Citation: 2C_288/2014 E. 2

Da aufgrund der Ausführungen in der Beschwerdeschrift von der unmittelbar bevorstehenden Scheidung und der möglichen Heirat der Beschwerdeführerin mit einem Anwesenheitsberechtigten ausgegangen werden konnte, wurde - formlos - davon abgesehen, das Verfahren an die Hand zu nehmen. Am 10. Juni 2014 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin das Scheidungsurteil vom 15. April 2014 ein, ebenso ein gleichentags beim Amt für Migration Basel-Landschaft eingereichtes Gesuch um Aufenthaltsbewilligung zwecks Vorbereitung der Heirat mit einem ungarischen Staatsangehörigen. Am 14. Juli 2014 sodann reichte der Vertreter ein vom 1. Juli 2014 datiertes Dokument "Aufenthaltsduldung" des Amtes für Migration ein. In der Folge ergaben sich im Zusammenhang mit den Ehevorbereitungen Schwierigkeiten wegen einer zeitweise verschwundenen Identitätskarte. Gemäss einer weiteren Mitteilung des Rechtsvertreters vom 11. März 2015 war das Problem der Identitätskarte mittlerweile gelöst und stand die Heirat in den nächsten Wochen bevor; der Vertreter stellte sodann in Aussicht, dem Bundesgericht die Abschreibung des Verfahrens mangels Rechtsschutzinteresses zu beantragen, sobald die Beschwerdeführerin die Aufenthaltsbewilligung erhalte. Mit Schreiben vom 16. Februar 2016 an die Verfahrensbeteiligten wurde im Auftrag des Abteilungspräsidenten festgestellt, dass es sich nicht mehr rechtfertige, das bundesgerichtliche Verfahren weiterhin formlos sistiert zu halten; es wurde ihnen Frist bis 7. März 2016 angesetzt, um allfällige Bemerkungen einzureichen und sich zur Fortführung bzw. allfälligen Abschreibung des Verfahrens zu äussern; namentlich habe die Beschwerdeführerin klarzustellen, ob sie an der Beschwerde festhalte. Das Kantonsgericht hat ausdrücklich auf eine Stellungnahme verzichtet. Der Regierungsrat teilt nach Rücksprache mit dem Amt für Migration mit, dass dieses gewillt ist, der Beschwerdeführerin gestützt auf die Ehe mit einem ungarischen Staatsangehörigen eine neue Aufenthaltsbewilligung zu erteilen; es seien nur noch einige Formalitäten zu erledigen; eingedenk dessen geht der Regierungsrat davon aus, dass das Beschwerdeverfahren demnächst abgeschlossen werden kann. Die Beschwerdeführerin erwähnt, dass das Aufenthaltsverhältnis nach wie vor noch nicht definitiv geregelt sei, da sie keinen gültigen Pass vorweisen könne; das Amt für Migration habe zugesichert, die Aufenthaltsbewilligung werde erteilt, sobald sie einen solchen vorweisen könne, wobei ein Pass gemäss einer telefonischen Auskunft der äthiopischen Botschaft in Genf kürzlich eingetroffen sei. Bei dieser Sachlage erachtet die Beschwerdeführerin ihr Interesse an der Behandlung der Beschwerde im Hauptpunkt (Rechtsbegehren Ziff. 1) als erloschen, sodass das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben werden könne. Festgehalten wird allein an den aktuell gebliebenen Rechtsbegehren Ziff. 3 und 4 betreffend die Kostenfolgen des bundesgerichtlichen Verfahrens (Parteientschädigung, gegebenfalls Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege).