Citation: 1C_498/2020 E. 1.5.2

1.5.2. Weiter hat die Denkmalkommission des Kantons Luzern im Juli 2017 ein Verfahren zur Eintragung des fraglichen Gebäudes in das kantonale, eigentümerverbindliche Denkmalverzeichnis gemäss § 2 DSchG eingeleitet. Jenes Verfahren wurde unter Einbezug der Beschwerdegegnerin und der Stadt Luzern durchgeführt. Nach den Feststellungen der Vorinstanz hat die zuständige kantonale Dienststelle von einer Eintragung im kantonalen Denkmalverzeichnis mit Entscheid vom 27. September 2017 abgesehen. Im angefochtenen Urteil hat die Vorinstanz den Beschwerdeführern beigepflichtet, dass ihnen im Verfahren der Unterschutzstellung nach DSchG keine Möglichkeit zur Mitwirkung bzw. Beschwerdeerhebung offenstand. In dem von der Vorinstanz angeführten Entscheid des Verwaltungsgerichts, der in LGVE 2013 IV Nr. 4 publiziert ist, war festgehalten worden, dass das kantonale Recht keine Rechtsgrundlage für ein Verbandsbeschwerderecht in denkmalpflegerischen Streitsachen enthalte (a.a.O., E. 3c/cc). Nach Ansicht der Vorinstanz kann der negative Schutzentscheid vom 27. September 2017 im vorliegenden Verfahren nicht überprüft werden. Zwar dürfe die Frage nach einer Unterschutzstellung gemäss DSchG nicht mit jener nach der Zulässigkeit eines Abbruchs verwechselt werden. Die im negativen Schutzentscheid nach DSchG geäusserte Auffassung der zuständigen kantonalen Dienststelle sei aber in den vorliegend umstrittenen Entscheid über den Gebäudeabbruch eingeflossen.