Citation: 5A_799/2019 E. 6.3.1

6.3.1. Weiter verlangt der Beschwerdeführer, das Testament wegen eines Willensmangels der Erblasserin (Art. 469 ZGB) ungültig zu erklären. Dem Beschwerdeführer zufolge stellt sich die Frage des Willensmangels nur für den Fall, dass sich die Erblasserin Vorstellungen über die Zukunft machte und insbesondere auch die Situation in Betracht zog, dass D.________ vor ihr stirbt. Sollte die Erblasserin gewollt haben, dass E.________ und deren Stamm auch nach dem Vorversterben von D.________ nichts erben und D.________s Anteil an die Beschwerdegegnerin und ihren Stamm übergeht, so sei sie mit Bezug auf die Notwendigkeit einer Ersatzverfügung einem Rechtsirrtum unterlegen - vorausgesetzt, dass E.________ und deren Stamm nicht rechtsgültig von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen wurden. Wollte die Erblasserin hingegen auch E.________s Nachkommen ausschliessen und glaubte sie, der Entzug des gesetzlichen Erbrechts einer Parentel "führe zum Entzug des selben für alle folgenden", so sei sie einem Rechtsirrtum erlegen. "Dann hätte sie das Testament wohl aufgehoben und jedenfalls nicht so testiert", so die Argumentation des Beschwerdeführers.