Citation: 4C.43/2003 24.04.2003 E. A

B.________ (Beklagter) erteilte am 2. März 2000 A.________ (Klägerin), einer Immobilientreuhänderin, telefonisch den Auftrag, für die Liegenschaft X.________ einen Käufer zu finden. Diese Liegenschaft stand im Eigentum einer aus dem Beklagten, dessen Mutter, dessen Schwester und dessen Onkel bestehenden Erbengemeinschaft. Im Anschluss an das Telefongespräch bestätigte die Klägerin die getroffene Vereinbarung in einem Brief an den Beklagten vom 2. März 2000 wie folgt: "Verkaufsobjekt X.________ Verkaufspreis Verhandlungsbasis SFR 4.0 Mio Antritt jederzeit möglich Verkaufsbemühungen für Sie kostenlos Honorar im Erfolgsfall 1.5 Prozent des erzielten Verkaufserlöses" Der Beklagte brachte auf dem Brief handschriftliche Änderungen an. Auf der Zeile Verkaufspreis fügte er in Klammern "Minimum 3,6 Mio" an, und er änderte die Zeile "Antritt jederzeit möglich" ab in "Austritt (Kündigung) jederzeit möglich, ohne Kostenfolge für die Eigentümer". Das abgeänderte Exemplar unterzeichneten der Beklagte und sein Onkel am 15. März 2000. Der Klägerin gelang es, Kaufinteressenten zu finden. Am 28. April 2000 unterzeichneten die Eheleute C.________ eine Reservationsvereinbarung auf der Basis eines Kaufpreises von Fr. 3.725 Mio. Zu einem Kaufvertrag kam es jedoch nicht, weil die Mutter und die Schwester des Beklagten dem Verkauf der Liegenschaft nicht zustimmten.