Citation: 4C.254/2005 28.09.2005 E. B

Mit Klage vom 29. Oktober 2003 verlangte der Kläger die Verpflichtung der Beklagten zur Entschädigung von insgesamt 323 Überstunden, die er nach Bereinigung auf Fr. 8'395.90 abzüglich allfälliger Sozialversicherungsbeiträge zuzüglich 5% Zins seit 1. Mai 2001 bezifferte. Die Kommission des Bezirksgerichts Weinfelden wies die Klage am 9. Juli 2004 ab. Sie hielt im Wesentlichen dafür, die Entschädigung für Überstunden sei gültig wegbedungen worden. Grundsätzlich abzugelten wäre daher nur die über die gesetzliche Höchstarbeitszeit von 46 Stunden hinaus geleistete Arbeit. Der Kläger sei aber seiner diesbezüglichen Substanziierungslast nicht nachgekommen. Das Obergericht des Kantons Thurgau hielt die vom Kläger erhobene Berufung für unbegründet und wies die Klage mit Urteil vom 28. September 2004 ab. In der Urteilsbegründung hielt es übereinstimmend mit dem Bezirksgericht fest, es fehle seitens des Klägers an der erforderlichen Substanziierung, dass die Beklagte ausdrücklich Überstunden angeordnet habe, oder dass der Kläger die nicht angeordneten Überstunden rechtzeitig der Beklagten gemeldet habe.