Citation: 6B_62/2010 06.04.2010 E. 4

4.1 Die Beschwerdegegnerin 2 erklärt im handschriftlichen Schreiben vom 14. Mai 2008, ihre frühere Aussage im Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer entspreche nicht der Wahrheit. Sie wolle daher diese Aussage zurückziehen (Akten des Obergericht pet.Bel. 2). In der Bestätigung vom 3. Oktober 2008 führt sie aus, der Beschwerdeführer habe sie nicht geschlagen und ihr keine Verletzungen zugefügt. Als Grund für ihre wahrheitswidrigen Aussagen im Strafverfahren führt sie aus, sie habe unter grossem Druck gestanden und sei in Lebensgefahr gewesen. Sie habe zu jener Zeit mit einem gewissen "B.________" ein intimes Verhältnis gehabt. Dieser habe sie unter Druck gesetzt, die Beziehung mit dem Beschwerdeführer zu beenden, damit er sie heiraten könne. Sie habe diesem "B.________" aber gesagt, sie wolle nichts mehr mit ihm zu tun haben. Von da an habe sie ihn nicht mehr gesehen und wisse auch nicht, wo er sich aufhalte (Akten des Obergerichts pet.Bel. 3 und 4). 4.2 Am 6. Mai 2009 fand in den Räumlichkeiten der Kantonspolizei Luzern in Anwesenheit des Beschwerdeführers eine Einvernahme der Beschwerdegegnerin 2 als Auskunftsperson statt, die audiovisuell durchgeführt wurde. Darin hielt sie an ihren ursprünglichen Aussagen fest und führte aus, der Inhalt der beiden Schreiben entspräche nicht der Wahrheit (vgl. Akten des Obergerichts amtl.Bel. 14).