Citation: 5A_37/2024 E. 2.3.3

2.3.3. Wie sich aus den vorstehend wiedergegebenen Einwendungen der Beschwerdeführerin ergibt, unterlegt sie diese teilweise mit Tatsachen, die sich nicht aus dem angefochtenen Entscheid ergeben (die Erblasserin habe gewusst, dass die Beschwerdeführerin und ihr Ex-Mann über alle Kinderbelange, wozu auch die Verwaltung des Kindesvermögens gehöre, gemeinsam entscheiden würden) und folglich unbeachtlich sind, und begnügt sie sich im Übrigen damit, ihre Sicht der Dinge darzulegen, um jene des Obergerichts als offensichtlich unhaltbar zu bezeichnen. Soweit sie sodann meint, Willkür ergebe sich daraus, dass das Obergericht die letztwillige Verfügung nicht umfassend, d.h. gleich wie ein hierfür zuständiges Zivilgericht ausgelegt hat, täuscht sie sich, denn im Testamentseröffnungsverfahren geht es, wie es die Beschwerdeführerin selber ausführt, um eine prima facie Beurteilung der Ausgangslage und wäre auch das ordentliche Zivilgericht nicht gezwungen, von sich aus Abklärungen zu treffen bzw. Befragungen durchzuführen, wie es der Beschwerdeführerin mit dem Hinweis auf F.________ vorzuschweben scheint. Insgesamt vermag die Beschwerdeführerin die Erkenntnis des Obergerichts, das in der letztwilligen Verfügung vom 4. Januar 2023 keinen tatsächlichen Willen der Erblasserin zur Einsetzung der Beschwerdeführerin als Willensvollstreckerin erkennen konnte, nicht als verfassungswidrig auszuweisen.