Citation: 2C_688/2023 E. 7.3

7.3. Auch unter diesem Gesichtspunkt ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die bestandenen mündlichen Lizentiatsprüfungen nicht als Fachprüfungen ans Bachelorstudium angerechnet hat. Wie E. 6.3 hiervor deutlich gemacht hat, bestehen - sofern überhaupt eine Ungleichbehandlung gegenüber ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen vorliegt - sachliche Gründe dafür, den bestandenen mündlichen Teil der Lizentiatsprüfungen im Öffentlichen Recht und im Privatrecht nicht als Fachprüfungen ans Bachelorstudium anzurechnen. Dies im Gegensatz zur Strafrechtsprüfung, mit welcher die Beschwerdeführerin das Fach bereits im Vorlizentiat erfolgreich und endgültig abgeschlossen hatte. Es kann auch nicht gesagt werden, die Beschwerdeführerin sei kurz vor dem Studienabschluss gestanden. Insofern ist keine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung gegenüber Bachelorstudierenden, welche jeweils "nur" eine Fachprüfung bestehen müssen und eine einmal bestandene Prüfung nicht wiederholen müssen bzw. dürfen, auszumachen. Im Übrigen ist daran zu erinnern, dass sich die Rechtsgleichheit nur auf den Zuständigkeitsbereich ein und derselben Behörde bzw. Gebietskörperschaft bezieht (BGE 138 I 321 E. 5.3.6; 133 I 249 E. 3.4; 125 I 173 E. 6d; Urteile 2C_1051/2022 vom 14. Dezember 2023 E. 5.4; 1C_307/2020 vom 16. Juni 2021 E. 5, nicht publ. in: BGE 147 I 407). Wenn das Bachelorstudium in anderen Kantonen anders aufgebaut ist, kann darin folglich keine Verletzung der Rechtsgleichheit liegen. Das Rechtsgleichheitsgebot nach Art. 8 Abs. 1 BV ist nicht verletzt.