Citation: 4A_521/2019 E. 1.2

1.2. Ob die Eintretensvoraussetzungen in Bezug auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde erfüllt sind, scheint ebenfalls fraglich. Indes braucht nicht abschliessend beurteilt zu werden, ob die Beschwerde die qualifizierten Rügeanforderungen im Sinne von Art. 116-117 BGG i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG erfüllt (vgl. dazu BGE 140 V 136 E. 1.1; 138 I 171 E. 1.4; 136 I 332 E. 2.1; 134 V 138 E. 2.1; 133 III 439 E. 3.2 S. 444). Denn die vom Beschwerdeführer im Rahmen der subsidiären Verfassungsbeschwerde geäusserte Kritik verfängt ohnehin nicht: So hat die Vorinstanz, indem sie die geltend gemachten Ansprüche des Beschwerdeführers nicht zur Verrechnung zuliess, den Dispositionsgrundsatz gemäss Art. 58 Abs. 1 ZPO nicht verkannt und schon gar nicht auf willkürliche Art und Weise (vgl. Art. 9 BV). Indem die Vorinstanz im Ergebnis dem Antrag des Beschwerdegegners auf Abweisung der Berufung folgte, sprach sie ihm nämlich weder mehr noch etwas anderes zu, als er verlangte (vgl. Art. 58 Abs. 1 ZPO). Dass der Beschwerdegegner teilweise Tatsachenbehauptungen nicht bestritt, ändert entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nichts daran, dass die Verrechnungsforderungen nicht anerkannt wurden. Denn insoweit der Beschwerdeführer die tatsächlichen Behauptungen betreffend die zur Verrechnung gestellten Ansprüche nicht genügend konkret vortrug, war der Beschwerdegegner von seiner Bestreitungslast befreit. Die Vorinstanz ging ferner zutreffend davon aus, die Frage der Angemessenheit der Genugtuungsforderung zufolge Persönlichkeitsverletzung (Art. 49 OR) stelle eine von ihr überprüfbare Rechtsfrage dar. Der Vorwurf des Ermessensmissbrauchs ist haltlos. Nachdem der Beschwerdeführer selbst nicht behauptet, die Grundzüge der Genugtuungsforderung nachvollziehbar behauptet zu haben, war es dem Beschwerdegegner gar nicht möglich, diese konkret zu bestreiten und die Vorinstanz konnte ohne Weiteres von einer entsprechenden Verrechnung absehen. Die Vorinstanz war in diesem Zusammenhang entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers auch nicht gehalten, ihre Schlussfolgerung des mangelnden Tatsachenfundaments ausführlicher zu erklären. Mithin bedarf es keiner weiteren Begründung, dass dem auch vor Vorinstanz anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer die Behauptungs- und Substanziierungsanforderungen bewusst sein müssen. Damit ist der Rüge der Verletzung des verfassungsmässigen Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) der Boden entzogen. Entgegen der weiteren Kritik des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz schliesslich weder den Sachverhalt offensichtlich unvollständig festgestellt, noch kann ihr eine Rechtsverweigerung vorgeworfen werden. Denn der Argumentation des Beschwerdeführers, wonach die Vorinstanz verpflichtet gewesen wäre, alle Voraussetzungen von Art. 120 OR in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht zu prüfen, kann nicht gefolgt werden. So obliegt es im Rahmen des Verhandlungsgrundsatzes (Art. 55 Abs. 1 ZPO) den Parteien, alle zur rechtlichen Würdigung notwendigen Tatbestandselemente zu behaupten. Namentlich übergeht der Beschwerdeführer mit seinen Ausführungen abermals, dass er aus den vom Beschwerdegegner nicht bestrittenen Tatsachenfeststellungen nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, soweit er weitere kumulative Voraussetzungen nicht rechtsgenüglich behauptete. Insbesondere ist gemäss Feststellung der Vorinstanz weder dargetan noch ersichtlich, welcher Teil des geltend gemachten Genugtuungsanspruchs auf welchen Umstand zurückzuführen sei. In Bezug auf die ebenfalls zur Verrechnung gestellte Honorarforderung habe sich der Beschwerdeführer sodann, so erwog die Vorinstanz weiter, lediglich auf das Strafurteil gegen den Beschwerdegegner gestützt, worin der Anspruch jedoch auf den Zivilweg verwiesen worden sei. Aus diesem Grund verwarf die Vorinstanz die Verrechnungsforderungen zu Recht - respektive jedenfalls willkürfrei - als nicht hinreichend behauptet.