Citation: 5A_361/2022 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin wendet sich in erster Linie gegen das obergerichtlich ermessensweise auf Fr. 4'700.-- festgesetzte Nettoeinkommen des Beschwerdegegners. Sie rügt, es sei willkürlich, das Einkommen anhand der Faustregel zu bestimmen, wonach die monatlichen Wohnkosten nicht mehr als einen Drittel der monatlichen Nettoeinkünfte betragen sollen. Aus der Miete dürfe nicht auf die Einkünfte des Mieters geschlossen werden, da dieser unter oder über seinen Verhältnissen leben könne. Zudem sei es willkürlich, von einer Vermutung auszugehen und gleichzeitig den Beweisantrag auf Einholung eines Gutachtens zum Einkommen des Beschwerdegegners abzulehnen. Aus diesen Gründen habe das Obergericht Art. 8 ZGB, Art. 52 ZPO, Art. 152 Abs. 1 ZPO und Art. 29 Abs. 2 BV verletzt.