Citation: 7B_252/2024 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer rügt weiter, die von der Vorinstanz festgestellte ungünstige Legalprognose sei nicht ausreichend, um Untersuchungshaft wegen Ausführungsgefahr anzuordnen. Erforderlich sei eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, er werde die angedrohte Straftat begehen. Dem kann nicht gefolgt werden. Erforderlich ist zwar grundsätzlich eine sehr ungünstige Risikoprognose. Je gravierender das ernsthaft angedrohte schwere Verbrechen ist, desto eher rechtfertigt sich indessen - aufgrund der gebotenen Risikoeinschätzung - eine Inhaftierung (BGE 140 IV 19 E. 2.1.1). Bei einer zu befürchtenden vorsätzlichen Tötung darf an die Annahme der Ausführungsgefahr daher kein allzu hoher Massstab angelegt werden. Die Praxis verlangt bei drohenden Tötungsdelikten keine maximal ausgeprägte ungünstige Prognose, eine deutliche Ausführungsgefahr genügt in diesen Konstellationen (Urteil 7B_49/2024 vom 2. Februar 2024 E. 3.8). Anders zu entscheiden hiesse, das potenzielle Opfer einem nicht verantwortbaren Risiko auszusetzen (Urteil 7B_944/2023 vom 15. Dezember 2023 E. 4.1 mit Hinweis).