Citation: 1B_290/2015 E. 2.4

2.4. Nach Art. 5 Ziff. 3 EMRK, Art. 31 Abs. 3 Satz 2 BV und Art. 212 Abs. 3 StPO darf eine an sich gerechtfertigte Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft die mutmassliche Dauer der zu erwartenden Freiheitsstrafe nicht übersteigen. Die Haft darf daher nur solange erstreckt werden, als sie nicht in grosse Nähe der konkret zu erwartenden Strafdauer rückt (BGE 139 IV 270 E. 3.1; 133 I 168 E. 4.1 je mit Hinweisen). Weiter kann eine Haft die zulässige Dauer überschreiten, wenn das Strafverfahren nicht mit der gebotenen Beschleunigung vorangetrieben wird (BGE 133 I 270 E. 3.4.2; 128 I 149 E. 2.2, je mit Hinweisen). In zeitlicher Hinsicht ist die Fortführung der Haft nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer wurde am 26. August 2014 verhaftet und am 27. August 2014 entlassen. Seit seiner erneuten Verhaftung am 3. Oktober 2014 befindet er sich in Haft, welche nach dem angefochtenen Entscheid bis zum 28. Oktober 2015 andauern soll; dann wird sich der Beschwerdeführer rund 13 Monate in Haft befunden haben. Bei einem Strafantrag von fünf Jahren rückt damit die erstandene Haft noch (lange) nicht in die Nähe der zu erwartenden Strafe. Keine Anhaltspunkte bestehen dafür, dass das Verfahren nicht mit der für Haftfälle gebotenen Beschleunigung vorangetrieben wird. Dessen Erledigung sollte gegenteils in absehbarer Zeit erfolgen, ist doch die erstinstanzliche Hauptverhandlung auf den 3. Dezember 2015 angesetzt.