Citation: U 466/04 16.02.2006 E. 2

Aufgrund der medizinischen Akten ist davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner beim Unfall vom 21. Mai 1999 ein so genanntes Schleudertrauma (Peitschenhiebverletzung; Whiplash injury) der HWS erlitt. Zwar nahm er die Arbeit zunächst wieder auf und suchte er erst am 26. Mai 1999 einen Arzt auf. Anlässlich der Untersuchung in der Neurologisch-Neurochirurgischen Poliklinik des Spitals X.________ vom 7. Juni 1999 gab er indessen an, bereits unmittelbar nach dem Unfall Nackenschmerzen verspürt zu haben. Zwei Tage später sei es zu ausstrahlenden Schmerzen nach parieto-temporal und periorbital mit eingeschränkter Beweglichkeit der HWS, Tinnitus rechts, Schwindel, Sehstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten gekommen. Aufgrund dieser glaubhaften Angaben ist anzunehmen, dass noch innerhalb der für die Unfallkausalität geltenden Latenzzeit von 24 bis höchstens 72 Stunden (RKUV 2000 Nr. 359 [U 264/97] S. 29 Erw. 5e) Beschwerden in der Halsregion aufgetreten waren. Zudem war es im Anschluss an den Unfall zu weiteren Symptomen gekommen, welche zu den typischen Symptomen von Schleudertraumen oder schleudertraumaähnlichen Verletzungen der HWS gehören (BGE 117 V 360 Erw. 4b). Die SUVA anerkannte denn auch ihre Leistungspflicht für die gesundheitlichen und erwerblichen Folgen des Unfalles vom 21. Mai 1999. Streitig und zu prüfen ist, wie es sich in Bezug auf die Unfallkausalität der ab 1. Oktober 2003 weiter bestehenden Beschwerden verhält. Weil es dabei hinsichtlich des natürlichen Kausalzusammenhangs um eine leistungsaufhebende Tatsache geht, liegt die Beweislast beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 [U 355/98] S. 46 Erw. 2, 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b). Dieser hat jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen, sondern nur, dass die unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben (Urteile P. vom 15. Oktober 2003 [U 154/03], F. vom 10. September 2003 [U 343/02] und E. vom 12. Dezember 2002 [U 247/02]).