Citation: 4A_449/2017 E. 4.3

4.3. Zutreffend ist, dass die Erstinstanz unfallkausale Krankheitskosten für das Jahr 2015 als ausgewiesen erachtete. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass und gegebenenfalls welche substanziierten Behauptungen der Beschwerdeführer bezüglich der Krankheitskosten in den künftigen Jahre aufgestellt hat. Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde vor, vorgebracht zu haben, dass auch künftig "die selben Behandlungen" resp. "vergleichbare" Behandlungskosten anfallen würden. Im angefochtenen Urteil, das den (Prozess) Sachverhalt für das Bundesgericht verbindlich festhält (E. 2.1), wird eine solche Behauptung des Beschwerdeführers allerdings nicht festgestellt. Und dieser zeigt in seiner Beschwerde nicht mit den erforderlichen Aktenhinweisen auf (siehe E. 2.1), dass er eine dahingehende Behauptung tatsächlich bereits im kantonalen Verfahren aufgestellt hat. Somit handelt es sich dabei um eine Sachverhaltsergänzung des Beschwerdeführers, bei der er die dafür geltenden Voraussetzungen nicht beachtet - sie ist entsprechend nicht zu berücksichtigen. Die seines Erachtens genügende Substanziierung leitet der Beschwerdeführer daher aus einer angeblichen Behauptung ab, von der gerade nicht feststeht, dass er sie überhaupt aufgestellt hat, womit seine Hauptbegründung in sich zusammenbricht. Dass die Vorinstanz eine genaue Bezifferung der künftig anfallenden Kosten verlangt hätte, wie der Beschwerdeführer geltend macht, trifft im Übrigen nicht zu. Die Vorinstanz hält zu Recht fest, die Einreichung eines Beweismittels, hier eines Sammelbelegs, entbinde nicht von der Substanziierung. Das Beweisverfahren dient nicht dazu, fehlende (substanziierte) Behauptungen zuersetzen oder zu ergänzen, sondern setzt solche vielmehr voraus (Urteil 4A_113/2017 vom 6. September 2017 E. 6.1.1 mit Hinweis). Im kantonalen Verfahren u nterbliebene Substanziierungen lassen sich nicht dadurch nachholen, indem man sich im bundesgerichtlichen Verfahren erneut auf das entsprechende Beweismittel, hier den Sammelbeleg, beruft und nunmehr ausführt, was sich daraus ergeben soll. Der Beschwerdeführer sucht sodann mit Hinweis auf eine von ihm in der Berufung gemachte Bezugnahme auf ein Gerichtsgutachten darzulegen, genügende Substanziierungen vorgetragen zu haben. Damit Vorbringen in der Berufung insofern relevant sein könnten, müsste dargetan sein, dass die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO erfüllt sind. Dazu äussert sich der Beschwerdeführer nicht. Abgesehen davon leitet er auch hier die genügende Substanziierung primär aus einem Beweismittel (Gerichtsgutachten) ab, nicht aus seinen eigenen Ausführungen und Behauptungen. In seiner Klageänderung vom August 2011 hat der Beschwerdeführer schliesslich pauschal festgehalten, er habe die Selbstbehalt- und Franchisekosten zu tragen, die sich pro Jahr auf Fr. 1'000.-- beliefen, und es sei zu befürchten, dass er auch weiterhin in diesem Ausmasse mit diesen Kosten belastet werde. Wenn die Vorinstanz diese Behauptung als ungenügend substanziiert erachtete, ist das nicht zu beanstanden. Zutreffend hielt sie auch diesbezüglich fest, dass ein Beweismittelantrag die gehörige Substanziierung nicht zu ersetzen vermöge, sondern eine solche gerade voraussetze. Art. 8 ZGB ist nicht verletzt. Mit ihrer Beurteilung, der Beschwerdeführer habe bloss ungenügend substanziierte Behauptungen zu seinen Krankheitskosten ab 1. Januar 2016 aufgestellt, hat die Vorinstanz weder Art. 42 Abs. 2 OR verletzt noch überhöhte Anforderungen an die Substanziierung gestellt.