Citation: 5A_15/2017 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführer verweisen auf Art. 4 BV, meinen damit aber wohl das Willkürverbot gemäss dem heutigen Art. 9 BV. Soweit die Kritik überhaupt den Rügeanforderungen genügt (E. 1.3), ist sie unbegründet, hat die Vorinstanz doch sehr wohl die aktuellen Verhältnisse auf der Seite der Beschwerdeführer geprüft. Das Verwaltungsgericht erwähnte insbesondere die Bemühungen beider Beschwerdeführer mit therapeutischer Hilfe an sich und der Paarbeziehung zu arbeiten. Ebenso wies es auf die neue Nahrungszufuhr des Beschwerdeführers mit Verbesserung seines Allgemeinzustands und damit auch seiner psychischen Verfassung hin. Mit in Erwägung gezogen wurde auch die Geburt des dritten Kindes. Dass die Vorinstanz bei der Prüfung der Argumente der Beschwerdeführer schliesslich zu einem anderen Ergebnis gelangte als beantragt, begründet keine Willkür. Ebensowenig zielführend ist das Argument der Beschwerdeführer, der Beschwerdeführer habe aus erster Ehe eine Tochter, für die er gemäss Scheidungsurteil vom Januar 2016 die gemeinsame elterliche Sorge habe. Diese Tochter hat den Jahrgang 2004 und stellt damit nicht dieselben Betreuungsanforderungen wie die vorliegend betroffenen Kleinkinder. Ausserdem lebt sie gerade nicht bei den Beschwerdeführern, sondern bei ihrer Mutter. In Achtung der von den Beschwerdeführern erreichten Fortschritte begründete die Vorinstanz ihren Entscheid namentlich auch damit, dass das Familiengefüge nichtsdestotrotz noch fragil sei und das Gleichgewicht gerade durch die Rückplatzierung verloren gehen könnte. Mit diesem Punkt setzen sich die Beschwerdeführer nicht auseinander. Das Argument ist aber umso entscheidender, als die Beschwerdeführer inzwischen ein drittes Kind haben und sie sich in dieser Rolle zuerst einleben müssen, worauf auch bereits die Vorinstanz hinwies. Nach Betrachtung der gesamten Umstände ist nicht von der Hand zu weisen, dass eine Rückplatzierung zum jetzigen Zeitpunkt eine Überforderung der Kindseltern nach sich ziehen könnte, hätten sie doch plötzlich drei anstatt einem Kind zu versorgen. Die Gefahr ist zu gross, dass die Eltern ihre Kinder nicht so schützen und fördern können, wie es für ihre Entfaltung nötig ist (E. 3.1). Der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers bleibt trotz einer Verbesserung eine besondere Herausforderung nicht nur für ihn selbst und die elterliche Paarbeziehung, sondern auch im Verhältnis zu den Kindern. Gerade kleine Kinder bedürfen intensiver Betreuung und lassen kaum Raum, dass sich die Eltern zwischendurch zurückziehen und erholen können, was offenbar der Beschwerdeführer bräuchte, ermüdeten ihn doch gemäss vorinstanzlicher Feststellung jeweils bereits die eineinhalbstündigen Besuche. Weiter sind Kleinkinder naturgemäss besonders verletzlich und für eine gesunde Entwicklung auf ein sicheres und möglichst stabiles Umfeld angewiesen. Vorliegend ist erstellt, dass beide Mädchen insofern besondere Bedürfnisse aufweisen, als sie Anzeichen kindlicher emotionaler Störungen zeigen (vgl. E. 2.1: Überängstlichkeit, Anpassungsstörung). Die beiden haben gemäss unbestrittener Feststellung von Gutachter und Gericht inzwischen auch eine Beziehung zu den Pflegeeltern und zur Tochter der Pflegeeltern (zur Zeit des Gutachtens siebenjährig) aufgebaut. Eine Rückplatzierung und allfällige erneute Platzierung würde gezwungenermassen eine noch stärkere resp. erneute Entwurzelung mit sich bringen. Eine Gefährdung des Kindeswohls ist offensichtlich. Die Vorinstanz hat kein Bundesrecht verletzt, wenn sie die momentane Situation als nicht ausreichend stabil erachtete für eine Rückplatzierung der Mädchen. Damit ist auch das Eventualbegehren auf Rückübertragung der Obhut unter Auflagen abzuweisen.