Citation: C 25/01 20.12.2002 E. 2

2.1 Die im Nachgang zum Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom AWA eingeholten Auskünfte bei der Musik-Hochschule (Bericht vom 31. August 2000) und dem SMPV (Schreiben vom 8. August 2000) haben ergeben, dass die Anstellungsanforderungen für Gitarrenlehrer in der Regel ein Diplom (von Konservatorien, SMPV, Jazz-Schulen oder ACM) umfassen. Je nach Stellenprofil kann aber fundierte Praxis einen Diplomabschluss ersetzen. Ein Jahresintensivkurs bei der ACM ist grundsätzlich geeignet, die Anstellungschancen eines Musiklehrers oder einer Musiklehrerin erheblich zu steigern, weil zur Zeit in den Gebieten Jazz- und Popularmusik noch nicht viele Personen mit offiziellen Diplomen tätig sind. Lehrkräfte, deren Kenntnisse sich auf die klassische Harmonielehre beschränken, weisen demzufolge keine Lücke in ihrer Berufsausbildung auf, die der aktuelle und voraussehbare künftige Arbeitsmarkt nicht oder nur sehr beschränkt tolerieren würde. Musiklehrer, die in den Bereichen Jazz-, Rock- und Popmusik ausgebildet sind, sind nur (aber immerhin) besser vermittlungsfähig. Ein Anrecht auf Übernahme der Kurskosten besteht unter diesen Umständen im vorliegenden Fall nicht. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer offenbar schon im Zeitpunkt der Gesuchstellung entschlossen war, die ACM-Zertifikatsprüfung nicht zu absolvieren. Gerade durch den Erwerb eines Diploms in den Gebieten Jazz-, Rock- und Popmusik hätten sich aber die Chancen einer Anstellung als Musiklehrer nach den Auskünften der Musik-Hochschule und des SMPV steigern lassen. Es kann deshalb nicht davon ausgegangen werden, dass allein der Besuch des ACM-Jahreskurses, ohne Möglichkeit, den Erfolg der Schulung anschliessend im Rahmen einer Stellenbewerbung belegen zu können, die Vermittelbarkeit erheblich verbessert hätte. Der Frage, ob der Beschwerdeführer den Kurs tatsächlich nur teilweise absolviert hat, ist nicht weiter nachzugehen, da die Beurteilung der Voraussetzungen für die Gewährung von Leistungen prospektiv auf Grund der im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung gegebenen Verhältnisse zu erfolgen hat (BGE 112 V 398 Erw. 1a). Der die ablehnende Verfügung (vom 5. September 2000) bestätigende kantonale Gerichtsentscheid (vom 28. November 2000) lässt sich nach dem Gesagten im Ergebnis nicht beanstanden. 2.2 Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwände, der Versicherte habe sich für die Zeit des Kursbesuches der Arbeitsvermittlung nur im Rahmen von 60 % eines Vollzeitpensums zur Verfügung gestellt, um offiziell vier Wochentage Zeit für die Absolvierung des Kurses zu haben, weshalb auch die Tatsache, dass der Kurs fünfeinhalb Monate über die Rahmenfrist hinaus angedauert habe, kein Problem darstelle, sind nicht geeignet, zu einem anderen Schluss zu führen. Auch die übrigen Vorbringen sind nicht stichhaltig.