Citation: 1B_129/2015 E. 4.7

4.7. In Würdigung der gutachterlichen Kernaussagen und unter Beachtung der von der Rechtsprechung geforderten Zurückhaltung ist von keiner sehr hohen Wahrscheinlichkeit einer Ausführungsgefahr auszugehen. Das Risiko der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit ist auch deshalb als gering einzustufen, weil der Beschwerdeführer - trotz Wegfalls des vorzeitigen Massnahmenvollzugs - nicht in die Freiheit zu entlassen ist. Er wird im Rahmen der fürsorgerischen Unterbringung (Art. 426 ff. ZGB) weiterhin zwingend in der Klinik verbleiben, um adäquat behandelt zu werden. Er kann nicht aus eigenem Willen aus der Klinik austreten. Das Familiengericht hat im Entscheid vom 12. März 2015 ausdrücklich festgehalten, dass die Zuständigkeit für die Entlassung des Beschwerdeführers aus der Klinik beim Gericht verbleibt (und nicht an die Klinik delegiert wird). Insgesamt kann daher festgehalten werden, dass die Rahmenbedingungen des zwingenden stationären Aufenthalts des Beschwerdeführers in der Klinik unverändert erhalten bleiben, selbst wenn die fürsorgerische Unterbringung an die Stelle des vorzeitigen Massnahmenvollzugs tritt. Im Ergebnis ist der Haftgrund der Ausführungsgefahr nicht gegeben.