Citation: 6B_361/2019 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Ablehnung der Entschädigung als amtlicher Verteidiger verletze die Art. 130, 131, 132 133 und 135 StPO, Art. 9 BV und Art. 3 Abs. 2 lit. a StPO. "B.________ habe am 6. Juni 2017 vor der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern die Einsetzung einer amtlichen Verteidigung beantragt. Obwohl über dieses Gesuch nicht entschieden worden sei, habe er auf eine Einsetzung vertrauen dürfen, da eine entsprechende Einsetzung eine reine Formsache sei. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern habe ihn denn auch später rückwirkend ab dem 6. Juni 2017 als amtlichen Verteidiger eingesetzt. Es sei willkürlich, wenn die Vorinstanz darauf schliesse, beim Beschwerdeführer habe es sich um die Wahlverteidigung gehandelt. "B.________ sei ein sog. "Raserdelikt" gemäss Art. 90 Abs. 3 SVG mit einer Mindeststrafdrohung von einem Jahr zum Vorwurf gemacht worden, weshalb ein Fall der notwendigen Verteidigung vorliege. Liege ein Fall notwendiger Verteidigung vor, so habe die Verfahrensleitung gemäss Art. 131 Abs. 1 StPO unverzüglich eine Verteidigung zu bestellen. Daher habe die Verfahrensleitung des Kantons Uri gestützt auf Art. 131 Abs. 1, Art. 132 Abs. 1 lit. a und Art. 133 Abs. 1 StPO die Verteidigung sicherstellen müssen. Im Falle der notwendigen Verteidigung komme Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO nicht zur Anwendung, weshalb die finanziellen Verhältnisse von "B.________ keine Rolle spielten. Die Vorinstanz habe zu Unrecht eine Verletzung von Art. 130-132 StPO verneint. Ebenso wenig treffe die Ansicht der Vorinstanz zu, wonach die Verfahrensleitung des aktuell zuständigen Kantons den amtlichen Verteidiger bestelle. Mit dieser Ansicht verletze die Vorinstanz Art. 133 Abs. 1 StPO, denn es gehe nicht an, im Nachhinein die Stellung als amtlicher Verteidiger unter Hinweis auf eine fehlende Einsetzungsverfügung zu verneinen. Es verletze den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV und Art. 3 Abs. 2 lit. a StPO), wenn dies die Staatsanwaltschaft des Kantons Uri unterlassen habe, schliesslich habe "B.________ in einer Einvernahme vor der Staatsanwaltschaft Luzern eine amtliche Verteidigung verlangt. Dass die Staatsanwaltschaft Luzern über dieses Gesuch nicht entschieden habe, könne nicht zu Lasten seines Klienten ausgelegt werden und bedeute nicht, dass nicht auch die Staatsanwaltschaft des Kantons Uri über das in Luzern gestellte Gesuch hätte befinden müssen.