Citation: 1F_28/2022 E. 2

Nach Art. 34 ff. BGG haben die an einem Fall beteiligten Gerichtspersonen bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen in den Ausstand zu treten. Der Gesuchsteller begründet das Ausstandsgesuch damit, er habe den drei betroffenen Gerichtsmitgliedern per E-Mail eine anstössige Bildaufnahme zugestellt und sich danach selbst bei der Kantonspolizei Zürich wegen Pornografie gemäss Art. 197 Abs. 2 StGB angezeigt. Die drei Gerichtsmitglieder seien als Opfer bzw. potenzielle Geschädigte seiner Straftat befangen und hätten daher im vorliegenden Verfahren in den Ausstand zu treten. Wie weit ein hängiges Strafverfahren zu einem Ausstandsgrund führen könnte, kann hier offenbleiben. Ein Ausstandsgrund lässt sich jedenfalls nicht auf die vom Gesuchsteller gewählte Weise künstlich schaffen. Sein Vorgehen ist vielmehr offensichtlich missbräuchlich und verdient keinen Schutz. Das Ausstandsbegehren ist daher abzuweisen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.