Citation: 4A_467/2020 E. 3.4

3.4. Der Beschwerdeführer beanstandet, dass das Videolaryngoskop, mit dem die Intubation schliesslich gelang, nicht von Anfang an bereitstand, sondern während des lntubationsvorgangs erst noch geholt werden musste. Er behauptet, das Videolaryngoskop hätte bereitgestellt werden müssen, weil es in den Algorithmen vorgesehen sei. Er legt aber nicht dar, auf welchen Algorithmus er sich bezieht und wo sich dieser in den Akten befinden soll. Der Gutachter hat in seinen Bemerkungen die im Jahr 2014 gültigen Richtlinien beigelegt und festgehalten, der Vorgehensplan der Ärzte habe der damals gültigen Richtlinie entsprochen, welche die Videolaryngoskopie nicht erwähne. Soweit Letzteres nicht zutreffen sollte, müsste der Beschwerdeführer unter Bezugnahme auf die Akten aufzeigen, welcher Algorithmus der damals gültigen Richtlinie wo genau die Videolaryngoskopie vorsieht. Dies legt er nicht dar und genügt damit den Begründungsanforderungen nicht. Er macht vielmehr geltend, selbst wenn das Videolaryngoskop nicht in den Algorithmen vorgesehen gewesen wäre, hätte es von Anfang an bereitstehen müssen. In einem Universitätsspital vorhandene Geräte müssten auch einsetzbar sein. Das Gerät war einsetzbar, gelang damit doch die Intubation. Hätte sich die Notfallsituation vorhersehen lassen, würde sich vielleicht die Frage stellen, ob das Bereitstellen von Spezialgeräten, die diesfalls notwendig werden könnten, angezeigt gewesen wäre. Dazu müsste der Beschwerdeführer aber aufzeigen, woraus sich ergeben sollte, dass eine solche "cannot intubate, cannot ventilate"-Situation entgegen der Annahme des Gutachters für die Ärzte vorhersehbar gewesen wäre. Auch dies zeigt er nicht rechtsgenüglich auf.