Citation: 9C_656/2012 E. 5.1

5.1. Soweit die Beschwerdeführerin behauptet, die Mitteilung der IV-Stelle vom 20. September 2005 sowie die Verfügung vom 31. Januar 2006, die den Anspruch auf eine Entschädigung für Hilflosigkeit mittleren Grades bestätigen, nicht erhalten zu haben, hat die Vorinstanz unter Hinweis auf Rechtsprechung (BGE 111 V 149 E. 4c S. 150; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts C 168/00 vom 13. Februar 2001 E. 3b) und Lehre ( Thomas Gächter, Rechtsmissbrauch im öffentlichen Recht, 2005, S. 546) zutreffend festgehalten, dass auch ein fehlerhaft eröffneter Verwaltungsakt rechtsbeständig werden kann, wenn er nicht innert vernünftiger Frist in Frage gestellt wird. Dabei gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, dass es an der Beschwerdeführerin gelegen wäre, sich innert einer Frist von 9 bis 14 Monaten bei der IV-Stelle über den Stand des Revisionsverfahrens zu informieren. Diese Frist habe sie verpasst, indem sie erst im Januar 2011 ihren Anspruch hinterfragt und bei der IV-Stelle die Höhe der Hilflosenentschädigung bestritten habe.