Citation: 5C.154/2000 02.10.2000 E. 1

1.-Erhebt eine Partei gleichzeitig staatsrechtliche Beschwerde und Berufung, so ist in der Regel zuerst über die staatsrechtliche Beschwerde zu befinden, und der Entscheid über die Berufung wird ausgesetzt (Art. 57 Abs. 5 OG). Von dieser Regel wird unter anderem dann abgewichen, wenn der Ausgang des Beschwerdeverfahrens ohne Einfluss auf das Berufungsverfahren ist (BGE 122 I 81 E. 1 S. 82 f. m.w.H.). Dies ist der Fall, wenn das Scheidungsverfahren dem neuen Scheidungsrecht untersteht und die Scheidungsklage gestützt auf nArt. 114 ZGB zufolge vierjährigen Getrenntlebens ohne weiteres gutzuheissen ist.