Citation: 2C_611/2013 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat festgestellt, dass der Beschwerdeführer insgesamt eine Vielzahl von Delikten begangen hat, welche zwar einzeln betrachtet nicht von erheblicher Schwere sind, aber in ihrer Gesamtheit erkennen liessen, dass sich der Beschwerdeführer von strafrechtlichen Sanktionen nicht beeindrucken lasse. Bereits mit Urteil des Amtsgerichts von Bucheggberg-Wasseramt vom 17. März 2008 wurde er wegen Straftaten in Zusammenhang mit seiner Drogensucht zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten verurteilt. Am 29. April 2008 wurde er daher ausländerrechtlich verwarnt. Danach musste er wissen, dass bei erneuter Straffälligkeit der Entzug der Bewilligung drohte. Da der Beschwerdeführer im Jahre 2010 zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten und im Herbst 2012 zu einer Busse verurteilte wurde, schloss die Vorinstanz aufgrund der Vielzahl der begangenen Delikte, dem verwerflichen Verhalten des Beschwerdeführers, der Rückfallgefahr und den persönlichen Schulden des Beschwerdeführers auf ein erhebliches öffentliches Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der damit verbundenen Entfernung des Beschwerdeführers aus der Schweiz. Bei näherer Betrachtung des Urteils vom 10. September 2010 fällt auf, dass es in einem kausalen Zusammenhang zur Suchtmittelabhängigkeit stehende Straftaten betrifft, die der Beschwerdeführer mehrheitlich noch im Jahre 2008, teilweise sogar vor der Verurteilung vom 17. März 2008 und der darauf verfügten Verwarnung verübt hat. In die Zeit nach 2008 fallen Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes aufgrund des Eigenkonsums von Drogen. Bezüglich dieser Delinquenz kann dem Beschwerdeführer somit nicht vorgeworfen werden, er habe damit die Gesundheit einer Vielzahl von Personen auf eine erhebliche Art und Weise gefährdet. In der Folge befand sich der Beschwerdeführer ab 29. Januar 2009 in einer stationären Massnahme. Selbst der Strafrichter hielt im Übrigen fest, dass der Beschwerdeführer ernsthaft bemüht ist, von seiner Sucht loszukommen und damit eine grundlegende Veränderung seiner persönlichen Situation herbeizuführen. Am 22. September 2011 wurde der Beschwerdeführer aufgrund guter Führung bedingt aus der stationären Massnahme entlassen. Es trifft zwar zu, dass er im Jahr 2012 rückfällig wurde, worauf er mit Strafbefehl vom 1. Oktober 2012 wegen mehrfacher Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes und wegen eines geringfügigen Vermögensdelikts zu einer Busse von Fr. 1'000.-- verurteilt wurde. Dabei handelt es nicht um gravierende Delikte, aber - wie die Vorinstanz zutreffend einräumt - kann eine gewisse Rückfallgefahr nicht ausgeschlossen werden, solange der Beschwerdeführer seine Drogensucht nicht definitiv überwunden hat. Erfahrungsgemäss ist der Weg aus der Drogensucht lang und verläuft selten gradlinig, womit die vom Beschwerdeführer in Zusammenhang mit dem Rückfall begangene Delinquenz keineswegs verharmlost werden soll. Bei der Beurteilung des fremdenpolizeilichen Verschuldens des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz jedoch der insgesamt eher positiven Entwicklung des Betroffenen seit 2009, namentlich dessen Anstrengungen, drogenfrei zu leben, zu wenig Rechnung getragen. Insofern ist das von der Vorinstanz festgestellte erhebliche öffentliche Interesse an der Beendigung der Anwesenheit des Beschwerdeführers etwas zu relativieren.