Citation: 5A_980/2018 E. 4.3.1

4.3.1. Die Beschwerdeführerin ist nicht mit der Einschätzung der Vorinstanz einverstanden, wonach nur eine beschränkt gelebte eheliche Gemeinschaft bestanden habe. Der Beschwerdegegner sei in der A.________ berufstätig gewesen und die Beschwerdeführerin habe mit zwei schulpflichtigen Kindern in C.________ (DE) gewohnt. Den Ehegatten sei bewusst gewesen, dass unter diesen Umständen eine räumliche Nähe schwierig sei. Die Beschwerdeführerin sei aber wann immer möglich in der A.________ gewesen. Auch könnte dem Beschwerdegegner vorgeworfen werden, er habe sich zu wenig in C.________ (DE) aufgehalten. In Verhältnissen wie den vorliegenden (eigene Wohnsitze der Ehegatten vor der Ehe, kein gemeinsames soziales Umfeld, wirtschaftliche Selbständigkeit) sei das gelebte Modell nicht aussergewöhnlich. Vorab ist auf die in diesem Zusammenhang ebenfalls erhobene Kritik der Beschwerdeführerin an der Würdigung mehrerer Zeugenaussagen durch das Kantonsgericht nicht einzugehen. Damit ist die Feststellung des Sachverhalts angesprochen. Diese kann durch das Bundesgericht von vornherein nur korrigiert werden, wenn gerügt wird, sie sei offensichtlich unrichtig, d.h. willkürlich, erfolgt (vgl. Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 143 I 310 E. 2.2; 140 III 264 E. 2.3), was vorliegend nicht der Fall ist. Im Übrigen erklärt die Beschwerdeführerin zwar, weshalb die Parteien keinen gemeinsamen Wohnsitz hatten. Sie stellt die entsprechende Feststellung des Kantonsgerichts aber nicht in Frage und zeigt schon gar nicht auf, dass diese offensichtlich unrichtig wäre. Auch legt sie nicht dar, dass das Kantonsgericht aus der Tatsache, dass kein gemeinsamer Wohnsitz bestand, die falschen rechtlichen Schlüsse gezogen, namentlich dass es diesem Umstand bei der Prüfung des Unterhaltsanspruchs eine falsche Bedeutung beigemessen hätte.