Citation: 6B_526/2020 E. 2.4

2.4. Strittig ist der Zustand des Beschwerdegegners im Zeitpunkt der Tat. Die Beschwerdeführerin weist auf Zeugenaussagen hin, wonach der Beschwerdegegner "nüchtern" bzw. "ein wenig betrunken" gewesen sei und sich seine Stimmung plötzlich verändert habe. Aus diesen Zeugenaussagen erschliesse sich nicht eindeutig, dass der Beschwerdegegner unter eingeschränkter oder aufgehobener Einsichts- oder Steuerungsfähigkeit gehandelt habe. Mit den von der Vorinstanz als massgebend erachteten toxikologischen Analyseergebnissen, den ärztlichen Befunden und den polizeilichen Beobachtungen setzt sich die Beschwerdeführerin jedoch nicht auseinander. Dass die Vorinstanz gestützt auf diese Einschätzungen in geradezu unhaltbarer Weise von einer zentral-nervösen Beeinträchtigung des Beschwerdegegners und demnach einer leicht- bis mittelgradig verminderten Zurechnungsfähigkeit ausgegangen ist, ist unter Berücksichtigung der vorgebrachten Zeugenaussagen nicht ersichtlich. Schliesslich ergibt sich aus den vorinstanzlichen Erwägungen entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin, weswegen die Vorinstanz von der verminderten Zurechnungsfähigkeit des Beschwerdegegners ausgegangen ist. Die von der Beschwerdeführerin vorgetragene Verletzung von Bundesrecht ist damit zu verneinen.