Citation: 5A_917/2022 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz hat festgestellt, dass sämtliche gerügten Vorkommnisse (fehlerhafte Kollokationen, Strafanzeige, ungerechtfertigte Verwertung) Jahre zurückliegen. Mit derart weit zurückliegenden Vorkommnissen lasse sich heute keine Befangenheit mehr begründen. Auf verspätet vorgetragene Ablehnungsgründe sei nicht einzutreten. Ein pauschal gegen eine Behörde - d.h. gegen ein ganzes Konkursamt - gerichtetes Ausstandsbegehren erfolge sodann grundsätzlich missbräuchlich und sei daher unbeachtlich. Allenfalls materiell falsche Entscheide hätten grundsätzlich auch nicht die Befangenheit des betreffenden Richters oder Beamten zur Folge. Das subjektive Empfinden, ungerecht behandelt worden zu sein oder die pauschale Behauptung, Frau H.________ habe diverse fehlbare Entscheidungen getroffen, würden daher keine Ausstandsgründe begründen. Da die Kollokationsprozesse zwischen Gläubigern der Konkursitin ausgetragen worden seien, sei es auch verfehlt, diesbezüglich von "juristischen Niederlagen" des Konkursamts zu sprechen.