Citation: 1C_287/2021 E. 4.1

4.1. Das Verwaltungsgericht hat festgestellt, dass die Zufahrt von der Via Maistra zur Hoteltiefgarage über die Nachbarparzelle Nr. 1660 vorgesehen ist. Nach dem erstinstanzlichen Entscheid entspreche dieser Verlauf im Wesentlichen der bisherigen Zufahrt, für die eine Dienstbarkeit bestehe. Das Verwaltungsgericht hat weiter darauf hingewiesen, dass nicht von allen Beteiligten Zusagen für die rechtliche Sicherung der geplanten Erschliessung vorlägen. Es hat jedoch daran erinnert, dass diese Zufahrt mit dem Eintrag im GEP als Teil der projektbezogenen Nutzungsplanung von 2014/2015 übereinstimme. Dadurch sei die Grundlage geschaffen worden, damit die Gemeinde die Zufahrt über Parzelle Nr. 1660 gegebenenfalls enteignen könne. Die fragliche Hotelzufahrt sei von öffentlichem Interesse. Deshalb sei Art. 97 Abs. 1 Ziff. 2 des kantonalen Raumplanungsgesetzes vom 6. Dezember 2004 (KRG; BR 801.100) massgebend, wonach der Gemeinde mit der Genehmigung der Grundordnung das Enteignungsrecht erteilt sei für die in der Bauzone festgesetzten Flächen oder Flächenanteile für öffentliche oder öffentlichen Interessen dienenden Bauten und Anlagen. Art. 97 KRG regle die Ausübung des Enteignungsrechts; dessen Bestand müsse hingegen nicht mehr vor Gericht erstritten werden. Die Bewilligung zur vorgesehenen Erschliessung fehle also vorliegend nicht, sondern müsse nur noch vollstreckt werden. An anderer Stelle wurde im angefochtenen Urteil ausgeführt, es sei auf die Möglichkeit hinzuweisen, die fraglichen Rechte für die Erschliessung mittels Enteignungsgesuch an das zuständige kantonale Departement zu erlangen. In diesem Zusammenhang sei das bundesrechtliche Koordinationsgebot gemäss Art. 25a RPG eingehalten.