Citation: 1B_338/2008 15.01.2009 E. 2

2.1 Untersuchungshaft darf nach baselstädtischem Strafprozessrecht angeordnet werden, wenn die angeschuldigte Person eines Verbrechens, eines Vergehens oder einer wiederholten Tätlichkeit (Art. 126 Abs. 2 StGB) dringend verdächtig ist und zudem ein besonderer Haftgrund vorliegt (§ 69 der Strafprozessordnung vom 8. Januar 1997 des Kantons Basel-Stadt [StPO/BS]). Der besondere Haftgrund der Kollusionsgefahr ist nach § 69 lit. b StPO/BS gegeben, wenn konkrete Umstände vorliegen, die befürchten lassen, die angeschuldigte Person werde die Freiheit zur Vereitelung der Untersuchung insbesondere durch Beeinflussung von Personen oder Verwischung von Spuren benützen (Kollusionsgefahr). 2.2 Der Beschwerdeführer räumt selber ein, dass die Beweislage zur Anklageerhebung ausreichen mag. Zudem hat das Bundesgericht vorliegend keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse vorzunehmen. Es ist daher nicht seine Aufgabe, die vom Beschwerdeführer gegen einzelne dieser Ergebnisse vorgebrachten Bestreitungen (Beschwerdeschrift S. 5 f.) eingehend zu prüfen. Massgebend für das Bestehen eines dringenden Tatverdachts ist, ob hinreichende Anhaltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung des Beschwerdeführers an dieser Tat vorliegen. Dies konnte von der Vorinstanz ohne Willkür bejaht werden. Die Staatsanwaltschaft bereitet deshalb aufgrund der bestehenden Verdachtsmomente die Anklageerhebung gegen den Beschwerdeführer vor. 2.3 Kollusion bedeutet nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung insbesondere, dass sich der Angeschuldigte mit Zeugen, Auskunftspersonen, Sachverständigen oder Mitangeschuldigten ins Einvernehmen setzt oder sie zu wahrheitswidrigen Aussagen veranlasst, oder dass er Spuren und Beweismittel beseitigt. Die Untersuchungshaft wegen Kollusionsgefahr soll verhindern, dass der Angeschuldigte die Freiheit oder einen Urlaub dazu missbrauchen würde, die wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhaltes zu vereiteln oder zu gefährden. Die theoretische Möglichkeit, dass der Angeschuldigte in Freiheit kolludieren könnte, genügt indessen nicht, um die Fortsetzung der Haft unter diesem Titel zu rechtfertigen. Es müssen vielmehr konkrete Indizien für die Annahme von Verdunkelungsgefahr sprechen. Das Vorliegen des Haftgrundes ist nach Massgabe der Umstände des jeweiligen Einzelfalles zu prüfen (BGE 132 I 21 E. 3.2 S. 23 mit Hinweisen). 2.3.1 Die Vorinstanz führt aus, es bestünden im vorliegenden Fall Indizien für eine Einbindung des Beschwerdeführers in eine grössere Drogenorganisation. In diesem Zusammenhang sei insbesondere auf das am 26. Februar 2008 geführte Telefongespräch mit "Chief Onwa" hinzuweisen, in welchem die Festnahme von A.________ und des Beschwerdeführers am 8. November 2007 sowie die Freilassung des Letzteren und weitere Einzelheiten geschildert würden, die nur einem Beteiligten bekannt sein könnten. Da bis anhin weder "Chief Onwa" noch weitere allfällige in den Niederlanden oder anderswo operierende Bandenmitglieder haben ermittelt werden können, müsse das Interesse an Informationen unter diesen Personen und an gegenseitigen Absprachen als besonders hoch eingestuft werden. Beim Beschwerdeführer sei daher Kollusionsgefahr gegeben. 2.3.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, der Vorinstanz sei es nicht gelungen darzulegen, welche Spuren er denn noch verwischen oder welche allfälligen Drittpersonen er noch beeinflussen könnte. Selbst A.________ zu beeinflussen könnte wohl nur kontraproduktiv sein, da dieser bislang keine belastenden Aussagen gemacht habe. Im Übrigen hätte eine Information allenfalls in den Niederlanden operierender weiterer Tatverdächtiger wohl schon längstens stattgefunden, da sich der Beschwerdeführer nach der ersten Verhaftung im November 2007 während elf Monaten auf freiem Fuss befunden habe. 2.3.3 Festzuhalten ist, dass erhebliche Verdachtsmomente dafür bestehen, dass der Beschwerdeführer am 26. Februar 2008 mit "Chief Onwa" ein Telefongespräch über den Hergang seiner Festnahme sowie derjenigen von A.________ am 8. November 2007 geführt hat. "Chief Onwa", ein vermutlicher Hintermann der Drogenschmuggler- und -händlergruppierung, hat bisher noch nicht ermittelt werden können. Unter diesen Umständen ist die Annahme der Vorinstanz evident und nicht zu beanstanden, das Interesse der an dieser Drogenorganisation beteiligten Personen an Informationen und gegenseitigen Absprachen erscheine weiterhin als besonders hoch. Auch der Beschwerdeführer kann an solchen Kollusionshandlungen interessiert sein, zumal im Ausland nach wie vor Ermittlungen in Gang sind, die ohne Weiteres auch zu zusätzlichen Aussagen oder sonstigen Erkenntnissen führen können, die ihn belasten. Der Schluss der Vorinstanz, beim Beschwerdeführer seien somit ausreichend konkrete Anhaltspunkte für das Bestehen von Kollusionsgefahr gegeben, hält deshalb vor der Verfassung klarerweise stand. 2.4 Da Untersuchungshaft bereits beim Vorliegen eines Haftgrundes zulässig ist, muss nicht geprüft werden, ob vorliegend weitere besondere Haftgründe (Flucht- oder Wiederholungsgefahr) erfüllt sind.