Citation: 2C_486/2023 E. B

Mit Entscheid vom 28. Juni 2022 verweigerte das Migrationsamt A.________ die Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung und wies ihn an, die Schweiz innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Entscheids zu verlassen. Den gegen diese Verfügung erhobenen Rekurs - sowie das diesbezüglich gestellte Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Bewilligung von Rechtsanwalt Pierre André Rosselet als unentgeltlicher Anwalt - wies das Departement für Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 22. Februar 2023 ab. Hiergegen gelangte A.________ mit Beschwerde vom 27. März 2023 an das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau, wo er am 4. Mai 2023 wiederum um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Bewilligung eines unentgeltlichen Anwalts ersuchte. Mit Schreiben vom 23. Mai 2023 wies die Vorinstanz den Beschwerdeführer darauf hin, dass die im eingereichten Formular zu den finanziellen Verhältnissen gemachten Angaben - auch unter Berücksichtigung der im Rekursverfahren ins Recht gelegten Belege - nicht in allen Punkten nachvollziehbar seien. Sodann bestünden Zweifel an der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers, zumal er noch am 20. März 2023 in der Lage gewesen sei, dem Rechtsvertreter einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zu leisten. Die Vorinstanz forderte den Beschwerdeführer deshalb auf, zu verschiedenen Ein- und Ausgabeposten Stellung zu nehmen und gegebenenfalls Belege einzureichen. Zudem wies die Vorinstanz auf die Säumnisfolgen hin, sowie darauf, dass nach Eingang der Stellungnahme über das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Gewährung von Rechtsanwalt Rosselet als unentgeltlicher Anwalt mit Zwischenentscheid entschieden werde. Mit Eingabe vom 19. Juni 2023 nahm A.________ Stellung. Mit Entscheid vom 19. Juli 2023 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Bewilligung von Rechtsanwalt Pierre André Rosselet als unentgeltlicher Anwalt ab, und forderte den Beschwerdeführer auf, innert 20-tägiger Frist ab Rechtskraft des Entscheids einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- zu bezahlen, andernfalls auf die Beschwerde nicht eingetreten werde.