Citation: 5A_13/2009 09.02.2009 E. A

A.a Seit ihrer Scheidung, die eine Fremdplatzierung der ehelichen Kinder zur Folge hatte, traten bei X.________ (1959) depressive Störungen, Persönlichkeitsstörungen und eine Suchtmittelabhängigkeit auf, derentwegen sie in den Jahren 1993 bis 2005 insgesamt sechsmal in der Kantonalen Psychiatrischen Klinik hospitalisiert war. Ein Gutachten vom 16. Januar 2004, welches anlässlich eines Klinikaufenthaltes von X.________ erstellt worden war, kam zum Schluss, dass sie an einer passiv-aggressiven Persönlichkeitsstörung und einer depressiven Störung, mithin an einer Geistesschwäche im Sinn von Art. 369 ZGB leide. Von vormundschaftlichen Massnahmen wurde abgesehen, da der Gutachter von einer Verbesserung des Zustandes ausging und deswegen keine Massnahmen empfahl. Ein 2004 eingeleitetes Entmündigungsverfahren wurde am 18. Januar 2005 eingestellt. A.b Am 10. Dezember 2005 stürzte X.________ in der Wohnung eines Bekannten in angetrunkenem Zustand sowie unter Valiumeinfluss schwer eine Treppe hinunter. Sie wurde am 14. Dezember 2005 vom Kantonsspital St. Gallen aus vorsorglich in die Kantonale Psychiatrische Klinik Z.________ (KPK) eingewiesen, wo der Amtsarzt am 6. Januar 2006 ihre Zurückbehaltung in der Klinik anordnete. X.________ befindet sich seither in stationärer Behandlung. A.c Im Juni 2006 teilten die behandelnden Ärzte der KPK der Vormundschaftsbehörde Y.________ mit, dass der schwere Sturz vom Dezember 2005 bei X.________ ein Schädel-Hirn-Trauma und einen prolongierten deliranten Zustand nach sich gezogen habe, und baten im Hinblick auf den bevorstehenden Klinikaustritt um eine Prüfung vormundschaftlicher Massnahmen. Ein im Auftrag der Vormundschaftsbehörde Y.________ während der stationären Behandlung erstelltes Gutachten vom 25. März 2008 kam zum Schluss, X.________ leide an einer psychischen Störung, sei infolgedessen nicht mehr in der Lage, ihre persönlichen und finanziellen Angelegenheiten zu besorgen, und bedürfe daher zu ihrem Schutz dauernd des Beistandes und der Fürsorge im Rahmen einer Vormundschaft.