Citation: 2C_740/2016 E. 4.2

4.2. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Zwar trifft zu, dass es sich beim verfahrensauslösenden Strafurteil um seine erste Verurteilung handelt; dieser lag jedoch eine fortgesetzte Delinquenz von fast vier Jahren zugrunde. Damit ist die Auffassung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe sich während mehrerer Jahre immer wieder dazu entschieden, das Gesetz zu brechen, nicht zu beanstanden. Bei der Würdigung des ausländerrechtlichen Verschuldens ist auch der Tatsache Rechnung zu tragen, dass der Beschwerdeführer die strafbaren Handlungen nicht eigenständig einstellte. Diese nahmen erst mit seiner Festnahme ein Ende. Sodann kann - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - nicht davon ausgegangen werden, dass aufgrund des vom Gericht gewährten Aufschubs des Vollzugs der Freiheitsstrafe keine Rückfallgefahr bestehen würde. Es ist durchaus nachvollziehbar, wenn die Vorinstanz ein gewisses Rückfallrisiko nicht völlig auszuschliessen vermochte. Immerhin hatte der Beschwerdeführer ohne Notlage und trotz stabiler Familienverhältnisse und fester Anstellung über mehrere Jahre mit einer qualifizierten Menge an Kokain gehandelt. Hinzu kommt, dass bei Drogendelikten aus rein finanziellen Motiven selbst ein geringes Rückfallrisiko nicht in Kauf genommen werden muss und generalpräventive Überlegungen mitberücksichtigt werden dürfen. Ergänzend kann darauf hin gewiesen werden, dass nach Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB eine Verurteilung - wie hier - im Rahmen von Art. 19 Abs. 2 des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG; SR 812.121) seit dem 1. Oktober 2016 als Anlasstat für eine obligatorische strafrechtliche Landesverweisung gilt. Auch wenn die entsprechende Bestimmung im vorliegenden Fall keine Anwendung findet, unterstreicht sie doch die Bedeutung, welche der Verfassungs- und Gesetzgeber dem qualifizierten Drogenhandel im Hinblick auf die Gefährdung der öffentlichen Gesundheit beimisst (Umsetzung von Art. 121 Abs. 3-6 BV über die Ausschaffung krimineller Ausländerinnen und Ausländer [AS 2016 2331]).