Citation: 6B_214/2011 E. 5.2.3

5.2.3. Die Vorinstanz hält fest, trotz rechtzeitiger und ausreichender Anzeige der Zeugeneinvernahmen (gemäss § 30bis Abs. 1 aStPO/ZG) hätten weder die Beschuldigten noch ihr damaliger alleiniger Verteidiger noch ein anderer Rechtsvertreter an den im Januar und im Februar 2006 durchgeführten untersuchungsrichterlichen Zeugeneinvernahmen der Polizeibeamten teilgenommen. Dadurch hätten die Beschuldigten auf eine Teilnahme verzichtet. Wenn aber der Beschuldigte beziehungsweise sein Verteidiger bewusst auf die Möglichkeit verzichtet, in der Untersuchung einer Zeugeneinvernahme beizuwohnen und allenfalls dem Zeugen Ergänzungsfragen zu stellen, dann ist es nach den zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil (S. 18) rechtsmissbräuchlich, wenn er später geltend macht, er sei in seinen Rechten beeinträchtigt worden.