Citation: 2C_74/2023 E. 2.4

2.4. Die Vorinstanz hat in der ersten Begründung die für die Berechnung von Beschwerdefristen massgebenden kantonalen Rechtsgrundlagen (§ 4 Abs. 1, § 56 Abs. 1 und § 51 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 6. Juni 1974 [VRP/SZ; SRSZ 234.110] i.V.m. §§ 155 ff. des Justizgesetzes vom 18. November 2009 [JG/SZ; SRSZ 231.110]) sowie die Grundsätze zur Zustellfiktion gemäss § 150 Abs. 1 JG/SZ dargelegt. In Bezug auf den Beschwerdeführer hat sie erwogen, dass der Beschluss des Regierungsrats vom 5. April 2022 unter Berücksichtigung der Abholfrist von sieben Tagen am 14. April 2022 als zugestellt gelte. Da dieses Datum in die Osterferien gefallen sei, habe die 20-tägige Beschwerdefrist erst am Montag, 25. April 2022, zu laufen begonnen und am Montag, 16. Mai 2022 geendet. Die mit Eingabe vom 23. Mai 2022 eingereichte Beschwerde sei somit verspätet gewesen. Daran ändere - so das Verwaltungsgericht weiter - auch der Umstand nichts, dass ein zweiter Versand des angefochtenen Regierungsratsbeschlusses erfolgt sei, welcher am 4. Mai 2022 via Postschalter zugestellt worden sei; fristauslösend sei gemäss § 150 JG/SZ die erste Zustellung, soweit der Betroffene mit einer solchen habe rechnen müssen, was das Verwaltungsgericht im Falle des Beschwerdeführers bejaht hat. Ein Fehlverhalten der Post sei unter den konkreten Umständen nicht zu vermuten. Schliesslich hat die Vorinstanz festgehalten, dass der Beschwerdeführer kein Fristwiederherstellungsgesuch eingereicht habe und auch keine Gründe erkennbar seien, die dafür sprechen würden.