Citation: 2C_16/2015 E. 2.4.3

2.4.3. Bei Beteiligungen, die dem Geschäftsvermögeneiner natürlichen oder juristischen Person angehören, postuliert die neuere Lehre ein Vorgehen nach der modifizierten Dreieckstheorie. Danach soll von der Besteuerung auf Stufe des Beteiligungsinhabers abgesehen und die geldwerte Leistung stattdessen auf Ebene der dem Beteiligungsinhaber nahestehenden Person besteuert werden können. Vorausgesetzt wird indes, dass die geldwerte Leistung auf Ebene des Beteiligungsinhabers keinen Abschreibungsbedarf setzt und und tatsächlich auch keine solche vorgenommen wird (Bauer-Balmelli, a. a. O., N. 24 zu Art. 21 VStG; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a. a. O., N. 142 zu Art. 58 DBG). Ob dieser Ansatz mit Bundesrecht vereinbar ist, kann hier offen bleiben (anders aber bspw. Urteil 2P.280/2001 vom 30. April 2002 E. 2.3, in: StE 2002 B 24.4 Nr. 67, StR 57/2002 S. 558; kritisch Locher, II, N. 130 zu Art. 58 DBG mit Hinweisen).