Citation: U 326/06 03.10.2006 E. 3

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und in diesem Zusammenhang insbesondere die Frage, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit unfallbedingt eingeschränkt ist. 3.1 Im Wesentlichen gestützt auf den Austrittsbericht der Rehaklinik X.________ vom 6. Juni 2003, welcher den Anforderungen der Rechtsprechung (BGE 125 V 352 Erw. 3a) in allen Teilen entspricht, und die Berichte über die kreisärztlichen Abschlussuntersuchungen vom 5. März 2003 und 15. März 2004 gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Rückenprobleme zwar die angestammte Tätigkeit als Kassiererin im Tankstellenshop nicht mehr ausüben könne, es ihr indessen zumutbar wäre, eine leidensangepasste, leichte wechselbelastende Tätigkeit ohne lange Gehstrecken ganztags auszuüben. Allfällige psychische Beschwerden, wie sie die Versicherte geltend mache, hätten als nicht unfallbedingt ausser Betracht zu bleiben, handle es sich doch beim Ereignis vom 16. Januar 2001 um einen Bagatellunfall, bei welchem die Adäquanz des Kausalzusammenhangs von vornherein zu verneinen sei. 3.2 Was die Beschwerdeführerin hiegegen vorbringt, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Vorab macht sie geltend, die Vorinstanz habe ausser Acht gelassen, dass der Kreisarzt in seinem Bericht vom 15. März 2004 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes gegenüber der Abschlussuntersuchung vom 5. März 2003 festgestellt habe. Diesem Einwand ist entgegenzuhalten, dass sich die im Bericht vom 15. März 2004 erwähnte Verschlechterung allein auf das subjektive Empfinden der Beschwerdeführerin bezog und die klinische Untersuchung demgegenüber zu mit den am 5. März 2003 erhobenen Befunden vergleichbaren Feststellungen führte. Des Weitern hat sich auch das Zumutbarkeitsprofil seit dem Austritt der Beschwerdeführerin aus der Rehaklinik X.________ (Bericht vom 6. Juni 2003) nicht verändert. Entgegen der Darstellung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde trifft es sodann nicht zu, dass sich der Kreisarzt auf die Beurteilung der orthopädischen Klinik Z.________ gestützt hat: Zwar hat er in seinem Bericht vom 5. März 2003 deren Beurteilung kommentarlos wiedergegeben; was die Zumutbarkeitsbeurteilung anbelangt, hat er indessen auf die Beurteilung durch die Rehaklinik X.________ vom 19. Juni 2001 verwiesen und auf die Notwendigkeit einer Nachevaluation aufmerksam gemacht. Im Bericht vom 15. März 2004 hat er sodann die Zumutbarkeit als "unverändert gemäss den Festhaltungen in den Austrittsberichten der Rehaklinik X.________" (vom 19. Juni 2001 und 6. Juni 2003) bezeichnet. Soweit sich die Beschwerdeführerin subjektiv aufgrund der angegebenen Schmerzen nicht in der Lage sieht, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, ist dies durch die psychosoziale Belastungssituation bedingt, wie aus dem Bericht des Kreisarztes vom 4. Juni 2002, dem psychosomatischen Konsilium der Rehaklinik X.________ vom 14. Mai 2003 und dem Bericht der Rehaklinik Y.________ vom 10. Februar 2004 übereinstimmend hervorgeht (vgl. auch den durch den behandelnden Arzt Dr. med. E.________ bereits am 20. März 2001 gemachten Hinweis, wonach eine Diskrepanz zwischen dem Leidensdruck und der klinischen Untersuchung bestehe). Nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz hat der Unfallversicherer hiefür nicht einzustehen, da es sich um einen Bagatellunfall handelt, bei welchem die Adäquanz des Kausalzusammenhanges - weil keine besonderen Umstände vorliegen, welche eine Adäquanzbeurteilung erforderlich machten (vgl. hiezu RKUV 1998 Nr. U 297 S. 244 Erw. 3b) - von vornherein zu verneinen ist (vgl. auch BGE 129 V 183 Erw. 4.1, 115 V 139 Erw. 6a). 3.3 Der gestützt auf die festgestellte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durchgeführte Einkommensvergleich ist nicht zu beanstanden: 3.3.1 Das mutmassliche Einkommen ohne gesundheitliche Einschränkung (Valideneinkommen) haben Vorinstanz und SUVA gestützt auf die Angaben der letzten Arbeitgeberin mit Fr. 53'290.- beziffert. Dies ist unbestrittenermassen korrekt. 3.3.2 Für die Bestimmung des Verdienstes, welchen die Versicherte trotz der unfallbedingten gesundheitlichen Beeinträchtigung im Zeitpunkt des Rentenbeginns (BGE 128 V 174 f. Erw. 4a) hätte erzielen können, stellte das kantonale Gericht auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) ab. Dieses Vorgehen ist gerechtfertigt, nachdem die Beschwerdeführerin die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit abgelehnt hat (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb). Mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführerin trotz ihrer Behinderung ein breiter Fächer an Arbeitsgelegenheiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt offenstünde, ist es - entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung - zulässig, in diesem Sinne auf die in der LSE ausgewiesenen statistischen Lohnverhältnisse im gesamten privaten Sektor abzustellen und von einer näheren Konkretisierung der Arbeitsstellen abzusehen (vgl. Urteile V. vom 23. Juni 2006, I 332/06, Erw. 4.2, S. vom 22. Juni 2006, I 205/06, Erw. 2.3, und P. vom 20. Juni 2006, I 333/06, Erw. 4.2; vgl. auch RKUV 2001 Nr. U 439 S. 347 [Urteil K. vom 7. August 2001, U 240/99]). Gemäss LSE 2004 verdienten mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) beschäftigte Frauen bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden durchschnittlich Fr. 3893.-, was bei Annahme einer durchschnittlichen betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden im Jahre 2004 einem Jahreseinkommen von Fr. 48'701.- ([Fr. 3893.- x 12] : 40 x 41,7) entspricht. Mit Blick darauf, dass weder aufgrund des Alters noch der Nationalität mit einer Lohneinbusse zu rechnen ist, rechtfertigt es sich - mit Vorinstanz und Unfallversicherer - nicht, hievon einen leidensbedingten Abzug (vgl. dazu BGE 126 V 79 f.) vorzunehmen. Dass die SUVA zugunsten der Beschwerdeführerin dennoch von einem tieferen Einkommen von Fr. 45'758.- (Durchschnittswert gemäss DAP-Zahlen) ausgegangen ist, was einer Reduktion von 6 % entspricht, ist mit der Vorinstanz im Rahmen der Ermessensprüfung (BGE 126 V 81 Erw. 6) nicht zu beanstanden. 3.3.3 Bei einer Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (Valideneinkommen: Fr. 53'290.-; Invalideneinkommen: Fr. 45'758.-) resultiert eine Erwerbseinbusse von 14 %. Die von der SUVA zugesprochene Invalidenrente erweist sich damit als rechtens.