Citation: 8C_1021/2009 03.11.2010 E. 8

8.1 Bei der Beurteilung der dauerhaft verbleibenden unfallbedingten Beeinträchtigung der gesundheitlichen Unversehrtheit berücksichtigte der SUVA-Arzt Dr. med. A.________ am 15. April 2008 im Auftrag der Beschwerdegegnerin einzig die Unfallrestfolgen im operativ sanierten rechten OSG und gelangte - diesbezüglich unbestritten - zur Auffassung, dass die geringgradig eingeschränkte Beweglichkeit im rechten OSG keinen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung begründe. Demgegenüber klagte die Beschwerdeführerin anlässlich der Untersuchung des Dr. med. A.________ vom 15. April 2008 vor allem über nach wie vor anhaltende Rückenschmerzen und psychische Beeinträchtigungen. Hiefür sowie für die Panikattacken mit Atemnot erhebt die Versicherte Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von mindestens 25%. 8.2 Stehen die über den folgenlosen Fallabschluss per 31. Januar 2008 hinaus geklagten lumbalen Rückenbeschwerden in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfall (E. 7 hievor), ist diese Gesundheitsstörung in die Beurteilung des Integritätsschadens miteinzubeziehen. Die CSS, an welche die Sache zur weiteren Abklärung und Neuverfügung über den Anspruch auf Integritätsentschädigung für die ab 1. Februar 2008 dauerhaft verbleibenden Unfallrestfolgen zurückzuweisen ist, wird erneut eine fachärztliche Schätzung des Integritätsschadens vornehmen lassen und dabei gegebenenfalls (vgl. E. 8.3 hienach) auch weitere unfallkausale, organisch nicht objektiv ausgewiesene gesundheitliche Beeinträchtigungen mitberücksichtigen müssen. 8.3 Nach Aktenergänzung und Abschluss der weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen Ziffer 6 und 8.2 hievor wird die Beschwerdegegnerin die Unfalladäquanz der anhaltenden, organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden (psychische Beeinträchtigungen, Kopf- und Nackenschmerzen) neu zu prüfen und diese bejahendenfalls auch in die Neubeurteilung des Integritätsschadens miteinzubeziehen haben. Vorweg wird die CSS jedoch über die Zuordnung der geklagten Beschwerden (E. 5.3) sowie die davon abhängige Methode der Adäquanzprüfung neu befinden müssen. Die Qualifikation des Unfallereignisses vom 25. Februar 2004 ist auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufes mit den sich dabei entwickelnden Kräften mindestens als mittelschweres Ereignis im mittleren Bereich einzustufen (vgl. Urteile 8C_375/2010 vom 4. August 2010 E. 6.1, 8C_786/2009 vom 4. Januar 2010 E. 4.6.2, 8C_915/2008 vom 11. September 2009 E. 5.1, je mit Hinweisen). Die Unfalladäquanz der ab 1. Februar 2008 geklagten, organisch nicht objektiv ausgewiesenen Gesundheitsstörungen wäre folglich sowohl nach der Psycho-Praxis (BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 140) als auch nach der Rechtsprechung zu den schleudertraumaähnlichen Verletzungen und HWS-Distorsionen (BGE 134 V 109; SVR 2009 Nr. 41 S. 142, 8C_1020/2008 E. 2.2 mit Hinweis) nur dann zu bejahen, wenn ein einziges Kriterium in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere unfallbezogene Kriterien (vgl. SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100, 8C_897/2009 E. 4.5 mit Hinweisen) erfüllt sind. 8.4 Sollte die Unfalladäquanz zu bejahen sein, bleibt festzuhalten, dass die CSS diesfalls nicht auf den psychiatrischen Teil des Gutachtens des Instituts Y.________ wird abstellen können. Der SUVA-Arzt Dr. med. O.________ legte in seiner psychiatrischen Beurteilung vom 7. Dezember 2007 ausführlich und überzeugend dar, weshalb der psychiatrische Teil des Gutachtens des Instituts Y.________ keine genügende Grundlage für eine zuverlässige und nachvollziehbare Einschätzung der psychogenen Unfallfolgen bilde. Die Beschwerdegegnerin wird diesbezüglich im Falle der Bejahung der Unfalladäquanz eine erneute psychiatrische Exploration zur Schätzung des Integritätsschadens zu veranlassen haben, bevor die CSS - gegebenenfalls auch unter Mitberücksichtigung dieses Integritätsschadens - über den Anspruch auf Integritätsentschädigung neu verfügen wird.