Citation: I 22/01 21.06.2001 E. 4

4.- Die Beschwerdeführerin rügt auch die Invaliditätsbemessung im Abklärungsbericht Haushalt und macht geltend, es bestehe eine Invalidität von 65,3 %, mindestens aber von 50 %. a) Das Bundesamt für Sozialversicherung hat zur Anwendung der spezifischen Methode der Invaliditätsbemessung (Art. 28 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 27 IVV) insbesondere für die im Haushalt tätigen Versicherten Verwaltungsweisungen erlassen, welche die bei der Invaliditätsbemessung zu berücksichtigenden Aufgabenbereiche nennen und hiefür prozentuale Minimal- und Maximalanteile an der Gesamttätigkeit festlegen, wobei die Umstände des Einzelfalles (z.B. Familiengrösse, Wohnverhältnisse, technische Einrichtungen und Hilfsmittel, Umschwung) zu berücksichtigen sind (KSIH Rz 3094). Wie das Eidgenössische Versicherungsgericht zu den - nur zwischen Haushalten mit und ohne Kinder unterscheidenden - früheren Weisungen (Wegleitung über Invalidität und Hilflosigkeit, gültig ab 1. Januar 1985) festgestellt hat, beruhen diese auf einer sachgemässen Abwägung der aus Gesetzmässigkeit und Rechtsgleichheit sich ergebenden Erfordernisse einerseits sowie der Notwendigkeit verwaltungsmässiger Praktikabilität anderseits und sind als gesetzeskonform zu betrachten (ZAK 1986 S. 232 ff.). Im Hinblick auf eine rechtsgleiche Anwendung der spezifischen Methode ist von der Einteilung der Haushaltaufgaben und deren Gewichtung innerhalb der Gesamttätigkeit nur ausnahmsweise abzugehen, wenn die tatsächlichen Verhältnisse vom Regelfall erheblich abweichen (ZAK 1986 S. 237 Erw. 3f und 238 Erw. 4a). Ein derartiger Sonderfall liegt hier nicht vor. Der Umstand allein, dass die Kinder der Beschwerdeführerin albanischer Muttersprache sind und deshalb möglicherweise Schwierigkeiten in der Schule haben, vermag eine Erhöhung des für die Kinderbetreuung geltenden Anteils von 20 % an der Gesamttätigkeit nicht zu rechtfertigen, zumal die Kinderbetreuung Aufgabe beider Elternteile ist (Art. 297 Abs. 1 ZGB). Im Übrigen hat die Vorinstanz die Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin in diesem Bereich von 15 % auf 50 % erhöht, was als angemessen erscheint. b) Was die Versicherte zur Beeinträchtigung in den einzelnen Aufgabenbereichen vorbringt, vermag zu keiner andern Beurteilung zu führen. Zunächst ist erneut darauf hinzuweisen, dass die Änderungen in den tatsächlichen Verhältnissen, welche nach Erlass der angefochtenen Verfügung eingetreten sind - wie insbesondere der Umstand, dass der Ehemann seit Juni 1999 teilzeitlich wieder einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgeht - im vorliegenden Verfahren unberücksichtigt zu bleiben haben. Wenn die Beschwerdeführerin sodann geltend macht, die Einschränkungen in den Bereichen "Einkauf und weitere Besorgungen" von 20 % und "Wäsche und Kleiderpflege" von 35 % seien zu tief angesetzt, so ist dem entgegenzuhalten, dass sie nach ärztlicher Auffassung mit Ausnahme der nicht regelmässig anfallenden schwereren Arbeiten (Waschen und Aufhängen von Vorhängen, Verschieben von Möbeln, Grossreinigung) die meisten Tätigkeiten im Haushalt auszuüben vermag und im Bericht der Rheumaklinik des Spitals Y.________ vom 23. September 1998 ausdrücklich festgestellt wurde, die Versicherte sollte unbedingt versuchen, wieder mehr Hausarbeiten selber zu übernehmen. Aus dem Abklärungsbericht Haushalt der Invalidenversicherung geht ferner hervor, dass der Einkauf schon vor Eintritt des Gesundheitsschadens zusammen mit dem Ehemann oder von diesem allein besorgt wurde; ebenso die weiteren Besorgungen (Post, Bank, Amtsstellen), welche nach den Angaben der Beschwerdeführerin seit jeher vom Ehemann getätigt wurden. Bei der Wäsche und Kleiderpflege vermag die Beschwerdeführerin einen erheblichen Teil der anfallenden Arbeiten selber zu verrichten. Der Hilfe bedarf sie beim Tragen der Wäsche von der Wohnung in die Waschküche und zurück, beim Aufhängen und Abnehmen der Wäsche sowie beim Bügeln; selbstständig zu verrichten vermag sie die Kleinwäsche, Flickarbeiten und die Schuhreinigung. Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, ist es dem Ehemann ohne weiteres zumutbar, die Wäsche am Waschtag jeweils in die Waschküche und von dort wieder zurück zu bringen. Zudem steht zum Trocknen der Wäsche ein Tumbler zur Verfügung, womit das Aufhängen der Wäsche zumindest teilweise entfällt. Wenn die Beeinträchtigung im Abklärungsbericht der IV-Stelle in diesem Bereich auf insgesamt 35 % geschätzt wurde, so lässt sich dies nicht beanstanden. Schliesslich bringt die Beschwerdeführerin für die geltend gemachte Beeinträchtigung von 2 % im Bereich "Verschiedenes" (Krankenpflege, Pflanzen- und Gartenpflege, Haustierhaltung, Anfertigung von Kleidern, gemeinnützige Tätigkeiten, Weiterbildung, künstlerisches Schaffen) nichts vor, was unter diesem Titel bei der Invaliditätsbemessung zu berücksichtigen wäre. Insgesamt besteht daher kein Anlass, vom vorinstanzlichen Entscheid abzugehen, wonach die Invalidität mit 39 % zu bemessen ist.