Citation: 5A_361/2017 E. 2.4.4

2.4.4. Die gegenteilige Auslegung der Beschwerdeführer bedeutet, dass sich die Wendung "unverändert eingetragen" auf den von ihnen behaupteten Inhalt und Umfang des Fahrwegrechts beziehen müsste. Sie führte zum Ergebnis, dass die Eigentümerin des Grundstücks Nr. 1350, die ausdrücklich erklärt hat, das Fahrwegrecht sei auf die neu gebildeten Grundstücke Nrn. 2839 und 2842 zu übertragen, etwas erklärt hat, das sie entweder selber nicht wollte oder rechtlich nicht bewirken konnte. Ersteres betrifft die Willensbildung, deren Mangelhaftigkeit offenbar niemals behauptet wurde und auch nicht geprüft werden kann, fehlen doch tatsächliche Feststellungen dazu, was die Erklärende dachte, wusste oder wollte (BGE 132 III 24 E. 4 S. 28), und Letzteres betrifft den Tatbestand der Verlegung im Sinne von Art. 742 ZGB, dessen Erfüllung das Obergericht von den Beschwerdeführern heute unwidersprochen bejaht hat. Die gesetzlichen Voraussetzungen der Verlegung zu prüfen (vgl. BGE 88 II 150 E. 5 S. 156), erübrigt sich deshalb (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 142 III 364 E. 2.4 S. 367). Nur der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass das Parzellierungsbegehren, mit dem gemäss den obergerichtlichen Feststellungen die Eigentümer der belasteten und berechtigten Grundstücke die Verlegung des Fahrwegrechts im Sinne von Art. 742 ZGB vereinbart hatten, der Unterschrift des Eigentümers des berechtigten Grundstücks nicht bedurfte (vgl. LIVER, Zürcher Kommentar, 1980, N. 79 zu Art. 732 und N. 47 f. zu Art. 742 ZGB).