Citation: 2C_190/2024 E. 4.4

4.4. Die Beschwerdeführerin, die keine ausdrücklichen Willkürrügen erhebt, beschränkt sich im Wesentlichen darauf, zu behaupten, dass die relevante eheliche Gemeinschaft bis zum 5. Dezember 2022 und somit länger als drei Jahre gedauert und dass ihr Ehemann diesbezüglich falsche Angaben gemacht habe. So habe der Ehemann den Schlüssel zur ehelichen Wohnung erst am 12. Januar 2023 per Post zurückgeschickt, am 13. September 2022 einen Handwerker für eine defekte Lüftung für die eheliche Wohnung aufgeboten, am 28. Oktober 2022 einen Sky Sport Monatspass bestellt und bis im Januar 2023 weiterhin die Miete für die eheliche Wohnung bezahlt. Daraus könne geschlossen werden, dass der Ehemann nicht schon am 7. August 2022 aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen sei, sondern viel später, was darauf hindeute, dass sein Ehewille länger bestanden habe. Mit diesen Vorbringen gelingt es der Beschwerdeführerin indessen nicht, substanziiert darzutun, dass die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung hinsichtlich der Dauer der Ehe offensichtlich unhaltbar sei (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. E. 3.2 hiervor). Dass in dieser Hinsicht Willkür vorliegen soll, ist auch deshalb nicht ersichtlich, weil die Vorinstanz festgehalten hat, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin während einer gewissen Zeit noch im selben Wohnblock, allerdings in der Wohnung seiner Mutter, wohnhaft gewesen sei, was die im Auftrag gegebenen Lieferungen erkläre. Zudem sei er als Mieter der ehelichen Wohnung verpflichtet gewesen, die Mietzinsen weiterhin zu bezahlen, ansonsten er mit Betreibungen hätte rechnen müssen. Nichts zu ihren Gunsten kann die Beschwerdeführerin unter den konkreten Umständen aus der Regel ableiten, wonach für die Bestimmung der Dauer der für die Anwendung von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG relevanten Ehegemeinschaft auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen ist. Denn rechtsprechungsgemäss kann von diesem Grundsatz abgewichen werden, wenn aufgrund der besonderen Umstände des Einzelfalls davon auszugehen ist, dass nur mehr eine faktische Wohngemeinschaft vorliegt und der Ehewille mindestens eines Ehegatten erloschen ist (vgl. Urteil 2C_337/2020 vom 23. Juli 2020 E. 3.4 mit Hinweisen). Vorliegend gelingt es der Beschwerdeführerin nach dem Gesagten nicht, substanziiert darzutun, dass die vorinstanzlichen Feststellungen, wonach der Ehewille des Ehemannes spätestens im August 2022 erloschen sei, willkürlich seien. Selbst wenn es zutreffen sollte - wie die Beschwerdeführerin behauptet - dass nach August 2022 weiterhin eine nach aussen wahrnehmbare eheliche Wohngemeinschaft bestanden hätte, würde dies folglich im konkreten Fall nichts am Beweisergebnis ändern.