Citation: 6B_214/2024 E. 3.1

3.1. Er kritisiert, die Vorinstanz habe in Verletzung von Art. 33 Abs. 1 StGB sowie Art. 3 Abs. 2 lit. a StPO zu Unrecht einen Rückzug des Strafantrags durch den Geschädigten verneint. Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, die erste Rückzugserklärung des Geschädigten vom 16. März 2023 sei entgegen der Vorinstanz nicht missverständlich, da Letzterer dort mit technisch korrekten Begriffen seinen Willen zum Rückzug des Strafantrags erklärt und zudem zum Ausdruck gebracht habe, von seiner Rechtsschutzversicherung beraten worden zu sein, weshalb nicht zu befürchten gewesen sei, er habe nicht zwischen seiner strafprozessualen Rolle als Privatkläger und dem Strafantrag als Prozessvoraussetzung unterscheiden können. Weiter betont er, an der Klarheit jener Erklärung ändere die Meinungsänderung gemäss der zweiten Erklärung vom 24. April 2023 nichts. Zu dieser sei es aufgrund einer Nachfrage und Belehrung der Vorinstanz gekommen, die unzulässig sei, da auf den einmal erklärten Rückzug des Strafantrags nicht zurückgekommen werden könne, die Vorinstanz mit ihrem bei ihrer Nachfrage gemachten Hinweis auf die Kostenfolgen die Meinungsänderung provoziert habe und dieser Hinweis zudem angesichts des bereits im Anzeigeformular enthaltenen solchen Hinweises unnötig gewesen sei. Darüber hinaus legt der Beschwerdeführer dar, dass eine einfache Nachfrage, ob mit dem ersten Rückzugsschreiben der Rückzug des Strafantrags oder der Verzicht auf die Parteistellung gemeint gewesen sei, genügt hätte, und dass ebenso der Grundsatz der Unschuldsvermutung, und sinngemäss jener der freien Beweiswürdigung, die Annahme eines Rückzugs des Strafantrags geböten.