Citation: 6B_523/2024 E. 1.4.3

1.4.3. Der Beschwerdeführer argumentiert in erster Linie, die Vorinstanz habe diverse Mängel im Gutachten B.________ in Verletzung von Bundesrecht (Art. 3, 6 und 189 StPO, Art. 56 Abs. 3 sowie Art. 59 StGB, Art. 29 BV und Art. 5 EMRK) nicht beachtet. Zwar ist festzustellen, dass er diese Mängel - soweit ersichtlich - im vorinstanzlichen Verfahren grösstenteils noch gar nicht geltend machte (so hat er vor der Vorinstanz noch explizit ausgeführt, das Gutachten B.________ könne grundsätzlich als methodisch korrekt bezeichnet werden, die forensisch-psychiatrische Begutachtung des Beschwerdeführers sei in wesentlichen Teilen nachvollziehbar, dies gelte für die Diagnose wie auch die Risikoanalyse, im Gegensatz dazu überzeuge indessen die Auseinandersetzung des Sachverständigen mit der bisher durchgeführten Therapie, die einen gewichtigen Teil des vorliegenden Verlaufsgutachtens darstelle, nicht und weise gewichtige Mängel auf [kantonale Akten, act. 105 S. 2]). Da jedoch das Gutachten bzw. Teile davon bereits im vorinstanzlichen Verfahren in Kritik standen, liegt kein Fall vor, in dem gestützt auf Art. 80 und 99 BGG auf die Rügen nicht eingetreten werden könnte. Ferner muss das Gericht bei der Anordnung einer Massnahme nach Art. 59 ff. StGB die sachverständige Begutachtung von Amtes wegen prüfen und beurteilen, ob diese eine rechtsgenügende Grundlage darstellt oder ergänzt, verbessert oder ersetzt werden muss (vgl. Art. 56 Abs. 3 StGB und Art. 189 StPO; vgl. E. 1.3.6 hiervor). Die Frage, ob das Gericht seiner Pflicht zur Prüfung des Gutachtens nachkommt und zutreffend davon ausgeht, dass damit eine rechtsgenügende Begutachtung vorliegt, betrifft Bundesrecht, weshalb sie das Bundesgericht frei prüft. Ob das Gericht die Ausführungen im Gutachten für schlüssig halten und die Schlussfolgerungen des Sachverständigen berücksichtigen darf, ist demgegenüber eine Frage der Beweiswürdigung, die das Bundesgericht nur unter dem Aspekt der Willkür prüft (siehe E. 1.3.7 hiervor). Damit ist im Folgenden anhand der Vorbringen des Beschwerdeführers zu beurteilen, ob die Vorinstanz für sie auch ohne spezielles Fachwissen erkennbare Mängel im Gutachten B.________ nicht berücksichtigt und Recht verletzt, indem sie bei der Prüfung der Anordnung der Verwahrung auf dieses abstellt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Gutachten nach der Rechtsprechung namentlich dann keine rechtsgenügende Grundlage darstellt, wenn gewichtige, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien die Überzeugungskraft des Gutachtens ernstlich erschüttern. Das trifft etwa zu, wenn der Sachverständige die an ihn gestellten Fragen nicht beantwortet, seine Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begründet, diese in sich widersprüchlich sind oder die Expertise sonst an Mängeln krankt, die derart offensichtlich sind, dass sie auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind (BGE 141 IV 369 E. 6.1; Urteile 6B_919/2023 vom 10. Juli 2024 E. 3.3.3; 6B_933/2023 vom 15. Februar 2024 E. 12.2.6; je mit Hinweisen).