Citation: 2C_387/2015 E. 2.3

2.3. Das hohe öffentliche Interesse an der Wegweisung kann keinen ernstlichen Zweifeln unterliegen. Die verübten Straftaten gewichten stark und sind von wachsender krimineller Energie geprägt, zumal sie sich gegen engste Vertraute des Beschwerdeführers richteten. Im Strafverfahren war dem Täter fehlende Reue zu attestieren (zit. Urteil 6B_20/2012 E. 2.3). Auch später sah sich der Beschwerdeführer in einer Opferrolle (Führungsbericht des Amts für Justizvollzug des Kantons Solothurn vom 18. Juni 2014). Es trifft zwar zu, dass der forensische Psychotherapeut der Strafanstalt Wauwilermoos die Rückfallswahrscheinlichkeit als gering beschrieb (Bericht vom 1. Februar 2015). Bei schwerwiegenden Gewaltdelikten und bei wiederholter Delinquenz muss indes auch ein möglicherweise geringes Rückfallrisiko nicht hingenommen werden (BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34), zumal es sich hier um Delikte im Sinne von Art. 121 Abs. 3 lit. a BV handelt (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34). Hinzu kommt, dass bei Drittstaatsangehörigen das Vorliegen einer gegenwärtigen Gefährdung - im Unterschied zur Rechtslage nach Freizügigkeitsabkommen (Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA; SR 0.142.112.681) - zum einen keine Grundvoraussetzung für aufenthaltsbeendende Massnahmen darstellt (BGE 136 II 5 E. 4.2 S. 20) und zum andern auch generalpräventive Gesichtspunkte zulässig sind (BGE 136 II 5 E. 4.2 S. 20).