Citation: 1C_496/2022 E. 4.1.1

4.1.1. Das bundesrechtliche Koordinationsgebot gemäss Art. 25a RPG verlangt, dass die für die Errichtung einer Baute erforderlichen Verfügungen materiell und soweit möglich formell koordiniert ergehen (vgl. Art. 25a Abs. 1-3 RPG; Urteile 1C_287/2021 vom 25. Juli 2022 E. 5.1; 1C_658/2017 vom 18. September 2018 E. 3.3). Ziel ist die einheitliche Beurteilung eines baurechtlichen Sachverhalts, der mit der Einheit des Bauentscheids sichergestellt wird. Bauvorhaben sind daher grundsätzlich in einem einzigen und einheitlichen Bewilligungsverfahren zu prüfen (vgl. Urteil 1C_615/2017 vom 12. Oktober 2018 E. 2.5). Nachgelagerte Verfahren sind nur dann zulässig, wenn dies von der Sache her sinnvoll ist - so etwa wenn die Beurteilung der Farb- und Materialwahl während der Bauausführung besser möglich ist - und sich daraus keine wesentlichen neuen Auswirkungen oder Änderungen für das Projekt ergeben oder ergeben können (vgl. zum Ganzen BGE 149 II 170 E. 1.7; Urteile 1C_287/2021 vom 25. Juli 2022; 1C_615/2017 vom 12. Oktober 2018 E. 2.5; vgl. auch die Urteile 1C_658/2017 vom 18. September 2018 E. 3.3; 1C_25/2019 vom 5. März 2020 E. 8.2 und 8.3).