Citation: 6B_137/2022 E. 2.3.4

2.3.4. Indem die Vorinstanz gestützt auf die Aussagen aller drei Beteiligten auf ein Wissen der zwei Mitbeschuldigten A.________ und B.B.________ betreffend das Erstellen der Videoaufnahme schliesst, und daraus ableitet, der Beschwerdeführer habe sie durch sein Handeln, das Filmen, in ihrem Tatentschluss bestärken können, verwertet die Vorinstanz die Aussagen, und damit auch die Einlassungen der beiden Mitbeschuldigten, zum Nachteil des Beschwerdeführers. Die Vorinstanz stellt dabei massgeblich auf die von den zwei Mitbeschuldigten an den delegierten polizeilichen und den staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen gemachten Aussagen ab, bei denen nach dem verbindlichen Sachverhalt (vgl. Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) der Beschwerdeführer und ebenso sein Verteidiger nicht anwesend waren und eine Teilnahme im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StPO folglich nicht gewährleistet war. Gründe für eine Einschränkung des Teilnahmerechts oder ein Verzicht auf die Teilnahme seitens des Beschwerdeführers sind weder dargelegt noch ersichtlich. Trotz des in Missachtung von Art. 147 Abs. 1 StPO nicht gewährleisteten Teilnahmerechts des Beschwerdeführers erachtet die Vorinstanz die von den zwei Mitbeschuldigten an den delegierten polizeilichen und den staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen zu Protokoll gegebenen Aussagen als uneingeschränkt verwertbar.