Citation: U 19/06 18.10.2006 E. 5

5.1 Soweit der Beschwerdeführer in erwerblicher Hinsicht zunächst einwendet, die bei ihm festgestellte Restarbeitsfähigkeit sei nicht mehr verwertbar, ist darauf hinzuweisen, dass bei der Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob ein Versicherter unter den konkret herrschenden Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob er die ihm verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 Erw. 3b mit Hinweisen). Gemäss Bericht des Kreisarztes Dr. med. W.________ vom 18. November 2003 blieben als Restfolgen eine Beeinträchtigung der rohen Kraft bezüglich Greif- und Haltefunktion der linken adominanten Hand, ein Bewegungsdefizit von Seiten des Daumen-IP-Gelenks, Beschwerden teils kälteabhängiger Art im Bereich der verletzten Finger, vor allem am Daumen und am Mittelfingerstumpf, sowie Beschwerden im Bereich des I., II. und III. Strahles volarseits. Die linke Hand sei wieder gebrauchsfähig für handwerklich leichte Tätigkeiten, da die Greif- und Haltefunktion wieder gut möglich sei, allerdings nur mit verminderter roher Kraft. Die Tätigkeit sei ganztags zumutbar, empfohlen sei eine Arbeit in einem normal temperierten Arbeitsraum. Der für die Invaliditätsbemessung ausschlaggebende ausgeglichene Arbeitsmarkt kennt genügend Stellen mit solchen leichteren Tätigkeiten, welche auch vom Beschwerdeführer, trotz seiner Behinderungen, noch ausgeübt werden könnten. Abgesehen davon kann bezüglich der konkret herrschenden Arbeitsmarktverhältnisse nicht gesagt werden, leichte handwerkliche Tätigkeiten würden nur noch an Arbeitnehmer mit guten Deutschkenntnissen oder intakten körperlichen Fähigkeiten wie beidhändiges präzises Arbeiten und hohes Konzentrationsvermögen oder dann an Arbeitnehmende mit einer gewissen Qualifikation vergeben, wie das der Beschwerdeführer geltend macht. Vielmehr stehen ihm noch verschiedene Tätigkeiten offen, zumal er früher nicht nur in der Baubranche, sondern auch im Gastgewerbe tätig war. 5.2 Zum von der Vorinstanz vorgenommenen Einkommensvergleich bringt der Versicherte vor, beim leidensbedingten Abzug seien auch seine Nationalität und Aufenthaltskategorie sowie seine sehr beschränkten Deutschkenntnisse zu berücksichtigen, was einen Abzug von 25 % rechtfertige. Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass hinsichtlich der Invaliditätsbemessung allgemein der Grundsatz gilt, dass im Rahmen des Einkommensvergleichs invaliditätsfremde Gesichtspunkte überhaupt nicht oder dann bei beiden Vergleichsgrössen gleichmässig, d.h. durch angemessene Korrektur des Validen- oder des Invalideneinkommens zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 225 Erw. 4.4; AHI 1999 S. 240 unten; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 104; ZAK 1989 S. 456; Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 225 f.). Dieser Rechtsprechung liegt die Annahme zu Grunde, dass in der Regel die Faktoren Alter, Ausbildung, Sprachkenntnisse, Flexibilität, Durchsetzungsfähigkeit, Sozialkompetenz etc., welche für die Höhe des ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erzielbaren Lohnes bestimmend sind, den Lohn auch im Invaliditätsfall beeinflussen (Urteil W. vom 26. Mai 2003, U 183/02, Erw. 6.2 mit Hinweis auf Urteil S. vom 29. August 2002, I 97/00, Erw. 1.4). Das kantonale Gericht hat im Rahmen des Einkommensvergleichs auf Grund des unterdurchschnittlichen Valideneinkommens von Fr. 52'275.85 auch das Invalideneinkommen um den Prozentsatz von 13.47 % gekürzt und zusätzlich einen - wie sie ausführt, grosszügigen, von der SUVA festgesetzten - leidensbedingten Abzug von 20 % berücksichtigt (Invalideneinkommen von Fr. 39'636.45), was einen Invaliditätsgrad von 24 % ergab. Damit können die vom Beschwerdeführer ins Feld geführten Faktoren, die sich unabhängig vom Unfall lohnmindernd auswirken, bei der Bemessung des leidensbedingten Abzuges nicht nochmals herangezogen werden, würden sie doch sonst zweimal berücksichtigt. Der Einkommensvergleich und der daraus resultierende Invaliditätsgrad von 24 % sind damit nicht zu beanstanden, wobei die Vorinstanz angesichts der Diskrepanz zum von der SUVA festgelegten Invaliditätsgrad von 25 % auf eine reformatio in peius verzichtet hat.