Citation: 1C_490/2017 E. 4

Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, sie sei vom erstinstanzlichen Verfahren im Vorfeld der Publikation vom 15. Januar 2016 ausgeschlossen worden; insbesondere habe sie nicht an den Einigungsverhandlungen teilnehmen können, die unter Führung des DVER zwischen der FMG, den Naturschutzverbänden und den kantonalen Dienststellen geführt worden seien und zum neuen Entwurf einer Sanierungsverfügung geführt hätten. Aufgrund des grossen Ermessensspielraums der Behörden könnten nachträgliche Einwendungen nicht mehr den gleichen Einfluss auf den Sanierungsentscheid haben, wie wenn die Gemeinde gleichzeitig mit den anderen Verfahrensbeteiligten angehört worden wäre. Personen, Organisationen und Behörden, denen ein gesetzliches Beschwerderecht zusteht, muss vor Erlass der Sanierungsverfügung das rechtliche Gehör gewährt werden (ENRICO RIVA, in: Hettich/Jansen/Norer, Kommentar GSchG und WBG, N. 73 f. zu Art. 80 GSchG), d.h. ihnen muss zumindest die Möglichkeit gegeben werden, sich am Sanierungsverfahren zu beteiligen. Vorliegend geschah dies durch die erste Publikation im Amtsblatt vom Oktober 2011, mit öffentlicher Auflage des Dossiers, u.a. im Büro der Munizipalgemeinde Ergisch. Diese hätte schon damals die Beteiligung am Verfahren verlangen können (zumal schon damals für die Turtmänna nur die Erstellung eines künstlichen Hochwassers und keine Dotierungsmassnahmen angekündigt wurden). Wenn sie darauf verzichtete, kann sie nicht nachträglich eine Verletzung ihres rechtlichen Gehörs in diesem Verfahrensabschnitt rügen (vgl. Art. 19 Abs. 2 VVRG).