Citation: 9C_897/2014 E. 3.2

3.2. Dass die Vorinstanz bei der Beweiswürdigung den rechtserheblichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt hat, wie die IV-Stelle weiter rügt, ist nicht ersichtlich und wird von dieser nicht in einer der qualifizierten Rügepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287) genügenden Weise dargelegt. Denn offensichtlich unrichtig ist eine Sachverhaltsfeststellung nicht schon dann, wenn sich Zweifel anmelden, sondern erst, wenn sie eindeutig und augenfällig unzutreffend ist (E. 1 hievor). Keine solche Verletzung darzutun vermag die IV-Stelle insbesondere mit dem Hinweis, sie habe gegenüber dem kantonalen Gericht das Vorliegen einer Minderintelligenz ausführlich begründet infrage gestellt und die Validitätstestung als unabdingbar bezeichnet. So hat sich die Vorinstanz mit dieser auf den Stellungnahmen des RAD vom 23. Juli 2013, vom 17. Dezember 2013 und vom 25. April 2014 gründenden Kritik im angefochtenen Entscheid umfassend auseinandergesetzt. Dabei hat sie festgestellt, dass weder die Gutachterin der Academy D.________ E.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, noch Dr. med. F.________, Oberärztin der Psychiatrie G.________, bei ihren persönlichen Untersuchungen Anlass gehabt hätten, an der von der Klinik H.________ am 10. Oktober 2012 diagnostizierten Minderintelligenz zu zweifeln. Die IV-Stelle vermag keine näheren Angaben darüber zu machen, inwiefern diese Feststellungen offensichtlich unrichtig oder sonst wie bundesrechtswidrig sein sollten. Wie die Vorinstanz richtig erwogen hat, sind die Untersuchungsergebnisse der Academy D.________ nicht bereits deshalb in Zweifel zu ziehen, weil im Rahmen einer neuropsychologischen Testung bei einem einzelnen - im Übrigen nicht durch die Academy D.________ im Rahmen der Erstattung des Gerichtsgutachtens, sondern bereits früher durch die Psychiatrie G.________ veranlassten - Test eine Simulation nicht sicher hatte ausgeschlossen werden können; dies umso weniger, als die gutachterlichen Schlussfolgerungen bei der Academy D.________ in Kenntnis dieser Testergebnisse abgegeben wurden, die Experten eine Aggravation oder Simulation aufgrund ihrer Untersuchungen dennoch explizit ausschlossen und folglich von Weiterungen zur Validierung der Minderintelligenz absahen. Die demgegenüber erhobenen Verdeutlichungstendenzen sowie das auffällige theatralische Verhalten wurden aus gutachterlicher Sicht vor dem Hintergrund der authentisch geschilderten subjektiven Hilflosigkeit als plausibel und nachfühlbar beurteilt. In diesem Zusammenhang wies Dr. E.________ zudem darauf hin, dass dem Beschwerdegegner ausschliesslich dysfunktionale Konfliktbewältigungsstrategien im Umgang mit seinen Schmerzen zur Verfügung stünden. Diese Einschätzungen in der Expertise der Academy D.________ decken sich mit jenen von Dr. F.________, welche die diagnostizierte Minderintelligenz in ihren Berichten vom 22. Oktober 2013 und 25. Februar 2014 aus Sicht der behandelnden Therapeutin mit zahlreichen lebensgeschichtlichen Umständen nachvollziehbar zu untermauern vermochte.