Citation: 2C_152/2020 E. 7.3.2

7.3.2. Vorliegend wurde der Anspruch auf rechtliches Gehör des Beschwerdeführers nur in Bezug auf die vom kantonalen Steueramt nicht gewährte Akteneinsicht verletzt, wobei dieser Mangel durch das Steuerrekursgericht geheilt wurde. Allerdings waren dem Beschwerdeführer alle zur sachgerechten Anfechtung des Einspracheentscheides nötigen Informationen bekannt. Er ersuchte denn auch um Akteneinsicht, um an diesbezüglich nicht relevante Informationen zu gelangen, was auch erhellt, weshalb er anschliessend nicht von der durch das Steuerrekursgericht eingeräumten Möglichkeit der Akteneinsicht Gebrauch machte. Mag eine bescheidene Reduktion der dem Beschwerdeführer auferlegten Verfahrenskosten dennoch zu rechtfertigen sein, so entfällt sie angesichts des prozessualen Verhaltens des Beschwerdeführers. Letzterer hätte bereits eine Ermessensveranlagung verhindern können, wenn er den Lohnausweis bezüglich seiner unselbständigen Erwerbstätigkeit in der Schweiz den Steuerbehörden von Beginn weg vorgelegt hätte (vgl. auch HUNZIKER/MAYER-KNOBEL, a.a.O., N. 12 zu Art. 144 DBG). Auch wäre das Steuerrekursverfahren dadurch obsolet geworden. Letzteres hat der Beschwerdeführer zudem durch Verletzung seiner Mitwirkungspflichten unnötig belastet und verzögert. Diese Umstände sind im Einzelfall bzw. vorliegend auch dann zu berücksichtigen, wenn der Beschwerdeführer vor dem Steuerrekursgericht und der Vorinstanz (auch abgesehen von der Gehörsverletzung) unterlegen ist bzw. nicht obsiegt hat. Eine Ausscheidung oder ein Verzicht auf die Erhebung von Verfahrenskosten zugunsten des Beschwerdeführers in den kantonalen Rechtsmittelverfahren in Bezug auf die direkte Bundessteuer rechtfertigt sich deshalb vorliegend nicht. Ein Anspruch auf Parteientschädigung besteht mangels professioneller Vertretung des Beschwerdeführers von Anfang an nicht (Art. 144 Abs. 4, Art. 145 Abs. 2 DBG; Art. 64 Abs. 1 bis 3 VwVG).