Citation: 8C_511/2022 E. 8.3

8.3. Weiter erachtet es der Beschwerdeführer als nicht nachvollziehbar, weshalb trotz einer Omarthrose und einer schmerzhaft eingeschränkten Schulterbeweglichkeit eine volle Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten bestehen soll. Es müsse vielmehr von einem erheblichen Pausenbedarf und einem verlangsamten Arbeitstempo ausgegangen werden. Die Kreisärztin habe zu Unrecht die somatischen Schmerzen unberücksichtigt gelassen. Dem ist entgegenzuhalten, dass Dr. med. G.________ in ihrem Bericht vom 11. Juli 2016 explizit festhielt, aufgrund der schmerzhaft eingeschränkten Schulterbeweglichkeit sei die rechte obere Extremität vor allem als Beihilfshand einzusetzen. Sie hat damit die organisch begründeten Schmerzen durchaus in ihre Beurteilung einbezogen. Wenn sie für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne repetitive Arbeiten der rechten oberen Extremität fernab vom Körper, insbesondere nicht über Schulterhöhe, eine volle Arbeitsfähigkeit attestierte, so leuchtet dies ein.