Citation: I 787/05 24.05.2006 E. 4

4.1 Aus somatischer Sicht kann gestützt auf die Berichte des Spitals Z.________ sowie der Klinik I.________ davon ausgegangen werden, dass der Versicherten eine angepasste Tätigkeit vollumfänglich zumutbar ist. Daran ändern auch die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebrachten Rügen nichts: Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin drängen sich weder bezüglich der Fibromyalgie noch der Adipositas weitere Abklärungen auf. Denn einerseits erfolgt die Beurteilung der noch zumutbaren Arbeitstätigkeit bei diagnostizierter Fibromyalgie nach denselben Kriterien wie bei einer somatoformen Schmerzstörung (in BGE 132 V noch nicht publiziertes Urteil S. vom 8. Februar 2006, I 336/04), wobei im vorliegenden Fall die nur in Ausnahmefällen anzunehmende Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerzüberwindung und eines Wiedereinstiegs in den Arbeitsprozess (BGE 130 V 352 [= Urteil N. vom 12. März 2004, I 683/03]) offensichtlich nicht gegeben ist (vgl. Erw. 4.2 unten). Andererseits bewirkt Adipositas an sich keine Invalidität; eine solche kann nur angenommen werden, wenn das Übergewicht zu Gesundheitsschäden geführt hat oder wenn es selber die Folge gesundheitlicher Störungen ist, dadurch die Arbeitsfähigkeit wesentlich vermindert wird und diese durch keine zumutbaren Massnahmen bedeutend verbessert werden kann (ZAK 1984 S. 345 mit Hinweisen). Insofern bringen weitere Abklärungen zur Adipositas nichts; vielmehr müssten davon unabhängige, die Arbeitsfähigkeit einschränkende Beschwerden vorliegen, um den Begriff der Invalidität zu erfüllen. Was den Tinnitus betrifft, so ist darauf hinzuweisen, dass die Klinik I.________ dieser Diagnose keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beimass (Bericht vom 11. April 2003) und Dr. med. W.________ explizit festgehalten hat, die Versicherte habe anlässlich seiner Untersuchung keine entsprechenden Beschwerden erwähnt (Gutachten vom 30. November 2003). 4.2 Das Gutachten des Dr. med. W.________ entspricht in jeder Hinsicht den Anforderungen der Rechtsprechung. So werden in ihm ausdrücklich die Vorakten, einschliesslich der Berichte der Frau Dr. med. S.________, aufgeführt. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde enthält es auch keine Widersprüche, die an der Verlässlichkeit des Gutachters zweifeln liessen. Bei der angeführten Diskrepanz auf S. 8 des Gutachtens (Geburtsdatum der Tochter) handelt es sich lediglich um einen Tippfehler (16.05.83 statt 16.05.93); dabei scheint der Rechtsvertreter zu verkennen, dass die Versicherte nebst der am 12. August 1986 geborenen unehelichen Tochter (C.________) noch die mit ihrem Ehemann gemeinsame, am 16. Mai 1993 geborene Tochter E.________ hat, und gibt seinerseits das Datum des Kennenlernens der Ehegatten falsch wieder (1998 statt 1988). Dass Dr. med. W.________ von einer Besserung der Beschwerden bei erfolgter Gewichtsreduktion ausgeht, spricht ebenfalls nicht gegen ihn; denn es ist selbst für einen Laien einleuchtend, dass eine solche die Knieschmerzproblematik einer übergewichtigen Person positiv beeinflusst. Dr. med. W.________ begründet insbesondere in nachvollziehbarer Weise, weshalb keine massgebliche psychische Beeinträchtigung, vor allem keine depressive Störung, vorliegt und die Beschwerdeführerin - entgegen der Ansicht von Frau Dr. med. S.________ - keiner Psychotherapie bedarf. Seine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ist nachvollziehbar und überzeugend. Wie Frau Dr. med. S.________ geht er davon aus, dass das zentrale Problem der Versicherten darin liegt, dass sie keine Verantwortung für ihr Leben und ihre Beschwerden übernehmen will. Dabei handelt es sich, wie auch bei den mehrfach erwähnten Integrationsproblemen (BGE 127 V 299 Erw. 5a mit Hinweisen), der fehlenden (Berufs-)Ausbildung und mangelhaften Deutschkenntnissen (AHI 1999 S. 237 mit Hinweisen), um invaliditätsfremde Gründe. Nach dem Gesagten ist gestützt auf das Gutachten des Dr. med. W.________ vom 30. November 2003 bezüglich der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht von der Zumutbarkeit einer vollschichtigen Arbeitstätigkeit auszugehen. 4.3 Mit Vorinstanz und Verwaltung ist die Zumutbarkeit einer vollschichtigen körperlich leichten Tätigkeit mit wechselnder Position sowohl aus somatischer als auch aus psychischer Sicht zu bejahen. Im Übrigen werden keine Einwände gegen die Invaliditätsbemessung erhoben, und es ergeben sich auch aus den Akten keine Anhaltspunkte, wonach diese unzutreffend wäre. Einspracheentscheid und kantonaler Entscheid bestehen demnach zu Recht.