Citation: 8C_44/2021 E. 5.2

5.2. Ob von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung mit einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes gerechnet werden kann, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung muss ins Gewicht fallen (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung verleiht keinen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden. Grundlage für die Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztlichen Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter dem Begriff Prognose erfasst werden (SVR 2020 UV Nr. 24 S. 95, 8C_614/2019 E. 5.2; Urteil 8C_371/2020 vom 7. September 2020 E. 4.1). Massgebend ist somit, ob Ende März 2018 noch im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG Erfolg versprechende ärztliche Behandlungen des Infekts in Betracht fielen, die eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit erwarten lassen konnten (vgl. Urteil 8C_83/2017 vom 11. Dezember 2017 E. 4.3). Der Kreisarzt Dr. med. F.________ kam im Bericht vom 21. Dezember 2017 aufgrund der Würdigung der Aktenlage und einer eingehenden klinischen Untersuchung des Beschwerdeführers zum Schluss, im Bereich des Beckens sei es nach Infektsanierung vom 14. Juni 2016 zu einem Endzustand gekommen. Vor dem 31. März 2018 liegen keine Arztberichte vor, die einen gegenteiligen Schluss zuliessen.