Citation: 6S.416/2005 01.03.2006 E. 1

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz verbinde in Verletzung von Bundesrecht die bedingte Freiheitsstrafe mit einer Busse. Eine Busse wäre entweder bei Gewinnsucht gemäss Art. 50 Abs. 1 StGB oder gestützt auf Art. 172bis StGB im Sinne eines "Denkzettels" gerechtfertigt, wenn sich der Verurteilte durch die bedingte Freiheitsstrafe nicht hinreichend beeindrucken liesse. Beide Voraussetzungen seien aber nicht gegeben. Die Vorinstanz führt in ihrer Strafzumessungserwägung aus, das Verschulden des Beschwerdeführers wiege recht schwer. Sie weist auf ein Beraterhonorar von Fr. 105'000.-- und auf ein jährliches Einkommen von Fr. 36'000.-- für ein 20 %-Pensum hin. Er habe als Finanztreuhänder das Vertrauen der Anleger und der kantonalen Behörden krass verletzt. Im Vordergrund hätten offensichtlich die eigenen materiellen Vorteile gestanden, wie die geplante Beteiligung an Retrozessionen und die Zusicherung einer Barzahlung von Fr. 100'000.-- nebst einer Beteiligung an einer italienischen Brokergesellschaft zeigten. Das Kriminalgericht habe zu Recht das kooperative Verhalten, die beruflichen und privaten Verhältnisse sowie die Auswirkungen der Strafe berücksichtigt. Die Freiheitsstrafe von 18 Monaten Gefängnis und die Busse von Fr. 30'000.-- erschienen gesamthaft als angemessen (angefochtenes Urteil S. 38). Die Vorinstanz hält in ihren Gegenbemerkungen vor Bundesgericht fest, eine Gewinnsucht gemäss Art. 50 Abs. 1 StGB sei ebenfalls zu bejahen, und sie führt unter dem Titel von Art. 172bis StGB aus, die Kombination von bedingter Freiheitsstrafe und Busse sei dem Verschulden angemessen gewesen. Die Staatsanwaltschaft geht in ihrer Vernehmlassung davon aus, dass die Busse gestützt auf Art. 172bis StGB ausgefällt wurde. Beide Behörden nehmen an, dass Art. 172bis StGB nicht nur im Sinne einer "Denkzettelfunktion" zu verstehen sei.