Citation: 6B_638/2022 E. 1.3.1

1.3.1. Die Vorinstanz erwägt, dass C.________ und die B.________ AG in Gründung am 11. Dezember 2009 einen Darlehensvertrag abgeschlossen haben. Mit dem "Darlehensvertrag mit Eigentumsvorbehalt" gewährte C.________ der B.________ AG in Gründung ein Darlehen in der Höhe von Fr. 130'000.--, welches mit Zins zurückzuzahlen sei. Am 16. Dezember 2009 habe der Beschwerdegegner ein Schreiben an C.________ betreffend Änderung des Pfandobjekts verfasst, welches C.________ am 18. Dezember 2009 gegengezeichnet habe. Am 16. Dezember 2009 habe der Beschwerdegegner ein Aktienkapital-Einzahlungskonto eröffnet, wobei er C.________ als Einzahlerin und D.________ als wirtschaftlich Berechtigten deklariert habe. Mit Schreiben vom 28. Dezember 2009 habe die U.________-Bank sodann die Einzahlung von Fr. 100'000.-- bestätigt. Die Gründung der B.________ AG sei schliesslich am 29. Dezember 2009 erfolgt. Die Vorinstanz erwägt, mit der Beurkundung der Erklärung in der Gründungsurkunde, wonach Fr. 100'000.-- zur freien Verfügung der Gesellschaft bei der U.________-Bank hinterlegt gewesen seien, obwohl dieses Kapital mit einer Rückzahlungs- und Zinspflicht verbunden gewesen sei, habe der Beschwerdegegner den objektiven Tatbestand der Urkundenfälschung im Amt gemäss Art. 317 Ziff. 1 Abs. 2 StGB erfüllt. Sodann habe der Beschwerdegegner den objektiven Tatbestand der Erschleichung einer falschen Beurkundung gemäss Art. 253 StGB erfüllt, indem er die B.________ AG am 29. Dezember 2009 zur Eintragung im Handelsregister des Kantons U.________ angemeldet und dieser Anmeldung die Gründungsurkunde beigelegt habe. Die Täuschung des Handelsregisterführers habe in der falschen Angabe in der Gründungsurkunde bestanden.