Citation: 2C_553/2021 E. 4.1

4.1. Gemäss § 134 der Verfassung des Kantons Basel-Landschaft vom 17. Mai 1984 (KV/BL; SGS 100; SR 131.222.2) stellt der Kanton den Finanzausgleich sicher, wodurch ausgewogene Verhältnisse in der Steuerbelastung sowie in den Leistungen der Gemeinden erreicht werden sollen. Gestützt auf § 135 KV/BL, wonach das Gesetz die Grundzüge des Finanzausgleichs regelt, hat der Landrat des Kantons Basel-Landschaft das Finanzausgleichsgesetz erlassen. In der bis zum 31. Dezember 2014 in Kraft stehenden Fassung des § 8 FAG/BL wird unter der Bezeichnung "Einzelbeitrag" Folgendes geregelt: 1 Eine Einwohnergemeinde erhält einen Einzelbeitrag, wenn sie sonst alle oder einzelne ihrer Aufgaben nur bei einer unzumutbaren Belastung erfüllen könnte. 2 Voraussetzungen für die Beitragsausrichtung sind eine angemessene Ausschöpfung der Eigenfinanzierungsmöglichkeiten sowie ein gemäss der Gemeindefinanzverordnung geführtes Rechnungswesen. Der Regierungsrat gewährt Einzelbeiträge auf Gesuch hin (vgl. § 6 Abs. 1 der Finanzausgleichsverordnung des Kantons Basel-Landschaft vom 15. Dezember 2009 [FAV/BL; SGS 185.11; Stand der Fassung: 1. Januar 2014]). Gemäss § 7 Abs. 1 FAV/BL wird das Gesuch anhand der Notwendigkeit und Angemessenheit des Bedarfs (lit. a), der Einhaltung der Gemeindefinanzverordnung (lit. b), den Ursachen eines allfälligen Haushaltsungleichgewichts (lit. c), der Art und dem Anteil der Eigenfinanzierung (lit. d) sowie einem interkommunalen Belastungsvergleich insbesondere hinsichtlich Steuern und Gebühren (lit. e) geprüft. In der im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils in Kraft stehenden Fassung des § 8 FAG/BL wird anstelle von Einzelbeitrag der Begriff des "Härtebeitrags" verwendet (vgl. auch Urteil 2C_127/2018 vom 30. April 2019 E. 2.1).