Citation: 4P.266/2004 01.02.2005 E. 1

1.1 Nach Auffassung des Obergerichts haben die Parteien über die Frage, ob der Miteigentumsanteil zum Kaufgegenstand gehöre oder nicht, gar nie konkret verhandelt. Insofern sei der streitige Punkt nicht Gegenstand einer rechtsgeschäftlichen Willenserklärung gewesen, auch nicht einer stillschweigenden. Diese Feststellung hält die Beschwerdeführerin für willkürlich. Dass der Miteigentumsanteil nicht Gegenstand der Vertragsverhandlungen gewesen sei, bedeute nicht, dass er nicht Gegenstand einer rechtsgeschäftlichen Willenserklärung gewesen wäre. Indem der Miteigentumsanteil im Grundstücksbeschrieb erwähnt werde, sei er auch Gegenstand der Willenserklärung. 1.2 Willkür liegt nach ständiger Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung als die vom kantonalen Gericht gewählte ebenfalls vertretbar scheint oder gar vorzuziehen wäre; ein Verstoss gegen das Willkürverbot setzt vielmehr voraus, dass der angefochtene Entscheid sich schlechterdings nicht halten lässt, weil er nicht nur unrichtig ist, sondern darüber hinaus mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; 122 I 61 E. 3a S. 66 f. je mit Hinweisen). Dagegen geht es nicht an, in der staatsrechtlichen Beschwerde lediglich dem angefochtenen Entscheid die eigene abweichende Meinung entgegenzusetzen, und ihn als willkürlich zu bezeichnen. Auf derartige appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 127 I 38 E. 3c S. 43; 127 III 279 E. 1c S. 282). Die Aufhebung eines Entscheides rechtfertigt sich nicht schon dann, wenn der kantonalen Instanz bei der Beweiswürdigung einzelne Fehler unterlaufen sind, sondern nur, wenn er auch im Ergebnis willkürlich ist (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; 128 I 177 E. 2.1 S. 182 je mit Hinweis). Auch dies ist in der Beschwerdeschrift darzulegen. 1.3 Das Obergericht ging davon aus, die von der Beschwerdeführerin angeführten Indizien vermöchten keine übereinstimmende Willenserklärung der Parteien zu beweisen. Ist diese Annahme willkürlich, erweist sich die Beschwerde als begründet. Trifft sie dagegen zu, bleibt es bei der Auslegung der Vereinbarung nach dem Vertrauensprinzip. Diese Auslegung überprüft das Bundesgericht in berufungsfähigen Streitsachen im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde nicht. Die Ausführungen des Obergerichts darüber, ob der streitige Punkt Gegenstand einer rechtsgeschäftlichen Willenserklärung bildete oder nicht, sind für den Verfahrensausgang unwesentlich. Damit ist auf die Rüge nicht einzutreten. Zu prüfen bleibt, ob das Obergericht in tatsächlicher Hinsicht ohne Willkür den Nachweis einer übereinstimmenden Willenserklärung für gescheitert erachten durfte.