Citation: I 751/05 20.12.2006 E. 3

Der Beschwerdeführer beanstandet die kantonale Beurteilung hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Leistungseinbusse. Er macht geltend, sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen würden dem im Gesundheitsfall und nach Eintritt des Gesundheitsschadens effektiv zu erzielenden Jahreslohn entsprechen. 3.1 Unter dem Valideneinkommen ist jenes Einkommen zu verstehen, welches die versicherte Person als Gesunde tatsächlich erzielen würde (ZAK 1992 S. 92 Erw. 4a, 1961 S. 367). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Massgebend ist, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände unter Berücksichtigung ihrer beruflichen Weiterentwicklung, soweit hiefür hinreichend konkrete Anhaltspunkte bestehen, zu erwarten gehabt hätte (BGE 96 V 29, ZAK 1985 S. 635 Erw. 3a sowie RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b; vgl. auch EVGE 1968 S. 93 Erw. 2a). Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst. Entscheidend ist, was der Versicherte im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b mit Hinweis; vgl. auch ZAK 1990 S. 519 Erw. 3c). Nicht auf den zuletzt erzielten Lohn kann abgestellt werden, wenn dieser offensichtlich nicht dem Einkommen entspricht, das die versicherte Person im Gesundheitsfall nach überwiegender Wahrscheinlichkeit in der Lage gewesen wäre zu realisieren (Urteil L. vom 4. September 2002, I 774/01). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierte Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte abzustellen (vgl. AHI 1999 S. 240 Erw. 3b; Urteil C. vom 30. Mai 2000, I 260/99). Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 205 f.; Omlin, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, Diss. Freiburg 1995, S. 180; Urteile C. vom 16. Februar 2005, I 559/04, und S. vom 29. August 2002, I 97/00). Die Vorinstanz ging im angefochtenen Entscheid davon aus, hinsichtlich der Ermittlung des Valideneinkommens sei im Sinne der von der Verwaltung herangezogenen Einkommen vorzugehen. Vorliegend lasse sich der vom Beschwerdeführer als Isolateur effektiv erzielte Verdienst anhand der Lohnausweise nicht ermitteln. Der von ihm geltend gemachte Betrag von Fr. 96'231.30 im Jahr 1998 ergebe sich aus der Hochrechnung des im zweiten Halbjahr effektiv erzielten Verdienstes von Fr. 48'115.65, während der für 1999 angegebene Lohn von Fr. 123'575.- dem innerhalb einer Zeitspanne von 14 Wochen verdienten und auf ein volles Jahr umgerechnet erarbeiteten Akkordlohn von Fr. 36'273.20 entspreche. Dabei sei der Versicherte ab 19. Januar 1999 jedoch wiederholt vollständig arbeitsunfähig gewesen, was dazu geführt habe, dass der angegebene Lohn überwiegend aus Taggeldern bestanden habe. Der Beschwerdeführer selber habe in der IV-Anmeldung einen Monatslohn von Fr. 7'500.- angegeben, woraus für das Jahr 1999 ein Jahreslohn von Fr. 90'000.- resultiere. Unter diesen Umständen gelangt die Vorinstanz mit stichhaltiger Begründung zum Schluss, nicht der vom Versicherten berechnete Durchschnittslohn zwischen den Jahreseinkommen 1998 und 1999 von Fr. 117'795.-, sondern der von der IV-Stelle der Berechnung des Valideneinkommens zugrunde gelegte Jahreslohn des Jahres 1999 in der Höhe von Fr. 90'250.- sei massgebend. Mit ihr ist daher unter Berücksichtigung der seitherigen Nominallohnentwicklung per 2003 von einem Valideneinkommen von Fr. 95'250.- auszugehen. 3.2 Hinsichtlich der Bestimmung des Invalideneinkommens stützten sich Verwaltung und Vorinstanz auf die vom Schweizerischen Kaufmännischen Verein publizierten Empfehlungen und ermittelten für das Jahr 2003 ein Einkommen von Fr. 61'865.-. Der Beschwerdeführer beanstandet das Abstellen auf diese Salärempfehlungen grundsätzlich nicht, macht jedoch geltend, nach erfolgreichem Abschluss der Umschulung fehle es ihm an der für einen 39-jährigen gelernten kaufmännischen Angestellten üblichen Branchen-Erfahrung. Es sei daher vom Minimallohn eines 20-jährigen der Stufe B (zweijährige Bürolehre) auszugehen, welcher im Jahre 2003 bei Fr. 42'900.- lag. Dieser Betrachtungsweise kann nicht beigepflichtet werden, wobei das kantonale Gericht zu Recht erwogen hat, es gelte zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer aufgrund seines Alters und der bis Eintritt des Gesundheitsschadens erworbenen Berufserfahrung über andere Schlüsselqualifikationen überdurchschnittlich verfüge, die auch im Bürobereich gefragt sind und sich dementsprechend auf den Verdienst niederschlagen. 3.3 Mit seiner Argumentation dringt der Beschwerdeführer nicht durch. Da der von ihm zuletzt erzielte Verdienst nicht als Grundlage für die rechnerische Bestimmung des Valideneinkommens dienen kann und beim nach Eintritt des Gesundheitsschadens noch erzielbaren Invalideneinkommen kein Anlass besteht, auf den Minimallohn eines 20-jährigen kaufmännischen Angestellten abzustellen, wurden die zur Ermittlung der Invalidität massgebenden hypothetischen Einkommen im Jahr 2003 zu Recht auf Fr. 95'396.- und Fr. 61'865.- festgelegt. Daraus ergibt sich bei einem Invaliditätsgrad von rund 35 % kein Anspruch auf eine Invalidenrente.