Citation: 2C_522/2024 E. 5.4

5.4. Entgegen dem Beschwerdeführer ist in diesem Zusammenhang irrelevant, dass er im Rahmen der Darlehensabwicklung nie im Auftrag des Darlehensnehmers tätig war. Es genügt, dass die zuvor erlangten Kenntnisse indirekt zu Ungunsten des ehemaligen Klienten hätten verwendet werden können (vgl. E. 4.6 hiervor). Nicht stichhaltig ist auch das Vorbringen, die E.________ AG sei keine Drittperson "im üblichen Sinn", da sie von Rechtsanwalt B.________ selbst betrieben werde. Im Gegenteil: Die Interessenverflechtung erscheint durch die Beherrschung der E.________ AG durch Rechtsanwalt B.________ noch ausgeprägter. Entscheidend ist, dass in der vorliegenden Konstellation das Risiko bestand, dass der Beschwerdeführer zur Befriedigung der Forderungen auf Informationen zurückgreift, die er aus dem früheren Mandatsverhältnis zu D.________ hatte und deren Kenntnis ihm zurechenbar ist. Schon das Wissen über die konkrete Zusammensetzung des Vermögens von D.________ oder die Belegenheit einzelner Vermögenswerte könnte bei der Durchsetzung der Darlehensforderung eine Rolle spielen (z.B. in einem Arrestverfahren, vgl. Art. 271 ff. SchKG).