Citation: 9D_3/2024 E. 1.3

1.3. In der Folge gelangte die Steuerpflichtige an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, das die Rechtsmittel abwies, soweit darauf einzutreten war (Urteil SB.2024.00021 / SB.2024.00022 vom 16. Februar 2024). Das Verwaltungsgericht ging davon aus, dass die Zustellung rechtsgültig erfolgt und die Rechtsmittelerhebung verspätet erfolgt sei. Gründe für eine Wiedereinsetzung in den früheren Stand lägen - trotz zweifellos belastender Umstände - nicht vor. Wie unter anderem der am 1. September 2023 von der Steuerpflichtigen erteilte Nachsendeauftrag belege, sei sie während ihres Aufenthalts im Kinderspital bzw. im Elternzimmer handlungsfähig gewesen. Insbesondere wäre es ihr möglich gewesen, fristwahrende Handlungen per Telefon in Auftrag zu geben. Die Hospitalisierung des Sohnes sei, gerade auch aufgrund seiner Krankheitsgeschichte, keineswegs unvorhersehbar gewesen. Dennoch habe die Steuerpflichtige sich nicht entsprechend organisiert. In der Sache selbst sei, so das Verwaltungsgericht abschliessend, zu bedenken, dass Nachsteuern und Bussen ohnehin nur in besonderen Ausnahmefällen erlassfähig seien.