Citation: 5P.374/2003 05.11.2003 E. 3

3.1 Bei der Bestimmung der Leistungsfähigkeit des Rentenschuldners hat der Einzelrichter zunächst erwogen, der Beschwerdegegner bezahle seit August 2002 monatlich Fr. 700.-- an den Unterhalt seines mündigen Sohnes X.________ (geb. 1983) aus erster Ehe, welcher nach dem Abbruch einer Lehre Anfang August 2003 eine neue als Lastwagenchauffeuer begonnen habe. Dieser tatsächlich geleistete Unterhaltsbeitrag sei zwar grundsätzlich in den Grundbedarf aufzunehmen, doch gelte es auch zu bedenken, dass der Ehegattenunterhalt der Unterhaltspflicht gegenüber mündigen Kindern vorgehe, weshalb die Beiträge an den Unterhalt des mündigen Sohnes zukünftig nicht mehr angerechnet werden könnten. Der Einzelrichter hat in der Folge den besagten Unterhaltsbeitrag ab Oktober 2003 nicht mehr in das Existenzminimum des Beschwerdegegners aufgenommen, ihn aber für die Zeit von Januar bis und mit September 2003 nach wie vor berücksichtigt. Alsdann hat er bei einem monatlichen Einkommen des Beschwerdegegners von Fr. 3'500.-- geschlossen, dieser vermöge von Januar bis und mit September 2003 kaum sein Existenzminimum zu decken und sei daher nicht imstande, während dieser Zeitspanne Unterhaltsbeiträge an die Beschwerdeführerin zu leisten. 3.2 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Eingabe die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sein sollen. Es genügt nicht, wenn die Beschwerdeführerin bloss den angefochtenen Entscheid rügt, wie sie dies in einem appellatorischen Verfahren tun könnte, bei dem die Rechtsmittelinstanz die Rechtsanwendung frei überprüfen kann (BGE 107 Ia 186; 109 Ia 217 E. 2b, S. 225 f.; 110 Ia 1 E. 2a S. 3; 127 III 279 E. 1c S. 282, mit Hinweisen; 128 I 295 E. 7a S. 312). Die Aufhebung eines Entscheides wegen Willkür (Art. 9 BV) rechtfertigt sich abgesehen davon nur, wenn er nicht nur in der Begründung, sondern auch im Ergebnis willkürlich ist (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56). Zu den Begründungsanforderungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG gehört, dass in der Beschwerdeschrift ebenfalls darlegt wird, inwiefern der Entscheid im Ergebnis unhaltbar und damit willkürlich ist (BGE 123 III 261 E. 4a S. 270). 3.3 Die Beschwerdeführerin erblickt einen Widerspruch und damit Willkür darin, dass der Einzelrichter trotz seiner zutreffenden rechtlichen Ausführungen den Unterhaltsbeitrag an den mündigen Sohn aus erster Ehe nicht bereits ab Mai 2003 aus dem Existenzminimum des Beschwerdegegners gestrichen habe. Damit erläutert sie jedoch nicht, inwiefern der Entscheid auch im Ergebnis willkürlich sein soll. Im Übrigen hat der Einzelrichter darauf hingewiesen, dass der Sohn seine erste Lehre abgebrochen und Anfang August 2003 eine neue Lehre als Lastwagenchauffeur angefangen hat. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern es unter diesen Umständen geradezu willkürlich sein soll, den Unterhaltsbeitrag für den Sohn erst ab Oktober 2003 aus dem Existenzminimum des Ehemannes auszuklammern.