Citation: 4A_27/2018 E. 2

Die Beschwerdeführerin macht vor Bundesgericht geltend, sie habe dem Gericht folgende Grundlagen für die Schätzung des ihr entstandenen Schadens geliefert: Die Parteien hätten für die Produkte, mit denen die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin beliefert habe, alljährlich ein Budget vereinbart. Dieses Budget sei in den Jahren 1997 bis 1999 durchschnittlich zu 86.72 % erfüllt worden, so dass davon auszugehen sei, die Beschwerdeführerin hätte ohne Vertragsbruch den entsprechenden Prozentsatz des budgetierten Bruttoerlöses eingenommen. Eingespart habe die Beschwerdeführerin die Beschaffungskosten und die Vertriebskosten, die für ihr ganzes Unternehmen während der Vertragsdauer bei durchschnittlich 78 % des Bruttoerlöses gelegen hätten. Folglich habe der Vermögenszuwachs durchschnittlich 22 % betragen. Diese 22 % seien zu rein buchhalterischen Zwecken aufgeteilt worden in einen Fixkostenanteil von 16.5 % und in den Nettogewinn von 5.5 %. Die Fixkosten seinen trotz der Vertragsverletzungen der Beschwerdegegnerin in gleicher Höhe bestehen geblieben - der Erlös aus dem Verkauf der Vertragsprodukte (der Deckungsbeitrag an die Fixkosten) sei jedoch ausgeblieben. Daher sei der Klägerin der gesamte hypothetische Vermögenszuwachs aus den Geschäften mit der Beschwerdegegnerin zu ersetzen unter Anrechnung des im Jahr 2000 tatsächlich noch erzielten Profits. Für das Jahr 2000 sollte gemäss der Beschwerdeführerin für die Berechnung auf das tatsächlich vereinbarte Budget abgestellt werden. Da ein solches für das Jahr 2001 fehlte, stellte die Beschwerdeführerin auch für dieses Jahr auf das Budget für das Jahr 2000 ab, wobei sie mit Blick auf den durchschnittlichen Anstieg des Bruttoerlöses in den Jahren 1997 - 2000, welchen sie mit 30.032 % bezifferte, für das Budget 2001 einen entsprechenden Zuschlag aufrechnete.