Citation: 1C_113/2023 E. 4.3

4.3. Diese Erwägungen lassen keine Verletzung von Bundesrecht erkennen. Zwar ist der Beschwerdeführerin einzuräumen, dass der Grundsatz der haushälterischen Bodennutzung (Art. 75 Abs. 1 BV) auch bei der Dimensionierung von Rad- und Fusswegen zu beachten ist. Den kantonalen Fachbehörden steht jedoch ein gewisser Beurteilungsspielraum bei der Prognose der künftigen Bedürfnisse zu; dabei darf auch berücksichtigt werden, dass attraktive und sichere Rad- und Fusswege zur aus Klimagründen erwünschten Förderung des Rad- und Fussverkehrs beitragen (vgl. oben E. 3.2). Vorliegend wurde dieser Spielraum nicht überschritten: Zwar ist auf beiden Seiten der St. Gallerstrasse je ein kombinierter Rad- und Fussweg vorgesehen. Es handelt sich jedoch um eine Hauptverkehrsstrasse, deren Querung für Rad- und Fussgänger nicht einfach ist, zumal im Bereich der Gewerbezone Fussgängerstreifen fehlen. Es erscheint daher plausibel, dass - vor allem auf dem südlichen Rad-/Gehweg, an dem sich mehrere Gewerbebetriebe befinden - mit Radverkehr in beiden Richtungen zu rechnen ist. Die Breite des südlichen Rad-/Gehwegs überschreitet die gemäss den geltenden Velostandards gebotene Mindestbreite mit 50 cm nur geringfügig. Dabei berücksichtigte das TBA, dass der bestehende Rad-/Gehweg von Winterthur herkommend 3.5 m messe und sich auf Höhe der beschwerdeführerischen Parzelle verenge (vgl. Beschwerdeantwort vom 27. November 2020 Rz. 41 und Protokoll der mündlichen Verhandlung, S. 4). Dies wird von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. Es erscheint grundsätzlich zweckmässig, die Breite des Rad-/Fusswegs zu vereinheitlichen und sich dabei an der grösseren Breite des nicht sanierungsbedürftigen Strassenabschnitts zu orientieren.