Citation: 2C_108/2018 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer ist anerkannter Flüchtling. Zwar wurde er nicht persönlich verfolgt, doch wurde ihm Familienasyl gewährt, womit er die Flüchtlingseigenschaft erfüllt (vgl. CONSTANTIN HRUSCHKA, Kommentar zum Migrationsrecht, 4. Aufl. 2015, N. 1 f. zu Art. 51 AsylG). Die asyl- und ausländerrechtliche Regelung bzw. Beendigung der Anwesenheit eines anerkannten Flüchtlings sind miteinander verknüpft. Der Widerruf der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung hat die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge (Art. 64 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer vom 16. Dezember 2005 [AuG; SR 142.20]). Nach Art. 64 Abs. 1 lit. d des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) erlischt das Asyl, wenn die Weg- oder Ausweisung vollzogen worden ist. Eine kantonale Behörde, die über den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung eines anerkannten Flüchtlings zu befinden hat, muss somit nicht nur die ausländerrechtlichen, sondern auch die asylrechtlichen Voraussetzungen prüfen (BGE 139 II 65 E. 5.1 S. 72; 135 II 110 E. 3.1 S. 116; Urteile 2C_396/2017 vom 8. Januar 2018 E. 5.2; 2C_203/2016 vom 30. Januar 2017 E. 2.3).