Citation: 6B_1403/2016 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer legt zusammengefasst dar, es seien Verfahrensgrundsätze und sein Recht auf ein faires Verfahren, insbesondere der Untersuchungsgrundsatz, verletzt. Die polizeiliche Befragung von C.________ vom 23. Mai 2007 sei nicht Bestandteil der Voruntersuchung gewesen. Sie sei gleichzusetzen mit anderen formlosen Notizen der Polizei, welche nicht eo ipso einer Beweisverwertung unzugänglich seien. Solche zusammenfassenden Rapporte von Gesprächen mit Zeugen seien solange unverwertbar, als die für die Strafuntersuchung zuständige Staatsanwaltschaft die Befragung des Zeugen nicht rechtskonform - Rechtsbelehrung, Protokollierung von rechtsgenügend formulierten Fragen und diesbezüglichen Antworten, Nachfragen zu Unklarheiten und Widersprüchen, Gewährung der Teilnahmerechte des Beschuldigten - durchgeführt habe. Dies gelte vorliegend umso mehr, als die Aussagen von C.________ praktisch ausschliessliches Fundament der Beweisführung seien. Da er an ihrer Befragung im Strafverfahren gegen D.________ anlässlich der Hauptverhandlung vom 18. Juni 2008 nicht teilgenommen habe, liege diesbezüglich keine rechtsgenügende Bestätigung ihrer Erstaussagen vor. In seinem Strafverfahren sei die Zeugin am 28. September 2010 einvernommen worden. Der Staatsanwalt habe dabei aber zuerst eine private Einvernahme mit ihr durchgeführt. Es spreche alles dafür, dass dieses Vorverhör einzig dazu gedient habe, die Zeugin unter Umgehung seiner Teilnahmerechte auf die anschliessende Konfrontationseinvernahme einzustimmen. Es bestehe sonst kein Grund, ihr am gleichen Nachmittag dieselben Fragen in einer ersten Einvernahme unter Ausschluss des Beschwerdeführers und seines Verteidigers und anschliessend ein zweites Mal in deren Anwesenheit zu stellen. Ein solches Vorverhör verstosse gegen Art. 6 EMRK, weshalb von einer rechtsgenügenden Bestätigung erneut nicht die Rede sein könne.