Citation: 8C_122/2024 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin wendet weiter ein, es sei offensichtlich falsch, ihre Zahlungen an die B.________ GmbH als Lohn zu qualifizieren. Aktenwidrig und willkürlich sei zudem die vorinstanzliche Feststellung, bei dieser habe es sich nie um ein eigenständiges und aktives Unternehmen gehandelt. Sie habe vorinstanzlich ihre Geschäftsbeziehung mit der B.________ GmbH bzw. ihrem Gesellschafter D.________ und einer weiteren von ihm geführten Gesellschaft, der C.________ S.R.L., konkret dargelegt. Sie habe aufgezeigt, dass Werkverträge und Rechnungen bestanden hätten, in deren Rahmen D.________ bzw. seine Gesellschaften für sie (Teile ihrer) Werke errichtet hätten. Alle Zahlungen seien an die B.________ GmbH geflossen, weshalb davon auszugehen sei, dass die drei formal unterschiedlichen Personen von den Vertragsparteien als eine einzige Person, nämlich die anfangs noch zu errichtende B.________ GmbH betrachtet worden seien. Dies habe die Vorinstanz nicht gewürdigt. Es sei nicht ihr anzulasten, dass die B.________ GmbH ihre Löhne anscheinend nicht korrekt deklariert habe. Aus dem Umstand, dass auf ihren Baustellen E.________ und F.________ angetroffen worden seien, könne entgegen der Vorinstanz nicht abgeleitet werden, dass die B.________ GmbH von ihr wirtschaftlich völlig abhängig gewesen sei und deren Arbeitnehmer in ihre Arbeitsorganisation eingebunden gewesen seien bzw. ein Umgehungstatbestand vorliege. Denn E.________ sei bei der Beschwerdeführerin angestellt und F.________ sei Gesellschafter und Geschäftsführer der H.________ GmbH gewesen. Unzutreffend sei die vorinstanzliche Annahme, bei den Angestellten der B.________ GmbH oder bei dieser selbst habe es sich um unselbstständige Akkordanten von ihr - der Beschwerdeführerin - gehandelt. Eine juristische Person könne nämlich praxisgemäss nicht Akkordantin sein. Die Angestellten der B.________ GmbH seien nie in einem direkten Verhältnis mit ihr gestanden und hätten von ihr nie Zahlungen erhalten. Das von ihr ausbezahlte Geld sei an die Werkvertragspartner und nicht an eigene Angestellte gegangen. Nur weil ein grosser Teil dieses Geldes bei der B.________ GmbH als Lohn weitergeflossen und dort somit sozialversicherungspflichtig gewesen sei, heisse dies nicht, dass ihre Zahlungen an sie Lohn gewesen seien. Entschädigungen an juristische Personen könnten kein sozialversicherungspflichtiges Einkommen bilden (BGE 133 V 498 E. 5.1). Bei Vergabe von Arbeiten an eine GmbH sei nämlich grundsätzlich nicht die Entschädigung hieraus der Beitragspflicht unterworfen, sondern der Lohn, den die GmbH ausrichte (Urteil 8C_218/2019 vom 15. Oktober 2019 E. 4.1.1).