Citation: 2C_113/2008 07.02.2008 E. 2.2

Die gegen den Beschwerdeführer angeordnete Durchsetzungshaft entspricht diesen Vorgaben und verletzt kein Bundesrecht: 2.2.1 Der Beschwerdeführer ist im Asylverfahren rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen worden und hätte diese seit November 2002 verlassen müssen. Er hat sich am 14. November 2002 in Genf geweigert, den Rückflug nach Algier anzutreten, worauf er aus der damaligen Haft entlassen werden musste, da zwangsweise Ausschaffungen nach Algerien nicht möglich sind. In der Folge war er unbekannten Aufenthalts, wobei er offenbar illegal in Genf, La Chaux-de-Fonds und Lausanne lebte. Die Möglichkeit der Rückkehr in seine Heimat hängt heute allein von seiner Bereitschaft hierzu ab, weshalb eine erneute Ausschaffungshaft nicht (mehr) zulässig und die Anordnung der Durchsetzungshaft rechtens ist (zu Algerien: BGE 133 II 97 E. 3.3). 2.2.2 Der Beschwerdeführer hat es jederzeit in der Hand, seine Durchsetzungshaft zu verkürzen bzw. zu beenden, indem er sich bereit erklärt, auf einem Linienflug freiwillig in seine Heimat zurückzukehren, und hierfür mit den Behörden kooperiert. In diesem Fall könnte die Haft innert weniger Wochen beendet werden, andernfalls sind Haftverlängerungen bis zu maximal 18 Monaten denkbar; auch ist eine (allenfalls zusätzliche) Ausschaffungshaft nicht ausgeschlossen, sollten die Verhandlungen mit den algerischen Behörden über die zwangsweisen Rückschaffungen inzwischen Erfolg zeitigen (vgl. BGE 133 II 97 E. 3.3.). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, bei einer Haftentlassung in einen Drittstaat reisen zu wollen, ist nicht ersichtlich, wie er dies - ohne Visum - legal tun könnte; im Übrigen hatte er seit dem Jahre 2002 hinreichend Gelegenheit, seine freiwillige Ausreise zu organisieren.