Citation: K 122/00 06.08.2001 E. 2

2.- Im Streit liegt die Frage, welcher Grad der Arbeitsunfähigkeit den Taggeldleistungen ab 1. Juni 1998 bis zum Ablauf der 720-tägigen Leistungspflicht zu Grunde zu legen ist. a) Was den Arbeitsfähigkeitsgrad ab der von der MEDAS durchgeführten Untersuchung vom 22. Juni 1999 anbelangt, kann mangels anderer, diesen Zeitraum erfassenden Arztberichte ohne weiteres auf die Einschätzung der Experten der MEDAS vom 2. August 1999 abgestellt werden. Danach beträgt der Arbeitsfähigkeitsgrad ab diesem Datum sowohl in der zuletzt verrichteten Tätigkeit als Buffetdame wie auch in körperlich leichtere Arbeiten erheischenden Berufen 50 %, wobei die Einschränkung in diesen Tätigkeiten im Wesentlichen mit der rezidivierenden depressiven Störung mit somatischem Syndrom begründet ist. Gegen diese Einschätzung bringt die Beschwerdeführerin nichts Konkretes vor. b) Die Vorinstanz ist für den davor liegenden Zeitraum den Einschätzungen der Vertrauensärztin der Krankenkasse, Frau Dr. L________, vom 5., 31. Mai sowie 31. Oktober 1998 gefolgt, wonach die Beschwerdeführerin sowohl im angestammten Beruf wie auch einer leidensangepassten Tätigkeit zu 50 % der Norm leistungsfähig sei. Demgegenüber vertritt die Beschwerdeführerin die Auffassung, der Stellungnahme der Hausärztin vom 6. November 1998 sei der Vorzug zu geben. In den Akten finden sich keinerlei Anhaltspunkte, die den Beweiswert der in Kenntnis der hausärztlichen Einschätzung abgegebenen Stellungnahmen von Frau Dr. L.________ mindern würden (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/ee, 122 V 161 Erw. 1c; SVR 1999 KV Nr. 22 S. 51 Erw. 3b). Sodann haben die Experten der MEDAS die Einschätzung der Hausärztin für die vor dem 22. Juni 1999 liegende Zeit entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung lediglich insoweit bestätigt, als dass die Versicherte in ihrem angestammten Beruf seit dem 16. Dezember 1997 in einem nicht näher bestimmten Grad arbeitsunfähig sei. In diesem Punkt besteht zwischen den Aussagen der Vertrauensärztin und Frau Dr. K.________ kein Widerspruch. Zu beachten gilt es ferner, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten aus rein somatischer Sicht zum Zeitpunkt der Begutachtung durch die MEDAS nicht besser präsentiert hat, als im davor liegenden Zeitraum. Wenn nun die MEDAS die Leistungsfähigkeit der Versicherten aus rein somatischer Sicht einzig bei schwerer körperlicher Arbeit als zusätzlich eingeschränkt sieht, nicht jedoch als Buffetdame, wird damit im Ergebnis die Einschätzung von Frau Dr. L.________ gestützt. Denn Frau Dr. K.________ hat im Ergänzungsblatt zum an die Invalidenversicherung gerichteten Bericht vom 6. November 1998 den zu 50 % zumutbaren leidensangepassten Beruf wesentlich enger umschrieben (u.a. Heben und Tragen von Lasten bis maximal 4-5 kg). Würde man die von der MEDAS vorgenommene Umschreibung der leidensangepassten Tätigkeit auf die Einschätzung von Frau Dr. K.________ umlegen, wäre damit der Widerspruch zwischen ihrer Einschätzung und jener von Frau Dr. L.________ gelöst. Daher ist retrospektiv betrachtet der Einschätzung der Vertrauensärztin gegenüber jener der Hausärztin mit der Vorinstanz der Vorzug zu geben, wenngleich letztere die Beschwerdeführerin über einen längeren Zeitraum beobachten konnte, Frau Dr. L.________ dagegen die Versicherte nur einmal persönlich untersucht hatte.