Citation: 1P.7/2005 13.05.2005 E. 2

Die Beschwerdeführerin bringt zunächst vor, das Verwaltungsgericht beziehe sich in seinen rechtlichen Erwägungen verschiedentlich auf den gerichtlichen Augenschein, um seine Rechtsauffassung zu untermauern, dass Massagesalons in der unteren Altstadt generell zonenwidrig und damit verboten seien. Den hierbei getroffenen Feststellungen komme jedoch nur beispielhafte Bedeutung zu; sie seien nicht Bestandteil des rechtserheblichen Sachverhalts, an den das Bundesgericht gebunden sei. Die Beschwerdeführerin erachte es daher grundsätzlich nicht für notwendig, die verwaltungsgerichtlichen Ausführungen im Lichte willkürlicher Beweiswürdigung zu rügen. Falls das Bundesgericht den am Augenschein gewonnenen Erkenntnissen des Verwaltungsgerichts jedoch bindende, rechtserhebliche Bedeutung beimesse, mache sie im Sinne einer "Eventualmaxime" geltend, die diesbezüglichen Resultate seien willkürlich erhoben worden. Die angeblichen Verhältnisse seien nichts als Parteibehauptungen und Theorien der Stadt Bern oder der Beschwerdegegner. Von den erhobenen polizeilichen Meldungen hätten die wenigsten die Rathausgasse 64 betroffen und zudem seien diese rückläufig. Es sei unzulässig, einfach aufgrund eines generellen Immissionsverdachts alles und jedes städtische Ungemach der Beschwerdeführerin bzw. der Nutzung ihrer Liegenschaft zuzuschreiben. 2.1 Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin hat der verwaltungsgerichtliche Augenschein nicht dazu gedient, tatsächliche Feststellungen im Hinblick auf die Beurteilung der Zonenkonformität der Massagesalons zu machen. Diese Frage bildete weder Gegenstand des Beschwerdeverfahrens vor Verwaltungsgericht noch vor seiner Vorinstanz, da die Beschwerdeführerin den Bauabschlag ausdrücklich nicht angefochten und demzufolge die Zonenwidrigkeit der Massagesalons nicht bestritten hatte (vgl. dazu auch E. 3.1 hiernach). Wie aus den Erwägungen des angefochtenen Entscheids hervorgeht, nimmt das Verwaltungsgericht auf die tatsächlichen Feststellungen denn auch ausschliesslich im Zusammenhang mit der Frage der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands und des hierfür erforderlichen (zwingenden) öffentlichen Interesses Bezug. Daraus wie auch aus dem Protokoll über den Augenschein mit Instruktionsverhandlung erhellt, dass diese Instruktionsmassnahme dem Verwaltungsgericht dazu diente, sich unter dem Gesichtspunkt der Wiederherstellung einer zonenkonformen Nutzung ein Bild über die mit den umstrittenen Massagesalons verbundenen Immissionen zu verschaffen. Weshalb insofern den hierbei getroffenen Feststellungen keine rechtserhebliche Bedeutung zukommen soll, ist nicht ersichtlich.