Citation: 6B_93/2022 E. 1.4.5

1.4.5. Gestützt auf den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt ist von einer sexuellen Ausbeutung der Geschädigten A und der anderen Mädchen als blosse Sexualobjekte durch einen dem Erwachsenenstrafrecht unterstehenden jungen Mann auszugehen. Auch wenn der Beschwerdegegner nach der Vorinstanz keine eigentlichen Nötigungsmittel anwendete, ändert das nichts daran, dass er ab Mai 2015 bis Januar 2018 (oben Sachverhalt A) - teils gleichzeitig oder parallel - sieben im Schutzalter stehende Mädchen sowie eine 17-Jährige (oben Sachverhalt B.e) in schwerwiegender Weise zwecks Befriedigung seiner sexuellen Interessen pornografisch sexualisierte und in krasser Art und Weise sexuell ausbeutete. Unter den Begriff der sexuellen Handlungen fällt auch das Verleiten der Kinder zum Posieren mit entblösstem Geschlechtsteil in einer nach den Umständen objektiv aufreizenden Stellung, unabhängig davon, ob das Kind die sexuelle Bedeutung der Handlung erkennt (BGE 131 IV 64 E. 11.2). Die Vorinstanz qualifiziert dieses Vorgehen des Beschwerdegegners denn auch unter die Pornografiestrafnorm von Art. 197 Abs. 5 StGB, die Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe androht. Bei den angeklagten und der Verurteilung zugrunde gelegten Sexualstraftaten handelt es sich um nichts anderes als um rücksichtslos ausgelebte Pädosexualität.