Citation: 1D_1/2017 E. 7.2

7.2. In Bezug auf die Staatskundekenntnisse bestreitet die Beschwerdeführerin, die Bundesverfassung nicht gekannt zu haben. Angesichts des Umstands, dass sie Rechtswissenschaften studiere, sei dieser Schluss unverständlich. Aus dem Protokoll des Einbürgerungsgesprächs geht insofern hervor, dass sie offenbar nach dem "Grundgesetz" der Schweiz gefragt worden war. Diese Bezeichnung ist in der Schweiz für die Bundesverfassung zwar nicht gebräuchlich - sie wird vielmehr für die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland verwendet -, doch behauptet die in Deutschland studierende Beschwerdeführerin nicht, die Frage nicht verstanden zu haben. Auch legt sie nicht dar, wie die Protokollpassage, wonach sie "als Grundgesetz der Schweiz das Bundesgesetz" genannt habe, korrekt hätte lauten sollen. Wie es sich mit ihrer Kritik verhält, braucht jedoch nicht abschliessend beantwortet zu werden, zumal dieser Punkt für den Verfahrensausgang nicht als ausschlaggebend erscheint. Nicht bestritten wird von der Beschwerdeführerin, weder die Frage nach der sogenannten "Zauberformel" noch jene nach der Legislative auf Gemeindeebene richtig beantwortet zu haben.