Citation: 2A.326/2005 13.12.2005 E. 2

2.1 Der dem Beschwerdeführer für den Eigenbedarf zugestandene Honig von 100 kg bildet nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist. 2.2 Gegenstand des Verfahrens bilden allein die übrigen 350 kg Honig, deren fachgerechte Entsorgung angeordnet wurde. 2.3 Die ursprünglich erfasste Gesamtmenge von 450 kg Honig umfasste die beim Beschwerdeführer in A.________ beschlagnahmten 150 kg, von denen zufolge Eigenbedarfs 100 kg heute nicht mehr vorhanden sind. Gut 300 kg hatte der Beschwerdeführer der Firma Y.________ AG geliefert, die wegen der Verunreinigung des Honigs Mängelrüge erhoben und beim Beschwerdeführer Wandelung des Kaufs erreicht hat, was durch die unbestrittene Rücknahme der Menge von 300 kg am 23. November 2000 belegt ist. Bei den am 18. Oktober 2000 in A.________ entnommenen drei Stichproben wurden überhöhte Rückstände von Sulfathiazol (1'750, 16'000 und 2'000 Mikrogramm/kg) gemessen. Es fällt auf, dass diese Werte in einer ähnlichen Grössenordnung liegen wie diejenigen, die die Y.________ AG in der von ihr beanstandeten Lieferung festgestellt hat (5330 Mikrogramm/kg). Der Einwand des Beschwerdeführers, der ihm von der Y.________ AG zurück gesandte Honig stamme nicht aus seiner Produktion, ist im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens unbehelflich. Für dieses ist einzig massgebend, ob der sich nun in seinem Besitz befindliche Honig unzulässige Werte an Sulfathiazol enthält oder nicht. Der Beschwerdeführer behauptet denn auch nicht, diese Ware sei einwandfrei. Es kann daher ohne weiteres vom Analyse-Zertifikat ausgegangen werden, das der Mängelrüge der Y.________ AG vom 17. Oktober 2000 beigelegt worden war. Dieses Zertifikat der Swiss Quality Testing Services, eine - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - gesetzlich anerkannte bzw. akkreditierte Stelle für Tests (vgl. dazu Anhang 4 zu Art. 16 AkkBV, SR 946.512; Andreas Gersbach, Der Produkttest im schweizerischen Recht, Zürich 2003, S. 101 f.), stellt für die Rücksendung einen Wert von 5330 Mikrogramm/kg fest, womit der zulässige Wert (50 Mikrogramm/kg), auf den nachfolgend einzugehen ist, um das Hundertfache überschritten wird. Dass das zurückerhaltene Fass nach Meinung des Beschwerdeführers "andere Werte" aufweise, als jene, die im Oktober 2000 aus seinen Beständen in A.________ direkt erhoben worden seien, ist nicht wesentlich. Es trifft zwar zu, dass bei allen Proben "andere Werte" erhoben wurden. Der Beschwerdeführer liess das zurückerhaltene Fass jedoch selber noch bei einem deutschen Institut überprüfen; dessen Analyse ergab einen Wert von 3'000 Mikrogramm/kg Sulfathiazol. In Anbetracht dieser Analysenergebnisse ist der Einwand unbehelflich, die ermittelten Werte wichen stark voneinander ab und es dürfe vom festgestellten Höchstwert nicht auf den ganzen Bestand geschlossen werden. Denn nicht nur im Fass Nr. 183, sondern unbestreitbar auch in seinen eigenen Beständen vor Ort wurden unzulässige Mengen von Sulfathiazol festgestellt. Die Vorinstanz hat somit weder in Bezug auf die in Frage stehende Menge Honig noch dessen Gehalt an Sulfathiazol, der den Toleranzwert um ein Vielfaches überschreitet, eine offensichtlich unrichtige oder unvollständige Feststellung getroffen (Art. 105 Abs. 2 OG).