Citation: 8C_117/2013 E. 4.1

4.1. Nach Würdigung der medizinischen Aktenlage gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, dass auf die Stellungnahme des Dr. med. O.________, beratender Arzt der AXA, vom 4. November 2011 insbesondere mangels Auseinandersetzung mit den aktuellen medizinischen Berichten nicht abgestellt werden könne. Zudem stellte sie fest, dass die Einschätzung des operierenden Arztes Dr. med. M.________ vom 15. Mai 2012 nicht genüge, um einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den im Juni 2011 geltend gemachten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 14. November 2003 mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu belegen. Dies ist nicht zu beanstanden. Die Einwendungen der Beschwerdeführerin führen zu keiner andern Beurteilung. Zum einen gilt, dass nach der Rechtsprechung im Streitfall eine Leistungszusprechung einzig gestützt auf die Angaben des behandelnden Arztes kaum je in Frage kommt (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470). Zum andern ist mit der Vorinstanz entgegen der Einschätzung des Dr. med. M.________ nicht erstellt, dass sich die Versicherte die fraglichen Knieverletzungen tatsächlich anlässlich des im konkreten Fall einzig zur Diskussion stehenden Ereignisses vom 14. November 2003 zugezogen hat. So nahm Dr. med. M.________ Prämissen als ausgewiesen an, die nicht als gesichert gelten können. Insbesondere ist festzuhalten, dass weder der genaue Hergang des Vorfalls im Jahre 2003 noch die konkreten unmittelbaren Folgen dieses Ereignisses an den Knien feststehen. So ist beim Unfallhergang im Bericht des erstbehandelnden Arztes Dr. med. F.________ vom 12. Dezember 2003 von einem Fehltritt beim Joggen "mit dem linken Knie mit sofortigem Schmerz" die Rede, während in der Unfallmeldung des Arbeitgebers vom 25. November 2003 ein Vorfall auf der Treppe beim Ein- und Ausladen von Rohstoffen beschrieben wurde. Zudem machte Dr. med. F.________ einzig Angaben zu Problemen und Befunden am linken Knie, während in der Unfallmeldung als betroffene Körperteile Knie links und rechts angegeben wurden. Insofern kann die Eignung eines Ereignisses, eine Kniedistorsion beidseits zu verursachen, kaum zuverlässig beurteilt werden. Wenn Dr. med. M.________ im Operationsbericht als Erklärung der von ihm festgestellten identischen Verletzungen an beiden Knien die von der Versicherten erwähnte "spagatähnliche" Distorsion anführte und im Bericht zur Begründung der Unfallkausalität festhielt, die Patientin habe eine typische Kniedistorsion beidseits erlitten, welche eine Meniskushinterhornläsion verursachen könne, vermag dies entgegen der Beschwerdeführerin nicht zu überzeugen. Wenn diese geltend macht, es sei sehr unwahrscheinlich, dass sie an zwei Knien identische Verletzungen aus mehreren Unfällen hätte davon tragen können, ändert dies nichts, zumal im MRI Unterschiede zu verzeichnen sind. Gegen eine zuverlässige Kausalitätsbeurteilung sprechen sodann die Differenzen in Bezug auf die Lokalisation der initialen Schmerzen (mediales Meniskusvorderhorn links) und den später operierten Bereichen (mediale Hinterhornläsion beider Kniegelenke) sowie das erhebliche zeitliche Intervall ohne dokumentierte Behandlungen. Mit der Vorinstanz beruht sodann der Hinweis des Dr. med. M.________, dass die Versicherte vor dem fraglichen Ereignis beschwerdefrei gewesen sei, ebenso wie die Darstellung, dass sie seit dem Ereignis immer wieder wechselnde mediale Kniegelenksschmerzen mit zum Teil Einklemmungen gehabt habe, nicht auf medizinischen Abklärungen, sondern auf den Schilderungen der Beschwerdeführerin selbst, welche gemäss eigenen Angaben (Schreiben vom 1. August 2011) nach dem Abschluss der Behandlung vom 2. März 2004 nirgends in Behandlung gewesen war. Insgesamt drängt sich der Eindruck auf, dass Dr. med. M.________ bei seiner Kausalitätsbeurteilung auf den vermeintlichen Grundsatz "post hoc ergo propter hoc" abstellte, was für den Nachweis eines natürlichen Kausalzusammenhangs nicht genügt (vgl. dazu BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.). Die Vorinstanz hat mithin zu Recht nicht auf dessen Kausalitätsbeurteilung abgestellt.