Citation: 1A.85/2003 11.07.2003 E. 4

Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe am 20. August 2002 beim BJ den förmlichen Antrag gestellt, es sei festzustellen, dass die deutschen Behörden bei ihrem Rechtshilfeersuchen an Kanada den schweizerischen Spezialitätsvorbehalt verletzt hätten. Mit Schreiben vom 2. Oktober 2002 habe ihm das BJ mitgeteilt, dass keine Verletzung des Spezialitätsvorbehaltes vorliege, weshalb auch keine Intervention bei den deutschen Behörden erfolge. Eigentliches (materiellrechtliches) Ziel des vom Beschwerdeführer eingeleiteten und mittels Aufsichts- bzw. Rechtsverweigerungsbeschwerde an das EJPD weitergezogenen Verfahrens ist somit die Feststellung, dass sich die deutschen Behörden in ihrem Auslieferungsersuchen an Kanada über den schweizerischen Spezialitätsvorbehalt hinweggesetzt hätten. Nach der dargelegten Praxis ist dafür die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht grundsätzlich nicht gegeben. Im Übrigen handelt es sich beim Bundesgericht auch nicht um die administrative Aufsichtsbehörde des BJ (vgl. Art. 37 RVOG). Die beim EJPD (als Aufsichtsbehörde) eingereichte und von diesem an das Bundesgericht weitergeleitete Rechtsverweigerungsbeschwerde ist somit an das EJPD zur weiteren Prüfung zurückzuweisen. Zu materiellrechtlichen Fragen und zum verwaltungsinternen Beschwerdeweg vor den eidgenössischen Verwaltungsbehörden hat das Bundesgericht keine Stellung zu nehmen (vgl. BGE 121 II 248 E. 1c S. 251 f.).