Citation: 2C_1027/2020 E. 7.3

7.3. Entgegen den Beschwerdeführern hat die Genossenschaft diese verfassungsrechtlichen Grundsätze nicht verletzt, indem sie auch im Fall der Beschwerdeführer für die Bemessung der Anschlussgebühr auf den Gebäudeversicherungswert abgestellt hat. Die erhobene Anschlussgebühr mag zwar vor dem Hintergrund der gewählten Bauweise im Verhältnis zum Nutzungspotenzial als hoch erscheinen. Indes lässt sich die Höhe der Gebühr noch nicht als unhaltbar bezeichnen. Ohnehin ist vor der Vorinstanz unklar geblieben, inwieweit der hohe Gebäudeversicherungswert tatsächlich auf die ökologische Bauweise zurückgeht. Vor Bundesgericht machen die Beschwerdeführer abermals geltend, von den Investitionen gemäss Gebäudeversicherung in Höhe von Fr. 3'289'000.-- entfielen Fr. 2'400'000.-- auf die nachhaltige und energieeffiziente Bauweise. Aus den zum Beleg angeführten Rechnungen ergibt sich allerdings noch nicht, dass der Gebäudeversicherungswert bei traditioneller Bauweise um zwei Drittel bzw. um Fr. 2'400'000.-- tiefer ausgefallen wäre. Dies erscheint denn auch in der Tat als wenig plausibel. Ebenfalls unklar ist, inwieweit die ökologische Bauweise den Wasserverbrauch tatsächlich verringert hat. Die Beschwerdeführer hätten im Verfahren vor der Vorinstanz aufzeigen können, wie sich der Wasserverbrauch im Vergleich zur Situation vor 2014 mit den zwei zuvor bestehenden Gebäuden entwickelt hat (vgl. Urteil 2P.266/2003 vom 5. März 2004 E. 3.4, in: URP 2004 S. 197, wo der erwiesene [tiefe] Wasserverbrauch entscheidend war für die Feststellung eines Missverhältnisses zwischen Pauschalberechnung der Wasseranschlussgebühr auf Grundlage der Wohnfläche und dem tatsächlichen Nutzungspotenzial). Ein entsprechender Beweisantrag um gutachterliche Feststellung der Veränderung des Wasserverbrauchs wurde zwar von der Vorinstanz abgewiesen (vgl. angefochtenes Urteil E. 14). Die Beschwerdeführer rügen in diesem Zusammenhang aber keine Verletzung des aus ihrem Gehörsanspruch fliessenden Rechts auf Beweis (Art. 29 Abs. 2 BV; vgl. dazu BGE 145 I 167 E. 4.1; 145 I 73 E. 7.2.2.1; 144 II 427 E. 3.1). Sie machen auch nicht geltend, die Vorinstanz hätte den Sachverhalt insoweit offensichtlich unrichtig festgestellt (Art. 97 Abs. 1 BGG), was sie gegebenenfalls mit eigenen Beweismitteln zum Wasserverbrauch (bspw. Abrechnungen von Wassernutzungsgebühren) hätten belegen können. Stattdessen belassen es die Beschwerdeführer vor Bundesgericht dabei, den tiefen Wasserverbrauch gestützt auf angeblich gerichtsnotorische Zusammenhänge lediglich zu behaupten. Vor diesem Hintergrund braucht hier von vornherein nicht vertieft zu werden, ob bzw. unter welchen Umständen allenfalls auch bei Wohnbauten mit extrem niedrigem Wasserverbrauch von der schematischen Bemessungsweise der Anschlussgebühr abgewichen werden könnte bzw. müsste.