Citation: 9C_228/2022 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass sie betreffend das Jahr 2018 als Nichterwerbstätige gilt und gemäss Art. 10 AHVG einen Beitrag nach ihren sozialen Verhältnissen zu bezahlen hat. Sie selber weist zudem auf Art. 28 Abs. 4 AHVV Satz 3 hin, wonach im ganzen Kalenderjahr der Scheidung das individuelle (und nicht mehr das hälftige eheliche) Vermögen und Renteneinkommen nach Art. 28 Abs. 1 AHVV massgebend ist. Sie stellt sich diesbezüglich indessen auf den Standpunkt, für die Bestimmung des Kalenderjahrs ihrer Scheidung sei nicht das Datum der Rechtskraft des Scheidungsurteils (hier: 15. Januar 2019; vgl. nachfolgend E. 3.4), sondern das Urteilsdatum (hier: 17. Dezember 2018) massgebend. Sie begründet dies damit, dass sie "faktisch und finanziell" bereits 2018 nicht mehr verheiratet gewesen sei. Die gegenteilige vorinstanzliche Auffassung entspreche einer juristischen Spitzfindigkeit, sei übertrieben formalistisch und führe zu einer massiven Ungleichbehandlung. Sie sei deshalb betreffend das Jahr 2018 als Geschiedene zu behandeln.