Citation: 2C_822/2014 E. 5.8

5.8. Zu prüfen bleibt die Behauptung der Beschwerdeführerin, dass unabhängig von der Vermutung von BGE 138 II 393 weitere wichtige Gründe für ihren fortgesetzten Aufenthalt in der Schweiz vorliegen würden, zumal ihre Wiedereingliederung in der Türkei stark gefährdet sei. Sie beruft sich in diesem Zusammenhang auf eine Gehbehinderung sowie auf eine inzwischen aufgetretene Depression. Wie die Vorinstanz diesbezüglich jedoch zutreffend festhielt, hat die Beschwerdeführerin hinsichtlich dem Ausmass der behaupteten Gehbehinderung zu keinem Zeitpunkt hinreichend substantiierte Angaben gemacht oder aussagekräftige Unterlagen eingereicht. Zudem soll die Behinderung gemäss den Aussagen der Beschwerdeführerin auf einen Unfall zurückgehen, welcher sich bereits vor 25 Jahren ereignet habe, weshalb es insoweit auch am praxisgemäss erforderlichen Konnex zwischen der aufgelösten Ehe resp. dem damit verbundenen Aufenthalt einerseits und den geltend gemachten wichtigen Gründen für ein Verbleiben in der Schweiz andererseits mangelt (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 349 f.; Urteil 2C_766/2013 vom 1. November 2014 E. 2.2 m.w.H.). Gleiches gilt für die im bundesgerichtlichen Verfahren erstmals behauptete depressive Erkrankung: Auch hier ist weder ersichtlich noch dargetan, inwieweit ein Zusammenhang zur Ehe mit ihrem vor fünf Jahren verstorbenen Gatten bestehen soll. Überdies handelt es sich bei diesem Vorbringen und dem diesbezüglich eingereichten Arztzeugnis vom 9. September 2014 um unzulässige Noven (E. 1.3 hiervor). Somit steht fest, dass der Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG kein Anspruch auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung zusteht.