Citation: 2C_441/2020 E. 2.4

2.4. Unter dem Titel "Checkliste" des Gesuchsformulars betreffend Weiterbildung sind die Unterlagen aufgelistet, welche je nach beantragter Anerkennung als Nachweis für die Weiterbildung gelten und entsprechend (durch ein Kreuz markiert) physisch beizulegen sind. Darunter sind auch "wissenschaftliche Publikationen" aufgeführt. Daraus ergibt sich, dass letztere als Voraussetzung für eine damit verbundene Anerkennung (als Weiterbildung) bzw. zwecks Inanspruchnahme der genannten Option mit dem Gesuch (physisch) einzureichen bzw. im späteren Verlauf des Verfahrens nachzureichen waren. Dies steht im Einklang mit dem auch im öffentlichen Recht geltenden, allgemeinen Rechtsgrundsatz von Art. 8 ZGB, wonach derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen hat, der aus ihr Rechte ableitet (Urteil 2A.343/2005 vom 10. November 2005 E. 4.2). Zudem trifft denjenigen, der in eigenem Interesse ein Verfahren einleitet, eine Mitwirkungspflicht bei der Feststellung des Sachverhalts (Art. 13 Abs. 1 lit. a VwVG; BGE 143 II 425 E. 5.1 S. 438 f.; Urteil 2A.343/2005 vom 10. November 2005 E. 4.2). Das replikweise Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach die (wissenschaftlichen) Publikationen dem Gesuch nicht beigelegt werden müssen, genügt den Begründungsanforderungen an eine Rüge nicht (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG). Doch selbst wenn darin eine Rüge der Verletzung bundesrechtlicher Regeln zur Beweislastverteilung zu erblicken wäre, müsste die Beschwerde in diesem Punkt abgewiesen werden, da es rechtlich gesehen Sache des Beschwerdeführers gewesen wäre, allfällige wissenschaftliche Publikationen dem Gesuch beizulegen oder später nachzureichen.