Citation: 2C_1027/2020 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz hat erwogen, dass die kommunale Regelung den Anforderungen an das abgaberechtliche Legalitätsprinzip genüge, da das formelle Gesetz (der auf das WNVG/LU gestützte Übertragungsvertrag zusammen mit dem Wasserreglement) sowohl das Abgabesubjekt (die Wasserbezüger) als auch das Abgabeobjekt (der Anschluss eines Hauses an das Leitungsnetz der Wasserversorgungs-Genossenschaft) hinreichend bestimme. Die Grundzüge der Bemessung seien sodann ebenfalls bereits in der formell-gesetzlichen Grundlage angelegt. So werde vorgeschrieben, dass sich die Berechnung an der Gebäudeversicherungssumme zu orientieren habe, es werde ein Maximalbetrag festgelegt (1.5 % der Gebäudeversicherungssumme, vgl. Art. 8 Abs. 3 Übertragungsvertrag) und es werde verlangt, dass die Gebühr verursachergerecht und kostendeckend ausgestaltet werde. Damit gewährleiste der Gesetzgeber die Bestimmtheit und Vorhersehbarkeit der Gebührenhöhe in hinreichender Art und Weise. Der verbleibende Spielraum habe an die Genossenschaft delegiert werden dürfen, wobei diese jedoch an das Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip gebunden bleibe. Die Festsetzung der Anschlussgebühr auf den formell-gesetzlich festgelegten Maximalbetrag von 1.5 % der Gebäudeversicherungssumme ohne Möglichkeit einer Abweichung im Einzelfall reize zwar den Spielraum der Delegationsnorm aus, befinde sich aber dennoch in ihrem Rahmen, solange das Äquivalenz- und das Kostendeckungsprinzip erfüllt seien (vgl. angefochtenes Urteil E. 5.3).