Citation: 4C.254/2005 28.09.2005 E. 1

Das Bundesgericht verlangt in ständiger Praxis bei der Berufung im Sinne von Art. 43 ff. OG die Bezifferung der Geldsumme, zu deren Zahlung die Gegenpartei verpflichtet werden soll. Dies wird aus Art. 55 Abs. 1 lit. b OG abgeleitet, wonach in der Berufungsschrift genau anzugeben ist, welche Punkte des Entscheides angefochten und welche Abänderungen beantragt werden. Blosse Anträge auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur neuen Entscheidung sind grundsätzlich ungenügend und haben das Nichteintreten auf die Berufung zur Folge. Ein blosser Rückweisungsantrag ist nach der Praxis des Bundesgerichts jedoch dann ausreichend, wenn das Bundesgericht nicht selbst ein Endurteil fällen kann, sondern die Sache zu weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurückweisen muss (BGE 125 III 412 E. 1b S. 414). Der Kläger macht zwar in der Berufungsschrift (S. 19) geltend, die Sache müsse zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanz zurückgewiesen werden, weil die von ihm vorgebrachten Sachbehauptungen bezüglich geleisteter Überstunden von der Beklagten im kantonalen Verfahren bestritten worden seien. Das reicht indessen für eine Rückweisung nicht aus. Die Vorinstanz ist in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Ergebnis gekommen, dass der Arbeitnehmer die Leistung von nicht angeordneten Überstunden melden muss, wenn der Arbeitgeber aufgrund der gegebenen Umstände die Notwendigkeit von Überstunden nicht erkennen muss und keine Möglichkeit hat nachzuprüfen, ob der Arbeitnehmer tatsächlich Überstunden leistet. Soweit der Kläger die dieser rechtlichen Beurteilung zugrunde liegenden tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz kritisiert, ist darauf im Berufungsverfahren nicht einzutreten (Art. 63 Abs. 2 und Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Unter diesen Umständen hat die Vorinstanz vom Kläger zu Recht die Substanziierung der Behauptungen verlangt, dass die Beklagte ausdrücklich die Leistung von Überstunden angeordnet oder der Kläger die nicht angeordneten Überstunden rechtzeitig der Beklagten gemeldet hat. Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung des Sachverhaltes fällt damit ausser Betracht, womit auf die Berufung wegen des mangelhaften Antrags nicht einzutreten ist.