Citation: 5A_502/2013 E. 2.1

2.1. Das Verwaltungsgericht hat erwogen, die Beschwerdeführerin rüge, dass der Beschwerdegegner ihre Rechtsverweigerungsbeschwerde zu Unrecht nicht als solche behandelt, sondern sie in eine Aufsichtsbeschwerde umgedeutet und ihr persönlich die Parteistellung abgesprochen habe. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gelte daher ihrerseits als Rechtsverweigerungsbeschwerde, für deren Beurteilung gemäss Art. 74 Abs. 1 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) das Verwaltungsgericht zuständig sei, wenn kein Ausschlussgrund gemäss Art. 75 ff. VRPG vorliege. Ausgangspunkt des Rechtsmittelverfahrens bildeten die auf das kantonale Datenschutzgesetz vom 19. Februar 1986 (KDSG; BSG 152.04) gestützten Gesuche der Beschwerdeführerin vom 19. Juni 2012, deren Beurteilung sich die Gemeinde Sigriswil verschlossen habe. Sowohl der gestützt auf Art. 24 KDSG gestellte Antrag auf Feststellung der widerrechtlichen Bekanntgabe von Daten als auch das Gesuch um Auskunft gemäss Art. 21 KDSG, Einsicht in die entsprechenden Daten zu erhalten, bezögen sich auf die ehemalige Tätigkeit der Beschwerdegegnerin als Vormundschaftsbehörde, welche B.________ und C.________ um Prüfung vormundschaftlicher Massnahmen gegen ihre Schwester (die Beschwerdeführerin) ersucht hätten. Nach Art. 28 KDSG seien Verfügungen der verantwortlichen Behörde, insbesondere Entscheide über Gesuche nach Art. 21-24 KDSG sowie deren Verweigern oder Verzögern anfechtbar. Nach Art. 26 KDSG gälten für den Rechtsschutz die für das betreffende Rechtsgebiet anwendbaren Verfahrensordnungen, was bedeute, dass der Rechtsschutz in solchen datenschutzrechtlichen Angelegenheiten der Sache folge. Da es sich - wie dargelegt - in der Sache um eine Angelegenheit des Kindes- und Erwachsenenschutzes handle, sei die Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Lichte von Art. 77 lit. f VRPG i.V.m. Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG nicht zulässig; die Behandlung der Beschwerde falle vielmehr in die Kompetenz des Kindes- und Erwachsenenschutzgerichts des Obergerichts als Beschwerdeinstanz, an welches die Beschwerde zusammen mit den Akten zu überweisen sei.