Citation: 4A_11/2020 E. 6.3

6.3. In Bezug auf das UWG beanstandet die Beschwerdeführerin den angefochtenen Entscheid, soweit die Vorinstanz ausführt, es handle sich um eine zutreffende beschreibende Angabe über die ästhetische Ausgestaltung der Keramikplatten. Diese Annahme erachtet die Beschwerdeführerin als willkürlich, zumal keine Partei einen Valser Stein zum Vergleich eingereicht habe. Sie ist der Ansicht, die Anmassung der geographischen Herkunft der Beschwerdegegnerin solle deren Platten zum Durchbruch helfen. "Vals Platten" verkauften sich eben besser als "XY Platten". Der Grund sei einfach: Mit Vals assoziierten die Abnehmer hohe und robuste Qualität, die sogar auf dem Zürcher Sechseläutenplatz zu finden sei. Durch die Verwendung von VALS täusche die Beschwerdegegnerin die Abnehmer. Aus der Broschüre gehe nicht hervor, dass es sich nicht um den bekannten Valser Quartz handle. Darum sei auch ein Verstoss gegen Art. 2 UWG gegeben. Die Beschwerdegegnerin versuche, den bekannten Namen, der durch die Beschwerdeführerin einen solchen Bekanntheitsgrad erlangt habe, für sich auszunutzen und nehme dabei in Kauf, dass Dritte getäuscht würden.