Citation: 8C_271/2013 E. 5.1.1

5.1.1. Der umfassenden und eingehenden vorinstanzlichen Beweiswürdigung, welche auch die neuesten Unterlagen mitberücksichtigte, ist hinsichtlich der Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhanges auch deshalb zu folgen, weil das kantonale Gericht nicht ausschlaggebend auf den Kurzbericht des Vertrauensarztes der Beschwerdegegnerin vom 5. Oktober 2011 abzustellen brauchte. Denn die reine Aktenbeurteilung des Dr. med. R.________, welchem die zuletzt vor Erlass des Einspracheentscheides eingereichten medizinischen Unterlagen nicht mehr vorgelegt wurden, beschränkte sich auf das Ankreuzen der Antwort "möglich" in Bezug auf die Frage nach der Wahrscheinlichkeit der Rückfallkausalität. Der anschliessenden vierzeiligen Anmerkung ist keine nachvollziehbare Begründung zu entnehmen (vgl. Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts [heute: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] U 38/02 vom 30. Juli 2002 E. 4.2), welche sich mit den abweichenden medizinischen Einschätzungen ausdrücklich befasst und überzeugend darlegt, weshalb der Vertrauensarzt zu seiner Schlussfolgerung gelangte. Dieser vertrauensärztlichen Beurteilung, welche den Anforderungen von BGE 125 V 351 E. 3b/ee jedenfalls nicht genügt, konnte demnach allein keine massgebende Bedeutung zukommen.