Citation: 1B_177/2021 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer wurde erstinstanzlich zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt und für acht Jahre des Landes verwiesen. Ihm droht eine empfindliche Freiheitsstrafe, welche die Dauer der bisher erstandenen Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft von ungefähr 3,5 Jahren deutlich übersteigt. Ausserdem muss der Beschwerdeführer damit rechnen, die Schweiz für längere Zeit verlassen zu müssen, was ihn zusätzlich dazu verleiten könnte, sich mittels Flucht der noch drohenden Reststrafe zu entziehen. Entsprechend besteht ein erheblicher Fluchtanreiz. Der Beschwerdeführer ist türkischer Staatsangehöriger. Zwar ist er in der Schweiz geboren und aufgewachsen, leben seine Kinder in der Schweiz und befindet sich sein Lebensmittelpunkt in der Schweiz. Er hielt sich in den Jahren 2011 bis 2013 aber mehrfach und insgesamt für längere Zeit in der Türkei auf. Damit ist davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer in der Türkei ohne weiteres zurechtfinden würde, auch wenn er angibt, dort über keinerlei Beziehungen mehr zu verfügen. Wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid in tatsächlicher Hinsicht feststellte und der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde an das Bundesgericht nicht bestreitet, entzog sich der Beschwerdeführer mit dem Aufenthalt in der Türkei in den Jahren 2011 bis 2013 dem Vollzug einer Reststrafe durch die schweizerischen Strafverfolgungsbehörden, was bei der Beurteilung der Fluchtgefahr im vorliegenden Verfahren zu berücksichtigen ist. Als Gründe, die gegen die Annahme von Fluchtgefahr sprechen, gibt der Beschwerdeführer seine familiären Beziehungen in der Schweiz - namentlich zu seinen in der Region Basel lebenden Kindern - und nicht näher spezifizierte gesundheitliche Probleme an. Unter den gegebenen Umständen sind diese Einwände nicht geeignet, die Wahrscheinlichkeit für eine Flucht oder ein Untertauchen deutlich zu verringern. Würdigt man die Umstände gesamthaft, bestehen erhebliche Anhaltspunkte dafür, dass sich der Beschwerdeführer bei einer Haftentlassung dem drohenden Strafvollzug entziehen würde, wobei die Fluchtgefahr nicht lediglich abstrakt ist. Darin, dass die Vorinstanz Fluchtgefahr bejaht hat, ist keine Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG zu erblicken.