Citation: 9C_220/2024 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführer sind weiter der Auffassung, vorliegend sei mit der Fakturierung von Leistungen durch die Entwicklungsgesellschaften und deren Bezahlung durch die C.________ nicht nur eine verdeckte Kapitaleinlage vorgenommen worden, sondern gleichzeitig sei diese Einlage (verdeckt) direkt abgeschrieben worden, indem sich die Kapitaleinlage nicht in einem höheren Vermögenssteuerwert der Beteiligung an den Entwicklungsgesellschaften niedergeschlagen habe. Damit machen die Beschwerdeführer im Ergebnis geltend, es fehle von vornherein an einem Nach- bzw. Steuerstraftatbestand, weil, selbst wenn von fingierten Rechnungen ausgegangen werde, zwar der entsprechende Aufwand nicht angefallen sei, jedoch, indem die Beteiligung nicht aufgewertet, sondern im Ergebnis verdeckt abgeschrieben worden sei, statt des mit der verdeckten Kapitaleinlage verbundenen fiktiven Aufwands jedenfalls der reale Aufwand einer entsprechenden verdeckten Sofortabschreibung auf der Beteiligung zu berücksichtigen sei. Die Vorinstanz hat sich ausführlich mit dieser Argumentation auseinander gesetzt (vgl. angefochtener Entscheid E. 9.4.4. und 9.4.5.) und sie zu Recht verworfen. Wird nämlich davon ausgegangen, die fiktiven Aufwendungen für angebliche, von den Entwicklungsgesellschaften an die C.________ erbrachte Leistungen stellten eine verdeckte Kapitaleinlage in die Entwicklungsgesellschaften dar, so würde dieser Aufwand konsequenterweise eine Abschreibung auf der Beteiligung darstellen, welche ihrerseits auf ihre geschäftsmässige Begründetheit zu überprüfen wäre (vgl. Stefan Oesterhelt/Marco Mühlemann/Michael Bertschinger, in: Martin Zweifel/Michael Beusch [Hrsg.], Kommentar DBG, 4. Aufl. 2022, N. 210 zu Art. 58; Peter Brülisauer, Abgrenzung nach dem "Dealing-at-Arm's-Length-Prinzip", FStR 2014, S. 230). Eine solche Abschreibung erweist sich hier indessen offensichtlich nicht als geschäftsmässig begründet, so dass der angefochtene Entscheid auch insoweit nicht zu beanstanden ist.