Citation: 1C_538/2021 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid fest, der umzubauende Stall liege im Weiler Buchenloo in der Kernzone Ka der Gemeinde Wil. Die Kernzone Ka befinde sich indes gemäss der Karte des kantonalen Richtplans ausserhalb des Siedlungsgebiets. Sie sei nicht für das freie Bauen bestimmt, sondern erlaube die Bautätigkeit nur innerhalb definierter Baubereiche und zur Erhaltung der Eigenart und Einheit der bestehenden Weilerstruktur. Es handle sich demzufolge um eine Weilerzone im Sinn von Art. 33 RPV (SR 700.1) und daher um eine Nichtbauzone im bundesrechtlichen Sinn. Entsprechend seien die Grundsätze zur Erschliessung von Gebäuden in der Bauzone über eine in der Nichtbauzone gelegene Strasse nicht unbesehen auf den zu beurteilenden Fall anzuwenden. Weiter stellte die Vorinstanz fest, das Stallgebäude sei am 2. August 1974 als Ersatz eines zuvor bestehenden Schopfes als nichtlandwirtschaftliches Nebengebäude zum benachbarten Wohnhaus bewilligt worden, wobei es gemäss kantonaler Bewilligung als Ersatz für das fehlende Kellergeschoss habe dienen sollen. Historische Luftbilder liessen erkennen, dass schon zuvor ein Nebengebäude existiert habe. Auf den vom Beschwerdeführer eingereichten Fotografien sei ersichtlich, dass eine Zufahrt zum Stallgebäude bereits in den Achtzigerjahren möglich gewesen und der Vorplatz zwischen dem Stallgebäude und dem Flurweg als Abstellplatz genutzt worden sei. Sodann führte die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer wolle die Bestandesgarantie von Art. 24c RPG (SR 700) allein auf die - nach seiner Sachverhaltsdarstellung bereits vor dem 1. Juli 1972 erfolgte - nichtlandwirtschaftliche Nutzung des Flurwegs als Zufahrt zum streitigen Nebengebäude anwenden und mache geltend, die Anwendung von Art. 24c RPG auf das Wegstück selbst vermittle eine Besitzstandsgarantie für diese - unbestrittenermassen zonenwidrige - Nutzung. Blosse Grundstücksnutzungen ohne nennenswerte bauliche Vorkehrungen und Investitionen können jedoch nach der Vorinstanz ausserhalb der Bauzone grundsätzlich keine Besitzstandsgarantie geniessen; es bestehe kein Anspruch darauf, eine solche Nutzung zeitlich unbegrenzt aufrechtzuerhalten. Auch eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24a RPG komme nicht in Frage, da die Nutzung des Flurwegs als Zufahrt zu einem zuvor nicht als Garage genutzten Gebäude eine zumindest geringfügige Mehrbelastung zur Folge habe. Daraus schloss die Vorinstanz, dass sich Weiterungen zur Bewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens erübrigten, da bereits der beabsichtigten Nutzung des Flurwegs unüberwindbare raumplanungsrechtliche Hindernisse entgegenstünden.