Citation: 4C.293/2006 17.11.2006 E. A

Rechtsanwalt A.________ (Kläger) wurde zusammen mit einem seiner Mitarbeiter im November 1999 von der Familie L.________ durch deren Mitglied W.L.________ mündlich beauftragt, eine gewisse Anzahl der von ihr gehaltenen Aktien der Y.________ AG zu veräussern. Der Kläger und sein Mitarbeiter führten Verhandlungen und wickelten den Verkauf mit der Familie M.________ ab, mit der die Familie L.________ durch einen Syndikatsvertrag verbunden war. Am 1. Mai 2000 kam es zur "Vereinbarung zur Regelung der Verhältnisse zwischen den Familien M.________ und L.________ betreffend Y.________ AG" und am 15. Mai 2000 zur Vereinbarung über "Modalitäten und Vollzug der Vereinbarung zwischen den Familien M.________ und L.________ betreffend Y.________ AG vom 01.05.2000". Neben den Mitgliedern der Familie L.________ trat auch die X.________ AG (nunmehr in Liquidation; Beklagte) in den beiden Vereinbarungen als veräussernde Partei auf. W.L.________ war zum damaligen Zeitpunkt im Handelsregister als Verwaltungsratspräsident der Beklagten eingetragen. Weiteres Mitglied des Verwaltungsrats und zugleich Geschäftsführer war Q.________. W.L.________ und Q.________ zeichneten zum damaligen Zeitpunkt zusammen kollektiv. Während die erste Vereinbarung mit der Familie M.________ lediglich von W.L.________ unterschrieben wurde, lag für die Unterzeichnung der zweiten Vereinbarung eine von W.L.________ und Q.________ erteilte Vollmacht an Q.________ und eine von diesem erteilte entsprechende Untervollmacht an den Kläger vor.