Citation: 9C_376/2014 E. 7.3

7.3. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass selbst wenn C.________ ohne rechtsgültige Vollmacht gehandelt hat, das Verhalten des Beschwerdeführers - die stillschweigende und damit widerspruchslose Entgegennahme von "Rentenzahlungen" während zweieinhalb Jahren trotz Kenntnis der erfolgten Kapitalauszahlung (aufgrund der darauf erhobenen und von C.________ bezahlten Steuern) - jedenfalls als Genehmigung der vollmachtlosen Stellvertretung und mithin der Drittauszahlung des Altersguthabens durch konkludentes Verhalten zu betrachten ist. Der Beschwerdeführer vermag sich der Rechtsfolge der Genehmigung nicht dadurch zu entziehen, dass er heute geltend macht, weder mit der "Auszahlungsart" noch mit dem "Subjekt" einverstanden zu sein. Es ist nachvollziehbar, dass er sich im heutigen Zeitpunkt angesichts des erlittenen finanziellen Verlustes anders entscheiden würde, d.h. keine Kapitalauszahlung an eine Drittperson mehr akzeptieren würde. Doch ändert dies nichts daran, dass er während zweieinhalb Jahren monatliche "Rentenzahlungen" widerspruchslos entgegengenommen hat, obwohl er wegen der erhobenen Steuern um die Kapitalauszahlung gewusst hat, und damit - da es ihm zumutbar gewesen wäre, zu intervenieren - den Rechtsschein erweckt hat, er sei damit einverstanden. Was die Auszahlungsart (Rente oder Kapital) anbelangt, handelt es sich bei den entgegengenommenen monatlichen "Rentenbetreffnissen" um nichts anderes als das dem Beschwerdeführer in Ratenform überwiesene Kapital. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist die Genehmigung sodann grundsätzlich an keine Form gebunden (vgl. E. 7.2; Claire Huguenin, Obligationenrecht, 2. Aufl. 2014, Rz. 1090; Tercier/Pichonnaz, Le droit des obligations, 5. Aufl. 2012, S. 102 Rz. 438). Formbedürftig ist sie nach der Rechtsprechung nur, wenn im gleichen Fall die Vollmacht formbedürftig ist (BGE 75 II 337 E. 1 S. 342; Rolf Watter, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 5. Aufl. 2011, N. 6 zu Art. 38 OR); einer Form bedarf die Vollmacht praxisgemäss aber nur, wenn dies gesetzlich für sie vorgesehen ist (Zäch/Künzler, Berner Kommentar, 2. Aufl. 2014, N. 56 zu Art. 38 OR; Watter, a.a.O., N. 14 zu Art. 33 OR). Da eine entsprechende gesetzliche Bestimmung vorliegend fehlt, dringt der Beschwerdeführer auch mit seinem Einwand, die Genehmigung hätte schriftlich erfolgen müssen und sei demnach formungültig, nicht durch.