Citation: 5A_542/2024 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat zur Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtsverbeiständung festgehalten, eine solche scheine zur Wahrung der Rechte des Beschwerdeführers nicht erforderlich. Die Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss § 22 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 (SGS 271) stimmten mit denjenigen der Minimalgarantie von Art. 29 Abs. 3 BV überein. Im Beschwerdeverfahren sei es dem Beschwerdeführer darum gegangen, die rechtskräftig angeordnete sozialpädagogische Familienbegleitung frühzeitig zu beenden. Bei der Erziehungs- und Familienhilfe handle es sich von vornherein um einen leichten Eingriff in die Rechtsposition der Eltern. Dazu komme, dass mit dem angefochtenen Entscheid die Anzahl der Besuche der Familienbegleiterin reduziert und ein lediglich vier Monate in der Zukunft liegendes konkretes Beendigungsdatum genannt worden sei, was die durch den angefochtenen negativen Entscheid bewirkte Intensität des noch andauernden Eingriffs in die Rechtsstellung des Beschwerdeführers weiter relativiere. Die Tragweite des Entscheids für den Beschwerdeführer sei somit objektiv gesehen äusserst gering gewesen. Der Fall weise sodann keine tatsächlichen oder rechtlichen Schwierigkeiten auf, denen der Beschwerdeführer nicht gewachsen wäre. Der (klare und unumstrittene) Sachverhalt und die Rechtslage seien auch für einen rechtsunkundigen Laien übersichtlich gewesen: Es sei strittig gewesen, ob mit dem Zwischenbericht der Familienbegleiterin vom 28. Juli 2023 der Zweck der Familienbegleitung als vollständig erreicht und die Kindeswohlgefährdung als definitiv abgewendet zu betrachten gewesen seien. Die Beantwortung dieser Fragen verlange nicht nach juristischen oder sonstigen Spezialkenntnissen. Die formellen Hürden einer Beschwerdeführung seien durchaus überschaubar. Der Beschwerdeführer arbeite als Verwaltungsassistent, weshalb er aus seinem Arbeitsalltag allgemein mit bürokratischen Abläufen und der schriftlichen Handlungsform vertraut sei. Er mache in der Beschwerde geltend, dass er der deutschen Sprache nicht mächtig sei. Aus den vorinstanzlichen Akten ergebe sich dagegen, dass er Deutschunterricht besucht und sich durchaus in der Lage gezeigt habe, ohne anwaltliche Hilfe per E-Mail mit den Behörden zu kommunizieren und seinem Standpunkt in gutem Deutsch klar und verständlich Ausdruck zu verschaffen. Andere in der Person des Beschwerdeführers liegende Gründe für die Notwendigkeit einer Verbeiständung würden nicht vorgebracht und seien auch nicht ersichtlich. Es spreche nichts dagegen, dass der Beschwerdeführer das Beschwerdeverfahren ohne anwaltlichen Beistand hätte führen können.