Citation: 2C_868/2016 E. 6.1

6.1. Die Rückweisung rechtfertigt sich ergänzend auch wegen der auslieferungsrechtlichen Fragen, die der Beschwerdeführer als Willkürrüge bzw. einer solchen einer formellen Rechtsverweigerung aufwirft: Nach Art. 15 des Europäischen Auslieferungsübereinkommens vom 13. Dezember 1957 (SR 0.353.1 [EAUe]), das sowohl für die Französische Republik wie die Schweizerische Eidgenossenschaft gilt, darf der ersuchende Staat den ihm Ausgelieferten, der von einer anderen Vertragspartei oder einem dritten Staat wegen strafbarer Handlungen gesucht wird, die er vor der Übergabe begangen haben soll, nur mit Zustimmung des ersuchten Staates der anderen Vertragspartei oder einem Drittstaat ausliefern. Der Grundsatz der Spezialität gilt nicht, wenn die ausgelieferte Person das Hoheitsgebiet der Vertragspartei, der sie ausgeliefert wurde, trotz einer entsprechenden Möglichkeit nicht innert einer bestimmten Frist verlässt oder sie sich danach wieder in den entsprechenden Staat zurückbegibt (vgl. Art. 14 Abs. 1 lit. b EAUe).