Citation: 8C_350/2022 E. 5.1

5.1. Nicht stichhaltig sind die Einwendungen des Beschwerdeführers gegen die vorinstanzliche Feststellung einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ab dem Unfallzeitpunkt (mit Ausnahme der akuten Heilbehandlungszeit). Er legt nicht substanziiert dar, inwieweit die Vorinstanz mit den diesbezüglichen Erwägungen den Untersuchungsgrundsatz oder die Beweiswürdigungsregeln (bzw. Art. 61 lit. c ATSG) missachtet haben soll, sondern bemängelt im Wesentlichen das Ergebnis der vorinstanzlichen Beweiswürdigung. Nicht zu beanstanden ist namentlich, dass die Vorinstanz dem Gutachten vom 20. April 2015 insofern eingeschränkten Beweiswert zuerkannte, als darin die erst in der Folge eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustands (betreffend die Beschwerden an Füssen, Knie, Schulter und Nacken) noch nicht beurteilt werden konnte. Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers durfte die Vorinstanz damit hinsichtlich dieser Beschwerden offen lassen, ob das Gutachten umfassend ist oder nicht. Die diesbezügliche Rüge eines unvollständig und rechtsfehlerhaft erhobenen medizinischen Sachverhalts ist somit unbegründet. Die Vorinstanz setzte sich hinreichend - mithin ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) bzw. ihrer Begründungspflicht (Art. 61 lit. h ATSG) - mit der erhobenen Kritik an allen drei Gutachten und den hierzu angerufenen medizinischen Unterlagen auseinander. Anders als der Beschwerdeführer annimmt, legte sie einlässlich und schlüssig dar, weshalb die weiteren medizinischen Berichte den Beweiswert der drei Gutachten nicht zu schmälern vermögen. Namentlich unbegründet ist die Kritik am Gutachten vom 24. Mai 2017 und demjenigen vom 27. Januar 2019 in Bezug auf die geltend gemachten fehlenden bildgebenden Untersuchungen. Grundsätzlich ist es der Gutachterstelle überlassen, über Art und Umfang der aufgrund der konkreten Fragestellung erforderlichen Untersuchungen zu befinden. Es ist nicht ersichtlich, weshalb die PMEDA-Experten nicht in der Lage gewesen sein sollen, die behaupteten gesundheitlichen Beschwerden und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers schlüssig zu beurteilen. Nicht stichhaltig ist daher auch sein Einwand, er hätte zusätzlich psychiatrisch untersucht werden müssen, zumal er im Verwaltungsverfahren nichts gegen die vorgesehene bidisziplinäre Begutachtung einwendete. Die Vorinstanz legte vielmehr in nicht zu beanstandender Weise dar, dass gemäss Gutachten der PMEDA vom 24. Mai 2017 keine die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende psychische Erkrankung diagnostiziert wurde. Die psychiatrische Untersuchung ergab lediglich eine leichtgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0), der ausdrücklich keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zugeschrieben wurde. Dass für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im zeitlichen Verlauf zwingend eine psychiatrische Fachperson hätte beigezogen werden müssen, ist nicht erkennbar. Dies ergibt sich ebensowenig in Bezug auf das angeführte Schmerzerleben des Beschwerdeführers. Die (chronischen) Schmerzen des Bewegungsapparates bildeten ausserdem auch Gegenstand der orthopädischen Untersuchung (vgl. Urteil 8C_602/2017 vom 1. März 2018 E. 4.3 mit Hinweisen). Medizinische Hinweise, dass hinsichtlich der Schmerzproblematik eine psychiatrische Expertise angezeigt gewesen wäre, vermag der Beschwerdeführer nicht zu nennen. Die lediglich bidisziplinäre Untersuchung schmälert die Beweiskraft des Verlaufsgutachtens daher nicht.