Citation: C 452/99 22.03.2000 E. 4

4.- Das Verfahren vor dem Eidgenössischen Versiche- rungsgericht ist kostenpflichtig, weil Streitigkeiten über den Erlass der Rückerstattung unrechtmässig bezogener Ver- sicherungsleistungen nach ständiger Rechtsprechung nicht unter die in Art. 134 OG für die Bewilligung oder Verwei- gerung von Versicherungsleistungen vorgesehene Ausnahmere- gelung fallen. Nach Gesetz (Art. 152 OG) und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeiständung notwendig oder doch geboten ist (BGE 125 V 202 Erw. 4a mit Hinweisen). Bedürftig im Sinne von Art. 152 Abs. 1 OG ist eine Person, wenn sie ohne Beeinträchtigung des für sie und ihre Familie nötigen Lebensunterhaltes nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu bestreiten. Massgebend sind die wirt- schaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt der Entscheidung über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (BGE 108 V 269 Erw. 4). Bei der Beurteilung der Bedürftigkeit ist das Einkommen beider Ehegatten zu berücksichtigen (BGE 115 Ia 195 Erw. 3a, 108 Ia 10 Erw. 3, 103 Ia 101 mit Hinweisen). Bei den aktenkundigen günstigen finanziellen Verhält- nissen der Beschwerdeführerin und ihres Ehegatten kann von Bedürftigkeit keine Rede sein, womit das Gesuch um unent- geltliche Rechtspflege im Sinne der Befreiung von den Ge- richtskosten abzuweisen ist.