Citation: 2C_556/2015 E. 3.3.2

3.3.2. Die Eigentümerin rügt zunächst, sie habe sich anlässlich des Erwerbs des Grundstücks darauf verlassen dürfen, dass "das Gebäude gesamthaft gemäss bestehender Schätzung mit einer Versicherungssumme von damals Fr. 1'342'100.-- richtig und umfassend versichert war". Anders, als die Vorinstanz dies zu Unrecht aus Art. 17 Abs. 2 GGVV/AR ableite, würden die Versicherten keiner Mitwirkungspflicht in dem Sinne unterliegen, dass sie sich unaufgefordert zu melden und um eine Neuschätzung zu ersuchen hätten. Gegenteils obliege es der Assekuranz AR, dafür zu sorgen, dass die Gebäude jederzeit richtig versichert seien. Dabei hätte der Assekuranz AR auffallen müssen, dass die Bildung zweier Schätzobjekte - Jugendheim und Anbau (Treppenhaus) - im Widerspruch zur Schätzeranweisung vom 11. Oktober 2010 stehe.