Citation: 5A_614/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz kam zum Schluss, der getätigte Aufwand von 99.13 Stunden erscheine zur gehörigen Erledigung des Mandats als nicht notwendig. Zusammengefasst führte sie aus, die Beschwerde erweise sich als unbegründet, soweit sie nicht ohnehin neue und unzulässige Behauptungen enthalte. So treffe es nicht zu, dass die Klägerin im Scheidungsverfahren keine Unterlagen zu ihrem Einkommen eingereicht habe. Ebenso wenig treffe zu, dass die Erstinstanz bis zur Hauptverhandlung nur vom Beklagten Unterlagen verlangt habe. Kein erhöhter Aufwand ergebe sich sodann aus der Aktualisierung der Unterhaltsberechnung. Die Beschwerdeführerin habe sich lediglich in der Klageantwort und der Duplik substanziiert zum Einkommen der Klägerin äussern müssen, was sie in überschaubarem Rahmen getan habe. Dasselbe gelte für die Bedarfszahlen der Klägerin und der Kinder. Es rechtfertige sich daher nicht, wegen der Unterhaltsbeiträge die Gebühr der Parteientschädigung nach den Regeln für vermögensrechtliche Streitigkeiten festzulegen. In der Entschädigung enthalten sei im Übrigen der Aufwand für das Ausarbeiten von zwei "vollen" Rechtsschriften. Die Bezifferung der Anträge in Bezug auf das Güterrecht habe die Klägerin sich nicht wegen der Liegenschaft in Portugal vorbehalten, sondern aufgrund nicht bekannter Konti-Guthaben des Beklagten.