Citation: 8C_335/2017 E. 6.2

6.2. Der Versicherte hat mit seiner Anlehre als Gärtnereiarbeiter Fachrichtung Zierpflanzen sowie seiner Ausbildung als Gärtner mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau offensichtlich zureichende berufliche Kenntnisse erworben. Entgegen der Ansicht der IV-Stelle reicht dies jedoch nicht aus. Vielmehr ist zu prüfen, ob der Versicherte die erworbenen Fähigkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch verwerten kann. Wie sich aus den Berichten des Job Coachings ergab, war das Arbeitstempo des Versicherten schwankend (ausreichend bis unzureichend) und die Konzentrationsfähigkeit im Laufe des Tages nachlassend bei guter Motivation und Arbeitshaltung; zudem bedurfte er einer straffen Führung und konnte nur zwei Anweisungen zu einem Arbeitsauftrag selbstständig ausführen. Diese Schwierigkeiten des Versicherten, seine Arbeitskraft auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt seiner Ausbildung entsprechend zu verwerten, stehen gestützt auf die medizinischen Einschätzungen in Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen. Es ist dazu insbesondere auf den Bericht der C.________ AG vom 12. Januar 2015 zu verweisen. Danach wurden beim Versicherten bei einem unterdurchschnittlichen prämorbiden Leistungsvermögen Teilleistungsbeeinträchtigungen in den Bereichen Aufmerksamkeit und Gedächtnisfunktionen festgestellt und diese als mögliche kognitiven Defizite im Rahmen des ADHS interpretiert, so dass eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt als zu anforderungsreich erachtet wurde. Die Vorinstanz hat demnach zu Recht das Valideneinkommen gestützt auf Art. 26 Abs. 1 IVV ermittelt. Nachdem die IV-Stelle keine weiteren Einwände erhebt, hat es bei der Rentenzusprache gemäss vorinstanzlichem Entscheid sein Bewenden.