Citation: 8C_188/2024 E. 4.2.4

4.2.4. Alsdann ist die Beschwerdeführerin mit dem kantonalen Gericht darauf hinzuweisen, dass praxisgemäss ein - vorliegend nicht erbrachter - Nachweis einer starken Abweichung bei der Auswertung der Häufigkeitsverteilung von attestierten Arbeitsunfähigkeitsgraden nicht direkt auf eine Befangenheit der bei der Erstellung der Gutachten mitwirkenden Fachpersonen geschlossen werden könnte. Es müsste vielmehr zunächst noch überprüft werden, ob die Abweichung nicht durch andere Faktoren besser erklärbar wäre (SVR 2016 IV Nr. 8 S. 23, Urteil 8C_599/2014 vom 18. Dezember 2015 E. 6.5). Die Aussagekraft einer allfälligen gutachterlichen Tendenz, Arbeitsunfähigkeit (oder Unfallkausalität) eher zurückhaltend oder grosszügig anzuerkennen, ist denn auch allein im Leistungsverfahren zu beurteilen (BGE 144 I 170 E. 7.6). Daher dringt die Beschwerdeführerin nicht durch, soweit sie (auch) den orthopädischen Sachverständigen der D.________ GmbH, Dr. med. H.________, als befangen ablehnt, weil dieser "in diametralem Widerspruch zu sämtlichen Berichten die leichte Skoliose als unfallfremden Befund aufzubauschen versucht" habe. Gleiches gilt für den infolgedessen für eine allfällige Voreingenommenheit ebenso wenig massgeblichen (überdies appellatorischen) Einwand, Dr. phil. E.________ habe mit "an den Haaren herbeigezogenen Argumenten" einen Revisionsgrund zu konstruieren versucht.