Citation: 6B_393/2017 E. 3.1

3.1. Die Voraussetzungen i.S.v. Art. 59 Abs. 1 StGB sind grundsätzlich gegeben. Die wiederholten Würgeangriffe bilden eine hinreichende Anlasstat (Urteil S. 18). Der Beschwerdeführer weist bereits mehrere Verurteilungen vorwiegend wegen Vermögensdelikten auf, wobei zwei Vorstrafen auch Straftaten gegen Leib und Leben beinhalten, nämlich einfache Körperverletzungen und Tätlichkeiten vom 1. November 2011 und 14. August 2008 (vgl. Urteil 1B_479/2016 vom 5. Januar 2017 E. 2.4). Dabei handelt es sich nach der Vorinstanz nicht um schwerwiegende Gewalttaten (trotz Faustschlägen ins Gesicht; Urteil S. 17). Nach dem Gutachten besteht ein hohes Risiko erneuter Gewaltstraftaten im Sinne spontaner Gewaltausübung im Rahmen verzerrter Realitätswahrnehmung bei risikoerhöhenden schwierigen persönlichen Verhältnissen (Urteil S. 18; vgl. zu Diagnose und Prognose Urteil 1B_479/2016 vom 5. Januar 2017 E. 2.5 und 2.7). Auch der Beschwerdeführer weist auf die gutachterlich prognostizierte Gefahr hin, dass er bei Wiederausbruch der psychotischen Erkrankung im Zustand einer wieder aufflammenden Schizophrenie unter Wahnvorstellungen erneut Gewalttaten verüben könnte. Er wendet aber ein, aufgrund der seit mehr als 19 Monaten andauernden adäquaten medikamentösen Therapie sei ihm bewusst, dass er sich behandeln lassen müsse; die Feststellung des Gutachtens, wonach er nicht krankheitseinsichtig und nicht compliant sei, sei inzwischen obsolet (Beschwerde S. 10). Der Gefahr weiterer Delinquenz könne mit der notwendigen pharmakologischen Therapie für paranoide Schizophrenie wirksam entgegen getreten werden (Beschwerde S. 11). Hinsichtlich dieser nach dem Beschwerdeführer ausreichenden medikamentösen Behandlung weist die Vorinstanz darauf hin, dass er sich seit 2004 bereits fünfmal in psychiatrischer Behandlung in der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich befand und der Gutachter sehr deutlich zum Schluss gelangte, dass eine ambulante Massnahme aufgrund der Schwere der Erkrankung, der fehlenden Krankheitseinsicht und der bisherigen Schwierigkeiten nicht zweckmässig sei. Es gebe keine triftigen Gründe, um vom Gutachten abzuweichen (Urteil S. 18, 19). Das erste Therapieziel bestehe darin, Einsicht und Therapiewilligkeit zu schaffen (mit Hinweis auf MARIANNE HEER, in: Basler Kommentar, Strafrecht, 3. Aufl. 2013, N. 78 zu Art. 59 StGB). Dass nach dem Beschwerdeführer inzwischen Krankheitseinsicht bestehen soll, belegt zunächst lediglich, dass die stationäre Behandlung insoweit bereits Früchte trägt. Eine Aufhebung der Massnahme kann damit nicht begründet werden.