Citation: 6B_902/2019 E. 2.4.6

2.4.6. Die Vorinstanz überprüft minutiös die Aussagen der Eheleute mit den Audioaufnahmen. Dabei stellt sie willkürfrei fest, dass die Geräuschkulisse der ersten Minute der zentralen Audioaufnahme der Tathandlung (Untersuchungsakten, act. 830 Sequenz 126), namentlich das sofort deutlich hörbare angestrengte Schnaufen und die verständlichen Wortfetzen des Beschwerdeführers sowie die immer wiederkehrenden verzweifelt klingenden Rufe der Beschwerdegegnerin 2, er solle von ihr ablassen, und ihre späteren eindringlichen Bitten, sie gewähren und zu ihrem Arbeitsplatz fahren zu lassen, nicht anders interpretiert werden können, als dass es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen den Eheleuten gekommen sein muss. Es ist sodann ebenfalls nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die Audioaufnahme als ein weiteres, aber gewichtiges Indiz dafür betrachtet, dass die in der Anklage erhobenen Vorwürfe zutreffen. Sie legt nachvollziehbar und gestützt auf das auf der Audioaufnahme zu Hörende sorgfältig abwägend dar, dass das vom Beschwerdeführer gezeichnete Bild des völlig unvorbereitet aus dem Schlaf gerissenen Ehemannes, der seine Ehefrau bei einem albtraumähnlichen Anfall zu beruhigen und fürsorglich zu unterstützen versucht habe, nicht mit dem hörbaren Geschehen übereinstimme. Danach wirke der unter körperlicher Anstrengung laut schnaufende und massive verbale Vorwürfe erhebende Beschwerdeführer auf die sich offenbar wehrende Beschwerdegegnerin 2 ein, obwohl diese unzweifelhaft schnellstmöglich von ihm weg wolle. Die Vorinstanz schliesst nachvollziehbar aus den sich damit nicht deckenden und verharmlosenden Darstellungen des Beschwerdeführers anlässlich seiner Festnahme und seiner ersten Einvernahme zu seiner deeskalierenden Rolle, dass diese unzutreffend seien, wohingegen sich eine Übereinstimmung mit den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 ergebe. Die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz stelle durch die Missachtung der Audiosequenz, worauf kurz bevor die Beschwerdegegnerin 2 das Haus verlassen habe, ein Ab-/Umfüllen von Flüssigkeiten zu hören ist, das Beweisergebnis willkürlich fest und verletze den Grundsatz "in dubio pro reo", ist unbegründet. Auf der fraglichen Audioaufnahme ist ein Geräusch wie das Öffnen einer Flasche mit einem Kronenverschluss (etwa bei Bierflaschen) oder Ähnlichem zu hören und das anschliessende Eingiessen einer Flüssigkeit (Untersuchungsakten, act. 830 Sequenz 130 von 01:31 an). Jedenfalls hat dieses Geräusch nichts mit dem Sachverhaltsteil betreffend Umfüllen von Flüssigkeiten aus einem Wasserglas zu tun, da bei einem solchen Vorgang mit Sicherheit unmittelbar vor dem Ausleeren kein Öffnen einer Flasche zu hören wäre. Indem sich die Vorinstanz nicht mit dieser Audiosequenz befasst, respektive sich in ihrem Urteil nicht dazu äussert, übersieht sie weder einen erheblichen Beweis noch lässt sie einen solchen willkürlich ausser Acht.