Citation: K 115/04 11.04.2005 E. 3

Ist somit der Beschwerdeführerin das reglementarische Zessionsverbot entgegenzuhalten, vermag sie sich über keinen Rechtstitel auszuweisen, welcher sie berechtigen würde, die von ihr erbrachten VVG-Versicherungsleistungen ganz oder teilweise von der Beschwerdegegnerin einzufordern. Sämtliche weiteren Fragen, welche im kantonalen Entscheid und in den Rechtsschriften der Verfahrensbeteiligten aufgeworfen werden, können offen bleiben, insbesondere die Frage, ob für die Heilbehandlungsleistungen, welche der mitbeteiligte Knabe effektiv genoss, die er aber gegenüber seiner Krankenversicherung nicht geltend machte, nach dem System des Tiers payant (Art. 42 Abs. 2 KVG) abzurechnen (gewesen) wäre, wo von vornherein keine Zession möglich ist. Unerörtert kann auch die Frage bleiben, ob das Vorgehen der Beschwerdeführerin nicht rechtsmissbräuchlich ist, und zwar deswegen, weil das Zwischenschalten der Krankenkasse als obligatorischer Versicherung eine Umgehung der Regressordnungen des Art. 72 Abs. 1 VVG und Art. 51 Abs. 2 OR bedeutet.