Citation: 2C_1035/2014 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführer beanstanden vorab, die Begründung des angefochtenen Urteils sei ungenügend, zumal dieses an keiner Stelle die auf die Beurteilung der im Streit liegenden Genugtuungsforderungen anwendbare Rechtsnorm nenne. Die Rüge ist unbegründet: Das Obergericht des Kantons Zürich bezog sich im angefochtenen Urteil vom 10. Oktober 2014 auf den erstinstanzlichen Entscheid des Bezirksgerichts Dielsdorf und hielt fest, dass dieses in der Sache richtigerweise das Haftungsgesetz des Kantons Zürich vom 14. September 1969 (HG/ZH) angewendet habe, was von den Parteien auch nicht beanstandet werde. Im Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 18. Juli 2012 setzt sich die Erstinstanz in E. III/2 mit den anwendbaren Bestimmungen und den Haftungsvoraussetzungen auseinander. Da die materiellrechtlichen Grundlagen im Berufungsverfahren nicht strittig waren, durfte das Obergericht auf weitere diesbezügliche Ausführungen verzichten, ohne hierdurch seine Begründungspflicht zu verletzen. Wie aus Ziff. 10 der Beschwerdeschrift hervorgeht, waren die Beschwerdeführer denn auch ohne Weiteres in der Lage, den gesetzlichen Haftungsmassstab zu erkennen und ihre Vorbringen danach auszurichten. Die Vorinstanzen und die Parteien gehen demnach übereinstimmend davon aus, dass der Kanton Zürich gemäss § 6 Abs. 1 HG/ZH für den Schaden haftet, den ein Angestellter in Ausübung amtlicher Verrichtungen einem Dritten widerrechtlich zufügt. Bei Tötung eines Menschen gelten als Schaden die entstandenen Kosten, insbesondere jene der Bestattung und der versuchten Heilung (§ 8 Abs. 1 und Abs. 2 HG/ZH), und es kann den Angehörigen unter Würdigung der besonderen Umstände eine angemessene Geldsumme als Genugtuung zugesprochen werden (§ 10 HG/ZH). Zwar ist die Staatshaftung vom Gesetzeswortlaut her grundsätzlich als Kausalhaftung ausgestaltet, doch verlangt die Praxis als weitere Haftungsvoraussetzung das Vorliegen einer Amts- resp. Sorgfaltspflichtverletzung des Kantonsangestellten, was die Beschwerdeführer ausdrücklich anerkennen (Ziff. 10 der Beschwerdeschrift).