Citation: 2C_372/2023 E. 7.4.1

7.4.1. Nach Art. 9 Ziff. 3 KRK achten die Vertragsstaaten das Recht des Kindes, regelmässige persönliche Beziehungen und unmittelbare Kontakte zu beiden Elternteilen pflegen zu können, soweit dies nicht seinem Wohl widerspricht. Nach Art. 18 Ziff. 1 KRK bemühen sie sich, den Grundsatz sicherzustellen, dass beide Elternteile gemeinsam für die Erziehung und Entwicklung des Kindes verantwortlich sind. In ausländerrechtlichen Verfahren sind die Kindesinteressen im Rahmen der Interessenabwägung zu berücksichtigen; einen über die Garantien von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV hinausgehenden eigenständigen Bewilligungsanspruch verschafft die KRK jedoch nicht (BGE 143 I 21 E. 5.5.2; Urteile 2C_271/2023 vom 12. Februar 2024 E. 5.7; 2C_376/2022 vom 13. September 2022 E. 5.5).