Citation: 6P.97/2003 02.09.2003 E. 4

Im Weiteren rügt der Beschwerdeführer den Beizug der Protokolle der Telefonüberwachung. Er habe im kantonalen Verfahren vorgebracht, dass alle Telefonprotokolle, die Gespräche vor dem 1. März 2000 beträfen, nicht verwertet werden dürfen, weil die Telefonüberwachung erst am 1. März 2000 bewilligt worden sei. Er habe implizit aber auch die Verwertbarkeit aller weiteren Telefonkontrollen in Frage gestellt und deshalb den Beizug der gesamten Telefonüberwachung mit simultaner Übersetzung beantragt. 4.1 Soweit die Rüge den Drogentransport betrifft, ist sie unbegründet. Das Obergericht stellt für den Schuldspruch nicht auf die Ergebnisse der Telefonüberwachung ab. 4.2 Bezüglich der Aufbewahrung von Drogen begründet das Obergericht den Schuldspruch im Wesentlichen mit dem Protokoll eines abgehörten Telefongesprächs. Aus dem angefochtenen Urteil und aus den Akten ergibt sich jedoch, dass der Beschwerdeführer die Verwertbarkeit dieses Beweismittels im kantonalen Verfahren nicht in Frage gestellt hat. Er wandte sich im kantonalen Verfahren einerseits gegen die Verwertbarkeit aller Telefonkontrollen von Gesprächen vor dem 1. März 2000, und er brachte andererseits Einwände gegen Aufzeichnungen vor, die Gespräche zwischen ihm und einer Person namens D.________ betreffen. Es kann deshalb nicht davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer die Verwertbarkeit der gesamten Telefonüberwachung bestritten hatte, zumal er sich selbst in seiner Berufungsschrift positiv auf die Protokolle der Telefonüberwachung bezog. Das vom Obergericht angeführte Protokoll betrifft ein nach dem 1. März 2000 geführtes Telefongespräch zwischen dem Beschwerdeführer und A.________. Gegen das vom Obergericht verwendete Protokoll wurden somit im kantonalen Verfahren keine Einwendungen vorgebracht, weshalb die Rüge vor Bundesgericht verspätet ist. Das gilt auch insoweit, als sich der Beschwerdeführer auf die neueste Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Übersetzung von Telefonüberwachungsprotokollen bezieht (BGE 129 I 85). Auch in dieser Hinsicht beanstandete der Beschwerdeführer das von der Vorinstanz verwertete Protokoll nicht.