Citation: 1C_208/2016 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführer sind dagegen der Auffassung, der Verzicht auf die Sonderjagd sei mit dem Bundesrecht vereinbar. Dieses sehe keine konkrete Pflicht der Kantone zur Jagd vor. Auch gemäss dem BAFU sei das Jagen in den Wintereinständen zu unterlassen. Es sei nicht erstellt, dass dadurch Schäden am Wald entstünden, die in ihrem Umfang bundesrechtswidrig seien. Das Verwaltungsgericht stütze sich insofern auf das wildtierbiologische Gutachten von Prof. Dr. Robin, welches jedoch von der falschen Prämisse ausgehe, dass das bisherige Jagdregime, abgesehen von der Abschaffung der Sonderjagd, beibehalten werde. Indessen könnten etwa die Jagd auf Weibchen und die Wildschutzgebiete anders geregelt werden. Auch könne mit einer Erhöhung des Fütterungsangebots, mit Einzäunungen und Aufforstungen dem Problem des Wildschadens begegnet werden. Dass das Waldgesetz derartige Massnahmen nur in zweiter Linie, nachdem das Mittel der Jagd ausgeschöpft sei, zulasse, treffe nicht zu. Schliesslich könne auch die Wildhut korrigierend eingreifen und zwar nicht nur in Bezug auf einzelne Tiere. Dies tue sie bereits heute.