Citation: 6P.34/2004 21.05.2004 E. 6

Ferner machen die Beschwerdeführer eine "willkürliche und rechtsungleiche Erforschung der materiellen Wahrheit" geltend. Gemäss § 26 Abs. 1 StPO/AG haben die Untersuchungs- und Gerichtsbehörden zur Erforschung der materiellen Wahrheit die Beweisaufnahme von Amtes wegen auf alle Tatsachen und Beweismittel zu erstrecken, die zur Beurteilung der Tat und des Täters von Bedeutung sind. Gemäss der kantonalen Rechtsprechung hängt es von der Würdigung der tatsächlichen und rechtlichen Umstände ab, wie weit im Einzelnen die materielle Wahrheit zu erforschen ist. Eine Verletzung von § 26 Abs. 1 StPO/AG ist nicht leichthin anzunehmen (Kassationsgericht des Kantons Aargau, Entscheid vom 24. April 1967, zitiert in: Beat Brühlmeier, Aargauische Strafprozessordnung, 2. Aufl., Aarau 1980, § 26, N. 4). Nach aargauischem Recht ist somit die Pflicht der Behörde begrenzt, von Amtes wegen Beweise zu erheben. Das Bundesgericht prüft die Anwendung kantonalen Rechts nur unter dem Blickwinkel der Willkür. Inwieweit die Ermittlungspflicht der aargauischen Behörden geht und warum das Obergericht diese in willkürlicher Weise verletzt haben sollte, legen die Beschwerdeführer nicht dar. Der blosse Hinweis auf die kantonale Norm genügt den Anforderungen an die Begründung einer staatsrechtlichen Beschwerde nicht. Auf die Rüge ist nicht einzutreten.