Citation: 2A.568/2000 06.04.2001 E. 4

4.- a) Der Beschwerdeführer ist wegen mehrfachen qualifizierten Raubes sowie mehrfachen Hausfriedensbruchs zu zweieinviertel Jahren Zuchthaus sowie acht Jahren Landesverweisung, bedingt auf zwei Jahre, verurteilt worden. Damit ist ein Ausweisungsgrund im Sinne von Art. 10 Abs. 1 lit. agegeben. Wie aus dem durch das Bundesgericht bestätigten Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 19. August 1998 hervorgeht, haben der Beschwerdeführer sowie zwei Mittäter am 5. Februar 1996 versucht, die Poststelle in Uetikon am See zu überfallen; gleichentags haben sie einen Raubüberfall auf die Coop-Filiale Uetikon am See und später auf die MigrosFiliale in Männedorf begangen. Bei diesem Überfall trieben die Täter nicht weniger als sechs Personen zusammen und drückten unter anderem einer behinderten Person, die nicht schnell gehen konnte, eine Pistole in den Rücken. Einen Tag später versuchten der Beschwerdeführer und seine beiden Mittäter, die Migros-Filiale Kleinandelfingen zu überfallen. Der Beschwerdeführer war bei all diesen Vorfällen mit einer geladenen, aber nicht durchgeladenen Schusswaffe bewaffnet. Der Deliktsbetrag belief sich auf insgesamt rund Fr. 53'000.--. Der Tatbeitrag des Beschwerdeführers bestand im Wesentlichen darin, die Opfer in Schach zu halten. Obwohl das Kantonsgericht den Beschwerdeführer eher als Mitläufer taxierte, wertete es sein Verschulden als schwer. Gemäss dem psychiatrischen Gutachten vom 26. August 1997 liegt beim Beschwerdeführer eine dissoziale Persönlichkeitsstörung vor. Nach den Ausführungen des Gutachters zeigen Persönlichkeiten mit einer solchen Störung eine deutliche und andauernde Verantwortungslosigkeit und missachten soziale Normen, Regeln und Verpflichtungen; es besteht die Unfähigkeit zum Erleben von Schuldbewusstsein und zum Lernen aus Erfahrung, besonders aus Bestrafung; die Schwelle für aggressives und kriminelles Verhalten ist gering. Beim Beschwerdeführer führt die dissoziale Persönlichkeitsstörung laut Gutachten dazu, dass er erhöht gefährdet ist, in Versuchungssituationen wieder Straftaten zu begehen und damit andere Menschen zu gefährden. Angesichts der Schwere, namentlich auch Brutalität, der begangenen Straftaten und der Persönlichkeitsstörung des Beschwerdeführers, mit der eine erhöhte Rückfallgefahr verbunden ist, besteht ein erhebliches öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers. b) Diesem Interesse sind die privaten Interessen an einem Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz gegenüberzustellen. Sie vermögen jedoch das öffentliche Interesse an einer Fernhaltung des Beschwerdeführers nicht zu überwiegen: Der Beschwerdeführer 1 lebt seit bald elf Jahren in der Schweiz; er hat sich aber schon sechs Jahre nach seiner Einreise, im Alter von nicht ganz 20 Jahren, an den geschilderten Straftaten beteiligt. Die lange Aufenthaltsdauer fällt daher nicht besonders ins Gewicht. Nachdem der Beschwerdeführer 1 sich vom 19. April 1999 bis zum 17. Juli 2000 im Strafvollzug befand und somit erst seit weniger als einem Jahr wieder in Freiheit lebt, kann auch nicht von einer besonders starken Integration in die Schweiz gesprochen werden. Seiner Frau und dem am ... Juli 2000 geborenen gemeinsamen Kind E.________ ist ein Leben in Mazedonien aufgrund der kulturellen und wirtschaftlichen Unterschiede kaum zumutbar; indessen musste ihr im Zeitpunkt der Heirat (6. Januar 1999) angesichts der strafrechtlichen Verurteilung des Beschwerdeführers 1 wegen Gewaltdelikten bewusst sein, dass die Verurteilung ihres Mannes fremdenpolizeiliche Konsequenzen haben könnte und sie ihre Ehe möglicherweise nicht weiterhin in der Schweiz würden leben können. Der Beschwerdeführer 1 hat seine Kindheit in Mazedonien verbracht und ist erst während seiner Jugendzeit in die Schweiz eingereist. Damit sollte ihm die dortige Kultur nicht dermassen fremd geworden sein, dass er sich nicht - nach einer Anpassungszeit - wieder integrieren könnte. Erschwerend wiegt hingegen die Tatsache, dass die ehemalige Ehefrau des Beschwerdeführers 1, Mutter von C.________, heute in Holland verheiratet ist und offenbar von ihrem Sohn nichts mehr wissen will. Da die Eltern des Beschwerdeführers 1 in der Schweiz leben, müsste dieser in Mazedonien den Sohn C.________ alleine aufziehen. Das Leben als allein erziehender Vater in Mazedonien wird damit für den Beschwerdeführer 1 nicht einfach sein. Immerhin ist C.________ mittlerweile fünfeinhalb Jahre alt und damit in einem Alter, wo er einen Kindergarten oder (je nach den örtlichen Gegebenheiten) die Schule wird besuchen können; damit sind die Aufnahme einer Arbeit sowie die Betreuung des Sohnes jedenfalls nicht ausgeschlossen. c) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Leben in Mazedonien für den Beschwerdeführer 1 zwar hart sein wird; indessen überwiegt angesichts der Schwere der begangenen Delikte das öffentliche Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung.