Citation: 2C_519/2022 E. 3.3

3.3. Eingehend hat sich die Vorinstanz ausserdem mit den Vorbringen der Beschwerdeführer auseinander gesetzt, wonach die ihnen in Rechnung gestellten Gebühren den «B.________schen Gesetzen» widersprechen würden. Dazu wird im angefochtenen Urteil festgehalten: Für ihre Vorbringen beziehen sich die Betroffenen auf ein vom ehemaligen Gemeinderat und Syndic B.________ unterschriebenes Dokument mit dem Titel «Regenwasser-Nutzung: Vorschriften zur Verrechnung». Entgegen der Behauptungen der Beschwerdeführerenthält dieses Dokument aber keine individuellen Zusicherungen. Vielmehr wird den Beschwerdeführern dort in allgemeiner Art und Weise dargelegt, nach welchen Formeln sich die Wasser- und Abwassergebühren berechnen: «Trinkwassergebühr: Zähler 1 bzw. «ARA-Gebühr: Zähler 7 - Zähler 2 + Zähler 3». Die auf dem eingereichten Dokument angebrachte handschriftliche Notiz («Addition vor Subtraktion») stammt denn auch offensichtlich nicht von B.________, sondern vom Beschwerdeführer selbst (E. 4.2 a.U.). Wie das Kantonsgericht weiter erwogen hat, wurde den Beschwerdeführern bereits in mehreren rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren erklärt, weshalb bei der Abwassergebühr nur der Zähler 2 und nicht auch der Zähler 3 vom Zähler 1 in Abzug gebracht wird, was auch nicht im Widerspruch zu den Verrechnungsvorschriften steht, welche der Gemeindeammann den Beschwerdeführern im Januar 2000 kommunizierte. Gegenüber diesen Erwägungen in den verschiedenen Entscheiden haben die Beschwerdeführer keine substanziierten Rügen erhoben. Mit der Gebührenerhebung der Gemeinde stimmt zusätzlich überein, dass gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung der Wasserverbrauch einer Liegenschaft einen tauglichen Indikator für die erzeugte Abwassermenge darstellt, selbst wenn nicht das ganze bezogene Trinkwasser mit dem Abwasser abfliesst (E. 4.2 a.U. m.H. auf das Urteil 2P.262/2005 vom 9. Februar 2006 E. 3.1).