Citation: 2C_534/2018 E. 3.6.2

3.6.2. Das Ausgeführte steht in Einklang mit den Erwägungen in BGE 104 Ia 191, auf welche die Vorinstanz ihre Argumentation stützt: In diesem Entscheid zum früheren kantonalen Einkommenssteuerrecht ging es um die Frage, ob Prozess- und Anwaltskosten, welche dazu aufgewendet wurden, einen Wert in das Vermögen des Steuerpflichtigen zurückzuführen, als Kosten der Vermögensverwaltung abziehbar sind. Das Bundesgericht führte aus, es sei nicht willkürlich, den Abzug dieser Kosten zu verweigern. Das Gericht erachtete es dabei als ausschlaggebend, dass die fraglichen Gerichts- und Anwaltskosten bei der seinerzeit beurteilten Konstellation weder mit dem Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers als Bankangestellter noch mit einem Nebeneinkommen aus landwirtschaftlicher Erwerbstätigkeit im Zusammenhang standen und auch nicht die Sicherung eines Zinseinkommens bezweckten. Auch wenn es zutreffen möge, dass diese Auslagen der Erhaltung der Vermögenssubstanz des Beschwerdeführers dienten, sei es nicht willkürlich, den Abzug als Vermögensverwaltungskosten zu verweigern. Der Begriff der Vermögensverwaltung werde nämlich allgemein nicht derart weit ausgelegt, dass derartige Aufwendungen darunter zu subsumieren seien (siehe zum Ganzen BGE 104 Ia 191 E. 3c S. 194 f.). Das Bundesgericht führte im erwähnten Urteil sodann aus, im konkreten Fall bewege sich die Verweigerung des Abzuges der Gerichts- und Anwaltskosten im Rahmen bewährter Lehre sowie Praxis. Würde anders entschieden, so müsste - so das Gericht - "praktisch jeder Rechtsstreit um finanzielle Ansprüche als Akt der Vermögensverwaltung betrachtet werden und wären die damit verbundenen Aufwendungen als abzugsberechtigt anzuerkennen" (siehe zum Ganzen BGE 104 Ia 191 E. 3c S. 195).