Citation: 5A_620/2015 E. 6

Auch gegen die vorinstanzliche Feststellung, wonach sich schon das Bezirksgericht mit der fraglichen Eingabe befasst habe, kommt der Beschwerdeführer nicht auf. Seine wenig kohärenten Ausführungen laufen auf die Gegenbehauptung hinaus, dass sich das Bezirksgericht nur mit der Eingabe vom 26./30. März 2015 befasse. Dem stehen die zitierten obergerichtlichen Feststellungen entgegen, aus denen hervorgeht, worin der Inhalt der Eingabe vom 10. April 2015 besteht und wie das Bezirksgericht auf die dortigen Vorbringen Bezug nimmt (E. 4). Inwiefern das Bezirksgericht den "Kern" der Eingabe vom 10. April 2015 geradezu verkannt hätte und das Obergericht diesbezüglich einem offensichtlichen Irrtum erlegen wäre, tut der Beschwerdeführer nicht dar. Ob die Vorbringen des Beschwerdeführers in der streitigen Eingabe eine Wiederherstellung der Rechtsvorschlagsfrist rechtfertigen, ist nicht eine Frage des (formellen) Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV), sondern eine solche der Begründetheit des Wiederherstellungsgesuchs. Wie das Obergericht zutreffend festhält, muss eine Behörde - unter dem Blickwinkel des rechtlichen Gehörs - nicht alle Parteistandpunkte im Detail behandeln, noch braucht sie jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich zu widerlegen. Um dem Anspruch des Rechtsunterworfenen auf rechtliches Gehör Genüge zu tun, reicht es aus, wenn sie eine Erklärung für das Ergebnis ihres Entscheides liefert, das im Urteilsspruch zum Ausdruck kommt und das allein die Rechtsstellung der betroffenen Partei berührt (vgl. Urteil 5A_382/2013 vom 12. September 2013 E. 3.1). An der Sache vorbei geht deshalb auch der weitere Einwand des Beschwerdeführers, die Frage der Bekanntgabe der Wohnadresse weise überhaupt keinen Bezug zur Begründung des Antrags auf Wiederherstellung der Frist auf.