Citation: 2E_3/2022 E. 5.3

5.3. Selbst unter der Annahme eines Verstosses gegen Gesetzes- oder Verfassungsrecht müssten die Kläger sodann zusätzlich darlegen, inwiefern dem Bundesrat eine besonders schwere Amtspflichtverletzung vorzuwerfen wäre und inwiefern dadurch in Bezug auf die einzelnen Kläger ein absolut geschütztes Rechtsgut oder - bei reinen Vermögensschäden - eine Norm zum Schutz ihres Vermögens verletzt worden wäre (vorstehende E. 4, insbesondere E. 4.5). Soweit die Kläger vorbringen, die "sogenannte Impfung" habe bei vielen Menschen zu schweren gesundheitlichen Schäden geführt, könnte es potentiell um Schädigungen durch die Verletzung eines absolut geschützten Rechtsguts gehen (vorstehende E. 4.3). Allerdings legen die Kläger nicht dar, dass sie sich bzw. wer von ihnen sich tatsächlich habe impfen lassen (müssen); auch eine gesundheitliche Beeinträchtigung bestimmter Kläger durch eine Impfung wird nicht behauptet. Soweit es sodann um reine Vermögensschäden gehen soll, stellen Grundrechte in der Regel keine Verhaltensnormen zum Schutz des Vermögens dar (s. betreffend die Wirtschaftsfreiheit: Urteile 2E_6/2021 vom 23. März 2023 E. 5.3; 2E_3/2020, 2E_4/2020 vom 11. November 2021 E. 7.3 mit Hinweis auf BGE 118 Ib 473 E. 3). Dass die zusätzlichen Voraussetzungen der haftungsrechtlichen Widerrechtlichkeit (schwere Amtspflichtverletzung, Verletzung eines absolut geschützten Rechtsguts oder einer Schutznorm) erfüllt wären, vermögen die Kläger damit ebenso wenig aufzuzeigen, soweit sie darauf überhaupt eingehen.