Citation: 8C_334/2020 E. 4.3.3

4.3.3. Im Übrigen setzte sich Dr. med. B.________ am 5. Dezember 2019 mit den detaillierten Feststellungen der Dr. med. D.________ vom 5. November 2019 zum Kniebefund links nicht substanziert auseinander, wie die Suva zu Recht vorbringt. Sein Argument, der Versicherte habe vor dem Unfall vom 17. Juli 2019 keine Schmerzen gehabt, läuft auf einen unzulässigen "post hoc ergo propter hoc"-Schluss (zu deutsch: danach, also deswegen) hinaus (BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.; Urteil 8C_8/2020 vom 2. März 2020 E. 4.4). Nicht hinreichend ist die pauschale Erklärung des Dr. med. B.________, im Alter des Versicherten - 38 Jahre im Unfallzeitpunkt - träten typischerweise noch keine degenerativen Meniskusläsionen auf. Dr. med. D.________ stellte denn auch nicht in Abrede, dass eine Meniskusläsion bei geeignetem Unfallereignis und entsprechendem Schadenbild auch bei über 30-jährigen Personen als Unfallfolge qualifiziert werden könnte. Beide Voraussetzungen erachtete sie aber in schlüssiger Weise als nicht gegeben.