Citation: 2C_1166/2013 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz ist der Auffassung, der Beschwerdeführer könne sich nicht auf Art. 8 EMRK berufen, da er keine von dieser Norm erfasste familiäre Beziehung pflege. Zum einen könne seine kranke Mutter - auch wenn er für diese gewiss wertvolle Unterstützung leiste - auch die Dienste von andern Familienangehörigen oder von Dritten in Anspruch nehmen, weshalb kein Abhängigkeitsverhältnis vorliege. Zum andern sei die Beziehung des Beschwerdeführers zu seiner Verlobten aufgrund der gesamten Umstände nicht als derart eng anzusehen, dass sie als eheähnlich gelten könne. Aber selbst wenn man das anders sehen wollte, lägen jedenfalls überwiegende öffentliche Interessen im Sinne von Art. 8 Ziff. 2 EMRK vor, die einen Eingriff ins Familienleben rechtfertigen würden. Der Beschwerdeführer habe während seiner Anwesenheit in der Schweiz immer wieder delinquiert und seine Straftaten hätten sich durch stetig zunehmende Gewalt und kriminelle Energie charakterisiert; insgesamt erscheine er als uneinsichtiger, gewalttätiger Gewohnheitsdelinquent. Auch wenn der Lebensmittelpunkt des Beschwerdeführers in der Schweiz liege und er ein erhebliches Interesse an einem Verbleib in der Schweiz aufweise, erscheine eine Rückkehr in die Türkei zumutbar, weshalb die öffentlichen Fernhalteinteressen überwögen.