Citation: 1C_287/2021 E. 4.5

4.5. Nach Art. 45 Abs. 1 KRG legt der Generelle Erschliessungsplan (GEP) in den Grundzügen die Verkehrs-, Versorgungs- und Entsorgungsanlagen zur Erschliessung der Bauzonen und anderer Nutzungszonen fest. Er enthält mindestens die Anlagen der Grund- und Groberschliessung und kann auch Anlagen der Feinerschliessung umfassen. Die Feinerschliessung umfasst den Anschluss der einzelnen Grundstücke an die Hauptstränge der Erschliessungsanlagen mit Einschluss von öffentlich zugänglichen Quartierstrassen und öffentlichen Leitungen (Art. 58 Abs. 4 KRG). Gemäss der Rechtsprechung der Vorinstanz zum bündnerischen Recht gehören Anlagen der Feinerschliessung zum obligatorischen Inhalt des GEP, wenn keine Folgeplanung vorliegt (vgl. dazu die Urteile des Bundesgerichts 1C_532/2015 vom 26. Januar 2016 E. 2; 1C_408/2018 vom 18. März 2019 E. 5.1). Weiter legt der GEP gemäss Art. 45 Abs. 2 KRG bedeutende Erschliessungsanlagen mit Ausstattungscharakter, wie u.a. Parkierungsanlagen, fest. Die Aufnahme der Zufahrt über das Grundstück Nr. 1660 in den rechtskräftigen GEP lässt keinen anderen Schluss zu, als dass sie eine Anlage der Feinerschliessung bildet. Der Flächenanteil von Parzelle Nr. 1660 für Aussenparkplätze wurde im GEP ebenfalls als Erschliessungsanlage eingetragen. Dabei wurde diese Teilfläche als Bereich für Besucherparkplatz des Areals gekennzeichnet. Die Kantonsregierung hat bei der Genehmigung dieser Nutzungsplanung im aktenkundigen Beschluss vom 5. Mai 2015 gestützt auf Art. 45 Abs. 3 KRG erwogen, die Zufahrt und der Bereich für Besucherparkplatz seien dem Realisierungsstand "geplant" zuzuordnen. In der Regel genügt es für die Annahme eines überwiegenden öffentlichen Interesses an der Erschliessung einer Parzelle zur Rechtfertigung einer Enteignung, dass die Parzelle der Bauzone zugewiesen ist und dafür eine Erschliessungspflicht der Gemeinde besteht (vgl. Urteil 1C_409/2018 vom 23. Juli 2019 E. 3.5, in: ZBl 122/2021 S. 668). Vorliegend lässt sich annehmen, dass diese Anforderungen mit hoher Wahrscheinlichkeit gegeben sind, denn die Zufahrt und der Bereich für Besucherparkplatz auf Nr. 1660 als Erschliessungsanlagen wurden gemäss Art. 45 KRG in der Nutzungsplanung von 2014/2015 festgelegt. Der Beschwerdeführer tut vor Bundesgericht auch nicht substanziiert dar, dass nach dem kantonalen Recht Grenzbereinigungen und Landumlegungen einer Enteignung für Anlagen der Feinerschliessung vorgehen sollen. In dieser Hinsicht fehlt es an einer rechtsgenüglichen Beschwerdebegründung (vgl. oben E. 2.1). Als Zwischenergebnis steht im vorliegenden Fall selbst die Notwendigkeit, nachträglich noch einen Enteignungstitel für Zufahrt und Besucherparkplatz auf Nr. 1660 zu erlangen, der Annahme einer genügenden rechtlichen Sicherstellung der Erschliessung nicht entgegen.