Citation: 5P.195/2003 16.10.2003 E. 2

Das Obergericht hat auf die Einvernahme von U.________, in dessen Liegenschaft der Beschwerdegegner teilweise gewohnt hatte, verzichtet mit der Begründung, es sei für den Ausgang des Verfahrens irrelevant, ob dieser bestätigen könne, dass der Beschwerdegegner einmal seine Tochter erkannt, aber nicht gegrüsst habe. Weshalb diese antizipierte Beweiswürdigung willkürlich sein soll, ist nicht ersichtlich: Das Gericht kann das Beweisverfahren schliessen, wenn es auf Grund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und annehmen kann, dass diese durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 115 Ia 97 E. 5b S. 100; 119 Ib 492 E. 5b/bb S. 505; 122 II 464 E. 4a S. 469). Vorliegend ging es um die - ohnehin kaum relevante (vgl. Berufungsentscheid, E. 4.4) - Frage, ob sich der Beschwerdegegner genügend um Kontakte zu seinem Sohn bemüht habe. Zur Klärung dieser Frage trägt der Umstand, dass der Beschwerdegegner möglicherweise seine Tochter einmal erkannt, aber nicht gegrüsst hat, nichts oder jedenfalls nichts Wesentliches bei. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers hat sich die Vorinstanz bei ihrer Entscheidung von sachlichen Kriterien leiten lassen, und sie durfte ohne Willkür davon ausgehen, dass ihre Überzeugung durch die Einvernahme des beantragten Zeugen nicht geändert würde.