Citation: 1C_79/2022 E. 5.1.1

5.1.1. Das Erfordernis der festen Verbindung mit dem Boden schliesst die Berücksichtigung von beweglichen Bauten, die nicht dauerhaft im Boden verankert und gegebenenfalls leicht demontierbar sind, nicht aus (Urteil 1C_618/2014 vom 29. Juli 2015 E. 3.1). So unterstehen gemäss bundesgerichtlicher Praxis auch Fahrnisbauten, welche über nicht unerhebliche Zeiträume ortsfest verwendet werden, einer Bewilligungspflicht (BGE 123 II 256 E. 3; 119 Ib 222 E. 3a). Auch blosse Geländeveränderungen (vgl. BGE 114 Ib 312 E. 2), Kunstgegenstände oder -formen (wie etwa Pyramiden, vgl. BGE 119 Ib 442 E. 3a; Pferdeskulpturen, vgl. Urteil 1C_529/2012 vom 29. Januar 2013 E. 5.1), Aussenanlagen wie vorgefertigte Balustraden, Steinsäulen oder eine Terrasse sowie die Neugestaltung der Gärten und des Hofes (vgl. dazu Urteil 1A.156/2004 vom 5. November 2004 E. 3.3) zählen zu den bewilligungspflichtigen Bauten und Anlagen, wenn sie die entsprechenden räumlichen Auswirkungen zeitigen (vgl. auch die Kasuistik bei WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., Rz. 15 zu Art. 22 RPG; RUCH, a.a.O., Rz. 33 zu Art. 22 RPG). Nach Bundesrecht nicht bewilligungspflichtig sind bauliche Kleinvorhaben, die zum einen nur ein geringes Ausmass und zum anderen weder öffentliche noch nachbarliche Interessen tangieren (WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., Rz. 12 und 14 zu Art. 22 RPG). Dieser bundesrechtliche Begriff der Bauten und Anlagen kann von den Kantonen weiter, nicht aber enger gefasst werden (Urteile 1C_161/2017 vom 4. September 2017 E. 3.3.1; 1C_509/2010 vom 16. Februar 2011 E. 2.3.1). Der von der Beschwerdeführerin mehrfach angerufene § 49 Abs. 2 der Bauverordnung des Kantons Aargau (BauV; SAR 713.121), der Kleinstbauten, die eine bestimmte Grösse unterschreiten, in der Bauzone von der Bewilligungspflicht ausschliesst, findet ausschliesslich auf Bauzonen Anwendung und ist schon aus diesem Grund nicht einschlägig.