Citation: 4A_257/2024 E. 4.2.1

4.2.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, der Beschwerdegegnerin obliege hinsichtlich des Beweises der arglistigen Täuschung des Werkmangels eine Mitwirkungspflicht, die sich aus dem Gebot von Treu und Glauben gemäss Art. 2 Abs. 1 ZGB und Art. 53 ZPO ergäbe. Die Beschwerdegegnerin habe hinsichtlich der behaupteten "relativen Negativa" ( recte : relevanten Negativa, GAUCH, Werkvertrag, 6. Aufl. 2019, Rz. 2104) zum Beweis des Gegenteils beizutragen. Da sie vorliegend einzig behauptet habe, es läge keine absichtliche Täuschung vor, erbringe sie den von ihr verlangten Gegenbeweis nicht, womit ein Indiz vorläge, dass die Behauptung der Beschwerdeführerin der Wahrheit entspräche, es liege eine absichtliche Täuschung vor. Diese Tatsache habe die Vorinstanz nicht behandelt.