Citation: 8C_312/2024 E. 6.2

6.2. Der Beschwerdeführer vermag zunächst nicht aufzuzeigen, dass seine neurologischen Probleme mit Beschwerden vor allem in den Füssen und Beinen (Einschlafen, Kribbeln, Schmerzen) eine leichte sitzende Tätigkeit nicht zuliessen. Entgegen seinem Einwand finden sich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht nur Prüf-, Überwachungs- und Kontrollarbeiten, welche die von ihm geltend gemachte schnelle körperliche Reaktionsfähigkeit voraussetzten. Es ist zudem nicht erkennbar, dass auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt die für den Beschwerdeführer erforderlichen Hygienestandards an einer entsprechenden Stelle nicht zu erfüllen wären, zumal gemäss Gutachten hinsichtlich der zuletzt ausgeübten Bürotätigkeit keine diesbezüglichen Bedenken bestehen und der Beschwerdeführer im Übrigen vor allem über Probleme durch Temperaturunterschiede beim Arbeiten im Freien klagte. Seine Behauptung, dass wegen seiner Allergien lediglich noch ein Arbeiten im Homeoffice in Frage käme, findet im Gutachten keine Stütze. Dass wegen der schubartig auftretenden dermatologischen Probleme für einen Arbeitgeber unzumutbare Absenzen zu gewärtigen wären, vermag keine Unzumutbarkeit der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit zu begründen, zumal dieser Umstand in dem von den Gutachtern bescheinigten reduzierten Pensum berücksichtigt wurde. Die blosse Arbeitsfähigkeit in reduziertem Pensum begründet keine Unverwertbarkeit. Gleiches muss für die aus psychiatrischer Sicht bestehenden Einschränkungen gelten. Dass es die histrionische und narzisstische Persönlichkeit des Beschwerdeführers erschwert, sich an Regeln und Routinen anzupassen, unter anderem durch neurotisch verzerrte Wahrnehmung seiner Umwelt mit eingeschränkter Kontaktfähigkeit, genügt nicht für die Annahme einer Unzumutbarkeit der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit, zumal in einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit dem sozialen Entgegenkommen des Arbeitgebers gerechnet werden darf (BGE 148 V 174 E. 9.1). Daran kann nichts ändern, dass sich der Beschwerdeführer subjektiv mit einer Hilfstätigkeit nicht zufriedenzugeben vermag, wenn die Gutachter eine Arbeitsfähigkeit trotz der psychiatrischen Besonderheiten jedenfalls nicht ausschliessen. Gleiches gilt insoweit, als der Beschwerdeführer geltend macht, für die erforderliche Instruktion am Arbeitsplatz wegen seiner Defizite im sozialen Austausch nicht empfänglich zu sein.