Citation: 8C_643/2021 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, der Bericht des Zentrums B.________ vom 4. Dezember 2017 sei voll beweiskräftig. Damit sei erstellt, dass der Beschwerdeführer seit der Untersuchung vom 17./18. Juli 2017 in der ideal angepassten Tätigkeit als selbstständiger Rechtsanwalt (unter Vorbehalt der vorübergehend eingetretenen gesundheitlichen Verschlechterungen) zu 50 % arbeits- und leistungsfähig sei. Nicht zu überzeugen vermöge hingegen die Auffassung, diese Einschränkung sei medizinisch plausibel bereits ab dem Jahr 2012 anzunehmen. Dies decke sich insbesondere nicht mit den mehrheitlich nur lückenhaft vorliegenden und teilweise allein rückwirkend ausgestellten Arbeitsunfähigkeitsattesten für die Jahre 2012, 2014 und 2015. Zwar seien in den Jahren 2012, 2014 und 2015 diverse Hospitalisationen und Operationen erfolgt, jedoch hätten diese keine dauerhaft anhaltende Arbeitsunfähigkeit zur Folge gehabt. Damit seien seit 2012 mehrere revisionsrechtlich relevante Veränderungen eingetreten, was unbestritten sei. Ab Februar 2012 sei ein rezidivierendes Erysipel aufgetreten. Im Januar 2015 seien ein Karpaltunnelsyndrom und ein Loge-de-Guyon-Syndrom beidseitig diagnostiziert und in der Folge operativ behandelt worden. Ausserdem bestehe - wie gesagt - seit Juli 2017 ein verändertes Zumutbarkeitsprofil. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen stünden mit dem Unfall vom 1. August 1983 im Zusammenhang. Weiter hätten sich die erwerblichen Verhältnisse des Beschwerdeführers verändert, da er seit 2015 kein selbstständiges Unternehmen mehr betreibe und wegen eines gerichtlich verhängten vierjährigen Berufsverbots, das vom Bundesgericht mit Urteil vom 7. Januar 2016 bestätigt worden sei, nicht mehr als selbstständiger Rechtsanwalt habe tätig sein dürfen. Bei diesen Gegebenheiten sei der Rentenanspruch frei zu prüfen. Die Vorinstanz erwog weiter, die Suva habe den Revisionszeitpunkt zu Recht auf den 1. Juli 2018 festgesetzt. Im Bericht des Zentrums B.________ vom 4. Dezember 2017 sei zwar aufgrund der Untersuchung des Beschwerdeführers im Juli 2017 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit festgestellt worden. Im November 2017 sei aber ein neuerlicher Erysipelschub aufgetreten, der eine Hospitalisation nach sich gezogen habe. Danach sei es zu weiteren Komplikationen gekommen. Am 30. April 2018 sei eine weitere Operation bezüglich des Loge-de-Guyon-Syndroms erfolgt, wobei der behandelnde Arzt von einer Wiederaufnahme der Arbeit ab 15. Juni 2018 ausgegangen sei. Insoweit überzeuge die Annahme eines ab Juli 2018 stabilen und dauerhaft keinen namhaften Verbesserungen durch weitere Heilbehandlung mehr zugänglichen Gesundheitszustandes. Somit sei der Rentenanspruch per 1. Juli 2018 zu prüfen.