Citation: 6B_741/2021 E. 4.5.2

4.5.2. Die Vorinstanz legt dar, am 31. August 2018 habe der Beschwerdeführer via Facebook Messenger eine Nachricht mit Drohungen an die Tante der Beschwerdegegnerin 2 gesandt. Davon sei kein eigentlicher Screenshot gemacht worden, vielmehr sei die Nachricht vom Empfängergerät mit einem andern Gerät fotografiert und diese Fotografie ausgedruckt aktenkundig gemacht worden. Dass diese Nachricht beim Beschwerdeführer nicht habe gefunden werden können, erkläre sich dadurch, dass im Facebook Messenger der Verfasser seine bereits gesendeten Nachrichten löschen könne. Auch bei der polizeilichen Auswertung des Mobiltelefons der Beschwerdegegnerin 2 sei keine fallbezogene Konversation gefunden worden. Indessen habe sich die Beschwerdegegnerin 2 an der Befragung durch das Kantonsgericht daran erinnert, dass sie diese Nachrichten doch noch auf ihrem Mobiltelefon habe. Ihre Rechtsvertreterin habe die Nachricht während der rund einstündigen Unterbrechung der Berufungsverhandlung abfotografiert und ausgedruckt. Die an die Tante gerichtete Nachricht sei der Beschwerdegegnerin 2 von ihrem Bruder weitergeleitet worden, und die Kommunikation mit diesem sei nicht primäres Ziel der polizeilichen Auswertung des Mobiltelefons gewesen. An der Echtheit der Nachricht beständen keine erheblichen Zweifel. Insbesondere fehlten jegliche Anhaltspunkte dafür, dass eine andere Person als der Beschwerdeführer die Nachrichten an die Tante der Beschwerdegegnerin 2 verfasste oder nachträglich verfälschte. Zudem passe deren Inhalt offenkundig zum weiteren festgestellten Verhalten des Beschwerdeführers. Der Beschwerdeführer habe in der interessierenden Nachricht von Rache geschrieben und davon, die Beschwerdegegnerin 2 töten zu wollen. Die Drohungen seien derart gravierend gewesen, dass der Beschwerdeführer damit habe rechnen müssen, dass die Tante die Nachricht an die Beschwerdegegnerin 2 weiterleiten würde, was sie auch getan habe. Diese sei durch die bedrohlichen Worte in Angst und Schrecken versetzt worden. Der Beschwerdeführer habe diesbezüglich zweifellos vorsätzlich gehandelt.