Citation: 1B_241/2022 E. 1

Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entsiegelungsentscheid (Art. 80 Abs. 2 Satz 3 BGG i.V.m. Art. 248 Abs. 3 StPO). Die Beschwerdelegitimation der Oberstaatsanwaltschaft ist gegeben (vgl. Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 BGG i.V.m. Art. 381 Abs. 2 StPO; BGE 142 IV 196 E. 1.5.2). Unter dem Gesichtspunkt des drohenden nicht wieder gutzumachenden Rechtsnachteils (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) bringt die Beschwerdeführerin vor, die Verweigerung der Entsiegelung führe zu einem "empfindlichen und irreversiblen Beweisverlust" bei der Untersuchung eines schwerwiegenden Straffalles. Schon vorinstanzlich hatte die verfahrensleitende Staatsanwaltschaft See/Oberland in diesem Zusammenhang dargelegt, dass die für die fehlerhafte Montage der Aussentreppe verantwortlichen Organe und Angestellten der privaten Beschwerdegegnerin ausfindig gemacht werden müssten, diese zum Sachverhalt zu befragen seien, ihr Ausbildungsstand festzustellen und die Frage zu klären sei, inwieweit sie vom privaten Beschwerdegegner bei der Montagearbeit hätten instruiert und überwacht werden müssen. Da die Beschwerdegegner diesbezüglich jede Kooperation verweigerten, sei es für die Fortsetzung der Untersuchung erforderlich, die sichergestellten Unterlagen zu durchsuchen, insbesondere Einsatzpläne, Arbeitsverträge, Werkverträge, Baupläne und diesbezügliche Korrespondenz. Damit wird ein drohender nicht wieder gutzumachender Rechtsnachteil ausreichend dargetan (vgl. Urteil 1B_102/2020 vom 8. März 2021 E. 1.3; nicht amtl. publ. E. 2.1-2.2 von BGE 142 IV 207). Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen von Art. 78 ff. BGG sind ebenfalls erfüllt.