Citation: 2C_636/2017 E. 3.2.2

3.2.2. Die Beziehung des Beschwerdeführers zu seiner Schweizer Freundin fällt nicht in den Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK: Weder lebte das Paar im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils in einem stabilen Konkubinat, noch lagen konkrete Pläne für eine Heirat vor (vgl. Urteile 2C_804/2016 vom 21. März 2017 E. 4.1; 2C_97/2010 vom 4. November 2010 E. 3; 2C_225/2010 vom 4. Oktober 2010 E. 2.2). Der Beschwerdeführer kann sich somit nicht auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK als Recht auf Achtung des Familienlebens berufen. Das Gleiche gilt für das Verhältnis des Beschwerdeführers zu seiner Mutter und seinen Geschwistern, mit denen er im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils zusammenlebte: Hinsichtlich Beziehungen zwischen nahen Verwandten ausserhalb der Kernfamilie, namentlich solchen von erwachsenen Kindern zu ihren Eltern (oder Geschwistern), setzt die Berufung auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK voraus, dass die ausländische Person sich in einem besonderen, über die normalen affektiven Bindungen hinausgehenden Abhängigkeitsverhältnis zum anwesenheitsberechtigten Elternteil (oder Geschwister) befindet (BGE 137 I 154 E. 3.4.2 S. 159; 129 II 11 E. 2 S. 14; Urteile 2C_804/2016 vom 21. März 2017 E. 4.1; 2C_147/2014 vom 26. September 2014 E. 5.4). Anhaltspunkte für solche aussergewöhnlichen Umstände - wie etwa eine Behinderung oder eine schwere Krankheit - sind nicht vorhanden.