Citation: 8C_579/2023 E. 3.2.3

3.2.3. Im Kreisschreiben des BSV über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH; nachfolgend in der hier anwendbaren, seit dem 1. Januar 2021 geltenden Fassung zitiert) werden die in Art. 39 Abs. 2 und 3 IVV geregelten Tatbestände konkretisiert (vgl. zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen BGE 145 V 84 E. 6.1.1; 142 V 442 E. 5.2). Gemäss Rz. 8074 KSIH zählt zur anrechenbaren Betreuung im Sinne von Art. 39 Abs. 2 IVV der zeitliche Mehraufwand für die Betreuung gegenüber gleichaltrigen nicht behinderten Minderjährigen, der durch Massnahmen der Behandlungspflege (medizinische Massnahmen, sofern nicht durch medizinische Hilfspersonen erbracht) und/oder der Grundpflege verursacht wird. Da während einer im Rahmen medizinischer Massnahmen zugesprochenen Langzeitüberwachung auch Grundpflegeleistungen erbracht werden, wird der Intensivpflegezuschlag anteilsmässig gekürzt (Rz. 8077.3 KISH). Dieselbe Regelung zur Berechnung der Höhe des Intensivpflegezuschlags bei gleichzeitigem Anspruch auf Langzeitüberwachung findet sich im IV-Rundschreiben Nr. 394 vom 12. Dezember 2019 betreffend Kinderspitex-Leistungen nach Art. 13 IVG in Verbindung mit Art. 14 IVG.