Citation: 2P.158/2002 05.08.2002 E. 2

Mit der staatsrechtlichen Beschwerde wird nicht das kantonale Verfahren fortgesetzt, sondern ein neues Verfahren eröffnet, bei dem das Bundesgericht den angefochtenen Entscheid nur unter spezifischen, insbesondere verfassungsmässigen Gesichtspunkten überprüft (Art. 84 des Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege, OG). Das wirkt sich auch auf die Art der Beschwerdebegründung aus: Gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den angefochtenen kantonalen Entscheid verletzt worden sein sollen. Das Bundesgericht prüft im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nur die ausdrücklich erhobenen und ausreichend begründeten Rügen (statt vieler BGE 125 I 492 E. 1b, mit Hinweisen). Die Beschwerdeführer berufen sich auf den Grundsatz der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit und rügen eine ungleiche Auslegung des Gesetzes. Sie sehen sich in ihren Rechten dadurch verletzt, dass bei Aufnahme der Nebenerwerbstätigkeit des Beschwerdeführers als Laienprediger im Jahre 1982 eine Zwischenveranlagung für das neue Einkommen durchgeführt worden sei, während bei der hier strittigen Veranlagung die Aufgabe dieser Nebenerwerbstätigkeit im Jahre 1996 nicht als Zwischenveranlagungsgrund anerkannt werde. Mit den Ausführungen des Verwaltungsgerichts im angefochtenen Entscheid, wonach nach Gesetz und Praxis des Kantons sowohl bei Aufnahme wie auch bei Aufgabe eines Nebenerwerbs eine Zwischenveranlagung nur vorgenommen werde, wenn sich eine Einkommensveränderung von mindestens 25 Prozent ergäbe, und im vorliegenden Fall diese Voraussetzung bei der Aufnahme der Nebenerwerbstätigkeit im Jahre 1982, nicht aber bei deren Aufgabe im Jahre 1996 erfüllt gewesen sei, setzen sich die Beschwerdeführer indessen nicht auseinander. Es ist damit nicht ersichtlich, inwiefern der Grundsatz der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit verletzt oder das Gesetz ungleich ausgelegt worden sein könnte. Die Beschwerdeführer berufen sich auch nicht auf eine bestimmte Norm der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), obschon sie diese als verletzt rügen. Der Hinweis, es werde das gleiche Einkommen zweimal besteuert, genügt nicht, weil nicht ersichtlich ist, auf welches Grundrecht sich die Beschwerdeführer berufen wollen. Das Zusatzprotokoll Nr. 1 zur EMRK, das die Achtung des Eigentums gewährleistet, wurde von der Schweiz bislang nicht ratifiziert. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist mangels Begründung nicht einzutreten.