Citation: 1P.421/2001 21.03.2002 E. 5

5.1 Die Beschwerde erweist sich somit als begründet und ist gutzuheissen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der Entscheid des Kassationsgerichts vom 6. Mai 2001 ist aufzuheben. Mit der Kassation dieses Entscheids nehmen sich aus der Rückschau auch die tatbeständlichen Verhältnisse, die am 1. Oktober 2001 zur Ablehnung des seinerzeitigen Fristwiederherstellungsgesuchs geführt haben, anders aus. Jedenfalls wird das Kassationsgericht dem Beschwerdeführer nunmehr das rechtliche Gehör gewähren müssen. Darüber hinaus wird das Kassationsgericht auch zu prüfen haben, ob dem Beschwerdeführer nach den gesamten Umständen des vorliegenden Falls im Lichte von Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK nicht von Amtes wegen eine Frist von wenigen Tagen (z.B. entsprechend der Zeit zwischen einem hypothetischen Entscheid über das Entlassungsgesuch des amtlichen Verteidigers am 23. März 2001 und dem Fristablauf am 30. März 2001) einzuräumen sei, um allfällig die angemeldete Nichtigkeitsbeschwerde selber oder durch einen gewillkürten Anwalt zu begründen. 5.2 Bei diesem Prozessausgang sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 156 Abs. 2 OG). Der Kanton Zürich hat dem Beschwerdeführer eine angemessene Parteientschädigung zu bezahlen (Art. 159 OG). Entsprechend wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung gegenstandslos.