Citation: 8C_398/2024 E. 6.3

6.3. Während die Fachärzte des Zentrums I.________ für physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatologie eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit bescheinigten (worauf der RAD-Rheumatologe seinerseits abstellte), wurde aus der ebenfalls im Frühjahr 2022 erfolgten neuropsychiatrisch-leistungspsychologischen Abklärung durch Dres. med. J.________ und K.________ auf eine 100%ige Einschränkung des arbeitsbezogenen Funktionspotenzials erkannt. Diese Beeinträchtigung wurde vorab auf eine komplexe Traumafolgestörung zurückgeführt, wenn auch eine psychiatrische Herleitung der Diagnose im Bericht fehlt. Nach ihrer neurologischen Verlaufsabklärung im September 2022 ging Dr. med. K.________ zwar weiterhin von einer bloss vorübergehenden Beeinträchtigung aus. Indessen stellte sie eine lediglich leichte Befundbesserung fest, bescheinigte weiterhin eine 50- bis 60%ige Einschränkung und empfahl eine erneute Evaluation in rund zwei Monaten. Die dazu ergangene Stellungnahme der RAD-Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie weicht ihrerseits von derjenigen von Dr. med. K.________ erheblich ab. Gemäss RAD-Ärztin lasse sich eine posttraumatische Belastungsstörung (IDC10 F43.1) trotz der erlittenen Traumatisierungen nicht ableiten, da die dafür erforderliche Symptomatik fehle. Gleiches soll nach der RAD-Ärztin auch hinsichtlich der geklagten depressiven Episode gelten. Dabei nimmt sie keinerlei Bezug auf die Ausführungen der Dres. med. J.________ und K.________ oder auf die Stellungnahmen des behandelnden Psychiaters Dr. med. F.________ und begründet ihre Stellungnahme auch nicht weitergehend.