Citation: 5A_257/2024 E. 6.2.1

6.2.1. Nach Dafürhalten des Beschwerdeführers liegt in der Einschätzung des Obergerichts Willkür, wonach mit der unbegleiteten Ausübung der Besuche keine Kindeswohlgefährdung verbunden sei. Die Annahme, die Beschwerdegegnerin würde nur ausserhalb der Kinderbesuche und Arbeitszeiten Alkohol konsumieren, sei realtitätsfremd. Die nach wie vor bestehende Alkoholproblematik stelle jederzeit eine konkrete Kindeswohlgefährdung dar, da nie sicher sei, in welchem Zustand die Beschwerdegegnerin sich gerade befinde. Bei der Kinderbetreuung würden einige Momente der Unaufmerksamkeit genügen, um die Kinder einer erheblichen Gefahr auszusetzen. Auch zwei unbegleitete fünfstündige Besuche seien daher mit einer Kindeswohlgefährdung verbunden. Die bestehenden Gefahren hätten sich bei der Umsetzung des Eheschutzurteils vom 31. März 2022 gezeigt, weshalb die Beiständin, die Familienbegleiterin und auch die Kinderanwältin dringend und eingehend empfohlen hätten, die Kinder nicht unbegleitet der Beschwerdegegnerin zu überlassen. Die Besuche würden heute daher begleitet durchgeführt. Eine begleitete Übergabe sei als Vorsichtsmassnahme ungenügend, da Dritte, die nicht über eine längere Erfahrung mit der Beschwerdegegnerin verfügen, nicht feststellen könnten, ob diese alkoholisiert ist oder nicht, zumal diese ihren Konsum gut verbergen könne. Diese Massnahme könne sodann die Gefahr nicht ausschliessen, dass die Beschwerdegegnerin nach der Übergabe zu trinken anfange.