Citation: U 17/00 09.07.2001 E. 4

4.- Streitig und zu prüfen ist des Weiteren die Invaliditätsbemessung. Die Vorinstanz hat den Einspracheentscheid der SUVA vom 29. Januar 1998 in diesem Punkt dahin abgeändert, dass sie den Invaliditätsgrad von 20 % auf 36 % erhöht hat, was von der SUVA nicht bestritten wird. Der Beschwerdeführer beantragt die Zusprechung einer Rente von mindestens 50 %. a) Aufgrund der vorstehenden Erwägungen zur Unfallkausalität der geltend gemachten Beschwerden und der ärztlichen Angaben zur Arbeitsfähigkeit ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung einer körperlich leichteren Tätigkeit vollzeitlich möglich und zumutbar wäre. Hiefür sprechen nicht nur die Berichte des Spitals X.________, welches den Versicherten erstmals bereits am 13. Oktober 1993 wieder als voll arbeitsfähig bezeichnet hatte, sondern insbesondere das Gutachten des Spitals A.________ vom 18. Januar 1996 und der Austrittsbericht der Rehabilitationsklinik Z.________ vom 21. März 1997, worin übereinstimmend festgestellt wird, dass dem Versicherten eine leichtere Tätigkeit ganztags zumutbar ist. An dieser auch von SUVA-Kreisarzt Dr. med. M.________ vertretenen Auffassung vermögen die nicht näher begründeten Feststellungen von Dr. med. C.________ vom 8. Februar 1997 und 7. November 1998, wonach der Versicherte auch für eine leichtere Arbeit mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, nichts zu ändern. Dr. med. C.________ hat am 24. Mai 1994 selber eine Umschulung auf eine leichtere Tätigkeit empfohlen und gegenüber dem SUVA-Kreisarzt am 27. Juli 1994 ausdrücklich bestätigt, dass der Versicherte für eine körperlich leichtere Tätigkeit voll arbeitsfähig sei. Wenn sich in der Folge hieran etwas geändert hat, so ist dies auf die psychische Fehlentwicklung zurückzuführen, auf welche auch Dr. med. C.________ hingewiesen hat (Bericht vom 9. August 1995). Soweit der Beschwerdeführer aus psychischen Gründen an der Verwertung der verbleibenden Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit verhindert ist, hat dies nach dem Gesagten unberücksichtigt zu bleiben. Es kann daher auch nicht auf die Ergebnisse der von der Invalidenversicherung angeordneten beruflichen Abklärung abgestellt werden, weil diese durch die bestehende psychische Problematik beeinflusst waren. Schliesslich ist aufgrund der Arztberichte nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass der Beschwerdeführer an unfallbedingten und die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigenden Hirnfunktionsstörungen leidet. Es muss daher bei der Feststellung bleiben, dass ihm unter unfallversicherungsrechtlichen Gesichtspunkten die Ausübung einer geeigneten leichteren Tätigkeit ganztags zumutbar wäre. b) SUVA und Vorinstanz haben das für die Invaliditätsbemessung nach der Methode des Einkommensvergleichs (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG) massgebende Valideneinkommen aufgrund der Angaben des ehemaligen Arbeitgebers auf Fr. 68'250.- festgesetzt, was unbestritten ist. Was die Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens betrifft, ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die von der SUVA aufgrund ihrer internen Arbeitsplatz-Dokumentation (DAP) angeführten Lohnangaben im vorliegenden Fall keine hinreichende Grundlage bilden. Die Festsetzung des Invalideneinkommens hat daher anhand von statistischen Durchschnittswerten zu erfolgen, welche praxisgemäss für die Invaliditätsbemessung herangezogen werden können (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb, 124 V 321). Gemäss Tabelle A1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik für das Jahr 1996 belief sich der durchschnittliche Monatslohn (Zentralwert) für die mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer im privaten Sektor auf Fr. 4'294.- (einschliesslich 13. Monatslohn und weitere Lohnkomponenten) bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden. Umgerechnet auf die betriebsübliche Arbeitszeit im Jahre 1998 von 41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft, 3/2001, S. 100, Tabelle B9.2) und unter Berücksichtigung der Nominallohnerhöhung von 0.5 % und 0,7 % in der Jahren 1997 und 1998 (a.a.O., S. 101, Tabelle B10.2) ergibt sich damit ein massgebendes Einkommen von Fr. 5'552.- und damit ein Jahreseinkommen von Fr. 54'624.-. Nicht zu beanstanden ist auch der von der Vorinstanz vorgenommene sog. "leidensbedingte Abzug" von 20 %. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer zwar keine körperlich schweren Arbeiten mehr ausüben kann, eine geeignete leichtere Tätigkeit aber vollzeitlich zu verrichten vermag und daher nicht zusätzlich dadurch in der Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist, dass Teilzeitbeschäftigte in der Regel überproportional weniger verdienen als Vollzeitangestellte (AHI 1998 S. 178 Erw. 4b; vgl. auch BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb, AHI 1999 S. 181 Erw. 3b). Mit der Vorinstanz ist das Invalideneinkommen damit auf Fr. 43'700.- festzusetzen. Auf den von der IV-Stelle gemäss Bericht über die berufliche Abklärung vom 22. Oktober 1998 ermittelten Betrag von Fr. 41'715.- (3'476.27 x 12) kann schon deshalb nicht abgestellt werden, weil er - unter Berücksichtigung unfallfremder Faktoren - von einer Arbeitsfähigkeit von lediglich 75 % auch im Rahmen einer geeigneten leichteren Tätigkeit ausgeht. c) Bei einem Valideneinkommen von Fr. 68'250.- und einem Invalideneinkommen von Fr. 43'700.- resultiert ein Invaliditätsgrad von 36 %, auf welcher Grundlage dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente auszurichten ist. Zu einem Abweichen von dem von der SUVA verfügten Rentenbeginn am 1. Oktober 1998 besteht kein Anlass, da von einer weiteren Behandlung der unfallbedingten Restfolgen keine Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist (Art. 19 Abs. 2 UVG). Dem Beschwerdeführer bleibt der Anspruch auf Heilbehandlung unter den in Art. 21 UVG genannten Voraussetzungen gewahrt.