Citation: C 125/06 09.03.2007 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob die gesetzlichen Voraussetzungen einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen Nichtbefolgens von Weisungen des Arbeitsamtes erfüllt sind. 3.1 In tatsächlicher Hinsicht steht fest, dass das RAV den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 4. Juli 2005 anwies, sich bei der Firma A.________ für eine Stelle als Elektroniker/Elektromechaniker zu bewerben. Der Versicherte leistete dieser Aufforderung Folge, worauf ihn die zuständige Mitarbeiterin der Firma am 19. Juli 2005 um 11 Uhr telefonisch kontaktierte und gleichentags auf 14 Uhr zu einem Vorstellungsgespräch in X.________ einlud. Der kurzfristige Termin und die Tatsache, dass für den selben Tag um 14.30 Uhr ein Beratungsgespräch beim RAV angesetzt war, veranlassten den Beschwerdeführer den Vorstellungstermin nicht wahrzunehmen. Die Firma A.________ teilte dem RAV am 21. Juli 2005 schriftlich mit, es sei zu keiner Anstellung gekommen, da der Versicherte nicht bei ihr arbeiten wolle, weil er sich vor einigen Jahren bereits einmal beworben, die Stelle aber nicht bekommen habe. Ferner hielt die A.________ in einem Schreiben an den Versicherten vom 21. Juli 2005 fest, gemäss seinen telefonischen Aussagen sei er gezwungen gewesen, sich zu bewerben, wodurch Umtriebe entstanden seien, die hätten erspart werden können. Gestützt auf diese Sachverhaltsdarstellung erwog die Vorinstanz, die vom KIGA verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung sei grundsätzlich zu Recht erfolgt; es müsse jedoch berücksichtigt werden, dass der Vorstellungstermin sehr kurzfristig angesetzt worden sei. Deshalb reduzierte sie die Einstellung von 31 auf 22 Tage. 3.2 Hiegegen lässt der Beschwerdeführer einwenden, es dürfe ihm nicht vorgeworfen werden, dass er das Beratungsgespräch nicht kurzfristig zu Gunsten des Vorstellungsgesprächs verschoben habe. Ferner sei die Annahme der Vorinstanz falsch, er sei an der Stelle nicht interessiert gewesen. Er habe sich nach besten Wissen und Gewissen um die Stelle bei der Firma A.________ bemüht, weshalb von einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung abzusehen oder eine solche höchstens im Bereich eines leichten Verschuldens gerechtfertigt sei.