Citation: 6B_1245/2019 E. 5.2.2

5.2.2. Glücksspiele im Sinne des SBG sind Spiele, bei denen gegen Leistung eines Einsatzes ein Geldgewinn oder ein anderer geldwerter Vorteil in Aussicht steht, der ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt (Art. 3 Abs. 1 SBG). Glücksspielautomaten sind Geräte, die ein Glücksspiel anbieten, das im Wesentlichen automatisch abläuft (Art. 3 Abs. 2 SBG). Glücksspiele dürfen nur in konzessionierten Spielbanken angeboten werden (Art. 4 Abs. 1 SBG). Wer Glücksspiele ausserhalb konzessionierter Spielbanken organisiert oder gewerbsmässig betreibt, wird mit Busse bis zu 500'000 Franken bestraft (Art. 56 Abs. 1 lit. a SBG). Strafbar macht sich auch, wer Spielsysteme oder Glücksspielautomaten ohne Prüfung, Konformitätsbewertung oder Zulassung zum Zweck des Betriebs aufstellt (Art. 56 Abs. 1 lit. c SBG). Die Bestimmung von Art. 56 Abs. 1 lit. c SBG ist auf das Aufstellen von Geldspielautomaten anwendbar (vgl. Urteil 6B_899/2017 vom 3. Mai 2018 E. 2.3). Unter die Geldspielautomaten fallen alle Spielgeräte, an denen der Spieler nach Leistung eines Einsatzes einen in den wesentlichen Teilen automatischen Spielablauf auslösen kann, der im Gewinnfall mit Auszahlung oder Gutschrift eines Geldgewinns oder eines anderen vermögenswerten Vorteils endet (Botschaft vom 26. Februar 1997 zum Spielbankengesetz, BBl 1997 III 145 ff. S. 169). Den Betreiber solcher Geräte trifft eine Vorführungspflicht gemäss Art. 61 Abs. 1 der Verordnung über Glücksspiele und Spielbanken [Spielbankenverordnung, VSBG; SR 935.521; in Kraft bis am 31. Dezember 2018]), deren Verletzung Art. 56 Abs. 1 lit. c SBG unter Strafe stellt. Ob ein Geldspielautomat als Glücksspielautomat zu qualifizieren ist, wird von der ESBK entschieden (Art. 64 Abs. 1 VSBG; BGE 138 IV 106 E. 5.3.2 S. 110 f.). Wer eine Widerhandlung nach Art. 56 Abs. 1 lit. a und c SBG fahrlässig begeht, wird mit Busse bis zu Fr. 250'000.- bestraft (Art. 56 Abs. 2 SBG).