Citation: 6F_25/2022 E. 5

Dass das Bundesgericht im Urteil vom 20. Juni 2022 in den Akten liegende erhebliche Tatsachen im Sinne von Art. 121 lit. d BGG aus Versehen nicht berücksichtigt haben könnte, kann der Eingabe der Gesuchstellerin ebenfalls nicht entnommen werden. Letztere stört sich bezüglich Anklageziffer II (Schuldsprüche wegen Gehilfenschaft zu mehrfachem Steuerbetrug) und Anklageziffer III (Schuldspruch wegen Erschleichung einer falschen Beurkundung im Sinne von Art. 253 Abs. 1 StGB) vielmehr an der rechtlichen Würdigung durch das Bundesgericht, welche jedoch keiner Revision zugänglich ist. Dies gilt insbesondere, soweit die Gesuchstellerin bezüglich Anklageziffer II vorträgt, "zu hohe Lohnentnahmen" seien keine verdeckten Gewinnausschüttungen. Bezüglich Anklageziffer III macht die Gesuchstellerin zwar geltend, das Bundesgericht habe die Genehmigung von D.________ vom 10. Oktober 2012 zur Anmeldung seiner Löschung als Verwaltungsrat der G.________ AG übersehen. Diese Genehmigung von D.________, welche gemäss dem von der Gesuchstellerin zitierten Schreiben ihres Rechtsanwalts im Zusammenhang mit einer im November 2012 erfolgten Wiedereintragung von D.________ als Verwaltungsrat der G.________ AG erfolgte, ist für die Beurteilung des angeklagten Sachverhalts, welcher sich im Januar 2010 zutrug, indes unerheblich. Der Gesuchstellerin wird in Anklageziffer III vorgeworfen, im Januar 2010 die unterschriftliche Einwilligung von D.________ zu seiner Löschung als Verwaltungsrat der G.________ AG vorgetäuscht zu habe. Dass dieser fast zwei Jahre später - im Gegenzug gegen seine Wiedereintragung als Verwaltungsrat - erklärte, seine Austragung vom Februar 2010 ausdrücklich zu genehmigen, tut nichts zur Sache, zumal es sich bei Art. 253 Abs. 1 StGB um ein Offizialdelikt handelt. Insgesamt macht die Gesuchstellerin keine Revisionsgründe im Sinne von Art. 121-123 BGG geltend, sondern sie wendet sich gegen die rechtliche Würdigung durch das Bundesgericht.