Citation: 1C_267/2014 E. 4.3

4.3. Das Verwaltungsgericht ist, nach der Durchführung von zwei Augenscheinen am 19. Dezember 2012 und am 18. April 2013 und einer einlässlichen und sorgfältigen Auseinandersetzung sowohl mit dem Gutachten der EKD als auch mit dem Gutachten C.________, zum Schluss gekommen (Urteil S. 17 ff.), dass der Ochsen die drei Voraussetzungen von § 25 Abs. 1 lit. a DMSG erfülle. Wissenschaftlich wertvoll sei das Gebäude, weil sich daran die 450-jährige Baugeschichte eines stattlichen bäuerlichen Wohnhauses, das seit Jahrhunderten gleichzeitig als Gasthaus genutzt worden sei, geradezu exemplarisch ablesen lasse. Nicht entscheidend sei, wieviel historische Bausubstanz aus der Anfangszeit der Baute noch vorhanden sei; aus wissenschaftlicher, etwa bauhistorischer Sicht seien die über die Jahrhunderte erfolgten, dem jeweiligen Zeitgeschmack entsprechenden Eingriffe und Erweiterungen besonders wertvoll. Da im Kanton Zug kaum noch Bausubstanz aus dem 16. Jahrhundert vorhanden sei, sei der Ochsen auch aus bauarchäologischer Sicht besonders wertvoll; viele Fragen - etwa das genaue Alter der Baute - bedürften noch der wissenschaftlichen Abklärung. Ein sehr hoher kultureller und heimatkundlicher Wert ergibt sich für das Verwaltungsgericht somit bereits aus dem für den Kanton Zug seltenen Umstand, dass im Ochsen noch Bausubstanz aus dem 16. Jahrhundert vorhanden ist und es zu den ältesten noch vorhandenen Gebäuden im Zentrum von Oberägeri zählt. Dazu kommt seine identitätsstiftende Wirkung, die sich in räumlicher Hinsicht aus der markanten, torbildenden Situation mit dem gegenüberliegenden Doppelhaus ergibt, in zeitlicher Hinsicht aus dem Umstand, dass das Gebäude seit rund 450 Jahre das Ortsbild prägt und in funktioneller Hinsicht aus der über Jahrhunderte anhaltenden, äusserlich erkennbaren Nutzung des Gebäudes als Gasthof.