Citation: 5A_458/2023 E. 6.2

6.2. Das Obergericht nahm an, die Beschwerdegegnerin habe den Rechtsanwalt, der im Scheidungsverfahren für sie aufgetreten ist, nicht mandatiert. Damit liege im Ergebnis ein Abwesenheitsurteil nach Art. 29 Abs. 1 Bst. c IPRG vor, womit der Beschwerdeführer die gehörige Vorladung der Beschwerdegegnerin zum Scheidungsverfahren nachzuweisen habe (vgl. vorne E. 4). Dabei ging die Vorinstanz von einem Entscheid des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) zum Übereinkommen vom 27. September 1968 über die gerichtliche Zuständigkeit und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Abl. 1972, L 299, S. 32) aus, das im Anwendungsbereich dieses Übereinkommens den Begriff der Versäumnisentscheidung entsprechend auslegte (Urteil des EuGH vom 10. Oktober 1996 C-78/95 Hendrikmann und Feyen gegen Magenta Druck & Verlag GmbH, Rn. 13 ff.). Mit dieser Auslegung von Art. 29 Abs. 1 Bst. c IPRG setzt der Beschwerdeführer sich nicht auseinander, weshalb für das Bundesgericht kein Anlass besteht, hierauf einzugehen (vgl. vorne E. 2 [auch zum Folgenden]). Auch die anschliessende (Beweis-) Würdigung, es sei mit Blick auf die Umstände möglich, dass die Beschwerdeführerin ihren Vertreter gar nie beauftragt habe, lässt der Beschwerdeführer weitgehend unbeachtet. Er hält dem Obergericht einzig entgegen, die Beschwerdegegnerin habe diesbezüglich eine blosse Behauptung aufgestellt und es sei nicht glaubwürdig, dass er die Beauftragung des sie vertretenden Rechtsanwalts nur inszeniert habe. Indessen reicht es gerade nicht aus, die Sachlage aus der eigenen Sicht darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willkürlich zu bezeichnen, um eine Verletzung des Willkürverbots darzutun (vgl. BGE 136 I 49 E. 1.4.1; 134 II 244 E. 2.2). Mit diesen Bemerkungen geht der Beschwerdeführer zuletzt auch nicht ausreichend auf die weitere Überlegung des Obergerichts ein, zur Auslösung der Rechtsfolgen von Art. 29 Abs. 1 Bst. c IPRG reiche die (blosse) Möglichkeit aus, dass die Beschwerdegegnerin ihren Vertreter nicht mandatiert habe. Damit ist auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten.