Citation: 1B_206/2015 E. 5.2

5.2. Ein Ermessensmissbrauch stellt eine Rechtsverletzung dar, welche vor Bundesgericht gerügt werden kann. Er liegt insbesondere vor, wenn die Behörde willkürlich entscheidet. Die blosse Unangemessenheit können die Beschwerdeführerinnen nicht geltend machen (BGE 140 I 257 E. 6.3.1 S. 267 mit Hinweisen ; MARKUS SCHOTT, in: Bundesgerichtsgesetz, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2011, N 34 zu Art. 95 BGG). Willkürlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Willkür liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 141 I 70 E. 2.2 S. 72 mit Hinweisen).