Citation: 2C_29/2024 E. 6.1

6.1. Im Weiteren beanstandet der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe Art. 34 Abs. 1 AIG und Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG unrichtig angewendet und damit Bundesrecht verletzt. So habe er im Zeitpunkt des Scheiterns seiner ersten Ehe im Sommer 2012 bereits einen originären Aufenthaltsanspruch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG gehabt, womit kein Raum für einen Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung bleibe. Dieser Rechtsauffassung liegt seine eigene, nicht zutreffende Sachverhaltsdarstellung zugrunde, wonach er, während seine erste Ehe intakt gewesen sei, lediglich freundschaftlichen Kontakt zu seiner jetzigen Ehefrau gepflegt habe. Weiter stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, die baldige Geburt seiner Tochter habe deshalb anlässlich der Befragung betreffend Verlängerung seiner ausländerrechtlichen Bewilligung keinen entscheidwesentlichen Umstand dargestellt und er habe im Übrigen die Frage, ob er Kinder habe, korrekt beantwortet, da seine Tochter zum damaligen Zeitpunkt noch nicht auf der Welt gewesen sei.