Citation: 4C.119/2005 25.08.2005 E. 1

1.1 Der angefochtene Endentscheid ist berufungsfähig, da er eine Zivilrechtsstreitigkeit mit einem Streitwert von über Fr. 8'000.-- betrifft und er mit keinem ordentlichen kantonalen Rechtsmittel angefochten werden kann (Art. 46 und Art. 48 Abs. 1 OG). Demnach ist die form- und fristgerecht eingereichte Berufung grundsätzlich zulässig. 1.2 Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, sofern sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zu Stande gekommen oder wegen fehlerhafter Rechtsanwendung im kantonalen Verfahren zu ergänzen sind (Art. 63 Abs. 2 und 64 Abs. 2 OG). Die Partei, welche den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, hat darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs 1 lit c OG). Für eine blosse Kritik an der Beweiswürdigung der Vorinstanz ist die Berufung nicht gegeben (BGE 127 III 248 E. 2c; 115 II 484 E. 2a S. 486). 1.3 Auf die Berufung ist nicht einzutreten, soweit die Beklagten - ohne eine der genannten Ausnahmen von der Bindung des Bundesgerichts an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz geltend zu machen - von einem Sachverhalt ausgehen, der von diesen Feststellungen abweicht. Dies gilt für die Angabe, gemäss dem tatsächlich übereinstimmenden Willen der Parteien habe sich die Freizeichnungsklausel auch auf das Alter des Bootes bezogen. 1.4 Im Berufungsverfahren sind Erörterungen über die Verletzung kantonalen Rechts unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Auf die Rüge, das Kantonsgericht habe Art. 18 lit. b und g des Gerichtsverfassungsgesetzes des Kantons Graubünden über die Ausstandsgründe missachtet, ist daher nicht einzutreten. 1.5 Die Beklagten machen geltend, das Kantonsgericht habe angegeben, eine Anordnung einer Parteibefragung des Beklagten stehe nicht mehr zur Diskussion. Dabei habe das Kantonsgericht übersehen, dass mit der kantonalen Berufungsbegründung auf S. 3 nochmals verlangt worden sei, den Beklagten als Partei bzw. als Zeugen zu seiner Passivlegitimation einzuvernehmen. Das Obergericht habe daher den aus Art. 8 ZGB abgeleitete Beweisführungsanspruch der beweisbelasteten Partei verletzt. Die Beklagten lassen ausser Acht, dass das Kantonsgericht anführte, eine Parteibefragung stehe nicht mehr zur Diskussion, weil die Beklagten die prozessleitende Verfügung des Kantonsgerichtspräsidenten, das Verfahren schriftlich durchzuführen und keine mündliche Verhandlung anzuordnen, nicht angefochten hätten. Inwiefern diese Annahme auf einem Versehen beruhen soll, wird von den Beklagten nicht dargetan und ist auch nicht ersichtlich. Zudem kam das Kantonsgericht zum Ergebnis, die Parteiaussage des Beklagten hätte am Schluss des Gerichts, dass er passivlegitimiert sei, ohnehin nichts zu ändern vermocht. Eine solche antizipierte Beweiswürdigung verstösst nicht gegen den aus Art. 8 ZGB abgeleiteten Beweisführungsanspruch (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223). Damit ist eine Verletzung dieses Anspruchs zu verneinen.