Citation: 2C_235/2017 E. 3.2.3

3.2.3. Der Beschwerdeführerin wurde nach den Feststellungen der Vorinstanz ein Punkt abgezogen, da sie in ihrer Prüfungslösung im Rubrum ein unzuständiges Gericht aufführte. Für ein korrektes Rubrum wären keine Punkte vergeben worden. Demgegenüber erzielte sie beim Thema der sachlichen Zuständigkeit zwei von drei Punkten, wovon ein Punkt als Kompensation für den Entscheid zugestanden wurde, das Regionalgericht Oberland anstelle des Handelsgerichts für zuständig anzusehen. Wie das Verwaltungsgericht zutreffend ausführt, liegt bei dieser Ausgangslage keine von der Beschwerdeführerin als "unhaltbar" gerügte Doppelbewertung von Fehlern vor. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin erscheint es zudem vertretbar, wenn ihr für den Bereich "sachliche Zuständigkeit" nicht die volle Punktzahl, sondern (unter Berücksichtigung des Punktabzugs für den Fehler im Rubrum) insgesamt einer von drei Punkten zugesprochen wurde. Die Begründung der Anwaltsprüfungskommission, wonach die Beschwerdeführerin nicht erkannt habe, dass eine Streitigkeit im Sinne von Art. 6 Abs. 4 lit. b ZPO zur Diskussion steht, was einem Elementarfehler gleichkomme, ist jedenfalls nachvollziehbar und keineswegs sachfremd.