Citation: 6B_511/2020 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht das Tatbestandsmerkmal der Arglist verneint. Die dem Täuschungsopfer von der Vorinstanz angelastete Unterlassung, die täuschenden Angaben der Beschwerdegegner zu überprüfen, vermöge die ausschliessliche Verantwortung für seinen Irrtum nicht zu begründen. Dies gelte namentlich für die unterbliebene Einholung eines Betreibungsregisterauszuges über die Beschwerdegegner, zumal nicht diese, sondern die E.________ Holding AG Vertragspartei über den Kauf der Gesellschaftsanteile gewesen sei und ein persönliches Investment der beiden Beschwerdegegner nicht in Frage gestanden habe. Aus demselben Grund sei in diesem Kontext auch der Verzicht auf Einholung eines Strafregisterauszuges ohne Bedeutung. Soweit die Vorinstanz dem Täuschungsopfer weiter mangelnde Nachforschungen über die Finanzlage und Leistungsfähigkeit der E.________ Holding AG vorwerfe, lege sie nicht dar, worin diese hätten bestehen sollen. Darüber hinaus blende sie in diesem Kontext das täuschende Verhalten der Beschwerdegegner aus, welches gerade verhindert habe, dass beim Opfer Zweifel an der Leistungsfähigkeit der Vertragspartnerin aufgekommen seien. So habe der Auszug aus dem Handelsregister des Kantons Luzern diesem bestätigt, dass die E.________ Holding AG am 9. Februar 2006 eine Aktienkapitalerhöhung auf Fr. 3 Mio. habe eintragen lassen, die in Wirklichkeit nicht erfolgt, sondern vielmehr das Konstrukt einer strafrechtlichen Vorgehensweise gewesen sei, was durch den Schuldspruch der Vorinstanz in diesem Kontext (angefochtenes Urteil S. 103 ff.) bestätigt werde. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz führe im Übrigen selbst erheblich naives Verhalten des Opfers nicht stets zur Verneinung der Arglist. Diese scheide nur aus, wenn die Inszenierungen des Täter ohne Weiteres durchschaubar seien. Dabei seien bei der Prüfung des Einzelfalls sämtliche Umstände, sowohl die Fähigkeiten und Erfahrungen des Täuschungsopfers wie auch die Vorgehensweise und der von Seiten des Täters betriebene Täuschungsaufwand zu prüfen. Es möge zutreffen, dass das Opfer im zu beurteilenden Fall über Geschäftserfahrung verfügt habe. Doch schliesse dies für sich allein eine arglistige Täuschung nicht aus. Eine ausschliessliche Opfermitverantwortung ergebe sich für sich allein auch nicht aus dem Umstand, dass J.I.________ die finale Version des Vertrages nicht durchgelesen habe, zumal in diesem Kontext das täuschende Verhalten der Beschwerdegegner zu berücksichtigen sei. Sodann treffe nicht zu, dass J.I.________ nicht den Rat seines Interimsmanagers Z.________ eingeholt habe. Dieser sei von J.I.________ vielmehr mit der Eruierung von Kaufinteressenten beauftragt worden und habe in der Folge mit zahlreichen Interessenten konkrete Kontakte gehabt. Dieser sei von den Beschwerdegegnern indes in an Dreistigkeit nicht zu überbietender Art und Weise instrumentalisiert worden. Dass sich dieser kurz nach dem Erstkontakt mit den Beschwerdegegnern an diese habe binden lassen, sei für das Opfer nicht erkennbar gewesen. Soweit die Vorinstanz einerseits arglistiges Verhalten bejahe, dieses jedoch dem Opferverhalten nicht gegenüberstelle, sondern letzteres isoliert betrachte, verletze sie Bundesrecht (Beschwerde S. 9 ff.).