Citation: 8C_18/2022 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin beruft sich auf das statistische Gutachten "Nutzung Tabellenmedianlöhne LSE zur Bestimmung der Vergleichslöhne bei der IV-Rentenbemessung" des Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien BASS AG vom 8. Januar 2021 (Autoren: Jürg Guggisberg, Markus Schärrer, Céline Gerber und Severin Bischof; nachfolgend: BASS-Gutachten) sowie auf das Rechtsgutachten "Grundprobleme der Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung" vom 22. Januar 2021 (nachfolgend: Rechtsgutachten) und die Schlussfolgerungen daraus "Fakten oder Fiktion? Die Frage des fairen Zugangs zu Invalidenleistungen. Schlussfolgerungen aus dem Rechtsgutachten 'Grundprobleme der Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung' " vom 27. Januar 2021 (nachfolgend: Schlussfolgerungen aus dem Rechtsgutachten), beide von Prof. Dr. iur. Gächter, Dr. iur. Egli, Dr. iur. Meier und Dr. iur. Filippo. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe diese neuesten Untersuchungen und Gutachten übersehen. Mit diesen sei nachgewiesen worden, dass der Medianwert der LSE keine geeignete Grundlage für die Bestimmung des Invalideneinkommens darstelle. Der LSE-Medianwert bilde ab, mit welchem Verdienst gesunde Arbeitnehmer in der Schweiz etwa rechnen könnten. Invalide Arbeitnehmer verdienten in Tat und Wahrheit aber ca. 10 bis 20 % weniger, weshalb es sich rechtfertige, bei der Bestimmung des Invalideneinkommens nicht auf den Medianwert, sondern auf den Wert des 1. Quartils abzustellen. Dieser entspreche annäherungsweise dem "mittleren" Einkommen einer gesundheitlich eingeschränkten Person. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, der von der Vorinstanz beigezogene Sektor "Information und Kommunikation" sei mit der Berufsgruppe "Bürokräfte und verwandte Berufe" vergleichbar. Der Wert des 1. Quartils der Berufsgruppe 4 "Bürokräfte und verwandte Berufe" liege gemäss dem BASS-Gutachten rund um 16 % unter dem Medianwert. Somit sei davon auszugehen, dass der Wert des 1. Quartils für den Sektor "Information und Kommunikation" ebenfalls rund um 16 % unter demjenigen des Medianwerts liege. Dies führe zu einer Verringerung der von der Vorinstanz errechneten Invalideneinkommen um jeweils 16 %.