Citation: 2C_615/2015 E. 5.4.2

5.4.2. Der Beschwerdeführer ist mit den Verhältnissen in Serbien vertraut; nach eigenen Angaben spricht er zumindest gebrochen die dortige Sprache; deren Kenntnisse kann er in der Heimat, die er regelmässig ferienhalber besucht hat, verbessern, zumal er dort auch noch über familiäre Bindungen verfügt, selbst wenn seine Eltern, zu denen er in keinem Abhängigkeitsverhältnis steht, in der Schweiz leben. Durch die Pflicht, das Land zu verlassen, wird er nicht in unzumutbarer Weise aus einem besonderen sozialen Umfeld herausgerissen; auch kann nicht gesagt werden, dass er in der Heimat auf unüberwindbare (Re-) Integrationsprobleme stossen würde oder die Anwesenheitsbeendigung eine positive Persönlichkeitsentwicklung beeinträchtigen könnte. Hiergegen spricht bereits der Umstand, dass der Beschwerdeführer, sich durch Flucht in seine Heimat dem Strafvollzug entziehen wollte, womit er zum Ausdruck gebracht hat, dass für ihn ein Leben in Serbien ohne Weiteres möglich ist. Es kann deshalb auch nicht gesagt werden, dass ihn nur noch die Staatsbürgerschaft mit Serbien verbinden würde (Urteil 2C_406/2014 vom 2. Juli 2015 E. 5.4 mit Hinweisen).