Citation: 4C.369/2005 08.02.2006 E. 5

5.1 Die Beklagte ist allerdings der Auffassung, dem Monteur gereiche nicht zum Vorwurf, dass er das Gerät wieder starr anschloss. Da es während mehrerer Jahre problemlos funktioniert hatte, habe für den Monteur kein Grund bestanden, die Funktionsfähigkeit der Installation anzuzweifeln. Die Empfehlung, die Anlage flexibel zu installieren, bezwecke nur, eine einfachere Installation zu ermöglichen. Die Beklagte beruft sich überdies auf den Passus im angefochtenen Urteil, wonach ein starrer Anschluss durchaus problemlos sein könne. Unter diesen Umständen könne dem Monteur nicht als Pflichtverletzung angelastet werden, dass er das Gerät wieder starr angeschlossen habe. Allenfalls sei der Sachverhalt zur Klärung dieses Widerspruches zu ergänzen. 5.2 Der Wortlaut der von der Beklagten zitierten Passage, wonach der starre Anschluss "problemlos" sein könne und die Erstmontage nicht (Mit)ursache des eingetretenen Schadens gewesen sei, könnte auf den ersten Blick zur Annahme verleiten, die Vorinstanz erachte die Erstinstallation als mangelfrei und sie verneine die natürliche Kausalität zwischen der Erstinstallation und dem eingetretenen Schaden. Die Ausführungen der Vorinstanz, müssen jedoch als Ganzes im Zusammenhang verstanden werden. 5.2.1 Der zitierte Abschnitt findet sich unter den Ausführungen zur Kausalität des Handelns der Beklagten, beziehungsweise einer allfälligen Unterbrechung des Kausalzusammenhangs durch Drittverschulden. In diesem Rahmen prüfte die Vorinstanz, ob eine von einer Drittperson gesetzte Schadensursache als derart intensiv zu betrachten ist, dass die vom Beklagten gesetzte Ursache nach wertender Betrachtungsweise als rechtlich nicht mehr beachtlich erscheint (BGE 130 III 182 E. 5.4 S. 188; 116 II 519 E. 4b S. 524, je mit Hinweisen). Entgegen der Auffassung der Beklagten hat die Vorinstanz dabei nicht festgestellt, ein starrer Anschluss sei unbedenklich. Ihre Ausführungen sind vielmehr dahin zu verstehen, dass der starre Anschluss, wenn er einmal präzise vorgenommen wurde, nur so lange unproblematisch ist, als keine De- und Wiedermontage, wie sie der Monteur für den Service vornehmen musste, notwendig wird. Die Vorinstanz hält ausdrücklich fest, das Material werde bei jeder De- und Wiedermontage geschwächt. Insoweit liegt kein Widerspruch in den tatsächlichen Feststellungen vor. 5.2.2 An einer anderen Stelle im Urteil hält die Vorinstanz zudem fest, ein allfälliges Drittverschulden vermöchte die Beklagte nicht zu entlasten, und sie verweist die Beklagte diesbezüglich auf den Regressweg. Die Vorinstanz lässt damit die Frage des Drittverschuldens offen. Hätte sie aber die natürliche Kausalität zwischen der Erstinstallation und dem eingetretenen Schaden ausgeschlossen, bliebe für ein Drittverschulden kein Raum. 5.3 Die Vorinstanz hat mithin weder die Mangelhaftigkeit der Erstinstallation noch deren Kausalität für den eingetretenen Schaden verneint. Die Behauptung der Beklagten, die Empfehlung, die Anlage flexibel zu installieren, bezwecke nur, eine einfachere Installation zu ermöglichen, findet in den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz keine Stütze und ist nicht zu hören (BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106 mit Hinweisen). War aber bereits der erste Anschluss mangelhaft, was der Monteur nach den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz erkannt hat, erweist sich der Einwand, die Beklagte habe auf die Funktionsfähigkeit des starren Anschlusses vertrauen dürfen, als unbegründet. Auch soweit die Beklagte gestützt auf dieses Vorbringen das Vorliegen eines adäquaten Kausalzusammenhangs bestreitet, dringt sie damit nicht durch.