Citation: 1C_625/2023 E. 6.4

6.4. Die Beschwerdeführenden verneinen ein "ernsthaftes" öffentliches Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands. Sie machen geltend, während 15 Jahren habe kein Bedürfnis an einem Rückbau der Gartengestaltung bestanden; der Unterhalt des Bachtobels sei auch ohne Beanspruchung der Nachbarsgrundstücke möglich gewesen. Die rechtswidrige Gartenanlage missachtet den mit der Anlagebaulinie des Gestaltungsplans "Besmer-Hoof" bereits reduzierten gesetzlichen Waldabstand von 25 m (§ 75 Abs. 1 Planungs- und Baugesetz vom 21. Dezember 2011 [PBG/TG; RB 700]) und den Unterhaltskorridor von 5 m ab der Waldgrenze erheblich. Die Zielsetzung des Waldabstands Iiegt darin, den Wald vor natürlicher oder menschlicher Zerstörung zu bewahren (Urteil 1C_282/2021 vom 10. Juni 2022 E. 6.3). Der Waldabstand soll u.a. eine zweckmässige Bewirtschaftung und Erschliessung des Waldes ermöglichen und dem hohen ökologischen Wert des Waldrands Rechnung tragen (Urteil 1C_139/2017 vom 6. Februar 2018 E. 9.2.1 mit Hinweisen). Waldränder sind sowohl wegen ihres landschaftlichen, biologischen und ästhetischen Wertes als auch angesichts ihrer vermehrten Gefährdung besonders zu schützen (BGE 113 Ib 403 E. 4c/aa S. 409; Urteil 1C_119/2008 vom 21. November 2008 E. 2.4, nicht publ. in: BGE 135 II 30). Der Fortbestand der fraglichen Gartenanlage in dieser Umgebung widerspricht somit diametral den Schutzzielen. Dass die Beschwerdeführenden nicht schon zu einem früheren Zeitpunkt aufgefordert wurden, ein Baugesuch einzureichen, ändert daran nichts.