Citation: 1C_21/2021 E. 1

A.________ ist seit dem 15. August 2011 Eigentümer einer in der Landschaftsschutzzone der Politischen Gemeinde Ermatingen befindlichen Liegenschaft, auf der sich ein kleines Ferienhaus befindet. Nachdem die Politische Gemeinde Ermatingen die Vornahme unbewilligter Bauarbeiten festgestellt hatte, verlangte sie ein nachträgliches Baugesuch. A.________ reichte am 19. Mai 2017 ein erstes Baugesuch für die bereits vorgenommenen Bauarbeiten sowie für ein zusätzliches Zimmer mit Badezimmer ein. Am 27. Juni 2018 reichte A.________ ein überarbeitetes Baugesuch ein. Es beinhaltete die Erweiterung des bestehenden Ferienhauses um ein Zimmer und eine Nasszelle, ein Bewilligungsgesuch für das bereits erstellte Vordach, den bereits erstellten Windschutz, den bereits erstellten Holzunterstand sowie den Abbruch eines WCs. Am 22. Oktober 2018 erteilte das Amt für Raumentwicklung des Kantons Thurgau die Bewilligung für den Abbruch des WCs; im Übrigen verweigerte das Amt die Baubewilligung. Dementsprechend eröffnete die Politische Gemeinde Ermatingen am 23. April 2019 ihren Baubewilligungsentscheid und setzte A.________ für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes sowie für den Rückbau des WCs eine Frist bis zum 31. Juli 2019. A.________ erhob gegen diesen Entscheid am 16. Mai 2019 Rekurs. Das Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau hiess mit Entscheid vom 2. Juni 2020 den Rekurs hinsichtlich des Abbruchbefehls für das WC gut und hob die Frist für den Abbruch auf. Im Übrigen wies es den Rekurs ab und setzte eine Wiederherstellungsfrist von vier Monaten ab Rechtskraft des Rekursentscheids an. A.________ erhob dagegen am 19. Juni 2020 Beschwerde. Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau wies die Beschwerde mit Entscheid vom 18. November 2020 ab. Zur Begründung führt das Verwaltungsgericht zusammenfassend aus, der Nachweis für die rechtmässige Erstellung des Gebäudes oder die rechtmässige Nutzung als Ferienhaus sei nicht erbracht. Die Gewährung des Besitzstandsschutzes im Sinne von Art. 24c RPG für die nachgesuchten Änderungen und Erweiterungen sei deshalb bereits aus diesem Grund abzulehnen. Selbst wenn die Baute rechtmässig erstellt worden wäre, sei sie sicher nicht rechtmässig geändert worden, weshalb eine Bewilligung in Anwendung von Art. 24c RPG nicht zu erteilen sei. In einer Eventualbegründung führte das Verwaltungsgericht weiter aus, dass die geplante Baute, selbst wenn die Voraussetzungen von Art. 24c RPG erfüllt wären, gemäss Art. 42 RPV übermässig sei. In diesem Zusammenhang führte das Verwaltungsgericht weiter aus, dass es nicht an den Baubewilligungsbehörden liege, dem Baugesuchsteller aufzuzeigen, wie eine geplante Baute auszugestalten sei, damit sie bewilligungsfähig sei.