Citation: 1C_265/2022 E. A

Die D.________ AG, Walenstadt, ist Eigentümerin des mit einem Einfamilienhaus (samt Garage) überbauten Grundstücks Nr. 661 an der Bergstrasse in Walenstadt. Dieses befindet sich gemäss Zonenplan der Gemeinde Walenstadt, genehmigt am 30. April 2014, in der zweigeschossigen Wohnzone (W2). Walenstadt ist seit dem 1. April 2009 als Kleinstadt/Flecken von nationaler Bedeutung im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) aufgenommen. Der südliche Teil der Parzelle Nr. 661 befindet sich in der Baugruppe 0.4: "Lockere Reihe von bürgerlichen Wohnhäusern in Gärten, hoch über dem Städtchen" mit Erhaltungsziel B, der nördliche Teil in der Umgebungsrichtung (U-Ri) IV: "Steiler Wieshang über dem Ort, teils mit Reben bepflanzt" mit Erhaltungsziel a. In der Baugruppe 0.4 sind zwei einzelne Gebäude vermerkt: 0.4.1 "Villa mit zwei Ecktürmen in eingezäuntem Garten, grosse Fernwirkung, um 1900" sowie 0.4.2 "zweigeschossige Kleinvilla in Garten mit Weitwirkung, um 1900", beide mit Erhaltungsziel A. Bei ersterer handelt es sich um die Villa "Schlössli" auf Parzelle Nr. 659 im Eigentum der Erbengemeinschaft A.A.________. Diese grenzt unmittelbar an das Baugrundstück Nr. 661 an. Die Heimatschutzverordnung der Gemeinde Walenstadt (genehmigt am 9. Februar 2004) nennt im fraglichen Gebiet lediglich das Linth-Escher-Schulhaus (unterhalb der Bergstrasse) als Schutzobjekt. Die kommunale Natur- und Landschaftsschutzverordnung vom 10. Februar 1995 (zuletzt geändert am 4. November 2021) schützt überdies die Trockenmauern auf den Parzellen Nrn. 659, 660 und 661 sowie die Hecke (Einzelbäume) auf Parzelle Nr. 659.