Citation: 9C_282/2023 E. 4.2.4

4.2.4. Bereits die Vorinstanz verwarf sodann den Einwand, Dr. med. F.________ habe sich ungenügend mit vorbestehenden Berichten und abweichenden Meinungen befasst. Das Gutachten vom 22. Juni 2021 beleuchtet ausführlich die persönliche Situation und den psychiatrischen Verlauf. Es legt nachvollziehbar dar, wie sich der über Jahre hinziehende Rechtsstreit betreffend die Rentenberechtigung der Beschwerdeführerin mit dysfunktionalen Bewältigungsmustern vermischte, und verneint in diesem Zusammenhang schlüssig die durch einen Vorgutachter gestellte Diagnose einer bipolaren Störung. Entgegen den Rügen in der Beschwerde ordnet Dr. med. F.________ auch die Austrittsberichte der Psychiatrischen Klinik H.________ plausibel ein. Der Gutachter erkennt eine auffällige Persönlichkeitsstruktur als Grundlage einer fluktuierenden Missstimmung mit teils depressiven Charakteristiken, die sich in der Vergangenheit phasenweise als leichte bis allenfalls mittelgradig depressive Episode manifestierte. Diagnostisch geht er von einer Dysthymie aus. Phasen akuter psychischer Belastung, wie in den Berichten der Psychiatrischen Klinik H.________ beschrieben, lassen sich mit den Ausführungen im psychiatrischen Gutachten vom 22. Juni 2021 in Einklang bringen. Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, kann zwar von punktuellen gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausgegangen werden, die jedoch zwischen den stationären Aufenthalten wieder abklangen. Sowohl die vorinstanzliche Beweiswürdigung als auch das Gutachten vom 22. Juni 2021 erweisen sich vor diesem Hintergrund als stimmig - jedenfalls aber nicht als offensichtlich unrichtig (vgl. E. 1.2 und 2.2 hiervor) - und es kann darauf abgestellt werden.