Citation: 5A_147/2007 06.06.2007 E. A

X.________ (Kläger) ist der Sohn von Z.________, geb. 1925, der in der Person von Y.________ (Beklagter) zunächst ein Beistand und ab 1998 ein kombinierter Beirat beigegeben wurde. Am 10. April 1984 verkaufte Z.________ ihr landwirtschaftliches Gewerbe zum Ertragswert an ihren Sohn W.________, den Bruder des Klägers. Als W.________ 1998 nach Kanada auswandern wollte, veräusserte er seine landwirtschaftlichen Grundstücke. Z.________ stand deswegen von Gesetzes wegen ein Gewinnanspruch zu. Zur wirtschaftlichen Absicherung von Z.________, die bis zu jenem Zeitpunkt Ergänzungsleistungen bezogen hatte, schlossen W.________ und Z.________, diese gesetzlich vertreten durch den Beklagten, einen öffentlich beurkundeten Vertrag betreffend Gewinnanspruch, worin der Anspruch auf pauschaliert Fr. 218'000.-- festgelegt wurde. Gleichzeitig wurde dieser Betrag in ein zinsloses Darlehen zugunsten von W.________ umgewandelt, das in Ratenzahlungen, welche mindestens den nach Auszahlung der Renten verbleibenden monatlichen Lebensbedarf von Z.________ zu decken hatten, zu amortisieren war (anfänglich monatlich Fr. 1'050.--). Am 30. März 2000 verstarb Z.________. W.________ trat als Miterbe dem Kläger seine allfälligen Ansprüche aus vormundschaftlicher Haftpflicht ab.