Citation: 4A_508/2017 E. 3.3

3.3. Weiter meint der Beschwerdeführer, Dispositiv-Ziffer 4 des Schiedsentscheids, wonach Teilzahlungen zunächst "an die (nicht zinsgesicherte) Teilforderung" in Höhe von EUR 1'070'000.-- angerechnet werden, weiche "vom Grundsatz des Art. 86 Abs. 1 OR ab, wonach im Falle von Teilzahlungen der Schuldner berechtigt ist, festzulegen, auf welche Teilschuld die jeweiligen Zahlungen anzurechnen seien". Auch diese Anordnung sei nicht durch einen entsprechenden Antrag des Beschwerdegegners im Schiedsverfahren gedeckt. Es leuchtet nicht ein, inwiefern das Schiedsgericht dem Beschwerdegegner in Dispositiv-Ziffer 4 mehr oder anderes zugesprochen hätte, als dieser verlangt hatte. Es legte vielmehr eine Tilgungsreihenfolge fest, die - wie der Beschwerdeführer zu Recht festhält - im Ergebnis dazu führt, dass die auf den Betrag von EUR 4'500'000.-- geschuldeten Zinsen auch dann weiter anfallen, wenn der Beschwerdeführer den Betrag von EUR 1'070'000.-- bezahlt haben sollte. Das Schiedsgericht hat insofern in die Berechnung des Zinsenlaufs eingegriffen (vgl. Urteil 4P.183/1989 vom 19. Februar 1990 E. 11b, in: ASA Bull. 1990 S. 171 ff.; zustimmend Andreas Bucher, in: Commentaire romand, Loi sur le droit international privé - Convention de Lugano, 2011, N. 79 zu Art. 190 IPRG), überschreitet aber den vom Beschwerdegegner anbegehrten Zins von 5 % nicht. Auch der zugesprochene Betrag von EUR 5'570'000.-- bleibt hinter den gemäss Klagebegehren verlangten EUR 7'090'000.-- zurück und bewegt sich damit im Rahmen der Rechtsbegehren.