Citation: 9C_578/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Die Vorinstanz verlange von der Beschwerdeführerin den Nachweis, dass die Gesellschaft den Sitz ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit im Ausland habe. Damit nehme sie eine Umkehr der Beweislast vor, liege es doch nicht an der Beschwerdeführerin, den Nachweis zu erbringen, dass die Gesellschaft den Sitz im Ausland habe, sondern an der ESTV, dass es sich bei der Firma B.________ Ltd. um eine passive Investmentgesellschaft handle. Die Vorinstanz verkenne zudem, dass die Kriterien für die Anwendung der Praxis zum "Durchgriff" dann nicht greifen würden, wenn es sich bei der Empfängergesellschaft - wie hier bei der Firma B.________ Ltd. - um eine aktive Gesellschaft handle. Weiter werde im angefochtenen Urteil ausgeblendet, welche Leistungen dem wirtschaftlich Berechtigten über den Durchgriff konkret erbracht worden seien und zu einer Inlandsteuer führen sollten. Das Bundesverwaltungsgericht habe, ohne die Kriterien des Vorliegens einer Steuerumgehung geprüft zu haben, die Leistungen an die Firma B.________ Ltd. über den Durchgriff dem wirtschaftlich Berechtigten zugerechnet und dabei ausser Acht gelassen, worin denn die Leistungen an diesen Berechtigten überhaupt bestanden haben sollten.