Citation: 6B_170/2022 E. 2.2

2.2. Gemäss Vorinstanz wird der Beschwerdeführer durch diverse sachliche Beweismittel erheblich belastet. In der Nacht des Unfalls seien im verunfallten Fahrzeug diverse persönliche Gegenstände des Beschwerdeführers gefunden worden, nämlich ein Schlüsselbund, ein Mobiltelefon und ein Portemonnaie mit seinen Bankkarten. Auf dem Fahrerairbag wurden DNA-Spuren des Beschwerdeführers gefunden, während sich keine DNA-Spuren des Dritten feststellen liessen. Die Vorinstanz verwirft den Einwand des Beschwerdeführers, dass die Flächenaufteilung der DNA-Auswertung nicht genau aus dem Bericht hervorgeht. Die DNA des Dritten hätte gemäss Vorinstanz auf dem Fahrerairbag auffindbar sein müssen, wenn dieser den Unfall tatsächlich verursacht hätte. Der Dritte habe nämlich ausgesagt, er sei vom Fahrerairbag angeblich im Gesicht getroffen worden. Ebenso verwirft die Vorinstanz die Behauptung des Beschwerdeführers, seine DNA sei auf dem Fahrerairbag gefunden worden, weil der Dritte beim Unfall die Weste des Beschwerdeführers getragen habe. Denn auf dem Fahrerairbag seien keine Fasern einer solchen Weste festgestellt worden. Als abwegig qualifiziert die Vorinstanz die Behauptung des Beschwerdeführers, auf dem Fahrerairbag hätten sich keine DNA-Spuren des Dritten befunden, weil dieser wegen körperlicher Probleme bewusstlos geworden und zur Seite gekippt sei. Die Aussagen des Beschwerdeführers wertet die Vorinstanz als unglaubhaft. Bei seiner ersten Einvernahme sechs Tage nach dem Unfall habe er angegeben, die fragliche Nacht in Liechtenstein verbracht zu haben. Das Treffen mit dem Dritten in einer Bar in der Schweiz habe er mit keinem Wort erwähnt. Davon sei erst rund zwei Monate später in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme die Rede gewesen. Zu diesem Widerspruch erklärte der Beschwerdeführer an der Berufungsverhandlung, die Beamten hätten falsch protokolliert und ihn auch noch unter Druck gesetzt. Dies beurteilt die Vorinstanz als unglaubhafte Schutzbehauptung. Auch die Angaben des Beschwerdeführers und des Dritten zum Grund des Treffens in der Bar widersprächen sich. Gemäss Beschwerdeführer sei beim Treffen ein Schlüsselbund übergeben worden, den er im Fahrzeug liegen gelassen habe. Später habe er neben dem Schlüsselbund auch Ausweispapiere erwähnt. Im Berufungsverfahren habe er schliesslich ausgeführt, bei dem Treffen sei es auch um Geschäftliches gegangen. Demgegenüber habe der Dritte vor der Staatsanwaltschaft und der Erstinstanz konstant angegeben, der Grund für das Treffen sei rein geschäftlich gewesen. Die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach er seine persönlichen Gegenstände in der Weste in der Bar oder im Fahrzeug vergessen habe, erachtet die Vorinstanz als unglaubhafte Schutzbehauptung. Es wecke Zweifel, dass der Beschwerdeführer in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme keine Weste erwähnt habe. Auf die Frage, wie seine persönlichen Gegenstände in das Fahrzeug gekommen seien, habe er geantwortet, er habe sie in der Bar liegen lassen und der Dritte habe sie in das Fahrzeug mitgenommen. Die Weste habe er erst in der erstinstanzlichen Befragung ins Spiel gebracht. Gemäss Vorinstanz ist schwer nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer beim Treffen mit dem Dritten in der Bar sein Portemonnaie, seine Schlüssel und sein Mobiltelefon vergessen und dies erst am nächsten Morgen bemerkt haben wolle. Dies erscheine umso abwegiger, als die Übergabe der Schlüssel nach Angaben des Beschwerdeführers der Hauptgrund des Treffens gewesen sei. Auch in den Aussagen des Dritten macht die Vorinstanz Unstimmigkeiten aus. Über den angeblich von ihm verursachten Unfall habe er nur pauschal und oberflächlich Auskunft gegeben. Die Vorinstanz streicht hervor, dass er oft Erinnerungslücken geltend gemacht habe, wenn die Fragen ins Detail gegangen seien oder leicht überprüfbare Fakten betroffen hätten. Gemäss Vorinstanz ändern auch die Aussagen der Auskunftspersonen nichts am Beweisergebnis, wonach der Beschwerdeführer das Unfallfahrzeug gelenkt habe. Dies gelte namentlich für die Schilderungen von B.________. Ihre Aussagen seien mit Vorsicht zu würdigen, weil sie dem Beschwerdeführer nahestehe. Doch selbst wenn ihre Angaben wahr sein sollten, würden sie seine Täterschaft nicht ausschliessen. Der genaue Unfallzeitpunkt sei nämlich nicht erwiesen. Erstellt sei einzig, dass er sich ereignet habe, bevor um 03:50 Uhr bei der Kantonspolizei seine Meldung eingegangen sei. Insofern sei es möglich, dass B.________ den Beschwerdeführer zwischen 00:30 Uhr und 02:00 Uhr abgeholt habe. Denn der Beschwerdeführer könnte nach dem Unfall zu Fuss in die 2-3 km entfernte Bar zurückgekehrt sein. Schliesslich erwähnt die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer in Deutschland und Liechtenstein mehrfach wegen Strassenverkehrsdelikten verurteilt worden sei. Er habe somit ein Motiv gehabt, die Unfallstelle unerkannt zu verlassen. Dazu passe auch, dass er ausgesagt habe, in der Bar beim Treffen mit dem Dritten "einiges" bzw. "einige Bierchen" zu sich genommen zu haben.