Citation: 2C_311/2021 E. 4.3.2

4.3.2. Die gesundheitlichen Beschwerden, welche die Beschwerdeführerin geltend macht, vermögen die mangelnde Integration in den Arbeitsmarkt auch nicht zu entschuldigen. Die Vorinstanz ist mangels eines unabhängigen Gutachtens davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin während ihres Aufenthalts in der Schweiz aus gesundheitlichen Gründen nur marginale Einschränkungen aufwies. Entgegen der Beschwerdeführerin ist die Vorinstanz dabei nicht in Willkür verfallen, wenn sie auf ein fehlendes unabhängiges Gutachten verweist und den Aussagen ihres Hausarztes nur beschränkte Beweiskraft beimisst. Eine Anmeldung bei der IV-Stelle, welche die gesundheitliche Einschränkung hätte unabhängig klären können, erfolgte nicht. Auch wenn die Beschwerdeführerin seit 2011 aufgrund der geltend gemachten chronisch rezidivierenden Rücken- und Nackenschmerzen in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist, attestiert ihr der Hausarzt ausserdem eine volle Arbeitsfähigkeit in einer diesen Umständen angepassten Tätigkeit (z.B. Kinderbetreuung oder Bürotätigkeit). Wie bereits gesehen, hätte sie auch die Gelegenheit gehabt, eine solche Erwerbsmöglichkeit zu finden oder diesbezüglich zumindest eine Aus- oder Weiterbildung in Angriff zu nehmen. Entgegen ihrem Einwand ist ihre Ausreise zudem geeignet, die Fürsorgeleistungen zu reduzieren; ihr Ehemann geht keinem Erwerb nach und sollte er zusammen mit den minderjährigen Kindern in der Schweiz verbleiben, könnte er sich ausserhalb der Schulzeiten um diese kümmern, so dass der öffentlichen Hand keine zusätzlichen Aufwände entstehen (vgl. Urteil 2C_1064/2017 vom 15. Juni 2018 E. 6.2).