Citation: 5A_582/2022 E. 2.5.3

2.5.3. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, dass sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid auf willkürliche Annahmen gestützt habe. Er habe nie behauptet, dass jemand die Sendung bei der Post gleichsam "für ihn" abgeholt und dann wiederum in seinen Briefkasten gelegt habe. Es wäre ohne weiteres möglich, dass der Postangestellte selbst oder ein Nachbar die Unterschrift unberechtigterweise gesetzt und das Schreiben dann unverzüglich - d.h. noch gleichentags am 30. März 2022 - in den Briefkasten geworfen hat. Willkür in der Sachverhaltsfeststellung und in der Beweiswürdigung liegt vor, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges Beweismittel, das für den Entscheid wesentlich sein könnte, unberücksichtigt gelassen hat oder wenn es auf Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen getroffen hat. Vorausgesetzt ist dabei, dass die angefochtene Tatsachenermittlung den Entscheid im Ergebnis und nicht bloss in der Begründung als willkürlich erscheinen lässt (BGE 140 III 264 E. 2.3; 129 I 8 E. 2.1). Mit seiner Klarstellung des von ihm im kantonalen Verfahren vertretenen Parteistandpunkts vermag der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht als im Ergebnis willkürlich auszuweisen. Der vom Beschwerdeführer beschriebene Geschehensablauf steht nicht nur zur Aktenlage in Widerspruch (vgl. vorne E. 2.5.2), sondern würde auch implizieren, dass der Briefkasten während seiner 16-tägigen Auslandabwesenheit durch kein anderes mit ihm in Hausgemeinschaft lebendes Familienmitglied geleert wurde, was als kaum realistisch und zumindest begründungsbedürftig erscheint. Ausserdem hat die Post per E-Mail bestätigt, dass sich auf der Zustellbescheinigung der Post die Unterschrift einer mit dem Beschwerdeführer wohnenden Person (und damit nicht etwa diejenige des Postangestellten oder eines Nachbarn) befindet. Damit bleibt es beim vorinstanzlichen Ergebnis, dass die Abtretungsofferte dem Beschwerdeführer am 30. März 2022 rechtsgültig zugestellt wurde und das Recht auf Abtretung mangels Beachtung der Frist verwirkt ist.