Citation: 5A_916/2022 E. 2.3.1

2.3.1. Gemäss Art. 33 Abs. 4 SchKG kann derjenige, der durch ein unverschuldetes Hindernis davon abgehalten worden ist, innert Frist zu handeln, die Aufsichtsbehörde oder die in der Sache zuständige richterliche Behörde um Wiederherstellung der Frist ersuchen. Er muss vom Wegfall des Hindernisses an, in der gleichen Frist wie der versäumten ein begründetes Gesuch einreichen und die versäumte Rechtshandlung bei der zuständigen Behörde nachholen. Das Fristversäumnis muss im Rahmen von Art. 33 Abs. 4 SchKG gänzlich schuldlos gewesen sein und jede Form von Schuld bewirkt, dass keine Wiederherstellung zu gewähren ist (Urteile 5A_520/2022 vom 6. Dezember 2022 E. 3.4; 5A_673/2017 vom 22. März 2018 E. 2.3.1; 5A_30/2010 vom 23. März 2010 E. 4.1). Der Fristenlauf für das Wiederherstellungsgesuch wird durch den Wegfall des Hindernisses ausgelöst und nicht dadurch, dass die verspätete Eingabe aus dem Recht gewiesen wird (Urteile 5A_972/2018 vom 5. Februar 2019 E. 5.1; 5A_673/2017 vom 22. März 2018 E. 2.3.1; 5A_801/2013 vom 21. Januar 2014 E. 3.3 und 3.4).