Citation: 8C_333/2021 E. 4.3

4.3. Was den Zeitpunkt der Verneinung der Vermittlungsfähigkeit betrifft, so ist dem Beschwerdeführer insoweit beizupflichten, als im angefochtenen Urteil nicht näher begründet wird, weshalb sie nach Auffassung der Vorinstanz bereits ab Januar 2019 nicht mehr gegeben war. Auf eine Rückweisung der Sache zur diesbezüglichen Sachverhaltsergänzung kann aber verzichtet werden. Denn wie der Beschwerdegegner in seinem Einspracheentscheid vom 13. November 2019 zutreffend feststellte (zur Ergänzung des unvollständig festgestellten rechtserheblichen Sachverhalts vgl. Art. 105 Abs. 2 BGG; BGE 143 V 19 E. 6.1.3 in fine), äusserte der Beschwerdeführer erstmals anlässlich eines Beratungsgesprächs vom 9. Januar 2019 seinen Willen und die Absicht zur Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit. Um Weihnachten 2018 herum hatte er gemäss eigenen Angaben die Idee, seine Geschäftsidee weiter voranzutreiben. Aus dem Gesprächsprotokoll vom 15. Februar 2019 ergibt sich sodann, dass der Start der Geschäftstätigkeit per 1. April 2019 und die Abmeldung vom RAV per Ende März 2019 vorgesehen war. Zu jenem Zeitpunkt waren die Planungen und Vorbereitungen mit zeitintensiver Suche nach Investoren (vgl. E. 3.1 hiervor) aber bereits so weit fortgeschritten, dass sich mit dem Beschwerdegegner der Schluss aufdrängt, der Beschwerdeführer habe schon ab Januar 2019 kein ernsthaftes Interesses mehr gehabt, eine neue Arbeitsstelle anzutreten. Folglich erscheint es im Ergebnis nicht bundesrechtswidrig, wenn die Vorinstanz die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers schon ab Januar 2019 - und nicht erst ab Mai 2019 - verneinte.