Citation: 7B_528/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz ergänzt ihre Verfügung um eine Eventualbegründung (angefochtene Verfügung E. 6). Sie führt im Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer hätte wissen müssen, dass die Gewährung des rechtlichen Gehörs und die Bindung der Verwaltung und Behörde an Recht und Gesetz von grundlegender Bedeutung seien. Ihm sei zumindest Fahrlässigkeit zur Last zu legen, was ausreiche. Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit als IT-Spezialist sei er in einem anspruchsvollen Berufsfeld tätig und trage grosse Verantwortung. Daher könne er sich nicht einfach als "absolute Randfigur" im damaligen Gemeinderat darstellen und sich zu seiner Entlastung darauf berufen, er sei am Verfassen der Medienmitteilung nicht beteiligt gewesen, es fehle ihm generell an Wissen und Informationen im Zusammenhang mit der Sache des Beschwerdegegners 2 bzw. die Verantwortung hätten einzig die juristisch ausgebildeten Personen im Gemeinderat zu tragen. Das damalige Gemeinderatskollegium sei, so die Vorinstanz, als vom Volk gewählte Behörde als Ganzes verantwortlich gewesen. Die Sorgfaltspflichtverletzung des Beschwerdeführers sei offensichtlich kausal für die vom Beschwerdegegner 2 eingeleitete Strafuntersuchung: Hätte der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner 2 das rechtliche Gehör gewährt und sich auf eine gesetzliche Grundlage im Zusammenhang mit dem Entzug der Gemeinderats-Dossiers berufen, wäre es nicht zur Strafanzeige und zum Strafverfahren gekommen. Der Beschwerdeführer habe als damaliges Mitglied des Gemeinderats von U.________ durch ein rechtswidriges und schuldhaftes Verhalten die Einleitung des Strafverfahrens durch den Beschwerdegegner 2 bewirkt. Die teilweise Kostenauflage widerspiegle, dass von jedermann ein Verhalten gemäss den Normen der Rechtsordnung verlangt werden dürfe und es stossend und unbefriedigend wäre, bei Verstoss gegen diese Regel die entstandenen Kosten der Allgemeinheit aufzuerlegen. Der Beschwerdeführer rüge, die Aufteilung der Verfahrenskosten habe im Umfang eines Drittels zulasten des Staats und unter Halbierung der beiden anderen Drittel zu erfolgen. Dem hält die Vorinstanz entgegen, für die Kostenauflage seien nicht die vorgeworfenen Tatbestände, sondern sei der den Tatbeständen zugrunde liegende Sachverhalt massgeblich, wobei der Staatsanwaltschaft ein Ermessen zukomme. Die entsprechende Begründung der Oberstaatsanwaltschaft für die konkrete Kostenverlegung sei insbesondere aus der dafür notwendigen Betrachtung ex ante zumindest vertretbar.