Citation: 6B_1070/2018 E. 3.3

3.3. Die Kritik des Beschwerdeführers ist unbegründet. Die Vorinstanz geht davon aus, der Beschwerdeführer habe die 47,4 Gramm Kokaingemisch (Mengenbestimmung gemäss Gutachten) - wie von ihm ursprünglich geltend gemacht - zusammen mit seinen Gästen an seiner Geburtstagsfeier konsumieren wollen. Sie stellt demnach nicht infrage, dass der Beschwerdeführer auch selber Kokain konsumierte. Sie verwirft lediglich dessen Behauptung, ca. 30 Gramm des Kokains seien für seinen Eigenkonsum bestimmt gewesen und folglich dessen Angaben zum Umfang seines Kokainkonsums. Die Vorinstanz geht diesbezüglich unter Hinweis auf das erstinstanzliche Urteil von einer Schutzbehauptung aus (angefochtenes Urteil S. 11 f). Dabei berücksichtigt sie mit dem Bezirksgericht insbesondere, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich der ersten polizeilichen Einvernahme vom 3. März 2017 nicht zum Verwendungszweck der sichergestellten Droge äussern wollte, sondern angab, sich noch mit seinem Verteidiger besprechen zu wollen. Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 4. März 2017 sagte der Beschwerdeführer in Anwesenheit seines Verteidigers aus, er habe das Kokain nicht zum "dealen" erworben, sondern er habe dieses mit seinen Kollegen anlässlich seiner Geburtstagsparty konsumieren wollen. Er habe eine gute Verbindung gehabt, um an Kokain zu kommen. Er habe dieses auf Kommission erworben und entgegen seinen Versprechungen nicht bezahlen wollen (kant. Akten, Urk. 19/6 S. 2). Bei dieser Version blieb der Beschwerdeführer auch anlässlich der Einvernahme vom 22. März 2017 (kant. Akten, Urk. 12 S. 1). Der Beschwerdeführer ging dabei offensichtlich davon aus, dass der gemeinsame Konsum mit Kollegen und die Gratisabgabe von Kokain an Gäste einer Geburtstagsparty unter den straflosen Eigenkonsum fällt (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 15). Erst anlässlich der Schlusseinvernahme vom 28. Juni 2017, als ihm vorgehalten wurde, die Abgabe von 48,7 Gramm Kokaingemisch an ca. 30 Gäste anlässlich einer Geburtstagsparty sei geeignet, die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr zu bringen, erklärte der Beschwerdeführer, von den 48,7 Gramm seien nur 20 Gramm für seine Gäste und 30 Gramm für seinen Eigenkonsum bestimmt gewesen (kant. Akten, Urk. 15 S. 2). Die Vorinstanz verfällt daher nicht in Willkür, wenn sie dem Beschwerdeführer vorwirft, seine Aussagen taktisch angepasst zu haben, da es ihm darum gegangen sei, seinen Eigenkonsum doch noch so hoch anzusetzen, dass kein schwerer Fall im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG vorliege (angefochtenes Urteil S. 12 mit Hinweis auf das erstinstanzliche Urteil). Bereits die erste Instanz wies zudem darauf hin, dass es gänzlich unüblich sei, dass eine von der Sozialhilfe abhängige Person eine derart grosse Drogenmenge auf Vorrat erwirbt, zumal entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers nicht von einer erheblichen Kokainabhängigkeit (Konsum von drei bis vier Gramm pro Wochenende) ausgegangen werden könne. Der Beschwerdeführer habe selber erklärt, er sei während der Untersuchungshaft vom Kokain losgekommen und habe dabei unter keinen Entzugssymptomen gelitten. Bei einem regelmässigen Wochenendkonsum von ein bis zwei Gramm hätte der Beschwerdeführer das nach der Party übrig gebliebene Kokain für 15 bis 20 Wochen für den Eigenkonsum bunkern müssen, ein Verhalten, das in keiner Weise nachvollziehbar sei (erstinstanzliches Urteil S. 17 f.). Der Beschwerdeführer setzt sich damit zu Unrecht nicht auseinander. Ob der Beschwerdeführer tatsächlich die gesamten 47,4 Gramm Kokaingemisch mit seinen Gästen anlässlich seiner Geburtstagsparty konsumieren wollte oder ob nicht doch ein Teil des Kokains für den Verkauf bestimmt war, lässt die Vorinstanz offen (angefochtenes Urteil S. 11 und 13). Sie geht mit der Anklage "in dubio pro reo" davon aus, der Beschwerdeführer habe das Kokain anlässlich seiner Geburtstagsparty mit seinen Gästen konsumieren wollen, weil der Beschwerdeführer dies anlässlich seiner Befragung so geltend machte. Anhaltspunkte, dass ein grosser Anteil des Kokains für den Eigenkonsum des Beschwerdeführers bestimmt war, durfte sie ohne Willkür verneinen. Die Rüge des Beschwerdeführers ist unbegründet.