Citation: 8C_991/2012 E. 4.4.1

4.4.1. Dr. med. I.________ berichtet von einem allseits orientierten, bewusstseinsklaren Exploranden, ohne psychomotorische Verlangsamung, obwohl ein Foetor aethylicus festgestellt wurde. Der Blickkontakt sei jederzeit adäquat gewesen, Sprachinitiierung, Sprachfluss und Sprachmodulation seien unauffällig. Die kognitiven Ressourcen seien bei einer unauffälligen Intelligenz erhalten, die Kooperationsbereitschaft gut. Zudem sei auch das formale Denken unauffällig, jederzeit organisiert und kohärent. Zusammenfassend hält der Experte fest, es beständen weder durch den Alkoholkonsum bedingte Wesensveränderungen noch im Alltag relevante kognitive Defizite. Als Diagnosen werden einerseits eine mittelgradige depressive Störung bei einer depressiv-narzisstisch-neurotischen Struktur, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirke, andererseits ein Alkoholabhängigkeitssyndrom mit ständigem Substanzgebrauch genannt, welches ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sei.