Citation: 9C_667/2017 E. 3.2

3.2. Da der Rentenanspruch als solcher den Streitgegenstand bildet (vgl. dazu BGE 125 V 413), ist auch auf den vernehmlassungsweise vorgebrachten Einwand der Beschwerdegegnerin betreffend die Ermittlung des Valideneinkommens einzugehen. Diesbezüglich stelle sich die Frage, ob auf die Tabellenlöhne für Arztsekretärinnen oder für Praxisassistentinnen abzustellen sei. Die Rechtsprechung wendet in der Regel die Monatslöhne gemäss LSE-Tabelle TA1, Zeile "Total Privater Sektor", an. Bei Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit in ein- und demselben Bereich tätig gewesen sind und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen kaum in Frage kommt, kann ausnahmsweise auf das statistische Durchschnittseinkommen einer einzelnen Branche abgestellt werden (vgl. statt vieler: Urteil 8C_457/2017 vom 11. Oktober 2017 E. 6.2). Diese in concreto vorgenommene Differenzierung (vgl. E. 2 Abs. 1) wird von keiner Seite angefochten. Soweit die Beschwerdegegnerin zwischen Arztsekretärin und Praxisassistentin unterscheiden will, lässt sie jedoch ausser Acht, dass sich den LSE-Tabellen keine entsprechende Unterscheidung entnehmen lässt. Entscheidend ist, dass beide Tätigkeiten nicht nur im gleichen Wirtschaftszweig, sondern auch im gleichen Kompetenzniveau (zwei) anzusiedeln sind. Dass jeder Anwendung statistischer Werte eine gewisse Abstrahierung, unter Ausblendung der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalls, immanent ist, beeinträchtigt nach ständiger Rechtsprechung die Beweiseignung der LSE 2012 zwecks Festlegung der Vergleichseinkommen nach Art. 16 ATSG nicht (BGE 143 V 295 E. 4.2.2 S. 302 mit Hinweisen). Der von der Vorinstanz gewählte Wert (vgl. E. 2 Abs. 1) ist daher nicht bundesrechtswidrig.