Citation: 5A_993/2020 E. 4.4.1

4.4.1. In rechtlicher Hinsicht wendet der Beschwerdeführer ein, selbst wenn die Erblasserin über die Beziehung zu ihm geirrt und er selber zwar den Irrtum erkannt, aber die Erblasserin nicht über den Irrtum aufgeklärt hätte, wäre darin keine schwere Verfehlung gegen die Erblasserin zu sehen. Denn er allein habe der Erblasserin ermöglicht, aus der Psychiatrie ins eigene Haus zurückzukehren und dort bis zu ihrem Tod zu bleiben. Die positive Wirkung seiner Betreuung für die Erblasserin lasse die ihm angelastete Nichtaufklärung des Irrtums nach dem Empfinden der Allgemeinheit nicht als unerträglich erscheinen. Das Obergericht habe sein Ermessen weit überschritten (S. 12 f. Ziff. 27-29 und S. 14 f. Ziff. 33 der Beschwerdeschrift).