Citation: 2C_486/2007 20.11.2007 E. A

Der mazedonische Staatsangehörige X.________ (geb. 1986) kam im Rahmen des Familiennachzuges 1994 in die Schweiz und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung. Seine Eltern und ein Bruder verfügen über eine Niederlassungsbewilligung. Zwischen 1998 und 2004 beging er zahlreiche Straftaten, insbesondere Vermögens- und Betäubungsmitteldelikte, aber auch Gewaltdelikte, namentlich Raubüberfälle und die mit einem Mittäter verübte Vergewaltigung einer etwa gleichaltrigen Jugendlichen im Mai 2003. Seit 1998 war X.________ vorwiegend in Heimen und Erziehungs- sowie Massnahmevollzugsanstalten untergebracht. Im Dezember 2006 entliess ihn die Jugendanwaltschaft St. Gallen wegen Massnahmeunfähigkeit definitiv aus einer Heimeinweisung. Am 2. Februar 2007 wies das kantonale Ausländeramt X.________ für die Dauer von zehn Jahren aus der Schweiz aus. Auf seinen Rekurs hin setzte das Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen die Dauer der Massnahme auf fünf Jahre herab. Die dagegen erhobene Beschwerde blieb ohne Erfolg. Das Kreisgericht St. Gallen verurteilte X.________ am 19. April 2007 wegen Diebstahls, mehrfachen versuchten Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung und mehrfachen versuchten und mehrfachen vollendeten Hausfriedensbruchs zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten. X.________ wurde Ende April 2007 aus der Schweiz ausgeschafft.