Citation: 8C_290/2023 E. 4.5

4.5. Schliesslich bemängelt die Beschwerdeführerin, dass im Rahmen des ABI-Gutachtens keine Konsensbeurteilung stattgefunden habe. Die Expertise enthält indessen unstreitig eine interdisziplinäre Gesamtbeurteilung, die von allen Gutachtern (digital) unterschrieben wurde. Wenn die Sachverständigen in ihrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung aufgrund der aus somatischer Sicht festgestellten Unzumutbarkeit der bisherigen Tätigkeit und der aus psychiatrischer Sicht attestierten 20%igen Einschränkung in sämtlichen Tätigkeiten eine 80%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten festhielten, so erscheint dies schlüssig. Es ist davon auszugehen, dass etwaige Wechselwirkungen benannt worden wären, wenn sie denn in relevanter Weise festgestellt worden wären. Das ABI-Gutachten erweist sich auch in diesem Punkt als beweiskräftig.