Citation: 4A_62/2009 23.06.2009 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt weiter eine Verletzung des rechtlichen Gehörs sowie des Grundsatzes der Gleichbehandlung der Parteien (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG). 4.1 Er bringt zunächst vor, die Verneinung eines Anfechtungsgegenstandes durch das TAS sei nicht bloss unzutreffend, sondern widerspreche "in einer derart offensichtlichen Weise der Aktenlage, dass nachgerade eine formelle Rechtsverweigerung vorliege". Solche Konstellationen könnten praxisgemäss unter die Verletzung des rechtlichen Gehörs fallen, wenn das Gericht versehentlich eine aktenwidrige Annahme treffe; umso mehr müsse dies dann gelten, wenn die Aktenwidrigkeit geradezu mutwillig erfolge, wie dies vorliegend der Fall sei. Die Rüge des Beschwerdeführers ist ungenügend begründet (Art. 77 Abs. 3 BGG). Abgesehen davon, dass aus seinen Vorbringen nicht klar wird, welche Tatsachenfeststellung der Vorinstanz aktenwidrig sein soll, verkennt er, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts eine offensichtlich falsche oder aktenwidrige Feststellung für sich allein nicht ausreicht, um einen internationalen Schiedsentscheid aufzuheben. Der Beschwerdeführer hätte vielmehr aufzeigen müssen, inwiefern ihm ein richterliches Versehen verunmöglichte, seinen Standpunkt in Bezug auf ein prozessrelevantes Thema in den Prozess einzubringen und zu beweisen (BGE 133 III 235 E. 5.2; 127 III 576 E. 2b-f). Dies hat er unterlassen, weshalb auf seine Vorbringen nicht einzutreten ist. 4.2 Soweit der Beschwerdeführer der Vorinstanz eine Verletzung des Grundsatzes der Gleichbehandlung der Parteien vorwirft, lassen sich seine Vorbringen nicht auf die für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen des angefochtenen Entscheids (Art. 105 Abs. 1 BGG) stützen. So geht aus dem angefochtenen Entscheid weder hervor, dass das Vorgehen der FIFA "offensichtlich eine parteiische Protektion" zugunsten des Beschwerdegegners war noch, dass sich die FIFA dazu entschlossen hätte, dem Beschwerdegegner "durch eine Blockierung der rechtlichen Vorstösse des Beschwerdeführers" "massive Schützenhilfe" zu leisten. Allein im Umstand, dass die Vorinstanz den Rechtsstandpunkt des Beschwerdegegners hinsichtlich der Anfechtbarkeit des Schreibens der FIFA vom 12. August 2008 teilte, ist kein Verstoss gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung der Parteien (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG) zu erblicken. Die Rüge ist unbegründet, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann. 4.3 Der Beschwerdeführer erblickt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs sodann darin, dass die Vorinstanz ihre Erwägungen unter anderem auf das Schreiben der FIFA vom 4. November 2008 gestützt habe, das dem TAS ohne entsprechende Aufforderung eingereicht worden sei. Dabei sei nicht abzusehen gewesen, dass die Vorinstanz dieses Schreiben "kurz darauf als einen entscheidenden Teil des Verhaltens der Vorinstanz qualifizieren und entsprechend gewichten würde". Indem die Vorinstanz ihren Entscheid auf das genannte Schreiben abgestützt habe, ohne den Parteien Gelegenheit zu geben, dazu Stellung zu nehmen, habe sie gegen den Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG) verstossen. Der Beschwerdeführer stellt selbst nicht in Abrede, dass ihm das Schreiben der FIFA vom 4. November 2008 von der Vorinstanz am 5. November 2008 zur Kenntnisnahme zugestellt worden war. Der angefochtene Entscheid erging am 16. Dezember 2008. Der Beschwerdeführer hätte somit mehr als einen Monat Zeit gehabt, sich zum genannten Schreiben zu äussern. Inwiefern es dem Beschwerdeführer nicht möglich gewesen wäre, innerhalb dieses Zeitraums zum Schreiben der FIFA Stellung zu nehmen, falls er dies für erforderlich gehalten hätte, ist nicht einzusehen. Die Rüge der Gehörsverletzung ist unbegründet.