Citation: 7B_42/2024 E. 2.4

2.4. Wird von so vielen Richtern und Richterinnen der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts der Ausstand verlangt, dass keine gültige Verhandlung stattfinden kann, so bezeichnet der Präsident oder die Präsidentin des Bundesstrafgerichts aus der Zahl der Obergerichtspräsidenten und -präsidentinnen der in der Sache nicht beteiligten Kantone durch das Los so viele ausserordentliche nebenamtliche Richter und Richterinnen, als erforderlich sind, um die Ausstandsfrage und nötigenfalls die Hauptsache selbst zu beurteilen (Art. 38c StBOG). Das ist hier geschehen: Der Präsident des Bundesstrafgerichts hat mit Verfügung vom 17. bzw. 26. Januar 2023 per Los drei Obergerichtspräsidenten bestimmt, die gemeinsam mit einer Gerichtsschreiberin der Strafkammer als ausserordentliche Berufungskammer amten. Diese ausserordentliche Berufungskammer - die Vorinstanz - hatte in einem ersten Schritt über den Ausstand der Berufungskammer zu entscheiden, die von Gesetzes wegen über Ausstandsgesuche gegen Mitglieder der Beschwerdekammer zu befinden hätte (vgl. Art. 59 Abs. 1 lit. c StPO; ANDREAS J. KELLER, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N. 6 zu Art. 59 StPO). Nachdem die Vorinstanz den Ausstand der Richterinnen und Richter der Berufungskammer verfügt hatte (E. 2.2 hiervor), war sie nach Art. 38c StBOG zuständig für den Entscheid über das Ausstandsgesuch gegen die Mitglieder der Beschwerdekammer.