Citation: 2A.552/2004 14.02.2005 E. 4

4.1 Gemäss Art. 24 TschG kann die Behörde ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit des Betroffenen das Halten von Tieren, den Handel oder die berufsmässige Beschäftigung mit Tieren auf bestimmte oder unbestimmte Zeit Personen verbieten, die wegen wiederholter oder schwerer Zuwiderhandlung gegen Vorschriften dieses Gesetzes und seiner Ausführungserlasse oder gegen Einzelverfügungen bestraft worden sind (lit. a), oder die wegen Geisteskrankheit, Geistesschwäche, Trunksucht oder aus anderen Gründen unfähig sind, ein Tier zu halten (lit. b). Die kantonalen Behörden stützen das gegen den Beschwerdeführer verhängte Tierhalteverbot auf Art. 24 lit. a TschG. 4.2 Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass im Zeitraum 1987 bis 2003 gegen ihn insgesamt fünf Straferkenntnisse wegen Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz ergangen sind. Er macht aber geltend, dass angesichts der Verteilung der einzelnen strafrechtlichen Sanktionen auf einen Zeitraum von 16 Jahren nicht von einer wiederholten Zuwiderhandlung im Sinne von Art. 24 lit. a TschG gesprochen werden könne, nachdem die Verstösse nicht als gravierend zu qualifizieren seien. Er rügt, dass das Tierhalteverbot in Berücksichtigung aller Umstände unverhältnismässig sei. So sei nicht berücksichtigt worden, dass sich die Verhältnisse verbessert hätten; derzeit sei seine Tierhaltung einwandfrei, wovon sich die kantonalen Rechtsmittelinstanzen durch Vornahme eines Augenscheins hätten überzeugen können; indem das Verwaltungsgericht keinen Augenschein vorgenommen habe, habe es willkürlich auf die Abklärung der Situation verzichtet.