Citation: 2C_434/2020 E. 3.4.5

3.4.5. Die Vorinstanz setzt sich im Weiteren ausführlich mit der Wiederholungsgefahr des Beschwerdeführers auseinander (vgl. E. 3.2.4 des Urteils vom 17. April 2020). Der Beschwerdeführer hat durch die von ihm begangene schwere Körperverletzung Leib und Leben Dritter gefährdet; eine entsprechende - allenfalls auch geringe - Rückfallgefahr kann ausländerrechtlich zum Schutz der entsprechenden Rechtsgüter nicht hingenommen werden. Der Einwand des Beschwerdeführers, wonach aufgrund seiner guten Integration - insbesondere der beruflichen - eine Rückfallgefahr nahezu ausgeschlossen sei, verfängt nicht. Denn auch seine langjährige berufliche Bindung hat ihn nicht von der Begehung der verschiedenen Straftaten abgehalten. Überdies vermag der Beschwerdeführer keine Elemente darzutun, die einen Entwicklungs- und Reifeprozess bzw. ein tragfähiges Zukunftsprojekt belegen würden, welche die Rückfallgefahr auf ein im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK ausländerrechtlich hinzunehmendes Mass reduzieren könnten. Die Vorinstanz gelangt somit folgerichtig zum Schluss, dass bestenfalls von einer leicht reduzierten Rückfallgefahr auszugehen ist. In Würdigung dieser Umstände ist die Vorinstanz zu Recht von einem schweren ausländerrechtlichen Verschulden ausgegangen. Damit ist das öffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts des Beschwerdeführers entsprechend hoch.