Citation: U 228/99 11.04.2000 E. 3

3.- a) Das kantonale Gericht vertritt die Auffassung, eine unfallähnliche Körperschädigung liege nicht vor. Die Versicherte habe beabsichtigt, Druck auf den Wäschekorb auszuüben. Die Möglichkeit, dass sich dieser nicht verschieben lassen würde, sei voraussehbar gewesen. Die Krafteinwirkung auf das rechte Kniegelenk sei deshalb nicht plötzlich und unerwartet erfolgt. b) aa) Von einer absichtlichen Gesundheitsschädigung ist auszugehen, wenn diese mit Absicht, einfachem Vorsatz oder Eventualvorsatz verursacht wird (zu den verschiedenen Formen des Vorsatzes vgl. RKUV 1996 Nr. U 247 S. 170 f. Erw. 1b). Entgegen der Ansicht der Vorinstanz muss sich die Absicht bzw. Unfreiwilligkeit somit auf die Herbeiführung eines Gesundheitsschadens selbst und nicht auf die zur gesundheitlichen Schädigung führende Handlung beziehen (BGE 115 V 152). Vorliegend kann in Anbetracht des offensichtlichen Geschehensablaufs nicht daran gezweifelt werden, dass die Gesundheitsschädigung unbeabsichtigt erfolgte. bb) Dem kantonalen Gericht kann insoweit beigepflichtet werden, als der Versuch, einen Gegenstand mit dem Fuss zu verschieben, für sich allein betrachtet das Kriterium der Plötzlichkeit nicht erfüllt. Indessen sind der von der Versicherten als Knacks wahrgenommene Meniskusriss und der unvermittelte heftige Schmerz erst aufgetreten, als sie eine ruckartige Bewegung ausführte und dabei das rechte Knie verdrehte. Damit liegt ein unmittelbares Geschehen im Sinne der Rechtsprechung vor, welches das Merkmal der Plötzlichkeit aufweist, vergleichbar mit dem in BGE 116 V 148 Erw. 3b angeführten Beispiel des plötzlichen Aufstehens aus der Hocke. In beiden Fällen wurde das Knie bereits vor dem die Verletzung auslösenden Ereignis belastet und alsdann durch eine weitere, unvermittelt einsetzende Bewegung zusätzlich erheblich in Anspruch genommen. c) Nach dem Gesagten ist der Tatbestand des Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV erfüllt, weshalb die Leistungspflicht der SUVA für die Gesundheitsschädigung aus dem Ereignis vom 2. Mai 1996 im Grundsatz zu bejahen ist.