Citation: 5A_518/2022 E. 3.3

3.3. Eine schwerwiegende Gefahr im Sinn von Art. 13 Abs. 1 lit. b HKÜ sieht die Mutter auch darin, dass der Vater arbeitstätig sei, weshalb die Kinder faktisch von den Grosseltern betreut würden. Diese seien aber gesundheitlich angeschlagen und würden mit dem Vater dauernd im Streit liegen, das Klima sei nicht gut. Das Obergericht hat dazu festgestellt, dass die Mutter das angeblich schlechte Klima erst in einem späten Stadium vorgebracht habe und es sich offensichtlich um eine Schutzbehauptung handle, zumal es hierfür keine Anhaltspunkte gebe. Mit der allgemein gehaltenen Wiederholung im bundesgerichtlichen Verfahren ist keine Willkür in Bezug auf die obergerichtliche Beweiswürdigung dargetan. Sodann ist im Zusammenhang mit der Arbeitstätigkeit des Vaters keine schwere Gefahr für die Kinder ersichtlich: Abgesehen davon, dass viele betreuende Eltern arbeitstätig sind, geht es vorliegend um schulpflichtige Kinder, bei denen die Mutter gleichermassen erwerbstätig ist.