Citation: 1C_183/2017 E. 5.3

5.3. Die von den Beschwerdeführerinnen vorgeschlagene Aufforstung des Einzugsgebiets erscheint von vornherein ungeeignet und musste daher nicht näher geprüft werden: Wie in den Akten ausführlich dargelegt wird (z.B. Technischer Bericht 2010 S. 8-12), verfügt der Baltschiederbach über ein sehr grosses Einzugsgebiet von rund 42,7 km2, das zu 52 % aus Schutt-, Fels- und Gletscherzonen besteht; die gesamte rechte Talflanke ist geprägt von steilen Schutthalden, Felspartien und Runsen. Auch in den Einzugsgebieten der Seitengewässer (z.B. Roter Bach, Furggbach) befinden sich ausgedehnte Lockermaterialdeponien (Sturzablagerungen); hinzu kommen erhebliche Geschiebemengen im Gerinne des Baltschiederbachs, die bei Hochwasserereignissen nach Baltschieder transportiert werden können. Auch wenn nur das untere Drittel des Einzugsgebiets, nach der Flachzone oberhalb von "Eiltini", berücksichtigt wird, das für den Geschiebeeintrag beim Ereignis im Oktober 2000 verantwortlich war (vgl. Technischer Bericht Ziff. 3.1 S. 8), wären Aufforstungen im steilen, unzugänglichen Gelände sehr schwierig und könnten nur punktuell zu einer Stabilisierung des Geländes führen, ohne das Geschiebepotential wesentlich zu verringern.