Citation: 2C_1170/2012 E. 3.4.2

3.4.2. Dabei ist zu beachten, dass die Regelhöchstdauer des Einreiseverbots nach Art. 67 Abs. 3 AuG fünf Jahre beträgt und nur im Ausnahmefall bei Vorliegen einer ausgeprägten Gefahr ("menace caracterisée") für die öffentliche Sicherheit und Ordnung überschritten werden darf (Urteil 2C_318/2012 vom 22. Februar 2013 E. 6.3, zur Publikation vorgesehen). Hat sich der Betroffene daher während fünf Jahren im Ausland bewährt, ist es regelmässig angezeigt, den Anspruch auf Familiennachzug neu zu prüfen. Das schliesst eine frühere Prüfung nicht aus, soweit das Einreiseverbot von Beginn an unter fünf Jahren angesetzt ist oder eine Änderung der Sachlage eintritt, die derart ins Gewicht fällt, dass ein anderes Ergebnis ernstlich in Betracht fällt (vgl. BGE 136 II 177 E. 2.2.1 S. 181 f.; 130 II 493 E. 5 S. 504; Urteile 2C_487/2012 vom 2. April 2013 E. 4.6; 2C_715/2011 vom 2. Mai 2012 E. 4.2). Letzteres kann etwa dann der Fall sein, wenn - wie vorliegend mit der Heirat (vgl. unten E. 4.1) - ein potenziell anspruchsbegründender Tatbestand eintritt.