Citation: I 104/04 08.07.2004 E. 3

3.1 Gemäss Bericht des Spitals Y.________ vom 19. März 1996 waren dem Beschwerdeführer wegen der beidseitigen Femurkopfnekrose keine körperlich belastenden Tätigkeiten mehr möglich, weshalb er in seinem angestammten Beruf als Zimmermann als bleibend zu 100 % arbeitsunfähig bezeichnet wurde. Wegen der belastungsabhängigen Schmerzen war er nur an Stöcken gehfähig und wegen der Leistenschmerzen konnte er nicht längere Zeit sitzen. Erst nachdem sich der Zustand der Femurkopfnekrosen stabilisiert habe, könnte die Aufnahme einer halbtägigen Erwerbstätigkeit evaluiert werden, wobei es sich um körperlich leichte Tätigkeiten handeln müsse, die teils sitzend teils stehend ausgeübt werden könnten. Im Arztbericht vom 25. März 1996 gab Dr. med. E.________ an, wegen des Stockgehens und Hinkens seien in den vergangenen Monaten die lumbo-spondylogenen Schmerzen stark in den Vordergrund getreten, sodass eine Hospitalisation ins Auge gefasst werden müsse. Das Krankheitsgeschehen sei derzeit noch vollständig im Fluss. 3.2 Laut Gutachten des MZR vom 29. Mai 2002 ist es durch die Implantation von beidseitigen Hüfttotalprothesen im Jahre 1998 zu einer Besserung gekommen. Der Versicherte könne wieder stockfrei gehen und sei in seinen Selbsthilfefunktionen nicht mehr eingeschränkt. Klinisch und radiologisch fanden sich keine Hinweise für eine Lockerung der Hüfttotalendoprothesen, und es konnte keine neurokompressive Pathologie als Symptomatik einer Ausstrahlung von der Wirbelsäule nachgewiesen werden. Die beklagten Schmerzen zeigten sich als diffus und liessen an ein nicht strukturelles Korrelat denken. Aus rheumatologischer Sicht bestand nach Ansicht der Gutachter für Arbeiten, die in Wechselpositionen durchgeführt werden können und ohne repetitives Heben von schweren Gewichten einhergehen, keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die psychiatrische Untersuchung ergab ein abnormes Krankheitsverhalten. Zudem zeigte sich eine Anpassungsstörung mit Angst und vegetativen Symptomen nervlicher Anspannung bei wirtschaftlich, finanziell und politisch schwierigen und ungeklärten Verhältnissen. Anhaltspunkte für eine Depression lagen keine vor. Anamnestisch bestehe ein schädlicher Alkoholkonsum mit begleitenden Pankreatitiden. Aus psychiatrischer Sicht wurde wegen der Anpassungsstörung mit Angst und nervlicher Anspannung eine um einen Drittel verminderte Arbeitsfähigkeit attestiert. 3.3 Aufgrund des auf rheumatologischen und psychiatrischen Explorationen beruhenden Gutachtens des MZR vom 29. Mai 2002, welchem voller Beweiswert zuzuerkennen ist (BGE 125 V 352 Erw. 3), ist davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand und damit die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im massgeblichen Vergleichszeitraum insofern erheblich verbessert hat, als ihm nach der beidseitigen Hüfttotalendoprothesenimplantation nunmehr körperlich leichtere Tätigkeiten, ohne Heben von schweren Gewichten und in Wechselpositionen mit einer psychisch bedingten Einschränkung im Umfang von 67 % zumutbar sind. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwände führen zu keinem anderen Ergebnis. Bezüglich der Alkoholprobleme wird im obigen Gutachten eine damit in Zusammenhang stehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit verneint. Aktenergänzungen bedarf es entgegen der Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht, zumal vom MZR auch eine psychiatrische Beurteilung durchgeführt worden ist.