Citation: C 70/00 06.11.2000 E. 2

2.- a) Die Arbeitslosenkasse hat mit Verfügung vom 11. Oktober 1999 von der Beschwerdeführerin zuviel bezogene Leistungen im Betrag von Fr. 5371. 50 zurückgefordert. Mit als "Anfrage auf Erlass der Versicherungsleistungen" betitelter Eingabe an die Arbeitslosenkasse vom 30. Oktober 1999 hat die Beschwerdeführerin darauf Bezug genommen und ausgeführt, gemäss Verfügung könne sie leider keine Beschwerde mehr einreichen, weil sie zu spät reagiert habe; nun bitte sie um Erlass der Rückforderung. Das AWA prüfte das Vorliegen der Erlassvoraussetzungen und lehnte das Gesuch am 30. November 1999 mangels Gutgläubigkeit beim Bezug ab. In seinem Entscheid vom 7. Februar 2000 hat sodann das kantonale Gericht festgestellt, dass die Erlassvoraussetzungen zu Recht verneint worden sind, und die Beschwerde abgewiesen. b) Bei ihrem Entscheid gehen sowohl das AWA wie auch die Vorinstanz zu Unrecht von der Rechtskraft der Rückerstattungsverfügung vom 11. Oktober 1999 aus. Die Beschwerdeführerin hat nämlich in ihrer Eingabe vom 30. Oktober 1999 und somit innerhalb der 30tägigen Rechtsmittelfrist sinngemäss dagegen opponiert. Was die Rechtzeitigkeit der Anfechtung anbelangt, lässt auch das AWA das Schreiben vom 30. Oktober 1999 in seiner Verfügung vom 30. November 1999 als solches gelten und wendet nicht etwa ein, es sei beträchtlich später, nämlich nach Ablauf der Beschwerdefrist am 11. November 1999, zur Post gebracht worden. Der Vollständigkeit halber kann erwähnt werden, dass sich allfällige Zweifel an der Rechtzeitigkeit oder gar die Nichteruierbarkeit des Datums der Postaufgabe trotz des Vermerks "Einschreiben" ohnehin zu Lasten der Verwaltung auswirken würde, welche in Verletzung der Pflicht zur ordnungsgemässen Aktenführung weder den Eingang des Schreibens vom 30. Oktober 1999 dokumentiert noch offenbar das Postkuvert aufbewahrt hat (BGE 124 V 376 Erw. 3b).