Citation: BGE 150 II 417 E. 2.3.1

Soweit betrifft dies die direkte Bundessteuer. Das harmonisierte Steuerrecht von Kantonen und Gemeinden enthält keine Regelung bezüglich der internationalen Steuerausscheidung, insbesondere keine mit Art. 6 Abs. 3 DBG vergleichbare Bestimmung (BGE 140 II 141 E. 8; Urteile 2C_465/2021 vom 16. März 2022 E. 3.6; 2C_646/ 2021 vom 7. Oktober 2021 E. 3.2.1; 2C_404/2017 vom 10. Mai 2017 E. 4). Inwiefern dies den Kantonen einen Gestaltungsspielraum verschafft, ist nicht abschliessend geklärt. Das Bundesgericht hat zwar festgehalten, die Annahme eines solchen Gestaltungsspielraums sei jedenfalls nicht zwingend (BGE 140 II 157 E. 5.1), die Frage, ob das DBG analog Anwendung finde, dann aber letztlich offengelassen (wiederum BGE 140 II 157 E. 5.1; BGE 140 II 141 E. 8; BGE 130 II 65 E. 4.1; Urteil 2C_891/2018 vom 30. Oktober 2018 E. 3.2.4; OESTERHELT/SCHREIBER, a.a.O., N. 18a zu Art. 6 DBG; OESTERHELT/SEILER, in: Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 4. Aufl. 2022, N. 9 vor Art. 3 StHG; LOCHER/MARANTELLI/OPEL, Einführung in das internationale Steuerrecht der Schweiz, 4. Aufl. 2019, S. 11). Auch Art. 7 DBG findet im Harmonisierungsrecht kein Gegenstück (OESTERHELT/SEILER, a.a.O., N. 10 vor Art. 3 StHG).