Citation: 8C_207/2021 E. 3.2

3.2. In ausführlicher Würdigung der medizinischen Aktenlage gelangte die Vorinstanz sodann zur Erkenntnis, das psychiatrische Teilgutachten sei nicht beweiswertig. Für die neuropsychologisch auffälligen Testergebnisse (im Wesentlichen verminderte Anstrengungsbereitschaft, Symptomverdeutlichung) habe der psychiatrische Gutachter mit seinem Hinweis auf übersteigerte Selbstansprüche keine schlüssige Erklärung geliefert. Beim Vorliegen von solch übersteigerten Selbstansprüchen wäre damit zu rechnen, dass sich der Beschwerdeführer auch im Rahmen der neuropsychologischen Testung hätte anstrengen wollen, um ein möglichst gutes Resultat zu erzielen. Er habe aber seine Leistungsfähigkeit viel zu niedrig dargestellt, sich wenig angestrengt und Symptome verdeutlicht. Es erscheine widersprüchlich, so die Vorinstanz weiter, wenn aus psychiatrischer Sicht ein wenig offensichtlich vorhandenes depressives Symptom damit erklärt werde, dass es sich um eine larvierte Komponente handle bzw. der Beschwerdeführer alles daran setze, unbedingt Leistung erbringen zu wollen und dies bei der neuropsychologischen Untersuchung nicht der Fall sei. Die psychiatrische Begründung für die neuropsychologisch festgestellten, nicht authentischen kognitiven Störungen sei daher nicht nachvollziehbar. Da sich der Beschwerdeführer geweigert habe, der angeordneten bidisziplinären Abklärung Folge zu leisten und die von der IV-Stelle gewählte Vorgehensweise eines Aktenentscheids aufgrund der Mitwirkungsverletzung korrekt sei, liege in psychiatrischer Hinsicht Beweislosigkeit vor. Somatischerseits könne hingegen auf das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS abgestellt werden. Aus somatischer Sicht sei der Beschwerdeführer für leichte körperliche Tätigkeiten (einschliesslich der angestammten) vollständig arbeitsfähig, weshalb auf einen Einkommensvergleich verzichtet werden könne.