Citation: 2C_511/2019 E. 2.3

2.3. Im Rahmen der Beschwerdebegründung stellt die Beschwerdeführerin weiter den Antrag, es seien act. 179 und 180 (recte: 176 und 177) des Migrationsamts aus den Verfahrensakten zu entfernen, da sie in rechtswidriger Weise unter Verletzung strafprozessualer Vorschriften erhoben worden seien. Die Vorinstanz hatte den entsprechenden Antrag mit der Begründung abgewiesen, eine allfällige Verletzung strafprozessualer Vorschriften würde die Verwertbarkeit im ausländerrechtlichen Verfahren nicht unbedingt ausschliessen. Die entsprechenden Aktenstücke seien aber ohnehin nicht entscheidwesentlich. Es trifft zu, dass im Strafverfahren nicht zugelassene Beweise im Administrativverfahren nicht ohne Weiteres verwertbar sind (vgl. BGE 139 II 95 E. 3.1 ff. S. 100 ff.). Allerdings ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht ersichtlich, dass die fraglichen Aktenstücke in irgendeiner Weise Einfluss auf den Entscheid hatten, ihre Aufenthaltsbewilligung zu widerrufen. Es handelt sich bei act. 176 und 177 um polizeiliche Einvernahmeprotokolle aus einer unterdessen offenbar eingestellten Strafuntersuchung. Soweit in den vorinstanzlichen Erwägungen auf die Straffälligkeit der Beschwerdeführerin verwiesen wird, betrifft dies einzig bereits abgeschlossene Strafverfahren, wobei die Vorinstanz ausdrücklich darauf hinwies, dass noch laufende Strafuntersuchungen ausgeblendet wurden. Die Einvernahmeprotokolle sind für den vorliegenden Entscheid nicht von Bedeutung, sodass offen bleiben kann, ob sie im Administrativverfahren verwertet werden dürften (vgl. Urteil 2C_746/2018 vom 11. März 2019 E. 6.2).