Citation: 8C_303/2022 E. 7.3.2

7.3.2. Sodann wird eingewendet, die lohnmässige Ungleichbehandlung lasse sich auch nicht mit Unterschieden bei der Unterkompetenz "Flexibilität" unter dem Kriterium der Aufgabenvielfalt rechtfertigen. Zur Begründung wird allerdings wiederum vorgebracht, der allgemein bildende Unterricht gemäss Stellenbeschreibung Nr. 16023.000001 sei als Monofach zu qualifizieren, weshalb die Aufgabenvielfalt bei der Unterrichtserteilung nicht grösser sei als beim Sportunterricht. Ebenfalls unter Hinweis auf die Behauptung, es fehle ein Unterschied der Stellen hinsichtlich der Anzahl unterrichteter Fächer (weil nicht nur der Sportunterricht, sondern auch der Unterricht der übrigen Lehrpersonen an Berufsschulen ein Monofach beträfen), bemängeln die Beschwerdeführenden eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung hinsichtlich der Bewertung der Unterkompetenzen "Kommunikationsfähigkeit" (und dort in Bezug auf die Heterogenität des Empfängerkreises), "Führung" sowie "Kenntnisse, Fertigkeiten". 7.3.2.1. Das kantonale Gericht hat, wie dargelegt, willkürfrei festgestellt, dass die übrigen ABU-Lehrpersonen im Gegensatz zu den Beschwerdeführenden mehrere Fächer unterrichten. Daraus zu folgern, dass dementsprechend die fachbezogene Aufgabenvielfalt beim Unterrichten sowohl bezüglich der Inhalte wie auch der Methoden und Mittel der Wissensvermittlung grösser sei als bei einer Monofachlehrperson, ist vertretbar. 7.3.2.2. Gleiches gilt für die Ausführungen des kantonalen Gerichts, in Bezug auf die Heterogenität des Empfängerkreises würden die Stellenbeschreibungen Nr. 16022.000001 und 16023.000001 zwar viele übereinstimmende Zielgruppen aufweisen, jedoch würden die Unterrichtenden mehrerer Fächer im fachlichen Austausch mit Lehrpersonen verschiedener Fächer stehen, während sich die Sportlehrpersonen fachlich nur mit Lehrpersonen des gleichen Schulfachs auszutauschen hätten. Die Beschwerdeführenden legen nicht dar, aus welchem Grund diese vorinstanzliche Einschätzung willkürlich sein sollte. 7.3.2.3. Im Zusammenhang mit der Unterkompetenz "Führung" vermögen die Beschwerdeführenden aus der Behauptung, es liege kein Unterschied zwischen den zwei Stellenbeschreibungen hinsichtlich der unterrichteten Fächer vor (da beide sich auf Lehrpersonen mit nur einem zu unterrichtenden Fach beziehen würden), aus den nämlichen Gründen nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. 7.3.2.4. Die Sportlehrpersonen geben zudem nicht an, weshalb die Annahme im angefochtenen Urteil offensichtlich unrichtig sein sollte, wonach sich bezüglich der Unterkompetenz "Kenntnisse, Fertigkeiten" bei den übrigen ABU-Lehrpersonen (mit mehreren Fächern) die Anforderungen an die Praxis- und Umsetzungskenntnisse beim Unterrichten von mehr als einem Fach kumulierten und somit diesbezüglich von höheren Anforderungen ausgegangen werden könne. Sie bemängeln des Weiteren, das kantonale Gericht sei auf ihren Einwand, bei dieser Unterkompetenz gehe es nicht um "Schulfächer" im eigentlichen Sinn, sondern um Kenntnisse "in mehr als einem Fachbereich", wozu beim Sportunterricht auch Praxis- und Umsetzungskenntnisse im Bereich Pädagogik bzw. Didaktik - somit in mehreren Fachbereichen - zu zählen seien, nicht eingegangen. Auch dieses Argument ist nicht stichhaltig. Denn es liegt auf der Hand, dass es Praxis- und Umsetzungskenntnisse nicht nur im Sport, sondern auch für die Unterrichtstätigkeit in den anderen Fächern braucht. An der Vertretbarkeit der vorinstanzlichen Auffassung, beim Unterricht mehrerer Fächer sei auch Fachwissen in mehreren Fächern mit jeweils entsprechender Fachdidaktik gefordert, was mit höheren Anforderungen im Vergleich zum Monounterricht verbunden sei, ändert sich damit nichts. Die Folgerung der Vorinstanz, wonach die Anforderungen an die Unterkompetenz "Kenntnisse, Fertigkeiten" beim Unterrichten von mehr als einem Fach höher seien, läuft jedenfalls nicht in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwider. Dem kantonalen Gericht kann keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorgeworfen werden, weil es sich mit diesem Argumentarium nicht weiter auseinandergesetzt hat. Eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung liegt nicht vor.