Citation: 5A_154/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Soweit sich die Beschwerdeführerin erneut über eine Gehörsverletzung beklagt, läuft ihre Rüge ins Leere. Ob sich die Vorinstanz auf die Arztschreiben vom 23. März 2020 und 6. April 2021 stützen durfte, ist keine Frage des rechtlichen Gehörs, sondern eine solche der Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung (s. schon E. 4.2.2), auf die das Bundesgericht nur unter den erwähnten Voraussetzungen zurückkommt (s. E. 3.3). Diesbezüglich gibt sich die Beschwerdeführerin wiederum damit zufrieden, selektiv einzelne Elemente des angefochtenen Entscheids herauszugreifen und andere Punkte unangefochten stehen zu lassen. So pocht sie darauf, dass sich die konsultierten Mediziner in ihren Zeugnissen gar nicht zu (damals noch unbekannten) Nebenwirkungen und Kontraindikationen der mRNA-Impfungen hätten äussern können. Bei alledem lässt sie indes eine Erklärung vermissen, weshalb zusätzliche (aktuellere) Abklärungen geradezu unabdingbar gewesen sein sollen, obwohl allfällige (heute bekannte) unerwünschte Impferscheinungen dem angefochtenen Entscheid zufolge in keinem Verhältnis zum Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs stehen und bei C.________ keine Nebenwirkungen festgestellt worden seien. Was speziell die Thrombosegefahr angeht, übergeht die Beschwerdeführerin auch den vorinstanzlichen Hinweis, wonach diese Nebenwirkung lediglich im Zusammenhang mit dem Vektorimpfstoff von Janssen beobachtet worden sei. Dass dieser Impfstoff für C.________ zur Diskussion steht, behauptet die Beschwerdeführerin nicht, noch macht sie (mit hinreichender Präzision) geltend, dass die Thrombosegefahr als unerwünschte Impferscheinung auch von mRNA-Impfstoffen, darunter dem C.________ verabreichten Impfstoff Comirnaty (s. Sachverhalt Bst. C.a), bekannt wäre. Sie begnügt sich vielmehr mit undifferenzierten Aufzählungen von (angeblichen) Nebenwirkungen und mit dem pauschalen Vorwurf, das Obergericht weise ihren Beweisantrag, zwecks Ausschlusses einer Thrombosegefahr C.________s D-Dimer-Wert festzustellen, abermals mit Verweis auf das BAG ab. Auch mit der nicht weiter belegten Behauptung, sämtliche Impfnebenwirkungen seien erst nach April 2021 veröffentlicht worden, ist nichts gewonnen, ebenso wenig mit dem an C.________s Ärzte gerichteten Vorwurf der Sorgfaltspflichtverletzung, denn zur Beurteilung stehen im vorliegenden Prozess nicht die Gewissenhaftigkeit und Verlässlichkeit dieser Mediziner, sondern der Entscheid, mit dem das Obergericht die dem Beschwerdegegner von der KESB erteilte Berechtigung bestätigt, C.________ ohne Zustimmung der Beschwerdeführerin gegen COVID-19 impfen zu lassen (s. Sachverhalt Bst. B.e).