Citation: 1C_246/2021 E. 2.4

2.4. Vor Bundesgericht bestreiten die Beschwerdeführer die Rechtskraft der Baubewilligung (en) für den Neubau auf KTN 356 und 357. Sie kritisieren ferner, die erstellte Baute weiche krass vom bewilligten Rahmen ab und entspreche auch nicht den Bauvorschriften. Eine Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands dränge sich auf. Die Behörde müsse von Amtes wegen ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren einleiten. Dafür sei die Behörde in Pflicht und Verantwortung zu nehmen. In diesem Zusammenhang rufen die Beschwerdeführer den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 1 und 2 BV), das Willkürverbot (Art. 9 BV) und den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV) an. Nach dem angefochtenen Entscheid ist die Schätzungskommission zu Recht nicht auf die angesprochenen baurechtlichen Fragen (inkl. Baukontrolle) eingetreten. Das Verwaltungsgericht wies darauf hin, dass sich die Zuständigkeit der Schätzungskommission nach § 36 des kantonalen Enteignungsgesetzes vom 22. April 2009 (EntG; SRSZ 470.100) richte; baurechtliche Fragen würden nicht dazu zählen. Es hält vor dem Gebot der formellen Rechtsverweigerung und dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 1 und 2 BV; vgl. dazu BGE 144 II 184 E. 3.1 mit Hinweisen) stand, wenn die kantonalen Instanzen die angesprochenen baurechtlichen Fragen als nicht zum Streitgegenstand gehörend angesehen haben. Ebenso wenig waren die kantonalen Instanzen gehalten, im Rahmen dieses Verfahrens die Einleitung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens zu veranlassen. Aus dem Willkürverbot und dem verfassungsrechtlichen Grundsatz von Treu und Glauben ergibt sich insoweit nichts anderes.