Citation: 8C_471/2018 E. 4.2.2

4.2.2. Was der Versicherte im Übrigen gegen die zuletzt mit Urteil 9C_417/2017 vom 19. April 2018 bestätigte Praxis einwendet, ist unbegründet. Das Bundesgericht hat sich im genannten Urteil eingehend mit Rz. 1016 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) über die Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des IVG (KSSB, gültig ab 1. Januar 2012 [Stand am 1. Januar 2016]) befasst. Unter Bezugnahme auf die Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket; BBl 2009 1817 ff., 1845 unten) hat es klargestellt, dass es ausgeschlossen ist, eine sich auf die SchlB IVG stützende Rentenüberprüfung erst nach dem 31. Dezember 2014 an die Hand zu nehmen (Urteil 9C_417/2017 vom 19. April 2018 E. 4.6.1). Es hat jedoch insbesondere gestützt auf die konstante Praxis zur Zulässigkeit der Motivsubstitution auch zutreffend erkannt, dass ein am 1. Januar 2012 bei Inkrafttreten der SchlB IVG bereits im Gange befindliches Revisionsverfahren eine Rentenprüfung gestützt auf lit. a Abs. 1 SchlB IVG nicht ausschliesst. Das entspricht ständiger Rechtsprechung (vgl. BGE 140 V 15 E. 5.3.5 S. 21; SVR 2016 IV Nr. 5 S. 15, 8C_286/2015 E. 3.2.1 i.f. mit Hinweis; SVR 2014 IV Nr. 17 S. 65, 8C_773/2013 E. 3.2; Urteil 9C_417/2017 vom 19. April 2018 E. 4.6.2). Nicht nur die Praxis zur Zulässigkeit der Motivsubstitution (E. 3.4 hievor), sondern insbesondere auch die ständige Gewährleistung der Ausschlussgründe (vgl. E. 4.2.1 hievor) rechtfertigen die bisherige Praxis, wonach auch eine vor dem 1. Januar 2012 von Amtes wegen eingeleitete Rentenrevision - gegebenenfalls durch substituierte Begründung - in Anwendung von lit. a Abs. 1 SchB IVG zu bestätigen ist.