Citation: 5A_323/2013 E. 6.1

6.1. Nach Art. 519 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB kann eine Verfügung von Todes wegen auf Klage hin für ungültig erklärt werden, wenn sie aus mangelhaftem Willen hervorgegangen ist. Von den Willensmängeln, die zur Ungültigkeit des Testaments führen (Art. 469 Abs. 1 ZGB), macht die Beschwerdeführerin den Irrtum zum Thema. Nach der Rechtsprechung, die das Obergericht richtig wiedergibt, braucht dieser Irrtum kein wesentlicher im Sinne von Art. 23 ff. OR zu sein. Der Kläger muss lediglich als wahrscheinlich ausweisen, dass es der Erblasser bei Kenntnis der Sachlage vorgezogen hätte, die angefochtene Verfügung aufzuheben, statt sie unverändert fortbestehen zu lassen (BGE 119 II 208 E. 3/bb S. 210 f.; 94 II 139 E. 4 S. 140). Das Obergericht führt aus, wenn die Erblasserin die Existenz der Stiftung G.________ gegenüber den Beschwerdegegnern "nicht einmal erwähnt" habe, könne dies höchstens als Indiz dafür gewertet werden, dass die Erblasserin die Stiftung vergessen hatte, nicht aber den Beweis dafür erbringen, dass die Erblasserin am 7. Januar 2007 nicht an die Stiftung G.________ gedacht habe. Auch wenn man einen Irrtum der Klägerin als erwiesen erachten wollte, fehle es am Nachweis der Kausalität, denn dass die Erblasserin auf ein weiteres Legat an die Beschwerdegegner überhaupt verzichtet hätte, sei "alles andere als wahrscheinlich".