Citation: 1B_422/2017 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer hat gestanden, der Geschädigten die erwähnten Verletzungen zugefügt zu haben. Seine Schläge hatten gemäss den Akten unter anderem eine Hirnblutung und eine Trommelfellruptur zur Folge. Das Geständnis erfasst zumindest den objektiven Tatbestand eines schweren Vergehens, nämlich der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 StGB. Ob darüber hinaus der Tatbestand der schweren Körperverletzung gemäss Art. 122 StGB erfüllt ist, wie die Staatsanwaltschaft annimmt, wird der Sachrichter zu entscheiden haben. Aufgrund des glaubhaften Geständnisses ist das Vortatenerfordernis erfüllt und braucht nicht auf die früheren Verurteilungen eingegangen zu werden. Dem Umstand, dass es sich beim Beschwerdeführer in Bezug auf die Art und Intensität der vorliegend in Frage stehenden Delikte um einen Ersttäter handelt, ist im Rahmen der Beurteilung der Wiederholungsgefahr zu berücksichtigen.