Citation: 1P.764/2005 13.01.2006 E. A

Am 24. Mai 2005 eröffnete der Jugendgerichtspräsident des Oberlandes gegen X.________ die Strafverfolgung wegen Sachbeschädigung. Am 1. Juni 2005 reichte der Jugendliche ein erstes Ablehnungsgesuch gegen den Jugendgerichtspräsidenten ein, welches mit Entscheid der Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Bern vom 10. Juni 2005 abgewiesen wurde. Das Verfahren gegen X.________ wurde aufgrund einer neuen Anzeige vom 20. Juni 2005 auf den Tatbestand der Widerhandlung gegen das SVG ausgedehnt. Am 7. Juli 2005 erliess der Jugendgerichtspräsident eine Vorladung für den 18. August 2005. X.________ verlangte am 9. August 2005 gestützt auf die "neueste Strafanzeige" gegen den Jugendgerichtspräsidenten dessen unverzügliche Selbstablehnung. Der Jugendgerichtspräsident nahm dazu mit Schreiben vom 10. August 2005 Stellung und führte aus, es entziehe sich seiner Kenntnis, dass gegen ihn in irgendeinem Verfahren Strafanzeige erstattet worden sei. Der Rechtsvertreter des Jugendlichen werde aufgefordert, diese Behauptung zu belegen und darzutun, von wem und wo eine Anzeige aus welchem Grund eingereicht worden sei. Er wisse nicht, welche Vorbehalte er angeblich gegenüber dem Rechtsvertreter über die Mutter des Jugendlichen geäussert haben solle. Eine Selbstablehnung sei im Übrigen nur bei Vorliegen eines gesetzlich vorgesehenen Sachverhaltes möglich. Solche Gründe seien seines Erachtens nicht gegeben.