Citation: 6B_1095/2017 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, die Zustellung des Strafbefehls sei nicht ordnungsgemäss erfolgt und verstosse gegen Art. 85 Abs. 2 StPO. Im Zeitpunkt der Rapporterstattung an das Statthalteramt habe sie sich aus beruflichen Gründen bereits im Ausland befunden. Bei der Abmeldung auf dem Einwohneramt per 11. März 2015 habe sie die Adresse ihrer Eltern als Zustelladresse angegeben. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz sei es von Bedeutung, dass sie eine Zustelladresse angegeben habe und es sei auch relevant, weshalb das Statthalteramt die primäre Zustelladresse nicht habe in Erfahrung bringen können. Denn die polizeiliche Zustellung sei gegenüber der postalischen Zustellung subsidiär. Die Behörden hätten die angegebene Zustelladresse ausfindig machen und diesbezüglich alle zumutbaren Nachforschungen anstellen müssen. Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen, weshalb die Zustellung nicht durch die Polizei hätte erfolgen dürfen. Der Strafbefehl sei ihr damit nicht rechtsgültig zugestellt worden.