Citation: 8C_583/2023 E. 2.3.2

2.3.2. Die ärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bildet nur, aber immerhin eine notwendige Grundlage für den Betätigungsvergleich und ist demzufolge von der Abklärungsperson zu berücksichtigen. Darauf kann lediglich in besonders gelagerten Fällen direkt abgestellt werden (SVR 2006 IV Nr. 42, I 156/04 E. 6.2), etwa wenn die versicherte Person unglaubwürdige Angaben macht, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen. Diesfalls ist ein Arzt beizuziehen, welcher sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltsführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat (nicht publ. E. 5.2.1 des Urteils BGE 134 V 9; SVR 2005 IV Nr. 21, I 249/04 E. 5.1.1; Urteile 9C_90/2010 vom 22. April 2010 E. 4.1.1.2 und 9C_299/2008 vom 3. Dezember 2008 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).