Citation: 6B_397/2008 07.08.2008 E. 2

Gemäss Art. 36 Abs. 4 SVG darf der Führer, der sein Fahrzeug in den Verkehr einfügen, wenden oder rückwärts fahren will, andere Strassenbenützer nicht behindern; diese haben den Vortritt. Es folgt daraus, dass der Beschwerdeführer gegenüber den anderen beiden Fahrzeugen vortrittsbelastet war. Zwar war noch nicht zu beanstanden, dass der Beschwerdeführer sein Fahrzeug, nachdem er den rechten Blinker gestellt hatte, an der rechten Strassenseite anhielt. Er hätte alsdann aber den beiden ihm folgenden Fahrzeugführerinnen den Vortritt lassen und sich von ihnen überholen lassen müssen. Erst dann hätte er mit dem Rückwärtsfahrmanöver beginnen dürfen. Indem er, ohne abzuwarten, sofort rückwärts fuhr, hat er im Sinne von Art. 36 Abs. 4 SVG andere Strassenbenützer behindert und deren Vortrittsrecht missachtet. Der Verweis des Beschwerdeführers auf den Vertrauensgrundsatz geht dabei fehl, weil hier nicht das allfällige strafrechtlich relevante Fehlverhalten der Lenkerin A.________ zur Diskussion steht. Der Schuldspruch des Obergerichts ist mithin nicht zu beanstanden.