Citation: 9C_179/2021 E. 3.2

3.2. Bezüglich der Ehefrau des Versicherten erwog das Versicherungsgericht, es sei einerseits fraglich, ob von dieser als Hilfsarbeiterin überhaupt Bewerbungen mit individuell auf die jeweilige Stelle zugeschnittenen, fehlerfreien Motivationsschreiben verlangt werden könnten. Entscheidend sei indes, dass die Ausgleichskasse ihr nie Gelegenheit gegeben habe, die geltend gemachten qualitativen Mängel ihrer Bewerbungen zu beheben. Mithin habe sie das Mahn- und Bedenkzeitverfahren, das einer Leistungskürzung notwendigerweise vorausgehen müsse, nicht korrekt durchgeführt. Schon aus diesem Grund seien die Arbeitsbemühungen der Ehefrau ab November 2015 als genügend anzusehen, so dass ein hypothetisches Erwerbseinkommen per 31. Dezember 2015 nicht mehr hätte angerechnet werden dürfen. Mit der Beschwerdeführerin - die auch hier zutreffend auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung verweist (zit. Urteil 9C_251/2019 E. 8.2 mit Hinweisen) - fehlt einer Anwendung von Art. 21 Abs. 4 ATSG auf die Ergänzungsleistungen jeglicher sachliche Zusammenhang. Darauf wird verwiesen.