Citation: 1P.178/2004 26.03.2004 E. 1

Der Geschäftsleitende Untersuchungsrichter des Untersuchungsrichteramtes III Bern-Mittelland und die Staatsanwaltschaft III Bern-Mittelland traten mit übereinstimmendem Beschluss vom 12./22. Dezember 2003 auf die Strafanzeige von A.________ gegen B.________wegen Verleumdung, übler Nachrede, schwerer Körperverletzung, Verletzung des Berufsgeheimnisses und Ausstellens eines falschen ärztlichen Zeugnisses nicht ein. Zur Begründung des Nichteintretensbeschlusses wurde ausgeführt, dass in der Strafanzeige nur bezüglich der mutmasslichen Verletzung des Berufsgeheimnisses ein konkreter Sachverhalt dargetan werde. Aus einer Beilage gehe hervor, dass die Anzeigerin der Meinung gewesen sei, in der 32. Woche schwanger zu sein. Weder die Angezeigte noch zwei Ärzte hätten jedoch eine Schwangerschaft feststellen können. Dies lege den Schluss nahe, dass die Anzeigerin diesbezüglich verwirrt sei. Nach unwidersprochener Ankündigung habe die Angezeigte das Dossier dem Vertrauensarzt der Versicherung übergeben. Im Schreiben vom 28. Februar 2002 habe die Anzeigerin der Angezeigten mitgeteilt, dass sie ohne weiteres mit ihrer Versicherung in Kontakt treten könne. Dem beschriebenen Sachverhalt seien demnach keine strafbaren Handlungen der Angezeigten zu entnehmen.