Citation: 2C_109/2022 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdegegner habe ein Schreiben der Informationsinhaberin vom 10. Februar 2021 eingereicht. In diesem Schreiben bestätige die Informationsinhaberin, dass im ersuchten Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2019 kein Domizil der betroffenen Person in Südkorea bestanden habe. Für den Zeitraum von 2011 bis zur Saldierung des Bankkontos im Jahr 2017 habe die Informationsinhaberin als Domizilland Indonesien in den Systemen registriert. Als letztbekannte Adresse gebe die Informationsinhaberin im besagten Schreiben eine schweizerische Adresse an. Im Weiteren, so die Vorinstanz weiter, seien betreffend den relevanten Zeitraum auch sonst keine Anknüpfungspunkte zu Südkorea aus den Akten ersichtlich und würden auch nicht geltend gemacht. Der alleinige Umstand, dass der Beschwerdegegner in früheren Jahren einmal in Südkorea gelebt und dort für ein Schweizer Unternehmen gearbeitet habe, stelle für die vorliegend relevante Periode keine genügende Anknüpfung dar. Der Domizilcode, so die Vorinstanz folgernd, stelle sich damit für den ersuchten Zeitraum als falsch heraus. Zudem bestünden keine Hinweise dafür, dass die Angaben der Informationsinhaberin nicht zutreffen sollten. Entsprechend gelinge es dem Beschwerdegegner mit diesem Schreiben vom 10. Februar 2021 zu belegen, dass der Domizilcode für den relevanten Zeitraum unrichtig sei und der Zusammenhang zwischen den verlangten Informationen und der Untersuchung in Südkorea wenig wahrscheinlich erscheine. Die von der ersuchenden Behörde im Zusammenhang mit der Besteuerung des Beschwerdegegners ersuchten Informationen erschienen nicht als geeignet, seine Einkommensbesteuerung und damit seine Steuersituation in Südkorea zu beeinflussen. Der Beschwerdegegner habe aufgezeigt, dass den Informationen im vorliegenden Fall die voraussichtliche Erheblichkeit fehle.