Citation: 4A_647/2023 E. 4.3.3

4.3.3. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass ein gültiges Pfandrecht an den Geschäftsanteilen Nr. 1 und 3 der C.________ GmbH vereinbart wurde. Sie stellt sich vielmehr auf den Standpunkt, dieses Pfandrecht sei aufgrund der (von ihr als Alleingesellschafterin der C.________ GmbH veranlassten) Einziehung und "Vernichtung" der betreffenden Geschäftsanteile untergegangen. Unbestrittenermassen hat die Beschwerdeführerin am 28. April 2022 - vor dem Hintergrund der bevorstehenden Privatverwertung der Geschäftsanteile Nr. 1 und 3 - diese beiden verpfändeten Geschäftsanteile eingezogen und den verbliebenen Geschäftsanteil Nr. 4 aufgestockt (vgl. hiervor Sachverhalt lit. A.e). Damit hat sie die erfolgreiche Verwertung der verpfändeten Geschäftsanteile Nr. 1 und 3 hintertrieben. Ihr Verhalten steht in eklatantem Widerspruch zu ihrem früheren Verhalten (Einräumung eines Pfandrechts an den Geschäftsanteilen Nr. 1 und 3 der C.________ GmbH). Sie hat damit die erweckte Erwartung der Beschwerdegegnerin enttäuscht, wonach ihr die Geschäftsanteile Nr. 1 und 3 der C.________ GmbH als Sicherheit für ihre (von der Beschwerdeführerin anerkannte) Kaufpreisforderung zur Verfügung stünden. Zudem hat sie dadurch gezielt, in Verletzung der Verpfändungserklärung 2018, die Rechtsstellung der Beschwerdegegnerin beeinträchtigt und will nun aus diesem Verhalten im vorliegenden Rechtsöffnungsverfahren Vorteile erlangen. Ein solches Vorgehen verdient keinen Rechtsschutz. Nach dem Gesagten ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz zum Ergebnis gelangte, es sei davon auszugehen, dass nunmehr der aufgestockte Geschäftsanteil Nr. 4 der C.________ GmbH zu 75 % verpfändet sei.