Citation: 2C_764/2017 E. 1.1

1.1. Der marokkanische Staatsangehörige A.________ (geb. xxxx) reiste 1996 unter falscher Identität illegal in die Schweiz ein. Verschiedene Ausschaffungsbemühungen scheiterten (vgl. dazu u.a. das Urteil des Bundesgerichts 2A.623/1996 vom 9. Januar 1997). Am 18. Oktober 1999 wurde seine provisorische Aufnahme verfügt, weil der Vollzug der Wegweisung damals nicht möglich war. Am 3. Dezember 1999 heiratete A.________ die Schweizerin B.________, worauf er eine Aufenthaltsbewilligung und später die Niederlassungsbewilligung erhielt. Der Ehe, die im Jahre 2008 geschieden wurde, entsprossen zwei Kinder (geb. xxxx und xxxx). Diese leben unter gemeinsamem Sorgerecht der Eltern seit mehr als sechs Jahren im Kinderheim U.________. Zwischen 1996 und 2015 erwirkte A.________ 17 Straferkenntnisse mit insgesamt fast 39 Monaten Freiheitsstrafe, 60 Tagessätzen Geldstrafe und Fr. 400.-- Busse; hauptsächlich wegen Delikten gegen das Betäubungsmittelgesetz, aber auch wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte, Widerhandlungen gegen das Waffengesetz und wegen Körperverletzung. Zudem kam es am 28. Mai 2017 zu einem Vorfall, wo A.________ einem Kontrahenten anlässlich eines Streits zunächst zwei Ohrfeigen verpasste und ihm anschliessend eine 2 cm tiefe Schnittwunde zufügte. Hierüber liegt zwar noch kein rechtskräftiges Strafurteil vor, doch ist A.________ hinsichtlich der Tatumstände als auch bezüglich der zugefügten Verletzung geständig. Seit Anfang September 2008 ist er sozialhilfeabhängig und hat bis 2015 fast Fr. 137'000.-- an Sozialhilfeleistungen bezogen. Gegen ihn bestehen - bis 2013 - Betreibungen und Verlustscheine von ca. Fr. 37'000.--. Migrationsrechtlich verwarnt wurde er insgesamt vier Mal, zuletzt 2013. Er wird seit 2004 medizinisch substituiert behandelt (Methadon).