Citation: 5A_838/2019 E. 5.5.1

5.5.1. Dem Beschwerdegegner zufolge entspricht in der vorliegend strittigen Klausel der Basislandwert im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses dem Wert des (noch) unbebauten Landes (Rz. 2b S. 5 der Vernehmlassung). Darauf ist er zu behaften. Im Übrigen deckt sich dies mit der Lehrmeinung von ISLER, auf welchen sowohl die Parteien als auch die kantonalen Instanzen verwiesen haben. Dieser führt aus, "[d]er Baurechtszins kann nur dann sachlich richtig als Grundrente angesehen werden, wenn er als Preis für die Bodennutzung eines unüberbauten Grundstückeserscheint. [...] Als Basiswert für die Zinsberechnung wird regelmässig auf den Verkehrswert des Grundstücks abgestellt. [...] Auszugehen ist daher von einem mittleren Verkehrswert, der nur den gegenwärtig erzielbaren Ertrag berücksichtigt" (a.a.O., S. 133 f., Hervorhebungen im Original). Im Kontext gelesen geht mithin auch Isler vom Verkehrswert einer unüberbauten Liegenschaft aus.