Citation: 9C_395/2024 E. 4

Nach Auseinandersetzung mit den Unterlagen, insbesondere mit dem Bericht über die Arbeitgeberkontrolle vom 13. April 2018 und dem Schlussbericht der FINMA vom 2. Juni 2016, gelangte die Vorinstanz zur Überzeugung, dass die Auszahlungen der B.________ AG zugunsten von C.________, D.________ und E.________ in den Jahren 2015 und 2016 massgebenden Lohn darstellten. Allerdings sei der geltend gemachte Schadensbetrag insoweit nach unten zu korrigieren, als C.________ und E.________ zu Unrecht ein Gewinnanteil für den Ankauf von Adressmaterial angerechnet worden sei und die als übrige Kosten geforderten Fr. 1'312.50 nicht nachvollzogen werden könnten; damit ergebe sich neu ein Schadensbetrag von Fr. 79'899.- (dessen Zusammensetzung im angefochtenen Urteil im Einzelnen dargelegt wird). Was die Frage der Verjährung anbelange, sei vom Regelzeitpunkt, d.h. hier von der Auflage des Kollokationsplanes, auszugehen. Die Kasse habe mithin am 27. November 2018 Kenntnis vom Schaden erlangt, weshalb die Frist mit dem Erlass der Schadenersatzverfügung am 28. April 2020 gewahrt sei. Der Beschwerdeführer als verantwortliches Organ habe den Schaden durch seine Passivität grobfahrlässig und schuldhaft verursacht; daran ändere auch ein allfälliges strafbares Verhalten von F.________ nichts. Da die Haftungsvoraussetzungen erfüllt seien, habe der Beschwerdeführer Schadenersatz in der Höhe von Fr. 79'899.- zu leisten.