Citation: 4A_388/2021 E. 6.3.1

6.3.1. Die Beschwerdeführerin moniert, die Vorinstanz habe den Attesten und den Berichten von Dr. med. D.________ in der Zeit von Juli bis September 2018 keinen Beweiswert zuerkannt. Für die Periode ab Oktober 2018 habe die Vorinstanz dies damit begründet, dass dessen Atteste und Berichte durch die anderslautenden AVP entkräftet seien. Diese Argumentation könne jedoch nicht für die Monate Juli bis September 2018 gelten, da sie in den AVP für diese Monate eine andauernde Arbeitsunfähigkeit von 60 % angegeben habe. Für diese Zeit seien die Angaben von Dr. med. D.________ keineswegs durch anderslautende Angaben ihrerseits entkräftet, sondern vielmehr durch gleiche Angaben bestätigt. Diese Rüge überzeugt nicht. Zunächst gilt es festzuhalten, dass sich Dr. med. D.________ - gemäss den ungerügt gebliebenen Tatsachendarstellungen der Vorinstanz - nicht zur Arbeitsunfähigkeit im Juli 2018 äusserte. Folglich bestätigte er die Angaben der Beschwerdeführerin im Juli 2018 keinesfalls. Dass die Vorinstanz - obschon die Beschwerdeführerin für die Monate August und September 2018 in den AVP eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % angab und Dr. med. D.________ denselben Grad der Arbeitsunfähigkeit diagnostizierte - lediglich eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % bzw. 25 % als nachgewiesen erachtete, ist nicht zu beanstanden. Weichen die Angaben von Dr. med. D.________ für die Periode von Oktober 2018 bis April 2019 derart von jenen der Beschwerdeführerin und den weiteren bei den Akten liegenden Beweismitteln ab (vgl. E. 5.4.2 hiervor), ist es nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz auch den Angaben von Dr. med. D.________ betreffend die Monate August und September 2018 die Beweistauglichkeit absprach.