Citation: 4A_696/2015 E. 3.5.5

3.5.5. Zusammenfassend ist festzustellen, dass aufgrund des Rückweisungsurteils verbindlich von einer gültigen gesellschaftsrechtlichen Verpflichtung auszugehen ist und die Vorinstanz die Verjährungseinrede zu Recht verwarf. Die Verpflichtung des Beschwerdeführers bestand darin, dafür zu sorgen, den bei "seiner" Aktiengesellschaft entstandenen Gewinn, der nach den gesellschaftsrechtlichen Vereinbarungen den Mitgesellschaftern zustand, diesen abzuliefern. Soweit er dieser Verpflichtung nicht nachkam, beging er eine Pflichtverletzung; das ist bereits bindend entschieden. Ob neben der gesellschaftsrechtlichen Grundlage auch ein Garantievertrag Rechtsgrund einer Forderung der Beschwerdegegner sein könnte, liess das Bundesgericht im Rückweisungsurteil vom 20. März 2012 wie erwähnt offen. Dies könnte nur eine Rolle spielen, wenn die Aktiengesellschaft trotz pflichtgemässem Verhalten des Beschwerdeführers die grundsätzlich geschuldeten Gewinnanteile nicht zahlt (z.B. zufolge Illiquidität). Diese Situation liegt nicht vor, weshalb die erneuten Vorbringen des Beschwerdeführers zum Garantievertrag von vornherein ins Leere stossen.