Citation: 6B_1112/2023 E. 1.3.1

1.3.1. Zunächst ist es, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Betäubungsmittelmenge von 860 Gramm reinen Kokains innerhalb des Strafrahmens für das qualifizierte Delikt straferhöhend Rechnung trägt. Sie verletzt damit nicht das Doppelverwertungsverbot, zumal der qualifizierte Fall bereits bei 18 Gramm reinem Kokain erfüllt ist und diese Menge vorliegend unbestrittenermassen um ein Vielfaches überschritten wurde. Sodann trifft nicht zu, dass die Vorinstanz für die Straferhöhung einzig auf die Betäubungsmittelmenge abstellt, wie der Beschwerdeführer vorbringt. Sie berücksichtigt - zu Recht - auch die Reinheit des Kokains sowie den Umstand strafschärfend, dass der Beschwerdeführer dieses primär zum Weiterverkauf abgab. Er scheint zudem zu verkennen, dass die Vorinstanz trotzdem von keinem schweren Verschulden ausgeht. Dies unter Hinweis auf die eher tiefe Hierarchiestufe und geringen organisatorischen Bemühungen. Zutreffend ist sodann, dass die Vorinstanz eine Gefährdung einer Vielzahl von Personen annimmt. Zum einen sind mindestens 14 Verkaufshandlungen an sechs Abnehmer erwiesen. Zum anderen handelte es sich dabei grösstenteils um Weiterverkäufer. Der Beschwerdeführer musste daher wissen und hat mindestens in Kauf genommen, dass das Kokain an eine Vielzahl von Personen abgegeben und deren Gesundheit gefährden würde. Dies gilt umso mehr angesichts der Menge von einem Kilogramm Kokain und dessen hohem Reinheitsgrad (vgl. dazu Urteil 6B_138/2022 vom 4. November 2022 E. 2.2.3). Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz das objektive Tatverschulden als nicht mehr leicht beurteilt. Auch, dass sie das subjektive Tatverschulden in Überschreitung ihres Ermessens falsch beurteilt hätte, begründet der Beschwerdeführer nicht. Er hat unbestreitbar vorsätzlich und aus egoistischen Gründen gehandelt und mit dem Kokainverkauf auch seinen Lebensunterhalt bestritten, obwohl er einer legalen Erwerbstätigkeit hätte nachgehen können. Die Vorinstanz war nicht gehalten, dem Eigenkonsum weitergehend strafmindernd Rechnung zu tragen als sie dies getan hat. Dies verlangt der Beschwerdeführer denn auch nicht. Er stützt die geltend gemachte Strafminderung einzig auf die seiner Meinung nach zu hohe objektive Tatschwere, was nicht überzeugt. Indem die Vorinstanz die hypothetische Einsatzstrafe für das Betäubungsmitteldelikt, ausgehend von einem nicht mehr leichten Verschulden, auf 40 Monate festsetzt, liegt sie ohne Weiteres innerhalb des ihr zustehenden Ermessens und des gesetzlichen Strafrahmens von 1 bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe (Art. 19 Abs. 2 BetmG). Im Übrigen war diese Einsatzstrafe vorinstanzlich unbestritten, was der Beschwerdeführer ebenfalls ausser Acht lässt.