Citation: 5D_213/2021 E. 2.3.1

2.3.1. Das Kantonsgericht hat diese Vorgaben umgesetzt. Bei der Ermittlung des Bedarfs des Kindes hat es aber zusätzlich eine Position "Steuern" (Fr. 50.-- ab 1. August 2017 bis 31. Juli 2021; Fr. 60.-- ab 1. August 2021 bis 31. Juli 2028; Fr. 90.-- ab 1. August 2028 bis 31. Juli 2032 und Fr. 110.-- ab 1. August 2032 bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung) eingerechnet. Es erwog, das Bundesgericht habe sich im Urteil 5A_816/2019 vom 25. Juni 2021 E. 2.2 ( recte : BGE 147 III 457 E. 4.2.2.1) dafür ausgesprochen, im Rahmen des familienrechtlichen Existenzminimums des Kindes einen Steueranteil einzusetzen. Neue Vorgaben des Bundesgerichts seien sofort anwendbar. Zudem fordere das Bundesgericht auch in E. 7.3.1 des Rückweisungsentscheids, dass ein Anteil für die Steuern auszuscheiden sei. Vorliegend sei dabei zu beachten, dass die im aufgehobenen Entscheid festgelegten Steuern der Eltern nicht Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens gebildet hätten, so dass die betreffenden Zahlen im vorliegenden Entscheid als feststehend betrachtet werden dürften. Folgerichtig sei der Steuerbetrag für die Tochter deshalb ausgehend vom bereits festgelegten Steuerbetrag der Mutter auszuscheiden.