Citation: 4A_131/2021 E. A

Am Samstag, 26. Juli 2014, bauten B.________ (Geschädigte) und C.________ (Geschädigter) einen von diesem neu erworbenen Katamaran in dessen Garten zusammen. Der Katamaran bestand aus zwei aufblasbaren Kunststoffschwimmern und einem Aufbau mit einem Mast aus Leichtmetall. Da der Aufbau des Katamarans rund drei Stunden in Anspruch nahm, entschieden sich die beiden anschliessend, erst am Sonntag auf den See zu gehen. Sie bauten den Mast wieder ab und stellten den Katamaran in die Garage. Am Sonntag, 27. Juli 2014, bauten sie den Mast wieder auf und beabsichtigten, mit dem Katamaran via einen Bahnübergang zur U.________strasse zu gelangen, um im V.________see segeln zu gehen. Beide gingen vor dem Katamaran und zogen diesen mit dem Rücken zum Boot und mit Blick in Laufrichtung auf einem zweirädrigen Slipwagen. Sie hatten ihre Arme nach hinten und hielten mit beiden Händen die Querstrebe des Slipwagens. Als sie den Bahnübergang überqueren wollten, traf der Mast des Katamarans, welcher 6.865 m in die Höhe ragte, die Fahrleitung der Bahn, welche sich auf 5.65 m Höhe befand. Da die Fahrleitung mit 15'000 Volt unter Hochspannung stand, geriet der ganze Katamaran unter Strom. Der Strom wurde durch den Katamaran abgeleitet, wodurch die Geschädigte meterweit wegkatapultiert wurde und massive Brandverletzungen und Knochenbrüche erlitt. Der Geschädigte erlitt leichte Verbrennungen am kleinen Finger der rechten Hand.