Citation: 5A_100/2021 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer macht vor Bundesgericht ausdrücklich eine Verletzung des Verhältnismässigkeits- und des Subsidiaritätsprinzips geltend. Seinen Ausführungen lässt sich jedoch entnehmen, dass die streitbetroffene Massnahme seiner Ansicht nach im Ergebnis (derzeit) nicht im Kindeswohl liegt. Die Beschwerde ist folglich unter diesem Aspekt zu prüfen. Eine Neuregelung der Obhut kommt nach Art. 298d Abs. 1 und 2 ZGB aus Gründen des Kindeswohls dann in Betracht, wenn die Beibehaltung der geltenden Regelung dieses ernsthaft zu gefährden droht. In diesem Sinn setzt die Neuregelung voraus, dass sie aufgrund der Veränderung der Verhältnisse geboten ist, weil die aktuelle Regelung dem Kind mehr schadet als der mit der Änderung verbundene Verlust an Kontinuität in der Erziehung und in den Lebensumständen (Urteile 5A_951/2020 vom 17. Februar 2021 E. 4; 5A_266/2017 vom 29. November 2017 E. 8.3). Die kantonale Behörde hat den Entscheid über die Neuregelung der Obhut unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfalls nach pflichtgemässem Ermessen zu treffen (vgl. Urteil 5A_30/2017 vom 30. Mai 2017 E. 4.2 a.E.). Bei der Überprüfung solcher Ermessensentscheide auferlegt das Bundesgericht sich Zurückhaltung (BGE 142 III 612 E. 4.5).