Citation: 6B_600/2021 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz hält fest, der Beschwerdeführer sei am 19. November 2015 und damit innerhalb von fünf Jahren vor den hier zu beurteilenden Taten vom Jugendgericht des Kantons Solothurn zu einem Freiheitsentzug von neun Monaten verurteilt worden. Im Gegensatz zu einem Massnahmenentscheid falle dieses Urteil in den Anwendungsbereich von aArt. 42 Abs. 2 StGB, weshalb die Gewährung des bedingten oder teilbedingten Strafvollzuges das Vorliegen besonders günstiger Verhältnisse voraussetze. In dieser Hinsicht erwägt sie, die vorliegend zu beurteilenden Straftaten stünden zu den früheren Delikten in keinem Zusammenhang. Es liege kein einschlägiger Rückfall vor; aus der neuerlichen Delinquenz könne insoweit kein Rückschluss auf eine Schlechtprognose gezogen werden. Gegen besonders günstige Verhältnisse spräche neben den Vorstrafen, der Delinquenz während einer laufenden Strafuntersuchung auch die fehlende Erwerbstätigkeit. Positiv sei zu werten, dass der Beschwerdeführer in den letzten drei Jahren nicht mehr delinquiert habe, alkoholabstinent lebe und seither die gleiche Freundin habe. Gestützt auf die Einschätzungen im Gutachten des Gutachters Dr. med. C.________, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, U.________, vom 26. September 2018, welcher eine gewisse Einsichtsfähigkeit und die Entwicklung einer gewissen Selbstkritik- und Inspektionsfähigkeit festgestellt habe, geht die Vorinstanz zwar von einer gewissen Stabilisierung der persönlichen Verhältnisse aus. Die Aussagen des Beschwerdeführers zu seiner Entwicklung und Stabilisierung blieben jedoch vage, und auch die angeforderte Dokumentation über seine Arbeitsbemühungen sei mit dem vorgelegten Lohnausweis für drei Wochen mager ausgefallen. Unbelegt geblieben sei auch die geltend gemachte Arbeitsunfähigkeit. Es bleibe diffus, wie der Beschwerdeführer zur Arbeitstätigkeit stehe. Von gefestigten persönlichen Verhältnissen könne damit nicht ausgegangen werden. Der Beschwerdeführer stehe auch mit 25 Jahren noch in keiner Weise auf eigenen Füssen, sondern lebe von und bei den Eltern. Aufgrund der eher ausweichenden Antworten erschliesse sich auch nicht, weshalb sich die Beziehung zu seiner Freundin in erheblichem Mass stabilisierend auswirken sollte. Immerhin scheine er nach wie vor alkoholabstinent zu sein. Entscheidend sei aber, dass der Vollzug der Landesverweisung für den Beschwerdeführer zweifelsohne eine Denkzettelwirkung haben werde, weshalb besonders günstige Umstände bejaht und die Freiheitsstrafe teilweise bedingt ausgesprochen werden könne. Dabei werde auch der Vollzug des unbedingten Strafteils seine stützende Wirkung haben. Demnach sei für zehn Monate der bedingte Strafvollzug zu gewähren; neun Monate seien zu vollziehen.