Citation: U 64/06 11.04.2007 E. 3

3.1 Die SUVA stützt sich bei ihrer Festsetzung der Integritätsentschädigung auf die Beurteilung der Frau Dr. med. K.________ vom 14. April 2004, welcher im Wesentlichen zwei Stellungnahmen der Frau Dr. med. W.________ vom 7. November 2003 und vom 17. Januar 2000 zur Verfügung standen. Frau Dr. med. W.________ hat den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers über einen längeren Zeitraum hinweg beobachtet, weshalb deren Berichte als genügende Grundlage für eine abschliessende Beurteilung der diesem zustehenden Integritätsentschädigung betrachtet werden können, ohne dass es der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eventualiter beantragten Rückweisung der Sache an die SUVA zur Einholung eines "umfassenden psychiatrischen Gutachtens" bedürfte. 3.2 Für ein Abweichen von der von Frau Dr. med. K.________ aus den Darlegungen der Frau Dr. med. W.________ gezogenen, im Einspracheentscheid der SUVA vom 11. April 2005 zitierten Schlussfolgerung, wonach sich das Zustandsbild zunächst als Anpassungsstörung manifestiert hatte, sich nunmehr aber in Form einer depressiven, ängstlich-selbstbeobachtenden Symptomatik in mittelgradiger Ausprägung, vermindertem Selbstwerterleben und sozialem Rückzug chronifiziert hat, und der darauf basierenden Schätzung des Integritätsschadens auf 20 % besteht für das Gericht auch im Rahmen der ihm zustehenden Angemessenheitskontrolle (E.1.2 hievor) kein Anlass. Unbegründet ist insbesondere der gegenüber der SUVA erhobene Vorwurf, die ihr obliegende Untersuchungspflicht verletzt zu haben. Die Dres. med. W.________ und K.________ umschreiben den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers klar und unmissverständlich, sodass für die Einholung weiterer fachärztlicher Meinungsäusserungen keine Veranlassung bestand. Auch das Abstellen auf die Schätzung der Integritätseinbusse durch Frau Dr. med. K.________, deren Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes mit derjenigen durch Frau Dr. med. W.________ ohne weiteres vereinbar ist, lässt sich rechtfertigen, ist diese Fachärztin mit der Beurteilung von Integritätsschäden doch vertraut. 3.3 Die weiteren Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind ebenfalls nicht geeignet, den Einspracheentscheid der SUVA und den diesen bestätigenden Entscheid des kantonalen Gerichts in Frage zu stellen. Insbesondere können aus der Schwere des erlittenen Unfalles und der damaligen Begleitumstände von vornherein keine Schlüsse auf den allein massgebenden entschädigungsberechtigenden psychischen Gesundheitsschaden gezogen werden, ist dieser doch, wie im Einspracheentscheid der SUVA mit Recht festgehalten wird, einzig bezogen auf den medizinischen Befund im Zeitpunkt des Behandlungsabschlusses zu beurteilen. Auch daraus, dass das Eidgenössische Versicherungsgericht in seinem Urteil vom 21. September 1999 Anhaltspunkte für "eine besonders schwerwiegende Beeinträchtigung der psychischen Integrität" erkannt hat, kann der Beschwerdeführer hinsichtlich der Bemessung der Integritätsentschädigung nichts zu seinen Gunsten ableiten. Diese Anhaltspunkte boten Anlass für die seinerzeitige Rückweisung der Sache an die SUVA und können nicht schon als Feststellung einer Beeinträchtigung bestimmten Ausmasses betrachtet werden. Schliesslich sagt die nunmehr eingetretene und als erstellt geltende Chronifizierung des psychischen Leidens nichts über die Höhe der dem Beschwerdeführer deswegen zustehenden Integritätsentschädigung aus. 3.4 Nicht ausser acht gelassen werden darf, dass der Beschwerdeführer mit der nachträglichen Zusprache einer 20 %igen Integritätsentschädigung für den psychischen Gesundheitsschaden zusammen mit der bereits früher gewährten 35 %igen Entschädigung zufolge Verlusts des rechten Auges insgesamt für die unfallbedingte Integritätseinbusse eine Entschädigung von 55 % erhält. Die Vorinstanz weist mit Recht darauf hin, dass dies auch angesichts der für andere Beeinträchtigungen der Integrität vorgesehenen Entschädigungen der konkreten Situation des Beschwerdeführers angemessen Rechnung trägt.