Citation: 8C_65/2022 E. 4.2

4.2. Der Invaliditätsbemessung legte die Vorinstanz bezüglich des Invalideneinkommens einen tabellarischen Wert von monatlich Fr. 4371.- zugrunde, entsprechend dem Totalwert der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2018 des Bundesamtes für Statistik, Tabelle TA1, tirage skill level, Frauen, Kompetenzniveau 1. Angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden und indexiert per 2020 ergab dies ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 55'614.- (Fr. 4371.- x 12 / 40 x 41,7 x 1.009 x 1.008). Zum Valideneinkommen führte die Vorinstanz aus, die Beschwerdegegnerin hätte ohne Unfall im Jahre 2015 bei einem Pensum von 80 % als Hilfsköchin unbestritten Fr. 35'880.- verdient. Hochgerechnet auf ein 100%-Pensum und nominallohnindexiert bis 2020 resultiere ein Lohn von Fr. 46'350.-. Es gebe keinerlei Anhaltspunkte, dass sie freiwillig auf ein Einkommen in der Höhe des durchschnittlichen Hilfsarbeiterlohns verzichtet habe. Es sei vielmehr anzunehmen, dass die Unterdurchschnittlichkeit ihres Validenlohns auf die Zwänge des realen Arbeitsmarkts zurückzuführen sei, weshalb die Vorinstanz im Sinne einer Parallelisierung das Valideneinkommen ebenfalls anhand des Tabellenlohns für Hilfsarbeiterinnen (Total) ermittelte. Aus dem Vergleich von Validen- und Invalideneinkommen resultierte ein Invaliditätsgrad von 50 %, entsprechend dem Grad der Arbeitsunfähigkeit.