Citation: 8C_102/2023 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz mass dem nach Art. 44 ATSG eingeholten bidisziplinären SMAB-Gutachten vom 28. August 2020 (mit Ergänzung vom 6. September 2021) vollen Beweiswert zu. Danach bestünden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine posttraumatische Gonarthrose links mit Beugeeinschränkung und leichtgradiger anterolateraler Instabilität bei St. n. operativer Versorgung der Tibiakopffraktur, Osteosynthesematerial-Entfernung, Arthroskopie und Osteophytenabtragung, eine gute Funktion des rechten Hüftgelenks nach Hüft-TEP-Implantation am 12. Februar 2019, ein unverändert fortbestehendes chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen der Bandscheibe, ohne klinische Zeichen einer Nervenkompression, ein Schulterschmerz rechts bei leichter Impingementmorphologie, Abriss der langen Bizepssehne und deutlich eingeschränkt demonstrierter Funktion, ein mässiges Impingement-Syndrom am linken Schultergelenk mit leichtgradigen Bewegungseinschränkungen. Die Beschwerdeführerin sei aus orthopädischer Sicht in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Maschinistin nach einem Treppensturz mit Tibiakopffraktur nicht mehr arbeitsfähig. Körperlich leichte Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten bis zehn Kilogramm, mit einem sitzenden Anteil von mindestens 40 %, seien ihr vollständig zumutbar. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt, eine zurückliegende Arbeitsunfähigkeit könne nicht verifiziert werden. Der psychiatrische Gutachter habe in ausführlicher Auseinandersetzung mit den Vorakten festgehalten, die früher gestellten Diagnosen könnten, ausser der Missbrauch von Alprazolam, nicht nachvollzogen werden, weil nicht erkennbar sei, dass Verhaltensweisen wie Aggravation und Simulation berücksichtigt worden seien. Obwohl gemäss Gutachten der SMAB AG vom 11. Mai 2018 Hinweise auf eine Aggravation bestünden, sei eine Beschwerdevalidierung ausgeblieben und die Arbeitsunfähigkeit dennoch auf 50 % geschätzt worden. Was die orthopädischen Leiden betreffe, so die Vorinstanz weiter, sei laut SMAB-Gutachten vom 28. August 2020 eine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus beschrieben worden, die der Gutachter grösstenteils habe nachvollziehen können. Ihm seien aber ebenfalls Inkonsistenzen aufgefallen, und zwar hinsichtlich der Präsentation der Befunde an der Lendenwirbelsäule (LWS) und des Schultergelenks. Die geklagten Symptome und Funktionseinbussen habe er als nicht konsistent bezeichnet; diese hätten sich nicht plausibel erklären lassen.