Citation: 8C_1062/2009 31.08.2010 E. 3.2

3.2.1 Vor diesem Hintergrund lässt sich die Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts, wonach die organischen Unfallfolgen bereits in einem frühen Zeitpunkt, jedenfalls aber bis Ende Dezember 2006 ausgeheilt gewesen seien, nicht beanstanden. Die von Frau Dr. med. I.________ am 29. Juni und 20. Juli 2007 erwähnten somatischen Beschwerden im Sinne vermehrt auftretender Kopfschmerzen und eines schmerzhaften lumbalen oder zervikalen muskulären Hartspanns mit rezidivierenden Blockierungen der Wirbel finden kein Korrelat in den übrigen ärztlichen Unterlagen, zumal Symptome wie Verspannungen oder eine eingeschränkte Beweglichkeit des Nackens allein rechtsprechungsgemäss noch nicht auf ein entsprechendes organisches Substrat schliessen lassen (Urteil [des Eidg. Versicherungsgerichts] U 147/05 vom 8. Juni 2006 E. 4.2). Unter starken - hinsichtlich ihrer möglichen Entstehungsweise aber ohnehin unspezifischen (Urteil [des Eidg. Versicherungsgerichts] U 264/04 vom 16. Juni 2005 E. 3.3 mit Hinweisen, in: HAVE 2005 S. 351) - Spannungskopfschmerzen hatte die Versicherte zudem bereits vor dem Ereignis vom 31. März/1. April 2006 zeitweilig gelitten (Austrittsbericht der Rehaklinik Y.________ vom 1. September 2006, S. 4 unten; "Bericht für Patientenbesuch" vom 2. Juni 2006, S. 5). 3.2.2 Hinsichtlich des psychischen Beschwerdebildes besteht sodann, wie im vorinstanzlichen Entscheid ebenfalls zutreffend festgehalten wird, keine Übereinstimmung der involvierten Ärzteschaft in Bezug auf die Diagnosestellung. Während sowohl im Austrittsbericht der Rehaklinik Y.________ (vom 1. September 2006) wie auch durch die behandelnde Psychologin Frau lic. phil. B.________ die Aspekte einer posttraumatischen Belastungsstörung herausgestrichen wurden, letztere nannte die Diagnose eines posttraumatischen Belastungssyndroms (ICD 10: F43.11) und einer mittelgradigen depressiven Episode (reaktive Depression [ICD-10: F32.10]; Bericht vom 31. Mai 2007), riet Frau Dr. med. T.________, es sei von einer Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion (ICD-10: F43.20) auszugehen, bei welcher sich die Frage nach prädisponierenden Zügen in der Persönlichkeit stellte; aus den Akten erkannte sie bei der Beschwerdeführerin eine strukturelle Störung (charakterliche Konstitution) im Sinne einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.9; Gutachten vom 22. Januar 2007, S. 28 f.). Demgegenüber sah Frau Dr. med. A.________ die Kriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung nach DSM-IV als klar gegeben an (Expertise vom 16. April 2008, S. 27; Ergänzung vom 20. März 2009, S. 1 ff.) und diagnostizierte Frau med. pract. O.________ eine reaktiv bedingte mittelgradige depressive Störung ohne somatisches Syndrom (ICD-10: F32.10) sowie Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit (ICD-10: Z56; Gutachten vom 9. Juni 2008, S. 13 ff.). Dieser Umstand ändert indes nichts daran, dass der gewaltsame Vorfall vom 31. März/1. April 2006 unbestrittenermassen zumindest eine - rechtsprechungsgemäss für die Bejahung der natürlichen Kausalität genügende (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 und 402 E. 4.3.1 S. 406, je mit Hinweisen) - Teilursache für die noch vorhandenen Einschränkungen darstellt. Vertiefende psychiatrische Abklärungen erübrigen sich für den vorliegend zu prüfenden unfallversicherungsrechtlichen Kontext, wie die nachstehenden Erwägungen zeigen.