Citation: I 816/04 21.07.2005 E. 4

4.1 In Bezug auf die somatisch nicht erklärbaren Schmerzangaben der Versicherten geht der psychiatrische Gutachter des Begutachtungsinstituts Y.________ von einer Schmerzverarbeitungsstörung aus, welcher er indessen keinen Krankheitswert im Sinne einer invalidisierenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit beimisst. Seine Auffassung begründet er damit, die Schmerzen führten bei der Explorandin auch zu einem erheblichem sekundären Krankheitsgewinn. Sie habe nun ein Symptom, das sie zum Anlass nehme, keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachzugehen. Dies ermögliche ihr, sich mehr um ihre Familie, vor allem um ihre Kinder, zu kümmern. Durch ihr Symptom habe die Explorandin eine erhebliche Entlastung im Alltag erfahren, indem die Familie auf sie Rücksicht nehme und ihr im Haushalt helfe, die Bekannten sie regelmässig besuchten und ihr ebenfalls bei der Hausarbeit behilflich seien. Diese Erklärung der Diskrepanz zwischen objektivem Befund und den subjektiv geklagten Beschwerden ist nachvollziehbar. Sie stimmt auch überein mit dem anamnestischen Befund, wonach die Explorandin ihren Alltag aktiv gestaltet und zahlreiche soziale Kontakte unterhält. Daraus und aus dem bei der Untersuchung gewonnenen Eindruck eines nicht schwer leidenden Menschen hat der psychiatrische Gutachter geschlossen, der Versicherten könne zugemutet werden, die nötige Willensanstrengung aufzubringen, um einer ihren somatischen Einschränkungen angepassten erwerblichen Tätigkeit nachzugehen. Die Feststellungen und Schlussfolgerungen des Psychiaters des Begutachtungsinstituts Y.________ überzeugen. Darauf ist mit der Vorinstanz abzustellen. Die Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen keine ernstlichen Zweifel an der Schlüssigkeit der psychiatrischen Aussagen zu wecken. Dr. med. G.________ war als Facharzt (Psychiater) trotz fehlenden Sprachkenntnissen in der Lage, das nonverbale Verhalten der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dem mitwirkenden Dolmetscher einzuschätzen. Seine Untersuchung ist lege artis erfolgt. Er vermochte weder eine Depression noch eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (vgl. dazu BGE 130 V 352 und 396) zu diagnostizieren. Weitere Abklärungen erübrigen sich. Für Letzte fehlt es hier an den erforderlichen klinisch-diagnostischen Kriterien, namentlich für das Schmerzbild ursächlichen emotionalen Konflikten oder einer psychosozialen Belastungssituation (BGE 130 V 400). 4.2 Die auf der Einschätzung der trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit beruhende Invaliditätsbemessung der Vorinstanz ist, abgesehen von dem in Erw. 3.3 Gesagten, nicht zu beanstanden.