Citation: 5A_121/2022 E. 1.3

1.3. Die Beschwerde in Zivilsachen ist ein reformatorisches Rechtsmittel (Art. 107 Abs. 2 BGG). Daher muss das Rechtsbegehren (Art. 42 Abs. 1 BGG) grundsätzlich reformatorisch gestellt werden. Die beschwerdeführende Partei darf sich nicht darauf beschränken, einen rein kassatorischen Antrag zu stellen, ausser wenn das Bundesgericht ohnehin nicht reformatorisch entscheiden könnte (BGE 137 II 313 E. 1.3; 133 III 489 E. 3.1) oder wenn eine belastende Anordnung im Streit steht, sodass mit deren Aufhebung die Belastung beseitigt wird (Urteile 5A_1063/2020 vom 10. Februar 2022 E. 1.2.; 5A_1029/2020 vom 19. Mai 2021 E. 1.2). Die Beschwerdeführerin stellt einen rein kassatorischen Hauptantrag, was auch durch den reformatorischen Eventualantrag nicht aufgewogen wird (Urteil 5A_789/2019 vom 16. Juni 2020 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 146 III 313). Allerdings macht sie verschiedentlich die Verletzung von Verfahrensrechten, darunter des Anspruchs auf rechtliches Gehör, sowie die unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend (vgl. hinten E. 3-5). Sollte das Bundesgericht diesem Standpunkt folgen, so müsste es einen Rückweisungsentscheid fällen, zumal es bezogen auf die Streitsache grundsätzlich nicht zu eigenen Sachverhaltsfeststellungen schreitet (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Der auf die Rückweisung gerichtete Hauptantrag erweist sich unter diesen Umständen als zulässig (vgl. Urteil 5A_28/2022 vom 8. September 2022 E. 2.2).