Citation: 1C_94/2018 E. 4.1

4.1. Die im Auftrag des IOTH durch die VKF erlassenen Brandschutzvorschriften stützen sich auf eine kantonalgesetzliche Grundlage (Art. 5 Abs. 2 Brandschutzgesetz i.V.m. Art. 1 Brandschutzverordnung; vgl. E. 2.4 hiervor). Dass diese Vorschriften nicht als gesetzliche Grundlage dienen können, wird von den Beschwerdeführerinnen zu Recht nicht vorgebracht. Sie sind aber der Auffassung, der angerufene Art. 51 Brandschutznorm sei auf das streitbetroffene Flüssiggas-Verkaufslager nicht anwendbar. Die Brandschutzrichtlinie 26-15 (Gefährliche Stoffe) regle die brandschutzrelevanten Anforderungen an die Lagerung gefährlicher Stoffe ab einer Menge von 100 kg. Vorliegend sei aber lediglich ein Flüssiggas-Verkaufslager mit einem maximalen Fassungsvermögen von 50 kg betroffen. Aus diesem Grund gelange weder die Brandschutzrichtlinie 26-15 noch Art. 51 Brandschutznorm zur Anwendung.