Citation: 2C_527/2022 E. 2.2

2.2. Mit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann insbesondere die Verletzung von Bundesrecht (Art. 95 lit. a BGG) oder Völkerrecht (Art. 95 lit. b BGG) gerügt werden. Es prüft die Anwendung des harmonisierten kantonalen Steuerrechts gleich wie Bundesrecht mit freier Kognition, jene des nicht-harmonisierten, autonomen kantonalen Rechts hingegen bloss auf Verletzung des Willkürverbots und anderer verfassungsmässiger Rechte (BGE 143 II 459 E. 2.1; 134 II 207 E. 2). Mit freier Kognition ist zu prüfen, ob das kantonale Recht mit dem Bundesrecht, namentlich dem StHG, vereinbar ist (Urteil 2C_1081/2015 vom 12. Dezember 2016 E. 1.4, nicht publ. in: BGE 143 II 33). Die Verletzung des nach dem schweizerischen internationalen Privatrecht anwendbaren ausländischen Rechts prüft das Bundesgericht nur, sofern der Entscheid keine vermögensrechtliche Sache betrifft (Art. 96 lit. b BGG). Nicht einschlägig ist diese Einschränkung allerdings, wenn eine unmittelbar relevante Frage des Bundes- oder Völkerrechts die Beantwortung einer Vorfrage des ausländischen Rechts voraussetzt. In diesem Fall präsentiert sich die inzident zu beantwortende Rechtsfrage nämlich aus dem Blickwinkel der Beschwerde an das Bundesgericht nicht als solche des ausländischen Rechts gemäss Art. 96 BGG, sondern als Frage des Bundes- respektive Völkerrechts gemäss Art. 95 BGG, die das Bundesgericht frei prüfen kann (BGE 138 II 536 E. 5.4.1; Urteil 2C_680/2021 vom 31. Mai 2022 E. 1.5.3 mit Hinweisen). Im Rahmen seiner Prüfungsbefugnis wendet das Bundesgericht das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), prüft jedoch unter Berücksichtigung der allgemeinen Rüge- und Begründungspflicht gemäss Art. 42 Abs. 1 und Abs. 2 BGG nur die geltend gemachten Rechtsverletzungen, sofern rechtliche Mängel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 142 I 135 E. 1.5; 138 I 274 E. 1.6; 133 II 249 E. 1.4.1). In Bezug auf die Verletzung der verfassungsmässigen Rechte gilt nach Art. 106 Abs. 2 BGG eine qualifizierte Rüge- und Substanziierungspflicht (BGE 147 I 73 E. 2.1; 143 II 283 E. 1.2.2).