Citation: 1A.203/2002 28.01.2003 E. 1

A. Mit Schreiben vom 15. Oktober 2001 ersuchte das Tribunal de Grande Instance de Saint-Etienne/F die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt, in der u.a. gegen B.________ und C.________ wegen Verdachts der Veruntreuung und der Hehlerei geführten Strafuntersuchung seien verschiedene Rechtshilfemassnahmen vorzunehmen. Dem Ersuchen, das mit vier auf zwei Banken in Basel lautenden Checks der Firma D.________ untermauert worden ist, liegt im Wesentlichen folgender Sachverhalt zugrunde: Die genannte, in Paris ansässige Firma D.________, welche zwischen 1991 und 1998 für ca. FF 170 Mio. Niederlassungen der E.________ umbaute, erhielt zwischen 1991 und 1993 zu hohe Vergütungen. Im selben Zeitraum leistete die Firma D.________ den beiden auf Guernesey eingetragenen bzw. domizilierten Firmen F.________Ltd. und G.________Ltd. ungerechtfertigte Zahlungen in der Höhe von insgesamt FF 4,7 Mio. Es besteht der Verdacht, dass die erwähnten Personen, die im Juli 2000 aus dem Direktorium der E.________ entlassen werden mussten, Gelder veruntreuten. Es läuft daher seit längerer Zeit ein Ermittlungsverfahren gegen sie. Mit Schlussverfügung vom 6. Dezember 2001 entsprach der Erste Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt dem Rechtshilfebegehren unter Spezialitätsvorbehalt und bewilligte die Herausgabe der verlangten Kontoauszüge/Informationen betreffend die Bankkonten der F.________Ltd. und der G.________Ltd. und betreffend das Resultat der Erhebungen über die laut dem Ersuchen in den untersuchten Sachverhalt involvierten natürlichen und juristischen Personen. Hiergegen führten A.________, B.________ und C.________ Beschwerde an das Strafgericht Basel-Stadt. Dessen Rekurskammer trat mit Entscheid vom 12. September 2002 auf die Beschwerde nicht ein. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, Inhaber der betroffenen Konten seien unbestrittenermassen die F.________Ltd. und die G.________Ltd. selber. Auch wenn A.________ nach seinen Angaben alleiniger Inhaber der F.________Ltd. sei, sei er daher als bloss wirtschaftlich Berechtigter nicht beschwerdebefugt. Nichts anderes ergebe sich in Bezug auf die beiden andern Beschwerdeführer, B.________ und C.________. Auch Personen, gegen die sich das ausländische Strafverfahren richtet, seien nur dann persönlich und unmittelbar betroffen, wenn sie sich selbst einer Ausführungshandlung unterwerfen müssten. Diese Voraussetzung sei im Falle der in Frankreich beschuldigten B.________ und C.________ nicht erfüllt, weshalb auch ihnen keine Beschwerdebefugnis zustehe. Im Sinne einer Eventualbegründung erachtete die Rekurskammer im Übrigen die Voraussetzungen zur Rechtshilfeleistung gemäss der angefochtenen Schlussverfügung des Ersten Staatsanwalts als vollumfänglich erfüllt.