Citation: 8C_483/2021 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, das angefochtene Urteil verletze Art. 36 Abs. 2 UVG (Zusammentreffen verschiedener Schadensursachen), da ihr psychisches Leiden zu grossen Teilen auf das Unfallereignis (gemeint wohl: das Unfallereignis vom 24. Mai 2009) zurückgehe. Die psychischen Beschwerden würden mit dem somatisch bedingten Schmerzbild zusammenhängen. Es bestünden Wechselwirkungen zwischen den auf den Verkehrsunfall zurückgehenden Folgen und den durch die Vergewaltigung erlittenen Traumata. Es sei nicht bewiesen, dass die bestehenden Beschwerden nicht mehr kausal auf den Verkehrsunfall zurückzuführen seien, weshalb das angefochtene Urteil in diesem Punkt ebenfalls bundesrechtswidrig sei. Eine Kürzung der Leistungen bezüglich des ersten Ereignisses sei unzulässig und verletze Art. 36 Abs. 2 UVG. Zur Schadensregulierung sei die Beschwerdegegnerin als Zweitversicherer zuständig. Die Überwälzung der Kostenübernahme der psychischen Unfallfolgen auf die CSS als Erstversicherer verstosse gegen Art. 77 UVG in Verbindung mit Art. 100 UVV. Zumindest im Aussenverhältnis bleibe immer der Zweitversicherer leistungspflichtig (BGE 135 V 333. Durch das vorinstanzliche Urteil sei das Legalitätsprinzip nach Art. 5 BV sowie Art. 6 EMRK verletzt. Die Vorinstanz habe in diesem Zusammenhang ferner gegen Art. 8 ZGB verstossen, indem sie - ohne entsprechendes Beweisstück - als bewiesen angenommen habe, dass es hinsichtlich der Schadensregulierung zu einer telefonischen Unterredung der Beschwerdegegnerin mit dem Erstversicherer gekommen sei.