Citation: 4A_463/2022 E. 3.4.1

3.4.1. Der Beschwerdeführer trägt vor, er habe bereits in seiner Klage vom 8. Oktober 2020 darauf hingewiesen, es sei Sache der Beschwerdegegnerin, Regress auf die Arbeitgeberin zu nehmen, sollte sie zur Leistung von Krankentaggeldern verpflichtet werden. Ihm sei von Anfang an klar gewesen, dass die Arbeitgeberin wegen der verspäteten Krankheitsmeldung eine Leistungspflicht habe. Es sei ihm freigestanden, die gesamte Summe gegen die Beschwerdegegnerin einzuklagen. Es sei nicht seine Sache, darüber zu befinden, wer letztlich für seinen Anspruch aufzukommen habe. Ihm sei es stets darum gegangen, schadlos gehalten zu werden. Damit legt der Beschwerdeführer selbst dar, dass es im Prozess vor dem Sozialversicherungsgericht um seine Ansprüche ab dem 13. Februar 2020 ging. Dergestalt hatte er den Streitgegenstand mit seiner Klage umgrenzt. Es ist nicht ersichtlich, weshalb an der Vergleichsverhandlung das caput controversum enger hätte umrissen sein sollen. Vor diesem Hintergrund schadet es nicht, dass im Vergleich nicht ausdrücklich steht, wann der abgedeckte Zeitraum beginnt. Im Gegenteil: Hätten die Parteien in Abweichung vom Klagebegehren nur eine Lösung ab 17. Juni 2020 statt ab 13. Februar 2020 treffen wollen, dann wäre zu erwarten gewesen, dass dies im Vergleich schriftlich fixiert wird.