Citation: 5A_1024/2021 E. 2.3.2

2.3.2. 2.3.2.1. Die Vorinstanz erwog betreffend den Wegfall der Taggeldzahlungen, aus dem (vom Beschwerdeführer am 1. September 2017 der Erstinstanz eingereichten) Schreiben vom 25. August 2017 sei ersichtlich, dass die SUVA dem Beschwerdeführer bereits am 26. Juni 2017 mitgeteilt habe, dass sein Taggeld entfalle, weshalb die Behauptung, er erhalte keine Taggeldzahlungen mehr, verspätet und damit unbeachtlich sei. 2.3.2.2. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass ihm der Wegfall der Taggeldzahlungen bereits am 26. Juni 2017 mitgeteilt worden ist. Er macht aber geltend, er habe gegen die Einstellung der Taggeldzahlungen Einsprache erhoben, womit sich erstmals aus dem Schreiben vom 25. August 2017 ergeben habe, dass sein Taggeldanspruch definitiv entfalle. Er sei nicht verpflichtet gewesen, laufend über eine Auseinandersetzung, die Relevanz für das Scheidungsverfahren haben könnte, zu informieren, sondern nur, wenn ein abschliessendes Ergebnis vorliege. 2.3.2.3. Dem ist nicht zu folgen. Das für das vorliegende Verfahren wesentliche Novum war die Tatsache, dass die Taggeldzahlungen entfallen würden, worüber der Beschwerdeführer unstrittig bereits am 26. Juni 2017 informiert worden war. Dass er gegen diesen Bescheid noch Einwände erhoben hat, war demgegenüber nicht entscheidend (vgl. Urteil 4A_70/2021 vom 15. Juli 2021 E. 4.3). Zu prüfen ist vorliegend aber immerhin, ob dem Beschwerdeführer überhaupt vorgeworfen werden kann, er habe den Wegfall der Taggeldzahlungen verspätet in das erstinstanzliche Verfahren eingebracht. 2.3.2.4. Der Wegfall der Taggeldzahlungen ist ein echtes Novum, denn es ist erst nach Aktenschluss (Duplik vom 14. Juli 2015) entstanden. Echte Noven können gemäss Art. 229 Abs. 1 lit. a ZPO in der Hauptverhandlung nur noch berücksichtigt werden, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden. Sobald das erstinstanzliche Verfahren in die Phase der Urteilsberatung übertritt, können - und müssen - (echte oder unechte) Noven hingegen nicht mehr vorgebracht werden (BGE 142 III 413 E. 2.2.5 in Bezug auf Art. 317 ZPO); solche Noven können mit anderen Worten noch im Rechtsmittelverfahren geltend gemacht werden (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern vor erster Instanz die Phase der Urteilsberatung bereits vor dem 26. Juni 2017 - dem Tag, an welchem er unstreitig über das Entfallen seiner Taggeldzahlungen informiert worden war - eingetreten sein soll und ihm daher nicht vorgeworfen werden könnte, das echte Novum gemäss Art. 229 Abs. 1 lit. a ZPO nicht "ohne Verzug" vorgebracht zu haben. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt, nahm diese noch am 27. Juni 2017 zum Beweisergebnis Stellung. Diese Eingabe wurde dem Beschwerdeführer zur Wahrung seines Replikrechts zugestellt, woraufhin er am 4. Juli 2017 eine weitere Eingabe einreichte. Es wäre dem Beschwerdeführer folglich ohne Weiteres möglich gewesen, in dieser Eingabe auch den Wegfall der Taggeldzahlungen - ohne Verzug - in das Verfahren einzubringen. Anderes behauptet der Beschwerdeführer nicht. Die Vorinstanz durfte daher davon ausgehen, dass er den Wegfall seiner Taggeldzahlungen im Sinne von Art. 229 Abs. 1 lit. a ZPO im erstinstanzlichen Verfahren verspätet geltend gemacht hatte. Damit erübrigt sich auch eine Auseinandersetzung mit der Frage, ob die Vorinstanz dieses echte Novum im Rahmen von Art. 317 Abs. 1 ZPO noch hätte berücksichtigen müssen.