Citation: 6B_556/2024 E. A

Mit Anklageschrift vom 14. April 2022 wirft die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich A.________ vor, B.________ vergewaltigt zu haben. Nachdem sich die beiden kurz zuvor über eine Dating-Plattform kennengelernt hatten, trafen sie sich am 28. Juli 2017 zwischen 19.00 Uhr und 20.00 Uhr am Hauptbahnhof in Zürich. Nach einem ca. zweistündigen Restaurantbesuch fuhr A.________ B.________ mit seinem Auto in eine Tiefgarage am U.________platz, wo er Dauermieter eines Parkplatzes war. In dieser Garage soll A.________ gemäss Anklage drei Mal gegen den geäusserten Willen von B.________ unter Anwendung von Gewalt (Festhalten mit seinen Händen) mit dieser den ungeschützten vaginalen Geschlechtsverkehr vollzogen haben: Ein erstes Mal im Stehen neben dem Auto, ein weiteres Mal, nachdem er sie bäuchlings auf einen neben dem Auto stehenden Tisch geschubst haben soll, und schliesslich ein drittes Mal, nachdem er sie wiederum Richtung Auto gestossen haben soll, sodass sie mit ihrem Bauch in Richtung Auto gestanden sei. B.________ habe dabei jeweils versucht, A.________ wegzudrücken oder sich wegzubewegen, was ihr aber aufgrund ihrer körperlichen Unterlegenheit nicht gelungen sei. Ca. 10 bis 30 Minuten nach dem Eintreffen in der Tiefgarage soll A.________ schliesslich von B.________ abgelassen haben. B.________ habe sich einerseits zufolge ihrer körperlichen Unterlegenheit nicht stärker wehren können, andererseits aber auch, weil A.________ das Tor in der Tiefgarage geschlossen und B.________ die Örtlichkeiten und damit mögliche Fluchtwege nicht gekannt habe. A.________ bestreitet den dreimaligen ungeschützten Geschlechtsverkehr mit B.________ nicht, macht jedoch geltend, dieser sei freiwillig erfolgt.