Citation: 8C_116/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz hat verbindlich festgestellt (E. 1.3 vorne), dass der Beschwerdeführer 169 anrechenbare Tage im Ausland verbracht hat, womit er unbestritten die erlaubten drei Monate (90 Tage) überschritten hat. Im Raum steht insbesondere die Frage, ob durch eine Krankheit als wichtiger Grund gemäss Art. 1a Abs. 4 lit. b ELV die Rückkehr in die Schweiz verunmöglicht worden ist. Gemäss Austrittsbericht der Klinik für Kardiologie, Spital D.________, vom 17. Juni 2020 seien nach den Feststellungen im angefochtenen Urteil folgende Leiden diagnostiziert worden: hypertensive und koronare Dreigefässerkrankung mit Herzinsuffizienz New York Heart Association (NYHA) IV (bei Eintritt Lungenödem); Nebennierenadenom rechts (Erstdiagnose; ED MRI 3. Juni 2020), Harnverhalt mit Prostatahyperplasie sowie darmhaltige Inguinalhernie links ohne Inkarzerationszeichen (MRI 5. Juni 2020). In der Klinik für Kardiologie, Spital D.________ und E.________, seien im Bericht vom 8. September 2020 in der Hauptsache folgende Diagnosen festgestellt worden: hypertensive Herzkrankheit und koronare Dreigefässerkrankung (ED Juni 2020), Nebennierenadenom rechts (ED MRI 3. Juni 2020), Prostatahyperplasie, darmhaltige Inguinalhernie links ohne Inkarzerationszeichen (MRI 5. Juni 2020). Die Ärzte hätten angegeben, dass eine notfallmässige Selbstvorstellung des Beschwerdeführers bei Dyspnoe, allgemeiner Kraftlosigkeit und Erschöpfungung erfolgt sei. Nach einer abschliessenden Diagnostik hätten sie keine eindeutige Beschwerdeursache finden können. Die Vorinstanz erwog, im Ausreisezeitpunkt (3. November 2020) habe der Beschwerdeführer nicht gewusst, dass in kürzester Zeit verschiedene Operationen und Behandlungen notwendig sein würden. Es sei angesichts des Alters und der gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers nachvollziehbar, dass er seine Metzgerei vor der Ausreise in die Türkei aufgegeben habe. Er habe in einem Hinterzimmer der Metzgerei gewohnt, weshalb aus der Geschäfts- und Wohnungsaufgabe noch nicht auf einen geplanten, längeren Auslandaufenthalt geschlossen werden könne. Hinsichtlich des Herzleidens seien keine interventionsbedürftigen RIVA-Stenosen festgestellt worden. Auch anlässlich seines letzten Klinikaufenthaltes vor Abreise in die Türkei (vom 10. bis 15. Oktober 2020) sei ein akutes Koronarsyndrom oder eine kardiale Dekompensation ausgeschlossen worden. Bezüglich der erstmals im Juni 2020 diagnostizierten Prostatabeschwerden, die im März 2021 in der Türkei zu einer Prostataektomie geführt hätten, könne ihm nicht vorgeworfen werden, er sei einzig zu Behandlungs- bzw. Operationszwecken in die Türkei gereist, nachdem im Bericht des Spitals D.________ vom 17. Juni 2020 ein positiver Verlauf im Sinne einer problemlosen Miktion bei Austritt festgehalten worden sei.