Citation: 7B_692/2023 E. 3.4

3.4. Der Vorinstanz kann im Ergebnis, nicht aber in der Begründung, zugestimmt werden. Wie bereits dargelegt wurde, ist die Vorinstanz zu Unrecht nicht auf die Beschwerde des Beschwerdeführers, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________ und erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Kenad Melunovic Marini, eingetreten (vgl. E. 2 hiervor). Dem Beschwerdeführer sind unbesehen davon im vorinstanzlichen Verfahren keine entschädigungspflichtigen Aufwendungen im Sinne von Art. 436 Abs. 2 StPO entstanden. Bis zum Abschluss des Beschwerdeverfahrens nahm Rechtsanwalt B.________ weiterhin die Funktion als amtlicher Verteidiger des Beschwerdeführers wahr. Entsprechend handelte es sich bei Rechtsanwalt Kenad Melunovic Marini im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren um den erbetenen Verteidiger des Beschwerdeführers (vgl. E. 2 hiervor). Der Beschwerdeführer liess sich damit von zwei Verteidigern vertreten, was grundsätzlich zulässig ist (Urteil 1B_424/2020 vom 15. Dezember 2020 E. 2.3 mit Hinweisen). Entschädigt gemäss Art. 436 Abs. 2 StPO werden analog zu Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO die angemessenen Aufwendungen für die Ausübung der Verteidigungsrechte. Es handelt sich vorliegend nicht um eine aussergewöhnliche Fallkonstellation, welche komplexe tatsächliche oder rechtliche Fragen aufwirft, die den Beizug eines zweiten Verteidigers erfordern würde. Dies macht der Beschwerdeführer denn auch nicht ansatzweise geltend: In seiner Beschwerdeschrift äussert er sich mit keinem Wort dazu, weshalb eine doppelte Verteidigung geboten gewesen sein sollte. Der Beizug von Rechtsanwalt Kenad Melunovic Marini überschreitet den Rahmen einer angemessenen Verfahrensführung im Sinne von Art. 436 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 429 StPO, weshalb die daraus im Beschwerdeverfahren resultierenden Kosten nicht zu entschädigen sind.