Citation: 8C_139/2023 E. 6.5

6.5. Zu wiederholen ist, dass ein anrechenbarer Ausfall an Arbeitszeit grundsätzlich nur entstehen kann, wenn zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer eine wöchentliche Normalarbeitszeit vereinbart war (vorstehende E. 3.2.2). Mit Blick auf die willkürfreien Feststellungen der Vorinstanz zur Ermittlung einer individuellen Normalarbeitszeit als Ausnahme zu diesem Grundsatz ergibt sich, dass hier die praxisgemässen Voraussetzungen für das Abstellen auf die effektive (durchschnittliche) Arbeitszeit als Referenzgrösse für die Bestimmung des anrechenbaren Arbeitsausfalles nicht gegeben sind. Wie die Vorinstanz aufzeigte, wurde die vor dem Beschäftigungseinbruch aufgewendete Arbeits- bzw. Betreuungszeit nicht während längerer Zeit regelmässig und ohne erhebliche Schwankungen geleistet. Nicht zu beanstanden ist, dass Vorinstanz und Verwaltung dabei auf die ausgewiesenen, mithin lohnwirksamen Betreuungszeiten abstellten und nicht auf die effektiven Arbeitszeiten. Wie die Beschwerdeführerin selbst einwendet, steht bei ihr nicht der Arbeitsverlust mit weniger Arbeitszeit im Vordergrund, sondern der erlittene Verdienstausfall, der durch die Reduktion der verrechenbaren Betreuungszeiten aufgrund der geringeren Anzahl zu betreuender Kinder entstand.