Citation: 8C_61/2018 E. 6.4

6.4. In Bezug auf das Invalideneinkommen ist festzuhalten, dass vorliegend ein Rentenbeginn im Jahr 2012 zur Diskussion steht. Die selbstständige Erwerbstätigkeit als Garagist nahm der Beschwerdeführer erst im Jahr 2013 auf, sodass - jedenfalls zu Beginn eines allfälligen Rentenanspruchs - kein tatsächlich erzieltes Einkommen aus dieser Tätigkeit bekannt war. Ohnehin setzt ein Abstellen auf den tatsächlich erzielten Verdienst bei der Ermittlung des Invalideneinkommens unter anderem voraus, dass die versicherte Person die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft. Dies ist dann nicht der Fall, wenn sie auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt einen höheren als den tatsächlich erhaltenen Lohn erzielen könnte. Auf diesem hypothetischen Arbeitsmarkt ist ein Stellenwechsel auch dann zumutbar, wenn es für die versicherte Person auf Grund der wirtschaftlichen Gegebenheiten auf dem tatsächlichen Arbeitsmarkt sehr schwierig oder gar unmöglich ist, eine entsprechende Stelle zu finden. Die Anrechnung dieses hypothetischen höheren Einkommens beruht dabei weniger auf der Schadenminderungspflicht, sondern auf der Überlegung, dass die Unfallversicherung lediglich die durch den unfallkausalen Gesundheitsschaden bedingte Lohneinbusse ausgleichen soll (Urteil 8C_475/2017 vom 5. Dezember 2017 E. 6.1 mit Hinweisen). Insoweit ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz anstatt auf den tatsächlich erzielten Verdienst (erst ab 2013) auf den höheren, auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (zu diesem Begriff BGE 110 V 273 E. 4b S. 276) erzielbaren Lohn abstellte und diesen - entsprechend dem Valideneinkommen - anhand der LSE 2012 (Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Total für Männer) unter Berücksichtigung der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit auf Fr. 65'177.10 festsetzte (Fr. 5'210.- x 12 / 40 x 41.7).