Citation: 1C_170/2022 E. 5.5

5.5. Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör, weil schon nach Art. 29 aBZO (1946) ein Mehrlängenzuschlag zu beachten gewesen wäre; mit diesem Vorbringen habe sich das Verwaltungsgericht nicht auseinandergesetzt. Das Verwaltungsgericht ging jedoch (wie schon das Baurekursgericht) davon aus, dass sich der einzuhaltende Grenz- und die Gebäudeab stände nach dem aktuell geltenden Recht bestimmen. Ausführungen der Beschwerdeführerin dazu, weshalb dies willkürlich wäre, fehlen gänzlich. Damit ist die Rechtsauffassung der Vorinstanz zugrundezulegen, nach der die Frage, ob ein Mehrlängenzuschlag bereits gemäss dem im Zeitpunkt der Abgabe der Abrückungserklärung geltenden Recht notwendig gewesen wäre, unerheblich ist. Insofern war das Verwaltungsgericht nicht verpflichtet, sich mit dem Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinanderzusetzen. Deren Anspruch auf rechtliches Gehör wurde somit nicht verletzt.