Citation: 2C_909/2019 E. 4.6.8

4.6.8. Im Weiteren stehen die festgestellten gesundheitlichen Beschwerden, wie von der Vorinstanz zu Recht ausgeführt, im Widerspruch zu den Aussagen, welche die Mutter der Beschwerdeführerin noch am 15. November 2018 gegenüber den Behörden der Stadt Bern gemacht hat, wonach es der Beschwerdeführerin gut gehe (E. 7.5 des angefochtenen Entscheids). Ausserdem erwecken die Arztberichte, ähnlich den eidesstattlichen Erklärungen der beiden Onkel (vorne E. 4.6.4), den Eindruck, dass sie zielgerichtet im Hinblick auf das Familiennachzugsverfahren angefertigt wurden. Mit der Vorinstanz ist deshalb davon auszugehen, dass die gesundheitliche Situation der Beschwerdeführerin einer Fortführung der bisherigen Betreuungssituation im Kosovo nicht entgegensteht. Fehlende Betreuungsmöglichkeiten im Heimatland, an deren Nachweis angesichts des Alters der Beschwerdeführerin erhöhte Anforderungen gelten (vorne E. 4.4), sind damit insgesamt nicht dargetan.