Citation: 2C_95/2017 E. 1.3

1.3. Gleiches gilt auch bezüglich der mit Verfügung vom 24. Mai 2013 (Verfügung Nr. 109/13) "per sofort und vorläufig bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens" angeordneten Verbote der Leistung von Notfalldienst bzw. der Führung einer Patientenapotheke (Selbstdispensation). Wie sich aus den obenstehenden Ausführungen zum Sachverhalt ergibt, kam diesen vorsorglichen Massnahmen nur bis zum 17. April 2014 eine eigenständige Bedeutung zu: An diesem Tag verfügte das AGS die Eröffnung eines weiteren Verwaltungsverfahrens gegen den Beschwerdeführer und untersagte ihm gleichzeitig, wiederum "per sofort und vorläufig bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens", die selbständige Berufsausübung als Arzt insgesamt, was die Leistung von Notfalldienst und die Führung einer Patientenapotheke notwendigerweise mitumfasst. Umso mehr gilt dies seit der materiellen Anordnung des auf 24 Monate befristeten Berufsausübungsverbotes mit der Verfügung Nr. 032/15 vom 13. Februar 2015. Ebenfalls ist nicht ersichtlich, dass diese beiden damals verfahrensleitend als vorsorgliche Massnahmen angeordneten Verbote der Leistung von Notfalldienst bzw. der Führung einer Patientenapotheke nach Ablauf der materiell angeordneten Sanktion bzw. nach der vorinstanzlichen Feststellung von deren Unverhältnismässigkeit wieder aufleben und den Beschwerdeführer damit nach wie vor beschweren würden. Dem angefochtenen Urteil des Verwaltungsgerichts lässt sich jedenfalls nichts dergleichen entnehmen. Wohl bestätigte die Vorinstanz in Dispositivziffer 1.1 Absatz 2 die "Rechtmässigkeit des vom Amt für Gesundheit und Soziales mit der Verfügung Nr. 109/13 vom 24. Mai 2013 gegenüber dem Beschwerdeführer ausgesprochenen Verbots der Leistung von Notfalldienst und Verbots der Führung einer Patientenapotheke unter eigener Verantwortung (Selbstdispensation), welche in der Verfügung Nr. 032/15 vom 13. Februar 2015 aufging". Doch selbst wenn diese Formulierung etwas kryptisch erscheinen mag, so ergibt sich jedenfalls aus der Begründung der Vorinstanz unzweifelhaft, dass sich diese Beurteilung nur auf die Vergangenheit bezieht und für die Zeit nach dem Ablauf des befristeten Berufsausübungsverbotes keine Wirkung entfaltet. Nachdem es die Unverhältnismässigkeit des zweijährigen Berufsausübungsverbotes festgehalten hatte, führte das Verwaltungsgericht in E. 7.2 S. 48 des angefochtenen Entscheids nämlich was folgt aus: "Dies bedeutet indessen nicht, dass jegliche Disziplinarmassnahme als rechtswidrig zu bezeichnen wäre. Als verhältnismässig zu bestätigen ist sowohl das Verbot des Notfalldienstes sowie der Selbstdispensation als Teile des Tätigkeitsspektrums. Diese beiden Verbote gingen im Verbot der selbständigen Berufsausübung für zwei Jahre auf. Dabei ist nach dem Dahinfallen des Verbotes der selbständigen Berufsausübung per 8. Mai 2016 nicht mehr relevant, ob ein solches Verbot für einen Teil des Tätigkeitsspektrums für die Dauer von zwei Jahren (ab dem Zeitpunkt der Verfügung Nr. 109/13 vom 24.5.2013 bzw. deren Rechtskraft) oder für eine längere oder kürzere Dauer zu verhängen gewesen wäre". Die Vorinstanz bestätigte in ihrer Vernehmlassung an das Bundesgericht denn auch ausdrücklich, dass sich ihre Feststellungen betreffend der Verbote der Leistung von Notfalldienst und der Führung einer Patientenapotheke unter eigener Verantwortung (Selbstdispensation) ausschliesslich auf den Zeitraum bis und mit dem 8. Mai 2016 beziehen (Sachverhalt lit. C hiervor). Schliesslich ist ebenfalls weder ersichtlich noch wird behauptet, dass diese Verbote nach wie vor in einem Register eingetragen wären.