Citation: U 472/00 25.10.2001 E. 3

3.- SUVA-Kreisarzt Dr. med. C.________ wies in seiner Beurteilung vom 29. Oktober 1997 darauf hin, der Beschwerdeführer habe im Januar 1991 eine vorübergehende Traumatisierung einer alten Spondylolyse (Spaltbildung in der Interartikularportion des Wirbelbogens) erlitten. Da es sich 1991 nicht um eine strukturelle Verletzung gehandelt habe, sondern um die Traumatisierung eines langjährigen Vorzustands, und unter Berücksichtigung des seitherigen Verlaufs (keine Notwendigkeit der Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe), sei die Rückfallkausalität zu verneinen. Dr. med. M._______ vom SUVA-Ärzteteam bestätigte diese Einschätzung in seiner Beurteilung vom 5. März 1998. Er führte aus, Computertomogramme und Röntgenaufnahmen von März und April 1991 belegten das Bestehen einer isthmischen Spondylolyse mit nur ganz diskretem Ventralgleiten (Spondylolisthesis). Der Defekt entstehe in der Regel vor Wachstumsabschluss in Form einer Stress- oder Ermüdungsfraktur der Pars interarticularis. Die echt-traumatische Spondylolisthesis sei hingegen gekennzeichnet dadurch, dass nach einer traumatischen Einwirkung fast zwingend ein Frakturverlauf nicht nur im Bereich der Pars interarticularis, sondern auch auf den Perdukel oder einen Gelenkfortsatz übergreifend vorliege. Die Läsion beim Beschwerdeführer entspreche keineswegs diesen Anforderungen. Auch Dr. med. B.________ ging in seinem Bericht vom 20. November 1997 davon aus, es habe beim Versicherten im Zeitpunkt des Unfallereignisses bereits eine Spondylolyse vorgelegen. Er berief sich in diesem Zusammenhang auf Prof. F.________, der bestätigt habe, es sei theoretisch möglich und auch öfters nachgewiesen worden, dass eine bestehende Spondylolyse sich durch eine Traumatisierung verschlimmere. Dies wurde von Dr. med. M.________ ausdrücklich bestätigt. Die blosse Möglichkeit eines solchen Zusammenhanges genügt aber für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht. Die SUVA-Ärzte haben in ihren Beurteilungen in überzeugender Weise dargetan, dass auf Grund der erhobenen Befunde und des Verlaufs der gemeldeten Beschwerden der Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom Januar 1991 nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gegeben ist.