Citation: 7B_59/2025 E. 3.3

3.3. Der dringende Tatverdacht erstreckt sich gemäss der Vorinstanz neben dem versuchten Mord auf die Beteiligung an einer kriminellen Organisation, versuchte schwere Körperverletzung, Drohung, Nötigung, mehrfache Widerhandlung gegen das Waffengesetz vom 20. Juni 1997 (WG; SR 514.54) sowie qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (BetmG; SR 812.121). Kollusionsgefahr bestehe, weil in der komplexen Strafuntersuchung gegen zahlreiche Mitbeschuldigte und mutmassliche Mitglieder der Gruppe "B.________", zu der auch der Beschwerdeführer gehören soll, noch weitere Zeugen- und Konfronationseinvernahmen sowie alle Schlusseinvernahmen (vgl. Art. 317 StPO) anstünden. Der Beschwerdeführer habe deshalb einen erheblichen Anreiz für Kollusionshandlungen. Bei kriminellen Organisationen und im Drogenhandel seien Beeinflussungsversuche im Allgemeinen notorisch häufig. Die Organisation "B.________" und der Beschwerdeführer im Besonderen hätten in der Vergangenheit nicht vor Gewaltanwendungen, Drohungen und Einschüchterungsversuchen zurückgeschreckt, und zwar sowohl gegenüber Personen, die den Betäubungsmittelhandel dieser Gruppierung konkurrenzierten, als auch gegenüber abtrünnigen und zur Aussage und Kooperation mit den Behörden bereiten Mitgliedern. Unter Hinweis auf die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts sowie die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft im vorinstanzlichen Verfahren erachtet die Vorinstanz auch den besonderen Haftgrund der (einfachen) Wiederholungsgefahr als erfüllt, weil der Beschwerdeführer mehrfach einschlägig vorbestraft sei und eine Rückfallgefahr für die öffentliche Sicherheit unmittelbar gefährdende schwere Gewaltdelikte bestehe. Die Vorinstanz erwägt, dass die angeordneten Ersatzmassnahmen den Beschwerdeführer nicht unverhältnismässig in seiner Lebensführung und damit in seiner persönlichen Freiheit einschränkten. In der Anordnungsverfügung vom 21. August 2024 seien berufliche Termine von der Eingrenzung ausgenommen worden und es bestünden keine Anhaltspunkte, dass familiäre Kontakte nicht auch innerhalb des Gebiets des Kantons St. Gallen gepflegt werden könnten.