Citation: I 97/06 04.10.2006 E. 4.4

4.4.1 Daran vermögen auch die Ausführungen des Dr. med. J.________ nichts zu ändern. Auch er legt nicht dar, dass sich der Zustand des rechten Fusses und der linken Hand konkret verschlechtert hätte. Vielmehr führt er im Schreiben vom 17. Januar 2005 aus, er habe schon am 20. Oktober 2003 die Arbeitsunfähigkeit mit 100 % beurteilt. In jener Stellungnahme hatte er eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit postuliert, weil in der Begutachtung durch die Klinik Z.________ (Restarbeitsfähigkeit von 70 %) die Behinderung durch die Hand vollkommen weggelassen worden sei. Es handelt sich somit bei der Stellungnahme des Dr. med. J.________ nicht um eine dokumentierte Verschlechterung des Zustandes gegenüber dem Begutachtungszeitpunkt, sondern um eine abweichende Beurteilung des schon im Begutachtungszeitpunkt bestehenden Zustandes. Der Arzt begründet seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit - die er als nicht mehr vorhanden erachtet - in seinem Schreiben vom 17. Januar 2005 mit "einem eigentlichen Gesamtkunstwerk an Diagnosen und Syndromen, die keinesfalls mehr an eine Erwerbsfähigkeit denken lassen. Die Patientin ist ... zu einem Häufchen Elend geschmolzen, das von seinen Schmerzen, meiner Meinung nach glaubhaft, geplagt wird. Beim ersten nur etwas bestimmten Ton eines Vorgesetzten würde sie sofort in Tränen ausbrechen und sich überfordert fühlen. Diese Situation erlebe ich alle 2 - 4 Wochen in meiner Sprechstunde. An eine Arbeit ist überhaupt nicht mehr zu denken." Er ändert seine frühere Diagnose dahin ab, dass er jetzt eine schwere, generalisierte Schmerzverarbeitungsstörung attestiert. Zu den bereits im Zeitpunkt des Erlasses der ursprünglichen Rentenverfügung ergangenen Diagnosen werden neu diejenigen einer beginnenden Fibromyalgie und einer reaktiven Depression angeführt. 4.4.2 Einer seit August 2000 hinzugekommenen zusätzlichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen steht insbesondere die Einschätzung der behandelnden Psychiaterin, Dr. med. W.________, in ihrem Verlaufsbericht entgegen. Am 19. März 2004 bestätigte sie, die von ihr behandelte Depression in Verbindung mit dem Schmerzsyndrom bewirke per se keine Limitierung der Arbeitsfähigkeit. Dieser fachärztlichen Beurteilung kommt ein höherer Stellenwert zu als derjenigen des orthopädischen Chirurgen. Dass sich der psychische Gesundheitszustand von März bis Dezember 2004 weiter verschlechtert hätte, wird nicht behauptet. Hinsichtlich der neu hinzugekommenen beginnenden femoropatellären Arthrose bei Status nach Patellafraktur rechts ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass diese im Rahmen einer leichten, wechselbelastenden, in einem Pensum von 50 % auszuführenden Tätigkeit die Arbeitsfähigkeit nicht zusätzlich beeinträchtigt. Es erübrigt sich auch diesbezüglich, weitere medizinische Sachverhaltsabklärungen anzuordnen. 4.5 Zusammenfassend steht fest, dass seit der Rentenzusprechung im August 2000 bis zum rechtsprechungsgemäss relevanten Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides am 7. Dezember 2004 in somatischer Hinsicht nur hinsichtlich der beginnenden Kniearthrose eine Verschlechterung zu verzeichnen ist, welche sich - wie die veränderte psychische Verfassung - nicht zusätzlich auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin auswirkt. Insoweit, als Dr. med. J.________ zu einer anderen Auffassung gelangte, handelt es sich nur um eine verschiedene Interpretation desselben Sachverhaltes. Das ergibt sich auch aus der zitierten Schilderung dieses Arztes, wo keine eigentliche gesundheitliche Verschlechterung beschrieben, sondern vorwiegend über die Befindlichkeit und abnehmende "Stresstoleranz" der Patientin berichtet wird. Dabei handelt es sich nicht um eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes, welche Anlass für eine Rentenanpassung geben würde. Da keine Anhaltspunkte für eine derartige Veränderung ersichtlich sind, rechtfertigt es sich auch nicht, dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin folgend die Sache zu weiteren medizinischen Abklärungen zurückzuweisen.