Citation: 5A_758/2020 E. 7.10.4

7.10.4. Angelpunkt der Beurteilung ist erneut die Wahrheit der Berichterstattung. Das Kantonsgericht hat festgestellt, tatsachenwidrig sei, dass die KESB Y.________ die Treuhandkunden weggenommen und ihn damit der wirtschaftlichen Existenz beraubt habe. Gegenüber dieser Feststellung kommen die Beschwerdeführer nur mit (ausnahmsweise zulässigen) begründeten und belegten Sachverhaltsrügen an, die sie im Zusammenhang mit dem Unterlassungsbegehren (Rz. 611), aber auch in der verwiesenen Beschwerdebegründung zu den Feststellungsbegehren nicht erheben (S. 153 Ziff. 3.6.12 Rz. 431-453). Sie räumen vielmehr ein, dass in ihrer Berichterstattung ausgesagt wird, Y.________ habe das "von der KESB vorgelegte Papier" unterschreiben müssen (Rz. 446), was auch nach ihrer Darstellung nachweislich nicht zutrifft. Die Anrufung eines Gesamteindrucks der Berichterstattung, der verdeutliche, dass nicht die KESB, sondern der Beistand die Tätigkeit von Y.________ als Treuhänder beendet habe, hilft den Beschwerdeführern nicht weiter. Im Gegenteil. In der Ausgabe der "E.________" vom 4. August 2016 haben sie ihren Bericht, der Rentner sei in die Psychiatrie eingewiesen und dann seiner wirtschaftlichen Existenz beraubt worden, mit dem Satz geschlossen "Verfügt hatte das die KESB L.________ unter Dr. C.________", was beim Durchschnittsleser den unzutreffenden Eindruck erweckt, die KESB L.________ unter der Leitung des Beschwerdegegners habe "das" verfügt, d.h. die fürsorgerische Unterbringung des Rentners und dessen Beraubung angeordnet. Die von den Beschwerdeführern vertretene abweichende Sicht findet in ihren Berichten keine Grundlage. Ihre tatsachenwidrige Darstellung kann durch den Informationsauftrag der Presse nicht gerechtfertigt werden. Für den Rest, namentlich mit Bezug auf die Feststellung der wirtschaftlichen Existenz (Rz. 448-450 der Beschwerdeschrift) ergehen sich die Beschwerdeführer in appellatorischer Kritik an tatsächlichen Feststellung (BGE 140 III 264 E. 2.3). Zur Bestimmtheit des ausgesprochenen Verbots und zur Verletzungsgefahr ist bisher Gesagtem nichts beizufügen.