Citation: 5A_86/2015 E. 2

Das Obergericht hat in seinem Entscheid vom 4. März 2014 ausführlich dargelegt, auf welchen Rechtsgrundlagen es zu seinem Resultat gekommen ist. Es ist von der Anwendbarkeit des Dekretes über die Entschädigung der Anwälte (AnwT, SAR 291.150) ausgegangen und hat in Anlehnung an das Eheschutzverfahren eine Grundentschädigung von Fr. 2'000.-- als angemessen betrachtet. Davon hat es einen Abzug von 20 % für die fehlende Verhandlung und Zuschläge von 60 % für die weiteren Stellungnahmen und einen weiteren Zuschlag von 20 % für den Zuständigkeitswechsel, die lange Verfahrensdauer und die relativ umfangreichen Akten gemacht. Daraus hat es ein Honorar von Fr. 3'360.-- errechnet. Das Bundesgericht hat im Urteil 5A_380/2014 befunden, dass es sich dabei um allgemeine Ausführungen handle, das Obergericht aber nicht auf die konkrete Kostennote der Beschwerdeführerin Bezug nehme und insbesondere die Kürzung des verlangten Honorars nicht begründe; weil auf den geltend gemachten Aufwand nicht eingegangen werde, könne sich das Bundesgericht auch nicht zur Frage äussern, ob die Grundpauschale und die verschiedenen Zuschläge willkürlich festgesetzt worden seien. Im Entscheid vom 12. Dezember 2014 hat das Obergericht befunden, dass eine Entschädigung allein nach Zeitaufwand nicht vorgesehen sei (angefochtener Entscheid E. 1.2.3 und 2.2.5). Sodann hat es erwogen, dass nicht der geltend gemachte Stundenansatz von Fr. 250.--, sondern angesichts von § 9 Abs. 2bis AnwT ein solcher von Fr. 220.-- zu veranschlagen sei (angefochtener Entscheid E. 1.2.3 sowie 2.2.5 und 2.2.6). Sodann hat es sich mit dem konkret geltend gemachten Aufwand auseinandergesetzt und befunden, dass nur 20 statt die geltend gemachten 31,5 Stunden als gebotener und entschädigungspflichtiger Aufwand anzusehen seien (angefochtener Entscheid E. 2.2.1 ff.). Zur Plausibilisierung seiner Annahme hat es im Einzelnen erwogen, die veranschlagten 6.5 Std für Aktenstudium und das Verfassen der Beschwerde vom 26. November 2014 seien angemessen. Hingegen sei in der Zeit bis zur nächsten gerichtlichen Eingabe vom 12. Februar 2013 verschiedentlich nicht gebotener Aufwand betrieben worden, welcher zu kürzen sei (einzelne Kürzungen: 6.12.12, Telefonat mit Vormund; Brief an Klientin, 0.42 Std; 10.12.12, Besprechung mit Klientin, 1.5 Std; 11.12.12, Telefonat mit Vormund und Klientin, 0.5 Std; 18.12.12, Brief an Klientin, Aktenstudium, 0.5 Std; 23.1.13, Eingabe ans Gericht, 0.5 Std; 5.2.13, Brief an I.________, Telefonat an Klientin, 0.33 Std; 8.2.13, Besprechung mit Klientin, 1 Std; 8.2.13, Stellungnahme, 1 Std). Das Obergericht hat die vorstehenden Kürzungen dahingehend begründet, dass Telefonate mit dem Vormund für die Vertretung der Mutter nicht notwendig gewesen seien und I.________ dem Gericht unbekannt sei. Für die Instruktion zur Stellungnahme vom 12. Februar 2013 genüge eine Besprechung von 0.5 Std, nachdem bereits im Hinblick auf die Beschwerdeeinreichung einlässlich instruiert worden sei und am 22. sowie 25. Januar 2013 brieflicher Kontakt mit der Mutter stattgefunden habe. Für die Anträge vom 23. Januar 2013 würden 0.5 Std als angemessen erscheinen. Schliesslich seien für das Verfassen der Stellungnahme vom 12. Februar 2013 lediglich 3 Std zu entschädigen, weil hierfür auf die Vorkenntnisse habe zurückgegriffen werden können. Sodann hat das Obergericht auch für die folgenden Perioden einzelne Kürzungen vorgenommen (26.3.13, Telefonat mit Klientin, 0.25 Std; 2.4.13, Stellungnahme, 2 Std; 21.5.13, Besprechung mit Klientin, 1 Std; 19.6.13, Besprechung mit Klientin, 1.5 Std; 21.6.13, Stellungnahme, 1 Std). Es hat hierzu befunden, für die beiden Instruktionsetappen würden je 0.5 Std und für das Verfassen der beiden Stellungnahmen vom 2. April 2013 und 21. Juni 2013 je 2 Std ausreichend erscheinen.