Citation: 8C_491/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, das kantonale Gericht nehme Unzulänglichkeiten hinsichtlich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit an. Es gehe mithin selber davon aus, dass sich nicht zuverlässig beurteilen lasse, ob der Anteil der Aggravation hinreichend gesichert ausgeklammert worden sei (mit Hinweis auf das Urteil 8C_681/2020 vom 23. Juli 2021 E. 5.2.2). Dies hätte es in Form einer Ergänzung beziehungsweise Erläuterung der von der Beschwerdegegnerin eingeholten Expertisen oder durch ein Gerichtsgutachten klären müssen. Jedenfalls könne nicht von einer Beweislosigkeit ausgegangen werden, die sich zu Ungunsten des Beschwerdeführers auswirke. Fakt sei, dass PD Dr. med. G.________ trotz der auffälligen Ergebnisse der Symptomvalidierungstests ausdrücklich im Kern ein Leiden bejahe, das die Arbeitsfähigkeit um 50 % beeinträchtige. Dies habe die Vorinstanz nicht einfach ignorieren dürfen, zumal es sich bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit um eine entscheidwesentliche Tatfrage handle. Insgesamt habe sie die sich aus dem Untersuchungsgrundsatz ergebende Beweisführungspflicht nach Art. 61 lit. c ATSG und damit auch Art. 29 BV und Art. 6 EMRK verletzt.