Citation: H 20/00 21.12.2000 E. 2

2. Quartal 1997, anderseits auf zwei Nachzahlungsverfügungen vom 27. Oktober 1997. Die in diesen beiden Verfügungen nachgeforderten Beiträge gehen auf eine Arbeitgeberkontrolle zurück, bei welcher ausstehende Beitragszahlungen von 1993 bis 1997 entdeckt worden waren. Gemäss der Replik der Beschwerdegegnerin im kantonalen Verfahren war die in Konkurs gefallene Firma bis Ende 1995 der Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen angeschlossen und wechselte am 1. Januar 1996 zur Beschwerdegegnerin. Demnach wurde die Schadenersatzverfügung hinsichtlich der bis Ende 1995 angefallenen Beiträge von einer unzuständigen Ausgleichskasse erlassen. Die Beschwerdegegnerin war im kantonalen Prozess nur bezüglich desjenigen Teils der Schadenersatzforderung aktivlegitimiert, der auf den nach dem 1. Januar 1996 unbezahlt gebliebenen Beiträgen beruht (Knus, Die Schadenersatzpflicht des Arbeitgebers in der AHV, Diss. Zürich 1989 S. 25 f.; Nussbaumer, Die Ausgleichskasse als Partei im Schadenersatzprozess nach Art. 52 AHVG, in ZAK 1991 S. 385 f.). Dies führt indessen nicht ohne weiteres zur teilweisen Aufhebung der streitigen Verfügung und zur Rückweisung der Sache an die zuständige Ausgleichskasse. Denn alle Ausgleichskassen haben das selbe Recht anzuwenden und sind mit den gleichen Befugnissen ausgestattet, weshalb von einer unzuständigen Kasse erlassene Verfügungen nur selten mit derart offensichtlichen und leicht erkennbaren Mängeln behaftet sind, dass sie als nichtig zu erklären wären. Daher kann das Eidgenössische Versicherungsgericht auch in solchen Fällen die materielle Richtigkeit der Verfügung überprüfen (in BGE 107 V 68 nicht veröffentlichte Erw. 3; ZAK 1982 S. 84 f. Erw. 3). b) Da die Nachzahlungsverfügungen erst nach dem Konkurs der Firma ergangen sind, können sie rechtsprechungsgemäss im Schadenersatzprozess nach Art. 52 AHVG masslich überprüft werden (ZAK 1991 S. 126 Erw. II/1b).