Citation: 7B_130/2022 E. 3.3

3.3. Nach der Rechtsprechung stellt ein kollegiales Verhältnis bzw. eine berufliche Beziehung zwischen der in der Strafbehörde tätigen Person und einer Verfahrenspartei oder deren Rechtsbeistand noch keinen Ausstandsgrund dar, sofern keine weiteren, konkreten Umstände auf mangelnde Unvoreingenommenheit schliessen lassen (BGE 144 I 159 E. 4.4; Urteile 7B_173/2023 vom 15. März 2024 E. 2.2.2; 7B_190/2023 vom 14. Dezember 2023 E. 4.3; 7B_156/2022 vom 7. September 2023 E. 4.5.1; je mit Hinweisen). Derartige Umstände bringt der Beschwerdeführer nicht vor. Insbesondere verfängt der Vorwurf nicht, es bestehe ein Abhängigkeitsverhältnis, das eine Befangenheit nach Art. 56 lit. f StPO begründe, da allenfalls auch gegen eigene Vorgesetzte ermittelt werden müsste. Die Vorinstanz weist zu Recht darauf hin, dass wenigstens die Erste Staatsanwältin selbst unbefangen ist. Denn diese befindet sich auch gegenüber Personen mit Leitungsfunktion innerhalb der Staatsanwaltschaft weder in einem direkten noch indirekten Abhängigkeitsverhältnis. Ausstandsgründe, welche die Erste Staatsanwältin persönlich betreffen würden (z.B. das Vorliegen systematischen Fehlverhaltens innerhalb ihrer Behörde und ein damit einhergehendes dienstrechtliches Fehlverhalten ihrerseits), werden vom Beschwerdeführer nicht vorgebracht und sind auch nicht ersichtlich. Der angefochtene Beschluss ist daher nicht zu beanstanden, soweit er darauf beruht, dass wenigstens die Erste Staatsanwältin nicht befangen ist.