Citation: 2C_371/2023 E. 4.3

4.3. Andererseits bringt die Beschwerdeführerin vor, in der mündlichen Prüfung "Immobiliarsachenrecht" habe der Beisitzer zunächst handschriftliche Notizen verfasst und dann in ein bereinigtes elektronisches Prüfungsprotokoll überführt. Dabei habe er das Protokoll nachträglich zu ihren Ungunsten verfälscht. Für die Prüfung "Immobiliarsachenrecht" liegt ein maschinengeschriebenes Protokoll im Recht. Das Protokoll gibt die Fragen des Prüfers und die Antworten und Denkpausen der Beschwerdeführerin wieder. Es existieren entgegen der Beschwerdeführerin keine Anhaltspunkte dafür, dass das Protokoll inhaltlich unrichtig wäre bzw. dass der Beisitzer das Protokoll nachträglich verfälscht hätte. Die Beschwerdeführerin zeigt insbesondere nicht auf, welche spezifischen Fragen oder Antworten im Protokoll falsch dargestellt worden wären. Eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung ist somit nicht dargetan. Wie noch zu zeigen sein wird, hatte die Beschwerdeführerin auch keinen Anspruch darauf, Einsicht in die dem Protokoll zugrundeliegenden Handnotizen zu nehmen (vgl. E. 5.1.3 hiernach).