Citation: 4A_604/2020 E. 4.3.2

4.3.2. Unterstellt man die Behauptungen der Beschwerdeführerin als wahr, gelangt man unter dem Titel Vertrauensschaden mithin nicht zu der von ihr geltend gemachten Summe. Schadenersatz wäre ihr nur zuzusprechen, soweit sie nachweisen könnte, dass das Architekt-D.________-Projekt (oder ein anderes, im Rahmen einer allfälligen Neuplanung, soweit diese hinreichend behauptet wäre) sich für sie als vorteilhafter erwiesen hätte als das von der Beschwerdegegnerin tatsächlich erstellte. Ohne Ausführungen zum hypothetischen Alternativverhalten und dem entsprechenden Vermögensstand lässt sich dies nicht abschätzen, zumal die Beschwerdegegnerin selbst von Anfang an die Auffassung vertreten hatte, die Kostenprognosen von Herrn D.________ wären nicht einzuhalten gewesen. Es ist mithin offen, ob überhaupt ein Vertrauensschaden eingetreten ist. Das hängt davon ab, zu welchen Kosten das Projekt D.________ tatsächlich geführt hätte. Die Beschwerdeführer behaupten nicht, sie hätten das Projekt D.________ zum Preis des Kostenvoranschlags der Beschwerdegegnerin verwirklichen können. Damit wäre ein allfälliger Vertrauensschaden jedenfalls nicht in der geltend gemachten Höhe entstanden. Insoweit ist der Sachvortrag nicht schlüssig.