Citation: 4C.139/2005 29.03.2006 E. 3

Die Beklagte macht weiter geltend, es sei zweifelhaft, ob die Verstorbene überhaupt durch den Vertrag gedeckt sei, da nur der Vater des Klägers den Servicevertrag unterzeichnet habe. 3.1 Der Einwand der Beklagten ist nicht ohne Weiteres nachvollziehbar, geht es doch nicht um einen vertraglichen Anspruch der Verstorbenen. Es stellt sich höchstens die Frage, ob der Kläger Partei des Servicevertrages war, allerdings nur mit Bezug auf eine vertragliche Haftung. 3.2 Die Vorinstanz ging indessen davon aus, auch eine ausservertragliche Haftung nach Art. 55 OR sei gegeben. Die Beklagte behauptet zwar, das Verhalten des Servicemechanikers sei für den Todesfall nicht kausal gewesen und weder er noch sie selbst hätten sich eine Pflichtverletzung zu Schulden kommen lassen. In Bezug auf den Kausalzusammenhang kritisiert die Beklagte damit, wie bereits dargelegt, die Beweiswürdigung der Vorinstanz. Dass sich die Beklagte eine Pflichtverletzung vorwerfen lassen muss, wurde ebenfalls bereits ausgeführt. In Bezug auf die restlichen Voraussetzungen für die Annahme einer ausservertragliche Haftung erhebt die Beklagte keine substanziierten Einwände. Insoweit kann eine Überprüfung des angefochtenen Entscheides mangels rechtsgenügender Begründung unterbleiben (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 121 III 397 E. 2a S. 400; 116 II 745 E. 3 S. 748 f.). Die Vorinstanz hat den ausservertraglichen Genugtuungsanspruch des Klägers somit zu Recht als grundsätzlich gegeben erachtet. Da die Beklagte den angefochtenen Entscheid in Bezug auf die Höhe der Genugtuung nicht beanstandet, kann der Berufung bereits aus diesem Grunde kein Erfolg beschieden sein. 3.3 Im Übrigen hat die Vorinstanz auch die vertragliche Haftung zu Recht bejaht. Der Servicevertrag wurde abgeschlossen, nachdem die Familie des Klägers gesundheitlich bereits in Mitleidenschaft gezogen worden war, was die Beklagte unter den gegebenen Umständen hätte wissen müssen. Der Servicevertrag wurde für die Beklagte erkennbar zum Schutze aller Familienmitglieder, welche die Liegenschaft bewohnten, abgeschlossen. Vor diesem Hintergrund konnte die Beklagte nicht in guten Treuen davon ausgehen, dass sie bei einer Verletzung ihrer vertraglichen Pflichten nur dem Vater des Klägers und nicht auch den übrigen Familienmitgliedern aus Vertrag für allfällige Schäden haften würde (Art. 112 Abs. 2 OR).