Citation: 2C_465/2021 E. 5.1

5.1. Im Rahmen der direkten Bundessteuer können bei Liegenschaften im Privatvermögen unter anderem die Unterhaltskosten abgezogen werden (Art. 32 Abs. 2 DBG). Als Unterhaltskosten gelten jene Aufwendungen, die dazu dienen, den konkreten Nutzungswert eines Wirtschaftsguts in einer Liegenschaft zu erhalten, instand zu stellen oder ihn zu ersetzen (Urteil 2C_582/2021 vom 29. November 2021 E. 2.1). Generell nicht abziehbar sind demgegenüber gemäss Art. 34 DBG die "übrigen Kosten und Aufwendungen", insbesondere (lit. d) "die Aufwendungen für die Anschaffung, Herstellung oder Wertvermehrung von Vermögensgegenständen." Reparaturen und Renovationen haben praxisgemäss werterhaltenden Charakter, ebenso der Ersatz veralteter Kücheneinrichtungen und -geräte (Kühlschrank, etc.) durch zeitgemässe Einrichtungen und Geräte (RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N. 37, 41, 85 zu Art. 32 DBG; PETER LOCHER, Kommentar zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, I. Teil, 2. Aufl. 2019, N. 26 zu Art. 32 DBG). Bei von der steuerpflichtigen Person selbst genutzten Liegenschaften sind zudem nur diejenigen Kosten als Unterhaltskosten abzugsfähig, welche mit dem (steuerbaren) Eigenmietwert in unmittelbarem Zusammenhang stehen (Urteile 2C_1003/2017 vom 21. Juni 2018 E. 5.1; 2C_434/2017 vom 4. April 2018 E. 4.2). Der Eigenmietwert entspricht dem Wohnwert, d.h. dem Betrag, den die steuerpflichtige Person für die Benützung einer gleichartigen Wohnung aufwenden müsste (vgl. § 28 Abs. 1 StG/SO). Die Unterhaltskosten müssen sich mit anderen Worten im Eigenmietwert bzw. Wohnwert niederschlagen (Urteil 2C_393/2012 vom 8. November 2012 E. 2.2; RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., N. 36 zu Art. 32 DBG). Die Kosten für die (erstmalige) Anschaffung von Vermögensgegenständen stellen dagegen keine Unterhaltskosten dar (vgl. Art. 34 lit. d DBG), weil sie nicht dazu dienen, die normale Abnutzung einer Sache durch deren Gebrauch auszugleichen und damit den ursprünglichen Zustand (vor der Abnutzung) zu erhalten (Urteile 2C_1003/2017 vom 21. Juni 2018 E. 5.1; 2C_434/2017 vom 4. April 2018 E. 4.2). Vielmehr geht es darum, einen Vermögensgegenstand überhaupt erst zu erlangen (Urteil 2C_534/2018 vom 27. September 2019 E. 3.2).