Citation: I 471/06 16.05.2007 E. 3

3.1 Die Vorinstanz erwog, sowohl der Hausarzt als auch die Ärzte an der Rehaklinik X.________ (wo der Versicherte vom 7. Juli bis 11. August 2004 behandelt wurde) und der SUVA-Kreisarzt Dr. med. W.________, FMH für Chirurgie, hätten in der angestammten Tätigkeit als Kranführer eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert, obwohl kein relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen sei. Darin liege ein Widerspruch. Die IV-Stelle habe zu sehr auf die Abklärungen bzw. Schlussfolgerungen der SUVA abgestellt, welche lediglich die unfallkausalen Ursachen beträfen. Entweder hätte sie die ärztlich attestierten Arbeitsunfähigkeiten anerkennen und zumindest Eingliederungsmassnahmen anbieten bzw. prüfen und eine berufliche Abklärung veranlassen müssen. Oder die IV-Stelle hätte einen invalidisierenden Gesundheitsschaden verneinen und eine vollständige Arbeitsfähigkeit annehmen müssen, was mit den medizinischen Einschätzungen indes nicht vereinbar wäre. Die IV-Stelle habe somit zu Unrecht auf weitere medizinische Untersuchungen verzichtet. 3.2 Dagegen bringt die IV-Stelle vor, aus den medizinischen Akten gehe eindeutig hervor, dass es zum einen an einem somatischen Korrelat für die geklagten massiven Einschränkungen fehle und der Beschwerdegegner zum anderen auch nicht an einer invalidisierenden psychischen Krankheit leide. Die ärztlicherseits attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit stelle entweder nur eine vorläufige, dem damaligen Heilungszustand entsprechende Beurteilung dar (Bericht der Rehaklinik X.________), beziehe unfallfremde Befunde, Selbstbeschränkung und Symptomausweitung mit ein (Einschätzungen des SUVA-Kreisarztes vom 14. Oktober 2004) und sei aus diesem Grund für die Invalidenversicherung nicht bindend, oder basiere auf der Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung (Bericht des Hausarztes vom 25. November 2004), weshalb darauf nicht abgestellt werden könne.