Citation: 9C_557/2023 E. 4.2

4.2. Die vorinstanzliche Beurteilung (E. 3.1 hiervor) ist nicht zu beanstanden; das Gutachten vom 17. Januar 2022 hält einer - durch die Rechtsanwendung vorzunehmenden (E. 2.3 hiervor) - Konsistenzprüfung nicht stand. Bei der gestellten Diagnose - Major Depression, teilremittiert nach DSM-5 bzw. teilremittierte depressive Episode - wäre nachvollziehbar aufzuzeigen, weshalb und inwieweit sich diese auf das funktionelle Leistungsvermögen auswirkt (BGE 148 V 49 E. 6.2.2). Der Gutachter ortet zwar eine gewisse Diskrepanz zwischen dem Aktivitätsniveau und dem Arbeitspensum der Beschwerdeführerin und verweist überdies auf nicht-krankheitsbezogene Faktoren. Eine Abgrenzung und Bewertung dieser Faktoren findet aber nicht statt. Nicht nachvollziehbar bleibt, weshalb der Beschwerdeführerin im privaten Bereich ein höheres Funktionsniveau attestiert wird als in einer angepassten Erwerbstätigkeit. Damit legt der Gutachter nicht schlüssig dar, wie stark sich die diagnostizierte teilremittierte Major Depression konkret auf die Leistungsfähigkeit auswirkt. Auf diese Unklarheiten wies auch der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) hin und taxierte das Gutachten hinsichtlich der Arbeitsfähigkeitsschätzung als nicht nachvollziehbar. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie - wie der RAD - das Gutachten in Bezug auf die Auswirkungen der teilremittierten Major Depression auf die Arbeitsfähigkeit als nicht beweiskräftig erachtet.