Citation: 1P.753/2001 24.04.2002 E. 3

In der staatsrechtlichen Beschwerde wird geltend gemacht, die "Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung" seien durch das Obergericht zum Nachteil des Beschwerdeführers "unvollständig erfolgt". Gemäss Art. 59 Abs. 1 der Strafprozessordnung des Kantons Schaffhausen (StPO) hätten die Organe der Strafrechtspflege von Amtes wegen alle für die Beurteilung von Tat und Täter bedeutsamen Tatsachen abzuklären und dabei sowohl den belastenden als auch den entlastenden Umständen mit gleicher Sorgfalt nachzugehen. Im vorliegenden Fall seien ab dem Zeitpunkt des Geständnisses des Beschwerdeführers Beweiserhebungen im Wesentlichen nur noch zulasten des Beschwerdeführers bzw. zum Beweis für die Richtigkeit des Geständnisses vorgenommen worden, nicht aber zur Abklärung entlastender Umstände. Dem Obergericht wird vorgeworfen, es habe mit seinem Beschluss betreffend die Beweisergänzungsanträge den Grundsatz der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK), das Willkürverbot (Art. 9 BV), die Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) sowie den Anspruch auf ein faires Verfahren gemäss "Art. 6 Ziff. 3 i.V.m. Ziff. 1 EMRK" (richtig: Art. 6 Ziff. 1 EMRK) verletzt.