Citation: 5A_435/2019 E. 4.3.1

4.3.1. Die Beschwerdeführerin wendet sich schliesslich auch gegen die Berechnung ihres Notbedarfs und desjenigen der Tochter. Bezüglich ihres eigenen Notbedarfs verlangt sie, dass ein Betrag für auswärtige Verpflegung und für den Abstellplatz ihres Autos mit einberechnet werde. Sie sei aufgrund der unregelmässigen Arbeitszeiten und der bei ihrer Tätigkeit auszuführenden Hausbesuche auf ein Auto angewiesen. Ihre Arbeitgeberin stelle ihr kein Fahrzeug zur Verfügung. Bezüglich des Fahrzeugs legt die Beschwerdeführerin als neues Beweismittel eine Bestätigung ihrer Arbeitgeberin ins Recht. Sie macht geltend, dass die Arbeitgeberin ihr kein Dienstfahrzeug zur Verfügung stelle, sei bis anhin unbestritten gewesen, weshalb ein neues Beweismittel zulässig sein müsse. Dabei verkennt die Beschwerdeführerin allerdings die Tragweite von Art. 99 Abs. 1 BGG. Welche Beträge bei ihrem Existenzminimum zu berücksichtigen sind, war schon Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens. Insofern gab nicht erst der angefochtene Entscheid Anlass zur Einreichung von Beweismitteln, sondern hätten diese bereits im kantonalen Verfahren vorgebracht werden müssen. Ob schliesslich ein Auto für die Ausübung der konkreten Tätigkeit unabdingbar ist, betrifft den Sachverhalt; diesbezüglich wären substanziierte Willkürrügen notwendig. Ohnehin hat aber das Obergericht bei der Berechnung des Einkommens der Beschwerdeführerin Vergütungen der Arbeitgeberin ausdrücklich vom Lohn abgezogen, weshalb es richtig scheint, diese nicht beim Existenzminimum noch einmal zu berücksichtigen.