Citation: 5A_558/2024 E. B

B.a. Nachdem sich die Mutter von ihrem Sturz erholt hatte, gelang es den Eltern nicht, sich weiterhin betreffend die Obhut über ihren Sohn zu einigen. Im Juni 2023 wandte sich der Vater mit einer Gefährdungsmeldung an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Biel (KESB). Mit Entscheid vom 7. Juli 2023 übertrug die KESB die Obhut über C.________ vorsorglich dem Vater. Der Mutter gewährte die KESB das Recht, das Kind vom 15. Juli bis zum 18. August 2023 zu sich nach Deutschland in die Ferien zu nehmen. B.b. Nach dem Ende der Ferien brachte die Mutter C.________ nicht zum Vater zurück. B.c. Stattdessen erhob sie gegen den vorsorglichen Obhutsentscheid der KESB Beschwerde, die das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht des Kantons Bern am 20. Oktober 2023 jedoch abwies. Dieser Entscheid blieb unangefochten. B.d. Der Vater hatte in der Zwischenzeit in Deutschland ein Rückführungsverfahren nach dem Haager Übereinkommen vom 25. Oktober 1980 über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung (SR 0.211.230.02) eingeleitet. Das Amtsgericht Frankfurt am Main verpflichtete die Mutter mit Beschluss vom 19. September 2023, das Kind innerhalb einer Frist von vier Wochen in die Schweiz zurückzuführen. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main wies die von der Mutter hiergegen erhobene Beschwerde am 13. November 2023 ab. B.e. Die Mutter reiste mit dem Kind daraufhin zwar in die Schweiz, gab ihren Aufenthaltsort dem Vater jedoch nicht bekannt und übergab ihm auch das Kind nicht. Schliesslich wurde C.________ Mitte Februar 2024 von der Polizei in U.________ bei seiner Mutter in einem Hotel abgeholt und dem Vater übergeben.