Citation: 7B.154/2000 30.08.2000 E. 3

3.- a) Das Obergericht geht davon aus, dass sämtlicheHandlungen, die das beschwerdeführende Amt in derZusammenstellung vom 17. März 2000 (detailliert) inRechnung gestellt habe, einen Bezug zurGrundstückverwaltung im Rahmen von Grundpfandbetreibungengehabt hätten. Gestützt auf seine ausführlichen Erwägungenist es alsdann zum Schluss gelangt, diese amtlichenVerrichtungen seien mit der in Art. 27 Abs. 1 GebV SchKGfür die Verwaltung von Grundstücken (einschliesslichAbschluss von Miet- oder Pachtverträgen sowie Buch- undRechnungsführung) festgesetzten Pauschalgebühr (5% derwährend der Dauer der Verwaltung erzielten oder erzielbarenMietzinsen) abschliessend abgegolten. Dies ergebe sich ausder Auslegung der genannten Bestimmung wie auch aus ihrerformellen und systematischen Einreihung in derGebührenverordnung. Zur Tragweite der Pauschalgebühr habedas Bundesgericht in einem unter der Herrschaft desGebührentarifs vom 7. Juli 1971 ergangenen Urteil (BGE 121III 187 E. 2b S. 189) die gleiche Auffassung vertreten. Die Vorinstanz hält mithin dafür, dass es demBetreibungsamt in einem Fall der vorliegenden Art nichtfrei stehe, seine Verrichtungen (zusätzlich) nachZeitaufwand oder nach Anzahl geschriebener Seiten undgeführter Telefonate zu verrechnen. Wo die nach Art. 27Abs. 1 GebV SchKG ermittelte Gebühr angesichts dergeleisteten Arbeit nicht mehr als angemessen erscheine, seiim Sinne von Art. 27 Abs. 4 GebV SchKG allenfalls eineErhöhung zu prüfen. b) Der schon von der unteren Aufsichtsbehörde vertretenenAuffassung des Obergerichts ist beizupflichten. Dasbeschwerdeführende Amt, das sich damit begnügt, inappellatorischer Form seine eigene Sicht der Dingevorzutragen, vermag ihr nichts Stichhaltigesentgegenzuhalten: (...) Lausanne, 30. August 2000