Citation: I 525/03 08.08.2005 E. 5

Es bleibt die vom kantonalen Gericht nicht beurteilte Frage zu prüfen, ob schon während der Wartezeit, beim Bezug des Wartetaggeldes, Anspruch auf den Eingliederungszuschlag besteht. Dies ist nach dem klaren Wortlaut von Art. 25 IVG (in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung) zu verneinen. Nach dessen Abs. 1 hat der Versicherte, der während der Eingliederung selbst für Verpflegung oder Unterkunft aufkommen muss, Anspruch auf einen Zuschlag zum Taggeld. Die Wartezeit gehört nicht zur Eingliederung. Dies zeigt die Entstehung und die Entwicklung der Rechtsgrundlagen, welche der Anspruch auf Wartetaggeld erfahren hat (vgl. dazu die Hinweise bei Meyer-Blaser, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], in: Murer/ Stauffer (Hrsg.), Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zürich 1997, S. 177 f.). Ursprünglich als rein akzessorische Leistung zur Eingliederung konzipiert, räumte das Gesetz dem Bundesrat in Art. 22 Abs. 3 IVG die Befugnis ein, die Taggeldberechtigung auch während Untersuchungs-, Anlern- und Wartezeiten zu regeln. Während und wegen der Wartezeit ändert sich in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person in der Regel nichts. Insbesondere muss sie nicht, wie es die Eingliederung häufig mit sich bringt, höhere Auslagen für Verpflegung oder Unterkunft (namentlich auswärts) auf sich nehmen. Mit den einzelnen Arten des Taggeldes nach Art. 23 Abs. 1 IVG erhält die auf Eingliederungsmassnahmen wartende Person pauschalen Ersatz für den arbeitsunfähigkeitsbedingten Erwerbsausfall; ihr in dieser Phase zusätzlich einen Betrag für Verpflegung oder Unterkunft zukommen zu lassen, entbehrt der inneren Rechtfertigung.