Citation: I 633/02 18.06.2003 E. 3

3.1 Die IV-Stelle und die Vorinstanz sind im Wesentlichen gestützt auf den von ihnen als umfassend und schlüssig bezeichneten Bericht des Dr. med. Z.________ vom 17./29. November 2000 davon ausgegangen, dass der Versicherte die bisher ausgeübte Tätigkeit gesundheitsbedingt nicht mehr ausüben könne, ihm hingegen eine leidensangepasste Tätigkeit ganztags zumutbar sei. Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, Dr. med. Z.________ hätten lediglich radiologische Bilder aus den Jahren 1996 bzw. 1998 zur Verfügung gestanden. Da zudem die Allgemeinmediziner Dr. med. Z.________ und Dr. med. H.________ die Restarbeitsfähigkeit unterschiedlich beurteilten, dränge sich eine fachärztliche Abklärung auf. Es stellt sich daher die Frage nach dem Beweiswert des Berichts von Dr. med. Z.________ vom November 2000. Dieser basiert auf einer persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers vom 17. November 2000, befasst sich mit den Vorakten, enthält eine ausführliche Anamnese und berücksichtigt die geklagten Leiden. Der Bericht ist in seinen Schlussfolgerungen klar und für den medizinischen Laien nachvollziehbar. Damit entspricht er den von der Rechtsprechung konkretisierten Kriterien an eine beweistaugliche Einschätzung und es ist grundsätzlich darauf abzustellen. Daran ändert nichts, dass Dr. med. Z.________ im November 2000 keine aktuellen Röntgenbilder zur Verfügung standen und er solche aus den Jahren 1996 und 1998 in die Beurteilung miteinbezog. Denn der Gutachter beurteilte die aktuelle Situation unter Berücksichtigung sämtlicher medizinischer Akten aufgrund einer persönlichen Untersuchung umfassend und setzte sich mit den fraglichen Röntgenbildern auseinander, die - wie bereits Dr. med. F.________ festgestellt hatte - keine Progredienz zeigten. Der nachträglich eingereichte Bericht von Dr. med. F.________ vom 10. April 2001, der auf einer weiteren Scanner-Untersuchung basiert, bestätigt denn auch eine seit der letzten bildgebenden Untersuchung (von 1998) unveränderte Situation. Die Beurteilung durch Dr. med. Z.________ stützt sich somit nicht auf unzutreffende oder durch die gesundheitliche Entwicklung überholte Unterlagen. Bezüglich der Rückenbeschwerden diagnostizierte Dr. med. Z.________ - mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit - ein rezidivierendes lumbovertebrales Syndrom bei skoliotischer Fehlhaltung und Arthrosezeichen L4/L5, was mit der Beurteilung durch die weiteren mit dem Beschwerdeführer befassten Ärzte - auch des Hausarztes Dr. med. H.________ - übereinstimmt. Hinsichtlich der von den verschiedenen medizinischen Fachpersonen erhobenen Befunde ergeben die Akten grundsätzlich ein einheitliches Bild ohne massgebende Widersprüche. Es besteht deshalb kein Anlass, den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers weiter abzuklären. 3.2 Zur Arbeitsfähigkeit liegen lediglich Stellungnahmen von Dr. med. Z.________ und Dr. med. H.________ vor. Bezüglich der vollständigen - und von keiner Seite bestrittenen - Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit stimmen diese beiden Ärzte überein. Gemäss Dr. med. Z.________ ist die schwere körperliche Arbeit als Rohrschlosser mit Heben von grossen Lasten für den Versicherten seit Eintritt der Arbeitsunfähigkeit ungeeignet beziehungsweise unzumutbar, was auf Grund der erhobenen Befunde nachvollziehbar ist und einleuchtet. Dr. med. H.________ hat seine Einschätzung der vollständigen Arbeitsunfähigkeit (in der bisherigen Tätigkeit) nicht näher begründet. Insofern kommt seiner Beurteilung nur geringe Beweiskraft zu, umso mehr als Berichte von Hausärzten zurückhaltend zu würdigen sind (BGE 125 V 353). Zur Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit äussert sich Dr. med. H.________ weder im Bericht an die IV-Stelle vom 7. Dezember 1999 noch im nachgereichten Arztzeugnis vom 21. März 2000, das lediglich eine Bestätigung der Arbeitsunfähigkeit vom 4. Januar 1999 bis 31. März 2000 ohne nähere medizinische Beurteilung enthält. Insofern liegt damit - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - kein Widerspruch zur Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit durch Dr. med. Z.________ vor. Dieser äussert sich dazu ausführlich und differenziert. Aufgrund der Befunde und der detailliert erhobenen Tätigkeiten, die der Versicherte nur noch mit Einschränkungen verrichten könne (vgl. Ergänzungsblatt zum Arztbericht vom 17. November 2000), erachtet er eine Arbeit mit Heben von Lasten bis maximal 15 kg im Wechsel Sitzen/Stehen/Gehen sowie ohne häufiges Bücken und ohne einseitige Körperarbeit ganztags als zumutbar. Diese Einschätzung berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist nachvollziehbar und leuchtet in den Schlussfolgerungen ein. Darauf ist daher abzustellen, auch wenn diesbezüglich keine Einschätzungen durch andere Ärzte vorliegen. 3.3 Bezüglich des Zeitpunktes, ab welchem dem Beschwerdeführer die Aufnahme einer Verweisungstätigkeit möglich gewesen wäre, liegt lediglich eine Beurteilung durch Dr. med. Z.________ vor. Dieser legte diesen Zeitpunkt auf ca. Juli 1999 fest, weil aus der Anamnese eine Stabilisierung der Situation im Sommer 1999 hervorgehe und von medizinischer Seite erfahrungsgemäss davon ausgegangen werden dürfe, dass ab diesem Zeitpunkt die Ausübung einer alternativen Tätigkeit und die Durchführung entsprechender beruflicher Massnahmen zumutbar gewesen wären. Auf diese nachvollziehbar begründete Beurteilung, der von der Natur der Sache her ein gewisses Ermessen zukommt, ist abzustellen. Nachdem der Beschwerdeführer ab Anfang Februar 1999 zunächst vollständig arbeitsunfähig war, könnte ein allfälliger Rentenanspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG frühestens auf den 1. Februar 2000 entstehen.