Citation: 2C_128/2018 E. 3

Die Vorinstanz bezweifelt, dass die Beschwerdeführer eine intakte Ehe führen. Es sei in rechtskräftigen Entscheiden festgestellt, dass dies jedenfalls zum Zeitpunkt des ersten Gesuchs um Familiennachzug der Beschwerdeführerin im Jahr 2008 nicht der Fall gewesen sei. Die Beschwerdeführer hätten nicht hinreichend substanziiert, dass sich daran etwas geändert habe. Daher sei fraglich, ob sie sich überhaupt auf die in Art. 43 AIG gewährten Rechtsansprüche bzw. den verfassungs- und konventionsrechtlich verankerten Schutz des Familienlebens (Art. 8 EMRK, Art. 13 Abs. 1 BV) berufen könnten (vgl. angefochtener Entscheid, E. 4.3). Selbst wenn aber von einem rechtlich geschützten Familienleben auszugehen wäre, so die Vorinstanz, wäre die Fünfjahresfrist für die Geltendmachung des Familiennachzugs am 31.12.2012 abgelaufen und wäre der Familiennachzug nur noch zu bewilligen, wenn wichtige Gründe für die Verspätung geltend gemacht werden könnten; solche lägen nicht vor (vgl. angefochtener Entscheid, E. 4.4).