Citation: 5P.42/2003 24.02.2003 E. 5

Die Beschwerdeführerin wirft dem Obergericht in verschiedener Hinsicht Willkür vor, wobei vorauszuschicken ist, dass sich die Beschwerdeschrift mit der Eingabe ans Obergericht über weite Strecken deckt, eine echte Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid mithin gar nicht vorgenommen wird. 5.1 Insoweit die Beschwerdeführerin sich für die Begründung ihrer Beschwerde mit einem generellen Verweis auf ihre Eingabe im kantonalen Verfahren abstützen will, ist sie nicht zu hören. Denn inwiefern der angefochtene Entscheid verfassungsmässige Rechte verletzt, ist in der Beschwerdeschrift selbst darzulegen (BGE 109 Ia 81 E. 1 mit Hinweisen). 5.2 Die Beschwerdeführerin rügt, das Obergericht habe Art. 125 Abs. 2, Art. 137 und namentlich Art. 163 ZGB willkürlich übergangen, indem es ihr im Massnahmeverfahren keinen und auch nicht einen wegen der Straftat reduzierten Unterhaltsbeitrag zugesprochen habe. Vorab nicht eingetreten werden kann auf den Vorwurf, das Obergericht habe willkürlich die Unterhaltsvereinbarungen nicht berücksichtigt. Im angefochtenen Entscheid wird diesbezüglich ausgeführt, wegen der kassatorischen Natur der Beschwerde könnten neue Vorbringen und Beweismittel nicht gehört werden. Weshalb ein Nichteintreten gleichwohl willkürlich sein soll, wird von der Beschwerdeführerin bloss damit begründet, die Vereinbarungen hätten von Amtes wegen berücksichtigt werden müssen. Diese Begründung genügt den Anforderungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann (E. 3.1 hiervor). 5.3 Zur Verweigerung der Zusprechung von Unterhaltsbeiträgen verweist das Obergericht auf den Entscheid des Kantonsgerichtspräsidenten, welcher das Begehren als rechtsmissbräuchlich qualifiziert habe, womit sich die Beschwerde nicht auseinandersetze. Es gehe nicht um die Frage, ob die Beschwerdeführerin ein Verschulden treffe oder nicht, sondern darum, dass sie Vorkehren zur Tötung ihres Ehemannes in die Wege geleitet habe; damit habe sie ein Verhalten an den Tag gelegt, das zeige, dass ihr an der ehelichen Beistandspflicht nicht gelegen gewesen sei. Sich nach missglücktem Vorhaben auf eben diese Beistandspflicht zu berufen sei offensichtlicher Rechtsmissbrauch. Die Einwendungen der Beschwerdeführerin gegen diese Erwägungen sind praktisch eine Wiederholung der kantonalen Beschwerdeergänzung vom 29. August 2002, mit der sogar das Strafurteil in Zweifel gezogen wird und vor Bundesgericht in unzulässiger Weise weitere Beweise beantragt werden (zu Letzterem: BGE 118 Ia 20 E. 5a S. 26; 124 I 208 E. 4b S. 212). Derartige Vorbringen genügen der gesetzlichen Begründungspflicht in keiner Weise (E. 3.1 hiervor). Das Gleiche gilt auch für die Einwände der Beschwerdeführerin zu den Bemerkungen des Obergerichts betreffend den von ihr angeführten und in der fampra. 4/2002 S. 774 veröffentlichten Entscheid des Obergerichts des Kantons Basel-Landschaft; denn die Stellungnahme der kantonalen Richter zu diesem Präjudiz wird lediglich in appellatorischer Weise als willkürlich kritisiert (E. 3.1 hiervor).