Citation: 4A_280/2017 E. 3

Unbestritten ist, dass die Parteien einen Arbeitsvertrag nach Art. 319 ff. OR abgeschlossen haben und dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer am 24. April 2014 ordentlich kündigte. Der Beschwerdeführer beharrt vor Bundesgericht auf seiner Auffassung, dass einerseits diese Kündigung missbräuchlich im Sinne von Art. 336 OR sei und er andererseits Anspruch auf eine Überstundenentschädigung habe. Die Vorinstanz erwog bezüglich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Missbräuchlichkeit der Kündigung, die Beschwerdegegnerin habe im Kündigungsschreiben vom 24. April 2014 die Kündigung mit zwei Gründen motiviert, nämlich mit einem unerlaubten Fernbleiben von der Arbeit und den Bruch der Vertrauensbasis. Die Vorinstanz kam bezüglich dem unerlaubten Fernbleiben zum Schluss, dass die Ferien des Beschwerdeführers nicht bewilligt gewesen seien, und er der Arbeit unerlaubt ferngeblieben sei. Nachdem der Beschwerdeführer am 24. April 2014 die Arbeit wieder aufgenommen habe, habe ihm die Beschwerdegegnerin gleichentags gekündigt. Aufgrund der eigenmächtig bezogenen Ferien durch den Beschwerdeführer und die umgehende Kündigung noch gleichentags nach der Wiederaufnahme seiner Arbeit, sei nicht von einem vorgeschobenen Kündigungsgrund auszugehen. Vielmehr lasse die zeitliche Nähe darauf schliessen, dass der angegebene Kündigungsgrund des unerlaubten Fernbleibens ein wirklicher Kündigungsgrund gewesen sei. Auch bezüglich dem von der Beschwerdegegnerin im Kündigungsschreiben angegebenen zweiten Kündigungsgrund, dem Bruch der Vertrauensbasis, kam die Vorinstanz zum Schluss, dass dieser wegen dem unerlaubten Fernbleiben von der Arbeit und der Ankündigung des Beschwerdeführers im Schreiben vom 23. April 2014, Entscheidungen der Geschäftsleitung nicht zu akzeptieren, nicht als vorgeschoben gelte. Die Art und Weise der Entlassung lasse die Kündigung ebenfalls nicht als missbräuchlich erschienen. Angesichts des Vertrauensverlustes aufgrund des eigenmächtigen Ferienbezugs und des Schreibens des Beschwerdeführers vom 23. April 2014 sei die sofortige Freistellung nachvollziehbar, zumal der Beschwerdeführer die verantwortungsvolle Stellung des Betriebsleiters innehatte. Es würden damit keine vorgeschobenen Kündigungsgründe vorliegen und die ausgesprochene Kündigung sei weder hinsichtlich der angegebenen Gründe noch der Art und Weise missbräuchlich. Bezüglich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Entschädigung für Überstunden erwog die Vorinstanz zusammenfassend, dass die Erstinstanz gestützt auf die ihr vorliegenden Akten und auf die Partei- und Zeugenaussagen zu Recht erkannt habe, dass der Beschwerdeführer nicht nachgewiesen habe, dass er Überstunden geleistet habe, und dass eine Abschätzung mangels genaueren Angaben nicht möglich sei.