Citation: 2C_974/2020 E. 5.1

5.1. Die Vorinstanz hat erwogen, dass (aufgrund von aktenkundigen WhatsApp-Nachrichten und namentlich einer gemeinsam geführten Rechnung für zwei Mobiltelefone) einige Indizien dafür bestünden, dass die Beziehung der Beschwerdeführerin mit ihrer Partnerin bis etwa im August 2018 gelebt wurde. Die Partnerin der Beschwerdeführerin habe aber geltend gemacht, ihr Wille zur partnerschaftlichen Gemeinschaft sei schon im Frühjahr 2018 nicht mehr vorhanden gewesen. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil die sich vor diesem Hintergrund stellende Frage nach der genauen Dauer der Beziehung bzw. die Frage, wann der gemeinsame Wille zur Fortführung der Partnerschaft aufgegeben worden ist, letztlich offengelassen, und zwar mit der Begründung, die Voraussetzung der partnerschaftlichen Wohngemeinschaft während der erforderlichen Dauer von drei Jahren sei vorliegend nicht erfüllt (E. 4.3.1 des angefochtenen Urteils). Zu letzterem Punkt führte die Vorinstanz aus, die Beschwerdeführerin und ihre Partnerin hätten ab dem September 2016 getrennt gelebt, ohne dass hierfür ein wichtiger Grund im Sinne von Art. 49 AIG bestanden habe (E. 4.3.4 des angefochtenen Urteils). Namentlich bestünden keine Anzeichen dafür, dass die Beschwerdeführerin in einem rechtserheblichen Ausmass psychische Oppression oder körperliche Gewalt durch ihre Partnerin erfahren habe (E. 4.4.2 und 4.4.3 des angefochtenen Urteils). Damit falle sowohl ein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG in Verbindung mit Art. 52 AIG als auch ein Aufenthaltsanspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b und Art. 50 Abs. 2 AIG in Verbindung mit Art. 52 AIG ausser Betracht.