Citation: 6B_121/2019 E. A

A.a. Im Rahmen des Berufungsverfahrens gegen ein Urteil des Strafgerichts vom 19. Oktober 2012 beauftragte das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt am 8. Oktober 2013 die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK), ein forensisch-psychiatrisches Gutachten über X.________ (Jahrgang 1992) zu erstellen. Dieser wurde vergeblich mehrfach zur Exploration aufgeboten. Das Gutachten vom 27. Januar 2014 musste ohne Exploration verfasst werden. Es empfahl eine stationäre Massnahme nach Art. 60 StGB und für den Fall der Erfolglosigkeit zeitnah die Prüfung einer Umwandlung in eine Massnahme gemäss Art. 59 StGB. Das Appellationsgericht verurteilte X.________ am 18. März 2014 wegen versuchter schwerer Körperverletzung, qualifizierten Raubes, mehrfacher Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs, Hinderung einer Amtshandlung, mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz sowie mehrfacher Übertretung von Art. 19a BetmG zu 3 1/4 Jahren Freiheitsstrafe, einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 10.-- und Fr. 300.-- Busse. Die Freiheitsstrafe schob es zugunsten einer stationären Suchtbehandlung auf. X.________ wurde am 19. März 2015 verhaftet und zunächst ins Gefängnis Bässlergut und sodann in das Rütihus versetzt. A.b. Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt bestrafte X.________ mit Strafbefehl vom 4. August 2015 wegen mehrfachen Vergehens gegen das BetmG, mehrfachen Vergehens sowie mehrfachen versuchten Vergehens gegen das HMG sowie Vergehens gegen das Waffengesetz mit 6 Monaten Freiheitsstrafe unbedingt, welche es zugunsten der Suchtbehandlung aufschob. Nachdem X.________ im Rütihus gedealt hatte, wurde er zur Verfügung gestellt. Nach kurzer Flucht und erneutem Aufenthalt im Gefängnis Bässlergut, konnte er per 26. Januar 2016 in das Therapiezentrum Lehn in Luzern eintreten. A.c. Nach dreimaliger Exploration erstattete die UPK ein Ergänzungsgutachten vom 24. Februar 2016. Nach diesem sollte versucht werden, den Behandlungsbedarf im bestehenden Setting zu decken; sollte keine Stabilisierung erreicht werden können, sei die Umwandlung in eine Massnahme gemäss Art. 59 StGB zu prüfen. X.________ wurde vom Therapiezentrum Lehn am 17. Juni 2016 wieder zur Verfügung gestellt, da in seinem Zimmer Drogen und Drogenutensilien gefunden worden waren und er vor den Mitarbeitern Betäubungsmittel konsumiert hatte. Er wurde in das Gefängnis Bässlergut zurückversetzt. Das Therapiezentrum Lehn erklärte sich unter strikten Auflagen bereit, ihn am 18. Oktober 2016 nochmals aufzunehmen. Als er die Auflagen missachtete und Betäubungsmittel konsumierte, wurde er zwei Tage später wieder zur Verfügung gestellt, worauf er die Flucht ergriff. A.d. X.________ konnte am 18. Mai 2017 verhaftet werden. Bei der Anhaltung und Hausdurchsuchung wurden bei ihm Fr. 3'608.20, 305 EUR, 46,2 g Heroingemisch, 13,3 g Kokaingemisch, 2 Stück LSD, 200,4 g (netto) Streckmittel, ein Gewehr, das nicht geladen, aber in das ein volles Magazin eingesetzt war, ein Schlagstock, eine Machete, ein Laser, zwei Mobiltelefone, diverse Auflistungen mit Namen und Zahlen, zwei Etuis mit Spezialwerkzeugen zum Öffnen von Türschlössern und eine Sturmhaube beschlagnahmt. Ab dem 6. Juni 2017 befand er sich im Gefängnis Bässlergut, wo er seinen Betäubungsmittelkonsum fortsetzte. Aufgrund einer tätlichen Auseinandersetzung mit einem Mitinsassen erfolgte ein zehntägiger Zelleneinschluss. A.e. Auf Antrag des Straf- und Massnahmenvollzugs vom 9. August 2017 beschloss das Strafgericht am 17. Oktober 2017, die stationäre Suchtbehandlung in Anwendung von Art. 62c Abs. 6 StGB aufzuheben und eine Massnahme gemäss Art. 59 StGB anzuordnen. Am 1. November 2017 ereignete sich eine weitere körperliche Auseinandersetzung mit einem Mitinsassen, sodass ein Verfahren eröffnet wurde. X.________ erhob am 6. November 2017 Beschwerde gegen den Beschluss des Strafgerichts. Er verweigerte die per 11. Dezember 2017 geplante Versetzung in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Solothurn zum Vollzug der stationären Massnahme nach Art. 59 StGB. Er wurde am 13. Dezember 2017 in das Untersuchungsgefängnis und am 20. Februar 2018 in die JVA verlegt. A.f. Die Instruktionsrichterin des Appellationsgerichts beauftragte die Sachverständige Dr. A.________ mit einem zweiten Ergänzungsgutachten. Nachdem X.________ die Exploration verweigert hatte, erging der Auftrag um Erstellung eines ergänzenden Aktengutachtens (vom 31. August 2018). An der Verhandlung des Appellationsgerichts vom 13. September 2018 wurden X.________ sowie die Gutachterin und die Vertreterin des Straf- und Massnahmenvollzugs befragt. Das Appellationsgericht (Dreiergericht) wies die Beschwerde ab, bestätigte den Beschluss des Strafgerichts vom 17. Oktober 2017, hob die Suchtbehandlung in Anwendung von Art. 62c Abs. 6 StGB auf und ordnete eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 59 StGB an.