Citation: 5A_701/2022 E. 4.5

4.5. Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, es sei unzulässig, an die Erheblichkeit der Veränderung der Verhältnisse einen derart hohen Massstab anzulegen wie die Vorinstanz dies tue. Seine Emotionen (Frust, Ärger) seien im langjährigen intensiven elterlichen Streit begründet. Mehr als die aktuellen Anstrengungen könne nicht von ihm erwartet werden. Er habe seine Kooperationsbereitschaft in vielerlei Hinsicht zureichend bekräftigt. Es rechtfertige sich nicht, mit dem Beginn der beantragten Wiederaufnahme des Kontakts durch ein interventionsorientiertes Gutachten so lange zuzuwarten, bis der Beschwerdeführer während eines gesamten Jahres eine Therapie besucht habe. Möglich und geeignet wären milderen Massnahmen, wie z.B. eine Therapie während der Begutachtung. Mit diesen weitgehend appellatorischen Ausführungen vermag der Beschwerdeführer die gestützt auf den für das Bundesgericht verbindlich festgestellten Sachverhalt ruhenden Überlegungen des Obergerichts zum Vorliegen eines Abänderungsgrunds nach Art. 313 Abs. 1 ZGB nicht als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Das Obergericht ist davon ausgegangen, dass etwa zwölf Monate erforderlich sind, um von einer zureichend dauernden Veränderung der Verhältnisse zu sprechen. Es hat bei der Festlegung dieser Frist alle wesentlichen Aspekte des Sachverhalts in der Vergangenheit und Gegenwart sowie eine Zukunftsprognose und das nachvollziehbare Bedürfnis nach Überprüfbarkeit der Nachhaltigkeit der gegenwärtigen Bemühungen des Beschwerdeführers berücksichtigt und ist zum Schluss gelangt, eine Wiederherstellung des persönlichen Verkehrs sei aktuell noch verfrüht. Dies ist nicht zu beanstanden.