Citation: 5C.93/2001 05.07.2001 E. 1

1.- Es ist allseits anerkannt, dass zwischen den Parteien im Zeitpunkt des Schadenfalles eine Versicherung bestand, diese eine sog. Transportversicherung ist und in den anwendbaren Allgemeinen Vertragsbedingungen (AVB), Ausgabe 1994, gültig ein Ausschluss von der Versicherung auch im Falle leichter Fahrlässigkeit des Klägers vereinbart worden ist (vgl. Art. 98 Abs. 1 u. 2 i.V.m. Art. 14 Abs. 4 VVG sowie Fuhrer, in: Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG), N. 74 zu Art. 33 VVG). Anerkannt ist weiter, dass der Begriff der leichten und derjenige der groben Fahrlässigkeit gemäss Art. 14 VVG keine anderen sind als im übrigen Privatrecht (vgl. BGE 119 II 443 E. 2 S. 448; nicht amtl. publ. Urteil [5C. 146/2000] des Bundesgerichts vom 15. Februar 2001 i.S. C., E. 3c). Die kantonalen Instanzen haben die Klage gutgeheissen, weil sie jegliches fahrlässige Verhalten des Klägers verneinten; hingegen vertritt die Beklagte in ihrer Berufungsschrift im Ergebnis die Meinung, der Kläger habe grobfahrlässig gehandelt.