Citation: 8C_209/2019 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz liess die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode mit dem Hinweis offen, auch ein Abstellen auf den von der Versicherten geltend gemachten Status als Vollerwerbstätige führe zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad. Sie mass dem BEGAZ-Gutachten vom 5. Januar 2018 in Bezug auf den somatischen Teil bei attestierter uneingeschränkter Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeit volle Beweiskraft bei. Gestützt auf die relevanten Indikatoren nach BGE 141 V 281 sei jedoch nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, dass der im psychiatrischen Teilgutachten (Dr. med. B.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH) festgestellte Gesundheitsschaden (mittelgradige depressive Episode und anhaltende somatoforme Schmerzstörung) eine erhebliche funktionelle Einschränkung bewirke. Vor diesem Hintergrund sei die im Gutachten attestierte Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen von 50 % rechtlich nicht zu berücksichtigen. Ob auch ohne die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % attestiert worden wäre und ob hier wirklich eine mittelschwere Ausprägung der Depression vorliege, könne unter diesen Umständen offen bleiben.