Citation: 6P.154/2002 31.03.2003 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Willkürverbotes, weil die Vorinstanz auf die Observationsberichte der Polizei abgestellt habe. Diese seien beweisuntauglich, weil ihn die Polizei in keinem Fall bei den angeblich begangenen Diebstählen in flagranti beobachtet habe. Der Beschwerdeführer behauptet, die Berichte seien schlicht und einfach eine Konstruktion der Polizei; in Wirklichkeit sei er gar nicht observiert worden. Anlässlich der Hauptverhandlung vor Strafgericht hatte der Beschwerdeführer allerdings noch erklärt, er habe bemerkt, dass er observiert werde, und er fügte bei, die Polizei habe das getan, um gegen ihn ein Komplott vorzubereiten. Die Beschuldigungen gegen die Polizei entbehren jeder Grundlage und sind nicht geeignet, den Beweiswert der Berichte in Frage zu stellen. Die Observationsberichte enthalten Angaben darüber, wann der Beschwerdeführer sich wo aufgehalten und wie er sich verhalten hat. Diese Angaben konnten, brachte man sie in Verbindung mit dem Zeitpunkt und dem Ort der einzelnen Einbrüchen, ein Indiz für oder gegen die Täterschaft des Beschwerdeführers sein. Dass die Polizei den Beschwerdeführer auf den observierten Touren durch Villenquartiere und Hausgärten nicht ununterbrochen im Auge behalten konnte und dass er zeitweise ihrer Überwachung entzogen war, liegt in der Natur der Sache. Sodann kann der Beschwerdeführer auch nichts daraus ableiten, dass ihn die Polizei nicht früher verhaftet hat; eine Observierung wird notfalls über längere Zeit geführt, und die Polizei kann die Verhaftung hinausschieben bis zum Zeitpunkt, in dem genügend Beweismaterial gesammelt worden oder greifbar ist. Es ist nicht ersichtlich, warum die Observationsberichte grundsätzlich nicht beweistauglich sein sollten.