Citation: C 433/99 18.04.2001 E. 1

1.- a) Es steht fest und ist zu Recht allseits unbestritten, dass der Beschwerdeführer innerhalb der zweijährigen Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 18. März 1994 bis 17. März 1996 (Art. 9 Abs. 3 AVIG) keine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt und demzufolge die Minimalbeitragszeit von sechs Monaten gemäss Art. 13 Abs. 1 Satz 1 AVIG nicht erfüllt hat. Eine Anrechnung von gleichgestellten Zeiten im Sinne von Art. 13 Abs. 2 AVIG scheidet ebenfalls ohne weiteres aus. Zu prüfen ist einzig, ob sich der Beschwerdeführer mit Erfolg auf den Tatbestand des Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG berufen kann, wonach von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist, wer innerhalb der Rahmenfrist während insgesamt mehr als zwölf Monaten wegen Krankheit, Unfall oder Mutterschaft nicht in einem Arbeitsverhältnis stand und deshalb die Beitragszeit nicht erfüllen konnte. b) Gemäss der zu Art. 14 Abs. 1 AVIG ergangenen Rechtsprechung (ARV 1995 Nr. 29 S. 164 ff. mit Hinweisen), gilt Folgendes: aa) Zwischen der Nichterfüllung der Beitragszeit und Krankheit, Unfall oder Mutterschaft muss ein Kausalzusammenhang vorliegen, wobei nach Art. 11 Abs. 4 Satz 1 AVIV eine Teilzeitbeschäftigung mit Bezug auf die Erfüllung der Beitragszeit gemäss Art. 13 Abs. 1 AVIG einer Vollzeitbeschäftigung gleichgestellt ist. Die für das Fehlen einer beitragspflichtigen Beschäftigung erforderliche Kausalität liegt somit nur vor, wenn es der versicherten Person aus einem der dort genannten Gründe auch nicht möglich und zumutbar war, ein Teilzeitarbeitsverhältnis einzugehen (ARV 1995 Nr. 29 S. 167 f. Erw. 3b/aa mit Hinweisen). bb) Nach Rz 60 des Kreisschreibens über die Arbeitslosenentschädigung (KS-ALE) in der von 1. Januar 1992 bis 31. Dezember 1997 gültigen Fassung konnte eine versicherte Person, die während der Rahmenfrist für die Beitragszeit während über zwölf Monaten krankheitsbedingt in keinem Arbeitsverhältnis stand, sich auch dann auf den Befreiungsgrund von Art. 14 Abs. 1 AVIG berufen, "wenn die Krankheit nur eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit zur Folge hatte und keine Entschädigungen nach Art. 28 Abs. 4 AVIG entrichtet wurden". Das Eidgenössische Versicherungsgericht erwog, Rz 60 KS-ALE sei in dem Sinne von Bundesrechts wegen nicht zu beanstanden, als gemäss dieser Verwaltungsweisung folgende Vermutungsregel gelten würde: Bezog der Versicherte innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit Leistungen auf Grund von Art. 28 Abs. 4 AVIG, ist bis zum Beweis des Gegenteils zu vermuten, dass die teilweise Arbeitsunfähigkeit und deren Ursachen, wie namentlich Krankheit oder Unfall, tatsächlich kausal dafür waren, dass er keine beitragspflichtige Beschäftigung ausübte (ARV 1995 Nr. 29 S. 168 f. Erw. 3b/bb und cc).