Citation: 8C_592/2023 E. 6.2.1

6.2.1. Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, dem Unfall vom 7. März 2020 sei der Charakter eines aussergewöhnlichen Schreckereignisses abzusprechen. Denn praxisgemäss komme namentlich der zeitlichen Komponente der Vorfälle und der Stresssituation ein besonderes Gewicht zu. Vorliegend habe der Vorfall nur ganz kurz gedauert. Der Täter sei unmittelbar danach geflüchtet und der Beschwerdeführer habe damit nicht befürchten müssen, erneut attackiert zu werden. Das Schlagen eines Bierglases an den Kopf habe keine seelische Einwirkung dargestellt, die durch einen gewaltsamen, in der unmittelbaren Gegenwart der versicherten Person sich abspielenden Vorfall ausgelöst worden und in ihrer überraschenden Heftigkeit geeignet gewesen sei, auch bei einem gesunden Menschen durch Störung des seelischen Gleichgewichts typische Angst- und Schreckwirkungen hervorzurufen. Zu Recht habe die Suva auch auf die unterschiedliche Bedrohungssituation hingewiesen, wie sie dem Urteil des Bundesgerichts 8C_480/2013 vom 15. April 2014 (SVR 2014 UV Nr. 27 S. 90) zugrunde gelegen habe und vom Beschwerdeführer als ähnliche Situation herangezogen worden sei. Zudem habe er selbst unter erheblichem Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden. Eine annähernd lebensbedrohliche Situation bzw. schwere Bedrohungssituation sei damit nicht erstellt, zumal sich das Ereignis in einer besuchten Bar zugetragen habe.