Citation: 8C_341/2015 E. 4

Einig waren sich die massgebend beteiligten Ärzte darin, dass das Heben (und allenfalls auch Tragen) von Gewichten beim Beschwerdeführer angesichts der erlittenen Verletzung (Vorderarmschaftfraktur) an eine Limite, eine Obergrenze gebunden ist. Allein daraus, dass sie diese nicht durchwegs einheitlich bezifferten, kann schon deshalb nicht auf die in der Beschwerdeschrift geltend gemachte Widersprüchlichkeit der ärztlichen Beurteilungen geschlossen werden, weil es in der Natur der Sache liegt, dass selbst ärztliche Fachpersonen die gewichtsmässige Angabe solcher Hebe- resp. Tragelimiten nicht ohne Weiteres exakt zu bestimmen vermögen. Im hier zur Diskussion stehenden Fall ist indessen entscheidend, dass sowohl die von Dr. med. C.________ als auch die von Dr. med. D.________ - leicht voneinander abweichend - angegebenen Werte nicht auf eine ernsthaft ins Gewicht fallende Integritätseinbusse schliessen lassen. Während Dr. med. C.________ anlässlich seiner kreisärztlichen Untersuchung vom 25. August 2011 von einer möglichen Belastung der - im Übrigen normal einsetzbaren - linken Hand mit bis zu 20 kg ausging, erachtete Kreisarzt Dr. med. D.________ am 14. November 2011 lediglich Tätigkeiten mit Tragen von Lasten bis zu 15 kg noch als problemlos zumutbar, wobei er allerdings hinzufügte, dass gelegentlich auch Lasten von bis zu 25 kg kurzzeitig gehoben werden könnten. Auch wenn die von den Dres. med. C.________ und D.________ genannten Werte nicht identisch sind, zeigen sie doch, dass der Beschwerdeführer durchaus in der Lage ist, auch den Umgang mit erheblichen Gewichten zu meistern. Schwerere Lasten werden im üblichen (privaten) Alltag jedenfalls kaum regelmässig zu verschieben sein und selbst der Beschwerdeführer hatte in der Firma G.________, wo er eine neue Anstellung zu erhalten versuchte, laut deren Angaben keine schwereren Lasten ohne Hilfsmittel und nie Lasten über 25 kg über Lendenhöhe zu heben. Dies zeigt, dass er bezüglich Heben und Tragen von Gewichten wegen seiner Schädigung am linken Arm auch gegenüber gesunden Personen kaum wesentlich benachteiligt ist. Die Anerkennung eines die für eine Entschädigung erforderliche Erheblichkeitsschwelle von 5 % übersteigenden Integritätsschadens fällt daher von vornherein ausser Betracht. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer nach ärztlichen Angaben Vibrationen und Schläge auf den linken Unterarm zu vermeiden versuchen sollte. Unangebracht jedenfalls ist auch der Vergleich mit dem Verlust, der Amputation einer Hand oder eines Armes und der damit verbundene Beizug des dafür vorgesehenen Skalenwertes, aus welchem der Beschwerdeführer die Höhe der von ihm geltend gemachten Integritätsentschädigung ableiten will. Bezüglich der Bedeutung der von Kreisarzt Dr. med. C.________ im Jahre 2010 noch anerkannten entschädigungsrelevanten Integritätseinbusse wird auf die vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen.