Citation: 4P.92/2004 19.10.2004 E. B

Am 27. Oktober 2000 klagten die Ehefrau des Verstorbenen A.________ (Beschwerdeführerin 1) und dessen Töchter B.________ (Beschwerdeführerin 2) sowie C.________ (Beschwerdeführerin 3) beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit dem Antrag, das Spital D.________ sei zur Leistung von Schadenersatz und Genugtuung in der Höhe von insgesamt Fr. 284'658.-- nebst Zins von 5 % seit 3. November 1999 zu verpflichten. Zur Begründung führten sie an, die Beklagte habe eine Reihe von Sorgfaltspflichten verletzt: - Sie habe es versäumt, Richtlinien zur Behandlung von postoperativen Verwirrtheitszuständen zu erlassen. - Sie habe keine adäquate Diagnose gestellt. - Sie habe keinen Facharzt der Psychiatrie beigezogen. - Sie habe nicht für eine hinreichende medikamentöse Therapie gesorgt. - Sie habe keine hinreichenden Massnahmen für die Sicherheit des Patienten angeordnet (Sitzwache, Fixierung etc.). - Sie habe die ärztliche Aufklärungspflicht verletzt. Der Instruktionsrichter beschränkte das Verfahren auf die Frage der grundsätzlichen Haftung der Beklagten und ordnete drei Begutachtungen an. Gutachter waren: Prof. F.________, damals Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum X.________; Prof. G.________, Chefarzt an der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie des Spitals Y.________; Prof. H.________, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der technischen Universität Z.________. Mit Urteil vom 15. März 2004 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die Klage ab.