Citation: I 76/03 20.08.2003 E. 2

Entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde durfte der Versicherte nicht davon ausgehen, es stehe ihm, solange sich der Gesundheitszustand und die ärztlich eingeschätzte Arbeitsunfähigkeit nicht veränderten, weiterhin eine halbe Invalidenrente zu. Nach Art. 77 IVV ist jede für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, namentlich der wirtschaftlichen Verhältnisse, unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen. Gemäss Fragebogen der Arbeitgeberin vom 28. Mai 2001 wurden ihm bei einer monatlichen Entlöhnung von Fr. 3755.20 im April 1999 Fr. 9185.25 und im Dezember Fr. 12'303.80 für geleistete Überstunden ausbezahlt. Obwohl ab 1. Januar 2000 die Arbeitszeit deutlich erhöht worden war (monatliches Einkommen von Fr. 5438.50), fielen in der Folge weitere zahlreiche Überstunden an, die im April und September desselben Jahres entschädigt worden waren. Die Vorinstanz ist daher zu Recht davon ausgegangen, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse für den Beschwerdeführer erkennbar spätestens ab April 2000 dauernd verändert hatten, ein Umstand, der hätte gemeldet werden müssen. Zwar hat die IV-Stelle den Anspruch nach Zusprechung einer ganzen Invalidenrente ab 1. Oktober 1987 in regelmässigen Abständen von zwei Jahren bis im Frühjahr 1997 überprüft und danach mit einer erneuten Revision bis zum Frühjahr 2001 zugewartet, obwohl auf Grund der Fragebogen der Arbeitgeberin vom 14. August 1995 und 18. Juni 1997 deutliche Anhaltspunkte für die spätere Lohnentwicklung bestanden (Beförderung zum Leiter der Mensa; in den Jahren 1994 und 1996 mit Überstunden erzielte Jahresverdienste von Fr. 50'537.10 und Fr. 65'531.40). Von der Meldepflicht war der Beschwerdeführer dadurch indessen nicht entbunden, zumal die Verwaltung ihn regelmässig ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht hatte (letztmals mit der Kinderrentenverfügung vom 25. April 2000 für den in der Ausbildung stehenden Sohn) und die Arbeitszeit angesichts der in den vorangegangenen Jahren geleisteten Überstunden ab 1. Januar 2000, wenn auch vorläufig, deutlich erhöht worden war. Sodann genügt nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz für die Annahme einer Anzeigepflichtverletzung ein leichtes Verschulden (BGE 112 V 101 Erw. 2a).