Citation: 1C_531/2023 E. 8.4

8.4. Diese Einwände sind unbegründet. Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist der in der Alphütte neu geschaffene Wohnraum für den Anbau von Safran objektiv nicht erforderlich und damit in der Landwirtschaftszone weder zonenkonform noch standortgebunden. Da damit das grundlegende Prinzip der Trennung des Baugebiets vom Nichtbaugebiet verletzt wird, besteht an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands unabhängig davon, dass der strittige Ausbau im Gebäudeinneren vorgenommen wurde, ein gewichtiges Interesse (vgl. Urteil 1C_171/2017 vom 3. Oktober 2017 E. 5.4). Zur Wahrung dieses Interesses ist die Beseitigung des Ausbaus erforderlich, weil die mildere Massnahme des blossen Verbots der Wohnnutzung - anders als ein gänzliches Benutzungsverbot für nicht mehr zonenkonform verwendete Bauten (vgl. Art. 16b Abs. 1 RPG; Urteile 1C_325/2018 vom 15. März 2019 E. 8.6; 1C_147/2023 vom 29. Februar 2024 E. 3.3) - gemäss der zutreffenden Annahme der Vorinstanz mit einem verhältnismässigen Verwaltungsaufwand nicht kontrollier- bzw. durchsetzbar ist (Urteil 1C_135/2016 vom 1. September 2016 E. 4 mit Hinweis). Den verlorenen Investitions- und anfallenden Rückbaukosten kommt aufgrund der fehlenden Gutgläubigkeit der Beschwerdeführenden kein erhebliches Gewicht zu. Unter diesen Umständen ging die Vorinstanz bundesrechtskonform davon aus, die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands werde durch überwiegende öffentliche Interessen gerechtfertigt, weshalb eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips zu verneinen ist.