Citation: 1C_348/2022 E. 4.2.1

4.2.1. Gemäss § 234 PBG/ZH ist ein Grundstück baureif, wenn es erschlossen ist und wenn durch die bauliche Massnahme keine noch fehlende planungsrechtliche Festlegung nachteilig beeinflusst wird. Die Vorinstanzen waren sich einig, dass von den zur Diskussion stehenden Bestimmungen der BZO 2020 einzig den Gebäudelängenvorschriften gestützt auf § 234 PBG/ZH Vorwirkung zukommt (vgl. dazu nachfolgende E. 5). Den übrigen streitbetroffenen Bestimmungen fehle es am erforderlichen planungsrechtlichen Gehalt. Von § 234 PBG/ZH würden nicht sämtliche in Änderung befindliche Bestimmungen geschützt, die Auswirkungen auf planungsrechtliche Festlegungen haben könnten. Vielmehr müsse es sich bei einer planungsrechtlichen Festlegung im Sinne von § 234 PBG/ZH stets um ein unmittelbares oder wenigstens um ein mittelbares Planungsinstrumentarium handeln. Blosse Messvorschriften, ästhetische Vorschriften oder Bestimmungen, die vorwiegend feuerpolizeilichen Zielen dienten, würden keine planungsrechtlichen Festlegungen im Sinne von § 234 PBG/ZH darstellen.