Citation: 7B_483/2023 E. 4.3

4.3. Die Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz verneint gestützt auf die von ihr willkürfrei festgestellten Umstände (vgl. oben E. 3.5) ohne Verletzung von Bundesrecht das Vorliegen eines unvermeidbaren Sachverhaltsirrtums. Der allfällige Irrtum der Beschwerdeführerin in Bezug auf die am Kontrollpunkt geltende Höchstgeschwindigkeit wäre für sie bei pflichtgemässer Sorgfalt einfach vermeidbar gewesen. Denn sie hätte in Anwendung der pflichtgemässen Sorgfalt und Aufmerksamkeit wissen können und müssen, dass sie am Kontrollort mit einer Geschwindigkeit von maximal 50 km/h hätte fahren dürfen. Ihre falsche Einschätzung der Situation entlastet sie nicht.