Citation: U 212/04 04.10.2004 E. A

R.________, geboren 1964, arbeitete in einer Giesserei, als er sich am 17. Mai 1999 am linken Arm, an der linken sowie an der rechten Hand, am linken Unterarm und am linken Fussrücken Verbrennungen dritten Grades zuzog. Nachdem am 25. Mai 1999 Hauttransplantationen vorgenommen worden waren, konnte R.________ am 4. Juni 1999 mit reizlosen Wundverhältnissen aus dem Spital X.________ entlassen werden. Anlässlich einer ersten Untersuchung durch den Kreisarzt der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) Dr. med. C.________ gab R.________ an, durch die etwas dicke Haut gestört zu sein und Schmerzen zu verspüren; die Gesamtfunktion der rechten und linken Hand war jedoch nicht eingeschränkt. Vom 13. Oktober bis zum 10. November 1999 hielt sich R.________ in der Rehaklinik Y.________ auf, wo Dauerschmerzen insbesondere am linken Unterarm, ein mässiges Extensions-/Flexionsdefizit im linken Handgelenk, eine Hyposensibilität im Bereich der Transplantate, Kraftminderung sowie eine diskrete Beweglichkeitseinschränkung des linken Daumens diagnostiziert wurden. Am linken Fuss bestanden keine Probleme. Es konnten nur leichte Rehabilitationsfortschritte erzielt werden. Nach zwei weiteren kreisärztlichen Untersuchungen durch Dr. med. C.________ schloss die SUVA den Fall am 6. Juli 2000 ab mit der Begründung, dass von einer weiteren Behandlung keine wesentliche Besserung mehr zu erwarten sei. Sie richtete jedoch weiterhin ein Taggeld aus bis zum Beschluss der Invalidenversicherung über die Umschulungs- bzw. Eingliederungsmöglichkeiten. Am 1. März 2001 teilte die IV-Stelle des Kantons Aargau mit, dass der Versicherte sehr stark auf sein Leiden fixiert sei und keinerlei Motivation für einen Arbeitsversuch zeige, weshalb keine beruflichen Massnahmen durchgeführt werden könnten. Auf Anregung der Hausärztin Frau Dr. med. W.________ konsultierte R.________ am 11. Juni und 9. Juli 2001 die Schmerzabteilung der Rehaklinik Y.________. Deren Ärzte schlugen eine Schmerzmedikation sowie interventionelle und physikalisch-medizinische Massnahmen vor (Bericht vom 17. Juli 2001). Bei einer erneuten ambulanten Konsultation am 20. August 2001 wurde eine diagnostische single-shot-Plexus-Anästhesie durchgeführt, die beim Versicherten zu einer fast vollständigen Schmerzreduktion für ca. 24 Stunden führte. R.________ begab sich deshalb am 20. Februar 2002 erneut zu einem stationären dreiwöchigen Aufenthalt in die Rehaklinik. Dort wurden ein Schmerzsyndrom des linken Unterarmes ohne Atrophie oder trophische Störungen sowie eine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert. Es wurden diverse Behandlungen durchgeführt, nicht jedoch die Schmerztherapie, die Grund für den stationären Aufenthalt war und anlässlich des handchirurgischen Konsiliums am 1. März 2002 empfohlen wurde, da der Versicherte jegliche Intervention ablehnte. Nach einer Abschlussuntersuchung am 19. September 2002 stellte die SUVA die Versicherungsleistungen per 31. Oktober 2002 ein und sprach R.________ eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 5 % zu (Verfügung vom 18. Oktober 2002). Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 16. Januar 2003 fest.