Citation: 1B_128/2016 E. 3.2

3.2. Gemäss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen nach Treu und Glauben behandelt zu werden. Das Ende der Beschwerdefrist von 10 Tagen (Art. 396 Abs. 1 StPO) gegen den Untersuchungsbefehl fiel auf den 13. September 2015. Da es sich dabei um einen Sonntag handelte, lief die Frist am 14. September 2015 ab (Art. 90 Abs. 2 StPO). Der Untersuchungsbefehl enthielt keine Rechtsmittelbelehrung. Das war nach Art. 81 Abs. 1 lit. d StPO auch nicht erforderlich. Danach enthalten Urteile und andere verfahrenserledigende Entscheide, sofern sie anfechtbar sind, eine Rechtsmittelbelehrung. Der Untersuchungsbefehl stellt weder ein Urteil noch einen verfahrenserledigenden Entscheid dar. Dass der Untersuchungsbefehl eine Rechtsmittelbelehrung hätte enthalten müssen, macht der Beschwerdeführer auch nicht geltend. Der Beschwerdeführer erhob gegen den Untersuchungsbefehl knapp drei Monate nach dessen Erlass Beschwerde, nachdem er am 23. November 2015 seinen Rechtsvertreter mit der Wahrung seiner Interessen beauftragt hatte. Der Beschwerdeführer war bei Erlass des Untersuchungsbefehls also noch nicht anwaltlich vertreten. Auch ein juristischer Laie weiss jedoch bzw. muss wissen, dass man Verfügungen innert einer bestimmten Frist anfechten muss und damit nicht beliebig lange zuwarten kann. Beim Beschwerdeführer musste dieses Wissen umso mehr vorhanden sein, als er nicht zum ersten Mal in einem Verfahren steht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_264/2014 vom 19. Februar 2015 betreffend den vorsorglichen Entzug des Führerausweises in anderem Zusammenhang). Die Behörden führten den Beschwerdeführer durch keine falsche Rechtsmittelbelehrung in die Irre. Auch sonst wie gaben sie ihm keinen Anlass, berechtigterweise darauf zu vertrauen, dass er den Untersuchungsbefehl knapp drei Monate nach dessen Erlass noch werde anfechten können. Wenn die Vorinstanz die Beschwerde insoweit als verspätet beurteilt hat, verletzt das unter diesen Umständen Treu und Glauben nicht. War die Beschwerde gegen die Anordnung der Blutprobe verspätet, hatte die Vorinstanz auch keinen Anlass, sich in der Sache damit zu befassen.