Citation: 1B_78/2020 E. 3.5

3.5. Auch die Bedeutung der untersuchten Straftat rechtfertigt die hier streitige Zwangsmassnahme (Art. 197 Abs. 1 lit. d StPO) : Dem Beschwerdeführer wird das Überlassen bzw. Zugänglichmachen von Minderjährigen-Pornografie via Instagram an eine Drittperson (und mit abgebildeten tatsächlichen sexuellen Handlungen unter Einbezug von Personen unter 18 Jahren) vorgeworfen. Seit dem 1. Juli 2014 ("Lanzarote-Revision") handelt es sich bei diesem Tatvorwurf um ein Verbrechen, das mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren (oder Geldstrafe) bedroht ist (Art. 197 Abs. 4 StGB). Die Zwangsmassnahme richtet sich im Übrigen gegen den Beschuldigten selber; auch in dieser Hinsicht ist hier an die Verhältnismässigkeit der Entsiegelung kein besonders hoher Massstab anzulegen (vgl. Art. 197 Abs. 2 StPO).