Citation: 4A_532/2023 E. 1.1

1.1. A.________ (Beschwerdeführer) ersuchte das Kreisgericht St. Gallen mit Eingabe vom 15. Februar 2023 um vorsorgliche Beweisführung, namentlich um Einholung eines medizinischen Gutachtens. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, er habe am 7. August 2018 auf einer Baustelle einen Arbeitsunfall erlitten, der schwere und bleibende Verletzungen zur Folge gehabt habe. Der Unfall sei auf eine Fürsorgepflichtverletzung seiner faktischen Arbeitgeberin, der B.________ AG (Beschwerdegegnerin), zurückzuführen. Mit Verfügung vom 21. Juli 2023 sistierte der Einzelrichter am Kreisgericht das Verfahren bis zu einem rechtskräftigen Entscheid im Beschwerdeverfahren gegen den Einspracheentscheid ES01358/2021 der SUVA vom 25. August 2021. Eine vom Beschwerdeführer dagegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht St. Gallen mit Entscheid vom 29. September 2023 ab. Es erwog dazu, im parallel laufenden SUVA-Verfahren sei vorgesehen, eine interdisziplinäre Begutachtung bei der C.________-Gutachterstelle in Auftrag zu geben. Nach Vorliegen eines sozialversicherungsrechtlichen Gutachtens dürfte der Beschwerdeführer wohl kein schutzwürdiges Interesse mehr an einem weiteren Gutachten im Verfahren betreffend vorsorglicher Beweisführung haben. Es erscheine mit dem Vorrichter durchaus richtig, jedenfalls aber im Rahmen des ihm zustehenden Ermessens, und vor allem zweckmässig, das Ergebnis der dortigen Begutachtung abzuwarten, das - Tauglichkeit vorausgesetzt, wovon aktuell mangels konkreter gegenteiliger Hinweise durchaus ausgegangen werden dürfe - vom Zivilrichter als gerichtliches Gutachten beigezogen werden dürfe.