Citation: 8C_211/2018 E. 4.3

4.3. Beschwerdeweise wird einzig gerügt, dass kein leidensbedingter Abzug infolge Teilzeitpensums gewährt worden sei. Ein solcher sei jedoch gerechtfertigt, weil Teilzeitbeschäftigte im Vergleich zu Vollzeitbeschäftigten höhere Fixkosten (Rekrutierungs-, Einstellungs-, Infrastruktur, Administrations-, Einarbeituns-, Weiterbildungskosten) verursachen würden. Es sei demnach davon auszugehen, dass bei Personen die bloss noch eine Teilzeitbeschäftigung ausüben können, ein Tabellenabzug zu gewähren sei. Diese Kostennachteile bestünden auch bei ganztägiger Präsenz mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zwar vollschichtig umsetzbar, seine Leistungsfähigkeit betrage aber lediglich 70%. Es sei hierbei unerheblich, ob sich die prozentuale Einschränkung im erhöhten Pausenbedarf niederschlage oder seine Präsenzzeit auf 70% gesetzt werde. Fakt sei, dass der Arbeitgeber auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt den Lohn ausrichte, welcher in Korrelation zur erbrachten Leistung stehe.