Citation: 2A.276/2005 29.09.2005 E. 2

Die Eingabe erweist sich in der Sache selbst jedoch als offensichtlich unbegründet: Dies gilt namentlich in Bezug auf die Rüge der Verletzung von Art. 6 Ziff. 2 und 3 EMRK; denn es liegt auf der Hand, dass die Zollbehörde von der Beschwerdeführerin keine Busse verlangt, sondern einzig den ordentlichen Zoll nachgefordert hat. Insofern kommt der Nachforderung kein Strafcharakter zu (vgl. BGE 129 II 160 E. 3.2 S. 167 f.; ASA 70 330 E. 2b). Auch kann von einem Verstoss gegen das WTO-Übereinkommen keine Rede sein: Einerseits hätte die Beschwerdeführerin allfällige Verletzungen bereits beim Zuschlag der Zollkontingentsanteile rügen können, was sie offenbar nicht getan hat. Andererseits ist die Verteilung der zulässigen Zollkontingente im internationalen Recht nicht geregelt; diese ist - wie die Zollabfertigung - Sache der innerstaatlichen Gesetzgebung und, soweit sie hier überhaupt geprüft werden kann, nicht zu beanstanden (vgl. E. 1; BGE 129 II 160 E. 2.1 S. 163; 128 II 34 E. 2b u. c S. 38; Remo Arpagaus, Das Schweizerische Zollrecht, in: Koller/Müller/Rhinow/Zimmerli [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Basel 1999, Rz. 59 ff.). Dass die Gewichte beim Import von Brotgetreide früher anders ermittelt wurden, vermag die Beschwerdeführerin nicht darzutun; deshalb geht die Rüge der Verletzung des Vertrauensgrundsatzes zum Vornherein fehl (siehe dazu etwa BGE 130 I 26 E. 8.1 S. 60; 129 II 361 E. 7.1 S. 381, je mit Hinweisen). Ob schliesslich die Taraverordnung bei Schüttgut eine sachgerechte Lösung enthält, hat das Bundesgericht ebenfalls nicht zu prüfen (vgl. BGE 129 II 160 E. 2.3 S. 164; 128 II 34 E. 3b S. 40 f. mit Hinweisen); dass diese Lösung gesetz- oder verfassungswidrig sei, behauptet die Beschwerdeführerin zu Recht nicht.