Citation: U 244/00 20.02.2001 E. 3

3.- a) Das Vorgehen der Vorinstanz (Offenlassen, ob der natürliche Kausalzusammenhang erfüllt sei) widerspricht an sich der Rechtsprechung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67) und lässt sich nur deshalb nicht beanstanden, weil sich vorliegend eine Rückweisung zur Einholung eines Gutachtens zu diesem Punkt erübrigt; denn selbst wenn auf Grund zusätzlicher Abklärungen der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen wäre, fehlt es - wie die nachstehenden Erwägungen zeigen - an der Adäquanz des Kausalzusammenhangs, die sich im vorliegenden Fall nach Massgabe der in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien beurteilt. b) Die Vorinstanz hat die beiden Ereignisse vom 20. November 1995 und vom 4. März 1996 zu Recht als mittelschwer eingestuft. Entgegen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde liegen sie jedoch nicht im Grenzbereich zu den schweren Unfällen. Der adäquate Kausalzusammenhang wäre daher nur erfüllt, wenn mehrere der massgebenden Kriterien zugleich oder eines davon in besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre. Die Vorinstanz hat dies mit überzeugender Begründung verneint. Die jeweiligen Verletzungen waren nicht besonders schwer, die dadurch verursachte Arbeitsunfähigkeit dauerte nur kurze Zeit (Unfall vom 20. November 1995: weniger als drei Monate Zahnbehandlung; Unfall vom 4. März 1996: wenige Tage); lange Dauerschmerzen und ärztliche Fehlbehandlungen sind nicht eingetreten. Die Unfälle fanden nicht unter besonders dramatischen Begleitumständen statt. Einzig das Kriterium der besonderen Eindrücklichkeit könnte allenfalls für das Ereignis vom 4. März 1996 bejaht werden. Damit ist der adäquate Kausalzusammenhang zu den heute geklagten psychischen Leiden offensichtlich nicht erfüllt. c) Der Beschwerdeführer erwähnt zwar zwei weitere Unfallereignisse, unterlässt es aber erneut, hiezu sachdienliche Unterlagen (z.B. Polizeirapporte) vorzulegen, weshalb darauf nicht näher eingegangen werden kann. d) Dass die Dres. R.________, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, und H.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, in den Berichten vom 5. und 28. Mai 1997 bzw. vom 12. Juni 1997 den natürlichen Kausalzusammenhang bejahen, hilft dem Beschwerdeführer nicht weiter. Denn die Leistungspflicht setzt zusätzlich die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs voraus. Die Beurteilung dieses Zusammenhangs ist aber keine medizinische, sondern eine Rechtsfrage (BGE 123 V 105 Erw. 3a in fine). Die erwähnten Arztberichte ändern nichts daran, dass die massgebenden Kriterien für den adäquaten Kausalzusammenhang nicht erfüllt sind. Dies gilt selbst in Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwerdeführer innerhalb weniger Monate zwei Unfälle erlitten hat.