Citation: 2C_771/2017 E. 4.2.1

4.2.1. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin sind nicht geeignet, die Beweiswürdigung der kantonalen Instanzen als offensichtlich unhaltbar erscheinen zu lassen (vgl. vorstehende E. 2) : Im kantonalen Verfahren wurde nicht infrage gestellt, dass es in der Beziehung der Eheleute C.________ zu Spannungen gekommen ist, die Ehe konfliktbeladen war und das Verhältnis der Beschwerdeführerin zu ihrem Gatten und den Schwiegereltern von ihr zunehmend als belastend empfunden wurde. Die Vorinstanz ging vielmehr davon aus, dass die Beschwerdeführerin die Verhältnisse übertrieben dargestellt habe und sie nicht in ausländerrechtlich relevanter Weise Opfer ehelicher Gewalt geworden sei. Verbale Auseinandersetzungen und wechselseitige, untergeordnete Tätlichkeiten schloss sie nicht aus. Zwar setzt die Anwendung von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG praxisgemäss keine strafrechtliche Verurteilung voraus (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.3.3 S. 237; Urteile 2C_221/2011 vom 30. Juli 2011 E. 2 und 2C_586/2011 vom 21. Juli 2011 E. 3.2), doch darf der Ausgang eines allfälligen Strafverfahrens und der in diesem ermittelte Sachverhalt bzw. das jeweilige Aussageverhalten bei der ausländerrechtlichen Beurteilung mitberücksichtigt werden, ob und in welcher Form eheliche bzw. häusliche Gewalt ausgeübt worden ist oder nicht.