Citation: 7B.241/2005 06.03.2006 E. 2

Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vernehmlassung, die von seinem in der Zwischenzeit beauftragten Rechtsanwalt am 29. November 2005 eingereicht worden sei, sei verspätet gewesen. Die Frist von 10 Tagen habe der Beschwerdeführer nicht einhalten können, weil er im Bereich des internationalen Private Equity tätig sei und sich berufsbedingt häufig auf Auslandreisen befinde. Die Vorinstanz hätte unter diesen Umständen dem Schuldner in Anwendung von Art. 33 SchKG eine längere Frist für die Einreichung der Beschwerdeantwort gewähren müssen. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Regelung des Beschwerdeverfahrens vor den kantonalen Aufsichtsbehörden über die Betreibungs- und Konkursämter weitgehend dem kantonalen Recht überlassen. Insbesondere schreibt das SchKG den Kantonen nicht vor, dass im Beschwerdeverfahren der Gegenpartei Gelegenheit zur Vernehmlassung gegeben werden müsse. Eine solche Pflicht könne sich indessen unmittelbar aus Art. 4 aBV ergeben (BGE 105 III 33 E. 2 mit Hinweisen). Dem Beschwerdeführer steht immer dann ein Äusserungsrecht zu, wenn er Gefahr läuft, dass seine Rechtsstellung im Beschwerdeverfahren im Vergleich zur angefochtenen Verfügung bzw. zum angefochtenen Beschwerdeentscheid durch den neuen Entscheid beeinträchtigt werden könnte. Sind die Voraussetzungen zur Gewährung des rechtlichen Gehörs gegeben, hat die Aufsichtsbehörde dem Beschwerdegegner Frist zur Einreichung seiner Stellungnahme anzusetzen. Die Frist kann aufgrund des anwendbaren Prozessrechts erstreckt werden (Franco Lorandi, Betreibungsrechtliche Beschwerde und Nichtigkeit, N. 31/32 zu Art. 20a SchKG, S. 148). Im vorliegenden Fall hat das Kantonsgerichtspräsidium mit Verfügung vom 10. Oktober 2005 die Beschwerdeschrift der Gläubigerin dem Beschwerdeführer in Italien zugehen lassen mit der Aufforderung, eine Beschwerdeantwort innert 10 Tagen nach Erhalt der Beschwerde einzureichen. Die Frist zur Einreichung der Beschwerdeantwort/Vernehmlassung werde nur auf begründetes, innert Frist gestelltes Gesuch und in der Regel nur einmal erstreckt. Daraus ergibt sich, dass dem Beschwerdeführer sein Anspruch auf rechtliches Gehör gewährt worden ist. Eine Verletzung dieses Rechts, die vom Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen implizit gerügt wird, hätte von ihm jedoch nur mit staatsrechtlicher Beschwerde geltend gemacht werden können (BGE 105 III 34; Franco Lorandi, a.a.O., N. 33). Auf den Vorwurf des Beschwerdeführers kann somit nicht eingetreten werden.