Citation: 2C_170/2024 E. 1.4

1.4. Die Beschwerdeführerin macht in verschiedener Hinsicht einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil geltend: Sie bringt im Wesentlichen vor, die Unsicherheit bezüglich der Zulässigkeit der von Visa angewendeten Interchange Fee könne Marktteilnehmer dazu veranlassen, die Verwendung von Visa Debitkarten zugunsten der Dienstleistungen anderer Anbieter wie etwa Mastercard oder Twint zu reduzieren. Die Rechtsunsicherheit mache die Visa-Produkte weniger attraktiv. Um dadurch begründete Marktanteilsverluste zu reduzieren bzw. zu verhindern, könne sich Visa zu einer Senkung der Interchange Fee auf das vom Sekretariat geforderte Mass gezwungen sehen. Diese Senkung wäre gemäss Beschwerdeführerin faktisch irreversibel, da sich die tieferen Sätze der Interchange Fee de facto als Standard am Markt etablieren würden. Diese Nachteile könnten auch durch einen günstigen Endentscheid nicht mehr beseitigt werden. Je länger die Untersuchung dauere, desto grösser werde zudem der Druck auf Visa, gegenüber den Untersuchungsbehörden nachzugeben.