Citation: 5A_423/2024 E. 1.2

1.2. Gegen das Konkurserkenntnis erhob die Beschwerdeführerin am 2. Mai 2024 (Postaufgabe) Beschwerde beim Obergericht des Kantons Bern. Mit Verfügung vom 3. Mai 2024 hiess das Obergericht das Gesuch um aufschiebende Wirkung gut (Ziff. 2 der Verfügung). Das Obergericht forderte die Beschwerdeführerin zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 750.-- auf (Ziff. 3). Zudem wies es die Beschwerdeführerin auf die Rechtsmittelbelehrung im angefochtenen Entscheid hin. Demnach sei mit der Beschwerde einerseits die Zahlungsfähigkeit glaubhaft zu machen und andererseits durch Urkunden zu beweisen, dass die Schuld inkl. Zinsen und Kosten getilgt oder beim Obergericht zuhanden der Gläubigerin hinterlegt sei oder die Gläubigerin auf Durchführung des Konkurses verzichte (vgl. Art. 174 SchKG). Der Beschwerdeführerin stehe es offen, ihre Beschwerde innerhalb der noch laufenden Beschwerdefrist zu ergänzen (Ziff. 4). Am 7. Juni 2024 (Postaufgabe) ergänzte die Beschwerdeführerin die Beschwerde und hinterlegte beim Obergericht einen Betrag von Fr. 519.75. Mit Entscheid vom 21. Juni 2024 trat das Obergericht auf die Beschwerde nicht ein. Es eröffnete über die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 21. Juni 2024, 14.15 Uhr, den Konkurs.