Citation: 4A_98/2023 E. 3.2.4

3.2.4. Die Beschwerdeführer monieren, die Vorinstanz habe in willkürlicher Weise mitberücksichtigt, dass sie es unterlassen hätten, fristgerecht ein Erstreckungsgesuch zu stellen. Die Rüge ist unbegründet. Es ist nicht ersichtlich, weshalb dieser Umstand für die Frage eines allfälligen Rechtsmissbrauchs des Beschwerdegegners, und welche Folgen daran knüpfen, unerheblich sein soll. Ebenso wenig ist es willkürlich, wenn die Vorinstanz zum Ergebnis gelangte, der Beschwerdegegner habe sie nicht davon abgehalten, fristgerecht ein Erstreckungsgesuch zu stellen. Die Vorinstanz durfte davon ausgehen, die Beschwerdeführer hätten sich am 2. November 2020 nicht darauf verlassen dürfen, es werde ein Anschlussvertrag zustande kommen. Daran ändert auch ihr Einwand nichts, dass das Verhalten des Beschwerdegegners auf ein deutliches Interesse an einer Vertragsverlängerung habe schliessen lassen. Aus dem Umstand, dass Vertragsentwürfe ausgetauscht wurden und der Beschwerdegegner ein (deutliches) Interesse an einer Vertragsverlängerung bekundete, konnten sie nicht ohne Weiteres darauf vertrauen, es würde rechtzeitig ein Anschlussvertrag zustande kommen. Vielmehr mussten sie weiterhin mit einem möglichen Scheitern der Verhandlungen rechnen. Damit ist auch ihr Einwand unbegründet, das vorinstanzliche Urteil leide an einem inneren Widerspruch. Inwiefern gar eine Verletzung der Begründungspflicht und des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) vorliegen soll, tun sie bereits nicht hinreichend dar (vgl. hiervor E. 2). Auch die vorinstanzliche Erwägung, dass ein Erstreckungsgesuch in den Verhandlungen nicht von Nachteil gewesen wäre, vermögen sie nicht als willkürlich auszuweisen. Sie machen im Wesentlichen bloss erneut geltend, dies hätte dem Beschwerdegegner missfallen können.