Citation: 8C_704/2009 27.01.2010 E. 4

Zu beurteilen sind ferner die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. 4.1 Der Verdienst, den der Beschwerdeführer ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns im Jahr 2006 hätte erwirtschaften können (Valideneinkommen; BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325 f. mit Hinweis), beläuft sich gemäss Auskünften der ehemaligen Arbeitgeberin vom 28. Februar 2006 zur mutmasslichen Lohnentwicklung unbestrittenermassen auf Fr. 118'300.- pro Jahr (Fr. 9'100.- monatlich x 13). Davon ist auszugehen (vgl. auch E. 1.1 hievor). 4.2 Für die Ermittlung des Einkommens, das der Versicherte trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch zu erzielen vermöchte (Invalideneinkommen), sind sodann, da er nach dem Verlust seiner zwischenzeitlich innegehabten Anstellung keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht, rechtsprechungsgemäss die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2006 heranzuziehen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475 f. mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat - in Anlehnung an die Vorgehensweise der IV-Stelle Bern in deren Vorbescheid vom 24. April 2008 - auf die Tabelle TA1_b der LSE 2006 abgestellt ("Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, beruflicher Stellung und Geschlecht, Privater Sektor") und unter Berücksichtigung des "Sektors 2 Produktion", der "Beruflichen Stellung" 1+2 (oberstes, oberes und mittleres Kader) sowie einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,4 Stunden (Die Volkswirtschaft, 6/2009, S. 86, Tabelle B9.2, Sektor 2, 2006) auf einen massgebenden Jahreslohn von Fr. 109'705.85 erkannt (Fr. 8'833.- : 40 x 41,4 x 12). 4.2.1 Der Beschwerdeführer rügt zum einen, die Bemessung des Invalideneinkommens sei zu Unrecht gestützt auf die Tabelle TA1_b und nicht TA1 ("Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht, Privater Sektor") der LSE 2006 erfolgt. Es handelt sich dabei um eine vom Bundesgericht frei zu beurteilende Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399; Urteil 8C_255/2007 vom 12. Juni 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 V 322). 4.2.1.1 Nach der Rechtsprechung ist beim anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich von der Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen (BGE 124 V 321 E. 3b/aa S. 323). Üblich ist die Tabelle TA1 (BGE 126 V 75 E. 7a S. 81; Urteil [des Eidg. Versicherungsgerichts] I 518/01 vom 24. Mai 2002 E. 4b, in: SVR 2003 IV Nr. 1 S. 1). Es besteht jedoch kein Grundsatz, wonach stets die Tabelle TA1 beizuziehen ist. Welche Tabelle zur Anwendung gelangt, bestimmt sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalls. So kann es sich etwa durchaus rechtfertigen, auf Tabelle TA7 ("Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert und Quantilbereich] nach Tätigkeit, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht - Privater Sektor und öffentlicher Sektor [Bund] zusammen") abzustellen, wenn dies eine genauere Festsetzung des Invalideneinkommens erlaubt und wenn der versicherten Person der öffentliche Sektor auch offensteht (Urteil [des Eidg. Versicherungsgerichts] U 66/00 vom 19. September 2000 E. 3b, in: RKUV 2000 Nr. U 405 S. 399, bestätigt u.a. mit Urteil 9C_87/2007 vom 25. Juli 2007 E. 3.4). Für qualifizierte Berufsleute mit Fachhochschulabschluss kann es ferner als angezeigt erscheinen, Tabelle TA11 ("Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert und Quantilbereich] nach Ausbildung, beruflicher Stellung und Geschlecht - Privater Sektor und öffentlicher Sektor [Bund] zusammen") anzuwenden (Urteil 9C_87/2007 vom 25. Juli 2007 E. 3.4). 4.2.1.2 Angesichts der beruflichen Qualifikation des Beschwerdeführers - er hat sich seit 1962 vom Maurerlehrling zum Maurer, Vorarbeiter, Polier, Bauführer Hoch- und Tiefbau bis zum eidg. dipl. Maurermeister hochgearbeitet und war zuletzt bei seiner angestammten Arbeitgeberfirma als Leiter der Abteilung Reparatur- und Spezialarbeiten, Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung tätig gewesen (vgl. u.a. Zwischenzeugnis vom 9. Juli 2004, SUVA-Bericht vom 14. Juli 2005, befas-Abklärungsbericht vom 30. Mai 2006) - bestehen zwar gewisse Indizien, die es als sachgerecht erscheinen lassen, das Invalideneinkommen mit der Vorinstanz auf der Basis von schwergewichtig die berufliche Stellung berücksichtigenden tabellarischen Ansätzen zu eruieren. Entgegen der vom Versicherten vertretenen Auffassung spricht denn auch der Umstand, dass er aktuell stellenlos ist, nicht grundsätzlich gegen den Beizug der betreffenden Tabelle. Zu berücksichtigen gilt es jedoch, dass der Beschwerdeführer während über vierzig Jahren im selben Betrieb tätig war und sich innerhalb dieser gefestigten, in allen Teilen bekannten Strukturen "hochgearbeitet" hat. Er war somit in der Lage, sich im betreffenden spezifischen Arbeitsumfeld über Jahrzehnte einen reichen Erfahrungsschatz anzueignen. Ob er dadurch auch befähigt wurde, seine Kenntnisse gleichermassen - im Sinne einer ähnlich verantwortungsvollen Position in etwa derselben Einkommensklasse - im Rahmen einer anderweitigen beruflichen Herausforderung einbringen zu können, erscheint indessen mehr als fraglich. Da dem in Tabelle TA1_b hervorgehobenen Element der beruflichen Stellung bei der Ermittlung des Invalideneinkommens aber nur für den Fall in besonderer Weise Rechnung zu tragen ist, dass die betroffene versicherte Person ihre in einem Berufszweig qualifiziert erworbenen Fertigkeiten generell - für verschiedene Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber - ein- und umzusetzen vermag, rechtfertigen es die konkreten Verhältnisse vorliegend nicht, ausnahmsweise eine von TA1 abweichende Tabelle heranzuziehen. Es ist somit angezeigt, das Invalideneinkommen gestützt auf die in Tabelle TA1 der LSE 2006 (S. 25) für männliche Arbeitnehmer im sektoren- und branchenübergreifenden Bereich ("Total") in Berücksichtigung des Arbeitsplatzanforderungsniveaus 1+2 ("Verrichtung höchst anspruchsvoller und schwierigster Arbeiten") ausgewiesenen Werte festzusetzen. Ausgehend von einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft, a.a.O., Total, 2006) ist demnach als Basis ein Verdienst von Fr. 96'802.40 jährlich (Fr. 7'738.- : 40 x 41,7 x 12) zugrunde zu legen. 4.2.2 Fraglich und zu prüfen ist im Weiteren, ob der derart ermittelte Invalidenlohn zusätzlich zu reduzieren ist (sog. leidensbedingter Abzug). Eine Herabsetzung unter diesem Titel wurde seitens des kantonalen Gerichts insbesondere mit dem Hinweis auf Art. 28 Abs. 4 UVV und die daraus resultierende Nichtrelevanz des Kriteriums Alter abgelehnt. 4.2.2.1 Der Abzug hat nicht automatisch, sondern dann zu erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer Faktoren (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nurmehr mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ist sodann nicht in der Weise vorzugehen, dass für jedes in Betracht fallende Merkmal separat eine Reduktion vorgenommen wird, weil damit Wechselwirkungen ausgeblendet würden. Vielmehr ist der Einfluss aller Faktoren auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Dabei ist der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327 f.; 126 V 75 E. 5b/aa-cc S. 79 f.; Urteil [des Eidg. Versicherungsgerichts] I 82/01 vom 27. November 2001 E. 4b/cc, in: AHI 2002 S. 62). 4.2.2.2 Der Beschwerdeführer ist auf Grund der im vorliegenden Verfahren einzig zu beachtenden gesundheitlichen Folgen der Schulterverletzung rechts in der Lage, eine leidensadaptierte Tätigkeit - wie etwa die bei der Bauunternehmung Z.________ AG zuletzt ausgeübte Beschäftigung in Form von hauptsächlich administrativer Arbeit (Akquisition, Offertstellung, Auftragsverhandlungen, Bauberatungen, Betreuung Kundenstamm) sowie Baustellenbesuchen (Baubegleitungen und -führungen; Zwischenzeugnis vom 9. Juli 2004, telefonischer Rapport der SUVA vom 26. April 2005, Arbeitsplatzbeschreibung der SUVA vom 3. Mai 2005) - weiterhin vollzeitig wahrzunehmen. Es ist nach Lage der medizinischen Akten nicht erkennbar, inwiefern er schulterbedingt Einschränkungen zu gewärtigen hätte, auf Grund derer gegenüber gesunden Arbeitnehmern mit Lohnnachteilen zu rechnen wäre. Namentlich können solche nicht mit dem Argument begründet werden, dass es dem Versicherten im - wohl ohnehin nur äusserst selten eintretenden - Bedarfsfall verwehrt ist, auf der Baustelle körperlich "(mit)anpacken" zu können. Andere Faktoren im hievor beschriebenen Sinne, welche eine Reduktion des hypothetischen Invalideneinkommens indizierten, sind sodann nicht erkennbar. Es hat damit bei einem Invalideneinkommen von Fr. 96'802.40 sein Bewenden. Die Begründetheit dieses Ansatzes wird im Übrigen durch den Umstand erhärtet, dass es dem Beschwerdeführer gelungen ist, trotz seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf 1. Februar 2007 eine Anstellung zu finden, bei welcher er ein jährliches Einkommen von Fr. 98'800.- zu generieren vermochte. Aus der Gegenüberstellung von Validen- (Fr. 118'300.-) und Invalideneinkommen (Fr. 96'802.40) resultiert ein Invaliditätsgrad von 18 % (zu den Rundungsregeln: BGE 130 V 121), womit dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Oktober 2006 eine entsprechende Invalidenrente auszurichten ist.