Citation: U 263/01 04.04.2003 E. 7

Streitig ist schliesslich die Höhe des Integritätsschadens. Die Vorinstanz ist dabei davon ausgegangen, dass eine Arthrodese rsp. Teilarthrodese zumutbar sei und hat eine Integritätseinbusse von 15 % angenommen, während der Versicherte von einer solchen von 50 % ausgeht, welche sich aus jeweils 25 % für die Handverletzung und für die psychischen Unfallfolgen zusammensetzt. 7.1 Der SUVA-Arzt. Dr. med. Y.________ hat mit Bericht vom 22. Oktober 1997 aufgrund einer Handwurzelarthrose am Übergang zu einem schweren Fall und unter Berücksichtigung einer zumutbaren Arthrodese eine Integritätsentschädigung von 15 % angenommen. Gemäss Tabelle 5.2 über die Integritätsentschädigung gemäss UVG in der Fassung vor der Revision 2000 (Feinraster; vgl. Erw. 3.2 in fine hievor) führt eine schwere Handwurzelarthrose zu einem Integritätsschaden von 10 - 25 %. Entgegen der Auffassung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde des Versicherten hat der SUVA-Arzt den Integritätschaden nicht auf 25 % festgesetzt, sondern mit der Erwähnung dieses Prozentsatzes allein den im Feinraster vorgesehenen Rahmen umschrieben. Zu Recht hat die SUVA jedoch auf die 15 % bei Vorliegen einer Arthrodese abgestellt, da - wie die Vorinstanz richtig darlegt hat - eine solche trotz Fehlens einer Erfolgsgarantie von 100 % dem Versicherten zumutbar ist. Im Gegensatz zur Auffassung des Versicherten liegt im Übrigen nicht eine Kürzung der Integritätsentschädigung wegen der Verweigerung der Arthrodese vor, sondern es geht um die Festlegung der Integritätseinbusse, bei welcher zumutbare Operationen zu berücksichtigen sind (vgl. Art. 48 Abs. 2 UVG; vgl. Thomas Frei, Die Integritätsentschädigung nach Art. 24 und 25 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, Freiburg, 1998, S. 121). 7.2 Der Versicherte verlangt im Weiteren eine Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse im psychischen Bereich. Der Anspruch auf Integritätsentschädigung besteht grundsätzlich auch bei Beeinträchtigungen der psychischen Integrität; für den Entscheid, ob psychogene Störungen nach Unfällen zu einer dauerhaften Schädigung im Sinne von Art. 24 Abs. 1 UVG führen, ist die Praxis wegleitend, wie sie für die Beurteilung der Adäquanz psychischer Unfallfolgen Geltung hat (BGE 124 V 29; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 381 S. 252). Gemäss dem psychiatrischen Konsilium vom 17. Dezember 1998 im Gutachten der MEDAS liegt als Unfallfolge zwar eine leichtgradige anhaltende Anpassungsstörung im Sinne von ICD-10 F43.25 vor, jedoch fehlt es ihr an der für die Integritätsentschädigung notwendigen Dauerhaftigkeit: Beim Unfall vom 29. August 1994 handelt es sich nämlich um ein Ereignis im mittleren Bereich, im welchem sich die Dauerhaftigkeit des Integritätsschadens in der Regel ohne nähere Abklärungen verneinen lässt. Vorliegend kann nicht ausnahmsweise von diesem Regelfall abgewichen werden, da das Ereignis vom 29. August 1994 nicht im Grenzbereich zu den schweren Unfällen liegt und aufgrund der Akten keine erheblichen Anhaltspunkte für eine besonders schwerwiegende Beeinträchtigung der psychischen Integrität bestehen, die einer Besserung nicht mehr zugänglich zu sein scheint (BGE 124 V 45 Erw. 5c/bb). Der psychiatrische Gutachter spricht im Gegenteil ausdrücklich von einer leichtgradigen Störung und erwartet von der Wiederaufnahme der Arbeit eine "weitere emotionelle Stabilisierung".