Citation: 4P.250/2006 17.01.2007 E. 5

Nach Art. 84 Abs. 2 OG ist die staatsrechtliche Beschwerde nur zulässig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht mit einem anderen Rechtsmittel gerügt werden kann. Diese Subsidiarität der staatsrechtlichen Beschwerde gilt insbesondere auch im Verhältnis zur Berufung (BGE 129 I 173 E. 1.1 S. 174; 120 II 384 E. 4a S. 385). 5.1 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV und aus Art. 8 ZGB ergibt sich der Anspruch der Parteien, Beweise zu beantragen zu Tatsachen, die für den Ausgang des Verfahrens von Bedeutung sein können (BGE 108 Ia 293 E. 4c S. 294 mit Verweisen). Das Recht auf den Beweis nach Art. 8 ZGB ist insbesondere verletzt, wenn das Gericht form- und fristgerecht beantragte Beweise zu rechtserheblichen, unbewiesenen Sachvorbringen nicht abnimmt. Die Rüge, das Gericht habe eine behauptete Tatsache, für die Beweise beantragt wurden, zu Unrecht für nicht rechtserheblich gehalten, ist deshalb in berufungsfähigen Fällen als Verletzung von Art. 8 ZGB mit Berufung zu erheben. Die antizipierte Beweiswürdigung muss hingegen mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden, sei es wegen Willkür in der Beweiswürdigung oder in der Anwendung kantonalen Rechts, sei es wegen Verweigerung des rechtlichen Gehörs, weil einem Beweismittel von vorneherein jede Erheblichkeit oder Tauglichkeit abgesprochen wird, ohne dass dafür sachliche Gründe angegeben werden können (BGE 114 II 289 E. 2a S. 291). 5.2 Soweit die Beschwerdeführerin rügt, das Obergericht habe die Frage, ob die Unterschriften von Dr. H.________ gefälscht worden seien, zu Unrecht als nicht rechtserheblich angesehen, macht sie eine Verletzung ihres Rechts auf den Beweis und damit von Art. 8 ZGB geltend. Diese Rüge ist mit Berufung geltend zu machen, sie ist deshalb unzulässig.