Citation: 5A.37/2004 01.06.2005 E. 5

Das EDI hat weiter angeordnet, die beiden übrig gebliebenen Mitglieder des Stiftungsrates, A.________ und F.________, müssten bei der Zuwahl eines neuen Präsidenten Ziffer 2d der letztwilligen Verfügung von D.________ vom 27. Juni 2002 beachten. In dieser Bestimmung verfügte D.________: "Nach meinem Ableben bitte ich den amtierenden Stiftungsrat, zu meinem Nachfolger als Präsident der D.________ Stiftung zu wählen: 1. H.________ [...]; bei Verhinderung des Erstgenannten folgt: 2. I.________ [...]". Das EDI hat erwogen, bei dieser klaren Regelung, welche sogar den Verhinderungsfall regle, handle es sich nicht nur um eine Bitte, die erfüllt werden könne oder nicht, sondern es liege eine Anordnung an den Stiftungsrat vor. Dieser Auffassung kann nicht zugestimmt werden. Wie oben ausgeführt (E. 3.2), gibt weder die Stiftungsurkunde noch das Reglement D.________ die Kompetenz, selbstständig und für die übrigen Stiftungsräte verbindlich seinen Nachfolger zu bestimmen. Der im Testament geäusserte Wunsch kann damit einzig als Appell an die Stiftungsräte verstanden werden, der nur eine moralische, nicht aber eine rechtliche Verpflichtung zur Wahl von H.________ bzw. I.________ begründet. Die Beschwerde ist in diesem Punkt gutzuheissen.