Citation: 6B_826/2017 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz erwägt (Urteil, S. 16), indem der Beschwerdeführer das Opfer zu Boden gebracht und dort kurz festgehalten habe, habe er Gewalt angewendet. Ein Nötigungsmittel liege somit vor. Entscheidend sei die Frage, ob der Beschwerdeführer sexuelle Handlungen vorgenommen habe. Um dies zu beurteilen, sei dem Gesamtgeschehen Beachtung zu schenken. Der Beschwerdeführer habe auf einem Waldweg völlig überraschend eine ihm unbekannte Joggerin zu Boden gerissen, sie dort festgehalten, indem er sich quer über ihren Bauch gelegt und ihre linke Hand am Boden fixiert habe. Er habe sie über den Kleidern in der Bauchregion, am Gesäss und an der Hüfte berührt, ihren Hosenbund leicht hinuntergezogen und sie auf die nackte Haut an der freigewordenen Körperstelle im linken Hüftbereich geküsst. Dieses Bild zeige eindeutig eine sexualbezogene Handlung. Mit den Berührungen und dem Kuss, beides in geringer Distanz zu Sexualorganen, habe der Beschwerdeführer in die Intimsphäre des ihm unbekannten Opfers eingegriffen. Erwiesen sei schliesslich, dass der Beschwerdeführer mit sexuellen Absichten gehandelt habe. Er habe das Opfer aufgrund eines Impulses berühren wollen und sei sich bewusst gewesen, dass es sich um unsittliche Berührungen gehandelt habe. Der Beschwerdeführer habe vorsätzlich gehandelt und der angestrebte Erfolg sei eingetreten, womit der objektive und subjektive Tatbestand der sexuellen Nötigung erfüllt sei.