Citation: 6B_1193/2021 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer beantragt einen Freispruch vom Vorwurf der Vergewaltigung zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 2 (nachfolgend: "Privatklägerin"). Er macht in diesem Zusammenhang im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz habe zur Begründung dieses Schuldspruchs einzig ausgeführt, dass es "keinerlei konkrete Hinweise auf Umstände" gäbe, "aus denen der Beschwerdeführer hätte schliessen können, dass die Privatklägerin nach der ihr kurz zuvor zugefügten Körperverletzung und entgegen ihrer verbalen Äusserungen dennoch mit dem Geschlechtsverkehr einverstanden gewesen wäre". Den äusserst knappen Erwägungen der Vorinstanz lasse sich nicht entnehmen, inwiefern er am 19. Oktober 2019 nötigend auf die Privatklägerin eingewirkt haben soll. Ob die Vorinstanz das Vorliegen einer konkreten Nötigungshandlung bejahe, sei fraglich und gehe aus dem angefochtenen Urteil nicht klar hervor. Sollte die Vorinstanz eine Nötigungshandlung bejahen, habe sie die Beweise willkürlich gewürdigt und sei zu einer unrichtigen Feststellung des Sachverhalts gelangt. So sei vorliegend erstellt, dass er schon vor dem 19. Oktober 2019 den Geschlechtsverkehr an der Privatklägerin vollzogen habe, ohne dass diese damit einverstanden gewesen sei. Dies auch dann, nachdem sie nach der Geburt ihres zweiten Kindes an Schmerzen im Unterleib litt, was ihm bekannt gewesen sei. Dennoch habe er bis dato jeweils keine Nötigungshandlung anwenden müssen, um an sein Ziel zu gelangen. Insofern erscheine es zumindest als glaubhaft, dass er auch am 19. Oktober 2019 den Geschlechtsverkehr an der Privatklägerin ohne Nötigungshandlung vollziehen konnte, obwohl diese - insbesondere nach dem Vorfall mit dem Messer - dazu offensichtlich keine Lust gehabt habe. Gestützt auf die vagen und widersprüchlichen Aussagen der Privatklägerin liesse sich jedenfalls keine Nötigungshandlung beweisen. Ob die Privatklägerin mit dem Geschlechtsverkehr nicht einverstanden und ob dies für ihn erkennbar gewesen sei, spiele keine Rolle, da dies für die Erfüllung des Tatbestands der Vergewaltigung nach Art. 190 StGB nicht ausreiche.