Citation: I 392/99 09.03.2001 E. 4

4.- a) Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, kann der entsprechende Tabellenlohn allenfalls gekürzt werden. Damit soll der (statistischen) Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dauer der Betriebszugehörigkeit (Dienstalter), Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Der Abzug hat nicht automatisch, sondern dann zu erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn sodann ist nicht in der Weise vorzugehen, dass für jedes in Betracht fallende Merkmal separat eine Reduktion vorgenommen wird, weil damit Wechselwirkungen ausgeblendet würden. Vielmehr ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Dabei ist der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (BGE 126 V 79 f. Erw. 5b/aa-cc). b) Das kantonale Gericht hat den der betriebsüblichen Arbeitszeit und der Nominallohnentwicklung angepassten sowie wegen der um 50 % eingeschränkten Erwerbsfähigkeit um die Hälfte gekürzten, auf ein Jahr aufgerechneten Tabellenlohn von Fr. 27'123. - um höchstens 15 % nach unten korrigiert. Zur Begründung verweist die Vorinstanz auf die Gerichtspraxis, wonach einerseits Versicherte, die bisher körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nicht uneingeschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau der entsprechenden gesunden Hilfsarbeiter nicht erreichen (vgl. AHI 1998 S. 177 Erw. 3a), anderseits Teilzeitbeschäftigte in der Regel überproportional weniger verdienen als Vollzeitangestellte (vgl. AHI 1998 S. 292 oben, 178 Erw. 4b). c) aa) Dass sich in Bezug auf das Merkmal der leidensbedingten Einschränkung ein Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt, steht ausser Frage. Dem Beschwerdeführer ist aus orthopädischer Sicht als Folge des Rückenleidens (Status nach dreimaliger Diskushernien-Operation) die zuletzt ausgeübte Arbeit als (angelernter) Schlosser nicht mehr zumutbar, und es besteht eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bei körperlich leichten Tätigkeiten mit wechselnder Position und ohne Heben von Lasten. Davon geht auch die Vorinstanz unter Hinweis auf den Bericht der Klinik X.________ vom 21. Mai 1996 aus. Aufgrund dieser Einschätzung ist anzunehmen, dass auch bei leichten Arbeiten gesundheitlich bedingte Einschränkungen bestehen, worauf neben dem Verbot des Hebens von Lasten insbesondere auch die Tatsache hindeutet, dass die IV-Stelle auf das Gesuch um berufliche Massnahmen nicht eingetreten war, da solche in Anbetracht des Gesundheitszustandes zur Zeit nicht durchführbar seien (Verfügung vom 17. April 1996). bb) Insoweit sodann aus gesundheitlichen Gründen lediglich ein teilzeitlicher Arbeitseinsatz (im Umfang von 50 %), nicht aber eine Ganztagesstelle bei halber Leistung zumutbar ist, ist dieser Umstand bei der Quantifizierung des Abzugs ebenfalls zu berücksichtigen, was die Vorinstanz getan hat. Wenn sie keines der weiteren in Betracht fallenden Merkmale als abzugsrelevant erachtet hat, ist dies mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführer seit 1962 in der Schweiz lebt, über die Niederlassungsbewilligung C verfügt und das letzte Arbeitsverhältnis lediglich dreieinhalb Jahre dauerte, nicht zu beanstanden (vgl. BGE 126 V 79 Erw. 5a/cc und die dortigen Hinweise auf die Gerichtspraxis). Dass sein Status als Ausländer sich auch beim Validenlohn auswirkte, dieser somit nicht dem Durchschnittslohn eines angelernten Schweizers entsprochen habe, was, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sinngemäss geltend gemacht wird, eine (zusätzliche) Reduktion des Invalideneinkommens rechtfertige (vgl. ZAK 1989 S. 456), findet in den Akten keine Stütze und wird im Übrigen auch nicht näher begründet. d) Im Lichte der Rechtsprechung (Erw. 4a) trägt der vom kantonalen Gericht insgesamt in Anschlag gebrachte Abzug vom Tabellenlohn von 15 % den Umständen des vorliegenden Falles angemessen Rechnung (Art. 132 lit. c OG; BGE 126 V 81 Erw. 6, 123 V 152 Erw. 2). Dass sich dieses Ergebnis ohne weiteres halten lässt, zeigt auch der in BGE 124 V 321 beurteilte Fall, wo bei einem Versicherten, welcher noch zu 60 % arbeitsfähig war und der "auch in den noch zumutbaren Verweisungstätigkeiten durch Störungen in der Feinmotorik und der Koordination der rechtsseitigen Extremitäten beeinträchtigt" war, ein Abzug von 15 % als in Ordnung befunden wurde (S. 323 f. Erw. 3b/bb). e) Der angefochtene Entscheid ist somit rechtens.