Citation: 4A_241/2021 E. 3.5.1

3.5.1. Mit dem Gutachten, das bereits vorlag, hatte sich bereits die erste Instanz befasst und dazu festgehalten: "Im 1. Teilprozess im Jahr 2011 hielt der Gutachter Dr. H.________, Experte der Fachbereiche Schmerztherapie und Anästhesie, zur Frage der Prognose für die Geschädigte fest, 'die Patientin bedarf einer Betreuung (inkl. Pflege im engeren Sinne) rund um die Uhr (24 Stunden).' (Klagebeilage 41, S. 42). Dies wurde jedoch nicht weiter ausgeführt, da der Schwerpunkt des Gutachtens in der Beurteilung der Kausalität zwischen Behandlung und Schädigung lag." Die Erstinstanz erachtete das Gutachten für sich allein mithin nicht für beweisbildend, da es an weiteren Ausführungen zu der notwendigen Betreuung und Pflege aufgrund der Art des Gutachtens fehlte. Erst anhand der von der Erstinstanz im Detail zusammengefassten Zeugenaussagen gelangte die Erstinstanz zum Schluss, die Patientin habe eine äusserst engmaschige Pflege und Betreuung benötigt.