Citation: 8C_620/2015 E. 4.1

4.1. Laut Bericht des Notfallzentrums des Spitals C.________ vom 23. November 2012 stürzte der Versicherte zuerst auf das linke Knie, dann aufs Gesäss und anschliessend auf das linke Handgelenk. Die konventionell-radiologischen Aufnahmen der Schulter waren unauffällig. Bei der Untersuchung zeigte sich eine Druckdolenz im Bereich des m. pectoralis major (Brustmuskel), welche die Ärzte am ehesten auf eine Muskelzerrung zurückführten. Die Bewegung der linken Schulter lag im normalen Umfang, mit schmerzhafter Adduktion. Die Rotatorenmanschettenzeichen waren negativ. Ein mit Kontrastmitteln durchgeführtes Arthro-MRT der linken Schulter ergab laut Beurteilung von Frau Dr. med. I.________ von der Klinik J.________ vom 27. Dezember 2012 Folgendes: "Tendinopathie der ansatznahen Subscapularissehne bei vergleichsweise engen subkorakoidalen Raumverhältnissen, vereinbar mit einer Impingementkonstellation. Buford-Komplex des kranialen ventralen Labrums. Hypoplastisch imponierendes superiores Labrum mit fehlendem Kontakt zum Glenoid (DD: SLAP-Läsion II). AC-Gelenksarthrose. Geringgradige ansatznahe Tendinopathie der Supraspinatussehne. Keine Rissbildung der Rotatorenmanschette." Im kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 12. März 2013 ging Dr. med. D.________ von einem axialen indirekten Schultertrauma bei Abstützen der Hand nach vorne links aus. Das MRI vom 27. Dezember 2012 enthalte jedoch keine Hinweise auf traumatisch bedingte Veränderungen. Bei der Untersuchung habe im Bereich der linken Schulter keine Funktionseinschränkung bestanden. Die Beschwerden seitens der linken Schulter führte der Kreisarzt auf degenerative Veränderungen im Bereich des AC-Gelenks zurück. Bei der anfänglich bestandenen diskreten subacromialen Impingementproblematik handle es sich um eine vorübergehende unfallkausale Verschlimmerung des Vorzustandes, welche sich nach einer Infiltration gebessert habe. Im Verlauf zunehmende Schulterbeschwerden könnten nicht mehr mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit als unfallkausal betrachtet werden. Die Tendinopathie der Supraspinatus- und Subscapularissehne bei engen subkorakoidalen Raumverhältnissen sowie Buford-Komplex des kranialen ventralen Labrum bezeichnete Dr. med. D.________ ebenfalls als degenerativ. Tendinopathische und arthrotische Schulterbeschwerden würden in der Altersgruppe des Versicherten häufig und unfallfremd auftreten. Dr. med. E.________ hielt im Bericht an Dr. med. D.________ vom 1. Juli 2013 nach durchgeführter Untersuchung fest, im Bereich der Schulter könnten höchstens diskrete Restbeschwerden einer AC-Gelenksarthrose und eines diskreten subakromialen Impingement festgestellt werden. Im MRI vom 27. Dezember 2012 seien keine schwerwiegenden posttraumatischen Pathologien zu erkennen. Für eine mögliche SLAP-Läsion bestehe kein sicheres klinisches Korrelat.