Citation: 6B_897/2017 E. 2.2.2

2.2.2. Soweit der Beschwerdeführer den vorinstanzlichen Schluss auf Eventualvorsatz mit denselben Argumenten bestreitet, die er bereits zur Begründung seiner eigenen Sachverhaltsdarstellung vorgebracht hat, entfernt er sich vom für das Bundesgericht verbindlich festgestellten Sachverhalt, ohne Willkür darzutun. Dies ist etwa der Fall, wenn er vorbringt, er habe ausweichen müssen, weil die Jogger bis zum letzten Moment stehen geblieben seien. Gleiches gilt, indem er mit diesem Argument bestreitet, dass die Fussgänger wehrlos waren, und wenn er geltend macht, er habe aufgrund eines verminderten Risikobewusstseins die Gefahr für die Fussgänger nicht erkannt. Auch von einem typischen Verkehrsunfall aus Fahrlässigkeit, wie er vorbringt, kann keine Rede sein. Sein Einwand, wonach die Vorinstanz diesen Vorwurf gar nicht geprüft habe, geht offensichtlich fehl. Die Vorinstanz begründet ausführlich, weshalb sie Eventualvorsatz bejaht und damit Fahrlässigkeit verneint. Daran ändert nichts, dass der angefochtene Entscheid keine diesbezüglichen rechtlichen Erwägungen enthält. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers unterscheidet sich der von ihm zitierte Entscheid 6B_190/2012 vom 25. Mai 2012 nicht massgeblich von der vorliegenden Situation. Darin hatte das Bundesgericht den vorinstanzlichen Schluss auf Eventualvorsatz mit dem Argument geschützt, dass der dortige Beschwerdeführer mit mindestens 27 km/h auf den Geschädigten zugefahren war, ohne zu bremsen oder auszuweichen. Dies könne, so das Bundesgericht, nur noch so verstanden werden, dass er die Absicht gehabt habe, eine Kollision mit dem Geschädigten herbeizuführen. Auch der Beschwerdeführer ist, wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, nicht oder erst zu einem Zeitpunkt ausgewichen, als das Geschehen für ihn nicht mehr kontrollierbar war. Ebenso war der Situation ein - wenn auch nur verbaler - Konflikt des Beschwerdeführers mit den Joggern vorausgegangen. Er betrachtete sie insoweit sehr wohl als "Widersacher". Soweit er vorbringt, er habe nichts Schlimmes im Sinn gehabt, verkennt er den gegen ihn erhobenen Vorwurf. Dieser geht dahin, dass er eine Situation geschaffen hat, in der er nicht mehr vorhersehen konnte, wie sich die Fussgänger verhalten würden und es letztlich vom Zufall abhing, ob sich die erkannte Todesgefahr für die Fussgänger verwirklichen würde. Angesichts des mit seinem Fahrverhalten eingegangenen hohen Risikos verletzt die Vorinstanz auch kein Bundesrecht, wenn sie das Verhalten des Beschwerdeführers nicht als isolierte fahrerische Fehlleistung qualifiziert. Er hat trotz der langen Vorlaufzeit - er spricht von mindestens 100 Metern, wahrscheinlich mehr - mit einem Manöver bis zur letzten Sekunde gewartet. Der Eintritt des tatbestandsmässigen Erfolgs drängte sich unter den gegebenen Umständen als derart wahrscheinlich auf, dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs verstanden werden kann. Mit seinem Hinweis auf die diesbezügliche bundesgerichtliche Rechtsprechung verkennt der Beschwerdeführer, dass die Inkaufnahme des als möglich erkannten Taterfolgs nicht nur dann in Frage kommt, wenn sich die beschuldigte Person über einen längeren Zeitraum ein Rennen mit einem anderen Verkehrsteilnehmer liefert. Ebenso wenig ist hierfür die Demonstration eigener fahrerischer Überlegenheit erforderlich z.B. gegenüber einem Beifahrer. Soweit sich der Beschwerdeführer schliesslich damit zu entlasten versucht, dass ihm für sein Manöver keine Überlegungszeit mehr geblieben sei, lässt er ausser Acht, dass dies allein auf sein eigenes Verhalten zurückzuführen ist.