Citation: 9C_586/2023 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdeführerin argumentiert weiter, der psychiatrische Gutachter sei bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit offensichtlich von einer 40-Stunden-Woche ausgegangen. Die übliche Wochenarbeitszeit betrage jedoch 41,7 Stunden. Wenn sie nun gemäss Gutachten während sieben Stunden pro Tag mit einer Leistungseinschränkung von 20 % arbeiten könne, so ergebe dies bei 41,7 Wochenstunden eine Arbeitsfähigkeit von 66,7 %, und nicht 70 %. Die Vorinstanz erläutere nicht, was an dieser Berechnung offensichtlich falsch sein solle und verletze daher die Begründungspflicht und das rechtliche Gehör. Wenn das kantonale Gericht davon ausgehe, dass das Gutachten in diesem Punkt nicht interpretationsbedürftig sei, verletze es zudem auch den Untersuchungsgrundsatz.