Citation: 5A_259/2019 E. 5.4.3

5.4.3. Die funktionelle Beschränkung des Fahrwegrechts erblickt das Kantonsgericht darin, dass mangels befahrbaren Wegs in Richtung H.________ keine gewöhnlichen Bedürfnisse der Berechtigten bestanden, die durch Begründung des Fahrwegrechts hätten befriedigt werden können. In tatsächlicher Hinsicht steht fest, dass der Pfad in Richtung H.________ spätestens 1971 zur Strasse ausgebaut war. Als der Beschwerdegegner das belastete Grundstück im Jahr 2007 erworben hat, ist von den zur Begründungszeit (1920) bestehenden Wegverhältnissen im Gelände somit objektiv, d.h. für unbeteiligte Dritte nichts mehr erkennbar gewesen. Die angeblichen Bedürfnisse der Berechtigten können den deutlichen Grundbucheintrag somit nicht einschränken (E. 5.3.3 oben).