Citation: 9C_143/2017 E. 3.2.1

3.2.1. Im kantonalen Entscheid wurde hierzu erwogen, die Beschwerdegegnerin habe anlässlich des 2008 eingeleiteten Revisionsverfahrens zwar internistische und neuropsychologische Abklärungen durchführen lassen, welche ihren Niederschlag im Gutachten des Spitals C.________ vom 22. September 2009 gefunden hätten. Entsprechende orthopädische (Verlaufs-) Untersuchungen seien demgegenüber nicht belegt. Solche vermöchten namentlich auch die Ausführungen des RAD vom 8. Oktober 2009, wonach in orthopädischer Hinsicht keine Änderung eingetreten sei und die zumutbare Restarbeitsfähigkeit maximal 50 % betrage, nicht zu ersetzen. Internen Berichten des RAD käme eine andere Funktion zu als medizinischen Gutachten nach Art. 44 ATSG oder Untersuchungsberichten des RAD im Sinne von Art. 49 Abs. 2 IVV. Damit würden insbesondere keine eigenen medizinischen Befunde erhoben, sondern es fände lediglich eine Auseinandersetzung mit bereits vorhandenen Unterlagen statt. Im damaligen Zeitpunkt hätten aber keine fachärztlichen Berichte zum orthopädischen Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Versicherten vorgelegen, zu welchen der RAD sich im Rahmen seiner Würdigung überhaupt hätte äussern können. Er wäre in Ermangelung diesbezüglicher medizinischer Akten vielmehr gehalten gewesen, zusätzliche Abklärungen in die Wege zu leiten. Indem die Beschwerdegegnerin trotz nicht vorhandener orthopädischer Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auf weitere Erhebungen verzichtet habe, sei der Untersuchungsgrundsatz verletzt worden, was zur zweifellosen Unrichtigkeit der Mitteilung vom 4. Dezember 2009 führe (Urteil 9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3 f. mit Hinweisen). Hinzu komme, dass bei einer um 50 % verbesserten Arbeitsfähigkeit der von der Beschwerdegegnerin ermittelte - und im Übrigen nicht näher begründete - Invaliditätsgrad von 73 % nicht nachvollziehbar sei, weshalb es auch aus diesem Grund an einer überzeugenden, rechtskonformen Invaliditätsbemessung fehle. Die Mitteilung vom 4. Dezember 2009 könne demnach nicht als Vergleichsbasis für die Rentenrevision herangezogen werden.