Citation: 8C_291/2019 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin rügt, das kantonale Gericht habe Bundesrecht verletzt, indem es eine Frühinvalidität verneint habe. Sie leide an einer frühkindlichen zerebralen Entwicklungsstörung. Auf Grund der Bedürfnislage hätte sie als Gesunde ein Erwerbspensum von mindestens 80 % verrichtet. Seit dem Tod ihres Lebenspartners im Jahre 2010 stosse sie immer mehr an ihre Grenzen. Zudem sei sie auf die Unterstützung ihrer Schwester angewiesen. Vom verstorbenen Lebenspartner habe sie nebst der nunmehr von ihr allein bewohnten Eigentumswohnung nach Abzug der Erbschaftssteuern auch noch Bargeld im Umfang von Fr. 72'000.- geerbt. Bis Oktober 2017 habe sie dieses Vermögen im Umfang von Fr. 48'000.- verbraucht. Invaliditätsbedingt vermöge sie jährlich noch ein Einkommen von Fr. 18'000.- zu erzielen. Im Vergleich zu dem bei Frühinvaliden nach Art. 26 Abs. 1 IVV in Verbindung mit dem IV-Rundschreiben Nr. 329 des BSV vom 18. Dezember 2014 auf Fr. 82'500.- festgesetzten Valideneinkommen resultiere ein Invaliditätsgrad von 78 %, weshalb sie ab 1. Mai 2017 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung habe.