Citation: 1B_78/2020 E. 4.3

4.3. Es kann offen bleiben, ob der Beschwerdeführer die von ihm angerufenen Privatgeheimnisse im Sinne der oben (E. 4.1) dargelegten Rechtsprechung ausreichend substanziiert hat. Selbst wenn dies zuträfe, hält die Ansicht der Vorinstanz vor dem Bundesrecht stand, dass hier jedenfalls keine überwiegenden privaten Geheimnisinteressen geltend gemacht werden, die ein strafprozessuales Entsiegelungshindernis bilden könnten (Art. 264 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 264 Abs. 3 und Art. 248 StPO). Dabei ist insbesondere dem Umstand Rechnung zu tragen, dass dem Beschwerdeführer ein Verbrechen nach Art. 197 Abs. 4 StGB vorgeworfen wird (vgl. oben, E. 3.5). Ob es sich, wie er behauptet, um die einmalige Weiterleitung eines einzigen kinder- bzw. jugendpornografischen Videos handelt oder nicht, ist Gegenstand der hängigen Untersuchung. Im Übrigen könnten die vom Beschwerdeführer genannten Dateien, wie Ferien-Fotos von ihm und seiner Freundin in Badeanzug und Bikini, Bilder von ihm aus einem Fitness-Studio in leichter Bekleidung usw., auch noch nicht als sehr "intim" eingestuft werden.