Citation: 2C_312/2019 E. B

Der Steuerpflichtige wandte sich an die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, welche die Rechtsmittel mit Entscheiden vom 20. November 2018 guthiess und die Sache zur neuen Beurteilung an das KStA/SG zurückwies. Die Verwaltungsrekurskommission erkannte, praxisgemäss bestehe kein eigentlicher Aufrechnungsautomatismus, der dazu führen könnte, dass sich die auf Ebene der Gesellschaft vorgenommene Aufrechnungen unmittelbar auch auf der Ebene des Anteilsinhabers fortsetzen könnten. Darüber sei Beweis zu führen. Unterlasse der Anteilsinhaber eine Bestreitung oder beschränke er sich auf pauschale Ausführungen, dürfe die Veranlagungsbehörde annehmen, die auf Gesellschaftsebene rechtskräftig veranlagte Aufrechnung sei dem Beteiligungsinhaber gegenüber ebenso berechtigt. Lasse sich die Aufrechnung der geldwerten Leistung nicht auf die rechtskräftige Veranlagung der Kapitalgesellschaft stützen, habe die Veranlagungsbehörde die geldwerte Leistung der Gesellschaft an den Anteilsinhaber bzw. an die ihr nahestehende Person nachzuweisen. Die verdeckte Gewinnausschüttung lasse sich ohne die definitive Veranlagung bzw. ohne Einblick in deren Buchhaltung lediglich anhand der vorliegenden Akten nicht nachvollziehen. Die Meldung seitens der Abteilung für juristische Personen stelle zwar ein Indiz dafür dar, dass der Steuerpflichtige einen geldwerten Vorteil erlangt haben könnte. Das KStA/SG habe im Verfahren vor der Verwaltungsrekurskommission aber weder die rechtskräftige Veranlagungsverfügung der Gesellschaft noch deren Buchhaltung vorgelegt, weshalb es ausgeschlossen sei, die Begründetheit der streitbetroffenen Aufrechnungen zu beurteilen.