Citation: 6B_986/2017 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, den Einladungen und den Bargeldzahlungen habe kein geschäftliches Motiv zugrunde gelegen. Diese hätten vielmehr einen rein privaten freundschaftlichen Hintergrund gehabt. So bestünden erhebliche Zweifel daran, dass die Vergabe der IT-Dienstleistungen "IT-Projektleiter DaZu" und "Business Analyst DaZu" an die A.________ GmbH und die Einladung an den Mitangeklagten Z.________ und seine Partnerin zu der Reise nach Barcelona in einem Austauschverhältnis miteinander gestanden hätten. Er und Z.________ seien freundschaftlich verbunden gewesen und hätten mehrere Male privat Freizeitaktivitäten betrieben. Auch beim Besuch des Champions League Spiels in Barcelona habe es sich um eine Reise auf rein privater Basis gehandelt. Z.________ habe mit der Vergabe der Aufträge nichts zu tun gehabt. Die Vergabe an die A.________ GmbH sei auch gar keine Gefälligkeit, sondern eine sachlich begründete Notwendigkeit und für das BAFU die optimale und effizienteste Lösung gewesen. Dasselbe gelte in Bezug auf die Vergabe der IT-Dienstleistungen "Projektassistenz DaZu/NewApps" und die Einladung des Mitangeklagten Z.________ und seiner Partnerin zum Eröffnungsspiel der Euro 2008 vom 7. Juni 2008 in Basel mit anschliessendem Nachtessen. Auch dieser Anlass sei ein Ausflug unter Freunden gewesen und habe in keinem Zusammenhang mit der Vergabe der IT-Dienstleistung gestanden. Dass die Daten der Offertstellung, der Austragung des Fussballspiels und der Vertragsunterzeichnung zeitlich nahe beieinander gelegen hätten, sage über das Bestehen eines Austauschverhältnisses nichts aus. Ein mündliches Angebot zur Personalleihe betreffend den Mitarbeiter der A.________ GmbH I.________ sei erst mehrere Monate nach der Bestellung der Fussballspieltickets erfolgt. Zudem sei die Vergabe der IT-Dienstleistung an die A.________ GmbH wegen des engen Zusammenhangs mit dem Projekt DaZu sachlich begründet und die effizienteste Lösung im Interesse des BAFU gewesen. Daran ändere nichts, dass I.________ bereits einige Stunden in vertragslosem Zustand gearbeitet habe. Insgesamt bestünden auch in diesem Punkt erhebliche Zweifel, ob die Vergabe an die A.________ GmbH und der Besuch des Fussballspiels in Basel in einem Austauschverhältnis zueinander gestanden hätten. Schliesslich habe auch die Vergabe der Business-Intelligence Softwarelizenzen und IT-Dienstleistungen "BI-Consulting/BI-Schulung" über die Firma F.________ AG in keinem Austauschverhältnis mit den Bargeldzahlungen von rund CHF 40'000.-- an den Mitangeklagten Z.________ sowie der Einladung zu einem Aufenthalt im Südtirol gestanden. Die Bargeldzahlungen seien ein persönliches Darlehen unter Freunden gewesen und hätten in keinem Zusammenhang mit der Beschaffung der S.________-Produkte gestanden. Auch bei der Einladung ins Südtirol hätten keine geschäftlichen Hintergedanken mitgespielt. Zudem sei aktenkundig, dass der Mitangeklagte Z.________ in der fraglichen Zeit finanzielle Schwierigkeiten gehabt habe und sich bei ihm innert kurzer Zeit hohe Schulden angehäuft gehabt hätten. Er habe aus diesem Grund mehrere, hochverzinsliche Privatkredite aufnehmen müssen. In dieser Situation habe er ihn aus freundschaftlichen Motiven über einen Zeitraum von rund einem halben Jahr finanziell unterstützt. Schliesslich macht der Beschwerdeführer auch in diesem Kontext geltend, mit der Beschaffung der BI-Lizenzen und Dienstleistungen über die F.________ AG habe eine schwerwiegende Projektverzögerung verhindert werden können. Zudem sei das sich aus den AGB der S.________ GmbH ergebende Risiko auf die F.________ AG ausgelagert bzw. von dieser übernommen worden (Beschwerde S. 41 ff.). In subjektiver Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, weder bei der Beschaffung des BI-Tools der S.________ GmbH noch bei der Vergabe der verschiedenen IT-Dienstleistungen habe er beabsichtigt, beschaffungsrechtliche Vorgaben zu umgehen. Sein Vorgehen habe im besten Interesse des Projekts und des BAFU gelegen. Er habe daher keinen Vorsatz gehabt, sich einen ungebührlichen Vorteil zu verschaffen (Beschwerde S. 51 ff.).