Citation: U 116/04 09.08.2004 E. A

Der 1965 geborene, seit 1. April 1998 Leistungen der Arbeitslosenversicherung beziehende Y.________ stand in einem Beschäftigungsprogramm der Regionalen Arbeitsvermittlung und war damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 15. Dezember 1999 fuhr er als Lenker eines Personenwagens auf das hinterste Auto einer stehenden Kolonne auf. Der am 18. Dezember 1999 konsultierte Dr. med. B.________, FMH Allgemeine Medizin, diagnostizierte eine Kopfkontusion bei Autounfall mit Commotio cerebri und verlängerten postcommotionellen Beschwerden, ohne neurologische Ausfälle und ohne Nachweis pathologischer Veränderungen im Röntgenbild. Der beigezogene Neurologe, Dr. med. W.________, Klinik X.________, kam in der Beurteilung zum Schluss, es bestehe eine chronifizierte Kopfschmerzsymptomatik, offenbar traumatisch induziert bei jedoch nicht sicherer Commotio, schädelcomputertomographisch und neurologisch fehlenden Hinweisen für eine Contusio cerebri und normalem EEG (Elektroenzephalogramm), letztlich auch ohne sichere Hinweise für eine relevante HWS-Distorsions- oder Abknickverletzung. Der Kopfschmerz weise nicht die typischen Charakteristika eines posttraumatischen Kopfschmerzes auf. Der Versicherte sei im Minimum zu 50 % arbeitsfähig (Bericht vom 26. April 2000). Gemäss Bericht des Kreisarztes Dr. med. L.________, FMH für Orthopädische Chirurgie, vom 17. Mai 2000 war die Wiederaufnahme der Tätigkeiten im Rahmen des Beschäftigungsprogrammes oder im früher ausgeübten Beruf als Küchengehilfe zu 80 % zumutbar. Auf Grund einer weiteren Untersuchung vom 5. September 2000 empfahl Dr. med. L.________, den Fall mit Einstellung der Leistungen abzuschliessen (Bericht vom 5. September 2000). Die neurootologische (Ohrenheilkunde) Untersuchung ergab keine wesentliche Störung des Gleichgewichtsfunktionssystems, insbesondere konnten keine Befunde erhoben werden, die Rückschlüsse auf das erlittene Trauma erlauben würden (Bericht des Dr. med. M.________, Facharzt für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie und Arbeitsmedizin, SUVA, Abteilung Arbeitsmedizin, vom 13. Juni 2001). Mit Verfügung vom 21. August 2001 stellte die SUVA ihre Leistungspflicht per 31. August 2001 ein. Auf Einsprache hin holte sie den Bericht des Spitals Z.________, Medizinische Klinik, vom 29. Januar 2002 ein (welchem ein neurootologisches [vom 2. November 2001], neurologisches [vom 29. Oktober 2001] und psychiatrisches [vom 31. Oktober 2001] Konsilium zu Grunde lagen), wo sich der Versicherte auf Veranlassung des Hausarztes Dr. med. B.________ vom 24. Oktober bis 2. November 2001 aufhielt. Die Diagnosen lauteten: 1. chronische fronto-okzipitale Kopfschmerzen, differentialdiagnostisch: posttraumatisch bei Status nach HWS-Distorsion bei Autounfall 1999 und reaktive Depression sowie 2. chronische peripher-vestibuläre Funktionsstörung (Störung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr) links, zentral kompensiert, differentialdiagnostisch: idiopathisch oder posttraumatisch nach Contusio labyrinthi (Innenohrkontusion). Durch Medikation mit Seropram sollte eine allmähliche Besserung der depressiven Symptomatik erreichbar sein. Allenfalls sei eine psychiatrische Therapie zur Unterstützung in der schwierigen Lebenssituation hilfreich. Die Arbeitsfähigkeit bleibe wie vom SUVA-Kreisarzt am 17. Mai 2000 beurteilt bei mindestens 80 %. Mit Entscheid vom 26. August 2002 wies die SUVA die Einsprache ab, weil jedenfalls der Unfall vom 15. Dezember 1999 und dessen Folgen nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu den geltend gemachten Beschwerden stünden.