Citation: 1C_383/2022 E. 4.6

4.6. Die Beschwerdeführerin machte im Rekursverfahren überdies geltend, das AfU sei gar nicht in der Lage, in kurzen Abständen gestellte Bewilligungsgesuche fristgerecht zu bearbeiten. Es wirft dem Departement vor, auf dieses Argument unter Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht eingegangen zu sein. Das Verwaltungsgericht verneinte eine Verletzung des rechtlichen Gehörs bzw. der Begründungspflicht, weil die Behörde nicht verpflichtet sei, sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinanderzusetzen, sondern sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken könne. Dem ist zuzustimmen: Die Frage, ob das AfU in der Lage sei, in kurzen Abständen sich wiederholende Bewilligungsgesuche fristgerecht zu bearbeiten, wäre entscheiderheblich, wenn ein dreijähriger Rhythmus auf Dauer bzw. generell eingeführt würde. Dies ist nicht der Fall, sondern es ist vorgesehen, zukünftig wieder dem üblichen, fünfjährigen Bewilligungsrhythmus zu folgen, sofern sich die Beschwerdeführerin bewährt. Die zwischenzeitlich erfolgte Verlängerung der Bewilligung ist durch das hängige bundesgerichtliche Verfahren bedingt; aus ihr lassen sich daher keine Schlüsse für die streitige Frage ziehen.