Citation: 8C_526/2021 E. A

Die 1982 geborene A.________ arbeitet auf Stundenlohnbasis in Teilzeit als freie Mitarbeiterin eines regionalen Fernsehsenders. Im Januar 2017 (Eingang) meldete sie sich wegen chronischer Migräne, Gleichgewichtsmigräne, Tinnitus und schwerer Fatigue bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen tätigte daraufhin verschiedene Abklärungen, unter anderem nahm sie einen Bericht des Hausarztes Dr. med. B.________ vom 7. März 2017 samt verschiedener beigelegter Facharztberichte zu den Akten. Anschliessend holte sie eine Stellungnahme beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) ein und veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung durch die estimed AG, Medas Zug. In der am 14. April 2018 erstatteten Expertise bescheinigten die neurologischen, internistischen, psychiatrischen und oto-rhino-laryngologischen Sachverständigen keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Aufgrund neuropsychologischer Einschränkungen bestehe jedoch eine Arbeitsunfähigkeit von 40 %. Auf Nachfrage nahm die estimed AG am 17. März 2019 nochmals Stellung zur Arbeitsfähigkeit, wozu sich der RAD am 23. April 2019 geäusserte. In der Folge verneinte die IV-Stelle nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 3. Juni 2019 einen Anspruch auf berufliche Massnahmen und auf eine Rente.