Citation: 9C_363/2024 E. 4.4.2

4.4.2. Um den mit der Ermittlung der erforderlichen Vorsteuerkorrektur (bzw. der dieser notwendig vorausgehenden Zuteilung der Vorsteuerbetreffnisse bei fehlender direkter Zuordenbarkeit von vorsteuerbelasteten Aufwendungen zum unternehmerischen oder zum nicht-unternehmerischen Bereich) verbundenen Problemen zu begegnen, hat die Beschwerdeführerin die Methode des sog. Aufwandschlüssels entwickelt (vgl. dazu ausführlich wiederum MWSt-Info 09 Ziff. 11.5 und das dort figurierende Beispiel). Die Beschwerdeführerin hat bei der Beschwerdegegnerin diese Methode zur Anwendung gebracht, was im Ergebnis zur Steuernachforderung von Fr. 206'161.- geführt hat. Die Vorinstanz ist zum Ergebnis gelangt, dass die von der ESTV verfochtene Methode zur Aufteilung der gemischt verwendeten steuerbelasteten Eingangsleistungen sachfremde Ergebnisse nach sich ziehe, hingegen die von der Beschwerdegegnerin vorgeschlagene Berechnung eines eigenen Schlüssels zu einem sachgerechten Ergebnis führe (angefochtener Entscheid E. 3.3.3). Sie hat die bei ihr eingereichte Beschwerde der Beschwerdegegnerin indessen nicht in erster Linie deshalb gutgeheissen, sondern weil die Beschwerdegegnerin sich für die von ihr verfochtene Aufteilung der nicht direkt zurechenbaren Aufwendungen und die daraus resultierende Vorsteuerkorrektur nach Auffassung der Vorinstanz auf das Ruling von 2010 stützen könne und in ihrem Vertrauen auf dieses zu schützen sei (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.4 passim sowie E. 3.5).