Citation: 1C_398/2022 E. 5.2

5.2. Nach den Erwägungen der Vorinstanz hat der Fall erhebliche tatsächliche und rechtliche Schwierigkeiten aufgewiesen und ist ihm nach den glaubhaften Ausführungen der Baudirektion Pilotcharakter zugekommen. Parallel zum Baubewilligungsverfahren habe die Baudirektion im November 2019 die Planungshilfe "Beurteilungskriterien für Bodenaufwertungen zur Erweiterung der landwirtschaftlichen Nutzungseignung" herausgegeben und kantonsweit Potenzialflächen für die ökologische Aufwertung ermittelt. Die Abwägung zwischen der ökologischen und der landwirtschaftlichen Aufwertung spiele vorliegend eine erhebliche Rolle. Die Baudirektion habe nicht nur den umstrittenen Einzelfall zu beurteilen, sondern darüber hinaus auch den in allgemeiner Hinsicht weiterlaufenden Umsetzungsarbeiten zum Naturschutz-Gesamtkonzept Rechnung zu tragen gehabt. Bei den Behandlungsfristen nach § 319 Abs. 1 PBG handle es sich sodann um blosse Ordnungsfristen. Aufgrund der besonderen Sachlage würden weder die beiden mehrmonatigen Phasen, in denen das Verfahren aus Sicht der Beschwerdeführerin inaktiv gewesen sei, noch die Gesamtdauer des erstinstanzlichen Verfahrens nach der Rückweisung als übermässig lang erscheinen. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es sei davon auszugehen, die Baudirektion habe taktiert, um eine Baubewilligung zu verhindern. Der Projektperimeter sei im ersten Baubewilligungsverfahren und weit über das Urteil des Baurekursgerichts vom 3. Oktober 2018 hinaus in der Hinweiskarte für anthropogene Böden noch als für die Schaffung von Fruchtfolgeflächen geeignet ausgewiesen gewesen. Eine Karte über prioritäre Potenzialflächen für Feuchtgebiete habe es damals noch nicht gegeben. Die Baudirektion habe den Entscheid über die Baubewilligung bewusst verzögert, um die Grundlage für eine "Lex Terrainveränderung Moos Gossau" zu schaffen. Mit diesen Ausführungen wird nicht dargelegt, inwiefern der Schluss der Vorinstanz, aufgrund der besonderen Sachlage sei der Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist gewahrt, verfassungswidrig sein soll (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Beschwerdeführerin thematisiert die mutmasslichen Beweggründe der behaupteten übermässigen Verfahrensverzögerung, geht aber nicht auf die Erwägungen der Vorinstanz ein, wonach eine solche überhaupt nicht vorliegt. Damit setzt sie sich nicht rechtsgenüglich mit dem angefochtenen Entscheid auseinander.