Citation: 4A_324/2014 E. 5.2.2

5.2.2. Das Schiedsgericht führt die Problematik der Zuständigkeit der UEFA zur Durchführung eines Disziplinarverfahrens im angefochtenen Entscheid als eine der zu beurteilenden Hauptfragen auf. Es fasste den Standpunkt des Beschwerdeführers hierzu dahingehend zusammen, dass sich die bestrittenen Vorwürfe der Spielmanipulation auf Meisterschaftsspiele der Saison 2010/2011 bezögen und somit nach den massgebenden Verbandsbestimmungen nicht in die Disziplinarkompetenz der UEFA fielen. Das Schiedsgericht prüfte in der Folge die Kompetenz der UEFA zur Ahndung von Spielmanipulationen eingehend. Dabei wies es unter anderem ausdrücklich auf das Argument des Beschwerdeführers hin, wonach der UEFA im Zeitpunkt des ihm vorgeworfenen Verhaltens nach den damals anwendbaren Verbandsregeln die erforderliche Disziplinarkompetenz gefehlt habe; eine solche sei nach Ansicht des Beschwerdeführers erst nachträglich eingeführt worden, weshalb sich die Zuständigkeit für die erfolgte Bestrafung weder auf Artikel 50 (3) der UEFA-Statuten noch auf Artikel 2.05 bzw. 2.06 UCLR oder Artikel 5 des Disziplinarreglements stützen lasse. Das Schiedsgericht prüfte die Problematik der rechtlichen Grundlage für eine Sanktionierung der fraglichen Spielmanipulationen durch die UEFA ausführlich, indem es die erwähnten Bestimmungen auslegte und dabei auch deren Anwendbarkeit in zeitlicher Hinsicht beurteilte. Dabei äusserte es sich unter anderem zur Auslegung und Bedeutung des Rundschreibens Nr. 24/2013. Dem Schiedsgericht kann unter diesen Umständen nicht vorgeworfen werden, es habe seine minimale Pflicht verletzt, die entscheiderheblichen Fragen zu prüfen und zu behandeln (vgl. BGE 133 III 235 E. 5.2 S. 248 mit Hinweisen). Angesichts der ausführlichen Begründung im angefochtenen Entscheid ist davon auszugehen, dass es die vom Beschwerdeführer ins Feld geführten Argumente zumindest sinngemäss verworfen hat. Das Schiedsgericht hat den Gehörsanspruch des Beschwerdeführers nicht verletzt, indem es sich nicht mit jedem einzelnen seiner Vorbringen zur Anwendbarkeit von Artikel 2.06 UCLR, zur angeblich massgebenden Auslegungsmethode bei Verbandsregelungen oder zur Auslegung und Bedeutung des Rundschreibens Nr. 24/2013 ausdrücklich auseinandersetzte.