Citation: 4A_633/2016 E. 6.4.1

6.4.1. Die Vorinstanz verweist dazu auf die Ausführungen des Zivilgerichts. Dieses habe festgestellt, ökonometrische Methoden (sog. "hedonistische Regressionen"), mit denen auch unterschiedliche Liegenschaften hätten verglichen werden können, seien im interessierenden Zeitraum gemäss dem Gutachten F.________ und dem Gutachten G.________ in der Praxis nicht zur Verfügung gestanden. Mit dem Gutachten G.________ sei anzunehmen, dass das Abstellen auf den reinen Ertragswert bei Renditeobjekten - gemeint die Werte nach der klassischen Ertragswertmethode (NAEGELI) - üblich und sachgerecht gewesen sei. Die Beschwerdeführerin - so die Vorinstanz weiter - setze sich nur stark verkürzt mit diesen Ausführungen des Zivilgerichts auseinander, was prozessual nicht genüge. Konkret habe sie nur geltend gemacht, die Beschwerdegegnerin wäre verpflichtet gewesen, "jährlich wahre Verkehrswerte zu ermitteln ", und dass die Beschwerdegegnerin ungenügend auf die tatsächlichen am Markt erzielten Kaufpreise reagiert habe. Dieser Vorwurf ist insofern nicht nachvollziehbar, als die Vorinstanz sich in der Folge unter ihrer Erwägung 7 mit den Einwänden der Beschwerdeführerin zu den beiden Gerichtsgutachten und den Parteigutachten auseinandersetzt. Daraus ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin namentlich die Würdigung der Gutachten F.________ und G.________ kritisiert hatte. So hatte sie eingewendet, das Gutachten F.________ bejahe unter anderem, dass sich die Schätzungslehre im fraglichen Zeitraum mit preisbasierten Schätzungsmethoden auseinandergesetzt habe, und es weise die das Marktgeschehen reflektierende Kapitalisierungssätze als Bruttorenditen konkreter Marktgeschäfte in der damaligen Praxis nach. Das Zivilgericht habe diese klaren Aussagen "verfremdet ". Das Gutachten G.________ habe entgegen dem Zivilgericht nicht bestätigt, dass die von der Beschwerdegegnerin verwendete Methode der Bestimmung des Kapitalisierungssatzes der damaligen "best practice" entsprochen habe und keine Sorgfaltspflichtverletzung vorliege. Der Gutachter habe vielmehr ausgeführt, dass die Fondsverwaltung wahrscheinlich bewusst tiefere Verkehrswerte in Kauf genommen habe, um das gesamte Portfolio zu stärken. Zur Kritik am Gutachten F.________ stellte die Vorinstanz namentlich fest, dieser habe zwar bejaht, dass damals mit preisbasierten Schätzungsmethoden gearbeitet worden sei; dabei habe er aber den Begriff der preisbasierten Schätzungsmethode derart weit gefasst - nach ihm seien sämtliche der eingangs erwähnten Methoden preisbasiert -, dass sich daraus nichts ableiten liesse. Vielmehr habe er bestätigt, dass die Technik der hedonistischen Regressionen damals in der Praxis nicht verwendet worden sei. Sie erwog zudem, Prof. Studer, auf den sich die Beschwerdeführerin bezieht, habe in seinem Aufsatz von 1996 ("Stand der Entwicklung in der schweizerischen Immobilienbewertung") den von der Beschwerdeführerin favorisierten Bruttorendite-Ansatz für einen "Neuanfang " in der schweizerischen Immobilienbewertung vorgeschlagen, was voraussetze, dass es diesen Ansatz vorher nicht gegeben habe. Die Beschwerdegegnerin habe sodann nachgewiesen, dass ein amerikanisches Werk, auf das sich das Gutachten F.________ berufe ("Die Bewertung von Liegenschaften" von 1981), in der Schweiz nach seiner Veröffentlichung bedeutungslos geblieben sei. Sie schloss daraus, dass die Auffassung der Beschwerdeführerin, wonach das Gutachten F.________ nachweise, dass (eine Bewertung gestützt auf) Kapitalisierungssätze im Sinn von Bruttorenditen konkreter Marktgeschäfte in der damaligen Praxis anerkannt gewesen seien, nicht belegt sei. Auch das Gutachten G.________ - so die Vorinstanz weiter - bestätige, dass damals preisbasierte Schätzungen, namentlich die hedonistische Methode, "in den Kinderschuhen " gesteckt hätten und in der Praxis nicht angewendet worden seien. Zwar treffe zu, dass das Gutachten G.________ festhalte, dass wahrscheinlich bewusst tiefere Verkehrswerte in Kauf genommen worden seien, um das Portfolio zu stärken. Gleich anschliessend werde jedoch ausgeführt, dass die von der Beschwerdegegnerin angewandte Methode tauglich gewesen sei, die Verkehrswerte zu bestimmen.