Citation: 2A.12/2005 25.04.2005 E. A

Die beiden armenischen Schwestern A.________ (geboren 1928) und B.________ (geboren 1930) reisten am 26. Juli 1979 im Besitze gültiger türkischer Reisepässe in die Schweiz ein. Sie ersuchten umgehend um Asyl. Mit Verfügung vom 2. Juni 1982 wies das damals zuständige Bundesamt für Polizeiwesen die Asylgesuche mit der Begründung ab, nicht staatliche türkische Behörden, sondern Private seien Urheber der von den Gesuchstellerinnen glaubhaft geschilderten Benachteiligungen. Die an den Armeniern begangenen Delikte seien vom türkischen Staat weder gebilligt noch gefördert worden; eine staatliche Verfolgung, wie sie für die Gewährung des Asyls erforderlich sei, liege daher nicht vor. Die dagegen erhobenen Beschwerden wurden vom Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement am 25. Februar 1986 abgewiesen. Wegen der langen Dauer des Asylverfahrens erklärten sich die zuständigen Fremdenpolizeibehörden jedoch 1987 bereit, den Betroffenen eine Jahresaufenthaltsbewilligung aus humanitären Gründen zu erteilen. Mittlerweile verfügen die beiden Schwestern über Niederlassungsbewilligungen.