Citation: I 393/04 07.12.2004 E. 2

2.1 In formell-rechtlicher Hinsicht hat die Vorinstanz die Grundsätze über die Verletzung des rechtlichen Gehörs (BGE 127 V 437 Erw. 3d/aa, 116 V 185 Erw. 1, je mit Hinweisen), insbesondere im Zusammenhang mit dem bis 31. Dezember 2002 in der Invalidenversicherung geltenden Vorbescheidverfahren von Art. 73bis IVV (BGE 125 V 401, 124 V 180, je mit Hinweisen), zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. 2.2 Die IV-Stelle hat in ihrer Verfügung vom 9. Oktober 2002 zu den im Vorbescheidverfahren vorgebrachten Einwänden lediglich festgehalten, dass sie diese überprüft habe und es unterlassen, darzulegen, weshalb die vom Rechtsvertreter genannten Einwände unbehelflich sind. Damit kam die Beschwerdeführerin entgegen ihrer Ansicht der summarischen Begründungspflicht nicht genügend nach, weshalb mit der Vorinstanz die Verletzung des rechtlichen Gehörs zu bejahen ist (BGE 124 V 180). Eine Rückweisung zur korrekten Durchführung des Vorbescheidverfahrens kommt jedoch auf Grund der geänderten Verfahrensbestimmungen nicht mehr in Frage (SVR 2003 IV Nr. 25 S. 77 Erw. 1.4 mit Hinweisen). Möglich wäre lediglich eine Rückweisung an die Verwaltung unter Aufhebung der Verfügung vom 9. Oktober 2002 zum erneuten Erlass einer Verfügung und allenfalls anschliessendem Einspracheverfahren. Ein solches Vorgehen ist jedoch - unter Berücksichtigung der konkreten Umstände - vor allem auch im Interesse der Versicherten - nicht opportun. Zum einen würde das Verfahren unnötig verlängert, zum andern liegt keine Häufung von Rechtsverletzungen vor (BGE 124 V 183 Erw. 4b). Zudem geht es weder um eine Missachtung der zwingend vorgeschriebenen Anhörungspflicht, noch um eine Verweigerung der Akteneinsicht; auch verhält es sich nicht so, dass der Verwaltung sowohl eine Verletzung der Anhörungspflicht wie auch eine Verletzung der Begründungspflicht vorzuwerfen wäre. Somit liegt keine schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, die einer Heilung im kantonalen Verfahren nicht zugänglich wäre (vgl. Urteil A. vom 20. Juli 2004, I 7/04 mit Hinweisen). Aus diesen Gründen ist ausnahmsweise die Möglichkeit der Heilung des Mangels zu bejahen, zumal die Versicherte eine Gehörsverletzung weder vor- noch letztinstanzlich geltend macht.