Citation: 6B_1235/2021 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt in Bezug auf den Vorwurf der groben Verkehrsregelverletzung eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Der zur Anklage erhobene Strafbefehl äussere sich in Bezug auf das Überholmanöver mit keinem Wort zum subjektiven Tatbestand. Was er gewusst, gewollt oder in Kauf genommen habe, werde nicht umschrieben. Es fehlten sämtliche Ausführungen darüber, ob und wie er das Überholmanöver wahrgenommen habe. Da gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG sowohl eine vorsätzliche wie eine fahrlässige Tatbegehung möglich sei, genüge das nicht.