Citation: 5A_827/2023 E. 7.3

7.3. Zur Ehefrau hielt das Kantonsgericht fest, diese gehe seit Mai 2022 einer Erwerbstätigkeit als Expertin für Biodiversitätsförderflächen beim Kanton St. Gallen im Umfang von 5 % nach. Dadurch erziele sie ein monatliches Einkommen von rund Fr. 330.--. Da das jüngste Kind seit August 2020 schulpflichtig sei, könne der Ehefrau ab diesem Zeitpunkt bei Anwendung des Schulstufenmodells grundsätzlich eine Erwerbstätigkeit zu 50 % zugemutet werden. Allerdings seien die vier Kinder damals erst 4, 6, 7 und 8 Jahre alt gewesen, weshalb eine grössere ausserschulische Betreuungslast vorgelegen habe. Mittlerweile seien die Kinder drei Jahre älter. Am Wohnort der Ehefrau bestünden sodann umfassende ausserschulische Betreuungsmöglichkeiten, womit sowohl während der Schulzeit wie auch in den Schulferien eine Betreuung von 06.45 Uhr bis 18 Uhr sichergestellt sei. Ausserdem übernehme der Ehemann einen Teil der Betreuungsaufgaben. Die Ehefrau sei 44 Jahre alt und verfüge über ein abgeschlossenes Biologiestudium. Damit bestünden verschiedene Erwerbsmöglichkeiten in der öffentlichen Verwaltung, in Umweltberatungsbüros oder Umweltschutzorganisationen, in der Industrie, in botanischen oder zoologischen Gärten sowie im Unterrichtswesen. Ausgehend von statistischen Lohnberechnungen (Lohnrechner Salarium) könne der Ehefrau unter diesen Umständen unter Berücksichtigung des Umstands, dass sie lange Zeit nicht mehr am Arbeitsmarkt teilgenommen habe, für eine Tätigkeit zu 50 % ein Nettoeinkommen von monatlich Fr. 3'000.-- angerechnet werden. Es sei ihr indes eine angemessene Übergangsfrist bis Januar 2024 zu gewähren. Zusammenfassend rechnet das Kantonsgericht der Ehefrau ab Januar 2023 ein monatliches Einkommen von Fr. 330.-- und ab Januar 2024 ein solches von Fr. 3'000.-- an.