Citation: 5A_254/2020 E. 6.1

6.1. Zunächst argumentiert der Beschwerdeführer, dass der streitige Medienbericht nicht vom interessierenden Ereignis - der Mahnwache in U.________ (D) - handle, sondern überwiegend über ihn und sein Privatleben berichte, obwohl kein öffentliches Interesse an seiner Person bestanden habe. Bereits wegen der Feststellung, dass kein öffentliches Interesse an seiner Person besteht, sei der Artikel als Ganzes als persönlichkeitsverletzend zu beurteilen und zu löschen. Die Argumentation läuft ins Leere. Die Passagen aus dem angeochtenen Entscheid, die der Beschwerdeführer ins Feld führt, beziehen sich nicht auf den konkreten Fall. Sie sind Zitate aus der allgemeinen Darstellung des Persönlichkeitsrechts. Was den streitigen Onlineartikel angeht, kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass ein öffentliches Interesse daran besteht, über die Unterstützung zu berichten, die der Beschwerdeführer anlässlich der öffentlichen Mahnwache für die Gemeinschaft der Zwölf Stämme zeigte, zumal der Beschwerdeführer die Mahnwache gestört und sich so selbst in die Öffentlichkeit gerückt habe (vgl. E. 5). Anstatt sich damit auseinanderzusetzen, schildert der Beschwerdeführer seine eigene Interpretation des streitigen Medienberichts. Allein damit kommt er gegen den angefochtenen Entscheid aber nicht auf. Entgegen dem, was der Beschwerdeführer behauptet, trifft es insbesondere auch nicht zu, dass das Obergericht den Inhalt des Onlineartikels - darunter die Schilderungen über die Züchtigungsmethoden in der Gemeinschaft der Zwölf Stämme - "pauschal wahr" nennt. Ebenso wenig ergibt sich aus den vorinstanzlichen Feststellungen, dass der Beschwerdeführer im fraglichen Medienbericht mit einer Aussage zitiert worden wäre, wonach ihn die (angeblichen) Praktiken in der Gemeinschaft der Zwölf Stämme nicht stören würden.