Citation: 6B_641/2021 E. 1.5.4

1.5.4. Die Vorinstanz verfällt sodann nicht in Willkür, wenn sie davon ausgeht, die Bedrohungssituation habe nach der Ankunft im Wald angedauert. Nicht zu beanstanden ist zunächst ihre Annahme, der Beschwerdeführer habe diese Lage dadurch intensiviert, dass er die Geschädigte an einem Ort abseits der Zivilisation gezwungen habe, ihr Mobiltelefon auszuschalten. Dadurch nahm er ihr eine Möglichkeit, Hilfe zu holen, isolierte sie und gewann an Macht. Die Vorinstanz führt weiter aus, mit seinem unkontrollierten, aggressiven Auftreten und der Androhung von Schlägen habe der Beschwerdeführer B.________ in eine ausweglose Lage gebracht. Diese habe nach eigenen Aussagen flüchten wollen, jedoch gewusst, dass sie gegen ihn keine Chance habe und es deshalb nicht versucht. Zur verbalen Aggressivität kamen die tätlichen Angriffe des Beschwerdeführers hinzu. Die Vorinstanz hält zu Recht dafür, dass es die verbalen und körperlichen Aggressionen waren, die für das Verhalten der Geschädigten massgeblich waren, und nicht ihr freier Wille. Der Beschwerdeführer beschränkt sich weitgehend darauf, diesbezüglich seinen bereits im kantonalen Verfahren vorgebrachten Standpunkt zu wiederholen resp. der Vorinstanz ohne nähere Auseinandersetzung mit ihren Erwägungen seine eigene Sicht der Geschehnisse entgegenzuhalten. Damit genügt er den erhöhten Begründungsanforderungen, die für Sachverhaltsrügen gelten (Art. 106 Abs. 2 BGG), nicht (vgl. BGE 140 III 115 E. 2; Urteile 6B_1370/2021 vom 14. Februar 2022 E. 1.2; 6B_407/2021 vom 1. September 2021 E. 3; je mit Hinweisen). Soweit er darüber hinaus vorbringt, sein tätliches Vorgehen sei aus der erlittenen Kränkung heraus erfolgt und habe nicht dazu beigetragen, die Bewegungsfreiheit der Geschädigten einzuschränken, kann ihm nicht gefolgt werden. Zweifellos verstärkten die erlittenen Schläge die Angst von B.________ erheblich. Mehr als zuvor musste sie damit rechnen, dass er seinen Willen (auch weiterhin) gewaltsam durchsetzen würde. Nebst dem geht die Vorinstanz richtigerweise davon aus, dass die Selbstmorddrohungen des Beschwerdeführers sie zusätzlich an einem Weggehen hinderten. Insbesondere gibt sie auch das Dilemma, in dem sich B.________ befand, anschaulich wieder. Diese hatte noch Gefühle für den Beschwerdeführer und gleichzeitig grosse Angst vor ihm, was, so die korrekte Einschätzung der Vorinstanz, bei Opfern von Beziehungsdelikten gerichtsnotorisch nicht ungewöhnlich ist. Dass die Drohungen ernst zu nehmen waren, zeigt sich ausserdem auch daran, dass der Beschwerdeführer nach seiner Anhaltung durch die Polizei für nicht hafterstehungsfähig erklärt und stattdessen wegen Selbst- und Fremdgefährdung fürsorgerisch untergebracht wurde. Entsprechend durfte die Vorinstanz in den Suiziddrohungen ein weiteres Nötigungsmittel erblicken. Im Übrigen begründet sie in diesem Zusammenhang nachvollziehbar, weshalb sie davon ausgeht, dass das unfreiwillige Zusammensein nicht wie von der Geschädigten anfänglich ausgesagt bis um ca. Mitternacht, als der Beschwerdeführer mit Suizid zu drohen begonnen hat, sondern aufgrund des nötigenden Charakters dieser Drohung bis um ca. 3.00 Uhr gedauert hat.