Citation: 2P.113/2006 29.08.2006 E. 3

Die Auslegung und Anwendung des kantonalen Rechts prüft das Bundesgericht grundsätzlich nur unter dem Gesichtswinkel des Willkürverbots. Daran ändert nichts, dass sich die Beschwerdeführer vorliegend auf die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) berufen: Frei prüft das Bundesgericht kantonales Gesetzesrecht bloss, wenn ein schwerer Grundrechtseingriff vorliegt (vgl. BGE 123 I 313 E. 2b S. 317). Dies ist hier nicht der Fall, beschränkt die Verweigerung des Eintrags ins Anwaltsverzeichnis doch weder die wirtschaftliche Betätigungsmöglichkeiten der Beschwerdeführerin 2 noch jene des Beschwerdeführers 1 selber in schwerwiegender Weise (vgl. auch E. 7). Die gesetzliche Grundlage der streitigen Entscheidung ist deshalb, trotz der geltend gemachten Verletzung eines spezifischen Grundrechts, nicht frei, sondern lediglich auf Willkür hin zu prüfen. Frei prüft das Bundesgericht indessen die Verhältnismässigkeit des Eingriffs.