Citation: 6B_1107/2020 E. 2.3.3

2.3.3. Der Beschwerdeführer rügt, er habe vorinstanzlich vorgebracht, am 20. April 2016 habe überhaupt keine Behandlung stattgefunden, was sich aus dem fehlenden Eintrag in der Krankengeschichte ergebe. Die Vorinstanz habe diesen Einwand zu Unrecht mit dem Hinweis abgetan, dieser Termin sei für sexuelle Handlungen genutzt worden, weshalb er keinen Eintrag vorgenommen habe. Die Beschwerdegegnerin 2 habe selbst ausgesagt, er habe an diesem Termin eine Ultraschallbehandlung durchgeführt und ihr Blut abgenommen. Wäre dem so gewesen, müssten sich neben einem Eintrag in den Krankenakten sowie den Bildern der Ultraschalluntersuchung die Ergebnisse des Bluttests finden, was indes nicht der Fall sei. Auch die diesbezügliche Beweiswürdigung der Vorinstanz ist nicht willkürlich. Die Vorinstanz stützte sich hierzu auf die bei den Akten liegende Terminkarte für dieses Datum (vorinstanzliche E. 2.11). Dass die an diesem Datum angeblich durchgeführte Ultraschallbehandlung nicht in der Krankenakte vermerkt ist und die Ergebnisse der Bluttests darin nicht abgelegt sind, können zwar - wie vom Beschwerdeführer vertreten - für die Annahme sprechen, dass am 20. April 2016 keine Konsultation stattgefunden hat, die gegenteilige Schlussfolgerung der Vorinstanz ist jedoch nicht willkürlich, zumal sie durch die Terminkarte gestützt wird. So ist es durchaus denkbar, dass der Beschwerdeführer für dieses Datum absichtlich keinen Eintrag in der Krankengeschichte angelegt und die Ergebnisse des Bluttests (sofern er denn das abgenommene Blut überhaupt hat untersuchen lassen) darin abgelegt hat, um ebendieses Argument der angeblich unterbliebenen Konsultation in einem allfälligen Strafverfahren vorzubringen.