Citation: 4A_187/2024 E. 3.2.3

3.2.3. Die Beschwerdeführer begründeten das Ausstandsbegehren gegen den Experten schliesslich damit, dass er vor seiner Tätigkeit bei der I.________ AG U.________ für die F.________ AG gearbeitet habe, deren Bericht der Beschwerdegegnerin als Beweismittel diene. Die Vorinstanz erachtete auch diesen Einwand als unbegründet. Der Experte habe bereits Ende Juli 2019 seinen letzten Arbeitstag bei F.________ gehabt. Zudem habe er mit den Verfassern des im Recht liegenden Untersuchungsberichts nie berufliche Berührungspunkte gehabt. Er sei somit bereits vor der Erteilung des Auftrags der Beschwerdegegnerin für eine faktenbasierte Untersuchung nicht mit dieser Sache befasst gewesen. Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführer habe der Experte im Rahmen des zu erstellenden Gutachtens den Bericht von F.________ auch nicht mitzubeurteilen. Gegenstand des Gutachtenauftrags sei nicht die Überprüfung dieses Berichts, sondern die Beurteilung der Buchhaltung der G.________ AG nach den gesetzlichen Vorschriften. Zwar sei dabei unter anderem zu prüfen, ob die in der Buchhaltung vorgenommenen Bewertungen angemessen seien bzw. ob sie auf aussagekräftigen Belegen beruhten. Nicht zu beurteilen habe der Gutachter hingegen, ob die im Untersuchungsbericht vorgenommenen Bewertungen plausibel seien. Somit vermöchten weder die frühere Tätigkeit des Experten bei F.________ noch die Tatsache, dass deren Bericht ein Beweismittel im Verfahren darstelle, den Anschein der Befangenheit des Experten objektiv zu begründen.