Citation: 1P.488/2004 07.01.2005 E. 5

5.1 Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist es nicht geradezu ausgeschlossen und damit willkürlich, wenn das Obergericht erwogen hat, der Zeuge A.________ habe das Bremsen der Fahrzeuge hinter ihm beobachten können. Ebenfalls nicht gegen die Glaubwürdigkeit des Zeugen spricht, dass er nur den Zeugen B.________ kontaktiert hat. Denn einerseits war der Beschwerdeführer nur diesem ebenfalls unmittelbar vor das Fahrzeug gefahren und andererseits war dessen Mobiltelefonnummer auf dem Fahrzeug aufgedruckt. Ob dies noch bei weiteren Fahrzeugen der Fall war, geht nicht aus den Akten hervor und der Beschwerdeführer macht dies auch nicht geltend. 5.2 Betreffend das Rechtsüberholen kam das Obergericht zum Schluss, unter Ausnützung der gebotenen Gelegenheit habe der Beschwerdeführer in einem Zug überholt, d. h. er sei nach rechts ausgeschwenkt, an den Fahrzeugen C.________ und B.________ vorbeigefahren und wieder nach links eingebogen. Unbestrittenermassen herrschte am fraglichen Morgen dichter Kolonnenverkehr. Der Zeuge A.________ fuhr auf der Überholspur und auf der Normalspur rechts vor ihm war ein anderes Fahrzeug unterwegs. Nach dem Spurwechsel vor den Zeugen A.________ befand sich der Beschwerdeführer zwischen diesem und dem Fahrzeug C.________. Gemäss den Aussagen von A.________ nützte der Beschwerdeführer die erste Gelegenheit, um wieder auf die Normalspur zu wechseln. Mit anderen Worten wartete er ab, bis er das Fahrzeug auf der Normalspur passiert hatte und wechselte dann die Spur. Dies widerspricht keineswegs der Angabe, der Beschwerdeführer habe nach 2-3 km auf die Normalspur gewechselt, musste der Beschwerdeführer doch zuerst das Fahrzeug auf der rechten Fahrbahn überholen und einen Abstand dazu gewinnen, damit er sich rechts einordnen konnte. Im Kolonnenverkehr und bei einer Geschwindigkeit von 100-110 km/h nimmt dies eine gewisse Zeit in Anspruch, sodass durchaus einige Meter zurückgelegt werden, bis eine genügend grosse Lücke offen steht. Gleiches gilt für die Dauer des Überholmanövers an sich, d. h. für das Ausbiegen, das Überholen der Fahrzeuge C.________ und B.________ und das Wiedereinbiegen auf die Überholspur. Das Obergericht durfte daher ohne Verletzung des Willkürverbots schliessen, der Beschwerdeführer sei von der linken auf die rechte Seite gefahren, habe nacheinander die Fahrzeuge C.________ und B.________ unter Ausnützung einer Lücke auf der Normalspur überholt und sei anschliessend wieder auf die Überholspur eingebogen. Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang im Übrigen die rechtliche Qualifikation seines Handelns kritisiert, ist auf seine Beschwerde nicht einzutreten. Diese Rüge ist in der staatsrechtlichen Beschwerde unzulässig (vgl. Art. 84 Abs. 1 OG). 5.3 Auch bezüglich des zweiten unvorsichtigen Wechsels auf die Überholspur folgte das Obergericht den Sachverhaltsschilderungen der drei Zeugen. Der Zeuge B.________ sagte aus, er habe wegen des Manövers des Beschwerdeführers bremsen müssen. Der dahinter fahrende Zeuge C.________ bestätigte, dass das Auto vor ihm (B.________) und er selber wegen dem Beschwerdeführer bremsen mussten. Der Zeuge A.________ gab zu Protokoll, die beiden Lieferwagen vor ihm (C.________ und B.________) und er hätten gebremst. Dass der Zeuge C.________ die Bremse nur angetippt haben will, spricht nicht gegen das unvorsichtige Manöver des Beschwerdeführers. Wie der Zeuge B.________ ausgesagt hat, hielten die Fahrzeuge hinter ihm einen gewissen Abstand ein, sodass aus der Sicht des Zeugen C.________ offenbar keine heftige Reaktion verlangt war. Von widersprüchlichen Aussagen kann daher keine Rede sein und die Kritik des Beschwerdeführers am angefochtenen Entscheid ist auch in diesem Punkt unberechtigt. 5.4 Die Vorbringen des Beschwerdeführers sind nicht geeignet, die Beweiswürdigung des Obergerichts - gesamthaft betrachtet - als willkürlich erscheinen zu lassen oder erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an der Schuld des Beschwerdeführers zu begründen. Verletzungen des Willkürverbots sowie der Unschuldsvermutung liegen nicht vor.