Citation: 6B_415/2021 E. 6.4

6.4. Der Beschwerdeführer stellte im vorinstanzlichen Verfahren den Antrag, es sei ihm für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu genehmigen und lic.iur. Werner Rufi sei als amtlicher Verteidiger einzusetzen (vorinstanzliche Akten act. 1083 und act. 1204). Mit Verfügung vom 28. Dezember 2018 bewilligte die Verfahrensleitung die amtliche Verteidigung für den Beschwerdeführer mit lic.iur. Werner Rufi für das zweitinstanzliche Verfahren (vorinstanzliche Akten act. 1087). Anlässlich der Berufungsverhandlung erklärte der Beschwerdeführer bzw. sein Verteidiger auf entsprechende Nachfrage, dass er es akzeptieren könne, dass die amtliche Verteidigung angesichts seiner Einkommensverhältnisse nur bis Ende 2019 gewährt werden könne (vorinstanzliche Akten act. 1221). Der Beschwerdeführer stellt nicht in Abrede, dass seine Bedürftigkeit während des vorinstanzlichen Verfahrens weggefallen ist. Mithin beanstandet er nicht, dass die Vorinstanz die amtliche Verteidigung mangels Bedürftigkeit ab Anfang 2020 widerrufen hat. Ob der Fall einer notwendigen Verteidigung i.S.v. Art. 130 StPO vorliegt, muss hier nicht vertieft werden, denn der Beschwerdeführer legt nicht dar und es nicht ersichtlich, dass die weiteren Voraussetzungen für die Anordnung einer amtlichen Verteidigung nach Art. 132 Abs. 1 lit. a StPO gegeben sind. Die Rüge des Beschwerdeführers erweist sich damit als unbegründet.