Citation: 4C.76/2002 17.06.2002 E. B

Der Kläger belangte den Beklagten am 8. September 1999 vor Amtsgericht Luzern-Land. Er verlangte die Bezahlung von Honorar und Auslagen von insgesamt Fr. 62'796.55 nebst Zins und Mehrwertsteuer sowie die Aufhebung des Rechtsvorschlags in der dafür eingeleiteten Betreibung. Das Amtsgericht hiess die Klage am 27. Dezember 2000 im Betrage von Fr. 43'328.30 nebst Zins gut und hob den Rechtsvorschlag in diesem Umfang auf. Es erwog, die Parteien hätten mündlich einen Architekturvertrag abgeschlossen und für den Kläger ein Honorar von Fr. 116'000.-- für den Fall des Verkaufs der Parzelle mit dem klägerischen Projekt vereinbart. Diese Suspensivbedingung sei jedoch nicht eingetreten. Damit entfalle ein Honoraranspruch. Indessen habe der Beklagte vertragliche Pflichten verletzt und den Kläger geschädigt, indem er sich nur ungenügend bemüht habe, einen Käufer für die Parzelle zu finden und den Landpreis zu hoch festgesetzt habe. Ausserdem habe er unzutreffende Angaben über seine Verkaufsberechtigung gemacht und mit der Nennung der Verkaufsbedingungen gegenüber dem Kläger zu lange zugewartet. Der Beklagte sei daher verpflichtet, dem Kläger Fr. 55'950.-- als Schadenersatz zu bezahlen. Dieser Betrag sei jedoch wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht des Klägers um einen Drittel auf Fr. 37'300.-- zu reduzieren. Der Beklagte habe dem Kläger ferner Auslagen im Betrage von Fr. 6'028.30 zu erstatten. Auf Appellation des Beklagten und Anschlussappellation des Klägers hin wies das Obergericht des Kantons Luzern die Klage mit Urteil vom 10. Dezember 2001 ab. Es erachtete es als nicht erstellt, dass der vom Kläger behauptete Vertrag zustande gekommen sei. Demnach habe der Kläger keinen vertraglichen Anspruch auf Honorar oder Auslagenersatz. Ebenso wenig könne er Schadenersatz wegen Vertragsverletzung fordern. Andere Ansprüche habe er nicht in prozessual zulässiger Weise geltend gemacht.