Citation: 5A_747/2017 E. 2.2

2.2. Das Kantonsgericht führte aus, dass - die Fälle von Art. 970 Abs. 2 ZGB vorbehalten - nur Anspruch auf Einsicht in das Grundbuch habe, wer ein Interesse nach Art. 970 Abs. 1 ZGB glaubhaft machen könne. Ausreichend sei ein rechtliches oder tatsächliches Interesse. Ein rechtliches Interesse setze einen inneren, funktionellen Zusammenhang voraus. Dieser sei gegeben, wenn die am Grundstück dinglich oder realobligatorisch berechtigte Person aufgrund ihrer Rechtsstellung Einsicht in den ihrem Recht zugrunde liegenden Eintrag und in die ihrem Recht im Rang der dinglichen Sicherheit vorgehenden Einträge nehme. Ein tatsächliches Interesse setze eine qualifizierte Bezugsnähe zu demjenigen Teil des Grundbuchs voraus, in den Einsicht genommen werden soll. Notwendig sei daher, dass der um Einsicht ersuchenden Person ein persönlicher, aktueller und konkreter Vorteil erwachse, den sie ohne Konsultation des Grundbuches nicht erlangen könne. Der Beschwerdeführer verweise auf seine Stellung als letzter Verwaltungsrat der zwischenzeitlich aus dem Handelsregister gelöschten C.________ AG. Da aufgrund des von der AG geschlossenen Kaufrechtsvertrags eine Anzahlung von Fr. 50'000.-- geleistet worden sei, bestehe seiner Ansicht nachein Interesse an der Klärung der damaligen Vorgänge. Ausserdem verweise der Beschwerdeführer auf seine Stellung als Aktionär der AG und Mieter der betroffenen Liegenschaft. Er erachte sich deshalb als durch den Vertrag persönlich betroffen. Aus diesen Ausführungen ergebe sich, dass der Beschwerdeführer nicht Partei des Kaufrechtsvertrags gewesen sei. Es liege daher kein eigenes Geschäft des Beschwerdeführers vor. Ein Einsichtsinteresse ergebe sich auch nicht aus dessen Stellung als Mieter der betroffenen Liegenschaft. Der Beschwerdeführer mache sodann kein Einsichtsrecht aufgrund einer bestehenden Rechtsstellung geltend, weshalb es an einem inneren, funktionellen Zusammenhang fehle. Weiter äussere er sich nicht zum Grund bzw. Zweck des Einsichtsgesuchs. Es sei daher nicht nachvollziehbar, welchen persönlichen Vorteil er durch die Einsicht erlange und weshalb er nach ca. 20 Jahren die Vorgänge um den Vertragsabschluss nochmals prüfen müsse. Reine Neugier genüge als Interessennachweis nicht. Damit mache der Beschwerdeführer kein genügendes Interesse an der Einsicht geltend.