Citation: 6B_765/2015 E. 3.2

3.2. Nach dem Dafürhalten des Beschwerdeführers stellen die Aussagen zweier Auskunftspersonen vom 30. Dezember 2014 Revisionsgründe dar. Ihm kann nicht beigepflichtet werden. Die Revision im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO zugunsten der verurteilten Person setzt voraus, dass neue, vor dem Entscheid eingetretene Tatsachen oder neue Beweismittel vorliegen, die geeignet sind, einen Freispruch oder eine wesentlich mildere Bestrafung der verurteilten Person herbeizuführen. Neue Tatsachen und Beweismittel sind erheblich, wenn sie geeignet sind, die Beweisgrundlage des früheren Urteils so zu erschüttern, dass aufgrund des veränderten Sachverhalts ein wesentlich milderes Urteil möglich ist (BGE 137 IV 59 E. 5.1.4 S. 68; Urteil 6B_791/2014 vom 7. Mai 2015 E. 2.1, nicht publ. in BGE 141 IV 298; je mit Hinweisen). B.X.________ und F.________ wurden durch die Kantonspolizei zu Drohungen befragt, welche der Beschwerdeführer anlässlich eines Gesprächs im August 2013 ausgesprochen haben soll. Im selben Gespräch bekundete der Beschwerdeführer nach der Darstellung der Auskunftspersonen seine Unschuld in Bezug auf die hier zur Diskussion stehenden Übergriffe. Mit Blick auf die tatsächlichen Feststellungen sind die entsprechenden Aussagen des Beschwerdeführers im Gespräch mit seinem Bruder und dessen Arbeitskollegen nicht erheblich. Sie vermögen das Beweisfundament nicht ernsthaft in Frage zu stellen. Es ist durchaus zu erwarten, dass eine beschuldigte Person, welche ihre Unschuld im Strafverfahren von Anfang an wiederholt beteuert, dies auch im privaten Bereich tut. Der Beizug der fraglichen Akten war für den Nachweis des Sachverhalts entbehrlich und damit nicht angezeigt. Von einem Unterschlagen entscheidrelevanter Umstände kann keine Rede sein. Dass die Protokolle nicht Grundlage des vorinstanzlichen Entscheids bilden, verletzt weder die angerufenen Grundrechte noch die übrigen vom Beschwerdeführer zitierten Bestimmungen der Strafprozessordnung. Offenbleiben kann deshalb, ob die Beweismittel unter Berücksichtigung des bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheids überhaupt zulässig wären (vgl. BERNARD CORBOZ, in: Commentaire de la LTF, 2. Aufl. 2014, N. 28 zu Art. 107 BGG).