Citation: 5P.243/2005 31.01.2006 E. 2

2.1 Gemäss Art. 29 Abs. 3 BV (über den Art. 77ff. ZPO/BE nicht hinausgehen) hat jede Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand. Ob der Anspruch auf Gewährung des Armenrechts missachtet worden ist, prüft das Bundesgericht bei Anwendung von Art. 29 Abs. 3 BV frei; die Prüfungsbefugnis ist demgegenüber auf Willkür beschränkt, soweit tatsächliche Feststellungen der kantonalen Instanz beanstandet werden (BGE 129 I 129 E. 2.1 S. 133; 130 I 180 E. 2.1 S. 182, je mit Hinweisen). Als aussichtslos sind gemäss ständiger - bereits unter Art. 4 aBV eingeleiteter - Praxis Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese (BGE 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135/136, mit Hinweisen). 2.2 Der Beschwerdeführer will gegen die UNIA bzw. die GBI-Sektion vor allem deswegen gerichtlich vorgehen, weil sie ihm in Missachtung ihres Rechtsschutzreglementes keinen oder nur ungenügenden Rechtsschutz gewährt hätten. Dabei rügt er am Urteil des Obergerichts im Wesentlichen und wiederholt, dieses habe die einschlägigen Akten der SUVA- EVG- und IV-Verfahren nicht beigezogen und damit das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt, da sich aufgrund dieser Unterlagen die Aussichtslosigkeit ganz anders beurteile. 2.3 Was die Ausführungen des Beschwerdeführers zur Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör anbelangt, kann auf die Ausführungen in E. 3 des Urteils 5P.381/2005 vom heutigen Tag verwiesen werden. Soweit er überhaupt rechtsgenüglich eine Verletzung von Art. 29 Abs. 3 BV rügt, erweist sich die Beschwerde als unbegründet: