Citation: 9C_166/2013 E. 3

Das Kantonsgericht gelangte in Würdigung der Expertise vom 10./30. Mai 2011 zum Schluss, dass die Verfügung der IV-Stelle vom 5. Juni 2012 keiner Korrektur bedürfe. Das psychiatrische Teilgutachten von Dr. med. A.________ sei schlüssig. Die gestellte Diagnose einer Dysthymia, also einer chronischen, wenigstens mehrere Jahre andauernden depressiven Verstimmung, die weder schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug sei, um die Kriterien einer schweren, mittelgradigen oder leichten rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33x) zu erfüllen, überzeuge. Auch die rheumatologische Beurteilung durch Dr. med. W.________ gebe zu keinerlei Zweifeln Anlass. Die Beschwerdeführerin lege nicht substanziiert dar, weshalb die Beurteilung des Dr. med. W.________ nicht nachvollziehbar bzw. verlässlich sein soll. Auch aus den Akten ergebe sich nichts, was den Beweiswert der Expertise schmälern würde. Der Umstand, dass die interdisziplinäre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bereits vor der schriftlichen Ausfertigung des psychiatrischen Teilgutachtens erfolgt sei, lasse keine Zweifel an der Schlüssigkeit aufkommen. Das Vorbringen, es sei beim Einkommensvergleich zur Bemessung des Invaliditätsgrades anstatt auf die Tabellenlöhne der LSE auf die Zahlen der durch die SUVA erstellten Dokumentation Arbeitsplätzen (DAP) abzustellen, entkräftete die Vorinstanz mit dem Hinweis, dass auf die Verwendung von DAP-Profilen kein Anspruch bestehe. Somit ergebe sich kein Grund, die angefochtene Verfügung vom 5. Juni 2012, mit welcher die IV-Stelle für die Zeit vom 1. September 2010 - unter Berücksichtigung der dreimonatigen Übergangszeit gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV - bis zum 31. August 2011 eine befristete halbe Rente zugesprochen hat, zu ändern oder zusätzliche Sachverhaltsabklärungen anzuordnen. Es sei weiterhin davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin seit September 2009 bis 8. Mai 2011 für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % und seit der Untersuchung im Rahmen der Begutachtung eine solche von 40 % aufweise. Angepasste Tätigkeiten seien ihr ab dem Begutachtungszeitpunkt im Mai 2011 im Umfang von 90 % zumutbar.