Citation: 5C.48/2000 09.07.2001 E. 4

4.- a) Des Weiteren wirft die Klägerin der Vorinstanz eine Verletzung von Art. 156 Abs. 2 aZGB vor, weil sie das vom Beklagten hypothetisch erzielbare Einkommen nicht berücksichtigt habe. Die Vorinstanz habe nicht in Betracht gezogen, dass der Beklagte, der fremdenpolizeilich aus der Schweiz ausgewiesen worden sei, es unterlassen habe, die Ausweisungsverfügung mit einem Rechtsmittel anzufechten. Angesichts der Beziehung zu seiner Tochter wäre dem Rechtsmittel vermutlich Erfolg beschieden gewesen; nach Ansicht der Klägerin hat er darauf verzichtet, um sich dergestalt sein Pensionskassenguthaben auszahlen zu lassen. Ausserdem gedenke der Beklagte gemäss Auskunft seines Rechtsvertreters, eine andere Frau mit Aufenthaltsberechtigung für die Schweiz zu heiraten; die Vorinstanz gehe zu Unrecht davon aus, dass der Beklagte sich noch immer in Pakistan aufhalte. Überdies verkenne die Vorinstanz, dass der Kläger nach Rückkehr in die Schweiz durchaus imstande sei, Kinderalimente in Höhe von monatlich Fr. 650.-- zu bezahlen. Art. 156 Abs. 2 aZGB sowie die Offizialmaxime wiesen den Richter an, den Interessen des Kindes Rechnung zu tragen. b) Die Vorinstanz hat verbindlich festgestellt (Art. 63 Abs. 2 OG), der Beklagte sei mit Verfügung vom 15. Juni 1998 aus der Schweiz ausgewiesen worden. Nach ihrem Dafürhalten ist es wahrscheinlich, dass der Beklagte sich weiterhin in Pakistan aufhält und dort in ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnissen lebt. Insoweit die Klägerin diese Ausführungen bestreiten will, wendet sie sich gegen eine im Berufungsverfahren unüberprüfbare Beweiswürdigung, worauf nicht eingetreten werden kann. Soweit sie die Auszahlung des Pensionskassenguthabens erwähnt, trägt sie eine neue Tatsache vor, womit sie im Berufungsverfahren nicht zu hören ist (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 126 III 59 E. 2a S. 65). Wenn die Vorinstanz die Erklärung des beklagtischen Rechtsvertreters, der Beklagte gedenke durch Heirat wieder in den Genuss eines Aufenthaltsrechtes für die Schweiz zu gelangen, als unbestimmt und unüberprüfbar erachtet hat, so liegt hierin wiederum eine im Berufungsverfahren nicht anfechtbare Beweiswürdigung. Nach vorinstanzlicher Auffassung ist nicht ersichtlich, dass der Beklagte gegenwärtig oder in absehbarer Zukunft über Einkommen oder Vermögen verfügen wird, weshalb er nicht verpflichtet werden kann, Unterhaltsbeiträge zu leisten. Da der Beklagte das erstinstanzliche Urteil im Unterhaltspunkt aber nicht angefochten hat, bleibe es beim bezirksgerichtlichen Erkenntnis, wonach er monatlich Fr. 100.-- zu bezahlen hat. Indem die Klägerin dem sinngemäss entgegensetzt, der Beklagte könne in der Schweiz ein höheres hypothetisches Einkommen erzielen, kommt dies ebenfalls einer Kritik an der vorinstanzlichen, auf den Umständen des konkreten Falles beruhenden Beweiswürdigung gleich (BGE 126 III 10 E. 2b S. 12 f.; Entscheid des Bundesgerichtes vom 19. April 2001 i.S. S. [5P. 26/2001], E. 4a). Dagegen vermag auch der klägerische Hinweis auf die Offizialmaxime nicht aufzukommen, zumal er nicht geeignet ist, die vorinstanzliche Tatsachenfeststellung und Beweiswürdigung dem Bundesgericht im Berufungsverfahren zur Prüfung zu unterbreiten.