Citation: 8C_126/2017 E. 4.1

4.1. In BGE 143 V 148 (Urteil 8C_527/2016 vom 8. Mai 2017) ging das Bundesgericht der Frage nach, ob auch Hilfsmittel (Art. 11 UVG) zur Heilbehandlung (Art. 10 UVG) zählen, welche nach Art. 19 Abs. 1 Satz 2 UVG mit dem Fallabschluss dahinfällt. Speziell war im dortigen Fall die Pflicht zur Kostenübernahme für eine Brille und damit zusammenhängende Visuskontrollen fraglich, welche schon vor dem Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG gewährt worden waren (BGE 143 V 148 E. 5 S. 154 ff. vgl. Urteil 8C_776/2016 vom 23. Mai 2017 E. 5.3). Auch hier ist die Kostenübernahme für ein Hilfsmittel streitig, welches - unbestrittenermassen - bereits vor Abschluss des gemeldeten Rückfalls gewährt worden ist. Dies wurde von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt. Gleichermassen ist zudem auch vorliegend nicht strittig, dass der Versicherte vor dem Unfall kein orthopädisches Schuhwerk oder Schuheinlagen benötigt hatte und diese Hilfsmittel wegen der unfallbedingten Fussverletzung notwendig geworden sind. Dass daneben auch krankheitsbedingte Ursachen in Betracht gezogen wurden, ändert an der Leistungspflicht des Unfallversicherers nichts, wie das kantonale Gericht unter Berufung auf Art. 36 Abs. 1 UVG zutreffend erkannt hat (E. 2.2 hiervor).