Citation: 4A_281/2021 E. 3.5

3.5. Die Beschwerdeführerin trägt vor, die Höhe der Honorarvorschüsse sei unklar gewesen. Sie habe insgesamt Fr. 484'200.-- bezahlt, während die Vorinstanz von einem anderen Betrag ausgegangen sei. In der Tat veranschlagten sowohl die Erstinstanz als auch die Vorinstanz abzugsfähige Honorarvorschüsse von insgesamt Fr. 468'000.--. Sie erwogen nämlich, dass die Zahlung von Fr. 16'200.-- die nicht mehr strittige Rechnung für den Zugangsstollen mit Lift betroffen habe. Falsch ist demgegenüber das Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach die Beschwerdegegnerin im Berufungsverfahren nicht einmal den Betrag von Fr. 468'000.-- anerkannt habe. Es trifft zwar zu, dass die Beschwerdegegnerin in der Berufungsantwort und Anschlussberufung bloss Fr. 433'333.30 erwähnt. Aber die Beschwerdeführerin übersieht, dass zu diesem Betrag die Mehrwertsteuer von 8 % hinzuzurechnen ist, womit sich Honorarvorschüsse von insgesamt Fr. 468'000.-- ergeben. Zudem vermerkt die Beschwerdegegnerin zu Recht, dass sie die Honorarvorschüsse bereits zu Beginn des Verfahrens in einer Klagebeilage transparent auswies.