Citation: 1C_299/2015 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie erachte den Rückbau als unverhältnismässig. Zur Begründung bringt sie vor, von ihr hätte kein Rückbau auf eine Fläche von 248,6 m2 verlangt werden dürfen, weil der Gemeinderat ursprünglich fehlerhaft eine Fläche von 334,3 m2 bewilligt habe. Dieser Einwand ist jedoch unbegründet (vgl. E. 2.5 hiervor). Zudem bringt sie vor, der finanzielle Schaden bei einem Umbau gemäss den bewilligten Plänen käme auf Fr. 1'337'000.-- zuzüglich Mietzinsreduktionen und -verluste zu stehen. Die kantonalen Instanzen hätten nicht auf die Kostenschätzung eines ungenannten Raumplaners abstellen dürfen, von der keine Unterlagen existierten. Auch dieser Einwand bezüglich der Gewährung des rechtlichen Gehörs hat sich als unbegründet erwiesen (vgl. E. 4.4 hievor). Sodann wendet die Beschwerdeführerin ein, das Verwaltungsgericht habe bei der Kostenschätzung ausser Acht gelassen, dass der Rückbau erschwert werde, weil er erdbebensicher erfolgen müsse und das Gebäude über eine kontrollierte Lüftung verfüge. Damit rügt sie dem Sinne nach eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung, ohne diese Rüge jedoch rechtsgenüglich zu begründen, weshalb sie nicht zu hören ist (vgl. E. 1.2 hievor). Schliesslich beruft sich die Beschwerdeführerin auf einen Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Basel-Landschaft vom 16. Dezember 1998, der einen Rückbau eines Mehrfamilienhauses aufgrund einer Überschreitung der zulässigen Sockelgeschoss- und Gebäudehöhe um 50 cm (ohne Einfluss auf die Aussicht der benachbarten Häuser) bei Vermögensinteressen von über 1 Mio. Franken als unverhältnismässig qualifizierte (BLVGE 1998/1999 E. 9 S. 103 ff.; zitiert in: ANDREAS BAUMANN, Das Baubewilligungsverfahren nach aargauischem Recht, 2007, S. 155). Aus diesem Entscheid kann die Beschwerdeführerin jedoch - selbst wenn von Rückbaukosten von über einer Mio. Franken ausgegangen würde - nichts zu ihren Gunsten ableiten, weil eine Abweichung von der zulässigen Gebäudehöhe um 50 cm bezüglich der Gewichtung der öffentlichen Interessen nicht mit einer wesentlichen Überschreitung der Ausnützungsziffer, bzw. der bewilligten Fläche des Attikageschosses um ca. 109 m2 bzw. seiner zulässigen Fläche um ca. 194 m2, verglichen werden kann, zumal an der Verhinderung derart erheblicher Überschreitungen der Ausnützungsziffer namentlich aus Gründen der Rechtsgleichheit ein gewichtiges öffentliches Interesse besteht, was die Beschwerdeführerin nicht bestreitet (vgl. BGE 92 I 104 E. 3 S. 106; ERICH ZIMMERLIN, Baugesetz des Kantons Aargau vom 2. Februar 1971, 2. Aufl. 1985, N. 7a zu § 155 BauG/AG). Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz die öffentlichen Interessen am verlangten Rückbau unter Berücksichtigung des fehlenden guten Glaubens der Beschwerdeführerin trotz hoher Rückbaukosten als überwiegend qualifizieren, ohne diese Kosten genau bestimmen zu müssen. Damit erweist sich die strittige Wiederherstellungsverfügung als verhältnismässig, weshalb sie entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin keinen unzulässigen Eingriff in die Eigentumsgarantie darstellt.