Citation: 1C_462/2024 E. 2.4

2.4. Von vornherein zu kurz greift der Einwand der Beschwerdeführer, sie hätten ihre "Ausstandsmitteilung" nicht - wie die Vorinstanz offensichtlich zu Unrecht annehme - im Hauptverfahren R 24 51, sondern für sämtliche (laufenden) Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht eingereicht. Im Bundesrecht ergibt sich bereits aus der Qualifikation des Entscheids über den Ausstand als selbständigen Vor- und Zwischenentscheid (Art. 92 BGG), dass dieser akzessorisch zu einem Hauptverfahren ist. Solche Vor- und Zwischenentscheide können nur vor oder während eines Hauptverfahrens erlassen werden und nur für die Dauer desselben Bestand haben bzw. unter der Bedingung, dass ein solches eingeleitet wird. Sie fallen mit dem Entscheid in der Hauptsache dahin (BGE 139 V 42 E. 2.3). Ein umfassendes Ausstandsgesuch für alle laufenden und künftigen Verfahren wäre nicht zulässig. Dass sich aus dem anwendbaren kantonalen Verfahrensrecht etwas anderes ergeben würde, machen die Beschwerdeführer weder geltend noch ist dies ersichtlich. Wenn die Vorinstanz die Eingabe der Beschwerdeführer somit als Ausstandsgesuch im Verfahren R 24 51 entgegengenommen hat, ist dies jedenfalls nicht als willkürlich zu beanstanden. Auf die in diesem Zusammenhang erhobenen Sachverhaltsrügen ist nicht weiter einzugehen. Als unbegründet erweisen sich auch die diesbezüglichen Gehörsrügen. Soweit die Beschwerdeführer befürchten, das Nichteintreten der Vorinstanz auf das Ausstandsgesuch habe zur Folge, dass die Beschwerde in der Hauptsache (Hauptverfahren R 24 51) allein aus diesem Grund abgeschrieben werde, kann ihnen nicht gefolgt werden. Entsprechendes kann - entgegen den Beschwerdeführern - auch nicht aus dem Schreiben der Instruktionsrichterin vom 18. Juli 2024 abgeleitet werden, in welchem diese im Wesentlichen den Abschluss des Schriftenwechsels mitgeteilt hat.