Citation: 8C_407/2022 E. 5.2

5.2. Das kantonale Gericht hat sodann hinsichtlich der ab Mitte Januar 2020 aus orthopädischer Sicht attestierten Arbeitsfähigkeit verbindlich (vgl. E. 1 hievor) festgestellt, die Gutachter hätten das Anforderungsprofil wie folgt umschrieben: "Muskoskelettär leicht- bis intermittierend (Anteil maximal 25 %) mittelbelastende Tätigkeiten sind mit einem Pensum von 70 % ausübbar. Im Rahmen der Pseudarthrose mit einhergehenden Schmerzen besteht ein erhöhter Pausenbedarf [...]". Laut Aussage des orthopädischen Sachverständigen Dr. med. D.________ sei der Beschwerdeführer somit zu 70 % arbeitsfähig. Wenn der Beschwerdeführer moniert, der von den medizinischen Experten attestierte Pausenbedarf reduziere seine Arbeitsfähigkeit derart, dass eine wesentlich höhere Lohneinbusse berücksichtigt werden müsse (über 50 % oder zumindest über 40 %), hat sich das kantonale Gericht mit den diesbezüglichen Einwänden bereits in nicht zu beanstandender Weise auseinandergesetzt. Eine Beweiswürdigung ist nicht bereits dann willkürlich (zum Begriff: BGE 140 III 16 E. 2.1 mit Hinweisen), wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst, wenn der Entscheid - im Ergebnis - offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Fehler beruht (BGE 144 I 28 E. 2.4 mit Hinweisen). So verhält es sich hier nicht. Im Gegenteil wiederholte der orthopädische asim-Experte Dr. med. D.________ in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 21. Januar 2021 ausdrücklich, ab dem 6. Juli 2018 sei eine 50%ige Arbeitsfähigkeit anzunehmen mit schrittweiser Steigerung "auf die heute vorliegende AF von 70 %". Auch anderweitig besteht kein Anhaltspunkt für eine durch den Pausenbedarf zusätzlich verminderte Arbeitsfähigkeit. Dementsprechend ist nicht erkennbar, inwieweit das angefochtene Urteil auf einer Fehlinterpretation der gutachterlichen Ausführungen zum Pausenbedarf im Sinne einer willkürlichen respektive unvollständigen Beweiswürdigung beruhen soll. Abgesehen davon kann dem kantonalen Gericht auch keine Verletzung der Begründungspflicht vorgeworfen werden, wenn es sich in diesem Kontext - ausgehend von den Vorbringen in der Beschwerde - auf das Wesentliche beschränkt hat (Näheres dazu: BGE 133 III 439 E. 3.3; 126 I 97 E. 2b; 124 V 180 E. 1a; je mit Hinweisen). Der vorinstanzliche Verzicht auf weitere Abklärungen verletzt demzufolge keine Beweiswürdigungsregeln (Art. 43 Abs. 1 und 61 lit. c ATSG; antizipierende Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5; 136 I 229 E. 5.3). Demnach bleibt der Schluss des kantonalen Gerichts, ab Januar 2020 bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 70 % für angepasste Tätigkeiten, letztinstanzlich verbindlich.