Citation: 4A_409/2024 E. 3.2.1

3.2.1. Sie beharrt darauf, dass die Beschwerde das richtige Rechtsmittel gewesen sei. Bereits die Vorinstanz legte schlüssig dar, dass die Berufung das richtige Rechtsmittel gewesen wäre. Die Erstinstanz trat mit Entscheid vom 29. April 2024 auf die Klage der Beschwerdeführerin vom 23. März 2023 nicht ein. Der Streitwert betrug Fr. 38'851.45. Damit lag ein erstinstanzlicher Endentscheid in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit mit einem Streitwert über Fr. 10'000.-- vor, gegen den gemäss Art. 308 ZPO die Berufung offenstand. Grundsätzlich ist jeder erstinstanzliche Entscheid der streitigen und der freiwilligen Gerichtsbarkeit berufungsfähig. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Entscheid im ordentlichen Verfahren (Art. 219-242 ZPO), im vereinfachten Verfahren (Art. 243-247 ZPO) oder im summarischen Verfahren (Art. 248-269 ZPO) ergangen ist. Unerheblich ist auch, ob es sich um einen End- oder Zwischenentscheid handelt. Von vornherein nicht berufungsfähig sind die prozessleitenden Verfügungen (Botschaft zur ZPO vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7221, 7371 Ziff. 5.23.1). Gleiches gilt für die im Ausnahmekatalog von Art. 309 ZPO aufgeführten vollstreckungsrechtlichen Entscheide, die Entscheide in vermögensrechtlichen Angelegenheiten mit einem Streitwert unter Fr. 10'000.-- (Art. 308 Abs. 2 ZPO) und die Entscheide, die kraft ausdrücklicher gesetzlicher Anordnung einzig mit Beschwerde anfechtbar sind (MARTIN H. STERCHI, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. II, 2012, N. 5 f. zu Art. 308 ZPO). Die Berufung ist das primäre Rechtsmittel gegen erstinstanzliche Entscheide und nur dann ausgeschlossen, wenn das Gesetz dies ausdrücklich anordnet. Auch rein prozessrechtliche Endentscheide sind mit Berufung anfechtbar. Dazu zählen Nichteintretensentscheide mangels Zuständigkeit oder wegen Nichtleistens des Kostenvorschusses. Gleiches gilt für die Abschreibung eines Prozesses (KARL SPÜHLER, in: Basler Kommentar zur schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, N. 4 zu Art. 308 ZPO; MYRIAM A. GEHRI, in: ZPO Kommentar, Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], 3. Aufl. 2023, N. 1 zu Art. 308 ZPO). Nach dem Gesagten ist die Rüge unbegründet. Die diesbezüglichen Vorbringen der Beschwerdeführerin sind gänzlich unbehelflich.