Citation: 4A_372/2019 E. B

Mit Klage vom 12. Mai 2016 begehrte der Motorradfahrer beim Regionalgericht Emmental-Oberaargau, der Pferdehalter sei zu verurteilen, ihm den aus dem Unfallereignis vom 6. August 2013 erlittenen Haushaltsschaden ab Unfalldatum bis zum 5. September 2015 in der Höhe von Fr. 30'000.-- zu bezahlen. Zudem stellte er den Antrag, es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Klage sowohl in zeitlicher wie auch sachlicher Hinsicht beschränkt ist und weitere Forderungen aus dem Unfallereignis vom 6. August 2013 vorbehalten bleiben. Nachdem das Regionalgericht Emmental-Oberaargau das Verfahren auf die Haftungsfrage des Tierhalters beschränkt und eine Hauptverhandlung mitsamt Beweisabnahme durchgeführt hatte, wies es die Klage mit Entscheid vom 10. Januar 2019 ab, da es den Entlastungsbeweis als gelungen betrachtete. Mit Urteil vom 19. Juni 2019 wies das Obergericht des Kantons Bern die Berufung des Klägers ebenfalls ab, soweit es auf sie eintrat. Das Obergericht stellte fest, die Umzäunung der Pferdeweide habe die vorgeschriebene Mindesthöhe von 140 cm nicht erreicht. Indes sei erwiesen, dass diese Sorgfaltspflichtverletzung nicht kausal für den Ausbruch der Pferde und damit den Motorradunfall war. Denn es könne nicht ernsthaft bezweifelt werden, dass die Pferde aufgrund des Eindringens der Kühe in deren Weide derart in Panik gerieten, dass sie auch einen der gebotenen Sorgfalt entsprechend errichteten und stromführenden Zaun problemlos durchbrochen hätten. Demzufolge gelinge es dem Beklagten, sich von der Tierhalterhaftung zu befreien.