Citation: 6B_199/2018 E. A

Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl wirft X.________ vor, sie habe als Mitarbeiterin eines Kleidergeschäfts, welches zum Ziel eines Raubüberfalls wurde, den Räubern den Zugangscode zum Geschäft mitgeteilt und ihnen erklärt, wo sich der Tresorraum befinde. Zudem habe sie gewusst, wann die wöchentlichen Bargeldeinnahmen gezählt und für die Abholung bereit gemacht würden. Ihr Lebensgefährte Y.________ habe die Räuber ebenfalls gut gekannt und ihnen das nötige "Fachwissen" bezüglich Waffenbeschaffung, Maskierung, Fluchtauto usw., eventuell auch nur das Wissen über den Zugangscode und die örtlichen Verhältnisse weitergegeben. Am 1. Dezember 2016 sprach das Bezirksgericht Zürich X.________ und Y.________ der Gehilfenschaft zu Raub schuldig und verurteilte sie zu zweieinhalb Jahren Freiheitsstrafe, davon 20 Monate bedingt (X.________) resp. zu vier Jahren Freiheitsstrafe (Y.________). Auf ihre Berufung hin sprach sie das Obergericht des Kantons Zürich am 22. November 2017 frei.