Citation: 7B_220/2023 E. 3.2

3.2. Dagegen wendet der Beschwerdeführer ein, bereits der Umfang der Einstellungsverfügung und die umfassende Beweiswürdigung würden klar darauf hindeuten, dass eine Einstellung nicht zulässig sei. In der Folge verkenne aber auch die Vorinstanz, dass ihr keine umfassende Beweiswürdigungskompetenz zukomme. Indem sie dennoch sämtliche Beweise würdige, wie es eigentlich nur das Sachgericht dürfe, verletze sie das "double instance"-Gebot. Die Beweiswürdigung der Staatsanwaltschaft sei sodann einseitig und stelle auf unzulässige Weise auf die Aussagen des Beschwerdegegners 2 und der beim Vorfall anwesenden Aufseher ab. Auf dem Video seien mindestens zwei harte Schläge zu erkennen. Seine Verletzungen im Gesicht, insbesondere an der Nase, seien nicht anders erklärbar, als dass sie durch diese Schläge entstanden seien. Die zu hörenden dumpfen Geräusche würden zudem mit dem auf dem Video ersichtlichen Armbewegungen des Beschwerdegegners 2 korrelieren. Es passe somit alles zusammen. Dagegen sei es aufgrund seiner Position - den Kopf zwischen den Armen, den Blick zu Boden gerichtet, die Hände gefesselt - gar nicht möglich, dass er in eine Hand an seiner linken Schulter gebissen habe. Die Erklärungen des Beschwerdegegners 2 würden nach Schutzbehauptungen klingen. Aus den Aussagen der übrigen Mitarbeiter lasse sich nichts entnehmen, insbesondere auch nichts Entlastendes. Es scheine aber so, dass sie ihren Kollegen schützen wollten. Insgesamt sei die Sach- und Beweislage zweifelhaft, weshalb zwingend ein Sachgericht darüber zu entscheiden habe.