Citation: 6B_504/2012 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer rügt die vorinstanzliche Würdigung der medizinischen Befunde. Entgegen der Vorinstanz vermöchten die gutachterlichen Erkenntnisse die Vorwürfe gegen ihn nicht zu stützen und stünden die Gewalttätigkeiten, wie sie die Beschwerdegegnerin 2 schildere, nicht im Einklang mit den medizinischen Erhebungen (Beschwerde, S. 42-49). Einzuräumen ist, dass die Sachverständigen des IRM die Diagnose des Notfallzentrums Chirurgie des Inselspitals betreffend "Bruch der Schädelbasis am Hinterhaupt links" ungeprüft übernahmen, diese Diagnose, wie sich aus dem Ergänzungsgutachten vom 16. Februar 2012 ergibt, indessen falsch war. Die Vorinstanz weist auf diese Fehlleistung der Sachverständigen des IRM hin, hält aber fest, dass dadurch die weiteren im Gutachten vom 18. November 2008 erhobenen Befunde nicht in Frage gestellt würden, da sie in keinem Zusammenhang mit den Feststellungen des Notfallzentrums des Inselspitals stünden (Entscheid, S. 37). Diese Einschätzung ist nicht schlechterdings unhaltbar. Der Beschwerdeführer kritisiert den Fehler der IRM-Gutachter heftig, vermag aber nicht aufzuzeigen, weshalb die Vorinstanz auf die weiteren eigenhändig erhobenen Befunde der Sachverständigen des IRM nicht ohne Willkür hätte abstellen dürfen, zumal andere gutachterliche Mängel nicht erkennbar sind. Die Sachverständigen legen offen, auf welchen Grundlagen das Gutachten vom 18. November 2008 beruht, halten die Resultate der Untersuchungen klar fest und unterziehen diese einer nachvollziehbaren Beurteilung. Das Ergänzungsgutachten vom 16. Februar 2012 stellt die Untersuchungsresultate im Hauptgutachten (abgesehen von der Diagnose des Schädelbruchs) denn auch nicht in Frage. Das gilt insbesondere für die hauptgutachterlich festgestellten Schwellungen der Kopf- und Stirnhaut der Beschwerdegegnerin 2. Dass diese gemäss Ergänzungsgutachten auf den CT-Bildern nicht zu sehen sind, bedeutet nicht, dass sie nicht vorgelegen haben (so aber Beschwerde, S. 47). Nach den IRM-Gutachtern zeigt das Verletzungsbild der Beschwerdegegnerin 2 im Ergebnis Zeichen wiederholter stumpfer Gewalteinwirkung (Entscheid, S. 37). Wie der Beschwerdeführer zutreffend festhält, konnte gutachterlich zwar nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 die festgestellten Verletzungen auch selber zugefügt haben könnte (Beschwerde, S. 49). Das übersieht die Vorinstanz nicht (Entscheid, S. 39). Einschränkend weist der anlässlich der Hauptverhandlung befragte Gutachter allerdings darauf hin, dass bei Selbstverletzungen selten stumpfe Gegenstände eingesetzt würden, sondern eher spitze (Entscheid, S. 39; kantonale Akten, act. 401). Nicht als willkürlich zu beanstanden ist deshalb, wenn die Vorinstanz vor diesem Hintergrund Selbstverletzungen verneint, und gestützt auf die weitere gutachterliche Erkenntnis des teilweise unterschiedlichen Alters der Verletzungen zum Schluss gelangt, die Ergebnisse der rechtsmedizinischen Begutachtung bestätigten die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 in den wesentlichen Punkten.