Citation: 9C_221/2018 E. 3.3.3

3.3.3. Nichts zu Gunsten der Beschwerdeführerin ergibt sich aus den Urteilen 8C_265/2016 vom 6. Juli 2016 E. 4.2 und 9C_309/2016 vom 13. September 2016 E. 3.5. Im erstgenannten Fall verneinte das Bundesgericht trotz fehlender psychiatrischer Abklärung eine zweifellose Unrichtigkeit im Sinne einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Im Unterschied zum vorliegenden Fall stützte sich die IV-Stelle auch auf den Bericht einer Schmerzklinik, deren Beurteilung der RAD bestätigt hatte. Im zweiten Fall führte das Bundesgericht aus, in der Zeit vor BGE 130 V 352 hätten die rechtsanwendenden Stellen bei Schmerzsyndromen und vergleichbaren psychosomatischen Leiden häufig die Einschätzungen behandelnder Ärzte übernommen, "welche sehr verbreitet von der Diagnose direkt auf Arbeitsunfähigkeit schlossen". Vor dem Hintergrund dieser Rechtspraxis sei damals der Rentenanspruch in vertretbarer Weise beurteilt worden, weshalb die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit ausscheide. Eine allenfalls zu large (Verwaltungs-) Praxis bei der Anwendung der Rechtsprechung des Eidg. Versicherungsgerichts ist indessen unter wiedererwägungsrechtlichem Gesichtspunkt ohne Bedeutung (vgl. Urteil 9C_ 156/2015 vom 1. Juli 2015 E. 2.2.2). Schliesslich wurde das vom obligatorischen Unfallversicherer eingeholte psychiatrische Gutachten vom 10. August 2004 nach der Verfügung vom 30. Mai 2003 verfasst. Es kann daher im Kontext keine Rolle spielen (vgl. Urteil 9C_121/2014 vom 3. September 2014 E. 3.3.1, in: SVR 2014 IV Nr. 39 S. 137). Die in diesem Zusammenhang vorgetragene Rüge, der Sachverhalt sei unvollständig ermittelt worden, ist unbegründet.