Citation: 2C_476/2023 E. 5.5.1

5.5.1. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Kostenauflage nach § 13 VRG/ZH liegt dem Unterliegerprinzip der Gedanke zu Grunde, dass grundsätzlich diejenige Partei die Kosten tragen soll, welche mit ihren Anträgen nicht durchdringt (vgl. Urteil 1P.270/2003 vom 19. August 2003 E. 3.1). § 13 Abs. 2 Satz 1 VRG/ZH lässt eine Kostenverlegung in Abweichung des Unterliegerprinzips jedoch zu (vgl. den Wortlaut "in der Regel"). Es liegt im Ermessen des Gerichts, über solche Abweichungen zu entscheiden. Dabei kommt ihm ein erheblicher Spielraum zu. Allerdings darf die Abweichung von der gesetzlichen Regel nicht willkürlich sein, sondern muss in den besonderen Verhältnissen des Falles ihre Rechtfertigung finden (vgl. Urteil 1P.270/2003 vom 19. August 2003 E. 3.2). Dabei fallen für eine ausnahmsweise Abkehr vom Unterliegerprinzip vor allem Billigkeitsgründe in Betracht. Allerdings darf die Kostenverlegung auf die obsiegende Partei die Verantwortung für die Prozessführung nicht derart abschwächen, dass der Grundsatz des Unterliegens seines Sinngehalts entleert wird (vgl. Urteil 1P.270/2003 vom 19. August 2003 E. 3.3).