Citation: 1C_380/2023 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, sie als Inhaberin der sichergestellten Gegenstände sei an dem mit Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 2021 abgeschlossenen Verfahren betreffend Entsiegelung nicht beteiligt gewesen. Ihr gegenüber könne daher nicht von Rechtskraft gesprochen werden. Indem die Beschwerdegegnerin trotzdem Einsicht in die versiegelten Gegenstände genommen habe, habe sie einen Siegelbruch begangen. Wenn die Vorinstanz ihr vorwerfe, sie hätte sich selber in das Verfahren einbringen sollen, verstosse dies sodann gegen den Grundsatz von Treu und Glauben. Es wäre an der Beschwerdegegnerin gewesen, sie als Inhaberin der Akten und Antragstellerin der Siegelung in das Entsiegelungsverfahren einzubeziehen. Aus einem Verfahrensfehler der Behörde dürfe den davon Betroffenen mindestens kein Nachteil erwachsen.