Citation: 8C_190/2020 E. 6.3

6.3. Damit steht für das Bundesgericht verbindlich fest, dass nicht nur in einer leidensangepassten Tätigkeit stets eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestanden hätte, sondern auch, dass der Versicherte in der angestammten Tätigkeit trotz Rücken- und Beinbeschwerden zu 80 % leistungsfähig war. Damit konnte indessen die für die Entstehung eines Rentenanspruchs erforderliche Voraussetzung einer mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres - jedenfalls soweit zeitlich vom kantonalen Gericht zu beurteilen - von vornherein nicht als erfüllt gelten. Indem die Vorinstanz dem Versicherten dennoch eine (ganze) Invalidenrente zusprach, verletzte sie daher Bundesrecht. Der angefochtene Entscheid ist aus diesem Grund aufzuheben und die Verfügung der IV-Stelle vom 3. Juni 2019 im Ergebnis zu bestätigen.