Citation: 6P.147/2004 09.12.2004 E. A

Am 22. Mai 2001 kam es zwischen A.________ und Y.________ zu einer heftigen Auseinandersetzung. B.________, die Ehefrau von A.________, hatte sich ohne dessen Wissen mit Y.________ getroffen. Als A.________ einen Schuss aus seiner Pistole abgegeben hatte, der niemanden traf, kam es zu einem Gerangel. In dieser Situation zog X.________ seine geladene und entsicherte Pistole und feuerte einen Schuss in Richtung Y.________ ab, der diesen jedoch nicht traf. Im Verlauf der weiteren Auseinandersetzung schlugen A.________ und nach der Anklage auch X.________ mit ihren Pistolen ungezählte Male mit grosser Wucht auf den Kopf des am Boden liegenden Y.________ ein, bis dieser blutüberströmt liegen blieb und sich nicht mehr rührte. Da die Pistole von A.________ nicht mehr funktionierte, verlangte er die Waffe von X.________. Dieser händigte sie A.________ aus, der den Pistolenlauf direkt auf den linken Unterkiefer von Y.________ ansetzte und abdrückte. Das Strafgericht Basel-Stadt verurteilte X.________ am 12. November 2002 wegen vorsätzlicher Tötung (begangen in Mittäterschaft), versuchter vorsätzlicher Tötung, Gefährdung des Lebens, Begünstigung und Widerhandlung gegen das Waffengesetz zu 8 Jahren Zuchthaus und 12 Jahren Landesverweisung, letztere mit bedingtem Vollzug. Dagegen sprach das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt am 10. August 2004 X.________ des Mordes, der versuchten vorsätzlichen Tötung, der Gefährdung des Lebens sowie der Widerhandlung gegen das Waffengesetz schuldig und verurteilte ihn zu 14 Jahren Zuchthaus und 12 Jahren Landesverweisung, letztere unter Gewährung des bedingten Strafvollzugs.