Citation: 9C_537/2024 E. 4.1.2

4.1.2. Gemäss den Feststellungen des Verwaltungsgerichts betrug der Fremdfinanzierungsgrad im Zeitpunkt des Grundstückerwerbs vorliegend rund 80% (vgl. das angefochtene Urteil E. 4.2). Die Fremdfinanzierung liegt damit über dem bei nicht selbst genutzten Liegenschaften sowie Zweit- und Ferienwohnungen üblichen Rahmen von zwei Dritteln. Wie die Vorinstanz zu Recht betont hat, geht eine derart hohe Fremdfinanzierung - auch unter Berücksichtigung der in den frühen 1990er-Jahren hohen Hypothekarschuldzinsen - über das hinaus, was bei einer privaten Immobilienanlage im Hinblick auf die Risikotragfähigkeit als üblich bezeichnet werden kann. Eine solche Quote entspricht einem im Bereich der privaten Vermögensverwaltung atypisch hohen Risiko, ist aber für eine selbständige Erwerbstätigkeit als üblicherweise eingegangenes Risiko zu qualifizieren (damit übereinstimmend das Urteil 2C_827/2021 vom 28. September 2022 E. 6.4). Zutreffend ist die Vorinstanz nicht der Argumentation des Beschwerdeführers 1 gefolgt, wonach er im Erwerbszeitraum in einer langjährigen, intakten Lebensgemeinschaft mit einem vermögenderen Partner gelebt habe; dieser habe sich bloss zur Vermeidung potenzieller steuerlicher und erbrechtlicher Nachteile nicht am Erwerb der Liegenschaft beteiligt, hätte seinem damaligen Lebenspartner, dem Beschwerdeführer 1, aber im Notfall eine finanzielle Absicherung angeboten. Massgeblich ist, dass sich der Beschwerdeführer entschloss, die gesamte Finanzierungsschuld und die in den frühen 1990er-Jahren notorisch hohe Hypothekarschuldzinsbelastung sowie das damit einhergehende persönliche Risiko umfassend allein zu tragen. Das geht über das übliche Risiko im rein privaten Vermögensverwaltungsbereich hinaus.