Citation: 5P.392/2001 08.01.2002 E. 2

2.- a) Die Beschwerdeführerin beanstandet das angefochtene Urteil namentlich deshalb, weil das Obergericht bei der Bestimmung der ehelichen Lebenshaltung von einem Wohnaufwand von lediglich Fr. 5'500.-- monatlich ausgegangen sei. Das stehe zu den tatsächlichen Verhältnissen in krassem Widerspruch, weil dieser Betrag nur gerade den monatlichen Hypothekarzinsen entspreche und alle weiteren Wohnaufwandpositionen wie "Betriebs- und Unterhaltskosten der Liegenschaft" und "Kosten des Eigenkapitals" unberücksichtigt lasse. Der Einwand ist unbehelflich. Das angefochtene Urteil erwähnt zwar das Budget des Ehemannes mit monatlichen Wohnkosten der Familie von Fr. 5'500.--. Doch leitet das Obergericht nicht daraus die Wohnkosten der Ehefrau nach der Trennung ab. Vielmehr übernahm das Obergericht den schon im erstinstanzlichen Urteil hierfür eingesetzten Betrag von Fr. 4'000.--, welcher dem tatsächlich bezahlten Mietzins der Ehefrau für ihr neues Miethaus von Fr. 3'500.-- zuzüglich weitere Kosten von Fr. 500.--, entspricht. Der behauptete Widerspruch zwischen den Feststellungen des Obergerichts und den tatsächlichen Gegebenheiten liegt nicht vor. b) Die Beschwerdeführerin wirft dem Obergericht Willkür vor, weil es der Darstellung des Ehemannes gefolgt ist, wonach die Kosten des Haushaltes (exkl. Wohnkosten, Ferien etc.) über zwei Privatkonten bestritten wurden, auf welche er monatliche Überweisungen von Geschäftskonten im Betrag von Fr. 9'000.-- getätigt habe. Für die Beschwerdeführerin hätte massgebend auf ihre eigene Belegsammlung über die von ihr getätigten Ausgaben abgestellt werden müssen. Wenngleich die Beschwerdeführerin wortreich darzulegen versucht, dass aus dieser Belegsammlung die Lebenshaltung der Ehegatten abzuleiten sei, so wiederholt sie damit nur den eigenen Standpunkt und stellt ihn dem Entscheid des Obergerichts gegenüber, was aber als appellatorische Kritik nicht geeignet ist, das angefochtene Urteil als offensichtlich unrichtig und damit willkürlich erscheinen zu lassen (BGE 125 I 492 E. 1b; 118 Ia 20 E. 5c; 117 Ia 10 E. 4b). Das Obergericht hat immerhin auf Belege für diese Geldflüsse abstellen können, weshalb nicht davon gesprochen werden kann, es hätte seinem Urteil blosse Parteibehauptungen des Beschwerdegegners zugrundegelegt. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist in diesem Punkt mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten (Art. 90 Abs. 1 lit. c OG). c) Schliesslich erblickt die Beschwerdeführerin Willkür darin, dass das Obergericht nicht berücksichtigt habe, dass die Kinderunterhaltsbeiträge vor dem 1. Januar 2001 vom Unterhaltspflichtigen zu besteuern waren, seither aber durch die Beitragsempfängerin. Es ist zwar richtig, dass eine solche Steuergesetzänderung eine erhebliche Veränderung in der Steuerlast der getrennten Ehegatten zu bewirken vermag. Doch ist die Rüge nicht hinreichend substantiiert. Das Obergericht hat zum gebührenden Unterhalt eine Steuerlast von Fr. 4'500.-- monatlich gerechnet. Es ist offensichtlich, dass bei einem jährlichen Steuerbetrag von Fr. 54'000.-- nicht nur der Unterhaltsbeitrag für die Ehefrau persönlich von Fr. 11'500.--, jährlich Fr. 138'000.--, in Rechnung gestellt wurde. Die Beschwerdeführerin hätte darlegen müssen, dass sie aufgrund des geänderten Steuergesetzes höhere Steuern zahlen muss als vom Obergericht berücksichtigt.