Citation: 4A_464/2019 E. 3.2

3.2. Entgegen dem was die Beschwerdeführerin insinuiert, stellte die Vorinstanz nicht ausdrücklich fest, dass eine Klage auf Rückgabe der getauschten Aktien der G.________ AG möglich sei. Sie erwog bloss als ein zusätzliches Argument, dass es widersprüchlich erscheine, die (vollständige) Ungültigkeit des Aktientauschvertrages zu beantragen, nicht aber gleichzeitig die an E.________ und die Beschwerdegegnerin übertragenen Aktien der G.________ AG zurückzuverlangen. Die Vorinstanz stellte mithin nicht massgeblich auf diesen Punkt ab. Es ist daher nicht dargetan, dass die Behebung des von der Beschwerdeführerin gerügten Mangels des Sachverhalts für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens überhaupt entscheidend sein könnte (Art. 97 Abs. 1 BGG). Selbst wenn es so wäre, dass die Aktien der G.________ AG rechtsgültig auf die Holdinggesellschaft J.________ AG übertragen worden wären und von dieser nicht mehr restituiert werden könnten, führte dies entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht dazu, dass aus diesem Grund eine Leistungsklage ausgeschlossen wäre und nur eine Feststellungsklage eingereicht werden könnte: Würde dem Standpunkt der Beschwerdeführerin gefolgt werden und der Aktientauschvertrag zwischen der Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin an einem Willensmangel leiden, wäre der Aktientauschvertrag von Anfang an - ex tunc - ungültig (BGE 137 III 243 E. 4.4.3 S. 248; 132 III 242 E. 4.1 S. 244). Damit würde das Verpflichtungsgeschäft für den Tausch der Aktien wegfallen, sodass die bereits erbrachten Leistungen zurückzuerstatten wären. Die Beschwerdeführerin könnte mithin die getauschten Aktien der G.________ AG von der Beschwerdegegnerin zurückfordern. Für die Rückforderung sind für Sachleistungen die Grundsätze der Vindikation, im Übrigen die Regeln der ungerechtfertigten Bereicherung anwendbar (BGE 137 III 243 E. 4.4.3 S. 248; 134 III 438 E. 2.4 S. 443; 132 III 242 E. 4.1 S. 241). Eine nicht mehr vorhandene Sachleistung ist nach Bereicherungsrecht auszugleichen (Bruno Schmidlin, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2013, N. 91 ff. zu Art. 31 OR; Andreas von Tuhr / Hans Peter, Allgemeiner Teil des Schweizerischen Obligationenrechts, Band I, 3. Aufl. 1979, S. 336). Könnte also die Beschwerdeführerin die getauschten Aktien der G.________ AG nicht mehr von der Beschwerdegegnerin zurückfordern, stünde ihr ein Bereicherungsanspruch gestützt auf Art. 62 ff. OR gegen die Beschwerdegegnerin zu. Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, dass im vorliegenden Fall die sofortige Geltendmachung eines Bereicherungsanspruches nicht möglich und damit eine Leistungsklage ausgeschlossen wäre. Ihr Standpunkt, dass eine Leistungsklage im vorliegenden Fall unmöglich ist und sie daher eine Feststellungsklage habe einreichen müssen, ist daher nicht zutreffend.