Citation: 6B_1087/2020 E. 3.4.2

3.4.2. Nicht zu beanstanden ist es sodann auch, wenn die Vorinstanz zum Schluss gelangt ist, dass der Beschwerdeführer seine heftige Gemütsbewegung selbst verschuldet oder doch vorwiegend durch eigenes Verhalten schuldhaft herbeigeführt hat, da der Beschwerdeführer nicht grundlos vom Opfer angegangen wurde, sondern es sich um eine wechselseitige verbale und tätliche Auseinandersetzung handelte. Dabei hat die Vorinstanz entgegen der in der Beschwerde vorgetragenen Kritik nicht unterschlagen, dass der Beschwerdeführer in der Strafuntersuchung angegeben hatte, das Opfer habe ihn vor der Tat gegen den Kopf geschlagen, und zwar genau an der Stelle, an der sein Tumor gewesen sei. Vielmehr wird im angefochtenen Urteil zutreffend begründet, dass eine allfällige heftige Gemütsbewegung dadurch nicht entschuldbar würde. Im Übrigen verkennt der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang, dass sich die Entschuldbarkeit auf die Affektlage und nicht auf die Tat als solche bezieht. Entgegen seiner Auffassung kann somit auch keine "Unterbrechung des Kausalzusammenhangs" ab dem Moment angenommen werden, in welchem er im Laufe des heftigen Streits immer stärker auch von der Ehefrau tätlich angegangen und schliesslich mit Gegenständen und Tassen beworfen bzw. gegen den Kopf geschlagen worden sei.