Citation: 6B_661/2020 E. A

Mit Entscheid des Kreisgerichts St. Gallen (Jugendgericht) vom 20. März 2018 wurde A.________ wegen Tierquälerei, Entwendung eines Fahrzeuges zum Gebrauch, Fahrens ohne Berechtigung, mehrfachen Angriffs, mehrfacher einfacher Körperverletzung, versuchten Raubes, Raubes und Vergehens gegen das Waffengesetz schuldig gesprochen. Das Kreisgericht ordnete eine geschlossene Unterbringung gemäss Art. 15 Abs. 2 lit. a und lit. b JStG sowie gleichzeitig eine ambulante Behandlung im Sinne von Art. 14 JStG an. Zudem verurteilte es A.________ zu einem Freiheitsentzug von 10 Monaten, der zugunsten der Unterbringung aufgeschoben wurde. A.________ war seither in verschiedenen Institutionen untergebracht. Die Jugendanwaltschaft des Kantons St. Gallen beauftragte am 24. Dezember 2019 das Zentrum für Kinder- und Jugendforensik Zürich mit einer psychologischen Begutachtung von A.________, insbesondere betreffend die Frage der Massnahmefähigkeit und -willigkeit und der Wahrscheinlichkeit der Begehung von schweren Gewaltstraftaten in der Zukunft. Am 13. Februar 2020 beantragte A.________ die sofortige Entlassung aus der geschlossenen Unterbringung, die Aufhebung der ambulanten Behandlung sowie den Abbruch der am 24. Dezember 2019 angeordneten Begutachtung. Mit Verfügung vom 10. März 2020 wies die Jugendanwaltschaft die Anträge von A.________ auf sofortige Entlassung aus der geschlossenen Unterbringung, Aufhebung der ambulanten Behandlung sowie Abbruch der Begutachtung ab. Sie auferlegte A.________ die Verfahrenskosten in Höhe von insgesamt Fr. 2'000.-- und entschädigte dessen unentgeltlichen Rechtsvertreter mit Fr. 1'500.--.