Citation: 7B_984/2023 E. 2.6.2

2.6.2. Aufgrund dieser Ausführungen des Beschwerdeführers ist auf das dritte Element bei der Beurteilung von Wiederholungsgefahr einzugehen, wonach die Wiederholung eines Verbrechens oder schweren Vergehens ernsthaft zu befürchten sein muss. Eine negative, d.h. eine ungünstige Rückfallprognose zur Annahme von Wiederholungsgefahr ist notwendig, grundsätzlich aber auch ausreichend (Urteil 7B_434/2023 vom 29. August 2023 E. 3.3 mit Verweis auf BGE 146 IV 136 E. 2.2; 143 IV 9 E. 2.8-2.10 mit Hinweisen; siehe BGE 146 IV 326 E. 3.1). Die rein hypothetische Möglichkeit der Verübung weiterer Delikte sowie die Wahrscheinlichkeit, dass nur geringfügige Straftaten verübt werden, reichen dagegen nicht aus (BGE 143 IV 9 E. 2.2; Urteil 7B_188/2023 vom 24. Juli 2023 E. 10.3.1). Massgebende Kriterien bei der Beurteilung der Rückfallprognose sind nach der Praxis des Bundesgerichts insbesondere die Häufigkeit und Intensität der fraglichen Delikte. Weiter sind allfällige Aggravationstendenzen, wie eine zunehmende Eskalation respektive Gewaltintensität oder eine raschere Kadenz der Taten zu berücksichtigen, ebenso die persönlichen Verhältnisse der beschuldigten Person, ihr psychischer Zustand, ihre Unberechenbarkeit oder Aggressivität. Liegt bereits ein psychiatrisches Gutachten vor, ist dieses in die Beurteilung miteinzubeziehen (Urteil 1B_449/2017 vom 13. November 2017 E. 3.3.4). Je schwerer die drohenden Taten sind und je höher die Gefährdung der Sicherheit anderer ist, desto geringere Anforderungen sind an die Rückfallgefahr zu stellen (zum Ganzen Urteil 7B_786/2023 vom 8. Dezember 2023 E. 3.3.2; siehe BGE 143 IV 9 E. 2.8 f.; je mit Hinweisen).