Citation: 4F_18/2024 E. 3.1.2

3.1.2. Weiter macht die Gesuchstellerin geltend, gemäss ihren Vorbringen sei erstellt, dass es sich bei ihren beiden Beschwerden weder um offensichtlich unzulässige Beschwerden noch um Beschwerden ohne hinreichende Begründung gehandelt habe. Daher sei das präsidierende Mitglied nicht berechtigt gewesen, als Einzelrichterin gemäss Art. 108 BGG zu entscheiden und das Urteil hätte in einer Dreierbesetzung gefällt werden müssen. Auch diese Rüge geht fehl: Hängt die Besetzung von einer Beurteilung der Beschwerde bzw. von den sich stellenden Rechtsfragen ab, wie beim Vorliegen eines Nichteintretensgrunds (Art. 108 f. BGG), kann diese Beurteilung im Revisionsverfahren nicht mit dem Vorbringen in Frage gestellt werden, es liege eine unrichtige Besetzung vor. Die Wahl des vereinfachten Verfahrens nach Art. 108 BGG ist Ausfluss der rechtlichen Würdigung der Beschwerde in formeller Hinsicht. Kommt der Einzelrichter zum Schluss, auf die Beschwerde sei infolge offensichtlicher Unzulässigkeit oder wegen offensichtlich unzureichender Begründung nicht einzutreten (Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG), kann diese rechtliche Beurteilung nicht mit einem Revisionsgesuch in Frage gestellt werden (Urteile 4F_11/2023 vom 5. Februar 2024 E. 4.2; 4F_11/2019 vom 1. November 2019 E. 3; je mit Hinweisen). Aus dem beanstandeten Urteil vom 8. Mai 2024 geht hervor, dass die von der Gesuchstellerin erhobenen Beschwerden offensichtlich keine hinreichende Begründung enthielten und daher der Nichteintretensgrund von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG als erfüllt erachtet wurde. Diese Beurteilung kann nicht gestützt auf den Revisionsgrund von Art. 121 lit. a BGG im Revisionsverfahren überprüft werden. Eine Verletzung von Vorschriften über die Besetzung des Gerichts (Art. 121 lit. a BGG) liegt nicht vor.