Citation: 6B_1036/2014 E. 1.4.4

1.4.4. Der Beschwerdeführer handelte mit direktem Vorsatz, da er gemäss den willkürfreien Feststellungen der Vorinstanz mit dem von ihm geplanten Vorgehen bei seinem Opfer eine Atemnot bewirken wollte. Er wusste, dass damit eine unmittelbare Lebensgefahr einhergeht und wollte dies. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer demgegenüber nicht vor, er habe sein Opfer ersticken wollen und nach dessen Leben getrachtet. Dieser verkennt, dass sicheres Wissen um die unmittelbare Lebensgefahr mit sicherem Wissen um den Erfolgseintritt nicht identisch ist. Bei Tötungsvorsatz greifen Art. 111 ff. StGB ein. Für die Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB genügt, wenn der Täter trotz der erkannten Lebensgefahr handelt, aber darauf vertraut, die Gefahr werde sich nicht realisieren (BGE 136 IV 76 E. 2.4; Urteile 1B_535/2012 vom 28. November 2012 E. 4.1; 6S.127/2007 vom 6. Juli 2007 E. 2.3).