Citation: 6P.108/2005 24.02.2006 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Verletzung von Art. 19 StGB. Er habe die Äusserungen, deretwegen er der üblen Nachrede schuldig gesprochen worden sei, in der irrigen Vorstellung gemacht, der Beschwerdegegner habe am 2. Dezember 1995 tatsächlich eine Urkundenfälschung begangen. Der damit behauptete Irrtum bezieht sich auf die Wahrheit der fraglichen Aussagen. Die Unwahrheit der Äusserung bildet jedoch kein Tatbestandsmerkmal der üblen Nachrede (BGE 118 IV 153 E. 5g S. 166), weshalb der angebliche Irrtum den Vorsatz nicht entfallen lässt. Die Rüge ist somit unbegründet.