Citation: H 31/05 14.08.2006 E. 3

3.1 Die Vorinstanz hat erkannt, dass der Beschwerdegegner beim Verkauf der landwirtschaftlichen Liegenschaft X.________ im Jahre 1994 gutgläubig davon ausging, auf dem Betrag von Fr. 63'600.- keine paritätischen Beiträge mehr entrichten zu müssen; der fragliche Betrag war in den Beitragsverfügungen vom 21. Juli 1998, letztinstanzlich bestätigt durch das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 6. September 2000, H 60/99, unter dem Titel Lidlohn als Entschädigung für geleistete Arbeit und damit massgebenden Lohn im Sinne von Art. 5 Abs. 2 AHVG qualifiziert worden. Damit liegt nach dem Gesagten (Erw. 1c) eine Feststellung tatsächlicher Art vor, die letztinstanzlich bindend ist, da ein Mangel im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG nicht ersichtlich ist. Auch im Lichte der Tatsache, dass die (an den Sohn K.________ gerichtete) Verfügung der Steuerverwaltung des Kantons Luzern vom 3. April 1997, mit welcher auf einem Lidlohn von Fr. 63' 600.- eine Sondersteuer veranlagt worden war, offenbar unangefochten in Rechtskraft erwuchs, ist die Feststellung, Vater M.________ sei beim Verkauf der Liegenschaft X.________ im Jahre 1994 gutgläubig davon ausgegangen, auf dem fraglichen Betrag keine Sozialversicherungsbeiträge mehr entrichten zu müssen, insbesondere nicht offensichtlich unrichtig. 3.2 Im Weiteren kann dem kantonalen Gericht darin beigepflichtet werden, dass dem Beschwerdegegner unter Berücksichtigung der gesamten Verhältnisse auch die Berufung auf den guten Glauben zuzugestehen ist. Ausgehend davon, dass er in den Jahren 1982 bis 1994 für seinen Sohn auf einem Lohn von insgesamt Fr. 191'900.- Sozialversicherungsbeiträge mit der Beschwerdeführerin abgerechnet hat, während das Globaleinkommen (Art. 14 Abs. 3 AHVV) für den fraglichen Zeitraum Fr. 136'008.- betrug (vgl. das Urteil vom 6. September 2000, H 60/99, Erw. 5), liegt es nahe, dass der Beschwerdegegner über Jahre hinweg Beiträge auf nicht effektiv ausbezahlten Barlohnbestandteilen abgerechnet hat. Der Umstand, dass er im Rahmen des Beitragsfestsetzungsverfahrens den Nachweis nicht erbringen konnte, dass er die fraglichen Lohnbestandteile - jeweils zwischen Fr. 500.- und Fr. 700.- monatlich - gestützt auf einen Darlehensvertrag mit dem Sohn einbehielt (vgl. das Urteil vom 6. September 2000, H 60/99, Erw. 4), schadet ihm bei der Beurteilung der Frage des Erlasses nicht. Nach Lage der Akten hat der in rechtlichen Dingen unerfahrene Beschwerdegegner nämlich auf Rat des von ihm konsultierten A.________, seines Zeichens Gemeindeschreiber und Notar sowie bis Ende 1985 Leiter der Ausgleichskasse, gehandelt. Er tat dies in der glaubhaft dargelegten Absicht, dass bei dem im Rahmen einer Nachfolgeregelung im Jahre 1994 vollzogenen Übergang des Hofes auf den Sohn die Sozialversicherungsbeiträge (sowie die Einkommenssteuer) auf dem gesamten Lohn (einschliesslich der einbehaltenen Betreffnisse) bezahlt sein sollten. Dass die entsprechende Absicht nach rechtlichen Gesichtspunkten unzulänglich umgesetzt wurde, stellt, wie die Vorinstanz zutreffend erwog, im hier zu beurteilenden Fall zumindest keine grobe Nachlässigkeit dar, welche die Berufung auf den guten Glauben auszuschliessen vermöchte.