Citation: 1B_347/2021 E. A

Die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau führt ein Strafverfahren gegen B.________ (im Folgenden: "der Beschuldigte") wegen des Verdachts auf mehrfache Drohung, mehrfache einfache Körperverletzung, Tätlichkeiten, Beschimpfung, Hausfriedensbruch, Pornografie, Gewaltdarstellungen und Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen. A.a. A.________ ist mit dem Beschuldigten verheiratet (getrennt lebend). Sie erstattete mit Eingabe vom 11. Oktober 2019 Strafanzeige gegen den Beschuldigten wegen (mehrfacher) Drohung, stellte Strafantrag, konstituierte sich als Zivil- und Strafklägerin und stellte das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit unentgeltlicher Rechtsverbeiständung. Zum Sachverhalt führte sie aus, der Beschuldigte sei oft massiv eifersüchtig und drohe ihr während seiner Eifersuchtsattacken mit dem Tod. Mit Verfügung vom 7. Januar 2020 hiess die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege insoweit teilweise gut, als sie A.________ von Vorschuss- und Sicherheitsleistungen sowie von Verfahrenskosten befreite; bezüglich der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung wies sie das Gesuch ab. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. A.b. Mit Eingabe vom 2. Juli 2020 erhob A.________ mit Bezug auf einen Vorfall vom 1. Juli 2020 eine neue Strafanzeige gegen den Beschuldigten wegen Drohung, stellte Strafantrag, konstituierte sich als Zivil- und Strafklägerin und stellte das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit unentgeltlicher Rechtsverbeiständung. Zum Sachverhalt führte sie aus, der Beschuldigte habe sie beim Haus ihrer Eltern aufgesucht und ihr mit einer Aussage gegenüber ihrer Schwester erneut mit dem Tod gedroht. Mit Verfügung vom 13. Juli 2020 wies die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (inkl. unentgeltliche Verbeiständung) ab. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. A.c. Mit Eingabe vom 9. Februar 2021 erhob A.________ mit Bezug auf einen Vorfall vom gleichen Tag eine dritte Strafanzeige gegen den Beschuldigten, dieses Mal wegen Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen (Art. 292 StGB) und Drohung (Art. 180 StGB), stellte Strafantrag, konstituierte sich als Zivil- und Strafklägerin und stellte das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit unentgeltlicher Rechtsverbeiständung. Zum Sachverhalt führte sie aus, der Beschuldigte habe ein vom Zwangsmassnahmengericht angeordnetes Annäherungs- und Kontaktverbot ihr gegenüber verletzt, indem er sich ihr in einer Lebensmittel-Filiale in Lenzburg respektive der dazugehörigen Tiefgarage angenähert habe. Mit Verfügung vom 26. Februar 2021 wies die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau das erneute Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (inkl. unentgeltliche Verbeiständung) ab.