Citation: 2C_553/2021 E. 4.4.2

4.4.2. Die Vorinstanz beurteilt anhand der beiden Kennzahlen des Nettoverschuldungsquotients und des Kapitaldienstanteils, ob die Beschwerdeführerin ihre Eigenfinanzierungsmöglichkeiten angemessen ausgeschöpft hat. Sie verneint aufgrund der Berechnung dieser beiden Kennzahlen die Voraussetzung der angemessenen Ausschöpfung der Eigenfinanzierungsmöglichkeiten, weshalb auch keine unzumutbare Belastung für die Beschwerdeführerin vorliegen könne (vgl. E. 7.1 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdeführerin bemängelt die Auswahl der Kennzahlen und die Beurteilung der Anspruchsvoraussetzungen anhand dieser beiden Kennzahlen. 4.4.2.1. Während der Nettoverschuldungsquotient angibt, welcher Anteil der Steuererträge erforderlich ist, um die Nettoschulden (Fremdkapital abzüglich Finanzvermögen) abzutragen, stellt der Kapitaldienst-anteil ein Mass für die Belastung des Finanzhaushalts durch die Kapitalkosten (Zinsen und Abschreibungen) dar (vgl. auch E. 6.2 und E. 6.5 des angefochtenen Urteils). Dass die Vorinstanz die beiden Kennzahlen offensichtlich unrichtig ermittelt und anhand eines offensichtlich falschen Massstabs bewertet hätte, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG), weshalb im bundesgerichtlichen Verfahren darauf abzustellen ist (vgl. Art. 105 Abs. 1 BGG). Der Nettoverschuldungsquotient der Beschwerdeführerin lag im Jahr 2014 bei -16 %, wobei die Kennzahl als gut gilt, solange der Wert unter 100 % liegt. Die Kennzahl zeigt unter anderem auf, dass bei der Beschwerdeführerin im Jahr 2014 die Schulden durch das kommunale Finanzvermögen gedeckt waren. Der Kapitaldienstanteil der Beschwerdeführerin betrug im gleichen Jahr 3.7 %. Liegt der Anteil unter 5 % besteht eine geringe Belastung, da - wie vorliegend - nur ein geringer Anteil der laufenden Erträge für die Bezahlung von Zinsen und die Vornahme von Abschreibungen verwendet werden muss (vgl. auch E. 6.2, E. 6.5 und E. 7.1 des angefochtenen Urteils). 4.4.2.2. Die Beschwerdeführerin legt nicht hinreichend dar, dass die beiden Kennzahlen ungeeignet wären, um zu beurteilen, ob sie ihre Eigenfinanzierungsmöglichkeiten angemessen ausgeschöpft hat. Wie die Beschwerdeführerin zwar zu Recht vorbringt, sind auch der Selbstfinanzierungsgrad und der Zinsbelastungsanteil anerkannte Finanzkennzahlen. Jedoch zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf, dass die Verwendung dieser oder anderer Kennzahlen ein erheblich anderes Bild ihrer finanziellen Gesamtsituation zeichnete. Hierfür unzureichend ist insbesondere, lediglich vorzubringen, gemäss den Empfehlungen der kantonalen Finanzdirektoren würden neben dem Nettoverschuldungsquotienten die Finanzkennzahlen des Selbstfinanzierungsgrads und des Zinsbelastungsanteils als prioritär gelten. Die Vorinstanz begründet, weshalb sie diese und andere Kennzahlen für die Beurteilung der Anspruchsvoraussetzungen von § 8 FAG/BL als ungeeignet ansieht (vgl. E. 6.3 und E. 6.6 des angefochtenen Urteils; vgl. auch E. 6.4 und E. 6.7 des angefochtenen Urteils). Die Beschwerdeführerin hätte sich mit der vorinstanzlichen Begründung auseinandersetzen und darin aufzeigen müssen, dass deren Beachtung ein massgeblich anderes Ergebnis zur Folge hätte. 4.4.2.3. Überdies weist der Regierungsrat in seiner Vernehmlassung darauf hin, dass die Berücksichtigung anderer Finanzkennzahlen ein (noch) besseres Bild der Finanzlage der Beschwerdeführerin gezeichnet hätte. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin erweist sich die vorinstanzliche Beurteilung der Anspruchsvoraussetzungen, die sich im Wesentlichen auf die Berechnung zweier Kennzahlen abstützt, damit als haltbar. Es ist nicht ersichtlich, dass das vorinstanzliche Ergebnis in klarem Widerspruch zur tatsächlichen Situation steht.