Citation: 6B_195/2018 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz begründet überzeugend, weshalb sie eine Sorgfaltspflichtverletzung des Beschwerdeführers als gegeben erachtet. Wenn der Beschwerdeführer geltend macht, hinsichtlich Brandschutzvorkehrungen hätten ihn keine Pflichten getroffen und er von vorhandenen Brandschutzboxen habe ausgehen dürfen, wiederholt er lediglich seine im kantonalen Verfahren vertretenen Standpunkte. Diese hat die Vorinstanz geprüft und namentlich mit Hinweisen auf die kantonale Gesetzgebung, insbesondere auf Art. 58 der für verbindlich erklärten Brandschutznorm in der Fassung vom 26. März 2003 sowie Art. 5.1 Abs. 1 der Brandschutzrichtlinie "Brandverhütung und organisatorischer Brandschutz" in der Fassung vom 1. Januar 2015 der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen, ohne Verletzung von Bundesrecht verworfen (vgl. angefochtener Entscheid, E. III. 3b/bb S. 12). Nach diesen beiden Bestimmungen sind bei Arbeiten an Bauten und Anlagen von allen Beteiligten geeignete Massnahmen zu treffen, um der durch den Bauvorgang erhöhten Brand- und Explosionsgefahr wirksam zu begegnen. Darüber hinaus präzisiert der Hersteller des vom Beschwerdeführer verwendeten Isolationsmaterials in seinen Schulungsunterlagen, beim schwer entflammbaren, aber nicht unbrennbaren "Isofloc" sei ein besonderes Augenmerk auf Einbauleuchten zu richten. Brandschutzvorschriften seien zwingend einzuhalten. Einbauleuchten müssten ausreichend, mit einer luftdichtabgeklebten Firestop-Box in der Grösse gemäss Lampenhersteller abgedichtet werden (kant. Akten, act. S/11 S. 17 f.). Dazu äussert sich der Beschwerdeführer nicht. Sein Einwand, er habe die weiteren Beteiligten nicht über die Brennbarkeit des Isolationsmaterials "Isofloc" informieren müssen, da diese darüber Bescheid gewusst hätten, ist nicht stichhaltig. Denn mit der Vorinstanz hätte er als zur Isolation mit diesem Material beauftragter Spezialist im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht kontrollieren müssen, ob Brandschutzboxen über den Deckenhalogenleuchten vorhanden waren (vgl. E. 2.2 hiervor). Dass er von vorhandenen Brandschutzboxen habe ausgehen können, ist ebenso wenig stichhaltig. Die Vorinstanz erwägt mit Hinweis auf eine telefonische Auskunft des eidgenössischen Starkstrominspektorats überzeugend, dass solche Brandschutzboxen nicht generell vorgeschrieben und damit auch nicht ausnahmslos installiert sind, sondern deren Montage von den konkreten, variierenden Herstellerangaben sowie vom Lampentyp abhängen. Ausserdem ist nach dieser Auskunft, mit welcher sich der Beschwerdeführer nicht näher auseinandersetzt, auch der Montageort resp. die Frage, ob sich in unmittelbarer Umgebung der Lampe brennbares Material befindet, entscheidend (vgl. kant. Akten, act. S/9). Weshalb sich die Vorinstanz bei einer solchen ohne Weiteres einleuchtenden Ausgangslage zusätzlich anhand eines Gutachtens hätte vergewissern sollen, ist nicht erfindlich. Ferner verhält sich der Beschwerdeführer widersprüchlich, wenn er einerseits vorbringt, er habe nicht gewusst, dass Deckenhalogenlampen vorhanden waren und andererseits behauptet, er habe von vorhandenen Brandschutzboxen ausgehen dürfen. Die Vorinstanz verletzt schliesslich auch kein Bundesrecht, wenn sie ausführt, der Beschwerdeführer könne den sinngemäss geltend gemachten Vertrauensgrundsatz nicht in Anspruch nehmen, weil er sich selbst sorgfaltswidrig verhalten habe. Damit hält der vorinstanzliche Schuldspruch nach Art. 222 Abs. 1 StGB vor Bundesrecht stand.