Citation: I 685/00 23.10.2001 E. 2

2.- a) Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör; dies mit der Begründung, es sei ihm keine Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt worden, nachdem die Beschwerdegegnerin in der Duplik vom 9. Juni 2000 mit Bezug auf den strittigen Punkt des Rentenbeginns nicht mehr - wie in der Vernehmlassung vom 19. Mai 1999 - die Abweisung der Beschwerde, sondern neu die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung der Streitsache an die Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen zum Gesundheitszustand und dessen erwerblichen Auswirkungen nach dem 11. August 1994 beantragt hatte. b) In der Vernehmlassung vom 19. Mai 1999 brachte die Beschwerdegegnerin vor, die für den Rentenbeginn massgebliche Eröffnung der einjährigen Wartezeit (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) sei richtigerweise auf den 1. September 1995 festgesetzt worden, da gemäss Bericht des Dr. med. W.________, Facharzt FMH für Innere Medizin, vom 17. September 1997 ab diesem Zeitpunkt eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % bestanden habe. In ihrer Duplik vom 9. Juni 2000 vertrat sie nunmehr den Standpunkt, aufgrund der verfügbaren medizinischen Akten - insbesondere auch des Berichts des Dr. med. W.________ vom 16. Januar 1998, welcher bereits ab 25. Mai 1992 volle Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bescheinigte und sich überdies zur verbleibenden Leistungsfähigkeit in Verweisungstätigkeiten äusserte - lasse sich nicht schlüssig beantworten, ob seit der ursprünglichen Verfügung vom 11. August 1994 überhaupt eine revisionsrechtlich erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands bzw. dessen Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit eingetreten sei, oder ob die herangezogenen Berichte des Dr. med. W.________ vom 17. September 1997 und vom 16. Januar 1998 nicht bloss als revisionsrechtlich unbeachtliche unterschiedliche Beurteilungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts betrachtet werden müssten. Die Verwaltung habe diese Frage nie geprüft und namentlich die notwendigen Abklärungen hiezu unterlassen, weshalb die Sache an sie zurückzuweisen sei. Diese Argumentation enthält insofern neue und erhebliche Gesichtspunkte, als sie nicht nur die Frage des Rentenbeginns berührt, sondern auch den bis anhin unbestrittenen Anspruch auf eine Invalidenrente unter Verweis auf die in revisionsrechtlicher Hinsicht unzureichende Beweislage grundsätzlich - auch für die Zeit ab 1. September 1996 - in Frage stellt. Damit musste der Beschwerdeführer aufgrund der Aktenlage und den bisherigen Parteivorbringen nicht rechnen. Indem die Vorinstanz ihren Entscheid weitgehend auf die Einwände in der Duplik vom 9. Juni 2000 stützte und dem Rückweisungsantrag der Verwaltung in der Folge stattgab, ohne dem Beschwerdegegner anlässlich der Zustellung der Duplik nochmals eine Frist zur Stellungnahme einzuräumen, verletzte sie dessen Gehörsanspruch (Erw. 1a hievor [in fine]; vgl. auch SZIER 1999, S. 553; BGE 124 V 181 Erw. 1a, 116 V 184 f. Erw. 1a). Dabei handelt es sich um einen schwerwiegenden formellen Mangel, der im letztinstanzlichen Verfahren trotz voller Kognition nicht heilbar ist (BGE 126 V 132 Erw. 2b, 126 I 72 Erw. 2, je mit Hinweisen).