Citation: 6B_1136/2019 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei in der Schweiz geboren und in der Stadt Zürich aufgewachsen. Nach einer Banklehre und mehreren temporären Anstellungen sei er nach der Geburt seines Kindes im April 2003 nach Griechenland gezogen. Dort habe er einen sechsmonatigen Militärdienst geleistet und während rund fünf Jahren gelebt. Der Beschwerdeführer verfüge über ausreichende Sprachkenntnisse. Nachdem er anschliessend vier Jahre in Deutschland gelebt habe, sei er 2012 in die Schweiz zurückgekehrt. Hier habe er noch ca. ein Jahr temporär gearbeitet, ehe er in die Tabletten und den Alkohol abgestürzt sei. Aktuell werde er vom Sozialamt unterstützt. Eine berufliche Integration sei in der Schweiz nicht mehr vorhanden. Ob er sich jemals wieder in den Arbeitsmarkt integrieren könnte, erscheine auch für den Gutachter fraglich. Zwar sei die wirtschaftliche Lage in seinem Heimatland nicht ganz einfach. Diese sei allerdings während seines längeren Aufenthalts in Griechenland kaum besser gewesen. Der Beschwerdeführer habe zu jener Zeit dennoch einer geregelten Arbeit in leitender Position in einem Restaurant nachgehen können. Hinsichtlich der familiären Verhältnisse stellt die Vorinstanz fest, dass sich die persönlichen Beziehungen trotz seines langen Aufenthalts in der Schweiz auf sporadische Kontakte zu seinen Eltern und zu seinen Cousins sowie auf Beziehungen, welche sich im Milieu bewegten, beschränken würden. Eine nennenswerte soziale Verankerung in der Schweiz sei nicht erkennbar. Ergänzend sei zu erwähnen, dass die Eltern des Beschwerdeführers in Griechenland eine Ferienwohnung besitzen würden. Es bestünden offenbar auch Pläne der Eltern, in naher Zukunft nach Griechenland auszuwandern. Eine persönliche Kontaktnahme in Griechenland sei durchaus möglich. Weiter lebe eine Tante in Griechenland, die er auch während seiner Zeit dort ab und zu besucht habe. Schliesslich berücksichtigt die Vorinstanz die schwere und "fast schon persistierende Delinquenz" des Beschwerdeführers. Das lange Vorstrafenregister, bereits vollzogene Strafen oder gegen ihn laufende Verfahren hätten ihn nicht beeindruckt. Seit seiner Rückkehr sei er bereits zum sechsten Mal verurteilt worden, wobei er im vorliegenden Verfahren mit einer Freiheitsstrafe von 60 Monaten zu bestrafen sei. Mit dem qualifizierten Raub liege zudem ein Verbrechen vor, das hochwertige Rechtsgüter betreffe. Er habe dabei keine Einsicht oder Reue gezeigt, sondern bagatellisiere die zu beurteilenden Taten respektive versuche, diese immer wieder mit seiner Drogenabhängigkeit zu erklären, was nur begrenzt zutreffe. Es bestehe eine hohe Rückfallgefahr für vergleichbar gewalttätiges Verhalten. Weiter seien Delikte wie Hausfriedensbrüche, Diebstähle und Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu erwarten (Entscheid S. 65 ff.).