Citation: 6B_1047/2015 E. 1.2

1.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, die mit den Anlegern geschlossenen Verträge seien unwirksam gewesen. Es sei unmöglich, mit Anlagen mit einem Rating A bzw. mit sicheren Anlagen am Finanzmarkt Jahresrenditen von 18% bzw. 24% zu erwirtschaften. Derartige Renditen liessen sich, wenn überhaupt, nur mit hochspekulativen Anlagen erzielen. Dass die vereinbarten Renditen mit Medium Term Notes nicht zu realisieren gewesen seien, habe auch der von der Bundesanwaltschaft eingesetzte Wirtschaftsprüfer festgestellt. Der Kunde B.________ sei sich dieses Widerspruchs offensichtlich bewusst gewesen, so dass der mit diesem geschlossene Vertrag simulierte Vertragsklauseln enthalten habe. Die Brüder E.________ seien durch professionelle Anlageberater vertreten gewesen, die sich ebenfalls hätten im Klaren darüber sein müssen, dass eine Rendite von 18% nur mit hochspekulativen Anlagen erzielt werden könne. Die Erfüllung der Verträge sei mithin von Anfang an unmöglich gewesen. Bei willkürfreier Beweiswürdigung seien die Anleger durch die Vereinbarung der hohen Renditen zur Eingehung von hohen Risiken bereit gewesen. Ihre Erklärung, dies mit Anlagen mit einem Rating A oder sicheren Anlagen am Finanzmarkt erreichen zu wollen, sei simuliert gewesen. Die Vermögenswerte der Anleger B.________ und E.________ seien daher den Organen der A.________ Ltd. mangels gültigem Rechtsgeschäft nicht im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB anvertraut gewesen. In Bezug auf den Vertrag mit B.________ macht der Beschwerdeführer zudem geltend, dieser sei jedenfalls durch die Kündigung vom 27. September 2007 aufgehoben worden, so dass zumindest von diesem Zeitpunkt an die Vermögenswerte nicht als anvertraut gelten könnten. Der Schuldspruch wegen Veruntreuung verletze daher Bundesrecht (Beschwerde S. 7 ff., 11 ff.). Im Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, es sei ihm innerhalb der A.________ Ltd. jedenfalls bis zum Zeitpunkt seiner Eintragung als Mitglied der Geschäftsleitung am 21. September 2008 keine Organstellung zugekommen. Die Vermögenswerte seien ihm daher auch aus diesem Grund nicht anvertraut gewesen, so dass zumindest in Bezug auf sämtliche vor September 2008 vorgenommenen Transaktionen kein tatbestandsmässiges Verhalten vorliege. Die Feststellung der Vorinstanz, er habe als faktisches Organ gehandelt, sei unhaltbar. Seine Stellung bei der A.________ Ltd. sei nicht geregelt gewesen und er habe für seine Tätigkeit keinen Lohn erhalten. Ferner verletze die Auffassung, mit der Einräumung der kollektiven Zeichnungsberechtigung sei er zum faktischen Organ geworden, Bundesrecht. Organstellung komme nur solchen Personen zu, denen in Bezug auf die Angelegenheiten einer Gesellschaft selbstständige Entscheidungsbefugnisse zukämen. Die Einräumung einer kollektiven Zeichnungsberechtigung beinhalte keine selbstständige Entscheidungsbefugnis. Offensichtlich unrichtig sei auch die Feststellung der Vorinstanz, wonach er nach seiner Eintragung im Handelsregister Geschäftsführer der A.________ Ltd. gewesen sei. Dasselbe gelte für die Behauptung, er habe bei den Vertragsverhandlungen mit B.________ nicht bloss eine untergeordnete Rolle gespielt. Dies widerspreche den Aussagen des Kunden, der ihn als Assistenten oder Bürohilfe bezeichnet habe. Es treffe auch nicht zu, dass die Brüder E.________ ihn als Entscheidungsträger bezeichnet hätten. D.E.________ habe dazu nie befragt werden können und aus der Aussage von C.E.________ könne in Bezug auf die Entscheidbefugnisse innerhalb der A.________ Ltd. nichts abgeleitet werden (Beschwerde S. 13 ff.). In Bezug auf die einzelnen Tathandlungen bringt der Beschwerdeführer vor, die Investitionen seien hinreichend sicher gewesen und hätten dem Inhalt der Anlegerverträge genügt. Dies gelte namentlich für die Darlehen an K.________. Dieser sei Aktionär der L.________ AG gewesen, welche ihrerseits Eigentümerin einer Geschäftsliegenschaft in Serbien mit einem Wert von Euro 34.5 Mio. gewesen sei. Die M.________, in deren Projekt das zweite Darlehen an K.________ investiert worden sei, sei Eigentümerin einer Mineralwasserquelle gewesen, und habe einen Marktwert von Euro 10 - 20 Mio. aufgewiesen. Er habe daher im Zeitpunkt, als die Darlehen ausgerichtet worden seien, von einer genügenden Werthaltigkeit der Sicherheiten ausgehen dürfen. Es treffe auch nicht zu, dass er und der Mitangeklagte X.________ nicht mit eigenen Mitteln in diese Projekte investiert hätten. So habe der Mitangeklagte X.________ über seine Gesellschaft N.________ AG einen Betrag von CHF 300'000.-- investiert. Auch das Darlehen an die O.________ AG sei aus damaliger Sicht hinreichend gesichert gewesen. Die O.________ AG habe mit dem Institut P.________ einen Kaufrechtsvertrag über Liegenschaften in Rom abgeschlossen. Durch die Verpfändung der Aktien der O.________ AG sei die A.________ Ltd. faktisch Inhaberin dieser Kaufrechte geworden. Hinsichtlich der Goldgeschäfte mit der Q.________ AG habe er schon in der Berufungsverhandlung ausgeführt, dass B.________ über die Investition informiert und damit einverstanden gewesen sei. In den Verträgen mit den Brüdern E.________ sei eine Investition in Edelmetalle ausdrücklich vorgesehen gewesen. Namentlich C.E.________ habe ausdrücklich die Bereitschaft geäussert, mit Edelmetallen auch höhere Risiken einzugehen. Es sei in diesem Punkt mithin nicht nachgewiesen, dass die Investitionen in den Goldhandel den Absprachen mit den Anlegern widersprochen hätten. Schliesslich rügt der Beschwerdeführer auch eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts in Bezug auf die Darlehen an den Mitangeklagten X.________. Er habe zum massgebenden Zeitpunkt nicht gewusst, dass sich der Mitangeklagte X.________ dereinst entgegen dem klaren Vertrag auf den Standpunkt stellen würde, bei der Zahlung von CHF 246'683.30 handle es sich nicht um ein Darlehen. Er habe die mangelnde Ersatzbereitschaft nicht erkennen können. Er sei vielmehr davon ausgegangen, dass der Mitangeklagte X.________ die Darlehen vereinbarungsgemäss zurückzahlen werde und über die Mittel dazu verfüge. Er habe gewusst, dass X.________ Alleinaktionär der A.________ Ltd. gewesen sei, die nach den Berechnungen des Steueramtes des Kantons Zürich über einen Unternehmenswert von rund CHF 1.8 Mio. verfügt habe, und dass jener zudem Inhaber der N.________ AG mit einem Aktienkapital von CHF 250'000.-- gewesen sei. Mit diesen Ausführungen habe sich die Vorinstanz nicht auseinandergesetzt und damit ihre Begründungspflicht verletzt (Beschwerde S. 16 ff.).