Citation: 2C_485/2023 E. 1.1

1.1. A.________ (geb. 1996), kosovarische Staatsangehörige, heiratete am 28. Juli 2015 im Kosovo einen 1994 geborenen Landsmann, der mit einer Aufenthaltsbewilligung im Kanton Zürich lebte. Am 31. Oktober 2015 reiste sie in die Schweiz ein und erhielt vom Migrationsamt des Kantons Zürich im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung. Diese wurde letztmals mit Gültigkeit bis 26. Juni 2017 verlängert. Mit Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 16. November 2016 betreffend Eheschutz wurde vorgemerkt, dass die Ehegatten seit dem 15. Juli 2016 getrennt lebten. Ihre Ehe wurde schliesslich mit Urteil des Grundgerichts Prizren (Kosovo) am 14. Dezember 2016 geschieden. Ein gegen den Ehemann von A.________ eingeleitetes Strafverfahren, welches zunächst Todesdrohungen und Tätlichkeiten und später auch Vergewaltigungsvorwürfe umfasste, wurde von der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis mit Verfügung vom 12. Juli 2018 eingestellt. Dies nachdem A.________ eine Desinteresse-Erklärung abgegeben, sämtliche Strafanträge gegen ihren Ehemann zurückgezogen und angekündigt hatte, sie wolle inskünftig von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen.