Citation: 1C_22/2020 E. 3.5

3.5. Das Verwaltungsgericht hielt im angefochtenen Entscheid zu diesem Ablauf fest, es ergebe sich daraus, dass die Gestaltungskommission der vorgesehenen Randbebauung von Anfang an sehr positiv gegenübergestanden habe. Bei der Präsentation des Richtprojekts am 30. Oktober 2012 habe sie das Vorhaben gelobt, mit dem ein eindeutig besseres Resultat als mit der Regelbauweise erzielt werde. Nur in vereinzelten Punkten habe sie Änderungen angeregt. Dass die Gestaltungskommission schon früh zwei Mitglieder delegierte, um das Projekt zu begleiten, sei nicht zu beanstanden, sondern habe ermöglicht, die Anliegen der Gestaltungskommission direkt in das Vorhaben einfliessen zu lassen. Dass die Gestaltungskommission bereits zum Richtprojekt Stellung genommen habe, erscheine sinnvoll. Hätte dieses nämlich nicht genügt, hätte die Beschwerdegegnerin rechtzeitig reagieren und einen anderen Weg einschlagen können. Da das Richtprojekt die Gestaltungskommission aber offensichtlich habe überzeugen können, habe sie es als genügend angesehen, dass ihre beiden Mitglieder die weitere Umsetzung bzw. die Ausarbeitung begleiteten. Daraus lasse sich schliessen, dass den an der Sitzung erwähnten Kritikpunkten keine entscheidende Bedeutung zugekommen sei, zumal die Gestaltungskommission zu Detailfragen im Baubewilligungsverfahren Stellung nehmen könne. Sodann habe die am 2. Februar 2017 beschlossene Ergänzung der Protokolle vom 30. Oktober 2012 und vom 9. Januar 2013 aufgezeigt, dass die Gestaltungskommission den Überbauungsplan mit der geplanten Randbebauung als positiv beurteilte und an dieser Beurteilung stets festgehalten habe. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin sei das Vorgehen der Gestaltungskommission nicht zu beanstanden und stehe in Einklang mit Art. 68 Abs. 2 BauV, welcher das Verfahren für die Beurteilung durch die Gestaltungskommission nicht regle.