Citation: 5A_109/2018 E. 8.3.2

8.3.2. Der Kläger bestreitet, bezüglich der Steuererklärungen 2009-2011 je säumig gewesen zu sein. Gegen die Editionsverfügung des Kantonsgerichts habe er am 9. Dezember 2010 Einsprache erhoben. An der Hauptverhandlung seien die Steuererklärungen kein Thema mehr gewesen. Auch nach dem Beschluss vom 11. September 2013 habe das Kantonsgericht nicht auf der Edition der Steuererklärungen bestanden. Schliesslich sei auch an der Hauptverhandlung vom 6. April 2016 nie eine Editionsverfügung ergangen. Damit seien die Voraussetzungen der Säumnis nicht eingetreten, und das Obergericht habe das Vorgehen des Kantonsgerichts zu Unrecht geschützt bzw. zu Unrecht die Säumnisfolgen von Art. 164 ZPO gegen den Kläger gelten lassen. Sodann habe jede Partei aufgrund von Art. 152 ZPO das Recht, dass das Gericht von ihr form- und fristgerecht angebotene taugliche Beweismittel abnimmt. In den Klagebeilagen 7 und 8 und insbesondere 17 und 17a habe er den nötigen Beweis zu seiner Eigenschaft als praktizierender Landwirt sowie zum Betriebsergebnis 2009 auszugsweise angetreten und ausdrücklich seinen langjährigen landwirtschaftlichen Treuhänder I.________ als Zeugen für seine Betriebsergebnisse über die Jahre angegeben (Z1 2016 29, act. 58 S. 15).