Citation: 1F_36/2018 E. 2.3

2.3. Dem kann nicht gefolgt werden. Auch wenn das Urteil des Verwaltungsgerichts, sei es aus Versehen oder aus anderen Gründen, nicht als Gerichtsurkunde versandt wurde, so gelangte es doch am 30. Mai 2018 in den Verantwortungsbereich der Gesuchsteller. Es hätte an ihnen gelegen, das Notwendige vorzukehren, um auch in ihrer Abwesenheit zeitnah vom Inhalt der (erwarteten) Zustellung Kenntnis zu erlangen, zumal Einschreibesendungen in der Regel Wichtiges enthalten und häufig eine Reaktion der Empfänger erfordern. Dazu hätten sie beispielsweise eine Person zur Entgegennahme bzw. Abholung von eingeschriebenen Sendungen bevollmächtigen können. Die Beschwerdefrist begann damit entgegen der Auffassung der Gesuchsteller gemäss Zustellfiktion am 7. Juni 2018 zu laufen. Dazu kommt, dass die Gesuchsteller das Urteil nach ihrer eigenen Darstellung am 15. Juni 2018 entgegennahmen, mithin zu einem Zeitpunkt, in dem die 30-tägige Rechtsmittelfrist noch nicht einmal zu einem Drittel abgelaufen war. Sie hätten somit noch genügend Zeit gehabt, sich sowohl über die Rechtslage beim Fristenlauf zu erkundigen als auch fristgerecht Beschwerde zu erheben. Zusammenfassend haben die Gesuchsteller die Frist nicht unverschuldet im Sinne von Art. 50 BGG verpasst, weshalb die Beschwerdefrist nicht wiederhergestellt und das Urteil 1C_362/2018 nicht aufgehoben werden kann.