Citation: 6B_699/2018 E. 5.2.2

5.2.2. Hinsichtlich des Vollzugs der Freiheitsstrafe gelangt die Vorinstanz zum Schluss, dem Beschwerdeführer sei eine schlechte Prognose zu stellen. Die Gewährung des bedingten Vollzuges für die auszusprechende Freiheitsstrafe scheide damit aus. Im Einzelnen nimmt die Vorinstanz an, Grundlage der Vorstrafe vom 22. Oktober 2012 bilde eine qualifiziert begangener Sachbeschädigung anlässlich einer öffentlichen Zusammenrottung von 10 bis 15 weiteren Personen aus dem linksaktivistischen Spektrum, bei welcher ein Bürogebäude an der Stauffacherstrasse in Zürich mit Farbflaschen beworfen worden sei. Zudem ergebe sich aus dem Strafregisterauszug vom 20. Februar 2018, dass gegen den Beschwerdeführer zwei weitere Strafverfahren wegen Sachbeschädigung bzw. Raufhandels hängig seien. Zwar liege in Bezug auf die Demonstration in Basel im formellen Sinne kein Rückfall vor, weil der Beschwerdeführer noch keine Warnwirkung durch eine Bestrafung erfahren habe. Demgegenüber stelle der Vorfall vom 14. September 2013 in Bezug auf das Urteil vom 22. Oktober 2012 einen während der Probezeit erfolgten Rückfall dar, der sich stark negativ auf die Bewährungsaussichten auswirke, zumal es sich um eine einschlägige Vortat handle. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seit nunmehr acht Jahren in einem gewaltaffinen Umfeld verkehre und dort entsprechend verwurzelt sei. Anhaltspunkte dafür, dass er sich von den gewalttätigen Ausprägungsformen seiner Ansichten distanziert habe, seien nicht ersichtlich. Es sei daher nicht anzunehmen, dass er durch eine bedingte Strafe von weiteren einschlägigen Delikten abgehalten würde. Hieran vermöge weder der bei der IV hängige Antrag auf Umschulung noch die Tatsache, dass er nunmehr dreissig Jahre alt sei, etwas zu ändern (angefochtenes Urteil S. 34 ff.).