Citation: 1A.208/2000 16.08.2000 E. 3

3.- Der Beschwerdeführer bringt vor, seine Gesellschaft X.________ habe alle ihre Verpflichtungen erfüllt und keine Bankkredite in Anspruch genommen. Ausserdem könne es nicht auf einen Missbrauch seiner Stellung zurückzuführen sein, dass der Gesellschaft Kredite gewährt worden seien. Diese seien nach Angaben im Rechtshilfeersuchen in den Jahren 1995-1996 erteilt worden, während er nach denselben Angaben erst im April 1996 stellvertretender Generaldirektor der krediterteilenden Stelle geworden sei. Damit macht er sinngemäss geltend, der ihm im Rechtshilfeersuchen vorgeworfene Sachverhalt treffe nicht zu. Dieser Einwand wäre nur beachtlich, wenn er den aufgezeigten Verdacht sofort entkräften könnte. Da dies nicht der Fall ist, ist der Einwand nicht im Rechtshilfeverfahren, sondern vom russischen Strafrichter zu beurteilen (vgl. vorne E. 2d). Auch der Vorwurf eines Missbrauchs einer im April 1996 erlangten Amtsstellung im Zusammenhang mit in den Jahren 1995-1996 gewährten Krediten stellt keinen Widerspruch dar, der genügend offensichtlich wäre, um die dem Beschwerdeführer gemachten Vorwürfe zu widerlegen. Zwar kann durch die Erteilung von Krediten vor April 1996 nicht eine Stellung missbraucht worden sein, welche der Beschwerdeführer damals noch nicht hatte. In der Beschwerde wird jedoch nicht geltend gemacht, nach April 1996 habe die Firma X.________ kein Geld mehr vom Staat erhalten. Ausserdem könnte auch das unterlassene Geltendmachen eines Rückzahlungs- oder Rückerstattungsanspruchs unter den Vorwurf des Amtsmissbrauchs fallen oder als die im Rechtshilfeersuchen erwähnte "Entwendung staatlicher Gelder" angesehen werden.