Citation: 4A_470/2024 E. 5.3.2

5.3.2. Diese Vorbringen sind ein unbehelflicher Versuch, ihre Unterlassung zu rechtfertigen. Sie zielen an den Erwägungen der Vorinstanz vorbei. Danach bestand die vorgeworfene Täuschung im Verschweigen der Auslandaufenthalte. Dieses Verschweigen zielte gemäss der Feststellung der Vorinstanz darauf ab, die Rückzahlung der während der Aufenthalte gemäss AVB zu Unrecht bezogenen Taggeldleistung zu verhindern. Gemäss Vorinstanz war das Verschweigen somit hypothetisch kausal zur Unterbrechung der Taggeldleistung während der Aufenthalte sowie zur Geltendmachung eines Rückforderungsanspruchs dieser Leistungen nach den Aufenthalten. Der bei der Beschwerdegegnerin hervorgerufene Irrtum bezieht sich auf die Leistungspflicht während den Auslandaufenthalten, und nicht auf die zukünftige Leistungspflicht. Die Beschwerdeführerin stellt mit ihren Vorbringen somit einen Kausalzusammenhang zwischen dem Verschweigen von zwei Aufenthalten und den zukünftigen Taggeldleistungen in Frage, auf den es gar nicht ankommt. Die Vorbringen sind insofern untauglich, weder die Beurteilung der objektiven Täuschungshandlung noch der Täuschungsabsicht der Beschwerdeführerin überhaupt in Zweifel zu ziehen, geschweige denn, diese als willkürlich auszuweisen. Zudem stehen die Vorbringen auch in einem unauflösbaren Widerspruch zu den Feststellungen der Vorinstanz, dass die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin bereits im Juni 2021 mitgeteilt hat, gestützt auf eine fachärztliche Untersuchung, die Taggeldleistungen per September 2021 einzustellen.