Citation: 8C_268/2023 E. 3.1.2

3.1.2. Was die Beschwerdeführerin vorbringe, so die Vorinstanz weiter, sei nicht stichhaltig. Denn einerseits sei eine Überprüfung der versicherungsmässigen Voraussetzungen zufolge Rechtskraft selbst dann ausgeschlossen, wenn die Verfügung vom 30. April 2018 rechtsfehlerhaft gewesen sei. Anderseits sei es dem kantonalen Gericht gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG verwehrt, eine rechtskräftige Verfügung in Wiedererwägung zu ziehen, da darauf kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch bestehe. Soweit die Beschwerdeführerin geltend mache, die Verfügung vom 30. April 2018 sei gestützt Art. 53 Abs. 1 ATSG zu revidieren, lege sie nicht dar und sei auch aus den Akten nicht ersichtlich, dass neue Tatsachen und Beweismittel vorlägen, die nicht bereits im ursprünglichen Verfahren hätten beigebracht werden können. Auch mit der Argumentation, die Beschwerdegegnerin habe nach Erlass der Verfügung vom 30. April 2018 zusätzliche Abklärungen getroffen, weshalb sie konkludent darauf zurückgekommen sei, verkenne die Beschwerdeführerin die Rechtslage. Weder der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Amtshilfe für das Amt für Zusatzleistungen Sachverhaltsabklärungen getroffen habe, noch die dementsprechende Kommunikation an die Beschwerdeführerin könne einer Wiedererwägung der Verfügung vom 30. April 2018 gleichgesetzt werden. Die danach getätigten Abklärungen setzten denn auch nicht deren vorgängige Aufhebung voraus. Gestützt auf diese Erwägungen gelangte das kantonale Gericht zum Zwischenergebnis, zu prüfen bleibe einzig, ob zu der bei der Einreise in die Schweiz bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigung eine davon völlig verschiedene psychische Störung hinzugetreten, mithin ein neuer Versicherungsfall entstanden sei. Bejahendenfalls könnte der Beschwerdeführerin die Rechtskraft der Verfügung vom 30. April 2018 nicht entgegengehalten werden.