Citation: 9C_88/2023 E. 4.3.2

4.3.2. Bei nicht nur vorübergehendem Liquiditätsengpass beziehungsweise nicht nur vorübergehenden Ausständen wie vorliegend (vgl. E. 4.2.1 hiervor) ist rechtsprechungsgemäss grundsätzlich von einem qualifizierten Verschulden der Organe auszugehen (vgl. E. 4.3.1 hiervor; Reichmuth, a.a.O., Rz. 675 S. 159, Rz. 692 und 694 S. 162). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers entschuldigt ihn das Vorbringen, dass er (mit Blick auf das erfolgsversprechende Geschäftsmodell respektive Potenzial des Unternehmens sowie auf die gewährten Zahlungsaufschübe und die Nachlassstundung) an den Weiterbestand der C.________ AG glauben durfte, nicht (vgl. auch Reichmuth, a.a.O., Rz. 652 S. 152 f.). So ändert dies nichts an seiner Verantwortung, die Bezahlung der Sozialversicherungsbeiträge sicherzustellen - etwa mit dem Darlehen, das er dem Unternehmen gewährte. Dass er die Verwendung seines Darlehens kontrolliert hätte, bringt der Beschwerdeführer jedoch nicht vor. Sein persönliches finanzielles Engagement vermindert sein Verschulden daher nicht. Gleiches gilt hinsichtlich des geltend gemachten Verzichts auf Lohn, ein Honorar und Spesen (vgl. Urteil 9C_313/2021 vom 8. November 2021 E. 4.3 mit Hinweis; Reichmuth, a.a.O., Rz. 717 f. S. 168 f.). Dass der Beschwerdeführer nicht zuständig war für die Zahlungen und sein Ressort vorangetrieben hat, ist ebenfalls nicht relevant. Als formelles Organ haftet er aufgrund der gesetzlichen Definition seiner Pflichten, unabhängig von seiner tatsächlichen Funktion und Einflussnahme auf die Willensbildung der Gesellschaft. Weiterungen erübrigen sich, nachdem weder dargetan wird noch ersichtlich ist, inwiefern sich der Beschwerdeführer im Übrigen exkulpieren könnte.