Citation: 9C_85/2024 E. 7.2

7.2. Ob entsprechende Anhaltspunkte vorliegen, beurteilt sich, anders als die Ausgleichskasse (unter Berufung auf die sich mit der prozessualen Revision befassende Bestimmung des Art. 53 Abs. 1 ATSG) anzunehmen scheint, nicht anhand eines Vergleichs der Änderung von 2022 mit derjenigen von 2020. Da nämlich zu entscheiden ist, wie sich die Verhältnisse ab Juli bzw. Oktober 2022 präsentierten, ab welchem Zeitpunkt nicht nur die damals neu eingeführten, sondern auch die bereits zwei Jahre zuvor in Kraft gesetzten Bestimmungen galten (soweit sie 2022 nicht aufgehoben worden waren), sind die Änderungen von 2020 und 2022 vielmehr gemeinsam (in ihrer Wirkung als Gesamtheit) zu betrachten. Möglicherweise vermöchte die Änderung von 2022 nämlich separat noch keine oder zu wenige Anhaltspunkte für einen Statuswechsel zu liefern, indem sie das Pendel noch nicht in Richtung selbstständige Erwerbstätigkeit lenken würde (BGE 149 V 57 E. 6.2; 146 V 139 E. 3.1; 144 V 111 E. 4.2 mit Hinweisen), während sie dazu in Verbindung mit der Änderung von 2020 in der Lage sein könnte.