Citation: I 787/03 13.09.2004 E. 4.2

4.2.1 Gemäss Fragebogen für den Arbeitgeber vom 25. November 1994 ist die Beschwerdeführerin seit 1. Juli 1992 als mitarbeitende Ehefrau des Inhabers (Ehegatten) tätig. Es wurde kein AHV-pflichtiges Einkommen angegeben und abgerechnet. Dass sich diesbezüglich zwischenzeitlich etwas geändert hat, wird weder geltend gemacht noch ergeben sich diesbezüglich Hinweise aus den Akten. Von einer selbstständigen Erwerbstätigkeit, wie geltend gemacht wird, kann keine Rede sein. Art. 25 Abs. 2 IVV ist mithin nicht anwendbar. Gleiches gilt für Art. 16 ATSG (vgl. dazu Erw. 1.2 hievor). Es ist, wie anlässlich der beruflichen Abklärung gemäss Bericht des Berufsberaters vom 25. Oktober 1995 bereits erfolgt, vom Status einer mitarbeitenden Ehefrau im Betrieb des Ehepartners ohne Lohn auszugehen. 4.2.2 Nach Art. 27bis Abs. 1 IVV (in der seit 1. Januar 2001 in Kraft stehenden und hier massgebenden bis Ende 2002 gültig gewesenen Fassung) wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 28 Abs. 2 IVG festgelegt. Waren sie daneben in einem Aufgabenbereich nach Art. 5 Abs. 1 IVG tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 27 IVV festgesetzt. In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im andern Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen. Im Vergleich zur vormaligen Regelung von Art. 27 Abs. 2 IVV (in der bis 31. Dezember 2000 gültig gewesenen Fassung) wird die (unentgeltliche) Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten explizit der Teilerwerbstätigkeit gleichgestellt. 4.2.3 Entgegen der Auffassung der Vorinstanz muss daher der Invaliditätsgrad im hier massgebenden Zeitpunkt der angefochtenen Revisionsverfügung nicht nach der Methode des Betätigungsvergleiches ermittelt werden, sondern entsprechend den vorstehenden rechtlichen Erwägungen nach der sogenannten Einkommensvergleichsmethode bzw. falls eine zuverlässige Ermittlung der beiden Vergleichseinkommen direkt nicht möglich ist, nach dem ausserordentlichen Bemessungsverfahren (AHI-Praxis 1998 S. 119 und 251, vgl. dazu auch Rz 3106 f. des bundesamtlichen Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit [KSIH] in der Invalidenversicherung in der ab 1. Januar 2000 geltenden Fassung) bzw. nach der gemischten Methode. Anlässlich der rechtskräftigen Verfügung vom 18. April 1996, welche im vorliegenden Revisionsverfahren als Vergleichsbasis dient, wurde nach Durchführung einer beruflichen Abklärung von der ärztlich festgestellten Arbeitsunfähigkeit auf die massgebende Invalidität bzw. Erwerbsunfähigkeit geschlossen. Diese Art der Invaliditätsbemessung hat die IV-Stelle im hier angefochtenen wie auch in den vergangenen Revisionsverfahren durchgeführt, was die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid als korrekt geschützt hat. Dazu gilt festzustellen, dass dieses Vorgehen grundsätzlich nicht zulässig ist und nur ausnahmsweise zur Anwendung gelangen darf (Urteil S. vom 30. Mai 2001 Erw. 3a, I 35/01). Von zweifelloser Unrichtigkeit der sich darauf stützenden Rentenverfügung kann jedoch aufgrund der konkreten Umstände nicht gesprochen werden, womit eine Wiedererwägung ausgeschlossen ist (Urteil T. vom 22. April 2004 Erw. 3.2, I 434/03). Hingegen darf im vorliegenden Revisionsverfahren dieser verkürzte Schluss nicht erneut gezogen werden, vielmehr ist bedingt durch die Verordnungsänderung (vgl. ZAK 1983 S. 554) eine neue korrekte Invaliditätsbemessung durchzuführen, um gestützt darauf zu entscheiden, ob sich im Vergleich zur Rentenverfügung vom 18. April 1996 der Invaliditätsgrad in revisionsrechtlich relevanter Weise verändert hat. Mithin ist die Sache zu ergänzenden Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen. In diesem Zusammenhang hat die Verwaltung dann auch über die letztinstanzlich erstmals geltend gemachte Zusatzrente für den Ehemann der Beschwerdeführerin zu befinden (vgl. dazu BGE 128 V 20).