Citation: 7B_74/2022 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer kritisiert das Gutachten des Forensischen Instituts Zürich zur Auswertung der Videoaufzeichnung in Bezug auf die Geschwindigkeit und den Abstand seines Fahrzeugs im Tatzeitpunkt. Dabei wiederholt er in den Rz. 16-25 seiner Beschwerdeschrift an das Bundesgericht zunächst seine vorinstanzlich vorgebrachten Rügen gegenüber der Würdigung dieses Gutachtens durch die erste Instanz. Erst in den Rz. 26-36 der Beschwerde bezieht er sich auf die hier zur Beurteilung stehende Würdigung der Vorinstanz. Dabei gelingt es ihm aber nicht, Willkür aufzuzeigen: Er präsentiert seine Kritik am Gutachten vielmehr wie in einem Plädoyer vor einer Berufungsinstanz, als ob dem Bundesgericht freie Kognition in Tatfragen zukäme. Er übersieht, dass das Bundesgericht keine dritte Sachinstanz ist und damit auch ein Gutachten nicht von Grund auf frei würdigen kann. Wenn der Beschwerdeführer der vorinstanzlichen Würdigung lediglich seine eigene gegenüberstellt, ist damit noch keine Willkür dargetan. Die Willkürrüge ist unbegründet, soweit sie überhaupt hinreichend substanziiert ist, womit auch die Rüge betreffend die Verwirklichung des objektiven Tatbestands von Art. 90 Abs. 2 SVG ins Leere zielt (Rz. 38 - 43 der Beschwerdeschrift). Was schliesslich die Rüge betreffend den subjektiven Tatbestand anbelangt (Rz. 44), belässt es der Beschwerdeführer bei der Behauptung, er sei sich "keiner Gefährdung bewusst" gewesen, was in den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen jedoch keine Stütze findet und somit unbeachtlich bleibt.