Citation: 5A_593/2021 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es verbleibe ihr aufgrund des um Fr. 650.-- gestiegenen hypothetischen Einkommens ein rechnerischer Überschuss von Fr. 770.-- und somit rechnerisch etwas mehr als dem Beschwerdegegner. Die vom Kantonsgericht deswegen vorgenommene Streichung des Anteils der Töchter am Überschuss des Beschwerdegegners lasse aber die hohen Aufwände und Kosten des Eislauftrainings der Töchter völlig ausser Betracht, welche aus diesem rechnerischen Überschuss der Mutter bei weitem nicht kostendeckend bestritten werden müssten. Die Beschwerdeführerin stehe letztlich finanziell keineswegs besser da als der Beschwerdegegner. Mit der Aufrechterhaltung der betragsmässig bescheidenen Beteiligung der Töchter am Überschuss des Beschwerdegegners werde diesem zudem immer noch nicht zugemutet, sich an der Finanzierung dieses teuren Hobbys der Töchter zu beteiligen. Das Kantonsgericht habe damit für die Streichung der Beteiligung der Töchter am Überschuss des Beschwerdegegners einen Umstand berücksichtigt, welcher bei der diesbezüglichen Ermessensausübung überhaupt keine Rolle hätte spielen dürfen, bzw. habe es einen Umstand auf Seiten der Beschwerdeführerin berücksichtigt, der gar nicht zutreffe. Die diesbezügliche vorinstanzliche Begründung erweise sich damit als willkürlich.