Citation: I 227/03 07.09.2004 E. 5

Streitig und zu prüfen ist die Höhe des Invaliditätsgrades und der Umfang des allfälligen Rentenanspruches. 5.1 Die Vorinstanz hat das ohne Gesundheitsschaden erzielbare Valideneinkommen nach Massgabe der Tabelle TA1 (privater Sektor) der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1996 ermittelt. Sie hat dabei den monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) von Fr. 4294.- für Männer an Arbeitsplätzen mit dem Anforderungsniveau 4 im privaten Sektor herangezogen, was umgerechnet auf die übliche Arbeitszeit einen Verdienst von Fr. 4498.- pro Monat bzw. Fr. 53 976.- pro Jahr ergibt. Diese Berechnung wird weder in grundsätzlicher noch in betraglicher Hinsicht in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gerügt. Mit korrekter Begründung legte das kantonale Gericht dar, weshalb auch bezüglich des Valideneinkommens auf die Tabellenlöhne abzustellen ist. Auf diese Erwägungen wird verwiesen. 5.2 Zur Festlegung des Einkommens, das nach Eintritt des Gesundheitsschadens noch erzielt werden könnte, stützte sich die Vorinstanz richtigerweise wiederum auf die Ergebnisse der LSE 1996. Im Hinblick auf die medizinischen Einschränkungen kommen weiterhin Tätigkeiten mit dem Anspruchsniveau 4 in Frage. Unter Berücksichtigung des medizinisch für derartige Tätigkeiten zumutbaren Pensums von 100 % hätte der Beschwerdeführer keine Erwerbseinbusse hinzunehmen. Wie die Vorinstanz zutreffend feststellte, können für bestimmte invaliditätsbedingte Umstände, die zu einer Einkommensverminderung führen, Abzüge vom Tabellenlohn gemacht werden. Da nach der Rechtsprechung der gesamte Abzug höchstens 25 % betragen darf und vorliegend Validen- und Invalideneinkommen auf der gleichen Basis zu berechnen sind, kann die Einkommenseinbusse höchstens 25 % betragen. Bei einem Invaliditätsgrad von 25 % entsteht indessen kein Rentenanspruch. 5.3 Wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren macht der Beschwerdeführer geltend, seine Aufenthaltsbewilligung "L" sei abgelaufen, weshalb seine Ausweisung geprüft werde. Er habe daher gar keine Möglichkeit, in der Schweiz ein Einkommen zu erzielen. Es müsse daher bei einer Ausweisung der Einkommensvergleich auf der arbeitsmarktrechtlichen Situation in Mazedonien vorgenommen werden. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, handelt es sich bei einer allfälligen Ausweisung um eine ausländerrechtliche Massnahme, die nicht invaliditätsbedingt ist. Invaliditätsfremde Faktoren finden beim Einkommensvergleich keine Berücksichtigung. Selbst wenn man der Auffassung des Beschwerdeführers folgen wollte, führte dies zu keinem anderen Ergebnis. Im Rahmen des Einkommensvergleichs nach Art. 28 Abs. 2 IVG sind nämlich die invaliditätsfremden Gesichtspunkte überhaupt nicht oder dann bei beiden Vergleichsgrössen gleichmässig zu berücksichtigen (ZAK 1989 S. 458 Erw. 3b; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 104). Dabei kommt der letztgenannten Möglichkeit insofern die grössere Bedeutung zu, als das Valideneinkommen in der Regel nach Massgabe des tatsächlich erzielten Einkommens und somit unter Berücksichtigung von invaliditätsfremden Faktoren ermittelt wird. In diesem Fall sind die invaliditätsfremden Faktoren bei der Festlegung des Invalideneinkommens zu berücksichtigen (Urteil B. vom 1. März 2002, I 443/01). Davon ist dann abzusehen, wenn beide Einkommen unter Ausserachtlassung des Bezuges auf ein tatsächlich erzieltes Einkommen und somit rein hypothetisch ermittelt werden, in welchem Fall wahlweise invaliditätsfremde Faktoren eingeschlossen oder ausser Acht gelassen werden können (Kieser, in: Schaffhauser/Schlauri, Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, S. 76 f.).