Citation: 2C_76/2020 E. 6.1

6.1. Gemäss Art. 33 Abs. 3 AIG ist die Aufenthaltsbewilligung nur befristet gültig. Sie kann widerrufen bzw. nicht verlängert werden, wenn ein Widerrufsgrund nach Art. 62 AIG besteht. Ein solcher liegt vor, wenn die ausländische Person zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist, wobei keine Rolle spielt, ob die Sanktion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG; BGE 139 I 31 E. 2.1 S. 32). Der Beschwerdeführer ist unbestrittenermassen in Spanien am 30. November 2007 wegen Handels mit Drogen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, am 7. November 2011 wegen häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt, Verletzungen und Misshandlungen in der Familie zur Leistung von 40 Tagen gemeinnütziger Arbeit und am 4. Januar 2016 wegen Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Die entsprechenden ausländischen Verurteilungen durften beim Widerruf bzw. bei der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung mitberücksichtigt werden, nachdem die Voraussetzungen gemäss der Praxis des Bundesgerichts hierfür gegeben waren (vgl. hierzu [die Praxis zusammenfassend] das Urteil 2C_851/2017 vom 5. Oktober 2018 E. 3 - 5 mit weiteren Hinweisen).