Citation: 5C.203/2004 22.04.2005 E. 6

Im Subeventualstandpunkt bringt der Beklagte gewisse Korrekturen an der Berechnung der vorinstanzlichen neuen güterrechtlichen Auseinandersetzung an. 6.1 Mit dem Einwand, aus dem Gesetzestext von Art. 212 Abs. 3 ZGB könne nicht gelesen werden, dass eine komplett neue güterrechtliche Auseinandersetzung vorzunehmen wäre, widerspricht der Beklagte sich selbst und der herrschenden Lehre, ohne dafür auch nur einen Grund zu nennen. 6.2 Offensichtlich unbegründet ist der Einwand, da vor Vorinstanz nicht streitig, dürfe der Wert des Inventars bei der Vorschlagsberechnung nicht mehr berücksichtigt werden: An der zitierten Stelle wollte der Appellationshof nur anmerken, dass in Bezug auf das Inventar keine Wertsteigerung geltend gemacht bzw. seitens der Klägerin kein Anspruch auf Gewinnbeteiligung angemeldet worden sei. Dass das Inventar in der neu zu berechnenden güterrechtlichen Auseinandersetzung überhaupt nicht zu berücksichtigen wäre, wie der Beklagte verlangt, ist schlechterdings nicht nachvollziehbar. 6.3 Der Beklagte behauptet, die Vorinstanz habe den Erbteil von Fr. 31'750.-- zu Unrecht aus prozessualen Gründen nicht berücksichtigt. Damit bemüht er ein Argument aus dem kantonalen Prozessrecht, das sich einer Prüfung des Bundesgerichts im Verfahren der eidgenössischen Berufung entzieht (Art. 43 Abs. 1 OG). Im Übrigen irrt er: Der Appellationshof hat erläutert, dass der fragliche Betrag erst nach durchgeführter güterrechtlicher Auseinandersetzung angefallen sei, weshalb er nicht berücksichtigt werden dürfe. Darüber hinaus habe der Beklagte nicht bewiesen, diesen Betrag in das Heimwesen investiert zu haben. Wäre dem aber so, dann wäre er zudem bereits als abzugsfähige Investition berücksichtigt worden. Indem der Beklagte diese Begründung vollkommen ausblendet, genügt er den minimalen Begründungsanforderungen nicht, weshalb auf dieses Vorbringen nicht eingetreten werden kann (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). 6.4 Die Rüge schliesslich, der Appellationshof habe ausgewiesene wertvermehrende Aufwendungen in Höhe von Fr. 26'400.-- zu Unrecht nicht berücksichtigt, beschlägt wieder den Sachverhalt, mithin die vorinstanzliche Beweiswürdigung, und ist im Berufungsverfahren nicht zu hören (Art. 43 Abs. 3 und Art. 63 Abs. 2 OG).