Citation: 8C_402/2020 E. 4.3

4.3. Aufgrund des überwiegend "administrativen Charakters" seiner angestammten Stelle ging die Vorinstanz weiter davon aus, er hätte ohne Gesundheitsschaden weiterhin eine ähnliche Tätigkeit, wenn auch in einer untergeordneten Position und verbunden mit einer deutlichen Einkommenseinbusse, ausgeübt. Auch eine solche auf Indizien gestützte Sachverhaltsfeststellung ist für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (vgl. Urteil 8C_453/2019 vom 3. Februar 2020 E. 1.3 mit weiterem Hinweis). Es ist diesbezüglich nicht ersichtlich, dass das kantonale Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat. Ebenso wenig ist dargetan, dass es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unberücksichtigt gelassen oder auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat (BGE 144 II 281 E. 3.6.2 S. 287). Insbesondere erscheint es nicht als offensichtlich unrichtig, das Stellenprofil der zuletzt ausgeübten Tätigkeit gemäss Arbeitszeugnis stärker zu gewichten als die ursprünglich absolvierte Ausbildung. Durfte die Vorinstanz somit willkürfrei davon ausgehen, der Versicherte hätte als Gesunder eine gegenüber der zuletzt ausgeübten Tätigkeit untergeordnete administrative Tätigkeit ausgeübt und steht ihm eine solche gemäss ärztlichem Zumutbarkeitsprofil weiterhin offen, so ist der Verzicht der Vorinstanz auf eine Bezifferung des Valideneinkommens nicht zu beanstanden. Ist nämlich sowohl Validen- wie auch Invalideneinkommen aufgrund desselben Tabellenwertes der LSE zu bemessen, so entspricht der Invaliditätsgrad - unter Vorbehalt eines Abzuges vom Tabellenlohn im Sinne von BGE 129 V 472 - dem Grad der Arbeitsunfähigkeit.