Citation: 9C_446/2022 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz bejahte einen Revisionsgrund, weil es im Vergleich zur Verfügung vom 5. Januar 2012 (als Referenzzeitpunkt) insofern zu einer relevanten Veränderung des Gesundheitszustandes gekommen sei, als der Beschwerdeführer neu an einer koronaren Herzerkrankung leide, welche seine Arbeitsfähigkeit zusätzlich beeinträchtige. Im Rahmen der deshalb vorzunehmenden umfassenden Prüfung des Rentenanspruchs stellte sie gestützt auf das von ihr als beweiskräftig erachtete ZMB-Gutachten fest, dass der Beschwerdeführer aufgrund der dargelegten multiplen Diagnosen (chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, chronisches zervikovertebrogenes Syndrom, chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, koronare 2-Gefässerkrankung, Umbilikalhernien- und Narbenhernienrezidiv bei Status nach mehreren Hernienoperationen) in der angestammten und jeder anderen angepassten Tätigkeit spätestens seit September 2016 50 % arbeitsfähig sei. Aus den vom Beschwerdeführer nach der Gutachtenserstattung eingereichten Berichten ergebe sich keine zusätzliche dauerhafte Verschlechterung der gesundheitlichen Verhältnisse. Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen könne mit der IV-Stelle von einer optimalen Eingliederung des Beschwerdeführers in seiner aktuellen Tätigkeit als Geschäftsführer der B.________ AG ausgegangen werden. Daran ändere nichts, dass der Beschwerdeführer geltend mache, die angestammte Tätigkeit bestehe "nicht mehr in dieser Form". Auch wenn der Beschwerdeführer den Betrieb aus (invaliditätsfremden) Gründen (wie der Konjunkturlage und dem Verlust von Grosskunden an die ausländische Konkurrenz) umgestellt und neu ausgerichtet habe, sei er nach wie vor Geschäftsführer der B.________ AG, habe zwei Mitarbeitende und erledige während rund vier Stunden pro Tag die administrativen sowie leichtere Arbeiten (wie das Einstellen des Lichts, das Wechseln kleinerer Räder, Filter-/ Ölwechsel und das Auswechseln von Bremsbelägen). Es gäbe weder Anhaltspunkte noch sei vorgebracht, dass der Betrieb nicht mehr existiere, denn gemäss dem Auszug aus dem Individuellen Konto beziehe der Beschwerdeführer immer noch Einkommen von der B.________ AG, die gemäss Handelsregister weiterhin aktiv sei. Da diese Tätigkeit auch nach der Einschätzung der ZMB-Gutachter leidensangepasst sei und der Beschwerdeführer mithin optimal eingegliedert, erübrige es sich, anderweitige Möglichkeiten der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit zu prüfen und könne die Invaliditätsbemessung anhand eines Prozentvergleichs erfolgen. Dieser ergebe einen unveränderten Rentenanspruch.