Citation: 8C_548/2013 E. 5.3

5.3. An der interdisziplinären Konsensbesprechung vom 31. März 2011 wurden die Schlussfolgerungen der verschiedenen fachärztlichen Expertisen im Rahmen einer Gesamtbeurteilung unter den anwesenden Fachleuten und Gutachtern der medizinischen Abklärungsstelle X.________ aus den Disziplinen Psychiatrie, Neuropsychologie, Neurologie, Rheumatologie sowie allgemeine Medizin diskutiert und verabschiedet. Die abschliessende Aussage des Gutachtens der medizinischen Abklärungsstelle X.________ zur - trotz aller relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen - verbleibenden Leistungsfähigkeit, wonach die internistische Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der psychiatrisch attestierten Einschätzung aufgehe, berücksichtigte nicht nur die mangelnde Compliance der Beschwerdeführerin in der psychiatrischen Untersuchung, sondern auch die fehlende Validität der neuropsychologischen Testung. Diese Erkenntnisse stehen im Zusammenhang mit der Tatsache, dass eine neuropsychologische Testung während des stationären Aufenthaltes im Rehazentrum Y.________ knapp fünf Monate nach dem angeblich ursächlichen Unfall vom 30. August 2003 - trotz der subjektiv schon damals geklagten Defizite - durchschnittliche bis überdurchschnittliche Resultate ergab und die anlässlich der Begutachtung der medizinischen Abklärungsstelle X.________ erhobenen Leistungsdefizite nicht konsistent mit den eigenanamnestischen Angaben waren, weshalb aus neuropsychologischer Sicht der Verdacht auf eine Symptomverdeutlichung oder Aggravation geäussert wurde. Nach Aktenlage steht fest, dass die Arbeitsfähigkeit aus internistischer Sicht zeitlich um 30% eingeschränkt ist. Demgegenüber steht die aus neuropsychologisch-psychiatrischer Sicht in Bezug auf eine leidensangepasste Tätigkeit von auf 80% geschätzte Arbeitsfähigkeit unter dem Vorbehalt der fehlenden Validität der basierend auf den gezeigten Defiziten erhobenen Testergebnisse und der mangelnden Compliance hinsichtlich einer zumutbaren psychiatrischen Behandlung. Soweit die Vorinstanz den psychogenen Beeinträchtigungen keine über die internistische Arbeitsunfähigkeit hinausgehende zusätzliche Einschränkung der zumutbaren Leistungsfähigkeit beigemessen hat, ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden.