Citation: 6B_521/2020 E. A

A.________ soll in der Nacht auf den 15. Juli 2017 zwischen 3.00 Uhr und 4.00 Uhr morgens B.________ (Privatkläger 1), dem er in der Vergangenheit bereits zwei- bis dreimal ein Gramm Kokain verkauft habe, in seiner Wohnung erneut ein Gramm Kokain für Fr. 100.-- verkauft haben. Nach dem Verlassen der Wohnung habe B.________ realisiert, dass A.________ ihm (seiner Meinung nach) zu wenig Kokain abgepackt hatte. Anschliessend sei er zusammen mit C.________ (Privatkläger 2) in die Wohnung von A.________ zurückgekehrt. Die beiden hätten A.________ zur Rede stellen wollen, woraufhin es in der Wohnung zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen sei. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung hätten B.________ und C.________ die ursprünglich für das Kokain bezahlten Fr. 100.-- mitgenommen und seien aus der Wohnung geflüchtet. A.________ habe einen Moment in seiner Wohnung gewartet und dann ein Messer behändigt. Er sei aufgrund der vorangegangenen tätlichen Auseinandersetzung emotional aufgewühlt auf den Vorplatz der Liegenschaft getreten. Dabei habe er den Namen von B.________ gerufen. Er sei von hinten, das Messer in der Hand haltend, auf B.________ und C.________ zugelaufen. C.________ habe sich A.________ in den Weg gestellt, um dessen Angriff abzuwehren. In der Folge sei es zu einem Handgemenge zwischen den beiden gekommen. Im Rahmen dieser tätlichen Auseinandersetzung habe A.________ mit dem Messer den Oberarm von C.________ durchstochen und durch diesen Stich eine lebensgefährliche Verletzung mit bleibenden Folgeschäden verursacht.