Citation: 6B_1060/2020 E. 4.3.3

4.3.3. Eine willkürliche Beweiswürdigung lässt sich andererseits auch nicht mit dem Hinweis auf die eigenen Aussagen des Beschwerdeführers begründen, welcher in seinen Befragungen stets ein Wissen um ein unrechtmässiges Vorgehen von H._________ und ein Wollen, diese Handlungen zu unterstützen, explizit verneinte (vgl. angefochtener Entscheid E. 4.1.8.1 S. 50; vgl. auch Untersuchungsakten pag. 4.91.59 Ziff. 63 f.). Denn die Vorinstanz war in Anbetracht der weiteren Gesamtumstände nicht gehalten, der vom Beschwerdeführer geschilderten Sachdarstellung zu folgen. Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzliche Würdigung dieser Gesamtumstände vorbringt, lässt diese weder im Einzelnen noch in ihrer Gesamtheit als willkürlich erscheinen: 4.3.3.1. Gemäss den Ausführungen in E. I.1.3 oben durfte die Vorinstanz willkürfrei als erstellt erachten, dass in der Zeit kurz vor dem Verkauf der E.________ AG an H._________ im November 2006 mittels der D.________ GmbH in der gleichen Weise täuschend zulasten der C.________ AG vorgegangen wurde, wie dies in der Folge H._________ mittels der E.________ AG tat. Ebenso durfte sie annehmen, dass der Beschwerdeführer in diese täuschende Geschäftstätigkeit der D.________ GmbH involviert war und von dieser wusste. Soweit der Beschwerdeführer dies im vorliegenden Zusammenhang erneut in Abrede stellt, vermag seine Kritik aus den in E. I.1.3 oben dargelegten Gründen nicht zu verfangen. Wenn die Vorinstanz unter Hinweis, dass mittels der D.________ GmbH zuvor "dasselbe 'Geschäftsmodell' erfolgreich betrieben" worden sei, feststellt, der Beschwerdeführer habe die täuschende Vorgehensweise gekannt, ist dies in Anbetracht des Ausgeführten frei von Willkür und nicht zu beanstanden. Die von der Vorinstanz gemäss E. I.1.4 oben unzureichend begründete Frage, inwiefern genau der Beschwerdeführer an dem besagten täuschenden Handeln mittels der D.________ GmbH mitwirkte, kann hier offen bleiben. 4.3.3.2. Die Feststellungen der Vorinstanz rund um die E.________ AG und deren Verkauf an H._________ beanstandet der Beschwerdeführer sodann nicht und sind der Beurteilung daher ohne Weiteres zugrunde zulegen (Art. 105 Abs. 1 BGG). Demnach wies die E.________ AG im Verkaufszeitpunkt einen Vertriebsvertrag mit der C.________ AG und Schulden von rund Fr. 18'000.-- auf. Trotz dieser Schulden erklärte sich H._________ gemäss Verkaufsvertrag bereit, die Gesellschaft zu einem Verkaufspreis von Fr. 30'000.-- dem Beschwerdeführer abzukaufen. Davon musste er selbst nach Angaben des Beschwerdeführers jedenfalls den noch immer beträchtlichen Betrag von Fr. 20'000.-- bezahlen. Wie dies auch der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde betont, erklärte H._________, ihm sei der Kaufpreis aufgrund des bereits bestandenen Vertriebsvertrags wert gewesen (vgl. angefochtener Entscheid E. 4.1.3 und 4.1.4.2 S. 46 f.; Beschwerde S. 36 unten; Untersuchungsakten pag. 4.1.643 Ziff. 3158). Bereits der Umstand, dass der Beschwerdeführer mittels der D.________ GmbH an einem täuschenden Vorgehen gegenüber der C.________ AG mitwirkte, in Verbindung mit der Tatsache, dass er nahezu zeitgleich die überschuldete E.________ AG zu einem bedeutenden Preis verkaufen konnte, allein weil sie als "geldwerten Vorteil" genauso wie die D.________ GmbH einen Vertriebsvertrag mit der C.________ AG aufwies, der ein gleichermassen täuschendes Vorgehen erlaubte, lässt die vorinstanzliche Annahme eines wissentlichen und willentlichen Unterstützens von H._________ bei seinem täuschenden Handeln als plausibel erscheinen. 4.3.3.3. Hinzu kommt, dass laut dem nicht beanstandeten und daher verbindlichen Sachverhalt der Beschwerdeführer nach dem Verkauf der E.________ AG einziger Zugriffsberechtiger des Bankkontos der Gesellschaft blieb und die darauf eingegangenen unrechtmässig erwirkten Provisionsvorschüsse grösstenteils jeweils umgehend (gleichentags) abgehoben bzw. verbraucht wurden. Dass dies durchwegs durch den Beschwerdeführer erfolgte, begründet die Vorinstanz unter Hinweis auf die nach dem Verkauf weiterhin allein bei ihm gelegene Kontoberechtigung, die von ihm nach dem Verkauf erstellte Vollmacht für den sofortigen Bezug von Fr. 14'000.-- und den Ort der restlichen Geldbezüge nahe seines Wohnorts entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nachvollziehbar und ohne in Willkür zu verfallen. Mit der Behauptung, "sie" hätten die Anpassung der Kontoberechtigung verpasst bzw. "sie" hätten die Verträge und die Zeichnungsberechtigungen insgesamt anpassen wollen, seien aber noch nicht dazu gekommen, und nur deshalb sei er noch einziger Bankzugriffsberechtigter gewesen, vermag der Beschwerdeführer keine Willkür zu belegen. Gleiches gilt für seinen Einwand, die zum Bargeldbezg von Fr. 14'000.-- bevollmächtigte Drittperson sei Verwaltungsrat der E.________ AG gewesen und hätte ohne sein Zutun gegen aussen auftreten können. Denn beide diese Vorbringen ändern nichts daran, dass es auch noch nach dem Verkauf der E.________ AG allein der Beschwerdeführer war, der Zugriff auf deren Bankkonto hatte und insbesondere die einmalige Vollmacht für den Bezug von Fr. 14'000.-- erteilte. Die besagten Vorbringen stehen somit ebenso der Annahme nicht entgegen, dass der Beschwerdeführer sämtliche übrigen Bezüge bzw. Zahlungen selber getätigt und damit Kenntnis von den Provisionsvorschusszahlungen gehabt haben musste. Inwiefern H._________ auf die Hilfe des Beschwerdeführers angewiesen war, ist ferner genauso wenig ausschlaggebend für das Wissen und Wollen des Beschwerdeführers wie die Frage, wem das abgehobene Geld letztlich zugutekam. Auf die diesbezüglichen Vorbringen des Beschwerdeführers braucht daher nicht weiter eingegangen zu werden. Die ausgewiesenen zwei Tatsachen, dass die Zugriffsberechtigung auf das Bankkonto der E.________ AG selbst nach deren Verkauf weiterhin allein beim Beschwerdeführer verblieb und dass die darauf eingegangenen Provisionsvorschüsse grösstenteils umgehend von ihm bzw. der von ihm bevollmächtigten Person abgehoben wurden, wofür es bei legaler Erlangung dieser Gutschriften keinen Anlass gab, bestärkt die Annahme weiter, der Beschwerdeführer habe um das täuschende Vorgehen von H._________ gewusst.