Citation: 5A_599/2024 E. 3.1.3

3.1.3. Ohnehin wäre dem Ausstandsbegehren des Beschwerdeführers kein Erfolg beschieden. Er argumentiere einmal mehr, dass sich die Ablehnungsgründe gegenüber den eingesetzten Gutachterinnen im Wesentlichen aus der Person von Dr. med. D.________ ergäben. Gegen diesen habe die Rechtsbeiständin im Jahr 2020 eine aufsichtsrechtliche Anzeige eingereicht, weil er "ein ausserordentlich mangelhaftes Gutachten" erstellt habe. Die von der KESB angeordnete Expertise werde allerdings nicht von Dr. med. D.________ verfasst. Es sei nicht nachvollziehbar, alle seine Mitarbeitenden aufgrund eines angeblich mangelhaften, über vier Jahre alten Gutachtens als befangen zu betrachten. Auch die Verwandtschaft zwischen Dr. med. D.________ und lic. phil. H.________ habe keine ersichtliche Relevanz. Zwar sei die frühere Begutachtung in den Medien präsent gewesen. Dem der Beschwerde beigelegten Medienbericht sei jedoch zu entnehmen, dass das damalige Gutachten vom Bundesgericht als sorgfältig und umfassend beurteilt worden sei und zwar so, dass darauf habe abgestützt werden können. Nach höchstrichterlicher Einschätzung könnte folglich ohnehin nicht von einem "ausserordentlich mangelhaften und nicht akzeptablen Gutachten" gesprochen werden. Ferner sei jener Expertise ein gänzlich anderer Lebenssachverhalt mit anderen Parteien zugrunde gelegen. Zwar könne die Befangenheit ausnahmsweise auch gegenüber der Rechtsvertretung einer Partei bestehen. Die standesrechtliche Anzeige der Rechtsanwältin des Beschwerdeführers gegen Dr. med. D.________ mache jedoch keine Befangenheit glaubhaft. Das fragliche, im Jahr 2020 eingeleitete Verfahren dürfte wohl längst abgeschlossen sein. Zudem sei es nicht geeignet, Misstrauen in die Unparteilichkeit der Mitarbeitenden oder Mitinhaberschaft der E.________ GmbH zu begründen. Eine allfällige Feindschaft der Gutachterinnen in Bezug auf die Rechtsbeiständin werde weder behauptet noch wäre eine solche ersichtlich.