Citation: 6B_1148/2023 E. 8.4

8.4. Die Rügen des Beschwerdeführers sind unbegründet. Die Rechtsprechung hat wiederholt betont, dass im Rahmen von Art. 43 StGB nicht nur der Legalprognose, sondern auch dem Verschulden Rechnung zu tragen ist. Der unbedingte Strafteil darf daher selbst bei einer günstigen Prognose das unter Verschuldensgesichtspunkten gebotene Mass nicht unterschreiten. Vorliegend fiel die Freiheitsstrafe angesichts der bei der Strafzumessung zu berücksichtigenden langen Dauer des Strafverfahrens und der seit den Straftaten verstrichenen Zeit zwar so aus, dass ein teilbedingter Vollzug angesichts des Strafmasses von 36 Monaten Freiheitsstrafe gerade noch möglich wurde. Nicht zu beanstanden ist, wenn die Vorinstanz angesichts des vom Beschwerdeführer und seinen Komplizen angestrebten deliktischen Erlöses von rund Fr. 1.9 Mio. sowie der Rolle des Beschwerdeführers im Betrugskonstrukt im Rahmen von Art. 43 StGB von einem sehr erheblichen Verschulden ausgeht und dem Beschwerdeführer lediglich für die Hälfte der Freiheitsstrafe von 36 Monaten den bedingten Vollzug gewährt. Eine Ermessensüberschreitung ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz argumentiert entgegen der Kritik des Beschwerdeführers nicht widersprüchlich. Ihre Erwägungen zum "mittleren" objektiven Verschulden beziehen sich explizit auf den Unrechtsgehalt des Tatbestands des gewerbsmässigen Betrugs von Art. 146 Abs. 2 StGB und die dafür vorgesehene Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren (vgl. angefochtenes Urteil S. 74). Dieser Verschuldensbegriff, der sich am Strafrahmen des jeweils anwendbaren Straftatbestands orientiert (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.7), ist relativ. Im Rahmen des teilbedingten Vollzugs von Art. 43 StGB gilt ein anderer Massstab, da die Bestimmung von vornherein nur bei Freiheitsstrafen von mindestens einem Jahr bis höchstens drei Jahren, im Übrigen jedoch bei sämtlichen Straftatbeständen des StGB, d.h. namentlich auch bei blossen Vergehen (vgl. Art. 10 Abs. 3 StGB), zur Anwendung gelangt. Aus dem angefochtenen Entscheid ergibt sich weiter, dass die lange Dauer des Strafverfahrens teilweise auf das Verhalten des Beschwerdeführers und seines Verteidigers zurückzuführen ist. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, weshalb ihm die Vorinstanz dessen ungeachtet aufgrund der Schwere der Verletzung des Beschleunigungsgebots zwingend die Möglichkeit zur Stellung eines Gesuchs um Vollzug der Freiheitsstrafe in Halbgefangenschaft oder in der Form des Electronic-Monitorings hätte einräumen müssen.