Citation: 2C_319/2023 E. 5.7

5.7. Die Beschwerdeführerin hat ihre Heimat mit 23 Jahren verlassen. Sie hat mithin ihre prägenden Jahre dort verbracht und ist dort sozialisiert worden. Sie ist mit der Sprache und den gesellschaftlichen Gepflogenheiten nach wie vor vertraut und verbrachte mehrere Wochen Ferien in den Jahren 2015, 2017 und 2018 in der Heimat. Den Einwand, dass sie als Tamilin dort besonders gefährdet sein soll, hat die Vorinstanz mit Blick darauf, dass sie aus der Nordprovinz Sri Lankas stammt, keiner politischen Organisation angehörte, nicht auf der "Stop-List" steht und sich mehrfach zu Ferienzwecken dort aufgehalten hat, bereits zutreffend verworfen (angefochtenes Urteil E. 6.5). Zudem leben ihre Mutter und zwei Geschwister vor Ort und ist sie grundsätzlich erwerbsfähig, sodass sie über Bezugspersonen verfügt, die ihr bei der sozialen und beruflichen Wiedereingliederung behilflich sein können (angefochtenes Urteil E. 6.3). Auch die medizinische Behandlung ihrer Rückenschmerzen und des Diabetes sind in Sri Lanka sichergestellt (angefochtenes Urteil E. 6.4.2 f.). Insgesamt dürfte die Wiedereingliederung im Heimatland für sie aufgrund der langen Landesabwesenheit, des Alters und der selbstverschuldet fehlenden Ausbildung und Arbeitserfahrung zwar herausfordernd sein, dennoch erweist sie sich als zumutbar.