Citation: 5A_730/2023 E. 1.3

1.3. In ihrer Rechtsmittelbelehrung weist die Vorinstanz allerdings darauf hin, dass gegen ihren Entscheid "innert der nicht erstreckbaren Frist von 30 Tagen von der Zustellung des Entscheids an gerechnet" beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden könne. Aus einer unrichtigen Rechtsmittelbelehrung dürfen den Parteien keine Nachteile erwachsen (Art. 49 BGG). Voraussetzung für die Anwendbarkeit der zitierten Norm ist, dass sich die Prozesspartei nach Treu und Glauben auf die fehlerhafte Rechtsmittelbelehrung verlassen durfte. Wer hingegen die Fehlerhaftigkeit einer Rechtsmittelbelehrung erkennt oder bei gebührender Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen, kann sich nicht auf die darin enthaltenen unzutreffenden Angaben berufen (Urteil 4A_203/2019 vom 11. Mai 2020 E. 1.3.2 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 146 III 254). Anhaltspunkte dafür, dass die nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin die fehlerhafte Rechtsmittelbelehrung kannte oder hätte erkennen können, sind vorliegend nicht ersichtlich. Die Eingabe an das Bundesgericht ist daher als fristgerecht erfolgte Beschwerde entgegenzunehmen.