Citation: 1C_354/2023 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz kam nach Prüfung der vom Beschwerdeführer angezeigten mutmasslichen Straftaten zum Schluss, jegliche Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten würden fehlen. Bezüglich der Freiheitsberaubung mit erschwerenden Umständen (Art. 183 f. StGB) hielt sie fest, die fürsorgerische Unterbringung des Beschwerdeführers sei im dafür vorgesehenen Verfahren angeordnet worden. Gestützt auf die Akten sei der Beschwerdeführer behandlungsbedürftig gewesen, auch wenn er vom Gegenteil überzeugt sei. Überdies seien ihm Rechtsmittel zur Verfügung gestanden, von denen er auch teilweise Gebrauch gemacht habe. Der Tatbestand der Freiheitsberaubung sei somit klar nicht erfüllt. Zur (versuchten) schweren Körperverletzung (Art. 122 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) hielt die Vorinstanz fest, es würden sich aus den Akten keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, weder für die behauptete wissentliche und willentliche kontraindizierte medikamentöse Behandlung noch für eine offensichtliche Fehldiagnose. Zudem sei die gemäss dem Beschwerdeführer zu tiefe Dosierung des Blutverdünners auf seinen Wunsch hin angepasst worden. Überdies habe er bezüglich der medikamentösen Behandlung den (verwaltungsrechtlichen) Rechtsweg beschritten. Die Tatsache, dass das Bezirksgericht die Voraussetzungen für die angeordnete Zwangsmedikation als nicht erfüllt erachtete, ergebe nicht im Umkehrschluss, dass eine (versuchte) schwere Körperverletzung vorliege. Betreffend die Verleumdung gemäss Art. 174 Ziff. 1 StGB hielt die Vorinstanz fest, es gehöre ohne Weiteres zur ärztlichen Pflicht, den Gesundheitszustand eines Patienten einzuschätzen und die betreffenden Angaben weiteren an der Pflege beteiligten Personen und den zuständigen Behörden offenzulegen. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer mit den Diagnosen des Beschwerdegegners, insbesondere jene der Selbstgefährdung, nicht einverstanden sei, ergebe sich nicht, dass der Beschwerdegegner wider besseres Wissen Unwahrheiten über ersteren verbreitet habe. Es fehle überdies am direkten Vorsatz, da keine Anhaltspunkte dafür bestünden, dass der Beschwerdegegner wissentlich und willentlich entgegen seiner ärztlichen Sorgfaltspflicht offenkundig unwahre Äusserungen über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers getätigt habe. Weiter hielt die Vorinstanz bezüglich der Urkundenfälschung (Art. 251 StGB) fest, es sei aufgrund der Akten weder ersichtlich, inwiefern die schriftlichen Äusserungen des Beschwerdegegners unwahr sein sollten, noch, inwiefern dieser beabsichtigt habe, den Beschwerdeführer am Vermögen oder anderen Rechten zu schädigen oder sich oder einem anderen einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen. Schliesslich liege gemäss der Vorinstanz auch keine Verletzung des Berufsgeheimnisses (Art. 321 StGB) vor. Es gehe vielmehr aus den Akten hervor, dass die Mitteilungen der Klinik D.________ an die Ambulatorien U.________ und V.________ der ambulanten Nachbetreuung des Beschwerdeführers nach dessen Entlassung aus der Spitalpflege gedient hätten. Die Mitteilungen seien überdies durch die Einwilligung der zuständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) gedeckt gewesen.