Citation: 2C_573/2014 E. 3.1

3.1. Eine Aufenthaltsbewilligung kann widerrufen bzw. nicht verlängert werden, wenn die ausländische Person zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist (Art. 62 lit. b AuG; BGE 135 II 377 E. 4.2 S. 381; 137 II 297 E. 2), oder sie erheblich bzw. wiederholt gegen die öffentliche Ordnung verstossen hat (Art. 62 Abs. 1 lit. c AuG). Dasselbe gilt, wenn eine ausländische Person, für die sie sorgen muss, auf Sozialhilfe angewiesen ist (Art. 62 lit. e AuG). Bei den entsprechenden gesetzlichen Widerrufsgründen geht es neben dem öffentlichen Interesse an der Steuerung der Einwanderung bzw. des Erhalts der Sozialwerke und des Sozialsystems (wirtschaftliches Wohl des Landes) darum, weitere strafbare Handlungen zu vermeiden und die Gesellschaft mit ihrer Ordnung im Sinn von Art. 8 Ziff. 2 EMRK zu schützen.