Citation: 4A_443/2017 E. 4.3

4.3. Selbst wenn es zutreffen sollte, dass es den Beschwerdegegnern möglich gewesen wäre, diejenigen Positionen in den Monatsrapporten, an denen sie selbst teilgenommen hatten oder die Beschwerdeführerin ferienhalber nicht habe anwesend sein können, entsprechend zu benennen, kann die Beschwerdeführerin daraus nichts ableiten. Die Beschwerdegegner waren nicht gehalten, näher auszuführen, weshalb sie die Vorbringen der Beschwerdeführerin bestritten (vgl. BGE 117 II 113 E. 2 S. 114). Die Obliegenheit, substanziert zu bestreiten, bedeutet nicht, dass Positionen, zu denen die Beschwerdegegner keine konkreten Einwände erheben konnten, als akzeptiert zu gelten hätten. Dies würde auf eine Umkehr der Behauptungs- und Beweislast herauslaufen. Auch ein Bestreiten mit Nichtwissen ist zulässig, jedenfalls soweit die fraglichen Geschehnisse nicht Gegenstand eigener Handlungen oder Wahrnehmungen der bestreitenden Partei bilden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_709/2011 vom 31. Mai 2012 E. 3.2). Es stand den Beschwerdegegnern frei, aufgrund der festgestellten Diskrepanzen die von der Beschwerdeführerin gemachten Angaben, die blosse Parteibehauptungen darstellen, insgesamt zu bestreiten. Auf eine substanziiertere Bestreitung war die Beschwerdeführerin nicht angewiesen, da es bezüglich der aufgelisteten Leistungen um ihre eigenen Handlungen geht. In Bezug auf die Notwendigkeit der erbrachten Leistungen ist sodann nicht festgestellt, dass die Klageschrift substanziierte Behauptungen enthielt. Zu einer diesbezüglichen Substanziierung war die Beschwerdeführerin vor der Bestreitung durch die Beschwerdegegner auch nicht verpflichtet. Erfolgten diesbezüglich aber keine nähren Angaben, kann die Bestreitung der Beschwerdegegner diesbezüglich nicht als ungenügend angesehen werden, zumal es auch hier die Beschwerdeführerin selbst ist, die über sämtliche notwendigen Informationen verfügt.