Citation: 5P.134/2006 26.06.2006 E. A

X.________, geboren im Jahre 1991, ist die Tochter von M.________ (...) und V.________. Das Bezirksgericht T.________ stellte die Vaterschaft mit Urteil vom 21. Dezember 1992 fest und verpflichtete V.________ zu monatlichen Unterhaltsbeiträgen. Die Mutter lebt mit ihrer neu gegründeten Familie seit längerer Zeit im Ausland. Bis heute unterliegt sie keiner gerichtlich oder vertraglich festgesetzten Unterhaltsverpflichtung. Praktisch seit ihrer Geburt wird X.________ durch die Grossmutter mütterlicherseits, Y.________, betreut. Mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde G.________ vom 22. April 2003 wurde der Mutter die elterliche Sorge für X.________ entzogen. Für das Kind wurde eine Vormundschaft angeordnet und Y.________ als Vormund ernannt. Mit Entscheid vom 18. Juni 2004 wies das Departement für Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau die Vormundschaftsbehörde G.________ an, zur Entlastung der überforderten Y.________ einen Mitvormund oder allenfalls einen Beistand zu bestellen, der die zur Sicherstellung des Unterhalts von X.________ erforderlichen Handlungen selbständig vornehme. Hierauf errichtete die Vormundschaftsbehörde G.________ am 10. August 2004 für X.________ eine Vertretungsbeistandschaft im Sinne von Art. 392 Ziff. 2 ZGB. Zur Beiständin wurde B.________ ernannt, und dieser wurde der Auftrag erteilt, die unterhaltsrechtlichen Ansprüche von X.________ geltend zu machen.