Citation: 2C_135/2021 E. 3.9.1

3.9.1. Die Vorinstanz hielt es für irrelevant, ob das Geschäft der B.________ AG im Verkaufszeitpunkt bereits vollständig eingestellt war, weil jedenfalls weder die Beschwerdeführerin noch die Käufergesellschaft das Geschäft fortführen wollten. Diese Würdigung ist nicht zu beanstanden. Weder nach der Begründung der Vorinstanz noch im Rahmen des Tatbestands der indirekten Teilliquidation ist es zwingend erforderlich, dass das Geschäft der Gesellschaft vollständig eingestellt ist, wenn die Aktien verkauft werden. Ein Recht auf Beweis verleiht Art. 29 Abs. 2 BV jedoch nur, soweit erhebliche Tatsachen betroffen sind (vgl. BGE 145 I 167 E. 4.1; 142 I 86 E. 2.2; 141 I 60 E. 3.3; vgl. zur analogen Rechtslage nach Art. 8 ZGB BGE 133 III 189 E. 5.2.2; Urteil 5A_113/2018 vom 12. September 2018 E. 4.2.1.1).