Citation: 1C_203/2014 E. 5.5

5.5. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts im Detail zu ermitteln, wieviele der bestehenden Bauten im Quartierplangebiet nach welcher Messmethode bewilligt worden sind. Immerhin zeigt der in den Akten liegende Schriftenwechsel zwischen dem Beschwerdegegner und der Gemeinde, dass es schwierig war, überhaupt Beispiele für bestehende Bauten zu finden, welche die Gebäudehöhe nur an der tiefstliegenden Schnittlinie einhalten und anderswo überschreiten. Die Gemeinde räumt denn auch zuletzt ein, dass die Gebäudehöhenproblematik in den meisten Bewilligungsverfahren keine Rolle gespielt habe, d.h. dass viele in der Zeit zwischen 1977 und 2007 realisierten Projekte auch den Höhenvorschriften des kommunalen Baugesetzes entsprechen. Hält somit ein Grossteil der bestehenden Bauten die nach Art. 26 BauG/Sils gemessene Gebäudehöhe ein, kann nicht gesagt werden, dass den Eigentümern der letzten unüberbauten Grundstücke verwehrt werde, was dem Grossteil der übrigen Quartierplangenossen bereits zugute gekommen sei. Es ist auch keine Vertrauensgrundlage ersichtlich, die nach Treu und Glauben eine Beibehaltung der bisherigen Messmethode verlangen würde. Insbesondere erwarb der Beschwerdegegner seine Liegenschaft bereits unter der Geltung des revidierten Zonenplans 2007, der keine von Art. 26 BauG/Sils abweichende Regelung mehr enthält.