Citation: I 591/00 19.06.2001 E. 3

3.- Es steht nicht in Frage, dass der Beschwerdeführer die versicherungsmässigen Voraussetzungen für den Bezug einer Rente der schweizerischen Invalidenversicherung erfüllt. Streitig und zu prüfen sind der Beginn des Rentenanspruchs sowie dessen Umfang im Zeitraum bis 31. März 1997. a) Zum Rentenbeginn hat die Vorinstanz zutreffend erwogen, dass es sich bei den Gesundheitsbeeinträchtigungen des Beschwerdeführers - er leidet gemäss ärztlicher Diagnose an einer chronischen neurogenen Muskelatrophie ("Kennedy-Syndrom" mit zunehmender Lähmung und Kraftlosigkeit), chronischer Polyarthritis, einer Dupuytren'schen Kontraktur rechts, einem Zustand nach Schweinehüterkrankheit 1961 sowie an reaktiven depressiven Verstimmungen - um labiles pathologisches Geschehen handelt. Ein Rentenanspruch kann daher gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 1ter IVG erst entstehen, wenn der Beschwerdeführer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 50 % arbeitsunfähig gewesen und die zu berücksichtigende einjährige Wartezeit abgelaufen ist. Vorinstanz und Verwaltung haben den Beginn des Rentenanspruchs auf den 1. Januar 1997 festgesetzt, wobei sie sich bei der Beurteilung der für den Rentenbeginn massgebenden Arbeitsunfähigkeit im Wesentlichen auf die Einschätzungen im Bericht des IV-Arztes Dr. med. R.________ vom 4. November 1998 gestützt haben, demzufolge die Arbeitsunfähigkeit des seit 1973 als gelernter Fleischer und anschliessend als Betriebsleiter einer Fleischwarenfabrik tätig gewesenen Beschwerdeführers ab 3. Januar 1995 20 % und ab 19. Juni 1996 70 % betrug. Das Abstellen auf die Angaben zur Arbeitsunfähigkeit im Bericht des Dr. R.________ ist nach der zutreffenden Begründung der Vorinstanz, worauf verwiesen werden kann, nicht zu beanstanden. Entgegen der Auffassung des Versicherten haben Vorinstanz und Verwaltung - unter zutreffender Wiedergabe der Rechtsprechung, wonach eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % genügt, um die Wartezeit gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG auszulösen (AHI 1998 S. 124 Erw. 3c) - der ärztlich bescheinigten Arbeitsunfähigkeit von 20 % ab 3. Januar 1995 Rechnung getragen, indem die Eröffnung der einjährigen Wartezeit auf jenen Zeitpunkt angesetzt wurde. Wie die Eidgenössische Rekurskommission in der Folge richtig dargetan hat, liegt indessen erst ab dem 1. Januar 1997 eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50 % während eines Jahres vor, sodass der Beginn des Rentenanspruchs auf dieses Datum fällt. b) Obwohl der Invaliditätsgrad im Zeitpunkt des Rentenbeginns am 1. Januar 1997 unbestrittenermassen 70 % betrug und damit über der für die Zusprechung einer ordentlichen ganzen Invalidenrente massgeblichen Grenze von 66 2/3 % lag (Art. 28 Abs. 1 IVG), ist der Vorinstanz darin beizupflichten, dass eine ganze Rente erst ab dem 1. April 1997 zugesprochen werden konnte. Nach der Rechtsprechung wäre nur dann bereits ab Rentenbeginn am 1. Januar 1997 eine ganze Invalidenrente zu gewähren gewesen, wenn zu jenem Zeitpunkt sowohl die nach Ablauf der Wartezeit bestehende, aufgrund des Einkommensvergleichs gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG (vgl. Erw. 2 hievor) zu ermittelnde Erwerbsunfähigkeit als auch - kumulativ - die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während des vorangehenden Jahres je das erforderliche Mindestausmass von 66 2/3 % erreicht hätten (BGE 121 V 274 Erw. 6b/cc). An der Erfüllung der letzten Voraussetzung fehlt es jedoch, da sich die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres am 1. Januar 1997 auf weniger als 66 2/3 % belief. Eine ganze Invalidenrente konnte nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz erst ab 1. April 1997 zugesprochen werden, nachdem die zum Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls bestehende Erwerbsunfähigkeit von 70 % anschliessend während dreier Monate ununterbrochen angedauert hatte (Art. 88a Abs. 2 IVV; vgl. BGE 121 V 275 f. Erw. 6c und 7).