Citation: 1C_465/2019 E. 3.4

3.4. Bei dieser Ausgangslage muss auch nicht näher auf die vom BAFU in seiner ersten Stellungnahme geäusserten Kritik am Vorgehen der Lärmuntersuchung eingegangen werden. Danach hätte nicht der Betriebszustand Z11 2020 (Zustand nach Inbetriebnahme der UCH und Realisierung der vorgesehenen lärmmindernden Massnahmen), sondern ein (hypothetischer) Betriebszustand ohne die im Projekt vorgesehenen lärmmindernden Massnahmen mit dem Ausgangszustand Z10 2020 (Umweltzustand vor Inbetriebnahme der UCH ohne Realisierung der entsprechenden Massnahmen) verglichen werden sollen. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern das vom BAFU empfohlene Vorgehen für die Berechnung der Lärmimmissionen auf den neuen Strassenabschnitten zu einem anderen Resultat geführt hätte, da für neue ortsfeste Anlagen in jedem Fall die Planungswerte zum Zuge kommen. Hingegen erscheint das genannte Vorgehen dort einschlägig, wo geprüft werden muss, ob "wahrnehmbar stärkere Lärmimmissionen" vorliegen. Wie oben ausgeführt, wird jedoch auch für die Eichmattstrasse auf die Planungswerte abgestellt, womit bereits die strengsten Vorgaben anwendbar sind und ein anderes methodisches Vorgehen keine Verschärfung der Immissionsgrenzwerte zur Folge haben könnte. Im Übrigen hat die Baudirektion betreffend die Lärmzunahme auf den anderen Zufahrtsachsen, die jedoch vorliegend nicht Verfahrensgegenstand bilden, ein separates Lärmsanierungsprojekt in Aussicht gestellt. Dieses wird aufgrund eines bundesrechtskonformen methodischen Vorgehens ausgearbeitet werden müssen.