Citation: 6B_697/2019 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 3 EMRK. Er macht geltend, er sei infolge seiner Behinderung auf eine regelmässige Katheterisierung angewiesen. Obwohl das Bedürfnis an medizinischer Versorgung bereits aufgrund seines Erscheinungsbildes für die Polizei erkennbar gewesen sei, seien keine Abklärungen betreffend allfälliger medizinischer Bedürfnisse getroffen worden. Es sei deshalb zu einem Reflux gekommen, was für ihn eine grosse Gefahr darstelle. Ausserdem sei auch der leitende Staatsanwaltschaft anlässlich der Eröffnung der Festnahme vom 17. Oktober 2014 nicht direkt tätig geworden und habe ihn damit einem unnötigen Risiko einer gesundheitlichen Beeinträchtigung ausgesetzt. Während der Untersuchungshaft sei es ihm nicht erlaubt gewesen, zu Arbeiten, Zeitung zu lesen, Radio oder Fernsehen zu benutzen und mit anderen Gefangenen spazieren zu gehen, obwohl weder Flucht- noch Kollusionsgefahr bestanden hätten. Darüber hinaus sei ihm keine Uhr zur Verfügung gestellt worden, weshalb er keine zeitlich kontrollierte, regelmässige Katheterisierung habe vornehmen können, was wiederum eine ungerechtfertigte Gefährdung seiner Gesundheit dargestellt habe. All diese Einschränkungen seien am 8. Januar 2015 aufgehoben worden, ohne dass dafür den Akten ein Grund entnommen werden könne. Aus der Begründung des Haftverlängerungsgesuchs vom 12. Januar 2015 sei allerdings ersichtlich, dass der Bericht des Bundesamtes für Polizei vom 16. Dezember 2014 am 7. Januar 2015 bei der Staatsanwaltschaft eingegangen sei. Dieser Bericht stelle eindeutig eine Verbindung zwischen ihm und verschiedenen Postings im Forum B.________ her, womit ein Geständnis für eine Verurteilung nicht mehr unbedingt notwendig gewesen sei. Zudem könne festgestellt werden, dass auch das psychiatrische Gutachten auf den 8. Januar 2015 datiert sei. Es sei damit offensichtlich, dass die ursprünglich sehr strengen Haftbedingungen mit dem Ziel erlassen worden seien, ihn zu einem Geständnis zu bewegen. Aus diesem Grund seien diese auch umgehend verbessert worden, als seine Kooperation für eine erfolgreiche Verurteilung nicht mehr unbedingt notwendig gewesen sei. Der Hinweis der Vorinstanz, wonach den Akten keine Hinweise auf eine "feindliche Haltung" der Staatsanwaltschaft zu entnehmen seien, treffe nicht zu. Die Vorinstanz verletze ihre Begründungspflicht, indem sie in keiner Weise vertieft auf seine diesbezüglichen Rügen eingehe (Beschwerde, S. 6 f.).