Citation: 6B_1273/2021 E. 1.3.4

1.3.4. Der Anklagesachverhalt betreffend den Vergewaltigungsvorwurf umschreibt gestützt auf die Angaben der Beschwerdegegnerin 2 die Zeit und den Ort der vorgeworfenen Tathandlung so genau, wie dies im vorliegenden Fall möglich war. Indem der Tatvorwurf auf den Zeitraum vom 16. September bis 21. November 2018 eingegrenzt wurde, und der Tatort immerhin insoweit beschränkt wurde, als sich der Vorfall in seinem Auto in einem Wald zwischen Zürich und Pfäffikon abgespielt haben soll, verletzt die Vorinstanz vor dem Hintergrund der oben dargestellten Rechtsprechung zu den Anforderungen an die Anklageschrift hinsichtlich der Tatzeit bei Sexualdelikten kein Bundesrecht, wenn sie trotz der wenig präzisen Zeitangabe die Umgrenzungs- und Informationsfunktion der Anklageschrift in einer Weise erfüllt erachtet, die es dem Beschwerdeführer ermöglichte, sich effektiv zu verteidigen. Dass sich der Beschwerdeführer kein Alibi beschaffen konnte, ist nicht massgebend. Entgegen seinem Einwand wäre es ihm durch die zeitliche Einschränkung möglich gewesen, beispielsweise anhand seiner Agenda oder besonderer Ereignisse (wie spezielle Termine, Ferien, Arbeitstätigkeit) für einzelne Phasen zu rekonstruieren und zu belegen, wann er wo war (vgl. Urteil 6B_1187/2020 vom 13. Juni 2022 E. 2.2.2 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer wurde in seinen Verteidigungsrechten nicht massgeblich eingeschränkt; die Anklage genügt insofern den Anforderungen des Anklageprinzips.