Citation: I 74/06 19.07.2006 E. 6

6. St.n. Tumorentfernung lumbosakral In diagnostischer Hinsicht sind somit keine wesentlichen Differenzen zu verzeichnen. Während in der Fassung vom 8. Januar 2004 die Schmerzen (zusammenfassend) als Panvertebralsyndrom (d.h. die ganze Wirbelsäule betreffendes [Schmerz-] Syndrom) erfasst wurden, finden sich im Gutachten vom 24. März 2004 zwei Einzeldiagnosen (chronisches thorako-lumbospondylogenes, d.h. Brust- und Lendenwirbel betreffendes, sowie zervikovertebrales, d.h. die Halswirbelsäule betreffendes, Schmerzsyndrom). Die unterschiedliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit beruht zumindest teilweise auf dem nachvollziehbaren Grund, dass der Assistenzarzt Dr. med. A.________ am 8. Januar 2004 noch nicht über die Ergebnisse der angiologischen Untersuchung vom 9. Februar 2004 verfügte und die Arteriosklerose - entgegen der späteren fachärztlichen Beurteilung - als progredient einstufte. Vor allem aber geht aus den Ausführungen in der ersten Gutachtensfassung in keiner Weise hervor, inwiefern sich der Gesundheitszustand seit der Begutachtung im Jahre 1998 aus rheumatologischer Sicht verschlechtert haben sollte. Es wird lediglich festgehalten, eine Besserung sei nicht zu verzeichnen. Demgegenüber äussern sich die Ärzte in der Fassung vom 24. März 2004 detailliert zu den seit 1998 eingetretenen Veränderungen, wobei sie übereinstimmend mit den Einschätzungen des Dr. med. V.________ vom 19. März 2002 und den Ärzten am Spital Y.________ vom 12./25. August 2003 weder eine Verbesserung noch eine Verschlechterung feststellen konnten. Was die von Dr. med. H.________ am 11. März 2002 angeführte Verschlechterung betrifft, begründet der Arzt diese mit einer von keinem anderen Arzt erwähnten Progredienz des Lumbovertebralsyndroms. Sodann ist die Femoropatellararthrose, welche Dr. med. H.________ als verschlimmert beschrieb, von den übrigen Ärzten als klinisch zur Zeit wenig symptomatisch (Gutachten des Spitals Y.________ vom 12./25. August 2003) und ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Gutachten des Spitals X.________ vom 8. Januar 2004) erachtet worden, welche den Versicherten lediglich allenfalls bei längerem Knien behindert. Vor diesem Hintergrund ist eine (rechtserhebliche) Verschlechterung des Gesundheitszustandes zwischen dem 4. Juli 2000 und dem 2. Mai 2005 nicht überwiegend wahrscheinlich. Auf weitere medizinische Abklärungen kann in antizipierter Beweiswürdigung (SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. I/1d, mit Hinweisen) verzichtet werden.