Citation: 5A_1043/2021 E. A

A.a. A.A.________ und B.A.________ (Beschwerdeführer) sind seit 2009 Eigentümer der in der Gemeinde U.________ gelegenen Grundstücke Nr. ooo und ppp. Die C.________ AG (Beschwerdegegnerin) ist ihrerseits Eigentümerin des Grundstücks Nr. qqq, welches D.________ gemäss Vertrag vom 15. Januar 2019 als Sacheinlage in die Gesellschaft eingebracht hatte. A.b. Am 9. April 1981 schlossen die Grundeigentümer der in der Gemeinde U.________ gelegenen Grundstücke Nr. rrr, sss, ttt, uuu, vvv, www, xxx und yyy und die politische Gemeinde U.________ einen "Vertrag über Landabtretungen, Servitutenregelung, Erschliessungsbauten". In Ziff. 1.1 des Vertrags beschrieben die Vertragsparteien den Vertragszweck wie folgt: "Die [...] Vertragsparteien regeln für das Gebiet V.________ folgende Massnahmen unter Beachtung der Grundsätze des Quartierplanrechtes nach §§ 123 ff PBG: - Landabtretungen für die Erschliessung mittels prozentualem Abzug sowie Grenzbereinigung durch Landabtausch zwischen [zwei der drei Landeigentümer] - Servitutenregelung mit Bereinigung der bestehenden und Schaffung der für die Erschliessung erforderlichen neuen Rechte inkl. Eintrag einer Baubeschränkung zur Berücksichtigung der Ziele der im Gange befindlichen neuen Ortsplanung U.________ - Bauliche Erschliessung samt Kostenverlegung unter Beachtung des im Gemeinderatsbeschluss vom 5. November 79 gutgeheissen [sic] Konzeptes." A.c. Zugunsten und zulasten der Grundstücke der Prozessparteien, die zufolge Parzellierung aus den vom Vertrag vom 9. April 1981 erfassten Grundstücken hervorgegangen sind, und weiterer Grundstücke wurde auf der Grundlage ebendieses Vertrags eine Grunddienstbarkeit eingetragen. Der Wortlaut des Grundbucheintrags auf dem Grundstück der Beschwerdegegner lautet: "Recht und Last, Baubeschränkung, Dat. 09.04.1981, 19.08.2009, SP Art. zzz". Auf dem Grundbuchblatt des Grundstücks der Beschwerdeführer lautet der Eintrag: "Recht und Last, Baubeschränkung zugunsten Politische Gemeinde U.________ und zugunsten und zulasten diverser Grundstücke, Dat. 09.04.1981, SP Art. zzz". A.d. Der Gemeinderat von U.________ hat mit Beschluss vom 24. Oktober 1988 der Löschung der Baubeschränkung im Gebiet V.________ gemäss Dienstbarkeit SP Art. zzz hinsichtlich der Berechtigung der Gemeinde U.________ vorbehaltlos zugestimmt. In diesem Beschluss hat der Gemeinderat festgehalten: "Aufgrund der damals pendenten Ortsplanung liessen sich die Zielsetzungen für die neue Bau- und Zonenordnung bereits ziemlich klar umschreiben. Die entsprechenden Rahmenbedingungen wurden deshalb als privat-rechtliche Baubeschränkung in der Form einer Dienstbarkeit im Grundbuch eingetragen. [...] Die neue Bau- und Zonenordnung ist in Kraft. [...] Die Dienstbarkeit SP zzz hat ihren Zweck erfüllt. Aufgrund der heute geltenden Bauordnung können die privat-rechtlichen Baubeschränkungen im Rahmen von Baubewilligungsverfahren von der Baubehörde nicht mehr berücksichtigt werden." A.e. Die Beschwerdegegnerin beabsichtigt auf dem ihr gehörenden Grundstück den Neubau von fünf Mehrfamilienhäusern mit 51 Wohnungen, wofür ihr der Gemeinderat von U.________ unter Auflagen und Vorbehalten die baurechtliche Bewilligung erteilt hat. Das Bauvorhaben der Beschwerdegegnerin ist unbestrittenermassen mit der Grunddienstbarkeit nicht vereinbar. Die Beschwerdeführer stellen sich gegen das Bauvorhaben. A.f. Am 5. Februar 2019 gelangte D.________ an das Bezirksgericht U.________ und beantragte festzustellen, dass besagte Dienstbarkeit für die beiden Grundstücke der Beschwerdeführer alles Interesse verloren habe. Mit Entscheid vom 3. November 2020 hiess das Bezirksgericht die Klage gut.