Citation: 1C_356/2008 11.02.2009 E. 3

3.1 Zur Hauptsache rügen die Beschwerdeführer eine willkürliche Anwendung kantonalen bzw. kommunalen Rechts und in diesem Zusammenhang eine Verletzung der Eigentumsgarantie. Sie machen geltend, die vom Verwaltungsgericht geschützten Ausnützungsübertragungen seien rechtswidrig; das Bauvorhaben sei unter diesem Gesichtspunkt nicht bewilligungsfähig. Ergänzend halten sie die kritisierte Abweichung von den Bauvorschriften für derart weitgehend, dass diese nicht ohne eine vorgängige Anpassung der für das Baugebiet geltenden Nutzungsordnung auskommen könne. Insofern beanstanden sie einen Verstoss gegen Art. 26 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (RPG; SR 700). 3.2 Zu Recht behaupten die Beschwerdeführer nicht, die Bewilligung des Bauvorhabens bilde für sie als Nachbarn und Eigentümer einer bereits überbauten Liegenschaft einen schweren Eingriff. Im Kern geht es um das Nutzungsmass bei einem Vorhaben im Baugebiet. Die diesbezüglichen Regelungen sind - soweit hier betroffen - in kantonalem bzw. kommunalem Recht und nicht in Bundesrecht verankert. Ausserhalb von schweren Grundrechtseingriffen ist die unrichtige Anwendung kantonalen Rechts im Allgemeinen über das Willkürverbot zu erfassen (vgl. BGE 134 I 153 E. 4.2.2 S. 158). Die Beschwerdeführer rügen konkret, das Verwaltungsgericht habe die Vorschriften über die bauliche Ausnützung des Grundstücks willkürlich ausgelegt (vgl. zum Begriff der willkürlichen Rechtsanwendung BGE 134 I 140 E. 5.4 S. 148 mit Hinweisen). In einem Teilaspekt kritisieren sie zusätzlich die Feststellung des Sachverhalts als unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG. Diesen Vorwürfen ist im Folgenden nachzugehen (vgl. E. 4 hiernach). 3.3 Hingegen hilft den Beschwerdeführern die Anrufung von Art. 26 RPG nicht weiter. Die Bestimmung schreibt die Genehmigung der Nutzungspläne und ihrer Anpassungen durch eine kantonale Behörde vor; mit der Genehmigung werden diese verbindlich. Der Sache nach sprechen die Beschwerdeführer Art. 21 Abs. 1 RPG an. Danach sind Nutzungspläne für jedermann verbindlich. Die Verbindlichkeit des Nutzungsplans ist im Baubewilligungsverfahren zu beachten; dieses bezweckt die Planverwirklichung im Einzelfall. Gestützt auf Art. 21 Abs. 1 RPG allein lässt sich allerdings nicht beurteilen, ob die Baubewilligung den vorgegebenen Rahmen der Nutzungsplanung sprengt. Diese Frage hängt hier vom einschlägigen kantonalen bzw. kommunalen Recht ab. Den fraglichen Bestimmungen des RPG kommt keine weitergehende Bedeutung zu.