Citation: 5A_987/2022 E. 2.1

2.1. Das Obergericht verwies diesbezüglich auf das Gutachten des Psychiatriezentrums U.________ vom 1. Juli 2022, wonach beim Beschwerdeführer eine paranoide Schizophrenie festgestellt worden sei. Aufgrund dieses Schwächezustands könne er gewisse Angelegenheiten nicht oder nur teilweise besorgen. Während den letzten sechzehn Jahren (seit 2006) sei der Beschwerdeführer im Wohnheim " C.________ " fürsorgerisch untergebracht gewesen, wo seine Wohnsituation geregelt und seine administrativen und finanziellen Belange gut überschaubar gewesen seien. Bei Hilfe habe er sich an Ansprechpersonen des Wohnheims wenden können. Für die Zeit nach der Entlassung aus der fürsorgerischen Unterbringung (Anschlusslösung) sei die Wohnsituation des Beschwerdeführers neu aufzugleisen. Auf ihn kämen administrative und finanzielle Herausforderungen zu, denen er allein nicht gewachsen sein dürfte. Die Anschlusslösung dürfe aber nicht daran scheitern, dass der Beschwerdeführer Rechnungen nicht bezahle oder der Kontakt mit Versicherungen und Behörden nicht funktioniere. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers sei es in der Vergangenheit nicht nur zu einem Zahlungsrückstand gekommen. Zahlungsrückstände bei den Wohnheimkosten seien vielmehr häufig, wenn nicht die Regel gewesen. Dabei verwies das Obergericht auf die aktenkundige Übersicht der Wohnheimrechnungen von D.________, Leiter Wohnheime. Es treffe nicht zu, dass der Beschwerdeführer seine administrativen und finanziellen Angelegenheiten im Griff habe. Er sei folglich auf eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung im Bereich des Wohnens und in administrativen sowie finanziellen Angelegenheiten angewiesen. Mildere Massnahmen seien keine ersichtlich. Auf freiwillige Unterstützung zu vertrauen, genüge vorliegend nicht. Die Unterstützung der Sozialarbeiterin des Psychiatriezentrums U.________ werde mit dem dortigen Aufenthalt enden, zu seinen Geschwistern habe der Beschwerdeführer kaum noch Kontakt und aus der Kirchgemeinde sei ebenfalls keine Unterstützung zu erwarten, habe doch der Beschwerdeführer mit seinem schwierigen, respektlosen und gewalttätigen Verhalten sämtliches Wohlwollen verspielt. Um alle Aspekte des von der KESB erteilten Auftrags abzudecken, müsse die Hilfestellung zudem durch eine einzige Person, namentlich eine professionelle Beiständin, erfolgen. Eine Begleitbeistandschaft sei nicht zielführend, da der Beschwerdeführer zeitweise nicht kooperiere und aggressives Verhalten entwickle.