Citation: 9C_812/2015 E. 3.2

3.2. Die IV-Stelle wendet ein, sie werde zur Einholung eines Gutachtens verpflichtet, was die gesetzlichen und gerichtlichen Vorgaben zur Invaliditätsbemessung verletze. Die Festlegung des Invaliditätsgrades obliege der Verwaltung oder dem Gericht, nicht einem Gutachter. Weil branchenspezifische Einkommenszahlen für die Bewertung der einzelnen Tätigkeitsbereiche des Versicherten als Kundenmaurer nicht erhältlich sind, seine Einkommenszahlen aber klar ausgewiesen werden könnten, habe sie den Invaliditätsgrad nach der Einkommensvergleichsmethode bemessen. Würden die durchschnittlichen Betriebsgewinne der Jahre 2006-2011 zuzüglich der persönlichen AHV-Beiträge als Invalideneinkommen und die gewerblichen Buchhaltungsergebnisse gemäss Statistik der Konferenz gewerblicher Treuhandfirmen als Valideneinkommen herangezogen, resultiere keine Einkommenseinbusse mehr.