Citation: 6B_1284/2021 E. 6.1

6.1. Die Vorinstanz erwägt, mit Blick auf den vom erstinstanzlichen Gericht in Gjakova festgestellten Sachverhalt sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer und C.C.________ den auf den 4. März 2011 datierten Darlehensvertrag erst erstellt haben, nachdem die effektiv geliehene Summe von EUR 240'000.-- wegen der Zinsen von 7% pro Monat, respektive 84% pro Jahr, bereits auf EUR 470'000.-- angewachsen sei. Zu diesem Zeitpunkt habe der Beschwerdeführer von C.C.________ zur Absicherung der erzielten Rendite verlangt, dass dieser sich mit seiner Unterschrift unter dem (simulierten und notwendigerweise zurückdatierten) Darlehensvertrag zur Bezahlung von EUR 470'000.-- verpflichtet bzw. sich dazu bereit erklärt, ihm diverse Sachwerte zu übereignen, sollte er als Darlehensnehmer seine Verbindlichkeiten nicht fristgerecht begleichen können. Der Beschwerdeführer habe von dem im Februar 2011 gewährten Darlehen in Höhe von EUR 240'000.-- zu einem Zinssatz von 7% pro Monat, respektive 84% pro Jahr, folglich erst Abstand genommen, als sich die geschuldete Summe infolge der aufgelaufenen Zinsen annähernd verdoppelt hatte, ohne aber zugleich auf die dergestalt erzielte Rendite zu verzichten. Mit seiner Vorgehensweise habe er sich unter Ausnutzung der wirtschaftlichen Zwangslage von C.C.________ bewusst und gewollt einen Vermögensvorteil verschafft, der zu seiner eigenen Leistung in einem offensichtlichen Missverhältnis stand. Da er für dieses Verhalten in der Schweiz des Wuchers nach Art. 157 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen wäre, sei das Erfordernis der doppelten Strafbarkeit erfüllt (vgl. angefochtenes Urteil S. 11 f.).