Citation: 2C_670/2015 E. 1.2

1.2. Das Kantonale Steueramt Zürich veranlagte die Erbschaftssteuer und setzte diese bezüglich des Steuerpflichtigen auf Fr. 6'000.-- fest. Dagegen erhob dieser Einsprache. Er beantragte, er bzw. alle in der letztwilligen Verfügung als "Patenkinder" bezeichneten Personen seien als Patenkinder im Sinne von § 21 Abs. 1 lit. d des Erbschafts- und Steuergesetzes (des Kantons Zürich) vom 28. September 1986 (LS 632.1; nachfolgend: ESchG/ZH) zu behandeln. Dies führe für ihn zu einer Minderbelastung um Fr. 2'250.--. Die Einsprache (Verfügung vom 26. Februar 2015), der Rekurs an das Steuerrekursgericht des Kantons Zürich (Entscheid vom 8. Juni 2015) und die Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich blieben erfolglos (Entscheid SB.2015.00075 der 2. Abteilung vom 22. Juli 2015). Das Verwaltungsgericht erkannte im Wesentlichen, der Begriff "Patenkind", wie ihn § 21 Abs. 1 lit. d ESchG/ZH verwendet, setze zwar keine Taufhandlung voraus, jedoch die höchstpersönliche Rechtsbeziehung zwischen Pate bzw. Patin und Patenkind, die durch Staatskirchenrecht bzw. inneres Kirchenrecht geordnet werde. Eine solche höchstpersönliche Rechtsbeziehung bestehe hier zum vorverstorbenen Ehemann der Erblasserin, nicht aber zu dieser. Daher brauche auch nicht geprüft zu werden, ob eine Patenschaftsbeziehung im steuerrechtlichen Sinne heute auf vergleichbare Beziehungen ausserhalb einer Religionszugehörigkeit auszudehnen wäre.