Citation: 2C_883/2020 E. 2.4.2

2.4.2. Vorliegend macht die Beschwerdeführerin geltend, aufgrund ihrer Beziehung zu ihren beiden jüngsten, noch minderjährigen Kindern müsse ihr nach Art. 8 EMRK bzw. Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG ein Anspruch auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung zustehen. Ihrer sinngemäss vertretenen Ansicht nach (analog) anwendbar ist in der vorliegenden Konstellation die hiervor erwähnte Rechtsprechung zum umgekehrten Familiennachzug eines nicht sorge- bzw. hauptsächlich betreuungsberechtigten ausländischen Elternteils zu einem in der Schweiz lebenden Kind. Der Umstand, dass ihre beiden jüngsten Kinder in Deutschland leben, stehe der Anwendung von Art. 8 EMRK nicht entgegen, da auch grenzüberschreitende Sachverhalte in den Schutzbereich dieser Bestimmung fallen würden.