Citation: 6B_1038/2015 E. 1.4.1

1.4.1. Der Beschwerdeführer bringt vor (Beschwerde, S. 4 f.), er sei auf der betreffenden Baustelle weder Bau- noch Projektleiter gewesen. Das übersehe die Vorinstanz, wenn sie den Schluss ziehe, er sei als zuständiger Fachingenieur für Fundation und Baugrube in seinem Spezialgebiet verpflichtet gewesen, bei der Projektierung der Böschungen die Sicherheit der am Bauwerk Beschäftigten zu gewährleisten. Diese Pflicht obliege dem Bauingenieur als Gesamtleiter des ganzen Bauwerks und nicht dem Bauingenieur als Spezialisten. Als Spezialist übernehme der Bauingenieur lediglich die Bearbeitung von Teilen des Bauwerks unter der Führung des Gesamtleiters und hafte folglich nicht für mangelhafte Organisation auf der Baustelle. Es sei auch nicht üblich, dass sich der Bauingenieur beim Unternehmer über die Arbeitsabläufe informiere. Der angefochtene Entscheid stütze sich insoweit auf einen offensichtlich unrichtigen Sachverhalt, als die Vorinstanz zum Schluss komme, ihm hätten die Pflichten und die Verantwortung eines Bauingenieurs als Gesamtleiter oblegen. Wenn ihm aber keine Garantenstellung als Gesamtleiter zukomme, könne ihm weder eine fahrlässige Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde noch eine fahrlässige Tötung zum Vorwurf gemacht werden. Damit sei die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend.