Citation: 6B_163/2015 E. A

Zwecks Ermittlung seines Aufenthaltsorts war X.________ zur Verhaftung ausgeschrieben. Am Abend des 2. Februar 2013 hielt er sich mit seiner Freundin und dem gemeinsamen viereinhalb Monate alten Sohn in deren Wohnung auf, als ihn drei Polizeibeamte aufsuchten und ihm eröffneten, er habe sie zu begleiten. Er erklärte, dieser Anweisung auf keinen Fall Folge zu leisten. Beim anschliessenden Versuch der Polizei, ihn zu verhaften, kam es zu einer Rangelei. Dabei verletzte X.________ einen der Polizisten mit einem Kugelschreiber am Unterarm, woraufhin ein anderer Pfefferspray einsetzte. Davon wurde auch einer der Polizisten getroffen, weshalb diese die Wohnung verliessen. Nachdem Verstärkung eingetroffen war, forderten die Polizeibeamten X.________ auf, sich zu ergeben und verhaften zu lassen. Dieser trat ihnen an der Wohnungstüre mit seinem Kind im Arm gegenüber und weigerte sich trotz entsprechender Aufforderung, dieses aus der Hand zu geben. Um das Kind nicht zu gefährden und eine Eskalation zu vermeiden, zog die Polizei schliesslich unverrichteter Dinge ab.