Citation: 9C_432/2018 E. 3.2

3.2. Die in der Beschwerde erhobenen Einwände verfangen vor diesem Hintergrund offensichtlich nicht: Das kantonale Gericht hat den Verfahrensablauf detailliert gewürdigt und festgestellt, die IV-Stelle habe sich durchgängig auf die revisionsrechtliche (recte: neuanmeldungrechtliche) Fragestellung konzentriert, ob seit Erlass der Verfügung vom 5. Juni 2012 eine rentenrelevante Änderung eingetreten sei. Inwieweit diese Feststellung offensichtlich unrichtig sein oder auf einer Rechtsverletzung beruhen soll (vgl. Art. 97 Abs. 1 und 105 Abs. 1 BGG), ist nicht ersichtlich. Sie bleibt für das Bundesgericht verbindlich. Von einer willkürlichen Rechtsanwendung, wie sie der Beschwerdeführer rügt, kann keine Rede sein. Im Gegenteil ist mit der Vorinstanz darauf zu schliessen, dass ein gerichtlich nicht anfechtbarer Ermessensentscheid der Verwaltung Prozessthema ist. Diese prüfte den Rentenanspruch denn auch einzig ex nunc et pro futuro (vgl. Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV), was zur Zusprache einer ganzen Invalidenrente ab 1. September 2015 führte. Kann die Verwaltung mit Blick auf die erwähnte Rechtsprechung (E. 3.1) nicht zur Wiedererwägung der Verfügung vom 5. Juni 2012 angehalten werden, so entfällt - entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers - insbesondere ein Anspruch auf retrospektive medizinische Abklärungen für die Zeit vom 10. Februar 2010 bis 29. September 2014 ohne Weiteres. Ebenso wenig besteht ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse an der Feststellung der Arbeitsfähigkeit in dieser Zeitperiode, zumal sich die Frage, ob die Verfügung vom 5. Juni 2012 zum Nachteil des Beschwerdeführers zweifellos unrichtig ist, nicht stellt. Nähere Ausführungen hinsichtlich Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV erübrigen sich daher. Die Rüge, das kantonale Gericht habe den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt, weil es auf das entsprechende Feststellungsbegehren des Versicherten nicht eingetreten sei, zielt unter diesen Umständen ebenfalls ins Leere. Es kann auf die in allen Teilen zutreffenden Ausführungen des kantonalen Gerichts zu diesem Punkt verwiesen werden (vorinstanzliche Erwägung 1.2). Auch die sonstigen Vorbringen vermögen die vorinstanzliche Schlussfolgerung, wonach für eine Leistungsprüfung unter dem Blickwinkel der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) kein Raum verbleibt, nicht ernsthaft in Frage zu stellen.