Citation: 6B_1046/2021 E. A

A.a. Am 23. Oktober 2017 schickte A.________ ein Schreiben mit dem Titel "Rückzug der Klage gegen B.________" an das Bezirksgericht Frauenfeld. Sie erklärte darin, dass sie eine zuvor gegen B.________ erhobene Forderungsklage wegen des unverhältnismässig hohen Vorschusses und der Aufforderung des Gerichts, alle Akten im Doppel und mit Aktenverzeichnis einzureichen, zurückzog. In diesem Schreiben fand sich unter anderem folgender Satz: "Es ist für mich unverständlich, dass eine mehrfache Betrügerin, Urkundenfälscherin usw. unentgeltlich das Regional-, Ober- und Bundesgericht beanspruchen kann, ich hingegen für alles und jedes zahlen muss." Der anschliessende Beschluss des Bezirksgerichts Frauenfeld, die Forderungsklage wegen Klagerückzugs abzuschreiben, wurde unter Beilage dieses Schreibens auch B.________ zugestellt. A.b. Drei Jahre zuvor, am 29. Oktober 2014, war B.________ vom Regionalgericht Oberland unter anderem wegen Betrugs zum Nachteil von A.________ verurteilt worden. Das Obergericht des Kantons Bern sprach B.________ auf deren Berufung hin am 7. Juli 2016 von allen Betrugsvorwürfen frei, verurteilte sie aber wegen versuchter Erpressung, Verletzung des Schriftgeheimnisses sowie mehrfacher Urkundenfälschung. Die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde von B.________ wies das Bundesgericht ab (Urteil 6B_1391/2016 vom 12. Januar 2017). A.________ war am erst- und zweitinstanzlichen Verfahren als Privatklägerin beteiligt.