Citation: 1P.574/2002 27.01.2003 E. 2

Im kantonalen Wiederaufnahmeverfahren hat der Beschwerdeführer geltend gemacht, es lägen neue Beweismittel vor, welche beweisen würden, dass er nicht in strafbarer Weise von Geldern der A.________ AG profitiert habe. Vielmehr hätten (der in diesem Zusammenhang als Haupttäter verurteilte) Z.________ sowie eine ehemalige Verwaltungsrätin der A.________ AG sich die betreffenden Einnahmen geteilt. Diese Tatsache ergebe sich aus Gesprächsprotokollen von zwei Kollegen des Beschwerdeführers, welche ein Gespräch zwischen ihm und dem geschiedenen Ehemann der genannten ehemaligen Verwaltungsrätin heimlich belauscht hätten. Im angefochtenen Entscheid wird demgegenüber erwogen, die eingereichten Gesprächsprotokolle vermöchten "nicht zu beweisen", dass der Beschwerdeführer "nicht auch an den Geldern der A.________ profitiert hat". Dessen Interpretation der Gesprächsprotokolle sei für das Kantonsgericht "nicht nachvollziehbar" und wenig glaubwürdig. Aber selbst wenn nachgewiesen wäre, dass sich nur die ehemalige Verwaltungsrätin an den A.________-Geldern bereichert hätte, würde sich am strafrechtlichen Ergebnis nichts Wesentliches ändern. Da die geltend gemachten Revisionsgründe offensichtlich ungenügend erschienen, sei das Wiederaufnahmegesuch ohne weiteres Beweisverfahren abzuweisen. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, die von ihm angebotenen Beweismittel würden belegen, dass er nie von irgendwelchen Zahlungen in strafbarer Weise profitiert und ebenso wenig zur ungerechtfertigten Bereicherung Dritter beigetragen habe. Die anderslautenden Erwägungen des angefochtenen Entscheides beruhten auf einer willkürlichen Beweiswürdigung und verstiessen gegen Art. 9 BV.