Citation: 6B_342/2021 E. 1.3.4

1.3.4. Überdies sind auch die vorinstanzlichen Erwägungen zu den öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden. Der Strafregisterauszug des Beschwerdeführers weist nicht weniger als 10 Vorstrafen zwischen dem 17. November 2005 und dem 16. März 2017 auf. Die Liste der Verurteilungen enthält unter anderem folgende Delikte: Diebstahl, Drohung, Nötigung, versuchte Nötigung, Hausfriedensbruch, Fahren in fahrunfähigem Zustand, Vereitelung der Blutprobe, Verletzung der Verkehrsregeln, Pflichtwidriges Verhalten bei Unfall, Fahren ohne Führerausweis, Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch, Missachtung der Ein- oder Ausgrenzung, Missbrauch einer Fernmeldeanlage sowie Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen. Teilweise handelt es sich auch um mehrfache Begehung. Der Beschwerdeführer wurde dabei nicht nur zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt, sondern auch zu Geldstrafen und (teilweise bedingten) Freiheitsstrafen. Zudem wurde mehrfach eine ambulante Behandlung angeordnet. Entsprechend spricht die Vorinstanz überzeugend von anhaltender Delinquenz des Beschwerdeführers. Diese sowie die übrigen Lebensumstände seien zwar teilweise auf seine posttraumatische Belastungsstörung zurückzuführen, dies sei jedoch nicht als Rechtfertigung zu sehen. Der Beschwerdeführer sei bei allen Verurteilungen, die in den letzten 15 Jahren gegen ihn ausgesprochen worden seien, als schuldfähig erachtet worden (Urteil E. II/3.5). Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, überzeugt nicht. Er argumentiert, die Vorinstanz verkenne, dass sich das Mass der Schuldfähigkeit immer auf den Deliktszeitpunkt beziehe und nicht die psychische Verfassung eines Menschen gesamthaft wiedergebe. Ein Mensch könne psychisch anhaltend belastet sein und gleichwohl in gewissen Momenten unter intakter Schuldfähigkeit handeln. Aus dieser Begründung geht nicht hervor, inwiefern dadurch die Würdigung der öffentlichen Interessen durch die Vorinstanz nicht zutreffend sei. Zudem vermag der Beschwerdeführer auch nichts für sich abzuleiten, wenn er vorbringt, bei den durch ihn begangenen Delikten handle es sich nicht um Schwerstkriminalität. Der Beschwerdeführer wird im vorliegenden Verfahren der mehrfachen Urkundenfälschung i.S.v. Art. 251 Ziff. 1 StGB, der Drohung i.S.v. Art. 180 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung i.S.v. Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG, der groben Verletzung der Verkehrsregeln i.S.v. Art. 90 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. a VRV, des Vergehens gegen das Waffengesetz i.S.v. Art. 33 Abs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. f WG und Art. 27 WG, der Hinderung einer Amtshandlung i.S.v. Art. 286 StGB sowie des mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen i.S.v. Art. 292 StGB schuldig gesprochen. Zwar handelt es sich dabei nicht um Katalogtaten, welche eine obligatorische Landesverweisung i.S.v. Art. 66a StGB zur Folge hätten. Dennoch wiegen die Delikte keineswegs leicht, wurde der Beschwerdeführer doch immerhin zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten sowie einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 30.-- und einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt (vgl. zur Verhältnismässigkeit einer nicht obligatorischen Landesverweisung bei einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr E. 1.1 oben). Sowohl die Vorstrafen des Beschwerdeführers als auch seine vorliegende Verurteilung zeigen auf, dass er die schweizerische Rechtsordnung seit vielen Jahren schwerwiegend missachtet. Die Vorinstanz berücksichtigt bei der Würdigung der öffentlichen Interessen entsprechend zu Recht die Regelmässigkeit der Delinquenz seit 1994, die ungünstige Legalprognose sowie die kriminelle Gesinnung des Beschwerdeführers (vgl. Urteil E. II/3.3). Sie zeigt diesbezüglich überzeugend auf, dass der Beschwerdeführer während des überwiegenden Teils seines Aufenthalts durch wiederholte Straffälligkeit in Erscheinung getreten sei. Dass sie dabei nicht näher auf die konkreten Delikte und deren Schwere eingeht, ist nicht zu bemängeln. Mit der Vorinstanz wiegen die öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung des Beschwerdeführers hoch.