Citation: 6S.230/2006 30.08.2006 E. B

Nach Ablauf von zwei Jahren stellte der Justizvollzug des Kantons Zürich, Bewährungsdienst Zürcher Unterland, mit Verfügung vom 2. Mai 2002 den Vollzug der ambulanten Massnahme rückwirkend auf den 3. Januar 2002 ein. Der Justizvollzug beantragte dem Obergericht des Kantons Zürich für den Fall des Eintritts der Rechtskraft der Verfügung nach unbenütztem Ablauf der Rekursfrist, es sei gegenüber X.________ erneut eine ambulante Massnahme nach Art. 44 Ziff. 1 und 6 StGB - im Sinne einer Verlängerung - anzuordnen, unter weiterem Aufschub des Vollzugs der genannten drei Gefängnisstrafen. Diesem Antrag schlossen sich sowohl X.________ als auch die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich an. Das Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, ordnete mit Beschluss vom 25. Oktober 2002 erneut eine ambulante Massnahme im Sinne von Art. 44 Ziff. 1 Abs. 1 und Ziff. 6 StGB an und schob den Vollzug der drei Gefängnisstrafen zu Gunsten dieser Massnahme auf.