Citation: C 227/02 23.06.2003 E. 1

1.1 Die Vorinstanz hat die die Beitragszeit vorzeitig pensionierter Versicherter betreffenden Art. 13 Abs. 3 AVIG und Art. 12 AVIV in der bis 31. Mai 2002 geltenden Fassung (vgl. BGE 128 V 320 Erw. 1e/aa) zutreffend wiedergegeben. Darauf wird verwiesen. Die Anwendung von Art. 12 Abs. 2 AVIV, der einen Ausnahmetatbestand von Art. 12 Abs. 1 AVIV darstellt, setzt voraus, dass die versicherte Person aus wirtschaftlichen Gründen oder aufgrund von zwingenden Regelungen im Rahmen der beruflichen Vorsorge vorzeitig pensioniert wurde. Demgegenüber ist bei einer freiwillig erfolgten vorzeitigen Pensionierung die Regel des Art. 12 Abs. 1 AVIV anwendbar (BGE 126 V 396 unten; noch nicht in der Amtlichen Sammlung veröffentlichtes Urteil W. vom 25. Februar 2003, C 290/00, Erw. 3.1; Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. Soziale Sicherheit, Rz 191; Hans-Ulrich Stauffer, Vorzeitige Pensionierung, Abgangsentschädigung und Berufliche Vorsorge für Arbeitslose, in: SZS 42/1998 S. 282), wonach Versicherten, die vor Erreichung des Rentenalters der AHV - dieses liegt für Männer gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. a AHVG bei 65 Jahren - pensioniert worden sind, nur jene beitragspflichtige Beschäftigung als Beitragszeit angerechnet wird, die sie nach der Pensionierung ausgeübt haben. Wurde eine versicherte Person weder aus wirtschaftlichen Gründen noch aufgrund zwingender Regelungen im Rahmen der beruflichen Vorsorge vorzeitig pensioniert, sondern machte sie freiwillig von einer ihr im Vorsorgereglement eingeräumten Möglichkeit Gebrauch, die Ausrichtung einer Altersleistung und damit ihre vorzeitige Pensionierung zu verlangen, während es ihr freigestanden hätte, es bei einer Austrittsleistung (Freizügigkeitsleistung) bewenden zu lassen, wodurch sie nicht vorzeitig pensioniert worden wäre (Plädoyer 2002 Nr. 6 S. 69 Erw. 5c; zur Publikation in der Amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil R. vom 23. Mai 2003, B 86/02, Erw. 4.2 und 4.6), liegt eine Art. 12 Abs. 1 AVIV unterstehende freiwillige vorzeitige Pensionierung vor (erwähntes Urteil C 290/00, Erw. 3.1; vgl. Nussbaumer, a. a. O.). Art. 12 AVIV ist gesetz- und verfassungsmässig, soweit darin von Personen, die sich durch die Wahl einer Alters- statt einer Austrittsleistung der beruflichen Vorsorge freiwillig vorzeitig pensionieren lassen, die Erfüllung der Beitragszeit durch eine nach der Pensionierung ausgeübte beitragspflichtige Beschäftigung verlangt wird (erwähntes Urteil C 290/00, Erw. 4.6). 1.2 Art. 6.3 des Kassenreglements der Vorsorgeeinrichtung befasst sich mit den Altersleistungen und setzt das Rücktrittsalter wie folgt fest: "6.3.2 Das Rücktrittsalter wird am Monatsersten erreicht, der auf den 65. Geburtstag (Männer) bzw. 62. Geburtstag (Frauen) folgt. 6.3.3 Die versicherte Person kann im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber den vorzeitigen Altersrücktritt auf einen Zeitpunkt nach Vollendung des 60. Altersjahres (Männer) bzw. 57. Altersjahres (Frauen) verlangen ..."