Citation: 6B_1070/2018 E. 4.1

4.1. In rechtlicher Hinsicht beanstandet der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe Art. 19b Abs. 1 BetmG betreffend die unentgeltliche Abgabe einer geringfügigen Menge Betäubungsmittel zur Ermöglichung des gleichzeitigen und gemeinsamen Konsums zu Unrecht nicht zur Anwendung gebracht. Die Bestimmung stelle eine erweiterte Form des Eigenkonsums dar. Entscheidend sei nicht die Gesamtmenge Kokain, sondern die auf jeden einzelnen Mitkonsumenten entfallende Teilmenge. Art. 19b Abs. 1 BetmG müsse daher selbst dann noch greifen, wenn er die gesamten 48,7 Gramm Kokaingemisch anlässlich seiner Geburtstagsparty zum gemeinsamen Konsum an seine Gäste hätte abgeben wollen. Da die Abgabe der Droge im Rahmen von Art. 19b Abs. 1 BetmG straflos bleibe, müsse Entsprechendes auch für den Besitz und den Erwerb der Droge gelten.