Citation: U 208/99 05.01.2000 E. 3

3.- Im vorliegenden Fall beauftragte die SUVA - infolge der Einsprache von M.________ gegen die Verfügung vom 30. Juli 1996 - das Spital Y.________ mit der Erstellung eines Gutachtens, ohne dem Beschwerdeführer die Möglichkeit zu eröffnen, sich vor der Auftragserteilung zu den Fragen an den Gutachter und zu dessen Person zu äussern. Zudem erhielt der Betroffene weder eine Abschrift des Gutachtens vom 8. April 1997 noch wurde ihm die Gelegenheit eingeräumt, Erläuterung und Ergänzung oder eine neue Begutachtung zu beantragen. Dies obwohl der Einspracheentscheid vom 5. Juni 1997 sich allein auf dieses Gutachten abstützte. Zusammenfassend steht fest, dass die SUVA dem Beschwerdeführer sämtliche in Art. 57 ff. BZP normierten Mitwirkungsrechte vorenthalten hat. Diese Häufung von Rechtsverletzungen stellt einen schwerwiegenden Verfahrensmangel dar, weshalb eine Heilungsmöglichkeit entfällt (vgl. Erwägung 2d in fine hievor). Dem angefochtenen Einspracheentscheid und dem kantonalen Entscheid liegt demnach eine in Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ergangene Sachverhaltsfeststellung zu Grunde, die mit dem Gehalt des letztlich streitentscheidenden Gutachtens des Spitals Y.________ vom 8. April 1997 einen wesentlichen Punkt beschlug. Die Sache ist daher an die SUVA zur Gewährung des rechtlichen Gehörs (Erw. 2a, b) zurückzuweisen.