Citation: 8C_713/2022 E. 6

Die Beschwerdeführerin macht geltend, im Gesundheitsfall wäre sie zu 100 % erwerbstätig. Die Vorinstanz habe bundesrechtswidrig den Zeitraum zwischen der ersten und der zweiten Anmeldung zum Leistungsbezug für die Beantwortung der Statusfrage herangezogen, obwohl dannzumal bereits ein Gesundheitsschaden vorgelegen habe. Zudem sei im angefochtenen Urteil der zumutbaren Restarbeitsfähigkeit entscheidendes Gewicht beigemessen worden, welche für die Beantwortung der Statusfrage irrelevant sei. Abzustellen sei auf den Zeitpunkt vor der Anmeldung bei der Invalidenversicherung im Jahr 2003. Dannzumal sei sie voll erwerbstätig gewesen. Sowohl bei der Begutachtung bei der estimed AG als auch anlässlich der Haushaltsabklärung habe sie im Sinne von Aussagen der ersten Stunde angegeben, bei guter Gesundheit voll erwerbstätig zu sein.