Citation: 2C_5/2024 E. 5.3

5.3. Das behördliche Vorgehen anlässlich der Befragung vom 16. Juni 2020 ist entgegen der Vorbringen der Beschwerdeführer nicht zu beanstanden: Dass behördenintern von einer "Scheinehebefragung" die Rede gewesen sei, verdeutlicht den Verdacht auf eine Scheinehe, vermag allerdings noch nicht darzulegen, dass der Sachverhalt voreingenommen abgeklärt wurde. Dasselbe muss sinngemäss für diejenigen an die Beschwerdeführer 1 und 2 gestellten Fragen gelten, die auf eine mögliche traditionelle Ehe der beiden abzielten. Was die weiteren von den Beschwerdeführern kritisierten "Suggestivfragen" anbelangt, so verweist die Vorinstanz zu Recht darauf, dass z.B. die Formulierung "ihren Mann" gegenüber der Beschwerdeführerin 2 keine Unterstellung darstellt, sondern der Tatsache entspricht, dass sie im Zeitpunkt der Befragung bereits mit dem Beschwerdeführer 1 verheiratet war. Auch der Verweis der Beschwerdeführer auf die im (vorliegenden) Verwaltungsverfahren nicht anwendbare strafprozessuale Belehrungspflicht stösst ins Leere. Vielmehr trifft die Beschwerdeführer wie erwähnt eine weitreichende Mitwirkungspflicht.