Citation: 8C_140/2008 25.02.2009 E. 2

Die Beschwerdeführer verlangen eine Beiladung des Sozialamtes, weil ein "Sieg" der Ausgleichskasse zur Folge hätte, dass das Sozialamt sie wieder finanziell unterstützen müsste. 2.1 Mit der Beiladung werden Dritte, deren Interessen durch einen Entscheid berührt sind, in ein Verfahren einbezogen und daran beteiligt. Der Einbezug eines Beteiligten in den Schriftenwechsel (vgl. Art. 102 Abs. 1 BGG) hat den Sinn, die Rechtskraft des Urteils auf ihn auszudehnen, so dass dieser in einem später gegen ihn gerichteten Prozess dieses Urteil gegen sich gelten lassen muss. Das Interesse an einer Beiladung ist rechtlicher Natur. Es muss eine Rückwirkung auf eine Rechtsbeziehung zwischen der Hauptpartei und dem Mitinteressierten in Aussicht stehen. Die Beiladung ermöglicht es, dem Recht auf vorgängige Anhörung Rechnung zu tragen, bevor ein nachteiliger Entscheid ergeht; damit ist die Beiladung auch Ausfluss des rechtlichen Gehörs (Urteil 9C_158/2008 vom 30. September 2008, E. 3.1 mit Hinweisen). Der beizuladende Dritte muss in einer besonders engen Beziehung zum das Prozessthema bildenden Rechtsverhältnis stehen (Urteil 8C_248/2007 vom 4. August 2008, E. 1 mit Hinweisen). 2.2 Im Lichte dieser Überlegungen ist das Beiladungsbegehren der Beschwerdeführer in Bezug auf das Sozialamt abzulehnen. Fehlt der sozialversicherungsrechtliche Schutz, erweist er sich im Einzelfall als ungenügend oder sind Leistungen der Sozialversicherung nicht rechtzeitig erhältlich, kann Sozialhilfe beantragt werden. Die dem Gemeinwesen kraft Gesetz obliegende Fürsorgepflicht besteht unabhängig von einer allfälligen Leistungspflicht der EL-Versicherung. Angesichts der an das Rechtsschutzinteresse von Nichtadressaten von Verfügungen bzw. Einspracheentscheiden zu stellenden erhöhten Anforderungen ist von einer Beiladung de Sozialamtes zum vorliegenden Verfahren abzusehen (vgl. auch SVR 2005 ALV Nr. 5 S. 13 [C 12/04]; Urteil C 220/06 vom 5. November 2007, E. 2.2).