Citation: 9C_862/2015 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz übersieht dabei, dass Dr. med. B.________ die Frage einer allfälligen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit im Gutachten vom 29. Oktober 2008 nicht abschliessend beantwortete, sowenig wie der RAD. So schloss sich Dr. med. C.________, FMH praktische Ärztin, im Rahmen ihrer Stellungnahme vom 28. November 2008 einzig der Beurteilung des Dr. med. B.________ an, ohne sich zu der von diesem offen gelassenen Frage der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit zu äussern. Gefragt nach dem Beginn der Restarbeitsfähigkeit von 50 %, führte Dr. med. C.________ in einer weiteren Stellungnahme vom 29. Dezember 2008 aus, " die möglich erscheinende 50 %ige Restarbeitsfähigkeit " könne ab dem Untersuchungszeitpunkt bei Dr. med. B.________ (29. Oktober 2008) angenommen werden. Auch im Rahmen ihrer dritten Stellungnahme vom 13. Januar 2009 sprach Dr. med. C.________ lediglich von einer " möglich erscheinenden 50 %igen Arbeitsfähigkeit ". Somit liegt der Zusprechung der ganzen Rente kein Arztbericht zugrunde, welcher die für die Invaliditätsbemessung kardinale Frage nach der zumutbaren Arbeitsunfähigkeit in Verweistätigkeiten beantwortet (vgl. Art. 6 zweiter Satz ATSG). Die Verfügung vom 23. April 2009 ist folglich zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG.