Citation: I 957/05 17.07.2006 E. 4.3

4.3.1 Das kantonale Gericht begründet die Rückweisung der Sache an die Verwaltung damit, auf Grund der medizinischen Aktenlage lasse sich die zumutbare Restarbeitsfähigkeit des Versicherten in leidensadaptierten Tätigkeiten und damit das Invalideneinkommen nicht willkürfrei beurteilen. So sei - gestützt auf die Berichte des SUVA-Kreisarztes Dr. med. G.________ vom 8. Juli 2002 und insbesondere des Dr. med. R.________, Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin, vom 14./15. August 2002 - nicht auszuschliessen, dass während des massgebenden Beurteilungszeitraums ab Januar 2000 (frühestmöglicher Rentenbeginn) bis zum Einspracheentscheid vom 27. Januar 2005 (als Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis) eine Verschlechterung dahingegend eingetreten sein könnte, "dass die vom Versicherten erlittenen Schmerzen sich auf dessen psychischen Gesundheitszustand auszuwirken begannen". Es sei daher eine gesamtheitliche Abklärung - angesichts des vielschichtigen Beschwerdebildes vorzugsweise in einer Medizinischen Abklärungsstelle der Invaldienversicherung (MEDAS) - durchzuführen. 4.3.2 Nach den zutreffenen Einwendungen der Beschwerdeführerin lassen sich den Akten mit Blick auf den hier massgebenden Zeitraum keinerlei substanziellen Anhaltspunkte für ein die Arbeitsfähigkeit beeinflussendes, krankheitswertiges psychisches Leiden des Versicherten entnehmen. Dies gilt namentlich für den vorinstanzlich erwähnten Bericht des Dr. med. G.________ vom 8. Juli 2002. Die darin enthaltene Aussage, der Kreisarztstellvertreter (Dr. med. K.________) habe "auf Grund der persistierenden Beschwerden links hemithorakal eine gewisse psychische Überbewertung" angenommen, stellt entgegen der Auffassung der Vorinstanz kein Indiz für ein relevantes psychisches Geschehen dar; aus dem Kontext, in welchem der Hinweis des Dr. med. G.________ steht, geht vielmehr unmissverständlich hervor, dass dieser eine psychische Ursache des Beschwerdebildes gerade ausschliesst und eine beim Unfall vom 7. September 1991 erlittene, aber erst am 28. November 2000 aufgedeckte "massive BWK6-Impressionsfraktrur" bzw. die "objektive strukturell massive Pathologie" am Rücken als Grund für das aktuelle Beschwerdebild erachtet, allenfalls richtunggebend verschlimmert durch eine Kontusion der linken Hüfte und Distorsion der Halswirbelsäule nach einem Velounfall am 19. November 1996. Ebenfalls nicht für einen - weiter abklärungsbedürftigen - psychischen Gesundheitsschaden spricht der vorinstanzlich hervorgehobene Bericht des Dr. med. R.________ vom 14./15. August 2002, gemäss welchem die Ausprägung der chronischen Schmerzen beim Patienten oft zu "dysphorischen Reaktionen" führe (Dysphorie = Störung der Affektivität mit gedrückter, gereizter Verstimmung; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 258. Auflage, Berlin/New York 1998, S. 384), deutet doch nichts darauf hin, dass der Arzt ein dahinter liegendes Leiden mit Krankheitswert vermutet. Auch die sonstigen Akten - insbesondere Befunderhebung, Diagnostik, Behandlungsmassnahmen und subjektive Beschwerdeschilderung betreffend - liefern für den hier zu beurteilenden Zeitraum bis Januar 2005 keine Hinweise auf eine psychische Erkrankung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Bei dieser Sachlage ist eine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszuschliessen. 4.3.3 Nichts anderes ergibt sich mit Bezug auf die körperlichen Gesundheitsbeeinträchtigungen. Namentlich ist der Bericht des Dr. med. R.________ vom 14./15. August 2002 nicht geeignet, Zweifel an der - der Invaliditätsbemessung der Beschwerdeführerin zu Grunde gelegten - Einschätzung der (körperlichen) Restarbeitsfähigkeit im Bericht des Dr. med. G.________ vom 8. Dezember 2000 zu begründen (100 % Arbeitsfähigkeit in wechselbelastenden Tätigkeiten [überwiegend sitzend, mit kürzeren Stehphasen] ohne repetitives Heben von Lasten über 10 kg). Noch am 14. Mai 2002 hatte Dr. med. R.________ gegenüber der SUVA erklärt, bezüglich der Restarbeitsfähigkeit herrsche grundsätzliche Übereinstimmung mit Dr. med. G.________ (100 % Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten); dementsprechend unterscheidet sich das im Bericht vom 14./15. August 2002 umschriebene Zumutbarkeitsprofil denn auch nur unwesentlich von dem im Bericht des Dr. med. G.________ vom 8. Dezember 2000 angegebenen (und vom Kreisarzt auch später nicht in Zweifel gezogenen), wobei sich die Abweichungen durch die besondere Berücksichtigung der subjektiven Einschätzungen des Versicherten erklären lassen. Nicht ins Gewicht fällt der Umstand, dass Dr. med. R.________ im Unterschied zum Kreisarzt einen stufenweisen Wiedereinstieg ins Erwerbsleben vorschlägt (anfänglich 30-50 %, anschliessend Steigerung in Schritten jeweils 10 %), zumal dies an der medizinisch-theoretisch bestehenden und zumutbarerweise verwertbaren Restarbeitsfähigkeit nichts ändert. Im Übrigen ist zu berücksichtigen, dass Dr. med. R.________ im Bericht vom 14. Mai 2002 angegeben hatte, er erachte sich - auch mangels kontinuierlicher Behandlung des Versicherten in den vergangenen Monaten - für die weitere Beurteilung der Situation nicht mehr als zuständig. Aus dem Bericht vom 14./15. August 2002 geht nicht hervor, inwieweit sich in der Zwischenzeit diesbezüglich etwas geändert haben soll, und insbesondere ob der Arzt mit dem Versicherten auch nach dem 14. Mai 2002 in persönlichem Kontakt gestanden hatte; der im August 2002 abgegebenen Stellungnahme kommt daher nur beschränkter Beweiswert zu. 4.4 Nach dem Gesagten ist im Rahmen pflichtgemässer Beweiswürdigung zu schliessen, dass der medizinische Sachverhalt für den hier massgebenden Zeitraum hinreichend erstellt ist. Die Vorinstanz hat demnach die Sache zu Unrecht zwecks weiterer Abklärung des Gesundheitszustands an die Verwaltung zurückgewiesen.