Citation: 7B_133/2022 E. 5.4.2

5.4.2. Die Vorinstanz nimmt in tatsächlicher Hinsicht an, der Beschwerdeführer habe im Rahmen der Ausführung der Bauprojekte der B.________ Gesellschaften zahlreiche Bauaufträge an diverse Bauunternehmer vergeben. Dabei nimmt sie zutreffend an, dass hinsichtlich jeder einzelnen Vergabe das von Art. 4a Abs. 1 aUWG vorausgesetzte Dreiecksverhältnis zwischen den Beteiligten bestanden habe. Geschäftsherr oder Prinzipal seien A1.B.________ und H.B.________ sowie die B.________ Gesellschaften gewesen, welche die Bauvorhaben initiiert hätten und auf ihre Kosten hätten ausführen lassen. Der Beschwerdeführer als "Hausarchitekt" der B.________ Gesellschaften und faktischer Leiter ihrer (informellen) Bauabteilung habe als Intraneus in einem Auftrags- und Vertrauensverhältnis zur Bauherrschaft gestanden, aus dem seine Pflicht resultiert habe, die Bauprojekte in ihrem Interesse zum bestmöglichen Preisleistungsverhältnis zu realisieren. Als mandatiertem Architekten sei ihm die vom Gesetz in Art. 4a Abs. 1 lit. b aUWG geforderte Sondereigenschaft zugekommen. Nicht Bestandteil dieser vorbestehenden Beziehung zwischen den B.________ Gesellschaften und dem Beschwerdeführer hätten die Bauunternehmer als Extranei gebildet, die dem Beschwerdeführer und der Bauherrschaft ihre Offerten für die Ausführung bestimmter Arbeiten unterbreitet hätten und mit ihnen zu diesem Zeitpunkt unter diesem Aspekt noch nicht vertraglich verbunden gewesen seien (angefochtenes Urteil S. 171).