Citation: 4A_481/2019 E. 4.2.2

4.2.2. Sie erwog einleitend, auch im Bereich des Haushaltschadens gelte die Obliegenheit zur Schadenminderung (Art. 44 Abs. 1 OR). Sie gebiete der geschädigten Person, aber auch den reflexgeschädigten Angehörigen, sich nach einem Unfall (soweit zumutbar) so einzurichten, dass sich die gesundheitlichen Einschränkungen nicht auswirken würden. Es sei der Familie insgesamt zumutbar, den Haushalt neu so zu organisieren, dass die gesunden Mitglieder - jedenfalls im Umfang, in dem sie auch ohne schädigendes Ereignis Haushaltsarbeiten übernommen hätten - die Arbeiten der geschädigten Person übernähmen, die diese nicht mehr erbringen könne, und diese dafür kompensatorisch vermehrt leichtere, ihr mögliche Arbeiten übernehme, sodass der Gesamtaufwand für die Haushaltsführung gleich bleibe.