Citation: H 341/01 29.10.2002 E. 3.3

3.3.1 Die Feststellungen der Vorinstanz in Bezug auf Bestand und Höhe ausstehender Beiträge an die kantonale Familienausgleichskasse sowie entgegenstehender Ansprüche der Arbeitgeberfirma auf Erstattung ausbezahlter Kinderzulagen können nicht Gegenstand der Überprüfung durch das Eidgenössische Versicherungsgericht bilden (Erw. 1.1 hievor). Demgegenüber ist es eine Frage der Schadensermittlung im Rahmen von Art. 52 AHVG und damit eine durch das Eidgenössische Versicherungsgericht zu beantwortende Frage des Bundesrechts, ob und gegebenenfalls inwiefern sich der entsprechende, vom kantonalen Gericht verbindlich festgestellte Sachverhalt auf den der Ausgleichskasse aus der Nichtbezahlung bundesrechtlicher Sozialversicherungsbeiträge erwachsenden Schaden auswirkt. 3.3.2 Übersteigt ein Guthaben der Arbeitgeberfirma auf Erstattung ausbezahlter Kinderzulagen die ausstehenden Beiträge an die Familienausgleichskasse, so reduziert sich der Schaden, welcher der Ausgleichskasse durch die Nichtbezahlung bundesrechtlicher Sozialversicherungsbeiträge entsteht, um diese Differenz. In den Abrechnungen der Ausgleichskassen werden dementsprechend praxisgemäss die ausbezahlten Kinderzulagen von der Beitragsschuld in Abzug gebracht. Vorliegend waren bei Konkurseröffnung gemäss den verbindlichen Feststellungen des kantonalen Gerichts FAK-Beiträge von Fr. 2819.25 ausstehend, während die Arbeitgeberfirma ihren Angestellten Kinderzulagen in der Höhe von Fr. 5100.- ausbezahlt hatte, welche bei der Schadensberechnung nicht berücksichtigt wurden. Das der Differenz dieser beiden Beträge entsprechende Guthaben der Arbeitgeberfirma gegenüber der Familienausgleichskasse von Fr. 2280.75 ist vom Schadenersatzbetrag von Fr. 17'107.50 in Abzug zu bringen. Der ersatzpflichtige Schaden beläuft sich demzufolge auf Fr. 14'826.75. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist in diesem Sinne teilweise gutzuheissen.