Citation: 6B_535/2019 E. 2.2

2.2. Dem Argument, dass die Entsorgung der alten Küche und die Planung der neuen Küche nicht der Feuersbrunst, sondern dem Ersatz der Küche geschuldet sei, kann nicht gefolgt werden. Diese Massnahmen wurden erst durch den vom Beschwerdeführer verursachten Brand erforderlich und sind damit entschädigungspflichtig. Wird eine beschädigte Sache repariert, sind die Reparaturkosten zu ersetzen, soweit diese den Zeitwert der Sache nicht übersteigen. Beim Ersatz der Sache ist hingegen grundsätzlich nur der Zeitwert zu entschädigen (ROLAND BREHM, Berner Kommentar, 4. Aufl. 2013, N. 21c ff. zu Art. 42 OR; CAROLE AUBERT, in: Bohnet/Montini [Hrsg.], Droit du bail à loyer et à ferme, 2. Aufl. 2017, N. 32 zu Art. 267 OR). Vorteile, die dem Geschädigten durch die Schadensverursachung entstehen, sind in der Regel anzurechnen (BREHM, a.a.O., N. 27 ff. zu Art. 42 OR). Dass die Kosten für das Abschleifen und Versiegeln des Parketts den Zeitwert desselben übersteigen oder die Geschädigte dadurch einen Vorteil erlangt hat, der allenfalls anzurechnen wäre, ist nicht ersichtlich. Hinsichtlich der Kosten für die Entsorgung der alten Küche und die Planung der neuen Küche stellt sich die Frage einer Reduktion der Entschädigung auf den Zeitwert nicht, zumal der Geschädigte dadurch von vornherein keinen Vorteil erlangen kann. Die Rüge ist unbegründet.