Citation: U 409/04 30.08.2005 E. 2

2.1 Das kantonale Gericht kam in Würdigung der medizinischen Unterlagen, insbesondere der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung des Dr. med. S.________ vom 6. April 2001, des Berichts des Dr. med. T.________ vom 18. September 2001 sowie des Austrittsberichts der Rehaklinik B.________ vom 14. März 2001 zum Schluss, dass der Versicherte in seiner Arbeitsfähigkeit zu 25% eingeschränkt sei. Laut Angaben des Kreisarztes seien ihm aufgrund der vorliegenden Unfallfolgen vorwiegend sitzende Tätigkeiten mit kürzeren stehenden oder ebenerdig gehenden Intervallen zumutbar. Nicht mehr möglich sei das Besteigen von Leitern und Gerüsten sowie das Arbeiten in Zwangshaltung wie Kauerstellung oder auf den Knien. Erschwert sind das Herumgehen in unebenem Gelände sowie repetitives Treppensteigen. 2.2 Die SUVA macht demgegenüber geltend, Kreisarzt Dr. med. S.________ habe zwar in einer Kurzantwort vom 24. April 2001 auf die Frage, in welchem Umfang der Beschwerdegegner auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeitsfähig sei, geantwortet "mind. 75%". Daraus könne indes nicht geschlossen werden, der Versicherte sei für das gesamte ihm offen stehende Spektrum von einfachen und repetitiven Tätigkeiten um 25% in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Es sei nicht Aufgabe des Arztes, die Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt festzulegen. Dieser habe vielmehr ein Zumutbarkeitsprofil zu erstellen, welches es Verwaltung und Gericht erlaube, die Auswirkungen des Gesundheitsschadens auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit zu beurteilen. Auch Dr. med. T.________ habe sich nicht klar zur Arbeitsfähigkeit geäussert. Ebenfalls nicht aussagekräftig seien die Ausführungen der Ärzte der Rehaklinik B.________, welche nicht zwischen organischen und psychischen Beeinträchtigungen unterscheiden würden. Des Weitern weist die Beschwerdeführerin darauf hin, dass der Rheumatologe Dr. med. N.________ laut Bericht vom 9. September 2004 von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgeht. Die gleiche Meinung werde auch von Kreisarzt Dr. med. W.________ im Bericht vom 28. Mai 2004 vertreten. Nach Ansicht der SUVA dürften die von der Invalidenversicherung in der Zwischenzeit veranlassten MEDAS-Abklärungen diese medizinische Beurteilung bestätigen. Aufgrund der massiven Diskrepanz zwischen den klinischen Befunden und den Schmerzangaben des Versicherten habe die Anstalt zudem eine psychiatrische Untersuchung in die Wege geleitet.