Citation: 1C_282/2021 E. 6.5

6.5. In Übereinstimmung mit den unterinstanzlichen Entscheiden hat das Verwaltungsgericht erwogen, die Zielsetzungen des Waldabstands würden bei der Erweiterung der Deponie in jeder Hinsicht gewahrt bleiben. Das AWN hatte in der Stellungnahme vom 31. Juli 2018 an den Regierungsrat ergänzend dargelegt, dass die zusätzlich geplanten Auffüllhöhen im Nahbereich zum Wald eher gering seien. Im Vergleich zur bisherigen, rechtskräftig bewilligten Deponierung entstünden dadurch keine oder nur marginale zusätzliche Auswirkungen auf den Wald. Das BAFU vertritt ebenfalls die Ansicht, die Unterschreitung des gesetzlichen Waldabstands sei im konkreten Fall nicht zu beanstanden. Aus den Verfahrensakten, insbesondere den Querprofilen in den Bauplänen, ist ersichtlich, dass die 2006 bewilligten Auffüllhöhen im Nahbereich des Waldes eher gering waren. Die zusätzlichen Auffüllhöhen bei der umstrittenen Erweiterung verstärken zwar die Unterschreitung des gesetzlichen Waldabstands, sind aber im Nahbereich des Waldes wiederum eher gering. Dabei wird distanzmässig die kantonale Richtlinie zum minimalen Waldabstand einer Deponie ausgeschöpft. Insgesamt erachten das AWN und das BAFU die Schutzziele des Waldabstands vorliegend dennoch als gewährleistet, wobei sich das AWN und das BAFU zu den einzelnen Schutzzielen (vgl. oben E. 6.3) geäussert haben. Diese Einschätzung der Fachbehörden ist nachvollziehbar. Die Beschwerdeführer setzen sich vor Bundesgericht nicht mit der Beachtung der einzelnen Schutzziele beim Waldabstand auseinander. Ihre grundsätzlichen Vorbringen, wonach auch bei einer Deponie ein strenger Massstab im Hinblick auf den Waldabstand gelten müsse, lassen die vorinstanzliche Beurteilung in diesem Punkt nicht als bundesrechtswidrig erscheinen.