Citation: 9C_573/2016 E. 6.4

6.4. Nach dem Gesagten lässt sich der Anspruch auf den Türöffner als IV-pflichtiges Hilfsmittel entgegen der vorinstanzlichen Betrachtungsweise nicht begründen. Insbesondere ist nicht erkennbar, inwiefern die im angefochtenen Entscheid vertretene Lösung "besserer Erkenntnis der ratio legis" entsprechen sollte und daher eine Rechtsprechungsänderung zu rechtfertigen vermöchte. Vielmehr ist das vorliegende Ergebnis gesetzmässig, weil, wie erwähnt (E. 6.3.1), Art. 21 Abs. 2 IVG kein Anrecht auf Beseitigung sämtlicher Hindernisse beinhaltet, die der Kontaktaufnahme mit der Umwelt im Wege stehen. Es besteht kein Rechtsanspruch darauf, dass Behinderte so selbstständig wie eine nichtbehinderte Person leben können, sondern nur die Berechtigung auf Abgabe oder Vergütung kostspieliger Geräte im Rahmen einer vom Bundesrat bzw. vom Departement aufzustellenden Liste, dies unter Vorbehalt der gerichtlichen Inzidenzkontrolle, welche praktisch auf Willkür beschränkt ist (BGE 117 V 177 E. 3 S. 180 ff.), wovon hier sicherlich nicht gesprochen werden kann. Vor diesem Hintergrund ist es deshalb beispielsweise auch nicht widersprüchlich, den Rollstuhl zu gewähren, nicht aber den Türöffner. Solches stellt die Folge davon dar, dass die Liste grundsätzlich abschliessend ist und nicht alles enthält, was als sinnvoll und nützlich erscheinen mag, um den in Art. 21 Abs. 2 IVG genannten Eingliederungszweck zu erreichen (in diesem Sinne auch Urteil 9C_197/2010 vom 14. Dezember 2010 E. 5).