Citation: 5A_90/2023 E. 3.2

3.2. Mit diesen Ausführungen vermag die Beschwerde den geltenden Rüge- und Begründungserfordernissen (vgl. vorne E. 2) nicht zu genügen: Der Beschwerdeführer wirft dem Obergericht zwar vor, nicht die aktuellen Verhältnisse abgeklärt und berücksichtigt zu haben. In seiner Schilderung der angeblich neu eingetretenen Tatsachen bleibt er indessen vage und oberflächlich. Dabei erwähnt er angebliche Wünsche des Sohnes, ohne die entsprechenden Äusserungen zu umschreiben und dadurch sicht- und objektivierbar zu machen. Gleiches gilt bezüglich des angeblich harmonischen Verhältnisses zwischen Vater und Sohn. Zwar verweist der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auf Aussagen des Kindes und Beobachtungen von Fachpersonen und Zeugen. Er bezeichnet die insoweit relevanten Aktenstellen aber nicht, sondern belässt es bei allgemeinen Hinweisen (vgl. näher unten E. 4.1). Ausserdem legt der Beschwerdeführer nicht dar, weshalb genau die angeblichen Unterlassungen der Vorinstanz geeignet sein sollten, sich im konkreten Fall auf das Ergebnis des Verfahrens auszuwirken (zu diesem Erfordernis vorne E. 2; BGE 129 I 8 E. 2.1). Vielmehr belässt er es im Wesentlichen bei der Aussage, die kantonalen Instanzen hätten in seinem Sinn entscheiden müssen, wären ihnen die aktuellen Verhältnisse bekannt gewesen. Dabei unterschlägt er, dass die Vorinstanz entgegen seiner Darstellung den Kindeswillen in ihrem Entscheid sehr wohl berücksichtigte und dabei davon ausging, der Sohn wolle (auch) beim Vater leben (angefochtenes Urteil, E. 2.2.3 S. 23). Weshalb angebliche weitere Willensäusserungen des Kindes zugunsten einer Obhut des Beschwerdeführers entscheidrelevant sein sollten, ist daher nicht ersichtlich. Auch blendet der Beschwerdeführer aus, dass das angefochtene Urteil verschiedene rechtliche Problemstellungen umfasste (namentlich Platzierung des Kindes und persönlicher Verkehr zwischen Kind und Eltern). Auf diese geht der Beschwerdeführer nicht ein und er legt entsprechend auch nicht dar, inwieweit die als nicht festgestellt gerügten Tatsachen hinsichtlich der einzelnen Problemfelder hätten einen Einfluss entfalten können.