Citation: 6B_127/2022 E. 4.4

4.4. Nach dem unbeanstandeten und für das Bundesgericht gemäss Art. 105 Abs. 1 BGG daher verbindlichen Sachverhalt kam dem Beschwerdeführer gegenüber den Geschädigten nie ein Erfüllungswille zu (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.3 S. 11 f.). Indem der Beschwerdeführer seinen Erfüllungswillen lediglich vorspiegelte, handelte er nach dem oben Dargelegten bereits grundsätzlich arglistig. Dass und inwiefern eine mögliche und zumutbare Überprüfung des Beschwerdeführers durch die Käufer seine Erfüllungsunfähigkeit nahegelegt hätte, ist weder dargelegt noch ersichtlich. Auch wenn die Internetplattformen auf die angebotenen Sicherheitsvorkehrungen hinweisen, sind Vorauszahlungen üblich und für die praktische Bedeutung von Internetauktionen wichtig (vgl. bereits Urteil 6B_147/2009 vom 9. Juli 2009 E. 1.6.1). Ohne grossen Aufwand ist es potentiellen Käufern in der Regel zwar möglich, allfällige Bewertungen des Verkäufers auf seinem Profil auf der Internetplattform einzusehen. Dass auf dem Profil des Beschwerdeführers auffällige (negative) Bewertungen vorhanden und die geschädigten Käufer deshalb zur Vorsicht gehalten gewesen wären, ergibt sich indes weder aus der Beschwerde noch dem angefochtenen Entscheid. Hinzu kommt, dass es sich nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz nicht um grössere Kaufsummen handelte und die Käufer mit dem Beschwerdeführer in Kontakt standen, er ihnen das Vorhandensein der Ware bestätigte und mit ihnen Zahlungs- und Liefermodalitäten vereinbarte. Zu Recht befindet die Vorinstanz vor diesem Hintergrund, dass die geschädigten Käufer aufgrund der Zusicherungen des Beschwerdeführers von der Verfügbarkeit der angebotenen Ware und von der Leistungswilligkeit des Beschwerdeführers ausgehen durften und ihnen weitergehende Nachforschungen nicht zumutbar waren. Dass die Vorinstanz im Vorgehen der Geschädigten kein leichtsinniges Verhalten erkennt, welches das betrügerische Handeln des Beschwerdeführers in den Hintergrund treten lässt, ist unter diesen Umständen nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie eine die Arglist ausschliessende Opfermitverantwortung verneint. Die Rüge des Beschwerdeführers ist unbegründet.