Citation: 6B_1039/2014 E. 3.3.2

3.3.2. Die rechtshilfeweise durchgeführte Einvernahme von B.________ vom 25. Juni 2012 erfolgte im Beisein des früheren amtlichen Verteidigers des Beschwerdeführers. Aus den kantonalen Akten geht insbesondere hervor und Gegenteiliges macht der Beschwerdeführer nicht geltend, dass die Möglichkeit von vorgängigen Fragen wie auch von Ergänzungsfragen eingeräumt wurde (vgl. dazu vorinstanzliche Akten pag. 660, 712 f., 731 f. und 739 ff.). Der Konfrontationsanspruch des Beschwerdeführers in Bezug auf B.________ wurde mithin in angemessener Weise gewahrt. Insbesondere hatte der Beschwerdeführer die Möglichkeit, die Aussagen von B.________ in Zweifel zu ziehen und dessen Glaubwürdigkeit zu hinterfragen. Daraus folgt, dass (auch) die frühere Einvernahme von B.________ vor dem Bezirksgericht entgegen dem Dafürhalten der Vorinstanz (welche sich nicht auf früheres kantonales Prozessrecht, sondern auf Art. 147 StPO beruft) herangezogen werden kann. Besagte Einvernahme fand im Jahre 1997 und damit vor Inkrafttreten der StPO statt. Art. 147 StPO war nicht anwendbar. Gemäss Art. 448 Abs. 2 StPO behalten Verfahrenshandlungen, die vor Inkrafttreten der StPO angeordnet oder durchgeführt worden sind, ihre Gültigkeit (Urteil 6B_484/2012 vom 11. Dezember 2012 E. 1.4). Aus dem Umstand, dass B.________ seine früheren Aussagen als Beschuldigter vorgehalten wurden, vermag der Beschwerdeführer deshalb nichts für seinen Standpunkt abzuleiten. Wenngleich ihm beizupflichten ist, dass ein solch umfassender Vorhalt in den ersten Minuten der Einvernahme nicht unbedingt sachgerecht erscheint, ist die Rüge einer verbotenen Beweiserhebungsmethode im Sinne von Art. 140 StPO unbegründet. Ebenso wenig stichhaltig ist die Rüge einer ungenügenden Entscheidmotivation (vgl. E. 2.5).