Citation: 9C_190/2015 E. 5

Für das Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung bestehen ent-gegen den Vorbringen der Versicherten keine Anhaltspunkte. Sodann sind die von der Begutachtungsstelle D.________ im Gutachten vom 31. Dezember 2012 gestellten Diagnosen (E. 4.1 hievor) allein nicht invalidisierend, wie die Vorinstanz insoweit zutreffend festgehalten hat. Indessen besteht zwischen den zum Zeitpunkt der Begutachtung wenig eindrücklichen Diagnosen und der fachärztlichen Beurteilung des Gesundheitszustandes samt Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit durch den Psychiater der Begutachtungsstelle D.________, Dr. med. E.________, eine erhebliche Diskrepanz. Der zusammenfassenden Beurteilung des Dr. med. E.________ ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin das Bild einer schweren invalidisierenden affektiven Störung, komorbide mit zahlreichen Abweichungen in der Persönlichkeitsstruktur präsentiert. In diesem Zusammenhang bleibe es fraglich, ob der Versicherten eine längere Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt zumutbar ist. Nicht ausser Acht zu lassen ist des Weiteren, dass die Versicherte im Rahmen ihrer von der Invalidenversicherung übernommenen Umschulung zur Uhrmacherin nur eine wesentlich reduzierte Leistung von 60 % erbracht hat. Dieser deutliche Unterschied zwischen der psychiatrischen Diagnose und der fachärztlichen Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes sowie der Stellungnahme zur Arbeitsunfähigkeit hätte der medizinisch-diagnostischen Klärung, zweckmässigerweise mittels Nachfrage bei der Begutachtungsstelle D.________, bedurft. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführerin seit 1. November 2013 in einem Pensum von 30 % tätig ist, die Verwaltungsverfügung aber erst am 13. Mai 2014 erlassen wurde, sodass dem Einbezug der entsprechenden Erwerbstätigkeit in die Beurteilung nichts entgegen stand. Mit Blick auf die in wesentlichen Punkten unvollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts ist die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie die offenen Fragen zu Diagnosen, Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit der Versicherten mittels Einholung eines psychiatrischen Gerichtsgutachtens kläre und gestützt auf die vom Obergutachter gewonnenen Erkenntnisse über die Beschwerde neu entscheide.