Citation: 4A_181/2024 E. 6.3

6.3. Die Vorinstanz hält zu Recht fest, dass konnexe Ansprüche, die zwar in einem sachlichen Zusammenhang mit dem Hauptprozess stehen, in ihrem Bestand aber nicht von dessen Ausgang abhängen, sondern eigenständige Ansprüche gegen den Dritten darstellen, den dargelegten Voraussetzungen an eine Streitverkündungsklage nicht genügen (Urteile 5A_753/2021 vom 27. Januar 2022 E. 2.1; 4A_341/2014 vom 5. November 2014 E. 3.3). Aus dem von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt ergibt sich sodann, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 für den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Anspruch bereits für zuständig erklärt hat, womit gegen sie gerade keine vom Anspruch gegen die Beschwerdegegnerin 1 abhängige Forderung geltend gemacht wird. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die Beschwerdegegnerin 2 nach den Ausführungen des Beschwerdeführers für eine Versicherungsleistung voraussetzt, dass er zu beweisen habe, dass er zum Zeitpunkt des Vertragsantrags im September 2021 keine Kenntnis von einem bevorstehenden Anspruch der ehemaligen Patientin gehabt habe. Denn auch bei einer Abweisung des Anspruchs gegen die Beschwerdegegnerin 1 bliebe dieser Einwand der Beschwerdegegnerin 2 bestehen, weshalb die Entstehung des Anspruchs gegen die Beschwerdegegnerin 2 gerade nicht vom Anspruch gegen die Beschwerdegegnerin 1 abhängt. Es ist daher nicht ersichtlich und wird im Übrigen vom Beschwerdeführer auch nicht hinreichend dargetan, inwiefern das Vorgehen der Vorinstanz Bundesrecht verletzen soll. So zeigt der Beschwerdeführer nicht hinreichend auf, inwiefern er in seiner Streitverkündungsklage vor der Erstinstanz rechtsgenüglich dargelegt hat, dass der Bestand der gegen die Beschwerdeführerin 2 geltend gemachten Forderung vom Ausgang des Hauptverfahrens gegen die Beschwerdegegnerin 1 abhängt. Unbehelflich sind in diesem Zusammenhang auch die Ausführungen des Beschwerdeführers zum deutschen Recht, mit denen er jedenfalls keine Verletzung von Art. 81 f. ZPO darzutun vermag. Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, die Beschwerdegegnerin 2 habe es der Beschwerdegegnerin 1 ermöglicht, sich von der Haftung eines rechtswidrigen Vertrages zu befreien, indem sie sich auf die Zuständigkeit des Nachversicherers berufen habe. Die beiden Ansprüche könnten daher im vorliegenden Fall nicht unabhängig voneinander bestehen. Denn er habe den Vertrag mit der Beschwerdegegnerin 2 nicht im Bewusstsein abgeschlossen, dass auch Schäden aus der Versicherungszeit bei der Beschwerdegegnerin 1 von dieser gedeckt seien. Insofern wolle er mit seinem Eventualantrag in der Hauptklage die Beschwerdegegnerin 1 verpflichten, Versicherungsleistungen zu erbringen. Gegenüber der Beschwerdegegnerin 2 hingegen mache er bei einem nichtigen Vertrag mit seinem Eventualantrag in der Streitverkündungsklage einen Anspruch auf Schadenersatz und Genugtuung aus culpa in contrahendo geltend. Damit ergänzt der Beschwerdeführer jedoch zum einen den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt in unzulässiger Weise, weshalb diese Ausführungen vor Bundesgericht ohnehin unbeachtlich sind. Zum anderen zeigt er damit weder rechtsgenüglich auf, inwiefern der Bestand des behaupteten Anspruchs aus culpa in contrahendo gegenüber der Beschwerdegegnerin 2 vom Ausgang des Hauptverfahrens gegenüber der Beschwerdegegnerin 1 abhängig sein soll, noch inwiefern er diese Abhängigkeit in seiner Streitverkündungsklage vor der Erstinstanz hinreichend dargelegt hat.