Citation: 2C_933/2021 E. 9.1

9.1. Das Bundesgericht hat sich bereits mehrmals mit dieser Problematik auseinandergesetzt und dabei festgehalten, dass die ungleiche Behandlung alt- und neurechtlicher Steuerforderungen aufgrund der mit Art. 42 Abs. 6 MWSTG erfolgten Verkürzung der absoluten Verjährungsfrist von 15 auf zehn Jahre nicht unbedenklich ist. In Anbetracht dessen, dass diese Ungleichbehandlung nur sehr wenige Steuerperioden betrifft, erreicht sie aber nicht das Gewicht eines triftigen Grunds, der eine Abweichung vom klaren Wortlaut der intertemporalrechtlichen Regeln von Art. 112 Abs. 1 Satz 2 MWSTG auf dem Wege einer teleologischen Reduktion rechtfertigen könnte (vgl. Urteil 2C_1021/2020 vom 28. Juli 2021 E. 4.6 mit Hinweisen; vgl. auch Urteile 2C_263/2020 vom 10. Dezember 2021 E. 6; 2C_562/2020 vom 21. Mai 2021 E. 12).