Citation: 4C.198/2002 14.11.2002 E. A

A.________ (Kläger) war seit dem 1. Februar 1999 bei der Gipserei seines Bruders, X.________ GmbH (Beklagte), angestellt. Gemäss dem Arztzeugnis von Dr. B.________ vom 31. März 1999 war der Kläger für die Zeit vom 22. März 1999 bis Mitte April 1999, gemäss Zeugnis vom 17. Juni 1999 für die Zeit vom 27. Mai 1999 bis zum 18. Juni 1999 und gemäss Zeugnis vom 25. August 1999 bis zum 31. August 1999 zu 100% arbeitsunfähig. Dennoch fuhr er am 10. Juli 1999 für vier Wochen in die Ferien, was er der Arbeitgeberin mitgeteilt hatte. Obgleich der Kläger nur spärlich Arztzeugnisse vorlegte, forderte die Beklagte den Kläger erstmals am 23. August 1999 schriftlich auf, weitere Arztzeugnisse beizubringen. Am 21. September 1999 suchte der Kläger wiederum seinen Arzt auf, ohne dass anlässlich dieser Konsultation über die Arbeitsfähigkeit gesprochen wurde. Auf Anfrage der Arbeitgeberin teilte der Arzt der Beklagten mit Schreiben vom 25. September 1999 mit, der Kläger könne leichtere Arbeiten ausführen. Mit Schreiben vom 28. September 1999, welches der Kläger am 29. September 1999 erhielt, forderte die Beklagte ihn förmlich auf, ein Arztzeugnis beizubringen oder am 1. Oktober 1999 zur Arbeit zu erscheinen. Daraufhin begab sich der Kläger gleichentags zu seinem Arzt, der sich aber weigerte ihn zu untersuchen und ihn aus der Praxis wies. Am 30. September 1999 teilte er der Beklagten mit, dass er noch immer arbeitsunfähig sei, aber erst am 28. Oktober 1999 einen Termin bei einem anderen Arzt habe. Die Beklagte entliess darauf den Kläger am 1. Oktober 1999 fristlos. Am 28. Oktober 1998 attestierte der Arzt rückwirkend auf den 1. September 1999 eine 100%-Arbeitsunfähigkeit des Klägers.