Citation: I 480/02 15.10.2003 E. 3

Auf Grund der medizinischen Unterlagen, namentlich der Stellungnahmen des Psychiaters Dr. A.________, vom 11. Februar 2000 und 12. Februar 2001, ist erstellt und im Übrigen unbestritten, dass es dem Beschwerdeführer mit Rücksicht auf seinen Gesundheitsschaden möglich und zumutbar wäre, eine körperlich leichte Erwerbstätigkeit im Umfang von 50 % einer Vollzeitbeschäftigung auszuüben. 3.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen grundsätzlich auf zeitidentischer Grundlage zu erheben sind (BGE 129 V 222 Erw. 4.1 und 4.2). Im vorliegenden Fall ist daher mit Blick auf den Rentenbeginn am 1. Januar 1998 auf die Lohnsituation im Jahre 1998 abzustellen. IV-Stelle und Vorinstanz gingen gestützt auf die Angaben der Firma X.________ AG davon aus, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2000 ohne Gesundheitsschaden ein Erwerbseinkommen von Fr. 62'250.- verdient hätte. Der Versicherte stellt diesen Betrag nicht in Frage, hält aber dafür, dass bereits für das Jahr 1998 von diesem Wert auszugehen sei. Ob dies zutrifft, kann offen bleiben. Auch wenn dieser Auffassung gefolgt wird, ändert sich am Ergebnis nichts, wie aus den nachfolgenden Erwägungen erhellt. 3.2 Für die Ermittlung des Invalideneinkommens zog die Vorinstanz zwar die Löhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) bei, stellte jedoch auf Lohnangaben aus der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der SUVA ab. Aus vier DAP-Löhnen errechnete sie einen Durchschnittslohn von Fr. 50'508.-, entsprechend Fr. 25'254.- für ein hälftiges Arbeitspensum. Von diesem Betrag nahm das kantonale Gericht einen leidensbedingten Abzug von 10 % vor, wobei es festhielt, dass auch bei einem Abzug von 15 % ein Invalideneinkommen von Fr. 21'466.- und damit - verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 62'250.- ein Invaliditätsgrad von unter zwei Dritteln resultieren würde. 3.3 In einem neuesten, zur Publikation in der Amtlichen Sammlung bestimmten Urteil C. vom 28. August 2003, U 35/00 und U 47/00, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht dargelegt, das Abstellen auf DAP-Löhne setze voraus, dass, zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern, Angaben gemacht werden über die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Im Weiteren hat das Gericht entschieden, dass bei der Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf DAP-Profile Abzüge vom System der DAP her nicht sachgerecht und nicht zulässig sind. 3.4 Die Voraussetzungen, unter denen auf DAP-Löhne abgestellt werden kann, sind im vorliegenden Fall nicht erfüllt. Zwar hat die SUVA, auf deren Dokumentation die Vorinstanz zurückgegriffen hat, fünf DAP-Blätter aufgelegt; Angaben über die Gesamtzahl der in Betracht fallenden dokumentierten Arbeitsplätze fehlen aber ebenso wie nähere Feststellungen zum Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohn der entsprechenden Gruppe. 3.5 Das Invalideneinkommen ist somit anhand der Tabellenlöhne gemäss den LSE zu ermitteln. Dabei ist praxisgemäss auf die standardisierten monatlichen Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abzustellen (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb, 124 V 323 Erw. 3b/aa). Im vorliegend massgebenden Jahr 1998 belief sich der Durchschnittslohn (Zentralwert) für Männer im Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) im privaten Sektor bei einer Arbeitszeit von 40 Stunden in der Woche auf Fr. 4'268.- (LSE 1998 S. 25). Nach Umrechnung auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft 2001, Heft 12, S. 80 Tabelle B9.2) ergibt sich ein Monatslohn von Fr. 4'460.-, entsprechend einem Jahreseinkommen von Fr. 53'520.-. Bei Ausübung einer Tätigkeit im Ausmass von 50 % resultiert ein Einkommen von Fr. 26'760.-. Von diesem Betrag ist nach der Rechtsprechung gegebenenfalls ein behinderungsbedingter Abzug vorzunehmen, der dem Umstand Rechnung trägt, dass der Lohn eines gesundheitlich beeinträchtigten Versicherten in der Regel unter dem Durchschnittswert liegt (BGE 126 V 78 Erw. 5a/aa). Sodann wird nach der Rechtsprechung berücksichtigt, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 126 V 78 Erw. 5a/cc). Der Einfluss der erwähnten Merkmale auf das Invalideneinkommen ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 126 V 80 Erw. 5b/bb und cc).