Citation: 4A_496/2019 E. 3.1.1

3.1.1. Die Rüge, das massgebende ausländische Recht sei nicht richtig angewendet worden, ist im Rahmen der Beschwerde in Zivilsachen nur zulässig, sofern der Entscheid keine vermögensrechtliche Sache betrifft (Art. 96 lit. b BGG). In vermögensrechtlichen Streitigkeiten wie hier kann ausschliesslich gerügt werden, die Anwendung des ausländischen Rechts sei willkürlich und verstosse gegen Art. 9 BV. Zu Unrecht geht die Beschwerdegegnerin davon aus, das Bundesgericht könne die gesamte Frage der Verjährungsunterbrechung nur unter dem Blickwinkel der Willkür überprüfen: Während das Bundesgericht die Tragweite der aArt. 166 ff. IPRG frei prüfen kann, prüft es die Anwendung von § 204 Abs. 1 Nr. 1 BGB nur auf Willkür. Auf Willkür überprüft das Bundesgericht den Entscheid der Vorinstanz betreffend die Anforderungen, die nach § 204 Abs. 1 Nr. 1 BGB an eine ausländische Klage zu stellen sind, damit sie einer deutschen gleichgestellt wird und ihr verjährungshemmende Wirkung zukommt, frei dagegen, welche Wirkungen die Klage des Insolvenzverwalters nach schweizerischem Recht zeitigt.