Citation: 8C_166/2022 E. 3.2

3.2. Hiergegen rügt die Beschwerdeführerin eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung sowie eine Verletzung von Bundesrecht in Bezug auf die Bejahung einer rechtserheblichen Invalidität. Der medizinische Sachverhalt sei angesichts der Hinweise auf eine Suchterkrankung unvollständig abgeklärt worden. Die festgestellte Einschränkung der Leistungsfähigkeit entspreche nicht dem vom Versicherten beschriebenen Tagesablauf. Anamnestische Angaben liessen auf eine höhere Arbeitsfähigkeit schliessen. Da der Gutachter für die angeblich invalidisierenden Beschwerden keine psychiatrische Diagnose habe erheben können, sei auf die von ihm bestätigte Leistungsfähigkeitseinschränkung nicht abzustellen. Entgegen der Vorinstanz stehe nicht die Glaubwürdigkeit der gutachterlichen Einschätzung zur Diskussion. Vielmehr habe der Gutachter klar und eindeutig angegeben, dass er die invalidisierenden Gesundheitsbeschwerden mit der von ihm diagnostizierten Gesundheitsstörung nicht genügend erklären könne. Weder der Gutachter noch die Beschwerdegegnerin und auch nicht die Vorinstanz hätten den Sachverhalt in der nötigen Breite und Tiefe bundesrechtskonform abgeklärt und dem erforderlichen strukturierten Beweisverfahren unterzogen. Mangels eines "ordentlich diagnostizierten psychischen Leidens" und eines "ordentlich durchgeführten strukturierten Beweisverfahrens" fehle es an den Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Invalidenrente.