Citation: 4A_516/2018 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin hält daran fest, die vom Angestellten gefälschten Belege seien schon bei bloss formeller Prüfung derart mangelhaft und unvollständig gewesen, dass einer zweiten, unabhängigen Person unweigerlich Zweifel über deren Echtheit aufgekommen wären. So habe auf den gefälschten Belegen durchgehend ein Originalstempel der Schule gefehlt, diese seien häufig nicht von der Schulleitung unterzeichnet gewesen und einzelne Belege seien gar als "Muster" bezeichnet. Die Feststellung der Vorinstanz zum Erscheinungsbild sei deshalb "nachweislich falsch". Sie wendet sich gegen die Feststellung, wonach nicht unterzeichnete Meldezettel im Zusammenhang ständen mit unterzeichneten und bringt vor, dass jeweils die erste, nicht die letzte Seite unterzeichnet gewesen sei. Hinzu komme, dass auf den gefälschten Belegen ungültige Telefonnummern angegeben seien und die frei erfundene Schulleiterin nicht existiert habe, die Daten der Meldelistenerstellung teilweise auf das Wochenende gefallen seien; bei materieller Prüfung z.B. durch eine einfache Google-Suche wäre nach den Vorbringen der Beschwerdeführerin sofort aufgefallen, dass weder die fiktive Weiterbildungsinstitution noch deren fiktive Schulleiterin existierten. Die von ihr im kantonalen Verfahren geltend gemachten formellen und materiellen Mängel seien von der Vorinstanz zu Unrecht für sich alleine und isoliert gewürdigt worden, während aufgrund der Vielzahl der Unstimmigkeiten auf den gefälschten Meldezetteln genügend Anhaltspunkte für Nachforschungen und Rückfragen an den Angestellten vorgelegen hätten.