Citation: I 137/02 26.07.2002 E. A

Der 1970 geborene italienische Staatsangehörige I.________ absolvierte von August 1987 bis Januar 1990 eine Schreinerlehre in Deutschland und von August 1990 bis Mai 1995 ein Theologie-Studium in Deutschland. Am 1. April 1995 reiste er in die Schweiz ein und arbeitete ab Juni 1995 vollzeitlich als Hilfspfleger bei der Thurgauer Klinik K.________, wo er bereits zuvor als Ferienaushilfe tätig gewesen war. Auf den 31. Juli 1996 kündigte er das Arbeitsverhältnis und bezog in der Folge Arbeitslosenentschädigung. Im Herbst 1995 begann er ein Fernstudium in Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität X.________. Vom 1. Oktober bis 18. November 1996 arbeitete er als Vorsorgeberater im Aussendienst bei der Firma W.________. Seither geht er keiner Erwerbstätigkeit mehr nach. I.________ leidet spätestens seit 1990 an psychischen Beeinträchtigungen in Form einer bipolaren affektiven Störung mit depressiven und manischen Phasen. Er wurde deshalb seit August 1990 ambulant und wiederholt (teil-)stationär behandelt. Am 11. August 1997 meldete er sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (berufliche Massnahmen, Invalidenrente) an. Mit Verfügung vom 5. Juni 1998 lehnte die IV-Stelle des Kantons Schaffhausen nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren das Begehren um berufliche Massnahmen mit der Begründung ab, dass eine berufliche Eingliederung beim bestehenden Gesundheitszustand zur Zeit nicht möglich sei. Mit einer weiteren Verfügung vom 16. April 1999 sprach sie dem Versicherten ab 1. August 1998 eine ganze Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 100% zu. Am 2. Februar 2000 ersuchte I.________ erneut um die Zusprechung beruflicher Eingliederungsmassnahmen, wobei er geltend machte, sein Gesundheitszustand habe sich gebessert und er nehme am 1. April 2000 eine Ausbildung zum Ergotherapeuten auf. Er beantragte die Übernahme der Kosten der dreijährigen Ausbildung an der Medizinischen Akademie Y.________ mit vorangehendem Praktikum von drei Monaten. Nachdem die IV-Stelle das Gesuch dem Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) zur Stellungnahme unterbreitet hatte, lehnte sie mit Verfügung vom 5. Februar 2001 das Begehren mangels Gleichwertigkeit, Notwendigkeit und Zweckmässigkeit der beantragten Umschulung ab.