Citation: 1P.754/2005 21.02.2006 E. 3

Die Beschwerdeführerin bringt vor, S.________, F.________ und Z.________ hätten im kantonalen Beschwerdeverfahren als Zeugen befragt werden sollen. Überdies hätte sie zu Ergänzungsfragen an die Angeschuldigten zugelassen werden sollen. 3.1 Die Staatsanwaltschaft hat die Strafuntersuchung mangels Tatbestand aufgehoben (Art. 182 Abs. 1 StPO/SG), das heisst nach durchgeführter Untersuchung in vorweggenommener Würdigung der Beweise und der Rechtslage die Prognose gestellt, ein allfälliges Gerichtsverfahren würde zu einem Freispruch führen (angefochtener Entscheid S. 8 Ziff. III.1). Die Beschwerdeführerin hat sich im kantonalen Beschwerdeverfahren hauptsächlich gegen die Aufhebung der Strafuntersuchung mangels Tatbestand gewendet und ausgeführt, wieso die Tatbestandsmässigkeit der vorgeworfenen Handlungen aus ihrer Sicht erfüllt sei. Im Weiteren hat sie beantragt, den Untersuchungsrichter für befangen zu erklären. 3.2 Die staatsrechtliche Beschwerde ist, von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen, gegen einen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid zu richten (Art. 86 Abs. 1 OG). Streitgegenstand ist das darin geordnete Rechtsverhältnis, soweit es noch streitig ist. Grundsätzlich darf der Streitgegenstand nicht über den letztinstanzlichen kantonalen Entscheid hinausgehen. Für die Klärung von darin nicht behandelten Fragen fehlt dem Beschwerdeführer das rechtlich geschützte Interesse (Art. 88 OG). 3.3 Die Beschwerdeführerin hat die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs, der Parteirechte und des Willkürverbots vor der Anklagekammer - soweit ersichtlich - nicht ausdrücklich vorgebracht, obwohl dies hinsichtlich des Untersuchungsverfahrens möglich gewesen wäre. Entsprechend behandelt der angefochtene Entscheid diese Fragen nicht. Es ist zweifelhaft, ob die genannten Rügen überhaupt zulässig sind, da sie vor Bundesgericht erstmals vorgebracht werden. Auf die Vorbringen wäre nicht einzutreten, soweit sie bereits vor der Anklagekammer hätten geltend gemacht werden müssen. Die Frage kann vorliegend aber offen gelassen werden, weil die Beschwerde aus den folgenden Erwägungen abzuweisen wäre, wenn auf sie eingetreten würde.