Citation: 6B_415/2021 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer kritisiert seine Verurteilung wegen versuchter Nötigung. Er rügt, die Vorinstanz verletze Bundesrecht, denn das von ihm unmittelbar vor dem Schlag Ausgesprochene stelle nur eine versuchte Drohung dar, da D.________ kaum in Angst und Schrecken versetzt worden sei. Mangels Nötigungsabsicht - die Entschuldigung sei nie sein Ziel gewesen, sonst hätte er nicht schon nach zwei Sekunden zugeschlagen - bestehe für eine Nötigung kein Raum. Er habe zuerst ohne Gewaltandrohung eine Entschuldigung eingefordert und erst später mit der Forderung gleichzeitig Schläge angedroht. Dieses Verhalten stelle höchstens eine Drohung dar. In Fällen, in denen es der den Schlag ausführenden Person nur um die Ausführung der Gewalt gehe und ihm der Wille fehle, den anderen in seiner Handlungsfreiheit einzuschränken, könne nicht eine Nötigung angenommen werden. In solchen Fällen werde die Vorankündigung (Drohung) des Schlags zudem meistens sogar von der tätlichen Handlung konsumiert (Beschwerde S. 7).