Citation: 1C_286/2017 E. A

Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine führt gegen D.________ und weitere Personen eine Strafuntersuchung wegen Korruption. Es untersucht den Verdacht auf Zahlung von Euro 6,4 Mio. zur Bestechung ukrainischer Parlamentarier und Beamter im Zusammenhang mit der Lieferung von Bestandteilen an ukrainische Kernkraftwerke. Das Büro geht davon aus, dass die Bestechungsgelder auf zwei schweizerische Konten der in Panama registrierten A.________ S.A. bei der B.________ SA und der C.________ SA geflossen sind. Die Bundesanwaltschaft führt ebenfalls eine Strafuntersuchung gegen D.________. Diese betrifft den Verdacht auf Bestechung fremder Amtsträger und Geldwäscherei. Mit Rechtshilfeersuchen vom 29. Februar 2016 und Ergänzungsersuchen vom 28. April 2016 verlangte die Ukraine von der Schweiz verschiedene Rechtshilfemassnahmen, darunter die Übermittlung sämtlicher Bankunterlagen betreffend die A.________ S.A. Das Bundesamt für Justiz übertrug der Bundesanwaltschaft den Vollzug. Mit Verfügung vom 14. Juni 2016 trat die Bundesanwaltschaft auf das Rechtshilfeersuchen ein. Mit Schlussverfügung vom 19. Oktober 2016 entsprach sie dem Ersuchen und ordnete die Herausgabe diverser Bankunterlagen betreffend auf die A.________ S.A. lautende Konten bei den beiden erwähnten Banken an. Dagegen erhob die A.________ S.A. Beschwerde ans Bundesstrafgericht und verlangte gleichzeitig den Ausstand der Bundesanwaltschaft bzw. des leitenden Staatsanwalts. Mit Entscheid vom 4. Mai 2017 trat das Bundesstrafgericht auf das Ausstandsgesuch nicht ein und wies die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.