Citation: 6B_155/2023 E. 1.4.3

1.4.3. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass aufgrund gestiegener Verlustscheinforderungen nicht unbesehen auf eine Verschlechterung seiner finanziellen Situation geschlossen werden könne. Vielmehr sei davon auszugehen, dass sich im Gegenzug die in Betreibung gesetzten Forderungen verringert hätten. Abgesehen davon stelle die Vorinstanz zutreffend fest, dass er seit seiner Einreise in die Schweiz durchgehend einer Erwerbstätigkeit nachgegangen sei, sein Lohn gepfändet werde und seine Unterhaltspflichten dadurch bezahlt würden. Die Vorinstanz schliesst den Aspekt der wirtschaftlichen Integration des Beschwerdeführers in der Schweiz in ihre Erwägungen ein. Sie hält fest, er sei seit seiner Einreise mit Ausnahme eines unfallbedingten Unterbruchs mehr oder weniger durchgehend einer Erwerbsarbeit nachgegangen, wobei ein häufiger, fast jährlicher Stellenwechsel festzustellen sei (insgesamt 13 Stellenwechsel). Aktuell sei er bei der 2022 gegründeten und von seiner zweiten Ehefrau geführten E.________ GmbH angestellt. Die Vorinstanz attestiert dem Beschwerdeführer infolgedessen eine gewisse berufliche Integration. Sie berücksichtigt auch seine in all den Jahren angehäuften Schulden, die sie als sehr hoch einschätzt. Gegen ihn laufe eine Lohnpfändung. Im Leumundsbericht vom 30. Januar 2019 seien gestützt auf den damaligen Betreibungsregisterauszug Betreibungen in der Höhe von Fr. 195'333.45 und Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 110'508.50 festgehalten worden. Gemäss Verfügung des Amtes für Migration vom 12. August 2020 hätten sich alleine die damals offenen 29 Verlustscheine auf Fr. 138'978.80 belaufen. Die diesbezügliche vorinstanzliche Erkenntnis, die finanzielle Situation des Beschwerdeführers habe sich damit weiter verschlechtert, ist nicht zu beanstanden, zumal nicht ersichtlich ist, was der Beschwerdeführer mit seinem Einwand für sich ableiten will, bestreitet er doch den Bestand seiner Schulden nicht. Auch spricht die gestiegene Verlustscheinforderung gegen sein Vorbringen, er werde mit sinkenden Unterhaltsverpflichtungen seine Schulden noch vollständig abbezahlen können, geht doch mit einem Verlustschein, die amtliche Bestätigung einher, dass in der Zwangsvollstreckung gegen den Schuldner keine oder nur ungenügende Deckung der Forderung erzielt werden konnte (Art. 149 Abs. 1 SchKG; BGE 147 III 358 E. 3.1 mit Hinweis).