Citation: 6B_985/2019 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz hält dem Beschwerdeführer ein gutes Vollzugsverhalten zugute. Das sei aber nur ein Kriterium. Die mehrfachen Vorstrafen bzw. Verurteilungen, die Einreisesperre und die angebliche berufliche Integration hätten ihn nicht davon abgehalten, einschlägig zu delinquieren und rückfällig zu werden. Er sei mit insgesamt 13 Verurteilungen im Schweizerischen Strafregister verzeichnet. Zwölf Verurteilungen würden alleine oder mit anderen Delikten die illegale Einreise bzw. den illegalen Aufenthalt in der Schweiz betreffen. Obwohl er seit Jahren kein Bleiberecht mehr habe und ihm gegenüber seit 13. März 2006 ein unbeschränktes Einreiseverbot bestehe, reise er immer wieder illegal in die Schweiz ein. Auch der Umstand, eine Freiheitsstrafe von 12 Monaten aus dem Urteil des Gerichtspräsidiums Aarau vom 5. November 2015 noch verbüssen zu müssen, habe ihn nicht von einer illegalen Einreise abhalten können. Der Beschwerdeführer sei bei seinen letzten beiden Verhaftungen im März 2015 und August 2018 in der Schweiz aufgegriffen worden. Offensichtlich sei er nicht gewillt, das Einreiseverbot zu beachten. Die bisherigen Verurteilungen wegen Verweisungsbrüchen und auch der neueste Verweisungsbruch deuteten klar auf seine Uneinsichtigkeit und Unbe-lehrbarkeit hin. Bezüglich der neueren Einstellung zu seinen Taten gehe aus dem Führungsbericht des Gefängnisses nichts hervor. Er selbst mache geltend, den Ernst der Lage nicht hinreichend erkannt zu haben. Seine angebliche Einsicht sei indessen nicht glaubhaft; es sei nicht ersichtlich, weshalb er nach der zwölften Verurteilung einsichtiger sein soll als nach der elften. Dass er sich angeblich beruflich integriert habe, sei an sich positiv in Bezug auf die nach der Entlassung zu erwartenden Lebensverhältnisse zu werten. Allerdings sei weder dargelegt noch ersichtlich, inwiefern ihn die erfolgreiche berufliche Integration von der Begehung weiterer Straftaten abhalten solle. Die behauptete berufliche Integration habe ihn auch bislang, nämlich insbesondere in 2018, nicht davon abgehalten, weshalb er daraus nichts für sich ableiten könne. Es sei nach wie vor von einem sehr hohen Rückfallrisiko auszugehen. Bei dieser schlechten Legalprognose falle eine bedingte Entlassung ausser Betracht.