Citation: 1B_600/2022 E. 2.1.1

2.1.1. Zum Tatverdacht führte die Vorinstanz aus, entsprechend den Erwägungen des Zwangsmassnahmengerichts habe sich der dringende Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer erhärtet. So hätten zwei Zeugen (Einvernahme vom 19. August 2022 bzw. vom 8. September 2022) den Beschwerdeführer in Konfrontationseinvernahmen klar und unmissverständlich als Angreifer identifiziert; einen diesbezüglichen Irrtum hätten sie ausgeschlossen. Damit stimmten ihre Aussagen mit jenen der anderen Zeugen überein. Im Weiteren hätten die Ermittlungen des Dezernats Digitale Kriminalität ergeben, dass der Beschwerdeführer am Nachmittag des Tattages über sein Smartphone auf eine Homepage zugegriffen habe, auf der auf einen gleichentags stattfindenden Anlass hingewiesen und verschiedene Personen, darunter auch das Opfer, aufgeführt gewesen seien. Dieses sei genau von diesem Anlass gekommen, als es auf dem Bahnhofplatz angegriffen worden sei. Auf den Datenträgern des Beschwerdeführers hätten zudem Hyperlinks gefunden werden können, die auf Homepages verwiesen, auf denen unter anderen das Opfer visuell präsentiert werde. Dies seien deutliche Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer, der den ganzen Nachmittag auf dem Bahnhofplatz verbracht habe, sein Opfer gezielt ausgewählt habe. Angesichts des Tatvorgehens und der vom Opfer erlittenen Verletzungen gehe die Staatsanwaltschaft zu Recht vom Verdacht einer versuchten Tötung aus. Der diesbezügliche Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer habe sich seit der Haftanordnung erheblich verdichtet und sei somit für das aktuelle Verfahrensstadium hinreichend dringlich.