Citation: 1C_784/2013 E. 5.1

5.1. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung verwirkt der Anspruch der Behörden auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands im Interesse der Rechtssicherheit grundsätzlich nach 30 Jahren, sofern der Kanton keine kürzeren Verwirkungsfristen vorsieht (BGE 136 II 359 E. 7 S. 365 mit Hinweisen). Diese Verwirkungsfrist beginnt mit der Fertigstellung des Gebäudes oder des streitigen Gebäudeteils zu laufen (BGE 136 II 359 E. 8.3 S. 368 mit Hinweis). Die Frist von 30 Jahren wurde zunächst bezüglich der Befugnis zur Anordnung der Wiederaufforstung in Anlehnung an die ausserordentliche Ersitzung von Grundeigentum gemäss Art. 662 ZGB festgelegt (BGE 105 Ib 265 E. 6b S. 271). Später wurde die Frist auf den Abbruch einer Baute innerhalb der Bauzone übertragen (BGE 107 Ia 121 E. 1a S. 123). Das Bundesgericht hat bisher offengelassen, ob die Verwirkungsfrist auch auf Bauten ausserhalb der Bauzone angewendet werden kann (BGE 136 II 359 E. 8.1 S. 367; 132 II 21 E. 6.3 S. 39; je mit Hinweisen). Diese Frage kann auch im vorliegenden Verfahren offenbleiben.