Citation: I 41/04 13.12.2004 E. 3

3.1 Verwaltung und Vorinstanz haben das Leistungsbegehren im Wesentlichen gestützt auf das Gutachten der MEDAS vom 4. September 2002 abgewiesen, welches auf internistischen, rheumatologischen und psychosomatischen Untersuchungen beruht. Die Beschwerdeführerin macht vorab geltend, das Gutachten sei mangelhaft, weil es die im vorliegenden Fall wesentlichen Fachbereiche der Psychiatrie, der Inneren Medizin, der Pulmologie, der Allergologie und der Endokrinologie nicht umfasse. Bezüglich des psychosomatischen Teilgutachtens wird bemängelt, dass dieses durch einen Assistenzarzt der psychosomatischen Abteilung verfasst wurde, welcher nicht berufen sei, sich zu den fachärztlichen psychiatrischen Befunden zu äussern. Ferner wird eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend gemacht, indem sich die behandelnden Ärzte und Ärztinnen zur gutachtlichen Beurteilung nicht hätten äussern können, obschon die Zweckmässigkeit der von ihnen durchgeführten Behandlung im Gutachten in Frage gestellt werde. 3.2 Mit dem Gutachtensauftrag vom 23. November 2001 hat die IV-Stelle die MEDAS beauftragt, insbesondere zur Arbeitsfähigkeit und zu den Möglichkeiten einer Verbesserung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit durch medizinische Massnahmen Stellung zu nehmen. Eine spezifische Fragestellung oder Angaben dazu, unter welchen medizinischen Fachrichtungen ein Gutachten zu erstellen war, erfolgten nicht. Es blieb daher der Abklärungsstelle überlassen, darüber zu befinden, unter welchen Aspekten zusätzliche Untersuchungen und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vorzunehmen waren. Wenn die MEDAS unter den gegebenen Umständen eine internistische Untersuchung mit Abklärung der Lungenfunktion sowie eine rheumatologische und psychosomatische Begutachtung vorgenommen hat, so ist dies nicht zu beanstanden. Dass kein pulmologisches, allergologisches und endokrinologisches Fachgutachten angeordnet wurde, lässt sich damit begründen, dass es sich dabei um Teilgebiete der Inneren Medizin handelt, welche im Rahmen der internistischen Untersuchung zu berücksichtigen waren und keine Spezialgutachten erforderlich machten. Es erscheint sodann nicht als zwingend, dass neben oder anstelle der psychosomatischen Abklärung eine psychiatrische Beurteilung hätte vorgenommen werden sollen, zumal im Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. B.________ vom 20. September 2001 eine ergänzende medizinische Abklärung als nicht notwendig bezeichnet wurde. Dem psychosomatischen Fachgutachten ist auch nicht deshalb der Beweiswert abzusprechen, weil es von einem Assistenzarzt verfasst wurde. Das Teilgutachten wurde von Prof. Dr. med. K.________, Ärztlicher Leiter der Abteilung für Psychosomatik des Spitals X.________ und Mitglied des Fachbeirates der MEDAS, visiert. Zudem wurden die Teilgutachten am 23. Mai 2002 an einer multidisziplinären Konsenskonferenz der beteiligten Ärzte besprochen, was Grundlage der Gesamtbeurteilung im Gutachten vom 4. September 2002 bildete. Schliesslich bestand unter dem Gesichtspunkt des rechtlichen Gehörs weder für die Verwaltung noch die Vorinstanz eine Pflicht, das Gutachten den behandelnden Ärzten und Ärztinnen zur Stellungnahme zu unterbreiten. Es genügte, dass die Beschwerdeführerin sich zum Gutachten äussern konnte, wovon sie - und auf ihre Veranlassung auch die behandelnden Ärzte und Ärztinnen - denn auch Gebrauch machte. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann daher nicht gesagt werden, auf das Gutachten sei schon aus formellen Gründen nicht abzustellen.