Citation: I 599/99 15.03.2000 E. 3

3.- Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin bezif- ferte in der Honorarnote vom 7. Juli 1999 seinen Zeitauf- wand mit 47 Stunden und 20 Minuten, was bei einem Stunden- ansatz von Fr. 200.- ein Honorar von Fr. 9466.65 ergibt. Des Weitern führte er Auslagen von Fr. 483.80 und die Mehr- wertsteuer von Fr. 746.30 an. Vom gesamthaft in Rechnung gestellten Betrag von Fr. 10 696.75 ist das kantonale Ge- richt im angefochtenen Entscheid abgewichen und hat ihn auf Fr. 7000.- herabgesetzt mit der Begründung, dass teilweise die Vergütung von Leistungen gefordert werde, welche im Rahmen des verwaltungsinternen Verfahrens erbracht worden und nicht unmittelbare Ursache des vorliegenden Beschwerde- verfahrens seien. Diese Begründung lässt zwar erkennen, dass das kantonale Gericht den bundesrechtlichen Grundsatz angewendet hat, wonach die Parteientschädigung für das erstinstanzliche Verfahren die Aufwendungen des vorangegan- genen Verwaltungsverfahrens nicht ersetzt. Denn weder Art. 85 Abs. 2 lit. f AHVG noch eine andere Bestimmung des Bundesrechts enthalten eine Rechtsgrundlage für die Zuspre- chung einer Parteientschädigung für das dem Verfügungser- lass vorausgehende nicht streitige Verwaltungsverfahren (BGE 117 V 402 Erw. 1 mit Hinweisen, 111 V 49 Erw. 4a; AHI-Praxis 1994 S. 181 Erw. 3; ZAK 1987 S. 35, 1986 S. 132 Erw. 2c; vgl. dazu auch Susanne Leuzinger-Naef, Bundes- rechtliche Verfahrensanforderungen betreffend Verfahrens- kosten, Parteientschädigung und unentgeltlichen Rechtsbei- stand im Sozialversicherungsrecht, SZS 1991 S. 182). Welche der insgesamt in Rechnung gestellten rund 47 Arbeitsstunden der Rechtsvertreter für das Verwaltungsverfahren aufgewen- det hat, lässt sich jedoch weder dem kantonalen Entscheid noch der Kostennote vom 7. Juli 1999 entnehmen. Aus letzte- rer geht immerhin hervor, dass verschiedene Bemühungen im Zeitaufwand von 47 Stunden und 20 Minuten enthalten sind, die im Verwaltungsverfahren entstanden und die im Rahmen der Parteientschädigung nach Art. 85 Abs. 2 lit. f AHVG nicht zu entschädigen sind. Namentlich zu erwähnen sind neben Besprechungen verschiedene Telefonate und Schreiben an die Eltern der Versicherten, an die Beschwerde führende IV-Stelle, an weitere Verwaltungsbehörden, an die Vormund- schaftsbehörde und an die Rechtsschutzversicherung sowie das Ausarbeiten des Leistungsgesuchs an die Beschwerdefüh- rerin und der Eingabe im Anschluss an den Vorentscheid und das das Verwaltungsverfahren betreffende Akten- und Rechts- studium. Da der Stundenaufwand für das erstinstanzliche Be- schwerdeverfahren jedoch aus der Kostennote nicht hervor- geht und im kantonalen Entscheid dazu auch keine tatsäch- lichen Feststellungen enthalten sind, kann nicht beurteilt werden, ob das kantonale Gericht die Parteientschädigung willkürfrei auf Fr. 7'000.- festlegen durfte oder ob der von der Beschwerdeführerin als angemessen erachtete Zeit- aufwand von 12 bis 15 Stunden als vertretbar erscheint. Damit hat die Vorinstanz einerseits den Sachverhalt unvoll- ständig festgestellt (vgl. Erw. 1 hievor). Anderseits lei- det der angefochtene Entscheid mit Bezug auf die Festset- zung der Parteientschädigung an einem Begründungsmangel, weil nicht nachvollzogen werden kann, welche Aufwendungen des Verwaltungsverfahrens und in welchem zeitlichen Umfang für die Parteientschädigung ausser Betracht fallen. Die Sache geht daher an das kantonale Gericht zurück, damit dieses beim Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin eine neue Kostennote einholt, welche über die (zeitlichen) Auf- wendungen für das Verwaltungsverfahren und das vorinstanz- liche Beschwerdeverfahren detailliert Auskunft gibt, und hernach über die Höhe der geschuldeten Parteientschädigung neu entscheidet.