Citation: 1C_92/2018 E. 3.4

3.4. Das Bundesgericht hat sich bereits mehrfach anhand der Rechtslage im Kanton Zürich zum Spannungsverhältnis zwischen Gemeindeautonomie, Rechtsweggarantie und kantonaler Verfahrensautonomie geäussert. So hat es mit Bezug auf das Erfordernis der "befriedigenden Gesamtwirkung" im Sinne von § 238 Abs. 1 PBG/ZH festgehalten, zur Wahrung eines Entscheidungsspielraums der Gemeinden sei eine richterliche Zurückhaltung bei der Überprüfung unbestimmter Rechtsbegriffe zulässig (Urteil 1C_319/2016 vom 1. Februar 2017 E. 4.2). Dort ging es um die Änderung vorschriftswidriger Bauten gemäss § 357 PBG/ZH. In diesem Fall stand der Gemeinde allerdings kein Ermessen zu hinsichtlich der Frage, ob eine "neue oder weiter gehende Abweichung von Vorschriften vorliege". Im Urteil 1C_5/2016 vom 18. Mai 2016 befand das Bundesgericht, das Baurekursgericht dürfe dann einschreiten, wenn eine ästhetische Würdigung der kommunalen Behörde "sachlich nicht mehr vertretbar sei" (E. 5.3). Im konkreten Fall sei das Baurekursgericht - nach Durchführung eines Augenscheins - anhand objektiv nachvollziehbarer Kriterien zum Schluss gekommen, die Gemeinde stelle überhöhte Anforderungen an die Einordnung (E. 5.5). Im Urteil 1C_156/2011 vom 15. Juli 2011 (E. 2.3) schliesslich hielt das Bundesgericht fest, die Gerichte müssten "den Handlungsspielraum respektieren", den das Gesetz der (kommunalen) Verwaltung einräume.