Citation: 1P.641/2005 10.10.2005 E. 1

Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, die Rechtsmittelbelehrung in E. 6 des angefochtenen Entscheids, mit welcher die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde als unzulässig bezeichnet worden sei, sei willkürlich. Das Obergericht hat in der genannten Erwägung ausgeführt, sein Revisionsentscheid sei nicht mit eidgenössischer Nichtigkeitsbeschwerde anfechtbar, da die Wiederaufnahme zufolge widersprechender Urteile keinen Revisionsgrund gemäss Art. 397 StGB darstelle. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, sie habe in ihrem zweiten Revisionsgesuch nicht die Wiederaufnahme aufgrund widersprechender Urteile verlangt, sondern die Revisionsgründe der Einwirkung durch Verbrechen oder Vergehen und des glaubwürdigen Geständnisses sowie andere Tatsachen und Beweismittel im Sinne von § 443 der kantonalen Strafprozessordnung vom 4. Mai 1919 (StPO) angerufen. Das Obergericht hat sich im angefochtenen Entscheid (S. 4 ff.) mit den von der Beschwerdeführerin genannten Revisionsgründen auseinandergesetzt und eine Revision abgelehnt. Dieser Entscheid, auf den hier verwiesen werden kann (Art. 36a Abs. 3 OG), verletzt die angerufenen verfassungsmässigen Rechte nicht. Mit dem Obergericht ist hier festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin unter verschiedenen Titeln Widersprüche zwischen dem Entscheid des Obergerichts vom 30. Mai 2002 und dem Einstellungsbeschluss der Bezirksanwaltschaft vom 25. Mai 2004 zum Anlass nimmt, das Vorliegen gesetzlicher Revisionsgründe zu behaupten. Es erscheint indessen verfassungsrechtlich haltbar, dass das Obergericht trotz der festgestellten Widersprüche das Vorliegen der geltend gemachten Revisionsgründe verneint hat. Die Argumentation der Beschwerdeführerin in ihrer staatsrechtlichen Beschwerde führt, soweit sie überhaupt den Anforderungen an die Begründung dieses Rechtsmittels entspricht (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261 f. mit Hinweisen), zu keinem anderen Ergebnis. Durfte das Obergericht somit das Vorliegen von Revisionsgründen verneinen, so ist auch nicht zu beanstanden, dass es in E. 6 seines Entscheids die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde ausschloss. Das Bundesgericht hat keinen Anlass, die Eingabe der Beschwerdeführerin als Nichtigkeitsbeschwerde zu behandeln, da die bundesrechtlichen Revisionsgründe gemäss Art. 397 StGB hier offensichtlich nicht vorliegen.