Citation: 8C_807/2023 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, hinsichtlich der Prüfung der Adäquanzkriterien seien die Verhältnisse bei Fallabschluss per 31. Dezember 2012 massgebend. Die Beschwerdeführerin habe den Unfall vom 19. August 2005 zu Recht als mittelschwer im engeren Sinn taxiert. Somit müsste für die Bejahung der Unfalladäquanz der psychischen Beschwerden ein einzelnes der unfallbezogenen Kriterien besonders ausgeprägt, oder es müssten drei Kriterien in einfacher Weise erfüllt sein. Es seien die drei Kriterien der Schwere oder besonderen Art der erlittenen (somatischen) Verletzungen, der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung sowie der körperlichen Dauerschmerzen erfüllt, womit der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden und dem Unfall vom 19. August 2005 zu bejahen sei. Somit könne offen bleiben, ob auch das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit gegeben sei. Nach dem Gesagten sei der Anspruch auf eine Rente sowie eine Integritätsentschädigung unter Mitberücksichtigung des psychischen Gesundheitsschadens zu prüfen, da dessen natürliche Unfallkausalität gegeben sei.