Citation: 8C_368/2020 E. 6.5

6.5. Dessen ungeachtet scheint mit Blick auf die dargelegte Rechtsprechung zumindest fraglich, ob die für ein Knalltrauma erforderliche Schalldruckwelle bei einem Schallpegel von 120 bis 140 dB (A) erreicht würde. Auch gemäss einer von der Vorinstanz zitierten Internetquelle (https://www.amboss.com/de/wissen/Akustisches_Trauma) braucht es für ein Knalltrauma Schalldruckpegel ab ca. 140 dB. In zeitlicher Hinsicht wäre eine Einwirkung im Sekundenbereich ausserdem zu kurz für ein akutes Lärmtrauma (vgl. E. 5.1 und E. 6.2.2 hiervor). Ein akustischer Unfall oder ein chronisches Lärmtrauma stehen hier sodann nicht zur Diskussion. Auch die Vorinstanz scheint erkannt zu haben, dass der vorliegende Fall zu keiner der genannten Traumaarten passt, wenn sie eine eigene Zwischenkategorie schuf (vgl. E. 3.4 des angefochtenen Entscheids). Soweit sie daraus schloss, es könne nicht auf die rechtsprechungsgemässen Grenzwerte für Knalltraumata abgestellt werden, ist ihr entgegenzuhalten, dass auch im Falle der Schalleinwirkung durch ein Marderschutzgerät (vgl. E. 6.2.2 hiervor) von einer Einwirkung im Sekundenbereich auszugehen sein dürfte (vgl. im Übrigen auch Urteil 8C_477/2007 vom 10. September 2008 betreffend Montage und Test einer neuen Alarmglocke am Arbeitsplatz). Dennoch erachtete das Bundesgericht die vom Suva-Arzt referierten Grenzwerte als relevant.