Citation: K 4/00 25.03.2002 E. 4

4.- a) Die Krankenkasse leistete neben der Vergütung der Aufenthaltskosten im Sinne einer Kulanzzahlung ohne Anerkennung einer Rechtspflicht den Betrag von Fr. 5000.- an die Operationskosten. Die Erbringung weiterer Leistungen aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung lehnte sie nach Konsultation ihres Vertrauenszahnarztes ab, weil keine schwere Störung des Schluckens im Sinne von Art. 17 lit. f Ziff. 2 KLV vorliege. b) Die Vorinstanz betrachtet gestützt auf die Angaben des Dr. med. et Dr. med. dent. Y.________ die Dysgnathie des Beschwerdegegners als schwere Erkrankung des Kausystems im Sinne von Art. 17 lit. f Ziff. 2 KLV und bejaht eine vollumfängliche Leistungspflicht für die vorgenommene zahnärztliche Behandlung aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. c) Die Beschwerdeführerin bestreitet das Vorliegen einer Lippeninsuffizienz und somit von Schluckstörungen nicht, wertet diese jedoch als geringfügig. Damit Schluckstörungen eine Leistungspflicht gemäss Art. 17 lit. f Ziff. 2 KLV auslösen könnten, müssten sie von besonderer Schwere sein und Krankheitswert erreichen, was in casu zu verneinen sei.