Citation: 6B_694/2023 E. 2.3

2.3. Für die Veruntreuung von Quellensteuern gemäss Anklagepunkt 2.4 bestimmt die Vorinstanz eine Freiheitsstrafe von 10 Monaten. Dies ist nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz hält fest, von April 2015 bis Juni 2016 betrage die Deliktssumme Fr. 114'404.70. Der Beschwerdeführer machte bereits im kantonalen Verfahren Verfehlungen seiner Mitarbeiter und des Treuhänders geltend und verwies auf sein Vertrauen auf bessere Zeiten. Die Vorinstanz hält überzeugend fest, dass dies sein subjektives Tatverschulden nicht mindert. Sie verweist auf seine Aussage, wonach fast jede Baustelle ein Verlustgeschäft gewesen sei. Der Beschwerdeführer habe seinen Mitarbeitern Sozialversicherungsbeiträge vom Lohn abgezogen und dabei gewusst, dass er die abgezogenen Beträge nicht weiterleiten konnte. Er habe mit direktem Vorsatz gehandelt. Die Vorinstanz streicht hervor, dass der Beschwerdeführer sich selbst in den Jahren 2014 und 2015 vergleichsweise hohe Bruttoeinkommen von Fr. 240'378.-- und Fr. 123'509.-- auszahlte. Mit diesen Erwägungen begründet sie überzeugend ein mittelschweres objektives und subjektives Tatverschulden. Was die Veruntreuung von Quellensteuern gemäss Anklagepunkt 2.5 betrifft, gelangt die Vorinstanz ebenfalls zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten. Auch damit bewegt sie sich innerhalb ihres Ermessens. Sie verweist auf den Deliktsbetrag von Fr. 112'062.-- und den Tatzeitraum von zwei Jahren (Juli 2016 bis Juni 2018). Auch hier habe der Beschwerdeführer in erster Linie wegen seiner schlechten finanziellen Verhältnisse delinquiert. Nach seiner früheren Tätigkeit als faktischer Geschäftsführer der B.________ GmbH habe ihm klar sein müssen, dass seine Art des Wirtschaftens hohe Verluste einfährt. Ungeachtet des Konkurses der B.________ GmbH am 4. August 2016 habe er seine Geschäftstätigkeit mit der neu gegründeten C.________ GmbH unbeirrt fortgesetzt. Das objektive und subjektive Tatverschulden qualifiziert die Vorinstanz auch hier in nachvollziehbarer Weise als mittelschwer.