Citation: 2C_641/2016 E. 4.3.2

4.3.2. Der Beschwerdeführer hat durch den Handel mit Heroin eine unbestimmte Anzahl von Personen abstrakt gefährdet. Diese Verurteilung betrifft unter anderem den (im Ausländerrecht) generell schwer zu gewichtenden Betäubungsmittelbereich (BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34; 139 I 16 E. 2.2.2 S. 20; 129 II 215 E. 6 und 7 S. 220 ff.; 125 II 521 E. 4a S. 527 mit Hinweisen; vgl. die EGMR-Urteile Dalia gegen Frankreich vom 19. Februar 1998, Recueil Cour CEDH 1998-I S. 92 § 54 und Koffi gegen Schweiz vom 15. November 2012 [Nr. 38005/07] § 65). Die Schwere der Tat kommt denn auch im ausgesprochenen Strafmass von 8 ½ Jahren Freiheitsentzug zum Ausdruck. Das vom Beschwerdeführer dagegen Vorgebrachte vermag daran nichts zu ändern: Dass er von einem Verwandten zu Unrecht belastet worden sei, wurde bereits im Strafverfahren widerlegt, und wie genau die Bande organisiert war, erweist sich nicht als entscheidend. Ohnehin besteht im ausländerrechtlichen Verfahren regelmässig kein Raum, die Beurteilung des Strafgerichts zum Verschulden und zur Angemessenheit der Sanktion zu relativieren (vgl. Urteile 2C_368/2015 vom 15. September 2015 E. 3.2.1; 2C_679/2015 vom 19. Februar 2016 E. 6.2.2; je mit Hinweisen). Weiter kommt hinzu, dass es sich bei dieser Verurteilung nicht um die erste handelte, war doch der Beschwerdeführer bereits in der Vergangenheit mehrfach wegen Betrugsdelikten zu Geldstrafen verurteilt worden (Urteil des Amtsgerichts Lörrach [Deutschland] vom 30. Juni 1997 und Urteil des Strafgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 31. August 2007). Zudem war er mehrfach ausländerrechtlich verwarnt worden. Es ist folglich nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz aufgrund der schweren Delinquenz und der wiederholten Straffälligkeit nicht von einer guten Prognose ausgegangen ist. Dass es sich bei den früheren Verurteilungen um weniger schwer wiegende handelte, ist dabei nicht entscheidend, zeigt sich doch insgesamt, dass der Beschwerdeführer offensichtlich Mühe bekundet, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten. Es ist daher von einem erheblichen öffentlichen Interesse an einem fremdenpolizeilichen Bewilligungswiderruf auszugehen. Ergänzend kann darauf hingewiesen werden, dass nach Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB eine Verurteilung - wie hier - im Rahmen von Art. 19 Abs. 2 BetmG künftig als Anlasstat für eine obligatorische strafrechtliche Landesverweisung gelten wird. Auch wenn die entsprechende Bestimmung noch keine Anwendung findet, unterstreicht sie doch die Bedeutung, welche der Verfassungs- und Gesetzgeber dem qualifizierten Drogenhandel im Hinblick auf die Gefährdung der Gesundheit einer Vielzahl von Personen beimisst (Umsetzung von Art. 121 Abs. 3 - 6 BV).