Citation: I 235/99 03.04.2000 E. 4

4.- a) Im angefochtenen Entscheid ist die Vorinstanz aufgrund der medizinischen Aktenlage von einer grundsätz- lich übereinstimmenden ärztlichen Beurteilung der gesund- heitlichen Beeinträchtigungen ausgegangen und hat festge- stellt, dass Abweichungen lediglich in der Einschätzung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit und mithin in der Gewichtung der Auswirkungen der diagnostizierten Beschwerden bestün- den, was nicht zu beanstanden ist. In Würdigung der Akten- lage hat sie sich in der Folge bezüglich der verbleibenden Arbeitsfähigkeit der Einschätzung von Dr. med. N.________ angeschlossen mit der Begründung, dass diese jüngeren Datums und damit aktueller sei und die von der Beschwerde- führerin konkret zu verrichtenden Tätigkeiten an ihrer letzten Arbeitsstelle berücksichtige. Gestützt darauf hat sie erwogen, dass die Beschwerdeführerin ab dem 30. Novem- ber 1995 zu 30 % arbeitsunfähig gewesen sei und eine Warte- zeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG zu laufen be- gonnen habe. Bei deren Ablauf nach einem Jahr habe die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Hilfs- arbeiterin in der Eichung von Armaturen nach wie vor 30 % betragen. Diese Leistungsfähigkeit habe sich zumindest bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 11. Juli (recte Juni) 1997 nicht geändert, so dass bis zu diesem Zeitpunkt keine während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens hälftige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe und somit keine rentenberechtigende Invali- dität von mindestens der Hälfte eingetreten sei. b) Diesen Erwägungen kann aus folgenden Gründen nicht beigepflichtet werden. Die medizinische Aktenlage ergibt hinsichtlich der Frage der verbleibenden Arbeitsfähigkeit insgesamt ein unklares Bild. So vertraten die Dres. med. Trippolt und Spiegel die Ansicht, dass der Beschwerdeführe- rin maximal noch leichte Arbeiten, welche in möglichst wechselnden Körperpositionen ausgeführt werden können, zumutbar seien, ohne sich konkret zum Umfang der verblei- benden Arbeitsfähigkeit zu äussern. Demgegenüber kamen die behandelnden Ärzte Dres. med. Schauer und Zink zum Schluss, seit dem 30. November 1995 sei die Versicherte laufend zu 100 % arbeitsunfähig. Der Gutachter des Landesgerichts Dr. med. B.________ gab an, sie könne nur noch leichte Arbeiten in wechselnder Körperhaltung und in geschlossenen Räumen während täglich vier Stunden und unter Einschaltung von längeren als den üblichen Pausen verrichten. Bei dieser Ausgangslage kann im Rahmen einer rechtskonformen Beweiswürdigung (BGE 122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen) nicht einfach auf das Gutachten von Dr. med. N.________ vom 1. April 1997 abgestellt werden, zumal dieses selbst unklar und hinsichtlich der Frage der verbleibenden Arbeitsfähig- keit äusserst knapp gehalten ist. Entgegen der Vorinstanz ergibt sich daraus nicht eindeutig, dass die Beschwerde- führerin seit dem 30. November 1995 lediglich zu 30 % in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Vielmehr hält der Arzt ausdrücklich fest, dass die Versicherte seit dem 30. November 1995 bis heute 100 % arbeitsunfähig gewesen sei. Aus seiner Sicht sei sie als Hilfsarbeiterin, die Eichungen von Armaturen vornehme, zu 30 % arbeitsunfähig. Auf welchen Zeitraum sich seine Einschätzung genau bezieht, ist nicht ersichtlich. Ausserdem ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin ihre bisherige Tätigkeit, auf welche sich die konkrete Einschätzung von Dr. med. N.________ bezieht, nach November 1995 nicht mehr aufgenommen hat und sie danach angeblich auch keine andere Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt hat. Wie und in welchem Umfang die Beschwerdeführerin angesichts ihres Gesundheitszustandes zumutbarerweise noch tätig sein kann, darf mithin nicht an dieser einzigen Beschäftigungsmöglichkeit gemessen werden. Diese Verweisungstätigkeit ist zu eng, als dass sie allein zur Bestimmung der beruflichen Möglichkeiten der Beschwerdeführerin verwendet werden könnte.