Citation: 7B.156/2006 13.10.2006 E. 2

2.1 Die Aufsichtsbehörde hat im Wesentlichen festgehalten, dass an der Mitgliederversammlung vom 30. Mai 2006 des Anleihensschuldners das vorgelegte Sanierungskonzept sowie die den Anleihensgläubigern beantragten Beschlüsse genehmigt worden seien. Der Schuldner habe am 1. Juni 2006 den 16 Gläubigergemeinschaften die entsprechenden Sanierungsmassnahmen zur Abstimmung unterbreitet und diese hätten je einzeln mit einer Mehrheit von über zwei Dritteln den Massnahmen zugestimmt. Es handle sich um Beschlüsse zum Erlass von Zinsen und zur Umwandlung von Anleihensobligationen und -zinsen in Aktien gemäss Art. 1170 Abs. 1 Ziff. 2 und 9 OR, weshalb sie gemäss Art. 1176 Abs. 1 OR genehmigt werden müssten. Die Aufsichtsbehörde hat (unter Hinweis auf die Bestimmungen der Verordnung des Bundesrates über die Gläubigergemeinschaften bei Anleihensobligationen vom 9. Dezember 1949; SR 221.522.1) festgestellt, dass die zu genehmigenden Beschlüsse notariell verurkundet, die Bestimmungen zur Einberufung und Durchführung der Gläubigerversammlungen eingehalten und die Beschlüsse veröffentlicht und den Anleihensgläubigern auch schriftlich mitgeteilt worden seien. Die Aufsichtsbehörde hat geschlossen, dass keine Gründe nach Art. 1177 OR vorlägen, aufgrund welcher die Genehmigung der Beschlüsse verweigert werden müssten, zumal namentlich die Notlage des Schuldners gerichtsnotorisch sei und im Übrigen kein Anleihensgläubiger schriftlich oder mündlich an der Verhandlung Einwendungen erhoben habe. 2.2 Die Beschwerdeführer bringen im Wesentlichen vor, entgegen früherer, täuschender Zusagen erfolge keine Rückzahlung von 50 % ihres Darlehens. Sodann würden verschiedene Hotels des Schuldners gewinnbringend wirtschaften, was aber erst am 30. Juni 2006, also nach der Beschlussfassung am 1. Juni 2006 bekannt geworden sei. Weiter seien dem Reiseunternehmen R.________ voll abgeschriebene Anteile (an der S.________ AG) geschenkt worden, nur um aus dem "Abenteuer ... herauszukommen" (bzw. von den betreffenden Verpflichtungen befreit zu werden). All dies lege den Verdacht auf "betrügerische" Machenschaften nahe. Die Genehmigung der Beschlüsse durch die Aufsichtsbehörde sei zu verweigern.