Citation: 7B.184/2006 06.02.2007 E. 5

Schliesslich kritisiert die Beschwerdeführerin, dass die Aufsichtsbehörde festgehalten hat, es bestehe kein Anlass, bis zum Abschluss der güterrechtlichen Auseinandersetzung des zwischen der Beschwerdeführerin und dem Schuldner hängigen Scheidungsverfahrens zuzuwarten. 5.1 Die Beschwerdeführerin verkennt den Inhalt der angefochtenen Verfügung. Die einfache Gesellschaft, welche durch die Verfügung gemäss Art. 10 Abs. 2 VVAG aufgelöst wird, tritt in Liquidation (Art. 545 Abs. 1 Ziff. 3 OR). Ein Mitanteilsinhaber kann die Liquidation der Gesellschaft nicht aufhalten, was in BGE 113 III 40 E. 3a S. 41 für die Liquidation der Ehegattengesellschaft bei hängigem Scheidungsverfahren bestätigt wurde (Rutz, in: Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, N. 36 zu Art. 132 SchKG). Die Vorbringen der Beschwerdeführerin gehen ins Leere, zumal sie sogar selber ausführt, die einfache Gesellschaft sei bereits vor der Anordnung der Aufsichtsbehörde (durch Auflösung aus wichtigem Grund, Art. 545 Abs. 2 OR) in Liquidation getreten. Der von der Beschwerdeführerin zitierten Literatur lässt sich nichts Entgegenstehendes entnehmen. 5.2 Die Beschwerdeführerin versucht vergeblich, aus BGE 80 III 117 ff. etwas für sich abzuleiten. In diesem Urteil hat das Bundesgericht festgehalten, dass ein Anteilsrecht von nicht annähernd bestimmbaren Wert nicht auf gut Glück versteigert werden darf (BGE 80 III 117 E. 1 S. 120; Art. 10 Abs. 3 VVAG). Deshalb sei grundsätzlich die Auflösung der Gemeinschaft und die Liquidation des Gemeinschaftsvermögens herbeizuführen (Art. 10 Abs. 2 VVAG) und so das Netto-Betreffnis des Schuldners zu ermitteln und wenn möglich (soweit zur Deckung der in Betreibung stehenden Forderungen nötig) vom Betreibungsamt einzuziehen (BGE 80 III 117 E. 1 S. 120). Dass vorliegend die Aufsichtsbehörde die Versteigerung des Anteilsrechts angeordnet habe oder hätte anordnen sollen, macht die Beschwerdeführerin selber zu Recht nicht geltend. Das Scheidungsverfahren ändert nichts am Umstand, dass der aus der Auflösung und Liquidation der einfachen Gesellschaft resultierende Liquidationserlös anstelle des Liquidationsanteiles tritt und diesen als Pfändungssubstrat ersetzt. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, der angefochtene Entscheid über die Verwertungsart, d.h. die Auflösung und Liquidation der einfachen Gesellschaft verunmögliche die ehegüterrechtliche Auseinandersetzung, weshalb das Verwertungsverfahren einzustellen sei, erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Anzufügen bleibt, dass der Hinweis der Aufsichtsbehörde im angefochtenen Entscheid (S. 3, E. 4c) auf Art. 14 Abs. 3 VVAG nur bzw. erst dann von Bedeutung ist, wenn bei der Liquidation des Gemeinschaftsvermögens der Wert des gepfändeten Anteils nicht in Geld ausgewiesen wird.