Citation: 5P.444/2002 06.02.2003 E. 1

Das Kantonsgericht hat die letztwillige Verfügung gestützt auf Art. 519 Abs. 1 Ziffer 1 ZGB für ungültig erklärt, weil sie von der Erblasserin zu einer Zeit errichtet worden sei, da sie nicht verfügungsfähig gewesen sei. Das im vorliegenden Ungültigkeitsprozess ergangene Urteil des Kantonsgerichts unterliegt der eidgenössischen Berufung. Im Berufungsverfahren werden für das Bundesgericht - von eng begrenzten Ausnahmen abgesehen (Art. 63 f. OG) - die kantonsgerichtlichen Feststellungen verbindlich sein, die den geistigen Zustand der Erblasserin im fraglichen Zeitraum sowie Art und Tragweite möglicher störender Einwirkungen betreffen (BGE 124 III 5 E. 4 S. 13; vgl. für Einzelheiten: E. 2 des Berufungsurteils). Es ist deshalb - der Regel entsprechend (Art. 57 Abs. 5 OG) - über die staatsrechtliche Beschwerde vorweg zu entscheiden, mit der geltend gemacht wird, die rechtserheblichen Tatsachenfeststellungen seien verfassungswidrig zustande gekommen und insbesondere die Ergebnisse des Beweisverfahrens willkürlich gewürdigt worden. Die Zulässigkeitsvoraussetzungen (Art. 84 ff. OG) sind erfüllt, so dass auf die staatsrechtliche Beschwerde eingetreten werden kann. Auf die formellen Anforderungen an die Beschwerdeschrift (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG) wird im Sachzusammenhang zurückzukommen sein.