Citation: I 491/05 13.10.2005 E. 6.2

6.2.1 Gemäss Art. 45 Abs. 1 Satz 2 ATSG hat der Versicherungsträger, welcher keine Abklärungsmassnahmen angeordnet hat, deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 6.2.2 Der Beschwerdegegnerin ist zwar eine Verletzung der ihr im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes obliegenden Pflicht zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung (psychisches Beschwerdebild, leidensbedingte Einschränkung im Haushalt) vorzuwerfen. Da indes, wie schon das kantonale Gericht erkannt hat, auf die Ergebnisse des von der Versicherten veranlassten Haushaltgutachtens mangels Schlüssigkeit nicht abgestellt werden kann, ist von einer Kostentragung durch die Verwaltung abzusehen. Für den gerichtlichen Entscheidfindungsprozess war das Gutachten insofern nicht geboten, als auch ohne dessen Auflegung auf Rückweisung der Sache an die IV-Stelle zur Vornahme ergänzender Abklärungen entschieden worden wäre. Nichts anderes ergibt sich ferner aus den für das Beschwerdeverfahren geltenden Grundsätzen (vgl. Art. 61 lit. g ATSG; RKUV 2004 Nr. U 503 S. 187 f. Erw. 5.1 mit Hinweisen; Urteile B. vom 15. März 2005, U 329/04, Erw. 3, und J. vom 22. Dezember 2004, U 143/04, Erw. 6, je mit Hinweisen) bzw. aus Art. 78 Abs. 3 IVV, nach welcher Norm die vom Versicherungsträger nicht angeordneten Abklärungsmassnahmen sogar erst für den Fall zu entgelten sind, dass sie für die Zusprechung von Leistungen an sich - und nicht nur für die Beurteilung des Leistungsanspruchs (vgl. Art. 45 Abs. 1 Satz 2 ATSG) - unerlässlich sind. Vor diesem Hintergrund kann dahingestellt bleiben, ob die Kosten des Haushaltgutachtens durch die Beschwerdeführerin selber zu tragen sind (vgl. die Rechnungsstellung vom 28. Februar 2005) - und somit überhaupt zu entschädigenden Parteiaufwand darstellten -, oder aber letztlich durch die Stiftung für Versicherungsopfer übernommen werden. Es hat somit auch in diesem Punkt beim kantonalen Entscheid sein Bewenden.