Citation: 2C_766/2019 E. 6.1

6.1. Eine ausländerrechtliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme kann, unabhängig vom Vorliegen einer familiären Beziehung, eine Einschränkung des Privatlebens im Sinne von Art. 8 EMRK darstellen (BGE 140 II 129, nicht publ. E. 2.2; 139 I 16 E. 2.2.2 S. 20; Urteil 2C_636/2017 vom 6. Juli 2018 E. 3.2.3). Der Beschwerdeführer ist am 14. April 1987 in die Schweiz eingereist, wobei ihm am 30. August 1988 die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt und Asyl gewährt wurde. Angesichts seiner rechtmässigen Aufenthaltsdauer von weit über zehn Jahren kann er sich grundsätzlich auf den Schutz seines Privatlebens im Sinne von Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV berufen (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.9 S. 277 ff.).