Citation: 6B_658/2021 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz nimmt an, die Beschwerdeführerin sei wegen (mehrfacher) qualifizierter Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz im Jahre 2012 zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe und im Jahre 2016 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von je 24 Monaten verurteilt worden. Die neuen Delikte habe sie während der in diesen Urteilen auferlegten Probezeiten und teilweise während der laufenden Strafuntersuchung begangen. Die früheren Strafverfahren und die in diesen Verfahren ausgestandene Untersuchungshaft von 78 und 17 Tagen hätten offensichtlich keine genügende Warnwirkung gezeigt. Aufgrund der neuen mehrfachen Delinquenz und der einschlägigen Vorstrafen bestünden deshalb erhebliche Zweifel an der spezialpräventiven Wirkung einer Geldstrafe. Bei separater Beurteilung jeder Tat scheine es daher geboten, für jedes der begangenen Delikte (Vergehen und Verbrechen) je eine Freiheitsstrafe auszusprechen. Dies gelte selbst unter Berücksichtigung des Umstands, dass unter früherem Recht eine Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen habe ausgesprochen werden können. Das alte Recht erweise sich in diesem Punkt somit nicht als milder (angefochtenes Urteil S. 21).