Citation: 5P.84/2005 04.07.2005 E. 2

2.1 Mit dem Urteil der erkennenden Abteilung vom 19. November 2004 ist der Entzug der elterlichen Obhut über die beiden Söhne Y.________ und Z.________ und die Anordnung der Fremdplatzierung in Rechtskraft erwachsen. Es kann seither deshalb nur noch darum gehen, ob eine Veränderung der Verhältnisse eingetreten sei, die im Sinne von Art. 313 Abs. 1 ZGB eine Anpassung der Kindesschutzmassnahmen gebiete, wobei zu beachten ist, dass nach Art. 313 Abs. 2 ZGB die elterliche Sorge in keinem Fall vor Ablauf eines Jahres nach ihrer Entziehung wiederhergestellt werden kann (vgl. dazu Peter Breitschmid, Basler Kommentar, 2. Auflage, N. 5 zu Art. 313 ZGB). Eine Veränderung der massgeblichen Verhältnisse erblickt die Beschwerdeführerin darin, dass Y.________ und Z.________ in Abweichung zu ihrer vor der obergerichtlichen Verhandlung im August 2004 ausgedrückten Haltung in zwei Schreiben festgehalten hätten, sie wollten nicht ins Waisenhaus T.________ in C.________ umplatziert werden, sondern zurück zu ihrer Mutter, der Beschwerdeführerin, und würden sich für das Vorgefallene entschuldigen; beide seien heute der festen Überzeugung, dass sie zurück in die Obhut der Mutter wollten und diese sie betreuen könne. 2.2 Die Beschwerdeführerin wirft dem Obergericht insofern Willkür vor, als es sich entgegen dessen Ausführungen nicht so verhalte, dass sie die Kinder nach dem Jahreswechsel bei sich zurückbehalten und auf diese Weise den Obhutsentzug unterlaufen habe. Die Feststellung des Sachverhalts sei in diesem Punkt offensichtlich falsch bzw. tatsachenwidrig, da die Kinder von sich aus zu ihr gekommen und auf eigenen Wunsch bei ihr geblieben seien. 2.3 Das Obergericht hat sich mit der Frage einer allfälligen Abänderung der Kindesschutzmassnahmen befasst. Von einem Meinungsumschwung der beiden Söhne, wie er von der Beschwerdeführerin geltend gemacht wird, ist in seinen Ausführungen indessen keine Rede. Die Beschwerdeführerin behauptet selbst nicht, das in der vorliegenden Beschwerde Vorgetragene schon im kantonalen Verfahren eingebracht zu haben, und wirft dem Obergericht in diesem Zusammenhang denn auch nicht etwa formelle Rechtsverweigerung oder eine Missachtung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör vor. Unter den dargelegten Umständen stösst die Rüge der willkürlichen Feststellung des Sachverhalts ins Leere.