Citation: 8C_254/2023 E. 5.1

5.1. Im vorliegenden Fall steht aufgrund des gemäss angefochtenem Entscheid zumindest teilweise unklaren Sachverhalts nicht fest, welche Bestimmungen aus dem Invalidenversicherungsrecht überhaupt zur Anwendung kommen. Deshalb kann nicht abschliessend beantwortet werden, ob die Rechtslage besondere Schwierigkeiten bietet. Denn die Vorinstanz liess namentlich offen, ob die Invaliditätsbemessung anhand der allgemeinen oder der gemischten Methode zu erfolgen hat. Zur Begründung führte sie an, gestützt auf das PMEDA-Gutachtens lasse sich weder eine Einschränkung beim Erwerb noch eine solche bei der Führung des eigenen Haushaltes rechtfertigen. Sie stellte zwar fest, die IV-Stelle hätte an sich weitere Abklärungen tätigen müssen, da nicht geklärt sei, ob die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsbeeinträchtigung voll- oder teilzeitlich erwerbstätig gewesen wäre. Von einer Rückweisung der Sache zur Vervollständigung des Sachverhalts sah sie jedoch mit Blick auf die Schlussfolgerungen der PMEDA-Experten zur Arbeitsfähigkeit ab. Zur Frage der Invaliditätsbemessungsmethode erübrigen sich somit Weiterungen nur unter der Voraussetzung, dass auf das PMEDA-Gutachten unter allen Aspekten abgestellt werden kann, was unter den Parteien höchst umstritten ist. So hatte sich die Beschwerdeführerin bereits im Vorbescheidverfahren gegen die Zuverlässigkeit des psychiatrischen PMEDA-Teilgutachtens ausgesprochen und dies einlässlich begründet. Im vorinstanzlichen Prozess hielt sie unter anderem an ihrer Rüge fest, wonach die Beantwortung der Tatfragen auf einer unvollständigen Beweisgrundlage basiere, da sich die psychiatrische PMEDA-Expertin ihrerseits bei ihrer Beurteilung auf eine ungenügende Anamnese und Befunderhebung abgestützt habe.