Citation: 2P.270/2002 31.03.2003 E. 1

Gemäss Art. 1 Abs. 3 KZG entsteht und erlischt der Anspruch auf Kinderzulagen mit dem Lohnanspruch; bei Unfall, Krankheit, Schwangerschaft, Militärdienst oder Todesfall sind die Zulagen nach Erlöschen des Lohnanspruches noch während drei Monaten weiter auszurichten, längstens aber bis zum Ablauf der Vertragsdauer. Der Beschwerde-führer macht geltend, mit dieser Regelung werde der Anspruch auf Kinderzulagen von einer zivilrechtlichen Vorfrage, nämlich der Dauer des Lohnanspruchs, abhängig gemacht. Er habe seine Beschwerde an das Verwaltungsgericht damit begründet, dass der Lohnanspruch wegen ungenügender Versicherungsdeckung durch den Arbeitgeber nicht bloss bis Ende Oktober 1999, sondern bis 31. Januar 2000 bestanden habe, weshalb die Kinderzulagen bis 30. April 2000 geschuldet seien. Das Verwaltungsgericht habe jedoch seine Vorbringen betreffend die Dauer der Lohnfortzahlung nicht geprüft. Damit habe es Art. 1 Abs. 3 KZG willkürlich angewendet und ihm das Recht verweigert. Indem es sich trotz vollständigem Eintreten auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde für eine in seinen Zuständigkeitsbereich fallende Vorfrage für sachlich unzuständig erklärt habe, habe es überdies in willkürlicher Weise gegen Art. 125 Abs. 1 des bernischen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG) verstossen, wonach die sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts alle Streitigkeiten aus dem Bereich des Sozialversicherungsrechts beurteile.