Citation: 5A_761/2015 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin nimmt im grössten Teil ihrer Eingabe praktisch nicht Stellung zu den vorinstanzlichen Erwägungen, sondern begnügt sich mit appellatorischen Ausführungen. Soweit sie sich zu den Erwägungen äussert, handelt es sich wiederum um appellatorische Kritik an den vorinstanzlichen Tatsachenfeststellungen und um nicht begründete Behauptungen. Zudem wird auch nicht dargelegt, inwiefern die behaupteten Tatsachenvorbringen sich auf das Ergebnis auswirken können. Soweit nunmehr Belege beigebracht werden, wird nicht erörtert und belegt, dass diese bereits vor Obergericht zusammen mit dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ins Recht gelegt worden sind. Damit aber bleibt es bei der vorinstanzlichen Feststellung, dass die Beschwerdeführerin weder die persönliche Mittellosigkeit noch jene der Mitglieder ihres Verwaltungsrates substanziiert dargelegt und belegt hat. Zudem war die Beschwerdeführerin aufgrund der zahlreichen bereits gestellten Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege darüber informiert, dass sie aufgrund der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht ihre finanziellen Verhältnisse und diejenigen ihrer Verwaltungsratsmitglieder umfassend darzulegen und zu belegen hatte. Unter diesen Umständen erübrigte es sich, ihr eine Nachfrist zur Ergänzung der unvollständigen Eingabe anzusetzen. Soweit sich die Beschwerdeführerin überhaupt auf die richterliche Fragepflicht beruft, erweist sich dies unter den gegebenen Umständen als rechtsmissbräuchlich. Hat die Beschwerdeführerin ihre finanzielle Situation bzw. diejenige ihrer Verwaltungsräte nicht, wie von ihr gefordert, umfassend behauptet und belegt, stand einer Abweisung ihres Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege im Lichte von Art. 117 ZPO nichts im Weg (Urteil 5A_380/2015 vom 1. Juli 2015 E. 3.2.2; BGE 120 Ia 179 E. 3a S. 182). War aber die Bedürftigkeit (Art. 117 lit. a ZPO) als eine der kumulativen Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht erstellt, erübrigte sich eine Prüfung der weiteren (kumulativen) Voraussetzung der fehlenden Aussichtslosigkeit (Art. 117 lit. b ZPO).