Citation: 4A_356/2017 E. 3.5

3.5. Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen die subjektive Vertragsauslegung durch das Schiedsgericht, wonach es dem gemeinsamen tatsächlichen Willen der Parteien entsprochen habe, dass die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin die ausserordentlichen Pensionskassenbeiträge (einschliesslich jener der Jahre 2009 und 2013) gestützt auf das 2009 Service Agreement verrechnen dürfe. Sie wirft dem Schiedsgericht in der Folge unter den Titeln "Aktenwidrige Auslegung des Wortlauts", "Aktenwidrige Auslegung des Vertragszwecks", "Aktenwidrige Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze", "Aktenwidriges Abstellen auf das Verhalten unter dem 2000 Service Agreement", "Aktenwidriges Abstellen auf die Vertragsverhandlungen" sowie "Aktenwidrige Schlüsse aus dem Schreiben vom 10. März 2010" zwar in zahlreichen Fällen Aktenwidrigkeit vor, verkennt mit ihren Ausführungen jedoch durchgehend die Tragweite des Beschwerdegrunds von Art. 393 lit. e ZPO. So liegt Aktenwidrigkeit im Sinne dieser Bestimmung nur vor, wenn der Richter bei der Beweiswürdigung von unrichtigen tatsächlichen Prämissen ausgeht, während das Ergebnis und die Art und Weise der Beweiswürdigung sowie die darin liegenden Wertungen nicht Gegenstand der Willkürrüge sind. Darüber setzt sich die Beschwerdeführerin mit ihren Vorbringen hinweg, nach denen das Schiedsgericht aus verschiedensten Aktenstellen unzutreffende Schlüsse gezogen haben soll. Tatsachenfeststellungen, die von keiner weiteren Würdigung abhängen, weil sie mit den Akten unvereinbar sind, werden in der Beschwerdebegründung nicht aufgeführt. Damit braucht nicht vertieft zu werden, ob die selbständige Eventualbegründung des Schiedsgerichts, wonach eine objektivierte Vertragsauslegung zum selben Ergebnis führe, gegen das Willkürverbot verstossen würde. Ohnehin beschränkt sich die Beschwerdeführerin auch in diesem Zusammenhang darauf, unzulässige Kritik an der schiedsgerichtlichen Vertragsauslegung zu üben und dem Bundesgericht ihre eigene Rechtsauffassung hinsichtlich der gestützt auf die abgeschlossenen Vereinbarungen verrechenbaren Kosten zu unterbreiten, ohne mit ihren Vorbringen jedoch Willkür aufzuzeigen.