Citation: 5A_525/2023 E. 3.4.1

3.4.1. Mit dieser Argumentation zielt der Beschwerdeführer an der Sache vorbei. Vorliegend geht es zwar um die Abänderung der mit (zweitinstanzlichem) Eheschutzurteil vom 29. Dezember 2016 festgesetzten Unterhaltsbeiträge. Die Beurteilung dessen, ob veränderte Verhältnisse vorliegen, welche eine Abänderung der damaligen Regelung zu begründen vermögen, bemisst sich indessen an den Verhältnissen, welche in jenem Zeitpunkt herrschten, als im ersten Abänderungsverfahren noch echte Noven eingebracht werden konnten (vgl. vorne E. 3.1.2). Als der Entscheid des Bezirksgerichts über das erste Abänderungsgesuch erging, hatte der Sohn der Parteien sein 16. Altersjahr bereits vollendet. Der Beschwerdeführer führte diesen Umstand im damaligen Berufungsverfahren denn auch als Abänderungsgrund an. Die Vorinstanz wies sein Vorbringen nicht als unzulässiges Novum aus dem Recht, sondern beurteilte materiell, ob damit ein Abänderungsgrund gegeben sei, was sie verneinte (vgl. vorne E. 3.2.2). Um zu erreichen, dass die 10/16-Regel zur Anwendung kommt, hätte der Beschwerdeführer mithin das damalige Berufungsurteil anfechten müssen. Im zweiten Abänderungsverfahren kann er denselben Abänderungsgrund nicht noch einmal anrufen (vgl. auch BGE 141 III 376 E. 3.3.4 und E. 3.4, wonach dies selbst dann gilt, wenn ein früheres Abänderungsgesuch zurückgezogen wurde).