Citation: 1P.456/2000 24.10.2000 E. 7

7.- Der Strafrichter verletzt die Maxime "in dubio pro reo" als Beweislastregel, wenn sich aus der Begründung des Urteils ergibt, dass der Richter zu einer Verurteilung gelangte, weil der Angeklagte seine Unschuld nicht nachgewiesen habe, oder dass der Richter von der falschen Meinung ausging, der Angeklagte habe seine Unschuld zu beweisen, und dass er ihn verurteilte, weil ihm dieser Beweis misslang (BGE 120 Ia 31 E. 2c S. 37 und E. 2d S. 38). Nach dem Ausgeführten beruht die Verurteilung des Beschwerdeführers darauf, dass das Appellationsgericht dessen Schuld aufgrund der Zeugenaussage des Bankkassiers und verschiedener weiterer Indizien als erwiesen betrachtete. Es stützte sich auf die Beweislage, wie sie schon seinem Urteil vom 4. September 1998 zugrunde gelegen hatte, wobei es die Möglichkeit, dass ursprünglich Videoaufzeichnungen vorhanden und nachträglich überspielt worden waren, in seine Erwägungen einbezog und ohne Willkür schloss, dies könne das Beweisergebnis nicht beeinflussen. Der Vorwurf, die Verurteilung beruhe darauf, dass er, der Beschwerdeführer, wegen des Verschwindens des Entlastungsbeweismittels seine Unschuld nicht habe nachweisen können, entbehrt jeder Grundlage. Der Schuldspruch gründet vielmehr auf dem Nachweis seiner Schuld durch die Strafverfolgungsbehörden. Auch die Rüge einer Verletzung der Unschuldsvermutung als Beweislastregel erweist sich somit als unbegründet.