Citation: 6B_703/2021 E. 3.4.3

3.4.3. Der vorinstanzlichen Auffassung ist zuzustimmen. Der Beschwerdeführer unterlässt einmal mehr eine Auseinandersetzung mit den gutachterlichen Ausführungen, welche sowohl die Zulassung als auch die gültige Eichung der verwendeten Messmittel bestätigen (vgl. Gutachten S. 4, 16). Die entsprechenden Zertifikate finden sich allesamt bei den Akten (kantonale Akten pag. 39 ff.). Die Reparatur messrelevanter Teile im Zeitraum zwischen der letzten Eichung der Radargeräte und der Kontrolle des Beschwerdeführers verneint das Gutachten insofern, als keine messrelevanten Modifikationen festgestellt worden seien, wobei eine entsprechende Meldepflicht bestehe (Gutachten S. 16, Antwort 3 und 4 sowie S. 18, Antwort 10 und 11). Die im Rahmen der Plausibilitätsprüfung nachträglich ermittelten Mittelwerte decken sich sodann mit den Messgeschwindigkeiten, was klar für das einwandfreie Funktionieren der eingesetzten Messmittel spricht (vgl. supra E. 3.3.4). Derweil sind keinerlei Anhaltspunkte für eine Fehlfunktion oder eine Falschmessung ersichtlich. Insbesondere schliesst das Gutachten eine Beeinflussung der Messung durch die LED-Lichter am Fahrzeug des Beschwerdeführers aus (Gutachten S. 16, S. 17, Antwort 7 und S. 18, Antwort 14). Was dieser sodann aus seinem Verweis auf die ISO-Norm 9001 für sich abzuleiten gedenkt, erhellt nicht. Der Beschwerdeführer begnügt sich mit pauschalen Verweisen auf technische und sonstige Mängel, die seiner Ansicht nach theoretisch zu fehlerhaften Messungen führen könnten. Er verkennt dabei, dass eine Überprüfung sämtlicher potentiell denkbaren Fehlerquellen unter Willkürgesichtspunkten nicht erforderlich ist. Angesichts der Schlüssigkeit des Gutachtens musste die erste Instanz keine unüberwindlichen Zweifel an der Richtigkeit der Geschwindigkeitsmessungen haben und durfte den rechtserheblichen Sachverhalt als genügend abgeklärt erachten. Die Abweisung der Beweisanträge des Beschwerdeführers verstösst somit nicht gegen das Willkürverbot. Eine Verletzung des Untersuchungsrundsatzes sowie des Grundsatzes "in dubio pro reo" ist diesbezüglich nicht ersichtlich und wird von der Vorinstanz zu Recht verneint (vgl. vorinstanzliches Urteil S. 5 ff.).