Citation: 4A_9/2023 E. 2.2

2.2. Ein (während laufender Frist zur Zahlung des Gerichtskostenvorschusses gestelltes) Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege schiebt die Frist zur Leistung des Vorschusses im kantonalen Verfahren auf. Solange ein vom Pflichtigen rechtzeitig gestelltes Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht abgewiesen ist, bleibt es dem kantonalen Gericht verwehrt, die Leistung eines Kostenvorschusses zu verlangen respektive auf die Klage mangels Zahlung des Kostenvorschusses nicht einzutreten. Das Gericht muss im Falle der Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege eine Nachfrist zur Zahlung des Vorschusses einräumen (BGE 138 III 672 E. 4.2.1, 163 E. 4.2). Das von der Beschwerdeführerin (sinngemäss gestellte) Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das erstinstanzliche Verfahren ist vor Bezirksgericht hängig. Sollte es abgewiesen werden, wäre der Beschwerdeführerin nach dem Gesagten die Frist zur Leistung des Gerichtskostenvorschusses neu anzusetzen. Die Beschwerdeführerin hat aus diesem Grund kein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids, mit dem wohl die Beschwerde gegen die Ansetzung einer Frist zur Leistung eines Gerichtskostenvorschusses abgewiesen, gleichzeitig aber das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege für das erstinstanzliche Verfahren an das Bezirksgericht zur Behandlung überwiesen wurde.