Citation: 8C_257/2015 E. 3.2

3.2. Wird die Frage nach einer anspruchsrelevanten Veränderung des Sachverhalts im Sinne einer revisionsbegründenden erheblichen Gesundheitsveränderung - wie hier - bejaht, ist der Invaliditätsgrad auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu ermitteln (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10 f. und E. 6 S. 13; E. 2.2 hiervor). Damit ist der vorinstanzliche Entscheid insoweit bundesrechtswidrig, als das kantonale Gericht in Bezug auf die somatischen Beschwerden keine neue Beurteilung zuliess mit der Begründung, nur die psychische Situation habe sich verbessert. Dementgegen ist, wie dargelegt, nach Bejahung eines Revisionsgrundes im Rahmen der vorzunehmenden Neueinschätzung von Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit die gesundheitliche Gesamtsituation zu würdigen. Da die Vorinstanz es aufgrund ihrer unzutreffenden rechtlichen Auffassung unterlassen hat, den gesamten medizinischen Sachverhalt (einschliesslich der somatischen Beschwerden) zu prüfen und die daraus resultierende Arbeitsfähigkeit neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu ermitteln, ist die vorinstanzliche Feststellung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte, mehrheitlich sitzende Tätigkeit, gestützt auf die Einschätzung des Dr. med. E.________, Spezialarzt für physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, im zu Handen der Abklärungsstelle F.________ erstellten rheumatologischen Konsilium vom 22. März 2002 für das Bundesgericht nicht verbindlich. Stichhaltiges, das gegen die Zuverlässigkeit und Beweiskraft des polydisziplinären Gutachtens der Abklärungsstelle B.________ vom 6. Januar 2014 spricht, vermag der Beschwerdegegner nicht vorzubringen. Anlass für seine letztinstanzlich beantragte Rückweisung zu weiteren Sachverhaltsabklärungen besteht nicht. Mit der Beschwerdeführerin ist auf die nachvollziehbare, schlüssige Arbeitsfähigkeitsbeurteilung aus polydisziplinärer Sicht der Gutachter in der Expertise vom 6. Januar 2014 abzustellen. Danach ist der Versicherte für leidensangepasste Tätigkeiten (wechselseitige, leichte, bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten mit Heben bis 10-15 kg, unter Vermeidung von Zwangshaltungen und starken Kälte- und Nässeexpositionen) bei einer 20%igen Leistungsminderung hinsichtlich einer Vollzeittätigkeit, ganztägig arbeitsfähig.