Citation: 4A_260/2014 E. 3.1

3.1. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist der Invaliditätsschaden so weit wie möglich konkret zu berechnen (BGE 117 II 609 E. 9 S. 624; 113 II 345 E. 1a S. 347; je mit Hinweisen). Bei der Berechnung des Schadenersatzes im Rahmen von Körperverletzungen ist auf die Differenz abzustellen zwischen dem, was der Verletzte nach dem Unfall noch verdienen kann und dem Verdienst, den der Verletzte ohne Unfall erzielen würde (BGE 129 III 135 E. 2.2 S. 141). Den künftigen Erwerbsausfall des Geschädigten hat der Richter aufgrund statistischer Werte zu schätzen. Dabei hat er nach schweizerischer Rechtsauffassung soweit möglich die konkreten Umstände des zu beurteilenden Falles zu berücksichtigen (BGE 113 II 347 E. 1a mit Hinweisen). Inwieweit Indizien Rückschlüsse darüber zulassen, dass die geschädigte Person ohne Unfall die eine oder andere Berufskarriere ergriffen hätte, bleibt aber eine Frage der Beweiswürdigung im Einzelfall. Diesbezüglich besteht keine freie Überprüfungsbefugnis.