Citation: 2C_717/2021 E. 2.2.2

2.2.2. Art. 8 EMRK, auf welchen sich die Beschwerdeführerin beruft, verschafft keinen Anspruch auf Aufenthalt in einem bestimmten Staat. Dennoch kann es das in Art. 8 EMRK geschützte Recht auf Achtung des Familienlebens verletzen, wenn einer ausländischen Person, deren Familienangehörige sich hier aufhalten und über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht verfügen, die Anwesenheit untersagt und damit ihr Zusammenleben vereitelt wird (BGE 144 I 91 E. 4.2; 143 I 21 E. 5.1; 142 II 35 E. 6.1). Diese Bestimmungen schützen in erster Linie die Kernfamilie, d.h. die Gemeinschaft der Ehegatten bzw. Eltern mit ihren minderjährigen Kindern (BGE 135 I 143 E. 1.3.2; Urteile 2C_293/2018 vom 5. Oktober 2018 E. 1.4; 2C_301/2016 vom 19. Juli 2017 E. 5). Die Beschwerdeführerin, die am 31. Juli 2021 Mutter einer Tochter geworden ist, macht nicht geltend, dass das Kind über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht in der Schweiz verfügt. Zum Aufenthaltsstatus des Vaters des Kindes, mit welchem sie nicht verheiratet ist, macht sie ebenfalls keine Angaben. Folglich kann sie aus dem Schutz des Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV keinen Bewilligungsanspruch ableiten. Nicht in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK fällt schliesslich - mangels Geltendmachung eines besonderen Abhängigkeitsverhältnisses - die Beziehung der Beschwerdeführerin zu ihrem Vater und ihren Geschwistern, die nach ihren Angaben in der Schweiz leben (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1, mit Hinweisen).