Citation: 2C_292/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der Vorwurf der Beschwerdeführerin nicht zutrifft, wonach sich die Vorinstanz für die Beurteilung der Lage in Bosnien und Herzegowina massgeblich auf das Consulting des Staatssekretariats für Migration vom 27. Mai 2020 stütze. Vielmehr verifiziert und vertieft die Vorinstanz die Erkenntnisse des Consultings vom 27. Mai 2020 mit aktuell verfügbaren Quellen - namentlich dem "Pink-Report" zum Jahr 2021 (zu dessen Inhalt vgl. E. 3.3.1 hiervor). Damit beachtet die Vorinstanz die von der Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren geäusserte Kritik am Consulting und nimmt diese zum Anlass, die länderspezifische Darstellung der Fachbehörde zu überprüfen. Unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden. Ferner lebt die Vorinstanz mit ihrem Vorgehen dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich nach. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin lässt sich daher nicht erkennen, dass die Vorinstanz unzureichend der Frage nachgeht, ob die Beschwerdeführerin als Angehörige einer besonders vulnerablen Personengruppe in Bosnien und Herzegowina genügend geschützt sei.