Citation: 6P.3/2004 18.06.2004 E. 4

Der Richter kann das Beweisverfahren schliessen, wenn die Beweisanträge eine nicht erhebliche Tatsache betreffen oder offensichtlich untauglich sind oder wenn er aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 124 I 208 E. 4a). Der Beschwerdegegner wurde vor den Schranken des Bezirksgerichts Brugg eingehend zu seinen Ausgaben während des fraglichen Zeitraums befragt. Zwar musste er dabei nicht darlegen, welchen Betrag er an jedem einzelnen Tag genau verbraucht hatte. Dass das Obergericht von einer erneuten Einvernahme im Berufungsverfahren absah, erscheint deshalb jedoch nicht als willkürlich. Es ist nämlich nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner seinen Bargeldverbrauch nach mehr als drei Jahren im Einzelnen hätte rekonstruieren können. Entsprechendes gilt für die Edition urteilsrelevanter Belege, weshalb sich die Rüge der Beschwerdeführerin als nicht stichhaltig erweist.