Citation: 8C_466/2017 E. 4.3

4.3. Laut Beschwerdeführer verfügt der Neuropsychologe des ABI nicht über die in den Leitlinien für eine regelkonforme Begutachtung der Schweizerischen Vereinigung der Neuropsychologinnen und Neuropsychologen (SVNP) empfohlene berufliche Qualifikation. Am 22. Februar 2017 informierte das BSV die Gutachterstellen darüber, dass die bisher geltenden Mindestanforderungen (Masterabschluss in Psychologie) für Begutachtungen in Neuropsychologie nicht mehr genügen würden. Laut IV-Rundschreiben Nr. 367 vom 21. August 2017 gelten entsprechend dem neuen auf den 1. Juli 2017 in Kraft getretenen Art. 50b der Verordnung über die Krankenversicherung ab diesem Zeitpunkt für neuropsychologische Begutachtungen im Rahmen polydisziplinärer Gutachten, welche über die webbasierte Plattform SuisseMED@P vergeben werden, neue fachliche Mindestanforderungen. Im Urteil 9C_531 und 532/2017 vom 15. September 2017 hat das Bundesgericht dazu erwogen, die Zulassungsbedingungen gemäss Art. 50b KVV müssten von Gesetzes wegen nicht zwingend auf den Zeitpunkt seines Inkrafttretens in der IV-Begutachtungspraxis übernommen werden. Der von der Gutachterstelle bisher als neuropsychologischer Experte eingesetzte lic. phil. F.________, Fachpsychologe für Psychotherapie FSP, habe die erforderlichen Voraussetzungen gemäss der Vereinbarung vom 4. April 2012 betreffend die Durchführung von polydisziplinären medizinischen Gutachten nach Art. 72bis IVV bis zu deren Änderung zum 1. Juli 2017 erfüllt. Zudem sei er Absolvent des Gutachterkurses SIM in Neuropsychologie. Wenn die Vorinstanz auf genügende fachliche Kompetenz des lic. phil. F.________ schloss, ist dies daher nicht zu beanstanden.