Citation: 5A_1023/2015 E. 3.3.3

3.3.3. Die Möglichkeit, die Feststellung des Pfandrechts an den Miet- und Pachtzinsen mit Widerklage (Art. 224 Abs. 1 ZPO) erst im Aberkennungsprozess zu verlangen und erst dann zu prosequieren, würde nichts daran ändern, dass allenfalls unnütz viel Zeit bis zur Einholung der Aberkennungsklageantwort (Art. 224 Abs. 2 ZPO betreffend das ordentliche Verfahren) vergehen würde. Zutreffend vergleicht die Vorinstanz den Aberkennungsprozess mit dem Rechtsöffnungsverfahren, welches innert 5 Tagen zu entscheiden ist, auch wenn es sich dabei um eine Ordnungsfrist handelt (BGE 138 III 483 E. 3.2.4 S. 488). Anders als für die - klagefristhemmende - Rechtsöffnung besteht für das Aberkennungsverfahren keine Zeitvorgabe, innert welcher die Klage zu behandeln ist. Dass die Vorinstanz diesen Aspekt berücksichtigt und den weiteren Aufschub als zeitlich nicht gerechtfertigt erachtet hat, entspricht bereits dem in BGE 71 III 52 (a.a.O.) vorgehenden Bedürfnis nach raschestmöglicher Klärung der Zinsensperre. Die Beschwerdeführerin übergeht, dass die Zinsensperre in diesem Verfahrensstadium nach wie vor einzig auf ihrem Begehren beruht. Die Überlegungen der Vorinstanz stehen - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin - im Einklang mit dem Gesetzeszweck.