Citation: 4A_661/2018 E. 2.3.1

2.3.1. Das Obergericht führte aus, die von der Beschwerdeführerin behauptete örtliche Zuständigkeit hänge davon ab, ob Ansprüche aus einer unerlaubten Handlung im Sinne von Art. 5 Nr. 3 LugÜ Gegenstand des Verfahrens bildeten. Dabei handle es sich um eine doppelrelevante Tatsache, sodass genüge, wenn die Beschwerdeführerin die Tatsachen, auf welche sie die unerlaubte Handlung stütze, konkret und substanziiert vortrage. Selbst wenn die von der Beschwerdeführerin behauptete Sachverhaltsdarstellung als wahr unterstellt werde, könne die Zuständigkeit des Kantonsgerichts Zug aber nicht bejaht werden. Um das Vorliegen einer unerlaubten Handlung zu begründen, berufe sich die Beschwerdeführerin nämlich auf einen Verstoss gegen Art. 146 StGB (Betrug), ohne konkret darzutun, über welche Umstände sie von der Beschwerdegegnerin getäuscht worden sein soll und worüber sie sich in einem Irrtum befunden habe. Auch habe sie nichts zur Arglist der Täuschung ausgeführt. Ob diese Erwägungen zutreffen, braucht im Rahmen der subsidiären Verfassungsbeschwerde nicht beurteilt zu werden.