Citation: 2C_275/2024 E. 3.3

3.3. Nach Art. 7 Abs. 5 BGBB gilt ein gemischtes Gewerbe als landwirtschaftliches Gewerbe, wenn es überwiegend landwirtschaftlichen Charakter hat. In solchen gemischten Betrieben finden landwirtschaftliche und nichtlandwirtschaftliche Tätigkeiten statt. Sie lassen sich nur schwer trennen (YVES DONZALLAZ, Traité de droit agraire suisse, Bd. 2, 2006, N. 2945 und 2964 ff.; EDUARD HOFER, in: Das bäuerliche Bodenrecht, 2. Aufl. 2011, N. 126 und 126b zu Art. 7 BGBB). Jedenfalls muss der landwirtschaftliche Charakter überwiegen (DONZALLAZ, a.a.O., N. 2931; HOFER, a.a.O., N. 129 zu Art. 7 BGBB). Neben vertikal integrierten Betrieben (z.B. Gemüse- und Gartenbaubetrieben, die weitere Produkte dazukaufen und veräussern; dazu HOFER, a.a.O., N. 127 zu Art. 7 BGBB; vgl. auch DONZALLAZ, a.a.O., N. 2945) erfüllen beispielsweise landwirtschaftliche Gewerbe mit Restaurationsbetrieben die Begriffsmerkmale des gemischten Betriebs, sofern es sich nicht um einen nichtlandwirtschaftlichen Nebenbetrieb im Sinn von Art. 3 Abs. 2 BGBB handelt (vgl. Urteil 2C_46/2015 vom 9. Juli 2015 E. 2.2 [landwirtschaftliches Gewerbe mit Bergrestaurant]).