Citation: 1B_109/2019 E. A

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen eröffnete am 21. Juni 2016 eine Strafuntersuchung gegen A.________ wegen des Verdachts des Betrugs und weiterer Delikte. Sie verdächtigt A.________, im Zeitraum von Oktober 2016 bis Februar 2017 als Geschäftsführer der B.________ AG unter falschem Namen ohne Zahlungsabsicht oder -möglichkeit bei zahlreichen Unternehmen Lebensmittel, Tabakwaren etc. bestellt zu haben. Mit Durchsuchungs- und Beschlagnahmebefehl vom 19. Oktober 2017 ordnete die Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung am Wohnort von C.E.________, dem Vater des ehemaligen Verwaltungsrates der B.________ AG, D.E.________, an. Gemäss der Begründung des Befehls bestand der dringende Verdacht, dass sich in jenen Räumlichkeiten ein Teil der bestellten Gegenstände sowie Aufzeichnungen betreffend die B.________ AG befinden. Anlässlich der am 30. Oktober 2017 durchgeführten Hausdurchsuchung wurden diverse Gegenstände sichergestellt und beschlagnahmt, unter anderem auch eine Agenda, ein Notizbuch sowie ein A4-Buch mit Notizen (Positionen 73-75 des Beschlagnahmeverzeichnisses vom 30. Oktober 2017). Mit Schreiben vom 21. Dezember 2017 teilte die Staatsanwaltschaft A.________ mit, sie beabsichtige, die Positionen 73-75 auswerten zu lassen. Gleichzeitig setze sie ihm eine Frist bis am 12. Januar 2018 an, innert welcher er schriftlich die Siegelung der genannten Positionen beantragen könne, falls er irrtümlicherweise davon ausgegangen sei, eine Siegelung sei bereits erfolgt. A.________ beantragte in der Folge am 3. Januar 2018 die Siegelung. Am 23. Januar 2018 ersuchte die Staatsanwaltschaft das Kantonsgericht Schaffhausen um Entsiegelung, welche dieses mit Verfügung vom 14. Februar 2018 gewährte. Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 17. März 2018 Beschwerde beim Bundesgericht und machte eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör geltend, da ihm keine Einsicht in die versiegelten Gegenstände gewährt worden sei. Das Bundesgericht hiess die Beschwerde am 30. April 2018 gut, hob den angefochtenen Entscheid auf und wies ihn zur Neubeurteilung an das Kantonsgericht zurück (Urteil 1B_151/2018). Nachdem A.________ Einsicht in die versiegelten Unterlagen gewährt wurde, ersuchte er mit Eingabe vom 21. Dezember 2018 das Kantonsgericht, das Entsiegelungsgesuch der Staatsanwaltschaft abzuweisen. Mit Verfügung vom 23. Januar 2019 entsprach dieses indessen dem Gesuch der Staatsanwaltschaft um Entsiegelung.