Citation: 1C_282/2021 E. 7.5

7.5. Dem Verwaltungsgericht ist zuzustimmen, dass vorliegend die übergangsrechtlichen Festlegungen zum Gewässerraum und nicht Art. 41a GSchV anwendbar sind, weil der definitive Gewässerraum noch nicht ausgeschieden worden ist. Weiter räumt das kantonale Amt für Gewässer, Abteilung Wasserbau, in der Eingabe vom 25. November 2021 ein, dass der übergangsrechtliche Gewässerraum 8 m ab Uferlinie bei der aktuellen Sohlenbreite von 2.5 m des Brandeggbachs beträgt. Aufgrund der übereinstimmenden Aussagen der Fachbehörden ist grundsätzlich ein übergangsrechtlicher Gewässerraum von 8 m ab der Uferlinie zugrundezulegen. Dem BAFU ist zudem dahingehend zu folgen, dass kein Anlass für eine Verbreiterung des übergangsrechtlichen Gewässerraums wegen der Hochwassergefahr beim Brandeggbach besteht (vgl. oben E. 7.4). Zu prüfen bleibt somit, ob das Bauvorhaben den übergangsrechtlichen Gewässerraum von 8 m ab Uferlinie verletzt.