Citation: 8C_631/2017 E. 4.4.1

4.4.1. Zunächst ist anzumerken, dass alleine die Tatsache, dass gewisse leidensbedingten Einschränkungen zurückbleiben, für sich alleine noch nicht zwingend einen Abzug rechtfertigt. Die Vermutung des Versicherten, als nicht 100 % gesunde Person auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt zu sein, anerkennt die Rechtsprechung nicht als einkommensminderndes Element (vgl. auch BGE 139 V 592 E. 7.4 S. 597f.). Dasselbe hat von der Angst eines potenziellen Arbeitgebers vor krankheitsbedingten Absenzen zu gelten; soweit diese Befürchtung medizinischen fundiert wäre, wäre ihr bei der Festlegung des zumutbaren Arbeitspensums Rechnung zu tragen (vgl. Urteil 9C_414/2017 vom 21. September 2017 E. 4.3).