Citation: U 366/06 23.05.2007 E. 5

5.1 Auf Grund des Geschehensablaufs - soweit rekonstruierbar prallte die Beschwerdegegnerin anlässlich ihres Nachtdienstes mit der Stirn gegen einen niedrigen Türrahmen, fiel rückwärts ca. drei bis vier Treppenstufen hinunter, schlug mit dem Hinterkopf auf den Steinboden auf und blieb danach einige Zeit bewusstlos liegen - und der dabei erlittenen Verletzungen (Rissquetschwunde an der Stirn, HWS-Distorsion, Commotio cerebri) ist der Unfall im Rahmen der nach objektiven Gesichtspunkten (BGE 124 V 29 E. 5c/aa S. 44, 115 V 133 E. 6 S. 139; Urteil des EVG U 5/06 vom 23. Mai 2006, E. 4.1) vorzunehmenden Kategorisierung dem mittleren Bereich zuzuordnen. Entgegen der Betrachtungsweise der Beschwerdeführerin handelt es sich dabei nicht um einen Grenzfall zu einem leichten Unfall, wurde doch etwa bei einem Versicherten, der einen Faustschlag an das linke Jochbein erhalten hatte, zu Boden gegangen und kurzzeitig bewusstlos gewesen war und dadurch eine Rissquetschwunde sowie eine Commotio cerebri erlitten hatte, ein mittelschweres Geschehen bejaht (Urteil des EVG U 37/94 vom 21. August 1997, zusammengefasst wiedergegeben in: SZS 2001 S. 441 f.). Ebenso hat das EVG den Unfallhergang im unveröffentlichten Urteil U 141/92 vom 19. September 1994 (Sturz eines alkoholisierten Versicherten auf einer Treppe, Aufschlagen des Kopfes [Commotio cerebri, Nasenbeinfraktur, Rissquetschwunde an der Nasenwurzel]; E. 4a) im mittleren Bereich angesiedelt, ohne diesen, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde behauptet, den leichten Unfällen anzunähern. Die Adäquanz wäre demnach zu bejahen, wenn ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre oder mehrere der zu berücksichtigenden Kriterien gegebenen wären (BGE 115 V 138 E. 6c/bb S. 140 f.). Bei der Prüfung der einzelnen Kriterien ist, wie hievor bereits aufgezeigt (vgl. E. 2.2), auf eine Unterscheidung zwischen körperlichen und psychischen Beschwerdemerkmalen zu verzichten.