Citation: 1P.727/2005 10.01.2006 E. B

Dem Urteil lag eine Strafanzeige zugrunde, welche A.________ von der Mobilen Polizei Berner Oberland am 1. Juni 2004 gegen den Beschuldigten erstattet hatte. Danach seien A.________ und B.________ am 28. April 2004 im Rahmen ihrer Patrouillentätigkeit auf der Autobahn A6 von Gesigen herkommend Richtung Bern gefahren, als sie auf der Höhe Kiesen, ca. bei Kilometer 21, von einem grauen Personenwagen mit hoher Geschwindigkeit überholt worden seien. Nachdem sie zum PW aufgeschlossen und die erforderlichen Nachfahrbedingungen hergestellt hätten, hätten sie ab Kilometer 20 mit der ersten Nachfahrmessung über 1'477 m begonnen. Auf der Höhe Rubigen hätten sie erneut eine Nachfahrmessung über 2'509 m gemacht. Die Nachfahrmessungen hätten nach Abzug der Toleranzmarche Geschwindigkeitsüberschreitungen von 50 km/h und 34 km/h ergeben. In der Anzeige wurde weiter ausgeführt, der PW sei mit hoher Geschwindigkeit auf dem Überholstreifen gefahren. Der Abstand zu den anderen Fahrzeugen habe nur drei bis fünf Wagenlängen betragen. Eine rechtsgültige Abstandsmessung sei nicht möglich gewesen. Ab und zu habe der PW auch die Spur gewechselt, ohne den Wechsel mittels Blinkzeichen anzuzeigen. Auf der Höhe Muristutz sei der Wagen in einer leichten Rechtskurve für längere Zeit und ohne ersichtlichen Grund auf dem Pannestreifen gefahren. Den fehlbaren Lenker hätten die beiden Polizisten schliesslich kurz vor der Einfahrt Muri, bei Kilometer 6.7, zur Kontrolle anhalten können. Auf die Frage, warum X.________ so gerast sei, habe er erwidert, er habe sich durch die Polizei provoziert gefühlt. Er sei unterwegs nach Bern zum Fussballspielen und fahre sonst nicht so schnell.