Citation: 1B_411/2020 E. 3.4

3.4. In Bezug auf die Frage der Kollusionsgefahr hält der Beschwerdeführer für bedeutsam, dass das Kerngeschehen per Video aufgezeichnet wurde und er sich grundsätzlich geständig gezeigt habe. Die Untersuchung sei zudem abgeschlossen. Zu den bisher nicht identifizierten zwei Personen habe er immerhin sagen können, dass sie K.________ und L.________ heissen und aus welcher Ortschaft sie stammen. Sie hätten nie Wohnsitz in der Schweiz gehabt, dürften wohl nicht mehr in der Schweiz sein und würden wohl auch nie befragt werden können. Mit der Streitigkeit im Clubinnern habe er unbestrittenermassen überhaupt nichts zu tun, weshalb damit keine Kollusionsgefahr begründet werden könne. Grundsätzlich habe sich in der Untersuchung geklärt, dass er von seinem Bruder zu Hilfe gerufen worden sei, weil dieser von den Gebrüdern E.________ massiv angegriffen und mit dem Tode bedroht worden sei. Er sei deshalb seinem Bruder auch zu Hilfe gekommen. Ob er angesichts der auf dem Video festgehaltenen Situation im Zeitpunkt seines Eintreffens eine Notwehrsituation geltend machen könne, dürfte für das Strafgericht auch ohne weitere Einvernahmen zu beurteilen sein. Aufgrund der Existenz einer Videoaufnahme habe er keinerlei Anreiz, die Aussagen der weiteren Beteiligten irgendwie zu beeinflussen. Wesentlich sei insofern auch, dass die Gebrüder E.________ - ohne durch ihn oder seine Mitbeschuldigten beeinflusst worden zu sein - eingesehen hätten, dass die ganze Keilerei von ihnen ausgegangen sei, und sie deshalb eine unmissverständliche Desinteresseerklärung abgegeben hätten. Auch sonst seien keine Beeinflussungsversuche erkennbar. Die Intervention seiner Familie könne ihm nicht zugerechnet werden. I.________ und J.________ kenne er nicht. Soweit Letzterer etwas anderes zu sehen glaube als bisher in der Untersuchung nach übereinstimmenden Aussagen der Beteiligten und auf der Videoaufnahme unzweideutig dokumentiert, müsste es sich um Verwechslungen handeln.