Citation: 6B_343/2020 E. 3.4

3.4. Schliesslich ist auch der Schluss der Vorinstanz nicht zu beanstanden, der Beschwerdeführer habe gegen die Feststellung der ersten Instanz, wonach er im Umfang von Fr. 50'347.70 Gelder für private Zwecke bezogen habe, im Berufungsverfahren keine Einwendungen erhoben. Zwar trifft zu, dass der Beschwerdeführer im Berufungsverfahren im Plädoyer von seiner Verteidigerin vortragen liess, die Ausführungen der ersten Instanz seien in Missachtung des Anklagegrundsatzes erfolgt (Beschwerde S. 13; Plädoyer Berufungsverhandlung, Akten des Obergerichts D.________-Kommission 19 15 act. 20 Beilage 3 S. 13). Tatsächlich hat die erste Instanz, nachdem sie zum Schluss gekommen ist, dass kein Schaden zum Nachteil der kantonalen Behörden festgestellt werden könne, erwogen, es käme lediglich eine ungetreue Geschäftsbesorgung zum Nachteil des Sportverbands C.________ in Frage, die jedoch nicht angeklagt sei (erstinstanzliches Urteil 19, 24; vgl. auch Anklageschrift S. 21 [Eventualvorhalt der ungetreuen Geschäftsbesorgung zum Nachteil des Kantons Schwyz]). Die erste Instanz hat aber auch ausgeführt, die Staatsanwaltschaft werfe dem Beschwerdeführer in der Anklageschrift vor, er habe Gelder im Umfang von rund Fr. 139'000.-- in seinem eigenen wirtschaftlichen Interesse verwendet (erstinstanzliches Urteil S. 19; Anklageschrift S. 10 ff.), eine private Verwendung lasse sich indes lediglich im Umfang von Fr. 50'347.70 nachweisen. Die Verwendung dieses Betrags zu privaten Zwecken verstand die erste Instanz indes als angemessene Entschädigung des Beschwerdeführers für seine erheblichen Umtriebe im Rahmen der Sportförderung (erstinstanzliches Urteil S. 24). Ob diese Auffassung vor Bundesrecht standhält, muss hier nicht geprüft werden (vgl. angefochtenes Urteil S. 17). Nachdem im Berufungsverfahren die Anklage auf den Tatbestand der ungetreuen Amtsführung erweitert worden ist (angefochtenes Urteil S. 35 f.), hätte der Beschwerdeführer jedenfalls Anlass gehabt, sich zu den angeblichen Privatbezügen zu äussern (vgl. auch Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin S. 6). Dass der Beschwerdeführer mit der Rüge der Verletzung des Anklagegrundsatzes auch die Privatbezüge an sich bestritten hat, lässt sich bei dieser Sachlage jedenfalls nicht sagen. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.