Citation: 4A_316/2007 21.11.2007 E. 3

3.1 Die Vorinstanz erachtete den bei Vertragsschluss als Biologielaborant tätigen Beschwerdegegner, der eben seine Ausbildung zum Lebensmittelinspektor begonnen hatte, als nicht geschäftsgewandt im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, zumal nebst seinem beruflichen Hintergrund keine Hinweise auf eine Geschäftserfahrung vorlägen. Die mit der Aufnahme seines Vaters in ein Pflegeheim einhergehenden Rechtsgeschäfte hätten für ihn eine ausserordentliche Situation dargestellt. Die Beschwerdeführerin erblickt hierin eine offensichtlich unzutreffende Aussage und einen Verstoss gegen Bundesrecht. 3.2 Die Rüge ist offensichtlich unbegründet. Als mit Blick auf die Eingehung einer Sicherungsverpflichtung geschäftsgewandt gilt, wer sich in der täglichen Praxis mit Sicherungsgeschäften befasst, z. B. international tätige Firmengruppen oder schweizerische Bankinstitute, Verwaltungsräte oder Direktoren, die oft mit Sicherungsverträgen gekoppelte Geschäfte behandeln, und die von ihnen vertretene Gesellschaft. Den objektiven juristischen Sinn der verwendeten Ausdrücke müsste sich auch entgegenhalten lassen, wer über eine in der Schweiz erworbene juristische Ausbildung verfügt oder beim Vertragsabschluss von einer solchen Person beraten wird, sofern feststeht, dass diese den Sinn der verwendeten Begriffe klar gemacht hat. Keine Geschäftsgewandtheit wurde dagegen aufgrund des blossen Umstandes angenommen, dass eine Privatperson für ein kleines Unternehmen, das im täglichen Geschäft nichts mit Sicherungsgeschäften zu tun hat, als einzelzeichnungsberechtigt im Handelsregister eingetragen ist (BGE 129 III 702 E. 2.4.2 S. 708 mit Hinweisen). Vor diesem Hintergrund würde für die Annahme einer Geschäftsgewandtheit auch nicht ausreichen, wenn zuträfe, dass der Beschwerdegegner täglich mit Formularen zu tun hat, wie die Beschwerdeführerin ausführt.