Citation: 8C_475/2022 E. 4.5

4.5. Schliesslich verfangen die im Zusammenhang mit den vorinstanzlichen Erwägungen zur Medikamenteneinnahme erhobenen Rügen nicht. Anders als die Beschwerdeführerin meint, begründete die Vorinstanz willkürfrei und ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs, weshalb gestützt auf die Stellungnahme der RAD-Ärztin Dr. med. C.________ hierzu vom 6. Juli 2020an dem gutachterlichen Schluss nicht zu zweifeln sei, wonach der nachgewiesene Medikamentenspiegel für eine unzureichende Adhärenz spreche. Die Vorinstanz durfte daher, ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, auf weitere Sachverhaltsabklärungen verzichten, insbesondere auf die beantragte Erhebung neuer Leberwerte zur Klärung des behaupteten Leberschadens mit Einfluss auf den Medikamentenabbau. Hieraus liesse sich mit Blick auf den massgebenden, bis zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses (am 7. Juli 2020) eingetretenen Sachverhalt (BGE 132 V 215 E. 3.1.1) nichts zugunsten der Beschwerdeführerin ableiten. Die Einwendungen der Beschwerdeführerin lassen insgesamt die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen weder als offensichtlich unrichtig noch anderweitig als bundesrechtswidrig erscheinen. Damit durfte die Vorinstanz auf weitere Abklärungen verzichten (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5; 136 I 229 E. 5.3).