Citation: 9C_129/2019 E. 5.2

5.2. Die rentenzusprechende Verfügung vom 8. Dezember 2016 basierte auf der Annahme, die angestammte Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin nicht mehr länger zumutbar. Die IV-Stelle stützte sich diesbezüglich auf die Expertise des Dr. med. B.________ vom 2. Oktober 2015 sowie auf die Ausführungen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) in der Stellungnahme vom 29. Oktober 2015. Die von diesen Einschätzungen abweichenden vorinstanzlichen Feststellungen halten einer Überprüfung gemäss Art. 105 Abs. 2 BGG nicht stand: Die Vorinstanz weicht ohne sachlich nachvollziehbare Gründe von der einhelligen medizinischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit ab. Sie vergleicht die in der Expertise beschriebenen körperlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin mit den im Zusatzblatt zum Fragebogen für Arbeitgebende beschriebenen Tätigkeiten und schliesst, es sei nicht ersichtlich, weshalb der Arbeitsplatz bei der X.________ AG nicht entsprechend hätte eingerichtet werden können. Die Beschwerdeführerin ist gemäss Gutachter indessen nicht nur in körperlicher Hinsicht, sondern auch in Bezug auf ihre Konzentrations- und Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Diesbezüglich führt das kantonale Gericht lediglich aus, die zeitliche Limitierung auf 22.5 Stunden pro Woche (für angepasste Tätigkeiten) sei nachvollziehbar. Zudem verweist es auf einen gescheiterten Versuch, "eine anspruchsvolle Tätigkeit mit Halbtagspensum in einem Unternehmen zu realisieren". Weshalb aber - mit Blick auf die eingeschränkte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit - auch die angestammte (im Übrigen in einem Pensum von durchschnittlich 65 Wochenstunden geleistete) Tätigkeit, deren Anforderungsprofil aus gutachterlicher Sicht nicht mehr "auch nur in Ansätzen zu erfüllen" sei, angepasst sein soll, ist weder ersichtlich noch im angefochtenen Entscheid dargelegt. Es fehlt darin insbesondere eine Auseinandersetzung mit den Ausführungen des Dr. med. B.________, wonach der Beschwerdeführerin bei der Anpassung an eine berufliche Tätigkeit Grenzen gesetzt seien, weil nicht nur die Schmerzen, sondern auch die zu deren Linderung eingenommenen Medikamente ihre Konzentrations- und Leistungsfähigkeit einschränkten. Was den Hinweis auf den gescheiterten Arbeitsversuch in einer anspruchsvollen unselbständigen Tätigkeit anbelangt, ist nicht nachvollziehbar, inwiefern dieses Scheitern für eine Arbeitsfähigkeit in der (noch anspruchsvolleren) angestammten Tätigkeit sprechen sollte.