Citation: 8C_82/2023 E. 4.2.2

4.2.2. Bei gegebener medizinischer Aktenlage durfte das kantonale Gericht nach Gesagtem davon ausgehen, dass die bei den Akten liegenden Ausführungen des Dr. med. C.________ keine auch nur geringen Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung des Integritätsschadens zu wecken vermögen. Weder nahm der behandelnde Arzt auf die massgebende Suva-Tabelle Bezug noch bezifferte er einen von der kreisärztlichen Beurteilung vom 19. August 2021 abweichenden Integritätsschaden. Vielmehr hatte Dr. med. C.________ im Bericht vom 7. September 2021 festgehalten, er unterstütze grundsätzlich die Suva-Beurteilung, bevor er dann im Bericht vom 20. Dezember 2021 ausführte, von seiner Seite her sei die Integritätsentschädigung "auf eine schwere Form zu beurteilen", der Entscheid liege allerdings bei der Suva. Schliesslich ist in diesem Zusammenhang auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass behandelnde Ärzte - seien dies Hausärzte oder Spezialärzte - im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitunter eher zugunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3a/cc; Urteil 8C_13/2023 vom 28. Juni 2023 E. 4.3).