Citation: 1P.564/2003 08.03.2004 E. 6

Zur Hauptsache rügt der Beschwerdeführer die Würdigung der Zeugenaussagen von Y.________ als willkürlich. 6.1 Bei den Wahrnehmungen des Zeugen handle es sich um "Vermutungen über den Zustand des Beschwerdeführers" bzw. um "Interpretationen auf Grund einer subjektiven Wahrnehmung". Letztere müsse "bereits auf Grund des Umstandes, dass zur Tatzeit Dunkelheit herrschte, sehr eingeschränkt gewesen sein". Ausserdem könne "das beobachtete Verhalten auch andere Ursachen als eine Angetrunkenheit haben". Er (der Beschwerdeführer) habe damals "grosse familiäre und berufliche Schwierigkeiten" gehabt. In solchen Belastungssituationen neige er dazu, "psychisch zu kollabieren". Ausserdem habe er die Nacht "durchgemacht", weshalb er "körperlich angeschlagen" gewesen sei. "Gelegentliche Schwenker über die Fahrbahnmitte hinaus oder gegen den Fahrbahnrand" seien "für einen Chauffeur völlig normal", zumal es sich um eine "kurvenreiche Strasse" mit "relativ schmaler" Fahrbahn gehandelt habe. Zwar habe der Zeuge beim Beschwerdeführer "Alkoholgeruch und einen schwankenden Gang" festgestellt, und er sei "zum Schluss" gekommen, der Beschwerdeführer sei "total alkoholisiert" bzw. "total voll" gewesen. "Dass der Beschwerdeführer am Abend zuvor Alkohol konsumiert hatte und daher möglicherweise nach Alkohol roch", sage jedoch "noch nichts darüber aus, ob er zum fraglichen Tatzeitpunkt noch alkoholisiert war". "Dasselbe" gelte "für die angebliche Aussage des Beschwerdeführers, der Zeuge würde auch saufen, wenn er eine solche Frau zuhause hätte". Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Zeugenaussagen seien "keineswegs zwingend oder auch nur glaubwürdig". "Einerseits" wolle der Zeuge "weismachen, der Beschwerdeführer sei quasi im Vollrausch herumgetorkelt". Anderseits wolle der Zeuge vom Beschwerdeführer "eine genaue Antwort auf die Frage nach dem Verbleib der Kontrollschilder erhalten haben". Ausserdem behaupte der Zeuge, er habe den Beschwerdeführer auf die nicht angezogene Handbremse hingewiesen, worauf dieser "innert nützlicher Frist die Führerkabine bestiegen und den komplizierten Bremsvorgang ausgeführt" hätte. "Dieses Verhalten", das "einige Koordination und Feingefühl" erfordere, lasse sich jedoch "mit einem Vollrausch nicht in Einklang bringen". Die gegenteilige Auffassung des Kantonsgerichtes sei "willkürlich". In den Aussagen des Zeugen gebe es weitere Widersprüche, etwa zur Frage, wer zuerst die Türe des Lastwagens geöffnet habe und ob der Beschwerdeführer den Zündschlüssel "zu Boden fallen lassen" oder aber dem Zeugen "nachgeworfen" habe. Obwohl der Beschwerdeführer "mit seiner Firma lange Jahre im Haus des Zeugen eingemietet" gewesen sei, habe dieser ausgesagt, den Beschwerdeführer nicht zu kennen. Dadurch werde die Glaubwürdigkeit des Zeugen "schwer erschüttert", zumal doch "jeder Vermieter" seine Mieter kenne. Schliesslich sei "zu bezweifeln, ob der Zeuge den Beschwerdeführer korrekt identifiziert" habe. Aus der polizeilichen Einvernahme vom 10. Oktober 2000 gehe hervor, dass die Identifikation erst auf Grund entsprechender Suggestionen des Polizeibeamten erfolgt sei. Bei dieser Beweislage sei die dem Beschwerdeführer vorgeworfene Angetrunkenheit am Steuer nicht ausreichend nachgewiesen, zumal ausser der fraglichen Zeugenaussage keine belastenden Beweiselemente vorlägen. 6.2 Der Beschwerdeführer wiederholt damit Plädoyerstandpunkte, die er grossteils schon im Appellationsverfahren erfolglos vorgetragen hat. Es kann offen bleiben, ob die über weite Strecken appellatorischen Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügen. Sie begründen jedenfalls keinen Vorwurf der willkürlichen Beweiswürdigung. Wie im angefochtenen Entscheid zutreffend festgestellt wird, hat der Zeuge Y.________ ausgesagt, der Beschwerdeführer sei auf der Fahrt von Flawil nach Gossau "Zickzack" gefahren und habe die ganze Strassenbreite beansprucht. Unterwegs (auf der Höhe Isenhammer/ Gossau) habe der Beschwerdeführer einen Strassenpfahl umgefahren. Niemand habe den Lastwagen überholen können. In Gossau sei der Beschwerdeführer auf den Parkplatz des Restaurants "Freihof" abgezweigt, wo er vom Zeugen zur Rede gestellt worden sei. Dabei habe der Zeuge feststellen müssen, dass der Beschwerdeführer "total alkoholisiert" gewesen sei. Dieser habe "kaum auf den Beinen stehen" können und stark nach Alkohol gerochen. Die Handbremse des Lastwagens sei nicht angezogen gewesen, weshalb sich das Fahrzeug noch bewegt habe. Auf entsprechenden Hinweis des Zeugen habe der Beschwerdeführer die Handbremse angezogen. Als der Zeuge dem Beschwerdeführer sicherheitshalber den Zündschlüssel des Lastwagens habe abnehmen wollen, habe der Beschwerdeführer dem Zeugen den Schlüssel nachgeworfen bzw. diesen auf den Boden fallen lassen. Auch sein Portemonnaie habe er dem Zeugen nachgeworfen. Eine Frau, offenbar die Ehefrau des Beschwerdeführers, sei dann eingetroffen. Diese habe ihm, dem Zeugen, geholfen, das Geld aus dem Portemonnaie des Beschwerdeführers vom Boden aufzulesen. Der Beschwerdeführer habe zu ihm (sinngemäss) gesagt, dass der Zeuge an seiner Stelle wohl "auch saufen" würde. Im angefochtenen Entscheid werden die Aussagen des Zeugen vor dem Untersuchungsrichter sowie an Schranken des Kantonsgerichtes ausführlich nach Glaubwürdigkeitskriterien geprüft und willkürfrei gewürdigt (vgl. angefochtener Entscheid, S. 3-6, E. II/1b). Die Vorbringen des Beschwerdeführers, es handle sich dabei um eine "subjektive Wahrnehmung" des Zeugen, im Tatzeitpunkt sei es dunkel gewesen, und das vom Zeugen beobachtete Verhalten des Beschwerdeführers könne "auch andere Ursachen als eine Angetrunkenheit haben", lassen die Aussagen des Zeugen Y.________ nicht als unglaubwürdig erscheinen. Was die persönliche Identifizierung des Beschwerdeführers durch den Zeugen betrifft, sind ebenfalls keine willkürlichen Tatsachenfeststellungen ersichtlich. Sowohl bei der polizeilichen Einvernahme vom 10. Oktober 2000 als auch an Schranken des Kantonsgerichtes (am 1. Juli 2003) hat der Zeuge den Beschwerdeführer als Fahrer identifiziert. Die spekulativen Vorbringen des Beschwerdeführers zu angeblichen Suggestionen bei der polizeilichen Befragung begründen keinen Vorwurf der willkürlichen Beweiswürdigung. Dass das Kantonsgericht das vom Zeugen detailliert, glaubhaft und in den wesentlichen Punkten widerspruchsfrei geschilderte Verhalten des Beschwerdeführers (unsicheres Fahrverhalten, schwankender Gang, deutlicher Alkoholgeruch, Nichtanziehen der Handbremse usw.) als erhebliches belastendes Beweiselement für die Annahme einer Trunkenheitsfahrt wertete, hält vor dem Willkürverbot stand.