Citation: C 366/01 09.07.2002 E. 3

3.- In überzeugender und zutreffender Würdigung der Beweislage hat die Vorinstanz festgestellt, dass der Beschwerdeführer durch sein Verhalten am telefonischen Bewerbungsgespräch die Anstellung zum Scheitern gebracht hatte. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Seine Einwendung, bei der zugewiesenen Arbeitsstelle der X.________ AG habe es sich um nicht zumutbare Arbeit gehandelt, ist aufgrund der Akten mehrfach widerlegt. Nach dem Bericht des Dr. med. Q.________ vom 30. Mai 2001 sind dem Beschwerdeführer mit Ausnahme schwerer körperlicher Arbeiten alle Tätigkeiten zumutbar. Gemäss den Angaben der X.________ AG waren im April 2001 mehrere Aushilfsstellen für den folgenden Sommer zu besetzen, die keine körperlich schwere Arbeiten wie Heben und Tragen von Lasten über 10 kg erforderten. Weiter bringt der Beschwerdeführer erneut vor, in Wahrheit hätte die X.________ AG die Vertragsverhandlungen wegen der erwähnten gesundheitlichen Einschränkungen abgebrochen. Indessen hat die Zeugin unmittelbar nach dem telefonischen Bewerbunsgespräch schriftlich dem RAV mitgeteilt, eine Anstellung sei an der beabsichtigten Abreise in die Ferien gescheitert. Diese Aussage hat sie in der Befragung im vorinstanzlichen Verfahren ausdrücklich bestätigt. Im Übrigen ist nicht einzusehen, weshalb die X.________ AG, die dringend auf die Besetzung der Aushilfsstellen angewiesen war, eine Anstellung wegen der geringfügigen körperlichen Beeinträchtigung des Beschwerdeführers hätte ablehnen sollen, nachdem mehrere Arbeiten, die keine körperlich schwere Arbeit erforderten, zu vergeben waren. Zusammengefasst gingen Vorinstanz und Verwaltung zutreffend davon aus, dass der Beschwerdeführer in Verletzung der Schadenminderungspflicht das Nichtzustandekommen einer zumutbaren Anstellung in Kauf genommen und dadurch den Tatbestand des Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG erfüllt hat.