Citation: 4C.380/2002 01.03.2004 E. 3

Nach Art. 55 Abs. 1 lit. c OG ist in der Berufungsschrift anzugeben, welche Bundesrechtssätze der angefochtene Entscheid verletzt und inwiefern er gegen sie verstösst. Fehl am Platz sind dagegen Erörterungen über die Anwendung kantonalen Rechts (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 127 III 248 E. 2c). 3.1 Die Vorinstanz ist auf das Gesuch des Beklagten um psychiatrische Begutachtung nicht eingetreten, weil der Antrag prozessual verspätet gestellt wurde. Sie hat ausserdem die Behauptung, der Beklagte sei im Zeitpunkt des Vertragsschlusses zurechnungsunfähig gewesen, als unzulässiges Novum aus dem Recht gewiesen. Auch den vom Beklagten eingereichten ärztlichen Bericht, der ihn im Zusammenhang mit Streitigkeiten mit seinem Bruder für nicht zurechnungsfähig erklärt, hat die Vorinstanz aus prozessualen Gründen unberücksichtigt gelassen. Soweit der Beklagte rügt, die Vorinstanz hätte seine Vorbringen behandeln müssen, beanstandet er die Anwendung kantonalen Prozessrechts. Er ist damit nicht zu hören. 3.2 Aus dem gleichen Grund ist Art. 8 ZGB nicht verletzt. Diese Bestimmung verleiht zwar der beweisbelasteten Partei im Bereich des Bundesprivatrechts für rechtserhebliche Sachvorbringen einen bundesrechtlichen Anspruch auf Beweisführung. Dieser besteht indessen nur unter der Voraussetzung, dass die Beweisanträge im kantonalen Verfahren form- und fristgerecht gestellt worden sind (BGE 122 III 219 E. 3c). Nach den - beim kantonalen Kassationsgericht erfolglos angefochtenen - verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz hat der Beklagte im kantonalen Verfahren seine Beweisanträge zur behaupteten Urteilsunfähigkeit nicht fristgerecht gestellt. Der Eventualantrag (Rückweisung des Prozesses an die Vorinstanz zwecks Durchführung eines Beweisverfahrens) ist folglich abzuweisen.