Citation: 1C_227/2015 E. 4.2

4.2. In Ausführung und Konkretisierung von Art. 32 BauG/Fläsch und im Nachgang zum Urteil des Verwaltungsgerichts vom 28. Februar 2012 (vgl. Sachverhalt lit. A. am Anfang) hat der Gemeindevorstand am 15. Juni 2012 ein Merkblatt zum Gebäudeinventar (Dokumentation des Altbestands vor baulichen Veränderungen) verabschiedet. Gemäss Merkblatt bildet die Ortsanalyse (Siedlungsinventar) des Masterstudiengangs Denkmalpflege der Universität Bamberg von November 2005 Grundlage für die Zulässigkeit baulicher Veränderungen im generell geschützten Siedlungsbereich. In diesem Siedlungsinventar seien alle Gebäude, welche aus historischer Sicht als wichtig beurteilt würden, mit Plänen und Fotos dokumentiert (Kategorie 1). Weniger wichtige Gebäude seien nur fotografisch und mit Text erwähnt, jedoch nicht näher dokumentiert (Kategorie 2). Gar nicht aufgeführte Gebäude seien in der Regel weniger bedeutend (Kategorie 3). Gebäude der Kategorie 1 seien so weit wie möglich zu schützen und mit grosser Sorgfalt zu behandeln. Bei solchen Gebäuden werde für Bauvorhaben in der Regel auch die Begleitung durch die Denkmalpflege vorgegeben. Bei Gebäuden der Kategorie 2 sei der Erhalt wünschenswert. Dränge sich trotzdem aus wirtschaftlichen oder bautechnischen Gründen ein Um- und/oder Neubau auf, sei ein Abbruch schriftlich zu begründen. Für die Bewilligung werde insbesondere darauf geachtet, dass der Zustand vor Planungsbeginn mittels eines Gebäudeinventars dokumentiert werde und allfällig neue Bauvolumen in Körnung, Stellung und Architektur einen nachvollziehbaren Bezug zur bestehenden städtebaulichen Situation herstellten. Im Merkblatt werden alsdann die für die Erstellung eines Gebäudeinventars notwendigen Dokumente aufgeführt: Katasterplan (1:500) und Situationsplan; einfache Grundrisse, Fassaden, Schnitte in geeignetem Massstab (1:100 oder grösser); aussagekräftige Fotodokumentation mit Gesamtansichten, Innen- und Aussenaufnahmen sowie Detailbilder spezieller Bauteile; allfällige weitere Detailpläne nach Rücksprache mit der Denkmalpflege.