Citation: 8C_254/2020 E. 4.2.2

4.2.2. Zur Beurteilung der natürlichen Kausalität der weiterhin bestehenden Schmerzproblematik liegt dennoch keine hinreichende Entscheidungsgrundlage vor; eine fachärztliche Auseinandersetzung hiermit findet sich nicht in den Akten. Psychische Beschwerden werden zwar nicht geltend gemacht und eine mehrmals im Rahmen des stationären Aufenthalts in der Klinik E.________ angebotene psychiatrische Abklärung lehnte die Versicherte dementsprechend ab. Bei der von Dr. med. F.________ im Bericht vom 7. Dezember 2018 (verdachtsweise) als neuropathisches autonom unterhaltenes Schmerzsyndrom bezeichneten Restsymptomatik handelt es sich aber jedenfalls um keine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge im Sinne der Rechtsprechung (vgl. Urteil 8C_647/2018 vom 16. Januar 2019 E. 4.3.2). Daher hat eine besondere Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs nach den zu psychischen Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelten Grundsätzen gemäss BGE 115 V 133 zu erfolgen. Die Suva verneinte in ihrem Einspracheentscheid im Sinne einer Eventualbegründung in Anwendung dieser Rechtsprechung einen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Restbeschwerden und dem geltend gemachten Unfallereignis. Die Vorinstanz hat sich hierzu in Verneinung der natürlichen Kausalität nicht geäussert, was jedoch in beweisrechtlicher Hinsicht nach dem soeben Dargelegten nicht standhält. Die Frage, ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen der Schmerzproblematik und dem Unfall besteht, kann bei Verneinung der adäquaten Kausalität praxisgemäss offen gelassen werden (BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472). Weitere medizinische Abklärungen zur bestehenden Schmerzproblematik wären diesfalls nicht erforderlich. Nachdem eine Leistungspflicht des Unfallversicherers erst bei Fehlen des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs entfällt, ist die Sache demnach an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie über die Beschwerde neu entscheide.