Citation: 4P.195/2004 16.11.2004 E. 4

4.1 Nach Art. 84 Abs. 2 OG ist die staatsrechtliche Beschwerde nur zulässig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht mit einem anderen Rechtsmittel gerügt werden kann. Diese Subsidiarität der staatsrechtlichen Beschwerde gilt insbesondere im Verhältnis zur Berufung. Die Rüge falscher Anwendung von Bundesrecht ist in berufungsfähigen Streitsachen wie der vorliegenden mit Berufung vorzubringen (Art. 43 OG). 4.2 Soweit die Beschwerdeführerin eine falsche Anwendung von Art. 30 der SIA-Norm 118 rügt, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, denn dabei handelt es sich richtig besehen um Vertragsauslegung nach dem Vertrauensprinzip, mithin um eine Frage des Bundesrechts, welche mit Blick auf die Berufungsfähigkeit der vorliegenden Streitsache der Überprüfung im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde entzogen ist.