Citation: U 392/00 20.10.2003 E. 5

5.1 SUVA und Vorinstanz sind beim hypothetischen Einkommen ohne Invalidität (Valideneinkommen) vom Verdienst ausgegangen, den der Beschwerdeführer im Jahre 1997 bei der Firma Y.________ verdient hätte (Fr. 62'101.-). Bei dieser Firma hat er vom 20. März bis 31. August 1995 gearbeitet, wurde also erst nach dem Unfall eingestellt. Zudem war ihm zugesichert worden, er werde nur für leichtere Arbeiten eingesetzt. Es stellt sich die Frage, ob in diesem Lohn eine Soziallohnkomponente enthalten war. Zum Unfallzeitpunkt verdiente er wesentlich weniger (versicherter Verdienst für die Rentenberechnung: Fr. 56'355.-). Es liegen somit nicht genügend stabile Verhältnisse vor, welche zur Vermutung Anlass geben würden, das Valideneinkommen entspräche dem bei der Firma Y.________ im Jahre 1997 entrichteten. Es ist vielmehr unter Beizug der vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) zu beziffern. Der Beschwerdeführer ist gelernter Gipser. Für männliche Arbeitnehmer mit Berufs- und Fachkenntnissen (Anforderungsniveau 3) im Baugewerbe beträgt der monatliche Bruttolohn gemäss Tabelle TA1 Fr. 4'962.- (LSE 1996). Unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft, 5/2003, S. 82 Tabelle B 9.2) und der Nominallohnentwicklung 1997 von 0,5% (Die Volkswirtschaft, 5/2003, S. 83 Tabelle B 10.2) ergibt sich ein hypothetisches Valideneinkommen von Fr. 62'684.-.