Citation: 1P.444/2003 04.11.2003 E. A

X.________ wurde von der Bezirksanwaltschaft Zürich beim Einzelrichter in Strafsachen am Bezirksgericht Zürich wegen falscher Anschuldigung im Sinne von Art. 303 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zur Anklage gebracht. Auf den 2. Juli 2003 wurde er zur Hauptverhandlung vorgeladen. Zu Verhandlungsbeginn stellte er mehrere Anträge. Nach einem Unterbruch der Verhandlung zur Beratung über diese Begehren entschied der Einzelrichter, dass auf die Anträge des Angeklagten nicht eingetreten werde, da er auf die Möglichkeit der Akteneinsicht hingewiesen worden sei und für das Strafverfahren keinen Verteidiger benötige. Nachdem sich X.________ im Verlauf der weiteren Verhandlung sodann auf ein in einer eigenen Sache ergangenes Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte berufen hatte, setzte ihm der Einzelrichter in Strafsachen, lic. iur. Y.________, am Verhandlungsende eine Frist bis zum 9. Juli 2003 an, um dem Gericht dieses Urteil nachzureichen. Ebenfalls zum Schluss der Hauptverhandlung vom 2. Juli 2003 vor dem genannten Einzelrichter führte der Angeklagte aus: "Ich bestehe auf der Akteneinsicht und auf einem unentgeltlichen Rechtsbeistand. Wenn Sie das verweigern, werde ich Sie hier und heute als befangen ablehnen". Am 3. Juli 2003 überwies der Einzelrichter das Ablehnungsbegehren der Verwaltungskommission des Obergerichts zur Behandlung; gleichzeitig gab er die gewissenhafte Erklärung ab, dass er sich nicht befangen fühle. Die Verwaltungskommission des Obergerichts wies das Ablehnungsbegehren mit Beschluss vom 9. Juli 2003 ab. Gegen die erwähnten Entscheidungen des Einzelrichters betreffend Akteneinsicht und amtliche Verteidigung gelangte X.________ mit Rekurs an das Obergericht, dessen III. Strafkammer das Rechtsmittel mit Beschluss vom 11. Juli 2003 abwies, soweit sie darauf eintrat.