Citation: 9C_452/2022 E. 5.3

5.3. Das kantonale Gericht stellte für das Bundesgericht verbindlich fest, der Beschwerdeführer sei nicht mehr in der Lage, selbständige Arbeiten durchzuführen. Für klar vorgegebene, einfach strukturierte Aufgaben ohne Zeitdruck und ohne Verantwortung in einem hinsichtlich Arbeitsteam und Ansprechsperson konstanten Arbeitsumfeld bestehe indessen eine Restarbeitsfähigkeit von 50 %. Weshalb mit Blick auf dieses Belastbarkeitsprofils keine einfachen Hilfsarbeitertätigkeiten in einem hälftigen Pensum zumutbar sein sollten, erhellt nicht. Gerade in diesem Bereich steht dem Beschwerdeführer auch unter Ausschluss von Teamarbeit und Kundenkontakt noch ein genügend grosser Bereich an zumutbaren Beschäftigungen zur Verfügung. Dies umso mehr, als er ausgebildeter Zimmermann ist und reichhaltige Erfahrungen als Küchenmonteur aufweist. Der blosse Umstand, dass ihm derlei Hilfsarbeitertätigkeiten nur in einem beständigen Arbeitsumfeld zumutbar sind, lässt den Schluss nicht zu, es gäbe für ihn keine realistischen Einsatzmöglichkeiten mehr. Sofern der Beschwerdeführer solche Möglichkeiten mit der Behauptung verneint, es seien ihm wegen einer Dekonditionierung aus somatischer Sicht nur noch körperlich sehr leichte Tätigkeiten zumutbar, kann ihm nicht gefolgt werden. Wohl erwähnten die Dres. med. E.________, FMH Allgemeine Medizin, und med. F.________, FMH Innere Medizin und Rheumatologie, in den Berichten vom 6. Dezember 2021 und vom 25. Mai 2018 eine Dekonditionierung. Letztere wies indessen ausdrücklich darauf hin, aus somatischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit erhalten. Gegenteiliges lässt sich auch dem hausärztlichen Bericht des Dr. med. E.________ nicht entnehmen. So ist bereits fraglich, ob sich seine Ausführungen auf die angestammte oder auch auf eine angepasste Tätigkeit beziehen. Selbst wenn von zweiterem ausgegangen würde, änderte dies nichts daran, dass sich Dr. med. E.________ weder zur Arbeitsfähigkeit aus rein somatischer Sicht noch zu einem geeigneten Stellenprofil äusserte. Er hielt einzig fest, seines Erachtens sei der Beschwerdeführer "in seinem jetzigen psychischen und somatischen Allgemeinzustand nicht arbeitsfähig". Auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf den zusätzlichen Pausenbedarf aufgrund seiner erhöhten Ermüdbarkeit zielt ins Leere. So wies der Gutachter Dr. med. C.________ wohl auf einen solchen Zusatzbedarf hin, hielt aber ausdrücklich fest, dass unter der Annahme einer Halbtagestätigkeit keine zusätzliche Leistungseinschränkung anzunehmen sei.