Citation: 1C_398/2022 E. 4.3.1

4.3.1. Die kantonalen Instanzen haben einlässlich dargelegt, dass dem betroffenen Perimeter aufgrund der Bodenverhältnisse und der Hydrologie Regenerationspotenzial als Feuchtgebiet zukommt. Sie begründeten dies mit dem grossflächigen Vorhandensein von gesackten organischen Böden, die grösstenteils flachgründig und grund- oder hangwassergeprägt seien, sowie mit dem bestehenden engmaschigen Drainagenetz und den auftretenden Vernässungen, die auf eine hohe Wasserverfügbarkeit hindeuten würden. Zudem hoben sie unter Hinweis auf Fachliteratur das ökologische Vernetzungspotenzial des Perimeters mit den nahegelegenen Schutzobjekten Isert-Weiher, Seewadel und Ambitzgi-/Bönlerried hervor. An der Bewahrung dieses hohen Potenzials bestünde aus Sicht des Naturschutzes und der Raumplanung ein gewichtiges öffentliches Interesse. Das BAFU ist in seiner Vernehmlassung ebenfalls der Auffassung, auf der streitbetroffenen Fläche könne mit relativ geringem Aufwand ein historisches Feuchtbiotop wiederhergestellt werden, das einer Vielzahl von bedrohten Arten als Lebensraum diene. Zudem befinde sich der Perimeter in einer ökologisch sinnvollen Distanz zu bestehenden Schutzgebieten, die bereits Populationen von zu fördernden Arten beheimaten würden. Damit könnte dem Projektperimeter künftig die Funktion eines Trittsteinbiotops zukommen.