Citation: 2C_860/2020 E. 4.1

4.1. Nach Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. a AuG kann die Niederlassungsbewilligung einer Person widerrufen werden, wenn sie oder ihr Vertreter im Bewilligungsverfahren falsche Angaben macht oder wesentliche Tatsachen verschwiegen hat. Dies ist namentlich beim Vorliegen einer Scheinehe der Fall (vgl. BGE 142 II 265 E. 3.2 S. 267; 139 II 393 E. 2.1 S. 395; Urteile 2C_562/2019 vom 12. November 2019 E. 5.1; 2C_1077/2017 vom 8. Januar 2019 E. 4.1). Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung nach Art. 62 Abs. 1 lit. a AuG ist nicht zulässig, wenn sich der Ausländer seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgemäss in der Schweiz aufhält (Art. 63 Abs. 2 AuG). Massgebend für die Berechnung der 15-Jahres-Frist ist der Zeitpunkt der erstinstanzlichen Widerrufsverfügung (BGE 137 II 10 E. 4.2 S. 12; Urteil 2C_144/2019 vom 25. Februar 2019 E. 2.3).