Citation: I 227/01 17.12.2002 E. 4

4.1 Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdegegner ab Anfang 1999 unter verstärkten Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Beine litt. Ende Mai 1999 trat eine akute Verschlechterung ein. Die Untersuchung im Röntgeninstitut "Y.________" vom 8. Juni 1999 ergab insbesondere mediane Diskushernien L3/4 und L4/5 sowie eine paramediane Diskushernie links L5/S1. Die in der Klinik X.________ (Bericht vom 24. September 1999) und der Klinik R.________ (Bericht vom 8. Februar 2000) durchgeführten Abklärungen bestätigten diese Befunde und führten zur Diagnose einer chronischen, invalidisierenden Lumboischialgie links>rechts bei drei-stufiger lumbaler Diskushernie durch Dr. med. S.________ am 18. Juli 2000. PD Dr. med. L.________ diagnostiziert in seiner Stellungnahme vom 11. August 2000 therapierefraktäre Lumboischialgien bei Discopathie L3/4 und L4/5 sowie kernspinographischer Diskushernie L3/4 links, ausgeprägter als L4/5 und L5/S1. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit erklärt er, der Beschwerdegegner sei als Bauarbeiter nicht günstig eingesetzt. Anzustreben sei eine Tätigkeit mit Wechselbelastung (Knien, Sitzen, Gehen) und einer Tragbelastung von maximal 10 kg. Eine berufliche Ausbildung werde durch die beschränkt mögliche Sitzdauer erschwert. In seinem Schreiben vom 18. August 2000 empfahl PD Dr. med. L.________ eine zusätzliche neurologische Abklärung, um eine allfällige radikuläre Problematik zu erfassen. Die daraufhin durchgeführte Untersuchung bei Dr. med. Z.________ ergab nur wenige diskrete sensible Ausfälle und keine Hinweise auf eine relevante Wurzelschädigung. Dr. med. S.________ attestiert dem Beschwerdegegner in seinem Brief vom 27. November 2000 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % als Bauarbeiter und fordert die Durchführung einer konkreten Abklärung der im Hinblick auf die Ausübung einer Erwerbstätigkeit noch vorhandenen Fähigkeiten. 4.2 Verwaltung und Vorinstanz haben zu Recht die Beurteilung des Gesundheitszustandes durch PD Dr. med. L.________ als massgeblich erachtet. Der Bericht dieses Arztes vom 11. August 2000 stützt sich auf die Vorakten sowie eigene Untersuchungen. Die gestellte Diagnose ist mit den Aussagen in den übrigen medizinischen Berichten vereinbar, und daraus werden schlüssige und nachvollziehbare Folgerungen gezogen. Die spätere Abklärung durch den Neurologen Dr. med. Z.________ führte zu keinen Erkenntnissen, welche eine Neubeurteilung erfordern würden, und Dr. med. S.________ äussert in seinem Schreiben vom 27. November 2000 keine abweichende medizinische Meinung, sondern verlangt einzig zusätzliche Abklärungen in erwerblicher Hinsicht. Gestützt auf den Bericht des PD Dr. med. L.________ vom 11. August 2000 ist davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner die Tätigkeit als Bauarbeiter nicht mehr ausüben kann, jedoch in Bezug auf eine Beschäftigung mit Wechselbelastung und ohne Notwendigkeit, Lasten mit einem Gewicht von mehr als 10 kg zu heben, voll arbeitsfähig ist.