Citation: 7B_264/2022 E. 3.4

3.4. Zusätzlich stellt sich die Frage, ob die Vorinstanz einen Teilfreispruch hätte ausfällen müssen, weil sie den Sachverhalt bezüglich des Ortsbereichs Fläcken nicht der kantonalrechtlichen Regelung (§ 100 Abs. 1 i.V.m. § 30 Abs. 1 StrG/LU), sondern nur den einschlägigen Bestimmungen des SVG und der VRV unterwirft (Konsumation). Dies ist zu verneinen. Die Staatsanwaltschaft wendet auf den als Tateinheit angeklagten Sachverhalt mehrere verschiedene Tatbestände an. Mit dem vorinstanzlichen Schuldspruch (nur) wegen Art. 93 Abs. 2 lit. a und Art. 29 SVG i.V.m. Art. 59 VRV wird der angeklagte Lebenssachverhalt vollständig abgeurteilt. Angesichts dessen brauchte die Vorinstanz hinsichtlich der wegfallenden rechtlichen Würdigung nicht auf Freispruch zu erkennen.