Citation: I 548/04 01.12.2004 E. 4

Der überzeugenden Würdigung der medizinischen Aktenlage durch die Vorinstanz sowie der Befristung und Berechnung des Rentenanspruchs ist vollumfänglich beizupflichten: 4.1 So trifft es zu, dass sich der MEDAS-Gutachter F.________, Spezialarzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, in erster Linie an den Abklärungsergebnissen vom November 2000/Januar 2001 und dem anschliessenden Heilungsverlauf orientieren musste, um in seinem rheumatologischen Fachgutachten vom 19. November 2002 den ab November 2000 bestehenden Gesundheitszustand beurteilen zu können. Gestützt auf das MEDAS-Gutachten wurde dem Beschwerdeführer zusätzlich und befristet auf die Zeit vom 1. November 2000 bis 30. April 2001 (Verwaltung) beziehungsweise 31. Juli 2001 (Vorinstanz) eine ganze Invalidenrente zugesprochen. Dass anlässlich der Begutachtung im Spätherbst 2002 keine neue bildgebende Untersuchung durchgeführt wurde, rechtfertigte sich auch dadurch, dass - wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat - der Beschwerdeführer anlässlich der Exploration vom 19. November 2002 gegenüber F.________ angab, die (Meniskus-)Operation vom 24. Januar 2001 habe zunächst eine gewisse Besserung der Symptomatik bewirkt. Nachher seien die Schmerzen aber wieder gleich gewesen. Deshalb konnte von einem unveränderten Verlauf bis zur Begutachtung im November 2002 ausgegangen werden. Wie die kantonale Instanz zu Recht befunden hat, überzeugt das MEDAS-Gutachten in allen Teilen und genügt ohne weiteres den nach der Rechtsprechung an ein derartiges Beweismittel gestellten Anforderungen (vgl. Hinweis in Erw. 2 hievor). Von zusätzlichen Untersuchungsmassnahmen im Sinne des gestellten Eventualantrages ist abzusehen, weil davon keine weiteren erheblichen Erkenntnisse zu erwarten sind. 4.2 Verwaltung und Vorinstanz sind in korrekter Würdigung des medizinischen Sachverhaltes bei der Invaliditätsbemessung zu Recht davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer Mitte April 2001 in körperlich leichten bis mittelschweren, vorwiegend, aber nicht ausschliesslich sitzenden Tätigkeiten ohne lange Gehstrecken, ohne Notwendigkeit der Benutzung von Treppen und Leitern, ohne Heben, Tragen und Stossen von Lasten über 10 bis maximal 15 Kilogramm, ohne kniende Positionen und mit der Möglichkeit, die Haltung zu wechseln, wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit erreichte. Auch legte die Vorinstanz bei der Bemessung des Invaliditätsgrades im Einkommensvergleich (vgl. Hinweis in Erw. 2 hievor) das Invalideneinkommen zu Recht nach dem Durchschnittslohn gemäss der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik für Männer in einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) für das Jahr 2000 fest. Korrekt ist ebenfalls die Berücksichtigung der Lohnentwicklung bis zum hier massgebenden Jahr der Rentenaufhebung (2001). Ebenso lag die Erhöhung um 5 % auf 20 % des von der Verwaltung gewährten Abzuges vom tabellarisch ermittelten Invalideneinkommen für leidensbedingte Einschränkungen in dem ihr hier eingeräumten Ermessensspielraum. 4.3 Der Beschwerdeführer bringt gegen die Bemessung des Invaliditätsgrades lediglich vor, die Verwertung seiner Arbeitsfähigkeit sei ihm nur noch in einem geschützten Rahmen möglich, da der allgemeine Arbeitsmarkt keine hiefür geeigneten Stellen anbiete. Solche Tätigkeiten seien zudem schlecht entlöhnt. Der Einwand ist offensichtlich unbegründet, denn nach der Rechtsprechung handelt es sich bei der ausgeglichenen Arbeitsmarktlage (vgl. Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG; altArt. 28 Abs. 2 IVG) um einen theoretischen und abstrakten Begriff. Er umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot an und der Nachfrage nach Stellen; andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her sowohl bezüglich der beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen als auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten (BGE 110 V 276 Erw. 4b; ZAK 1991 S. 321 Erw. 3b). Bei der Bestimmung des trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbaren Einkommens darf nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Von einer Arbeitsgelegenheit kann nicht gesprochen werden, wenn das Finden einer entsprechenden Stelle von vornherein als ausgeschlossen erscheint, weil die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre (vgl. ZAK 1991 S. 320 Erw. 3b, 1989 S. 321 Erw. 4a). Im Falle des Beschwerdeführers sind die letztgenannten Bedingungen in keiner Hinsicht erfüllt. Es ist ihm in Nachachtung des generell in der Sozialversicherung geltenden Grundsatzes der Schadenminderung (BGE 123 V 233 Erw. 3c, 117 V 278 Erw. 2b, 400) ohne weiteres zumutbar, die verbliebene Arbeitsfähigkeit im dargelegten Rahmen (vgl. Erw. 4.2 hievor) auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu verwerten. 4.4 Da dem Beschwerdeführer gestützt auf die Erkenntnisse aus dem MEDAS-Gutachten vom 23. Dezember 2002 in einer seinem Leiden angepassten leichten Arbeit ab Mitte April 2001 wieder eine volle Erwerbstätigkeit zumutbar war, und weil sich bei dem rechtsprechungskonform vorgenommenen Abzug auf dem Invalidenlohn im Einkommensvergleich eine Lohneinbusse und damit ein Invaliditätsgrad von nur noch 14 % ergab, hat die Vorinstanz den Anspruch auf eine IV-Rente unter Berücksichtigung der in Art. 88a Abs. 1 zweiter Satz IVV statuierten Frist von drei Monaten zu Recht auf Ende Juli 2001 geändert und die Leistung aufgehoben.