Citation: 6B_918/2018 E. 2.4.5

2.4.5. Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als begründet. Nach den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz war die B.________ GmbH im massgeblichen Zeitpunkt überschuldet. Hinzu kommt, dass der Anschaffungswert des Mobiliars/Inventars gemäss den vorinstanzlichen Berechnungen insgesamt rund Fr. 21'745.-- betrug, wovon der durchschnittliche Abschreibungsbetrag von Fr. 12'654.-- abzuziehen ist, weshalb sich der Wert des Mobiliars/Inventars auf Fr. 9'091.-- belief und damit in der Buchhaltung massiv überbewertet war. Selbst wenn der Vorinstanz beizupflichten ist, dass die immateriellen Güter einen gewissen Wert hatten und der Beschwerdeführer aufgrund der vorhandenen notwendigen Bewilligungen mit der Eröffnung seines Betriebs nicht zuwarten musste, sondern gleich beginnen konnte, liegt ein offenbares Missverhältnis zum Verkaufspreis von Fr. 95'000.-- vor. Bei der Frage, ob die Gegenleistung zur Leistung wirtschaftlich in einem offenbaren Missverhältnis steht, bezieht die Vorinstanz sodann zu Unrecht ein, dass die Beschwerdegegner für die Stammanteile der B.________ GmbH selber Fr. 40'000.-- bezahlt hätten. Massgebend für den Vergleich der Leistungswerte ist der Zeitpunkt des Vertragsschlusses, d.h. der Zeitpunkt, in welchem Leistung und Gegenleistung fixiert werden (TRECHSEL/CRAMERI, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Auflage 2018, N. 9 zu Art. 157 StGB; MAX ROTTENBERG, Der Wucher gemäss Art. 157 StGB, ZStrR 80/1964, S. 261 und S. 272 f.). Dies scheinen auch die Beschwerdegegner zu verkennen, wenn sie ausführen, die Berechnung des Werts der B.________ GmbH habe nicht zu dem anlässlich des Verkaufs geschätzten Sach- oder Substanzwert zu erfolgen, sondern in prospektiver Beurteilung zum Zukunftsertragswert (Vernehmlassung S. 10, act. 16). Das angefochtene Urteil verletzt auch in diesem Punkt Bundesrecht.