Citation: 6P.170/2004 03.05.2005 E. 8

Der Beschwerdeführer macht geltend, es dürfe ihm die Anwesenheit in der Schweiz aufgrund von Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 EMRK nicht untersagt werden. Seine privaten Interessen seien stärker zu gewichten als die öffentlichen Interessen. Zu Unrecht nehme die Vorinstanz an, er sei in der Schweiz nicht assimiliert. Die Entscheidung verstosse auch gegen Art. 41 StGB (Beschwerde S. 10 f.). Für die Beurteilung der Landesverweisung geht die Vorinstanz von der in BGE 123 IV 107 dargelegten Rechtsprechung aus. Darauf kann verwiesen werden (angefochtenes Urteil S. 114, 110). Der Beschwerdeführer lebt seit ca. 15 Jahren in der Schweiz. Im Februar 2001 heiratete er in seinem Heimatland Mazedonien seine Ehefrau, mit der er zwei Kinder im Alter von sieben und fünf Jahren hat. Im Zeitpunkt des erstinstanzlichen Urteils lebte seine Ehefrau noch in Mazedonien; jetzt hält sie sich in der Schweiz auf. Die Vorinstanz prüft, ob Art. 8 EMRK (sowie Art. 13 Abs. 1 BV, welche Bestimmung materiell der Garantie von Art. 8 EMRK entspricht; BGE 129 II 215 E. 4.2) einer Landesverweisung entgegensteht (angefochtenes Urteil S. 115 f.). Sie stellt fest, dass trotz des langjährigen Aufenthalts keine Verwurzelung in der Schweiz bestehe und dass der Beschwerdeführer eine enge Verbindung zu seinem Heimatland habe, wo seine Eltern wohnten. Ihn treffe ein sehr schweres Verschulden, und die öffentlichen Sicherheitsinteressen würden gegenüber seinen privaten Aufenthaltsinteressen überwiegen. Hinzu komme, dass seine Ehefrau und seine Kinder noch nicht einmal ein Jahr in der Schweiz lebten und von einer Verwurzelung daher keine Rede sein könne. Ihnen sei zuzumuten, in ihre Heimat zurückzukehren. Eine Landesverweisung von acht Jahren sei angemessen. Diese Beurteilung ist nicht zu beanstanden. Es bestehen nach den vorinstanzlichen Feststellungen keine intensiven - insbesondere auch keine familienrechtlichen - Beziehungen zur Schweiz, die einer Ausweisung entgegenstehen würden. Die Anordnung der Landesverweisung ist somit gerechtfertigt. Nicht zu beanstanden ist zudem die Nichtgewährung des bedingten Vollzugs der Landesverweisung. Die Vorinstanz stellt fest, dass der Beschwerdeführer als gewissenloser, innerhalb professioneller Strukturen handelnder Rechtsbrecher in Erscheinung getreten sei. Die einschlägige bedingte Vorstrafe von drei Monaten Gefängnis mit zwei Jahren Probezeit habe ihn nicht zur Einsicht gebracht. Denn kurz nach Ablauf der Probezeit habe er in noch weit schwererem Ausmass delinquiert, was sich negativ auf seine Bewährungsaussichten auswirke. Im Verfahren habe er weder Reue noch Einsicht bekundet. Es sei nicht erkennbar, dass er sich künftig - in Freiheit - anders verhalten würde als in der Vergangenheit. Eine gute Prognose sei unter diesen Vorzeichen nicht gegeben. Die Verweigerung des bedingten Vollzugs der Landesverweisung verletzt kein Bundesrecht (Art. 41 Ziff. 1 StGB).