Citation: 4A_6/2020 E. 5

Weiter beanstandet der Beschwerdeführer eine "offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts" im Zusammenhang mit der Verrechnung der von der Beschwerdeführerin zu viel bezahlten Provisionen mit seinen eigenen Lohnforderungen. Der Beschwerdeführer hatte bereits vor der Vorinstanz argumentiert, die Verrechnung sei nach Art. 323b Abs. 2 OR nicht zulässig. Gemäss dem ersten Teil dieser Bestimmung darf der Arbeitgeber Gegenforderungen mit der Lohnforderung des Arbeitnehmers nur soweit verrechnen, als diese pfändbar ist. Die Vorinstanz erwog, beim Verrechnungsverbot handle es sich um eine rechtshindernde Tatsache, weshalb den Arbeitnehmer die Beweislast für die Verletzung seines Existenzminimums treffe. Der Beschwerdeführer habe es jedoch unterlassen, vor der Erstinstanz den Eingriff in sein Existenzminimum zu behaupten. Im Übrigen - so die Vorinstanz weiter - liesse sich auch "nach Erhebung des Einwands" nicht beurteilen, ob durch die Verrechnung ein Eingriff in das Existenzminimum des Beschwerdeführers stattgefunden habe, nachdem über dessen Lebensumstände und familiären sowie finanziellen Verhältnisse nichts bekannt sei und das pfändbare Einkommen je nach Situation erheblich variieren könne. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist unbehelflich: Er führt aus, "dass vor dem vorinstanzlichen Verfahren nicht davon auszugehen war, dass es sich bei den zu tief ausgerichteten Löhnen um Verrechnungen mit den zu viel bezahlten Provisionen gehandelt hat". Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz ihm (dem Beschwerdeführer) unterstellt habe, es hätte ihm oblegen, die Angaben zu seinen finanziellen Verhältnissen zu machen und den Eingriff in sein Existenzminimum zu behaupten, wenn dieser erst vor der Vorinstanz von diesem Sachverhalt Kenntnis erhalten habe. Damit weicht er von der für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz ab, wonach die Beschwerdegegnerin bereits in der Klageantwort geltend gemacht hatte, die Lohnzahlungen mit den zu viel bezahlten Fr. 6'000.-- verrechnet zu haben. Da er keine hinreichend begründete Sachverhaltsrüge erhebt (Erwägung 2.3), ist auf seine Ausführungen nicht weiter einzugehen.