Citation: 1C_568/2021 E. 1.1.2

1.1.2. Etwas anderes gilt für die Anfechtung der Projektänderungen. Zwar hat sich das Verwaltungsgericht bereits detailliert zur Projektänderung I geäussert und die dagegen gerichtete Beschwerde abgewiesen. Es hat die Sache jedoch betreffend Projektänderung III zur Fortsetzung des Verfahrens an das Regierungsstatthalteramt zurückgewiesen, wobei es davon ausging, die ins Auge gefasste Änderung sprenge den Rahmen einer Projektänderung nicht (E. 12.7 und E. 15.1 des angefochtenen Entscheids), d.h. es müsse kein neues Baubewilligungsverfahren angehoben werden (vgl. E. 11.1 des angefochtenen Entscheids, mit Verweis auf Art. 43 des bernischen Dekrets vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren [Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1]). Durch das Gesuch um Projektänderung III wurde das Verfahren betreffend Projektänderung I teilweise gegenstandslos. Ist somit über Projektänderung III im selben (fortgesetzten) Baubewilligungsverfahren zu entscheiden wie über die Projektänderung I, ist dieses Verfahren noch nicht abgeschlossen. Für die Qualifikation als Zwischenentscheid und nicht als Teilendentscheid (i.S.v. Art. 91 BGG) spricht der enge sachliche Zusammenhang zwischen den Projektänderungen I und III, dienen doch die in Projektänderung III vorgesehenen Mikropfähle im Grundwasser der Stabilisierung der Siloanlage, die mit Projektänderung I von der Ost- auf die Südseite des Gebäudes verschoben wurde (vgl. Schreiben des Verwaltungsgerichts vom 20. November 2020 im Meinungsaustausch mit dem Regierungsstatthalteramt). Es kann nicht von vornherein ausgeschlossen werden, dass auf die Projektänderung I ganz oder teilweise zurückgekommen werden müsste, falls Projektänderung III nicht bewilligt werden könnte.