Citation: 8C_411/2015 E. 6.3

6.3. Nachdem dem Versicherten ein volles Arbeitspensum zumutbar ist (E. 5.3), ist auf seinen Einwand der nicht möglichen Teilerwerbstätigkeit nicht weiter einzugehen. Soweit er geltend macht, die von der SUVA verwendeten DAP-Arbeitsplätze stellten nicht zumutbare Tätigkeiten dar, kann ihm nicht gefolgt werden. Die auszuführenden Arbeiten entsprechen dem sowohl von Dr. med. D.________ als auch von der Kreisärztin formulierten und wie bereits erwähnt übereinstimmenden Anforderungsprofil. Insbesondere enthalten diese Arbeiten keine wesentlichen feinmotorischen Tätigkeiten (selten bis manchmal). Entgegen der Aussage des Versicherten geht es auch nicht um Kleinmontage im eigentlichen Sinne, sondern um Qualitätskontrolle (Kontrolle, ob Pralinenschachteln richtig gefüllt sind, resp. Kontrolle von Filtern), um Parkplatzbewirtschaftung (Einweisung der Parkplätze für Kunden und Handwerker sowie deren Begleitung an ihren Bestimmungsort), um Personalführung (Organisation, Instruktion und Überwachung von Reinigungspersonal) und um Transport (Handstaplerfahren ohne Be-/ Entladen von Hand). Auch wird nur in bescheidenem Umfang der Einsatz beider Hände verlangt (nicht oder nur bedingt notwendig). Schliesslich ist nicht erkennbar, inwiefern diese Arbeitsstellen Anforderungen stellen würden, welche nicht auch bei der aktuellen Arbeitsstelle erforderlich wären, enthält die Arbeitsplatzbeschreibung etwa auch die "Bedienung der ankommenden und abfahrenden Schiffe" sowie den "Fahrausweisverkauf", welche ebenfalls in einem gewissen Ausmass feinmotorische Handgriffe verlangen dürften, etwa die Bedienung einer Tastatur. Letztlich kann die Frage der Anwendung der DAP aber offengelassen werden, denn auch bei Berücksichtigung der LSE resultiert kein Anspruch auf eine höhere Invalidenrente. Vielmehr stellt sich die Frage, ob diesbezüglich angesichts der abgeschlossenen Lehre sowie der erfolgten Umschulung nicht von zumutbaren Tätigkeiten mit Anforderungsniveau 3 auszugehen wäre. Jedenfalls aber wäre nicht die Tabelle TA1 (Privater Sektor) massgebend, sondern Tabelle T1 (Privater und öffentlicher Sektor), hat doch der Versicherte schon vor dem Unfall im Jahr 1997 und auch seither praktisch ausschliesslich im Bereich des öffentlichen Verkehrs gearbeitet. Somit ergibt sich selbst bei Zugrundelegung des Anforderungsniveaus 4 sowie der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden (vgl. Die Volkswirtschaft 3/4 2015, B 9.2 S. 88) und der Nominallohnentwicklung (vgl. Die Volkswirtschaft 3/4 2015, B 10.2 S. 89) ein Invalideneinkommen von Fr. 64'126.- (Fr. 5000.- x 12 : 40 x 41.7 x 1.01 x 1.008 x 1.007). Dies ist vergleichbar mit dem von Vorinstanz und Verwaltung nach den DAP-Profilen ermittelten Invalideneinkommen von Fr. 64'722.-, so dass angesichts der mit einer hypothetischen Einkommensermittlung stets behafteten Ungenauigkeiten für das Bundesgericht kein Grund besteht, korrigierend einzugreifen. Bei Berücksichtigung des Anforderungsniveaus 3 würde gar ein Invalideneinkommen von Fr. 77'926.- (Fr. 6076.- x 12 : 40 x 41.7 x 1.01 x 1.008 x 1.007) und damit ein geringerer Invaliditätsgrad als 30 % resultieren. Da das Bundesgericht jedoch nicht über die Anträge der Parteien hinausgehen darf (Art. 107 Abs. 1 BGG), kommt eine reformatio in peius nicht in Frage. Damit hat es beim kantonalen Entscheid sein Bewenden.