Citation: 9C_221/2018 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hat erwogen, bei der Beschwerdeführerin sei im Zeitpunkt der Verfügung vom 30. Mai 2003 unter anderem ein zervikospondylogenes Schmerzsyndrom mit sekundärem Fibromyalgie-Syndrom diagnostiziert worden. Ebenfalls sei von einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung berichtet worden. Trotz des komplexen Krankheitsbildes mit teilweise grotesk anmutendem Störungsbild, jedoch ohne Verifikation einer neurogenen Störung und ohne Vornahme einer ausdrücklich empfohlenen psychosomatischen Abklärung habe die Beschwerdegegnerin hauptsächlich gestützt auf die Beurteilung des Hausarztes im Bericht vom 9. September 2002 eine ganze Rente zugesprochen. Bereits damals hätte jedoch in komplexen Fällen die Arbeitsunfähigkeit fachärztlich eingeschätzt werden müssen. Kurzberichte des Hausarztes genügten nicht, zumal (wenn) die attestierte funktionelle Einschränkung nicht nachvollziehbar hergeleitet wurde (vgl. Urteil 9C_121/2014 vom 3. September 2014 E. 3.3.3, in: SVR 2014 IV Nr. 39 S. 137). Sodann habe es bereits damals bei Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung grundsätzlich eines psychiatrischen Gutachtens bedurft, um über das Ausmass der durch sie bewirkten Arbeitsunfähigkeit zu befinden (vgl. Urteil 9C_317/2015 vom 20. Oktober 2015 E. 4.3). Insgesamt genüge die Zusprache einer ganzen Rente nicht den seinerzeitigen Anforderungen, sei somit zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG.