Citation: 6P.47/2003 28.11.2003 E. 5

Zuletzt macht der Beschwerdeführer eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" als Beweiswürdigungsregel geltend. Insofern geht seine Beschwerde nicht über die Rüge der willkürlichen Beweiswürdigung hinaus (vgl. E. 4). Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass der Umstand, wonach der Beschwerdeführer bei der Untersuchung des Geschädigten am Kopf keine Schürfungen oder sonstigen äusseren Verletzungen festgestellt hat, keine schwerwiegenden Zweifel am sorgfaltswidrigen Handeln des Beschwerdeführers begründet. Dass er die bei der zweiten Einlieferung des Geschädigten nachgewiesene Prellmarke am Kopf übersehen hätte, wirft ihm das Kantonsgericht nicht vor. Es folgt hier zugunsten des Beschwerdeführers den Ausführungen des IRM Zürich, wonach bekannt sei, dass Quetschungen (Prellungen) im frischen Zustand unter Umständen kaum erkennbar sein könnten, da die charakteristische blutungsbedingte Verfärbung in frischem Zustand oft nicht vorhanden sei (act. 34 S. 2). Sind solche Prellungen nicht in jedem Fall sofort erkennbar, darf somit umgekehrt daraus, dass sie bei einer ersten Untersuchung nicht erkannt werden, nicht darauf geschlossen werden, sie seien mit Sicherheit nicht vorhanden. Unbegründet ist die Beschwerde, soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" als Beweislastregel rügt. Dass das Kantonsgericht auf die Einholung eine Obergutachtens ohne Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör und ohne in Willkür zu verfallen verzichten durfte, ist bereits ausgeführt worden (vgl. oben E. 2.4). Unter dem Gesichtspunkt der Unschuldsvermutung ergibt sich hier nichts anderes. Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.