Citation: 5A_504/2024 E. 4.6.1

4.6.1. Entgegen ihren Ausführungen setzt der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts gerade nicht voraus, dass mildere Massnahmen bereits ausprobiert wurden und gescheitert sind. Vielmehr genügt es, dass andere Massnahmen von vornherein als ungenügend erscheinen. Ebenso irrelevant ist, ob es die Beschwerdeführerin war, die die Kindeswohlgefährdung verursacht hat (oben E. 4.1). Angesichts der ausführlichen vorinstanzlichen Erwägungen zur Erziehungsfähigkeit der Beschwerdeführerin, dem immer wieder von beiden Seiten ausgearteten elterlichen Konflikt mit mehreren Polizeieinsätzen und dem Vorhalt der Vorinstanz, dass die wiederholten Interventionen der Beschwerdeführerin bei der Polizei und Vorstellungen bei verschiedenen Ärztinnen (mit entsprechenden gynäkologischen Untersuchungen des Kindes) ihrerseits das Kindeswohl gefährden, erscheint die Aussage der Beschwerdeführerin jedoch mindestens befremdlich und zeigt, dass sie weiterhin - wie bereits im kantonalen Verfahren - ihren eigenen Anteil an der Situation nicht zu erkennen vermag.