Citation: 8C_668/2022 E. 6.3.1

6.3.1. Die Beurteilung des Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung drehte sich nach dem Gesagten sowohl im Verwaltungs- als auch im kantonalen Beschwerdeverfahren um die Frage, ob der Beschwerdegegner faktisch eine leitende Funktion und somit seine arbeitgeberähnliche Stellung nach seiner Löschung als einziger Gesellschafter und Geschäftsführer der GmbH im Handelsregister beibehielt oder nicht, weshalb sich sowohl die Beschwerdeführerin als auch die Vorinstanz damit vertieft auseinander zu setzen hatten. Für die Bejahung einer über die Löschung im Handelsregister hinaus ausgeübten faktischen arbeitgeberähnlichen Funktion des Beschwerdegegners stützte sich die Beschwerdeführerin wesentlich auf die über B.A.________ im Informationssystem ASAL anlässlich deren eigener Arbeitslosigkeit gespeicherten Daten. Nachdem die Vorinstanz zum Schluss gelangte, diese Daten würden einem Beweisverwertungsverbot unterliegen, wäre sie in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes gehalten gewesen, weitere Abklärungen zur arbeitgeberähnlichen Stellung des Beschwerdegegners vorzunehmen. Die enge familiäre Beziehung zwischen Verkäufer und Käuferin des Kleinstbetriebs sowie die im vorinstanzlichen Verfahren vernehmlassungsweise vorgebrachten Anhaltspunkte für eine über die Löschung im Handelsregister hinaus bestehende massgebliche faktische Einflussnahme des Beschwerdegegners auf die Geschicke der Unternehmung boten hinreichend Anlass dazu. Der weitere Abklärungsbedarf ergibt sich somit unabhängig von der Frage der Verwertbarkeit der genannten Daten (vgl. zum im öffentlichen Verfahrensrecht nicht absoluten Verbot der Verwertung rechtswidrig erlangter Beweismittel: BGE 143 I 377 E. 5.1.1; vgl. auch Urteil 8C_7/2020 vom 3. November 2020 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Diese Frage kann daher offen bleiben, weshalb ebenso wenig auf die in diesem Kontext beschwerdeweise geltend gemachte Verletzung des rechtlichen Gehörs eingegangen werden muss.