Citation: 1B_517/2022 E. 1.3.1

1.3.1. Zwischenentscheide, mit denen die unentgeltliche Rechtspflege verweigert wird, haben in der Regel einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil zur Folge (vgl. BGE 129 I 129 E. 1.1; Urteil 1B_162/2020 vom 21. Oktober 2020 E. 2.1; je mit Hinweisen). Dies ist namentlich der Fall, wenn dem Gericht oder der Anwältin bzw. dem Anwalt innert kurzer Frist ein Kostenvorschuss geleistet werden müsste. Wenn das Verfahren indessen bereits abgeschlossen ist, die Rechtsvertretung ihre Arbeit bereits getan hat und daher keine Gefahr droht, dass die beschwerdeführende Person infolge der Verweigerung der unentgeltlichen Verbeiständung bzw. der amtlichen Verteidigung ihre Rechte nicht wahrnehmen könnte, kann allein aus der Tatsache, dass ein Entscheid die amtliche Verteidigung bzw. die unentgeltliche Prozessführung betrifft, nicht auf die Gefahr eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils geschlossen werden (Urteile 1B_162/2020 vom 21. Oktober 2020 E. 2.1; 1B_9/2018 vom 29. Januar 2018 E. 1.2). Das Obergericht verlangte vom Beschwerdeführer - soweit ersichtlich - keinen Kostenvorschuss. Weiter gewährte es ihm für das obergerichtliche Beschwerdeverfahren betreffend die Verlängerung von Ersatzmassnahmen unbestrittenermassen die amtliche Verteidigung und ist das Zwangsmassnahmenverfahren abgeschlossen. Hinsichtlich der Kosten der amtlichen Verteidigung hielt das Obergericht fest, dass die Entschädigung an den Rechtsvertreter am Ende des Hauptverfahrens festzusetzen sei. Unter diesen Umstände erlitt der Beschwerdeführer gemäss der zitierten Rechtsprechung durch die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, war er doch jederzeit wirksam verteidigt und wurden ihm für die amtliche Verteidigung auch (noch) keine Kosten auferlegt.