Citation: 4A_160/2015 E. 5.1.1

5.1.1. Das Bezirksgericht, auf dessen Ausführungen die Vorinstanz vollumfänglich verwies, stellte zur postoperativen Aufklärung fest, es sei nachgewiesen, dass der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin während ihres Klinikaufenthalts mehrfach visitierte und mit ihr spätestens am 29. Dezember 2003 eine Operation thematisierte. Ausserdem habe der Zeuge Dr. med. C.________ erklärt, bei seiner Zusammenarbeit mit dem Beschwerdeführer habe er beobachtet, dass dieser seine Patienten immer sehr ausführlich aufgeklärt habe. Das genüge aber nicht für den Nachweis, dass im konkreten Fall (überhaupt) aufgeklärt worden sei. Mit Sicherheit genüge es nicht, um zu beweisen, dass rechtsgenüglich aufgeklärt worden sei. Auch sei nicht von einer Notoperation in dem Sinn auszugehen, dass eine tatsächliche Aufklärung nicht mehr möglich war und daher ausnahmsweise auf eine solche hätte verzichtet werden dürfen. Dem schloss sich die Vorinstanz an und stellte zudem fest, namentlich sei auch eine Aufklärung in dem Sinn unbewiesen geblieben, dass der Beschwerdeführer ein zweistufiges Vorgehen vorgeschlagen hätte. Mit seiner Behauptung, er habe (tatsächlich) breit aufgeklärt, anerkenne er auch, dass mit Blick auf die Art des Eingriffs und dessen Risiken eine erhebliche Aufklärung geboten gewesen sei. Hinzu komme, dass er keine Gründe dargelegt habe, die einen Verzicht auf eine Aufklärung rechtfertigen könnten.