Citation: 6B_65/2015 E. 1.2

1.2. Die Anklageschrift bezeichnet gemäss Art. 325 Abs. 1 StPO unter anderem (f.) möglichst kurz, aber genau: die der beschuldigten Person vorgeworfenen Taten mit Beschreibung von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der Tatausführung; (g.) die nach Auffassung der Staatsanwaltschaft erfüllten Straftatbestände unter Angabe der anwendbaren Gesetzesbestimmungen. In der Anklageschrift vom 17. Oktober 2011 werden dem Beschwerdeführer Verletzung von Fabrikationsgeheimnissen (Art. 162 Abs. 2 StGB) sowie Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz über den unlauteren Wettbewerb durch Verleitung zum Geheimnisverrat (Art. 4 lit. c i.V.m. Art. 23 Abs. 1 UWG) zur Last gelegt. In der Anklageschrift wird dargestellt, dass der Beschwerdeführer, Geschäftsführer und Geschäftsinhaber der Firma C.________, den Mitbeschuldigten B.________, welcher bei der Konkurrenzfirma A.________ AG als Leiter "Labor und Produktion" tätig gewesen sei, in der Zeit von ca. Oktober 2006 bis ins Jahr 2007 wiederholt und insistierend angefragt habe, ob dieser für die Firma C.________, welche sich im Aufbau befinde, Informationen über Details von chemischen Formeln und Rezepturen von Produkten der A.________ AG weitergeben könne. In der Folge habe der Mitbeschuldigte B.________, welcher gemäss seinem Arbeitsvertrag zur strengen Verschwiegenheit über alle Fabrikations- und Geschäftsgeheimnisse der A.________ AG verpflichtet gewesen sei, in Zollikofen, Binningen, Muttenz und eventuell anderswo dem Beschwerdeführer mündlich und schriftlich Details von chemischen Formeln und Rezepturen einzelner Produkte der A.________ AG, welche nicht allgemein bekannt und nur einem beschränkten Personenkreis der A.________ AG zugänglich gewesen seien, übermittelt. Die auf diese Weise erhaltenen Informationen habe der Beschwerdeführer anschliessend verwendet, um sich für die Produkte der Firma C.________ auf dem Markt einen Vorteil zu verschaffen.