Citation: 4A_323/2022 E. 6.1

6.1. Die Vorinstanz erwog insbesondere, aus der Begründung des Gesuchs ergebe sich zwar, dass die Beschwerdeführerin ihre Rechtsbegehren auf Art. 158 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 160 Abs. 1 lit. b ZPO stütze. Dies ändere aber nichts daran, dass Gegenstand ihrer Rechtsbegehren Informationsleistungen seien. Dies, weil sie selber behaupte, diese Informationen (Vornamen der natürlichen Personen, die Mitglieder der Syndikate sind sowie die Wohn- oder Sitzadressen und die Haftungsquote aller Mitglieder der Syndikate ausser der Beschwerdegegnerinnen) seien ihr nicht bekannt. Die vorsorgliche Beweisführung dürfe nicht zur Beschaffung von Informationen für den Hauptprozess verwendet werden. Genau das versuche die Beschwerdeführerin, indem sie Informationen verlange, die ihr noch nicht bekannt seien und die sie angeblich für eine Klage gegen die Mitglieder der Syndikate benötige. Die zivilprozessuale Edition diene weder der Klärung eines Sachverhalts noch der Beschaffung der Grundlagen für eine substanziierte Tatsachenbehauptung, sondern zum Beweis substanziierter Tatsachenbehauptungen. Das Gesuch sei eindeutig auf die Ausforschung Dritter gerichtet, weil die Beschwerdeführerin Informationen über die Mitglieder der beteiligten Syndikate verlange, die ihr gemäss eigenen Angaben nicht bekannt seien.