Citation: 6B_335/2020 E. 2.2

2.2. Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Es geht von der für die beschuldigte Person günstigeren Sachlage aus, wenn unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat bestehen (Art. 10 Abs. 3 StPO). Diese Bestimmung kodifiziert den Grundsatz "in dubio pro reo", der ebenso durch Art. 32 Abs. 1 BV und Art 6 Abs. 2 EMRK gewährleistet ist (BGE 145 IV 154 E. 1.1 S. 156). Ihm kommt in seiner Funktion als Beweiswürdigungsmaxime keine über das Willkürverbot gemäss Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zu (BGE 145 IV 154 E. 1.1 S. 156). Insbesondere ist dem Grundsatz nicht zu entnehmen, welche Beweismittel zu berücksichtigen und wie sie gegebenenfalls zu würdigen sind (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3 S. 349). Frei prüft das Bundesgericht hingegen, ob der beschuldigten Person die Beweislast zugeschoben wurde, sie also mit dem Argument verurteilt wurde, sie habe ihre Unschuld nicht dargelegt oder bewiesen, wodurch der Grundsatz in seiner Funktion als Beweislastmaxime verletzt würde (zu den beiden Maximen des Grundsatzes BGE 120 Ia 31 E. 2c und 2d S. 37 f.). Der Beschwerdeführer beruft sich an verschiedenen Stellen auf diesen Grundsatz, ohne dessen Verletzung im Sinne der bundesrechtlichen Begründungsanforderungen darzulegen, so etwa betreffend die Rügen, in dubio pro reo sei von geheimen Überwachungsmassnahmen auszugehen (Beschwerde Ziff. 35 f.; vgl. unten E. 3.3.4) oder betreffend die polizeiliche Tabelle/Originaltabelle (unten E.3.4.5). Auf solche appellatorischen Behauptungen ist nicht einzutreten.