Citation: 4P.232/2004 03.01.2005 E. 1.1

Im Vollstreckungsverfahren nach der Aargauer Zivilprozessordnung kann die beklagte Partei gemäss § 435 ZPO die folgenden Einreden erheben: a) dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die Vollstreckung fehlen, b) dass seit Erlass des Urteils Tatsachen eingetreten sind, welche die Geltendmachung des Anspruchs ganz oder teilweise aufschieben, was durch Urkunde zu beweisen ist. Die Beschwerdeführerin hat sich vor den kantonalen Instanzen der Vollstreckung des Vergleichs vom 7. Januar 2004 mit der Begründung widersetzt, dass ihr Bruder, B.________, sein Vorkaufsrecht an der Liegenschaft G.________ 82 ausgeübt habe, womit die Beschwerdegegner ihre Berechtigung verloren hätten, die Vollstreckung des Vergleichs zu verlangen. Zudem werde das Vollstreckungsbegehren rechtsmissbräuchlich gestellt, weil ihr Bruder, der in naher Zukunft Eigentümer der Liegenschaft sein werde, ihr zugesichert habe, dass sie weiter im Haus wohnen dürfe. 1.2 Im angefochtenen Entscheid werden die Einreden der Beschwerdeführerin für unbegründet erklärt, weil ihr Bruder bis heute nicht als neuer Eigentümer im Grundbuch eingetragen sei und sie sich in Kenntnis der Zusicherung ihres Bruders, sie könne weiter im Haus wohnen, im Vergleich vom 7. Januar 2004 vorbehaltlos zur Räumung bis 31. März 2004 verpflichtet habe. Mit der Beschwerde wirft die Beschwerdeführerin dem Obergericht vor, dessen Entscheid beruhe auf willkürlicher Anwendung von § 435 ZPO/AG sowie Art. 681a ZGB und verletze damit Art. 9 BV.