Citation: 2C_628/2015 E. 3.1

3.1. Zwar kann die kantonal zuständige Behörde zivilrechtlich auf die Ungültigkeit der Ehe klagen, wenn diese nur dazu dient, die ausländerrechtlichen Aufenthaltsvoraussetzungen zu umgehen (Art. 105 Ziff. 4 i.V.m. Art. 106 ZGB), doch bildet ein entsprechendes Handeln nicht Voraussetzung dafür, dass ausländerrechtlich kein Bewilligungs- oder Verlängerungsanspruch mehr besteht. Dies ist dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin bereits im Urteil 2C_561/2015 erläutert worden. Es besteht keinerlei Anlass, auf diese Praxis zurückzukommen, auch wenn er - ohne weitere Begründung - meint, dass das Gericht damit "völlig fehl gegangen" sei. Der Hinweis, dass im bundesgerichtlichen Urteil von einem Art. 105 Abs. 4 ZGB gesprochen werde, den es gar nicht gäbe, trifft insofern zu, als es Art. 105 Ziff. 4 ZGB heissen müsste, wie sich dies aus dem klaren Zusammenhang der Ausführungen und der Gesetzeslektüre ergibt. In der Sache ändert das indessen nichts.