Citation: 1C_497/2021 E. 7.4

7.4. Unter dem Blickwinkel der Zumutbarkeit bzw. Verhältnismässigkeit (vgl. Art. 36 Abs. 3 BV) bemängeln die Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz eine unzureichende Interessenabwägung vorgenommen habe. Sie machen insbesondere geltend, über ein grosses Interesse an der fortgesetzten, uneingeschränkten Nutzung ihrer landwirtschaftlichen Flächen zu verfügen. Aufgrund der Ausscheidung der Grundwasserschutzzonen könnten sie wertvolles Kulturland gar nicht oder nur noch beschränkt nutzen. Andere, weniger einschränkende Fassungsstandorte seien nicht geprüft worden. Sodann habe die Gemeinde Gossau die umliegenden Weiler erst kürzlich mit einer Trinkwasserleitung erschlossen. Das BAFU geht in seiner Vernehmlassung ebenfalls davon aus, die Interessenabwägung müsse unter Berücksichtigung der Möglichkeit einer Alternativversorgung des Gebiets Nutzenbuech-Rüeggetschwil erneut vorgenommen werden.