Citation: 8C_57/2007 17.07.2007 E. 4

4.1 Die Leistungspflicht der SUVA setzt des Weiteren voraus, dass sich der dem Gesundheitsschaden zu Grunde liegende Vorfall zu einem Zeitpunkt ereignet hat, als der Beschwerdegegner bei der Anstalt obligatorisch nach UVG versichert war, also im Jahr 1985 oder später. Das kantonale Gericht gelangte zum Ergebnis, auch dies sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, denn die Latenzzeit sei durch Dr. med. M.________ auf 15 Jahre oder mehr und durch Dr. med. O.________ auf 15 bis 20 Jahre beziffert worden. 4.2 Dr. med. O.________ erklärt in seinem Bericht vom 27. Februar 2006, die ursprüngliche Bandverletzung müsse vor "mindestens 15 bis 20 Jahren" stattgefunden haben, und es lasse sich nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit belegen, ob das ursprüngliche Handgelenkstrauma vor oder nach 1985 gesetzt worden sei. Dieselbe Aussage findet sich auch im Bericht von Dr. med. M.________ vom 31. August 2006, hält die Ärztin doch in der Zusammenfassung ihrer Erkenntnisse ausdrücklich fest, der Unfall habe mit grosser Wahrscheinlichkeit "vor etwa 1990" stattgefunden. Es sei aber nicht möglich, den Zeitraum auf vor oder nach 1985 einzugrenzen (diese Frage war explizit gestellt worden). Aus medizinischer Sicht lässt sich somit nicht beurteilen, ob der für den Anspruch entscheidende Vorfall stattgefunden hat, als der Beschwerdegegner bei der SUVA versichert war. Weitere Abklärungen zu diesem Punkt versprechen keine zusätzlichen Erkenntnisse, so dass von Beweislosigkeit auszugehen ist. Da der Beschwerdegegner aus dem unbewiesen gebliebenen Umstand Rechte ableitet, hat der Entscheid zu seinen Ungunsten auszufallen (E. 2.2 hiervor). Die SUVA hat somit zu Recht einen Anspruch verneint. Dies führt zur Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheids.