Citation: 7B_156/2022 E. 4.5.2

4.5.2. Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, der Beschwerdegegner habe am 16. bzw. 17. Juli 2020 mit dem Rechtsvertreter der Privatklägerschaft über den fraglichen Beweisantrag korrespondiert und habe die entsprechende Korrespondenz erst nach Rechtshängigkeit des vorliegenden Ausstandsgesuch ins Aktenverzeichnis aufgenommen. Dies stelle einen Verstoss gegen die der Staatsanwaltschaft obliegenden Dokumentationspflichten nach Art. 100 Abs. 2 StPO dar. Auch dieser Einwand geht fehl. Eine nachträgliche Aufnahme eines Aktenstücks in die Verfahrensakten begründet vorliegend - wenn überhaupt - jedenfalls keinen krassen Verfahrensfehler im Sinne von Art. 56 lit. f StPO.