Citation: C 31/01 19.07.2001 E. 3

3.- a) Erstellt und überdies unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer vom 4. bis 8. September 2000 (Montag bis Freitag) an einer Konferenz teilnahm, um unter anderem Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern zu knüpfen. Den zuständigen Personalberater des RAV hatte er über diese Abwesenheit am Donnerstag, 31. August 2000 per E-Mail informiert. Auf dem zuhanden der Arbeitslosenkasse auszufüllenden Formular "Angaben der versicherten Person" für den Monat September, welches er am 10. Oktober 2000 unterzeichnete, beantwortete er die Fragen, ob er in den Ferien oder aus anderen Gründen abwesend gewesen sei, mit "nein". b) Die allgemeine Auskunfts- und Meldepflicht einer arbeitslosen Person umfasst auch die Verpflichtung, Abwesenheiten oder sonstige Unabkömmlichkeiten, welche mehrere Tage dauern, den zuständigen Versicherungsorganen rechtzeitig zu melden. Wegen der Teilnahme an einer fünftägigen Konferenz war der Beschwerdeführer für arbeitsmarktliche Massnahmen sowie für Gesprächs- und Vorstellungstermine nicht oder zumindest nur eingeschränkt verfügbar. Die am zweitletzten Arbeitstag vor dem Beginn der Konferenz erfolgte Meldung war verspätet, zumal die Teilnahme gemäss den Angaben des Beschwerdeführers in der Stellungnahme vom 13. Oktober 2000 schon lange "geplant, gebucht und bezahlt" war, was in der Beschwerde vom 30. Oktober 2000 bestätigt wird. Das AWA hat den Versicherten daher zu Recht gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. e AVIG wegen Verletzung der Auskunfts- und Meldepflicht in der Anspruchsberechtigung eingestellt. Unter diesen Umständen kann offen bleiben, ob es sich um eine Abwesenheit handelte, welche auf dem Formular "Angaben der versicherten Person" hätte angegeben werden müssen.