Citation: 9C_218/2018 E. 4.2.3

4.2.3. Die Überwachung fand vor dem Wohnhaus der Beschwerdegegnerin oder vor bzw. im Clubhaus des FC XY.________ statt. Die Observation erfolgte an Örtlichkeiten, zu denen jedermann Zutritt hatte, also im öffentlichen Raum (vgl. Urteile 8C_570/2016 vom 8. November 2017 E. 2.3 und 8C_192/2017 vom 25. August 2017 E. 5.4.3.2). In diesem Sinne ist auch nicht problematisch, dass sich der Privatdetektiv in das Clubhaus des FC XY.________ begab und dort öffentlich Angebotenes konsumierte (vgl. SVR 2013 UV 32 S. 111, 8C_192/2013 E. 3.2, und Urteil U 589/06 vom 21. Dezember 2007 E. 7.3). Die im Observationsbericht dokumentierten Handlungen nahm die Beschwerdegegnerin somit aus eigenem Antrieb und ohne unzulässige äussere Beeinflussung vor. Eine unzulässige Einflussnahme durch den Privatdetektiv ist auch bei dessen Gespräch mit der Versicherten (beim Zusammenlegen von Spielertrikos) am 19. Juni 2015 nicht ersichtlich. Selbst wenn dieser Teil der Observation nicht verwertbar wäre, kann diesbezüglich darauf hingewiesen werden, dass den entsprechenden Angaben der Beschwerdegegnerin im weiteren Verfahrensverlauf kaum Bedeutung zukommt. Wie die Versicherte nämlich im vorinstanzlichen Verfahren zu Recht darlegte, bestätigte sich der von ihr bei diesem Gespräch behauptete Umfang der Erwerbstätigkeit durch die Observation nicht. Entsprechend haben auch die Dres. med. B.________ und C.________ diesen Angaben im Überwachungsbericht keine weitere Geltung beigemessen. Unter diesen Umständen ist mangels Relevanz für das weitere Verfahren nicht erforderlich, dass dieser Teil der Observation aus den Akten entfernt wird.