Citation: 2C_14/2015 E. 3.2

3.2. Das Verwaltungsgericht durfte ohne Verletzung von Bundesrecht davon ausgehen, dass vorliegend keine hinreichend wichtigen Gründe für ein Getrenntleben dargetan wurden: Zwar betreibt die Beschwerdeführerin seit Januar 2012 in Wil einen (erotischen) Massagesalon und ist ihre Präsenz dort hauptsächlich am Nachmittag und am Abend bis 24.00 Uhr erforderlich, doch ist nicht ersichtlich, warum die Eheleute deswegen nur wenige Tage im Monat sollten zusammen verbringen und aus beruflichen Gründen getrennt wohnen müssen. Der Weg von Zürich zum Arbeitsort der Beschwerdeführerin beträgt mit einem Motorfahrzeug maximal eine Stunde; ihr Ehemann, der sich weder am kantonalen noch am bundesgerichtlichen Verfahren beteiligt hat, ist in Rente. Auch wenn er noch nebenbei aushilfsweise als Lehrer tätig sein sollte, was die Beschwerdeführerin behauptet, aber nicht belegt, besteht kein wichtiger beruflicher Grund, der eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens rechtfertigen würde. Allfällige bestehende soziale Beziehungen im Raume Zürich können auch von Wil oder etwa von einem allfälligen gemeinsamen Wohnsitz in Winterthur aus wahrgenommen werden. Der Umstand, dass die Eheleute als Zukunftsperspektive beabsichtigen, allenfalls einmal zusammen in Zürich zu leben, ändert am derzeitigen Fehlen eines wichtigen Grundes im Sinne von Art. 49 AuG nichts. Weder die berufliche Aktivität der Beschwerdeführerin noch jene ihres Gatten sind ortsgebunden; dass im Raum Zürich im Tätigkeitsbereich der Beschwerdeführerin - wie sie geltend macht - eine grössere Konkurrenzsituation herrscht, rechtfertigt keine Ausnahme von der geltenden ausländerrechtlichen Regelung, die Umgehungsehen entgegenwirken soll (vgl. HUGI YAR, a.a.O., S. 48 f.).