Citation: 6B_1137/2020 E. 1.5.4

1.5.4. Die Vorinstanz erwägt in rechtlicher Hinsicht alsdann zutreffend, dass aufgrund der von E.________ gegenüber C.________ unter Gewaltandrohung gestellten Geldforderung und der von Letzterem deswegen getätigten Geldübergabe an F.________ der objektive (Grund-) Tatbestand der Erpressung erfüllt ist. Ebenfalls nimmt die Vorinstanz (implizit) zutreffend an, dass E.________ diesbezüglich vorsätzlich und in der Absicht unrechtmässiger Bereicherung handelte, und somit ebenso den subjektiven Tatbestand der Erpressung erfüllt (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.2 f. S. 24 ff.). Das Verhalten des Beschwerdeführers anlässlich des Vorfalls, d.h. das Chauffieren von E.________ an den Tatort und die Anwesenheit am Treffen, stellen keine für die Ausführung der Erpressung wesentlichen Handlungen dar, mit denen dieselbe entweder steht oder fällt, und vermögen ein mittäterschaftliches Handeln folglich nicht zu begründen. Die Handlungen erweisen sich indes als untergeordneter Tatbeitrag, der die Tatausführung jedenfalls erleichterte, und sind somit - wie dies auch die Vorinstanz anmerkt (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.3 dritter Absatz S. 26) - als die Erpressung unterstützende Gehilfenschaftshandlungen zu qualifizieren. Dass E.________ auch ohne den Beschwerdeführer zu C.________ hätte gelangen können, ändert daran entgegen der beschwerdeführerischen Ansicht nichts, bildet doch nicht Voraussetzung der Gehilfenschaft, dass es ohne die Gehilfenschaftshandlung nicht zur Tatausführung gekommen wäre (vgl. E. 1.5.1 oben). Der Chauffeurdienst ist insbesondere auch nicht als blosse (zufällige) Alltagshandlung ohne konnex zur Haupttat einzuordnen, wie dies der Beschwerdeführer möchte, sondern wurde offensichtlich gezielt zur Ermöglichung des Treffens mit C.________ vorgenommen. Aus dem Umstand, dass sich C.________ von der Anwesenheit des Beschwerdeführers nicht bedroht fühlte, kann der Beschwerdeführer ferner ebenfalls nichts ableiten. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz trotz dieses Umstands folgert, der Beschwerdeführer habe mit seiner physischen Präsenz und seinem Erscheinungsbild dem Gespräch mehr Gewicht verliehen und dadurch die Erpressung weiter gefördert (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.3 dritter Absatz S. 26). Das fehlende Empfinden einer von der Anwesenheit des Beschwerdeführers ausgegangenen (selbständigen) Bedrohung muss entgegen des Beschwerdeführers nicht gleichgesetzt werden mit der völligen Bedeutungslosigkeit seiner Anwesenheit. Ohne Weiteres annehmen lässt sich schliesslich, dass der Beschwerdeführer, indem er E.________ zum Treffen fuhr und diesem beiwohnte, von dessen Inhalt grundsätzlich Kenntnis gehabt haben musste und dementsprechend mit einem Unterstützen desselben zumindest rechnete und dies in Kauf nahm. Der Gehilfenvorsatz ist damit ebenfalls gegeben.