Citation: 8C_290/2023 E. 5.4

5.4. Die Vorinstanz erwog, die gesundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin seien bereits im für eine Verweistätigkeit definierten Belastungsprofil und mit der attestierten 20%igen Leistungsminderung im Rahmen eines zumutbaren Vollzeitpensums hinreichend berücksichtigt; sie könnten daher nicht zusätzlich einen Abzug begründen (BGE 146 V 16 E 4.1 mit Hinweis; Urteil 8C_623/2022 vom 12. Januar 2023 E. 5.2.2). Wenn einer versicherten Person eine ganztägige Arbeit mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit zumutbar sei, bestehe sodann unter dem Aspekt "Teilzeitbeschäftigung" kein Raum für einen Abzug vom Tabellenlohn (Urteil 9C_708/2017 vom 23. Februar 2018 E. 9.2 mit Hinweisen). Aber auch unter Annahme einer 80%igen Arbeitsfähigkeit im Sinne einer vollen Leistungsfähigkeit im Rahmen eines zumutbaren (Teilzeit-) Pensums von lediglich 80 % wäre unter dem Aspekt der Teilzeiterwerbstätigkeit kein Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren, da Frauen ohne Kaderfunktion mit einer Teilzeitbeschäftigung zwischen 75 und 89 % statistisch betrachtet im Verhältnis zum Beschäftigungsgrad gar höhere Einkünfte als vollzeitlich Erwerbstätige erzielen würden. Einfache und repetitive Tätigkeiten des Kompetenzniveaus 1 würden sodann kein besonderes Bildungsniveau erfordern, wobei das Kriterium der fehlenden Berufsbildung auf die Beschwerdeführerin als gelernte Pflegefachfrau ohnehin nicht zutreffe. Rechtsprechungsgemäss vermöchten eine (vorliegend ohnehin invaliditätsfremde) längere Abwesenheit vom Arbeitsmarkt (vgl. Urteile 9C_414/2017 vom 21. September 2017 E. 4.3; 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.3) oder das rein abstrakte Risiko vermehrter krankheitsbedingter Absenzen (vgl. Urteil 9C_266/2017 vom 29. Mai 2018 E. 3.4.2 mit Hinweisen) ebenfalls keinen Abzug zu rechtfertigen. Die Beschwerdeführerin sei sodann Schweizer Staatsangehörige, was sich statistisch lohnerhöhend auswirke. Gleiches gelte betreffend ihr Alter. Im Kompetenzniveau 1 komme einer langen Betriebszugehörigkeit sodann keine relevante Bedeutung zu (Urteil 9C_439/2018 vom 31. Januar 2019 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Gesamthaft sei folglich kein Abzug vom Tabellenlohn angezeigt.