Citation: 2C_140/2021 E. 3.5.4

3.5.4. Dem kantonalen Gesetzesrecht können bei grammatikalischer Auslegung zwei wesentliche Aspekte entnommen werde: - Zum einen knüpft der Gesetzgeber die Möglichkeit, die Grundeigentümer zu einer "angemessenen Beitragsleistung" heranzuziehen, daran, dass diesen "durch ein öffentliches Erschliessungswerk besondere Vorteile erwachsen" (§ 90 Abs. 1 EntG/BL; vorne E. 3.4.2). - Zum anderen zeigt sich, dass jemand nur herangezogen werden soll, wenn die Vorteile "einem wesentlichen Teil der Gemeindeangehörigen nicht oder nur in geringem Masse zugute kommen" (§ 153 Abs. 1 GG/BL; auch dazu vorne E. 3.4.2; Auszeichnungen jeweils durch das Bundesgericht). Der Wortlaut der beiden Normen ist klar und unmissverständlich. Angesprochen sind Vorteile, die an sich nur einem kleinen Teil der Bevölkerung bzw. nur einer bestimmten Person zukommen (quantitatives Element) und die ein derartiges Ausmass erreichen, dass es sich um einen "besonderen Vorteil" handelt (qualitatives Element).