Citation: 7B_664/2023 E. 2

Der Beschwerdeführer macht, im Wesentlichen zusammengefasst, Folgendes geltend. Er habe die Abholungseinladung vom 12. April 2023 der Schweizer Post für die angeblich mit Einschreiben erfolglos zugestellte Verfügung vom 9. April 2023 "nie erhalten". Zwar bestehe eine gegenteilige Legalvermutung; diese könne er aber "mit seinem Verhalten" widerlegen, "welches er nach Erhalt der A-Post Plus-Sendung" am 29. April 2023 an den Tag gelegt habe. Nach Kenntnisnahme der Verfügung habe er "innert der 10-tägigen Frist reagiert", eine Anwältin aufgesucht und eine Beschwerde gegen die Verfügung einreichen lassen. Die Vorinstanz habe sich mit seiner Argumentation nicht ausreichend befasst. Selbst im Falle einer gültigen Zustellungsfiktion mit Wirkung ab dem 19. April 2023 könne nicht von einem Ablauf der Beschwerdefrist am 1. Mai 2023 ausgegangen werden, da er bis zum 8. Mai 2023 nicht notwendig verteidigt gewesen sei. Auch darauf sei das Obergericht nicht eingegangen. Darüber hinaus erlaube auch der Grundsatz von Treu und Glauben im vorliegenden Fall keine Annahme der Fristversäumnis. Ausserdem wendet sich der Beschwerdeführer gegen die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren. Er rügt in diesem Zusammenhang eine Verletzung der gesetzlichen Regeln über den Fristenlauf, des verfassungsmässigen Grundsatzes von Treu und Glauben und des rechtlichen Gehörs.