Citation: 1P.391/2004 13.09.2004 E. 6

6.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, die DJI habe bei Dr. A.________ eine Anfrage gemacht und daraufhin von diesem einen Bericht erhalten. Beide Aktenstücke seien ihm nicht zur Kenntnis gebracht worden. Die DJI führt dazu in der Vernehmlassung aus, die erwähnte Anfrage habe zur Klärung der Frage gedient, ob das Arztzeugnis von Dr. A.________ vom 4. Februar 2004 als Arbeitsunfähigkeitszeugnis zu verstehen sei. Auf den daraufhin von Dr. A.________ eingereichten, unbestellten Arztbericht vom 3. März 2004 sei nicht abgestellt worden, nachdem erkannt worden sei, dass das Zeugnis vom 4. Februar 2004 "nicht anders denn als Arbeitsunfähigkeitszeugnis zu verstehen war". Da auf den Arztbericht vom 3. März 2004 nicht abgestellt worden sei, habe auch kein Anlass bestanden, vom Beschwerdeführer eine Stellungnahme dazu einzuholen. 6.2 Die DJI hat auf den Bericht von Dr. A.________ vom 3. März 2004 nicht abgestellt, weshalb es nicht verfassungswidrig war, vom Beschwerdeführer dazu keine Stellungnahme einzuholen. Dies ergibt sich im Übrigen ohne weiteres aus dem Inhalt des Berichts. Dieser bescheinigt, dass ein Haftantritt des Beschwerdeführers für die Zeit zwischen dem 30. Januar und dem 28. Februar 2004 wegen einer Tibia-Kopffraktur und einer Fibulafraktur unmöglich, während der folgenden 2 bis 6 Wochen nicht empfehlenswert und nach ca. 3 Monaten möglich sei. Geht man zu Gunsten des Beschwerdeführers davon aus, dass der Arzt diese Dreimonatsfrist auf das Ausstellungsdatum des Berichts und nicht auf das Unfalldatum bezog, so bescheinigt er dem Beschwerdeführer, während der Monate April, Mai und Juni 2004 die Strafe nicht antreten zu können. Während dieser Zeit stand ein Strafantritt wegen des hängigen Rekursverfahrens indessen gar nicht zur Diskussion, weshalb dieser Arztbericht für den Ausgang des Verfahrens offensichtlich irrelevant war. Die DJI brauchte ihn unter diesen Umständen dem Beschwerdeführer nicht zur Stellungnahme zu unterbreiten.