Citation: 2C_357/2023 E. 5.3

5.3. Die Beschwerdeführenden haben Sozialhilfe in einem erheblichen Ausmass während eines langen Zeitraums bezogen. Dieser Bezug war weitgehend selbstverschuldet: Während die IV-Stelle den Beschwerdeführenden 1 und 3 eine Arbeitsfähigkeit attestierte und die beiden Beschwerdeführenden seit Einleitung des Verfahrens auf Widerruf der Niederlassungsbewilligung offenbar zumindest in Teilzeit einer Arbeit nachgehen, bemühten sie sich während Jahren kaum um eine Erwerbstätigkeit. Vielmehr hat der Beschwerdeführer 1 gemäss Feststellungen der Vorinstanz auf das durch die Gemeinde finanzierte und angebotene Arbeitsintegrationscoaching verzichtet und die Beschwerdeführerin 3 hat mehrere durch die Gemeinde finanzierte Arbeitsintegrationsprogramme eigenständig abgebrochen. Das entsprechende Selbstverschulden wird von den Beschwerdeführenden vor Bundesgericht denn auch nicht bestritten. Obschon ihnen die Sozialhilfeabhängigkeit vor dem 1. Januar 2019 nicht gleichermassen vorzuwerfen ist (vgl. vorne E. 4.3) und sie im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils keine Sozialhilfe bezogen haben, ist die Vorinstanz demnach zu Recht von einem gewichtigen öffentlichen Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung ausgegangen. Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführenden ergibt sich vorliegend aus der blossen Möglichkeit, dass die bezogene Sozialhilfe künftig (teilweise) zurückbezahlt werden könnte, keine wesentliche Schmälerung des öffentlichen Fernhalteinteresses. Dieses gründet gerade in der anhaltenden Wahrscheinlichkeit eines erneuten Sozialhilfebezugs. Deshalb ist es schlüssig, davon auszugehen, dass eine substanzielle Rückzahlung durch die Beschwerdeführenden 1 und 3 nicht hinreichend wahrscheinlich ist. Für diese Annahme spricht auch der Umstand, dass die Beschwerdeführenden 1 und 3 soweit ersichtlich bislang keine Rückzahlungen getätigt haben. Zumindest ist dies weder erstellt noch wird es geltend gemacht. Die Beschwerdeführenden wenden denn auch nichts gegen die vorinstanzliche Erwägung ein, wonach sich aus den Akten keine Hinweise auf die vor der Vorinstanz behauptete Tilgung ergebe.