Citation: 6B_1424/2019 E. 3.4.5

3.4.5. Hinsichtlich der beruflichen Situation der Beschwerdeführerin ist sodann unbestritten, dass sie während längerer Zeit in der Schweiz selbstständig erwerbstätig war. Zum Zeitpunkt des angefochtenen Urteils war sie jedoch bereits seit 10 Jahren von der Sozialhilfe abhängig. Ihr ist zwar zu Gute zu halten, dass sie an einem Arbeitsintegrationsprogramm teilnimmt, eine Suchttherapie begonnen hat und darum bemüht ist, sich aus der Abhängigkeit von der Sozialhilfe zu lösen. Mit der Vorinstanz kann von einer stabilen beruflichen Situation jedoch nicht die Rede sein. Daran vermag der Einwand, die Beschwerdeführerin sei unverschuldet in die Sozialhilfe gerutscht ebenso wenig zu ändern, wie ihre Auffassung, wonach sie gute Chancen habe, auf dem freien Arbeitsmarkt bald schon eine Stelle zu finden. Eine besonders intensive berufliche Bindung an die Schweiz, welche einer Landesverweisung entgegenstehen könnte, ist offensichtlich nicht vorhanden. Die Vorinstanz hat die wirtschaftliche und berufliche Verwurzelung in der Schweiz korrekt beurteilt. Ihre Erwägung, wonach die Beschwerdeführerin bei einer Landesverweisung nicht mit dem Verlust einer langjährigen Arbeitsstelle konfrontiert wäre und ihr beruflicher Wiedereinstieg in der Schweiz mit Schwierigkeiten verbunden sei, gibt zu keiner Kritik Anlass. Nicht einzugehen ist auf die Behauptung der Beschwerdeführerin, wonach sie Weiterbildungs- und Deutschkurse besucht habe, was eine gute Integration zeige. Auch hier legt die Beschwerdeführerin ihren Ausführungen eine Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz so nicht festgestellt hat. Das von der Beschwerdeführerin eingereichte Arbeitszeugnis vom 18. November 2019 (act. 2 Beschwerdebeilage 5) datiert sodann aus der Zeit nach dem angefochtenen Urteil und ist als echtes Novum nicht zu berücksichtigen (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 143 V 19 E. 1.2 S. 22 f.; Urteil 6B_1114/2018 vom 29. Januar 2020 E. 1, nicht publ. in BGE 146 IV 23).