Citation: 6B_223/2021 E. 2.3.2

2.3.2. Der Beschwerdeführer wurde während der Probezeit für die am 13. Januar 2016 teilbedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe erneut straffällig. Weiter waren auch die Voraussetzungen von aArt. 42 Abs. 2 StGB erfüllt, da der Beschwerdeführer am 13. Januar 2016 und damit in den letzten fünf Jahren vor der zu beurteilenden Urkundenfälschung vom 18. Oktober 2016 zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt wurde. Der Beschwerdeführer weist nebst der Vorstrafe vom 13. Januar 2016 auch eine deutsche Vorstrafe auf. Gemäss dem angefochtenen Entscheid wurde er mit Strafbefehl des Amtsgerichts Bad-Säckingen vom 27. Juni 2016 wegen Urkundenfälschung in zwei Fällen zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu EUR 20.-- verurteilt, weil er das am 15. März 2015 einer Apotheke in Deutschland vorgelegte Rezept fälschte (vgl. angefochtenes Urteil E. 1.2.2 S. 3; vgl. zur Berücksichtigung von ausländischen Urteilen: Urteile 6B_1354/2019 vom 21. April 2020 E. 3.2; 6B_1280/2015 vom 1. Juni 2016 E. 2.1; 6B_258/2015 vom 26. Oktober 2015 E. 2.2.2). Der Beschwerdeführer wurde im Oktober 2016 trotz seiner bereits zuvor stabilen Verhältnisses erneut straffällig, wobei die erneute Straftat in keinem Zusammenhang mit seiner früheren Suchterkrankung stand. Der Vorinstanz kann daher nicht vorgeworfen werden, sie habe das ihr zustehende Ermessen überschritten oder missbraucht, indem sie im Rahmen von Art. 46 Abs. 2 StGB von einer Schlechtprognose ausging und den bedingt nachvollziehbaren Teil von 16 Monaten der Vorstrafe vom 13. Januar 2016 widerrief, zumal sie dem Beschwerdeführer gleichzeitig für die neue Freiheitsstrafe von 20 Monaten den bedingten Vollzug gewährte. Eine Verletzung von Bundesrecht ist auch insofern nicht ersichtlich.