Citation: 6P.31/2005 03.07.2005 E. 4

Die Beschwerdeführer rügen in ihrer eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde eine Verletzung der Art. 18 Abs. 3 und 117 StGB. 4.1 Im Einzelnen machen sie geltend, das für die beiden Weltcuprennen errichtete mobile Kamerapodest habe ein atypisches künstliches Hindernis dargestellt, von welchem eine erhebliche Gefahr ausgegangen sei und mit welchem ein Skifahrer auf einer Skipiste nicht habe rechnen müssen. Ein ausschliesslich für ein Weltcuprennen verwendetes Kamerapodest sei für den normalen Skibetrieb in keiner Weise erforderlich und stelle eine inadäquate Gefahr für die Pistenbenützer dar, unabhängig davon, wie breit und übersichtlich oder wie steil die Piste an der fraglichen Stelle sei. Solche Hindernisse müssten von der markierten Piste entfernt werden, bevor diese den Breitensportlern wieder zugänglich gemacht werde. Eventualiter bringen die Beschwerdeführer vor, das Kamerapodest sei ungenügend gesichert gewesen. Wäre das Podest samt dem Spannseilset mit Matten gepolstert gewesen, wäre der Unfall nicht tödlich ausgegangen. 4.2 Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, das sich zum Unfallzeitpunkt auf der Skipiste befindende Fernsehpodest sei ein gut erkennbares künstliches Hindernis gewesen, das nicht habe weggeräumt werden müssen. Es habe aufgrund der offenen Geländekonfiguration von den Pistenbenützern von weitem gesehen werden können. Unter diesen Umständen könne es für die Beurteilung der Frage nach der Pistenkonformität des Hindernisses nicht darauf ankommen, dass dieses der Übertragung der Weltcupskirennen und nicht dem übrigen Pistenbetrieb ausserhalb der Rennen gedient habe. Die Vorinstanz nimmt weiter an, die Absicherung des Fernsehturms mit dem aufgestellten B-Netz sei zweckmässig und ausreichend gewesen. Der Unfall sei nicht auf mangelhafte Schutzvorkehren zurückzuführen. Die Ursache für die Unfallfolgen sei vielmehr darin zu sehen, dass das Fahrtempo des jungen Unfallopfers zum Zeitpunkt des Sturzes und des Aufpralls auf das Netz mit ziemlicher Sicherheit über eine zu erwartende mässige Geschwindigkeit hinaus gegangen sei.