Citation: 1P.307/2006 11.08.2006 E. 2

2. wenn ein schwer wieder gutzumachender Nachteil droht." 2.1 Das Obergericht ging davon aus, dass die angefochtene Beweisverfügung der Überprüfung des Gerichts im Hauptverfahren unterliege (Art. 128 Abs. 3 ZPO/NW) und sowohl von der Prozessleitung als auch vom Gericht jederzeit ergänzt werden könne (Art. 135 ZPO/NW). In der angefochtenen Verfügung werde denn auch explizit darauf hingewiesen, dass sich die Beweisabnahme vorderhand auf die Einvernahme des Zeugen Y.________ beschränke und die Abnahme weiterer Beweise ausdrücklich vorbehalten werde. Das Obergericht verneinte deshalb das Drohen eines schwer wiedergutzumachenden Nachteils, weshalb auf die Nichtigkeitsbeschwerde nicht einzutreten sei. 2.2 Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, dass nur Beweisauflagebeschlüsse gemäss Art. 128 Abs. 3 ZPO/NW vom Gericht überprüft werden könnten, nicht aber Beweisabnahmebeschlüsse gemäss Art. 128 Abs. 1 ZPO/NW, zu denen auch die Verfügung vom 6. Januar 2005 zähle. Die gegenteilige Annahme des Obergerichts widerspreche dem Wortlaut des Gesetzes und sei willkürlich. Die Verfügung vom 6. Januar 2005 enthalte im Dispositiv auch keinen Hinweis wie "weitere Beweise vorbehalten" oder ähnliches; der entsprechende Hinweis in den Erwägungen, sei unbeachtlich. 2.3 Das Bundesgericht prüft die Auslegung und Anwendung des kantonalen Prozessrechts nicht frei, sondern nur unter dem Blickwinkel des Willkürverbots (Art. 9 BV). Die einschlägigen Bestimmungen der ZPO/NW lauten: Art. 128 Beweisentscheid