Citation: 2C_219/2019 E. 7.6

7.6. Ausgehend von vorstehenden Feststellungen ist festzuhalten, dass die streitgegenständlichen Kunstwerke (einschliesslich des Kunstwerks "Q.________" von T.________) im Verlagerungsverfahren auf die Galerie B.________ zur Zollabfertigung angemeldet wurden. Dies war unzulässig, zumal die Galerie B.________ zum Zeitpunkt der streitgegenständlichen Einfuhren an den eingeführten Kunstwerken nicht wirtschaftlich verfügungsberechtigt war (vgl. E. 7.5 hiervor). Es liegt damit ein Verstoss gegen die Verwaltungsgesetzgebung des Bundes vor (Art. 63 Abs. 1 und Art. 96 Abs. 4 lit. a MWSTG; Art. 12 Abs. 1 VStrR; vgl. E. 7.4 hiervor), wobei nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz diesen Verstoss dem Beschwerdeführer zugerechnet hat: Nach den insoweit unbestrittenen Feststellungen der Vorinstanz bestimmte jeweils der Beschwerdeführer, wann welcher Kunstgegenstand durch die Galerie B.________ im Verlagerungsverfahren eingeführt wurde. Damit hat er die jeweiligen Einfuhren tatsächlich veranlasst. Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. Urteile 2C_177/2018 vom 22. August 2019 E. 5.4; 2C_420/2013 vom 4. Juli 2014 E. 3.4) hat die Vorinstanz den Beschwerdeführer deshalb zu Recht als zur Zahlung der Einfuhrsteuer (Art. 51 Abs. 1 MWSTG) verpflichteten Zollschuldner im Sinne von Art. 70 Abs. 2 lit. a ZG qualifiziert und deshalb auch als Nachleistungspflichtigen in Anspruch genommen (Art. 12 Abs. 2 VStrR). Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge damals Wohnsitz im Ausland gehabt hat und nie im Besitz einer Bewilligung zur Benützung des Verlagerungsverfahrens gewesen ist.