Citation: 9C_1058/2008 19.02.2009 E. 4

4.1 Wie die Vorinstanz im Zuge einer bundesrechtskonformen Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c in fine ATSG) eingehend dargelegt hat, ist das Gutachten des medizinischen Zentrums E.________ vom 20. September 2007 das Ergebnis einer umfassenden und sorgfältigen Untersuchung, welche sämtliche von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen erfüllt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweisen) und beweiskräftig ist. Die Experten sind zusammenfassend zum Schluss gekommen (Gutachten S. 36), dass mit Blick auf die erhobenen Befunde aus somatischer Sicht zwar von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in der bisherigen oder einer behinderungsangepassten Beschäftigung auszugehen ist; infolge einer leichtgradigen depressiven Störung und einer leichten bis mittelgradigen Konversionsstörung, beide deutlich überlagert durch ein chronisches Krankheitsverhalten, sei aus versicherungspsychiatrischer Sicht die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als selbstständig erwerbende Hundebetreuerin trotz massiver Tendenz zur Aggravation auf 70 % begrenzt; in einer behinderungsangepassten Arbeit sei sie jedoch nicht eingeschränkt. 4.2 Die Einwände der Beschwerdeführerin sind rein appellatorisch und bereits von der Vorinstanz (s. angefochtener Entscheid E. 4.2.2.-4.2.4) widerlegt worden. Dies betrifft vorab die Mitwirkung des Konsiliarexperten Dr. med. S.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, der im Bericht vom 7. Mai 2007 zunächst auf eine Stellungnahme zur Arbeitsunfähigkeit verzichtete und dies vorab mit der Gefahr einer allenfalls stigmatisierenden Bewertung nach nur einmaliger ambulanter Untersuchung begründete. Er hielt jedoch fest, die Widersprüche und Inkonsistenzen bei der Darstellung der Beschwerden und objektive Beobachtung führten zum Verdacht auf Aggravation; es bestehe bei der Untersuchten ein klares Rentenbegehren. Am 2./13. Juli 2007 klärte Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, die Beschwerdeführerin im Rahmen der Begutachtung des medizinischen Zentrums E.________ arbeitspsychiatrisch-psychosomatisch ab (inkl. psychometrische Symptomvalidierungsdiagnostik; Gesamtdauer 8 Stunden); zudem nahm er Rücksprache mit dem ehemals behandelnden Psychiater Dr. med. K.________, der bei der Beschwerdeführerin Aggravations- und Simulationstendenzen bestätigte. Dr. med. H.________ schilderte im Teilgutachten vom 14. September 2007 nicht nur ein wesentlich gleiches Bild wie zuvor bereits Dr. med. S.________; er wies auch nach, dass die Explorandin bei der Testung willentlich schlechte Leistungen erbrachte, so z.B. wenn sie auf eine Wiedererkennungsrate von 58 % bei einem Test kam, bei dem geistig behinderte 8-Jährige eine durchschnittliche Leistung von 95-100 % erreichen. Im Gesamtgutachten ist festgehalten, dass die Schlussfolgerungen gemeinsam mit den beteiligten Spezialärzten erarbeitet wurden und sich diese ausdrücklich damit einverstanden erklärten. Der Vorwurf, der Teilgutachter Dr. med. S.________ habe die im Bericht vom 7. Mai 2007 dokumentierte Meinung zu Ungunsten der Beschwerdeführerin geändert, als er die Schlussfolgerungen der anderen Experten übernahm, ist schon deshalb verfehlt, weil die im Gesamtgutachten genannten Diagnosen und die von Dr. med. S.________ angegebenen Verdachts- und Differenzialdiagnosen sich keineswegs ausschliessen. Die Frage der Arbeitsfähigkeit wurde mit der Untersuchung und Testung durch Dr. med. H.________ ausreichend geklärt.