Citation: 6B_144/2016 E. 3.3

3.3. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie ausführt, dass die Beschwerdeführerin mit ihrem Verhalten das allgemein übliche und gesellschaftlich geduldete Mass überschritten und eine Tätlichkeit begangen hat. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, sie habe die Beschwerdegegnerin 2 lediglich kurz am rechten Unterarm festgehalten und das folgenlose Festhalten am Arm erfülle den objektiven Tatbestand von Art. 126 Abs. 1 StGB nicht, entfernt sie sich vom Sachverhalt, wie ihn die Vorinstanz willkürfrei festgestellt hat. Ihre Kritik an der Auslegung von Art. 126 Abs. 1 StGB entbehrt somit jeglicher Grundlage; die Rüge ist unbegründet. Dies ist auch der Fall, soweit die Beschwerdeführerin moniert, ihre Beweggründe liessen die Annahme einer Inkaufnahme des tatbestandsmässigen Erfolgs nicht zu. Die Vorinstanz erwägt zutreffend, die Beschwerdeführerin habe spätestens im Zeitpunkt, als sich die Beschwerdegegnerin 2 gegen den Griff am rechten Unterarm wie auch den Kussversuch zur Wehr gesetzt habe und es deshalb zur Rangelei gekommen sei, eine Verletzung der körperlichen Integrität der Beschwerdegegnerin 2 in Kauf genommen.