Citation: 4A_293/2007 15.01.2008 E. A

Die X.B.________ S.A. schloss mit der Y.D.________ AG am 8. bzw. 16. Juli 1992 einen Vertrag über den Vertrieb der von der Y.D.________ AG hergestellten Produkte E.________ und F.________ in Spanien und Portugal, später nur noch für F.________ und für Spanien und Andorra. Bei den beiden Produkten handelt es sich um durch Bankangestellte zu bedienende Geldautomaten zum Zählen, zum Verwalten und zur Ausgabe von Banknoten. Gemäss Addendum 3 des Vertrags sollte die X.B.________ S.A. kumuliert bis zum 31. Dezember 1993 fünfzig Automaten, bis zum 30. Juni 1994 hundert, bis zum 31. Dezember 1994 zweihundert und bis zum 30. Juni 1995 insgesamt zweihundertfünfundsiebzig Einheiten bestellen. Vertragsbeginn war der 1. Juni 1992. Gemäss Ziff. 2.1 des "Resale Contract" wurde der Vertrag vorerst auf vierundzwanzig Monate befristet. Danach erfolgte eine automatische Umwandlung in einen unbefristeten Vertrag, kündbar unter Einhaltung einer Frist von sechs Monaten auf Ende eines Monats. Die Kündigungsgründe waren genau festgelegt: Wenn die X.B.________ S.A. sich im Vertragsgebiet nicht angemessen um Aufträge bemüht, wenn sie für die verkauften Geräte nicht genügend Support leistet oder wenn sie Konkurrenzprodukte herstellt. Der Vertrag konnte gemäss seiner Ziff. 5 ausserdem unter Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist auf Ende eines Quartals von der Y.D.________ AG gekündigt werden, falls die im Oktober des Vorjahres vereinbarten Verkaufszahlen im kommenden Jahr nicht mindestens zu 80 % erreicht wurden. Erste Gerätelieferungen waren gemäss Ziff. 6 des Vertrags ab Januar 1993 möglich. Mit Schreiben vom 21. November 1994 löste die Y.D.________ AG den Vertrag mit der X.B.________ S.A. gemäss Ziff. 5 des Vertrags mit einmonatiger Kündigungsfrist auf das Ende des Quartals, also per 31. Dezember 1994, mit der Begründung auf, die vereinbarten Bestellzahlen seien nicht erreicht worden. Die X.B.________ S.A. wies die Kündigung als ungerechtfertigt zurück. Sie bestritt nicht, die Verkaufsziele nicht erreicht zu haben, machte aber geltend, die Gründe dafür seien nicht ihr, sondern der Y.D.________ AG zuzuschreiben. Am 22. November 1999 trat die X.B.________ S.A. ihre Forderung gegen die Y.D.________ AG aus Vertragsverletzung an die X.A.________ (Klägerin) ab. Die Aktiven und das Fremdkapital der Y.D.________ AG gingen 2004 infolge Fusion auf die Y.C.________ AG (Beklagte) über.