Citation: 6B_7/2023 E. 3.4

3.4. Was der Beschwerdeführer gegen die Beweiswürdigung der Vorinstanz und ihre Schlussfolgerungen vorbringt, geht grösstenteils nicht über eine appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid hinaus, auf die das Bundesgericht nicht eintritt. Dies ist etwa der Fall, wenn er die Erwägungen der Vorinstanz aus dem Zusammenhang reisst oder offensichtlich fehlinterpretiert, so etwa, wenn er behauptet, die Vorinstanz räume ein, dass sich die erforderlichen Daten und Messwerte zu den örtlichen Verhältnissen zur Beurteilung der angeklagten Vorwürfe den Anklageakten nicht entnehmen liessen, sondern ausschliesslich aus dem von ihm eingereichten Privatgutachten hervorgehen würden (Beschwerde S. 9 Ziff. 15). An der vom Beschwerdeführer zitierten Stelle hält die Vorinstanz indessen lediglich fest, trotz des entsprechenden Auftrags fänden sich in den Akten weder eine Skizze des Überholmanövers mit Distanzangaben (anhand der vorhandenen Aussagen und der polizeilichen Erkenntnisse) noch eine Berechnung des benötigten Überholwegs. Lediglich im Schreiben vom 15. August 2018 habe die Staatsanwaltschaft festgehalten, mangels genügend präziser Angaben werde auf eine Berechnung des Überholwegs und auf eine Skizze des Überholmanövers verzichtet und stattdessen eine Skizze der örtlichen Verhältnisse angefertigt. Die Anklage stütze sich demnach einzig auf die vorhandenen Personalbeweise, nämlich die Einvernahmen des Beschwerdeführers und der Zeugen. Zudem habe der Beschwerdeführer ein Privatgutachten eingereicht (Urteil S. 7 f. E. 1.6.1). Hingegen weist der Beschwerdeführer zutreffend darauf hin (Beschwerde S. 13 Ziff. 19), dass die vorinstanzliche Erwägung, wonach die Aussagen der Beteiligten und insbesondere der Zeugen B.________ und D.________, die das gesamte Überholmanöver des Beschwerdeführers unmittelbar wahrgenommen hätten, [..], als glaubhaft einzustufen seien (Urteil S. 16 E. 1.6.3), in dieser Absolutheit nicht stimmen kann. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer die drei hinter dem Lastwagen fahrenden Personenwagen bereits vor der Strassenbiegung überholt hat, was der entgegenkommende B.________ in Anbetracht des Strassenverlaufs unmöglich gesehen haben kann. Diese offensichtlich zu absolut formulierte Schlussfolgerung der Vorinstanz ist daher so zu verstehen, dass die Aussagen der Beteiligten, insbesondere die Angaben von B.________ und D.________, die das gesamte noch strittige Überholmanöver des Beschwerdeführers unmittelbar wahrgenommen hätten, [...], als glaubhaft einzustufen sind (Urteil S. 16 E. 1.6.3).