Citation: 5P.437/2004 17.12.2004 E. D

Gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 12. November 2004 hat die Beschwerdeführerin staatsrechtliche Beschwerde erhoben mit dem Antrag, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und die Reisepässe der Kinder seien der Beschwerdeführerin aushinzugeben. Sie begründet ihren Antrag einzig damit, dass der Klage mit dem vom Amtsgericht Kappeln am 19. November 2004 erlassenen Beschluss die Rechtsgrundlage entzogen worden sei. Das Bundesgericht habe in BGE 130 III 530 E. 2 S. 534 ausgeführt, der Rückführungsentscheid könne selbst noch im Vollstreckungsverfahren in Frage gestellt werden, wenn im Ursprungsstaat eine vom früheren Rechtszustand abweichende Sorgerechtsentscheidung ergangen sei, welche die Rückgabe hinfällig werden lasse. Mit Präsidialverfügung vom 6. Dezember 2004 erkannte der Präsident der II. Zivilabteilung der staatsrechtlichen Beschwerde die aufschiebende Wirkung hinsichtlich der angeordneten Kindesrückführung zu und verfügte, dass die Pässe der Kinder weiterhin durch das Obergericht des Kantons Zürich zu verwahren sind. In der Sache sind keine Vernehmlassungen eingeholt worden.