Citation: 4A_203/2023 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin behauptet sodann, aus der Formulierung von Ziffer 8 des Kreditvermittlungsvertrags ergebe sich aufgrund "der allgemeinen Lebenserfahrung" eine "natürliche Vermutung" dafür, dass die C.________ AG "Provisionsrückzahlungen sofort mit der nächsten Monats-Provisionsabrechnung mit neuen Kreditprovisionsforderungen" verrechne. Die Vorinstanz habe insofern die allgemeine Lebenserfahrung ignoriert, was eine Rechtsverletzung darstelle. Die Vorinstanz verletze ferner Art. 222 Abs. 2 ZPO und Art. 8 ZGB, indem sie von der Beschwerdegegnerin nicht verlangt habe, Umstände unter Beweis zu stellen, die ihre Sichtweise als plausibel erscheinen lassen müssten. Diese Argumentation der Beschwerdeführerin scheitert bereits daran, dass sie nicht mit präzisen Aktenhinweisen belegt, sich bereits vor der Vorinstanz auf eine derartige tatsächliche Vermutung, die sich aus der allgemeinen Lebenserfahrung ergeben soll, berufen zu haben. Sie kann ihr daher auch nicht diesbezügliche Ignoranz und angebliche Rechtsverletzungen vorwerfen.