Citation: H 15/04 08.02.2005 E. 3

Es steht ausser Frage, dass die Firma A.________ AG der Ausgleichskasse aufgrund widerrechtlich unterlassener Beitragszahlungen (auf 1996 ausbezahlten Löhnen) einen Schaden verursacht und die Kasse diesen rechtzeitig mittels Schadenersatzverfügung und - auf Einspruch hin - mit Schadenersatzklage vom 28. April 1999 geltend gemacht hat. Strittig ist, ob die Beschwerdeführerin für den erlittenen Schaden subsidiär haftbar gemacht werden kann, insbesondere ob sie im massgebenden Zeitraum (ab 1996) überhaupt Organstellung im Sinne von Art. 52 AHVG hatte. 3.1 Nach den mit Blick auf die Aktenlage und die Parteivorbringen nicht offensichtlich unrichtigen und daher verbindlichen (Erw. 1 hievor) Feststellungen der Vorinstanz war die seit 12. April 1980 mit G.________ (ab 19. Juli 1985 Verwaltungsratspräsident der Firma A.________ AG) verheiratete Beschwerdeführerin von 19. Juli 1985 bis 29. Mai 1997 als Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift im Handelsregister eingetragen und während dieses Zeitraums nie mittels Demissionserklärung von ihrem Mandat zurückgetreten oder abberufen worden. Fraglich ist, ob es vor dem haftungsrechtlich relevanten Jahr 1996 zu einem stillschweigenden, tatsächlichen Austritt aus dem Verwaltungsrat kam (Erw. 2.2. hievor), welcher die - namentlich bezüglich formeller Organe streng gehandhabte (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 3. Juli 2002 in Sachen Beschwerdeführerin [H 106/01], Erw. 3c, mit Hinweisen) - Haftbarkeit nach Art. 52 AHVG ausschliesst. 3.2 Das kantonale Gericht hat gestützt auf die in Nachachtung des Urteils des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 3. Juli 2002 durchgeführte Verhandlung (Parteieinvernahme und Zeugenbefragungen) verbindlich festgestellt, dass die Beschwerdeführerin per 31. Mai 1990 das eheliche Domizil in X.________ trennungshalber verliess und mit dem gemeinsamen Sohn nach Y.________ und im Oktober 1997 schliesslich nach Z.________ zog. Während der Zeit der Trennung bis zur Scheidung im Februar 1998 hielt sie den Kontakt mit ihrem Ehemann, der ohne gerichtliche Regelung für den Unterhalt von Frau und Kind aufkam, zwar aufrecht. Vor wie nach der Trennung war sie jedoch in keiner Weise im Betrieb ihres Mannes tätig gewesen. Nachdem der Eintrag ins Handelsregister mit Einzelzeichnungsbefugnis nur vorsorglich für den Fall erfolgt war, dass dem Ehemann "etwas passieren würde", hatte die Beschwerdeführerin in der Firma nie eine besondere Funktion bekleidet, bestimmte Aufgaben wahrgenommen oder in irgendeiner Weise als Vertreterin der Firma A.________ AG gehandelt; sie war als Verwaltungsrätin namentlich auch nie nach aussen - etwa durch Unterzeichnung von Korrespondenzen - in Erscheinung getreten. Im Betrieb wahrgenommen wurde sie einzig anlässlich eines Firmenjubiläums im Jahre 1993 (in Begleitung ihres Ehemannes) und allenfalls eines Weihnachtsessens (Zeugenaussage von H.________).