Citation: 9C_319/2014 E. 3.2

3.2. Die vorinstanzliche Feststellung, dass die Beschwerdegegnerin aufgrund der Schlussfolgerungen im Gutachten der Begutachtungsstelle D.________ vom 30. März 2011 befunden habe, der Beschwerdeführer sei in einer körperlich leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit zu 100 % arbeits- und leistungsfähig, bleibt für das Bundesgericht verbindlich. Denn sie ist aufgrund einer einlässlichen Würdigung zustande gekommen, welche die gesamte medizinisch-psychiatrische Aktenlage umfasst, was als Entscheidung über eine Tatfrage (Urteil I 692/06 vom 19. Dezember 2006 E. 3.1) das Bundesgericht bindet (E. 1). Eine qualifiziert unzutreffende (unhaltbar, willkürlich; BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211) Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG liegt klarerweise nicht vor und ist auch aus der Beschwerdeschrift nicht ersichtlich: Der Haupteinwand der Beschwerde (S. 4 ff.), die (rheumatologische) Begutachtung der Begutachtungsstelle D.________ vom 9. Februar 2011 ziehe die Expertise der MEDAS vom 16. Juli 2007 nicht in Zweifel, indem aus den diesbezüglichen Darlegungen des Dr. med. G.________ seither eingetretene entscheidende Veränderungen hervorgingen, welche "erst ab Februar 2011 eine abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit rechtfertigten" (Beschwerde S. 6), übersieht zum Einen, dass es sich dabei lediglich um ein Element im gesamten Kontext der medizinisch dokumentierten Aktenlage handelt und zum Andern, dass der Beweiswert der erwähnten MEDAS-Expertise durch die im weiteren Versicherungsverlauf an den Tag gebrachten Erkenntnisse empfindlich geschmälert wurde. Denn hätten die MEDAS-Aerzte im Juli 2007 um die Ergebnisse der Observation (22. April bis 18. Mai 2008 und 22. bis 25. Mai 2008) bei ihrer abschliessenden Beurteilung gewusst, wäre diese erheblich anders ausgefallen. Anders als in der ärztlichen Untersuchung zeigte der Beschwerdeführer, sich unbeobachtet wähnend, im Frühjahr 2008 ein unbehindertes Verhalten in Alltag und Freizeit (angefochtener Entscheid, S. 14 ff.), was die Annahme einer bloss 70%igen Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten aus rheumatologisch-orthopädisch und/oder psychiatrischen Gründen zumindest so sehr verunsichert, dass darauf nicht abgestellt werden kann, zumal für eine in der Zeit von Juli 2007 bis April 2008 eingetretene Verbesserung des gesundheitlichen Leistungsvermögens keinerlei Anhaltspunkte ersichtlich sind. Damit ist auch den weiteren Einwänden in der Beschwerde, insbesondere der gerügten fehlenden Berücksichtigung echtzeitlicher Berichte und der abweichenden Auffassung des den Beschwerdeführer seit Februar 2009 behandelnden Psychiaters, die Grundlage entzogen. Im Rahmen einer zulässigen retrospektiven Prüfungsweise ist vielmehr festzustellen, dass die tatsächlichen Voraussetzungen für eine (teil-) invalidisierende psychische oder physische Gesundheitsbeeinträchtigung über Ende Juni 2004 hinaus durch die beigezogenen medizinischen Sachverständigen, insbesondere das Gutachten der Begutachtungsstelle D.________ vom 30. März 2011, nicht bewiesen werden konnten. In umstrittenen Fällen wie dem hier vorliegenden kann es in Anbetracht der Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag (statt vieler Urteil 9C_799/2012 E. 2.3 vom 16. Mai 2013) nicht Sache der therapeutisch tätigen Arztpersonen sein, zur Arbeitsunfähigkeit verbindlich Stellung zu nehmen.