Citation: 2C_339/2018 E. 6.4

6.4. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es sei "äusserst abwegig", von ihr zu verlangen, den Bruch mit der Familie in der Heimat zu belegen, da sie ja gerade keinen Kontakt mehr mit ihren Angehörigen unterhalte und ihre soziale Eingliederung deshalb stark gefährdet erscheine. Es ist richtig, dass ein Negativbeweis nicht oder nur schwer zu erbringen ist, im vorliegenden Zusammenhang hätte die Beschwerdeführerin aber zumindest die konkreten Umstände dartun können, wie es zum Bruch mit der Familie gekommen ist und wann dies der Fall war. Sie hätte dies etwa mit entsprechenden Telefonrechnungen bzw. einer Aufstellung über ihre Besuchsaufenthalte in der Heimat vor und nach dem angeblichen Bruch belegen oder zumindest glaubhaft machen können (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.2.3). Wenn die Behörde unter diesen Umständen dem Verhältnis der Beschwerdeführerin zu ihrer Familie nicht von Amtes weiter nachgegangen sind, ist dies nicht zu beanstanden; die Beschwerdeführerin hat den behaupteten Bruch auch nicht ansatzweise belegt, was - wie soeben dargelegt - durchaus möglich gewesen wäre (BGE 138 II 229 E. 3.2.3 S. 235).