Citation: C 178/05 05.09.2005 E. 1

1.1 Gemäss Art. 106 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 132 OG ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde dem Eidgenössischen Versicherungsgericht innert 30 Tagen seit Eröffnung des vorinstanzlichen Entscheides einzureichen. Diese Frist kann gemäss Art. 33 Abs. 1 OG (anwendbar nach Art. 135 OG) nicht erstreckt werden. Nach Art. 32 Abs. 3 OG ist die 30-tägige Frist nur gewahrt, wenn die Verwaltungsgerichtsbeschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Eidgenössischen Versicherungsgericht eingegangen oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist. 1.2 Der vorinstanzliche Entscheid wurde am 22. April 2005 per Einschreiben mit Rückschein an den Beschwerdeführer versandt, in der Folge jedoch nicht abgeholt und nach Ablauf der Lagerfrist durch die deutsche Post an das kantonale Gericht retourniert. Dieses veranlasste daraufhin am 12. Mai 2005 eine erneute Zustellung per A-Post. 1.3 Laut Art. 15 Abs. 2 des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland über Arbeitslosenversicherung vom 20. Oktober 1982 können Bescheide und sonstige Schriftstücke einer Person, die sich im Gebiet des anderen Vertragsstaates aufhält, unmittelbar auch durch eingeschriebenen Brief mit Rückschein zugestellt werden. Das Abkommen findet gemäss seinem Art. 2 Abs. 1 Ziffer 2 unter anderem auf die Insolvenzentschädigung nach schweizerischem (Bundes-)Recht Anwendung. Der kantonale Entscheid wurde somit am 22. April 2005 in korrekter Form eröffnet. 1.4 Wird ein Gerichtsentscheid, mit dem die betroffene Person rechnen musste, auf dem Weg einer eingeschriebenen Sendung durch die schweizerische Post eröffnet, gilt er spätestens mit dem Ablauf der siebentägigen Abholfrist gemäss den von der Post gestützt auf Art. 11 des Postgesetzes vom 30. April 1997 erlassenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen «Postdienstleistungen» als zugestellt (BGE 127 I 34 Erw. 2a/aa mit Hinweisen). Falls auch im hier gegebenen Fall einer Eröffnung durch Einschreiben mit Rückschein über die deutsche Post eine fiktive Zustellung bei Ablauf der Abholfrist anzunehmen sein sollte, wäre die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 9. Juni 2005 verspätet. Die Frage kann aber offen bleiben, da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde jedenfalls in materieller Hinsicht unbegründet ist.