Citation: C 237/98 17.02.2000 E. 2

2.- Am 17. September 1997 meldete die R.________ AG dem KIGA die ab 1. Oktober 1997 vorgesehene Einführung von Kurzarbeit an. Zur Begründung wurde darauf hingewiesen, dass die Erträge weit unter den Erwartungen und den Vorjah- reswerten lägen. Der Ertragseinbruch finde sowohl im Perso- nen- als auch noch wesentlich ausgeprägter im Güterverkehr statt. Dies sei umso gravierender als rund zwei Drittel der Erträge der Unternehmung aus dem Güterverkehr stammten. In Zukunft sei mit noch weiteren Ertragsrückgängen zu rechnen. Um den drohenden Verlust abzuwenden, sei u.a. die baldest- mögliche Einführung von Kurzarbeit (voraussichtlicher Ar- beitsausfall bei der Betriebsabteilung Zugbegleitung: 30 %) vorgesehen. Mit dem Wegfall der Defizitgarantie seien die konzessionierten Transportunternehmungen den gleichen Risi- ken ausgesetzt wie andere Branchen auch. Das seco, dem das Gesuch zu Stellungnahme unterbreitet wurde, erachtete die Anspruchsvoraussetzungen als nicht erfüllt. Der Arbeitsaus- fall gehöre zum normalen Betriebsrisiko einer Transportun- ternehmung und sei branchenüblich. Angesichts der Entwick- lung im Güterverkehr sei er auch nicht nur vorübergehender Natur. Am 2. Dezember 1997 teilte das KIGA der R.________ AG dann aber mit, dass gegen die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung kein Einspruch erhoben werde. Seit September 1997 sei ein starker Einbruch im Güterverkehr festzustellen, der sich vor allem arbeitsmässig auswirke. Das verringerte Gütervolumen sei auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführen. Es seien zudem geeignete Massnahmen einge- leitet worden, um den Arbeitsausfall zu kompensieren.