Citation: 6B_366/2014 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz stützt die Anordnung der stationären therapeutischen Massnahme im Sinne von Art. 59 StGB auf das psychiatrische Gutachten vom 25. März 2013. Danach leidet der Beschwerdeführer an einer schweren chronischen Schizophrenie mit paranoiden und hebephrenen Merkmalen sowie an einer Alkoholabhängigkeit und besteht eine deutliche Rückfallgefahr für weitere spontane Gewalthandlungen ähnlich der Tatvorwürfe. Dies insbesondere deshalb, weil aufgrund mangelnder Behandlungs- und Medikamentencompliance erneut mit dem Absetzen der Medikation und dem Auftreten florider Schübe zu rechnen sei. Dies bedinge auch die Zunahme des Alkoholkonsums, welchen der Beschwerdeführer nicht nur zur Bewältigung des Alltags, sondern auch zur "Eigenmedikation" seiner Halluzinationen einsetze. Mit Hilfe einer stationären Massnahme nach Art. 59 StGB bestehe die intakte Aussicht, die Rückfallgefahr signifikant zu senken. Eine alleinige Suchtbehandlung reiche nicht aus, um dieser zu begegnen. Auch eine ambulante Massnahme würde ohne vorherige sorgfältige und nachhaltige stationäre Behandlung zu kurz greifen. Frühere Erfahrungen hätten gezeigt, dass ein alleiniger ambulanter Ansatz häufig zu nachlassender Compliance führte, indem der Beschwerdeführer sich nach einigen Monaten ausreichender Compliance weiteren Behandlungsterminen zu entziehen begonnen und die Medikation gesenkt habe. Der stationäre Rahmen diene als Ausgangspunkt für schrittweise Vollzugslockerungen bei späterer langfristiger ambulanter psychiatrischer Anbindung. Der Beschwerdeführer sei ausgesprochen massnahmebedürftig, ausreichend massnahmefähig und auch massnahmewillig. Aufgrund der schweren schizophrenen Erkrankung, der unzureichenden Krankheitseinsicht und der wiederholt gezeigten mangelnden Compliance sei eine langfristige Einbindung dieser psychiatrischen Behandlung in einem juristischen Rahmen angezeigt (Entscheid, S. 24 ff.).