Citation: 4A_736/2012 E. A

A.a. A.________ (Kläger, Beschwerdeführer) war ab dem 1. Januar 1993 bei der X.________ AG als Produktmanager tätig. Mit Schreiben vom 18. Oktober 1995 kündigte die X.________ AG das Arbeitsverhältnis fristlos. A.________ beauftragte in der Folge Rechtsanwalt B.________ (Beklagter, Beschwerdegegner) mit der Wahrung seiner Interessen. A.b. Mit Vereinbarung vom 9. November 1995 hoben A.________ und die X.________ AG den Arbeitsvertrag per 31. Dezember 1995 auf und stellten fest, die Arbeitgeberin nehme die fristlose Kündigung zurück, gewähre A.________ auf dessen Wunsch hin einen unbezahlten Sonderurlaub vom 18. Oktober bis 31. Dezember 1995 und habe ihm gegenüber keinerlei Zahlungsverpflichtungen mehr. B.________ teilte A.________ mit, er schliesse vereinbarungsgemäss das Mandat ab. A.c. Mit Schreiben vom 21. Dezember 1995 wandte sich Dr. D.________, Chefarzt der Stiftung Z.________, an B.________. Er teilte ihm mit, A.________ sei in stationärer Behandlung und es sei bei ihm eine "schwere psychische Störung" festgestellt worden, weshalb ihm "aus deutscher Sicht" Krankentaggeld zustehe und dessen Kündigung wegen der bestehenden psychischen Krankheit nicht "durchführbar" gewesen sei. A.d. Am 7. Februar 1996 gelangte B.________ an die Kollektiv-Krankentaggeldversicherung (nachfolgend: Versicherung) der X.________ AG und machte geltend, A.________ habe wegen der während der Anstellungszeit eingetretenen Krankheit Anspruch auf Krankentaggelder. Die Versicherung teilte am 19. April 1996 mit, es bestehe keine Leistungspflicht. A.________ habe einen unbezahlten Sonderurlaub bezogen, weshalb kein Erwerbsausfall infolge Krankheit entstanden sei. Zudem habe er nach Art. 8 Abs. 2 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) den Anspruch auf Versicherungsleistungen verloren, weil er ohne Zustimmung der Versicherung die Schweiz verlassen habe. Schliesslich müssten in der Annahme, dass A.________ die Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz verloren habe, auch gestützt auf Art. 8 Abs. 3 AVB keine Leistungen ausbezahlt werden, weil die gesetzliche Lohnfortzahlungspflicht der Arbeitgeberin spätestens mit Dienstaustritt per Ende Dezember 1995 erloschen sei. A.e. Am 24. April 1996 stellte B.________ die Antwort der Versicherung A.________ zu. Er teilte ihm mit, er rate von einer gerichtlichen Klage ab. Es sei davon auszugehen, dass die AVB vor Gericht standhalten würden. Ohne ausdrücklichen Gegenbericht schliesse er daher das Mandat ab. Am 5. Mai 1996 stellte er A.________ die Honorarnote für seine Bemühungen vom 21. Dezember 1995 bis zum 30. April 1996 zu. A.f. Am 29. Mai 1996 wandte sich Rechtsanwalt C.________ (Litisdenunziat) aus Hamburg an die Versicherung. Er teilte mit, A.________ habe ihn als Freund um Rat gefragt und ihm das Schreiben der Versicherung vom 19. April 1996 mit der Bitte um rechtliche Beurteilung vorgelegt. Er habe auch mit B.________ noch einmal über diese Angelegenheit gesprochen. Seiner Auffassung nach bestehe auch unter Berücksichtigung von Art. 8 Abs. 2 und 3 AVB ein Anspruch auf Versicherungsleistungen. Die Versicherung hielt mit Schreiben vom 5. Februar 1997 an ihrem Standpunkt fest. A.g. Mit Klage vom 22. April 2005 beantragte A.________ dem Bezirksgericht Kreuzlingen, die X.________ AG sei (im Sinne einer Teilklage) zur Zahlung von Fr. 38'989.50 nebst Zins zu verpflichten. Mit Urteil vom 20. November 2006 wies das Bezirksgericht Kreuzlingen die Klage mit der Begründung ab, die Parteien hätten am 9. November 1995 einen Aufhebungsvertrag abgeschlossen und sich damit per Saldo aller Ansprüche geeinigt. Auf die dagegen erhobene Berufung des anwaltlich vertretenen A.________ trat das Obergericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 25. Januar 2007 nicht ein, weil die Berufungserklärung zu spät eingereicht worden war. Ein Wiedererwägungsgesuch wies das Obergericht am 22. Mai 2007 ab. Auch mit einem Revisionsbegehren blieb A.________ zunächst vor dem Bezirksgericht Kreuzlingen und danach vor dem Obergericht des Kantons Thurgau erfolglos. Die Haftpflichtversicherung des betroffenen Rechtsanwalts entschädigte A.________ nach Vergleichsverhandlungen mit Fr. 200'000.--.