Citation: 4A_388/2021 E. 5.2

5.2. Weiter rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Sie beanstandet, die Vorinstanz habe den Sachverhalt von Amtes wegen um Einzeltatsachen ergänzt, die sich bloss in den AVP fänden und nicht behauptet worden seien. Diese bildeten daher nicht Prozessstoff. Den Parteien sei nicht zumutbar, bereits im Vorfeld zu sämtlichen denkbaren Einwänden der Gegenpartei Stellung zu nehmen und diese vorsorglich zu entkräften. Vielmehr müssten die Parteien nur bei entsprechender Behauptung oder Bestreitung der Gegenpartei tätig werden. Die Vorinstanz hätte sich in ihrem Entscheid nicht einzig auf diese neuen, von Amtes wegen ergänzten Einzeltatsachen aus den AVP abstützen dürfen, ohne den Parteien vorgängig dazu das rechtliche Gehör zu gewähren. Wäre ihr das rechtliche Gehör gewährt worden, hätte sie darlegen können, dass sie aus rein existenzieller Not und Unwissen diese Angaben getätigt habe. Die Vorinstanz hätte dann die Abweisung der Klage nicht einzig auf ihre eigene Interpretation dieser Angaben stützen dürfen.