Citation: 5A_744/2023 E. 1.2

1.2. Entscheide betreffend die Anordnung von Eheschutzmassnahmen gelten an sich als Endentscheide im Sinne von Art. 90 BGG (BGE 133 III 393 E. 4). Im konkreten Fall regelt das Obergericht die Obhuts- und Wegzugsfrage einschliesslich des Besuchsrechts, weist die Streitsache betreffend den Kindes- und Ehegattenunterhalt aber zu neuer Entscheidung an das Bezirksgericht zurück. Das erstinstanzliche Verfahren ist mithin nicht abgeschlossen. Der angefochtene Entscheid über die elterliche Obhut und den Wegzug nach Norwegen kann auch nicht als Teilentscheid im Sinne von Art. 91 Bst. a BGG gelten, hängt jedenfalls der Kindesunterhalt doch unmittelbar davon ab, welchem Elternteil die Obhut zugeteilt wird. Mithin können die vom Obergericht behandelten Begehren nicht unabhängig voneinander beurteilt werden, wie Art. 91 Bst. a BGG es voraussetzt (s. dazu ausführlich BGE 146 III 254 E. 2.1). In der Folge stellt der angefochtene Entscheid einen selbständig eröffneten Zwischenentscheid dar, gegen den die Beschwerde - abgesehen von den hier nicht gegebenen Fällen nach Art. 92 und Art. 93 Abs. 1 Bst. b BGG - nur zulässig ist, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG). Der Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG muss rechtlicher Natur sein (BGE 138 III 333 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Nicht wieder gutzumachen ist der Nachteil nur, wenn ihn auch ein für den Beschwerdeführer günstiger Endentscheid nicht oder nicht vollumfänglich zu beheben vermöchte (BGE 141 III 395 E. 2.5). Ausschlaggebend ist, wie sich der Zwischenentscheid auf die Hauptsache auswirkt (BGE 137 III 380 E. 1.2.2). Rein tatsächliche Nachteile wie die Verfahrensverlängerung oder -verteuerung reichen nicht aus (BGE 138 III 190 E. 6 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung obliegt es der rechtsuchenden Partei, in der Beschwerdebegründung aufzeigen, inwiefern ihr im konkreten Fall ein nicht wieder gutzumachender Nachteil rechtlicher Natur droht (BGE 144 III 475 E. 1.2; 142 III 798 E. 2.2; 137 III 324 E. 1.1). Äussert sie sich überhaupt nicht zu dieser Eintretensfrage, so tritt das Bundesgericht mangels hinreichender Begründung nicht auf die Beschwerde ein (BGE 144 III 475 E. 1.2), es sei denn, der nicht wieder gutzumachende Nachteil springe ohne Weiteres in die Augen (BGE 141 III 80 E. 1.2; 138 III 46 E. 1.2). Letzteres ist hier der Fall: Den Verlust der elterlichen Obhut und die neue Regelung des Besuchsrechts, die der angefochtene Entscheid für den Beschwerdeführer mit sich bringt, vermöchte auch ein späterer, für den Beschwerdeführer günstiger Ausgang des noch offenen Unterhaltsstreits offensichtlich nicht zu beheben. Entsprechend gereicht es dem Beschwerdeführer hier nicht zum Nachteil, dass er irrtümlich von einem Endentscheid ausgeht.