Citation: 7B_755/2023 E. 2.4.1

2.4.1. Zunächst ist es entgegen seiner Auffassung nicht zu beanstanden, dass die Annahme bestimmter Warenkategorien wie etwa Rasierschaber mit Klingen aus Gründen der Anstaltssicherheit (was ein vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anerkanntes öffentliches Interesse darstellt, BGE 145 I 318 E. 2.6) generell nicht erlaubt ist. Ebenso scheint es gerechtfertigt, die Annahme von anderen Warenkategorien, insbesondere Flüssigkeiten, aufgrund des damit einhergehenden Kontrollaufwands nur in eingeschränktem Mass zu gestatten (siehe auch ADRIAN BERLINGER, in: Basler Kommentar Strafprozessordnung/Jugendstrafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 23 zu Art. 235 StPO; BENJAMIN F. BRÄGGER, Das Schweizerische Vollzugslexikon, 2. Aufl. 2022, Stichwort "Beziehungen zur Aussenwelt", "Der Paketverkehr", S. 167; BAECHTOLD/WEBER/HOSTETTLER, Strafvollzug, 3. Aufl. 2016, S. 178 Rz. 122). Nebst dem wird dem Beschwerdeführer der Zugang zu den fraglichen Pflege- und Hygieneprodukten unbestrittenermassen nicht gänzlich verweigert, sondern sie wurden ihm entweder unentgeltlich abgegeben oder sind im gefängnisinternen Kiosk erhältlich. In diesem Sinne wird auch den Empfehlungen "Rec [2006] 2" betreffend Hygiene Rechnung getragen. Dass die Waren im Sondersetting eines Gefängnisses etwas mehr kosten als auf dem freien Markt, ist nachvollziehbar und hinzunehmen. Wie von der Vorinstanz richtig ausgeführt, besteht ohne Vorliegen besonderer Gründe sodann kein grundrechtlich geschützter Anspruch auf die Wahl eines bestimmten Produkts bzw. einer bestimmten Marke.