Citation: 7B.147/2004 09.08.2004 E. 3

Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin vor, seit 1. April 2004 stehe das Haus B.________ leer und werfe keine Erträge ab. Die Mieterin hätte erstmals per 30. September 2004 mit Wirkung auf den 30. September 2005 kündigen können. Der totale Schaden dürfte mit Sicherheit CHF 150'000.-- übersteigen. Die Vorinstanz habe versucht, die Verzichtserklärung des Betreibungsamts als Bestandteil einer "allgemeinen Amtstätigkeit des Betreibungsamts" zu deklarieren. Ein einseitiger, ohne Gegenleistung freiwillig ausgesprochener Forderungsverzicht des Betreibungsamts zulasten der Gläubiger greife weit über die Kompetenzen des Amts hinaus. Gemäss Art. 17 VZG gehören zu den ordentlichen Verwaltungsmassnahmen unter anderem die Kündigung an Mieter, die Ausweisung von Mietern sowie Neuvermietungen. Die Beschwerdeführerin macht wohl einen Ermessensmissbrauch seitens des Betreibungsamtes geltend, doch bezwecken ihre Vorbringen - insbesondere ihr Antrag auf Feststellung eines Schadens von mindestens CHF 129'600.-- - eine Haftbarmachung des Amtes. Sie beruft sich denn auch auf die Staatshaftung des Art. 5 SchKG. Das Bundesgericht hat es jedoch stets abgelehnt, auf Beschwerden einzutreten, die nicht einem praktischen Zweck des Vollstreckungsverfahrens dienten, sondern auf die blosse Feststellung pflichtwidrigen Handelns eines Betreibungs- und Konkursbeamten gerichtet waren, um eine Grundlage für Schadenersatz- und Verantwortlichkeitsansprüche zu schaffen (BGE 91 III 41 E. 7 S. 46/47; 105 III 35 E. 1; 120 III 107 E. 2 S. 109). Auf die Einwendungen kann demnach nicht eingetreten werden.