Citation: 8C_108/2015 E. 2.2

2.2. Hat die versicherte Person mehr als einen Unfall mit objektiv nicht nachweisbaren Folgen erlitten, so ist die Adäquanz des Kausalzusammenhangs prinzipiell für jeden Unfall gesondert zu beurteilen. Davon ist auch die Vorinstanz ausgegangen. In diesem Rahmen ist es nach der Rechtsprechung jedoch nicht generell ausgeschlossen, die wiederholte Betroffenheit desselben Körperteils bei der Adäquanzprüfung zu berücksichtigen. Letzteres ist insbesondere dann denkbar, wenn die Auswirkungen der verschiedenen Ereignisse auf gewisse Beschwerden und/oder auf die Arbeitsfähigkeit nicht voneinander abgegrenzt werden können (SVR 2007 UV Nr. 1 S. 1 E. 3.3.2, U 39/04). Einer hinreichend ausgewiesenen, durch einen früheren versicherten Unfall verursachten dauerhaften Vorschädigung der HWS kann bei der Beurteilung einzelner Adäquanzkriterien - beispielsweise der besonderen Art der Verletzung, der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen oder der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung - Rechnung getragen werden (Urteile 8C_150/2011 vom 14. Februar 2012 E. 8.1; 8C_477/2008 vom 19. Dezember 2008 E. 6.1). Anhand dieser Prämissen wird im Folgenden die vorinstanzliche Adäquanzbeurteilung zu prüfen sein.