Citation: 1F_1/2024 E. 3.2

3.2. In ihrer Beschwerdeschrift vom 22. Januar 2021 gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. Dezember 2020 beantragten die Gesuchstellerinnen insbesondere, es sei festzustellen, dass sie ihr Schadenersatz- und Genugtuungsgesuch beim SEM mit der Eingabe vom 28. August 2020 geltend gemacht hätten (Ziff. 3) und sich das SEM zu diesem in irgendeiner Form hätte äussern müssen (Ziff. 4). Zudem seien ihnen die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- für das bundesverwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren zu erlassen (Ziff. 5). Wiederum ersuchten die Gesuchstellerinnen subeventualiter um Kostenauflage zulasten des Vaters der Gesuchstellerin 1 (Ziff. 8). Auch diese Begehren blieben nicht versehentlich unbeurteilt: Das Bundesgericht verwies im Urteil vom 28. September 2023 auf die Begründung des Bundesverwaltungsgerichts, das ausführte, aufgrund des Streitgegenstands seien alle Rechtsbegehren von vornherein unzulässig, die etwas anderes zum Inhalt hätten als den Einbezug der Gesuchstellerin 1 in die Nichtigerklärung. Ebenfalls legte das Bundesverwaltungsgericht dar, weshalb dem SEM auf dem Gebiet der Staatshaftung die Verfügungszuständigkeit fehle. Inwiefern das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in diesen Punkten und bezüglich der Kostenauflage bundesrechtswidrig sein soll, vermochten die Gesuchstellerinnen gemäss dem strittigen Bundesgerichtsurteil nicht rechtsgenüglich aufzuzeigen (E. 11). Daraus ergibt sich unzweideutig, dass das Bundesgericht die im Zusammenhang mit dem behaupteten Staatshaftungsanspruch stehenden Begehren und Rügen für unzulässig befand. Auch mit der Kostenauflage setzte sich das Bundesgericht auseinander. Indem es die Beschwerde im Kostenpunkt ebenfalls als unbegründet bzw. nicht hinreichend begründet erachtete, hat es negativ über den Antrag auf Kostenerlass entschieden. Der Antrag in Ziff. 8 bezog sich entgegen der Auffassung der Gesuchstellerinnen nicht auf die Kosten des bundesverwaltungsgerichtlichen, sondern des bundesgerichtlichen Verfahrens, worüber das Bundesgericht wie bereits dargelegt (vorne E. 2.2) entschieden hat. Selbst wenn der Antrag dahingehend auszulegen wäre, dass das Bundesgericht zu prüfen hatte, ob die Kosten von Fr. 1'500.-- für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht dem Vater der Gesuchstellerin 1 aufzuerlegen seien, würde es sich nicht um einen unbeurteilten Antrag im Sinne der zitierten Rechtsprechung handeln, hat doch das Bundesgericht nach dem Gesagten das Urteil des Bundesverwaltungsgericht auch im Kostenpunkt insgesamt als bundesrechtskonform beurteilt.