Citation: 5A_90/2023 E. 4.2

4.2. Soweit der Beschwerdeführer sich auch in diesem Zusammenhang auf die Berücksichtigung des Kindeswillens bezieht, kann auf das vorstehend in E. 3.2 Ausgeführte verwiesen werden. Weiter beruft der Beschwerdeführer sich wiederum auf die angeblich mangelnde Aktualität des angefochtenen Urteils. Auch insoweit ist ihm entgegenzuhalten, dass seine Ausführungen sowohl hinsichtlich der angeblichen Unterlassungen als auch bezüglich deren Auswirkungen auf das Verfahren allzu pauschal bleiben (vgl. vorne E. 3.2). Dabei ist daran zu erinnern, dass das Gericht auch im Geltungsbereich der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime Beweise antizipiert würdigen kann, es diese also namentlich dann nicht abzunehmen hat, wenn sie sich von vornherein als ungeeignet erweisen, am Beweisergebnis etwas zu ändern (vgl. BGE 146 III 203 E. 3.3 [betreffend Kindesanhörung]; Urteil 5A_821/2013 vom 16. Juni 2014 E. 5 [zu Art. 296 Abs. 1 ZPO]; allgemein zum Begriff der antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 143 III 297 E. 9.3.2). Der Beschwerdeführer hätte damit umso mehr Grund gehabt, sich zur Relevanz der angeblich unterlassenen Beweismassnahmen zu äussern. Ohnehin kann sich rechtsprechungsgemäss nur erfolgreich auf eine Verletzung der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime berufen, wer zunächst aufzeigt, dass das Gericht den Sachverhalt willkürlich festgestellt hat (Urteil 5A_723/2019 vom 4. Mai 2020 E. 6.2). Dies gelingt dem Beschwerdeführer wie ausgeführt indes nicht (vgl. vorne E. 3).