Citation: 7B_114/2025 E. 3.3.4

3.3.4. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist auch nicht davon auszugehen, dass ihn seine berufliche und wirtschaftliche Situation von einer Flucht abhalten würde. Der Beschwerdeführer führt vor Bundesgericht zwar aus, er sei in der Schweiz beruflich etabliert und verfüge nur hier über ein stabiles Erwerbseinkommen. Er werde hier zudem aufgrund des hiesigen Strafvollzugssystems bereits lange vor seiner Haftentlassung wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuss fassen können. Diese Ausführungen verfangen indes nicht. So kann zunächst nicht gesagt werden, dass der Beschwerdeführer bei einer Flucht nach Montenegro in beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht - anders etwa als bei einem Entscheid für einen Verbleib in der Schweiz, wo ihm eine langjährige Freiheitsstrafe droht - keine Zukunft hätte. Er könnte insbesondere seine in der Schweiz gewonnene Arbeitserfahrung auch in Montenegro einsetzen. Als Mitarbeiter in einer Autogarage hat er eine ortsungebundene Erwerbstätigkeit ausgeübt, welche er genauso im Ausland, aufgrund seiner Sprachkenntnisse insbesondere in Montenegro, ausüben könnte (vgl. Urteil 1B_358/2019 vom 5. August 2019 E. 3.5). Im Übrigen ist unklar, inwiefern der Beschwerdeführer in Montenegro überhaupt auf eine Anstellung angewiesen wäre. So ging er in seinen Plänen (vgl. E. 3.3.3 hiervor) selbst davon aus, dass er in Montenegro nicht auf eine solche angewiesen sein würde, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Die Vorinstanz weist zudem zu Recht darauf hin, dass der Verbleib der Vermögenswerte aus dem Handel mit den Betäubungsmitteln, der dem Beschwerdeführer vorgeworfen wird (der Handel mit 17 kg Kokaingemisch entspreche gemäss dem marktüblichen Preis einem Umsatz von einer halben Million Franken), bisher ungeklärt ist. Zum jetzigen Zeitpunkt des Strafverfahrens kann daher jedenfalls nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer gegebenenfalls bei einer Flucht nach Montenegro auf diese Vermögenswerte zugreifen könnte bzw. bereits Gelder nach Montenegro transferiert hat. Dies spricht ebenfalls für Fluchtgefahr, ist es vor diesem Hintergrund doch denkbar, dass der Beschwerdeführer - allenfalls auch ohne stabiles Erwerbseinkommen in Montenegro - über ausreichend Mittel verfügt, um sich die Flucht nach bzw. ein Leben in Montenegro zu finanzieren (vgl. Urteil 1B_369/2020 vom 5. August 2020 E. 3.2 mit Hinweisen).