Citation: 8C_116/2024 E. 5.2

5.2. Was namentlich die vorinstanzliche Feststellung zur Reiseunfähigkeit bis höchstens Anfang Januar 2021 betrifft, behauptet der Beschwerdeführer, es sei ihm aufgrund seiner Vorerkrankungen und eines schweren Covid-Krankheitsverlaufs sowie Depressionen nicht zumutbar gewesen, in die Schweiz zu reisen. Dokumente, die eine Reiseunfähigkeit über das genannte Datum hinaus belegen würden, sind hingegen nicht aktenkundig, worauf die Vorinstanz bereits hinwies. Eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz ist nicht auszumachen. Dass sich die gesundheitliche Situation insgesamt mit einer am 27. November 2020 festgestellten Covid-Infektion verschlechtert hat, wird auch im vorinstanzlichen Verfahren nicht in Abrede gestellt. Gestützt auf die Aussagen des Beschwerdeführers, wonach er einen Monat im Bett gelegen habe, hat die Vorinstanz indessen in haltbarer Weise angenommen, dies führe lediglich zu einer Reiseunfähigkeit bis längstens Anfang Januar 2021, zumal die Covid-Erkrankung keinen Spitalaufenthalt erforderlich gemacht habe. Ebenso wenig ergibt sich aus den Einwänden des Beschwerdeführers zu seiner am 23. März 2021 durchgeführten Prostata-Operation, dass eine solche notfallmässig hätte durchgeführt werden müssen, womit die Vorinstanz nicht offensichtlich unrichtig einen zwingenden, krankheitsbedingten Verbleib in der Türkei nach Anfang Januar 2021 ausschliessen durfte. Dass ihm vom behandelnden Arzt zu diesem Zeitpunkt sowohl von einer Prostata-Operation als auch von der Rückreise in die Schweiz abgeraten worden sei, wie er einwendet, findet in den Akten keine Stütze. Nicht geltend gemacht wird ferner eine Reiseunfähigkeit Anfang Januar 2021 aufgrund des zuvor gelegten Dauerkatheters. Eine überwiegend wahrscheinliche Reiseunfähigkeit über dieses Datum hinaus bis Mitte April 2021 konnte die Vorinstanz ohne in Willkür zu verfallen daher verneinen. Ein Ermessensmissbrauch oder eine willkürliche Beweiswürdigung durch die Vorinstanz ist ebenso wenig auszumachen, wenn sie den hausärztlichen Bericht des Dr. med. B.________ vom 12. September 2022 zusammen mit den weiteren medizinischen Unterlagen nicht als hinreichenden Beweis für eine Reiseunfähigkeit über Anfang Januar 2021 hinaus erachtet hat. Für diesen Zeitpunkt sind weder eine echtzeitlich noch eine rückwirkend ärztlich attestierte Reiseunfähigkeit aktenkundig. Sie hat ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes oder anderen Bundesrechts von weiteren medizinischen Abklärungen absehen dürfen, da von weiteren medizinischen Abklärungen bei gegebener Aktenlage keine entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5; 141 I 60 E. 3.3; 137 V 64 E. 5.2).