Citation: 2C_201/2017 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat die bundesrechtliche Rechtslage treffend dargestellt. Anlass zur Korrekturveranlagung gab einzig der Umstand, dass das - pflichtgemäss geschätzte - selbständige Erwerbseinkommen nach den Regeln des Verbots der interkantonalen Doppelbesteuerung (Art. 127 Abs. 3 BV) dem Kanton Zürich zuzuweisen war, was am anwendbaren Steuersatz aber nichts ändern konnte. Alles Weitere fiel unter keinen Revisionsgrund, weshalb die Veranlagungsbehörde auch nicht prüfen durfte und musste, ob es bundesrechtskonform zu einer Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen gekommen ist (Art. 46 Abs. 3 StHG bzw. § 191 Abs. 3 StG/AG). Hierzu hätten die ordentlichen Rechtsmittel bestanden, von welchen die Steuerpflichtigen innert Frist aber keinen Gebrauch gemacht haben. Die Revision darf einer steuerpflichtigen Person nicht dazu dienen, prozessuale Versäumnisse nachzuholen. Soweit die Steuerpflichtigen vor Bundesgericht vorbringen, die Veranlagung beruhe auf willkürlich überhöhten Annahmen oder es sei ihnen nie erschöpfend Auskunft gegeben worden, zielt dies am revisionsbetroffenen Thema vorbei. Gleiches gilt für das Vorbringen, in Wahrheit hätten sie sich auch gegen die Veranlagungsverfügung vom 15. August 2014 zur Wehr gesetzt. Selbst wenn die Korrekturverfügung aufgrund einer Intervention der Steuerpflichtigen veranlasst worden sein sollte, was aus dem angefochtenen Entscheid aber nicht hervorgeht, ändert dies nichts daran, dass die Veranlagungsverfügung vom 15. August 2014 in Rechtskraft erwachsen ist.