Citation: 8C_628/2019 E. 5.2

5.2. Inwiefern es der fachärztlichen versicherungsinternen Stellungnahme an Beweiskraft gefehlt hätte, ist nicht erkennbar. Der im Vorbescheidverfahren eingereichte Bericht der behandelnden Psychologin vom 28. September 2018 vermag keine auch nur geringen Zweifel an deren Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit zu begründen. Die von Frau lic. phil. D.________ gestellte Diagnose einer mittelschweren bis schweren Depression wird dort weiter untermauert mit dem Hinweis darauf, dass bereits früher eine Behandlungsbedürftigkeit bestanden habe. Dies wird bestätigt durch den beigelegten Bericht des damaligen Hausarztes vom 28. September 2005, der eine soziale Belastungssituation wegen Bedrohung durch den Vater erwähnt. Damit werden jedoch keine neuen Aspekte aufgezeigt, die dem RAD noch nicht bekannt gewesen wären oder die er übersehen hätte. Der Stellungnahme des med. pract. H.________ liegt insbesondere auch der Bericht der Frau lic. phil. D.________ und des Dr. med. C.________ vom 20. April 2018 zugrunde, in dem die bereits früher aufgetretenen Belastungssituationen der Versicherten geschildert werden. Auch die im jüngsten Bericht der Frau lic. phil. D.________ zusätzlich neu gestellte, aber nicht weiter begründete Diagnose einer schizoaffektiven Störung (beziehungsweise der Verdacht auf ein schizophrenes Residuum) lässt die Beurteilung des RAD nicht in einem anderen Licht erscheinen. Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-) Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es praxisgemäss nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen oder Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (Urteil 8C_29/2018 vom 6. Mai 2018 E. 3.2.2). Unter den gegebenen Umständen durfte die Vorinstanz auf den RAD-Bericht abstellen und auf weitere medizinische Abklärungen verzichten, ohne den Untersuchungsgrundsatz zu verletzen.