Citation: 5A_730/2023 E. 3.1

3.1. Das Obergericht hat erwogen, der Entscheid der unteren kantonalen Aufsichtsbehörde spreche sich über die Begründetheit der Beschwerde aus und enthalte keine Anweisungen an das Betreibungsamt. Somit liege keine Betreibungshandlung vor und die Bestimmungen über die Betreibungsferien würden nicht gelten. Wie die Beschwerdeführerin selbst darlege, habe sie den Entscheid vom 6. Juli 2023 kurz vor dem 15. Juli 2023 in Empfang genommen. Damit erweise sich die Beschwerde vom 4. August 2023 als offensichtlich verspätet. Auf sie sei nicht einzutreten. Die Beschwerdeführerin ist demgegenüber der Ansicht, dass die Beschwerde vom 4. August 2023 - dem dritten Werktag nach dem Ende der Betreibungsferien - gestützt auf Art. 63 Satz 2 SchKG rechtzeitig erhoben worden sei. Zur Begründung führt die Beschwerdeführerin aus, dass die Vorinstanz das Vorliegen einer Betreibungshandlung nicht hätte verneinen dürfen. Eine Aufhebung einer Betreibungshandlung - wie sie mit der erhobenen betreibungsrechtlichen Beschwerde beantragt worden sei - müsse sachlogisch einer Betreibungshandlung gleichgestellt werden. Im Sinne einer Eventualbegründung macht die Beschwerdeführerin geltend, dass die Beschwerde aufgrund der Gerichtsferien gemäss Art. 145 Abs. 1 ZPO rechtzeitig erfolgt sei.