Citation: 5A_88/2020 E. 4.3.1

4.3.1. Das Obergericht sah in antizipierter Würdigung des anerbotenen Beweismittels von dessen Abnahme ab bzw. erachtete es das entsprechende Vorgehen der Erstinstanz als rechtens (vgl. zur Terminologie Urteile 4A_253/2019 vom 5. September 2019 E. 3.4.1; 4A_297/2019 vom 29. Mai 2020 E. 4.3.1.2), weil zu erwarten sei, dass eine Aussage des Sohnes zur mittlerweile sechs Jahre zurückliegenden Situation lediglich vage ausfallen werde. Ausserdem sei mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Sohn zugunsten der Mutter aussagen werde. Ausser dem Zeugenbeweis habe die Beschwerdeführerin sodann keinerlei Beweismittel genannt, welche die behauptete temporäre Anstellung des Sohns, den entsprechenden Lohn und eine daraus geleistete Zahlung an den Ehemann indizieren würde. Genauere Angaben zu den Einkommensverhältnissen von C.________ sei sie schuldig geblieben. Der Beschwerdegegner erachtet dies als "absolut nachvollziehbar und in keiner Art und Weise willkürlich". Der von der Beschwerdeführerin angerufene Anspruch auf rechtliches Gehör steht einer derartigen antizipierten Beweiswürdigung nicht entgegen (BGE 145 I 167 E. 4.1; 143 III 297 E. 9.3.2). Sie kann vom Bundesgericht nur unter dem Blickwinkel der Willkür und auf entsprechende Rüge hin geprüft werden (BGE 138 III 374 E. 4.3.2; vgl. vorne E. 2.2).