Citation: 9C_119/2024 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz hat erwogen, die Einspracheentscheide des kantonalen Steueramtes vom 1. März 2023 seien vom Beschwerdeführer gemäss postalischer Sendungsverfolgung am 6. März 2023 in Empfang genommen worden, womit die 30-tägige Rekursfrist am Dienstag, 7. März 2023 zu laufen begonnen und am Mittwoch, 5. April 2023 geendet habe. Der vom Beschwerdeführer am 11. April 2023 übergebene Rekurs sei damit offensichtlich und unbestrittenermassen verspätet erhoben worden. Der Beschwerdeführer bringe vor, er sei krankheitshalber am rechtzeitigen Handeln gehindert gewesen. Dies ergebe sich aus dem im vorliegenden Beschwerdeverfahren ins Recht gelegten Arztbericht seines behandelnden Arztes vom 16. Juni 2023. Die Frage der Krankheitsbeschreibung und deren Kausalität für die Fristversäumnis, so das Gericht weiter, sei bereits vor dem Steuerrekursgericht strittig gewesen. Der Beschwerdeführer bestreite denn auch nicht, dass er den Bericht bereits bei der Vorinstanz hätte einreichen müssen, seine Nachweisofferte lückenhaft gewesen sei und daher eine Fristwiederherstellung nicht ohne Weiteres zu gewähren gewesen sei. Er mache hierzu geltend, dass er im vorinstanzlichen Verfahren eine Krankheit geltend gemacht habe. Gemäss Zeugnis seines behandelnden Arztes vom 19. April 2023 sei er im Zeitraum vom 20. März 2023 bis 21. April 2023 arbeitsunfähig gewesen. Es hätte an der Vorinstanz gelegen, den Sachverhalt im Rahmen ihrer Untersuchungspflicht näher abzuklären oder ihn zumindest unter Ansetzung einer Nachfrist über den genauen Umfang seiner Mitwirkungspflichten aufzuklären. Indem die Vorinstanz dies nicht getan habe, habe sie ihre Untersuchungspflicht verletzt. Das Verwaltungsgericht hat weiter erwogen, dass entgegen der Meinung des Beschwerdeführers das Steuerrekursgericht jedoch keine Untersuchungspflicht treffe. Es sei nicht an ihm, den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären, sondern der Beschwerdeführer als Gesuchstellender trage die Behauptungs- und Beweislast. Er habe die geltend gemachten Tatsachen nachzuweisen oder zumindest rechtsgenügliche Beweise zu offerieren, oder eine Drittperson mit der Wahrung seiner Interessen zu beauftragen. Soweit der Beschwerdeführer geltend mache, es seien an seine Mitwirkungspflicht geringere Anforderungen zu stellen, weil er nicht rechtskundig und schwer krank sei, könne ihm deshalb nicht gefolgt werden. Dem Beschwerdeführer sei der Nachweis eines Fristwiederherstellungsgrunds somit nicht gelungen und er habe die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen. Daran vermöge auch das im Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht neu ins Recht gelegte ausführlichere Arztzeugnis nichts zu ändern. Der Beschwerdeführer zeige nicht auf und es sei auch nicht ersichtlich, weshalb er das ergänzte ärztliche Zeugnis nicht schon vorher in dieser Ausführlichkeit in Auftrag gegeben und mit dem Fristwiederherstellungsgesuch eingereicht habe. Im Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht falle es unter das Novenverbot und sei daher unbeachtlich. Das Steuerrekursgericht sei nach dem Gesagten zu Recht unter Abweisung des Fristwiederherstellungsgesuchs auf den Rekurs und die Beschwerde wegen Verspätung nicht eingetreten. Dies führe zur Abweisung der Beschwerde.