Citation: 2C_827/2019 E. 4.6.3

4.6.3. Es erscheint naheliegend, dass zwischen dem Verfahren vor dem Zivilstandsamt und dem vorliegenden Verfahren um Erteilung einer (Kurz-) Aufenthaltsbewilligung zwecks Vorbereitung der Heirat, wie vom Beschwerdeführer behauptet, ein enger Konnex besteht. Die Akten des Zivilstandamts erscheinen als taugliches und sachdienliches Beweismittel für die Abklärung der Frage, ob die für die Eheschliessung notwendigen Dokumente dem Zivilstandsamt vorliegen und wie weit deren Prüfung fortgeschritten ist. Zwar trifft es zu, wie von der Vorinstanz ausgeführt, dass das Ehevorbereitungsverfahren mit Verfügung des Zivilstandsamts vom 21. Februar 2019 eingestellt wurde (vgl. E. 2.3 des angefochtenen Urteils). Der besagten Verfügung kann jedoch entnommen werden, dass die Einstellung des Verfahrens einzig damit begründet wurde, dass der Beschwerdeführer den Nachweis über seinen rechtmässigen Aufenthalt in der Schweiz nicht hatte erbringen können. In der Folge wurde auch die Trauung des Beschwerdeführers mit seiner Partnerin gestützt auf Art. 98 Abs. 4 ZGB in Verbindung mit Art. 67 Abs. 3 der Zivilstandsverordnung vom 28. April 2004 (ZStV; SR 211.112.2) verweigert. Zu jenem Zeitpunkt war die Erteilung einer (Kurz-) Aufenthaltsbewilligung zwecks Vorbereitung der Ehe jedoch Gegenstand des Rekursverfahrens vor der Sicherheitsdirektion. Zur Frage, ob ein Eheschluss in absehbarer Zeit möglich gewesen wäre, lassen sich der besagten Verfügung des Zivilstandsamts keine Hinweise entnehmen.