Citation: 2C_746/2020 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer ist in einem Zeitraum von rund dreizehn Jahren wiederholt straffällig geworden und hat sich weder von strafrechtlichen Verurteilungen noch von einer ausländerrechtlichen Verwarnung beeindrucken lassen. Er ist insbesondere mehrfach wegen Angriffs (Art. 134 StGB) verurteilt worden, wobei die für den letzten Angriff am 20. Dezember 2013 ausgesprochene Freiheitsstrafe von 28 Monaten auf ein schweres Verschulden schliessen lässt. Ins Gewicht fällt dabei, dass der Angriff zu den Verhaltensweisen zählt, welche seit dem 1. Oktober 2016 eine obligatorische Landesverweisung nach sich ziehen (Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB). Auch wenn diese Regelung nicht rückwirkend Anwendung auf den Beschwerdeführer findet, darf bei einer Interessenabwägung berücksichtigt werden, dass der Verfassungs- und Gesetzgeber eine Verhaltensweise wie den Angriff als besonders verwerflich erachtet (vgl. Urteile 2C_488/2019 vom 4. Februar 2020 E. 5.4.2; 2C_108/2018 vom 28. September 2018 E. 4.3.3; 2C_393/2017 vom 5. April 2018 E. 3.3.1; 2C_172/2017 vom 12. September 2017 E. 3.3). Die Vorinstanz hat unter diesen Umständen zu Recht erwogen, dass von einer nicht unerheblichen Rückfallgefahr auszugehen ist und ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und an der Wegweisung besteht (vgl. E. 4 des angefochtenen Urteils).