Citation: 9C_659/2017 E. 4.3

4.3. Gegen diese Ausführungen bringt der Beschwerdeführer einzig vor, sein angebliches aggravatorisches Verhalten sei auf eine selbstständige krankheitswertige psychische Störung zurückzuführen. Dieser Einwand verfängt nicht. Aus den vorinstanzlichen Feststellungen (vgl. E. 4.2 hiervor) gehen klare Hinweise auf Diskrepanzen zwischen dem beobachteten Verhalten des Versicherten und seiner subjektiv beschriebenen Situation hervor. So berichteten die Gutachter der Klinik C.________ ausserdem, ein Teil der Symptomatik müsse auf die nicht medizinischen Faktoren wie auf die suboptimale Leistungsbereitschaft bzw. auf den Gebrauch von Benzodiazepinen zurückgeführt werden. Sie erwähnten "deutliche Überverdeutlichungstendenzen" im Rahmen der Untersuchung. Gemäss den Experten seien die Angaben des Beschwerdeführers über das eigenständige Führen des Fahrzeuges inkonsistent. Ebenfalls konstatierten sie, die Grunderkrankung werde aktuell nicht leitliniengemäss behandelt. Eine solche wäre angezeigt, auch wenn aufgrund von langjähriger Chronifizierung und teilweiser Überlagerung durch nicht medizinische Faktoren von keiner günstigen Prognose auszugehen sei. Insgesamt würden sie von einer Aggravation im Rahmen der Schmerzstörung ausgehen. Hinzu kommt, dass die Experten zwar eine Depression diagnostizierten, deren Schweregrad konnten sie jedoch aufgrund verschiedener Faktoren, die auf das Verhalten des Versicherten zurückzuführen sind (Benzodiazepin-Intoxikation und suboptimales Leistungsverhalten), nicht einschätzen.