Citation: 2C_1015/2017 E. A

Der kosovarische Staatsbürger A.F.________ (geboren 1975) reiste im Juli 1988 im Alter von nicht ganz 13 Jahren in die Schweiz ein. Im Rahmen des Familiennachzugs erhielt er eine Aufenthalts- und später eine Niederlassungsbewilligung. A.F.________ ist mit seiner Landsfrau B.F.________ (geboren 1973) verheiratet. Die Ehefrau und die drei gemeinsamen Kinder C.F.________ (geboren 1994), D.F.________ (geboren 1996) und E.F.________ (geboren 7. November 2000) verfügen ebenfalls über Niederlassungsbewilligungen. A.F.________ wurde in der Schweiz wiederholt straffällig. Von 1995 bis 2016 wurde er - mehrheitlich wegen Verstössen im Bereich des Strassenverkehrs - insgesamt 24 Mal verurteilt. Unter anderem verurteilte ihn das Kantonsgericht Schwyz am 25. Mai 2004 wegen mehrfachen in Umlaufsetzens falschen Geldes und Fahrens ohne Führerausweis zu einer bedingten Gefängnisstrafe von vier Monaten und einer bedingten Landesverweisung von drei Jahren. Das Kreisgericht See-Gaster verurteilte ihn mit Entscheid vom 7. Januar 2016 wegen mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs trotz Verweigerung, Entzugs oder Aberkennung des Ausweises, mehrfachen Fahrens ohne Fahrzeugausweis und Kontrollschilder, mehrfacher missbräuchlicher Verwendung von Ausweisen und/oder Kontrollschildern, mehrfacher einfacher Verletzung der Verkehrsregeln, Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz, mehrfacher versuchter falscher Anschuldigung und falscher Anschuldigung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten sowie zu einer Busse von Fr. 2'000.-. A.F.________ wurde mit Verfügung der Fremdenpolizei des Kantons St. Gallen vom 29. Juli 1998 erstmals fremdenpolizeilich verwarnt, da er in strafrechtlicher und finanzieller Hinsicht zu berechtigten Klagen Anlass gegeben habe. Mit Verfügung des Ausländeramts des Kantons St. Gallen vom 22. März 2006 erfolgte eine zweite Verwarnung, da weitere strafrechtliche Verfehlungen hinzugekommen seien und er seinen finanziellen Verpflichtungen immer noch nicht ordnungsgemäss nachkomme. Am 3. Januar 2012 stellte das Migrationsamt des Kantons St. Gallen nach weiteren Verurteilungen von A.F.________ fest, aufgrund seines Verhaltens seien die Voraussetzungen für den Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung erfüllt. Es drohte ihm den Bewilligungswiderruf an und ermahnte ihn, sich künftig in jeder Beziehung klaglos zu verhalten. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs widerrief das Migrationsamt des Kantons St. Gallen mit Verfügung vom 12. Mai 2016 die Niederlassungsbewilligung von A.F.________ und ordnete an, dieser habe die Schweiz am Tag seiner Haftentlassung oder - sollte er sich bei Rechtskraft der Verfügung bereits in Freiheit befinden - spätestens 60 Tage nach Rechtskraft der Verfügung zu verlassen.