Citation: 5D_48/2021 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer hält das Obergericht für befangen, da es ihm zwar vorgehalten habe, die Beschwerde per E-Mail eingereicht zu haben, jedoch nicht auf die Gründe eingegangen sei, weshalb er die Beschwerde auf diesem Wege eingereicht habe, und weil es sich ausserdem geweigert habe, die Gegenforderung zu registrieren. Das Obergericht hat den Beschwerdeführer im Urteil darauf hingewiesen, dass die Beschwerde nicht mit gewöhnlichem E-Mail erhoben werden kann. Es hat sie dennoch inhaltlich behandelt. Der Beschwerdeführer hat insofern keinen Nachteil erlitten und es ist nicht ersichtlich, weshalb er in der Nichterwähnung der Gründe, die ihn angeblich zur Wahl dieses Übermittlungswegs bewogen haben, einen Befangenheitsgrund sieht. Was die Weigerung des Obergerichts angeht, die Gegenforderung anzunehmen, so liegt darin kein Befangenheitsgrund. Selbst wenn das Obergericht diesbezüglich das Recht falsch angewendet hätte, so wäre kein Ausstandsgrund zu erkennen. Richterliche Verfahrensfehler und Fehlentscheide sind nämlich mit den dafür vorgesehenen Rechtsmitteln zu rügen. Sie sind grundsätzlich nicht geeignet, den objektiven Anschein von Befangenheit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 BV zu erwecken. Das kann nur ganz ausnahmsweise der Fall sein, wenn besonders krasse oder wiederholte Irrtümer vorliegen, die als schwere Verletzung der Richterpflichten bewertet werden müssen, und sich in den Rechtsfehlern eine Haltung manifestiert, die objektiv auf fehlende Distanz und Neutralität schliessen lässt (Urteil 4A_320/2020 vom 14. September 2020 E. 3.2 mit Hinweisen).