Citation: 4A_380/2008 10.09.2008 E. 3

3.1 Die Vorinstanz stellte hinsichtlich des Vermögens der Beschwerdeführerin auf die Angaben des Bezirksgerichtspräsidiums ab, welches festgestellt hatte, dass die Beschwerdeführerin nach eigenen Angaben über ein Bankguthaben von rund Fr. 70'000.-- sowie ein Haus in Portugal verfüge. Aufgrund des Barvermögens verneinte die Vorinstanz mit dem Bezirksgerichtspräsidium die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin. Die Frage, ob das Haus in Portugal zur Finanzierung des Prozesses belastet bzw. verkauft werden müsse, liess es offen. 3.2 Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, ihr Entscheid sei willkürlich; sie habe den Betrag von Fr. 70'000.-- fälschlicherweise als verfügbares Vermögen betrachtet. Dabei handle es sich jedoch um den Restbetrag der ihrem Ehemann ausbezahlten Integritätsentschädigung, die - wie die Vorinstanz zu Recht erwogen habe - bei der Berücksichtigung des Vermögens der Beschwerdeführerin ausser Betracht falle. Dennoch sei der Betrag von Fr. 70'000.-- berücksichtigt worden. Die Vorinstanz hätte aufgrund der Ausführungen der Beschwerdeführerin wissen müssen, dass die Fr. 70'000.-- aus der Integritätsentschädigung ihres Ehemannes stammten. 3.3 Indem die Beschwerdeführerin erstmals in der Beschwerde an das Bundesgericht ausführt, der Betrag von Fr. 70'000.-- stelle einen Teil der Integritätsentschädigung ihres Ehemannes dar, vermag sie keine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz dartun, da diese Tatsachenbehauptung neu ist und keine Rede davon sein kann, dass erst der Entscheid der Vorinstanz Anlass gegeben hätte, sich darauf zu berufen (Art. 99 Abs. 1 BGG). Vielmehr geht bereits aus dem Entscheid des Bezirksgerichtspräsidiums hervor, dass das Bankguthaben der Beschwerdeführerin über Fr. 70'000.-- als verfügbares Vermögen und nicht als Teilbetrag der Integritätsentschädigung ihres Ehemannes betrachtet wurde. Entgegen ihren Ausführungen legte die Beschwerdeführerin vor der Vorinstanz nicht dar, sie habe auf die Integritätsentschädigung greifen müssen, um die Spitalkosten ihres Ehemannes zu bezahlen, da die Leistungen der SUVA nicht genügten. Sie beschränkte sich vielmehr darauf zu erwähnen, dass der Freibetrag von Fr. 70'000.-- zur Deckung des Lebensunterhalts, allenfalls der Spitalkosten vorgesehen sei, "also in keinem Fall von einer freistehenden Geldsumme ausgegangen werden" könne; dass es sich dabei um einen Teil der Integritätsentschädigung ihres Ehemannes handle, erwähnte sie mit keinem Wort und kann aus ihren Ausführungen auch nicht sinngemäss geschlossen werden. Der Vorinstanz ist unter diesen Umständen keine willkürliche Sachverhaltsfeststellung vorzuwerfen, wenn sie den Barbetrag von Fr. 70'000.-- nicht als Teilbetrag der Integritätsentschädigung betrachtete, sondern von einem verfügbaren Vermögen in diesem Umfang ausging. Die Frage, ob das Haus in Portugal belastet bzw. verkauft werden müsste, kann daher auch vor Bundesgericht offen bleiben.