Citation: 5D_213/2015 E. 4.3

4.3. Die Frage der Mahr sei an der Verhandlung vom 16. Januar 2013 nicht behandelt worden, weshalb es später zu weiterem begründetem Aufwand gekommen sei. Man sei anfänglich davon ausgegangen, dass es bei der Mahr um eine vertragliche Vereinbarung gehe, weshalb es folgerichtig gewesen sei, dass man die Nichtliquidation des Güterrechts im Iran als durch die schweizerische Pflicht der Zahlung von Unterhaltsbeiträgen abgegolten bzw. als korrekt betrachtet habe. Gleichzeitig habe ihr Klient gemeint, dass die Scheidung ohnehin im Ausland nicht vollstreckt werden könne. Später habe er seine Meinung geändert, was zu zusätzlichem Aufwand geführt habe, weshalb man an der Hauptverhandlung die Vereinbarung zu korrigieren versucht habe. Dass diese Anträge abgelehnt worden seien, tue nichts zur Sache. Das Gericht übersehe in willkürlicher Weise, dass sie, die Beschwerdeführerin, auch das Lavieren zufolge Rechtsunkenntnis der Klienten als Mehraufwand anführe. Das Kantonsgericht habe in diesem Punkt den Sachverhalt nicht richtig erstellt. Ihre Bemühungen seien für ihren Klienten sehr bedeutungsvoll gewesen. Es sei im gesamten Prozess verkannt worden, dass es eine enorme Belastung für ihren Klienten gewesen sei zu sehen, dass er Unterhaltsbeiträge zu bezahlen habe, während seine Frau von der Erstrichterin und auch allen Instanzen geschützt worden sei. Es sei für sie als Anwältin sehr aufwendig gewesen, einen modus vivendi zu finden, um das Problem einigermassen in den Griff zu bekommen. So habe sie versucht zu verhindern, dass ihr Klient nun auch nun noch im Iran klagen müsse, um zu seinem Recht zu kommen. Auf das Unterliegen in der Sache komme es nicht an. Der Einwand der Vorinstanz, dass keine komplexen güterrechtlichen Fragen angestanden seien, gehe fehl.