Citation: 8C_339/2022 E. 5.3.2

5.3.2. Soweit er geltend macht, es seien noch keine stabilen Rückenverhältnisse im Jahr 2014 bezüglich des unteren Rückenbereichs vorgelegen, weshalb er in einer leidensadaptierten Tätigkeit höchstens im Umfang von 50 % arbeitsfähig gewesen sei, wovon auch der RAD und die Kreisärzte der Suva ausgegangen seien, ist dies nicht stichhaltig. Die Vorinstanz beachtete auch die Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. F.________ vom 16. April 2014, durfte jedoch in beweisrechtlicher Hinsicht berücksichtigen, dass seine knappen Ausführungen lediglich eine halbe Seite umfassen. Zu denjenigen des Kreisarztes Dr. med. univ. G.________ vom 16. Mai 2014 erwog die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe sich gemäss den Angaben des Kreisarztes anlässlich der Untersuchung unkooperativ verhalten. Eine neue bildgebende Abklärung mittels CT zur Klärung, inwieweit sich die Fraktur stabilisiert habe, habe er abgelehnt. Dr. med. univ. G.________ habe die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten, körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit daraufhin auf mindestens 50 % geschätzt. Dr. med. univ. G.________ konnte wegen der ablehnenden Haltung des Beschwerdeführers jedoch weder eigene körperliche Untersuchungen vornehmen noch neue bildgebende Abklärungen im Rahmen dieser Untersuchung veranlassen. Daher verletzte die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie auf dieses Aktengutachten in Bezug auf die zu beurteilende Arbeitsfähigkeit nicht massgeblich abstellte. Nicht stichhaltig ist ferner der Einwand zum Gutachten vom 24. Mai 2017, wonach die Experten einzig eine Einschätzung des Gesundheitszustands im Gutachtenszeitpunkt vornehmen könnten, weshalb diesem bereits deshalb keinen Beweiswert zukomme. Hierzu ist anzumerken, dass im Gutachten bezüglich des vorangehenden Zeitraums die vorhandenen Berichte ausdrücklich angeführt und berücksichtigt wurden und die Experten auftragsgemäss auch retrospektiv zur Entwicklung des Gesundheitszustandes Stellung nahmen. Stichhaltige Gründe, weshalb hier die Vorinstanz der gutachterlichen retrospektiven Einschätzung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit keinen Beweiswert hätte zumessen dürfen, werden nicht vorgebracht. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer überdies, soweit er in Bezug auf die Rentenfrage revisionsrechtliche Aspekte vorbringt, da die erstmalige Zusprache einer Rente zu beurteilen ist.