Citation: 1C_141/2021 E. 2.3

2.3. Eine Verfügung, die der zur Beschwerde berechtigten Person nicht eröffnet wurde, ist in der Regel nicht nichtig (BGE 122 I 97 E. 3a/aa; Urteile 2C_160/2019 vom 5. November 2019 E. 4.2, in: RF 75 2020 S. 168; 9C_174/2017 vom 3. Oktober 2017 E. 6; 9C_702/2014 vom 1. Dezember 2014 E. 4.2.1; je mit Hinweisen). Dies gilt umso mehr im vorliegenden Fall, wo den Beschwerdeführern zwar angeblich die kantonalen Entscheide bzw. die Stellungnahme nicht zugestellt wurden, jedoch immerhin die kommunale Baubewilligung, die darüber hinaus den von der Vorinstanz erwähnten Verweis enthielt. Insofern steht kein schwerer Eröffnungsmangel in Frage. Die unterliegenden Einwender waren nach Treu und Glauben gehalten, die fehlenden Beilagen bei der Baubewilligungsbehörde nachzufordern (vgl. die oben zitierten Urteile). Zudem konnten die Beschwerdeführer gemäss den vorinstanzlichen Ausführungen spätestens während des hängigen verwaltungsinternen Beschwerdeverfahrens in sämtliche Akten Einsicht nehmen und sich dazu äussern. Dass ihnen aus der angeblich mangelhaften Eröffnung irgendein Nachteil erwachsen wäre, legen sie auch im Verfahren vor Bundesgericht nicht dar und ist im Übrigen auch nicht erkennbar. Weitere Beweiserhebungen durch das Verwaltungsgericht waren unter diesen Voraussetzungen überflüssig, denn selbst wenn zuträfe, dass die kantonalen Entscheide bzw. die Stellungnahme nicht zusammen mit der Baubewilligung versandt worden waren, ist die Kritik unbegründet.