Citation: 5F_11/2015 E. 2

Die Gesuchstellerin beruft sich auf Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG, wonach die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts in Zivilsachen verlangt werden kann, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind. Sie macht geltend, am 21. September 2015 habe sie herausgefunden, dass der Gesuchsgegner seit dem 12. Juni 1989 im Kosovo verheiratet gewesen sei und durch die Heirat mit ihr in der Schweiz eine Mehrfachehe eingegangen sei. Ihre Ehe habe somit von Beginn weg an einem Ungültigkeitsgrund gelitten. Ein Verfahren betreffend Eheungültigkeit sei eingeleitet. Es müsse davon ausgegangen werden, dass der Gesuchsgegner die Ehe mit der Gesuchstellerin nur eingegangen sei, um sich einen gültigen Aufenthaltstitel in der Schweiz und damit verbundene finanzielle Vorteile zu erschleichen. Es liege eine (einseitige) Scheinehe vor. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung könne - so die Gesuchstellerin - die Teilung der Austrittsleistung auch dann verweigert werden, wenn sie gegen das Rechtsmissbrauchsverbot nach Art. 2 Abs. 2 ZGB verstosse, und ein offenbarer Rechtsmissbrauch könne z.B. bei einer Scheinehe vorliegen. Das Verhalten des Gesuchsgegners erfülle den Tatbestand des offenbaren Rechtsmissbrauchs.