Citation: 6A.121/2000 07.06.2001 E. 3

3. Aufl. , Zürich 1997, N 312/325) zusätzlich verlängert. Damit die Verwaltungsmassnahme ihre Wirkungen im Interesse der Verkehrssicherheit sinnvoll entfalten kann, sollte sie innert vernünftiger Frist erfolgen und zeitlich nicht zu weit vom verfahrensauslösenden Vorfall entfernt eingreifen. Aus diesem Grund kann es der Administrativbehörde nicht verwehrt sein, selbst voranzuschreiten, wenn die Strafbehörde innert vernünftiger Frist nicht reagiert. Namentlich wenn die Gefahr besteht, dass die Verjährung eintritt, ist ein Grund für das Zuwarten ohnehin nicht gegeben, da dannzumal die von der Rechtsprechung beabsichtigte Schutzwirkung für den Betroffenen gar nicht eintreten kann. Im zu beurteilenden Fall haben sich die kantonalen Verwaltungsbehörden bei der Bezirksanwaltschaft Zürich erkundigt und in Erfahrung gebracht, dass diese sich infolge Arbeitsüberlastung erst 6 - 9 Monate nach dem Ereignis mit dem Fall werde befassen können. Mit Verfügung vom 16. Mai 2001 hat diese nun eine Einstellungsverfügung erlassen und die Sache zur Beurteilung an das Polizeirichteramt der Stadt Zürich überwiesen. Wann in dieser Sache ein rechtskräftiges Urteil vorliegen wird, ist nicht auszumachen. Die Einschätzung der Vorinstanz, dass möglicherweise vor Eintritt der übertretungsrechtlichen Verjährung nicht mit einem rechtskräftigen Strafurteil zu rechnen ist, ist somit realistisch. Die Vorinstanz hat daher zu Recht über den Entzug des Führerausweises entschieden, ohne vörgängig das Ergebnis des Strafverfahrens abzuwarten.