Citation: 5A_377/2018 E. 3.5.1

3.5.1. Als Schenkung gilt jede Zuwendung unter Lebenden, womit jemand aus seinem Vermögen einen anderen ohne entsprechende Gegenleistung bereichert (Art. 239 Abs. 1 OR). Eine gemischte Schenkung liegt bei einer Mischung von entgeltlichen und unentgeltlichen Veräusserungsvertragselementen in einem Vertrag vor, indem die Parteien eine unentgeltliche Zuwendung in dem Sinne beabsichtigen, dass sie den Preis bewusst unter dem wahren Wert des Kaufgegenstandes ansetzen, um die Differenz dem Käufer unentgeltlich zukommen zu lassen (BGE 98 II 352 E. 3b; 126 III 171 E. 3a; Vogt/Annaïg, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 6. Auflage 2015, N. 5 zu Art. 239 OR). In objektiver Hinsicht setzt die Schenkung die Bereicherung des Empfängers voraus, welche sich bei der gemischten Schenkung aus dem Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung ergibt; subjektives Element ist der Schenkungswille (animus donandi) des Zuwenden sowie der Annahmewille des Empfängers (BGE 98 II 352 E. 3b; Urteile 5C.212/2000 vom 2. April 2001 E. 4b, 5A_662/2009 vom 21. Dezember 2009 E. 2.2; 5A_789/2016 vom 9. September 2018 E. 5.2). Der Nachweis des Schenkungswillens obliegt dem Beschenkten (Art. 8 ZGB).