Citation: 1C_78/2020 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, das Kantonsgericht habe seinem Antrag auf mündliche Anhörung nicht stattgegeben. Damit beruft sich der Beschwerdeführer unausgesprochen auf Art. 29 Abs. 2 BV. Das rechtliche Gehör gemäss dieser Bestimmung dient der Sachaufklärung und stellt ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar, der in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Fällung eines solchen Entscheids zur Sache zu äussern. Wie weit dieses Recht geht, lässt sich nicht generell, sondern nur unter Würdigung der konkreten Umstände beurteilen. Massgebend ist, ob es dem Betroffenen ermöglicht worden ist, seinen Standpunkt wirksam zur Geltung zu bringen (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3 S. 17 f.; 136 I 265 E. 3.2 S. 272; 135 II 286 E. 5.1 S. 293). Ein Anspruch auf mündliche Anhörung besteht dabei ausserhalb des Anwendungsbereichs von Art. 6 EMRK nicht; ein solcher kann sich höchstens entweder aufgrund einer entsprechenden ausdrücklichen gesetzlichen Bestimmung oder ausnahmsweise wegen der konkreten Umstände des Einzelfalles ergeben (vgl. BGE 140 I 68 E. 9.6.1 S. 76; 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 130 II 425 E. 2.1 S. 428 f.).