Citation: 6B_1204/2016 E. 2.2.2

2.2.2. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers war seine Anwesenheit im Berufungsverfahren angesichts der objektiven Beweise sowie des Umstands, dass er erstinstanzlich bereits angehört worden war, auch nicht erforderlich. Dass sich die Vorinstanz damit ein eigenes Bild von ihm hätte machen können, begründet solches nicht. Ebenso wenig, dass sie seinen Einwand, er habe den Innerortscharakter nicht erkannt, unbesehen der Person als Schutzbehauptung bezeichnet. Der Vorinstanz kommt bei der Entscheidung über Beweismassnahmen ein grosses Ermessen zu. Es ist nicht ersichtlich, dass sie dieses verletzt hätte. Im Übrigen scheint der Beschwerdeführer zu verkennen, dass der allgemeinen Glaubwürdigkeit einer Person für die Wahrheitsfindung ein geringeres Gewicht zukommt als der Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage (BGE 133 I 33 E. 4.3 mit Hinweisen). Mit der Durchführung eines schriftlichen Verfahrens verletzt die Vorinstanz auch den Anspruch des Beschwerdeführers auf ein faires Verfahren, auf Orientierung über den Verfahrensausgang oder auf rechtliches Gehör nicht. Solches ist namentlich nicht darin zu erblicken, dass sie ihm den Erhalt eines unaufgefordert zugestellten Schreibens vom 8. August 2016 nicht angezeigt hat. Sie hat dieses unbestrittenermassen berücksichtigt und den Beschwerdeführer damit gehört. Sie hat ihn ebenso über den Verfahrensausgang orientiert, zumal er in der Lage war, das vorinstanzliche Urteil rechtzeitig und in Kenntnis aller wesentlichen Umstände an die nächst höhere Instanz weiterzuziehen.