Citation: 2C_94/2024 E. 8.7

8.7. Die Beschwerdeführerin rügt, sie habe der FINMA Mitte Juli 2019 Angaben betreffend die Wahrscheinlichkeit künftiger Schadenmeldungen geliefert. Die Vorinstanz erwog dazu, die Angaben zu den Schadenmeldungen seien widersprüchlich, weshalb eine zuverlässige Bestätigung der Beschwerdeführerin, dass keine Schadenmeldungen mehr eingehen würden, nicht möglich sei. Die Beschwerdeführerin behaupte, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Schadenfälle mehr entstehen könnten, da zwischen dem Schadenereignis und der Meldung im Rückversicherungsgeschäft im Durchschnitt bloss 63 Tage liegen würden. Betrachte man den Einzelfall, ergebe sich allerdings ein anderes Bild. So sei in einem Fall der Schaden erst nach 1'356, in einem anderen erst nach 981 Tagen und in 17 weiteren Fällen erst nach über einem Jahr gemeldet worden (vgl. E. 9.2.6 des angefochtenen Urteils). Aus den Akten (Art. 105 Abs. 2 BGG) ergibt sich, dass die FINMA der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 3. Juli 2019 mitteilte, dass sie von ihr im Hinblick auf ihre Entlassung aus der Aufsicht eine "positive assurance" der Prüfgesellschaft oder eine vergleichbare Bestätigung benötige, aus der hervorgehe, dass keine Forderungen aus den abgeschlossenen Versicherungsverträgen mehr geltend gemacht werden können. Eine bloss aktuarielle Einschätzung, dass weitere Schadenmeldungen sehr unwahrscheinlich seien, genüge nicht. Dass sie eine solche Bestätigung eingereicht habe, behauptet die Beschwerdeführerin nicht. Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung erweist sich damit auch in dieser Hinsicht nicht als offensichtlich unrichtig (vgl. Art. 97 Abs. 1 bzw. Art. 105 Abs. 2 BGG). Ob die Angaben der Beschwerdeführerin zu den Schadenmeldungen widersprüchlich sind oder nicht, kann offenbleiben.