Citation: 5D_182/2017 E. 4.2.3

4.2.3. Der Entscheid über die Kostenverlegung ist ein Ermessensentscheid (Urteile 4A_54/2018 vom 11. Juli 2018 E. 5.1 in fine; 4A_113/2017 vom 6. September 2017 E. 7.3; 5A_702/2016 vom 28. März 2017 E. 4.3; je mit Hinweisen). Das Gericht kann bei der Kostenverteilung insbesondere auch das Gewicht der einzelnen Rechtsbegehren innerhalb eines Rechtsstreits berücksichtigen (Urteil 4A_54/2018 vom 11. Juli 2018 E. 5.1 mit Hinweis). In der Praxis wird in der Regel ein geringfügiges Obsiegen bzw. Unterliegen im Umfang von einigen Prozenten nicht berücksichtigt (Urteil 4A_207/2015 vom 2. September 2015 E. 3.1 mit Hinweisen). Das Bundesgericht prüft solche Ermessensentscheide nur mit Zurückhaltung. Es greift nur ein, wenn die kantonale Instanz von dem ihr zustehenden Ermessen einen falschen Gebrauch gemacht hat, d.h. wenn sie grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grundsätzen abgewichen ist, wenn sie Gesichtspunkte berücksichtigt hat, die keine Rolle hätten spielen dürfen, oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umstände ausser Acht gelassen hat. Aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die sich im Ergebnis als offensichtlich unbillig oder als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 138 III 252 E. 2.1 S. 254 mit Hinweis).