Citation: H 43/01 02.07.2001 E. 3

3.- Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass, wie bereits die Vorinstanz festgehalten hat, die X.________ AG nicht mehr mit einer Auftragserteilung rechnen konnte, nachdem der Regierungsrat am 4. September 1996 das gesamte Projekt, auf dessen Realisierung die X.________ AG dringend angewiesen gewesen wäre, zurückgestellt hatte. Hieran vermag nichts zu ändern, dass die Baudirektion, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht wird, weil lediglich die Grösse und Leistungsfähigkeit der X.________ AG zu Diskussionen Anlass gegeben habe, weitere Abklärungen getroffen hat, kam doch die Firma für eine Auftragserteilung nicht mehr in Frage. Dass die X.________ AG hoffte, wesentliche Arbeiten im Unterauftrag der G.________ AG, welche den Auftrag der Baudirektion Ende Juni 1997 erhalten habe, ausführen zu können, vermag zu keiner anderen Betrachtungsweise zu führen. Denn auch darin können keine ernsthaften und objektiven Gründe für die Annahme, dass Aussicht auf eine Unternehmenssanierung innert nützlicher Frist bestehe, erblickt werden. Unter diesen Umständen vermag G.________ nichts abzuleiten aus der Rechtsprechung, gemäss welcher sich die Nichtbezahlung der Sozialversicherungsbeiträge ausnahmsweise rechtfertigen lässt, wenn sie im Hinblick auf eine nicht zum Vornherein aussichtslose Rettung des Betriebes durch Befriedigung lebenswichtiger Forderungen in der begründeten Meinung erfolgt, die geschuldeten Beiträge später ebenfalls bezahlen zu können; denn dies setzte voraus, dass die Arbeitgeberin im Zeitpunkt, in welchem die Zahlungen erfolgen sollten, nach den Umständen damit rechnen durfte, dass sie die Beitragsschuld innert nützlicher Frist werde tilgen können (BGE 108 V 188; ZAK 1992 S. 248 Erw. 4b), was vorliegend offensichtlich nicht der Fall war. Durfte G.________ bei dieser Sachlage - ungeachtet der in die Wege geleiteten Sanierungsbemühungen - nicht mehr davon ausgehen, dass es sich bei den finanziellen Schwierigkeiten um bloss vorübergehende Liquiditätsprobleme handelte, hätte nur noch soviel Lohn ausbezahlt werden dürfen, als die darauf unmittelbar ex lege entstandenen Beitragsforderungen gedeckt waren (SVR 1995 AHV Nr. 70 S. 214 Erw. 5). Dass G.________ schliesslich, wie er geltend machen lässt, erhebliche private Mittel investierte, vermag ihn nicht zu entlasten, weil daraus kein Bemühen, die Beitragszahlungs- und Ablieferungspflicht rechtzeitig zu erfüllen, ersichtlich ist. Die Abnahme weiterer Beweismittel, soweit diese im letztinstanzlichen Verfahren überhaupt zulässig sind (vgl. Erw. II/1a hievor), erübrigt sich, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis).