Citation: 5A_350/2009 08.07.2009 E. 2

Mit Bezug auf die Beschwerdefrist ergibt sich Folgendes: Die Beschwerde gegen einen Entscheid ist innert dreissig Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen (Art. 100 Abs. 1 BGG). Wenn der Entscheid eines oberen kantonalen Gerichts mit einem Rechtsmittel, das nicht alle Rügen nach den Art. 95-98 BGG zulässt, bei einer zusätzlichen kantonalen Gerichtsinstanz angefochten worden ist, so beginnt die Beschwerdefrist erst mit der Eröffnung des Entscheids dieser Instanz (Art. 100 Abs. 6 BGG). Gemäss § 284 Ziff. 7 ZPO/ZH ist die Nichtigkeitsbeschwerde gegen den vorliegenden Beschluss des Obergerichts betreffend vorsorgliche Massnahmen nicht zulässig, so dass die Fristverlängerung gemäss Art. 100 Abs. 6 BGG nicht anwendbar ist und der Beschluss des Obergerichts innert der Frist von dreissig Tagen direkt vor Bundesgericht hätte angefochten werden müssen. Die Beschwerde erweist sich als verspätet (BGE 134 III 92 E. 1 S. 93 ff.). Allerdings entspricht der Rechtsmittelzug an das Kassationsgericht der Rechtsmittelbelehrung, welche das Obergericht seinem Beschluss vom 19. Februar 2009 beigefügt hat. Dort wird ausdrücklich erläutert, dass gegen diesen Entscheid innert 30 Tagen beim Kassationsgericht Nichtigkeitsbeschwerde erhoben werden kann, was die Beschwerdeführerin getan hat. Gemäss Art. 49 BGG dürfen den Parteien wegen einer unrichtigen Rechtsmittelbelehrung keine Nachteile erwachsen. Dies bedeutet zwar nicht, dass auf das nicht bestehende Rechtsmittel eingetreten werden müsste (vgl. BGE 129 III 88 E. 2.1 Abs. 4 S. 89). Die unrichtige Rechtsmittelbelehrung kann aber zur Folge haben, dass die Rechtsmittelfrist zu verlängern ist und hier gemäss Art. 100 Abs. 6 BGG erst mit dem Nichteintretensentscheid des Kassationsgerichts zu laufen beginnt. Da im vorliegenden Fall nichts darauf hindeutet, dass die nicht durch einen Anwalt vertretene Beschwerdeführerin die Unrichtigkeit der Rechtsmittelbelehrung kannte oder kennen musste, ist die Beschwerde als rechtzeitig eingereicht zu betrachten und darauf einzutreten (vgl. für Art. 49 i.V.m. Art. 100 BGG: BGE 5A_814/2008 vom 12. März 2009 E. 1.2; allgemein: BGE 134 I 199 E. 1.3.1 S. 202).