Citation: U 14/05 29.05.2006 E. 2

In formellrechtlicher Hinsicht hält die Beschwerdeführerin daran fest, sie sei im Anspruch auf das rechtliche Gehör verletzt worden, weil die von ihr gestellten Ergänzungsfragen teilweise unbeantwortet geblieben seien und das MEDAS-Gutachten sprachlich nicht in allen Teilen verständlich sei. Des Weiteren wird gerügt, das kantonale Gericht habe sich mit dem Gutachten des Dr. med. D.________ nicht auseinandergesetzt und den Antrag auf Einholung eines Obergutachtens ohne nähere Begründung abgelehnt. 2.1 Auf das Hauptgutachten vom 8. Januar 2001 hat die Beschwerdeführerin dem Unfallversicherer am 10. September 2001 eine 14-seitige Eingabe zugestellt, worin sie allgemeine Ergänzungsfragen stellte und Sachverhaltselemente nannte, welche bei deren Beantwortung zu berücksichtigen seien. Zudem stellte sie eine Reihe von Ergänzungsfragen und Anträgen (auf Erläuterung und Präzisierung von Aussagen) sowohl zum Hauptgutachten als auch zu den einzelnen Teilgutachten. Die Beschwerdegegnerin hat hierauf eine Nachbegutachtung angeordnet und in Zusammenfassung der von der Beschwerdeführerin gestellten Anträge den Gutachtern insgesamt 26 Fragen unterbreitet. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Im Schreiben an den Unfallversicherer vom 12. Oktober 2001 hat die Beschwerdeführerin nicht näher dargelegt, inwiefern der vom Unfallversicherer erstellte Fragenkatalog nicht der eigenen Fragestellung entsprach. Gerügt wurde lediglich, dass die Aufzählung der nach Meinung der Beschwerdeführerin bei der Beantwortung der Ergänzungsfragen zu berücksichtigenden Sachverhaltselemente den Gutachtern nicht unterbreitet wurde. Dazu bestand indessen kein Anlass. Denn es kann nicht Sache der Beschwerdeführerin sein, den Gutachtern Sachverhaltselemente anzugeben, welche diese bei der Beurteilung zu berücksichtigen haben, selbst wenn sie unbestritten sind. 2.2 Gutachten sind so zu formulieren, dass sie für den Rechtsanwender verständlich sind und er sie kritisch prüfend nachvollziehen kann (Ueli Kieser, Die rechtliche Würdigung von medizinischen Gutachten, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der medizinischen Begutachtung in der Sozialversicherung, St. Gallen 1997, S. 143 f.; Ulrich Meyer-Blaser, Das medizinische Gutachten aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht, in: Siegel/Fischer [Hrsg.], Die neurologische Begutachtung, Zürich 2004, S. 91 ff.). Diesen Anforderungen genügen die vorliegenden Gutachten. Dass sie in einer medizinischen Fachsprache abgefasst sind und zum Teil Abkürzungen enthalten, die nicht allgemein gebräuchlich und für einen medizinischen Laien nicht ohne Weiteres verständlich sind, vermag ihren Beweiswert nicht zu beeinträchtigen und stellt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Die Beschwerdeführerin und ihr Rechtsvertreter hätten sich auf geeignete Weise näher informieren können, wenn sie dies als erforderlich erachtet hätten. 2.3 Als unbegründet erweist sich die Rüge einer Verletzung des rechtlichen Gehörs auch in Zusammenhang mit der vorinstanzlichen Beweiswürdigung des Privatgutachtens von Dr. med. D.________. Im angefochteten Entscheid wird darauf, wenn auch in knapper Form, eingegangen. Aus den Erwägungen ergibt sich zudem hinreichend genau, weshalb dieser Beurteilung nicht gefolgt und die Einholung eines Obergutachtens nicht als erforderlich erachtet wurde.