Citation: 1C_580/2021 E. 3.2.2

3.2.2. Weiter zog das Verwaltungsgericht in Erwägung, dass zur Konkretisierung dieser gesetzlichen Bestimmungen bei landwirtschaftlich begründeten Terrainveränderungen praxisgemäss die verwaltungsinternen "Richtlinien für Terrainveränderungen zur Bodenaufwertung ausserhalb Bauzonen (Richtlinien Terrainveränderungen) " herangezogen würden. Die Richtlinien Terrainveränderungen sähen zwar vor, dass ein Oberbodenauftrag bis 200m3 grundsätzlich bewilligungsfrei sei und eine bodenkundliche Baubegleitung gemäss Art. 34a Abs. 2 der Bauverordnung des Kantons Bern vom 6. März 1985 (BauV/BE; BSG 721.1) erst ab 2'000m3 (gemäss Wortlaut von Art. 34a Abs. 2 BauV/BE: 2'000m2) verlangt werde. Allerdings handle es sich bei dem vom Beschwerdeführer eingemischten Schwemmsand gemäss Amtsbericht des AGR nicht um Oberboden, sondern um einen Teil der untersten Bodenschicht, sodass die Richtlinien Terrainveränderungen keine Anwendung fänden. Ausserdem verlange Art. 34a Abs. 1 BauV/BE, dass bei Terrainveränderungen ausserhalb der Bauzone zu dokumentieren sei, wie sie sich auf die Bodenqualität auswirkten. Weiter sei auch keine Ausnahme von der Bewilligungspflicht gemäss Art. 6 Abs. 1 lit. i BewD/BE gegeben, weil die Veränderung des Terrains durch den Beschwerdeführer nicht der Umgebungsgestaltung diene und zudem ein grösseres Volumen als 100m3eingebracht worden sei. Mit Blick auf die Menge des eingemischten Sands und die damit verbundene Gefahr einer Verschlechterung von Bodenstruktur und -fruchtbarkeit leuchte ein, wenn die Vorinstanzen darin eine wesentliche Terrainveränderung erblickt hätten, zumal eine Fruchtfolgefläche betroffen sei (vgl. angefochtenes Urteil, E. 3.2). Gestützt auf diese Überlegungen und unter zusätzlicher Berücksichtigung von Art. 7 Abs. 1 BewD/BE kam die Vorinstanz zum Schluss, dass eine wesentliche Terrainveränderung im Sinne von Art. 1a Abs. 2 BauG/BE vorliegt, die der Bewilligungspflicht untersteht.