Citation: 1C_307/2023 E. 8.1

8.1. Das BAFU bestätigt in seiner Vernehmlassung, dass Reflexionen bei der Berechnung der elektrischen Feldstärke an einem OMEN nicht berücksichtigt werden. Das für die rechnerische Prognose empfohlene Freiraumausbreitungsmodell berücksichtige - abgesehen von Gebäudedämpfungen - nicht, was mit der Strahlung nach der Emission durch die Antenne geschehe (vgl. BUWAL, Nichtionisierende Strahlung, Mobilfunk- und WWL-Basisstationen, Vollzugsempfehlung zur NISV, 2002 [nachfolgend: BUWAL, Vollzugsempfehlung], Kap. 2.3.1). Die Berücksichtigung von Reflexionen in jedem Einzelfall sei nicht mit verhältnismässigem Aufwand möglich. Aufgrund dieser Vereinfachungen bei der Berechnung empfehle die Vollzugsempfehlung des BUWAL (Kap. 2.1.8), nach Inbetriebnahme der Anlage an kritischen OMEN eine NIS-Abnahmemessung durchzuführen. Das BAFU sei jedoch bestrebt, die rechnerische Prognose weiterzuentwickeln und neuen Gegebenheiten anzupassen, soweit dies technisch und im Rahmen eines verhältnismässigen Aufwands möglich sei. Im Übrigen sei laut dem BAFU in der Realität kaum je zu erwarten, dass zwei adaptive Antennen abwechslungsweise denselben OMEN mit je einem Beam bestrahlen. Es handle sich dabei um ein hypothetisches Szenario.