Citation: 2C_870/2020 E. 2.3

2.3. Gemäss Art. 50 AIG besteht der Anspruch nach Auflösung der Ehe auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 AIG unter bestimmten Umständen weiter. Vorliegend käme eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung einzig unter dem Aspekt von Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AIG in Frage, wonach ein Anspruch besteht, wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen; wichtige persönliche Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG liegen vor, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AIG). Die Vorinstanz hat dazu erwogen, die Vorbringen der Beschwerdeführerin würden nahelegen, dass ihre Ehe arrangiert worden sei. Konkrete Hinweise darauf hingegen, dass die Beschwerdeführerin die Ehe gegen ihren Willen eingegangen sei, seien indes nicht ersichtlich. So gebe die Beschwerdeführerin zwar an, die Ehe sei ohne ihre Zustimmung geschlossen worden, führe dazu jedoch auch aus, sie habe sich ihren Eltern verpflichtet gefühlt, nachdem sich diese für die Mitgift verschuldet hätten. Ein eigentlicher Zwang zur Eheschliessung sei weder damit noch durch die allgemein gehaltenen Beschwerdevorbringen zur Ehekultur in Sri Lanka noch durch die Akten behauptet oder belegt. Gegen eine allfällige Zwangsehe spreche auch, dass die Beschwerdeführerin erstmals in ihrer Beschwerde auf das Zustandekommen der Ehe zu sprechen gekommen sei und gleichzeitig vorgetragen habe, sie wolle der Ehe nochmals eine Chance geben. In einer späteren Eingabe habe sie festgehalten, sie liebe ihren Ehemann. Mit ihren allgemein gehaltenen Ausführungen zu den Umständen ihrer Eheschliessung, zu Sitten und Gebräuchen in Sri Lanka (insbesondere Mitgift) und dem sri lankischen Recht macht die Beschwerdeführerin nicht geltend, die Vorinstanz hätte den in Art. 50 Abs. 2 AIG aufgeführten wichtigen Grund der Zwangsheirat falsch ausgelegt oder angewandt. Ebensowenig lässt sich der Beschwerdeschrift entnehmen, inwiefern die Vorinstanz den im Lichte von Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AIG rechtserheblichen Sachverhalt offensichtlich falsch, d.h. willkürlich (BGE 146 I 83 E. 1.3 S. 86), oder rechtsverletzend festgestellt hätte (Art. 97 BGG; BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445). Mit ihrer Darstellung, wie die im Recht liegenden Beweismittel (vgl. zum Novenverbot im bundesgerichtlichen Verfahren siehe Art. 99 Abs. 1 BGG) ihrer eigenen Ansicht nach zu würdigen gewesen wären, übersieht die Beschwerdeführerin, dass das Bundesgericht die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht frei, sondern nur auf Willkür überprüft. Dass die von den Sachgerichten gezogenen Schlüsse nicht mit der Darstellung der beschwerdeführenden Partei übereinstimmen, belegt, entgegen der Beschwerdeschrift, keine Willkür (Urteil 6B_829/2014 vom 30. Juni 2016 E. 1.3.1). Damit erhebt die Beschwerdeführerin, insofern sie ihre Beschwerde auf Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AIG stützt, keine durch das Bundesgericht überprüfbare Rügen.