Citation: 1C_428/2023 E. 4.3

4.3. Soweit die Beschwerdeführenden behaupten, die Rettungsdienste würden aufgrund der topographischen Verhältnisse immer über den Kanton Appenzell Innerrhoden anrücken, ist dies nicht weiter belegt. Ohnehin richtet sich die öffentlich-rechtliche Erschliessung eines Grundstücks - wie bereits erwähnt - primär nach dem Recht des Gemeinwesens, in welchem es liegt. Gleich verhält es sich mit einer allfälligen Schulpflicht der dort lebenden Kinder, wobei jedoch nicht klar wird, inwiefern sich dieser Umstand auf eine Zufahrt gemäss Art. 39 StrG/AI auswirken sollte. Nichts zu ihren Gunsten können die Beschwerdeführenden aus dem Umstand ableiten, dass gemäss eigenen Angaben ihr Grundstück mit Strom und Wasser über den Kanton Appenzell Innerrhoden erschlossen werde. Daraus folgt kein Anspruch auf Einfahrt in die Strassen gemäss Art. 39 StrG/AI. Gleiches gilt für die beantragte und momentan sistierte Aufnahme in die Flurgenossenschaft W.________, welcher die Strasse X.________ gehört, die die Grundstücke der beiden Beschwerdegegner erschliesst. Selbst wenn die Beschwerdeführenden in die Flurgenossenschaft aufgenommen würden und die Strasse X.________ benutzen dürften, würde ihnen dies keinen Anspruch auf ein Wegrecht nach Art. 39 StrG/AI verleihen.