Citation: 5A_1021/2021 E. 5.2.2

5.2.2. Die Beschwerdeführerin zieht den Nutzen der Zwangsernährung in Zweifel. Sie habe bereits im kantonalen Verfahren vorgebracht, dass der mittel- und langfristige Nutzen einer Zwangsernährung in der medizinischen Fachliteratur bestritten sei. In Verletzung des rechtlichen Gehörs unterlasse es das Kantonsgericht, sich mit diesem Vorbringen auseinanderzusetzen. Bei einer sorgfältigen und vertieften Würdigung der im vorinstanzlichen Verfahren vorgebrachten Argumente hätte das Kantonsgericht feststellen müssen, dass der mittel- und langfristige Nutzen einer Zwangsernährung nicht ausreichend erstellt sei. Das Kantonsgericht hätte folglich zum Schluss kommen müssen, dass die Zwangsernährung vorliegend keine ernsthafte Behandlungsalternative sei.