Citation: 4C.273/2004 25.08.2005 E. 1

Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, wenn sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen (Art. 63 Abs. 2 OG) oder im Hinblick auf den Tatbestand einer anwendbaren Sachnorm ergänzungsbedürftig sind (Art. 64 OG). Werden solche Ausnahmen geltend gemacht, so hat die Partei, welche den Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs. 1 lit. c und d OG; BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106 mit Hinweisen). Blosse Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung ist im Berufungsverfahren unzulässig (BGE 127 III 73 E. 6a). 1.1 Die Beklagten rügen mehrfach, die Vorinstanz sei von falschen, aktenwidrigen Annahmen ausgegangen. Soweit sie damit sinngemäss ein offensichtliches Versehen rügen, verkennen sie die Tragweite der Versehensrüge. Ein offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 55 Abs. 1 lit. d und Art. 63 Abs. 2 OG liegt nach der Rechtsprechung nur vor, wenn die kantonale Instanz eine bestimmte Aktenstelle übersehen oder unrichtig, das heisst nicht in ihrer wahren Gestalt, insbesondere nicht in ihrem wirklichen Wortlaut wahrgenommen hat (BGE 115 II 399 E. 2a mit Hinweisen; vgl. auch BGE 129 III 135 E. 2.3.2.1 S. 145). Die Rüge eines offensichtlichen Versehens ist nur zu hören, wenn mit Aktenhinweisen genau angegeben wird, welche Feststellung mit welchen Aktenstellen in Widerspruch stehen soll (BGE 110 II 494 E. 4 S. 497). Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht erfüllt. 1.2 Die Beklagten rügen ebenfalls mehrmals, die Vorinstanz habe sie mit Beweisen nicht zugelassen und damit Art. 8 ZGB verletzt. Art. 8 ZGB regelt die Beweislast und gewährleistet der beweisbelasteten Partei als Korrelat dazu das Recht, zum ihr obliegenden Beweis zugelassen zu werden (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223 mit Verweisen). Der Anspruch auf Beweisführung setzt jedoch voraus, dass die beantragten Beweise erheblich sind (BGE 129 III 18 E. 2.6 S. 24 mit Verweisen). Ausserdem ist erforderlich, dass die beweisbelastete Partei im kantonalen Verfahren ihre Beweisanträge form- und fristgerecht gestellt hat (BGE 129 III 18 E. 2.6 S. 25 mit Verweisen). Die Schlüsse, welche das kantonale Gericht in tatsächlicher Hinsicht aus Beweisen und konkreten Umständen zieht, sind im Berufungsverfahren nicht überprüfbar und auch die vorweggenommene Beweiswürdigung wird durch Art. 8 ZGB nicht ausgeschlossen (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223 mit Verweisen).