Citation: 1P.312/2004 01.10.2004 E. 1

1.1 Der Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Entscheid in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen (Art. 88 OG). Er macht die Verletzung verfassungsmässig garantierter Rechte geltend (Art. 84 Abs. 1 lit. a OG). Dazu ist er legitimiert. Da auch die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf seine staatsrechtliche Beschwerde grundsätzlich einzutreten. 1.2 Nach der Ansicht des Beschwerdeführers hat das Kantonsgericht die Akten im Zusammenhang mit der Frage, ob die Ausschaffungshaft an die Haftdauer anzurechnen sei, willkürlich gewürdigt. Das Kantonsgericht sei nur deshalb zum Schluss gelangt, die Ausschaffungshaft werde nicht an die Untersuchungshaft angerechnet. Inwieweit der Beschwerdeführer damit Rechts- und inwieweit Tatfragen aufwirft, kann offen bleiben. Die angebliche Verletzung der Bestimmungen über die Anrechnung der Ausschaffungs- bzw. der Untersuchungshaft an die Dauer der Freiheitsstrafe (vgl. Art. 69 und 110 Abs. 7 StGB; Art. 13b ANAG) könnte im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde jedenfalls nicht überprüft werden (vgl. Art. 84 Abs. 2 OG). Die Kritik am angefochtenen Entscheid wäre aber auch im Rahmen einer Nichtigkeitsbeschwerde unbegründet. Der Beschwerdeführer macht zu Unrecht geltend, der Untersuchungsrichter habe vom Ende der Ausschaffungshaft keine Kenntnis gehabt, weshalb der Umstand, dass er nicht wieder Untersuchungshaft angeordnet habe, nicht dagegen spreche, die Ausschaffungshaft als Ersatz für die Untersuchungshaft zu betrachten. Das Gegenteil ist der Fall und lässt auch die übrigen Einwände des Beschwerdeführers als unbegründet erscheinen. Die Dauer der Ausschaffungshaft ist von Gesetzes wegen zeitlich limitiert (vgl. Art. 13b Abs. 2 ANAG und die Praxis dazu: BGE 130 II 56 E. 4). Hätte der Untersuchungsrichter die Untersuchungshaft trotz der Ausschaffungshaft als notwendig erachtet, hätte er dafür gesorgt, den Beschwerdeführer erneut verhaften zu können. Dass der Untersuchungsrichter dies nicht getan hat, lässt durchaus den Schluss zu, die Untersuchungshaft wäre nicht mehr aufrechterhalten worden bzw. die Ausschaffungshaft sei nicht anstelle der Untersuchungshaft angeordnet worden.