Citation: 4A_530/2017 E. B

B.a. Am 16. April 2015 gelangte die A.________ AG an das Handelsgericht des Kantons Zürich mit dem Rechtsbegehren, die B.________ AG sei zu verpflichten, ihr Fr. 1'788'053.25 nebst Zins zu 5% mit verschiedenen Fälligkeiten zu bezahlen. Sie machte geltend, die Beklagte habe entgegen ihrer Vertragspflicht keine Detailpläne erstellt. Entsprechend habe sie Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Werkstattpläne übernehmen müssen, die jedoch in Bezug auf die Statik fehlerhaft gewesen seien. Durch die Freistempelung der fehlerhaften Werkstattpläne habe die Beklagte den Anschein geschaffen, dass sie diese einer vollständigen Prüfung unterzogen habe. Die Beklagte habe der Klägerin insbesondere nicht den Beizug einer Fachperson angeraten. B.b. Das Handelsgericht des Kantons Zürich wies die Klage mit Urteil vom 28. August 2017 ab. Das Gericht hielt zunächst fest, die Ausführungen der Klägerin zu den Vertragspflichten und Vertragsverletzungen der Beklagten seien stellenweise nicht schlüssig. Das Gericht ging davon aus, die Klägerin habe immerhin zugestanden, dass die Beklagte für die Statik keine Verpflichtung übernommen habe und aus dem Vertrag der Parteien ergebe sich eine solche auch nicht. Es stellte einen natürlichen Konsens der Parteien dahingehend fest, dass die Beklagte keine statischen Arbeiten schuldete. Die Vorbringen der Klägerin zur Aufklärungspflicht der Beklagten überzeugten das Gericht nicht, weil die Parteien hinsichtlich ihres Fachwissens in Bezug auf die Statik in einer identischen Ausgangslage gewesen seien. Es fehle zudem ein Konsens der Parteien über eine vertragliche Aufklärungspflicht. Zudem könne es, wenn keine vertragliche Hauptpflicht betreffend Statikarbeiten bestanden habe, auch keine Aufklärungspflicht geben, würde doch die Beklagte sonst über diesen Umweg wiederum für statische Arbeiten verantwortlich gemacht. Die Vorinstanz verwies zudem darauf, dass die Klägerin selbst bereits eine Bauingenieurin, mithin eine Statik-Expertin, für das Bauprojekt beigezogen habe. Mangels Aufklärungspflicht bestehe auch keine Abmahnungspflicht oder eine Pflicht der Beklagten, der Klägerin irgendwelche Statik-Experten zu nennen. Art. 3.1.4 und 4.51 SIA-Norm 102 seien damit nicht einschlägig. Das Gericht fügte an, eine allfällige vertragliche Pflicht zur Erstellung von Detailplänen oder zur "Freistempelung" der Werkstattpläne hätte die Statik nicht umfasst und es bestehe auch keine quasi-vertragliche Anspruchsgrundlage für die Forderung der Klägerin.