Citation: 2D_40/2016 E. 2.2.1

2.2.1. In erster Linie macht er einen Verstoss gegen die derogatorische Kraft des Bundesrechts gemäss Art. 49 Abs. 1 BV geltend. Aus Art. 566 ff. ZGB ergebe sich zwingend, dass niemand zu einer Erbschaftssteuer veranlagt werden dürfe, wenn er - was hier unbestrittenermassen der Fall war - den Nachlass ausgeschlagen habe. Verfassungs- und bundesrechtskonform hat das Verwaltungsgericht unter den hier konkret gegebenen Umständen aber eine Steuerumgehung annehmen dürfen. Der Beschwerdeführer schlug wohl die ihm als einem der beiden gesetzlichen Erben zustehende Hälfte der Erbschaft aus, erhielt aber in den nachfolgenden Monaten von der verbleibenden Alleinerbin Schenkungen, durch die das an sich ausgeschlagene Nachlassvermögen kurz danach doch an ihn gelangte, und zwar in einer Höhe, welche den Betrag des ausgeschlagenen Teils des Nachlasses noch übertraf. Wenn die Vorinstanz in der konkret zu beurteilenden Rechtsgestaltung einen Umgehungssachverhalt erblickt hat, so verletzt das weder Art. 49 Abs. 1 BV noch stellt es eine willkürliche Anwendung der Art. 566 ff. ZGB oder der für die Erbschaftssteuer massgeblichen kantonalrechtlichen Bestimmungen dar.