Citation: H 386/01 11.03.2003 E. 4

4.1 Bereits im als "Gesuch um Herabsetzung der persönlichen AHV/IV/EO-Beiträge - Periode 98/99" bezeichneten Schreiben vom 17. April 2000, mit welchem von der Ausgleichskasse in erster Linie die Festlegung der persönlichen Beiträge im ausserordentlichen Verfahren gemäss altArt. 25 AHVV verlangt worden war, hatte die Beschwerdeführerin vorgebracht, dass sie im Oktober 1998 erkrankt und in der Folge bis anfangs Juli 1999 hospitalisiert war. Von Oktober 1998 bis Ende Oktober 1999 sei sie zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Auf den 1. November 1999 habe sie eine Teilzeitstelle im Umfang von 50 % einer Vollzeitbeschäftigung als - angestellte - Teamärztin in einer HMO-Praxis aufgenommen und ihr Pensum im Dezember 1999 auf 70 % und auf Januar 2000 auf 80 % erhöht. Dem Schreiben der behandelnden Ärztin Frau Dr. med. S.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 15. Januar 2000 ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin bis Ende Oktober 1999 zu 100 % arbeitsunfähig war und die Arbeitsfähigkeit "aktuell und auf absehbare Zeit" 80 % beträgt. Eine volle Arbeitsfähigkeit als selbstständige Ärztin mit eigener Praxis könne als Folge der Erkrankung vorläufig nicht wieder erreicht werden. 4.2 Von diesen Angaben zum Ausmass der Arbeitsunfähigkeit sind sowohl die Verwaltung wie auch das kantonale Gericht ausgegangen. Die Ausgleichskasse hat in ihrer Verfügung vom 5. Mai 2000 mit Blick auf den Umstand, dass die Beschwerdeführerin zufolge ihres stark verbesserten Gesundheitszustandes keine Invalidenrente beantragen müsse, einen Grund für die Beitragsfestsetzung im ausserordentlichen Verfahren verneint und auf die Praxis hingewiesen, wonach auch schwerwiegende gesundheitliche Probleme noch keine Veranlassung für eine Gegenwartsbemessung darstellten. Die Vorinstanz erwog in Anbetracht der im November 1999 zu 50 % wiedererlangten und spätestens seit Januar 2000 im Umfang von 80 % fortbestehenden Arbeitsfähigkeit, eine die Neutaxation auslösende Invalidität und mithin ein Neueinschätzungsgrund nach altArt. 25 AHVV seien nicht eingetreten. Erst der Verkauf der Praxis auf den 1. Oktober 1999 könne - auf Grund der damit verbundenen strukturellen Veränderung - als Neueinschätzungsgrund qualifiziert werden.