Citation: 8C_56/2023 E. 4.3

4.3. Die hiergegen erhobenen Einwände des Beschwerdeführers sind offensichtlich unbegründet. Dass aus der am 27. Juli 2020 verfügten, unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Zusprache einer Integritätsentschädigung von 15% auf einen mindestens halb so hoch zu bemessenden leidensbedingten Tabellenlohnabzug zu schliessen wäre, ist sachfremd und entbehrt einer nachvollziehbaren Begründung. Vielmehr besteht der Integritätsschaden unabhängig von der Erwerbsfähigkeit (vgl. Art. 36 Abs. 1 UVV). Dass offensichtlich kein (direktes) Abhängigkeitsverhältnis zwischen dem Umfang des Integritätsschadens einerseits und der Bemessung eines allfälligen leidensbedingten Tabellenlohnabzuges im Sinne von BGE 126 V 75 andererseits besteht, zeigt bereits die Tatsache, dass zahlreiche Fälle nur mit der Ausrichtung einer Integritätsentschädigung, jedoch ohne Anspruch auf eine Invalidenrente abgeschlossen werden (beispielhaft statt vieler: Urteil 8C_809/2021 vom 24. Mai 2022). Nichts anderes folgt aus der Rechtsprechung, wonach beim Fallabschluss die Verfügung über den Integritätsanspruch unabhängig von der Beurteilung des Rentenanspruchs der Teilrechtskraft zugänglich ist (vgl. dazu BGE 144 V 354 E. 4.3 und SVR 2023 UV Nr. 17 S. 54, 8C_281/2022 E. 4.1 mit Hinweisen). Schliesslich vermag der Beschwerdeführer auch aus dem Verweis auf die Invaliditätsbemessung der Invalidenversicherung nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, da diese den Unfallversicherer nicht bindet (BGE 131 V 362 E. 2.3 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 8C_137/2022 vom 22. Februar 2023 E. 3.3 mit Hinweisen).