Citation: 1C_543/2021 E. 8.6.3

8.6.3. Das Bundesgericht erachtete in den beiden genannten Urteilen somit eine raumplanerische Gesamtbetrachtung der Parkierungsanlagen für Flughafenbenützer in der Region unter Einbezug der Off-Airport-Parkierungsanlagen als geboten, um zu verhindern, dass die in Bezug auf das Flughafenareal geltenden emissionsbegrenzenden Massnahmen durch letztere Anlagen unterlaufen werden. Mit diesen Massnahmen gemeint war dabei namentlich der in Festlegung 11 des SIL-Objektblatts "Flughafen Zürich" und in Ziff. 4.5.2 des kantonalen Richtplans enthaltene Zielwert für den Modalsplit. Das Bundesgericht kam ferner zum Schluss, die erwähnten verkehrsplanerischen Instrumente des SIL-Objektblatts "Flughafen Zürich" und des kantonalen Richtplans und damit namentlich der Richtplanvorbehalt gemäss dessen Ziff. 4.5.3 lit. c bezweckten die im Hinblick auf das genannte Ziel als geboten erachtete Gesamtbetrachtung. Zudem bejahte es unter anderem grundsätzlich eine Pflicht der Gemeinden, diesen Richtplanvorbehalt in ihrer Nutzungsplanung umzusetzen. Zwar bildete die Frage, ob der Richtplanvorbehalt gemäss Ziff. 4.5.3 lit. c des kantonalen Richtsplans im öffentlichen Interesse liege, in den beiden Urteilen nicht Streitgegenstand und äusserte sich das Bundesgericht nicht ausdrücklich dazu. Aus seinen Erwägungen geht jedoch hervor, dass es diese Frage implizit bejahte. Ebenso ergibt sich daraus, dass es eine Umsetzung des Richtplanvorbehalts in der Nutzungsplanung der Gemeinden als im öffentlichen Interesse beurteilte.