Citation: 5A_187/2021 E. 5.4.2

5.4.2. Die Bereicherung besteht in der Differenz zwischen dem jetzigen und demjenigen Vermögensstand, der ohne das bereichernde Ereignis vorläge. Die Vermögensdifferenz kann sich nicht nur aus einer Vergrösserung (lucrum emergens), sondern auch aus einer Nichtverminderung des Vermögens (damnum cessans) ergeben. Im zweiten Fall liegt eine so genannte Ersparnisbereicherung vor, die entweder auf einer Nichtverminderung der Aktiven oder einer Nichterhöhung der Passiven beruht (BGE 129 III 646 E. 4.2). Das Obergericht hat die Bereicherung darin gesehen, dass sich die Passiven des Beschwerdeführers 1 um Fr. 865'558.70 zuzüglich bis dahin aufgelaufene Darlehenszinse vermindert haben. Es ist von einem zutreffenden Begriff der Bereicherung ausgegangen. Der Vorwurf der Beschwerdeführer, das Obergericht habe die Bereicherung nicht geprüft, entbehrt damit der Grundlage.