Citation: 4A_35/2021 E. 4.5

4.5. Bestellungsänderungen kommt damit generell nicht die Bedeutung zu, die ihnen die Beschwerdeführerin zumisst. Selbst wenn man das schliesslich realisierte Projekt nicht als neues Gesamtprojekt behandeln wollte, bei dem nur ein Teil vom Circa-Preis erfasst wird, sondern von Bestellungsänderungen zum ursprünglichen Projekt ausgeht (in diese Richtung deutet die Formulierung der Vorinstanz, es seien Zusatzbestellungen und Bestellungsänderungen von mehr als rund Fr. 5.5 Mio. erfolgt), ändert dies im Ergebnis nichts daran, dass für alle Leistungen, die nicht im Zusammenhang mit den vom Totalunternehmervertrag erfassten Leistungen (gemäss dem im Totalunternehmervertrag vom 3. Januar 2003 enthaltenen Leistungsverzeichnis für die Komplettsanierung "Quo Vadis") stehen, das Entgelt nach Massgabe des Wertes der Arbeit und der Aufwendungen des Unternehmers festzusetzen ist (Art. 374 OR), ohne dass die Beschwerdegegnerin Bestellungsänderungen nachzuweisen hätte. Denn mit der Behauptung, die Leistungen seien im Globalpreis von Fr. 19 Mio. enthalten, anerkennt die Beschwerdeführerin sowohl, dass sie bestellt sind, als auch, dass der Circa-Preis nicht sämtliche Leistungen deckt. Hängt eine Leistung nicht mit dem ursprünglichen Projekt zusammen, ist damit der Nachweis einer Bestellungsänderung erbracht. Da der Globalpreis von Fr. 19 Mio. nicht bewiesen wurde, ist nach Aufwand abzurechnen. Nur im Anwendungsbereich der Circa-Preis-Vereinbarung und in Bezug auf eine Überschreitung des Maximalpreises oder des darin enthaltenen Globalpreises für Planung und Projektierung bis zum Vorliegen des Bauprojektes kommt der Frage nach einer Bestellungsänderung die Bedeutung zu, die ihr die Beschwerdeführerin beimisst. Insoweit erweist sich die Beschwerde aber auch in anderen Punkten als ungenügend: