Citation: 6B_468/2016 E. 2.4

2.4. Ob die Voraussetzungen für einen Vollzug der stationären therapeutischen Massnahme in einer geschlossenen Einrichtung nach Art. 59 Abs. 3 StGB gegeben sind, haben grundsätzlich die Vollzugsbehörden zu entscheiden. Sie dürfen dabei nicht ohne triftigen Grund von gutachterlichen Beurteilungen und gerichtlichen Erwägungen abweichen. Das Bezirksgericht Zürich hatte sich im Strafverfahren im Urteil vom 7. September 2011 gegen den Vollzug in einer geschlossenen Einrichtung ausgesprochen, weil es der Auffassung war, dass die besondere künftige Gefährlichkeit nicht vorliege. Das Obergericht hatte sich zur Form des Vollzugs entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers nicht ausdrücklich geäussert, genauso wenig wie das anlässlich des Strafverfahrens erstellte psychiatrische Gutachten vom 19. Dezember 2011 (Urteil S. 7 E. 3.3). Der Gutachter hatte beim Beschwerdeführer eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional-instabilen, dissozialen und narzisstischen Anteilen schweren Ausmasses, eine Anpassungsstörung, eine Legasthenie und eine Störung des Sozialverhaltens bei fehlenden sozialen Bindungen festgestellt. Das Gutachten äussert sich nicht zur Frage der Vollzugsform, unterstreicht aber die hohe Gefahr, dass der Beschwerdeführer wegen der fortbestehenden Persönlichkeitsproblematik erneut Straftaten, vorwiegend Gewaltstraftaten, begehen werde. Der Beschwerdegegner weist auf die gutachterliche Beurteilung einer hohen Rückfallgefahr hin, auf die schwerwiegende Gefährdung hochwertiger Rechtsgüter, auf den Verstoss des Beschwerdeführers gegen das Kontaktverbot gegenüber dem Opfer und auf die Tätlichkeit gegenüber der ehemaligen Freundin, um zu begründen, weshalb der Beschwerdeführer vorerst in einer geschlossenen Abteilung unterzubringen sei. Die Vorinstanz erachtet die Überlegungen des Beschwerdegegners für nachvollziehbar. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, inwiefern die Vorinstanz ihrer Würdigung schlechterdings unhaltbare tatsächliche Annahmen zugrunde gelegt hätte. Dass die Verletzung des Kontaktverbots und die Tätlichkeit gegenüber seiner ehemaligen Freundin schon vor der obergerichtlichen Verhandlung stattgefunden haben, vermag daran nichts zu ändern. Damit erweist sich das Urteil der Vorinstanz als bundesrechtskonform. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.