Citation: 2A.86/2004 12.05.2004 E. A

Die mazedonische Staatsangehörige I.Z.A.________, geb. 1978, reiste im Alter von sechs Jahren mit ihren Eltern in die Schweiz ein und wuchs in B.________, Kanton Thurgau, auf, wo sie die Primar- und Realschule besuchte. Im Laufe der Zeit wurde ihr die Niederlassungsbewilligung erteilt. Nachdem sie im März 1998 arbeitslos geworden war, musste sie vom 1. Oktober 1998 bis zum 30. September 1999 von der Gemeinde B.________ finanziell unterstützt werden. 1999 lernte I.Z.A.________ den aus dem Kosovo stammenden Asylbewerber G.A.________ kennen. Dieser war vom Bezirksgericht Weinfelden am 14. November 1998 der sexuellen Nötigung sowie der versuchten Vergewaltigung für schuldig befunden und zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 14 Monaten und zu einer bedingten Landesverweisung von drei Jahren verurteilt worden. Am 21. Januar 2000 kehrte G.A.________ in seinen Herkunftsstaat zurück, und es wurde gegen ihn eine Einreisesperre verhängt. Am 25. März 2000 reiste die im 4. Monat schwangere I.Z.A.________ nach Pristina zu G.A.________, welchen sie am 10. Juni 2000 heiratete. Am 20. August 2000 wurde die gemeinsame Tochter L.A.________ geboren. Anfangs September 2000 liess I.Z.A.________ durch ihren Vater bei der Einwohnerkontrolle B.________ ein Schreiben deponieren, worin sie auf mit der Geburt verbundene gesundheitliche Probleme und die dadurch bedingte vorläufige Unmöglichkeit der Rückkehr in die Schweiz hinwies. Diese Eingabe wurde jedoch weder von der (unzuständigen) Gemeindebehörde bearbeitet noch an das zuständige Ausländeramt des Kantons Thurgau weitergeleitet.