Citation: 1C_244/2019 E. 3.4.1

3.4.1. Das Amt für Umwelt hat im kantonalen Gesamtentscheid vom 23. Juni 2017 zwar auf die umgesetzten lärmmindernden Massnahmen an den strassenseitigen Terrassen des geplanten Mehrfamilienhauses hingewiesen und erklärt, beim strittigen Bauvorhaben seien die zumutbaren Lärmschutzmassnahmen ergriffen worden. Dass es geprüft hätte, ob sich die Überschreitung der Immissionsgrenzwerte bei den drei betroffenen Fenstern dieses Gebäudes allenfalls mit anderen Massnahmen als der im Lärmgutachten erwähnten und verworfenen Erstellung einer Lärmschutzwand - zu der es sich ebenfalls nicht äussert - vermeiden liesse, geht aus seinen Ausführungen jedoch nicht hervor. Diese beschränken sich vielmehr auf die Frage, warum das Bauvorhaben trotz der Grenzüberschreitung nach Art. 31 Abs. 2 LSV bewilligt werden könne. Auch seine sehr kurz gehaltenen Erwägungen im kantonalen Gesamtentscheid vom 2. November 2015 enthalten keine entsprechenden Ausführungen. Solche finden sich auch nicht in den Akten, im angefochtenen Entscheid oder im Lärmgutachten, das neben den umgesetzten Massnahmen konkret lediglich die Erstellung einer Lärmschutzwand erwähnt.