Citation: 2A.587/2006 18.01.2007 E. 2

2.1 Nach Art. 98a Abs. 3 OG sind im Verfahren vor der letzten kantonalen Instanz Beschwerdelegitimation und Beschwerdegründe mindestens im gleichen Umfang wie für die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zu gewährleisten. Das Verwaltungsgericht durfte daher an die Legitimation keine strengeren Anforderungen stellen, als sie in Art. 103 lit. a OG für die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgesehen sind. Danach ist zu dieser Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Indessen ist nach Lehre und Rechtsprechung zu diesem Rechtsmittel nur befugt, wer formell beschwert erscheint, das heisst wer am Verfahren vor der unteren Instanz teilgenommen hat und mit seinen dort gestellten Anträgen ganz oder teilweise unterlegen ist. Von diesem Erfordernis wird nur abgesehen, wenn der Beschwerdeführer ohne sein Verschulden an jenem Verfahren nicht teilnehmen konnte (vgl. BGE 130 II 514 E. 1 S. 516; 129 III 186 nicht publ. E. 1.2; 118 Ib 356 E. 1a S. 358 f., mit weiteren Hinweisen; Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 155; Alfred Kölz/Isabelle Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 542). 2.2 Der Beschwerdeführer stellt diese Grundsätze nicht zur Diskussion, macht aber geltend, er sei ohne Verschulden nicht in der Lage gewesen, rechtzeitig Rekurs zu erheben, weil er erst nach Ablauf der Rechtsmittelfrist aus einem völlig anderen Kulturraum und ohne Kenntnis der schweizerischen Rechtsmittelmöglichkeiten in die Schweiz eingereist sei. 2.2.1 Das trifft indessen offensichtlich nicht zu, wie sich aus dem angefochtenen Entscheid und namentlich aus den Akten ergibt. Danach ist der Beschwerdeführer schon Ende 2003 in die Schweiz eingereist und hat am 11. Mai 2004 in Basel seine heutige Ehefrau geheiratet, die in der Folge im Kanton Basel-Stadt ein erstes Familiennachzugsgesuch stellte, das sie am 27. April 2005 im Kanton St. Gallen erneuerte. Während der ganzen Zeit hielt sich der Beschwerdeführer immer in der Schweiz auf, wenn auch ohne ordentliche Bewilligung. Insofern ist kein Grund ersichtlich, weshalb er die ihn direkt betreffende Verfügung des Ausländeramtes vom 30. Januar 2006, mit welcher das Familiennachzugsgesuch der Ehefrau abgewiesen und er selber angewiesen worden ist, die Schweiz bis zum 28. Februar 2006 zu verlassen, nicht innert Frist hätte anfechten können. 2.2.2 Zwar wurde diese Verfügung nur dem Vertreter seiner Ehefrau und nicht auch ihm persönlich zugestellt. Doch hat die Vorinstanz dazu ausgeführt, der Beschwerdeführer habe nicht geltend gemacht, es liege insoweit ein Eröffnungsfehler vor bzw. er habe von den Anordnungen des Ausländeramtes nicht rechtzeitig Kenntnis erhalten. Dagegen wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts vorgebracht. Damit fehlt es aber in der Tat am Erfordernis der formellen Beschwer (vgl. auch BGE 121 II 5 nicht publ. E. 1). Dass der Beschwerdeführer im Verfahren vor dem Departement ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen gestellt hat, ändert nichts daran, dass er in jenem Verfahren nicht Beschwerdeführer war und keine materiellen Anträge gestellt hat. 2.3 Wenn das Verwaltungsgericht unter diesen Umständen auf die bei ihm erhobene Beschwerde nicht eingetreten ist, hat es keine strengeren Anforderungen an die Beschwerdelegitimation gestellt, als sie für das Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vor Bundesgericht gelten, und insofern Art. 98a Abs. 3 OG nicht verletzt (vgl. auch Pra 2004 Nr. 157 S. 894, 1A.73/2004, E. 1.1). Dass es dabei kantonales Verfahrensrecht willkürlich angewendet habe, wird nicht geltend gemacht.