Citation: U 257/03 02.03.2005 E. 1

Die Beschwerdeführerin lässt zunächst eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend machen. Der Beweisentscheid, nicht auf das Ergänzungsgutachten der Klinik Y.________ vom 9. Mai 2001 abzustellen, sondern einen Obergutachter zu ernennen, sei laut dem vorinstanzlichen Entscheid "unter fachrichterlicher Mitwirkung" getroffen worden. Nach verfahrensrechtlichen Grundsätzen müssten gutachterliche Meinungen, zu welchen auch die Äusserungen eines Fachrichters gehörten, offen gelegt werden. Zudem sei der versicherten Person Gelegenheit zur Stellungnahme einzuräumen. Da die fachrichterliche ärztliche Meinung nirgends evident werde, sei das rechtliche Gehör verletzt. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz gelangte nach einer vorläufigen Würdigung des Ergänzungsgutachtens zum Ergebnis, dieses bilde keine hinreichende Entscheidgrundlage, sodass ein Obergutachten eingeholt werden müsse. Dieser Vorgang ist ebenso dokumentiert wie der Umstand, dass er unter fachrichterlicher Mitwirkung erfolgte. Eine ärztliche Stellungnahme war jedoch als Voraussetzung für die Würdigung der vorhandenen medizinischen Unterlagen nicht erforderlich. Die geltend gemachte Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt bereits aus diesem Grund nicht vor. Damit kann offen bleiben, wie zu verfahren wäre, wenn das ärztliche Fachwissen eines Gerichtsmitglieds Urteilsgrundlage gebildet hätte.