Citation: 5A_612/2009 04.03.2010 E. 5

5.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass das Verwaltungsgericht bei der Auslegung des von ihr eingereichten Arztzeugnisses die Aktennotiz des Sozialdienstes vom 2. April 2009 beizog, die sich "nicht durch übermässige Präzision bzw. Sorgfalt" auszeichne, und daraus unhaltbare Schlüsse gezogen habe. Laut Aktennotiz solle an jenem Tag D.________ (die Beiständin) angerufen haben, wogegen der vormundschaftsbehördlichen Stellungnahme vom 20. Mai 2009 zu entnehmen sei, dass es sich um ein Telefonat der Beiständin an den Arzt gehandelt habe. Die von der Vorinstanz angerufene Aktennotiz sei offensichtlich falsch. In der erwähnten - von der Beiständin E.________ erstellten - Aktennotiz vom 2. April 2009 wurde festgehalten, D.________ habe angerufen und erklärt, er möchte sich nicht instrumentalisieren lassen, die Rechtslage sei ja klar, B.________ und C.________ hätten Anrecht auf Besuche; auf Nachfrage (der Beiständin) habe er verneint, ein ärztliches Zeugnis ausgestellt zu haben. In der von der Beschwerdeführerin angesprochenen Vernehmlassung führte die Vormundschaftsbehörde (ohne Hinweis auf ein Telefonat bzw. ohne Angaben zur anrufenden Person) aus, D.________ solle am 2. April 2009 auf Nachfrage der Beiständin erklärt haben, er habe kein Zeugnis ausgestellt, ein solches sei nicht verlangt worden. Diese Ausführungen stehen zur Aktennotiz nicht in Widerspruch. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin stossen mithin ins Leere. Im Übrigen ist ohnehin nicht ersichtlich, was sich aus der geltend gemachten Ungereimtheit hätte ableiten lassen sollen. 5.2 Als unhaltbar bezeichnet die Beschwerdeführerin die vom Verwaltungsgericht aus dem ärztlichen Zeugnis vom 13. März 2009 gezogenen Schlüsse: In ihrem spitzfindigen Bemühen, eine Begründung für ihre aktenwidrige Spekulation (über die Urheberschaft des Zeugnisses) zu finden, habe die Vorinstanz "übersehen", dass die Aussagen des Arztes sich (auch) auf die Zeit ab dem 4. Februar 2009 bezogen hätten, so dass die Verwendung der Vergangenheitsform durchaus angebracht gewesen sei. Weiter wird ausgeführt, die Vorinstanz äussere sogar mit unverhohlener Voreingenommenheit und ohne nähere Abklärungen den Verdacht, das ärztliche Zeugnis könnte gar nicht von D.________ verfasst worden sein. Diese Vorbringen sind in einem Ton gehalten, der es rechtfertigt, die Beschwerdeführerin darauf hinzuweisen, dass nach Art. 42 Abs. 6 BGG ungebührliche Rechtsschriften zur Änderung zurückgewiesen werden können. In der Sache mag sodann zugestanden werden, dass die Vergangenheitsform im Arztzeugnis sich damit erklären lässt, dass die medizinisch begründete Unfähigkeit C.________s, dem Besuchsrecht Folge zu leisten, sich auf eine eine gewisse Zeit zurückreichende Dauer erstreckte. Andererseits ist jedoch zu bemerken, dass das Zeugnis ein Datum trägt, das nur zwei Tage vor dem in Frage stehenden Besuchstag zurücklag, und die gewählte Zeitform aus dieser Sicht erstaunt. Das Zeugnis hätte eigentlich (auch) in der Zukunftsform abgefasst werden sollen. Von grösserer Bedeutung ist bei der Würdigung der Verhältnisse indessen die Aussage des Arztes vom 2. April 2009, er habe kein Zeugnis ausgestellt. Die Auffassung des Verwaltungsgerichts, die Beschwerdeführerin habe keinen schlüssigen Grund für das Nichtwahrnehmen des Besuchstermins vorzutragen vermocht, ist unter den festgehaltenen Gegebenheiten auf jeden Fall nicht willkürlich. Die Einwände der Beschwerdeführerin sind rein appellatorischer Natur. 5.3 Ferner bringt die Beschwerdeführerin vor, dem Verwaltungsgericht sei es bei seiner Argumentation zum Arztzeugnis offenbar selbst nicht ganz wohl gewesen, habe es doch zusätzlich erklärt, der Arzt verkenne, dass die Besuche jeweils unter fachkundiger Begleitung stattfänden; diese auf der Aktennotiz des Sozialdienstes vom 2. April 2009 beruhende Einschätzung stehe aber in klarem Widerspruch zu den übrigen Akten. Inwiefern die beanstandete Feststellung des Verwaltungsgerichts bzw. deren Korrektur einen Einfluss auf die Frage einer Rechtfertigung des Verhaltens der Beschwerdeführerin bezüglich des Besuchsrechts vom 15. März 2009 haben soll, wird nicht dargelegt und ist auch nicht ersichtlich. Auf die Beschwerde ist in diesem Punkt daher von vornherein nicht einzutreten.