei diesen zu verbieten, die Entwässerung der Terrasse und des Dachs ihrer Liegenschaft über das Dach der klägerischen Liegenschaft zu führen. Ferner seien die Beklagten anzuweisen, alle Entwässerungsableitungen, welche von ihrer Liegenschaft auf das Dach der klägerischen Liegenschaft führen, innert sechs Monaten nach Rechtskraft des Entscheids zu entfernen und zu verschliessen. Mit Entscheid vom 7. Oktober 2020 hiess das Kantonsgericht die Klage in dem Sinn gut, als es die Beklagten verpflichtete, die Hauptentwässerungsanlage der Terrasse der E.________strasse qqq, welche zurzeit mit zwei 60 mm-Abflussrohren auf die Wasserrinne des Schrägdachs der E.________strasse ppp führt, innert sechs Monaten ab Rechtskraft des Entscheids zu entfernen und zu verschliessen, und den Beklagten verbot, danach die Hauptentwässerung der Terrasse der E.________strasse qqq auf die E.________strasse ppp zu führen.