Citation: 2C_717/2018 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin betrachtet die im E-Mail vom 29. September 2015 enthaltenen Wendungen "bekannte Masche bei <F.________-Gesellschaften>", "<bekannte> Herren" und "dahinter steckt z.T. wiederum M.________" als genügend, um eine Voreingenommenheit des Steuerkommissärs L.________ zu bejahen. Die erwähnten Formulierungen finden sich in einem Abschnitt des E-Mails, in welchem der Steuerkommissär die anlässlich einer Besprechung mit F.________ gemachten Feststellungen darlegt und von der Beschwerdeführerin getätigte Aufwendungen zugunsten nahestehender Personen thematisiert. Dabei erschöpfen sich die Formulierungen nicht darin, objektiv darauf hinzudeuten, dass die gleichen Beteiligten mehrfach ein gleiches Verhaltensmuster an den Tag gelegt hätten. Vielmehr weisen sie in ihrem Kontext in dem Sinne eine negative Konnotation auf, als damit implizit unterstellt wird, die jeweils gleichen Personen hätten wiederholt einen "Trick" angewendet, um Steuern einzusparen. Der Steuerkommissär ersuchte aber im Anschluss an die genannten Formulierungen die ASU um eine steuerliche Beurteilung der im E-Mail genannten Aufwendungen und tat damit kund, dass er sich noch keine definitive Meinung gebildet hat. Deshalb sind die erwähnten Formulierungen, obschon sie ungeschickt sind, nicht derart, dass auf einen Ausstandsgrund zu schliessen wäre.