Citation: 4A_626/2014 E. 4.2

4.2. Auch diese Erwägungen sind bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Mangels jeglichen Vorbehalts kann die Unterzeichnung des Lieferscheins nach Treu und Glauben nur als Einverständnis mit der Schiedsklausel gedeutet werden. Dass damit nur der ordnungsgemässe Erhalt der Ware quittiert worden sein solle, lässt sich unter vertrauenstheoretischen Gesichtspunkten nicht vertreten. Die gegenteilige Auffassung der Beschwerdeführerin überzeugt nicht und ist hier auch deshalb nicht zu hören, weil sie sich auf Sachverhaltselemente stützt, welche in den für das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen des angefochtenen Entscheids (Art. 105 Abs. 1 BGG) keinen Halt finden. Schliesslich steht auch der Umstand, dass sich die Schiedsklausel nur auf Differenzen hinsichtlich der auf dem Lieferschein aufgeführten Lieferungen bezieht, dem Zustandekommen einer Schiedsvereinbarung nicht entgegen: Eine Schiedsvereinbarung braucht nicht eine gesamte Streitigkeit bzw. ein ganzes Rechtsverhältnis zu erfassen, sondern sie kann sich auch nur auf einen Teil beziehen, sofern dieser Gegenstand eines selbständigen Schiedsspruchs bilden kann (Felix Dasser, in: Oberhammer et al. [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 2. Aufl., 2013, N. 4 zu Art. 357 ZPO; Stefanie Pfisterer, in: Berner Kommentar, 2014, N. 19 zu Art. 357 ZPO). Dies ist bei der vorliegenden Teilklage, die sich auf die erste Teillieferung bezieht, ohne weiteres gegeben.