Citation: 6B_686/2015 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erkennt, es sei unbefriedigend, dass die Ortsbegehung nicht im Beisein des Beschwerdeführers erfolgt sei. Der Gutachter des METAS habe ihm aber angeboten, dass er mit ihm auf Verlangen nochmals eine Ortsbegehung durchführen und Erklärungen abgeben werde. Von diesem Angebot habe der Beschwerdeführer keinen Gebrauch gemacht. Eine Gehörsverweigerung liege damit nicht vor und werde auch nicht gerügt. Überdies gehe aus den Akten hervor, dass der Augenschein des Gutachters im Zusammenhang mit der Vermessung des Strassenabschnitts gestanden habe. Auf der Grundlage des vermessenen Streckenbereichs sei zusätzlich zur Lasermessung die gefahrene Geschwindigkeit des Beschwerdeführers in einem Weg-Zeit-Verfahren errechnet worden. Der so errechnete Geschwindigkeitswert, der den Wert der Lasermessung um einiges übersteige, sei von den kantonalen Instanzen nicht als massgebend erachtet worden. Diese betrachteten einzig den bei der Lasergeschwindigkeitsmessung ausgeschiedenen Wert als entscheidwesentlich. Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Tatortbegehung des Gutachters (Streckenvermessung) erwiesen sich somit als irrelevant (Urteil S. 16 f. E. 8).