Citation: H 90/03 13.07.2004 E. 3

3.1 Rechtsprechungsgemäss ist bei der Abgrenzung zwischen selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit nicht auf die Rechtsnatur des Verhältnisses zwischen den Parteien, sondern auf die wirtschaftlichen Gegebenheiten abzustellen; die zivilrechtlichen Verhältnisse können für die AHV-rechtliche Qualifikation allenfalls Anhaltspunkte bieten, ohne jedoch ausschlaggebend zu sein (BGE 123 V 163 Erw. 1 mit Hinweisen). Diese Rechtsprechung, welche in der Regel zur Anwendung kommt, wenn zwischen den Parteien ein anderes vertragliches Verhältnis als dasjenige eines Arbeitsvertrages behauptet wird, ist auch auf den (insoweit untypischen) Fall anzuwenden, wo trotz schriftlicher Arbeitsverträge das Vorliegen einer selbstständigen Erwerbstätigkeit behauptet wird. 3.2 Die Vorinstanz behaftete die Beschwerdeführerin ohne genauere Prüfung der tatsächlichen Verhältnisse bei ihren schriftlichen Äusserungen gegenüber Steueramt und Ausgleichskasse. Sie unterliess es insbesondere abzuklären, ob an die Beschwerdegegner 2 und 3 Löhne ausbezahlt worden sind, wer die zusätzlichen Mitarbeiter angestellt, ihnen Weisungen erteilt und deren Gehälter bezahlt hat und wer über das Geschäftskonto der Einzelfirma T.________ verfügungsberechtigt gewesen war. Ohne Beantwortung dieser Fragen kann die Darstellung der Beschwerdeführerin, wonach die Beschwerdegegner 2 und 3 bereits ab 1. April 1999 den Status von Selbstständigerwerbenden hatten, nicht überprüft werden. Die Sache ist daher an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie die wirtschaftlichen Gegebenheiten genauer untersuche. Sollte sich herausstellen, dass die Beschwerdeführerin an die übrigen Mitarbeiter Löhne ausbezahlt hat, hat das kantonale Gericht sodann der weiteren Frage nachzugehen, ob diese Auszahlung vorschussweise für die Beschwerdegegner 2 und 3 erfolgte, da diesfalls die Vermutung, wonach die Gehälter ausbezahlende Person als Arbeitgeberin gilt, nicht greift (ZAK 1987 S. 31). Erst wenn die Sachverhaltsabklärungen kein schlüssiges Ergebnis zeitigen, darf auf den Umstand abgestellt werden, dass die Beschwerdeführerin gegenüber der Ausgleichskasse die Beitragspflicht übernommen hat (ZAK 1999 S. 129, SZS 1997 S. 53; demgegenüber keine unklaren Verhältnisse und somit kein Abstellen auf das Verhalten gegenüber der Ausgleichskasse im Urteil S. vom 29. Januar 1999, H 21/97), da diejenige Person, welche die Übernahme dieser Obliegenheit mit anderen, neben ihr als mögliche abrechnungs- und beitragspflichtige in Frage kommenden Beteiligten abgesprochen hat, grundsätzlich bei ihrer Zusage zu behaften ist (ZAK 1999 S. 129).