Citation: 2C_698/2019 E. 5.1

5.1. Sie bringt vor, beim Kehrblasgerät der Zuschlagsempfängerin und jenem der zweitplatzierten Anbieterin gebe es ausser dem Schneepflug und der Kehrbürste entweder bloss ein Heckgebläse oder ein Gebläse vor der Vorderachse. Die im Anforderungskatalog geforderten "Seitendüsen vor dem Besen" würden dagegen fehlen. Würde die von der Zuschlagsempfängerin offerierte "freie" Option mit Seitenblasdüsen berücksichtigt, erfülle das Kehrblasgerät der Zuschlagsempfängerin ausserdem nicht die geforderte Einsatzdauer von zwei Jahren, da das angebotene Gerät im Zeitpunkt des Zuschlags diese Eigenschaft nicht aufgewiesen habe. Sodann erfüllt nach Auffassung der Beschwerdeführerin das Kehrblasgerät der Zuschlagsempfängerin auch nicht das Musskriterium "Luft-umleit- bzw. Abblasklappe für rasche Leerförderung". Ein Unterbrechen des Luftstroms der Blasdüsen werde beim Fahrzeug der Zuschlagsempfängerin durch eine Drosselung der Drehgeschwindigkeit des Ventilatorrads erreicht. Damit könne aber keine sofortige Abschaltung oder Umleitung des Luftstroms erreicht werden, da die Drosselung eine gewisse Zeit in Anspruch nehme. Die Beschwerdeführerin beanstandet ausserdem die vorinstanzliche Auffassung, wonach ein Angebot, das einzelne Musskriterien nicht erfülle, nicht zwingend vom Vergabeverfahren ausgeschlossen werden müsse. Diese Auffassung verstosse gegen die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichts, gemäss der Musskriterien und Produktanforderungen als Eignungskriterien absolute Kriterien seien, deren Nichterfüllung zum Ausschluss eines Angebots führen müsse. Auf einen Ausschluss aus dem Vergabeverfahren dürfe lediglich verzichtet werden, wenn dieser überspitzt formalistisch wäre. Das Argument der Vorinstanz, so die Beschwerdeführerin weiter, dass das Kehrblasgerät der Zuschlagsempfängerin auch ohne Seitendüsen in den durchgeführten Tests eine sehr gute Räumqualität aufgewiesen habe, verfange nicht. Mangels Erfüllung der Eignungskriterien hätte die Vergabebehörde das Fahrzeug der Zuschlagsempfängerin nicht mietweise testen dürfen, sondern von Anfang an vom Vergabeverfahren ausschliessen müssen. Gleiches gelte für das Fahrzeug der zweitplatzierten Anbieterin. Falls die Vergabebehörde auf bestimmte Musskriterien hätte verzichten wollen, hätte sie dies unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes allen Anbieterinnen transparent mitteilen müssen.