Citation: B 59/01 24.10.2003 E. 6

Die Beschwerdeführerin hat gestützt auf die ihr von der LPVK erteilte Auskunft vom 6. Januar 1999, wonach die Austrittsleistung bei einem vorzeitigen Rücktritt aus dem Schuldienst auf den 31. Juli 1999 Fr. 306'498.80 betrage, (u.a. im Hinblick auf die Tilgung der Resthypothek auf dem ihr und ihrem Ehemann gehörenden Einfamilienhaus in Z.________) am 6. März 1999 ihre Arbeitsstelle auf das Ende des Schuljahres 1998/99, d.h. zwei Jahre vor Erreichen des ordentlichen Rücktrittsalters, gekündigt und damit (die rechtsprechungsgemäss verlangten) Dispositionen getroffen, welche nicht mehr rückgängig gemacht werden konnten. Mit Bezug auf die Wirkung des Vertrauensschutzes (vgl. hiezu BGE 121 V 74 Erw. 2a mit Hinweisen auf AHI 1995 S. 109 und die Literatur) rechtfertigt sich hier die Verpflichtung des Kantons Aargau zur Bezahlung des Differenzbetrages von Fr. 96'260.35 zwischen der von der LPVK nach den massgebenden Gesetzes- und Reglementsbestimmungen auf das Freizügigkeitskonto überwiesenen (Fr. 210'238.45) und der gemäss falscher Auskunft vom 6. Januar 1999 geschuldeten Austrittsleistung (Fr. 306'498.80) an die Beschwerdeführerin. Der genannte Differenzbetrag ist ab 3. August 1999 zu 5 % (Art. 7 FZV in der bis Ende 1999 gültig gewesenen Fassung), ab 1. Januar 2000 zu 4 1/4 % und ab 1. Januar 2003 zu 3 1/2 % zu verzinsen (Art. 7 FZV in Verbindung mit Art. 12 BVV 2).