Citation: 6B_676/2022 E. 2.3.1

2.3.1. Die Vorinstanz erachtet die Widerhandlungen gegen das BetmG, die der Beschwerdeführer teilweise banden- und gewerbsmässig begangen habe, als schwerste Straftaten im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB. Den zahlreichen Betäubungsmittelhandlungen komme der Charakter eines Dauerdeliktes zu, weshalb für sämtliche Taten eine einheitliche (hypothetische) Einsatzstrafe auszufällen sei. Angesichts der erstellten Drogenmenge von 5,5 Tonnen Drogenhanf und dem erzielten Umsatz von Fr. 28,5 Mio. handle es sich um einen Ausnahmefall. Ein Umsatz von Fr. 28,5 Mio. sei mit einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren zu ahnden. Hinzukomme die massive Anzahl der Vorgänge, was mit einem Zuschlag von mindestens 20% zu gewichten sei. Die sehr lange Dauer von fünf Jahren sei als erheblich verschuldenserhöhend zu werten. Ferner sei zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer neben den Importen von Drogenhanf auch selber Hanf angebaut habe und habe anbauen lassen (teilweise parallel an verschiedenen Standorten in der ganzen Schweiz). Innert kurzer Zeit habe der Beschwerdeführer grosse Mengen Cannabis umgesetzt, indem er mit seinen Mittätern und einem hohen Organisationsgrad die Einfuhren bzw. den Anbau plante. Diese Faktoren würden sich massiv auf die Bewertung der objektiven Tatschwere auswirken. Die Bandenmässigkeit führe zudem aufgrund der von ihr ausgehenden Gefahr zu einer Straferhöhung innerhalb des verschärften Strafrahmens wegen Vorliegen eines schweren Falles infolge Gewerbsmässigkeit. Weiter wiege die Produktion von Drogen schwerer als deren Erwerb und Besitz. Verschuldenserhöhend sei zudem die hohe Stellung des Beschwerdeführers innerhalb der Organisation, die grosse kriminelle Energie und der komplexe Organisationsgrad zu berücksichtigen. In einer Gesamtbetrachtung erscheine eine hypothetische Einsatzstrafe von neun Jahren und sechs Monaten dem Verschulden des Beschwerdeführers angemessen. Die subjektive Tatschwere führe zu keiner Relativierung des objektiven Verschuldens.