Citation: 8C_520/2007 18.04.2008 E. 3.2

3.2.1 Gemäss dem interdisziplinären Gutachten der Rehabilitationsklinik Y.________ (nachfolgend: Rehabilitationsklinik) vom 15. März 2005 ist dem Versicherten aus rein somatischer Sicht eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit unter Schonung der rechten Schulter ganztags zumutbar. Dabei ist die rechte Hand eher als Hilfshand einzusetzen und Überkopfarbeiten mit dem rechten Arm sind nicht möglich. Zudem sind Heben und Tragen von beschränkten Lasten nur körpernah und das Heben von grösseren Gewichten nur bis Gürtelhöhe zu empfehlen. Arbeiten auf Gerüsten und Leitern sind zu vermeiden. 3.2.2 Nach Ansicht des Versicherten erfüllen die DAP Nr. 4776 und 3294 das von der Rehabilitationsklinik aufgestellte Arbeitsprofil nicht. Diese Rüge ist unzutreffend: Beim Arbeitsplatz DAP Nr. 4776 sind selten Gewichte bis zu 10 kg bis Lendenhöhe zu tragen oder zu heben, selten mit Werkzeugen feinmotorisch zu hantieren, keine Überkopfarbeiten auszuführen und beidhändiges Arbeiten ist nur bedingt notwendig. Damit entspricht diese Stelle, bei welcher Duschbrausen stichprobenartig zu prüfen und dazu Kisten von 5 bis 10 kg zu bewegen sind, den von den Ärzten umschriebenen Einschränkungen und sie kann im Rahmen der Invaliditätsermittlung berücksichtigt werden. Insbesondere sind entgegen den Ausführungen des Versicherten keine speziellen feinmotorischen Fähigkeiten gefragt und das Tragen von Gewichten (Heben und Beladen eines Wagens mit Kisten bis zu 10 kg) ist nicht ein wesentlicher Bestandteil dieser Tätigkeit. Soweit er geltend macht, angesichts seines psychischen Leidens könne er die notwendige Zuverlässigkeit nicht gewährleisten, ist darauf hinzuweisen, dass die psychischen Beeinträchtigungen mangels Adäquanz nicht zu berücksichtigen sind (E. 2). Beim Arbeitsplatz DAP Nr. 3294 sind selten Gewichte bis 5 kg bis Lendenhöhe zu tragen oder zu heben, selten ist eine Handrotation und manchmal leichtes feinmotorisches Hantieren mit Werkzeugen notwendig. Es sind keine Überkopfarbeiten und beidhändiges Arbeiten nur bedingt erforderlich. Auch diese Stelle, welche vornehmlich das Waschen von Reagenzgläsern und das Durchführen von einfachen Analysen in einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung beinhaltet, berücksichtigt die ärztlich geforderten Einschränkungen und kann zur Invaliditätsermittlung beigezogen werden. Entgegen der Ansicht des Versicherten sind bei dieser Tätigkeit keine speziellen feinmotorische Fähigkeiten verlangt und es handelt sich angesichts der vorzunehmenden einfachen Analysen nicht um eine rein manuelle Arbeit. Auch hier übersieht der Beschwerdeführer, dass ihm aus unfallbedingter Sicht eine angespasste Tätigkeit ganztags und nicht nur halbtags zumutbar ist, da sein psychisches Leiden mangels adäquatem Kausalzusammenhang bei der Invaliditätsermittlung nicht miteinzubeziehen ist. Schliesslich ist nicht ersichtlich, weshalb Vorinstanz und Verwaltung auf die in den Arbeitsprofilen genannten Mindestlöhne hätten abstellen sollen. Denn den leidensbedingten Einschränkungen wird bereits durch die Auswahl der Profile Rechnung getragen, so dass eine weitere Reduktion oder ein zusätzlicher Abzug grundsätzlich nicht sachgerecht ist und sich vorliegend bezüglich der weiteren beruflichen oder persönlichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus) kein Abweichen aufdrängt (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 482): Einerseits ist dem Versicherten unfallbedingt aus somatischer Sicht eine ganztägige Arbeit zumutbar. Andererseits sind seine Lohnaussichten als Inhaber einer Aufenthaltsgenehmigung im Durchschnitt nicht wesentlich schlechter als die eines Schweizers (vgl. LSE 2002, Tabelle TA 12, Anforderungsniveau 4, wonach die Differenz 5 % beträgt). Analoges gilt für die Betriebszugehörigkeit von fünf resp. vier Jahren bis zum Unfall (vgl. LSE 2002, Tabelle TA 10, Anforderungsniveau 4, wonach der durchschnittliche Lohn erst ab einer Betriebszugehörigkeit von mehr als 10 Jahren markant ansteigt). Auch sein Alter ist kein Grund vom Durchschnitt abzuweichen, handelt es sich bei den zugrunde gelegten Arbeitsprofilen vornehmlich um solche mit Kontrollfunktionen, bei welchen keine körperlich anstrengende Arbeit verlangt ist, sondern vielmehr eine hohe Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein, wofür das Alter des Versicherten kein Hindernis ist. 3.2.3 Nachdem der Versicherte keine weiteren Einwände gegen die Invaliditätsermittlung erhebt und sich auch aus den Akten keine Anhaltspunkte ergeben, wonach diese unzutreffend wäre, hat es beim vorinstanzlich bestätigten Invaliditätsgrad von 20 % sein Bewenden.