Citation: 6B_1028/2022 E. 1.4.2

1.4.2. Der Vorinstanz kann nicht vorgeworfen werden, sie würdige die Kapitalerhöhung der B.________ AG als in sich geschlossenen Vorgang und erwähne berechnend nie, dass die Kapitalerhöhung der B.________ AG im ausdrücklichen Willen aller Beteiligten erfolgt sowie deren Grundlage das Generalversammlungsprotokoll vom 18. Januar 2010 sei. Gegenstand der Anklage ist der Kapitalerhöhungsbericht der B.________ AG vom 8. März 2010, der Bestand bzw. die Höhe der für die Liberierung der Kapitalerhöhung der B.________ AG zu verrechnenden Forderung so wie die Funktion des Beschwerdeführers in diesem Zusammenhang. Das Gericht ist an den in der Anklage umschriebenen Sachverhalt gebunden (Art. 350 Abs. 1 StPO). Sodann stehen die Vorbringen des Beschwerdeführers in einem Widerspruch. Einerseits stellt er sich auf den Standpunkt, die Kapitalerhöhungen der B.________ AG und der F.________ AG seien zeitgleich erfolgt. Andererseits macht er geltend, die Zahlung vom 1. Februar 2010 der B.________ AG an die B.________ Holding AG sei zum Zweck der Kapitalerhöhung bei der F.________ AG erfolgt. Der für die Kapitalerhöhung der B.________ AG verwendete Betrag in der Höhe von Fr. 800'000.-- wurde zum Zweck der Kapitalerhöhung der F.________ AG am 1. Februar 2010 an die B.________ Holding AG gezahlt und war folglich bei der Kapitalerhöhung der B.________ AG nicht mehr vorhanden, sondern für die Kapitalerhöhung der F.________ AG eingesetzt. Somit ist der Schluss der Vorinstanz nicht unhaltbar, de facto habe der Beschwerdeführer den Betrag von Fr. 800'000.-- letztlich für zwei Kapitalerhöhungen verwendet. Offen bleiben kann vorliegend, ob die Kapitalerhöhung der B.________ AG effektiv am 26. Februar 2010 oder am 8. März 2010 beurkundet wurde und sich aus zwei Vorgängen zusammensetzt. Der Bestand bzw. die Höhe der für die Liberierung der Kapitalerhöhung der B.________ AG zu verrechnenden Forderung beurteilt sich vorliegend im Zusammenhang mit der Zahlung vom 1. Februar 2010.