Citation: 4C.162/1999 27.10.2000 E. 4

4.- Nach Auffassung der Beklagten hat die Vorinstanz Art. 8 ZGB verletzt, weil gar nie ein Beweisverfahren stattgefunden habe. a) Art. 8 ZGB regelt zunächst die Verteilung der Beweislast, hat durch die Rechtsprechung darüber hinaus jedoch die Bedeutung einer allgemeinen bundesrechtlichen Beweisvorschrift erhalten. Das Bundesgericht leitet aus Art. 8 ZGB als Korrelat zur Beweislast insbesondere das Recht der beweisbelasteten Partei ab, zum ihr obliegenden Beweis zugelassen zu werden. Zu beachten ist aber, dass dieser bundesrechtliche Beweisführungsanspruch nur für rechtserhebliche Tatsachen besteht und die vorweggenommene Würdigung von Beweisen nicht ausschliesst (BGE 126 III 315 E. 4a S. 317 mit Hinweisen). Zudem knüpft Art. 8 ZGB immer an die Beweislosigkeit an, weshalb diese Bestimmung grundsätzlich nicht verletzt ist, wenn das Sachgericht von einem positiven Beweisergebnis ausgegangen ist (BGE 119 II 114 E. 4c S. 117; 118 II 142 E. 3a S. 147; 114 II 289 E. 2a S. 291). b) Wer vor Bundesgericht eine Verletzung des Rechts zum Beweis rügt, hat konkret darzulegen, welche von ihm angebotenen Beweise der Sachrichter hätte abnehmen sollen, mit den erforderlichen Hinweisen, dass er diese Beweisanträge form- und fristgerecht gestellt hat; ausserdem hat er aufzuzeigen, welche rechtserheblichen Tatsachen damit hätten bewiesen werden sollen (Poudret, COJ II, N. 1.5.2.3 zu Art. 55 OG). c) Die Beklagten kritisieren in der Berufung die Sachverhaltsermittlung durch die Vorinstanz und bringen pauschal vor, die von ihnen offerierten Beweise seien nicht abgenommen worden. Sie führen jedoch keine konkreten Beweise an, welche die Vorinstanz hätte abnehmen sollen und zeigen demzufolge auch nicht auf, dass sie ihre Beweisanträge form- und fristgerecht gestellt haben. Damit genügen die Ausführungen der Kläger den Anforderungen an die Substanziierung nicht, weshalb auch darauf nicht einzutreten ist. Im Übrigen hat die Vorinstanz in den massgebenden Punkten in Würdigung der eingereichten Beweismittel positive Feststellungen getroffen und ist somit nicht von Beweislosigkeit ausgegangen, weshalb die Rüge der Verletzung von Art. 8 ZGB ohnehin unbegründet wäre.