Citation: 1C_325/2021 E. 7.3

7.3. Die Vorinstanz erwog, die Strukturen 1 und 2 seien keine Infrastruktur- oder Erschliessungsanlagen im Sinne von Art. 15 (Abs. 2 Satz 3) Baureglement. Sie seien auch nicht in der gemäss Art. 15 Abs. 2 Baureglement erforderlichen Weise in den betreffenden Grünbereich eingepasst, da sie als markante und dominante Konstruktionen in Erscheinung treten würden. Ihre Zonenkonformität sei auch hinsichtlich ihrer Nutzung zu verneinen. Dem Argument der Beschwerdeführerin, wonach dem Aufenthalt des Publikums in einer Gartenwirtschaft nebst Freizeit- auch Erholungscharakter zukomme, könne nicht gefolgt werden. Denn andernfalls müsse jede Baute oder Anlage, welche in irgendeiner Art und Weise der Freizeitbeschäftigung bzw. der Erholung diene, als zonenkonform qualifiziert werden. Die nachträgliche Erteilung einer ordentlichen Baubewilligung sei damit ausgeschlossen. Diese rechtliche Würdigung der Vorinstanz ist bundesrechtskonform. Zwar wendet die Beschwerdeführerin ein, eine Gartenwirtschaft habe offenkundig Erholungscharakter und sei damit zonengerecht. Gartenwirtschaften nicht als Erholungs- und Freizeitanlagen im Sinne von Art. 15 Baureglement zu qualifizieren, ist aber weder unhaltbar noch sonst wie willkürlich (vgl. BGE 144 I 170 E. 7.3; 144 II 281 E. 3.6.2; jeweils mit Hinweisen). Ins Gewicht fällt dabei, dass es sich bei Gartenwirtschaften nicht um unentgeltlich dem Publikum zur Verfügung stehende Anlagen handelt. Nach Ansicht der Beschwerdeführerin machen jüngste Bauvorhaben deutlich, dass die Gemeinde mit dem Restaurant "B.________" vergleichbare, ebenfalls in der Erholungs- und Grünzone liegende gastronomische Betriebe ohne Weiteres als zulässig erachte. In diesem Punkt macht sie aber - unter Berufung auf einen Artikel aus der Thurgauer Zeitung vom 20. Mai 2021 und weitere Dokumente - unzulässige echte Noven geltend (vgl. vorne E. 2.2). Aus den angeblichen neuen Bauvorhaben lässt sich damit von vornherein keine willkürliche oder rechtsungleiche Anwendung von Art. 15 Baureglement im vorliegenden Fall ableiten. Im Ergebnis nichts anderes gilt im Übrigen in Bezug auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin, wonach die Gemeinde ein mit dem vorliegenden Sachverhalt hinsichtlich der Zonenvoraussetzungen gleich oder vergleichbar gelagertes Baugesuch zur Einrichtung eines "Public Viewing" während der Fussballeuropameisterschaft gestellt habe. Hierbei handelt es sich um ein unechtes Novum. Dieses ist nicht zu berücksichtigen. Denn die Beschwerdeführerin legt in der Beschwerde nicht dar, weshalb erst das angefochtene Urteil dazu Anlass gab, sich darauf zu berufen (vgl. vorne E. 2.2). Aufgrund des markanten und dominanten Erscheinungsbildes der Beschattungsanlagen ist es ohne Weiteres vertretbar, eine sorgfältige Einfügung in die Grünfläche zu verneinen und die Anlagen als störend im Sinne von Art. 15 Abs. 2 Baureglement zu qualifizieren. Folglich ist nicht zu beanstanden, dass die nachträgliche Erteilung einer ordentlichen Baubewilligung mangels Zonenkonformität verweigert worden ist (vgl. Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG).