Citation: 2C_406/2014 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung sei nicht mit den Vorgaben von Art. 5 Anhang I FZA vereinbar. Zwar stehe ausser Frage, dass er sich im November 2008 gröbste Verkehrsregelverletzungen zu Schulden habe kommen lassen, welche als katastrophale Folge den Tod einer Verkehrsteilnehmerin und Verletzungen zweier weiterer Personen nach sich gezogen hätten. Diese Folgen würden ihn sein Leben lang begleiten. Für eine Rückfallgefahr würden jedoch keine Anhaltspunkte bestehen. Er sei zuvor, abgesehen von einer Busse wegen Nichtmitführens des Führerausweises und Nichtanhaltens bei einer Stoppstrasse, nie straffällig geworden. Die verkehrspsychologische Begutachtung zwei Jahre nach dem Unfall habe ergeben, dass er für die übrigen Verkehrsteilnehmer charakterlich zumutbar sei, worauf ihm der Führerausweis unter der Auflage, nur Fahrzeuge mit einem Datenaufzeichnungsgerät zu führen, im Januar 2012 wieder erteilt worden sei. In der zwischen der Tatbegehung im November 2008 und seinem Strafantritt im Oktober 2013 verstrichenen Zeit sei er weder im Strassenverkehr noch sonstwie negativ in Erscheinung getreten. Mithin habe er den Tatbeweis erbracht, dass die damalige Prognose seiner Fahreignung zutreffend war.