Citation: I 393/04 07.12.2004 E. 6

6.1 Mit Blick auf die Festsetzung des Valideneinkommens stützen sich Vorinstanz und Verwaltung zu Recht auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin vom 2. Dezember 1999. Bei einem monatlichen Verdienst von Fr. 3'300.- resultiert (unter Anrechnung eines 13. Monatslohns) ein Einkommen ohne Gesundheitsschaden von Fr. 42'900.- im Jahr. Auf Grund des aus medizinischer Sicht definierten Zumutbarkeitsprofils und unter Berücksichtigung der fehlenden Ausbildung, ist für die Bestimmung des hypothetischen Invalideneinkommens vom Zentralwert des standardisierten monatlichen Einkommens der im privaten Sektor mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten beschäftigten Frauen gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) auszugehen, der sich 1998 auf Fr. 3'505.- pro Monat bzw. Fr. 42'060.- pro Jahr belief (LSE 1998, Tabelle A1). Wird dieser auf 40 Wochenstunden basierende Betrag auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit im Jahr 1999 von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft 12/2001, S. 80 Tabelle B 9.2) hochgerechnet und die allgemeine Nominallohnerhöhung von 1998 auf 1999 (0.3 %; Die Volkswirtschaft 02/2001, S. 81 Tabelle B 10.2) berücksichtigt, resultiert ein Einkommen von Fr. 3'674.- pro Monat resp. Fr. 44'084.- pro Jahr. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 70 % ergibt sich ein Betrag von Fr. 30'859.- im für den Einkommensvergleich massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns (BGE 128 V 174, 129 V 222). 6.2 Somit bleibt zu prüfen, ob die Vorinstanz dadurch, dass sie bei der Festsetzung des Invalideneinkommens vom Tabellenlohn einen leidensbedingten Abzug von 20 % vornahm, mithin den von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug von 15 % um 5 % korrigierte, in unzulässiger Weise in das Vewaltungsermessen eingriff, wie die Beschwerdeführerin einwendet. 6.2.1 Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt unbestrittenermassen von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Dabei erlaubt ein Abzug vom statistischen Lohn von insgesamt höchstens 25 %, den verschiedenen Merkmalen, die das Erwerbseinkommen zu beeinflussen vermögen, Rechnung zu tragen (BGE 126 V 79 Erw. 5b/aa-cc). Der für alle einkommensrelevanten Einzelfallumstände gesamthaft vorzunehmende Abzug stellt eine Schätzung dar, bei deren Überprüfung es nicht darum gehen kann, dass die kontrollierende richterliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle desjenigen von Verwaltung und Vorinstanz setzt. Bei der Überprüfung der Angemessenheit (Art. 132 lit. a OG; Erw. 2 hievor) geht es wohl um die Frage, ob der Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Will das Sozialversicherungsgericht aber in das Verwaltungsermessen eingreifen, muss es sich auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 81 Erw. 6, 123 V 152 Erw. 2 mit Hinweisen). 6.2.2 Im Lichte der dargelegten Rechtsprechung kann sich das kantonale Gericht gerade nicht auf Gegebenheiten abstützen, welche die abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen, zumal es, nebst der leidensbedingten Einschränkung in der Verweisungstätigkeit, einzig einen allenfalls vorzunehmenden Branchenwechsel als lohnmindernd qualifiziert. Wirken sich hingegen weder Alter, Nationalität noch Beschäftigungsgrad auf das Erwerbseinkommen aus, wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, hat die Verwaltung ihr Ermessen bei der Festsetzung eines behinderungsbedingten Abzugs von 15 % richtig ausgeübt. Damit bestand für die vorinstanzlich vorgenommene Ermessenskorrektur (im Umfang von 5 %) kein Raum, da sie einzig ihr Ermessen an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzte, womit diese unzulässigerweise erfolgte. 6.3 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (Valideneinkommen: Fr. 42'900.- und Invalideneinkommen: Fr. 30'859.-; Erw. 4.1 hievor), resultiert bei einem behinderungsbedingten Abzug von 15 % ein Invaliditätsgrad von 39 % (zur Rundung: BGE 130 V 121), weshalb die einen Rechtsanspruch verneinende Verwaltungsverfügung im Ergebnis Stand hält.