Citation: 9C_573/2016 E. 4.4.1

4.4.1. Dabei wurde zum einen erkannt, dass sich ein solcher nicht unter Ziff. 15.05 HVI-Anhang subsumieren lässt. Die darin alternativ zur selbstständigen Fortbewegung mit dem Elektrorollstuhl im Wohnbereich aufgeführte Kontaktaufnahme mit der Umwelt zielt nicht auf das physische Verlassen der Wohnung ab, sondern auf das Telefonieren, Alarmieren mit Rufanlagen usw., worauf bereits der Wortlaut "Umweltkontrollgeräte" hinweist. Es geht vielmehr um minimale Kontakte mit der Umwelt (vgl. Urteil 9C_197/2010 vom 14. Dezember 2010 E. 3.4). Die bei erfüllten Voraussetzungen von der Invalidenversicherung unter diesem Titel zu übernehmenden Sende-, Empfangs- und Steuergeräte können u.a. auch der Betätigung eines Türöffners dienen (vgl. Rz. 2173 KHMI). Automatische Türöffner innerhalb des Wohnbereichs fallen folglich in das Anwendungsgebiet von Ziff. 15.05 HVI-Anhang. Dient dieselbe Vorkehr jedoch der Überwindung des Haus- und Wohnungszugangs - also der Bewältigung des Weges zur Arbeits-, Ausbildungs- oder Schulungsstätte oder der Ermöglichung einer Tätigkeit im Aufgabenbereich -, so ist das betreffende Hilfsmittel gegebenenfalls nach Massgabe von Ziff. 13.05* HVI-Anhang unter der Bedingung einer erwerblichen Eingliederungswirksamkeit (vgl. E. 4.1 hiervor) von der Invalidenversicherung zu übernehmen. Diese hat nach der Systematik und Konzeption des Verordnungsgebers nur dann Leistungen für ein automatisches Türöffnungssystem beim Hauszugang zu erbringen, wenn dessen Eingliederungswirksamkeit im Sinne von Art. 2 Abs. 2 HVI zu bejahen ist (Urteil I 133/06 vom 15. März 2007 E. 8.1 f.).