Citation: 5A_36/2022 E. 5.3

5.3. Mit diesen Vorbringen zeigt die Beschwerdeführerin zwar auf, inwiefern die Sachlage aus ihrer Sicht die gegenteilige Lösung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheinen lässt. Willkür begründet dies indes nicht (BGE 144 I 113 E. 7.1; 142 II 369 E. 4.3, mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin spricht dem pro memoria -Eintrag im Konkursinventar jegliche Relevanz mit dem Argument ab, solche Einträge würden standardmässig in jedes Konkursinventar aufgenommen. Konkrete Anhaltspunkte, dass das Konkursamt im vorliegenden Fall die Verantwortlichkeitsansprüche einzig pro forma aufgenommen haben soll und die Vorinstanz dies unter Berücksichtigung der Beweiskraft des Inventars gemäss Art. 8 Abs. 2 SchKG i.V.m. Art. 9 ZGB offensichtlich unhaltbar übersehen haben soll, liefert die Beschwerdeführerin indes nicht. Auch aus dem Umstand, dass im Inventar der Anspruch mit einem Wert von Franken Null aufgeführt wurde, lässt die Würdigung der Vorinstanz nicht als offensichtlich unhaltbar erscheinen. Der Zusatz "in unbestimmter Höhe" kann willkürfrei auch damit begründet werden, dass die Höhe des mittelbaren Schadens der Gläubiger bzw. der Gläubigergesamtheit erst mit dem rechtskräftigen Kollokationsplan beziffert werden kann (vgl. BGE 146 III 411 E. 2.1). Auch aus dem Umstand, dass die (potenziellen) Schuldner der Verantwortlichkeitsansprüche sowie die Rechtsgrundlagen in einem Sammeleintrag zusammengefasst wurden, lassen den angefochtenen Entscheid nicht als willkürlich erscheinen.