Citation: 8C_317/2024 E. 8.1

8.1. Der Beschwerdeführer wendet weiter ein, gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 1. Februar 2019 werde von Aggravation ausgegangen. Hierin sei festgehalten worden, seine aktuellen anamnestischen Angaben wiesen Diskrepanzen zu seinen früheren Angaben auf. Im ABI Gutachten vom 3. November 2011 habe er angegeben, Aussenaktivitäten nachzugehen. Demgegenüber äussere er in aktuellen Berichten, aufgrund von Angstsymptomen, Vermeidungsverhalten und Angst vor Impulsdurchbrüchen verlasse er das Haus nicht. Es sei unterlassen worden, bezüglich der Aggravation Tests vorzunehmen, um sie von der Verdeutlichung zu unterscheiden. Dass er in den aktuellen Berichten erwähne, infolge Angststörung das Haus nicht zu verlassen, zeige gerade die Verschlechterung seines psychischen Gesundheitszustands. Er suche infolge Atemnot, hohem Blutdruck und Angst vor einem erneuten Herzinfarkt mehrmals jährlich die Notfallstation auf. Soweit im MEDAS-Gutachten vom 1. Februar 2019 von einem tiefen Medikamentenspiegel auf Aggravation geschlossen worden sei, sei verkannt worden, dass er einen grossen Teil der verschriebenen Medikamente selber finanzieren müsse. Er habe ausser einer Rente von monatlich rund Fr. 220.- kein Einkommen. Es sei deshalb nachvollziehbar, dass je nach den monatlichen Rechnungen kein Geld mehr für Medikamente übrigbleibe. Somit lasse der tiefe Medikamentenspiegel nicht automatisch auf Aggravation schliessen mit der Begründung, er brauche die Medikamente für sein gesundheitliches Wohlbefinden nicht.