Citation: 6B_1440/2019 E. 2.3.2

2.3.2. Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer das von ihm gefundene und beschlagnahmte Heroingemisch besessen, um es einem unbestimmten Abnehmerkreis weiterzugeben, zumal er selbst kein Heroin konsumierte. Einen geringen Teil des Heroins hatte er zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung bereits an die über einschlägige Kontakte verfügende B.________ überreicht, damit diese es an Dritte verkaufe. Den Erlös wollte er zum Erwerb und Eigenkonsum von Crystal Meth einsetzen. In dieser Konstellation, in welcher das beim Beschwerdeführer beschlagnahmte Heroin grundsätzlich zur Weitergabe bestimmt war, verletzt es kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz von einer Gefahr für die Gesundheit vieler Menschen im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG ausgeht. Es ist darauf hinzuweisen, dass sich selbst der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (damals noch nach aArt 19 Ziff. 2 lit. a BetmG) strafbar macht, wer die Betäubungsmittel zwar noch nicht besitzt, jedoch wissentlich und willentlich Anstalten trifft, eine qualifizierte Tat zu vollenden, welche ohne Weiteres möglich ist (BGE 138 IV 100 E. 3.6 S. 106 betr. Anstaltentreffen zur Einfuhr von Betäubungsmitteln).