Citation: 6B_355/2022 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz geht angesichts des von ihr festgestellten Sachverhalts zu Recht davon aus, dass die vom Beschwerdeführer auf dem Telefonbeantworter hinterlassene Sprachnachricht keine unmittelbare Reaktion auf das Verhalten von B.A.________ darstellt. Der Einwand des Beschwerdeführers, wonach die auf dem Anrufbeantworter hinterlassene Sprachnachricht eine spontane und nicht überlegte Reaktion gewesen sei, trifft nicht zu. Wie die Vorinstanz richtig bemerkt, hätte er nach den vergeblichen Anrufversuchen auf die Hinterlegung der Sprachnachricht verzichten können. Insofern stand er vor der Wahl, es dabei bewenden zu lassen. Dass sich der Beschwerdeführer trotz den vergeblichen Anrufversuchen dazu entschloss, eine Sprachnachricht auf dem Anrufbeantworter zu hinterlassen, spricht gerade für eine wohlüberlegte Tat. Dies schliesst die Unmittelbarkeit seiner Reaktion aus. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer mit B.A.________ in einer Kampfscheidung und damit seiner Ansicht nach in einem Dauerzustand gesteckt habe, in welchem Provokation und Reaktion stets dazugehört hätten, vermag nichts daran zu ändern.