Citation: 9C_267/2023 E. 5.2.1

5.2.1. Die Erben treten durch den Erbgang in die Stellung des Erblassers ein, so dass dessen Geschäftsvermögen zu demjenigen der Erben wird (erbrechtliche "Universalsukzession", Art. 560 ZGB). Die zum Geschäftsvermögen gehörenden Vermögenswerte behalten also ihre Zuordnung bis zu ihrer Überführung ins Privatvermögen bei. Dabei muss die Überführung ins Privatvermögen für die Steuerbehörde sichtbar und eindeutig sein. Erst wenn die steuerpflichtige Person für die Steuerbehörde erkennbar kundtut, dass sie das zum Geschäftsvermögen gehörende Wirtschaftsgut ins Privatvermögen überführt, ist eine Privatentnahme anzunehmen (vgl. u.a. die Urteile 2C_332/2019 vom 1. Mai 2020 E. 2.1; 2C_732/2016, 2C_733/2016 vom 5. September 2017 E. 2.2.1 u. 2.2.4). Ebenso wenig begründet der Tod des Schuldners eine Privatentnahme seiner Darlehensschuld. Das gilt auch dann, wenn der Gläubiger einer von mehreren Erben ist.