Citation: 4C.258/2005 24.10.2005 E. 3

An diesem Ergebnis würde sich selbst dann nichts ändern, wenn in Bezug auf die umstrittenen Lohn- und Entschädigungsansprüche im Zusammenhang mit der fristlosen Entlassung von einem gesetzeskonformen Berufungsantrag auszugehen wäre. Gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. c OG ist in der Berufungsbegründung darzulegen, welche Bundesrechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt sind; demgegenüber ist die Kritik an den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz und das Vorbringen neuer Tatsachen unzulässig. Im vorliegenden Fall werden vom Beklagten in verschiedener Hinsicht neue tatsächliche Behauptungen aufgestellt. Die Behauptungen des Beklagten, die Klägerin habe am 7. Juni 2002 Ferien gemacht, die Klägerin sei damit einverstanden gewesen, bis Mitte August 2002 jeweils am Freitag zu arbeiten, und die Klägerin habe treuwidrig gegen eine ihr am 2. Februar 2002 erteilte und unwidersprochen gebliebene Weisung verstossen, finden keine Grundlage im angefochtenen Urteil. Da das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden ist und die ergänzenden Sachdarstellungen des Beklagten unzulässig sind, wäre auf die Berufung auch dann nicht einzutreten, wenn in Bezug auf die eingeklagte Lohnrestzahlung und die Entschädigung nach Art. 337c Abs. 3 OR von einem zulässigen Berufungsantrag auszugehen wäre.