Citation: 6B_1148/2017 E. 2.3.1

2.3.1. Die Kritik des Beschwerdeführers ist begründet. Sowohl der Betrug nach Art. 146 Abs. 1 StGB als auch die Gehilfenschaft (Art. 25 StGB) dazu setzen Vorsatz, d.h. ein Handeln mit Wissen und Willen voraus (Art. 12 Abs. 2 StGB). Im Falle einer Haupttäterschaft verlangt dies Wissen und Willen in Bezug auf sämtliche objektiven Tatbestandsmerkmale des Betrugs. Der blosse Gehilfe muss den Geschehensablauf voraussehen, d.h. die wesentlichen Merkmale des vom Täter zu verwirklichenden strafbaren Tuns erkennen. Sowohl der Haupttäter als auch der Gehilfe müssen im Falle eines Betrugs daher um die täuschungsbedingte Vermögensschädigung des Betrugsopfers wissen und diese wollen oder zumindest in Kauf nehmen (vgl. Art. 12 Abs. 2 Satz 2 StGB).