Citation: 5P.159/2005 15.07.2005 E. 1

Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und in welchem Umfang auf eine staatsrechtliche Beschwerde einzutreten ist (BGE 129 I 302 E. 1 S. 305; 130 I 312 E. 1 S. 317). Nach Art. 84 Abs. 2 OG ist die staatsrechtliche Beschwerde nur zulässig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht sonst wie gerügt werden kann. Im vorliegenden Fall steht in erster Linie die Zulässigkeit der eidgenössischen Berufung in Frage: Diese ist indes - von hier nicht zutreffenden Ausnahmen (Art. 44 f. OG) abgesehen - nur in Zivilrechtsstreitigkeiten gegeben (Art. 44 u. Art. 46 OG). Unter einer Zivilrechtsstreitigkeit versteht die Rechtsprechung ein kontradiktorisches Verfahren zwischen verschiedenen Personen als Trägerinnen privater Rechte, das die endgültige und dauernde Regelung zivilrechtlicher Verhältnisse zum Ziel hat (BGE 124 III 463 E. 3a S. 464; 129 III 301 E. 1.2.2 S. 304). Diese Voraussetzungen sind hier nicht erfüllt. Ob die Zustimmung zum (Freihand-)Verkauf einer Liegenschaft aus dem Mündelvermögen erteilt werden kann oder nicht, ist eine Frage der nichtstreitigen Gerichtsbarkeit und stellt damit keine Zivilrechtsstreitigkeit im Sinne von Art. 44 und 46 OG dar (BGE 100 II 6 S. 7). Eine Entgegennahme der staatsrechtlichen Beschwerde als Berufung - wie von der Beschwerdeführerin eventualiter beantragt - ist daher nicht möglich. Zudem macht die Beschwerdeführerin die Verletzung verfassungsmässiger Rechte geltend und bringt damit Rügen vor, welche im Berufungsverfahren ohnehin nicht zulässig wären (Art. 43 Abs. 1 OG). Mangels Behauptung eines Nichtigkeitsgrundes im Sinne von Art. 68 OG kommt auch eine Konversion in eine Nichtigkeitsbeschwerde nicht in Frage. Damit erweist sich die staatsrechtliche Beschwerde unter dem Aspekt der absoluten Subsidiarität als zulässig. Im Weiteren richtet sie sich gegen einen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid und wurde fristgerecht erhoben (Art. 86 Abs. 1 u. 89 Abs. 1 OG).