Citation: 6B_880/2009 30.03.2010 E. 7

7.1 Der Beschwerdeführer beanstandet, dass im vorinstanzlichen Verfahren die von ihm offerierten Zeugen nicht zur Kenntnis genommen worden seien. Die Vorinstanz habe nicht darüber entschieden, ob eine nachträgliche Zeugeneinvernahme erfolgen solle oder nicht, wodurch sein Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden sei. Das Vorgehen der Vorinstanz sei willkürlich (Beschwerde S. 33 f.). Aus dem vom Beschwerdeführer zitierten vorinstanzlichen Verhandlungsprotokoll geht hervor, dass E.________, F.________ und G.________ an der vorinstanzlichen Verhandlung anwesend waren. Der Beschwerdeführer führte anlässlich jener Verhandlung aus, dass drei "wichtige Leute" an die Verhandlung mitgebracht worden seien. Er ermunterte das Gericht, diese anzuhören und führte aus, es handle sich um keine Verfahrensverzögerung, sonst hätte ein simpler Beweisantrag gestellt werden können. Es gehe darum, zu zeigen, dass die Personen in der behaupteten Weise tätig gewesen seien (vorinstanzliche Akten, Ordner 1, Obergericht, Beleg 9 S. 1 und 4). 7.2 Die Parteien haben gestützt auf Art. 29 Abs. 2 BV Anspruch darauf, mit rechtzeitig und formgültig angebotenen Beweisanträgen und Vorbringen gehört zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind. Ein Verzicht auf die Abnahme von weiteren Beweisen ist zulässig, wenn sich das Gericht auf Grund der bereits erhobenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass die abgelehnten Beweisanträge nichts an seiner Überzeugung zu ändern vermögen (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 131 I 153 E. 3 S. 157; je mit Hinweisen). Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers behandelt die Vorinstanz den Antrag auf Zeugenbefragung hinsichtlich des Anklagepunkts der Kreditkartenbezüge unter Verweis auf das erstinstanzliche Urteil. Sie erwägt, der Beschwerdeführer habe nicht dargelegt, zu welcher Thematik die Zeugen konkret befragt werden sollten und inwiefern ihre Aussagen an der Beweiswürdigung im erstinstanzlichen Urteil etwas zu ändern vermöchten (angefochtenes Urteil E. 2.1.2 S. 7). Diese Vorgehensweise ist nicht zu beanstanden. 7.3 Soweit der Beschwerdeführer hinsichtlich des erstinstanzlichen Verfahrens eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, eine willkürliche Beweiswürdigung und eine Verletzung der Unschuldsvermutung rügt (Beschwerde S. 31 ff.), ist auf seine Vorbringen nicht einzutreten. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist nicht das erstinstanzliche Urteil, sondern allein der Entscheid der Vorinstanz.