Citation: 5A_793/2022 E. 3.4

3.4. Auch Stundungsbegehren und Teilzahlungsvorschläge sind taugliche Schuldanerkennungen, wenn der geschuldete Betrag darin oder in einem darin verwiesenen Schriftstück (z.B. Rechnung, Mahnung) genügend beziffert ist (STAEHELIN, a.a.O.; VOCK, in: SchKG, Kurzkommentar, 2. Aufl. 2014, N. 4 zu Art. 82 SchKG). Präzisierungen, mit denen sich der Schuldner verpflichtet, den anerkannten Betrag "so bald wie möglich", "nach meinen Möglichkeiten" oder "bei nächster Gelegenheit" zu bezahlen, sind Zahlungsmodalitäten und keine Fälligkeitsbedingungen. Als solche verhindern sie die Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung nicht (Urteil 5A_873/2021 vom 4. März 2022 E. 5.3.2; STAEHELIN, a.a.O., N. 80 zu Art. 82 SchKG). Es liegt nämlich auch dann eine Schuldanerkennung vor, wenn der Schuldner die Schuld anerkennt, ohne Zahlung zu versprechen (VEUILLET/ABBET, a.a.O., N. 37 zu Art. 82 SchKG; STAEHELIN, a.a.O., N. 21 zu Art. 82 SchKG; STÜCHELI, Die Rechtsöffnung, 2000, S. 329; VOCK/AEPLI-WIRZ, in: Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs SchKG, 4. Aufl. 2017, N. 4 f. zu Art. 82 SchKG).