Citation: 6P.26/2006 18.10.2006 E. 9

Die Nichtanwendung des Strafmilderungsgrunds von Art. 64 zweitletzter Absatz StGB (Verstreichen einer verhältnismässig langen Zeitdauer und Wohlverhalten des Täters während dieser Zeit) wird mit der Nichtigkeitsbeschwerde gerügt. Die Kritik beschränkt sich auf die Berechnung der massgeblichen Zeitdauer nach der genannten Bestimmung. Die Vorinstanz setzt deren Beginn auf das Datum der letzten deliktischen Tätigkeit am 11. März 1998 an. Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, der Tatbestand des Wuchers sei schon mit dem Abschluss der Verträge (2. Februar bis 20. September 1995) vollendet gewesen, weshalb die entsprechenden Daten massgebend seien. Diese Auffassung übersieht, dass vor Beendigung der deliktischen Tätigkeit am 11. März 1998 von einem Wohlverhalten, wie es Art. 64 zweitletzter Absatz StGB ebenfalls voraussetzt, nicht gesprochen werden kann. Die Berechnung der Vorinstanz ist daher nicht zu beanstanden.