Citation: 4A_111/2018 E. 5.1.1

5.1.1. Die Vorinstanz stellte fest, es sei unbestritten, dass die Parteien mit dem Werkvertrag vom 2./8. September 2005 die Anwendbarkeit der Allgemeinen Bedingungen für Bauarbeiten (SIA-Norm 118) vereinbart hätten, die Abnahme des Werkes im Dezember 2005 stattgefunden habe und die Mängelrüge rechtzeitig erfolgt sei. Sie folgerte, die Mängelrechte der Beschwerdeführer wären damit ohne Unterbrechungshandlungen im Dezember 2010 verjährt gewesen. Sie liess die Frage offen, ob durch Arbeiten am 14. August 2008 (Nachfräsen der Betonkanten und Erneuerung der Kittfugen) die Verjährung unterbrochen worden sei, da selbst unter Berücksichtigung einer solchen Unterbrechung die Verjährung im Zeitpunkt der Einreichung des Schlichtungsgesuchs am 17. Februar 2015 bereits eingetreten sei. Selbst wenn insoweit mit der Erstinstanz von einer Unterbrechungshandlung ausgegangen würde, wäre die fünfjährige Verjährungsfrist gemäss Art. 180 Abs. 1 SIA-Norm 118 am 14. August 2013 abgelaufen gewesen. Zu prüfen bleibe, ob die Verjährungsfrist durch Anerkennungshandlungen der Beschwerdegegnerin in den Jahren 2011 und 2012 erneut unterbrochen worden sei.