Citation: 6B_950/2023 E. B

Auf Berufung von A.________ stellte das Obergericht des Kantons Bern mit Urteil vom 27. Februar 2023 fest, dass das Urteil des Regionalgerichts Berner Jura-Seeland vom 7. Februar 2022 bezüglich des Freispruchs, des Schuldspruchs der mehrfachen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz sowie der Übertretungsbusse von Fr. 300.-- in Rechtskraft erwachsen ist. Es bestätigte den Schuldspruch wegen unrechtmässigen Bezugs von Leistungen der Sozialhilfe und die Strafe. Es bestätigte die Landesverweisung für die Dauer von 5 Jahren. Auf die Ausschreibung der Landesverweisung im SIS verzichtete es. Das Obergericht des Kantons Bern ging von folgendem Sachverhalt aus: Obschon A.________ gewusst habe, dass er als Sozialhilfebezüger verpflichtet sei, jede Veränderung seiner Einkommensverhältnisse unverzüglich und unaufgefordert den Sozialen Diensten U.________ zu melden, und dass die Angabe von Einkünften Auswirkungen auf die Höhe der ausbezahlten Leistungen habe, habe er Handwerksarbeiten in V.________ ausgeführt und sich hierfür am 28. April 2017 einen Betrag von Fr. 1'650.-- auf sein PostFinance-Konto überweisen lassen, das er dem Sozialdienst nicht angegeben habe, in der Absicht sich mit dieser Entschädigung zu bereichern, wobei im Unterschied zum Anklagesachverhalt die Hälfte für Materialkosten abzuziehen sei. Auch habe seine Ehefrau ab April 2017 eine Anstellung bei B.________ begonnen und in der Folge vier Lohnauszahlungen im Gesamtbetrag von Fr. 8'761.65 auf deren Konto bei der Bank C.________ überwiesen erhalten, das beide bewusst nicht dem Sozialdienst bekannt gegeben hätten.