Citation: 6B_321/2023 E. 4.5.5

4.5.5. Die Vorinstanz hält zunächst fest, eine therapeutische Massnahme sei nach den gutachterlichen Feststellungen geeignet, die Legalprognose beim Beschwerdeführer zu verbessern. Entsprechend bestehe auch die Notwendigkeit der psychiatrischen Behandlung im Sinne von Art. 59 Abs. 1 lit. b StGB. Der Gutachter habe im Rahmen eines Ergänzungsgutachtens abgeklärt, ob vorliegend eine ambulante Massnahme während des Freiheitsentzugs gemäss der Einschätzung der ersten Instanz (d.h. längere Freiheitsstrafe mit begleitender ambulanter Therapie; intrinsische Motivation des Beschwerdeführers für ambulante Massnahme etc.) ein geeigneter Weg wäre, um die Legalprognose zu verbessern. Der Gutachter habe dies im Ergänzungsgutachten deutlich verneint, indem er ausführe, dass seiner Einschätzung nach ein ambulanter Vollzug der Massnahme mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern werde (angefochtenes Urteil S. 43). Bei der Prüfung der Schlüssigkeit dieser gutachterlichen Feststellung berücksichtigt die Vorinstanz die laufende ambulante Massnahme, die Schwere der Erkrankung, die Höhe der Gefährdung, die Motivation, die Ansprachefähigkeit sowie die Erreichbarkeit des Beschwerdeführers (angefochtenes Urteil S. 43-47).