Citation: 5C.183/2003 09.12.2003 E. 3

Für den Fall, dass die Erbquote der überlebenden Ehefrau sich tatsächlich nur auf einen Viertel belaufen sollte, beanstanden die Klägerinnen das vom Kantonsgericht der Verteilung zugrunde gelegte Nachlasssubstrat. Massgebend sei das auf Fr. 3'380'252.-- bezifferte (Gesamt-)Vermögen; es gehe nicht an, dass vorweg ein angebliches Sondervermögen von Fr. 845'063.-- abgezogen werde. 3.1 Die Vorinstanz weist bei der Bestimmung des zu verteilenden Nachlassbetrags auf den zwischen dem Erblasser und seiner ersten Ehefrau am 27.August 1957 geschlossenen Vertrag hin, worin der Güterstand der Gütergemeinschaft vereinbart worden sei. Gleichzeitig hätten die beiden sich auch darauf geeinigt, dass beim Tod des einen Ehegatten das gesamte Vermögen, soweit gesetzlich zulässig, auf den andern übergehen solle. Beim Tod von N.K.________ (14.März 1962) sei (a)Art.226 Abs.2 ZGB zum Tragen gekommen, wonach den Nachkommen des verstorbenen Ehegatten ein Viertel des vorhandenen Gesamtvermögens nicht habe entzogen werden dürfen. Es bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass den Söhnen dieser Anteil je zugegangen sei. Der entsprechende Betrag (Fr.845'063.--) sei den Berechtigten deshalb vorab zuzuweisen. 3.2 Der Entscheid des Kantonsgerichts ist auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden. Der klägerische Einwand, es sei weder je behauptet noch festgestellt worden, dass der Erblasser bei der Errichtung des Testaments der Meinung gewesen wäre, seine letztwillige Verfügung solle das von den kantonalen Instanzen erwähnte "Sondervermögen" ausnehmen, scheitert schon daran, dass eine Verfügung des Erblassers über den den Nachkommen der ersten Ehefrau vorbehaltenen Anteil am Gesamtvermögen von Gesetzes wegen ausgeschlossen war.