Citation: 6B_741/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hält fest, der Beschwerdeführer habe ein legitimes persönliches Interesse daran gehabt, die Geschehnisse in einem für ihn möglichst günstigen Licht zu schildern. Das gelte insbesondere auch mit Blick auf das laufende Scheidungsverfahren und das zu regelnde Besuchsrecht für die Kinder. Auch die Beschwerdegegnerin 2 habe aufgrund der geltend gemachten Zivilforderungen und des laufenden Scheidungsverfahrens ein Interesse am Ausgang des Strafverfahrens und theoretisch ein Motiv für eine Falschbelastung. Die Behauptung des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin 2 habe ihn nur belastet, um Vorteile zu erreichen und ihre Untreue zu vertuschen, sei nicht ohne Weiteres von der Hand zu weisen. Die Beschwerdegegnerin 2 habe wiederholt vorgebracht, der Beschwerdeführer habe die Kinder geschlagen, während das zuständige Zivilgericht das Kindeswohl nicht als gefährdet betrachtet habe. Sie habe zumindest eine romantische Beziehung mit einem anderen Mann gepflegt, und vor ihrem kulturellen Hintergrund sei es denkbar, dass sie eine allfällige intime Beziehung vor ihrer Familie habe verheimlichen wollen. Der Beschwerdeführer habe offen zugegeben, gekränkt, "hässig", wütend und beleidigt gewesen zu sein resp. dass für ihn eine Welt zusammengebrochen sei, als er seine (damalige) Ehefrau mit einem anderen Mann gesehen habe; damit habe er ein Tatmotiv. Die Aussagen der Parteien (und auch des anderen Mannes) seien mit Vorsicht zu würdigen. Weiter führt die Vorinstanz aus, aus dem Verhalten der Parteien anlässlich eines Treffens vom 24. Juni 2020, rund anderthalb Jahre nach dem letzten inkriminierten Vorfall, seien keine relevanten Erkenntnisse für das vorliegende Strafverfahren zu gewinnen, weshalb auf den Beizug des entsprechenden Videos verzichtet werde.