Citation: 2A.601/2003 13.04.2004 E. B

Am 24. Juli 2001 reichte A.________ bei der Fremdenpolizei des Kantons Aargau ein Wiedererwägungsgesuch gegen die Verfügung vom 29. Juni 2001 ein. Am 19. September 2001 teilte die von der Fremdenpolizei mit Abklärungen vor Ort betraute Schweizerische Botschaft in Zagreb mit, dass die Grossmutter von C.________ - wie im Wiedererwägungsgesuch vorgebracht - an Leukämie leide, zur Zeit jedoch nicht mehr in stationärer Behandlung sei, sondern sich einer ambulanten Chemotherapie unterziehe. Mit Verfügung vom 16. September 2002 lehnte das Migrationsamt des Kantons Aargau, Sektion Aufenthalt, das Wiedererwägungsgesuch ab. Eine dagegen erhobene Einsprache wies das Migrationsamt des Kantons Aargau, nachdem es die Tochter sowie deren Grosseltern durch die Schweizerische Botschaft in Zagreb hatte besuchen und befragen lassen, am 8. Juli 2003 ab. Zur Begründung führte das Migrationsamt an, die engsten Bezugspersonen der Tochter seien deren Grosseltern; es fehle damit an einer vorrangigen Beziehung zu ihrer in der Schweiz lebenden Mutter. Aufgrund ihrer altersüblichen Selbständigkeit bedürfe die Tochter nicht mehr ständiger Fürsorge, weshalb die Betreuungssituation durch den temporären Spitalaufenthalt und die andauernde ambulante Behandlung der Grossmutter bzw. den Gesundheitszustand des Grossvaters, welcher keine grösseren physischen und psychischen Belastungen ertragen könne, nicht grundsätzlich in Frage gestellt werde. Der Nachzug erweise sich damit nicht als notwendig.