Citation: 4C.225/2000 08.03.2001 E. A

A.- Im April 1991 gründete A.________ (Kläger) zusammen mit weiteren Personen die X.________ mit Sitz in Z.________. Er gehörte in der Folge deren Verwaltungsrat an. Am 30. April 1992 wurde über die X.________ der Konkurs eröffnet. Hierauf beauftragte der Kläger Rechtsanwalt B.________ (Beklagter) mit der Wahrung seiner Interessen im Konkursverfahren der X.________. Der Beklagte vertrat gleichzeitig die Interessen von C.________, Witwe des am 17. Dezember 1991 verstorbenen Mitgründers der X.________ D.________, sowie von E.________, welcher ebenfalls Verwaltungsrat der X.________ war. Der Kläger gab im Konkurs der X.________ eine Forderung von Fr. 6'920.-- ein, welche von der Konkursverwaltung jedoch abgewiesen wurde. Die Firma Y.________ meldete eine Forderung aus Auto-Leasingvertrag an. Diese Forderung wurde vom Konkursamt teilweise, nämlich im Betrag von Fr. 30'162.--, in der 5. Klasse zugelassen. Nachdem die Mehrheit der Konkursgläubiger auf die Geltendmachung von Verantwortlichkeitsansprüchen gegen den Verwaltungsrat der X.________ verzichtet hatte, trat das Konkursamt diese Ansprüche gestützt auf Art. 260 SchKG für Fr. 15'000.-- an die Y.________ AG ab. Anfangs 1994 machte die Y.________ AG gegen den Kläger gerichtlich eine Forderung von Fr. 264'345. 35 geltend, welcher Betrag den gesamten von der Konkursmasse der X.________ abgetretenen Verantwortlichkeitsansprüchen entsprach. Am 7. März 1994 verpflichtete sich der Kläger vergleichsweise zur Zahlung von Fr. 65'000.-- an die Y.________ AG. Im vorliegenden Verfahren wirft der Kläger dem Beklagten vor, es sei ihm aufgrund vertragswidriger Führung des Anwaltsmandates durch den Beklagten ein Schaden im Umfang der an die Y.________ AG bezahlten Vergleichssumme entstanden.