Citation: 1A.75/2001 20.11.2001 E. 2

2.1 Das Verwaltungsgericht hat die Rechtsgrundlagen für die Beurteilung der Lärmimmissionen, die beim Betrieb der Bar entstehen, zutreffend dargestellt. Auf diese Ausführungen, die der Beschwerdeführer nicht in Frage stellt, kann verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG). Ferner ist festzuhalten, dass das Verwaltungsgericht im vorliegenden Fall die bundesrechtlichen Lärmschutzvorschriften anwenden durfte, ohne den Beschwerdeführer dazu vorgängig anzuhören, obwohl sich die unteren kantonalen Instanzen nur auf kantonales Recht bezogen hatten. Wie das Verwaltungsgericht in seiner Vernehmlassung zur Beschwerde mit Recht bemerkt, musste der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer angesichts der zu beurteilenden Problematik mit der Anwendung des Umweltschutzgesetzes und der Lärmschutzverordnung rechnen, so dass das Verwaltungsgericht keinen Anlass hatte, ihm hierzu noch besonders das rechtliche Gehör einzuräumen (vgl. Thomas Merkli/Arthur Aeschlimann/Ruth Herzog, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, Art. 21 N. 8). 2.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, der Sachverhalt sei nicht sorgfältig ermittelt worden. Namentlich seien weder Lärmmessungen durchgeführt noch ein Augenschein vorgenommen worden. Gemäss Art. 105 Abs. 2 OG bindet die Feststellung des Sachverhalts das Bundesgericht, wenn wie vorliegend eine richterliche Behörde als Vorinstanz gewirkt und den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt hat. 2.2.1 Für die hier zu beurteilenden Lärmimmissionen fehlen Belastungsgrenzwerte. Sie sind daher direkt nach Art. 15 USG, unter Beachtung der Art. 19 und 23 USG, zu beurteilen. Aufgrund der Erfahrung ist zu entscheiden, ob eine unzumutbare Störung vorliegt. Dabei sind der Charakter des Lärms, Zeitpunkt und Häufigkeit seines Auftretens sowie die Lärmempfindlichkeit bzw. Lärm-vorbelastung der Zone, in der die Immissionen auftreten, zu berücksichtigen (BGE 126 II 366 E. 2c; 123 II 325 E. 4d/bb S. 334, je mit Hinweisen). Bei dieser Rechtslage ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanzen auf Lärmmessungen verzichtet haben. Ebenso konnte das Verwaltungsgericht angesichts der Akten auf einen Augenschein verzichten, der ohnehin nur ein ganz punktuelles Bild der Lage hätte vermitteln können. 2.2.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei unzureichend abgeklärt worden, ob die Besucher der Joystick Bar die Verursacher der Lärmimmissionen und der Verunreinigungen seien, die zu Beanstandungen und schliesslich zur angefochtenen Verfügung geführt hätten. Es fehle an konkreten Unter- suchungen vor Ort, die geklärt hätten, ob die fraglichen Belästigungen von Besuchern der Joystick Bar oder von Besuchern anderer Lokale, von Teilnehmern an privaten Anlässen oder von Heimkehrern aus der unteren Altstadt und dem Matte-Quartier herrührten. Das Verwaltungsgericht hat festgestellt, es könne als erwiesen gelten, dass in den Nächten, in denen der Beschwerdeführer sein Lokal vorschriftsgemäss um halb vier Uhr schliesse und um fünf Uhr wieder öffne, Gäste die dazwischen liegende Zeit in der unmittelbaren Umgebung der Bar überbrückten. Dabei komme es zu übermässigen Lärmimmissionen durch Gespräche und Geschrei, aber auch durch Motorfahrzeuge. Die Wartenden missbrauchten zudem teilweise die benachbarten Hauseingänge als Toilette und verstiessen damit gegen gängige Anstandsvorschriften und allenfalls auch gegen Strafnormen. Die Störungen würden mit dem Betrieb der Joystick Bar bzw. mit dem After-Hour-Angebot zusammenhängen. 2.2.3 Das Verwaltungsgericht stützt seine Feststellungen einerseits auf die aktenkundigen Reklamationen von Anwohnern, anderseits auf ebenfalls aktenkundige Polizeirapporte. Diese Unterlagen betreffen entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers nicht allgemeine Beobachtungen in der unteren Altstadt, sondern spezifisch die Joystick Bar und deren unmittelbare Umgebung. Sie belegen ausreichend den Kausalzusammenhang zwischen dem Betrieb dieses Lokals und den beanstandeten Störungen. Ergänzende Untersuchungen waren in diesem Zusammenhang nicht mehr nötig. Was den Einwand des Beschwerdeführers betrifft, die Verschmutzungen rührten von Heimkehrern aus anderen Lokalen her, führt das Verwaltungsgericht überzeugend aus, es sei unwahrscheinlich, dass diese Personen mehrheitlich und regelmässig in der näheren Umgebung der Joystick Bar das Bedürfnis verspürten, sich zu erleichtern. Vielmehr müsste das ganze Gebiet der unteren Altstadt betroffen sein, wofür keine Anhaltspunkte vorlägen. Von offensichtlich unrichtiger oder unvollständiger Ermittlung des Sachverhalts kann keine Rede sein. Die wiedergegebenen Feststellungen sind daher für das Bundesgericht verbindlich.