Citation: 5A_850/2020 E. 3.3

3.3. Der Mietzins und die Gesundheitskosten werden im bundesgerichtlichen Verfahren nicht mehr beanstandet. Hingegen macht der Beschwerdeführer geltend, dass der Ehefrau zwar stets ein Auto zur Verfügung gestanden habe, dieses aber über das Geschäft gelaufen und folglich nie Teil der privaten Auslagen und damit des gelebten Standards geworden sei, sondern es sich beim Leasing um erst nach der Trennung neu anfallende Kosten handle, welche den Lebensstandard in unzulässiger Weise erhöhen würden. Stand der Ehefrau während des Zusammenlebens ein Auto zur Verfügung, so war dieses offensichtlich Teil der Lebenshaltung. Dass die Kosten über das Geschäft liefen, kommt einer Privatentnahme gleich, welche wie gesagt die für private Zwecke zur Verfügung stehenden Mittel von rund Fr. 40'000.-- pro Monat sogar noch erhöht. Willkür ist nicht ansatzweise ersichtlich, auch nicht im Zusammenhang mit der Berechnung der Autokosten. Die Leasingkosten sind ausgewiesen und mit der Anzahl der angenommenen Fahrkilometer ist offensichtlich Ermessen verbunden, ohne dass die abstrakt erfolgende Behauptung einer angeblich tieferen Kilometerleistung auf eine willkürliche Ermessensausübung schliessen lassen würde. Auch die zur Pflege des laufenden Familienkontaktes nach und in Amerika gewährten zusätzlichen Kommunikationskosten beruhen auf Ermessensausübung, die jedenfalls nicht willkürlich erscheint. Gleiches gilt für die zusätzlich gewährte Position betreffend Kleiderauslagen. Der Hinweis auf die Berufskleidung geht an der Sache vorbei, denn entscheidend für den gebührenden Unterhalt ist nicht, was die Ehefrau an privaten Kleidern allernotwendigstens braucht, sondern was sie hierfür während des Zusammenlebens tatsächlich ausgegeben hat.