Citation: 5C.56/2006 09.10.2006 E. B

Mit Eingabe vom 26. Januar 2001 reichte X.________ beim Bezirksgericht B.________ gegen Y.________ Klage ein und beantragte, diesen zu verpflichten, binnen zwei Monaten auf seine Kosten den früheren Zustand ihrer Quelle auf der Parzelle 2 wiederherzustellen, so dass das Wasser wieder Trinkwasserqualität aufweise, und ihm eine Reihe von (einzeln aufgezählten) Nutzungen im Fassungsbereich der genannten Quelle zu untersagen. In einem Eventualantrag verlangte die Klägerin, der Beklagte sei zu verpflichten, ihr pro Tag unentgeltlich 7,25 m³ Ersatzwasser mit Trinkwasserqualität zu liefern; subeventualiter sei er zur Zahlung von Fr. 71'702.80 nebst Zins zu 5 % seit 31. Oktober 1998 zu verpflichten. Der Beklagte schloss auf Abweisung der Klage und beantragte widerklageweise, das Grundbuchamt B.________ anzuweisen, das zu Lasten seines Grundstücks und zu Gunsten des klägerischen Grundstücks eingetragene Quellenrecht zu löschen. Durch Urteil vom 2. November 2004 hiess das Bezirksgericht B.________ die Klage teilweise gut und verpflichtete den Beklagten, der Klägerin als Schadenersatz (zur Herstellung eines separaten Zuflusses der Quelle "West" von der Brunnstube der Quellen X.________ zum Laufbrunnen X.________) Fr. 3'000.-- zu zahlen; im Übrigen wurde die Klage abgewiesen. In Gutheissung der Widerklage wies das Bezirksgericht gleichzeitig das Grundbuchamt an, das zu Gunsten des klägerischen Grundstücks eingetragene Quellenrecht zu löschen. Die Klägerin appellierte an das Obergericht (Zivilgericht, 2. Kammer) des Kantons Aargau, das am 15. Dezember 2005 den erstinstanzlichen Entscheid insofern abänderte, als es die Widerklage abwies und die Kosten- und Entschädigungsfolgen anders regelte.