Citation: 5A_452/2022 E. 5.3.1

5.3.1. Der angefochtene Entscheid enthält keine Feststellung, wonach bei Einräumung des beantragten Überbaurechts die Beschwerdegegner für den Unterhalt der Jauchegrube verantwortlich wären, sodass dem entsprechenden Einwand der Beschwerdeführer die Grundlage fehlt. Sofern sie der Vorinstanz ferner implizit vorwerfen, ein Kriterium herangezogen zu haben, das sich nicht aus dem Gesetz bzw. der dazu ergangenen Rechtsprechung ergebe, geht ihre Rüge fehl. Die Vorinstanz erwog nur deshalb, sie hätten die Unentbehrlichkeit der Jauchegrube nicht dargetan, weil sie sich im erstinstanzlichen Verfahren selbst darauf beriefen (vgl. vorne E. 5.2.2). Prüfungsmassstab war unabhängig davon aber, ob es die Umstände rechtfertigten, den Beschwerdeführern ein Überbaurecht einzuräumen, was mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Einklang steht (vgl. vorne E. 5.1). Sodann erheben die Beschwerdeführer - wie bereits ausgeführt (vgl. vorne E. 3.2) - im Zusammenhang mit den vorinstanzlichen Feststellungen namentlich hinsichtlich der gegeneinander abzuwägenden Interessen der Parteien keine Sachverhaltsrüge. Für das Bundesgericht sind diese mithin verbindlich (vgl. vorne E. 3.1).