Citation: 5A_326/2016 E. 5.1

5.1. Eventualiter machen die Beschwerdeführerinnen eine Forderung von je Fr. 450'047.90 geltend: Die Vorinstanz habe die auszugleichenden, vom Erblasser erlassenen Gewinnansprüche mit Fr. 790'434.60 beziffert. Hierbei habe es nur die vier Bauparzellen berücksichtigt, für die der Beschwerdegegner 1 ein Entgelt erhalten habe. Die beiden Bauparzellen GB vvv und www, die der Beschwerdegegner 1 an seine Schwestern D.________ und E.________ veräussert hat, seien hingegen bei der Berechnung des Gewinnanteils nicht berücksichtigt worden. Dies verstosse gegen Art. 619bis Abs. 1 aZGB. Massgebend seien nicht die effektiv vereinnahmten Gelder, sondern der Veräusserungswert (= Verkehrswert) der veräusserten Grundstücke. Deshalb seien auch für die beiden verschenkten Bauparzellen GB vvv und www die Gewinnanteile aufgrund ihrer Verkehrswerte im Zeitpunkt der Schenkung zu berechnen. Gleiches gelte für die Bauparzelle GB uuu, die der Beschwerdegegner 1 seinem Schwager zu einem Freundschaftspreis (gemischte Schenkung) veräusserte.