Citation: 2C_630/2014 E. 3

Die Vorinstanz hat den Entschädigungsanspruch des Beschwerdeführers auf Grund des fehlenden Konnexes zwischen einer Auskunft der Steuerverwaltung des Kantons Bern und des vermeintlichen Schadens in Form der Honorarforderung eines mandatierten Anwalts verneint. Sie führte aus, Ursache der Mandatierung des Anwalts sei nicht eine angebliche Zusicherung der Steuerverwaltung des Kantons Bern, sondern das als schleppend empfundene Verfahren auf Rückerstattung der entrichteten Quellensteuer sowie der Umstand, dass die Steuerverwaltung des Kantons Bern nicht entsprechend ihren eigenen Zusicherungen gehandelt habe. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe in willkürlicher Art und Weise und damit entgegen Verfassungsgrundsätzen das Vorliegen eines adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem in Frage stehenden prozessbezogenen Verhalten der Behörde und dem entstandenen Schaden verneint. Unter dem Gesichtspunkt der adäquaten Kausalität könne es keinen Unterschied machen, ob er nach monatelanger Desinformation durch die Steuerverwaltung das Vertrauen verloren oder infolge von Zusicherungen Dispositionen getätigt habe. Wesentlich sei einzig, ob die Falschauskünfte der Steuerverwaltung als adäquate und damit als haftungsbegründende Ursache der als Schaden empfundenen Honorarforderung des mandatierten Anwalts zu gelten habe. Ohne die Falschauskunft über den Verbleib der entrichteten Steuer hätte er nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung sehr wahrscheinlich keinen Anwalt beigezogen, da er in diesem Fall korrekt darüber informiert worden wäre, dass sich das Geld bereits im Kanton Bern befinde. In diesem Falle hätte die Steuerverwaltung des Kantons Bern sehr wahrscheinlich schon im Oktober 2011, nach der ersten Anfrage der Vertreterin des Beschwerdeführers, eine Abrechnung erstellt und ihm die bezahlte Quellensteuer entweder zurückerstattet oder bei der Begleichung seiner Steuerschulden innert nützlicher Frist angerechnet.