Citation: 5P.363/2005 20.03.2006 E. 3.3

3.3.1 Sodann rügt die Beschwerdeführerin, die kantonale Rekursinstanz sei selbst unter der Annahme, dass dem Beschwerdegegner die erwähnten Rücklagen zuzugestehen seien, in unhaltbarer Weise von der konstanten bundesgerichtlichen Praxis der hälftigen Überschussverteilung abgewichen. Werde von einem (nicht korrigierten) Überschuss von Fr. 7'986.-- ausgegangen, entspreche der ihr zugesprochene Unterhaltsbeitrag von Fr. 3'500.-- bei weitem nicht dessen Halbierung, müsse doch vom Überschuss vorab noch ihr Negativsaldo von Fr. 1'208.-- gedeckt werden. Dem angefochtenen Entscheid sei kein Argument zu entnehmen, das gegen die Erhaltung des auf hohen Ausgaben beruhenden Lebensstandards der Parteien und damit gegen eine Halbierung der Überschussquote sprechen würde. Angesichts der luxuriösen Wohnsituation des Beschwerdegegners müsste ihr sogar eher mehr als die Hälfte des Überschusses zukommen.