Citation: 2C_35/2019 E. 3.2

3.2. Gemäss BGE 144 I 266 ist nach einer rechtmässigen Aufenthaltsdauer von zehn Jahren regelmässig davon auszugehen, dass sich die sozialen Bindungen zur Schweiz derart entwickelt haben, dass es besonderer Gründe bedarf, um den Aufenthalt zu beenden bzw. eine Aufenthaltsbewilligung nicht zu verlängern. Das grundsätzlich legitime öffentliche Interesse an einer Steuerung der Zuwanderung bzw. an der Erhaltung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen schweizerischer und ausländischer Wohnbevölkerung genügt in einem solchen Fall für sich allein nicht, um eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu verweigern (BGE 144 I 266 E. 3.9 S. 278). Der Beschwerdeführer hält sich seit dem Jahr 1990 ununterbrochen in der Schweiz auf und erhielt im Jahr 2003 eine Aufenthaltsbewilligung, die seither stets verlängert wurde. Es bedürfte daher besonderer Gründe, um die Aufenthaltsbewilligung nicht zu verlängern. Solche Gründe werden von keiner Seite vorgebracht und sind nicht ersichtlich, zumal der Beschwerdeführer gemäss den Feststellungen der Vorinstanz seit November 2015 erwerbstätig ist und - anders als bei den früheren Familiennachzugsgesuchen - nicht mehr durch die Sozialhilfe unterstützt wird. Der Beschwerdeführer hat in diesem Sinne eine gefestigte Aufenthaltsberechtigung.