Citation: 2A.60/2002 25.04.2003 E. 3

3.1 Streitig ist im vorliegenden Fall, ob die Urteile des Verwaltungsgerichts, den Beschwerdegegner bei der direkten Bundessteuer im Zusammenhang mit dem unversteuert gebliebenen Liquidationserlös nicht mit einer Nachsteuer zu belegen und nicht wegen Steuerhinterziehung zu büssen, vor Bundesrecht standhalten. Die beiden Tatbestände sind nach dem neuen Recht der direkten Bundessteuer nicht mehr zwingend aneinander gekoppelt (dazu etwa Klaus A. Vallender, in: Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, Bd. I/2b, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer [DBG], Art. 83-222, Basel/Genf/München 2000, N 5 f. zu Art. 151). Im Folgenden ist dennoch zunächst die Frage der Nachsteuer und danach diejenige der Steuerbusse zu prüfen. 3.2 Nicht mehr strittig ist, ob die angefochtenen Urteile auch insoweit dem Bundesrecht entsprechen, als der Beschwerdegegner die Hinterlassenenrenten seiner Ehefrau und deren Kinder nicht deklariert hatte. Da die beschwerdeführende Behörde ihren Antrag ausdrücklich auf den Gesichtspunkt des Liquidationsüberschusses beschränkt und sich nicht auf die unterbliebene Deklaration der Witwen- und Waisenrenten beruft, bildet dies vor Bundesgericht nicht mehr Streitgegenstand.