Citation: 5A_323/2013 E. 5.4

5.4. Die Beschwerdeführerin hält daran fest, dass die Erblasserin das Schriftstück vom 7. Januar 2007 nur erstellt habe, "um die Beschwerdegegner zufrieden zu stellen"; eine letztwillige Verfügung zu treffen, sei nie ihre Absicht gewesen. Soweit sich die Beschwerdeführerin wiederum darauf stützt, dass die Erblasserin nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus zur genauen Regelung der Übertragung "nie ihren Rechtsanwalt oder ihren Notar aufgesucht" habe, kann auf die vorigen Ausführungen verwiesen werden: Was die Erblasserin in der ihr verbleibenden Lebenszeit noch alles hätte unternehmen können, ist nicht massgeblich (E. 5.3). Unbehelflich ist auch das weitere Argument, das "zweifelhafte" Verhalten der Beschwerdegegner sei ein "ganz starkes Indiz dafür", dass sie nicht von einem wirklichen Testierwillen der Erblasserin ausgegangen seien. Denn mit Blick auf die Frage, was die Erblasserin am 7. Januar 2007 mit dem streitigen Schriftstück wirklich wollte, kann es von vornherein nicht darauf ankommen, wie sich die Beschwerdegegner nach der Erstellung dieser Urkunde oder nach dem Tod der Erblasserin benahmen und welche Auffassung hinsichtlich des Testierwillens der Erblasserin sie dadurch allenfalls zum Ausdruck brachten. Insbesondere kann allein daraus, dass die Beschwerdegegner auf eine "Abfassung in einer eindeutig gültigen Form" - angeblich - nicht hingewirkt haben bzw. mit entsprechenden Bestrebungen - behaupteterweise - erfolglos geblieben sein sollen, auch nicht in zwingender Weise "geschlossen werden, dass ein Testierwille von Frau A.________ nicht vorhanden gewesen ist". Dass die Beschwerdegegner in dieser Richtung tatsächlich irgendetwas unternommen oder unterlassen hätten, lässt sich dem angefochtenen Entscheid nicht entnehmen. Legt die Beschwerdeführerin ihren Schlüssen aber ohnehin nur Mutmassungen zugrunde, so kann auch offenbleiben, ob den Beschwerdegegnern ein allfälliges "Hinwirken" auf eine nachträgliche Bestätigung des Zusatzlegats als "Bedrängen" hätte ausgelegt werden können, wie dies das Obergericht festhält. Unbehelflich ist schliesslich auch der Hinweis der Beschwerdeführerin auf BGE 132 III 305, wo das Bundesgericht dem begünstigten Rechtsanwalt "sehr negativ angelastet" habe, dass er das Testament der alten Erblasserin mitgenommen und diese dadurch bewusst daran gehindert habe, ihr Testament abzuändern oder zu widerrufen. Die Beschwerdeführerin vermag aus diesem Entscheid nichts zu ihren Gunsten herzuleiten. Denn der Streit drehte sich dort nicht um den Willen der Erblasserin, sondern um die ganz andere Frage, ob der Begünstigte im Sinne von Art. 540 ZGB unwürdig sei, aus einer Verfügung von Todes wegen irgend etwas zu erwerben. Dass das Verhalten des Begünstigten hierfür von Bedeutung ist, liegt auf der Hand.