Citation: 2C_520/2017 E. 1.2

1.2. Der Beschwerdeführer beruft sich auf das in Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 EMRK geschützte Familien- und Privatleben. Je separat betrachtet fällt die Nichterneuerung seiner Bewilligung als aufenthaltsbeendende Massnahme weder unmittelbar in den Schutzbereich des Familien- noch des Privatlebens: Der Beschwerdeführer ist volljährig und nicht von seinen Eltern abhängig; zwar ist er hier verlobt, doch macht er nicht geltend, mit seiner Partnerin zusammenzuwohnen; obwohl diese inzwischen ein Kind geboren hat, legt der Beschwerdeführer entgegen seiner Mitwirkungs- und Begründungspflicht nicht dar, wie er die Beziehung zur Verlobten und deren Kind konkret lebt (Schutz des Familienlebens). Hinsichtlich eines Bewilligungsanspruchs gestützt auf den Schutz des Privatlebens stellt das Bundesgericht relativ hohe Anforderungen: Es bedarf hierzu besonders intensiver, über eine normale Integration hinausgehender privater Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechender vertiefter Beziehungen zum ausserfamiliären bzw. ausserhäuslichen Bereich. Eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration genügen hierfür in der Regel nicht (BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286; 126 II 377 E. 2c S. 384 ff.; vgl. ZÜND/HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, in: EuGRZ 40/2013, S. 1 ff., dort N. 35). Im Hinblick auf die wiederholte Straffälligkeit kann der Beschwerdeführer kaum als besonders intensiv integriert gelten, auch wenn er beruflich eine gewisse Stabilität erreicht hat und seine Eltern sowie Geschwister hier leben und eingebürgert sind.