Citation: 8C_338/2009 14.01.2010 E. 5

5.1 Die verunfallte versicherte Person hat solange Anspruch auf eine zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen als von der Fortsetzung der (ärztlichen) Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 10 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4.1 S. 114). Wie Dr. med. B.________ in seinem Bericht ausführlich und überzeugend darlegt, ist von einer Fortsetzung der Heilbehandlung, insbesondere in Form weiterer Physiotherapie, keine namhafte Verbesserung mehr zu erwarten. Sie ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125 mit Hinweis) auch nicht erforderlich zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit. Denn die seit Jahren durchgeführte Physiotherapie brachte jeweils nur kurzfristige Linderung, jedoch keine Verbesserung des Gesundheitszustandes. Demnach besteht kein Anspruch auf Übernahme weiterer Behandlungen und der damit zusammenhängenden Kosten, welche über das mit Verfügung vom 16. November 2007 resp. mit Einspracheentscheid vom 11. Januar 2008 Gewährte (vier Arztkonsultationen pro Jahr, Medikamente) hinausgeht. Dies gilt namentlich für die vor Bundesgericht erstmals geltend gemachte Erstattung der Fahrtkosten. 5.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch auf Taggeld erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn der Rente oder mit dem Tod der versicherten Person (Art. 16 Abs. 1 und 2 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt; für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen und eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 1 und 2 ATSG). Von sämtlichen beteiligten Ärzten wird dem Versicherten seit dem 11. Februar 2002 keine Arbeitsunfähigkeit mehr attestiert, auch nicht von seinen Hausärzten Dr. med. W.________ resp. Frau Dr. med. K.________. Somit fehlt es an der Grundvoraussetzung (Einschränkung der Arbeitsfähigkeit) zur Ausrichtung eines Taggeldes oder einer Rente. 5.3 Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Art. 36 Abs. 1 UVV bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (vgl. auch BGE 124 V 209). Die vom Versicherten noch geklagten Beschwerden (Kopf- sowie Nackenschmerzen, welche in die Schultern ausstrahlen) stellen nach überzeugender ärztlicher Einschätzung auch in ihrer Gesamtheit keine erhebliche dauernde Schädigung im Sinne der dargelegten Rechtslage dar, welche die Zusprechung einer Integritätsentschädigung rechtfertigen würde.