Citation: 1C_50/2021 E. 4.2

4.2. Gemäss dem angefochtenen Urteil hat das SKE den festgelegten Minderwert aus der Ertrags- bzw. Mietwerteinbusse der Wohnnutzung der Liegenschaft wegen der Verkleinerung der Vorgartenfläche hergeleitet. Das SKE hatte erwogen, nach der Erfahrung könne an der konkreten Lage ein m²-Mietzins von Fr. 200.-- pro Jahr für ein Einfamilienhaus mit Garten und ein solcher von Fr. 185.-- pro Jahr für ein vergleichbares Objekt ohne Garten erzielt werden. Der Umgebung lasse sich somit ein Mietanteil von Fr. 15.--/m 2 und Jahr zuordnen. Da die Nettonutzfläche des Gebäudes 150 m² aufweise, betrage dieser Mietanteil insgesamt Fr. 2'250.-- (150 x 15) pro Jahr. Durch die Lärmschutzwand werde der nordseitige Vorgarten mit einer Fläche von 125 m² beeinträchtigt; dies entspreche ca. 40 % der gesamten Umgebungsfläche von 310 m². Daraus lasse sich ein Anteil für den betroffenen Vorgarten von Fr. 900.-- pro Jahr (40 % von 2'250) berechnen. Die Lärmschutzwand führe aber nicht zu einem Vollverlust beim beeinträchtigten Vorgarten, sondern verringere zur Hauptsache dessen Repräsentationsfunktion. Deshalb sei der Anteil nochmals um zwei Drittel auf Fr. 300.-- pro Jahr herabzusetzen. Bei einer Kapitalisierung dieses Betrags mit einem Satz von 4 % ergebe sich ein Ertragswertverlust von Fr. 7'500.--. Dies entspreche dem subjektiven Schaden der Beschwerdeführer wegen der Dienstbarkeit. Den entsprechenden Minderwert hat die Vorinstanz als schlüssig geschätzt eingestuft. Zusätzlich hat die Vorinstanz darauf hingewiesen, dass das SKE auch den objektiven Schaden für die Einbusse der Nutzbarkeit des 26 m² umfassenden Landstreifens an der Strasse aufgrund der Dienstbarkeit geschätzt hatte. Dabei war das SKE zu einem Entschädigungsbetrag von insgesamt gerundet Fr. 4'300.-- gelangt. Diesen Betrag hatte das SKE errechnet, indem es den Minderwert aus dieser Beeinträchtigung bei einem Sechstel des absoluten Landwerts von Fr. 1'000.--/m 2 angesetzt hatte (26 x Fr. 166.50). Als Zwischenschritt hatte das SKE erwogen, der relative Landwert mache ein Drittel des absoluten Landwerts aus; anschliessend hatte das SKE den relativen Landwert halbiert, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass es nur um eine Dienstbarkeitsbegründung und nicht um eine Landabtretung gehe. Diese Überlegungen führten insgesamt zu dem genannten Sechstel des absoluten Landwerts. Die Vorinstanz verwies darauf, dass die Figur des relativen Landwerts in Rechtsprechung und Lehre anerkannt sei; die Beschwerdeführer würden nicht darlegen, weshalb die dabei getroffenen Annahmen falsch sein sollten. Im Ergebnis hat sich im kantonalen Verfahren der auf diese Weise ermittelte objektive Schaden als weniger hoch als der subjektive Schaden erwiesen. Unter diesen Umständen wurde einzig der letztere für die Entschädigung als massgeblich betrachtet.