Citation: 6B_967/2015 E. 4.3.2

4.3.2. Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann vor Bundesgericht nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willkürlich ist (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 140 III 264 E. 2.3 mit Hinweisen). Aus Art. 29 Abs. 2 BV ergibt sich der Anspruch, mit rechtzeitig und formgültig angebotenen Beweisanträgen und Vorbringen gehört zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (Urteil 6B_1192/2013 vom 17. Juni 2014 E. 2.3; Urteil 1A.50/2007 vom 11. März 2008 E. 2.2 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 134 II 97). Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt vor, wenn das Gericht auf die Abnahme beantragter Beweise verzichtet, weil es aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweis). Der Beschwerdeführer stellt nicht in Abrede, dass es bei der Kundgebung vom 21. September 2013 zu massiven Ausschreitungen kam. Ebenso wenig bestreitet er, dass die zweite Demonstration eine Reaktion zum Polizeieinsatz anlässlich der Veranstaltung vom 21. September 2013 gewesen sein soll. Die Vorinstanz durfte unter diesen Umständen ohne Willkür annehmen, dass auch am 19. Oktober 2013 mit strafbaren Handlungen zu rechnen war. Ebenso wenig verfällt die Vorinstanz in Willkür, wenn sie festhält, dass der Umstand, wonach die Polizei die Demonstranten am 19. Oktober 2013 gewähren liess und nicht mit einer massiven Präsenz vor Ort erschien, an dieser Einschätzung nichts ändere, zumal gerade der Einsatz der Polizei am 21. September 2013 von den Demonstranten als Ursache für die Ausschreitungen bezeichnet wurde. In dieser Hinsicht durfte die Vorinstanz in vorweggenommener Beweiswürdigung davon absehen, weitere Beweise in diesem Zusammenhang zu erheben, ohne dabei in Willkür zu verfallen. § 32c Abs. 2 lit. b PolG stellt eine ausreichende gesetzliche Grundlage für die Überwachung der Kundgebung vom 19. Oktober 2013 dar. Ob dies auch für Art. 306 StPO zutrifft, kann - wie bereits die Vorinstanz zutreffend erwägt - offenbleiben.