Citation: 5P.294/2006 14.08.2006 E. 3

Die Beschwerdeführerin wirft dem Kantonsgericht die willkürliche Anwendung der Walliser Zivilprozessordnung vor. Sei gegen einen Entscheid kein ordentliches kantonales Rechtsmittel gegeben, so dürfe nicht leichthin angenommen werden, dies treffe auch für ein ausserordentliches Rechtsmittel zu. Es gebe im kantonalen Recht keine Bestimmung, die für den vorliegenden Fall die Nichtigkeitsklage ausschliesse. Zudem sehe der für die Nichtigkeitsklage geltende Art. 228 Abs. 1 ZPO/VS vor, dass der Kassationsbehörde volle Kognition zustehe, wenn die Verletzung eines verfahrensrechtlichen Grundsatzes gerügt werde und die Berufung an das Bundesgericht zulässig sei. Letzteres sei aufgrund von Art. 44 lit. d. OG der Fall. Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, mit dem Nichteintreten auf die Nichtigkeitsklage nehme das Kantonsgericht ihr die Möglichkeit, Verfahrensfehler mit voller Kognition überprüfen zu lassen.