Citation: 8C_66/2008 04.07.2008 E. 4.5

4.5.1 Besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit der beiden Unfälle liegen - objektiv betrachtet (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313 [Urteil U 248/98 vom 31. Mai 2000, E. 4 und 5) - nicht vor. 4.5.2 Die Unfälle hatten auch keine schweren Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art zur Folge. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können (Urteile U 386/04 vom 28. April 2005, E. 5.2; U 371/02 vom 4. September 2003, E. 2.2.2; U 61/00 vom 6. Februar 2002, E. 3b; U 21/01 vom 16. August 2001, E. 3d). Zwar ist zu berücksichtigen, dass pathologische Zustände der Halswirbelsäule bei erneuter Traumatisierung ausserordentlich stark exazerbieren können (SVR 2007 UV Nr. 1 [U 39/04] E. 3.4.2). Dafür bestehen nach Lage der medizinischen Akten im vorliegenden Fall jedoch keine Anhaltspunkte. 4.5.3 Für das Kriterium der ärztlichen Behandlung entscheidwesentlich ist (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128), ob nach dem Unfall fortgesetzt spezifische, die versicherte Person belastende ärztliche Behandlung bis zum Fallabschluss notwendig war. Dies ist vorliegend nicht der Fall, bedeuten die zeitlich jeweils limitierten physiotherapeutischen und medikamentösen Massnahmen doch keine erhebliche - im Sinne einer sich allein daraus ergebenden zusätzlichen - Mehrbelastung. 4.5.4 Das präzisierte Kriterium der erheblichen Beschwerden ist nicht erfüllt. 4.5.5 Eine ärztliche Fehlbehandlung oder ein schwieriger Heilungsverlauf liegen nicht vor. 4.5.6 Das Merkmal der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen liegt ebenfalls nicht vor. 4.6 Da somit kein Kriterium erfüllt ist, kann die Adäquanz der mit dem zweiten Rückfall im Oktober 2004 gemeldeten Beschwerden mit den beiden erlittenen Unfällen nicht bejaht werden.