Citation: 8C_526/2024 E. 3.2

3.2. Weiter qualifizierte das Kantonsgericht das von der IV-Stelle in der Folge eingeholte psychiatrische Gutachten des Dr. med. B.________ vom 10. Januar 2022 als beweiskräftig. Gestützt darauf stellte es fest, beim Beschwerdeführer liege keine relevante psychische Störung vor. Aufgrund der nicht authentischen Beschwerden- und Leistungspräsentation, der widersprüchlichen Angaben des Beschwerdeführers sowie der festgestellten zahlreichen Inkonsistenzen sei von einer Aggravation auszugehen. Der Versuch von Dr. med. B.________, eine neben einer Aggravation ausgewiesene verselbstständigte Gesundheitsschädigung resp. deren Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit im Umfang der Aggravation zu bereinigen, sei gescheitert. Daraus folge, dass ein erhebliches Krankheitsgeschehen nicht mehr mit ausreichender Wahrscheinlichkeit festgestellt werden könne. Diese Beweislosigkeit gehe zulasten des Beschwerdeführers. Liege aus psychiatrischer Sicht demnach keine versicherte Gesundheitsschädigung vor, so erübrige sich die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens. Mithin bestehe nicht nur aus somatischer, sondern auch aus psychiatrischer Sicht eine vollständige Arbeitsfähigkeit.