Citation: 5D_89/2022 E. 4.1

4.1. Was das Rechtsöffnungsverfahren angeht, so können die Ausführungen der Beschwerdeführerin dahingehend verstanden werden, dass sie den Vorinstanzen vorwerfen möchte, ihr keinen (unentgeltlichen) Anwalt bestellt zu haben. Sie legt jedoch nicht dar, dass sie im kantonalen Verfahren um unentgeltliche Verbeiständung (und nicht nur um unentgeltliche Rechtspflege) ersucht hätte. Soweit sie davon ausgehen sollte, ihr hätte wegen der behaupteten Verfahrens- bzw. Prozessunfähigkeit von Amtes wegen (d.h. auch ohne entsprechenden Antrag) ein Anwalt oder eine Anwältin bestellt werden müssen, legt sie nicht dar, inwiefern in diesem Zusammenhang gegen verfassungsmässige Rechte verstossen worden sein soll. Die abstrakte Berufung auf die Bundesverfassung, die EMRK und die Grundrechte genügt dazu nicht. Insbesondere legt die Beschwerdeführerin nicht dar, aufgrund welcher Umstände die Vorinstanzen auf ihre Prozessunfähigkeit hätten schliessen müssen. Soweit die Beschwerdeführerin sodann die Auflage von Gerichtskosten im Rechtsöffnungsverfahren beanstanden möchte, legt sie nicht dar, weshalb verfassungsmässige Rechte verbieten sollen, einer (angeblich) prozessunfähigen Partei Gerichtskosten aufzuerlegen. Zudem fehlt eine Auseinandersetzung mit den obergerichtlichen Erwägungen zur unentgeltlichen Rechtspflege im erstinstanzlichen und im Beschwerdeverfahren. Das Obergericht hat einerseits die Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege durch das Bezirksgericht wegen Aussichtslosigkeit der erstinstanzlichen Rechtsbegehren geschützt und andererseits das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abgewiesen.