Citation: 6B_1119/2022 E. 1.2

1.2. Dem Einwand des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, ergibt sich der gegen ihn erhobene Tatvorwurf und dessen rechtliche Würdigung durch die Staatsanwaltschaft aus der Anklageschrift vom 17. Februar 2020 hinreichend klar. Daraus erhellt, dass ihm die Staatsanwaltschaft vorwirft, gemeinsam mit den Mitbeschuldigten durch seine Anwesenheit in der Wohnung und im Schlafzimmer der Beschwerdegegnerin 2 eine Zwangssituation für diese geschaffen und aufrecht erhalten zu haben. Unter Ausnützung dieser Drohkulisse hätten die Mitbeschuldigten die ihnen kognitiv und körperlich unterlegene Beschwerdegegnerin 2 gegen deren erkennbaren Willen zur Duldung mehrfacher vaginaler, analer und oraler Penetrationen genötigt, während sich der Beschwerdeführer selbst befriedigt habe. Ausserdem habe er Kondome geholt und an die Mitbeschuldigten verteilt sowie deren Handlungen im Schlafzimmer resp. vom Balkon aus gefilmt. Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass die gegen den Beschwerdeführer gerichteten Tatvorwürfe damit eindeutig umschrieben sind. Ebenso ergibt sich aus der Anklage, dass die Staatsanwaltschaft dieses Verhalten als Mittäterschaft verstanden wissen will. Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers wird auch der subjektive Tatbestand umschrieben, wenn in der Anklage ausgeführt wird, er habe den Tatentschluss der Mitbeschuldigten, den Geschlechtsverkehr an der Beschwerdegegnerin 2 gegen deren Willen zu vollziehen, wissentlich und willentlich mitgetragen. Dies insbesondere durch das Verteilen von Kondomen. Der Beschwerdeführer konnte sich in Kenntnis der gegen ihn gerichteten Vorwürfe angemessen verteidigen.