Citation: 8C_307/2018 E. 4.1.1

4.1.1. Mit ihrer Rüge, das kantonale Gericht weiche willkürlich von der gutachterlichen Beschränkung der PC-Tätigkeit auf 30 % der Gesamtarbeitszeit ab, indem es festhalte, es gebe dafür kein objektives gesundheitliches Korrelat, vermag die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten zu erwirken. Die Beweiskraft beider Gutachten wird von keiner Seite angezweifelt. Das kantonale Gericht stellte in quantitativer Hinsicht vollumfänglich auf die aus gesamtmedizinischer Sicht attestierte Arbeitsfähigkeit ab, auch wenn es feststellte, es gebe keine medizinische Grundlage für die in den rheumatologischen Teilgutachten formulierte Einschränkung der reinen PC-Arbeit. Gemäss asim-Gutachten vom 29. Dezember 2008 bestand aufgrund des chronischen zervikovertebralen Schmerzsyndroms (ICD-10 M54.2) und der Depression und Angst, gemischt (ICD-10 F41.2) ab Anmeldung bei der Invalidenversicherung (28. März 2008) eine 70%ige Arbeitsfähigkeit sowohl für die angestammte Tätigkeit als Kundenenberaterin bei einer Bank als auch für die als leidensadaptiert bezeichnete Tätigkeit als Fitnessinstruktorin. Zur Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf vermerkten die Gutachter in der konsensualen Gesamtbeurteilung, die unter Beteiligung des Rheumatologen Dr. med. F.________ ausgearbeitet wurde, die bisherige Tätigkeit bei der Bank sei im Umfang von 70 % zumutbar. Die Einschränkungen ergäben sich einerseits aufgrund der Nacken-/Kopfschmerzen, andererseits aufgrund der damit stark interagierenden, interdependenten psychiatrischen Diagnose einer Angst und Depression gemischt. Da die bisherige Tätigkeit keine reine PC-Arbeit gewesen sei, müsse die zumutbare Arbeitsfähigkeit gemäss rheumatologischem Gutachten etwas nach oben korrigiert werden. Die 70%ige Leistung könne in einem Vollpensum mit entsprechender Pausengestaltung erzielt werden. Im Verlaufsgutachten vom 22. Oktober 2013 wurde eine klare gesundheitliche Verbesserung in psychischer Hinsicht beschrieben. Wegen des noch bestehenden chronischen zervikovertebralen Schmerzsyndroms und der chronischen Kopfschmerzen vom Spannungstyp (ICD-10 G44) hielten die Gutachter eine 80%ige Arbeitsfähigkeit als gegeben. Aus somatischer Sicht sei eine Minderbelastbarkeit für speziell HWS-belastende Tätigkeiten (Zwangshaltungen etc.) anzunehmen, in optimal angepassten Tätigkeiten bestehe keine Einschränkung. Die generelle Einschränkung von 20 % führten sie auf die chronischen Kopfschmerzen zurück. Betont wurde nochmals, dass aus gesamtmedizinischer Sicht die angestammte Tätigkeit in der Bank die Bedingungen des rheumatologischen Gutachters erfülle (keine speziell HWS-belastenden Tätigkeiten, keine reine PC-Arbeit von über 30 % der Arbeitszeit). Die Tätigkeit als Fitnessinstruktorin bezeichneten die Experten als optimal an die Beschwerden angepasst. Dementsprechend hielt die Vorinstanz fest, ihr Ausschluss der Einschränkung der reinen PC-Arbeit von mehr als 30 % bleibe ohne Einfluss auf die gesamtgutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. Ungeachtet der Frage, ob hinsichtlich des Leistungsprofils der Ausschluss einer reinen PC-Arbeit von mehr als 30 % medizinisch begründet ist oder nicht, lässt sich nicht beanstanden, wenn das kantonale Gericht davon ausging, dass die angestammte Tätigkeit im Bankenwesen zu 70 % und im Verlauf zu 80 % zumutbar ist. Die Gutachter setzten sich im Rahmen einer konsensualen Besprechung anlässlich beider Begutachtungen mit der rheumatologischen Auffassung einer limitierten reinen PC-Tätigkeit auseinander und einigten sich darauf, dass die Versicherte in der angestammten Tätigkeit, da es sich um keine reine Tätigkeit am PC handle, zu 70 % respektive 80 % arbeitsfähig ist. Diese Einschätzung teilte im Übrigen die RAD-Ärztin med. pract. G.________, Praktische Ärztin FMH, in ihrer Stellungnahme vom 7. November 2013. Der gutachterlichen Gesamtbeurteilung durfte die Vorinstanz willkürfrei folgen.