Citation: 5P.264/2000 14.08.2000 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer 1 bestreitet die Angemessenheit der seinem Offizialanwalt aus der Gerichtskasse zugesprochenen Entschädigung. Es bedarf keiner weiteren Erörterung, dass die staatsrechtliche Beschwerde nur zur Verfolgung eigener Rechte ergriffen werden kann (zuletzt: BGE 125 I 161 E. 2a S. 162 mit Hinweisen) und deshalb die Legitimation des Mandanten gegen einen seinen Offizialanwalt treffenden Entscheid näher zu begründen ist (Art. 88 OG; allgemein zuletzt: BGE 126 I 43 E. 1a S. 44 und 81 E. 3b S. 85 mit Hinweisen). In welchen rechtlich geschützten Interessen der Beschwerdeführer 1 persönlich und unmittelbar betroffen sein könnte, ist schwer nachvollziehbar. Gegenteils kann ihm eine möglichst niedrige Entschädigung seines Offizialanwalts vordergründig recht bzw. gleichgültig sein, zumal der Staat ihn zur Rückerstattung erbrachter Leistungen anhalten darf, wenn sich seine wirtschaftliche Situation binnen zehn Jahren verbessert (§ 85 ZPO/TG; BGE 122 I 5 E. 4a S. 6, Abs. 2), bzw. sein Offizialanwalt ohnehin nicht befugt ist, von ihm eine zusätzliche Entschädigung zu verlangen, selbst wenn die aus der Gerichtskasse bezahlte Entschädigung nicht dem vollen Honorar entsprechen sollte (BGE 108 Ia 11 E. 1 S. 12; 117 Ia 22 E. 4e S. 26; 122 I 322 E. 3b S. 325/326). Mittelbar könnte der Beschwerdeführer 1 freilich in seinen Interessen betroffen sein, wenn wegen zu geringer Entschädigung des Offizialanwalts eine effektive Vertretung nicht gewährleistet wäre oder inskünftig kein Rechtsvertreter mehr gefunden werden könnte. Ersteres behauptet der Beschwerdeführer 1 zwar, doch belegt er in tatsächlicher Hinsicht durch nichts, dass er im (erfolgreich durchgeführten) Abänderungsprozess nicht hinreichend vertreten gewesen wäre (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 125 I 173 E. 1b S. 175; 120 Ia 227 E. 1 S. 229 und 369 E. 1a S. 371, je mit Hinweis). Bei diesem Verfahrensausgang für den Beschwerdeführer 1 kann seinem Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege nicht entsprochen werden. Dass Partei bezüglich der Offizialanwaltsentschädigung der Rechtsanwalt ist, folgt bereits aus dem obergerichtlichen Rekursentscheid (E. 3a/cc S. 5), mit dem der Beschwerdeführer 1 sich in diesem Punkt überhaupt nicht befasst. Seiner staatsrechtlichen Beschwerde konnte unter diesen Umständen von Beginn an kein Erfolg beschieden sein (Art. 152 OG). Es rechtfertigt sich allerdings nicht, für sein Verfahren eigens Kosten einzufordern.