Citation: 2C_525/2020 E. 4.2.6

4.2.6. Die Beweiswürdigung der Vorinstanz, wonach der Beschwerdeführer unter diesen Umständen zu einem wesentlichen Teil selbstverschuldet sozialhilfeabhängig geworden ist und keine konkreten Anzeichen auszumachen sind, welche kurz- oder mittelfristig zu einer Änderung der Situation führen können, ist nicht willkürlich (vgl. vorstehende E. 2.3) und der Widerrufsgrund von Art. 62 Abs. 1 lit. e AuG damit erfüllt. Das Verwaltungsgericht durfte ohne Verletzung von Bundesrecht davon ausgehen, es bestehe mit der vorwerfbaren, jahrelangen Sozialhilfeabhängigkeit im Hinblick auf die öffentlichen Finanzen ein relevantes - auch vom EGMR anerkanntes - öffentliches Interesse daran, dass der Beschwerdeführer das Land verlässt (vgl. BGE 139 I 330 E. 3.2 S. 339; Urteil 2C_870/2018 vom 13. Mai 2019 E. 5.3.5; Urteil des EGMR Hasanbasic gegen Schweiz vom 11. Juni 2013 [Nr. 52166/09] § 59 mit zahlreichen Hinweisen sowie Palanci gegen Schweiz vom 25. März 2014 [Nr. 2607/08] § 58). Die aufenthaltsbeendende Massnahme dient - wie bereits dargelegt - dazu, weitere Belastungen der Sozialhilfe zu verhindern; nachdem sämtliche Bemühungen der Behörden den Beschwerdeführer nicht dazu veranlassen konnten, sich um eine angemessene Erwerbstätigkeit zu bemühen, und mildere Massnahmen (Verwarnung) keine Verhaltensänderung zu bewirken vermochten, ist der Widerrufsgrund der Fürsorgeabhängigkeit auch bezüglich seiner Verhältnismässigkeit (Verschulden) erfüllt.