Citation: 5C.14/2003 03.07.2003 E. 1

Die kantonalen Behörden haben die Streitfrage entschieden, ob sich die Kläger für ihr Auskunftsbegehren gegen die Beklagte auf einen Vertrag oder eine Bestimmung des schweizerischen Rechts stützen können. Es liegt darin eine vermögensrechtliche Zivilrechtsstreitigkeit, wobei von den Klägern die genaue Bezifferung des Streitwerts nicht verlangt werden kann (Art. 46 OG; BGE 127 III 396 E. 1b/cc S. 398). Dass kantonal in einem Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit entschieden worden ist, ändert am Vorliegen einer berufungsfähigen Zivilrechtsstreitigkeit nichts (BGE 120 II 352 E. 1a S. 353; 123 III 346 E. 1a S. 349). Das Kantonsgerichtspräsidium hat das klägerische Begehren abgewiesen, ohne ein ordentliches Verfahren darüber vorzubehalten. Es liegt ein Endentscheid vor (Art. 48 Abs. 1 OG; vgl. zum Begriff: BGE 128 III 250 E. 1b S. 252), selbst wenn er in einem Befehlsverfahren ergangen sein sollte (für die ZPO/GR: Urteil des Bundesgerichts C.479/1987 vom 25. März 1988, E. 2, in: Zeitschrift für Gesetzgebung und Rechtsprechung in Graubünden, ZGRG 1988 S. 22 f.). Die Berufung der Kläger ist grundsätzlich zulässig. Die Erblasserin hat in L.________ gelebt und ist dort verstorben, die Kläger haben ihren Wohnsitz im Ausland und die Beklagte hat ihr Domizil in der Schweiz. Es liegt ein internationaler Sachverhalt vor. Die Kläger halten die Behörden des Kantons Graubünden für zuständig und schweizerisches Recht für anwendbar. Die Beklagte ihrerseits hat keine Berufungsantwort eingereicht und im kantonalen Verfahren weder die internationale Zuständigkeit der bündnerischen Behörden ausdrücklich bestritten noch die Frage nach dem anwendbaren Recht aufgeworfen, sondern zur Sache verhandelt. Unter diesen Umständen hat das Bundesgericht keinen Anlass, auf die beiden Fragen einzugehen. Es ist vielmehr von der Zuständigkeit der schweizerischen Gerichte und der Anwendbarkeit schweizerischen Rechts auszugehen (Corboz, Le recours en réforme au Tribunal fédéral, SJ 2000 II 1, S. 59 Anm. 469; Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, N. 120 S. 161/162 bei und in Anm. 11; z.B. BGE 123 III 292 E. 8 S. 305). Bezüglich der Hintergründe ihres Auskunftsbegehrens verweisen die Kläger auf die vorinstanzlichen Akten. In diesem Punkt genügen sie den formellen Anforderungen an die Begründung der Berufungsschrift nicht (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 84 II 107 E. 1 S. 110; 126 III 198 E. 1d S. 201). Mit diesem Vorbehalt kann auf die Berufung der Kläger eingetreten werden.