Citation: 1C_301/2017 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführer rügen eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung des Verwaltungsgerichts. Sie machen geltend, sie hätten die Parzelle Nr. 869 nicht freiwillig veräussert, sondern dies sei von der Gemeinde Thundorf von ihnen verlangt worden, als Voraussetzung für die Anhandnahme ihres Aussiedlungs- und Umzonungsgesuchs. Sie verweisen hierfür auf die (schon vor Verwaltungsgericht eingereichten) Schreiben vom 22. Februar 2006 und vom 7. März 2006, in denen die Gemeinde festgehalten habe, dass sie keinen Landwirtschaftsbetrieb mehr auf den Parzellen Nrn. 869 und 192 dulden werde. Die genannten Schreiben betreffen jedoch das Gesuch der Beschwerdeführer, Parzelle Nr. 869 in eine Pferdesportzone umzuzonen; vom Aussiedlungsgesuch ist darin keine Rede. Der Gemeinderat hielt damals fest, dass ein Landwirtschaftsbetrieb, der auch Pferde halte, in der Landwirtschaftszone zonenkonform sei und daher nicht auf eine Umzonung angewiesen sei; die beantragte Umzonung kommt deshalb nur in Betracht, wenn die Parzelle nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden solle. Da keine neuen Zonen auf Vorrat geschaffen werden sollten, sei die beantragte Umzonung auch nur im Zusammenhang mit einem konkreten Projekt sinnvoll, idealerweise in Verbindung mit Parzelle Nr. 192 (da ansonsten für die Pferdesportzone und die Dorfzone zwei separate Gestaltungspläne ausgearbeitet werden müssten). Damit widerlegen diese Schreiben nicht die Feststellungen des Verwaltungsgerichts, sondern bestätigen, dass die Umzonung der Parzelle Nr. 869 auf Initiative der Beschwerdeführer und nicht der Gemeinde erfolgte.