Citation: 2A.2/2006 17.05.2006 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführer rügen, ihre Einwendungen seien vom Steuergericht "in keiner Art und Weise berücksichtigt" worden. Damit machen sie eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV geltend, wonach die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör haben. 4.2 Aus diesem Anspruch als persönlichkeitsbezogenem Mitwirkungsrecht ergibt sich u.a. die Pflicht der Behörden, ihre Entscheide zu begründen. Der Bürger soll wissen, warum eine Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat. Die Begründung eines Entscheides muss deshalb so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn er sich ein Bild über die Tragweite des Entscheides machen kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Das bedeutet indessen nicht, dass sich die Behörde ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinander setzen müsste. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236 mit Hinweisen). 4.3 Was das Solothurner Steuergericht seinem Entscheid als Erwägung beilegt, verdient den Ausdruck Begründung kaum und liegt hart an der Grenze zur Gehörsverweigerung. Allerdings konnten die Beschwerdeführer - insbesondere der Beschwerdeführer als professioneller Treuhänder - aus der Gesamtheit der Umstände, namentlich aus der Einsprachebegründung und der Vernehmlassung des Steueramtes, und aufgrund der rudimentären Begründung des Steuergerichts die Tragweite des Entscheides gerade noch erkennen und ihn sachgerecht anfechten. Deshalb liegt keine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV vor.