Citation: 8C_450/2018 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin macht dagegen geltend, Vorinstanz und Beschwerdegegnerin seien zu Unrecht davon ausgegangen, dass sie weiterhin als Juristin arbeiten und dabei einen Lohn von monatlich Fr. 7'892.- erzielen könnte. Aus dem psychiatrischen Gutachten gehe hervor, dass in der bisherigen Tätigkeit (als Juristin) ab 2016 eine Leistungseinschränkung von 40 % bestehe. Lediglich für eine leidensangepasste Tätigkeit werde eine höhere Arbeitsfähigkeit attestiert. Aufgrund der sehr hohen Anforderungen an eine juristische Tätigkeit könne nicht realistischerweise davon ausgegangen werden, dass sie ihre Restarbeitsfähigkeit in diesem Rahmen verwerten könne. Das definierte Zumutbarkeitsprofil widerspreche den Anforderungen an die juristische Arbeit diametral. Sodann ergebe sich aus dem neuropsychologischen Gutachten, dass bei ihr stets eine Leistungseinschränkung zwischen 35 % und 50 % vorgelegen habe. Eine bloss 20%ige Einschränkung sei nicht nachvollziehbar. Aus den dargelegten Gründen hätte die Vorinstanz bei der Berechnung des Invalideneinkommens nicht auf eine gut bezahlte Nischentätigkeit als Juristin abstellen dürfen, sondern vielmehr eine Tätigkeit des Kompetenzniveaus 3 oder 4 (gemeint ist wohl Niveau 2) beiziehen müssen. Realistisch wäre das Einkommen der Tabelle T17, Stufe 34 (nicht akademische juristische, sozialpflegerische, kulturelle und verwandte Fachkräfte) und damit ein Lohn von monatlich Fr. 6'490.-. Bei einer Leistungseinschränkung von 40 % resultiere somit ein Invaliditätsgrad von 56 %, was einen Anspruch auf eine halbe Rente bedeute.