Citation: 1C_599/2022 E. 3.2

3.2. Wie bereits erwähnt (E. 1.5 hiervor), kann mit der Beschwerde gegen Entscheide über vorsorgliche Massnahmen nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (Art. 98 BGG), im vorliegenden Zusammenhang namentlich die Willkür (Art. 9 BV). Die Auslegung des Datenschutzgesetzes durch das Bundesverwaltungsgericht lässt keine solche erkennen und der Beschwerdeführer behauptet denn auch nicht das Gegenteil. Zwar macht er unter Hinweis auf den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) geltend, er hätte von der Zuständigkeit der Bundeskanzlei ausgehen dürfen, doch bringt er nichts vor, was die Annahme eines entsprechenden Vertrauenstatbestands rechtfertigen würde (vgl. BGE 146 II 111 E. 2.2; 131 II 627 E. 6; je mit Hinweisen). Weiter weist er zutreffend darauf hin, dass nach Art. 8 Abs. 1 VwVG eine Behörde, die sich als unzuständig erachtet, die Sache ohne Verzug der zuständigen Behörde überweist (vgl. dazu auch BGE 97 I 852 E. 3b und Urteil 9C_758/2014 vom 26. November 2014 E. 2, wonach die Überweisungspflicht auch dann gilt, wenn die Behörde der Auffassung ist, das gestellte Begehren genüge den Formerfordernissen nicht oder sei materiell aussichtslos). Im vorliegenden Fall ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer weiss, welche Bundesorgane die ihn interessierenden Daten bearbeiten. Er nennt in seiner Beschwerdeschrift neben der Bundeskanzlei die ESTV und das BIT. Zudem beharrt er darauf, dass die Bundeskanzlei zuständig sei. Unter diesen Voraussetzungen liegt entgegen seiner Auffassung keine Rechtsverweigerung vor, wenn das Bundesverwaltungsgericht den Streitgegenstand auf diejenigen Personendaten beschränkte, die von der Bundeskanzlei bearbeitet werden.