Citation: 9C_41/2024 E. 7.5.2

7.5.2. Weiter fehlt es auch an der Gewinnstrebigkeit des Handels, die entgegen der Vorinstanz eine Voraussetzung für die Gewerbsmässigkeit einer Tätigkeit ist (vgl. oben E. 6.5.3). Die Stiftungen wiesen in ihren Betriebsrechnungen zwar in gewissen Jahren Gewinne aus, doch waren diese keine direkte Folge der eigentlichen Handelstätigkeit, d.h. des Kaufs der Aktien am Markt und ihres Verkaufs an die Planteilnehmer (Stiftung 1) oder umgekehrt (Stiftung 2). Wahrscheinlich weil die Stiftung 1 die Aktien den Planteilnehmern - im Einklang mit dem Stiftungszweck - zu vergünstigten Preisen verkaufte, erlitt sie aus der eigentlichen Handelstätigkeit sogar signifikante Verluste (2013: rund Fr. 2.9 Mio.; 2014: rund Fr. 3.4 Mio.). Die Dividendenerträge, die diese Verluste in den Jahren 2013 und 2014 wettmachten (2013: rund Fr. 4 Mio.; 2014: rund Fr. 4.1 Mio.), sowie allfällige nicht realisierte Kursgewinne erzielte die Stiftung 1 nicht aus dem Handel mit steuerbaren Urkunden, sondern weil sie als Vermögensanlage über längere Zeit ein Vielfaches der Anzahl Aktien hielt (per Ende 2013: 827'415 Stück mit Buchwert [durchschnittliche Anschaffungskosten] rund Fr. 59.2 Mio. und Kurswert rund Fr. 94 Mio.; per Ende 2014: 820'350 Stück mit Buchwert rund Fr. 64.1 Mio. und Kurswert rund Fr. 104.8 Mio.), die sie jährlich an die Planteilnehmer verkaufte (per 1. September 2013 an Planteilnehmer verkauft: 167'147 Stück; per 1. September 2014 an Planteilnehmer verkauft: 174'810 Stück). Es ist daher verfehlt, diese Erträge der Handelstätigkeit zuzurechnen, wie dies die Vorinstanz getan hat. Im Übrigen verzeichnete die Stiftung 1 in den Jahren 2011, 2012 und 2016 selbst unter Berücksichtigung der Dividendenerträge noch Verluste.