Citation: 6B_907/2014 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin machte im kantonalen Verfahren geltend, sie habe die Kreditlimiten in Absprache mit den Bankkunden auf EUR 5 Mio. erhöht. Im ersten Fall habe sie das Kürzel des Kunden auf dessen Wunsch hin nachgemacht, um Zeit zu sparen. Im zweiten Fall gab sie zunächst an, der Bankkunde habe sein Kürzel selber neben den Vertragspassus gesetzt, während sie in der Schlusseinvernahme nicht mehr wusste, ob das Kürzel von ihr stammt oder nicht. Die Bankkunden sagten demgegenüber aus, sie hätten nie in die Erhöhung der Kreditlimite eingewilligt und die Kürzel auf den Verträgen würden nicht von ihnen stammen (Urteil S. 74 f. und 77). Die Vorinstanz stellt auf die Sachdarstellung der Bankkunden ab und wertet die Aussagen der Beschwerdeführerin als nicht glaubhaft. Sie erwägt u.a., die Behauptung der Beschwerdeführerin, aus Zeitgründen auf Wunsch des Bankkunden dessen Kürzel nachgemacht zu haben, mute angesichts des Investitionsvolumens von EUR 30 Mio. geradezu grotesk an (Urteil S. 75). Sie würdigt zudem, dass auf den betreffenden Konten im Zeitpunkt der Erhöhung der Kreditlimiten auf EUR 5 Mio. eine massive Überschreitung der ursprünglich bei EUR 1 Mio. liegenden Kreditlimiten zu verzeichnen war. Es sei der Beschwerdeführerin darum gegangen, die Bankformulare der Kontorealität anzupassen (Urteil S. 75 f. und 80).