Citation: 2C_480/2022 E. 1.1

1.1. Mit verbesserter Eingabe vom 1. September 2021 reichte A.________ beim Kantonsgericht Zug gegen die Einwohnergemeinde Risch eine Klage ein, mit der sie Forderungen im Betrag von insgesamt Fr. 1'491'925.-- geltend machte. Nachdem zwei Gesuche von A.________ um unentgeltliche Rechtspflege erfolglos blieben, wurde sie am 12. Januar 2022 vom Kantonsgericht aufgefordert, für die voraussichtlichen Kosten des Hauptverfahrens binnen zehn Tagen einen Vorschuss von Fr. 25'000.-- zu bezahlen. Nachdem sie diesen Entscheid - trotz expliziter Rechtsmittelbelehrung - nicht angefochten und auch den Kostenvorschuss innert Frist nicht bezahlt hatte, wurde ihr mit Mahnung vom 1. Februar 2022 eine Nachfrist von fünf Tagen angesetzt und ihr unter Hinweis auf Art. 101 Abs. 3 ZPO angedroht, dass auf die Klage nicht eingetreten werde, falls sie den ausstehenden Betrag nicht fristgerecht bezahle. A.________ liess auch diese Nachfrist unbenützt verstreichen. Daraufhin trat das Kantonsgericht, 2. Abteilung, mit Entscheid vom 21. März 2022 auf die Klage zufolge Nichtleistung des Kostenvorschusses nicht ein. Auf eine gegen diesen Entscheid erhobene Berufung von A.________ trat das Obergericht des Kantons Zug, I. Zivilabteilung, mangels hinreichender Begründung mit Präsidialverfügung vom 11. Mai 2022 nicht ein.