Citation: 8C_755/2023 E. 4.2

4.2. Der Hinweis der Beschwerdegegnerin zum erforderlichen Beweisgrad in der Massenverwaltung trifft den entscheidenden Punkt nicht. Nach der Rechtsprechung ist den Beweisanforderungen im Rahmen der Massenverwaltung Rechnung zu tragen, wenn der Zeitpunkt der Zustellung einer Beitragsverfügung im Bereich der Alters- und Hinterbliebenenversicherung beziehungsweise der Invalidenversicherung umstritten ist (vgl. BGE 121 V 5; 120 V 33 E. 2d; 119 V 7 E. 3c/aa; vgl. auch BGE 131 V 407 E. 2.1.2.2). So verhält es sich hier offensichtlich nicht. Ausschlaggebend ist vielmehr, dass die Beschwerdeführerin, die während längerer Zeit zu hohen Salären als Geschäftsführerin erwerbstätig gewesen war, ohne Weiteres hätte erkennen können, dass die fraglichen Abrechnungen von November sowie Dezember 2021 und die gestützt darauf getätigten Auszahlungen der Arbeitslosenentschädigung auf einem Zwischenverdienst beruhten, der augenfällig zu tief gewesen war. Der vom kantonalen Gericht und von der Beschwerdeführerin jeweils implizit zur Diskussion gestellte adäquate Kausalzusammenhang wird im hievor zitierten BGE 143 V 341 E. 5.2.1 mit Hinweisen dahingehend umschrieben, dass die versicherte Person den Inhalt der allfällig unterbliebenen Auskunft hätte kennen können oder müssen. Davon ist vorliegend ohne Weiteres auszugehen, zumal die Beschwerdeführerin noch während Monaten nach der Anmeldung zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung Leistungen der Krankentaggelversicherung bezogen hatte. Die Beschwerde ist in allen Teilen abzuweisen.