Citation: 4A_499/2015 E. B

Mit Eingabe vom 26. Mai 2014 reichte die Schuldnerin beim Handelsgericht St. Gallen Aberkennungsklage ein, mit der sie im Wesentlichen beantragte festzustellen, die Forderung, für die provisorische Rechtsöffnung erteilt worden war, bestehe nicht. Zur Begründung brachte sie vor, bei der Abtretung vom 23. April 2012 habe es sich um ein Scheingeschäft gehandelt, um die Verrechnung von Forderungen gegen den Zedenten mit der Darlehensforderung zu verhindern. Die Zessionarin sei daher nicht Inhaberin der Forderung. Ferner machte die Schuldnerin die Tilgung der (Rest-) Forderung durch Verrechnung sowie Schadenersatzansprüche aus Vertragsverletzung geltend und berief sich eventualiter auf die Einrede des nicht erfüllten Vertrags. Mit Verfügung vom 15. Januar 2015 beschränkte der Handelsgerichtspräsident das Verfahren auf die Eintretensvoraussetzungen und die Akti v- und Passivlegitimation der Parteien. Mit Zwischenentscheid vom 12. August 2015 entschied das Handelsgericht, auf die Aberkennungsklage werde eingetreten (Ziff. 1), und es stellte fest, die Zessionarin sei aktiv- und die Schuldnerin passivlegitimiert (Ziff. 2). Den Entscheid über die Kosten behielt es dem Endentscheid vor (Ziff. 3).