Citation: 6P.180/2004 13.03.2005 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe im Verfahren stets eingewendet, sexuelle Handlungen hätten nur bei einer gewissen Sympathie stattgefunden. Indem die kantonalen Instanzen diesen Einwand als blosse Schutzbehauptung abtäten und annähmen, ein anderer Ausgang als eine sexuelle Handlung sei ausgeschlossen gewesen, verfielen sie in Willkür. Dass er über eine einschlägige Vorstrafe verfüge, besage nicht, dass er jegliche, sich irgendwie anbietenden sexuellen Kontakte mit männlichen Jugendlichen eingehen würde. Die kantonalen Instanzen sprächen ihm mit dieser Auffassung im Ergebnis jegliche Willensfreiheit ab. Er habe sich mit dem vermeintlichen Knaben beim Eingang des McDonald's-Restaurant beim Bahnhof SBB treffen wollen. Es sei offenkundig, dass an jenem Ort keine sexuellen Handlungen hätten stattfinden können. Es sei somit erstellt, dass er und der vermeintliche Jugendliche sich nach dem ersten Gespräch des Kennenlernens an einen anderen Ort hätten begeben müssen. Möglicherweise hätte der Jugendliche zuerst auch seine Geldforderungen gestellt. Ferner rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung der Begründungspflicht. Gemäss Art. 23 StGB sei eine Strafmilderung in Anwendung von Art. 66 StGB geboten. Die kantonalen Instanzen begründeten nicht, weshalb trotz der offensichtlichen Tatsache, dass es zu keinen sexuellen Handlungen gekommen sei, keine Strafmilderung erfolgen könne. 3.2 Die kantonalen Instanzen gelangen zum Schluss, der Beschwerdeführer habe zwecks Vornahme sexueller Handlungen zielgerichtet ein Treffen mit dem vermeintlichen 14-jährigen Knaben gesucht. Sein Einwand, sexuelle Handlungen hätten nur stattgefunden, wenn sich beim Treffen gezeigt hätte, dass die betreffende Person sympathisch gewesen wäre und vom Aussehen her seinen Vorstellungen von einer gepflegten Erscheinung entsprochen hätte, erachten sie als unglaubwürdig. Zumindest zu gegenseitiger Befriedigung hätte sich der Beschwerdeführer unabhängig der Person seines Chat-Partners hingegeben, zumal er für das Treffen eine längere Reise in Kauf genommen habe.