Citation: 1C_808/2013 E. 4.3

4.3. Bezüglich des vorliegenden Falles erwog das Verwaltungsgericht, es sei klar und unbestritten, dass eine Terrainaufschüttung im vorgesehenen Ausmass der Baubewilligungspflicht unterstehe. Der Acker auf der Parzelle Nr. 1035 oberhalb der Böschung sei vom östlich angrenzenden Flurweg her erschlossen. Der im Süden bestehende diagonal durch die Böschung führende Zufahrtsweg sei mit einem Traktor insbesondere mit voller Ladung talwärts nur mit Gefahren und bergwärts kaum zu befahren. Die Abteilung für Baubewilligungen des BVU habe jedoch die Zustimmung zu einem Ausbau dieser bestehenden südlichen Zufahrt in Aussicht gestellt. Denkbar sei auch der Neubau einer südlichen Zufahrt am östlichen Ende der geplanten Auffüllfläche, wo die Böschung am niedrigsten sei. Mit vergleichbar geringem Aufwand sei daher eine Verbesserung der Zufahrt vom Süden her möglich, ohne dass markant in die Landschaft eingegriffen oder in grossen Mengen fremdes Auffüllmaterial herangeführt werden müsste. Zur Reduktion der Absturzgefahr beim Befahren des Ackers mit dem Traktor könnte zudem eine Bestockung mit einer Hecke in Betracht gezogen werden. Demnach führe die Auffüllung nicht zu einer relevanten Bodenverbesserung, zumal oberhalb der Böschung die Fruchtfolgefläche unverändert bleibe und im darunter liegenden Bereich weiterhin von einer Nutzung als Wiesland bzw. Ökowiese auszugehen sei. Somit sei die vorgesehene eingreifende Aufschüttung von 1'900 m³ für die in Frage stehende Bewirtschaftung klar überdimensioniert und damit nicht nötig im Sinne von Art. 34 Abs. 4 lit. a RPV. Einer zusätzlichen Interessenabwägung nach Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV bedürfe es nicht. Der historische Hintergrund der Böschung und Mulde sei nicht relevant.