Citation: 1C_586/2022 E. 4.3.2

4.3.2. Soweit der Beschwerdeführer die Sorgfaltspflichtverletzung bzw. widerrechtliche Körperverletzung mit der angeblich fehlerhaften präoperativen Planung und mangelhaften Aufklärung begründet, sind seine Ausführungen ebenfalls nicht geeignet, die vorinstanzliche Beweiswürdigung als willkürlich umzustossen. Die Vorinstanz hielt in diesem Zusammenhang schlüssig fest, dem Dokumentationsbogen zum Aufklärungsgespräch vom 3. April 2018 sei zu entnehmen, es lasse sich sehr häufig erst während der Operation entscheiden, wie das neue Implantat eingesetzt werden könne. Falls erforderlich müsse der Arzt auch einen anderen Prothesetyp als geplant einsetzen oder eine andere Verankerungsmethode wählen. Im Operationsbericht werde dokumentiert, dass eine mehrfache Probereposition mit unterschiedlichen Schaftlängen erfolgt sei. Hinreichend konkrete Anhaltspunkte, die auf eine ungenügende präoperative Planung schliessen lassen würden, sind weder hinreichend dargetan noch ersichtlich. Ebenso wenig vermag der Beschwerdeführer plausibel darzulegen, dass entgegen der ursprünglichen Planung offensichtlich zu Unrecht ein zu kurzer Schaft eingesetzt worden wäre. Dies ergibt sich - wie die Vorinstanz nachvollziehbar darlegt - auch nicht aus dem von ihm erwähnten Röntgenbild oder aus dem Umstand, dass im Rahmen der Reoperation vom 13. November 2018 angeblich ein längerer Schaft eingesetzt worden ist. Der Vorwurf, die Vorinstanz hätte ohne die beantragte medizinische Begutachtung nicht das Gegenteil annehmen dürfen, läuft von vornherein ins Leere. So scheiterte die von der Opferhilfestelle beabsichtige medizinische Vorabklärung durch die SPO - und damit auch eine gestützt darauf allenfalls veranlasste Begutachtung - gerade an der fehlenden Zustimmung des Beschwerdeführers (vgl. E. 3 hiervor).