Citation: 1B_466/2018 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer hat nach seinem Geständnis, das durch die Aussagen der überfallenen Verkäuferinnen und die Aufnahmen der Überwachungskamera bestätigt wird, am 26. Juli 2018 ein Geschäft in Obergösgen betreten und von der Kassierin Geld verlangt. Nachdem diese der Forderung nicht nachkam, zog er ein ungeöffnetes Sackmesser aus der Hosentasche, entnahm der Kasse Geld, entfernte sich vom Tatort und stellte sich noch gleichentags der Polizei. Damit ist der Beschwerdeführer offenkundig des Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB und damit eines Verbrechens im Sinn von Art. 10 Abs. 2 StGB dringend verdächtig. Ob sich der Verdacht, wovon die Staatsanwaltschaft vorläufig ausgeht, auf den qualifizierten Tatbestand von Art. 140 Ziff. 2 StGB bezieht, weil der Beschwerdeführer ein Sackmesser hervorzog, erscheint fraglich, da nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 117 IV 135; 6B_756/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 3) ein ungeöffnetes Sackmesser keine gefährliche Waffe im Sinn des qualifizierten Raubtatbestands darstellt. Das kann hier offenbleiben, da das Obergericht den Tatverdacht nur auf den Grundtatbestand bezieht. Der Beschwerdeführer wendet zwar ein, er habe nicht in Bereicherungsabsicht gehandelt. Er werde seit längerem überwacht, seine elektronischen Geräte (Computer, Handy) würden systematisch gestört und gehackt und er werde von der mongolischen Mafia bedroht. Von der Polizei sei er nicht ernst genommen worden, weshalb er mit seiner Tat die Aufmerksamkeit der Behörden habe auf sich ziehen wollen, damit sie ihm helfen würden. Dieser Einwand gegen den subjektiven Tatbestand wird vom Strafrichter zu prüfen und zu würdigen sein, am Tatverdacht vermag er nichts zu ändern.