Citation: 2C_591/2019 E. 2.1

2.1. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist gegen Entscheide über ausländerrechtliche Bewilligungen unzulässig, wenn weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch darauf einräumt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Der Beschwerdeführer, dessen Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung die Vorinstanz mit der Begründung abgewiesen hat, bei seiner Ehe mit einer schweizerischen Staatsangehörigen habe es sich um eine Scheinehe gehandelt, weshalb er daraus keine Ansprüche für sich ableiten könne, beruft sich für eine Behandlung seiner Beschwerde nicht auf Art. 50 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (AIG; SR 142.20; in der ursprünglichen, am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Fassung), sondern auf Art. 8 EMRK. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann nach einer rechtmässigen Aufenthaltsdauer von rund zehn Jahren regelmässig davon ausgegangen werden, dass die sozialen Beziehungen in diesem Land so eng geworden sind, dass es für eine Aufenthaltsbeendigung besonderer Gründe bedarf, weshalb eine aufenthaltsbeendende Massnahme die konventionsrechtliche Garantie von Art. 8 EMRK in seinem Aspekt des Privatlebens tangieren und ein Beschwerdeführer in vertretbarer Weise einen darauf gestützten Anspruch auf Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung geltend machen kann (BGE 144 I 266 E. 3.9 S. 278). Liegt nach einer längeren bewilligten Aufenthaltsdauer, die zwar zehn Jahre noch nicht erreicht hat, eine besonders ausgeprägte Integration vor (nebst engen sozialen Beziehungen namentlich auch in sprachlicher, beruflicher und wirtschaftlicher Hinsicht), kann es den Anspruch auf Achtung des Privatlebens verletzen, wenn eine Bewilligung nicht erneuert wird (BGE 144 I 266 E. 3.9 S. 279). Eine solche besonders ausgeprägte Integration hat der Beschwerdeführer, welcher selbst gestützt auf seine eigenen Angaben in seiner dem Bundesgericht eingereichten Beschwerdeschrift während seines Aufenthalts in der Schweiz ununterbrochen für ein Unternehmen seines Bruders arbeitete, zu welchem bzw. zu dessen Familie er ein enges Verhältnis pflegt, ansonsten jedoch (berufsbedingt) während des Tages hauptsächlich geschlafen und ein eher eintöniges Leben (Fernsehen, auf dem Sofa herumhocken) geführt hat, nicht in vertretbarer Weise geltend gemacht.