Citation: 9C_756/2016 E. 2.1

2.1. Nach Art. 163 Abs. 1 ZGB sorgen die Ehegatten gemeinsam, ein jeder nach seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt der Familie. Gemäss Art. 166 Abs. 1 ZGB vertritt jeder Ehegatte während des Zusammenlebens die eheliche Gemeinschaft für die laufenden Bedürfnisse der Familie. Abs. 3 bestimmt, dass sich jeder Ehegatte durch seine Handlungen persönlich verpflichtet und, soweit diese nicht für Dritte erkennbar über die Vertretungsbefugnis hinausgehen, solidarisch auch den anderen Ehegatten. Der Abschluss der Krankenpflegeversicherung und die entsprechenden Prämien gehören nach der Rechtsprechung zu den laufenden Bedürfnissen der Familie im Sinne von Art. 166 Abs. 1 ZGB (BGE 129 V 90 E. 2 S. 90 f.; Urteile [des Eidg. Versicherungsgerichts] K 114/03 vom 22. Juli 2005 E. 5.1, in: RKUV 2005 Nr. KV 343 S. 358, K 89/02 vom 10. Dezember 2003 E. 1.3, in: RKUV 2004 Nr. KV 277 S. 146, K 99/02 vom 23. Juni 2003 E. 4.2.2, in: RKUV 2003 Nr. KV 252 S. 227, und K 132/01 vom 18. Februar 2002 E. 3b/bb). Für die Prämien haften die Ehegatten unabhängig vom Güterstand solidarisch. Dabei tritt die solidarische Haftung der Ehegatten für Prämienschulden des andern ungeachtet dessen ein, ob das der Beitragsforderung zugrunde liegende Versicherungsverhältnis während des ehelichen Zusammenlebens oder im Hinblick auf familiäre Bedürfnisse begründet worden ist (BGE 129 V 90 E. 2 und 3 S. 90 ff.; Urteil [des Eidg. Versicherungsgerichts] K 89/02 vom 10. Dezember 2003 E. 1.3, in: RKUV 2004 Nr. KV 277 S. 146). Mit der Aufhebung des gemeinsamen ehelichen Haushalts durch faktische oder richterliche Trennung endet die solidarische Haftung (Urteile [des Eidg. Versicherungsgerichts] K 114/03 vom 22. Juli 2005 E. 5.1, in: RKUV 2005 Nr. KV 343 S. 358, und K 140/01 vom 16. Dezember 2003 E. 3.2, in: RKUV 2004 Nr. KV 278 S. 149; Gebhard Eugster, Krankenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Bd. XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 799 oben Rz. 1313). Die solidarische Haftung für die Prämienperioden bis zur Aufhebung des gemeinsamen ehelichen Haushalts bleibt dagegen bestehen (Urteil 9C_798/2008 vom 31. Dezember 2008 E. 3.2; Eugster, a.a.O., S. 799 oben Rz. 1313).