Citation: 2C_5/2024 E. 6.3

6.3. Entgegen den sinngemässen Ausführungen der Beschwerdeführer lässt die Vorinstanz offen, ob - wie dies die Schweizerische Botschaft in Pristina annahm - zwischen dem Beschwerdeführer 1 und der Beschwerdeführerin 2 seit 2000 ununterbrochen eine traditionelle Ehe bestanden habe (angefochtenes Urteil E. 4.4. in fine). Sie geht aufgrund der Indizienlage allerdings davon aus, dass die Beschwerdeführer 1 und 2 während der Ehe des Beschwerdeführers 1 mit seiner belgischen Exfrau eine Parallelbeziehung führten. Dafür spreche insbesondere, dass in dieser Zeit ihr gemeinsamer Sohn (Beschwerdeführer 3) geboren wurde, was der Beschwerdeführer 1 gegenüber den Behörden verschwiegen habe. Auch die Exfrau des Beschwerdeführers 1 habe eine Parallelbeziehung vermutet. Zudem hätten die Beschwerdeführer 1 und 2 insbesondere bezüglich des Sorgerechts über die gemeinsamen Töchter und deren Wohnsitz in Kosovo widersprüchliche Aussagen gemacht, was darauf schliessen lasse, dass sie die Umstände ihrer Beziehung zu vertuschen versuchten. Gestützt auf die Annahme einer Parallelbeziehung erachtet es die Vorinstanz ferner als erwiesen, dass der Beschwerdeführer 1 mit seiner belgischen Exfrau von Anfang an eine Scheinehe geführt habe. Weitere Anhaltspunkte dafür seien insbesondere die relativ kurze Zeit des Kennenlernens bzw. des Zusammenlebens vor dem Eheschluss, der Altersunterschied zwischen dem Beschwerdeführer 1 und seiner Exfrau, der Umstand, dass der Beschwerdeführer 1 ohne die Heirat keine Chance auf den Erhalt einer Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz gehabt hätte, sowie dass der Beschwerdeführer 1 angab, in die Schweiz gekommen zu sein, um zu arbeiten.