Citation: 2C_468/2020 E. 5

Der Beschwerdeführer delinquierte, nachdem er bereits im April 2014 an einem Einbruchdiebstahl beteiligt gewesen war und dadurch eine Verurteilung im Juli 2014 wegen Gehilfenschaft bei Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch erwirkt hatte, am 9. Dezember 2015 erneut. Er und mindestens ein Mittäter attackierten damals den aus einer Bar kommenden Geschädigten und verpassten ihm rund 20 kraftvolle Schläge an den Kopf. Einer der Täter trug dabei einen Schlagring oder eine vergleichbare Waffe. Der Beschwerdeführer schlug den bereits am Boden kauernden und sich mit Händen schützenden Geschädigten immer weiter. Das Opfer erlitt verschiedene Verletzungen (leichtes Schädelhirntrauma, dislozierte Fraktur der Nasenspitze, multiple Gesichtsverletzungen). Da der Beschwerdeführer aufgrund der letzteren Tat zu einer 30-monatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist (Urteil des Bezirksgerichts U.________ vom 17. März 2017), ist ein Widerrufsgrund im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG gegeben. Die ihm zur Last gelegten Taten beging der Beschwerdeführer ausnahmslos vor dem 1. Oktober 2016, weshalb dafür von vornherein keine Landesverweisung ausgesprochen werden konnte. Ein Bewilligungswiderruf wegen Straffälligkeit kommt damit grundsätzlich in Betracht (vgl. E. 4.2.1 hiervor).