Citation: 5A_469/2022 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV). Das Kantonsgericht wende die Bestimmungen zum Arrest und die Rechtsprechung zum Staatenarrest auf offensichtlich unhaltbare Weise an; dasselbe gelte für sein Verständnis des Rechtsbegriffs des Binnenbezugs. Die Beschwerdeführerin hält daran fest, dass sie ohnehin keine Arrestlegung in der Schweiz angeboten und ihre Bindung an die "Schuldanerkennung bzw. Schuldübernahme" bestritten habe. Somit handle es sich bei der Überlegung der Vorinstanz um einen Zirkelschluss. Weiter sei der angefochtene Entscheid auch deswegen gänzlich verfehlt, weil das Vollstreckungsrecht öffentlich-rechtlicher Natur und damit privatrechtlicher Gestaltungsfreiheit nicht zugänglich sei. Eine Betreibung, die im Falle der Nichtzahlung eingeleitet werden könnte, setze einen Betreibungsort in der Schweiz voraus. Begründet werden könnte ein solcher nur durch eine Arrestlegung, die wiederum einen genügenden Binnenbezug erfordere. Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass eine Arrestlegung von den Parteien gewillkürt werden könne. Das "vertragliche Erlauben", einen Arrest in Anspruch zu nehmen, sei kein Arrestgrund und begründe keine internationale bzw. örtliche Vollstreckungszuständigkeit in der Schweiz. Es handle sich vielmehr um eine schlichte Feststellung der Parteien einer (angeblichen) Vereinbarung, dass Vermögenswerte in der Schweiz verarrestiert werden könnten (weil es solche gibt). Diese " (rechtlich nichtexistente) Arrestwahlklausel" könne jedenfalls keine Grundlage für den erforderlichen Binnenbezug der angeblichen Arrestforderung zur Schweiz sein. Die Vorinstanz schaffe mit ihrer Einordnung von Ziffer 4 der "Schuldanerkennung bzw. Schuldübernahme" rechtliche Wahlmöglichkeiten, die es nicht gebe und angesichts der öffentlich-rechtlichen Natur des Vollstreckungsverfahrens auch nicht geben dürfe. Der angefochtene Entscheid heble nicht nur die Formstrenge der Pfandbestellung, sondern auch die essentiellen Begrenzungen der Arrestlegung gegen fremde Staaten sowie im Rahmen des Ausländerarrests aus. Das Arrestgesuch müsse bereits mangels Binnenbezug zur Schweiz abgewiesen werden, so die Forderung der Beschwerdeführerin.