Citation: 1B_52/2018 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK und damit einhergehend eine Verletzung von Art. 56 lit. f und Art. 6 Abs. 2 StPO geltend. Er ist der Auffassung, der Beschwerdegegner habe durch seine Auftragserteilung an die Polizei in unzulässiger Weise Strafanträge gegen ihn provozieren wollen. Dieses Vorgehen müsse als vollkommen abwegig bezeichnet werden. Die Staatsanwaltschaft habe erst durch seine Beschwerdeergänzung im Haftverfahren Kenntnis davon erhalten, dass keine gültigen Strafanträge von C.________ und D.________ vorliegen. Erst daraufhin habe der Beschwerdegegner der Polizei den Auftrag erteilt, diese Personen einzuvernehmen und ihnen die Strafantragsformulare vorzulegen. Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, dass stattdessen ein Telefonanruf des Beschwerdegegners an die antragsberechtigten Personen ausgereicht hätte. Dass ihm diese "Machenschaften" erst mit Schreiben vom 11. August 2017, somit über 14 Monate später, zur Kenntnis gebracht worden seien, lasse keinen anderen Schluss zu, als dass diese Vorgehensweise ihm gegenüber bewusst verschleiert worden sei. Die nachträgliche Erlangung von gültigen Strafanträgen sei alleine zum Zweck erfolgt, das gegen ihn geführte Strafverfahren aufrecht zu erhalten und insbesondere seine unverhältnismässige Versetzung in Untersuchungshaft nachträglich zu rechtfertigen. Durch diese "klandestine" Erlangung von Strafanträgen habe der Beschwerdegegner völlig einseitig zu seinen Lasten ermittelt. Damit habe er erhebliche Zweifel an seiner Unbefangenheit erweckt, was gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung für die Annahme eines Ausstandsgrundes genüge. Es handle sich vorliegend nicht, wie von der Vorinstanz vorgebracht, um eine allgemeine Verfahrensmassnahme, sondern um ein krass einseitiges Vorgehen.