Citation: 9C_85/2018 E. 4.3

4.3. Dr. med. G.________ hatte im psychiatrischen Teilgutachten der MEDAS vom 5. Juli 2007 keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Er war von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit ausgegangen, woran sein damaliger Hinweis nichts ändert, die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin sei durch die chronische Schmerzwahrnehmung "allenfalls um 10 % reduziert". Es wurde somit weder von der MEDAS im Jahre 2007 noch von den Ärzten der Rehaklinik E.________ im Jahre 2016 eine psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Es ist auch weder dargetan noch ginge aus den Akten hervor, dass die Beschwerdeführerin zwischenzeitlich je eine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung hätte in Anspruch nehmen müssen. In Anbetracht dieser über Jahre unauffälligen psychiatrischen Befundlage vermag eine allfällige Unkenntnis der fast zehn Jahre zurückliegenden MEDAS-Expertise keine auch nur geringen Zweifel an der Beurteilung im psychosomatischen Konsilium vom 15. Juni 2016 zu wecken. Ebenso ins Leere zielt die Rüge, das Konsilium sei für die streitigen Belange nicht umfassend, weil für die Dres. phil. C.________ und med. D.________ die Beurteilung vorbestehender gesundheitlicher Einschränkungen nicht relevant gewesen sei. Einzig der Umstand, dass das psychosomatische Konsilium im Rahmen eines unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens erstellt wurde, lässt nicht ohne Weiteres auf ein unberücksichtigt gebliebenes unfallfremdes Gesundheitsgeschehen schliessen. Ein solches ist indessen weder aus den Akten ersichtlich noch substanziiert dargetan. Die Beschwerdeführerin spricht zwar davon, das psychosomatische Konsilium stehe "in einem klaren Widerspruch" zum MEDAS-Gutachten, ohne indessen auch nur ansatzweise aufzuzeigen, worin dieser Widerspruch konkret bestehen soll. Unbehelflich ist auch ihr pauschaler Hinweis, bei der Rehaklinik E.________ handle es sich um ein Unternehmen der Suva. Dies allein schadet dem Beweiswert des Konsiliums nicht (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/ee S. 353 f.; zur Frage, ob die Ärzte der Rehaklinik E.________ im Verhältnis zur Suva versicherungsinterne oder -externe medizinische Sachverständige sind vgl. Urteil 8C_84/2009 vom 25. Januar 2010 E. 3.3.2 f.).