Citation: 2C_167/2023 E. 6.3

6.3. Die angeschlagene psychische Verfassung des Beschwerdeführers ist unzweifelhaft, und wird auch im angefochtenen Urteil der Vorinstanz nicht in Frage gestellt. Ebenso klar ist, dass die kantonalen Vollzugsbehörden in der Pflicht standen, die angemessene gesundheitliche (auch psychiatrische) Versorgung des Beschwerdeführers während seine ausländerrechtlichen Inhaftierung zu gewährleisten, oder diese, sollte sich das als notwendig erweisen, in einer geeigneten anderen Einrichtung zu vollziehen. Vorliegend entscheidend ist aber, dass der Beschwerdeführer - wie bereits vor der Vorinstanz, worauf diese in ihrem Urteil auch wesentlich abstellte - in keiner Weise darlegt, dass während seiner Inhaftierung effektiv kein Zugang zur notwendigen psychischen Behandlung und zur benötigten Medikation bestanden habe, oder dass ihm diese verweigert worden sei. Auch aus den Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der Haftverhandlung ergibt sich nicht, dass ihm die nötige Behandlung verweigert wurde; vielmehr erklärte er in Bezug auf die Haftbedingungen, dass er gut behandelt würde und alles in Ordnung sei. An diesem Schluss ändert auch der psychiatrische Bericht vom 18. Januar 2023 nichts: wie dargelegt (vorne E. 6.2) führt eine beeinträchtigte psychische Verfassung alleine nicht per se zur Unzulässigkeit der ausländerrechtlichen Haft, solange die notwendige Behandlung gewährleistet ist (so im Übrigen auch die beiden vom Beschwerdeführer angerufenen Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte: K.G. gegen Belgien, vom 6. November 2018, § 88; Thimothawes gegen Belgien, vom 4. April 2017 § 56-65; 70-80, insb. § 79).