Citation: 4A_355/2023 E. 2.2.1

2.2.1. Die Rüge der Beschwerdeführerin bezieht sich auf die Erwägungen der Vorinstanz unter dem Titel "Eingaben vor der Vergleichsverhandlung". Die Vorinstanz erwog dort, die von der Beschwerdeführerin eingereichte Stellungnahme vom 4. Juni 2021 (act. 24) sowie die Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 14. Juni 2021 (act. 27) seien zu den Akten genommen und zwecks Wahrung des rechtlichen Gehörs den jeweiligen Gegenparteien zugestellt worden. Die Eingaben seien jedoch ausserhalb der gesetzlich vorgesehen Verfahrensschritte erfolgt, weshalb sie (sowie die eingereichten Beilagen act. 25/17+18 und act. 28/14-16) für den vorliegenden Entscheid unbeachtlich seien. Die Beschwerdeführerin leitet daraus offenbar ab, die Vorinstanz habe auch ihre Ausführungen in der Replik (dort Rz. 41) als unbeachtlich erachtet, in der sie mit Verweis auf die besagte E-Mail (act. 25/18) ausgeführt habe, sie und die Beschwerdegegnerin hätten mündlich abgemacht, dass sich die Kostentragung nach dem Gutachten Dr. F.________ richte. Diese Annahme der Beschwerdeführerin steht den vorinstanzlichen Feststellungen aber entgegen. So hielt die Vorinstanz fest, zur angeblichen mündlichen Abmachung, dass sich die Kostentragung nach dem Gutachten Dr. F.________ richte, führe die Beschwerdeführerin weiter an, sie habe dies in der Korrespondenz - E-Mail vom 8. August 2018 (!), 5. Dezember 2018 und 14. Januar 2019 - festgehalten und die Beschwerdegegnerin habe nicht widersprochen. Sodann erwog sie, aus den von der Beschwerdeführerin zitierten Auszügen aus unter anderem der E-Mail vom 8. August 2018 könne nicht entnommen werden, dass die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin schadlos zu halten habe, wenn diese durch das einzuholende Gutachten entlastet werde. Entsprechend könne aus dem fehlenden Widerspruch bzw. Schweigen der Beschwerdegegnerin auf die besagten E-Mails nichts abgeleitet werden. Diese Erwägungen der Vorinstanz zeigen, dass sie die Behauptungen der Beschwerdeführerin zur E-Mail vom 8. August 2018 in deren Replik offenkundig beachtet hat. Die drei Rügen der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der angeblich vereinbarten Bedingung und der E-Mail vom 8. August 2018 zielen somit von vornherein ins Leere. Dass die Vorinstanz die E-Mail (act. 25/18), welche die Beschwerdeführerin in ihrer Replik nicht erneut eingereicht hat, an und für sich aus dem Recht gewiesen hat, weil diese ausserhalb der gesetzlich vorgesehenen Verfahrensschritte erfolgte, ist im Übrigen nicht zu beanstanden. Der bereits im vorinstanzlichen Verfahren anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin wäre es jedenfalls ohne Weiteres freigestanden, die besagte E-Mail in ihrer Replik erneut einzureichen.