Citation: 5P.61/2005 24.03.2005 E. 2

Die Beschwerdeführerin macht zunächst eine willkürliche Verletzung von Art. 194 und Art. 195 Abs. 1 ZPO/BE geltend, da das Obergericht auf die Appellation nicht eingetreten sei, obwohl alle Prozessvoraussetzungen erfüllt gewesen seien. Diese Rüge stösst ins Leere, da sich aus dem angefochtenen Entscheid ergibt, dass das Obergericht auf die Appellation eingetreten ist und diese materiell behandelt hat. Vielmehr ist es einzig auf das Gesuch der Beschwerdeführerin nicht eingetreten. Im Ergebnis hat es damit die Appellation abgewiesen; auf Grund des vollen Devolutiveffektes der (bernischen) Appellation lautet das Dispositiv des angefochtenen Entscheids indes nicht auf Abweisung des Rechtsmittels, sondern die Rechtsfolge wird darin selbstständig ausgesprochen (Leuch/Marbach/Kellerhals/Sterchi, Die Zivilprozessordnung für den Kanton Bern, 2000, N. 2b zu Art. 333 ZPO/BE).