Citation: 6B_120/2024 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz hält fest, dass das amtliche Gutachten resp. das amtliche Ergänzungsgutachten in den wesentlichen Punkten zu sehr ähnlichen Ergebnissen wie das vom Beschwerdeführer eingereichte Privatgutachten gekommen sei. Demzufolge sei mit der ersten Instanz davon auszugehen, dass es nach dem Ausschermanöver 1.5 Sekunden gedauert habe, bis der Beschwerdeführer B.________ gesehen habe. Weiter davon, dass der Beschwerdeführer nicht die ganze Strecke von 16.5 Metern (vom Ausscheren bis zum Kollisionspunkt) in geduckter Position zurückgelegt, sondern nach dem Ausscheren seinen Blick wieder auf die Fahrbahn bzw. auf den Rad- und Fussweg vor ihm gerichtet habe. Darauf abstellend gelangt die Vorinstanz zum Schluss, dass der Beschwerdeführer nach dem Ausscheren Vollgas gegeben und - obwohl er gesehen habe, dass B.________ in ca. 15 Metern Entfernung "vor ihm im Weg" gestanden sei - keine Anstalten gemacht habe, sein Manöver abzubrechen. Stattdessen sei er weiter auf B.________ zugefahren, wenn er auch während ca. 4 Zehntelssekunden davon abgesehen habe, sein Fahrzeug weiter zu beschleunigen. B.________ habe noch reflexartig zur Seite springen können. Der ganze Vorgang habe bis dahin höchstens 3 Sekunden gedauert.