Citation: 6B_645/2023 E. 1.4.1

1.4.1. Die Einholung eines rechtsmedizinischen Gutachtens war vorliegend nicht zwingend erforderlich. Die Vorinstan z stützt sich in Bezug auf die Verletzungen des Privatklägers auf die Berichte des Luzerner Kantonsspitals vom 20. und 21. April 2019 wie auch denjenigen von Dr. med. C.________ vom 23. April 2019. Weiter berücksichtigt die Vorinstanz bei ihrer Beurteilung den Rapport vom 22. Mai 2019 sowie die Fotodokumentation der Luzerner Kantonspolizei und die Aussagen des Privatklägers wie auch die Standpunkte des Beschwerdeführers. Insbesondere gestand der Beschwerdeführer selbst ein, mit dem Taschenmesser in der Luft herumgefuchtelt, dabei die Kontrolle darüber verloren und wirr auf den Privatkläger gezielt zu haben, was eine Schnittverletzung am Bauch sowie zwei Stichverletzungen am Rücken beim Privatkläger zur Folge gehabt hätte. Ebenso räumte der Beschwerdeführer ein, dass sich der Privatkläger die Stichverletzungen nicht beim Sturz, sondern während des laufenden Angriffs zugezogen habe. Die Vorinstanz durfte die vorgenannten fachkundigen Einschätzungen in ihre Würdigung miteinbeziehen (vgl. Urwyler/Endrass/ Hachtel/Graf, Handbuch Strafrecht, Psychiatrie, Psychologie, 2022, N. 74 f.). Der Beschwerdeführer bringt weder im Zusammenhang mit der Erhebung etwas dagegen vor noch äussert er sich in inhaltlicher Hinsicht in über appellatorische Kritik hinausgehender Weise. Im Übrigen macht der Beschwerdeführer auch nicht geltend, einen entsprechenden Beweisantrag gestellt zu haben. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände durfte die Vorinstanz die Schnitt- und Stichverletzungen am Bauch sowie am Rücken als rechtsgenügend erwiesen ansehen und hat sie den ihr zustehenden Ermessensspielraum im Zusammenhang mit dem Beizug einer sachverständigen Person nicht verletzt.