Citation: 9C_415/2009 12.08.2009 E. 3

3.1 Laut Vorinstanz entspricht das ABI-Gutachten vom 9. Januar 2008 den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweistaugliche Expertise, weshalb darauf abgestellt werden könne. Mit Blick auf die vom Versicherten ausgeübten Arbeiten im Haushalt und der Pflege der Ehefrau werde nachvollziehbar dargelegt, weshalb von einer leichten Depression auszugehen sei. Der Einwand des behandelnden Arztes, Dr. med. M.________, der Beschwerdeführer könne die Führung des Haushalts und die Pflege der Ehefrau nicht selbst ausführen, widerspreche den Angaben des Versicherten und die Unterstützung durch Familienangehörige bei der Pflege ändere nichts, weil ein Pflegeaufwand von 24 Stunden zwangsläufig die Hilfe Dritter erfordere, so die Vorinstanz. Ohnehin sei die Stellungnahme des Dr. med. M.________ weitgehend advokatorischer Natur, zumal zwischen ihm und dem Beschwerdeführer ein ausgeprägtes Vertrauensverhältnis bestehe. Sodann überzeuge in Anbetracht der Anamnese und der Darlegung der Untersuchungsergebnisse die Behauptung nicht, die psychiatrische Begutachtung habe bloss 10 Minuten gedauert. Es sei von einer wesentlich längeren Untersuchungsdauer auszugehen. 3.2 Hiegegen trägt der Beschwerdeführer vor, er habe wohl einen überdurchschnittlichen, den Alltag dominierenden Beitrag im Haushalt und in der Pflege seiner Ehefrau geleistet, jedoch könne der ausserordentliche Einsatz nicht als Massstab zur Einschätzung zumutbarer beruflicher Tätigkeiten heran gezogen werden, weil dieser einer Arbeitsleistung gleichkomme, die seine Leistungsfähigkeit dauernd übersteige. Zudem sei eine Ausweitung der Therapie, wofür die Gutachter des ABI plädierten, wegen Restriktionen der Krankenkasse nicht möglich. Weiterhin halte er an der Darstellung fest, die psychiatrische Begutachtung habe nur 10 Minuten gedauert; denn das Gutachten sei vorwiegend anhand der Akten erstellt worden. Mit Bezug auf die Diskussion, ob die antidepressiven Medikamente eingenommen werden, nennt der Beschwerdeführer die Stellungnahme des Dr. med. M.________ vom 3. Juni 2008, wonach wegen der Untersuchung im ABI diese abgesetzt worden seien.