Citation: 6B_762/2023 E. 1.2.2

1.2.2. Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer hingegen, wenn er auch mit Bezug auf den Vorwurf der sexuellen Nötigung, angeblich begangen am 17. Juni 2018 eine Verletzung des Anklagegrundsatzes rügt. Gemäss Anklage habe der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin 2 an vorgenanntem Datum gegen ihren Willen zu beischlafsähnlichen sexuellen Handlungen gezwungen, indem er während einvernehmlichem Geschlechtsverkehr ohne das Wissen und Einverständnis der Beschwerdegegnerin 2 unter Ausnützung des Überraschungseffekts und der damit verbundenen Schockstarre eine Aubergine und anschliessend eine Gurke vaginal in sie eingeführt habe. Die Beschwerdegegnerin 2 habe geschrien und gesagt, er solle aufhören, da sie Schmerzen habe, worauf der Beschwerdeführer die Gurke herausgezogen habe. Dann habe er ihr befohlen, sich vor ihm hinzuknien, damit er mit seinem Penis in sie eindringen könne. Dies habe er jedoch nicht getan, sondern sei stattdessen mit der Gurke anal in sie eingedrungen. Sie habe erneut gesagt, dass sie das nicht wolle und er aufhören soll, weil sie Schmerzen dabei empfinde. Sie habe die Gurke aus sich heraus gezogen und das Wohnzimmer verlassen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann keine Rede davon sein, dass der Anklagesachverhalt in tatsächlicher Hinsicht ungenügend umschrieben oder konkretisiert wäre. Die Nötigung, deren Taterfolg und der Kausalzusammenhang ergeben sich aus den Schilderungen der Anklage klar. Daran ändert nichts, dass das Nötigungsmittel, womit er der Beschwerdegegnerin 2 befohlen habe, sich hinzuknien, nicht näher umschrieben wird. Ob der Tatbestand erfüllt, mithin ob von genügendem Zwang auszugehen ist, ist hingegen eine Frage der Beweis- resp. der rechtlichen Würdigung. Der Beschwerdeführer konnte sich im Übrigen ohne Weiteres angemessen gegen den Vorwurf zur Wehr setzen.