Citation: 6B_450/2014 E. 4.3

4.3. Das Gericht hätte indessen unter den gegebenen Umständen im Rahmen seiner richterlichen Fürsorgepflicht beziehungsweise in der Überlegung, dass ein Versehen des (damaligen) Verteidigers des Beschwerdeführers vorliegen könnte, diesen anfragen müssen, ob er wie die Verteidiger der beiden andern Beschuldigten der Auffassung sei, dass die Teilnahmerechte der Beschuldigten im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StPO verletzt worden seien. Es ist davon auszugehen, dass der (damalige) Verteidiger des Beschwerdeführers diese Frage in Anbetracht des inzwischen ergangenen Bundesgerichtsurteils vom 10. Oktober 2012 (BGE 139 IV 25) bejaht hätte und dass die Vorinstanz in diesem Falle die Rüge der Verletzung der Teilnahmerechte im Urteil in Sachen des Beschwerdeführers in gleicher Weise behandelt hätte wie im Urteil in Sachen der Beschuldigten Y.________. Daher ist auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob die Erwägungen zur Frage der Verletzung der Teilnahmerechte im Urteil der Vorinstanz in Sachen der Beschuldigten Y.________ Recht verletzen und inwieweit die beschuldigte Person gestützt auf Art. 147 Abs. 1 StPO an Einvernahmen von mitbeschuldigten Personen teilnehmen kann.