Citation: 1C_516/2016 E. 6

6. Folgende Bauteile dürfen ergänzt werden, damit die tolerierte Nutzung ausgeübt werden kann: - Der Boden ist als Industrieboden, z.B. Zementüberzug mit Epoxidanstrich, auszuführen. - Die Wände sind ohne weitere Verputzarbeiten weiss zu streichen. - Die Decke ist wie bestehend zu belassen oder allenfalls ein rohes Täfer anzubringen. - Die Türen sind zu montieren; Stalltür, Abtrennung Lager zu Pausenraum. - Eine Pferdebox kann unter der Einfahrt erstellt werden gemäss Besprechung mit rawi und Skizze vom 6. Mai 2014, mit Auslauf Richtung Nordosten. - Zusätzlicher Lattenrost vor dem Vorplatz auf der Südseite. Bezüglich dieser Arbeiten wird der Plan, revidiert am 18. Juni 2015... als verbindlich erklärt.... [7.-10.]" Gleichzeitig mit diesem Entscheid eröffnete die Baudirektion den Entscheid der Dienststelle rawi vom 22. Juli 2015. Diese verneinte sowohl die Zonenkonformität des Bauvorhabens (Art. 22 RPG) als auch die Möglichkeit der Erteilung einer Ausnahmebewilligung (Art. 24 ff. RPG). Zur Begründung führte sie unter anderem aus, der Betrieb Winzigen erfordere gemäss dem Betriebsdatenblatt vom 31. Januar 2015 lediglich 0.244 Standardarbeitskräfte (SAK) und erreiche damit die Mindestgrösse von 0.25 SAK für einen Nebenerwerbsbetrieb nicht. Zwar habe der Gesuchsteller am 24. Februar 2015 einen Pachtvertrag über die Parzelle Nr. 622 in Werthenstein vorgelegt, welche 15 km vom Betrieb entfernt liege. Selbst wenn diese Fläche mitberücksichtigt werde und damit 0.25 SAK erreicht würden, sei die Baute jedenfalls überdimensioniert und damit nicht notwendig. Damit könne offenbleiben, ob es sich um einen ertragsorientierten Betrieb handle, der voraussichtlich länger bestehen könne. Eine Ausnahmebewilligung falle unter anderem deshalb ausser Betracht, weil angesichts des Ersatzes des überwiegenden Teils der Bausubstanz von einem Ersatzneubau auszugehen sei. Dagegen erhob A.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Im Rahmen des Schriftenwechsels brachte er vor, mittlerweile das hälftige Miteigentum an weiteren drei Parzellen in Emmen erworben zu haben. Zudem verfüge er nun über die Bewilligung, auf 60 Aren Reben zu pflanzen. Mit Urteil vom 27. September 2016 wies das Kantonsgericht Luzern die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ab.