Citation: 8C_128/2022 E. 5.1.1

5.1.1. Der Beschwerdeführer rügt, die PMEDA-Gutachter hätten keine Kenntnis von den Akten des Unfallversicherers gehabt. Indem die Vorinstanz trotzdem vom Beweiswert dieser Expertise ausgegangen sei, habe sie Bundesrecht verletzt. Insbesondere mit Hinweis auf die Berichte des Dr. med. B.________, Facharzt für Allgemeinmedizin und Arbeitsmedizin, vom 21. Dezember 2021 und des Dr. med. C.________, Facharzt Rheumatologie, vom 10. März 2021 sowie auf die MRI-Untersuchung (Magnetic resonance imaging) vom 23. Juni 2020 macht er geltend, er sei vom Mai 2020 bis heute, mindestens aber bis März 2021, in allen Bereichen infolge einer akuten Epicondylitis 100 % arbeitsunfähig gewesen. Die Vorinstanz hat zwar konstatiert, dass die Experten der PMEDA ihr Gutachten ohne Kenntnis der soeben genannten Berichte verfasst hätten. Unter Berücksichtigung sämtlicher medizinischen Unterlagen und im Besonderen auch mit Blick auf die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 10. August 2020 ist sie jedoch weder offensichtlich unrichtig noch sonstwie bundesrechtswidrig zum Schluss gelangt, dass diese Dokumente keine neuen Diagnosen oder Befunde enthalten würden, welche die PMEDA-Gutachter nicht bereits berücksichtigt hätten. Das kantonale Gericht ist darauf eingegangen, dass sowohl im orthopädischen Teilgutachten der PMEDA als auch im Bericht des behandelnden Facharztes Dr. med. C.________ übereinstimmend die Diagnose einer Epicondylitis radialis beider Ellbogengelenke genannt worden sei. Darüber hinaus habe Dr. med. C.________ berichtet, so die Vorinstanz weiter, dass repetitive Bewegungen im Handgelenk vermieden werden sollten. Diese Einschätzung stehe im Einklang mit dem von den PMEDA-Gutachtern formulierten Zumutbarkeitsprofil. Ausserdem hat das kantonale Gericht willkürfrei festgestellt, dass sich die vom Unfallversicherer berücksichtigte Arbeitsunfähigkeit auf die angestammte Tätigkeit als Bauarbeiter beziehe, die auch gemäss den PMEDA-Gutachtern nicht mehr zumutbar sei. Zuletzt hat die Vorinstanz richtig darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer für das hier strittige Invalidenversicherungsverfahren aus der Anerkennung der Epicondylitis als Berufskrankheit durch den Unfallversicherer nichts zu seinen Gunsten ableiten könne, handle es sich doch dabei um zwei verschiedene voneinander unabhängige Versicherungszweige.