Citation: 1P.208/2005 19.07.2005 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt schliesslich eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil sich das Verwaltungsgericht nicht mit seinen Ausführungen in Ziff. II.6 der Beschwerdevernehmlassung auseinander gesetzt habe, wonach die Südfassade selbst bei der Ansicht von Süden kaum ins Gewicht falle. 3.1 Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Der Bürger soll wissen, warum die Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat. Die Begründung eines Entscheids muss so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Das bedeutet indessen nicht, dass sich die Begründung ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 112 Ia 107 E. 2b S. 109 f.; 114 Ia 233 E. 2d S. 242). 3.2 Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid dargelegt, weshalb dem Baukörper auf dem südlichen Grundstücksteil in der vorgesehenen Form die erforderlich gute Gestaltung abzusprechen sei. Die Begründung ist zwar knapp gefasst, genügt aber, um den Entscheid sachgerecht anfechten zu können. Ihr lässt sich entnehmen, dass das Verwaltungsgericht der Südfassade für die Beurteilung der Gestaltung und Einordnung der Baute durchaus Gewicht beimass und die Auffassung des Beschwerdeführers, wonach die abgeschrägte Ostfassade als Teil der Südfassade aufgefasst werden würde, nicht teilte. 3.3 Damit liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs und der daraus abgeleiteten Begründungspflicht vor.