Citation: 8C_134/2021 E. 5.4

5.4. Schliesslich weist der Beschwerdegegner darauf hin, dass sein Stundenlohn den Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrages "Personalverleih Maler- und Gipser D-CH und TI" (GAV) unterstanden habe. Gemäss diesem würde die Teuerung und Lohnentwicklung wohl höher ausfallen, als von der Vorinstanz angenommen. Weder die Suva noch die Vorinstanz sahen sich bisher veranlasst, sich mit diesem erstmals vor Bundesgericht erhobenen Einwand auseinander zu setzen. Die Lohnabrechnungen, auf welche der Beschwerdegegner nunmehr verweist, sind in den vorinstanzlichen Akten jedoch enthalten; es handelt sich mithin nicht um eine neue Tatsache oder ein neues Beweismittel im Sinne von Art. 99 BGG (BGE 136 V 362 E. 3.3.1). Die neue rechtliche Begründung ist damit zulässig (vgl. Urteil 8C_652/2020 vom 5. Februar 2021 E. 5.2.1). Die fraglichen Lohnabrechnungen aus dem Zeitraum zwischen Mai 2013 und Mai 2014 verweisen auf den GAV. Wie dargelegt ist das Valideneinkommen so konkret wie möglich festzusetzen (E. 3.2 hiervor), wobei die Rechtsprechung hierzu bereits verschiedentlich gesamtarbeitsvertraglich geschuldete Löhne herangezogen hat (vgl. Urteile I 474/96 vom 28. September 1998 E. 3a, nicht publ. in BGE 124 V 321, aber in: SVR 1999 IV Nr. 11 S. 29; 8C_90/2010 vom 23. Juli 2010 E. 6.2.1.2). Gleiches muss insofern auch für die Anpassung des Lohnes an die Teuerung und Einkommensentwicklung gelten. Ob der Beschwerdegegner im massgebenden Zeitraum bis zum 1. Dezember 2016 einem Gesamtarbeitsvertrag unterstanden hätte und vor allem welche Folgen damit für die Frage nach einer allfälligen Lohnanpassung bis zum 1. Dezember 2016 bzw. die entsprechende Angabe der Arbeitgeberin damit verbunden wären, lässt sich bei gegebener Aktenlage indes nicht abschliessend beurteilen. Die Sache ist daher an die Suva zurückzuweisen, damit sie diese Fragen kläre und anschliessend über die Rentenfrage neu verfüge.