Citation: 7B_137/2025 E. 3.3

3.3. Die in der Beschwerde vorgetragene Argumentation verfängt nicht. Der Beschwerdeführer ist geständig, mehrmals bzw. immer wieder vaginalen Geschlechtsverkehr mit der 7 Jahre jüngeren, 14-jährigen B.________ gehabt zu haben. Weiter räumt er ein, gewusst zu haben, dass dies aufgrund des Alters von B.________ strafbar ist. Dass damit ein dringender Tatverdacht in Bezug auf den Tatbestand der sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB besteht, ist mit der Vorinstanz offensichtlich und wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht bestritten. Bei der untersuchten Anlasstat handelt es sich um ein Verbrechen (Art. 187 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 StGB), welches die Anordnung von Haft wegen qualifizierter Wiederholungsgefahr grundsätzlich zulässt. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, es liege keine gemäss Art. 221 Abs. 1bis lit. a StPO erforderliche "schwere Beeinträchtigung" der Integrität von B.________ vor, ist ihm nicht zu folgen. Zwar sind bei der Prüfung, ob eine qualifizierte Anlasstat vorliegt, die gesamten Umstände der Tatbegehung von Bedeutung und ist das Einverständnis des 14-jährigen mutmasslichen Opfers für die Beurteilung der Schwere der Tat nicht von Vornherein belanglos (vgl. dazu im Zusammenhang mit der Strafzumessung Urteile 6B_249/2016 vom 19. Januar 2017 E. 1.4.2; 6B_702/2009 vom 8. Januar 2010 E. 8.4; je mit Hinweis). Unter Berücksichtigung des bedeutsamen Altersunterschieds von 7 Jahren und des Spektrums möglicher sexueller Handlungen ist mit Blick auf den konkreten Tatvorwurf des mehrmaligen vaginalen Geschlechtsverkehrs jedoch ohne Weiteres von gravierenden Übergriffen auszugehen. Diese gefährden die sexuelle Entwicklung von B.________ - unabhängig von ihrem Einverständnis, ihrer bisherigen sexuellen Erfahrung und ihrer körperlichen Entwicklung - erheblich. Damit handelt es sich bei der in Frage stehenden Anlasstat sowohl abstrakt als auch in ihrer konkreten Ausführung um ein gegen hochwertige Rechtsgüter gerichtetes schweres Delikt. Ob die Tat, derer der Beschwerdeführer dringend verdächtigt wird, tatsächlich zu einer schweren Beeinträchtigung der sexuellen Entwicklung von B.________ führen wird oder nicht, ist nicht entscheidend. Eine einschlägige Vortat ist im Falle der qualifizierten Wiederholungsgefahr sodann nicht erforderlich.