Citation: U 1/05 22.03.2005 E. 2.3

2.3.1 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, der Versicherte habe im vorinstanzlichen Prozess Stellungnahmen des Verbandes S.________, der Firma F.________ AG, Sanitär und Heizungen/Ölfeuerungen, der Firma V.________ AG, Heizungen-Sanitär, und der Firma R.________ AG, Sanitäre Anlagen/Heizungen, einreichen lassen, woraus sich ergebe, dass die Lohndifferenz bei einem Sanitär-Installateur und einem Sanitär-Servicemonteur - sofern überhaupt ein Unterschied bestehe - nicht derart gross sei, wie dies die SUVA und das kantonale Gericht behaupteten. Dies hätte auch die im kantonalen Beschwerdeverfahren beantragte Befragung des Geschäftsführers der Firma W.________ gezeigt. Ein versicherter Verdienst in der Höhe von Fr. 75'400.- sei jedenfalls weit realistischer als die auf Grund der Angaben der Firma M.________ AG berechneten Fr. 65'000.-. Die Vorinstanz sei auf die Stellungnahmen nicht eingegangen und habe die Befragung nicht durchgeführt, womit sie den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt habe. Es sei davon auszugehen, dass der Versicherte heute als von der Firma W.________ beschäftigter Sanitär-Servicemonteur immer noch in seinem angestammten Tätigkeitsbereich arbeite, womit seine Rente gestützt auf den - seinem aktuellen Jahreslohn bei einem vollen Pensum entsprechenden - versicherten Verdienst von Fr. 75'400.- berechnet werden müsse. 2.3.2 Dieser Argumentation kann mit Blick auf die erwähnte Rechtsprechung (Erw. 2.2 hiervor) nicht gefolgt werden. Praxisgemäss können im Rahmen von Art. 24 Abs. 2 UVV in erst nach dem Unfallereignis angetretenen Arbeitsverhältnissen erzielte Einkommen sowie über die allgemeine Lohnentwicklung im angestammten Tätigkeitsbereich hinausgehende individuelle Gehaltserhöhungen nicht berücksichtigt werden. Damit kann offen bleiben, ob der Versicherte seit dem Unfall vom 29. März 1993 mit dem Wechsel seiner Tätigkeit vom Sanitär-Installateur zum Sanitär-Servicemonteur tatsächlich einen beruflichen Karriereschritt unternommen hat und damit nicht mehr im angestammten Tätigkeitsbereich arbeitet. Würde nämlich für die Berechnung seiner über 10 Jahre nach dem Unfall beginnenden Rente auf den Lohn aus der aktuellen Beschäftigung bei der Firma W.________ als Sanitär-Servicemonteur abgestellt, so käme dies einer Bevorzugung gegenüber den übrigen Rentenbezügern gleich, deren Anspruch ohne Einbezug zukünftiger persönlicher Lohnsteigerungen berechnet wird (BGE 127 V 173 Erw. 3b). Es entspricht dem Willen des Gesetzgebers, dass Veränderungen des von der versicherten Person ohne den Versicherungsfall mutmasslich erzielbaren Jahresverdienstes keinen Einfluss auf die Rente der Unfallversicherung haben sollen (BGE 119 V 492 Erw. 4b). Unter diesen Umständen konnte die Vorinstanz auf die Befragung des Geschäftsführers der aktuellen Arbeitgeberin verzichten, da Beweise nur über jene Tatsachen abzunehmen sind, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Eine derartige antizipierte Beweiswürdigung verletzt den Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV nicht (BGE 124 V 94 Erw. 4b; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 Erw. 3.4 mit Hinweisen). Ebenso genügt die vorinstanzliche Begründung den aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör abzuleitenden Anforderungen (BGE 126 I 102 Erw. 2b). Daran ändert der Umstand nichts, dass das kantonale Gericht die Eingabe des Beschwerdeführers vom 8. November 2004, mit welcher die Stellungnahmen verschiedener Gesellschaften über die Lohnverhältnisse betreffend Sanitär-Installateure und Sanitär-Servicemonteure zu den Akten gereicht wurden, im Hinblick auf die im angefochtenen Entscheid ausführlich dargelegte Sach- und Rechtslage als irrelevant bezeichnet hat, ohne im Einzelnen auf die Angaben der Gesellschaften einzugehen (BGE 124 V 181 Erw. 1a mit Hinweisen).