Citation: 1P.54/2001 10.10.2001 E. A

A.- In der Nacht vom 4. auf den 5. Januar 1998, um 01.00 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Thurgau die Meldung ein, dass in G.________ bei S.________ die Scheune neben dem Restaurant "Y.________" brenne. Beim Eintreffen der Feuerwehr und der Polizei stand die Scheune bereits in Vollbrand. Trotz des stürmischen Westwindes gelang es der Feuerwehr, einen Feuerübergriff auf die nahegelegenen Gebäude, namentlich auf das östlich vom Brandobjekt gelegene Restaurant "Y.________" zu verhindern. Die Scheune brannte hingegen vollständig aus. Es entstand ein beträchtlicher Gebäude- und Mobiliarschaden. Verletzt wurde niemand. Eigentümer der abgebrannten Scheune wie auch des Restaurants "Y.________" ist der Landwirt X.________, der zur Zeit des Brandes knapp 68 Jahre alt war. Er lebt mit seiner Frau in unmittelbarer Nähe des Gasthofes in einem Einfamilienhaus. Anlässlich ihrer Brandermittlungen nahm die Kantonspolizei am Morgen nach der Brandnacht beim Betreten des Restaurants "Y.________" einen markanten Benzingeruch wahr. Im Damen-WC im Parterre wurden auf dem Novilonboden Brandspuren festgestellt, die auf einen möglichen Brandsatz hindeuteten. Bei der Durchsuche sämtlicher Räumlichkeiten und Behältnisse wurden im Keller im Abfallcontainer ein brandbeschädigter Jutesack und zwei angebrannte Kunststoffgebinde (Bergfichten-Schaumbadflaschen) mit starkem Benzingeruch gefunden. Dieser Fund liess darauf schliessen, dass nicht nur die Scheune, sondern auch das Restaurant ein Raub der Flammen werden sollte. Der Verdacht auf Brandstiftung und den Versuch dazu richtete sich alsbald gegen den Eigentümer selber.