Citation: 8C_124/2008 17.10.2008 E. 8

Die Versicherte macht geltend, die medizinische Behandlung könne entgegen der Vorinstanz noch nicht als abgeschlossen gelten, da nach wie vor adäquate Unfallfolgen vorlägen. 8.1 Diesbezüglich ist auf BGE 134 V 109 hinzuweisen. Danach ist nicht zu fragen, in welchem Zeitpunkt die Adäquanzprüfung vorzunehmen ist, sondern wann der Unfallversicherer den Fall (unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung) abzuschliessen hat. Dies hat gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG in dem Zeitpunkt zu geschehen, in welchem von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Der Fallabschluss darf nicht mit der Begründung, der adäquate Kausalzusammenhang könne noch nicht geprüft werden, über diesen Zeitpunkt hinausgezögert werden (BGE 134 V 109 E. 3 und 4 S. 113 f.; Urteil 8C_141/2007 vom 28. Juli 2008, E. 5.2.1). 8.2 Im MEDAS-Gutachten vom 12. Mai 2006 wurde im Rahmen der Gesamtbeurteilung ausgeführt, nach der Erfolglosigkeit üblicher Physiotherapien und auch paramedizinischer Behandlungen könnten somatischerseits wohl kaum wesentliche Vorschläge gemacht werden. Eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung sei indiziert, dürfte aber keinen wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben. Eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes sei wenig wahrscheinlich. Berufliche Massnahmen seien aufgrund der geschilderten Persönlichkeitsstruktur kaum durchführbar. Damit waren die Voraussetzungen für den Fallabschluss gegeben, zumal aus den Akten nicht hervorgeht und auch nicht geltend gemacht wird, dass IV-Eingliederungsmassnahmen laufen oder geplant seien.