Citation: 1C_6/2020 E. 2

Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl sprach C.________ mit Strafbefehl vom 23. August 2019 der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB schuldig und bestrafte sie mit einer Geldstrafe. Mit Schreiben vom 7. September 2019 erhob A.________ Einsprache gegen den Strafbefehl, da ihrer Ansicht nach C.________ der Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 StGB hätte schuldig gesprochen und schärfer bestraft werden müssen. Zudem erstatte sie Strafanzeige gegen den Stadtpolizisten B.________ wegen Amtsmissbrauchs und ungetreuer Amtsführung. Sie machte geltend, der Stadtpolizist habe im Polizeirapport die Straftatbestände falsch dargestellt und der Straftäterin Vorteile gewährt. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl übermittelte die Akten mit Verfügung vom 23. September 2019 der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich, um über die Erteilung der Ermächtigung zur Strafverfolgung zu entscheiden. Die III. Strafkammer erteilte der Staatsanwaltschaft mit Beschluss vom 22. November 2019 die Ermächtigung zur Strafverfolgung nicht und auferlegte der Strafanzeigerin die Kosten des Ermächtigungsverfahrens von Fr. 600.--. Zur Begründung führte sie zusammenfassend aus, dass klarerweise in keinerlei Hinsicht Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verhalten des Stadtpolizisten ersichtlich seien. Die Anzeige erweise sich als haltlos. Die Anzeigerin sei in einem früheren Verfahren ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass sie bei weiteren haltlosen Strafanzeigen gegen Beamte mit Kosten bezüglich des Ermächtigungsverfahrens zu rechnen habe. Deshalb seien ihr vorliegend die Verfahrenskosten aufzuerlegen.