Citation: 6B_1127/2022 E. 4.2

4.2. Im Übrigen genügt die Beschwerde den qualifizierten Begründungsanforderungen nicht. So rügt der Beschwerdeführer, im angefochtenen Urteil fehle eine Präsenzliste der an der Berufungsverhandlung anwesenden Personen, es bestünden Interessenskonflikte des Oberstaatsanwalts und seines amtlichen Verteidigers, der vorinstanzliche Vorsitzende habe sich des Amtsmissbrauchs schuldig gemacht, ein von ihm (dem Beschwerdeführer) beantragter Zeuge sei nicht zur Berufungsverhandlung vorgeladen worden und er selbst habe an verschiedene Personen keine Fragen stellen dürfen. Der Beschwerdeführer schliesst daraus auf eine kriminelle Verschwörung und willkürliche Verurteilung und sieht sein Recht auf ein unabhängiges Gericht verletzt. Er begründet dies allerdings nicht. Insbesondere hinsichtlich des Einwands einer Interessenkollision seines amtlichen Verteidigers legt die Vorinstanz - im Zusammenhang mit dem Antrag des Beschwerdeführers um Wechsel der amtlichen Verteidigung - zudem ausführlich dar, weshalb sie keine Interessenkollision erkennt und den Antrag ablehnt. Der Beschwerdeführer setzt sich damit nicht auseinander, indem er lediglich stichwortartig geltend macht, der amtliche Verteidiger habe Arbeitsverweigerung und Irreführung der Justiz begangen, Beweismaterial unterschlagen, notwendige unterstützende Massnahmen zugunsten des Beschwerdeführers unterlassen und allgemein seine Pflichten verletzt. Er zeigt auch nicht auf, weshalb der von ihm beantragte, seines Erachtens zu Unrecht nicht vorgeladene Zeuge, zwingend hätte befragt werden müssen (zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 146 III 73 E. 5.2.2; 144 II 427 E. 3.1.3; je mit Hinweisen). Den antizipierten Verzicht auf weitere Beweismassnahmen prüft das Bundesgericht nur unter dem Aspekt der Willkür (BGE 146 III 73 E. 5.2.2). Zudem ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer anwaltlich vertreten war und steht willkürfrei fest, dass seine Interessen gewahrt wurden. Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung seines Teilnahmerechts rügt, verkennt er, dass ihm die erste kantonale Instanz insoweit folgte und ihn gestützt darauf von einigen Vorwürfen freisprach. Das Vorbringen war daher bereits vor Vorinstanz nicht mehr Gegenstand des Verfahrens. Darauf ist nicht einzugehen.