Citation: 2D_8/2020 E. 5.2.1

5.2.1. Die Vorinstanz hat sinngemäss ausgeführt, bei einem automatischen Klappschott, wie es die GVA verlangt habe, sei ein technischer Ausfall praktisch unmöglich. Demgegenüber bestehe beim Einsatz eines manuell zu montierenden Dammbalkens im Sinne der von der Beschwerdeführerin vorgeschlagenen Varianten I und II ein personelles Risiko. Dieses Risiko könne vorliegend nicht als weitestgehend ausgeschlossen qualifiziert werden. Es sei in diesem Kontext zu berücksichtigen, dass die Montage des manuellen Dammbalkens auch bei Abwesenheiten der zuständigen Person gewährleistet sein müsse. Es sei unklar, in welchem Verhältnis die im Notfallkonzept angeführten Personen zur Beschwerdeführerin stünden. Auch fehle es an einem unterschriftlichen Einverständnis zur Übernahme des entsprechenden Amtes und der damit verbundenen Pflichten sowie Verantwortung. Hinzu komme, dass der verantwortlichen Person aufgrund der sehr kurzen Vorwarnzeit von häufig weniger als einer halben Stunde keine lange Zeitspanne zur Montage des Dammbalkens zur Verfügung stehe, sie hierzu vor Ort anwesend sein und sie die notwendigen Handgriffe sowie Abläufe beherrschen müsse. Temporäre Massnahmen seien aus diesen Gründen nur bei langer Vorwarnzeit (mehrere Stunden bis Tage) sinnvoll und würden eine einwandfreie sowie langfristig gesicherte Notfallorganisation erfordern.