Citation: 5A_472/2024 E. 3.3.1

3.3.1. Das Obergericht weist in dieser Hinsicht darauf hin, dass die Beschwerdeführerin gegenüber der SVA Aargau erklärt habe, dass sie ihre selbständige Erwerbstätigkeit per 31. Mai 2023 aufgegeben habe. Zudem habe sie in ihrem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 1. September 2023 jegliches Vorhandensein von Buchhaltungsunterlagen bestritten. Anlässlich der Verhandlung vor dem Bezirksgericht am 16. Januar 2024 habe sie jedoch handschriftliche Buchhaltungsunterlagen eingereicht, aus denen hervorgehe, dass sie auch ab dem 1. Juni 2023 selbständig erwerbstätig gewesen sei. Aus den erst im Beschwerdeverfahren am 6. Mai 2024 nachgereichten Unterlagen ergebe sich zudem, dass die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Verhandlung vor dem Bezirksgericht am 16. Januar 2024 berufstätig gewesen sei, was sie diesem verschwiegen habe. Sie habe am 5. Januar 2024 einen Arbeitsvertrag als Masseurin abgeschlossen und bis März 2024 ein Einkommen erzielt. Damit habe die Beschwerdeführerin ihre Mitwirkungspflicht verletzt. Dass das Arbeitsverhältnis am 17. März 2024 gekündigt worden sei, sei nicht relevant, da dies der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Verhandlung noch gar nicht bekannt gewesen sei. Sie habe ihre Einkommensverhältnisse weder umfassend dargelegt noch belegt.