Citation: 7B.277/2000 22.01.2001 E. 1

1.-a) Die Aufsichtsbehörde führt gestützt auf BGE 116 III 66 E. 4a S. 68 aus, der Verlustschein sei seinem Wesen nach eine amtliche Bescheinigung darüber, dass der betreibende Gläubiger in der Vollstreckung, in deren Verlauf alles pfändbare Vermögen des Schuldners in der Schweiz habe erfasst werden können, nicht oder nicht voll befriedigt worden sei, dass er folglich mit einem bestimmten Betrag zu Verlust gekommen sei. Diese Bescheinigung stelle eine öffentliche Urkunde dar. Amonn/Gasser (Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 6. Auflage, Bern 1997, § 31 N. 5, S. 255) würden die Ansicht vertreten, der Verlustschein sei lediglich ein Beweismittel, welches bei Verlust ohne weiteres erneuert werden könne. Diese Meinung werde von Jaeger/Walder/Kull/Kottmann (Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs,