Citation: I 584/04 28.12.2004 E. 4

Zu beurteilen bleibt, wie sich die fachärztlich festgestellte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im erwerblichen Bereich auswirkt. 4.1 Bei der Bemessung des ohne Invalidität erzielbaren Einkommens (Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b mit Hinweis). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn auszugehen ist, den die versicherte Person vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt hat (ZAK 1980 S. 593 mit Hinweisen; Urteil R. vom 15. Juli 2003, I 793/02, Erw. 4.1; vgl. auch Meyer-Blaser, Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 205). Zu beachten ist überdies, dass nach der Rechtsprechung für den Einkommensvergleich die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns eines allfälligen Rentenanspruchs massgebend sind. Validen- und Invalideneinkommen sind dabei auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen (BGE 129 V 222). 4.2 Der Rentenbeginn ist unbestrittenermassen auf den 1. November 1999 zu veranschlagen, weshalb die Einkommensverhältnisse zu jenem Zeitpunkt relevant sind. 4.2.1 Vorinstanz und Verwaltung haben das Valideneinkommen auf Fr. 50'673.- beziffert, wobei den Akten lediglich der Hinweis zu entnehmen ist, dass diese Angaben auf der letzten, vor Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübten Tätigkeit als Bauarbeiter/Arbeitsloser beruhten. Aus den Unterlagen ergibt sich, dass der Versicherte vom 10. Juni 1997 bis 9. Juni 1999 Leistungen der Arbeitslosenversicherung auf der Basis eines versicherten Verdienstes von Fr. 4177.- bezog. Dieser Verdienst ist dem Valideneinkommen zu Grunde zu legen. Für das Jahr 1997 ergibt sich somit ein Einkommen von Fr. 50'124.-. Bezogen auf das Vergleichsjahr 1999 resultiert unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von + 0,7 % (1998) und + 0,3 % (1999; Die Volkswirtschaft 6/2004, Tabelle B10.9, S. 91) ein Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 50'626.30. Gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 1998 betrug der standardisierte Monatslohn bei 40 Arbeitsstunden im Baugewerbe für Männer im Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) im privaten Sektor Fr. 4344.- (LSE 1998 Tabelle TA1, S. 25). Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung im Jahre 1999 für Männer im Baugewerbe von - 0,5 % (Bundesamt für Statistik, Lohnentwicklung 2001, Tabelle T1.193, S. 32) und unter Einbezug der geringeren betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit im Baugewerbe des Jahres 1999 (1998: 42,3 Stunden; 1999: 42,1 Stunden; Die Volkswirtschaft 6/2004, Tabelle B9.2, S. 90) ergibt sich ein Einkommen von monatlich Fr. 4301.84 bzw. jährlich Fr. 51'622.10. Der zuvor errechnete Validenlohn in der Höhe von Fr. 50'626.30 liegt damit leicht (um Fr. 995.81 oder 1,93 %) unter dem Durchschnittswert. 4.2.2 Für die Ermittlung des Invalideneinkommens haben Vorinstanz und Verwaltung zu Recht auf Tabellenlöhne abgestellt. Dieses Vorgehen wurde vom Versicherten auch nicht in Frage gestellt. Gemäss LSE 1998 betrug der Zentralwert des standardisierten Monatslohns bei 40 Arbeitsstunden in für Männer bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor Fr. 4268.- (einschliesslich 13. Monatslohn; vgl. LSE 1998 Tabelle A1 S. 25). Unter Einbezug der Nominallohnentwicklung im Jahre 1999 von 0,3 % und der damaligen betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft, 6/2004, S. 90 Tabelle B9.2 und S. 91, Tabelle B10.2) ergibt sich ein jährliches Einkommen von Fr. 53'676.- (Fr. 4473.- x 12). Dieses Einkommen übersteigt - wie der Beschwerdeführer an sich zu Recht vorbringt - das als Valideneinkommen errechnete (Erw. 4.2.1). Sind keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass sich die versicherte Person aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommen begnügen wollte, als sie hätte erzielen können und ist anzunehmen, dass sie angesichts ihrer ungenügenden Qualifikationen nicht Einkünfte in der Höhe des erhobenen Durchschnittslohnes erreichen könnte, kann bei einer deutlichen Abweichung der Durchschnittswert um den Prozentsatz gekürzt werden, um welchen der vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte Verdienst den durchschnittlichen Lohn unterschritt (BGE 129 V 225 Erw. 4.4 mit Hinweisen; Urteil A. vom 18. November 2003, I 64/03, Erw. 5.1.2 und 5.2.1). Davon abgesehen, dass bei einer Differenz von 1,93 % eine deutliche Abweichung vom Durchschnittslohn fehlt, bliebe ein solcher Abzug ohne Einfluss auf den Rentenanspruch, wie nachfolgend gezeigt wird. Unter Berücksichtigung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 50 % resultiert ein Jahreseinkommen von Fr. 26'838.- (bzw. unter Berücksichtigung des Abzuges von 1,93 % ein solches von Fr. 26'320.-). 4.2.3 Vorinstanz und Verwaltung haben den behinderungsbedingten Abzug auf 20 % festgesetzt. Dies ist im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 lit. a OG) nicht zu beanstanden. Bei einem massgebenden Invalideneinkommen von Fr. 21'470.40 (Fr. 21'056.-) und einem Valideneinkommen von Fr. 50'626.30 beträgt der Invaliditätsgrad somit gerundet 58 % (BGE 130 V 121). Die vorinstanzliche Berechnung ist im Ergebnis nicht zu beanstanden.