Citation: 5C.164/2001 05.11.2001 E. B

B.-Am 30. Juni 1995 beantragte H.W.________, der den Hof nunmehr allein führte, beim Vermittleramt des Kreises Maienfeld, das Miteigentum am landwirtschaftlichen Gewerbe und an allen dazugehörigen Sachen sei aufzuheben und diese seien dem Kläger zum Ertragswert zum Alleineigentum zuzuweisen. Dabei seien ihm seine zu Gunsten der Miteigentümergemeinschaft geleisteten Zahlungen anzurechnen. Der Beklagte J.W.________ schloss auf Abweisung der Klage. Widerklageweise beantragte er, mit Ausnahme des Baulandteils, der den Parteien je zur Hälfte zum Alleineigentum zuzuweisen sei, seien die Liegenschaften im Miteigentum der Parteien zu belassen. Das Recht zur Bewirtschaftung des (nach wie vor im Miteigentum stehenden) Betriebs sei der Partei zuzuteilen, die dafür geeigneter sei. Die aus der Betriebsführung ausscheidende Partei habe der anderen die im Miteigentum stehenden Parzellen zu einem ortsüblichen Pachtzins zur Bewirtschaftung zu überlassen. Die betriebsführende Partei sei zu verpflichten, der ausscheidenden für die Überlassung des lebenden und toten landwirtschaftlichen Inventars den Betrag von Fr. 180'000.-- zu bezahlen. Darüber hinaus stellte der Beklagte und Widerkläger Anträge betreffend Wohnhaus und Hypothekarschulden. Mit Urteil vom 21. Juni 2000 hob das Bezirksgericht Unterlandquart das Miteigentum am landwirtschaftlichen Gewerbe der Gebrüder W.________ auf, übertrug es mit allen dazugehörenden Grundstücken und Sachen, die bis anhin im Miteigentum der Parteien gestanden hatten, dem Kläger zu Alleineigentum und erteilte dem Grundbuch die entsprechenden Anweisungen. Überdies nahm es Vormerk, dass der Kläger sämtliche Schulden des landwirtschaftlichen Gewerbes übernimmt, und verpflichtete diesen zur Zahlung von Fr. 67'690. 85 an den Beklagten. Die Widerklage des Beklagten schrieb es als durch Rückzug erledigt ab. Gegen dieses Urteil erhob der Beklagte Berufung und der Kläger Anschlussberufung. Mit Urteil vom 12. Dezember 2000 erhöhte das Kantonsgericht von Graubünden die Entschädigung des Klägers an den Beklagten von Fr. 67'690. 85 auf Fr. 136'490. 80 und passte die Kostenauflage entsprechend an. Im Übrigen wies es die Begehren der Parteien ab.