Citation: 6B_238/2013 E. 10.5

10.5. Ob Eventualvorsatz oder bloss (bewusste) Fahrlässigkeit gegeben ist, hängt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts unter anderem ab von der Grösse des dem Täter bekannten Risikos der Tatbestandsverwirklichung, von der Schwere der Sorgfaltspflichtverletzung, von den Beweggründen des Täters und von der Art der Tathandlung (siehe BGE 135 IV 12 E. 2.3; 134 IV 26 E. 3.2.2). Die Beschwerdeführerin meint, bei der gebotenen Beachtung dieser Kriterien sei vorliegend Eventualvorsatz für alle Beschuldigten zu bejahen (Beschwerde S. 60 ff. Ziff. 3.3.2). Nachdem die Beschwerdeführerin in der Anklage und auch im ersten vorinstanzlichen Verfahren den Vorwurf des Vorsatzes im Wesentlichen auf drei Vorsatzindikatoren begründet hatte (Presseberichterstattung, Verhaftung und Auslieferung einzelner Geschäftspartner, Beziehungen zu Geschäftspartnern, die kriminellen Organisationen angehörten), stützt sie sich nunmehr auch auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung betreffend die Abgrenzung zwischen Eventualvorsatz und bewusster Fahrlässigkeit und macht geltend, dass gemäss den insoweit relevanten Kriterien Eventualvorsatz zu bejahen sei. Die Beschwerdeführerin vermag indessen nicht darzutun, inwiefern nach diesen Kriterien Eventualvorsatz in Bezug auf die finanzielle Stärkung der kriminellen Organisationen durch Erhebung der Zwangsabgabe anzunehmen ist.