Citation: 8C_1028/2008 15.06.2009 E. 5.2

5.2.1 Was die Ermittlung des trotz invalidisierender Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch erzielbaren Einkommens (Invalideneinkommen) betrifft, ging das kantonale Gericht primär vom Lohn aus, den der Versicherte nach der Wiedereingliederung (u.a. halbjähriges Arbeitstraining vom 1. August 2005 bis 31. Januar 2006) an seiner Stelle als Disponent bei der Garage M.________ AG für das 50 % Pensum im Jahr erzielte. Dieses Einkommen von Fr. 30'000.- rechnete es auf das zumutbare Arbeitspensum von 80 % auf, nachdem aufgrund der Akten in diesem Betrieb auch ein höheres Pensum möglich gewesen wäre. Das ergab einen Betrag von Fr. 48'000.-. Diese Ermittlung des Invalideneinkommens ist nicht zu beanstanden. So ist für die Bestimmung des Invalideneinkommens primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher der Versicherte konkret steht. Übt er nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass er die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihm tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 117 V 18 E. 2c/aa; RKUV 1991 Nr. U 130 S. 272 E. 4a, je mit Hinweisen; nicht publizierte E. 6b des in AHI 1998 S. 179 auszugsweise veröffentlichten Urteils I 207/97 vom 31. Oktober 1997). Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil der Versicherte nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihm an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne beigezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b S. 76 f. mit Hinweisen). Die Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 67'600.- ergab eine Erwerbseinbusse von Fr. 19'600.-, was einem Invaliditätsgrad von 29 % entspricht. 5.2.2 In einer überschlagsmässigen Vergleichskontrolle ermittelte die Vorinstanz sodann das Invalideneinkommen anhand der LSE-Tabellenlöhne 2004, Tabelle TA 1, Ziff. 50, Arbeiten im Segment Handel, Reparatur Automobile, Anforderungsniveau 3, was angepasst an die durchschnittliche betriebliche Wochenarbeitszeit von 41,9 Stunden ein Gehalt von monatlich Fr. 5'138.- oder von Fr. 61'656.- im Jahr ergab. Unter Berücksichtigung einer Restarbeitsfähigkeit von 80 % und nach Gewährung eines im Übrigen unbestrittenen Abzuges vom Tabellenlohn von 15 % resultierte ein mögliches Einkommen von Fr. 41'926.10. Dieses Einkommen wäre allerdings, was die Vorinstanz übersah, an das Jahr 2006 anzupassen gewesen (Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs, BGE 129 V 222). Nominallohnbereinigt (2005: 1,0 %; 2006: 0,7 %; vgl. Bundesamt für Statistik, Nominallohnindex, Männer, 2002-2006, Tabelle T1.1.93, Abschnitt G, H) entspricht dies einem Betrag von Fr. 42'641.77. Im Ergebnis ändert dies allerdings nichts, so führt der Vergleich mit dem Valideneinkommen von Fr. 67'600.- zu einem Invaliditätsgrad von 37 % anstelle von 38 %. 5.2.3 Damit steht fest, dass bei beiden Vorgehensweisen der für eine Invalidenrente mindestens vorausgesetzte Invaliditätsgrad von 40 % (Art. 28 Abs. 1 IVG) nicht erreicht wurde, womit die Vorinstanz den Anspruch auf eine Invalidenrente im angefochtenen Entscheid zu Recht verneinte. 5.3 Sämtliche Einwendungen des Beschwerdeführers sind nicht geeignet, an dieser Betrachtungsweise etwas zu ändern. Insbesondere stützte sich die Vorinstanz entgegen dem Versicherten bei der Berechnung des Invalideneinkommens von Fr. 48'000.- nicht auf die LSE-Tabellenlöhne. Sodann kann nicht, wie geltend gemacht wird, der Wert in der Tabelle TA 1 (LSE 2004) für Detailhandel und Reparatur Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) berücksichtigt werden, hat doch der Versicherte, wie die Vorinstanz zutreffend erwog, erfolgreich eine Lehre als Automechaniker absolviert und im Zuge der Eingliederung eine Weiterbildung im kaufmännischen Bereich abgeschlossen. Damit steht ausser Frage, dass zu Recht von einer zumutbaren Tätigkeit, welche Fach- und Berufskenntnisse voraussetzt (Anforderungsniveau 3) ausgegangen wurde. Zudem entspricht die vom Beschwerdeführer nach der Eingliederung ausgeübte Tätigkeit als Disponent bei der Garage M.________ AG, mit den Aufgabenbereichen administrative Tätigkeiten, Telefonieren, Organisation und Übergabe von Neuwagen, Fahrzeugkontrolle sowie Kundenkontakt mit der Vorinstanz durchaus dem ärztlich geschilderten Anforderungsprofil und folglich der geforderten behinderungsangepassten Tätigkeit.