Citation: I 701/06 05.01.2007 E. 4

Die IV-Stelle ermittelte in Anwendung der gemischten Methode (vgl. dazu BGE 125 V 148 f. Erw. 2a-c sowie BGE 130 V 393 und SVR 2006 IV Nr. 42 S. 151) bei einem Anteil der Erwerbstätigkeit von 0,5 (zeitlicher Umfang gemessen an einem Normalarbeitspensum in welchem die Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigung als Verkäuferin arbeitete) und ausgehend von einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 % in dem Rückenleiden angepassten Tätigkeiten einen Invaliditätsgrad von 0 % (Verfügung vom 15. Juni 2005). Das kantonale Gericht hat die Invaliditätsschätzung der Verwaltung in Bezug auf die anwendbare Bemessungsmethode sowie hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit korrigiert. Es hat die Invalidität nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs bemessen (vgl. Art. 16 ATSG und BGE 128 V 30 Erw. 1 in Verbindung mit BGE 130 V 343). Dabei ist es von einer seit April 2004 durchgehenden Arbeitsfähigkeit von höchstens 50 % ausgegangen. Die Gegenüberstellung der auf der Grundlage der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2004 des Bundesamtes für Statistik ermittelten Validen- und Invalideneinkommen (vgl. BGE 126 V 77 Erw. 3b/bb, 124 V 321) ergab bei einem Abzug vom Tabellenlohn von 10 % nach BGE 126 V 75 einen Invaliditätsgrad von mindestens 50 %, aber weniger als 60 %.