Citation: 1C_562/2014 E. 4.1.2

4.1.2. Die Beurteilung der Vorinstanz, wonach ein Höhenversatz von 1.5 m nicht auf ein zweites Dachgeschoss schliessen lasse, ist nicht unhaltbar; es lässt sich vielmehr vertreten, dass ein Gebäudeabschnitt trotz Staffelung aus optisch-architektonischen Gesichtspunkten eine Einheit bildet, jedenfalls bei der vorliegend geringen Höhendifferenz. Aus der in § 275 Abs. 2 PBG festgeschriebenen Begriffsdefinition für Dachgeschosse als horizontale Gebäudeabschnitte (welche in der Skizze zu § 292 PBG schematisch dargestellt werden) lässt sich nicht zwingend ableiten, dass sich das Attikadach überall auf der gleichen Höhe befinden müsse. Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass die darunterliegenden Geschosse nicht gestuft sind. Gemauerte Brüstungen auf Attikageschossen können im Sinne der optisch-architektonischen Einheit - wie Vordächer - als Bestandteil dieses und nicht eines zweiten Geschosses verstanden werden. Als solche unterliegen sie zwar den Vorschriften über Dachaufbauten nach § 292 PBG (vgl. nachfolgend E. 6), verstossen jedoch nicht gegen Art. 9 BZO, der gemäss Baurekursgericht für Bauten mit Schrägdächern gilt (Entscheid vom 17. Dezember 2013 E. 6). Damit hat die Vorinstanz nicht willkürlich entschieden.