Citation: 1C_538/2018 E. 4.3

4.3. Diese Einwände überzeugen nicht. Der Beschwerdeführer wusste sowohl aufgrund des Schreibens der Baukommission vom 13. Juni 2017, mit dem sein Baugesuch zur Überarbeitung zurückgewiesen wurde, als auch durch die von ihm selbst zitierte E-Mail des Kommissionspräsidenten vom 8. Dezember 2016, dass sein Bauprojekt die wegen der bestehenden Baulinie geltenden Abstandsvorgaben nicht einhielt. Er erstellte den grundsätzlich nicht bewilligungsfähigen Autounterstand somit klar bösgläubig. Dass sein Verhalten durch eine "leidige Vorgeschichte" mit der Baukommission oder deren Präsidenten zu erklären oder deren Verhalten gar zu seinen Gunsten zu werten wäre - wie er vorbringt -, ist nicht ersichtlich, zumal seine Darstellung nahe legt, er habe von der Kommission bzw. dessen Präsidenten letztlich einen Vorschlag erwartet, wie er sein Bauprojekt ungeachtet der rechtlichen Hindernisse gleichwohl realisieren könne. Inwiefern die von ihm erwähnte Entwicklung zum verdichteten Bauen den bösgläubigen Bau des Autounterstands erklären sollte, ist überdies nicht einsichtig. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz aus grundsätzlichen Erwägungen dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands erhöhtes Gewicht beimessen und die dem Beschwerdeführer allenfalls erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Mass berücksichtigen (vgl. vorne E. 4.1). Dass sie auf seine Bösgläubigkeit hingewiesen und das öffentliche Interesse an der rechtsgleichen Anwendung der fraglichen Abstandsvorschriften und der Einhaltung der baulichen Ordnung als massgeblich beurteilt hat, ist demnach bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Auch wenn sie nicht näher auf die privaten Interessen des Beschwerdeführers eingegangen ist, hat sie diese im Weiteren nicht gänzlich unbeachtet gelassen, sondern festgehalten, der angeordnete Rückbau sei mit Blick auf die Grösse des Unterstands ohne Weiteres zumutbar. Diese Beurteilung erscheint zutreffend. Dass die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands übermässige Kosten verursachen wird, ist nicht zu erwarten und wird vom Beschwerdeführer mit seinem vagen Hinweis auf den "verhältnismässig nicht unbeträchtlichen Rückbau- und Amortisationsaufwand" denn auch nicht geltend gemacht. Aus den weiteren von ihm angeführten Umständen ergibt sich nichts, was den Rückbau des bösgläubig erstellten Autounterstands als unzumutbar erscheinen liesse, zumal das angebliche Fehlen baulicher Alternativen nicht diese Frage betrifft, sondern allenfalls im Zusammenhang mit einem Gesuch um Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach den Voraussetzungen von § 52 Abs. 1 in Verbindung mit § 67 Abs. 1 KBV vorzubringen wäre. Die Vorinstanz brauchte auf diese Vorbringen daher auch nicht einzugehen.