Citation: 5A_994/2014 E. 10.1.3

10.1.3. Eine Verletzung von Bundesrecht und dabei des Gleichbehandlungsgrundsatzes erblickt der Kläger einzig darin, dass das Obergericht ihn unter Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB zur Herausgabe der Ordner verpflichtet, die Verpflichtung der Beklagten zur Rückgabe der Ordner hingegen nicht der Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB unterstellt habe (S. 10 Bst. H der Beschwerdeschrift). Der Einwand ist unbegründet. Die - vor Obergericht anwendbare (E. I/4 S. 21 des angefochtenen Urteils) - Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) gestattet dem Gericht, auf Antrag der obsiegenden Partei im Sachentscheid Vollstreckungsmassnahmen wie die Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB anzuordnen (Art. 236 Abs. 3 i.V.m. Art. 343 Abs. 1 lit. a ZPO). Das Obergericht hat diese Vollstreckungsmassnahme gegenüber dem Kläger angeordnet, weil er die Herausgabe der Ordner an die Beklagte ausdrücklich abgelehnt hatte, gegenüber der Beklagten hingegen nicht, weil für eine Weigerung ihrerseits, die Ordner wieder heraus- bzw. zurückzugeben, keine Anhaltspunkte bestünden. Es hat damit die Gründe genannt, die eine unterschiedliche Behandlung der Parteien unter dem Blickwinkel der Vollstreckungsmassnahmen gerechtfertigt haben. Gegen diese Gründe wendet der Kläger nichts Stichhaltiges ein. Seine Rüge rechtsungleicher Behandlung erweist sich deshalb als offenkundig unbegründet (Art. 8 BV; BGE 136 I 345 E. 5 S. 347 f.).