Citation: 8C_451/2018 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz stellte weiter fest, die Verwaltung habe sich in ihrer rentenzusprechenden Verfügung vom 3. November 2011 auf die Einschätzung des psychiatrischen Gutachters Dr. med. C.________ vom 4. Februar 2011 gestützt. Dieser habe mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradig ausgeprägte depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) vor dem Hintergrund akzentuierter Persönlichkeitszüge (emotional-instabil; ICD-10 Z73.1) diagnostiziert und der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für jedwede Tätigkeit unter den Bedingungen der freien Wirtschaft attestiert. Mit Blick auf die Diagnosen und die erhobenen Befunde lasse sich eine rechtlich relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehen, zumal nach damaliger Rechtsprechung leichte bis höchstens mittelschwere depressive Leiden grundsätzlich als therapeutisch angehbar gegolten hätten. Die mittels Verfügung vom 4. November 2011 zugesprochene Rente sei somit zweifellos unrichtig gewesen, weshalb die Revisionsverfügung vom 10. August 2017 mit der substituierten Begründung der Wiedererwägung zu schützen sei. Hinzu komme, dass Dr. med. C.________ im Gutachten vom 4. Februar 2011 angegeben habe, in etwa drei bis vier Monaten sollte unter Fortführung der psychiatrisch-psychotherapeutischen und medikamentösen Behandlung ein Rückgang der depressiven Symptomatik erreicht werden können, was zumindest eine Teilarbeitsfähigkeit (50 %) in einer ruhigen, stressarmen Tätigkeit ermöglichen sollte. Dies habe auch RAD-Arzt Dr. med. E.________ am 4. Juli 2011 bestätigt. Dennoch habe die IV-Stelle in der Folge ohne Weiteres der Beschwerdeführerin am 3. November 2011 eine ganze Rente zugesprochen, was ebenfalls zweifellos unrichtig sei.