Citation: 4A_230/2022 E. 6.3

6.3. Gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen hat sich die Erstinstanz bezüglich der Rolle der Beschwerdeführerin in der E.________ AG bzw. der F.________-Gruppe namentlich auch auf diverse Zeugenaussagen abgestützt. Die Vorinstanz hielt fest, die Beschwerdeführerin moniere, die Erstinstanz habe ausgerechnet den Aussagen des Zeugen O.________ wenig Glauben geschenkt, obwohl dieser eine Schlüsselfigur sei und er ihre Rolle nicht als Organ gewertet habe. Die Erstinstanz lege hingegen nachvollziehbar dar, weshalb die Aussagen des Zeugen O.________ das durch die übrigen Zeugen gewonnene Bild betreffend die Position der Beschwerdeführerin in der E.________ AG bzw. der F.________-Gruppe nicht zu entkräften vermöge. Dieser Würdigung sei beizupflichten, wobei zusätzlich zu erwähnen sei, dass sich O.________ von Annahmen habe leiten lassen. Die Beschwerdeführerin übt ausführlich Kritik an der erstinstanzlichen Würdigung der verschiedenen Zeugenaussagen, die sich die Vorinstanz zu eigen gemacht hat. Sie zeigt aber nicht mit Aktenhinweis auf, dass sie die entsprechenden Rügen bereits vor der Vorinstanz vorgebracht hat. Stattdessen verweist sie auf Protokolle der Beweisverhandlung und andere Dokumente in den Akten. Dies genügt nicht. Sie scheint erneut zu verkennen, dass das Bundesgericht keine eigene Beweiswürdigung vornimmt, sondern einzig die vorinstanzliche Beweiswürdigung überprüft, was eine hinreichende Willkürrüge voraussetzt (vgl. hiervor E. 1.3). Soweit sie betreffend den Zeugen O.________ geltend macht, die Vorinstanz verkenne, dass auch die übrigen Zeugen von Annahmen ausgegangen seien, übergeht sie im Übrigen, dass die Vorinstanz lediglich ergänzend erwähnte, der Zeuge habe sich von Annahmen leiten lassen. Auch genügt sie den Rügeanforderungen nicht, wenn sie pauschal unterstellt, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Zeugen mit Suggestivfragen beeinflusst worden seien. Schliesslich ist nicht ersichtlich, was die Beschwerdeführerin für sich ableiten möchte, wenn sie ausführt, die Vorinstanz verkenne, dass sie nur für den Zahlungsverkehr innerhalb der E.________ AG zeichnungsberechtigt gewesen sei.