Citation: 6B_577/2022 E. 1.3.2

1.3.2. Zur konkreten Situation des im Zeitpunkt der vorinstanzlichen Entscheidfällung 34-jährigen Beschwerdeführers stellt die Vorinstanz unter Verweis auf die Darlegungen der Erstinstanz im Wesentlichen fest, er besitze die nordmazedonische Staatsbürgerschaft und habe die ersten zwölf Lebensjahre in Nordmazedonien gelebt, weshalb es sich bei ihm nicht um einen "Secondo" handle, auch wenn er einen Teil seiner Jugendjahre in der Schweiz verbracht habe. Seine Ehefrau stamme ebenfalls aus Nordmazedonien und die beiden Söhne im schulpflichtigen Alter seien nordmazedonische Staatsangehörige. Sowohl der Beschwerdeführer als auch seine Ehefrau und die gemeinsamen Kinder, mit denen er zusammenlebe, beherrschten die albanische Sprache, die von einem grossen Bevölkerungsteil in Nordmazedonien gesprochen werde. Medizinische Gründe, die einen Verbleib in der Schweiz notwendig machten oder einer Rückkehr in das Heimatland entgegenstünden, lägen beim Beschwerdeführer keine vor. Sodann befänden sich weitere Familienmitglieder in der Schweiz, die sich um seine hier lebende, offenbar gesundheitlich angeschlagene Mutter kümmern könnten. Der Beschwerdeführer gehe heute einer regelmässigen Arbeit nach, verfüge aber gleichwohl noch über massive Schulden, die sich laut den erstinstanzlichen Feststellungen, auf welche die Vorinstanz verweist, im Zeitpunkt des Ergehens des erstinstanzlichen Entscheids insgesamt auf Fr. 420'849.10 belaufen hätten. Nebst den Schulden weist die Vorinstanz auch auf das "Vorstrafenregister" des Beschwerdeführers hin, das nach den erstinstanzlichen Ausführungen seit März 2011 insgesamt fünf Eintragungen aufweise, worunter eine Verurteilung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe. Weiter stellt die Vorinstanz fest, dass sich der Beschwerdeführer in der örtlichen freiwilligen Berufsfeuerwehr engagiere, jedoch erst seit kürzerer Zeit bzw. erst seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Ansonsten spiele sich sein gesellschaftliches Leben primär mit Angehörigen des eigenen Landes bzw. mit Familienmitgliedern ab. Sein Heimatland kenne er - abgesehen von seinem Aufenthalt während der ersten zwölf Lebensjahre - von Besuchen her und sein Vater habe dort bis vor Kurzem noch ein Haus besessen. Die Familie seiner Ehefrau lebe ausserdem nach wie vor im gemeinsamen Heimatland. Ferner hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer verfüge über Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen in der Schweiz, die ihm auch in seinem Heimatland behilflich sein könne (vgl. angefochtener Entscheid E. 7c/bb f. S. 18 ff. und erstinstanzlicher Entscheid E. V.1d S. 53 f.).