Citation: 4P.71/2003 02.09.2003 E. 2

2.1 Der Appellationshof erwog, der Beschwerdegegner habe den Beschwerdeführer über die Dauer der Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers bei Krankheit und Kündigung falsch beraten und damit die Pflicht des Anwalts zu sorgfältigem Tätigwerden verletzt. Dem Beschwerdeführer sei daraus aber kein Schaden erwachsen. Es habe keine Rolle gespielt, dass der Lohnfortzahlungsanspruch des Beschwerdeführers weniger lang gedauert habe, als es der Beschwerdegegner angab, und der Beschwerdeführer sich aufgrund der falschen Auskunft bei der Arbeitslosenkasse verspätet angemeldet habe. Der Beschwerdeführer sei infolge krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit ohnehin nicht vermittlungsfähig im Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG gewesen und habe deshalb in der Zeitspanne von August bis Oktober 2000 keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung gehabt. 2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, nur in Bezug auf die Arbeitsstelle bei der Steuerverwaltung arbeitsunfähig gewesen zu sein. Es treffe nicht zu, dass er generell nicht arbeitsvermittlungsfähig gewesen sei. Deshalb habe er einen Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung gehabt. Aufgrund der falschen Auskunft des Beschwerdegegners habe er sich zu spät bei der Arbeitslosenkasse gemeldet und habe für die Monate August bis Oktober 2000 kein Arbeitslosengeld erhalten. Der Beschwerdeführer wirft dem Appellationshof Willkür bei der Sachverhaltsermittlung vor. 2.3 Willkürlich (Art. 9 BV) ist ein Entscheid nur dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dabei genügt es nicht, wenn der Entscheid sich nur in der Begründung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn er im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 129 I 49 E. 4 S. 58; 129 I 8 E. 2.1 S. 9). Gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG hat der Beschwerdeführer darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid das Willkürverbot verletzt und inwiefern sich dies auf das Ergebnis des Entscheids auswirkt (BGE 125 I 166 E. 2a S. 168). Das Bundesgericht prüft nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (BGE 129 I 185 E. 1.6 S. 189). 2.4 Soweit der Beschwerdeführer unter Angabe der fraglichen Aktenstellen geltend macht, der Appellationshof habe bestimmte Akten-stellen übersehen oder falsch wahrgenommen und daher willkürliche tatsächliche Annahmen getroffen, ficht er nach Bundesrecht zu beurteilende Tatsachen als offensichtlich auf Versehen beruhend an, was vom Bundesgericht ohne weiteres zu berichtigen wäre (Art. 63 Abs. 2 OG). Rügen der Aktenwidrigkeit in der Art, wie sie der Beschwerdeführer vorbringt, können mit Berufung erhoben werden, dergegenüber die staatsrechtliche Beschwerde nachgeht (Art. 84 Abs. 2 OG). Der Beschwerdeführer kann mit diesen Vorbringen nicht gehört werden.