Citation: 7B_280/2022 E. 2.4.1

2.4.1. Die diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdeführers erschöpfen sich über weite Strecken in einer unzulässigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil. Er scheint zu übersehen, dass das Bundesgericht keine Appellationsinstanz ist, die eine freie Überprüfung der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen vornimmt (BGE 146 IV 297 E. 2.2.5; 144 V 50 E. 4.1 f.; Urteil 6B_1067/2020 vom 5. Mai 2021 E. 1.1). Dies gilt unabhängig vom Tatvorwurf, also auch bei Kapitalverbrechen wie versuchter Tötung. So ist der Beschwerdeführer nicht zu hören, wenn er ausführt, die Vorinstanz habe seine alternative Hypothese nicht ernsthaft erwogen, wonach er nicht über eine allfällige Verletzung durch das Messer habe hinausgehen wollen. Gleiches gilt, wenn er vorträgt, die Schwester der Beschwerdegegnerin 2 habe ihn mehrfach entscheidend entlastet, als sie ihn als grundsätzlich nicht aggressiv beurteilt und ihm eine Tötung nicht zugetraut habe, weil er die Beschwerdegegnerin 2 sehr geliebt habe. In diesem Zusammenhang zitiert der Beschwerdeführer frei einzelne Aussagen der Schwester und plädiert damit in appellatorischer Weise wie in einem Berufungsverfahren. Ohnehin kann nicht gesagt werden, dass die Vorinstanz gewisse Aussagen der Schwester bewusst ausblenden würde. Vielmehr setzt sie sich sorgfältig mit deren Depositionen auseinander.