Citation: 9C_865/2018 E. 4.3.2

4.3.2. Zu Behandlungserfolg oder -resistenz erwog die Vorinstanz, der Versicherte habe seit Oktober 2000 immer wieder Therapien aufgenommen (bei unbekannter Behandlungsfrequenz) und sich auch wiederholt in stationäre Behandlung begeben (vom 26. November bis 24. Dezember 2013, vom 5. bis 7. Januar 2014 sowie vom 15. bis 22. Juni 2017). Den Klinikaufenthalt habe er allerdings auf eigenen Wunsch jeweils wieder abgebrochen, obwohl es jedenfalls in zwei Fällen zu einer raschen Besserung gekommen sei. Dies alles spreche für eine Behandelbarkeit der depressiven Episoden bzw. gegen einen besonderen Schweregrad. Das Gleiche gelte hinsichtlich der Pharmakotherapie: Selbst wenn diese nicht optimal dosiert sei, scheine sie insbesondere hinsichtlich der mittelgradigen depressiven Episoden Wirkung zu zeigen. Der Beschwerdeführer rügt als bundesrechtswidrig, dass die Vorinstanz den fehlenden Therapieerfolg zu seinen Lasten gewichte, obwohl er die fachärztlich verschriebenen Medikamente eingenommen habe und es wegen der schweren Nebenwirkungen nicht zu einer Verbesserung seines Gesundheitszustandes gekommen sei. Diesem Einwand ist entgegenzuhalten, dass Dr. med. D.________ nach einer Medikamentenspiegelkontrolle lediglich festhielt, die Kombination der eingenommenen Antidepressiva könne zu unerwünschten Nebenwirkungen führen und der Versicherte klage über derartige Beschwerden. Seinen Ausführungen lässt sich aber nicht entnehmen, dass die Medikamente den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers aus diesem Grund nicht hätten verbessern können. Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers ging Dr. med. D.________ vielmehr von einer positiven Wirkung derselben aus. Er legte dar, wie in der Vergangenheit gesundheitliche Verschlechterungen mit einer nicht ausreichend durchgeführten psychopharmakologischen Behandlung korreliert hätten, und wies auf die Wichtigkeit einer regelmässigen antidepressiv wirksamen Medikation sowie einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung hin. Bei dieser Sachlage hat das kantonale Gericht eine Behandlungsresistenz zu Recht verneint (vgl. dazu BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.).