Citation: 2C_652/2020 E. 4.1

4.1. Das Verwaltungsgericht hat zutreffend festgehalten, dass für den Widerruf der Niederlassungsbewilligung das im Jahr 2018 gültig gewesene Recht, d.h. das Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) in der bis Ende 2018 gültig gewesen Fassung (AS 2007 5437) massgebend sei (E. 2.1 des angefochtenen Urteils). Entscheidend ist, wann der Ausländer von der Einleitung des Widerrufsverfahrens Kenntnis erhalten hat (Art. 126 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration [Ausländer- und Integrationsgesetz; AIG; SR 142.20] analog; vgl. ferner Urteil 2C_144/2019 vom 25. Februar 2019 E. 2.1). Das Widerrufsverfahren wurde vorliegend im Jahr 2018 eingeleitet und dem Beschwerdeführer wurde am 20. November 2018 zum beabsichtigten Bewilligungswiderruf das rechtliche Gehör gewährt. Damit findet das per 1. Januar 2019 in Kraft getretene AIG in materieller Hinsicht keine Anwendung.