Citation: 4A_166/2008 07.08.2008 E. 2

Der Beschwerdeführer wendet sich zunächst dagegen, dass ihm das Wissen des Aussendienstmitarbeiters der Nebenintervenientin 1 zugerechnet wird. Er ist der Auffassung, eine Zurechnung dürfe nur mit Bezug auf Personen erfolgen, die sich als eigentliche Hilfspersonen des Bestellers erweisen. 2.1 Die Sachgewährleistung des Unternehmers entfällt nach Art. 369 OR im allgemeinen bloss, wenn der Besteller trotz Abmahnung an seiner Weisung festhält. Die gesetzliche Regelung beruht dabei auf der Vorstellung, dass im Werkvertragsrecht die Sachkenntnis beim Unternehmer liegt. Sie ist folgerichtig für den Fall einzuschränken, dass die konkreten Verhältnisse dieser Vorstellung nicht entsprechen, die Weisungen des Bestellers ihrerseits sachverständig erteilt werden, sei es, dass der Besteller selbst sachverständig ist oder sich seinerseits fachmännisch beraten lässt. Verfügt der Besteller über den erforderlichen Sachverstand, wird der Unternehmer von seiner Haftung auch dann befreit, wenn er eine Abmahnung unterlassen hat, es sei denn, er habe die Fehlerhaftigkeit der Weisung erkannt oder hätte sie erkennen müssen (BGE 116 II 454 E. 2c/aa S. 456 mit Hinweisen). 2.2 Für eine Haftungsbefreiung trotz fehlender Abmahnung ist massgeblich, ob der Besteller über jene fachlichen Kenntnisse verfügt, die es ihm gestatten, die erteilte Weisung auf ihre Richtigkeit hin zu durchschauen und eine Fehlerhaftigkeit zu erkennen (BGE 116 II 454 E. 2c aa S. 456). Wie er sich diese Kenntnis erwirbt, ist nicht wesentlich. Daher spielt keine Rolle, ob ein Vertrag mit der beratenden Person besteht, oder ob diese als Hilfsperson des Beschwerdeführers anzusehen ist.