Citation: 2C_718/2021 E. 3.3.3

3.3.3. Nach Auffassung der Vorinstanz wird der Eindruck eines zielgerichteten Vorgehens erhärtet, wenn die 11- und 9-jährigen Kinder in die Gesamtbetrachtung miteinbezogen würden. Diese hielten sich weiterhin bei ihren Grosseltern in Österreich auf, wo sie die Primarschule besuchten. Nachdem die Beschwerdeführerin vorgebracht habe, eine definitive Übersiedlung nach Österreich sei nie in Betracht gekommen und eine Zwischenlösung gewesen, überrasche es, dass die Beschwerdeführer ihre noch jungen Kinder nun in Österreich zurückliessen (vgl. E. 3.2.3 des angefochtenen Urteils). Überdies, so die Vorinstanz abschliessend, habe der Beschwerdeführer die E.________ GmbH erst am 18. Januar 2018 - kurz vor der Ausreise der Beschwerdeführerin - übernommen. Es bestünden keine stichhaltigen Anhaltspunkte, dass die Beschwerdeführer diese Gesellschaft gemeinsam als Familienbetrieb geführt hätten. Deshalb sei es nicht glaubhaft, dass sich die Beschwerdeführerin nach einem rund 2.5-jährigen Aufenthalt in Österreich kurzfristig entschlossen haben sollte, zur Rettung des Familienbetriebs wieder in die Schweiz zurückzukehren und gleichzeitig ihre beiden Kinder in Österreich zurückzulassen (vgl. E. 3.2.4 des angefochtenen Urteils).