Citation: 6B_409/2021 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt zunächst, indem er wegen räuberischen Diebstahls, begangen am 26. November 2016 zum Nachteil des Beschwerdegegners 2, verurteilt worden sei, habe die Vorinstanz Bundesrecht verletzt. Gemäss konstanter Rechtsprechung und Lehre müsse der Täter hierfür "auf frischer Tat ertappt" werden. Dabei meine "frisch" eine Entdeckung des Diebs in flagrante delictu, worunter die Wahrnehmung des Diebstahls respektive der Vorbereitung des Abtransports der Beute oder des Abtransports selbst durch eine beliebige Drittperson am Tatort selbst oder in dessen unmittelbarer Nähe zu verstehen sei, jedenfalls aber vor der Beendigung des Diebstahls, d.h. vor der Sicherung der Beute. Nötigungshandlungen des Diebs zu einem späteren Zeitpunkt - nach Beendigung des Diebstahls - stellten keinen räuberischen Diebstahl dar, selbst wenn sie dem Zweck dienten, den Besitz des Diebesguts zu sichern. Beendet werde der Diebstahl mit dem Verlassen des Ladens ohne Bezahlen der entwendeten Ware. In casu habe er anlässlich des besagten Vorfalls unstrittig, nachdem er angeblich Fleischwaren in seinen privaten Rücksack verstaut habe, an der Self-Scanningkasse ein Bier bezahlt, danach den Kassensektor - und damit den Einkaufsbereich - passiert und anschliessend die D.________ Filiale verlassen; erst ausserhalb des Geschäfts sei es zur Rangelei mit dem Beschwerdegegner 2 gekommen. Mit dem Verlassen des Ladenlokals sei der Diebstahl jedoch beendet gewesen, womit die nachfolgenden Nötigungshandlungen den Tatbestand des räuberischen Diebstahls so oder anders nicht zu erfüllen vermöchten, unbesehen davon, wo sie genau stattgefunden hätten. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei, nachdem er den Kassenbereich, welcher sich in der Nähe des Ausgangs befinde, durchquert und den Laden verlassen habe, ausserhalb des Gebäudes vom Beschwerdegegner 2 erwartet und auf den Inhalt seines Rucksacks angesprochen worden. Die daraufhin folgende Rangelei bzw. Nötigungshandlung seitens des Beschwerdeführers hätte demnach unmittelbar im Nachgang zum (vollendeten) Diebstahl stattgefunden, d.h. der Beschwerdeführer sei "auf frischer Tat" ertappt worden. Der objektive Tatbestand des räuberischen Diebstahls sei damit erfüllt.