Citation: 9C_220/2023 E. 1.4

1.4. Die normativen Bestimmungen eines allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsvertrages sind wie Gesetze auszulegen (vgl. E. 3.2.1). Die Auslegung von Gesetzen richtet sich nach Art. 1 ZGB resp. der dazu von Lehre und Rechtsprechung entwickelten Elementen. Soweit eine Partei also eine falsche Auslegung von normativen Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrages rügt (unabhängig von einer Allgemeinverbindlicherklärung), rügt sie die Anwendung von Art. 1 ZGB und damit Bundesrecht im Sinne von Art. 95 lit. a BGG (Urteile 4A_557/2021 vom 7. Juni 2022 E. 4.2 und 4A_68/2018 vom 13. November 2018 E. 2).