Citation: 8C_586/2014 E. 5.2.1

5.2.1. Die Annahme einer im Validitätsfall nur teilzeitlich ausgeübten erwerblichen Betätigung wurde im angefochtenen Entscheid im Wesentlichen wie folgt begründet: Die Beschwerdeführerin sei nach dem Ende ihrer Lehre als kaufmännische Angestellte und einem kurzen Auslandaufenthalt lediglich während rund eines Jahres erwerbstätig gewesen, ehe sie am 16. Februar 1995 den ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden und die Zusprache einer Rente bewirkenden Verkehrsunfall erlitten habe. Gestützt auf ihre Erwerbsbiografie stehe jedoch fest, dass sie in der Folge bis am 31. Mai 2004 stets in etwa im Rahmen des ihr zumutbaren Arbeitspensums erwerbstätig gewesen sei und ihre Restarbeitsfähigkeit mithin weitgehend ausgeschöpft habe. Offen bleiben könne, ob sie auch nach Abschluss ihrer von Oktober 2004 bis Februar 2006 dauernden Ausbildung bzw. der Einleitung des Revisionsverfahrens im Januar 2006 bis zur Geburt ihrer Tochter im Juli 2011 weiter in dem ihr zumutbaren Umfang einer Erwerbstätigkeit nachgegangen sei. Anlässlich der Haushaltsabklärung vom 12. Dezember 2012 habe sie jedenfalls ausgeführt, sie sei nicht länger in der Lage gewesen, ihrer zuletzt - vom 1. Januar bis 28. Juni 2011 während 15 Stunden wöchentlich (à drei Stunden täglich) - ausgeübten Tätigkeit nachzugehen, "weil sie ja nicht einfach vom Empfang hätte fernbleiben können, wenn etwas mit ihrem Kind gewesen wäre". Dieses von der Versicherten vorgebrachte Hindernis einer Arbeitstätigkeit wäre auch im Gesundheitsfall vorhanden gewesen und zwar in Bezug auf jegliche erwerbliche Beschäftigung. Zudem habe sie bei der Haushaltserhebung ebenfalls darauf hingewiesen, dass es sich bei der Aufgabe als Mutter um einen Ganztagesjob handle. Die von ihr angeführten fehlenden Möglichkeiten, ihre Tochter fremd betreuen zu lassen (Tod ihrer Mutter, Trennung vom Vater der Tochter), hätten sodann auch bei intakter Gesundheit bestanden. Angesichts dieser Gegebenheiten sowie mit Blick darauf, dass ihrer Tochter Unterhaltsbeiträge von monatlich Fr. 1'200.- zustünden und sich der Kindsvater überdies verpflichtet habe, 70 % der Fremdbetreuungskosten (bis maximal Fr. 500.- pro Monat) zu übernehmen, sei es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihrer Beurteilung einen Statuswechsel zugrunde gelegt und angenommen habe, die Versicherte sei ab Geburt der Tochter im Juli 2011 nicht mehr als Vollerwerbstätige zu qualifizieren. Nicht abschliessend zu beantworten sei demgegenüber die Frage, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden einer ausserhäuslichen Beschäftigung nachgegangen wäre. Fest stehe, dass sie neben ihrem Erwerbspensum auch im Aufgabenbereich Haushalt tätig gewesen wäre, womit die gemischte Invaliditätsbemessungsmethode zur Anwendung gelange.