Citation: U 454/05 06.09.2006 E. A

H.________, geboren 1961 und aufgewachsen in Marokko, wo sie die Grundschulen besuchte und eine private Handelsschule absolvierte, ist seit 1991 in der Schweiz verheiratet und Mutter einer 1994 geborenen Tochter. Nach verschiedenen Arbeitseinsätzen in Marokko und im Raume C.________ arbeitete H.________ seit 9. Oktober 1995 vollzeitlich im Versand von Modeartikeln der Firma Q._________ AG und war in dieser Eigenschaft bei der "Zürich" Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: "Zürich") obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 15. Januar 1996 klemmte sie sich beim Umplatzieren eines Tisches an ihrem Arbeitsplatz den Zeige- und den Mittelfinger ihrer rechten dominanten Hand zwischen der Tischkante und einer Wand ein. Die am 16. Januar 1996 erstbehandelnde Hausärztin Dr. med. W.________ diagnostizierte eine Kontusion des rechten Zeigefingers und eine Exkoriation über dem Fingerrücken mit auslaufendem Hämatom gegen die Handwurzel radial/dorsal. Eine Fraktur oder Dislokation schloss die Ärztin röntgenologisch aus. Prognostisch ging sie von einer Wiederaufnahme der angestammten Tätigkeit bei voller Arbeitsfähigkeit ab 5. Februar 1996 aus und zog einen Behandlungsabschluss gegen Ende Februar 1996 in Betracht (Arztzeugnis vom 13. Februar 1996). Die "Zürich" erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nach intensiver Behandlung, umfangreichen spezialärztlichen Abklärungen und nachdem die Invalidenversicherung am 16. April 2003 mit Wirkung ab 1. Dezember 1997 eine halbe Invalidenrente verfügt hatte, sprach die "Zürich" der Versicherten für den ihr aus dem Unfall vom 15. Januar 1996 an der rechten Hand dauerhaft verbleibenden Gesundheitsschaden unter Anrechnung der für das ganze Jahr 2000 bei einer Arbeitsunfähigkeit von 20 % erbrachten Taggeldleistungen mit Wirkung ab 1. Januar 2000 eine Invalidenrente basierend auf einer unfallbedingten Erwerbseinbusse von 20 % sowie eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 5 % (Fr. 4860.-) zu (Verfügung vom 17. Juni 2003). Auf Einsprache der Versicherten hin, drohte ihr die "Zürich" mit Schreiben vom 31. März 2004 eine reformatio in peius an und bot ihr die Gelegenheit, die Einsprache zurückzuziehen. Da H.________ an ihrer Einsprache festhielt, verneinte die "Zürich" androhungsgemäss den Anspruch auf eine Invalidenrente, bestätigte sodann die mit Verfügung vom 17. Juni 2003 zugesprochene Integritätsentschädigung und lehnte eine weitere Leistungspflicht aus dem Unfall vom 15. Januar 1996 ab mit der Begründung, die anhaltenden Beschwerden stünden nur mit einem Anteil von 25 % in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfall; zu 75 % müssten diese jedoch als krankheitsbedingt bezeichnet werden (Einspracheentscheid vom 26. April 2004).