Citation: 1C_133/2020 E. 2

Das Kantonsgericht erwog, die Einwohnergemeinden Baltschieder und Eggerberg seien seit dem 1. Oktober 2019 befugt, die für die Realisierung der 2. Ausbauetappe des Hochwasserschutzprojekts Baltschiederbach benötigten Grundstücke und Rechte vorzeitig in Besitz zu nehmen. Dadurch sei der Weiterbetrieb der Kies- und Betonanlagen der Beschwerdegegnerin am Baltschiederbach nicht mehr möglich. Der Streitgegenstand der Sanierung sei damit weggefallen, weshalb kein aktuelles und praktisches Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerinnen mehr bestehe. Es sei auch kein unmittelbarer praktischer Vorteil einer Gutheissung der Beschwerde für die Beschwerdeführerinnen erkennbar. Damit entfalle die Prozessvoraussetzung nach Art. 44 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 80 Abs. 1 lit. a des Walliser Gesetzes über das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege vom 1. Oktober 1976 (VVRG; SGS/VS 172.6), weshalb das Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben sei.