Citation: 8C_146/2021 E. 5.1.1

5.1.1. Die Vorinstanz erachtete das Medas-Gutachten vom 19. August 2015 u.a. deshalb als nicht beweiswertig, weil darin die mit ihrem Urteil vom 29. November 2013 als zwingend erachtete neurochirurgische Begutachtung der Beschwerdeführerin nicht stattgefunden habe. Im estimed-Gutachten vom 3. September 2018 sei eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus neurochirurgischer Sicht festgehalten worden. Zudem seien darin auch in den Disziplinen Neuropsychologie und Neurologie Einschränkungen attestiert worden. Da diese drei Disziplinen im MEDAS-Gutachten vom 19. August 2015 unerwähnt geblieben seien, sei es - so die Vorinstanz - nicht umfassend, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne.