Citation: 8C_701/2023 E. A

A.a. Die 1957 geborene A.________ bezieht seit 1. Oktober 2017 Ergänzungsleistungen (EL) zu ihrer Invalidenrente. Seit 1. November 2017 erhält ihr Ehemann eine deutsche Altersrente und seit 1. Dezember 2017 zusätzlich eine Altersrente der AHV, welche in die EL-Berechnung einbezogen wurden. Die deutsche Altersrente rechnete die EL-Durchführungsstelle des Kantons St. Gallen anhand der Kurse der Verwaltungskommission der europäischen Gemeinschaften für die Soziale Sicherheit der Wanderarbeitnehmer (nachfolgend: Kurse der Wanderarbeitnehmer) in Schweizer Franken um. Am 25. Mai 2021 meldete A.________ der EL-Durchführungsstelle, dass sie ab 1. Juli 2021 Anspruch auf eine deutsche Altersrente in der Höhe von EUR 754.94 haben werde, die dementsprechend in die Berechnung einfloss. Mit Verfügung vom 2. Juli 2021 reduzierte die EL-Durchführungsstelle die Ergänzungsleistungen per 1. August 2021 auf Fr. 2'493.- pro Monat aufgrund des Anspruchs von A.________ auf eine Altersrente der AHV. Am 31. Juli 2022 meldete das Ehepaar, dass sich die deutschen Altersrenten von A.________ per 1. Juli 2022 auf EUR 795.34 und diejenige ihres Ehemannes auf EUR 592.87 monatlich erhöht hätten. Des Weiteren baten sie mit Verweis auf Art. 107 Abs. 1-4 der Verordnung (EWG) Nr. 574/72 um die Berücksichtigung der Veränderungen bei den Wechselkursen ab Juli 2022. A.b. Mit Verfügung vom 26. September 2022 reduzierte die EL-Durchführungsstelle die monatlichen Ergänzungsleistungen rückwirkend ab 1. Juli 2022 auf Fr. 2'440.-. Für den Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September 2022 resultiere eine Rückforderung von insgesamt Fr. 129.- aufgrund des zur Umrechnung der deutschen Altersrenten in Schweizer Franken verwendeten Kurses. Dagegen erhob A.________ Einsprache. Mit Verfügung vom 8. November 2022 erhöhte die EL-Durchführungsstelle die Ergänzungsleistungen ab 1. Oktober 2022 aufgrund der Entwicklung des Kurses der Wanderarbeitnehmer auf Fr. 2'528.- pro Monat. Auch hiergegen führte A.________ Einsprache. In Vereinigung der beiden Einspracheverfahren setzte die EL-Durchführungsstelle (unter Anwendung des von der Europäischen Zentralbank [EZB] veröffentlichten ersten Tageskurses des Vormonates für die Rentenumrechnung) den monatlichen EL-Anspruch von A.________ - jeweils ohne Prämienpauschale nach KVG - für den Juli 2022 auf Fr. 1'727.-, für den August 2022 auf Fr. 1'766.-, für den September 2022 auf Fr. 1'809.- und für den November 2022 auf Fr. 1'817.- fest. Hieraus resultierte eine Nachzahlung von insgesamt Fr. 242.-. Bei einer hochgerechneten jährlichen Veränderung des EL-Anspruchs von mindestens Fr. 120.- sei der EL-Anspruch anzupassen. Für die Monate Juli bis September 2022 und November 2022 betrage die Änderung (auf ein Jahr umgerechnet) jeweils mehr als Fr. 120.-, weshalb in diesen Monaten die Anpassungen vorzunehmen seien (Einspracheentscheid vom 21. März 2023). Den von A.________ gestellten Antrag um Rückzahlung der zu hoch angerechneten deutschen Renten für die Jahre 2017 bis 2022 behandelte die EL-Durchführungsstelle als Wiedererwägungsgesuch, worauf sie nicht eintrat (Mitteilung vom 28. März 2023).