Citation: 2C_766/2019 E. 5.3.3

5.3.3. Die Straftaten des Beschwerdeführers wiegen auch ausländerrechtlich schwer: Es handelt sich um Gewalt- und Sexualdelikte, die ein besonders gewichtiges öffentliches Interesse begründen, dass der Beschwerdeführer die Schweiz verlässt (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4 und E. 2.5 S. 149 ff.; das Urteil 2C_903/2010 vom 6. Juni 2011 E. 3.1, nicht publ. in: BGE 137 II 233). Sowohl Raub als auch Vergewaltigung stellen Delikte dar, welche seit dem 1. Oktober 2016 eine Anlasstat für eine obligatorische Landesverweisung bilden (Art. 66a Abs. 1 lit. c bzw. lit. h StGB). Auch wenn diese Regelungen nicht rückwirkend angewendet werden dürfen, ist im Rahmen der Interessenabwägung zu berücksichtigen, dass eine entsprechende Tat heute - unter Vorbehalt der Anwendung der strafrechtlichen Härtefallklausel (Art. 66a Abs. 2 StGB) - zwingend zu einer Landesverweisung führen würde, was die Schwere der Gesetzesverletzung und die Bedeutung der durch den Beschwerdeführer beeinträchtigten Rechtsgüter (körperliche, psychische und sexuelle Integrität) unterstreicht (vgl. Urteile 2C_99/2019 vom 28. Mai 2019 E. 5.2.2; 2C_393/2017 vom 5. April 2018 E. 3.3.1; 2C_172/2017 vom 12. September 2017 E. 3.3).