Citation: 7B_483/2023 E. 3.4.1

3.4.1. Die Vorinstanz erwägt, die am Messort an der U.________strasse 24 geltende Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h sei nicht mit einer Tafel signalisiert gewesen. Sie hält dazu fest, dass selbst in Ermangelung eines solchen Signals im gesamten dicht bebauten Gebiet von Ortschaften eine allgemeine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gelte (Art. 4a Abs. 2 VRV). Die U.________strasse liege innerorts von V.________. Die Aufhebung der geltenden Höchstgeschwindigkeit sei denn auch erst 250 Meter nach der fraglichen Kontrollstelle signalisiert. Die Beschwerdeführerin bestreite nicht, dass sie bei ihrer Fahrt zum Ort der Geschwindigkeitsüberschreitung an der U.________strasse in V.________ durch einen Innerortsbereich gefahren sei, wo eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gelte. Sie sei durch dicht bebautes Siedlungsgebiet auf die U.________strasse bis zur Höhe der Hausnummer 24 gefahren, wo sie geblitzt worden sei. Es ist gemäss der Vorinstanz klar, dass an der besagten Stelle eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gelte. Es könne nicht gesagt werden, dass die Messstelle nicht mehr im besiedelten Gebiet liege. Rechts der Strasse befänden sich zwei Siedlungen, die bis zur U.________strasse reichten und von welchen neben mehreren Garageneinfahrten auch - im Falle der "Y.________" nur wenige Meter vor der Messstelle - Seitenstrassen in die U.________strasse einmündeten. Eine abweichende Höchstgeschwindigkeit hätte für die U.________strasse gesondert signalisiert werden müssen, was nicht der Fall sei.