Citation: 6B_926/2020 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer beanstandet die Verurteilung wegen Landfriedensbruchs (Art. 260 StGB) sowie Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte (Art. 285 Ziff. 2 Abs. 1 StGB). Er wirft der Vorinstanz willkürliche Feststellung des Sachverhalts, qualifizierte Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" und Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. Insbesondere sei seine "Anerkennung" eines Landfriedensbruchs in einer Einvernahme im Vorverfahren auf Anraten seiner damaligen Verteidigerin erfolgt, die einen "Deal" mit der Staatsanwaltschaft vereinbart haben soll. Bei der vorinstanzlichen Annahme, der Beschwerdeführer sei Teil einer gewalttätigen Menge gewesen, handle es sich um eine aktenwidrige Tatsachenfeststellung. Es fehle an einer Menschenansammlung und am Erfordernis der Gewalt gegen Personen oder Sachen in Anwesenheit des Beschwerdeführers. Es gebe potenziell zwei Situationen, in welchen von einer Ansammlung einer grossen Anzahl von Menschen ausgegangen werden könnte, die nach aussen als vereinigte Menge erscheine und die von einer die Friedensordnung bedrohenden Grundhaltung getragen werde. Die eine Situation sei jene, in welcher der Beschwerdeführer gemäss der ursprünglichen Anklageschrift einen Schotterstein geworfen haben soll. Die auf dem diesbezüglichen Foto kant. Akten S. 24'171 ersichtlichen zwei Personen auf dem Perron stellten keine Ansammlung dar. Zudem fehle es an aktenkundigen Gewalttätigkeiten. Die zweite Situation, die als eine Zusammenrottung qualifiziert werden könnte, habe viel später stattgefunden. Es handle sich um das Foto kant. Akten S. 24'175, auf welchem ersichtlich sei, dass einige Personen auf dem Perron stünden, jedoch weder Gewalttätigkeiten noch eine gewalttätige Ansammlung erkennbar seien. Der vorinstanzliche Schluss auf eine Zusammenrottung sei damit aktenwidrig und willkürlich. Die Vorinstanz setze sich weder mit seinen Vorbringen noch mit dem erstinstanzlichen Urteil auseinander, womit überdies das rechtliche Gehör bzw. der Anspruch auf ein hinreichend begründetes Urteil verletzt werde.