Citation: 1C_434/2022 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführenden machen zunächst geltend, die Vorinstanz habe es unterlassen, die Bewilligungsfähigkeit der Umnutzung unter dem Titel von Art. 24a RPG zu prüfen, was eine unzulässige Einschränkung der Prüfungszuständigkeit und damit eine Verletzung von Art. 9 und 29 Abs. 2 BV darstelle. Da für die Umnutzung keine baulichen Massnahmen erforderlich seien, könne Art. 24a RPG herangezogen werden. Neue Auswirkungen auf Raum, Erschliessung und Umwelt entstünden keine; das Wohnhaus bestehe und sei voll erschlossen. Die Umnutzung eines Wochenendhauses in einen dauerhaft nutzbaren Erstwohnsitz führe für sich allein betrachtet nicht zu einer unzulässigen wesentlichen Nutzungsintensivierung. Andere Bundeserlasse, welche die Zweckänderung für unzulässig erscheinen liessen, seien nicht ersichtlich. Entsprechend sei das Umnutzungsgesuch gestützt auf Art. 24a RPG zu bewilligen. Nach Ansicht der Beschwerdeführenden sei die Bewilligung jedoch auch gestützt auf Art. 24c RPG zu erteilen. Mangels baulicher Veränderungen bleibe die Identität der Baute auch bei Nutzung als Erstwohnsitz gewahrt. Die Prüfung, ob gegenüber dem früheren Zustand eine Identitätsveränderung der Baute als solche stattgefunden hat, sei bereits im Baubewilligungsverfahren im Jahr 2018 erfolgt. Das anlässlich der Bewilligung des Ersatzneubaus verfügte Verbot der baulichen Nutzungserweiterung könne einer reinen Nutzungserweiterung ohne bauliche Massnahmen nicht entgegengehalten werden. Abgesehen davon liege gar keine Nutzungserweiterung vor, da die Umnutzung eines Wochenendhauses in einen dauerhaft nutzbaren Erstwohnsitz für sich allein betrachtet nicht zu einer unzulässigen wesentlichen Nutzungsintensivierung führe. Es sei irrelevant, ob ein voll erschlossenes, ganzjährig bewohnbares Wohnhaus als Ferien-, Wochenend- oder Dauerwohnsitz bezeichnet werde. Bezüglich des "Dauerwohnens" trete gegenüber dem Zustand am 1. Juli 1972 keine Veränderung ein. Soweit das Bundesgericht in seinem zum ersten Baugesuch ergangenen Urteil vom 3. April 2017 festgehalten habe, das frühere Ferienhaus sei von seinem Ausbaustandard her nicht als taugliche Baute für einen Erstwohnsitz anzusehen gewesen, habe es sich einzig auf eine Einschätzung des ARE gestützt, die nirgends begründet sei. Es helfe den Vorinstanzen nicht, wenn sie die falschen Sachverhaltsfeststellungen des Bundesgerichts "leierhaft" wiedergeben, ohne eigene Abklärungen zu tätigen.