Citation: 5A_46/2021 E. 4.4

4.4. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des formellen Ordre public verbunden mit einer Verletzung von Art. 6 EMRK durch die nicht korrekte Besetzung des Spruchkörpers der Cour d'Appel de Nancy. Sie moniert die Erwägung der Vorinstanz als falsch, ein Verstoss gegen den formellen Ordre public falle ausser Betracht, da die Beschwerdeführerin darauf verzichtet habe, den angeblichen Verfahrensmangel durch das Kassationsgericht überprüfen zu lassen. Damit richtet sich die Beschwerdeführerin nur gegen die vorinstanzliche Eventualbegründung und bringt keine Rüge gegen die andere, den vorinstanzlichen Entscheid selbständig tragende Begründung vor. Demnach hat sich die Vorinstanz zusätzlich darauf abgestützt, dass zwar die öffentliche Verhandlung am 1. Dezember 2015 ohne Opposition der Parteivertretung in Anwesenheit der Präsidentin und eines Richters (sowie der Gerichtsschreiberin) stattgefunden habe und das Gericht anschliessend, in Dreierbesetzung, aufgrund der Plädoyers entschieden habe. Die Vorinstanz prüfte gestützt darauf die Frage, ob die von der Cour d'Appel de Nancy gewählte Zweiteilung von Verhandlung und Entscheidung als schwerer Verfahrensmangel einer Anerkennung entgegensteht. Es verneinte diese Frage einerseits mit dem Verweis auf die in der ZPO vorgesehenen, vergleichbare Zweiteilung von Instruktionsverhandlung mit anschliessendem Verzicht auf eine Hauptverhandlung sowie mit Verweis auf das zum Zeitpunkt des Urteils geltende französische Zivilprozessrecht. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern der angefochtene Entscheid mit dieser Begründung Recht verletzt, weshalb auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht einzutreten ist (vgl. BGE 142 III 364 E. 2.4; 138 III 728 E. 3.4; 133 IV 119 E. 6.3).