Citation: 2C_825/2017 E. 4.4

4.4. Die Einwohnergemeinde Unterbäch hat in Art. 6 Abs. 2 des angefochtenen Kurtaxenreglements ebenfalls auf die durchschnittliche Belegung der vermieteten Wohnungen alleine abgestellt und die übrigen Beherbungsformen nicht berücksichtigt. Zu dieser als massgeblich erklärten durchschnittlichen Auslastung der vermieteten Wohnungen hat sie zudem einen nicht näher plausibilisierten Zuschlag von 15 % für angeblich zu Unrecht nicht deklarierte "Dunkelziffern" erhoben, und die durchschnittliche Belegung auf 35 Nächte festgesetzt. Dieser Wert ist zwar deutlich tiefer als derjenige anderer Gemeinden, deren Kurtaxenreglemente ebenfalls beim Bundesgericht angefochten wurden. Die Methodik, dass die Durchschnittswerte der vermieteten Wohnungen unbesehen auch auf die bloss eigengenutzten Wohnungen angewendet werden, ist jedoch gleichermassen fehlerhaft wie in anderen Gemeinden. Nach den oben dargestellten Zahlen würde sich über alle Betten eine durchschnittliche Belegung von 15 ergeben, wozu mit Blick auf die Dunkelziffer eine massvolle Aufrundung hinzugerechnet werden könnte. Nachdem die Gemeinde in der bisherigen Regelung aber bereits 30 Nächte zugrunde gelegt hatte, und im Hinblick auf den Quervergleich mit anderen Gemeinden erscheint die Zahl von 30 auch weiterhin als zulässig. Hingegen ist die weitere Aufrundung auf 35 mit Art. 21 Abs. 3bis TG/VS nicht vereinbar, solange nicht ein detaillierter und transparenter Berechnungsnachweis vorliegt.