Citation: 4P.130/2000 06.10.2000 E. 3

3.- a) Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG hat die Beschwerdeschrift eine kurz gefasste Darlegung darüber zu enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie der angefochtene Entscheid verletzt. Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen. Es genügt nicht, wenn der Beschwerdeführer einfach behauptet, der angefochtene Entscheid verstosse gegen das Willkürverbot; er hat vielmehr im Einzelnen zu zeigen, inwiefern der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist. Der Grundsatz der richterlichen Rechtsanwendung findet somit im Bereich der Verfassungsgerichtsbarkeit keine Anwendung, sondern es gilt das Rügeprinzip: der Richter untersucht den angefochtenen Entscheid nicht von sich aus umfassend auf seine Verfassungsmässigkeit, sondern beschränkt sich auf die Prüfung der in der Beschwerde rechtsgenüglich vorgebrachten Rügen (BGE 122 I 70 E. 1c S. 73; 119 Ia 197 E. 1d S. 201; 118 Ia 64 E. 1b S. 67; 117 Ia 10 E. 4b S. 11 f.; 115 Ia 183 E. 3 S. 185). Soweit in einer staatsrechtlichen Beschwerde Willkür in der Ermittlung des Sachverhalts geltend gemacht wird, ist zu beachten, dass dem Sachrichter in der Beweiswürdigung ein breiter Ermessensspielraum zusteht; der Beschwerdeführer hat daher darzulegen, inwiefern das kantonale Gericht sein Ermessen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schlüsse gezogen (BGE 119 Ia 197 E. 1d S. 201; 118 Ia 28 E. 1b S. 30; 101 Ia 298 E. 5 S. 306; 98 Ia 140 E. 3a S. 142 mit Hinweisen), erhebliche Beweise übersehen oder willkürlich ausser Acht gelassen habe (BGE 112 Ia 369 E. 3 S. 371; 100 Ia 119 E. 4 S. 127). Dagegen genügt es nicht, wenn der Beschwerdeführer lediglich einzelne Beweise anführt, die er anders als im angefochtenen Entscheid gewichtet wissen möchte. Es geht nicht an, in einer staatsrechtlichen Beschwerde bloss appellatorische Kritik an der Beweiswürdigung des kantonalen Gerichts zu üben, als ob dem Bundesgericht im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren die freie Prüfung aller Tat- und Rechtsfragen zukäme. b) Soweit die Beschwerdeführerin sich nicht an diese Grundsätze gehalten hat, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Das gilt namentlich für die Rüge, die Feststellung des Obergerichts, dass die einfache Gesellschaft Vonthron, Leuthard und Koller nicht lediglich den Abschluss des Leasingvertrages, sondern vornehmlich den Betrieb des Hotels Stanserhof bezweckt habe, sei willkürlich. Das Kantonsgericht, dessen Ausführungen sich das Obergericht zu eigen machte, hat die Ereignisse in der Zeit um den Abschluss des Leasingvertrages herum wie folgt aufgelistet: Gespräche unter den Gesellschaftern betreffend die Hotelübernahme; Verpflichtung der Beschwerdeführerin zur Übernahme der Namenaktien der Hotel Stanserhof AG und Kaufverpflichtung des betreffenden Grundstücks; Bezeichnung des Beschwerdegegners im Leasingvertrag als Fahrer des geleasten Wagens, nachdem unmittelbar zuvor in einem von denselben Gesellschaftern abgeschlossenen Arbeitsvertrag der Beschwerdegegner als Hoteldirektor angestellt und die Übernahme eines Geschäftswagens durch Letzteren in Aussicht genommen worden war. Daraus hat das Kantonsgericht in einer Gesamtwürdigung den Willen der Gesellschafter zum gemeinsamen Hotelbetrieb abgeleitet. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, weshalb diese Argumentation unhaltbar sein soll. Wenn sie bestimmte Urkunden bezeichnet, die für sich allein für den Beweis nicht ausreichen, gehen ihre Ausführungen an der Sache vorbei, denn die kantonalen Gerichte haben ihnen nicht Beweis-, sondern Indizienwert beigemessen, was sie entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin willkürfrei tun konnten. Soweit die Rüge den Begründungsanforderungen überhaupt genügt, erweist sie sich daher als unbegründet.