Citation: 5A_857/2024 E. 3.5.4

3.5.4. Die Beschwerdeführerin kommt ausserdem auf ihre Ängste im Zusammenhang mit der Depotspritze zu sprechen. Damit spricht sie den Aspekt der Zumutbarkeit an. Sie macht dazu allerdings lediglich pauschale Aussagen (sie habe eine generelle Angst vor Spritzen und ihre Ängste entsprächen exakt dem Nebenwirkungskatalog der auf dem Behandlungsplan stehenden Neuroleptika), die nicht geeignet sind, eine Rechtsverletzung durch die Vorinstanz nachzuweisen. Insbesondere führt sie nicht aus, welche (schwereren) Nebenwirkungen einer Depotmedikation im Vergleich mit der täglichen (oralen) Medikamenteneinnahme zu befürchten sind und setzt sie sich nicht mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander, wonach eine Depotmedikation ihr eine selbstbestimmtere Lebensführung ermöglichen wird, was ihrem Wunsch nach Reisen und ihren beruflichen Vorstellungen entspreche. Daher ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die Depotmedikation als zumutbar erachtet.