Citation: 6B_1242/2016 E. 2.4

2.4. Indem die Vorinstanz bei der Festsetzung der Gerichtsgebühr den ordentlichen Gebührenrahmen von maximal Fr. 30'000.-- um gut einen Drittel überschreitet (vgl. § 12 Abs. 1 GebT/BL), stuft sie das Verfahren zumindest implizit als ausserordentlich ein. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kann diese Auffassung durchaus vertreten werden. So geht es um ein Verfahren mit immerhin drei Beschuldigten, und es liegt eher umfangreiches Aktenmaterial vor. Anders als dies der Beschwerdeführer darstellt, verweist die Vorinstanz auch nicht grösstenteils auf die Erwägungen des erstinstanzlichen Gerichts, sondern macht - gerade in Bezug auf die Strafzumessung in seinem Fall - sehr ausführliche eigene Ausführungen. Ausserdem bringt die Vorinstanz nicht nur durch die Höhe ihrer Gebühr zum Ausdruck, dass das Verfahren auch in zweiter Instanz besondere Schwierigkeiten bot, respektive einen überdurchschnittlichen Aufwand mit sich brachte. Vielmehr zeigt sich dies auch in ihrer Berechnung der Entschädigungen für die amtlichen Verteidiger, denen sie einen Stundenansatz von Fr. 200.-- anstatt der minimalen Fr. 180.-- zugesteht (anders beispielsweise im Urteil 6B_797/2010 vom 14. März 2011 E. 2.3.2). Abschliessend ist festzuhalten, dass die von der Vorinstanz festgelegte Gebührenhöhe sicher am obersten Limit liegt und die Schwierigkeit des vorliegenden Verfahrens wohl etwas geringer gewesen sein dürfte, als die Höhe der festgesetzten Gebühr den Anschein erweckt. Ein Ermessensmissbrauch oder eine Über- bzw. Unterschreitung des Ermessens ist aber zu verneinen.