Citation: 9C_315/2016 E. 5

Das kantonale Gericht hat übersehen, dass in der Verfügung vom 11. August 2005 nicht über den Rentenanspruch, sondern einzig über berufliche Massnahmen entschieden wurde. Dies ergibt sich einerseits aus der Anmeldung des Beschwerdeführers, die sich ausschliesslich auf berufliche Massnahmen (Umschulung auf eine neue Tätigkeit) bezog, und andererseits aus der Verfügung selber, worin die IV-Stelle explizit darlegte, es sei (nur) der Anspruch auf berufliche Massnahmen geprüft worden. Hinzu kommt, dass die Verwaltung sowohl im Einspracheentscheid vom 28. November 2005 als auch in der Beschwerdevernehmlassung vom 9. Februar 2006 berufliche Massnahmen als Betreff anführte. In der Folge äusserte sich das zürcherische kantonale Gericht nicht zum Streitgegenstand, sondern erwog lediglich, dass (im Übrigen) auch ein Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu verneinen sei (Urteil vom 28. August 2006 E. 5 S. 16). Diese Aussage bewegte sich nach dem Gesagten jedoch klarerweise ausserhalb des Streitgegenstandes, der lediglich den Anspruch auf berufliche Massnahmen umfasste. Die Voraussetzungen für eine Ausdehnung des Streitgegenstandes (vgl. BGE 125 V 413 E. 2a S. 415 f. mit Hinweis auf BGE 122 V 34 E. 2a S. 36) waren indes nicht gegeben: Aus der Beschwerdeschrift vom 22. Dezember 2005 kann nicht abgeleitet werden, dass der Beschwerdeführer eine solche verlangt hätte. Ebenso wenig gab die Verwaltung eine entsprechende Prozesserklärung ab (vgl. Vernehmlassung vom 28. November 2005). Dem Beschwerdeführer war es vor diesem Hintergrund verwehrt, den Entscheid des kantonalen Gerichts im Hinblick auf den Rentenanspruch anzufechten, zumal darüber im Dispositiv nicht befunden wurde (vgl. Urteil 8C_272/2011 vom 11. November 2011 E. 1.3 [nicht publ. in: BGE 137 I 327]). Nachdem die Bindungswirkung nur einen Entscheid der Invalidenversicherung über Rentenansprüche betreffen kann (vgl. BGE 133 V 67 E. 4.3.2 S. 69), entfällt diese mit Blick auf die Verfügung vom 11. August 2005 ohne weiteres.