Citation: 4P.237/2006 16.01.2007 E. 4.2

4.2.1 Die in der staatsrechtlichen Beschwerde vorgebrachte Rüge, die Annahme der Richtigkeit der Aussagen des punktierenden Arztes durch das Verwaltungsgericht sei nicht vertretbar, fällt ins Leere, hat doch das Verwaltungsgericht gerade nichts derartiges festgestellt. 4.2.2 Der Beschwerdeführer hält sodann die Annahme hypothetischer Einwilligung bei gehöriger Risikoaufklärung für willkürlich. Er führt aus, das Verwaltungsgericht habe verkannt, dass die beiden Subclavia-Punktionsversuche rechts und links zwei räumlich und zeitlich getrennte Eingriffe mit unterschiedlichem Risikopotential darstellten. Daher hätte vor dem zweiten Punktionsversuch eine neue Risikoaufklärung stattfinden oder bei der ersten Aufklärung über die Verfünfeinhalbfachung des Risikos bei einem allfälligen zweiten Subclavia-Punktionsversuch orientiert werden müssen. Zum zweiten Punktionsversuch hätte der Beschwerdeführer jedenfalls bei gehöriger Aufklärung seine Einwilligung nicht erteilt. Nach dem angefochtenen Urteil ist der Beschwerdegegnerin mit Bezug auf die Durchführung des zweiten Punkionsversuchs ein Verstoss gegen die Regeln der ärztlichen Sorgfaltspflicht vorzuwerfen (E. 5 hiernach). Insoweit hat es somit keine die Widerrechtlichkeit ausschliessende Einwilligung angenommen. Im Übrigen geht aus dem angefochtenen Urteil nicht hervor und der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, dass er sich vor Verwaltungsgericht darauf berufen hätte, zu einer pflichtgemässen Aufklärung habe es gehört, die Risiken eines zweiten Punktionsversuchs speziell hervorzuheben. Soweit der Beschwerdeführer mit diesem Einwand dem Verwaltungsgericht Willkür bei der Beurteilung des Nachweises hypothetischer Einwilligung vorwerfen will, ist er damit nicht zu hören.