Citation: 5A_423/2014 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Wohnung bei ihrem Nachbarn und Bekannten in X.________, F.________, habe ihr bereits ab Anfang Mai 2012 zur Verfügung gestanden. Sie habe in der Klage vom 18. Juli 2013 unter Ziff. 5.2 ausgeführt, die "Wohnmöglichkeit und -Bestätigung" bei F.________ habe Mitte Mai 2012 genauso wie Mitte Juni bestanden. Als Beweis habe sie das Schreiben vom 7. Mai 2012 mit Wohnbestätigung offeriert. In der Replik vom 14. November 2013 habe sie darauf hingewiesen, dass sie die Ärzte vor dem Entlassungsgesuch am 10. Mai 2012 wiederholt um Entlassung ersucht und festgehalten habe, sie könne vorübergehend bei F.________ wohnen. Als Beweis habe sie die Beilage 9, einen Fragebogen des Vereins E.________, ins Recht gelegt, wo unter der Frage 11 "Haben Sie ein Dach über dem Kopf, falls sie entlassen werden?" zwei Personen und deren Adressen, darunter jene von F.________, genannt worden seien. Mit diesem Belegen und der zusätzlichen Offerte zur Beweisaussage als Partei habe sie den Beweis erbracht, dass ihr Anfang bzw. Mitte Mai 2012 das Haus von F.________ zur Verfügung stand. Die Vorinstanz habe die vorgetragenen Beweise nicht gewürdigt und kein Beweisverfahren durchgeführt und habe damit ihren Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 und Art. 6 Ziff. 1 EMRK verletzt. Die abgegebene Begründung sei willkürlich und nur haltbar, wenn die offerierten Beweise nicht berücksichtigt würden.