Citation: U 296/05 14.02.2006 E. 2

Zum Vorfall vom 17. September 1999 findet sich in den Akten was folgt. 2.1 Die Versicherte suchte zwei Tage nach dem Ereignis am 19. September 1999 Dr. med. M.________, Innere Medizin FMH (Bericht über die Notfallkonsultation vom 19. September 1999), und das Kreisspital X.________ auf, wo sie am 21. September 1999 geröntgt wurde (Berichte vom 19. und 21. September 1999). Aus den damals erstellten Arztberichten ergeben sich keinerlei Hinweise auf den Ablauf des Ereignisses. 2.2 Eine indirekte Schilderung des Herganges findet sich erstmals im Bericht des PD Dr. med. S.________ und der Frau Dr. med. F.________ vom Universitätsspital Y.________, Neurologische Poliklinik, vom 21. Januar 2000. Selber hat die Versicherte den Vorfall im Juli 2000 in der Unfallanzeige an die Zürich Versicherungen dargelegt. Schliesslich erfolgten wiederum Darlegungen gegenüber den Helsana Versicherungen am 31. Mai 2001 und gegenüber der Beschwerdegegnerin am 16. Mai 2002. Diesen Schilderungen ist gemeinsam, dass das Pferd einen Gangartwechsel vom Galopp in den Schritt vorgenommen hat. Im Bericht an die Helsana ist davon die Rede, das Pferd sei eingeknickt, währenddem in den übrigen Schilderungen von einem Stolpern des Pferdes die Rede ist. 2.3 Wie die Vorinstanz gestützt auf den - von der Beschwerdeführerin eingereichten - Bericht einer erfahrenen Reitlehrerin, G.________, vom 5. April 2004 richtig ausgeführt hat, kommt es häufig vor, dass ein Pferd stolpert. Dabei handelt es sich um einen gewöhnlichen Vorgang, mit welchem ein Reiter zu rechnen hat. Dem gegenüber steht das Einknicken eines Pferdes mit beiden Vorderbeinen, welches oft zu Kopfüberstürzen vom Pferd führt. Dieses Einknicken mit beiden Vorderbeinen wird auch als eigentliches Einbrechen bezeichnet. Es kommt seltener vor und ein Reiter hat mit einem solchen Vorgang, insbesondere wenn er über ein erfahrenes, trittsicheres Pferd verfügt, nicht zu rechnen. Währenddem der letztgenannte Vorgang als Unfall im Rechtssinne bezeichnet werden kann, da der übliche Bewegungsablauf durch eine Programmwidrigkeit gestört wird und damit das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors zu bejahen ist (vgl. BGE 130 V 118 Erw. 2.1), liegt im blossen Stolpern eines Pferdes beim Gangart- oder Schrittwechsel kein Unfall im Rechtssinne.