Citation: 5A_373/2021 E. 2.2

2.2. Vorliegend sind die Beschwerdeführerinnen der Auffassung, die Beschwerdegegnerin hafte weiterhin für die Hälfte des Baurechtszinses, und zwar bis zum Jahr 2086, was nach der Einschätzung des Obergerichts einen Betrag von Fr. 57'034'971.10 ausmacht. Angesichts der Höhe des Betrages und der Länge der betroffenen Zeitspanne ist der Beschwerdegegnerin die Ungewissheit über den Bestand der zukünftigen Forderungen entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerinnen nicht zumutbar. Insbesondere ist nach der zutreffenden Erwägung des Obergerichts die Behautpung der Beschwerdeführerinnen falsch, die Rechtslage sei klar, weshalb die Rechtsbeziehungen der Parteien nicht ungewiss seien und die Beschwerdegegnerin daher über kein Feststellungsinteresse verfüge. Die vorliegende Konstellation ist vielmehr ein typisches Beispiel für das Vorhandensein eines Feststellungsinteresses. Schliesslich widersprechen die Beschwerdeführerinnen der Feststellung des Obergerichts nicht, wonach sie nicht geltend gemacht hätten, die Prozessführung sei für sie zu einem späteren Zeitpunkt günstiger. Die Bejahung des erforderlichen Rechtsschutzinteresses der Beschwerdegegnerin durch das Obergericht steht im Einklang mit Bundesrecht.