Citation: 1C_271/2020 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer beruft sich in erster Linie auf Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG. Diese Bestimmung sei mit Blick auf Art. 29 Abs. 1 BV so auszulegen, dass die Beschwerde auch gegen Zwischenentscheide zulässig sei, mit denen die kantonale Vorinstanz Rechtsfragen offen gelassen habe, deren Beantwortung einen sofortigen Endentscheid herbeigeführt und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beschwerdeverfahren erspart hätte. Dies sei vorliegend der Fall. Die Vorinstanz habe im angefochtenen Entscheid seine Rüge, das strittige Bauvorhaben verletze Art. 9 und 10 der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Küsnacht, nicht geprüft. Die Beurteilung dieser Rüge als begründet hätte jedoch sofort einen Endentscheid herbeigeführt und damit das sehr aufwendige Beweisverfahren, welches das Baurekursgericht als Folge des Rückweisungsentscheids nunmehr durchzuführen habe, vermieden. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG soll zwar prozessökonomischen Anliegen Rechnung tragen (vgl. BGE 139 V 42 E. 3.2 S. 48). Seine Anwendung setzt jedoch voraus, dass das Bundesgericht selbst einen Endentscheid fällen könnte und die Sache nicht an die Vorinstanz oder eine andere Behörde zurückweisen müsste (vgl. BGE 133 III 634 E. 1.1 S. 636; 133 III 629 E. 2.4.1 S. 233; jeweils mit Hinweis; Urteil 1C_550/2017 vom 6. Februar 2018 E. 1.2.2). Erforderlich ist ausserdem, dass sich das Beweisverfahren, das durch den Endentscheid des Bundesgerichts vermieden würde, hinsichtlich der Dauer und der Kosten deutlich von gewöhnlichen Beweisverfahren abhebt (vgl. Urteile 1C_336/2020 vom 22. Juni 2020 E. 2.2; 1C_191/2019 vom 8. April 2019 E. 1.2; 1C_313/2018 vom 13. November 2018 E. 3.3). Vorliegend ist bereits die erste der beiden kumulativen Voraussetzungen nicht erfüllt. Da die Vorinstanz die erwähnte Rüge des Beschwerdeführers nicht beurteilt hat, könnte das Bundesgericht keinen Endentscheid fällen. Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG kommt daher schon aus diesem Grund nicht zur Anwendung. Auf die zweite Voraussetzung - deren Erfüllung zweifelhaft erscheint (vgl. Urteile 1C_191/2019 vom 8. April 2019 E. 1.2; 1C_313/2018 vom 13. November 2018 E. 3.3) - ist daher nicht weiter einzugehen.