Citation: 1B_624/2021 E. 5.3.2

5.3.2. Der Beschwerdeführer macht ferner geltend, es könne ihm von vornherein kein Verstoss gegen die Fernhalteverfügung vorgeworfen werden. Die Bedeutung dieser Verfügung habe sich im Verbot erschöpft, sich in der Nähe der Wohnung der Ex-Ehefrau aufzuhalten. Es sei ihm nicht untersagt gewesen, Kontakt zu seiner Ehefrau zu pflegen. Ein entsprechender Kontakt sei unabdingbar gewesen, um das elterliche Besuchsrecht wahrzunehmen. Die Ex-Ehefrau habe ihm denn auch vom 24. Juli bis zum 24. Oktober 2020 - wie gemäss Besuchsplan vorgesehen - jeden Freitag den gemeinsamen Sohn gebracht. Gemäss dem angefochtenen Beschluss bestehen (wie erwähnt) konkrete Hinweise, dass sich der Beschwerdeführer in der Umgebung des damaligen Domizils der Ex-Ehefrau aufgehalten und damit gegen die Fernhalteverfügung verstossen hat. Es wird dabei weder substantiiert behauptet noch ist aus den Akten ersichtlich, dass er sich zwecks Wahrnehmung des Besuchsrechts betreffend den Sohn dorthin begab. Der Verdacht, der Beschwerdeführer könnte die Fernhalteverfügung in rechtsverletzender Weise missachtet haben, wird deshalb durch die erwähnten Ausführungen in der Beschwerde nicht ausgeräumt. Ob es gemäss der Fernhalteverfügung zulässig war, sich zur Ausübung des genannten Besuchsrechts zeitweise in der Nähe der Wohnung der Ex-Ehefrau aufzuhalten, muss unter diesen Umständen nicht geklärt werden.