Citation: 5C.137/2006 23.08.2006 E. 3

Was die Berufungsklägerin dagegen vorträgt, vermag an dieser Beurteilung nichts zu ändern: 3.1 Die Berufungsklägerin setzt sich über weite Strecken nicht rechtsgenüglich mit dem angefochtenen Beschluss auseinander; insoweit kann auf die Berufung von vornherein nicht eingetreten werden (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749; 131 III 26 E. 12.3 S. 32). Unzulässig ist insbesondere die Rüge des rechtlichen Gehörs, die im vorliegenden Fall mit staatsrechtlicher Beschwerde zu erheben gewesen wäre (Art. 43 Abs. 1 und Art. 84 Abs. 1 lit. a OG). 3.2 Entgegen den Ausführungen der Berufungsklägerin zur Verhältnismässigkeit und Eignung der Beistandschaft im Zusammenhang mit dem Besuchsrecht (Berufung Ziff. 13 bis 23) hat das Obergericht für das Bundesgericht verbindlich (Art. 63 Abs. 2 OG) festgestellt, dass die Ausübung des Besuchsrechts noch nicht problemlos erfolge und noch nicht von einem reibungslosen Ablauf gesprochen werden könne; insbesondere bestehen laut obergerichtlicher Feststellung nach wie vor konfliktgeladene Situationen und ist das Verhältnis unter den Parteien nach wie vor gestört, weshalb der Kontakt unter den Parteien schriftlich, häufig über die Beiständin erfolgt. Das Obergericht kommt zudem zum Schluss, dass sich die Besuchsrechtsproblematik zu akzentuieren droht, wenn der Druck der Beistandschaft wegfällt. Zudem hat die Berufungsklägerin im Scheidungsverfahren selber auf einem begleiteten Besuchsrecht bestanden, was die Besuchsrechtsproblematik deutlich manifestiert. Soweit sich die Berufungsklägerin nicht in unzulässiger Weise mit ihrer anders lautenden Sachdarstellung gegen die verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz richtet (Art. 63 Abs. 2 OG), legt sie nicht dar, dass sich die Verhältnisse erheblich geändert haben und die Beistandschaft durch eine mildere Massnahme nach Art. 307 Abs. 3 ZGB ersetzt werden kann. 3.3 Entgegen den Ausführungen der Berufungsklägerin in Ziff. 24 bis 26 der Berufung hat das Obergericht nicht festgestellt, dass die Verwahrlosung nicht erstellt ist, hält es doch ausdrücklich fest, dass die im Jahre 2005 fotografisch festgehaltenen ordentlichen Zustände nicht überzeugen, da die Kinder auch in neuesten Schulberichten als ungepflegt, schmuddelige Kleider tragend und einen unangenehmen Geruch verbreitend beschrieben werden. Auch insoweit beruht die Kritik der Berufungsklägerin zum grossen Teil auf einer den obergerichtlichen Feststellungen widersprechenden Sachverhaltsdarstellung (Art. 63 Abs. 2 OG), die im Berufungsverfahren nicht gehört werden kann. Dass die festgestellte Neigung zur Verwahrlosung zusammen mit der vorhandenen Besuchsrechtsproblematik eine Beistandschaft rechtfertigt und eine mildere Massnahme im Sinne von Art. 307 Abs. 3 ZGB nicht ausreichend erscheinen lässt, wie das Obergericht annimmt, ist nicht zu beanstanden. Ist aber die Beistandschaft aufgrund der geschilderten Umstände nach wie vor gerechtfertigt, erübrigen sich weitere Ausführungen zu den Erörterungen der Berufungsklägerin im Zusammenhang mit der schulischen Entwicklung von A.________; es genügt der Hinweis, dass das Obergericht in diesem Zusammenhang auf die vermittelnde Rolle der Beiständin hingewiesen hat, womit die nach wie vor geltende Massnahme auch insoweit im Kindeswohl liegt.