Citation: I 768/03 16.08.2004 E. 3

Streitig ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. Unbestritten ist dagegen, dass die Verwaltung auf die Neuanmeldung von Juli 2002 eingetreten ist. Damit bleibt zu prüfen, ob sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Vorinstanz, Verwaltung und Beschwerdeführerin gehen übereinstimmend davon aus, die Invaliditätsbemessung sei nach der Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen. Es fällt jedoch auf, dass die Versicherte gar nie angegeben hat, ohne Gesundheitsschaden vollständig erwerbstätig zu sein; vielmehr hat sie anlässlich einer Haushaltsabklärung im November 1997 gegenüber der Abklärungsperson sogar angegeben, sie habe 1974 ihre ausserhäusliche Arbeit aus familiären Grunden aufgegeben und würde heute im Gesundheitsfall keine Erwerbstätigkeit ausüben. Dies deckt sich mit ihrer Aussage gegenüber dem Gutachter Dr. med. S.________, dass sie eine berufliche Tätigkeit "nicht wieder aufnehmen" wolle, einerseits weil ihr die Motivation und der Wille dazu fehlten, andererseits aber auch aus gesundheitlichen Gründen. Schliesslich ist die IV-Stelle in den Verfahren 1990 und 1997 (2001 trat die Verwaltung auf ein erneutes Gesuch nicht ein) jeweils explizit von der Anwendbarkeit der spezifischen Methode ausgegangen, ohne dass dies von der Versicherten beanstandet worden wäre. Damit bestehen genügend Anhaltspunkte, dass die Invaliditätsbemessung nicht nach dem Einkommensvergleich, sondern anhand der spezifischen oder allenfalls der gemischten Methode vorzunehmen ist. Die IV-Stelle wird deshalb die Statusfrage sowie allenfalls die Einschränkung im Aufgabenbereich abzuklären haben und anschliessend neu verfügen, auch wenn keine Partei dies explizit so verlangt hat (vgl. Erw. 1 hievor). Eine Rückweisung rechtfertigt sich um so mehr, als sich die Beschwerdeführerin bis jetzt noch nicht zur anwendbaren Bemessungsmethode geäussert hat.