Citation: 6S.12/2003 27.03.2003 E. B

Im Rahmen der Untersuchung gegen Y.________ wurde X.________ am 21. Juli 1998 als Zeuge zur Wahrheit ermahnt, auf die Strafdrohung von Art. 307 StGB hingewiesen und in der Folge einvernommen. Obwohl sich der Untersuchungsrichter besonders für diesen Punkt interessierte, bestritt X.________ explizit, dass in einem Gespräch zwischen Y.________ und ihm das Wort "vertuschen" gebraucht worden sei; Y.________ habe ihm nur gesagt, "dass ein allfälliger Verlust der halben Mio AK im Rahmen der Toleranz seiner Börsengeschäftstätigkeit liege und die Schwankungen sich über das ganze Jahr wieder ausbalancieren würden, so dass die A.________ AG effektiv nichts davon merken würde". Am 6. Juni 2000 wurde X.________ erneut als Zeuge befragt. Dabei sagte er aus, Y.________ habe ihm gesagt, dass er den Verlust "vertuschen" könne, wobei er allenfalls auch den Ausdruck "vermischeln" oder "untergehen" verwendet haben könnte. Als X.________ dessen Aussagen vom 21. Juli 1998 hinsichtlich des Gebrauchs des Wortes "vertuschen" vorgehalten wurden, sagte er aus, er sei sich nicht ganz sicher, ob Y.________ genau das Wort "vertuschen" gebraucht habe.