Citation: 2A.291/2002 19.03.2003 E. 3

Von diesen Urteilen erhielt auch die Beschwerdeführerin Kenntnis. Sie wurden ihr zugestellt mit der Möglichkeit, die Beschwerde zurückzuziehen. Die Beschwerdeführerin hielt an der Beschwerde fest. Sie macht geltend, im Unterschied zum Sachverhalt, wie er den beiden Urteilen zugrunde liege, habe sie ihr Geschäft in Bürogemeinschaft mit der AHV-Ausgleichskasse Y.________ betrieben. Es sei ihr kein Fall bekannt, wo die Kosten der Bürogemeinschaft besteuert würden. Dieser Einwand wurde in dieser Form in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht erhoben. Ob er zulässig ist, ist fraglich, kann aber offen bleiben. Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, dass sie zusammen mit der AHV-Ausgleichskasse Y.________ gemeinsam steuerpflichtig sei. Ein solcher Einwand wäre offensichtlich unzutreffend. Es handelt sich bei der Beschwerdeführerin und der AHV-Ausgleichskasse um je eigene Rechtspersönlichkeiten, die separat zu besteuern sind. Vielmehr richtet sich die Rüge der Beschwerdeführerin gegen die Steuerberechnung, die nach ihrer Ansicht die gemeinschaftlichen Kosten der Bürogemeinschaft der Steuer unterstellt. Dieser Einwand betrifft die Bemessungsgrundlage. Die Eidgenössische Steuerverwaltung setzte aufgrund der Ergebnisse der Kurzkontrolle vom 3. Mai 2000 die Steuer für die fraglichen Steuerperioden auf Fr. -.-- fest, nachdem keine Steuerabrechnungen vorlagen. Im Einspracheentscheid (S. 10) führte die Eidgenössische Steuerverwaltung zur Steuerberechnung aus: "... Wie aus den Akten ersichtlich, wurde die Nachbelastung auf der Grundlage der Jahresrechnung (Verwaltungsrechnung) der Einsprecherin ermittelt. Der Inspektor hat nur die Steuer auf ... Umsätzen nachbelastet, die die Einsprecherin mit Dritten (insbesondere durch Kostenverrechnung an die Ausgleichskasse, die Pensionskasse, die Militärersatzkasse und die Versicherungsgesellschaften) erzielt hat. In diesen Kostenrechnungen sind denn stets anteilsmässig die Lohnkosten der eigenen Angestellten mitsamt den Lohnnebenkosten und selbstverständlich auch alle sonstigen Aufwendungen, die zur Erfüllung dieses Auftrages angefallen sind, enthalten." Diese Ausführungen der Eidgenössischen Steuerverwaltung deuten darauf hin, dass in die Umsatzberechnung nur diejenigen Kosten eingeflossen sind, welche die Beschwerdeführerin zur Erfüllung ihres Auftrages in eigenem Namen aufwendete und tatsächlich an die Auftraggeber weiterverrechnete. Jedenfalls wäre es angesichts dieser Ausführungen im Einspracheentscheid Sache der Beschwerdeführerin gewesen, darzulegen, dass und bezüglich welcher Kosten dem Inspektor der Eidgenössischen Steuerverwaltung Fehler unterlaufen sein sollen. Die Beschwerdeführerin hat weder im Einspracheverfahren noch im vorinstanzlichen Verfahren substantiiert dargelegt, weshalb die Steuerberechnung nicht den wirklichen Verhältnissen entsprechen soll. Sie wies in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und in ihren früheren Eingaben gegenüber der Eidgenössischen Steuerverwaltung und der Vorinstanz auf die Bürogemeinschaft hin, ohne aber zu erwähnen, dass der Ergänzungsabrechnung Nr. 215'434 auch die Kosten der Bürogemeinschaft wie beispielsweise Mietkosten und dergleichen unterstellt worden sein sollen.