Citation: 9C_129/2007 11.12.2007 E. 4

4.1 Das kantonale Gericht hat, unter anderem gestützt auf die Ergebnisse einer Parteiverhandlung, festgestellt, dass der Beschwerdegegner wegen Kniebeschwerden im Mai 1998 ein einziges Mal den Arzt aufsuchte, ihm eine Sportsalbe verabreicht wurde, die Entzündung daraufhin innert weniger Tage folgenlos abheilte, wegen diesen Beschwerden keine Arbeitsunfähigkeit bestand und es sich bei der Schleimbeutelentzündung um ein einmaliges Problem handelte. 4.2 Die Beschwerdeführerin macht an sich nicht geltend, diese Feststellungen seien offensichtlich unrichtig, hält sie jedoch mit der feststehenden Diagnose einer (berufsbedingten) Bursitis für unvereinbar (Ausführungen der Frau Dr. med. T.________ vom 22. Januar 2007). Indessen zeigt gerade die medizinische Empirie, dass es im Einzelfall zu atypischen Verläufen kommen kann, z.B. dass eine Bursitis nach einem erstmaligen Auftreten zunächst unter konservativer Behandlung folgenlos abheilt, ohne dass bei dieser Erstmanifestation sämtliche Symptome in voller Ausprägung vorhanden sein müssten. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdegegner den Arzt an einem Samstag aufsuchte, kann nicht auf die Intensität der Schmerzen geschlossen werden. Ebenso wenig lässt sich aus der Tatsache, dass der Beschwerdegegner eine Erwerbstätigkeit im Akkordlohn ausübte, ableiten, der Kontrolltermin sei aus finanziellen Gründen nicht wahrgenommen worden und wegen letzteren habe er sich auch nicht krank schreiben lassen. Weiter ist nicht aktenkundig, dass das Knie stark angeschwollen, die Schmerzen speziell gross und ein typischer "reiskornartiger Tastbefund" vorgelegen haben sollen, wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht. Hinsichtlich der einzigen Konsultation im Mai 1998 erschöpft sich der Bericht des behandelnden Arztes vom 4. Februar 2004 in der Diagnose "Arbeitsbedingte Bursitis infrapatellaris profunda rechts" und der Bemerkung: "Verlauf unbekannt weil zum Kontrolltermin nicht erschienen". Weitere Beweismittel liegen dazu nicht bei den Akten. 4.3 Die in E. 4.1 zusammengefassten Feststellungen des kantonalen Gerichts halten daher im Rahmen von Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG stand (E. 1). Der daraus gezogene Schluss, es habe sich bei dieser Sachlage aus der Sicht des Beschwerdegegners um eine belanglose gesundheitliche Beeinträchtigung gehandelt, verletzt Bundesrecht nicht (E. 1), zumal im Zeitpunkt der Gesundheitserklärung - trotz der erfahrungsgemäss kniebelastenden Arbeit als Bodenleger - ein Jahr ohne Auftreten solcher Beschwerden vergangen war.