Citation: 5A_891/2020 E. 3.5

3.5. Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss eine Kindeswohlgefährdung geltend macht, wenn C.________ in den rätoromanischen Kindergarten geht, was das Kantonsgericht in willkürlicher Weise verkannt haben soll, spricht er offensichtlich die in BGE 144 III 469 E. 4.2.1 S. 472 vorbehaltene Ausnahme an, wonach von den in E. 3.2 dargestellten Grundsätzen abzuweichen ist, wenn ernsthafte Gefahr im Verzug liegt. Indes ist nicht ersichtlich, inwiefern der Besuch des rätoromanischen Kindergartens eine Gefährdung von C.________ bedeuten soll, zumal das Kind im angestammten Umfeld verbleibt und es somit z.B. auch Kontakte zu bisherigen Spielkameraden aufrecht erhalten kann. Hinzu kommen die Feststellungen des Kantonsgerichtes, dass im Kanton Graubünden viele Kinder deutschsprachiger Eltern einen rätoromanischen Kindergarten besuchen und C.________ bereits in der Kindertagesstätte mit der Sprache in Kontakt gekommen ist. Vor diesem Hintergrund ist keine willkürliche Rechtsanwendung im angefochtenen Entscheid ersichtlich.