Citation: 5A_184/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz referiert das Urteil des Bezirksgerichts, wonach laut der Steuererklärung 2016 den Parteien Mittel von Fr. 292'000.-- zur Verfügung gestanden haben. Hinzu kämen Erträge aus vermieteten Liegenschaften, die der Ehemann in seiner Berufung mit Fr. 276'500.-- beziffert habe. Die später von ihm geltend gemachten Mietzinsausfälle seien nicht glaubhaft gemacht bzw. novenrechtlich verspätet. Der pauschale Verweis auf die Massnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie vermöge höchstens eine vorübergehende Ertragseinbusse zu begründen, jedoch keine Ertragseinbusse, die eine dauerhaft reduzierte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers nach sich ziehe. Weiter rechnet die Vorinstanz dem Beschwerdeführer unter Hinweis auf BGE 145 III 351 E. 4.2 und 132 III 489 E. 8.3.2 Dividenden der C.________ GmbH an, da er diese wirtschaftlich beherrsche (Durchgriff). Die Übertragung von Anteilsrechten an der Gesellschaft an seine Töchter hätten den einzigen Zweck verfolgt, sich der Unterhaltsverpflichtung zu entziehen und hätten daher als rechtsmissbräuchlich zu gelten. Der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Gewinneinbruch (infolge der Zweitwohnungsinitiative) sei nicht glaubhaft gemacht. Zu Recht habe das Regionalgericht daher zur Gewinnberechnung auf die Parteiangaben und Belege der Jahre 2014-2016 abgestellt. Der Gewinn der C.________ GmbH habe im Durchschnitt dieser Jahre Fr. 1'218'740.-- betragen. Zusammen mit den Einkünften gemäss Steuererklärung belaufe sich das Einkommen des Beschwerdeführers auf Fr. 1'510'740.-- pro Jahr bzw. Fr. 125'895.-- pro Monat. Die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers sei somit auch dann offensichtlich gegeben, wenn man neben dem der Beschwerdegegnerin zugesprochenen Unterhaltsbeitrag von Fr. 10'800.-- bzw. Fr. 10'040.-- (zuzüglich Zahlungen für Auto und Steuern) und dem vom Beschwerdeführer für sich geltend gemachten Bedarf von Fr. 11'300.-- noch die volle von ihm vermutete, aber mangels Belegen nicht glaubhaft gemachte künftige steuerliche Mehrbelastung von Fr. 13'333.-- monatlich berücksichtigen würde. Insofern sei die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers klar gegeben.