Citation: 8C_475/2017 E. 5

Die Vorinstanz führt aus, das Vorgehen der AXA, welche sich einzig auf die Angaben der früheren Arbeitgeberin stütze, widerspreche offenkundig den Grundsätzen zur Ermittlung des Invalideneinkommens. Vielmehr sei der Lohn an der aktuell ausgeübten Tätigkeit zu berücksichtigen, da angesichts der anderthalbjährigen Anstellung von einem stabilen Arbeitsverhältnis ausgegangen werden könne, die Versicherte abgesehen vom reduzierten Arbeitspensum ihre Restarbeitsfähigkeit voll ausschöpfe und keine Anzeichen für Soziallohn bestünden. Daran ändere nichts, dass dieser Lohn unter dem erzielbaren Einkommen gemäss LSE liege und sie bei ihrer ehemaligen Arbeitgeberin oder einer anderen Stelle allenfalls ein höheres Einkommen erzielen könne. Denn es laufe der Rechtsprechung gemäss Urteil 9C_720/2012 vom 11. Februar 2013 E. 2.3.2 zuwider, wenn das hypothetische Invalideneinkommen stets auf Grund statistischer Werte bestimmt würde, sofern der tatsächlich erzielte Verdienst unter dem ermittelten Tabellenwert liege. Da nicht klar sei, ob die Versicherte ihr Arbeitspensum an der aktuellen Stelle auf 100 % erhöhen könne, sei die Sache an die AXA zurückzuweisen, damit sie dies abkläre und bei Möglichkeit der Pensenerhöhung den vollen Lohn an dieser Stelle berücksichtige, andernfalls das Einkommen für ein 30 %-Pensum gemäss LSE Tabelle T17 ermittle und hernach den Rentenanspruch festlege.