Citation: U 84/04 09.12.2004 E. A

Der 1955 geborene K.________ arbeitete seit 3. August 1987 in der Firma Maschinenfabrik X.________ als Elektromonteur, welche Anstellung er zum 31. Januar 1991 aufgab. Am 7. September 1988 stach er sich beim Binden von Elektrokabeln mit einer Schnabelzange ins rechte Auge. Er erlitt eine Perforatio bulbi mit Linsenverletzung, weswegen er am gleichen Tag in die Augenpoliklink des Spitals Q.________ eingewiesen wurde, wo am 21. September 1988 eine extrakapsuläre Kataraktextraktion, Hinterkammerlinsenimplantation und vordere Vitrektomie durchgeführt wurde. Nach komplikationslosem Verlauf und zunächst gutem Resultat wurde K.________ am 29. September 1988 aus dem Spital entlassen. Am 7. November 1988 nahm er seine Arbeit wieder auf. In der Folge verschlechterte sich jedoch die Sehkraft des rechten Auges, weswegen Dr. med. W.________, Spezialarzt FMH für Augenkrankheiten, am 9. Oktober 1991 eine Nachstardizision vornahm (Berichte vom 15. Oktober und 13. Dezember 1991). Anfang 1992 kam es zu einer Luxation der implantierten Linse, was einen praktisch vollständigen Verlust des Sehvermögens zur Folge hatte. Von einer erneuten operativen Sanierung wurde abgesehen. Ab 22. September 1992 war K.________ Temporärangestellter der Firma Y.________ AG. Am 30. September 1992 stürzte er auf dem Heimweg von der Arbeit, wobei er sich eine distale Radiusfraktur der rechten Hand zuzog, welche konservativ (Ruhigstellen mit Gips) behandelt wurde. Gemäss Bericht des Dr. med. B.________, Chirurgie FMH, speziell Handchirurgie, vom 30. April 1993 lag eine Schädigung des radiokarpalen Gelenkspaltes und ein axialer Handgelenkskollaps vor, ein Zustand, der chirurgisch im Sinne einer Rekonstruktion ebenfalls nicht korrigierbar war. Die Schweizerische Unfallversicherung (SUVA) erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld). Anlässlich einer kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 17. Mai 1993 kam Dr. med. O.________ zum Schluss, infolge des aufgehobenen stereoskopischen Sehvermögens seien Arbeiten, bei denen ein Fehleinschätzen der räumlichen Verhältnisse zu schweren Verletzungen führen könnte, wie Arbeiten an Fräsen oder Begehen von schlecht gesicherten Gerüsten, nur noch mit Vorsicht ausübbar. Die Beweglichkeit der rechten Hand und der Finger sei erhalten, die Belastbarkeit des Handgelenks jedoch vermindert, weswegen der Versicherte im ausgeübten Beruf als Elektromonteur nicht mehr arbeitsfähig sei. Weniger belastende handwerkliche Tätigkeiten oder Arbeiten im Bürobereich seien hingegen in vollem zeitlichem Umfang zumutbar (Bericht vom 19. Mai 1993). Mit Verfügung vom 11. Februar 1994 sprach die SUVA wegen der Folgen beider Unfälle je eine Integritätsentschädigung auf Grund einer Integritätseinbusse von 30 % (Unfall vom 7. September 1988) und 7,5 % (Unfall vom 30. September 1992) zu. Die Invalidenversicherung gewährte in der Folge berufliche Eingliederungsmassnahmen. Am 9. Januar 1994 begann K.________ eine Umschulung zum Elektroingenieur HTL, die er im März 1995 wegen ungenügender Leistungen abbrach. Vom 26. August bis 4. Oktober 1996 hielt er sich in der Beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS) auf, welche feststellte, dass die intellektuellen Fähigkeiten für eine Ausbildung zum Technischen Kaufmann, technischen Verkäufer (auch im Aussendienst) oder Disponenten (in einem Magazin oder Transportbetrieb) vorhanden seien, es jedoch an Motivation und Einsatzbereitschaft fehle (Abklärungsbericht vom 18. Oktober 1996). Die Invalidenversicherung vermittelte daraufhin einen Arbeitsplatz bei der Firma Z.________ AG als Sachbearbeiter mit Magazin- und Einkaufsaufgaben, den der Versicherte vor Ablauf der vereinbarten Frist (vom 2. November 1998 bis 1. Februar 1999) am 17. Dezember 1998 wegen gesundheitlicher Beschwerden verliess. Seit 1. September 1993 und (nach taggeldbedingtem Unterbruch) erneut ab 1. April 1995 wird K.________ eine halbe Rente der Invalidenversicherung ausgerichtet (Invaliditätsgrad von 52 %). Nach Beizug der von der IV-Stelle eingeholten Gutachten des Dr. med. U.________, Neurologie FMH, vom 15. Oktober 1999 und des Dr. med. H.________, Psychiatrie Psychotherapie FMH, vom 8. Dezember 1999, Auskünften des Spitals Q.________ vom 17. Mai 2000 und eines Berichts der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung des Dr. med. G.________ vom 15. August 2000 sprach die SUVA eine Invalidenrente auf der Grundlage einer Erwerbsunfähigkeit von 20 % mit Beginn ab 1. Januar 2001 zu (Verfügung vom 26. Februar 2001). Auf Einsprache hin wartete sie mit dem Erlass eines Entscheids bis zu der von der Invalidenversicherung veranlassten Expertisierung durch das Zentrum für Medizinische Begutachtung, Medizinische Abklärungsstelle der Eidgenössischen Invalidenversicherung (MEDAS) vom 25. Juli 2002 zu. Mit Entscheid vom 9. Dezember 2002 wies sie die Einsprache ab.