Citation: 8C_653/2013 E. 6.2

6.2. Dem Bericht des Dr. med. S.________ ist zwar ausdrücklich zu entnehmen, dass der Status quo sine auch unter Berücksichtigung des zweiten Vorfalls zwei Jahre nach dem ersten Unfallereignis, somit im Juli 2011, erreicht gewesen sei. Soweit aus den Akten ersichtlich war der Versicherte vor dem ersten Unfall jedoch in seiner körperlich schweren Tätigkeit noch voll arbeitsfähig, während ihm der Gutachter heute eine 50%ige Einschränkung attestiert. Es finden sich in seinen Ausführungen keine Anhaltspunkte dafür, weshalb es seit Juli 2009 ohne die beiden Unfälle, also rein krankheitsbedingt, zu einer derartigen Verschlechterung hätte kommen können. Nach dem von Dr. med. S.________ aufgezeichneten Röntgendossier waren am 16. Juli 2009, also kurz vor dem Unfall, in der Innen- und Aussenrotation keine wesentlichen Veränderungen festzustellen. Am 25. Oktober 2009 fanden sich beginnende degenerative Veränderungen, und der gleiche Befund wurde auch am 27. April 2011 erhoben. Dr. med. S.________ schloss - im Zusammenhang mit der Frage des Unfallversicherers nach allfälligen Regressmöglichkeiten - denn auch nicht aus, dass der heutige Zustand auf das erste Unfallereignis vom 20. Juli 2009 zurückzuführen sei. Des Weiteren attestiert der Vertrauensarzt, dass die angestammte schwere körperliche Arbeit unfallbedingt, zufolge des ersten Ereignisses vom 20. Juli 2009, nur noch zu 50 % zumutbar und dass der Beschwerdeführer durch diesen Unfall - wegen leicht eingeschränkter Schulterfunktion nach zwei Operationen und postoperativem Infekt - dauernd und erheblich in seiner Integrität beeinträchtigt sei, wobei Dr. med. S.________ eine diesbezügliche Entschädigung von 10 % als angemessen erachtete.