Citation: 6B_127/2022 E. 5.3.1

5.3.1. Die Vorinstanz nimmt unter dem Titel der Täterkomponente aufgrund des deliktischen Vorlebens des Beschwerdeführers eine Straferhöhung von weiteren vier Monaten vor. Sie trägt damit den Umständen Rechnung, dass der Beschwerdeführer die zu beurteilenden Taten nach einer erstinstanzlichen Verurteilung wegen diversen Vermögensdelikten, nach 569 Tagen Untersuchungshaft und während des in jener Sache noch vor dem Kantonsgericht Luzern hängig gewesenen Berufungsverfahrens verübt habe, in dem er zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren und drei Monaten verurteilt worden sei. Täterbezogene Umstände, die eine Strafminderung als angezeigt erscheinen liessen, erkennt sie alsdann nicht. Sie erwägt, sein Wohlverhalten im Strafvollzug seit seiner Verhaftung stelle keine besondere Leistung dar, eine über eine blosse Tatfolgereue hinausgehende Reue liege nicht vor und aus den persönlichen und familiären Verhältnissen gingen keine strafzumessungsrelevanten Faktoren hervor. Insbesondere sei eine erhöhte Strafempfindlichkeit zu verneinen. Die dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen angemessene Strafe bemisst die Vorinstanz unter Berücksichtigung der Täterkomponenten daher auf insgesamt zehn Jahre Freiheitsstrafe (vgl. angefochtener Entscheid E. 7.3.9 f. S. 21 f.). Dem Beschwerdeführer ist beizupflichten, dass er - wie er einwendet - in dem bei der Tatverübung noch hängigen Berufungsverfahren vom Kantonsgericht Luzern nicht wie von der Vorinstanz festgehalten zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren und drei Monaten, sondern vielmehr nur zu einer solchen von drei Jahren und sieben Monaten verurteilt worden war (vgl. Untersuchungsakten pag 406 f.). Dass und inwieweit sich diese Unrichtigkeit, die sich als offensichtliches Versehen darstellt, zu seinem Nachteil in der Strafzumessung ausgewirkt hätte, es sich insbesondere etwa nicht um einen blossen Fehler in der Niederschrift der Begründung handelt, ist indes weder dargelegt noch ersichtlich. Die gerügte Unstimmigkeit ändert nichts an der vorinstanzlichen Feststellung, dass der Beschwerdeführer die vorliegenden Taten nach erstinstanzlicher Verurteilung, langandauernder Haft und während laufendem Berufungsverfahren in einer anderen Strafsache verübt hat. Die Vorinstanz verletzt ihr Ermessen nicht, wenn sie angesichts dessen auf eine hohe Gleichgültigkeit des Beschwerdeführers gegenüber dem hiesigen Straf- und Vollzugssystem schliesst und dies mit einer Straferhöhung von vier Monaten Freiheitsstrafe berücksichtigt. Mit seinem Hinweis, es sei verständlich, dass er, der die Begehung der Delikte bestreite, keine Reue zeige, kann der Beschwerdeführer im Weiteren nicht darlegen, weshalb die Vorinstanz auf eine Strafreduktion, wie sie bei einem von Anfang an geständigen und einsichtigen Täter möglich wäre, zu Unrecht verzichtet hätte. Auch die unter dem Titel der Täterkomponenten vorgenommene Straferhöhung vermag der Beschwerdeführer mithin nicht als ermessenswidrig auszuweisen.