Citation: 2C_353/2015 E. 5.4.2

5.4.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Beschwerdegegnerin habe bereits mit ihrem Schreiben vom 11. November 2010 die Rückerstattung definitiv verweigert. Aus diesem Schreiben gehe deutlich hervor, dass die Beschwerdegegnerin die SDL-Akontozahlungen an Kraftwerke, die wie die Beschwerdeführerin gegen die Tarifverfügung 2009 der ElCom keine Beschwerde geführt hätten, nicht zurückleisten würde. Hätte die Vorinstanz das Schreiben vom 11. November 2010 bundesrechtskonform interpretiert, hätte es von einer endgültigen Weigerung (recte: Verweigerung) der Rückleistung der SDL-Akontozahlungen 2009 ausgehen müssen. Damit hätte der Verzug "spätestens mit dem 11. November 2010 begonnen" (S. 31/Rz. 132 der Beschwerdeschrift). Im Schreiben vom 11. November 2010 führte die Beschwerdegegnerin eingangs aus, inzwischen seien einige Punkte geklärt worden, es seien aber nach wie vor einige zu klärende Punkte offen. Sodann nahm sie Bezug auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts und wies auf dessen Dispositiv hin, wonach die Verfügung "mit Bezug auf die Beschwerdeführerin aufgehoben" worden sei. Demgemäss bleibe die SDL-Restkostenverrechnung für die nicht beschwerdeführenden Kraftwerkbetreiber und auch für die Swissgrid verbindlich. Anspruch auf Rückerstattung hätten somit nur diejenigen Kraftwerke, welche eine Beschwerde gegen die Tarifverfügung 2009 eingereicht hätten. Die Beschwerdegegnerin brachte damit das damalige Verständnis des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts zum Ausdruck (vgl. vorne Lit. D.a), bestritt aber nicht eine Rückforderung, falls eine solche gerichtlich angeordnet würde. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin diesbezüglich nicht autonom handeln konnte, sondern ihrerseits ebenfalls an die Verfügungen der ElCom gebunden war und nicht in eigener Kompetenz die Rückzahlung leisten konnte, solange die Verfügung der ElCom ihr gegenüber nicht aufgehoben war. Das Schreiben vom 11. November 2010 kann deshalb nicht als verzugsauslösend betrachtet werden.