Citation: 8C_729/2019 E. 5.3.1

5.3.1. Die Allianz macht zunächst zu Recht geltend, dass die Invalidenversicherung nebst unfallbedingten Beeinträchtigungen auch weitere Behinderungen zu berücksichtigen hat, für welche die Unfallversicherung mangels Unfallkausalität nicht aufzukommen hat (vgl. Urteil 8C_689/2008 vom 1. April 2009 E. 5.3.3). Insoweit ist die Schlussfolgerung der Vorinstanz, die IV-Stelle habe ihr Ermessen nicht missbraucht, indem sie einen leidensbedingten Abzug von 25 % vom Tabellenlohn gewährt habe, nicht nachvollziehbar, wie bereits in E. 4.4 Abs. 2 hievor dargelegt worden ist. Ob sich das Bundesgericht in E. 3.3.3.2 seines Rückweisungsentscheids 8C_553/2017 dazu geäussert hatte, kann offen bleiben, da es die Sache wegen Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör und damit ohne einschlägige Ausführungen zu der zu beurteilenden Rechts- und Ermessensfrage zurückgewiesen hat. Der Einwand der Allianz, der Versicherte habe bei Ausübung eines Pensums von 50 % als Gerichtsweibel ein Jahreseinkommen von Fr. 39'390.- erzielen können und die IV-Stelle sei gestützt auf die Tabellenlöhne von einem hypothetischen Verdienst von Fr. 36'957.- ausgegangen, weshalb auch deswegen kein zusätzlicher Leidensabzug gerechtfertigt sei, mag zutreffend sein. Allerdings ist im zu beurteilenden Fall die Verwertbarkeit der verbleibenden Arbeitsfähigkeit und damit der Abzug gemäss BGE 126 V 75 allein bezogen auf die auf dem allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt mutmasslich bestehenden Arbeitsmöglichkeiten einzuschätzen. Sodann ist dem Vorbringen der Allianz, die Gutachter des Spitals B.________ beantworteten die Frage nicht, inwieweit der Beschwerdegegner bei einem neuen Arbeitgeber mit einem erheblich reduzierten Lohn rechnen müsse, zu entgegnen, dass das zur Debatte stehende Rechtsverhältnis von der Verwaltung oder im Beschwerdefall vom Gericht zu beurteilen ist.