Citation: M 4/01 13.09.2002 E. 2

Um den Invaliditätsgrad berechnen zu können, sind das hypothetische Validen- und das hypothetische Invalideneinkommen zu bestimmen. 2.1 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was der Versicherte im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b mit Hinweis). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen; daher ist in der Regel vom letzten Lohn auszugehen, den der Versicherte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt hat (Urteil H. vom 4. April 2002, I 446/01). Weil die letzte Erwerbstätigkeit des Versicherten vor dem Unfall lediglich 8 Tage dauerte und die Entlöhnung ausschliesslich auf Provisionsbasis erfolgen sollte, hat die MV auf den Verdienst bei der vorletzten Arbeitsstelle abgestellt. Dieses Vorgehen ist zulässig und wird vom Beschwerdeführer auch nicht beanstandet. 2.2 Zur Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens hat die MV die SUVA-Dokumentation über die Arbeitsplätze (DAP) herangezogen. Auf Grund der versicherungsärztlichen Beurteilung durch Dr. med. K.________ vom 28. Oktober 1999, welche Angaben zu einer zumutbaren Tätigkeit enthält, erachtete die MV die auf den DAP-Blättern 4243, 3231 und 1109 dokumentierten Beschäftigungen als zumutbar. Das vermag bezüglich des erstgenannten Arbeitsplatzes nicht zu überzeugen, da es sich bei dieser Arbeit (Produktionsmitarbeiter in einer Firma, die Magnetventile herstellt) laut Beschreibung um "Feinarbeit" handelt, bei der mit "Geduld und Konzentration" die Ventile von Hand zu montieren sind. Der Versicherungsmediziner Dr. K.________ hat festgehalten, dass "auf der rechten Seite feinere manuelle Tätigkeiten Schwierigkeiten bereiten können". Ausserdem wurden ärztlicherseits verschiedentlich Konzentrationsstörungen beschrieben. Damit erweist sich der Arbeitsplatz gemäss DAP-Blatt 4243 als nicht geeignet für den Beschwerdeführer.