Citation: 6B_812/2018 E. 2.6

2.6. Die Eckdaten (Temperaturwerte, zur Festlegung des Korrekturfaktors bedeutsame Parameter wie Bekleidung, Lage am Fundort) sind weitgehend unbestritten, in einem Punkt indes als offensichtlich unrichtig gerügt (vgl. Art. 105 Abs. 1 und 2 sowie 106 Abs. 2 BGG; BGE 141 IV 369 E. 6.3 S. 375; 140 III 115 E. 2 S. 117) : Der Beschwerdeführer macht geltend, das Opfer habe vor seinem Tod eine Überdosis Heroin konsumiert. Dies senke die Körpertemperatur drastisch. Gemäss Arzneimittel-Kompendium gehöre eine niedrige Körpertemperatur zu den Anzeichen einer Überdosierung eines Präparates, wie es zur heroingestützten Substitutionsbehandlung verwendet werde. Mit Blick darauf müsse davon ausgegangen werden, dass die Ausgangstemperatur beim Opfer (deutlich) unter 37 Grad gelegen habe. Die Frage, ob es sich bei diesem Vorbringen um ein unzulässiges Novum (Art. 99 Abs 1 BGG) handelt, kann offenbleiben. Denn das vorinstanzliche Abstellen auf die Annahme der Gerichtsmediziner, die Körpertemperatur habe zum Zeitpunkt des Ablebens 37 Grad betragen, ist jedenfalls nicht im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG offensichtlich unrichtig: Aus dem Obduktionsgutachten ergebe sich, dass das Opfer "einige Minuten" vor dem gewaltsamen Ableben eine Dosis Heroin zu sich genommen hat, die gemäss einem chemisch-toxikologischen Gutachten möglicherweise, wenn auch nicht zwingend, tödlich gewesen wäre. Die im Wagen des Beschuldigten eingenommene grundsätzlich letale Dosis Heroin sei nicht Todesursache gewesen. Angesichts der bloss kurze Zeit ("einige Minuten") vor der Erschiessung erfolgten Zuführung des Heroins kann ausgeschlossen werden, dass eine allfällige Reaktion des Körpers auf die Intoxikation die Körpertemperatur noch vor dem Eintritt des Todes signifikant nach unten zu drücken vermochte.