Citation: 5A_986/2018 E. 2

Die Passivlegitimation des Beschwerdegegners wurde zuerst im Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen und nunmehr im Klageverfahren geprüft und mit übereinstimmender Begründung verneint. Das Kantonsgericht hat festgehalten, es sei im Klageverfahren nicht an den Entscheid des Massnahmegerichts über die Passivlegitimation gebunden (E. 5 S. 13 des angefochtenen Entscheids). Der Beschwerdegegner macht zwar einleitend geltend, über die Passivlegitimation sei im Rahmen des vorangehenden vorsorglichen Massnahmeverfahrens rechtskräftig entschieden worden (Rz. 5 ff. der Beschwerdeantwort), leitet daraus aber nichts für eine Bindungswirkung im Hauptverfahren ab. Er legt namentlich nicht dar, dass das Kantonsgericht den Begriff der materiellen Rechtskraft verkannt hätte. Darauf ist heute nicht zurückzukommen (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 f., 115 E. 2 S. 116; vgl. zur Frage: STAEHELIN/STAEHELIN/GROLIMUND, Zivilprozessrecht, 3. Aufl. 2019, § 24 N. 9 S. 477; BOHNET, in: Commentaire romand, CPC, 2. Aufl. 2019, N. 119 zu Art. 59 ZPO).