Citation: 6B_736/2024 E. 2.4.14

2.4.14. Nach der Würdigung der Indizien in den 14 Themenbereichen legt die Vorinstanz mit ausführlicher und stringenter Begründung dar, dass weder von der Beweis- noch von der Motivlage her begründete Anhaltspunkte auf eine Dritttäterschaft vorlägen, wobei insbesondere auch die konkreten Tatumstände klar gegen eine Dritttäterschaft sprächen. Sie gelangt zum überzeugenden Schluss, dass die These der Dritttäterschaft als höchstens theoretische Möglichkeit ohne Weiteres ausgeschlossen werden könne (Urteil S. 98 ff.). Wiederum setzt sich die Beschwerdeführerin nicht mit der vorinstanzlichen Begründung auseinander. Ihre Vorbringen, die Vorinstanz verkenne, dass es nicht ihre (der Beschwerdeführerin) Aufgabe sein könne, eine mögliche Dritttäterschaft zu identifizieren, und der Umstand, dass die Strafbehörden keine Dritttäterschaft gefunden hätten, könne ihr - auch nicht als Indiz - angelastet werden, mögen zwar im Grundsatz zutreffen, gehen jedoch an der Sache vorbei. Weder geht die Vorinstanz davon aus, dass die Beschwerdeführerin eine Dritttäterschaft hätte identifizieren müssen, sondern setzt sich in ihrer Würdigung mit den diesbezüglichen Vorbringen der Beschwerdeführerin auseinander (Urteil S. 98 ff.), noch wertet sie die fehlenden Hinweise auf eine Dritttäterschaft bzw. den Ausschluss der These der Dritttäterschaft als Indiz für die Täterschaft der Beschwerdeführerin. Sie führt einzig im Rahmen der Gesamtwürdigung aus, während sich die Vielzahl von Indizien in der Gesamtbetrachtung zu einem sehr deutlichen Bild zusammenfügten, falle eine mögliche Dritttäterschaft aufgrund der konkreten Umstände als ausserordentlich unwahrscheinlich ausser Betracht (Urteil S. 104). Damit prüft die Vorinstanz die alternative Hypothese einer Dritttäterschaft hinreichend, womit sich der Vorwurf, sie habe die Indizien nicht daraufhin überprüft, ob sie ausschliesslich für eine Hypothese sprächen, als unbegründet erweist (vgl. Beschwerde S. 8).