Citation: 8C_257/2022 E. 6.5.1

6.5.1. Inwiefern der Vorinstanz zunächst eine Verletzung der auch diesbezüglich zu beachtenden Beweiswürdigungsregeln vorzuwerfen wäre, indem sie auch dabei auf das SMAB-Gutachten abstellte, ist nicht erkennbar. Sie erkannte gestützt darauf, dass von April 2017 bis Februar 2018 eine 70%ige Arbeitsfähigkeit bestanden habe, in der Folge dann nur noch eine solche von 40 %. Dem SMAB-Gutachten ist dazu weiter zu entnehmen, dass nach dem am 17. Oktober 2013 erlittenen Polytrauma aus orthopädischer Sicht während vier Monaten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, dann aber, ab Mitte Februar 2014, von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei mit monatlicher Steigerung um jeweils 25 %, das heisst mit Wiederherstellung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit im April 2014, dies allerdings nur noch in körperlich angepassten Tätigkeiten. Erst ab April 2017 habe sich eine Verschlechterung mit neuropsychologischen Ausfällen und dadurch bedingter anhaltender Minderung der Leistungsfähigkeit um 30 % eingestellt. Im März 2018 sei dann eine psychiatrische Erkrankung hinzugetreten mit zusätzlicher Minderung der Arbeitszeit auf 50 %. Insgesamt habe also - in leidensangepassten Tätigkeiten - eine 70%ige Arbeitsfähigkeit von April 2017 bis Februar 2018 und danach eine 40%ige Arbeitsfähigkeit bestanden.