Citation: 8C_850/2014 E. 5.3.4

5.3.4. Wie es sich damit verhält, kann hier angesichts der unklaren medizinischen Aktenlage nicht abschliessend beurteilt werden. Festzuhalten ist, dass Dr. med. D.________ nach Aktenlage - basierend auf unzutreffenden anamnestische Angaben der Versicherten - fälschlicherweise davon ausging, dass Letztere am 30. August 2003 ein "schweres Schädelhirntrauma" erlitten habe, wofür sich jedoch weder im Bericht des Dr. med. F.________, Baden, vom 18. November 2003 noch in den übrigen medizinischen Unterlagen konkrete Anhaltspunkte finden. Dennoch bestand nach Massgabe des Untersuchungsgrundsatzes (vgl. E. 1.2 hievor) unter den gegebenen Umständen - im Gegensatz zu der vom kantonalen Gericht vertretenen Auffassung - nicht nur hinreichende Veranlassung dazu, insbesondere mit Blick auf Rz. 8142 KSIH (vgl. E. 5.1 hievor) zu den medizinisch umstrittenen Fragen (E. 5.2.2 und 5.3.2 f.) zumindest eine RAD-ärztliche Stellungnahme oder eine fachärztliche Beurteilung einzuholen. Verwaltung und Vorinstanz waren angesichts der neuen Berichte der behandelnden Ärztin med. prakt. G.________ vom 4. September und 27. November 2013, des Neurologen Dr. med. H.________ vom 19. November 2013 und des Dr. med. D.________ vom 16. August 2013, welche allesamt aus dem Zeitraum vor Erlass der Verfügung der IV-Stelle vom 3. Dezember 2013 datieren, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes vielmehr dazu verpflichtet (vgl. auch E. 5.1 hievor), diesbezüglich mit Blick auf die geltend gemachte Hilfsbedürftigkeit in alltäglichen Lebensverrichtungsbereichen (E. 5.2) sowie in Bezug auf lebenspraktische Begleitung (E. 5.3) weitere fachmedizinische Abklärungen zur Klärung der psychischen oder somatischen Genese der erhöhten Lärm- und Lichtempfindlichkeit sowie zur tatsächlichen Gebrauchstauglichkeit der Anziehhilfen unter Berücksichtigung der besonderen lipo-ödematösen Schwellungsverhältnisse an den Beinen der Versicherten zu veranlassen. Indem die Vorinstanz darauf verzichtete, hat sie Bundesrecht verletzt.