Citation: 1C_130/2023 E. 4

Die Vorinstanz setzte sich sowohl mit den Angaben des Beschwerdeführers als auch mit dem Polizeiprotokoll des Vorfalls vom 9. August 2022 auseinander. Sie gelangte zum Schluss, die späteren Aussagen des Beschwerdeführers seien widersprüchlich und damit nicht glaubhaft. So habe er anlässlich der polizeilichen Einvernahme unter anderem ausgesagt, er sei unzulässigerweise im Intimbereich abgetastet und hart zu Boden gedrückt worden; von einem harten Schlag gegen die Brust mit dem Taser sei keine Rede gewesen. Einen Schockzustand verneinte die Vorinstanz gestützt auf das trotzige Auftreten des Beschwerdeführers anlässlich der Einvernahme. Anlässlich der medizinischen Untersuchung, der sich der Beschwerdeführer am Folgetag unterzogen habe, sei lediglich eine Rippenprellung diagnostiziert worden. Vor diesem Hintergrund verwarf die Vorinstanz die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers und stellte auf den Polizeirapport ab. Sie hielt fest, der Beschwerdeführer sei während laufender Polizeikontrolle weggerannt, um im nahen Bach die mitgeführten Betäubungsmittel zu entsorgen. Bei der anschliessenden Festnahme sei er von den Polizeibeamten mit Gewalt fixiert worden. Letzteres dürfte der vom Beschwerdeführer in seiner Anzeige beschriebenen Handlung entsprechen, wonach der Beschwerdegegner beim Anbringen der Handschellen mit vollem Körpergewicht auf ihm gekniet sei. Ausgehend von einem Fluchtversuch während laufender Polizeikontrolle zur Entledigung mitgeführter Betäubungsmittel erachtete die Vorinstanz das Vorgehen des Beschwerdegegners, den Beschwerdeführer zu ergreifen, ihn mit gewisser Gewalteinwirkung zu Boden zu führen und ihn dort zu fixieren, um die Handschellen anzulegen, als verhältnismässig. Eine Prellung gehe nicht über das hinaus, was an körperlichen Folgen zu erwarten sei, wenn sich eine Person einer Polizeikontrolle entziehe und danach verfolgt bzw. ergriffen werden müsse. Im Ergebnis deute nichts darauf hin, dass der Beschwerdegegner anlässlich der Verhaftung das erlaubte Mass an Zwang überschritten hätte. Sein Vorgehen sei gerechtfertigt gewesen und die Anzeige des Beschwerdeführers erweise sich somit als haltlos.