Citation: 4A_370/2023 E. 1.4

1.4. die Schädigung durch Aktivierung der Bildung von Matrixmetalloproteinase-1 hervorgerufen wird." Das Streitpatent enthält sodann Patentansprüche 2-10, die von Patentanspruch 1 abhängig sind. Zum Hintergrund erläutert das Streitpatent Folgendes: Es seien im Stand der Technik zahlreiche kosmetische Zusammensetzungen mit Antioxidantien bekannt. Es habe sich in überraschender Weise herausgestellt, dass kosmetische Zusammensetzungen umfassend Antioxidantien (ausgewählt aus einer Gruppe mit zahlreichen Mitgliedern) einen wirksamen Schutz vor Infrarotstrahlung böten. Die Anmelderin vermute, dass der so bewirkte Infrarotschutz auf einem Einfluss der Antioxidantien auf die Aktivierung des MAP-Kinase-Signalwegs beruhe (MAP = mitogen-activated protein). Der photobiologische Mechanismus, über den das Infrarotlicht die MAP-Kinase aktiviere, sei zwar unbekannt. Doch vermute die Anmelderin, dass diese Aktivierung über reaktive Sauerstoffspezies vermittelt werde. Die erfindungsgemässe Verwendung von Antioxidantien führe vermutlich zu einer Minderung des Gehalts an reaktiven Sauerstoffspezies. Dadurch werde der durch Infrarotstrahlung aktivierten und über den MAP-Kinase-Signalweg vermittelten Bildung von Matrixmetalloproteinase-1 entgegengewirkt.