Citation: I 538/99 05.04.2000 E. A

A.- Der 1957 geborene, aus dem Kosovo stammende S.________ war seit Juli 1990 als Bauarbeiter in der Firma G.________ AG tätig. Am 15. Mai 1996 wurde er von einem Hund angefallen und in die Oberschenkel gebissen. Noch während der Rekonvaleszenz ereignete sich am 6. Juni 1996 ein weiterer Unfall. Als der Versicherte bei einem Brand- ausbruch im Personalhaus ein Kind retten wollte, stürzte er vom Geländer des Balkons im ersten Stockwerk, wobei er sich eine Commotio cerebri und eine Rückenkontusion zuzog. Wegen Fortbestehens einer massiven generellen Muskelverspannung sowie einer unspezifischen Schmerzsymptomatik wurde er am 20. Juni 1996 vom Spital Z.________ in die chirurgische Abteilung des Spitals X.________ verlegt, wo die Ärzte eine psychische Belastungsstörung diagnostizierten (Bericht vom 8. Juli 1996). Von dort erfolgte am 8. Juli 1996 die Ein- weisung in die SUVA-Rehabilitationsklinik zur physio- und psychotherapeutischen Behandlung bis 5. September 1996. Nachdem ein Arbeitsversuch an der bisherigen Stelle am 9. September 1996 wegen akuten Erbrechens hatte abgebrochen werden müssen, überwies der Hausarzt, Dr. med. M.________ seinen Patienten an den SUVA-Kreisarzt Dr. med. K.________. Dieser stellte anlässlich der Untersuchung vom 9. Oktober 1996 fest, dass von den in der Rehabilitationsklinik er- zielten Fortschritten nichts mehr zu sehen war. In Über- einstimmung mit der Beurteilung der dortigen Mediziner kam er zum Schluss, dass ausschliesslich von einer psychischen Störung mit Konversionsneurose auf dem Hintergrund einer deutlich hysterischen Psychodynamik nach zweimaliger Trau- matisierung und Angst vor dem Verlust der Existenzgrundlage auszugehen sei. Nach einem epilepsieähnlichen Anfall vom 14. Oktober 1996 wurde S.________ wegen Verdachts auf einen hysterischen Dämmerzustand in die Klinik Y.________, Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie, eingewiesen, wo im Rahmen der vom 15. bis 30. Oktober und vom 5. November bis 12. Dezember 1996 dauernden Behandlung die Diagnose einer konversionsneurotischen Entwicklung nach Hundebiss und Sturz vom Balkon mit psychogenen Dämmerzuständen, epilepsieähnlichen Anfällen, sensorischen und Bewegungs- störungen sowie zeitweise psychogener Pseudodemenz (Gan- ser-Syndrom) bestätigt wurde (Austrittsberichte vom 12. Dezember 1996). Auf Veranlassung des Hausarztes er- folgte vom 7. Oktober bis 5. Dezember 1997 eine Hospita- lisation in der Medizinischen Abteilung des Spitals Z.________ (Bericht vom 24. Dezember 1997). Seit den beiden Unfällen geht S.________ keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. Nachdem die SUVA mit Einspracheentscheid vom 12. No- vember 1997 eine über den 10. März 1997 hinausgehende Leis- tungspflicht abgelehnt hatte, meldete sich S.________ am 19. Januar 1998 bei der Invalidenversicherung zum Leis- tungsbezug an. Die IV-Stelle Bern zog die Akten der SUVA bei. Ferner holte sie die Berichte des Dr. med. M.________ vom 31. Januar 1998 und der Klinik Y.________ vom 17. März 1998 ein. Gestützt auf diese Unterlagen wies sie das Leis- tungsbegehren nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren mit Verfügung vom 14. August 1998 ab.