Citation: 2C_180/2023 E. A

A.a. Am 27. Juli 2016 reichte der italienische Staatsangehörige B.A.________ ein Familiennachzugsgesuch für seine Ehefrau und seine drei Kinder, welche aus Nordmazedonien stammen, ein. Die Gesuche der Ehefrau und der beiden jüngeren Kinder wurden am 18. Dezember 2017 bzw. am 29. Januar 2018 bewilligt. Bezüglich des Sohns A.A.________ (geb. am 13. Mai 1995), der bei Gesuchseinreichung bereits über 21-jährig war, wurde der Vater mit Schreiben vom 1. Februar 2018 aufgefordert, weitere Unterlagen einzureichen. A.b. Mit Schreiben vom 15. März 2018 wies das Migrationsamt das Gesuch für A.A.________ ab, da die finanziellen Mittel der Familie ungenügend seien, keine bedarfsgerechte Wohnung für eine fünfköpfige Familie vorhanden sei und nicht nachgewiesen worden sei, dass der Sohn bereits vor der Einreise finanziell unterstützt worden sei. Am 17. Mai 2018 ersuchte B.A.________ um Wiedererwägung und reichte einen Mietvertrag für eine 1.5-Zimmer-Wohnung sowie einen Arbeitsvertrag für A.A.________ ein. A.c. Mit Schreiben vom 4. September 2020 stellte das Migrationsamt in Aussicht, das Gesuch abzuweisen, da nicht in erster Linie die Familienzusammenführung beabsichtigt sei, wenn A.A.________ in einer eigenen Wohnung wohnen und seinen Lebensunterhalt allein bestreiten solle. Dessen Bedürftigkeit sei nicht nachgewiesen, die Wohnung von Familie A.________ sei immer noch zu klein und das Einkommen zu wenig hoch, um den Unterhalt der gesamten Familie zu bestreiten. B.A.________ wurde Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme gegeben. Am 1. und 13. Oktober 2020 teilte B.A.________ mit, dass A.A.________ nach wie vor von der Familie mit durchschnittlich 400 Euro pro Monat unterstützt werden müsse. Da die älteste Tochter nun heirate und von zuhause ausziehe, sei in der Familienwohnung genügend Platz für A.A.________ vorhanden. Zudem erziele B.A.________ nun ein höheres Einkommen. Das Angebot, wonach A.A.________ beim Arbeitgeber des Vaters eine Stelle antreten könne, bestehe weiterhin. A.d. Mit Verfügung vom 20. Oktober 2020 erteilte das Departement des Innern des Kantons Solothurn A.A.________ - unter Vorbehalt der Zustimmung durch das Staatssekretariat für Migration (SEM) - eine Aufenthaltsbewilligung; dies unter der Voraussetzung, dass der Vater, B.A.________, ihn finanziell unterstütze, und er mit seinem Vater in häuslicher Gemeinschaft wohne. Der Aufenthaltstitel wurde für die Dauer von einem Jahr bis zum 31. Oktober 2021 ausgestellt mit Berechtigung zur Erwerbstätigkeit. Am 1. November 2020 reiste A.A.________ in die Schweiz ein. Das SEM erteilte seine Zustimmung am 8. Dezember 2020. A.e. Mit Gesuch vom 18. August 2021 ersuchte A.A.________ um Familiennachzug für seine Ehefrau C.A.________ (Heiratsdatum am 1. Februar 2021) und für seinen Sohn D.A.________ (geb. am 9. März 2021). Am 6. Oktober 2021 meldete die Einwohnergemeinde U.________, der Beschwerdeführer sei per 30. September 2021 in eine eigene Wohnung in U.________ umgezogen.