Citation: 2C_140/2020 E. 4.5

4.5. Nichts anderes ergibt sich ausserdem aus dem von der Beschwerdeführerin angerufenen Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (UN-Kinderrechtskonvention, KRK; SR 0.107). Aus diesem völkerrechtlichen Vertrag lässt sich praxisgemäss kein unmittelbarer Aufenthaltsanspruch ableiten (Urteile 2C_650/2017 vom 9. Januar 2018 E. 5.3; 2C_648/2014 vom 6. Juli 2015 E. 2.3). Nach Art. 3 KRK - wie auch nach der Rechtsprechung des EGMR zu Art. 8 EMRK - ist das Kindeswohl aber immerhin bei der Interessenabwägung zu berücksichtigen (vgl. dazu BGE 143 I 21 E. 5.5.1 S. 29). Dieser völkerrechtlichen Verpflichtung ist die Vorinstanz aber entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin genügend nachgekommen, hat sie doch ausdrücklich ein grundsätzlich sehr grosses privates Interesse der Familie am Aufenthalt des Ehegatten in der Schweiz anerkannt.