Citation: 5A_202/2021 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer beanstandet, das Kantonsgericht habe mit seinem Entscheid Art. 314a ZGB verletzt. Eine Kindesanhörung habe in geeigneter Weise zu geschehen, mithin auf eine Art, welche die Ergründung des Kindeswillens erlaube. Die schriftliche Konsultation der beiden jüngeren Kinder genüge vorliegend nicht und sei geradezu willkürlich. Denn es könne nicht vom eigenhändig verfassten Schreiben auf den entsprechenden Willen des Kindes geschlossen werden, da die Schreiben zum Teil wortwörtlich identisch seien. Es sei klar, dass die Kindsmutter den Text selbst vorher geschrieben habe und die beiden Kinder diesen kopiert hätten. Darauf deute auch die inkonsistente Verwendung der Worte "wir"/"uns" und "ich". Schon frühere Schriftstücke würden auf eine Einflussnahme der Kindsmutter deuten. Auch er selbst sei in der Vergangenheit oft von der Kindsmutter gezwungen worden, Dokumente zu unterschreiben. Ausserdem deute der Verweis auf die Unterstützung der Kindsmutter im Zusammenhang mit einem Besuch in Japan zu einer späteren Zeit darauf hin, dass die Kinder unter ihrer Kontrolle stehen würden. Zudem gebe es widersprüchliche Anhaltspunkte im Hinblick auf die Frage, ob die Briefe des Beschwerdeführers an die Kinder weitergeleitet worden seien. Im Urteil vom 4. Dezember 2019 würde denn auch stehen, dass die Kindsmutter gegen den Kontakt der Kinder zum Kindsvater sei und den Kontakt vehement zu verhindern versuche. Dies alles berücksichtige das Kantonsgericht nicht. Entgegen den Ausführungen des Kantonsgerichts hätten die Kinder keine Möglichkeit gehabt, ihn zu kontaktieren, da man ihnen seine Kontaktdaten nicht gegeben habe und seine Kontaktaufnahmen von der Kindsmutter überwacht würden. Die Kinder seien finanziell von der Kindsmutter abhängig. In den Akten würden sich ausserdem Hinweise finden, dass sie den Kontakt zum Beschwerdeführer wünschen würden. Es gebe einen Unterschied zwischen Kontakten und Besuchen. Aus der Angabe von E.________ könne nicht geschlossen werden, dass das Kind keinen Kontakt zu ihm wolle. Auch eine telefonische Anhörung würde vorliegend den Anforderungen nicht genügen, zumal dabei nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Mutter der Kinder neben ihnen stehe und sie instruiere. Es sei bei der Ermittlung ihres Willens wichtig, dass ihr Gesicht beobachtet werden könne. Die Kindsmutter manipuliere sie, indem sie ihnen sage, dass der Beschwerdeführer sie nach Japan mitnehmen wolle. Der Bericht über die Beistandschaft sei irrelevant, weil die Informationen für diesen alleine von der Kindsmutter stammen würden. Die Kinder seien diesbezüglich nie kontaktiert worden.