Citation: 2C_346/2022 E. 5.2.4

5.2.4. Der Vorwurf einer willkürlichen Beweiswürdigung im Sinne einer unzureichenden und einseitigen Beurteilung der kognitiven Fähigkeiten bzw. des Entwicklungsstandes des Beschwerdeführers ist ebenfalls unbegründet: Wie der Beschwerdeführer selbst vorbringt, führt die Vorinstanz die sich in den Akten befindlichen Berichte umfassend auf (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.6 S. 14). Wenn sie frühere Einschätzungen mit Blick auf den aktuellen schulpsychologischen Bericht weniger stark gewichtet, ist dies mit Blick auf Art. 9 BV nicht zu beanstanden. Es trifft zu, dass Prof. Dr. E.________ in seinem Gutachten die Auffassung vertrat, dass der Beschwerdeführer entgegen der Beurteilung des Schulpsychologischen Dienstes ein nahezu altersgerechtes Entwicklungsniveau aufweise und sämtliche berichteten Defizite mit der diagnostizierten Autismus-Spektrum-Störung begründet werden könnten und nicht automatisch eine geistige Behinderung implizieren würden. Wie die Vorinstanz jedoch zu Recht vorbringt, beruht seine Einschätzung nur auf einer kurzzeitigen Hospitation bzw. einer Begegnung mit dem Beschwerdeführer vom 27. Oktober 2021 (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.7 S. 22 sowie E. 7.4 S. 25). Dass die Vorinstanz unter diesen Umständen keine Veranlassung sah, von der behördlichen Facheinschätzung abzuweichen (vgl. angefochtener Entscheid insbesondere E. 6.7 S. 22 f.), ist somit trotz der Kritik von Prof. Dr. E.________ nicht geradezu willkürlich (vgl. Urteil 2C_817/2021 vom 24. Juni 2022 E. 6.7.3; generell zur Bedeutung von Parteigutachten ferner BGE 125 V 351 E. 3).