Citation: 6P.158/2004 23.03.2005 E. 7

Schliesslich beanstandet der Beschwerdeführer die Begründung der Strafzumessung. Die Vorinstanz spreche gleich wie das Bezirksgericht eine sechsmonatige Gefängnisstrafe aus, obwohl sie den Beschwerdeführer in zusätzlichen Anklagepunkten freispreche und eine Strafminderung wegen der überlangen Verfahrensdauer vornehme. Nach der Rechtsprechung, auf die sich der Beschwerdeführer ausdrücklich bezieht, darf eine obere kantonale Instanz, die einen Verurteilten im Unterschied zur ersten Instanz von bestimmten Straftaten freispricht, nicht von einer Herabsetzung der Strafe absehen, ohne dies näher zu begründen (BGE 117 IV 395 E. 4 S. 397 f.). Die Vorinstanz erklärt, dass sie trotz der zusätzlichen Freisprüche und der Reduktion wegen Verfahrensverzögerung von einer Herabsetzung der Strafe absehe, weil das Bezirksgericht eine zu tiefe Strafe ausgesprochen habe. Sie bewertet das Tatverschulden detailliert und legt ebenfalls die weiteren Strafzumessungsfaktoren näher dar, wobei sie einzelnen straferhöhenden Faktoren mehr Gewicht beimisst als das Bezirksgericht. Das angefochtene Urteil erfüllt damit die bundesrechtlichen Anforderungen an die Begründung der Strafzumessung.