Citation: 6B_699/2018 E. 3.4

3.4. Die Vorinstanz stützt sich für die Begründung der Mittäterschaft mangels Aussagen des Beschwerdeführers zur Sache auf die objektiven Tatumstände. Sie erwägt, aus dem koordinierten Vermummen der späteren Täter am oberen Ende der Streitgasse werde erkennbar, dass diese über eine gemeinsame, über den eigentlichen Demonstrationszweck hinausgehende Handlungsmotivation, wenn nicht bereits über einen konkreten Tatplan, verbunden gewesen seien. Dies werde dadurch verdeutlicht, dass auf dem mitgeführten Postgepäckwagen für alle Beteiligten in grosser Zahl Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung gestanden hätten. Durch das Anlegen der Schutzkleidung, spätestens aber durch das Zertrümmern der ersten Scheiben in der Streitgasse hätten die Teilnehmer ihren auf die Zerstörung der Ladenfronten und Fahrzeuge gerichteten Vorsatz zum Ausdruck gebracht. Dies sei für den Beschwerdeführer erkennbar gewesen. Indem er sich ebenfalls mit Schutzkleidung für Augen und Hände sowie Schlagwerkzeug ausgerüstet und vermummt habe, habe er sich dem Vorsatz seiner Mittäter angeschlossen (angefochtenes Urteil S. 18). Der Schluss der Vorinstanz, der Beschwerdeführer habe als Mittäter gehandelt, verletzt kein Bundesrecht. Der Beschwerdeführer hat nach den tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Instanzen als Teil einer Gruppe gewalttätiger Demonstranten, die sich zu diesem Zweck zusammengeschlossen haben, gehandelt und bewusst und gewollt an der Zerstörungsaktion mitgewirkt. Die Art und Weise des Vorgehens manifestiert das gemeinsame Handlungsziel der Täter, welches offensichtlich darin lag, innert kürzester Zeit gemeinsam möglichst zahlreiche und grosse Schäden an Ladengeschäften und parkierten Personenwagen zu verursachen. Bei dieser Konstellation eines mittäterschaftlichen Handelns sind die einzelnen Tatbeiträge, welche im bewussten und gewollten Zusammenwirken erbracht werden, allen Tätern wechselseitig zuzurechnen. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer die in Ausführung des gemeinsamen Tatentschlusses verursachten Tatbeiträge der anderen Mittäter angerechnet hat. Dass sich der Beschwerdeführer vorzeitig von den Vandalenakten zurückgezogen und von den Sachbeschädigungen im unteren Bereich der Freien Strasse aktiv distanziert hätte, stellt die Vorinstanz nicht fest. Aus dem Fundort des Vermummungs- und Schutzmaterials an der Ecke Streitgasse/Freie Strasse und der zu seinen Gunsten getroffenen Annahme, dass er sich nicht im unteren Teil der Freien Strasse aufgehalten hat, lässt sich nichts anderes ableiten. Denn der Umstand, dass der Beschwerdeführer nicht alle Sachbeschädigungen, namentlich diejenigen im unteren Teil der Freien Strasse verübten Taten eigenhändig verübt hat, steht der Zurechnung unter Gesichtspunkten der Mittäterschaft nicht entgegen. Für die Zurechnung der Tatbeiträge ist nicht erforderlich, dass bei einer auf gemeinsamem Tatentschluss beruhender Ausführung gleichartiger Taten durch mehrere Täter im Einzelnen geklärt ist, wer welchen Erfolg tatsächlich herbeigeführt hat, solange die Tatbeiträge vom gemeinschaftlichen Tatplan umfasst sind. Selbst Abweichungen vom geplanten Geschehen gelten als vom Tatplan mit abgedeckt, soweit mit ihnen bei der Tatausführung zu rechnen war und sie den Schweregrad der Tat nicht wesentlich verändern. Soweit im Einzelfall eine unterschiedlich intensive Beteiligung erstellt ist, kann dieser im Rahmen der Strafzumessung Rechnung getragen werden.