Citation: U 356/99 28.07.2000 E. A

A.- K.________ (geboren 1933) arbeitete seit 1990 teilzeitlich im Verkauf bei der Firma M.________ AG und war bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft (nachfolgend: Schweizerische Mobiliar) gegen Unfälle versichert. Am 11. September 1993 erlitt sie eine Bimalleolarfraktur links mit ossärem Ausriss der vorderen Syndesmose. Gemäss Bescheinigungen des Dr. med. B.________, Facharzt für Allgemeine Medizin, war sie in der Folge mit einem kurzen Unterbruch vollständig, ab 21. März 1994 zu 50 % arbeitsunfähig, weshalb sie noch an zwei anstelle der üblichen vier Nachmittage arbeitete. Die Schweizerische Mobiliar erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Seit Entfernung des Osteosynthesematerials leidet K.________ unter Schmerzen und Sensibilitätsstörungen im Bereich des linken Fussrückens sowie häufigen Schwellungen. Dr. med. A.________, Spezialarzt für Neurologie, diagnostizierte eine Läsion des Nervus peronaeus superficialis links. Dr. med. L.________, Spezialarzt für Chirurgie, befand, dass K.________ trotz ihrer glaubwürdigen und objektivierbaren Schmerzen bei gutem Willen mindestens an drei Nachmittagen arbeiten könnte, da es bei ihrer Tätigkeit möglich sei, zwischendurch Sitzpausen einzuschalten (Gutachten vom 6. Juni 1995), und attestierte ihr für eine sitzende Tätigkeit volle Arbeitsfähigkeit (Schreiben vom 22. Juni 1995). Am 15. September 1995 glitt sie auf nassem Boden aus und stauchte sich den linken Fuss. In der Folge verstärkten sich die seit dem ersten Unfall bestehenden Beschwerden. Mit Verfügung vom 29. Dezember 1995, welche unangefochten blieb, stellte die Schweizerische Mobiliar die Leistung von Taggeldern für den Unfall von 1993 per 30. November 1995 ein, da K.________ am 4. November 1995 das Pensionsalter erreicht habe, und richtete ihr eine Integritätsentschädigung auf Grund einer Integritätseinbusse von 5 % aus. Im Zusammenhang mit dem Unfall von 1995 leistete sie bis April 1997 weitere Taggelder. K.________ war bei andauernder Arbeitsunfähigkeit von 50 % weiterhin an zwei Nachmittagen in der Woche erwerbstätig. Dr. med. R.________, Spezialarzt für orthopädische Chirurgie, hielt in seinem Gutachten vom 7. Februar 1997 zu Handen der Schweizerischen Mobiliar fest, dass sämtliche Beschwerden von K.________ Folgen des Unfalles von 1993 seien. Mit Verfügung vom 8. September 1997, bestätigt mit Einspracheentscheid vom 20. Mai 1998, hiess die Schweizerische Mobiliar die Übernahme erneuter Heilbehandlungskosten gut, lehnte aber die Ausrichtung weiterer Taggelder ab.