Citation: 8C_597/2019 E. 6

Inwiefern die Vorinstanz bei der Beurteilung der Voraussetzungen für eine Wiedererwägung der Rentenverfügung durch die Verwaltung offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellungen getroffen oder Bundesrecht verletzt hätte, ist nicht erkennbar. Dies gilt zunächst insbesondere insoweit, als sie davon ausging, dass eine Hirnverletzung, die geeignet gewesen wäre, die geklagten neuropsychologischen Defizite zu erklären, bildgebend nicht ausgewiesen gewesen sei. Bereits der neurologische Gutachter der Klinik G.________ selber äusserte entsprechende Bedenken. Letztlich liess er sich diesbezüglich jedoch überzeugen von den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers und seiner fremdanamnestisch befragten Ehefrau sowie von den vom Beschwerdeführer bei den früheren Untersuchungen gezeigten Hirnleistungsstörungen. Er selber liess keine entsprechenden Abklärungen durchführen. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht die neuropsychologische Abklärung durch den RAD berücksichtigte, die die kognitiven Defizite nicht bestätigte. Gleiches gilt insoweit, als die Vorinstanz gestützt darauf schloss, dem Gutachten der Klinik G.________ sei damit die Grundlage für eine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit entzogen. Der Einwand, dass der RAD-Bericht damit höher gewertet worden sei, verfängt nicht. Dies nicht zuletzt, weil gerade auch die Gutachter der Klinik G.________ bereits Vorbehalte angemeldet hatten. Ebenfalls vermag daran nichts zu ändern, dass gemäss Einschätzung des lic. phil. M.________, der im Zuge des Revisionsverfahrens zur Begutachtung beauftragt worden war, die damaligen neuropsychologischen Abklärungen lege artis erfolgt seien. Dass die Vorinstanz dieser Einschätzung nicht folgte, nachdem sich die Symptome tatsächlich nicht hatten validieren lassen, ist nicht zu beanstanden. Gleiches gilt insoweit, als sie eine Arbeitsunfähigkeit auch aus rein psychiatrischer Sicht ausschloss. Der Gutachter der Klinik G.________, Dr. med. H.________, vermochte keine psychiatrischen Befunde zu erkennen, die die vom Beschwerdeführer geschilderten kognitiven Defizite erklärt hätten, und folgte daher der Diagnosestellung und den diesbezüglichen Erläuterungen seines Mitgutachters. Dass das kantonale Gericht diesbezüglich nicht auf die Einschätzung des Allgemeinmediziners Dr. med. L.________ vom RAD abstellte, der ein psychoreaktives Geschehen als sehr wahrscheinlich erachtete, ist nicht zu beanstanden. Unter den gegebenen Umständen durfte die Vorinstanz darauf schliessen, dass der medizinische Sachverhalt nicht hinreichend geklärt gewesen und die Rentenzusprechung unter Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes erfolgt sei. Eine Verletzung von Bundesrecht ist nicht erkennbar.