Citation: 6B_673/2014 E. 9.2

9.2. Die Vorinstanz nimmt in diesem Punkt an, die Mitangeklagten X.________ und Y.________ hätten die ihnen angelasteten organisatorischen und technischen Vorkehrungen zu Raub und Mord, nämlich das Auskundschaften der Tatortumgebung, das Besorgen von Tatutensilien wie Overalls, Handschuhe, Funkgeräte und Pistolen sowie die Fahrt vom 14. Mai 2009 nach B.________ und das mehrmalige Klingeln an der Haupteingangstüre der Liegenschaft L.________-Strasse anerkannt. Die Vorbereitungsgespräche hätten bei der Beschwerdeführerin zu Hause stattgefunden und diese habe daran teilgenommen. Bereits zu diesem Zeitpunkt sei von ihr die Frage nach der Bereitschaft zur Tötung von anwesenden Personen aufgeworfen und mit den übrigen Beteiligten besprochen worden. Sie habe gewusst, dass der Mitangeklagte X.________ zur einer allfälligen Tötung bereit gewesen sei. Bereits zu diesem Zeitpunkt sei von zwei Tatvarianten (Plan bzw. Idee A und B) die Rede gewesen. Danach hätten nach der ersten Variante die Mitangeklagten zusammen mit K.________ maskiert in die Wohnung von A.________ eindringen sollen, wobei die anwesenden Personen hätten gefesselt und geknebelt werden sollen. Bei der zweiten Variante hätte der Mitangeklagte X.________ nach den Aussagen des Mitangeklagten Y.________ bei A.________ klingeln und über die Gegensprechanlage melden sollen, dass er Geldkuverts abgeben müsse, sowie das Opfer auffordern sollen, ihn einzulassen. Da A.________ in diesem Fall den Mitangeklagten X.________ erkannt hätte, hätte sie, damit die Tat nicht von vornherein hätte aufgedeckt werden können, getötet werden müssen. Aufgrund der glaubhaften Aussagen des Mitangeklagten Y.________ sei zudem davon auszugehen, dass die Mittäter X.________ und K.________ Schusswaffen mit sich geführt hätten, welche sie unmittelbar bzw. wenige Tage nach dem gescheiterten Raubvorhaben der Beschwerdeführerin übergeben hätten. Die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin die Tötungsbereitschaft von X.________ gekannt und von den Mitbeschuldigten die Waffen entgegengenommen habe, ohne sich in irgendeiner Art und Weise davon zu distanzieren, lasse nur den Rückschluss zu, dass sie den Tötungsplan mitgetragen habe (angefochtenes Urteil S. 123 ff., 136 ff.; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 129 ff.).