Citation: 9C_784/2023 E. 5.1

5.1. Das Schiedsgericht schloss im angefochtenen Urteil aufgrund der statistischen Methode des Durchschnittskostenvergleichs auf eine unwirtschaftliche Praxisführung durch den Beschwerdeführer. Dabei nahm es den Durchschnittskostenvergleich auf der Grundlage der Rechnungsstellerstatistik (RSS) vor. Der Beschwerdeführer macht geltend, die RSS stelle keine ausreichend verlässliche Datengrundlage dar, um bei ihm auf eine unwirtschaftliche Praxisführung und damit eine Überarztung zu schliessen. Hierzu ist festzuhalten, dass das Bundesgericht ein Abstellen auf die RSS zur Kontrolle der Wirtschaftlichkeit eines Leistungserbringers wiederholt bestätigt hat (Urteil K 142/05 vom 1. März 2006 E. 8.1.1 mit weiteren Hinweisen, vgl. auch GEBHARD EUGSTER, Krankenversicherung, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 3. Aufl. 2016, S. 677 ff. Rz. 880 ff.); dies ausdrücklich im Bewusstsein darum, dass das Zustandekommen der Statistik nicht im Einzelnen nachvollzogen werden kann. Hinreichende Gründe (vgl. BGE 149 II 381 E. 7.3.1; 149 V 177 E. 4.5; 147 V 342 E. 5.5.1; 146 I 105 E. 5.2.2; 145 V 50 E. 4.3.1; 141 II 297 E. 5.5.1; 140 V 538 E. 4.5; je mit Hinweisen), um auf diese Praxis zurückzukommen, sind keine ersichtlich. Dass der vom Schiedsgericht beigezogene Experte die Richtigkeit der RSS nicht überprüfen konnte, da die einzelnen Leistungsabrechnungen bei der Erstellerin der Statistik, der SASIS AG, nicht vorhanden waren, stellt damit keinen ausreichenden Grund dar, um an der Richtigkeit der RSS zu zweifeln. Auch ist entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers nicht ersichtlich, auf welcher Grundlage die Krankenversicherungen gehalten gewesen wären, die entsprechenden Daten vorzuhalten.