Citation: 1C_131/2022 E. A

Aufgrund eines Rapports der Kantonspolizei Thurgau vom 9. Juli 2020 forderte das Strassenverkehrsamt des Kantons Thurgau A.________ auf, sich wegen des Verdachts einer Alkoholmissbrauchsproblematik einer verkehrsmedizinischen Untersuchung zu unterziehen. Hintergrund des Rapports waren wiederholt notwendige Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt, anlässlich welchen A.________ und seine Ehefrau stark alkoholisiert vorgefunden wurden. Die verkehrsmedizinische Untersuchung fand am 3. Februar 2021 im Institut für Rechtsmedizin (IRM) des Kantonsspitals St. Gallen statt. In der Folge hielt Dr. med. B.________, Verkehrsmedizinerin SGRM, im verkehrsmedizinischen Gutachten vom 3. März 2021 fest, die Fahreignung von A.________ könne aufgrund des nachgewiesenen starken Alkoholkonsums bei Verdacht auf eine schwere Suchtproblematik nicht befürwortet werden. Gestützt auf dieses Untersuchungsergebnis entzog das Strassenverkehrsamt A.________ mit Verfügung vom 5. März 2021 den Führerausweis auf unbestimmte Zeit und machte die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis von einer ihm die Fahreignung wieder bescheinigenden verkehrsmedizinischen Neuuntersuchung der Stufe 4 abhängig. Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekurskommission für Strassenverkehrssachen des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 18. Juni 2021 ab. Diesen Entscheid focht A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau an, welches die Beschwerde mit Urteil vom 8. Dezember 2021 abwies.