Citation: 7B_8/2021 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, der Beschwerdeführer habe in keiner Weise glaubhaft gemacht, dass es ihm nicht möglich war, an der Verhandlung vom 13. Juni 2019 teilzunehmen. Jedoch sei fraglich, ob er die Einsprache gegen den Strafbefehl habe zurückziehen wollen. So gehe aus seinem prozessualen Verhalten vor allem hervor, dass er die Verhandlung vom 13. Juni 2019 habe verschieben lassen wollen. Daran habe er auch ein Interesse gehabt, zumal die VerfoIgungsverjährung betreffend den Vorwurf der üblen Nachrede am 11. August 2019 eingetreten wäre. Aufgrund seines Verhaltens, der kurz bevorstehenden Verfolgungsverjährung und dem Umstand, dass der Beschwerdeführer offenbar der Ansicht gewesen sei, das Bundesgericht könne in den damals hängigen Beschwerde- und Ausstandsverfahren noch im Nachhinein vorsorgliche Massnahmen betreffend die auf den 13. Juni 2019 angesetzten Hauptverhandlung aussprechen, sei davon auszugehen, dass er absichtlich nicht an der Verhandlung teilgenommen habe. Sein Verhalten sei aufgrund der gesamten Umstände als rechtsmissbräuchlich zu qualifizieren. Die Einsprache des Beschwerdeführers gegen den Sprachbefehl gelte damit nach Art. 356 Abs. 4 StPO als zurückgezogen (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 4.4.8.2 S. 10-13).