Citation: I 345/01 06.11.2001 E. 3

3.- a) Die Vorinstanz gelangte mit der IV-Stelle gestützt auf das Gutachten des ZMB zum Schluss, der Versicherten sei die Ausübung ihrer angestammten Tätigkeit als Serviceangestellte zu 70 % zumutbar, limitierend wirke sich dabei in erster Linie die psychogene Überlagerung aus. Demgegenüber bringt die Versicherte vor, es sei nicht auf das Gutachten des ZMB abzustellen. Seit der Verfügung vom 28. Oktober 1993, anlässlich welcher ein Invaliditätsgrad (richtigerweise nur im Haushaltbereich) festgestellt worden sei, habe sich der Gesundheitszustand sowohl in orthopädischer wie auch in psychiatrischer Hinsicht verschlechtert. Die vom ZMB attestierte Arbeitsfähigkeit von 70 % widerspreche den Berichten verschiedener Fachärzte, welche die Versicherte seit Jahren betreuten. Sie verweist dazu auf die Berichte des Dr. med. F.________ vom 24. März 1998, der Dres. med. V.________ und W.________ vom 24. April 1998 und des Dr. med. A.________ vom 16. Juli 1998. Das ZMB habe zu diesen Berichten nicht Stellung genommen, weshalb das Gutachten nicht auf der medizinischen Gesamtsituation beruhe. Es sei deshalb eine Ergänzung oder ein Obergutachten notwendig. b) Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Das Gutachten des ZMB ist umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden und leuchtet in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation ein; die Schlussfolgerungen sind zudem begründet (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Insbesondere würdigt es entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin die medizinische Gesamtsituation in hinreichender Weise. Bei den von der Versicherten als nicht berücksichtigt erwähnten Arztberichten handelt es sich zunächst um das Attest von Dr. med. A.________ vom 16. Juli 1998, welcher ihr eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. Er begründet diese Einschätzung indessen nicht näher, sondern gibt lediglich an, leider hätten die Rückenschmerzen nicht beseitigt werden können. Auch Dr. med. F.________ legt in seinem Bericht vom 24. März 1998 nicht weiter dar, wie er zur von ihm attestierten Arbeitsunfähigkeit von 100 % kommt. Die Dres. med. V.________ und W.________, deren Beurteilung offenbar auf Vorschlag des Dr. med. F.________ erfolgte, äussern sich zur Arbeitsfähigkeit nicht, geben indessen an, die subjektiven Beschwerden und Einschränkungen seien erheblich; das Ausmass der Beschwerden sei auf Grund der nachgewiesenen Pathologie etwas schwierig nachvollziehbar. Demgegenüber begründet das ZMB auch in seiner Stellungnahme vom 8. Juli 1998 nachvollziehbar, dass die Versicherte durch die somatischen Befunde (Diagnose mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit: Status nach Exstirpation eines Mammakarzinoms und nach Lymphödem des rechten Armes, chronisches Lumbovertebralsyndrom bei Chondrose L4/5 und kleiner medialer Diskushernie L4/5 sowie diskreter dorsolumbaler Skoliose) nur sehr wenig eingeschränkt sei. Die Diskrepanz zwischen den subjektiv beklagten Beschwerden und den objektiven Befunden sei indes mit dem Verdacht auf eine psychogene Überlagerung im Sinne einer somatoformen Schmerzstörung erklärt worden, was dann zur eingeschränkten Arbeitsfähigkeit von 70 % führe. Es erübrigt sich somit, ein weiteres Gutachten einzuholen.