Citation: 2A.210/2006 01.06.2006 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführerin könnte - wie erwähnt - nach dem Urteil des Bundesgerichts vom 28. Februar 2003 (2A.496/2002) gestützt auf Art. 7 ANAG nur eine Aufenthaltsbewilligung beanspruchen, wenn sie schlüssig aufzuzeigen vermöchte, dass sich zwischen ihr und B.________ seither eine echte eheliche Gemeinschaft entwickelt hat. 2.2 Wohl sind die Ehegatten Ende 2002 in Zürich in eine gemeinsame Wohnung gezogen. Gewichtige Indizien dafür, dass ein eigentliches eheliches Zusammenleben vorläge, fehlen indessen. Die Verhältnisse, die bei einer Kontrolle im Oktober 2004 in der Wohnung in Zürich angetroffen wurden, bestätigen vielmehr, dass die Ehe weiterhin nur formell besteht. Damals hat der Ehemann ausgesagt, die Beschwerdeführerin halte sich äusserst selten bei ihm auf, sie komme nur zwei- bis dreimal pro Woche, um die Post abzuholen, und er fühle sich von ihr ausgenutzt. Im November 2004 teilte er dem Migrationsamt mit, die Beschwerdeführerin lebe mit einem Russen zusammen. Nach den neuesten dem angefochtenen Urteil zugrunde liegenden Umständen fühlte sich der Ehemann von der Beschwerdeführerin bedroht, hatte beim Bezirksgericht die Scheidungsformulare beantragt und sich in einem Altersheim angemeldet. Selbst wenn den mit dem fortgeschrittenen Alter verbundenen Gebrechen des Ehemannes, die sich teilweise auf dessen Verhalten auswirken mögen, Rechnung getragen wird, kann von einer ehelichen Gemeinschaft nicht die Rede sein. Dass die Beschwerdeführerin gelegentlich Kontakt zu ihrem Ehemann pflegt, ändert daran nichts. Ergänzend kann auf die Ausführungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG). Hinweise darauf, dass die dieser Würdigung zugrunde liegenden Feststellungen offensichtlich unrichtig wären, sind nicht ersichtlich und gehen namentlich auch nicht aus den Vorbringen der Beschwerdeführerin hervor. Unter den vorliegenden Umständen durfte die Vorinstanz ohne weiteres in antizipierter Beweiswürdigung darauf verzichten, die von der Beschwerdeführerin angebotenen Zeugen anzuhören. 2.3 Bei gesamthafter Betrachtung aller Indizien musste sich für das Verwaltungsgericht der Schluss aufdrängen, dass nach wie vor keine eheliche Gemeinschaft und die Ehe nur formell besteht. Wenn sich die Beschwerdeführerin dennoch auf die Ehe beruft, um die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung zu erwirken, handelt sie rechtsmissbräuchlich (BGE 128 II 145 E. 2.2 S. 151 mit Hinweisen).