Citation: 9C_503/2014 E. 5.2

5.2. Das kantonale Gericht ging davon aus, der Umfang der von der Versicherten verrichteten Haushaltarbeiten sei so gering, dass dadurch die Leistungsfähigkeit im Erwerb nicht vermindert werde. In der Tat geht aus dem Haushaltabklärungsbericht vom 8. Januar/ 5. Juni 2013 hervor, dass die Versicherte, nebst der Planung und Organisation der Haushaltarbeiten, im Wesentlichen von Mittwoch bis Freitag für sich und die Tochter - unter Verwendung von Halbfertigprodukten - das Mittagessen zubereitet, während der Ehemann das Kochen von Samstag bis Montag übernimmt und die Tochter am Dienstag am Mittagstisch verpflegt wird. Aus den (übrigen) Angaben gegenüber der Haushaltabklärungsperson durfte das kantonale Gericht willkürfrei schliessen, die Versicherte habe sich so organisiert, dass der grösste Teil der anfallenden Haushaltarbeiten nicht von ihr selbst erledigt werde (was von dieser auch nicht in Abrede gestellt wird ). Zu berücksichtigen ist nicht zuletzt, dass der Ehemann im hier massgebenden Zeitraum ebenfalls nicht vollzeitlich erwerbstätig war und die Versicherte nicht substantiiert darlegt, die vermehrte Mithilfe im Haushalt wäre ihm gesundheitlich unzumutbar. Auch die zusätzliche Mithilfe einer angestellten Haushalthilfe im Umfang von 2 ¼ bis 2 ½ Stunden pro Woche ändert nichts daran, dass die Versicherte faktisch nur in sehr geringem Mass Haushaltarbeiten erledigt. Rechtsprechungsgemäss ist nicht die theoretische Belastung einer versicherten Person mit Haushaltarbeiten massgebend, sondern der effektiv in diesem Aufgabenbereich erbrachte Aufwand unter Berücksichtigung der im konkreten Fall beigezogenen Haushalthilfen (so schon ZAK 1989 114 E. 4b). Aus welchen Gründen die Versicherte entschieden hat, ihre (begrenzte) Leistungsfähigkeit in einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit und nicht im Haushalt einzusetzen, fällt nicht ins Gewicht.