Citation: I 470/05 01.06.2006 E. 3

In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird vorgebracht, dass Dr. med. W.________ eine falsche Diagnose gestellt und die Versicherte falsch behandelt habe. Tatsächlich leide sie an einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS), wie der nunmehr behandelnde Psychiater festgestellt habe. Die Beschwerdeführerin beruft sich dabei zunächst auf ein ärztliches Zeugnis ihres neuen Hausarztes Dr. med. S.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 20. Juni 2005. Daraus geht hervor, dass sie sich erstmals am 10. Dezember 2004 wegen Ellbogen- und Schulterbeschwerden in seine Behandlung begeben hat. Dr. med. S.________ führt aus, er habe die bisherigen Einschätzungen und psychiatrischen Therapien als nicht adäquat erachtet und die Versicherte deshalb an Dr. med. A.________, Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie FMH, überwiesen. Dieser stellte, wie nun auch seinem nachgereichten, undatierten Bericht zu entnehmen ist, die Diagnose einer "einfachen Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörung (F 90.0) mit besonderer Betroffenheit in der Konzentrationsfähigkeit und der Desorganisation". Die Störung bestehe seit der Kindheit und habe eine Dauerkrise ausgelöst, insbesondere im sozialen Bereich. Die Versicherte leide zudem unter einer leichten depressiven Episode (F 32.0), welche als Komplikation zu werten sei, sowie an Insomnie, was häufig als physiologische Besonderheit bei ADHS-Betroffenen festzustellen sei. Nach Ansicht des Dr. med. S.________ war die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig (Bericht vom 20. Juni 2005); er ging jedoch in seiner Stellungnahme vom 12. September 2005 davon aus, dass die Versicherte die Erwerbstätigkeit zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen könne, wobei dieser sich heute ebenso wenig festlegen lasse wie der Grad der "Erwerbsfähigkeit".