Citation: 1C_555/2022 E. 3.6

3.6. Ebenfalls ins Leere läuft der Vorwurf der Beschwerdeführer, die Beurteilung ihrer Beschwerde durch einen Einzelrichter stelle einen Verstoss gegen Art. 30 Abs. 1 BV dar. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. b des Gesetzes (des Kantons Graubünden) vom 31. August 2006 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG/GR; BR 370.100) entscheidet das Verwaltungsgericht in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn ein Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet oder unbegründet ist. Hinsichtlich der Anwendung kantonalen Rechts ist die Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts beschränkt und es bestehen erhöhte Begründungsanforderungen (vorne E. 2.1). Gemäss den Beschwerdeführern beruhen die rechtlichen Erwägungen des vorinstanzlichen Entscheids auf einer fehlerhaften Anwendung von Art. 21 RPG (SR 700). Ihre Beschwerde sei folglich nicht offensichtlich unbegründet. Damit allein ist allerdings nicht ausreichend dargelegt, inwiefern die Vorinstanz Art. 43 Abs. 3 lit. b VRG/GR willkürlich angewendet hätte, zumal deren rechtliche Begründung zu keinen Beanstandungen Anlass gibt, wie die nachfolgenden Erwägungen aufzeigen (sogleich E. 4). Das Verwaltungsgericht hat die einschlägigen Bestimmungen des kantonalen Rechts nicht in verfassungswidriger Weise missachtet, soweit sie die Beschwerde für offensichtlich unbegründet befand und der Kompetenz des Einzelrichters zuwies (vgl. Urteil 4A_293/2014 vom 17. September 2014 E. 5). Einen generellen Anspruch auf Beurteilung durch ein Kollegialgericht vermitteln die Garantien von Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK ohnehin nicht (Urteil 9C_836/2008 vom 30. Oktober 2008 E. 3.4).