Citation: 1B_191/2021 E. 3.4

3.4. Diese Vorbringen vermögen an der Kollusionsgefahr nichts Entscheidendes zu ändern. Wie das Obergericht zu Recht festhielt, ist die Beweislage im Wesentlichen unverändert geblieben. Weiter legte es dar, dass zwar der Vorsitzende des Sachgerichts dem Haftrichter auf telefonische Nachfrage mitgeteilt habe, D.________ werde voraussichtlich nicht zur Hauptverhandlung vorgeladen. Dies sei aber erst eine provisorische Einschätzung der Verfahrensleitung und nicht ein abschliessender Entscheid des Gerichts, zudem sei den Parteien noch keine Frist zur Stellung von Beweisanträgen angesetzt worden. Auch diese Einschätzung überzeugt. Ebensowenig ist zu beanstanden, wenn das Obergericht dem Umstand, dass die unbekannten Begleiter des Beschwerdeführers trotz grossem Ermittlungsaufwand nach wie vor nicht gefunden werden konnten, keine ausschlaggebende Bedeutung beimass. Wie weiter oben dargelegt, beschränkt sich die Kollusionsgefahr keineswegs auf diese beiden Personen. Schliesslich überzeugt auch das Argument des Beschwerdeführers nicht, A.B.________ habe die Authentizität der Desinteresse-Erklärung bestätigt und erst auf Insistieren der befragenden Person hin erklärt, das Schreiben nicht ganz verstanden zu haben. Von Bedeutung erscheinen diesbezüglich dagegen die vorinstanzlichen Feststellungen, wonach A.B.________ angegeben habe, das Schreiben sei nicht von ihm, sondern von der Familie A.________ oder "Freunden" verfasst worden und man habe ihm Geld angeboten. Dies unterstreicht die im vorliegenden Fall bestehende Gefahr einer Einflussnahme. Die Bejahung der Kollusionsgefahr durch das Obergericht hält somit auch der in diesem Verfahrensstadium erforderlichen besonders sorgfältigen Prüfung stand. Ein Kontaktverbot als Ersatzmassnahme erscheint zudem nach wie vor unzureichend.