Citation: 8C_49/2015 E. 3.2.2

3.2.2. Zu berücksichtigen ist vorliegend, dass der Beschwerdeführer innerhalb der laufenden Rahmenfrist für den Leistungsbezug (3. Januar 2013 bis 31. Oktober 2016) am 1. März 2014 erneut arbeitslos wurde. Der Lohn aus der vom 1. März 2013 bis 28. Februar 2014 dauernden Tätigkeit bei der Einzelfirma C.________ konnte entgegen seiner Ansicht nicht als Zwischenverdienst angerechnet werden, weil es sich um zumutbare Arbeit handelte, welche keinen Anspruch auf Kompensationszahlungen auslöste. Mit Stellenantritt am 1. März 2013 war die Arbeitslosigkeit damit (vorerst) beendet. Nicht übersehen werden darf, dass das letzte Arbeitsverhältnis vor Eintritt der ursprünglichen Arbeitslosigkeit, die zur Eröffnung der neuen Rahmenfrist für den Leistungsbezug vom 3. Januar 2013 bis 31. Oktober 2015 führte, von März 2011 bis Dezember 2012 - ohne Unterbruch in den Wintermonaten 2011/2012 - gedauert hatte. Die erneute Anstellung bei der Einzelfirma C.________ auf den 1. März 2013 fällt in eine laufende Rahmenfrist für den Leistungsbezug. Hätte der Versicherte diese Stelle nicht angenommen, so hätte ihm dies - mit Blick auf das Fehlen anderer Erwerbsmöglichkeiten zu jenem Zeitpunkt - als Verletzung der Schadenminderungspflicht entgegengehalten werden können. Mit der Annahme der Stelle hat er alles getan, um seine Arbeitslosigkeit zu beenden. Dass die Anstellung zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgelöst worden ist, darf ihm unter diesen Umständen nicht in dem Sinne zum Nachteil gereichen, dass ihm die Vermittlungsfähigkeit abgesprochen wird. Zudem kann keineswegs davon ausgegangen werden, dass der Versicherte bewusst Unterbrüche in der Erwerbstätigkeit in Kauf genommen hätte, denn er hatte sich sowohl Ende 2012/anfangs 2013 wie auch ab Februar 2014 stets ernsthaft um andere Stellen bemüht. Mit Blick auf sein Alter lassen sich seine Schwierigkeiten, eine Dauerstelle bei einem anderen Arbeitgeber zu finden, durchaus nachvollziehen. Für die Annahme fehlender Vermittlungsbereitschaft aufgrund ungenügender Stellensuche bedarf es besonders qualifizierter Umstände (ARV 1996/97 Nr. 19 S. 98 mit Hinweisen, C 161/96, und Urteil 8C_931/2011 vom 24. Juli 2012 E. 2), welche hier nicht vorliegen. Es kann keine Rede davon sein, dass der Beschwerdeführer die Arbeitslosigkeit bewusst und tatenlos in Kauf genommen hätte. Da die dem vorinstanzlichen Entscheid zugrunde liegenden Sachverhaltsfeststellungen insoweit offensichtlich falsch sind, ist das Bundesgericht daran nicht gebunden (E. 1 hiervor).