Citation: 1P.260/2002 01.10.2002 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt weiter die Herabsetzung des anwaltlichen Honorars. Nach Art. 90 Abs 1 lit. b OG hat die Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz zusammengefasste Darlegung darüber zu enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze verletzt sind und inwiefern der angefochtene Entscheid nicht nur unkorrekt, sondern qualifiziert falsch ist. Das Bundesgericht untersucht nicht von Amtes wegen, ob ein kantonaler Hoheitsakt verfassungswidrig ist, sondern prüft im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren nur rechtsgenügend vorgebrachte, klar erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (BGE 110 Ia E. 2a S. 3 f.). Es genügt namentlich nicht, wenn der Beschwerdeführer behauptet, der Entscheid des Obergerichts sei willkürlich. Er hat vielmehr, ausgehend von den massgeblichen Gesetzesvorschriften, darzulegen, inwiefern diese Bestimmungen nicht nur unzutreffend, sondern darüber hinaus qualifiziert unrichtig und damit willkürlich angewendet worden sein sollen (123 III 261 E. 4a S. 270). Diesen Anforderungen genügt die Rüge in Bezug auf die Honorarkürzung nicht. Der Beschwerdeführer zeigt in keiner Weise auf, weshalb das Obergericht willkürlich entschieden haben soll. Weder wird dargetan, welche massgebliche Gesetzesnorm verletzt worden sein soll, noch inwiefern der Entscheid offensichtlich unhaltbar sein soll. Der Beschwerdeführer macht lediglich geltend, ein Vergleich zwischen dem Aufwand der Anwälte beider Beschuldigten im obergerichtlichen Verfahren sei nicht stichhaltig. Es könne nicht auf die Anzahl der Vorwürfe abgestellt werden, die der einzelne Anwalt zu behandeln hatte. Der Beschwerdeführer äussert sich aber weder detaillierter zum Aufwand seines Anwaltes noch zu dem des anderen involvierten Rechtsvertreters, um seinen Vorwurf der Willkür zu begründen.