Citation: I 978/06 22.02.2007 E. 2

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Versicherungsleistungen (berufliche Massnahmen, Rente) und in diesem Rahmen die Frage, ob das kantonale Gericht die Sache zu Recht zur Ergänzung der Abklärungen an die IV-Stelle zurückgewiesen hat. 2.1 Was die Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts anbelangt, handelt es sich bei den vorinstanzlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdegegnerin grundsätzlich um Entscheidungen über eine Tatfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398), welche letztinstanzlich nur darauf überprüft werden können, ob sie offensichtlich unrichtig, unvollständig oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen erfolgt sind (Erw. 1.2 hiervor). Dagegen steht eine frei überprüfbare Rechtsfrage zur Diskussion, soweit gerügt wird, das kantonale Gericht habe den Grundsatz der freien Beweiswürdigung (dazu BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) und die daraus fliessende Pflicht zu umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Würdigung der medizinischen Berichte und Stellungnahmen verletzt (BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400). 2.2 Mit Blick auf die dargelegte Kognitionsregelung lässt es sich nicht als offensichtlich unrichtig bezeichnen, wenn die Vorinstanz zum Ergebnis gelangt ist, die medizinischen Akten bildeten keine hinreichend zuverlässige Grundlage für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdegegnerin. Ebenso wenig bildet diese Feststellung das Ergebnis einer Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften. Insbesondere ist es nicht zu beanstanden, wenn das kantonale Gericht, nachdem es zum Ergebnis gelangt war, die medizinischen Akten seien nicht hinreichend aussagekräftig, gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195) zusätzliche Abklärungen in Form einer ergänzenden psychiatrischen Begutachtung als notwendig erachtete. 2.3 Soweit die Beschwerde führende IV-Stelle dem kantonalen Gericht sinngemäss vorwirft, es habe den Grundsatz der freien Beweiswürdigung verletzt, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden. Vielmehr hat die Vorinstanz mit nachvollziehbarer und überzeugender Begründung sowie unter ausführlicher Bezugnahme auf die medizinischen Akten dargelegt, warum sie den rechtserheblichen Sachverhalt als in psychiatrischer Hinsicht nicht hinreichend abgeklärt beurteilte. Der IV-Stelle ist zwar darin zuzustimmen, dass die diesbezüglichen Ausführungen im Bericht des Zentrums X.________ vom 31. Januar 2005 sowie im Teilgutachten des Dr. med. O.________ vom 15. Juli 2005 den Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Stellungnahme (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) nicht gerecht werden und keine zuverlässige Beurteilung der Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit ermöglichen. Dasselbe gilt aber auch für die gegenteiligen Aussagen des regionalen ärztlichen Dienstes der IV (RAD), welche auf den Akten sowie einem informellen "Triage-Gespräch" basieren und, wie die Vorinstanz dargelegt hat, als Bericht im Sinne von Art. 49 Abs. 3 IVV der versicherungsinternen Entscheidfindung dienen, aber nicht eine erforderliche spezialärztliche Abklärung ersetzen können.