Citation: 1B_328/2019 E. 2.2

2.2. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist alsdann auch keine Verletzung des Beschleunigungsgebots durch das Regionalgericht ersichtlich. Soweit der Beschwerdeführer einwendet, die BVD hätten bereits Ende März 2019 beim Regionalgericht einen Antrag auf Anordnung eines Obergutachtens gestellt und ein solches läge wahrscheinlich bereits vor, wenn das Regionalgericht sofort gehandelt hätte, übersieht er, dass die Behörden jeweils gleichzeitig mit zahlreichen Verfahren befasst sind. Ein Stillstand in einzelnen Verfahren zwischen den Verfahrenshandlungen ist mitunter unvermeidlich und hinzunehmen. Von den Behörden und Gerichten kann nicht verlangt werden, dass sie sich ständig einem einzigen Fall widmen. Eine Sanktion drängt sich nur auf, wenn eine von der Strafbehörde zu verantwortende sehr erhebliche Zeitlücke zu Tage tritt. Dazu genügt es nicht, dass diese oder jene Handlung etwas rascher hätte vorgenommen werden können (vgl. BGE 130 IV 54 E. 3.3.3 S. 56; Urteil 6B_1186/2018 vom 17. April 2019 E. 4.4.3; je mit Hinweisen). Der Ansicht des Beschwerdeführers, wonach das Regionalgericht die Schuld für die lange Verfahrensdauer trage und nicht ersichtlich sei, weshalb es erst am 13. Mai 2019 - mithin knapp sechs Wochen nach dem Antrag der BVD - gehandelt habe, kann daher nicht gefolgt werden. Das Beschleunigungsgebot gilt sodann grundsätzlich mit Bezug auf die gesamte Verfahrensdauer. Welche Verfahrensdauer angemessen ist, hängt von den konkreten Umständen ab, die in ihrer Gesamtheit zu würdigen sind. Zum jetzigen Zeitpunkt kann jedenfalls nicht von einer Verletzung des Beschleunigungsgebots gesprochen werden.