Citation: 8C_735/2016 E. 4

Das kantonale Gericht hat zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf das Gutachten der Frau med. pract K.________ vom 5. August 2013 abgestellt. Diese habe eine rezidivierende depressive Störung mit einer gegenwärtig leichten Episode sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert, die auf dem Boden von akzentuierten Persönlichkeitszügen mit histrionischen Anteilen entstanden seien. Die Angaben der Versicherten zum bisherigen Krankheitsverlauf und insbesondere zu den in den Akten beschriebenen psychotischen Symptomen seien vage und ausweichend, teilweise widersprüchlich gewesen. Die Gutachterin habe im Rahmen der Untersuchung Verdeutlichungs- und Aggravationstendenzen bei einem hohen sekundären Krankheitsgewinn beobachtet, auch sei der Eindruck manipulativer Tendenzen entstanden. Sie habe Symptome für eine leichte depressive Störung und eine Fokussierung der Wahrnehmung auf körperliche Beschwerden und Signale bei einem eigenwilligen, somatisch geprägten subjektiven Krankheitskonzept festgestellt. Bei geringen und wenigen psychischen Symptomen von Krankheitswert seien gewisse persönlichkeitsstrukturelle Auffälligkeiten und insbesondere psychosoziale Belastungsfaktoren in den Vordergrund gerückt. Im Observationsmaterial hätten sich keine Hinweise auf psychische oder soziale Auffälligkeiten finden lassen. Die von der behandelnden Psychiaterin im September 2012 gestellte Diagnose einer schwergradigen depressiven Störung habe die Gutachterin nicht überzeugt. Denn die Versicherte sei in der Lage gewesen, im Sommer unter anderem eine 1'500 Kilometer lange Reise zurückzulegen und sich mehrere Wochen in den Ferien im Ausland aufzuhalten; insbesondere aber auch deshalb nicht, weil während der Begutachtung ausgeprägte Inkonsistenzen festgestellt worden seien. Das kantonale Gericht erkannte, dass keiner der früheren Berichte geeignet sei, Zweifel an den Schlussfolgerungen der Sachverständigen zu wecken. Gleiches gelte für den vorinstanzlich eingereichten Bericht der Psychiatrischen Dienste, Klinik L.________, vom 27. Mai 2014, wo die Beschwerdeführerin sich vom 9. Januar bis zum 6. Juni 2014 aufgehalten habe. Mit der Diagnose einer paranoiden Schizophrenie scheine dieser Bericht auf den ersten Blick zwar neue Befunde und Erkenntnisse zu vermitteln, die die früheren Berichte und insbesondere auch das Gutachten der Frau med. pract. K.________ in Frage stellten. Bei einer näheren Betrachtung zeige sich aber, dass die beschriebenen Befunde nicht neu seien. Sowohl die früher behandelnden Fachärzte wie auch die Gutachter Dr. med. G.________ und Frau med. pract. K.________ hätten festgehalten, dass die Beschwerdeführerin über depressive Symptome und akustische Halluzinationen geklagt habe. Frau med. pract. K.________ habe indessen überzeugend aufgezeigt, dass die behandelnde Psychiaterin diesen Klagen keinen hohen Stellenwert zugemessen habe, denn ansonsten hätte sie die Behandlung intensiviert. Auch im Rahmen der früheren stationären Behandlungen seien bereits psychotische Symptome festgestellt worden, doch habe sich der Zustand der Beschwerdeführerin jeweils rasch wesentlich verbessert. Die akustischen Halluzinationen hätten sich nach Einschätzung der Gutachterin nicht objektivieren lassen, insbesondere habe sie keinen entsprechenden Leidensdruck beobachten können. Gestützt auf das Gutachten der Frau med. pract. K.________ ging das kantonale Gericht davon aus, dass ab Mai 2008 nie eine länger dauernde Arbeitsunfähigkeit von mehr als 20 Prozent bestanden habe. Ab dem Zeitpunkt der Untersuchung durch die Gutachterin sei die Beschwerdeführerin sowohl in der angestammten wie auch in einer anderen leidensangepassten Tätigkeit nicht mehr eingeschränkt gewesen. Auch mit Blick auf die daraus folgenden erwerblichen Auswirkungen erweise sich die angefochtene Abweisung des Rentenbegehrens als rechtmässig.