Citation: 7B_1087/2024 E. 5.3.2

5.3.2. Dem Beschwerdeführer kann auch nicht gefolgt werden, wenn er ausführt, ihm werde im Untersuchungsgefängnis eine adäquate medizinische Versorgung verweigert. Wie der Beschwerdeführer selber vorbringt, wurde er, nachdem er wegen seines gezeigten Verhaltens zunächst in einer Überwachungszelle untergebracht war, in eine Abteilung für psychisch auffällige Personen verlegt, in welcher eine spezifische Betreuung und regelmässige Visiten durch medizinisches Fachpersonal gewährleistet wird, was durch das Haftjournal dokumentiert ist. Ferner wurde der Beschwerdeführer zu Beginn der Untersuchungshaft medizinisch untersucht und wurde namentlich die Frage der Hafterstehungsfähigkeit abgeklärt und bejaht, was sich aus dem vom Beschwerdeführer eingereichten Schreiben des Gefängnisarztes vom 27. September 2024 ausdrücklich ergibt. Damit liegen jedenfalls zum aktuellen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte vor, dass der Beschwerdeführer im Untersuchungsgefängnis bisher ungenügend medizinisch versorgt wurde bzw. wird. Mit fortschreitender Dauer der Untersuchung werden die kantonalen Strafbehörden allerdings der Haftdauer und dem psychisch belasteten Gesundheitszustand des Beschwerdeführers besonders sorgfältig Rechnung zu tragen haben. Insoweit ist es zu begrüssen, dass die Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland nach der Übernahme der Strafuntersuchung umgehend eine psychiatrische Begutachtung des Beschwerdeführers in Auftrag gegeben hat, im Rahmen welcher sich der Sachverständige in einer Vorabstellungnahme zur Risikogefahr des Beschwerdeführers und zu allenfalls denkbaren Ersatzmassnahmen zu äussern haben wird.