Citation: 2C_480/2014 E. 5.1.1

5.1.1. Zum Beweis, dass eheliche Gewalt stattgefunden habe, legte die Beschwerdeführerin ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis sowie ein ärztliches Zeugnis zu Handen der Polizei, beide datiert am 7. März 2011, ins Recht. Darin bescheinigt Dr. F.________, Allgemeine Medizin FMH, die Patientin stehe wegen Unfalls in seiner Behandlung und sei vom 7. März 2011 bis 20. März 2011 zu 100 % arbeitsunfähig. Sie sei am vergangenen Samstag (also dem 5. März 2011) vom Ehemann an mehreren Orten geschlagen worden. Als Befunde werden "Oberfläche Wunde Rücken mit Verschorfung" und "Multiple Hämatome an Beinen und Armen" genannt. Die Beurteilung lautet "Multiple Hämatome am ganzen Körper nach Tätlichkeit." Auf die Aufforderung des Migrationsamts vom 24. Juni 2013, allfällige weitere Unterlagen einzureichen, welche die behauptete eheliche Gewalt dokumentieren würden, antwortete die Beschwerdeführerin am 19. Juli 2013, sie habe die eheliche Gewalt nicht nur behauptet, sondern in adäquater Weise belegt. Sie habe keine Strafanzeige eingereicht, was indessen für den Nachweis der erlittenen Gewalt keine Voraussetzung sei.