Citation: 9C_85/2024 E. 7.3

7.3. Dass die Ausgleichskasse nun aber auf das Begehren um Erlass einer Feststellungsverfügung betreffend die Änderung von 2020 eintrat (vgl. E. 3.3.2 hiervor), wirkt sich auch auf die Eintretensfrage betreffend die Änderung von 2022 aus. Denn ist die (spätere) Änderung von 2022 zwingend als Ergänzung zu derjenigen von 2020 und deshalb mit dieser gemeinsam zu würdigen (vgl. E. 7.2), bedeutet die Bejahung (der Glaubhaftmachung) eines schützenswerten Interesses im Zusammenhang mit der Änderung von 2020, dass ein solches Interesse betreffend die Änderung von 2022 umso mehr glaubhaft ist, soweit sich aus dieser auch nur minimale Hinweise für einen möglichen Statuswechsel ergeben. Diese Voraussetzung mindestens minimaler Erheblichkeit erfüllt die Änderung von 2022, kann ihr doch nicht von vornherein jede Relevanz abgesprochen werden. Kommen in diesem Sinne zu den von der Änderung von 2020 stammenden Elementen die von der Änderung von 2022 herrührenden hinzu, bestehen gewisse Anhaltspunkte für den behaupteten Statuswechsel, was als Glaubhaftmachung eines schützenswerten Interesses an der anbegehrten Feststellung genügt. Dementsprechend hat die Ausgleichskasse eine Feststellungsverfügung zu erlassen, wie die Vorinstanz im Ergebnis zutreffend erkannte.