Citation: 9C_42/2019 E. 4.1

4.1. In Bezug auf die Entwicklung des Sachverhalts seit der Rentenzusprache vom 14. Oktober 1999 stellte die Vorinstanz insbesondere in Anlehnung an das asim-Gutachten vom 19. Juli 2016 fest, der Gesundheitszustand habe sich somatisch zwar verschlechtert. Das Vorliegen eines Revisionsgrundes sei aber dennoch zu verneinen. Denn liege in einem Fall wie dem vorliegenden eine Veränderung ausschliesslich in Form einer gesundheitlichen Verschlechterung vor, könne eine Reduktion oder eine Aufhebung der Rente auch bei Qualifikation der Verschlechterung als Revisionsgrund nur dann zulässig sein, wenn sich die ursprüngliche Zusprechung der Rente beziehungsweise der Rente in der bisherigen Höhe im Sinne der Voraussetzungen der Wiedererwägung als zweifellos unrichtig erweise. Das Sozialversicherungsgericht erwog im Weiteren, eine Herabsetzung der bisherigen ganzen Rente des Beschwerdegegners falle demnach selbst bei Zulassung der zur Diskussion stehenden gesundheitlichen Verschlechterung als Revisionsgrund nur dann in Betracht, wenn die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung - also zweifellose Unrichtigkeit und erhebliche Bedeutung der Berichtigung - der rentenzusprechenden Verfügung vom 14. Oktober 1999 gegeben seien, was verneint werde. Es könne daher offen bleiben, ob die gesundheitliche Verschlechterung überhaupt als Revisionsgrund tauge, ungeachtet dessen, dass sie nicht dazu geeignet sei, für sich allein zu einer Senkung des Invaliditätsgrades unter den Schwellenwert einer ganzen Rente zu führen. Somit verbiete sich eine Herabsetzung der damals zugesprochenen Rente.