Citation: 2C_608/2021 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz erwog, nach Auffassung der Beschwerdeführerin hätte die D.________ AG in der Vergangenheit in Bezug auf zwei Arbeitnehmende den Gesamtarbeitsvertrag verletzt. Als Beweis hierfür habe die Beschwerdeführerin zwei Arbeitsverträge und Lohnabrechnungen der betroffenen Mitarbeitenden eingereicht (vgl. E. 6.2 des angefochtenen Urteils mit Hinweis auf act. 32-36). Die Vorinstanz wies alsdann darauf hin, sie habe sich erst kürzlich im verwaltungsgerichtlichen Verfahren U 20 75 zu diesem Thema geäussert (vgl. dazu Urteil 2C_159/2021 vom 11. Mai 2022 E. 3.3) und festgehalten, dass die Tatsache eines hängigen Verfahrens vor der Paritätischen Landeskommission der Schweizerischen Elektrobranche nicht automatisch zum Ausschluss der betroffenen Anbieterin vom Vergabeverfahren führe. Die Vergabebehörde verhalte sich korrekt, wenn sie bei einer bloss hängigen Kontrolle - unabhängig davon, ob diese bei der Vergabe bereits angehoben gewesen sei oder nicht - von der Richtigkeit der Selbstdeklaration ausgehe. Anders verhalte es sich hingegen dann, wenn eine rechtskräftige Verurteilung vorläge (vgl. E. 6.4 des angefochtenen Urteils).