Citation: 8C_495/2022 E. 4.4.3

4.4.3. 4.4.3.1. Was die von der Beschwerdeführerin behauptete Sperrung ihres Ehemannes bei Western Union betrifft, ist zunächst festzuhalten, dass hierfür jeglicher Beleg in den Akten fehlt. Sie verweist zwar auf die Internetseite von Western Union und die dortige Information, wonach online Geldbeträge bis Fr. 1000.- ohne Identitätsprüfung und Fr. 5500.- nach abgeschlossener Identitätsprüfung überwiesen werden können. Allein damit vermag sie ihre Behauptung aber nicht zu belegen. Zum einen bleibt unklar, ob sich diese Limiten pro Transaktion verstehen oder ob sie sich auf einen bestimmten Zeitraum beziehen und von welcher Dauer eine allfällige Sperrung sein soll. Zum anderen betreffen diese Limiten offenbar nur Online-Überweisungen. Dass sie auch für persönliche Überweisungen am Schalter gelten sollen, ist aufgrund der Informationen auf der Internetseite nicht erstellt. Diesbezüglich ist der Homepage von Western Union vielmehr zu entnehmen, dass in der Regel ein beliebiger Betrag gesendet werden kann. 4.4.3.2. Sodann setzt sich die Beschwerdeführerin mit keinem Wort mit der Feststellung der Vorinstanz auseinander, wonach bei mehreren Geldüberweisungen ihr Ehemann selbst Empfänger der Zahlungen gewesen sei. Das Bundesgericht bleibt deshalb daran gebunden (vgl. E. 1.3 hiervor). Es leuchtet nicht ein, weshalb die Beschwerdeführerin mit dem Geld ihres Ehemannes Zahlungen an diesen ausführen sollte. Mit der Vorinstanz ist daher festzuhalten, dass bereits aus diesem Grund erhebliche Zweifel an der Darstellung der Beschwerdeführerin bestehen, wonach diese das Geld im Auftrag ihres Ehemannes - treuhänderisch - ins Ausland überwiesen haben soll. 4.4.3.3. Die Beschwerdeführerin macht ferner geltend, sie sei im betreffenden Zeitraum alleinerziehende Mutter dreier Kinder und gleichzeitig noch in sozialhilferechtliche Arbeitsintegrationsprogramme eingebunden gewesen, weshalb sie offensichtlich nicht über die erforderliche Zeit und Energie verfügt habe, um ein gewinnbringendes Einkommen zu erzielen. Es sei auch abwegig anzunehmen, dass sie ein solches Einkommen nicht für sich und ihre Kinder, sondern für Überweisungen ins Ausland verwendet haben soll. Dieser Einwand ist nicht stichhaltig, war sie doch offenbar in der Lage, von 2013 bis 2015 eine - nicht deklarierte - selbstständige Erwerbstätigkeit in der Beauty-Branche auszuüben. Dafür wurde ihr im Nachhinein ein Einkommen von Fr. 4000.- angerechnet, was letztinstanzlich unbestritten geblieben ist. Vor diesem Hintergrund erscheint es wenig glaubhaft, dass die Beschwerdeführerin mangels Zeit und Energie gar nicht in der Lage gewesen wäre, weitere Einkünfte zu erzielen.