Citation: 5A_410/2021 E. 4.4

4.4. Vor Obergericht hatten die Beschwerdeführer ausserdem eine Verletzung des Rechtes auf Beweis bzw. des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) gerügt. Sie hatten ausgeführt, dass sie aufgrund ihres Gegenbeweisrechts die Zeugenbefragung von G.________ und die Parteibefragung/Beweisaussage des Beschwerdeführers 1 beantragt hätten. Das Bezirksgericht habe diese Beweisofferte übergangen und habe zu dem, was im Detail zwischen dem Beschwerdeführer 1 und G.________ besprochen worden sei, keinen Beweis abgenommen. Das Obergericht hat erwogen, die Kritik sei pauschal unsubstantiiert und ohne jegliche Bezugnahme auf das angefochtene Urteil. Auch in diesem Zusammenhang kann auf bereits Gesagtes verwiesen werden (oben E. 4.2 und 4.3). Hat ein Gericht eine Beweisofferte übergangen, d.h. weder im Endentscheid noch im Laufe des Verfahrens je behandelt, so gibt es keine Erwägung, mit der eine Auseinandersetzung erfolgen könnte, und es bleibt nichts anderes übrig, als im Rechtsmittel eben diesen Umstand des Übergehens zu kritisieren. Die Beweisofferte bezieht sich sodann auf ein für die Beurteilung der Angelegenheit allenfalls relevantes Thema. Weshalb die im obigen Absatz wiedergegebene Kritik pauschal unsubstantiiert sein soll, erschliesst sich nicht. Auch in diesem Punkt ist die Beschwerde begründet.