Citation: 5P.417/1999 20.06.2000 E. 3

3.- Sodann wirft der Beschwerdeführer dem Obergericht Willkür und eine Verletzung des Gehörsanspruchs vor, was die für die früheren Eigentumsverhältnisse ausschlaggebende Herkunft der Grundstücke und ein Versäumnis der wegmässigen Erschliessung des Grundstücks des Beschwerdegegners anbelangt. Keine der Parteien habe je behauptet, ihre Grundstücke seien durch die Teilung eines Muttergrundstückes entstanden, und das im Grundbuch eingetragene Fusswegrecht hin zur Strasse R.________ stelle eine Regelung der Erschliessung des Grundstücks des Beschwerdegegners dar. Das Obergericht hält indessen zum einen fest, das Versäumnis, anlässlich der Parzellierung die wegmässige Erschliessung des Grundstücks des Beschwerdegegners sicherzustellen, vermöge keinen prioritären Notweganspruch gegenüber dem Beschwerdeführer zu begründen; zum anderen hat es erwogen, dass das Grundstück des Beschwerdegegners nur mit einem schmalen Fusswegrecht zulasten der Nachbarparzellen Nr. xxx und Nr. zzz und damit durch einen Zufahrtsweg ungeeignet erschlossen sei. Aufgrund der konkreten Umstände hat das Obergericht angenommen, ein Notweg über die Nachbarparzellen erweise sich als erheblich ungeeigneter und greife jedenfalls nicht geringer in die Interessen des Grundeigentümers der Parzellen Nr. xxx und Nr. zzz als in jene des Beschwerdeführers ein (vgl. E. 4b und c des angefochtenen Urteils). Nach den Erwägungen des Obergerichts hat somit weder die Herkunft der Grundstücke noch ein Versäumnis der wegmässigen Erschliessung den Notweganspruch gegenüber dem Beschwerdeführer begründet. Da diese Tatsachen insoweit nicht entscheiderheblich gewesen sind, kommt es - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - gar nicht darauf an, ob der Vater oder die Eltern des Beschwerdegegners seinerzeit auf die Erschliessung der Bauparzelle mit einer Strasse verzichtet hatten. Der Vorwurf des Beschwerdeführers, das Obergericht sei in Willkür verfallen (BGE 125 II 129 E. 5b S. 134) und habe den Gehörsanspruch verletzt (BGE 124 II 137 E. 2b S. 137), erfolgt daher ohne Grund. Was die behauptete Gehörsverweigerung betrifft, kann offen bleiben, ob stattdessen eine mit Berufung zu rügende Verletzung von Art. 8 ZGB in Frage käme (vgl. Art. 43 Abs. 1 und 2 OG).