Citation: 5A_393/2022 E. 2.4.2

2.4.2. Die KESB Glarus äussert sich nicht spezifisch zu diesen Fragen und es wäre auch nicht ersichtlich, inwiefern dem angefochtenen Entscheid zufolge der Bejahung der örtlichen Zuständigkeit präjudizielle Bedeutung für die öffentliche Aufgabenerfüllung zukommen könnte. Sie beruft sich stattdessen auf das Urteil 5A_927/2014 vom 26. Januar 2015 (BGE 141 III 84) und verweist auf die dortige E. 3.5, um ihre Beschwerdelegitimation zu begründen. An besagter Stelle gab das Bundesgericht die in BGE 137 III 593 E. 1.2 enthaltene Erwägung wieder, im dort zu beurteilenden (altrechtlichen) Fall sei die neue Regelung über die Prüfung der Zuständigkeit gemäss Art. 444 ZGB nicht anwendbar, wonach laut Botschaft interkantonale Zuständigkeitskonflikte nicht mehr auf dem Klageweg dem Bundesgericht, sondern der kantonalen gerichtlichen Beschwerdeinstanz unterbreitet werden sollten, deren Entscheid wiederum mit Beschwerde in Zivilsachen vor Bundesgericht angefochten werden könne. Daraus kann die KESB Glarus indessen nichts zu ihren Gunsten ableiten. In der fraglichen Erwägung wies das Bundesgericht darauf hin, dass in der blossen Wiedergabe des Botschaftstextes keine Stellungnahme zur zu beantwortenden Streitfrage liege. Auch mit Bezug auf die hier zu beurteilende Frage besteht mithin kein Präjudiz im Sinn der Rechtsauffassung der KESB Glarus. Diese ist nach dem vorstehend Erläuterten vielmehr als verfügende Behörde weder durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt, noch kommt ihr ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung zu. Daher ist sie nicht im Sinn von Art. 76 Abs. 1 BGG zur Beschwerde legitimiert.