Citation: 1P.482/2000 08.09.2000 E. 5

5.- Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV, weil sein Antrag abgelehnt wurde, die Präsidentin des Verfahrensgerichts habe ihn vor dem Entscheid über die Verlängerung der Haft persönlich anzuhören. Die Rüge ist unbegründet. Weder aus Art. 5 Ziff. 4 EMRK noch aus Art. 4 aBV bzw. Art. 29 Abs. 2 BV ergibt sich ein Recht des Angeschuldigten auf persönliche Anhörung durch den Haftrichter im Haftprüfungs- und Haftverlängerungsverfahren (BGE 125 I 113 E. 2a). Auch die Strafprozessordnung des Kantons Basel-Landschaft (StPO) sieht ein solches Recht nicht vor. Gemäss § 86 Abs. 3 StPO entscheidet das zuständige Präsidium über die Haftverlängerung in einem "schriftlichen oder mündlichen" kontradiktorischen Verfahren. Die Präsidentin des Verfahrensgerichts vertrat mit Grund die Ansicht, im vorliegenden Fall dränge sich ein schriftliches Verfahren auf, da es hier um einen äusserst komplizierten Sachverhalt gehe und eine Abwägung der Vorbringen nur durch die Überprüfung der umfangreichen Akten möglich sei. Sie verletzte daher die Verfassung und die EMRK nicht, wenn sie den Antrag des Beschwerdeführers auf mündliche Anhörung ablehnte.