Citation: 5A_351/2017 E. 3.4.2

3.4.2. Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid fest, dass eine Löschung der vorgemerkten Verfügungsbeschränkung auf Anmeldung des Betreibungsamtes erfolgen könne, wenn namentlich die Betreibung bzw. das Gesuch um Verwertung zurückgezogen oder das belastete Grundstück verwertet wurde. Dass ein solcher Rückzug erfolgt wäre, geht weder aus dem vorinstanzlichen Entscheid noch aus den kantonalen Akten hervor und wird vom Beschwerdeführer auch nicht behauptet. Hingegen prüfte die Vorinstanz, ob der inzwischen getätigte Verkauf der gerichtlich genehmigten Vereinbarung vom 5. Juni 2014 entspreche. Zwar enthalte diese keine Einschränkung der möglichen Erwerber, indes sei die Käuferin eine vom seinerzeitigen Beklagten beherrschte juristische Person und werde gleichsam vorgeschoben. Mit der gerichtlich genehmigten Vereinbarung sei aber dessen einvernehmlicher und kompletter Ausschluss aus der Stockwerkeigentümergemeinschaft angestrebt worden. Der in Frage stehende Kaufvertrag widerspreche diesem Ziel. Er stelle eine Verletzung von Art. 2 ZGB dar, was zum Durchgriff auf den wirklichen Erwerber führe, der mit dem Verkäufer identisch sei. Unter diesen Umständen komme eine Löschung der vorgemerkten Verfügungsbeschränkung nicht in Frage. Die Käuferin habe daher die Fortsetzung des Verwertungsverfahren hinzunehmen. Demgegenüber wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz vor, ihre Entscheidkompetenzen überschritten zu haben, indem sie eine Prüfung von materiellrechtlichen Fragen vorgenommen habe, welche einzig dem Zivilrichter zustünde. Zudem sei die vorgenommene Auslegung der gerichtlich genehmigten Vereinbarung mit den hierfür allgemein geltenden Grundsätzen nicht vereinbar.