Citation: 4C.183/2004 07.03.2005 E. A

Die A.________Unternehmensbeteiligungen AG (A.________AG) ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Schwäbisch Hall (Deutschland). Sie bezweckt den Erwerb, die Verwaltung und die Veräusserung von Anteilen oder von Beteiligungen als stiller Gesellschafter an Unternehmen, die ihren Sitz und ihre Geschäftsleitung im Inland (Deutschland) haben. X.________ (Kläger) war bis zum 31. August 2000 bei der A.________AG angestellt. Per 1. September 2000 machte er sich selbständig und tritt seither unter der Firma B.________ in Gilching (Deutschland) auf. Am 1. September 2000 schlossen der Kläger und die A.________AG eine Vereinbarung über die Weiterführung von Beratungsmandaten, die der Kläger bereits als Angestellter der A.________AG betreut hatte. Weiter schlossen der Kläger und die A.________AG am 12. September 2000 einen Kooperationsvertrag über die Zusammenarbeit bei der Suche und der Betreuung von neuen attraktiven Beteiligungsunternehmen. Als Vergütung für den Kläger wurde für die erfolgreiche Vermittlung einer Beteiligung eines Unternehmens der A.________-Gruppe ein Honorar von der A.________AG vereinbart. Die A.________AG hat inzwischen Insolvenz angemeldet. Am 21. Januar 2000 wurde die A.________ Swiss Kommanditaktiengesellschaft (Beklagte) im Handelsregister des Kantons St. Gallen eingetragen. Sie hat als Zweck den Erwerb, das Halten, die Übernahme, die Verwaltung und Veräusserung von Wagniskapitalbeteiligungen, insbesondere an jungen Technologieunternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz nach den Grundsätzen der deutschen A.________-Gruppe. Die Beklagte befindet sich zwischenzeitlich in Liquidation. Y.________ war bei der A.________AG einziges Vorstandsmitglied (Austritt aus dem Vorstand am 22. März 2001) und ist bei der Beklagten einziger Verwaltungsrat und unbeschränkt haftender Gesellschafter. Am 16. November 2000 schloss die Beklagte mit der C.________AG mit Sitz in Wädenswil und deren Alleinaktionär Z.________ einen Beteiligungsvertrag. Darin verpflichtete sich die Beklagte, im Rahmen der geplanten Kapitalerhöhung der C.________AG insgesamt CHF 4 Mio. zu entrichten. Der Hauptteil in der Höhe von CHF 3'906'000.- betrifft ein Agio, das in drei Tranchen, bei Zeichnung bzw. bei Erreichung bestimmter "Meilensteine", ausbezahlt werden soll. Dieses Beteiligungsgeschäft war durch Vermittlung des Klägers zustande gekommen. Die Vermittlungshonorare für die erste Tranche von CHF 40'000.- sowie für die zweite Tranche von CHF 80'000.- wurden dem Kläger per 19. Januar 2001 bzw. mit Valuta 27. April 2001 überwiesen. Als der Kläger das Honorar für die dritte Tranche in der Höhe von CHF 80'000.- bei der Beklagten einforderte, erklärte diese, einerseits sei der Meilenstein 2 noch nicht erreicht worden, anderseits existiere keine Vereinbarung für die Honorarforderung gegenüber ihr.