Citation: I 423/05 14.12.2005 E. 3

3.1 Die Vorinstanz wies die Sache dennoch zu näheren Abklärungen an die Verwaltung zurück. Sie erwog, die sachverhaltliche Ausgangslage sei unklar. Es stehe nicht fest, ob der offenbar nahtlos an den Schulbesuch in Y.________ anschliessende Besuch der Schule in Z.________ von der Invalidenversicherung zu übernehmen sei. Die IV-Stelle habe deshalb abzuklären, ob der Schulwechsel durch die mit Verfügung vom 6. Juli 1998 im Grundsatz zugesprochene Sonderschulung abgedeckt sei. Bejahendenfalls wäre weiter zu prüfen, ob das Schnuppern als gebotene und angemessene Vorbereitungsmassnahme für den Wechsel zu betrachten sei. Wiederum im bejahenden Fall sei sodann zu prüfen, in welchem Rahmen die Kosten für den wenige Tage dauernden Transport als angemessen bewilligt worden wären, falls die Eltern das entsprechende Gesuch vorgängig korrekt gestellt hätten. 3.2 Demgegenüber wendet die IV-Stelle ein, nähere Abklärungen erübrigten sich schon deshalb, weil die Schule in Z.________ nicht zugelassen sei. Somit seien dort weder Sonderschulmassnahmen noch Taxifahrkosten zu übernehmen. 3.3 Auf der von der IV-Stelle zitierten Internet-Seite mit einer Liste der vom BSV zugelassenen Sonderschulen findet sich die Schule in Z.________ tatsächlich nicht. Diese Liste bezieht sich aber nur auf die vom BSV zugelassenen Institute (Art. 10 Abs. 1 SZV), die ständig fünf oder mehr Schüler mit Anspruch auf Sonderschulbeiträge unterrichten. Es kann somit davon ausgegangen werden, dass keine Zulassung des BSV vorhanden ist. 3.4 Hingegen ist der Liste nicht zu entnehmen, ob die Schule in Z.________ von der zuständigen kantonalen Behörde als Sonderschule im Einzelfall (Art. 10 Abs. 2 SZV) zugelassen ist. Ein entsprechendes Gesuch wäre nach konstanter Rechtsprechung zwingend von der Schule selbst zu stellen (Art. 12 Abs. 1 SZV; AHI 2000 S. 203 Erw. 2 Abs. 2; Urteil R. vom 23. August 2002, I 791/01). Für die Gewährung von Sonderschulbeiträgen und die Übernahme von Transportkosten durch die Invalidenversicherung müsste eine Zulassung vorliegen. Im Zusammenhang mit den hier streitigen Taxifahrten ist jedoch zu beachten, dass es für den Versicherten nur darum ging, in der neuen Schule zu schnuppern. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Institut in Z.________ somit noch keinen Grund, bereits ein Gesuch um Zulassung im Einzelfall zu stellen. Ein solches einzureichen, hätte sich, wenn überhaupt, erst aufgedrängt, als der Wechsel des Versicherten an die neue Schule definitiv feststand. Als die Schnupperfahrten stattfanden, konnte somit noch gar keine Zulassung im Einzelfall vorgelegen haben. Daher sind die Fahrtkosten auch unter diesem Gesichtspunkt nicht von der Invalidenversicherung zu übernehmen. Nach dem Gesagten erübrigen sich weitere Abklärungen.