Citation: 8C_26/2018 E. 4.3.2

4.3.2. Der Versicherte kann nichts zu seinen Gunsten daraus ableiten, dass - nach seinen Worten - die Überprüfung seines weiteren Leistungsanspruchs "längst im Gang" gewesen sei und seine Meldung gar keinen Einfluss "auf den Verfahrenslauf" gehabt hätte, weil die IV-Stelle aufgrund eines anonymen Hinweises vom 17. August 2012 eine Observierung in Auftrag gab, welche im Zeitraum vom 11. Oktober 2013 bis 25. Januar 2014 stattfand. Denn die Meldepflicht stellt - wie der Beschwerdeführer selber zu bedenken gibt - eine Konkretisierung des Grundsatzes von Treu und Glauben dar. Die versicherte Person, die Leistungen beziehen will oder solche bezieht, hat zur Ermittlung des anspruchsrelevanten Sachverhalts beizutragen. Sie weiss am besten, wie es um sie steht. Durch die Erfüllung der Meldepflicht wird dem Versicherungsträger die Abklärung des massgeblichen Sachverhalts erleichtert (Art. 43 Abs. 1 ATSG; Urteil 8C_601/2016 vom 29. November 2016 E. 6.1). Im vorliegenden Fall muss beachtet werden, dass frühestens mit dem psychiatrischen Gutachten vom 3. Februar 2015 Klarheit bezüglich der Verbesserung des Gesundheitszustandes mit entsprechend positiver Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit geschaffen werden konnte. Der Beschwerdeführer scheint bei seiner Argumentation auszublenden, dass er eine gesundheitliche Verbesserung - und in diesem Zusammenhang auch die Beweiskraft der Expertise - noch im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren (vgl. insbesondere die Beschwerde vom 23. Juni 2015 und die Replik vom 20. Oktober 2015) vehement bestritten hatte, obwohl schon seit dem Jahr 2012 konkrete Hinweise für eine wiedererlangte Arbeitsfähigkeit bestanden. Diese reichten jedoch bei fehlender Mitwirkung des Versicherten für eine Rentenrevision nicht aus.