Citation: 6B_697/2019 E. 1.2.1

1.2.1. Zur Verfahrensverzögerung erwägt die Vorinstanz, den Parteien sei im Anschluss an die Berufungsverhandlung vom 23. Januar 2017 mitgeteilt worden, dass ein ergänzendes Gutachten eingeholt werde. Gleichzeitig sei ihnen eine Frist von 20 Tagen zur Stellungnahme eingeräumt worden, womit das Gutachten frühestens im März/April 2017 in Auftrag hätte gegeben werden können, wobei dessen Erstellung erfahrungsgemäss in der Regel vier Monate oder länger beanspruche. Ein Entscheid hätte demnach nicht vor Anfang Herbst 2017 gefällt werden können. Der Beschwerdeführer sei am 20. April 2018 aus dem vorzeitigen Massnahmevollzug entlassen worden. Es treffe deshalb nicht zu, dass der Beschwerdeführer infolge der Verfahrensverzögerung über ein Jahr seines Lebens verloren habe. Trotzdem rechtfertige es sich mit Blick auf die vom Bundesgericht festgestellte Verzögerung (Urteil 1B_175/2018 vom 9. Mai 2018), die ausgefällte Freiheitsstrafe um 7 Monate auf insgesamt 20 Monate zu reduzieren (Urteil, S. 12).