Citation: 1C_146/2013 E. 3.3

3.3. Zur Begründung, dass es sich beim Bauprojekt um einen einzigen Gebäudekomplex und nicht um zwei zusammengebaute Häuser handelt, hat das Verwaltungsgericht auf folgende Gegebenheiten verwiesen: Erschliessung im Erdgeschoss durch ein Treppenhaus; gemeinsame Hauseingangstüre für alle drei Wohnungen; interne Erschliessung der einzelnen Stockwerke durch interne Treppen; Waschküchen und Keller für alle drei Wohnungen im Untergeschoss; wesentlich grössere Wandstärken bei den Aussenwänden als bei den zwischen den Hausteilen liegenden Wänden. Demgegenüber weisen die Beschwerdeführer auf die baulich und funktional unterschiedlichen Häuser hin; das zeige sich beispielhaft im Grundrissplan des Erdgeschosses wie auch in den Fassadenansichten. Die Vorbringen der Beschwerdeführer sind zwar nachvollziehbar. Indes setzen sie sich mit der Begründung des Verwaltungsgerichts nicht näher auseinander. Sie legen nicht dar, dass die Auffassung des Verwaltungsgerichts geradezu willkürlich sei. Trotz eines unterschiedlichen Erscheinungsbildes der beiden Teile durfte das Verwaltungsgericht darauf abstellen, dass die beiden Häuser mit den drei Wohnungen sehr stark ineinander verschachtelt sind und organisatorisch und von der Erschliessung her eine Einheit bilden. Daran ändert der Umstand nichts, dass die beiden Teile auf den Plänen als Haus A und Haus B bezeichnet werden. Bei dieser Sachlage konnte das Verwaltungsgericht mit haltbaren Gründen annehmen, dass das ganze Bauprojekt einen einzigen Gebäudekomplex bilde. Daran vermag der Einwand nichts zu ändern, die Grenzabstände dienten primär der Wohnhygiene; dem Baugesetz kann nicht entnommen werden, dass für grössere Gebäude nicht nur eine einzige Hauptfassade, sondern allenfalls zwei Hauptfassaden massgeblich seien. Es ergibt sich daraus, dass die Annahme eines einzigen Gebäudekomplexes vor dem Willkürverbot gemäss Art. 9 BV standhält.