Citation: 5A_892/2023 E. A

A.a. D.________ sel. (der Erblasser) verstarb 2018. Als gesetzliche Erben, die gemäss den öffentlichen letztwilligen Verfügungen des Erblassers vom 14. März 2016 sowie vom 15. März 2017 (Zusatz zur letztwilligen Verfügung vom 14. März 2016) zur alleinigen Erbfolge gelangen, hinterliess er seine beiden Söhne A.________ und B.________. Als Willensvollstrecker setzte der Erblasser seinen Bruder C.________ ein. A.b. In seiner letztwilligen Verfügung vom 14. März 2016 hielt der Erblasser fest, dass bestimmte Vermögenswerte (insbesondere Firmen und Liegenschaften) nach seinem Ableben (mit wenigen Ausnahmen) zu verkaufen oder zu liquidieren seien. Der Erblasser hielt insbesondere 100 % an der E.________ AG, der wiederum 53 % der Aktien an der F.________ AG (heute: G.________ AG; nachfolgend auch G.________-Aktien) gehörten. Die restlichen 47 % der G.________-Aktien wurden von C.________ gehalten. A.c. Im Zusatz vom 15. März 2017 zur letztwilligen Verfügung vom 14. März 2016 stellte der Erblasser weitere Regeln zur Abwicklung auf. Ziff. 9 des Zusatzes sah insbesondere Folgendes vor: "Im Rahmen der Abwicklung sollen meine Söhne stets angehört werden. [...] In dringenden Fällen, die eine Anhörung nicht zulassen, oder in Fällen, in denen meine beiden Söhne unmissverständlich darauf verzichten, steht es dem Willensvollstrecker frei, nach bestem Wissen und Gewissen auch ohne Anhörung meiner Söhne die Abwicklung voranzutreiben." In Ziff. 15 traf der Erblasser in Bezug auf die G.________-Aktien sodann folgende Regelung: "Die F.________ AG mit ihren Beteiligungen gehört zu 47 % meinem Bruder, H.________, und zu 53 % mir. Ich stimme hiermit ausdrücklich zu, dass H.________ auch als Willensvollstrecker meinen Anteil zu einem Preis nach Zeitwert im Anschluss an eine Fair Value Bewertung selber übernehmen kann und nicht die Abwicklung zugunsten von Dritten erzwingen muss. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass H.________ auf diesem Wege für das Stadion und/oder den Fussballclub G.________ eine nachhaltige und für ein langfristig erfolgreiches Fortkommen geeignete Lösung erzielen und sichern kann. Diesfalls ist bei der Bewertung auch das zukünftige Engagement von H.________ angemessen zu berücksichtigen." A.d. Am 1. März 2022 veräusserte C.________ die G.________-Aktien sowie ein von der E.________ AG der G.________ AG gewährtes Aktiendarlehen in Höhe von Fr. 22'213'135.05 an sich selbst. Der Kaufpreis betrug Fr. 40 Millionen, beruhend auf zwei Gutachten und einem anteiligen Unternehmenswert von Fr. 42 Millionen (inklusive Aktionärsdarlehen) abzüglich eines "testamentarisch vorgesehene[n] Discount[s] von CHF 2 Mio". Im Anschluss informierte der Willensvollstrecker die beiden Söhne über den Verkauf, die damit nicht einverstanden waren. Mittlerweile ist zwischen der E.________ AG und C.________ ein Verfahren betreffend Rückübertragung der Vermögenswerte und Feststellung der Ungültigkeit des Geschäfts vom 1. März 2022 hängig.