Citation: 9C_41/2024 E. A

A.a. Die Stiftung A.________ ist eine Stiftung mit Sitz in U.________/ BS (nachfolgend: die Stiftung 1). Sie wurde im Juni 1989 errichtet und in das Handelsregister des Kantons Basel-Stadt eingetragen. Die Stiftung 1 bezweckt die Erleichterung des Erwerbs von Aktien der Holding B.________ durch Mitarbeiter, welche zur Holding B.________ oder zu den Stiftern in einem Arbeitsverhältnis stehen, sowie Zuwendungen an die Pensionskasse der Gruppe B.________. Die C.________ Foundation war ebenfalls eine Stiftung mit Sitz in U.________/BS (nachfolgend: die Stiftung 2). Sie wurde im März 2000 errichtet und in das Handelsregister des Kantons Basel-Stadt eingetragen. Sie bezweckte, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der zur Gruppe B.________ gehörenden Gesellschaften den Erwerb von Aktien der Holding B.________ zu ermöglichen oder zu erleichtern und Beiträge an die Pensionskassen der Gruppe B.________ zu leisten. Sie sollte in erster Linie im Rahmen von Incentive-Plänen tätig werden und prioritär Kaderangehörige begünstigen. Im Oktober 2024 absorbierte die Stiftung 1 die Stiftung 2 per Fusion. A.b. Die beiden Stiftungen waren in den Steuerperioden 2011 bis 2016 in die Umsetzung zweier Pläne zur Beteiligung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gruppe B.________ an der B.________ Holding AG involviert. A.b.a. Gemäss dem ersten dieser Pläne - dem "Mitarbeiterbeteiligungsplan" - waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gruppe B.________-Gesellschaften berechtigt, jährlich eine bestimmte Anzahl von Namenaktien der B.________ Holding AG vergünstigt zu erwerben. Die benötigten Namenaktien wurden von der Stiftung 1 über die Börse erworben und anschliessend an die Bezugsberechtigten verkauft. Die Aktien waren für drei Jahre gesperrt. Der Erwerb an der Börse wurde jeweils von den Gegenparteien der Stiftung 1 mit der Umsatzabgabe abgerechnet. A.b.b. Gemäss dem "Aktienbeteiligungsplan" (auch: "Aktienbezugsplan") hatten Kadermitarbeiterinnen und Kadermitarbeiter der Gruppe B.________ das Recht, eine bestimmte Anzahl Namenaktien der B.________ Holding AG von dieser oder einer anderen Konzerngesellschaft unter Anwendung einer Sperrfrist von drei Jahren vergünstigt (abzüglich eines Diskonts von zehn Prozent) und Anrechnung an ihren Anspruch aus der kurzfristigen variablen Vergütung zu erwerben. Um die Wirkungen des Aktienbeteiligungsplans zu erhöhen, erhielten die Planteilnehmer ein verzinsliches Darlehen der B.________ Holding AG oder einer anderen Konzerngesellschaft, das ihnen ermöglichte, ein Mehrfaches des investierten Kapitals an Aktien zum Marktwert - abzüglich des Diskonts von zehn Prozent - zu beziehen. Die Stiftung 2 schrieb den Planteilnehmern Put-Optionen und erwarb von ihnen im Gegenzug eine gleiche Anzahl Call-Optionen auf den zugeteilten Aktien, wobei beide Optionen jeweils per Ablauf der dreijährigen Sperrfrist ausübbar waren. Aus Sicht der Planteilnehmer finanzierte der Verkauf der Call-Option den Erwerb der Put-Option, d.h., die Optionsprämien glichen sich aus ("Zero-Cost-Transaktion"). Der Ausübungspreis auf der Put-Option war so angesetzt, dass die Planteilnehmer mit dem Veräusserungserlös das aufgenommene Darlehen samt Zins zurückzahlen konnten. Falls der Aktienkurs der B.________ Holding AG bei Ablauf der Sperrfrist also unter den Ausübungspreis gefallen war, konnten die Planteilnehmer durch Ausübung der Put-Option ihren Verlust auf das eingesetzte Eigenkapital begrenzen. Umgekehrt begrenzte die Call-Option der Stiftung 2 das Gewinnpotenzial der Planteilnehmer, weil sie bei einem Börsenkurs über dem Ausübungspreis der Call-Option der Stiftung 2 die Aktien zum Ausübungspreis verkaufen ("physische Lieferung") oder die Stiftung 2 für den wirtschaftlichen Wert der Call-Option - d.h. die Differenz zwischen Ausübungspreis und Börsenkurs - entschädigen mussten ("Barausgleich"). Bei einem Börsenkurs zwischen den beiden Optionsausübungspreisen verfielen beide Optionen wertlos und verkauften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Aktien jeweils insoweit zum Börsenkurs an die Stiftung 2, als dies für die Deckung der Darlehens- und Zinsschulden erforderlich war. Wenn die Stiftung 2 die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gekauften Aktien nicht behielt, verkaufte sie sie am Markt oder an eine Konzerngesellschaft. Beim Verkauf an der Börse rechneten die Gegenparteien der Stiftung 2 über die Umsatzabgabe ab. A.c. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) führte im August, im November und im Dezember 2016 bei diversen B.________-Konzerngesellschaften eine Revision betreffend die Umsatzabgabe und die Verrechnungssteuer durch. In den Revisionsberichten vom 21. Juni 2017 kam die ESTV zum Schluss, dass die beiden Stiftungen Vermittler gemäss Art. 13 Abs. 3 lit. b Ziff. 2 StG (SR 641.10) und damit Effektenhändler seien. Sie bezifferte die von den Stiftungen auf den in den Steuerperioden 2011 bis 2016 getätigten Käufen und Verkäufen von Aktien der B.________ Holding AG geschuldeten Umsatzabgaben auf Fr. 131'118.35 (Stiftung 1) und Fr. 100'687.85 (Stiftung 2), jeweils zuzüglich Verzugszinsen. Mit Valuta vom 31. Oktober 2017 beglich die B.________ Versicherung AG der ESTV diese Beträge unter Vorbehalt. Mit Entscheiden vom 25. Februar 2019 erklärte die ESTV, die Stiftungen würden ab dem 1. Januar 2011 "als Effektenhändler gemäss Art. 13 Abs. 3 lit. b Ziff. 2 StG (Vermittler) der Umsatzabgabepflicht unterstellt". Sie erhob für den Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2016 von der Stiftung 1 den Betrag von Fr. 131'118.35 und von der Stiftung 2 den Betrag von Fr. 100'687.95, jeweils zuzüglich Verzugszins von 5 % ab den gesetzlich vorgesehenen Fälligkeiten, und befand, die Stiftungen (bzw. die B.________ Versicherung AG an ihrer Stelle) hätten die betreffenden Beträge zu Recht entrichtet. Einsprachen hiergegen wies die ESTV mit Einspracheentscheiden vom 26. Januar 2021 ab, wobei die Dispositive dieser Entscheide nur die Abweisung (Ziff. 1), die Festsetzung der geschuldeten Abgaben und Verzugszinsen (Ziff. 2) und die bereits erfolgten Zahlungen der Stiftungen sowie die noch ausstehenden Beträge (Ziff. 3) zum Gegenstand hatten. Zusätzlich zur bisherigen Argumentation, wonach die Stiftungen Vermittler gemäss Art. 13 Abs. 3 lit. b Ziff. 2 StG seien, erwog die ESTV neu, die Stiftungen seien auch bzw. eventualiter als Händler gemäss Art. 13 Abs. 3 lit. b Ziff. 1 StG zu betrachten.