Citation: 1B_498/2020 E. 5.1

5.1. Der Beschwerdeführer hat in seiner Beschwerde an das Bundesgericht eine Verletzung von Art. 56 lit. f StPO sowie Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK gerügt. Er hat den Beschwerdegegner als für die weitere Strafuntersuchung im Sinne von Art. 56 lit. f StPO voreingenommen erachtet, weil dieser bereits Anklage erhoben habe und weil in der Strafuntersuchung gravierende Verfahrensfehler begangen worden seien. Wird der Ausstandsgrund von Art. 56 lit. f StPO aus materiellen oder prozessualen Rechtsfehlern abgeleitet, so sind diese nur wesentlich und begründen nur dann einen hinreichenden Anschein der Befangenheit, wenn sie besonders krass sind und wiederholt auftreten, sodass sie einer schweren Amtspflichtsverletzung gleichkommen und sich einseitig zulasten einer der Prozessparteien auswirken (vgl. BGE 141 IV 178 E. 3.2.3; 138 IV 142 E. 2.3). Ansonsten sind primär die zur Verfügung stehenden Rechtsmittel gegen beanstandete Verfahrenshandlungen auszuschöpfen (vgl. BGE 143 IV 69 E. 3.2; 114 Ia 153 E. 3b/bb; je mit Hinweisen). Die Ausführungen der Vorinstanz, wonach allein der Umstand, dass der Beschwerdegegner vor der Unterbrechung der Hauptverhandlung durch das Strafgericht bereits Anklage erhoben habe, im Hinblick auf die weitere Strafuntersuchung keine ausstandsbegründende Voreingenommenheit begründe, sind nicht zu beanstanden, zumal Art. 339 Abs. 5 StPO ausdrücklich vorsieht, dass das Strafgericht die Hauptverhandlung vertagen kann, um die Akten oder die Beweise zu ergänzen oder durch die Staatsanwaltschaft ergänzen zu lassen. Sodann lassen die Ausführungen des Beschwerdeführers zum prozessualen Verhalten des Beschwerdegegners jedenfalls nicht auf besonders krasse und wiederholt auftretende Rechtsfehler schliessen, die einer schweren Amtspflichtsverletzung gleichkommen würden. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdegegner die Strafuntersuchung von einem Vorgänger übernommen hat und der Beschwerdeführer das Ausstandsgesuch in erster Linie mit Verfahrensfehlern begründet hat, die noch vor der Übernahme der Strafuntersuchung geschehen sind.