Citation: 2C_486/2015 E. 3.3

3.3. Ergibt sich aus Art. 8 EMRK (Schutz des Familien- und Privatlebens) grundsätzlich kein Anspruch auf Einwanderung und Verbleib in einem bestimmten Land (BGE 140 I 145 E. 3.1 S. 146 f. mit Hinweisen), kann dies auch nicht aus der Beachtung der Menschenwürde abgeleitet werden: Der Gesetzgeber hat in Art. 50 AuG geregelt, unter welchen Voraussetzungen ein aus einer ehelichen Beziehung abgeleiteter Aufenthaltsanspruch nach Scheitern der Beziehung verselbständigt geltend gemacht werden kann. Die entsprechenden Voraussetzungen sind hier nicht erfüllt. Nach der gesetzlichen (Ausnahme-) Regelung kommt es - entgegen den Einwänden des Beschwerdeführers - nicht darauf an, wer für das Scheitern der Beziehung verantwortlich ist. Der Gesetzgeber hat beim Vorliegen ehelicher Gewalt (von einem gewissen Gewicht) des originär Anwesenheitsberechtigten geschlechtsunabhängig vorgesehen, dass vermutungsweise von einem nachehelichen Härtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG auszugehen sei. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, dass er sich in einer entsprechenden Situation befände.