Citation: 5A.14/2003 20.08.2003 E. 4

4.1 Als Folge werden verschiedene Vorbringen der Beschwerdeführer gegenstandslos, namentlich dasjenige, die Geschäftsführung könne gar nicht mehr dem Stiftungsbeistand obliegen, nachdem der Stiftungsrat wieder ordentlich besetzt worden sei. 4.2 Bestehen bleibt jedoch zum einen die Behauptung, das EDI sei nach Erlass der Bundesgerichtsurteile vom 20. August 2002 untätig geblieben. Indes verkennen die Beschwerdeführer bei ihrer - wie die Vernehmlassung des EDI zeigt, ohnehin unberechtigten - Kritik, dass die Amtsführung bzw. Vorgehensweise der Stiftungsaufsicht als solche nicht Beschwerde- bzw. Anfechtungsobjekt einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde sein kann. Sie hätten für ihre Anliegen - wenn schon - eine Rechtsverzögerungsbeschwerde erheben (Art. 97 Abs. 2 OG) oder vorliegend entsprechende Anträge stellen müssen. Darauf ist nicht einzutreten. 4.3 Nicht hinfällig ist zum anderen die Rüge, das EDI habe mit Ziff. 4 seines Entscheides nicht nur den neuen Stiftungsräten, sondern ohne Differenzierung auch dem langjährigen Stiftungsratsmitglied Alexander von Senger einen Maulkorb verpasst. Es sei abstrus, dass die Stiftungsaufsicht nun auch jenen faktisch sämtlicher Rechte als Stiftungsrat beraube. Diese Vorwürfe sind indessen unberechtigt: Wie die von ihm ernannten Stiftungsräte ist auch Alexander von Senger selbst im Handelsregister als mit dem Stiftungsbeistand kollektivzeichnungsberechtigt eingetragen. Dies hat ihn jedoch ebenso wenig wie die anderen Stiftungsräte gehindert, ohne dessen Mitwirkung, ja ohne dessen Wissen die Tagesgeschäfte an sich zu reissen und als erste Handlungen Handelsregistereinträge und eine Postumleitung zu veranlassen sowie die Banken um Zustellung sämtlicher Unterlagen und Bereinigung der Unterschriftenkarten zu bitten. Die von den Stiftungsräten ohne Umschweife eingeleiteten Schritte lassen vermuten, dass sie in keiner Weise gedachten, den kollektivzeichnenden Stiftungsbeistand in irgendeiner Form in ihr Handeln mit einzubeziehen oder gar mit ihm zusammenzuarbeiten. Entsprechend war das Verbot, ohne Einverständnis des Stiftungsbeistandes im Namen der Stiftung Handlungen selbständig vorzunehmen oder vor Dritten aufzutreten, auch gegenüber Alexander von Senger gerechtfertigt. Entgegen der Kritik der Beschwerdeführer war das EDI schliesslich befugt, im Widerhandlungsfall die Straffolgen von Art. 292 StGB anzudrohen (BGE 99 Ib 255 E. 4 S. 259 f.).