Citation: 1C_117/2020 E. 5.5

5.5. Gemäss dem angefochtenen Entscheid übernahm die Beschwerdeführerin das Grundstück bei der Erbteilung entweder zum Marktpreis, der um die im damaligen Zeitpunkt latenten Sanierungskosten reduziert war, oder es hätte ihr dieser Wert angerechnet werden müssen. Gemäss Art. 617 ZGB sind den Erben Grundstücke zum Verkehrswert anzurechnen, der ihnen im Zeitpunkt der Teilung zukommt. Als Verkehrswert gilt der Marktwert, d.h. der Wert, der bei einer Veräusserung an einen unabhängigen Dritten als Erlös erzielt würde (Urteil des Bundesgerichts 5A_141/2007 vom 21. Dezember 2007 E. 4.1.3). Welches der genaue Marktwert im Zeitpunkt der Erbteilung am 30. September 2010 war, ist nicht bekannt. Gemäss der amtlichen Schätzung des kommunalen Steueramts vom 3. September 2014 betrug er im Jahr 2014 Fr. 1'020'000.--. Dass das Verwaltungsgericht für diese Steuerschätzung davon ausging, die Wertverringerung durch die Altlasten sei nicht berücksichtigt, ist weder offensichtlich unrichtig noch wird das von der Beschwerdeführerin nachvollziehbar beanstandet. Vielmehr anerkennt sie selbst, dass das belastete Grundstück vor der Sanierung nur zu einem um den latenten Sanierungskostenanteil reduzierten Marktpreis verkauft werden könnte. Im Übrigen wäre die Beschwerdeführerin verpflichtet gewesen, die entsprechenden Belege anzubieten, falls ein anderer Liegenschaftswert bei der Erbteilung angewendet worden wäre. Die Annahme des Verwaltungsgerichts, massgeblich sei der Marktwert, ist daher nicht zu beanstanden. Damit ist auch der entsprechenden Rüge einer unrichtigen Sachverhaltsfeststellung der Boden entzogen (vgl. vorne E. 2.4).