Citation: 8C_115/2021 E. 4.2.2

4.2.2. Gleiches gilt für die Tatsache, dass der standardisierte Median-Bruttolohn von Männern ohne Kaderfunktion bei einem Teilzeitpensum von 50 bis 74 % im Vergleich zu einem Vollpensum (ab 90 %) gemäss Tabelle T18 der LSE 2016 laut angefochtenem Urteil um 6 % tiefer liegt (vgl. E. 4.1 hievor). Auch der lohnbeeinflussende Faktor "Beschäftigungsgrad" ist im Rahmen der gesamthaften Schätzung praxisgemäss mitzuberücksichtigen (Urteil 8C_729/2019 vom 25. Februar 2020 E. 5.3.3.1 mit Hinweisen). Soweit das kantonale Gericht die Auffassung vertritt, rheumatologischerseits könne der Beschwerdeführer eine vollschichtige Tätigkeit mit einem erhöhten Pausenbedarf von 20 % ausüben, weshalb bei vollschichtig zumutbaren Tätigkeiten praxisgemäss ein Tabellenlohnabzug ausscheide, widerspricht diese Einschätzung dem unbestritten beweiskräftigen ABI-Gutachten. Demnach ergänzen sich die verschiedenen Leistungsfähigkeitseinschränkungen aus den drei fachärztlichen Beurteilungen gemäss ABI-Gutachten nur teilweise, weshalb sie mit dem Beschwerdeführer teiladditiv zu berücksichtigen sind. Ist schon allein aus rheumatologischer Sicht nur eine Präsenz von sechs Stunden pro Tag möglich unter zusätzlicher Berücksichtigung eines gering erhöhten Pausenbedarfs (ABI-Ergänzungsbericht), fehlt es an der Zumutbarkeit einer vollschichtig ausübbaren Verweistätigkeit.