Citation: I 242/06 29.06.2007 E. 2

2. Status nach Radialisneuropathie rechts unklarere Ätiologie, DD: Druckläsion. Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit finden sich im Bericht dagegen keine. 6.2 Der den Beschwerdeführer seit dem 22. Oktober 2004 behandelnde Arzt, Dr. med. K.________, Spezialarzt für innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen FMH, führt in einem erst im Verfahren vor Vorinstanz und mit der Replik beigebrachten Bericht (vom 19. August 2005) dagegen aus, neben den von der Neurologischen und Neurochirurgischen Universitätsklinik aufgezählten Beschwerden habe er in einer im November 2004 durchgeführten MRI eine mediane Diskusprotrusion L4/5 festgestellt. Diese bringt Dr. med. K.________ mit einem von der Universitätsklinik ebenfalls unerwähnt gebliebenen lumbovertebralen Syndrom mit intermittierend lumboradikulärer Schmerzausstrahlung in das linke Bein in Verbindung. 6.3 Wenngleich diese Ausführungen bereits im Einspracheverfahren hätten vorgebracht werden können und der Versicherte insoweit seine Mitwirkungspflichten im Verwaltungsverfahren verletzt hat, führt dies entgegen der Auffassung der IV-Stelle nicht zu einer Nichtberücksichtigung dieser Vorbringen durch das kantonale Gericht. Indessen entspricht es einem allgemeinen Verfahrensgrundsatz, dass derjenige, der ein Verfahren unnötig verursacht, die damit einhergehenden zusätzlichen Kosten zu übernehmen oder selber zu tragen hat (vgl. Art. 61 lit. c und g ATSG; SVR 2004 AlV Nr. 8 S. 21 E. 3.1 mit Hinweisen, C 56/03). 6.4 Auch wenn der Hausarzt in besagtem Schreiben weiter ausführt, der Versicherte habe bezüglich der Lumbalbeschwerden in adäquater Weise auf eine epidurale Steroidinfiltration mit einer Besserung der Lumboischialgie reagiert, kann daraus nicht von Vornherein der Schluss gezogen werden, das neu dargelegte Beschwerdebild sei zum massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 30. Mai 2005 so oder anders lediglich in einem derart geringen Ausmass vorhanden gewesen, dass es zweifelsfrei ohne (zusätzlichen) Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers war. Die Vorinstanz hätte daher zusätzliche Abklärungen vornehmen oder anordnen müssen, zum Beispiel indem den Gutachtern vom 9. Oktober 2002 und vom 12. Mai 2003 oder einer anderen Fachstelle die neuen klinischen Erkenntnisse mit der Frage verbunden vorgelegt worden wären, ob sich dergestalt die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit geändert habe und gegebenenfalls seit wann. Die Angelegenheit ist daher an die Verwaltung zurückzuweisen, damit sie die notwendigen Abklärungen vornehme und alsdann über den Rentenanspruch neu verfüge. Berufliche Abklärungen, wie vom Beschwerdeführer gefordert, wird sie zur Beantwortung der Rentenfrage nur dann zwingend vornehmen müssen, falls alsdann Zweifel an der beruflichen Verwertbarkeit der medizinisch-theoretisch festgelegten Arbeitsfähigkeit auftauchen sollten.