Citation: 5A_315/2022 E. 2

Das Verwaltungsgericht hat festgestellt, dass sich die offenen Forderungen beider Elternteile auf je rund Fr. 130'000.-- belaufen (davon rund Fr. 55'000.-- offene Rechnungen des Altersheimes und rund Fr. 45'000.-- Steuerrechnungen) und diverse Betreibungen am Laufen sind, dass sie (als einzigen nennenswerten Vermögenswert) über ein Mehrfamilienhaus mit hypothekarischer Belastung von rund Fr. 2,4 Mio. verfügen, wobei eine Hypothekartranche von Fr. 250'000.-- seit März 2020 zur Rückzahlung fällig ist, dass die Bank weitere Schritte erwägt, falls die Liegenschaft nicht umgehend verkauft wird, dass keine Alternativen zu einem Verkauf durch die Beiständin bestehen, weil die Bank anlässlich des Standortgesprächs klar gemacht habe, dass weder eine Erhöhung der Hypothek noch eine Aufteilung in Stockwerkeigentum und Verkauf einzelner Wohnungen in Frage komme, und dass bei einem fachkundig geschätzten Marktwert von Fr. 3'570'000.-- ein nach mehreren Bieterrunden eingegangenes Kaufangebot für Fr. 4'560'000.-- vorliege. Ausgehend von diesen Feststellungen hat das Verwaltungsgericht erwogen, dass die Eltern angesichts der desolaten finanziellen Situation zwingend auf flüssige Mittel angewiesen seien und es ohne umgehenden Verkauf der Liegenschaft zu einer (ein deutlich schlechteres Ergebnis erwarten lassenden) betreibungsamtlichen Versteigerung der Liegenschaft kommen würde. Die Beschwerde der Tochter gegen die Zustimmung zum Verkauf scheine vor diesem Hintergrund aussichtslos.