Citation: 8C_389/2024 E. 3.2

3.2. Die Suva wendet im Wesentlichen ein, nach Art. 15 Abs. 2 UVG gelte als versicherter Verdienst für die Bemessung der Rente der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn. Bei ihrer Berechnung vom 30. August 2020 habe es sich entgegen der Auffassung der Vorinstanz um die Ermittlung des versicherten Verdienstes und nicht des Valideneinkommens gehandelt. Bei der Ermittlung des Letzteren stelle sich dagegen die Frage, was der Beschwerdegegner ohne Unfall im Zeitpunkt des Beginns der Invalidenrente verdienen würde. Im Unfallzeitpunkt am 23. August 2013 sei er ab dem 12. August 2013 bei der B.________ GmbH tätig gewesen, dies nach einem dortigen kurzen Arbeitseinsatz im Mai 2013. Zuvor habe er u.a. bei der C.________ AG und beim Baugeschäft D.________ verschiedene Tätigkeiten auf dem Bau ausgeübt und wiederholt Unfalltaggeld bezogen, nachdem er von 2009-2011 aufgrund einer Gefässkrankheit eine durch die IV-Stelle Solothurn finanzierte Umschulung zum Hauswart (ohne Abschluss) absolviert habe. Der Beschwerdegegner habe angegeben, im Unfallzeitpunkt temporär angestellt gewesen zu sein. Insbesondere habe es sich gemäss seinen Angaben bei den Tätigkeiten bei der B.________ GmbH und der C.________ AG um Temporäranstellungsverhältnisse gehandelt. Insgesamt lasse seine bisherige berufliche Laufbahn keinen Schluss hinsichtlich der im Gesundheitsfall ausgeübten Tätigkeit zu. Das Valideneinkommen sei damit aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse nicht hinreichend genau bezifferbar, weshalb auf die LSE zurückzugreifen sei.