Citation: U 172/00 27.08.2002 E. 5

Die Änderung der Beurteilungskriterien gegenüber den im angefochtenen Entscheid herangezogenen wirkt sich insofern aus, als vorliegend bei dem im unteren Bereich der mittelschweren Unfälle liegenden Ereignis vom 15. Dezember 1994 eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten der unfallbezogenen Merkmale entfällt (BGE 117 V 367 Erw. 6a in fine). Die vorinstanzliche (unter dem engeren Blickwinkel gemäss BGE 115 V 133 erfolgte) Bejahung der Kriterien des schwierigen Heilungsverlaufs und der Dauerbeschwerden erweist sich als rechtens. Ferner ist, weil hier eben nicht zwischen organischen und psychischen Beschwerden unterschieden werden darf, klarerweise auch eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung anzunehmen, musste diese doch über den Zeitpunkt des Einspracheentscheids hinaus, d.h. länger als drei Jahre nach dem Unfallereignis, weitergeführt werden. Schliesslich ist das unfallbezogene Kriterium einer langen und erheblichen Ar beitsunfähigkeit ebenfalls zu bejahen, ist doch - abgesehen von den kurzen Zeiträumen stets misslungener Arbeitsversuche - von einer vollständigen Leistungseinbusse auszugehen. Sind somit die zu berücksichtigenden unfallbezogenen Merkmale in gehäufter Weise erfüllt, kommt dem Unfallereignis vom 15. Dezember 1994 praxisgemäss massgebende Bedeutung für die über Ende November 1997 hinaus andauernden Beschwerden mit Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit zu. Entgegen der Auffassung von "Zürich" und Vorinstanz ist demnach die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu bejahen mit der Folge, dass die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen hat.