Citation: 4A_596/2012 E. 3.3

3.3. Nicht unter die anfechtbaren Schiedsentscheide i.S. von Art. 190 IPRG fallen demgegenüber die prozessleitenden Verfügungen, welche das Schiedsgericht nicht binden und auf die es im Verlaufe des Verfahrens wieder zurückkommen kann (BGE 136 III 597 E. 4.2 S. 600; 136 III 200 E. 2.3.1 S. 203; 122 III 492 E. 1b/bb S. 494). Dazu zählen gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung etwa der Entscheid des Schiedsgerichts über die Leistung des Kostenvorschusses (BGE 136 III 597 E. 4.2 S. 600) sowie Beschlüsse über eine vorübergehende Sistierung des Verfahrens (BGE 136 III 597 E. 4.2 S. 600; 116 Ia 154 E. 3a S. 158), wobei letztere vor Bundesgericht immerhin dann angefochten werden können, wenn das Schiedsgericht mit dem Beschluss über die Sistierung implizit auch über seine Zuständigkeit befindet (BGE 116 Ia 154 E. 3a S. 159; zuletzt Urteil 4A_428/2011 vom 13. Februar 2012 E. 5.1.1). Zu den nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht anfechtbaren prozessleitenden Verfügungen gehören weiter auch Anordnungen des Schiedsgerichts zur Beweiserhebung, namentlich betreffend die Edition von Urkunden ( SÉBASTIEN BESSON, in: Zuberbühler et al. [Hrsg.], Swiss Rules of International Arbitration, Commentary, 2005, N. 6 zu Art. 31 ["production of documents"]; TOBIAS ZUBERBÜHLER et al., IBA Rules of Evidence, Commentary on the IBA Rules of on the Taking of Evidence in International Arbitration, 2012, N. 187 f., 224 zu Art. 3; MARKUS WIRTH, in: Basler Kommentar, Internationales Privatrecht, 2. Aufl. 2007, N. 8 zu Art. 188 IPRG; RÜEDE/HADENFELDT, Schweizerisches Schiedsgerichtsrecht, 2. Aufl. 1993, S. 286).