Citation: 6B_729/2014 E. 1.4.2

1.4.2. Die Vorinstanz geht zu Gunsten des Beschwerdeführers davon aus, er sei vom weissen Personenwagen auf den Verzögerungsstreifen gedrängt worden. Demgegenüber lasse sich mit den Fotos nicht vereinbaren, dass ihm nur die Möglichkeit blieb, vor dem weissen Personenwagen wieder einzubiegen. Das Verkehrsaufkommen sei entgegen seinen Behauptungen nicht rege gewesen. Er hätte die Geschwindigkeit reduzieren und hinter dem weissen Personenwagen auf die Normalspur zurückkehren können. Andernfalls hätte er die Autobahn auf dem Verzögerungsstreifen verlassen müssen. Auf keinen Fall habe er am weissen Personenwagen rechts vorbeifahren dürfen. Der Beschwerdeführer bestreitet den von der Vorinstanz festgestellten Ablauf nicht. Er bemängelt lediglich die vorinstanzliche Feststellung, sein Manöver sei in einem Zug erfolgt. Die Fotos könnten dazu keine Angaben liefern. Vielmehr würde das Videoband benötigt, welches wegen eines technischen Fehlers nicht archiviert worden sei. Die Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz durfte ohne Willkür feststellen, dass der Beschwerdeführer das Manöver in einem Zug ausführte. Auf den Fotos ist ersichtlich, dass er zwischen 19:51:20 Uhr und 19:51:21 Uhr mit rund 102 km/h auf dem Normalstreifen unterwegs war, als sich der weisse Personenwagen unmittelbar vor ihn setzte. Um 19:51:26 Uhr hatte er bereits auf 119 km/h beschleunigt und war im Begriff, den weissen Personenwagen auf dem Verzögerungsstreifen rechts zu überholen. Das letzte Foto zeigt, wie der Beschwerdeführer um 19:51:34 Uhr mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h unmittelbar vor dem weissen Personenwagen auf den Normalstreifen zurückkehrt (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 24 ff.). Inwiefern der angeklagte Sachverhalt ohne die Videoaufnahme nicht erstellt werden könnte, etwa weil die Fotos die Körpersprache des Beschwerdeführers nicht wiedergeben, ist nicht ersichtlich.