Citation: C 82/05 20.06.2005 E. 2

2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob bei der Bemessung des versicherten Verdienstes das bei der Baukeramik X.________ erzielte Einkommen in voller Höhe von Fr. 3000.- zu berücksichtigen ist, wie dies die Vorinstanz erkannt hat. Obwohl die Beschwerdegegnerin zwar die rechtsprechungsgemäss grundsätzlich erforderlichen Belege für eine Lohnüberweisung (Post- oder Bankkontoauszüge oder Quittungen für Lohnzahlungen; ARV 2004 S. 115) nicht beibringen konnte, hielt die Arbeitslosenkasse den Lohnfluss als rechtsgenüglich bewiesen, sodass sie vom AHV-pflichtigen Lohn ausging, wie er dem individuellen Konto zu entnehmen ist. Nichts anderes ergab die durch das kantonale Gericht anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 25. Januar 2005 vorgenommene Befragung des Ehemanns und dessen für die Auszahlung der Löhne verantwortlichen Tochter als Zeugen. Der effektive Bezug dieses Lohnes in bar ist daher zu Recht nicht mehr streitig. 2.2 Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, mit Blick auf die Tätigkeit als Buchhaltung führende Chefsekretärin sei der ausbezahlte Lohn von Fr. 3000.- für ein (nach Aufnahme der zweiten Tätigkeit bei der Privatschule stillschweigend vereinbarten) Pensum von 50 % nicht übersetzt. Dass die Versicherte gegen Ende des Arbeitsverhältnisses lediglich noch 10 bis 15 Stunden wöchentlich für den Betrieb gearbeitet habe, stelle zwar Vertragsbruch dar, sei aber für die Ermittlung des versicherten Verdienstes nicht relevant, weshalb der für ein 50%iges Pensum gedachte Lohn in ganzer Höhe zu berücksichtigen sei. 2.3 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wendet das AWA ein, die jeweils monatlich erhaltende Leistung von Fr. 3000.- stelle nicht nur Lohn im Sinne eines Entgelts für geleistete Arbeit dar. Spätestens ab 1. September 2003 habe die Versicherte lediglich im Umfang von wöchentlich 10 bis 15 Stunden in der Firma ihres Ehemannes gearbeitet. Bei einem - gemäss kantonalem Gericht - angemessenen Verdienst von Fr. 3000.- für ein halbes Arbeitspensum, ergebe dies konsequenterweise bei geleisteten 10 bis 15 Stunden wöchentlich und einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 44 Stunden einen Bruttolohn von Fr. 2045.45.-, welcher zum Einkommen aus der Tätigkeit bei der Privatschule von Fr. 2379.- hinzuzurechnen sei, weshalb sich der versicherte Verdienst ab 1. September 2003 gestützt auf ein Einkommen von Fr. 4424.45 ergäbe.