Citation: 6B_1424/2021 E. 2.4

2.4. Dem Beschwerdeführer wird betreffend Dossier 29 vorgeworfen, er habe in der Zeit zwischen Donnerstag, 27. Februar 2020, 17.15 Uhr, und Freitag, 28. Februar 2020, 07.00 Uhr, im Kantonalen Gefängnis Schaffhausen, Zelle xxx, diverses Zelleninventar (Boden, Wasserhahn und TV-Brett) auf verschiedene Art und Weise beschädigt, sodass ein Schaden von ca. Fr. 5'800.- entstanden sei. Soweit ersichtlich stützt sich dieser Vorwurf ausschliesslich auf den Polizeirapport vom 17. März 2020, wonach der Gefängnismitarbeiter C.________ am 12. März 2020 Anzeige gegen den Beschwerdeführer erstattet habe. Aus dem Polizeirapport ergibt sich, dass der Gefängnismitarbeiter sinngemäss angegeben habe, er habe am Morgen vom 28. Februar 2020, ca. 07.00 Uhr, als er die Zelle xxx betreten habe, festgestellt, dass der Beschwerdeführer diverse Sachbeschädigungen begangen habe. Er sei daraufhin zum Gefängnisleiter gegangen und habe ihm gesagt, dass dies nicht einfach so toleriert werden könnte. Der Beschwerdeführer habe bereits einmal Inventar in der Zelle beschädigt und bei dieser Gelegenheit hätten sie keine Anzeige gemacht. Er habe die Beschädigungen fotografiert und auf einem separaten Zettel, inkl. Schadenshöhe, dokumentiert (Akten Untersuchung, act. 03.29.0002 f.). Daraus ergibt sich, dass der Gefängnismitarbeiter C.________ die Schäden in der Zelle als Erster festgestellt, fotografiert und zur Anzeige gebracht hat. Ferner hat er gemäss Polizeirapport angegeben, der Beschwerdeführer habe die Schäden verursacht. Zudem bezifferte er die Schadenshöhe. Damit beruht der Anklagevorwurf ausschliesslich auf den Angaben des Gefängnismitarbeiters C.________, womit er ein Belastungszeuge ist. Der Beschwerdeführer hat damit das (grundsätzlich absolute) Recht, mit dem Gefängnismitarbeiter C.________ konfrontiert zu werden und diesem Fragen zu stellen, dies unabhängig davon, ob zu erwarten ist, dass der Gefängnismitarbeiter entscheidwesentliche Angaben zum Anklagesachverhalt machen kann oder nicht. Indem die Vorinstanz den Antrag auf Einvernahme des Gefängnismitarbeiters C.________ abweist und auf den Polizeirapport, der sich in erster Linie auf die Aussagen des besagten Belastungszeugen stützt, abstellt, verletzt sie Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK. Demgegenüber ist weder vom Beschwerdeführer dargelegt noch ersichtlich, dass es sich beim Gefängnisleiter ebenfalls um einen Belastungszeugen handelt, gegenüber welchem dem Beschwerdeführer das Recht auf Konfrontation zusteht. In diesem Punkt erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Zusammenfassend ist die Beschwerde betreffend den Schuldspruch wegen Sachbeschädigung (Dossier 29) gutzuheissen, da die Vorinstanz den Konfrontationsanspruch des Beschwerdeführers verletzt, indem sie seinen Antrag auf Einvernahme des Gefängnismitarbeiters C.________ abweist.