Citation: 4A_298/2014 E. A

A.a. Die A.________ AG (Klägerin und Beschwerdeführerin) wurde im September 1997 durch das Ehepaar B.________, das Ehepaar D.________, F.________ und G.________ rückwirkend auf den 1. April 1997 gegründet. Am Aktienkapital beteiligten sich die Ehepaare D.________ und B.________ mit je 48 %. Je zwei Prozent des Aktienkapitals zeichneten G.________ und F.________. Als Verwaltungsrat bestellten die Gründeraktionäre G.________ als Präsidenten, F.________, D.D.________ und B.B.________ (Beklagter und Beschwerdegegner) als Mitglieder. B.B.________ wurde zudem von der Gesellschaft als Geschäftsführer angestellt. A.b. Bis zur Gründung der A.________ AG betrieb B.B.________ einen Landwirtschaftsbetrieb mit Milchwirtschaft und Ackerbau. Hierzu gehörte einerseits die Parzelle Nr. xxx (Grundbuch U.________), die im Eigentum von B.B.________ steht, sowie die Parzelle Nr. yyy (Grundbuch U.________), welche 12,36 Hektaren Land umfasst. Diese Parzelle pachtete B.B.________ von der Ortsgemeinde U.________. Das Ehepaar D.________ war seinerseits Pächter der Parzelle Nr. zzz (Grundbuch U.________), welche 6,2 Hektaren umfasst und ebenfalls im Eigentum der Ortsgemeinde U.________ steht. Auf dieser Parzelle betrieb das Ehepaar D.________ bereits vor der Gründung der A.________ AG intensiven Bio-Obstanbau. Infolge der von den Ehepaaren B.________ und D.________ geplanten Zusammenarbeit gab B.B.________ seinen Landwirtschaftsbetrieb auf und brachte die von ihm bewirtschafteten Grundstücke ein. Daraufhin betrieb die A.________ AG insbesondere auf der Parzelle Nr. yyy Obstbau und übernahm die entsprechenden Investitionen. Parzelle Nr. xxx, auf der sich das Wohnhaus und die Ökonomiegebäude des Ehepaars B.________ befinden, wurde als sogenannte Ausgleichsfläche ausgewiesen. A.c. Im Verlauf der weiteren Zusammenarbeit ergaben sich bald Differenzen zwischen den Hauptaktionären der A.________ AG u.a. im Zusammenhang mit der Entlöhnung von B.B.________ als Geschäftsführer. Im Jahre 2004 zeichnete sich ein Ende der Zusammenarbeit ab, indem der gemeinsame Betrieb wieder aufgelöst werden sollte. Die Aktionäre beschlossen daraufhin, landwirtschaftliche Experten beizuziehen und es wurden Varianten und Möglichkeiten für eine Betriebsaufteilung vorgeschlagen und diskutiert. Diese Verhandlungen zogen sich in der Folge dahin. Am 17. Dezember 2004 kündigte B.B.________ zusammen mit seiner Ehefrau gegenüber der A.________ AG die Pacht der Parzellen Nr. yyy und Nr. xxx per 1. April 2006. Die A.________ AG widersetzte sich diesen Kündigungen. Mit Bezug auf die Parzelle Nr. yyy bestritt sie, dass B.B.________ ihr gegenüber als Verpächter anzusehen sei. Mit Bezug auf die Parzelle Nr. xxx hielt sie eine Kündigung frühestens auf den 11. November 2022 für möglich. Das Kreisgericht Werdenberg-Sargans stellte im Entscheid vom 3. November 2005 die Gültigkeit der Kündigung der Pachtverhältnisse per 31. März 2007 fest. Im Übrigen wurde die Klage, insbesondere ein entsprechendes Erstreckungsbegehren der A.________ AG, abgewiesen. Die dagegen erhobene Berufung wurde mit Urteil des Kantonsgerichtes St. Gallen vom 17. Januar 2007 vollumfänglich abgewiesen. Mit Urteil 4A_10/2007 vom 18. April 2007 wies das Bundesgericht die daraufhin von der A.________ AG erhobene Beschwerde ebenfalls ab, soweit es darauf eintrat. A.d. Nach dem Ende der Verfahren betreffend Kündigung des Pachtverhältnisses und Rückgabe der Betriebsflächen an das Ehepaar B.________ nahmen die Parteien im Sommer 2007 Verhandlungen auf über den Austritt des Ehepaars B.________ als Aktionäre, die Ausgleichung der gegenseitig vorhandenen Forderungen sowie über die Abgeltung der Investitionen, welche die A.________ AG auf dem vormals von B.B.________ an die Gesellschaft verpachteten Land getätigt hatte. Nachdem sich die Parteien nicht einigen konnten, reichte die Klägerin am 31. Juli 2008 beim Kreisgericht Werdenberg-Sargans eine entsprechende Klage ein. Am 3. Juni 2009 schlossen die Parteien diesbezüglich einen Vergleich ab: Als Abgeltung der Wertvermehrung gemäss Art. 23 des Bundesgesetzes über die landwirtschaftliche Pacht verpflichtete sich B.B.________, die A.________ AG mit über einer halben Million Franken zu entschädigen. Diese Entschädigung basierte auf einem Schätzungsbericht, den die Parteien gemeinsam in Auftrag gegeben hatten. Mit der Entschädigungsforderung der A.________ AG wurden verschiedene Gegenansprüche von B.B.________ bzw. dessen Ehefrau verrechnet. Zur Abgeltung der Restforderung von Fr. 88'000.-- wurde vereinbart, dass die Aktien des Ehepaars B.________ zu einem Preis von Fr. 33'000.-- auf E.D.________, den Sohn von Aktionär und Verwaltungsrat D.D.________, übertragen werden und B.B.________ innert 10 Tagen noch den Betrag von Fr. 55'000.-- an die A.________ AG bezahlt. Zudem trat B.B.________ eigenes Pachtland an die A.________ AG ab. Im Weiteren enthält der Vergleich Regelungen über die Eigentumsverhältnisse an Gerätschaften und eine Saldoklausel. Mit Entscheid vom 21. Juli 2009 schrieb das Kreisgericht Werdenberg-Sargans das hängige Verfahren infolge Vergleichs als erledigt ab. Diese Vergleichsvereinbarung wurde von den daran Beteiligten vollzogen.