Citation: 4A_282/2020 E. 2.1

2.1. Mit der Feststellungsklage verlangt der Kläger die gerichtliche Feststellung, dass ein Recht oder ein Rechtsverhältnis besteht oder nicht besteht (Art. 88 ZPO). Jede Feststellungsklage setzt ein Feststellungsinteresse voraus (BGE 119 II 368 E. 2a S. 370). Der Kläger hat mithin darzutun, dass er ein schutzwürdiges Interesse an der Feststellung hat (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO). Dieses muss aktuell und praktisch sein (BGE 122 III 279 E. 3a). Dies gilt - entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin - im Grundsatz auch für Klagen auf Feststellung der Nichtigkeit gesellschaftsrechtlicher Beschlüsse (vgl. auch BGE 115 II 468 E. 3b S. 473; Urteil 4A_131/2007 vom 11. Januar 2008 E. 2.1). Immerhin ist zu beachten, dass in diesem Bereich ein weitgefasster Interessenbegriff greift und - vorbehältlich des Rechtsmissbrauchsverbots - die Absicht genügt, die Gesellschaftsinteressen wahrzunehmen (BGE 122 III 279 E. 3a; Urteil 4C.45/2006 vom 26. April 2007 E. 5, nicht publ. in: BGE 133 III 453). Das Feststellungsinteresse ist, soweit es den Sachverhalt betrifft, vom Kläger nachzuweisen und im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren vom Beschwerdeführer hinreichend zu begründen (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Urteil 4A_464/2019 vom 30. April 2020 E. 1.1 mit Hinweisen).