Citation: 4A_620/2017 E. 5.2

5.2. In rechtlicher Hinsicht machen die Beklagten geltend, die Vorinstanz habe Art. 84 ZPO verletzt, indem sie die Widerklagebegehren Ziffer 1.a und 1.b als unbezifferte Forderungen i.S.v. Art. 85 ZPO bezeichnet habe. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz handle es sich bei diesen Begehren nicht um Geldforderungen, sondern um Leistungsbegehren gemäss Art. 84 Abs. 1 ZPO, womit die Klägerin hätte verpflichtet werden sollen, den Beklagten den erlittenen Schaden zu ersetzen. Die Beklagten verkennen, dass genau dies eine Geldforderung darstellt. Ein Begehren auf Bezahlung einer Geldforderung stellt ein Leistungsbegehren dar. Dies ergibt sich auch aus Art. 84 Abs. 2 ZPO: "Wird [mit der Leistungsklage] die Bezahlung eines Geldbetrages verlangt, so ist dieser zu beziffern." Da die Beklagten eine Bezifferung unterlassen haben, ist die Vorinstanz zu Recht von einer unbezifferten Forderungsklage nach Art. 85 ZPO ausgegangen. Die Rüge ist unbegründet.