Citation: 8C_750/2016 E. 3.2.1

3.2.1. Im Gutachten vom 26. Februar 2014 hat Dr. med. D._________ festgehalten, der relevanteste Vorzustand vor dem Unfall vom 5. Mai 1997 habe in einer degenerativen Wirbelsäulenerkrankung im Sinne einer medianen Diskushernie L4/5 mit bereits kernspintomographisch sichtbaren, jedoch altersentsprechenden diskreten degenerativen Veränderungen auch im Bereich der Nachbarsegmente L3/4 und L5/S1 im Sinne leichter Spondylarthrosen und Osteochondrosen bestanden. Die nach dem Unfallereignis vom 5. Mai 1997 diagnostizierten Frakturen seien eindeutig nicht als "instabil" einzustufen und würden in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle konservativ und nicht operativ behandelt. Die damals massiven Rückenschmerzen seien ohne Weiteres durch das schwere Trauma zu erklären und an einem lumbosakralen unfallbedingten Schmerzzustand bestehe kein Zweifel. Diese Art von Beschwerden, welche zu einem grossen Teil von ausgedehnten diffusen Weichteilverletzungen ausgehen würden, sprächen indes auf eine Operation ungenügend, wenn überhaupt an. Aus streng wirbelsäulenchirurgischer Sicht stehe somit bereits der Eingriff vom 8. Januar 1998 höchstens in einem möglichen natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall und seien die folgenden Operationen, viel mehr Revisionen, nicht auf eindeutige Unfallfolgen zurückzuführen, sondern zu einem grossen Teil technischer Natur. Insgesamt - so der Gutachter - sei der Status quo sine unter Berücksichtigung des Vorzustandes sowie sämtlicher unfallfremder Faktoren aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit per 1. Januar 1999, spätestens per 1. Januar 2000 erreicht gewesen.