Citation: 8C_131/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat erwogen, aus den Akten gehe nicht hervor, dass der Aufenthalt des Beschwerdeführers in der Institution F.________ "gezielt" gewesen sei. Die dort durchgeführten Arbeitstrainings (z.B. handwerkliche Tätigkeiten [Spezialanfertigung eines Tisches], Mitarbeit an der Tinyhouse Bauhütte, Schnupperpraktikum im Koch- und Servicebereich) hätten nicht der Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung mit einem konkreten Eingliederungsziel (namentlich der Fortsetzung der Lehre als Uhrmacher EFZ) gedient. Vielmehr habe die Entwicklung bzw. Förderung von Grundarbeitskompetenzen (u.a. Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Selbstständigkeit) und von weiteren Kompetenzen (personelle Interaktions- und Kommunikationsfähigkeiten) im Vordergrund gestanden. Dementsprechend sei zwischen der Institution F.________ und dem Beschwerdeführer auch kein individueller Eingliederungsplan mit Zielvereinbarung erstellt worden. Mangels eines individuellen Eingliederungsplanes bzw. einer Zielvereinbarung wäre es der IV-Stelle somit nicht möglich gewesen, die ihr obliegende Fallführung wahrzunehmen. Darüber hinaus hat das kantonale Gericht festgehalten, dass der Vater des Beschwerdeführers gemäss Protokolleintrag vom 22. März 2022 mitgeteilt habe, die von der IV-Stelle vorgeschlagene Stiftung E.________ komme nach dem Aufenthalt in der Institution F.________ und somit in einer späteren Phase wieder in Frage, wenn es um die Absolvierung einer Ausbildung gehe. Ausserdem habe der Vater in einer E-Mail an die IV-Stelle vom 11. April 2022 berichtet, es gehe beim Beschwerdeführer um den zeitnahen Beginn einer "Stabilisierungsphase" bzw. darum, die Wahrscheinlichkeit einer Destabilisierung nach erfolgreicher Krisenintervention in der Klinik D.________ zu minimieren und so das mittelfristige Ziel des Wiedereinstiegs in die Berufsbildung zu sichern. Die Vorinstanz hat dargelegt, gemäss Aussagen des Vaters habe die Massnahme in der Institution F.________ primär der Stabilisierung und (im Umkehrschluss) nicht der gezielten Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung gedient. Diese Folgerung stehe im Einklang mit der Empfehlung der Klinik D.________, wonach der Beschwerdeführer in die Institution F.________ eintreten solle, um "die lebenspraktischen Fähigkeiten im Alltag zu stärken" und das "Ziel des selbstständigen Wohnens" anzustreben, da die psychiatrische Krankheitskonstellation momentan eine selbstständige Lebensführung verhindere. Nach dem Gesagten ist die Vorinstanz zum Schluss gelangt, dass der Aufenthalt des Beschwerdeführers in der Institution F.________ nicht als Integrationsmassnahme im Sinne von Art. 14a IVG zu qualifizieren sei. Dem Beschwerdeführer habe es ferner an einem Eingliederungswillen bzw. einer subjektiven Eingliederungsfähigkeit für eine gezielte Vorbereitungsmassnahme gefehlt, sodass die Verwaltung die beruflichen Eingliederungsmassnahmen ohne Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens habe abschliessen dürfen.