Citation: 9C_656/2012 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, diese Argumentation sei willkürlich. Das kantonale Gericht habe bei der Bemessung der Frist die besonderen Umstände des Einzelfalls ausser Acht gelassen und auf eine starre Frist abgestellt. Sie habe als Laiin nicht davon ausgehen können, dass aufgrund der vermehrten Hilfe beim Anlegen der Strümpfe "nun plötzlich ab ca. 2004" die Voraussetzungen für den Bezug einer Entschädigung für Hilflosigkeit schweren Grades vorlagen. Erst mit Verfügung vom 18. Januar 2011 sei darüber informiert worden, dass die IV-Stelle die Verschlechterung (Notwendigkeit dauernder medizinisch-pflegerischer Unterstützung) anerkenne. Da ihr weiterhin die bisherige Hilflosenentschädigung ausgerichtet worden sei, habe sie keinen Anlass gesehen, sich nach dem Ausgang des Revisionsverfahrens zu erkundigen. Im Übrigen seien längst nicht alle IV-Revisionsverfahren nach 14 Monaten abgeschlossen. Sollte das Gericht wider Erwarten darauf abstellen, dass die nicht eröffnete Mitteilung vom 20. September 2005 bzw. die nicht eröffnete Verfügung vom 31. Januar 2006 in Rechtskraft erwachsen seien, wäre die Erhöhung der Hilflosenentschädigung aufgrund der festgestellten zweifellosen Unrichtigkeit des damaligen Entscheides gestützt auf Art. 46 Abs. 2 AHVG trotzdem vollumfänglich ab Eintritt ins Rentenalter zu berücksichtigen.