Citation: I 429/05 06.03.2006 E. 5

Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist das Valideneinkommen vom Eidgenössischen Versicherungsgericht mit dem Urteil I 73/00 verbindlich festgelegt worden (Erw. 4b/ee). Vorliegend geht es um eine prozessuale Revision. Das Rechtsinstitut der prozessualen Revision dient der Korrektur von Verfügungen, die auf von Anfang an fehlerhaften tatsächlichen Grundlagen beruhen (BGE 115 V 313 Erw. 4a/aa; AHI 1998 S. 295 Erw. 3; SVR 1997 EL Nr. 36 S. 108 Erw. 3b/bb); die Verwaltung ist verpflichtet, unter diesem Titel auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, bei zutreffender rechtlicher Würdigung (Urteile F. vom 7. Juli 2003, I 263/03, Erw. 5.1, und B. vom 18. September 2002, I 183/02, Erw. 2.1) zu einer andern rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 129 V 202 Erw. 1.1, 127 V 469 Erw. 2c; vgl. nun auch Art. 53 Abs. 1 ATSG). Hier sind keine neuen Tatsachen oder Beweismittel entdeckt worden, die auf die Höhe des ursprünglich festgelegten Valideneinkommens einen Einfluss haben, sondern die Revisionsgründe sind hinsichtlich der Höhe des im Einkommensvergleich berücksichtigten Invalideneinkommen gegeben, war dieses doch in einem erheblichen Ausmass höher, als es der ursprünglichen Berechnung und der späteren Überprüfung des Invaliditätsgrades zu Grunde gelegt worden war.