Citation: 4A_264/2019 E. 1.2

1.2. Die Beschwerdeführerin behauptet, das ihr mit Kurier zugestellte Exemplar des Schiedsentscheids sei unvollständig gewesen, denn es hätten einige Seiten gefehlt, namentlich auch die Seiten mit Dispositiv und Unterschrift. Ihre fehlende Reaktion auf die behauptete Unvollständigkeit der Original-Ausfertigung erklärt sie damit, dass ihr Rechtsvertreter die aus Höflichkeit per E-Mail im PDF-Format zugestellte Fassung des Schiedsurteils studiert und ausschliesslich aufgrund dieser Fassung ein Erläuterungsbegehren im Sinne von Art. 35 des ICC-Reglements gestellt habe. Sie macht geltend, mangels Vollständigkeit der fristauslösenden Ausfertigung sei der angefochtene Entscheid nichtig mit der Folge, dass ihr eine vollständige, vom Schiedsrichter unterschriebene Ausfertigung zugestellt werden müsse und die Beschwerdefrist bis jetzt nicht zu laufen begonnen habe.