Citation: 6B_591/2024 E. 1.4.2

1.4.2. An der Sache vorbei gehen letztlich die kritischen Ausführungen des Beschwerdeführers zum Vorliegen einer (heftigen) Gemütsbewegung, da diese auch von der Vorinstanz bejaht wird. Dabei berücksichtigt die Vorinstanz die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Umstände am Tattag und in den Monaten zuvor. Konkret erwägt die Vorinstanz, der Tat sei keinerlei Planung vorausgegangen, es habe sich zweifellos um ein impulsives Tatgeschehen gehandelt. Die Darstellung des Beschwerdeführers sei plausibel, wonach er im Affekt gehandelt habe, gekränkt und wütend gewesen sei, weil die Geschädigte keine Empathie gezeigt habe, sich vielmehr über ihn lustig gemacht habe, indem sie ihn habe filmen wollen, als er starke Schmerzen wegen eines gebrochenen Zehs gehabt habe. Die Gemütsbewegung, die der Beschwerdeführer geschildert habe, erscheine aufgrund der gesamten Umstände als psychologisch nachvollziehbar. Hinzu komme, dass zwischen den Beiden schon vor der Tat eine stark belastende Situation bestanden habe. Der Beschwerdeführer und die Geschädigte als seine Untermieterin hätten seit mehreren Monaten in Streit in der gleichen Wohnung gelebt, sogar die Polizei habe verständigt werden müssen. Dem Beschwerdeführer sei es nicht gelungen, die unliebsame Untermieterin aus seiner Wohnung herauszubringen (Urteil S. 40 f.).