Citation: 2A.344/2004 19.11.2004 E. 4

4.1 Bezüglich der privaten Interessen an einem weiteren Verbleib in der Schweiz führte die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer sei im Alter von 22 Jahren in die Schweiz eingereist, wo er infolge der Heirat mit seiner ersten schweizerischen Ehefrau eine Aufenthaltsbewilligung erhalten habe. Mit der Trennung und der Scheidung von seiner ersten Ehefrau habe er jeglichen Halt verloren, sei drogensüchtig geworden und habe sich die notwendigen finanziellen Mittel auf deliktische Art beschafft. Noch vor Antritt der letzten stationären Massnahme habe er seine heutige Ehefrau kennen gelernt. Zu berücksichtigen sei, dass sich die Beschwerdeführer in einem Zeitpunkt kennen gelernt und geheiratet hätten, als sich der Beschwerdeführer 1 seit Jahren ohne Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz aufgehalten habe und zudem gegen ihn eine zeitlich unbeschränkte Einreisesperre bestanden habe. Allerdings sei es der Ehegattin kaum zumutbar, ihrem Ehemann in dessen Heimatland zu folgen. Der Beschwerdeführerin 2 habe indessen bewusst sein müssen, dass ihrem Ehemann nicht ohne weiteres eine Aufenthaltsbewilligung erteilt würde. Zwar würde nach Ansicht der Vorinstanz die Rückkehr nach Algerien auch für den Beschwerdeführer 1 eine beträchtliche Umstellung bedeuten und eine Wiederanpassung an die dortigen Lebensumstände erfordern. Der Beschwerdeführer 1 habe jedoch seine ganze Kindheit und Jugend in Algerien verbracht und verfüge dort auch noch über Familienangehörige, mit denen er Kontakt pflege. Angesichts der erneuten Straffälligkeit nach Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung erachtete das Verwaltungsgericht die positiven Resozialisierungsaussichten in der Schweiz trotz Überwindung der Drogensucht als ganz erheblich relativiert, zumal die Diebstähle der Portemonnaies einem alten Verhaltensmuster entsprächen. Zudem habe selbst die Begleitung durch die Ehefrau diese erneuten Straftaten nicht verhindern können. Im Übrigen sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mittlerweile über gültige Ausweisschriften seines Heimatlandes verfüge. Zusammenfassend kam die Vorinstanz zum Schluss, der Anspruch gemäss Art. 7 Abs. 1 ANAG sei somit erloschen und die Nichterteilung der Aufenthaltsbewilligung erweise sich als verhältnismässige Massnahme im Sinne von Art. 8 Abs. 2 EMRK.