Citation: 8C_905/2015 E. 6

Entgegen der vom Versicherten vertretenen Auffassung lassen sich aus dem umfangreichen MEDAS-Gutachten und dem Bericht der Rehaklinik hinreichend Anhaltspunkte für eine abschliessende Beurteilung entnehmen: Es ist nicht ein einzelnes Kriterium, das entscheidend ist, sondern es ist die Gesamtschau, aufgrund derer die Frage nach dem tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögen zu beantworten ist. Und diesbezüglich hat das kantonale Gericht mit einlässlicher Begründung dargelegt, weshalb hierfür allein auf die Einschätzung der Ärzte zur rein organisch erklärbaren Arbeitsunfähigkeit abzustellen ist. Darauf ist zu verweisen. Insbesondere hat es auch den Komplexen "Persönlichkeit" oder "Sozialer Kontext" in gebührendem Umfang Raum verschafft. Nicht erforderlich ist, wovon der Beschwerdeführer aber ebenfalls auszugehen scheint, dass in einem einzelnen der im Recht liegenden Gutachten selbst diese Komplexe von ärztlicher Seite her abschliessend abgearbeitet sein müssen. Auch hat das kantonale Gericht die aus den Observationsberichten gewonnenen Erkenntnisse wie auch der Feststellung, bis dato sei weder eine Schmerztherapie, eine psychiatrische Behandlung oder eine Therapie mit Analgetika konsequent durchgeführt worden, zu Recht als gegen einen schweren Leidensdruck und damit gegen die geltend gemachte Einschränkung sprechend gewertet. Von einer rechtsfehlerhaften Konsistenzprüfung kann nicht die Rede sein.