Citation: 5A_72/2021 E. 3.3

3.3. Im konkreten Fall steht fest, dass der Beschwerdeführer weder im kantonalen noch im vorliegenden bundesgerichtlichen Verfahren anwaltlich vertreten war bzw. ist und dass er auch nicht als rechtskundig gelten kann. Ebenso steht aber auch fest, dass das Bundesgericht im Jahre 2020 über sechs Beschwerden des Beschwerdeführers urteilte, die sich allesamt gegen Entscheide der Beschwerdeabteilung in Zivilsachen des Obergerichts des Kantons Nidwalden als obere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen richteten und ebenfalls der zehntägigen Rechtsmittelfrist nach Art. 100 Abs. 2 Bst. a BGG unterlagen (Urteile 5A_773/2019 und 5A_774/2019 vom 6. März 2020; Urteile 5A_919/2020, 5A_921/2020, 5A_922/2020 und 5A_924/2020 vom 2. Dezember 2020). In all diesen Fällen wies die Rechtsmittelbelehrung des kantonalen Entscheids auf die zutreffende Beschwerdefrist von zehn Tagen hin und nannte als gesetzliche Grundlage ausdrücklich die zitierte Vorschrift. Der Beschwerdeführer wusste die zehntägige Beschwerdefrist einzuhalten; alle fraglichen sechs Beschwerden erfolgten rechtzeitig. Wie seine Eingaben in diversen bundesgerichtlichen Verfahren im Übrigen zeigen, ist der Beschwerdeführer auch in der Lage, sich Zugang zu einschlägigen Gesetzeskommentaren - auch zum Bundesgerichtsgesetz - und zu anderen juristischen Fachpublikationen zu verschaffen und sie für seine Zwecke zu verwenden. In dieser Situation hätte der Beschwerdeführer die Fehlerhaftigkeit der Rechtsmittelbelehrung des jetzt angefochtenen Entscheids bei gebührender Aufmerksamkeit erkennen müssen. Angesichts seiner erst kürzlich gesammelten Erfahrungen in einer ganzen Reihe betreibungsrechtlicher Aufsichtssachen musste ihn die vorinstanzliche Angabe zur Beschwerdefrist hellhörig machen und ihn veranlassen, entweder beim Obergericht diesbezügliche Erkundigungen einzuholen oder Art. 100 Abs. 2 Bst. a BGG zu konsultieren, auf den die Rechtsmittelbelehrungen des Obergerichts in den sechs vorangegangenen Verfahren ausdrücklich hinwiesen. Der Beschwerdeführer durfte sich somit nicht auf die unrichtige Rechtsmittelbelehrung im Entscheid vom 17. Dezember 2020 verlassen. Es bleibt dabei, dass seine Beschwerde vom 27. Januar 2021 verspätet und damit unzulässig ist.