Citation: 6B_134/2021 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, die ihm zur Last gelegte Tathandlung des Besitzes von Betäubungsmitteln erfülle den qualifizierten Tatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG nicht. Die Vorinstanz wende diese Bestimmung falsch an und verletze den Grundsatz "in dubio pro reo". Es komme nicht nur auf die Betäubungsmittelmenge, sondern auch auf die Tathandlung an. Verhaltensweisen, die bloss Beschaffungshandlungen darstellten, wie der ihm vorgeworfene Besitz, genügten für die Erfüllung des qualifizierten Tatbestands nicht. Erst aus einer Weitergabe könne überhaupt eine Gesundheitsgefahr für viele Menschen erwachsen. Erforderlich sei dabei die hohe Wahrscheinlichkeit, dass der betreffende Stoff einem unbestimmten und nicht zum Voraus bestimmbaren Kreis potenzieller Konsumenten, also nicht nur einem kleinen Kreis von Abnehmern, zugänglich gemacht werde. Indem die Vorinstanz diese Voraussetzungen nicht weiter prüfe, verfalle sie in Willkür. Willkürlich sei auch die vorinstanzliche Feststellung, wonach es "ausserhalb einer vernünftigen Betrachtungsweise" liege, dass er die sichergestellten Drogen ganz oder zumindest in erheblichem Umfang für den Eigenkonsum gebraucht habe. Dies ergäbe sich allein schon daraus, dass die Vorinstanz die nur geringfügige Überschreitung der Grenzwerte in keiner Art und Weise würdige. Auch die Würdigung der weiteren Indizien sei unhaltbar, offensichtlich falsch resp. sachlich nicht gerechtfertigt. Insbesondere argumentiere die Vorinstanz widersprüchlich und damit willkürlich, wenn sie ihn wegen Konsums von Kokain schuldig spreche, aber gleichzeitig annehme, jeglicher sich in seinem Besitz befindliche Stoff sei für den Handel bestimmt. Relevant sei in diesem Zusammenhang einzig der Eigenkonsum und nicht die Frage, ob eine Drogenabhängigkeit gegeben sei. Insgesamt sei die vorinstanzliche Beurteilung einseitig, denn die Verdachtsmomente seien gering. So sei trotz verschiedener Befragungen, Auswertung seines Mobiltelefons, rückwirkender Erhebung der Randdaten und Edition seiner UBS-Konten kein einziger Käufer aufgetaucht. All diese Fakten habe die Vorinstanz in Verletzung des Grundsatzes der freien richterlichen Beweiswürdigung unberücksichtigt gelassen.