Citation: 1C_648/2017 E. 3.1

3.1. Weiter rügt die Beschwerdeführerin, die Verpflichtung zur Weglassung der Erker verletze das Verhältnismässigkeitsprinzip gemäss Art. 5 Abs. 2 BV, weil damit in den Grenzabstand hineinragende Erker an der Ost- und Westfassade in genereller Weise die Bewilligungsfähigkeit abgesprochen werde. Zur Wahrung der Verhältnismässigkeit hätte die Baubehörde aufzeigen müssen, wie die Erker umzugestalten seien, um vom Abstandsprivileg gemäss Art. 75 Abs. 3 KRG erfasst zu werden. Zudem hätte sie die Beschwerdeführerin auffordern müssen, entsprechend abgeänderte Pläne zur Genehmigung einzureichen. Da die Baubehörde dies unterlassen habe, hätte die Vorinstanz die Rüge der Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips gutheissen müssen.