Citation: 5A_106/2014 E. 10.1

10.1. Streitig ist zunächst der Arbeitsaufwand im Zusammenhang mit der Erstellung der Prozessantwort vom 17. November 2010, für den Rechtsanwalt Dr. Christoph Steffen ursprünglich 75 Stunden in Rechnung gestellt hatte. Das Kantonsgericht erachtet die Kürzung um 25 Stunden, die das Bezirksgericht vorgenommen hatte, als ungenügend. Es wirft dem Anwalt vor, den Prozessstoff in der fraglichen Eingabe ohne Not mit weitschweifigen und langatmigen Ausführungen ausgedehnt zu haben, und reduziert den Aufwand um weitere 10 Stunden auf 40 Stunden. In gleicher Weise kürzt das Kantonsgericht auch die Arbeitsstunden für die Vorbereitung der Hauptverhandlung, die Rechtsanwalt Dr. Christoph Steffen ursprünglich mit 61.6 Stunden beziffert hatte. Es findet, das fünfzigseitige, in normaler Schriftgrösse gedruckte Plädoyer sei "krass langgezogen". Es würden darin seitenlang Zeugenaussagen "bis zur Verzerrung breitgetreten", Dokumente in direkter und indirekter Rede wiedergegeben und Bundesgerichtsentscheide ohne jede Bezugnahme auf die Streitsache zitiert. Daher seien zusätzlich zur erstinstanzlichen Korrektur um 10 Stunden weitere 15 Stunden abzuziehen. "Völlig überrissen" erscheinen dem Kantonsgericht schliesslich die rund 74 Stunden, die Rechtsanwalt Dr. Christoph Steffen für Telefonate und E-Mails sowie für damit verbundenes Aktenstudium verrechnen will. Diese Aufwendungen könnten nicht mit der notwendigen Koordination zwischen den beiden Rechtsvertretern der Beschwerdeführer gerechtfertigt werden. Entgegen dem Bezirksgericht, das in diesem Punkt eine Kürzung im Umfang von 40 Stunden für angebracht gehalten habe, erscheint dem Kantonsgericht hier eine Reduktion um weitere 10 Stunden als angezeigt. Insgesamt kürzt das Kantonsgericht die Honorarnote von Rechtsanwalt Dr. Christoph Steffen also um 110 Stunden.