Citation: 1C_266/2009 12.03.2010 E. 6

6.1 Die Vorinstanz hat erwogen, dass das Grundstück Nr. 607 in der Landwirtschaftszone liege. Der Auffassung des Beschwerdeführers, es bestehe immer noch ein Landwirtschaftsbetrieb oder ein landwirtschaftliches Gewerbe, könne nicht gefolgt werden. Es liege keine Gesamtheit von Land, Gebäuden, Inventar und Arbeitskräften vor. Das Ökonomiegebäude sei in Wohnraum umgestaltet worden, während die Parzelle Nr. 607 einem Landwirt und den Hornussern verpachtet sei. Damit stehe fest, dass es sich bei der strittigen Remise um eine Baute ausserhalb der Bauzone und mithin um eine zonenwidrige und widerrechtliche Baute handle. Zu prüfen sei, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Ausnahmebewilligung habe. Die Remise diene als Lagerraum zum Lagern der für die gewerbliche Tätigkeit benötigten Werkzeuge und Materialien. Eine solche Baute entspreche weder dem Zweck der Landwirtschaftszone (Art. 16a RPG in Verbindung mit Art. 56 Abs. 2 und 3 RPBG), noch sei sie standortgebunden (Art. 24 RPG). Da weder ein Landwirtschaftsbetrieb noch ein landwirtschaftliches Gewerbe vorliege, falle die Anwendung von Art. 24b Abs. 1bis RPG ausser Betracht. Auch könne die Remise nicht als landwirtschaftlicher Nebenbetrieb ausserhalb der Bauzone qualifiziert werden, weshalb sie auch nicht gestützt auf Art. 24b Abs. 1 RPG bewilligungsfähig sei. Dass der Beschwerdeführer Schafe halten wolle, ändere am Umstand, dass die Remise nicht als zonenkonformer Haupt- oder Nebenbetrieb zu bezeichnen sei, nichts. Die landwirtschaftliche Bewirtschaftung im Sinne von Art. 16a RPG unterscheide sich von der Freizeitlandwirtschaft insbesondere durch einen dauernden, auf Wirtschaftlichkeit ausgerichteten und organisierten Einsatz von Kapital und Arbeitskraft in einem wirtschaftlich bedeutenden Umfang. Es sei davon auszugehen, dass weder mit 25 noch mit 35 Schafen und Lämmern ein monatliches Einkommen zu erzielen sei, das als existenzsichernd zu bezeichnen sei. Vor diesem Hintergrund sei richtigerweise von einem Hobby- bzw. Freizeitlandwirtschaftsbetrieb auszugehen, der keine längerfristige wirtschaftliche Rentabilität garantiere. Die in Frage stehende Schafhaltung diene nicht zur Existenzsicherung. Art. 34 Abs. 5 RPV halte ausdrücklich fest, dass Bauten und Anlagen für die Freizeitlandwirtschaft als nicht zonenkonform gelten würden. Mithin sei die Zonenkonformität der Remise zu verneinen. 6.2 Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass der früher von seinen Eltern geführte Landwirtschaftsbetrieb aufgegeben worden ist, das einstige Ökonomiegebäude zur Wohnnutzung umgebaut wurde und die Parzelle Nr. 607 als Landwirtschaftsland bzw. an die Hornusser verpachtet ist. Entgegen seiner Auffassung kann nicht von einem landwirtschaftlichen Gewerbe die Rede sein: Die fragliche Remise ist nicht Bestandteil einer Gesamtheit von landwirtschaftlichen Grundstücken, Bauten und Anlagen, die als Grundlage der landwirtschaftlichen Produktion dient und zu deren Bewirtschaftung, wenn sie landesüblich ist, mindestens eine Standardarbeitskraft nötig ist (vgl. Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGGB; SR 211.412.11). Die verwaltungsgerichtliche Schlussfolgerung, die Remise sei keine Baute für einen Haupt- oder Nebenlandwirtschaftsbetrieb, sondern allenfalls eine solche für die vom Beschwerdeführer beabsichtigte Freizeitlandwirtschaft und gelte daher nach Art. 34 Abs. 5 RPV nicht als zonenkonform, ist daher nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz hat die Standortgebundenheit der Baute im Sinne von Art. 24 lit. a RPG zu Recht verneint. Die Remise kann daher auch nicht gestützt auf Art. 24b Abs. 1bis bzw. Art. 24b Abs. 1 RPG bewilligt werden. Diesbezüglich kann im Übrigen auf die dem angefochtenen Urteil zugrunde liegenden Erwägungen (E. 10-12) verwiesen werden, zumal die Beschwerdeschrift sich zu diesem Punkt nicht äussert. Nach dem Gesagten erweist sich die Remise als materiell widerrechtlich. Dieser grundlegende Rechtsmangel kann durch eine angeblich gute Einordnung der Baute in die bestehende Gebäudegruppe nicht behoben werden, weshalb auf das entsprechende Vorbringen des Beschwerdeführers nicht weiter einzugehen ist.