Citation: 4A_99/2007 15.08.2007 E. 2

2.1 Das Kantonsgericht führte aus, die Beschwerdeführer hätten in der Klagebegründung vom 29. April 2005 (S. 9) F.________ einzig als Zeugen dafür offeriert, dass die Vertragsschliessenden gar nie die Beschwerdeführer hätten verpflichten wollen. Die erste Instanz habe daher durch die Unterlassung einer Zeugeneinvernahme zur Frage des Widerrufs der Vollmacht das Recht der Beschwerdeführer auf Beweis nicht verletzt. 2.2 Die Beschwerdeführer machen vor Bundesgericht geltend, das Kantonsgericht habe zwar die Seite 9, nicht jedoch die Seite 6 Ziff. 10 der Klagebegründung beachtet. Dort werde festgehalten, F.________ habe die Vollmacht missbräuchlich "zur hier umstrittenen Darlehensaufnahme verwendet". Zu dieser Behauptung sei F.________ als Zeuge angerufen worden. Im Rahmen der Berufung sei nochmals der Antrag gestellt worden, F.________ sei zur Frage des Zeitpunkts des Widerrufs der Vollmacht zu befragen. Demnach hätten die kantonalen Gerichte den Anspruch der Kläger auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV verletzt, indem sie F.________ zu dieser Frage nicht als Zeugen einvernommen hätten. 2.3 Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistet den Anspruch auf rechtliches Gehör. Daraus wird die Pflicht der Gerichte abgeleitet, rechtzeitig und formgültig angebotene Beweise abzunehmen, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (BGE 106 Ia 161 E. 2b; 129 II 396 unveröffentlichte E. 2.1). 2.4 Auf Seite 6 Ziff. 10 der Klageschriften haben die Beschwerdeführer dem Sinne nach angegeben, am 15. Mai 2001 sei F.________ eine Vollmacht übergeben worden, welche sich jedoch auf den Erwerb der Baulandparzelle Kat. Nr. 1717 beschränkt habe und durch F.________ missbräuchlich zur hier umstrittenen Darlehensaufnahme verwendet worden sei. Die Beschwerdeführer seien bis anhin der Meinung gewesen, dass zumindest die Originalvollmacht nach Erwerb des in der Vollmacht bezeichneten Grundstücks am 15. Mai 2001 vernichtet worden sei und würden daher bestreiten, dass als Grundlage der Darlehensaufnahme eine original unterzeichnete Vollmacht verwendet worden sei. Diese Behauptungen betreffen alleine den Umfang der Vollmacht und die Vernichtung der Vollmachtsurkunde, nicht jedoch eine Widerrufserklärung der Beschwerdeführer. Das Kantonsgericht hat daher zutreffend angenommen, in den Klageschriften sei F.________ nicht zur Frage des Zeitpunkts des Entzugs der Vollmacht als Zeuge angerufen worden. Damit ist insoweit eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu verneinen. Gemäss § 198 ZPO/SZ können im Berufungsverfahren neue Beweismittel nur ausnahmsweise unter den Voraussetzungen von § 104 Ziff. 2 bis 5 ZPO/SZ bezeichnet werden. Dass im Berufungsverfahren diese Voraussetzungen bezüglich eines neuen Antrags auf Befragung von F.________ als Zeugen vorgelegen haben, ist nicht ersichtlich und wird von den Beschwerdeführern auch nicht geltend gemacht. Demnach war ihr in der Beschwerde vorgebrachter Beweisantrag verspätet, weshalb ihn das Kantonsgericht ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs ablehnen konnte. Die Rüge der Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV erweist sich damit als unbegründet.