Citation: 2C_319/2023 E. 5.6

5.6. Als privates Interesse am Verbleib in der Schweiz fällt vor allem die lange Anwesenheit der Beschwerdeführerin in der Schweiz ins Gewicht. Sie reiste 1990 in die Schweiz ein und hielt sich hier während 25 Jahren rechtmässig auf. Allerdings korreliert ihre lange Aufenthaltsdauer nicht mit ihrer Integration (vgl. angefochtenes Urteil E. 6.2). Angesichts der Sozialhilfeabhängigkeit ist sie weder beruflich noch wirtschaftlich integriert und ihr soziales Umfeld beschränkt sich auf ihre Kernfamilie. Dass sie über Grundkenntnisse der deutschen Sprache verfügt, nicht straffällig geworden ist und sie - abgesehen von den Fr. 689'185.29 Schulden beim Sozialamt - keine weiteren Schulden hat, spricht entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht für eine gelungene Integrationsleistung, sondern darf erwartet werden. Das private Interesse an der Fortführung des Lebens in der Schweiz aufgrund der langen Anwesenheit vermag das öffentliche Interesse angesichts der mangelhaften Integration nicht zu überwiegen.