Citation: 4C.104/2001 07.08.2001 E. 1

1.- a) In ihrer Berufung beantragt die Klägerin, "es seien die Urteile des Obergerichts des Kts. Zürich i.S. der Parteien vom 26. April 1999 und vom 29. Jan. 2001 vollumfänglich aufzuheben und es sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Appellaten. " Der nicht anwaltlich vertretene Beklagte beantragt die Abweisung der Berufung. Das Bundesgericht prüft indessen von Amtes wegen, ob die Voraussetzungen für das Eintreten auf ein Rechtsmittel gegeben sind. b) Die Berufungsschrift muss gemäss Art. 55 Abs. 1 Bst. b OG einen materiellen Antrag enthalten (Peter Münch, in: Geiser/Münch [Hrsg. ], Prozessieren vor Bundesgericht, Basel 1998, Rz. 4.83). Aus dem Antrag muss klar hervorgehen, welche Punkte des angefochtenen Entscheids und inwiefern sie geändert werden sollen (Jean-François Poudret, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Bern 1990, N. 1.4.1. zu Art. 55 OG). Soll die Gegenpartei zur Ausrichtung einer bestimmten Geldsumme verurteilt werden, oder soll eine von der Vorinstanz zugesprochene Geldsumme reduziert werden, ist der Antrag zu beziffern (Münch, Rz. 4.85; BGE 119 II 333 E. 3). Die Berufungsklägerin kann sich auf einen blossen Rückweisungsantrag beschränken und von einem materiellen Antrag absehen, wenn das Bundesgericht mangels genügender Sachverhaltsfeststellungen gar keinen materiellen Entscheid fällen könnte und deshalb die Sache in jedem Fall an die Vorinstanz zurückweisen müsste, wenn sich der Standpunkt der Berufungsklägerin als richtig erwiese (Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, Rz. 113). Diese Voraussetzungen sind allerdings nicht bereits erfüllt, wenn die Berufungsklägerin schon im kantonalen Verfahren ihre Forderung genau beziffern konnte und die Rückweisung durch das Bundesgericht nur deshalb erfolgen müsste, weil die kantonalen Instanzen über den vorgebrachten Sachverhalt keine Feststellungen getroffen haben, da sie die Klage aus einem anderen Grund abgewiesen haben. c) Allerdings brauchen bei der Berufung die beantragten Änderungen des angefochtenen Entscheides nicht aus dem Wortlaut des Rechtsbegehrens selbst hervorzugehen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung genügt es, wenn in Verbindung mit der Begründung oder dem angefochtenen Urteil ohne weiteres ersichtlich ist, in welchem Sinne das angefochtene Urteil nach dem Willen der Berufungsklägerin abgeändert werden soll. Das trifft zum Beispiel zu, wenn aus der Begründung zu ersehen ist, auf welchen Betrag sie eine Geldleistung festgesetzt wissen will (BGE 101 II 372 f. mit Hinweisen). d) Die Klägerin hatte vor dem Obergericht des Kantons Zürich Fr. 56'648. 50 nebst Zins eingeklagt und überdies die vollumfängliche Aufhebung des arbeitsgerichtlichen Urteils verlangt. In diesem war die Widerklage des Beklagten teilweise gutgeheissen und die Arbeitgeberin verurteilt worden, dem Beklagten eine Entschädigung wegen ungerechtfertigter fristloser Entlassung sowie einen ausstehenden Teil des