Citation: 6B_354/2022 E. 4.3.3

4.3.3. Der Beschwerdeführer trägt vor, die Vorinstanz erweitere den Strafrahmen ohne Begründung auf das Maximum von 7 ½ Jahren. Auch diese Rüge dringt nicht durch. Die Vorinstanz erklärt, dass eine Strafe innerhalb des ordentlichen Strafrahmens nicht mehr schuldangemessen ist, selbst wenn die verminderte Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers berücksichtigt wird. Sie begründet dies mit der ausserordentlichen Zahl und der hohen Intensität der sexuellen Handlungen. Dies ist nicht zu beanstanden. Zwar ist die tat- und täterangemessene Strafe für eine einzelne Tat grundsätzlich innerhalb des ordentlichen Strafrahmens festzusetzen. Doch ist dieser zu verlassen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart oder zu milde erscheint (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.8).