Citation: 2C_246/2023 E. 5.2

5.2. Gemäss Art. 2 Abs. 1 des Wärmeverbundreglements ist die Gemeinde zur Versorgung der im Überbauungsplan mit den dazugehörenden Sondervorschriften vom 25. Oktober 1984 "festgelegten Gebiete in Bremgarten bei Bern mit Wärmeenergie aus der ARA Bern (Wärmekollektiv der Gemeinde Bremgarten) allein berechtigt (rechtliches Monopol) und verpflichtet". Bauten und Anlagen, die im entsprechenden Wärmekollektiv-Perimeter liegen, unterliegen bei der Erstellung und Sanierung von Heizungsanlagen der Anschlusspflicht an das Wärmekollektiv der Gemeinde Bremgarten (vgl. Art. 2 Abs. 2 des Wärmeverbundreglements). Die Gemeinde überträgt laut Art. 3 Abs. 1 des Wärmeverbundreglements die Erstellung, Erneuerung und den Betrieb der Wärmeverbundanlage zur Wahrung ihrer Versorgungspflicht auf einen Konzessionär. Der Gemeinderat kann die Konzession freihändig an einen geeigneten Konzessionär vergeben (vgl. Art. 3 Abs. 4 des Wärmeverbundreglements), wobei die Vergabe zu publizieren ist (vgl. Art. 3 Abs. 5 des Wärmeverbundreglements). Die Wärmebezügerinnen und -bezüger - d. h. die Eigentümerinnen und Eigentümer der angeschlossenen oder anschlusspflichtigen Bauten und Anlagen - sind verpflichtet, mit der Betreiberin des Wärmekollektivs (Konzessionär) Wärmebezugsverträge im Rahmen dieses Reglements abzuschliessen (vgl. Art. 7 Abs. 1 und Abs. 2 des Wärmeverbundreglements). Die Betreiberin des Wärmekollektivs (Konzessionär) schliesst mit den Wärmebezügerinnen und -bezügern Wärmelieferungsverträge ab (vgl. Art. 16 Abs. 1 des Wärmeverbundreglements). Laut Art. 16 Abs. 3 Satz 1 des Wärmeverbundreglements ist der Konzessionär verpflichtet, für die Wärmelieferung im Vergleich zu anderen, weitgehend erneuerbaren Energieträgern einen wirtschaftlich vertretbaren Preis einzuhalten.