Citation: 2C_580/2024 E. 4.3

4.3. Der angefochtene Entscheid beruht somit auf zwei selbständigen Begründungen, die je für sich den Ausgang des Verfahrens besiegeln. Wie bereits ausgeführt, müsste sich der Beschwerdeführer mit beiden Begründungen auseinandersetzen und darlegen, dass jede von ihnen Recht verletzt, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (vgl. E. 4.1 hiervor). Vorliegend bringt der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, das Strassenverkehrsamt habe seinen indischen Führerschein ohne gesetzliche Grundlage entzogen. Er wirft den Vorinstanzen insbesondere vor, sie hätten die falschen gesetzlichen Grundlagen angewendet und seinen Anspruch auf ein faires Verfahren (Art. 29 Abs. 1 BV) sowie auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt, indem sie entscheidende Beweismittel in willkürlicher Weise nicht gewürdigt hätten. Mit diesen Vorbringen beanstandet er - wenn überhaupt - lediglich die Hauptbegründung der Vorinstanz, wonach seine Berufung nicht hinreichend begründet gewesen sei, weshalb darauf nicht eingetreten werden könne. Wie es sich damit verhält, kann indessen offenbleiben, da die Eingabe keine rechtsgenügende Begründung hinsichtlich der materiellen Alternativbegründung der Vorinstanz enthält. So tut der Beschwerdeführer bereits nicht substanziiert dar, dass die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen, wonach es bereits an einem Schaden fehle (zum Unterschied zwischen Rechts- und Sachverhaltsfragen im Zusammenhang mit dem Schaden vgl. u.a. BGE 132 III 564 E. 6.2), willkürlich seien (Art. 105 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; zu den Begründungsanforderungen an Sachverhaltsrügen vgl. BGE 147 I 73 E. 2.2; 140 III 16 E. 1.3.1; 140 III 264 E. 2.3). Sodann zeigt er nicht substanziiert auf (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass und inwiefern die Vorinstanz das kantonale Recht (insb. § 4 HG/LU) willkürlich angewendet oder sonstwie gegen Bundes (verfassungs) recht verstossen haben soll, indem sie erwogen hat, dass die Voraussetzungen für eine Haftung des Gemeinwesens nicht erfüllt seien. Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt stellt, er habe Anspruch auf Genugtuung, unabhängig davon, ob das kantonale Haftungsgesetz Schadenersatz für immaterielle Schäden vorsehe, weil es sich beim OR um ein Bundesgesetz handle, verkennt er, dass die Bestimmungen des OR im vorliegenden Staatshaftungsverfahren lediglich als subsidiäres kantonales Recht zur Anwendung gelangen und somit keiner freien Prüfung durch das Bundesgericht unterliegen (vgl. sinngemäss Urteil 2C_900/2022 vom 12. Juli 2024 E. 2.2 und 4.2).0