Citation: 6B_1381/2022 E. 2.3.5

2.3.5. Der Beschwerdeführer behauptet zu Recht nicht, am vorinstanzlichen Revisionsentscheid hätten Richterpersonen mitgewirkt, welche bereits am Berufungsurteil beteiligt gewesen seien. Damit sind die Vorgaben der StPO zur Besetzung des Revisionsgerichts vorliegend erfüllt. Art. 21 Abs. 3 StPO verlangt ausdrücklich nur eine personelle Trennung von Berufungs- und Revisionsrichtern. Hingegen übertragen Art. 21 Abs. 1 lit. b und Art. 411 StPO die Entscheidung über Revisionsgesuche gegen Urteile des Berufungsgerichts ausdrücklich eben diesem Berufungsgericht. Mit dieser Zuweisung der Revisionskompetenz an das Berufungsgericht verbietet die StPO den Kantonen gar, ein vom Berufungsgericht unabhängiges Revisionsgericht vorzusehen (SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., Rz. 388 S. 141). Die Kantone sind daher nicht verpflichtet, eine spezielle, von der Berufungsabteilung und der Beschwerdekammer personell getrennte Revisionskammer zu schaffen, welche einzig über Revisionen befinden kann. Die Botschaft zur StPO erwähnt dies lediglich als Möglichkeit (BBl 2006 1140). Eine Verletzung von Bundesrecht (Art. 21 Abs. 3 StPO) liegt nicht vor.