Citation: 4A_143/2017 E. 5.1

5.1. Vor Bundesgericht ist unbestritten, dass der "Architekturvertrag" vom 11. September 2013 zwischen dem Beschwerdegegner und der C.________ AG zustande gekommen ist. Die Beschwerdeführerin stützt ihre vertraglichen Schadenersatzforderungen auf diesen "Architekturvertrag" und behauptet, dass dieser Vertrag von der C.________ AG auf sie mittels einer konkludent abgeschlossenen Vertragsübernahme übertragen worden sei. Sie beruft sich hierfür einzig hinreichend darauf, dass sich die konkludente Zustimmung zur Vertragsübernahme aus der Zustellung der Rechnung vom 18. Oktober 2013 des Beschwerdegegners an sie persönlich und aus der darauf folgenden Entgegennahme ihrer Zahlung durch den Beschwerdegegner ergebe. Diese Rechnung habe der Beschwerdegegner persönlich verfasst und sie sei alleine seinem Willens- und Einflussbereich zuzuschreiben. Die Rechnungsstellung und Entgegennahme der Zahlung falle in die ausschliessliche Zuständigkeit einer "Grundvertragspartei". Wer jemanden eine Rechnung zustelle, betrachte ihn zwingend als Vertragspartei. Wer schliesslich die Zahlung vornehme, sei eine andere Sache. Wer aber Rechnung stelle, müsse diese an den Vertragspartner stellen, ansonsten er sich zum Gehilfen eines möglichen Steuerbetrugs mache. Das müsse umso mehr gelten, wenn gar keine anderen Beweismittel vorhanden seien, die eine gegenteilige Annahme stützen könnten. Die Beweiswürdigung der Vorinstanzen sei willkürlich und verletze Art. 8 ZGB und Art. 29 BV.