Citation: 1C_414/2015 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführer bestreiten das Vorliegen einer genügenden gesetzlichen Grundlage für das Parkierverbot innerhalb der Sichtberme ebenso wenig wie den damit verfolgten Zweck, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Sie bringen aber vor, eine solche punktuelle Massnahme sei ungeeignet, das im öffentlichen Interesse liegende Ziel zu erreichen und stelle einen unverhältnismässigen Eingriff in ihr Eigentumsrecht dar. Dabei übersehen sie aber, dass ein Verbot für sichtbehindernde Objekte im unmittelbarer Nähe einer Zufahrt durchaus der Verkehrssicherheit dient, da der Fahrzeuglenker dadurch die Verkehrssituation besser überblicken kann. Wie sich aus dem Vorerwähnten ergibt (vgl. E. 2.3 hiervor), können auf dem Vorplatz weiterhin Anhänger oder Fahrzeuge abgestellt werden, sofern sie vollständig hinter die festgelegte Sichtlinie zu liegen kommen. Eine gleichermassen geeignete, aber mildere Anordnung ist weder ersichtlich noch wird eine solche in der Rechtsschrift dargetan. Zudem wiegt der Eingriff in das Eigentum der Beschwerdeführer nicht schwer: Abgesehen davon, dass ein Abstellverbot auf einem relativ kleinen Teil des Vorplatzes verkraftbar erscheint, wird den Beschwerdeführern die bestimmungsgemässe und sinnvolle Nutzung ihres Grundstücks dadurch weder verunmöglicht noch stark erschwert (vgl. BGE 133 II 220 E. 2.5 S. 225 mit Hinweisen). Hinzu kommt, dass sich das Bundesgericht hier Zurückhaltung aufzuerlegen hat, da die konkrete Beurteilung von einer Würdigung der örtlichen Verhältnisse abhängt, welche die lokalen Behörden besser kennen (vgl. E. 3.1 hiervor). Insoweit hat die Vorinstanz nicht gegen Verfassungsrecht verstossen, wenn sie das Abstellverbot auf dem Vorplatz als für die Beschwerdeführer zumutbar erachtete.