Citation: 2C_568/2021 E. 5.1.3

5.1.3. Entgegen diesen Einwänden ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz von einem wesentlichen Verschulden ausgeht: Die gegenüber dem Beschwerdeführer ausgesprochene Freiheitsstrafe liegt zwar unter zwei Jahren; gleichwohl ist das Strafmass mit 18 Monaten nicht etwa leicht, überschreitet doch die verhängte Strafe die Dauer, welcher der Annahme des Widerrufsgrunds der längerfristigen Freiheitsstrafe zugrunde liegt, um die Hälfte (vgl. Urteile 2C_171/2021 vom 27. Juli 2021 E. 4.2.2; Urteil 2C_556/2020 vom 22. Januar 2021 E. 3.3.1; 2C_623/2020 vom 26. Oktober 2020 E. 3). Hinzu kommt, dass der Angriff zu den Verhaltensweisen zählt, welche - unabhängig von der Höhe der ausgesprochenen Strafe - eine obligatorische Landesverweisung nach sich ziehen (Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB; vgl. Urteil 2C_746/2020 vom 4. März 2021 E. 6.2). Zwar ist die entsprechende Bestimmung nicht auf Taten anwendbar, die - wie hier - vor dem 1. Oktober 2016 begangen wurden, doch trägt das Bundesgericht der damit durch den Verfassungs- und Gesetzgeber zum Ausdruck gebrachten besonderen Verwerflichkeit der in Art. 66a StGB aufgeführten Taten in der Interessenabwägung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK insofern Rechnung, als es dadurch zu keinem Widerspruch zu übergeordnetem Recht - insbesondere der EMRK - kommt (BGE 139 I 31 E. 2.3.2).