Citation: 9C_360/2024 E. 3.2.3

3.2.3. Schliesslich führte die Vorinstanz aus, dass die Verwirkung selbst beim Vorliegen eines - von den Beschwerdeführerinnen behaupteten - Bagatellverstosses nicht unverhältnismässig wäre. Die in der Beschwerde zitierte Rechtsprechung sei nicht einschlägig; namentlich könnten mit dem Hinweis auf einen Bagatellverstoss die strengen Voraussetzungen einer Fristwiederherstellung nicht umgangen werden. Zudem hätten die Beschwerdeführerinnen in der E-Mail vom 14. Juli 2021 lediglich angefragt, ob sie die Antragsformulare auf elektronischem Weg erhalten könnten. Sie hätten kein implizites Fristerstreckungsgesuch gestellt und auch nicht davon ausgehen dürfen, dass ihnen die Frist bis Ende September 2021 erstreckt worden sei (E. 3.1 des angefochtenen Urteils). Sodann hätten die Beschwerdeführerinnen nach Fristablauf auch nicht gemahnt werden müssen; die Verwirkungsfolge trete unmittelbar nach Fristablauf ein (E. 3.2 des angefochtenen Urteils).