Citation: U 154/04 16.01.2006 E. 6

6.1 Die Vorinstanz hat dem Rechtsvertreter des Versicherten als unentgeltlichem Rechtsbeistand ein Honorar von Fr. 1500.-, einschliesslich Auslagen und Mehrwertsteuer, zugesprochen. Der Rechtsvertreter rügt, die Vorinstanz lege nicht dar, von welchem Stundenansatz und von welchem Stundenaufwand sie ausgehe, und macht einen Aufwand von 12,5 Stunden à Fr. 240.-, also einen Honoraranspruch von total Fr. 3000.- geltend. 6.2 Im Streit um die Höhe des Armenrechtshonorars kommt dem unentgeltlichen Rechtsbeistand Parteistellung zu (BGE 110 V 363; SVR 2002 ALV Nr. 3 S. 5 Erw. 1; Urteil L. vom 22. September 2004, I 322/04, Erw. 1; Kieser, ATSG-Kommentar, N 92 zu Art. 61). Für die Festsetzung des Anwaltshonorars im Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist rechtsprechungsgemäss das kantonale Recht anwendbar (BGE 131 V 158 Erw. 6.1). Das Eidgenössische Versicherungsgericht prüft dabei nur die Anwendung der bundesrechtlichen Kriterien «Bedeutung der Streitsache» und «Schwierigkeit des Prozesses» frei, nimmt im Übrigen jedoch praktisch nur eine Willkürprüfung vor (vgl. Urteil M. vom 10. August 2004, K 121/03, Erw. 6.2.2 mit Hinweisen; Plädoyer 2003/3 S. 67). Dem erstinstanzlichen Gericht ist bei der Bemessung der Entschädigung praxisgemäss ein weiter Ermessensspielraum einzuräumen (BGE 114 V 87 Erw. 4b; ZAK 1989 S. 254 Erw. 4b, je mit Hinweisen; vgl. die Zusammenfassung der Rechtsprechung in SVR 2000 IV Nr. 11 S. 31 Erw. 2b). Ein Ermessensmissbrauch (Art. 104 lit. a OG) liegt dann vor, wenn die Behörde zwar im Rahmen des ihr eingeräumten Ermessens bleibt, sich aber von unsachlichen, dem Zweck der massgebenden Vorschriften fremden Erwägungen leiten lässt oder allgemeine Rechtsprinzipien wie das Verbot der Willkür oder rechtsungleicher Behandlung, das Gebot von Treu und Glauben sowie den Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletzt (SVR 2002 ALV Nr. 3 S. 6 Erw. 4b mit Hinweisen). Praxisgemäss muss das Gericht die Höhe der Entschädigung nur in besonderen Fällen begründen, die hier jedoch nicht vorliegen (SVR 2000 IV Nr. 11 S. 32 Erw. 3b; Urteil A. vom 9. August 2002, 1P.284/2002, Erw. 2.4.1; nicht publiziertes Urteil S. vom 23. März 1995, U 181/94, Erw. 1b). 6.3 Der Rechtsvertreter macht geltend, für eine Beschwerdeführung vor Verwaltungsgericht würden erfahrungsgemäss rund 12,5 Stunden benötigt. Eine Kostennote, die Aufwand und Auslagen detailliert aufführen würde, hat er jedoch nicht eingereicht, weshalb das kantonale Gericht das Honorar ermessensweise festgesetzt hat. Wie sich aus seiner Vernehmlassung im Parallelverfahren I 330/05 ergibt, belaufen sich die Schwyzer Ansätze auf Fr. 160.- pro Stunde, was innerhalb der vom Eidgenössischen Versicherungsgericht festgesetzten Bandbreite liegt (SVR 2002 ALV Nr. 3 S. 6 Erw. 4c). Zu berücksichtigen ist dabei, dass nach bisher unangefochtener Praxis der meisten Kantone (anders als im Bund, vgl. Art. 152 und Art. 159 OG) der Tarif für die unentgeltliche Verbeiständung tiefer liegt als das normale Anwaltshonorar, das der obsiegenden Partei geschuldet ist. So hat das Eidgenössische Versicherungsgericht auch schon einen Ansatz von 80 % von Fr. 160.- geschützt (Urteil U. vom 26. Juli 2005, U 433/04, Erw. 4.4, ebenfalls den Kanton Schwyz betreffend). Mit den zugesprochenen Fr. 1500.- konnte der Rechtsvertreter - selbst bei ungekürztem Ansatz - 9,5 Stunden arbeiten; bezieht man, wie die Vorinstanz, Barauslagen von rund Fr. 200.- in die Rechnung mit ein, so verbleibt noch ein Honorar für acht Arbeitsstunden. Dies ist, nachdem kein grösserer Aufwand ausgewiesen wurde, nicht zu beanstanden, zumal der Rechtsvertreter den Versicherten schon seit mehreren Jahren anwaltlich betreut und daher mit seinem Fall hinlänglich vertraut ist. Der vorinstanzliche Entscheid ist daher auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden.