Citation: 6B_1013/2017 E. 2.5

2.5. Weiter beanstandet der Beschwerdeführer, die einwandfreie Funktionsweise des Lasergeschwindigkeitsmessgeräts könne ohnehin nicht mittels Analyse der Videoaufnahme verifiziert werden. Die Aufnahme lasse sich nämlich nicht auswerten. Dies komme einem Nichterstellen einer Videoaufnahme gleich und verstosse gleichzeitig gegen Art. 9 der Verordnung des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) vom 22. Mai 2008 zur Strassenverkehrskontrollverordnung (VSKV-ASTRA; SR 741.013.1). Gemäss der vom Beschwerdeführer genannten Bestimmung sind die im Zusammenhang mit Geschwindigkeitsüberschreitungen erfassten Messwerte zusammen mit der Verkehrssituation bildlich zu dokumentieren. Vorliegend ist eine Videoaufzeichnung gemacht worden und diese liegt vor. Der Sachverständige konnte die gefahrene Geschwindigkeit gestützt auf das Video allein nicht mit Sicherheit ermitteln. Dass die Videoaufzeichnung deshalb einer Nichtaufzeichnung gleichkommen soll, wie der Beschwerdeführer behauptet, ist nicht zutreffend. Vielmehr konnte der Sachverständige diverse im Gutachterauftrag gestellte Fragen gestützt auf die Videosequenz beantworten (vgl. Ergänzungsgutachten vom 19. Januar 2017 und Beilagen dazu). Ob eine Bilddokumentation aufgrund der Messgenauigkeit der heute zugelassenen Messmittel überhaupt zwingend notwendig wäre, kann dahingestellt bleiben. Die Bilddokumentation dient allerdings nicht nur der Ermittlung der gefahrenen Geschwindigkeiten, sondern auch weiteren Zwecken wie etwa der Identifikation des Fahrzeuglenkers (BOCK/FASEL, Wie zuverlässig sind polizeiliche Geschwindigkeitskontrollen in: Strassenverkehrsrechtstagung 2014, S. 39 ff., S. 51).