Citation: U 346/00 07.11.2002 E. 3

Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Integritätseinbusse sei auf Grund von Sehbeschwerden und von Schwindel wesentlich höher als von der Vorinstanz angenommen. 3.1 Die von der Beschwerdeführerin erstmals im Herbst 1999 im Einspracheverfahren geltend gemachten Sehbeschwerden sind medizinisch nicht dokumentiert. Das von der Beschwerdeführerin eingelegte Zeugnis von Dr. med. H.________, Augenarzt FMH, vom 8. Oktober 1999 ist nicht begründet worden und erfüllt daher die an ein ärztliches Gutachten gestellten Voraussetzungen nicht. Mit Blick auf die geltend gemachten Sehbeschwerden kann demnach nicht von einem Integritätsschaden gesprochen werden. 3.2 Die zugesprochene Integritätsentschädigung basiert auf der gefestigten Diagnose, welche neben dem posttraumatischen Zervikalsyndrom erhebliche, aber nicht schwere Kopfschmerzen umfasst (Beurteilung des Integritätsschadens durch den SUVA-Kreisarzt vom 9. Dezember 1998, bestätigt durch den Konsiliarbericht von Prof. Dr. G.________ vom 15. Februar 1999). Auch das zeitweilig auftretende Schwindelgefühl war den Ärzten bekannt, wie aus dem Bericht über die kreisärztliche Untersuchung vom 29. August 1996, dem Bericht über den konsiliarischen Untersuch von Dr. J.________, Chiropraktor SCG/ECU, vom 4. April 1997 und dem Bericht von Dr. med. N._________, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, vom 26. September 1997 hervorgeht. Im Vordergrund standen bei der Beschwerdeführerin aber stets die Kopfschmerzen. Nachdem sie vor der Vorinstanz noch eine Entschädigung gemäss Tabelle 8 (Integritätsschaden bei psychischen Folgen von Hirnverletzungen) der in den Mitteilungen der Medizinischen Abteilung der SUVA herausgegebenen Richtwerte geltend gemacht hat, verlangt sie nunmehr gestützt auf Tabelle 14 (Integritätsschaden bei Störungen des Gleichgewichtsfunktionssystems) eine zusätzliche Entschädigung. Die notwendige Intensität gemäss der entsprechenden Tabelle ist jedoch nicht nachgewiesen. Die der Bemessung der Integritätsentschädigung zu Grunde gelegte Diagnose entspricht den tatsächlichen, über Jahre beobachteten Verhältnissen, und weitergehende Leiden sind auf Grund des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin zu 75 % arbeitsfähig ist, nicht wahrscheinlich. Die mit dem Gutachten von Frau Dr. phil. O.________ diagnostizierte leichte kognitive Funktionsstörung fusst, wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, nicht auf einer unfallbedingten Hirnschädigung. Es steht fest, dass die Beschwerdeführerin ihre Arbeit seit dem Unfall in gleicher Weise und Qualität ausüben kann wie vor dem Unfall (Bericht über die Besprechung mit dem Arbeitgeber Q.________ vom 20. Januar 1999).