Citation: 4A_241/2021 E. 3.5.6

3.5.6. Soweit die Beschwerdeführer den Beizug der erstinstanzlichen Akten zur Klärung der res iudicata-Frage für notwendig erachten, verlieren sie aus den Augen, dass das Dispositiv eines Urteils in Rechtskraft erwächst, dessen Tragweite allenfalls unter Berücksichtigung der Erwägungen festzulegen ist (BGE 123 III 16 E. 2a). Unklarheiten können Anlass zu einer Erläuterung oder gegebenenfalls zu einer Berichtigung geben. Ein Beizug der Akten zur Beurteilung der Rechtskraftwirkung könnte höchstens notwendig werden, wenn das Urteil in für die Tragweite des Dispositivs wesentlichen Erwägungen selbst auf eine bestimmte Aktenstelle verweist, ohne deren Inhalt wiederzugeben. Dass diese Voraussetzung gegeben wäre, zeigen die Beschwerdeführer nicht auf.