Citation: 2P.64/2006 01.06.2006 E. A

X.________ (geb. 1948) wurde auf den 1. August 1998 als Biologie- und Chemielehrerin am Gymnasium A.________ öffentlichrechtlich unbefristet angestellt. Bereits in den Jahren 1999 und 2000 wurden gegen X.________ Vorwürfe betreffend den methodischen und fachlichen Umgang mit den Schülern erhoben, und es kam zu Meinungsverschiedenheiten im Zusammenhang mit einer von ihr betreuten Maturaarbeit. Zwischen dem 15. Oktober 2001 und dem 14. April 2002 bezog X.________ zum Zweck der fachlichen und didaktischen Weiterbildung einen bezahlten Bildungsurlaub. Auch nach der Wiederaufnahme ihrer Lehrtätigkeit verstummten die Vorwürfe gegen X.________ betreffend die Gestaltung des Unterrichts und betreffend die Notengebung nicht. Sowohl die Schüler des Maturajahrgangs 2003 wie auch diejenigen des Jahrgangs 2004 gelangten mit entsprechender Kritik an das Rektorat, worauf im Herbst 2003 vom Rektor und vom Prorektor verschiedene unangemeldete Unterrichtsbesuche bei X.________ vorgenommen wurden. Auf Verlangen ihres Anwaltes wurden diese unangemeldeten Besuche zwar eingestellt. Doch nach zwei weiteren Vorkommnissen im Zusammenhang mit der Betreuung von Maturaarbeiten beantragte die Schulkommission des Gymnasiums A.________ bei der Erziehungsdirektion des Kantons Bern, X.________ sei vorsorglich im Amt einzustellen. Im Rahmen des nachfolgenden Verwaltungsverfahrens erhob X.________ schwere "Mobbing"-Vorwürfe gegen den amtierenden Rektor Y.________, der bewusst versuche, sie in ein schlechtes Licht zu rücken (vgl. Stellungnahme vom 15. Januar 2004). Mit Verfügung vom 12. April 2004 wies die Erziehungsdirektion des Kantons Bern das Gesuch der Schulkommission um vorsorgliche Einstellung von X.________ im Amt ab (mangels überwiegender öffentlicher Interessen bzw. weil das Wohl der Schülerinnen und Schüler nicht gefährdet sei). Ab dem 12. Januar 2004 war X.________ zu 100 % arbeitsunfähig.