Citation: 6B_282/2024 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz hält fest, der Beschwerdeführer zeige nicht auf, inwiefern die erstinstanzliche Beweiswürdigung willkürlich sein solle. Seine Ausführungen beschränkten sich weitgehend auf eine appellatorische Kritik am erstinstanzlichen Urteil. Seine Ausführungen zum Fahrradfahrer fussten auf reinen Mutmassungen und seien von vornherein nicht geeignet, die erstinstanzliche Beweiswürdigung als willkürlich erscheinen zu lassen. Die Erstinstanz sei willkürfrei davon ausgegangen, dass das Lichtsignal auch beim Fahrradfahrer auf "Grün" gestanden sei. Dem Polizeibericht vom 2. Dezember 2021 sei zu entnehmen, dass bei der fraglichen Lichtsignalanlage jeweils beide Fahrtrichtungen "Grün" hätten, was der ortskundige Beschwerdeführer bei seiner Einvernahme vom 2. Dezember 2021 denn auch bestätigt habe. Die Vorinstanz stützt sich mit der Erstinstanz auf die Aussagen des Fahrradfahrers ab und schliesst aus, dass dieser in einem 45-Grad-Winkel in den rechten Scheinwerfer des Personenwagens gefahren ist. Ein solches Szenario erscheine unter den vorliegenden Umständen ausserhalb einer vernünftigen Betrachtungsweise und lasse sich auch nicht in Einklang bringen mit dem dokumentierten Schadenbild am Personenwagen. Dieser habe auf der rechten Seite einen kaputten Scheinwerfer mit darüberliegender Delle, eine Beschädigung der Motorhaube rechts unterhalb der A-Säule und einen beschädigten Scheibenwischer. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers habe sich der Fahrradfahrer nicht in Widersprüche verstrickt. Es zeuge auch nicht von unstatthaftem Verhalten, dass der Fahrradfahrer an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung nochmals den Polizeirapport habe einsehen wollen. Er habe den Unfallhergang auch nach zwei Jahren widerspruchslos geschildert. Ein Motiv für eine Falschbelastung sei nicht erkennbar, habe der Fahrradfahrer doch auf einen Strafantrag gegen den Beschwerdeführer verzichtet und trotz Sachschaden an seinem Fahrrad keine Zivilforderung gestellt. Angesichts seiner konstanten und schlüssigen Aussagen sei die Erstinstanz nicht in Willkür verfallen, indem sie davon ausgegangen sei, er sei auf dem Radstreifen gefahren, zumal nicht ersichtlich sei, weshalb er bei fliessendem Verkehr und grünem Lichtsignal das Trottoir hätte benutzen sollen.