Citation: 4A_452/2022 E. 7.7

7.7. In Bezug auf die Verrechnungsforderung "aus Gipserarbeiten mit falschen Plänen (Schranknische) " hält die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin vor, mit falschen Plänen gearbeitet und deshalb eine an sich vorgesehene Schranknische nicht angefertigt zu haben. Die Vorinstanz vertrat den Standpunkt, die Beschwerdeführerin habe weder diesen angeblichen Mangel gerügt noch Frist zur Nachbesserung angesetzt und allfällige Mängelrechte dadurch verwirkt. Die Beschwerdeführerin entgegnet vor Bundesgericht was folgt: Dass die Beschwerdegegnerin mit falschen Plänen operiert und deshalb die Schranknische nicht erstellt habe, stelle keinen Werkmangel dar, sondern vielmehr eine "Nichterfüllung" beziehungsweise "positive Vertragsverletzung". Daraus erwachse ihr ein Schadenersatzanspruch, ohne dass sie eine Mängelrüge hätte formulieren oder eine Nachbesserungsfrist hätte ansetzen müssen. Weshalb die planwidrige Ausführung der Gipserarbeiten (Nichterstellung der Schranknische entgegen den Plänen) nicht als Werkmangel - verstanden als Abweichung der tatsächlichen (Ist-) Beschaffenheit von der vertraglich geschuldeten (Soll-) Beschaffenheit (Urteil 4A_497/2018 vom 14. März 2019 E. 2.1) - qualifiziert werden kann, erschliesst sich aus den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht. Ihre Rüge stösst ins Leere.