Citation: 2C_746/2018 E. 5.6

5.6. Aufgrund all dieser Umstände (aufenthaltsrechtliche Situation und bisheriges Verhalten des Beschwerdeführers, Altersunterschied, unmittelbar drohender Verlust des Aufenthaltsrechts, Wohnsituation sowie widersprüchliche Aussagen) durfte die Vorinstanz willkürfrei annehmen, dass zumindest der Ehemann von Beginn weg nicht die Absicht hatte, eine wirkliche Ehegemeinschaft einzugehen; es ging ihm vielmehr darum, die einwanderungsrechtlichen Regeln zu umgehen, um hier leben und arbeiten zu können. Es ist denn auch bezeichnend, dass sich seine Gattin an den Rechtsmittelverfahren nicht beteiligt hat; offenbar ist ihr deren Ausgang mehr oder weniger gleichgültig. Die Anstellung einer freizügigkeitsberechtigten tschechischen Staatsangehörigen im eigenen Betrieb bzw. jenem des Onkels, um in der Folge aufgrund einer Heirat im Familiennachzug selber eine freizügigkeitsrechtliche Aufenthaltsbewilligung erhältlich machen zu können, spricht für ein Konstrukt, welches ausschliesslich dazu dient, dem Beschwerdeführer die weitere Anwesenheit im Land zu sichern. Der Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 23 Abs. 1 VEP war gerechtfertigt, nachdem die erforderlichen Voraussetzungen für den Familiennachzug rechtsmissbräuchlich umgangen und den Behörden gegenüber die eigentlichen Verhältnisse verschwiegen worden waren (vgl. Art. 62 Abs. 1 lit. a und Art. 51 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 lit. a AIG zur landesrechtlichen Regelung). Aufgrund der einzelnen von der Vorinstanz willkürfrei ermittelten und gewürdigten Indizien (vgl. E. 3.2 - 3.4 des angefochtenen Entscheids), wäre es am Beschwerdeführer gewesen, konkrete Unterlagen beizubringen, um die bestehenden Anhaltspunkte zu entkräften (vgl. E. 3.9 des angefochtenen Entscheids), was ihm nicht gelungen ist.