Citation: I 639/02 04.07.2003 E. 3

In der Sache selbst macht die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers geltend, nach den medizinischen Akten sei davon auszugehen, dass er unter einer schweren psychosomatischen Beeinträchtigung leide. Gemäss Bericht des Hausarztes Dr. med. H.________ vom 28. März 2000 litt der Versicherte über Jahre an chronischen Rückenschmerzen, welche im Herbst 1999 exazerbierten. Ein somatisches Korrelat zu den als invalidisierend empfundenen Schmerzen konnte nach den medizinischen Unterlagen jedoch nicht festgestellt werden. Die Ärzte des Spitals X.________ äusserten in ihrem Austrittsbericht vom 17. Februar 2000 hingegen den Verdacht einer Schmerzverarbeitungsstörung. Dr. med. E.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, konnte dies in seinem Gutachten vom 12. Juni 2001 nicht bestätigen beziehungsweise eine solche "nicht eindeutig" diagnostizieren. Gleichzeitig bemerkte er aber, in Übereinstimmung mit anderen Arztberichten, dass der Versicherte einer Psychogenese grundsätzlich negativ gegenüber stehe. So berichtete auch Prof. Dr. med. A.________, Psychiatrische Poliklinik des Spitals X.________, nach einer konsiliarischen psychiatrischen Untersuchung vom 28. Juni 2000, dass zur Zeit eine Anpassungsstörung (ICD-10 F 43.23) vorliege und eine konsequente Abgabe von Antidepressiva empfehlenswert sei, der Patient jedoch sämtliche Medikamente ablehne und ein kognitiv verhaltenstherapeutisches Training undurchführbar scheine (Bericht vom 30. Juni 2000). Dr. med. R.________, zu dem sich der Versicherte in der Folge in Behandlung begab, musste erfahren, dass zur Zeit jede therapeutische Massnahme kontraproduktiv, der Patient nicht psychotherapierbar sei; die Fixierung auf sein Symptom habe wahnhaften Charakter, und jede mögliche Therapie, die zu einer Besserung führen könnte, sabotiere er (Bericht vom 4. Januar 2001). Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich hinter dieser uneinsichtigen Haltung des Versicherten eine krankhafte Entwicklung verbirgt, und es bleibt auch nach der psychiatrischen Begutachtung durch Dr. med. E.________ offen, ob er zum massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 7. November 2001 von seiner psychischen Verfassung her in der Lage war, trotz seiner subjektiv erlebten Schmerzen einer Arbeit nachzugehen. Eine erneute psychiatrische Begutachtung ist daher unumgänglich.