Citation: 1C_398/2017 E. A

Mit Schreiben vom 14. Dezember 2015 ersuchte Mazedonien die Schweiz um Auslieferung von A.________ zur Vollstreckung einer Freiheitsstrafe. A.________ war mit Urteil des Grundgerichts von Kumanovo vom 27. Dezember 2012 wegen schweren Diebstahls zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Bundesamt für Justiz (BJ) beauftragte die Kantonspolizei Bern, A.________ einzuvernehmen. Bei der Befragung vom 2. Juni 2016 erklärte dieser, mit der Auslieferung nicht einverstanden zu sein. Es wurde keine Auslieferungshaft beantragt. Das BJ richtete an die mazedonischen Behörden eine Reihe von Rückfragen und verlangte insbesondere bescheinigte Kopien der Rechtsmittelentscheide der mazedonischen Gerichte (Urteil des Appelationsgerichts von Skopje vom 27. März 2013 und des Obersten Gerichtshofs von Mazedonien vom 16. Oktober 2013). Am 28. April 2017 bewilligte es die Auslieferung für die dem Ersuchen vom 14. Dezember 2015 zu Grunde liegenden Straftaten. Der Auslieferungsentscheid erfolgte unter dem Vorbehalt, dass A.________ im hängigen Asylverfahren nicht die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt wird. Eine von A.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesstrafgericht mit Entscheid vom 25. Juli 2017 ab.