Citation: 7B_229/2022 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt, mit Blick auf die Vorstrafen und die erneute, teilweise in der Probezeit begangene Delinquenz sowie dem im Gutachten vom 15. November 2019 attestierten leicht erhöhten Risiko für distanzloses Verhalten bis hin zu sexuellen Grenzüberschreitungen in gewissen Situationen bzw. leichtem bis moderatem Risiko von sexuell motivierten Grenzüberschreitungen, sollte sich der Beschwerdegegner in der Rolle eines Vaters oder Stiefvaters wiederfinden, sei ihm eigentlich eine eigentliche Schlechtprognose zu stellen. Diese könne vorliegend nur deshalb (knapp) verneint werden, da die im Strafbefehl vom 23. November 2015 bedingt ausgesprochene Geldstrafe nun zu vollziehen sei. Es handle sich um einen erheblichen Betrag, der den Beschwerdegegner hart treffen werde und eine Verbesserung der Legalprognose erlaube. Den trotz Vollzug der Widerrufsstrafe noch bestehenden Bedenken an der Legalbewährung könne mit einer Probezeit von vier Jahren angemessen Rechnung getragen werden.