Citation: I 473/06 10.09.2007 E. 9.1

9.1.1 Die Vorinstanz hat weiter erwogen, aus dem Schreiben des Beirats (recte: Beistands) der Beschwerdeführerin vom 16. November 2004 gehe hervor, dass ihre Teilnahme an der Selbsthilfegruppe sowie den Psycho-Seminaren des Vereins T.________ ihre sozialen Kompetenzen trainiere und ihr Selbstbewusstsein stärke. Auch wenn das selbstständige Wohnen sowie die ausserhäuslichen Verrichtungen dadurch erleichtert und eine dauernde Isolation verhindert würden, könnten die Aufwendungen dieses Vereins mangels direkten Zusammenhangs mit den obgenannten Hilfeleistungen nicht an die Betreuungszeit im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung angerechnet werden. Den Akten könne zudem entnommen werden, dass die Versicherte auch Vizepräsidentin dieses Vereins sei, was doch darauf hindeute, dass sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Vereinstätigkeiten aktiv mitgestalte. 9.1.2 Die Versicherte bringt vor, sämtliche Dienstleistungen, die von der Gemeindepsychiatrie, vom Verein T.________, von dessen Präsidentin Frau I.________ sowie von Schwester/Schwager erbracht würden, stellten ein Puzzle dar, das gemeinsam notwendig sei, um ihr das selbstständige Wohnen zu ermöglichen. Aus der Tatsache, dass sie Vizepräsidentin des Vereins T.________ sei, dürfe nicht auf eine hohe Mitgestaltungs-Fähigkeit geschlossen werden, da es sich bei diesem Verein letztlich um eine ausgesprochene Selbsthilfeorganisation handle und es Teil der Reintegrationsarbeit der Präsidentin sei, Vereinschargen durch die Betroffenen im Rahmen ihrer Möglichkeiten ausführen zu lassen. Sie benötige dabei eine sehr engmaschige Betreuung durch Frau I.________. 9.2 Im Abklärungsbericht an Ort und Stelle vom 8. Februar 2005 wurde für die persönliche Hilfe der Frau I.________ (Präsidentin des Vereins T.________) ein Zeitaufwand von wöchentlich 30 Min. anerkannt. Dagegen wurde die Teilnahme der Beschwerdeführerin an Seminaren dieses Vereins nicht berücksichtigt (vgl. E. 6.1 und 7 hievor). Der Umstand allein, dass die Versicherte Vizepräsidentin des Vereins T.________ ist, kann entgegen der vorinstanzlichen Auffassung nicht dazu führen, von vornherein sämtliche lebenspraktische Hilfe dieses Vereins bzw. der Frau I.________ ausser Acht zu lassen. Denn die diesbezüglichen Aktivitäten der Versicherten werden mit Frau R.________ von der Gemeindepsychiatrie besprochen (E. 6.1 hievor). Im Weiteren ist es nicht ausgeschlossen, auch Seminar- bzw. Kursbesuche der versicherten Person zu berücksichtigen, sofern damit lebenspraktische Begleitung im Sinne von Rz. 8050-8052 KSIH (z.B. Schulung zur Bewältigung von Alltagssituationen und Erledigung des Hauhalts, beratende Gespräche und Motivation zwecks Vermeidung dauernder Isolation) geleistet wird. Bei den Akten befinden sich keine Angaben zum Inhalt der Seminare des Vereins T.________, an denen die Versicherte teilnimmt. Dies bedarf der Klärung. Zudem ist eine ärztliche Stellungnahme zur Erforderlichkeit und der Hilfeleistungen der Frau I.________ im Lichte der lebenspraktischen Begleitung notwendig (E. 10 hienach). Gestützt hierauf wird die IV-Stelle über die Anrechnung dieser Leistungen zu befinden haben.