Citation: 4A_476/2024 E. 7.1

7.1. Die Vorinstanz hielt fest, die Beschwerdeführerin habe ihre Rückforderungsansprüche aus zu viel bezahlten Gewinnvorbezügen für die Bauprojekte X.________ und Z.________ sowie aus zu viel bezahlten Projektleitungshonoraren für die Bauprojekte X.________, Z.________ und Y.________ vorsorglich mit den von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten Restvergütungsansprüchen verrechnet. Aus der Verrechnungserklärung gehe nicht hervor, welche ihrer eigenen Forderungen sie mit welchen konkreten Forderungen der Beschwerdegegnerin verrechnen wolle. Die Beschwerdeführerin begnüge sich einerseits damit, ihre Hauptforderungen aufzuzählen, ohne diese in eine Rangordnung zu bringen. Andererseits bezeichne sie die damit zu verrechnenden Gegenforderungen bloss pauschal als Restvergütungsansprüche der Beschwerdegegnerin, ohne diese näher zu spezifizieren oder in eine Reihenfolge zu bringen. Damit sei aufgrund der Verrechnungserklärung der Beschwerdeführerin ungewiss, welche ihrer Forderungen welche Forderungen der Beschwerdegegnerin tilgen sollten. Die Verrechnungserklärung der Beschwerdeführerin sei somit wirkungslos.