Citation: 6B_402/2022 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe dem Beschwerdegegner 2 mindestens zwei oder drei heftige Faustschläge ins Gesicht versetzt, infolgedessen dieser in Lebensgefahr geschwebt habe. Der Beschwerdeführer habe ausgesagt, mit den Schlägen den Beschwerdegegner 2 "unschädlich machen" zu wollen und zu wissen, dass man bewusstlos werden könne, wenn man auf den Kopf geschlagen werde. Er habe den Beschwerdegegner 2 aber nicht bewusstlos schlagen wollen. Aus den multiplen Brüchen an verschiedenen Gesichtsregionen lasse sich ableiten, dass auch die dem ersten Faustschlag folgenden beiden Schläge eine grosse Intensität aufwiesen. Der Beschwerdeführer habe ausgesagt, dass der erste Schlag eine Intensität von zehn ("sehr stark") gehabt habe. Die weiteren Schläge seien schwächer gewesen, da ihm die Hand vom ersten Schlag weh getan habe. Die Vorinstanz erwägt, wer einem Menschen dreimal so heftig mit der Faust ins Gesicht schlage, in der Absicht, ihn ausser Gefecht zu setzen, nehme zwingend zumindest in Kauf, dass dieser einerseits als Folge der Schläge das Bewusstsein verliere und andererseits auch im Nasen- und Mundbereich stark blutende Verletzungen erleide. Somit habe der Beschwerdeführer auch in Kauf genommen, dass dem in der Folge bewusstlos am Boden liegenden Beschwerdegegner 2 durch eine zurücksinkende Zunge und gegen das Körperinnere auslaufendes Blut die Atemwege blockieren werden, was notorisch zu einer lebensbedrohlichen Erstickungsgefahr führen könne und geführt habe. Der objektive und subjektive Tatbestand der schweren Körperverletzung seien damit erfüllt.