Citation: 8C_72/2014 E. 4.2.2

4.2.2. Die Versicherte macht unter Berufung auf das von der Invalidenversicherung eingeholte psychiatrische Gutachten des Dr. med. H.________ vom 7. September 2011 und den hausärztlichen Bericht vom 10. Februar 2012 geltend, die beiden besagten Kriterien seien ebenfalls erfüllt. Das kantonale Gericht hat hiezu im Wesentlichen erkannt, auch Dr. med. H.________ diagnostiziere mit einer unspezifischen Somatisierungsstörung eine psychische Erkrankung. Die Expertise vom 7. September 2011 sei daher nicht geeignet, die Verneinung des entsprechenden Kriteriums in Frage zu stellen. Damit erübrige sich auch die Prüfung der Frage, ob es sich bei den gegenwärtigen psychischen Beschwerden um ein Rezidiv zu den im Jahr 2001 aufgetretenen und stationär behandelten psychischen Störungen handle oder um eine eigenständige, neu aufgetretene Erkrankung, wäre doch deren Unfallkausalität gestützt auf die medizinischen Akten klar zu verneinen. Festzuhalten sei immerhin, dass bereits bei der damaligen Hospitalisation unter anderem eine undifferenzierte Somatisierungsstörung diagnostiziert worden sei. Diese Beurteilung überzeugt in allen Teilen. Damit erübrigen sich grundsätzlich Weiterungen zum weiteren verneinten Kriterium. Immerhin kann festgehalten werden, dass auch im hausärztlichen Bericht vom 10. Februar 2012 kein Post-Lyme-Syndrom diagnostiziert wird. Es war demnach entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung auch nicht erforderlich, diese medizinischen Akten den Fachärzten des Spitals Y.________ zur Stellungnahme vorzulegen. Auch von der Einholung eines polydisziplinären medizinischen Gutachtens ist abzusehen, da davon kein entscheidrelevanter neuer Aufschluss erwartet werden kann. Die Interpretation einzelner ärztlicher Aussagen in der Beschwerde rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. Gleiches gilt für die Hinweise auf medizinische Aufsätze. Es bleibt damit dabei, dass ein Post-Lyme-Syndrom verlässlich ausgeschlossen werden kann. Ein mit diesem Leiden begründbarer Leistungsanspruch wurde daher zu Recht verneint.