Citation: 5A_505/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Die Beschwerdeführerinnen werfen dem Obergericht vor, verschiedene Beweismittel nicht berücksichtigt zu haben. Das Obergericht habe die Aussagen von A.________ im Jahr 2014 (Duplikbeilage 9), die Zeugenaussage von C.________ an der Hauptverhandlung vom 10. September 2019, die Parteibefragung von A.________ an der Hauptverhandlung sowie diverse Dokumente nicht gewürdigt (Klagebeilagen 6, 7, 16, 26; Beilagen 28a, 28b und 28c zur Eingabe vom 28. November 2016; Replikbeilagen 43-58 und 59-66; Beilage der Stellungnahme vom 16. Mai 2018; Triplikbeilagen 9, 14, 18; Novenbeilage 2). Die Beschwerdeführerinnen legen bei keinem dieser Beweismittel dar, das es unter novenrechtlichen Gesichtspunkten (Art. 229 ZPO) zulässig in den Prozess eingeführt wurde. Das Obergericht hat die Novenschranke von Art. 229 ZPO nach der Duplik angesetzt, was von den Beschwerdeführerinnen nicht beanstandet wird. Soweit nicht bereits das Obergericht ein Vorbringen bzw. ein Beweismittel insoweit als zulässig erachtet hat, ist darauf mangels ausdrücklicher Darlegung der Zulässigkeit durch die Beschwerdeführerinnen nicht einzugehen. Nicht einzugehen ist demnach auf die Beilage zur Stellungnahme vom 16. Mai 2018 und die Triplikbeilagen, die vom Obergericht - ohne konkrete Nennung einzelner Dokumente - nur unter Vorbehalt als zulässig erachtet wurden. Was zunächst die Aussagen von A.________ im Jahr 2014 angeht (Duplikbeilage 9), hat das Obergericht diese entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerinnen berücksichtigt (vgl. oben E. 2.3). Es handelt sich um eine Aussage von A.________ im gegen C.________ geführten Strafverfahren. Das Obergericht hat festgehalten, A.________ habe damals zu Protokoll gegeben, als Gegenwert für sein Investment von Fr. 2,5 Mio. Aktien erhalten zu haben. Hingegen trifft es zu, dass das Obergericht die Parteiaussagen von A.________ an der Hauptverhandlung nicht erwähnt hat. Was daraus im Hinblick auf die Auszahlung der Darlehen abzuleiten gewesen wäre, legen die Beschwerdeführerinnen nicht in genügender Weise dar. Soweit es allgemein um den Bestand der Darlehen gehen sollte, stünden entsprechende Behauptungen von A.________ ohnehin im Widerspruch zur soeben wiedergegebenen, früheren Aussage, wonach er Aktien als Gegenwert erhalten habe. Dass das Obergericht sodann die Zeugenaussage von C.________ beachtet, aber nicht als massgeblich erachtet hat, wurde bereits behandelt (oben E. 3.3.1). Bei den Klagebeilagen 6 und 7 handelt es sich gemäss Darstellung der Beschwerdeführerinnen um Darlehensverträge aus dem Jahre 2007. Bei der Klagebeilage 16 handle es sich um ein Schreiben von Rechtsanwalt Dr. I.________ an A.________ und C.________ vom 14. Juni 2011. Was diese Dokumente über die Auszahlung des Darlehens im Jahre 1998 aussagen sollen, legen die Beschwerdeführerinnen nicht dar. Die Klagebeilage 26 belegt gemäss den Beschwerdeführerinnen die erste Rückzahlung des Darlehens über Fr. 110'000.-- und sei nicht gewürdigt worden. Es handelt sich dabei um eine Saldobestätigung von A.________. Das Obergericht hat mehrere analoge Saldobestätigungen gewürdigt, die jedoch an anderer Stelle in den Prozess eingeführt wurden ("KB 59-66" gemäss der Bezeichnung des Obergerichts, eigentlich: Replikbeilagen 59-66). Dass das Obergericht eine zusätzliche dieser Bestätigungen nicht ausdrücklich erwähnt hat, kann ihm nicht zum Vorwurf gemacht werden. Zugleich ist damit gesagt, dass das Obergericht die von den Beschwerdeführerinnen als Replikbeilagen 59-66 bezeichneten Unterlagen entgegen ihrer Darstellung sehr wohl gewürdigt hat. Das gleiche gilt für die von ihnen als Replikbeilagen 43-58 bezeichneten Dokumente, handelt es sich dabei doch um die vom Obergericht als "KB 43-58" bezeichneten Steuererklärungen C.________s. Bei den Beilagen 28a, 28b und 28c geht es um die Nachverpfändung von Schuldbriefen und nicht um die Auszahlung eines Darlehens. Bei Novenbeilage 2 handelt es sich um eine Einvernahme von C.________ in einem Strafverfahren im Jahr 2017. Die Eingabe ist vom Obergericht als zulässig erachtet, aber nicht weiter behandelt worden. Die Beschwerdeführerinnen legen nicht dar, was daraus für die Frage der Auszahlung des Darlehens zu gewinnen ist. Soweit es allgemein um den Bestand des Darlehens geht, gehen die Beschwerdeführerinnen nicht darauf ein, dass die von ihnen wiedergegebene Aussage den früheren Aussagen C.________s widerspricht.