Citation: U 315/05 11.09.2006 E. 3

3.1 Im angefochtenen Entscheid hat das kantonale Gericht festgestellt, aus den Akten sei ersichtlich, dass bei der Beschwerdeführerin bereits vor dem Unfall sowohl eine schwerwiegende psychische Problematik als auch die geklagten Schmerzen im linken Arm- und Schulterbereich bestanden hatten. Die Leiden einer chronischen Periarthropatie, einer subakuten Bursitis und, als Hauptbeschwerde, eines Thoracic-outlet-Syndroms könnten von der HWS-Problematik klar abgegrenzt werden. Zu Recht sei die SUVA nachträglich zur Auffassung gelangt, bereits der erste Rückfall hätte keine Leistungspflicht mehr auslösen dürfen, wobei die Beschwerdeführerin denn auch die Einstellung der Leistungen auf den 31. Oktober 2002 nicht in Frage gestellt habe. Zudem habe Dr. med. I.________ in der zweiten Rückfallmeldung einen mit dem Unfallereignis bestehenden Kausalzusammenhang lediglich als möglich und nicht als überwiegend wahrscheinlich erachtet. Für das Vorliegen eines Schleudertraumas fehle es am notwendigen typischen Beschwerdebild, sodass zur Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs die Anwendung der Regeln gemäss BGE 117 V 359 ff. von vornherein ausser Betracht falle. Auch eine Leistungspflicht wegen psychischer Fehlentwicklung aufgrund der in BGE 115 V 133 ff. festgelegten Grundsätze sei auszuschliessen, da die psychischen Leiden ausgewiesenermassen bereits vor dem Unfall bestanden hatten und selbst bei Annahme eines mittelschweren Unfallereignisses kein einziges der notwendigen Zusatzkriterien erfüllt seien. 3.2 Dagegen werden in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde in keiner Hinsicht stichhaltige Argumente vorgebracht, sodass der Betrachtungsweise der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden kann. Darin wird zwar geltend gemacht, die Schulter-/Nackenproblematik sei stets dominant gewesen, wenn auch mit unterschiedlichen Diagnosen versehen. Die Beschwerdeführerin habe unmittelbar nach dem Unfallereignis vom 16. Oktober 2000 an Schmerzen im Bereich Schulter links und Nacken gelitten. Diese Beschwerden seien durch die SUVA-Akten belegt und hätten auch während des Klinikaufenthaltes vom 13. Februar bis 8. Mai 2002 als myotendinotisches Schmerzsyndrom beschrieben im Vordergrund gestanden. Entgegen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid sei der Zusammenhang zwischen Grund- und Rückfall somit gegeben. Unwesentlich sei der Umstand, dass die spezialärztlichen Abklärungen der HWS unauffällige Bilder ergeben haben, da es im Wesen eines Distorsionstraumas der HWS liege, dass die geklagten Beschwerden organisch nicht nachweisbar seien. Zwar sei auch eine psychische Problematik festzustellen. Diese sei jedoch nicht derart dominant, dass damit die körperlichen Beschwerden völlig in den Hintergrund gedrängt worden wären. Massgebend für die Adäquanzprüfung sei deshalb die Rechtsprechung gemäss BGE 117 V 359 ff., wobei die Mehrheit der danach erforderlichen Kriterien erfüllt sei. Nachdem die Beschwerdeführerin die Einstellung der Leistungen auf den 31. Oktober 2002 nicht in Frage gestellt hatte und Dr. med. I.________ in der zweiten Rückfallmeldung einen mit dem Unfallereignis bestehenden Kausalzusammenhang nicht als überwiegend wahrscheinlich erachtet hat, können die - wenn auch als dominant bezeichneten - Schulter-/Nackenproblematik sowie die adäquanzbezogenen Argumente der Beschwerdeführerin zu keinem anderen Ergebnis führen. Demzufolge hat das kantonale Gericht bei verneintem Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs (vgl. BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) zwischen dem Unfallereignis vom 16. Oktober 2000 und dem am 19. Dezember 2003 gemeldeten Rückfall den ablehnenden Einspracheentscheid vom 28. Juni 2004 zu Recht bestätigt.