Citation: H 239/01 02.05.2002 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er bis Ende 1996 Lohn von der Firma Z.________ AG bezogen habe und seither als Selbstständigerwerbender tätig sei, wobei er mit Verlust arbeite. Die Steuerfestsetzung beruhe auf einer Einschätzung, weshalb er auch nicht die gestatteten Abzüge habe tätigen können. Die auf einer Einschätzung beruhende Steuerveranlagung werde nun im Rahmen eines Steuererlasses bereinigt. Sinngemäss beruft er sich zudem auf die Möglichkeit der Herabsetzung von Beiträgen. b) Die Angaben der kantonalen Steuerbehörden sind für die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV in der bis 31. Dezember 2000 geltenden Fassung). Dies gilt nicht nur für im ordentlichen Verfahren erlassene Veranlagungen, sondern auch für solche auf Grund von Ermessenseinschätzungen seitens der Steuerbehörden (ZAK 1988 S. 298 mit Hinweisen) sowie selbst in Fällen, in welchen bei rechtzeitiger Rechtsmittelergreifung im steuerrechtlichen Verfahren die Veranlagung wahrscheinlich korrigiert worden wäre (BGE 110 V 373 Erw. 3b). Für die Ausgleichskasse sind demnach die von der kantonalen Steuerverwaltung gemeldeten Einkommen verbindlich, deren rechtskräftige Veranlagung von den Steuerbehörden am 8. Januar 2001 bestätigt wurde. Daran vermöchte auch der Umstand eines Steuererlasses nichts zu ändern, weil dadurch nicht das massgebende Einkommen neu festgesetzt, sondern lediglich auf den Bezug von geschuldeten Steuern verzichtet wird. Die Steuermeldungen sind jedoch für die Ausgleichskassen nur bezüglich der Höhe des gemeldeten Einkommens und Eigenkapitals verbindlich; die Frage, ob Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit oder beitragspflichtiges Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit vorliegt, haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuermeldungen zu beurteilen (BGE 121 V 83 Erw. 2c; AHI 1997 S. 26 Erw. 2b, je mit Hinweisen). c) Auf Grund der Angaben des Versicherten führte die AHV-Zweigstelle, welche den Fragebogen zur Abklärung der Beitragspflicht Selbstständigerwerbender ausfüllte, als Beginn der selbstständigen Tätigkeit den 1. Januar 1995 an sowie den Umstand, dass der Beschwerdeführer noch bis Ende 1996 Beiträge aus unselbstständiger Tätigkeit bei der Firma Z.________ AG abgerechnet habe. Der Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten enthält für das Jahr 1995 ein bei der Firma Z.________ AG erzieltes Einkommen von Fr. 60'000.-; für das Jahr 1996 wurde kein Einkommen verbucht. Die Steuermeldungen weisen für die hier noch streitigen Jahre 1996 bis 1998 Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit aus. Allerdings bestätigte die Steuerverwaltung am 8. Januar 2001 auf Nachfrage hin, dass es sich hiebei um Gesamteinkommen handle, ohne genauere zahlenmässige Angaben zu machen. Nachdem der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde auch in den Jahren 1996 bis 1998 Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit geltend machte und trotz entsprechender Aufforderung keinerlei Belege einreichte, hat die Vorinstanz in Anwendung des Untersuchungsgrundsatzes zu Recht die Sache an die Ausgleichskasse zurückgewiesen, damit diese weitere Abklärungen betreffend die Lohnbezüge bis zum Konkurs der Firma Z.________ AG (1998) tätige und hernach die Beiträge für die Jahre 1996 bis 1998 neu festsetze. Sie hat hierbei übersehen, dass auch die Beitragsverfügungen der Jahre 1999 und 2000, die auf dem durchschnittliche Einkommen aus den Jahren 1997 und 1998 beruhen, zu berichtigen wären, sollte das steuerbare Einkommen aus diesen Jahren solches aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit enthalten. Deshalb sind auch die Beitragsverfügungen für die Jahre 1999 und 2000 aufzuheben und die Sache zur Neufestsetzung nach erfolgter Abklärung an die Ausgleichskasse zurückzuweisen. d) Soweit der Versicherte erneut Herabsetzung der Beiträge auf Grund seiner schwierigen finanziellen Lage beantragt, legt er in seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht dar, inwiefern das Nichteintreten der Vorinstanz infolge fehlendem Anfechtungsobjekt nicht zutreffend sein soll. Dies genügt den Anforderungen an eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen einen Nichteintretensentscheid nicht (BGE 123 V 335 mit Hinweisen), weshalb das Eidgenössische Versicherungsgericht darauf nicht eintritt.