Citation: 8C_140/2008 25.02.2009 E. 6.3

6.3.1 Das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88 mit Hinweisen). 6.3.2 In casu kann offen bleiben, ob hinsichtlich der Steuerfrage eine vorinstanzliche Gehörsverletzung vorliegt. Denn selbst wenn dies zuträfe, kann dieser Mangel im letztinstanzlichen Verfahren geheilt werden, wenn das Bundesgericht nur eine reine Rechtsfrage zu beurteilen hat (vgl. BGE 107 V 246 E. 3 S. 249; ZAK 1984 S. 171 E. 2c; Urteil I 371/05 vom 1. September 2006, E. 7.3 mit weiteren Hinweisen). Die Frage, ob Steuern zusätzlich als Ausgaben neben den im Sinne von Art. 3b ELG anerkannten zu berücksichtigen sind, stellt eine reine Rechtsfrage dar, die das Bundesgericht uneingeschränkt beurteilen kann.