Citation: U 443/05 26.01.2006 E. 2

Auf Grund des in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gestellten Antrages stellt sich die Frage, ob für eine zuverlässige Bestimmung des Invaliditätsgrades weitere Abklärungen medizinischer Art notwendig sind. 2.1 Welche Bedeutung ärztlichen Auskünften im Rahmen der Invaliditätsbemessung zukommt (BGE 125 V 261 Erw. 4, 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1) und welche Anforderungen an medizinische Berichte zu stellen sind (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis), ist im kantonalen Entscheid zutreffend dargelegt worden, worauf verwiesen wird. Dasselbe gilt hinsichtlich der Voraussetzungen für eine Rentengewährung des Unfallversicherers (Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG; Art. 18 Abs. 1 UVG). 2.2 Die Vorinstanz hat die entscheidwesentlichen Arztberichte aufgeführt und sich mit diesen auseinander gesetzt. Aus ihnen ergibt sich, dass nebst unfallbedingten Beschwerden im rechten Schultergelenk degenerative Rückenbeschwerden vor allem im Gebiet der Lendenwirbelsäule und der Kreuzgegend vorliegen, zeitweise mit Schmerzausstrahlung in beide Beine. Diese sind indessen unbestrittenermassen nicht auf das versicherte Unfallereignis (Sturz mit Verletzung der rechten Schulter [Bizepsehnenruptur]) zurückzuführen, weshalb die SUVA für deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit - und die daraus resultierende Erwerbsunfähigkeit - nicht einzustehen hat. Dasselbe gilt im Übrigen - entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde - auch hinsichtlich invaliditätsfremder Aspekte wie Alter, ungenügende Ausbildung und mangelnde Sprachkenntnisse, welche das Finden einer Arbeitsstelle allenfalls erschweren (BGE 107 V 21 Erw. 2c; AHI 1999 S. 238 Erw. 1). Wegen der unfallbedingten Beeinträchtigungen im rechten Schultergelenk - nämlich der schmerzhaften Funktionseinschränkung einerseits sowie der Krafteinbusse andererseits - ist der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Gerüstbauer zwar erheblich behindert. Andere Beschäftigungen auf dem allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt, welche einzig Grundlage für die Invaliditätsbemessung bilden (BGE 110 V 276 Erw. 4b; ZAK 1991 S. 320 Erw. 3b; vgl. BGE 130 V 346 Erw. 3.2), sind hingegen in grösserem Rahmen möglich und trotz vorhandener Defizite ohne wesentliche Einschränkungen zumutbar. So attestiert Kreisarzt Dr. med. M.________ in seinem Bericht vom 23. März 2001 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Gerüstmonteur, welche indessen nur zu 50 % unfallbedingt ist. Dies bestätigt er in seiner Stellungnahme vom 31. Juli 2001; als zumutbar erachtet er hingegen eine ganztägige Beschäftigung in der Industrie oder in einem Fabrikationsbetrieb, im kaufmännisch/administrativen Bereich oder bei Dispositionsarbeiten, wobei wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 10 kg zu vermeiden sei. Abweichend von der Darstellung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird von Dr. med. M.________ für solche Tätigkeiten, wie sie auch für den Beschwerdeführer auf dem massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt existieren, nie eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt; diese bezieht sich einzig auf die konkret ausgeübte, dem Leiden jedoch nicht angepasste Betätigung als Gerüstbauer im bisherigen Arbeitgeberbetrieb. Weshalb und inwieweit den Aussagen des Dr. med. M.________ nicht mit der Vorinstanz voller Beweiswert zuerkannt werden sollte, ist nicht ersichtlich. Insbesondere standen diesem bei seiner Beurteilung zahlreiche medizinische Stellungnahmen anderer Fachärzte zur Verfügung. Da auch in den im kantonalen Entscheid erwähnten Berichten des Dr. med. L.________ von der Klinik U.________ vom 8. September 2003 und des Hausarztes Dr. med. S.________ vom 30. Januar 2005 ausschliesslich von der Restarbeitsfähigkeit als Gerüstbauer die Rede ist, sind diese nach dem Gesagten für die Belange der Invaliditätsbemessung nicht aussagekräftig. Die Vorbringen des Beschwerdeführers und dessen zusätzlich eingereichte Beweismittel, namentlich die zahlreichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen durch den Hausarzt Dr. med. S.________ ändern an diesem Ergebnis nichts. Zusätzliche medizinische Abklärungen erübrigen sich.