Citation: 4A_491/2022 E. 5.1

5.1. In einem ersten Schritt prüfte das Obergericht, ob die (angeblich zu befürchtende) Aussage der Beschwerdegegnerin, " die 'Y.________'-Dienstleistungen der Beschwerdeführerinnen beziehungsweise der Einsatz der Software 'Z.________' beruhten auf Urheberrechtsverletzungen", den Tatbestand von Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG erfüllen würde [Äusserung 1]. Die Vorinstanz verneinte dies. Denn bei summarischer Gesamtbetrachtung der Akten erweise sich als glaubhaft, dass die Software "X.________" sowie vertrauliche Unterlagen der Beschwerdegegnerin respektive deren Muttergesellschaft unbefugten Dritten offengelegt und Erkenntnisse daraus zur Entwicklung der Software "Z.________" verwendet worden seien. Art. 67 Abs. 1 lit. f und gbis URG (SR 231.1) stehe einer solchen Offenlegung entgegen. Der Tatsachenkern, welcher der (potentiellen) Äusserung der Beschwerdegegnerin zugrunde läge, sei somit "wahr" und nicht "unrichtig" im Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG.