Citation: C 156/00 28.08.2001 E. 3

3.- a) Steht eine arbeitslose Person in beruflichen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung und bezieht sie dazu akzessorisch IV-Taggelder, hat sie für dieselbe Zeitspanne keinen Anspruch auf Taggelder der Arbeitslosenversicherung. In solchen Fällen gilt nämlich ein reines Prioritätsprinzip: Wem Taggelder des einen Sozialversicherungszweiges zustehen, hat keinen Anspruch auf Taggelder des andern Zweiges (Urteil F. vom 11. Mai 2001, C 180/00; Kieser, Die Taggeldkoordination im Sozialversicherungsrecht, in: AJP 2000 S. 249 ff., insbesondere S. 256 und 258-260). b) Mit Verfügung vom 16. August 1999 sprach die IV-Stelle des Kantons Thurgau dem Beschwerdeführer als berufliche Massnahme eine vom 16. August 1999 bis 20. Mai 2000 dauernde Umschulung zum Screeningdesigner bei der Schule X.________ sowie einen Kurs für PC-Anwender SIZ zu. Der PC-Anwender SIZ-Kurs begann am 25. August 1999 und fand jeweils an zwei Abenden pro Woche von 18.30-21. 30 Uhr statt. Die Ausbildung zum Screeningdesigner begann am 20. September 1999 und fand täglich von 08.30-12. 00 Uhr und von 13.00-15. 30 Uhr statt. Mit weiteren Verfügungen vom 5. Oktober 1999 sprach die IV-Stelle dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 25. August 1999 bis 30. September 1999 ein ganzes IV-Taggeld von Fr. 98.80 - gekürzt um 1/30 wegen gleichzeitigen IV-Rentenbezugs (Art. 20ter Abs. 3 IVV) - und für die Zeit ab 1. Oktober 1999 ein ungekürztes IV-Taggeld von Fr. 136.- zu. Bei dieser Konstellation stehen dem Beschwerdeführer im fraglichen Zeitraum ausschliesslich die gekürzten Taggelder der Invalidenversicherung (zuzüglich die Invalidenrente) zu. Denn die ihm gewährte berufliche Massnahme wurde aus gesundheitlichen Gründen durchgeführt und lag damit nicht im sachlichen Geltungsbereich der Arbeitslosenversicherung, welche arbeitsmarktlich bedingte Eingliederungsmassnahmen vorsieht.