Citation: U 312/01 13.09.2002 E. 1

Das kantonale Gericht hat die Bestimmung über den Leistungsanspruch bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten (Art. 6 Abs. 1 UVG) sowie die Rechtsprechung über die Voraussetzung des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen einem versicherten Ereignis und einem Gesundheitsschaden zutreffend dargelegt (BGE 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen; für den Kausalzusammenhang zwischen dem ursprünglichen Unfall und den erneut geltend gemachten Beschwerden für die Leistungspflicht der Unfallversicherung vgl. auch BGE 118 V 296 f. Erw. 2c, 117 V 360 Erw. 4a mit Hinweisen; RKUV 1991 Nr. U 206 S. 327 f. Erw. 2 und S. 328 Erw. 3b). Richtig sind auch die Erwägungen zu dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 125 V 195 Erw. 2, 121 V 47 Erw. 2a, 208 Erw. 6b mit Hinweis; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328). Darauf wird verwiesen. Zu ergänzen ist, dass nach Art. 11 UVV Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt werden. Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, sodass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Spätfolgen liegen vor, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem oft völlig anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an (BGE 118 V 296 Erw. 2c; siehe auch RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 Erw. 2).