Citation: 5A_111/2016 E. 3.5

3.5. Vergeblich wehrt sich die Beschwerdeführerin auch gegen die Erkenntnis des Kantonsgerichts, wonach sich aus der Saldoklausel im Vertrag vom 1. September 2006 keine Willenserklärung zur Massenzuteilung der Liegenschaft innerhalb des Vermögens der Ehefrau ableiten lässt. Denn sie geht nicht näher auf die Frage ein, weshalb sich die vorinstanzliche Beurteilung, wonach der Wortlaut der Saldoklausel klar ist und sich die darin enthaltene Vertragsabrede lediglich auf die gegenseitigen Ansprüche aus der einfachen Gesellschaft bezieht, nicht mit den bundesrechtlichen Vorgaben zur Ermittlung von Vertragsinhalten verträgt. Sie stellt dem angefochtenen Entscheid stattdessen einfach ihre eigene Lesart der Vertragsklausel gegenüber und pocht darauf, dass auch die güterrechtlichen Ansprüche des Beschwerdegegners von der "Saldowirkung" hätten erfasst werden sollen, weil die Parteien mit der Saldoklausel im Hinblick auf eine mögliche Haftung des Beschwerdegegners gegenüber der konkursiten F.________ bzw. deren Gläubigern hätten sicherstellen wollen, dass dem Beschwerdegegner "keinerlei Ansprüche zustünden". Bei alledem vermag die Beschwerdeführerin aber nicht zu erklären, warum sie sich im Vertrag vom 1. September 2006 dann trotzdem verpflichtete, dem Beschwerdegegner für die Übernahme seines Gesamthandanteils ein Entgelt in Gestalt der Übernahme der Hypothek und der Bezahlung einer Geldsumme zu entrichten. Daran ändern auch die Beteuerungen der Beschwerdeführerin nichts, wonach güterrechtliche Ansprüche "zum vornherein nicht zur Diskussion" gestanden hätten, weil die Eigentumswohnung durch die "Gesellschaftskonstruktion gerade ausserhalb des Güterrechts behandelt werden sollte". Wiederum verstrickt sich die Beschwerdeführerin in Widersprüche, wenn sie güterrechtliche Aspekte vom Vertrag ausnehmen, die "Saldowirkung" im selben Atemzug aber doch wieder auf güterrechtliche Ansprüche ausdehnen will.