Citation: 7B_225/2022 E. 3.3

3.3. Soweit der Beschwerdeführer vom vorinstanzlich willkürfrei festgestellten Sachverhalt abweicht und seine eigene Version der rechtlichen Beurteilung zugrunde legt, erweist sich seine Kritik als unbegründet. Dies gilt namentlich für seine Argumente, er habe kein schweres Schuhwerk, sondern bloss Turnschuhe getragen, womit man in der Regel keine lebensbedrohlichen Verletzungen herbeiführen könne und er sei stark alkoholisiert gewesen, weshalb er nicht gezielte und wuchtige Fusstritte hätte ausführen können, die jemanden schwer verletzen. Dies lässt sich dem angefochtenen Urteil so nicht entnehmen und der Beschwerdeführer macht in diesen Punkten auch keine Willkür in der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung geltend (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. oben E. 2.2). Nicht stichhaltig ist das Argument, die objektiven Verletzungen des Beschwerdegegners 2 begründeten keine Lebensgefahr, denn es liegt in der Natur der versuchten Tatbegehung, dass der zur Vollendung der Tat gehörende Erfolg nicht eintritt (Urteil 6B_321/2023 vom 16. Juni 2023 E. 3.3 mit Hinweisen). Die Vorinstanz würdigt die konkreten Tatumstände zutreffend. Der Beschwerdegegner 2 ist zu Boden gestürzt, nachdem ihm der Beschwerdeführer mehrere Faustschläge auf den Kopf und einen Kniestich versetzt hat. Darauf hat der Beschwerdeführer den Beschwerdegegner 2 zweimal wuchtig gegen den Kopf getreten, so "wie man gegen einen Fussball tritt". In Bezug auf den subjektiven Tatbestand ins Gewicht fallen nach den vorinstanzlichen Feststellungen zusätzlich die imposante Statur des Beschwerdeführers und sein Körpergewicht von über 100 kg sowie die Tatsache, dass er intensiv Krafttraining betrieb. Der Beschwerdegegner 2 hat erhebliche Verletzungen erlitten. Es ergeben sich aus dem Verhalten des Beschwerdeführers keine Anhaltspunkte, dass er das Verletzungsrisiko hätte steuern oder kalkulieren können. Die Vorinstanz durfte ohne Verletzung von Bundesrecht zum Schluss gelangen, der Beschwerdeführer habe den Tatbestand der versuchten schweren Körperverletzung erfüllt und mit seinem Handeln lebensgefährliche Verletzungen in Kauf genommen.