Citation: 5A_861/2023 E. 3.7

3.7. Die Beschwerdeführerin übergeht schliesslich, dass das inländische Verfahren soweit als möglich mit dem ausländischen Hauptverfahren zu koordinieren ist (vgl. Art. 174b i.V.m. Art. 175 IPRG). Bei der Durchführung des Hilfsstundungsverfahrens - hier angeordnet mit der Anerkennung der Eröffnung des australischen Sanierungsverfahrens - hat der Sachwalter nur einen Teil der ihm normalerweise nach Art. 299 ff. SchKG obliegenden Aufgaben wahrzunehmen (BOPP, Sanierungsverfahren, a.a.O., S. 282). Soweit die Beschwerdeführerin von "ignorierten Vermögenswerten" der Beschwerdegegnerin in der Schweiz spricht, wehrt sie sich im Wesentlichen dagegen, dass die Sachwalterin (gemäss ihrem Bericht vom 22. Mai 2022) auf eine separate Inventaraufnahme aus verfahrensökonomischen Gründen verzichtet hat, weil eine wertmässige Schätzung durch die australischen Administratoren bereits vorgenommen worden sei; dabei hat die Sachwalterin auf das Gläubigerzirkular vom 8. März 2023 verwiesen. Gegen eine Weigerung der Sachwalterin betreffend Inventarschätzung ist die Beschwerde nach Art. 17 SchKG im Fall eines hinreichenden schutzwürdigen Interesses nicht ausgeschlossen (BAUER/LUGINBÜHL, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 3. Aufl. 2021, N. 10 zu Art. 299). Soweit die Beschwerdeführerin das angefochtene Urteil in diesem und im weiteren Zusammenhang als "lückenhaft" rügt, legt sie nicht dar, inwieweit das Obergericht rechtserhebliche Vorbringen übergangen und Art. 29 Abs. 2 BV verletzt habe.