Citation: 6B_157/2016 E. 8.1

8.1. Der Beschwerdeführer beanstandet schliesslich auch die rechtliche Würdigung des in der Anklageziffer 3 umschriebenen Sachverhalts als Drohung. Es sei nicht nachgewiesen, dass der Privatkläger G.________ durch die Äusserung effektiv in Angst und Schrecken versetzt worden sei. Sein Sicherheitsgefühl sei weder tatsächlich schwer beeinträchtigt worden noch sei er in einen psychischen Ausnahmezustand versetzt worden. Beim Privatkläger handle es sich um einen erfahrenen Nachtclubbesitzer, der einen groben Umgang gewohnt und wohl auch des Öfteren mit Drohungen konfrontiert sei. Im Übrigen genügten die angeklagten Äusserungen auch nicht bei Anlegung eines objektiven Massstabs für eine Würdigung als Drohung. Bei dem angedrohten "Kaputtmachen" handle es sich nur um eine sehr unbestimmte, für einen Clubbesitzer nicht wirklich ernstzunehmende Äusserung. Dass er die Drohung mit dem Hinweis verbunden habe, es werde ihn selbst eine Ausweisung nach Tunesien nicht von seinem Vorhaben abhalten, sei im Anklagesachverhalt nicht enthalten und dürfe daher nicht berücksichtigt werden. Dass der Privatkläger in Angst und Schrecken versetzt worden sei, nehme im Übrigen auch die Vorinstanz so nicht an. Sie begnüge sich vielmehr damit, dass die Äusserung geeignet gewesen sei, ihn in Angst und Schrecken zu versetzen. Damit verletze sie ihre Begründungspflicht (Beschwerde S. 29 f.).