Citation: 1C_534/2020 E. 2

Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass ihr für das Beschwerdeverfahren vor dem Regierungsrat keine Parteientschädigung zugesprochen wurde. Sie sei dort durch die WIPA vertreten worden. Die rechtliche Verbeiständung durch Treuhandgesellschaften sei in verwaltungsrechtlichen Streitigkeiten nichts Aussergewöhnliches, und das Anwaltsmonopol gelte in diesem Bereich nicht. Die Staatskanzlei (als instruierende Behörde des Regierungsrats) habe die WIPA als Rechtsvertreterin akzeptiert und direkt mit ihr korrespondiert. Sie habe deshalb darauf vertrauen dürfen, dass diese Vertretung in Ordnung sei. Art. 29 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 (VRPG/AG; SAR 271.200) ändere daran nichts. Indem der Regierungsrat die Treuhandgesellschaft als formelle Rechtsvertreterin akzeptiert habe, gelte diese als "weitere vor Verwaltungsjustizbehörden zugelassene Vertretung" im Sinne von Art. 29 VRPG/AG. Die Beschwerdeführerin hält es sodann für willkürlich und nicht mit dem Gleichbehandlungsprinzip von Art. 8 BV vereinbar, nur anwaltlich verbeiständeten Parteien eine Parteientschädigung zuzusprechen.