Citation: 6B_137/2024 E. 4.2.4

4.2.4. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, verfängt nicht. Seine Vorbringen erschöpfen sich in rein appellatorischen Ausführungen, mit denen er auf einzelne Aspekte seiner privaten Interessen und jene seiner Kinder verweist, um im Ergebnis die eigene Wertung seiner privaten Interessen und derjenigen seiner Familie über jene der Vorinstanz zu stellen. Dies genügt nicht um aufzuzeigen, dass und inwieweit die Vorinstanz seine in familiärer Hinsicht (gewichtigen) Interessen in der Interessenabwägung falsch gewichtet hat, respektive die vorinstanzliche Interessenabwägung zu Unrecht zu seinen Ungunsten ausgefallen ist und damit Art. 8 Ziffer 2 EMRK verletzt. Darauf ist nicht weiter einzugehen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Nichts anderes gilt, wenn er den vorinstanzlichen Feststellungen seine nicht weiter begründete Sicht der Dinge gegenüberstellt. So, wenn er sich mit der blossen Behauptung begnügt, in Nordmazedonien über kein "Umfeld" zu verfügen oder aber er sich entgegen der Vorinstanz auf den Standpunkt stellt, dass von ihm keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht, ohne sich im Ansatz mit deren diesbezüglichen Erwägungen auseinanderzusetzen. Angesichts der vom Beschwerdeführer begangenen Straftaten, des ausgefällten Strafmasses, seiner sich über Jahre fortsetzenden Delinquenz und nicht erkennbaren Einsicht ist denn auch nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz zu Unrecht auf eine vom Beschwerdeführer (weiterhin) ausgehende Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung geschlossen hätte. Festzuhalten bleibt, dass kein absolutes Hindernis für eine Landesverweisung bildet, wenn ein straffällig gewordener Ausländer mit seinem Ehepartner und gemeinsamen Kindern in einer intakten familiären Beziehung in der Schweiz lebt (BGE 139 I 145 E. 2.3). Zu berücksichtigen ist indes, dass dem Kindeswohl und dem Bedürfnis des Kindes, in möglichst engem Kontakt mit beiden Elternteilen aufwachsen zu können, wesentliche Bedeutung zukommt (BGE 143 I 21 E. 5.5.1; Urteile 6B_49/2022 vom 28. August 2024 E. 3.2.8; 6B_796/2023 vom 20. Juni 2024 E. 4.3.5). In Bezug auf die Kinder des von der Landesverweisung betroffenen Elternteils berücksichtigt die Rechtsprechung insbesondere, ob die Eltern des Kindes zusammenleben, wer die Sorge und Obhut hat und ob der von der Landesverweisung betroffene Elternteil seine Kontakte zum Kind nur im Rahmen eines Besuchsrechts pflegt (Urteile 6B_49/2022 vom 28. August 2024 E. 3.2.8; 6B_796/2023 vom 20. Juni 2024 E. 4.3.5; 6B_1114/2022 vom 11. Januar 2023 E. 5; je mit Hinweisen). Für den Anspruch auf Familienleben genügt es nach dem Wegweisungsrecht unter Umständen, ist aber nicht ausschlaggebend, dass der Kontakt zum Kind über die modernen Kommunikationsmittel wahrgenommen werden kann (Urteile 7B_236/2022 vom 27. Oktober 2023 E. 2.3.4; 6B_1385/2021 vom 29. August 2023 E. 2.3.3; 6B_1179/2021 vom 5. Mai 2023 E. 6.3.5; je mit Hinweisen). Vorliegend wird die räumliche Trennung des Beschwerdeführers von seiner Familie zweifelsohne eine einschneidende Zäsur für das Familienleben mit sich bringen. Hiervon geht denn auch die Vorinstanz aus, wenn sie erwägt, das intakte Familienverhältnis zwischen dem Beschwerdeführer, seiner Ehefrau und den beiden minderjährigen Kindern könne durch dessen Landesverweisung nicht ohne weiteres aufrechterhalten werden (vgl. angefochtenes Urteil S. 54). Entsprechend ist dem Beschwerdeführer insoweit zuzustimmen, als ihm die Pflege des Familienlebens und damit einhergehend die Teilnahme an der Entwicklung seiner beiden minderjährigen Kinder und deren Unterstützung durch die Landesverweisung zwar erschwert, entgegen seinen Ausführungen indes nicht verunmöglicht wird. Die beiden minderjährigen Kinder befinden sich mit 13 und 16 Jahren in einem Alter, das es ihnen erlaubt, den Kontakt zum Vater (selbstständig) mittels moderner Kommunikationsmittel und auch mittels Besuchen und Ferienaufenthalten in dessen Heimatland wahrzunehmen, womit das Familienleben - wenn auch unter anders gelagerten Vorzeichen - aufrechterhalten und so dem Anspruch auf Familienleben Rechnung getragen werden kann. Dies gilt umso mehr für die erwachsenen Kinder des Beschwerdeführers, zu denen gemäss den unbestritten geblieben vorinstanzlichen Feststellungen zudem kein besonderes Abhängigkeitsverhältnis besteht (Art. 105 Abs. 1 BGG). Damit ist auch bei Berücksichtigung der vom Beschwerdeführer bloss pauschal erhobenen, einzelne (familiäre) Aspekte betreffenden Kritik nicht ersichtlich, dass und inwieweit die Vorinstanz seine in familiärer Hinsicht (gewichtigen) Interessen falsch gewichtet hat respektive die Interessenabwägung rechtsfehlerhaft ist.