Citation: 5A_900/2016 E. 2.1.2

2.1.2. Der anerkannte und vollstreckbar erklärte griechische Rechtsschutzentscheid verpflichte nicht zu einer Geldleistung (d.h. enthalte keine einstweilige Pflicht zur Geldleistung), sondern sichere den Anspruch (auf Geldleistung), den die Beschwerdegegnerin mittels Klageanhebung (Hauptsache) beim Landgericht in Athen gegen den Arrestschuldner geltend gemacht habe. Der Arrest könne als Massnahme im Sinne von Art. 47 Abs. 2 LugÜ zur Sicherung des griechischen Rechtsschutzentscheides angeordnet werden, sofern damit ein direkter Vermögensbeschlag ( in rem) bewirkt werde. Nach Prüfung der Rechtsnatur des griechischen Entscheides hat das Obergericht gefolgert, dass der Arrest als Sicherungsmassnahme im Sinne von Art. 47 Abs. 2 LugÜ zulässig sei. Da der schweizerische Arrest direkt in der Vollstreckbarkeitserklärung des griechischen Rechtsschutzentscheides begründet sei, brauche sinngemäss nicht (zusätzlich) ein Arrestgrund im Sinne von Art. 271 SchKG vorzuliegen.