Citation: 6B_999/2021 E. 4.3.3

4.3.3. Die Vorinstanz erachtet die Argumentation des Beschwerdeführers, er hätte nicht gewusst, dass der Hanf den THC-Grenzwert überschreite, als Schutzbehauptung. Dieser habe überhaupt keine Vorsichtsmassnahmen getroffen. Auch der hohe Kaufpreis (für das Hanffeld) lasse bereits auf die Intention zum Betäubungsmittelanbau schliessen. Dieser Kaufpreis mitsamt dem Aufwand für das Bewachen, Ernten und Verarbeiten etc. wäre auf keinen Fall mehr rentabel gewesen, wenn später lediglich 150 bis 200 Kilogramm Industriehanf an die D.________ AG hätte zurückverkauft werden können. Zudem wären kaum aufwendige Sicherheitsvorkehren, wie die nächtliche Bewachung oder das Installieren einer Alarmanlage getroffen worden, wenn es sich lediglich um Industriehanf gehandelt hätte. Schliesslich habe sich der Beschwerdeführer nicht im Geringsten über die geltenden Vorschriften zum Hanfanbau informiert und dies, obwohl er gewusst habe, dass sein Stiefbruder wegen Hanfgeschäften bzw. -anbau im Zusammenhang mit C.________ verurteilt und ausgeschafft worden sei. Der Beschwerdeführer habe somit zumindest mit Eventualvorsatz gehandelt, weil er es für möglich gehalten und in Kauf genommen habe, dass die Pflanzen einen THC-Gehalt von mehr als 1 % aufweisen würden.