Citation: 6P.146/2004 11.10.2005 E. 6

Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe zu Unrecht eine Gehilfenschaft zur Haupttat von X.________ bejaht (Beschwerde, S. 17). 6.1 Gemäss Art. 25 StGB ist strafbar, wer zu einem Verbrechen oder zu einem Vergehen vorsätzlich Hilfe leistet. Das Gesetz umschreibt die Voraussetzungen der strafbaren Gehilfenschaft nicht näher. Nach der Rechtsprechung gilt als Hilfeleistung jeder kausale Beitrag, der die Tat fördert, so dass sich diese ohne Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt hätte. Nicht erforderlich ist, dass es ohne die Hilfeleistung nicht zur Tat gekommen wäre. Die Förderung der Tat genügt. Andererseits muss die Hilfeleistung tatsächlich zur Tat beigetragen, also einen kausalen Beitrag dargestellt haben. Der Gehilfe muss die Erfolgschancen der tatbestandserfüllenden Handlung erhöhen. Subjektiv ist erforderlich, dass der Gehilfe weiss oder damit rechnet, eine bestimmt geartete Straftat zu unterstützen, und dass er dies will oder in Kauf nimmt, wobei zum Vorsatz auch die Voraussicht des Geschehensablaufs gehört. Es genügt, wenn der Gehilfe die wesentlichen Merkmale des vom Täter zu verwirklichenden strafbaren Tuns erkennt, während er Einzelheiten der Tat nicht zu kennen braucht (BGE 121 IV 109 E. 3a S. 119; 120 IV 265 E. 2c/aa S. 272; 119 IV 289 E. 2c/aa S. 292; 117 IV 186 E. 3, mit Hinweisen). 6.2 Die Vorinstanz hat gestützt auf ihre für das Bundesgericht verbindlichen tatsächlichen Feststellungen zum Wissen und Wollen des Beschwerdeführers (oben E. 2.1.3 und 2.2.3) und im Lichte der Rechtsprechung zu Art. 25 StGB (vgl. Art. 121 IV 109 E. 3a S. 119 f. mit Hinweisen) ohne Bundesrecht zu verletzen den Eventualvorsatz des Beschwerdeführers zur Förderung der Haupttat bejaht. Auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil kann verwiesen werden. Der Einwand des Beschwerdeführers, wonach sein Beitrag nicht kausal gewesen sei, geht ebenso an der Sache vorbei wie die Rüge, er habe die Rechnungen gar nicht prüfen, sondern unbesehen bezahlen müssen. Angesichts seiner Stellung als Hauptbuchhalter und seiner Zeichnungsberechtigung war der Haupttäter auf seine Mitwirkung bei der Auszahlung des in Rechnung gestellten Aufwandes angewiesen. Der Beschwerdeführer erleichterte im Sinne von Art. 25 StGB die Haupttat, indem er trotz objektiv nicht zu unterdrückender Zweifel an der Berechtigung des von X.________ geltend gemachten Aufwandes die Rechnungen nicht überprüfte und Zahlungsanweisungen ausstellte. Daran vermag der Umstand nichts zu ändern, dass der Haupttäter die Auszahlungen möglicherweise auf andere Weise als über den Beschwerdeführer hätte erwirken können. Im Übrigen war der Beschwerdeführer als Buchhalter dem Verwaltungsrat bzw. den von diesem beauftragten Personen direkt unterstellt. Er war bei der Auszahlung von Rechnungen unter anderem verpflichtet, sie im Rahmen seiner Möglichkeiten zu überprüfen. Diese Pflicht zu näherer Prüfung ergab sich erst recht, nachdem der Beschwerdeführer wusste, dass der Verwaltungsrat der Alpentherme Entschädigungen von X.________ in der von ihm in Rechnung gestellten Höhe nie bewilligt hatte, und er (berechtigte) Zweifel hatte, ob es sich bei der HBG nicht gleich bzw. ähnlich verhielt.