Citation: 1C_391/2019 E. A

Mit Schreiben vom 3. September 2018 forderte die Motorfahrzeugkontrolle des Kantons Solothurn den damals gut 72-jährigen A.________ auf, sich einer ärztlichen Fahreignungsuntersuchung zu unterziehen, wozu sich dieser kritisch äusserte. Gestützt auf das Untersuchungsresultat, wonach er wegen eines insulinpflichten Diabetes mellitus Typ 2 die medizinischen Mindestanforderungen für den Führerausweis gemäss Anhang I der Verkehrszulassungsordnung vom 27. Oktober 1976 (VZV; SR 741.51) nur mit Auflage erfülle, informierte die Motorfahrzeugkontrolle ihn am 6. November 2018 über ihre Absicht, verschiedene Auflagen zu verfügen, und gab ihm Gelegenheit zur Stellungnahme. In der Folge kam es zu einem Schriftenwechsel, in dessen Verlauf die Motorfahrzeugkontrolle weitere Abklärungen vornahm und A.________ sich drei Mal äusserte. Mit Verfügung vom 18. April 2019 verband die Motorfahrzeugkontrolle, handelnd für das Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn, den Führerausweis von A.________ mit verschiedenen Auflagen (Dispositiv-Ziff. 1.1-1.7). Sie legte fest, dieser habe im Auto immer rasch verfügbare Kohlenhydrate (z.B. Traubenzucker) mitzuführen, ebenso das Blutzuckermessgerät und den Diabetikerausweis. Die Essenszeiten seien stets einzuhalten und bei Alkoholkonsum sei auf das Führen von Motorfahrzeugen zu verzichten. Vor jeder Fahrt sei der Blutzucker zu messen. Bei tiefen Blutzuckerwerten müsse erst der Anstieg des Blutzuckers abgewartet werden, bevor die Fahrt angetreten werden könne. A.________ habe zudem jährlich einen ärztlichen Verlaufsbericht einzureichen, der Aufschluss über den Diabetes gebe und ihm Fahreignung attestiere, wozu er von der Motorfahrzeugkontrolle jeweils ein Aufgebot erhalten werde.