Citation: 6B_194/2023 E. 3.2.1

3.2.1. In tatsächlicher Hinsicht ist unbestritten, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 und die im spirituellen Bereich tätige Beschwerdeführerin im Frühjahr 2010 kennen lernten und dass sich in der Folge eine geschäftliche bzw. freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden entwickelte. Ab Ende 2010 begann die Beschwerdegegnerin 2 damit, die Beschwerdeführerin resp. die von ihr kontrollierte C.________ GmbH sowie die Stiftung D.________, mit insgesamt rund Fr. 3,4 Mio. finanziell zu unterstützen, insbesondere für den Aufbau eines Zentrums in U.________ GL ("Projekt U.________") sowie den Auf- und Ausbau von Geschäftsräumen der GmbH. Im Jahr 2011 erwarb die Stiftung D.________ mit Mitteln der Beschwerdegegnerin 2 die Liegenschaft Nr. zzz, U.________, genannt "V.________", welche im "Projekt U.________" als Guesthouse dienen sollte. Hierzu erfolgten diverse Umbauarbeiten, welche nicht fertiggestellt wurden. Anfang Januar 2012 beabsichtigte die Beschwerdeführerin, auch das Nachbargrundstück der ersten Liegenschaft, genannt "W._________" und/oder "X._________" zu kaufen. Hierzu überwies die Beschwerdegegnerin 2 am 29. März 2012 den verlangten Kaufpreis von Fr. 1,5 Mio. an die C.________ GmbH zugunsten der Stiftung D.________. In der Folge kam es nicht zum Erwerb der Liegenschaft, worauf die Beschwerdeführerin den Betrag am 19. Oktober 2012 auf ein auf sie selbst lautendes Konto überwies und darüber verfügte.