Citation: 2C_762/2015 E. 3.3.4

3.3.4. "Grundsätzlich" kann als Prinzip ohne Ausnahme oder aber auch mit dem Vorbehalt bestimmter Ausnahmen verstanden werden. Selbst wenn für die Zulassung zum Masterstudium entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen kein Hochschulabschluss vorauszusetzen wäre, vermag der Beschwerdeführer die Gleichwertigkeit der absolvierten Veranstaltungen nicht aufzuzeigen: Nach dem Normalstudienplan von 1976 (mit Änderungen vom 17. September 1984 S. 2 ff.) waren für das Grundstudium zwar noch sechs Semester vorgesehen, was der Länge des Bachelorstudiums entspricht (vgl. auch angefochtenes Urteil E. 3.5). Entgegen der Ausführungen des Beschwerdeführers ergibt sich eine Gleichwertigkeit der beiden Vordiplome mit dem Bachelorabschluss indessen nicht bereits daraus, dass sie diesem eine gleichlange Studienzeit bescheinigen. Auch vermag der Umstand, dass für die Veranstaltungen teils dieselben Kursüberschriften beibehalten wurden und teils dieselben Dozenten lehren, für sich keine Gleichwertigkeit der Fächer in inhaltlicher Hinsicht zu belegen. Die Vorinstanz stellt unter Bezugnahme auf die Ausführungen der Fakultät vielmehr fest, dass die viele Jahre zurückliegenden Lehrveranstaltungen im Bereich der Biologie mit den heutigen kaum mehr vergleichbar seien, und der Beschwerdeführer geht selbst von einem gewissen - aber nicht vollständigen - Grad der Übereinstimmung aus (die Studiengänge würden "genau dasselbe bezwecken"; die Fächer seien "praktisch" identisch). Dass das Verwaltungsgericht vor diesem Hintergrund davon ausgegangen ist, die Liste der testierten und vom Beschwerdeführer als gleich gerügten Veranstaltungen vermöge kein eigenständiges Kriterium für die Zulassung zum Masterstudium zu begründen, ist nicht zu beanstanden (vgl. Art. 29 Abs. 3 und 4 UniG/BE e contrario). Eine Verletzung von Art. 3 Abs. 1 der Bologna-Richtlinien ist nicht dargetan. Vor diesem Hintergrund ist auch die behauptete sachfremde Ungleichbehandlung hinsichtlich der Zulassung zum Masterstudiengang von Studierenden in Bologna-Studiengängen gegenüber denjenigen in den Diplomstudiengängen nicht ersichtlich. Die Rüge einer Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots infolge unterschiedlicher Studienordnungen (für unterschiedliche Studiengänge) ist unbegründet (Art. 8 BV).