Citation: 8C_543/2023 E. 3

Die Vorinstanz hat festgestellt, die Mitteilung der Beschwerdeführerin vom 9. Juli 2020 sei im Wesentlichen gestützt auf den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 8. Juli 2020 ergangen. Darin sei bezüglich des Erwerbsstatus von 90 % festgehalten worden, dass die Betreuung der damals siebenjährigen Tochter gewährleistet sei. Im der Verfügung vom 24. Oktober 2022 zugrunde liegenden Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 13. Juni 2022 sei die Beschwerdeführerin davon ausgegangen, dass die Beschwerdegegnerin nach der Geburt des zweiten Kindes bei guter Gesundheit nicht mehr im Umfang von 90 % erwerbstätig wäre. Es sei jedoch offen, welches Pensum sie hypothetisch erfüllen würde. Es gehe daher nicht an, dass die Beschwerdeführerin angenommen habe, die Beschwerdegegnerin würde sich als Gesunde mit einem Einkommen begnügen, das der Höhe der Invalidenrente von monatlich Fr. 2'867.- entspreche und hiervon ausgehend den Status von 62 % Erwerb und 38 % Haushalt festgesetzt habe. Seit der Mitteilung vom 9. Juli 2020 sei mit der Geburt der zweiten Tochter keine wesentliche Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen erstellt. Für die familiär bedingte Statusänderung bleibe nach wie vor kein Raum.