Citation: 8C_134/2024 E. 5.2

5.2. Unbegründet ist schliesslich auch die Rüge, der Zustand beider Knie habe sich in der Zeit zwischen Begutachtung und Einspracheentscheid verschlechtert, weshalb auf das Gutachten nicht abgestellt werden könne. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin liess das kantonale Gericht die von ihr im kantonalen Beschwerdeverfahren nachgereichten Berichte des Spitals E.________ vom 18. August 2022, des PD Dr. med. F.________ vom 28. November 2022 und des Prof. Dr. med. G.________ vom 7. März 2023 nicht unberücksichtigt. Es trifft zu, dass der erstgenannte Bericht aufgrund einer MRT-Untersuchung vom gleichen Tag eine leichte bis moderate Pangonarthrose des rechten Knies und eine Pangonarthrose des linken Knies beschreibt und der zweitgenannte Bericht auf dieser Grundlage eine komplexe Knieinstabilität attestiert. Nach den zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz finden sich in den Berichten jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten, d.h. vorwiegend oder ausschliesslich sitzenden Tätigkeit eingeschränkt wäre. Prof. Dr. med. G.________ bescheinigte der Beschwerdeführerin sodann am 7. März 2023 zwar eine "derzeit" vollständige Arbeitsunfähigkeit, d.h. wohl in allen Arbeitstätigkeiten. Wie die Vorinstanz festhielt und die Beschwerdeführerin letztinstanzlich selbst einräumt, bezog sich diese Einschätzung jedoch nicht auf den relevanten Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 8. Juni 2022 (zur Grenze der gerichtlichen Überprüfungsbefugnis in zeitlicher Hinsicht vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1). Prof. Dr. med. G.________ brachte vielmehr zum Ausdruck, dass sich der Gesundheitszustand im Bereich der Knie in der Zwischenzeit verschlechtert habe. Sein Bericht ist daher ebenfalls nicht geeignet, die massgebende Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom 8.Juni 2022 zu beeinflussen. Was schliesslich die Integritätsentschädigung anbelangt, legte die Vorinstanz eingehend dar, weshalb die von den behandelnden Ärzten festgestellten Pangonarthrosen letztlich nicht zu einer Erhöhung der bereits zugesprochenen Entschädigung führen, die Beschwerdeführerin aber bei einer weiteren, nicht voraussehbaren Verschlechterung ein Revisionsgesuch nach Art. 36 Abs. 4 UVV stellen könne. In der Beschwerde wird dazu nichts Begründetes vorgebracht, weshalb sich Weiterungen erübrigen (E. 2.1 vorne).