Citation: 1C_628/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Der Beschwerdeführer reichte bereits bei der Vorinstanz und nun auch beim Bundesgericht eine vom Zentrum für Suchtmedizin erstellte Übersicht der Medikamente ein, die der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Verlaufskontrolle regelmässig zu sich genommen hat. Auf der Übersicht ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer unter anderem das Medikament Ritalin einnimmt. Nicht enthalten ist auf dieser Liste demgegenüber das Medikament Concerta, welches im Verlaufsbericht des Begutachtungszentrums Verkehrsmedizin vom 18. Juli 2022 aufgeführt ist. Somit ist die Angabe der Medikamente in diesem Bericht offensichtlich unrichtig. Wenn auch die Angabe der richtigen Medikation nicht unwesentlich ist und falsche Grundlagen im Einzelfall zu unzutreffenden Interpretationen der Testergebnisse führen können, so ist die Angabe im vorliegenden Fall letztlich nicht entscheidend. Zum einen handelt es sich, wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung zutreffend festhält, bei den Medikamenten Ritalin und Concerta um vergleichbare Medikamente mit demselben Wirkstoff Methylphenidat hydrochlorid (vgl. Suchplattform Fach- und Patienteninformationen der zugelassenen Humanarzneimittel (AIPS), < www.swissmedicinfo.ch > [besucht am 30. Oktober 2023]). Zum anderen wurde dem Beschwerdeführer im Verlaufsbericht lediglich der Konsum von Kokain angelastet. Der Nachweis des in den genannten Medikamenten enthaltenen Wirkstoffs Methylphenidat (66 pg/mg) hatte hingegen keinen Einfluss auf die Beurteilung eines Kokain-Konsums. Insofern vermag die falsche Medikamentenangabe auch die Glaubwürdigkeit des Berichts des Begutachtungszentrums Verkehrsmedizin hinsichtlich des Betäubungsmittelkonsums nicht in Frage zu stellen.