Citation: I 951/05 08.06.2007 E. 3

3.1 Anders als noch im vorinstanzlichen Verfahren beanstandet die Beschwerdeführerin die von der Verwaltung verfügte und im Einspracheverfahren bestätigte Zusprache einer halben Invalidenrente nicht mehr ab dem - unbestrittenermassen auf den 1. März 2001 fallenden - Beginn des Rentenanspruchs, sondern anerkennt "die sich auf das MEDAS-Gutachten abstützende Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung und damit den hälftigen Rentenanspruch" für die Zeit bis 20. März 2003 ausdrücklich. Sie macht indessen eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes geltend, welche auf die am 26. Februar 2003 erfolgte Frühgeburt ihres dritten Kindes, das schwer behindert zur Welt kam und bereits in dem der Geburt folgenden Monat, am 20. März 2003, verstarb, zurückzuführen sei. Es stellt sich damit die Frage, ob sich die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin derart verschlechterte, dass noch innerhalb des vom Einspracheentscheid vom 22. April 2005 erfassten Zeitraumes eine Rentenerhöhung angezeigt gewesen wäre. Da die Leistungszusprache rückwirkend erfolgte, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, einer Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse durch Zusprache einer abgestuften Rente Rechnung zu tragen. Eine Rentenerhöhung fällt indessen nur in Betracht, wenn die für eine Rentenrevision im Sinne von Art. 17 ATSG erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 20. September 2004, I 536/03, E. 5.3.1). 3.2 Nach Art. 17 ATSG wird eine Rente bei einer erheblichen Änderung des Invaliditätsgrades einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Abs. 1). Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV ist bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Satz 1). Laut Art. 88bis Abs. 1 IVV erfolgt die Erhöhung der Renten frühestens: sofern der Versicherte die Revision verlangt, von dem Monat an, in dem das Revisionsbegehren gestellt wurde (lit. a), bei einer Revision von Amtes wegen von dem für diese vorgesehenen Monat an (lit. b), falls festgestellt wird, dass der Beschluss der IV-Stelle zum Nachteil des Versicherten zweifellos unrichtig war, von dem Monat an, in dem der Mangel entdeckt wurde (lit. c).