Citation: 1C_117/2020 E. 3.5

3.5. Worin die Verletzung der Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin liegen sollte, wird im angefochtenen Entscheid nicht ausdrücklich erklärt. Auch in den Entscheiden der Vorinstanzen finden sich dazu kaum Erläuterungen. Ein entsprechendes Manko liesse sich der Beschwerdeführerin allenfalls im Zusammenhang mit dem tatsächlichen Übernahmepreis bei der Erbteilung vorwerfen, den das Verwaltungsgericht aber gar nicht als massgeblich beurteilt und daher offengelassen hat (vgl. vorne E. 2.4). Die Beschwerdeführerin selbst mutmasst, es gehe um ihre persönlichen Vermögensverhältnisse, zu deren Aufdeckung sie aber nicht verpflichtet sei. Tatsächlich können die Vermögensverhältnisse unter dem Gesichtspunkt der Zumutbarkeit bei der Verlegung der Kosten für die Altlastenbeseitigung eine Rolle spielen (vgl. hinten E. 4.4). Der angefochtene Entscheid verweist denn auch in E. 4.3 auf die Nichtbefolgung der Mitwirkungspflicht im Zusammenhang mit der Frage, ob die Kostenauflage der Beschwerdeführerin wirtschaftlich zumutbar sei. Das Verwaltungsgericht verzichtete darauf, den Sachverhalt insofern weiter abzuklären. Es beschränkte sich vielmehr darauf, die Zumutbarkeit der Kostenauflage für den Aufwand der Voruntersuchung auf der Grundlage des voraussichtlichen Wertzuwachses des Grundstücks durch die Sanierung zu beurteilen. Die Beschwerdeführerin konnte den angefochtenen Entscheid insoweit ebenfalls sachgerecht anfechten. Darin liegt keine Gehörsverletzung, auch wenn es vorzuziehen gewesen wäre, das Verwaltungsgericht hätte den der Beschwerdeführerin vorgeworfenen Pflichtverstoss genauer erläutert.