Citation: 2P.234/2003 09.09.2004 E. 3

Die Steuererklärung 2001a dient der Feststellung der ausserordentlichen Einkünfte, die in der Bemessungslücke beim Übergang zur Gegenwartsbesteuerung erzielt wurden, sie gibt aber, namentlich was das Vermögen betrifft, nur partiell Auskunft (vgl. Art. 218 Abs. 1 und 2 DBG). Aus diesem Grund nahm die Steuerverwaltung beim Beschwerdeführer einen den Zeitraum vom 1. Januar 1999 bis 1. Januar 2002 umfassenden Vermögensstandsvergleich vor. Dieser ergab eine Vermögenszunahme von Fr. 236'694.-- (1. Januar 1999: Fr. 71'010.--; 1. Januar 2002: Fr. 287'704.--; bereinigt um die Buchwerterhöhung bei der Liegenschaft von Fr. 5'000.-- und den Börsenverlust von Fr. 15'000.-- ). Dieser Vermögenszunahme standen im gleichen Zeitraum deklarierte Einkünfte von lediglich Fr. 159'792.-- (1999: Fr. 43'882.--, 2000: Fr. 57'464.--, 2001: Fr. 58'446.--) gegenüber. Die Steuerverwaltung forderte daher den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 14. Mai 2002 auf, zu erklären, wie es zu dieser Vermögenszunahme kam, und die entsprechenden Belege einzureichen. Auf diese Aufforderung reagierte der Beschwerdeführer nicht. Es stand somit nicht fest, mit welchen Quellen der Beschwerdeführer (abgesehen von den deklarierten Einkommen) sein Vermögen vermehrt hatte. Dieser Unsicherheit im Sachverhalt konnte nur mit einer ermessensweisen Festsetzung des Einkommens begegnet werden. Das wurde dem Beschwerdeführer für den Säumnisfall denn auch angedroht. Die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Ermessensveranlagung waren damit erfüllt. Fragen kann sich nur, ob der Beschwerdeführer nachträglich - im Einspracheverfahren - seine Mitwirkungspflicht erfüllt und den Unrichtigkeitsnachweis geleistet hat. Die Beweislast für diese Tatsache liegt nach dem Gesagten beim Beschwerdeführer.