Citation: 6B_343/2020 E. 4.3.3

4.3.3. In subjektiver Hinsicht nimmt die Vorinstanz an, der Beschwerdeführer habe gewusst, dass der Regierungsrat das "Projekt A" als nicht reglementskonform abgelehnt habe. Dennoch habe er mit der Übergabe der Einzahlungsscheine an die Finanzverwaltung veranlasst, dass die D.________-Beiträge auf ein Konto überwiesen worden seien, auf welches er allein Zugriff gehabt habe. In der Folge habe er nicht die zuständigen Verbandsorgane des C.________ über die Vergabe dieser Gelder beschliessen lassen, sondern dem Vorstand sowie der D.________-Kommission nur in unübersichtlicher Art und Weise darüber Bericht erstattet, wen bzw. was er mit wieviel Geld gefördert habe. Als Leiter der Abteilung Sport sowie als geschäftsführendes D.________-Mitglied des Kantons habe er gewusst, dass er hiezu nicht ermächtigt gewesen sei. Mit seinem Vorgehen habe er beabsichtigt, die vom Regierungsrat vorläufig abgelehnte Nachwuchsförderung zum Vorteil einzelner Leistungssportler zu finanzieren. Darüber hinaus habe er sich selbst materielle Vorteile verschafft, soweit er Gelder für private Zwecke abgezweigt habe, ohne dies durch entsprechende Spesenabrechnungen respektive -abreden mit dem Kanton bzw. mit dem Sportverband C.________ abzusichern. Dass er dies nicht hätte tun dürfen, habe ihm umso offensichtlicher sein müssen, als er schon alles Geld, das sein Vorgänger gesammelt habe, der Kantonsrechnung habe abgeben müssen. Spätestens als er sich selber bereichert habe, indem er ab dem F.________-Konto ohne Genehmigung Gelder für private Zwecke bezogen habe, habe ihm klar sein müssen, dass er eigennützig gehandelt habe. Auch wenn ihm zugute zu halten sei, dass er nicht von Anfang an beabsichtigt habe, sich an den überwiesenen Geldern zu bereichern, habe ihm von Beginn weg klar sein müssen, dass er die Sportförderung auf ungesetzliche Art und Weise mit dem Ziel betrieben habe, Lotteriegelder an einzelne Leistungssportler zu verteilen und diese so zu bereichern (angefochtenes Urteil S. 33 f., 44 f.). Insgesamt habe der Beschwerdeführer als Leiter der kantonalen Sportabteilung private Interessen auf Kosten der öffentlichen bevorzugt, indem er sich die vom Staat dem Sportverband C.________ zugesprochenen Lotteriegelder auf ein Konto habe überweisen lassen und mit welchen er gegen den erklärten Willen des Regierungsrates persönliche Talent- und Nachwuchsförderung betrieben und sie ohne Einverständnis des Sportverbands C.________ teilweise für private Zwecke verwendet habe (angefochtenes Urteil S. 32 f., 43).