Citation: 1B_624/2021 E. 4.2

4.2. Das Obergericht bejahte den dringenden Tatverdacht. Es verwies zur Begründung insbesondere auf einen Beschluss vom 30. April 2021, mit welchem es die Verlängerung der Untersuchungshaft des Beschwerdeführers bis zum 8. Juli 2021 bestätigt hatte. Gemäss diesem Beschluss werde der Beschwerdeführer dringend verdächtigt, seine Ex-Ehefrau am 8. Januar 2021 bei einem Wald mit einem mitgeführten Gurt und dem von ihr getragenen Schal gewürgt zu haben. Der Verdacht basiere auf der vom Beschwerdeführer und seiner Ex-Ehefrau weitgehend deckungsgleich geschilderten Vorgeschichte, auf Verletzungen am Körper des Opfers (Verletzungen an den Händen und Beinen, Rötungen am Hals), auf Spuren am Körper sowie an der Kleidung des Opfers, auf DNA-Spuren des Beschwerdeführers auf einem mitgeführten Messer und dem erwähnten Gurt sowie auf einem sichergestellten Zweitschuh des Opfers. Seit dem Beschluss vom 30. April 2021 habe sich der dringende Verdacht, der Beschwerdeführer habe eine versuchte Gefährdung des Lebens, eine versuchte vorsätzliche Tötung oder einen Mordversuch begangen, weiter verdichtet. Denn zum einen habe das Opfer seine Aussagen anlässlich einer parteiöffentlichen Einvernahme vom 10. Juni 2021 bestätigt. Zum anderen habe sich der Beschwerdeführer mit Aussagen am 15. Juni 2021 in Widersprüche verstrickt.