Citation: C 270/00 26.04.2002 E. 3

3.- a) Nach der Rechtsprechung ist der Ausfall an normaler Arbeitszeit in der Regel auf Grund der im Beruf oder Erwerbszweig der versicherten Person allgemein üblichen Arbeitszeit zu ermitteln (BGE 125 V 478 Erw. 5a mit Hinweisen). Vorliegend betrug das Wochenpensum des Beschwerdegegners im Schuljahr 1998/99 31,65 Stunden. Dabei erzielte er ein monatliches Einkommen von Fr. 6244. 10. Gemäss den Arbeitgeberbescheinigungen der Musikschulen der Gemeinden C.________, B.________ und der Pfarrei D.________ vom 3. und 17. September 1999 und der Bescheinigung über Zwischenverdienst der Musikschule A.________ vom 8. Oktober 1999 beträgt die "Normalarbeitszeit im Betrieb" 29 Stunden pro Woche. Dem Schreiben der Musikschule C.________ vom 13. Januar 1999 ist zu entnehmen, dass der Lohn des Beschwerdegegners auf der Basis eines Vollzeitpensums von 29 Wochenstunden berechnet wurde. Sowohl die Normalarbeitszeit als auch die tatsächliche Einsatzzeit des Versicherten wurden von den Arbeitgeberinnen in den zuhanden der Arbeitslosenkasse ausgefüllten Formularen stets in Stunden, nicht in Lektionen à 45 Minuten angegeben. Mit Blick darauf, dass alle vier Musikschulen einheitlich davon ausgehen, 29 absolvierte Wochenstunden seien einem Vollpensum gleichzusetzen, ist der Arbeitslosenkasse beizupflichten, dass die Normalarbeitszeit als Musiklehrer 29 Wochenstunden beträgt. b) Das bis Ende August 1999 vom Beschwerdegegner geleistete Wochenpensum von 31,65 Stunden übersteigt demzufolge die Normalarbeitszeit um 2,65 Stunden. Der für diese Zeit bezogene Lohn ist als Überzeitentschädigung bei der Berechnung des versicherten Verdienstes folglich nicht zu berücksichtigen. Da die verschiedenen Arbeitgeberinnen den Beschwerdegegner auf Grund unterschiedlicher Stundenansätze entlöhnten und keine der vier Teilzeitarbeiten im Verhältnis zur anderen als Haupt- oder Nebenbeschäftigung qualifiziert werden kann, ist der Abzug der Überzeitentschädigung vom Gesamtlohn in der Höhe von Fr. 6244. 10 auf der Basis des durchschnittlichen Stundenlohnes aus den vier Arbeitsverhältnissen vorzunehmen, woraus ein versicherter Verdienst von Fr. 5721. 30 ([6244. 10 : 31,65] x 29) resultiert. c) Im September 1999, nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit der Musikschule C.________, hat der Beschwerdegegner bei einem Wochenpensum von 24,49 Stunden Fr. 4757. 15 verdient. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird zutreffend darauf hingewiesen, dass dieser Lohn über der maximal möglichen Arbeitslosenentschädigung von Fr. 4577. 05 (80 % von Fr. 5721. 30) liegt. Der Anspruch des Versicherten auf Arbeitslosentaggelder für den Monat September 1999 wurde daher von der Arbeitslosenkasse mit Verfügung vom 29. Oktober 1999 zu Recht verneint.