Citation: 2C_143/2022 E. 4.5

4.5. Die Vorinstanz hat erwogen, die Vorbringen der Beschwerdeführer seien nicht geeignet, einen nachträglichen Familiennachzug zu begründen. Die Beschwerdeführerin habe in Thailand mit den Grosseltern über Betreuungsalternativen verfügt, insofern sie nicht mit ihrer Tochter zu ihrem Ehemann in die Schweiz ziehen wollte. Sodann habe die im Zeitpunkt des Ablaufs der Nachzugsfrist 18½ Jahre bzw. 17½ Jahre alte Tochter, unabhängig vom Volljährigkeitsalter in Thailand, nicht während der ganzen Zeit einer Betreuung bedurft. Die Tochter studiere seit 2018 in Bangkok Aeronautical Engineer. Es sei nicht ersichtlich, weshalb sie nicht alleine in der von den Beschwerdeführenden im Jahre 2010 in Bangkok gekauften Wohnung hätte wohnen und ihrem Studium nachgehen können. Die Beschwerdeführenden hätten seit dem Zeitpunkt ihres Kennenlernens im Jahr 2004 und auch nach ihrer Heirat am 12. Februar 2013 jahrelang getrennt voneinander gelebt. Angesichts des jahrelangen Getrenntlebens könne davon ausgegangen werden, dass sie mit der getrennten Lebensgestaltung vertraut seien. Der Beschwerdeführer sei bei der E.________ AG angestellt und habe so die Möglichkeit, günstig nach Thailand zu fliegen. Es sei ihnen deshalb zumutbar, den Kontakt wie bis anhin mit gegenseitigen Besuchen, Telefonaten oder per Internet aufrechtzuerhalten.