Citation: 6B_1422/2019 E. 6.5.1

6.5.1. Der Beschwerdeführer und C.________ wurden gemäss Anklageschrift als Nebentäter behandelt. Ihnen wurde, wie von der Staatsanwaltschaft zutreffend vorgebracht, kein Zusammenwirken vorgehalten. Entgegen ihrer Auffassung hat das Verhalten der beiden Beschuldigten aber dennoch zumindest teilweise zum gleichen Taterfolg beigetragen, weshalb sie als Nebentäter zu betrachten sind (zum Begriff der Nebentäterschaft vgl. Urteile 1B_524/2020 vom 28. Dezember 2020 E. 2.4; 6B_360/2016 vom 1. Juni 2017 E. 4.8; je mit Hinweis). Nebentäter sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Grundsatz der Verfahrenseinheit (Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO) Mittäter (BGE 138 IV 29 E. 3.2). Diese Definition muss auch bei der Strafzumessung Geltung beanspruchen, geht es doch hier wie dort um die Vermeidung widersprüchlicher Urteile. Die für Mittäter im eigentlichen Sinn festgelegten Grundsätze der Strafzumessung müssen somit auch für Nebentäter zur Anwendung gelangen. Folglich muss die Strafe des Beschwerdeführers in einem angemessenen Verhältnis zu jener von C.________ stehen. Dies hat die Vorinstanz bis anhin nicht geprüft. Sie wird im Rahmen der neu vorzunehmenden Strafzumessung einen hypothetischen Vergleich zwischen den beiden Strafen anstellen oder begründen müssen, weshalb das Strafmass des Nebentäters nicht als Vergleichsgrösse dienen kann.