Citation: 5A_224/2022 E. 4.1

4.1. Gestützt auf die vorigen Erwägungen ist die Beschwerde im Sinne des Eventualantrags, das heisst teilweise gutzuheissen. Der angefochtene Entscheid ist aufzuheben und die Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Bei diesem Ergebnis erübrigen sich Erörterungen zu den weiteren Rügen, mit denen die Beschwerdeführerin eine Verletzung von Art. 10, 13 f. und 24 BV sowie von Art. 8 EMRK geltend macht; diesen Rügen kommt keine eigenständige Bedeutung zu. Nicht einzutreten ist auf das Ansinnen des Beschwerdegegners, im Falle einer Rückweisung der Sache die Vorinstanz dazu anzuhalten, seinen (nie zurückgezogenen) Antrag auf alternierende Obhut zu prüfen. Der Beschwerdegegner hätte es in der Hand gehabt, sich mit einer eigenen Beschwerde gegen die vorinstanzliche Erkenntnis zu wehren, wonach eine alternierende Obhut einen entsprechenden Antrag voraussetzt, er mit dem Verzicht auf eine Berufung diesen Antrag jedoch zurückgezogen habe. Der Beschwerdegegner hat dies nicht getan. Damit hat es sein Bewenden (E. 3.5.3). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdegegner als unterliegende Partei für die Gerichtskosten aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG) und die Beschwerdeführerin für das bundesgerichtliche Verfahren zu entschädigen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).