Citation: 6B_311/2021 E. B

Das Obergericht des Kantons Zürich bestätigte am 14. Dezember 2020 das erstinstanzliche Urteil im Schuld- und Strafpunkt sowie bezüglich Dispositiv-Ziff. 5 betreffend die Ersatzforderung. Es verpflichtete A.________, B.________ Schadenersatz von USD 9'499'318.43 zuzüglich 5% Zins ab 13. März 2015 zu bezahlen, mit dem Hinweis, dass sich die Schadenersatzpflicht im Umfang der ausbezahlten Ersatzforderung reduziere. Das Obergericht hält folgenden Sachverhalt für erwiesen: Am 27. Januar 2015 unterzeichneten B.________ und A.________, handelnd für die D.________ ltd. mit Sitz in Dubai, in den Büros der E.________ ag in Zürich zwei mit "Trust Deeds" betitelte Verträge, wonach B.________ Vermögenswerte auf die Konten der beiden Trust-Gesellschaften F.________ Ltd. und G.________ Ltd. deponieren und Alleinaktionärin dieser Gesellschaften werden sollte. Die D.________ ltd. sollte die Aktien und Vermögenswerte der F.________ Ltd. und der G.________ Ltd. treuhänderisch verwahren. Vorgesehen war gemäss einer mündlichen (Zusatz-) Abrede zudem, dass die Vermögenswerte von B.________ während eines Jahres nach Eingang auf den Konten der F.________ Ltd. und G.________ Ltd. deponiert bleiben sollten. Am 23. Februar 2015 überwies B.________ insgesamt CHF 11'389'193.15 auf zwei Konten der D.________ ltd. bei der türkischen Bank H.________. A.________ betrieb mit den Geldern im Einvernehmen mit B.________ diverse Devisengeschäfte. Nach der Einstellung dieser Devisengeschäfte verblieben am 13. März 2015 noch USD 10'956'262.43 auf einem Konto der D.________ ltd. In der Folge verlangte die Familie von B.________ von A.________ mehrfach Nachweise dafür, dass die nach den Devisengeschäften verbliebenen Vermögenswerte von B.________ auf die Konten der F.________ Ltd. und der G.________ Ltd. überwiesen wurden, worauf A.________ B.________, später auch der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht, in der Zeit von Juli 2015 bis Januar 2018 inhaltlich unwahre Auszüge der Konten der F.________ Ltd. und der G.________ Ltd. bei der Bank H.________ zukommen liess zum Beweis, dass sich auf den Konten angeblich deutlich über oder zumindest nur knapp unter USD 5 Mio. befinden. Ab Frühling 2016 forderte B.________ von A.________ mehrfach die Rückzahlung ihrer Vermögenswerte, worauf A.________ ihr zwischen dem 15. November 2016 und dem 20. Dezember 2016 in vier Überweisungen USD 238'000.--, EUR 513'290.--, USD 252'580.-- und EUR 403'650.-- retournierte. Danach erfolgten keine weiteren Rückzahlungen mehr. Das Konto der D.________ ltd. wies vor dem Eingang der Vermögenswerte von B.________ am 13. März 2015 einen Kontostand von USD 9'991.87 und am 30. September 2015 einen solchen von USD 21'174.82 auf, d.h. die Vermögenswerte von B.________ flossen in dieser Zeit praktisch vollumfänglich vom Konto ab. Das Obergericht wirft A.________ vor, er habe gewusst, dass er B.________ die Gelder gemäss den "Trust Deeds" jederzeit herausgeben musste und dass er nicht berechtigt war, die Gelder nach seinem eigenen Gutdünken zu verwenden. Es stellt zudem fest, A.________ sei im Zeitpunkt der unrechtmässigen Verwendung der Gelder weder ersatzfähig noch ersatzwillig gewesen.