Citation: 5A_21/2017 E. 2

Im Streit liegt das Recht, den Aufenthaltsort des minderjährigen Kindes zu bestimmen. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist ein Teil der elterlichen Sorge (Art. 301a Abs. 1 ZGB), welche mit dem Erreichen der Volljährigkeit des Kindes endet (Art. 14 i.V.m. Art. 296 Abs. 2 ZGB). Ab diesem Zeitpunkt kann somit das Aufenthaltsbestimmungsrecht definitionsgemäss nicht mehr entzogen werden und ein darüber bestehender Rechtsstreit wird gegenstandslos. Vorliegend ist die Tochter am xx.xx.2017 volljährig und somit der vorliegende Rechtsstreit über die Frage des Entzuges des Aufenthaltsbestimmungsrechtes auf dieses Datum hin gegenstandslos geworden. Dasselbe gilt, soweit die Beschwerdeführerin eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör rügt. Die Verfahrensgarantien gemäss Art. 29 BV sind zwar formeller Natur; sie gelten aber nicht um ihrer selbst willen. Dass die Beschwerdeführerin ein im Zeitpunkt des bundesgerichtlichen Entscheides nach wie vor ein aktuelles und praktisches Interesse an der Gutheissung der Beschwerde haben muss (BGE 139 I 206 E. 1.1 S. 208; 140 III 92 E. 1.1 S. 93 f.), gilt auch für formelle Rügen (BGE 131 I 153 E. 1.2 S. 159; Urteil 5A_941/2013 vom 8. Januar 2014 E. 4.1.1). Weder wurde ein solches Interesse dargetan noch ist es ersichtlich. Da die Vorinstanz keine Kosten erhoben hat, kann auch in dieser Hinsicht kein aktuelles und praktisches Interesse bestehen.