Citation: 2C_701/2020 E. 4.6.1

4.6.1. Dem angefochtenen Entscheid sowie den Akten lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer bereits am fünften Tag der RS mit psychischen Beschwerden dem Psychologisch-Pädagogischen Dienst zugewiesen wurde. Gemäss dem in der Folge durch einen Fachoffizier verfassten Abklärungsbericht vom 15. Juli 2016 habe der Beschwerdeführer angegeben, dass er seine Ausbildung nicht ohne Probleme abgeschlossen habe. Während seiner Lehre sei er auf verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben im Einsatz gewesen, wobei er an einem Ort habe abbrechen müssen, da er sich mit seinem Vorgesetzten nicht verstanden habe. Auch seine Schulzeit sei nicht einfach gewesen, da er oft gemobbt worden sei. Sodann habe der Beschwerdeführer gemäss dem Abklärungsbericht angegeben, dass seine ältere Schwester sowie seine Eltern Druck ausüben würden, weil er "sein Leben nicht im Griff habe und faul sei". Nach Einschätzung des Fachoffiziers, der den Bericht verfasst hat, habe der Beschwerdeführer bereits eine Woche nach Dienstantritt niedergeschlagen gewirkt und unter Gefühlsschwankungen gelitten; er sei mehrmals in Tränen ausgebrochen, wenn er von seiner Freundin gesprochen habe, die er sehr vermisst habe. Im Gespräch habe er angegeben, dass er das Gefühl habe, in seinem familiären Umfeld immer der Schuldige zu sein und er immer Probleme gehabt habe, Anschluss zu finden. Der Fachoffizier kommt in seinem Abklärungsbericht daher zum Schluss, dass der Beschwerdeführer bereits zu Beginn der RS eine leicht depressive Symptomatik aufgewiesen habe (vgl. E. 5.2 und 6.2 des angefochtenen Entscheids).