Citation: 2C_485/2023 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin, die mit einem kosovarischen Staatsangehörigen mit Aufenthaltsbewilligung verheiratet war, beruft sich zu Recht nicht auf Art. 50 AIG (SR 412.20). Denn die Aufenthaltsansprüche nach Art. 50 AIG knüpfen gemäss dem klaren Wortlaut des Gesetzes an diejenigen von Art. 42 und 43 AIG an und setzen damit voraus, dass der Ehegatte, von dem die Bewilligung abgeleitet wurde, das Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung in der Schweiz besass (vgl. Urteil 2C_202/2018 vom 19. Juli 2019 E. 3.1; betreffend Ex-Ehegatten von EU-Angehörigen vgl. BGE 144 II 1 E. 4.7). Ebenfalls keinen Bewilligungsanspruch begründet angesichts seiner potestativen Formulierung der von der Vorinstanz geprüfte Art. 77 Abs. 1 und 2 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE; SR 142.201; in der vorliegend massgebenden Fassung, in Kraft bis 31. Dezember 2018).