Citation: 1C_407/2009 26.03.2010 E. 5

5.1 Hinsichtlich der verweigerten Ausnahmebewilligung erwägt die Vorinstanz, eine solche könnte nur bei ausserordentlichen Verhältnissen gewährt werden, wenn die Einhaltung der Vorschriften eine unverhältnismässige Härte bedeutete und weder öffentliche noch schützenswerte private Interessen verletzt würden. Das öffentliche Interesse an der Einhaltung der Baulinie gemäss dem erst kürzlich in Kraft getretenen Ortsplan sei als sehr hoch zu gewichten. Dem Argument des Beschwerdeführers, die Nichterweiterung seines Betriebes infolge Verweigerung der Ausnahmebewilligung würde seine Existenz gefährden, hält die Vorinstanz entgegen, sein Betrieb sei ohnehin nicht zonenkonform, welcher Zustand mit der Erteilung der Ausnahmebewilligung noch verschlechtert würde. In der Verweigerung der Ausnahmebewilligung liege keine unverhältnismässige Härte, zumal die Gemeinde über eine Gewerbezone verfüge. 5.2 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist nicht geeignet, den angefochtenen Entscheid als rechtswidrig, geschweige denn willkürlich erscheinen zu lassen. An der Sache vorbei geht das Argument, dass auch Konkurrenzbetriebe in der Wohn- und Kernzone lägen, geht es doch im vorliegenden Verfahren nicht darum, dass der Beschwerdeführer seinen Betrieb einstellen müsste; darauf ist nicht einzutreten. Für das Vorliegen einer besonderen Härte macht der Beschwerdeführer geltend, dass bei einer Verlegung seines Betriebes in die Gewerbezone seine bisherigen Investitionen nutzlos wären. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer weder das näher ausführt, noch dass eine wirtschaftliche Fortführung seines Betriebes entscheidend vom umstrittenen Anbau abhängen würde, bestreitet er nicht, dass der Betrieb nicht zonenkonform ist und mit der Erteilung einer Ausnahmebewilligung dieser Zustand noch verschlechtert würde. Damit fällt aber auch das Argument in sich zusammen, das öffentliche Interesse an der Baulinie sei gegenüber der Härte, welche für ihn eine Verweigerung der Ausnahmebewilligung bedeute, absolut untergeordnet. Im Übrigen ist das öffentliche Interesse an der Baulinie nicht einfach mit dem Hinweis zu widerlegen, dass es sich um eine Erschliessungsstrasse handle, zumal diese nur gerade drei Meter breit ist. Die Beschwerde ist auch im vorliegenden Punkt unbehelflich.