Citation: I 126/03 23.09.2003 E. 3

Es steht fest, dass der Beschwerdeführer vom 17. Juli 2000 bis 31. Mai 2002 in einem Teilpensum als technischer Leiter Atelier bei der Firma X.________ in B.________ gearbeitet hat. Gemäss Bescheinigung des Arbeitgebers vom 2. Juli 2002 bezog er in den rund 5 1/2 Anstellungsmonaten des Jahres 2000 insgesamt Fr. 13'477.- Lohn, was auf zwölf Monate hochgerechnet Fr. 29'404.- entspricht. Im Jahr 2001 betrug der Verdienst Fr. 31'699.-. Dieses tatsächlich realisierte Einkommen haben Verwaltung und Vorinstanz zulässigerweise dem vom Versicherten trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung zumutbarerweise noch erzielbaren Einkommen (Invalideneinkommen) gleichgesetzt (BGE 126 V 76 Erw. 3b/aa mit Hinweisen). Der Vergleich mit dem - unbestrittenen - Lohn von Fr. 78'000.-, den der Beschwerdeführer im Jahr 2001 ohne invalidisierende Gesundheitsschädigung im erlernten Beruf eines Druckers mutmasslich erzielt hätte (Valideneinkommen), ergibt einen Invaliditätsgrad über den eine halbe Rente begründenden 50 % und unter den für eine ganze Rente erforderliche 66 2/3 % (Art. 28 Abs. 1 IVG). Bei dieser Ausgangslage sind die Voraussetzungen für die revisionsweise Herabsetzung der bisherigen ganzen auf eine halbe Invalidenrente erfüllt. Denn nach der Rechtsprechung zu Art. 41 IVG ist die Invalidenrente nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 113 V 275 Erw. 1a mit Hinweisen; siehe auch BGE 112 V 372 Erw. 2b und 390 Erw. 1b), was hier zutrifft. Ob der Umstand, dass der Beschwerdeführer wieder zur Erzielung eines Erwerbseinkommens in der Lage war, auch medizinische Gründe im Sinne einer gesundheitlichen Verbesserung hatte, kann daher offen bleiben. An diesem Ergebnis vermögen sämtliche, im Wesentlichen gegen die Festsetzung des Invalideneinkommens gerichteten Einwände nichts zu ändern. Das gilt auch für das Vorbringen, der Versicherte habe sich damals bei der IV-Stelle erkundigt, welches Erwerbseinkommen er erzielen dürfe, um dennoch den Rentenanspruch zu wahren. Zwar kann eine (falsche) behördliche Auskunft nach dem Grundsatz von Treu und Glauben unter Umständen ein an sich nicht bestehendes Anrecht auf eine Leistung begründen (vgl. BGE 127 V 258 Erw. 4b mit Hinweisen; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 121 V 66 Erw. 2a mit Hinweisen). Daraus liesse sich aber selbst dann nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers ableiten, wenn er bei einer anderslautenden Information durch die Verwaltung die Arbeitsstelle in B.________ nicht oder nur in einem weiter eingeschränkten Ausmass angenommen hätte. Denn mit diesem Verhalten hätte er, da ihm diese Arbeit offenkundig gesundheitlich zumutbar war, gegen die ihm obliegende Schadenminderungspflicht (BGE 123 V 233 Erw. 3c, 117 V 278 Erw. 2b, 400, je mit Hinweisen) verstossen, was keinen Vertrauensschutz rechtfertigt.