Citation: 9C_322/2023 E. A

A.a. Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 12. März 2019 erwarben A.________ und B.________ das Grundstück Nr. xxx je zur Hälfte im Miteigentum. Bei der Grundbuchanmeldung am 11. Juni 2019 deklarierten sie die Handänderungssteuer und ersuchten das Grundbuchamt Emmental-Oberaargau gleichzeitig um nachträgliche Steuerbefreiung und Stundung für selbstgenutztes Wohneigentum. Das Grundbuchamt veranlagte die Handänderungssteuer am 17. Oktober 2019 auf Fr. 12'240.- und stundete sie im selben Umfang für drei Jahre ab Grundstückserwerb. A.b. Am 12. April 2022 reichten A.________ und B.________ das Formular zum Nachweis des selbstgenutzten Wohneigentums inklusive Hauptwohnsitzbestätigungen beim Grundbuchamt ein. Mit Verfügungen vom 27. April 2022 wies dieses das Gesuch um nachträgliche Steuerbefreiung ab, hob die Stundungsverfügung vom 17. Oktober 2019 auf und auferlegte A.________ sowie B.________ den gestundeten Steuerbetrag (zzgl. Zins zu 3 % seit Grundbuchanmeldung und einer Gebühr von Fr. 300.-) je hälftig zur Zahlung.