Citation: 8C_55/2022 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer wendet ein, zusätzlich zu den von med. pract. C.________ festgestellten Einschränkungen habe sich aus der von der IV-Stelle des Kantons Zürich veranlassten Potenzialabklärung vom 31. März 2021 ergeben, dass er die Arbeit jede Stunde unterbrechen müsse, um sein anschwellendes und sehr stark schmerzendes Handgelenk zu kühlen. Entgegen der Vorinstanz könne aus der theoretisch möglichen ganztägigen Arbeitsfähigkeit nicht auf eine 100%ige Arbeitsfähigkeit geschlossen werden. Auf die Rüge, die Suva habe die qualitative funktionelle Einschränkung nicht berücksichtigt, sei die Vorinstanz gar nicht eingegangen. Es stelle eine Ungleichbehandlung dar, wenn einer rein zeitlichen, quantitativen Einschränkung ein ungleich grösseres Gewicht als einer qualitativen beigemessen werde. Das Dilemma könne gelöst werden, wenn die qualitative Einschränkung ebenfalls in Prozenten gefasst und nicht bloss mit einem maximal 25 %igen Abzug berücksichtigt werde. Vorliegend sei sein Wertschöpfungspotenzial durch die gravierende Beeinträchtigung mindestens zu 50 % eingeschränkt. Gemäss Art. 49 Abs. 1bis IVV, gültig seit 1. Januar 2022, müssten die regionalärztlichen Dienste jegliche invaliditätsbedingten und medizinisch ausgewiesenen quantitativen und qualitativen Einschränkungen bei der Ausübung einer Erwerbstätigkeit konsequent bei der Einschätzung der funktionellen Leistungsfähigkeit berücksichtigen. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) habe in der Stellungnahme vom 21. Dezember 2021 zum bundesgerichtlichen Verfahren 8C_256/2021 diesen Passus so interpretiert, dass, wenn jemand ganztags arbeiten, dabei aber fast gar nichts mehr machen könne, nicht automatisch auf eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit geschlossen werden dürfe. Das BSV erwarte als Folge davon höhere Grade der Arbeitsunfähigkeit. Es frage sich, ob das nicht schon immer so gewesen sei bzw. hätte sein müssen.