Citation: 6S.205/2003 23.09.2003 E. 2

Der Beschwerdeführer macht geltend, es verletze Art. 8 OHG, wenn ein Verfahren nicht von einem Richter beurteilt, sondern eingestellt werde (Beschwerde S. 11 Ziff. III.3). Die Rüge ist offensichtlich unbegründet. Gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. b OHG kann das Opfer den Entscheid eines Gerichts verlangen, wenn das Verfahren durch eine nicht-richterliche Behörde eingestellt wird (BGE 122 IV 79 E. 4b/aa). Der Beschwerdeführer konnte die Einstellungsverfügung des Untersuchungsrichteramtes bei der Anklagekammer des Kantons Thurgau anfechten, also bei einem durch Gesetz geschaffenen, zuständigen, unabhängigen und unparteiischen Gericht im Sinne von Art. 30 Abs. 1 BV. Damit ist Art. 8 Abs. 1 lit. b OHG Genüge getan.