Citation: 2C_1040/2022 E. 3.2.5

3.2.5. Die Rückstufung ist geeignet, die Beschwerdeführerin zur Behebung des Integrationsdefizits zu bewegen. Sie ist zwar bereits 56 Jahre alt, steht jedoch noch nicht kurz vor der Pensionierung, sodass die Rückstufung nach wie vor ihren Zweck erfüllen kann (vgl. Urteile 2C_181/2022 vom 15. August 2022 E. 6.7; 2C_158/2021 vom 3. Dezember 2021 E. 7.1). Bezüglich der Erforderlichkeit der Rückstufung hat die Vorinstanz erwogen, die schriftliche Ermahnung vom 7. August 2019 habe keinerlei Wirkung gezeitigt, weshalb eine formelle Verwarnung als mildere Massnahme nicht ausgereicht habe (E. 8.3 vorinstanzliches Urteil). Mit Schreiben vom 7. August 2019 hat das Migrationsamt die Beschwerdeführerin explizit und konkret auf die bereits bezogene, hohe Sozialhilfe hingewiesen und festgehalten, dass ein weiterer Bezug von Sozialhilfe zur Rückstufung führen kann (vgl. Bst. B.a oben). Ausserdem hat die Vorinstanz in diesem Zusammenhang festgestellt, dass die Beschwerdeführerin aufgrund dieses Schreibens am 9. August 2019 mit dem Migrationsamt telefonisch Kontakt aufgenommen hat, worauf ihr die Gesetzesänderung bezüglich Rückstufung sowie die Notwendigkeit, die Sozialhilfeschuld nicht weiter ansteigen zu lassen und eine Arbeitstätigkeit aufzunehmen, mündlich erläutert wurde (vgl. E. 6.2 vorinstanzliches Urteil). Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass das Migrationsamt vor der Rückstufung nicht noch eine formelle Verwarnung (Art. 96 Abs. 2 AIG) gegenüber der Beschwerdeführerin erlassen hat (vgl. Urteil 2C_96/2021 vom 19. Oktober 2021 E. 6.3). Vielmehr erweist sich die Rückstufung auch als erforderlich und eine formelle Verwarnung als milderes Mittel war nicht angezeigt. Im Weiteren kann von der Beschwerdeführerin erwartet werden, dass sie sich angesichts der erheblichen, bezogenen Sozialhilfe um eine Arbeitstätigkeit und eine Ablösung von der Sozialhilfe bemüht, sodass die Rückstufung auch zumutbar ist.