Citation: 2C_513/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hat erwogen, eine Verwaltungsbehörde sei gemäss Art. 29 BV nur verpflichtet, auf ein Wiedererwägungsgesuch einzutreten, wenn sich die Umstände seit dem letzten Entscheid wesentlich geändert hätten. Wesentliche neue Umstände würden vorliegen, wenn angesichts der veränderten tatbeständlichen Grundlagen die rechtliche Würdigung anders erfolgen könnte als im früheren Entscheid oder erhebliche Tatsachen und Beweismittel vorgebracht würden, die im vorangegangenen Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend zu machen rechtlich oder tatsächlich unmöglich war oder hierfür keine Veranlassung bestand. Bei den Vorbringen der Beschwerdeführerinnen handle es sich, abgesehen von der Ausnahme der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin 2, nicht um neue Tatsachen, weshalb auf diese Vorbringen nicht weiter einzugehen sei. Aus den ins Recht gelegten Unterlagen zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit könnten die Beschwerdeführerinnen nichts zu ihren Gunsten ableiten, weil nahe Verbindungen zum Arbeitgeber "B.________ GmbH" den Verdacht auf Gefälligkeit begründen würden, aus den Unterlagen so oder anders nur eine Tätigkeit während den Monaten April 2019 bis Juni 2019 hervorgehe und die Tätigkeit für den Arbeitgeber "C.________" im Umfang von Arbeitseinsätzen von vier Stunden pro Arbeitswoche keine finanzielle Selbständigkeit der Beschwerdeführerin zu belegen vermöge. Am Ausgang des Verfahrens würden auch die geltend gemachten psychischen Probleme und das Risiko einer suizidalen Handlung nichts zu ändern vermögen, begründe dies doch für sich betrachtet keinen Anspruch auf einen weiteren Verbleib in der Schweiz und sei die medizinische Versorgung in Mazedonien gewährleistet. Die Behörden seien jedoch gehalten, im Rahmen der konkreten Rückkehrmassnahmen alles Zumutbare vorzukehren, um medizinisch bzw. betreuungsweise sicherzustellen, dass das Leben und die Gesundheit der Beschwerdeführerin 1 nicht beeinträchtigt würden.