Citation: 6B_20/2021 E. 3

Die Vorinstanz prüfte das Vorliegen einer schweren Körperverletzung eingehend und nachvollziehbar. Sie hält zusammengefasst fest, dass die vom Beschwerdeführer bei der Kollision der Gabelstapler erlittene Mittelfussfraktur verheilt sei. Aufgrund der dauerhaften Fehlstellung des V. Strahls bestehe zwar ein Einfluss auf die Stabilität, was gemäss Einschätzung der Suva eine Integritätsschädigung auf Basis einer Einschränkung von 10 % rechtfertige. Jedoch liege damit noch keine erhebliche Störung der Grundfunktion vor. Der Beschwerdeführer könne sich ohne Krücken fortbewegen. Aufgrund seiner ablehnenden Haltung gegenüber Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten sei zudem von einer bloss geringfügigen Einschränkung in seiner Bewegungsfunktion auszugehen. Ausserdem seien gemäss den medizinischen Akten die angegebenen starken Schmerzen nicht mit den objektiven Befunden vereinbar. Es liege insgesamt weder Lebensgefahr noch die Verstümmelung oder das Unbrauchbarmachen eines wichtigen Organs oder Gliedes vor. Von einer dauernden Arbeitsunfähigkeit könne ebenfalls nicht ausgegangen werden. Der Beschwerdeführer sei in der bisherigen Tätigkeit als zu 100 % arbeitsfähig zu erachten. Auch sonst liege keine Körperverletzung vor, die als schwerer Eingriff in die physische und psychische Integrität zu werten sei. Zudem sei infolge der Operation vom 22. Oktober 2020 eine zusätzliche Verbesserung des Gesundheitszustandes zu erwarten. Insgesamt sei der Mittelfussbruch somit nicht als schwere Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB zu qualifizieren.