Citation: 8C_640/2022 E. 5.3

5.3. Ob eine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge vorliegt, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1). Laut Bericht des Kantonsspitals I.________ vom 9. August 2019 wurde auf dem am 8. August 2019 erstellten CT Traumaspirale, das für das weiterbehandelnde Spital C.________ via H-NET freigeschaltet worden war, namentlich keine intracraniellen Traumafolgen sichtbar. Während der 20-stündigen Überwachungsphase präsentierte sich der Patient allzeit GCS-unauffällig, es liessen sich zu keiner Zeit neurologische Auffälligkeiten beobachten. Die initialen Kopfschmerzen liessen unter erst intravenöser und schliesslich oralisierter Analgesie schnell nach (vgl. Austrittsbericht des Spitals C.________ vom 19. August 2019). Angesichts dieser ärztlichen Auskünfte ist nicht ersichtlich, inwieweit mit zusätzlichen bildgebenden Untersuchungen ein organisches Substrat für die geltend gemachten Kopfschmerzen dargestellt werden könnte. Im Übrigen ist der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass nach der Rechtsprechung aus dem Vorliegen von Schmerzen noch nicht auf organisch (hinreichend) nachweisbare Unfallfolgen geschlossen werden kann, weil sich die Feststellung von Schmerzen einer wissenschaftlichen Beweisführung entzieht (BGE 138 V 248 E. 5.1). Dieser Grundsatz gilt auch im Zusammenhang mit der von der Claviculafraktur an der rechten Schulter ausgehenden Schmerzausweitung. Von den beantragten Beweisvorkehren ist in antizipierter Beweiswürdigung abzusehen.