Citation: 8C_424/2018 E. 4.1.1

4.1.1. Das kantonale Gericht hat weiter mit Hinweisen auf die Rechtsprechung erwogen, entgegen der Ansicht des Versicherten sei anzunehmen, dass auf dem zu unterstellenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend einfache Tätigkeiten existierten, die dem von der MEDAS formulierten Anforderungsprofil entsprächen. Zu denken sei an Kontroll- und Überwachungsarbeiten. Zwar seien die körperlichen Beeinträchtigungen - insbesondere im Bereich der oberen Extremitäten - erheblich. Jedoch könne nicht gesagt werden, zumutbare Tätigkeiten seien nur noch in so eingeschränkter Form möglich, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kenne oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers denkbar wären und das Finden einer Arbeitsstelle daher von vornherein ausgeschlossen erscheine. Invalidenversicherungsrechtlich nicht massgebend seien die im Gutachten der MEDAS genannten psychosozialen Belastungsfaktoren (mangelnde Sprachkenntnisse; längere Arbeitslosigkeit; subjektive Überzeugung, auf dem Arbeitsmarkt keine Chance zu haben; Leben von der Sozialhilfe; erschwerter Kontakt zu den Kindern aus erster Ehe; Überschuldung; gesundheitliche Probleme der aktuellen Lebenspartnerin). Diese stünden der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit genau so wenig entgegen wie das Alter des Versicherten.