Citation: 6B_98/2024 E. 1.4.3

1.4.3. Die Vorinstanz stützt sich auf die Aussagen des Beschwerdegegners, die sie - insbesondere bezüglich des Kerngeschehens - als glaubhaft einstuft. Dem Beschwerdeführer gelingt es mittels seiner Gegenüberstellung der einzelnen Äusserungen des Beschwerdegegners zwar aufzuzeigen, inwieweit nicht alle Aussagen des Beschwerdegegners - in den Worten der Vorinstanz - "gleichlautend" waren (vgl. Beschwerde Ziff. 26 f.). Dennoch begründen diese Abweichungen vorliegend noch keine willkürliche Beweiswürdigung. Wie die Vorinstanz überzeugend erwägt, macht der Beschwerdegegner zum eigentlichen Kerngeschehen übereinstimmende Aussagen. So habe er dem angefochtenen Urteil zufolge stets gleichlautend geschildert, wie er gehört habe, dass der Beschwerdeführer vor dem Stich etwas geöffnet und in der Hand gehalten habe. Dabei habe er auch immer von einer Klingenspitze gesprochen, die aus der Hand des Beschwerdeführers hinausgeschaut habe. Er habe keine genauen Angaben zur Beschaffenheit des Messers gemacht, was nicht gegen seine Schilderungen spreche, sondern vielmehr gerade besonders glaubhaft sei. Der Beschwerdeführer nennt nichts, das diese Würdigung als offensichtlich falsch ausweisen würde. Inwieweit die Vorinstanz zudem verkennen soll, dass dem Beschwerdeführer der Anklagesachverhalt und nicht das Vor- und Nachtatgeschehen nachzuweisen sei, ist nicht nachvollziehbar. Ebenso wenig erhellt, inwieweit dies den Aussagen des Beschwerdegegners die Glaubhaftigkeit absprechen sollte. Wenn der Beschwerdeführer überdies rügt, es sei offensichtlich falsch, dass der Beschwerdegegner einen Übergriff gegen den Türsteher (D._________) geschildert habe, so verfängt sein Vorbringen nicht. Wenngleich die diesbezüglichen vorinstanzlichen Ausführungen auf den ersten Blick irritieren mögen, ergibt sich bei genauer Lektüre des vom Beschwerdeführer bezeichneten Abschnitts eindeutig, dass die Vorinstanz eigentlich den Beschwerdegegner meint. Auch der Beschwerdeführer selber verweist auf die von der Vorinstanz zitierte Aktenstelle und führt aus, der Beschwerdegegner habe einen Angriff auf sich selber und nicht den Türsteher geschildert. Entsprechend überzeugt der Beschwerdeführer auch nicht, wenn er geltend macht, ein Vorfall gegenüber dem Türsteher sei gar nicht angeklagt. Insgesamt trifft es entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zu, dass der Beschwerdegegner in Bezug auf das Kerngeschehen völlig verschiedene Geschehensabläufe geschildert habe, die sich zum Grossteil gegenseitig ausschliessen würden. Die Vorinstanz setzt sich nicht nur mit den Aussagen des Beschwerdegegners auseinander, die sie ohne Weiteres als glaubhaft einstufen durfte, vielmehr geht sie auch auf die diversen Widersprüche im Aussageverhalten des Beschwerdeführers ein. So erwägt sie nachvollziehbar, er habe Vieles in den verschiedenen Einvernahmen in wesentlichen Punkten anders geschildert (beispielsweise betreffend die Tatwaffe, die Frage, ob er den Club freiwillig verlassen habe sowie die konkrete Art der Auseinandersetzung). Es ist unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz feststellt, der Beschwerdeführer schildere im Rahmen derselben Befragung einzelne zentrale Sachverhaltselemente diametral entgegengesetzt und verfalle in Widersprüche. Die Vorinstanz verfällt demnach nicht in Willkür, wenn sie die Aussagen des Beschwerdeführers insgesamt als nicht glaubhaft einstuft bzw. nicht auf diese abstellt. Schliesslich äussert sich die Vorinstanz in ihrer Beweiswürdigung auch zu weiteren Beweismitteln, insbesondere den medizinischen Berichten. Daraus geht hervor, die inkriminierten Schnittverletzungen stammten von scharfkantigen Gegenständen, zum Beispiel der Klinge eines Messers oder eines messerähnlichen Gegenstandes. Wenn sie gestützt darauf ausführt, Schlüssel seien weder scharfkantig noch klingenähnlich, und entsprechend zweifelsfrei eine Zufügung der fraglichen Verletzungen durch die Schlüssel und/oder Fingernägel ausschliesst, so erweist sich dies als nachvollziehbar. Was der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang vorbringt, verfängt nicht. Insbesondere ist nicht begründet dargetan, inwieweit die Vorinstanz auf das von ihm ins Feld geführte Gutachten zu seiner körperlichen Untersuchung vom 17. August 2021 hätte eingehen müssen bzw. inwieweit die vorinstanzliche Beweiswürdigung dadurch offensichtlich unhaltbar würde. Für die Begründung von Willkür genügt praxisgemäss nicht, dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung der beschwerdeführenden Partei nicht übereinstimmt oder eine andere Lösung oder Würdigung der Beweise als vertretbar erscheint (BGE 144 V 50 E. 4.2; 143 IV 241 E. 2.3.1; 141 IV 305 E. 1.2 und 369 E. 6.3). Vielmehr ist erst dann von einer willkürlichen Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweiswürdigung auszugehen, wenn die vorinstanzlichen Schlussfolgerungen auch im Ergebnis offensichtlich unhaltbar wären (vgl. oben E. 1.3). Dies vermag der Beschwerdeführer weder aufzuzeigen noch ist dies nach den obigen Ausführungen ersichtlich.