Citation: 1C_392/2021 E. 3.5

3.5. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers nahm das Verwaltungsgericht bei seiner summarischen Beurteilung auch eine Interessenabwägung vor, in deren Rahmen es in nachvollziehbarer Weise das gewichtige öffentliche Interesse an der einstweiligen Fernhaltung eines aus verkehrspsychologischer Sicht mutmasslich ungeeigneten Fahrzeugführers vom Strassenverkehr höher gewichtete als die privaten Interessen des Beschwerdeführers an der Wiederaushändigung des Führerausweises. Das Verwaltungsgericht berücksichtigte hierbei insbesondere den Grundsatz, wonach die aufschiebende Wirkung bei vorsorglichen Sicherungsentzügen aufgrund der Gefahr, die von einem ungeeigneten Fahrzeugführer für andere Verkehrsteilnehmer ausgeht, in der Regel nicht gewährt wird (vgl. BGE 122 II 359 E. 3a; Urteile 1C_184/2019 vom 3. Juni 2019 E. 2.1; 1C_526/2016 vom 21. Dezember 2016 E. 7.6). Überzeugende Gründe, welche den Entzug der aufschiebenden Wirkung vorliegend ausnahmsweise als nicht gerechtfertigt erscheinen liessen (vgl. dazu Urteil 1C_232/2018 vom 13. August 2018 E. 4.1), bringt der Beschwerdeführer nicht vor. Insbesondere rechtfertigt der pauschale Einwand, er habe sich seit seiner letzten strassenverkehrsrechtlichen Verzeigung vom 13. März 2012 nichts mehr zuschulden kommen lassen, keine Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung. Es ist gerade das zentrale Merkmal eines Sicherungsentzugs, dass dieser alleine wegen der fehlenden Fahreignung und damit im Prinzip unabhängig von einer schuldhaften Widerhandlung im Strassenverkehr angeordnet wird (BGE 141 II 220 E. 3.1.1; 133 II 331 E. 9.1).