Citation: 6B_732/2008 14.04.2009 E. 3

3.1 Die Vorinstanz bestätigt zunächst die Freisprüche von der Anklage der Urkundenfälschung in Mittäterschaft hinsichtlich des Krediteröffnungsvertrages vom 20. August 2001 und der Auftragserteilung/Bestellung vom 3. Dezember 2001. Das Vertrauen, welches der Beschwerdeführer den Versprechungen von Y.________ entgegengebracht hätten, erscheine im Nachhinein zwar als sehr naiv. Angesichts seines persönlichen, beruflichen und finanziellen Engagements, erscheine es aber als äusserst unwahrscheinlich, dass er zu diesem Zeitpunkt um die Mittellosigkeit der A.________ AG gewusst habe (angefochtenes Urteil S. 8 f.). Im Verlaufe der Zeit sei dem Beschwerdeführer - wie auch Z.________ - indes klar geworden, dass sie von Y.________ getäuscht worden seien und dass die B.________ AG wie auch sie selber in eine finanzielle Notlage geraten seien. Aus dieser Notlage heraus hätten sie sich der angeklagten Delikte schuldig gemacht (angefochtenes Urteil S. 23). 3.2 In Bezug auf die Schuldsprüche der Urkundenfälschung und des versuchten Betruges stützt sich die Vorinstanz auf den Umstand, dass die Auftragsbestätigung vom 4. Dezember 2001 in zwei Versionen vorliegt, welche für die Rückzahlung der ersten Rate unterschiedliche Daten vorsehen. Nach den tatsächlichen Feststellungen sehen die bei Y.________ gefundenen Exemplare den 1. Januar 2003 als Termin für die Leistung der ersten Tranche von 30% vor und sind mit blauen Eckklammern zusammengeheftet (Untersuchungsakten Separatbeilage Kra Nr. 2 und 3 und SCO Nr. 5). Das im Banksafe der B.________ AG, auf welches Y.________ keinen Zugriff hatte, aufgefundene Exemplar führt als Zahlungstermin für die erste Rate den 1. Februar 2002 auf. Dessen erste Seite ist am linken oberen Rand nicht gefalzt. Das zweite Blatt, welches die Unterschriften trägt, weist indes einen solchen - wohl von einer Eckklammer herrührenden - Falz auf (Untersuchungsakten Separatbeilage SCO Nr. 3). Zudem ist im Safe der B.________ AG auch eine erste Seite der Auftragsbestätigung mit einem Falz aufgefunden worden, auf welcher indes als Zahlungstermin wiederum der 1. Januar 2003 vermerkt ist (Untersuchungsakten Separatbeilage SCO Nr. 5; angefochtenes Urteil S. 9 f.). Die Vorinstanz führt weiter aus, der Beschwerdeführer habe bei seiner Einvernahme vom 14. Februar 2002 auf die Frage, warum er den Betrag von 1 Mio DM zugunsten des Kontos der B.________ AG habe verbuchen lassen, erklärt, gemäss der Auftragsbestätigung vom 4. Dezember 2001 sei die erste Rate über 2,4 Mio Fr. per 1. Februar 2002 fällig gewesen. Mit Mail vom 3. Januar 2002 habe er demgegenüber der KBC folgenden Text für die Bankgarantie vorgeschlagen: "Die E.________ GmbH leistet eine Garantie von Fr. 1'000'000.-- für den Vertrag vom 4. Dezember 2001 zwischen der Muttergesellschaft A.________ AG und der B.________ AG. Die Garantie sichert die erste Zahlung, die am 1. Januar 2003 zu erfolgen hat, ab." (Untersuchungsakten Separatbeilage SCO Nr. 10; angefochtenes Urteil S. 11 f.). Bei dieser Sachlage nimmt die Vorinstanz an, wenn der 1. Februar 2002 als Zahlungstermin vereinbart worden wäre, sei unerfindlich, wieso der Beschwerdeführer im Mail vom 3. Januar 2002 an die KBC als ersten Zahlungstermin den 1. Januar 2003 genannt habe. Die Vorinstanz gelangt daher zum Schluss, die Auftragsbestätigung vom 4. Dezember 2001 sei von der B.________ AG hinsichtlich des Zahlungstermins für die erste Rate verfälscht worden. Diese verfälschte Urkunde sei sowohl vom Beschwerdeführer wie auch von Z.________ verwendet worden. Dabei habe der Beschwerdeführer mit Faxschreiben vom 30. Januar 2002 die A.________ Türkei unter Beilage des verfälschten Dokuments zur Zahlung aufgefordert (angefochtenes Urteil S. 12 f.). 3.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe bis zur Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft von den kriminellen Machenschaften von Y.________ nichts gewusst. Er habe erst auf Vorhalt der Staatsanwaltschaft hin erfahren, dass sowohl der Krediteröffnungsvertrag wie die Bestellung fingiert gewesen seien (Beschwerde S. 6 f., 12). In diesem Zusammenhang beanstandet er, die Vorinstanz habe den Sachverhalt nicht genügend erhoben. Das Faxschreiben vom 30. Januar 2002 (Untersuchungsakten Separatbeilage VI Nr. 13) sei ihm diktiert und von ihm, weil er als einziger der Beteiligten englisch spreche, übersetzt worden. Es habe nicht in seinem Aufgabenbereich gelegen, Kontakte zur A.________ AG zu unterhalten, sondern er sei ausschliesslich für die Entwicklung der Software zuständig gewesen. (Beschwerde S. 8 f.). Ausserdem habe er bis zur vorinstanzlichen Hauptverhandlung von dieser Differenz nichts gewusst. In der Anklageschrift sei der entsprechende Sachverhalt nicht genügend deutlich zum Ausdruck gebracht worden (Beschwerde S. 12). 3.4 Der Beschwerdeführer führt nicht aus, inwiefern die Vorinstanz in Willkür verfallen sein soll, wenn sie aufgrund der vorhandenen Versionen der Auftragsbestätigung vom 4. Dezember 2001, deren Fundorte und seiner eigenen widersprüchlichen Aussagen zum Schluss gelangt, er habe um die Fälschungen gewusst und diese zur Täuschung verwendet. Er hätte darlegen müssen, aus welchen Gründen die Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unhaltbar sein und die vorhandenen Beweise andere Schlussfolgerungen geradezu aufdrängen sollen. Dies hat er indes nicht getan. Er beschränkt sich vielmehr darauf, noch einmal alle Einwendungen vorzubringen, die er im kantonalen Verfahren erhoben hat, und die eigene Sichtweise der Verhältnisse darzulegen. Das trifft auch auf die Rüge der Verletzung des Anklageprinzips in diesem Punkt zu. Damit erschöpfen sich die Ausführungen des Beschwerdeführers in einer blossen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil. Es mag zutreffen, dass eine Würdigung der Beweise, wie sie der Beschwerdeführer als richtig ansieht, ebenso in Betracht gezogen werden könnte oder gar vorzuziehen wäre, doch genügt dies nicht, um Willkür zu bejahen.