Citation: 2C_77/2017 E. 4.5.3

4.5.3. Ist das rechtliche Schicksal des Wandelrechts dergestalt mit jenem des Darlehens verknüpft, kann für sein steuerliches Schicksal nichts anderes gelten. Ungeachtet der Frage, ob der im Vertrag vom 26. September 2004 vereinbarte Zinssatz von 2.5% marktkonform war, kann der Vermögenszugang angesichts der fehlenden Eigenständigkeit des Wandelrechts nicht in eine steuerbare Zins- und eine steuerfreie Kapitalgewinnkomponente aufgeteilt werden, wie dies die Beschwerdeführer hilfsweise geltend machen. Auch die von der Vorinstanz hervorgehobene Nähe des Vertrags vom 26. September 2004 zu einem Kaufvertrag über ein noch zu schaffendes Kaufobjekt legt keine solche Aufteilung des Vermögenszugangs nahe. Der Beschwerdeführer 1 ist zwar als Darlehensgeber ein Kreditrisiko eingegangen. Wie die Vorinstanz zu Recht bemerkte, verblieb das negative Wertschwankungsrisiko auf den Aktien aber beim Kreditnehmer. Dementsprechend erübrigen sich weitere Ausführungen darüber, ob und, wenn ja, unter welchen Voraussetzungen die Übernahme eines quantifizierten oder zumindest quantifizierbaren Kursverlust- bzw. Wertschwankungsrisikos genügen könnte, um dem Kreditgeber auf seinem Wandelrecht einen steuerfreien Kapitalgewinn zu ermöglichen (vgl. hierzu Ziffer 3.4 des Kreisschreibens Nr. 15 der ESTV [in der Fassung vom 3. Oktober 2017]).