Citation: 6B_911/2023 E. 1.4.1

1.4.1. Die Vorinstanz begründet überzeugend, weshalb sie das Beweismittel des Fahrtenschreibers nicht als neu beurteilt. Es ist erstellt, dass der Beschwerdeführer bereits anlässlich seiner Einvernahme vom 30. April 2022 erwähnte, in seinem Auto befinde sich ein Fahrtenschreiber, der die Fahrdaten aufzeichne. Der Beschwerdeführer macht nun geltend, die Daten des Fahrtenschreibers hätten zu diesem Zeitpunkt noch nicht bestanden und hätten zuerst bei der zuständigen Firma eingeholt werden müssen. Bereits nicht ersichtlich ist, inwieweit die Daten nicht bis zum Abschluss des Verfahrens hätten eingeholt werden können, weshalb seine Rüge ins Leere zielt. Wenn er sich zudem pauschal auf den Untersuchungsgrundsatz beruft und geltend macht, er hätte sich nicht dazu veranlasst gesehen, die Daten vorher einzuholen, so geht seine Begründung fehl. Der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin die Daten in antizipierter Beweiswürdigung nicht eingeholt und den Strafbefehl gestützt auf die damals vorliegende Beweislage erlassen hat, ist unter dem Aspekt von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO nicht zu beanstanden und stellt keinen Revisionsgrund dar. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers wird die Neuartigkeit des Beweismittels der Daten aus dem Fahrtenschreiber auch deshalb nicht begründet, da die Beschwerdegegnerin diese im Rahmen des Revisionsverfahrens eingeholt hat. Die Vorinstanz erwägt zu Recht, der Beschwerdeführer hätte sich mittels Einsprache gegen den Strafbefehl darauf berufen können, die Daten seien zu berücksichtigen bzw. einzuholen. Dies, zumal der Beschwerdeführer unbestritten bereits zum Zeitpunkt der Einvernahme im April 2022 Kenntnis des Fahrtenschreibers hatte. Der Beschwerdeführer zeigt keine Willkür auf und die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, indem sie den Fahrtenschreiber bzw. die darauf enthaltenen Daten nicht als neu i.S.v. Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO einstuft.