Citation: I 730/01 10.06.2002 E. 2

2.- Nach der Rechtsprechung ist die Beschwerdelegitimation gemäss Art. 103 lit. c OG nicht davon abhängig, dass die betreffende Person oder Institution sich über ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung der Verfügung ausweisen kann (BGE 106 V 141 Erw. 1a mit Hinweisen). Sachurteilsvoraussetzung bildet jedoch auch im Rahmen von Art. 103 lit. c OG, dass die beschwerdelegitimierte Person oder Institution durch den angefochtenen Entscheid beschwert ist. Dabei ist zu unterscheiden zwischen der formellen Beschwer (Beteiligung im vorinstanzlichen Verfahren) und der materiellen Beschwer, welche voraussetzt, dass die Partei im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Rechtsbegehren nicht oder nur teilweise durchgedrungen ist (Gygi, a.a.O., S. 150 u. 155; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl. , Zürich 1998, S. 195 Rz 541 f.). An einer solchen Beschwer fehlt es der verfügenden Behörde, wenn die vom Verfügungsadressaten erhobene Beschwerde vollumfänglich abgewiesen und die streitige Verfügung bestätigt wird. Im vorliegenden Fall ist die IV-Stelle deshalb nicht zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde befugt, nachdem die kantonale Rekursbehörde die von der Versicherten gegen die Verfügung vom 11. August 1999 eingereichte Beschwerde abgewiesen hat. Hieran ändert nichts, dass die Vorinstanz die Invaliditätsbemessung insofern modifiziert hat, als sie den Invaliditätsgrad von 44 % auf 42 % herabgesetzt hat. Massgebend dafür, ob eine materielle Beschwer vorliegt, ist das Dispositiv (ZAK 1974 S. 370 Erw. 2).