Citation: I 220/05 02.08.2005 E. 5

In Übereinstimmung mit der im Ergänzungsbericht dargelegten Beurteilung der Spezialärztin Dr. med. K.________ behauptet der Beschwerdeführer zu Recht nicht, bei seinem Augenleiden handle es sich um eine unmittelbare Folge seines Geburtsgebrechens. Ebenso erkannte er richtig, dass gegebenenfalls die Invalidenversicherung auch die Behandlung mittelbarer Folgen des angeborenen Grundleidens zu übernehmen hat, falls diese mit dem Geburtsgebrechen in einem qualifiziert adäquaten Kausalzusammenhang stehen (BGE 129 V 209 Erw. 3.3 mit Hinweis). Die Spezialärztin vertrat im Ergänzungsbericht die Auffassung, Augenbewegungsstörungen und Strabismus träten zwar bei Kindern mit dem hier anerkannten Geburtsgebrechen gehäuft auf, stünden aber mit letzterem nicht in einem direkten Kausalzusammenhang. Viele Kinder, welche unter Strabismus litten, seien nicht von einer Cerebralparese betroffen. Umgekehrt fänden sich Kinder mit anerkanntem Geburtsgebrechen Ziff. 390 GgV-Anhang, welche keinen Strabismus aufwiesen. Die Häufigkeit des sekundären Leidens ist, wie bereits erwähnt (Erw. 3 hievor), nicht das allein entscheidende Kriterium für die Bejahung eines qualifizierten adäquaten Kausalzusammenhanges. In Kenntnis der statistisch belegten Häufigkeit von Strabismus bei Kindern mit Cerebralparese hielt die behandelnde Augenärztin Dr. med. V.________ den Zusammenhang zwischen diesem Geburtsgebrechen und dem Strabismus ausdrücklich nur für "möglich". Mit der Vorinstanz ist unter diesen Umständen gestützt auf die einschlägigen fachärztlichen Beurteilungen davon auszugehen, dass nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung der Strabismus des Versicherten nicht in einem qualifizierten, adäquat ursächlichen Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen Ziff. 390 GgV-Anhang steht. Was der Beschwerdeführer hiegegen vorbringt, ist unbegründet. Insbesondere kann aus dem Ergänzungsbericht nicht geschlossen werden, die Behandlung des Augenleidens wirke sich positiv auf die das Geburtsgebrechen betreffenden medizinischen Massnahmen aus. Hat die Invalidenversicherung demnach die Übernahme der Behandlung des Augenleidens als mittelbare Folge des Geburtsgebrechens wegen des fehlenden qualifizierten adäquaten Kausalzusammenhangs zu Recht abgelehnt, besteht auch kein Anspruch auf Abgabe der Brille durch die Invalidenversicherung. Denn die Kosten für die in Satz 2 des Art. 21 Abs. 1 IVG genannten Hilfsmittel sind nur dann von der Invalidenversicherung zu übernehmen, wenn sie eine wesentliche Ergänzung zu einer von der Invalidenversicherung übernommenen medizinischen Eingliederungsmassnahme bilden, weshalb es mit dem vorinstanzlich bestätigten Einspracheentscheid der IV-Stelle Zürich vom 11. März 2004 sein Bewenden hat.