Citation: 2C_299/2017 E. 4.5.4

4.5.4. Wenn die Ehe in der Schweiz gelebt werden könnte, wäre damit zweifellos für die Ehefrau ein stärkerer Beistand bei der Kindererziehung verbunden. Die Tochter der Beschwerdeführer ist allerdings inzwischen volljährig und der Sohn bereits 16 Jahre alt. Soweit die Beschwerdeführer vorbringen, die Präsenz des Vaters sei für die Kinder von zentraler Bedeutung, müssen sie sich entgegenhalten lassen, dass die Beziehung zwischen dem Vater und seinen Kindern bereits vor dessen Ausreise im Jahr 2010 nur in eingeschränktem Masse gelebt werden konnte, befand sich dieser doch zwischen 2005 und 2010 in Untersuchungshaft bzw. im Strafvollzug. Unter diesen Umständen ist nachvollziehbar, wenn die Vorinstanz mit Blick auf das Kindeswohl zum Schluss kommt, dass im heutigen Zeitpunkt die Notwendigkeit der ständigen Präsenz des Beschwerdeführers zu relativieren ist.