Citation: 2C_986/2022 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer setzt sich kaum sachbezogen mit diesen Erwägungen auseinander, sondern beschränkt sich im Wesentlichen darauf, zu bestreiten, dass die von ihm begangenen Straftaten die erforderliche Schwere erreichen, um den Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung zu rechtfertigen. Im Übrigen ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben soll, indem sie erwogen hat, dass die Summierung der verschiedenen Delikte, die zwar für sich genommen für einen Widerruf nicht ausreichen würden, im konkreten Fall den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG erfüllen (vgl. auch E. 4.1 hiervor). Ergänzend sei festzuhalten, dass die Anwendung von Art. 63 Abs. 3 AIG ausser Betracht fällt: Die vom Beschwerdeführer begangenen Delikte, die teilweise vor und teilweise nach dem für eine Landesverweisung im Sinne von Art. 66a StGB massgebenden Zeitpunkt (1. Oktober 2016) verübt wurden, können bereits aufgrund ihrer Natur keinen Gegenstand einer solchen Landesverweisung bilden (vgl. den Deliktskatalog in Art. 66a Abs. 1 StGB; vgl. Urteil 2C_652/2020 vom 20. Januar 2020 E. 5). Zudem könnte eine Landesverweisung ohnehin nicht angeordnet werden, wenn die Taten - wie hier - mit Strafbefehlen geahndet wurden (vgl. Urteil 2C_358/2019 vom 18. November 2019 E. 3.4).