Citation: 5A_928/2016 E. 6.3.7

6.3.7. Nach Ansicht des Beschwerdeführers lässt die Formulierung der (negativen) Rückmeldungen auf seine Bewerbungen darauf schliessen, dass Letztere den allgemeinen Qualitätsstandards entsprochen hätten. Die Vorinstanz habe ihr Ermessen qualifiziert fehlerhaft ausgeübt und sei in Willkür verfallen, weil sie dies anders beurteilt habe. Dem kann nicht gefolgt werden: Aus diesen Formulierungen ergeben sich von vornherein nur indirekte Hinweise auf die Qualität der Bewerbungsunterlagen. Wie in E. 6.3.3 festgehalten sind die Absagen sodann zwar durchaus höflich und wohlwollend formuliert. Es ist aber nicht unhaltbar, dass das Obergericht aufgrund der vielfach doch eher standardmässigen Formulierungen hieraus nicht das vom Beschwerdeführer Gewünschte abgeleitet hat. Ganz im Gegenteil zeigt sich, dass der Beschwerdeführer sich auch auf Stellen beworben hat, für die er überqualifiziert war und daher keine reelle Chance auf eine Anstellung bestand. Ebenso wenig lässt der Umstand den angefochtenen Entscheid als willkürlich erscheinen, dass der Beschwerdeführer vereinzelt zu Vorstellungsgesprächen eingeladen worden ist.