Citation: 1B_23/2016 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführer machen geltend, angesichts der in Frage stehenden Strafe könne nicht von einem Bagatellfall ausgegangen werden. Dies gehe schon aus dem Wortlaut des Gesetzes hervor. Unzutreffend sei auch, dass das drohende befristete Einreiseverbot von untergeordneter Bedeutung sei, zumal sie mit ihrem Schwager einen engen Kontakt pflegten. Sie seien juristische Laien, wohnten im Ausland und könnten kein Deutsch. Ihr Schwager, der ihnen gemäss angefochtenem Entscheid helfen solle, sei ebenfalls ein juristischer Laie und verstehe vom Strafverfahren nichts. Es sei unverständlich, dass ihm die Vorinstanz die Verantwortung dafür überbinden wolle. Der Verfahrensstand habe zudem nicht zur Folge, dass es ihnen leichter fiele, sich im Verfahren zurechtzufinden. Als Laien wüssten sie beispielsweise kaum, was zu tun sei, wenn sie vom Bezirksgericht aufgefordert würden, innert 10 Tagen schriftlich begründete Anträge auf Ergänzung der Beweismittel zu stellen. Schliesslich sei die Anwendung von Art. 11 Abs. 2 AuG (SR 142.20) keineswegs einfach. Das Gleiche gelte für die Fragen der Fahrlässigkeit und des Rechtsirrtums. Der angefochtene Entscheid verletze deshalb Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO. Zumindest aber hätte das Obergericht den Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege gutheissen müssen, da ihr Rechtsmittel nicht aussichtslos gewesen sei.