Citation: 1C_525/2024 E. 3.4

3.4. Die Beschwerdeführenden bestreiten nicht, dass die anwendbaren Gesetzesbestimmungen eine schriftliche Eröffnung der Entscheide verlangen, sich jedoch nicht zur Art der Postsendung äussern. Anders als das Kantonsgericht leiten sie jedoch aus dem Schweigen der gesetzlichen Bestimmungen zur Art der Postsendung ab, das kantonale Recht enthalte diesbezüglich eine Gesetzeslücke, die durch eine analoge Anwendung der ZPO gefüllt werden müsse. Ihnen zufolge ergebe sich dies aus der Bestimmung der Bauverordnung bezüglich der elektronischen Zustellung. Sie setzen sich dabei jedoch weder im Detail mit der Urteilsbegründung noch mit der oben zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung bezüglich der Art der Postsendung auseinander. Mit ihrer Argumentation vermögen sie allenfalls aufzuzeigen, dass eine andere Lösung hätte vertretbar sein können, nicht jedoch inwiefern das Kantonsgericht einen offensichtlich unhaltbaren Entscheid gefällt hat. Vor diesem Hintergrund hat das Kantonsgericht das Willkürverbot nicht verletzt, indem es - in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung - davon ausging, die Gemeinde Zermatt durfte den umstrittenen Bauentscheid mit A-Post Plus versenden. Die diesbezügliche Rüge der Beschwerdeführenden ist somit unbegründet.