Citation: 9C_72/2024 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin stellt nicht infrage, dass sie in Bezug auf die Frage des gewerblichen Zwecks der Flüge von oder nach touristischen Destinationen, auf denen der wirtschaftlich Berechtigte von Familienmitgliedern begleitet worden war, die Beweislast und damit die Konsequenzen trägt, falls der gewerbliche Zweck nicht festgestellt werden kann. Sie macht aber geltend, dass die Vorinstanz diesbezüglich das falsche Beweismass angewendet habe. Einschlägig sei das Beweismass der hohen bzw. überwiegenden Wahrscheinlichkeit und nicht das Regelbeweismass der vollen Überzeugung. Die Beschwerdeführerin übersieht, dass das Bundesgericht die Vorinstanz im Urteil 2C_217/2022 vom 15. Dezember 2022 ausdrücklich angewiesen hat, diese Frage erneut zu überprüfen (BGE 149 II 53 E. 6.6). Das konnte es nur tun, wenn es die betreffende seinerzeitige Beweiswürdigung für offensichtlich unrichtig hielt (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Es spricht viel dafür, dass der Beurteilung des Bundesgerichts das Regelbeweismass der vollen Überzeugung zugrunde lag und deshalb von vornherein kein anderes Beweismass mehr in Betracht kommt (vgl. zur Bindungswirkung eines Rückweisungsentscheids des Bundesgerichts Urteil 4A_121/2023 vom 29. November 2023 E. 3, zur Publikation vorgesehen; BGE 143 IV 214 E. 5.3.3; 135 III 334 E. 2.1). Aber selbst wenn das Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit einschlägig wäre, wie die Beschwerdeführerin meint, hätte die Vorinstanz nach dem Rückweisungsentscheid auf jeden Fall nicht erneut darauf schliessen können, der Beweis des gewerblichen Zwecks der Flüge sei erbracht, da sich die Beweislage nicht verändert hatte (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.3.2 und 3.3.3).