Citation: 6B_803/2020 E. 1.3.9

1.3.9. Ein Schaden im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 StGB liege durch die Leistung des risikobehafteten und ungesicherten Überbrückungskredits von Fr. 226'240.-- vor, da wegen der Gewährung dieser Kreditsumme, die aus den für die B.B.________ GmbH potentiell existenziellen, weil letzten, flüssigen Mitteln bestanden habe, bei der gegebenen Ausgangslage ein - zumindest vorübergehender - Vermögensschaden der B.B.________ GmbH (und später auch der B.C.________ GmbH) bestehend in der Verminderung der eigenen Aktiven in jedem Fall gegeben sei. Der Kausalzusammenhang zwischen der Pflichtverletzung des Beschwerdeführers und dem Vermögensschaden (Verminderung der Aktiven durch die Vergabe des Kredits von Fr. 226'240.--) sei überdies auch vor dem Hintergrund der Ausführungen zum Gefährdungsschaden gegeben, indem damit auch der Konkurs beider B.________-Gesellschaften gedroht habe (angefochtenes Urteil E. 5 S. 38 f.).