Citation: 4A_612/2015 E. B

B.a. Mit Klage vom 7. November 2008 beantragte die Auftraggeberin dem Bezirksgericht Aarau, die Beauftragte sei zur Zahlung von Fr. 145'000.-- zu verpflichten. Mit Beschluss vom 16. Dezember 2009 schlug das Bezirksgericht Aarau den Parteien D.________ als Expertin für die Bewertung der durch die Auftraggeberin erworbenen Liegenschaft vor. Im Gutachten vom 12. März 2010 kam D.________ zum Schluss, aus der tatsächlichen Parkplatzsituation ergebe sich keine Verminderung des Verkehrswerts. Die Auftraggeberin holte daraufhin Stellungnahmen zu diesem Gutachten bei der C.________ AG, der E.________ AG und der F.________ AG ein. Sie machte geltend, gemäss allen drei Stellungnahmen sei das Ergebnis der Gerichtsexpertise nicht haltbar und es sei von einem markanten Minderwert der Liegenschaft auszugehen. Mit Urteil vom 16. Juni 2010 wies das Bezirksgericht Aarau die Klage mit der Begründung ab, es sei auf das Gutachten von D.________ abzustellen und der Auftraggeberin sei somit kein Schaden entstanden. B.b. Gegen dieses Urteil erhob die Auftraggeberin Appellation an das Obergericht des Kantons Aargau mit dem Begehren, das Urteil des Bezirksgerichts sei aufzuheben und die Beauftragte sei zur Zahlung von Fr. 145'000.-- zu verpflichten; eventuell sei die Sache zu neuer Beurteilung an das Bezirksgericht zurückzuweisen. Mit Urteil vom 6. Dezember 2011 wies das Obergericht des Kantons Aargau die Appellation ab. Es kam zum Schluss, die Auftraggeberin habe nie geltend gemacht, sie hätte bei richtiger Information durch die Beauftragte vom Erwerb der Liegenschaft abgesehen. Sie habe einzig vorgebracht, sie hätte die Liegenschaft in diesem Fall vom Verkäufer zu günstigeren Konditionen erwerben können. Da die Auftraggeberin aber nicht behauptet, geschweige denn glaubhaft gemacht habe, dass der Verkäufer zur Reduktion des Kaufpreises bereit gewesen wäre, habe sie den Schadensnachweis nicht erbracht. B.c. Dieses Urteil hob das Bundesgericht auf Beschwerde der Auftraggeberin hin mit Urteil 4A_49/2012 vom 7. Mai 2012 auf. Das Bundesgericht beurteilte die Feststellung der Vorinstanz, wonach die Auftraggeberin nie behauptet habe, sie hätte bei richtiger Information vom Erwerb abgesehen, als offensichtlich unrichtig. Es korrigierte die Sachverhaltsfeststellungen dahingehend, dass die Auftraggeberin geltend gemacht habe, sie hätte die Liegenschaft nicht gekauft bzw. sicherlich nicht zu diesem, sondern zu einem erheblich geminderten Preis. Sollte der vormalige Eigentümer der Liegenschaft somit nicht bereit gewesen sein, diese zu einem tieferen Preis zu verkaufen, so hätte die Auftraggeberin die Liegenschaft gemäss ihren Behauptungen nicht gekauft. Da die Vorinstanz insbesondere noch keine Sachverhaltsfeststellungen zum tatsächlichen Liegenschaftswert getroffen hatte, wies das Bundesgericht die Sache zur Ergänzung des Sachverhalts und zu weiterer Beurteilung des Anspruchs an die Vorinstanz zurück. B.d. B.d.a. Mit Beschluss vom 21. August 2012 ordnete das Obergericht des Kantons Aargau die Einholung eines Obergutachtens an und schlug G.________ als Experte vor. Im Gutachten vom 15. Februar 2013 kam dieser zum Schluss, die fehlende Abstellmöglichkeit sei bei Liegenschaften, die sich nicht direkt im innerstädtischen Bereich befänden, als den Wert und die Verkäuflichkeit der Liegenschaft beeinflussender Aspekt mit einem entsprechenden Abzug zu berücksichtigen. Der Experte erachtete eine Wertminderung in der Höhe von rund Fr. 50'000.-- als realistisch. Er stützte dabei auf geschätzte Mehrkosten von Fr. 20'000.-- bis Fr. 25'000.-- für das Erstellen eines Autoabstellplatzes auf der Nordseite des Grundstücks ab und auf weitere Fr. 25'000.-- bis Fr. 30'000.-- für die Wertverminderung der Liegenschaft aufgrund des Verlustes der bestehenden Sitzplätze. Die Wertminderung nach Ermessen wäre seines Erachtens in etwa gleich hoch, wenn anstelle der Abstellmöglichkeit auf dem Grundstück eine Abstellmöglichkeit in der näheren Umgebung in Betracht gezogen würde. B.d.b. Mit Entscheid vom 25. Juni 2013 hob das Obergericht des Kantons Aargau in teilweiser Gutheissung der Appellation der Auftraggeberin das Urteil des Bezirksgerichts Aarau vom 16. Juni 2010 auf und stellte fest, der Auftraggeberin sei durch die Verkehrswertschätzung der Beauftragten ein Schaden von Fr. 45'000.-- erwachsen. Es wies das Verfahren zur Prüfung der übrigen Haftungsvoraussetzungen an die Vorinstanz zurück. Das Obergericht kam zum Schluss, die Überzeugungskraft des erstinstanzlichen Gerichtsgutachtens von D.________ erscheine erschüttert. In Bezug auf das Gutachten G.________ stellte das Obergericht zunächst fest, für das vorliegende Verfahren sei davon auszugehen, dass es nicht möglich sei, auf dem Grundstück der Auftraggeberin einen Parkplatz zu erstellen. Abzustellen sei somit auf die mutmasslichen Kosten der Beschaffung einer Abstellmöglichkeit in der näheren Umgebung. In dieser Hinsicht könne nicht auf das Gutachten G.________ abgestellt werden, da dessen Aussage, die Kosten dafür wären "in etwa gleich hoch" wie die Erstellung eines Abstellplatzes auf dem Grundstück der Auftraggeberin, jeglicher Begründung entbehre und damit nicht nachvollziehbar sei. Das Obergericht stellte daraufhin eigene Berechnungen an, die einen Schaden von Fr. 45'000.-- ergaben. B.d.c. Auf die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde der Auftraggeberin trat das Bundesgericht mit der Begründung nicht ein, der Rückweisungsentscheid des Obergerichts stelle einen Zwischenentscheid i.S.v. Art. 93 Abs. 1 BGG und die darin vorgesehenen Voraussetzungen für eine Anfechtung seien nicht erfüllt (Urteil 4A_418/2013 vom 18. September 2013). B.e. Das Bezirksgericht Aarau bejahte die übrigen Haftungsvoraussetzungen und verurteilte die Beauftragte mit Urteil vom 11. Juni 2014 zur Zahlung von Fr. 45'000.-- nebst Zins zu 5 % seit dem 11. Juli 2006. B.f. Die Auftraggeberin erhob Berufung an das Obergericht des Kantons Aargau und beantragte, das Urteil des Bezirksgerichts Aarau sei aufzuheben und die Beauftragte sei zur Zahlung von Fr. 145'000.-- nebst Zins zu verurteilen. Eventuell sei die Sache zu neuer Beurteilung an das Bezirksgericht zurückzuweisen. Mit Entscheid vom 15. September 2015 wies das Obergericht des Kantons Aargau die Berufung ab. Es kam zum Schluss, die Auftraggeberin wende sich einzig gegen die Berechnung des Schadens; in dieser Hinsicht sei das Obergericht an seinen eigenen Entscheid vom 25. Juni 2013 gebunden und es lägen keine Gründe für ein Zurückkommen auf diesen Entscheid vor.