Citation: 6P.58/2003 03.08.2004 E. 9

Beide Beschwerdeführer fechten den vorinstanzlichen Entscheid ebenfalls im Zivilpunkt an und machen eine Bundesrechtsverletzung auch für den - hier zutreffenden - Fall geltend, dass ihr Rechtsmittel im Schuld- und Strafpunkt abgewiesen wird. Eine solche Rüge ist indessen im Rahmen einer Nichtigkeitsbeschwerde nur zulässig, wenn der für die zivilprozessuale Berufung erforderliche Streitwert erreicht wird (Art. 271 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 277quater Abs. 2 BStP). Diese Voraussetzung ist vorliegend ohne weiteres erfüllt. A.________ beantragt auch bei Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils im Schuld- und Strafpunkt die Abweisung der Schadenersatzforderung des Beschwerdegegners, B.________ stellt den gleichen Antrag mit Bezug auf die Genugtuungsforderung. Es liegen also mit Blick auf beide von der Vorinstanz zugesprochenen Zivilansprüche konkrete Anträge vor, und es kann offen bleiben, ob die ebenfalls gestellten unbezifferten Rückweisungsanträge den formellen Anforderungen der Nichtigkeitsbeschwerde (vgl. dazu BGE 128 IV 53 E. 6a S. 70) genügen würden. B.________ verlangt ausserdem unter Berufung auf Art. 9 OHG, dass die Schadenersatzforderung des Beschwerdegegners auf den Zivilweg zu verweisen sei. Die genannte Bestimmung sieht indessen im Grundsatz gerade das Gegenteil des Beantragten vor, nämlich dass Zivilansprüche des Opfers vom Strafgericht mitzubeurteilen sind und nur ausnahmsweise auf den Zivilweg verwiesen werden dürfen (vgl. Art. 9 Abs. 3 OHG). Ob eine Verweisung der Zivilforderungen des Beschwerdegegners auf den Zivilweg vorliegend überhaupt zulässig gewesen wäre, kann offen bleiben. Auf jeden Fall war es der Vorinstanz gestützt auf Art. 9 OHG nicht verwehrt, darüber ebenfalls zu entscheiden. Die Nichtigkeitsbeschwerde von B.________ ist daher in diesem Punkt unbegründet.