Citation: 6B_288/2024 E. 1

Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung. Er macht geltend, eine DNA-Spur am Griff eines Schraubenziehers, der am Tatort eines Einbruchsdiebstahls gefunden worden sei, habe zur seiner Verhaftung geführt. Er habe sich jedoch gestützt darauf nicht bloss die Begehung des Einbruchsdiebstahls vom 6. Dezember 2016 in U.________, sondern diverse weitere Einbruchsdiebstähle (oder Versuche dazu) sowie damit verbundene Straftaten, wie illegalen Aufenthalt und das verbotene Tragen von Waffen, vorwerfen lassen müssen. Zentrales Beweismittel für die vorinstanzlichen Schuldsprüche seien DNA-Spuren und entsprechende Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin Zürich über die Auswertung von DNA-Spuren. Sämtliche gegen den Beschwerdeführer ausgesprochenen Schuldsprüche beruhten direkt oder indirekt darauf, dass an den betreffenden Tatorten seine DNA-Spuren gefunden worden seien. Aus diesem Grund habe er vor Vorinstanz beantragt, Frau dipl. anthropol. B.________, forensische Genetikerin am Institut für Rechtsmedizin Zürich, als Sachverständige zur Beantwortung von Ergänzungsfragen zu den von ihr gestellten Gutachten zu laden. Die vom Beschwerdeführer zum Beweis unterbreitete Tatsache laute, dass der Transport seiner DNA-Spuren an die verschiedenen Tatorte, an denen sie gefunden worden seien, nicht seine physische Präsenz am Tatort voraussetze, sondern, dass vielmehr ein Transport via Textilien, namentlich Handschuhe oder Werkzeuge möglich und keineswegs so unwahrscheinlich sei, dass diese Möglichkeit ausgeschlossen werden könne. Im angefochtenen Urteil wiederhole die Vorinstanz die Auffassung, dass die theoretische Möglichkeit, dass DNA-Spuren durch Drittpersonen an einen bestimmten Ort transferiert werden könnten, keiner Erörterung durch eine Fachperson bedürfe. Im weiteren Verlauf der Urteilsbegründung habe sie aber die Wahrscheinlichkeit eines solchen Spurentransfers als "rein theoretische Möglichkeit" verworfen. Mit dieser Sachverhaltsfeststellung ohne Abnahme des angebotenen Entlastungsbeweises verletze die Vorinstanz Bundesrecht. Zur Frage, wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich der Transfer von DNA-Spuren über Textilien oder Werkzeuge sei, brauche es, entgegen der Auffassung der Vorinstanz, sehr wohl rechtsmedizinisches Fachwissen. Es gehe dabei nicht um die Wahrscheinlichkeit einer richtigen oder falschen Zuordnung einer DNA-Spur zu einer bestimmten Person, sondern um die Wahrscheinlichkeit der Verursachung von DNA-Spuren mittels kontaminierter Gegenstände, zum Beispiel Handschuhen, mit denen der Beschwerdeführer zwar allenfalls in Berührung gekommen sei, die aber eine andere Person getragen habe, als diese die Einbrüche verübt habe. Die Frage der Wahrscheinlichkeit einer solchen Übertragung sei eine naturwissenschaftliche. Im konkreten Fall bedürfe es zusätzlich des Fachwissens einer Genetikerin, da es um die Übertragung von spezifischen Molekülen, nämlich menschlicher DNA gehe. Wie leicht solche DNA von einem Gegenstand auf einen anderen übertragen werde und daran haften bleibe und wie dauerhaft eine solche Kontamination sei, seien Fragen, die von einer sachverständige Person im Sinne von Art. 182 StPO beantwortet werden müssten. Der in Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistete Anspruch auf rechtliches Gehör hätte die Vorinstanz verpflichtet, den angebotenen Beweis abzunehmen. Der Beschwerdeführer rügt somit eine Verletzung von Art. 182 StPO sowie des Grundsatzes "in dubio pro reo" und des rechtlichen Gehörs.