Citation: 2C_658/2023 E. 4.7.6

4.7.6. Anstatt mit ihrer Mutter in die Türkei zu ziehen, besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit, dass die Beschwerdeführerin 2 bei ihrem Vater in der Schweiz bleibt. Sollten sich die Eltern für diese Lösung entscheiden, könnte die Beschwerdeführerin 1 die Tochter in die Obhut des Vaters geben und die Beziehung zur Tochter besuchsweise oder über die modernen Kommunikationsmittel grenzüberschreitend aufrechterhalten (vgl. BGE 143 I 21 E. 6.3.6; Urteil 2C_223/2022 vom 25. Juli 2022 E. 5.2.2). Ein Anspruch auf "umgekehrten Familiennachzug" besteht mangels tadellosen Verhaltens der Beschwerdeführerin 1 auch diesfalls nicht.