Citation: U 92/00 27.06.2001 E. 2

2.- Streitig ist das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung. a) Die SUVA begründet die Ablehnung des Leistungsanspruchs damit, dass die vorliegenden Beschwerden nicht auf eine unfallähnliche Körperschädigung zurückzuführen seien, da das Leiden degenerativ bedingt sei. b) Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat in seinem Urteil E. vom 5. Juni 2001 (U 398/00) festgehalten, dass auch unter der seit 1. Januar 1998 in Kraft stehenden Fassung von Art. 9 Abs. 2 UVV, wonach einerseits der bisher nur für lit. a (Knochenbrüche) geltende Vorbehalt der eindeutigen Erkrankung im Ingress auf alle Tatbestände von Abs. 2 ausgedehnt und dieser andererseits auf die eindeutige degenerative Veränderung erweitert wurde (AS 1998 151; vgl. auch RKUV 1998 S. 71 und 89), die Rechtsprechung gemäss BGE 123 V 43 weiterhin Geltung hat. Demnach liegt eine unfallähnliche Körperschädigung vor, wenn mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit alle Kriterien des Unfallbegriffs erfüllt sind. Insbesondere muss ein äusseres Ereignis vorliegen, d.h. ein ausserhalb des Körpers sich ereignender, objektiv feststellbarer, sinnfälliger Vorfall. Gelingt es, ein solches äusseres Ereignis mit Einwirkung auf den Körper auszumachen, und sei es auch nur als Auslöser eines der in Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV aufgezählten Gesundheitsschäden, liegt keine eindeutig krankheits- oder degenerativ bedingte Gesundheitsschädigung, sondern eine unfallähnliche Körperschädigung vor, selbst wenn auch degenerative Faktoren gegeben sind. c) Vorliegend schilderte der Versicherte den Verlauf des Geschehens als "Misstritt beim Ballspielen mit den Kindern"; in der Folge litt er an Schmerzen im linken Knie. Nachdem eine Meniskusläsion im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV vorlag und die für diesen Gesundheitsschaden symptomatischen und für die Diagnosestellung schlüssigen Schmerzen unmittelbar nach dem erwähnten Misstritt auftraten, ist ein äusseres Ereignis im obgenannten Sinn erstellt. Da auch die übrigen Tatbestandsmerkmale der unfallähnlichen Körperschädigung (plötzliche, nicht beabsichtigte, schädigende Einwirkung auf den menschlichen Körper) erfüllt sind, ist die SUVA im Grundsatz leistungspflichtig. Der vorinstanzliche Entscheid besteht demnach zu Recht.