Citation: P 87/01 08.04.2002 E. 2

2.- a) In tatsächlicher Hinsicht steht fest, dass im "Gesuch um Rentenauszahlung an eine Drittperson oder Behörde" vom 29. Januar 1998 als Grund für die Überweisung der Rentenbetreffnisse und Ergänzungsleistungen an die Fürsorgekommission der Verwaltungsgerichtsbeschwerde führenden Gemeinde "Rentenverwaltung/Bevorschussung durch die Fürsorge" angegeben wurde. Die Zahlungen erfolgten auf ein spezielles Konto, letztmals für Januar 2000. Unbestritten ist sodann, dass die Fürsorgebehörde am 20. Januar 2000 dem Amt für AHV und IV mitgeteilt hatte, L.________ werde durch sie nicht mehr unterstützt, weshalb sie die EL-Abtretung rückzedieren wolle. Die laufende EL-Rente sei ab nächsten Monat auf dessen Konto zu überweisen. Am 26. Januar 2000 schliesslich wurde L.________ nach Saldierung des für ihn eingerichteten (Fürsorge-)Kontos die Summe von Fr. 52'105.- ausbezahlt. b) Es ist von Bundesrechts wegen nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz diese Umstände dahingehend gewürdigt hat, dass die Fürsorgekommission in Bezug auf die an sie ausbezahlten Ergänzungsleistungen (und Invalidenrenten) nicht bloss die Funktion einer Inkasso- oder Zahlstelle wahrnahm, was eine Rückerstattungspflicht ausschlösse. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde führende Gemeinde bringt denn auch nichts vor, was zu einer anderen Betrachtungsweise Anlass böte. Für die Annahme, dass die Fürsorgebehörde mehr als nur Zahlstelle gewesen war, spricht ausser den erwähnten Umständen auch die Tatsache, dass die EL-Verfügungen samt Berechnungsblättern ihr zugestellt worden waren. Dementsprechend korrekt informierte sie denn auch nach ihren eigenen Angaben die EL-Stelle über die Nachzahlungen der Pensionskasse und der Invalidenversicherung, handelte es sich hiebei doch um anspruchserhebliche, prozessual revisionsweise zu berücksichtigende Umstände. Dabei musste ihr klar sein, dass eine Neuberechnung unter Anrechnung dieser Beträge, soweit die Zeit ab 1. Januar 1998 betreffend, tiefere oder überhaupt keine Ergänzungsleistungen ergäbe. Dass die Fürsorgebehörde mit dem Amt für AHV und IV Kontakt aufgenommen hatte, um sich abzusichern, dass keine Rückforderungen gestellt werden, zeigt im Übrigen, dass sie selber von einer allenfalls sie treffenden Rückerstattungspflicht ausgegangen war. Ebenfalls zeigt der Umstand, dass die Fürsorgebehörde nach Eingang der (Nach-)Zahlungen der Pensionskasse und der Invalidenversicherung im Dezember 1999/Januar 2000 trotz wiederholtem Ersuchen L.________ nicht zumindest den die Summe der seit 1. Januar 1998 bezogenen Ergänzungsleistungen von rund Fr. 16'000.- übersteigenden Teil ausgezahlt hatte, dass sie mehr als nur Zahlstelle gewesen war. Die soeben genannten Gründe stehen schliesslich auch der erfolgreichen Anrufung des öffentlich-rechtlichen Vertrauensschutzes entgegen, wie die Vorinstanz mit überzeugender Begründung, auf welche verwiesen wird, dargelegt hat.