Citation: 1C_660/2021 E. 4.3

4.3. Die Anwendung dieser Rechtsprechung sowie des Art. 25 VRG/GR durch die Vorinstanz auf den vorliegenden Fall überzeugen: Die Präzisierung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 11 Abs. 3 ZWG stellt für sich allein keinen Widerrufsgrund dar. Weiter hat die Beschwerdegegnerin von der Baubewilligung bereits Gebrauch gemacht und ist mit der Projektausführung weit fortgeschritten. Das Verwaltungsgericht hat sodann in nachvollziehbarer Weise, insbesondere unter Hinweis auf den Entscheid der Gemeinde St. Moritz vom 6. Juli 2020, dargelegt, dass der Bauherrschaft durch eine Verknüpfung der Baubewilligung mit einer Erstwohnungsauflage ein grosser finanzieller Schaden entstehen würde. Insgesamt verletzt es kein Bundesrecht, zu erwägen, das Interesse der Beschwerdegegnerin und das öffentliche Interesse an der Verhinderung von Bauruinen überwiege vorliegend die richtige Durchführung des Zweitwohnungsgesetzes. Auf die vorinstanzlichen Ausführungen kann verwiesen werden.