Citation: U 579/06 14.11.2007 E. 3

3.1 Es steht unbestritten fest, dass die psychische Problematik natürlich (teil-)kausal auf den Unfall vom 28. November 2002 zurückzuführen ist. Das kantonale Gericht hat sodann im Rahmen der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs erwogen, dass das Ereignis vom 28. November 2002 aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs entgegen dem Einspracheentscheid vom 9. Juni 2005 nicht den leichten, sondern den mittelschweren Unfällen zuzuordnen ist. Dies ist letztinstanzlich nicht umstritten. Von den weiteren, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140), müssten demnach für eine Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in gehäufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 140). Zu betonen ist, dass die Beurteilung dieser Kriterien, anders als nach der sog. Schleudertrauma-Praxis (BGE 117 V 359 und seitherige Entscheide), unter Ausschluss psychischer Komponenten erfolgt (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140; vgl. auch BGE 117 V 359 E. 6a in fine S. 367 und 369 E. 4b S. 382 f.). 3.2 Die Vorinstanz ist zum Ergebnis gelangt, es seien einzig und nicht in besonders ausgeprägter Weise die beiden Kriterien der körperlichen Dauerschmerzen sowie des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit erfüllt. 3.2.1 Die Beschwerdeführerin lässt zunächst einwenden, die Adäquanzprüfung sei zu früh erfolgt. Dieses Vorbringen ist unbegründet, waren doch spätestens im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides vom 9. Juni 2005 sämtliche Adäquanzkriterien zuverlässig beurteilbar. 3.2.2 Weiter wird für den Fall, dass dem ersten Einwand nicht gefolgt werden sollte, geltend gemacht, der adäquate Kausalzusammenhang sei in Anwendung von BGE 115 V 133 zu bejahen. Denn über die von der Vorinstanz anerkannten Kriterien hinaus seien auch diejenigen der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls, der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung und der ärztlichen Fehlbehandlung erfüllt. Gemäss den medizinischen Akten war die Heilbehandlung indessen schon bald nach dem Unfall in erster Linie auf unfallfremde Rückenbeschwerden und auf die psychische Problematik gerichtet, wobei Physiotherapie und Medikamente eingesetzt wurden. Eine länger dauernde regelmässige und zielgerichtete ärztliche Behandlung der bei der Prüfung der Adäquanzkriterien einzig zu berücksichtigenden unfallkausalen Beinverletzungen ist nicht ausgewiesen. Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung ist daher mit der Vorinstanz zu verneinen. Hieran würde entgegen der von der Versicherten vertretenen Auffassung nichts ändern, wenn sich im Rahmen der vom kantonalen Gericht angeordneten Rückweisung der Sache an den Unfallversicherer ein erneuter Behandlungsbedarf bezüglich der Beinverletzungen ergeben sollte. Entgegen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde genügt sodann der Umstand, dass die Fraktur des Fibulaköpfchens und die Zerrung des Seitenbandes erst nach der medizinischen Erstversorgung im Spital Y.________ diagnostiziert wurden, nicht, um das Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung als erfüllt zu betrachten, zumal mit der Vorinstanz auch keine Anhaltspunkte dafür gesehen werden können, dass sich die Unfallfolgen deswegen verschlimmert hätten. Selbst wenn schliesslich das umstrittene Kriterium der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls - ohne nähere Prüfung - bejaht würde, wäre es jedenfalls nicht in besonders ausgeprägter Weise gegeben. Es läge zudem gesamthaft keine Häufung von Kriterien vor, welche die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs gestatten würde. Dies gilt erst recht, wenn berücksichtigt wird, dass die Erfüllung des Kriteriums von Grad und Dauer der durch die unfallbedingten Beinverletzungen bedingten Arbeitsunfähigkeit nach Lage der Akten eher fraglich erscheint und grundsätzlich näherer Betrachtung bedürfte. Darauf muss aber nicht weiter eingegangen werden. Denn nach dem zuvor Gesagten ist unabhängig von der Bejahung oder Verneinung dieses Kriteriums der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 10. Dezember 2003 und der psychischen Beeinträchtigung nicht gegeben. Die Beschwerdegegnerin ist somit hiefür nicht leistungspflichtig.