Citation: 5A_963/2022 E. 4.3.4

4.3.4. Das Bezifferungserfordernis kann entgegen der Beschwerdeführer auch nicht als unsinnig oder überspitzt formalistisch angesehen werden. Wie allgemein im Zivilprozess kommt ihm auch im vorliegenden Kontext mit Blick auf die auch hier zur Anwendung gelangende Dispositionsmaxime und den Anspruch der Beschwerdegegnerinnen auf rechtliches Gehör eine gewichtige Bedeutung zu (vgl. BGE 148 III 322 E. 3.2; 142 III 102 E. 5.3.1; zur Anwendbarkeit der Dispositionsmaxime im Erbteilungsverfahren vgl. BGE 143 III 425 E. 4.7). Damit reicht es gerade nicht aus, wenn die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerinnen aus der Begründung der Berufung (allenfalls) herauslesen könnten, was die Beschwerdeführer verlangen, zumal dieses Vorgehen zwangsläufig mit Unschärfen und Unsicherheiten verbunden ist. Die Beschwerdeführer sind ausserdem darauf aufmerksam zu machen, dass von ihnen nicht die Angabe eines Mindestbetrags, sondern eine genaue Bezifferung ihrer im Berufungsverfahren gestellten Begehren verlangt wird. Mit Blick auf das Ausgeführte kann auch nicht davon die Rede sein, das Kantonsgericht habe neue prozessuale Hürden aufgebaut. Vielmehr hat es wie dargelegt allein die massgebenden Grundsätze angewandt.