Citation: 6B_1055/2022 E. 2.3.3

2.3.3. Die Vorinstanz erwägt in ihrem neuen Urteil, nachdem eine Subsumtion des Anklagesachverhalts unter die Tierschutzgesetzgebung des Bundes dahinfalle, stelle sich die Frage nach einer anderen gesetzlichen Grundlage, namentlich im kantonalen Recht, einer Thematik, womit sich die kantonalen Instanzen und das Bundesgericht bislang nicht hätten befassen können, weil Bundesrecht vorgegangen sei. Sie führt aus, die in der Verfügung des Laboratoriums der Urkantone vom 25. Januar 2017 angeordnete Massnahme sei gestützt auf § 5 der Veterinärverordnung des Kantons Schwyz vom 14. Februar 2012 (VetV/SZ; SRSZ 312.421) i.V.m. § 46 Abs. 1 VetG/SZ angeordnet worden. Nach § 43 Abs. 1 lit. f VetG/SZ werde im Übrigen mit Busse bis Fr. 20'000.-- bestraft, wer vorsätzlich oder fahrlässig Anordnungen von Veterinärorganen missachte. Die Vorinstanz erachtet als erstellt, der Beschwerdeführer habe es unterlassen, seine Lebensgefährtin zu informieren, dass er ihr den Hund nicht zum Spazierenführen bzw. für das Ausserhausführen überlassen oder abgeben dürfe. Damit habe er es willentlich und wissentlich zugelassen, dass seine Lebensgefährtin in seiner Abwesenheit den Hund als ihr überlassen betrachtet und diesen ausser Haus spazieren geführt habe. Folglich habe er vorsätzlich die Anordnung des Kantonstierarzts gemäss der Verfügung vom 25. Januar 2017 missachtet, wonach es ihm untersagt gewesen sei, den Hund ausserhalb des Hauses seiner Lebensgefährtin zu überlassen. Daher sei der Tatbestand von § 43 Abs. 1 lit. f VetG/SZ erfüllt und der Beschwerdeführer zu büssen (Urteil S. 5 ff.).