Citation: 9C_819/2018 E. 4.2.2

4.2.2. Dem hielt die Vorinstanz im Rahmen des angefochtenen Entscheids - analog zu ihren Erwägungen im rechtskräftigen IV-Entscheid vom 29. Mai 2017 - entgegen, dass der Beschwerdegegner bereits vor Eintritt der Invalidität in Projekten mitgearbeitet und seit jeher das Ziel gehabt habe, Projektleiter zu werden. Mit der aktuellen Anstellung bei der Z.________ SA, bei welcher er seit 1. Mai 2016 als Projektleiter in der Kaderstufe 3 eingereiht sei und ein Jahres-Fixsalär von Fr. 114'400.- sowie einen Zielbonus von 5 % vom Jahres-Fixsalär erziele, habe er zu diesem Berufsziel zurückgefunden. Dabei sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner ohne Invalidität, welche über zehn Jahre angedauert habe, nicht nur das seit jeher bestehende Berufsziel (Projektleiter), sondern auch das momentan in Ausübung dieser Funktion erzielte Erwerbseinkommen viel früher hätte realisieren können (prospektive Sichtweise); dies nicht zuletzt auch wegen seines beruflichen Werdegangs, der deutlich mache, dass der Beschwerdegegner keine Person sei, die lange in einer Komfortzone verbleibe, sondern sich stetig weiterbilde und immer wieder neue berufliche Herausforderungen suche. Die Beschwerdeführerin - so das kantonale Gericht im Weiteren - gestehe dem Beschwerdegegner zwar die Realisierung einer Karriere zu, erkläre aber nicht, weshalb sie in ihrer Überentschädigungsberechnung von dem als Projektmanager bei der vormaligen Arbeitgeberin, der X.________ GmbH, erzielten Verdienst ausgehe und nicht vom Einkommen aus seiner derzeitigen Tätigkeit als Projektleiter bei der Z.________ SA. Der Beschwerdegegner sei zwar erst seit 1. Mai 2016 in dieser letzten Anstellung tätig. Jedoch könne, wie hiervor aufgezeigt, als überwiegend wahrscheinlich angesehen werden, dass er ohne Invalidität, die eine zehnjährige Abwesenheit vom Arbeitsmarkt zur Folge gehabt habe, diesen Karriereschritt viel früher realisiert hätte. Damit sei für die Überentschädigungsberechnung derjenige Lohn zugrunde zu legen, den der Beschwerdegegner aktuell als Projektleiter verdiene.