Citation: 4A_466/2020 E. 3.3.6

3.3.6. Mangels hinreichender Bestreitung durch die Beschwerdeführerin geht die Rüge einer Verletzung von Art. 8 ZGB bzw. Art. 152 Abs. 1 ZPO fehl. Der Beweisführungsanspruch erstreckt sich auf rechtserhebliche, streitige Tatsachen (vgl. Art. 150 Abs. 1 ZPO). Ist eine Tatsache nicht strittig, braucht darüber auch nicht Beweis geführt zu werden, womit auch keine Gegenbeweise abzunehmen sind. Wenn die Beschwerdeführerin - im Übrigen pauschal sowie ohne Aktenverweis und damit ohnehin ungenügend - ausführt, sie habe mehrfach Beweise anerboten, welche geeignet seien, den Beweis zu erbringen, dass weder eine Irreführung, Täuschung, Furchterregung oder Überteilung vorliege, übersieht sie zudem, dass Beweisverfahren über Tatsachenbehauptungen und nicht über rechtliche Folgerungen zu führen sind.