Citation: 8C_85/2008 16.12.2008 E. 2

2.1 Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich hat erwogen, die Vorinstanz sei auf die Frage der Höhe des anzurechnenden Mietzinses zu Recht nicht eingetreten, weshalb die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen sei. Eine die Berücksichtigung eines höheren Mietzinses rechtfertigende Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse müsse der Beschwerdeführer bei der Beschwerdegegnerin und nicht im Rechtsmittelverfahren betreffend Anrechnung von Zuwendungen Dritter geltend machen. Ein an die Sozialbehörde gerichtetes Gesuch um Anrechnung eines höheren Mietzinses aus gesundheitlichen Gründen lasse sich den Akten nicht entnehmen. Das Zeugnis des Dr. med. G.________ vom 18. Juli 2007 habe den Vorinstanzen nicht vorgelegen. Wenn mit Beschluss vom 23. Mai 2006 nicht über die Mietzinshöhe befunden worden sei, beruhe dies daher nicht auf einem Versehen. Zudem gehe der Beschwerdeführer selber davon aus, die Frage der Anrechnung von Fr. 383.- als Einnahme sei unabhängig von jener der Mietzinshöhe zu beurteilen, indem er sich eventualiter mit einem Mietzins von Fr. 1100.- oder Fr. 1000.- einverstanden erkläre. 2.2 Der Beschwerdeführer rügt, die vorinstanzliche Betrachtungsweise beruhe auf einer unrichtigen Feststellung des Sachverhalts, sei überspitzt formalistisch, stelle eine Rechtsverweigerung dar, verletze das Willkürverbot, das rechtliche Gehör, das Recht auf Hilfe in Notlagen und sei unverhältnismässig. 2.3 Der Beschwerdeführer beruft sich nicht auf konkrete Bestimmungen des kantonalen Rechts. Ob solche willkürlich ausgelegt und angewendet worden sind, ist daher schon mangels rechtsgenüglicher Begründung der Beschwerde nicht zu prüfen (Art. 42 Abs. 2 BGG). 2.4 Worin sodann im Zusammenhang mit dem Absehen einer erneuten Beurteilung der reduzierten Mietzinsanrechnung im Rahmen des hängigen Verfahrens über die Anrechnung von Zuwendungen Dritter eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV oder der verfahrensrechtlichen Garantien von Art. 12 BV begründet liegen sollte, legt der Beschwerdeführer ebenfalls nicht konkret dar, weshalb auch auf diesen Einwand nicht näher einzugehen ist. 2.5 Des Weitern macht der Beschwerdeführer geltend, der angefochtene Entscheid verletze das Verhältnismässigkeitsprinzip, indem er in keiner Zweck-Mittel-Relation stehe zum angestrebten Ziel einer wirtschaftlichen und sozialen Integration. Dem in Art. 5 Abs. 2 BV verankerten Grundsatz der Verhältnismässigkeit kommt mit Bezug auf die Frage, ob die Vorinstanzen den Einwand, der Mietzins sei bei der Bemessung des Sozialhilfeanspruchs voll zu berücksichtigen, zu Recht nicht in das hängige Verfahren miteinbezogen haben, keine selbstständige Bedeutung zu (vgl. zur Prüfungsbefugnis des Bundesgerichts von Verhältnismässigkeitsrügen BGE 134 I 153). 2.6 Die weiteren Rügen erschöpfen sich weit gehend in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid, wiederholt der Beschwerdeführer doch in der Beschwerdeschrift über weite Strecken einzig seine bereits im kantonalen Verfahren erhobenen Tatsachenbehauptungen und stellt damit der Würdigung der Vorinstanz lediglich seine eigene Sicht der Dinge gegenüber, ohne zu erörtern, inwiefern der Entscheid (auch) im Ergebnis verfassungswidrig sein sollte. Insoweit genügen seine Vorbringen den Begründungserfordernissen nicht, so dass auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann. Bezüglich des Einwandes, er habe wiederholt auf die gesundheitlichen Gründe hingewiesen, welche ihn daran hindern würden, eine andere Wohnung zu beziehen, berücksichtigte die Vorinstanz sowohl die Ausführungen des Beschwerdeführers vom 18. April 2006 über die existenzielle Bedeutung der Wohnung, wie auch die Angaben im Arztzeugnis des Dr. med. S.________ vom 9. Mai 2006, relativierte diese jedoch zu Recht mit Blick auf die vom Beschwerdeführer in der Zwischenzeit absolvierten Weiterbildungen. Die Beurteilung der Vorinstanz, wonach die Sozialbehörde im Beschluss vom 23. Mai 2006 nicht erneut über die anzurechnende Mietzinshöhe verfügt hat und unter den gegebenen Umständen auch nicht darüber verfügen musste, beruhen daher weder auf einer willkürlichen Feststellung des Sachverhalts noch auf einer unhaltbaren Beweiswürdigung. 2.7 Der vorinstanzliche Entscheid erweist sich auch nicht als im Ergebnis überspitzt formalistisch. Überspitzter Formalismus als besondere Form der Rechtsverweigerung liegt vor, wenn für ein Verfahren rigorose Formvorschriften aufgestellt werden, ohne dass die Strenge sachlich gerechtfertigt wäre, wenn die Behörde formelle Vorschriften mit übertriebener Schärfe handhabt oder an Rechtsschriften überspannte Anforderungen stellt und den Bürgern und Bürgerinnen den Rechtsweg in unzulässiger Weise versperrt. Das Verbot des überspitzten Formalismus weist einen engen Bezug zum Grundsatz von Treu und Glauben auf. Nicht jede prozessuale Formstrenge steht jedoch mit Art. 29 Abs. 1 BV im Widerspruch. Überspitzter Formalismus ist nur gegeben, wenn die strikte Anwendung der Formvorschriften durch keine schutzwürdigen Interessen gerechtfertigt ist, zum blossen Selbstzweck wird und die Verwirklichung des materiellen Rechts in unhaltbarer Weise erschwert oder verhindert. Er kann in den Verhaltensvorgaben an die Rechtsuchenden oder in den daran geknüpften Rechtsfolgen begründet sein (BGE 132 I 249 E. 5 S. 253; 130 V 177 E. 5.4.1 S. 183). Dies trifft mit Bezug auf die vorinstanzliche Erwägung nicht zu, der Beschwerdeführer hätte die nachträgliche Anpassung der Mietzinshöhe zufolge veränderter Sachlage zunächst mittels eines begründeten Gesuchs gegenüber der Sozialbehörde geltend machen und ein entsprechendes Verfahren bewirken müssen. Denn im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a S. 414). 2.8 Soweit der Beschwerdeführer letztinstanzlich erneut die Aufnahme des Mietzinses von Fr. 1383.- ins Budget beantragt, mangelt es diesbezüglich am Anfechtungsgegenstand, weshalb Einwendungen über die Berechtigung einer reduzierten Mietzinsanrechnung von Fr. 1000.- im Monat in diesem Verfahren nicht gehört werden können und folglich auf den entsprechenden Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist.