Citation: 6B_1384/2021 E. 1.6.1

1.6.1. Die Vorinstanz verweist auch in diesem Zusammenhang auf das konkrete deliktische Verhalten der Beschwerdeführerin sowie dessen Folgen und betont, sie habe mit ihrem Tathandeln in das gewichtige Rechtsgut der sozialen Sicherheit der Schweiz eingegriffen und eine gegenwärtige Gefahr für die öffentliche Ordnung herbeigeführt. Explizit hebt sie hervor, die bei der Einsatzstrafe getroffene Einstufung des Tatverschuldens als "noch leicht" dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Delikt und das damit verbundene Verschulden vergleichsweise schwer wögen. Dass die Beschwerdeführerin den Schadensbetrag mittlerweile (aufgrund einer ihr auferlegten Pflicht) zurückzahle, ändere daran nichts. In Anbetracht des gewichtigen bedrohten Rechtsguts, der sich über ein Jahr erstreckenden deliktischen Tätigkeit, des erheblichen Schadens und des konkreten Tathandelns bejaht die Vorinstanz insgesamt eine hinreichende Wahrscheinlichkeit für künftige Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA und hält sie die Landesverweisung mit dem FZA daher für vereinbar (vgl. angefochtenes Urteil E. 5.5.3 S. 24 f.).