Citation: 9C_598/2016 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer weist zunächst darauf hin, die Invalidenversicherung habe ihm wiederholt Hörgeräte zugesprochen; zuletzt habe er gemäss Mitteilung vom 18. Januar 2011 Kostengutsprache im Betrag vom Fr. 6'181.60 erhalten. Nachdem sich die Versorgung mit dem BAHA-Gerät nicht als zufriedenstellend erwiesen hatte, sei ihm in der Folge laut Mitteilung vom 8. April 2014 nur noch eine Pauschalentschädigung im Betrag von Fr. 1'650.- gewährt worden. Mit Schreiben vom 14. Mai 2014 habe er um Prüfung einer Kostenübernahme im Härtefall ersucht, was die Ausgleichskasse abgelehnt habe, weil durch die Invalidenversicherung noch keine Härtefallversorgung zugesprochen wurde. Die Ausgleichskasse wie auch die Vorinstanz würden verkennen, dass gemäss Artikel 4 HVA für Bezüger von Altersrenten, die bis zum Entstehen des Anspruchs auf eine Altersrente Hilfsmittel nach Artikel 21 IVG erhielten, der Anspruch auf diese Leistungen in Art und Umfang bestehen bleibt. Die Bestimmungen der Invalidenversicherung gälten sinngemäss. Die Revision der Hilfsmittelliste im Jahr 2011, mit welcher Ziffer 5.07 HVI-Anhang durch mehrere Ziffern ersetzt wurde und komplexe Versorgungen nunmehr unter Ziffer 5.07.2* (Härtefallregelung und Hörgeräteversorgung) beurteilt werden, habe eine partielle Eingrenzung und systematische Neuordnung gebracht. Damit sei nicht beabsichtigt worden, die Ansprüche von Hörbehinderten mit einem Besitzstand so zu schmälern, dass sie selbst bei komplexen Versorgungsverhältnissen und fortdauernder Erwerbstätigkeit nur noch Anspruch auf eine Pauschalvergütung haben sollten, während den Versicherten im IV-Alter eine differenzierte Versorgung im Sinne der neuen Ziffer 5.07.2* HVI-Anhang (Härtefallregelung mit Festlegung von über den Pauschalen liegenden Beiträgen an monaurale oder binaurale Versorgungen durch das BSV) gewährt wird. Der Besitzstand nach Artikel 4 HVA müsse unabhängig von der systematischen Subsumierung unter das alte oder neue System der Hörgeräteleistungen gewährt werden, wenn eine Person bereits vor Erreichen des Rentenalters erwerbstätig war und komplexe Versorgungsverhältnisse bestanden. Dass die Versorgung seinerzeit unter Ziffer 5.07 und nicht unter der damals noch nicht bestehenden Ziffer 5.07.2* HVI-Anhang erfolgte, dürfe nicht massgebend sein. Die Beschwerdegegnerin werde eine ORL-Klinik mit der Prüfung der Frage zu betrauen haben, ob die Hörgeräteversorgung als komplex nach Ziffer 5.07.2* HVI-Anhang zu gelten hat.