Citation: I 367/00 24.01.2002 E. 4

4.- a) Zur Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens ist von den schlüssigen Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit in den Berichten des Dr. med. B.________ (vom 12. Juni 1998, Datum Eingang IV-Stelle) und des Dr. med. S.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (vom 6. Juli 1998), auszugehen (BGE 125 V 352 Erw. 3 mit Hinweisen). Von der beantragten zusätzlichen medizinischen Begutachtung ist abzusehen, da hievon keine zu einem abweichenden Ergebnis führenden Erkenntnisse zu erwarten sind (BGE 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweisen). Gemäss Dr. med. B.________ leidet die Versicherte an einer chronifizierten Schmerzsymptomatik, welche zu einer erheblichen muskulären Dekonditionierung geführt habe, wobei ihr für leichtere Arbeiten wie auch bezüglich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Fast-Food-Verkäuferin ein 50 %iges Arbeitspensum zumutbar sei. Dr. med. S.________ nimmt zur Arbeitsfähigkeit insoweit Stellung, als er die Beschwerdeführerin zu 50-60 % arbeitsunfähig schätzt, da die Schmerzstörung chronifiziert sei, wobei er nebst der Somatisierungsstörung (ICD F. 45.0) auch eine Anpassungsstörung (ICD 10 F 43.23) feststellt. Wenn die Vorinstanz gestützt darauf von einer 55 %igen Arbeitsunfähigkeit ausging, lässt sich dagegen nichts einwenden. Das lange nach Verfügungserlass (21. Oktober 1998) erstellte Attest des Dr. med. K.________ vom 14. Juni 2000 vermag daran nichts zu ändern. b) Gemäss Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik im Jahre 1996 (LSE) beträgt der Bruttolohn für Frauen im privaten und öffentlichen Sektor für einfache und repetitive, produktionsnahe Tätigkeiten in den Bereichen "herstellen und bearbeiten von Produkten" sowie "Maschinen einrichten, bedienen, unterhalten", Fr. 42'330.- im Jahr. Zu berücksichtigen sind die Nominallohnentwicklung von 1,2 % (1997: 0,5 %; 1998: 0,7 %), ein leidensbedingter Abzug von 20 % (vgl. BGE 126 V 75) und nach dem in Erw. 2b Gesagten ein Arbeitspensum von 50 %. Aufgrund dieser Elemente ergibt sich ein Wert von Fr. 17'135.- ([42'330 . 101, 2 : 100] . 0,8 . 0,5). Zu prüfen ist nun, ob und wie sich die festgehaltene Arbeitsunfähigkeit von 55 % (Erw. 4a) auf die Einkommenserzielung auswirkt. Da sich die 55 % auf einen vollen Einsatz im erwerblichen Bereich beziehen, die Beschwerdeführerin aber nur halbtags ausserhäuslich arbeitet, erleidet sie unter der - bei den gegebenen Verhältnissen nicht in Frage zu stellenden - Annahme, dass sich die Erwerbs- proportional zur Arbeitsfähigkeit vermindert, eine Einbusse von 5 % (geforderte Arbeitsfähigkeit von 50 %, abzüglich noch bestehendes Leistungsvermögen von 45 %) auf Fr. 17'135.-, was ein Invalideneinkommen von Fr. 16'278.- (Fr. 17'135 . 0,95) ergibt. Wird dieser Betrag dem Valideneinkommen von Fr. 18'077.- gegenübergestellt, ergibt sich eine Einschränkung von 9,9 % und damit eine gewichtete (BGE 125 V 146) Teilinvalidität im erwerblichen Bereich von 4,95 %.