Citation: I 86/06 03.07.2006 E. 4

Ist nach dem Gesagten insofern ein Revisionsgrund zu bejahen, als neu die gemischte Invaliditätsbemessungsmethode zur Anwendung gelangt, sind im Folgenden die Auswirkungen der festgestellten Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der erwerblichen Beschäftigung und im Aufgabenbereich Haushalt zu ermitteln. Massgebend sind dabei die Verhältnisse im Zeitpunkt der allfälligen Rentenrevision, d.h. diejenigen des Jahres 2005. 4.1 Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades im erwerblichen Bereich ist ein Einkommensvergleich vorzunehmen. 4.1.1 Als Basis des Einkommens, welches die Beschwerdeführerin als Gesunde zu erzielen vermöchte (Valideneinkommen), sind die Lohnangaben der ehemaligen Arbeitgeberin, der Firma H.________ AG, vom 18. Januar 2000, bei der die Versicherte im Zeitpunkt ihres Hirninfarktes angestellt gewesen war, heranzuziehen. Gemäss diesen hätte die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden im Jahre 2000 bei einem Vollpensum Fr. 65'000.- verdient. Hochgerechnet auf das Jahr 2005, wobei auf die Lohnentwicklung im Bereich "Unterrichtswesen; Gesundheits- und Sozialwesen; sonstige öffentliche Dienstleistungen; persönliche Dienstleistungen" (Die Volkswirtschaft, Ausgabe 6/2006, S. 87, Tabelle B10.2 [Noga-Abschnitt M, N, O]; 2001: 2,1 %; 2002; 1,7 %; 2003: 1,7 %; 2004: 1,3 %; 2005: 0,9 % [letztgenannte Prozentangabe: Nominallohnindex des Sektors 3, Dienstleistungen; abrufbar unter: www.bfs.admin.ch]) abzustellen ist, ergibt sich daraus ein Einkommen von Fr. 70'158.70. Der Validenverdienst ist damit auf Fr. 35'079.35 (50 %-Pensum) oder Fr. 21'047.60 (30 %-Pensum) festzusetzen. 4.1.2 Zur Bestimmung des trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist, da die Versicherte keiner erwerblichen Beschäftigung mehr nachgeht, auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen (vgl. BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführerin ist eine Beschäftigung im angestammten Beruf als typographische Gestalterin - wie auch jede andere Bürotätigkeit - weiterhin im Umfang von 50 % zumutbar, wobei die Leistungsfähigkeit innerhalb dieses Pensums zusätzlich um 20 % eingeschränkt ist. Es rechtfertigt sich daher, aus der Lohnstatistik den im Sektor "Dienstleistungen" geltenden Medianwert beizuziehen. Gemäss Tabelle TA1 der LSE 2004 (S. 53, Wirtschaftszweige 50-93) beträgt dieser für im privaten Sektor arbeitende Frauen, welche über Berufs- und Fachkenntnisse verfügen (Anforderungsniveau 3), bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden Fr. 4811.- monatlich oder Fr. 57'732.- jährlich. Unter Beachtung der im Jahre 2005 betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden (abrufbar unter: www.bfs.admin.ch [Sektor Dienstleistungen]) sowie einer massgeblichen Nominallohnerhöhung von 0,9 % (vgl. Erw. 4.1.1 hievor) beläuft sich das Einkommen bei einem - zusätzlich um 20 % reduzierten - 50 %-Pensum auf Fr. 24'290.90. Ausgehend von einem, vollumfänglich ausübbaren, 30 %-Pensum resultiert ein Einkommen von Fr. 18'218.20. Anhaltspunkte, welche einen weiteren Abzug von diesen Tabellenwerten indizierten (vgl. dazu BGE 126 V 78 ff. Erw. 5 sowie AHI 2002 S. 62 ff. [Urteil D. vom 27. November 2001, I 82/01]), bestehen nicht, wurde doch namentlich die leidensbedingte Einschränkung bereits berücksichtigt. Weitere Hinweise dafür, dass die Beschwerdeführerin ihre verbliebene (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Erfolg verwerten kann, sind - auch mit Blick auf den Umstand der Teilzeitbeschäftigung (vgl. dazu BGE 126 V 79 Erw. 5a/cc in fine; LSE 2004, S. 25, Tabelle T6*) - nicht ersichtlich. Die Gegenüberstellung von Validen- (Fr. 35'079.35 [50 %-Pensum]; Fr. 21'047.60 [30 %-Pensum]) und Invalideneinkommen (Fr. 24'290.90 [50 %-Pensum]; Fr. 18'218.20 [30 %-Pensum]) ergibt einen Invaliditätsgrad im erwerblichen Bereich von 30,75 % (50 %-Pensum) bzw. 13,44 % (30 %-Pensum). 4.2 Was die gesundheitlich bedingte Einschränkung im Haushalt anbelangt, wurde gestützt auf Abklärungen vor Ort eine solche von 6,75 % ermittelt (Bericht vom 15. Februar 2005). Wie sich auf Grund der nachfolgenden Erwägungen zeigt, braucht auch bezüglich dieses Punktes nicht abschliessend bestimmt zu werden, ob der von der IV-Abklärungsperson erhobene Werte zutrifft oder aber die von der Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachte Beeinträchtigung in den häuslichen Verrichtungen von 30 % massgebend ist. Wird von einer Aufteilung der Aufgabenbereiche Erwerbstätigkeit/Haushalt von je 50 % ausgegangen, beläuft sich die Erwerbseinbusse gewichtet auf 15,375 % (0,5 x 30,75 %). Diesfalls müsste, damit eine rentenbegründende Invalidität erreicht würde, im Haushalt ein - sich weder aus den Akten noch den Vorbringen der Versicherten ergebendes - reduziertes Leistungsvermögen von mindestens 48,25 % vorliegen. Wäre eine im Gesundheitsfall noch lediglich zu 30 % ausgeübte erwerbliche Beschäftigung anzunehmen, resultierte in diesem Bereich eine Einbusse von 4 % (0,3 x 13,44 %), sodass die Behinderung in den Haushaltsverrichtungen mindestens 50,8 % zu betragen hätte, um einen Rentenanspruch zu begründen (zu den Rundungsregeln: vgl. BGE 130 V 121). So oder anders lässt sich demnach die auf den 1. Januar 2001 zugesprochene halbe Invalidenrente nicht länger aufrechterhalten. Sie wurde daher - gestützt auf Art. 88a Abs. 1 in Verbindung mit Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV - zu Recht auf das Ende des der Zustellung der Revisionsverfügung vom 22. Februar 2005 folgenden Monats aufgehoben.