Citation: 6B_660/2021 E. 3.4.4

3.4.4. Hingegen rügt die Beschwerdeführerin zu Recht, dass die Vorinstanz ihren anwaltlichen Aufwand für das Beschwerdeverfahren gegen die Sistierung unberücksichtigt lässt. Sie war von Gesetzes wegen als Gegenpartei in dieses Beschwerdeverfahren involviert und die obere kantonale Instanz stellte ihr die Beschwerde zu, mit dem Hinweis, es stehe ihr frei, eine Stellungnahme dazu einzureichen. Diese Gelegenheit nahm die Beschwerdeführerin wahr. Dass sie ihre prozessualen Rechte in einem gegen sie vom Beschwerdegegner 2 und dem verstorbenen Beschwerdegegner C.C.________ initiierten Beschwerdeverfahren ausübte, an welchem sie unfreiwillig beteiligt war und sich rechtliches Gehör verschaffte, kann ihr in finanzieller Hinsicht nicht zum Nachteil gereichen. Selbst wenn die Vorinstanz via Verweis auf die erste Instanz die Beschwerde der Beschwerdegegner als unnötig qualifiziert, so lässt sich daraus nicht ohne weiteres derselbe Schluss hinsichtlich der Aufwendungen der Beschwerdeführerin ableiten. Die Verweigerung einer Entschädigung verletzt in diesem Punkt Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO, wonach der Staat die freigesprochene beschuldigte Person für die angemessene Ausübung ihrer Verfahrensrechte zu entschädigen hat. Hingegen kann nicht gesagt werden, dass diese Entschädigung den Privatklägern auferlegt werden könnte, nachdem das Beschwerdeverfahren infolge Wiederaufnahme der Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft, d.h. einer staatlichen Handlung, gegenstandslos geworden ist. Dabei kann auch, anders als in der Stellungnahme des Beschwerdegegners 2 sinngemäss vertreten wird, nicht gesagt werden, die Rüge der Beschwerdeführerin sei unter Missachtung von Art. 80 Abs. 1 BGG erfolgt, zumal die Beschwerdeführerin vor Vorinstanz einen vollumfänglichen Freispruch unter entsprechenden Kosten- und Entschädigungsfolgen anstrebte, während sie vor erster Instanz bloss teilweise freigesprochen worden war. Somit bildete auch die Entschädigung für das Beschwerdeverfahren betreffend Sistierung Verfahrensgegenstand des obergerichtlichen Urteils. Ebenso wenig sind Noven im Sinne von Art. 99 BGG ersichtlich.