Citation: 5A_471/2020 E. 3.3.2

3.3.2. Auch dieser Vorwurf ist unbegründet. Das Obergericht geht sehr wohl auf den Umstand ein, dass die Erblasser in ihren handschriftlichen Testamenten vom 21. Oktober 1993 übereinstimmende Anordnungen hinsichtlich der Frage der Ausgleichungspflicht trafen. Es erklärt, nachdem es am Nachweis eines Schenkungswillens fehle, sei diesen Anweisungen die Grundlage entzogen (E. 3.1 a.E.). Dies gelte umso mehr, als G.________ in seinem Testament vom 28. Juli 2004 eine allfällige Ausgleichungspflicht explizit verneint habe. Was F.________ angeht, stellt das Obergericht klar, dass diese beim Verkauf der Hotelliegenschaft nicht Vertragspartei gewesen sei und entsprechend nicht über eine allfällige Ausgleichungspflicht habe entscheiden können. Die Beschwerdeführerin versäumt es, auf diese vorinstanzlichen Erwägungen einzugehen. Insbesondere stellt sie nicht in Abrede, dass die Erblasserin am Hotelverkauf nicht beteiligt war, noch äussert sie sich dazu, weshalb der "Ausgleichungsdispens" im väterlichen Testament vom 28. Juli 2004 trotzdem nichtig sein soll.