Citation: 1C_348/2023 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz bezog sich in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen des Baurekursgerichts und erwog, diesen zufolge sei die (zeitweise) Einschränkung der Sichtbereiche bei der streitbetroffenen Ausfahrt mit Blick auf § 5 VErV/ZH bzw. deren Anhänge 2 und 3 nicht ganz regelkonform: (Erst) bei einer Sicht- bzw. Beobachtungsdistanz von 1.5 m (statt 2.5 m) seien die Sichtverhältnisse gegen Norden bis 20 m frei, dann allerdings, selbst wenn noch ein zweites Fahrzeug auf dem Vorplatz stehe. Spätestens ab einer Beobachtungsdistanz von 0.5 m sei die Sicht in beide Fahrtrichtungen absolut frei. Eine Abweichung im Sinne von § 360 Abs. 3 PBG/ZH (vgl. § 6 VErV/ZH) lasse sich aufgrund der konkreten Verhältnisse jedoch rechtfertigen. Bei der Strasse, in welche die private, nicht vortrittsberechtigte Zufahrt münde, handle es sich um eine temporeduzierte Quartierstrasse mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. In nördlicher Richtung verlaufe die Quartierstrasse gerade; in südlicher Richtung gehe sie in eine leichte Kurve über, bei welcher die Einfahrt am Ende des Aussenkurvenbereichs liege. Insgesamt handle es sich um eine übersichtliche, ruhige Verkehrssituation. Aufgrund der örtlichen Verhältnisse sei ein Sichtbereich von 20 m als genügend zu erachten.