Citation: 5A_1063/2021 E. 2.2

2.2. Nach Ansicht der Vorinstanz ist der Gläubiger der Schuldanerkennung durchaus erkennbar, auch wenn er in der Urkunde nicht namentlich genannt wird. Zudem räumt sie ein, dass der Stempel auf der Urkunde erst nachträglich von der Beschwerdegegnerin angebracht worden war. Bei der Beurteilung der Erkennbarkeit stellte sie auf die Gesamtumstände ab und betonte, dass der Schuldner dieses Vorgehen nicht in Frage stelle. Konkret hielt sie fest, dass der Beschwerdeführer die Schuldanerkennung im Nachgang an eine Besprechung mit der Beschwerdegegnerin in deren Räumlichkeiten unterzeichnet habe. Zuvor habe die Beschwerdegegnerin das Dokument mit einem auf eigenem Briefpapier verfassten Schreiben dem damaligen Anwalt des Beschwerdeführers zugestellt. Daraus ergebe sich, dass seine Ex-Ehefrau von der Beschwerdegegnerin finanziell unterstützt wurde. Zudem fänden sich auf der Abrechnung des schuldnerischen Ausstandes per Ende April 2011 auch die Kosten des Verfahrens um Schuldneranweisung, welches von der Beschwerdegegnerin veranlasst worden war. Mit dieser indirekten Verbindung zum genannten Verfahren werde erkennbar, dass sich die Schuldanerkennung an die Beschwerdegegnerin richte.