Citation: 1C_446/2022 E. 5.3.2

5.3.2. Bezüglich des Bauvorhaben auf dem Grundstück Nr. 414 ist entgegen den Ausführungen der Vorinstanz und mit den Beschwerdeführenden und dem BAFU davon auszugehen, dass es sich aufgrund der erheblichen Änderung der Bausubstanz und der hohen Kosten um eine wesentliche Änderung einer ortsfesten Anlage im Sinne von Art. 8 LSV handelt. In der Tat umfassen die baulichen Veränderungen nicht nur den Ersatz der Gebäudehüllen der Gewerbe- und Lagergebäude, sondern auch eine Versickerungsanlage, die Verlängerung der Arealerschliessung inkl. Versickerungsbecken sowie den Neubau einer Trafoanlage und den Abbruch der bestehenden Trafoanlage; insgesamt ist von einer erheblichen Veränderung der Bausubstanz auszugehen. Die Baukosten wurden derweil auf Fr. 4'800'000.-- veranschlagt. Eventuell muss je nach zukünftiger Nutzung sogar von einer neuen ortsfesten Anlage im Sinne von Art. 2 Abs. 2 LSV ausgegangen werden. So oder so müssen aber die Lärmimmissionen ermittelt werden, um zu prüfen, ob diese die Immissionsgrenzwerte bzw. die Planungswerte überschreiten. Die Lärmimmissionen können wiederum nur dann ermittelt werden, wenn eine zukünftige Nutzung bekannt ist. Dies ist vorliegend, wie oben ausgeführt, nicht der Fall. Auch aus lärmrechtlicher Sicht ist es also unumgänglich, dass die beabsichtigte Nutzung bekannt ist.