Citation: 7B_203/2024 E. 5.4.1

5.4.1. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Vorinstanz stütze sich zur Begründung des dringenden Tatverdachts auf die Randdaten einer Telefonnummer, die angeblich seinem Mobiltelefon zugeordnet sein soll. Er bestreite dies jedoch: Zunächst sei nicht erstellt, dass er der Polizei die fragliche Telefonnummer bei seiner Anhaltung am 30. April 2022 als seine eigene genannt hätte; die Polizeibeamten hätten eingeräumt, dass sie sich nicht mehr erinnern könnten, wie sie genau an diese Telefonnummer gekommen seien. Weiter könne ihm nicht zur Last gelegt werden, dass er bei seiner Einvernahme nicht klargestellt habe, dass die fragliche Telefonnummer nicht seine eigene sei; er kenne nämlich seine eigene Telefonnummer gar nicht. Er könne aber beweisen, dass es sich bei der überwachten Telefonnummer nicht um seine eigene handeln könne: Als sich das Mobiltelefon mit der überwachten Telefonnummer in Belgien befunden hätte, sei er selbst in Italien gewesen und habe auf seine Nichte aufgepasst. Dies gehe aus seinen Chatnachrichten an seine Schwester hervor. Bei diesen Nachrichten handle es sich um liquide Alibibeweise, welche die Strafbehörden sofort hätten abnehmen müssen und somit zu Unrecht nicht erhoben hätten. Betreffend die bei ihm gefundenen Notizzettel sei anzumerken, dass nicht bekannt sei, ob er die Zettel selbst verfasst habe. Zudem habe es bei "hunderten von Kokainpaketen" nur eine Übereinstimmung mit den in den Zetteln erwähnten Begriffen und Logos gegeben. Dabei könne es sich auch um Zufall handeln.