Citation: 1P.227/2006 30.06.2006 E. A

Das Kantonsgericht Glarus verurteilte X.________ am 31. März 2004 wegen Sachbeschädigung, mehrfacher grober Verkehrsregelverletzung und einfacher Verkehrsregelverletzung zu 1 Monat Gefängnis bedingt und 1'500 Franken Busse. Ausserdem beschloss es, den ihm vom Obergericht des Kantons Zürich am 26. März 2002 eingeräumten bedingten Vollzug einer 20-tägigen Gefängnisstrafe zu widerrufen und die Strafe für vollziehbar zu erklären. Im selben Urteil büsste es A.________ wegen einfacher Verkehrsregelverletzung mit 300 Franken. Es hielt folgenden Sachverhalt für erwiesen: A.________ sei am 23. Juni 2002, kurz nach 11 Uhr, mit einem Volvo von Näfels her kommend, auf dem Autobahnzubringer zur A3 in Richtung Zürich gefahren. X.________ und drei seiner Kollegen hätten auf ihren Motorrädern zu ihm aufgeschlossen, ihn dann aber wieder ziehenlassen. In der Linkskurve, welche in Oberurnen die Einfahrt in die A3 einleitet und wo die zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h beträgt, habe A.________ seine Fahrt auf ca. 40 km/h verlangsamt. X.________, welcher nach eigenen Angaben mit rund 60 km/h unterwegs war, habe sehr dicht auf den Volvo von A.________ aufgeschlossen und gehupt, weil ihm dieser zu langsam gefahren sei. Daraufhin habe A.________ durch Auslaufenlassen auf der Fahrbahn angehalten. X.________ sei nach rechts ausgewichen und habe den Volvo auf dem Pannenstreifen überholt, wobei er mit dem linken Fuss gegen die Beifahrertüre getreten habe. Er habe sein Motorrad vor dem Volvo abgestellt, dessen vorderes, magnetisch angebrachtes Kontrollschild abgerissen und es ins Gebüsch geworfen. Anschliessend habe er auch das hintere Kontrollschild des Volvo entfernt und es durch das rechte offene Fenster ins Wageninnere geworfen. Anschliessend habe X.________ mit Hilfe eines Kollegen sein umgekipptes Motorrad wieder aufgestellt und sei weitergefahren. Das Obergericht des Kantons Glarus hiess die Appellation von X.________ am 3. März 2006 teilweise gut und sprach ihn vom Vorwurf der einfachen Verkehrsregelverletzung zufolge Eintritts der absoluten Verfolgungsverjährung frei. Es reduzierte die Busse auf 1'300 Franken und wies die Berufung im Übrigen ab.