Citation: I 605/99 19.01.2000 E. 3

3.- Gemäss Bericht der Kinderklinik des Spitals Y.________, Abteilung Wachstum und Entwicklung, vom 3. Januar 1997 besteht bei R.________ eine schwere Enzepha- lopathie und Mikrozephalie bei zunehmender Tetraspastizität und ausgeprägter Rumpfhypotonie sowie ein Kryptorchismus beidseits. Im Weitern liegt ein Strabismus convergens mono- lateralis rechts vor (Bericht Frau Dr. med. F.________, Augenärztin FMH, vom 24. Mai 1996). Auf Grund der Erhebun- gen ihres Abklärungsdienstes an Ort und Stelle (Berichte vom 18. Februar und 25. April 1997) stufte die IV-Stelle die Hilflosigkeit R.________'s als mittelschwer ein und erliess am 15. Mai 1997 eine entsprechende Verfügung. Es ist unbestritten und wird auch durch den Bericht des Dr. med. G.________ vom 25. September 1997 belegt, dass die Verhältnisse bis zu diesem Zeitpunkt keine wesentliche Änderung erfahren hatten und insofern die Voraussetzungen für die Anpassung (materielle Revision) des Pflegebeitrages unter Annahme einer nunmehr schweren Hilflosigkeit bei Er- lass der zweiten Verfügung am 28. Oktober 1997 nicht er- füllt waren. Es bestehen im Übrigen keine Anhaltspunkte, dass die IV-Stelle das Gesuch vom 2. September 1997, wel- ches damit begründet wurde, R.________ sei "zwischenzeit- lich schwer hilfsbedürftig geworden", auch unter wieder- erwägungsrechtlichem Gesichtswinkel geprüft hat (vgl. BGE 122 V 368 Erw. 3, 117 V 8).