Citation: 8C_485/2021 E. 5.2

5.2. Das kantonale Gericht erwog unter Verweis auf die Systematik des Gesetzes und Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG zutreffend, dass sowohl die Berufsberatung (Art. 15 IVG) als auch die Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG) Eingliederungsmassnahmen darstellen. Als solche unterliegen sie nicht nur den spezifischen Anspruchsvoraussetzungen der konkret infrage stehenden Eingliederungsmassnahme (n), sondern auch denjenigen allgemeiner Natur der Grundsatznorm von Art. 8 IVG (vgl. SVR 2021 IV Nr. 9 S. 25, 9C_329/2020 E. 3.1.3; Botschaft vom 22. Juni 2005 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, 5. Revision, BBl 2005 4459 ff. [nachfolgend: Botschaft zur 5. IV-Revision], 4561; MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, N. 13 f. zu Art. 8, N. 5 zu Art. 15, N. 2 ff. zu Art. 18 IVG). Nach Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Diese Prüfung ist notwendig und wichtig, damit die IV-Stelle auch tatsächlich nur eingliederungsfähige invalide und von einer Invalidität bedrohte Versicherte vermittelt und nicht auch noch Personen, die durch die Arbeitslosenversicherung zu vermitteln wären (Botschaft zur 5. IV-Revision, 4565). Die Beschwerdeführerin vermag in Anrufung der Gesetzesänderungen im Zuge der 5. IV-Revision weder hinreichend substanziiert (vgl. BGE 144 V 50 E. 4.1 f.) aufzuzeigen, weshalb von genannter Praxis abzuweichen und eine Änderung der Rechtsprechung (vgl. BGE 147 V 342 E. 5.5.1 m.w.H.) vorzunehmen wäre, noch sind derartige Gründe ersichtlich (vgl. SVR 2021 IV Nr. 9 S. 25, 9C_329/2020 E. 3.2.3).