Citation: 2C_188/2023 E. 1.2.2

1.2.2. Die Beschwerdeführer beanstanden, das vorliegende Amtshilfeersuchen vom 21. Februar 2017 stelle eine "fishing expedition" dar. Die vom Bundesgericht entwickelten Kriterien zur Zulässigkeit von Listenersuchen seien nicht erfüllt. Die Beschwerdeführer kritisieren mit diesem Vorbringen die einzelfallspezifische Anwendung der bundesgerichtlichen Praxis. Gemäss der ständigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung soll das Erfordernis der voraussichtlichen Erheblichkeit einen möglichst umfassenden Informationsaustausch gewährleisten. Dabei ist es den Vertragsstaaten klarerweise nicht gestattet, Informationen aufs Geratewohl (sogenannte "fishing expeditions") oder Auskünfte zu verlangen, von denen wenig wahrscheinlich ist, dass sie Licht in die Steuerangelegenheiten einer bestimmten steuerpflichtigen Person bringen würden (vgl. BGE 146 II 150 E. 6.1.1 f.; 143 II 185 E. 3.3.1). Um "fishing expeditions" auszuschliessen, hat das Bundesgericht mit Blick auf Gruppenersuchen drei Zulässigkeitskriterien entwickelt (vgl. BGE 143 II 136 E. 6.1), die aus Gründen der Kohärenz auch auf Listenersuchen Anwendung finden (vgl. BGE 146 II 150 E. 6.1.3; 143 II 628 E. 5.1). Der blosse Hinweis der Beschwerdeführer auf einen Globalverdacht der ersuchenden Behörde und ihr Vorbringen, die genannten drei Kriterien seien nicht erfüllt, weswegen ein unzulässiges Amtshilfeersuchen vorliege, ist nicht geeignet, eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung darzutun. Die Rügen betreffen lediglich die konkrete Rechtsanwendung.