Citation: 6B_362/2022 E. 1.2.1

1.2.1. Die Vorinstanz stellt fest, dass sich der Beschwerdeführer im Kokainhandel betätigte. Dies ergebe sich bereits zweifelsfrei aus seinen DNA-Spuren auf zwei Plastikbeuteln, die 42 Fingerlinge mit je 10 Gramm Kokaingemisch enthielten, wobei der Beschwerdeführer die DNA-Spuren nicht habe erklären können. Als weiteres Indiz wertet die Vorinstanz, dass die Grenzwache an seinen Händen, seinen Füssen und seiner Stirn Kokain fand. Zudem seien seine Kleidung und seine Schuhe mit Kokain kontaminiert gewesen. Die Grenzwache veranlasste eine Röntgenuntersuchung, die ergab, dass der Beschwerdeführer fünf Fingerlinge mit insgesamt EUR 25'000 im Körper hatte. Dass es sich dabei um Drogenerlös handelt, liegt gemäss Vorinstanz bereits aufgrund der Kokainspuren nahe. Der Beschwerdeführer habe zunächst behauptet, das Geld stamme aus dem Handel mit alten TV-Geräten und er habe es aus Angst vor Diebstahl in seinem Körper transportiert. Später habe er angegeben, dass er als Geldkurier tätig gewesen sei. Schliesslich berücksichtigt die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer vorbestraft ist, weil er am Flughafen Brüssel mit 96 geschluckten Fingerlingen, beinhaltend 2,186 Kilogramm Kokain, festgenommen worden war. Dass der Beschwerdeführer sich im Kokainhandel betätigte, erscheint gemäss Vorinstanz daher "persönlichkeitsadäquat". Alle diese Elemente belegen gemäss Vorinstanz in ihrer Gesamtheit bereits ohne Berücksichtigung von Erkenntnissen aus der Telefonkontrolle, dass sich der Beschwerdeführer erneut im Kokainhandel betätigte. Sodann wertet die Vorinstanz sorgfältig die Ergebnisse der Telefonkontrolle aus.