Citation: 6B_1440/2019 E. 4.2

4.2. Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz verfügt der Beschwerdeführer über keinerlei gefestigte Strukturen, aus welchen er durch einen Gefängnisaufenthalt herausgerissen würde. Die Unterstützung, welche er im begleiteten Wohnen erfahre, werde ihm auch im Gefängnis zuteil. Weiter sei die in Freiheit begonnene ambulante Therapie weitmaschig und beschränke sich auf eine Sitzung pro Woche. Auch hinsichtlich der Qualität der Therapie im oder ausserhalb des Strafvollzugs sieht die Vorinstanz keinen Unterschied, da sich die diesbezüglichen Therapieangebote kaum unterscheiden würden. Schliesslich stellt die Vorinstanz auf die Ausführungen im Gutachten vom 12. Juni 2019 ab, wonach der gleichzeitige Strafvollzug die Therapie nicht in relevanter Weise beeinträchtige (angefochtenes Urteil S. 19 ff.). Das Gutachten führt aus, der Beschwerdeführer habe im Jahr 2018 aus eigener Initiative und mit hoher Zuverlässigkeit eine Behandlung seiner Abhängigkeitserkrankung aufgenommen. Es sei ihm gelungen, seinen Suchtmittelkonsum zu reduzieren und die therapeutische Unterstützung der psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK) stationär und ambulant sowie betreutes Wohnen in Anspruch zu nehmen. Sein Zustandsbild habe sich verbessert bzw. stabilisiert, weshalb eine ambulante Behandlung geeignet und sinnvoll erscheine. Der Beschwerdeführer profitiere davon, dass er derzeit mit einer türkischsprechenden Psychiaterin in der PUK arbeiten könne. Theoretisch könne die ambulante Massnahme dort oder aber während des Strafvollzugs durchgeführt werden. Der vorausgehende oder gleichzeitige Vollzug einer Freiheitsstrafe beeinträchtige die Behandlung nicht in relevanter Weise (Gutachten S. 61 ff.).