Citation: 8C_662/2024 E. 7.4.2

7.4.2. Der Ortsschätzer berücksichtigte im Rahmen seiner Schätzung sodann die Lage des Grundstücks, die im Grundbuch eingetragenen Dienstbarkeiten sowie den Umstand, dass im Zeitpunkt der Abtretung damit zu rechnen war, dass die Grundstücksfläche in der Planungszone aus der Bauzone herausfallen und der Landwirtschaftszone zugeteilt würde. Wie sich aus seinen Ausführungen im Anhang der Verkehrswertschätzung weiter ergibt, war ihm bekannt, dass innerhalb der Planungszone nichts unternommen werden darf, was eine künftige Abgrenzung des "Siedlungsgebietes" resp. eine zweckmässige Nutzung im Sinne von Art. 15 RPG erschweren oder verunmöglichen könnte. Zwar könne der Gemeinderat unter bestimmten Voraussetzungen auch innerhalb der Planungszone Baubewilligungen erteilen. Klarheit bringe aber einzig ein entsprechender Antrag (Vormeinungsgesuch oder Baugesuch) an den Gemeinderat, da die raumplanerischen Massnahmen laufend überprüft würden, was zu Wertbeeinflussungen führen könne. Dieser Antrag sei nicht Bestandteil des Schätzungsberichts. Aus diesen Angaben erhellt, dass die vom Ortsschätzer erwähnten Wertbeeinflussungen die Planungszone und nicht die verbliebene Bauzone (Ferienhauszone) betrafen. Insoweit dringt die Beschwerdeführerin nicht durch, wenn sie dem Kantonsgericht vorwirft, es habe der Dynamik der raumplanerischen Massnahmen nicht genügend Rechnung getragen.