Citation: 2C_622/2021 E. 4.2

4.2. Fehlt es allerdings - wie vorliegend - von Beginn weg an dem für ein abgeleitetes Aufenthaltsrecht erforderlichen formalen Bestand der Ehe (vgl. vorstehende E. 3), scheidet ein nacheheliches Weiterbestehen des Aufenthaltsanspruchs nach Art. 50 Abs. 1 AIG im Vorhinein aus. Auch aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer nach der Scheidung bis Ende Juli 2018 wieder "eheähnlich" mit seiner Ex-Ehefrau zusammen in der Schweiz gelebt habe, kann er nichts ableiten. Der Beschwerdeführer übersieht, dass Art. 50 Abs. 1 AIG nicht für Konkubinatspaare gilt (vgl. BGE 144 I 266 E. 2.6). Dass Art. 50 Abs. 1 AIG von der "Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft " spricht, hilft dem Beschwerdeführer praxisgemäss nicht weiter (vgl. BGE 144 I 266 E. 2.1-2.7; vgl. ferner zum Begriff der Familiengemeinschaft Marc Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Migrationsrecht, 5. Aufl. 2019, N. 2 zu Art. 50 AIG).