Citation: 4A_572/2021 E. 5.2.1

5.2.1. Die Vorinstanz ging zutreffend davon aus, dass die Gesetzes- oder Statutenverletzungen und die Schädigung glaubhaft zu machen seien. Dies stellt die Beschwerdeführerin an sich nicht in Abrede. Sie meint aber, die Anforderungen an die Glaubhaftmachung seien von der Vorinstanz zu tief angesetzt worden. Die Beschwerdeführerin moniert, Glaubhaftmachen bedeute mehr als blosses Behaupten. Die Argumentation der Vorinstanz liefe auf eine Umkehr der Beweislastverteilung hinaus, welche Art. 8 ZGB widerspreche. Es treffe auch nicht zu, dass sie lediglich bestritten hätte, dass in den Darlehen keine Verzinsung und Besicherung vereinbart worden seien. Gerade in einem Fall wie dem vorliegenden, in welchem die Beschwerdeführerin mit über 200 Einzelfragen konfrontiert worden sei, sei es verfehlt, aus der Nichtvorlage von Unterlagen abzuleiten, dass sie etwas zu verbergen habe oder ihre Mitwirkungspflicht im Beweisverfahren verletzt habe, wie es die Vorinstanz unterstelle. Die Vorinstanz missachte sodann Art. 697c OR und die Zweistufigkeit des Sonderprüfungsverfahrens. Es könne nicht Aufgabe der Beschwerdeführerin sein, im Rahmen des summarischen Einsetzungsverfahrens bereits diejenigen Informationen zu liefern, welche die Beschwerdegegnerin über den Weg eines Sonderprüfungsverfahrens anbegehre.