Citation: 4A_597/2018 E. 1.2.2

1.2.2. Auf die vorsorgliche Beweisführung nach Art. 158 ZPO sind die Bestimmungen über die vorsorglichen Massnahmen (Art. 261 ff. ZPO) anwendbar (Art. 158 Abs. 2 ZPO). Verfahrensabschliessende Entscheide über vorsorgliche Massnahmen gelten als Endentscheide, wenn sie in einem eigenständigen Verfahren ergehen; dagegen als Zwischenentscheide, wenn sie vor oder während eines Hauptverfahrens erlassen werden (BGE 144 III 475 E.1.1; 138 III 76 E. 1.2; 333 E. 1.2 S. 334 f.; 137 III 324 E. 1.1 S. 327 f.). Das Gesuch um vorsorgliche Beweisführung ist hier unabhängig von einem Hauptverfahren - zur Abklärung der Prozesschancen - gestellt worden. Es handelt sich um ein eigenständiges Verfahren. Entscheide, welche ein solches eigenständiges Massnahmeverfahren abschliessen, sind Endentscheide. Dies trifft namentlich zu, wenn ein Gesuch um vorsorgliche Beweisführung abgewiesen wird (BGE 138 III 76 E. 1.2 S. 79). Entscheide, mit denen ein Gesuch um vorsorgliche Beweisführung gutgeheissen wird, sind dagegen Zwischenentscheide, weil damit das Verfahren betreffend die vorsorgliche Beweisführung erst eröffnet wird (FELLMANN, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.] Kommentar ZPO 3. Aufl. 2016, N 44a zu Art. 158).