Citation: 1B_328/2019 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer kritisiert sodann, die Haftverlängerung um sechs Monate sei unhaltbar. Zum einen fehle es an einer gesetzlichen Grundlage für den gravierenden Grundrechtseingriff und zum anderen erfordere ein Verlängerungsverfahren in der Regel kein umfangreiches oder schwieriges Beweisverfahren. Soweit sich der Beschwerdeführer erneut auf die seiner Ansicht nach fehlende gesetzliche Grundlage beruft, kann auf E. 3.1 hiervor verwiesen werden. Gemäss dem analog anzuwendenden Art. 227 Abs. 7 StPO wird die Verlängerung der Untersuchungshaft jeweils für längstens drei Monate, in Ausnahmefällen für längstens sechs Monate bewilligt. Ein Ausnahmefall im Sinne von Art. 227 Abs. 7 StPO kann etwa angenommen werden, wenn von vornherein ersichtlich ist, dass der Haftgrund auch nach mehr als drei Monaten noch gegeben ist (vgl. Urteil 1B_6/2019 vom 31. Januar 2019 E. 6.2 mit Hinweis). Davon kann im vorliegenden Fall ausgegangen werden, zumal der Haftgrund vom Beschwerdeführer ohnehin nicht substanziiert bestritten wird. Die Vorinstanz durfte zudem berücksichtigen, dass die Erstellung eines forensisch-psychiatrischen (Ober-) Gutachtens erfahrungsgemäss mehrere Monate in Anspruch nehmen kann. Folglich erweist sich die Verlängerung der Sicherheitshaft um ausnahmsweise sechs Monate unter den gegebenen Umständen als verhältnismässig.