Citation: 9C_647/2022 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz hat nicht geprüft, ob aus Sicht des internen Rechts von einer ausländischen Betriebsstätte auszugehen ist, und den Sachverhalt stattdessen nur unter dem Gesichtspunkt des Völkerrechts gewürdigt. Dabei hat sie nicht in Zweifel gezogen, dass das Büro in E.________ die Voraussetzungen für eine Betriebsstätte objektiv erfüllt. Sie ist jedoch zum Schluss gekommen, dass diese feste Geschäftseinrichtung nicht der Gesellschaft, sondern ihrer Muttergesellschaft zuzurechnen sei (vgl. angefochtenes Urteil E. 6.1). Sie hat diesen Schluss im Wesentlichen darauf gestützt, dass die Muttergesellschaft in der streitbetroffenen Steuerperiode im Mietvertrag als Vertragspartnerin aufgetreten sei und die im Büro E.________ beschäftigten Personen nicht bei der Gesellschaft angestellt oder dieser organisatorisch unterstellt seien. Namentlich rapportiere der Standortleiter dem Chief Operating Officer der Muttergesellschaft.