Citation: 8C_635/2023 E. 7.2

7.2. Was mit der Beschwerde in weitgehender Wiederholung der schon vor Vorinstanz verwendeten Argumente vorgebracht wird, zielt ins Leere. Aus dem Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG) lässt sich nicht ableiten, dass ein bereits rechtskräftig gerichtlich beurteilter medizinischer Sachverhalt in einem späteren neuen Verfahren betreffend einen Rückfall oder Spätfolgen jeweils neu beurteilt werden muss (vorne E. 4.2.1). Wie die Vorinstanz feststellte, begründete die Neuropsychologin G.________ das im Vergleich zum Verlaufsgutachten der ZMB vom 5. Februar 2018 schlechtere Ergebnis der neuropsychologischen Untersuchung mit Bericht vom 25. August 2021 - jedenfalls nach der Darstellung der Beschwerdeführerin in der vorinstanzlichen Beschwerdeschrift - nicht mit einer zwischenzeitlichen Veränderung, sondern mit einem unterschiedlichen Untersuchungszeitpunkt. Inwiefern die Vorinstanz vor diesem Hintergrund unzulässige fachfremde medizinische Annahmen getroffen haben soll, ist nicht zu erkennen. Entsprechendes gilt auch hinsichtlich der Berichte des Dr. med. F.________. Die von ihm am 22. November 2021 postulierte "formale" Befundverschlechterung bezog sich auf die Ergebnisse der bereits im Zeitpunkt des Urteils vom 23. August 2021 vorliegenden MRI-Untersuchung vom 12. Dezember 2018. Inwiefern das Ergebnis der vorinstanzlichen Beweiswürdigung, wonach dieser Arzt lediglich Kritik an den Gutachten der ZMB und am rechtskräftigen Urteil der Vorinstanz vom 23. August 2021 übe und die postulierte zwischenzeitliche Verschlechterung des Gesundheitszustands nicht plausibel begründe, unrichtig sein soll, wird in der Beschwerde nicht aufgezeigt. Zwar wendet sich Dr. med. F.________ in seinem Bericht vom 12. August 2022 erkennbar gegen die Auffassung der Zürich im Einspracheentscheid, er kritisiere "primär die Beurteilung im rechtskräftigen Urteil vom 23. August 2021", um sodann erneut Spätfolgen bzw. eine Verschlechterung der Gesundheitsschädigung zu bejahen. Die weiteren Ausführungen beschränken sich jedoch, neben einem Verweis auf den Bericht der Neuropsychologin G.________, wiederum auf eine umfassende Kritik an der Diagnosestellung durch die Gutachter des ZMB und am Urteil vom 23. August 2021.