Citation: 5P.69/2001 26.03.2001 E. 3

3.- Das Kantonsgerichtspräsidium hat in seine Bedarfsberechnung Wohnkosten von Fr. 1'000.-- für die Beschwerdeführerin und von Fr. 1'420.-- für den Beschwerdegegner mit seinen zwei Kindern eingesetzt. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin, diese unterschiedliche Behandlung der Parteien sei durch nichts gerechtfertigt und die Begründung dafür widersprüchlich, lassen die angefochtene Verfügung nicht als im Ergebnis willkürlich erscheinen. Zum einen beläuft der Wohnkostenanteil der beiden Kinder sich auf rund 40 % (Hegnauer, Berner Kommentar, N. 37 zu Art. 285 ZGB; vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. März 1992, E. 3b, in: SJ 1992 S. 381), so dass die Parteien diesbezüglich in etwa gleich behandelt worden sind (Fr. 1'420.-- ./.. Fr. 568.--). Zum anderen wird in der Lehre als Erfahrungswert angenommen, dass die Mietkosten für eine alleinstehende Unterhaltsberechtigte Fr. 1'000.-- nicht wesentlich überschreiten sollten (vgl. etwa Vetterli, Über den praktischen Umgang mit Scheidungsrenten, AJP 1994 S. 929 ff., S. 934 f. bei Anm. 49; Perrin, La méthode du minimum vital, SJ 1993 S. 425 ff., lit. F S. 434 ff., Anm. 27). Die angefochtene Verfügung hält damit der Willkürprüfung auch in dieser Frage stand (Art. 9 BV; zum Begriff: BGE 126 I 168 E. 3a S. 170).