Citation: 6B_1118/2023 E. 2.7.1

2.7.1. Die Vorinstanz erwägt bezüglich der cost-to-equity-Rate bzw. der break-even-Betrachtung zusammengefasst, in den rund vier Monaten Handelstätigkeit für E.________ hätte der Beschwerdeführer einen Gewinn von mindestens 16.78 % des Durchschnittskapitals erreichen müssen, um die Bankspesen zu decken. Hochgerechnet auf ein Jahr wäre eine Rendite von 50.4 % notwendig gewesen, um die Transaktionskosten zu decken. Diese Zahlen stellten im Lichte der etwa hälftigen Investitionen in Derivate objektiv einen Hinweis auf Spesenschinderei dar. In dem rund viermonatigem Handeln für den Beschwerdegegner (August bis November 2004) hätte der Beschwerdeführer eine Rendite von mindestens 13.58 % erreichen müssen, um die Bankspesen zu decken. Hochgerechnet auf ein Jahr wäre somit eine Rendite von rund 40.75 % notwendig gewesen, um die Transaktionskosten zu decken. Im Lichte der getätigten Investitionen, von denen über den gesamten Handelszeitraum 53.43 % in Derivate erfolgt seien, liessen diese Zahlen unabhängig der konkreten Anlagemethode Churning als möglich erscheinen. Zutreffend sei gemäss Anklage sodann, dass der Beschwerdeführer bei D.________ in den Monaten Januar bis April 2005 eine Rendite von mindestens 41.20 % des Durchschnittskapitals hätte erreichen müssen, um die Bankspesen zu decken. Auf ein Jahr hochgerechnet ergäbe dies eine Rendite von 126.6 % ([41.20 % / 4 Monate] x 12 = 126.6 %). Selbst wenn man von einem spekulativ verwalteten Depot ausgehe, ergäben sich im Lichte der genannten Kennzahlen und Rechtsprechung zu erreichende hypothetische Renditen, die objektiv zweifellos auf Churning schliessen liessen (Urteil S. 34 ff. E. 5).