Citation: U 323/06 01.03.2007 E. 5.2

5.2.1 Es trifft zu, dass die Ärzte an der Universitätsklinik B.________ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestierten. Am Schluss ihres Berichts vom 9. September 2005 führten sie aus: "Durch uns keine AUF ausgestellt. Arbeitsunfähigkeit zu 100 % bis auf weiteres". Im Anschluss an die Untersuchung vom 28. September 2005 hielten die Ärzte unter dem Titel "Beurteilung und Procedere" fest, es sei erneut ein Zeugnis "über Arbeitsunfähigkeit zu 100%" ausgestellt worden. Die weitere Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit obliege dem nachbehandelnden Arzt (Bericht vom 25. Oktober/3. November 2005). Indessen geht - wie bereits das kantonale Gericht zutreffend erwog - aus ihren Berichten eindeutig hervor, dass sie die Einschränkung nicht auf ein objektivierbares somatisches Leiden zurückführen konnten (vgl. Berichte vom 31. Mai und 9. September 2005: "kein pathomorphologisches Substrat" bzw. "kein pathomorphologisches Korrelat"). Diese Beobachtung deckt sich zum einen mit den umfangreichen, vor dem 11. April 2005 durchgeführten medizinischen Untersuchungen, die ebenfalls keinen die massiven Schmerzen ausreichend erklärenden objektiven Befund ergeben hatten (vgl. Magenresonanzuntersuchung [MRI] vom 14. Februar 2005 in der Uniklinik B.________; Elektromyographie [EMG] vom 25. Februar 2005 [Schreiben des Dr. med. L.________, FMH für Chirurgie, vom 2. März 2005], neurologische Untersuchung durch Dr. med. W.________, Neurologie FMH, vom 25. Februar 2005). Sie steht zum anderen auch im Einklang mit den nach dem 11. April 2005 durchgeführten Explorationen. Weder das durch Dr. med. L.________, FMH für Radiologie, Radiologie Institut im Medizinischen Zentrum R.________, durchgeführte (erneute) MRI vom 10. Mai 2005 noch die ausführlichen Untersuchungen in der Schulter-/Ellbogensprechstunde der Universitätsklinik B.________ (vom 25. Mai, 24. August sowie 7. und 28. September 2005 mit laborchemischer Untersuchung zum Ausschluss einer "Low grade-Infektion" und glenohumoraler Punktion) ergaben eine ausreichende somatische Ursache. 5.2.2 Wenn die Ärzte an der Uniklinik B.________ trotz fehlendem ausreichendem somatischem Befund eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigten, ist dies einerseits vor dem Hintergrund der noch nicht gänzlich ausgeschöpften diagnostischen Möglichkeiten zu sehen. Anderseits ergibt sich aus den Akten, dass die Mediziner insbesondere anlässlich der Untersuchung vom 28. September 2005 auch psychische Probleme der Versicherten feststellten. Dass eine radiologisch gesteuerte Infiltration das Beschwerdebild nicht nachhaltig zu verbessern vermochte, deutet ebenfalls auf eine psychische Ursache der Schmerzen hin. Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, ist der Unfall vom 20. Juli 2004 aber als leicht einzustufen und somit zum Vornherein nicht geeignet, einen psychischen Gesundheitsschaden zu bewirken. Soweit die Versicherte wegen psychischer Beeinträchtigungen in ihrer Arbeits- und Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist, besteht hiefür nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz keine Leistungspflicht der Unfallversicherung (vgl. BGE 115 V 133 E. 6a S. 139). Dies gilt insbesondere auch hinsichtlich der Taggelder, zumal die SUVA (nach Art. 36 Abs. 1 UVG) nicht für den integralen Gesundheitsschaden aufzukommen hat, wenn die psychische Folgeschädigung nicht adäquat kausal auf den Unfall zurückzuführen ist (Urteil U 252/04 vom 30. September 2004, E. 3.3).