Citation: 2C_118/2015 E. 3.1

3.1. In der Sache führte das Verwaltungsgericht aus, dass die Gerichtskosten bei einer Abschreibung des Verfahrens grundsätzlich von der unterliegenden Partei zu tragen seien (Art. 108 Abs. 1 und Abs. 3 des Gesetzes des Kantons Bern vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG/BE]) und als unterliegende Partei gelte, wer die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens zu vertreten habe (Art. 110 Abs. 1 VRPG/BE), wobei dies sämtliche Verhaltensweisen umfasse, welche die Gegenstandslosigkeit bewirken und einer Partei zuzurechnen seien. Der Beschwerdeführer habe sich dem Entscheid der Polizei- und Militärdirektion insoweit unterzogen, als er nach dessen Eröffnung bei der Einwohnergemeinde Bern ein schriftliches Gesuch um Bewilligung seines Aufenthalts zwecks Ehevorbereitung eingereicht hat. Die schriftliche Eingabe dieses Gesuchs habe dann dazu geführt, dass die Einwohnergemeinde erklärt hat, sie werde den Aufenthalt des Beschwerdeführers vorläufig dulden. Die Gegenstandslosigkeit des verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens sei damit im Wesentlichen auf das erwähnte schriftliche Gesuch und mithin auf das Verhalten des Beschwerdeführers zurückzuführen, weshalb ihm entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen die Gerichtskosten zu auferlegen seien. Dem Ersuchen um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung für das Verfahren vor Verwaltungsgericht könne zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde ebenfalls nicht entsprochen werden: Die Polizei- und Militärdirektion habe in ihrem Entscheid unter Hinweis auf Art. 31 VRPG/BE ausführlich und zutreffend dargelegt, weshalb ein Gesuch um Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung zwingend schriftlich einzureichen sei. Selbst der Beschwerdeführer habe die Richtigkeit dieser Ausführungen jedenfalls implizit anerkannt, indem er kurz nach Eröffnung dieses Entscheids ein schriftliches Gesuch um Bewilligung des Aufenthalts zwecks Ehevorbereitung gestellt habe, welchem umgehend entsprochen wurde.