Citation: 1C_328/2024 E. 5.7

5.7. Damit gründet das vorinstanzliche Urteil in diverser Hinsicht auf einer willkürlichen Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweiswürdigung (Art. 97 Abs. 1 BGG). Zum einen hat die Vorinstanz die Tragweite von mehreren Beweismitteln der Beschwerdegegnerin offensichtlich verkannt, indem sie auf Belege abgestellt hat, die zeitlich ausserhalb der relevanten Periode liegen und somit zum Beweis nicht geeignet sind. Zum anderen verkennt die Vorinstanz, dass die Beschwerdeführerin die tatsächlichen Behauptungen der Beschwerdegegnerin substanziiert bestritten und ihrerseits Beweise offeriert hat (insb. Befragung der HR-Verantwortlichen sowie der Leiterin Administration und Infrastruktur). Eine Abnahme der Beweise fand jedoch nicht statt und die Beschwerdeführerin wurde von der Vorinstanz auch nicht aufgefordert, zusätzliche sachdienliche Unterlagen einzureichen, auf die nur sie Zugriff hätte. Dennoch macht die Vorinstanz der Beschwerdeführerin im angefochtenen Urteil zum Vorwurf, keine Belege wie Fotografien oder einen Grundriss der Räume eingereicht zu haben und stellte allein auf die unbelegten beschwerdegegnerischen Behauptungen ab. Die Vorinstanz ignoriert dabei unzulässigerweise, dass die Beschwerdegegnerin als Klägerin die Folgen der Beweislosigkeit trägt, wenn die Beweiserhebung nicht zu einem eindeutigen Ergebnis gelangt (vgl. E. 5.5 hiervor). Indem die Vorinstanz diesem allgemeinen Grundsatz keine Nachachtung verschafft, sondern im Ergebnis eine Beweislastumkehr zulasten der Beschwerdeführerin vornimmt, verhält sie sich willkürlich. Schliesslich hat die Vorinstanz den Beleg der Beschwerdeführerin, wonach eine Bedürfnisabklärung bei den Dozierenden durchgeführt worden sei, als unwesentlich abgetan, obwohl vorliegend von Bedeutung ist, ob bei der Beschwerdegegnerin und seitens der anderen Dozierenden überhaupt ein Bedarf an zusätzlichen oder anders ausgestalteten Arbeitsplätzen bestand. Damit hat sie ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel ohne sachlichen Grund unberücksichtigt gelassen. Aufgrund dieser fehlerhaften Sachverhaltsfeststellung gelangte die Vorinstanz zum Schluss, der Beschwerdegegnerin habe kein geeigneter Arbeitsplatz zur Verfügung gestanden. Daraus leitete sie anschliessend einen Entschädigungsanspruch für die Auslagen im Zusammenhang mit dem Homeoffice ab. Die Behebung der mangelhaften Sachverhaltsfeststellung kann somit für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG).