Citation: 9C_571/2007 16.10.2007 E. 2

Das kantonale Gericht ist bei der Invaliditätsbemessung davon ausgegangen, die Beschwerdeführerin würde ohne gesundheitliche Beeinträchtigung zu 50 % als Büroangestellte im Computergeschäft ihres Ehemannes und zu 20 % als selbständige Schneiderin arbeiten. Daneben würde sie den (Zwei-Personen-)Haushalt führen. Dementsprechend ermittelte es den Invaliditätsgrad nach der gemischten Methode (vgl. dazu BGE 125 V 146 E. 2a-c S. 148 ff. in Verbindung mit BGE 130 V 343 sowie SVR 2006 IV Nr. 42 S. 151 [I 156/04]). Daraus resultierte bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 % als Büroangestellte bezogen auf ein 100 %-Pensum sowie einer Einschränkung im Haushalt von 29,2 % im besten Fall ein Invaliditätsgrad von insgesamt weniger als 30 % (0,2 x 100 % + 0,5 x 0 % + 0,3 x 29,2 %), was keinen Rentenanspruch ergibt (Art. 28 Abs. 1 IVG). In der Beschwerde wird gerügt, das kantonale Gericht habe bei der Prüfung der Frage, ob die Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigung voll- oder teilerwerbstätig wäre, den sich aus den Akten ergebenden wesentlichen Sachverhalt nicht in die rechtliche Gesamtwürdigung der persönlichen, beruflichen, sozialen und ökonomischen Umstände einbezogen. Insbesondere habe es die Validenkarriere ausgeblendet und die allgemeine Lebenserfahrung, welche in Verhältnissen wie den vorliegenden (Aufbau des eigenen Geschäfts, Erwerb von Wohneigentum, Führung des kinderlosen Haushalts im Sinne der modernen Partnerschaft) gelte, unbeachtet gelassen.