Citation: 6B_263/2020 E. 2.3.2

2.3.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst u.a., C.________ habe ihre Sicht der Ereignisse rund um den 8. September 2016 seit ihrer Berichterstattung an die Gesundheitsdirektion stets in derselben Art und Weise geschildert. Ihre Angaben zum Ablauf der Vorfälle seien konstant und würden in sich kaum Ungereimtheiten aufweisen. Sie seien detailliert, aufgrund von Anmerkungen zu ihrem jeweiligen Befinden farbig und lebendig und daher grundsätzlich als glaubhaft einzustufen (angefochtenes Urteil E. 5.2.1 S. 56). Es bestünden keine Zweifel daran, dass C.________ subjektiv überzeugt gewesen sei, das Geschilderte auch tatsächlich erlebt zu haben. Grundsätzlich denkbar sei jedoch, dass sie beim Anblick des Beschwerdeführers an der Seite der Beschwerdegegnerin 2 voreilige Schlüsse gezogen habe bzw. dass sie hinsichtlich ihrer Wahrnehmung einem Irrtum erlegen sei (angefochtenes Urteil E. 5.2.2 S. 59). Die Vorinstanz begründet in der Folge ausführlich, weshalb sie eine solche Fehleinschätzung der Situation durch C.________ verneint. Sie schliesst insbesondere aus, dass sich C.________ aufgrund der Lichtverhältnisse geirrt haben könnte, da der Raum - selbst wenn die Deckenleuchten entgegen den glaubhaften Aussagen von C.________ ausgeschaltet gewesen wären - nicht absolut dunkel, sondern lediglich abgedunkelt gewesen sei (angefochtenes Urteil S. 59 f.). Die Vorinstanz berücksichtigt weiter, dass die Aussagen des Beschwerdeführers gewisse Ungereimtheiten aufweisen. Dieser habe im Rahmen der Hafteinvernahme etwa noch ausgesagt, die Hand auf den Brustkorb der Beschwerdegegnerin 2 gelegt zu haben und sie vielleicht mit dem Finger in der Brustwölbung berührt zu haben. Später habe er angegeben, die Beschwerdegegnerin 2 im Schulter-/Brustbereich zurück auf die Liege gedrückt zu haben (angefochtenes Urteil S. 63 f.). Entscheidend gegen die Version des Beschwerdeführers spricht gemäss der Vorinstanz jedoch, dass sich dessen Aussagen mit denjenigen von C.________ insofern decken, als sich der Beschwerdeführer dieser gegenüber nach dem Vorfall wiederholt entschuldigte und er ihr weder beim Verlassen des Untersuchungsraumes noch anlässlich der Gespräche danach erklärte, seine Berührungen seien medizinisch indiziert gewesen. Nicht nachvollziehbar ist gemäss der Vorinstanz insbesondere, weshalb der Beschwerdeführer C.________, welche für die Überwachung der Patienten in der Aufwachphase zuständig gewesen sei, nicht auf die Gefahr einer Aspiration hingewiesen habe, wenn eine solche unmittelbar zuvor tatsächlich bestanden habe, und er stattdessen angegeben habe, lediglich den Helicobacter-Schnelltest gesucht zu haben. Selbst wenn er sich wie geltend gemacht wegen des aggressiven Tonfalls von C.________ zunächst in einem Schockzustand befunden haben sollte, wäre zu erwarten gewesen, dass er später zu dieser zurückkehrt und ihr die Notwendigkeit der Überwachung der Beschwerdegegnerin 2 erläutert und dass er dieser gegenüber den wahren, medizinischen Grund für die Berührungen spätestens bei der zweiten Aussprache erwähnt. Dass es zu dieser Klarstellung auch anlässlich des zweiten Gesprächs wegen des Redeflusses von C.________ nicht kam, vermag gemäss der Vorinstanz nicht zu überzeugen. Als nicht glaubhaft beurteilt die Vorinstanz zudem die Behauptung des Beschwerdeführers, er habe sich nicht für seine Handlung, sondern bloss für die "Situation" entschuldigt bzw. er habe die Worte "Entschuldigen Sie" lediglich als höfliche Floskel verwendet, um den Redefluss von C.________ zu unterbrechen (angefochtenes Urteil S. 65-72). In der Entschuldigung des Beschwerdeführers gegenüber C.________ liegt gemäss der Vorinstanz ein Schuldeingeständnis, zumal der Beschwerdeführer C.________ gemäss ihren glaubhaften Aussagen auch gesagt habe, er schäme sich und er wisse nicht, was über ihn gekommen sei. Er habe sie zudem gebeten, niemandem davon zu erzählen und ihm eine zweite Chance zu geben. Bei diesen Äusserungen seien Missverständnisse, insbesondere auch sprachlicher Natur, ausgeschlossen (angefochtenes Urteil S. 72). Die Vorinstanz zieht zudem die Aussagen der weiteren Praxisangestellten D.________ heran, bei welcher sich der Beschwerdeführer ebenfalls entschuldigt habe, ohne die ihm gegenüber erhobenen Vorwürfe in Abrede zu stellen (angefochtenes Urteil S. 73).