Citation: 1A.263/1999 22.06.2000 E. 2

2.- a) Nach Art. 2 Abs. 1 OHG erhält jede Person Hilfe, die durch eine Straftat in ihrer körperlichen, sexuellenoder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigtworden und damit Opfer ist, und zwar unabhängig davon, obder Täter ermittelt worden ist und ob er sich schuldhaftverhalten hat. Der Ehegatte und die Kinder werden dem Opferhinsichtlich der Geltendmachung von Entschädigung und Genugtuung gleichgestellt, soweit ihnen gegenüber dem Täter Zivilansprüche zustehen (Art. 2 Abs. 2 lit. c OHG). Die Entschädigung und Genugtuung richtet sich im Einzelnen nach Art. 11 ff. OHG. Im vorliegenden Fall haben die kantonalen Instanzen anerkannt, dass der Beschwerdeführerin Entschädigungsansprüche aus dem Opferhilfegesetz zustehen. Umstritten ist indessen deren Höhe sowie die Anrechnung vonausbezahlten Versicherungsleistungen.