Citation: 5A_677/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Was die Bildung einer zweiten Phase und die ab diesem Zeitpunkt erfolgte Streichung des Mündigenunterhalts zugunsten seines Sohnes aus erster Ehe im Bedarf des Beschwerdeführers anbelangt, macht dieser im Wesentlichen geltend, die Beschwerdegegnerin habe erst im Berufungsverfahren und damit verspätet vorgebracht, dass sich der Bedarf des Beschwerdeführers nach Wegfall des Unterhaltsbeitrags für den Sohn um den entsprechenden Betrag verringere. Indem die Vorinstanz dennoch auf dieses Vorbringen abstelle, eine zweite Berechnungsphase nach Wegfall des Mündigenunterhalts bilde und die neu freiwerdenden Mittel hälftig zwischen den Ehegatten aufteile, verfalle sie in Willkür. Ausserdem überschreite der in der zweiten Phase gesprochene Unterhaltsbeitrag den ehelichen Standard. Die Beschwerdegegnerin könne in dieser Phase für ihren gebührenden Unterhalt selbst aufkommen. Damit bestehe keine Grundlage für die Festsetzung eines Ehegattenunterhalts.