Citation: 8C_726/2022 E. 3.1

3.1. Das kantonale Gericht stellte mit in allen Teilen zutreffender Begründung, worauf verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG), gestützt auf die Aktenlage zutreffend fest, der Vertrag vom 13. März 2018 zwischen der AXA und der GmbH zur "Personenversicherung Professional" mit der Policen-Nummer ________ und die Anpassungen vom 11. Januar 2019 seien zur Durchführung der obligatorischen Unfallversicherung nach UVG abgeschlossen worden. Der erst nachträglich vereinbarte Einschluss der Beschwerdeführerin in diese Police mit einer bezifferten Lohnsumme von Fr. 78'000.- habe einzig der Vereinbarung eines berufs- und ortsüblichen Lohnes gemäss Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV gedient (vgl. zur Bedeutung der Vereinbarung eines versicherten Verdienstes im Sinne von Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV: SVR 2019 UV Nr. 39 S. 145, 8C_790/2018 E. 4.3 und Urteil 8C_832/2019 vom 5. Mai 2019 E. 9.2.3 mit Hinweisen). Entgegen der Beschwerdeführerin sei die Police dadurch nicht zu einer privatrechtlichen Summenversicherung umgewandelt worden. An diesem Ergebnis hätten auch weitere Beweismassnahmen - wie die beantragte Zeugeneinvernahme des damals zuständigen Versicherungsagenten - nichts geändert, weshalb in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung darauf verzichtet werden konnte. Die Vereinbarung eines festen Lohnes im Sinne von Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV diene nicht dazu, Personen, die nicht im versicherten Betrieb erwerbstätig seien, zu einem fiktiven "festen" Lohn zu versichern. Nach einlässlicher Würdigung der Beweislage stellte die Vorinstanz fest, die Beschwerdeführerin habe für den Unfallzeitpunkt die verlangten Angaben und Unterlagen (wie z.B. Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen, Bankbelege betreffend Lohnzahlungen, Steuerunterlagen etc.) zum Nachweis der Arbeitnehmereigenschaft (vgl. BGE 141 V 313 E. 2.1 mit Hinweisen), des Lohnanspruchs und des tatsächlich erfolgten Lohnbezuges nicht vorgelegt. Insbesondere die widersprüchlichen Angaben zur Arbeitstätigkeit der Beschwerdeführerin in der GmbH und zu ihren daraus im Juni 2019 angeblich erzielten Einkünften, die unentschuldbare Verletzung der Mitwirkungspflicht sowie das unbestritten korrekt durchgeführte Mahn- und Bedenkzeitverfahren liessen nicht darauf schliessen, dass der Beschwerdeführerin damals die Versicherteneigenschaft zugekommen sei. Die AXA habe folglich die unfallversicherungsrechtliche Versicherungsdeckung für das Ereignis vom 26. Juni 2019 infolge der für den Unfallzeitpunkt nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellten Arbeitnehmereigenschaft der Beschwerdeführerin in der GmbH zu Recht verneint.