Citation: 4C.305/2002 07.02.2003 E. 2

2.1 Die Gesuchstellerin macht geltend, nach Erlass des Urteils des Bundesgerichts durch ein Telefongespräch mit der Staatsanwaltschaft Lübeck erfahren zu haben, dass B.________ nebst dem im bundesgerichtlichen Urteil erwähnten Gifhorner Verfahren einen zweiten Forderungsprozess gegen C.________ in Hildesheim angestrengt hatte, welcher durch Urteil des Oberlandesgerichts Celle vom 1. August 2001 zweitinstanzlich beendet wurde. 2.2 Es ist nicht ersichtlich und der Gesuchsgegner behauptet nicht, dass die Gesuchstellerin das Urteil des Oberlandesgerichts Celle vom 1. August 2001 früher hätte beibringen können. Das neue Beweismittel erfüllt somit die Voraussetzungen von Art. 137 lit. b OG in zeitlicher Hinsicht. 2.3 Nach dem Urteil des Oberlandesgerichts Celle vom 1. August 2001 beruhte die damit entschiedene Klage von B.________ auf demselben notariellen Vertrag vom 8. November 1995 mit Schuldbeitritt von C.________, der auch dem Gifhorner Verfahren zugrunde lag. C.________ wurde von B.________ für die im Zeitraum November 1997 bis Mai 2000 fälligen Raten von insgesamt DM 260'000.-- ins Recht gefasst. Das Oberlandesgericht Celle gelangte zum Ergebnis, die eingeklagte Forderung sei zufolge der am 15. Oktober 1997 vom Gesuchsgegner erklärten Aufrechnung mit dessen bereicherungs- und deliktsrechtlichem Rückzahlungsanspruch im Gesamtbetrag von DM 451'000.-- erloschen. Nach der Urteilsbegründung des Oberlandesgerichts stand der Rückzahlungsanspruch im Zeitraum, in welchem die von B.________ eingeklagte Forderung fällig wurde, noch dem Gesuchsgegner zu, da das Urteil des Bezirksgerichts Arlesheim erst im Dezember 2000 erfolgt sei. Gemäss dieser rechtlichen Konstruktion müsste davon ausgegangen werden, dass der Gesuchsgegner ab Juni 2000 über die gegen die Gesuchstellerin eingeklagte Forderung im Umfang von DM 260'000.-- verfügt hatte, weshalb er ab diesem Zeitpunkt von der Gesuchstellerin lediglich noch die Auszahlung des Restbetrags fordern konnte.