Citation: I 313/04 11.10.2005 E. 1

1.1 Die Vorinstanz hat dem Leistungsbegehren um Ausrichtung einer ganzen Rente entsprochen, den Invaliditätsgrad aber nicht wie von der Versicherten beantragt auf 73 %, sondern auf 69 % festgesetzt. Die Beschwerdeführerin beantragt, es sei festzustellen, dass der Invaliditätsgrad mehr als 70 % betrage. Zur Begründung macht sie geltend, die erstmalige Invaliditätsbemessung diene als Basis späterer Revisionen und könne nur bei einer erheblichen Veränderung des Gesundheitszustandes oder der tatsächlichen Verhältnisse angepasst werden. Eine spätere Revision könne somit "in das heute vorliegende 'Missverhältnis' nicht mehr eingreifen", was einen Nachteil bedeute. 1.2 Zu prüfen ist, ob ein Anspruch auf Feststellung eines 70 % übersteigenden Invaliditätsgrades besteht. Dies setzt voraus, dass ein schutzwürdiges Interesse, d.h. ein unmittelbares und aktuelles Interesse rechtlicher oder tatsächlicher Natur an der sofortigen Feststellung eines Rechtes nachgewiesen wird, dem keine erheblichen öffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen, und dass dieses schutzwürdige Interesse nicht anderweitig - durch eine rechtsgestaltende Verfügung - gewahrt werden kann (BGE 126 II 303 Erw. 2c, 125 V 24 Erw. 1b mit Hinweisen). Das schutzwürdige Interesse ist im Beschwerdeverfahren Eintretensvoraussetzung und daher von Amtes wegen zu prüfen (RKUV 1990 Nr. U 106 S. 276 Erw. 2a mit Hinweisen).