Citation: U 370/00 29.05.2002 E. A

A.- Der 1955 geborene L.________ war seit August 1994 in der Firma A.________ AG, als Maler tätig, und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 4. Dezember 1995 sass er auf dem Beifahrersitz eines Personenwagens, dessen Lenker wegen einer von einem Lastwagen gefallenen Holzkiste abbremsen musste, worauf es zu einer Heckauffahrkollision des nachfolgenden Fahrzeuges kam. Dabei zog sich L.________ gemäss Diagnose des wegen Hinterkopfschmerzen und Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) noch am Unfalltag aufgesuchten Dr. med. G.________ vom Spital B.________ eine Distorsion der HWS im Sinne eines Schleudertraumas zu. Anlässlich der Erstuntersuchung fand sich eine Druckdolenz paravertebral im HWS-Bereich mit Ausstrahlung in den Musculus trapezius; neurologische Ausfälle lagen nicht vor; ebensowenig Anzeichen für eine Fraktur. Verordnet wurden ein Halskragen, Medikamente und später auch Physiotherapie. In einem späteren Bericht vom 6. Februar 1996 wurde eine schwere Funktionsstörung der HWS festgestellt, strukturelle Läsionen im Bereich der HWS jedoch ausdrücklich ausgeschlossen. Wegen starker Kopfschmerzen konnte gemäss Bericht des Hausarztes Dr. med. S.________, vom 20. Januar 1996 nicht an eine Arbeitsaufnahme gedacht werden. Am 24. Januar 1996 schlug er daher zur weiteren Abklärung eine Computertomographie (CT) des Schädels vor, welche am 16. Februar 1996 indessen keinen pathologischen Befund zeigte. Nachdem weiterhin eine massive Symptomatologie persistierte, empfahlen die Ärzte des Spitals B.________ eine stationäre Therapie, welche vom 13. März bis 1. Mai 1996 in der Klinik X.________ durchgeführt wurde. Gemäss Austrittsbericht vom 6. Mai 1996 wurden ein mässig bis starkes Cervico-Vertebralsyndrom rechtsbetont und Kopfschmerzen diagnostiziert. Ein weiterer stationärer Aufenthalt folgte vom 17. Juli bis 21. August 1996; das in diesem Rahmen durchgeführte psychosomatische Konsilium führte zur Diagnose einer depressiven Episode mit somatischen Symptomen, während die neuropsychologischen Abklärungen eine mögliche Funktionsstörung unklaren Ausmasses bei im Vordergrund stehender, schwerer schmerzbedingter Leistungseinschränkung ergaben. Bei einer weiteren CT-Untersuchung im Spital B.________ vom 11. November 1996 zeigten die Bilder eine Osteochondrose und Spondylophyten C5/C6. Dieser Befund ist laut Dr. med. C.________ von der Neurochirurgischen Klinik des Spitals Y.________ weder klinisch relevant noch unfallkausal (Bericht vom 23. Juni 1997 mit Zusatzbericht vom 22. Oktober 1997). Die Ärzte der Neurologischen Klinik des Spitals Y.________ fanden beim neurologischen Untersuch keine objektivierbaren Defizite; die Gangstörung sei stark funktionell ausgestaltet (Bericht vom 21. März 1997). Auf Veranlassung des SUVA-Kreisarztes Dr. med. W.________, welcher den Versicherten am 1. Dezember 1997 untersucht hatte, führte Prof. Dr. med. Z.________, FMH Rechtsmedizin, eine unfallanalytische Beurteilung durch (Gutachten vom 7. März 1998). Nach Einholung eines Aktengutachtens des Dr. med. D.________ vom anstaltsinternen Ärzteteam Unfallmedizin vom 23. April 1998 teilte die SUVA, welche ihre Haftung für den Unfall vom 4. Dezember 1995 anerkannt hatte, für Heilungskosten aufgekommen war und Taggelder ausgerichtet hatte, dem Versicherten mit Verfügung vom 1. Mai 1998 mit, die noch geklagten Beschwerden stünden in keinem ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfall, weshalb die Versicherungsleistungen per 17. Mai 1998 eingestellt würden; zudem stellte sie fest, dass der Versicherte weder auf eine Invalidenrente noch auf eine Integritätsentschädigung Anspruch habe. Dagegen liess L.________ Einsprache erheben, mit welcher ergänzende Abklärungen beantragt wurden. In der Folge weilte der Versicherte vom 3. bis 5. Juni 1998 in der Neurologischen Klinik des Spitals Y.________, welche in ihrem Bericht vom 17. Juli 1998 chronisches cervikocephales und cervikobrachiales Syndrom sowie Periarthropathia humeroscapularis rechts, chronische Trümmelbeschwerden, chronische depressive Stimmung mit somatischen Symptomen und lumbospondylogenes Syndrom links diagnostizierte. Anschliessende ambulant durchgeführte Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf eine periphere vestibuläre oder zentralnervöse organische Ursache der geschilderten Beschwerden (Bericht vom 11. September 1998). Nach nochmaliger Stellungnahme des Dr. med. D.________ vom 26. Mai 1999 wies die SUVA die Einsprache mit Entscheid vom 10. August 1999 ab.