Citation: 2C_860/2020 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz erwog, dass der Widerrufstatbestand von Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. a AuG erfüllt sei, weil es sich bei der früheren Ehe des Beschwerdeführers mit B.________ um eine Scheinehe gehandelt habe. Sie erklärte, die zeitliche Abfolge der Geschehnisse (Erteilung der Niederlassungsbewilligung am 8. März 2012, Einleitung der einvernehmlichen Scheidung Ende September 2014, Heirat mit der in der Heimat lebenden Mutter seiner vorehelichen Kinder keine eineinhalb Jahre nach der Scheidung der ersten Ehe und zwei Monate später die Einreichung eines Familiennachzugsgesuches betreffend die neue Gattin sowie die gemeinsamen Kinder) entspreche einem bekannten Verhaltensmuster, mit welchem ausländische Personen beabsichtigen würden, sich in der Schweiz ein gesichertes Aufenthaltsrecht zu verschaffen und der Familie später den Nachzug zu ermöglichen. Indiz für eine Scheinehe bilde auch der Umstand, dass B.________ zwölf Jahre älter als der Beschwerdeführer sei. Weiter erklärte die Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe bis zum Gesuch um Nachzug seiner zweiten Ehefrau das Migrationsamt des Kantons Zürich nicht über seine zweifache Vaterschaft in Kenntnis gesetzt, obschon ihm hätte klar sein müssen, dass das Migrationsamt im Wissen darum Abklärungen hinsichtlich seiner Beziehung zur gleichaltrigen Kindsmutter vorgenommen hätte. Ferner verwies die Vorinstanz darauf, dass die ursprüngliche Aussage des Beschwerdeführers über seine Kontakte zu seiner heutigen Ehefrau während seiner ersten Ehe - wie ausgeführt - nicht mit der späteren Darstellung des heutigen Ehepaares übereinstimmt. Ernsthafte Zweifel an der jüngeren Darstellung des heutigen Ehepaares, wonach während der ersten Ehe des Beschwerdeführers über die genannte gemeinsam verbrachte Nacht hinaus kaum Kontakte bestanden hätten, seien auch gegeben, weil (namentlich aufgrund von Angaben in aktenkundigen Steuererklärungen und einem Gerichtsentscheid) Hinweise darauf bestünden, dass die neue Ehefrau zusammen mit den Kindern schon Jahre vor der Heirat mit dem Beschwerdeführer in dessen Haus in U.________ gewohnt habe. Sodann sei auch als Indiz für eine Scheinehe zu werten, dass der Beschwerdeführer und seine erste Ehefrau teils lückenhafte, widersprüchliche Angaben zu ihrer Hochzeit gemacht hätten, indem sie unterschiedliche Personen als Trauzeuge der Ehegattin genannt hätten und sich die erste Ehefrau des Beschwerdeführers nicht an das Hochzeitsdatum habe erinnern können. Im Übrigen habe der Beschwerdeführer bei der Angabe des Geburtsdatums seiner ersten Ehefrau anlässlich einer polizeilichen Befragung grob daneben gelegen (xx.xx. 1962 statt yy.yy. 1966).