Citation: 6B_453/2021 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz verneint das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls. Sie hält den Beschwerdeführer in der Schweiz entgegen der Behauptung der Verteidigung nicht für wirtschaftlich hervorragend integriert, zumal er heute noch - wenn auch nicht mehr viele - Schulden habe. Obschon er in geregelten Verhältnissen lebe, habe er sich nur mässig integriert, beschränkten sich seine Kontakte doch hauptsächlich auf seine Kinder bzw. Verwandten. Zudem habe er in den gerichtlichen Verfahren durchwegs die Dienste eines Dolmetschers in Anspruch nehmen müssen. Die Reintegrationschancen in Portugal hält die Vorinstanz für intakt, da der Beschwerdeführer die Landessprache spricht, dort die Ausbildung absolviert hat, mit der Kultur sowie den Gepflogenheiten des Landes vertraut ist und dort Bezugspersonen (Familienangehörige und Schulfreunde) hat. Die strafrechtlichen Verurteilungen stammten sodann aus den Jahren 2013 und 2019, wobei Gegenstand der jüngsten Verurteilung wegen qualifizierter Betäubungsmitteldelikte eine schwere Straftat sei, die der Beschwerdeführer nur 5 Tage nach Eröffnung eines Strafbefehls im Alter von 42 Jahren und damit als Erwachsener begangen habe, als er bereits seit längerem eine Familie gegründet hatte. Die Vorinstanz anerkennt in Anbetracht der Biographie und der familiären Verhältnisse Aspekte, die ein gewisses nicht unerhebliches Interesse am Verbleib in der Schweiz sowie auf Achtung des Familienlebens zu begründen vermögen. Trotzdem erachtet sie die Eingriffsvoraussetzungen nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK in Würdigung der gesamten Umstände als erfüllt. Bezüglich der Kinder falle ins Gewicht, dass sie bei der Kindsmutter und früheren Ehefrau des Beschwerdeführers lebten und bereits im Teenageralter seien. Es liege keine ausgeprägte Betreuungssituation vor, die wegfallen würde. Die Kinder würden die Schweiz nicht verlassen und es stehe ihnen offen, den Kontakt zum Beschwerdeführer durch Kommunikationsmittel oder Besuche aufrechtzuhalten.