Citation: 7B.239/2005 07.03.2006 E. 4

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 2 Ziff. 1 SchKG enthält der Zahlungsbefehl die Angaben des Betreibungsbegehrens. In diesem sind unter anderem Name und Wohnort des Gläubigers sowie seines allfälligen Bevollmächtigten anzuführen. Wohnt der Gläubiger im Ausland, ist ferner das von ihm in der Schweiz gewählte Domizil zu nennen; bei mangelnder Bezeichnung wird angenommen, dieses befinde sich im Lokal des Betreibungsamtes (Art. 67 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG). 4.2 Das Obergericht hält fest, der Beschwerdegegner habe zu dem massgeblichen Zeitpunkt der Stellung des Betreibungsbegehrens nach seinen eigenen Angaben in C.________ gewohnt. Aus einem eingereichten Schriftstück ergebe sich, dass die Adresse nicht fiktiv sei. Die Adresse in C.________ sei im Zahlungsbefehl korrekt übernommen worden. Wie der Beschwerdegegner nicht bestreite, habe er im Zeitpunkt der Zustellung des Zahlungsbefehls nicht mehr an dieser Adresse gewohnt, doch sei dies unerheblich. In seinen Gegenbemerkungen zur Beschwerde habe er als neue Adresse "D.________ in Belgien" angegeben, an der er zu erreichen sei und deren Aktualität er durch eine entsprechende Rechnung vom 8. August 2005 belegt habe. Damit habe der Beschwerdegegner nachträglich dem Begehren der Beschwerdeführerin entsprochen, seinen wirklichen Aufenthaltsort zu nennen. Die kantonale Aufsichtsbehörde hält schliesslich fest, dass eine gültige Vollmacht des neuen Vertreters des Beschwerdegegners vorliege. 4.3 Die rechtliche Würdigung der Gegebenheiten durch das Obergericht wird von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet. Dessen Feststellungen zum Wohnsitz des Beschwerdegegners bei Einleitung der Betreibung, zu seinem Aufenthaltsort im Zeitpunkt der Zustellung des Zahlungsbefehls und zur Bevollmächtigung seines gegenwärtigen Rechtsvertreters sind tatsächlicher Natur. Für die erkennende Kammer sind sie daher verbindlich, zumal die Beschwerdeführerin nicht geltend macht, sie seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen, und nichts auf ein offensichtliches Versehen hindeutet (vgl. Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 81 OG). Was die Beschwerdeführerin vorbringt, erschöpft sich in einer unzulässigen Kritik der vorinstanzlichen Beweiswürdigung und ist hier deshalb nicht zu hören. Unbeachtlich sind aus dem gleichen Grund auch die bei der erkennenden Kammer eingereichten Beweismittel. Zum Antrag, der Beschwerdegegner sei anzuhalten, eine amtliche Wohnsitzbestätigung, eine amtlich beglaubigte Anwaltsvollmacht und eine Kopie seines Reisepasses einzureichen, nennt die Beschwerdeführerin keine bundesrechtliche (Beweis-)Vorschrift, aus der sich ergäbe, dass die betreffenden Beweise nur mit diesen Schriftstücken erbracht werden könnten. Sollte der Beschwerdegegner vorübergehend nicht anwaltlich vertreten gewesen sein bzw. kein Domizil in der Schweiz gehabt haben, hätte dies im Übrigen auf die hängige Betreibung einzig insofern eine Auswirkung gehabt, als während der fraglichen Zeit die für den im Ausland wohnenden Gläubiger geltende Regelung zum Tragen gekommen wäre, wonach angenommen wird, sein Domizil befinde sich beim Betreibungsamt (Art. 67 Abs. 1 Ziff. 1 zweiter Satz SchKG).