Citation: 6B_444/2021 E. 2.2.3

2.2.3. Der Beschwerdeführer macht zwar geltend, dass das EDA bereits vor dem 13. Mai 2016 mit der Sache befasst war. Er begründet dies jedoch nicht weiter. Er zeigt nicht auf, weshalb von dieser Annahme ausgesehen ist bzw. inwiefern dafür Anhaltspunkte bestehen. Auch macht er keine Angaben, wie lange das EDA sich vor dem 13. Mai 2016 mit der Angelegenheit schon auseinandergesetzt haben soll. Es ist daher nicht offensichtlich unrichtig, wenn die Vorinstanz feststellt, das EDA habe das SECO (mit dem Telefonat vom 13. Mai 2016 und dem am 25. Mai 2016 übermittelten Schreiben) ohne Verzögerung informiert. Diese auf einer antizipierten Beweiswürdigung beruhende Sachverhaltsfeststellung verletzt den Untersuchungsgrundsatz nicht. Die Vorinstanz durfte somit auf die Befragung von Mitarbeitern des EDA und SECO verzichten. Weiter ist aus den vorinstanzlichen Erwägungen zu schliessen, dass sich das EDA darauf beschränkte, hinsichtlich der aussenpolitisch en Inhalte auf der Internetseite der B.________ GmbH tätig zu werden und in Bezug auf allfällige Verletzungen des UWG das SECO informierte. Es gibt aufgrund der von der Vorinstanz festgestellten Sachverhaltsumstände keine Anhaltspunkte, dass das EDA in Erwägung zog, wegen allfälliger Verstösse gegen das UWG selbst gegen die B.________ GmbH aktiv zu werden. Ebenso wenig ist mit Blick auf den Inhalt des Schreibens des EDA vom 25. Mai 2016 zu beanstanden, soweit die Vorinstanz feststellt, das SECO habe durch die Informationen des EDA noch keine hinreichende Kenntnis von Tat und Täter gehabt, sondern habe weitere Abklärungen durchführen müssen. Denn es gibt entgegen der Beschwerde keinen Anhalt, dass eine verlässliche Prüfung in lauterkeitsrechtlicher Hinsicht bereits durch das EDA erfolgt wäre. Entsprechend musste das SECO die Hinweise des EDA anhand der Webseite der B.________ GmbH zuerst prüfen. Dies bedurfte gemäss Vorinstanz einer gewissen Zeit, was auch aufgrund der Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers, wonach die Internetseite der B.________ GmbH über 20'000 Textpassagen aufgewiesen habe, einleuchtet. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Feststellungen im angefochtenen Urteil zu den für den Beginn der Strafantragsfrist massgeblichen Umständen nicht willkürlich sind und die Vorinstanz gestützt darauf zu Recht zum Schluss kommt, die Strafantragsfrist sei gewahrt worden.