Citation: 2C_106/2017 E. 4.3

4.3. Auch aus Art. 8 EMRK kann der Beschwerdeführer keine weitergehenden Ansprüche ableiten. In diesem Zusammenhang macht er geltend, die Vorinstanz sei zu Unrecht davon ausgegangen, dass er und seine Ehefrau ihr Eheleben problemlos im Heimatland fortsetzen könnten. Aufgrund der für die Ehefrau zu befürchtenden Integrationsschwierigkeiten sei fraglich, ob sie dem Beschwerdeführer ins Heimatland folgen würde. Sie lebe seit 17 Jahren in der Schweiz, sei erwerbstätig und sehr gut integriert. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz verfüge sie über ein selbständiges Anwesenheitsrecht in der Schweiz, das sich aus dem in Art. 8 Ziff. 1 EMRK verankerten Schutz des Privatlebens ergebe. Der Beschwerdeführer ist mit einer Landsfrau verheiratet, die in Mazedonien aufgewachsen ist und im Jahr 2000 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei ihrem Ehemann erhielt. Da der abgeleitet Anwesenheitsberechtigte grundsätzlich das ausländerrechtliche Schicksal des originär Anwesenheitsberechtigten teilt (vgl. BGE 140 II 129 E. 3.4 S. 132), würde die Ehefrau im Falle des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung ihres Ehegatten ihren Aufenthaltsanspruch nach Art. 43 AuG verlieren. Allerdings hat das vorliegende Verfahren nur den Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers zum Gegenstand. Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Ehefrau wurde - soweit ersichtlich - bis anhin nicht verfügt. Aber selbst wenn die Ehefrau infolge des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung ihres Ehemannes ihr Aufenthaltsrecht verlieren würde, ist zu bemerken, dass weder aus den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz noch aus den Vorbringen des Beschwerdeführers hervorgeht, dass es der Ehefrau in jeder Hinsicht unzumutbar wäre, dem Beschwerdeführer nach Mazedonien zu folgen. Dass sie in der Schweiz gut integriert sein soll und einer geregelten Arbeit nachgeht, lässt die Ausreise mit ihrem Ehemann ins gemeinsame Heimatland nicht unzumutbar erscheinen, zumal sie erst mit 22 Jahren in die Schweiz kam. Zudem hat das Ehepaar keine Kinder, die durch eine Umsiedlung entwurzelt würden. Umstände, die von einer überdurchschnittlichen Verbundenheit der Ehefrau mit den hiesigen Verhältnissen zeugen würden, werden nicht vorgebracht. Die Wegweisung des Beschwerdeführers führt somit nicht zur Trennung der Ehegatten, womit Art. 8 EMRK von vornherein nicht betroffen ist. Im Übrigen war der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Einreise seiner Ehefrau bereits einmal infolge seiner Straftaten ausländerrechtlich verwarnt worden. Die Ehefrau konnte somit nicht ohne Weiteres damit rechnen, im Fall erneuter Straftaten des Ehegatten das Eheleben zukünftig in der Schweiz leben zu können (vgl. Urteil 2C_847/2009 vom 21. Juli 2010 E. 3.3).