Citation: 8C_386/2022 E. A

A.________ betreibt mit B.________ seit 2015 gemeinschaftlich die Praxis C.________ (einfache Gesellschaft im Sinne von Art. 530 ff. OR). Am 24. März 2020 reichte B.________ für die sechs gemeinsamen Arbeitnehmenden eine Voranmeldung für Kurzarbeit für die Zeit vom 1. bis 19. April 2020 ein. Mit Entscheid vom 21. April 2020 hielt das Amt für Arbeitslosenversicherung (AVA) fest, dass Kurzarbeitsentschädigung für die Zeit vom 24. März bis 23. September 2020 durch die Arbeitslosenkasse ausgerichtet werden könne, sofern die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt seien. Mit E-Mail vom 15. Dezember 2020 teilte das AVA mit, dass die beiden Partner der Praxisgemeinschaft einzeln im Handelsregister eingetragen seien und sie daher auch zwei getrennte Voranmeldungen vorzunehmen hätten. Ihnen werde auch je eine eigene Nummer im Betriebs- und Unternehmensregister (BUR) zugeteilt. Es seien daher nochmals zwei separate Voranmeldungen einzureichen. Am 21. Dezember 2020 ging eine entsprechende Voranmeldung von A.________ ein. Mit Wiedererwägungsentscheid vom 6. Januar 2021 ersetzte das AVA die Verfügung vom 21. April 2020 und erkannte, dass eine Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung für den Zeitraum vom 24. März bis 31. August 2020 erfolgen könne, sofern die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt seien. Nachdem am 22. März 2021 ein Antrag um Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung mit der BUR-Nummer von A.________ eingegangen war, verfügte die Arbeitslosenkasse am 13. September 2021 bzw. am 6. Oktober 2021, dass für April 2020 kein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung bestehe, da der Antrag vom 22. März 2021 nicht fristgerecht eingereicht worden sei. Daran hielt das AVA mit Einspracheentscheid vom 12. November 2021 fest.