Citation: 5P.93/2001 10.05.2001 E. 3

3.-Der Beschwerdeführer macht geltend, unter Berücksichtigung der abgeänderten Besuchs- und Ferienregelung erbringe er eine Betreuungsleistung von rund 40%. Daneben werde ihm noch eine 100%-ige Erwerbstätigkeit zugemutet, während die Beschwerdegegnerin bei einer Betreuungsleistung von rund 60% lediglich einer Erwerbstätigkeit von 50% nachzugehen habe. Darin liege eine unterschiedliche Gesamtbelastung der Parteien, die mit Art. 163 ZGB nicht zu vereinbaren sei. Angesichts der 40%-igen Betreuungsleistung sei die Argumentation des Kassationsgerichts nicht nachvollziehbar, Arbeitsaufwand und Betreuungsleistung seien nicht gleichzusetzen. Bei den gegebenen Betreuungsleistungen vermöge ferner nicht einzuleuchten, weshalb bei seinem Existenzminimum der Freibetrag für den Sohn mit Fr. 140.--, bei jenem der Beschwerdegegnerin hingegen mit Fr. 280.-- veranschlagt werde. Der Beschwerdeführer lässt indessen unerwähnt, dass er zur Zeit arbeitslos ist. Inwiefern unter diesen Verhältnissen eine übermässige Gesamtbelastung zu seinen Ungunsten vorliegen könnte, ist unerfindlich. Wie das Kassationsgericht im Übrigen zu Recht darauf hinweist, haben nach Art. 163 ZGB beide Parteien, je nach ihren Kräften, für den gebührenden Unterhalt der Familie zu sorgen; dabei sind die sich durch die Führung zweier Haushalte ergebenden Mehrkosten grundsätzlich von beiden Parteien mit zu tragen (BGE 114 II 13 E. 5). Gemeinsame Sorge bedeutet nicht, dass beide Parteien eine gleich grosse Last zu tragen haben (Bräm, Zürcher Kommentar, N. 22 zu Art. 163 ZGB). Im Lichte dieser Bestimmung, aber auch unter Berücksichtigung der Arbeitslosigkeit des Beschwerdeführers ist es zumindest im Ergebnis (BGE 122 I 257 E. 5 S. 262; 124 I 208 E. 4a mit Hinweisen) nicht willkürlich (zum Willkürbegriff: BGE 119 Ia 113 E. 3a S. 117; 122 III 316 E. 4a S. 319 f., je mit Hinweisen), wenn der Freibetrag nicht genau im Verhältnis zur Betreuungsleistung (40% zu 60%) aufgeteilt wird und der Beschwerdeführer dadurch im Ergebnis einen gewissen finanziellen Mehraufwand in Form eines höheren Unterhaltsbeitrages für den Haushalt der Beschwerdegegnerin und des Sohnes zu tragen hat.