Citation: 1C_462/2022 E. 5.1

5.1. Bei der Standortwahl für Bauten in der Landwirtschaftszone ist die Bauherrschaft mit Blick auf Art. 34 Abs. 4 lit. a und b RPV nicht frei, sondern muss nachweisen, dass die geplante Baute am vorgesehenen Standort objektiv notwendig ist (BGE 125 II 278 E. 3a), d.h. ein schutzwürdiges Interesse daran besteht, sie am gewählten Ort zu errichten und, nach Abwägung aller Interessen, kein anderer, besser geeigneter Standort in Betracht kommt (Urteile 1C_113/2022 vom 13. April 2023 E. 5.1; 1C_514/2019 vom 2. April 2020 E. 3.3; 1C_429/2015 vom 28. September 2016 E. 5.1; je mit Hinweisen). Landwirtschaftszonen sollen von Bauten und Anlagen möglichst freigehalten werden (Art. 16 Abs. 1 RPG). Dieser im öffentlichen Interesse liegende Grundsatz ist im Rahmen der Interessenabwägung, welche bei der Standortwahl für Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone vorzunehmen ist, zu berücksichtigen (Urteil 1C_17/2015 vom 16. Dezember 2015 E. 3.2, in: URP 2016, S. 37 ff.). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gebietet das öffentliche Interesse an der Vermeidung der Zersiedelung, landwirtschaftliche Ökonomiebauten möglichst beim Betriebszentrum zu errichten (Urteil 1C_165/2016 vom 27. März 2017 E. 3.2 mit Hinweis); landwirtschaftliche Bauten sind unter Berücksichtigung des Standorts des Wohnhauses soweit möglich zu gruppieren (sog. Konzentrationsgrundsatz; vgl. BGE 141 II 50 E. 2.5; Urteile 1C_113/2022 vom 13. April 2023 E. 5.1.1; 1C_514/2019 vom 2. April 2020 E. 3.4; 1C_58/2017 vom 18. Oktober 2018 E. 5.4.1 mit Hinweisen). Der Konzentrationsgrundsatz wird in § 27 Abs. 1 Satz 2 BZR Adligenswil konkretisiert, wonach neue Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone grundsätzlich in unmittelbarer Hofnähe anzulegen sind.