Citation: 4A_472/2018 E. 6.1

6.1. Dass er dies rechtsgenüglich getan hätte, ist weder festgestellt noch ersichtlich. Der Beschwerdeführer hat sich im kantonalen Verfahren zwar auf den Standpunkt gestellt (Replik Rz. 10), die Auslegung der AB ergebe klar, dass sich der Betriebsinhaber aus eigenen Stücken dazu entschlossen haben müsse, seine Selbständigkeit aufzugeben. Er begründet dies zwar unter anderem damit, dass bei einer anderweitigen Auslegung von Art. 8 Ziff. 1 Bst. g AB eine Situation bestehen würde, wo sich der Versicherer nach seinem Gutdünken und unilateral der Ausrichtung der Nachleistungspflicht entledigen könnte. Diese rechtsmissbräuchliche Auffassung verdiene keine Zustimmung. Damit bestreitet er aber generell die von der Beschwerdegegnerin vertretene Auslegung und zwar bereits wegen der abstrakten Möglichkeit einer Kündigung zur Anspruchsvereitelung. Dass er der Beschwerdegegnerin konkret vorwirft, tatsächlich aus diesem Grund gekündigt zu haben, ergibt sich daraus nicht hinreichend deutlich, zumal er, nachdem er in Rz. 11 der Replik erneut bekräftigt, alles andere als die von ihm vertreten Auslegung wäre rechtsmissbräuchlich, so dass kein Beendigungsgrund nach Art. 8 Ziff. 1 Bst. g AB vorliege, fortfährt, die Rechtsmässigkeit der fristlosen Kündigung werde generell bestritten. Begründet wird diese Bestreitung damit, die Beschwerdegegnerin habe die von ihr im Schreiben vom 14. Januar 2015 vorgebrachten "massiven Beleidigungen" und "Drohungen" falsch gewertet, zumal er zu diesem Zeitpunkt bereits krankgeschrieben gewesen sei. Es könne nicht von einem gravierenden Fehlverhalten gesprochen werden, das eine fristlose Kündigung auch nur ansatzweise rechtfertigen würde.