Citation: 2C_361/2022 E. 7

Zusammengefasst ergibt sich damit, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der ab dem 3. September 2020 in Verletzung von Art. 5 Ziff. 1 lit. f EMRK aufrechterhaltenen Ausschaffungshaft und des in diesem Zusammenhang erlittenen immateriellen Schadens ein geldwerter Anspruch auf Genugtuung gestützt auf Art. 5 Ziff. 5 EMRK zukommt. Die Beschwerde ist damit teilweise gutzuheissen und das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 22. März 2022 insoweit aufzuheben, als darin betreffend die Zeitperiode ab dem 3. September 2020 ein Entschädigungsanspruch verneint wird. Diesbezüglich ist die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz, die über die Höhe des Anspruchs zu entscheiden haben wird, zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.