Citation: 6P.92/2006 02.11.2006 E. 2

Das Kantonsgericht sieht es mit dem Kreisgericht als erwiesen, dass der Beschwerdeführer an A.________ nicht nur am 8. Mai 2003 93 g mit einem Anteil von 74 % Kokainbase, sondern bereits am 10., 18. und 26. April 2003 jeweils rund 100 g Kokain verkauft hatte. Diese drei Verkäufe seien nach dem gleichen Muster abgelaufen (angefochtenes Urteil S. 4 f. mit Verweisung auf das Urteil des Kreisgerichts S. 12 ff.). Der Beschwerdeführer gibt zu, A.________ an den erwähnten Daten eine kleine Probe Kokain übergeben zu haben. Die Übergabe grösserer Mengen bestreitet er (Beschwerde S. 6). Er rügt Willkür (Art. 9 BV) sowie Verletzungen der Unschuldsvermutung (Art. 32 BV; Art. 6 Ziff. 2 EMRK), des Anklagegrundsatzes (Art. 6 Ziff. 3 lit. a EMRK) und des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV). Zu prüfen ist im Wesentlichen die Frage einer willkürlichen Beweiswürdigung. Das Bundesgericht ist keine Appellationsinstanz. Es nimmt nicht selbst eine umfassende neue Würdigung der Beweismittel vor, sondern überprüft das Urteil im gerügten Umfang auf Willkür. Willkür liegt vor, wenn die Behörde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen, auf einem offenkundigen Fehler beruhen oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen. Dabei genügt es nicht, wenn das Urteil sich nur in der Begründung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn es im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 129 I 49 E. 4, 173 E. 3.1; 128 I 81 E. 2).