Citation: 6B_153/2022 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz verneint insgesamt einen schweren persönlichen Härtefall im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB. Sie zieht namentlich in Betracht, dass der Beschwerdeführer als albanischer Staatsangehöriger kein Aufenthaltsrecht in der Schweiz aus dem Freizügigkeitsabkommen (FZA; SR 0.142.112.681) ableiten kann. Er befinde sich seit ungefähr 13 Jahren in der Schweiz, pflege aber weiterhin Kontakte zu seinem Heimatland, in dem auch seine Eltern und Geschwister lebten. Aufgrund seiner Sprachkenntnisse und da er regelmässig dort Ferien mache, sei die Möglichkeit der Wiedereingliederung in seinem Heimatland zu bejahen. Sein Gesundheitszustand sei als unauffällig zu bezeichnen, seine wirtschaftliche Situation in der Schweiz demgegenüber als schlecht. Von seiner ersten Ehefrau, mit der er zwei Kinder mit den Jahrgängen 2010 und 2013 habe, sei er geschieden; die Kinder lebten bei der Mutter und würden hauptsächlich von ihr betreut. Gemäss den vorinstanzlichen Feststellung sieht er die Kindern nur sehr wenig. Was seine heutige Ehefrau, mit der er eine Tochter mit dem Jahrgang 2019 habe, betreffe, so habe er und seine Ehefrau im Zeitpunkt der Zeugung bereits vom laufenden Strafverfahren und der möglichen Landesverweisung gewusst. Da zudem seine Ehefrau keiner Arbeitstätigkeit in der Schweiz nachgehe und mit der albanischen Kultur vertraut sei, sei es sowohl ihr als auch ihrer Tochter zumutbar, ihm in sein Heimatland zu folgen.