Citation: 5C.91/2003 27.05.2003 E. D

Das Obergericht des Kantons Aargau schützte auf Appellation der Beklagten hin mit Urteil vom 18. Februar 2003 das erstinstanzliche Urteil im Wesentlichen. Es befand insbesondere, dass im Rahmen eines Verfahrens auf Abänderung des Scheidungsurteils in Anwendung von Art. 153 Abs. 2 aZGB die vormals festgesetzte Rente nicht vollständig neu festzulegen, sondern allenfalls verhältnismässig herabzusetzen sei, allerdings unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit des Pflichtigen. Weil eben gerade diesen Grundsatz verletzend könne die von der Beklagten anbegehrte Herabsetzung der Rente um lediglich 19% - also im gleichen Verhältnis, wie sich die Einkünfte des Rentenpflichtigen reduziert haben - nicht geschützt werden. Der erstinstanzlich festgelegte Betrag von Fr. 250.-- ermögliche hingegen, dem Rentenpflichtigen noch 18% über seinem Existenzminimum liegende Einkünfte zu belassen, und vermöge gleichzeitig den Notbedarf der Rentengläubigerin gerade noch zu decken. Das Obergericht bestätigte im Weiteren die erstinstanzliche Kostenfolge, mit Ausnahme der Kosten für die Urteilsausfertigung, welche es als ordentliche Prozesskosten betrachtete und den Parteien im Verhältnis ihres Obsiegens und Unterliegens auferlegte.