Citation: 2C_241/2018 E. 5.4

5.4. In Ihrem Schreiben an das Migrationsamt vom 7. April 2014 macht die Beschwerdeführerin bezüglich der Gefahr eines Ehrenmordes durch ihre Familie wenig konkrete Ausführungen. Der Verweis auf allgemeine Berichte zur Situation der Kurdinnen in der Türkei und des Risikos von Ehrenmorden genügt nicht als Nachweis für eine persönliche Gefährdung. Der Bericht des medizinischen Zentrums D.________ vom 16. Februar 2016 enthält eine Übersicht über die Medikation der Beschwerdeführerin zur Behandlung ihrer psychischen Krankheit. Auf die Frage, ob die Erkrankung auch in der Türkei adäquat behandelt werden könne, verweist der Bericht auf die konkrete Medikation. Die Vorinstanz konnte deshalb willkürfrei davon ausgehen, dass die Behandlung auch in der Türkei möglich ist. Im Übrigen zeigen die medizinischen Berichte des Spitals G.________ vom 17. Juli 2016 und der Psychiatrischen Klinik F.________ vom 15. August 2016, auf welche sich die Beschwerdeführerin beruft, dass die notfallmässige Selbstzuweisung wegen Depression am 16. Juli 2016 primär deshalb erfolgte, weil die Beschwerdeführerin ihre Antidepressiva abgesetzt hatte. Der anschliessende, zweiwöchige, stationäre Aufenthalt in der Psychiatrischen Klinik F.________ diente denn auch der "Wiederaufnahme und Aufdosierung der medikamentösen Therapie." Gemäss beiden Berichten hat sich die Beschwerdeführerin zudem glaubhaft von Suizidgedanken distanziert. Abgesehen davon ist praxisgemäss die Behandlung psychischer Krankheiten im Allgemeinen wie auch von Depression mit Suizidgefahr und posttraumatischer Belastungsstörung in der Türkei sowohl ambulant wie auch stationär möglich. Auch die Versorgung mit den entsprechenden Medikamenten ist gewährleistet (Urteile 2C_183/2016 vom 26. Mai 2016 E. 2.2.2; 2C_573/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 4.2.2; Urteile des BVGer D-20/2018 vom 5. Juni 2018 E. 7.4.3; E-5868/2017 vom 5. Februar 2018 E. 10.8.2; C-384/2013 vom 15. Juli 2015 E. 6.6.3). Die vorinstanzliche Sachverhaltswürdigung ist deshalb nicht offensichtlich unhaltbar bzw. willkürlich, sondern bundesrechtskonform. Auch für eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör besteht kein Raum, denn die Vorinstanz hat sich mit den wesentlichen Vorbringen der Beschwerdeführerin zumindest implizit auseinandergesetzt.