Citation: 1C_415/2023 E. 7.3

7.3. Des Weiteren monieren die Beschwerdeführenden, die in der BAFU Geruchsempfehlung vorgesehenen Verfahren zur Ermittlung von Geruchsimmissionen seien falsch angewendet worden. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz sei vorliegend die im Geruchsgutachten von 2016 vorgenommene Modellrechnung nicht geeignet, die Geruchsimmissionen zu ermitteln. Solche Modellrechnungen seien besonders bei grösseren Geruchsquellen in ebenem Gelände geeignet, kämen vor allem bei erst geplanten Anlagen zum Einsatz und würden überdies voraussetzen, dass die Stärke der Geruchsquelle bekannt sei. All diese Voraussetzungen seien vorliegend nicht erfüllt. Zudem habe der Gutachter selbst festgehalten, dass sein Geruchsgutachten nicht dazu tauge, belastbare Aussagen zu den von den Abferkelställen verursachten Geruchsimmissionen bei den Wohnungen der Beschwerdeführenden zu machen. Nach den Beschwerdeführenden hätte für die Bestimmung der Übermässigkeit der Geruchsimmissionen anstelle oder zumindest nebst der Modellrechnung eine Begehung und Befragung durchgeführt werden müssen. Indem die Vorinstanz auf das unschlüssige Geruchsgutachten und die darin vorgenommene Modellrechnung abgestellt und selbst keine weiteren Sachverhaltsabklärungen durchgeführt habe, habe sie den Sachverhalt unvollständig und offensichtlich unrichtig festgestellt.