Citation: U 406/06 22.10.2007 E. 4

4.1 Die Allianz hat in ihrer Verfügung weiter im Grundsatz festgehalten, dass die über den 2. Dezember 2003 erbrachten Leistungen zurückgefordert würden. Gemäss Rechtsprechung steht einer Rückforderung von Leistungen, welche über ein rückwirkend festgelegtes Einstellungsdatum hinaus geleistet wurden, unter Umständen der Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes entgegen (BGE 133 V 57 E. 6.8, S. 65). Vorliegend hat die Allianz ihre Leistungen unzulässigerweise (BGE 132 V 412 E. 4 S. 417) formlos per 4. März 2003 eingestellt. Aufgrund eines Telefonates mit der Versicherten am 15. Juli 2003 hat sie jedoch ihre Zahlungen wieder aufgenommen und in der Folge nicht länger am Einstellungsdatum vom 4. März 2003 festgehalten. Die Beschwerdeführerin musste daher bis zum Schreiben vom 4. Juni 2004, von welchem sie spätestens am 21. Juni 2004 Kenntnis hatte, nicht damit rechnen, dass ihre Leistungen rückwirkend per 2. Dezember 2003 eingestellt würden. Aus diesem Grund dürfen vorliegend lediglich diejenigen Leistungen zurückgefordert werden, die über den 21. Juni 2004 hinaus erbracht wurden. 4.2 Die Leistungseinstellung per 2. Dezember 2003 ist nicht zu beanstanden. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist jedoch insoweit gutzuheissen, als der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 6. Juli 2006 und der Einspracheentscheid der Allianz vom 1. Juni 2005 dahingehend abgeändert werden, dass die Beschwerdegegnerin lediglich diejenigen Leistungen zurückfordern kann, welche sie über den 21. Juni 2004 hinaus erbracht hat.