Citation: 5A_871/2021 E. 3.2.4

3.2.4. Nach dem Ausgeführten lag es im Machtbereich der Beschwerdeführerin, bereits das ursprüngliche Bauprojekt so zu gestalten, dass die Ausübung des Wegrechts nicht beeinträchtigt würde. Ebenso lag es in ihrem Machtbereich, nach dem Urteil des Bundesgerichts vom 28. Juni 2017 ein bewilligungsfähiges Baugesuch zu stellen, das die Vorgaben des Rückbauentscheids einhält. Wenn sie diesbezüglich ungenügende oder ungeeignete Bauvorhaben plant, hat sie sich die daraus entstehenden Zeitverzögerungen tatsächlich selbst zuzuschreiben. Wie das Obergericht ausserdem - unwidersprochen - erwog, haben sich die beiden Varianten, welche die Beschwerdeführerin der Baubewilligungsbehörde zum Vorbescheid unterbreitet hatte, nur auf die mit dem Wegrecht belastete Teilfläche ihres Grundstücks bezogen. Weitergehende bauliche Veränderungen an ihrem Grundstück waren in diesen beiden Varianten nicht vorgesehen. Die Beschwerdeführerin hat es mit anderen Worten bisher unterlassen, Varianten zu prüfen, die den angeordneten Rückbau unter Einbezug von weiteren baulichen Massnahmen an ihrem Grundstück zur Folge hätten. Auch dies lag in ihrem Machtbereich. Insgesamt ist die Androhung einer Ordnungsbusse nicht zu beanstanden, denn das Verhalten der Beschwerdeführerin hat rechtsgenüglich Anlass dazu gegeben.