Citation: 5P.200/2005 02.11.2005 E. 5

Vor beiden kantonalen Instanzen ist der Betrag von Fr. 3'000.-- strittig geblieben, den der Beschwerdeführer am 8. Juli 1999 im Namen und auf Rechnung sämtlicher Erben an den Rechtsberater für die Ausarbeitung des Teilungsvorschlags vom 17. Dezember 1998 bezahlt haben will. Das Kantonsgericht hat dazu unter anderem festgehalten, gemäss den im Recht liegenden Schreiben sei der Rechtsberater von sämtlichen Erben mit der Ausarbeitung eines Teilungsvorschlags beauftragt worden. Passivlegitimiert für Forderungen aus dem Auftragsverhältnis seien die einzelnen Erben, nicht die Erbengemeinschaft als solche. Auch habe der Beschwerdeführer nicht nachgewiesen, von den Erben zur Leistung eines Vorschusses an den Rechtsberater über Fr. 3'000.-- beauftragt worden zu sein. Er könne sich daher bei der Erbteilung weder auf die Begleichung einer Erbschaftsschuld noch gegenüber den einzelnen Miterben auf Verrechnung berufen. Die eigenmächtig vorgenommene Zahlung könne auch nicht dazu führen, dass den nicht zustimmenden Miterbinnen Einreden gegen die Mandatsführung praktisch verunmöglicht würden. Der Betrag von Fr. 3'000.-- sei vom Beschwerdeführer in die Erbmasse einzuwerfen (E. 2e S. 11 f. des angefochtenen Urteils). Das Kantonsgericht hat zwei Aufträge unterschieden, nämlich einerseits den nachgewiesenen Auftrag aller Geschwister an den Rechtsberater des Beschwerdeführers, einen Teilungsvorschlag auszuarbeiten, und andererseits den bloss behaupteten Auftrag der Beschwerdegegnerinnen an den Beschwerdeführer, den Rechtsberater für die Ausarbeitung eines Teilungsvorschlags zu bevorschussen. Seine Willkürrügen begründet der Beschwerdeführer damit, dass die Beschwerdegegnerinnen mit ihrer Zustimmung zum Auftrag an den Rechtsberater und zum Teilungsvorschlag vom 17. Dezember 1998 gleichzeitig seiner Vorschussleistung an den Rechtsberater zugestimmt hätten (S. 20 ff. Ziff. V der Beschwerdeschrift). Unter Willkürgesichtspunkten ist die Betrachtungsweise des Kantonsgerichts nicht zu beanstanden. Es trifft zwar zu, dass der Rechtsberater in seinem Schreiben vom 21. Oktober 1997 an alle Geschwister erwähnt hat, er würde seine Kosten "usanzgemäss von der Erbschaft in Abzug bringen" (BB 9-13). Die jeweilen beigelegte Zustimmungserklärung, die die Geschwister unterzeichnet haben (BB 15-18), enthält nun aber weder einen Auftrag an den Beschwerdeführer, die Kosten zu bezahlen oder zu bevorschussen, noch sonstwie eine Ermächtigung an den Rechtsberater, die Kosten von der Erbschaft direkt in Abzug zu bringen. Im Teilungsvorschlag vom 17. Dezember 1998 heisst es zwar wiederum, der Rechtsberater werde sein Honorar von Fr. 5'000.-- allen fünf Geschwistern belasten und die Auszahlungen an die Erben anteilsmässig kürzen lassen (BB 21, S. 6). Ein ausdrücklicher Auftrag an den Beschwerdeführer, seinem Rechtsberater eine Zahlung oder einen Vorschuss von Fr. 3'000.-- zu leisten, muss jedoch auch in der - später widerrufenen - Zustimmung der Beschwerdegegnerinnen zum Teilungsvorschlag (BB 22-24) nicht gesehen werden. Unter diesen Umständen erscheint es nicht als willkürlich, dass die kantonalen Gerichte den Beschwerdeführer dazu angehalten haben, die von den Bankkonten der Erblasser abgehobenen Fr. 3'000.-- den Nachlässen zu erstatten.