Citation: 5A_968/2021 E. A

A.a. A.A.________ (Beschwerdeführerin) lebt in U.________, Südafrika. Sie ist die Halbschwester von B.B.________ und C.B.________ (Beschwerdegegnerinnen). Die gemeinsame Mutter, D.A.________ (nachfolgend auch Erblasserin), heiratete nach der Geburt von A.A.________ den Vater von B.B.________ und C.B.________, E.B.________, mit dem sie danach in der Schweiz lebte. E.B.________ verstarb 2006. Am 19. Mai 2010 schlossen D.A.________ und B.B.________ mit Vollmacht auch für C.B.________ einerseits und A.A.________ andererseits in U.________ vor einem südafrikanischen Notar einen "Vertrag über einen Erbverzicht" (nachfolgend auch Vertrag oder Erbverzichtsvertrag). Darin erklärte A.A.________, dass sie gegenüber ihrer Mutter auf sämtliche Ansprüche als Erbin bzw. Pflichtteilsberechtigte verzichte. Im Gegenzug verpflichtete sich D.A.________, ihrer Tochter bis spätestens am 30. Juni 2010 ZAR 50'000.-- zu bezahlen und ihr gegenüber keinesfalls - auch für den Fall des Notbedarfs - Ansprüche auf Unterhalt geltend zu machen. D.A.________ verstarb 2017 an ihrem Wohnsitz in V.________. A.b. Mit Verfügung vom 18. September 2017 eröffnete das Erbschaftsamt der Stadt Zug den gesetzlichen Erben, d.h. den Parteien, den "Vertrag über einen Erbverzicht" und stellte B.B.________ und C.B.________ die Ausstellung einer auf sie allein lautenden Erbbescheinigung in Aussicht. Am 19. März 2018 erhob A.A.________ Einsprache gegen die Ausstellung der Erbbescheinigung. Das Erbschaftsamt nahm am 21. März 2018 von der Einsprache Vormerk und ordnete die Erbschaftsverwaltung an. A.c. Nach gescheitertem Schlichtungsversuch klagte A.A.________ gegen B.B.________ und C.B.________ am 13. März 2019 beim Kantonsgericht Zug auf Ungültigerklärung des Erbverzichtsvertrags sowie auf Feststellung des Nachlasses und ihrer Erbberechtigung zu einem Drittel. Ferner verlangte sie Auskunft über das Verhältnis ihrer Halbschwestern zur Erblasserin, insbesondere über Schenkungen, Vorbezüge und Darlehen, und beantragte (allfällig) die Ausgleichung. Ausserdem ersuchte A.A.________ um Feststellung, dass sie berechtigt sei, in der Erbteilung einen erweiterten Erbteil zu beanspruchen. Mit Entscheid vom 13. Mai 2020 wies das Kantonsgericht die Klage unter Kostenfolgen ab.