Citation: 1C_548/2023 E. 3.1

3.1. In Art. 51 des Raumentwicklungs- und Baugesetzes des Kantons Glarus vom 2. Mai 2010 (RBG/GL; GS VII B/1/1) sind die Grenzabstände geregelt. Vorbehältlich anderer nachbarrechtlicher Abmachungen beträgt der Grenzabstand 4.00 m (Abs. 1). Für eingeschossige An- und Nebenbauten mit einer Grundfläche von maximal 50.0 m2 beträgt der Grenzabstand mindestens 1.50 m, wenn die Fassadenhöhe der An- bzw. Nebenbauten im Bereich dieser Grenze nicht mehr als 3.30 m beträgt. Der Dachvorsprung darf 0.50 m nicht überschreiten (Abs. 4). Gemäss Art. 34 der Bauverordnung des Kantons Glarus vom 23. Februar 2011 (BauV/GL; GS VII B/1/2) sind Anbauten mit einem anderen Gebäude zusammengebaut. Sie dürfen die im kommunalen Baureglement festgelegten Masse nicht überschreiten und nur Nebennutzflächen enthalten. In der kommunalen Bauordnung werden niedrige An- und Nebenbauten folgendermassen definiert: Als niedrige An- und Nebenbauten werden solche Bauten bezeichnet, deren Gebäudehöhe nicht mehr als 3.30 m und deren Firsthöhe nicht mehr als 5.00 m betragen. Bei Einhaltung dieser Masse können sie unter die Fortsetzung einer Dachfläche des Hauptbaus gestellt werden (Art. 3 Abs. 5 der Bauordnung Luchsingen vom 28. Mai 2004 [BO/Luchsingen]). In Bezug auf die Grenzabstände ist im Anhang 7.1 BO/Luchsingen geregelt, vorbehältlich anderer nachbarrechtlicher Abmachungen beträgt der Grenzabstand 4.00 m. Für eingeschossige An- und Nebenbauten mit einer Grundfläche von maximal 50.0 m2 muss ein Grenzabstand von mindestens 1.50 m eingehalten werden, wenn die sichtbare Höhe der An- bzw. Nebenbauten im Bereich dieser Grenze nicht mehr als 3.30 m beträgt. Der Dachvorsprung darf 0.50 m nicht überschreiten.