Citation: 5A_14/2024 E. 2.1

2.1. Das Obergericht erwog, gemäss den unbestritten gebliebenen Ausführungen des Betreibungsamtes habe der Beschwerdeführer die offene Betreibung samt Kosten an die Gläubigerin bezahlt. Die Gläubigerin habe diese Zahlung dem Betreibungsamt mit Schreiben vom 14. November 2023 angezeigt und den Antrag gestellt, die Betreibung sei "als erledigt" zu betrachten. Das Schreiben enthalte zudem die Formulierung, wonach es "lediglich als Information und nicht als Rückzug gemäss Art. 8a Abs. 3 lit. c SchKG zu betrachten ist". Im Gegensatz zur Bezahlung der Forderungssumme samt Zins und Kosten beim Betreibungsamt führe die direkte Zahlung an die Gläubigerin nicht zum Erlöschen der Betreibung. Allerdings sei die Anzeige der Gläubigerin, mit der sie dem Betreibungsamt die an sie direkt geleistete Zahlung des Schuldners zur Kenntnis bringt, als Verzicht auf die Weiterführung des Vollstreckungsverfahrens zu werten. Mit dem Verzicht der Gläubigerin auf die Weiterführung der Betreibung entfalle das schutzwürdige Interesse des Beschwerdeführers an der Feststellung der Nichtigkeit bzw. der eventualiter beantragten Aufhebung des Zahlungsbefehls: Das Betreibungsverfahren werde nicht mehr weitergeführt, weshalb auch kein schutzwürdiges Interesse mehr an der Korrektur von früher ergangenen Verfahrenshandlungen bestehe. Eine solche Korrektur würde keinem praktischen Verfahrenszweck mehr dienen. Das Beschwerdeverfahren sei daher insoweit, d.h. betreffend die Beschwerdebegehren 1 und 2 als gegenstandslos abzuschreiben.