Citation: 1C_116/2014 E. 2.3

2.3. Das Verwaltungsgericht legte dar, dass es im Wesentlichen um einen ungedeckten Sitzplatz mit Geländer auf dem bestehenden Flachdach gehe. Diese Konstruktion könne zwanglos als Gebäudeteil angesehen werden. Aufgrund der fehlenden Überdeckung sei die Nutzung durch die Witterungsverhältnisse beschränkt; überdies könne das Flachdach nur über eine Treppe oder Leiter erreicht werden, weshalb es wesentlich mühsamer sei, die Infrastruktur für die Freizeitnutzung bereitzustellen (z.B. Möbel, Grill, Essgeschirr) als bei Balkonen oder Terrassen auf Wohnniveau. Unter diesen Umständen könne nicht von einem bewohnbaren Gebäudeteil besprochen werden. Die Höhenbeschränkung von 3 m gemäss § 18 Abs. 1 ABauV sei auf überdachte Bauten zugeschnitten und finde daher keine Anwendung. Das Gebäude Nr. 716 halte insgesamt die in der WS2 zulässige maximale Gebäudehöhe von 9.5 m bei weitem ein, auch mit den vorgesehenen baulichen Vorkehrungen auf dem Flachdach. Mit den von der Gemeinde verfügten Auflagen (Begrenzung auf 40 m², Einhaltung eines Abstands von 2 m) könne daher die Nutzung bewilligungsfähig gemacht werden. Das Verwaltungsgericht verwies in diesem Zusammenhang auf § 43 Abs. 3 BNO, wonach Flachdächer auf Hauptbauten nach Möglichkeit zu begrünen oder als Terrassen zu nutzen seien.