Citation: 2C_108/2025 E. 6.6

6.6. Es ist unter diesen Umständen nicht zu erwarten, dass sich der Beschwerdeführer im Falle einer Haftentlassung zwecks Ausreise zur Verfügung der Behörden halten würde. Entgegen dem Beschwerdeführer kommen auch keine milderen Mittel als die Haft in Frage, um eine kontrollierte Ausreise aus der Schweiz sicherzustellen. Da der Beschwerdeführer keine Gewähr dafür bietet, sich an behördliche Anordnungen zu halten und mit einer Ausschaffung nach Tunesien offenkundig nicht einverstanden ist, sind die vom Beschwerdeführer vorgeschlagene Eingrenzung oder Meldepflicht keine geeigneten Mittel, um der Untertauchensgefahr wirksam zu begegnen. Die konkreten Umstände im vorliegenden Fall lassen vielmehr befürchten, dass der Beschwerdeführer sich ohne Weiterführung der Haft der Ausschaffung entziehen würde. Die weitere Haft des jungen, gesunden und kinderlosen Beschwerdeführers erscheint verhältnismässig, zumal die Inhaftierung zum Zeitpunkt des angefochtenen Urteils rund zwei Monate (von einer maximalen Haftdauer von 18 Monaten, vgl. Art. 79 AIG) dauerte.