Citation: 4A_527/2024 E. 3.1.2

3.1.2. Die Vorinstanz wies mangels Geschäftsgeheimnis auch die Streichung folgender Passage im Fliesstext ab: "Schon früh wurden auch steuerliche Überlegungen in die Konstruktion der Transaktion einbezogen, wie dies der Mailverkehr von Februar bis April 6 und die E-Mail 7 vom 7. Mai 2020 von C.________ an D.________ dokumentieren". Die Beschwerdeführerin lege nicht dar, inwiefern es ein Geschäftsgeheimnis sei, wenn sich C.________, Mitglied des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung der Gesellschaft, mit der Kanzlei D.________ in Verbindung setze, um steuerliche Überlegungen in die Transaktion miteinzubeziehen. Dass steuerliche Überlegungen bei der streitgegenständlichen Transaktion eine Rolle spielen und möglichst früh zu adressieren sind, dürfe als notorisch betrachtet werden. Dass hierzu eine US-Anwaltskanzlei kontaktiert werde, könne auch noch kein Geschäftsgeheimnis darstellen. Inwiefern es sodann ein Geheimnis sei, dass vorliegend die Gesellschaft die Kanzlei D.________ für diese Zwecke kontaktiert habe, erschliesse sich auch nicht. Es sei aktenkundig, dass diese Kanzlei die Rechtsberaterin der Aa.________ Inc. bei einer Finanzierungsrunde im Jahr 2022 gewesen sei (act. 7/1: "D.________ acted as Aa.________ Inc.'s legal advisor in this transaction"). Die Beschwerdeführerin behaupte denn auch nicht, dass die gesuchstellenden Aktionäre nichts von diesem Mandatsverhältnis wüssten. Ein schutzwürdiges Interesse der Beschwerdeführerin sei nicht auszumachen. Diese Begründung der Vorinstanz überzeugt und hält den dagegen vorgebrachten Einwänden der Beschwerdeführerin stand. Sie macht geltend, dem Anwaltsgeheimnis unterstünden nicht nur Informationen, welche die Mandantschaft gegenüber ihren Anwältinnen und Anwälten offenlege, sondern auch das Bestehen eines Anwaltsverhältnisses an sich. Der aktenkundige Fakt, dass D.________ die Gesellschaft bei einer Finanzierungsrunde im Jahr 2022 beraten habe, sei für das vorliegende Verfahren irrelevant, da die Finanzierungsrunde aus dem Jahr 2022 nicht Gegenstand der Sonderuntersuchung bilde. Letzteres mag zutreffen. Damit ist aber die Beurteilung der Vorinstanz nicht widerlegt, dass nicht dargetan ist, weshalb das Mandatsverhältnis zur Anwaltskanzlei D.________ im vorliegenden Fall ein Geheimnis bilden soll, nachdem es auf der Hand liegt, dass für die Steuerfragen im Rahmen der von der Sonderuntersuchung erfassten Transaktion im Jahr 2020 eine amerikanische Kanzlei konsultiert wurde, und die genannte Kanzlei die Gesellschaft aktenkundig im 2022 beraten hat, weshalb nahe liegt, dass dies auch schon zuvor der Fall war.