Citation: 6B_108/2025 E. 1.2.2

1.2.2. Die Vorinstanz verneint einen schweren persönlichen Härtefall. Zwar bestehe aufgrund der langen Aufenthaltsdauer von 22 Jahren ein gewichtiges Interesse des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz. Jedoch sei er sozial und beruflich seit Jahren nicht richtig integriert. Eine Reintegration in den hiesigen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit sei fraglich, die finanzielle Zukunft daher insgesamt unsicher. Mit Blick auf die zahlreichen Vorstrafen und laufenden Verfahren werde deutlich, dass der Beschwerdeführer nicht gewillt sei, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten. Gesundheitlich gehe es ihm gut und er leide an keinen Krankheiten. Aktuell bestehe sodann weder eine Beziehung zur Mutter seines Kindes noch zu diesem. Er leiste auch keine finanzielle Unterstützung. Eine echte, gelebte Beziehung zu seinem Sohn habe bereits im erstinstanzlichen Verfahren nicht bestanden. Die von der IV und Spitex unterstützte Mutter und der Stiefbruder des Beschwerdeführers stellten wichtige Bezugspersonen dar, ein Abhängigkeitsverhältnis liege aber nicht vor. Dieser Kontakt könne mit gängigen Kommunikationsmitteln aufrechterhalten werden. Die familiäre Situation des Beschwerdeführers stehe einer Landesverweisung nicht entgegen. Zudem sei ihm eine Wiedereingliederung im Herkunftsstaat möglich und zumutbar, wobei ihm die in der Schweiz abgeschlossene Anlehre hilfreich sein könne. Das öffentliche Interesse an der Landesverweisung wiege angesichts der Verurteilung wegen mengenmässig qualifizierter Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz schwer. Diesem stehe trotz der langen Aufenthaltsdauer kein überwiegendes Interesse des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz entgegen.