Citation: 4A_229/2019 E. A

A.a. A.________ (Klägerin, Beschwerdeführerin) ist die Witwe von C.________. Im Konkurs ihres Ehemannes wurde ihr gemäss Art. 260 SchKG die Forderung (zur Fortsetzung des Prozesses) abgetreten, die ihrem Ehemann im Konkurs über den Nachlass von Rechtsanwalt D.________ gemäss Art. 260 SchKG abgetreten worden war. Es handelt sich um eine Forderung von Rechtsanwalt D.________ bzw. dessen Konkursmasse gegen die B.________ AG als Berufshaftpflichtversicherung (Berufshaftpflichtversicherung, Beklagte, Beschwerdegegnerin). A.b. C.________ wurde im Februar 2009 von E.________ beim Bezirksgericht U.________ auf Bezahlung von insgesamt Fr. 205'000.-- verklagt. Er beauftragte Rechtsanwalt D.________ mit der Wahrung seiner Interessen. Dieser reichte keine Klageantwort ein. Er hatte mehrmals um Fristverlängerungen ersucht, die alle gewährt wurden. Am 11. Mai 2009 stellte er schliesslich wegen eines gesundheitlichen Notfalls ein Gesuch um Gewährung einer zweitägigen Notfrist. Nachdem er auch diese Notfrist verstreichen liess, setzte ihm das Bezirksgericht U.________ am 26. Mai 2009 eine peremptorische Frist nach der damaligen kantonalen Prozessordnung, die ebenfalls nicht eingehalten wurde. Das Bezirksgericht U.________ hiess die Klage am 3. August 2009 vollumfänglich gut und verpflichtete C.________ zur Zahlung von Fr. 205'000.-- (davon Fr. 115'000.-- in WIR-Geld) nebst Zins an den Kläger.