Citation: 9C_339/2023 E. 4

Die Vorinstanz schloss, innerhalb der B.________ AG hätten keine selbständigen, eine eigene organisatorische Einheit bildenden Betriebe vorgelegen, weshalb deren betriebliche Unterstellung unter den AVE GAV FAR für den Gesamtbetrieb zu prüfen sei. In Bezug auf diese Prüfung stellte das kantonale Gericht fest, die B.________ AG sei im massgebenden Zeitraum im Bereich der Schadstoffsanierung tätig gewesen, welche nur dann unter Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR falle, wenn sie sich auf Bauwerke und Bauwerksteile beziehe. Aus den eingereichten Akten gehe indessen nicht hervor, in welchem Umfang die B.________ AG solche und in welchem Umfang sie andere (nicht unter Art. 2 Abs. 4 lit. b AVE GAV FAR fallende) Sanierungsarbeiten durchgeführt habe. Jedenfalls könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass dabei die Schadstoffsanierung von belasteten Gebäuden und Gebäudeteilen überwiegend gewesen und der Tätigkeit der B.________ AG das Gepräge gegeben habe. Nachdem weitere Beweismassnahmen zur Klärung dieser Frage infolge Löschung der B.________ AG im Handelsregister nicht in Betracht kämen, sei nicht erstellt, dass diese für die Jahre 2015 bis 2017 unter den betrieblichen Geltungsbereich des AVE GAV FAR falle. Die Folgen dieser Beweislosigkeit habe die Stiftung FAR zu tragen. Da ein freiwilliger Anschluss eines Unternehmens voraussetze, dass zumindest ein Betriebsteil unter den betrieblichen Geltungsbereich des GAV FAR bzw. des AVE GAV FAR falle, könne auch nicht geprüft werden, ob ein freiwilliger Anschluss der B.________ AG überhaupt möglich gewesen sei. Deshalb könne die Stiftung FAR aus dem Umstand, dass die B.________ AG Beiträge letztlich entrichtet habe, nichts zu ihren Gunsten ableiten.