Citation: 6B_272/2019 E. 2.3.4

2.3.4. Den Vorbringen des Beschwerdeführer zur "Plakataktion" kann nicht gefolgt werden. Dass die auf dem Plakat verwendeten Worte und Textpassagen mehrdeutig sind, trifft nicht zu. Der Beschwerdeführer begnügt sich damit, den bestrittenen Feststellungen in tatsächlicher Hinsicht eigene Behauptungen gegenüberzustellen. Das Plakat umfasst nach den unangefochtenen Feststellungen der Vorinstanz das Gemeindewappen von Aarburg, auf welchem der Text "Gemeinde Aarburg ist korrupt!!!! Sie haben mir 50'000.-- CHF Gestohlen!!!! Ich will sie Zurück" abgedruckt ist. Darüber sind die Fotos von D.________ und C.________ platziert. Die Vorinstanz durfte ohne Weiteres davon ausgehen, dass der unbefangene Betrachter den Eindruck erhält, die genannten Personen seien korrupt und in einen Diebstahl verwickelt. Dass diese Äusserungen ehrenrührig sind, liegt auf der Hand. Bereits der Vorwurf, jemand bereichere sich mit Geschäften an der Grenze der Legalität stellt einen schweren Eingriff in die Persönlichkeit dar (BGE 123 III 385 E. 4). Dass die Vorinstanz schliesslich einen Sachverhalt feststellt, der sich unter Umständen auch unter den Tatbestand von Art. 173 Ziff. 1 StGB subsumieren liesse, ist vorliegend nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz prüft nicht, ob die Plakate eine strafrechtlich relevante Ehrverletzung darstellen, sondern zeigt auf, inwiefern den Beschwerdeführer gemäss Art. 28 ZGB ein zivilrechtliches Verschulden trifft. Dieses Vorgehen verletzt die Unschuldsvermutung nicht (vgl. Urteil 6B_1172/2016 vom 29. August 2017 E. 1.6 mit Hinweisen).