Citation: 2A.73/2004 02.09.2005 E. 6

Ist somit von der Unentgeltlichkeit der Vorbehaltsnutzniessung (Ertragsnutzniessung) auszugehen, ist Art. 22 Abs. 3 DBG (alte Fassung) hier nicht anwendbar und sind die fraglichen Zahlungen vollumfänglich (Art. 21 Abs. 1 lit. a DBG) zu versteuern. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher gutzuheissen und der angefochtene Entscheid für die direkte Bundessteuer aufzuheben. Hingegen kann die Veranlagung für die direkte Bundessteuer - entgegen dem Antrag der Beschwerdeführerin - nicht im Umfang der Veranlagungsverfügung von 22. Mai 2001 (steuerbares Einkommen Fr. 45'200.--), sondern lediglich im Umfang des Einspracheentscheids vom 2. März 2002 (steuerbares Einkommen Fr. 44'056.--) bestätigt werden. Der Abzug von Krankheitskosten im Einspracheentscheid war nämlich im Verfahren vor der Steuerrekurskommission nicht mehr umstritten. Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens sind der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, da sie unterliegt (Art. 156 Abs. 1 OG). Über die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens kann die Vorinstanz gegebenenfalls in einem Zusatzentscheid zu diesem Entscheid befinden.