Citation: 2C_520/2014 E. 4.3

4.3. Der Entzug der Niederlassungsbewilligung trifft den Beschwerdeführer als langjährig anwesenden Ausländer der zweiten Generation sicher hart. Die Ausreise in den Kosovo kann ihm, der ledig und ohne Kinder ist, indessen zugemutet werden. Er spricht Albanisch als Muttersprache und verbrachte die ersten Lebensjahre in seinem Heimatland. Auch in der Schweiz pflegte er regelmässig Kontakte zu Landsleuten; er ist mit der heimatlichen Kultur vertraut, auch wenn er seit Jahren nicht mehr in den Kosovo zurückgekehrt sein sollte, wie er geltend macht. Der Beschwerdeführer ist noch relativ jung, bei guter Gesundheit und besitzt eine abgeschlossene Berufsbildung. Die schwierigen wirtschaftlichen Umstände im Kosovo treffen die ganze dortige Bevölkerung und stellen keinen spezifischen persönlichen Grund dar, welcher die Rückkehr als unzumutbar erscheinen liesse (Urteil des Bundesgerichts vom 2C_113/2011 vom 16. Juni 2011 E. 2.5). Aus Gründen der Verhältnismässigkeit haben die kantonalen Behörden zudem darauf verzichtet, beim Bundesamt für Migration ein Einreiseverbot zu beantragen. Dem Beschwerdeführer bleibt es somit weiterhin möglich, seine Familie in der Schweiz zu besuchen.