Citation: 7B_459/2024 E. 4.3

4.3. Gemäss Vorinstanz erachtete auch die Sicherheitsdirektion die Leibesvisitationen als verhältnismässig. Sie verwies auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung und zitierte insbesondere BGE 141 I 141, der Leibesvisitationen im Gefängnis Champ-Dollon betraf. Dort war das Bundesgericht zum Schluss gekommen, dass systematische Leibesvisitationen nach jedem Besuch im Besuchsraum zulässig seien, wenn diese aus Gründen der Sicherheit gerechtfertigt seien (E. 6.5). Bezogen auf den vorliegenden Fall erwog die Sicherheitsdirektion, die Leibesvisitationen liessen sich mit Sicherheitsüberlegungen begründen. Dem Beschwerdeführer sei es möglich, im Besuchsraum mit den besuchenden Personen in direkten physischen Kontakt zu treten. Eine Echtzeitüberwachung sei entgegen seiner Auffassung nicht realisierbar. Die von ihm verlangten oberflächlichen Kontrollen über den Kleidern würden den Sicherheitsbedürfnissen der Justizvollzugsanstalt Thorberg nur ungenügend Rechnung tragen. Die Sicherheitsdirektion gab zu bedenken, dass der Beschwerdeführer sich in einem Sonderstatusverhältnis befinde. Kontrollen "intra muros" dürften ohne weiteres gewisse Unterschiede zu Kontrollen "extra muros" aufweisen; darin sei keine Verletzung des Normalisierungsgrundsatzes zu erblicken. Im Weiteren sei nicht auszuschliessen, dass der Eingewiesene nach der Kontrolle übergriffiges Verhalten geltend mache. Daher sei bei Leibesvisitationen die Anwesenheit von zwei Mitarbeitern der Justizvollzugsanstalt Thorberg zur Beweissicherung angezeigt. Schliesslich pflichtete die Sicherheitsdirektion dem Beschwerdeführer insoweit bei, als der Ort der fraglichen Kontrollen unbefriedigend sei.