Citation: 5C.239/2002 12.12.2002 E. 2

Das Obergericht hat wie die erste Instanz namentlich gestützt auf die vorsorgliche Beweisführung bejaht, dass die Quelle durch die Bauarbeiten auf dem Grundstück der Beklagten beeinträchtigt worden sei und die Beklagte deshalb für den daraus resultierenden Schaden einzustehen habe. Es hat alsdann einen Schaden in der Höhe von Fr. 82'608.80 ermittelt, den es indes lediglich im Umfang von 80 % durch die Beklagte tragen liess. Zur Begründung hat die Vorinstanz dazu namentlich ausgeführt, die Quelle, an der die Klägerin nutzungsberechtigt sei, liege nicht auf dem Grundstück der Beklagten, auf dem die Bauarbeiten durchgeführt worden seien. Sie werde aber durch einen Wasserstrom gespiesen, der vom beklagtischen Grundstück ausgehe bzw. durch dieses führe; dessen sei sich die Klägerin offensichtlich bewusst gewesen; zumindest habe sie nichts Gegenteiliges behauptet. Die Beklagte habe ihrerseits von diesem Sachverhalt nichts gewusst und sich auch nicht über die Lage allfälliger Quellen informieren können, da in der Gemeinde kein entsprechender Katasterplan existiere, der Aufschluss über die Lage der Quellen gebe. Die Klägerin sei ihrerseits über das Bauvorhaben informiert worden und somit aufgrund der gegebenen Umstände verpflichtet gewesen, die Beklagte über die Quellenverhältnisse zu orientieren, auf dass sie bereits vor Baubeginn geeignete Massnahmen zum Schutz der Quelle hätte ergreifen und so den Schaden bedeutend tiefer hätte halten können. Die Klägerin habe indessen erst nach Versiegen der Quelle reagiert, was ihr als Selbstverschulden anzurechnen sei. Vor Bundesgericht bestreitet die Klägerin, dass ihr ein Selbstverschulden angerechnet werden kann.