Citation: 8C_197/2018 E. 4.2

4.2. Die Feststellung des kantonalen Gerichts, wonach die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin die seit 2009 aufgenommene Erwerbstätigkeit verschwieg, wird nicht bestritten. Des weiteren hielt das Gericht zutreffend fest, dass mit der Wiederaufnahme der Teilerwerbstätigkeit, wäre die Versicherte ihrer Meldepflicht nachgekommen, der Rentenanspruch in erwerblicher und medizinischer Hinsicht neu abgeklärt worden wäre. Mit Blick darauf, dass die Beschwerdeführerin dannzumal als vollständig arbeitsunfähig im erwerblichen Bereich galt, zeigte die Vorinstanz in nicht zu beanstandender Weise unter Berücksichtigung des tatsächlich erzielten Einkommens auf, dass bereits aufgrund der veränderten erwerblichen Verhältnisse kein Anspruch mehr auf eine ganze, sondern nur noch auf eine Dreiviertelsrente bestand. Nachdem die Versicherte gemäss Einschätzung im Gutachten des BEGAZ vom 20. März 2014 seit Ende Oktober 2009 in einer leidensadaptierten Tätigkeit vollzeitlich mit 30%iger Leistungseinschränkung arbeitsfähig gesesen war, hätte die korrekt gemeldete Wiederaufnahme der Teilerwerbstätigkeit spätestens per 1. Feburar 2010 zur Aufhebung der Rente geführt, wie die Vorinstanz darlegte. Damit verletzte die Beschwerdeführerin die ihr obliegende Meldepflicht (Art. 77 IVV) in klarer und für den unrechtmässigen Leistungsbezug einer ganzen Invalidenrente kausaler Weise (BGE 142 V 259 E. 3.2.1 S. 261; 118 V 214 E. 2a S. 218; SVR 2012 IV Nr. 12 S. 61 E. 4.2.1, 9C_226/2011; Urteil 9C_245/2012 E. 4.1). Zu wiederholen ist, dass der Gutglaubensschutz hier nicht greift. Unabhängig einer behaupteten falschen behördlichen Auskunft hinsichtlich der Höhe eines möglichen Erwerbseinkommes ohne Einfluss auf den Rentenanspsruch gab die Versicherte im Fragebogen der IV-Stelle offensichtlich unwahr an, keinerlei Erwerbseinkommen zu erzielen Es musste ihr bewusst sein, dass sie das Formular wahrheitsgetreu auszufüllen hat und die Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit eine meldepflichtige Veränderung in den Verhältnissen darstellt. D ie rückwirkende Einstellung der Rentenleistungen mit Verfügungen vom 7. und 21. Juni 2017 ab August 2012 ist demnach rechtmässig. Wie die Vorinstanz festhielt, steht eine Rückerstattungspflicht der bereits erbrachten Leistungen wegen des Verzichts der Beschwerdegegnerin auf Rückerstattung und der Verwirkungsfristen eines allfälligen Rückforderungsanspruchs (Art. 25 Abs. 2 ATSG) ohnehin nicht im Raum.