Citation: 8C_633/2018 E. 4.4

4.4. Vielmehr handelt es sich vorliegend um eine Streitigkeit zwischen zwei Gemeinwesen, bei der es ausschliesslich um die Frage geht, welches von beiden - Kanton oder Gemeinde - für die Erbringung der Sozialhilfe über den 2. April 2015 hinaus für A.________ und dessen drei Kinder zuständig ist. Während die Beschwerdeführerin die Meinung vertritt, die Ausrichtung von persönlicher und wirtschaftlicher Sozialhilfe obliege dem Beschwerdegegner, ist dieser der Ansicht, diese sei von der Einwohnergemeinde zu erbringen, in der die betroffenen Personen ihren Wohnsitz haben. Die jeweiligen Zuständigkeiten zur Ausrichtung der Sozialhilfe werden in der kantonalen Asylverordnung (AsylV; SRL Nr. 892b), in Kraft seit 1. Januar 2016, statuiert. Diese Verordnung regelt die Einzelheiten der Sozialhilfe für Personen aus dem Asylbereich. Soweit die Gemeinde für den Vollzug der Sozialhilfe für vorläufig aufgenommene Personen zuständig ist, ersetzt der Kanton ihr die Kosten der wirtschaftlichen Sozialhilfe für diejenigen Personen einer Unterstützungseinheit, die sich noch nicht zehn Jahre in der Schweiz aufhalten, anteilsmässig nach betroffenen Personen (§ 14 Abs. 1 AsylV). Die persönliche und die wirtschaftliche Sozialhilfe für Flüchtlinge, vorläufig aufgenommene Flüchtlinge und für Schutzbedürftige mit Aufenthaltsbewilligung richten sich nach den Bestimmungen des Sozialhilfegesetzes (§ 16 AsylV). Für streitige Ansprüche auf Kostenersatz durch den Kanton sieht die Verordnung die verwaltungsrechtliche Klage nach den §§ 162 - 172 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vor (§ 14 Abs. 4 und § 17 Abs. 2 AslyV; VRG; SRL Nr. 40). Im Übrigen gilt gemäss dem kantonalen Verwaltungsrechtspflegegesetz das subsidiäre Klageverfahren in all jenen öffentlich-rechtlichen Streitsachen zwischen Gemeinwesen, in denen nach der Rechtsordnung keine Verwaltungsbehörde oder kein anderes Gericht zuständig ist, über die Streitsache zu entscheiden (§ 162 f. VRG).