Citation: 8C_74/2024 E. 4.2.1

4.2.1. Nach dem Schlittelunfall vom 9. Januar 2021 erfolgte die ärztliche Erstbehandlung am 17. Februar 2021. Der Hausarzt Dr. med. G.________ diagnostizierte ausschliesslich eine Muskelprellung am rechten Gesäss, verneinte ein Hämatom oder eine Schwellung und stellte fest, dass die LWS und das Sacrum indolent seien. Anlässlich der zweiten Konsultation vom 2. März 2021 berichtete der Hausarzt über folgenden Befund: "im Moment keine auslösbaren Schmerzen im Gesäss[;] LWS indolent, mobil[;] Hüfte rechts i.O.[;] Sacrum indolent!" Die von ihm veranlasste MRT-Untersuchung des Beckens vom 11. März 2021 zeigte keine signifikante Befundänderung gegenüber der Voruntersuchung und insbesondere keine Zeichen einer frischen Fraktur, eines relevanten Knochenmarködems oder eines Hüftgelenksergusses beidseits. Neu erstmals vor Bundesgericht (vgl. zum grundsätzlichen Novenverbot Art. 99 Abs. 1 BGG; vgl. auch BGE 143 V 19 E. 1.2 mit Hinweisen; SVR 2022 UV Nr. 32 S. 130, 8C_541/2021 E. 1.2 i.f.) macht der Beschwerdeführer geltend, es müsse von einer unmittelbar ab dem Unfall anhaltenden Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden. Soweit auf dieses grundsätzlich unzulässige Novum überhaupt einzugehen ist, bleibt auf die Angaben der Arbeitgeberin vom 18. Januar 2023 hinzuweisen, wonach der Beschwerdeführer in seinem 100%-Pensum vor der Operation vom 11. Oktober 2021 einzig am 15. April sowie am 9. und 10. August 2021 arbeitsunfähig war.