Citation: C 208/04 06.12.2004 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob entschuldbare Gründe für die Nichtteilnahme am zugewiesen Kurs vorliegen. 2.1 Ein entschuldbarer Grund, der den Nichtantritt oder den Abbruch eines Kurses rechtfertigt, liegt rechtsprechungsgemäss - in Nachachtung des Art. 21 Übereinkommen Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 21. Juni 1988 (SR 0.822.726.8) - dann vor, wenn der zugewiesene Kurs nicht zumutbar, insbesondere den persönlichen Verhältnissen oder dem Gesundheitszustand der versicherten Person (vgl. Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG) nicht angemessen ist (ARV 1999 Nr. 9 S. 42 Erw. 2b mit Hinweisen). 2.2 Zu beurteilen gilt es die Frage, ob es der Versicherten durch die Pflege ihres im Verfügungszeitpunkt schwer kranken (zwischenzeitlich verstorbenen) Ehemannes unzumutbar war, die arbeitsmarktliche Massnahme zu besuchen. Das kantonale Gericht hat dies zu Recht verneint. Ergänzend zu den vorinstanzlichen Erwägungen ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin anfänglich einzig geltend gemacht hatte, dass sie die verfügte Massnahme auf Grund ihrer 35-jährigen Berufserfahrung nicht brauche, sodass sie sich beim Kursveranstalter abgemeldet habe. Im kantonalen Verfahren betonte die Beschwerdeführerin dann an erster Stelle die Notwendigkeit ihres Einsatzes zur Betreuung des schwerkranken, spitalentlassenen Ehegatten, wobei sie insbesondere festhielt, dass sie für einen ihr unnötig erscheinenden Kurs ihren hilflosen Mann nicht hätte "sitzen lassen". Mit ihren Vorbringen räumt sie - wenn auch indirekt, so doch schlüssig - selber ein, dass sie von den gegebenen Umständen her in der Lage gewesen wäre, die erforderliche Krankenbetreuung anders zu organisieren. Der Kurs war mit Blick auf die zahlreichen in den Akten liegenden erfolglosen Stellenbemühungen weder unzweckmässig noch überflüssig. War die Beschwerdeführerin damals bereit und in der Lage gewesen, gegebenenfalls sofort eine neue Arbeit anzutreten, was Voraussetzung des Taggeldbezuges bildet, hat dies auch für den Besuch des 18 Tage dauernden Kurses als gesetzliche Pflicht (Art. 17 AVIG) zu gelten. Es kommt hinzu, dass die zuständige Personalberaterin sie in mehreren Gesprächen vergeblich von der Notwendigkeit dieses Kurses zu überzeugen versuchte. Wenn die Beschwerdeführerin darauf hinweist, ihr Ehemann hätte glücklicherweise die Spitex nicht in Anspruch nehmen müssen und dank der Arbeitslosigkeit habe sie ihren Mann während der letzten schweren Zeit pflegen und begleiten können, ist dies zwar menschlich verständlich. Letztlich stellt die Beschwerdeführerin aber damit ihre Vermittlungsfähigkeit in jener Zeit und damit die grundsätzliche Taggeldberechtigung in Frage (Art. 8 Abs. 1 lit. f in Verbindung mit Art. 15 AVIG). Indessen ist in der gegebenen Situation auf Weiterungen zu Ungunsten der Beschwerdeführerin (Art. 132 OG lit. c OG) zu verzichten.