Citation: 6B_791/2019 E. 2.3.6

2.3.6. Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin, der Verzicht der Staatsanwaltschaft, die geschiedene Ehefrau und die Söhne des Erblassers als Beschuldigte zu befragen, dürfe nicht mit der blossen Begründung geschützt werden, es sei nicht zu erwarten, dass sich diese Personen selbst belasten würden. Es sei wesentliches Element jeder Strafuntersuchung, im Interesse der materiellen Wahrheit durch gezielte Fragen und Konfrontation des Beschuldigten mit Zeugenaussagen allfällige Ungereimtheiten zutage zu fördern. Auch hier zeige sich, dass die Staatsanwaltschaft trotz des dreieinhalb Jahre dauernden Verfahrens keine Untersuchungshandlungen getätigt und damit kein Vorverfahren durchgeführt habe, sondern die Sache vielmehr nicht an die Hand genommen habe. Die von der Beschwerdeführerin angerufenen prozessualen Parteirechte in Zusammenhang mit einer Befragung der Beschuldigten (Ergänzungsfragen, Konfrontation) setzen bei einem greifbaren Verdacht an. An einem solchen fehlt es nach dem Gesagten indes.