Citation: 5A_801/2018 E. 9.3.3

9.3.3. Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, als Journalistin oder sonstwie medial tätig zu sein oder arbeiten zu wollen, und legt auch nicht dar, wie sie vom angefochtenen Entscheid allenfalls als Medienkonsumentin beeinträchtigt sein könnte. Sie trägt damit nicht ausreichend vor (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 142 III 364 E. 2.4 S. 368), inwiefern sie im vorliegenden Zusammenhang durch die Medienfreiheit nach Art. 17 BV und das dadurch mit garantierte Zensurverbot geschützt sein sollte. In tatsächlicher Hinsicht ist auch nicht erstellt, dass ihre Äusserungen zum "Medienschaffen" und nicht bloss zum nicht-journalistischen Abfassen von Kommentaren in Diskussionsforen zu zählen sind (vgl. zum Schutzbereich: FRANZ ZELLER/REGINA KIENER, in: Basler Kommentar zur Bundesverfassung, 2015, N. 16 f. zu Art. 17 BV; STEPHAN C. BRUNNER/HERBERT BURKERT, in: Ehrenzeller u.a. [Hrsg.], Die schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 3. Aufl. 2014, N. 31 zu Art. 17 BV). Hat sie folglich als Privatperson zu gelten, die sich gegenüber dem Beschwerdegegner 2 ehrverletzend geäussert hat, kann die Beschwerdeführerin aus Urteilen des Bundesgerichts zu Äusserungen über den Beschwerdegegner 2, die in der Presse geschrieben wurden, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Als gerechtfertigt erschienen die damaligen Persönlichkeitsverletzungen allein aufgrund des Informationsauftrags der Presse (BGE 129 III 49 E. 2.2 S. 51, betreffend den Artikel "Schächtverbot und Antisemitismus" in der Zeitung "Der Bund" vom 21. Juni 2001; Urteil 5A_207/2015 vom 3. August 2015 E. 4.3 und 5.3, in: sic! 2016 S. 11, betreffend den Artikel in der Tageszeitung "Le Matin" vom 23. Mai 2013). Die Beschwerdeführerin als Privatperson kann sich im Gegensatz zu einem Medienunternehmen nicht auf einen Informationsauftrag berufen, der im Zusammenhang mit der besonderen Bedeutung der Medien für das Funktionieren der demokratischen Gesellschaft steht (Urteil 5A_195/2016 vom 4. Juli 2016 E. 5.2, in: sic! 2016 S. 597).