Citation: 5A_573/2009 09.10.2009 E. 2

Die Beschwerdeführerin begründet ihre Beschwerde mit dem Hinweis, während des ganzen Appellationsverfahrens habe sie laufend Provisionsbezüge des Beschwerdegegners aus Nebengeschäften aufgedeckt, welche an den gemeinsamen Errungenschaften vorbeigeschleust worden seien. Am 9. Februar 2009 habe sie dann eine Strafanzeige wegen Prozessbetrugs und Urkundenfälschung eingereicht. Mit dem ersten obergerichtlichen Urteil und der nachfolgenden Rechtsverzögerung durch die Strafuntersuchungsbehörden sei ihr die finanzielle Basis für die mehrmals dokumentierte Absicht und Bereitschaft, die Liegenschaft in C.________ zu übernehmen, genommen worden. Grundsätzlich sei auch die Bereitschaft des Beschwerdegegners vorhanden, die Liegenschaft an sie abzutreten, sofern die Mittel dafür zur Verfügung stünden. Es sei auch im Interesse der Entwicklung der zwölfjährigen Tochter, wenn sie ihr Umfeld behalten könne. Durch die Zwangsräumung werde das Kindeswohl verletzt und das Kind stigmatisiert. Mit diesen Ausführungen wird den strengen Anforderungen an die Beschwerdebegründung (s. E. 1.3) nicht genüge getan. Die Beschwerdeführerin gibt nicht an, welche Verfassungsbestimmung verletzt sein sollte. Ihren Ausführungen ist auch nicht zu entnehmen, welche Verfassungsbestimmung(en) damit gemeint sein könnte(n). Die allgemein gehaltenen Unmutsäusserungen zu einer für die Beschwerdeführerin unbefriedigenden Situation haben bloss appellatorischen Charakter. Im Übrigen könnte die Beschwerdeführerin mit dem Antrag auf Sistierung des Vollstreckungsverfahrens das von ihr letztlich angestrebte Ziel, nämlich die Liegenschaft in C.________ zu übernehmen, nicht erreichen. Ein aus ihrer Sicht erfolgreiches Strafverfahren könnte zwar möglicherweise zu einer Revision der güterrechtlichen Auseinandersetzung führen; es ist aber nicht ersichtlich, wie sie dadurch einen (durchsetzbaren) Anspruch auf Übertragung des Eigentums an der Liegenschaft erlangen könnte.