Citation: 2C_808/2021 E. 2.2.3

2.2.3. Die Steuerpflichtige macht weiter geltend, sie habe im Geschäftsjahr 2010 über kein eigenes Personal verfügt, welches sie "betriebswirtschaftlich und personalmässig hätte führen können". Sie habe hierzu ein Gutachten beantragt, dem Beweisantrag sei aber nicht stattgegeben worden. Hierzu ist Folgendes zu sagen: Die Vorinstanz ist, nach Darlegung der bei geldwerten Leistungen herrschenden Rechtslage, in antizipierter Beweiswürdigung zum Ergebnis gelangt, dass es der hierfür beweisbelasteten Steuerpflichtigen misslungen sei, den Nachweis für die geschäftsmässige Begründetheit der "Organisationskosten" zu erbringen (zur Normentheorie: BGE 144 II 427 E. 8.3.1; 142 II 488 E. 3.8.2). Aus diesem Grund sah die Vorinstanz auch von der beantragten Einvernahme von Zeugen, insbesondere des Alleinaktionärs, ab. Die Veranlagungsbehörde - und im Anschluss daran auch das Verwaltungsgericht - hatte die gesammelten rechtserheblichen Tatsachen einer (freien) Beweiswürdigung zu unterziehen. Dabei handelt es sich im bundesgerichtlichen Verfahren um eine Tatfrage, insbesondere auch, was die antizipierte Beweiswürdigung betrifft (Art. 105 Abs. 1 BGG; vorne E. 1.4). Die Steuerpflichtige unterliegt insoweit der qualifizierten Rüge- und Begründungsobliegenheit (Art. 106 Abs. 2 BGG; vorne E. 1.3 und 1.4). Diesen Ansprüchen werden die Vorhalte offenkundig nicht gerecht. Erforderlich gewesen wäre eine detaillierte Auseinandersetzung mit der entscheidenden Verfassungsfrage (Art. 29 Abs. 2 BV). Eine solche ist unterblieben. Die blosse Behauptung, ein "Gutachten" (Zeugenbefragung?) sei beantragt, dieses aber ohne nähere Begründung verweigert worden, vermag keine verfassungsrechtliche Notwendigkeit der Beweismassnahme aufzuzeigen. Der Rüge ist nicht weiter nachzugehen.