Citation: 9C_608/2019 E. 3.2.1

3.2.1. Sie bringt vor, das kantonale Gericht habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör missachtet, indem es den Antrag auf Durchführung einer Parteiverhandlung zur Klärung der Frage, in welchem Ausmass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, nicht behandelt habe. Es trifft zu, dass die Vorinstanz sich nicht mit diesem in der Beschwerde gestellten Beweisantrag auseinandergesetzt hat, worin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu erblicken ist. Diese ist indessen nicht als schwerwiegend zu betrachten und kann trotz der eingeschränkten Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts (E. 1 hievor) als geheilt betrachtet werden, da eine Aufhebung des angefochtenen Entscheids und eine Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf führen würden, indem die Versicherte die vorinstanzlich in der Beschwerde schriftlich vorgetragenen Argumente noch mündlich erörtern könnte, was auf den Verfahrensausgang vor dem kantonalen Gericht kaum Einfluss hätte, aber zu einer unnötigen Verfahrensverzögerung führen würde, die mit dem Interesse der Beschwerde führenden Partei an einer beförderlichen Prozesserledigung nicht vereinbar wäre (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197). Im Übrigen kommt die (implizite) Nichtbehandlung des Beweisantrages im Ergebnis einer antizipierten Beweiswürdigung gleich, wie beschwerdeweise richtig ausgeführt wird. Eine solche ist zulässig, wenn, wie hier, von zusätzlichen Beweismassnahmen keine neuen Erkenntnisse erwartet werden können, die am feststehenden Ergebnis etwas ändern könnten (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368 f.). Auch unter diesem Gesichtswinkel ist die Nichtbehandlung des Antrags auf mündliche Verhandlung im Ergebnis vertretbar. Anders verhielte es sich, wenn die Beschwerdeführerin im kantonalen Verfahren Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Verhandlung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 EMRK gestellt hätte und ein solcher Antrag von der Vorinstanz stillschweigend übergangen worden wäre, was aber hier nicht zutrifft.