Citation: 1P.19/2006 30.05.2006 E. 1

Der Beschwerdeführer anerkennt, dass er mit der Freigabe auch der Räumlichkeiten in Reussbühl und Emmen kein aktuelles und praktisches Interesse an der Behandlung der staatsrechtlichen Beschwerde mehr hat. Er macht jedoch geltend, die Beschwerde sei trotzdem materiell zu behandeln. Das Bundesgericht prüft Beschwerden materiell trotz Wegfalls des aktuellen praktischen Interesses, wenn sich die aufgeworfenen Fragen jederzeit unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen können und an deren Beantwortung wegen der grundsätzlichen Bedeutung ein hinreichendes öffentliches Interesse besteht und sofern diese im Einzelfall kaum je rechtzeitig verfassungsgerichtlich geprüft werden könnten (BGE 127 I 164 E. 1a mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer rügt - wie er in seiner Stellungnahme vom 2. Mai 2006 (act. 21) selber hervorhebt - in der staatsrechtlichen Beschwerde im Wesentlichen, die Schliessung der Räumlichkeiten sei gesetzwidrig gewesen; die Strafprozessordnung des Kantons Luzern sehe die Möglichkeit einer solchen Schliessung nicht vor. Zudem macht er geltend, die von der Luzerner Strafverfolgungsbehörden gemeinhin verwendeten Herausgabe-, Beschlagnahme- und Hausdurchsuchungsverfügungen (hier: diejenigen vom 4. März und 7. April 2004) umfassten nicht das Recht zur vollständigen Schliessung von Räumlichkeiten. Überdies rügt er einen Begründungsmangel der Verfügungen vom 4. März und 7. April 2004, weil darin von einer Schliessung von Räumlichkeiten keine Rede sei. Es kann offen bleiben, ob es sich bei den damit aufgeworfenen Fragen um solche von grundsätzlicher Bedeutung handelt. Jedenfalls sind ohne weiteres Fälle denkbar, in denen sich die Fragen in gleicher oder ähnlicher Weise wieder stellen, die Versiegelung der Räumlichkeiten aber noch besteht. Es kann deshalb nicht gesagt werden, das Bundesgericht könnte dazu kaum je rechtzeitig Stellung nehmen. Damit sind die Voraussetzungen hier nicht gegeben, unter denen das Bundesgericht ausnahmsweise trotz Wegfalls des aktuellen praktischen Interesses eine Beschwerde materiell behandelt.