Citation: 8C_515/2023 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwog, sie habe die Beschwerdegegnerin in ihrem Entscheid vom 31. August 2021 verbindlich angewiesen, eine Marktwertschätzung des Grundstücks einzuholen und anschliessend die Hälfte der Differenz zwischen dem Marktwert des Grundstücks und den nach dem Tod des Erblassers getätigten wertvermehrenden Investitionen sowie der Hypothek als anrechenbares Vermögen der Beschwerdeführerin zu berücksichtigen. Der von der Beschwerdegegnerin mit einer Marktwertschätzung beauftragte Immobilienfachmann habe überzeugend begründet, dass sich der Marktwert der gesamten Liegenschaft am 1. Dezember 2018 auf Fr. 1'180'000.- und am 1. Januar 2020 auf Fr. 1'260'000.- belaufen habe, wovon auszugehen sei. Da das Grundstück zu jener Zeit noch Eigentum der Erbengemeinschaft gewesen sei und der die Liegenschaft bewohnende Sohn der Beschwerdeführerin grössere wertvermehrende Investitionen getätigt habe, seien ihm diese von der Erbengemeinschaft angemessen zu entschädigen. Der Immobilienschätzung lasse sich entnehmen, dass der Marktwert von Fr. 1'180'000.- per 1. Dezember 2018 auf einem Realwert von Fr. 1'495'000.- (gerundet) basiert habe. Dieser setze sich aus dem Neuwert des Altbaus von Fr. 400'000.-, dem Neuwert des Anbaus von Fr. 544'000.-, dem Neuwert der Garage von Fr. 34'000.-, dem Wert der Umgebung von Fr. 85'000.-, den Baunebenkosten von Fr. 53'000.- und dem Landwert von Fr. 377'650.- zusammen. Nach Abzug der technischen Entwertung von Fr. 114'000.- resp. von Fr. 3'000.- hätten der Neubau und die Doppelgarage einen Marktwert von Fr. 430'000.- bzw. Fr. 31'000.- aufgewiesen. Der Immobilienfachmann habe auf eine Rückfrage der Beschwerdegegnerin explizit bestätigt, dass es korrekt sei, den Marktwert anhand der Differenz zwischen dem Realwert und der technischen Entwertung zu berechnen. Die Erbengemeinschaft habe dem Sohn folglich eine Entschädigung von Fr. 461'000.- für die von ihm erstellten Neubauten geschuldet. Als weitere Investition sei dem Sohn eine im Jahr 2004 installierte Wärmepumpe von Fr. 57'000.- zu entschädigen. Da der Altbau in jenem Zeitpunkt über keine zeitgemässe Heizung mehr verfügt habe, sei diese Investition gemäss den überzeugenden Ausführungen des Experten vollständig wertvermehrend gewesen, weshalb die Erbengemeinschaft dem Sohn dafür eine Entschädigung von Fr. 28'500.- geschuldet habe. Für die im Jahr 2005 getätigten Investitionen in den Altbau von Fr. 100'000.- habe die Erbengemeinschaft den Sohn ebenfalls zu entschädigen. Dieser Betrag belaufe sich angesichts des vom Experten mit 50 % bezifferten wertvermehrenden Anteils auf Fr. 50'000.-, womit ein Gesamtbetrag von Fr. 78'500.- resultiere. Ziehe man vom Marktwert des Grundstücks von Fr. 1'180'000.- am 1. Dezember 2018 die fiktiven Entschädigungen der Erbengemeinschaft an den Sohn für die von diesem getätigten Investitionen von Fr. 539'500.- (Fr. 461'000.- + Fr. 78'500.-) sowie die Hypothekarschuld von Fr. 220'000.- ab, verbleibe ein Nachlassvermögen von Fr. 420'500.-. Davon habe die Hälfte, also ein Betrag von Fr. 210'250.-, der Beschwerdeführerin zugestanden. Da sie am 1. Dezember 2018 bereits in einem Heim gewohnt habe, entfalle ein Abzug des gesetzlichen Freibetrags für eine selbstbewohnte Liegenschaft. Das anrechenbare Vermögen entspreche also der Summe des Anteils der Beschwerdeführerin am Nachlass ihres Ehemannes von Fr. 210'250.- und dem Sparguthaben per 1. Dezember 2018 von Fr. 97'873.-, abzüglich des gesetzlichen Freibetrags von Fr. 37'500.-. Das ergebe einen Betrag von Fr. 270'623.-. Davon seien ein Fünftel, demnach Fr. 54'124.-, als sogenannter Vermögensverzehr anzurechnen. Die von der Beschwerdegegnerin auf den Zeitpunkt der Erbteilung am 1. Januar 2020 hin vorgenommene Berechnung sei überdies - ebenso wie jene per 1. Dezember 2018 - rechtmässig. Die Beschwerdeführerin habe bei der Erbteilung einen Anspruch auf Fr. 256'250.- gehabt, aber lediglich Fr. 40'000.- erhalten. Es sei daher zu Recht ein effektives Vermögen von Fr. 96'751.- (inkl. der im Zuge der Erbteilung erhaltenen Fr. 40'000.-) und ein Verzichtsvermögen von Fr. 216'250.- berücksichtigt worden. Das anrechenbare Vermögen habe sich folglich für die Zeit ab Januar 2020 auf Fr. 275'501.- (Fr. 96'751.- + Fr. 216'250.- - Fr. 37'500.-) belaufen. Davon seien ein Fünftel, demnach Fr. 55'100.-, als Vermögensverzehr anzurechnen. Bereits ohne die Berücksichtigung eines Vermögensertrages resultiere ein Einnahmentotal von Fr. 113'105.- (Fr. 58'981.- [Rentenleistungen] + Fr. 54'124.- [Vermögensverzehr]) für den Monat Dezember 2018. Dieses Einnahmentotal habe sich angesichts der geringfügigen Schwankungen der Rentenbeträge und des Sparguthabens im Jahr 2019 kaum verändert. Es habe das Ausgabentotal von Fr. 79'004.- im Dezember 2018, von Fr. 79'172.- in den Monaten Januar bis April 2019, von Fr. 83'917.- in den Monaten Mai bis Juli 2019, von Fr. 85'596.- in den Monaten August und September 2019 sowie von Fr. 83'917.- in den Monaten Oktober bis Dezember 2019 jedenfalls deutlich überschritten, weshalb die Beschwerdeführerin für die Zeit von Dezember 2018 bis Dezember 2019 unabhängig von der Höhe des anrechenbaren Vermögensertrages keinen Anspruch auf eine EL gehabt habe. Für das Jahr 2020 ergebe sich ein Einnahmentotal (noch ohne Vermögensertrag) von Fr. 114'294.- (Fr. 59'194.- [Rentenleistungen] + Fr. 55'100.- [Vermögensverzehr]). Dieses übersteige das Ausgabentotal von Fr. 84'999.- (für die Monate Januar bis November 2020) resp. von Fr. 84'547.- (für den Monat Dezember 2020), weshalb auch für das Jahr 2020 kein Anspruch auf eine EL bestehe.