Citation: 4C.194/2004 17.09.2004 E. 3

Aus den dargelegten Gründen hat die Vorinstanz Bundesrecht verletzt, wenn sie zum Ergebnis gelangte, dass der Beklagte gemäss Ziff. 6.3 des Auflösungsvertrages im Hinblick auf den im Dezember 2001 fälligen 13. Monatslohn der Mitarbeiter zur Vornahme eines Rückbehaltes verpflichtet war. Ob das dem Beklagten vorgelegte Schreiben der G.I.________ vom 29. August 2001 und die darin enthaltene Berechnung des 13. Monatslohnes einen hinreichenden Beleg im Sinne der zitierten Bestimmung des Auflösungsvertrages darstellte, ist daher unerheblich und braucht nicht weiter erörtert zu werden. Damit hat der Beklagte entgegen der Auffassung der Vorinstanz das ihm übertragene Geschäft weisungsgemäss besorgt (Art. 394 Abs. 1 OR) und keine auftragsrechtliche Pflicht verletzt, als er die Auszahlungen trotz des Widerspruchs der G.I.________ im Sinne von Ziff. 6.3 an die E.________ vornahm. Eine Haftung aus ungetreuer oder unsorgfältiger Auftragsausführung (Art. 398 Abs. 2 OR) entfällt ohne Weiteres. Das führt in Gutheissung der Berufung zur Abweisung der Klage, ohne dass die weiteren Rügen des Beklagten zu prüfen wären.