Citation: 4A_212/2014 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwog, gemäss § 113 ZPO/ZH sollten Beweismittel schon im Hauptverfahren vorgelegt oder bezeichnet werden. Dabei handle es sich indessen um eine blosse Ordnungsvorschrift. Das Gericht könne gemäss § 134 Abs. 1 ZPO/ZH eine Edition aus Zweckmässigkeitsgründen auch schon im Hauptverfahren speziell anordnen. Grundsätzlich könnten Urkunden in Kopie eingereicht werden, wobei das Gericht die Vorlage des Originals verlangen könne (§ 185 Abs. 1 ZPO/ZH). Wo das Gesetz die Folgen der Versäumnis einer Frist nicht festsetze, bestimme sie das Gericht gemäss § 196 des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 13. Juni 1976 (GVG/ZH). § 196 GVG/ZH enthalte den Grundsatz, dass die Androhung (der Säumnisfolge) nicht weiter gehen dürfe, als der ordentliche Fortgang des Prozesses es erfordere (vgl. auch ROBERT HAUSER/ERHARD SCHWERI, Kommentar zum zürcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, 2002, N. 7 und 13 zu § 196). Die Androhung der Säumnisfolgen im einzelnen Fall sei ein Akt der Prozessleitung, der von der Rechtskraft nicht erfasst sei und in Wiedererwägung gezogen werden könne. Die Einreichung des Originals - so die Vorinstanz weiter - sei mit der Begründung angeordnet worden, dass ein allfälliger Vorhalt des Originaldokuments im Rahmen der Befragung der Nebenintervenientin, welche die Aussage im Strafverfahren verweigert hatte, authentischer durchgeführt werden könne. Es habe kein Grund bestanden, der Beschwerdefü hrerin die Frist für die Duplik abzunehmen und diese habe sich denn in der Duplik auch ausgiebig zu act. 34 geäussert. Act. 34 sei "aufgrund der fehlenden entsprechenden Androhung" nicht aus dem Recht zu weisen. Und nachdem die Beschwerdegegner mit act. 34 ein Original des IMA vom 7. März 2007 eingereicht hätten, sei es fü r den Prozessfortgang nicht erforderlich, act. 3/4 androhungsgemäss aus dem Recht zu weisen, weshalb die Säumnisfolge in Dispositiv-Ziff. 2 des Beschlusses vom 16. Januar 2009 wiedererwägungsweise und mangels Relevanz aufzuheben sei. Keine Rolle spiele dabei, dass act. 3/4 keine Kopie von act. 34 sei; es stelle im Geschäftsleben den Normalfall dar, dass mehrere Vertragsexemplare angefertigt würden. Auf die Möglichkeit, dass es sich bei act. 3/4 eventuell um eine Fälschung handle, sei im Rahmen der Beweiswürdigung einzugehen.