Citation: 1P.467/2003 27.11.2003 E. 6.8

6.8.1 Schliesslich berücksichtigt das Obergericht in seiner Beurteilung auch gewissen Vorbehalte gegenüber der Geschädigten. Sie habe bezüglich der Sachbeschädigung von Brille und Natel möglicherweise übertriebene Ausführungen gemacht. Das Gleiche gelte auch für ihre Bestreitung, je zurückgeschlagen zu haben. Es falle auch auf, dass sie ein vor ihrem Auszug ins Frauenhaus bestehendes Verhältnis zu D.________ stets bestritten habe, indessen vor der Vorinstanz sehr lange gezögert habe, bevor sie die Frage, ob sie mit ihm vor der Auflösung des Haushalts Sex gehabt habe, verneint habe. Des Weitern habe die Geschädigte offenbar Fr. 20'000.-- an Alimenten sowohl vom Beschwerdeführer als auch von der Alimentenbevorschussung bezogen und müsse nun dem Sozialamt den zu viel bezahlten Betrag zurückzahlen. Diese Bezüge seien sicher unkorrekt und allenfalls strafbar. Gesamthaft bestehen für das Obergericht jedoch keine Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Geschädigten in der Schilderung der Vergewaltigung vom 7. Juli 2001. 6.8.2 Gerade die Tatsache, dass das Obergericht auch die gegen die Geschädigte sprechenden Elemente in seine Beurteilung mit einbezieht, zeugt von einer sorgfältigen Beweiswürdigung, die denn auch in diesem Punkt nicht willkürlich ist. Ganz offensichtlich können bestimmte Aussagen der Geschädigten nicht unbesehen für bare Münze genommen werden. Wertet das Obergericht ihre Schilderungen dennoch schlüssiger als die widersprüchlichen Aussagen ihres Ehemannes, stellt dies in Berücksichtigung der weiteren Umstände keine Verfassungsverletzung dar.