Citation: 5A_809/2015 E. 2.2

2.2. Das Obergericht hat erwogen, der Beschwerdeführer verlange vor Obergericht, dass der nacheheliche Unterhalt zugunsten der Beschwerdegegnerin aufzuheben sei. Die Klageänderung des Beschwerdeführers stütze sich entgegen der Vorschrift von Art. 317 Abs. 2 ZPO nicht auf neue Tatsachen und Beweismittel. Die vor Obergericht beantragte Klageänderung sei daher unzulässig. Im Weiteren hat das Obergericht erwogen, der Beschwerdeführer sei in der Rechtsmittelbelehrung des Entscheids der ersten Instanz auf die Anforderungen an die Begründung der Berufung hingewiesen worden. Dennoch setze er sich nicht mit dem vorinstanzlichen Entscheid auseinander und bringe insbesondere nicht substanziiert vor, in welchen Punkten die Vorinstanz den Sachverhalt unrichtig festgestellt oder das Recht falsch angewendet habe. Seine knappen Ausführungen beschränkten sich auf den Hinweis, das erstinstanzliche Urteil habe sein Alter nicht genügend berücksichtigt. In zehn Jahren brauche er die Mithilfe seiner heutigen Frau als Altenpflegerin, weshalb es ihr in den nächsten Jahren nicht möglich sein werde, einer Erwerbstätigkeit ausser Haus nachzugehen. Damit übersehe der Beschwerdeführer, dass selbst in der von der ersten Instanz angestellten Gesamtbetrachtung seiner finanziellen Verhältnisse ohne Einbezug eines Einkommens seiner heutigen Ehefrau ein Überschuss von Fr. 344.-- resultiere. In der erstinstanzlichen Gegenüberstellung seines alleinigen Existenzminimums und seines Einkommens resultiere gar ein Überschuss von Fr. 1'868.50. Auf diese Ausführungen gehe der Beschwerdeführer nicht ein, sodass sich die Begründung als ungenügend erweise. Das Obergericht trat daher auf die Berufung nicht ein.