Citation: 5P.287/2001 15.11.2001 E. 3

3.- Die Beschwerdeführerin gibt den Begriff der Willkür in der Beweiswürdigung zutreffend wieder (Art. 9 BV; BGE 118 Ia 28 E. 1b S. 30; 127 I 38 E. 2a S. 41). Sie listet anhand der Entscheiderwägungen (Ziffern 2-6 S. 3 ff.) im Einzelnen auf, welche Sachverhaltsdarstellung einseitig sein soll, und zählt mit höchster Genauigkeit nach, welche im Prozess verurkundeten "kläg. act. " angeblich nicht berücksichtigt worden sind. Was fehlt sind hingegen Ausführungen dazu, inwiefern die beanstandete Beweiswürdigung den angefochtenen Entscheid auch im Ergebnis als willkürlich erscheinen lässt (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; Galli, Die rechtsgenügende Begründung einer staatsrechtlichen Beschwerde, SJZ 81/1985 S. 121 ff., S. 127 Ziffer 2.1 a.E.; seither: BGE 123 III 261 E. 4a S. 270). Gegenstand des Verantwortlichkeitsprozesses bildet eine Genugtuungsforderung aus Persönlichkeitsverletzung. Tatfrage ist, ob eine Verletzung stattgefunden hat (vgl. etwa Tercier, Le nouveau droit de la personnalité, Zürich 1984, N. 554 S. 81). Dieser Sachverhalt aber ist offenkundig unbestritten geblieben, soweit nicht die daraus abgeleiteten Genugtuungsansprüche ohnehin für verwirkt erklärt werden mussten (E. 3 und 4 S. 13 f.); für den andern Teil hat das Kantonsgericht die Widerrechtlichkeit einer Persönlichkeitsverletzung geprüft und ist damit zumindest implizit von einer solchen ausgegangen (E. 5 S. 15 ff. des angefochtenen Entscheids). Es leuchtet auch sonst nicht ein, was die Beschwerdeführerin mit ihrer umfangreichen Sachverhaltskritik im Ergebnis bezweckt. Alle weitern Punkte ficht sie ohne erkennbaren Tatsachenbezug und allein unter dem Blickwinkel der Rechtsanwendung an. Desgleichen spielen die kantonsgerichtlichen Tatsachenfeststellungen für den Entscheid über die gleichzeitig eingelegte Berufung - wie dort zu zeigen sein wird - keine Rolle; der Berufungsgrund, dass statt des massgebenden Bundeszivilrechts kantonales Verantwortlichkeitsrecht angewendet worden sein soll (BGE 110 II 54 E. 1a S. 56), betrifft eine reine Rechtsfrage. Auf die Rügen der Beschwerdeführerin gegen die Sachverhaltsermittlung kann aus dem dargelegten Grund insgesamt nicht eingetreten werden.