Citation: 4P.211/2002 18.02.2003 E. A

Der aus Peking stammende Schnitzkünstler B.________ leitete seit 1992 Kurse im Gemüse- und Früchteschnitzen, welche von der A.________ AG angeboten wurden. Diese liess durch B.________ unter der Projektleitung von C.________, der ebenfalls auf dem Gebiet des Früchteschnitzens tätig ist, ein Buch mit dem Titel: "Das grosse Lehrbuch der Gemüse und Fürchteschnitzerei" erarbeiten. Dieses Buch kam 1997 auf den Markt. Es nennt B.________ als Verfasser und Künstler und wurde von der A.________ AG herausgegeben. Diese stellte im Juni 2001 fest, dass C.________ und D.________ ein Buch mit dem Titel "Das grosse Lehrbuch der Schnitzartistik Früchte & Gemüse" vertrieben, das weitgehend mit dem Buch von B.________ übereinstimmte, ihn jedoch nicht als Autor nannte. Die A.________ AG machte eine Verletzung der auf sie übertragenen Urheberrechte am Lehrbuch von B.________ geltend. C.________ verneinte eine solche Verletzung mit der Begründung, er sei Urheber dieser Bücher, da die darin abgebildeten Schnitzkreationen abgesehen von wenigen Ausnahmen von ihm stammten oder allenfalls unter seiner Instruktion und Aufsicht von B.________ hergestellt worden seien. Dieser sei lediglich aus Gründen der Vermarktung auf dem Buchumschlag des ersten Buches angeführt worden. In der Folge ersuchten die A.________ AG und B.________ (nachstehend: die Kläger) das Obergericht des Kantons Luzern darum, C.________ und D.________ (nachstehend: die Beklagten) als vorsorgliche Massnahme zu verbieten, das "Grosse Lehrbuch der Schnitzartistik Früchte & Gemüse" weiterhin zu vertreiben, in Verkehr zu bringen oder in irgendeiner Form dafür Werbung zu machen. Dieses Gesuch hiess der Präsident der I. Kammer des Obergerichts des Kantons Luzern mit Entscheid vom 13. August 2002 gut.