Citation: 4A_268/2018 E. 3

Die Haftung der Organe nach Art. 754 Abs. 1 OR setzt eine schuldhafte Pflichtverletzung, einen Schaden und den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen der Pflichtverletzung und dem Schaden voraus (BGE 132 III 342 E. 4.1). Die Vorinstanz hat vorab die Passivlegitimation der Beklagten 3, 5, 6, 7, 9, 10, 11, 13 und 14 mangels faktischer Organeigenschaft generell verneint. Die betreffenden Beklagten hätten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder des Verwaltungsrats der SAirGroup keine organtypischen Aufgaben für die Swissair wahrgenommen und als Mitglieder des Konzernverwaltungsrats keine Handlungspflichten bei der Konzernuntergesellschaft Swissair gehabt. Sie verneinte die Passivlegitimation auch des Beklagten 2, soweit dieser für Handlungen vor dem 15. März 2001 verantwortlich gemacht werde. Sodann erachtete sie für alle Beklagten (für diejenigen, für die sie bereits die Passivlegitimation verneinte, mit Eventualbegründungen) die Haftungsvoraussetzungen der Pflichtverletzung, des Schadens und des Kausalzusammenhangs als nicht erfüllt. Da alle diese Haftungsvoraussetzungen nicht dargetan seien, erübrigte sich die Prüfung des Verschuldens. Auch diese Erkenntnis stützt die Vorinstanz teilweise auf mehrere Begründungen, wobei sie ihre Prüfung nicht nur allgemein, sondern auch individuell in Bezug auf die einzelnen Beklagten vornahm. Damit steht das Urteil auf einem mehrfach begründeten Fundament. Die Beschwerdeführerin müsste sämtliche Begründungen, die für sich allein das Urteil stützen, erfolgreich anfechten, um die Klageabweisung zu Fall zu bringen. Auch wenn bereits nur eine einzige Haftungsvoraussetzung zu Recht verworfen wurde beziehungsweise eine dafür gegebene Alternativbegründung die Verneinung trägt, müsste die Beschwerde gegen die Klageabweisung scheitern. Zunächst ist klarzustellen, von welchem Sachverhalt auszugehen ist.