Citation: 4A_572/2021 E. 3

Die Vorinstanz erwog in ihrem ausführlich begründeten Entscheid zusammengefasst, die Beschwerdegegnerin stelle ein Gesuch um Sonderprüfung für fünf Themenkomplexe, namentlich bezüglich dem Erwerb von Beteiligungen und dem Darlehen an die C.________ EMEA B.V., der Ko-Produktionen mit der C.________ EMEA B.V., dem Darlehen an die D.________ Ltd., der Zahlungen an die E.________ GmbH und dem Darlehen an die Fa.________ GmbH. Sämtliche formellen Voraussetzungen für die richterliche Einsetzung eines Sonderprüfers seien erfüllt. Zu beurteilen bleibe, ob die gesuchstellende Beschwerdegegnerin glaubhaft machen könne, dass die Organe der Beschwerdeführerin Gesetz oder Statuten verletzt und dadurch der Gesellschaft oder ihren Aktionären adäquat kausal einen Schaden zugefügt haben: Für die ersten beiden Themenbereiche (Erwerb von Beteiligungen und Darlehen an die C.________ EMEA B.V.; Ko-Produktionen mit der C.________ EMEA B.V.) seien die materiellen Voraussetzungen für eine Sonderprüfung nicht glaubhaft gemacht und das Begehren sei diesbezüglich abzuweisen. Für die drei weiteren Themenbereiche (Darlehen an die D.________ Ltd.; Zahlungen an die E.________ GmbH; Darlehen an die Fa.________ GmbH) habe die Beschwerdegegnerin demgegenüber glaubhaft gemacht, dass bei diesen Geschäften Gesetze oder Statuten verletzt worden sein könnten. Dabei bestünde bei einzelnen von der Beschwerdegegnerin gestellten Fragen kein aktuelles Rechtsschutzinteresse mehr, weshalb darauf nicht einzutreten sei. Gewisse Fragen seien sodann nicht zuzulassen, weil sie thematisch unzulässig und/oder unklar seien. Das Gesuch sei somit teilweise gutzuheissen und bei der Beschwerdeführerin werde ein Sonderprüfer eingesetzt und beauftragt, die im Entscheiddispositiv spezifizierten Fragen zu beantworten.