Citation: I 251/05 11.07.2005 E. 4

4.1 Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt unbestrittenermassen von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei erlaubt ein Abzug vom statistischen Lohn von insgesamt höchstens 25 %, den verschiedenen Merkmalen, die das Erwerbseinkommen zu beeinflussen vermögen, Rechnung zu tragen (BGE 126 V 79 Erw. 5b/aa-cc). Der für alle einkommensrelevanten Einzelfallumstände gesamthaft vorzunehmende Abzug stellt eine Schätzung dar, bei deren Überprüfung es nicht darum gehen kann, dass die kontrollierende richterliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle desjenigen von Verwaltung und Vorinstanz setzt. Bei der Überprüfung der Angemessenheit (Art. 132 lit. a OG) geht es wohl um die Frage, ob der Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Will das Sozialversicherungsgericht aber in das Verwaltungsermessen eingreifen, muss es sich auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 81 Erw. 6, 123 V 152 Erw. 2 mit Hinweisen). 4.2 Die Vorinstanz hat den von der IV-Stelle mit 20 % bezifferten Abzug vom Tabellenlohn, ohne dies kurz zu begründen (BGE 126 V 81 Erw. 6), um 5 % auf 15 % reduziert. Bei der Gegenüberstellung beider hypothetischer Einkommen resultiert bei der Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 15 % ein Invaliditätsgrad von 11 % (zur Rundung: BGE 130 V 121). Die Frage, ob sich das kantonale Gericht bei seinem Vorgehen - entsprechend der dargelegten Rechtsprechung - auf Gegebenheiten abstützen konnte, welche die abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen liessen, kann aber offen gelassen werden. Denn selbst wenn ein Abzug von 20 % in Anschlag gebracht wird, bleibt es bei einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 17 %. Damit ist der vorinstanzliche Entscheid im Ergebnis zu bestätigen.