Citation: 1B_215/2018 E. 3.1

3.1. In Bezug auf den besonderen Haftgrund der Ausführungsgefahr ist das Bundesgericht im Urteil 1B_31/2018 zusammenfassend zu folgendem Schluss gekommen (E. 2.2.2) : "Der Beschwerdeführer kann und will offenkundig nicht akzeptieren, dass sich seine Ehefrau von ihm getrennt hat und eine neue Beziehung eingegangen ist. Er sieht darin einen Angriff auf seine Ehre und in den Scheidungsabsichten seiner Ehefrau einen Verrat, den es zu rächen gilt. Er hat zudem, worauf er zur Unterstützung seiner Drohung selbst hinweist, aufgrund seiner (angeblichen oder realen) Kriegserfahrung möglicherweise eine tiefe Hemmschwelle, Menschen zu töten. Das Obergericht geht zu Recht davon aus, dass ernsthaft zu befürchten ist, dass der Beschwerdeführer in Freiheit versuchen könnte, seine Todesdrohungen zu verwirklichen. Diese Befürchtungen bestehen jedenfalls solange, als sie nicht durch das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Kurzgutachten über die Gefährlichkeit des Beschwerdeführers bzw. die Ernsthaftigkeit der Todesdrohungen zerstreut sind". Wie das Bundesgericht geht auch das Obergericht im angefochtenen Entscheid davon aus, dass vom Ergebnis des psychiatrischen Gutachtens abhange, ob weiterhin Ausführungsgefahr bestehe. Es hat dies bejaht, nachdem das Gutachten für den Beschwerdeführer ungünstig ausgefallen ist.