Citation: 8C_5/2007 29.01.2008 E. 3

Umstritten ist zunächst, in Bezug auf welche Tätigkeiten der Beschwerdeführer in welchem Ausmass arbeitsfähig ist. Da es sich dabei um eine Tatfrage handelt (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398), hat das Bundesgericht nur zu prüfen, ob die entsprechenden Feststellungen des kantonalen Gerichts offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung, insbesondere einer Verletzung von Bundesrecht, beruhen (Art. 97 Abs. 1 BGG). 3.1 Gemäss den Erwägungen des kantonalen Gerichts ist der Beschwerdeführer sowohl bezogen auf den Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns im November 2004 als auch auf jenen des Einspracheentscheids am 7. August 2006 in sämtlichen Tätigkeiten ohne Lärmexposition und ohne Nachtschicht zu 90% arbeitsfähig. Die Einschränkungen sind durch Kopfschmerzen bedingt. Die Vorinstanz stützte sich bei dieser Beurteilung auf das MEDAS-Gutachten vom 20. Oktober 2005 und hielt fest, dessen Zuverlässigkeit werde auch durch die nachgereichten Berichte von Dr. med. W.________ und Dr. med. X.________ nicht in Frage gestellt. Der Beschwerdeführer lässt einwenden, die beiden erwähnten ärztlichen Stellungnahmen lieferten den Nachweis für eine vor dem Erlass des Einspracheentscheids eingetretene gesundheitliche Verschlechterung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. 3.2 Die vorinstanzliche Feststellung, der Beschwerdeführer könne eine angepasste Tätigkeit im Rahmen einer Arbeitsfähigkeit von 90% ausüben, wird in der Beschwerde nicht bestritten, soweit sie sich auf den (allfälligen) Rentenbeginn im November 2004 bezieht. Angesichts der in diesem Sinne lautenden Aussage im MEDAS-Gutachten vom 20. Oktober 2005 kann auch nicht von einer offensichtlich unrichtigen Beurteilung durch das kantonale Gericht gesprochen werden. 3.3 Zu prüfen bleibt, ob die Feststellung des kantonalen Gerichts, das Zumutbarkeitsprofil könne für den gesamten Zeitraum bis zum Einspracheentscheid vom 7. August 2006 auf der Basis des MEDAS-Gutachtens formuliert werden, im Rahmen der dargelegten bundesgerichtlichen Kognition (E. 3.1 hiervor) zu beanstanden ist. 3.3.1 Die Rheumatologin Dr. med. W.________ weist in ihrem Bericht vom 11. Juli 2006 auf seit Dezember 2005 vermehrt vorliegende Schmerzen "lumbosacral im linken Bein ungefähr entlang des Dermatoms L5 rechtsbetont sternal im Bereich der ganzen HWS mit Ausstrahlung in die rechte Schulterregion und rechten Arm bis zum Daumen". In der Beurteilung hält die Ärztin fest, bei einem Zustand nach mehreren Unfällen habe der Patient ein generalisiertes Schmerzsyndrom entwickelt. Objektivieren liessen sich: Arthrotische Veränderungen im Sternumbereich, Achalasie, Makroglossie mit wahrscheinlichem Schlafapnoesyndrom und Segmentdegeneration L4/5 mit Diskusprotrusion und möglicher Irritation der Nervenwurzel L5. Ein zusätzliches Piriformissyndrom könne postuliert werden. Im Fussbereich habe sich neu eine beginnende Arthrose talo-navikular mit einem kleinen Ganglion gefunden. Zur Arbeitsfähigkeit äussert sich die Ärztin wie folgt: "Subjektiv fühlt sich der Patient auch für leichte Arbeit 100% arbeitsunfähig. Für schwere körperliche Arbeit mit repetitivem Heben über 15 kg sowie Tätigkeiten in Inklination ist der Patient 100% arbeitsunfähig. Auf dem Arbeitsmarkt ist es nicht möglich, eine Arbeit für den Patienten zu finden, weshalb ich die 100% Arbeitsunfähigkeit beibehalten würde." 3.3.2 Der Neurologe Dr. med. X.________ erklärte am 8. September 2006, der Patient gebe an, seit zwei Jahren zunehmend Schmerzen am linken Fuss zu verspüren. Es fänden sich keine genügenden Hinweise für eine neurologische Mitursache dieser Beschwerden, insbesondere das durch Dr. med. W.________ zur Diskussion gestellte Tarsaltunnelsyndrom. Eine neu angegebene sockenförmige Sensibilitätsstörung des ganzen linken Fusses lasse sich nicht zuordnen. 3.3.3 Die beiden erwähnten Berichte enthalten keine Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit, welche den Ergebnissen des MEDAS-Gutachtens grundsätzlich widersprechen würden. Dr. med. X.________ äussert sich zu dieser Frage nicht. Dr. med. W.________ attestiert zwar für schwere körperliche Tätigkeiten mit repetitivem Heben über 15 kg sowie Tätigkeiten in Inklination eine volle Arbeitsunfähigkeit, hält aber bezüglich einer leichteren Tätigkeit lediglich fest, der Patient fühle sich arbeitsunfähig und es sei nicht möglich, für ihn auf dem Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden. Die beiden Berichte liefern damit keine hinreichende Grundlage für die Annahme einer erheblichen Verschlechterung in dem Sinne, dass der Beschwerdeführer nicht mehr in der Lage wäre, eine körperlich leichte oder mittelschwere Arbeit mit den durch die MEDAS formulierten Einschränkungen (keine Lärmexposition und keine Nachtschicht) im Umfang von 90% auszuüben. Unter diesen Umständen konnte die Vorinstanz ohne Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG; vgl. Urteil 8C_364/2007 vom 19. November 2007, E. 3.2), annehmen, der Sachverhalt sei für den gesamten zu beurteilenden Zeitraum bis zum Einspracheentscheid vom 7. August 2006 hinreichend geklärt. Ebenso wenig kann von einer offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung gesprochen werden.