Citation: 1P.664/2000 21.11.2000 E. 5

5.- Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes von Art. 5 Ziff. 3 EMRK. Er macht unter Berufung auf eine Literaturmeinung (Peter Albrecht, Die Kollusionsgefahr als Haftgrund : (unter besonderer Berücksichtigung von § 69 lit. b der revidierten baselstädtischen Strafprozessordnung), BJM 1999 S. 1 ff.) geltend, wegen Kollusionsgefahr dürfe die Untersuchungshaft nur wenige Tage oder Wochen, bei komplizierten Wirtschaftsdelikten etwas länger, jedoch höchstens bis zu ungefähr sechs Monaten dauern. Die Rüge kann schon deswegen nicht zur Entlassung des Beschwerdeführers führen, weil er nicht nur wegen Kollusions-, sondern auch wegen Fortsetzungsgefahr inhaftiert ist. Sie geht im Übrigen auch fehl, weil das Bundesgericht nie abstrakte zeitliche Beschränkungen für die Annahme von Kollusionsgefahr als Haftgrund aufgestellt hat. Das wäre auch verfehlt, die notwendige zeitliche Beschränkung der Untersuchungshaft ergibt sich einerseits bereits aus der Verpflichtung der Strafverfolgungsbehörden, Haftfälle beschleunigt zu behandeln (§ 23 Abs. 1 StPO), und anderseits durch das Verhältnismässigkeitsprinzip von § 78 StPO, wonach Untersuchungshaft unverhältnismässig wird, wenn sie die Hälfte der zu erwartenden unbedingten Freiheitsstrafe erreicht. Die Rüge ist unbegründet.