Citation: 1C_263/2021 E. 2.4

2.4. Gegenüber der Polizei gab der Beschwerdeführer an, er habe auf den Arbeiter bei der Hebebühne neben der Fahrbahn geachtet. Erst als er wieder nach vorne geschaut habe, habe er das andere Fahrzeug stehen sehen. In seinen späteren Eingaben stellte er sich auf den Standpunkt, der Arbeiter habe sich Richtung Fahrbahn bewegt und sei um die Hebebühne herumgelaufen respektive die Person sei Richtung Strasse gerannt. Die Vorinstanz hat dies im Rahmen ihrer Sachverhaltsfeststellung als Schutzbehauptung beurteilt und wie das kantonale Amt auf das Polizeiprotokoll abgestellt. Wenn die Vorinstanz auf die tatnächsten Aussagen des Beschwerdeführers abgestellt hat, stellt dies nicht als eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG dar (Urteil des Bundesgerichts 1C_364/2019 vom 4. Februar 2020 E. 4.2). Somit kann nicht davon ausgegangen werden, die Kollision mit dem vor der auf rot stehenden Ampel wartenden Fahrzeug sei wegen einem plötzlichen, unvorhersehbaren Ereignis als entschuldbar zu qualifizieren. Ebenso wenig bestehen Anhaltspunkte dafür, dass die Lenkerin des Fahrzeugs Honda Jazz abrupt vor der auf rot stehenden Ampel abgebremst hätte, da gemäss den Angaben im Unfallaufnahmeprotokoll bereits weitere Fahrzeuge vor der auf rot stehenden Ampel warteten. Mit seinem Verhalten als Lenker des Lieferwagens IVECO, das zur Kollision mit dem Fahrzeug Honda Jazz führte, verstiess der Beschwerdeführer daher gegen Art. 31 Abs. 1 SVG, womit gemäss Art. 90 Abs. 1 SVG eine einfache Verkehrsregelverletzung vorliegt.