Citation: 9C_41/2024 E. 2.3.3

2.3.3. Der Antrag der ESTV lautet auf Abweisung der Beschwerde und ist zulässig, wenn auch für die Bestimmung des Streitgegenstands des bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahrens irrelevant (vgl. oben E. 2.2.5). Für sich genommen ist auch nicht zu beanstanden, wenn die ESTV die rechtliche Argumentation der Vorinstanz kritisiert und auf ihrer eigenen, ursprünglichen Begründung beharrt. Entgegen den Stiftungen lässt sich dem angefochtenen Urteil nämlich nicht entnehmen, dass sich der Streit vor der Vorinstanz auf die Frage beschränkt hätte, ob die Stiftungen als Händler gemäss Art. 13 Abs. 3 lit. b Ziff. 1 StG einzustufen waren. Vielmehr prüfte - und bejahte - die Vorinstanz die weiter gefasste Frage, ob die Stiftungen aufgrund ihrer Tätigkeiten im Zusammenhang mit den beiden Plänen zur Beteiligung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gruppe B.________ in den Jahren 2011 bis 2016 Umsatzabgaben schuldeten. Unter der Voraussetzung, dass die Vorinstanz damit ihre funktionelle Zuständigkeit nicht überschritten hat (vgl. dazu sogleich E. 3), kann und muss das Bundesgericht diese Frage des Bundesrechts ebenfalls frei prüfen (Art. 95 lit. a und Art. 106 Abs. 1 BGG). Es kann die Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begründung abweisen (Motivsubstitution; BGE 148 II 73 E. 8.3.1; 148 V 366 E. 3.1; 146 IV 88 E. 1.3.2).