Citation: 5A_178/2023 E. 3.3.3

3.3.3. Zu Recht bestätigen die Beschwerdeführer zunächst selber, dass die allfällige Differenzzahlung nach dem ersten Aufruf mit Last (Ausgleich des Fehlbetrages zwischen Angebot und Forderungen der Grundpfandgläubiger) die Gleichstellung mit einem Angebot bedeutet, welche die Forderung der Grundpfandgläubiger deckt. Aus diesem Grund erfolgt - wie beim genügenden (deckenden) Angebot - der Zuschlag mit Überbindung der Last (MOOSER, Les servitutes dans l'exécution forcée, not@lex 2016, S. 82, Rz. 51, 52, mit Hinweisen), und es hat kein zweiter Aufruf stattzufinden (BGE 81 III 61 E. 1; JAEGER/WALDER/KULL, a.a.O., N. 12 zu Art. 142). Nichts anderes ist der Sinn, wie er aus den Steigerungsbedingungen (in Ziff. 25) hervorgeht: Danach können die Lastenberechtigten "im Anschluss nach jedem Aufruf" den erwähnten Fehlbetrag (zur "Deckung der Gesamtforderung der Grundpfandgläubiger... sofort") ausgleichen, um den Zuschlag mit Last zu erwirken ("... der Zuschlag erfolgt in diesem Fall mit der/den entsprechenden Dienstbarkeiten"). Der Schluss der Vorinstanz, dass sich aus den Steigerungsbedingungen klar ableiten lasse, dass im Fall des Aufrufs ohne Last eine Dienstbarkeit untergehe ("Lasten, die mit dem Zuschlag nicht überbunden werden, gehen unter und werden im Grundbuch gelöscht"), ist insoweit nicht zu beanstanden.