Citation: 5P.34/2003 19.06.2003 E. 4

Des Weiteren wirft der Beschwerdeführer dem Obergericht willkürliche Beweiswürdigung (Art. 9 BV) vor. Es unterstelle dem Notar eine wissentlich und vorsätzlich gemachte Falschaussage im Zusammenhang mit der Frage, ob er ihn (den Beschwerdeführer) bereits anlässlich der Besprechung vom 3. April 1998 auf den Ungültigkeitsgrund aufmerksam gemachte habe. Nach der Rechtsprechung greift das Bundesgericht in vorliegendem Zusammenhang auf staatsrechtliche Beschwerden nur ein, wenn die Beweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offensichtlichen Versehen beruht oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 118 Ia 28 E. 1b; 124 I 208 E. 4a S. 211). Das Obergericht führte in vorliegendem Zusammenhang u.a. aus: "Notar [ ] erklärte an der vorinstanzlichen Verhandlung, er habe dem Kläger an der Besprechung gesagt, dass die Testamente katastrophal seien; er habe nicht gesagt, dass sie ungültig seien; sie seien nicht nichtig, aber eventuell anfechtbar (Protokoll S. 11, act. 89). Soweit Notar [ ] damit zum Ausdruck bringen wollte, den Kläger nicht auf die Ungültigkeit der Zusätze hingewiesen zu haben, ist er unglaubwürdig." Diese Beweiswürdigung erscheint jedenfalls nicht als willkürlich. Das gilt umso mehr bei Berücksichtigung der weiteren diesbezüglichen Argumente des Obergerichts, auf welche in der Beschwerde grösstenteils gar nicht eingegangen wird. Die Beschwerde ist daher auch in diesem Punkt unbegründet.