Citation: 5P.521/2006 24.04.2007 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer bezeichnet die Ausführungen des Obergerichts als widersprüchlich. Wenn die Rechtsmittelinstanz in einem kantonalen Rekursverfahren zum Schluss komme, das Vorgehen der ersten Instanz sei nicht korrekt gewesen, dürfe sie nicht materiell entscheiden, sondern habe sie deren Entscheid aufzuheben. Indem das Obergericht nicht so verfahren sei, sei es in Willkür verfallen. 3.2 Der Beschwerdeführer verkennt, dass Willkür nicht schon dann vorliegt, wenn einzelne Erwägungen unhaltbar sind oder sich miteinander nicht vereinbaren lassen. Die Aufhebung eines kantonalen Entscheids rechtfertigt sich nur, wenn nicht einzig seine Begründung, sondern auch das Ergebnis vollkommen unhaltbar ist (BGE 132 I 13 E. 5.1 S. 17 mit Hinweisen). 3.2.1 Durch die Abweisung des Rekurses hat das Obergericht im Ergebnis den Entscheid der Bezirksgerichtskommission geschützt, wonach auf die Klage der Beschwerdegegnerin einzutreten sei. Mit dieser Tatsache und den entsprechenden (materiellrechtlichen) Erwägungen der kantonalen Rekursinstanz setzt sich der Beschwerdeführer in keiner Weise auseinander. Da eine den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügende Begründung der Beschwerde mithin fehlt, ist auf diese insofern nicht einzutreten, als sie sich gegen die Abweisung des Rekurses richtet. 3.2.2 Es ist im Übrigen fraglich, ob die Beschwerde in diesem Punkt überhaupt offen steht. Nach Art. 84 Abs. 2 OG ist die staatsrechtliche Beschwerde nur zulässig, wenn die geltend gemachte Rechtsverletzung nicht sonstwie durch Klage oder Rechtsmittel beim Bundesgericht gerügt werden kann. Der angefochtene Entscheid befasst sich mit dem Lauf der zweijährigen Frist gemäss Art. 114 ZGB. Es ging mithin um eine Frage des eidgenössischen Rechts im Sinne der Art. 43 f. OG, die von der ersten Instanz zum Gegenstand eines selbständigen Vorentscheids gemacht worden war. Nach Art. 50 Abs. 1 OG kann ein solcher (ausnahmsweise) mit Berufung angefochten werden, wenn dadurch sofort ein Endentscheid herbeigeführt und ein so bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart werden kann, dass die gesonderte Anrufung des Bundesgerichts gerechtfertigt erscheint. Dem ersten Erfordernis zufolge muss das Bundesgericht in der Lage sein, mit einem vom angefochtenen Entscheid abweichenden Urteil abschliessend und endgültig über den strittigen Anspruch zu befinden (BGE 129 III 288 E. 2.3.3 S. 291 mit Hinweisen). Sollte hier die Auffassung des Obergerichts hinsichtlich des in Frage stehenden Fristenlaufs nicht zu teilen sein, wäre eine Berufung gutzuheissen und festzuhalten, dass auf die Scheidungsklage der Beschwerdegegnerin nicht einzutreten sei. Damit wäre das von dieser eingeleitete Verfahren endgültig erledigt. Aus den dargelegten Gründen wäre die staatsrechtliche Beschwerde eigentlich nicht zulässig. Eine Umdeutung der als staatsrechtliche Beschwerde eingereichten Rechtsschrift des Beschwerdeführers in eine Berufung fiele ausser Betracht: Abgesehen davon, dass in der Eingabe nicht dargelegt wird, inwieweit sich mit einer Aufhebung des Vorentscheids ein bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten ersparen liesse, fehlt auch die nach Art. 55 Abs. 1 lit. c OG erforderliche Auseinandersetzung mit den materiellen Erwägungen der kantonalen Rekursinstanz. Zu bemerken ist ausserdem, dass ein Rechtsmittel nur als Ganzes konvertiert werden kann, die vorliegende Beschwerde sich jedoch nicht nur gegen die Abweisung des Rekurses richtet, sondern auch gegen die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege; eine Verletzung von Art. 29 Abs. 3 BV bzw. eine willkürliche Anwendung der kantonalrechtlichen Bestimmungen zum Armenrecht können indessen einzig mit staatsrechtlicher Beschwerde gerügt werden. 3.2.3 Soweit mit der staatsrechtlichen Beschwerde die Aufhebung der Abweisung des kantonalen Rekurses durch das Obergericht verlangt wird, ist nach dem Gesagten darauf nicht einzutreten.