Citation: 2D_14/2020 E. 2.2

2.2. Gemäss § 194 Abs. 1 des Gesetzes (des Kantons Thurgau) vom 14. September 1992 über die Staats- und Gemeindesteuern (StG/TG; RB 640.1) "kann" auf schriftliches Gesuch der Steuererlass ganz oder teilweise ausgesprochen werden, falls die Voraussetzungen vorliegen. Verschiedene andere Kantone kennen ähnliche Formulierungen, woraus das Bundesgericht durchwegs abgeleitet hat, es bestehe kein Rechtsanspruch auf Steuererlass (statt aller: Urteil 2C_735/2019 vom 7. Oktober 2019 E. 2.3.2). Dementsprechend ist (auch) § 194 StG/TG kein Rechtsanspruch auf Stundung oder Erlass der Steuern, Zinsen, Bussen oder Kosten zu entnehmen (Urteil 2D_62/2019 vom 21. November 2019 E. 2.3). Die Verweigerung des Erlasses der Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Thurgau kann eine steuerpflichtige Person daher in keinen rechtlich geschützten Interessen treffen (Art. 115 lit. b BGG), weshalb ihr die Legitimation fehlt, um im Erlasspunkt Rügen vorzubringen (auch dazu Urteil 2D_62/2019 vom 21. November 2019 E. 2.3).