Citation: 5A_164/2023 E. 1.2

1.2. Während im Hinblick auf die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege im Scheidungsverfahren Rechtsverletzungen gemäss Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden können, wobei das Bundesgericht in diesem Bereich das Recht von Amtes wegen anwendet (Art. 106 Abs. 1 BGG) und mit freier Kognition prüft, ob der angefochtene Entscheid Recht verletzt, unterstehen Eheschutzentscheide Art. 98 BGG (Urteil 5A_294/2021 vom 7. Dezember 2021 E. 2, nicht publ. in: BGE 148 III 95; vgl. BGE 133 III 393 E. 5.1 und 5.2) und damit der Rügebeschränkung auf die Geltendmachung der Verletzung verfassungsmässiger Rechte. Dabei kommt es nicht darauf an, wie das die Beschwerdeführerin meint, dass der angefochtene Entscheid das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht nur einstweilig entschied, denn die Zulässigkeit der Beschwerde sowie die zulässigen Rügegründe richten sich nach der Hauptsache (siehe oben E. 1.1). Da die Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 117 ff. ZPO aber mit denjenigen der Minimalgarantie von Art. 29 Abs. 3 BV übereinstimmen (BGE 142 III 131 E. 4.1), eine Verletzung von Art. 117 ZPO zugleich eine Verletzung von Art. 29 Abs. 3 BV darstellt (Urteil 4A_384/2015 vom 24. September 2015 E. 3), das Bundesgericht die Einhaltung von Art. 29 Abs. 3 BV frei prüft (BGE 142 III 131 E. 4.1) und die Beschwerdeführerin überdies die Verletzung von Art. 29 Abs. 3 BV explizit geltend macht, braucht vorliegend nicht weiter erörtert zu werden, welche Folgen diese Unterscheidung betreffend die zulässigen Rügegründe hat, wenn - wie hier - in einem einzigen Entscheid über die unentgeltliche Rechtspflege sowohl für das Eheschutz- als auch das Scheidungsverfahren entschieden wird.