Citation: 2C_717/2019 E. 3.2.6

3.2.6. Zusammenfassend begründet die über Jahre fortgesetzte Delinquenz des Beschwerdeführers, insbesondere das Gewaltverbrechen an einer Frau, von welcher sich der Beschwerdeführer auch durch zwei ausländerrechtliche Verwarnungen, einer formlosen Ermahnung und der Androhung eines ausländerrechtlichen Verfahrens nicht hat abhalten lassen, ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Ausreise des Beschwerdeführers. Die Vorinstanz hat zu Recht ein Fernhalteinteresse bejaht. Das private Interesse des unverheirateten und kinderlosen Beschwerdeführers, welcher praktisch sein ganzes Leben in der Schweiz verbracht hat, an einem weiteren Verbleib in der Schweiz vermag selbst unter Berücksichtigung einer leichten gesundheitlichen Beeinträchtigung dieses öffentliche Interesse nicht zu überwiegen, spricht der noch junge Beschwerdeführer die albanische Sprache mindestens in Grundzügen, wurde er in seinem Elternhaus mit den dortigen Sitten und Gebräuchen vertraut gemacht und verfügt noch über Verwandte mütterlicherseits im Kosovo. Die aufenthaltsbeendende Massnahme ist im Sinne von Art. 8 Ziff. 2 EMRK gerechtfertigt, weshalb keine Verletzung dieser konventionsrechtlichen Garantie vorliegt. Damit erweist sich die aufenthaltsbeendende Massnahme auch als verhältnismässig im Sinne von Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 96 AIG.