Citation: 8C_57/2021 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz stellte fest, die Beschwerdeführerin sei seit ihrer Einreise in die Schweiz im Jahr 2001 keiner nennenswerten Erwerbstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt nachgegangen. Es könne entgegen ihren Vorbringen nicht davon ausgegangen werden, dass sie als Gesunde voll erwerbstätig wäre. Das kantonale Gericht schloss insbesondere aus, dass die Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen nicht imstande gewesen sei, auch nur ein Teilzeitpensum zu versehen. Psychiatrische Konsultationen hätten erst ab Frühjahr 2016 stattgefunden. Eine bereits früher bestehende Behandlungsbedürftigkeit sei mangels echtzeitlicher Arztberichte nicht ausgewiesen. Betreuungspflichten hätten einer Erwerbstätigkeit nicht entgegengestanden, denn der Ehemann der Beschwerdeführerin hätte sich um die jüngste Tochter (geboren 2000) kümmern können, da er selber eine Invalidenrente beziehe. Auch die bescheidenen finanziellen Verhältnisse (Abhängigkeit von der Sozialhilfe) liessen nach der Vorinstanz keinen anderen Schluss zu. Dass die erst in jüngster Zeit erfolgte Stellensuche vergeblich gewesen sei, müsse auf die fehlenden Deutschkenntnisse, den Analphabetismus und die lediglich marginale Berufserfahrung zurückgeführt werden.