Citation: 5C.215/2006 18.10.2006 E. 3

Der Berufungskläger wurde im Verfahren betreffend fürsorgerischen Freiheitsentzug im Psychiatriezentrum P.________ begutachtet. Aus dem Bericht der Dres. D.________ und E.________ vom 22. Juli 2005 geht hervor, dass der Berufungskläger seine Einwilligung zum Beizug der medizinischen Akten nicht erteilt hatte. Insoweit ist die Bedeutung dieser Expertise im Hinblick auf das vorliegende Verfahren sehr begrenzt. Insbesondere kann auf die Antwort der Experten nicht abgestellt werden, es bestehe im jetzigen Zeitpunkt keine Notwendigkeit, vormundschaftliche Massnahmen zu prüfen. Einmal handelt es sich hierbei um eine Rechtsfrage, die von der Vormundschaftsbehörde beziehungsweise vom Gericht zu beantworten ist. Zudem gehen die Vorfälle, welche die Vormundschaftsbehörde zur nunmehr angefochtenen Massnahme bewogen hatten, auf den Spätherbst 2005 zurück und konnten von den Experten somit nicht berücksichtigt werden. Soweit der Berufungskläger auf das genannte Gutachten Bezug nimmt, um sich gegen eine erneute Entmündigung zur Wehr zu setzen, kann ihm daher nicht gefolgt werden. Ebenso ist sein Vorwurf, das Vormundschaftsamt habe sich bei seinem Beschluss auf den Bericht des PZO von Dr. F.________ gestützt, nicht von Belang. Angefochten ist nämlich der Berufungsentscheid des Bezirksgerichts, welcher auf keine Berichte des PZO Bezug nimmt, und nicht derjenige der verfügenden Instanz. Die Entmündigung des Berufungsklägers wurde im Übrigen nicht wegen Geisteskrankheit oder Geistesschwäche ausgesprochen, womit sich die vom Berufungskläger aufgeworfene Frage nach der Berechtigung des behandelnden Arztes zur Begutachtung nicht stellt (Art. 369 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 374 Abs. 2 ZGB).