Citation: I 543/02 07.03.2003 E. 2

Ändert sich der Grad der Invalidität eines Rentenbezügers in einer für den Anspruch erheblichen Weise, so ist gemäss Art. 41 IVG die Rente für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 125 V 369 Erw. 2 mit Hinweis). Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 erster Satz IVV). Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 41 IVG und Art. 88a IVV) analog anzuwenden (AHI 2002 S. 64 Erw. 1; BGE 125 V 417 Erw. 2d). Nicht anders verhält es sich, wenn die Verwaltung rückwirkend eine halbe Rente zuspricht und mit Beschwerde hiegegen eine Abstufung der Rente verlangt wird. Entgegen der Vorinstanz, welche mit Hinweis auf das Beschwerdebegehren einzig den Rentenanspruch ab 1. Januar 2001 geprüft hat, muss dabei in die Beurteilung, ob die Rente rückwirkend revisionsweise zu erhöhen ist, auch die unbestrittene Rentenperiode bis 31. Dezember 2000 eingezogen werden (BGE 125 V 417 f. Erw. 4d). Hieran ändert nichts, dass die IV-Stelle die halbe Rente mit zwei getrennten Verfügungen zugesprochen hat.