Citation: 6B_57/2021 E. 2.1

2.1. Während die Auslegung des dritten, in Euro gewährten, Darlehens unstrittig ist, macht der Beschwerdeführer zusammengefasst geltend, die Darlehensverträge vom 30. April 2010 und 23. Juli 2011 seien von der Vorinstanz falsch ausgelegt worden. Beide Darlehen hätten - entgegen dem angefochtenen Urteil - eine (der eigentlichen Darlehensgewährung vorgelagerte) Aufbewahrungspflicht im Sinne eines Hinterlegungsvertrags beinhaltet. Während dieser Dauer habe der Beschwerdegegner das Geld nicht verwenden dürfen. Zudem habe die Vorinstanz den in den ersten beiden Darlehensverträgen vereinbarten Darlehenszweck der "Gründung" einer Investmentfirma falsch ausgelegt. Sie habe zu Unrecht erwogen, dass die Parteien damit den Aufbau der Firma des Beschwerdegegners gemeint hätten. Entsprechend sei die Vorinstanz fälschlicherweise davon ausgegangen, dass der Beschwerdegegner zur Verwendung (zumindest substantieller Teile) der Darlehen für den Aufbau seiner Firma berechtigt gewesen sei. Der Begriff der "Gründung" habe sich dem Beschwerdeführer zufolge jedoch nur auf den eigentlichen Gründungsakt, mithin relativ tiefe Umfirmierungskosten, bezogen. Es ergebe sich aus den Verträgen, dass der Beschwerdegegner einen wesentlichen Teil der Darlehenssumme an den Finanzmärkten (mindestens werterhaltend) hätte investieren müssen. Der Beschwerdegegner habe die Darlehen jedoch auf seine privaten Konten verschoben und abredewidrig zur Bestreitung des eigenen - luxuriösen - Lebensunterhalts verprasst.