Citation: 2C_787/2018 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er für seine strafrechtlichen Verfehlungen nie verwarnt wurde. Die Vorinstanz komme zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer auch ohne ausdrückliche Verwarnung des Migrationsamts hätte klar sein müssen, dass er sein Verhalten ändern müsse, falls er seinen weiteren Aufenthalt in der Schweiz nicht gefährden wolle (vgl. E. 6.2 des Urteils vom 31. Juli 2018). Dabei hätte die Vorinstanz nach der Auffassung des Beschwerdeführers berücksichtigen müssen, dass das amtliche Versäumnis den Beschwerdeführer zu verwarnen, für die spätere Straffälligkeit in hohem Grad mitverantwortlich gewesen sei. Mangels vorgängiger Verwarnung hätte das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung nicht widerrufen dürfen.