Citation: 1A.63/2005 22.08.2005 E. 4

4. (Verfahrenskosten)." Dazu erwog das Verwaltungsgericht, das Beschwerdebegehren, insbesondere das unzweideutig abgefasste Begehren in Ziff. 2, beziehe sich einzig auf die Parzelle Nr. 1058 und lasse keinerlei weiter gehenden Interpretationsspielraum offen. Die negative Waldfeststellung betreffend die angrenzenden Parzellen Nrn. 1012, 1101, 907 und 468 bildete somit nicht Streitgegenstand, da diesbezüglich von der beschwerdeführenden Partei keine Begehren gestellt worden seien. Dieser Auffassung kann aus den nachfolgenden Gründen nicht beigepflichtet werden. 3.3.2 Das Rechtsbegehren gemäss Ziff. 2 gliedert sich in zwei Teile. Zunächst wird anbegehrt, betreffend die Bestockung auf Parzelle Nr. 1058 sei ein rechtmässiges Waldfeststellungsverfahren durchzuführen. Der zweite Teil knüpft an das beantragte Waldfeststellungsverfahren an und verlangt gestützt darauf die Feststellung, dass die Bestockung auf der Parzelle Nr. 1058 Wald sei und somit in den Waldkataster aufgenommen werden müsse. Dem Kantonsgericht ist insofern zuzustimmen, als sich das Feststellungsbegehren allein auf die Parzelle Nr. 1058 bezieht. Hingegen trifft seine Auffassung nicht zu, soweit die Beschwerdeführer hinsichtlich der Bestockung auf der Parzelle Nr. 1058 um ein rechtmässiges Waldfeststellungsverfahren ersuchten. Allein der Umstand, dass (auch) in diesem Zusammenhang bloss die Parzelle Nr. 1058 erwähnt wurde, führt nicht zu einer Eingrenzung des Verfahrens auf diese Parzelle. Dies erhellt schon daraus, dass die Beschwerdeführer ein rechtmässiges Waldfeststellungsverfahren verlangten. Die Voraussetzungen an die Rechtmässigkeit eines solchen Verfahrens ergeben sich aus Art. 2 Abs. 1 WaG. Danach gilt als Wald jede Fläche, die mit Waldbäumen oder Waldsträuchern bestockt ist und Waldfunktionen erfüllen kann. Das Ausmass der Fläche bestimmt sich demnach allein aufgrund der Bestockung und somit unabhängig allfälliger Parzellengrenzen (gleicher Meinung wohl auch Stefan M. Jaissle, Der dynamische Waldbegriff und die Raumplanung, Zürich 1994, S. 113). Die gegenteilige Auffassung würde den in Art. 1 WaG angestrebten Zwecken offensichtlich widersprechen und zu völlig sinnwidrigen Resultaten führen. Das Begehren der Beschwerdeführer um Durchführung eines rechtmässigen Waldfeststellungsverfahrens hinsichtlich der Bestockung auf der Parzelle Nr. 1058 schliesst mithin implizit bestockte Nachbarparzellen mit ein. Die Beurteilung der Bestockung auf der Parzelle Nr. 1058 als Wald ohne Einbezug der bestockten Nachbarparzellen wäre unvollständig und damit bundesrechtswidrig. Diese verfahrensrechtliche Rechtsfolgebehauptung der Beschwerdeführer lässt sich nicht nur ihrem Begehren auf Waldfeststellung mit hinreichender Klarheit entnehmen, sondern zusätzlich auch ihrer dazu angeführten Begründung. So brachten sie in ihrer Beschwerdeeingabe an das Kantonsgericht wiederholt vor, die Bestockung auf der Parzelle Nr. 1058 sei unter Einbezug der Bestockung auf den angrenzenden Parzellen auszumessen und fachkundig beurteilen zu lassen, ob die Qualifikation als Wald nicht bereits aufgrund der quantitativen Kriterien gegeben sei. Des Weiteren machten sie geltend, der Bestockung auf der Parzelle Nr. 1058 sowie der angrenzenden Parzellen komme gesamthaft betrachtet eine besondere Wohlfahrts- und Schutzfunktion zu. 3.3.3 Nach dem Gesagten ergibt sich somit, dass Ziff. 2 erste Satzhälfte des Rechtsbegehrens auch die negative Waldfeststellung betreffend die Nachbarparzellen Nrn. 1012, 1101, 907 und 468 umfasste und somit auch diese Gegenstand des kantonsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens bildete. Das Kantonsgericht hat daher durch die Beschränkung des Streitgegenstands auf die Parzelle Nr. 1058 eine Rechtsverweigerung im Sinne von Art. 29 Abs. 1 BV begangen; die diesbezügliche Rüge der Beschwerdeführer ist begründet. Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass sich diese im bundesgerichtlichen Verfahren vorgebrachte Rüge wie auch die Beschwerde insgesamt einzig auf den unterlassenen Einbezug der Parzellen Nrn. 1012, 907 und 1101 in das Waldfeststellungsverfahren beziehen, nicht jedoch auf die vom Kantonsgericht ebenfalls unberücksichtigt gebliebene Parzelle Nr. 468. Darauf braucht hier daher nicht weiter eingegangen zu werden.