Citation: 1C_160/2020 E. 3.3

3.3. Im angefochtenen Urteil wird unter Bezugnahme auf den Polizeirapport vom 31. März 2017 festgehalten, dass das Fahrzeug des Beschwerdeführers noch auf der Fahrbahn gestanden sei, als sich der Stau aufzulösen begonnen habe. Laut Polizei seien die übrigen Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von 80-90 km/h auf das stehende Fahrzeug zugefahren; dabei sei es trotz Verkehrsregelung eines Polizisten, der das Fahrzeug entdeckt habe, und einer improvisierten Signalisation des Unterhaltsdienstes mehrmals zu Beinahekollisionen gekommen. Durch das infolge Treibstoffmangels auf der Überholspur der Autobahn zum Stehen gekommene Fahrzeug sei unter den beschriebenen Umständen die Gefahr einer Auffahrkollision zweifellos erhöht und die Möglichkeit einer konkreten Gefährdung oder Verletzung naheliegend gewesen. Der Beschwerdeführer wendet ein, er habe, als er sich vom Auto entfernt habe, immer gesehen, dass die Kolonne noch gestanden sei. Auf seine Anfrage bei der Pannenhilfe habe er zur Auskunft erhalten, dass das Drittfahrzeug, welches den Stau bzw. Schrittverkehr ausgelöst habe, erst um 23.00 Uhr, also rund eine Stunde, nachdem sein Auto zum Stehen gekommen sei, abgeschleppt worden sei. Von daher könne die Aussage des Polizisten, wonach die Fahrzeuge bereits wieder mit 80-90 km/h unterwegs gewesen seien, nicht stimmen. Weiter sei die Angabe der Distanz seines Fahrzeugs zum angesprochenen Drittfahrzeug im Polizeirapport unzutreffend gewesen. Seine Abklärungen hätten ergeben, dass jenes Fahrzeug ca. 900 m und nicht wie von der Polizei angegeben 150-200 m weiter vorne gestanden sei. Er sei innert nützlicher Frist zu seinem Fahrzeug zurückgekehrt, noch bevor sich der Stau völlig aufgelöst habe.