Citation: 5A_107/2023 E. 4.4

4.4. Lässt sich angesichts beschränkter Leistungsfähigkeit nicht der gesamte als gebührend erachtete Unterhalt des Kindes decken, ist der Fehlbetrag im Unterhaltsvertrag oder im Urteil auszuweisen (Art. 287a Bst. c ZGB und Art. 301a Bst. c ZPO, zum Ganzen BGE 147 III 265 E. 5.6 und 7.2). Das Gesetz schweigt sich darüber aus, welcher Betrag auszuweisen ist, wenn auch der hauptbetreuende Elternteil zum Barunterhalt beiträgt. Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin nur für die Hälfte des Barunterhalts ihrer beiden älteren Kinder aufkommen muss, was unbestritten geblieben ist. Im Fall von C.________ beträgt die Hälfte des Barunterhalts ohne Berücksichtigung der Kosten für die Fremdbetreuung in der Phase 1 Fr. 438.50. Vor diesem Hintergrund resultiert im Fall von C.________ in der Phase 1 tatsächlich kein Fehlbetrag. Im Übrigen ist das angefochtene Urteil nicht zu beanstanden. Namentlich ist es nicht bundesrechtswidrig, wenn die Vorinstanz die Fremdbetreuungskosten ausklammerte, um einen Eingriff ins Existenzminimum der Beschwerdeführerin zu verhindern. Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin damit in unterschiedlichem Umfang zum Unterhalt der beiden älteren Kinder beiträgt. Ebenso wenig hat die Vorinstanz Bundesrecht verletzt, indem sie den Unterhaltsbedarf der beiden jüngeren Kinder aus der nachfolgenden Beziehung mit H.________ ebenfalls nur zur Hälfte in die Unterhaltsberechnung miteinbezogen hat (vgl. Urteil 5A_737/2018 vom 3. Februar 2021 E. 4 mit Hinweisen). In welchem Umfang deren Vater schliesslich zum Unterhalt beitragen muss, steht im Augenblick nicht fest. Zu recht hat die Vorinstanz die Beschwerdeführerin auf die Möglichkeit einer Abänderungsklage hingewiesen, sollte sie schliesslich dazu verpflichtet werden, mehr als die Hälfte zum Barunterhalt der beiden jüngeren Kindern beitragen zu müssen.