Citation: H 138/03 06.11.2003 E. 5

Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, das Honorar stelle kein Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit dar. 5.1 Das kantonale Gericht gelangte zum Ergebnis, es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass W.________ bereits vor dem formellen Antritt des Amts als einzeln zeichnungsberechtigter Verwaltungsrat per 29. August 2000 eine Stellung als faktisches Organ der Beschwerdeführerin zugekommen sei, und dass die fragliche, im Jahr 1999 erfolgte Gutschrift ein Entgelt für diese - als unselbstständig zu qualifizierende - Tätigkeit dargestellt habe. 5.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kommt einer Person faktische Organstellung zu, wenn sie in eigener Verantwortung eine dauernde Zuständigkeit für gewisse das Alltagsgeschäft übersteigende und das Geschäftsergebnis beeinflussende Entscheide wahrnimmt (BGE 128 III 33 Erw. 3c). Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin dieselbe Adresse verzeichnet wie W.________ und dass bereits in früheren Jahren Post an diesen mit der Anschrift der Beschwerdeführerin versandt wurde. W.________ ist seit 29. August 2000 einziger Verwaltungsrat der Beschwerdeführerin; zuvor hatte ab Dezember 1997 seine Ehefrau dieses Amt inne gehabt. Gemäss Darstellung der Beschwerdeführerin umfasst die im Jahr 1999 erfolgte Gutschrift gleich hohe Honoraransprüche verschiedener Jahre. Diese Kontinuität sowie die Höhe des Entgelts weisen auf eine dauerhafte Tätigkeit in verantwortlicher Stellung hin. Unter diesen Umständen konnte die Vorinstanz ohne Verletzung von Bundesrecht zum Ergebnis gelangen, W._______ habe während des relevanten Zeitraums als faktisches Organ der Beschwerdeführerin fungiert und die Honorargutschrift im Jahr 1999 sei als Entschädigung für diese Tätigkeit erfolgt. Dies gilt umso mehr, da es die Beschwerdeführerin während des gesamten Verfahrens unterliess, hinreichend konkret darzulegen, auf welcher anderen rechtlichen Grundlage die Gutschrift basieren und für welche Leistungen sie erfolgt sein sollte. 5.3 Bei Leistungen einer Gesellschaft an eine Person, welcher die Stellung eines geschäftsführenden Organs zukommt, gilt die Vermutung, es handle sich um Entschädigungen für die Organtätigkeit und damit um Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit (ZAK 1983 S. 23; vgl. Art. 7 lit. h AHVV [in der seit 1. Januar 1999 geltenden Fassung]; Rz 2028 ff. der bundesamtlichen Wegleitung über den massgebenden Lohn [WML]). Diese Vermutung wird durch die Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht widerlegt. Insbesondere ist die Darstellung in der Verwaltungsgerichtbeschwerde, W.________ habe schon seit Jahren eine selbstständige Erwerbstätigkeit (zunächst als Anwalt, ab 1989 als Immobilienpromotor) ausgeübt und diese zu keinem Zeitpunkt aufgegeben, für die Qualifikation der konkret zur Diskussion stehenden Entgelte nicht entscheidend; denn nach der Rechtsprechung ist bei einem Versicherten, der gleichzeitig mehrere Tätigkeiten ausübt, jedes Erwerbseinkommen dahingehend zu prüfen, ob es aus selbstständiger oder unselbstständiger Erwerbstätigkeit stammt (BGE 122 V 172 Erw. 3b mit Hinweisen). Die Gutschrift von Fr. 642'055.- ist als Entgelt für die Tätigkeit als geschäftsführendes Organ einer Aktiengesellschaft dem Einkommen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit zuzuordnen.