Citation: C 215/03 29.11.2004 E. 3

3.1 Von der Vorinstanz war einlässlich begründet worden, dass es dem Beschwerdeführer nicht zum Nachteil gereiche, dass er sich für die 80 % Stelle an der Schule X.________ und nicht für die 100 % Stelle in Y.________ entschieden habe. Die Erwägungen der Vorinstanz sind überzeugend. Der Beschwerdeführer hat diese Stelle letztlich auch in Nachachtung der gesetzlichen Schadenminderungspflicht (vgl. Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, Rz 255 ff.) angenommen. Die Tätigkeit des Beschwerdeführers bei der Schule X.________ wurde als Zwischenverdiensttätigkeit betrachtet, wie aus einem Protokoll des RAV Schaffhausen vom 23. August 2001 hervorgeht und wie sich auch aus der Abrechnung der Arbeitslosenkasse Schaffhausen für den Monat September 2001 ergibt. Der Beschwerdeführer hatte ab 15. August 2001 bis 15. August 2002 eine Arbeitsstelle als Zwischenverdienst im Umfange von 80 % angenommen und hat damit auch in einem sehr weitgehenden Ausmass für diese Zeitperiode eine Beschäftigungslosigkeit verhindert. Da er für die restlichen 20 % Arbeitspensum nicht etwa wegen ungenügenden Stellenbemühungen oder sonst aus subjektiven Gründen nicht in der Lage gewesen wäre, eine Stelle anzunehmen, sondern weil es ihm verwehrt war, sich um andere Lehrerstellen zu bewerben und es ihm aus stundenplantechnischen Gründen nicht möglich war, eine ausserberufliche Beschäftigung anzunehmen, wie vom Arbeitsamt in seiner Verfügung dargelegt wurde, kann dem Versicherten nun nicht vorgeworfen werden, er hätte sich noch um zusätzliche Stellen im Umfange von 20 % bemühen müssen. Von der Zeugin L.________ war in ihrer Befragung angeführt worden, der Versicherte hätte die 80 % Stelle nur kündigen müssen, wenn er eine bessere Stelle zu 100 % gefunden hätte. Dies war aber nicht der Fall, wie sich aus den Suchbemühungen ergibt und auch vom Arbeitsamt nicht behauptet wird. Damit ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer mit der Annahme einer 80 % Stelle, die ihm wegen der dort erforderlichen zeitlichen Verfügbarkeit die Annahme einer weiteren Stelle im Umfange von 20 % verunmöglichte, seiner Schadenminderungspflicht hinreichend nachgekommen war. 3.2 Rechtsprechungsgemäss ist bei arbeitslosen Versicherten, welche eine geeignete, aber nicht unmittelbar freie Stelle finden und annehmen, unter bestimmten Voraussetzungen die Vermittlungsfähigkeit bis zum Stellenantritt nicht weiter zu prüfen, dies weil die Aussichten, während dieser relativ kurzen Zeit von einem weiteren Arbeitgeber angestellt zu werden, verhältnismässig gering sind (BGE 110 V 207). Erforderlich ist indessen, dass der Betreffende in Erfüllung seiner Schadenminderungspflicht all jene Vorkehren getroffen hat, die man vernünftigerweise von ihm erwarten darf, damit er so rasch als möglich eine neue Stelle antreten kann (Urteil Z. vom 15. Oktober 2002, C 97/02, Erw. 4.2). Gleich ist vorzugehen, wenn, wie im vorliegenden Fall, ein Versicherter im Rahmen eines Zwischenverdienstes eine 80 % Stelle annahm, die es ihm aus objektiven Gründen verunmöglicht, für die restlichen 20 % noch einer separaten Erwerbstätigkeit nachzugehen (vgl. Nussbaumer, a.a.O., Rz 232). Bei einer solchen Konstellation, insbesondere, wenn, wie bereits oben festgestellt, der Versicherte damit - gerade mit Blick auf die Tatsache, dass er sich bereits in der 5. Rahmenfrist befindet - hinlänglich seiner Schadenminderungspflicht nachgekommen ist, ist die Vermittlungsfähigkeit für das Restpensum von 20 % nicht mehr zu prüfen. Vielmehr hat der Versicherte Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen der Arbeitslosenversicherung unter Abzug seiner Einkünfte aus Zwischenverdienst. Anders wäre zu entscheiden, wenn der Beschwerdeführer eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit hätte annehmen können, wie dies im Entscheid ARV 2002 S. 57 anzunehmen war. Eine solche Situation ist jedoch vorliegend gerade nicht gegeben.