Citation: 6S.343/2003 16.01.2004 E. 5

Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz habe bei der Strafzumessung Art. 64 StGB verletzt. Es seien die Strafmilderungsgründe des Handelns aus achtenswerten Beweggründen beziehungsweise in Bedrängnis nicht berücksichtigt worden. Zudem sei auch nicht strafmildernd in Betracht gezogen worden, dass er zur Tat ernstlich in Versuchung geführt worden sei. 5.1 Der Richter kann die Strafe mildern, wenn der Täter aus achtenswerten Beweggründen gehandelt hat (Art. 64 Abs. 2 al. 2 StGB). Die Ermittlung des Beweggrundes der Tat gehört zu den tatsächlichen Feststellungen, die der kantonale Richter für den Kassationshof verbindlich trifft (Art. 277bis Abs. 1 BStP). Ob der Beweggrund achtenswert sei, stellt demgegenüber eine Rechtsfrage dar (BGE 107 IV 29 E. 2a). Die Vorinstanz hat keine Feststellungen hinsichtlich des der Tat zu Grunde liegenden Beweggrundes gemacht. Sie hat aber festgehalten, dass der Beschwerdeführer den Hund nicht als gefährlich erachtete. Das vom Beschwerdeführer angeführte Motiv, er habe mit seiner Tat seinen Sohn schützen wollen, wird damit indirekt ausgeschlossen. Andere achtenswerte Beweggründe sind im angefochtenen Urteil nicht ersichtlich. Die Beschwerde ist somit in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. 5.2 Weiter kann der Richter die Strafe mildern, wenn der Täter in schwerer Bedrängnis gehandelt hat (Art. 64 Abs. 2 al. 2 StGB). Zur Begründung seiner angeblichen Bedrängnis macht der Beschwerdeführer geltend, er sei in Zeitnot bezüglich der Beweissicherung geraten. Weder aus der Beschwerde noch aus den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ist nachvollziehbar, was für Beweise zu sichern gewesen wären und inwiefern diesbezüglich eine Dringlichkeit bestanden haben soll. Auf die Beschwerde ist in diesem Punkt nicht einzutreten. 5.3 Der Richter kann die Strafe ferner mildern, wenn der Täter durch das Verhalten des Verletzten ernsthaft in Versuchung geführt wurde (Art. 64 Abs. 3 StGB). Dieser Milderungsgrund kann unter Umständen zur Anwendung kommen, wenn der Verletzte den Anstoss zur Straftat gegeben hat (Hans Wiprächtiger, Basler Kommentar StGB I, Art. 64 N. 20). Die Verweigerung der Angabe der Personalien durch A.________ kann offensichtlich nicht als Anstoss ihrerseits aufgefasst werden, sie durch unrechtmässige Mittel zum verlangten Verhalten zu zwingen. Die betreffende Frage nach dem Mittel, mit dem er ihren Hund erschiessen wolle, stellte sie im Übrigen erst, nachdem der Beschwerdeführer bereits mit der Tat begonnen hatte. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.