Citation: 5A_558/2024 E. 6.6.3

6.6.3. Entscheidend war für die Vorinstanz, dass das Kind nach den zahlreichen und von der Beschwerdeführerin verursachten Wechseln nun ein geordnetes Leben und Stabilität benötige, etwas, was der Beschwerdegegner dem Kind bieten könne. Die Beschwerdeführerin sei hingegen in der Vergangenheit gerade nicht in der Lage gewesen, dem Kind Stabilität zu bieten. Ausserdem bestehe eine grosse Unsicherheit in Bezug auf ihre gesundheitliche Situation. Zwar sei es erfreulich, dass die Beschwerdeführerin seit nunmehr rund zwei Jahren nachweislich abstinent lebe. Das Rückfallrisiko werde aber aufgrund der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin sich nicht mit ihrer Alkoholerkrankung auseinandersetze und eine Therapie für nicht nötig erachte, als nicht unerheblich eingestuft. Demnach bestünde eine nicht zu verharmlosende Gefahr, dass das Kind erneut mit dem Alkoholkonsum der Beschwerdeführerin und einer drohenden Instabilität umzugehen hätte. Die Beschwerdeführerin bestreitet zwar sowohl, für die zahlreichen Wechsel der letzten Jahre verantwortlich gewesen als auch rückfallgefährdet zu sein. Was Ersteres anbelangt, erscheinen ihre Ausführungen gestützt auf den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt - Verbringung des Kindes im Juni 2022 zum Beschwerdegegner, Zurückhalten des Kindes nach den Sommerferien, Untertauchen mit dem Kind in der Schweiz, bis die Polizei das Kind schliesslich dem Vater übergeben konnte - allerdings als realitätsfremd. Betreffend die Rückfallgefahr ist der Beschwerdeführerin - wie dies die Vorinstanz getan hat - zugute zu halten, dass sie seit zwei Jahren nachweislich abstinent lebt. Wie die Vorinstanz ausführt, kann daraus jedoch noch keine nachhaltige Verhaltensveränderung abgeleitet werden, zumal die Beschwerdeführerin - wie die Vorinstanz feststellt - keiner regelmässigen Therapie nachgeht, ihre Suchterkrankung verharmlost und Alkoholismus ein Leben lang besteht. Selbst wenn man davon ausginge, dass die Beschwerdeführerin nicht rückfallgefährdet ist, wird die vorinstanzliche Beurteilung der Stabilität der Verhältnisse angesichts der Vorkommnisse der letzten Jahre nicht in Frage gestellt. Letztlich setzt die Beschwerdeführerin dem vorinstanzlichen Ermessen lediglich ihre eigene Sichtweise gegenüber, womit sie aber den angefochtenen Entscheid nicht als bundesrechtswidrig auszuweisen vermag.