Citation: 5C.163/2004 12.08.2004 E. 4

In der Sache selber rügt der Berufungskläger eine Verletzung von Art. 397a ZGB, deren strenge Voraussetzungen nicht (oder zumindest nicht mehr) gegeben seien. 4.1 Soweit er rügt, der angefochtene Entscheid gehe bereits in tatsächlicher Hinsicht von falschen Voraussetzungen aus, kann auf die Berufung nicht eingetreten werden, weil das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen des Obergerichts grundsätzlich gebunden und keine Ausnahme ersichtlich ist (Art. 43 Abs. 3, 55 Abs. 1 lit. c und 63 Abs. 2 OG). 4.2 Gestützt auf den verbindlich festgestellten Sachverhalt ist das Zurückbehalten des Berufungsklägers im Psychiatriezentrum A.________ nicht bundesrechtswidrig. Er leidet an einer schizoaffektiven Psychose und einer Polytoxikomanie sowie an einer Essstörung. Wegen dieser Erkrankungen ist er in den vergangenen 20 Jahren zahlreiche Male hospitalisiert worden. Damit liegt eine Geisteskrankheit im Sinne von Art. 397a ZGB vor. Es trifft auch zu, dass der Berufungskläger nach wie vor der persönlichen Fürsorge bedarf. Nach den verbindlichen Ausführungen der Vorinstanz sei zwar eine gewisse Stabilisierung eingetreten. Er sei aber noch weit von einem Zustand entfernt, in welchem er entlassen werden könnte. Seine Verfolgungs- und Bedrohungsängste führten auf der andern Seite zu verbalen Drohungen seinerseits und damit zu einer erheblichen Fremdgefährdung. Tatsächlich habe er Mitpatienten und Pflegepersonal bereits wiederholt verbal bedroht und die Gerichtsexpertin habe auch eine Gefährdung anderer Dritter keineswegs ausgeschlossen. Zu verneinen sei aber gegenwärtig die Suizidgefahr. Die gefährlichen und belastenden Auswirkungen der Krankheit liessen sich nur mit einer individuell abgestimmten Medikation behandeln. Diese ermögliche es dem Berufungskläger, in einen stabileren Gesundheitszustand zu kommen und dann auch sobald wie möglich aus dem Psychiatriezentrum entlassen zu werden. Da dies zur Zeit noch nicht der Fall sei und ihm die Krankheitseinsicht fehle, weswegen er auch die verordneten Medikamente im Falle einer Entlassung nicht freiwillig einnehmen würde, bedürfe er zur Zeit noch der persönlichen Fürsorge im Rahmen einer stationären Behandlung. Mit der blossen Behauptung des Gegenteils vermag der Berufungskläger diese Schlussfolgerung nicht umzustossen. Insbesondere widerspricht seine Beteuerung, er sehe heute ein, dass er seine gesundheitlichen Probleme nur mit den geeigneten Medikamenten vollständig in den Griff bekommen könne, den massgeblichen tatsächlichen Feststellungen des Obergerichts und ist im Berufungsverfahren ebenso wenig zu hören wie die Behauptung, es liege im Falle einer Aufhebung der angeordneten Massnahme keine aktuelle Drittgefährdung vor. Bei dieser Sachlage ist die rechtliche Schlussfolgerung nicht zu beanstanden, der Berufungskläger benötige noch der persönlichen Fürsorge im Rahmen einer stationären Behandlung.