Citation: 6B_1050/2017 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung von Bundesrecht geltend. Die Vorinstanz habe zu Unrecht auf eventualvorsätzliche statt auf fahrlässige Tötung erkannt und damit Art. 12 und 111 StGB verletzt. Er habe das Überholmanöver nicht im vollen Bewusstsein um die hohe Gefahr einer tödlichen Frontalkollision durchgeführt. Die Schlussfolgerung durch die Vorinstanz, wonach die Tatbestandsverwirklichung nicht mehr von seinem Fahrgeschick, sondern von Glück und Zufall abhängig gewesen sei, sei unvereinbar mit den von ihr selber festgestellten Tatsachen. Von einer Art kanalförmigen Verengung der Fahrspur und einem objektiv verunmöglichten Ausweichen könne nicht ausgegangen werden. Die Vorinstanz übersehe, dass ihn die Seetalbahn bereits überholt gehabt habe, als er selber zum Überholen angesetzt habe. Er wiederum habe das Fahrzeug von E.________ bereits überholt gehabt, als es zur Kollision mit dem Motorrad gekommen sei. Unter Inkaufnahme einer Kollision mit den überholten Fahrzeugen hätte er eine Frontalkollision mit dem Motorrad erfolgreich verhindern können, wenn er nach rechts ausgewichen wäre. Die Sicht auf entgegenkommende Fahrzeuge sei durch den Nebel stark eingeschränkt, aber dennoch gut möglich gewesen. Er hätte den Motorradfahrer bei der erforderlichen Achtsamkeit rechtzeitig erkennen können. Es sei ihm alleine deshalb nicht möglich gewesen, den Unfall zu verhindern, weil er seinen Blick während des Überholmanövers nicht nach vorne auf die Gegenfahrbahn, sondern auf den Tachometer und dann rechts auf die zu überholenden Fahrzeuge gerichtet und den Motorradfahrer in der Folge zu spät erblickt habe.