Citation: 5A_413/2019 E. 3.3.3

3.3.3. Überdies argumentiert der Beschwerdeführer, die Vorinstanz hätte in Anwendung des Dispositionsgrundsatzes (Art. 58 ZPO) als monatlichen Unterhaltsbeitrag Fr. 6'970.-- statt die von der Beschwerdegegnerin gesamthaft anbegehrten Fr. 7'470.-- zusprechen müssen, da der Vorsorgeunterhalt (als Teil des nachehelichen Unterhalts) nicht substantiiert dargelegt worden sei. Der Dispositionsgrundsatz umfasse nicht nur den gesamten Unterhaltsbeitrag, sondern beziehe sich auf jeden einzelnen Teilbetrag. Auch diese Ausführungen des Beschwerdeführers sind unbegründet. So ist das Gericht nur an die gestellten Rechtsbegehren, nicht hingegen an die einzelnen Teilbeträge gebunden (vgl. BGE 119 II 396 E. 2 S. 397 betreffend Schadenersatz; Urteile 5A_667/2015 vom 1. Juni 2016 E. 6.1 und 5A_310/2010 vom 19. November 2010 E. 6.4.3, in: FamPra.ch 2011 S. 451 betreffend nachehelichen Unterhalt). Indem die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin als Unterhaltsbeitrag nicht mehr zugesprochen hat, als diese beantragt hat, hat sie den Dispositionsgrundsatz nicht verletzt.