Citation: 6B_1145/2022 E. C

Mit Urteil vom 9. August 2022 sprach das Obergericht des Kantons Aargau B.________ vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs frei; ebenso teilweise vom Vorwurf der Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte ("Fotografieren der Liegenschaft U.________ in V.________ von aussen sowie Fotografieren des Partners der Privatklägerin vor und in der Garage bei geöffnetem Garagentor"); im Übrigen sprach es B.________ der Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte schuldig ("Fotografieren in das Innere der Garage durch das Garagenfenster"). Es bestrafte ihn mit einer bedingt ausgesprochenen Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 250.-- und stellte die Rechtskraft der Verweisung der Forderung der Privatklägerin auf den Zivilweg fest. Die zweitinstanzlichen Verfahrenskosten von gesamthaft Fr. 2'193.-- wurden zu 1/6 und damit im Betrag von Fr. 365.50 B.________, zu 5/12 und damit im Betrag von Fr. 913.75 A.________ auferlegt und im Übrigen auf die Staatskasse genommen. A.________ und die Obergerichtskasse wurden verpflichtet, B.________ den ihm im Berufungsverfahren entstandenen Aufwand von Fr. 8'148.05 im Umfang von 2/3 je hälftig und damit im Betrag von jeweils Fr. 2'716.-- zu entschädigen. Im Übrigen wurden B.________ und A.________ verpflichtet, ihre zweitinstanzlichen Parteikosten selbst zu tragen. Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. Anklagegebühr) von total Fr. 2'520.-- wurden zur Hälfte und damit mit Fr. 1'260.-- B.________ auferlegt und die erstinstanzliche Gerichtskasse angewiesen, ihm die erstinstanzlichen Vertretungskosten in der Höhe von gesamthaft Fr. 11'265.20 zur Hälfte und damit mit Fr. 5'632.60 zu entschädigen. Schliesslich wurde B.________ verpflichtet, A.________ den richterlich genehmigten Vertretungsaufwand für das erstinstanzliche Verfahren sowie das obergerichtliche Beschwerdeverfahren von total Fr. 8'248.90 hälftig mit Fr. 4'124.45 zu entschädigen.