Citation: 1B_439/2022 E. 4.4.2

4.4.2. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer sodann aus der Rüge, die einseitige Verfahrensführung zu Lasten der Privatklägerschaft zeige sich auch daran, dass der Beschwerdegegner mit Verfügungen vom 21. November 2019 und 20. Dezember 2019 zwei seiner Beweisanträge abgewiesen habe. Nach den Erwägungen der Vorinstanz hat sie über diese Rüge bereits im Rahmen des ersten vom Beschwerdeführer gegen den Beschwerdegegner gestellten Ausstandsbegehren befunden und sah darin keinen hinreichenden Anhaltspunkt für eine Befangenheit des Beschwerdegegners (siehe Sachverhalt Bst. A; angefochtener Beschluss E. 5.3.4). Nachdem der Beschwerdeführer gegen den früheren Beschluss der Vorinstanz vom 3. März 2020 betreffend sein erstes Ausstandsgesuch kein Rechtsmittel ergriff und die Abweisung einzelner Beweisanträge durch die Verfahrensleitung grundsätzlich keinen krassen Verfahrensfehler i.S.v. Art. 56 lit f. StPO belegt (Urteil 1B_387/2022 vom 22. Februar 2023 E. 4.2), kann er die damaligen Erwägungen der Vorinstanz nicht auf dem Weg eines neuen Ausstandsgesuchs erneut in Frage stellen. Dasselbe gilt in Bezug auf die Rüge, wonach der Beschwerdegegner den beiden ursprünglichen Mitbeschuldigten, gegen die der Beschwerdeführer seine Berufung zurückgezogen hat, auch nach dem Rückzug zu Unrecht weiterhin Parteirechte eingeräumt und sie über alle Verfahrensschritte orientiert habe. Auch diese Rügen waren Gegenstand des ersten Ausstandsgesuchs des Beschwerdeführers und die Vorinstanz sah darin keine Anzeichen, die den Anschein der Befangenheit des Beschwerdegegners zu begründen vermöchten. Insoweit gilt es zudem zu berücksichtigen, dass der Beschwerdegegner nach Abschluss des ersten Ausstandsverfahrens die beiden zurückgezogenen Berufungen mit Beschluss vom 19. Oktober 2021 als durch Rückzug erledigt geworden abgeschrieben hat und er die beiden früheren Mitbeschuldigten nach den Feststellungen der Vorinstanz danach nicht mehr als Verfahrensparteien behandelte. Mithin sind seit dem ersten Ausstandsverfahren auch insoweit keine Anhaltspunkte erkennbar, dass der Beschwerdegegner das Berufungsverfahren nicht mit der gebotenen Sachlichkeit führen würde.