Citation: 6B_238/2013 E. 6.11

6.11. Aus den Tatsachen allein, dass dieser oder jener Geschäftspartner der Beschuldigten Mitglied einer kriminellen Organisation war respektive gemäss Art. 416bis CPI verurteilt wurde, folgt nicht, dass er die Zigarettengeschäfte für Rechnung der kriminellen Organisation tätigte. Die - ohnehin weitgehend appellatorischen - Ausführungen der Beschwerdeführerin betreffend die Beziehungen der apulischen Geschäftspartner der Beschuldigten zu den kriminellen Organisationen (Beschwerde S. 37 ff. Ziff. 2.2.6), gehen an der Sache vorbei. Es ist unerheblich und nicht zu prüfen, ob bestimmte diesbezügliche Feststellungen der Vorinstanz, wie in der Beschwerde (S. 37 ff.) geltend gemacht wird, unvollständig beziehungsweise aktenwidrig sind. Den Tatbestand von Art. 260ter StGB erfüllt nicht schon, wer mit einem Mitglied einer kriminellen Organisation Geschäfte tätigt und weiss, will oder in Kauf nimmt, dass sein Geschäftspartner Mitglied einer solchen Organisation ist. Der Tatbestand ist nur erfüllt, soweit der kriminellen Organisation dank dieser Geschäfte Vermögenswerte zufliessen und damit ihr finanzielles Potenzial gestärkt wird.