Citation: 9C_494/2021 E. 5.2

5.2. Dazu äusserte sich der psychiatrische Experte Dr. med. univ. C.________ lediglich insoweit, als sich bei der in der Klinik E.________ vorgenommenen Untersuchung vom Juni 2019 ein leichtes kognitives Defizit gezeigt habe, wobei eine Klärung hinsichtlich des Ursprungs dieses Befundes nicht gelungen sei. Damit wird den bis im Begutachtungszeitpunkt vorliegenden ärztlichen Angaben in keiner Weise hinreichend Rechnung getragen. Weitere (stichhaltige) Ausführungen zum bisherigen Krankheitsverlauf sind dem Gutachten nicht zu entnehmen. Vielmehr lässt die psychiatrische Expertise die entscheidende Frage nach Art und Ausmass des Gesundheitsschadens und der auf dieser Grundlage festzulegenden zeitlichen Entwicklung der Arbeitsfähigkeit weitgehend unbeantwortet. Eine nachvollziehbare Erklärung für seine im Vergleich zu den soeben erwähnten Unterlagen abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vermag der psychiatrische Sachverständige nicht zu geben. Gestützt auf die Angaben des Dr. med. univ. C.________ ist daher, entgegen der Ansicht des kantonalen Gerichts, eine ab Juni 2019 fehlende invalidisierende Gesundheitsschädigung aus rechtlicher Sicht nicht abschliessend belegt, sodass konkrete Indizien vorliegen, welche gegen die Zuverlässigkeit des psychiatrischen Gutachtens sprechen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4; Urteil 9C_18/2019 vom 14. Juni 2019 E. 2.2 mit Hinweisen). Die im angefochtenen Urteil getroffene Schlussfolgerung, die gutachterlichen Ausführungen vermöchten "trotz missverständlich und augenscheinlich widersprüchlich formuliertem Gutachten" im Ergebnis zu überzeugen, erweist sich vor diesem Hintergrund als rechtsfehlerhaft.