Citation: C 374/00 15.02.2002 E. 2

2.- Nach Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist der Versicherte in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn er durch eigenes Verschulden arbeitslos ist. Als selbstverschuldet gilt die Arbeitslosigkeit insbesondere dann, wenn der Versicherte das Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst hat, ohne dass ihm eine andere Stelle zugesichert war, es sei denn, dass ihm das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zugemutet werden konnte (Art. 44 lit. b AVIV). Nach der Rechtsprechung ist bei der Frage der Unzumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz ein strenger Massstab anzulegen (ARV 1989 Nr. 7 S. 89 Erw. 1a mit Hinweisen; vgl. auch Gerhards, Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz, Bd. I, N 14 zu Art. 30). Auch bei Auftreten von Problemen am Arbeitsort ist bei schwieriger Arbeitsmarktlage einem Versicherten grundsätzlich zuzumuten, dass er seine Stelle nicht ohne Zusicherung einer Anschlussstelle aufgibt (vgl. SVR 1997 Nr. 105 S. 324 Erw. 2a; ARV 1986 Nr. 23 S. 92 Erw. 2b, 1976 Nr. 18 S. 117 f., je mit Hinweisen). Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 12 Tage bei leichtem, 13 bis 25 Tage bei mittelschwerem und 26 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 2 AVIV).