Citation: 5A_93/2022 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdeführerin macht sodann die Verletzung von Art. 307 Abs. 1, Art. 308 und 310 ZGB geltend. Vorab bringt sie dazu vor, die Vorinstanz habe irrtümlich aufgrund der psychischen Situation der Beschwerdeführerin auf eine Kindeswohlgefährdung geschlossen, welche die getroffenen Massnahmen rechtfertigen könne. Diesbezüglich habe keine genügende Klärung des Sachverhalts stattgefunden und würde das Obergericht sich bei seinen Annahmen auf fast ein Jahrzehnt zurückliegende Umstände stützen. Tatsächlich sei die Kindeswohlgefährdung bei einem psychisch erkrankten Elternteil differenziert zu beurteilen, was die Vorinstanz nicht getan habe. In der Folge legt die Beschwerdeführerin dar, weshalb unter Berücksichtigung, dass ihre Persönlichkeitsstörung nur als leicht zu bezeichnen sei, ein stabiler Krankheitsverlauf vorliege und für die Zukunft eine positive Prognose gestellt werden könne, dass von einer überdurchschnittlichen Kooperationsbereitschaft auszugehen sei und dass der Sohn nicht von der Mutter getrennt leben möchte, keine Gefährdung des Kindeswohls vorliege. Das Fehlen einer Kindeswohlgefährdung zeige sich auch am Umstand, dass sich die Tochter, die bisher stets bei der Mutter gelebt habe, allseits gut entwickle und bisher keine Defizite aufweise. Die Beschwerdeführerin stützt sich in ihren Ausführungen zur Frage der Kindeswohlgefährdung weitestgehend auf Sachverhaltselemente, die von den tatsächlichen Feststellungen des Obergerichts abweichen. Wie ausgeführt gelingt es ihr jedoch nicht, diese Feststellungen in Frage zu stellen (vgl. vorne E. 5). Auch in Zusammenhang mit ihren rechtlichen Vorbringen erhebt die Beschwerdeführerin nicht die notwendigen (Sachverhalts) Rügen, um hieran etwas zu ändern. Vielmehr unterbreitet sie dem Bundesgericht in rein appellatorischer Art und Weise ihre eigene Sachverhaltsdarstellung. Das Bundesgericht bleibt damit an die tatsächlichen Feststellungen des Obergerichts gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG; vorne E. 2.2), womit den Ausführungen der Beschwerdeführerin die Grundlage entzogen ist. Weiter legt die Beschwerdeführerin nicht dar, dass der Vorinstanz unter Zugrundelegung des willkürfrei festgestellten Sachverhalts eine Verletzung von Bundesrecht vorzuwerfen wäre (vgl. vorne E. 2.1). Die Beschwerde erweist sich insofern folglich als unbegründet, soweit darauf einzutreten ist (zu den Vorbringen bezüglich der Tochter vgl. auch nachfolgend E. 6.3).