Citation: 6B_943/2017 E. C

X.________ meldete Berufung an. In der Folge reichte er dem Bezirksgericht die zwischen ihm und dem Privatkläger geschlossene Vereinbarung, wonach Letzterer den gegen ihn erhobenen Strafantrag gegen Bezahlung von Fr. 800.-- zurückzieht, sowie den entsprechenden Zahlungsbeleg ein. Mit Beschluss vom 7. Juni 2016 wies das Obergericht des Kantons Zürich den Prozess zur Ausfertigung des begründeten Entscheids an das Bezirksgericht zurück. Es hielt dabei unter anderem fest, das Bezirksgericht habe X.________ wegen fahrlässiger Körperverletzung schuldig gesprochen. Dabei scheine es - hinsichtlich der hierfür notwendigen Sorgfaltspflichtsverletzung - den Standpunkt zu vertreten, dass dieser dem Fahrradfahrer den Vortritt verweigert oder zumindest nicht die genügende Aufmerksamkeit habe walten lassen. Für sich alleine betrachtet stelle die Verweigerung des Vortritts bzw. die ungenügende Aufmerksamkeit im Strassenverkehr eine Widerhandlung gegen das SVG dar. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch das Bezirksgericht seien in diesem Zusammenhang zutreffend davon ausgegangen, dass dieses der Sorgfaltspflichtsverletzung entsprechende SVG-Delikt durch die Verwirklichung der fahrlässigen Körperverletzung konsumiert werde. Das in der Anklageschrift mitumschriebene Verweigern des Vortritts bzw. die ungenügende Aufmerksamkeit im Strassenverkehr sei jedoch ein Offizialdelikt, dessen Verwirklichung durch die Berufungsinstanz in Anwendung des Grundsatzes "iura novit curia" nach einem Rückzug des Strafantrags betreffend die fahrlässige Körperverletzung geprüft werden können müsse. Nach durchgeführter Berufungsverhandlung stellte das Obergericht des Kantons Zürich am 8. Juni 2017 fest, das bezirksgerichtliche Urteil sei hinsichtlich der Freisprüche und der Zivilklage in Rechtskraft erwachsen. Das Verfahren bezüglich des Vorwurfs der fahrlässigen Körperverletzung stellte es ein. Hingegen verurteilte es X.________ wegen der Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 i.V.m. Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 3 VRV zu einer Busse von Fr. 500.--.