Citation: 5A_436/2016 E. 4.1

4.1. Der Unterschied zu dem in BGE 135 III 378 beurteilten Fall besteht hier darin, dass sich die Feststellungsklage nicht gegen die Schuldnerin der Darlehensforderung richtet, sondern gegen die Grundeigentümerin, die geltend macht, sie habe kein Drittpfand bestellt, sondern ein Eigentümergrundpfand errichtet. Diese Frage nach Umfang und Bestand des Pfandrechts kann in der Betreibung auf Pfandverwertung durch Rechtsvorschlag bestritten werden, und zwar sowohl durch die Schuldnerin (BGE 119 III 100 E. 2a S. 102) als auch durch die Pfandbestellerin. Denn in der Betreibung gegen die Schuldnerin ist dem Dritten, der das Pfand bestellt hat, ebenfalls ein Zahlungsbefehl zuzustellen (Art. 153 Abs. 2 lit. a SchKG), und der Dritte kann wie die Schuldnerin Rechtsvorschlag erheben (Art. 153 Abs. 2 SchKG), der auch die gleichen Wirkungen wie derjenige der Schuldnerin hat (BGE 140 III 36 E. 3 S. 38). Alle Streitfragen können folglich auf dem Betreibungsweg in ihrer Gesamtheit beantwortet werden, so dass es einer Feststellungsklage im Sinne von Art. 88 ZPO zur Beurteilung des Inhalts des Pfandvertrags nicht bedarf.