Citation: 6B_147/2022 E. 1.6

1.6. Der Beschwerdeführer stellt sich in prozessualer Hinsicht zusammengefasst auf den Standpunkt, die Aussagen der zwei Mitbeschuldigten, welche sie an den delegierten polizeilichen und an den staatsanwaltschaftlichen Einvernahmen gemacht hätten und auf welche die Vorinstanz primär zur Begründung der Einwilligung abstelle, seien mangels Gewährung seiner Teilnahmerechte nicht zu seinen Lasten verwertbar. Diesen Aussagen komme in der Begründung der Vorinstanz belastender Charakter zu. Eine Heilung von bedeutenden Verfahrensfehlern in der Untersuchung, wie die fehlende Gewährung von Teilnahmerechten, sei nicht durch eine (spätere) Ermöglichung von Ergänzungsfragen an einer Gerichtsverhandlung möglich. Die Folge von dermassen bedeutenden Verfahrensfehlern müsse entweder ein Verbot sein, sie zum Nachteil des Beschuldigten zu verwerten, oder eine Rückweisung der Sache zur Ergänzung der Untersuchung, sofern das noch möglich sei.