Citation: 4A_111/2016 E. 4.7

4.7. Der Beschwerdeführer beantragt, die Kosten für das Gutachten seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. In der Begründung seiner Anträge macht er einerseits geltend, die Beschwerdegegnerin habe die Kosten verursacht; die Einholung eines Gutachtens sei nur nötig geworden, weil die Beschwerdegegnerin ihm die Einsicht in die zur Beurteilung der Bemessungsgrundlage notwendigen Unterlagen verweigert habe. Sinngemäss machte er damit geltend, die Kosten seien gestützt auf Art. 108 ZPO der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Andererseits bringt er vor, die Kosten seien nach dem Ausgang des Verfahrens zu verlegen; da die Beschwerdegegnerin vollumfänglich unterlegen sei, seien ihr die Kosten aufzuerlegen. Da nach dem Gesagten Art. 108 ZPO nicht anwendbar ist, sind die Kosten für das Gutachten nach den Verteilungsgrundsätzen gemäss Art. 106 ZPO zu verlegen. Danach werden die Prozesskosten nach dem Verfahrensausgang verteilt (Art. 106 Abs. 1 und 2 ZPO). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist die Beschwerdegegnerin im Verfahren nicht vollständig unterlegen. Die Vorinstanz hat die Gerichtskosten (mit Ausnahme der Kosten für das Gutachten) vielmehr zu 95 % der Beschwerdegegnerin und zu 5 % dem Beschwerdeführer auferlegt, weil dieser mit seinen prozessualen Begehren unterlegen sei. Da der Beschwerdeführer gegen diese Aufteilung nichts vorbringt, ist sie auch auf die Kosten für das Gutachten anzuwenden. Diese Kosten sind somit reformatorisch (Art. 107 Abs. 2 BGG) zu 95 % der Beschwerdegegnerin und zu 5 % dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.