Citation: 2C_860/2020 E. 5.2.3

5.2.3. Weiter lassen sich die von der Vorinstanz als Indizien ins Feld geführten, hiervor in E. 5.1 genannten widersprüchlichen oder lückenhaften Angaben des Beschwerdeführers und seiner ersten Ehefrau durchaus als zusätzliche Hinweise auf das Vorliegen einer Scheinehe betrachten. Das Heiratsdatum, die Person des Trauzeugen und das Geburtsdatum einer Ehepartnerin bilden - anders als der Beschwerdeführer zu suggerieren sucht - keine Nebensächlichkeiten, bei welchen es nicht ungewöhnlich ist, dass sie nach mehreren Jahren in Vergessenheit geraten. Zu berücksichtigen ist in diesem Kontext auch, dass der Beschwerdeführer und seine erste Ehefrau auch unterschiedliche Angaben zur Frage lieferten, wann sie sich kennengelernt haben, und der Beschwerdeführer diesbezüglich die Darstellung im Laufe der Zeit wechselte. Selbst wenn es möglich ist, dass einzelne dieser Sachverhalte nicht mehr korrekt in Erinnerung geblieben sind, sticht doch die Häufung der genannten widersprüchlichen und lückenhaften Angaben ins Auge, zumal gerade das erste Kennenlernen und die Trauung nach allgemeiner Lebenserfahrung prägende Ereignisse bilden, die im Gedächtnis haften bleiben (vgl. Urteil 2C_186/2019 vom 16. September 2019 E. 8.2).