Citation: 6B_464/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei nach dem Vollzug seiner Haftstrafe erneut wegen Besitzes von mehreren Kilogramm Marihuana sowie Haschisch und damit einschlägig straffällig geworden. Er sei in Untersuchungshaft gekommen. Nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft sei er wieder im Besitz von beinahe einem ½ Kilogramm Marihuana gewesen, das er gegen ein geringes Entgelt für jemanden transportiert habe. Offenbar genüge dem Beschwerdeführer - trotz verbüsster Freiheitsstrafe und Untersuchungshaft - bereits die Aussicht auf Fr. 100.--, um sich erneut einschlägig strafbar zu machen. Zwar habe er seinen Wohnort verlegt und arbeite seit dem 1. August 2019 an einer neuen Stelle. Nicht gänzlich unproblematisch erscheine dabei jedoch der Umstand, dass er von einem Unternehmen angestellt sei, das (legalen) Hanf anbaue und der Beschwerdeführer neuerdings auch Aktionär eines Unternehmens in diesem Bereich sei. Er sei somit weiterhin täglich mit Hanfpflanzen und damit auch mit Personen, die mit Hanf zu tun hätten, in Kontakt. Ob der blosse Wohnortswechsel, der mitunter oder gar in erster Linie aus beruflichen Gründen erfolgt sei und die berufliche Tätigkeit im Bereich des legalen Hanfanbaus mit CBD-Produkten den Beschwerdeführer auch im Falle eines beruflichen oder persönlichen Rückschlags vor dem Rückfall in die Kriminalität abhalten könnten, werde sich weisen müssen. Mithin bestünden trotz dieser neuen stabilisierenden Faktoren aufgrund des bisherigen Verhaltens des Beschwerdeführers und dem Umstand, dass er sich weiterhin im "Hanf-Milieu" befinde, wenn nunmehr auch im legalen CBD-Bereich, erhebliche Bedenken an seiner Legalbewährung. Besonders günstige Umstände könnten damit noch nicht bejaht werden. Im Gegensatz zum Urteil des Bundesgerichts 6B_64/2017 vom 24. November 2017 könne beim Beschwerdeführer gerade auch aufgrund der erneuten Straftaten, trotz positiver Veränderungen zufolge eines sich abzeichnenden Lebenswandels, nicht von besonders günstigen Umständen ausgegangen werden. Die Zeit, in der er sich bisher bewährt habe, reiche im Hinblick auf die zuvor begangenen Straftaten während der Probezeit nicht aus, um von einer besonders günstigen Prognose auszugehen (Urteil S. 9 f. E. 2.3).