Citation: 5A.33/2000 02.02.2001 E. 3

3.-Was die Beschwerdeführer dagegen einwenden, ist nicht geeignet, das verwaltungsgerichtliche Urteil als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. a) Nachdem als Vorinstanz eine richterliche Behörde entschieden hat, ist das Bundesgericht an die Feststellung des Sachverhalts gebunden, soweit dieser nicht offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften festgestellt worden ist (Art. 105 Abs. 2 OG). Deshalb sind neue Tatsachenvorbringen und Beweismittel nur noch zulässig, wenn die Vorinstanz diese von Amtes wegen hätte berücksichtigen müssen und in der Nichtberücksichtigung eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt (BGE 124 II 409 E. 3a mit Hinweisen). Auch wenn das Verwaltungsverfahren vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht ist, der eine Beweisführungslast der Partei im Wesentlichen ausschliesst (BGE 115 V 38 E. 2b S. 44; 117 V 261 E. 3b S. 264), hat der Betroffene von sich aus im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht den Sachverhalt und die zu dessen Abklärung notwendigen Beweismittel beizubringen (BGE 124 V 234 E. 4b/bb S. 239). Soweit die Beschwerdeführer somit von einem anderen als dem vom Verwaltungsgericht festgestellten Sachverhalt ausgehen, ist ihre Eingabe unbeachtlich. Das gilt namentlich auch insoweit, als sie eine andere Parzellenanzahl als das Verwaltungsgericht annehmen, zumal diesbezüglich nicht erstellt ist, dass der entsprechende Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften festgestellt worden wäre. b/aa) Konkret bringen die Beschwerdeführer einmal vor, das Verwaltungsgericht habe den Sachverhalt willkürlich festgestellt, indem es die Parzellen 1114, 1113, 483 und 570 in der Landwirtschaftszone von K.________ nicht berücksichtigt habe, obwohl diesbezüglich langjährige Pachtverträge bestünden. Das Verwaltungsgericht habe diese Verträge nicht von Amtes wegen einverlangt, sondern einfach in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes angenommen, die entsprechenden Verhältnisse seien nicht erwiesen. Ohne ersichtlichen Grund nicht berücksichtigt worden sei ferner die Parzelle 287 in H.________, Eigentum des Verfahrensbeteiligten 9. Vor Bundesgericht reichen die Beschwerdeführer Bestätigungen der Pachtverhältnisse für sämtliche der hier aufgeführten Parzellen nach und ersuchen darum, sie zu berücksichtigen. Die strittigen fünf Parzellen befänden sich nahe dem Betriebszentrum und seien daher als Wiese für das Vieh geeignet, so dass der Betrieb durchaus als rentabel gelten könne. Abgesehen von den aufgezeigten Grundsätzen gilt es darauf hinzuweisen, dass im vorliegenden Fall bereits die Rekurskommission feststellte, ein langjähriges Pachtverhältnis in Bezug auf die strittigen Parzellen sei nicht nachgewiesen; den Beschwerdeführern musste somit hinlänglich bekannt sein, dass diesbezüglich noch Beweise beizubringen waren. Es ist daher auch nicht zu beanstanden, dass das Verwaltungsgericht sie nicht schriftlich bzw. mündlich anlässlich des Augenscheines auf die seiner Ansicht nach erforderlichen Pachtverträge aufmerksam gemacht und deren Einreichung verlangt hat. Die neu eingereichten Beweismittel, die allesamt früher hätten eingereicht werden können, erweisen sich daher als unzulässig. Damit aber ist den Beschwerdeführern auch die Grundlage für die Rüge entzogen, die 5 Parzellen befänden sich nahe dem Betriebszentrum und seien daher als Wiese für das Vieh geeignet, so dass der Betrieb durchaus als rentabel gelten könne. Im Übrigen gilt es auf den Wortlaut von Art. 8 lit. b BGBB hinzuweisen, wonach die Grösse des Betriebes für die Beurteilung der Erhaltungswürdigkeit keine Rolle spielt. bb) Nicht begründet ist der Einwand, das Verwaltungsgericht habe die drei in G.________ gelegenen Parzellen nicht berücksichtigt, die sich für den Ackerbau bestens eigneten. Das Verwaltungsgericht hat zwar offen gelassen, ob diese drei Parzellen, die eine Distanz von 10,8 km vom Betriebszentrum aufweisen, in einer annehmbaren Entfernung liegen, um zu der nach Art. 7 BGBB geforderten wirtschaftlichen Einheit zu gehören. Es hat aber ebenso festgestellt, dass Ackerbau in G.________ möglich sei. cc) Neu und damit nicht zu berücksichtigen ist der Einwand, die Parzellen in K.________ O.________ (610/612), M.________ (524/525/1114), R.________ (600/1117/1121) und L.________ (1113/497) würden seit Jahren als Ackerland genutzt. In diesem Zusammenhang ist überdies auf die für einen Teil der Parzellen nicht nachgewiesenen Pachtverträge hinzuweisen (vgl. E. 3a hievor). dd) Die Beschwerdeführer beanstanden sodann, das Verwaltungsgericht habe zu Unrecht das Umschwungland ab Parzelle 317 in K.________ nicht berücksichtigt, das 70 Aren umfasse. Diesbezüglich hat das Verwaltungsgericht keine Feststellungen getroffen, und es ist nicht erstellt, dass Ausnahmen im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG vorliegen. Sodann nimmt sich dieses Umschwungland, wie bereits erwähnt, eher bescheiden aus. ee) Die Beschwerdeführer machen geltend, seit 1993 sei die Scheune erweitert und im Heuraum eine Stahlkonstruktion eingebaut, ferner ein Milchraum erstellt und die Futtertenne verbreitert worden. Damit seien seit 1983 sehr wohl Investitionen getätigt worden. Immerhin bestreiten auch sie nicht, dass keine umfassenden wertvermehrenden Investitionen realisiert worden sind, wie dies das Verwaltungsgericht in seinem Urteil sinngemäss festhält. Soweit die tatsächlichen Vorbringen überhaupt zulässig sind, lässt sich damit keine Bundesrechtsverletzung begründen. ff) Neu und damit unzulässig ist der Einwand, das Verwaltungsgericht habe nicht beachtet, dass das Restaurant nicht nur einen Barlohn abwerfe, sondern sich daraus auch namhafte Naturalleistungen in Rahmen der Verköstigung und des Wohnens ergeben. Zudem ist auch nicht ersichtlich, inwiefern dadurch die Feststellung des Verwaltungsgerichts, der Betrieb sei nicht erhaltungswürdig, bundesrechtswidrig sein könnte. Denn sie beruht, wie bereits erwähnt, auf einer ausgewogenen Gesamtbeurteilung, welche dieser Einwand nicht in Zweifel zu ziehen vermag.