Citation: H 175/04 20.05.2005 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat die Bestimmungen über die unselbstständige (Art. 5 Abs. 2 AHVG in Verbindung mit Art. 6 ff. AHVV) und die selbstständige Erwerbstätigkeit (Art. 9 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 6 ff. AHVV) sowie die von der Judikatur herausgebildeten Unterscheidungskriterien für die entsprechende Beurteilung einer konkreten Tätigkeit (BGE 123 V 167 Erw. 4a, 122 V 172 f. Erw. 3c und 175 Erw. 6a/aa; AHI 1998 S. 229 f. Erw. 4a mit Hinweisen; vgl. auch BGE 123 V 162 f. Erw. 1, 122 V 171 f. Erw. 3a und b, 283 f. Erw. 2a und b, 119 V 161 f. Erw. 2) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Gleiches gilt für die Rechtsprechung, wonach es für einen rückwirkenden Wechsel des Beitragsstatuts mit Bezug auf Entgelte, welche bereits Grundlage einer formell rechtskräftigen Beitragsverfügung bildeten, eines Rückkommenstitels (Wiedererwägung oder prozessuale Revision) bedarf (BGE 122 V 173 Erw. 4a mit Hinweisen). 3.2 Beizufügen ist, dass die in Art. 23 Abs. 4 AHVV vorgeschriebene Verbindlichkeit der Angaben der Steuerbehörden und die daraus abgeleitete relative Bindung der Ausgleichskassen und Sozialversicherungsgerichte an die rechtskräftigen Steuertaxationen auf die Bemessung des massgebenden Einkommens und des betrieblichen Eigenkapitals beschränkt sind. Diese Bindung betrifft also nicht die beitragsrechtliche Qualifikation und beschlägt daher die Frage nicht, ob Erwerbseinkommen aus selbstständiger oder aus unselbstständiger Tätigkeit vorliegt. Somit haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuermeldung auf Grund des AHV-Rechts zu beurteilen, wer für ein von der Steuerbehörde gemeldetes Einkommen beitragspflichtig ist (BGE 121 V 83 Erw. 2c, 114 V 75 Erw. 2, 110 V 86 Erw. 4 und 370 Erw. 2a, 102 V 30 f. Erw. 3b mit Hinweisen).