Citation: 2C_950/2019 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz begründete ihre Feststellung, wonach die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann ihre Ehe spätestens im September 2017 definitiv aufgegeben hätten, mit einer ganze Reihe von Indizien: Nach einer Meldung der Einwohnerkontrolle U.________ sei die Beschwerdeführerin am 8. September 2017 ohne ihren Ehemann nach V.________ gezogen. Zu den Gründen für das Getrenntleben befragt, hätten B.A.________ und die Beschwerdeführerin gegenüber dem Migrationsamt zunächst übereinstimmend zu Protokoll gegeben, B.A.________ sei fremdgegangen. In der Folge habe die Beschwerdeführerin dem Migrationsamt zwar mitgeteilt, sich mit ihrem Ehemann wieder versöhnt und das eheliche Zusammenleben mit ihm am 15. November 2017 in V.________ wieder aufgenommen zu haben; in diesem Zusammenhang habe sie einen (Unter-) Mietvertrag sowie eine Einzugsbestätigung der Einwohnerkontrolle der Stadt V.________ vorgelegt. Die Behauptung der Beschwerdeführerin widerspreche jedoch den Beobachtungen, welche die Polizei anlässlich verschiedener Wohnungskontrollen getätigt habe: Abgesehen von einer Kontrolle am 25. Januar 2018, zu der es gekommen sei, nachdem die Beschwerdeführerin B.A.________ krankheitshalber von einer polizeilichen Befragung abgemeldet habe, sei B.A.________ nie persönlich in der Wohnung angetroffen worden; auch die in der Wohnung vorgefundenen Gegenstände hätten nicht erkennen lassen, dass sich dort regelmässig ein Mann aufhalte. Gegen die Behauptung der Beschwerdeführerin, das eheliche Zusammenleben an neuer Adresse wieder aufgenommen zu haben, sprächen auch verschiedene Zeugenaussagen: C.________, welche von der Polizei bei der Wohnungskontrolle vom 11. Januar 2018 angetroffen worden sei, habe bei ihrer anschliessenden Zeugeneinvernahme zu Protokoll gegeben, sich seit rund einem Jahr während sechs von sieben Tagen in der Wohnung in V.________ aufzuhalten, B.A.________ dabei aber nie persönlich kennengelernt zu haben. Ein Angestellter einer Baufirma, welcher im Sommer 2019 während mehrerer Wochen in der betreffenden Liegenschaft mit Renovationen beschäftigt gewesen sei, habe ausgesagt, alle Mieter - und namentlich auch die Beschwerdeführerin und C.________ - zu kennen; der Name B.A.________ sei ihm jedoch nicht geläufig. Auch zwei Liegenschaftsbewohner, die von der Polizei im Januar beziehungsweise August 2019 unabhängig voneinander befragt worden seien, hätten ausgesagt, dass bei der Beschwerdeführerin kein Mann ein- und ausgehe. Diese Aussagen stimmten im Übrigen damit überein, dass B.A.________ ihm zugestellte Zahlungsbefehle und Gerichtsurkunden in V.________ nie persönlich entgegengenommen habe. Zu beachten sei auch, dass die Beschwerdeführerin anlässlich einer Wohnungskontrolle vom 15. August 2019 nichts über den Verbleib ihres Ehemannes gewusst habe, und bei diesem Anlass überdies auch keine SMS-Nachrichten, Bilder, Anrufprotokolle oder Briefe habe vorweisen können, die das Vorliegen einer intakten Ehe hätten beweisen können.