Citation: U 211/98 25.05.2000 E. 4

4.- a) Die Vorinstanz ist auf Grund dieser fachärztlichen Aussagen zutreffend davon ausgegangen, dass die festgestellten gesundheitlichen Beeinträchtigungen nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 117 V 379 Erw. 3e, 115 V 142 Erw. 8b) zumindest teilweise auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, was für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhanges praxisgemäss genügt (BGE 119 V 338 mit Hinweisen). b) Im angefochtenen Entscheid wird die Adäquanz des Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und den Beschwerden zu Recht gestützt auf die Kriterien gemäss BGE 117 V 367 Erw. 6a geprüft, weil auf Grund der gutachtlichen Stellungnahmen nicht gesagt werden kann, die zum typischen Beschwerdebild der HWS-Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen träten im Vergleich zur bestehenden psychischen Problematik ganz in den Hintergrund. Mit Blick auf die von der Rechtsprechung in vergleichbaren Auffahrkollisionen vor einem Lichtsignal oder einem Fussgängerstreifen vorgenommene Einteilung (nicht veröffentlichte Urteile Z. vom 19. November 1999, U 171/98, K. vom 20. März 1998, U 262/97, und D. vom 6. Juni 1997, U 187/95) ist der vorliegende Unfall, wovon die Vorinstanz zutreffend ausgegangen ist, dem Grenzbereich zu den leichten Fällen zuzuordnen. Damit die Adäquanz des Kausalzusammenhangs bejaht werden könnte, müssten demnach die weiteren zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein. Dies trifft vorliegend nicht zu. Denn die Dauerschmerzen, die nach den zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz als einziges Kriterium erfüllt sind, genügen nicht für die Bejahung der Adäquanz des Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und den gesundheitlichen Störungen mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Da somit dem Unfallereignis für die Entstehung der festgestellten Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit keine massgebende Bedeutung zukommt, hat die Vorinstanz die Adäquanz des Kausalzusammenhanges zu Recht verneint.