Citation: 9C_714/2013 E. 6.3.4

6.3.4. Es trifft zu, dass das Vorsorgereglement der Beschwerdegegnerin nicht explizit auf Abs. 2 bis von Art. 24 BVV 2 verweist (sondern generell auf Art. 24 BVV 2). Dies ist indes bereits deshalb nicht von Bedeutung, weil für die hier streitigen obligatorischen BVG-Leistungen ohnehin die Verordnung relevant ist, und sich die Ansprüche des am 1. Juli 2012 ins AHV-Rentenalter eingetretenen Beschwerdeführers somit nach der in diesem Zeitpunkt gültigen Fassung von Art. 24 BVV 2 richten. Wie dargelegt (vorangehende E. 6.3.3) sind gemäss dessen seit 1. Januar 2011 gültigem Abs. 2 bis Altersrenten als Einkünfte anzurechnen. Der fehlende reglementarische Verweis auf Abs. 2 bis von Art. 24 BVV 2 könnte auch im Überobligatorium jedenfalls nicht ohne weiteres als qualifiziertes Schweigen des Reglementgebers interpretiert werden, weil die Verordnungsergänzung erst mehr als drei Jahre nach Inkrafttreten des Reglements datiert und dieses seit 2007 nicht mehr geändert wurde. Ob der als "Kann-Bestimmung" formulierte Art. 24 Abs. 2 bis BVV 2 eine unmittelbare Kürzungskompetenz vermittelt oder ob die Vorsorgeeinrichtungen eine entsprechende reglementarische Grundlage zu schaffen hätten (so Marc Hürzeler, Unfallkoordination in der weitergehenden beruflichen Vorsorge, in: HAVE 1/2014, S. 34), fällt für die gesetzlichen Leistungen nicht ins Gewicht. Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz auch für den Zeitraum nach dem 1. Juli 2012 zu Recht weiterhin eine Überentschädigungskürzung vorgenommen und die Altersleistungen als Einkommen angerechnet. Damit bleibt es auch mit Bezug auf die Leistungsberechnung ab 1. Juli 2012 beim angefochtenen Entscheid.