Citation: 4D_62/2025 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz verneinte sodann auch eine Verletzung des Prinzips der Waffengleichheit im erstinstanzlichen Verfahren. Sie hielt dazu fest, dass ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtsvertretung insbesondere bestehe, wenn die Gegenpartei anwaltlich vertreten sei. Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege sei insofern als Ausfluss des Prinzips der Waffengleichheit zu verstehen. Die Beschwerdeführerin 2 habe nie beantragt, dass die Vorinstanz ihr einen Rechtsvertreter zwecks Verfassung einer Stellungnahme stelle, sondern um Fristerstreckung, zwecks eigener Mandatierung eines Rechtsanwalts, ersucht. Dieses Gesuch sei bei der Erstinstanz am 18. November 2024 eingegangen. Diese habe den Entscheid erst am 5. Dezember 2024 gefällt. Demnach habe die Beschwerdeführerin 2 ausreichend Zeit für die Mandatierung gehabt. Ohnehin bestehe auch in einem Fall, in welchem die Gegenpartei anwaltlich vertreten sei, kein Automatismus der Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung, sondern die übrigen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege müssten erfüllt sein. Auch mit diesen Erwägungen setzen sich die Beschwerdeführer nicht hinreichend auseinander, indem sie bloss geltend machen, die Beschwerdeführerin 2 habe um Fristerstreckung gebeten, damit sie eine Rechtsvertretung beiziehen könne, und es sei unfair, dass die Erstinstanz ohne ihr Fristerstreckungsgesuch gutzuheissen oder abzuweisen und ohne eine Rechtsbeistandschaft für die Beschwerdeführerin 2 einen Entscheid zu ihrem Nachteil gefällt habe. Auch auf ihre sinngemässe Rüge, die Vorinstanz habe die Verletzung des Prinzips der Waffengleichheit durch die Erstinstanz zu Unrecht verneint, kann deshalb mangels rechtsgenügender Begründung nicht eingetreten werden.