Citation: 4A_43/2021 E. 7.4.3

7.4.3. Die Vorinstanz verwarf auch mit einleuchtenden Überlegungen das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin wollte ihre Rechtsposition kommerzialisieren: Sie kam zum Schluss, die Klage der Beschwerdegegnerin sei nicht geeignet, die Beschwerdeführerin zur Gewährung von Sondervorteilen zu veranlassen. Namentlich leuchte nicht ein, weshalb die übrigen Aktionäre sich zur Abwehr der Klage dazu gezwungen sehen könnten, der Beschwerdegegnerin ihre Beteiligung an der Beschwerdeführerin zu einem besonders hohen Preis abzukaufen. Denn es sei nicht darlegt worden, inwiefern das vorliegende Verfahren oder eine mögliche Klagegutheissung die Beschwerdeführerin oder ihre Aktionäre in eine finanzielle oder anderweitig gelagerte Zwangslage bringen könnte. Das widerlegt die Beschwerdeführerin nicht. Weder begründet sie, dass ihr - entgegen der Auffassung der Vorinstanz - die Gutheissung der Klage nicht einen nur sehr geringfügigen Aufwand verursachen würde, noch vermag sie nachvollziehbar zu erklären, weshalb die übrigen Aktionäre zur Abwehr der Klage genötigt sein sollen, der klagenden Beschwerdegegnerin ihre Beteiligung an der Beschwerdeführerin zu einem besonders hohen Preis abzukaufen. Ohnehin verliert die Beschwerdeführerin aus den Augen, dass die anderen Aktionäre mit der vorliegenden Klage nicht ins Recht gefasst werden. Auch wenn es nicht geradezu einer eigentlichen Zwangslage bedürfte, ist in keiner Weise dargetan, dass die Beschwerdegegnerin mit ihrer Klage die ins Recht gefasste Beschwerdeführerin schädigen oder schikanieren will. Vielmehr scheint umgekehrt nicht leicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdeführerin dem Anspruch der Beschwerdegegnerin auf wertpapiermässige Verbriefung der Aktien partout nicht nachkommen will.