Citation: 8C_325/2020 E. 4

Die Vorinstanz erwog, § 17 der Verordnung des Regierungsrates des Kantons Thurgau vom 9. Dezember 2003 über die Rechtsstellung des Staatspersonals (RSV; RB 177.112) regle diverse Gründe für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses, darunter Ziff. 4, wonach das Dienstverhältnis "mit Ablauf der maximalen Lohnfortzahlung" ende, und Ziff. 1, wonach die Kündigung ein weiterer möglicher Grund für die Beendigung sei. Die Systematik spreche dagegen, dass bei Ablauf der maximalen Lohnfortzahlungspflicht eine Kündigung erforderlich sei. Bei Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit oder Unfall bestehe nach § 20 der Verordnung des Grossen Rates des Kantons Thurgau vom 18. November 1998 über die Besoldung des Staatspersonals (BesVO; RB 177.22) ein Leistungsanspruch von 100 % in den ersten zwölf Monaten und von 80 % in den anschliessenden 12 Monaten; die Lohnfortzahlung erfolge somit während maximal 24 Monaten. § 30 Abs. 1 RSV lege fest, dass das Dienstverhältnis bei voller oder teilweiser Arbeitsunfähigkeit mit dem Erlöschen des maximalen Lohnfortzahlungsanspruchs ende, sofern eine Weiterbeschäftigung mit reduziertem Beschäftigungsgrad nicht möglich sei. Auch nach § 30 Abs. 1 RSV ende das Dienstverhältnis ohne Kündigung. Das AfI sei demnach nicht verpflichtet gewesen, eine Kündigung auszusprechen. Zu prüfen sei, ob ein Anspruch auf Weiterbeschäftigung bestehe. Der im Zeitpunkt des Entscheids vom 14. November 2018 geltende § 30 Abs. 1 RSV halte fest, dass das Dienstverhältnis ende, sofern eine Weiterbeschäftigung mit reduziertem Beschäftigungsgrad nicht möglich sei. Das AfI führe aus, massgeblich für die Aufteilung der Stellen sei der Stellenplan, der für den Servicedesk 380 Stellenprozente vorsehe, die auf vier Mitarbeiter verteilt seien. Es gebe viele Gründe für die Aufteilung auf drei volle und eine 80 % Stelle, unter anderem die Gewährleistung eines reibungslosen Kundensupports und eines lückenlosen Pikettdienstes. Weitere Argumente seien ein erhöhtes Fluktuationsrisiko, Kosten für die Einarbeitung und Weiterbildung sowie die angestrebte Kontinuität. Das kantonale Gericht erwog weiter, wie die Personalrekurskommission zutreffend festhalte, bestehe kein Rechtsanspruch auf Weiterbeschäftigung und eine Weiterbeschäftigungspflicht greife zu sehr in die Organisationsfreiheit der Ämter und Behörden ein. Die vom AfI erwähnten Gründe gegen eine Weiterbeschäftigung würden überzeugen. Es genüge, wenn das AfI nach Prüfung der betrieblichen Umstände mit nachvollziehbarer Begründung darlege, dass Teilzeitbeschäftigungen den Anforderungen an die Stelle nicht hinreichend gerecht würden. Dies habe das AfI gemacht, was bereits mit Schreiben vom 19. Januar 2018 angekündigt worden und mit Entscheid vom 14. November 2018 erfolgt sei. Aus der Neufassung des § 30 Abs. 1 RSV per 1. Januar 2020 könne der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Gemäss dem Willen des Verordnungsgebers habe mit dieser Änderung zur Schaffung von Rechtssicherheit die bisherige Praxis in der Verordnung verankert werden sollen.