Citation: 1C_135/2024 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer vertritt demgegenüber die Auffassung, für die Beurteilung der Beschwerde gegen den Beschluss des Gemeinderats vom 19. Juli 2021 sei gemäss § 67 Abs. 1 PBG/ZG i.V.m. § 40 Abs. 1 VRG/ZG der Regierungsrat zuständig. Nach dem Beschwerdeführer habe die Vorinstanz das Willkürverbot (Art. 9 BV) verletzt, indem es sich für zuständig erklärt habe. § 67 Abs. 2 lit. b PBG/ZG sei bereits deshalb nicht anwendbar, weil kein Entscheid des Gemeinderates über Baugesuche oder Baueinsprachen vorliege. Es stehe sodann nicht fest, dass eine kantonale Zustimmungsverfügung überhaupt notwendig sei. Und selbst wenn dies der Fall wäre, sei nicht die Baudirektion, sondern die Gemeinde für die Eröffnung dieser kantonalen Verfügung zusammen mit ihrem Beschluss zuständig gewesen. Gemäss § 46 Abs. 1 PBG/ZG hole die zuständige Gemeindebehörde bei der kantonalen Koordinationsstelle die erforderlichen Bewilligungen und Zustimmungen ein und eröffne sie zusammen mit allfälligen Einspracheentscheiden gemeinsam mit ihrem Entscheid über das Baugesuch. Die Verfügung des Amtes für Raum und Verkehr sei deshalb nichtig und es werde das Koordinationsgebot (Art. 25a Abs. 2 lit. d und Art. 33 Abs. 4 RPG) verletzt. Ferner sei die im regierungsrätlichen Beschwerdeverfahren instruierende Baudirektion zur Überweisung der Beschwerde gar nicht ermächtigt gewesen.