Citation: I 104/06 16.11.2006 E. 2

2.1 Das kantonale Gericht stützt seine Beurteilung hauptsächlich auf das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 22. Juni 2004. Darin hat Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, festgestellt, die radiologischen Untersuchungen würden zwar leichte degenerative Veränderungen sowohl an der Lenden- wie auch an der Halswirbelsäule bestätigen; sie könnten die angegebenen Beschwerden jedoch nicht erklären. Zu normalen Alltagsbelastungen sei die Wirbelsäule durchaus fähig. Weitere medizinische Massnahmen würden aus orthopädischer Sicht nicht sinnvoll erscheinen. Auch Dr. med. R.________, Facharzt für Neurologie, führte aus, insgesamt liessen sich die generalisierten Schmerzen und Behinderungen aus neurologischer Sicht nicht erklären. Aus psychiatrischer Sicht diagnostizierte Dr. med. M.________ eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung wurde sodann festgehalten, erst im Jahr 2001 seien Rückenschmerzen nach zwei Verhebetraumen im Sinne eines Cervicalsyndroms und eines lumbovertebralen Syndroms exazerbiert, wobei die Schmerzen eine Ausbreitung erfahren hätten, welche in keinem der objektivierbaren Befunde zu erklären sei. Daraus schlossen Verwaltung und Vorinstanz, sowohl in somatischer als auch in psychiatrischer Hinsicht sei jede rückenadaptierte Tätigkeit vollzeitig zumutbar und bestünde keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Aufgrund der medizinischen sowie der wirtschaftlichen Ergebnisse gelangte das kantonale Gericht in Anwendung des Einkommensvergleichs zum Schluss, der Versicherte weise einen Invaliditätsgrad von 29 % auf. 2.2 Sowohl im vorinstanzlichen Verfahren als auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird unter Beanstandung einer Verletzung des rechtlichen Gehörsanspruchs geltend gemacht, die MEDAS-Gutachter hätten unmissverständlich festgestellt, der Beschwerdeführer benötige sicher konsequente und angepasste, d.h. psychagogische Führung mit gegebenenfalls Serien von Rückengymnastik, um den Weg in die Wiedereingliederung finden zu können. Daraus schliesst er, im Gutachten seien lediglich hypothetische Aussagen über eine künftig zu erlangende Arbeitsfähigkeit gemacht worden. Erst nach einer Eingewöhnungszeit sollte er in einer angepassten Tätigkeit wieder ein volles zeitliches Arbeitspensum absolvieren können. 2.3 Der dargelegten Betrachtungsweise des Beschwerdeführers kann nicht beigepflichtet werden, wobei im vorinstanzlichen Verfahren auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs ersichtlich ist. Denn einerseits ist nicht zu beanstanden, dass aufgrund der im MEDAS-Gutachten gemachten Feststellungen, weitere medizinische Massnahmen würden aus orthopädischer Sicht nicht sinnvoll erscheinen, die Gewährung von Eingliederungsmassnahmen überhaupt nicht in Betracht gezogen wurde, zumal der Beschwerdeführer bei der Anmeldung zum Leistungsbezug einzig eine Rente beantragt hatte. Demzufolge hat die zuständige Verwaltungsbehörde diesbezüglich auch nicht verfügt, weshalb es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung fehlt (BGE 131 V 164 Erw. 2.1 mit Hinweisen). Andererseits ist nicht einzusehen, aus welchem Grund der Beschwerdeführer bei sowohl somatisch als auch psychiatrisch gegebener Fähigkeit, jede rückenangepasste Tätigkeit ohne Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszuüben, nicht gehalten sein sollte, eine zumutbare Arbeit in Beachtung seiner Schadenminderungspflicht (BGE 129 V 463 Erw. 4.2 mit Hinweisen) aufzunehmen. Unter diesen Umständen ist dem kantonalen Gericht beizupflichten, dass die Verwaltung einen Anspruch auf Versicherungsleistungen zu Recht abgelehnt hat. 2.4 Schliesslich ist die Kritik des Beschwerdeführers unbegründet, das Schreiben von Dr. med. P.________ vom 16. Mai 2004, auf welches die Vorinstanz abgestellt habe, habe sich nicht in den Akten befunden, weshalb das rechtliche Gehör verletzt sei. Das Schreiben (mit Eingangsstempel vom 27. Mai 2004) befindet sich im Aktendossier der Invalidenversicherung. Der damalige Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hatte nach seinen eigenen Angaben vor dem Abfassen der Einsprache (also in der Zeit zwischen dem 20. Juli und dem 19. August 2004) die Akten zur Einsicht erhalten. Dass dieses Schreiben erst nachträglich dem Dossier beigefügt worden wäre, erscheint wenig wahrscheinlich. Zudem ist aus den vorne erwähnten Gründen der Verzicht auf Eingliederungsmassnahmen im vorliegenden Verfahren nicht zu beanstanden, auch wenn nicht auf die von der Vorinstanz zitierten Aussagen von Dr. med. P.________ abgestellt wird.