Citation: 2C_461/2023 E. 4.3

4.3. Das Kreisgericht Toggenburg hat das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege mit der Aussichtslosigkeit der Klage begründet. Es hat einerseits erwogen, dass es für die Beurteilung von Klagen gestützt auf das kantonale Verantwortlichkeitsgesetz nicht zuständig sei. Andererseits hat es ausgeführt, dass selbst wenn seine Zuständigkeit gegeben wäre, die Klage dennoch wegen fehlender Passivlegitimation als aussichtslos erschiene, zumal Behördenmitglieder und Angestellte nicht unmittelbar belangt werden könnten. Schliesslich sei das Verfahren mangels hinreichender Substanziierung der Klage ebenfalls als aussichtslos zu qualifizieren. Das Kantonsgericht hat seinerseits erwogen, die Beschwerde gegen den Entscheid des Kreisgerichts entbehre einer rechtsgenügenden Begründung, da sich der Beschwerdeführer mit keinem der Argumente des Kreisgerichts sachbezogen auseinandersetze. Aus diesem Grund ist es auf die bei ihm erhobene Beschwerde nicht eingetreten. Ferner hat die Vorinstanz in einer Eventualbegründung festgehalten, dass selbst wenn auf die Beschwerde einzutreten wäre, diese abgewiesen werden müsste, zumal das Kreisgericht weder das Recht falsch angewendet noch den Sachverhalt willkürlich festgestellt habe, indem es die Klage aufgrund fehlender Passivlegitimation und ungenügender Substanziierung als aussichtslos bezeichnet habe. Der angefochtene Entscheid des Kantonsgerichts beruht somit auf zwei selbständigen alternativen Begründungen, die je für sich den Ausgang des Verfahrens besiegeln. In diesem Fall muss der Beschwerdeführer sich mit beiden Begründungen auseinandersetzen und darlegen, dass jede von ihnen Recht verletzt (BGE 142 III 364 E. 2.4; 133 IV 119 E. 6.3).