Citation: 1C_451/2023 E. 4.3

4.3. Sämtliche Abklärungen, auf die sich der Beschwerdeführer beruft - er verweist auf Berichte und Schreiben von Mai, Juli und September 2020 sowie Januar und Juli 2021 -, wurden weit nach Inkrafttreten von § 59a PBG, d.h. nach dem 1. Januar 2018, vorgenommen. Inwiefern sie als Vertrauensgrundlage für eine Anwendung des bis zum 31. Dezember 2017 geltenden Rechts taugen sollen, ist von vornherein nicht ersichtlich. Damit vermag er nicht darzutun, die Anwendung des ihm günstigeren früheren Rechts sei ihm aufgrund von Verzögerungen der Baubehörde oder der Nachbarschaft verwehrt geblieben. Ohnehin steht die Berufung auf den Vertrauensschutz unter dem Vorbehalt entgegenstehender überwiegender öffentlicher Interessen (vgl. BGE 137 I 69 E. 2.6). Ein solches liegt hier vor, handelt es sich doch bei der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet um einen für die Raumplanung fundamentalen Grundsatz, der sicherstellen soll, dass das Nichtbaugebiet von allen nichtlandwirtschaftlichen und nicht standortgebundenen Bauten frei bleibt (vgl. BGE 147 II 309 E. 5.5 mit Hinweisen).