Citation: 5A_401/2022 E. 5.1.5

5.1.5. Abschliessend erachtete es die Vorinstanz als erstellt, dass die Erblasserin bereits zwei Jahre vor der Testamentserrichtung an Demenz litt, drei Monate danach gemäss dem Hausarzt deutlich dement war und sich der Hausarzt (weitere) sieben Monate später (mit Schreiben vom 23. September 2009) veranlasst sah, mit einer Gefährdungsmeldung an die damalige Vormundschaftsbehörde zu gelangen. Die im Anschluss durchgeführte Anhörung habe ergeben, dass die Erblasserin auch einfachste Fragen nicht hatte beantworten können. Aufgrund des verwirrten und deprimierten Gesundheitszustandes der isoliert lebenden Erblasserin sei fragwürdig, inwiefern diese vernunftgemäss und unbeeinflusst habe handeln können. Bis Oktober 2008 sei die Demenz jedenfalls schon "fortgeschritten" gewesen, im Februar 2009 habe die Erblasserin deutlich an Demenz gelitten.