Citation: 1C_741/2021 E. 3.1.1

3.1.1. Mangels ausreichender Aufmerksamkeit vermochte die Beschwerdeführerin nicht mehr rechtzeitig zu stoppen und fuhr gemäss ihren eigenen Angaben nach einer Vollbremsung in das Heck des vorderen Fahrzeugs. Damit hat sie in Verletzung von Art. 31 Abs. 1 und Art. 34 Abs. 4 SVG i.V.m. Art. 12 Abs. 2 VRV eine konkrete Gefahr nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Gesundheit und das Vermögen Dritter bewirkt - primär zulasten der Personen, die sich im vorderen Fahrzeug befanden. Die Gefahr hat sich in einem Auffahrunfall mit Sachschaden, je am fremden und am eigenen Personenwagen, unmittelbar realisiert. Dabei stellte die Polizei beim Motorfahrzeug der Beschwerdeführerin Kratzer, Dellen und Brüche an der Frontstossstange sowie am Kofferraumdeckel und beim vorderen Fahrzeug Kratzer, Dellen und einen Bruch an der Heckstossstange fest.