Citation: 9C_755/2018 E. 4.2.4

4.2.4. Im Komplex "Persönlichkeit" habe das kantonale Gericht - so die Beschwerdeführerin weiter - einzig die positiven persönlichen Ressourcen berücksichtigt, hingegen die vorhandene Akzentuierung der Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen sowie das negative Selbstkonzept übergangen. Diese führten zu einem zunehmenden Selbsterleben als hilflos und inkompetent, was sich ressourcenhemmend auswirke. Gemäss psychiatrischer Expertise besteht bei der Versicherten eine Akzentuierung der Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen. Diese führe zu einer Definition des Selbstwertgefühls über das Erbringen von Leistung und die daraus resultierende Anerkennung. Nach Eindruck des Gutachters sei die Beschwerdeführerin deshalb aufgrund der Leistungseinschränkung verbunden mit der dadurch bedingten reduzierten Anerkennung und Wertschätzung von einem positiven in ein negatives Selbstkonzept gefallen, womit sie sich als zunehmend hilflos und inkompetent erlebe. Aus psychiatrischer Sicht sei die Wiederaufnahme einer Arbeitstätigkeit zu empfehlen und könne einen therapeutischen Effekt haben. Die Vorinstanz hat kein Bundesrecht verletzt, indem sie der narzisstischen Persönlichkeitsakzentuierung hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit im Erwerbsleben keine ressourcenhemmende Wirkung beigemessen hat, ergibt sich eine solche aus der gutachterlichen Einschätzung doch keineswegs (vgl. zur jeweils in concreto fehlenden Auswirkung narzisstischer Persönlichkeitszüge auch Urteile 8C_592/2018 vom 2. April 2019 E. 4.4, 8C_154/2018 vom 13. Dezember 2018 E. 5.1.2).