Citation: 2D_15/2017 E. 2.3.1

2.3.1. Das Verwaltungsgericht umschreibt in E. 1.3 und 1.4 den Streitgegenstand und erklärt, warum der Antrag auf Neubeurteilung der mündlichen Französisch-Note unzulässig ist und welche Begehren betreffend die mündliche Prüfung in Deutsch nicht zu hören sind; in E. 1.5 umschreibt es seine in Prüfungsangelegenheiten begrenzte Kognition (insbesondere Massstab Nachvollziehbarkeit des konkreten Bewertungsvorgangs). Die gesetzliche Regelung der Notenermittlung bzw. der Errechnung des massgeblichen Notendurchschnitts für das Bestehen der Maturaprüfung schildert es in E. 2. In E. 3 erklärt es unter Hinweis auf die diesbezügliche Praxis (E. 3.2), warum die Erfahrungsnote in Geschichte nicht mehr angefochten werden könne. Weiter behandelt es die Bedeutung der schriftlichen Handnotizen von Examinator und Experte und deren Nichtbeizug zu den Akten unter dem Aspekt des rechtlichen Gehörs, unter Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 2D_29/2015 vom 27. November 2015 E. 2.3 (E. 4.1), äussert sich zur Problematik der Gewährleistung der Nachvollziehbarkeit mündlicher Prüfungsabläufe und -bewertungen nach einem gewissen Zeitablauf (E. 4.2) und zur Pflicht, angebliche Mängel im Prüfungsablauf sofort, nicht erst nach Eröffnung einer ungenügenden Note zu rügen (E. 4.3), wobei es eine nähere Prüfung der beiden letzten Aspekte im Zusammenhang mit den einzelnen konkreten Leistungsbewertungen in Aussicht stellt. In E. 5 befasst es sich mit Einwendungen gegen die Notengebung im Fach Deutsch; für die schriftliche Prüfung (im Rechtsmittelverfahren von 2,5 auf 3 angehoben) erklärt es einen Antrag auf Nachteilsausgleich wegen graphomotorischer Auffälligkeiten als verspätet (E. 5.1.1), schützt es die Leistungsbewertung (unter Berücksichtigung der Erwägungen seiner Vorinstanz und der dagegen erhobenen Einwendungen) als nachvollziehbar und legt dar, weshalb der Beizug einer externen Fachperson nicht in Betracht falle und warum Kommentaren von zwei Gymnasiallehrkräften und der Mutter des Beschwerdeführers die Relevanz fehle (E. 5.1.2). Was die mündliche Deutschprüfung betrifft, befasst sich das Verwaltungsgericht im Hinblick auf den Prüfungsverlauf mit den Prüfungsberichten des Deutschlehrers und der Expertin, wobei es der Problematik des Verstreichens von Zeit zwischen Prüfung und Erstellung des Prüfungsberichts Rechnung trägt; es wertet die Beurteilung durch die Examinatoren als sachlich haltbar und weist den Beschwerdeführer darauf hin, dass er, soweit er angeblich fachlich falsche Aussagen in den Prüfungsberichten erwähne, die auf die Rechtskontrolle beschränkte Kognition im Prüfungsrechtsmittelverfahren verkenne (E. 5.2). In E. 6 behandelt das Verwaltungsgericht Rügen im Zusammenhang mit der (zweiten) Maturaarbeit. Namentlich sieht es keine relevante Rechtsungleichheit (E. 6.1) im Umstand, dass der Beschwerdeführer wegen seiner Situation als Repetent hierfür weniger Zeit zur Verfügung hatte; im Hinblick darauf befasst es sich insbesondere mit der Themenwahl des Beschwerdeführers (er hatte die Wahl zwischen einer in wesentlichen Bereichen erweiterten ersten Maturaarbeit oder einem neuen Thema, wobei er ein neues Thema in Anlehnung mit erheblichem Bezug auf das frühere Thema wählte). Es bestätigt die Notengebung für die schriftliche Arbeit als solche (E. 6.3) sowie für die mündliche Präsentation (E. 6.4). Zur vom Beschwerdeführer beantragten Anhebung der Note für die mündliche Philosophieprüfung erkennt das Verwaltungsgericht, dass eine Befangenheit des Philosophielehrers verspätet geltend gemacht worden sei (E. 7.1), und diskutiert (und bestätigt) die Leistungsbewertung unter Berücksichtigung der Vorbringen des Beschwerdeführers gegen die Erwägungen der Erziehungsdirektion (E. 7.2. und 7.3). In E. 8 seines Urteils fasst das Verwaltungsgericht die Leistungsbeurteilungen zusammen und stellt fest, dass selbst eine Anhebung gewisser Noten nicht zu einem das Bestehen der Gesamtprüfung ermöglichenden genügenden Notendurchschnitt führen würde. Abschliessend (E. 9) lehnt es eine Grenzfallregelung für den Beschwerdeführer ab; dazu erläutert es, einen Grundsatz, im Sinne einer Härtefallregelung bei knappen Ergebnissen einzelne Noten anzuheben, was zu einer Rechtsgleichheitsprobleme aufwerfenden Verschiebung der Bewertungsskala führen würde, gebe es nicht; im Falle des Beschwerdeführers müssten ohnehin mehrere der beanstandeten Prüfungsnoten erheblich angehoben werden, damit die Bestehensgrenze erreicht wäre.