Citation: 2C_693/2021 E. 3.2.3

3.2.3. Die Beschwerdeführerin ist in Nordmazedonien aufgewachsen und sozialisiert worden. Sie ist mit der Sprache und den dortigen Verhältnissen nach wie vor vertraut, hat sie sich doch von 2016 bis 2018 (wieder) in ihrer Heimat aufgehalten. Dass sie mit ihrer dortigen Familie keine Beziehung mehr unterhalten will, erscheint wenig glaubwürdig: Nach der Trennung von ihrem ersten Gatten kam sie zunächst bei ihren Eltern in der Heimat unter; sie will auch die Beziehungen zu ihrer Schwester aufrechterhalten, ihren Söhnen (früher) ab und zu Geld geschickt und 2012 an der Beerdigung ihres Grossvaters teilgenommen haben; zudem dürften sich ihre zwei erwachsenen Söhne noch in der Heimat aufhalten. Konkrete Hinweise darauf, dass sie in der Heimat bedroht wäre, bestehen nicht. Die Vorinstanz durfte willkürfrei davon ausgehen, dass ihre Integration trotz der sich aus dem Gesamtauszug aus allen individuellen AHV-Konten ergebenden längeren (Gesamt-) Aufenthaltsdauer nicht derart fortgeschritten erscheint, dass ihr eine Rückkehr in die Heimat nicht mehr zugemutet werden kann: Die Beschwerdeführerin musste hier betrieben werden, kam ihren Melde- und ausländerrechtlichen Mitwirkungspflichten wiederholt nicht nach und wurde am 17. Februar 2017 wegen fahrlässigen rechtswidrigen Aufenthalts und fahrlässiger Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung mit Fr. 1'400.-- gebüsst. Von 2003 bis 2005 bezog sie Sozialhilfeleistungen. Die von ihr geltend gemachten sozialen Kontakte belegt sie nur mit wenigen, nicht unterzeichnete Schreiben von Bekannten und angeblichen Freundinnen.