Citation: U 35/06 04.09.2006 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt, sowohl die Unfallversicherung wie auch das kantonale Gericht hätten ihre Pflicht zur richtigen und vollständigen Sachverhaltsabklärung missachtet, indem sie die vor beiden Instanzen geltend gemachten Schulterbeschwerden nicht medizinisch abgeklärt hätten. Die Erstbehandlung nach dem Unfall vom 4. Juli 2001 erfolgte am Spital Y.________. Dort stellte man ausschliesslich eine Radius- und eine Jochbeinfraktur fest. Nach der Radius-Operation vom 6. Juli 2001 wurden vom Patienten anlässlich der Kontrollen an der Chirurgischen Poliklinik vom 17. August und 28. September 2001 einzig Handgelenksbeschwerden bei Belastung angegeben. Schulterbeschwerden wurde keine beklagt. Mithin erweist sich die Sachverhaltsdarstellung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, wo eine direkte Schulterverletzung durch den Unfall postuliert wird, als wenig wahrscheinlich. Erstmals werden Schulterbeschwerden am 9. November 2001 vermerkt, als der Beschwerdeführer von immobilisierenden Schmerzen bei Kraftanwendung im Faustschluss radialseitig in den 1. und 2. Strahl ausstrahlend, "teilweise elektrisierend bis in das Schultergelenk" berichtete. Auch in der Schmerzsprechstunde des Spitals Y.________ vom 13. Dezember 2001 wird über vom Handgelenk bis in die Schulter ausstrahlende Schmerzen geklagt, welche unter Behandlung aber wieder verschwanden (Berichte des Spitals Y.________ vom 16. Januar und 27. Februar 2002 sowie kreisärztliche Untersuchung vom 15. Juli 2002). Anlässlich der Besprechung auf der Kreisagentur vom 14. Februar 2002 wurden keine Schulterbeschwerden erwähnt. In der Rehaklinik X.________ gab der Beschwerdeführer an, die anfangs ständig vorhandenen Ausstrahlungen in Ellbogen und Schulter links seien unter Einnahme von Neurontin seit mehreren Monaten nicht mehr bzw. nur noch sehr selten vorhanden. Auch während der dortigen Berufserprobung vom 2. bis 30. Oktober 2002 klagte er nicht über Schulterbeschwerden. Zusammenfassend werden im Austrittsbericht der Rehaklinik X.________ vom 19. November 2002 zwar Schulterschmerzen beschrieben und als muskuläre Dysbalance bei zusätzlich deutlicher Haltungsinsuffizienz identifiziert. Die Ärzte äussern sich hingegen nicht dahingehend, dass diese auf den Unfall vom 4. Juli 2001 zurückzuführen seien. Für die Frage der Arbeitsunfähigkeit und die Ermittlung des Invaliditätsgrades ist entscheidend, dass einzig die Handgelenksschmerzen als Behinderung und Fähigkeitsstörung erwähnt werden. Allfällige, zum Teil vorhandene, aber offenbar durch Medikamente gut kontrollierbare Schulterbeschwerden spielen bei der Bemessung der Erwerbsfähigkeit damit keine Rolle. Unter diesen Umständen besteht mit der Vorinstanz kein Anlass für weitere Abklärungen.