Citation: 6S.466/2004 18.01.2005 E. 2

Die Vorinstanz geht davon aus, die Ehefrau sei Eigentümerin oder mindestens Miteigentümerin der beiden Katzen gewesen (ange-fochtener Entscheid S. 7). Soweit der Beschwerdeführer wie schon vor Vorinstanz ohne nähere Begründung behauptet, mindestens die Hälfte der von den Eheleuten betriebenen Katzenzucht gehöre ihm (Beschwerde S. 1 unten, angefochtener Entscheid S. 6), ist er nicht zu hören. Das Bundesgericht ist im vorliegenden Verfahren an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden (Art. 277bis Abs.1 Satz 2 BStP), und Ausführungen, die sich dagegen richten, sind unzulässig (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). Hatte der Beschwerdeführer an den Katzen gemäss der von der Vorinstanz verbindlich festgestellten Sachlage jedoch kein Alleineigentum, waren sie ein taugliches Objekt für den Diebstahl (Niggli, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch II, Basel 2003, N 34 vor Art. 137). Dass die übrigen objektiven Voraussetzungen eines Diebstahls erfüllt sind, wird in der Beschwerde nicht in Abrede gestellt. In subjektiver Hinsicht stellt die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe bei der Wegnahme der Katzen die Absicht gehabt, diese seiner Ehefrau dauerhaft zu entziehen, sie selber zu behalten und sich im Umfang des darin liegenden wirtschaftlichen Vorteils zu bereichern (angefochtener Entscheid S. 9). Soweit der Beschwerdeführer bestrei-tet, mit Aneignungswillen und Bereicherungsabsicht gehandelt zu haben (Beschwerde S. 2 oben), ist er nicht zu hören, weil er sich erneut gegen die verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz wendet. Sein Vorbringen, er habe damit gerechnet, dass bei der anstehenden Scheidungsverhandlung sämtliche Tiere ihm zugesprochen würden (Beschwerde S. 2 oben), ist unbehelflich. Jedenfalls waren die Tiere ihm zum Tatzeitpunkt nicht richterlich zugewiesen worden (ange-fochtener Entscheid S. 9), und folglich musste es auch ihm klar sein, dass er die Tiere nicht einfach seiner Frau wegnehmen durfte. Schliesslich macht der Beschwerdeführer in Bezug auf die Sach-beschädigung geltend, seine Frau habe ihn am fraglichen Tag aus dem gemeinsamen Haus ausgesperrt, weshalb ihm eine Notstands-situation zugebilligt werden müsse (Beschwerde S. 1 unten). Dem hält die Vorinstanz entgegen, dass der Beschwerdeführer nie behauptet habe, er habe ins Haus gelangen wollen, um darin sein Wohnrecht auszuüben (angefochtener Entscheid S. 12). Insoweit liegt folglich von vornherein keine Notstandssituation vor. Seine vor Bundesgericht vorgebrachte Behauptung, es sei ihm darum gegangen, zwei von zehn völlig verstörten Zuchtkatzen vorübergehend an einen ruhigen Ort zu bringen (Beschwerde S. 1 unten), ist unzulässig. Nach den verbind-lichen Feststellungen der Vorinstanz ging es ihm darum, die Katzen zu behalten und sich insoweit zu bereichern. Bei dieser Sachlage kann von einer rechtfertigenden Notstandssituation nicht die Rede sein.