Citation: 8C_683/2019 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht hat dem SMAB-Gutachten vom 22. Juni 2017 Beweiswert zuerkannt. Danach bestehen folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode, an der Grenze zur mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F33.0/F33.1), eine Periarthropathia humeroscapularis (PHS) calcarea links, bei Status nach Dekompression subakromial am 19. April 2002 sowie eine Gonarthrose und eine Femoropatellararthrose beidseits. Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit massen die Gutachten unter anderem folgenden Diagnosen bei: den Psychologischen Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten (ICD-10 F54), den dissoziativen Bewegungsstörungen (ICD-10 F44.4), der Hemihypästhesie und -hypalgesie auf der ganzen rechten Körperseite, funktionell (psychiatrisch: dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörungen [ICD-10 F44.6]), der Arthrose im Acromioclaviculargelenk links sowie den Osteochondrosen und Spondylosen der Halswirbelsäule (HWS). Unter Berücksichtigung sämtlicher Fachgutachten kamen die Experten zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit sowohl in der zuletzt ausgeübten als auch in einer adaptierten Tätigkeit aktuell 50 % betrage. Sie prognostizierten, dass bei adäquater Behandlung die PHS innert ca. drei Monaten verbessert werden könne. Es dürfte dann eine Arbeitsfähigkeit von 70 % vorliegen. In psychischer Hinsicht nicht geeignet seien emotional belastende Tätigkeiten sowie solche, die sehr hohe Anforderungen an die Daueraufmerksamkeit stellten. In somatischer Hinsicht seien körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Heben von schweren Lasten über 10 kg möglich; Arbeiten in dauernd stehender oder kniender Stellung sowie mit häufiger Überkopfarbeit seien nicht möglich. Die Sachverständigen skizzierten zudem retrospektiv einen wechselhaften Verlauf der Arbeits (un) fähigkeit.