Citation: I 142/06 25.10.2006 E. 3

3.1 Wie die Vorinstanz richtig erkannte, handelte es sich bei dem "Gesuch um Revision" tatsächlich um eine Neuanmeldung (Art. 87 Abs. 4 IVV). Ein Revisionsverfahren würde eine bestehende Rente voraussetzen. Die Neuanmeldung wird - wie auch das Revisionsgesuch - nur materiell geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse in einem für den Rentenanspruch erheblichen Mass verändert haben (Art. 87 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 4 IVV; BGE 130 V 72 Erw. 2.2 mit Hinweisen). Gelingt ihr dies nicht, so wird auf das Gesuch nicht eingetreten. Das herabgesetzte Beweismass des "Glaubhaftmachens" verlangt allerdings nur, dass die versicherte Person die Änderung eines Elements aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht allseitig zu prüfen (vgl. BGE 117 V 200 Erw. 4b). 3.2 Der Beschwerdeführer verweist zur Glaubhaftmachung eines hypothetischen Wechsels des Erwerbsstatus auf die wirtschaftliche Zwangslage, wie sie sich aus einer durch die Pensionierung der Ehefrau auf Ende 1998 entstandenen Einbusse im gemeinsamen Einkommen ergeben habe. Er wäre auch bei guter Gesundheit gezwungen gewesen, die mit einem nur bescheidenen Erlös verbundene Tätigkeit des Schuhmachers zugunsten einer unselbständigen Arbeit aufzugeben. Als hypothetisches Valideneinkommen könne somit nicht mehr der Verdienst aus selbständiger Erwerbstätigkeit herangezogen werden. Dadurch ergebe sich ein höheres Valideneinkommen und folglich ein höherer Invaliditätsgrad.