Citation: 6B_986/2017 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer macht in tatsächlicher Hinsicht geltend, er habe im Zusammenhang mit den Einladungs- und Vergabeverfahren lediglich Firmen angeschrieben und Offerten eingeholt. Über diese hätten anschliessend die Verantwortlichen des BAFU entschieden. Er habe keine Kompetenz gehabt, Verträge zu unterzeichnen. Bei den Folgemandaten sei es das BAFU gewesen, welches mit ihm und den bisherigen Firmen habe weiterarbeiten wollen. Die Vorinstanz nehme zu Unrecht an, dass er im Rahmen des Abschlusses von Dienstleistungsverträgen des BAFU mit den Unternehmen A.________ GmbH, K.________ AG und B.________ GmbH öffentliche Interessen des Bundes geschädigt habe. Dem Amt sei bei der Erteilung des Projektleitungsmandats bekannt gewesen, dass er mit der E.________ GmbH GmbH selber ein IT-Unternehmen geführt habe. Dies sei mit ein Grund gewesen, dass er den Auftrag überhaupt bekommen habe. Es sei zynisch, wenn ihm die Vorinstanz nun den Einsatz dieses fachlichen Know-hows und seine gute Vernetzung in der Branche zum Vorwurf mache. Soweit die Vorinstanz annehme, er habe massgeblich auf die entsprechenden Vergabeentscheidungen Einfluss genommen, gehe sie von falschen Tatsachen aus. Dass Firmen, die mit ihm verbunden gewesen seien, bei der Ausschreibung ebenfalls Offerten eingereicht hätten, habe gängiger Praxis entsprochen. Dieses Vorgehen möge beschaffungsrechtlich heikel sein, stelle aber für sich allein kein strafbares Verhalten dar. Dem BAFU hätten die erforderlichen Ressourcen nicht zur Verfügung gestanden. Um unnötige zeitliche Verzögerungen und Kosten zu vermeiden, welche das Projekt gefährdet hätten, seien von den Verantwortlichen im BAFU die bisherigen Entwicklerfirmen berücksichtigt worden und sei explizit kein Wechsel angestrebt worden (Beschwerde S. 21 ff.). In rechtlicher Hinsicht bringt der Beschwerdeführer vor, der Tatbestand der ungetreuen Amtsführung setze ein rechtsgeschäftliches Handeln voraus. Er selbst sei zur rechtsgeschäftlichen Vertretung des Gemeinwesens nicht befugt gewesen, sondern habe lediglich Empfehlungen zuhanden der zuständigen Entscheidungsträger abgegeben. Damit habe er den Entscheid der zuständigen Stelle - wenn überhaupt - höchstens beeinflussen können. Es sei ihm mithin nicht einmal faktische Entscheidkompetenz zugekommen. Darüber hinaus habe er auch keine öffentlichen Interessen geschädigt. Es sei nicht ersichtlich, in welcher Hinsicht durch sein Handeln ein Schaden entstanden sein sollte. Das Auftragsvolumen könne jedenfalls nicht als Schaden betrachtet werden, da das BAFU für das geleistete Entgelt eine adäquate Gegenleistung erhalten habe. Für die Mandate D.________, R.________ und W.________ sei jeweils das Einladungsverfahren durchgeführt worden, bei welchem die Verantwortlichen eine Auswahlmöglichkeit gehabt hätten. Die verschiedenen Offerten seien preislich vergleichbar gewesen, so dass dem BAFU durch den jeweiligen Zuschlag kein materieller Schaden entstanden sei. Dass er an einigen der vorgeschlagenen Unternehmen selber beteiligt gewesen sei oder für die Vermittlung von Mandaten an Partner-Unternehmen eine Provision erhalten habe, sei absolut branchenüblich. Er habe auch in Bezug auf die Folgemandate D.________ und R.________ im besten Interesse des BAFU gehandelt. Es sei für das BAFU besser und letzten Endes auch günstiger gewesen, die Folgeaufträge an die bereits mit dem Projekt vertrauten Akteure zu vergeben, womit die Kontinuität gewahrt und Doppelspurigkeiten vermieden worden seien. Jedes Mal neue Anbieter in das komplexe Projekt einzuarbeiten, hätte extrem viel Zeit in Anspruch genommen und unnötige Kosten generiert. Die IT-Aufträge seien auch nicht bewusst gestückelt worden. Es sei nur Etappe für Etappe geplant und es seien jeweils rollend Anpassungen vorgenommen worden. Allfällige Planungsfehler des BAFU könnten nicht ihm angelastet werden. Ein materieller Schaden sei somit nicht eingetreten. Insbesondere habe das BAFU auch nicht beim Mandat R.________ einen Schaden erlitten. Dessen Stundenansatz sei nicht wegen der Provisionszahlung erhöht worden. Es sei nicht ersichtlich, wie die vereinbarte Provision von CHF 15.-- pro geleisteter Arbeitsstunde zu einer Erhöhung des Stundenansatzes um CHF 9.15 geführt haben solle. In allen anderen Punkten habe die Vorinstanz keinen materiellen Schaden festgestellt, sondern lediglich eine ideelle Schädigung angenommen. Ein solcher, erst durch die Reaktion unbeteiligter Dritter entstehender Reflexschaden sei indes kein tatbestandsmässiger Schaden öffentlicher Interessen im Sinne von Art. 314 StGB. Falls das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Ordnungs- und Rechtmässigkeit öffentlicher Beschaffungen überhaupt geschädigt worden sein sollte, so wäre dies nur auf die Untersuchungen der Strafverfolgungsbehörden und die Medienberichte zurückzuführen, wofür er (sc. der Beschwerdeführer) aber nicht verantwortlich sei. Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe zu Unrecht den subjektiven Tatbestand als erfüllt erachtet. Es sei nicht sein Wille gewesen, öffentliche Interessen zu schädigen und sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern. Er habe Personen und Unternehmen aufgrund ihrer fachlichen Kompetenzen vorgeschlagen und nicht um sich persönlich zu bereichern. Dasselbe gelte für die Vergabe der Folgemandate. Er habe für das BAFU die beste und kostengünstigste Lösung angestrebt und damit die öffentlichen Interessen nicht geschädigt, sondern vielmehr gewahrt (Beschwerde S. 23 ff.).