Citation: 4A_369/2014 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin behauptet, es sei unbestritten geblieben, dass mit einer Sanierung gemäss der Offerte der J.________ AG (Beilage 20) der vertragsgemässe Zustand hergestellt werde. Indem die Vorinstanz dies übergangen habe, habe sie den Verhandlungsgrundsatz nach Art. 55 ZPO verletzt. Die Argumentation der Beschwerdeführerin verfängt nicht. Zu der mit der Duplik eingereichten Offerte der J.________ AG vom 14. August 2013 führte die Beschwerdeführerin gemäss ihren eigenen Angaben aus, dass jene eine Verbesserung des Brand- und Korrosionsschutzes an Deckenuntersichten (inkl. Unterzügen), Wänden und Stützen zu einem Betrag von Fr. 102'600.-- vorsehe. Damit seien beide Einwände der Beschwerdegegnerin gegen die J.________ AG ausgeräumt. Andere Gründe, weshalb die Arbeiten der J.________ AG nicht geeignet sein sollten, den Brand- und Korrosionsschutz zu verbessern, habe die Beschwerdegegnerin nicht vorgebracht. Der Nachbesserung des Brand- und Korrosionsschutzes durch die J.________ AG stehe damit nichts entgegen. Wenn diese Vorbringen der Beschwerdeführerin von der Beschwerdegegnerin mangels Stellungnahme zu den Dupliknoven bzw. Durchführung einer Hauptverhandlung nicht bestritten wurden, ist damit nicht unbestritten geblieben, dass mit einer Sanierung gemäss der Offerte der J.________ AG der vertragsgemässe Zustand hergestellt werde. Gemäss den eigenen Vorbringen der Beschwerdeführerin sieht die Offerte der J.________ AG wiederum nur eine Verbesserung des Brand- und Korrosionsschutzes vor, nicht aber eine Verstärkung der Bewehrungsüberdeckung auf 30 mm. Nun hat aber die Vorinstanz festgestellt, dass eine Bewehrungsüberdeckung von 30 mm vertraglich vereinbart worden sei. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, dass diese Feststellung offensichtlich unrichtig wäre; sie ist demnach für das Bundesgericht verbindlich (siehe Erwägung 2.3). Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, hat die Beschwerdegegnerin Anspruch auf eine Nachbesserung, die zu einem Zustand führt, der in allen seinen Eigenschaften der vertraglich vereinbarten Bewehrungsüberdeckung von 30 mm entspricht. Die Beschwerdeführerin behauptete nicht, die Offerte der J.________ AG habe die Erreichung eines solchen Zustandes zum Ziel, womit dieser die Relevanz abgeht. Da es somit nach der zutreffenden Beurteilung der Vorinstanz nicht entscheiderheblich ist, dass die Offerte der J.________ AG vom 14. August 2013 der Verbesserung des Brand- und Korrosionsschutz dient, wie die Beschwerdeführerin in der Duplik geltend machte, spielt es auch keine Rolle, dass die Beschwerdegegnerin diese Behauptung nicht bestritten hat. Eine Verletzung der Verhandlungsmaxime scheidet unter diesen Umständen aus.