Citation: 5P.12/2002 08.02.2002 E. 2

2.- Demgegenüber wird in der sich auf Art. 9 BV und kantonales Recht stützenden staatsrechtlichen Beschwerde vorab eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (formelle Rechtsverweigerung) und willkürliche Auslegung von Art. 31 VerwGG geltend gemacht. a) Nach dieser Bestimmung kann eine Rechtsverweigerungsbeschwerde erhoben werden, soweit kein ordentliches Rechtsmittel gegeben ist oder offen stand. Gemäss bundesgerichtlicher Praxis ist ein rechtsanwendender Entscheid nur willkürlich, wenn er mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 126 III 438 E. 3 S. 330, mit Hinweisen). Dabei hält unter anderem gerade das vom Beschwerdeführer erwähnte Präjudiz (BGE 113 Ia 12 E. 3c 14 f.) fest, dass die Auslegung einer Norm gegen ihren Wortlaut nicht von vornherein ausgeschlossen bzw. verfassungswidrig ist; nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes ist ein solches Abweichen vom Text vielmehr dann zulässig, wenn triftige Gründe zur Annahme bestehen, dass der Wortlaut nicht den wahren Sinn der Bestimmung wiedergibt. Solche Gründe können sich aus der Entstehungsgeschichte, aus Sinn und Zweck der Vorschrift und aus dem Zusammenhang mit anderen Gesetzesbestimmungen ergeben. Vorliegend spricht der Wortlaut von Art. 31 VerwGG für den Standpunkt des Beschwerdeführers. Indessen wird im Urteil des Kantonsgerichtes, unter anderem gestützt auf genaue Hinweise in den Gesetzesmaterialien (E. 5 S. 4), darauf hingewiesen, Art. 6 lit. c VerwGG habe den Sinn und Zweck, Entscheide der kantonalen Exekutive (Standeskommission) im fraglichen Bereich der Vollstreckung systematisch bzw. generell von der Verwaltungsgerichtsbarkeit auszunehmen, unter Einschluss der Rechtsverweigerungsbeschwerde. Das erscheint als vertretbare Präzisierung bzw. Einschränkung des Wortlautes von Art. 31 VerwGG und damit nach dem Gesagten jedenfalls nicht als willkürliche Auslegung des kantonalen Rechts. Der Beschwerdeführer setzt sich - abgesehen davon - mit diesen Argumenten des Kantonsgerichtes zur Auslegung des kantonalen Rechts in keiner Weise auseinander (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 119 Ia 197 E. d S. 201; 120 Ia 369 E. 3a; 123 I 1 E. 4a, mit Hinweisen). b) Was die Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör betrifft, so lässt sich aus der Bundesverfassung kein Recht ableiten, gegenüber Vollstreckungsentscheiden einer kantonalen Regierung eine Rechtsverweigerungsbeschwerde an ein kantonales Verwaltungsgericht erheben zu können; eine derartige Beschwerde kann jedenfalls gestützt Art. 29 Abs. 1 BV beim Bundesgericht erhoben werden.