Citation: 2A.502/1999 08.02.2000 E. 1

1.- a) Gegen die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nur zulässig, wenn das Bundesrecht einen Anspruch auf deren Erteilung einräumt (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG). Der ausländische Ehegatte eines Schweizer Bürgers hat Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung; nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren hat er Anspruch auf die Niederlassungsbewilligung (Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer; ANAG; SR 142. 20). Für die Zulässigkeit der auf Art. 7 ANAG gestützten Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist einzig auf den formellen Bestand der ehelichen Beziehung abzustellen (BGE 122 II 289 E. 1b S. 292). Ferner garantiert Art. 8 Ziff. 1 EMRK den Schutz des Familienlebens. Gestützt darauf ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde des um die fremdenpolizeiliche Bewilli- gung ersuchenden Ausländers oder seiner hier anwesenden nahen Verwandten zulässig, wenn diese über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht (insbesondere Schweizer Bürgerrecht oder Niederlassungsbewilligung) in der Schweiz verfügen und die familiäre Beziehung tatsächlich gelebt wird und intakt ist (BGE 124 II 361 E. 1b S. 364, mit Hinweisen). b) Der Beschwerdeführer 1, für den im vorliegenden Fall die Aufenthaltsbewilligung begehrt wird, ist mit der Beschwerdeführerin 2, einer Schweizer Staatsbürgerin, verheiratet. In Anwendung von Art. 7 ANAG besteht somit jedenfalls ein Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung an den Beschwerdeführer 1. Rein vom Zeitablauf her hat er darüber hinaus sogar einen Anspruch auf Niederlassungsbewilligung, wobei für die Frage des Eintretens nicht wesentlich ist, ob der Aufenthalt ordnungsgemäss war oder nicht. Die eheliche Beziehung zwischen den beiden Beschwerdeführern ist gelebt und intakt, weshalb sie sich auch auf Art. 8 EMRK berufen können. Der Beschwerdeführer 1 ist als von der Bewilligungsverweigerung unmittelbar Betroffener zur Beschwerde legitimiert (Art. 103 lit. a OG). Da die Beschwerdeführerin 2 als seine Ehefrau ebenfalls durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein eigenes schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung und an der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an ihren Ehemann hat, steht auch ihr die Beschwerdebefugnis zu (BGE 109 Ib 183 E. 2b S. 187). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist damit einzutreten. Ob im konkreten Fall die Erteilung der Bewilligung wegen eines Ausweisungsgrundes verweigert werden durfte, ist eine Frage der materiellen Prüfung (BGE 120 Ib 6 E. 1 S. 8). c) Soweit sich indessen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Wegweisung des Beschwerdeführers 1 richtet, ist sie gemäss Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 OG unzulässig, so dass hierauf nicht einzutreten ist. Da nur letztinstanzliche kantonale Entscheide - und damit im vorliegenden Fall nur das vorinstanzliche Urteil des Obergerichts - Anfechtungsobjekt der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bilden (vgl. Art. 98 lit. g OG), kann auf die vorliegende Beschwerde zudem auch insoweit nicht eingetreten werden, als die Beschwerdeführer die unterinstanzlichen Entscheide des Regierungsrates bzw. des Amts für Verwaltungspolizei Uri (der Polizeidirektion des Kantons Uri) anfechten. d) Die Beschwerdeführer beantragen die Ansetzung einer Parteiverhandlung gemäss Art. 112 OG, eventuell die Rückweisung an die Vorinstanz zwecks Durchführung einer mündlichen Verhandlung. Da sie diesen Antrag nicht begründen, fragt es sich, ob darauf überhaupt eingetreten werden kann (vgl. Art. 108 Abs. 2 OG). Dies kann jedoch offen bleiben, denn die Beschwerdeführer haben keinen Anspruch auf Parteiverhandlung - weder aus Art. 112 OG noch aus einer anderen Bestimmung -, und es ist nicht ersichtlich, weshalb eine solche Verhandlung, ob vor dem Bundesgericht oder vor der Vorinstanz, erforderlich sein sollte.