Citation: 2A.41/2003 02.06.2003 E. 4

Aus Art. 8 Ziff. 1 EMRK (und Art. 13 Abs. 1 BV), aus dem sich allenfalls ein Anspruch auf Erteilung oder Erneuerung einer Aufenthaltsbewilligung, nicht jedoch auf eine Niederlassungsbewilligung ergeben kann, folgt nichts anderes: Vorausgesetzt wird zunächst, dass eine familiäre Beziehung tatsächlich gelebt wird und intakt ist (BGE 126 II 377 E. 2b/aa S. 382; 122 II 1 E. 1e S. 5). Angesichts der oben geschilderten besonderen familiären Situation könnte dies bereits zweifelhaft sein. Ungeachtet dessen kann gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK in das Rechtsgut des Familienlebens eingegriffen werden, falls dies gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutze der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig erscheint. Im Hinblick auf obige Ausführungen (E. 2 und 3) hält die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung vor Art. 8 EMRK stand, da sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht (Art. 17 Abs. 2 letzter Satz ANAG) und alle hiernach massgeblichen Gesichtspunkte im Rahmen der Interessenabwägung gebührend berücksichtigt wurden.