Citation: 6B_779/2019 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt die Verletzung von Bundesrecht, "namentlich von Art. 81 Abs. 4 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO". Ein Kostenvorbehalt im Entscheiddispositiv habe nicht dessen Unvollständigkeit zur Folge, weshalb das Dispositiv einem Ergänzungsentscheid im Sinne von Art. 83 Abs. 1 StPO und somit auch einer Berichtigung nicht zugänglich sei. Indem die Vorinstanz hievon ausgehe, verletzte sie Bundesrecht. Um Art. 83 StPO anwenden zu können, müsse ein Fehler im Ausdruck und nicht ein solcher in der Willensbildung vorliegen. Falsch sei die Annahme der Vorinstanz, mit der Ergänzung des Strafbefehls vom 27. März 2019 sei der Strafbefehl vom 28. Juli 2017 nicht korrigiert, sondern einzig um damals noch nicht bekannte Kosten ergänzt worden. Ein Berichtigungsentscheid nach Art. 83 Abs. 1 StPO könne nur ergehen, wenn ein zulässiger Kostenvorbehalt angebracht worden sei. Dies sei vorliegend nicht der Fall. Ebenso berufe sich die Vorinstanz zu Unrecht auf Art. 356 Abs. 6 StPO, wonach in einem Strafbefehl ergangene Kostenentscheide mit Einsprache anzufechten seien. Vorliegend handle es sich beim Entscheid vom 27. März 2019 nicht um eine Vervollständigung des ursprünglichen Strafbefehls, sondern um eine "neuerliche Verwaltungshandlung in Form einer Verfügung i.S.v. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO" und Verfügungen der Staatsanwaltschaft seien mit Beschwerde anzufechten.