Citation: 6B_180/2016 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hält fest, die Schilderungen des Beschwerdegegners 2 seien glaubhaft. Er habe in sich stimmige, realitätsnahe und einen hohen Detaillierungsgrad aufweisende Angaben gemacht. Die Erklärung der Bank bestätige, dass drei Überweisungen à Fr. 40'000.-- stattgefunden hätten und der Beschwerdegegner 2 diese Beträge jeweils umgehend in bar abgehoben habe. Auch beim Schuh- und Brillenkauf für die Beschwerdeführerin werde die Darstellung des Beschwerdegegners 2 durch das übrige Beweisergebnis gestützt. Für dessen Aussagen sprächen auch die Auffälligkeiten im Zusammenhang mit der finanziellen Situation der Beschwerdeführerin, welche sich im fraglichen Zeitraum auffallend verbessert habe. So habe ihr die Bank D.________ am 3. Februar 2009 geschrieben, dass das Kreditverhältnis wegen der verschlechterten Einkommensverhältnisse gekündigt werde und die Beschwerdeführerin den Gesamtablösebetrag von EUR 98'603.12 bis zum 18. März 2009 zu überweisen habe. Im Nichtzahlungsfalle sei die Verwertung der Sicherheiten (Grundschuld) angedroht worden. In der Folge habe die Beschwerdeführerin die Bank beauftragt, die Liegenschaft zu verkaufen, wobei gleichzeitig eine Stundungsfrist per 30. September 2009 (später bis zum 30. März 2010) vereinbart worden sei. Es sei unbestritten, dass die Beschwerdeführerin in jener Zeit ihren Hypothekarkredit bei der Bank D.________ vollständig getilgt habe. Aus den entsprechenden Kontoauszügen sei eine Einzahlung in E.________ bei der Bank D.________ vom 26. Mai 2009 über EUR 20'000.00, am 2. Juni 2009 und am 13. Juni 2009 je eine Einzahlung über EUR 20'000.00 ersichtlich. Die Einzahlungen seien folglich nur wenige Tage bzw. Stunden nach den erwiesenen Bargeldbezügen des Beschwerdegegners 2 erfolgt. Weiter stellt die Vorinstanz fest, auch die Aussagen des Beschwerdegegners 3 seien in sich stimmig, realitätsnah und widerspruchsfrei, mithin glaubhaft. Im Übrigen bestünden weitere Indizien, dass die Geldübergabe so stattgefunden habe, wie dieser sie beschrieben habe. Ohnehin seien keine Gründe auszumachen, weshalb der im Zeitpunkt der Anzeige 91-jährige Beschwerdegegner 3 die negativen Begleiterscheinungen eines solchen Verfahrens auf sich nehmen würde, wenn er das Beschriebene nicht erlebt habe. Es gäbe kein Motiv für eine falsche Anschuldigung. Den glaubhaften Ausführungen der Beschwerdegegner stünden die Aussagen der Beschwerdeführerin gegenüber. Es sei auffällig, dass sie im Verlauf des Verfahrens nicht bei ihrer Darstellung geblieben sei, sondern ihre Aussagen dem jeweiligen Ermittlungsstand anzupassen versucht habe. In Bezug auf die Rückzahlung ihres Hypothekardarlehens habe die Beschwerdeführerin gar wahrheitswidrige Angaben gemacht. Bezüglich der ihr angeblich zur Rückzahlung des Kredits zur Verfügung gestellten Barbeträge habe sie sich in zahlreiche Widersprüche verstrickt. Die Vorinstanz hält abschliessend fest, die Aussagen der Beschwerdeführerin seien insgesamt unglaubhaft und ihrer Glaubwürdigkeit sei ein ganz schlechtes Zeugnis auszustellen. Der angeklagte Sachverhalt sei zweifelsfrei erstellt. Unter diesen Umständen sei eine Einvernahme der Beschwerdegegner, die beide bereits mehrfach und einlässlich befragt worden seien, nicht notwendig. Eine neuerliche Einvernahme des Beschwerdegegners 3 sei auch aufgrund seines hohen Alters fragwürdig (Urteil S. 7-18 und erstinstanzliches Urteil S. 8 sowie S. 11 ff.).