Citation: I 813/02 07.05.2003 E. 6

Zu prüfen bleibt, ob die Verwaltung und das kantonale Gericht zu Recht einen Anspruch auf Rentenleistungen der Invalidenversicherung zufolge eines ermittelten Invaliditätsgrades von weniger als 40 % ablehnten. 6.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das der Versicherte nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre (Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 Erw. 2a und b). 6.2 In Bezug auf das ohne Gesundheitsschaden erzielbare Erwerbseinkommen (Valideneinkommen) ist - entgegen Verwaltung und Vorinstanz - gestützt auf die zutreffend als Grundlage herangezogenen Einkommensverhältnisse gemäss Auszug aus dem individuellen Konto von dem im letzten Jahr vor Eintritt des Gesundheitsschadens (AHI 2000 S. 303; vgl. Anmeldung zum Leistungsbezug vom 16. September 1998: Ausbruch der Krankheit im Jahre 1996) abgerechneten Verdienst von Fr. 52'000.- (im Jahre 1995) auszugehen, da sich der Verdienst zumindest von 1991 (Fr. 48'500) bis 1995 relativ stabil entwickelte. Im Weiteren übersahen sowohl die IV-Stelle als auch das kantonale Gericht, dass auch das hypothetische Valideneinkommen Selbstständigerwerbender auf den Zeitpunkt des Erlasses einer Rentenverfügung der nominalen und realen Einkommensentwicklung anzupassen ist (ZAK 1990 S. 519 Erw. 3c), wobei mangels spezifischer Tabellen für Selbstständigerwerbende, welche auf den Tätigkeitsbereich der Beschwerdeführerin zugeschnitten sind, auf die Lohnstatistik des Bundesamtes für Statistik abzustellen ist. In den Jahren 1995 bis 2000 stieg der Nominallohnindex für weibliche Arbeitnehmerinnen von 2087 auf 2190 Punkte und der entsprechende Reallohnindex erhöhte sich von 307 auf 311 Punkte (vgl. Die Volkswirtschaft 6/2002 S. 81 Tabelle B10.3). Wird demnach das vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielte Einkommen von Fr. 52'000.- entsprechend aufgewertet, ergibt sich für den Zeitpunkt der angefochtenen Rentenverfügung vom 31. Oktober 2000 ein hypothetisches jährliches Valideneinkommen von rund Fr. 55'250.- oder von rund Fr. 4600.- monatlich (Fr. 52'000.- : 2087 x 2190 = Fr. 54'574.-; Fr. 52'000.- : 307 x 311 = Fr. 52'677.- - Fr. 52'000.- = Fr. 677.-). Selbst wenn - wie nachfolgend zu zeigen sein wird - mit der Beschwerdeführerin von einem Valideneinkommen von Fr. 56'268.- auszugehen wäre, würde sich am Ergebnis eines auf jeden Fall geringeren Invaliditätsgrades als 40 % nichts ändern.