Citation: 1C_251/2021 E. 5.1

5.1. Es entspricht ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung, dass Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV für Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone eine umfassende Interessenabwägung verlangt: Eine Bewilligung darf nur erteilt werden, wenn der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (vgl. oben E. 2). Lenkender Massstab bilden dabei die Ziele und Grundsätze der Raumplanung (Art. 1 und 3 RPG), wobei die Anliegen des Landschaftsschutzes von besonderer Bedeutung sind (Urteil 1C_5/2015 vom 28. April 2015 E. 3 mit Hinweisen). Der Richtplaninhalt ist als verbindliches Ergebnis des räumlichen Abstimmungsprozesses in diese Abwägung mit einzubeziehen (Urteile 1C_397/2015 vom 9. August 2016 E. 4.2; 1A.154/2002 vom 22. Januar 2003, in: ZBl 105/2004 S. 107). Dementsprechend verlangte das Bundesgericht im Urteil 1C_17/2015 (betr. das erste Baugesuch) ausdrücklich eine Würdigung der Richtplaneinträge (E. 3.1 und 5). Vorbehalten bleibt jedoch die im Einzelfall notwendige Abwägung der räumlichen Interessen mit den entgegenstehenden privaten sowie allfälligen nicht-räumlichen öffentlichen Interessen (Urteil 1A.154/2002 vom 22. Januar 2003, in: ZBl 105/2004 S. 107). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden hat das Verwaltungsgericht eine solche Interessenabwägung vorgenommen (vgl. dazu E. 4.8.4 und 4.8.5 des angefochtenen Entscheids) : Es stellte den öffentlichen Interessen an der Freihaltung der bisher beinahe unberührten Geländekammer und der ökologischen Vernetzung des Gebiets die privaten Interessen der Beschwerdeführenden entgegen, für den Mutterkuhstall mit Remiseanteil und anschliessendem Laufhof an diesem Ort eine nachträgliche Baubewilligung zu erhalten. Im Folgenden sind die in diesem Zusammenhang erhobenen Rügen der Beschwerdeführenden näher zu prüfen.