Citation: 4A_424/2024 E. 2.4

2.4. Damit braucht auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde zur Verkehrsdurchsetzung nicht mehr eingegangen zu werden. Hinsichtlich der von der Beschwerdeführerin ins Feld geführten absoluten Freihaltebedürftigkeit der Bezeichnung "Schnittschutz" verkennt sie, dass dieses Argument nicht nur im Fall einer Verkehrsdurchsetzung, sondern auch dann ins Spiel kommt, wenn die originäre Unterscheidungskraft bejaht wird. Daher wären entsprechende Behauptungen bereits in der Klage oder in der Replik vorzutragen gewesen, bevor die Beschwerdegegnerin in ihrer Duplik die Verkehrsdurchsetzung des Zeichens behauptete. Die in der Beschwerde erhobene Rüge, ihre Vorbringen seien - wie der Einwand gegen die erst in der Duplik behauptete Verkehrsdurchsetzung (die im bundesgerichtlichen Verfahren jedoch nicht mehr zur Diskussion steht) - rechtzeitig erfolgt, ist demnach unbegründet. Abgesehen davon geht die Beschwerdeführerin nicht hinreichend auf die vorinstanzliche Eventualbegründung ein, wonach sie sich mit dem angeblichen Freihaltebedürfnis unzureichend auseinandergesetzt habe.