Citation: 9C_757/2007 03.01.2008 E. 1

Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf die Beschwerde eingetreten ist, weil sie nach Ablauf der Frist von 30 Tagen eingereicht wurde. 1.1 Das kantonale Gericht erachtete die am 12. April 2007 der Post übergebene Beschwerde gegen den den Beschwerdeführerinnen am 12. März 2007 ausgehändigten Einspracheentscheid von 8. März 2007 als verspätet. Es gelangte gestützt auf Art. 82 Abs. 2 ATSG und die hiezu ergangene Rechtsprechung (BGE 133 V 96 E. 4.3.2 S. 97) zum Schluss, dass im vorliegenden Fall die kantonalen Rechtspflegebestimmungen anwendbar seien. Das Verfahrensrecht des Kantons Bern kenne keine Bestimmung, welche positivrechtlich den Stillstand der 30-tägigen Beschwerdefrist 7 Tage vor und nach Ostern regelt. Ebensowenig finde sich eine Norm, welche die Fristenstillstandsbestimmung des Art. 38 ATSG noch vor Ablauf der am 31. Dezember 2007 endenden Übergangsfrist gemäss Art. 82 Abs. 2 ATSG durch Verweisung bereits für anwendbar erklärt hat. 1.2 Die Beschwerdeführerinnen vertreten die Auffassung, Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG (Fristenstillstand vom 7. Tag vor Ostern bis und mit dem 7. Tag nach Ostern) sei aufgrund der Verweisungsnorm im kantonalen Recht (Art. 41 Abs. 3 des Gesetzes des Kantons Bern vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege; VRPG) im vorliegenden Fall anwendbar. Der gegenteilige Standpunkt der Vorinstanz verstosse gegen den Grundsatz von Treu und Glauben.