Citation: H 276/99 19.05.2000 E. 5

5.- a) Das Verfahren ist kostenpflichtig, weil nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistun- gen streitig ist (Art. 134 OG e contrario). Nach Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG werden die Gerichts- kosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Unnötige Kosten hat gemäss Art. 156 Abs. 6 OG zu bezahlen, wer sie verursacht. b) Im vorliegenden Fall ist der obsiegenden Beschwer- deführerin vorzuhalten, dass sie der Vorinstanz unvollstän- dige Unterlagen eingereicht hat. Es ist grundsätzlich nicht ihre Sache, aufgrund der in der vorinstanzlichen Beschwerde vorgetragenen Einwendungen zu bestimmen, was sie dem kanto- nalen Gericht vorlegen will. Vielmehr hat sie alle sachbe- züglichen Akten einzureichen, ohne eine Wertung ihrer Not- wendigkeit für den Prozess vorzunehmen. Hätte die Beschwer- deführerin diesem allgemeinen Verfahrensgrundsatz entspre- chend gehandelt und der Vorinstanz alle die streitigen Bei- tragsjahre und die dazugehörigen Bemessungsjahre betreffen- den Akten und damit auch ihre Nachtragsverfügung vom 19. Januar 1996 eingereicht, hätte sich der Prozess vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht ohne weiteres vermei- den lassen. Insofern hat die Ausgleichskasse unnötige Kos- ten im Sinne von Art. 156 Abs. 6 OG verursacht. Trotz Ob- siegens sind ihr daher die Gerichtskosten aufzuerlegen. c) Ergänzend sei bemerkt, dass das Eidgenössische Ver- sicherungsgericht in einem jüngeren, dieselbe Beschwerde- führerin betreffenden Urteil S. vom 24. August 1999 (P 30/99) darauf hingewiesen hat, dass es der Verwaltung unbenommen ist, sich des römischrechtlichen Grundsatzes "minima non curat praetor" zu erinnern, wenn es um die Ent- scheidung geht, ob sie Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhe- ben will. Bei einer umstrittenen beitragspflichtigen Ein- kommensdifferenz von Fr. 1000.- pro Jahr beläuft sich der Streitwert in dem zur Diskussion stehenden Zeitraum von 1997 bis 1999 auf insgesamt weniger als Fr. 300.- und damit auf einen Betrag, dem das Eidgenössische Versicherungsge- richt schon vor nahezu 19 Jahren die bei einer Wiedererwä- gung vorausgesetzte Erheblichkeit der Berichtigung abge- sprochen hat (vgl. BGE 107 V 180).