Citation: 4P.261/2005 10.11.2005 E. 3

Schliesslich wirft die Beschwerdeführerin dem Kantonsgerichtsausschuss eine Verletzung von Art. 9 BV vor. Zur Begründung macht sie geltend, der Kantonsgerichtsausschuss sei in willkürlicher Weise davon ausgegangen, dass es wenig wahrscheinlich sei, dass die Zivilkammer des Kantonsgerichtes bei einer Würdigung der neuen Beweismittel - insbesondere der Aussage des Bankangestellten Z.________ im Strafverfahren - zu einem anderen Ergebnis als die Beschwerdekammer in Strafsachen gelangen werde. Im angefochtenen Entscheid wird festgehalten, die Beschwerdekammer in Strafsachen sei zum Schluss gekommen, dass keine Anhaltspunkte für eine falsche Zeugenaussage von die Bankangestellte X.________ und Y.________ vorlägen. Vielmehr habe das Strafverfahren die Aussagen von die Bankangestellte X.________ und Y.________ bestätigt, wonach sie von der Beschwerdeführerin nie angewiesen worden seien, keine riskanten Geschäfte zu tätigen. Bereits das Bezirksgericht Maloja hat festgestellt, dass die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie habe bei der Kontoeröffnung und anlässlich der Besprechung vom 3. April 1997 Instruktion zu einer konservativen Vermögensanlage erteilt, nicht belegt sei. Der Kantonsgerichtsausschuss hat die vom Bezirksgericht Maloja festgestellten Indizien, die gegen eine solche Instruktion sprechen, zusammengestellt und sich der Schlussfolgerung des Bezirksgerichtes angeschlossen. Mit diesen Begründungen setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Vielmehr begnügt sie sich, darauf hinzuweisen, dass die Zeugenaussage des Bankangestellten Z.________ im Strafverfahren gegen die Bankangestellte X.________ und Y.________ im angefochtenen Urteil nicht berücksichtigt worden sei. Damit ist aber nicht dargetan, inwiefern die Annahme des Kantonsgerichtsausschusses, die Zivilkammer werde kaum zu einer anderen Beweiswürdigung als das Bezirksgericht Maloja gelangen, willkürlich sein soll. Insbesondere muss sich die Beschwerdeführerin, die ein Strafverfahren gegen die Zeugen die Bankangestellte X.________ und Y.________ wegen falscher Zeugenaussage eingeleitet hat, das für sie erfolglos verlaufen ist, entgegenhalten lassen, dass diese von ihr offenbar als bedeutend angesehenen Zeugen ihre These nicht stützen.