Citation: 2C_753/2015 E. 4.2.1

4.2.1. Der Verurteilung vom 16. Dezember 2013 zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten (bedingt, unter Anrechnung von 58 Tagen Untersuchungshaft und unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren) erfolgte wegen Verbrechen und mehrfachen Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes, der Nichtabgabe von Kontrollschildern, des Fahrens in fahrunfähigem Zustand, der Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts, der Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern ohne Bewilligung, der Übertretung gegen das Lotteriegesetz sowie der Übertretung gegen das Gastgewerbegesetz. Das Strafverfahren wurde im abgekürzten Verfahren durchgeführt. Der Beschwerdeführer stimmte dabei der Anklageschrift zu. Danach hatte er im Jahr 2011 mit insgesamt 64.62 g reinem Kokain gehandelt. Daneben hatte er insgesamt 5.88 g reines Heroin verkauft und Anstalten für den Handel mit 250 g reinem Heroin getroffen. Der Handel mit Marihuana und Haschisch wurde aufgrund der geringen Menge bei der Strafzumessung nicht straferhöhend berücksichtigt. Straferhöhend ins Gewicht fielen dagegen die mehrfache Tatbegehung und die Deliktskonkurrenz. Schliesslich wurde strafmildernd die Drogensucht des Beschwerdeführers berücksichtigt (Konsum von insgesamt ca. 99.3 g Kokaingemisch). Die Verurteilung betrifft den im Ausländerrecht generell schwer zu gewichtenden Betäubungsmittelbereich (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34; 139 I 16 E. 2.2.2 S. 20; 129 II 215 E. 6 und 7 S. 220 ff.; 125 II 521 E. 4a S. 527 mit Hinweisen; vgl. die EGMR-Urteile Dalia gegen Frankreich vom 19. Februar 1998, Recueil Cour CEDH 1998-I S. 92 § 54 und Koffi gegen Schweiz vom 15. November 2012 [Nr. 38005/07] § 65; vgl. auch Art. 121 Abs. 3 BV). Der Beschwerdeführer hat durch den Handel mit Kokain und Heroin eine unbestimmte Anzahl von Personen abstrakt gefährdet (Urteil 2C_318/2014 vom 27. November 2014 E. 3.2.1 mit Hinweisen). Zu seinen Gunsten ist indessen zu berücksichtigen, dass er zu jener Zeit selber drogenabhängig war und die Tat somit teilweise auch im Rahmen der Beschaffungskriminalität erfolgte, was ihm im Strafurteil mildernd zugute gehalten wurde. Die Freiheitsstrafe wurde denn auch - unter Anrechnung der knapp zweimonatigen Untersuchungshaft - bedingt ausgesprochen. Hinzu sind jedoch noch weitere, wenn auch nicht besonders gravierende, Regelverstösse hinzugekommen. Bezüglich der Strassenverkehrsdelikte und der Verstösse gegen das Ausländergesetz ging die Staatsanwaltschaft von einem lediglich leichten Verschulden aus.