Citation: 5A_391/2020 E. 6.3

6.3. Die Rüge der Beschwerdeführerin ist unbegründet. Die Beurteilung des Kantonsgerichts, wonach der zwischen der Einräumung des Kaufrechts und dessen Ausübung gesteigerte Wert der Aktien dem Käufer zugute komme, ohne dass der Vertrag als (gemischte) Schenkung zu beurteilen sei, steht im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 50 II 370 E. 1 S. 373) und hält folglich vor Bundesrecht stand. Damit zielt die weitere Rügen der Beschwerdeführerin, wonach das Kantonsgericht Art. 152 ZPO (Recht auf Beweis) verletzt habe, ins Leere. Zum einen sind für die Beurteilung des Kaufpreises der Aktien die Verhältnisse bei Einräumung des Kaufrechts am 19. November 2012 massgeblich, sodass die beantragte Edition der Jahresrechnungen 2015 und 2016 nichts zur Erhellung dieser Frage beitragen könnten. Zum anderen behauptet die Beschwerdeführerin nicht, dass und weshalb das Rechtsgeschäft vom 19. November 2012 als gemischte Schenkung zu qualifizieren gewesen wäre.