Citation: 8C_125/2009 27.04.2009 E. 3.2

3.2.1 Wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren macht der Beschwerdeführer geltend, die ärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sage nichts aus über die effektive Leistungsfähigkeit, welche erst gestützt auf das Ergebnis der von Kreisarzt Dr. med. W.________ und Dr. med. O.________ von der Rehaklinik Z.________ empfohlenen Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) abschliessend beurteilt werden könne. Die Vorinstanz verneinte die Notwendigkeit einer zusätzlichen EFL-Testung mit der Begründung, der entscheidwesentliche Sachverhalt lasse sich mit genügender Klarheit aufgrund der vorhandenen medizinischen Unterlagen feststellen. Deren Durchführung kann laut kantonalem Gericht aber auch deshalb unterbleiben, weil der Leiter Berufliche Eingliederung der Rehaklinik Z.________ im Bericht vom 14. Juni 2005 berufliche Massnahmen als nicht angezeigt erachtete und die Eingliederungsversuche der Invalidenversicherung erfolglos blieben. Auf die vorgeschlagenen Abklärungsmassnahmen könne in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden, da davon keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten seien. 3.2.2 Im Urteil 8C_547/2008 vom 16. Januar 2009 hat sich das Bundesgericht zum Testverfahren der EFL und dessen Eignung für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (E. 4.2.1) sowie zur Indikation im Einzelfall (E. 4.2.2.1 und 4.2.2.2) geäussert. Dabei hat das Gericht erwogen, für eine valide Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeit sei in manchen Fällen neben den medizinischen Befunden und Diagnosen auch eine arbeitsorientierte Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit wünschbar oder sogar erforderlich. In einem solchen ergonomischen Assessment könne anhand von Arbeitssimulationstests wie Heben und Tragen, Arbeiten über Kopfhöhe oder Leitersteigen das arbeitsbezogene Leistungsvermögen generell und mit Blick auf die angestammte berufliche Tätigkeit konkret beurteilt werden. Das EFL messe die Fähigkeit eines Individuums, manuelle Tätigkeiten zu verrichten, und schätze den Zeitraum, während dessen die Klientin oder der Klient diese im Verlaufe eines ganzen Tages auszuüben imstande sei. Das umfassende Testverfahren ermögliche zudem relevante Aussagen zum Leistungsverhalten und zur Konsistenz der versicherten Person, wobei eine allfällig beobachtete Symptomausweitung und Selbstlimitierung im Rahmen eines chronifizierten Zustandes für die Bewertung der Zumutbarkeit bedeutsam sein könne. Neben der Momentaufnahme sei auch die zukünftige Entwicklungsperspektive hinsichtlich der medizinisch-prognostischen Faktoren oder in Bezug auf die Abschätzung des Rehabilitationspotentials für arbeitsrelevante Verbesserungen in der Beurteilung zu berücksichtigen. Da es das konkret vorgelegene Beschwerdebild als grundsätzlich für ein ergonomisches Assessment geeignet erachtete und weil mehrere involvierte Ärzte die Durchführung einer EFL ausdrücklich befürworteten, bejahte das Bundesgericht im soeben erwähnten Fall die entsprechende Indikation. 3.2.3 Mit Bezug auf den Beschwerdeführer warf Kreisarzt Dr. med. W.________ in einer Aktennotiz vom 13. Mai 2005 die Frage auf, ob der Patient zur besseren Beurteilung der Zumutbarkeit und Belastbarkeit der oberen Extremitäten für eine EFL geeignet sei. Dr. med. O.________, Leitender Arzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation der Rehaklinik Z.________, welchem die Akten zur Beurteilung dieser Frage unterbreitet worden waren, hielt am 10. Juni 2005 fest, er würde es angesichts der langen Wartezeiten für eine EFL sehr begrüssen, wenn die Beurteilung aufgrund des im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung erstellen Zumutbarkeitsprofils erfolgen könnte. In der Folge wies die SUVA den Beschwerdeführer der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 19. September 2007 zu. Bei der Beurteilung der verbleibenden unfallbedingten Leistungsfähigkeit stützte sich Dr. med. K.________ nebst den Angaben des Versicherten und dem Ergebnis der eigenen Funktionsprüfung von rechter Schulter und linkem Handgelenk auf den Befund der Arthro-MRI der rechten Schulter vom 16. August 2007. Die daraus gezogene kreisärztliche Schlussfolgerung, dem Versicherten sei eine Arbeit ganztägig und voll zumutbar, bei der er keine Gewichte heben, keine Arbeiten über der Horizontalen durchführen und keine repetitiven Bewegungen mit dem linken Handgelenk machen müsse, leuchtet ohne weiteres ein und entspricht überdies den Angaben im Verlaufsprotokoll der Genossenschaft Q.________ vom 24. Januar 2005, wonach der Versicherte bei geeigneter Arbeit ein normales Arbeitspensum einhalten könne. Wenn sich das kantonale Gericht von dieser Betrachtungsweise überzeugen liess und mit Blick auf die umfassenden klinischen und bildgebenden Untersuchungen und die klare ärztliche Stellungnahme auf die Durchführung ergänzender medizinischer Abklärungen und funktioneller Testungen verzichtete, lässt sich dies nicht beanstanden. Soweit der Beschwerdeführer erneut auf den Bericht über die Teilnahme am Beschäftigungsprogramm der Arbeitslosenversicherung vom 18. Dezember 2006 bis 31. März 2007 in der Werkstatt S.________ verweist, gilt es mit der Vorinstanz darauf hinzuweisen, dass dieser keine zuverlässige Grundlage für die Beurteilung der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit bietet, da es dabei im Wesentlichen darum ging, eine Tagesstruktur einzuhalten und die Bewerbungstechnik zu verbessern, während das vom Versicherten geführte Schmerztagebuch allein auf subjektiven Wahrnehmungen beruht und daher nicht geeignet erscheint, an der kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung Zweifel aufkommen zu lassen.