Citation: 1C_718/2020 E. 3.3.2

3.3.2. In seiner Vernehmlassung an das Bundesgericht bestätigt das Bau- und Justizdepartement, dass am 17. Juni 2020 ein Augenschein stattgefunden hat. Auf die Erstellung eines Protokolls zum Augenschein vom 17. Juni 2020 sei aber bewusst verzichtet worden. Gemäss §13ter des Gesetzes des Kantons Solothurn vom 15. November 1970 über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG/SO; BGS 124.11) seien in der Regel keine Protokolle über Beweiserhebungen zu führen, wenn die rechtlich erheblichen Tatsachen in die Entscheidbegründung einflössen. Vorliegend hätten die anlässlich des Augenscheins gemachten Feststellungen Eingang in die Erwägung 7 der Verfügung vom 26. Juni 2020 gefunden. Diese Erwägung lautet wie folgt: " Sowohl in der Kernzone als auch in der Kernerweiterungszone dominieren die roten, rotbraunen und braunen Dachfarben. Die vorliegende Ziegelfarbe fällt in der nahen Umgebung nicht nur aufgrund ihrer grauen Farbe, sondern auch aufgrund ihrer Helligkeit auf. Die graue Dachfarbe fügt sich in die Umgebung schlecht ein. Die Dächerlandschaft ist prägend für die Kern- und Kernerweiterungszone. Dementsprechend sind im Zonenreglement diverse Regelungen anzutreffen, welche das Dach betreffen, wie Dachform, Dachneigung, Bedachungsmaterial und Dachaufbauten (§ 7 Abs. 5 des Zonenreglements). Damit soll bezweckt werden, dass die Dächerlandschaft eine aufeinander abgestimmte Einheit bilden. Gerade dies wird durch die grauen Dachziegel nicht gewährleistet. Die grauen Ziegel sind deshalb nicht bewilligungsfähig." Weiter führt das Bau- und Justizdepartement aus, anlässlich des Augenscheins vom 17. Juni 2020 habe die Baukommission mit der Beschwerdeführerin vereinbart, erneut zu verhandeln, weshalb rechtsprechungsgemäss kein Protokoll nötig sei. Mit Verfügung vom 26. Juni 2020 wies das Bau- und Justizdepartement die Beschwerde ab.