Citation: 4A_307/2020 E. 4.2.4

4.2.4. Da die Beschwerdeführerin keine Ausführungen dazu mache, welche einzelnen vertraglichen Leistungen konkret zu welchem Wert die C.________ AG bzw. deren Subunternehmer bis zur fristlosen Kündigung des Werkvertrags erbracht hätten, mangle es an einer schlüssigen Darstellung des Sachverhalts. Ein Teilvergütungsanspruch aus Werkvertragsleistungen scheide schon deshalb aus. Selbst wenn seitens der Beschwerdeführerin hinreichende Behauptungen zu den Leistungen und dem Wert des Teilwerks aufgestellt worden wären, hätte sie aufgrund der Bestreitungen der Beschwerdegegnerin Beweismittel offerieren müssen. Solche Beweismittel würden fehlen. Insbesondere habe sie weder Beweismittel, die den Nachweis des Baustandes bzw. der einzelnen erbrachten Leistungen hätten erbringen können, noch ein Gutachten, das den Wert des teilausgeführten Werks bestimmen könnte, offeriert. Freilich wären diese Nachweise schwer zu erbringen gewesen, nachdem das Bauprojekt fertiggestellt worden sei. Eine vorsorgliche Beweisabnahme oder ein amtlicher Befund hätten die Beweisführung aber erleichtert. Die Schwierigkeit, den Nachweis zu erbringen, habe keine Erleichterung der Behauptungs-, Substanziierungs- und Beweislast der Beschwerdeführerin zur Folge.