Citation: I 885/05 21.09.2006 E. 5

5.1 Aufgrund der Akten (Stellungnahmen des Dr. med. R.________ vom 20. März, 19. und 23. Mai sowie vom 16. August 2002; Zeugnisse des Dr. med. K.________ vom 27. Oktober, 30. November und 1. Dezember 2002 [vgl. Erw. 4.2 hievor]); Bericht der Rheumaklinik am Universitätsspital Y.________ vom 29. April 2002 [Erw. 4.2 hievor]) ist - entgegen der Auffassung der Vorinstanz - davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer leidensangepasste Tätigkeiten während des ganzen Jahres 2002 aus körperlicher Sicht noch voll zumutbar waren. Eine psychisch bedingte Beeinträchtigung, welcher der Verwertung der körperlichen Restarbeitsfähigkeit entgegen stand, lässt sich für das betreffende Jahr nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad nachweisen, woran auch zusätzliche Abklärungen nichts zu ändern vermöchten. Wie selbst Dr. med. K.________ im Bericht vom 5. Juni 2004 retrospektiv einräumt, war ihm eine Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen bis und mit November 2002 nicht möglich; hierzu hätte es dem Hausarzt - wie auch für den Zeitraum danach - ohnehin an der entsprechenden fachärztlichen Qualifikation gefehlt. 5.2 Als hinreichend erstellt gelten kann, dass jedenfalls ab November 2002 eine erkennbare Verschlechterung des psychischen Zustands eintrat, welche schliesslich eine psychiatrische Behandlung erforderte. Diese erfolgte durch Frau Dr. med. U.________, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, die den Versicherten am 20. Mai 2003 erstmals sah und in ihrem zu Handen der IV-Stelle erstellten, ausführlichen Bericht vom 27. Juli 2003 eine (jedenfalls) ab Behand-lungsbeginn bestehende, körperlich wie psychisch bedingte volle Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten attestierte, ohne dass Aussicht auf Besserung bestand. Nach Ansicht der Psychiaterin ist der multikausale Verlust des Leistungsvermögens höchstwahrscheinlich Monate früher eingetreten, ohne dass sie hierüber genauere Angaben hätte machen können. Soweit sie später im zu Handen der Rechtsvertreterin erstellten Bericht vom 17. Juli 2004 den Zeitpunkt der vollständigen Einbusse des Leistungsvermögens auf 1. Februar 2002 datierte, ist dies - auch mit Blick darauf, dass die psychiatrische Behandlung erstmals im Mai 2003 einsetzte und selbst der Hausarzt die psychische Situation vor November 2002 nicht für auffallend und näher abklärungsbedürftig hielt - nicht nachvollziehbar, weshalb nicht darauf abzustellen ist. Unter beweisrechtlichen Gesichtspunkten vertretbar ist es hingegen, von einer graduellen Verminderung der aus körperlicher und psychischer Sicht zumutbaren Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten auszugehen und diese ab November 2002 (erstmals Diagnose einer progredienten sekundären depressiven Entwicklung; Zeugnis des Dr. med. K.________ vom 30. November 2002) auf zunächst 50 % und ab Februar 2003 auf mindestens 66 2/3 % zu beziffern. Dies lässt sich auch ohne Weiteres mit den Berichten der (erst) seit 20. Mai 2003 behandelnden Frau Dr. med. A.________, Fachärztin FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 30. Juni 2003 und vom 3. Juni 2004 vereinbaren. Für November 2002 ergibt sich damit ein Invaliditätsgrad von sicher 50 % (und weniger als 66 2/3 %) und für Februar 2003 ein solcher von jedenfalls mehr als 66 2/3 % (vgl. hinsichtlich der Grundlagen Invaliditätsbemessung Erw. 4.3 [dort: Basis 2001; hier: Aufrechnung auf 2002 und 2003]). 5.3 Da der Beschwerdeführer nach Lage der Akten in den zwölf Monaten von November 2001 bis Oktober 2002 als Maschinist/Produktionsmitarbeiter ohne Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 50 % arbeitsunfähig war, entstand der Anspruch auf eine halbe Invalidenrente entgegen der Auffassung der Vorinstanz bereits im November 2002. Nachdem für Februar 2003 eine Steigerung des Invaliditätsgrades auf mehr als 66 2/3 % angenommen werden kann, ist - unter Berücksichtigung der Dreimonatsfrist nach Art. 88a Abs. 2 IVV - die vorinstanzliche Zusprechung einer ganzen Invalidenrente ab 1. Mai 2003 zu bestätigen.