Citation: 6P.124/2004 25.02.2005 E. 5

5.1 Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, die Strafbarkeit des Gehilfen setze eine Haupttat voraus. Die Vorinstanz habe die Handlungen der Haupttäter C.________, A.________ und B.________ nicht nach schweizerischem Recht geprüft, sondern lediglich auf das Urteil des Landgerichts München II vom 31.10.1997 abgestellt. Dieses erkläre zwar die Haupttäter in verschiedenen Fällen des Betruges schuldig. Die im vorliegenden Verfahren zu beurteilenden Handlungen hätten aber nicht Gegenstand jenes Strafverfahrens gebildet. In Bezug auf die hier angeklagten Fälle fehle es somit an einer Haupttat. 5.2 Gemäss Art. 25 StGB ist Gehilfe, wer vorsätzlich in untergeordneter Stellung die vorsätzliche Haupttat eines andern fördert. Die Strafbarkeit der Teilnahme setzt eine tatbestandsmässige und rechtswidrige Haupttat voraus (limitierte Akzessorietät). Eine Verurteilung der Haupttäter ist darüber hinaus aber nicht erforderlich. Es genügt, wenn die Haupttat hinreichend gewiss ist. Das ist hier der Fall, zumal auch der Beschwerdeführer den äusseren Ablauf des Sachverhalts nicht in Frage stellt. Dass die Haupttäter A.________, C.________ und B.________ vom Landgericht München II nicht ausdrücklich wegen der hier zur Beurteilung stehenden Handlungen schuldig gesprochen worden sind, schadet somit nicht. Ob die Handlungen der Haupttäter in diesen Fällen allerdings den Tatbestand des Betruges im Sinne von Art. 146 StGB erfüllen, ist im Folgenden zu prüfen.