Citation: 5C.262/2002 06.03.2003 E. 2

Nach Art. 369 Abs. 1 ZGB gehört unter Vormundschaft jede mündige Person, die infolge von Geisteskrankheit oder Geistesschwäche ihre Angelegenheiten nicht zu besorgen vermag, zu ihrem Schutze dauernd des Beistandes und der Fürsorge bedarf oder die Sicherheit anderer gefährdet. Dass die Berufungsklägerin an einer wahnhaften Störung leidet, die den Begriff der Geisteskrankheit im Sinne des Gesetzes erfüllt, ist im vorliegenden Verfahren nicht strittig. Umstritten ist dagegen, ob die für die Entmündigung vorausgesetzte besondere Schutzbedürftigkeit bei der Berufungsklägerin gegeben ist und ob nicht allenfalls eine mildere vormundschaftliche Massnahme genügen würde, also eine Entmündigung unverhältnismässig ist.