Citation: 1C_435/2022 E. 4.4

4.4. Der fragliche Sondernutzungsplan erlaubt für drei Parzellen die Erstellung von Mehrfamilienhäusern anstelle von Einfamilienhäusern. Wie bereits die Vorinstanz in zutreffender Weise festgehalten hat, wird damit die Bebauung eines räumlich (eng) begrenzten Gebiets geregelt, welches bereits als Wohnzone (Bauzone) ausgeschieden worden ist. Entgegen den Behauptungen der Beschwerdeführerin dient der Sondernutzungsplan nicht der Bauzonendimensionierung respektive der Grenzziehung zwischen Bau- und Nichtbauland, sondern der konkreten Ausgestaltung des Siedlungsgebiets. Hierfür enthält das RPG nur Rahmenvorgaben, die vom kantonalen Recht auszufüllen sind. In diesem Bereich liegt keine Bundesaufgabe vor, weshalb - abgesehen von Spezialfällen - die Verbandsbeschwerde nicht zulässig ist (BGE 142 II 509 E. 2.7).