Citation: 6B_1422/2019 E. 5.4.2

5.4.2. In BGE 140 IV 150 E. 3.6 nahm das Bundesgericht gewisse Änderungen der bisherigen Praxis zum untauglichen Versuch vor. Es führte aus, nicht jedes Verhalten, welches die Elemente des untauglichen Versuchs an sich erfülle, stelle sich auch tatsächlich als strafwürdiges und strabedürftiges Unrecht dar. Deshalb bestehe das Bedürfnis nach einer tatbestandlichen Strafbarkeitseinschränkung des untauglichen Versuchs. Strafbar sollten untaugliche Verhaltensweisen grundsätzlich nur sein, wenn und soweit sie sich als ernstlicher Angriff auf die rechtlich geschützte Ordnung darstellten. Das Bundesgericht ergänzte damit die Voraussetzungen für die Strafbarkeit des untauglichen Versuchs um das Erfordernis der minimalen objektiven Gefährlichkeit des Täterverhaltens.