Citation: 6B_678/2013 E. 1

Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens ist einzig die Verurteilung des Beschwerdeführers wegen Mordes (Beschwerde S. 3 Ziff. I.4). Er ist hinsichtlich des äusseren Anklagesachverhalts vollumfänglich geständig. Er schoss dem Opfer mit einer Pistole in den Hals und Kopf, woraufhin dieses verstarb. Bestritten ist der innere Anklagesachverhalt, insbesondere, ob der Beschwerdeführer beim Abdrücken wusste, dass die Waffe geladen war (Urteil S. 21 Ziff. A.2; erstinstanzliches Urteil S. 13 Ziff. II.3). Er macht geltend, er habe die Pistole entladen, bevor er sie dem Opfer an den Kopf gehalten und abgedrückt habe. Dass sich dennoch eine Patrone im Patronenlager befand, sei auf einen Defekt der Waffe zurückzuführen. Nach der Würdigung sämtlicher Beweismittel und unter Berücksichtigung der Indizien stellt die Vorinstanz fest, dass keine objektiven Anhaltspunkte für den vom Beschwerdeführer behaupteten unglücklichen Unfall bestehen. Er habe wissentlich und willentlich eine geladene und schussbereite Waffe auf die linke Halsseite des Opfers auf die Haut gesetzt und durch das (einmalige) Betätigen des Abzugs bewusst und gewollt einen Schuss in dessen Kopf abgefeuert (Urteil S. 85 Ziff. A.7.2.4.2.m). Dieses Beweisergebnis stützt sich zusammengefasst auf folgende Indizien: Der Beschwerdeführer habe nie ausgesagt, wo die Tatwaffe verblieben sei und sich auf sein Aussageverweigerungsrecht berufen. Aus seinen Aussagen bis zur erstinstanzlichen Verhandlung ergebe sich, dass er Kenntnis über den Verbleib der Waffe hatte, darüber aber bewusst keine Auskunft erteilen wollte. Anlässlich der Berufungsverhandlung habe er ausführen lassen, er wisse nicht, wo die Waffe sei. Sie habe sich vor dem Spital D.________ im offenen und nicht überwachten Auto befunden. Von dort hätten verschiedene Personen die Waffe beseitigen können, unter anderem sein Bruder, seine Mutter und seine Schwester. Er berufe sich auf sein familiäres Zeugnisverweigerungsrecht. Die Vorinstanz wertet dies als belastendes Indiz, da nicht nachvollziehbar sei, dass der Beschwerdeführer keine Angaben zum einzig ihn möglicherweise entlastenden Beweismittel mache. Entgegen dem Vorbringen der Verteidigung deuteten verschiedene Indizien darauf hin, dass die Waffe einwandfrei funktioniert habe. Gegen die "Entladungstheorie" des Beschwerdeführers spreche auch, dass die von ihm angeblich im Spital D.________ weggeworfenen Patronen nicht im Spitalabfall gefunden wurden. Der Beschwerdeführer habe eine Affinität zu Waffen gehabt und unter Zuhilfenahme von Schusswaffen ein erschreckendes Imponiergehabe gezeigt. Er habe seit Längerem mit Waffen hantiert und diese als Drohmittel eingesetzt. Er sei vor der Tat bereits mit einem Messer gegen sein späteres Opfer vorgegangen. Auch seine Ex-Freundin E.________ habe geschildert, er habe zwei Mal die Kontrolle verloren, sie gewürgt und ihr ein Messer an den Hals gehalten. Schliesslich spreche sein Nachtatverhalten gegen seine Unfallversion. Er sei nicht direkt ins Spital nach D.________ gefahren, sondern habe seinen Bruder angerufen und sich mit ihm auf einem abgelegenen Parkplatz am F.________-See getroffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. In zeitlicher Hinsicht gehe der vom Beschwerdeführer geschilderte Ablauf schlicht nicht auf (Urteil S. 71 ff. Ziff. A.7.2.4.2).