Citation: 1C_390/2022 E. 5.2

5.2. Die Gemeinde begründete die Abweichung von der minimalen GFZo mit dem Ortsbild- sowie dem See- und Flussuferschutz (Anhang zum Erläuterungsbericht vom 16. Mai 2018 S. 11-13) : Der See- und Flussuferrichtplan fordere im Massnahmenblatt für den entsprechenden Uferabschnitt eine "bessere Durchgrünung der Wohnbauten"; diese Zielsetzung fordere kleine Überbauungseinheiten und damit eine niedrigere Dichteziffer als allgemeingültig für Hinterkappelen vorgesehen. Eine GFZo von 0.55 wäre sodann im vorliegenden Areal artfremd. Die dadurch entstehende Dichte könnte in der eingeschossigen Bauzone nur durch eine übermässig hohe Überbauungsziffer erreicht werden. Der dadurch entstehende Massstabssprung wäre hinsichtlich der ortsbaulichen Erscheinung und der Auswirkungen auf die Nachbarschaft (Aussicht) nicht vertretbar. Die Zuweisung zu einer zweigeschossigen Bauzone würde die Silhouette des Ortsbilds beeinträchtigen: Durch die starke Hanglage wären Dach- und Untergeschosse gut einsehbar und würden wie Vollgeschosse wirken. Die Uferlandschaft würde dadurch unverhältnismässig beeinträchtigt. Gemeindeweit würden die geforderten Mindestwerte eingehalten und sogar übertroffen. Dagegen erfülle keine der umliegenden Parzellen die erforderte Mindestdichte von 0.55 GFZo. Die uferbegleitende Bebauung (innerhalb des Uferschutzplans) weise eine Dichte von unter 0.3 GFZo auf (Anh. Erläuterungsbericht S. 12/13).