Citation: 6B_1151/2022 E. 2.3.3

2.3.3. Auch inhaltlich erweisen sich die Erwägungen im angefochtenen Urteil als einsichtig. Der Beschwerdeführer erlebte weder die Aufgebrachtheit noch die Wut des Beschwerdegegners. Eine (durch den Zorn des Beschwerdegegners verursachte) unmittelbare physische Einschüchterung fand also nicht statt. Sodann kann der Aktennotiz entnommen werden, dass sich der Beschwerdegegner - nachdem ihm die Beweishürden im Strafverfahren erläutert worden seien - allmählich beruhigt habe und seiner Frau zuliebe vom Gedanken an Selbstjustiz abgekommen sei. Unverständlich ist vor diesem Hintergrund die Behauptung des Beschwerdeführers, es liessen sich im Ergebnis der Beweiswürdigung "keinerlei Anhaltspunkte" dafür finden, dass der Beschwerdegegner am Ende des Telefonats von seiner angedrohten Selbstjustiz abgekommen sei. Auch wenn das in Aussicht gestellte Übel demnach grundsätzlich geeignet war, den Adressaten zu ängstigen, erfolgte die Kenntnisnahme von der Drohung durch den Beschwerdeführer (so gut wie) zeitgleich mit der Distanzierung davon. Mithin ist es nicht unhaltbar, wenn die Vorinstanz daraus schliesst, dass sich beim Beschwerdeführer in casu kein Gefühl von Angst oder Schrecken einstellen konnte. An der Sache vorbei geht dabei seine (im Übrigen unzutreffende) Verallgemeinerung, wonach eine Rücknahme der Drohung diese demzufolge ungeschehen mache.