Citation: 8C_455/2021 E. 5

Die Vorinstanz hat erwogen, der Beschwerdeführer habe aus invaliditätsfremden Gründen keine Ausbildung abgeschlossen, womit sich die Annahme einer Frühinvalidität (vgl. Art. 26 IVV) verbiete. Sodann hat sie festgestellt, dessen wichtigster Kunde, welcher 80 % des Auftragsvolumens ausgemacht habe, sei schon vor Eintritt der Invalidität weggefallen; der Beschwerdeführer habe weiter angegeben, er habe nicht über viele andere Aufträge verfügt, da ihm die Kundenakquise noch nie gelegen habe. Daraus hat das kantonale Gericht geschlossen, es könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer diesen Verlust seines wichtigsten Auftraggebers im hypothetischen Gesundheitsfall hätte kompensieren können, sprich weiterhin gleich viel verdient hätte. Daher sei das Valideneinkommen anhand der IK-Einträge als selbstständig Erwerbender nicht hinreichend genau bestimmbar. Stattdessen hat die Vorinstanz die LSE-Tabellenlöhne herangezogen (LSE 2014, Tabelle TA1, Spalte 73-75: "Sonst. freiberufl., wiss. und techn. Tätigk.", Kompetenzniveau 2, Männer) und das Valideneinkommen, indexiert und angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit, auf Fr. 71'547.25 festgelegt. Dem hat sie - bei 60%iger Arbeitsfähigkeit (vgl. psychiatrisches Gutachten vom 30. Januar 2017) - ein Invalideneinkommen von Fr. 39'987.80 gegenübergestellt, einen Invaliditätsgrad von 44 % ermittelt und dem Beschwerdeführer ab 1. Juni 2015 eine Viertelsrente zugesprochen.