Citation: 4A_536/2021 E. 1.3.2

1.3.2. Zweitens argumentiert die Beschwerdeführerin, da der Beschwerdegegner - entgegen der Bezeichnung in seinen Rechtsbegehren - keine Teilklage eingereicht habe, sei es ihr verwehrt gewesen, mit einer negativen Feststellungswiderklage über den gesamten Betrag zu antworten. Auch deshalb sei von einem Streitwert von über Fr. 30'000.-- auszugehen. Andernfalls bliebe es ihr verwehrt, die Haftungsfrage im Rahmen einer ordentlichen Beschwerde in Zivilsachen prüfen zu lassen. Der Beschwerdegegner hielt in Ziff. 2 seines Rechtsbegehrens ausdrücklich fest, es handle sich bei seiner Klage um eine Teilklage und er behalte sich vor, "weiteren Schadenersatz (inkl. Zins auf Schaden und Genugtuung) " zu fordern (Sachverhalt lit. B.a). Daraus ergibt sich zweifelsohne, dass er beabsichtigte, eine Teilklage i.S.v. Art. 86 ZPO einzureichen. Entgegen der Beschwerdeführerin wäre es ihr somit offengestanden, eine negative Feststellungswiderklage zu erheben. Doch selbst wenn seine Klage nicht als Teilklage zu qualifizieren wäre, ist nicht einzusehen, weshalb dies dazu führen sollte, dass von einem Streitwert von über Fr. 30'000.-- auszugehen wäre. Es entspricht nämlich dem Willen des Gesetzgebers, dass Angelegenheiten mit einem Streitwert von unter Fr. 30'000.-- grundsätzlich nicht mit Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht angefochten werden können.