Citation: 5A_463/2014 E. 7.2

7.2. Weiter will der Beschwerdeführer auch die Vorbehalte der Vorinstanz gegenüber dem verbuchten Aufwand im Jahr 2012 nicht gelten lassen. Indem die Vorinstanz die Berechtigung verschiedener Aufwandpositionen wie Fahrzeug- und Transportkosten, Buchführungs- und Beratungsaufwand oder berufliche Vorsorge als "fraglich qualifiziere", unterstelle sie der Treuhandgesellschaft G.________ GmbH, einen falschen Jahresabschluss erstellt zu haben. Welche Bewandtnis es damit hat, kann offenbleiben. Zwar lässt sich der bundesgerichtlichen Praxis, auf die das Obergericht verweist (Urteile 5A_708/2008 vom 17. Dezember 2008 E. 2.2.1 und 5D_167/2008 vom 13. Januar 2009 E. 2), in der Tat nicht entnehmen, dass mit den drei Jahren, die zur Ermittlung des Durchschnittseinkommens von Selbständigerwerbenden in der Regel heranzuziehen sind, ausschliesslich die drei Jahre vor der Einreichung des Eheschutzgesuchs gemeint sind. Die Rede ist einfach von den "letzten drei Jahren" (s. auch Urteil 5A_684/2011 vom 31. Mai 2012 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Dessen ungeachtet trifft es aber ohnehin nicht zu, dass das Obergericht sein Urteil einzig auf die Zeit vor der Einreichung des Eheschutzgesuchs stützt. So verweist es ausdrücklich darauf, dass die Treuhänderin für die Jahre 2012-2014 mit einem jährlichen Reingewinn von Fr. 300'000.-- rechne. Davon gehe in seiner Berufungsantwort auch der Beschwerdeführer aus. All das stellt der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht in Abrede. Als weitere Elemente berücksichtigt die Vorinstanz den Umstand, dass die Arztpraxis schon seit zehn Jahren bestehe, dass der Beschwerdeführer seine Praxistätigkeit als Haupterwerb ausübe und dass die Region Zentralschweiz im nationalen Vergleich die höchsten Einkommen aus freier Praxistätigkeit erziele. Obendrein stellt das Obergericht fest, der Betriebsertrag sei konstant und habe über Jahre ca. Fr. 1.1 Mio. betragen. In den Jahren 2009-2011 habe der Beschwerdeführer im Schnitt einen Bruttoertrag von Fr. 840'000.-- und einen Cash-Flow von Fr. 377'690.-- erzielt. Schliesslich geht der angefochtene Entscheid auf die Praxiseinnahmen von Januar bis Juni 2013 ein. Diese würden sich trotz dreier Wochen Ferien und zweier Weiterbildungstage auf Fr. 470'436.25 belaufen und "kein anderes Bild vermuten" lassen, so dass der Beschwerdeführer die "kleine Baisse" im Jahr 2012 schon im Folgejahr 2013 mit gutem Willen werde überwinden können. Warum trotz alledem der behauptete "Abwärtstrend" die einzig richtige Beurteilung seiner wirtschaftlichen Leistungskraft sein kann, vermag der Beschwerdeführer nicht zu erklären. Er tut also nicht dar, inwiefern der angefochtene Entscheid selbst, so wie ihn die kantonale Instanz gefällt hat, an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (s. E. 2). Stattdessen gibt er sich damit zufrieden, einen vom angefochtenen Entscheid abweichenden Sachverhalt zu behaupten und Gründe aufzuzählen, weshalb die Vorinstanz zu anderen Schlüssen hätte gelangen sollen. Damit ist keine Willkür darzutun.