Citation: 8C_643/2018 E. 6.2.2

6.2.2. Aus dem ZMB-Gutachten geht demnach unmissverständlich hervor, dass sich weder die Befunde, welche die Rechtsvorgängerin der Allianz anlässlich der ursprünglich vergleichsweise zugesprochenen Invalidenrente als anspruchserhebliche unfallbedingte Gesundheitsstörungen anerkannt hatte, noch deren Auswirkungen auf die Arbeitsunfähigkeit verändert haben. Zwar hat die Vorinstanz einerseits dem ZMB-Gutachten in Bezug auf die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung vollen Beweiswert zuerkannt. Andererseits wich das kantonale Gericht basierend auf der medizinisch kaum dokumentierten Entwicklung des Gesundheitszustandes zwischen 1997 und 2001 vom ZMB-Gutachten ab, indem es annahm, es sei nach dem Austritt aus der Klinik G.________ am 8. Januar 1992 "noch zu keiner relevanten, längerdauernden Rückbildung des depressiven Leidens bis zum Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom 22. Januar 1998 gekommen". Mit anderen Worten versuchte die Vorinstanz darzulegen, dass die Verbesserung der unfallbedingten Beschwerden - entgegen dem ZMB-Gutachten - erst nach der Rentenzusprache von 1998 eingetreten und damit revisionsrechtlich relevant geworden sei. Diese Annahme steht jedoch in klarem Widerspruch zu den ausdrücklichen und mehrfach wiederholten Einschätzungen der ZMB-Gutachter. Die Vorinstanz legt weder schlüssig noch nachvollziehbar dar, weshalb die Verbesserung des Gesundheitszustandes erst nach der ursprünglichen Rentenzusprache eingetreten sei.