Citation: 6B_243/2022 E. 2.5.4

2.5.4. Das neue Recht erweist sich weder bezüglich der Strafzumessung noch hinsichtlich der Anordnung des als "andere Massnahme" qualifizierten Tätigkeitsverbots oder dessen Vollzugs für den Beschwerdeführer als milder. Folglich ist vorliegend das alte Recht, das zum Zeitpunkt der Tat in Kraft stand, anwendbar. Während die Vorinstanz hinsichtlich der Strafzumessung zutreffend von der Anwendbarkeit des früheren Rechts ausgeht, wendet sie bezüglich der "anderen Massnahme" fälschlicherweise das zum Urteilszeitpunkt geltende Recht an und verletzt damit Bundesrecht (Art. 2 StGB). Dies führt jedoch nicht zwangsläufig zur Gutheissung der Beschwerde. Vielmehr ist im Folgenden zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Anordnung des altrechtlichen Berufsverbots gemäss aArt. 67 Abs. 1 StGB erfüllt sind bzw. ob sich die Vorbringen des Beschwerdeführers in diesem Punkt als begründet erweisen (vgl. E. 4). Zunächst ist jedoch auf die Kritik des Beschwerdeführers an der Strafzumessung einzugehen.