Citation: 6B_746/2009 22.12.2009 E. 1

Das Obergericht hält folgenden Sachverhalt für erwiesen: Der in Kreuzlingen wohnhafte Landwirt A.________ schloss in den frühen Neunzigerjahren mit den in Deutschland lebenden Landwirten X.________, Y.________, Z.________ und B.________ Pachtverträge über landwirtschaftliche Grundstücke in der deutschen Grenzzone ab. A.________ führte in den Jahren 1991 bis 1996 die von den betreffenden Pachtgrundstücken stammenden Ernteerträge mittels den Pachtverträgen und den gestützt darauf ausgestellten Ertragsausweisen bewilligungs- und abgabenfrei in die Schweiz ein. Die effektiven geschäftlichen Beziehungen zwischen den Beschwerdeführern bzw. B.________ und A.________ waren jedoch nicht wie in den schriftlichen Pachtverträgen vereinbart ausgestaltet, da A.________ die gepachteten Grundstücke nicht selber bewirtschaftete. Entgegen den Pachtverträgen bestellten die Beschwerdeführer und B.________ das verpachtete Land zum grossen Teil weiterhin selber und nahmen namhaften Einfluss auf die Bewirtschaftung. A.________ bezahlte ihnen nicht den vereinbarten tiefen Pachtzins von DM 200/ha, DM 300/ha bzw. DM 372/ha, sondern ein relativ hohes Entgelt, das von der Art und Menge der von den Beschwerdeführern bzw. B.________ selber geernteten und von A.________ übernommenen Produkte abhing. Die Pachtverträge waren daher simuliert und die Bedingungen für den bewilligungs- und abgabenfreien landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsverkehr nicht erfüllt.