Citation: 2C_904/2022 E. 7.1

7.1. Diesbezüglich macht die Beschwerdeführerin geltend, vorliegend bestünden sowohl exogene (Veränderung der Marktverhältnisse für das Hotel K.________) wie endogene Gründe (miserables Hotelmanagement in den vergangenen Jahren, unzureichendes Verhalten der Stockwerkeigentümergemeinschaft in den vergangenen Jahren, komplett veraltetete Infrastruktur des Hotels), welche die Aufrechterhaltung der Bewirtschaftungsauflage als unmöglich bzw. unzumutbar erscheinen liessen. Entgegen der Vorinstanz seien insbesondere die exogenen Gründe nicht vorhersehbar gewesen. Aber auch mit Bezug auf die endogenen Gründe, insbesondere die Sanierungsbedürftigkeit der gesamten Gebäudestruktur, treffe zwar zu, dass jedes Gebäude früher oder später das Ende seines ökonomischen Horizonts erreiche. Gerade deshalb müsse indessen das Konzept der Unvorhersehbarkeit im Zusammenhang mit der Bedeutung und dem ökonomischen Gewicht, welche die Bewirtschaftungsauflage für die davon belasteten Eigentümer darstelle, interpretiert werden. Jedenfalls dann, wenn wie hier die erforderlichen Erneuerungsarbeiten ein bestimmtes Ausmass überschritten, müssten die erforderlichen Investitionen als unvorhersehbar qualifiziert werden. Im vorliegenden Fall müssten aber die Eigentümer der mit einer Bewirtschaftungsauflage belasteten Appartements, damit das Hotel die Chance erhielte, wieder rentabel geführt zu werden, nicht nur auf die Aussicht, einen Profit aus ihren Wohnungen zu erzielen, verzichten, sondern darüber hinaus in Kauf nehmen, dass der Hotelbetrieb weiterhin Verluste erziele und damit in die Substanz ihres Eigentums eingegriffen werde.