Citation: 9C_284/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Zu keinen Weiterungen Anlass gibt sodann auch das am 13. April 2018 und damit rund einen Monat nach Fertigstellung des PMEDA-Gutachtens durchgeführte MRI. Aufgrund der Akten steht fest, dass die Versicherte wegen Klaustrophobie im Rahmen der PMEDA-Begutachtung kein MRI der HWS und der LWS durchführen lassen wollte und Prof. Dr. med. B.________ deswegen für die neurologische Beurteilung lediglich ältere bildgebende Befunde vorlagen, darunter gemäss dem ersten Abschnitt des Gutachtens mit dem Titel "Aktendokumente und medizinische Vorgeschichte" auch das im Rahmen des Berichts des Dr. med. F.________ vom 16. Februar 2007 erwähnte CT der HWS vom 2. Februar 2007, welches bereits Eingang ins asim-Gutachten vom 7. Mai 2008 gefunden hatte. Massgebend bleibt, dass der Gutachter Prof. Dr. med. B.________ im Rahmen der klinischen Untersuchung festhielt, ein konsistentes zervikales Vertebralsyndrom liege nicht vor, was er damit begründete, dass die Beweglichkeit der Halswirbelsäule geschont wirke mit Gegenhalten, kein radikuläres Reizsyndrom beobachtet werden könne, kein paravertebraler Hartspann bestehe und die spontane Beweglichkeit der Halswirbelsäule nicht limitiert wirke. Am von Prof. Dr. med. B.________ in diesem Sinne festgestellten Fehlen entsprechender Beeinträchtigungen vermag das nachträglich durchgeführte MRI - unabhängig von seiner Interpretation - nichts zu ändern, denn massgebend ist in erster Linie der klinische und nicht der bildgebende Befund, schlagen sich doch radiologisch erhobene Veränderungen im Wirbelsäulenbefund nicht zwingend im Ausmass der funktionellen Einschränkung nieder (Urteile 9C_68/2014 vom 2. Juni 2014 E. 3.3; 8C_282/2012 vom 11. Mai 2012 E. 5).