Citation: 4A_626/2014 E. 3.2

3.2. Die Schiedsklausel auf dem Lieferschein vom 11. August 2008 lautet wie folgt: "Für die Erledigung allfälliger Differenzen unterwerfen sich beide Parteien dem Schiedsgericht der Schweizerischen Handelsbörse Zürich. " Die Vorinstanz stellte fest, dass sich hinsichtlich der Auslegung dieser Schiedsklausel kein übereinstimmender tatsächlicher Parteiwille ermitteln liesse. Folglich nahm sie eine Auslegung nach dem Vertrauensprinzip vor und hielt dabei zunächst fest, dass sich die Klausel auf dem Lieferschein direkt unter den aufgeführten Leistungen und gut sichtbar direkt oberhalb der Unterschrift befinde. Sie erwog sodann, dass mit der Formulierung "Erledigung allfälliger Differenzen " direkt an die oben auf dem Lieferschein ausgewiesenen Leistungen angeknüpft werde. Damit seien sämtliche Streitigkeiten von der Schiedsklausel erfasst, die aus dieser Lieferung entstehen könnten.