Citation: 4C.155/2004 06.07.2004 E. A

Die X.________ AG (Klägerin) gewann 1998 den Ideenwettbewerb mit dem Thema "Nachhaltige Entwicklung" für die Expo.01. Am 13./ 26. Juni 1999 schloss sie mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft (Beklagte) und dem Verein Expo.01 einen Vertrag über das Vorprojekt "Le palais de l'Equilibre", insbesondere für die Erstellung von Konzepten sowie Projektplänen und das Ermitteln aller Kosten. Die Klägerin lieferte das Vorprojekthandbuch fristgerecht am 30. Juni 1999 ab und ihr Honorar wurde im Juli 1999 in zwei Tranchen bezahlt. Damit war der Vertrag unbestritten von beiden Vertragsparteien erfüllt. Die Beklagte und der Verein Expo.01 setzten eine interdepartementale Koordinationsgruppe ("groupe interdépartemental de coordination", GIC) ein, die sich am 24. Juni 1999 zu einer Sitzung über die vier Bundesprojekte der Expo traf. Der für den "palais de l'Equilibre" zuständige Projektleiter, A.________, unterbreitete dem GIC den Vorschlag, die Ausführung des Projektes an eine Arbeitsgemeinschaft unter Führung der Klägerin zu vergeben. Diesem Vorschlag wurde grundsätzlich zugestimmt, was GIC-Mitglieder den Vertretern der Klägerin mitteilten. In einer Sitzung vom 25. Juni 1999, an der die Klägerin vertreten war, wurden unter anderem das Kostendach für die Ausstellung auf 15 Millionen Franken festgelegt und die Kompetenzen festgehalten. Am 27. Oktober 1999 beschloss der Bundesrat, die Expo um ein Jahr zu verschieben. Die Organisation der Bundesprojekte wurde neu dem EVD unter der Aufsicht des Chefs der Gruppe Rüstung unterstellt; es wurde ein Projektleiter für alle vier Bundesprojekte eingesetzt und als Teilprojektleiter für den "palais de l'Equilibre" wurde A.________ bestätigt. Die Klägerin stellte für ihre Leistungen am 8. November 1999 Rechnung in Höhe von Fr. 1'072'939.65. Diese Rechnung beglich die Beklagte nach einigem Hin und Her Ende April 2000. Die Parteien führten auch Verhandlungen über den Abschluss eines Vertrages über die Erarbeitung eines ausschreibungsreifen Projektes für die Expo.02 mit Option auf Realisierung und Betrieb des Palais. Sie diskutierten mehrere Entwürfe, gelangten aber insbesondere wegen des Kostendaches zu keiner Einigung. In einem Schreiben vom 14. Juni 2000 teilte die Klägerin der Beklagten mit, dass sie sämtliche Arbeiten am Projekt "palais de l'Equilibre" definitiv einstelle. Die Beklagte erhöhte darauf nach einer letzten Sitzung vom 28. Juni 2000 das Kostendach auf 16 Millionen Franken und stellte am 7. Juli 2000 einen letzten Vertragsentwurf zu. Die Klägerin machte weitere Verhandlungen davon abhängig, dass eine Vereinbarung über die Bezahlung der bisherigen Leistungen getroffen werde und sie im Falle des vorzeitigen Arbeitsabbruchs die volle Entschädigung für das "Team X.________" und dessen Subunternehmer erhalte. Die Beklagte teilte der Klägerin am 28. August 2000 mit, sie verzichte auf eine weitere Zusammenarbeit. Am 8. September 2000 stellte die Klägerin Rechnung für Honorar inklusive Auslagen in Höhe von Fr. 58'486.00 sowie für "Entschädigung für reservierte Kapazitäten" in Höhe von Fr. 495'935.05. Die Rechnung blieb unbezahlt.