Citation: 1C_648/2017 E. 2.5

2.5. Mit diesen Ausführungen legt die Beschwerdeführerin nicht dar, inwiefern die vorinstanzliche Annahme, die strittigen Gebäudevorsprünge bildeten nach aussen eine Wand im Sinne von Art. 75 Abs. 3 zweiter Satz KRG, willkürlich sein soll. Dies ist auch nicht ersichtlich, da diese Vorsprünge gemäss den Bauplänen 3,85 m breite und parallel zur Hausfassade verlaufende Mauerflächen aufweisen sollen, weshalb willkürfrei angenommen werden kann, sie bildeten aufgrund ihrer Ausgestaltung und Grösse für den Betrachter optisch eine Wand. Dies ist für Erker nicht begriffsnotwendig, da namentlich auch traditionelle runde bzw. turmartige Erker ohne grössere parallel zur Fassade verlaufenden Mauerflächen unter die von der Beschwerdeführerin genannte Definition der Erker fallen. Die Vorinstanz hat daher mit der Annahme, die strittigen Erker bildeten eine Mauer im Sinne von Art. 75 Abs. 3 KRG, das Abstandsprivileg für Erker nicht gänzlich ausgeschlossen, weshalb der entsprechende Willkürvorwurf der Beschwerdeführerin unbegründet ist. Daran vermag der von ihr angerufene Kommentar zum Planungs- und Baugesetz des Kantons Zürich vom 7. September 1975 (PBG/ZH) nichts zu ändern, weil er sich auf eine Gesetzesregelung bezieht, die das Abstandsprivileg für Erker - anders als Art. 75 Abs. 3 KRG - nicht durch den Ausschluss der Bildung einer Mauer einschränkte (FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF, Zürcher Planungs- und Baurecht, Bd. 2, 5. Aufl. 2011, S. 852 f. betreffend § 260 Abs. 3 PBG/ ZH in der bis zum 28. Februar 2017 gültigen Fassung). Dass gemäss Art. 58 Abs. 1 des alten Baugesetzes der Gemeinde Flims eingeschossige Erker und Balkone bis zu einem Drittel der Fassadenlänge und höchstens 1,5 m Tiefe in den Grenzabstand hineinragen durften, ist ebenfalls nicht entscheiderheblich, weil diese Regelung in der vorliegend anwendbaren Fassung des Baugesetzes ersatzlos gestrichen wurde und damit bezüglich des Abstandsprivilegs für Erker Art. 75 Abs. 3 KRG anwendbar ist.