Citation: 1B_450/2022 E. 5.5

5.5. Zusammenfassend lassen die Vorbringen des Beschwerdeführers nicht erkennen, dass zwischen dem 14. April 2020 und dem 4. August 2021 keine wirksame Verteidigung gewährleistet gewesen wäre. Seiner am 5. August 2021 eingesetzten neuen Offizialverteidigerin hätte es im Übrigen - seit nunmehr knapp 22 Monaten - frei gestanden, nötigenfalls die Wiederholung einzelner wichtiger Verfahrenshandlungen zu beantragen, die insbesondere zwischen dem 14. April 2020 und dem 4. August 2021 erfolgten. Hinzu kommt, dass auch die Verfahrensleitung, von Amtes wegen oder auf begründetes Gesuch der Verteidigung hin, noch die Wiederholung oder Ergänzung einzelner wichtiger Verfahrenshandlungen anordnen könnte, falls sie aufgrund allfälliger neu auftauchender Fakten zur Ansicht gelangen sollte, dass sich dies zur Wahrung der Verteidigungsrechte aufdrängen würde. Weder der Umstand, dass der Beschwerdeführer den Kontakt zu seiner amtlichen Verteidigerin ab 14. April 2020 eigenmächtig abbrach, noch die Tatsache, dass er zusätzlich eine Wahlverteidigerin privat mandatierte, wodurch ihm Anwaltskosten entstanden sind, lassen eine Rückwirkung der ab 5. August 2021 bewilligten neuen Offizialverteidigung als von Bundesrechts wegen geboten erscheinen. Die betreffenden materiellen Rügen erweisen sich als unbegründet.