Citation: U 258/99 21.11.2000 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung, wobei unter den Parteien einzig bei der Beurteilung des Kausalzusammenhanges Uneinigkeit besteht. a) Gestützt auf die medizinischen Akten (Berichte des Dr. med. Z.________, Spezialarzt für Chirurgie FMH, vom 13. Oktober 1994, der Rehabilitationsklinik B.________ vom 28. Oktober 1994, des Dr. med. Y.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 9. Februar 1995 und Gutachten des ZMB vom 13. Januar 1998) hat die Vorinstanz erwogen, es könne nicht als erstellt gelten, dass der Beschwerdeführer sich am 9. Juni 1994 ein Schleudertrauma zugezogen habe, weil die Akten über den Unfallhergang keine Angaben enthielten. Demgegenüber stehe fest, dass der Versicherte beim Unfall in Ungarn vom 3. Oktober 1993 eine Verletzung erlitten habe, bei welcher es zu einer Distorsion der Halswirbelsäule infolge eines Abknickmechanismus gekommen sei, wofür nicht nur die glaubwürdige Schilderung des Versicherten sowie seiner Kollegen über den Unfallhergang, sondern auch die Art der von den Ärzten der neurochirurgischen Abteilung des Spitals unmittelbar nach dem Unfall gestellten Diagnose (Bericht der Dres. med. G.________ und L.________ vom 7. Oktober 1993) und die anlässlich der neurologischen Abklärung festgestellten leichten bis mittelschweren Hirnfunktionsstörungen (Bericht der Rehabilitationsklinik B.________ vom 4. November 1994) sprächen. Die im Rahmen des ersten Unfalles entstandene objektivierbare Beeinträchtigung habe sich im Verlaufe der Zeit immer mehr zurückgebildet und gemäss den vorliegenden Akten hätten im Zeitpunkt der Zusprechung der Rente keine organisch nachweisbaren Funktionsausfälle mehr bestanden. Zumindest der Autounfall aus dem Jahre 1993 stelle eine Teilursache für die anfangs 1998 weiterhin andauernden Beschwerden sowohl somatischer als auch psychischer Art dar, womit der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem versicherten Ereignis und der anhaltenden gesundheitlichen Beeinträchtigung als erstellt zu gelten habe. b) An der Sache vorbei zielt unter diesen Umständen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sinngemäss erhobene Einwand, wonach die Vorinstanz unberücksichtigt gelassen habe, dass sich die gesundheitliche Situation in Folge des zweiten Unfalles noch verschlimmert habe. Denn das kantonale Gericht hat nicht in Abrede gestellt, dass es nach diesem Unfall, wie den medizinischen Akten entnommen werden kann, zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes gekommen ist, wobei es offenbar davon ausging, dass diese eher vorübergehender Natur gewesen sei. Letztlich liess es die Frage, ob anfangs 1998 noch immer auf den zweiten Unfall zurückzuführende Beschwerden bestanden, indessen offen, indem es erwog, dass "zumindest der Autounfall [...] aus dem Jahre 1993 eine Teilursache" für die anhaltenden Beschwerden darstelle. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden, zumal sich die andauernde gesundheitliche Beeinträchtigung nicht eindeutig auch dem zweiten Unfall zuordnen lässt, da dieser, wie die Entwicklung der Arbeitsunfähigkeit zeigt (Berichte der Rehabilitationsklinik B.________ vom 9. Juni 1994, 28. November 1994 und 19. Juni 1995), aller Wahrscheinlichkeit nach zu einer bloss vorübergehenden Verstärkung der bestehenden Beschwerden geführt hat. Da diesbezüglich von zusätzlichen Beweismassnahmen keine neuen Erkenntnisse erwartet werden können und der rechtserhebliche Sachverhalt hinreichend abgeklärt ist, ist dem Antrag auf Einholung eines gerichtlichen Gutachtens zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nicht stattzugeben (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 119 V 344 Erw. 3c; vgl. auch BGE 124 V 94 Erw. 4b). c) Folgerichtig wurde im angefochtenen Entscheid auch die Adäquanz des Kausalzusammenhanges, welche wegen der bestehenden psychischen Überlagerung nach den in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa festgelegten Kriterien zu beurteilen ist (BGE 123 V 99 Erw. 2a), einzig unter Bezugnahme auf den ersten Unfall geprüft (und - im Gegensatz zum Einspracheentscheid der SUVA - sowohl für die somatischen als auch für die psychischen Beschwerden bejaht), was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht nicht beanstandet wird.