Citation: 8C_135/2023 E. 4.1

4.1. Gemäss Vorinstanz traten beim Beschwerdeführer einen Tag nach einem Thaiboxtraining vom 23. August 2019 mit einem körperlich (grössen- und gewichtsmässig) überlegenen Kollegen Schmerzen in der rechten Schulter auf. Sie hätten eine Übung zur Angriffstechnik vorgezeigt, bei der der Boxer (der Beschwerdeführer, 60 kg schwer) mit beiden Händen den Nacken des Gegners (110 kg schwer) umfasse und diesen mit einer Art Zugbewegung nach unten zu ziehen versuche, um ihm dann einen Stoss mit dem Knie gegen den Brustkorb oder den Kopf versetzen zu können ("Clinch"). Gemäss dem voll beweiskräftigen Gutachten sei die am 25. Februar 2020 festgestellte SLAP-Läsion (superior labrum [Gelenklippe] anterior posterior; Grad I beziehungsweise II) auch angesichts der übrigen Schädigungen (Impingementsyndrom und Reizzustand des Schleimbeutels) Folge einer repetitiven Mikrotraumatisierung auf der Basis degenerativer Veränderungen. Die vom Beschwerdeführer geschilderte sportliche Belastung sei indessen, so der Gutachter, ohnehin nicht geeignet gewesen, diese Verletzung zu verursachen. Nach der Vorinstanz ergaben sich gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers zuhanden der Beschwerdegegnerin sowie anlässlich der ärztlichen Untersuchungen keine Hinweise auf einen programmwidrigen Bewegungsablauf und auch der Gerichtsgutachter gehe von einer kontrollierten Bewegung aus. Es sei, so das kantonale Gericht, gerade der Sinn der Übung gewesen, eine Technik anzuwenden, um die Überlegenheit des grösseren und schwereren, sich heftig wehrenden Gegners zu kompensieren. Gemäss kantonalem Gericht war der Unfallbegriff daher nicht erfüllt. Auch beim Sprung über ein Geländer mit Abstützen des rechten Arms am 2. April 2020 habe sich, so die Vorinstanz, nichts Sinnfälliges ereignet, sodass es auch hier an der Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors gefehlt habe. Im Übrigen sei, so die Vorinstanz, gestützt auf das Gerichtsgutachten erstellt, dass es sich bei der nach dem zweiten Vorfall anlässlich der bildgebenden Untersuchung vom 15. April 2020 festgestellten Verletzung um eine Spontanruptur der abgenützten Bizepssehne gehandelt habe, wobei jenes Ereignis aber bestenfalls als Gelegenheits- beziehungsweise Zufallsursache zu qualifizieren sei, die keine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aus Unfall auslöse. Schliesslich liege mit dem Bizepssehnenriss zwar eine Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG vor, die jedoch gemäss Gutachten vorwiegend auf Abnützung beziehungsweise Erkrankung zurückzuführen sei.