Citation: 1C_553/2022 E. 3.1

3.1. Das Verwaltungsgericht verneinte dies. Es hielt fest, die landwirtschaftliche Nutzfläche betrage 17.8 ha, davon 8.95 ha offene Ackerfläche, auf der Weizen, Gerste und Mais angepflanzt werden. Auf 1,3 ha werde eine Deponie geführt, welche voraussichtlich ab dem Jahr 2022/2023 wieder zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung bereitstehe. Auf der restlichen Fläche werde Gras produziert. Die Bewirtschaftung erfolge mit eigenen Maschinen; die Erntearbeiten sowie die Futterkonservierung (z.B. Ballen pressen) würden mit Lohnunternehmungen erledigt. Der Maschinenpark setze sich zusammen aus Geräten und Maschinen zur allgemeinen Betriebsbewirtschaftung, zur Futterproduktion und für die Tierhaltung. Der Betrieb verfüge über 25 Milchkühe sowie die eigene Nachzucht. Davon würden am Betriebsstandort "C.________" lediglich die Melkkühe und Tränkekälber gehalten; das restliche Rindvieh (derzeit 3 Kühe und 15 Jungvieh) werde auf anderen Betrieben zur Galt bzw. zur Aufzucht gegeben. Der Betrieb weise derzeit 1,372 Standardarbeitskräfte (SAK) auf. Die Grösse (Fläche und Tierbestand), der Bestand an landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten, der SAK-Wert sowie der landwirtschaftliche Betriebsertrag sprächen für einen landwirtschaftlichen Betrieb. Ein Jahresgewinn von rund Fr. 10'000.-- sei zwar verhältnismässig gering. Der in der Jahresrechnung für das Steuerjahr 2020 ausgewiesene Gewinn sei jedoch lediglich eine Momentaufnahme der finanziellen Situation nach der Betriebsübernahme per 1. Januar 2020. Der Beschwerdegegner habe in seinem Betriebskonzept dargelegt, wie die Einnahmen aus dem landwirtschaftlichen Betrieb - ohne das Bauvorhaben - gesteigert werden könnten (Ziff. 2.5). Die für den Finanzplan verwendete Berechnung des voraussichtlichen Ertrags 2021 weise entsprechend einen höheren Gewinn aus (Fr. 19'013.--). Das LANAT erachte den Finanzplan als realistisch. Schliesslich gehe aus dem Betriebskonzept hervor, dass das Betriebsleiterehepaar derzeit noch massgeblich von den Eltern des Beschwerdegegners durch Mitarbeit unterstützt werde (Ziff. 1.5). Der Personalaufwand sei in der Erfolgsrechnung 2020 ausgewiesen (Fr. 6'000,-). Sobald die Eltern nicht mehr im Betrieb mitarbeiteten, wollten der Beschwerdegegner und seine Ehefrau die Arbeitspensen ihrer unselbstständigen Erwerbstätigkeit reduzieren und diese Arbeiten selbst übernehmen. Der entsprechende Personalaufwand entfalle dann bzw. sei dem Betriebsleiterehepaar im gesamten Umfang als Erwerbseinkommen anzurechnen. Zusätzlich könne ab diesem Zeitpunkt auch der Aufwand für Arbeiten durch Dritte reduziert werden. Der Wert des Tierbestands in der Jahresrechnung 2020, der während des Bilanzjahres auf Fr. 65'040.-- angestiegen sei, stelle ebenfalls ein Indiz für den zukünftigen Gewinn dar. Insgesamt sei davon auszugehen, dass aus dem Landwirtschaftsbetrieb bereits aufgrund der aktuellen Betriebsstruktur ein ins Gewicht fallendes Erwerbseinkommen erzielt werden könne. Es sei daher von einem gewinnorientierten Betrieb auszugehen.