Citation: 5A_106/2014 E. 9.3

9.3. Nun bestreiten die Beschwerdeführer zwar, dass die Beschwerdegegnerin im Sinne von Art. 107 Abs. 1 lit. b ZPO in guten Treuen zur Prozessführung veranlasst gewesen sei. Ebenso protestieren sie vehement dagegen, dass sie bereits bei der Verfahrenseinleitung ein "leichtfertiges prozessuales Verhalten" gezeigt hätten. Namentlich verwahren sie sich gegen den Vorwurf des Kantonsgerichts, sich auf den vom Willensvollstrecker ausgearbeiteten Vergleichsvorschlag vom 18. September 2008 grundlos nicht eingelassen zu haben. Ihre "fehlende Vergleichsbereitschaft" sei sachlich begründet gewesen. Dass sie sich nie ernsthaft um eine vergleichsweise Streitbeilegung bemüht hätten, leite das Kantonsgericht vor allem aus dem Zeugnis von Dr. O.________ ab. Dessen Aussagen gäben jedoch nur seine "persönliche Befindlichkeit" ihnen gegenüber wieder. Schliesslich lassen die Beschwerdeführer auch ihre Verrechnungsforderung nicht als Begründung für die Abweichung von den üblichen Verteilungsgrundsätzen gelten. Bei alledem setzen sich die Beschwerdeführer jedoch nicht mit der vorinstanzlichen Erkenntnis auseinander, wonach "im Mittelpunkt des Verfahrens die Auslegung der letztwilligen Verfügung von A.________ steht", während die (abgewiesene) Schadenersatzforderung von untergeordneter Bedeutung ist. Insbesondere bestreiten sie nicht, dass das Kantonsgericht auch und allein mit dieser Begründung von den üblichen Verteilungsgrundsätzen abweichen und die Kosten- und Entschädigungspflicht der Beschwerdegegnerin ermessensweise zu einem blossen Viertel auferlegen durfte - selbst wenn die Beschwerdegegnerin nicht in guten Treuen zur Prozessführung veranlasst gewesen sein sollte und sie, die Beschwerdeführer, sich weder ein "halsstarriges und unversöhnliches Verhalten" noch die Geltendmachung eigener Verrechnungsforderungen entgegenhalten lassen müssten. Stellen die Beschwerdeführer von mehreren Begründungselementen des kantonalen Entscheids aber nur einzelne in Frage und lassen sie andere ohne weitere Erklärungen unangefochten stehen, so erweist sich die vorinstanzliche Ermessensausübung insgesamt nicht als bundesrechtswidrig (vgl. BGE 133 III 221 E. 7 S. 228; 130 III 321 E. 6 S. 328). Die Beschwerde erweist sich insofern als unbegründet.