Citation: 1B_646/2012 E. 2.2.1

2.2.1. Das Gericht würdigt amtlich bestellte Gutachten als Beweismittel grundsätzlich frei. Es darf in Fachfragen aber nicht ohne triftige Gründe davon abweichen und muss Abweichungen begründen. Gleichzeitig verstösst es gegen das Willkürverbot (Art. 9 BV), wenn es auf ein Gutachten abstellt, dessen Überzeugungskraft durch gewichtige und zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien ernstlich erschüttert ist (BGE 129 I 49 E. 4 S. 57 f.). Nach der Rechtsprechung ist ein Entscheid nicht schon dann willkürlich, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre. Willkür liegt erst dann vor, wenn die Behörde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen, auf einem offenkundigen Fehler beruhen oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen (BGE 129 I 49 E. 4 S. 57 f.; vgl. auch BGE 138 IV 13 E 5.1 S. 22).