Citation: 4C.159/1999 28.07.2000 E. 2

2.- Der Kläger rügte am 30. März 1984 das Vorhandensein weiterer Mängel an Steigleitungen. Die Vorinstanz hat für das Bundesgericht verbindlich festgestellt, die entsprechenden Mängel seien am 23. oder 24. März 1994 (recte: 1984) entdeckt worden. Sie erwog, da beim Kläger nach der Entdeckung der Fehler ein zweifellos Zeit beanspruchender Dienstweg einzuhalten war, bevor Meldung an den Beklagten ergehen konnte, erscheine die Frist von sechs bis sieben Tagen ausreichend kurz, zumal der 24. und 25. März auf ein Wochenende fielen. Der Beklagte rügt zunächst zu Recht, es gebe keinen Grund, dem Kläger für die Beanspruchung eines Dienstweges eine zusätzliche Zeitspanne zuzubilligen. Entgegen seiner Ansicht ist aber anzunehmen, dass eine Frist von sieben Kalendertagen bzw. fünf Werktagen das Erfordernis der "sofortigen" Mängelanzeige gerade noch erfüllt. Das Argument des Beklagten, es dürfe nicht berücksichtigt werden, dass in die Frist ein Wochenende gefallen sei, weil in eine siebentägige Frist immer ein Wochenende falle, ist nicht nachvollziehbar. Massgeblich ist, innert welcher Frist dem Kläger angesichts der gesetzlichen Obliegenheit, "sofort" tätig zu werden, die Erstattung der Mängelanzeige an den Beklagten zuzumuten war. Dabei ist natürlich wesentlich, ob bzw. in welchem Umfang die Frist durch Wochenenden, an denen keine Geschäftstätigkeit erwartet werden kann, verkürzt wurde. Eine bestimmte, kurze Erklärungsfrist ist dem Besteller zuzugestehen (BGE 118 II 142 E. 3b S. 148); mit einer Erklärungsfrist von fünf Werktagen wird dieser Anforderung Genüge getan, zumal nicht dargetan wird, dass sich der Mangel während dieser Zeit wesentlich verschlimmerte.