Citation: 9C_550/2024 E. 4.3

4.3. Zeitlicher Ausgangspunkt für die Frage nach einer Sachverhaltsveränderung ist in concreto der Erlass der Verfügung vom 1. Dezember 2008. Ein Anhaltspunkt für eine den Rentenanspruch berührende Veränderung unter einem anderen als medizinischen - genauer: psychiatrischen - Aspekt ist nicht ersichtlich. Vergleichsgrundlage ist somit der (psychische) Gesundheitszustand der Versicherten, wie er sich etwa aus dem polydisziplinären Gutachten der Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH (ABI) vom 23. Juni 2008 (samt Ergänzung vom 19. November 2009) ergibt (vgl. auch die Ausführungen im Urteil 9C_158/2010 vom 29. Juni 2010 E. 3, 4.2 und 5.1). Sodann sind nur Veränderungen massgeblich, die als solche - bei isolierter Betrachtung - einen Rentenanspruch begründen könnten, was in concreto eine gesundheitliche Verschlechterung von erheblicher Intensität und Dauer (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG) voraussetzt.