Citation: C 277/00 11.06.2001 E. 3

3.- a) Um Sanktionen im arbeitslosenversicherungsrechtlichen Sinne nach sich zu ziehen, müssen die ungenügenden Arbeitsbemühungen kausal für die verlängerte Arbeitslosigkeit sein. Dies ist nicht der Fall, wenn der Versicherte trotzdem innert nützlicher Frist eine neue Stelle findet (ARV 1990 Nr. 20 S. 132; Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. Soziale Sicherheit, Rz 700). Es stellt sich somit die Frage, ob bei einer zweimonatigen Kündigungsfrist und einer viermonatigen Arbeitslosigkeit durch intensivere und somit quantitativ genügende Arbeitsbemühungen die Arbeitslosigkeit früher hätte beendet werden können. b) Das Amt für Arbeit legt glaubhaft dar, dass auch in den Wintermonaten 1999 offene Dauerstellen im Baugewerbe ausgeschrieben waren. Namentlich werden acht dem RAV gemeldete und dem Versicherten zumutbare Stellen aufgelegt. Es ist daher entgegen der Ansicht der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Arbeitslosigkeit bei vermehrten Arbeitsbemühungen - trotz der schwankenden Arbeitsmarktlage im Baugewerbe - früher hätte beendet werden können. Aufgrund einer am 12. Oktober 1999 (und damit in der fraglichen Zeit) getätigten Stellenbewerbung fand der Beschwerdegegner zwar erfolgreich per 1. März 2000 eine neue Stelle; bei einer vier Monate dauernden Arbeitslosigkeit kann jedoch in dem hier zu beurteilenden Fall, insbesondere unter Berücksichtigung der sehr guten Qualifikationen als Maurer, Polier und Handelsschulabsolvent nicht bejaht werden, dass der Versicherte - im Sinne der dargelegten Rechtsprechung - innert nützlicher Frist eine Vollzeitstelle gefunden hat. Vielmehr sind die mangelhaften Arbeitsbemühungen als kausal für die Dauer der Arbeitslosigkeit anzusehen, sodass eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung zu Recht erfolgte. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdegegner in diesen vier Monaten bei seiner neuen Arbeitgeberin eine Zwischenverdiensttätigkeit ausübte. Dieser Umstand fand vielmehr richtigerweise bei der masslichen Festsetzung der Einstellungsdauer Beachtung. c) Die verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung von 8 Tagen, somit im mittleren Bereich des leichten Verschuldens (Art. 45 Abs. 2 lit. a AVIV), lässt sich auch in Berücksichtigung der durch die Militär- und Ferienabwesenheit eingeschränkten Stellensuche im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 OG) nicht beanstanden.