Citation: 8C_115/2021 E. 4.1

4.1. Gemäss angefochtenem Urteil war der von der IV-Stelle berücksichtigte "Schwerarbeiterabzug" von 10 % nicht gerechtfertigt. Zwar könne der Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen keine körperlich schweren Arbeiten mehr verrichten. Leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeiten seien ihm jedoch zumutbar. Ein erhöhter Pausenbedarf und ein dauerhaft reduziertes Rendement seien bereits im Rahmen der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden. Zwar habe die gesundheitliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit auf ein Teilzeitpensum von 60 % bei Männern ohne Kaderfunktion gemäss Tabelle T18 laut LSE 2016 aus dem Vergleich mit dem Medianlohn für eine Vollzeittätigkeit eine Einbusse von rund 6 % zur Folge. Doch sei diese Einbusse praxisgemäss nicht erheblich genug, um einen Abzug vom Invalideneinkommen zu rechtfertigen. Da Hilfsarbeiten praxisgemäss altersunabhängig nachgefragt würden, begründe auch das Merkmal "Alter" keinen Tabellenlohnabzug. Schliesslich seien auch mangelnde Sprachkenntnisse oder eine ungenügende Ausbildung bei Hilfsarbeitertätigkeiten nicht abzugsrelevant.