Citation: 2C_163/2014 E. 2.3

2.3. Das schweizerische Finanzmarktrecht und insbesondere auch die Aufsicht über die Revisionsdienstleistungserbringer an Publikumsgesellschaften (Art. 9 ff. RAG; Art. 16 RAG; Art. 727b OR) basiert auf dem Konzept der Institutsaufsicht. Bewilligungsrechtliche Zulassungsvoraussetzungen sind durch das beaufsichtigte Institut dauernd einzuhalten (vgl. zur Aufsicht über die Banktätigkeit KRAMER, Kommentar zum Bundesgesetz über Banken und Sparkassen, Stand: 22. Nachlieferung 2014, N. 1 zu Art. 1bis BankG). Deren Beachtung wird durch die RAB ebenso wie die Einhaltung der gesetzlichen, regulatorischen und branchenüblichen Verhaltensvorschriften, der Qualität der erbrachten Revisionsdienstleistungen durch Stichproben und der aufsichtsrechtlichen Weisungen periodisch überprüft (Art. 16 Abs. 2 RAG; WALTER/SANWALD, a.a.O., S. 458). Stellt die RAB Verstösse gegen gesetzliche Pflichten fest, kann sie dem Unternehmen einen schriftlichen Verweis erteilen und Massnahmen zur Wiederherstellung des ordnungsgemässen Zustandes anordnen (Art. 16 Abs. 4 RAG). Sind die Zulassungsvoraussetzungen nicht oder nicht mehr erfüllt, entzieht die Revisionsaufsichtsbehörde nach vorgängiger Androhung die Zulassung (Art. 17 Abs. 2 RAG; vgl. zum Konzept der Revisionsaufsicht WALTER/SANWALD, a.a.O., S. 450 ff., 454 ff.; KOLLER/SANWALD, Aufgaben und Organisation der staatlichen Revisionsaufsicht, in: ST 5/06 S. 314 ff.).