Citation: 1C_286/2020 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer rügt, die Verneinung der Bewilligungsfähigkeit der Parkplatzerweiterung sei materiell unhaltbar. Die Anstosslänge des Baugrundstücks an den Sädlenweg betrage insgesamt 22,6 m. Das ursprünglich bewilligte Parkfeld habe eine Anstosslänge von 11,5 und das aktuelle eine solche von 12,4 m. Solch geringfügige Erweiterungen seien nach kantonalem Recht gestützt auf die Bestandsschutzgarantie gemäss § 357 Abs. 1 PBG ohne Weiteres zulässig. Gemäss der Rechtsprechung der Vorinstanz seien bei der Beurteilung der Vorgartengestaltung die Verhältnisse bei den benachbarten Grundstücken zu berücksichtigen. Würden bei diesen - wie es vorliegend der Fall sei - der Vorgartenbereich weitgehend in Missachtung der Drittelsregel mit Garagenvorplätzen, Einfahrten und Parkplätzen überstellt, sei es nicht gerechtfertigt, den Beschwerdeführer unter dem Aspekt von § 238 Abs. 1 PGB auf den Drittel zu beschränken.