Citation: 9C_665/2022 E. 4.2.1

4.2.1. Die Mitwirkung stellt ein eigenständiges Tatbestandsmerkmal dar, welches erfüllt sein muss damit eine indirekte Teilliquidation vorliegt. Verlangt wird daher die Analyse des subjektiven Elements beim Verkäufer, um festzustellen, ob er wusste oder hätte wissen müssen, dass zwecks Finanzierung des Kaufpreises Mittel aus der Gesellschaft entnommen und nicht wieder zugeführt werden (vgl. Urteile 2C_648/2020 vom 19. November 2021 E. 2.1, in: StR 77/2022 S. 149; 2C_703/2018 vom 28. März 2019 E. 8.1, in: RF 78/2019 S. 551; REICH/HELBING/DUSS, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 4. Aufl. 2022, N. 70 zu Art. 20a DBG m.w.H.). Damit reicht es für das Vorliegen einer indirekten Teilliquidation nicht bereits aus, dass zum Zeitpunkt des Verkaufs die verkaufte Gesellschaft über handelsrechtlich ausschüttungsfähige, nicht-betriebsnotwendige Substanz verfügt.