Citation: 2C_318/2018 E. 3.2.4

3.2.4. Das Inventar stellt einen unverzichtbaren Bestandteil der Bücher dar. Gemäss Art. 957 Abs. 1 Ziff. 2 OR sind Kapitalgesellschaften ausnahmslos zur Buchführung und Rechnungslegung verpflichtet, sodass sie eine Inventur durchzuführen haben (vorne E. 2.2.1). Die Vorinstanz hat bundesrechtskonform und willkürfrei erwogen, dass die Steuerpflichtige elementar gegen die Inventarpflicht verstossen habe. Dies schliesst steuerrechtlich nicht zwangsläufig aus, dass Bestand und Höhe der einzelnen Positionen in der Bilanz und im Anhang "auf andere Weise" nachgewiesen werden, folgt dies doch bereits aus Art. 958c Abs. 2 OR. Zu dieser materiellrechtlichen Überlegung kommt hinzu, dass steuerbegründende und steuererhöhende Tatsachen durch die Steuerverwaltung, steuermindernde und steuerausschliessende Tatsachen durch die steuerpflichtige Person nachzuweisen sind (Normentheorie; BGE 142 II 488 E. 3.8.2 S. 508). Die Steuerpflichtige beansprucht direkte oder indirekte Abschreibungen auf den Vorräten, was zur Steuerminderung führte, würden sie anerkannt. Entsprechend ist sie beweisbelastet.