Citation: 8C_199/2019 E. 5.2

5.2. Nachdem die ersten beiden Voraussetzungen offensichtlich erfüllt waren, prüfte die Vorinstanz im Anschluss die Frage vertieft, ob sich der dritte Unfall (23. Mai 2006) während der Heilungsdauer der Beschwerden aus dem ersten Unfall (7. September 2000) zugetragen habe. Dies tat sie schrittweise, indem sie klärte, ob der zweite Unfall (19. September 2003) während der Heilungsdauer des ersten geschah, ob sodann diese beiden Unfälle gesamthaft ("zusammen") zu betrachten seien und ob sich schliesslich der dritte Unfall während der Heilungsphase der durch die vorangegangenen beiden Ereignisse verursachten Beschwerden zugetragen habe. Diese Fragen bejahte das Bundesverwaltungsgericht allesamt, weshalb es Art. 100 Abs. 2 UVV anwendete und die Beschwerdeführerin gegenüber der ÖKK als leistungspflichtig erachtete. Dabei stimmte es mit dem BAG darin überein, dass die Versicherte beim zweiten wie beim dritten Unfall noch in ärztlicher Behandlung wegen der Folgen des bzw. der vorhergehenden Ereignisse (s) stand und eine namhafte gesundheitliche Verbesserung habe erwartet werden dürfen. Zudem kam es zum Schluss, dass der dritte Unfall für sich alleine geringere Folgen gehabt hätte "als aufgrund der Vorbelastung durch den ersten und zweiten Unfall, so dass sich die bestehenden Beschwerden nach dem dritten Unfall verstärkten".