Citation: 1C_516/2016 E. 4.4

4.4. Eine Zusicherung der zuständigen Behörde ist im E-Mail vom 3. April 2013 nicht zu sehen. Aus dessen Wortlaut geht hervor, dass es sich dabei um die persönliche Ansicht von René Küenzi handelt. Einzuräumen ist, dass es die Auskunft an der wünschbaren Klarheit vermissen lässt, zumal aus den Umständen hervorgeht, dass der Beschwerdeführer eine verbindliche Antwort wollte. Von grösserer Bedeutung erscheint insofern, dass es sich beim Beschwerdeführer um einen in Fragen der Raumplanung erfahrenen Anwalt und Notar handelt und er nicht nur aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit, sondern auch gestützt auf das vorangehende Baubewilligungsverfahren wissen musste, dass die Bewilligung von Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone in die Kompetenz der kantonalen Behörden fällt (Art. 25 Abs. 2 RPG) und zudem den Einbezug einspracheberechtigter Personen erfordert (vgl. Urteil 1C_205/2015 vom 29. Oktober 2015 E. 5.4 mit Hinweisen). Zudem ist die Abweichung von der erteilten Bewilligung beträchtlich. Gemäss dem angefochtenen Entscheid wurde die eine Wand um ca. 1 m, die andere um ca. 60 cm nach aussen verschoben. Vor diesem Hintergrund stellt das E-Mail vom 3. April 2013 keine bindende Auskunft der zuständigen Behörde dar und geht die Berufung des Beschwerdeführers auf den Grundsatz von Treu und Glauben fehl.