Citation: C 211/00 23.08.2001 E. 4

4.- a) Gemäss Art. 95 Abs. 4 Satz 1 AVIG verjährt der Rückforderungsanspruch innert eines Jahres, nachdem die auszahlende Stelle davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre nach der Auszahlung der Leistung. Bei diesen Fristen handelt es sich um Verwirkungsfristen. b) Die Arbeitslosenkasse wusste seit dem 30. März 1999, dass die Invalidenversicherung dem Beschwerdeführer rückwirkend ab 1. Januar 1998 eine ganze Rente, entsprechend einem Invaliditätsgrad von 100 %, zugesprochen hatte. Am 28. Juli 1999 richtete die Verwaltung erstmals - rückwirkend für die Zeit ab Januar 1999 - Arbeitslosenentschädigung aus. Mit Verfügung vom 2. Februar 2000 forderte sie alsdann die ab 28. Juli 1999 zu Unrecht ausgerichteten Taggelder wieder zurück. Unter diesen Umständen kann offen bleiben, ob sie bei Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit allenfalls bereits zu einem früheren Zeitpunkt Kenntnis vom rückforderungsbegründenden Sachverhalt haben konnte, denn sowohl die einjährige relative als auch die fünfjährige absolute Verwirkungsfrist des Art. 95 Abs. 4 AVIG wurden auf jeden Fall eingehalten.