Citation: 2C_753/2015 E. 4.3.6

4.3.6. Was das vom Beschwerdeführer als Vergleich herbeigezogene Urteil 2C_1000/2013 vom 20. Juli 2014 anbelangt, bestehen - wie dies selbst der Beschwerdeführer eingesteht - Unterschiede zum vorliegenden Sachverhalt: In jenem Fall hatte sich der Beschwerdeführer einerseits bereits rund 20 Jahre in der Schweiz aufgehalten, andererseits war er mit einer Schweizer Bürgerin verheiratet. Zudem hatte die Familie wenige Jahre zuvor einen Übersiedlungsversuch in die Türkei unternommen, der jedoch gescheitert war. Eine erneute Übersiedlung wäre für die Ehefrau, die Kinder und Stiefkinder undenkbar gewesen und ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung hätte die Trennung der Familie zur Folge gehabt. Das Bundesgericht ging in jenem Verfahren von einem Grenzfall aus. Im vorliegenden Fall erweist sich dagegen der Bewilligungswiderruf als verhältnismässig: Das private Interesse des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz liegt in erster Linie in der Aufrechterhaltung der Familiengemeinschaft in der Schweiz. Dieses Interesse erscheint angesichts der konkreten Umstände nicht derart gross, zumal auch seine Ehefrau mazedonische Wurzeln hat, die Kinder sich noch in einem anpassungsfähigen Alter befinden und damit eine Rückkehr der Familie in das Herkunftsland der Eltern nicht unzumutbar ist. Für den Fall, dass die Ehefrau und Kinder in der Schweiz verbleiben, ist die Distanz nach Mazedonien nicht unüberwindbar. Im Ergebnis ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das öffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts des Beschwerdeführers als überwiegend erachtete.