Citation: 1C_260/2016 E. 5.4

5.4. Immerhin bestätigen die fraglichen Messungen, dass es vor allem an warmen Sommertagen am Abend und in der Nacht zu Kaltluftabflüssen aus dem Tierhaltungsbetrieb des Beschwerdegegners in Richtung der Wohnhäuser der Beschwerdeführer kommt. Sie machen daher das Vorbringen der Beschwerdeführer plausibel, dass zu gewissen Jahreszeiten Gerüche des Rinderstalls vor dem Haus und bei offenem Fenster auch im Schlafzimmer deutlich wahrnehmbar sind. Diese werden von den Beschwerdeführern subjektiv als störend empfunden, dagegen ist nicht erstellt, dass die Geruchsimmissionen hinsichtlich Intensität und Häufigkeit objektiv schädlich oder lästig sind. Das AWEL hat den Sachverhalt sorgfältig abgeklärt, zunächst durch eine Modellierung mit dem System KALOS und anschliessend mit einer Standortbeurteilung des Fachbüros KBP (vgl. oben E. 3). Es berücksichtigte die Gutachten BCL und die weiteren Eingaben der Beschwerdeführer, begründete aber plausibel, weshalb diese nicht zur Annahme von übermässigen Immissionen führen. Das BAFU erachtet dies als bundesrechtskonform. Es gibt für das Bundesgericht keinen Grund, von dieser Beurteilung abzuweichen.