Citation: 2C_986/2018 E. 4.2

4.2. Das Nichteintreten auf das Feststellungsbegehren durch die Staatskanzlei stützt sich auf § 20 in Verbindung mit §§ 11 und 12 des Solothurner Gesetzes vom 15. November 1979 über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG). Alsdann bezieht sich auch die bei der Staatskanzlei beantragte Feststellung allein auf die Anwendung kantonalen Rechts, nämlich der Juristischen Prüfungsverordnung, konkret von § 7 Abs. 5 JPV, wobei der Beschwerdeführer Normen des kantonalen Gesamtarbeitsvertrags für das Staatspersonal heranzieht. Er rügt indessen insofern die Verletzung schweizerischen Rechts, als er sich auf das Diskriminierungsverbot von Art. 3 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 24. März 1995 über die Gleichstellung von Frau und Mann (Gleichstellungsgesetz, GlG; SR 151.1) und von Art. 8 Abs. 2 und 3 BV, weiter auf Art. 9, Art. 5 Abs. 2 und 3 sowie Art. 29 Abs. 1 BV sowie auf Art. 20 Abs. 1 und Art. 18 Abs. 1 BV beruft. Was er dazu vorbringt, beschlägt vorab die Zulässigkeit der Regelung von § 7 Abs. 5 JPV und nur am Rande die einzig sich im vorliegenden Verfahren stellende Frage, ob ein hinreichendes (namentlich aktuelles) konkretes individuelles Rechtsschutzinteresse an einer diese Problematik betreffenden Feststellung bestand. Worin ein solches, entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichts, in Bezug auf die Zulassung zur Rechtsanwaltsprüfung im Falle des Beschwerdeführers noch bestehen sollte, lässt sich mit den vorgetragenen Verfassungsrügen nicht dartun. Die beantragte Feststellung einer aus der Regelung der Praktikumsdauer resultierenden Diskriminierung läuft darauf hinaus, eine abstrakte Rechtslage, wie sie sich aus einem Rechtssatz für eine unbestimmte Anzahl Personen und Sachverhalte ergibt, autoritativ festzustellen, was nicht möglich ist (BGE 131 II 13 E. 2.2 S. 17), wie schon die Staatskanzlei festgehalten hat (E. II.2) und mit welchem Aspekt der Beschwerdeführer sich nicht auseinandersetzt. Was namentlich die Frage der Diskriminierung im Zusammenhang mit der Pflicht zur Dienstleistung betrifft, hält der Beschwerdeführer den diesbezüglichen Darlegungen des Verwaltungsgerichts (E. 3 erster Absatz) nichts entgegen. Der Beschwerdeführer macht erstmals vor Bundesgericht geltend, er beabsichtige, auch noch das Notariatsexamen und entsprechend ein Notariatspraktikum zu absolvieren, sodass sich die Problematik der Berechnung der Praktikumsdauer für ihn persönlich wieder stellen könne. Mangels eines entsprechenden Vorbringens hatte das Verwaltungsgericht diesen Aspekt nicht zu berücksichtigen; es handelt sich um ein vor Bundesgericht unzulässiges Novum (Art. 99 BGG).