Citation: 2C_1030/2020 E. 5.5

5.5. In einer Gesamtsicht überwiegt das nicht ungewichtige öffentliche Interesse an der Aufenthaltsbeendigung (vgl. E. 5.3.4 hiervor) das relativ grosse private Interesse der Beschwerdeführerin an einem weiteren Verbleib in der Schweiz (vgl. E. 5.4.4 hiervor) noch nicht. Eine Aufenthaltsbeendigung erweist sich derzeit entgegen der Vorinstanz als unverhältnismässig. Im Sinne einer milderen Massnahme rechtfertigt es sich stattdessen, die Beschwerdeführerin formell ausländerrechtlich zu verwarnen (Art. 96 Abs. 2 AuG; vgl. zu den milderen Mitteln Botschaft des Bundesrats vom 8. März 2013 zur Änderung des Ausländergesetzes [Integration], BBl 2013 2397, S. 2431 f.). Die Beschwerdeführerin ist allerdings in aller Form darauf hinzuweisen, dass von ihr erwartet wird, ab sofort verstärkte Integrationsbemühungen zu unternehmen; insofern ist sie auf ihren Ankündigungen im vorliegenden Verfahren zu behaften. Andernfalls hat sie mit einem Widerruf bzw. einer Nichtverlängerung ihrer Bewilligung zu rechnen.