Citation: 5C.119/2004 23.12.2004 E. A

A.a Z.________, geboren am 6. Januar 1939 und zuletzt wohnhaft gewesen in A.________, starb am 31. Mai 2001. Mit Testament vom 13. September 2000 hatte sie Y.________ als Alleinerbin eingesetzt, daneben aber auch die Ausrichtung verschiedener Vermächtnisse und sonstige Anordnungen, unter anderem zugunsten von W.________, verfügt. Gleichzeitig hatte sie X.________ (Fürsprecher und Notar) zum Willensvollstrecker bestimmt. A.b Mit Vollmacht vom 7. Juni 2001 wurde X.________ von Y.________ ermächtigt, folgende Rechtsgeschäfte zu besorgen: "Liquidation des Nachlasses Z.________, Saldierung und Verkauf von Wertschriften, Bezahlen von Rechnungen etc." Am 14. Juli 2001 unterzeichnete Y.________ eine vom 9. Juli 2001 datierte Vereinbarung mit W.________, die von X.________ ausgearbeitet worden war und von diesem unter dem Vermerk "Der Willensvollstrecker" mitunterzeichnet wurde. Art. 3 der Vereinbarung lautet wie folgt: " Die Alleinerbin leistet an W.________ per Ende August 2001 folgenden Geldbetrag: a. das Vermächtnis Fr. 100'000.-- b. als Abgeltung des Wohnrechtes Fr. 87'150.-- c. als Abgeltung für die Hundepflege Fr. 62'850.-- Total Fr. 250'000.--". A.c Mit Schreiben vom 30. August 2001 erteilte X.________ der Versicherung U.________ den Auftrag, das zum Nachlass von Z.________ gehörende Depot Nr. ..., enthaltend 2'200 Namenaktien, "umgehend aufzulösen und zu verkaufen". Zu diesem Verkauf kam es indessen erst am 12. September 2001, d.h. nach dem Einbruch des Kurses für die Aktien der Versicherung U.________ als Folge der Terroranschläge des 11. September 2001 in New York. Am 26. September 2001 überwies X.________ an W.________ den Betrag von Fr. 250'656.--.