Citation: 9C_269/2024 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat diesbezüglich insbesondere erwogen, im Medas-Gutachten sei überzeugend aufgezeigt worden, dass es dem Beschwerdeführer weder aktuell noch in der Vergangenheit möglich (gewesen) sei, eine im ersten Arbeitsmarkt verwertbare Arbeitsleistung zu erbringen. Dabei handle es sich aber nicht um eine qualifiziert neue Tatsache im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG. Bereits vor Erlass der Verfügung vom 4. August 2015 sei bekannt und belegt gewesen, dass der Betroffene aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nur im geschützten Rahmen erwerbstätig sein konnte. Dass die IV-Stelle ein Invalideneinkommen von Fr. 35'000.- berücksichtigt hatte, hat das kantonale Gericht als Rechtsanwendungsfehler betrachtet. Folglich hat es die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision verneint.