Citation: U 56/04 23.02.2005 E. 3

3.1 Mit Blick auf die Aktenlage und die Parteivorbringen besteht kein Anlass, den während des gesamten Verfahrens von keiner Seite in Frage gestellten natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den von der Versicherten geklagten Beschwerden und dem Unfall vom 17. Januar 2000 letztinstanzlich der richterlichen Überprüfung zu unterziehen (BGE 110 V 53 Erw. 4b). Zu beurteilen ist hingegen die strittige Adäquanz des Kausalzusammenhangs (vgl. RKUV 2003 S. 360 Erw. 4.2), wobei dies - insoweit sind sich die Verfahrensbeteiligten einig - nach der in BGE 117 V 366 ff. dargelegten Rechtsprechung betreffend Unfallfolgen nach HWS-Verletzungen zu geschehen hat. 3.2 Im Rahmen der für die Adäquanzprüfung vorzunehmenden Gewichtung der Unfallschwere hat die Vorinstanz die Kollision vom 17. Januar 2000 ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - ein entgegenkommender Personenwagen stiess auf vereister Fahrbahn frontal mit dem stillstehenden Auto der auf den Zusammenprall gefassten, angegurteten Beschwerdeführerin zusammen, wobei die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung des gestossenen Wagens maximal 16,1 Delta-v betrug (technische Unfallanalyse der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik vom 15. November 2001) - zutreffend dem mittleren Bereich zugeordnet. Ob angesichts der Geschwindigkeit des aufprallenden Autos (gemäss technischer Unfallanalyse vom 15. November 2001 31,4 km/h), der kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung des getroffenen Fahrzeugs von 16,1 Delta-v, des lokal begrenzten Sachschadens (vorderer, linker Kotflügel inkl. Stossstange, Licht/Blinker, Motorhaube, Batterie) sowie der unmittelbar nach dem Unfall bewusstseinsklaren und beschwerdefreien Verfassung der Beschwerdeführerin (einschliesslich ihrer Fähigkeit zur Erledigung sämtlicher Formalitäten) von einem leichteren Ereignis im mittleren Bereich auszugehen ist (aus der Rechtsprechung vgl. etwa RKUV 2003 Nr. U 489 S. 360 f. Erw. 4.2; Urteil K. vom 15. November 2004 [U 334/03] Erw. 3.1, K. vom 2. Dezember 2003 [U 33/03] Erw. 4.1, mit Hinweis auf Erw. 3a des in RKUV 1995 Nr. U 221 S. 117 zusammenfassend zitierten Urteils F. vom 6. Januar 1995 [U 185/94]), kann offen bleiben, wie aus nachfolgenden Erwägungen erhellt. 3.3 Sowohl einem mittelschweren wie auch im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt - im Sinne adäquater Kausalität - nur dann massgebende Bedeutung für die aktuelle Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezogenen Kriterien (besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; Dauerbeschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, welche Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit) in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 117 V 367 f. Erw. 6a und b). 3.3.1 Die Beschwerdeführerin behauptet zu Recht nicht, das Unfallgeschehen vom 17. Januar 2000 sei durch besondere Eindrücklichkeit oder dramatische Begleitumstände gekennzeichnet. Ebenfalls auszuschliessen ist aufgrund der Aktenlage und den Parteivorbringen eine ärztliche Fehlbehandlung. Demgegenüber sind die Kriterien der Dauerbeschwerden und der hinsichtlich Grad und Dauer erheblichen Arbeitsunfähigkeit nach übereinstimmender Auffassung der Verfahrensbeteiligten erfüllt, wogegen letztinstanzlich nichts einzuwenden ist. Umstritten bleiben die Kriterien der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung, des schwierigen Heilungsverlaufs und der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung.