Citation: 2A.310/2003 28.08.2003 E. 3

3.1 Nach Art. 7 Abs. 1 dritter Satz ANAG erlischt der Anspruch auf Anwesenheitsbewilligung, wenn ein Ausweisungsgrund vorliegt. Angesichts des ausgefällten Strafurteils wegen Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz ist jedenfalls der Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG erfüllt. Die Verurteilungen zu insgesamt mehr als drei Jahren Freiheitsstrafe belegen überdies die Gefährlichkeit des Beschwerdeführers und begründen erhebliche öffentliche Interessen an einer Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Der selbst nicht drogenabhängige Beschwerdeführer war insbesondere aus rein finanziellen Motiven am Handel mit rund 2,5 kg Heroin beteiligt. Die vom Beschwerdeführer, vor allem im Hinblick auf ein Verkehrsdelikt und auf die Frage nach seiner Stellung im Zusammenwirken mit den anderen Tätern, vorgebrachten Nuancierungen ändern nichts an seinem schweren Verschulden. Dieses wurde im Übrigen bereits von den Straforganen unter Berücksichtigung der Intensität des Tatbeitrags des Beschwerdeführers als schwer gewürdigt. 3.2 Nicht ersichtlich ist, inwiefern die Vorinstanzen den Einwand, bei einer Rückkehr nach Mazedonien setze sich der Beschwerdeführer einer erhöhten Gefahr von Vergeltungsmassnahmen von Drogenhändlern aus, unzutreffend gewürdigt hätten. Insbesondere kann der Beschwerdeführer nicht widerlegen, dass diese Gefahr auch in der Schweiz besteht. Schliesslich ist seinen Angehörigen eine Ausreise nach Mazedonien zumutbar: Seine Ehefrau ist zwar bereits im Alter von fünf Jahren in die Schweiz umgesiedelt, hat aber nach der Einbürgerung die mazedonische Staatsangehörigkeit sowie den Kontakt zu ihrer Heimat, den dort verbliebenen Familienangehörigen und zu mazedonischen Landsleuten beibehalten und beherrscht die dortige Sprache. Die Tochter ist ebenfalls Doppelbürgerin und jedenfalls noch in einem anpassungsfähigen Alter. Ihr Herzfehler ist erfolgreich operiert worden, und die Feststellungen der Vorinstanzen, die vorderhand erforderlichen nachoperativen Kontrollen könnten auch im Heimatland oder nötigenfalls im Rahmen von Behandlungsaufenthalten vorgenommen werden, sind nicht zu beanstanden. Entsprechende Einreisen stehen der Tochter des Beschwerdeführers dank ihres Schweizer Bürgerrechts jederzeit offen. 3.3 Insgesamt liegt die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung somit im überwiegenden öffentlichen Interesse, und sie ist auch verhältnismässig. Damit hält der angefochtene Entscheid in der Sache vor dem Landesrecht, insbesondere vor Art. 7 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 f. ANAG sowie vor Art. 13 in Verbindung mit Art. 36 BV, stand. Gleichzeitig erweisen sich die Voraussetzungen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK, wonach eine Beschränkung des Anspruchs auf Schutz des Familienlebens im Gesetz vorgesehen sein, bestimmte öffentliche Interessen, namentlich Sicherheitsinteressen, verfolgen und sich als notwendig erweisen muss, als erfüllt.