Citation: 5A_969/2023 E. 7.1

7.1. Die Vorinstanz erwog hierzu, selbst wenn die Beschwerdeführerin anlässlich der Hauptverhandlung eine Klageänderung vorgenommen hätte, wäre diese nur unter den Voraussetzungen von Art. 230 ZPO zulässig gewesen, was bedeute, dass sie insbesondere auf neuen Tatsachen oder Beweismitteln hätte beruhen müssen. Solche würden von der Beschwerdeführerin nicht vorgebracht; ein Bundesgerichtsurteil (Urteil 1C_171/2021 vom 14. Februar 2022), welches die rechtlichen Konsequenzen der gütlichen Erledigung des Erbstreits aufzeige, stelle nämlich weder eine neue Tatsache noch ein neues Beweismittel dar. Vielmehr behandelten diese bundesgerichtlichen Erwägungen Rechtsfragen. Damit vermöge die ins Feld geführte, sich als unzulässig erweisende Klageänderung (Schadenersatzbegehren gegen die Beschwerdegegnerin), kein Rechtsschutzinteresse zu begründen.