Citation: 2C_424/2020 E. 5.4.2

5.4.2. Den Ausführungen des Beschwerdeführers ist entgegenzuhalten, dass es bei der fraglichen Konstellation nach Art. 61 Abs. 2 AIG einerseits um einen längeren Zeitraum der Landesabwesenheit geht, der nicht mit einer präzisen Anzahl Jahre definiert ist. Andererseits ist es offensichtlich, dass bei einem solchen Verhalten, auch wenn es weniger als drei Jahren dauert, die Rückkehr in die Schweiz nicht mehr im Sinne der Rechtsprechung erfolgt. Es ist nicht ersichtlich, aus welchen Gründen die Niederlassungsbewilligung einer Person zu belassen ist, deren Lebensmittelpunkt sich mittlerweile ins Ausland verschoben hat. Eine Niederlassungsbewilligung soll dem Ausländer viel mehr ermöglichen, dauerhaft in der Schweiz zu leben und sich in die hiesige Gesellschaft zu integrieren. Sie bezweckt indessen nicht, dem Ausländer eine Anwesenheitsberechtigung einzuräumen, auf die er sich falls nötig eines Tages berufen kann (Urteile 2C_400/2015 vom 31. Mai 2016 E. 6.2; 2C_609/2011 vom 3. April 2012 E. 3.4), ungeachtet davon wie lange er sich zuvor bereits in der Schweiz rechtmässig aufgehalten hat.