Citation: 5A_753/2014 E. 2.1

2.1. Wurde gegen den Zahlungsbefehl kein Rechtsvorschlag erhoben oder ist ein solcher rechtskräftig beseitigt worden, kann der Gläubiger (wie auch der Schuldner und der Dritteigentümer) das Verwertungsbegehren stellen. Die Verwertung eines Grundpfandes kann frühestens sechs Monate und spätestens zwei Jahre nach der Zustellung des Zahlungsbefehls verlangt werden. Wurde Rechtsvorschlag erhoben, so stehen diese Fristen zwischen der Einleitung und der Erledigung eines dadurch veranlassten gerichtlichen Verfahrens still (Art. 154 Abs. 1 SchKG). Die Verwertungsfristen in der Betreibung auf Pfandverwertung sollen (wie diejenigen in der Betreibung auf Pfändung; Art. 116 SchKG) dem Schuldner ermöglichen, den Gläubiger dennoch zu befriedigen, aber auch den Schwebezustand der begrenzten Verfügbarkeit des Pfandes auf einen absehbaren Zeitraum zu beschränken (BERNHEIM/KÄNZIG, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Aufl. 2010, Nr. 1 Art. 154).