Citation: 5A_763/2018 E. 8.5.4

8.5.4. Vorab ist festzustellen, dass sich die vom Obergericht zugesprochenen Entschädigungen innerhalb des gesetzlichen Tarifs bewegen. Die Klägerinnen machen im Wesentlichen geltend, die Entschädigungen stünden in keinem vernünftigen Verhältnis zur tatsächlich erbrachten Leistung (E. 8.5.1). In tatsächlicher Hinsicht stützen sie sich dabei auf Annahmen und Mutmassungen, die keine Stütze im angefochtenen Entscheid finden. Zugegebenermassen hätten Kostennoten der Anwälte der Beklagten Klärung bringen können und die Klägerinnen beklagen auch, weder das Bezirks- noch das Obergericht hätten Kostennoten einverlangt. Soweit es um die Entschädigung für das erstinstanzliche Verfahren geht, legen die Klägerinnen indes nicht dar, diesen Umstand vor Obergericht beanstandet zu haben. Ebenso haben sie es unterlassen, im obergerichtlichen Verfahren zu verlangen, dass die Parteientschädigungen gestützt auf Kostennoten festzulegen seien. Damit haben sie den Instanzenzug nicht ausgeschöpft (E. 1.5) und es gelingt ihnen nicht, substanziiert darzutun, dass die zugesprochenen Entschädigungen ausserhalb jeden Verhältnisses zur erbrachten Leistungs stehen. Man kann sich freilich fragen, ob die kantonalen Instanzen gegenüber dem Beklagten 2 vom zutreffenden Streitwert ausgegangen sind (E. 8.3.1.3.2). Indes tragen die Klägerinnen dieses Argument nicht vor und legen auch nicht substanziiert dar, von welchem Streitwert auszugehen gewesen wäre. Mit anderen Worten erheben sie in dieser Hinsicht keine Verfassungsrüge, so dass das Bundesgericht die Beschwerde in diesem Punkt selbst dann nicht gutheissen könnte, wenn eine Verfassungsverletzung tatsächlich vorliegen würde (E. 1.4.2).