Citation: 5A_777/2019 E. 2.4.2

2.4.2. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist nach Art. 63 Abs. 1 ZPO die identische Eingabe bei der neu angerufenen Behörde einzureichen (BGE 141 III 481 E. 3.2.4 S. 486 f.). Dass es sich dabei um das Original (mit Eingangsstempel der ursprünglich angerufenen Behörde) handeln muss, beruht auf Praktikabilitätserwägungen. Im Interesse der Rechtssicherheit sind für die Beurteilung von Vorgängen, welche die Wahrung von Fristen beeinflussen, einfache und klare Grundsätze aufzustellen (a.a.O. S. 487). Die Einreichung des Originals (mit Eingangsstempel) soll dem neu angerufenen Gericht ermöglichen, auf möglichst einfache Weise zu überprüfen, dass bei ihm tatsächlich die identische Eingabe erneut eingereicht worden ist und daran nicht etwa unzulässige Änderungen vorgenommen worden sind (vgl. Urteil 4A_44/2019 vom 20. September 2019 E. 4.4, nicht publ. in: BGE 145 III 428, aber in: SZZP 2020 S. 30).