Citation: U 26/07 28.01.2008 E. 5.2

5.2.1 Aufgrund der im Einspracheentscheid der SUVA vom 11. November 2005 ausführlich dargelegten Befunde und Ergebnisse der Dres. med. N.________ und G.________, welche auch die übrigen medizinischen Stellungnahmen berücksichtigen, steht fest, dass die Stimmveränderung, vermehrte Schleimbildung, Hustenreiz und Räusperzwang Symptome sind, die sich hier diagnostisch ohne weiteres im Rahmen einer funktionellen Dysphonie erklären lassen. Dr. med. G.________ äusserte sich im Bericht vom 3. August 2005 dahingehend, dass es sich bei der Kombination von Räusperzwang und heiserer Stimme in Zusammenhang mit einer wulstigen Stimmlippenverdickung lehrbuchmässig um eine hyperfunktionelle Dysphonie handle, die mit einer unökonomischen Anspannung der Phonationsmuskulatur in kausalem Zusammenhang stehe; der chronische Räusperzwang führe nicht selten zu Entzündungen am Stimmlippenrand, wie dies beim Exploranden habe beobachtet werden können. Aspektmässig sei die Stimmlippenoberfläche hingegen völlig unauffällig gewesen, weshalb eine andere Ursache der Beschwerden aus ORL-ärztlicher Sicht nicht in Frage komme. Zu der differentialdiagnostisch in Betracht zu ziehenden chronischen Bronchitis hielt Dr. med. N.________ am 21. April und 6. Juli 2005 fest, dass die von Dr. med. R.________ im Bericht vom 5. Februar 2003 beschriebene kontinuierliche Entwicklung eines Räusperzwangs mit initial gelegentlichem Auswurf, Stimmverlust und Fremdkörpergefühl im Rachenbereich mit Beginn 1998 am ehesten Ausdruck einer schon damals bestandenen hyperfunktionellen Dysphonie war, und es sich bei dem ebenfalls erwähnten, damals seit zwölf Monaten zunehmenden Hustenreiz mit produktivem Husten um eine zusätzliche Bronchitis gehandelt haben dürfte. Eine deutliche Trennung dieser Pathologien gehe auch aus den Angaben des Versicherten gegenüber Dr. med. G.________ hervor ("es stellte sich auch eine chronische Bronchitis mit wochenlangem Husten und Auswurf ein. Nach Inhalation mit Pulmicort besserte sich diese Bronchitis"). Aus diesen Umständen zog Dr. med. N.________ den Schluss, dass diese zeitlich begrenzte bronchitische Episode nicht in einen ursächlichen Zusammenhang mit dem bis 1992 dauernden Passivrauchen zu bringen sei. Was schliesslich die von Dr. med. G.________ diagnostizierte perenniale Rhinitis allergica (ganzjähriger Schnupfen mit verstopfter Nase) betrifft, liegt die Ursache in einer Sensibilisierung auf Milbenallergenen, welche ebenfalls nicht in Zusammenhang mit der Tabakrauch-Exposition steht (Bericht dieses Arztes vom 13. April 2005). 5.2.2 Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Ausführungen der Dres. med. N.________ und G.________ in Frage zu stellen sind. Die Diagnose einer "chronischen Bronchitis" ist deskriptiv und unspezifisch (vgl. Bericht des Dr. med. N.________ vom 6. September 2004), weshalb damit, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, über die Ursache nichts ausgesagt wird. Auch Dr. med. M.________ hat im vorinstanzlich aufgelegten Bericht vom 24. Januar 2006 zumindest implizit auf diesen Aspekt hingewiesen, wenn er festhielt, die Frage, inwieweit die Tabakrauch-Exposition zu der chronischen Bronchitis geführt habe, bleibe spekulativ. Die Auffassung des Dr. med. R.________ gemäss Stellungnahme vom 11. Mai 2004 (mit Hinweis auf einen früheren Bericht vom 5. Februar 2003) beruht einzig auf dem widerlegten Argument, es fielen keine anderen Ursachen als die Tabakrauch-Exposition in Betracht. Insgesamt ist der vorinstanzlich bestätigte Einspracheentscheid der SUVA vom 11. November 2005 nicht zu beanstanden. Zusätzliche Beweismassnahmen erübrigen sich, da der Sachverhalt umfassend abgeklärt ist und ergänzende medizinische Untersuchungen nichts am fehlenden Nachweis einer mindestens 50%igen beruflichen Einwirkung zu ändern vermögen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b S. 94). Unter diesen Umständen muss, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, der adäquate Kausalzusammenhang zwischen der geltend gemachten chronischen Bronchitis mit den psychiatrisch festgestellten gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht geprüft werden (vgl. BGE 125 V 456).