Citation: 1C_373/2020 E. 5.3.3

5.3.3. Wenn die Beschwerdeführerin sodann im bundesgerichtlichen Verfahren erstmalig weitere ortsansässige Unternehmen nennt, die ihrer Ansicht nach nicht unter den Begriff des Produktionsbetriebs im Sinne von Art. 22 Abs. 1 BauG/Zernez fallen, kann sie daraus ebenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten. Einerseits handelt es sich bei diesem Vorbringen um eine neue Tatsache im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG. Die Beschwerdeführerin wäre somit gehalten gewesen aufzuzeigen, warum die Berücksichtigung dieses Sachverhaltsumstandes im bundesgerichtlichen Verfahren ausnahmsweise zulässig sein sollte (vgl. BGE 143 V 19 E. 1.2 S. 22 f.). Andererseits sind die wiederum vage gehaltenen und unbelegten Darstellungen nicht geeignet, eine rechtsungleiche Behandlung im genannten Sinn nachzuweisen (vgl. vorne E. 5.2). Weder ist bekannt, ob die genannten Unternehmen gegebenenfalls Bestandesschutz geniessen, noch ist abschliessend nachgewiesen, welche Produkte und Dienstleistungen diese Gewerbebetriebe herstellen bzw. anbieten.