Citation: 6B_432/2016 E. 2

Der Beschwerdeführer machte im vorinstanzlichen Verfahren geltend, dass er an multipler Sklerose leide. Die Vorinstanz erwägt diesbezüglich, dass, wäre es dem Beschwerdeführer an diesem Abend tatsächlich so schlecht gegangen, dann hätte er sich zu dieser vorgerückten Stunde nicht in einer Diskothek befunden (Urteil, S. 17 f.). Der Beschwerdeführer rügt, dass er aufgrund seiner Erkrankung körperlich nicht in der Lage gewesen sei, an einem Raufhandel teilzunehmen. Eine Lähmung sei aber kein Grund, nicht in den Ausgang zu gehen und sage erst recht nichts über seinen Allgemeinzustand aus. Die Vorinstanz ziehe aus ihrem fehlenden Wissen in Bezug auf seine Erkrankung falsche Schlüsse. Sie würdige den Sachverhalt nicht, sondern ergänze diesen. Die Feststellung der Vorinstanz sei daher willkürlich. Die Frage, welche die Vorinstanz hätte beantworten müssen, ist nicht die, ob der Beschwerdeführer sich nachts in einem Lokal aufhalten konnte, sondern ob er aufgrund seiner körperlichen Einschränkungen in der Lage war, an einer Schlägerei teilzunehmen. Die Begründung der Vorinstanz genügt in diesem Punkt den Anforderungen von Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG nicht und verletzt überdies den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör. Die Sache ist an die Vorinstanz zurückzuwesein. Diese wird den Sachverhalt umfassend neu würdigen und dabei - soweit erforderlich - auf die verschiedenen Beweisanträge des Beschwerdeführers eingehen müssen. Es erübrigt sich somit, auf die weiteren Rügen des Beschwerdeführers einzugehen.