Citation: 7B_76/2024 E. 2.4

2.4. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ergibt sich weder aus dem verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör, noch aus Art. 274 Abs. 1 lit. b StPO, dass sämtliche Akten aus anderen Überwachungsverfahren schon deshalb automatisch beigezogen und den betroffenen Parteien nachträglich vorgelegt werden müssten, weil diese Verfahren - zur Darstellung der Prozessgeschichte bzw. des Verfahrenskontextes - im angefochtenen Genehmigungsantrag der Staatsanwaltschaft förmlich genannt wurden. Gemäss Art. 274 Abs. 1 lit. b StPO und der oben dargelegten einschlägigen Praxis des Bundesgerichtes sind für die Genehmigung und nachträgliche Prüfung von Überwachungen nur dann Akten aus anderen Verfahren beizuziehen, wenn diese für die ausreichende Prüfung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Genehmigungsverfügung wesentlich sind. Der Beschwerdeführer legt nicht nachvollziehbar dar, inwiefern für ihn und die zuständigen Gerichte die Rechtmässigkeit der angefochtenen technischen Überwachung aufgrund der von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Eingaben und Akten nicht überprüfbar gewesen wäre. Dies gilt insbesondere für den dringenden Tatverdacht von qualifizierten Drogendelikten: Wie die Vorinstanz erwägt, hatte die Staatsanwaltschaft am 3. Dezember 2021 beim ZMG die technische (akustische) Überwachung der Innenräume der damaligen Wohnung des Beschwerdeführers und seiner Freundin sowie seines Fahrzeugs beantragt. Die Staatsanwaltschaft habe dargelegt, dass er dringend verdächtig gewesen sei, "in sehr kurzen Abständen grosse Mengen Marihuana und Kokain in der Schweiz verkauft und solche aus dem Ausland nach Europa eingeführt" zu haben. Wie die Vorinstanz erwägt, habe die Überwachung darauf abgezielt, das nicht öffentlich gesprochene Wort abzuhören oder aufzuzeichnen. Dabei handle es sich um einen nach Art. 280 lit. a StPO zulässigen Überwachungszweck. Da der Beschwerdeführer Anfang Dezember 2021 an die betreffende Adresse gezogen sei und seine ebenfalls dort wohnende Freundin über dessen illegale Geschäfte informiert gewesen sei, habe das Abhören der Innenräume dieser Wohnung auch nicht gegen Art. 281 Abs. 2 StPO verstossen, zumal die Strafbehörde habe erwarten dürfen, dass der Beschwerdeführer sich in der genannten Wohnung aufhalten und seine Freundin dort über allfällige Drogengeschäfte weiterhin informieren würde. Ebenso wenig sei die Überwachung des Fahrzeugs des Beschwerdeführers zu beanstanden gewesen. Diesbezüglich habe sich die Staatsanwaltschaft namentlich auf den - dem Genehmigungsgesuch vom 3. Dezember 2021 beigelegten und in den Akten befindlichen - Rapport der Kantonspolizei Aargau vom 1. Dezember 2021 gestützt (angefochtener Entscheid, E. 2.2.3). Zum dringenden Tatverdacht qualifizierter Drogendelikte habe das ZMG in seiner Genehmigungsverfügung vom 8. Dezember 2021 erwogen, dass der Beschwerdeführer "neben Marihuana mutmasslich auch mit grossen Mengen Kokain gehandelt" habe. Er habe dabei auch "regelmässig über sehr grosse Geldbeträge - nämlich mutmassliche Erlöse aus dem Drogenhandel - verfügt", welche er "selbst oder über Drittpersonen in Euro gewechselt" habe. Dies ergebe sich aus den Rapporten der Kantonspolizei Aargau vom 17. August und 1. Dezember 2021 sowie dem Observationsbericht der Kantonspolizei vom 20. August 2021, die dem Bewilligungsgesuch ebenfalls beigelegt worden seien. Der dringende Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer werde auch noch dadurch erhärtet, dass der Beschwerdeführer (gemäss dem Polizeirapport vom 1. Dezember 2021) teilweise über die ANOM-Plattform kommuniziert habe, welche typischerweise bzw. fast ausschliesslich "in organisierten kriminellen Strukturen verwendet" worden sei. Im Übrigen seien (gemäss demselben Polizeirapport) auch Gespräche über den Telefonanschluss des Beschwerdeführers von der Staatsanwaltschaft abgehört worden, bei welchen es offenbar um den Handel mit grossen Mengen an Kokain gegangen sei. Ebenso bestünden konkrete Hinweise, dass der Beschwerdeführer "im Spätsommer 2021 einen Container - darin versteckt eine grosse Menge an Kokain - über Ghana nach Europa eingeführt" habe, "um später das Kokain in Europa zu verkaufen". Der im Genehmigungsgesuch samt Beilagen dargelegte dringende Tatverdacht sei vom Beschwerdeführer auch im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren "nicht substanziiert bestritten" worden (angefochtener Entscheid, E. 2.2.4.2). Die gegen die technischen (akustischen) Überwachungen erhobenen Gehörsrügen erweisen sich folglich als unbegründet.