Citation: H 21/01 10.08.2001 E. 1

1.- a) Da es sich bei der angefochtenen Verfügung nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen handelt, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht nur zu prüfen, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzt hat, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG). b) Im Rahmen von Art. 105 Abs. 2 OG ist die Möglichkeit, im Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht neue tatsächliche Behauptungen aufzustellen oder neue Beweismittel geltend zu machen, weitgehend eingeschränkt. Nach der Rechtsprechung sind nur jene neuen Beweismittel zulässig, welche die Vorinstanz von Amtes wegen hätte erheben müssen und deren Nichterheben eine Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften darstellt (BGE 121 II 99 Erw. 1c, 120 V 485 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Zwar ist der Verwaltungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, wonach Verwaltung und Gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts zu sorgen haben; doch entbindet das die Rechtsuchenden nicht davon, selber die Beanstandungen vorzubringen, die sie anzubringen haben (Rügepflicht), und ihrerseits zur Feststellung des Sachverhalts beizutragen (Mitwirkungspflicht). Unzulässig und mit der weit gehenden Bindung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts an die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung gemäss Art. 105 Abs. 2 OG unvereinbar ist es darum, neue tatsächliche Behauptungen und neue Beweismittel erst im letztinstanzlichen Verfahren vorzubringen, obwohl sie schon im kantonalen Beschwerdeverfahren hätten geltend gemacht werden können und - in Beachtung der Mitwirkungspflicht - hätten geltend gemacht werden müssen. Solche (verspätete) Vorbringen sind nicht geeignet, die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz als mangelhaft im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG erscheinen zu lassen (BGE 121 II 100 Erw. 1c, AHI 1994 S. 211 Erw. 2b mit Hinweisen). c) Die Beschwerdeführerin macht erstmals mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde sowie mit ergänzender Eingabe vom 2. Februar 2001 sinngemäss geltend, sie sei irrtümlich davon ausgegangen, dass die professionelle Pflege, die sie ihrem am 7. Juli 1993 geborenen fünften Kind infolge Trisomie 21 habe angedeihen lassen müssen, als selbständige Erwerbstätigkeit zu deklarieren gewesen wäre, wenn sie dafür tatsächlich, wie ursprünglich erhofft, durch die Krankenkasse entschädigt worden wäre. Weiter behauptet sie unter Verweis auf ein mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde aufgelegtes, nicht unterzeichnetes Schreiben vom 2. Mai 2000 an die Kasse implizit, diese Argumentation schon vor Erlass der Verwaltungsverfügung vorgetragen zu haben. Dabei handelt es sich jedoch um unzulässige, weil erstmals im vorliegenden Verfahren erhobene Sachbehauptungen. Den Akten ist kein Hinweis darauf zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin das Schreiben vom 2. Mai 2000 der Kasse tatsächlich hatte zukommen lassen. Darauf wird denn auch weder in der Verfügung der Kasse vom 22. Juni 2000 noch im angefochtenen Entscheid Bezug genommen. Weder in den Akten der Verwaltung noch des kantonalen Gerichts findet sich ein Hinweis darauf, dass dieses Schreiben der Adressatin tatsächlich zugestellt worden wäre. Da diese neuen Sachbehauptungen ohne weiteres bereits im Rahmen der umfangreichen Bemühungen der Verwaltung hinsichtlich der Sachverhaltsabklärung hätten vorgebracht werden können, sind sie zusammen mit dem aufgelegten Schreiben vom 2. Mai 2000 als verspätete (unechte) Noven nicht zu hören und unbeachtlich.