Citation: 8C_247/2023 E. A

A.a. Die 1993 geborene A.________ meldete sich im Februar 2018 erstmals zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (IV) an. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen holte ein rheumatologisches Gutachten der Dr. med. B.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, ein (Expertise vom 29. April 2019). Gestützt darauf verneinte sie mit Mitteilung vom 21. Mai 2019 einen Anspruch der Versicherten auf berufliche Massnahmen. Mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 14. April 2020 lehnte sie zudem - nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren - das Rentenbegehren ab. A.b. Am 9. Juni 2022 stellte A.________ ein neues Gesuch um Leistungen der IV. Mit Schreiben vom 15. Juni 2022 teilte ihr die IV-Stelle mit, mit der Neuanmeldung müsse glaubhaft gemacht werden, dass sich die medizinischen, beruflichen oder wirtschaftlichen Verhältnisse in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hätten. Sie forderte die Versicherte daher auf, entsprechende Unterlagen vorzulegen, andernfalls werde auf die Neuanmeldung nicht eingetreten. A.________ reagierte weder auf diese Aufforderung noch auf den Vorbescheid vom 8. August 2022, mit dem die Ablehnung des Leistungsbegehrens angekündigt wurde. Mit Verfügung vom 3. Oktober 2022 entschied die IV-Stelle im Sinne des Vorbescheids.