Citation: 9C_717/2023 E. 6.1

6.1. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, für die umstrittene Beitragspflicht im Rahmen von Art. 20 AVG sei die Unterstellung des Einsatzbetriebes gemäss den Vorgaben von Art. 2 AVE GAV FAR betreffend den betrieblichen Geltungsbereich erforderlich. Eine bloss vertragliche Unterstellung des Einsatzbetriebes (zufolge Mitgliedschaft beim SBV oder freiwilligen Anschlusses an den GAV FAR) sei für sie nicht massgeblich. Sie müsse sich weder die fehlende Opposition eines Einsatzbetriebes gegen die Erhebung von FAR-Beiträgen noch "Entscheide" der Stiftung FAR über die Unterstellung der Einsatzbetriebe entgegenhalten lassen. Es sei keine rechtsverbindliche Überprüfung der Unterstellung gemäss Art. 2 AVE GAV FAR erfolgt; für die Bejahung der umstrittenen Beitragspflicht genüge die vorinstanzliche Annahme einer "zumindest teilweisen" Unterstellung der Einsatzbetriebe (resp. -unternehmen) unter den GAV FAR nicht. Ausserdem werde zumindest die B.________ AG vom Geltungsbereich gemäss AVE GAV VRM Dach und Wand resp. Gebäudehülle erfasst. Dazu bringt die Beschwerdeführerin - zum Teil in weitschweifiger Art und Weise (vgl. Art. 42 Abs. 6 BGG) - vor, die Vorinstanz hätte die Klage abweisen müssen, weil diese in Bezug auf die hier interessierenden Einsatzunternehmen keine substanziierten Ausführungen zur Beurteilung des betrieblichen Geltungsbereichs im Sinne von Art. 2 AVE GAV FAR enthalten habe. Andernfalls hätte das kantonale Gericht in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes die tatsächlichen Verhältnisse in den Einsatzbetrieben abklären und entsprechende Feststellungen treffen müssen, was sie zu Unrecht unterlassen habe. Die vorinstanzlichen Feststellungen, wonach keine Belege für eine Unterstellung unter einen "anderen" GAV aktenkundig seien und die Einsatzunternehmen ihre Unterstellung unter den GAV FAR anerkannt hätten, seien aktenwidrig und daher offensichtlich unrichtig.