Citation: 7B_729/2023 E. 2.3.1

2.3.1. Den für die Härtefallprüfung relevanten Sachverhalt stellt die Vorinstanz zusammengefasst wie folgt fest: Der Beschwerdeführer ist am xx.xx.1988 in U.________ in Tunesien geboren und dort aufgewachsen. Nach achtjähriger Schulzeit liess er sich zum Schreiner ausbilden. In den Jahren 2011 und 2013 hielt er sich erstmals mehrere Male in der Schweiz auf, dies als Tourist mit tunesischem Reisepass und italienischer Aufenthaltsbewilligung. Aufgrund einer Verurteilung wegen Widerhandlungen gegen das BetmG vom 18. April 2013 sowie zwei weiteren gegen seine Person eingeleiteten Strafverfahren verfügte das Migrationsamt des Kantons Solothurn (MISA) am 26. August 2013 seine Wegweisung. Am selben Tag erliess das damalige Bundesamt für Migration ein Einreiseverbot für das Staatsgebiet der Schweiz für die Dauer vom 27. August 2013 bis 26. August 2016. Gegen dieses Verbot verstiess der Beschwerdeführer wenige Monate später mehrfach. Am 24. Oktober 2014 heiratete er in Tunesien eine in Rumänien geborene Schweizer Staatsbürgerin, woraufhin das Staatssekretariat für Migration das Einreiseverbot aufhob. Anschliessend folgte die Einreise des Beschwerdeführers in die Schweiz im Rahmen des Familiennachzugs am 1. März 2015 sowie die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung am 24. März 2015 mit letztmaliger Verlängerung bis am 28. Februar 2019. Seither befindet sich sein Ausweis beim MISA zwecks Prüfung einer erneuten Verlängerung. Das Ehepaar A.________ hat einen gemeinsamen Sohn, geboren am xx.xx.2015, und eine gemeinsame Tochter, geboren am xx.xx.2021. Abgesehen von der Kernfamilie verfügt der Beschwerdeführer in der Schweiz und in Europa über keine Verwandten. Seine Eltern und seine Geschwister (zwei Brüder und zwei Schwestern) leben in Tunesien; zu ihnen pflegt er Kontakt. In jüngerer Vergangenheit beantragte er beim MISA regelmässig Rückreisevisa für Aufenthalte in Tunesien zwecks Ferien sowie aus familiären Gründen (Besuch der erkrankten Mutter und der weiteren Verwandtschaft). Letztmals wurde ihm im Sommer 2022 ein solches Rückreisevisa ausgestellt. Beim beruflichen Werdegang des Beschwerdeführers sind diverse Stationen zu verzeichnen, namentlich im handwerklichen und im gastronomischen Bereich. Ebenfalls aktenkundig ist eine selbstständige Erwerbstätigkeit im Bereich Autohandel. Zwischenzeitlich hat sich die berufliche Situation des Beschwerdeführers stabilisiert. Als Mitarbeiter Kommissionierung für die B.________ AG verfügt er nun erstmals über eine Festanstellung zu einem Pensum von 100 % und das aktuelle Zwischenzeugnis fällt insgesamt positiv aus. Der Beschwerdeführer ist im Weiteren mit keinen Betreibungen oder Verlustscheinen im Betreibungsregister verzeichnet und hat bis zum heutigen Zeitpunkt keine Leistungen der gesetzlichen Sozialhilfe erhalten.