Citation: U 301/03 01.04.2005 E. 3

3.1 Vorliegend besteht kein Grund, die tatbeständlichen Feststellungen in Zweifel zu ziehen, welche im vorinstanzlichen Entscheid beschrieben sind. Demnach hatte der Beschwerdeführer am 22. Dezember 2000 nach Schichtbeendigung anlässlich eines Weihnachtsessens am Arbeitsplatz mit einem Schichtkollegen eine anfänglich verbale Auseiandersetzung. Der Grund dieser Streitigkeit liess sich nicht schlüssig eruieren. Sie endete schliesslich ausserhalb des Gebäudes, aber immer noch auf dem Betriebsareal mit Handgreiflichkeiten. Dabei wurde der Versicherte niedergeschlagen und verletzt. Der Mitbeteiligte, O.________, wurde mit Strafverfügung des Amtsstatthalteramtes X.________ vom 8. März 2001 wegen (einfacher) Körperverletzung mit einer bedingt vollziehbaren Gefängnisstrafe von drei Monaten bestraft, welche nach Einsprache mit Strafverfügung vom 10. Juli 2001 auf sieben Wochen Gefängis reduziert wurde. 3.2 Angesichts des Geschehensablaufes - wie er im vorinstanzlichen Entscheid korrekt festgehalten ist - haben SUVA und Vorinstanz zu Recht die Voraussetzungen für eine Leistungskürzung bejaht. Was der Beschwerdeführer hiegegen vorträgt, vermag daran nichts zu ändern. Von einer klaren Trennung in zwei verschiedene Handlungsbereiche kann im Hinblick auf die örtliche und zeitliche Nähe der beiden Phasen keine Rede sein. Dass die Strafverfolgungsbehörde O.________ lediglich wegen Körperverletzung, nicht aber auch wegen Teilnahme an einem Raufhandel, bestrafte und gegen den Beschwerdeführer kein Strafverfahren eröffnete, hilft nicht weiter. Zum einen ist zu bemerken, dass O.________ gestützt auf Art. 123 Ziff. 1 StGB verurteilt wurde, also für ein Antragsdelikt. Der unverletzt gebliebene O.________ hatte andererseits keinen Anlass gegen den Beschwerdeführer seinerseits einen Strafantrag zu stellen. Ein Strafverfahren wegen Beteiligung an einem Raufhandel (Art. 133 StGB) kam überhaupt nicht in Frage, denn ein solcher liegt nur vor, wenn mindestens drei Beteiligte sich wechselseitig bekämpfen (BGE 106 IV 250 Erw. 3b; 71 IV 180). Im Rahmen einer nicht zu beanstandenden Würdigung der Akten stellte die Vorinstanz einen wahrscheinlichen Tatverlauf fest. Der Beschwerdeführer beschränkt sich darauf, immer wieder neue Sachverhaltsbehauptungen aufzustellen. In der vorinstanzlichen Beschwerde (S. 4 Ziff. 3) machte er geltend, vor O.________ geflohen zu sein, welcher ihn verfolgt, ihm Erde ins Gesicht geworfen und, als er deswegen bewegungsunfähig gewesen sei, ihn mit einer Weinflasche traktiert habe. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schildert er einen stark abweichenden Sachverhalt: Während einer verbalen Auseiandersetzung zwischen ihm und O.________ sei ein Kollege schlichtend dazwischen getreten. Diese beiden hätten den Festplatz verlassen. Nach einer kurzen Weile sei er ihnen gefolgt und habe sich auf den Parkplatz begeben. Als er das Auto des Kollegen nicht gesehen habe, sei er in die Schrothalle (nicht auf den Festplatz) zurückgekehrt. Er habe O.________ nahe der Eingangstüre auf einem Palettenstoss sitzen sehen. Er habe diesem die Hand entgegengestreckt, um Frieden zu machen. Darauf hin habe O.________ ihm Dreck in die Augen geworfen und ihn brutal zusammengeschlagen. Mit dieser neuen Schilderung gesteht der Beschwerdeführer gar ein, weder geflohen noch als unbeteiligtes Opfer zusammengeschlagen worden zu sein. Er leistete vielmehr selbst aktiv einen Beitrag zum verpönten Schadenseintritt, indem er O.________ nach einer verbalen Auseinandersetzung ohne ersichtlichen Grund ins Freie folgte und bei seiner Rückkehr ins Fabrikgebäude nicht etwa auswich, sondern auf diesen zutrat.