Citation: 6B_643/2023 E. 1.6.1

1.6.1. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdegegner sei im Kosovo geboren und habe dort seine prägenden Kindheits- und Jugendjahre verbracht. Er sei erst im Alter von 23 Jahren in die Schweiz gekommen. Für seine Anwesenheitsdauer von rund 16.5 Jahren sei sein Deutsch nicht wirklich gut. Auffallend seien sodann die langen Phasen der Arbeitslosigkeit, die nur teilweise auf Unfälle zurückzuführen seien. Damit sei insgesamt nicht von einer beruflichen Integration auszugehen. Weiter führt die Vorinstanz aus, der Beschwerdegegner weise hohe Schulden auf, die sich auf über Fr. 80'000.-- belaufen würden. Im Rahmen von Aufenthaltsbewilligungsverfahren habe er stets beteuert, er sei an einer Schuldensanierung und arbeite nun, was aber im Nachhinein eher als fadenscheinig erscheine. Das Migrationsamt spreche gar von mutwilliger Schuldenwirtschaft. Daraus schliesst die Vorinstanz, die Chancen des Beschwerdegegners auf eine berufliche Wiedereingliederung im Kosovo seien intakt bzw. wohl gleich gut wie in der Schweiz.