Citation: 7B_1172/2024 E. 3.6.5

3.6.5. Das ist zu bejahen. Die Vorinstanz nimmt basierend auf den Ausführungen des Gutachters, den rechtskräftig beurteilten Vortaten sowie den zahlreichen in diesem Verfahren untersuchten Delikten zutreffend an, dass vom Beschwerdeführer die ernsthafte und unmittelbare Gefahr ähnlich gelagerter Delikte ausgeht, insbesondere schwerer Cybersexualdelikte, aber auch (lebensgefährlicher) Gewaltanwendungen gegenüber einem unbekannten Personenkreis. Der Beschwerdeführer beschränkt sich vor Bundesgericht im Wesentlichen darauf, die vorinstanzlichen Erwägungen zu bestreiten oder als "abstrakte Behauptungen" abzutun, ohne sich aber zu seiner kriminellen Vorgeschichte oder den zahlreichen in diesem Verfahren untersuchten Straftaten zu äussern. Insbesondere bringt er vor, die Untersuchungshaft sei nicht notwendig, weil der Gutachter eine ambulante Behandlung empfehle, mit der der Rückfallgefahr begegnet werden könne. Das überzeugt nicht: Die Vorinstanz führt treffend aus, dass sich der Beschwerdeführer bereits in Vergangenheit in ambulanter Behandlung befand, nun aber der dringende Verdacht besteht, dass er während dieser laufenden Behandlung verschiedene schwere Delikte begangen haben soll, darunter Brandstiftung, eine versuchte Zugentgleisung und ein geplanter Anschlag auf eine Starkstromleitung. Selbst eine engmaschige Betreuung durch seinen Therapeuten scheint das Rückfallrisiko deshalb nicht massgeblich senken zu können. Es trifft denn auch nicht zu, dass die Vorinstanz den protektiven Faktoren, die gegen eine erneute Begehung von Delikten sprechen, keine Beachtung schenken würde. Sie stellt vielmehr zutreffend fest, dass sich der Beschwerdeführer trotz Behandlung nicht stabil positiv entwickeln konnte. Die Kadenz der mit seinem Asperger-Syndrom bzw. seiner Autismus-Spektrum-Störung zusammenhängenden, teils schweren Straftaten gegen Leib und Leben hat sich vielmehr erhöht und es ist eine Aggravationstendenz auszumachen. Auch in diesem Punkt beschränkt sich der Beschwerdeführer auf appellatorische Kritik und behauptet, ohne Willkür zu rügen oder zu belegen, dass die Häufigkeit der Straftaten abgenommen habe. Damit vermag er die vorinstanzlichen Feststellungen und Schlussfolgerungen nicht infrage zu stellen.