Citation: 1B_334/2021 E. 2.6

2.6. Im vorliegenden Fall hat das Bezirksgericht den Antrag des Beschwerdeführers auf Rückweisung der Anklage oder Sistierung des Verfahrens abgewiesen. Insofern ist ein nicht wieder gutzumachender Rechtsnachteil im Sinne der oben dargelegten Praxis weder dargetan, noch ersichtlich. Ebenso wenig droht hier ein nicht wieder gutzumachender Rechtsnachteil im Hinblick auf eine angeblich mangelhafte Übersetzung von Strafakten: Streitig ist die prozessleitende Abweisung von Übersetzungsanträgen vor der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung. Es ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht nachvollziehbar dargetan, weshalb das erkennende Sachgericht im Verlauf des Hauptverfahrens nicht für eine ausreichende Übersetzung besorgt sein würde, etwa durch Einsatz eines Dolmetschers oder zusätzliche Übersetzung von Strafakten (vgl. Art. 68 StPO). Beispielsweise könnte sich eine weitere Übersetzung allenfalls dann aufdrängen, wenn sich im Rahmen der Hauptverhandlung herausstellen sollte, dass gewisse Akten, etwa noch nicht übersetzte Zeugenprotokolle, von wesentlicher Bedeutung für die Urteilsfindung wären. Nötigenfalls könnte der Beschwerdeführer eine Verletzung von Parteirechten im hängigen Hauptverfahren mit Rechtsmitteln gegen den ausstehenden Endentscheid rügen; das prozessuale Risiko für die Folgen einer allfälligen Verletzung von Parteirechten im Hauptverfahren trügen die kantonalen Strafbehörden. Im Übrigen hat sich das Bundesgericht schon in seinem Urteil 1B_212/2020 vom 13. Mai 2020 mit ähnlichen Vorbringen des Beschwerdeführers im Untersuchungsverfahren im abschlägigen Sinne befasst. Es erwog schon damals, dass die kantonalen Strafbehörden dem Beschwerdeführer zahlreiche Dokumente schriftlich oder mündlich übersetzt hätten, dass er zwei deutschsprachige Verteidiger habe, und dass er selber zumindest über Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfüge (Urteil 1B_212/2020 E. 2.1).