Citation: 1B_57/2019 E. 2.3

2.3. Die Verweigerung der unentgeltlichen Prozessführung wird vom Obergericht wie folgt begründet: "Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist demnach abzuweisen. Das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung ist deshalb aussichtslos und abzuweisen. Entsprechend sind die Verfahrenskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO) " (angefochtener Entscheid, S. 12 E. 7). Die Vorinstanz erwägt, aus der Unbegründetheit der Beschwerde folge bereits per se ("deshalb") deren Aussichtslosigkeit. Damit geht sie von einem bundesrechtswidrigen Begriff der Aussichtslosigkeit von Rechtsmitteln aus. Nach der vom Beschwerdeführer angerufenen Praxis des Bundesgerichtes folgt aus dem blossen Umstand, dass eine Beschwerde (ex post) materiell abgewiesen wurde, noch nicht ohne Weiteres die Inexistenz jeglicher Erfolgsaussichten zum Zeitpunkt ihrer Einreichung. Die Strafbehörde, welche einem Rechtsuchenden die unentgeltliche Prozessführung wegen angeblicher Aussichtslosigkeit seines Standpunktes verweigern möchte, hat vielmehr darzulegen, inwiefern seine Beschwerde zum Vornherein derart wenig Erfolgsaussichten gehabt habe, dass er bei vernünftiger Überlegung von der Ergreifung des Rechtsmittels hätte absehen müssen.