Citation: 1C_201/2015 E. 3.3.4

3.3.4. Die Sachverhaltsfrage, ob die Beschwerdeführerin die Mietzinsen für ihre Liegenschaft tatsächlich gesenkt hat, kann ebenso offen bleiben wie die Frage, ob der vorinstanzlichen Begründung zu folgen wäre, wenn sie meint, die Beschwerdeführerin habe die Mietzinsen aus freien Stücken gesenkt, da kein Gerichtsurteil vorliege, das sie dazu zwinge. Die Vorinstanz hat sich nämlich auch die Auffassung der Schätzungskommission zu eigen gemacht, wonach die Voraussetzungen für eine entschädigungspflichtige Enteignung eines nachbarlichen Abwehrrechts nicht gegeben seien, weil die Beeinträchtigungen nicht als aussergewöhnlich gelten könnten. Nach der in BGE 94 I 286 E. 9 S. 301 ff. begründeten Praxis gelten Immissionen nur dann als übermässig im Sinne von Art. 684 ZGB, wenn sie für den Grundeigentümer nicht voraussehbar waren, ihn in spezieller Weise treffen und ihm einen schweren Schaden verursachen (BGE 134 II 145 E. 5 S. 147 mit Hinweisen). Mit dieser Rechtsprechung setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Damit genügt sie den erhöhten Anforderungen an die Begründung von Verfassungsrügen nicht; das Bundesgericht prüft die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht nur, sofern eine entsprechende Rüge klar und detailliert begründet wird; es ist anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen (BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232 mit Hinweisen), was die Beschwerdeführerin unterlassen hat. Sie behauptet zwar, es liege keine (entschädigungslos hinzunehmende) Enteignung von Nachbarrechten vor, sondern eine "in unmittelbarem Zusammenhang mit den vorinstanzlichen Verfahren zwischen den Parteien stehende, ausservertragliche Schädigung", begründet aber ihre abweichende rechtliche Würdigung nicht näher und legt nicht dar, weshalb die vorinstanzliche Einschätzung qualifiziert fehlerhaft sein soll. Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.