Citation: U 515/06 09.08.2007 E. 3

Beim Unfall vom 10. Oktober 2001 zog sich der Beschwerdeführer gemäss Bericht des leitenden Arztes der Klinik für orthopädische Chirurgie des Spitals I.________, welches der Versicherte am 12. Oktober 2001 aufsuchte, eine Distorsion der HWS und eine AC-Luxation (Verrenkung des Schulter-Schlüsselbeingelenks) Tossy II (Subluxation) rechts zu. Von einer commotio cerebri oder einer anderen milden Hirnverletzung, wie sie in späteren Arztberichten auftaucht, ist in den ersten Zeugnissen nichts bekannt. Im relevanten Zeitpunkt der verfügten Leistungseinstellung leidet der Beschwerdeführer gemäss Gutachten des Zentrums W.________ an einem Status nach Autounfall am 10. Oktober 2001 (mit den eben erwähnten Verletzungen), an einem chronifizierten tendomyotischen und cervikocephalen Schmerzsyndrom, einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und einer mittelgradigen depressiven Episode. Keine der erwähnten Diagnosen ist als somatische Unfallfolge zu qualifizieren, da neben den eindeutig psychiatrischen Diagnosen der somatoformen Schmerzstörung und der depressiven Episode auch das tendomyotische und cervikocephale Schmerzsyndrom keine physische Grundlage hat. Dies konnte in Vollnarkose belegt werden, wo der Explorand eine völlig normale physiologische Beweglichkeit zeigte (Bericht der Klinik S.________ vom 29. April 2003). Entsprechend erachten die Experten im Gutachten des Zentrums W.________ die Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht auch nicht als eingeschränkt. Damit leidet der Beschwerdeführer ausschliesslich an psychischen Beschwerden, die, zumindest teilweise im Sinne einer Mitursache oder eines auslösenden Momentes, auf den versicherten Unfall zurückzuführen sind. Da die natürliche Kausalität zwischen dem Unfall und den persistierenden Beschwerden - angesichts der Aktenlage sowie im Lichte der zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen zu Recht - von keiner Seite mehr in Frage gestellt wird, rechtfertigt es sich, die richterliche Überprüfung auf die umstrittene Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu beschränken.