Citation: 4A_430/2019 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin stellt nicht grundsätzlich infrage, dass das Sachgericht, wenn es sich für die normative Methode entscheidet, zur Quantifizierung des Haushaltsschadens auf statistische Werte abstellen kann. Sie bestreitet vor Bundesgericht auch zu Recht nicht mehr, dass die Beschwerdegegnerin ihren Haushalt und die Rolle, die sie darin einnimmt, genügend substanziierte. Sie macht indessen geltend, die Vorinstanz habe die konkreten Umstände ausser Acht gelassen; sie habe übersehen, dass sich für den vorliegenden Fall die SAKE-Tabellen nicht eigneten, weil die Beschwerdegegnerin ihr Einkommen nur mit einem 70-Stunden Pensum erzielt und demzufolge weniger Zeit in ihren Haushalt investiert habe, als eine Person mit einer "normalen" Vollzeitstelle. Falls doch auf die SAKE-Werte abgestellt werden könnte, so hätte die Vorinstanz ihrer Berechnung ein Erwerbspensum von 100 % zugrunde legen müssen, um hiervon 15 % in Abzug zu bringen für die Einschränkungen aus dem ersten Unfall, anstatt den Abschlag nur auf dem eingeschränkten Pensum von 80 % vorzunehmen; zumal das Pensum nicht freiwillig, sondern aufgrund der Vorbelastung des ersten Unfalls reduziert worden sei. Durch diese Vorgehensweise habe ihr die Vorinstanz im Ergebnis unzulässigerweise und im Widerspruch mit der eigenen Begründung mehr als die Hälfte des Schadenersatzes auferlegt.