Citation: C 70/00 06.11.2000 E. 4

4.- Das AWA verkennt diese Verfahrenslage, wenn es das Schreiben vom 30. Oktober 1999 als blosses Erlassgesuch entgegennimmt und behandelt. Gestützt auf den Grundsatz von Treu und Glauben, der das Verhältnis zwischen Bürger und Verwaltung bestimmt (BGE 108 V 88 mit Hinweisen), hätte es die rechtzeitig gegen die Rückerstattungsverfügung vom 11. Oktober 1999 gerichtete Eingabe als Beschwerde an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich weiterleiten müssen (BGE 111 V 407 Erw. 2), war doch der offensichtliche Irrtum der Beschwerdeführerin, sie habe "zu spät reagiert", für das AWA objektiv erkennbar.