Citation: I 562/02 27.01.2003 E. 3

3.1 Die Beschwerdeführerin macht - wie im Verfahren betreffend Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (U 245/02) - geltend, gegenüber dem von der Klinik Y.________ im Austrittsbericht vom 3. Juli 1998 erhobenen Befund, welcher zur Annahme einer Arbeitsfähigkeit von 50 % geführt habe, sei keine wesentliche Besserung des Gesundheitszustandes eingetreten, wie der behandelnde Arzt Dr. med. K.________, Spezialarzt FMH Innere Medizin, wiederholt bestätigt habe. Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. G.________ habe zunächst eine volle Arbeitsunfähigkeit allein auf Grund der Befunde an der verletzten Hand attestiert, die Beschwerdeführerin als duldsam bezeichnet und eingeräumt, dass sie erhebliche Schmerzzustände toleriere (Bericht vom 12. Oktober 1998). Es vermöge daher nicht zu überzeugen, wenn der gleiche Arzt im Abschlussbericht vom 17. März 2000 ausführe, dass sich die geklagten Beschwerden teilweise nicht objektivieren liessen und die Einschränkungen nicht im demonstrierten Ausmass bestehen würden. Im Unterschied zu dieser Zumutbarkeitsbeurteilung gehe Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie, Ärzteteam Unfallmedizin der SUVA, in seinem Bericht vom 11. Juni 2001 davon aus, dass bei einer grundsätzlich möglichen vollzeitlichen Beschäftigung auch im Rahmen einer angepassten Tätigkeit mit einer Leistungseinbusse zu rechnen sei. Zum einen ergebe sich eine Einschränkung aus den bestehenden Dauerschmerzen im Rücken- und Schulterbereich sowie dem Umstand, dass mit phasenweisen Teil- und Totaleinbrüchen gerechnet werden müsse. Zum andern sei nach Dr. med. M.________ auch eine Verlangsamung im Gebrauch der rechten Hand zu berücksichtigen. Die Hand könne nur noch für leichte Arbeiten im Spitzgriff eingesetzt werden. Wegen des fehlenden Faustschlusses seien auch Werkzeuge nur im Spitzgriff verwendbar, wobei zusätzlich eine Beeinträchtigung der Koordination und Feinmotorik bestehe. Bei realistischer Einschätzung müsse daher von einer bedeutenden leistungsmässigen Einschränkung bzw. Verlangsamung ausgegangen werden. 3.2 Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht im Urteil vom heutigen Tag betreffend Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung, U 245/02, festgestellt hat, rechtfertigt es sich, vorab auf den Bericht des Dr. med. M.________ vom 11. Juni 2001 abzustellen, welcher auf einer eingehenden spezialärztlichen Untersuchung beruht und im Übrigen sämtliche der für den Beweiswert gutachtlicher Arztberichte massgebenden Anforderungen erfüllt (vgl. BGE 125 V 352 ff. Erw. 3, 122 V 160 ff. Erw. 1c mit Hinweisen). Es besteht auch kein Anlass zur Vornahme ergänzender Abklärungen. Zwar äussert sich Dr. med. M.________ nicht ausdrücklich zum Grad der Arbeitsfähigkeit in einer der Behinderung angepassten (vollzeitlichen) Tätigkeit. Die vorhandenen Arztberichte, einschliesslich desjenigen von Dr. med. K.________ vom 12. Juli 1998, stimmen in der Beurteilung der funktionellen Beeinträchtigungen und der damit verbundenen Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit im Wesentlichen jedoch überein. Danach ist die Beschwerdeführerin im Gebrauch der rechten Hand verlangsamt und insofern eingeschränkt, als sie nur leichte Arbeiten im Spitzgriff ausführen kann und wegen des nicht möglichen (völligen) Faustschlusses im Gebrauch von Werkzeugen limitiert ist. Daraus kann geschlossen werden, dass sie insbesondere bei Tätigkeiten in der Produktion (Herstellung, Montage und Verpackung von Industrie- und Gewerbeprodukten), wie sie zumindest teilweise den von der SUVA aufgelegten DAP-Arbeitsplatzprofilen entsprechen, in der Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigt ist. Auf dem allgemeinen (ausgeglichenen) Arbeitsmarkt stehen ihr jedoch zahlreiche andere Beschäftigungen (beispielsweise Kontroll- und Überwachungstätigkeiten in Industrie und Gewerbe, einfache Maschinenbedienungsfunktionen) offen, die geringe Anforderungen an die Funktionstüchtigkeit der Hände stellen und in deren Rahmen sich auch die Verlangsamung im Gebrauch der rechten Hand nicht erheblich auswirkt. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde rechtfertigt es sich daher nicht, selbst im Rahmen einer dem Gesundheitsschaden bestmöglich angepassten Tätigkeit von einer blossen Teilarbeitsfähigkeit auszugehen. Auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin wegen des Rückenschadens wetterbedingt zuweilen in der Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist, genügt nicht zur Annahme einer reduzierten Arbeitsfähigkeit im Rahmen einer angepassten leichten Tätigkeit. Es ist demnach eine Arbeitsfähigkeit von 100 % anzunehmen.