Citation: 9C_304/2022 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog, die Ausbildung zum Mechanikpraktiker EBA sei bei hoher intrinsischer Motivation und unter Einbezug der speziellen Interessen des Beschwerdeführers erfolgt. Eine fehlende Berufseignung oder das Vorliegen einer ungeeigneten Ausbildung sei klar zu verneinen. Dass die Probleme im Bereich der exekutiven Funktionen bei einer neuen Ausbildung auf EFZ-Niveau weniger in Erscheinung treten würden, sei nicht überwiegend wahrscheinlich. Dies gelte umso mehr, als sich aus den Bildungsberichten ergebe, dass der Beschwerdeführer schon jetzt fast zu viel theoretisches Wissen habe und dieses mit instruierten Arbeitsschritten mische, was oft zu einem Chaos führe. Die Probleme bei der Umsetzung des (unstrittig guten) theoretischen Wissens in die Praxis lägen denn auch nicht in mangelnden manuellen Fertigkeiten, sondern vielmehr in der Schwierigkeit, sich für eine Vorgehensweise zu entscheiden, in der Unfähigkeit, sich auf den gerade anfallenden Arbeitsschritt zu fokussieren, sowie in einem Mangel an Strategien, psychische Blockaden bei Fehlern zu lösen. Mit der RAD-Ärztin Dr. med. C.________ (Bericht vom 16. Juli 2019) sei davon auszugehen, dass diese Probleme bei einer Ausbildung mit höheren Anforderungen und damit vermehrt gefordertem selbstständigem Wissenstransfer und vermehrtem selbstständigem Planen und Ausführen von Arbeiten einen noch viel stärkeren negativen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit hätten. Daran ändere nichts, dass der Beschwerdeführer intelligenzmässig selbst komplexe Aufgaben verstehen könne, denn das Problem bestehe in der Umsetzung. Die Tätigkeit eines Mechanikpraktikers EBA entspreche seinen Interessen und Fähigkeiten. Er habe keinen Anspruch auf eine berufliche Neuausbildung, da die gesetzliche Voraussetzung, dass die bisher ausgeübte Tätigkeit aufgrund seines Leidens ungeeignet und auf die Dauer unzumutbar wäre, nicht erfüllt sei.