Citation: 6B_457/2019 E. 1.2

1.2. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, selbst wenn man davon ausginge, dass die Bemessung der Einsatzstrafe für das Handlungselement "Fisting" allein korrekt gewesen sei, verletzte die Vorinstanz Art. 49 Abs. 1 StGB gleichwohl. Denn die weiteren unter die qualifizierte sexuelle Nötigung fallenden Handlungen seien bei der Asperation nicht berücksichtigt worden. Das Kantonsgericht habe betreffend A.________ lediglich noch die qualifizierte Vergewaltigung einbezogen (angefochtenes Urteil, E. 8.4.5, S. 96). Wenn nicht bereits für die Bildung der Einsatzstrafe, so hätte die Vorinstanz wenigstens für die Bildung der Gesamtstrafe alle Handlungen berücksichtigen müssen, die unter die qualifizierte sexuelle Nötigung fielen und kaum minder gravierend als das "Fisting" erschienen. Unklar sei, ob die Vorinstanz allenfalls von einer mehrfach begangenen qualifizierten sexuellen Nötigung sowie einer mehrfachen qualifizierten Vergewaltigung ausgehe und das "Fisting" als die gravierendste all dieser mehrfach begangenen qualifizierten Sexualdelikte ansehe. Aber selbst dann hätte die Vorinstanz bei der Asperation sämtliche übrigen mehrfachen qualifizierten sexuellen Nötigungen und Vergewaltigungen berücksichtigen müssen, was es indes nicht getan habe. Der Beschwerdeführerin ist beizupflichten, dass der einschlägigen E. 8.4.5 des angefochtenen Urteils (S. 96) nicht klar zu entnehmen ist, ob resp. wie die Vorinstanz die Einzelbetrachtung der Tathandlungen, die sie bei der Festlegung der Einsatzstrafe begonnen hat, bei der Asperierung konsequent fortführt. Es ist davon auszugehen, dass die Vorinstanz jeweils mehrfache Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen zugrundegelegt hat. Dies erklärt sich aus dem Kontext mit der tatsächlichen und rechtlichen Würdigung (S. 46 f.), vor allem aber auch mit Blick auf die Anzahl der im Zusammenhang mit der Strafzumessung ausgewiesenen Fälle von tatbestandsmässigen Handlungen (vgl. unten E. 3). In diesem Punkt weist das ansonsten eingehend begründete angefochtene Urteil zwar gewisse Motivlücken auf, was die Nachvollziehbarkeit der Strafzumessung tangiert. Hält sich die Strafe unter Beachtung aller wesentlichen Faktoren indes im Rahmen des dem Sachgericht zustehenden Ermessens (unten E. 2.1), kann das Bundesgericht das angefochtene Urteil auch bestätigen, wenn dieses in Bezug auf die Erwägungen zum Strafmass einzelne Unklarheiten und Unvollkommenheiten enthält (so zuletzt Urteil 6B_603/2018 vom 7. Juni 2019 E. 3.3.3 mit Hinweisen). Vorliegend ist keine Ermessensverletzung ersichtlich, die zu einer Aufhebung des angefochtenen Urteils führen müsste.