Citation: 4P.135/2006 12.07.2006 E. A

Am 18./19. April 2004 unterzeichneten die A.________ AG (nachstehend: Klägerin) als Auftraggeberin und B.________ (nachstehend: Beklagte) als Agentin einen als "Agenturvertrag" bezeichneten Vertrag. Mit Datum vom 28. Dezember 2004 schlossen die Parteien eine schriftliche Ausbildungsvereinbarung ab, gemäss welcher die Beklagte am 10. Januar 2005 eine Ausbildung zur diplomierten Finanzberaterin/IAF begann. Die Klägerin hatte sich mit 50% an den Ausbildungskosten zu beteiligen. Für den Fall, dass die Klägerin das "Tätigkeitsverhältnis" vor der voraussichtlichen Prüfung vom 19. - 21. Oktober 2005 aufkündigte, waren ihr die anteilsmässigen Kosten von der Beklagten zu erstatten. Am 7. Januar 2005 unterzeichneten die Parteien einen neuen, vom 29. Dezember 2004 datierten Agenturvertrag, der wörtlich mit demjenigen vom 18./19. April 2004 übereinstimmte. Ebenfalls am 7. Januar 2005 schlossen die Parteien zu diesem Agenturvertrag eine Zusatzvereinbarung, welche verschiedene Rechte und Pflichten der Beklagten regelte. Unter anderem wird in Ziffer 3 festgehalten, die Agentin erhalte ab dem 1. Januar 2005 für die Dauer von 12 Monaten ein Provisionsfixum in Höhe von Fr. 4'800.-- brutto; zusätzlich würden ihr monatlich Fr. 1'700.-- als Spesenpauschale erstattet. Gemäss den Angaben der Klägerin bezahlte sie am 11. Januar 2005 dem Institut für Finanzplanung Fr. 2'575.-- als Beitrag an die Kosten der Ausbildung der Beklagten. Mit Schreiben vom 18. Januar 2005 teilte die Klägerin der Beklagten mit, sie kündige die "Provisionsfixum-Vereinbarung" fristgerecht auf den 23. Januar 2005. Als Begründung gab die Klägerin an, sie müsse davon ausgehen, die Beklagte werde das Umsatzsoll in diesem Monat nicht annähernd erreichen, da bis zum 17. Januar 2005 kein bzw. kein nennenswerter Umsatz erzielt worden sei. Gleichzeitig wird im erwähnten Schreiben darauf hingewiesen, dass diese "Fixums-Kündigung" als gegenstandslos zu betrachten sei, wenn die Beklagte den erforderlichen Umsatz in diesem Monat bis zum 31. realisiere. Am 11. Februar 2005 kündigte die Klägerin den Agenturvertrag vom 29. Dezember 2004 auf den 31. März 2005. Im entsprechenden Schreiben wird die Beklagte darauf aufmerksam gemacht, dass sie auf Grund dieser Kündigung den von der Klägerin übernommenen Kostenanteil von Fr. 2'575.-- für die Ausbildung an die Klägerin zu erstatten habe.