Citation: 6B_726/2021 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerin rügt, die Voraussetzungen für eine Einstellung des Strafverfahrens gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO seien offenkundig nicht gegeben (Beschwerde S. 13). Die Vorinstanz stelle sich auf den unzutreffenden Standpunkt, das vom Beschwerdegegner im Untersuchungsverfahren eingeräumte Verhalten lasse zwar so konkrete Tatbestände wie sexuelle Nötigung oder vorsätzliche Verletzungshandlungen ausmachen, vermöge aber keinen anklagerechtfertigenden Verdacht auf tatbestandsmässiges Handeln zu wecken. Die Einstellungsverfügung gründe auf der offenkundigen Spekulation, es sei "kaum zu absichtlichen, gegen den Willen der Privatklägerin gerichteten sexuellen Handlungen bzw. schmerzhaften Berührungen" gekommen, da sie ihm vorgängig klargestellt habe, dass er sie respektieren und in Ruhe lassen solle, "als ob sie Annäherungsversuche seinerseits erwartet hätte" (Beschwerde S. 8, 9). Ohne willkürliches Ignorieren der Angaben des Beschwerdegegners könne nicht die Rede sein von einer reinen, diametral auseinandergehenden "Aussage-gegen-Aussage-Konstellation". Die Würdigung der aktenkundigen Aussagen sei nicht selektiv durch die Strafverfolgungsbehörde vorzunehmen. Die wenig bedeutsamen Ungenauigkeiten würden zum Anlass genommen, ihr generell ein wenig glaubhaftes Aussageverhalten nachzusagen, während die Aussagen des Beschwerdegegners von Anfang an als stimmig dargestellt würden (Beschwerde S. 9 ff.).