Citation: 2C_214/2023 E. 4.6.8

4.6.8. Das Contact Tracing wurde nicht ausschliesslich von der D.________ AG ausgeführt, sondern mehrheitlich von Angestellten des Kantons Zürich. Dabei handelte es sich aufgrund der zahlreichen Fälle um ein Massengeschäft. In diesem wurden vorformulierte Standardschreiben versendet, um die Quarantäne anzuordnen. Diese E-Mails erfolgten im Namen, im Auftrag und in der Verantwortung der Gesundheitsdirektion bzw. des ihr unterstellten Kantonsärztlichen Dienstes. Allein sie trat nach aussen hin auf; sie wusste um den Inhalt des E-Mails und stellte ihn nachträglich mittels Feststellungsverfügung formell fest. Den einzelnen Mitarbeitenden verblieb kein grosser Ermessensspielraum, sie waren an die Vorgaben der Gesundheitsdirektion und des Bundesamtes für Gesundheit gebunden. Die Mitarbeitenden der D.________ AG hatten dieselben Arbeitsbedingungen wie jene des Kantons. Sie hatten keine eigene Verfügungsmacht, sendeten die Verfügungen aber im Namen und im Auftrag der Gesundheitsdirektion. Angesichts dessen erweist sich der Schluss der Vorinstanz, die D.________ AG habe als blosse Verwaltungshilfe bei der Erfüllung der öffentlichen Aufgabe, des Contact Tracings, geholfen statt diese selbst in eigener Verantwortung vollumfänglich selbst zu übernehmen, als verfassungskonform. Nicht nur trat die D.________ AG nie in Erscheinung. Vielmehr liegt es auf der Hand, dass bei der Erfüllung einer Aufgabe sowohl durch den Kanton als auch durch Private dieselben Rechtsgrundlagen gelten und die Aufgabe nicht nur bruchstückhaft übertragen werden sollte.