Citation: 9C_131/2022 E. 4.2.3

4.2.3. Nach der Rechtsprechung können individuelle Berufswahlpräferenzen nicht allein ausschlaggebend für die Beurteilung eines Anspruchs auf Übernahme der Mehrkosten für eine erstmalige berufliche Ausbildung sein; ein Berufswunsch, der den Neigungen, Fähigkeiten und Begabungen der versicherten Person entspricht, wird freilich berücksichtigt (Urteile 8C_812/2007 vom 6. Oktober 2008 E. 2.3 und I 256/02 vom 5. März 2003 E. 3.2.2 und E. 4; MURER, a.a.O., N 79 zu Art. 16 IVG). Hier geht es nicht darum, ob ein bestimmter Berufswunsch im Sinn von Art. 8 Abs. 1 lit. a IVG notwendig und geeignet ist. Soweit in kategorialer Hinsicht strittig ist, ob die spätere berufliche Eingliederung überhaupt einen gymnasialen Lehrgang erfordere, handelt es sich vielmehr um eine Frage des Ausbildungsniveaus. Auf solche Weichenstellungen bezieht sich das Erfordernis der Einfachheit und Zweckmässigkeit der Massnahme nicht (oben E. 2.3.1).