Citation: 6B_311/2021 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdegegnerin 2 (Jahrgang 1937) ist in den USA wohnhaft und machte gemäss dem Beschwerdeführer stets geltend, aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage zu sein, einer Einvernahme zu folgen (vgl. Beschwerde Ziff. 82 S. 19). Die Vorinstanz erwägt, die Beschwerdegegnerin 2 habe nie Aussagen gemacht, mit welchen der Beschwerdeführer hätte konfrontiert werden müssen. Schilderungen in einer Strafanzeige seien kein Beweismittel, sondern würden den Strafverfolgungsbehörden vielmehr anzeigen, was sie nach Ansicht des Anzeigestellers abzuklären hätten. Die Staatsanwaltschaft und das Bezirksgericht hätten gestützt darauf die für die Beurteilung des angeklagten Sachverhalts notwendigen Beweismittel erhoben. Es treffe daher nicht zu, dass das erstinstanzliche Urteil die Strafanzeige als belastendes Beweismittel verwende und zur Erstellung des Sachverhalts indirekt auf Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 abstelle, mit welchen der Beschwerdeführer nie konfrontiert worden sei. Dieser sei sich seiner Werterhaltungspflicht sehr wohl bewusst gewesen. Aus den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 sei kaum etwas Gegenteiliges zu erwarten, weshalb ihre Einvernahme nicht notwendig erscheine (angefochtenes Urteil E. 3.2 S. 11 f.).