Citation: 9C_590/2017 E. 6.3.1

6.3.1. Betreffend den Komplex der "Gesundheitsschädigung", insbesondere die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde, enthält allein der RAD-Bericht vom 14. Dezember 2016 zuverlässige Angaben, weil nur er sich zur leidensbedingten Einschränkung im massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses (objektiv) äussert. Die RAD-Ärztin gab an, die Leistungsfähigkeit der Versicherten sei durch die affektiven, kognitiven, psychomotorischen und vegetativen Symptome, besonders die Schlafstörungen und die Tagesmüdigkeit, deutlich beeinträchtigt. Gleichzeitig erachtete sie aber ein Arbeitsvolumen von fünf Tagen pro Woche, zu je ca. drei Stunden als Hausfrau, oder eine Beschäftigung im "beschützenden Rahmen" nicht nur als zumutbar, sondern als (therapeutisch) indiziert. Demgegenüber ist die Versicherte subjektiv überzeugt, durch die (Krebs-) Erkrankung verändert worden zu sein und seither überhaupt nicht mehr zu "funktionieren"; sie fühle sich antriebslos, müde, vergesslich und unkonzentriert. Dies habe auch zu einem Rückgang der sozialen Kontakte ausserhalb der Familie geführt. Um sie betreuen zu können und sich an ihrer statt um den Haushalt zu kümmern, habe der Ehemann seine Stelle gekündigt.