Citation: 9C_455/2024 E. 3.2

3.2. Die Bilanz der J.________ AG des Geschäftsjahrs 2011 habe aufgrund eines Verlusts von rund Fr. -610'116.- bei gleichgebliebenem Eigenkapital eine Überschuldung ausgewiesen, da neben dem Eigenkapital (Aktienkapital von Fr. 100'000.- plus Reserven von Fr. 219.-) auch ein Teil des Fremdkapitals nicht mehr durch die Aktiven gedeckt gewesen sei. Die Beschwerdeführerin habe spätestens 2011 begründete Besorgnis haben müssen, dass die Darlehensrückzahlung ernsthaft gefährdet gewesen sei und ihre Forderung gegenüber der J.________ AG folglich nicht mehr vollumfänglich werthaltig habe sein können. Dass G.________ und H.________ als faktische Geschäftsführer der Beschwerdeführerin von dieser finanziellen Schieflage der J.________ AG bereits damals Kenntnis hatten bzw. aufgrund der ihnen obliegenden Sorgfaltspflicht als faktische Geschäftsführer sowie ihrer Rennfahreraktivitäten für die J.________ AG zumindest hätten haben können und müssen, ergebe sich sowohl aus ihren eigenen als auch aus den Aussagen von K.________. So habe H.________ zu Protokoll gegeben, dass er von der finanziellen Schieflage gewusst habe. Deutlich werde dies schliesslich auch durch die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin das Darlehen am 29. Dezember 2011 gekündigt habe.