Citation: 2C_769/2022 E. 6.3

6.3. Vorliegend ist unbestritten, dass der Enkel der Beschwerdeführerin seit seiner Geburt an einem unklaren Dysmorphiesyndrom, einer schweren globalen Entwicklungsstörung mit Verhaltensstereotypien und kompletter Handlungsunfähigkeit, einer ataktischen Bewegungsstörung, Epilepsie, relativem Kleinwuchs, schweren Knicksenkfüssen sowie einer linkskonvexen, thorakolumbalen Skoliose leidet. Seit seinem sechsten Lebensjahr ist er in allen täglichen Lebensverrichtungen auf Hilfe angewiesen und bedarf der persönlichen Überwachung. Seit Eintritt der Volljährigkeit bezieht er deshalb eine Rente der IV und hat Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung schweren Grades. Ebenso unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin den Enkel seit vielen Jahren betreut: Anfänglich im Rahmen von jährlichen Besuchsaufenthalten, ab Januar 2012 bis im September 2016 wohnte sie im Haushalt ihrer Tochter; seit September 2016 lebt die Beschwerdeführerin in einer eigenen Wohnung und betreut ihren Enkel nur noch tagsüber, wobei zusätzlich auch die Schwester von C.________s Mutter bzw. die Tante von C.________ - gegen Entgelt - Betreuungs- und Pflegeleistungen erbringt. Die unbestritten gebliebenen Sachverhaltsfeststellungen sind für das Bundesgericht verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG).