Citation: 4A_278/2016 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erkannte, die Parteien hätten die zwischen ihnen und die zwischen der Gesellschaft und dem Beschwerdeführer bestehenden Rechte und Pflichten mit den beiden Vereinbarungen vom 13. September 2012 abschliessend und umfassend regeln wollen. Es wird aus der Begründung im angefochtenen Entscheid nicht ganz klar, ob die Vorinstanz annahm, dies habe dem übereinstimmenden tatsächlichen Willen der Parteien entsprochen - also auch jenem des Beschwerdeführers im damaligen Zeitpunkt - oder ob sie (nur) davon ausging, der Beschwerdegegner habe jedenfalls nach dem Vertrauensprinzip auf einen entsprechenden Willen des Beschwerdeführers schliessen dürfen. Für ersteres spricht der Hinweis auf die Befragung des Beschwerdeführers vor erster Instanz und seine Antwort auf die Frage, ob man den ABV aussen vor lassen wollte (vgl. E. 2 hiervor). Für das Zweite spricht, dass die Vorinstanz ausführte, der Beschwerdegegner habe nach Treu und Glauben davon ausgehen dürfen, dass der Beschwerdeführer keine weiteren Ansprüche aus dem ABV mehr erheben würde. Auch wenn aber zu Gunsten des Beschwerdeführers von einer vertrauenstheoretischen Auslegung ausgegangen wird, womit eine vom Bundesgericht frei überprüfbare Rechtsfrage - und nicht wie bei der Feststellung einer tatsächlichen Willensübereinstimmung eine Frage der Beweiswürdigung (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. E. 1.3 hiervor) - vorliegt (BGE 133 III 61 E. 2.2.1 S. 67; 132 III 24 E. 4 S. 28, 268 E. 2.3.2 S. 274 f., 626 E. 3.1 S. 632), ist die Würdigung der Vorinstanz nicht zu beanstanden. Zuzustimmen ist dem Beschwerdeführer zwar insofern, als er geltend macht, dass die beiden Vereinbarungen vom 13. September 2012 mit Bezug auf mögliche Ansprüche des Beschwerdeführers gegen den Beschwerdegegner aus dem ABV keine Saldoklausel enthielten. Die Austrittsvereinbarung, mit der gemäss Präambel (E) die weiteren "Details des Austritts des Arbeitnehmers [...] abschliessend" geregelt werden sollten, wurde nur zwischen der Gesellschaft und dem Beschwerdeführer geschlossen. Sie betraf also nicht persönliche Verpflichtungen des Beschwerdegegners. Die Rüge des Beschwerdeführers, deswegen und weil die Verträge vom 13. September 2012 einen ausdrücklichen Schriftlichkeitsvorbehalt enthalten hätten, dürfe kein impliziter Verzicht auf weitere Ansprüche angenommen werden, ist trotzdem nicht stichhaltig. Die Schriftlichkeitsvorbehalte betrafen die in diesen beiden Verträgen geregelten Gegenstände. Im Aktienkaufvertrag, der allein auch zwischen den vorliegenden Parteien (und F.________) geschlossen wurde, wird dies in Ziffer 11.5 ausdrücklich gesagt. Nur weitere Vereinbarungen betreffend den zwischen den Parteien abgeschlossenen Gegenstand - den Aktienkauf - hätten somit der Schriftlichkeit bedurft. Mit dem Verkauf der Aktien wurde der ABV aber nach übereinstimmenden Angaben der Parteien hinfällig. Der Beschwerdegegner weist zu Recht mit Aktenhinweis darauf hin, dass der Beschwerdeführer in seiner erstinstanzlichen Replik ebenfalls davon ausgegangen war, der ABV sei mit dem Aktienverkauf dahingefallen. Im Gegensatz zum Aktienverkauf und der Regelung aller Einzelheiten betreffend Rechte und Pflichten zufolge Ausscheiden aus der Arbeitstätigkeit, die mit der Austrittsvereinbarung abschliessend geregelt wurden und geregelt werden mussten, bestand daher keine Veranlassung, eine Vereinbarung auch zum ABV zu treffen. Dass die Parteien selber von einem Hinfall des ABV ausgingen, zeigt sich im Übrigen auch darin, dass sie im Aktienkaufvertrag (Ziff. 6.2) ein Konkurrenzverbot regelten, das im Umkreis von 50 km während zwei Jahren nach Vollzug des Aktienkaufs geltend sollte. Dieses ersetzte offensichtlich das in Ziffer 5 des ABV enthaltene Konkurrenzverbot, das ebenfalls für den Umkreis von 50 km vereinbart war und nach dem Ausscheiden eines Vertragspartners für die folgenden zwei Jahre gelten sollte. Daraus, dass die Parteien es unterliessen, eine Vereinbarung auch zum ABV zu treffen und entsprechend auch keine Saldoklausel zum ABV vorliegt, kann der Beschwerdeführer daher nichts für sich ableiten. Das war vielmehr naheliegend. Der Beschwerdeführer meint allerdings, eine Saldoklausel betreffend ABV hätte sich aufgedrängt, weil die Parteien anwaltlich vertreten waren und er unmittelbar im Anschluss an die Kündigung auf die Verletzung des ABV aufmerksam gemacht habe, was er bereits vor Vorinstanz geltend gemacht habe. Die Vorinstanz ist zu Recht nicht darauf eingegangen. Selbst wenn er nach der Kündigung Ansprüche aus der Verletzung des ABV erhoben hätte - die Vorinstanz hat dazu keine Feststellungen getroffen -, hätte umso mehr Anlass bestanden, diese im Rahmen der abschliessenden Vereinbarungen vorzubringen. Wenn der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer dies nicht tat, durfte der Beschwerdegegner nach Treu und Glauben davon ausgehen, mit den beiden Vereinbarungen vom 13. September 2012 seien alle Verpflichtungen dem Beschwerdeführer gegenüber erledigt. Dies umso mehr, als der Beschwerdeführer in seiner von der Vorinstanz zitierten Aussage selber ausführte, man habe den ABV nicht aussen vor lassen wollen, worauf der Beschwerdeführer mit keinem Wort eingeht. Es kann unter diesen Umständen offen bleiben, ob das weitere Argument der Vorinstanz, mit der Entschädigung des Substanzwerts der Aktien sei der künftige Ertrag und damit die künftigen Einkommensmöglichkeiten abgegolten worden, weshalb der Schutz der Forderungen des Beschwerdeführers für Erwerbsausfall zu einer doppelten Entschädigung führen würde, falsch ist, wie der Beschwerdeführer meint.