Citation: 1C_615/2022 E. 4.1.2

4.1.2. Die Vorinstanz erwog, dass es für die Zufahrt zu den geplanten Bauten auf den Grundstücken Nr. 213 und Nr. 1016 am Einlenkerradius gegen Osten fehlt und die Nutzungsplanung diesbezüglich von Art. 31 Abs. 1 Satz 2 BauR abweiche. Gestützt auf den Schleppkurvennachweis und eine Bestätigung des Tiefbauamts sei aber belegt, dass die Zufahrt uneingeschränkt funktionsfähig sei. Eine wortgetreue Durchsetzung von Art. 31 Abs. 1 Satz 2 sei mit Sinn und Zweck der Vorschrift nicht vereinbar. Zudem seien keine überwiegenden öffentlichen Interessen verletzt und auch die Nachbarinnen und Nachbarn würden durch den fehlenden Einlenkradius gegen Osten nicht in unzumutbarer Weise benachteiligt. Dem Bauprojekt stehe auch unter dem Blickwinkel von Art. 108 Abs. 1 und Abs. 2 PBG/SG nichts entgegen.