Citation: 1P.713/2004 04.08.2005 E. A

Am 3. Februar 2003 ersuchten X. und Y.________, Eigentümer einer Stockwerkeinheit an der A.________strasse in Z.________, die Einwohnergemeinde um eine Baubewilligung für die Erweiterung der bestehenden Dachlukarne von 1.25 m Breite auf eine Gesamtbreite von 6.25 m. In ihrem separaten Schreiben zum Baugesuch führten sie aus, die 4½-Zimmerwohnung im Jahre 1988 als Ferienwohnung gekauft zu haben. Seit fünf Jahren hätten sie nun ihren festen Wohnsitz nach Z.________ verlegt. In Anbetracht der vermehrten Nutzung und des grösseren Raumbedarfs hätten sie in Erwägung gezogen, die kleinen Schlafzimmer durch Erweiterung der bestehenden Dachlukarne des WC auf ein gesetzmässiges Raummass zu vergrössern. Die normale Raumhöhe von 2.30 m werde nur auf knapp 40% der darunter liegenden Vollgeschossfläche erreicht. Mit dem geplanten Umbau würde die vom Gesetz vorgeschriebene lichte Höhe von mindestens 2.30 m über der halben Bodenfläche erfüllt. Damit könnte die bisherige unzweckmässige Lösung, welche vom Gesetzgeber offensichtlich nicht gewollt sei und die Nutzung als Schlafraum stark beeinträchtige, vermieden werden. Mit Entscheid vom 5. März 2003 wies der Einwohnergemeinderat Z.________ die baupolizeiliche Bewilligung für die Verbreiterung der Dachlukarne und das Gesuch um Erteilung einer Ausnahmebewilligung ab. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, es liege kein Härtefall vor und die Argumente der Bauherrschaft könnten in einer Vielzahl von Fällen vorgebracht werden, weshalb von der bisherigen Praxis und von Art. 96 des Baureglements (in der Fassung vom 22. Februar 1994) nicht abgewichen werden könne.