Citation: 6B_1359/2020 E. 2.4.1

2.4.1. Sie rügt, die Vorinstanz halte aktenwidrig und willkürlich fest, die Beschwerdeführerin habe nicht geltend gemacht, dass B.________ sie durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile zu einem Verhalten bestimmt habe, wodurch sie sich am Vermögen hätte schädigen können. Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie habe anlässlich ihrer Befragung vom 31. Oktober 2018 mehrfach ausgesagt, Angst vor B.________ zu haben. Ausserdem seien die Drohungen aufgrund der Audio-Dateien aktenkundig, weshalb es unerheblich sei, ob die Antragsfrist für die Drohung abgelaufen sei oder nicht. Überdies ergebe sich aus den Akten, dass die Beschwerdeführerin dem Beschwerdegegner das Geld nur am Anfang freiwillig gegeben habe. Spätestens nach der Vergewaltigung sei dies aber durch die Angst motiviert gewesen, was durch die aufgezeichneten Drohungen belegt sei. Demnach habe B.________ die Beschwerdeführerin durch Androhung ernstlicher Nachteile zu einem Verhalten bestimmt. Nach dem Grundsatz "in dubio pro duriore" sei Anklage zu erheben.