Citation: 1C_482/2019 E. 3.3

3.3. Diesen Vorwurf hat der Beschwerdeführer weder in seiner umfangreichen Strafanzeige vom 1. Januar 2019 noch in seiner Stellungnahme an das Obergericht vom 17. Mai 2019 erhoben. In diesen Schreiben hat er sich bloss mit dem Inhalt der Äusserungen der Beschwerdegegnerin befasst und ihr vorgeworfen, sie habe ihr Amt als Polizistin fehlerhaft ausgeübt. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers bestand folglich für die Vorinstanz kein Anlass, sich mit der angeblich "offensichtlichen Amtsbefugnisüberschreitung" bzw. den Befugnissen der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Amtshilfe näher zu befassen. Insoweit geht der Vorwurf der Bundesrechtsverletzung von vornherein fehl. Schliesslich lassen aber auch die übrigen Ausführungen der Vorinstanz keine Bundesrechtsverletzung erkennen. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass es im Ermessen der Polizei liege, ob sie zunächst Hintergrundinformationen beschaffe und erst danach Befragungen in Betracht ziehe, und führt weiter aus, dass nicht ersichtlich sei, inwiefern jemand begünstigt worden sei. Damit entfalle der Vorwurf der Begünstigung nach Art. 305 StGB. Das ist nicht zu beanstanden. Auf die zutreffende Darlegung der Vorinstanz kann verwiesen werden (vgl. E. 5 des angefochtenen Entscheids). Zu Recht verneint sie sodann das Vorliegen einer üblen Nachrede gemäss Art. 173 Ziff. 1 StGB. Dabei fällt insbesondere ins Gewicht, dass nicht jede Äusserung einer Polizeibeamtin, die nicht mit der wünschenswerten Distanz oder Neutralität abgegeben wird, auch eine strafbare Handlung darstellt. Hierzu bedarf es zusätzlicher Voraussetzungen, welche die Vorinstanz ohne Bundesrecht zu verletzen als nicht erfüllt erachten durfte (vgl. E. 6 des angefochtenen Entscheids).