Citation: 7B_941/2024 E. 2.3

2.3. Sowohl die Gewährung von Urlaub als auch die Verlegung in eine halboffene Strafanstalt setzen voraus, dass keine Gefahr besteht, dass die eingewiesene Person flieht oder weitere Straftaten begeht (vgl. Art. 76 Abs. 2e contrario und Art. 84 Abs. 6 StGB). Wie vom Beschwerdeführer zutreffend eingewendet, muss sich die Nichtbewilligung von Vollzugslockerungen auf ernsthafte und objektive Gründe stützen (vgl. Urteile 1B_142/2023 vom 19. April 2023 E. 3.6; 6B_827/2020 vom 6. Januar 2021 E. 1.4.6; je mit Hinweisen). Was die Fluchtgefahr im Besonderen anbelangt, so müssen konkrete Gründe dargetan werden, die eine Flucht als wahrscheinlich erscheinen lassen. Hierfür sind die gesamten Verhältnisse des Eingewiesenen wie beispielsweise die Lebensumstände, familiäre Bindungen, berufliche und finanzielle Situation sowie Kontakte zum Ausland, in Betracht zu ziehen (BGE 143 IV 160 E. 4.3; Urteil 6B_476/2021 vom 14. Juni 2021 E. 2.3; je mit Hinweisen). Auch die Rückfallgefahr muss im Einzelfall sorgfältig geprüft werden (Urteile 1B_142/2023, 1B_162/2023 vom 19. April 2023 E. 3.6; 6B_1028/2014 vom 17. Juli 2015 E. 3.5; je mit Hinweisen). Dabei darf nicht ohne triftigen Grund von allfälligen gutachterlichen Beurteilungen abgewichen werden (Urteile 1B_142/2023, 1B_162/2023 vom 19. April 2023 E. 3.6 mit Hinweisen; 6B_468/2016 vom 7. September 2016 E. 2.4).