Citation: 5A_72/2009 14.05.2009 E. 1

1.1 Angefochten ist ein letztinstanzlicher Endentscheid (Art. 75 Abs. 1, Art. 90 BGG), mit dem das Obergericht des Kantons Zug eine auf Art. 195 Abs. 1 ZGB gestützte Klage auf Auskunftserteilung zwischen (ehemaligen) Ehegatten abgewiesen hat. Dabei handelt es sich um eine Zivilsache im Sinn von Art. 72 Abs. 1 BGG (BGE 82 II 555 E. 4 S. 563 ff.; Georg Gautschi, Berner Kommentar, 2. Aufl. 1960, N. 29b zu Art. 400 OR), die mit Beschwerde in Zivilsachen angefochten werden kann: Ihr Streitgegenstand, bestimmt durch das Klagebegehren und die klägerischen Sachvorbringen (Klett/Escher, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 4 zu Art. 72 BGG), fusst nämlich - wie noch eingehend zu zeigen sein wird - auf dem materiellen Bundesprivatrecht (Art. 195 Abs. 1 ZGB), und der klägerische Anspruch wurde von der letzten kantonalen Instanz im Wesentlichen gestützt auf Art. 2 Abs. 2 ZGB abgewiesen. Darüber hinaus handelt es sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit, wobei hinsichtlich der Auskunftspflicht praxisgemäss keine genaue Bezifferung des Streitwertes verlangt wird (Urteil 5C.276/2005 vom 14. Februar 2006 E. 1.2). Vorliegend sind beide kantonale Instanzen von einem Streitwert von Fr. 100'000.-- ausgegangen, welcher Betrag unbestritten geblieben ist. Folglich ist die Streitwertgrenze gemäss Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG erreicht. Auf die von den im kantonalen Verfahren unterlegenen Parteien (Art. 76 Abs. 1 BGG) rechtzeitig (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingelegte Beschwerde ist unter dem Blickwinkel der genannten formellen Voraussetzungen einzutreten. Auf andere Eintretensvoraussetzungen, namentlich das Rechtsschutzinteresse, wird noch im Sachzusammenhang näher einzugehen sein. 1.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Der Beschwerdeführer, welcher die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss rechtsgenüglich begründet darlegen, inwiefern die Voraussetzungen einer Ausnahme gemäss Art. 105 Abs. 2 BGG gegeben sind; andernfalls kann ein vom im angefochtenen Entscheid festgestellter abweichender Sachverhalt nicht berücksichtigt werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255). Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen nur soweit vorgebracht werden, als der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt, was in der Beschwerdeschrift ebenfalls näher darzulegen ist (Art. 99 Abs. 1 BGG).