Citation: 4A_245/2007 16.10.2007 E. B

Der Beschwerdegegner focht die ausserordentliche Kündigung bei der Schlichtungsbehörde für Miete und Pacht des Kantons Luzern an und begehrte, die Kündigung für ungültig zu erklären. Die Beschwerdeführerin beantragte dem Amtsgerichtspräsidenten III von Luzern-Stadt, den Beschwerdegegner zu verpflichten, das gemietete Ladenlokal innert zehn Tagen nach Rechtskraft des zu erlassenden Entscheids zu räumen. In der Folge überwies die Schlichtungsbehörde dem Amtsgericht die Kündigungsanfechtung zur Mitbeurteilung im Sinne von Art. 274g OR. Am 28. Februar 2007 stellte der Amtsgerichtspräsident fest, dass die Kündigung rechtsgültig sei. Er verpflichtete den Beschwerdegegner, das Mietobjekt innert 40 Tagen seit Rechtskraft des Entscheids ordnungsgemäss zu räumen und zu verlassen. Zudem ermächtigte er die Klägerin, im Weigerungsfall polizeiliche Hilfe zur Vollstreckung des Entscheids in Anspruch zu nehmen. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdegegner Rekurs. Das Obergericht des Kantons Luzern, I. Kammer als Rekursinstanz, erachtete am 23. Mai 2007 die Kündigung als materiell nicht gerechtfertigt und stellte fest, dass diese ungültig sei. Dementsprechend wies es das Ausweisungsgesuch der Beschwerdeführerin ab.