Citation: 5A_391/2022 E. 4.1

4.1. Das Obergericht konstatiert zunächst, dass das Bezirksgericht auf die Prüfung des besagten Antrags aus dem Grund verzichtete, weil es die Einsprache gestützt auf die von ihm bejahte Anerkennungsfähigkeit des Schiedsspruchs guthiess. Eine Gehörsverletzung liege unter diesen Umständen nicht vor. In der Folge stellt das Obergericht klar, dass auf den Antrag auch im kantonalen Rechtsmittelverfahren nicht eingegangen zu werden brauche. Die Arresteinsprache werde gutgeheissen, weil die Arrestforderung aufgrund des Schiedsentscheids nicht mehr glaubhaft ist. Eine Überprüfung des Schiedsentscheids anstelle oder parallel zum High Court in London habe nicht zu erfolgen; die Frage der Verwertbarkeit der im Schiedsentscheid verwendeten Beweismittel sei vom High Court in London zu beurteilen. Die mit den genannten Beweismitteln zusammenhängenden beschwerdegegnerischen Behauptungen und Urteilszitate seien im kantonalen Beschwerdeverfahren deshalb nicht zu prüfen und der prozessuale Antrag der Beschwerdeführerin auch im kantonalen Beschwerdeverfahren nicht zu behandeln. Daran ändere auch die Argumentation der Beschwerdeführerin nichts, wonach im Rahmen des Schiedsurteils auf die (nach schweizerischem Recht unverwertbaren) Beweismittel abgestellt worden sei, womit die entsprechenden Ausführungen im Schiedsurteil in der Schweiz nicht berücksichtigt werden dürften. Das Obergericht hält der Beschwerdeführerin vor, weder die konkret betroffenen Erwägungen im Schiedsurteil zu bezeichnen noch darzutun, inwiefern deren Nichtberücksichtigung zu einem materiell anderen Ergebnis des Schiedsentscheids geführt hätte; schon aus diesem Grund sei auf das Vorbringen nicht weiter einzugehen.