Citation: 1B_639/2021 E. 3.4.1

3.4.1. Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, ihm sei für die Verhandlung der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts vom 18. und 19. November 2021 keine Vorladung zugestellt worden. Die Vorinstanz habe versucht, ihm die Vorladung am 18. Oktober 2021 per eingeschriebener Post an seine Wohnadresse zuzustellen. Jedoch sei er zu dieser Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht zu Hause gewesen. Auf eine erneute Zustellung habe die Vorinstanz aus unerfindlichen Gründen verzichtet. Eine solche Zustellung sei jedenfalls mangelhaft und die Ausstellung eines Vorführungsbefehls anstatt einer ordentlichen Zustellung der Vorladung missbräuchlich. Diesem Vorbringen des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Wie sich sodann aus den Vorakten ergibt, bezeichnete der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Schreiben an die Vorinstanz vom 8. Juni 2021 dessen Wohnadresse als Korrespondenzadresse. Zwar vermerkte der Beschwerdeführer in der Folge in mehreren Schreiben an die Vorinstanz, dass ihm die Korrespondenz an ein Postfach in Zürich zuzustellen sei. In ihrer Vernehmlassung an das Bundesgericht verweist die Vorinstanz aber auf eine Telefonnotiz, der zu entnehmen ist, dass sie sich am 15. Oktober 2021 bei der Kanzlei des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers erkundigt habe, ob es bei diesem zu einer Adressänderung gekommen sei. Dabei sei ihr mitgeteilt worden, dass nach Kenntnisstand der Kanzlei die Wohnadresse nach wie vor gültig sei, dies aber beim Beschwerdeführer verifiziert würde; der Rechtsvertreter würde die Vorinstanz informieren, sollte die Adresse geändert haben. Gemäss den Ausführungen der Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung sei die Adresse auch im Rahmen der Adressauskunft der Wohngemeinde vom 9. November 2021 bestätigt worden. Weiter sei der Beschwerdeführer am 17. November 2021 an dieser Adresse angetroffen worden und habe er an diese Adresse versandte Sendungen der Berufungskammer weiterhin entgegengenommen. Sie habe daher keinen Grund gehabt, anzunehmen, der Beschwerdeführer sei von seinem Wohnort abwesend. Des Weiteren hätten weder er noch sein Rechtsvertreter im Zusammenhang mit dem Verhandlungsdatum mit ihr Kontakt aufgenommen, obwohl der Beschwerdeführer offensichtlich davon Kenntnis gehabt habe. Der Beschwerdeführer bestreitet diese Ausführungen der Vorinstanz in seiner Stellungnahme an das Bundesgericht nicht. Vielmehr hält er selber fest, dass seitens Vorinstanz ein Zustellungsversuch an seine Wohnadresse stattgefunden habe.