Citation: 2P.71/2002 11.09.2002 E. B

Nachdem einer der Nachkommen des verstorbenen H.________ vergeblich versucht hatte, die Hinterlegung der von der Gebäudeversicherung in Aussicht gestellten Entschädigung zu erwirken, verlangte die A.________ AG, bei welcher G.________ und F.________ die Funktion des Präsidenten bzw. Vizepräsidenten inne haben, am 25. Juli 2000 von der Gebäudeversicherung die "unverzügliche Hinterlegung der Versicherungsleistung auf ein Baukonto bei einem Bankinstitut". Sie brachte vor, H.________ habe sie mit den Planungsarbeiten für den Wiederaufbau des abgebrannten Bauernhauses betraut. Mit Schreiben vom 25. September 2000 an die Miterben erklärte sich die Gebäudeversicherung bereit, unter Vorbehalt der Zustimmung aller Erben, einen Betrag von Fr. 380'000.-- auf ein Sperrkonto der Raiffeisenbank zu hinterlegen. C.________ und D.________ waren mit diesem Vorschlag einverstanden. Die A.________ AG, die überlebende Ehegattin und die drei anderen Nachkommen erhoben am 25. Oktober 2000 Einsprache und verlangten, es seien Fr. 547'000.-- oder, subsidiär, Fr. 1'641'000.--auf ein Bankkonto der Raiffeisenbank X.________ einzuzahlen beziehungsweise zu hinterlegen. Am 9. April 2001 wies die Gebäudeversicherung die Einsprachen ab, erklärte sich aber bereit, den Betrag von Fr. 530'000.-- zu hinterlegen, "sobald eine schriftliche Bestätigung der Erbengemeinschaft vorliegt, dass der angefangene Wiederaufbau des abgebrannten Gebäudes definitiv ist".