Citation: 6B_549/2020 E. 3

Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei mit Verfügung vom 20. Dezember 2019 in Anwendung von Art. 383 Abs. 1 StPO aufgefordert worden, innert 30 Tagen eine Prozesskaution zu leisten, unter der Androhung, dass bei Nichtleistung der Kaution innert Frist auf die Beschwerde nicht eingetreten werde. Die eingeschrieben versandte Verfügung sei dem Beschwerdeführer am 7. Januar 2020 per Avis im Postfach zur Abholung am Schalter gemeldet worden. Am 10. Januar 2020 habe er deren Annahme verweigert, weshalb die Sendung mit dem Vermerk "Annahme verweigert" retourniert worden sei. Das Verhalten des Beschwerdeführers sei als Annahmeverweigerung im Sinne von Art. 85 Abs. 4 lit. b StPO zu qualifizieren. Die Verfügung vom 20. Dezember 2019 gelte daher als am 10. Januar 2020 zugestellt. Die Kautionsfrist habe folglich am 10. Februar 2020 geendet. Innert dieser Frist sei die Kaution weder geleistet noch ein Gesuch um Erstreckung der Kautionsfrist oder ein solches um unentgeltliche Prozessführung gestellt worden. Androhungsgemäss sei auf die Beschwerde nicht einzutreten. Im Übrigen ergäbe sich kein anderes Ergebnis, wenn nicht von einer Annahmeverweigerung ausgegangen würde. Da der Beschwerdeführer aufgrund seiner Beschwerdeerhebung mit Zustellungen zu rechnen gehabt habe, wäre von einer fiktiven Zustellung am siebten Tag nach Hinterlegen des Avis in seinem Postfach - dem 14. Januar 2020 - auszugehen (Art. 84 Abs. 4 lit. a StPO). Die Kautionsfrist hätte damit am 13. Februar 2020 geendet.