Citation: 1B_190/2017 E. A

Am 2. Februar 2015 erstattete A.________ bei der Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden Strafanzeige wegen Amtsmissbrauch, Nötigung, Begünstigung und Betrug gegen "sämtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Erbschaftsamts Schwellbrunn samt der dazugehörigen Kommissionen sowie des Sozialamts Schwellbrunn samt der dazugehörigen Kommissionen". Gleichzeitig erklärte er, sich als Privatkläger am Verfahren beteiligen zu wollen. Am 18. Juni 2015 reichte er auch gegen den Gemeindeschreiber von Schwellbrunn eine Strafanzeige ein. Er warf ihm Nötigung, Erpressung und eventuell Amtsmissbrauch vor und machte eine Forderung von Fr. 5'825.75 geltend. Zur Begründung seiner Strafanzeigen führte A.________ aus, die Regelung der Erbschaft seiner verstorbenen Mutter sei über zehn Monate verschleppt und er sei vom Erbschaftsamt gezwungen worden, eine Vollmacht zu unterschreiben. Es bestehe der Verdacht, dass die Gemeindebehörden seinen Erbteil direkt dem Sozialamt zuwenden wollten. Mit der Erzwingung der Unterschrift könnten nur strafbare Ziele verfolgt werden. Das Erbschaftsamt verweigere auch die Zusendung einer Erbschaftsbescheinigung. Das Strafverfahren sei zudem auf die Sozialkommission auszuweiten, da sie die Unterstützung seit Mitte Dezember 2014 eingestellt und keine weiteren Rechnungen bezahlt habe. Die Verantwortlichen der Gemeinde Schwellbrunn hätten überdies zu Unrecht seine Sozialhilfeabhängigkeit seinen Schwestern mitgeteilt. Mit Verfügung vom 11. August 2015 stellte die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren ein. Es sei nicht ersichtlich, dass sich die angezeigten Personen strafbar gemacht hätten. A.________ erhob gegen die Einstellungsverfügung am 24. August 2015 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Gleichzeitig stellte er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Mit Entscheid vom 31. Januar 2017 lehnte der zuständige Einzelrichter am Obergericht das Gesuch ab.