Citation: 1C_462/2022 E. 6.3.3

6.3.3. Soweit die Beschwerdeführerin rügt, die Dottenbergstrasse erfülle die in der VSS-Norm 640 201 vorgesehene Fahrbahnbreite nicht, ist Folgendes festzuhalten: Die VSS-Normen sind nicht per se verbindlich, sondern nur kraft Verweisung des kantonalen Rechts (vgl. Urteile 1C_608/2020 vom 14. Januar 2022 E. 4.3; 1C_174/2020 vom 5. Mai 2021 E. 3.7; 1C_330/2017 vom 7. März 2018 E. 5.2; je mit Hinweisen). Das Bundesgericht prüft dessen Auslegung und Anwendung grundsätzlich nur unter dem Blickwinkel des Willkürverbots (vgl. E. 2.1 hiervor). Von der Beschwerdeführerin wird jedoch zu Recht keine willkürliche Anwendung kantonaler Erschliessungsvorschriften geltend gemacht. Entgegen der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz sodann dargelegt, weshalb sie vorliegend eine Unterschreitung der gemäss VSS-Norm 640 201 empfohlenen Fahrbahnbreite aufgrund der örtlichen Verhältnisse als zulässig erachtet hat. Sie begründet dies insbesondere damit, dass die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf dem interessierenden Strassenabschnitt über eine gute Übersicht verfügten. Es sei ihnen zumutbar, ein allfälliges Kreuzen, gegebenenfalls Zug um Zug aneinander vorbei zu bewältigen. Ausserdem handle es sich bei der Dottenbergstrasse gemäss vorinstanzlicher Feststellung - auch nach Realisierung des Pouletmaststalls - um eine schwach frequentierte Strasse, die nicht als Durchgangsstrasse dient. Es hält somit vor dem Willkürverbot stand, wenn die Vorinstanz ein Abweichen von der VSS-Norm 640 201 vor diesem Hintergrund nicht beanstandet hat.