Citation: 4A_255/2009 11.08.2009 E. 6

Zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz den von den Beschwerdeführern zur Verrechnung gestellten Anspruch bezüglich der Terassenkonstruktion zu Recht als nicht hinreichend substanziiert zurückgewiesen hat. 6.1 Ob ein bundesrechtlicher Anspruch durch die Sachvorbringen einer Partei ausreichend substanziiert ist, beurteilt sich nicht nach kantonalem Prozessrecht, sondern nach materiellem Bundesrecht (BGE 133 III 153 E. 3.3 S. 162; 127 III 365 E. 2b S. 368 mit Hinweisen); dem kantonalen Recht bleibt dagegen grundsätzlich vorbehalten, die Anforderungen festzulegen, denen eine Behauptung in formeller Hinsicht zu genügen hat (BGE 108 II 337 E. 2 und 3 S. 339 f.). 6.2 Die Beschwerdeführer zeigen mit Aktenhinweisen auf, dass sie die mangelhafte Ausführung der Dachterrassen zum Prozessthema gemacht haben. Es sei nicht klar, wo die mangelnde Substanziierung gelegen haben sollte. Diesbezüglich rügen die Beschwerdeführer auch eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör und werfen der Vorinstanz vor, in Willkür verfallen zu sein. 6.3 Die Vorinstanz ging zu Recht davon aus, nicht jeder Baumangel sei zwangsläufig auf einen Fehler des Architekten zurückzuführen. Sie hielt fest, der Vater der Beschwerdeführer habe die Ausführung der Flachdachabdeckung mit Kies und Waschbeton bestellt. Gemäss Gutachten gehe aus den Akten hervor, dass der Beschwerdegegner wiederholt darauf hingewiesen habe, entgegen seiner Planungsabsicht sei die gewählte Konstruktion der Dachterrassen von der Bauherrschaft so gewollt. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die Beschwerdeführer bezüglich der Dachterrassen nach Auffassung der Vorinstanz nicht hinreichend substanziiert haben, inwiefern aus dem Mangel an sich auf eine mangelhafte Vertragserfüllung zu schliessen ist. Aus ihren Vorbringen im kantonalen Verfahren, welche die Beschwerdeführer mit Aktenhinweisen in der Beschwerde wiedergeben und kommentieren, lässt sich erkennen, dass sie den Beschwerdegegner für die Mängel der Dachterrassen verantwortlich machen. Woraus sich diese Verantwortung ergibt oder weshalb die vorhandenen Mängel für sich allein zwingend auf eine Pflichtverletzung des Beschwerdegegners schliessen lassen sollten, lässt sich den zitierten Passagen aber nicht entnehmen, sondern wird vielmehr implizit vorausgesetzt. Damit ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Schadenersatzanspruch bezüglich der dafür notwendigen Vertragsverletzung für nicht hinreichend substanziiert erachtete. Von Willkür oder einer Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör kann ebenfalls keine Rede sein.