Citation: K 9/07 25.03.2008 E. 5

5.1 Soweit der Beschwerdeführer die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK verlangt, gilt es zu beachten, dass die Öffentlichkeit der Verhandlung primär im erstinstanzlichen Rechtsmittelverfahren zu gewährleisten ist. Dabei setzt nach der Rechtsprechung die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung im Sozialversicherungsprozess einen - im erstinstanzlichen Verfahren zu stellenden - klaren und unmissverständlichen Parteiantrag voraus (BGE 122 V 47 E. 3a S. 55 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch BGE 125 V 37 E. 2 S. 38 f.). Versäumt eine Partei die rechtzeitige Geltendmachung des Anspruchs auf öffentliche Verhandlung, ist dieser verwirkt. In diese Sinne wurde es abgelehnt, einer ausserhalb des ordentlichen Schriftenwechsels erfolgten Antragstellung Folge zu leisten (BGE 122 V 47 E. 3b/bb S. 56; vgl. auch Urteil I 98/07 vom 18. April 2007, E. 4.1). In der Klageantwort vom 1. Juni 2004 hat der Beschwerdeführer für die Befragung der "partie adverse" und der "témoins" eine "audience" beantragt, was jedoch keinen Antrag auf eine öffentliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK, sondern einen Antrag auf eine Parteibefragung und eine Zeugeneinvernahme gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. d und e des bernischen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) darstellt. Sodann hat der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Eingabe vom 30. August 2005 ein Schlichtungsverfahren verlangt, was ebenfalls nicht dasselbe ist wie eine öffentliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Damit wurde auf die Durchführung einer öffentlichen Verhandlung verzichtet und besteht kein Anlass, vor Bundesgericht eine solche anzusetzen. 5.2 Ebenso wenig besteht Anlass zur Durchführung einer mündlichen Parteiverhandlung im Sinne von Art. 112 OG, da der Sachverhalt, soweit vom Bundesgericht überprüfbar und rechtserheblich, genügend klar ist.