Citation: 1C_260/2024 E. 2.4

2.4. Es ist dem Beschwerdeführer zwar einzuräumen, dass sich die Vorinstanz mit dem Hinweis begnügt, die Vorbringen des Beschwerdeführers in seiner Stellungnahme zum Gutachten von Dr. med. B.________ würden seine persönliche Einschätzung wiedergeben, mit der er die begründet dargelegten Schlüsse des Psychiaters nicht zu entkräften vermöge. Daraus ergibt sich jedoch auch, dass die Vorinstanz die Stellungnahme bzw. "Gegendarstellung" des Beschwerdeführers zum Gutachten sehr wohl in ihrer Entscheidfindung berücksichtigt hat. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken (vgl. BGE 146 II 335 E. 5.1; 143 III 65 E. 5.2 mit Hinweisen). Auch wenn das Gutachten nicht im vorliegenden Administrativverfahren, sondern zuhanden der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Oberland Ost (KESB) und nicht mit verkehrsmedizinischer bzw. -psychologischer Fragestellung erstellt worden ist, ist nicht zu beanstanden, dass sich die Vorinstanz Zurückhaltung auferlegt hat, von den schlüssigen Ausführungen des fachlich qualifizierten Gutachters abzuweichen. Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers handelt es sich bei Dr. med. B.________ um einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Im Übrigen wäre auch der vom Beschwerdeführer im diesem Zusammenhang angerufene BGE 140 IV 49, wonach in der Regel nur Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie als sachverständige Person in Frage kommen, nicht einschlägig gewesen, da es sich hier nicht um eine "sachverständige Begutachtung" im Sinne von Art. 20 und Art. 56 Abs. 3 StGB sowie Art. 182 ff. StPO handelt. Die Vorinstanz durfte - jedenfalls unter Willkürgesichtspunkten - davon ausgehen, dass die Kritik des Beschwerdeführers in seiner Stellungnahme zum Gutachten sich auf eine Wiedergabe seiner persönlichen Einschätzung beschränke, die nicht geeignet sei, die schlüssigen Ausführungen des Fachexperten umzustossen. Der Beschwerdeführer bringt dies in seiner Stellungnahme einleitend auch selbst zum Ausdruck, indem er festhält, bei seinen Aussagen handle es sich um seine eigene Perspektive, wie er den Sachverhalt sehe. Inwiefern das Abstellen der Vorinstanz auf das Gutachten nicht vor dem Willkürverbot standhalten sollte, ist weder hinreichend dargetan noch ersichtlich. So sind entgegen dem Beschwerdeführer weder offensichtliche "Falschaussagen" erkennbar, noch ist sonstwie offenkundig, dass das fachpsychiatrische Gutachten widersprüchlich, unvollständig oder unplausibel ist. Er vermag jedenfalls die vom Fachgutachter festgestellten psychischen Auffälligkeiten nicht als offensichtlich unrichtig in Frage zu stellen. Den Begründungsanforderungen an eine Willkürrüge genügt auch nicht, wenn der Beschwerdeführer den Diagnosen lediglich seine persönliche Sichtweise entgegenstellt und einwendet, er habe sich lediglich aufgrund einer vorübergehenden Lebenskrise (unverschuldete Obdach- und Mittellosigkeit) freiwillig in der Privatklinik U.________ befunden. Die vom Beschwerdeführer erhobene Kritik an der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweiswürdigung ist somit unbegründet. Dasselbe gilt in Bezug auf die (sinngemäss gerügte) Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV), soweit er eine solche überhaupt hinreichend substanziiert (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG).