Citation: 6B_582/2021 E. 3

Der Beschwerdeführer beanstandet zunächst in verfahrensmässiger Hinsicht, gemäss Polizeiprotokoll vom 1. Februar 2018 sei von den rapportierenden Beamten der kriminaltechnische Dienst aufgeboten worden, und dieser habe die Sitzeinstellung sowie eine DNA des Autoschlüssels und Mikrospuren des Sitzes aufgenommen. In den Akten befänden sich jedoch keine Hinweise auf diese Spurensicherung, und es stehe fest, dass die Staatsanwaltschaft nicht angeordnet habe, die von der Spurensicherung festgestellten Erkenntnisse auszuwerten. Die in diesem Zusammenhang erhobene Rüge einer Verletzung von Art. 139 StPO geht fehl: Es ist nicht ersichtlich und der Beschwerdeführer tut auch nicht dar, dass er im kantonalen Verfahren einen Antrag gestellt hätte, die Spuren seien auszuwerten. Dementsprechend braucht nicht erörtert zu werden, ob diesbezüglich die Voraussetzungen einer antizipierten Beweiswürdigung (BGE 143 III 297 E. 9.3.2; 141 I 60 E. 3.3; Urteile 6B_1045/2020 vom 10. Februar 2021 E. 2.1.2; 6B_645/2020 vom 30. November 2020 E. 1.2) erfüllt waren. Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung der behördlichen Aktenführungs- und Dokumentationspflicht rügt, ist überdies zu beachten, dass die Parteien (echte oder vermeintliche) formelle Mängel so früh wie möglich im Strafverfahren, d.h. bei erster Gelegenheit, geltend zu machen haben und diese Rügen nicht für das Rechtsmittelverfahren, im Falle eines für sie ungünstigen Ausgangs des Verfahrens, "aufsparen" können (siehe jüngst Urteil 6B_23/2021 vom 20. Juli 2021 E. 2.3 mit Hinweisen). Auf die diesbezügliche Kritik ist bereits aus diesem Grund nicht weiter einzugehen.