Citation: 6B_470/2016 E. 1.4.1

1.4.1. Die Vorinstanz begründet nachvollziehbar, weshalb sie zum Schluss gelangt, es sei nicht erwiesen, dass der Beschwerdegegner die Verkehrskadettin aus Unachtsamkeit übersehen habe. Es ist unbestritten, dass aufgrund eines Jodlerfests reger Strassen- und Fussgängerverkehr herrschte und dass die Lichtsignalanlage auf der Unfall-Kreuzung deshalb ausser Betrieb war. Ebenso unbestritten ist, dass der Beschwerdegegner auf der Hauptstrasse unterwegs und damit grundsätzlich vortrittsberechtigt war. Es ist daher nicht willkürlich anzunehmen, er habe seine Aufmerksamkeit unter diesen Umständen auf die Lichtsignalanlage, die Fussgänger und den Gegenverkehr richten dürfen. Hingegen habe er aufgrund seines Vortrittsrechts keine besondere Verkehrsregelung durch eine Verkehrskadettin erwarten müssen. Er habe zudem nachvollziehbar erklärt, dass er aufgrund der am linken Strassenrand stehenden Verkehrskadetten davon ausgegangen sei, deren Einsatz sei von den Verantwortlichen noch nicht für nötig befunden worden. Was die Beschwerdeführerin vorbringt, belegt keine Willkür.