Citation: 5A_358/2016 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdegegnerin argumentiert, dass die Nutzung der Ferienwohnung während der Ehe zum gelebten Lebensstandard gehört habe. Die Wohnung werde heute von ihr und den volljährigen Kindern genutzt; eine Vermietung sei ihr nicht zuzumuten. Ausserdem bestreitet die Beschwerdegegnerin, dass sich bei einer Vermietung der Eineinhalbzimmerwohnung ein monatlicher Reinertrag von Fr. 600.-- erzielen lasse. Ferner weist die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass der Beschwerdeführer bei der Gegenüberstellung seiner Einnahmen und seines Bedarfs ohne weiteres die Möglichkeit habe, ebenfalls eine Ferienwohnung zu unterhalten. Besonders gelte dies für die Zeit nach der Reduktion und dem späteren Wegfall der Unterhaltsbeiträge für die Kinder. Zudem habe er nach wie vor die Möglichkeit der Mitbenutzung eines Bootes. Schliesslich sei zu berücksichtigen, dass ihr sehr bescheidene Wohnkosten angerechnet würden. Ihre in der Anschlussberufung geltend gemachte Forderung, den Ehegattenunterhalt nach Wegfall des Kinderunterhalts zu erhöhen, sei abgewiesen worden. Der Beschwerdeführer gönne sich dagegen zusammen mit seiner Freundin Wohnkosten von monatlich Fr. 2'530.-- als Ersatz für die frühere grosszügige Liegenschaft der Familie.