Citation: 5A_875/2022 E. 2.3.3

2.3.3. Indes zeitigt die Eröffnung eines ausländischen Konkurs- oder Sanierungsverfahrens ohne vorgängige Anerkennung keinerlei Wirkungen in der Schweiz (BGE 137 III 138 E. 2.2; Urteile 5A_734/2011 vom 16. Februar 2012 E. 4.2, in: SJ 2012 I S. 516; 5A_86/2011 vom 17. Oktober 2011 E. 2.2.2; 5A_490/2009 vom 13. November 2009 E. 2). Die Anerkennung eines ausländischen Konkursdekrets (Art. 166 IPRG) oder eines ausländischen Nachlassvertrags und ähnlichen Verfahrens (Art. 175 IPRG) in der Schweiz setzt überdies einen entsprechenden Antrag voraus (Art. 166 Abs. 1 IPRG); eine Anerkennung von Amtes wegen fällt unverändert ausser Betracht (Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über das Internationale Privatrecht [11. Kapitel: Konkurs und Nachlassvertrag] vom 24. Mai 2017, BBl 2017 S. 4136; LORANDI, Die Revision des internationalen Insolvenzrechts [Art. 166 ff. IPRG], in: Festschrift für Jolanta Kren Kostkiewicz, 2018, S. 188). Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss geltend macht, dass im Verfahren der betreibungsrechtlichen Beschwerde (Art. 17 ff. SchKG) vorfrageweise über die Anerkennung des ausländischen Sanierungsverfahrens hätte entschieden werden müssen, ist ihm nicht zu folgen. Eine vorfrageweise Anerkennung ausländischer Konkursdekrete sowie ausländischer Nachlassverträge und ähnlicher Verfahren ist nicht möglich (BGE 147 III 365 E. 3.2.1; 137 III 570 E. 2; 134 III 366 E. 5.1.2; BERNASCONI, La reconnaissance des faillites et des concordats étrangers dans la pratique judiciaire tessinoise, in: JdT 2014 II S. 40 und S. 48; SPÜHLER/RODRIGUEZ, Internationales Zivilprozessrecht, 3. Aufl. 2022, § 9 Rz. 332). Damit gibt die vorinstanzliche Bestätigung der Gültigkeit der Pfändungsankündigung im Ergebnis keinen Anlass zur Kritik.