Citation: 5C.41/2007 14.06.2007 E. 3

Die Klägerin erblickt in diesen Erwägungen eine Verletzung von Art. 333 ZGB. Sie macht geltend, der Beklagte habe die Kinder zu zweit und unbegleitet auf einem Bob den Hang hinunterfahren lassen, indem er selbst einfach am unteren Ende der Piste auf sie gewartet habe. Aus diesem Grund, aber auch angesichts des hart gedrückten Schnees habe ein sehr hohes Gefahrenpotential bestanden; der Unfall sei voraussehbar gewesen. Gerade aus dem Umstand, dass der Beklagte unten auf die Kinder gewartet habe, ergebe sich, dass er sich der Gefahr bewusst gewesen sei; folglich hätte er die nötigen Massnahmen ergreifen müssen, um einen Zusammenstoss zu verhindern. So hätte er namentlich neben den Kindern hergehen müssen, und insbesondere hätte er sie auch nicht gemeinsam auf dem gleichen Bob fahren lassen dürfen, weil dann die Fahrt kontrollierter und die Gewichtsverteilung besser gewesen wäre. Sodann hätte er die Tochter angesichts ihres Alters nur im unteren, flach auslaufenden Teil des Hanges schlitteln lassen dürfen. Soweit die Klägerin versucht, ihren rechtlichen Erwägungen Tatsachenelemente zugrunde zu legen, die nicht festgestellt sind oder sogar den Feststellungen im angefochtenen Entscheid widersprechen, ist auf die Berufung nicht einzutreten, weil die kantonalen Sachverhaltsfeststellungen im Berufungsverfahren verbindlich sind (Art. 63 Abs. 2 OG) und das Vorbringen neuer oder davon abweichender Tatsachenbehauptungen unzulässig ist (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Dies betrifft namentlich Behauptungen wie, der Hang weise eine starke Neigung auf, es habe sich um eine rasante Bobfahrt gehandelt und der Bob wäre mit nur einem Kind besser steuerbar gewesen, ferner Ausführungen zur Lenkbarkeit des Bobs und Mutmassungen zum Verlauf der Unfallfahrt.