Citation: 5A_770/2013 E. 2.1

2.1. Vor Obergericht hat der Beschwerdeführer im Rahmen der Beschwerde gegen den Entscheid der ersten Instanz vom 24. Oktober 2012 behauptet, sowohl für Eheschutzmassnahmen als auch für vorsorgliche Massnahmen gelte dieselbe Verfahrensart. Der Beschwerdegegnerin stehe daher die eingetretene Rechtskraft des Eheschutzentscheides entgegen, sodass sie im Rahmen des Verfahrens um Erlass vorsorglicher Massnahmen nicht die gleichen Anträge stellen könne. Das Obergericht hat dazu erwogen, Eheschutz- und Massnahmeverfahren seien sich in vielen Punkten ähnlich, jedoch nicht identisch. Vorliegend seien wegen des Rückzuges des Eheschutzbegehrens keine Eheschutzmassnahmen angeordnet worden. Das im Scheidungsverfahren zuständige Massnahmegericht habe daher nicht über eine Änderung früher angeordneter Eheschutzmassnahmen zu befinden, sondern originär d.h. auch ohne Vorliegen von Abänderungsgründen, vorsorgliche Massnahmen für die Dauer des Scheidungsverfahrens anzuordnen.