Citation: 2C_654/2023 E. 1.1

1.1. A.________ (geb. 1989), Staatsangehöriger von Marokko, ersuchte am 27. März 2021 in der Schweiz um Asyl. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) lehnte das Asylgesuch am 11. Juni 2021 ab und wies ihn aus der Schweiz weg. Diese Verfügung blieb unangefochten. Ab dem 24. Juni 2021 galt A.________ als verschwunden, bis er ein erstes Mal vom 20. Oktober 2021 bis 16. September 2022 in den Strafvollzug versetzt wurde. Am 18. Dezember 2022 wurde er erneut in den Strafvollzug versetzt. Während der Haft kamen weitere Verurteilungen zu unbedingten Freiheitsstrafen hinzu, sodass sich das Vollzugsende verlängerte. Am 26. Juli 2023 ordnete das Amt für Justizvollzug des Kantons Bern, Bewährungs- und Vollzugsdienste, an, falls A.________ bis Vollzugsende (29. Oktober 2023) ausgeschafft werden könne, werde er am Tag seiner Ausschaffung bzw. am ersten Tag der gegebenenfalls zuvor angeordneten ausländerrechtlichen Administrativhaft bedingt aus dem Strafvollzug entlassen. Seither sind zwei Versuche zum Vollzug der Ausschaffung gescheitert. Am 24. Oktober 2023 ordnete das Amt für Bevölkerungsdienste des Kantons Bern, Migrationsdienst, auf den Zeitpunkt des Vollzugsendes Ausschaffungshaft für die Dauer von drei Monaten an. Mit Entscheid vom 30. Oktober 2023 bestätigte das kantonale Zwangsmassnahmengericht die Ausschaffungshaft bis zum 28. Januar 2024.