Citation: 8C_986/2012 E. 4.1

4.1. Das Bundesgericht hatte sich bereits im Urteil 8C_267/2012 vom 28. September 2012 mit der Wechselkursproblematik des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro zu befassen und erkannt, dass Währungsschwankungen von rund 10 % gegenüber dem jahrelang üblichen Wechselkurs Euro/CHF von 1.50 zum normalen Betriebsrisiko gehören. Im Spätsommer war die Frankenstärke gegenüber dem Euro mit einem Kurs von Euro/CHF 1.1334 (am 1. September 2011) jedoch viel ausgeprägter, weshalb sich das SECO zur (am 6. September 2011 verschickten) Weisung hinsichtlich möglichem Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung bei anhaltender Frankenstärke und darauf zurückzuführende Umsatzrückgänge mit entsprechenden Arbeitsausfällen veranlasst sah. Das SECO sieht darin mit durch Währungsdifferenzen begründete Auftragsrückgänge erst seit dem 1. September 2011 als ausserordentliche Situation an, die allenfalls einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung rechtfertigt. Ebenfalls am 6. September 2011 legte die Schweizerische Nationalbank zur Stärkung der Schweizer Wirtschaft einen Mindestkurs des Euro zum Franken auf eine Untergrenze von 1.20 fest. Durch das Eingreifen der Nationalbank pendelte sich darauffolgend der Kurs Euro/CHF zwar bei ca. 1.20 ein, dies bedeutet aber dennoch Währungsschwankungen von rund 20 % gegenüber dem jahrelang üblichen Wechselkurs Euro/CHF von 1.50.