Citation: 1D_2/2022 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz erwog, das Einbürgerungsgesuch unter anderem des Beschwerdeführers sei vom Bürgerrat mit Entscheid vom 16. August 2005 abgewiesen worden. Mit Schreiben vom 27. Januar 2021 habe dieser um Neuüberprüfung ersucht (vgl. angefochtenes Urteil, E. 2.1). Aus Art. 29 Abs. 1 und Abs. 2 BV ergebe sich ein Anspruch auf materielle Behandlung, wenn sich die Umstände seit der ursprünglichen Verfügung wesentlich geändert hätten (nachträgliche Fehlerhaftigkeit) oder der Gesuchsteller erhebliche Tatsachen oder Beweismittel vorbringe, die ihm im früheren Verfahren nicht bekannt gewesen seien oder die schon damals geltend zu machen für ihn rechtlich oder tatsächlich unmöglich gewesen sei oder keine Veranlassung bestanden habe (ursprüngliche Fehlerhaftigkeit; vgl. angefochtenes Urteil, E. 2.2.1). Dass sich die Umstände seit dem Entscheid vom 16. August 2005 geändert hätten, mache der Beschwerdeführer nicht geltend. Somit stehe bloss zur Diskussion, ob der Entscheid vom 16. August 2005 an einem ursprünglichen Mangel leide und in Revision zu ziehen sei. Die Geltendmachung der ursprünglichen Fehlerhaftigkeit einer Verfügung unterliege jedoch einer Verwirkungsfrist von zehn Jahren. Diese sei hier längst abgelaufen gewesen, als der Beschwerdeführer am 27. Januar 2021 ein Gesuch um Neuüberprüfung einreichte. Die untere Instanz sei darauf zu Recht nicht eingetreten (vgl. angefochtenes Urteil, E. 2.2.3 f.).