Citation: 8C_87/2018 E. 4.2

4.2. Hat der Versicherte seine Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise verletzt, durfte die Unfallversicherung nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens aufgrund der Akten entscheiden. Vorinstanz und Verwaltung gingen davon aus, dass bei einem Entscheid aufgrund der Akten bezüglich der Frage, ob zwischen dem Unfallereignis und den geltend gemachten Beschwerden ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe, ein Zustand der Beweislosigkeit vorliegt. Diese Feststellung wird vom Versicherten nicht substanziiert bestritten; er macht jedoch geltend, die Folgen dieser Beweislosigkeit gingen zu Lasten der Unfallversicherung. In der Tat gilt in der Unfallversicherung der Grundsatz, dass die Beweislast für den behaupteten Wegfall eines einmal mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellten Kausalzusammenhanges von der Unfallversicherung zu tragen ist (vgl. Urteil 8C_805/2013 vom 15. Mai 2014 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). Die allgemeinen Regeln zur Beweislastverteilung gelten jedoch nur dann, wenn der Zustand der Beweislosigkeit nicht von der einen Partei zu vertreten ist (vgl. SVR 2013 UV Nr. 6 S. 21, 8C_110/2012 E. 2). Grund für die Beweislosigkeit ist im vorliegenden Fall die unentschuldbare Weigerung des Versicherten, an einer Begutachtung mitzuwirken (vgl. E. 4.1 hievor). Damit ist die Beweislosigkeit durch den Beschwerdeführer verursacht, womit dieser ihre Folgen zu tragen hat. Somit ist nicht zu beanstanden, dass Vorinstanz und Verwaltung aufgrund der Beweislosigkeit bezüglich des natürlichen Kausalzusammenhanges einen weiteren Taggeldanspruch verneint haben; die Beschwerde des Versicherten ist abzuweisen.