Citation: 9C_278/2021 E. 4.2

4.2. Es stand bereits im vorinstanzlichen Verfahren fest, dass die Ausgleichskasse auf den Zahlungen des Vereins an den Beschwerdeführer 2 über Jahre hinweg stets und ausschliesslich von diesem Sozialversicherungsbeiträge aus selbstständiger Tätigkeit erhoben hatte. Dem Bericht über die Arbeitgeberkontrolle vom 28. Juni 2018 und dem entsprechenden Schreiben vom gleichen Tag lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer 2 bei der Ausgleichskasse als Selbstständigerwerbender (Journalist) registriert ist, und dass diese "kulanterweise" auf eine "Aufrechnung der Jahre 2013 bis 2015" verzichtet hatte, weil "diese Jahre bereits durch das Steueramt bei B.________ verfügt" worden waren. In den vorinstanzlich erhobenen Beschwerden wurde u.a. auf BGE 122 V 169 E. 4a (vgl. dazu vorangehende E. 2.4) verwiesen und ein Rückkommenstitel resp. die Voraussetzungen für eine Änderung des Beitragsstatuts bestritten. Der gerichtliche Überprüfungszeitraum erstreckt sich bis zum Erlass der Einspracheentscheide vom 8. November 2019 (vgl. BGE 131 V 407E. 2.1.2.1). Angesichts dieses Umstandes und der soeben dargelegten Gegebenheiten hätte die Vorinstanz zwingend und von Amtes wegen (Art. 61 lit. c ATSG) nicht nur die den Verein, sondern auch die den Beschwerdeführer 2 betreffenden Unterlagen der Ausgleichskasse beiziehen müssen. Erst daraus hätte sich zuverlässig ergeben, ob auf den hier interessierenden Entschädigungen für die Jahre 2016 und 2017 das Beitragsstatut bereits festgesetzt worden war. Die diesbezügliche Feststellung des kantonalen Gerichts entbehrt einer genügenden aktenmässigen Grundlage und ist daher nicht haltbar (vgl. vorangehende E. 1.2).