Citation: 6S.9/2007 17.05.2007 E. 5

Eventualiter wendet sich der Beschwerdeführer gegen die Strafzumessung. Soweit er dabei die vorinstanzliche Würdigung des psychiatrischen Gutachtens zur Frage seiner Zurechnungsfähigkeit kritisiert, ist auf seine Beschwerde nicht einzutreten. Denn ob das Gericht die in einem psychiatrischen Gutachten enthaltenen Ausführungen für über-zeugend hält oder nicht, und ob es dementsprechend den Schlussfol-gerungen des Experten hinsichtlich der tatsächlichen Voraussetzungen der Zurechnungsfähigkeit folgen oder gegebenenfalls eine Oberexpertise anordnen soll, ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtes eine Frage der Beweiswürdigung, die nicht mit der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde, sondern nur mit der staatsrechtlichen Beschwerde zur Diskussion gestellt werden kann (BGE 106 IV 97 E. 2, 236 E. 2a, je mit Hinweisen). 5.1 Das Bundesgericht hat in mehreren jüngeren Entscheiden die Grundsätze der Strafzumessung und die an sie gestellten Anforderungen zusammengefasst (BGE 129 IV 6 E. 6.1 S. 20 f.; 127 IV 101 E. 2; 124 IV 286 E. 4a S. 295; 123 IV 49 E. 2a, je mit Hinweisen). Darauf ist zu verweisen. 5.2 Die Vorinstanz geht bei der Bemessung der Strafe von Mord (Art. 112 StGB) als schwerste Tat aus. Das Verschulden beurteilt sie nach einer Gesamtwürdigung aller strafzumessungsrelevanten Faktoren als schwer (Raub) bzw. mittelschwer (Mord). Die Tatkomponente wirke sich nach Berücksichtigung des Doppelverwertungsverbots mittelschwer belastend aus. Der Beschwerdeführer habe die ihm anzulastenden Delikte aus reiner Geldgier begangen. Ein Ausstieg wäre ihm möglich gewesen. Die Täterkomponente beurteilt die Vorinstanz insgesamt als neutral. Sie berücksichtigt dabei - teilweise unter Verweis auf das erstinstanzliche Urteil - die Flüchtlingsbiographie des Beschwerdeführers, seine Familienverhältnisse, sein kooperatives Verhalten während des Strafverfahrens, seine Reue und Einsicht, die SVG-Vor-strafen, sein Verhalten im vorzeitigen Strafvollzug, welches seit dem neueren Führungsbericht vom 3. Oktober 2006 weniger günstig laute, sowie die Tat- und Deliktsmehrheit nach Art. 68 Ziff. 1 StGB. Eine verminderte Zurechnungsfähigkeit billigt sie dem Beschwerdeführer nicht zu. Im Ergebnis erachtet sie eine Zuchthausstrafe von 12 Jahren für schuldangemessen. 5.3 Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erwägungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und würdigt sämtliche Zumessungsgründe bundesrechtskonform. Dass sie sich dabei von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten hätte leiten lassen oder wesentlichen Gesichtspunkten nicht Rechnung getragen hätte, ist nicht ersichtlich. Namentlich würdigt sie auch die täterbezogenen Elemente in Abwägung der positiven und negativen Aspekte und gelangt - im Unterschied zur ersten Instanz - zum Schluss, dass sich die Täterkomponente nicht zu Gunsten des Beschwerdeführers auswirkt, sondern insgesamt neutral zu gewichten ist. Sie weist dabei insbesondere auf die neuere, eher ungünstige Entwicklung des Beschwerdeführers im vorzeitigen Strafvollzug hin. Diese Beurteilung der Vorinstanz ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer bringt dagegen keine triftigen Einwände vor; er verkennt bei seiner Kritik, dass die Vorinstanz weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht an erstinstanzliche Einschätzungen gebunden ist. Unbehelflich ist auch sein Einwand, er sei im Verhältnis zu den Mitangeschuldigten, insbesondere zu X.________, mit einer übersetzten Strafe belegt worden. Wie sich aus dem angefochtenen Entscheid ergibt, hat die Vorinstanz auf eine Kohärenz der Strafen unter den Mitangeschuldigten geachtet. Soweit ungleich, hat sie die Strafzumessung der drei Fälle nach Massgabe ihrer Ungleichheit vorgenommen und sich dabei ausschliesslich auf täter- und tatangemessene Gesichtspunkte gestützt. Das im Vergleich zu den Mittätern geringere Verschulden des Beschwerdeführers hat sich denn auch ausreichend auf das Strafmass niedergeschlagen. Eine rechtsungleiche Anwendung von Bundesrecht ist mithin nicht ersichtlich. Nach dem Gesagten verstösst die vorinstanzliche Strafzumessung nicht gegen die Grundsätze von Art. 63 StGB. Die Vorinstanz hat die massgeblichen Gesichtspunkte berücksichtigt und das Strafmass nachvollziehbar begründet. Die Beschwerde ist daher auch in diesem Punkt als unbegründet abzuweisen.