Citation: K 84/01 10.09.2004 E. 4

4.1 Die Vorinstanz legte dar, die Genehmigung der Prämientarife sei Sache des Bundesamtes (Art. 61 Abs. 4 KVG in der bis 31. Mai 2002 geltenden Fassung; Art. 92 KVV). Dieses habe die Prämienerhöhung per 1. Januar 1999 geprüft und deren Rechtmässigkeit anerkannt. Der Versicherte habe daher die ausstehenden Prämien in vollem Umfang zu begleichen. Die Vorinstanz hat es mit dieser Argumentation - wenn auch nicht durch Nichteintreten auf die Beschwerde, so doch im Ergebnis - abgelehnt, die Prämienerhöhung materiell zu beurteilen, da dies in die Zuständigkeit des Bundesamtes gefallen sei. 4.2 Gemäss Art. 77 Abs. 1 lit. d des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Bern vom 23. Mai 1989 (VRPG) ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unzulässig gegen Verfügungen und Entscheide betreffend den Erlass und die Genehmigung von Tarifen. Dieser Ausschluss ist Art. 99 Abs. 1 lit. b OG bzw. Art. 129 Abs. 1 lit. b OG nachgebildet, weshalb zu seiner Klärung auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zurückgegriffen werden kann (BVR 1996 S. 399 f.; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, Bern 1997, N. 22 zu Art. 77 VRPG). Das Eidgenössische Versicherungsgericht ist vorliegend zur Überprüfung von Art. 77 Abs. 1 lit. d VRPG zuständig, da der dem Verfahren zugrunde liegende materiellrechtliche Streitgegenstand dem Bundessozialversicherungsrecht angehört (BGE 126 V 143).