Citation: 8C_200/2024 E. A

Das im April 2019 gegründete Einzelunternehmen B.________ erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Finanz-, Banken-, Vermögensverwaltungs- und Firmenberatung. Am 14. August 2020 reichte A.________ als Inhaberin von B.________ beim Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) eine Voranmeldung von Kurzarbeit für die Zeit vom 24. August bis 23. November 2020 für einen Arbeitnehmer bei einem Arbeitsausfall von 100 % ein. Dieser sei am 15. Januar 2020 für einen neuen Geschäftsbereich - Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Gründung, Registrierung und der fortlaufenden Administration von Alternative Investment Fonds in U.________ - eingestellt worden. Zwei durch den Mitarbeiter zu betreuende Projekte hätten sich aufgrund der durch die Covid-19-Pandemie bedingten Einschränkungen verzögert. Mit Verfügung vom 17. August 2020 teilte das AWA mit, dass es gegen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung keinen Einspruch erhebe. Am 13. November 2020 reichte A.________ eine neue Voranmeldung von Kurzarbeit für die Zeit vom 24. November 2020 bis 24. Februar 2021 wiederum für einen Mitarbeiter und einen Arbeitsausfall von 100 % ein. Auch dagegen erhob das AWA keinen Einspruch (Verfügung vom 19. November 2020). Am 23. Februar 2021 meldete A.________ Kurzarbeit für die Zeit ab dem 24. Februar 2021 per E-Mail an. Das AWA erhob gegen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung teilweise Einspruch, da die zehntägige Frist für die Meldung nicht eingehalten worden sei. Das Gesuch wurde deshalb erst ab 5. März 2021 teilweise gutgeheissen (Verfügung vom 24. Februar 2021). Eine vorerst letzte Voranmeldung von Kurzarbeit erfolgte am 20. Mai 2021 (E-Mail vom 21. Mai 2021). Am 28. Juli 2021 verfügte das AWA betreffend die Voranmeldung von Kurzarbeit vom 14. August 2020, dass die Verfügung vom 17. August 2020 aufgehoben und gegen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung Einspruch erhoben werde, da die B.________ die Unvermeidbarkeit des Arbeitsausfalles nicht genügend begründet habe. Gegen diese Verfügung reichte A.________ eine Einsprache ein. Mit gleicher Begründung wie in der Verfügung vom 28. Juli 2021 hob das AWA in der Folge die Verfügungen vom 17. August 2020, 19. November 2020 und 24. Februar 2021 auf und erhob gegen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung Einspruch (Verfügung vom 10. Juni 2022), wogegen A.________ ebenfalls Einsprache führte. Mit Einspracheentscheid vom 23. Juni 2022 bestätigte das AWA die Verfügungen vom 28. Juli 2021 und 10. Juni 2022.