Citation: 8C_693/2019 E. 5.2.2

5.2.2. Das kantonale Gericht hat sich sehr eingehend mit dem Bericht des Dr. med. E.________ vom 3. April 2017 und den dazu ergangenen Stellungnahmen der die AXA beratenden Ärzte Dr. med. H.________ vom 31. Oktober 2017 und Dr. med. I.________ vom 13. November 2017 auseinandergesetzt. Es wog die verschiedenen ärztlichen Aussagen gegeneinander ab und kam zur Erkenntnis, dass auch aus dem Bericht des Dr. med. E.________ vom 3. April 2017 keine organischen Ursachen für die per 31. Juli 2016 weiterhin bestehenden Symptome hervorgehe. Das ist nicht zu beanstanden. Zum einen äussert Dr. med. E.________ in seinen Diagnosen lediglich einen "Verdacht auf Contusio labyrinthi rechts und Verdacht auf Somatisierungsstörung nach leichtem Schädelhirntrauma". Eine bestimmte Gesundheitsschädigung muss hingegen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vorliegen, damit sie einen Anspruch auf Leistungen der Sozialversicherung begründen kann. Eine solche lässt sich weder dem genannten Bericht, noch den übrigen medizinischen Akten entnehmen. Darüber hinaus wäre erforderlich, dass ein festgestellter Gesundheitsschaden weitere Heilbehandlung erforderlich machen würde, und/oder dass er die versicherte Person in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigen würde. Auch diesbezüglich ist dem Bericht vom 3. April 2017 nichts zu entnehmen. Vielmehr hält der Arzt zusammenfassend fest, dass sich klinisch keine Anhaltspunkte für fortbestehende kognitiv-mnestische Einschränkungen ergeben hätten und deshalb auf eine neuropsychologische Testuntersuchung verzichtet werde. Die "wahrscheinlich" beim Sturz erfolgte Kontusion des rechten Gleichgewichtsorgans (Labyrinth) sei beim Versicherten weitgehend kompensiert. Daraus ergibt sich, dass weder der Bericht des Dr. med. E.________ vom 3. April 2017 noch weitere Berichte der den Versicherten behandelnden Ärzte Zweifel an den Ausführungen der Vertrauensärzte der AXA erwecken können. Die Vorinstanz hat daher ohne Bundesrecht zu verletzen auf die Abnahme weiterer Beweise, insbesondere auf die Anordnung eines Gutachtens verzichtet.