Citation: 2C_786/2018 E. 6.1

6.1. Die Vorinstanz hat festgehalten, dass der Beschwerdeführer im Alter von rund sieben Jahren in die Schweiz gekommen und hier aufgewachsen ist; inzwischen lebt er seit rund 25 Jahren in der Schweiz. Der Beschwerdeführer habe somit - so die Vorinstanz - ein grosses Interesse daran, im Land verbleiben zu können. Er spreche die kosovarische Sprache (recte: Albanisch) und sei mit dem heimatlichen Kulturkreis nach wie vor vertraut. Aus der familiären Situation ergebe sich zweifellos ein bedeutendes privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz. In wirtschaftlicher Hinsicht werde ihm ein "Neustart im Kosovo" angesichts seiner eingeschränkten Möglichkeiten sicherlich nicht leicht fallen. Immerhin sei der Beschwerdeführer in der Schweiz erwerbstätig gewesen, weshalb er dies auch im Kosovo sein könne. Dass die Rückkehr unbestreitbar mit persönlichen und wirtschaftlichen Nachteilen für den Beschwerdeführer verbunden sei, ändere an der Zumutbarkeit der Wegweisung nichts. Seine psychologischen Probleme könnten auch im Kosovo behandelt werden. Die Mutter des Sohnes (inzwischen der beiden Söhne) des Beschwerdeführers habe damit rechnen müssen, dass sie die familiäre Beziehung nicht hier würde leben können. Die Herkunftsfamilie könne dem Beschwerdeführer beim Aufbau eines Netzwerks im Kosovo auch von der Schweiz aus oder anlässlich von Aufenthalten in der Heimat behilflich sein. Dass der Beschwerdeführer dort unter keinen Umständen alleine zurechtkommen könne, sei nicht erstellt, auch wenn zu Beginn durchaus Schwierigkeiten beim erforderlichen Neustart bestehen dürften.