Citation: 9C_415/2013 E. 3

Die Vorinstanz gelangte im Wesentlichen gestützt auf die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. med. L.________ vom 22. November 2011 und das Gutachten des Dr. med. F.________ vom 8. Januar 2012, deren Einschätzung durch die der anderen Ärzte (insbesondere Dr. med. A.________, Neurologie FMH, [Bericht vom 2. September 2011]; Hausärztin med. pract. R.________, Allgemeinmedizin FMH, [Bericht vom 28. Juni 2011]) bestätigt werde, zum Ergebnis, dass der Versicherte seit Ablauf des Wartejahres (Beginn: 15. November 2010) aufgrund der diagnostizierten kombinierten Persönlichkeitsstörung vollständig arbeitsunfähig ist. Die IV-Stelle stellt sich auf den Standpunkt, die kombinierte Persönlichkeitsstörung stelle keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden im Sinne von Gesetz und Rechtsprechung dar. Eine eigentliche, dauerhafte "Verschlechterung" der psychischen Störung (welche definitionsgemäss stabil bleibe) sei nicht erstellt. Einzig dem Gutachten des Dr. med. F.________ vom 8. Januar 2012 seien diesbezüglich einige Informationen zu entnehmen; sein Gutachten sei aber nicht vollends schlüssig. Es handle sich lediglich um einen stärkeren Ausprägungsgrad der Persönlichkeitsstörung in Abhängigkeit von den Lebensumständen. Verantwortlich für die attestierten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit seien gemäss Dr. med. F.________ die Schichtarbeit, der dem Versicherten nicht gut gesinnte Vorgesetzte und das Mobbing an der letzten Arbeitsstelle. Bei diesen äusseren Umständen handle es sich um solche psychosozialer oder soziokultureller Natur, welche rechtsprechungsgemäss keinen invalidisierenden Charakter hätten.