Citation: 1C_608/2019 E. 4.6

4.6. Wenn das Bundesamt die Frage aufwirft, ob nicht dennoch gewisse Lärmimmissionen wahrnehmbar sein könnten, geht es dabei davon aus, dass die konkrete Belastung durch die neue Anlage noch nicht feststehe und das geplante Vorhaben gegenüber der Nutzung des Platzes ohne Skateranlage zu einer Lärmzunahme führe. Das erste Argument trifft bei prognostischen Gutachten jedoch immer zu und würde solchen jeglichen Sinn nehmen. Das zweite Argument stützt sich darauf, dass die bestehende Skateranlage möglicherweise nie korrekt bewilligt wurde, was aus den vorliegenden Akten aber nicht klar hervorgeht und worauf sich im Übrigen auch der Beschwerdeführer nicht ausreichend beruft. Auf die Rechtmässigkeit der bestehenden Anlage kommt es überdies nur bedingt an, und das vom Beschwerdeführer angestrebte Nutzungsverbot ist gescheitert. Die zu entscheidende Frage ist einzig, ob der Beschwerdeführer durch das neue Projekt massgeblich betroffen ist. Eine Lärmzunahme kann insofern zwar an sich massgeblich sein. Von einer solchen kann hier jedoch gerade nicht ausgegangen werden. Soweit im vorliegenden Verfahren ein Vergleich mit der alten Anlage stattgefunden hat, beruht dies darauf, dass am vom Baurekursgericht durchgeführten Augenschein zwangsläufig die von der bestehenden Einrichtung ausgehende Lärmsituation geprüft und in der Folge gestützt darauf erwogen wurde, wie sie sich bei der neuen Anlage darstellen dürfte. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden, da die Lärmbelastung durch die vorgesehene und noch nicht erstellte Einrichtung bei einem Augenschein ja nicht tatsächlich wahrgenommen, sondern nur prospektiv auf der Grundlage der bestehenden Anlage und der Planung für das neue Projekt eingeschätzt werden kann.