Citation: 8C_195/2023 E. 5.2.3

5.2.3. Soweit das kantonale Gericht das Erfordernis einer ständigen und besonders aufwendigen Pflege im Sinne von Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV verneinte, vermag die Beschwerdeführerin ebenfalls keine Bundesrechtswidrigkeit aufzuzeigen. Die Rügen betreffend den vorinstanzlich festgestellten Pflegeaufwand von 111 Minuten pro Tag sind unzureichend begründet, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist. Die weitere Argumentation, es "erscheine schon sehr streng", die ständige und besonders aufwendige Pflege wegen nur neun fehlenden Minuten zu verneinen, zielt ins Leere. Selbst wenn der Beschwerdeführerin in diesem Punkt gefolgt würde, müssten zusätzlich mehrere qualitativ erschwerende Momente vorliegen, um eine ständige und besonders aufwendige Pflegebedürftigkeit bejahen zu können (vgl. Rz. 8058 des KSIH bzw. Rz. 2065 ff. des KSH). Als qualitatives Moment kommt vorliegend jedoch einzig in Betracht, dass die pflegerischen Hilfeleistungen auch nachts erbracht werden müssen (Ziff. 8058 KSIH und Ziff. 2066 ff. KSH), nicht aber die geltend gemachte Aufgabe der Erwerbstätigkeit durch die Mutter und auch nicht der Umstand, dass Insulin rezeptpflichtig ist. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.