Citation: 9C_918/2017 E. 3.1

3.1. Ihre frühere Bejahung eines Rentenanspruchs stützte die IV-Stelle im Wesentlichen auf den Bericht des Zentrums C.________ vom 19. Februar 2013. Darin wurden eine rezidivierende depressive Störung (aktuell mittelgradig) und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit zwanghaften, negativistischen, narzisstischen sowie histrionischen Anteilen diagnostiziert und eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Es sei zurzeit nicht absehbar, wann eine berufliche Tätigkeit, und sei es auch nur in beschränktem Masse, wieder möglich sein werde, da der Versicherte wegen der Krankheitssymptomatik schon seit langem keinen Arbeitsalltag mehr bewältigen könne. Er neige dazu, bei kleinsten Belastungen psychisch zu dekompensieren. Für den Revisionszeitpunkt stellte die Verwaltung in erster Linie auf das von ihr in Auftrag gegebene polydisziplinäre ZMB-Gutachten vom 1. Juli 2015 ab, worin (mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) u.a. die psychiatrischen Diagnosen akzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstisch verletzlichen Anteilen und rezidivierende depressive Störung (gegenwärtig leichtgradig) gestellt wurden. Eine Persönlichkeitsstörung könne nicht bescheinigt werden, weil die Eingangskriterien nicht erfüllt seien; so liessen sich zum Beispiel keine relevanten Störungen in die Kindheit und Jugend zurückverfolgen. Vielmehr habe sich der Versicherte trotz knappen schulischen Ressourcen beruflich gut entwickelt und sei in der Lage gewesen, sich während Jahren in einer tragfähigen Ehe zu bewähren. Im Rahmen einer Konsenskonferenz attestierten die beteiligten Fachärzte eine (rein psychisch bedingte) 30%ige Einschränkung der funktionellen Leistungsfähigkeit. Die ZMB-Gutachter setzten sich auch mit der ärztlichen Stellungnahme des Zentrums C.________ vom 19. Februar 2013 und der darin bescheinigten vollständigen Arbeitsunfähigkeit auseinander und hielten fest, sie hätten ihrerseits bei gleich gebliebener Problematik eine diagnostische und leistungsbezogene Umwertung vorgenommen. Diese Feststellung der medizinischen Experten wurde vom psychiatrischen Teilgutachter Dr. D.________ am 26. Oktober 2015 wiederholt, als er im Nachgang zum Gutachten von der IV-Stelle um Beantwortung der Zusatzfrage ersucht wurde, ob sich der Gesundheitszustand aus psychiatrischer Sicht verbessert habe oder ob es sich lediglich um eine andere Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes handle.