Citation: 2C_321/2018 E. 4

4.1 Entscheide über die aufschiebende Wirkung stellen solche über vorsorgliche Massnahmen nach Art. 98 BGG dar (BGE 139 I 189, nicht publ. E. 1.3; 134 II 192 E. 1.5 S. 196 f.; Urteile 2C_642/2015 vom 9. November 2015 E. 2.1; 1C_155/2007 vom 13. September 2007 E. 1.1). Entscheidet eine Behörde über die Gewährung oder den Entzug der aufschiebenden Wirkung, tut sie dies aufgrund einer summarischen Prüfung der im Spiel stehenden Interessen, ohne sich vertieft mit den sich stellenden Sach- und Rechtsfragen auseinanderzusetzen. Erst recht auferlegt sich das Bundesgericht bei der Überprüfung der von der Vorinstanz vorgenommenen Interessenabwägung Zurückhaltung. Es hebt einen Entscheid über vorsorgliche Massnahmen nur auf, wenn die beanstandete Interessenabwägung vernünftiger Grundlage entbehrt und nicht nachvollziehbar erscheint, d.h. letztlich unhaltbar bzw. willkürlich ist (Urteile 2C_81/2012 vom 27. Januar 2012 E. 2.2; 2C_642/2015 vom 9. November 2015 E. 2.1; 2C_567/2015 vom 24. Juli 2015 E. 2.2). Das Bundesgerichtsgesetz trägt dem namentlich dadurch Rechnung, dass die bei der Anfechtung von Entscheiden über vorsorgliche Massnahmen möglichen Rügen auf die Verletzung verfassungsmässiger Rechte beschränkt sind (Art. 98 BGG; vgl. Urteil 2C_642/2015 vom 9. November 2015 E. 2.1; BGE 134 II 192 E. 1.5 S. 197; vgl. auch THOMAS MERKLI, Vorsorgliche Massnahmen und die aufschiebende Wirkung bei Beschwerden in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und subsidiären Verfassungsbeschwerden, ZBl 109/2008 S. 431 f.; Markus Schott, Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 8 f. zu Art. 98 BGG). Mit Blick auf die Beschwerdebegründung gilt die erhöhte Substantiierungspflicht gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG: Die Beschwerde führende Partei hat gezielt darzulegen, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch die angefochtene Zwischenverfügung verletzt worden sein sollen (Urteile 2C_567/2015 vom 24. Juli 2015 E. 2.2; 1C_121/2016 vom 27. April 2016 E. 2.1; 2C_642/2015 vom 9. November 2015 E. 2.1). 4.2 Die Vorinstanz hat festgestellt, die Veröffentlichung von Sanktionsverfügungen liege im Ermessen der WEKO. Sie ist - unter Berücksichtigung der Rechtsprechung (BGE 142 II 268) - zum Schluss gekommen, dass ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Publikation bestehe, was nicht dazu führen dürfe, dass die Publikation für die Dauer des Verfahrens vollständig verhindert werde. Den berechtigten Anliegen der Beschwerdeführerin sei durch geeignete Abdeckungen bzw. Schwärzungen Rechnung zu tragen (vgl. Ziff. 5.7.3 der angefochtenen Zwischenverfügung). Die Anonymisierung habe allerdings nicht derart zu erfolgen, dass Rückschlüsse auf die Identität der Beschwerdeführerin ausgeschlossen werden könnten. Dasselbe gelte auch für Angaben zur Umstrukturierung, welche zur Gründung der Beschwerdeführerin geführt hätten (vgl. Ziff. 5.7.5 der angefochtenen Zwischenverfügung). Ferner hat die Vorinstanz festgehalten, dass, sofern der Ermessensspielraum in Bezug auf die Publikation korrekt ausgeübt worden sei, dem Einzelnen nur die gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten blieben, um sicherzustellen, dass die Verfügung rechtskonform publiziert worden sei, wozu insbesondere der Schutz der Geschäftsgeheimnisse nach Art. 25 Abs. 4 KG gehöre (vgl. E. 5.8 der angefochtenen Zwischenverfügung). 4.3 Die Beschwerdeführerin macht eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots (Art. 8 BV) geltend (vgl. Ziff. 54 lit. c der Beschwerdeschrift). Zur Begründung führt sie im Wesentlichen aus, dass die im NIKON-Entscheid (BGE 142 II 268) entwickelten Publikationsgrundsätze nicht auf ein kleines Bauunternehmen angewendet werden dürften. Damit kommt sie ihrer erhöhten Substantiierungspflicht im Sinne von Art. 106 Abs. 2 BGG (vgl. E. 4.1 hiervor) nicht nach, weshalb auf diese Rüge nicht eingetreten wird. Die übrigen Beanstandungen der Beschwerdeführerin beziehen sich hauptsächlich auf den Rechtsstreit in der Sache selber sowie auf das noch hängige Verfahren gegen die Sanktionsverfügung vom 8. Juli 2016. So behauptet sie erneut, diese Verfügung sei ihr nicht rechtmässig zugestellt worden bzw. mit schweren formellen Mängeln behaftet, was zumindest eine Abdeckung der von ihr vorgeschlagenen Stellen rechtfertige. Ferner sei die Identität der Beschwerdeführerin - trotz der Anonymisierung - für jedermann leicht zu eruieren. Auch seien sämtliche Umsätze in der Sanktionsverfügung abzudecken, weil diese keine "Deliktssummen" eines unzulässigen Kartells darstellten. Zudem äussere sich die Wettbewerbskommission in der Sanktionsverfügung zu ausführlich zum Zeitraum vor 2002, als das revidierte Kartellgesetz noch nicht anwendbar gewesen sei, was eine rückwirkende Rechtsanwendung darstelle. Schliesslich behauptet sie, es gelte der Grundsatz der Nichtpublikation und es liege ohnehin kein öffentliches Interesse an der Veröffentlichung einer fehlerhaften Verfügung vor (vgl. Ziff. 51 ff. und 61 der Beschwerdeschrift). Damit rügt die Beschwerdeführerin jedoch keine Verletzungen verfassungsmässiger Rechte. Auch macht sie in keiner Weise geltend, die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts in Bezug auf den teilweisen Entzug der aufschiebenden Wirkung entbehre einer vernünftigen Grundlage und erscheine als unhaltbar (vgl. E. 4.1 hiervor). Auf die Beschwerde ist deshalb auch in diesem Punkt nicht einzutreten. 4.4 Im Ergebnis genügen die Ausführungen in der Beschwerdeschrift in Bezug auf den teilweisen Entzug der aufschiebenden Wirkung den besonderen Anforderungen von Art. 98 und 106 Abs. 2 BGG nicht, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.