Citation: 8C_676/2023 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, derselbe Dr. med. B.________ habe bereits mit seiner Aktenbeurteilung vom 6. August 2019 ausdrücklich den Standpunkt vertreten, nach dem Sturz vom 21. April 2019 sei der Status quo sine spätestens innert vier bis sechs Wochen erreicht worden, weshalb der Fall nach Auffassung dieses Kreisarztes per 19. August 2019 hätte folgenlos abgeschlossen werden sollen. An dieser Einschätzung habe er auch am 23. September 2019 noch festgehalten. Erst nachdem die beiden Suva-Ärzte Dres. med. C.________ und D.________ mit ausführlicher Aktenbeurteilung vom 22. Januar 2021 dargelegt hätten, dass der Unfall vom 21. April 2019 eine richtunggebende Verschlimmerung der degenerativ vorgeschädigten Supraspinatussehne rechts zur Folge gehabt habe, sei die Suva mit Einspracheentscheid vom 25. Februar 2021 vom Standpunkt des Dr. med. B.________ abgewichen. Trotzdem sei wiederum Dr. med. B.________ damit beauftragt worden, den weiteren Aktenverlauf zu beurteilen. Schon mit Einsprache vom 13. Juli 2022 habe die Beschwerdeführerin die Suva um Verfahrenssistierung bis zum Eintreffen des im Auftrag der Invalidenversicherung veranlassten bidisziplinären, orthopädisch-psychiatrischen Gutachtens ersucht. Indem die Vorinstanz mit Blick auf die ausführliche orthopädische Befunderhebung an der rechten Schulter gemäss bidisziplinärem Gutachten vom 24. Juni 2022 der Dres. med. E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, und F.________, Facharzt für Orthopädie und Chirurgie, (fortan: bidisziplinäres Gutachten) geringe Zweifel an den reinen Aktenbeurteilungen des Dr. med. B.________ verneinte, habe sie Bundesrecht verletzt.