Citation: 5A_892/2023 E. 3.1.2

3.1.2. Die Aufsichtsbehörde hat das formelle Vorgehen und die persönliche Eignung des Willensvollstreckers sowie die pflichtgemässe Amtsführung und deren Zweckmässigkeit zu prüfen. Es steht ihr hingegen nicht zu, über materiell-rechtliche Fragen, wie etwa die Auslegung der letztwilligen Verfügung oder der Bestand einer strittigen Forderung, zu entscheiden. Dies ist allein den Zivilgerichten überlassen (BGE 90 II 376 E. 3; vgl. BGE 91 II 52 E. 1; Urteile 5A_99/2023 vom 11. Juli 2023 E. 4.2; 5A_146/2023 vom 23. Mai 2023 E. 7.2.2; 5A_183/2022 vom 7. Juli 2022 E. 3.2; 5A_176/2019 vom 26. Juni 2019 E. 3.2; 5A_195/2013 vom 9. Juli 2013 E. 2.2.6). Als Zivilrechtsstreitigkeiten, die durch das ordentliche Gericht und nicht durch die Aufsichtsbehörde zu beurteilen sind, gelten auch Streitigkeiten über das Willensvollstreckerhonorar (BGE 78 II 123 E. 1a). Das Aufsichtsverfahren bezweckt auch nicht, die Grundlage für einen Honorarstreit oder einen Verantwortlichkeitsprozess zu schaffen (Urteile 5D_136/2015 vom 18. April 2016 E. 5.2; 5A_672/2013 vom 24. Februar 2014 E. 6.4).