Citation: U 261/01 09.07.2003 E. 3

Anzumerken ist, dass erst nach dem Vorliegen des ergänzenden gerichtlichen Gutachtens (im Falle der Bejahung der natürlichen Kausalität zwischen dem Unfallereignis und einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes) beurteilt werden kann, ob die Adäquanz des Kausalzusammenhangs anhand der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133; die Vorinstanz hat auch die Frage nach der Anwendung von BGE 123 V 99 Erw. 2a [vgl. Erw. 1.1 in fine hievor] aufgeworfen) oder aber nach der Gerichtspraxis zu den Schleudertraumen der HWS (BGE 122 V 415, 117 V 359) bzw. den Schädel-Hirntraumen (BGE 117 V 369) zu prüfen ist, d.h. ohne Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten der unfallbezogenen Merkmale (BGE 117 V 367 Erw. 6a in fine). Entgegen der Auffassung des kantonalen Gerichts gewichtet die Rechtsprechung die Adäquanzkritierien nicht in Abhängigkeit von einem allfälligen Vorzustand.