Citation: I 117/02 05.07.2002 E. 1

1.- a) Nach der Rechtsprechung sind Teilaspekte des Streitgegenstandes in der Regel der Rechtskraft nicht zugänglich. Dies schliesst indessen nicht aus, dass über bestimmte Elemente des Streitgegenstandes im Rahmen von Feststellungs- oder Rückweisungsentscheiden vorab rechtskräftig entschieden wird (BGE 125 V 416 Erw. 2c; vgl. auch Meyer-Blaser, Streitgegenstand im Streit - Erläuterungen zu BGE 125 V 413, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg. ], Aktuelle Rechtsfragen der Sozialversicherungspraxis, St. Gallen 2001, S. 30 ff.). Bei Rückweisungsentscheiden ist grundsätzlich nur das Dispositiv anfechtbar, nicht aber die Begründung eines Entscheides. Verweist indessen das Dispositiv eines Rückweisungsentscheides ausdrücklich auf die Erwägungen, werden diese zu dessen Bestandteil und haben, soweit sie zum Streitgegenstand gehören, an der formellen Rechtskraft teil. Dementsprechend sind die Motive, auf die das Dispositiv verweist, für die Behörde, an welche die Sache zurückgewiesen wird, bei Nichtanfechtung verbindlich (BGE 120 V 237 Erw. 1a mit Hinweisen; SVR 2002 UV Nr. 8 S. 22 Erw. 1a, 2001 UV Nr. 2 S. 7). b) Mit ihrem Entscheid vom 30. August 1999 hat die Vorinstanz die Beschwerde gegen die rentenherabsetzende Verfügung vom 17. Juli 1997 in dem Sinne gutgeheissen, dass diese aufgehoben und die Sache an die Verwaltung zurückgewiesen wurde, damit sie, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge. Wie aus der Entscheidbegründung hervorgeht, hat das kantonale Gericht die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung der Verfügung vom 19. Juli 1996 zwar grundsätzlich als erfüllt erachtet; im Hinblick darauf, dass die wiedererwägungsweise Herabsetzung oder Aufhebung der Rente - vorbehältlich des hier nicht anwendbaren Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV - nur für die Zukunft erfolgen kann (vgl. BGE 110 V 291 ff.; AHI 2001 S. 165 Erw. 2b) und nur zulässig ist, wenn im Zeitpunkt der Herabsetzung oder Aufhebung die anspruchsrelevante Änderung der Invalidität voraussichtlich längere Zeit andauern wird oder ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV), hat sie die Streitsache indessen an die Verwaltung zurückgewiesen zwecks Prüfung einer nachträglich allenfalls eingetretenen Verschlechterung des Gesundheitszustands, welche der am 17. Juli 1997 verfügten Herabsetzung der Rente per 1. September 1997 entgegensteht. Die Vorinstanz hat damit über die Rechtmässigkeit der wiedererwägungsweisen Herabsetzung der mit Verfügung vom 19. Juli 1996 zugesprochenen ganzen Rente nicht abschliessend entschieden, jedoch verbindlich festgestellt, dass die ursprüngliche Invaliditätsbemessung zweifellos unrichtig war, indem der Invaliditätsgrad zum Zeitpunkt des Erlasses der ursprünglichen rentenzusprechenden Verfügung lediglich 62 % (und nicht, wie von der Verwaltung angenommen, 73 %) betragen hatte. An diese Feststellung waren sowohl die Verwaltung, an welche die Sache zurückgewiesen wurde, als auch das kantonale Gericht im Rahmen des neuen Beschwerdeverfahrens gebunden (Erw. 1a hievor). Dagegen kann das Eidgenössische Versicherungsgericht die Wiedererwägungsvoraussetzungen ohne Bindung an den vorinstanzlichen Rückweisungsentscheid überprüfen (Art. 132 OG), sodass auf die diesbezüglichen Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde einzutreten ist. Damit erübrigt sich eine Prüfung des vom Beschwerdeführer erhobenen Einwandes, wonach er das Dispositiv nach Treu und Glauben in dem Sinn habe verstehen dürfen, dass sich die von der Verwaltung vorzunehmenden Abklärungen auch auf den Invaliditätsgrad zu erstrecken hätten. c) Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer, soweit er geltend macht, auf die Zusprechung einer ganzen Rente für die Zeit vom 1. September 1997 bis 30. November 2000 gemäss Verfügung vom 10. November 2000 könne nicht zurückgekommen werden, weil dies nicht zum Anfechtungs- und Streitgegenstand gehöre. Die Vorinstanz war ungeachtet des Umstands, dass über die Zusprechung einer ganzen und der sie ablösenden halben Rente in getrennten Verfügungen entschieden worden ist, befugt, das Verfahren auf die unangefochten gebliebene Zusprechung einer ganzen Rente von September 1997 bis November 2000 auszudehnen (BGE 125 V 415 Erw. 1b mit Hinweisen; Meyer-Blaser, a.a.O., S. 33 f.). Sie hat den Beschwerdeführer praxisgemäss (BGE 122 V 167 Erw. 2) auf die Möglichkeit einer reformatio in peius aufmerksam gemacht und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme sowie zum Rückzug der Beschwerde gegeben; Letzteres unterliess er.