Citation: I 475/06 30.10.2006 E. 5

5.1 Die Vorinstanz hat weiter ausgeführt, gegen die sachliche Gebotenheit des Anwaltsbeizugs spreche Folgendes: Die vom Rechsvertreter im Einspracheverfahren eingereichten medizinischen Unterlagen stammten - mit Ausnahme des Berichts des Neurochirurgen Dr. med. R.________ vom 14. November 2005 - aus der Zeit vor dem ersten Einspracheentscheid vom 2. Februar 2004 und seien daher nicht relevant. Der Bericht des Dr. med. R.________ äussere sich einzig zum Gesundheitszustand ab November 2005, weshalb auch dieser nicht massgebend sei. Demnach wäre die Einsprache abzuweisen und die Eingabe vom 23. November 2005, welcher der Bericht des Dr. med. R.________ beigelegt worden sei, als Neuanmeldung entgegenzunehmen gewesen. Wegen der glaubhaft gemachten Lumboischialgie wäre darauf einzutreten gewesen. 5.2 Dieser Argumentation kann ebenfalls nicht gefolgt werden. Als Erstes kann nicht gesagt werden, die Arztberichte aus der Zeit vor dem ersten, rentenablehnenden Einspracheentscheid vom 2. Februar 2004 seien irrelevant. Denn mit diesen wollte der Rechtsvertreter aufzeigen, dass verglichen mit den Berichten der Frau Dr. med. B.________ vom 14. September 2005 und des Dr. med. R.________ vom 14. November 2005 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes aufgetreten ist. Im Weiteren hat das Eidgenössische Versicherungsgericht die Frage offen gelassen, ob - gemäss dem Wortlaut des Art. 87 Abs. 3 IVV - auch nach Inkrafttreten des ATSG der Beweisführungslast (von Ausnahmen abgesehen) im Revisions- bzw. Neuanmeldungsgesuch zu genügen ist (vgl. BGE 130 V 68 f. Erw. 5.2.5) oder ob der entsprechende, herabgesetzte Beweis bis zum Abschluss des laut ATSG vorgesehenen Einspracheverfahrens (hier: 15. Dezember 2005) erbracht werden kann (Urteil J. vom 8. März 2006 Erw. 2.2.2 und 3.2, I 734/05). Dies bzw. die Frage, ob die Einsprache vom 1. November 2005 abzuweisen gewesen wäre und der erst am 23. November 2005 aufgelegte Bericht des Dr. med. R.________ vom 14. November 2005 als Neuanmeldung hätte behandelt werden müssen, braucht in casu ebenfalls nicht entschieden zu werden. Diese Umstände zeigen jedoch, dass das Verfahren rechtlich und sachverhaltsmässig nicht einfach und auch nicht aussichtslos war (vgl. Erw. 4.2 hievor am Ende).