Citation: 2C_95/2021 E. 5.5

5.5. Die Beschwerdeführer rügen ferner eine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben im Sinne von Art. 5 Abs. 3 BV und Art. 9 BV. Sie machen geltend, der Kantonsarzt sei sich im Klaren darüber gewesen, dass sich der beschwerdeführende Arzt in seiner Arztpraxis in V.________ (Kanton Bern) aufhalten werde und seine Aufsichtspflichten im bekannten und tatsächlich erfolgten Rahmen - unter anderem per Skype - wahrnehmen würde. Diese Argumentation ist nicht stichhaltig. Mit ihren Ausführungen stellen die Beschwerdeführer lediglich ihre Auffassung jener der Vorinstanz gegenüber. Laut der Vorinstanz bringen die Beschwerdeführer in tatsächlicher Hinsicht keine Belege bei, aus denen ersichtlich wäre, dass der Kantonsarzt von der konkreten Ausgestaltung der Aufsicht durch den beschwerdeführenden Arzt Kenntnis gehabt hätte (vgl. E. 5.3 des angefochtenen Urteils). Auf solche (aktenkundigen) Belege berufen sich die Beschwerdeführer auch nicht im Rahmen des bundesgerichtlichen Verfahrens. Insofern ist es nicht unhaltbar, wenn die Vorinstanz berücksichtigt, die eingereichten Gesuche um Erteilung der Betriebsbewilligung bezeichneten den beschwerdeführenden Arzt als für die Betriebsleitung verantwortlich (vgl. E. 5.3 des angefochtenen Urteils). Die Gesundheitsbehörden durften bei der Bewilligungserteilung davon ausgehen, dass der beschwerdeführende Arzt die Aufsicht über seine Assistentin tatsächlich und unter Einhaltung der gesetzlich erlaubten Abwesenheiten wahrnehmen wird. Ein treuwidriges Verhalten der Behörden lässt sich aus diesen Umständen nicht ableiten. Die Vernachlässigung dieser Pflichten darf dem beschwerdeführenden Arzt daher ohne Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben entgegengehalten werden.