Citation: 4A_234/2021 E. B

Mit Eingabe vom 29. Mai 2017 reichte A.A.________, vertreten durch ihre Eltern, beim Regionalgericht Viamala Klage ein. Sie beantragte, die B.________ AG sei zu verurteilen, ihr Fr. 7'000.-- nebst Zins von 5 % seit 28. August 2008 sowie Fr. 80.-- zu bezahlen. Ausserdem sei von einem Nachklagevorbehalt Vormerk zu nehmen. Die B.________ AG schloss auf Abweisung der Klage. Mit Entscheid vom 24. Januar 2019 hiess das Regionalgericht die Klage teilweise gut. Es verurteilte die B.________ AG, A.A.________ Fr. 7'000.-- nebst Zins von 5 % seit 28. August 2018 sowie Fr. 66.35 zu bezahlen, und brachte einen Rektifikationsvorbehalt für die Dauer von zwei Jahren an. Vom Nachklagevorbehalt nahm es Vormerk. Das Regionalgericht stützte sich dabei auf die Haftpflicht des Motorfahrzeughalters nach Art. 58 SVG (SR 741.01) und auf das unmittelbare Forderungsrecht des Geschädigten gegen den Versicherer gemäss Art. 65 SVG. Die B.________ AG focht diesen Entscheid mit Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden an. Dieses hiess die Beschwerde mit Urteil vom 15. März 2021 gut und wies die Klage ab. Zur Begründung führte es aus, der Unfall sei durch grobes Verschulden der Mutter verursacht worden, welche die Strasse mit ihrer Tochter ohne hinreichende Vorsicht überquert habe. Dies befreie den Halter - und mit ihm dessen Versicherer - von der Haftpflicht.