Citation: 2C_742/2021 E. 4.5.2

4.5.2. Unabhängig davon, ob sich der Beschwerdeführer aufgrund seiner Kontakte zur Verwaltungsgesellschaft in der Beratung der Stockwerkeigentümer noch hinreichend frei fühlen konnte, musste er jedenfalls die akute Gefahr erkennen, dass ihn die Verwaltungsgesellschaft nicht im besten Interesse der Stockwerkeigentümer instruieren würde. Insbesondere musste er erkennen, dass es objektiv nicht im besten Interesse der Stockwerkeigentümergemeinschaft war, Ansprüche gegen die Verwaltungsgesellschaft aus dem Beratungsmandat des Beschwerdeführers auszuschliessen. Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat (vgl. angefochtenes Urteil E. 7.2), hätte der Beschwerdeführer angesichts des Konflikts zwischen den Interessen der Stockwerkeigentümergemeinschaft und jenen der Verwaltungsgesellschaft geeignete Massnahmen treffen müssen. Namentlich hätte er das Mandat umgehend niederlegen oder auf einer neuen Instruktion durch die Stockwerkeigentümergemeinschaft bestehen können, wobei er bei Weiterführung des Mandates insbesondere hätte verifizieren müssen, ob die Beschränkung des Beratungsmandats auf Ansprüche gegen die Werkunternehmerin im Sinne der Stockwerkeigentümer war.