Citation: 1C_543/2021 E. 7.2

7.2. Die Beschwerdeführerin macht allerdings geltend, das kantonale Recht räume der Gemeinde Rümlang nicht die Kompetenz zum Erlass von Art. 12.3 Abs. 2 BZO ein. Insbesondere ergebe sich eine solche Kompetenz nicht aus § 56 Abs. 3 Halbsatz 2 PBG/ZH, wie die Vorinstanz im angefochtenen Urteil ausgeführt habe. Auch aus den Vorgaben im Richtplan des Kantons Zürich und im Regionalen Richtplan Glatttal oder dem bundesgerichtlichen Urteil 1C_290/2017 vom 15. Januar 2018 (vgl. hinten E. 8.6.1) könne keine derartige Kompetenz abgeleitet werden. Gäbe es im kantonalen Recht eine Kompetenznorm, wäre diese ferner bundesrechtswidrig. Im Zusammenhang mit § 56 Abs. 3 Halbsatz 2 PBG/ZH bringt die Beschwerdeführerin in erster Linie vor, das PBG/ZH regle in den §§ 49 ff., zu welchen auch § 56 Abs. 3 PBG/ZH zähle, die Rechtsetzungskompetenzen der Gemeinden im Bereich der Nutzungsplanung im Sinne von Art. 14 ff. RPG. Bei Art. 12.3 Abs. 2 BZO handle es sich indes nicht um eine derartige nutzungsplanerische Festlegung, komme der Vorschrift doch Erlasscharakter zu (vgl. vorne E. 1.2). § 56 Abs. 3 PBG/ZH könne deshalb nicht die Kompetenzgrundlage von Art. 12.3 Abs. 2 BZO sein.