Citation: 4C.226/1998 24.02.2000 E. 3

3.- Der Kläger macht im weiteren geltend, Fredy Link sei bezüglich der Probefahrt als Vertreter der Beklagten zu qualifizieren. Deshalb sei dessen Erklärung, die Probefahrt sei nicht erfolgreich gewesen, für die Beklagte bindend. a) Die Vorinstanz hat für das Bundesgericht verbindlich festgestellt, dass sich der Kläger noch einen Tag nach der Unterzeichnung des die Probefahrt als "nicht erfolgreich" bezeichnenden Schreibens habe in den Besitz der ihm gemäss Vertrag zustehenden Unterlagen bringen und die Prüfung des Bootes vorantreiben wollen. Nach Unterzeichnung des Schreibens vom 12. März 1996 sei für den Kläger die Sache noch nicht im negativen Sinn erledigt gewesen. b) Mit diesen tatsächlichen Feststellungen im Widerspruch steht die in der Berufung vertretene Auffassung des Klägers, die von Fredy Link unterzeichnete Erklärung habe für die Beklagte verbindlich festgestellt, die Probefahrt sei nicht erfolgreich verlaufen. In tatsächlicher Hinsicht ist vielmehr erstellt, dass der Kläger selber der Erklärung vom 12. März 1996 nicht den nun geltend gemachten Sinn beigemessen hat; das vorinstanzliche Beweisergebnis schliesst eine Interpretation des Schreibens vom 12. März 1996 im Sinne des klägerischen Standpunktes geradezu aus. Weil zudem das tatsächliche Verständnis dem objektivierten vorgeht (Art. 18 OR; BGE 123 III 35 E. 2b S. 39), vermag der Kläger entgegen der in der Berufung vertretenen Auffassung auch aus dem Vertrauensprinzip nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Damit erübrigt sich, darüber zu befinden, ob Fredy Link die Beklagte überhaupt hätte binden können.