Citation: 6B_1048/2016 E. 1.3.1

1.3.1. Solches erblickt die Beschwerdeführerin zunächst darin, dass die Staatsanwaltschaft entgegen der in der Editionsverfügung vom 13. Februar 2013 geäusserten Absicht von der Edition sämtlicher Bankunterlagen abgesehen hat, ohne die Beschwerdeführerin zu dieser Beweismittelbeschränkung anzuhören. Die Beschwerdeführerin bezieht sich mit ihrer Rüge auf ein im Nachgang zur Editionsverfügung verfasstes Schreiben des Rechtsvertreters von der B.________-Bank an den Staatsanwalt vom 3. April 2013 sowie dessen Antwort vom 13. September 2013. Darin verzichtet die Staatsanwaltschaft unter Vorbehalt einer neuen Editionsverfügung im Bedarfsfall definitiv auf weitere Unterlagen. Aus den Akten ist nicht zweifelsfrei ersichtlich, ob die vorgenannten Schreiben der Beschwerdeführerin zugestellt und ob diese zu einer Stellungnahme eingeladen wurde. Ihr Einwand, wonach dies trotz gegenteiligen Angaben nicht der Fall gewesen sei, lässt sich daher nicht widerlegen. Der Beschwerdeführerin ist deshalb zuzustimmen, dass damit ihr rechtliches Gehör verletzt wurde. Die Staatsanwaltschaft wäre gehalten gewesen, sie zur Beweiserheblichkeit der gesamten Akten gemäss Editionsverfügung anzuhören, da sie zunächst selber von deren Wesentlichkeit ausgegangen ist. Es ist jedoch unbestritten, dass die Beschwerdeführerin spätestens am 17. Juni 2015 im Anschluss an das Urteil 1B_315/2014 vom 11. Mai 2015 betreffend Einschränkung der Akteneinsicht - und damit lange vor der Verfahrenseinstellung der Staatsanwaltschaft vom 15. Februar 2016 - von besagten Schreiben Kenntnis erhalten hat. Sie hatte somit ausreichend Gelegenheit, sich zur Einschränkung der Beweismittelerhebung zu äussern und hat dies am 22. Juli und 2. Oktober 2015 auch getan. Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs zudem im Rechtsmittelverfahren geheilt werden, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor der Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus - im Sinne einer Heilung des Mangels - selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde (BGE 142 II 218 E. 2.8.1 S. 226 f.; 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197 f.; je mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin konnte im Verfahren vor der Vorinstanz, welche sowohl in rechtlicher als auch in tatsächlicher Hinsicht über eine volle Kognition verfügte (vgl. Art. 393 Abs. 2 StPO), sämtliche Einwände gegen die Einstellung des Strafverfahrens geltend machen. Eine Verletzung ihres rechtlichen Gehörs wurde daher spätestens im kantonalen Beschwerdeverfahren geheilt (Urteil 6B_617/2016 vom 2. Dezember 2016 E. 3.4).