Citation: 6B_123/2019 E. 2

Die Vorinstanz stellt fest, auf den aktenkundigen Fotos sei ersichtlich, dass im Zeitpunkt der Geschwindigkeitsüberschreitung die Strassenseite mit Schnee bedeckt gewesen und am betreffenden Ort weitere Verkehrsteilnehmer zugegen gewesen seien. Der Beschwerdeführer habe etwa 130 Meter nach dem Kreisel bereits auf 81 km/h beschleunigt, obwohl von zumindest einer Seite noch eine Nebenstrasse in die Hauptstrasse eingemündet sei und er durchaus mit der Möglichkeit habe rechnen müssen, dass sich Fussgänger, Fahrradfahrer oder Fahrzeuge auf die Strasse hinbewegen könnten. Dass allenfalls andere Verkehrsteilnehmer ebenfalls zu schnell gefahren seien, sei für die objektive Tatbestandsmässigkeit seines Verhaltens unerheblich, da seine Fahrweise auch für solche Verkehrsteilnehmer abstrakt gefährlich gewesen sei, und das Strafrecht keine Verschuldenskompensation kenne. Hinsichtlich des subjektiven Tatbestandes, so die Vorinstanz weiter, erschöpften sich die Vorbringen des Beschwerdeführers in blossen Mutmassungen, welche unter diesen Umständen als nachgeschobene und offensichtliche Schutzbehauptungen erscheinen würden. Dem Beschwerdeführer habe auch als ortsunkundigem Verkehrsteilnehmer erkennbar sein müssen, dass er auf einer Innerortsstrecke gefahren sei. Der von ihm vor dem Abbiegen auf die Dottikerstrasse befahrene Kreisel verfüge insbesondere nur über Zufahrten aus offensichtlichem Siedlungsgebiet und auch an die Dottikerstrasse selbst grenzten, wenn auch etwas erhöht, Wohnliegenschaften und mehrere Zufahrten mit einem Fussgängerstreifen. Die Vorinstanz schliesst daraus, der Beschwerdeführer sei erkennbar im Siedlungsgebiet unterwegs gewesen und da er nach eigenen Angaben jeweils genau auf den Tacho geschaut habe, habe ihm die gefahrene Geschwindigkeit auf der Dottikerstrasse von rund 80 km/h nicht verschlossen bleiben können. Da er trotz der genannten Umstände bedenkenlos massiv zu schnell und ohne Rücksicht auf die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder Fussgänger gefahren sei, sei auch der subjektive Tatbestand von Art. 90 Abs. 2 SVG erfüllt, zumal keine besonderen Umstände vorlägen, die sein Verhalten subjektiv in einem milderen Licht erscheinen liessen.