Citation: 2C_115/2021 E. 7.2.2

7.2.2. Wenn die Vorinstanz davon ausgegangen ist, dass es sich bei den entsprechenden Beweismitteln lediglich um weitere Meinungsäusserungen handle, und sie - wie die Direktion für Gesundheit und Soziales des Kantons Freiburg - in erster Linie auf die Empfehlungen des Marie Meierhofer Instituts für das Kind (als assoziiertes Institut der Universität Zürich) und des Verbands Kinderbetreuung ("kibesuisse") abgestellt hat, ist dies nicht zu beanstanden. Es liegt hierin entgegen der Kritik der Beschwerdeführerin keine Verletzung der richterlichen Unabhängigkeit (Art. 191c BV); die Vorinstanz durfte auch bei der Einschätzung der konkreten Massnahme ohne Verletzung von Bundesrecht eine gewisse Zurückhaltung üben (Urteile 2C_429/2021 vom 16. Dezember 2021 E. 5.3.3; 2C_290/2021 vom 3. September 2021 E. 5.5.5 und 2C_308/2021 vom 3. September 2021 E. 6.6.5, beide zur Publikation vorgesehen; BGE 132 II 305 E. 4.4 und 5.1 sowie die Urteile 2C_228/2021 vom 23. November 2021 E. 4.9 und 2C_183/2021 vom 23. November 2021 E. 5.7, teilweise zur Publikation vorgesehen). Das angefochtene Urteil legt dar, von welchen wissenschaftlichen Grundlagen ausgegangen wird; eine etwas vertieftere Auseinandersetzung mit den verschiedenen Quellen wäre allenfalls wünschbar gewesen, das Fehlen einer solchen bildet aber noch keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) : Die Prüfungs- und Begründungspflicht bedeutet nicht, dass die Behörde alle Äusserungen und Überlegungen wiederzugeben oder auf alle Vorbringen im Einzelnen einzugehen hat. Sie darf sich auf die entscheidwesentlichen Gesichtspunkte beschränken, solange sich die betroffene Person - wie hier - über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und diesen sachgerecht anfechten kann (Urteile 2C_429/ 2021 vom 16. Dezember 2021 E. 3.1 und 2C_165/2021 vom 27. Juli 2021 E. 5.2; BGE 121 I 54 E. 2c; 117 Ib 481 E. 6b/bb).