Citation: 2C_159/2023 E. 6.3.1

6.3.1. Der Widerruf dürfte auch die Familie des Beschwerdeführers hart treffen, wie die Vorinstanz festhält. Die Kinder sind alle hier geboren und aufgewachsen, die Ehefrau geht mittlerweile einer Erwerbstätigkeit nach. Allerdings hält die Vorinstanz ebenso zutreffend fest, dass die Ehe erst nach dem Angriff im Jahr 2009 geschlossen wurde und sich die Eheleute daher nicht darauf verlassen durften, ihr Familienleben fortdauernd hier zu leben (Urteil EGMR Jeunesse gegen Niederlande Nr. 12738/10 vom 3. Oktober 2014 [GC] § 108). Die Ehefrau lebt seit 10 Jahren in der Schweiz und stammt aus dem Kosovo. Die Ausreise dürfte sie zwar hart treffen, dennoch ist ihr die Eingliederung in Nordmazedonien in Übereinstimmung mit der Vorinstanz nicht gänzlich unzumutbar. Die unter ihrer gemeinsamen Sorge und Obhut stehenden Kinder waren im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils 4, knapp 7 und 8 Jahre alt. Sie befinden sich damit noch in einem anpassungsfähigen Alter (BGE 143 I 21 E. 5.4 mit Hinweisen; 135 I 153 E. 2.1; Urteile 2C_536/2013 vom 30. Dezember 2013 E. 2.3 [nicht publiziert in BGE 140 II 129]; 2C_34/2023 vom 19. Oktober 2023 E. 5.7), sodass auch ihre Ausreise zusammen mit Vater und Mutter nicht unzumutbar ist. Ob die Ehefrau und die Kinder über ein originäres Aufenthaltsrecht verfügen und sie auch ohne den Beschwerdeführer in der Schweiz verbleiben könnten, ergibt sich aus dem vorinstanzlichen Urteil nicht. Insofern braucht nicht überprüft zu werden, ob auch eine durch Art. 8 EMRK geschützte Trennung des Familienlebens gerechtfertigt wäre.