Citation: 1A.3/2003 06.08.2003 E. 1

Der Beschwerdeführer erhebt sowohl Verwaltungsgerichtsbeschwerde als auch staatsrechtliche Beschwerde. Es ist daher vorerst die Zulässigkeit der eingelegten Beschwerden zu prüfen. 1.1 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist - unter Vorbehalt der gesetzlichen Ausnahmen - zulässig gegen Verfügungen einer letzten kantonalen Instanz, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen oder hätten stützen sollen (Art. 97 OG in Verbindung mit Art. 5 VwVG, Art. 98 lit. g OG). Sodann unterliegen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gemischtrechtliche Verfügungen bzw. (auch) auf unselbständiges kantonales Ausführungsrecht zum Bundesrecht gestützte Anordnungen sowie auf übriges kantonales Recht beruhende Anordnungen, die einen hinreichend engen Sachzusammenhang mit der im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu beurteilenden Frage des Bundesverwaltungsrechts aufweisen (BGE 128 II 259 E. 1.2 S. 262, mit Hinweisen). Der angefochtene Entscheid stützt sich sowohl auf das Bundesgesetz über den Wasserbau (Wasserbaugesetz, WBG, SR 721.100) und das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG, SR 814.20) als auch auf das kantonale Gesetz über den Wasserbau und die Wasserkraft (kantonales Wasserbaugesetz, kWBG, SRL 760). Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher zulässig. 1.2 Die Feststellung des Sachverhalts durch eine richterliche Behörde bindet das Bundesgericht nach Art. 105 Abs. 2 OG, wenn sie den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt hat. In diesem Rahmen kann mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch geltend gemacht werden, das Verwaltungsgericht habe in Verletzung des rechtlichen Gehörs die Vornahme eines Augenscheins verweigert. Soweit der Beschwerdeführer neben der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zusätzlich staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV erhoben hat, ist diese Rüge im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu behandeln. Im gleichen Sinne ist auch im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf die Rüge einzugehen, das umstrittene Verbauungsprojekt laufe wegen der Erhöhung der Erosionsgefahr am linken Bachufer auf eine "kalte Enteignung" von Kulturland des Beschwerdeführers hinaus, weil darin eine Verletzung des Wasserbaugesetzes zu erblicken wäre, wie in der Beschwerdeschrift ausgeführt wird. 1.3 Der Beschwerdeführer ist Eigentümer von Parzellen, die unmittelbar am Abhang zum Giessbach liegen und von Rutschungen bereits beeinträchtigt worden sind bzw. in Zukunft von solchen beeinträchtigt werden könnten. Das umstrittene Wasserbauprojekt dient der Sanierung des Giessbachs und der Sicherung der beidseitigen Böschungen. Angesichts der Gefahr von Rutschungen im linksseitigen Böschungsbereich kann sich der Beschwerdeführer auf Art. 1 Abs. 1 WBG berufen, wonach Menschen und erhebliche Sachwerte vor schädlichen Auswirkungen des Wassers, insbesondere vor Erosionen, geschützt werden sollen. Zudem sieht das Projekt den Rückbau des linksseitigen Weges vor, den der Beschwerdeführer für den Unterhalt seiner Wasserleitungen benützen soll. Daher ist der Beschwerdeführer stärker betroffen als die Allgemeinheit und nach Art. 103 lit. a OG zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert. Daran vermag der Umstand nichts zu ändern, dass das Projekt nicht direkt in die Eigentumsbefugnisse des Beschwerdeführers eingreift. Das Verwaltungsgericht ist auf die Beschwerde hinsichtlich des Vorwurfs, der Beschwerdeführer habe widerrechtiche Arbeiten ausgeführt und damit neue Ufererosionen verursacht, aus verfahrensrechtlichen Überlegungen nicht eingetreten. Der Beschwerdeführer ficht dieses Nichteintreten nicht an und macht insbesondere nicht geltend, das Verwaltungsgericht hätte sich dazu aussprechen müssen. Deshalb ist darauf - trotz der Beteuerungen des Beschwerdeführers, durch seine Arbeiten keine weiteren Erosionen verursacht zu haben - nicht einzugehen. Im Übrigen ist die Frage, wie die vom Beschwerdeführer ausgeführten Massnahmen rechtlich zu qualifizieren sind, für die Beurteilung des umstrittenen Wasserbauprojekts ohne Belang. Dieses richtet sich - in Ausführung der wasserbaulichen Gesetzesbestimmungen - allein nach dem bestehenden Zustand des Giessbaches. Es bezieht denn die Verhältnisse, wie sie teils vom Beschwerdeführer geschaffen wurden, auch ausdrücklich ein.