Citation: 5A_182/2024 E. 7.4

7.4. Der angefochtene Entscheid verträgt sich nicht mit diesen Vorgaben. Zu Ende gedacht bedeuten die Erwägungen des Kantonsgerichts, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse der Familie "dank" des Betreffnisses, um das sich die berücksichtigten Krankenversicherungskosten der Beschwerdegegner infolge der staatlichen Prämienverbilligung reduzieren, als durchschnittlich bis gut gelten müssten, könnten Prämien für nicht obligatorische Krankenversicherungen doch nur unter dieser Voraussetzung in der Unterhaltsrechnung überhaupt berücksichtigt werden. Ob der Festsetzung des Unterhalts nur das betreibungsrechtliche oder das (erweiterte) familienrechtliche Existenzminimum zugrunde zu legen ist, hängt indessen nicht von der Unterstützung ab, die das Gemeinwesen zur Finanzierung der obligatorischen Krankenversicherung ausrichtet, weil die finanziellen Mittel der unterhaltspflichtigen Eltern allzu knapp sind. An alledem ändern auch die Beteuerungen des Beschwerdegegners nichts, wonach die Zusatzversicherungen nicht nur üblich, sondern auch empfehlenswert seien und im Interesse des Kindeswohls lägen. Das Kantonsgericht wird seinen offensichtlichen Denkfehler korrigieren und - unter Berücksichtigung der neu zu bestimmenden Wohnkosten (s. vorne E. 4.3.3) - prüfen müssen, ob bzw. in welchen zeitlichen Abschnitten der Unterhaltspflicht der Unterhaltsrechnung allenfalls das familienrechtliche Existenzminimum zugrundegelegt werden kann.