Citation: 2C_202/2018 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz ist - unter Berücksichtigung der Mitwirkungspflicht der Parteien - zum Schluss gekommen, dass die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Umstände keine wichtigen persönlichen Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG darstellen. Dabei hat sie unter anderem verschiedene von der Beschwerdeführerin eingereichte Berichte gewürdigt und auf neuere gesetzliche Entwicklungen in Bosnien und Herzegowina hingewiesen, die eine Verbesserung des Schutzes von Homosexuellen gegen Diskriminierungen bezwecken. Ferner hat sie ausgeführt, dass Bosnien und Herzegowina durch die Schweizer Regierung als verfolgungssicherer Staat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 lit. a Asylgesetz (AsylG; SR 142.31) bezeichnet wurde (vgl. E. 5.3.2 des angefochtenen Urteils). Das Kantonsgericht hat auch Aussagen der Beschwerdeführerin berücksichtigt, wonach sie keine Kontakte mehr in ihrem Heimatland habe und nicht mehr zu ihrer Familie zurückkehren könne. Es hat jedoch festgehalten, dass dieser Umstand bei der Beurteilung der Frage, ob wichtige persönliche Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen, keine entscheidende Rolle spiele. Daher hat sie namentlich auf eine Parteieinvernahme verzichtet (vgl. E. 5.4 des angefochtenen Urteils).