Citation: 1C_614/2021 E. 4.3.2

4.3.2. Die Beschwerdeführerinnen konkretisieren ihren allgemeinen Willkürvorwurf im Wesentlichen dahingehend, die Vorinstanz habe im Rahmen ihrer teleologisch-systematischen Erwägungen vorausgesetzt, dass die gleichzeitige Anwendung der weitergeltenden Vorschriften des Überbauungsplans "Chastel" und der Regelbauweise gemäss dem neuen Recht zu Problemen führe, obschon sie dies zunächst materiell hätte prüfen müssen. Dies sei widersprüchlich und somit willkürlich. Die Vorinstanz hat in den entsprechenden Erwägungen indes nichts Derartiges vorausgesetzt. Vielmehr hat sie sich in allgemeiner Weise zum Verhältnis von Sondernutzungsplänen bzw. Überbauungsplänen und Regelbauweise sowie dazu geäussert, welche Schlüsse daraus für die Auslegung des übergangsrechtlichen Regimes des PBG/SG und die vorliegend strittige Frage, welche (Regelbau-) Vorschriften neben dem Überbauungsplan "Chastel" anwendbar seien, zu ziehen sind. Soweit die Beschwerdeführerinnen die vorinstanzliche Auslegung des übergangsrechtlichen Regimes des PBG/SG aus dem genannten Grund als willkürlich kritisieren, ist dies daher - ungeachtet der Frage, ob ihr Vorbringen den Begründungsanforderungen genügt (vgl. vorne E. 2.1) - schon deshalb unbehelflich. Dass die betreffende vorinstanzliche Auslegung aus anderen Gründen willkürlich wäre, machen die Beschwerdeführerinnen nicht (rechtsgenüglich) geltend. Sie benügen sich vielmehr damit, diese Auslegung aus ihrer Sicht als unzutreffend zu kritisieren und eine abweichende Auslegung vorzutragen, obschon das Bundesgericht abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmen kantonales Recht nicht frei prüft (vgl. Art. 95 BGG; vorne E. 2.1). Es ist daher nicht ansatzweise dargetan, dass die vorinstanzliche Auslegung des übergangsrechtlichen Regimes des PBG/SG im Ergebnis unhaltbar wäre oder sonst wie gegen das Willkürverbot nach Art. 9 BV verstossen würde (vgl. BGE 144 I 170 E. 7.3; 144 II 281 E. 3.6.2). Dies gilt umso mehr, als sich diese Auslegung mit jener deckt, die in der Kommentierung des erwähnten Art. 175a lit. c PBG/SG vertreten wird. Danach gelten auf betroffenen Grundstücken nicht nur die besonderen Bestimmungen des altrechtlichen Sondernutzungsplans weiter, sondern auch die Regelbauvorschriften des aufgehobenen BauG/SG und des kommunalen Baureglements, auf denen sie basieren. Die materiellen Bestimmungen des PBG/SG und die Normen eines neuen, an dieses angepassten Baureglements finden auf solche Planperimeter keine Anwendung. Diesen Grundsatz halte Art. 175a lit. c PBG/SG nun ausdrücklich fest (vgl. JÜRG BEREUTER/JÖRG FREI/WERNER RITTER, Kommentar zum Planungs- und Baugesetz des Kantons St. Gallen, 2020, N. 17 zu Art. 175a). Soweit die Beschwerdeführerinnen darüber hinaus vorbringen, die Besonderen Bestimmungen des Überbauungsplans "Chastel" verwiesen im Wesentlichen dynamisch und nicht statisch auf die jeweils geltende baurechtliche Grundordnung, machen sie ebenfalls nicht (rechtsgenüglich) geltend, die vorinstanzliche Auslegung sei willkürlich bzw. ist solches ebenfalls in keiner Weise dargetan. Die Auffassung der Vorinstanz, wonach gemäss dem übergangsrechtlichen Regime des PBG/SG, unabhängig von Art. 175a lit. c PBG/SG, neben dem Überbauungsplan "Chastel" bzw. dessen Besonderen Vorschriften die (Regelbau-) Vorschriften des BauG/SG und des BauR 2011 zur Anwendung kommen, ist unter Willkürgesichtspunkten daher auch insofern und damit insgesamt nicht zu beanstanden. Ebenso wenig liegt eine materielle Rechtsverweigerung vor. Auf die Vorbringen der Beschwerdeführerinnen im vorliegenden Zusammenhang ist deshalb nicht weiter einzugehen.