Citation: 2C_568/2021 E. 5.1.1

5.1.1. Das Bezirksgericht Zofingen erklärte den Beschwerdeführer am 16. Juli 2015 des Angriffs (begangen am 9. Mai 2013), der falschen Anschuldigung, der missbräuchlichen Verwendung von Ausweisen, des mehrfachen Fahrens in fahrunfähigem Zustand, des mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis sowie der mehrfachen Verletzung der Verkehrsregeln schuldig (je begangen am 27. Februar 2013) und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten. Die Vorinstanz geht dabei von einem wesentlichen Verschulden des Beschwerdeführers aus (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.1, insbesondere E. 3.1.4) : Die Freiheitsstrafe von 18 Monaten liege zwar unter der Grenze von 24 Monaten, welche praxisgemäss für ein schweres Verschulden bzw. einen aus fremdenpolizeilicher Sicht sehr schwerwiegenden Verstoss gegen die schweizerische Rechtsordnung spreche. Diese "Zweijahresregel" stelle jedoch keine fixe Grenze dar und mit 18 Monaten seien immerhin drei Viertel dieses Grenzwerts erfüllt. Weiter können gemäss der Vorinstanz die konkreten Tatumstände das Verschulden nicht relativieren: Der Beschwerdeführer habe beim Angriff mit den Fäusten auf einen Dritten eingeschlagen, wobei die Tat "dem Anschein nach ohne jeglichen Grund" erfolgt sei. Der Angriff habe sich zwar vom Ausmass der Verletzungen sowie von seiner Dauer her in Grenzen gehalten. Jedoch seien die gewaltsamen Handlungen unter anderem gegen das Gesicht und damit gegen einen besonders sensiblen Körperteil gerichtet gewesen, wobei das Opfer schon am Boden gelegen habe. Hinsichtlich der falschen Anschuldigung habe der Beschwerdeführer den Führerausweis eines Bekannten benutzt bzw. habe in dessen Namen Protokolle unterschrieben, um diesem etliche - zum Teil schwerwiegende - Verletzungen der Verkehrsregeln anzulasten. Die verschiedenen groben Verkehrsregelverletzungen seien schliesslich innerhalb kürzester Zeit vorgefallen. Der Beschwerdeführer habe die strafbaren Manöver "ohne erkennbaren äusseren Anlass und dementsprechend sinnlos resp. einzig zum eigenen Vergnügen" ausgeführt und für Dritte "eine konkrete Unfallgefahr" herbeigeführt.