Citation: 5A_361/2022 E. 2.3.3

2.3.3. In tatsächlicher Hinsicht steht fest, dass die Leistungsfähigkeit des Beschwerdegegners mit Fr. 985.-- gegenüber jener der Beschwerdeführerin mit Fr. 13'500.-- deutlich tiefer liegt (vgl. vorne E. 2.1), der Beschwerdeführerin selbst ein Überschuss von Fr. 743.-- (13'500 [Leistungsfähigkeit Beschwerdeführerin] - 12'757 [Bedarf Kinder abzüglich Beitrag Beschwerdegegner]) verbleibt und die Kinder mit Fr 13'357.-- einen überdurchschnittlich hohen Bedarf ausweisen, was auf einen überdurchschnittlichen Lebensstandard zurückzuführen ist. Unter diesen Umständen wäre es unbillig, den Beschwerdegegner auf das familienrechtliche Existenzminimum zu setzen, während der Kindesbedarf grosszügig bemessen und der Beschwerdeführerin selbst ein doppelt so hoher Überschuss belassen wird. Im Lichte dieser finanziellen Verhältnisse ist der dem Beschwerdegegner zugestandene Überschuss nicht zu beanstanden. Dabei bleibt es dem Beschwerdegegner unbenommen, zu entscheiden, wofür er den Überschuss verwenden will. Das Obergericht hat demnach nicht Bundesrecht verletzt, indem es dem Beschwerdegegner einen Überschuss von Fr. 385.-- belassen hat. Schliesslich erweist sich die Willkürrüge als unbegründet, legt doch die Beschwerdeführerin nicht im Einzelnen dar, inwiefern das Obergericht den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt haben soll. Auf die Finanzierung aus dem Betrag der güterrechtlichen Auseinandersetzung wird nachstehend näher eingegangen.