Citation: 6B_217/2020 E. 3.4.2

3.4.2. Der Beschwerdeführer versucht auch hier, die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 in Zweifel zu ziehen. Er verliert sich in weitschweifigen Darstellungen, wobei er im Grunde lediglich ausführt, wie die Aussagen seiner Ansicht nach zu würdigen wären. Dies genügt den Anforderungen an eine Willkürrüge nicht. Zudem verkennt er, dass die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 lediglich einen Faktor bei der Beweiswürdigung darstellen. Daneben stellt die Vorinstanz insbesondere auf das Schreiben des Beschwerdeführers an die Patientenstelle und seine eigenen Aussagen ab. Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, die Vorinstanz habe übersehen, dass er im Schreiben an die Patientenstelle die durchgeführten Tests eingehend beschrieben habe. Zutreffend ist zwar, dass der Beschwerdeführer im genannten Schreiben verschiedene Tests erwähnt. Dass er diese jedoch bei der Behandlung der Beschwerdegegnerin 2 tatsächlich durchgeführt hat, lässt sich damit allein nicht erstellen. Weiter behauptet der Beschwerdeführer, bei der Befragung vom 13. April 2018 (Fragen 25 und 26) habe er die vorgenommenen Tests detailliert beschrieben. Aus der genannten Aktenstelle ergibt sich aber, wie bereits die Vorinstanz festgestellt hat, dass der Beschwerdeführer nicht die Behandlung im konkreten Fall beschreibt, sondern lediglich ausführt, wie solche Tests im Allgemeinen durchgeführt werden. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, es sei nicht berücksichtigt worden, dass aus der eingereichten Patientendokumentation hervorgehe, welche Behandlung vorgenommen worden sei und wie sich die Symptome der Beschwerdegegnerin 2 im Laufe der Behandlungen entwickelt hätten. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers handelt es sich dabei nicht um eine eigentliche Zwischenanamnese. Die Vorinstanz führt zudem zutreffend aus, dass sich auch aus der Patientendokumentation nicht ergibt, dass der Beschwerdeführer die erforderlichen Tests tatsächlich durchgeführt hat. Damit kann der Beschwerdeführer aus den genannten Unterlagen nichts für sich ableiten. Schliesslich beanstandet der Beschwerdeführer die Erwägungen der Vorinstanz zur zeitlichen Abfolge, indem er geltend macht, es sei denkbar, dass für eine Zwischenanamnese 15 Minuten und damit genügend Zeit verblieben sei. Auch dies genügt nicht, um Willkür darzutun. Willkür liegt, wie bereits ausgeführt (vgl. E. 3.2), nicht bereits dann vor, wenn eine andere Sicht ebenfalls vertretbar oder sogar zutreffender erscheint, sondern nur, wenn sich die vorinstanzliche Beurteilung als offensichtlich unhaltbar erweist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt bzw. in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Vielmehr scheinen die vorinstanzlichen Annahmen plausibel und es muss davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer keine Zwischenanamnese vorgenommen hatte. Eine andere Frage ist, ob er hierzu verpflichtet war, worauf nachfolgend noch einzugehen sein wird.