Citation: 5P.102/2002 29.05.2002 E. 7

Als Willkür und Verletzung des Gleichbehandlungsgebots rügt der Beschwerdeführer schliesslich, dass die vom Obergericht für den Unterhalt seiner jüngsten Tochter C.________ eingesetzte Summe weniger als einen Drittel dessen betrage, was für deren Halbgeschwister A.________ und B.________ veranschlagt worden sei. Unterhaltsberechtigte Kinder sind im Verhältnis zu ihren objektiven Bedürfnissen grundsätzlich gleich zu behandeln (BGE 116 II 110 E. 4a S. 114; vgl. auch BGE 120 II 285 E. 3b/bb S. 290 f.; Cyril Hegnauer, Berner Kommentar, N. 9 zu Art. 285 ZGB). Mit dem Alter des Kindes steigende Unterhaltsbeiträge sind üblich und entsprechen dem Gleichbehandlungsgebot. Sodann gehören zum Bedarf eines Kindes auch allfällige Fremdbetreuungskosten (Schwenzer, a.a.O. N. 15 zu Art. 285 ZGB). Angesichts der beruflichen Tätigkeit der Beschwerdegegnerin haben sich die Parteien noch zur Zeit der ehelichen Gemeinschaft auf eine Fremdbetreuung der Kinder A.________ und B.________ durch H.________ geeinigt. Der vom Obergericht dafür festgelegte, der Höhe nach nicht bestrittene Betrag von monatlich Fr. 2'400.-- ist deshalb mit Fr. 1'200.-- je Kind in die Bedarfsberechnung einzusetzen. C.________ wird von ihrer Mutter, d.h. von der Lebenspartnerin des Beschwerdeführers, betreut, so dass für dieses Kind Fremdbetreuungskosten entfallen. Werden von dem vom Obergericht für die Phase III (Zeitraum ab 1. Oktober 2001) ermittelten Unterhaltsbedarf von Fr. 3162.50 je Kind Betreuungskosten von Fr. 1'200.-- abgezogen, verbleiben Fr. 1'962.50. In diesem Betrag ist auch der Wohnkostenanteil enthalten, den die kantonale Rekursinstanz für beide Kinder zusammen auf Fr. 1'200.-- im Monat beziffert hat. Angesichts der Tatsache, dass die Kosten für einen Jugendlichen ganz erheblich höher sind als diejenigen für ein Kleinkind, erscheint die vom Obergericht zwischen A.________ und B.________ einerseits und C.________ andererseits vorgenommene Abstufung keineswegs als willkürlich.