Citation: 6B_532/2018 E. 2.3

2.3. Gemäss Art. 217 Abs. 1 StGB wird auf Antrag bestraft, wer seine familienrechtlichen Unterhalts- oder Unterstützungspflichten nicht erfüllt, obschon er über die Mittel dazu verfügt oder verfügen könnte. Für die Strafbarkeit wird nicht vorausgesetzt, dass die unterhaltsberechtigte Person auf die Leistung angewiesen ist (BGE 71 IV 195; Urteil 6P.44/2005 vom 27. Mai 2005 E. 4.1; Stefan Trechsel, in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N. 11 zu Art. 217 StGB; Ulrich Weder, in: Donatsch et. al [Hrsg.], StGB, JStG Kommentar mit weiteren Erlassen und Kommentar zu den Strafbestimmungen des SVG, BetmG und AuG/AIG, 20. Aufl. 2018, N. 10 zu Art. 217 StGB; Stratenwerth/Bommer, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil II: Straftaten gegen Gemeininteressen, 7. Aufl. 2013, § 26 N. 30).