Citation: 6B_794/2016 E. 2.3.2

2.3.2. Der Verzicht auf die Einvernahme des Finanzberaters E.________ als Zeuge verletzt den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör nicht. Aufgrund der tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Instanzen ist erstellt, dass der Beschwerdeführer um den wirklichen Kaupreis für die Liegenschaft wusste. Damit war er sich im Klaren darüber, dass der beurkundete Kaufpreis von CHF 300'000.-- nicht dem tatsächlichen Preis entsprach, sondern dass der Kaufvertrag simuliert war. Gleichzeitig lag nach den Feststellungen der Vorinstanz faktisch keine Baubindung vor und war eine solche von den Parteien auch nicht gewollt (angefochtenes Urteil S. 19). Eine Baubindung (Unternehmensklausel, Bauverpflichtung) liegt vor, wenn der Käufer eines Grundstücks dem Verkäufer verspricht, diesem oder einem Dritten die entgeltliche Ausführung bestimmter Bauarbeiten auf dem Grundstück zu übertragen. Die Klausel begründet die Verpflichtung des Käufers zum Abschluss eines künftigen Bauwerkvertrages über die betreffenden Arbeiten. Sie muss hinreichend bestimmt sein, d.h. sie muss die wesentlichen Punkte des künftigen Bauwerkvertrages so umschreiben, dass sie zumindest bestimmbar sind (PETER GAUCH, Der Werkvertrag, 5. Aufl. 2011, N 416, 420 ff.). In diesem Zusammenhang kann zunächst offenbleiben, ob sich der Hinweis des Beschwerdeführers, bei einer Baubindung müssten die Renovationskosten von CHF 110'000.-- deklariert werden, auf den Grundstückskaufvertrag (angefochtenes Urteil S. 25; Untersuchungsakten act. 23 f.) oder die Handänderungsabgabe bezieht (Beschwerde S. 15). Jedenfalls hat E.________ nach den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz nicht gewollt, dass die Renovationskosten im Kaufvertrag erwähnt würden (angefochtenes Urteil S. 14 f.; Untersuchungsakten act. 25, 432). Aufgrund des Umstands, dass der Beschwerdeführer nach seinen eigenen Aussagen intensiv mit B.A.________ über den Kaufpreis und die Renovationskosten gesprochen, aber dennoch keine Baubindung im Sinne eines mit der Verkäuferschaft abgeschlossenen Werkvertrages oder Auftrages in den Kaufvertrag aufgenommen hat, durfte die Vorinstanz ohne Willkür annehmen, es habe weder einen zulässigen Grund für die Zahlung noch für den unmittelbaren Rückfluss des Betrages von CHF 110'000.-- gegeben und der Beschwerdeführer habe keinen Anlass gehabt, von einer Baubindung auszugehen (angefochtenes Urteil S. 21). Dies ergibt sich im Wesentlichen auch aus dem Schreiben vom 4. Juli 2005, das dem Beschwerdeführer in Kopie zugegangen ist. Danach sollte der Anteil an die Renovationskosten von CHF 110'000.-- dem Käufer zurückvergütet werden, was sich nicht mit der Annahme vereinbaren lässt, die Renovationsarbeiten hätten von den Parteien gemeinsam realisiert werden sollen. An diesem Ergebnis vermöchte auch eine Einvernahme von E.________ nichts zu ändern, auch wenn zutreffen sollte, dass die Erhöhung des Kaufpreises auf CHF 300'000.-- auf dessen Initiative zurückging. Letztlich wird mit dem Antrag auf Einvernahme von E.________ leidiglich die Beweiserhebung über Tatsachen verlangt, welche bekannt und rechtsgenüglich nachgewiesen sind (angefochtenes Urteil S. 18; Untersuchungsakten act. 302 f.; 387). Dem Umstand, dass sich eine Vorladung wegen der Abmeldung von E.________ ins Ausland von vornherein als unmöglich erweist, wie die Vorinstanz annimmt (Untersuchungsakten act. 512 f.), kommt bei diesem Ergebnis keine eigenständige Bedeutung zu. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.