Citation: 7B_164/2022 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz führt aus, der Beschwerdeführer habe seiner Beschwerde vom 17. Juni 2019 keine Prozessvollmachten beigelegt. Er habe lediglich darauf verwiesen, dass sich solche bei den Akten der Staatsanwaltschaft befänden, und sich hinsichtlich der von ihm vertretenen Personen auf die "weiteren Geschädigten und Beschwerdeführer gemäss Anhang A" berufen. Der Aufforderung zur Einreichung von Prozessvollmachten mit Verfügung vom 1. Juli 2019 habe der Beschwerdeführer entgegnet, es sei ihm innert der gesetzten, nicht erstreckbaren Nachfrist unmöglich, für die von ihm vertretenen 427, sich mehrheitlich im Ausland aufhaltenden Geschädigten neue, persönlich unterzeichnete Vollmachten einzureichen. Nach Einsicht in die von der Staatsanwaltschaft beigezogenen Unterlagen sei der Beschwerdeführer schliesslich dazu aufgefordert worden, die von ihm vertretenen Personen zwecks eindeutiger Identifizierung in einer Liste ausreichend zu bezeichnen. Diese Aufforderung sei insbesondere vor dem Hintergrund erfolgt, dass aus der von der Staatsanwaltschaft geführten Liste, wo der Beschwerdeführer als Rechtsbeistand aufgeführt sei, weder die Anzahl noch die Namen der von ihm vertretenen Personen hervorgingen. Die angefochtene Einstellung sei zudem rund 16 Jahre nach Anhebung der Strafuntersuchung erfolgt, weshalb nicht ohne Weiteres von der Aktualität der damaligen Vollmachten ausgegangen werden könne. Die betreffende Frist habe der Beschwerdeführer nach gewährter Fristerstreckung indessen unbenutzt verstreichen lassen. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, der Beschwerdeführer habe mit diesem Verhalten - der Einleitung eines Rechtsmittelverfahrens, ohne seine Bevollmächtigung gehörig auszuweisen und weitere Informationen dazu zu liefern - aufwändige und unnötige Vorkehrungen seitens des Gerichts verursacht, deren Kosten er gestützt auf Art. 417 StPO nach dem Verursacherprinzip zu tragen habe. Allerdings könnten dem Beschwerdeführer nicht die gesamten Kosten des Beschwerdeverfahrens angelastet werden, da dieses mit der angefochtenen Verfügung bereits durch Aufforderung zur Leistung eines Kostenvorschusses fortgesetzt worden sei. Es rechtfertige sich daher, ihm diese zu zwei Dritteln aufzuerlegen und zu einem Drittel auf die Gerichtskasse zu nehmen.