Citation: 4A_294/2020 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Vorinstanz habe die Abtretungsverfügung falsch ausgelegt und damit die Passivlegitimation der Beschwerdegegnerin 3 wegen Mitwirkung bei der Kapitalerhöhung der F.________ AG zu Unrecht negiert. Im Rahmen der vorzunehmenden objektiven Auslegung habe die Vorinstanz den Kollokationsplan sowie das Schreiben der H.________ AG in Liquidation an die Beschwerdegegnerin 3 vom 13. September 2011 ignoriert. Eine enge wörtliche Auslegung der Abtretungsverfügung sei unzulässig. Das Konkursamt habe die zur Abtretung freigegebenen Ansprüche nicht geprüft und sie deshalb bewusst weit umschrieben, sodass sowohl Ansprüche gegen Gründer nach Art. 753 OR als auch gegen Organe nach Art. 754 OR umfasst seien. Eine Beschränkung auf Ansprüche gegen formelle Gründer unter Ausschluss von beauftragten Drittpersonen habe das Konkursamt mit der verwendeten Formulierung nicht gewollt; auch sei dies nicht im Interesse der Konkursmasse gelegen.