Citation: I 309/02 13.11.2002 E. 2

2.1 Nach Art. 13 Abs. 1 IVG haben Versicherte bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen notwendigen medizinischen Massnahmen. Diese Massnahmen umfassen unter anderem die Behandlung, die vom Arzt selbst oder auf seine Anordnung durch medizinische Hilfspersonen in Anstalts- oder Hauspflege vorgenommen wird (Art. 14 Abs. 1 lit. a IVG). Beim Entscheid über die Gewährung von ärztlicher Behandlung in Anstalts- oder Hauspflege ist auf den Vorschlag des behandelnden Arztes und die persönlichen Verhältnisse des Versicherten in billiger Weise Rücksicht zu nehmen. Zusätzliche Kosten, die aus der Hauspflege entstehen, können ganz oder teilweise von der Versicherung übernommen werden (Art. 14 Abs. 3 IVG). 2.2 Die gestützt auf Art. 14 Abs. 3 Satz 2 IVG von der Invalidenversicherung zu erbringenden Leistungen bei Hauspflege hat der Bundesrat auf dem Verordnungsweg näher geregelt. Nach Art. 4 Abs. 1 IVV hat die Invalidenversicherung die Kosten für zusätzlich benötigte Hilfskräfte bis zu einer im Einzelfall festzusetzenden Höchstgrenze zu übernehmen, wenn der invaliditätsbedingt zu leistende Betreuungsaufwand in Hauspflege voraussichtlich während mehr als drei Monaten das zumutbare Mass überschreitet. 2.3 Werden medizinische Massnahmen ambulant durchgeführt, so vergütet die Invalidenversicherung neben den Kosten für Behandlung und Arznei ortsübliche Aufwendungen für Pflegepersonal, soweit dieses infolge Durchführung medizinischer Massnahmen der Invalidenversicherung zur Sicherstellung der Hauspflege notwenig ist. Für die Krankenpflege (Grundpflege) allgemein und die nicht von anerkanntem Pflegepersonal durchgeführte medizinische Behandlungspflege gelten die besonderen Richtlinien zu Art. 4 IVV (Rz 1233 des Kreisschreibens über die medizinischen Eingliederungsmassnahmen [KSME], Stand 1. Juli 2002).