Citation: U 258/04 23.11.2006 E. 2

Das kantonale Gericht ist bei der Beurteilung der Frage, ob der Beschwerdeführer am 25. Dezember 2002 einen Unfall oder eine unfallähnliche Körperschädigung erlitten hat, von der Schilderung im Fragebogen der Zürich vom 10. Januar 2003 ausgegangen. Danach hat der Versicherte beim Bergabgehen anlässlich einer mehrstündigen Wanderung einen stechenden Schmerz im linken Fuss verspürt. Im Einzelnen hat die Vorinstanz erwogen, in Ziffer 2 des Fragebogens werde deutlich darauf hingewiesen, der Vorgang, der zur Körperschädigung geführt habe, müsse im Detail, präzise und vollständig geschildert werden. Auf spätere Ergänzungen müsse der Versicherer nicht eintreten. Der Beschwerdeführer habe in seiner Antwort die mehrstündige Wanderung mit Gepäck, den stechenden Schmerz beim Bergabgehen in der linken Ferse und das professionelle Schuhwerk genannt. Hätte der Vorfall im Abrutschen und Aufschlagen bzw. in einer reflexartigen Abwehrbewegung bestanden, wäre anzunehmen, dass er dies im Formular vermerkt haben würde. Im E-Mail vom 18. Februar 2003 werde auf die besondere Topografie und Geologie, die Marschdauer und die gepäckbedingte kinetische Energie hingewiesen. Auch hier werde ein Aus- oder Abrutschen beim Bergabgehen nicht erwähnt. Die Angaben in dem zwei Wochen nach dem Ereignis ausgefüllten Fragebogen vom 10. Januar 2003 könnten als «Aussage der ersten Stunde» gewertet werden, welcher bei der Würdigung des Sachverhaltes besonderes Gewicht zukomme. Zudem habe der Versicherte in der Beschwerde festgehalten, er habe auf dem Rückweg am 1. Januar 2003 die Klinik Y.________ aufgesucht, um u.a. differentialdiagnostisch einen Tumor sichern oder ausschliessen zu können. Schlug er den Fuss tatsächlich auf, hätte er als Arzt doch wohl kaum einen Tumor in Betracht gezogen. Überdies stehe die Schilderung vom 10. Januar 2003 mit der Beurteilung der Radiologen des Zentrums X.________ einer «Ermüdungsfraktur des Calcaneus» in Einklang. Ausgehend von den Angaben im Fragebogen der Zürich vom 10. Januar 2003 hat die Vorinstanz mangels Ungewöhnlichkeit und Plötzlichkeit des äusseren Faktors einen Unfall oder eine unfallähnliche Körperschädigung verneint. Insbesondere lasse sich weder in der mehrstündigen Wanderung mit Gepäck noch im Bergabgehen etwas Ungewöhnliches erkennen. Ebenfalls sei aufgrund der medizinischen Akten davon auszugehen, dass der Versicherte am 25. Dezember 2002 eine Ermüdungsfraktur am Calcaneus links erlitten habe.