Citation: 2C_727/2014 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer hat im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils während über zehn Jahren quasi ununterbrochen Sozialhilfe bezogen, wobei die Gesamtsumme (inklusive übernommene Krankenversicherungsprämien) Fr. 347'934.80 betrug. Das Kriterium der Erheblichkeit ist damit ohne weiteres erfüllt. Was die Dauerhaftigkeit betrifft, ist diese retrospektiv ebenfalls gegeben. Es bleibt zu prüfen, ob auch für die Zukunft davon ausgegangen werden muss, dass der Beschwerdeführer seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten kann. Die Vorinstanz hat diese Annahme zu Recht bestätigt. Obwohl der Beschwerdeführer zahlreiche Kurse und Praktika im sekundären Arbeitsmarkt absolviert hat, gelang es ihm nicht, im ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Die Aussichten diesbezüglich waren im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils nicht besser als im Zeitpunkt der Verwarnung, obwohl seither mehr als drei Jahre verstrichen waren. Die Dauerhaftigkeit des Sozialhilfebezugs ist somit auch in prospektiver Hinsicht zu bejahen. Daran ändert der eingereichte Teilzeitarbeitsvertrag vom 17. September 2014 nichts, da es sich dabei um ein echtes Novum handelt, welches nicht berücksichtigt werden darf (vgl. E. 2.3.1). Das Gleiche gilt für das Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe am vergangenen Mittwoch (vor der Beschwerdeeinreichung) einen äusserst vielversprechenden Probearbeitstag im Restaurant D.________ absolviert. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG erfüllt ist.