Citation: U 191/01 28.03.2002 E. 4

4.- a) Aus den ärztlichen Berichten geht hervor, dass der Beschwerdeführer zumindest für eine körperlich leichte Tätigkeit mit der Möglichkeit zum Sitzen voll arbeitsfähig ist. Die vom Hausarzt attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit vermag dieses Ergebnis nicht zu entkräften, da seine Stellungnahme diesbezüglich nicht substantiiert ist und er namentlich nicht angibt, welche Tätigkeiten er damit anspricht. Bei einem Befund mit ausgeprägter Druck- und Klopfdolenz über der inneren Fläche des Fersenbeines, jedoch ohne Erwärmung und Schwellung, kann jedenfalls nicht eine Einschränkung in sämtlichen Tätigkeitsbereichen gemeint sein. Obwohl auch Dr. med. K.________ gewisse Restschmerzen im Frakturbereich nicht von der Hand weist, geht er - mit dem Kreisarzt - von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus. Aufgrund der übrigen ärztlichen Aussagen scheint dies jedoch zweifelhaft. Fraglich ist auch, ob die Tätigkeit als Automechaniker uneingeschränkt zumutbar ist. Auch wenn sie nicht zwingend mit dem Heben und Tragen von schweren Lasten verbunden ist, muss sie doch zum grössten Teil stehend oder gehend verrichtet werden. Gerade dies löst aber beim Beschwerdeführer Schmerzen aus. Die Festsetzung des Taggeldes auf der Basis einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten, (teilweise) sitzenden Tätigkeit erscheint dagegen als angemessen. Bei langdauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf hat der Versicherte ohnehin andere ihm offenstehende Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen. Eine entsprechende berufliche Neueingliederung ist dem Beschwerdeführer in gesundheitlicher Hinsicht möglich und zumutbar. b) Dafür ist ihm aber eine angemessene Übergangsfrist zur Stellensuche und zur Anpassung an die veränderten Verhältnisse einzuräumen (BGE 114 V 289 Erw. 5b mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall musste der Beschwerdeführer aufgrund der kreisärztlichen Untersuchung vom 28. Oktober 1999 damit rechnen, dass die Taggeldleistungen der SUVA eingestellt würden. Seit der Untersuchung in der Klinik Y.________ anfangs Januar 2000 wusste er auch, dass er zumindest nach einer teils sitzend und teils stehend auszuübenden Tätigkeit Ausschau halten musste. Mit der Einstellung des Taggeldes bereits auf den 31. Oktober 1999 wurde ihm indessen nicht genügend Zeit zur Aufnahme einer zumutbaren Tätigkeit gewährt. Die Sache geht daher auch in diesem Punkt an die SUVA zurück, damit sie die Anpassungsfrist angemessen festlege und über die Taggeldeinstellung neu verfüge. Allenfalls sind dabei die beruflichen Abklärungs- und (allfälligen) Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung mitzuberücksichtigen.