Citation: 5C.220/2006 18.03.2008 E. 2

2.1 Der Kläger rügt Art. 8 ZGB als verletzt. Einerseits habe aufgrund des Nichteinleitens eines Strafverfahrens eine unzulässige Beweislastumkehr stattgefunden. Andererseits habe die Vorinstanz ohne jede Begründung das im kantonalen Verfahren anerbotene klägerische Beweismittel, D.________ als Zeugen einzuvernehmen, nicht abgenommen und dadurch dem Kläger den Nachweis, dass er nicht ohne die erforderliche Bewilligung gebaut hat, verunmöglicht. 2.2 In Bezug auf das nicht eingeleitete Strafverfahren zielt die Anrufung von Art. 8 ZGB ins Leere: Diese Bestimmung regelt die Beweislast und gibt der Prozesspartei einen Anspruch auf Beweisführung hinsichtlich rechtserheblicher Tatsachen. Hingegen schliesst sie eine vorweggenommene Beweiswürdigung nicht aus (dazu BGE 130 III 591 E. 5.4 S. 601; 129 III 18 E. 2.6 S. 24 mit Hinweisen). Bezüglich der behaupteten Verwechslung mit der Nachbarparzelle wurde in der kantonalen Berufung ein diesbezüglicher Beweisantrag gestellt. Gemäss Art. 227 Abs. 2 ZPG/SG können die Parteien mit Berufung vor Kantonsgericht neue Beweisanträge stellen. Dabei ist allerdings eine Verletzung von Art. 8 ZGB erst dann gegeben, wenn das kantonale Gericht über rechtserhebliche Tatsachen überhaupt nicht hat Beweis führen lassen (BGE 130 III 591 E. 5.4 S. 601; 114 II 289 E. 2a S. 291). Ob in diesem Zusammenhang eine Tatsachenbehauptung rechtserheblich ist oder nicht beschlägt mithin eine Frage des Bundesrechts (vgl. BGE 130 III 113 nicht publizierte Erwägung 2.3) und ist vom Kläger darzutun. Dieser Anforderung wird der Kläger, der nicht ansatzweise ausführt, inwiefern die zum Beweis verstellten Tatsachenbehauptungen rechtserheblich sein sollen, indes nicht gerecht (vgl. oben E. 1.3). Er wirft der Vorinstanz einzig vor, seine Beweisofferte ohne jede Begründung nicht abgenommen zu haben. Dies mag grundsätzlich zutreffen. Jedoch beschlägt eine solche Nichtabnahme von beantragten Beweismitteln die Verletzung des rechtlichen Gehörs, was mit der vorliegenden Berufung nicht überprüft werden kann (vgl. dazu E. 4 des konnexen Beschwerdeurteils).