Citation: 6B_1119/2022 E. 2.2.1

2.2.1. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 2016 zusammen mit drei Mitbeschuldigten und dem Beschwerdegegner 3 in dessen Wohnung Alkohol konsumierte. Im Verlauf begaben sich ein Beschuldigter und der Beschwerdegegner 3 in die nahegelegene Wohnung von dessen Schwester, der Beschwerdegegnerin 2, um Alkohol zu besorgen. Bei ihrer Rückkehr berichtete der Beschuldigte der Gruppe von seiner Begegnung mit der Beschwerdegegnerin 2. Hierauf habe der Beschuldigte D.________ diese in ihrer Wohnung aufgesucht, um mit ihr Sex zu haben. Kurze Zeit später folgten ihm der Beschwerdeführer und die zwei Mitbeschuldigten. Bei ihrem Erscheinen in der Wohnung hätten der Beschwerdeführer und die Mitbeschuldigten die von D.________ an der Beschwerdegegnerin 2 vorgenommenen sexuellen Handlungen beobachtet. Der Beschwerdeführer habe Kondome geholt und an die Mitbeschuldigten verteilt. Anschliessend hätten sich die Mitbeschuldigten E.________und F.________ zur erstarrt und nackt auf dem Rücken liegenden Beschwerdegegnerin 2 begeben und sich an ihr vergangen. Die beiden hätten versucht, vaginal und/oder anal in die Beschwerdegegnerin 2 einzudringen, was aufgrund von deren Verkrampfung nicht vollständig gelungen sei. F.________ habe sich zudem oral bis zum Erguss befriedigen lassen. Durch ihre gemeinsame Anwesenheit hätten die vier Beschuldigten eine Übermachts- und Zwangssituation geschaffen, wodurch sie die Geschädigte eingeschüchtert und in eine ausweglose Situation versetzt hätten. Der Beschwerdeführer habe die sexuellen Handlungen der Mitbeschuldigten gefilmt. Durch seine Anwesenheit im Schlafzimmer sowie das Verteilen der Kondome an die Mitbeschuldigten habe er deren Tatentschluss wissentlich und willentlich mitgetragen und deren Handlungen gebilligt.