Citation: 1C_89/2024 E. 2.4

2.4. Die Beschwerdeführerin rügt hauptsächlich, die teilrevidierten städtischen Bau- und Nutzungsvorschriften, die kurz nach Erteilung der Baubewilligung vom 10. Oktober 2022 öffentlich aufgelegt worden seien, hätten gemäss § 146 Abs. 1 VRG/LU i.V.m. § 85 Abs. 2 PBG/LU auf das hängige Beschwerdeverfahren angewendet werden müssen. Die Vorinstanz habe nicht überprüft, ob und in welchem Umfang das Bauvorhaben die neu zulässigen Werte missachte. So überschreite das strittige Projekt die maximale Gesamthöhe um 2,15 m und die Überbauungsziffer um rund 17 %. Das nach altem Recht bewilligte Bauprojekt torpediere damit die künftige Ortsplanung. Die von der Stadt Luzern mit den neuen Vorschriften verfolgten öffentlichen Interessen der städtebaulichen und architektonischen Diversitäten der Dachformen und der Eingliederung würden damit unterlaufen. Die Überbauungsziffern gemäss revidiertem PBG/LU dienten sodann der Wahrung von genügend Grünflächen, wobei es sich um ein ausgesprochenes umweltschutzrechtliches bzw. ökologisches Interesse handle. Mit ihren diesbezüglichen Vorbringen habe sich die Vorinstanz nicht auseinandergesetzt. Deren Erwägungen stünden zudem im Widerspruch zu ihrer eigenen bisherigen Rechtsprechung.