Citation: 6B_442/2021 E. 4.2

4.2. Der vorinstanzlichen Auffassung, wonach grundsätzlich allein der Bezirksgerichtsentscheid vom 7. Januar 2020, nicht aber der Strafbefehl in Revision gezogen werden könne, kann nicht gefolgt werden. Urteile im Sinne von Art. 410 Abs. 1 StPO sind Entscheide, in denen über Straf- und Zivilfragen materiell befunden wird; die anderen Entscheide ergehen in der Form eines Beschlusses oder einer Verfügung (Art. 80 Abs. 1 StPO). Gegen Letztere ist die Revision nicht zulässig (BGE 141 IV 269 E. 2.2.2 mit Hinweis). Dies betrifft auch die Abschreibung des Verfahrens infolge Rückzugs der Einsprache gegen den Strafbefehl. Denn nach dem Rückzug der Einsprache ist die Situation nicht anders, als wäre diese nie erhoben worden. Das Verfahren wird mit dem Rückzug unmittelbar beendet und der Abschreibungsbeschluss hat lediglich deklaratorischen Charakter (MICHAEL DAPHINOFF, Das Strafbefehlsverfahren in der Schweizerischen Strafprozessordnung, Zürich 2012, S. 624 f.; in Bezug auf Abschreibungsbeschlüsse im kantonalen Rechtsmittelverfahren: BGE 141 IV 269 E. 2.2.2 f. mit Hinweis). Eine Revision des Bezirksgerichtsentscheids, mit welchem das Strafverfahren als erledigt abgeschrieben wurde, ist folglich von vornherein ausgeschlossen. Der vorinstanzliche Entscheid, nicht auf das entsprechende Revisionsgesuch des Beschwerdeführers einzutreten, ist damit, wenn auch nicht in der Begründung, so doch im Ergebnis, richtig.