Citation: 2A.49/2007 26.01.2007 E. 3

3.1 Die kantonale Steuerverwaltung hat die Beschwerdeführerin trotz eines Verlustvortrags von offenbar knapp 700'000 Franken für 2003 mit einem (allerdings bescheidenen) Gewinn veranlagt. Es ist deshalb nicht unverständlich, wenn die Beschwerdeführerin sinngemäss geltend macht, die Steuerverwaltung habe ihr Ermessen missbräuchlich ausgeübt. Sie verkennt dabei jedoch, dass ihre Einwendung - selbst wenn sie berechtigt sein sollte - heute nicht mehr gehört werden kann: Die Ermessensveranlagung 2003 ist in Rechtskraft erwachsen und kann nur noch bei Vorliegen eines gesetzlichen Revisionsgrundes (vgl. Art. 147 Abs. 1 DBG für die direkte Bundessteuer sowie § 165 Abs. 1 StG/SO und Art. 51 Abs. 1 StHG für die Staatssteuern) abgeändert werden. Ein solcher ist - entgegen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid - weder ersichtlich noch geltend gemacht. Im Übrigen wäre (insoweit ist der Vorinstanz zuzustimmen) eine Revision der definitiven Veranlagung 2003 selbst bei Vorliegen eines Revisionsgrunds ausgeschlossen: Zur streitigen Ermessensveranlagung ist es nur darum gekommen, weil die Beschwerdeführerin ihren Mitwirkungspflichten (vgl. Art. 124 ff. DBG; § 140 ff. StG/SO) nicht nachgekommen ist (vgl. Art. 130 Abs. 2 DBG; § 147 Abs. 2 StG/SO). Weiter hätte die Beschwerdeführerin innert Frist die Ermessensveranlagung 2003 anfechten und geltend machen können, diese sei angesichts der Höhe des Verlustvortrags offensichtlich unrichtig (vgl. Art. 132 Abs. 3 DBG; § 149 Abs. 4 StG/SO). Mithin bringt die Beschwerdeführerin lediglich vor, was sie bei zumutbarer Sorgfalt bereits im ordentlichen Verfahren hätte geltend machen können, weshalb eine Revision zum Vornherein nicht in Frage kommt (vgl. Art. 147 Abs. 2 DBG sowie § 165 Abs. 2 StG/SO und Art. 51 Abs. 2 StHG für die Staatssteuern). 3.2 Soweit in der Beschwerdeschrift von einem "offensichtlichen, böswilligen Fehler der Veranlagungsbehörde" die Rede ist, ist die Beschwerdeführerin darauf hinzuweisen, dass sie es primär ihrer eigenen Nachlässigkeit zuzuschreiben hat, wenn die Veranlagung 2003 (allenfalls trotz materieller Unrichtigkeit) heute nicht mehr abgeändert werden kann: Sie hätte - falls sie tatsächlich wegen eines Wechsels in ihrer Geschäftsleitung mit der Buchhaltung in Verzug geraten ist und deshalb die Steuererklärung 2003 nicht rechtzeitig einreichen konnte - um Fristverlängerungen ersuchen können und müssen. Entscheidend ist im vorliegenden Zusammenhang letztlich aber, dass die Beschwerdeführerin die ihres Erachtens unhaltbare Ermessensveranlagung 2003, gemäss welcher sie trotz des hohen Verlustvortrags mit Geschäftsgewinn eingeschätzt worden ist, unangefochten in Rechtskraft hat erwachsen lassen. Eine Erklärung für ihre diesbezügliche Untätigkeit, welche im April 2005 und mithin rund zwei Jahre nach der Geschäftsübernahme durch den neuen wirtschaftlichen Berechtigten lag, bringt die Beschwerdeführerin nicht vor. 3.3 Die Veranlagung 2004 als solche beanstandet die Beschwerdeführerin nur insoweit, als der Verlustvortrag aus dem Jahre 2003 nicht berücksichtigt wurde. Nach dem Gesagten ist die Beschwerdeführerin jedoch 2003 rechtskräftig mit einem Gewinn veranlagt worden, so dass es für das Jahr 2004 bei dem offenbar ansonsten der Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin entsprechenden Geschäftsgewinn von 31'956 Franken bleibt.