Citation: 1C_147/2013 E. 2.4

2.4. Dem halten die Beschwerdeführer entgegen, dass der revidierte Quartierplan gemäss Art. 4 Abs. 1 QPV auch den Gestaltungsplan 1:1000 umfasse. In Art. 4 Abs. 2 QPV werde unmissverständlich festgehalten, dass die zum Quartierplan 1977 gehörenden Planunterlagen (Neuzuteilungsplan, Erschliessungsplan und Gestaltungsplan) durch den Plan neuer Grenzverlauf, den Erschliessungsplan und den Gestaltungsplan ersetzt würden. Die Legende des Gestaltungsplans sei bewusst überarbeitet und neu umschrieben worden, um eine durchdachte und angepasste Ordnung zu erhalten. Nicht mehr enthalten seien die Kennziffern 11 /2, 2, 21 /2, 3 und 31 /2, sowie die Umschreibung der Art und Weise der Ermittlung der Gebäudehöhe, die zuvor zu diversen Unstimmigkeiten und Gerichtsverfahren geführt hatten. Es sei nachvollziehbar, dass diese "Zankäpfel" im neuen Gestaltungsplan weggelassen wurden, zumal auf sie ohne Probleme verzichtet werden könne. Insbesondere könne für die Ermittlung der Gebäudehöhe auf Art. 26 Abs. 1 BauG abgestellt werden. Es sei kein Grund erkennbar, weshalb die Gebäudehöhe im Quartierplangebiet Seglias anders und wesentlich liberaler gehandhabt werden sollte als im übrigen Gemeindegebiet. Dementsprechend habe auch das erste Baugesuch des Beschwerdegegners die Vorgaben von Art. 26 Abs. 1 BauG respektiert. Da er aber die maximale BGF ausschöpfen wollte, habe er sich gezwungen gesehen, die Baulinie um mehr als 4 m zu überschreiten. Erst in einer zweiten Phase habe er sich auf die - nach der Quartierplanrevision 2007 nicht mehr einschlägige - Praxis des Verwaltungsgerichts zur Ermittlung der Gebäudehöhe berufen, was ihn veranlasst habe, den First seines Hauses an der Westseite um mehr als 60 cm und auf der Ostseite sogar um 1.67 m zu erhöhen.