Citation: 2C_47/2024 E. 4.7.1

4.7.1. Zunächst ist festzuhalten, dass das VR an sich und insbesondere Art. 5 VR bezüglich des Verkehrsaufkommens und der Anzahl Fahrzeuge ein sehr restriktives öffentliches Interesse verfolgen, nämlich den Erhalt von Zermatt als autofreier Kurort. Gemäss - unwidersprochen gebliebener - Vernehmlassung der Einwohnergemeinde (vom 22. März 2024) wächst Zermatt ständig, wobei sich zeitweise mehrere zehntausend Personen auf einer relativ kleinen Fläche bewegen. Die Einschränkung des motorisierten Verkehrs (Elektrofahrzeuge) und der Entzug unnötiger Bewilligungen sind deshalb gerechtfertigt, wenn nicht zwingend, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Ausserdem dient angesichts der engen räumlichen Verhältnisse in Zermatt die restriktive Handhabung der Fahrzeugbewilligungen auch der Gewährleistung der Sicherheit von Fussgängern und Fahrzeugen. Im Weiteren ist entgegen der Beschwerdeführerin davon auszugehen, dass ein Transportunternehmen, welches Transporte für die Beschwerdeführerin übernimmt, seine Transportleistung und die Transportwege optimiert und dadurch - im Vergleich zum Transport durch die Beschwerdeführerin selbst - die Anzahl Fahrten reduziert werden kann. Eine weitere Reduktion der Fahrten mit dem Elektrofahrzeug ergibt sich daraus, dass die Beschwerdeführerin für den Transport kleinere Warenmengen auf alternative Transportmittel wie einen Handwagen oder ein Velo mit Anhänger ausweichen kann. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht des bezüglich Verkehr bereits sehr restriktiv formulierten öffentlichen Interesses dient die Ausserverkehrsetzung des betroffenen Elektrofahrzeugs der Erreichung des mit dem öffentlichen Interesse verbundenen Ziels und ist insofern geeignet.