Citation: C 171/00 31.07.2001 E. 3

3.- a) Nach der Stellungnahme des Versicherten vom 6. März 1999 und der vorinstanzlich eingereichten Beschwerdeschrift öffnete dieser den Brief des RAV vom 8. Februar 1999 zwar am 10. Februar 1999, war aber der Meinung, es werde darin ein Besprechungstermin bestätigt. Erst eine Woche später habe er bemerkt, dass es sich um eine Stellenzuweisung handelte. Nachdem er den Personalverantwortlichen der potentiellen Arbeitgeberin daraufhin telefonisch nicht habe erreichen können, habe dieser ihm am nächsten Tag mitgeteilt, dass die Stelle bereits anderweitig besetzt worden sei. Im Übrigen wäre diese Arbeit ohnehin nicht mit seinem Einsatz beim Programm Y.________ zu vereinbaren gewesen. Dazu hat die Rekurskommission zutreffend erwogen, infolge seiner verspäteten Vorsprache bei der Verwaltungsstelle X.________ habe der Beschwerdeführer eine mögliche Anstellung verhindert, was sie mit der Ablehnung einer zugewiesenen zumutbaren Arbeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG gleichgesetzt hat. b) Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwände vermögen nicht zu einem anderen Ergebnis zu führen. Soweit darin die bereits im vorinstanzlichen Verfahren entkräfteten Rügen wiederholt werden, kann vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Aus dem Umstand, dass der Versicherte den Inhalt des Zuweisungsschreibens erst eine Woche nach dessen Empfang zur Kenntnis genommen hat, kann dieser ebenfalls nichts zu seinen Gunsten ableiten. Mit Blick darauf, dass er als Arbeitsloser in der fraglichen Zeit lediglich einer 50 %igen befristeten Zwischenverdiensttätigkeit nachging, musste er mit weiteren Stellenzuweisungen rechnen. Im Rahmen der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht (Art. 16 Abs. 1 AVIG) durfte deshalb erwartet werden, dass er seine Post regelmässig durchlas und sich in der Lage befand, auf entsprechende Schreiben des RAV - auch kurzfristig - zu reagieren. Bei der Verwaltungsstelle X.________ waren nachmittägliche Arbeitseinsätze geplant, während der Versicherte seine Tätigkeit beim Programm Y.________ gemäss den Angaben in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unregelmässig, jedoch nicht "auf Abruf" auszuüben hatte. Entgegen der Behauptung des Versicherten deutet nichts darauf hin, dass eine Koordination der Arbeitszeiten bei der Verwaltungsstelle X.________ und beim Programm Y.________ in gegenseitiger Absprache nicht möglich gewesen wäre. c) Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG erfolgte nach dem Gesagten zu Recht. Unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Umstände lassen sich die Annahme eines schweren Verschuldens sowie die Festlegung der Einstellungsdauer auf 31 Tage im Rahmen der Ermessensprüfung (Art. 132 OG; vgl. BGE 123 V 152 Erw. 2 mit Hinweisen) nicht beanstanden. Da es sich im Übrigen bei der zugewiesenen Beschäftigung um eine zumutbare Zwischenverdienstarbeit (Art. 16 Abs. 2 lit. i AVIG) handelt, hat die Einstellung nur so weit zu erfolgen, als der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung den Anspruch auf Differenzausgleich für die Tätigkeit bei der Verwaltungsstelle X.________ übersteigt (Art. 24 AVIG; vgl. die in BGE 122 V 40 Erw. 4c/bb dargelegte Rechtsprechung zu alt Art. 16 Abs. 1bis AVIG, welche auch unter dem neuen, am 1. Januar 1996 in Kraft getretenen Art. 16 AVIG anwendbar bleibt).