Citation: 5A_801/2018 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt die Verneinung einer Gehörsverletzung als rechtswidrig und willkürlich (S. 7 ff. Rz. 9-18). Sie macht geltend, nur Elemente, die für die Entscheidfindung unerheblich seien, müssten nicht berücksichtigt werden (Rz. 11). Es genüge deshalb nicht, dass der bezirksgerichtliche Entscheid mit einer Begründung versehen gewesen sei und dass dieser Begründung habe entnommen werden können, welche Überlegungen dem Entscheid zugrunde gelegen hätten. Das Berufungsgericht dürfe die Gehörsverletzung nur verneinen, wenn es zur Überzeugung gelange, dass das Bezirksgericht nur unwesentliche Vorbringen unberücksichtigt gelassen habe (Rz. 12). Die Beschwerdeführerin wendet sich weiter gegen den Vorwurf mangelhafter Substantiierung der Rüge einer Gehörsverletzung (Rz. 13) und belegt anhand von Beispielen, dass sie die Gehörsverletzung substantiiert dargetan habe, soweit dies überhaupt erforderlich sei (Rz. 14). Nicht berücksichtigt bzw. geprüft habe das Bezirksgericht die Tatsachen, aus denen sich die rassistische und antisemitische Haltung des Beschwerdegegners 2 ergebe (Rz. 14.1), das schutzwürdige Interesse an der Klage (Rz. 14.2), den Vorwurf rechtsmissbräuchlichen Prozessierens (Rz. 14.3), die Aktivlegitimation (Rz. 14.4) und die Passivlegitimation (Rz. 14.5), die teilweise Gegenstandslosigkeit der Klage (Rz. 14.6), die Fragen, ob der Rassismus- resp. Antisemitismusvorwurf ein vertretbares Werturteil gewesen sei (Rz. 14.7), und die Einwände, die im Strafregister gelöschte Verurteilung des Beschwerdegegners 2 wegen Rassendiskriminierung dürfe öffentlich thematisiert werden (Rz. 14.8) und mit dem Rassismusvorwurf sei der Vorwurf strafbaren Verhaltens nicht verbunden (Rz. 14.9). Insgesamt bemängelt die Beschwerdeführerin schwere Verletzungen ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör, deren Heilung im Berufungsverfahren unzulässig gewesen sei (Rz. 16 f. der Beschwerdeschrift).