Citation: 4A_116/2023 E. 5.3.1

5.3.1. Die Vorinstanz hielt im Zusammenhang mit den betreffenden Zeugenaussagen fest, die Beschwerdeführerin habe in ihrer Stellungnahme zum Beweisergebnis im erstinstanzlichen Schlussvortrag vom 2. März 2022 keine Einwendungen gegen die Zeuginnen erhoben und insbesondere nicht geltend gemacht, deren Aussagen könnten infolge vorgängiger Kontaktnahme mit dem Beschwerdegegner oder einer potenziellen Abhängigkeit von diesem nicht verwertet werden. Sie habe lediglich geltend gemacht, der Beschwerdegegner vermöge mit der Aussage von D.________ nicht zu beweisen, dass die Arbeitslast seiner Betreuerinnen nicht zu hoch gewesen sei. Den Einwand der Unverwertbarkeit der Zeugenaussagen aufgrund vorgängiger Kontakte bzw. eines Abhängigkeitsverhältnisses zum Beschwerdegegner habe sie hingegen erstmals im Berufungsverfahren geltend gemacht, womit es sich um ein unzulässiges Novum handle. Hinzu komme, dass sie sich nicht hinreichend im Sinne von Art. 311 Abs. 1 ZPO mit den erstinstanzlichen Erwägungen auseinandergesetzt und aufgezeigt habe, inwiefern die Kontaktnahme oder das behauptete Abhängigkeitsverhältnis die Angaben der Zeuginnen beeinflusst haben könnte.