Citation: I 570/02 19.03.2003 E. 2

Im vorinstanzlichen Entscheid werden die für den Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit (Art. 17 IVG) geltenden Voraussetzungen zutreffend dargelegt, sodass darauf verwiesen werden kann. Zu prüfen ist zunächst, ob der Beschwerdeführer invalid im Sinne von Art. 17 IVG ist, was dann der Fall wäre, wenn er in den ohne zusätzliche berufliche Ausbildung noch zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von mindestens etwa 20 % erleiden würde (BGE 124 V 110 f. Erw. 2b mit Hinweisen). 2.1 Im Bericht der Klinik X.________ vom 7. September 1999 führt Prof. Dr. med. D.________ aus, bei körperlich belastender Arbeit sei der Versicherte zufolge der Kreuzschmerzen eingeschränkt. In der angestammten Tätigkeit als Bühnenbauer (bzw. Gerüstmonteur) sei er sicherlich zu mehr als 50 % arbeitsunfähig. Die vom Versicherten in Betracht gezogene Ausbildung im Hotelfach, wo er sich mehr auf eine administrative Tätigkeit konzentrieren könne, sei zu unterstützen. In einem weiteren Bericht vom 12. November 1999 stellt der gleiche Arzt fest, für eine schwere körperliche Tätigkeit sei der Versicherte arbeitsunfähig; in einer der Behinderung angepassten Tätigkeit sei er gegenwärtig ganztags zu 50 % arbeitsfähig. Die IV-Stelle nahm demgegenüber eine volle Arbeitsfähigkeit im Bürobereich oder im Verkauf an, wobei sie sich auf Feststellungen des Berufsberaters stützte, wonach der Versicherte im Verlauf der Ausbildung (Schule und Praktikum) über keine gesundheitlichen Schwierigkeiten berichtet habe, was angesichts der weitgehend äquivalenten körperlichen Belastung für eine volle Arbeitsfähigkeit in einer leichten Erwerbstätigkeit spreche. Nach Auffassung des Beschwerdeführers ist der Sachverhalt in diesem Punkt nicht hinreichend geklärt. Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der Beweisantrag gestellt, es sei ein von Dr. med. M.________ (Oberarzt am Spital Z._________) der SUVA erstattetes Gutachten beizuziehen oder es sei ein neues Gutachten zur Abklärung der Arbeitsfähigkeit in der fraglichen Zeit in Auftrag zu geben. Diesem Begehren ist nicht Folge zu leisten, weil das von der SUVA eingeholte Gutachten des Dr. med. M.________ vom 24. April 2002 in den Akten liegt und keine weiteren Abklärungen erforderlich sind. Aus dem Gutachten geht nämlich hervor, dass der Beschwerdeführer bei der Untersuchung vom 25. März 2002 einen unauffälligen Neurostatus aufwies und völlig beschwerdefrei war. Zur Frage nach der Arbeitsfähigkeit ab 1. Januar 2000 führt der Gutachter aus, es sei mit grosser Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass der Versicherte die rückenbelastende Tätigkeit als Gerüstmonteur nicht mehr habe ausüben können; ebenso hätte er den Beruf als Koch wegen rückenbelastender Arbeiten nicht mehr ausüben können. Eine rückenschonende Tätigkeit wäre ihm ab 1. Januar 2000 dagegen möglich gewesen. Aus dem Gutachten geht des Weitern hervor, dass der Beschwerdeführer bei der Anamnese angegeben hatte, seit einem Jahr praktisch beschwerdefrei und während der Praktika in der Lage gewesen zu sein, auch Lasten von 15 bis 30 kg zu heben. Damit wird die Annahme der Verwaltung bestätigt, dass der Beschwerdeführer bei Antritt der Ausbildung in einer geeigneten leichteren Tätigkeit voll arbeitsfähig war. 2.2 Der Beschwerdeführer war nach der abgebrochenen Kochlehre unter anderem als Verkäufer und Vertreter tätig gewesen; nach dem Unfall arbeitete er vorübergehend auch als Versicherungsangestellter. Er hat seinen Angaben zufolge eine einjährige Ausbildung an der Handelsschule Q._________ mit Diplom absolviert und verfügt über Fremdsprachenkenntnisse (Englisch, Französisch) nach Sprachaufenthalten und Erwerbstätigkeit im Ausland. Laut Bericht der Berufsberatung vom 28. Februar 2001 verfügt er zudem über Schlüsselqualifikationen (Kommunikationsfähigkeit, Intelligenz, Kundenorientierung, Eigeninitiative, Einsatzwillen, Teamfähigkeit, Anpassungsfähigkeit, Geschäftssinn), in denen er nicht beeinträchtigt ist. Nach Auffassung des Berufsberaters stünden ihm auf Grund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten zahlreiche andere Berufsmöglichkeiten offen. Nach Lage der Akten besteht kein Anlass, diese auf eingehenden Abklärungen von Fachpersonen beruhenden Feststellungen in Zweifel zu ziehen. Mit der Vorinstanz ist daher anzunehmen, dass der Beschwerdeführer auch ohne vorgängige Eingliederungsmassnahmen eine Tätigkeit insbesondere im Büro- und Verkaufsbereich ohne wesentliche Einschränkungen auszuüben vermöchte.