Citation: 7B_847/2024 E. 1

Anfang Januar 2020 ging bei der Kantonspolizei Thurgau ein anonymer Hinweis auf einen von A.________ beabsichtigten Terroranschlag ein. Als er am 14. Januar 2020 am Schalter des Polizeipostens Kreuzlingen ein Attest für den Kauf eines Scharfschützengewehrs verlangte, wurde er festgenommen und es wurden an seinem sowie am Wohnort seines kurz zuvor verstorbenen Vaters Hausdurchsuchungen durchgeführt. Dabei wurden etliche (Schuss-) Waffen, Magazine und Munition sichergestellt. Bei der darauffolgenden Einvernahme am 15. Januar 2020 gab A.________ an, er sei auserwählt worden, den (damaligen) Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, am Weltwirtschaftsforum in Davos (WEF) zu erschiessen. Am 14. Januar 2020 hatte Dr. B.________ in seiner Funktion als Amtsarzt attestiert, A.________ sei hafterstehungsfähig. Gleichzeitig hatte er aber eine akute Eigen- und Fremdgefährdung erkannt. Am 17. Januar 2020 versetzte das Zwangsmassnahmengericht A.________ in Untersuchungshaft. Es verneinte zwar einen dringenden Tatverdacht auf strafbare Vorbereitungshandlungen zur Tötung von Donald Trump am WEF, bejahte aber eine diesbezügliche Ausführungsgefahr. Nachdem Donald Trump am 22. Januar 2020 wieder in die USA zurückgereist war, entliess die Staatsanwaltschaft A.________ noch gleichentags aus der Haft. Allerdings verfügte Dr. B.________ als Amtsarzt am selben Tag wegen akuter Fremdgefährdung zufolge psychischer Störung die sofortige fürsorgerische Unterbringung von A.________ in der Psychiatrischen Klinik C.________. Eine von A.________ hiergegen erhobene Beschwerde hiess die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Frauenfeld mit Entscheid vom 31. Januar 2020 gut und sie ordnete seine Entlassung an. Seine Beschwerde betreffend die ohne seine Zustimmung erfolgte medikamentöse Behandlung schrieb sie als durch die Entlassung gegenstandslos geworden ab. Noch am 31. Januar 2020 wurde A.________ aus der Psychiatrischen Klinik C.________ entlassen.