Citation: 6B_985/2017 E. 1.1

1.1. Der Beschwerdeführer rügt eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung und eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo". Die Vorinstanz habe ausschliesslich auf den Polizeirapport und die Einvernahmen der beiden Polizeibeamten abgestellt und nicht berücksichtigt, dass die Videoaufzeichnung nicht funktioniert habe. Die Aussagen seien unpräzise und nicht kohärent. Die Beamten hätten sich in der irrigen Annahme, dass der Vorgang auf Video aufgezeichnet werde, nicht auf das Geschehen konzentriert. Sie hätten anlässlich der gerichtlichen Einvernahme nicht mehr sagen können, ob der Beschwerdeführer ein oder zwei Autos rechts überholt habe und seien sich bei der von ihnen und vom Beschwerdeführer gefahrenen Geschwindigkeit uneinig gewesen. Selbst wenn wider Erwarten die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung nicht als willkürlich beurteilt werde, läge kein Rechtsüberholen im Sinne von Art. 35 Abs. 2 SVG vor. Der Beschwerdeführer sei mit konstanter Geschwindigkeit gefahren. Er habe die auf der Überholspur fahrenden Autos nicht überholt, sondern diese hätten aus ungeklärten Gründen ihre Fahrt verlangsamt. Es liege mithin ein passives Vorbeifahren vor, dass nach bundesgerichtliche Rechtsprechung nicht strafbar sei.