Citation: 1P.626/2005 31.01.2006 E. A

A.a X.________ wurde vom Bezirksgericht Untertoggenburg mit Entscheid vom 8. Mai 2003 der mehrfachen Unterlassung der Buchführung (Art. 166 StGB) sowie des mehrfachen betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetrugs (Art. 163 StGB) schuldig gesprochen und zu zwölf Monaten Gefängnis verurteilt. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde unter Ansetzung einer dreijährigen Probezeit bedingt aufgeschoben. Weiter wurde die mit Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 29. September 1997 bedingt ausgefällte Gefängnisstrafe von sechs Wochen für vollziehbar erklärt. X.________ erhob gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Berufung. Die Strafkammer des Kantonsgerichts St. Gallen sprach X.________ am 4. Mai 2004 wiederum der Unterlassung der Buchführung und des Pfändungsbetrugs schuldig und verurteilte ihn zu acht Monaten Gefängnis, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von drei Jahren. Gleichzeitig bestätigte es die Anordnung des Vollzugs der mit Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 29. September 1997 ausgefällten Gefängnisstrafe von sechs Wochen. A.b X.________ führte gegen das Urteil des Kantonsgerichts staatsrechtliche Beschwerde und eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde. Mit Urteil vom 23. Dezember 2004 hiess das Bundesgericht die Nichtigkeitsbeschwerde gut, hob das angefochtene Urteil auf und wies die Sache zur Ergänzung der tatsächlichen Feststellungen und zur neuen Beurteilung an das Kantonsgericht St. Gallen zurück. In Bezug auf die Unterlassung der Buchführung stellte es den Eintritt der Verjährung fest. Hinsichtlich des Pfändungsbetrugs erwog das Bundesgericht, das Kantonsgericht sei bezüglich des vom Angeklagten behaupteten Irrtums über die fehlende Zugehörigkeit seines Erbanteils zu seinem Vermögen und über die fehlende Verfügungsgewalt über den Erbanteil zu Unrecht von einem Rechtsirrtum ausgegangen. Vielmehr müsse die von X.________ vorgebrachte Einrede unter dem Gesichtspunkt des Sachverhaltsirrtums beurteilt werden. Dabei sei namentlich die Tatfrage entscheidend, ob X.________ tatsächlich dem behaupteten Irrtum erlegen sei. A.c Am 24. Mai 2005 sprach das Kantonsgericht X.________ infolge Verjährung vom Vorwurf der Unterlassung der Buchführung frei, indessen sprach es ihn des Pfändungsbetrugs schuldig und verurteilte ihn zu sechs Monaten Gefängnis, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren. Gleichzeitig hob es den am 4. Mai 2004 angeordneten Vollzug der mit Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 29. September 1997 ausgefällten Gefängnisstrafe von sechs Wochen auf. Hinsichtlich des behaupteten Irrtums über die fehlende Berechtigung am Erbanteil entschied das Kantonsgericht, es handle sich um eine reine Schutzbehauptung.