Citation: 2C_844/2015 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin beanstandet weiter, dass die Busse ohne Namensnennung der Aussteller ausgesprochen worden sei. Dies verletze ihren Anspruch auf ein faires Verfahren, weil sie gegen die Verfahrensbeteiligten kein Ausstandsbegehren habe stellen können. Auch diesen Vorwurf hat die Vorinstanz bereits ausführlich behandelt (vgl. E. 3.1 des angefochtenen Entscheids). Bei Verwaltungsbehörden richtet sich die Zusammensetzung der Entscheidbehörde nach dem anwendbaren Verfahrensrecht (GEROLD STEINMANN, in: St.Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014, N. 34 zu Art. 29 BV). Aufgrund des kantonalen Verfahrensrechts ist es zulässig, nur den Namen der entscheidenden Behörde zu nennen, solange es keine gerichtliche Instanz ist. In der Massenverwaltung kann zudem auf Unterschriften verzichtet und die Verfügung ohne Namenszug ausgefällt werden (§ 110 Abs. 1 lit. a und g des Gesetzes [des Kantons Luzern] vom 3. Juli 1972 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SRL Nr. 40]). Insofern besteht bei der Ausfällung der Busse keine Möglichkeit eine bestimmte Zusammensetzung der Entscheidbehörde zu verlangen. Eine willkürliche Handhabung dieser kantonalen Bestimmung wird nicht geltend gemacht. In der Folge stand es der Beschwerdeführerin jedoch offen, die Busse mit Einsprache anzufechten, was sie denn auch getan hat. Der Einspracheentscheid der Steuerkommission wiederum trägt die Unterschrift des Präsidenten sowie des Sekretärs und ist folglich nicht anonym. Es war der Beschwerdeführerin dementsprechend auch möglich, ein Ausstandsbegehren gegen diese Personen zu veranlassen. Die Vorinstanz wartete den diesbezüglichen Entscheid der dafür zuständigen Behörde aus prozessökonomischen Gründen jedoch nicht ab, da das Begehren offensichtlich unbegründet sei (E. 3.1.3 des angefochtenen Entscheids).