Citation: 4A_651/2024 E. 5.1

5.1. Es trifft zu, dass die materiellen Anspruchsvoraussetzungen in der Invalidenversicherung und in der Krankentaggeldversicherung unterschiedlich sind, und keine präjudizielle Bindungswirkung besteht. Unter diesem Aspekt ist der Beschwerdeführerin beizupflichten, dass es nicht anginge, bei zeitlich überschneidenden Verfahren betreffend IV-Rente und Krankentaggeld stets das eine bis zum rechtskräftigen Abschluss des anderen zu sistieren. Die Sistierung eines Verfahrens soll grundsätzlich die Ausnahme bleiben. Dies gilt in besonderem Masse, wenn es wie im vorliegenden Fall um eine Streitigkeit aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung geht, die unabhängig vom Streitwert in einem raschen Verfahren (vereinfachtes Verfahren nach Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO) zu behandeln ist.