Citation: 8C_95/2020 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwog, es gäbe keine Hinweise dafür, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in somatischer Hinsicht nach Erlass der Verfügungen vom Januar und Februar 2016 verändert habe. Die Rückweisung zur psychiatrischen Begutachtung sei gemäss Entscheid vom 17. Februar 2017 wegen der organisch nicht erklärbaren Schulterbeschwerden erfolgt. Die psychiatrische Expertin Dr. med. E.________ habe im Gutachten vom 2. Oktober 2017 nachvollziehbar eine dissoziative Bewegungsstörung (mit Pseudoparese des rechten Armes; ICD-10 F44.4) und eine depressive Erkrankung mit gegenwärtig mittelschwerer depressiver Episode (ICD-10 F32.1) diagnostiziert;eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung habe sie jedoch verneint. Dr. med. E.________ habe bei ihrer Begutachtung wie PD Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, im Gutachten 2. Juni 2015 keine Anzeichen für eine bewusstseinsnahe Vortäuschung des Beschwerdebildes ausmachen können. Sie sei vielmehr zum Ergebnis gelangt, dass eine als schwer einzustufende Störung bei ausgeprägtem somatischem Krankheitsverständnis und eingeschränkten Ressourcen vorliege. Sodann habe sich die Expertin dem im MEDAS-Gutachten vom 2. Juni 2015 formulierten Leistungsprofil angeschlossen. Auch wenn ferner Dr. med. E.________ eine gesundheitliche Verschlechterung ausdrücklich verneint habe, so das Gericht weiter, deute eine neu hinzugekommene depressive Störung auf eine zwischenzeitliche Verschlechterung des Gesundheitszustands hin, zumal die Gutachter im Mai 2015 keine Hinweise auf psychiatrische Erkrankungen festhielten. Das kantonale Gericht erkannte zusammenfassend, dass bis im Mai 2015 neben den somatischen Beschwerden einzig eine die Arbeitsfähigkeit nicht weiter einschränkende dissoziative Bewegungsstörung vorgelegen habe. Hieraus schloss es bis zu diesem Zeitpunkt auf eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit gemäss dem in der Expertise formulierten Leistungsprofil.