Citation: 2P.130/2002 13.12.2002 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführer rügen, der angefochtene Entscheid sei willkürlich. Es sei unhaltbar, wenn das Verwaltungsgericht ausführe, die streitige Anschlussgebühr diene der Deckung der Kosten für die Erschliessung. Gemäss dem kommunalen Wasserreglement würden entsprechende Investitionen aus Beiträgen der öffentlichen Hand und durch Erschliessungsbeiträge der Grundeigentümer gedeckt, während die Anschluss- und Benützungsgebühren den Aufwand für Betrieb und Unterhalt der Anlagen abgälten. 3.2 Ein Entscheid verstösst gegen das Willkürverbot (Art. 9 BV), wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Er ist nicht schon dann willkürlich, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre (vgl. BGE 123 I 1 E. 4a S. 5, mit Hinweisen). Die beanstandete Auslegung des kommunalen Rechts ist nicht verfassungswidrig: Die Beschwerdeführer verkennen, dass Art. 46 WR nicht nur Betrieb und Unterhalt, sondern ausdrücklich auch die Verzinsung und Abschreibung der Wasserversorgungsanlagen erwähnt. Diese Formulierung durfte das Verwaltungsgericht ohne Verletzung des Willkürverbots so verstehen, dass Anschluss- und Benützungsgebühren ebenfalls die Kosten für die Erstellung der Anlagen bzw. deren Amortisation decken sollen. Es liegt nahe und ist üblich, die Investitionskosten durch eine einmalige (hohe) Anschlussgebühr abgelten zu lassen, während der tatsächlichen Beanspruchung der Wasserversorgung durch verbrauchsabhängige periodische Gebühren Rechnung getragen wird (vgl. Urteil 2P.257/1996 vom 10. Juli 1997 in: ZBl 100/1999 S. 178 ff., E. 6a u. E. 6c/bb; Fritz Gygi, Verwaltungsrecht, Bern 1986, S. 277). Aus dem Umstand, dass im kommunalen Wasserreglement neben Anschluss- und Benützungsgebühren auch Erschliessungsbeiträge erwähnt sind, ergibt sich nichts anderes: Die einschlägigen Art. 44 und 47 WR geben den Gemeindebehörden bloss die Möglichkeit, von den Grundeigentümern Mehrwertbeiträge zu erheben, ohne solche verbindlich vorzusehen. Nachdem die Beschwerdeführer selbst nicht geltend machen, ihren Beitrag an die Investitionskosten bereits in der Form von Erschliessungsbeiträgen geleistet zu haben, kann offen bleiben, wie die streitigen Anschlussgebühren im Lichte des Gesagten zu beurteilen wären, falls die Gemeinde ihren Erschliessungsaufwand teilweise durch Beiträge decken würde. Aus dem kantonalen Recht ergibt sich in diesem Zusammenhang nichts Massgebliches, räumt dieses den Gemeinden doch ausdrücklich die Kompetenz ein, entweder zugleich sowohl Erschliessungsbeiträge als auch Anschluss- und Benützungsgebühren oder unter Verzicht auf Erstere nur Letztere zu erheben (vgl. § 29 WWG).