Citation: 8C_692/2020 E. 3.3.1

3.3.1. Die Beschwerdeführerin stellt weiter die Beweiskraft des Gutachtens der SMAB AG in Frage. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz setzten sich die Sachverständigen zu Unrecht nicht mit der abweichenden Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die Experten des ZMB bei gleich gebliebenen medizinischen Befunden auseinander. Nach der Rechtsprechung müssten die Angaben der Sachverständigen umso ausführlicher ausfallen, je grösser die Divergenzen zu einem früheren Gutachten ausfielen. Dies gelte im Allgemeinen und dürfte in Revisionsfällen, in welchen es um die Beurteilung einer erheblichen und dauerhaften Verbesserung des Gesundheitszustandes gehe, umso mehr von Bedeutung sein. Die Differenz hinsichtlich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die Gutachter der SMAB AG zu derjenigen der Experten des ZMB sei erheblich und angesichts der Renteneinstellung bedeutsam. Abgesehen davon sei das Teilgutachten des orthopädischen Sachverständigen der SMAB AG in sich nicht schlüssig. Er habe anlässlich der Exploration festgestellt, dass die Beweglichkeit der Wirbelsäule deutlich eingeschränkt gewesen sei. Es bestünde klinisch eine erhebliche Symptomatik und die Muskulatur sei deutlich verhärtet und unbalanciert gewesen. Trotz dieser Befunde habe der orthopädische Gutachter eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer den körperlichen Beeinträchtigungen adaptierten Tätigkeit angenommen. Diese Schlussfolgerung, die bei der Gesamtbeurteilung der Experten der SMAB AG vollumfänglich übernommen worden sei, sei nicht nachvollziehbar. Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung sei unhaltbar und willkürlich.