Citation: 4A_43/2021 E. 7.3.2

7.3.2. Vor der Vorinstanz behauptete die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dem von ihr geltend gemachten "prozessualen Rechtsmissbrauch" zusammengefasst, dass die Beschwerdegegnerin eine Kampagne gegen die Beschwerdeführerin und deren Organe führe. Insbesondere führe sie auch den vorliegenden Prozess nur, um Dank des dadurch erzielten Belästigungseffektes ihres Vorgehens zu erreichen, dass sich die übrigen Aktionäre der Beschwerdeführerin bereit erklärten, der Beschwerdegegnerin ihre Beteiligung an der C.________ Gruppe und der Beschwerdeführerin zu einem möglichst hohen Kaufpreis abzunehmen. Dies stelle eine Kommerzialisierung der eigenen Rechtsposition dar und verstosse gegen das Rechtsmissbrauchsverbot (vorinstanzliche Duplikschrift; act. 42 Rz. 45 - 53). Die Vorinstanz gab diesen Standpunkt der Beschwerdeführerin im angefochtenen Urteil wieder (angefochtenes Urteil E. I.6.1 S. 12 f.). Sie beurteilte damit auch die Rechtsmissbräuchlichkeit der vorliegenden Klage nicht "isoliert", sondern beachtete die bisherigen von der Beschwerdegegnerin initiierten Verfahrensschritte, welche von der Beschwerdeführerin als "Kampagne" bezeichnet werden. Im Übrigen ist zu beachten, dass sich die Beschwerdeführerin vor der Vorinstanz bezüglich der von ihr geltend gemachten "Kampagne" der Beschwerdegegnerin "insbesondere" darauf berief, die Rechtsmissbräuchlichkeit ergebe sich aus dem "Belästigungseffekt" und der damit beabsichtigten Kommerzialisierung der Rechtsposition. Auf diese Punkte ging die Vorinstanz im Einzelnen ein, verwarf sie aber (dazu unten Erwägung 7.4.3). Die Vorinstanz hat somit die Vorbringen der Beschwerdeführerin bezüglich des von ihr behaupteten "Belästigungseffekts" und der von ihr geltend gemachten Kommerzialisierung der Rechtsposition nicht ignoriert.