Citation: 8C_534/2022 E. 4.4

4.4. Das Abstellen der Vorinstanz auf die MEDAS-Expertise vom 21. September 2020 verstösst nicht deshalb gegen Bundesrecht, weil die konsensuale Gesamtbeurteilung zusätzlich von einem am Gutachten nicht mitwirkenden Arzt unterschrieben wurde. Entscheidend ist vielmehr, dass alle beteiligten und für die jeweiligen Teilgutachten verantwortlichen Fachärztinnen und Fachärzte die Expertise unterzeichneten, womit ein gemeinsamer Konsens erstellt ist (vgl. Urteile 8C_208/2022 vom 3. August 2022 E. 6.3 und 9C_1019/2012 vom 23. August 2013 E. 2.2). Dass die Gesamtbeurteilung widersprüchlich oder unstimmig zu den einzelnen Fachdisziplinen wäre, rügt die Beschwerdeführerin überdies nicht. Hinweise, dass keine interdisziplinäre Beurteilung vorgenommen wurde, liegen keine vor.