Citation: 6P.181/1999 07.03.2000 E. 7

7.- a) Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe mit ihrer Annahme über den Kollisionshergang physikalische Gesetzmässigkeiten missachtet und damit die Gesetze der Logik sowie der Lebenserfahrung verletzt. Die Vorinstanz gehe davon aus, dass P.Z.________ den Beschwerdeführer von rechts nach links, etwa 50 m höher fliegend gekreuzt habe, bevor es einen halben Kreis später zum Unfall gekommen sei. Es sei indessen ausgeschlossen, dass bei dieser Ausgangslage die beiden Flugzeuge einen halben Kreis später hätten zusammenstossen können, ohne dass P.Z.________ ein absolut unvorhersehbares und unerwartetes Manöver durchgeführt hätte. Ein halber Kreis sei nämlich immer um rund 1,6 mal grösser als der Durchmesser. P.Z.________ hätte nie gleichzeitig am Unfallort wie das andere Flugzeug sein können, ohne dass er 50 m Höhe vernichtet und seine Geschwindigkeit um durchschnittlich 60 % erhöht hätte. Das ergebe sich aus der Power-Point-Präsentation und dem Video, worauf verwiesen werde. Ferner sei darauf hinzuweisen, dass P.Z.________ sich nach dem Kreuzen im Rücken des Beschwerdeführers befunden habe, weshalb Letzterer die Libelle nicht mehr habe sehen können, denn Segelflugzeuge hätten hinten keine Fenster und seien auch nicht mit Rückspiegel ausgerüstet (Beschwerde, S. 8 Abs. 1 sowie S. 11 f.). b) Soweit der Einwand überhaupt zu hören ist, erweist er sich als unbegründet. Vorab ist der Hinweis auf die Plädoyernotizen und die diesbezüglichen Darstellungen an der zweitinstanzlichen Hauptverhandlung unzulässig. Die Begründung der Nichtigkeitsbeschwerde ist in dieser selbst anzubringen (BGE 123 IV 42 E. 3a S. 46; 118 IV 192 E. 1 in fine, je mit Hinweisen). Nachfolgend ist deshalb nur die sich aus der Beschwerdeschrift selbst ergebende Begründung zu berücksichtigen. Offen gelassen werden kann die Frage, ob der Beschwerdeführer wirklich allgemeine Erfahrungen oder nicht viel mehr tatsächliche Fragen zur Diskussion stellt. Fest steht jedenfalls, dass im angefochtenen Urteil nicht nur ausgeführt wird, P.Z.________ habe den Beschwerdeführer von rechts nach links, etwa 50 m höher fliegend gekreuzt, bevor es einen halben Kreis später zum Unfall kam. Vielmehr hat die Vorinstanz auch erkannt, dass die beiden Flugzeuge sich in der Flugphase vor der Kollision horizontal und vertikal sehr nahe waren (Urteil OG, S. 16 erster Absatz). Ferner gibt sie die eigenen Worte des Beschwerdeführers wieder, welcher anlässlich der Hauptverhandlung ausgeführt habe, die Libelle habe sich rechtsdrehend schnell und grossräumig im Aufwindschlauch gedreht. Nach seinem Empfinden sei sie zu schnell geflogen. Er habe ergänzt, dass man mit einer hohen Geschwindigkeit im Aufwindschlauch an Höhe verliere (Urteil OG, S. 20 Ziff. 6; vgl. ferner kt. act. 1053 f. sowie 1157). Damit ergibt sich aus dem angefochtenen Entscheid klar, dass die Libelle des Verunfallten zwischen dem Kreuzen der beiden Segelflugzeuge und der Kollision wegen ihrer Geschwindigkeit an Höhe verloren hatte. Es ist nicht ersichtlich, welche physikalischen Gesetze die Vorinstanz bei dieser für das Bundesgericht verbindlichen Ausgangslage (Art. 277bis Abs. 1 BStP) verletzt haben sollte. Unzutreffend ist die Behauptung, die Vorinstanz sei mit keinem Wort darauf eingegangen, dass ihn P.Z.________ bei dem von ihr zu Grunde gelegten Unfallhergang hätte sehen können, nicht aber umgekehrt. Die Vorinstanz hat dieses Argument nicht einfach übergangen. Sie hat es aber nicht als Exkulpationsgrund gelten lassen, weil der Beschwerdeführer damit rechnen musste, dass die Libelle als vortrittsberechtigtes Flugzeug im Kreis dreht oder drehen könnte (Urteil OG, S. 18 unten).