Citation: 2C_620/2020 E. 4.2.1

4.2.1. Da im kantonal letztinstanzlichen Beschwerdeverfahren betreffend die direkte Bundessteuer im Vergleich zum Veranlagungsverfahren eine erhöhte Substanziierungsobliegenheit im Rahmen der Beschwerdebegründung gilt (vgl. zum Ganzen Urteil 2C_233/2017 vom 13. April 2018 E. 5.5.2), muss es in einem solchen Beschwerdeverfahren grundsätzlich erst recht der steuerpflichtigen Person obliegen, die steuermindernden Tatsachen ohne entsprechende Aufforderung zu substanziieren. Mit anderen Worten obliegt es dem Steuerpflichtigen in diesem Verfahren, bezüglich steuermindernder Tatsachen unaufgefordert eine Sachdarstellung zu liefern, die in Bezug auf Art, Motiv und Rechtsgrund all jene Tatsachenbehauptungen enthält, welche ohne weitere Untersuchung, aber unter Vorbehalt der Beweiserhebung, die rechtliche Würdigung der geltend gemachten Steuerminderung erlauben (siehe zum Begriff der Substanziierung BGE 108 II 337 E. 2b S. 339; SILVIA HUNZIKER/JSABELLE MAYER-KNOBEL, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 3. Aufl. 2017, N. 17 zu Art. 142 DBG; vgl. auch HUGO CASANOVA/CLAUDE-EMMANUEL DUBEY, in: Noël/Aubry Girardin [Hrsg.], Commentaire Romand, Impôt fédéral direct, 2. Aufl. 2017, N. 11 zu Art. 142 DBG). Aus den in diesen Kontext von den Beschwerdeführern angerufenen Ausführungen in BGE 121 II 257 E. 3a ergibt sich schon deshalb nichts anders, weil sich diese (altrechtlichen) Ausführungen nicht auf das Rechtsmittelverfahren, sondern auf das Verfahren vor der Veranlagungsbehörde bezogen.