Citation: 8C_690/2009 21.12.2009 E. 3

Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die nach dem 30. Juni 2007 geklagten Beschwerden. 3.1 Die Vorinstanz stellte unbestrittenermassen fest, bei der Beschwerdeführerin liege ein Schleudertrauma der HWS mit dem hierfür typischen Beschwerdebild vor. Sie liess den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 4. Mai 2006 und den über den 30. Juni 2007 hinaus geklagten, organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden offen und prüfte den adäquaten Kausalzusammenhang im Sinne von BGE 134 V 109. Dieses Vorgehen ist unbestritten und erweist sich als korrekt. Die Vorinstanz qualifizierte das Unfallereignis als mittelschwer, wogegen die Beschwerdeführerin einwenden lässt, der Verkehrsunfall müsse der Kategorie der schweren Unfällen zugeordnet werden. 3.2 Die Schwere des Unfalles bestimmt sich nach dem augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1). Nach Angaben der Beschwerdeführerin sei sie mit 50-60 km/h unterwegs gewesen, als das vor ihr fahrende Auto nach rechts in eine Bushaltestelle abbog und dann überraschend mit einem Wendemanöver wieder auf die Kantonsstrasse zurückfuhr. Trotz Vollbremsung sei es dann zu einer Frontalkollision gekommen, wobei sie das andere Auto seitlich erwischt habe. Gemäss biomechanischer Kurzbeurteilung vom 20. Dezember 2006 lag die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsveränderung (delta-v) dabei innerhalb eines Bereichs von 20-30 km/h. Eine von der Beschwerdeführerin behauptete Geschwindigkeitsveränderung von mindestens 50 km/h ist aufgrund der Akten hingegen nicht gegeben. Durch die Beschleunigungskräfte bewegte sich die Beschwerdeführerin nach vorne rechts. Sie war auf den Aufprall gefasst, angegurtet und der Airbag wurde ausgelöst. Anschliessend kam es zu einem weiteren Aufprall an einer Holzbeige auf der linken Seite. Für diese sekundäre Kollision hielten die Fachleute der Arbeitsgruppe Unfallmechanik, Zürich, mit Verweis auf das Schadenbild eine eher geringe Kollisionsintensität fest. Der Unfall ist in Übereinstimmung mit der von der Vorinstanz einlässlich begründeten Beurteilung aufgrund dieser Umstände zu den mittelschweren Ereignissen zu zählen. Zu berücksichtigen ist auch, dass frontale Kollisionen auf die HWS grundsätzlich einen günstigeren Bewegungsablauf haben und eine geringere Belastung bewirken als Heckkollisionen, wie die Experten der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik festhielten. Der Umstand, dass es nach der ersten Frontalkollision zu einem sekundären Aufprall an einer Holzbeige kam, vermag an dieser Beurteilung im Lichte der Rechtsprechung nichts zu ändern (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04 E. 5.1.2; Urteil 8C_304/2008 vom 1. April 2009 E. 5.1 mit Hinweisen).