Citation: I 386/06 01.03.2007 E. 6

6.1 Des Weitern macht die Beschwerdeführerin geltend, die für den Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag massgebende persönliche Überwachungsbedürftigkeit sei mit zwei Stunden täglich zu wenig berücksichtigt worden. Richtigerwiese müsse von einer intensiven persönlichen Überwachung und mithin von einem Zuschlag von vier Stunden ausgegangen werden. Die Versicherte könne Gefahren nicht erkennen, das Haus nicht unbeaufsichtigt verlassen und nicht alleine zu Hause bleiben. Wegen der Epilepsie müsse sie in der Nacht überwacht werden. Die Mutter stehe zur Kontrolle ein bis zweimal nachts auf. Zudem sei die Versicherte sehr unruhig und könne nur kurze Zeit bei einer Beschäftigung bleiben. 6.2 Gemäss Abklärungsbericht sind keine epileptischen Anfälle mehr aufgetreten, doch müssten weiterhin Medikamente eingenommen werden. Aufgrund der Epilepsie ist somit keine besonders intensive Überwachung erforderlich. Eine solche liegt vor und kann wie vier Stunden Pflege gewichtet werden, wenn die Überwachungsintensität besonders gross ist, wie beispielsweise in schweren Fällen von Autismus, bei denen das Kind keine fünf Minuten aus den Augen gelassen werden kann und die Eltern permanent intervenieren müssen (vgl. die Erläuterungen des BSV zu Art. 39 Abs. 3 IVV in: AHI 2003 S. 330). Laut Abklärungsbericht kann die Versicherte nicht längere Zeit alleine gelassen werden, da ihre Handlungen noch nicht zuverlässig seien. Sie könne jedoch alleine auf den Quartierspielplatz. Die Mutter müsse aber Zuhause anwesend sein und immer nachschauen, wo sie sei und was sie mache. Zudem fehle es ihr an Ausdauer, und sie müsse immer wieder ermuntert werden, weiter zu spielen. Auch beim Essen müsse die Mutter am Tisch sitzen bleiben, bis die Tochter fertig sei, da sie sonst weglaufen und etwas anderes machen würde. Die IV-Stelle hat für die dauernde Überwachung zusätzlich zwei Stunden im Sinne von Art. 39 Abs. 2 Satz 1 IVV gerechnet. Hier gilt es zu berücksichtigen, dass die nötige Überwachung bei einzelnen Lebensverrichtungen nicht doppelt - einmal konkret und einmal als Pauschalzuschlag gemäss Art. 39 Abs. 3 IVV - gezählt werden kann. 6.3 Die pauschalen Ausführungen des Dr. med. S.________ vom 2. Mai 2006 und der Klassenlehrerinnen vom 11. September 2005 vermögen den Abklärungsbericht vom 1. Oktober 2004 ebenso wenig zu relativieren wie die Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Eine besonders intensive behinderungsbedingte Überwachung ist nebst der täglichen Betreuung von 1 1/2 Stunden und der anerkannten dauernden Überwachung von zwei Stunden nicht ausgewiesen. Bei einem gesamten Mehraufwand von durchschnittlich rund 3 1/2 Stunden pro Tag ist der Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag daher mit Vorinstanz und Verwaltung zu verneinen.