Citation: 4A_100/2014 E. 2.4

2.4. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist sie dabei nicht in Willkür verfallen. Da die Beschwerdeführerin auf eine schnelle Vornahme der Operation drängte, ist es nicht willkürlich anzunehmen, sie hätte angesichts des geringen Risikos nicht auf den Wechsel in ein Spital gedrängt, in dem vor der Operation regelmässig eine ERCP durchgeführt wurde. Ein Spitalwechsel hätte nämlich zu einer Verzögerung führen können. Auch der Schluss, die Beschwerdeführerin hätte sich mit Blick auf das geringe Risiko für die Vermeidung einer grossen Narbe entschieden, ist nicht offensichtlich unhaltbar. Dass sie sich als erste Patientin nach den Komplikationen erkundigt hat, die der Arzt, der die Operation leitete, persönlich erlebt habe, kann zwar als Indiz gewertet werden, dass sie den mit der Operation verbundenen Risiken besondere Beachtung schenkte. Es spricht aber auch dafür, dass für sie weniger die allgemeinen Fallzahlen als die konkrete Erfahrung der Person, welche die Operation durchführte, ausschlaggebend war. Die Annahme einer hypothetischen Einwilligung ist im Ergebnis nicht offensichtlich unhaltbar.