Citation: 2C_139/2022 E. 6.2

6.2. Abgesehen davon, dass angesichts der dargelegten Regelung bei volljährigen Kindern in Ausbildung schon fraglich ist, ob selbst bei Bestreitung des Kindesunterhalts durch einen Elternteil zur Hauptsache die Gewährung des vollen Kinderabzugs in Betracht fällt, solange der andere Elternteil auch etwas an den Unterhalt des volljährigen Kindes beiträgt (wovon die Vorinstanz offenbar ausgeht), legt der Beschwerdeführer nicht, jedenfalls nicht in einer Art. 106 Abs. 2 BGG genügenden Weise (vgl. dazu vorne E. 2.2) dar, inwiefern die Beweiswürdigung der Vorinstanz, welche diese zum Schluss führte, der Beschwerdeführer habe nicht nachgewiesen, dass er zur Hauptsache für den Unterhalt seiner Tochter aufkomme, offensichtlich unrichtig bzw. willkürlich sein soll. Auch unter Annahme, der Tochter seien die gesamten Kinderrenten von insgesamt Fr. 18'756.-- zugeflossen, ist damit angesichts des mangelnden Nachweises der tatsächlichen Lebenshaltungskosten der Tochter des Beschwerdeführers, noch nicht nachgewiesen, dass dieser deren Lebenshaltungskosten zur Hauptsache trug. Es ist insbesondere keineswegs unhaltbar, wenn die Vorinstanz von erheblichen Unterhaltsleistungen auch der Kindsmutter ausgegangen ist und es zudem abgelehnt hat, für die Bestimmung der Höhe der Lebenshaltungskosten der Tochter einfach auf vom Beschwerdeführer eingereichte Erhebungen betreffend die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten von Studierenden in Österreich abzustellen. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, dürften die Lebenshaltungs- und insbesondere die Wohnkosten Studierender in Wien erheblich höher liegen als im Landesdurchschnitt. Wird zusätzlich veranschlagt, dass die Tochter des Beschwerdeführers regelmässig, wenn auch nicht allwöchentlich, von Wien an den weit entfernten Wohnort ihrer Mutter ins Fürstentum Liechtenstein zurückkehrte, ist es daher unter dem Blickwinkel des Willkürverbots von Art. 9 BV nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz zum Ergebnis gelangt ist, dem für den steuermindernden Umstand der hauptsächlichen Tragung der Lebenshaltungskosten beweisbelasteten Beschwerdeführer sei der dafür erforderliche Beweis nicht gelungen.