Citation: 9C_393/2017 E. 5.4.3

5.4.3. Für die Beurteilung der Erwerbsfähigkeit bei somatoformen Schmerzstörungen und vergleichbaren psychosomatischen Leiden ist beweisrechtlich der Aspekt der Konsistenz entscheidend. Inkonsistentes Verhalten stellt ein Indiz dafür dar, dass die geltend gemachten Einschränkungen anders begründet sind, als durch eine versicherte Gesundheitsschädigung (BGE 141 V 281 E. 4.4 S. 303). Die vorstehend, im Zusammenhang mit der Prüfung der Aggravation genannten Umstände, weisen auf Inkonsistenzen im Verhalten der Versicherten hin. Es kommt hinzu, dass die Beschwerdeführerin trotz geklagten schwerem Schmerzleiden nur wenig medikamentöse und therapeutische Hilfe in Anspruch nimmt (vgl. Bericht Dr. med. D.________, Facharzt Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 4. Oktober 2012). Sie führt ein intaktes Sozial- und Familienleben, welches ernsthafte Zweifel daran aufkommen lässt, dass jegliche berufliche Tätigkeit ausgeschlossen ist. Zudem ist den Gutachtern und der Beschwerdegegnerin beizupflichten, dass sich die behaupteten Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen nur schwer mit der Tatsache vereinbaren lassen, dass die Versicherte ein Fahrzeug lenkt, auch wenn es sich nur um kurze Strecken handeln soll.