Citation: 1C_586/2022 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer erblickt eine Gehörsverletzung darin, dass die Vorinstanz die völlig neue Behauptung aufstelle, er habe seine Zustimmung von diversen ungerechtfertigten Bedingungen abhängig gemacht, und dies zugleich als Nichtzustimmung wertet. Dabei verkennt er den Charakter des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Dieser verlangt nicht, dass die verfahrensbeteiligte Partei die Gelegenheit erhalten muss, sich zu jedem möglichen Ergebnis, das von der entscheidenden Behörde ins Auge gefasst wird, zu äussern. Die Behörde hat in diesem Sinne nicht ihre Begründung den Parteien vorweg zur Stellungnahme zu unterbreiten. Es genügt, dass sich die Parteien zu den Grundlagen des Entscheids, insbesondere zum Sachverhalt sowie zu den anwendbaren Rechtsnormen, vorweg äussern und ihre Standpunkte einbringen können (BGE 132 II 257 E. 4.2). Über diese Gelegenheit hat der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren vollumfänglich verfügt. Bereits die Opferhilfestelle ist von einer Verletzung seiner Mitwirkungspflicht infolge Verweigerung einer ausdrücklichen Zustimmung zur Weitergabe seiner Akten an die SPO ausgegangen. Dass die Vorinstanz ihre Begründung mit dem Argument ergänzt hat, wonach keine Zustimmung vorliege, wenn diese - wie vorliegend - von diversen (ungerechtfertigten) Bedingungen abhängig gemacht werde, stellt jedenfalls keine Gehörsverletzung dar. Inwiefern die Vorinstanz dem Beschwerdeführer die Gelegenheit hätte gewähren müssen, sich hierzu vorgängig zu äussern, ist nicht ersichtlich. Es liegt daher keine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) vor.