Citation: 5A_7/2010 19.02.2010 E. A

X.________, geboren 1942, und Y.________, geboren 1953, heirateten 1974 und sind die Eltern des am 4. März 1979 geborenen Sohnes Z.________, der am Down-Syndrom (Trisomie 21) leidet. Die drei lebten zunächst in der Schweiz, bis sie 1991 nach Kanada, der Heimat von Y.________, auswanderten, wo Z.________ trotz seiner Behinderung in die öffentliche Volksschule integriert wurde. Im Juli 1995 trennten sich die Eheleute X.________-Y.________, und Y.________ kehrte in die Schweiz zurück. Es wurde vereinbart, dass der Sohn beim Vater in Kanada (British Columbia) bleiben solle und die Eltern gemeinsam für ihn sorgen würden. Mit Urteil des Bezirksgerichts L.________ vom 19. August 1998 wurde die Ehe von X.________ und Y.________ geschieden. Auf eine Regelung von Sorge und Unterhalt für den Sohn Z.________ wurde angesichts der eingetretenen Mündigkeit verzichtet. Auf eine durch Unstimmigkeiten bei der Handhabung des früher vereinbarten gemeinsamen Sorgerechts veranlassten Klage von Y.________ entschied die Einzelrichterin am Supreme Court of British Columbia am 22. November 2000, dass X.________ die alleinige Obhut und die alleinige Sorge über den Sohn Z.________ übertragen werde. Y.________ wurde ein Besuchs- und Ferienrecht eingeräumt, verbunden mit der Erlaubnis, den Sohn in die Schweiz zu holen. Im Rahmen dieses Besuchsrechts reiste Z.________ im Dezember 2002 zu seiner Mutter nach A.________. Wegen eigenen gesundheitlichen Schwierigkeiten ersuchte X.________ diese darum, den Sohn länger als vorgesehen bei sich zu behalten. Y.________ erklärte sich hiezu bereit, vorausgesetzt dieser verbleibe dauernd in der Schweiz und es werde eine entsprechende schriftliche Vereinbarung getroffen. X.________ liess wissen, dass er momentan nicht in der Lage sei, den Sohn zu betreuen, und teilte mit, dass er hospitalisiert werde. Z.________ blieb bei seiner Mutter in A.________.