Citation: 1P.778/2006 06.03.2007 E. 6

Schliesslich rügt der Beschwerdeführer unter Berufung auf BGE 115 IV 156 eine Verletzung der Unschuldsvermutung (Art. 6 Ziff. 2 EMRK). Die Unschuldsvermutung verbietet es, einem Angeschuldigten Kosten aufzuerlegen und eine Entschädigung zu verweigern, wenn die Behörde damit zum Ausdruck bringt, der Betroffene sei doch schuldig, obwohl er freigesprochen oder das Strafverfahren eingestellt worden ist (BGE 120 Ia 147 E. 3b S. 155). In der Verweigerung einer Entschädigung mit der Begründung, der Beizug eines Anwalts sei mangels Kompliziertheit des Verfahrens nicht gerechtfertigt gewesen, liegt indessen keine strafrechtliche Missbilligung. Nichts anderes lässt sich aus BGE 115 IV 156 ableiten (vgl. E. 2d S. 160). Die Rüge der Verletzung der Unschuldsvermutung geht daher ebenfalls fehl.