Citation: 8C_335/2019 E. 3.2.2

3.2.2. Somit durfte die Vorinstanz ohne Bundesrecht zu verletzen bei ihrer Beweiswürdigung auch berücksichtigen, dass der Versicherte erst vier Tage nach dem Sturz den Hausarzt konsultierte und dabei einzig Nackenbeschwerden und ein Kribbeln in den Händen vorbrachte bei weitestgehend unauffälligen neurologischen Befunden. Das MRI der HWS vom 11. März 2016 lieferte überdies keine Hinweise auf traumatische Läsionen. Vielmehr ergab dieses osteodegenerative Prozesse vor allem der mittleren und distalen HWS sowie eine zervikale Diskopathie. Daraus resultieren eine als symptomatisch einzustufende, beginnende signifikante spinale Enge auf Höhe der Diskusfächer HWK 4/5 und 5/6 sowie foraminale Kompressionen der Wurzeln bei einem Status nach Diskushernienoperation C 6/7 im Jahr 2007 (Bericht der Instituts für medizinische Radiologie IMR des Kantonsspitals D.________ vom 11. März 2016; Austrittsbericht des Dr. med. H.________, Orthopädische Klinik am Kantonsspital D.________ vom 11. April 2016). Mit der Aktenlage vereinbar ist sodann die Feststellung der Vorinstanz, dass spezifische Symptome der später diagnostizierten inkompletten Tetraplegie erstmals am 21. März 2016 ärztlich dokumentiert seien, indem der Versicherte an diesem Tag seinen Hausarzt Dr. med. C.________ aufgesucht und dieser ihn wegen neu aufgetretener Gangunsicherheit umgehend ins Kantonsspital D.________ überwiesen und die dort behandelnde Ärztin von einer sich in den letzten zwei Wochen verschlechterten Gehfähigkeit berichtet habe (Ärztliches Zeugnis des Dr. med. C.________ vom 11. Juli 2018). Das am 21. März 2016 angefertigte MRI beschreibe gemäss Dr. med. F.________ schwere ossäre Veränderungen, die einseitig betont vor allem auf der Höhe C 4/5 dokumentiert worden seien und Monate zu ihrer Ausbildung benötigten, weshalb sie grösstenteils bereits vor dem Unfall bestanden hätten.