Citation: 4A_23/2018 E. 2.2.1

2.2.1. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts erwächst ein Entscheid nur in jener Form in Rechtskraft, wie er im Urteilsdispositiv zum Ausdruck kommt. Zwar ergibt sich dessen Tragweite vielfach erst aus den Urteilserwägungen. Im übrigen haben die tatsächlichen Feststellungen und die rechtlichen Erwägungen eines Entscheids aber in einer anderen Streitsache keine bindende Wirkung (BGE 123 III 16 E. 2 S. 18 f. mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 4C.233/2000 vom 15. November 2000, E. 3a). Vor diesem Hintergrund trifft es nicht zu, dass Lehre und Rechtsprechung davon ausgehen, die Rechtskraft eines erstinstanzlichen Entscheides erstrecke sich nicht nur auf das Dispositiv, sondern erfasse auch die Erwägungen. Diese sind nur zur Bestimmung der Tragweite des Dispositivs heranzuziehen und nehmen im Übrigen an der Rechtskraft gerade nicht Teil. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern auf diese Rechtsprechung zurückzukommen ist, sondern weicht einfach davon ab. Damit thematisiert er keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung. Entschieden wurde im erstinstanzlichen Verfahren, ob C.________ eine Forderung von Fr. 22'500.-- nebst Zins zusteht. Da seine Klage abgewiesen wurde, hat das Bezirksgericht antragsgemäss die Klage des Beschwerdeführers behandelt. Auch hier bildete Prozessthema aber die Frage, ob ihm eine Forderung von Fr. 13'000.-- gegen den Beklagten zusteht. Diese Frage wurde im Dispositiv beantwortet. Damit stellt sich die Frage, ob die Gültigkeit oder Ungültigkeit der Aktien, über welche die Gerichte bei der Beurteilung dieser Fragen befanden, nicht zu den tatsächlichen Feststellungen und rechtlichen Erwägungen gehört, die grundsätzlich nicht an der Rechtskraft des Entscheides teilhaben (BGE 123 III 16 E. 2 S. 18 f. mit Hinweis; zit. Urteil 4C.233/2000, E. 3a). Dabei geht es aber um die Anwendung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf den Einzelfall.