Citation: H 17/07 02.11.2007 E. 6

6.1 Umfasst die Ersatzleistung gemäss Art. 339d Abs. 1 OR nicht nur die Arbeitgeberbeiträge (im vorliegenden Fall Fr. 80'000.-), sondern auch die Zinsen auf den Arbeitgeberbeiträgen (hier laut unbestritten gebliebenen Angaben des Beschwerdeführers Fr. 61'000.-), sind von der Abgangsentschädigung in der Höhe von Fr. 240'000.- nebst den Arbeitgeberbeiträgen von Fr. 80'000.- auch die Zinsen von Fr. 61'000.-, insgesamt somit Fr. 141'000.-, abzuziehen. Vom massgebenden Lohn nach Art. 8ter Abs. 1 lit. a AHVV ausgenommen ist somit ein Betrag von Fr. 99'000.-. 6.2 Ob die Entschädigung auf ein ungebundenes Konto ausbezahlt wurde oder nicht, ist entgegen der Auffassung des BSV unerheblich. Die Verordnung macht die Ausnahme von der Beitragspflicht nicht davon abhängig, dass die Abgangsentschädigung zwingend zu Vorsorgezwecken verwendet wird. Des Weiteren hat die Auffassung der Vorinstanz, Entschädigungen nach Art. 339b OR hätten nur dann offensichtlich Sozialleistungscharakter, wenn der Arbeitnehmer in der beruflichen Vorsorge nur ungenügend versichert ist, keine gesetzliche Grundlage. 6.3 Schliesslich steht auch Art. 339d Abs. 2 OR der umschriebenen Lösung nicht entgegen. Denn mit dem Austritt des Beschwerdeführers aus der Firma X.________ AG per 31. Januar 2005 entfiel eine verbindliche Zusicherung künftiger Vorsorgeleistungen durch die Arbeitgeberfirma oder deren Pensionskasse im Sinne dieser Bestimmung und damit eine Ersatzleistung, welche die Firma X.________ AG von der Pflicht zur Ausrichtung einer Abgangsentschädigung entbunden hätte.