Citation: 8C_157/2014 E. 4.2

4.2. Die IV-Stelle hatte den Invaliditätsgrad von 55 %, der zur Zusprache einer halben Rente mit Verfügung vom 10. Mai 2010 führte, in Anwendung der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs ermittelt. Basis bildete gemäss Feststellung der Vorinstanz bis Juli 2008 die von der Zürich Versicherungs-Gesellschaft als Unfallversicherer eingeholte Expertise des ärztlichen Abklärungsinstituts C.________ vom 12. Juni 2008 und ab August 2008 die Stellungnahme des Prof. Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 19. November 2009. Im Gutachten des ärztlichen Abklärungsinstituts C.________ wird - mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit - eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode, und ein chronisches zervikozephales Schmerzsyndrom bei Status nach Verkehrsunfall mit Frontalkollision vom 10. Mai 2004 diagnostiziert. Die Experten geben an, für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten bestehe aus psychischen Gründen eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20 % in einer vollschichtigen Beschäftigung. Prof. Dr. med. D.________ geht in seiner Stellungnahme vom 19. November 2009 unter Verweis auf ICD-10 F45.41 (chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren) ab August 2008 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus. Gestützt darauf nahm die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 10. Mai 2010 einen ab August 2008 verschlechterten Gesundheitszustand an und errechnete bei einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit einen Invaliditätsgrad von 55 %, weshalb sie rückwirkend für die Zeit ab November 2008 eine halbe Invalidenrente ausrichtete.