Citation: 5A_994/2018 E. 6.5.3

6.5.3. Die Beschwerdeführerin moniert, dass dem Beschwerdeführer einerseits ein 90%-Pensum zugestanden werde, damit er die Kinder freitags zu "normalen" Zeiten abholen könne. Andererseits werde seitens des Kantonsgerichts festgehalten, dass die Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu diesen Zeiten den kleinen Kindern nicht zumutbar sei. Dies sei ein Widerspruch in sich. Für Kinder in diesem Alter sei eine Zugreise einer Autofahrt vorzuziehen. Im öffentlichen Verkehr könnten sie bereits die gemeinsame Zeit geniessen. Demgegenüber müsste sich der Kindsvater bei der Autofahrt auf das Lenken etc. konzentrieren, was nicht im Kindeswohl sei. Zudem würden die Kinder im Auto "wohl" schlafen, was angesichts der Tatsache, dass sie erst gegen Abend in Luzern ankommen und dass die Kinder erst später zu Bett gehen würden, ebenfalls nicht im Kindeswohl liegen würde. Weiter habe die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt willkürlich dargestellt, weil sie nicht berücksichtigt habe, dass mit der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel monatlich Fr. 250.-- eingespart werden könnten. Zusätzlich habe die Vorinstanz Art. 296 ZGB und Art. 302 ZGB verletzt. Es seien dem Beschwerdeführer daher lediglich die durch die erste Instanz berechneten Fr. 160.-- pro Monat anzurechnen. Zudem sei zu erwähnen, dass der Beschwerdegegner in seiner Berufungsschrift angegeben habe, pro Fahrtkilometer Fr. 0.50 zu brauchen. Damit ergäbe sich eine Einsparung von Fr. 94.--. Warum ihm die Vorinstanz Fr. 0.65 pro km zugestehe, bleibe offen.