Citation: 9C_858/2014 E. 5.2.1

5.2.1. Der Psychiater der Abklärungsstelle diagnostizierte neben einer chronischen Schmerzsymptomatik im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4 bzw. F45.41) ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, angstgetönte leichte depressive Episode (ICD-10 F33.0. Weiter hielt er fest, die Befunde hätten sich deutlich gebessert. Die in der Vergangenheit beschriebene schwere Depression mit psychotischen Symptomen sei einer mittlerweile nur noch leicht ausgeprägten depressiven Episode gewichen. Frühere deutliche Angstsymptome seien ebenfalls weitgehend remittiert. Aus rein psychiatrischer Sicht bestehe eine Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 80 % in dem körperlichen Belastungsprofil angepassten Tätigkeiten. Demgegenüber stellte der psychiatrische Privatgutachter folgende Diagnosen: Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.00), Beginn ca. 1983, sichere Panikattacken ab 1995; rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10 F33.1), Beginn ab 1993, schwankende Schweregrade im Verlauf; chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), Beginn 1993 (HWS-Distorsionstrauma). Der Gesundheitszustand sei über die Jahre hinweg weitgehend stationär, mit Verschlechterung ab ca. 2010. Es bestehe eine Restarbeitsfähigkeit von 20 % in leidensadaptierten Tätigkeiten.