Citation: 1C_741/2021 E. 3.2.3

3.2.3. Die Beschwerdeführerin meint, die Verwaltungsbehörde sei unzulässig von den tatsächlichen Feststellungen des Strafrichters abgewichen, weil sie angenommen habe, jemand sei verletzt worden. Jedoch hat die Staatsanwaltschaft Kollisionsfolgen angegeben. Dabei kann es sich entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin auch um Folgen in Form von Personen- oder von Sachschäden handeln. Ohnehin muss wie dargelegt bei Auffahrunfällen nicht einmal ein Personenschaden eingetreten sein, um das Herbeiführen einer abstrakten Gefahr für Drittpersonen anzunehmen. Auch ergibt sich aus den Sachverhaltsangaben der Staatsanwaltschaft, dass das Bremsen des Vorderfahrzeuges keineswegs unbegründet, sondern verkehrsbedingt durch die vortrittsberechtigen Fussgänger auf dem Fussgängerstreifen war.