Citation: 9C_22/2019 E. 3.1

3.1. Der Versicherungsträger kann eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt (Art. 53 Abs. 3 ATSG). Nach der Rechtsprechung kommt diese Bestimmung nur zum Tragen, wenn die Behörde zu Gunsten der Beschwerde führenden Partei verfügt. Denn eine lite pendente erlassene Verfügung beendet den Streit nur insoweit, als damit den Begehren der Beschwerde führenden Partei entsprochen wird (BGE 127 V 228 E. 2b/bb S. 232 f. und Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 653/03 vom 20. April 2004 E. 1; vgl. auch Urteil 2C_553/2015 vom 26. November 2015 E. 2.3). Die vorinstanzlichen Erwägungen, namentlich der Hinweis auf den (offenen) Wortlaut von Art. 53 Abs. 3 ATSG, welcher die blosse Aufhebung der angefochtenen Verfügung lite pendente nicht von vornherein ausschliesse, geben keinen Anlass zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dieser Regelung (zu den Voraussetzungen für eine Praxisänderung BGE 141 II 297 E. 5.5.1 S. 303; 137 V 417 E. 2.2.2 S. 422; je mit Hinweisen).