Citation: 4C.126/2001 07.02.2003 E. A

Die X.________ SA (Beklagte) und die Y.________ AG (Klägerin) sind beide in der Baubranche mit Schwergewicht auf Abwassertechnik tätig. Am 17. September 1997 unterzeichneten sie einen mit "Vereinbarung über eine zeitlich limitierte Zusammenarbeit" betitelten Vertrag, worin sie "per sofort eine zeitlich limitierte, provisorische Zusammenarbeit bis 31. März 1998" begründeten und des Weiteren vereinbarten: "Über das Vorgehen nach dem 31. März 1998 entscheiden die Parteien per diesem Datum." Die Zusammenarbeit bestand im Wesentlichen darin, dass die Beklagte von der Klägerin deren so genannte NILL-Produkte bezog, die sie im eigenen Namen und auf eigene Rechnung in der Westschweiz und im Wallis zu selbst bestimmten Konditionen vertrieb. Die Klägerin hatte zudem die Beklagte "bis Ende März 1998 mit einigen NILL-Prospektordnern" sowie mit Demonstrationsprodukten zu beliefern, wogegen diese sich verpflichtete, keine ihr im Zusammenhang mit der Vertragsabwicklung zugehenden Informationen Dritten zugänglich zu machen oder zum eigenen Nutzen einzusetzen, sowie ihre Mitarbeiter zur Verschwiegenheit anzuhalten. Nach dem 31. März 1998 führten die Parteien ihre geschäftlichen Kontakte weiter und traten auch in Vertragsverhandlungen, erzielten aber keine Einigung über einen neuen Dauervertrag. Vielmehr verschlechterten sich die Beziehungen, welche spätestens am 16. Dezember 1998 beendet wurden. Die Beklagte teilte danach ihren Kunden mit, nicht mehr für die Klägerin tätig zu sein, und empfahl ihnen, sich im Bedarfsfalle direkt an diese zu wenden.