Citation: 6B_1300/2020 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz verletze Bundesrecht, indem sie ihn trotz Fehlens des Vorsatzes schuldig spreche. Wenn sie ihm sein Geständnis in der ersten Einvernahme zur Last lege, lasse sie unberücksichtigt, dass er sich schikaniert gefühlt und daher trotzig verhalten habe. Seine damaligen Aussagen könnten ihm daher nicht vorbehaltlos entgegengehalten werden. Weiter könne daraus, dass er vor der Tat bereits seit über zehn Monaten in der Gemeinde W.________ untergebracht gewesen sei, keine Kenntnis hinsichtlich der Gemeindegrenzen abgeleitet werden. Zudem sei bezüglich der ihm ausgehändigten Karte der Gemeinde W.________ zu berücksichtigen, dass nicht einmal die beiden ihn kontrollierenden Polizisten darauf den Grenzverlauf hatten erkennen können. Das Betreuungspersonal der Notunterkunft hätte ihm auch keine genaue Auskunft über den Grenzverlauf geben können, wenn dies schon den für den Bezirk zuständigen Polizisten nicht möglich gewesen sei. Überdies gehe aus dem vor erster Instanz eingereichten Schreiben der Sozialarbeiterin des Roten Kreuzes hervor, dass er sich "zumindest implizit" bei dieser über den Grenzverlauf erkundigt habe. Zwar nehme mit der Zunahme der zurückgelegten Distanz die Wahrscheinlichkeit zu, das Eingrenzungsgebiet zu verlassen, doch habe er sich bei der Anhaltung nur rund 200 Meter ausserhalb des Gemeindegebiets befunden. Aus diesen Gründen habe er davon ausgehen dürfen, dass sich der Fluss X.________ noch auf dem Gebiet der Gemeinde W.________ befinde. Er habe durch seinen Ausflug an den Fluss X.________ nicht in Kauf genommen, gegen die Eingrenzung zu verstossen (Beschwerde S. 6 ff. Ziff. 2.1).