Citation: 6B_1263/2020 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, das von der C.________ AG liberierte Aktienkapital sei der D.________ AG bloss darlehensweise zur Verfügung gestellt worden. Der Beschwerdeführer habe folglich von Anfang an beabsichtigt, dass das von der C.________ AG liberierte Aktienkapital fast vollumfänglich wieder an diese zurückfliesse. Die an der Hauptverhandlung vorgetragene Behauptung des Beschwerdeführers, wonach mit den Fr. 49'000.-- Projekte im Wert von Fr. 5 Mio. von der C.________ AG gekauft worden seien, erscheine als nachgeschoben und unglaubhaft (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.4 S. 9; Vernehmlassung der Vorinstanz vom 25. August 2022 zu Ziff. 2.2 S. 2). Die D.________ AG habe mit der Zahlung keine Gegenleistung bzw. keinen rechtlichen Anspruch an den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Projekten erhalten. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers könne insofern nicht von einem Aktiventausch ausgegangen werden (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.4 S. 9 i.V.m. E. 4.4 S. 12 f. und E. 4.5 S. 14; Vernehmlassung der Vorinstanz vom 25. August 2022 zu Ziff. 2.2 S. 2 mit Verweis auf ihre Ausführungen zu Ziff. 2.3). Wäre die Übertragung der Fr. 49'000.-- für den Kauf dieser Projekte erfolgt, wären durch die erfolgte Barliberierung zudem die erhöhten Anforderungen für eine Sacheinlage gemäss Art. 634 ff. OR umgangen worden, da dieser Tausch von Anfang an beabsichtigt gewesen wäre. Das liberierte Aktienkapital sei von Anfang an nicht dazu gedacht gewesen, der D.________ AG zur ausschliesslichen Verfügung zu stehen. Damit liege ein klassischer Gründungsschwindel vor. Der Beschwerdeführer habe sich der mehrfachen Erschleichung einer falschen Beurkundung, der Urkundenfälschung und der unwahren Angaben über kaufmännische Gewerbe schuldig gemacht (vgl. angefochtenes Urteil E. 3.4 S. 9; Vernehmlassung der Vorinstanz vom 25. August 2022 zu Ziff. 2.2 S. 2).