Citation: 6B_610/2024 E. 1.3.3

1.3.3. Auch mit Bezug auf die Anrechnung der weiteren Ersatzmassnahmen verletzt die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen nicht. Es kann grundsätzlich auf ihre zutreffenden Erwägungen verwiesen werden (oben E. 1.2.4). Insbesondere ist ihr zuzustimmen, dass die Ausweis- und Schriftensperre sowie die Meldepflicht den Beschwerdeführer angesichts seines Alters und seiner Gesundheit in seiner Bewegungsfreiheit kaum beeinträchtigten. Er bestreitet auch nicht, dass das Bundesgericht ein Verbot, die Schweiz zu verlassen, als geringfügige Einschränkung der Handlungsfähigkeit einstuft. Dies muss hier umso mehr gelten, zumal der Beschwerdeführer selbst aussagte, aufgrund seiner Gesundheit keine Auslandsreisen mehr machen zu können. Von einem auf die Ersatzmassnahmen zurückzuführenden unfreiwilligen Verzicht kann daher kaum die Rede sei. Es ist nachvollziehbar, der 21-monatigen Dauer der Ersatzmassnahmen im Umfang von 10% oder von rund 60 Tagen, nicht wie vom Beschwerdeführer gefordert von 30% oder 180 Tagen, Rechnung zu tragen. Zu keinem anderen Ergebnis führt, dass der Beschwerdeführer aufgrund des Kontaktverbots zum Geschädigten seine Alltagsgestaltung anpassen musste, weil seine Ehefrau ebenfalls beim Geschädigten wohnte. Dies gilt ebenso für die tägliche Meldepflicht, zumal der Beschwerdeführer dieser unbestrittenermassen telefonisch nachkommen konnte. Seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen hinderten ihn daran mithin nicht, sodass sie die Vorinstanz zu Recht ausser Acht lässt.