Citation: 8C_780/2023 E. 5.5

5.5. Soweit die Beschwerdegegnerin geltend macht, ein Leistungsausschluss diskriminiere sie im Vergleich zu Konkubinatspartnern und anderen Familienmitgliedern (Art. 8 Abs. 2 BV; Art. 14 EMRK), kann ihr nicht gefolgt werden. Ehe und Konkubinat stellen unterschiedliche Formen des Zusammenlebens mit unterschiedlichen Rechtswirkungen dar (vgl. BGE 137 V 133 E. 7, 105 E. 9.3). Konkubinatspartner haben keine gegenseitige Unterstützungspflicht, die mit Art. 163 ZGB vergleichbar wäre. Es liegt ein sachlicher Grund für die unterschiedliche Behandlung von Ehegatten und Konkubinatspaaren vor, weshalb auch keine im Sinne des Gleichbehandlungsgebots von Art. 8 Abs. 1 BV unzulässige Differenzierung vorliegt.