Citation: 6B_985/2016 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz stellt in Bezug auf Anklage wegen Misswirtschaft fest, die A.________ AG sei Ende 2009 mit Fr. 23'534.74, Ende 2010 mit Fr. 135'782.15, Ende 2011 mit Fr. 195'225.58 und am 16. März 2012 mit Fr. 195'486.15 überschuldet gewesen. Die B.________ GmbH habe zwar wiederholt Geld im Umfang von rund Fr. 94'000.-- in die A.________ AG eingeschossen. Dabei habe es sich aber um Darlehen gehandelt. Diese hätten somit offenkundig nichts zur Verringerung der Überschuldung der Gesellschaft beigetragen. Ausserdem stehe fest, dass der Beschwerdeführer gemäss den Jahresrechnungen ab dem Jahr 2009 keinerlei Sanierungsschritte veranlasst habe, obwohl sich solche angesichts der klaren Überschuldung spätestens ab dem 31. Dezember 2009 aufgedrängt hätten. Demzufolge habe er im Zeitpunkt des Eintritts der Überschuldung die ihm als Verwaltungsrat der A.________ AG obliegende Pflicht zur Benachrichtigung des Richters arg vernachlässigt. Hätte er die Überschuldung angezeigt, wäre die A.________ AG entweder sofort liquidiert worden oder es wären unverzüglich wirksame Sanierungsmassnahmen vorgenommen worden. Da diese Massnahmen unterblieben seien, sei die Überschuldung der Gesellschaft von Fr. 23'534.74 per Ende 2009 auf Fr. 195'486.15 per 16. März 2012 angewachsen. Durch die von ihm pflichtwidrig unterlassene Benachrichtigung des Richters habe der Beschwerdeführer zur Verschlimmerung der Vermögenslage bzw. zum unumgänglichen Konkurs der A.________ AG beigetragen (angefochtenes Urteil S. 8 f.). Die Vorinstanz nimmt weiter an, dem Beschwerdeführer wäre bei sorgfältiger Geschäftsführung klar geworden, dass er spätestens Ende 2009 gestützt auf Art. 725 Abs. 2 OR hätte den Richter benachrichtigen müssen. Der Beschwerdeführer habe in seinem Schreiben vom 21. März 2012 eingeräumt, dass die A.________ AG finanzielle Schwierigkeiten gehabt habe. Er habe überdies in der Befragung vom 5. Mai 2014 eingestanden, dass ihm bereits Ende 2008 die Überschuldung und die stetige Verschlechterung der finanziellen Situation der Gesellschaft bekannt gewesen seien. Dem Beschwerdeführer habe auch klar sein müssen, dass die Überschuldung der Gesellschaft durch die Gewährung der Darlehen über Fr. 94'000.-- nicht beseitigt worden sei. Dies habe ihm auch aufgrund der Betrachtung der entsprechenden Jahresabschlüsse der A.________ AG klar werden müssen (angefochtenes Urteil S. 9 f.).