Citation: 6B_918/2018 E. 2.4.4

2.4.4. Bezüglich des Werts der B.________ GmbH stellt die Vorinstanz fest, diese sei sowohl per 31. Dezember 2011 als auch per 31. Dezember 2012 und im Zeitpunkt der Übergabe an den Beschwerdeführer überschuldet gewesen. Gemäss dem Vertrag über die Abtretung von Stammanteilen vom 17. Januar 2011 hätten die Beschwerdegegner selber Fr. 40'000.-- für die Stammanteile der B.________ GmbH bezahlt, als die Bar noch nicht in Betrieb bzw. im Rohbauzustand gewesen sei. Die Beschwerdegegner hätten einen Teil des Inventars ersetzt. Sie hätten eine neue Würfeleismaschine, eine neue Geschirrspülmaschine, neue Möbel und eine neue Kasse im Wert von Fr. 14'408.-- gekauft. Unter Berücksichtigung der zwei LCD Fernseher inkl. Zubehör, die bereits die Vorgänger der Beschwerdegegner gekauft hätten, und der Kaffeemaschine für rund Fr. 3'500.-- beliefen sich die Investitionen auf insgesamt Fr. 20'155.80. Hinzu komme der Crusher Wessamat für Fr. 1'587.60, den die Beschwerdegegner ebenfalls neu gekauft hätten (Urteil E. 9.1 S. 22 f.). Es sei unbestritten, dass die Beschwerdegegner das Mobiliar auf der Inventarliste hätten abschreiben müssen und nicht zum Anschaffungswert von rund Fr. 21'745.-- hätten anrechnen können. Die Revisorin der Beschwerdegegnerin lege verschiedene Abschreibungsvarianten dar und errechne einen durchschnittlichen Abschreibungsbetrag von Fr. 12'654.--. Das Inventar der B.________ GmbH habe folglich deutlich weniger Wert als Fr. 30'000.-- gehabt (Urteil E. 9.1 S. 23). Die Vorinstanz hält fest, es sei zu berücksichtigen, dass die Beschwerdegegner einen laufenden Betrieb übergeben hätten. Die B.________ GmbH habe über alle notwendigen Bewilligungen verfügt, um in der Altstadt eine Bar zu betreiben, inklusive einer Aussenstuhlungsbewilligung. Wenn der Beschwerdeführer ein Lokal ohne Betriebsbewilligung gemietet hätte, hätte er somit rund ein Jahr lang Miete zahlen müssen, ohne dass er in dieser Zeit Einnahmen generiert hätte. Der Beschwerdeführer habe unmittelbar nach dem Kauf der B.________ GmbH zu wirten beginnen können. Zudem dürfte die Aussenstuhlungsbewilligung gerade für eine Bar, die nur über Räumlichkeiten im Untergeschoss verfüge, ein erheblicher Vorteil sein. Es sei deshalb davon auszugehen, dass die vorhandenen Bewilligungen einen höheren Wert hätten, als die hierfür bezahlten Gebühren. Weiter hätten die Beschwerdegegner übereinstimmend ausgesagt, es sei in der Branche üblich, dass ein sog. Schlüsselgeld bezahlt werde. Sie hätten dem Beschwerdeführer einen Betrieb mit bestehender Kundschaft, Namen, Logo, Marketinginstrumenten (Homepage, Facebook-Seite) und einer Aussenstuhlungsbewilligung übergeben. Dass die Beschwerdegegner diese immateriellen Werte im Kaufpreis berücksichtigten bzw. vom Beschwerdeführer ein sog. Schlüsselgeld verlangt hätten, sei nachvollziehbar. Daran vermöge der Umstand, dass der Beschwerdegegner 2 eine neue Bar eröffnet habe, nichts zu ändern. Dieser habe glaubhaft erklärt, dass es sich nicht um Konkurrenzbetriebe gehandelt habe. Zudem könne den Beschwerdegegnern nicht angelastet werden, dass der Beschwerdeführer den Namen der Bar geändert habe, wodurch die Homepage und die Facebook-Seite unbrauchbar geworden seien. Da mit dem Verkauf der B.________ GmbH auch der Mietvertrag übertragen worden sei, könne auch nicht gesagt werden, es sei kein Schlüsselgeld geschuldet (Urteil E. 9.1 S. 23 f.). Zusammenfassend stellt die Vorinstanz fest, die B.________ GmbH sei durch die Beschwerdegegner nicht gewinnbringend geführt worden und sei überschuldet gewesen. Tatsache sei denn auch, dass sie der GmbH zusätzliches Kapital in Form von Darlehen hätten zukommen lassen müssen. Die Vorinstanz teilt die Einschätzung der ersten Instanz, wonach der Verkaufspreis von Fr. 95'000.-- überhöht gewesen sei. Allerdings habe die B.________ GmbH über alle notwendigen Gastgewerbebewilligungen verfügt, inklusive einer Aussenstuhlungsbewilligung. Ferner erscheine nachvollziehbar, dass die Beschwerdegegner ein Schlüsselgeld verlangt hätten. Es könne somit nicht gesagt werden, dass die B.________ GmbH im Zeitpunkt des Verkaufs an den Beschwerdeführer wertlos und der Preis von Fr. 95'000.-- völlig überrissen gewesen sei (Urteil E. 9.1 S. 24 f.).