Citation: 2C_216/2019 E. 8.1

8.1. Es stellt sich weiter die Frage, mit welchem Substrat in einer Konstellation wie der hier zu beurteilenden ausserkantonale Veräusserungsverluste zu verrechnen sind. Der Fonds B.________ erzielte mit seinem Immobilienportfolio nicht nur Kapitalgewinne und -verluste, sondern gemäss den bindenden Feststellungen im angefochtenen Urteil auch Nettoerträge in der Grössenordnung von rund Fr. 140 Mio. pro Jahr. Es wird richtigerweise von keiner Seite geltend gemacht, dass diese Nettoerträge steuerbar sind (vgl. zur Gewinnsteuerbefreiung des Fonds B.________ vorne E. 2 und 5.1). Zu erheben ist aufgrund der bundesrechtlichen Vorgaben von Art. 23 Abs. 4 StHG nur die Grundstückgewinnsteuer auf dem vom Fonds B.________ erzielten Wertzuwachsgewinn (Erlös abzüglich Anlagekosten; vgl. vorne E. 2). Es gibt demnach beim Fonds B.________ als kollektive Kapitalanlage mit direktem Grundbesitz, an welcher als Anleger ausschliesslich steuerbefreite inländische Vorsorgeeinrichtungen beteiligt sind, eine steuerfreie Sparte, welche die gesamten (Immobilien-) Erträge umfasst, und eine steuerbare Sparte, welche einzig die Wertzuwachsgewinne beinhaltet. Damit die vom Gesetzgeber gewollte Aufspaltung in eine steuerfreie und einen steuerbare Sparte auch tatsächlich greift und es nicht zu missbräuchlichen spartenübergreifenden Gewinn- oder Verlustverschiebungen kommt, müssen diese beiden Sparten steuerlich getrennt behandelt werden. Es können demzufolge keine spartenübergreifenden Verlustverrechnungen zugelassen werden. Somit sind Veräusserungsverluste nicht mit Liegenschaftserträgen (und/oder wieder eingebrachten Abschreibungen) verrechenbar. Umgekehrt können steuerbare Wertzuwachsgewinne nicht mit Betriebsverlusten aus der steuerbefreiten Sparte verrechnet werden (siehe zum Ganzen Entscheid des Steuerrekursgerichts des Kantons Zürich 2 GR.2013.20 vom 29. April 2014 E. 3d, mit weiteren Hinweisen).