Citation: 4C.35/2002 06.06.2002 E. A

A.- Die X.________ AG (nachstehend: Klägerin) erbringt Leistungen eines Elektrounternehmens. Die Genossenschaftsgruppe A.________ (nachstehend: Beklagte) ist eine Genossenschaft. Sie bezweckt gemäss Art. 2 ihrer Statuten vom 10. Dezember 1990, preisgünstige Wohnungen zu beschaffen und sie auf gemeinnütziger, genossenschaftlicher Grundlage zur Verfügung zu stellen. Nach Art. 3 der Statuten können nebst gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften und weiteren gemeinnützigen Wohnbauträgern auch weitere juristische Personen des privaten oder öffentlichen Rechts sowie Anstalten, welche die in Art. 2 umschriebenen Ziele unterstützen, die Mitgliedschaft erwerben, doch dürfen solche juristische Personen höchstens einen Viertel der Mitglieder stellen. Weiter enthalten die Statuten insbesondere folgende Bestimmungen: "Art. 5 Die Mitgliedschaft erlischt durch: - freiwilligen Austritt auf Ende eines Kalenderjahres unter Einhaltung einer zwölfmonatigen Kündigungsfrist; - Auflösung der Genossenschaftsgruppe - Ausschluss. Der Ausschluss ... Art. 6 Ausscheidenden Mitgliedern werden die einbezahlten Anteilscheine auf Ende des zweiten Geschäftsjahres nach dem Ausscheiden und höchstens zum Nennwert der Anteile zurückbezahlt. Ergibt die Bilanz des zweiten Geschäftsjahres einen Verlust, so entfällt auf die Anteile nur der verhältnismässige Bruchteil nach Abzug des Verlustes. Weitergehende Ansprüche auf das Vermögen der Genossenschaftsgruppe stehen dem Ausscheidenden nicht zu. Art. 7 ... Art. 8 Es werden Anteilscheine zu Fr. 50'000.-- ausgegeben. Jedes Mitglied hat mindestens einen Anteilschein zu zeichnen. ..." Die Beklagte trat in erheblichem Umfang als Auftraggeberin von Bauleistungen auf. Im Schreiben vom 6. Mai 1994 gab die Beklagte gegenüber der Klägerin an, diese habe sich im Zusammenhang mit den bevorstehenden Erneuerungs- und Renovationsarbeiten an den beklagtischen Liegenschaften zu einer Beteiligung an der Beklagten bereit erklärt. In der Beilage überlasse die Beklagte den Darlehensvertrag über Fr. 50'000.-- in zweifacher Ausführung, wobei sie darum bitte, zum Zeichen des Einverständnisses beide Vertragsexemplare unterschrieben zurückzusenden. Gleichzeitig lud die Beklagte die Klägerin an die Delegiertenversammlung vom Donnerstag, 19. Mai 1994, ein. Am 17. Mai 1994 sendete die Klägerin die Vertragsexemplare unterzeichnet an die Beklagte zurück, welche diese am 7. Juni 1994 gegenzeichnete. Der Darlehensvertrag enthält folgende Bestimmungen: "1. Verzinsung Das Darlehen wird jeweils zum gleichen Satz verzinst wie das Genossenschaftskapital. Die erste Zinsperiode läuft daher pro-rata bis 31. Dezember 1994. Der diesbezügliche Zinssatz wird demzufolge für die genannte Periode an der Delegiertenversammlung im 1995 fixiert. Der Zins ist jährlich nach Festlegung des Zinssatzes für die Vorjahresperiode, endend mit dem