Citation: 1P.489/2001 04.12.2001 E. A

A.- Am 12. Oktober 1998 reichte Eric Stauber dem Gemeinderat Meilen folgende, von ihm und weiteren 196 Stimmberechtigten unterzeichnete Initiative (Grüngürtel-Initiative) ein: "Die Gemeindeversammlung beschliesst: Der Zonenplan der Gemeinde wird gestützt auf § 88 Absatz 1 des Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht wie folgt geändert: Das Gebiet 'Durst', nördlich begrenzt durch die nördliche Grenze der Luftstrasse, östlich durch die westliche Grenze der Plattenstrasse, südlich durch die nördliche Grenze der Rainstrasse von der Plattenstrasse bis zur Einmündung des Harbisweges und die südliche Grenze der Rainstrasse von der Einmündung des Harbisweges bis zum Raingässli und westlich durch die westliche Grenze des Raingässli, wird von der Wohnzone W 1.4 der Reservezone zugewiesen.. " Am 3. November 1998 erklärte der Gemeinderat von Meilen die Grüngürtel-Initiative ungültig. Er kam zum Schluss, sie sei mit dem übergeordneten Recht nicht vereinbar. Die Reservezone, welcher das Gebiet "Durst" nach der Initiative zugewiesen werden solle, umfasse nach § 65 des Bau- und Planungsgesetzes des Kantons Zürich vom 7. September 1975 (PBG) Flächen, deren Nutzung noch nicht bestimmt sei oder in denen eine bestimmte Nutzung erst später zugelassen werden soll. Es könne keine Rede davon sein, dass die Nutzungsart für das Gebiet "Durst" nicht bestimmt sei oder aus einsehbaren Gründen für eine bestimmte Nutzung erst später zugelassen werden solle; eine Reservezone dürfe nicht der Etappierung dienen, sondern nur für die schrittweise Ausdehnung des Bauzonenumfangs erlassen werden. Dessen Redimensionierung stehe indessen nicht zur Diskussion. Das Gebiet "Durst" werde vom kantonalen Richtplan vom 31. Januar 1995, welcher vom Bundesrat am 15. Mai 1996 genehmigt worden sei, "ziemlich präzis abgegrenzt" dem Siedlungsgebiet zugewiesen. Vor allem aber gehöre das Gebiet nach Art. 15 RPG und § 47 PBG in eine Bauzone, die Gemeinde würde ihre Planungspflicht verletzen, wenn sie solches Land aus der Bauzone auszonen würde. Sämtliche Rechtsmittelinstanzen - zuletzt das Bundesgericht am 20. Mai 1992 - hätten unmissverständlich festgehalten, dass es sich beim fraglichen Gebiet um einen von Gebäuden umschlossenen Landschaftsabschnitt handle, der sich seiner ausgesprochen günstigen Lage wegen für Wohnzwecke sehr gut eigne. Überdies habe der Souverän am 25. März 1997 die Parzellen Kt.-Nrn. 1208 und 1251 von der Landwirtschaftszone in die Wohnzone W 1.4 überführt und dabei die Zonierung für das Gebiet "Durst" bestätigt; es gehe daher auch unter dem Gesichtspunkt der Planbeständigkeit nicht an, nach nicht einmal zwei Jahren eine Überarbeitung der Nutzungsplanung ins Auge zu fassen.