Citation: 1C_686/2021 E. 2.1

2.1. Das Verwaltungsgericht führte am 29. Juli 2021 einen Augenschein auf dem Balkon der Beschwerdegegner durch, wobei es die Lichtstärke aufgrund der eigenen Wahrnehmung erfasste. Im angefochtenen Entscheid (E. 4.4) hielt es fest, es erachte die durch die Photovoltaikanlage verursachten Sonnenlichtreflexionen auf dem Balkon der Beschwerdegegner als zumindest äusserst störend und unangenehm; ein Blick in die Blendung sei unmöglich gewesen bzw. der Blick habe abgewendet werden müssen. Dies ergebe sich auch aus den Fotoaufnahmen des Gerichts und den von den Beschwerdegegnern eingereichten Aufnahmen der auf ihrem Grundstück wahrnehmbaren Reflexionen. Die anlässlich des Augenscheins vom 29. Juli 2021 gemachten Erkenntnisse entsprächen zudem grundsätzlich den Ausführungen des Gutachters. Gemäss Gutachten vogtpartner wurden am 26. Juli 2018 von 15.56 bis 16.58 Uhr die folgenden Grössen auf dem Balkon der Beschwerdegegner gemessen: Zeitdauer der Reflexion, Leuchtdichten (auftretende Helligkeit in Candela/m2] der Reflexion sowie der Umgebung, Wärmemessung mittels Thermografie und Oberflächentemperaturmessung mittels Vergleichsplatte. Danach dauerte die Reflexion der Sonne auf der betroffenen Photovoltaikanlage, gemessen ab dem Balkon der Liegenschaft C.________ (1.2 m ab Boden), ca. eine Stunde, wobei Werte zwischen 31'000 und 230'000 cd/m2 (mit Filter) gemessen wurden. Daraus resultierte eine Bandbreite des Kontrasts von 1:3 bis 1:115, wobei ab einem Verhältnis von 1:20 von psychologischer Blendung (sog. subjektive Empfindung, die zu Unwohlsein führen könne) ausgegangen werden könne, und ab etwa 100'000 cd/m2 eine Absolutblendung vorliege, d.h. eine Anpassung des Auges an die Lichtverhältnisse nicht mehr möglich sei. Der Gutachter ging davon aus, dass Reflexionen mit einer Lichtreflexionshelligkeit von weit über 100'000 cd/m2 über 50 Minuten pro Tag und über mehrere Wochen im Jahr auftreten, d.h. weit über 30 Stunden im Jahr.