Citation: 6B_460/2020 E. 7.3

7.3. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, die Strafanzeige des Beschwerdeführers und des Mitangeklagten B.________ gegen J.I.________ und I.I.________ sei wider besseres Wissen erfolgt. Gestützt auf die Aussagen des Beschwerdeführers nimmt sie an, diese hätten beide vor dem Abschluss des Vertrages gewusst, dass die V.________-Aktien verpfändet gewesen seien. Sie hätten den Kaufvertrag entsprechend darauf angepasst. Von einer arglistigen Verhaltensweise seitens J.I.________ könne daher keine Rede sein. Damit könne offenbleiben, ob die Formulierung "definitive Freigabe der Aktien" im Entscheid 5A_508/2008 vom 12. Dezember 2008 (E. 3.2) vom Bundesgericht als Verpfändung der Aktien verstanden worden sei. Zum einen hätten der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte B.________ diese Klausel selber formuliert, zum andern habe der Beschwerdeführer selber eingeräumt, dass er um die Aktienverpfändung gewusst habe. Die Vorinstanz gelangt zum selben Ergebnis hinsichtlich der übrigen in der Strafanzeige erhobenen Vorwürfe. Die Liquiditätslage der H.________ AG sei Ende 2005 zwar angespannt gewesen, eine Überschuldung habe jedoch unter Beizug der stillen Reserven in Form der Betriebsliegenschaften nicht vorgelegen. Der Beschwerdeführer und der Mitangeklagte B.________ hätten daher nicht von einer Bilanzfälschung ausgehen können (angefochtenes Urteil S. 229 f.). Nichts anderes gelte bezüglich W.________ und der Revisionsstelle W.________ Treuhand- und Revisions-AG. Gemäss Aktenlage seien diese nicht für das Erstellen der Bilanz, sondern nur für deren Revision verantwortlich gewesen. Die in der Strafanzeige als falsch bezeichnete Aussage von W.________ an der Generalversammlung der H.________ AG vom 13. Oktober 2006 sei korrekt gewesen. Die Angabe "Vorjahr 2004" von W.________ habe sich klarerweise auf das Jahr 2003 bezogen, in welchem die Erfolgsrechnung einen Verlust von Fr. 443'389.39 aufgewiesen habe. Dieser Verlust sei bereits aus der Finanz- und Erfolgsanalyse 2004 über die H.________ AG hervorgegangen, welche die W.________ Treuhand- und Revisions-AG am 18. März 2005 dem Verwaltungsrat der H.________ AG habe zukommen lassen. Diese Zahlen seien dem Beschwerdeführer und dem Mitangeklagten B.________ als nachmalige Verwaltungsräte der H.________ AG bekannt gewesen. Dadurch werde ihrer Behauptung, W.________ bzw. die W.________ Treuhand- und Revisions-AG hätten in der Bilanz und der Erfolgsrechnung 2004 der H.________ AG falsche⁠ Angaben gemacht, der Boden entzogen (angefochtenes Urteil S. 230 f.).