Citation: 8C_424/2023 E. 6.3.2

6.3.2. Zum einen ergibt sich mit Blick auf die Abklärungsergebnisse der Invalidenversicherung zu den körperlichen Anforderungen an einen Baumpflegespezialisten bei gegebener Aktenlage nicht schlüssig, ob sich die in dieser Tätigkeit anfallenden körperlichen Belastungen mit der von Dr. med. C.________ festgesetzten Belastungslimite für den Rücken von 20 kg vereinbaren lassen. Zum andern hat die Vorinstanz zutreffend erkannt, dass bezüglich des bereits im Zeitpunkt des Fallabschlusses mehrfach unfallbedingt geschädigten Knies, spätestens aber mit dem dritten Unfall mit Verletzung des rechten Knies am 15. August 2021, nicht mehr von einem unversehrten, bzw. folgenlos ausgeheilten Knie auszugehen ist. Dr. med. G.________ hielt im Bericht vom 28. September 2021 eine insuffiziente Situation im Bereich des vorderen Kreuzbandes fest und riet zu einer erneuten Operation (E. 6.3.1 vorne). In einem Schreiben vom 17. November 2021 an den Rechtsvertreter des Beschwerdegegners erwähnte Dr. med. G.________ eine erneute Operation des rechten Knies mit autologer Ersatzplastik. Indessen bezeichnete er die Ausbildung zum Baumpflegespezialisten, zumindest dannzumal, noch nicht als vollkommen unrealistisch. Die Beschwerdeführerin wird demnach nicht umhin kommen, die Frage der Leidensangepasstheit der Tätigkeit des Baumpflegespezialisten aus orthopädisch-chirurgischer Sicht, unter Einbezug der Kniebeschwerden bis zum Einsprachezeitpunkt, weiter abzuklären. Dabei hat auch eine fachärztliche Auseinandersetzung mit den Einschätzungen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der IV-Stelle zu erfolgen.