Citation: I 584/05 05.12.2005 E. 4

4.1 In der Neuanmeldung vom 8. April 2004 nannte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen die im Gutachten der MEDAS vom 6. Mai 1998 erwähnten Symptome, erklärte jedoch, diese bestünden seit ca. zwei Jahren in der jetzigen, verschlimmerten Art. Der daraufhin eingeholte Bericht des Dr. med. G.________ vom 4. Mai 2004 nennt als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches zervikozephales Vertebral-Syndrom, eine psychische Überlagerung der Beschwerden sowie eine chronische Periathropathia humeroscapularis. Weiter wird ausgeführt, die Patientin klage nach wie vor über ihre chronischen rezidivierenden Beschwerden im Hals-, Nacken- und Wirbelsäulenbereich. Nach einem am 14. Januar 2003 in Italien erlittenen Autounfall habe sie eine stärkere Zunahme der Rückenbeschwerden sowie Schulterschmerzen angegeben. Einige Monate später habe sie der bisherigen Arbeit wieder nachgehen können. Morgens träten Schwindelanfälle auf, welche eine Aufnahme der Arbeit erst am Nachmittag zuliessen. Eine spezialärztliche Untersuchung in Bezug auf die Nackenbeschwerden erscheine im Moment nicht als angebracht, da der Befund praktisch unverändert sei im Vergleich zum Zustand vor drei bis vier Jahren. Die bisherige Tätigkeit als Reinigungsangestellte sei zu maximal vier Stunden pro Tag, immer nachmittags, weiterhin zumutbar (Arbeitsunfähigkeit 50 %). Des Weiteren wird bezüglich der Arbeitsfähigkeit auf die Begutachtung durch die MEDAS vom 6. Mai 1998 verwiesen. Der RAD gelangte gestützt auf diesen Bericht sowie die Auskünfte der Arbeitgeberin Firma Y.________ AG vom 19. April 2004, wo die Versicherte seit September 2001 während durchschnittlich rund drei Stunden pro Woche arbeitete, zum Ergebnis, es sei von einem unveränderten Gesundheitszustand und einer unveränderten Restarbeitsfähigkeit auszugehen. Die Vorinstanz ist dieser Beurteilung gefolgt. 4.2 Dr. med. G.________ erklärte ausdrücklich, der Befund sei im Vergleich zu demjenigen vor drei oder vier Jahren praktisch unverändert. Der Unfall vom 14. Januar 2003 hat nach seiner Aussage nur zu einer vorübergehenden Verschlechterung geführt. Er schildert weitgehend dieselben Symptome wie in seinem früheren Bericht und gibt auch denselben Grad der Arbeitsfähigkeit an, wobei er diesbezüglich ausserdem auf das MEDAS-Gutachten vom 6. Mai 1998 verweist. Die Angaben der Beschwerdeführerin, ihr Gesundheitszustand habe sich rund zwei Jahre vor der Neuanmeldung verschlechtert, werden somit durch Dr. med. G.________ nicht gestützt. Auf Grund dieser Stellungnahme ist mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass das Zumutbarkeitsprofil während des relevanten Zeitraums im Wesentlichen unverändert geblieben ist. Der Bericht der Abteilung Radiologie am Spital Q.________ vom 19. Mai 2005 ist ebenfalls nicht geeignet, eine Veränderung des Gesundheitszustandes, welche bis zum Einspracheentscheid vom 28. Dezember 2004 anspruchswirksam geworden wäre, als überwiegend wahrscheinlich erscheinen zu lassen. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn Verwaltung und Vorinstanz eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes und der daraus abzuleitenden Zumutbarkeitsbeurteilung verneinten.