Citation: 6B_1083/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz führt zur Strafzumessung aus, angesichts des engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhangs der Betrugsvorwürfe, dränge sich für sämtliche Taten eine Freiheitsstrafe auf. Bei den 24 vollendeten Delikten sei von einer Deliktssumme zwischen Fr. 30'000.-- und Fr. 70'000.-- auszugehen. Davon habe der Beschwerdeführer als hauptverantwortlicher Teilhaber der C.________/D.________ am meisten profitiert. Er habe aber nicht vorwiegend egoistisch gehandelt und sich soweit ersichtlich nicht direkt persönlich bereichert. Indes erscheine das Verschulden des aus eigenem Antrieb handelnden Beschwerdeführers nicht mehr leicht angesichts der Tatsache, dass er den Geschäftsführer und den kaufmännischen Leiter sowie über diese die Mitarbeitenden in die Umsetzung der von ihm intendierten Straftaten miteinbezogen habe. Ein einziger zum Nachteil der öffentlichen Hand vorsätzlich begangener Betrug würde bei einem Strafrahmen von bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe 180 Tage Freiheitsstrafe rechtfertigen. In absteigender Asperation der weiteren 23 vollendeten Betrugsfälle sowie der sechs Versuche erscheine eine Freiheitsstrafe von 36 Monaten angemessen. Dieses Strafmass sei mit Blick auf die hierarchische Stellung des Beschwerdeführers auch im hypothetischen Vergleich zu denjenigen des Geschäftsführers (18 Monate) und des kaufmännischen Leiters (15 Monate) gerechtfertigt. Die Strafe sei trotz der seit den Taten vergangenen Dauer nicht erheblich zu mindern, da sich der Beschwerdeführer mit Bezug auf weitere Sexualdelikte nicht wohl verhalten habe. Die Feststellung der Neutralität weiterer Strafzumessungskriterien durch die Erstinstanz, wogegen der Beschwerdeführer - abgesehen vom behaupteten Wohlverhalten - nicht opponiert habe, sei nicht zu beanstanden. Insbesondere sei nicht ersichtlich, dass die behaupteten Rückzahlungen durch die D.________ aus besonderer Anstrengung oder Einsicht des Beschwerdeführers persönlich erfolgt wären. Vielmehr sei dies unter dem Druck der kantonalen Arbeitslosenkasse und des drohenden Strafverfahrens geschehen. Hingegen sei die Strafe angesichts der bis Ende 2018 über sechs Jahre nach der Anzeige verzögerten Anklageerhebung in Feststellung einer Verletzung des Beschleunigungsgebots zu reduzieren. Eine mediale Vorverurteilung in den Betrugsfällen sei demgegenüber nicht belegt. Die hierfür angemessene Freiheitsstrafe von 28 Monaten sei maximal zur Hälfte (14 Monate) zur rechtskräftigen Erststrafe zu asperieren und als Zusatzstrafe in die hier auszufällende Strafe aufzunehmen.