Citation: 2C_395/2016 E. 4.3.2

4.3.2. Der Ehemann hat am 26. August 2012 erklärt, dass er die Gemeinschaft bereits Ende Juli 2011 wegen "Mentalitätsunterschieden" sowie sprachlichen Problemen als gescheitert erachtet habe und er im Übrigen in einer Beziehung mit einer neuen Partnerin stehe. Seit Juli 2011 führten die Eheleute - nach seinen Angaben - bis zum Auszug der Gattin "eine Art Wohngemeinschaft, die aber keine affektive, sexuelle und seelisch-geistige Gemeinschaft" mehr umfasst habe. Am 31. Dezember 2012 wurde, wie eheschutzrichterlich festgestellt ist, der gemeinsame Haushalt definitiv aufgehoben. Der Ehemann bestreitet, dass es in der Folge zu der von der Beschwerdeführerin behaupteten Wiederaufnahme der ehelichen Beziehungen gekommen sei. Er hat sich deshalb - wie die Beschwerdeführerin selber darlegt - geweigert, eine anderslautende Erklärung abzugeben. Es ist nicht ersichtlich, warum er dies hätte tun sollen, wenn die Eheleute in der behaupteten Zeitperiode tatsächlich wieder zusammengefunden hätten. Es ist auch kaum nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin ihren Auszug aus der ehelichen Wohnung schriftlich bestätigte, hingegen nicht die Wiederaufnahme der Gemeinschaft unter Beibehaltung getrennter Wohnorte und unterschiedlicher Meldeverhältnisse feststellen liess.