Citation: 5D_89/2022 E. 4.2

4.2. Soweit die Beschwerdeführerin ihre behauptete Prozessunfähigkeit auf das Verfahren bezieht, das zum Rechtsöffnungstitel geführt hat (Forderungsprozess), und sie daraus ableitet, ihr hätten in jenem Verfahren die (nunmehr zu vollstreckenden) Gerichtskosten wegen ihrer Prozessunfähigkeit nicht auferlegt werden dürfen, ist sie damit vor Bundesgericht verspätet (Art. 99 Abs. 1 BGG). Entsprechende Einwände gegen den Rechtsöffnungstitel hätten im kantonalen Rechtsöffnungsverfahren vorgebracht werden müssen. Soweit sie sich in diesem Zusammenhang auch auf ihre Mittellosigkeit beruft, ist darauf hinzuweisen, dass auf die unentgeltliche Rechtspflege in jenem Forderungsprozess nicht zurückgekommen werden kann. Die unentgeltliche Rechtspflege im Rahmen des Forderungsprozesses war bereits Gegenstand eines Rechtsmittelverfahrens (dazu Urteil 4D_45/2021 und 4D_47/2021 vom 24. August 2021; zum Forderungsprozess Urteil 4D_56/2021 vom 13. Oktober 2021). Das Obergericht hat im Übrigen erläutert, dass im Rechtsöffnungsverfahren die (zu vollstreckende) Forderung nicht überprüft werden kann. Darauf geht die Beschwerdeführerin nicht ein. Sie wiederholt bloss, sie schulde der Beschwerdegegnerin nichts und die Klage beruhe auf mutwilliger Verleumdung.