Citation: 4A_452/2022 E. 7.5

7.5. Ähnliches gilt für die Verrechnungsforderung "aus Nachbearbeitung der 8 Protokolle der D.________ AG": Hier kreidet die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin an, das Material nicht richtig verbaut zu haben. Das habe einen besonderen Kontroll-, Protokollierungs- und Nachkontrollaufwand zur Folge gehabt. Diesen Mehraufwand machte die Beschwerdeführerin vor Vorinstanz als Schaden geltend. Das Handelsgericht hielt fest, dieser von der Beschwerdeführerin behauptete und von der Beschwerdegegnerin bestrittene Aufwand erweise sich als unsubstanziiert. Die Beschwerdeführerin habe namentlich nicht im Einzelnen dargelegt, wem diese Mehrarbeit wann und wofür angefallen sein soll. Dies wäre jedoch - so die Vorinstanz weiter - umso nötiger gewesen, als die Überwachung und Kontrolle der Arbeiten in einem gewissen Rahmen zu den gewöhnlichen Aufgaben einer Bauleitung gehöre. Die Beschwerdeführerin hätte deshalb nach handelsgerichtlicher Auffassung nicht nur die Mehrarbeit substanziieren müssen, sondern auch den Umstand, dass der Kontroll- und Überwachungsaufwand über das übliche Mass hinausgegangen sei. Die Beschwerdeführerin zitiert vor Bundesgericht aus den Rz. 64 ff. der Duplik. Sie behauptet, das Handelsgericht "als Fachgericht" hätte "in der Lage" sein müssen, die dortigen Ausführungen "einzuordnen", und die Vorinstanz habe "überhöhte Anforderungen an die Substantiierungslast" gestellt, wenn sie davon ausgehe, dass diese "Angaben" nicht genügten. Die in der Beschwerde vorgetragene Kritik erheischt kein Einschreiten des Bundesgerichts, zumal die Beschwerde in Zivilsachen nicht dazu dient, das kantonale Verfahren neu aufzurollen. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, die im kantonalen Verfahren eingereichten Rechtsschriften auszulegen und Aussagen darüber zu treffen, wie die darin enthaltenen Behauptungen zu interpretieren sind.