Citation: 5A_624/2017 E. 4.5

4.5. Weiter beanstandet der Beschwerdeführer, vorliegend schlechter gestellt zu werden, weil keine lebensprägende Ehe vorliege, der Eheschutzrichter aber ohne Sachverhaltsfeststellung und ohne Begründung seiner Entscheidung eine lebensprägende Ehe zugrunde gelegt habe. Wo im angefochtenen Entscheid von einer lebensprägenden Ehe ausgegangen wird, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf. Auch legt er nicht dar, inwiefern das vorinstanzliche Ergebnis anders ausfallen müsste, wenn Lebensprägung verneint würde. Soweit er moniert, dass für die Bemessung des Ehegattenunterhalts bereits die für den nachehelichen Unterhalt geltenden Kriterien (vgl. Art. 125 Abs. 2 ZGB) heranzuziehen seien, verkennt er, dass die Vorinstanz diese Kriterien bereits berücksichtigt hat. Sie kommt aufgrund des Alters (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 4 ZGB), der Deutschkenntnisse und der bisherigen Arbeitstätigkeit der Beschwerdegegnerin (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 7 ZGB) sowie der während des Zusammenlebens gelebten Rollenverteilung (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB) zum Schluss, eine Ausdehnung der Erwerbstätigkeit sei der Beschwerdegegnerin im Rahmen des Eheschutzverfahrens nicht zumutbar. Inwiefern diese Schlussfolgerung offensichtlich unhaltbar sein soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Er zeigt insbesondere nicht auf, warum die Berücksichtigung weiterer Kriterien, etwa der Ehedauer, das vorinstanzliche Ergebnis geradezu ausschliessen soll. Dass der Beschwerdeführer mit diesem nicht einverstanden ist, belegt wie bereits ausgeführt noch keine Willkür (vgl. vorstehend E. 4.1).