Citation: 5A_520/2022 E. 3.4

3.4. Eine bundesrechtswidrige Beurteilung der Voraussetzungen von Art. 33 Abs. 4 SchKG vermag die Beschwerdeführerin ebenfalls nicht aufzuzeigen, wobei offenbleiben kann, ob das Gesuch rechtzeitig gestellt wurde. Gemäss Art. 33 Abs. 4 SchKG kann derjenige, der durch ein unverschuldetes Hindernis davon abgehalten worden ist, innert Frist zu handeln, die Aufsichtsbehörde oder die in der Sache zuständige richterliche Behörde um Wiederherstellung der Frist ersuchen. Er muss vom Wegfall des Hindernisses an, in der gleichen Frist wie der versäumten ein begründetes Gesuch einreichen und die versäumte Rechtshandlung bei der zuständigen Behörde nachholen. Das Fristversäumnis muss im Rahmen von Art. 33 Abs. 4 SchKG gänzlich schuldlos gewesen sein und jede Form von Schuld bewirkt, dass keine Wiederherstellung zu gewähren ist (Urteile 5A_673/2017 vom 22. März 2018 E. 2.3.1; 5A_30/2010 vom 23. März 2010 E. 4.1). Mit der Erteilung des Zahlungsauftrags kurz vor Ablauf der Frist hat die Beschwerdeführerin das Risiko auf sich genommen, dass die Zahlung verspätet erfolgt bzw. die zum Nachweis der Tilgung erforderlichen Urkunden nicht rechtzeitig vorgelegt werden können. Kein Entschuldigungsgrund sind im Übrigen Handlungen und Versäumnisse von Hilfspersonen, werden doch diese ungeteilt dem Geschäftsherrn angerechnet (BGE 114 Ib 67 E. 2; Urteil 1F_25/2015 vom 1. März 2016 E. 3). Selbst Verzögerungen durch die Bank bei der Überweisung des Kostenvorschusses werden der Verfahrenspartei zugerechnet, obwohl diese keinen direkten Einfluss auf die bankinternen Abläufe hat (BGE 114 Ib 67 E. 3; Urteile 2D_21/2022 vom 11. November 2022 E. 3.4; 5A_566/2007 vom 26. November 2007 E. 4).