Citation: 1B_227/2017 E. A

Die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (im Folgenden: Staatsanwaltschaft) führt eine Strafuntersuchung gegen A.________. Sie wirft ihm vor, an mehrfachem Mord und Raub beteiligt gewesen zu sein. Überdies habe er sich des versuchten Betrugs schuldig gemacht. Am Abend des 3. Juni 2016 habe er sich zusammen mit den Mitbeschuldigten B. D.________ und dessen Ehefrau C. D.________ zu E.________ begeben, unter dem Vorwand, Interesse am Kauf eines von diesem zum Verkauf angebotenen Lastwagens zu haben. Um den Kaufpreis von ca. Fr. 60'000.-- nicht bezahlen zu müssen, hätten die Beschuldigten nach der Probefahrt E.________ gefesselt und in einem Anhänger an den Wohnort der Ehegatten D.________ verbracht. Dort habe B. D.________ E.________ ein Band um den Mund und die Nase geklebt und gewartet, bis E.________ erstickt sei. Die Leiche hätten die Beschuldigten in einen Wald gelegt (Dossier 1). A.________ sei überdies zusammen mit B. D.________ und C. D.________ an der Tötung von F.________ und der anschliessenden Entwendung dessen "BMW" und des dessen Vater gehörenden "Mercedes" beteiligt gewesen. A.________ habe am Abend des 27. April 2016 F.________ wahrheitswidrig gesagt, den "BMW" zwecks Reparatur auf einem Anhänger in eine Autogarage transportieren zu wollen. F.________ sei in der Folge zu A.________ ins Fahrzeug eingestiegen, worauf ihn A.________ zusammen mit dem auf dem Anhänger aufgeladenen "BMW" nicht in eine Autogarage, sondern zu B. D.________ gebracht habe. Dort sei F.________ zum Widerstand unfähig gemacht worden. Darauf habe man ihm die Schlüssel für den "BMW" und den "Mercedes" abgenommen. Anschliessend habe A.________ zusammen mit C. D.________ am Wohnort der Eltern von F.________ den "Mercedes" abgeholt, welchen C. D.________ in der Folge an ihren Wohnort verbracht habe. Zu einem nicht genau bekannten Zeitpunkt zwischen dem 27. und 28. April 2016 habe B. D.________ F.________ getötet, indem er ihm den Mund und die Nase mit einem Klebeband verschlossen habe. Die Leiche habe B. D.________ an seinem Wohnort vergraben (Dossier 2). Am 29. Juni 2015 habe A.________ ausserdem bei der Polizei wahrheitswidrig den Diebstahl seines Lieferwagens gemeldet, um von der Versicherung die Auszahlung von Leistungen zu erwirken, was ihm jedoch nicht gelungen sei (Dossier 4). A.________ habe überdies B. D.________ beim Betrug einer anderen Versicherung Hilfe geleistet. B. D.________ habe am 6. Januar 2016 der Versicherung einen auf seine Mutter eingetragenen Personenwagen wahrheitswidrig als gestohlen gemeldet. In der Nacht des 28. Januar 2016 sei der Wagen in Deutschland brennend aufgefunden worden. B. D.________ habe der Versicherung den Fahrzeugschlüssel abgeben müssen. Um es B. D.________ zu ermöglichen, den Wagen an den späteren Fundort zu verschieben, habe A.________ versucht, ein neues Zündschloss in den Wagen einzubauen. Zudem sei A.________ am Anzünden des Wagens beteiligt gewesen. Im Weiteren habe er über seinen Garagenbetrieb Rechnungen ausgestellt, welche gegenüber der Versicherung Reparaturen am Wagen hätten belegen sollen, die nie ausgeführt worden seien. Dies habe A.________ getan, um der Versicherung einen höheren Wert des Wagens vorzuspiegeln (Dossier 5).