Citation: 5A_217/2023 E. 6

Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK sowie von Art. 6 und 9 BV, weil beim obergerichtlichen Urteil vom 6. Februar 2023 der Spruchkörper (inkl. Gerichtsschreiberin) bis auf ein Mitglied mit demjenigen des Urteils vom 30. November 2022 identisch gewesen sei; mithin habe ein weitgehend gleicher Spruchkörper das eigene Urteil überarbeitet und das Gericht sei deshalb nicht neutral gewesen. Sinngemäss wird damit eine Befangenheit von zwei der am Entscheid vom 6. Februar 2023 mitwirkenden Obergerichtsmitglieder und der Gerichtsschreiberin geltend gemacht. Das Vorbringen scheitert jedoch bereits daran, dass keine Ausstandsbegehren gestellt werden (Art. 42 Abs. 1 BGG). Ohnehin wäre aber kein Ausstandsgrund zu sehen, denn ein Richter ist nicht allein deshalb befangen, weil er in einem früheren Verfahren zwischen den gleichen Parteien geurteilt hat (BGE 129 III 445 E. 4.2.2.2; 143 IV 69 E. 3; für das bundesgerichtliche Verfahren ausdrücklich Art. 34 Abs. 2 BGG). Soweit anschliessend moniert wird, mit dem Urteil vom 30. November 2023 hätten nicht gleichzeitig zwei verschiedene erstinstanzliche Verfahren bzw. Entscheide (Bezirksgericht und KESB) beurteilt werden dürfen und das Urteil könne deshalb nicht rechtsgültig sein, betrifft dies nicht das vorliegend angefochtene Urteil, sondern jenes, das Gegenstand des bundesgerichtlichen Urteils 5A_1/2023 vom 1. März 2023 war. Ebenso wenig ist auf die abschliessende Polemik und die allgemeinen Vorwürfe einzutreten, zumal es bei appellatorischen Ausführungen bleibt und an Verfassungsrügen fehlt (der Spruchkörper habe sich in juristischem Geplänkel und in Floskeln verloren und den Blick auf das Kind verloren, indem von den wesentlichen Problemen abgelenkt werde; es hätte kein Regelungsvakuum gegeben und auch die Vorentscheide der KESB nicht gebraucht; es stelle sich die Frage, wie die Beschwerdeführerin all die Kosten bezahlen solle, auch hier hätten die Behörden versagt; es sei unerklärlich, wie ein Urteil vom 8. Februar 2023 bereits am 6. Februar 2023 habe verschickt werden können, da bestehe Verdacht auf Urkundenfälschung).