Citation: 2C_980/2018 E. 5.3.1

5.3.1. Obschon sich der Beschwerdeführer darum bemüht, seine Straftaten nicht zu bagatellisieren, versucht er seine Verurteilung wegen Freiheitsberaubung und Entführung in einem besseren Licht darzustellen, da diese nur wenige Stunden gedauert und er keine führende Rolle inne gehabt habe. Der Beschwerdeführer verkennt dabei, dass er zu einer Freiheitsberaubung und Entführung unter erschwerenden Umständen verurteilt wurde. Das daraus resultierende Strafmass betrug denn auch vier Jahre Freiheitsstrafe. Weshalb die Vorinstanz seine Straffälligkeit nicht als schwerwiegend betrachten sollte, ergibt sich aus der Beschwerdeschrift nicht stichhaltig. Freiheitsberaubung und Entführung betreffen ein hochwertiges Rechtsgut in schwerer Weise. Bei dieser Ausgangslage bestehen im Rahmen von Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA keine hohen Anforderungen an die Wahrscheinlichkeit einer künftigen Straffälligkeit.