Citation: 8C_393/2009 16.02.2010 E. 3.3

3.3.1 Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers berücksichtigten die medizinischen Sachverständigen des Instituts X._________ auch unfallfremde gesundheitliche Einschränkungen. Das von ihnen diagnostizierte metabolische Syndrom (ICD-10: E88.9 mit Adipositas, aktuell nicht optimal eingestelltem Diabetes mellitus, arterieller Hypertonie und Dyslipidämie) und die Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10: F59) wirkten sich allerdings nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus. Die depressive Störung war überwiegend (zu 70%) auf den Unfall und dessen Folgen zurückzuführen, womit auch unfallfremde Faktoren in die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit einflossen. Zudem haben die Experten des Instituts X._________ die ausführlich zitierten psychiatrischen Vorakten, auch das Gutachten des Dr. med. A.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, FMH-Mitglied, vom 8. Dezember 2005, in die Beurteilung des Schweregrades des psychiatrischen Befundes einbezogen. Daher ist die vorinstanzliche Feststellung, die Expertise des Instituts X._________ vom 22. August 2006 erfülle die von der Praxis gestellten Anforderungen an medizinische Gutachten, nicht zu beanstanden. 3.3.2 Zu prüfen ist weiter, ob sich der Gesundheitszustand im Zeitraum seit der Exploration des Versicherten durch die Gutachter des Instituts X._________ im Sommer 2006 bis Erlass der Verfügung der IV-Stelle vom 2. Juli 2007 in revisionsrechtlich erheblicher Weise verschlechtert hat (vgl. Art. 17 Abs. 1 ATSG und MEYER-BLASER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 254 mit Hinweis). Aus somatischer Sicht veränderte sich der Gesundheitszustand gemäss den für das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz nicht. Hinsichtlich der geltend gemachten, zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit führenden Verschlimmerung der psychischen Beschwerden ist mit dem kantonalen Gericht festzuhalten, dass die Ärzte des Medizinischen Zentrums G.________ (Bericht vom 30. Mai 2007) zur Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in erster Linie auf die Angaben des Versicherten abstellten. Nichts anderes ergibt sich aus dem Bericht des Dr. med. O.________ vom 28. Mai 2007, wonach eine seit Jahren bestehende psychosomatisch dringend zu behandelnde progrediente depressive Entwicklung mit autonomer somatoformer Schmerzstörung vorlag. Bereits der psychiatrische Sachverständige des Instituts X._________ (Gutachten vom 22. August 2006) wies in diesem Zusammenhang auf die Krankheits- und Behinderungsüberzeugung des Versicherten hin, die nicht genüge, eine über 20% hinausgehende Arbeitsunfähigkeit zu begründen; der Explorand nehme das verordnete Antidepressivum gemäss Blutuntersuchungen nur unregelmässig oder jedenfalls in zu niedriger Dosierung ein, weshalb seine anamnestischen Angaben mit Vorsicht zu bewerten seien. An diesem Verhalten hat sich offensichtlich nichts geändert. Auch auf die Ausführungen des behandelnden Psychiaters pract. med. H.________ vom 23. Mai 2007 kann nicht abgestellt werden. Zum einen schätzt er die Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf als Lastwagenchauffeur auf 20% ein, zum anderen soll weder die bisherige noch eine behinderungsangepasste Tätigkeit mehr ausübbar sein, wobei unklar bleibt, inwieweit die psychischen Faktoren einschränkend wirkten. Schliesslich ergibt sich auch aus dem vom kantonalen Gericht nicht explizit gewürdigten Bericht des Dr. med. R.________ vom 12. Januar 2009, wonach eine dauerhafte und progrediente leichte bis mittelschwere depressive Störung vorlag, für den hier relevanten Zeitpunkt keine revisionsrechtlich erhebliche Veränderung des psychischen Gesundheitszustandes. Zweck dieser Stellungnahme war einzig die Beurteilung des unfallbedingten Integritätsschadens, der aus psychiatrischer Sicht im Herbst 2006 noch nicht abschätzbar gewesen war. Insgesamt ist der angefochtene Entscheid hinsichtlich der Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit nicht zu beanstanden. 3.3.3 Zu prüfen bleibt die Invaliditätsbemessung. Die Vorinstanz führte aus, die IV-Stelle habe nicht unbesehen den von der SUVA bestimmten Invaliditätsgrad übernommen, sondern diesen eigenständig ermittelt; zudem habe sie beim Invalideneinkommen nicht nur einen Abzug von 20%, sondern von 25%, wie vom Versicherten verlangt, gewährt. Diese Feststellungen sind offensichtlich unrichtig. Aus der Verfügung vom 2. Juli 2007 ergibt sich, dass die IV-Stelle den Invaliditätsgrad gestützt auf die von der SUVA gemäss Verfügung vom 7. Dezember 2006 für das Jahr 2007 ermittelten hypothetischen Vergleichseinkommen bestimmte und mithin auf dasselbe Resultat (aufgerundet 44 %) gelangte. Allerdings ergibt eine korrekte Berechnung anhand der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik für das Jahr 2002, bezogen auf das Jahr 2003 (Beginn der Invalidenversicherungsrente) und unter Berücksichtigung des maximal zulässigen leidensbedingten Abzugs von 25% ebenfalls einen unter 50% liegenden Invaliditätsgrad, weshalb der angefochtene Entscheid im Ergebnis zu bestätigen ist.