Citation: 8C_360/2017 E. 5.3.2

5.3.2. Die Angaben der Beschwerdegegnerin im Rahmen der SIVM-Begutachtungen gemäss E. 5.3.1 hiervor weisen darauf hin, dass sich die Migräne seit dem Gutachten des Spitals E.________ vom 13. Juni 1995 gebessert hat. Im Widerspruch dazu steht allerdings die Schlussfolgerung in den SIVM-Gutachten vom 31. Mai 2012 und 19. September 2014, der Gesundheitszustand habe sich seit dem Gutachten vom 13. Juni 1995 aus neurologischer Sicht nicht verändert. In diesem Lichte bilden diese Gutachten für sich allein keine hinreichende Beurteilungsgrundlage. Konträr zu den obigen Angaben der Beschwerdegegnerin steht auch die Feststellung der Frau Dr. med. B.________ im Bericht vom 22. Januar 2015, sie leide an ca. zwei- bis vier-wöchentlich auftretenden echten Migräneanfällen. Auch wenn Frau Dr. med. B.________ ausführte, sie könnten durch Imigran (Nasenspray) jeweils günstig beeinflusst werden, geht aus ihrem Bericht nicht hervor, dass die hieraus resultierende Arbeitsunfähigkeit diejenige von monatlich vier bis sechs Tagen gemäss dem Gutachten des Spitals E.________ vom 13. Juni 1995 unterschreite. Insgesamt ist somit nicht erstellt, dass sich die migränebedingte Arbeitsunfähigkeit bis zum Erlass des Einsprachentscheides vom 6. Mai 2015 (vgl. BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) erheblich verbessert hätte.