Citation: 2C_951/2017 E. 2.2.2

2.2.2. Mit der Beschwerde wird einzig geltend gemacht, der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung der Beschwerdeführerin 1 verletzten Art. 14 und Art. 36 Abs. 3 BV, Art. 8 EMRK sowie Art. 3 und 9 KRK. Es wird geltend gemacht, die Beschwerdeführerin 2 als deren noch minderjährige Tochter (sie wird Ende 2018 volljährig und ist heute knapp 17 Jahre alt) sei auf die Präsenz der Mutter angewiesen. Die Tochter hat eine Berufslehre begonnen. Sie hat eine Beiständin. Das Verwaltungsgericht anerkennt, dass es der Beschwerdeführerin 2 als Schweizer Bürgerin kaum zumutbar ist, zum jetzigen Zeitpunkt mit ihrer Mutter, die das alleinige Sorgerecht hat, nach Kolumbien auszureisen und dort mit ihr bis zur bald erreichten Volljährigkeit zu bleiben. Es befasst sich mit den konkreten Betreuungsverhältnissen in der Schweiz, wobei es namentlich berücksichtigt, dass die Beschwerdeführerin 2 während der Dauer des Strafvollzugs der Beschwerdeführerin 1 (Juni bis Dezember 2015) im Alter von knapp 15 Jahren mehrere Monate mit ihrem (volljährigen) Bruder allein zusammenwohnte und regelmässig durch die KESB, Bekannte oder den Ex-Ehemann der Beschwerdeführerin 1 betreut worden sei. Es hält dafür, es sei nicht ersichtlich warum es nun (zwei Jahre später) nicht möglich sein sollte, dass die Beschwerdeführerin 2 die noch verbleibende Zeit bis zu ihrer Volljährigkeit weiterhin in diesem Betreuungsrahmen verbringe. Es befasst sich nachvollziehbar mit den Vorbehalten betreffend (angeblich fehlende) Betreuungsintensität durch die Beiständin und weist auf die Möglichkeit diesbezüglicher Vorkehrungen hin. Das Verwaltungsgericht relativiert insofern - nachvollziehbar - die Kindesinteressen (E. 5.4.3) und kommt zum Schluss, dass sie angesichts des grossen öffentlichen Interesses an der Ausreise der Beschwerdeführerin 1 hinter letzterem zurückzutreten haben (E. 5.4.2). Die Vorbringen in der Beschwerdeschrift, die im Wesentlichen schon vom Verwaltungsgericht gewürdigt worden sind, sind nicht geeignet, diese Interessenabwägung als rechtsfehlerhaft erscheinen zu lassen. Namentlich wird nicht hinreichend aufgezeigt und ist nicht erkennbar, dass zusätzliche Abklärungen geeignet gewesen wären, die Feststellungen zum für den Ausgang des Verfahrens entscheidenden Sachverhalt zu verändern (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG), dies namentlich auch im Lichte der Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerinnen im kantonalen Verfahren (vgl. Art. 90 AuG).