Citation: 8C_1013/2012 E. 5

Die Versicherte legt dar, sie habe eine Begutachtung am Zentrum X.________ verweigert, weil sie kein Vertrauen in die Unparteilichkeit dieser Begutachtungsstelle habe, und ersucht um die Feststellung, die Rechtsprechung gemäss BGE 137 V 210 sei auch auf Fälle anwendbar, in denen vor dem Entscheid verfügt worden sei, wenn "gerade die Unparteilichkeit der verfügten MEDAS-Stelle Thema der Verweigerung der Verfügung war". Sinngemäss macht sie damit geltend, sie habe die angeordnete Begutachtung zu Recht verweigert, weshalb ihr keine Verletzung der Mitwirkungspflicht vorgeworfen werden könne. Das Bundesgericht hat im Entscheid 9C_776/2010 vom 20. Dezember 2011 (veröffentlicht in SVR 2012 IV 32 127, E. 3.3, S. 130) und in der seither ergangenen Rechtsprechung konstant festgehalten, es wäre unverhältnismässig, wenn nach den alten Regeln eingeholte Gutachten ungeachtet ihrer jeweiligen Überzeugungskraft den Beweiswert einbüssten (BGE 137 V 210 E. 6 S. 266) und ebenso wenig wäre gerechtfertigt, alle erteilten Aufträge zu noch nicht durchgeführten Begutachtungen zu stornieren, weil sie den in BGE 137 V 210 ausgeführten Massstäben nicht entsprechen. Letztgenanntes Urteil mit Datum vom 28. Juni 2011 ist erst nach der rentenaufhebenden Verfügung vom 31. Mai 2011 ergangen. Es besteht daher kein Anlass, in Anwendung der in BGE 137 V 210 begründeten Rechtsprechung den Standpunkt der Beschwerdeführerin zu schützen. Das gilt umso mehr, als auch dieses Urteil einer versicherten Person keine Grundlage liefert, eine Begutachtung ohne Einwände formeller Art lediglich mit dem Hinweis auf eine vermutete Unparteilichkeit einfach zu verweigern. Es wird diesbezüglich auf die ausführlichen Erwägungen in BGE 137 V 210 verwiesen.