Citation: 1C_147/2013 E. V

V. Gestaltung Art. 22 Gebäudehöhen Die Gebäudehöhen werden bestimmt einerseits durch die Bezugsniveaus 1802.00 m (gelb), 1802.50 m (braun) und 1803.00 m (grün) sowie durch die den einzelnen Bauten zugeschiedenen Höhen (in m). Diese Festlegungen sind im Gestaltungsplan enthalten. Wie sich aus Art. 4 Abs. 2 QPV klar ergibt, wurde der Gestaltungsplan 1977 durch den revidierten Gestaltungsplan 2007ersetzt und ist daher nicht mehr anwendbar; Art. 5 Abs. 3 QPV bezieht sich auf den Quartierplanvertrag und nicht auf den Gestaltungsplan. Die Legende des neuen Gestaltungsplans verweist auf die für jede Parzelle im Gestaltungsplan enthaltene Bruttogeschossfläche (fett gedruckt) und Gebäudehöhe (kursiv gedruckt), sowie auf das farblich (gelb, braun oder grün) differenzierte Bezugsniveau. Ein Kommentar zur Berechnung der Gebäudehöhe fehlt. Diese Frage ist auch in Art. 22 QPV nicht geregelt: Danach bestimmt sich die Gebäudehöhe durch das Bezugsniveau und die den einzelnen Bauten zugeschiedene Höhe; dagegen wird nicht gesagt, ob (nur) der tiefstgelegene Schnittpunkt oder das Mittel der Hauptgebäudeecken massgeblich ist. Enthalten die Quartierplanvorschriften keine Regelung, ist gemäss Art. 5 Abs. 2 QPV auf die jeweils geltenden allgemeinen Bauvorschriften abzustellen, d.h. für die Gebäudehöhe auf Art. 26 Abs. 1 BauG. Weder das Verwaltungsgericht noch die Gemeinde haben dargelegt, weshalb die dort vorgesehene Regelung (Abstellen auf das Mittel der Gebäudeecken) im Quartierplangebiet Seglias zu unerwünschten Ergebnissen führen würde. Zwar gehört die Neuregelung der Gebäudehöhe nicht zu den Zielen der Revision gemäss Art. 3 QPV. Diese Bestimmung nennt jedoch lediglich die Hauptziele der Revision und nicht sämtliche Detailänderungen. Weder die Gemeinde noch der Beschwerdegegner haben Anhaltspunkte (z.B. aus der Entstehungsgeschichte der Revision) genannt, die dafür sprechen würden, dass die Berechnung der Gebäudehöhe gemäss Gestaltungsplan 1977 beibehalten werden sollte. Immerhin kann nicht von vornherein ausgeschlossen werden, dass es Gründe für die Beibehaltung der bisherigen Messweise geben könnte, die dem Willkürverbot standhalten würden. Da sich die Beschwerdeführer vor Verwaltungsgericht lediglich auf die Änderung des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden vom 6. Dezember 2004( KRG) und des BauG, nicht aber auf den neuen Gestaltungsplan berufen hatten, hat sich das Verwaltungsgericht zu diesem nicht geäussert. In dieser Konstellation rechtfertigt es sich, den angefochtenen Entscheid wegen Verletzung der Begründungspflicht gemäss Art. 29 Abs. 1 BV aufzuheben und die Sache an das Verwaltungsgericht zurückzuweisen, damit dieses die Gebäudehöhe nochmals beurteilt, unter Berücksichtigung des neuen Gestaltungsplans.