Citation: 5A_1072/2020 E. 6.4

6.4. In der Tat ergeben die auf S. 16 des angefochtenen Urteils aufgeführten Provisionszahlungen aus den Jahren 2018 und 2019 in ihrer Summe nicht den vom Kantonsgericht errechneten Betrag von Fr. 3'013.59, aus dem sich der vorinstanzlich berücksichtigte Durchschnittswert von Fr. 1'506.80 herleitet. Die Summe der Provisionszahlungen beträgt vielmehr Fr. 2'762.54, was (geteilt durch zwei) dem von der Beschwerdeführerin geltend gemachten jährlichen Durchschnitt von Fr. 1'381.27 entspricht. Wie die Beschwerdeführerin zutreffend vorrechnet, fällt ihr durchschnittliches Monatseinkommen aus dem Verkauf von I.________-Produkten - ausgehend von den Zahlen im angefochtenen Entscheid - somit um rund Fr. 14.-- zu hoch aus (s. E. 6.2). Dass der angefochtene Entscheid allein wegen dieses geringfügigen Fehlers auch im Ergebnis, das heisst mit Bezug auf die zugesprochenen Unterhaltsbeiträge, willkürlich sein soll oder sonstwie ihre verfassungsmässigen Rechte verletze, macht die Beschwerdeführerin jedenfalls nicht einer den Rügeanforderungen genügenden Weise geltend. Was die übrige Kritik der Beschwerdeführerin am vorinstanzlichen Urteil betrifft, gilt Folgendes: Zutreffend weist die Beschwerdeführerin darauf hin, dass sich die Vorinstanz nicht zu den AHV-Beiträgen äussert, die sie aufgrund des ihr angerechneten (höheren) Einkommens an den Staat abführen muss. Sie unterlässt es aber, den konkreten Betrag zu nennen, um den ihr Einkommen aus dem besagten Nebenerwerb zu reduzieren ist. Damit kommt die Beschwerdeführerin der strengen Rügepflicht nicht nach, wie sie im vorliegenden Verfahren gilt (E. 1.1 und 2.1). Entsprechend kann offen bleiben, ob die Vorinstanz gehalten gewesen wäre, den entsprechenden Abzug von Amtes wegen vorzunehmen, wie die Beschwerdeführerin unter Berufung auf die Vorinstanz geltend macht. Auch für die Forderung, die Provision insgesamt unberücksichtigt zu lassen, lässt die Beschwerde eine hinreichende Begründung vermissen. Dafür genügt es nicht, pauschal darauf hinzuweisen, dass Provisionszahlungen stets mit Unsicherheiten behaftet sind. Ins Leere zielt der Willkürvorwurf auch insoweit, als die Beschwerdeführerin geltend macht, dass die Vorinstanz für die Berechnung des Einkommens aus dem Nebenerwerb nicht auf die Steuererklärungen abstellt, nachdem die Vorinstanz willkürfrei feststellt, dass die Parteien dieses Einkommen in den Steuererklärungen bewusst zu tief auswiesen. Auch die Tatsache, dass die Vorinstanz die Gewinnungskosten auf Fr. 500.-- und nicht wie im Steuerrecht auf 20 % des erzielten Reingewinns festsetzte, erscheint angesichts des diesbezüglichen Zugeständnisses des Beschwerdegegners nicht als willkürlich. Daran ändert auch nichts, dass die Vorinstanz die Belege des Beschwerdegegners, soweit sie sich auf den Ehegattenunterhalt beziehen, aus dem Recht wies, weil dieser sie verspätet eingereicht hatte. Bloss appellatorischer Natur ist schliesslich der Vorwurf der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz verkenne die Art und Weise des I.________-Vertriebs. Allein daraus ergibt sich nicht, dass die Vorinstanz in Willkür verfällt, weil sie neben den vom Beschwerdegegner zugestandenen Unkosten von monatlich Fr. 500.-- keine weiteren Gewinnungskosten berücksichtigt.