Citation: 4C.53/2007 11.10.2007 E. A

A.a A.________ (Klägerin) hat - zusammen mit ihrem Bruder B.________ - von ihrem Vater sämtliche Aktien der Holding C.________ AG geerbt, deren Vermögen aus börsengängigen Wertpapieren bestand. Der Erblasser war während langer Zeit Generaldirektor und anschliessend Verwaltungsratspräsident der Bank D.________ gewesen. Die Bank X.________ (Beklagte) ist aus der Fusion der Bank D.________ und der Bank E.________ am 27./28. Juni 1998 entstanden und daher Rechtsnachfolgerin der Bank D.________. A.b Die Klägerin und ihr Bruder wünschten ab 1987 Gelder aus der Holding C.________ AG zu beziehen. Um steuerbares Einkommen zu vermeiden, liessen sie sich von der Holding C.________ AG Darlehen gewähren. Die Gesellschaft refinanzierte sich bei der Bank D.________, bei der die Schulden im Jahre 1992 auf über Fr. 20 Mio. anstiegen; im Jahre 1994 beliefen sich die Schulden der Holding bei der Bank D.________ noch auf ca. Fr. 14,4 Mio. Die Klägerin und ihr Bruder entschieden sich in der Folge, die Holding C.________ AG zu veräussern. Sie suchten dabei die - aufgeschobenen - Steuern zu vermeiden und gelangten zu diesem Zweck an die Bank D.________ bzw. an deren Leiter der Erbschaftsabteilung. Am 16. April 1993 erteilten sie der Bank D.________ eine Vollmacht zu ihrer Vertretung im Zusammenhang mit dem Nachlass ihres Vaters "gleichermassen wie ein Willensvollstrecker". Die Klägerin erteilte zudem ihrem Bruder am 10. November 1994 "Vollmacht mit Substitutionsbefugnis" besonders für die Angelegenheit Holding C.________ AG und B.________ substituierte am 21. November 1994 die Bank D.________. A.c Im Jahre 1994 überliess B.________ der Klägerin im Rahmen einer partiellen Erbteilung sämtliche Aktien der Holding C.________ AG zum Anrechnungswert von Fr. 6'576'303.--. Die Klägerin veräusserte darauf die Aktien der Holding C.________ AG an die Gebrüder F.________, die auf dem Gebiet der Entsorgung wirtschaftlich tätig waren. Der Kauf sollte in zwei Stufen erfolgen: Nach einem ersten Vertrag vom 11. November 1994 verkaufte die Klägerin den Gebrüdern F.________ 250 ihrer 500 Aktien zu einem Preis von Fr. 13'459'641.60, zahlbar am 31. Oktober 1994. Die Klägerin erhielt in der Folge den Kaufpreis für die 250 Aktien. Die Vertragsparteien vereinbarten, sich über die Holding C.________ AG in massgeblichem Umfang an in- und ausländischen kommerziellen und industriellen Unternehmen zu beteiligen in der Meinung, dass insbesondere auch die Firmen der Käufer von der Holding erworben würden. Nach einem zweiten Vertrag, ebenfalls vom 11. November 1994, wurde den Gebrüdern F.________ ein Kaufrecht an den weiteren 250 Aktien der Klägerin eingeräumt und sie verpflichteten sich zum Kauf auf Verlangen der Klägerin, wobei der Kauf nicht vor dem 31. Dezember 1996 erfüllt werden musste; der Kaufpreis wurde ebenfalls auf Fr. 13'459'641.60 festgesetzt. Ausserdem verpflichteten sich die Gebrüder F.________, zwei ihrer Aktien im Aktiendepot der Bank zu hinterlegen, wobei die Bank D.________ den Auftrag erhielt, die Stimmrechte dieser Aktien zusammen mit den 250 Aktienstimmen der Klägerin zu vertreten. Zur Sicherstellung des Kaufpreises sollte sodann der Kaufpreis beim Erwerb von Beteiligungen durch die Holding C.________ AG auf ein Depot auf den Namen der Käufer gezahlt werden, das zugunsten der Klägerin verpfändet werden sollte. Für die Klägerin wurde dieser Vertrag von deren Bruder unterzeichnet. Zudem schlossen die Parteien ebenfalls am 11. November 1994 einen Aktionärsbindungsvertrag. Nach einem Dokument vom 11. November 1994 beantragten die Vertragsparteien die Eröffnung eines Depots auf den Namen der Käufer und der Klägerin zur Sicherstellung. Die Beklagte eröffnete das Konto nicht und es flossen keine Mittel auf ein den Vertragsparteien gemeinsam zustehendes Sperrkonto. Am 27. Oktober 1995 schlossen die Parteien einen weiteren Vertrag bezüglich der 250 Aktien, der dem ersten Vertrag vom 11. November 1994 im Wesentlichen entspricht. Neu gefasst wurde lediglich eine Bestimmung, wonach im Sinne des Aktionärbindungsvertrages die Käufer den Beteiligungsaufbau betreiben und dabei keinen Beschränkungen durch die Klägerin unterliegen sollten. A.d Die Klägerin hätte von den Gebrüdern F.________ Ende 1996 verlangen können, von ihr die restlichen 250 Aktien der Holding C.________ AG zu erwerben, was sie nicht tat. A.e Im Dezember 1998 wurden die Gebrüder F.________ in Deutschland wegen Verdachts des Kreditbetrugs und der Bilanzfälschung verhaftet. Am 7. Juli 2000 eröffnete das Amtsgericht Münster über sie das Insolvenzverfahren. A.f Am 10. März 1999 fand eine Generalversammlung der Holding C.________ AG statt, zu der B.________ als Aktionärsvertreter erschien; die Versammlung war nicht beschlussfähig. Die Beklagte legte das Mandat in dieser Angelegenheit nieder. A.g Die Klägerin verlangte mit Schreiben vom 21. Oktober 1999 von den Gebrüdern F.________ die Bezahlung des Kaufpreises von Fr. 13'459'641.40 gegen Hingabe der 250 Aktien mit Fristansetzung bis 25. November 1999. In einem weiteren Schreiben vom 19. Dezember 1999 erklärte sie gemäss Art. 107 Abs. 2 OR den Verzicht auf nachträgliche Leistung und machte Schadenersatz aus Nichterfüllung geltend. A.h Am 18. April 2000 forderte die Klägerin von einem Verwaltungsrat der Holding C.________ AG die Bezahlung von Fr. 13'459'641.60 und verkündete der Bank X.________ den Streit. Diese nahm am Prozess als Nebenintervenientin teil. Das Bezirksgericht Zürich wies die Klage am 30. Juli 2001 ab. Das Urteil blieb unangefochten.