Citation: 2C_109/2022 E. 4.5.3

4.5.3. Die einzige Konstellation, in der das Bundesgericht eine solche Vorabwürdigung im Rahmen des Amtshilfeverfahrens ausnahmsweise zulässt, bedingt dass die betroffene Person in der Schweiz unbeschränkt steuerpflichtig ist (vgl. Urteil 2C_953/2020 vom 24. November 2021 E. 3.6 mit Hinweis auf BGE 142 II 161). Diesfalls ist - wie die ESTV als weitere Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung dem Bundesgericht unterbreitet (vgl. E. 1.3 hiervor) - beim Nachweis des Schweizer Domizils denkbar, dass die voraussichtliche Erheblichkeit trotz grundsätzlich zulässigem Listen- oder Gruppenersuchen verneint werden darf. Ausgeschlossen ist eine solche Vorabwürdigung indes, wenn sich die betroffene Person auf ein Domizil, einen Steuerwohnsitz oder die Ansässigkeit in einem Drittland beruft (vgl. Urteil 2C_953/2020 vom 24. November 2021 E. 3.6; vgl. auch E. 4.2.1 i.f. hiervor). Das vorinstanzliche Vorgehen verletzt bereits aus diesem Grund Art. 25 DBA CH-KR.