Citation: 5A_257/2024 E. 4.3

4.3. Die vom Beschwerdeführer gewünschte Änderung der im Eheschutzurteil vom 31. März 2022 enthaltenen Regelung des persönlichen Verkehrs zwischen der Beschwerdegegnerin und den Kindern kommt damit nur in Frage, wenn sich zwischenzeitlich die tatsächlichen Verhältnisse im vorgenannten Sinn wesentlich verändert haben. Dementsprechend ist es nicht zu beanstanden und schon gar nicht willkürlich, wenn das Obergericht im Ausgangspunkt alleine geklärt hat, ob derartige Änderungen eingetreten sind. Dies aber ergibt sich vorab aus im früheren Entscheid noch nicht bekannten Tatsachen und Beweismitteln. Entgegen dem Beschwerdeführer ist nicht ersichtlich, weshalb hieran die bei der Beschwerdegegnerin bestehende Alkoholproblematik etwas ändern sollte. Willkür ergibt sich folglich auch nicht daraus, dass der Beschwerdeführer verschiedenen Beweismitteln, die auf diese Weise nicht zu berücksichtigen waren, ein besonderes Gewicht beimisst, so seinen Aussagen oder jener seiner Schwester, die sich zeitweise um das Kind gekümmert hat. Im Ergebnis hat das Obergericht es sodann verneint, dass eine geänderte Sachlage gegeben sei, die es rechtfertigen würde, den persönlichen Verkehr anzupassen und ein begleitetes Besuchsrecht (vgl. zu diesem Urteil 5A_177/2022 vom 14. September 2022 E. 3.1.1 mit zahlreichen Hinweisen) anzuordnen. Etwas anderes lässt sich auch nicht aus dem Umstand ableiten, dass die Vorinstanz neu die Beiständin mit der Begleitung der Übergaben betraute (vgl. vorne Bst. B), worin eine die Besuchsregelung ergänzende Massnahme des Kindesschutzes (Art. 307 Abs. 1 ZGB) zu sehen ist. Die vom Beschwerdeführer gewünschte Gesamtwürdigung - sie würde veränderte Verhältnisse voraussetzen - brauchte daher nicht vorgenommen zu werden und das Obergericht musste auch aus diesem Grund nicht auf die im Eheschutzentscheid bereits bekannten und berücksichtigten Umstände eingehen.