Citation: 5A_82/2009 27.04.2009 E. 3.2

3.2.1 Vorab rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Willkürverbots. Die Vorinstanz habe die in § 75 Abs. 1 ZPO/AG verankerte Dispositionsmaxime verletzt bzw. sie sei in Willkür verfallen, weil sie eine Angemessenheitsprüfung der Rente vorgenommen und die finanziellen Verhältnisse der Beschwerdeführerin im Scheidungs- und im aktuellen Zeitpunkt miteinbezogen habe. Zudem stelle diese Angemessenheitsprüfung eine Verletzung von aArt. 153 Abs. 2 ZGB dar. 3.2.2 Die Beschwerdeführerin legt nicht näher dar, inwiefern die Vorinstanz die behauptete Angemessenheitsprüfung der mit Scheidungsurteil vom 20. September 1995 festgesetzten Unterhaltsbeiträge vorgenommen haben sollte und genügt damit den Begründungsanforderungen für die Beschwerde in Zivilsachen nicht (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG). Aus den obergerichtlichen Erwägungen geht vielmehr hervor, dass das Obergericht geprüft hat, ob sich das Einkommen des Beschwerdegegners wesentlich verringert hat bzw. ob vorliegend eine Herabsetzung der Unterhaltsrente in Frage kommt. Bei dieser Prüfung hat das Obergericht festgestellt, dass der Beschwerdegegner lediglich eine gekürzte Rente aus der beruflichen Vorsorge bezieht. Weil ihm die Hypothekarbank per 1. März 1996 die für die Liegenschaft in C.________ aufgenommene Hypothek wider Erwarten gekündigt habe, sei der Beschwerdegegner zur Rückzahlung der Hypothek mittels eines Vorbezugs von Mitteln der beruflichen Vorsorge gezwungen gewesen. Bei einer Pfändung der Liegenschaft hätte der Kläger nämlich als Oberst im Generalstab der Schweizer Armee seine Stelle verloren. Dieser Vorbezug habe wiederum zu einer Kürzung der Pensionskassenrente geführt. Die Rente aus beruflicher Vorsorge betrage aktuell Fr. 4'108.60. Das Bezirksgericht A.________ sei jedoch im Urteilszeitpunkt von einer Rente von Fr. 5'595.-- ausgegangen, was von beiden Parteien anerkannt worden sei. Diese Einkommensverminderung qualifiziert das Obergericht als erheblich, dauerhaft und unvorhersehbar. Somit stützt das Obergericht seinen Abänderungsentscheid - entgegen dem Vorwurf der Beschwerdeführerin - auf die nach Scheidungsurteil veränderten finanziellen Verhältnisse des Beschwerdegegners. Dazu äussert sich die Beschwerdeführerin jedoch nicht, weshalb ihrem Vorhalt nicht gefolgt werden kann.