Citation: 4C.180/2003 17.11.2003 E. 2

2.1 Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, wenn sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zu Stande gekommen (Art. 63 Abs. 2 OG) oder zu ergänzen sind (Art. 64 OG). Werden solche Ausnahmen geltend gemacht, so hat die Partei, die den Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs. 1 lit. d OG). Eine Ergänzung setzt zudem voraus, dass entsprechende Sachbehauptungen bereits im kantonalen Verfahren prozesskonform aufgestellt, von der Vorinstanz aber zu Unrecht für unerheblich gehalten oder übersehen worden sind, was wiederum näher anzugeben ist; andernfalls gelten die Vorbringen als neu und damit als unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 126 III 59 E. 2a S. 65, mit Hinweisen). Welche Bundesrechtssätze der angefochtene Entscheid verletzt und inwiefern er gegen sie verstösst, ist in der Berufungsschrift kurz darzulegen (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Blosse Verweise auf die Akten oder auf behauptete Ausführungen im kantonalen Verfahren ohne deren Wiedergabe in der Berufung und präzise Bezeichnung der Stelle der betreffenden Rechtsschrift sind unbeachtlich (BGE 126 III 198 E. 1d S. 201, mit Hinweisen). 2.2 Die Kläger lassen es an einer eingehenden Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Urteil fehlen und missachten die dargelegten Grundsätze auch in anderer Hinsicht. So kritisieren sie die Beweiswürdigung der Vorinstanz, wenn sie behaupten, die Kläger hätten im Umfang des Zumutbaren die Beweise für die gerodeten Mengen erbracht. Einer Kritik an der Beweiswürdigung des Sachgerichts ist die Berufung jedoch nicht zugänglich. Mit ihrem Vorbringen, die Vorinstanz habe offensichtlich übersehen, dass der offerierte Werkpreis auf dem Leistungsbeschrieb mit Mengen und Tonnen beruhe, lassen die Kläger ausser Acht, dass die Vorinstanz in Würdigung der Beweise zum Ergebnis gelangte, der Staat habe eine bestimmte Fläche von insgesamt 44'500 m2 zur Rodung ausgeschrieben und nicht eine bestimmte Menge Bäume oder Holz. 2.3 Entgegen den Ausführungen der Kläger hat die Vorinstanz im Übrigen nicht festgestellt, SIA-Norm 118 gelte nicht, sondern im Gegenteil festgehalten, in Bezug auf die Prüfung des Werkes verweise der Werkvertrag auf die Norm SIA 118, nach deren einschlägiger Bestimmung der Unternehmer die Vollendung des Werkes schriftlich anzuzeigen und eine gemeinsame Prüfung stattzufinden habe, über die ein Protokoll zu erstellen sei. Eine solche Anzeige sei jedoch nicht erfolgt und eine gemeinsame Prüfung sei ebenfalls unterblieben. Ebenso wenig ist dem angefochtenen Urteil zu entnehmen, dass die Submissionsordnung des Kantons Wallis nicht anwendbar sei. Die betreffenden Versehensrügen fallen daher ins Leere. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, was die Kläger aus ihrer Behauptung der integralen Anwendbarkeit der SIA-Norm 118 zu ihren Gunsten ableiten wollen, sieht doch deren Art. 38 Abs. 1 eine Pauschalpreisabrede für die Vergütung der Unternehmerleistungen ausdrücklich vor. Eine Verletzung von Bundesrecht ist jedenfalls nicht auszumachen. Schliesslich zielt ebenfalls an der Sache vorbei, was die Kläger unter dem Titel "Ausschreibung und Leistungsbeschrieb" vortragen. Damit suchen sie ihren Standpunkt zu untermauern, dass dem Unternehmer, der seine Leistung zu einem gestützt auf die Ausschreibungsunterlagen des Bestellers berechneten Pauschalpreis offeriert, eine Mehrvergütung zusteht, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass die Ausschreibungsunterlagen zu geringe Ausmasse enthielten. Die Vorinstanz hat indes festgehalten, dass die E.________ AG den Werkvertrag in Kenntnis des wahren Umfangs der Rodungsarbeiten unterzeichnet hat und dass auch die D.________ AG, ohne auf einer Mehrvergütung zu beharren, die Arbeiten fortführte, nachdem sie festgestellt hatte, dass auf der abgesteckten Fläche mehr Holz zu roden war als in den Offerten ausgeschrieben wurde. Auf die betreffenden Ausführungen ist daher mangels Erheblichkeit nicht einzutreten.