Citation: 5A_427/2022 E. 4.4

4.4. Wie die Beschwerdeführerin zutreffend vorbringe, hätte die Beschwerdegegnerin das Bürgerrecht von Unterägeri im Jahr 1988 gestützt auf Art. 8b SchIT ZGB ohne grossen Aufwand wieder annehmen können. Zu diesem Zeitpunkt hätte dies jedoch nicht genügt, um wieder in die Korporation aufgenommen zu werden. Die Statuten hätten damals zusätzlich zum Gemeindebürgerrecht von Unterägeri das Tragen eines Korporationsgeschlechts als Namen verlangt. Die Beschwerdegegnerin hätte sich daher das Genossenrecht auch bei einer Wiederannahme des Bürgerrechts noch gerichtlich erstreiten müssen, was ihr aus heutiger Sicht und mit Blick auf den später ergangenen BGE 117 Ia 107 wohl hätte gelingen können. Ihr heute aber aufgrund ihres damaligen Verhaltens einen mangelnden Willen, wieder Teil der Korporation zu werden, vorzuwerfen, sei bei dieser Ausgangslage stossend.