Citation: 6P.12/2005 30.05.2005 E. 2

Die staatsrechtliche Beschwerde richtet sich gegen die Würdigung des psychiatrischen Gutachtens von Dr. med. C.________ vom 26. April 2004. Die darin enthaltenen Feststellungen über die Einsichts- und Steuerungsfähigkeit des Beschwerdeführers zur Tatzeit seien nicht schlüssig. Deshalb sei es willkürlich, wenn sich das Kantonsgericht bei der Beurteilung seiner Zurechnungsfähigkeit trotzdem auf die Einschätzungen des Gutachtens abstütze. 2.1 Gerichte haben Gutachten grundsätzlich frei zu würdigen (vgl. Art. 249 BStP). Sie dürfen in Fachfragen aber nicht ohne triftige Gründe von Gutachten abweichen und müssen Abweichungen begründen. Umgekehrt kann das Abstellen auf nicht schlüssige Gutachten gegen Art. 9 BV verstossen. Dies ist namentlich der Fall, wenn gewichtige, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien die Überzeugungskraft des Gutachtens ernstlich erschüttern (BGE 129 I 49 E. 4 S. 57 f.; 128 I 81 E. 2 S. 86). 2.2 Das Kantonsgericht geht davon aus, dass das psychiatrische Gutachten breit abgestützt und gründlich ist. Es erachtet dessen Erkenntnisse, wonach beim Beschwerdeführer im Tatzeitpunkt die Einsichtsfähigkeit vollständig vorhanden, die Steuerungsfähigkeit dagegen leicht herabgesetzt gewesen sei, für nachvollziehbar und überzeugend. Die Umstände, die nach Auffassung des Beschwerdeführers für eine Beeinträchtigung auch der Einsichtsfähigkeit und für eine erhebliche Verminderung der Steuerungsfähigkeit sprechen, sind von den Gutachtern gewürdigt worden. Das Kantonsgericht brauchte deshalb nicht noch einmal detailliert darauf einzugehen. Der Beschwerdeführer zeigt denn auch nicht auf, inwiefern die Würdigung im Gutachten geradezu willkürlich sein sollte. Er beschränkt sich vielmehr weitgehend darauf, seine eigene Sicht vorzutragen, was nicht ausreicht, um eine Willkürrüge zu begründen (vgl. E. 1). Im Übrigen trifft zwar zu, dass beim Beschwerdeführer im Tatzeitraum zahlreiche Faktoren zusammenwirkten, welche seine geistige Gesundheit beeinträchtigten. Im Gutachten werden seine vielschichtigen Schwierigkeiten - namentlich seine depressive Phase - denn auch nicht übersehen. Das Mass der Beeinträchtigung seiner Gesundheit wird vielmehr differenziert geprüft, wobei aber auch die Besonnenheit des Beschwerdeführers bei der Deliktsverübung Berücksichtigung findet. Bei dieser Sachlage konnte das Kantonsgericht ohne Willkür auf die Folgerungen des Gutachtens abstellen. 2.3 Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich daher in dem Umfang, in dem auf sie einzutreten ist, als unbegründet.