Citation: I 38/06 07.06.2006 E. 3

3.1 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist weitgehend eine Wiederholung dessen, was der Versicherte schon vorinstanzlich mit Beschwerde vom 9. September 2005 vorgetragen hat. Soweit sich das kantonale Gericht mit den entsprechenden Rügen auseinandergesetzt und diese in nicht zu beanstandender Weise verworfen hat, brauchen diese nicht nochmals eingehend abgehandelt zu werden. 3.2 Nach der Rechtsprechung hat unter bestimmten Voraussetzungen auch ein selbstständig erwerbender Landwirt aus der Sicht der Invalidenversicherung auf Grund der Schadenminderungspflicht seinen Hof aufzugeben (ZAK 1983 S. 256, 1968 S. 473; Urteil Q. vom 18. Februar 2002 Erw. 3a, I 287/00, mit Hinweisen). Auf Grund der einem Versicherten obliegenden Schadenminderungspflicht (BGE 130 V 99 Erw. 3.2 mit Hinweisen; BGE 113 V 28 Erw. 4a) kann die Aufnahme einer unselbstständigen (Haupt-)Erwerbstätigkeit als zumutbar erscheinen, wenn hievor eine bessere erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint (ZAK 1983 S. 256; Urteile S. vom 10. November 2003 Erw. 3.1, I 116/03, und F. vom 12. September 2001 Erw. 2b, I 145/01, je mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat die Zumutbarkeit eines Wechsels der Tätigkeit, welche auch die Aufgabe des Berufes als landwirtschaftlicher Unternehmer zur Folge hat, bejaht. Diese Auffassung ist zu schützen. Was hiegegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gestützt auf Art. 6 Satz 2 ATSG und den Kommentar Kieser (Rz 12 zu Art. 6 ATSG) vorgetragen wird, vermag nicht zu einer andern Beurteilung zu führen. Es ist nicht wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer im Wirtschaftsraum Q.________, nötigenfalls ausserhalb, keine dem Gesundheitsschaden adäquate Arbeit finden kann und nur die Alternative der Arbeitslosigkeit am Horizont steht. Das Alter des Beschwerdeführers (45) sowie seine Ausbildung als diplomierter Landwirt und Unternehmer erleichtern die Vermittelbarkeit. Die objektive und subjektive Zumutbarkeit eines Berufswechsels ist zu bejahen. Da Berufswechsel heute häufiger, ja alltäglich sind, können Landwirte, gerade auch in der heutigen Zeit des (Struktur-)Wandels in der Landwirtschaft, nicht davon ausgenommen werden und ist eine eher strenge Beurteilung dieser Frage gerechtfertigt (vgl. Urteil S. vom 14. Juni 2005 Erw. 2.3, I 761/04). Nicht gefolgt werden kann mithin der Auffassung des Versicherten, nur der Landwirtschaftsbetrieb mit einer Berentung vermöge für die Zukunft eine existenzsichernde Grundlage zu bieten. 3.3 Weil die Invalidität auf der Basis eines Berufswechsels zu ermitteln ist, scheidet das ausserordentliche Bemessungsverfahren ohnehin aus und braucht die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der Landwirtschaft nicht weiter abgeklärt zu werden. Der Antrag des Versicherten auf Einholung einer Expertise betreffend seine Beeinträchtigung als Landwirt stösst daher ins Leere. Soweit der Versicherte Ausführungen zum invaliditätsbedingt tieferen Einkommen im Rahmen der Fortsetzung der Tätigkeit als Landwirt und zur damit verbundenen Mehrarbeit seiner Ehefrau auf dem Hof macht, ist darauf nach dem Gesagten ebenfalls nicht weiter einzugehen. 3.4 Der Beschwerdeführer wendet unter anderem ein, er könne die Tätigkeit des vorgeschlagenen Berufswechsels gar nicht ausüben. Dies trifft nach der Beurteilung des Neurochirurgen Dr. med. R.________ gemäss Expertise vom 26. Januar 2005 und Bericht vom 2. Mai 2005 nicht zu. Danach ist dem Versicherten eine angepasste leichte Tätigkeit voll zumutbar, wobei eventuell vermehrte Pausen (maximal 2 x 15 Minuten pro Halbtag) zugestanden werden müssen. Zutreffend ist, dass dem Versicherten die frühere (nebenamtliche) Tätigkeit bei der Gemeinde medizinisch nicht mehr zumutbar ist. Indes schliesst dies nicht aus, bei der Ermittlung des Invalideneinkommens (zu Gunsten des Versicherten) nicht auf die höheren Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung 2002 bzw. 2004 (Tabelle A1, privater Sektor, Männer, Total im Anforderungsniveau 4 [einfache und repetitive Tätigkeiten]) abzustellen, sondern von dem früher als Gemeindeangestellter erzielten Stundenlohn von Fr. 25.- auszugehen und davon einen leidensbedingten Abzug von 25 % vorzunehmen. Die Argumentation des Versicherten mit der sozialen Degradation bei Referenz auf Löhne für leichte und repetitive Arbeiten dringt nicht durch. Die Gewährung von Hilfsmitteln, die nicht kostspielig waren, steht einer Rentenabweisung nicht entgegen. Die Hilfsmittelabgabe erfolgte ohnehin mit dem Zweck, eine Berentung möglichst vermeiden zu können, was gemäss Anträgen des Versicherten gerade nicht möglich ist.