Citation: 8C_447/2019 E. 4.1.2

4.1.2. Diese Einwände sind nicht stichhaltig. Soweit er vorbringt, der Balkon gehöre nicht zum öffentlichen Raum, scheint er zu übersehen, dass gemäss Rechtsprechung lediglich insoweit von einem absoluten Verwertungsverbot auszugehen ist, als es sich um Beweismaterial handelt, das im nicht öffentlich frei einsehbaren Raum zusammengetragen wurde (BGE 143 I 377 E. 5.1.3 S. 386 mit Hinweis auf das Urteil 8C_830/2011 vom 9. März 2012 E. 6.4; vgl. auch Urteil 8C_837/2018 vom 15. Mai 2019 E. 5.1). Diesbezüglich stellte die Vorinstanz fest, das Bildmaterial zeige den Beschwerdeführer im öffentlich frei einsehbaren Raum bei Handlungen, die er aus eigenem Antrieb und ohne äussere Beeinflussung vorgenommen habe. Inwiefern diese vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig (vgl. E. 1.1 hiervor) sein soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Nach den weiteren zutreffenden Feststellungen wurde der Beschwerdeführer im Überwachungszeitraum an lediglich vier Tagen observiert. Damit und mit Blick auf die aufgezeichneten alltäglichen Verrichtungen und Handlungen kann insgesamt nicht von einer schweren Verletzung der Persönlichkeit gesprochen werden. Wird diesem relativ bescheidenen Eingriff in die grundrechtliche Position des Beschwerdeführers das erhebliche und gewichtige öffentliche Interesse an der Verhinderung des Versicherungsmissbrauchs entgegengestellt, ergibt sich, dass die Observationsergebnisse sowie sämtliche Akten, die darauf Bezug nehmen (insbesondere die Gutachten der Dres. med. C.________ und B.________), in die Beweiswürdigung miteinbezogen werden können und müssen (BGE 143 I 377 E. 5.1.2 S. 386). Das kantonale Gericht hat demnach nicht Bundesrecht verletzt, als sie die Verwertbarkeit des Überwachungsmaterials bejahte.