Citation: 2C_233/2021 E. 7.3

7.3. Vorliegend trifft es zu, dass die Begründung der Vorinstanz knapp gehalten ist. Dem angefochtenen Urteil kann indessen entnommen werden, dass das Verwaltungsgericht die Beurteilung der Aufsichtskommission als bundesrechtskonform erachtete (vgl. E. 5.3 i.V.m. E. 2.1 und 4.2 des angefochtenen Urteils). Diese hatte erwogen, dass die Fehleinschätzungen des Beschwerdeführers teilweise nur schwer nachvollziehbar seien, was insbesondere für die Frage der Aktivlegitimation des Verzeigers hinsichtlich einer Forderung, die sich der Beschwerdeführer selbst habe abtreten lasse, gelte. Zudem berührten diese Verfehlungen zentrale Pflichten eines Rechtsanwalts, wie jene, den Klienten über die Prozess- und Kostenrisiken aufzuklären. Bei einer Betrachtung der Verfehlungen in ihrer Gesamtheit sei eine grobe Verletzung der auftragsrechtlichen Pflichten zu bejahen und ergebe sich das Bild einer Berufsausübung, die als unverantwortlich zu qualifizieren sei und unter dem Gesichtspunkt des Schutzes potentieller weiterer Klienten zu Sorgen Anlass gebe. Die Aufsichtskommission kam deshalb zum Schluss, es liege ein grobes Fehlverhalten vor, welches die Interessen des rechtsuchenden Publikums sowie das Vertrauen in die Anwaltschaft tangiere, sodass ein Einschreiten gestützt auf Art. 12 lit. a BGFA erforderlich erscheine (Beschluss der Aufsichtskommission vom 7. November 2019, Ziff. III/5 und E. 4.2 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdeführer war sodann in der Lage, das vorinstanzliche Urteil anzufechten. Eine Verletzung der Mindestanforderungen von Art. 29 Abs. 2 BV liegt nicht vor.