Citation: 4A_252/2020 E. A

A.a. Die A.________ GmbH (Klägerin, Beschwerdeführerin) mit Sitz in U.________, Deutschland, bezweckt die industrielle Herstellung und den Vertrieb von medizinischen Geräten. Sie ist in der Forschung und Entwicklung im Bereich der Augenheilkunde tätig und bietet insbesondere Medizinprodukte für Transplantationen der Augenhornhaut und Augenoperationen an. Die B.________ AG mit Sitz in V.________ (Beklagte, Beschwerdegegnerin) bezweckt im Wesentlichen die Entwicklung, Herstellung und den Verkauf von Produkten auf dem Gebiet der Medizinaltechnik. Zur Regelung ihrer Zusammenarbeit betreffend die Verarbeitung von C.________ haben die Parteien am 26. Mai und 1. Juni 2015 eine Vertraulichkeitsvereinbarung abgeschlossen. Darin wurden die als ver traulich geltenden Informationen definiert und unter anderem festgehalten, dass Informationen, die "zur Zeit des Abschlusses dieser Vereinbarung der Öffentlichkeit bereits allgemein bekannt waren", von der Vertraulichkeitsverpflichtung ausgenommen seien. Ausserdem wurde eine Konventionalstrafe in Höhe von Fr. 100'000.-- vereinbart für "jeden einzelnen Fall einer Verletzung dieser Vertraulichkeitsvereinbarung". Mit Lieferungsvertrag vom 21. April/9. Mai 2016 vereinbarten die Parteien, dass die A.________ GmbH der B.________ AG D.________ für Tests und vorklinische Versuche liefert. Diese Implantate sollte die B.________ AG dezellularisieren und danach zur weiteren Bearbei tung der A.________ GmbH zurückgeben. A.b. Bereits am 30. November 2015 hatte die B.________ AG in Deutschland die Anmeldung für das am 1. Juni 2017 unter der Bezeichnung "X.________" veröffentlichte Patent DE xxx eingereicht.