Citation: 9C_659/2007 24.07.2008 E. 3

3.1 Was das Zumutbarkeitsprofil einer adaptierten Tätigkeit angeht, sind die Ärzte des Zentrums V.________ (im Unterschied zu denjenigen des Medizinischen Zentrums R.________) der Meinung, es gebe "im Rahmen des vielfältigen Spektrums 'OP-Schwester'" eine ganze Reihe von "spezialisierteren Anwendungen", die mit den gesundheitsbedingten Einschränkungen vereinbar seien (Hals-, Nasen-, Ohreneingriffe, Augenheilkunde, Hand- oder Kieferchirurgie). Innerhalb eines Vollzeitpensums sei von einer Verminderung der Leistungsfähigkeit um höchstens 50 % auszugehen. "Mit dieser Minderung sollen vor allen Dingen zeitliche Ruhepausen zwischen den aktiven Tätigkeitsphasen berücksichtigt werden. Innerhalb der aktiven Tätigkeitsphasen von in aller Regel 30 bis 60 Minuten ist von einem 100%-igen Leistungsvermögen auszugehen". Die Vorinstanz ist bei der Bemessung des (nach Tabellenlöhnen ermittelten) Invalideneinkommens davon ausgegangen, die Beschwerdeführerin könne zumutbarerweise mit einem Pensum von 50 Prozent als Operationsschwester tätig sein. 3.2 Der Verfügung vom 25. Oktober 2001 lag ebenfalls die Annahme zugrunde, es bestehe eine Einschränkung um 50 Prozent. Fraglich ist, ob sich bezüglich des Anforderungsprofils eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen ergeben hat; im Zeitpunkt der früheren Verfügung bestand im Zusammenhang mit der Bemessung des Invalideneinkommens noch nicht die Notwendigkeit von Ruhepausen im Umfang eines halben Arbeitspensums. Bei der Bemessung des leidensbedingten Abzugs (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75) ist die Vorinstanz davon ausgegangen, eine Reduktion des anhand von Erwerbsstatistiken ermittelten Invalideneinkommens um 10 Prozent werde den konkreten Verhältnissen vollumfänglich gerecht. Das Bundesgericht prüft die vorinstanzliche Ermessensbetätigung nicht nach den Grundsätzen zur Angemessenheitskontrolle (BGE 126 V 75 E. 6 S. 81), sondern kann sie nur bei rechtsfehlerhafter Ausübung korrigieren (Art. 95 BGG). Im Rahmen einer Rechtskontrolle ist der vorinstanzlich vorgenommene Abzug von 10 % auf dem Lohn eines 50 %-Pensums nicht zu beanstanden. 3.3 Insgesamt bleibt es beim vorinstanzlichen Erkenntnis, es bestehe auch über Juni 2002 hinaus Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.