Citation: 9C_710/2024 E. 4.4.1

4.4.1. Streitig ist einerseits, ob die ESTV die Verjährung mit der schriftlichen Kontrollankündigung vom 24. Mai 2019 unterbrochen hat. Die Beschwerdeführerin stellt infrage, ob die "B.________ AG" die schriftliche Kontrollankündigung tatsächlich erhalten habe. Die Vorinstanz hielt es nach einer entsprechenden Beweiswürdigung als erstellt, dass die Ankündigung erfolgt sei. Sie verwies auf die aktenkundige Kontrollankündigung vom 24. Mai 2019, in der auf eine telefonische Ankündigung vom gleichen Tag Bezug genommen werde, und erwog, dass die Kontrolle in der Folge problemlos abgelaufen sei, was kaum der Fall gewesen wäre, wäre sie der "B.________ AG" nicht förmlich angekündigt worden. Inwieweit diese Beweiswürdigung willkürlich sein soll (vorne E. 2.2), ergibt sich aus der Beschwerde nicht. Die Beschwerdeführerin bestreitet pauschal, dass die "B.________ AG" eine schriftliche Kontrollankündigung erhalten habe, wobei sie diese Bestreitung "der guten Ordnung halber" erstmals vor Bundesgericht vorbringt. Sie macht auch nicht geltend, dass die "B.________ AG" sich anlässlich oder nach der Kontrolle über eine mangelhafte Ankündigung beschwert habe; solches ergibt sich auch nicht aus den Akten. Weiter rügt die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe den exakten Zeitpunkt der Zustellung der Kontrollankündigung nicht bestimmt, weshalb dem Schreiben von vornherein eine verjährungsunterbrechende Wirkung abgesprochen werden müsse. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Ob die per A-Post versandte Kontrollankündigung vom 24. Mai 2019 am nächsten Tag, Ende Mai oder gar erst Anfang Juni bei der "B.________ AG" eingegangen ist, spielt keine Rolle, weil die relative Verjährung so oder anders für die Steuerperioden 2015 bis 2017 unterbrochen worden ist.