Citation: 4A_617/2021 E. 2.2.2

2.2.2. Es ist unbestritten, dass das Element " Bau " eine reine Sachbezeichnung darstellt. Die Vorinstanz stellte aber darauf ab, dass das Element "Log " keine eindeutig zuzuordnende Sachbezeichnung sei und sich insofern auch vom (markenrechtlichen) Urteil des Bundesgerichts in Sachen "Creaton" (Urteil 4C.42/2000 vom 18. Juli 2000) unterscheide. Dort sei das Bundesgericht zum Schluss gekommen, die Wortverbindung "Creaton" sei nicht derart originell, dass ihr trotz der Zusammensetzung aus zwei gemeinfreien Bestandteilen - der Bestandteil "Crea" werde als Anspielung auf "kreativ" oder "Kreativität" und der Bestandteil "Ton" als Hinweis auf den gleichnamigen Baustoff verstanden - als Ganzes Kennzeichnungskraft zugesprochen werden könne. Dieser Entscheid sei jedoch nicht mit dem vorliegenden vergleichbar. Dies ist zu präzisieren. Das Bundesgericht erwog vielmehr, zwar könne die Silbe "ton" Verschiedenes bedeuten. Dabei sei die Bedeutung "Tonerde" nicht die einzige und auch nicht die naheliegendste. Der Bestandteil "ton" komme weitaus häufiger vor im Sinne von "Klang" oder als Endsilbe von Fremdwörtern. Entscheidend war aber, dass die strittige Marke für Tonwaren eingetragen war. Das Bundesgericht schloss deshalb, in diesem Zusammenhang habe das Zeichen "Creaton" beschreibenden Charakter. Es bedürfe keines grossen Fantasieaufwands, um für Waren aus (gebranntem) Ton die Bedeutung des Ausdrucks als Materialbezeichnung zu erkennen (zit. Urteil 4C.42/2000 E. 1b).