Citation: 4A_595/2021 E. 7.4.3

7.4.3. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, der Umstand, dass er Mehrheitsbeteiligungen der C.________ aufgekauft und in die E.________ AG eingebracht habe, habe er immer als Indiz verstanden, das keinen anderen plausiblen Schluss zulasse, als dass er wirtschaftlich Berechtigter an der E.________ AG gewesen sei und der Beschwerdegegner die Aktien demzufolge als sein Treuhänder gehalten habe. Die Vorinstanz übergehe, dass er aus Art. 152 ZPO auch Anspruch darauf habe, mit Indizienbeweisen zugelassen zu werden. Dieselbe Argumentation gelte auch für das behauptete Einbringen weiterer Minderheitsbeteiligungen. 7.4.3.1. Die Vorinstanz erwog, ob die Behauptungen des Beschwerdeführers über die Einbringung der Anteile der C.________ in die E.________ AG zuträfen, könne letztlich offenbleiben. Denn der Beschwerdeführer liefere lediglich ein mehr oder weniger plausibles Motiv für den Abschluss eines Treuhandvertrags. Er könne von der substanziierten Darlegung und vom Nachweis des Abschlusses eines Treuhandvertrags nicht aufgrund seiner Beweggründe bzw. seiner wirtschaftlichen Interessenlage dispensiert werden. Zudem schweige er sich darüber aus, ob dieser Grund dem Beschwerdegegner überhaupt zur Kenntnis gebracht worden sei, so dass diesem hätte klar sein müssen, dass er die Aktien treuhänderisch für den Beschwerdeführer erwarb. Da der Ablauf der Privatisierung der C.________ bzw. die Einbringung der Mehrheitsbeteiligung an Derselben in die E.________ AG von vornherein nicht geeignet sei, um zwingend auf den Abschluss eines Treuhandvertrags zu schliessen, würden auch die Erklärungen bzw. Befragungen von S.________, T.________ und U.________ nicht notwendig erscheinen. In ähnlicher Weise argumentierte die Vorinstanz betreffend die Behauptung des Beschwerdeführers, er habe in der Klageschrift dargelegt, dass er weitere Minderheitsbeteiligungen in die E.________ AG einbracht habe. 7.4.3.2. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Es verletzt kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz davon ausgeht, aufgrund eines Motivs zum Abschluss eines Treuhandvertrags könne noch nicht davon ausgegangen werden, dass ein solcher zwischen den Parteien auch tatsächlich zustande gekommen sei. Wenn der Beschwerdeführer ausführt, das Einbringen seiner Mehrheitsbeteiligungen an der C.________ in die E.________ AG könne nur als gewichtiges Indiz dafür verstanden werden, dass er wirtschaftlich Berechtigter an der E.________ AG gewesen sei und der Beschwerdegegner die Aktien demzufolge als sein Treuhänder gehalten habe, übersieht er, dass damit der Abschluss eines Treuhandverhältnisses im letzten Quartal 1993 nicht nachgewiesen wäre, zumal dafür das Regelbeweismass gilt. Das Gesagte gilt auch für das behauptete Einbringen der Minderheitsbeteiligungen.