Citation: 6S.451/2004 02.03.2006 E. 4

Im angefochtenen Entscheid wird näher dargetan, dass der Beschwerdeführer die fraglichen Veruntreuungshandlungen vorsätzlich und in Bereicherungsabsicht vornahm. Mit der Auszahlung fiktiver Erträge und weiterer Ausgaben von Kundengeldern ohne Anlagecharakter habe er - angesichts seiner schon damals bestehenden Schuldenlast von mehreren Millionen Franken - bereits ab April 1992 in Kauf genommen, Klienten zu schädigen, da es absehbar war, dass er die ihm überlassenen Gelder nicht oder jedenfalls nicht rechtzeitig werde zurückzahlen können. Es trifft zu, dass der Beschwerdeführer in dem Umfang, in dem er mit Geldern von Neukunden alte Schulden beglich, nicht sich selber bereicherte. Er hat dadurch vielmehr die alten Kunden zulasten der neuen bereichert. Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB setzt jedoch gleich wie Abs. 1 dieser Norm lediglich die Absicht voraus, sich oder einen anderen unrechtmässig zu bereichern (vgl. Bernard Corboz, Les infractions en droit suisse, Band I, 2002, Art. 138 N. 26). Die Beschwerde erweist sich daher als unbegründet, soweit sie sich gegen den Schuldspruch wegen mehrfacher qualifizierter Veruntreuung richtet.