Citation: U 244/05 25.01.2006 E. A

Die 1951 geborene D.________ arbeitete bei der Firma X.________ als Abpackerin und war dadurch bei der ELVIA Schweizerische Versicherung-Gesellschaft Zürich (heute: Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft Zürich [im Folgenden: Allianz]) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 26. Februar 1997 fiel sie in einem Aufenthaltsraum des Spitals Y.________, wo sie sich zwei Tage zuvor wegen einer Lumboischialgie einem chirurgischen Eingriff (Laminektomie von LWK4, Diskektomie L4/5, partielle Laminektomie von LWK3) unterzogen hatte, möglicherweise wegen einer Synkope um, wobei sie den Stehtisch, an welchem sie stand, mit sich riss und von der marmornen Tischplatte am Gesicht getroffen wurde. Sie zog sich ein Schädelhirntrauma mit komplexer Mittelgesichtsfraktur rechts sowie Laterobasisfraktur links zu. Die Versicherte wurde zunächst im Spital Y.________ gepflegt, danach weilte sie im Spital Q.________ und vom 1. bis 29. April 1997 sowie vom 5. bis 11. Juni 1997 in der Rehaklinik Z.________. Die Allianz nahm Abklärungen vor, zog die Unterlagen betreffend die medizinischen Behandlungen bei und erbrachte die gesetzlichen Leistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld. Der Rechtsvertreter der Versicherten reichte zudem ein von ihm in Zusammenhang mit der Abklärung der Haftpflicht des Spitals Y.________ in Auftrag gegebenes Gutachten des Dr. P.________, Médecin Adjoint du Service de Neurochirurgie, Centre Hospitalier U.________, vom 21. Januar 2000 zu den Unfallversicherungsakten. In Absprache mit dem Rechtsvertreter von D.________ veranlasste die Allianz eine Begutachtung durch die Medizinische Abklärungsstelle, MEDAS (Expertise vom 7. Mai 2002 mit beigelegten konsiliarischen Berichten des Prof. Dr. Dr. med. H.________, Chefarzt, Klinik Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Spital W.________, vom 18. Februar 2002; des Dr. med. S.________, Leitender Arzt, Klinik für Hals-, Nasen-, Ohren und Gesichts-Chirurgie, vom 22. März und 16. Mai 2002; des Dr. med. M.________, Leitender Arzt Neurologie, Medizinische Klinik, vom 28. Februar 2002; des Dr. phil. G.________, Neuropsychologische Praxis, vom 25. Februar 2002; des Dr. med. E.________, Facharzt für Ophtalmologie, vom 15. Februar 2002; des Dr. med. W.________, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 5. Februar 2002; des Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie, vom 8. April 2002). Die Gutachter diagnostizierten eine Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Gefühlen und Sozialverhalten, leichte neuropsychologische Funktionsstörung mit leichter Wesensveränderung bei Status nach Schädelhirntrauma, Sensibilitätsstörung V/2 (Nervus maxillaris) rechts, Funktionsmyogelose (Muskelhartspann) im Bereich der Musculi temporalis, pterygoideus lateralis und masseter bei leicht eingeschränkter Mundöffnung, Kalt-Warm-Empfindlichkeit infolge der noch vorhandenen liegenden Osteosynthese-Platte im Kiefer, Schallleitungsschwerhörigkeit links bei Status nach Felsenbeinlängsfraktur links, degenerative Segmentinstabilität L4/5, Status nach Laminektomie L4 am 24. Februar 1997 sowie Kopfschmerzen. Körperlich schwere Arbeiten mit positionsmonotonen Zwangshaltungen oder häufigen belastenden Rotationen im Achsenskelett sowie mit körperfernen Hebetätigkeiten seien nur zu 30 % der Norm zumutbar, wobei sich die orthopädischen/rheumatologischen Befunde limitierend auswirkten. Auf Grund der otologischen Befunde (leichte bis mittelgradige Schwerhörigkeit rechts, Schallleitungsstörung links) dürfe die Versicherte nicht lärmexponiert beschäftigt werden. In körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten sei sie zu 50 % arbeitsfähig, wobei sich in erster Linie die psychiatrischen/neuropsychologischen Befunde auswirkten. Mit Verfügung vom 16. Oktober 2002 setzte die Allianz den Taggeldanspruch ab 1. Juni 2002 gestützt auf eine Arbeitsunfähigkeit von 25 % fest, stellte den Anspruch auf Heilbehandlung vorbehältlich einer allfälligen Entfernung der Osteosynthese-Platte im Kiefer sowie einer Mittelohroperation ein und sprach der Versicherten ab 1. Oktober 2002 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 25 % sowie eine Integritätsentschädigung auf Grund einer Einbusse von 25 % zu. In teilweiser Gutheissung der Einsprache legte sie den Rentenbeginn auf 1. Juni 2002 fest; im Übrigen wies sie die Einsprache ab (Einspracheentscheid vom 18. Juni 2004).