Citation: 6B_1315/2017 E. 1.7

1.7. Die Jugendanwaltschaft ordnete am 24. August 2017 zunächst Untersuchungshaft an (oben Sachverhalt B). In der ausführlich begründeten Verfügung vom 25. August 2017 betreffend "Vorsorgliche Abänderung der Massnahme" weist die Jugendanwaltschaft auf das bisherige Verhalten des Beschwerdeführers hin (oben Sachverhalt A und B erster Abs.) und führt aus, sie könne die vorsorgliche Unterbringung in einer geeigneten Einrichtung anordnen, wenn die persönliche, erzieherische oder die gesundheitliche Betreuung anders nicht gewährleistet sei (Art. 5 JStG i.V.m. Art. 26 Abs. 1 lit. c JStPO). Gemäss Art. 18 Abs. 1 JStG i.V.m. Art. 72 EG-StPO/JStPO könne sie eine rechtskräftig angeordnete Schutzmassnahme vorläufig abändern, wenn dies im Interesse des Jugendlichen dringend geboten sei. Aufgrund der mehrfachen Delinquenz und der Rückfallgefahr (Gefährdung Dritter und Selbstgefährdung) sowie des Gutachtens sei eine Schutzmassnahme dringend angezeigt. Diese werde vorläufig geschlossen angeordnet. Der Vollzug erfolge bis zum Eintritt in das Massnahmenzentrum Uitikon oder in eine andere geeignete Institution in der Jugendabteilung des Gefängnisses. Dem Beschwerdeführer sei das rechtliche Gehör am 25. August 2017 in Gegenwart seines Verteidigers gewährt worden. Diese Verfügung sei vorsorglich. Der definitive Entscheid erfolge nach Abschluss der Untersuchung. Es sei eine erneute forensisch-psychiatrische Begutachtung vorgesehen. Es drängt sich keineswegs der Schluss auf, die "strafprozessuale Haft" stelle de facto Untersuchungshaft dar und werde zu Unrecht als vorsorgliche Unterbringung deklariert (oben E. 1.1.1). Diese Argumentationslinie wurde zu Recht bereits vom Zwangsmassnahmengericht zurückgewiesen (Sachverhalt B).