Citation: 2C_448/2022 E. 1.3

1.3. Rechtsprechungsgemäss muss der Rückzug einer Beschwerde klar, ausdrücklich und grundsätzlich unbedingt erfolgen (BGE 141 IV 269 E. 2.1; vgl. Urteil 2C_713/2021 vom 11. November 2021 E. 3.2.1), um die Beschwerde als gegenstandslos abschreiben zu können. Vorliegend haben die Beschwerdeführerinnen (mit Schreiben vom 24. Oktober 2022) zwar nur in Bezug auf die Beschwerdeführerin 2 ausdrücklich erklärt, an der Beschwerde festhalten zu wollen, woraus umgekehrt geschlossen werden könnte, dass die Beschwerdeführerin 1 an der Beschwerde nicht festhält. Mangels klarer und ausdrücklicher Rückzugserklärung der Beschwerdeführerin 1 liegt dennoch bezüglich der Beschwerdeführerin 1 kein Rückzug vor. Allerdings hatte die Beschwerdeführerin 1 zum Zeitpunkt der Einreichung der Beschwerde (1. Juni 2022) die Schweiz bereits definitiv verlassen (15. Mai 2022), weshalb in Bezug auf sie bei Beschwerdeeinreichung kein aktuelles Interesse bzw. kein rechtlich geschütztes Interesse (Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG) an der materiellen Behandlung der Beschwerde mehr bestand (vgl. Urteil 2C_78/2021 vom 26. Januar 2022 E. 1.1 f.). Mangels aktuellem Rechtsschutzinteresse bei Beschwerdeeinreichung ist deshalb auf die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten bezüglich der Beschwerdeführerin 1 nicht einzutreten (vgl. Art. 72 BGG i.V.m. Art. 72 BZP [SR 273]; BGE 142 I 135 E. 1.3.1 mit Hinweisen).