Citation: 8C_244/2023 E. 5.2

5.2. Unbestritten ist ferner, dass bis zum 6. Oktober 2020 keine bildgebenden Untersuchungen mit entsprechenden Befunden nach dem Ereignis vom 20. September 2020 erfolgten. In diesen Zusammenhang ist auch die Aussage des Dr. med. H.________ zu stellen, wonach das Trauma nicht so erheblich gewesen sei, ansonsten frühere unfallbedingte Arztbesuche erfolgt wären, zumal im Attest des Dr. univ. med. D.________ vom 21. September 2020 ohne weitere Angaben lediglich eine Überweisung an den Orthopäden festgehalten worden sei. Es kann jedoch offen bleiben, ob sich aus dem zeitlichen Verlauf der Arztbesuche etwas über die vorliegend interessierende Unfallkausalität ableiten lässt. Denn, worauf Dr. med. H.________ ebenfalls hinwies, vielmehr ist entscheidend, dass in der MRT vom 6. Oktober 2020 keine traumatisch bedingten Veränderungen an der HWS beschrieben wurden. Nachweisbare, durch das Unfallereignis verursachte strukturelle Läsionen wurden bildgebend unbestritten nicht erhoben. So ergab die MRT vom 6. Oktober 2020 u.a. einen diskoradikulären Konflikt mit Nervenwurzelkompression C7 links und eine breitbasige Diskusprotrusion C5/C6 mit Akzentuierung paramedian rechts und eine voluminöse links-foraminale Diskushernie mit diskaler Neuroforamen-Stenose und Nervenwurzelkompression der C7-Wurzel links. Damit im Einklang führten die Ärzte des Spitals Oberengadin das (anlässlich der notfallmässigen Konsultation am 23. Oktober 2020) diagnostizierte zervikobrachiale Schmerzsyndrom auf den mittels MRI-Untersuchung festgestellten Diskusprolaps C5/C6 und C6/C7 mit Wurzelkompression C7 zurück. Dr. med. E.________ hielt röntgenologisch ausgewiesene degenerative Veränderungen mit Chondrosen und Unkovertebralarthrosen C5/C6 und C6/C7 sowie eine ventral C6/C7 angedeutete spondylophytäre Spangenbildung fest (Bericht vom 3. November 2020). Auch intraoperativ ergaben sich - wie bereits bei den bildgebenden Untersuchungen - keine Hinweise auf unfallbedingte Verletzungen, wie die Vorinstanz gestützt auf die Darlegungen des Dr. med. H.________, korrekterweise erkannte (Operationsbericht vom 20. November 2020. Auch wenn Dr. med. E.________ exazerbierte Schmerzen aufgrund des Sturzes anmerkte, lässt sich aus seinen Darlegungen nicht schliessen, dass die Befunde an der HWS, namentlich die foraminalen Einengungen bei Diskusprotrusion mit linksseitiger Bizeps- und Trizepsschwäche, natürlich kausal auf den Unfall vom 20. September 2020 zurückzuführen seien (Bericht vom 3. November 2020). Nichts anderes ergibt sich aus seinem Operationsbericht vom 20. November 2020, wonach die linksseitige Zervikobrachialgie C6/C7 bei foraminalen Einengungen bei Chondrose und Diskusprotrusion zu einer Diskektomie C5/C6, einer Dekompression C5/C6, C6/C7 und einer ventral interkorporellen Spondylodese C5/C6, C6/C7 geführt habe.