Citation: 2A.355/2002 29.10.2002 E. 6

Der Beschwerdeführer beruft sich ferner auf Art. 8 EMRK, der das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens gewährleistet. Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in das von Ziff. 1 dieser Bestimmung geschützte Rechtsgut statthaft, insoweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung, und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Bei der von der Konvention geforderten Abwägung zwischen den sich gegenüberstehenden privaten und öffentlichen Interessen ist unter anderem zu prüfen, ob den nahen Familienangehörigen zugemutet werden kann, dem Ausländer, dessen Anwesenheit in der Schweiz nicht mehr erwünscht ist, ins Ausland zu folgen. Abgesehen davon, dass es sowohl der Ehegattin als auch den Kindern zumutbar ist, dem Beschwerdeführer in den Kosovo zu folgen, besteht im vorliegenden Fall ein öffentliches Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK. Art. 8 EMRK steht daher einer Ausweisung des Beschwerdeführers nicht entgegen.