Citation: 2A.202/2005 13.04.2005 E. 2

Die Verfügung über die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege, verbunden mit der Auferlegung einer Kostenvorschusspflicht, ist eine Zwischenverfügung im Beschwerdeverfahren vor dem Departement. Gemäss Art. 101 lit. a und lit. b OG ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unzulässig gegen Zwischenverfügungen bzw. gegen Verfügungen über Verfahrenskosten, wenn sie in der Hauptsache unzulässig ist (Grundsatz der Einheit des Verfahrens, vgl. BGE 119 Ib 412 E. 2a S. 414; 111 Ib 73 E. 2a S. 75). Es ist daher zu prüfen, ob der Beschwerdeentscheid des Departements über die Kantonszuteilung mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden könnte. Wer in der Schweiz ein Asylgesuch stellt, wird durch das Bundesamt für Migration einem Kanton zugewiesen (Art. 27 Abs. 3 Satz 1 AsylG). Der Zuweisungsentscheid und ein allfälliger Entscheid über einen Kantonswechsel (Art. 22 Abs. 2 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1; SR 142.311]) ergehen im Rahmen einer blossen Zwischenverfügung, die grundsätzlich nur dann selbständig anfechtbar ist, wenn geltend gemacht wird, das Prinzip der Einheit der Familie werde verletzt (Art. 27 Abs. 3 Satz 3 AsylG in Verbindung mit Art. 107 Abs. 1 Satz 2 AsylG). Wird dies gerügt, müsste das Departement allenfalls auf die entsprechende Beschwerde eintreten; sein Entscheid wäre indessen endgültig, da er sich seinerseits als blosser Zwischenentscheid auf dem Weg zum Endentscheid im Asylverfahren (Asyl- und allenfalls Wegweisung) erweist, der als solcher nicht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden kann (Art. 105 Abs. 1 und Abs. 4 AsylG bzw. Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 und 4 OG). Damit aber steht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den die unentgeltliche Rechtspflege verweigernden Entscheid im Beschwerdeverfahren vor dem Departement betreffend Kantonszuweisung gestützt auf Art. 101 OG nicht offen (vgl. Urteil 2A.361/2004 vom 15. September 2004 E. 1.2 und 1.3). Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist nicht einzutreten. Da sie sich als offensichtlich unzulässig und damit aussichtslos erweist, kann dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung für das bundesgerichtliche Verfahren nicht entsprochen werden (Art. 152 OG), und die bundesgerichtlichen Kosten sind entsprechend dem Verfahrensausgang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 156 in Verbindung mit Art. 153 und 153a OG).