Citation: 8C_372/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Was die Beschwerdeführerin in erster Linie vorbringt, trifft den entscheidwesentlichen Punkt nicht. Entgegen ihren Darlegungen hatte, wie das kantonale Gericht zutreffend hervorgehoben hat, das ehemalige Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; heute: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) das Erwerbsmotiv der Schülerin gemäss BGE 115 V 55 ausdrücklich nur für die erhaltenen Reitstunden bejaht, nicht aber für Kost und Logis. Das EVG habe zudem hervorgehoben, dass im Regelfall mehr oder weniger ausgeübte Freizeitbeschäftigungen und Handreichungen Jugendlicher nicht ausreichten, um ein Arbeitsverhältnis im Sinne des UVG zu begründen. Von solchen gelegentlichen Diensten könne in dem zu beurteilenden Fall angesichts der Intensität und Regelmässigkeit sowie des Umfangs der erbrachten Arbeitsleistungen jedoch nicht mehr gesprochen werden. So habe die Schülerin am Mittwochnachmittag sowie an Wochenenden und in den Ferien ab 1983 bis zum Unfall im August 1985 ständig im Stall gearbeitet. Daraus hat das kantonale Gericht gefolgert, es sei daran zu erinnern, dass noch nicht obligatorisch versichert ist, wer nur aus Gefälligkeit kurzfristig für einen anderen tätig wird, auch wenn er dafür in irgendeiner Form entschädigt wird. Dem ist beizupflichten.