Citation: 6B_77/2024 E. 1.2.3

1.2.3. Die Vorinstanz erwägt, die erste Instanz lasse ausser Acht, dass das Gericht die Höhe der Strafe für jede begangene Tat einzeln bestimmen müsse. Zudem habe sie das Verfahren hinsichtlich der Tathandlungen vor dem 1. Januar 2014 wegen Verjährung eingestellt, weshalb sie ausgerechnet den Beischlaf, der zur Zeugung des am 6. August 2014 geborenen Sohnes geführt habe, nicht zulasten des Beschwerdeführers habe berücksichtigen dürfen. Aufgrund der glaubhaften Angabe der Privatklägerin, sie habe mit dem Beschwerdeführer im fraglichen Zeitraum zwischen Januar 2014 bis August 2020 wöchentlich und im Zeitraum, als der Sohn im Krankenhaus gewesen sei, monatlich den Beischlaf vollzogen, sei für die Strafzumessung zugunsten des Beschwerdeführers anzunehmen, dass er im erwähnten Zeitraum von 6.5 Jahren mit seiner Tochter rund 100 Mal den Beischlaf vollzogen habe. Dafür seien einzelne (Erhöhungs-) Strafen auszufällen. Verschuldensmildernd sei jeweils zu beachten, dass der Beschwerdeführer und die Privatklägerin sich erst kennengelernt hätten, als Letztere 21-jährig gewesen sei, dass sie sich gegenseitig nicht als Vater und Tochter wahrgenommen hätten, sondern eine Paarbeziehung mit entsprechenden Gefühlen geführt hätten und dass mithin kein Abhängigkeitsverhältnis oder ein Verhältnis eines Elternteils zu einem minderjährigen Kind bestanden habe.