Citation: 9C_394/2014 E. 3.2.3

3.2.3. Soweit Dr. med. E.________ später, im Bericht vom 13. September 2013, unter anderem eine vollständige, 2 cm breite Ruptur der Supraspinatussehne rechts (chronisch) mit begleitender Impingement-Symptomatik und Schwellung der langen Bizepssehne sowie deutlicher Ergussbildung in der Bursa subdeltoidea diagnostizierte und zu einer aktuell bestehenden vollen Arbeitsunfähigkeit auch für wechselbelastende Tätigkeiten gelangte, handelt es sich um zwischenzeitlich, d.h. nach dem massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses aufgetretene gesundheitliche Beeinträchtigungen, aus welchen sich nichts zu Gunsten der Beschwerdeführerin ergibt. Daran vermag - entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung - auch nichts zu ändern, dass Dr. med. E.________ im Zusammenhang mit dem Abriss der Supraspinatussehne rechts das Wort "chronisch" verwendete. Denn offensichtlich wollte er damit ausdrücken, dass der Abriss der Supraspinatussehne durch eine Schädigung der Sehne aufgrund chronischer Einklemmungserscheinungen (Impingement) verursacht oder jedenfalls mitverursacht (vgl. zugehöriger Radiologie-Bericht vom 2. September 2013: "bursitis subdeltoidea akut u. chron.") worden war. Die Interpretation der Beschwerdeführerin, der Abriss der Supraspinatussehne sei chronisch im Sinne von "seit längerer Zeit bestehend" und hätte bereits von Dr. med. C.________ erkannt und diskutiert werden müssen, hält damit nicht stand. Dass es sich um eine zwischenzeitlich hinzugekommene gesundheitliche Beeinträchtigung handelt, ergibt sich im Übrigen auch aus einem Vergleich der beiden Berichte des Dr. med. E.________: Während die Versicherte im Mai 2013 die Arme voll anheben konnte und die Kraft in den Armen, die Sensibilität sowie die Muskeleigenreflexe symmetrisch erhalten waren (Bericht vom 19. Mai 2013), bestanden im September 2013 Schmerzen bei Armelevation im Zusammenhang mit der Rotatorenmanschettenruptur und war die Reichweite der Arme eingeschränkt (Bericht vom 13. September 2013).