Citation: 1C_327/2016 E. 8.6

8.6. Zwar trifft zu, dass die Fachberaterin der OSS am Augenschein des BVU vom 15. Dezember 2014 ausführte, dass man hinter dem strassenbegleitenden Bauernhaus in der zweiten Reihe zurückhaltende Bauten erwarten würde (Hinterhaus), die sich dem strassenbegleitenden Bauernhaus unterordneten. Sie führte jedoch im ersten Fachgutachten sinngemäss aus, die beiden Häuser seien zum Bauernhaus nicht als untergeordnete Nebenbauten konzipiert, sondern in einer ausgeprägten Formsprache (Landhausstil mit Erkern, Giebellukarne, Sprossenfenstern usw.) gestaltet; im Hinblick auf die gute Einordnung sei ein zurückhaltender Umgang mit derart markanten Stilelementen angezeigt. Demnach verfiel die Vorinstanz nicht in Willkür, wenn sie annahm, die Fachberaterin der OSS habe die fehlende Unterordnung nicht bezüglich der Grösse der geplanten Häuser, sondern hinsichtlich ihrer Stilelemente bemängelt. Dies wird dadurch bestätigt, dass im ersten Fachbericht eine zurückhaltendere Anwendung solcher Elemente verlangt wird. Da das Bauprojekt diesbezüglich angepasst wurde, besteht insoweit kein Widerspruch zum zweiten Bericht. Demnach konnte die Vorinstanz willkürfrei annehmen, die Antwort auf die Frage lit. a könnte den Fachberichten der OSS und den Voten ihrer Fachberaterin entnommen werden, weshalb die Unterbreitung dieser Frage an der Beurteilung des zweiten Gutachtens nichts mehr ändern könnte.