Citation: 5A_679/2016 E. 5.3.5

5.3.5. Es ist bereits dargelegt worden, dass die Parteien gemeinsame und nicht entgegengesetzte Interessen verfolgt haben (E. 5.3.3 hiervor). Die Ausführungen der Beschwerdeführerin zu diesem Punkt (1/20 f. Rz. 74 und 75) sind nicht geeignet, die Qualifizierung des Vertragsverhältnisses als einfache Gesellschaft als bundesrechtswidrig hinzustellen. Anzufügen bleibt, dass selbst die gemeinsame Innehabung, Verwaltung und Nutzung eines Vermögenswertes von der Lehre als legitimer Gesellschaftszweck betrachtet und gebilligt wird (FELLMANN, a.a.O., N. 509 zu Art. 530 ZGB). Im vorliegenden Fall haben die kantonalen Instanzen aufgrund der übereinstimmenden Aussagen der Parteien (beabsichtigte Steueroptimierung) und Auslegung der zusammenhängenden Vereinbarungen zu Recht auf einen gemeinsamen Zweck der Steuer- und Ertragsoptimierung geschlossen. Damit erübrigt es sich, weiter darauf einzugehen. Aber auch die weiteren Ausführungen der Beschwerdeführerin (1/21-24 Rz. 76-87) sind nicht geeignet, die Ermittlung des tatsächlichen Willens der Parteien als willkürlich bzw. die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip als bundesrechtswidrig hinzustellen.