Citation: 7B.18/2006 24.04.2006 E. 2

2.1 Die Aufsichtsbehörde hat zunächst erwogen, dass die fünf Abtretungsgläubiger mit der Vereinbarung vom 25. Februar 2004 ihre Konkursforderungen der Beschwerdeführerin abgetreten hätten. Sie hat dann geprüft, ob die Konkursverwaltung am 27. September 2004 gegenüber D.________ und E.________ die am 12. Dezember 2003 erfolgte Abtretung gemäss Art. 260 SchKG von Rechtsansprüchen der Masse gegen die Beschwerdeführerin widerrufen durfte. Sie hält fest, dass die abgetretenen Rechtsansprüche innert der von der Konkursverwaltung angesetzten Frist (26. Februar 2004) nicht geltend gemacht worden seien, so dass der Widerruf zulässig sei. Im Übrigen seien die Abtretungen gemäss Art. 260 SchKG ohnehin untergegangen. Denn die Abtretungsgläubiger hätten ihre Konkursforderungen an die Beschwerdeführerin abgetreten. Indessen sei der (Mit-) Übergang der mit der Konkursforderung verbundenen Prozessführungsbefugnis ohne jede Wirkung, weil die Beschwerdeführerin zugleich Schuldnerin des nach Art. 260 SchKG abgetretenen Anspruches sei. Daher komme den beiden Widerrufsverfügungen vom 27. September 2004 lediglich Feststellungscharakter zu. Was die Verrechnung mit der auf die Beschwerdeführerin entfallenden Konkursdividende für die von ihr erworbenen Konkursforderungen (ursprüngliche Gläubiger A.________, B.________, C.________) betrifft, so hat die Aufsichtsbehörde erwogen, dass diese Konkursforderungen erst nachträglich (d.h. nach Konkurseröffnung) auf die Beschwerdeführerin übergegangen seien. Die Konkursverwaltung habe daher die Verrechnung im Kollokationsverfahren nicht erklären können, so dass sie dies im Verteilungsstadium tun dürfe. Allerdings sei eine Frist zur Klage anzusetzen, damit die Beschwerdeführerin die materielle Begründetheit der zur Verrechnung gestellten Ansprüche gerichtlich bestreiten könne. 2.2 Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, dass eine nachträgliche Verrechnung rechtswidrig sei, weil die Konkursverwaltung über die Ansprüche keine Verfügungsmacht mehr gehabt habe und es zur Verrechnung eines erneuten Beschlusses der Gläubiger bedurft hätte. Sodann sei die Annullierung gemäss Art. 260 SchKG durch das Konkursamt rechtswidrig, weil die Abtretungsgläubiger in der Vereinbarung vom 25. Februar 2004 bereits über das ihr abgetretene Anfechtungsrecht verfügt hätten. Schliesslich sei das Anfechtungsrecht (nach Art. 292 SchKG) verwirkt und daher eine Verrechnung auch einredeweise nicht mehr möglich.