Citation: 6B_31/2022 E. A

A.A.________ wird zusammengefasst vorgeworfen, er habe im Rahmen einer im Auftrag des Migrationsamts des Kantons Zürich (nachfolgend: Migrationsamt) wegen des Verdachts auf Scheinehe mit B.________ durchgeführten polizeilichen Befragung wahrheitswidrig erklärt, es bestehe zu seiner damaligen Schweizer Ehefrau B.________ trotz des seit Juni 2012 getrennten Wohnsitzes noch eine eheliche Beziehung. Dies, obwohl er sich bereits am 14. Dezember 2010 in der Türkei mit C.A.________ religiös verlobt und sie am 18. Juli 2011 religiös geheiratet habe und obwohl der Wille zur Ehe mit B.________ bereits im Zeitpunkt der Einvernahme definitiv erloschen gewesen sei. Hätte A.A.________ wahrheitsgemäss Auskunft erteilt, so wäre seine Aufenthaltsbewilligung durch die zuständige Ausländerbehörde widerrufen bzw. nicht mehr verlängert worden. Dabei habe er zumindest in Kauf genommen, die Behörde mit seinem Vorgehen über einen für den Bewilligungsentscheid massgeblichen Umstand zu täuschen.