Citation: 6B_151/2021 E. 8.3

8.3. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer vor, er habe durch seine Vorgehensweise in Kauf genommen, dass die Wasserversorgungsanlage den hygienischen und mikrobiologischen Anforderungen nicht genüge. Was der Beschwerdeführer gegen diesen Schuldspruch vorbringt, vermag ihn nicht als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Auch wenn erst am 8. Februar 2017 feststand, dass das Trinkwasser durch Kohlenwasserstoff und durch Fäkalbakterien verunreinigt war, so hätte er nach der Probeentnahme am 3. Februar 2017 nicht das Ergebnis dieser Proben und der Inspektion abwarten dürfen und weiterhin ohne Schutzmassnahmen dieses Wasser als Trinkwasser abgeben dürfen. Offen bleiben vermag in diesem Zusammenhang, ob er tatsächlich verpflichtet gewesen wäre, die Asylunterkunft gänzlich von der Wasserversorgung zu trennen oder ob er seinen Pflichten nicht auch durch Aussprechen einer deutlichen Warnung, dass das Wasser kontaminiert sein könnte, hätte nachkommen können. Fest steht jedenfalls, dass er bis mindestens 8. Februar 2017 keinerlei Massnahmen getroffen hat und er gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen am 2. oder 3. Februar 2017 einem Zeugen noch versicherte, dieser müsse sich keine Sorgen um das Trinkwasser machen. Somit ist auch der Schuldspruch wegen Übertretung des Lebensmittelgesetzes nicht zu beanstanden.