Citation: 6B_466/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz erwägt, die von der Erstinstanz vorgenommene Verfahrenstrennung sei zulässig. Zwar habe das Bezirksgericht am 11. September 2019 noch nicht mit Sicherheit wissen können, dass C.________ auch zur zweiten Hauptverhandlung am 22. Oktober 2019 nicht erscheinen würde. Indes habe C.________ durch seinen Anwalt bereits an der ersten Hauptverhandlung verlauten lassen, dass er sich mittellos im Ausland befinde und auch nicht erscheinen werde, wenn er zur Verhaftung ausgeschrieben werde. Gestützt darauf habe das Bezirksgericht davon ausgehen dürfen, dass ein sachlicher Grund für die Trennung vorliege. Die Vorinstanz betont im Weiteren, der Beschwerdeführer sei zwar zur zweiten Verhandlung nicht vorgeladen worden, habe jedoch die Vorladung von C.________ erhalten und somit um den Termin gewusst, sodass er daran hätte teilnehmen können. Da C.________ zur zweiten Hauptverhandlung nicht erschienen sei, fehle es dem Beschwerdeführer aber ohnehin an einem aktuellen und praktischen Rechtsschutzinteresse an der ausgebliebenen Vorladung und sei faktisch kein Teilnahmerecht verletzt worden. Selbst wenn eine Verletzung des Teilnahmerechts anzunehmen wäre, würde dies nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung jedoch keine Rückweisung rechtfertigen, da dem Beschwerdeführer die belastenden Aussagen von C.________ bekannt gewesen seien und er mehrfach Gelegenheit gehabt habe, zu diesen Stellung zu nehmen und Ergänzungsfragen zu stellen. Im Ergebnis beanstandet die Vorinstanz hinsichtlich der Verfahrenstrennung daher einzig, dass die Erstinstanz darüber keinen (formellen) Beschluss getroffen hat. Sie erachtet dies allerdings nicht als einen besonders schweren, zu einer Rückweisung führenden Mangel, da sachliche Gründe für eine Verfahrenstrennung bestanden hätten und dem Beschwerdeführer das Fernbleiben von C.________ bezüglich der ersten Hauptverhandlung bekannt gewesen sei (angefochtener Entscheid E. 2.2 S. 6 f.).