Citation: 1P.29/2000 21.01.2002 E. 8

8.- Das Verwaltungsgericht wies auch hinsichtlich des Bauprojektes Nr. 97045 (F.________ und G.________) die Beschwerde ab. Dabei verwies es wiederum auf die Ausführungen im regierungsrätlichen Entscheid. Zusätzlich machte es noch ergänzende Ausführungen zur Frage der Ermittlung des gewachsenen Terrains. Die Beschwerdeführer rügen unter verschiedenen Gesichtspunkten eine Verletzung des Willkürverbots. a) Der Regierungsrat erachtet die im Bereich des heute übergrünten Teils eines alten Wasserreservoirs geplante Hofmauer als baurechtskonform. Gemäss Art. 148 BauG sei die Höhe der Mauer ab dem gewachsenen Terrain zu messen. Der Begriff "gewachsenes Terrain" werde in Art. 46 BauV umschrieben. Seit dem etwa siebzig Jahre zurückliegenden Bau des Wasserreservoirs seien keine weiteren Terrainveränderungen mehr erfolgt, so dass die gegenwärtigen Terrainverhältnisse als gewachsenes Terrain im Sinne der genannten Bestimmungen zu gelten hätten. Aus den Schnittzeichnungen gehe sodann hervor, dass die Mauer an keinem Punkt die Maximalhöhe von 3.00 m gemäss Art. 148 BauG ab gewachsenem Terrain übersteige. b) Soweit die Beschwerdeführer dem Verwaltungsgericht willkürliche Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweiswürdigung vorwerfen, genügt die Beschwerde den Begründungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht. Die diesbezüglichen Ausführungen betreffen vielmehr den zentralen Streitpunkt, ob die kantonalen Behörden in willkürfreier Auslegung von § 46 BauV das übergrünte Wasserreservoir als gewachsenes Terrain behandeln durften. § 46 BauV hat folgenden Wortlaut: "1 Als gewachsenes Terrain gilt der bei Einreichung des Baugesuches bestehende Verlauf des Bodens. 2Wurde der Boden im Hinblick auf die beabsichtigte Nutzung des Grundstückes oder zur Umgehung von Bauvorschriften umgestaltet, ist auf frühere Verhältnisse zurückzugreifen.. " Massgebend für die Bestimmung des gewachsenen Terrains ist somit grundsätzlich das Terrain, wie es sich bei der Einreichung des Baugesuches darstellt (§ 46 Abs. 1 BauV). Einzig bei Terrainveränderungen, die im Hinblick auf die beabsichtigte Nutzung des Grundstücks oder zur Umgehung von Bauvorschriften vorgenommen wurden, ist auf die früheren Verhältnisse abzustellen (§ 46 Abs. 2 BauV). c) Die Beschwerdeführer behaupten nicht, es liege ein Anwendungsfall von § 46 Abs. 2 BauV vor, weshalb auf die Verhältnisse vor dem Reservoirbau zurückgegriffen werden müsste. Sie sind jedoch der Auffassung, als "bestehender Verlauf des Bodens" im Sinne von § 46 Abs. 1 BauV könne nicht eine künstlich übergrünte Baute gemeint sein. Die gegenteilige Auffassung der kantonalen Behörden erweist sich jedoch nicht als willkürlich. Es ist vertretbar eine vor siebzig Jahren geschaffene Geländeveränderung als feste Gegebenheit zu akzeptieren und somit als gewachsenes Terrain im Sinne von § 46 Abs. 1 BauV zu behandeln. Der Umstand, dass diese Terrainveränderung nicht auf eine blosse Geländeaufschüttung, sondern auf die Ueberdeckung und Begrünung eines Reservoirs zurückzuführen ist, macht das Vorgehen der kantonalen Behörden nicht willkürlich. d) Das Verwaltungsgericht gab zur Frage der Geländesituation vor dem Bau des Wasserreservoirs ein Gutachten in Auftrag. Da - wie ausgeführt - die kantonalen Behörden ohne Willkür den gegenwärtigen Geländeverlauf als gewachsenes Terrain behandeln durften, sind die ursprünglichen Verhältnisse zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde nicht von Interesse. Auf die von den Beschwerdeführern im Zusammenhang mit diesem Gutachten erhobenen Rügen ist deshalb nicht einzutreten. Gleich verhält es sich, soweit die Beschwerdeführer die Höhe der Hofmauer infolge des willkürlich ermittelten gewachsenen Terrains beanstanden.