Citation: 4A_87/2018 E. 5.3

5.3. Wird ein Vertrag wegen Willensmängeln erfolgreich angefochten, ist er von Anfang an - ex tunc - ungültig. Bereits erbrachte Leistungen sind zurückzuerstatten. In Bezug auf Sachleistungen sind die Grundsätze der Vindikation, im Übrigen die Regeln der ungerechtfertigten Bereicherung anwendbar (BGE 137 III 243 E. 4.4.3; 134 III 438 E. 2.4; 132 III 242 E. 4.1). Dem vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin dem Beschwerdegegner insgesamt Fr. 180'000.-- zwecks Tilgung des vereinbarten Kaufpreises bezahlt hat: nach einer ersten Überweisung von Fr. 150'000.-- wurden sechs weitere Zahlungen in der Höhe von je Fr. 5'000.-- getätigt. Folglich hat der Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin diesen Betrag zurückzuerstatten. Weshalb Zinsen von 5% der jeweiligen Beträge ab den Daten der jeweiligen Überweisungen zu bezahlen seien, legt die Beschwerdeführerin hingegen nicht dar. Insbesondere irrt sie, wenn sie davon ausgeht, die Überweisung der Kaufpreisrate löse einen Anspruch auf Verzugszinse in der Höhe von 5% der überwiesenen Beträge aus. Mangels Angaben zum Zeitpunkt der Mahnung in der Beschwerde ist für den Beginn der Zinszahlungspflicht das Datum der Klageeinreichung heranzuziehen. Der Beschwerdegegner ist folglich nach Art. 104 OR zur Zahlung von Zinsen zu 5% auf Fr. 180'000.-- ab dem 3. Februar 2014 zu verpflichten.