Citation: 8C_673/2017 E. 7

In den echtzeitlichen Berichten fehlte es an Hinweisen dafür, dass CRPS-typische Symptome innerhalb der praxisgemäss zu beachtenden Latenzzeit von sechs bis acht Wochen nach dem Unfall vom 10. Juni 2008 aufgetreten wären. Insbesondere auch aus diesem Grund schloss Frau Dr. med. I.________ eine unfallkausale Nervenläsion beziehungsweise ein CRPS mit eingehender Begründung aus. Demgegenüber empfahl Dr. med. K.________ zwar am 14. Mai 2012 die Therapie eines CRPS, ohne dass diese Diagnose jedoch im entsprechenden Bericht über die interdisziplinäre Beurteilung durch fünf Fachärzte des Medizinischen Zentrums M.________ aufgeführt worden wäre. Gleiches gilt für den Bericht des Dr. med. N.________ vom 24. April 2013. Frau Dr. med. L.________ listete in ihrem Bericht vom 22. Mai 2015 bei den Diagnosen zwar ein CRPS II auf. Nähere Erläuterungen zu dieser Diagnosestellung finden sich in ihrer Beurteilung jedoch nicht. In den Berichten des Dr. med. K.________ vom 29. April 2015 und der Frau Dr. med. L.________ vom 22. Mai 2015, auf die sich der Beschwerdeführer beruft, finden sich zudem keine Angaben darüber, inwiefern die Diagnose eines CRPS II die Ausübung einer leichten wechselbelastenden, vorwiegend sitzenden Tätigkeit gemäss kreisärztlichem Zumutbarkeitsprofil nicht zuliesse beziehungsweise eine höhere Integritätsentschädigung rechtfertigte. Dass das kantonale Gericht in den Berichten der behandelnden Ärzte keine auch nur geringen Zweifel an den eingehend begründeten versicherungsmedizinischen Stellungnahmen der Frau Dr. med. I.________ zu erkennen vermochte, ist nicht zu beanstanden. Es besteht kein Anspruch auf Einholung eines Gerichtsgutachtens, woran die in der Beschwerde angerufene Verfahrensfairness und Waffengleichheit unter den gegebenen Umständen nichts zu ändern vermögen. Eine weitere Auseinandersetzung mit der Bedeutung der so genannten "Budapester Kriterien" erübrigt sich. Damit hat es mit der vorinstanzlich bestätigten Zusprechung einer Invalidenrente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 32 Prozent sowie einer Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 5 Prozent sein Bewenden.