Citation: 7B_267/2022 E. 2.3

2.3. Die Vorinstanz erwägt, die Privatklägerin sei am 10. März 2019 um ca. 23.00 Uhr an ihrem Arbeitsort in eine Falle gelockt worden. Für die geplante Abrechnung sei zunächst ihr Vertrauen in die Freundschaft mit der als Lockvogel auftretenden Beschuldigten C.________ missbraucht worden. Dann sei sie mit Drohungen, Beschimpfungen und körperlichen Übergriffen gegen ihren klar bekundeten Willen in ein Auto verfrachtet worden. In einer ersten Phase sei sie dort während über zwei Stunden Fahrt und Zwischenstopps namentlich in zwei Wäldern zusammen mit zunächst fünf, nach dem Aussteigen der Beschuldigten D.________ um 1.00 Uhr mit vier Beschuldigten, festgesessen, dies unter wiederkehrenden Beleidigungen und Erniedrigungen. Die zweite Phase in der Wohnung der Beschuldigten E.________ habe sich durch eine Zunahme von Demütigungen ausgezeichnet. Über Stunden sei der Privatklägerin in sehr herabsetzender und immer quälenderer Art unnötiges Leid angetan worden. Sie sei als Projektionsfläche sadistischer Ideen zur reinen Unterhaltung für abartige Handlungen missbraucht worden. In der Gesamtbetrachtung sei der Privatklägerin während rund acht Stunden grosses und unnötiges Leid angetan worden. Die lange Zeit in der Gewalt der zahlenmässig überlegenen Beschuldigten mit wiederholten quälerischen Übergriffen sei für die Privatklägerin in besonderem Masse belastend und unerträglich gewesen, was das Handeln der Beschuldigten als grausam im Sinne von Art. 184 StGB qualifiziere.