Citation: 8C_119/2023 E. 5.1

5.1. Aus den vorangehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Vorinstanz - entgegen der Behauptung in der Beschwerde - einlässlich und nachvollziehbar begründet hat, weshalb sie nicht auf die Einschätzung des psychiatrischen Gutachters abstellte. Sie hat überzeugend dargelegt, dass unter Berücksichtigung der bereits gelebten Aufgabenteilung und der zumutbaren Mithilfe des Ehemannes der Beschwerdeführerin sowie angesichts der von ihr angegebenen Beeinträchtigungen im Haushalt die von Dr. med. C.________ für den Erwerbsbereich festgestellte Arbeitsunfähigkeit von 65 % nicht als Massstab für die Einschränkung im Haushaltsbereich herangezogen werden könne. Vielmehr erscheine es nachvollziehbar, dass sich die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin einerseits im Haushalt nicht gleich stark auswirkten wie bei einer Erwerbstätigkeit und sie andererseits durch die Unterstützung des Ehemannes zu einem erheblichen Teil habe kompensiert werden können, sodass im Aufgabenbereich nur noch eine geringe Einschränkung von rund 10 % zu berücksichtigen sei. Das kantonale Gericht hat damit schlüssig aufgezeigt, weshalb vorliegend die Einschätzung der Abklärungsperson höher zu gewichten ist als diejenige des psychiatrischen Gutachters. Im Zusammenhang mit den Einschränkungen im Haushalt ist denn auch nicht die medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit ausschlaggebend, sondern wie sich der Gesundheitsschaden im Aufgabenbereich konkret auswirkt, was grundsätzlich durch die Abklärung an Ort und Stelle (vgl. Art. 69 Abs. 2 Satz 2 IVV) zu erheben ist (vgl. Urteile 8C_674/2022 vom 15. Mai 2023 E. 7.1; 8C_748/2019 vom 7. Januar 2020 E. 5.1; je mit Hinweis). Dass - wie die Beschwerdeführerin behauptet - Haushaltsarbeiten psychisch stark belastend sein sollen und infolgedessen die Einschränkung im Haushalt nicht wesentlich tiefer sein könne als im Erwerbsbereich, ist nicht ohne weiteres nachvollziehbar. Das kantonale Gericht hat demnach weder gegen Beweiswürdigungsregeln verstossen noch Beweise willkürlich gewürdigt, indem es auf die Angaben im Abklärungsbericht vom Februar 2019 abgestellt hat. Ebenso wenig kann von einer Verletzung der Begründungspflicht die Rede sein.