Citation: 2C_568/2021 E. 5.2.5

5.2.5. Generell kann das Nachtatverhalten des Beschwerdeführers entgegen seiner Ansicht diese Rückfallgefahr nicht entscheidwesentlich infrage stellen: Der Beschwerdeführer delinquierte zuletzt am 1. September 2017 bzw. zwischen ca. Juni 2015 und Juni 2018. Vom 19. Juni 2018 bis am 28. Mai 2020 befand er sich im Strafvollzug; seine Probezeit endete Mitte Mai 2021, also kurz bevor das angefochtene Urteil erging. Die vorgebrachte Deliktsfreiheit des Beschwerdeführers ist somit erstens aufgrund des Strafvollzugs, in welchem überdies ein tadelloses Verhalten regelmässig erwartet werden darf (vgl. BGE 139 II 121 E. 5.5.2), zu relativieren. Zweitens bedeutet der Umstand, dass der Beschwerdeführer bedingt aus dem Strafvollzug entlassen und ihm seitens der Strafvollzugsbehörden eine günstige Legalprognose ausgestellt wurde (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.3.5), nicht, dass von ihm (im fremdenpolizeilichen Sinne) keine Gefahr mehr ausgeht (BGE 137 II 233 E. 5.2.2). Drittens kommt dem Wohlverhalten während strafrechtlichen Probezeiten bzw. unter dem Druck eines hängigen ausländerrechtlichen Verfahrens praxisgemäss nur eine untergeordnete Bedeutung zu (vgl. Urteile 2C_92/2020 vom 10. Juni 2020 E. 5.3; 2C_773/2019 vom 5. Dezember 2019 E. 3.4.3; 2C_208/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 5.2).