Citation: 5A_504/2024 E. 3.3

3.3. Anstatt sich mit der vorinstanzlichen Begründung auch nur ansatzweise auseinanderzusetzen, greift die Beschwerdeführerin einzelne Aspekte des Gutachtens heraus, an welchen sie dessen angebliche Mangelhaftigkeit festmachen will. Damit genügt sie jedoch ihrer Begründungspflicht (oben E. 2.1) nicht, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist. Mindestens teilweise - insbesondere betreffend den Vorhalt, das Gutachten beantworte nicht alle gestellten Fragen bzw. habe sich nur zu drei der fünf wesentlichen Kompetenzen der Erziehungsfähigkeit geäussert - zeigt die Beschwerdeführerin ausserdem nicht auf, entsprechende Beanstandungen bereits vor Vorinstanz geäussert zu haben, weshalb sie damit vor Bundesgericht ohnehin nicht zu hören wäre (zu den Anforderungen an die materielle Ausschöpfung des Instanzenzugs vgl. BGE 146 III 203 E. 3.3.4; 143 III 290 E. 1.1). Wenn die Beschwerdeführerin sodann meint, die Vorinstanz hätte das Gutachten nicht unkritisch übernehmen dürfen, ohne es gründlich zu hinterfragen, erweisen sich ihre Beanstandungen offensichtlich als unbegründet: Die Vorinstanz hat sich über drei Seiten ausführlich mit den Kernaussagen des Gutachtens betreffend die Beschwerdeführerin - insbesondere zu deren Kontrollbedürfnis und Bindungstoleranz sowie der Konflikthaftigkeit zwischen den Eltern und den damit verbundenen Problemen bezüglich der Handhabe des Besuchsrechts - befasst, diese mit der Aktenlage abgeglichen und ist schliesslich nach umfassender Analyse zum Schluss gekommen, dass die gutachterliche Bewertung der Erziehungsfähigkeit der Beschwerdeführerin schlüssig ist. Davon, dass die Vorinstanz unkritisch auf das Gutachten abgestellt hat, kann daher keine Rede sein. Mit den entsprechenden Ausführungen der Vorinstanz setzt sich die Beschwerdeführerin nicht ansatzweise auseinander, weshalb es damit sein Bewenden hat.