Citation: 5A_146/2018 E. 3.4

3.4. Im vorliegenden Fall ist der (in den Akten liegende) Verlustschein ausgestellt worden, nachdem der Beschwerdegegner nach der Pfändung auf die Verwertung verzichtet hatte. Davon zu unterscheiden ist der Verlustschein, der dem betreibenden Gläubiger ausgestellt wird, ohne dass eine Pfändung und Verwertung durchgeführt worden wäre. Im zweiten Fall erweist sich der Verlustschein als nichtig (BGE 125 III 337 E. 3a). Zu Recht wird indes vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt, dass vorliegend ein definitiver Verlustschein gemäss Art. 149 SchKG gestützt auf einen vorangegangenen Verzicht auf Verwertung nach Art. 127 SchKG strittig ist. Definitive Verlustscheine (Art. 149 SchKG) werden nicht nur nach Rechtskraft von Kollokationsplan und Verteilungsliste (Art. 144 ff. SchKG), sondern auch bei Verzicht des Gläubigers auf die Verwertung gestützt auf Art. 127 SchKG ausgegeben (SPÜHLER, Schuldbetreibungs- und Konkursrecht I, 7. Aufl. 2016, Rz. 632; BETTSCHART, a.a.O., N. 7 zu Art. 127; GILLIÉRON, Commentaire de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, Bd. II, 2000, N. 18 zu Art. 127). Insoweit ist der von der Vorinstanz zitierte Bundesgerichtsentscheid (BGE 125 III 337 E. 3a) für die Prüfung der Nichtigkeit im konkreten Fall nicht hilfreich.