Citation: 8C_951/2008 03.06.2009 E. 3.4

3.4.1 Des Weitern beanstandet die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe den Streitgegenstand in unzulässiger Weise erweitert und das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den noch bestehenden Beschwerden geprüft, obwohl diese Frage mangels eines aktuellen medizinischen Gutachtens nicht spruchreif sei und im Einspracheverfahren nur die Adäquanz des Kausalzusammenhangs beurteilt worden sei. 3.4.2 Eine Prüfung der natürlichen Unfallkausalität des Gesundheitsschadens kann sich erübrigen, wenn sich zeigt, dass dessen Adäquanz zum versicherten Unfallereignis nicht gegeben und damit eine für die Leistungspflicht des Unfallversicherers nebst der natürlichen Kausalität kumulativ erforderliche Voraussetzung nicht erfüllt ist. Der Entscheid darüber, ob die Adäquanzprüfung nach der für Folgen eines Schleudertraumas oder einer diesem adäquanzrechtlich äquivalenten Verletzung in BGE 117 V 359 entwickelten und in BGE 134 V 109 präzisierten Weise zu erfolgen hat, hängt davon ab, ob das Vorliegen eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule mitsamt typischem Beschwerdebild durch zuverlässige ärztliche Angaben gesichert ist. Dass dabei psychisch bedingte Beeinträchtigungen mitzuberücksichtigen, bei der Adäquanzprüfung psychischer Folgeschäden eines Unfalles nach BGE 115 V 133 hingegen auszuklammern sind, führt dazu, dass die - in BGE 115 V 133 und 134 V 109 unterschiedlich umschriebenen - Adäquanzkriterien bei Folgen eines Schleudertraumas eher als bei einer nach einem Unfall aufgetretenen psychischen Fehlentwicklung erfüllt sind. Deshalb muss die Zuordnung der geklagten Beschwerden insoweit geklärt sein, bevor entschieden werden kann, nach welcher Methode sich die Adäquanzprüfung richtet. Davon kann nur abgesehen werden, wenn sich zeigt, dass die Adäquanzkriterien selbst unter Annahme der für eine versicherte Person in aller Regel günstigeren Variante nach BGE 134 V 109 nicht erfüllt sind (Urteil 8C_669/2008 vom 25. Februar 2009). 3.4.3 Das kantonale Gericht prüfte die Adäquanzfrage nach der bei Schleudertraumen und äquivalenten Verletzungen oder Schädel-/Hirntraumen massgebenden Methode, wie sie in BE 117 V 359 entwickelt und in BGE 134 V 109 präzisiert worden ist. Dabei kam es zum Schluss, von den sieben unfallbezogenen Kriterien seien deren drei gegeben, weshalb die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu bejahen sei. Unter diesen Umständen durfte es die ebenfalls Leistungsvoraussetzung bildende natürliche Kausalität nicht offen lassen. Es gab richtigerweise der Beschwerdeführerin vorgängig Gelegenheit, sich zum natürlichen Kausalzusammenhang zu äussern. Da sich die Prüfung auf den Zeitpunkt des Fallabschlusses zu beziehen hat, welcher laut Einspracheentscheid vom 12. Juni 2007 seit März 2003 oder spätestens seit Juni 2004 und gemäss in diesem Punkt nicht angefochtenem vorinstanzlichem Entscheid spätestens Ende Mai 2005 gegeben war, bietet die medizinische Aktenlage und insbesondere das MEDAS-Gutachten vom 30. März 2004 eine hinreichende Beurteilungsgrundlage. Es kann diesbezüglich auf das bundesgerichtliche Urteil vom 29. Mai 2007 und die Erwägungen im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden. 3.5 Zusammenfassend sind somit keine Umstände ersichtlich, welche die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids aus formellen Gründen nach sich ziehen würden.