Citation: 1C_92/2018 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin erachtet diese Sichtweise als willkürlich. Die BZO der Gemeinde Thalwil erlaube zwei zusätzliche Vollgeschosse und gewähre unter den hier gegebenen Voraussetzungen einen Ausnützungszuschlag von 10 %. Es bestehe, auch gemäss der Vorinstanz, grundsätzlich ein Anspruch auf Ausschöpfung der Verdichtungsmöglichkeiten. Bei Arealüberbauungen könne keine Übernahme der in der Umgebung vorherrschenden Dachgestaltung verlangt werden. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz habe die Jury festgehalten, der Neubau passe sich gut in die bestehenden Bauten der Umgebung ein. Die Vorinstanz stelle ihre eigene Würdigung einfach derjenigen der Fachjury gegenüber. Der kommunale Gesetzgeber habe einen optischen Kontrast in Kauf genommen. Zu den nördlich und nordöstlich des Neubaus gelegenen Neubauten bestehe ein grosser Abstand und die Vorinstanzen hätten die bestehenden Gebäude des Ensembles (im Süden) selbst als "sehr stattlich" bezeichnet, weshalb ein krasser Kontrast ausgeschlossen werden könne. Dem verbleibenden, von der BZO ausdrücklich in Kauf genommenen Kontrast trage das Neubauvorhaben durch seine baulich-architektonische Ausgestaltung Rechnung.