Citation: 5F_22/2023 E. 4.1

4.1. Zusammenfassend trifft der Grund für eine Revision nach Art. 122 BGG zu. Dementsprechend ist gemäss Art. 128 Abs. 1 BGG das Urteil des Bundesgerichts 5A_18/2017 vom 15. März 2017 aufzuheben (zum Vorgehen vgl. BGE 147 III 238 E. 1.2.3). Die Tatsache, dass der Gesuchsteller im Verfahren vor dem Obergericht betreffend die elterliche Sorge nicht mündlich in einer öffentlichen Verhandlung angehört worden ist, begründet nach dem Ausgeführten eine Verletzung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Folglich ist der damalige Entscheid des Obergerichts (inkl. des Entscheids über die Kosten und die unentgeltliche Rechtspflege im kantonalen Beschwerdeverfahren) aufzuheben und die Sache zur Durchführung einer entsprechenden Verhandlung und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. Art. 107 Abs. 2 BGG). Für das frühere Verfahren vor Bundesgericht werden der besonderen Umstände wegen keine Kosten erhoben (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der damals anwaltlich nicht vertretene Gesuchsteller hat für dieses Verfahren keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung und die Voraussetzungen für das ausnahmsweise Zusprechen einer Umtriebsentschädigung sind nicht erfüllt (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 129 V 113 E. 4.1; 110 V 132 E. 4d). Sein damaliges Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG) wird gegenstandslos, da ihm keine Kosten angefallen sind.