Citation: 6B_1027/2021 E. 2.3.1

2.3.1. Der Beschwerdeführer wurde der mehrfachen Pornografie im Sinne von Art. 197 Abs. 4 und Abs. 5 StGB verurteilt. Nach der für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) hatte das pornografische Material u.a. tatsächliche sexuelle Handlungen mit Minderjährigen zum Inhalt, welches der Beschwerdeführer mit Dritten geteilt hat. Der für das Tätigkeitsverbot nach Art. 67 Abs. 3 StGB (in Kraft seit dem 1. Januar 2019) massgebliche Tatzeitraum erstreckte sich vom 3. Januar 2019 bis zum 27. Februar 2019 und bezog sich auf 22 Inhalte. Die Vorinstanz verurteilte den Beschwerdeführer sodann zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 8 Monaten. Obwohl der Beschwerdeführer auch wegen Straftaten schuldig gesprochen wurde, die nicht in den sachlichen oder zeitlichen Anwendungsbereich von Art. 67 Abs. 3 StGB fallen und die ebenfalls zur Gesamtstrafe beitrugen, ist es unstrittig, dass aufgrund einer Anlasstat nach Art. 67 Abs. 3 StGB, begangen nach dem 1. Januar 2019, eine Strafe ausgesprochen wurde. Der Schuldspruch und die Strafe werden vom Beschwerdeführer nicht angefochten. Eine Anlasstat nach Art. 67 Abs. 3 lit. d Ziff. 2 StGB, die mit einer Strafe sanktioniert wurde, liegt demnach vor. Umstritten und zu prüfen ist jedoch, ob es sich vorliegend um einen Fall handelt, in dem gestützt auf Art. 67 Abs. 4bis StGB ausnahmsweise von einem Tätigkeitsverbot abgesehen werden kann.