Citation: 5A_342/2023 E. A

A.a. A.A.________ und B.A.________ sind die Eltern von C.________ (geb. 2001) und D.________ (geb. 2003). Die Familie lebt in der Einwohnergemeinde (EG) U.________ (TG). Mit Verfügung vom 4. Juli 2019 entzog die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Weinfelden (KESB) den Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht über den Sohn und platzierte diesen ab dem 8. Juli 2019 in der Modellstation E.________ in V.________. Auf den 31. Juli 2020 brachte die KESB D.________ in einer Pflegefamilie und auf den 6. August 2020 im Jugendheim F.________ in W.________ (SG) unter. Für sämtliche Platzierungen ersuchte die KESB die EG U.________ um Kostengutsprache. Ausserdem nahm sie jeweils Vormerk, dass die Kosten der Unterbringung grundsätzlich von den Eltern zu tragen und von diesen im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten zu erstatten seien. A.b. Mit Unterhaltsklage vom 18. Januar 2021 beantragte die Gemeinde U.________ beim Bezirksgericht Weinfelden, A.A.________ und B.A.________ seien im Umfang von Fr. 112'192.30 nebst 5 % Zins seit 31. Dezember 2020 zur Bezahlung der Kosten der Fremdplatzierung von D.________ von Juli 2019 bis Dezember 2020 zu verpflichten. Am 24. Januar 2022 hiess das Bezirksgericht die Klage teilweise gut und verurteilte A.A.________ und B.A.________, in der fraglichen Zeitspanne an den Unterhalt von D.________ Fr. 75'087.85 zu bezahlen. Ausserdem stellte es fest, dass damit der gebührende Unterhalt des Kindes im Umfang von Fr. 180'855.74 nicht gedeckt sei.