Citation: 1B_667/2020 E. 3.6

3.6. Auch die vorinstanzliche Feststellung einer auffälligen Aggressionsbereitschaft des Beschuldigten, die sich offenbar unterschiedslos und beliebig gegen ihm bekannte Personen (darunter die eigene Mutter) wie auch ihm völlig unbekannte "Zufallsopfer" richten kann, sowie einer damit verbundenen ausgeprägten Impulsivität und Unberechenbarkeit hält vor dem Willkürverbot stand. Die dem Beschwerdeführer zur Last gelegten diversen Gewaltdelikte und Körperverletzungen, etwa die Küchenmesser-Attacke gegen den Bauch mit Abwehrverletzungen an den Händen des mutmasslichen Opfers, Schläge mit einer Pfanne, mit der Stirn oder mit Fäusten auf Köpfe, Nase, Rippen und Schläfen von diversen Personen, teilweise mit Knochenbrüchen, sind als schwer wiegend und stark sicherheitsgefährdend einzustufen. Verharmlosende Vorbringen des Beschwerdeführers, wie zum Beispiel, der von einem Kopfstoss betroffene Buschauffeur habe "nur" eine einfache (keine "dislozierte" oder sonstwie komplizierte) Nasenbeinfraktur erlitten, sind in diesem Zusammenhang unbehelflich. Inwiefern sich eine eskalierende Gewaltdelinquenz und ein massiver chronischer Drogenmissbrauch auf Betäubungsmittel- und Alkoholsucht bzw. auf ein (zusätzliches) psychiatrisches Krankheitsbild zurückführen lassen, ist Gegenstand der angeordneten medizinischen Begutachtung. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer eine psychiatrische Untersuchung offenbar ablehnt und dagegen jedenfalls den Rechtsweg beschreitet, vermag er im hier zu prüfenden Zusammenhang nichts zu seinen Gunsten abzuleiten.