Citation: 2C_502/2017 E. 4.2.3

4.2.3. Für die Beurteilung der Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen Fürsorgeabhängigkeit sind auch die finanziellen Möglichkeiten des Ehemanns der Beschwerdeführerin einzubeziehen (siehe oben E. 4.2.1). Dieser reiste am 18. August 2014 in die Schweiz ein und hat sich - wie sich aus den Akten ergibt (Art. 105 Abs. 2 BGG) - um seine Integration bemüht: Er besuchte verschiedene Deutschkurse, welche er mit sehr gut abschloss, und spricht bereits die Landessprache italienisch gut. Angesichts seines laufenden Asylverfahrens war ihm während einer gewissen Zeit die Erwerbstätigkeit untersagt (vgl. Art. 43 AsylG). Er hat danach verschiedene Bewerbungen eingereicht. Während des vorinstanzlichen Verfahrens reichte er einen Arbeitsvertrag vom 20. März 2017 mit einem Pensum von rund 20-25% und einem Stundenlohn von Fr. 27.30 ein, wobei dieser nur in Kraft trete, wenn eine ausländerrechtliche Arbeitsbewilligung vorliege. Die Beschwerdeführerin reichte zu diesem Vertrag ein Bestätigungsschreiben ein, dass ihr Ehemann netto Fr. 2'600.-- erhalten würde, wenn er eine gültige Aufenthaltsbewilligung vorweisen könnte. Der geringe Anstellungsgrad resultiere daraus, dass der Ehemann ausländerrechtlich nur innerkantonal beschäftigt werden könne. Wie die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht ausgeführt hat, ist dieser Vertrag mangels Bewilligung des Migrationsamtes seitens des Arbeitgebers wieder gekündigt worden. Der Ehemann der Beschwerdeführerin hat in der Folge einen weiteren Arbeitsvertrag abschliessen können, welcher wiederum nicht bewilligt wurde. Schliesslich konnte er einen unbefristeten Arbeitsvertrag abschliessen (Beginn 1. Januar 2018) mit einem Bruttolohn von Fr. 2'300.-- (Teilzeit von 60%). Diese neu eingereichten und genannten Arbeitsverträge können als echte Noven, d.h. nach dem Datum des vorinstanzlichen Entscheids entstandene Tatsachen oder Beweismittel, vor Bundesgericht nicht berücksichtigt werden (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 139 II 120 E. 3.1.2 S. 123).