Citation: 6B_42/2022 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin wendet ein, sie habe ohne Vorsatz gehandelt. Sie sei davon ausgegangen, dass der Baubeginn wegen der zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorliegenden Brandschutzbewilligung rechtswidrig gewesen sei. Die Vorinstanz verfalle in Willkür, wenn sie festhalte, ihr Argument sei eine Schutzbehauptung. Die Beschwerdeführerin führt nicht aus und es ist auch nicht ersichtlich, warum ihre Meldung an die zuständige Behörde zur Durchsetzung öffentlich-rechtlicher Normen nicht genügt hätte. Sie bringt vielmehr vor, aufgrund der fehlenden Brandschutzbewilligung sei mit dem Baubeginn eine Besitzesstörung vorgelegen. Damit zeigt sie lediglich auf, dass sie sich durch den Baubeginn in ihren zivilrechtlichen Ansprüchen (vgl. Art. 928 ZGB zu den Klagen aus Besitzesstörung) verletzt fühlte und es sich um eine zivilrechtliche Angelegenheit handelte. Inwiefern die Beschwerdeführerin aufgrund der fehlenden Brandschutzbewilligung davon ausgehen konnte, dass sie zu ihrer Vorgehensweise, insbesondere der Androhung einer Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs und dem Zuparkieren der Arbeiter der Bauunternehmen, berechtigt gewesen sein sollte, ist nicht ersichtlich. Im Sinne der vorinstanzlichen Erwägung ist nicht davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der fehlenden Brandschutzbewilligung eine falsche Vorstellung von dem für ihre Verurteilung wesentlichen Sachverhalt hatte. Die geltend gemachte willkürliche Sachverhaltsfeststellung ist zu verneinen.