Citation: 2P.137/2004 19.10.2004 E. 3.1

3.1.1 Die Beschwerdeführerin hatte vor dem Regierungsrat erfolglos gerügt, die erste der sechs gestellten Prüfungsaufgaben sei mangelhaft, weil ihr jeglicher Realitätsbezug fehle (bei der betreffenden Aufgabe hatte sie die Note 4 erzielt). Sie beschwerte sich alsdann beim Verwaltungsgericht, dass der Regierungsrat diese Rüge zu Unrecht nicht frei geprüft, sondern seine Kognition beschränkt habe. Das Verwaltungsgericht hat erwogen, im angefochtenen Beschluss sei ausdrücklich offen gelassen worden, ob die betreffende Aufgabenstellung mangelhaft sei, weshalb die Rüge, es liege eine unzulässige Kognitionsbeschränkung vor, ins Leere stosse. Entscheidend sei für den Regierungsrat nämlich gewesen, dass die Beschwerdeführerin ihrer Lösung eine abgeänderte Fassung des Sachverhalts zugrunde gelegt habe, ohne die von ihr in der Aufgabenstellung vorgenommenen Modifikationen zu erläutern. So habe sie es der Notariatsprüfungskommission verunmöglicht, ihre Überlegungen nachzuvollziehen. 3.1.2 Mit staatsrechtlicher Beschwerde macht die Beschwerdeführerin nunmehr geltend, die Beantwortung der Frage, ob sie eine Begründung für die Modifikationen hätte abliefern müssen, setze zwingend "die Prüfung des fehlenden Realitätsbezuges von Aufgabe 1 durch den Regierungsrat mit voller Kognition" voraus. Dies habe das Verwaltungsgericht verkannt und so ihren Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; vgl. BGE 126 I 97 E. 2b 102 f.) verletzt. Es ist zweifelhaft, ob diese Rüge den gesetzlichen Begründungsanforderungen (vgl. E. 1.3) genügt, ist doch nur schwer verständlich, worin die Verletzung des rechtlichen Gehörs letztlich bestehen sollte. Weil die entsprechenden Vorbringen jedoch ohnehin an der Sache vorbeigehen, kann die Frage ihrer Zulässigkeit offen bleiben: Der Regierungsrat brachte in seinem Entscheid klar zum Ausdruck, dass er die Kritik der Beschwerdeführerin an der Aufgabenstellung für irrelevant hielt, weil sie in ihrer Prüfungsarbeit vom vorgegebenen Sachverhalt abgewichen sei, ohne die entsprechenden Änderungen zu erläutern. Auf die vermeintlich beschränkte Kognition wies er nur in einem Nebensatz hin, dem im Ergebnis keinerlei Bedeutung zukam. Dennoch beschwerte sich die Beschwerdeführerin in der Folge beim Verwaltungsgericht ausschliesslich über die angebliche Kognitionsbeschränkung, ohne zur fehlenden Erklärung für ihre Sachverhaltsmodifikationen Stellung zu nehmen. Nachdem sich das Verwaltungsgericht gemäss unwidersprochener Darstellung im angefochtenen Entscheid (S. 4) nur mit den ausdrücklich erhobenen Rügen zu befassen hat, stand ihm nicht zu, die (nicht beanstandete) Argumentation des Regierungsrats auf ihre Richtigkeit zu prüfen; bereits deshalb kann ihm keine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV vorgeworfen werden. Nur nebenbei sei erwähnt, dass die Kritik der Beschwerdeführerin auch in materieller Hinsicht unbegründet wäre: Wenn im Aufgabentext ausdrücklich steht, dass einerseits durch das Grundstück keine Leitungen führen und andererseits die Benutzungs- und Wegrechte auf unbestimmte Zeit eingeräumt werden, so darf von den Kandidaten zulässigerweise erwartet werden, dass sie die Aufgabe von diesem Sachverhalt ausgehend lösen; dies selbst dann, wenn eingewendet werden könnte, in der Praxis müsste es sich anders verhalten, weil die betreffende Liegenschaft eine Trafostation ist. Ob die konkrete Aufgabenstellung wirklichkeitsgetreu ist, kann zumindest bezüglich jener Elemente grundsätzlich keine Rolle spielen, die sich unmissverständlich aus dem Sachverhalt ergeben. 3.1.3 Soweit die Beschwerdeführerin im vorliegenden Zusammenhang zusätzlich eine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV; vgl. BGE 127 I 60 E. 5a S. 70, mit Hinweisen) rügt, genügen ihre Vorbringen Art. 90 Abs. 1 lit. b OG offensichtlich nicht (vgl. E. 1.3).