Citation: 1C_415/2023 E. 6.1

6.1. Die Vorinstanz bestreitet im angefochtenen Urteil nicht, dass neben dem Schweinehaltungsbetrieb des Beschwerdegegners weitere Geruchsquellen in der Umgebung der Wohnungen der Beschwerdeführenden bestehen. Sie hält jedoch fest, gemäss Luftreinhalte-Verordnung seien verschärfte Emissionsbegrenzungen bei einer einzelnen Anlage nur dann anzuordnen, wenn zu erwarten sei bzw. feststehe, dass diese Anlage allein für die übermässigen Immissionen verantwortlich sei (Art. 5 Abs. 1 LRV). Verursache eine Anlage die übermässigen Immissionen dagegen nicht allein, sondern zusammen mit anderen Emissionsquellen, so seien die bei allen Verursacherinnen und Verursachern erforderlichen Emissionsbegrenzungen aufeinander abzustimmen und diese durch einen Massnahmenplan zu koordinieren (Art. 44a USG, Art. 31 ff. LRV). Ein solcher Plan ermögliche es insbesondere, alle Emittentinnen und Emittenten rechtsgleich zu behandeln und zu einem anteilmässigen Beitrag zur Verbesserung der Situation anzuhalten. Die Beschwerdeführenden würden aber nicht verlangen, dass ein solcher Massnahmenplan ausgearbeitet werde. Entgegen ihrer Auffassung habe für die Gemeinde daher keine Veranlassung bestanden, im Baupolizeiverfahren die Gesamtimmissionssituation umfassend zu erheben, zumal für die Ausarbeitung eines Massnahmenplans nicht die Gemeinde, sondern das Amt für Umwelt und Energie zuständig sei. Sodann sei auch das Ausbringen des Hofdüngers nicht zu berücksichtigen, da die verschärften Emissionsbegrenzungen nur Immissionen betreffen würden, die von Anlagen ausgingen.