Citation: U 605/06 17.08.2007 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob die über den 30. September 2004 hinaus bestehenden gesundheitlichen Beschwerden in einem rechtsgenüglichen Kausalzusammenhang zum versicherten Unfall vom 10. Juni 2003 stehen. 3.1 Nach eingehender Würdigung der medizinischen Akten gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, dass mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit die Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom 10. Juni 2003 und dem heutigen Beschwerdebild (Handgelenksbeschwerden, Schulter-Arm-Syndrom sowie psychische Komponente) zu verneinen sei. 3.2 Dieser Auffassung ist beizupflichten. Hinsichtlich des erlittenen Quetschtraumas am rechten Mittelfinger ist davon auszugehen, dass die unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b, U 180/93) und dem Versicherten gestützt auf die Ausführungen im Bericht der Rehaklinik X.________ vom 29. April 2004 aus funktionell-somatischer Sicht ohne Berücksichtigung der als unfallfremd eingeschätzten Lunatummalazie die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Maurer/Schaler mit zusätzlichen Pausen von insgesamt zwei Stunden (in einer vier- bis sechswöchigen Einstiegsphase) und unter Entlastung durch einen Handlanger beim Tragen sehr schwerer Lasten, ganztags zumutbar ist sowie leichtere Hilfsarbeiten ohne Einschränkung vollzeitlich ausübbar sind. Unter Einschluss der psychischen Problematik nahmen die Ärzte der Rehaklinik X.________ sodann eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für leichte Hilfsarbeiten an (Bericht der Rehaklinik X.________ vom 29. April 2004 und Psychosomatisches Konsilium vom 1. April 2004). 3.3 Mit Blick auf die Lunatummalazie hielt der Handchirurg Dr. med. H.________ im Rahmen eines von der Rehaklinik eingeholten Konsiliums fest, dass die Erkrankung unfallfremd, aber durch den Unfall aktiviert worden sei (bei absoluter Beschwerdefreiheit im Handgelenk vor dem Unfall). Hiezu ist festzuhalten, dass nicht jede nach einem Unfall aufgetretene gesundheitliche Störung - nach der Formel "post hoc, ergo propter hoc" - zwangsläufig auch als unfallbedingt zu qualifizieren ist (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.). Überdies sind die - zweifelsfrei durch die Lunatummalazie hervorgerufenen - Handgelenks- sowie die damit zusammenhängenden Arm- und Schulterbeschwerden aus einhelliger ärztlicher Sicht als unfallfremd zu bezeichnen. Wie der SUVA-Kreisarzt Dr. med. O.________ in seiner Stellungnahme vom 17. Dezember 2004 erwähnte, ist eine Verletzung des Handgelenks medizinisch auch nicht dokumentiert. Selbst wenn die Lunatummalazie in dem Sinne eine unfalltraumatische Ursache haben sollte, als dieser Vorzustand vor dem Unfall "stumm" gewesen war und durch das Unfallereignis (gemäss Handchirurg Dr. med. H.________) aktiviert worden ist, und somit die entsprechenden Befunde unfallversicherungsrechtlich so lange von Belang sind, als das versicherte Ereignis hierfür noch eine Teilursache darstellt, wäre aber nach Lage der Akten ab dem Zeitpunkt der Leistungseinstellung ein Status quo sine erreicht gewesen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist daher von weiteren medizinischen Abklärungen abzusehen, zumal es für die Beendigung der Leistungspflicht der Unfallversicherung genügt, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der Status quo ante vel sine eingetreten ist.