Citation: 6B_871/2020 E. 4.1

4.1. Wie die Beschwerdeführerin zutreffend einräumt, kann sich der angefochtene Entscheid, mit dem die Vorinstanz die Verfahrenseinstellung der Staatsanwaltschaft schützt, nicht auf die Beurteilung von Zivilforderungen auswirken. Eine strafrechtliche Verantwortung könnte lediglich Mitarbeiter der Psychiatrischen Dienste treffen, in deren Behandlung sich die Tochter der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des Ereignisse befand. Die Psychiatrischen Dienste gehören zur Solothurner Spitäler AG. Gemäss § 19bis des Spitalgesetzes des Kantons Solothurn vom 12. Mai 2004 (SpiG/SO; BGS 817.11) richtet sich die Haftung der Aktiengesellschaft und ihres Personals nach dem kantonalen Gesetz über die Haftung des Staates, der Gemeinden, der öffentlich-rechtlichen Körperschaften und Anstalten und die Verantwortlichkeit der Behörden, Beamten und öffentlichen Angestellten und Arbeiter vom 26. Juni 1966 (Verantwortlichkeitsgesetz/SO; BGS 124.21; vgl. auch § 1 Abs. 3 VG/SO). Gemäss § 2 VG/SO haftet der Staat für den Schaden, den ein Beamter in Ausübung seiner amtlichen Tätigkeit Dritten widerrechtlich mit oder ohne Verschulden zufügt und der Geschädigte kann Beamte nicht unmittelbar belangen. Soweit die Beschwerdeführerin die in Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG getroffenen Regelung kritisiert und eine Verletzung des Gleichheitssatzes geltend macht, dringt sie nicht durch. Das Bundesgericht hat sich vor kurzem im Leitentscheid vom 13. November 2019 ausführlich mit der Problematik unter Berücksichtigung der teils kritischen Lehre auseinandergesetzt. Es hat seine bisherige Rechtsprechung erneut bestätigt, wonach die Privatklägerschaft keine Zivilansprüche i.S.v. Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG geltend machen kann, wenn eine Körperschaft des öffentlichen Rechts für die der beschuldigten Person vorgeworfenen Handlungen haftet, und auch eine damit verbundene ungerechtfertigte Ungleichbehandlung verneint (BGE 146 IV 76 E. 3). Für den vorliegend in rechtlicher Hinsicht identisch gelagerten Fall kann vollumfänglich auf den Leitentscheid verwiesen werden. Dies gilt auch, soweit die Beschwerdeführerin ihre Legitimation zur Beschwerde in Strafsachen unter verschiedenen Titeln direkt aus der EMRK ableiten möchte.