Citation: 9C_369/2015 E. 3.3.2

3.3.2. Letztinstanzlich betont der Beschwerdeführer abermals seine Medikamentenunverträglichkeit. Diese verunmögliche es ihm, die von den Experten des ABI empfohlene psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung mit Hilfe der regelmässigen Einnahme eines sedierenden und schmerzmodulierenden Antidepressivums zu unterstützen. Dr. med. D.________ stellte im Rahmen seiner psychiatrischen ABI-Teilbegutachtung vom 5. Mai 2014 fest, dass aus psychiatrischer Sicht auf Grund der leichten depressiven Episode bei einer rezidivierenden depressiven Störung eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % bestehe. Gegenwärtig unterziehe sich der Explorand weder einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung noch einer psychopharmakologischen Medikation. Die therapeutischen Möglichkeiten seien vor diesem Hintergrund theoretisch nicht ausgeschöpft. Ergänzend wies er darauf hin, dass, sollte es im weiteren Verlauf zu einer Verschlechterung der Depression kommen, eine fachärztliche psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung angezeigt sei. Auch könne sich diesfalls die regelmässige Einnahme eines sedierenden und schmerzmodulierenden Antidepressivums und allenfalls eines Amphetamins als Augmentation als hilfreich erweisen. Entgegen der Betrachtungsweise des Beschwerdeführers verdeutlichen diese Aussagen, dass er auf Grund seines bei Erlass der Verfügung vom 23. September 2014 bestehenden (psychischen) Gesundheitszustands in der Lage war, im Umfang von 80 % einer geeigneten Tätigkeit nachzugehen. Zusätzlicher therapeutischer wie medikamentöser Massnahmen bedurfte es hierzu nicht. Vielmehr empfahl Dr. med. D.________ entsprechende Vorkehren klar - wenn überhaupt erst - im Hinblick auf eine sich diesbezüglich verschlechternde Situation. Etwas anderes lässt sich auch aus der zusammenfassenden gutachtlichen Beurteilung, wonach mit den vorgeschlagenen medizinischen Massnahmen die Arbeitsfähigkeit "zumindest erhalten werden" könne, nicht folgern. Handelt es sich bei der angeregten medikamentösen Behandlung demnach nicht um eine eigentliche Prämisse für das derzeit bescheinigte Leistungsvermögen des Versicherten, sondern in erster Linie um ein die bestehende Arbeitsfähigkeit allenfalls unterstützendes bzw. im Falle einer künftigen Verschlechterung indiziertes Mittel, ist auf das Argument einer möglichen Intoleranz nicht näher einzugehen.