Citation: 8C_452/2023 E. 4.3

4.3. Das kantonale Gericht erwog, die behandelnde Handchirurgin (Dr. med. C.________) habe zunächst zur Frage, inwieweit dem Beschwerdegegner eine den gesundheitlichen Einschränkungen angepasste Tätigkeit zumutbar sei, im Bericht vom 13. Juni 2020 geantwortet, je nach Typ der Arbeit müsste man ihn ausprobieren lassen und ihn sicher anfänglich begleiten. Damit, so die Vorinstanz, habe Dr. med. C.________ Eingliederungsmassnahmen als angezeigt erachtet. Am 19. März 2020 habe sie angegeben, der Beschwerdegegner wäre bei leichten Arbeiten, die keine Kräfte benötigten, ohne repetitive Verrichtungen und ohne das Steigen auf Leitern, zu 50 bis 70 % einsatzfähig. In einem weiteren Bericht vom 24. Mai 2020 halte sie fest, der Beschwerdegegner könne durchaus Arbeiten ausführen, bei welchen keine axialen Belastungen vorkämen. Insgesamt lasse sich aus ihren Auskünften nicht eindeutig entnehmen, inwieweit und ob überhaupt eine Einschränkung in einer Verweistätigkeit bestehe. Der RAD setze sich in seiner Aktenbeurteilung vom 28. Juli 2020 in keiner Art und Weise mit den Angaben der Dr. med. C.________ auseinander. Die von ihm geschätzte Leistungsminderung von 10 bis 20 % in einer angepassten Tätigkeit sei wenig nachvollziehbar. Da auch die übrigen medizinischen Akten nicht ausreichten, um allein gestützt darauf allfällige Auswirkungen der Handgelenksproblematik auf die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen, sei ein Gerichtsgutachten einzuholen.