Citation: 6B_997/2017 E. 2.5

2.5. Die Vorinstanz bejaht einen versuchten Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB zu Recht. Insbesondere erachtet sie die Arglist zutreffend als gegeben und erwägt korrekt, dass der Beschwerdeführer nicht mehr nur eine einfache Lüge, sondern ein ganzes Lügengebäude eingesetzt habe, um die A.________ AG zu täuschen. Dagegen wendet der Beschwerdeführer selbst auch gar nichts ein. Er macht lediglich geltend, seine Täuschung sei nicht "nicht oder nur erschwert durchschaubar" gewesen, weshalb es an der Arglist fehle. Zwar ist die Überprüfbarkeit der falschen Angaben nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch bei einem Lügengebäude oder bei betrügerischen Machenschaften von Bedeutung. Auch in diesen Fällen ist das Täuschungsopfer somit zu einem Mindestmass an Aufmerksamkeit verpflichtet und scheidet Arglist aus, wenn es die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet hat (BGE 135 IV 76 E. 5.2 S. 82 mit Hinweis). Dies ist der A.________ AG vorliegend jedoch nicht vorzuwerfen. Und ob die Täuschung arglistig ist, hängt gerade nicht davon ab, ob sie gelingt. Aus dem Umstand allein, dass das Opfer der Täuschung nicht erliegt (oder letztlich nicht erlegen wäre, wie der Beschwerdeführer geltend macht), lässt sich nicht ableiten, diese sei notwendigerweise nicht arglistig (BGE 135 IV 76 E. 5.2 S. 79). Auch dass und weshalb der Beschwerdeführer die Schwelle zum Versuch überschritten hat, erläutert die Vorinstanz korrekt. Soweit der Beschwerdeführer in seiner Argumentation andeutet, sich entgegen der vorinstanzlichen Annahme nicht zur Zahlung einer Konventionalstrafe verpflichtet zu haben, weicht er von der verbindlichen Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz ab, ohne Willkür darzutun, weshalb darauf nicht einzugehen ist. Unbehelflich ist in diesem Zusammenhang auch sein Einwand, dass in der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung nirgends festgehalten sei, die vereinbarte Konventionalstrafe sei derart hoch gewesen, dass sie "kein Zurück" mehr zugelassen habe. Welche Bedeutung der Verpflichtung zur Zahlung dieser Konventionalstrafe beigemessen wird bzw. inwiefern sie als Faktor zu berücksichtigen ist bei der Beurteilung, ob die Schwelle zum Versuch überschritten wurde, ist Rechts- und keine Tatfrage, die im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung geklärt werden könnte oder müsste. Dass die Vorinstanz die Vereinbarung einer Konventionalstrafe als Element wertet, das dafür spricht, dass der Beschwerdeführer seiner vertraglichen Verpflichtung (vordergründig) nachgekommen wäre und den Honig tatsächlich ausgeliefert hätte, erscheint unter Berücksichtigung von Sinn und Zweck einer Konventionalstrafe folgerichtig. Mit der Vorinstanz ist nicht ersichtlich, was (ausser seiner Verhaftung) den Beschwerdeführer noch davon abgehalten hätte, den von ihm gelagerten, ausländischen Honig abzufüllen und an die Abnehmerin zu versenden. Schliesslich hatte er in verschiedenen Gesprächen mit der Veranwortlichen der A.________ AG immer wieder versichert, alle verlangten Nachweise für die Herkunft des Honigs erbringen zu können. Auch die Neuetikettierung der Honigdosen hatte er bereits in Auftrag gegeben. Dass vor Versendung der Ware noch eine Aufforderung durch die A.________ AG hätte erfolgen müssen, ändert daran entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nichts. Da die A.________ AG von einem gültigen Vertrag mit ihm ausging, spricht nichts dagegen, dass diese Aufforderung auch tatsächlich erfolgt wäre, weshalb dieser Aspekt nicht entscheidend sein kann bei der Beurteilung, ob der Beschwerdeführer das Versuchsstadium bereits erreicht hat oder nicht. Ebenso wenig erscheinen die zwei Wochen relevant, die bis zur Auslieferung noch hätten vergehen müssen, zumal der Beschwerdeführer sämtliche Vorbereitungen bereits in die Wege geleitet hatte, um am ausgemachten Termin bereit zu sein. Damit hat sein Handeln sowohl in räumlich/örtlicher als auch in zeitlicher Hinsicht ein ausreichend tatnahes Stadium erreicht, um als Versuch zum Betrug zu gelten.