Citation: 9C_77/2021 E. 4.3

4.3. Was die Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen vorbringt, vermag diese nicht als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Selbst wenn die Beschwerdegegnerin ihre Tätigkeit im geschützten Rahmen mit geringen Verdienstmöglichkeiten im Jahre 2013 zugunsten einer Haushaltstätigkeit aufgegeben haben sollte, könnte daraus nicht gefolgert werden, sie hätte auch ohne gesundheitliche Beeinträchtigung bei einer regulär bezahlten Stelle im ersten Arbeitsmarkt gleich gehandelt. Entsprechend erübrigt sich eine nähere Untersuchung der Gründe für die Aufgabe der Arbeitsstelle. Weiter erscheint es zumindest nicht als willkürlich, wenn die Vorinstanz ein entsprechendes Abstraktionsvermögen der Versicherten verneint und ihrer Antwort auf diese Frage gemäss dem Fragebogen vom 9. Mai 2016 keine entscheiderhebliche Bedeutung zugemessen hat. Dies gilt umso mehr, als auch die übrigen Antworten der Versicherten - deren gesundheitliche Beeinträchtigungen bereits seit Kindheit bestehen und die entsprechend keine Erfahrungen zum Leben als gesunde Erwachsene mitbringt - in diesem Fragebogen Inkonsistenzen aufweisen. Offen bleiben kann schliesslich, ob das kantonale Gericht den Ehemann der Beschwerdegegnerin als "Langzeitarbeitslosen" qualifizieren durfte, steht doch so oder anders unbestrittenermassen fest, dass die finanziellen Verhältnisse der Versicherten für eine Beibehaltung einer vollen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall sprechen. Zusammenfassend ist somit entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht ersichtlich, dass das kantonale Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat oder dass es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unberücksichtigt gelassen oder auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat (vgl. E. 1.3 hievor).