Citation: 9C_41/2024 E. 2.3.2

2.3.2. Die Eventualanträge der anwaltlich vertretenen Stiftungen sind wenig präzis formuliert. Sie scheinen damit einerseits vom Bundesgericht eine Reduktion der von der Vorinstanz festgesetzten Umsatzabgaben zu verlangen. Andererseits scheinen sie aber davon auszugehen, dass das Bundesgericht diese Kürzung nicht selbst anordnen könnte, ersuchen sie doch zugleich darum, die Vorinstanz oder die ESTV hätten die Nettobeträge der geschuldeten Umsatzabgaben neu festzustellen. Das ist wohl so zu verstehen, dass das Bundesgericht das Verfahren zur ergänzenden Sachverhaltsfeststellung an eine dieser Instanzen zurückweisen soll. Des Weiteren sind die Eventualanträge mit rechtlichen Argumenten für die Reduktion der Umsatzabgabe angereichert, die eher zur Begründung der Beschwerde gehört hätten. Selbst unter Berücksichtigung der Begründung wird nicht recht klar, ob die Stiftung 1 vom Bundesgericht einen reformatorischen Entscheid oder die Rückweisung an eine der unteren Instanzen erwartet. Es ist zweifelhaft, ob die Eventualanträge den Anforderungen gerecht werden, die das Bundesgericht an die Klarheit und Präzision von Rechtsbegehren stellt (vgl. oben E. 2.2.2). Die Frage kann indessen offenbleiben, zumal die Stiftungen mit der Beschwerde beim Bundesgericht ohnehin nicht mehr und nichts anderes als vor der Vorinstanz verlangen können (vgl. oben E. 2.2.3). Eine Reduktion der Umsatzabgabe oder die Rückweisung an die Vorinstanz oder die ESTV zur Umsetzung einer solchen Reduktion wären von den beiden zulässigen Hauptanträgen umfasst und könnten vom Bundesgericht auch ohne entsprechende Anträge angeordnet werden (vgl. auch Art. 107 Abs. 2 BGG), jedenfalls soweit die tatsächlichen Grundlagen dafür im materiellen Anfechtungsgegenstand enthalten sind, sie mithin von der Vorinstanz beurteilt wurden oder hätten beurteilt werden müssen (vgl. dazu unten E. 4.3). Soweit die Eventualanträge also zulässig sein sollten, wären sie redundant.