Citation: 4A_226/2019 E. 7.2.3

7.2.3. In der E-Mail vom 24. August 2014 mache E.________ sodann geltend, D.________ habe angeboten, den grünen Mercedes für Fr. 60'000.-- zu verkaufen. Die Abmachung sei aber gewesen, dass er (D.________) diesen für den gleichen Preis verkaufen würde, für den er (E.________) ihn erworben habe (Fr. 65'000.--), allenfalls für mehr, damit seine "Umtriebe" gedeckt seien. Er sehe folgende Möglichkeiten: "1. Sie behalten den Wagen und überweisen mir den vollen Betrag, die Sache wäre für mich erledigt. 2. Ich lasse den Wagen von einer unabhängigen Fachstelle prüfen und im Falle einer positiven Bewertung überweise ich Ihnen den Restbetrag von Fr. 20'000.-- und die Sache ist erledigt". Diesbezüglich erwog die Vorinstanz, der grüne Mercedes sei bereits am 29. Juli 2014 verkauft worden, was die Beschwerdeführerin offensichtlich zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst habe. Die Beschwerdegegnerin habe diesbezüglich ihre Informationspflicht gemäss Art. 426 Abs. 1 OR verletzt. Hinsichtlich der Frage des Verkaufspreises könne die E-Mail indessen nicht mehr berücksichtigt werden, da der Mercedes zu dieser Zeit bereits verkauft gewesen sei. Zwar behaupte E.________ in dieser E-Mail, es sei vereinbart gewesen, dass D.________ den Wagen für Fr. 65'000.-- verkaufe, für eine solche Vereinbarung vor dem Weiterverkauf gebe es aber - abgesehen von den Aussagen von C.________ und E.________, die lediglich Parteibehauptungen darstellten - keinerlei Anhaltspunkte. Auch die E-Mail vom 29. Januar 2015, in der C.________ D.________ bitte, ihm die geleistete Anzahlung zu überweisen, da der Kauf des grünen Mercedes nicht zustande gekommen sei, könne nicht mehr berücksichtigt werden.