Citation: 6A.49/2004 30.08.2004 E. 2

Im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde erhebt der Beschwerdeführer zwei Rügen, die das kantonale Verfahrensrecht betreffen (vgl. Beschwerde S. 13/14 lit. A und B). Dabei ist das Bundesgericht auf die Prüfung beschränkt, ob die Vorinstanz das kantonale Verfahrensrecht willkürlich, d.h. eindeutig und offensichtlich unrichtig, angewendet hat. Der Beschwerdeführer hat darzulegen, dass und inwieweit der angefochtene Entscheid gegen welche Verfahrensbestimmungen verstossen soll. Nach Auffassung des Beschwerdeführers geht die Vorinstanz zunächst fehl in der Annahme, Prozessthema ihres Entscheids bilde nur der vorsorglich verfügte Führerausweisentzug (s. oben lit. B). Was jedoch Thema des vorliegend zu beurteilenden Rekursverfahrens bildete, ergibt sich aus dem st. gallischen Verfahrensrecht. Inwieweit die Vorinstanz dieses unrichtig oder gar willkürlich angewendet hätte, ist der insoweit nicht hinreichend begründeten Beschwerde nicht zu entnehmen. Die Vorinstanz hat eine "Rekursergänzung" des Beschwerdeführers nicht zugelassen (vgl. angefochtener Entscheid S. 4). Dieser macht geltend, damit habe sie gegen Art. 19 Abs. 1 des st. gallischen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege verstossen, wonach die Beteiligten bis zum Abschluss des Verfahrens neue Begehren stellen und sich auf neue Tatsachen, Beweismittel und Vorschriften berufen können. Demgegenüber verweist die Vorinstanz darauf, dass im Rekursverfahren gemäss Art. 53 Abs. 1 desselben Gesetzes grundsätzlich nur ein einfacher Schriftenwechsel stattfindet. Sind die Voraussetzungen wie im vorliegenden Fall für einen zweiten Schriftenwechsel nicht erfüllt, wird nach der kantonalen Praxis eine unaufgefordert eingereichte Replik aus dem Recht gewiesen (Werner E. Hagmann, Die st. gallische Verwaltungsrechtspflege und das Rechtsmittelverfahren vor dem Regierungsrat, Diss. Zürich 1979, S. 240 mit Hinweisen). Warum es willkürlich sein sollte, ebenso bei unverlangt eingereichten "Rekursergänzungen" vorzugehen, ergibt sich aus der Beschwerde nicht und ist im Übrigen auch nicht ersichtlich.