Citation: 1C_669/2020 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz führte zusammengefasst aus, die in § 201 Abs. 1 lit. b PBG vorgesehene Fristsetzung zur Vollendung begonnener Bauarbeiten soll die Öffentlichkeit vor dem Anblick einer Bauruine bewahren und vor übermässig lange andauernden potentiellen Gefahrenherden, wie Baustellen, schützen. Die Voraussetzungen für eine Fristansetzung gemäss § 201 Abs. 1 lit. b PBG seien erfüllt, da die Beschwerdeführerin innerhalb der verlängerten Gültigkeitsdauer der Baubewilligung vom 27. November 2012 mit Bauarbeiten begonnen und diese unterbrochen habe. Am Handlungsbedarf gemäss § 201 Abs. 1 lit. b PBG ändere nichts, dass die Beschwerdeführerin den Abbruch der Bauarbeiten mit geänderten Projektauffassungen neuer Aktionäre begründe und sie zwei Gesuche für Projektänderungen gestellt habe, weil der Gemeinderat keine dieser Änderungen bewilligt habe. Die Beschwerdeführerin bestreite nicht, dass gemäss § 202 Abs. 2 PBG für die Planänderung 2 die Durchführung eines Baubewilligungsverfahrens notwendig sei. Der Gemeinderat habe ein solches auch eingeleitet und mit Schreiben vom 6. Januar 2020 weitere Unterlagen einverlangt, wobei diese Frist vereinbarungsgemäss bis zum 6. März 2020 verlängert worden sei. Die Beschwerdeführerin belege nicht, dass sie diese Unterlagen zwischenzeitlich eingereicht hätte, weshalb unklar sei, ob sie an dieser Projektänderung noch festhalte.