Citation: 7B_280/2023 E. 2.4.4

2.4.4. Die Vorinstanz erwartet, dass sich bei einer Verbüssung der Reststrafe und Aufnahme einer störungs- und deliktsbezogenen Psychotherapie bei einer erfahrenen forensischen Fachperson eine Veränderung der Einstellung des Beschwerdeführers zu seinen Taten und eine Besserung des Beschwerdeführers einstellt, welche im Beurteilungszeitpunkt nicht erkennbar sei. Weder die aktuellen noch die zu erwartenden Lebensverhältnisse liessen sich wegen der mangelnden Offenlegungsbereitschaft des Beschwerdeführers konkretisieren bzw. werten. Die Vorzüge der Vollverbüssung der Strafe würden diejenigen einer Aussetzung des Strafrestes überwiegen. Damit äussert sich die Vorinstanz nur knapp zur Frage, ob das Rückfallrisiko bei einer bedingten Entlassung höher sei als bei Vollverbüssung der Strafe. Wie vom VBD zutreffend festgehalten, durfte sie jedoch bereits aufgrund der bestehenden hohen Rückfallgefahr für Hands-on-Sexualdelikte mit Kindern sowie für Pornografie sowie mit Blick auf die besonders schützenswerten Rechtsgüter, willkürfrei und ohne Verletzung von Bundesrecht, auf eine noch ungünstige Prognose schliessen. Dieser Rückfallgefahr kann, nach der nicht zu beanstandenden vorinstanzlichen Ansicht, auch nicht mit anderen Massnahmen hinreichend begegnet werden, wie der bisherige Verlauf im freiheitlichen Setting gezeigt habe. Die Verweigerung der bedingten Entlassung und die Anordnung des Strafantritts im Normalvollzug sind daher auch unter Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsprinzips nicht zu beanstanden (vgl. Urteil 6B_715/2014 vom 27. Januar 2015 E. 8.7).