Citation: 6B_162/2023 E. 1.6.2

1.6.2. Der Beschwerdeführer macht zudem geltend, die Vorinstanz verletze die KRK. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz gehe die KRK weiter als die Garantien auf Schutz des Familienlebens im Sinne der EMRK und gehe spezifisch auf die Bedürfnisse und Ansprüche des Kindes ein. Er rügt, die Vorinstanz verletze Art. 12 KRK, indem sie die Tochter des Beschwerdeführers nicht angehört habe. Diese wäre in ihrem Wohl erheblich gefährdet, müsste sie mit dem Beschwerdeführer in den Irak ziehen. Ihr würden die in der Schweiz bestehenden Chancen auf eine sichere Zukunft in einem Sozialstaat, wo ihr Ausbildungs- und spätere Berufsmöglichkeiten offenstünden, weggenommen. Eine solche Beeinträchtigung des Kindeswohls und eine damit einhergehende Verletzung der KRK habe die Vorinstanz ausser Acht gelassen. Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, eine Kindeswohlgefährdung sei auch dann nicht von der Hand zu weisen, sollte die Tochter mit der Mutter in der Schweiz verbleiben. Das Getrenntleben der Familienmitglieder sei angesichts des vorliegend bestehenden Abhängigkeitsverhältnisses nicht zumutbar. Des Weiteren sei in der vorliegenden Konstellation nicht denkbar, dass die Beziehung des Beschwerdeführers zu seiner Tochter aus dem Irak im Rahmen von Kurzaufenthalten und Ferienbesuchen aufrechterhalten werden könne. Insgesamt verstosse die Landesverweisung gegen die KRK.