Citation: 6B_376/2024 E. 2.4.3

2.4.3. Die Vorinstanz gelangt gestützt auf die von ihr zitierten Berichte, das Gutachten und die mündlichen Erläuterungen der Sachverständigen ohne Rechtsverletzung zum Schluss, dass weiterhin das Risiko besteht, dass es in Krankheitsphasen der Beschwerdeführerin zu schweren Opferschäden kommen könne. Sie zeigt überzeugend auf, dass das Absetzen der Medikation, Cannabiskonsum, Überlastung oder Stress im Alltag das Risiko einer schizomanischen Phase und damit weiterer einschlägiger Delikte erhöhen würden. Ferner legt sie willkürfrei dar, dass das letzte halbe Jahr gezeigt habe, dass der Cannabiskonsum weiterhin ein Thema sei und die Beschwerdeführerin ihren Umgang damit bagatellisiere, was von einer noch nicht hinreichenden Krankheitseinsicht zeuge. Schliesslich bezeichnet sie die gutachterlichen Ausführungen, wonach das Entlassungssetting bei der vorliegenden Ausgangslage (unzureichende Krankheitseinsicht, Cannabiskonsum, empfindliche Reaktionen auf Stress) zunächst während des Massnahmenvollzugs erprobt werden und die Vollzugslockerungen schrittweise vollzogen werden sollten, zu Recht als einleuchtend (Beschluss S. 34 f.; vgl. hierzu auch Akten Vollzug, Gutachten vom 23. Juni 2023 S. 46, 54 ff., 61 f.; Akten Vorinstanz, Einvernahmeprotokoll der Sachverständigen, pag. 120 ff., 124; Therapiezwischenbericht vom 21. Februar 2024, pag. 91; Verlaufsbericht vom 22. Februar 2024, S. 7 [nicht paginiert]). Diesbezüglich führte die Sachverständige aus, es gebe zum Zeitpunkt der Einvernahme ein relevantes Risiko, dass die Beschwerdeführerin bei Stressoren psychotisch dekompensiere, z.B. bei Veränderungen des Settings, des Wohnsettings, bei Cannabiskonsum, Wechsel der Arbeitsstelle (Akten Vorinstanz, Einvernahmeprotokoll der Sachverständigen, pag. 124), was - wie dargelegt - mit einem hohen Risiko für fremdaggressives Verhalten einhergeht (vgl. E. 2.4.2 i.f.). Insbesondere angesichts der Uneinsichtigkeit der Beschwerdeführerin bezüglich des Cannabiskonsums, der noch ungenügenden Krankheitseinsicht, des bisherigen Massnahmenverlaufs und des Umstands, dass das Entlassungssetting noch nicht erprobt werden konnte, ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz zum Schluss gelangt, dass die Voraussetzungen für eine bedingte Entlassung der Beschwerdeführerin noch nicht erfüllt sind und die Fortführung der stationären therapeutischen Massnahme geeignet sowie erforderlich ist, um der Gefahr weiterer mit der psychischen Störung der Beschwerdeführerin in Zusammenhang stehender Verbrechen oder Vergehen begegnen zu können.