Citation: 8C_672/2022 E. 3

Die Vorinstanz ist zur Überzeugung gelangt, anhand der medizinischen Akten ergebe sich kein Hinweis auf eine namhafte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nach dem 30. September 2020. Der auf diesen Zeitpunkt festgelegte Fallabschluss sei demgemäss rechtens. Mithin verbiete sich aufgrund der erhobenen Befunde der Schluss, die Beschwerdeführerin habe innerhalb der Latenzzeit von sechs bis acht Wochen (zumindest teilweise) an den für ein CRPS typischen Symptomen gelitten. Schon deshalb scheide dieses Krankheitsbild als Folge des Unfallereignisses und damit auch eine entsprechende Unfallkausalität aus. Abgesehen davon sei die Diagnose eines CRPS nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Genauso wenig habe eine Neuropathie belegt werden können. Somit lägen aus somatischer Sicht keine objektivierbaren Unfallfolgen vor, was nicht zuletzt durch das estimed-Gutachten vom 15. April 2021 untermauert werde. Gestützt darauf verneinte das kantonale Gericht die Unfalladäquanz, nachdem der Unfall vom 18. Februar 2017 als leicht zu qualifizieren und daher praxisgemäss (BGE 115 V 133 E. 6a; 129 V 177 E. 4.1) nicht geeignet sei, die geltend gemachten Folgeschäden hervorzurufen.