Citation: 8C_411/2018 E. 8.2

8.2. Mit dem in Art. 24 Abs. 3 AVIG verankerten Korrektiv der Berufs- und Ortsüblichkeit der Entlöhnung soll verhindert werden, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen zu niedrigen Verdienst vereinbaren, um die Differenz zu Lasten der Arbeitslosenversicherung entschädigen zu lassen (vgl. E. 4.2 und 6.4 hiervor). Nimmt eine versicherte arbeitslose Person aus freien Stücken, d.h. ohne amtliche Zuweisung eine Tätigkeit ohne berufs- und ortsüblichen Verdienst auf, liefe es dem genannten Zweck zuwider, wenn die Arbeitslosenversicherung für die Folgen der unüblich niedrigen Salärierung einzustehen hätte (vgl. Urteil 8C_443/2007 E. 4 in fine). Die von der Arbeitslosenkasse getroffene Lösung ist demnach gerade nicht zweckwidrig. Der Einwand der Beschwerdeführerin geht fehl.