Citation: 1C_586/2023 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz liess offen, ob das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör im Verwaltungsverfahren verletzt hatte und - bejahendenfalls - ob die Verletzung schwerwiegend gewesen war. Sie begründete das damit, dass dieses in der Verfügung vom 11. Oktober 2022 - wenn auch knapp - dargelegt habe, welche Gesichtspunkte es in rechtlicher sowie tatsächlicher Hinsicht für seine Entscheidfindung als ausschlaggebend betrachtete. Der Beschwerdeführer sei dementsprechend in der Lage gewesen, sie sachgerecht anzufechten. Hinzu komme, dass die vom Beschwerdeführer geäusserte Kritik bereits zuvor Gegenstand im Rekurs- und Verwaltungsverfahren betreffend den vorsorglichen Führerausweisentzug gebildet habe und das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt dennoch unverändert an seiner Sachverhaltswürdigung und Rechtsanwendung festgehalten habe. Deshalb und weil das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt auch in der Folge klar und teilweise begründet zum Ausdruck gebracht habe, die Einwände des Beschwerdeführers seien nicht stichhaltig, hätte eine Rückweisung ins Verwaltungsverfahren bloss zu einem formalistischen Leerlauf geführt. Es sei daher nicht zu beanstanden, dass die Verwaltungsrekurskommission, die über eine uneingeschränkte Prüfungsbefugnis verfüge (Art. 46 Abs. 1 des Gesetzes des Kantons St. Gallen über die Verwaltungsrechtspflege vom 16. Mai 1965 [VRP/SG; sGS 951.1]), die von ihr bejahte Gehörsverletzung geheilt habe. Dabei habe sie sich mit sämtlichen entscheidwesentlichen Vorbringen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt und eingehend erläutert, weshalb sie dessen Standpunkte nicht teilte.