Citation: 5A_467/2020 E. 6

Der Beschwerdeführer erachtet das angefochtene Urteil weiter als willkürlich (Art. 9 BV), weil in sein Existenzminimum eingegriffen werde. Das Obergericht habe ihm ein nicht erzielbares hypothetisches Einkommen angerechnet, weshalb es ihm nicht möglich sei, gleichzeitig die gestützt darauf festgelegten Unterhaltsbeiträge und sein Existenzminimum zu decken. Nach ständiger Rechtsprechung ist der unterhaltsverpflichteten Partei bei der hoheitlichen Festlegung des Unterhalts für alle familienrechtlichen Unterhaltskategorien stets das betreibungsrechtliche Existenzminimum zu belassen (BGE 140 III 337 E. 4.3 mit zahlreichen Hinweisen). Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, es liege auch dann ein Eingriff in sein Existenzminimum vor, wenn das von der Vorinstanz angerechnete hypothetische Einkommen berücksichtigt wird. Die Berücksichtigung dieses Einkommens bei der Prüfung, ob ein verpönter Eingriff vorliegt, ist aber nicht zu beanstanden (vgl. vorne E. 4 und 5; allgemein vgl. BGE 123 III 1 E. 3b/bb; HAUSHEER/SPYCHER, in: Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl. 2010, N. 05.136). Damit verfängt das Vorbringen des Beschwerdeführers nicht.