Citation: 2C_1043/2021 E. 4.3

4.3. Es ist nicht in Abrede zu stellen, dass die Wiedereingliederung des heute knapp 55-jährigen Beschwerdeführers in der Türkei mit Schwierigkeiten verbunden sein kann. Gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen verbrachte der Beschwerdeführer indessen neben der prägenden Kindes- und Jugendzeit 20 Jahre seines Erwachsenenlebens in der Türkei; er spreche die dortige Sprache und und sei mit der türkischen Kultur und Lebensweise bestens vertraut. Der Umstand, dass die wirtschaftlichen Bedingungen in der Türkei weniger vorteilhaft sind als in der Schweiz, führt nicht dazu, dass eine Rückkehr dahin unzumutbar wäre (2C_335/2020 Urteil vom 18. August 2020 E. 3.2). In sozialer Hinsicht leben namentlich die erwachsenen Kinder des Beschwerdeführers und die von ihm getrennte Ehefrau in der Schweiz. Dass er jedoch in der Türkei - trotz seiner zwischenzeitlichen Rückkehr dorthin (für 20 Jahre) - über kein soziales Netz mehr verfüge, erscheint fragwürdig; es erscheint jedenfalls nicht ausgeschlossen, dass er dort ein neues soziales Netz aufbauen kann. Eine starke Gefährdung der Wiedereingliederung ist damit nicht glaubhaft dargetan.