Citation: I 295/00 16.08.2001 E. 3

3.- a) Im Rahmen des Einkommensvergleichs gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG ist die IV-Stelle von einem ohne Gesundheitsschaden mutmasslich erzielbaren Einkommen (Valideneinkommen) von Fr. 60'060.- jährlich ausgegangen, was dem zuletzt verdienten Lohn gemäss Angaben der früheren Arbeitgeberin entspricht; dies wird im Übrigen auch nicht bestritten. Von diesem Wert hat die IV-Stelle zur Ermittlung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) in der Annahme, der Versicherte wäre auch nach Eintritt der Invalidität bei derselben Arbeitgeberin tätig gewesen, 20 % (Ausmass der Arbeitsunfähigkeit bei einem Arbeitspensum im Umfang von 100 %) in Abzug gebracht, was ein Jahreseinkommen (1997) von Fr. 48'048.- ergibt, bzw. einen Invaliditätsgrad von 20 %. Dieses Vorgehen ist bundesrechtswidrig, weil damit das Invalideneinkommen allein nach Massgabe der ärztlich attestierten Arbeitsunfähigkeit in Prozenten des Einkommens ohne Invalidität bestimmt wird (vgl. BGE 114 V 314 Erw. 3c; RKUV 1991 Nr. U 130 S. 272 Erw. 3b). b) Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist bei der Berechnung des Invalideneinkommens nicht der erzielbare Lohn bei der Firma X.________ AG massgebend, da die Verdienstmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu berücksichtigen sind und der Versicherte keine neue Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen hat (vgl. BGE 124 V 322 Erw. 3b/aa mit Hinweisen). Mit der Vorinstanz ist daher bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades auf die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung 1996 (LSE) und der Lohnentwicklung 1997 abzustellen. Es ergibt sich gemäss TA7, Produktionsnahe Tätigkeiten L, Tätigkeit 12 [Maschinen einrichten, bedienen, unterhalten], Kategorie 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) umgerechnet auf eine übliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,9 Stunden und in Berücksichtigung der für das Jahr 1997 eingetretenen Nominallohnentwicklung ein ohne Gesundheitsschaden hypothetisch erzielbares Einkommen von Fr. 68'343. 70 (5'410.- x 41,9/40 + 0,5 % = 5'695. 30; 5'695. 30 x 12 = 68'343. 70). Mit Blick auf das Invalideneinkommen ist von einer Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen beruflichen Tätigkeit als Maschinist, Lagerist und Staplerfahrer von 20 % auszugehen; aufgrund der körperlichen und psychischen Beeinträchtigung des Beschwerdeführers und der Tatsache, dass er nur noch mit reduziertem Arbeitspensum tätig sein kann, rechtfertigt sich ein leidensbedingter Abzug vom statistischen Lohn von 15 % (vgl. hierzu BGE 126 V 78 ff. Erw. 5). Entsprechend beläuft sich das Invalideneinkommen auf Fr. 46'473. 75 jährlich (68'343. 70 x 80/100 = 54'675.-; 54'675.- - 8'201. 25 [= 15 % von 54'675.-] = 46'473. 75). Bei einem Valideneinkommen von Fr. 60'060.- und einem Invalideneinkommen von Fr. 46'473. 75 resultiert ein Invaliditätsgrad von 23 %, sodass ein Anspruch auf eine Invalidenrente zu verneinen ist.