Citation: 2C_206/2020 E. 3.2

3.2. Die Heilmittelverordnung des Kantons St. Gallen vom 21. Juni 2011 (HMV SG; sGS 314.3) regelt den in den Zuständigkeitsbereich des Kantons St. Gallen fallenden Vollzug der Bundesgesetzgebung über die Arzneimittel und Medizinprodukte (vgl. Art. 1 Abs. 1 HMV SG). Dabei verankert Art. 8 HMV SG wiederholend zu Art. 30 Abs. 1 HMG, dass eine Betriebsbewilligung benötigt, wer Arzneimittel in Detailhandelsbetrieben abgibt. Art. 7 Abs. 1 lit. c HMV SG legt fest, dass zum Detailhandel auch tierärztliche Privatapotheken zur Abgabe von Arzneimitteln für Tiere und Tiergruppen gehören. Das Gesuch um Bewilligung zur Herstellung oder Abgabe von Heilmitteln ist beim Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Kantons St. Gallen einzureichen (vgl. Art. 38 Abs. 1 HMV SG i.V.m. Art. 2 HMV SG). Dieses entzieht gemäss Art. 40 Abs. 1 HMV SG die Bewilligung, wenn die Voraussetzungen zur Herstellung oder Abgabe von Heilmitteln nicht mehr gegeben sind. Es kann bei Verstössen gegen die Vorschriften der Heilmittelgesetzgebung oder der kantonalen Heilmittelverordnung, insbesondere bei mangelnder Qualitätssicherung, vorschriftswidriger Lagerung, Überwachung oder Abgabe von Arzneimitteln, die Bewilligung zur Herstellung oder Abgabe einschränken oder entziehen (vgl. Art. 40 Abs. 2 HMV SG). Das Amt zeigt den Entzug oder die Einschränkung der Bewilligung unter Einräumung einer angemessenen Frist zur Behebung der Mängel oder der Einreichung eines Massnahmenplans an (vgl. Art. 40 Abs. 3 HMV SG).