Citation: 6B_696/2017 E. 3.4

3.4. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers geht die Vorinstanz nicht davon aus, der massgebende Ersatzwert sei der damalige Kaufpreis (und nicht der Neuwert). Vielmehr hält die Vorinstanz ausdrücklich fest, nach den Allgemeinen Versicherungsbedingungen der Strafklägerin sei der Hausrat zum Neuwert versichert. Die Vorinstanz gibt zwar die Kaufpreise der beiden Laptops in den Jahren 2010 und 2013 wieder, sagt aber nicht, die Differenz zwischen den beiden Kaufpreisen bilde den Schaden und somit den Deliktsbetrag. Sie hält einzig fest, dass die Strafklägerin dem Beschwerdeführer (hätte sie auf seine unzutreffende Behauptung, es sei ihm der im Jahr 2013 gekaufte Laptop mit einem Retina Display gestohlen worden, abgestellt) jedenfalls eine zu hohe Entschädigung ausgerichtet hätte. Dass die Gegenüberstellung der Wiederbeschaffungswerte im Zeitpunkt des Schadenseintritts (20. Februar 2015) für den Beschwerdeführer zu einem für ihn günstigeren Resultat geführt hätte, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Insbesondere macht er keine Ausführungen dazu und legt somit nicht glaubhaft dar, dass und weshalb der Wiederbeschaffungswert eines älteren Computermodells ohne Retina Display gleich hoch wie derjenige eines neueren Modells mit Retina Display sein sollte. Es ist denn auch nicht ersichtlich, was der Beschwerdeführer aus seiner Rüge, die Vorinstanz habe die ursprünglichen Kaufpreise anstatt der Wiederbeschaffungswerte im Zeitpunkt des Schadenseintritts (d.h. der Kaufpreise im Februar 2015) verglichen, zu seinen Gunsten ableiten will. Die Geräte unterschieden sich dadurch, dass das Modell aus dem Jahr 2013 jüngeren Datums war und zusätzlich über ein Retina Display verfügte. Als Neubeschaffungswert gilt der Preis, welchen der Versicherte auslegen müsste, um eine neue Sache anzuschaffen, die in Art und Qualität der vom Versicherungsfall betroffenen Sache entspricht (HANS-ULRICH BRUNNER, in: Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag, 2001, N. 22 zu Art. 62 VVG in Verbindung mit N. 32 und N. 11 zu Art. 63 VVG). Hinsichtlich des Anspruchs auf Ersatzwert für ein Gerät gleicher Qualität ist zu beachten, dass der Wiederbeschaffungswert bei Elektrogeräten wie beispielsweise Computern aufgrund des raschen technologischen Fortschritts in diesem Bereich niedriger ausfällt, als der tatsächlich bezahlte Kaufpreis, denn der Neupreis eines Computers mit einer bestimmten Leistung ist von Jahr zu Jahr regelmässig geringer. Vorliegend wäre der Wiederbeschaffungswert für einen Computer in der Qualität des gestohlenen Geräts, somit eines solchen mit einem Technologiestand 2010 und ohne ein Retina Display zu ersetzen gewesen. Als gestohlen gemeldet hat der Beschwerdeführer aber ein Gerät mit einem höheren Technologiestand aus dem Jahr 2013 und mit einem Retina Display. Demnach ist die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach der Wiederbeschaffungswert für das Modell mit dem Retina Display aus dem Jahr 2013 höher gewesen sei, als derjenige für das Modell aus dem Jahr 2010 ohne Retina Display, nicht zu beanstanden. Ihre Feststellung, die Strafklägerin hätte dem Beschwerdeführer - wäre nicht aufgedeckt worden, dass ihm nicht der im Jahr 2013 gekaufte Laptop mit Retina Display, sondern das im Jahr 2010 erworbene Gerät ohne Retina Display gestohlen wurde - eine zu hohe Entschädigung ausgerichtet, ist somit nicht willkürlich.