Citation: 6B_120/2024 E. 1.4.1

1.4.1. In der Tat kommen sowohl das Privatgutachten wie auch das amtliche Gutachten hinsichtlich der wesentlichen Parameter zu denselben Schlüssen: Die Fahrt zwischen dem Ausscheren aus dem Stillstand bis zur Kollision mit C.________ dauerte knapp 3 Sekunden. Die Wegstrecke belief sich auf 16.5 Meter. Auch hinsichtlich der Frage, ab wann - konkret nach rund 1.5 Sekunden - der Beschwerdeführer B.________ nach dem Ausscheren gesehen hat resp. hätte sehen können (dazu sogleich), weisen die Gutachten keine Divergenzen auf. Insofern der Beschwerdeführer entgegen den vorinstanzlichen Feststellungen geltend macht, B.________ in tatsächlicher Hinsicht nicht, sondern nur einen "freien Weg" gesehen zu haben, setzt er sich nicht rechtsgenüglich mit den vorinstanzlichen Erwägungen bzw. denjenigen der ersten Instanz auseinander. Letztere hat die Vorinstanz mit ihrem Verweis auf die erstinstanzliche Beweiswürdigung zu ihren eigenen gemacht (vgl. angefochtenes Urteil S. 20 Ziff. 3.2.1 [mit Verweis auf S. 56 - 71 des erstinstanzlichen Urteils] und S. 23 Ziff. 4.1 [mit Verweis auf S. 143 bis 173 des erstinstanzlichen Urteils]; Art. 82 Abs. 4 StPO). Damit legt sie einlässlich dar, weshalb sie zum Schluss gelangt, dass der Beschwerdeführer die während des Ausscherens eingenommene Position ("auf die Beifahrerseite gelehnt und den Kopf runter genommen") während der daran anschliessenden Fahrt nicht beibehalten hat, sondern er stattdessen unmittelbar nach dem Ausschermanöver seinen Blick wieder auf die Fahrbahn bzw. auf den Rad- und Fussweg vor ihm richtete und Sicht auf das Geschehen vor ihm hatte (erstinstanzliches Urteil S. 58 f.). Ebenso einlässlich begründet die Vorinstanz, weshalb sie anhand diverser Zeugenaussagen und jener von B.________ zum Schluss gelangt, der Beschwerdeführer habe letztere tatsächlich gesehen. Mithin trug B.________ gemäss den unbestrittenen vorinstanzlichen Feststellungen (Art. 105 Abs. 1 BGG) eine orange Leuchtweste und befand sich zum fraglichen Zeitpunkt (1.5 Sekunden nach dem Ausschermanöver) auf dem Trottoir resp. am rechten Trottoirrand (vgl. Beschwerde S. 11); ihre Sicht auf den ausscherenden Beschwerdeführer war uneingeschränkt und sie stand in dessen direkten Fahrtlinie (erstinstanzliches Urteil S. 67 f; vgl. auch die zusammenfassende Sachverhaltsfeststellung S. 148 ff. und dort explizit S. 150). Inwiefern die Vorinstanz in Willkür verfällt, wenn hieraus schliesst, dass der Beschwerdeführer B.________ tatsächlich gesehen hat, wird von ihm nicht rechtsgenüglich dargetan und ist auch nicht ersichtlich.