Citation: 6B_326/2015 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz gelangt zur Überzeugung, dass die Beschwerdeführerin zwischen November 2011 und Mai 2012 A.________ insgesamt ca. 200 Gramm Kokaingemisch (mit einem unbestimmten Reinheitsgrad) für insgesamt etwa Fr. 19'200.-- verkaufte und ihm zudem zwei- oder dreimal jeweils rund zwei bis drei Gramm Kokain als Gegenleistung für (gestohlene) Weinflaschen übergab. Die Vorinstanz stützt sich wie bereits die erste Instanz auf die polizeiliche und staatsanwaltschaftliche Befragung von A.________ als Beschuldigten respektive Auskunftsperson. Dieser habe in drei verschiedenen Einvernahmen den Kauf von insgesamt 200 Gramm Kokain bestätigt und zudem auch den Tausch des Weins gegen das Kokain geschildert. Dessen belastenden Aussagen schätzt die Vorinstanz als klar, widerspruchsfrei und überzeugend ein. Sie würdigt in der Folge die revidierten Zeugenaussagen von A.________ anlässlich der Berufungsverhandlung, als dieser seine früheren Aussagen widerrief und sich neu auf den Standpunkt stellte, von der Beschwerdeführerin nie Kokain gekauft respektive erhalten zu haben. A.________ führte in diesem Zusammenhang aus, er habe während der früheren Befragungen unter Kokaineinfluss gestanden, könne erst seit ca. August 2014 wieder klarer sehen und habe die Beschwerdeführerin verwechselt. Die Vorinstanz beleuchtet diese Erklärungen im Detail und verwirft sie als unglaubhaft (Entscheid S. 11 ff.).