Citation: 1C_328/2024 E. 2

Die Vorinstanz stellt im angefochtenen Urteil zusammengefasst fest, der Beschwerdegegnerin sei in den Jahren 2017 bis 2021 kein geeigneter Arbeitsplatz in den Räumlichkeiten der Beschwerdeführerin zur Verfügung gestellt worden. Sie sei deshalb gezwungen gewesen, private Büroräumlichkeiten zu nutzen bzw. zu mieten. Das privat von der Beschwerdegegnerin eingerichtete Büro bei ihr Zuhause erweise sich damit als notwendig. Weil weder der öffentlich-rechtliche Arbeitsvertrag zwischen den Parteien noch die anwendbaren Bestimmungen für die Angestellten der Beschwerdeführerin eine Regelung für die Entschädigung von notwendigem Homeoffice enthalte, sei von einer Gesetzeslücke auszugehen. Im Rahmen der richterlichen Lückenfüllung gelangt die Vorinstanz in analoger Anwendung der privatrechtlichen Gesetzgebung und Rechtsprechung zum Ergebnis, die Auslagen für den notwendigen Heimarbeitsplatz seien durch die Beschwerdeführerin zu entschädigen. Die Entschädigung legt sie anhand einer Schadensschätzung in analoger Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR auf Fr. 200.-- pro Monat bzw. insgesamt Fr. 12'000.-- für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis am 31. Dezember 2021 fest.