Citation: 9C_148/2022 E. A

Der 1969 geborene A.________ ist seit seiner Geburt stark sehbehindert und bezieht seit Jahren Ergänzungsleistungen zu den Leistungen der Invalidenversicherung. Im Februar 2009 heiratete er seine heutige Ehefrau. Daraufhin drohte ihm die Ausgleichskasse des Kantons Bern (AKB) wiederholt an, ein fiktives Einkommen für seine nicht bzw. nur ungenügend erwerbstätige Ehefrau anzurechnen. Nachdem die AKB über längere Zeit auf Zusehen hin auf eine entsprechende Anrechung verzichtet hatte, berechnete sie mit Verfügung vom 24. April 2020 und Einspracheentscheid vom 30. August 2021 für die Zeit ab Mai 2020 die Ergänzungsleistungen neu, wobei sie nunmehr von einem hypothetischen Einkommen der Ehefrau in der Höhe von Fr. 24'553.- ausging.