Citation: 1C_598/2021 E. 4.4

4.4. In der gegen den Beschwerdeführer laufenden Strafuntersuchung wird diesem namentlich vorgeworfen, am 4. Februar 2020 per Chatfunktion auf "C.________.ch" sowie WhatsApp einer "D.________" unter der Vorstellung, dass es sich dabei um ein 13-jähriges Mädchen handle, ein Bild seines Glieds geschickt zu haben. Dabei verbarg sich hinter "D.________" ein verdeckter Vorermittler der Bundeskriminalpolizei. Als Beweismittel hierfür liegt den Strafverfolgungsbehörden u.a. das Protokoll des per WhatsApp geführten Gesprächs vor. Dieses Protokoll ist unbestrittenermassen im Original auf einer CD-ROM abgespeichert, wobei der Hintergrund der ausgetauschten Nachrichten in grüner Farbe gehalten ist. Daneben befindet sich auch der fragliche Papierausdruck des Protokolls bei den Akten, bei welchem der Hintergrund der ausgetauschten Nachrichten und Fotoaufnahmen einen gelblichen Farbton aufweist. Die vorinstanzliche Feststellung, dass das ausgedruckte Gesprächsprotokoll, abgesehen von den farblichen Differenzen, inhaltlich keinerlei Unterschiede zum gespeicherten originalen Chatverlauf aufweist, stellt der Beschwerdeführer nicht in Frage. Am ausgedruckten Protokoll könnten somit - wenn überhaupt - höchstens farbliche Veränderungen vorgenommen worden sein. Entgegen den teilweise nicht nachvollziehbaren Vorbringen des Beschwerdeführers durfte die Vorinstanz bei dieser Ausgangslage ohne Weiteres zum Schluss gelangen, dass keine konkreten Hinweise für ein strafrechtlich relevantes Verhalten des Beschwerdegegners im Umfang der angezeigten Delikte vorliegen. Im angefochtenen Entscheid wird zu Recht darauf hingewiesen, dass sich aus den Akten keine Anhaltspunkte ergeben, dass die gelbliche Farbe des Papierausdrucks auf ein Verhalten des Beschwerdeführers zurückzuführen wäre. Mit der Vorinstanz ist vielmehr davon auszugehen, dass der gelbe Farbton mit grösster Wahrscheinlichkeit auf die schlechte Druckqualität eines Farbdruckers der Staatsanwaltschaft zurückzuführen ist. Inwiefern darin ein strafrechtlich relevantes Verhalten des Beschwerdegegners zu sehen sein soll, ist nicht ersichtlich. Ausserdem ergeben sich aus den Akten keinerlei Hinweise, die für eine Täuschungsabsicht seitens des Beschwerdeführers sprechen würde. Die diesbezügliche Rüge des Beschwerdeführers, mit der Veränderung der Hintergrundfarbe habe der Beschwerdegegner über die Haarfarbe des vermeintlich 13-jährigen Mädchens täuschen wollen um dadurch seine Verteidigungsstrategie zu untergraben, überzeugt jedenfalls nicht. Sowohl aus dem gespeicherten originalen wie auch aus dem ausgedruckten Chatprotokoll ergibt sich, dass die Haare des auf der verschickten Fotoaufnahme ersichtlichen Mädchens blond sind. Wenn die Vorinstanz minimale Hinweise auf eine vorsätzliche Urkundenfälschung im Amt nach Art. 317 Ziff. 1 StGB verneint hat, verletzt dies nach dem Ausgeführten kein Bundesrecht.