Citation: 4C.103/2004 18.05.2004 E. 18

18. Voraussetzungen A.________ kann das Kaufsrecht ausüben, sofern er verheiratet ist und unter der Voraussetzung, dass er das Heimwesen X.________ zum Zwecke der Selbstbewirtschaftung übernehmen will, jedoch frühestens am 1. März 1987." In der Folge schlossen die Parteien einen mündlichen Pachtvertrag, und der Kläger bewirtschaftete das Heimwesen. Im November 1997 kündigte der Beklagte den Pachtvertrag. Am 19. Februar 1987 teilte der Notar dem Beklagten mit, dass der Kläger vorsehe, in nächster Zeit das Kaufsrecht auszuüben. Am 14. Dezember 1989 schrieb der Notar dem Beklagten, dass der Kläger "das ihm zustehende Kaufsrecht am Heimwesen ... per 1. März 1990 ausüben wird." Der vom Beklagten beigezogene Anwalt antwortete, das Kaufsrecht sei mit Ablauf der Vormerkungsdauer untergegangen. Ferner bestritt er die stipulierte Voraussetzung der Selbstbewirtschaftung. Knapp 8 Jahre später, am 2. Dezember 1997, gelangte der Kläger erneut an den Beklagten und erinnerte ihn an das Schreiben des Notars vom 14. Dezember 1989. Für den Fall, dass dieses wider Erwarten nicht genügen sollte, erklärte der Kläger, dass er sein Kaufsrecht hiermit nochmals ausübe. Der Beklagte stellte sich wiederum auf den Standpunkt, das Kaufsrecht sei mit Ablauf der Vormerkungsdauer am 13. Juli 1988 untergegangen, weshalb eine Eigentumsübertragung an den Kläger nicht in Frage komme.