Citation: BGE 128 V 29 E. 4c

Für die Bemessung des wirtschaftlichen Werts einer Tätigkeit liegt es nahe, von den diesbezüglichen, möglichst einzelfallbezogenen Ansätzen auszugehen; diese könnten etwa bei den branchenspezifischen Berufsverbänden erfragt werden. Die konkrete erwerbliche Gewichtung sieht für Fälle wie den vorliegenden wie folgt aus: Tätigkeit T (Anteil an B (Behinderung s (Ansatz Gesamttätigk.) in Tätigkeit) in Fr./h) Geschäftsführer 25% 0% ? Fr./h Coiffeur 75% 50% ? Fr./h T1 x B1 x s1 + T2 x B2 x s2 ----------------------------------- = Invaliditätsgrad T1 x s1 + T2 x s2 Dabei entspricht T dem Anteil der entsprechenden Tätigkeit an der Gesamttätigkeit (= T1 + T2 = 100%) in Prozenten, B der Arbeitsunfähigkeit in der jeweiligen Tätigkeit in Prozenten und s dem Lohnansatz für die betreffende Tätigkeit. BGE 128 V 29 S. 34