Citation: 9C_914/2010 02.12.2010 E. 3

Nach diesen Ausführungen kann nicht die Rede davon sein, die Verwaltung sei durch materielle Vorgaben des Gerichts wesentlich in ihrem Beurteilungsspielraum eingeschränkt und es könne davon in der Folge nicht mehr abgewichen werden, weshalb ihr ein im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG nicht wieder gutzumachender Nachteil entstehe. Auch sind ihr in rechtlicher Hinsicht keine Instruktionen erteilt worden, die sie nicht ohnehin von Gesetzes wegen zu berücksichtigen hätte (so z.B. Art. 29 Abs. 1 IVG über den Beginn des Rentenanspruchs). Ebenso hindert die Vorinstanz die Verwaltung entgegen dem gemachten Vorwurf nicht in einer Bundesrecht verletzenden Art und Weise an der korrekten Durchführung ihrer Abklärungen. Sie hat ihr lediglich aufgezeigt, wie ihres Erachtens ein regelrechtes Abklärungsverfahren zu staffeln sein wird. Es trifft nicht zu, dass sie dabei "allgemeine medizinische Erkenntnisse" ausser Acht gelassen (Stellungnahme RAD vom 28. Oktober 2010) und somit allenfalls den rechtserheblichen Sachverhalt nicht korrekt festgestellt hat. Der RAD selber schloss sich ja am 4. Juli 2008 der Auffassung des behandelnden Arztes Dr. med. B.________ an, der eine Persönlichkeitsstörung und den sekundären Charakter der Suchtproblematik feststellte. Entgegen der Beschwerdeführerin hat die Vorinstanz nicht behauptet, die Begutachtung eines Alkoholikers könne unter der Voraussetzung allein regelrecht durchgeführt werden, dass er im Begutachtungszeitpunkt nüchtern sei. Sie hat lediglich ausgeführt, zur Abklärung der Arbeitsfähigkeit im Rahmen der Mitwirkungspflicht sei eine lang einzuhaltende Alkoholabstinenz in der Regel nicht zielführend. Eine solche sei der versicherten Person im Rahmen einer Massnahme zur Eingliederung ins Erwerbsleben zur Schadenminderung zumutbar. Diese Sichtweise ist korrekt. Es liegt hier unbestritten eine Suchterkrankung vor. Wie z.B. auch von Ess-, Mager-, Nikotin- und anderen Süchtigen kann im Abklärungsstadium nicht mehr gefordert werden als ein Verhalten, das den Experten in die Lage versetzt, sich ein ausreichendes Bild über die gesundheitliche Situation zu verschaffen. Denn es handelt sich hier nicht um eine therapeutische, sondern um eine Untersuchungsmassnahme im Hinblick auf eine allfällige Leistungspflicht der Beschwerdeführerin. Die gegen den Rückweisungsentscheid gerichtete Beschwerde ist damit unzulässig.