Citation: 1P.148/2002 04.07.2002 E. 1

1.1 Die angefochtene Verfügung der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich ist kantonal letztinstanzlich (Art. 86 Abs. 1 OG), da im Kanton Zürich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde in Straf- und Polizeisachen, einschliesslich Vollzug von Strafen und Massnahmen, ausgeschlossen ist (§ 43 Abs. 1 lit. g des Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons Zürich vom 24. Mai 1995 [VRG; LS 175.2]). Soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht, ist auch in Strafvollzugssachen die Beschwerde ans Verwaltungsgericht gegeben (§ 43 Abs. 2 VRG). Die eidgenössische Verwaltungsgerichtsbeschwerde scheidet indessen aus, da der Strafantritt im Gegensatz zur Unterbrechung des Vollzugs einer Freiheitsstrafe bundesrechtlich nicht geregelt ist. Der Bundesrat hat von der entsprechenden Ermächtigung in Art. 379bis lit. g StGB keinen Gebrauch gemacht, sondern namentlich die Frage, unter welchen Voraussetzungen die Strafe aus gesundheitlichen Gründen aufgeschoben werden soll, den Kantonen zur Regelung überlassen (Art. 6 Abs. 1 der Verordnung 1 zum StGB vom 31. November 1973 (VStGB 1; SR 311.01; BGE 118 Ia 64 E. 2b S. 71; 108 Ia 69, nicht publizierte E. 1). 1.2 Die Direktion der Justiz und des Innern beantragt, auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten, als gegen das im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde geltende Novenverbot verstossen werde. Der Beschwerdeführer habe diverse Schreiben und Berichte betreffend seine körperlichen Beschwerden weder im Rekursverfahren beigelegt noch sich im Hinblick auf seine Behauptungen darauf berufen. Da indessen die besagten Dokumente für das bundesgerichtliche Verfahren nicht entscheiderheblich sind, kann offen bleiben, ob und inwieweit das Novenverbot im vorliegenden Fall anzuwenden ist. Immerhin sei darauf hingewiesen, dass aufgrund der Privilegierung unverjährbarer und unverzichtbarer Grundrechte sowohl die einschränkenden Regeln über die Anfechtung von Vollstreckungsverfügungen als auch das Novenverbot, jedenfalls wenn intensive Eingriffe in die persönliche Freiheit in Frage stehen, gelockert werden (BGE 118 Ia 209 E. 2b S. 212 f.; 80 I 242 E. 3 S. 250 mit Hinweis; Hans Marti, Die staatsrechtliche Beschwerde, 4. Auflage, Basel 1979, S. 37).