Citation: 8C_200/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Aus den vom kantonalen Gericht geschilderten beruflichen Massnahmen ergibt sich, entgegen seiner Auffassung, die Bereitschaft der Beschwerdeführerin, sich wieder in den erlernten Beruf als Drogistin einzugliedern zu wollen. Dass ihr dies letztlich nicht gelang, liegt nicht am fehlenden oder mangelnden Willen. Allein schon aus dem Verlauf des Krankheitsgeschehens, der zu den rückwirkend zugesprochenen, je befristeten Invalidenrenten führte, ist zu schliessen, dass eine Rückkehr in den angestammten Beruf nicht mehr möglich gewesen war. Dr. med. E.________ hielt im neurologischen Gutachten vom 2. September 2019 fest, dass Verrichtungen mit den Armen über Schulter- respektive Kopfhöhe nicht möglich seien. Der orthopädische Sachverständige der ABI ging in der Verlaufsexpertise vom 16. April 2020 davon aus, dass nur körperlich sehr leicht belastende Tätigkeiten auf Ebene des Bewegungsapparates zumutbar seien. Zudem ist der von ihm wiedergegebenen Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin zur beruflichen Zukunft zu entnehmen, dass sie gemäss Prof. H.________ nicht mehr in der Drogerie arbeiten dürfe, da dies mit zu hohen Belastungen einhergehe und sie nicht täglich neun Stunden gehen könne. Aus diesen Angaben ist einzig zu schliessen, dass sie ihren Beruf schon bei Abschluss der von der Beschwerdegegnerin in den Jahren 2014/2015 gewährten Massnahmen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr auszuüben vermochte.