Citation: 5A_582/2022 E. 2.3

2.3. Zu berücksichtigen ist, dass die Konkurspublikation nach Art. 232 Abs. 2 Ziff. 6 SchKG den Hinweis zu enthalten hat, dass für Beteiligte, die im Ausland wohnen, das Konkursamt als Zustellungsort gilt, solange sie nicht einen anderen Zustellungsort in der Schweiz bezeichnen (VOUILLOZ, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N. 33 zu Art. 232 SchKG; LUSTENBERGER/SCHENKER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 27d zu Art. 232 SchKG; LEVANTE, Rechtshilfe und Zusammenarbeit in grenzüberschreitenden Konkursverfahren, in: ZZZ 2016 S. 169). Im konkreten Fall hat sich das Konkursamt allerdings dazu entschlossen, die Abtretungsofferte auch an den in Österreich wohnhaften Beschwerdeführer zu verschicken. Überdies hat es ihm den beabsichtigten Auslandversand nach den vorinstanzlichen Feststellungen bereits mit E-Mail vom 18. Januar 2022 angekündigt. Unter diesen Umständen würde sich das Konkursamt dem Vorwurf widersprüchlichen Verhaltens aussetzen, wenn es sich mit Bezug auf die Einhaltung der angesetzten zehntägigen Frist durch den Beschwerdeführer auf die vorgenannte Bestimmung berufen wollte (vgl. zit. Urteil 5A_950/2016 E. 3.5). Das Konkursamt hat sich vorliegend denn auch einzig auf den Standpunkt gestellt, dass es den Beweis des rechtsgültigen Zugangs der Abtretungsofferte mit der ihm vorliegenden Empfangsbestätigung erbracht habe.