Citation: 5P.428/2002 07.05.2003 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführer rügen ferner, die Feststellung des Obergerichts sei willkürlich, dass sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für die Vornahme eines Durchgriffs ergäben. Das gewichtigste Argument hierfür sei die Tatsache, dass X.________, der ehemalige Vereinspräsident des FCL und in Personalunion auch Präsident des Verwaltungsrates der FCL AG, mit Faxschreiben vom 20. September 2002 bestätigt habe, dass während seiner gesamten Amtszeit zwischen Verein und Aktiengesellschaft nicht unterschieden worden sei. Das Obergericht hat dazu in der Hauptsache ausgeführt, die Beschwerdeführer verwiesen lediglich auf die engen Beziehungen zwischen dem FCL und FCL AG. Sie führten aber nicht aus, weshalb die Berufung des FCL auf die juristische Selbständigkeit der FCL AG gegen Art. 2 ZGB verstossen solle. Die Voraussetzungen einer Durchgriffshaftung seien nicht genügend substantiiert. Auch aus den Akten ergäben sich dafür keine Anhaltspunkte. 4.2 In den kantonalen Rekursschriften haben die Beschwerdeführer im Wesentlichen lediglich ausgeführt, zwischen Verein und AG sei nicht getrennt worden. So sei es offenbar wiederholt vorgekommen, dass den Verein betreffende Forderungen durch die AG bezahlt worden seien. Was die Beschwerdeführer nun in Ergänzung zu den im kantonalen Verfahren gemachten Äusserungen vortragen, kann nicht gehört werden, denn im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde sind neue tatsächliche und rechtliche Vorbringen grundsätzlich unzulässig (BGE 118 Ia 20 E. 5a S. 26; 124 1 208 E. 4b S. 212; 128 I 354 E. 6). Auch auf den in diesem Zusammenhang erhobenen Vorwurf, das Obergericht habe Art. 29 Abs. 2 BV verletzt, weil es X.________ nicht befragt habe, kann somit ebenfalls nicht eingetreten werden.