Citation: 1C_252/2017 E. 4.3

4.3. Für diese Qualifikation spricht die Tatsache, dass schon vor 1985 ein Fussballfeld und ein grosser Trainingsplatz bestanden. Diese wurden schon damals durch den FCH genutzt und es fanden Meisterschaftsspiele und ein jährliches Grümpelturnier statt. Allerdings erscheint die Annahme der Beschwerdeführer plausibel, dass der Sportplatz vor 1985 nicht oder nur geringfügig störte, insbesondere weil am Abend nur bis zum Einbruch der Dämmerung gespielt werden konnte, es nur ein reguläres Spielfeld gab und der Naturrasenbelag weniger intensiv bespielt werden konnte. Im Übrigen lag der Sportplatz damals noch am Dorfrand. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 123 II 325 E. 4c/aa S. 329; Urteil 1A.161/1997 vom 11. Juni 1998, in BGE 124 II 527 nicht publizierte E. 5b/cc; Urteil 1A.195/2006 vom 17. Juli 2007, in BGE 133 II 292 nicht publ. E. 2.5.1 mit Hinweisen) sind Altanlagen, die vor Inkrafttreten des USG nicht oder nur wenig Lärm erzeugten und erst später in Lärm erzeugende Anlagen umgewandelt werden, grundsätzlich wie Neuanlagen zu behandeln. Es würde dem Sinn des Gesetzes widersprechen, wenn bestehende Anlagen, die beim Inkrafttreten der massgeblichen Lärmschutzvorschriften noch keinen über die Planungswerte hinausgehenden Lärm verursachten, bei einem späteren Ausbau mehr Lärm erzeugen dürften als Anlagen, die nach dem Inkrafttreten des USG erstellt wurden. In BGE 133 II 292 (nicht publ. E. 2.5.2) qualifizierte das Bundesgericht daher den Sportplatz Würenlos als Neuanlage, weil dieser bei seiner Erstellung die Planungswerte einhielt und die Immissionen erst nachträglich lärmrechtlich relevant zugenommen hatten. Es liegt nahe, auch vorliegend von dieser Konstellation auszugehen, mit der Folge, dass die Vorschriften über Neuanlagen zur Anwendung gelangen (Art. 25 USG).