Citation: 2C_391/2020 E. 4.7

4.7. Wenn zwar nicht in Abrede gestellt werden dürfte, dass auch bei Kandidat/innen ohne Erfahrungsnote eine gewisse Vorselektion stattfindet, so ist die Frage, in welchem Umfang eine solche stattfindet, jedoch nicht von Belang. Zu Recht hält die Vorinstanz fest, dass bei der Frage, ob eine rechtsungleiche Behandlung von Schüler/innen mit und ohne Erfahrungsnote im Sinne von Art. 8 Abs. 1 BV vorliege, nicht auf die Durchschnittsnote der Kandidierenden mit Erfahrungsnote abgestellt werden darf. Diese stellen nur einen Teil der Sechstklässer/innen dar, weshalb ihre Erfahrungsnote nicht repräsentativ ist für den Grossteil dieser Schüler/innen. Dies wird dadurch belegt, dass sich 2019 insgesamt nur 4'212 Kandidatinnen und Kandidaten aus öffentlichen und privaten Schulen für die Zentrale Aufnahmeprüfung für das Langgymnasium angemeldet haben, dies obwohl die Anzahl Sechstklässler/ innen 12'897 an den öffentlichen Schulen im Jahr 2018 betrug.