Citation: 9C_637/2018 E. 4.1

4.1. Die Versicherte weist auf einige Unannehmlichkeiten der Modellgussprothese hin und verneint deren Zweckmässigkeit. So bringt sie vor, die Ästhetik sei während des Nichttragens der Prothese stark beeinträchtigt, da sich ihr Gesichtsausdruck verändere. Dieser Zustand müsse mehrmals täglich herbeigeführt werden, da sie die Prothese zu reinigen habe. Hierfür ziehe sie sich aufgrund von Schamgefühlen in einen geschlossenen Raum zurück, was sich negativ auf ihr Wohlbefinden auswirke. Es ist nachvollziehbar, dass sich die Beschwerdeführerin für die Reinigung der Prothese zurückziehen will und diesen Vorgang nicht vor ihren Arbeitskollegen, Kunden, Drittparteien oder der Familie, wie sie geltend macht, tätigen möchte. Dieser Umstand vermag jedoch der Modellgussprothese die Zweckmässigkeit nicht abzusprechen; denn es erscheint zumutbar, sich für den Reinigungsvorgang der Prothese zurückzuziehen. Dies ist laut vorinstanzlichen Feststellungen auch der einzige Moment, in welchem die Prothese entfernt werden muss, da sie ansonsten dauerhaft getragen werden kann.