Citation: 5A_672/2013 E. 6.1

6.1. Der Willensvollstrecker hat gemäss Art. 518 Abs. 2 ZGB "die Schulden des Erblassers zu bezahlen" ("de payer les dettes"; "di pagarne i debiti"). Die Schuldentilgung umfasst Erbschaftsschulden und Erbgangsschulden ( JOST, a.a.O., S. 92 N. 42), aber auch die laufend aus der Verwaltung entstehenden Verbindlichkeiten ( BREITSCHMID, a.a.O., S. 128 Ziff. 10.1). Zu den Erbgangsschulden zählt namentlich auch das Willensvollstreckerhonorar (Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 1975 E. 1, in: SJZ 72/1976 S. 264). Der Willensvollstrecker ist befugt, das Honorar gestützt auf Zwischenabrechnungen über seine Tätigkeit als Vorschuss direkt dem Nachlass zu belasten oder erst nach Abschluss seiner Tätigkeit in der Teilungsrechnung unter den Passiven aufzuführen und vom zu teilenden Nachlass vorweg in Abzug zu bringen ( JOST, a.a.O., S. 87 N. 20; STEINAUER, a.a.O., S. 544 N. 1166b; vgl. Urteil 5A_881/2012 vom 26. April 2013 E. 5.1).