Citation: 8C_51/2024 E. 3.1.1

3.1.1. Die Vorinstanz erkannte, zur Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeits (un) fähigkeit sei auf das beweiskräftige polydisziplinäre Gutachten der medaffairs AG vom 23. Dezember 2020 abzustellen. Danach bestünden verschiedene orthopädische Diagnosen mit protrahiertem Heilungsverlauf nach mehreren Schulteroperationen. Dem Versicherten seien Arbeitstätigkeiten mit Heben oder Halten von Gewichten über 2.5 kg körpernah und über 2 kg körperfern nicht mehr zumutbar. Ebenso vermöge er Verrichtungen, die mit vermehrter Vibrationsbelastung, repetitiven feinmotorischen Anforderungen, mit in Zwangshaltung, dauerhafter Armabduktion oder -flexion sowie in dauerhaft vornübergebeugter oder zurückgelehnter Haltung nicht mehr auszuüben. Den angestammten Beruf als Lagermitarbeiter habe er seit der ersten Schulteroperation vom 1. Februar 2016 nicht mehr zu bewältigen vermocht. Indes sei er grundsätzlich in einer dem genannten Belastungsprofil entsprechenden Erwerbstätigkeit immer vollumfänglich arbeitsfähig gewesen. Diesbezüglich sei einzig zu berücksichtigen, dass es nach den verschiedenen Operationen an den Schultern jeweils zu mehrmonatigen Arbeitsunfähigkeiten gekommen sei. Aus der tabellarischen Aufstellung der Gutachter folge eine durchgehende vollständige Arbeitsunfähigkeit bis circa zum 20. April 2017 sowie - nach längerem Unterbruch - erneut ab 6. September 2018 postoperativ. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ergäben sich keine Unklarheiten im medizinischen Sachverhalt, die nachträglich erhellt werden müssten. Die Experten hätten vielmehr in aller wünschenswerten Deutlichkeit festgehalten, dass eine Arbeitsunfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit unter Berücksichtigung der angegebenen Beschwerden und der objektivierbaren Einschränkungen nie bestanden habe, sondern sich lediglich jeweils während der postoperativen Rekonvaleszenz-Phasen eine Arbeitskarenz aufgedrängt habe. Dies lasse sich ohne Weiteres nachvollziehen, zumal allgemein bekannt sei, dass nach chirurgischen Eingriffen meist mehr oder weniger lange Perioden der körperlichen Schonung einzuhalten seien. Insgesamt bestehe kein Anlass, ein Gerichtsgutachten einzuholen oder die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.