Citation: 7B_390/2024 E. 4.2.7

4.2.7. Schliesslich erwägt die Vorinstanz, die Fachkommission KBSAG habe im neuerlichen Verfahren vor dem Amt für Justizvollzug und Bewährungshilfe die aktuelle Situation des Beschwerdeführers vertieft geprüft. Dabei gelange sie in ihrer Stellungnahme vom 1. Dezember 2023 unverändert zu einer negativen Prognose. Die Fachkommission KBSAG weise darauf hin, dass die therapeutische Arbeit keine signifikanten Fortschritte gebracht habe. Mittlerweile sei ein Strafverfahren wegen Pornographie eröffnet worden. Zwar attestiere die Justizvollzugsanstalt Lenzburg nunmehr eine verringerte Rückfallgefahr. Doch bestehe ein Widerspruch zwischen dem Besitz von Pornographie und der Aussage des Beschwerdeführers, dass er keine sexuellen Triebe mehr habe. Eine Vollzugsöffnung könne nicht in Betracht gezogen werden, solange der Beschwerdeführer sich nicht wesentlich in seine therapeutische Behandlung einbringe. Mit dieser Begründung kommt die Fachkommission KBSAG erneut zur Einschätzung, dass ein Wechsel in den offenen Vollzug nicht zu empfehlen sei. Gemäss Vorinstanz verdeutlichen diese neuerlichen Feststellungen, dass dem Beschwerdeführer weiterhin keine günstige Legalprognose gestellt werden könne. Die fehlenden Fortschritte in der therapeutischen Arbeit belegten, dass der Beschwerdeführer sich nach wie vor nicht genügend mit dem Geschehenen auseinandersetze. Ferner verstosse er offenbar auch hier in der Schweiz gegen das Gesetz, sogar im geschützten Rahmen des Strafvollzugs und auch ohne Aufenthalt in Thailand, wo ihm eine noch höhere Rückfallgefahr attestiert werde. Somit müsse auch für die Schweiz von einer nicht zu vernachlässigenden Rückfallgefahr für einschlägige Delikte ausgegangen werden, bei denen hochrangige Rechtsgüter verletzt würden. Unter Berücksichtigung der vorangegangenen Ausführungen, namentlich der fehlenden günstigen Legalprognose, der nach wie vor fehlenden Schuldeinsicht und der beiden Stellungnahmen der Fachkommission KBSAG, erweise sich der geschlossene Vollzug offensichtlich als verhältnismässig.