Citation: 8C_840/2019 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz hat entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kein Bundesrecht verletzt, indem sie festhielt, dass reine Aktenbeurteilungen nicht an sich beweisuntauglich seien. Wie sie zutreffend darlegte, kann praxisgemäss auf Aktenberichte abgestellt werden, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (vgl. SVR 2010 UV Nr. 17 S. 63, 8C_239/2008 E. 7.2; Urteile 8C_737/2011 vom 2. April 2012 E. 5.2 und 8C_681/2011 vom 27. Juni 2012 E. 4.1). Inwiefern diese Voraussetzungen beim Bericht des Dr. med. D.________ vom 14. März 2018 nicht erfüllt sein sollen, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist im Übrigen auch nicht ersichtlich (vgl. zur Rügepflicht E. 1.1). Soweit er geltend macht, dass der Unfallhergang und damit auch der medizinische Sachverhalt nicht genug abgeklärt seien, verfängt das Argument nicht. Wie das kantonale Gericht auch in dieser Hinsicht zutreffend ausführte, waren von einer allfälligen Befragung der am Unfallort anwesenden Mitarbeiter sowie einer persönlichen Einvernahme des Beschwerdeführers zum Unfallhergang keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten. So bestreitet der Beschwerdeführer zu Recht nicht, dass er sich anlässlich des Unfalls vom 27. Juli 2016 einzig am linken Knie verletzte. Ob er dabei - wie in der Schadenmeldung vermerkt - vom Schalungselement abrutschte oder - wie er gegenüber den Ärzten anlässlich der Erstversorgung berichtete - von einem Stahlträger im Gehen frontal am linken Knie getroffen wurde, spielt bei der Beurteilung der strittigen Frage keine Rolle. Massgeblich zur Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs ist in erster Linie der medizinische Befund, der unbestrittenermassen gestützt auf die klinischen und bildgebenden fachärztlichen Untersuchungen eine Kontusion des linken Knies mit einer Verletzung der Bursa zeigte. Auch ist der Hinweis auf die Rechtsprechung bei Schleudertrauma, äquivalenter Verletzung der Halswirbelsäule und Schädelhirntrauma ohne organisch objektiv ausgewiesene Beschwerden (vgl. BGE 134 V 109) bei dieser Sachlage nicht stichhaltig. Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz, ohne Bundesrecht zu verletzen, in antizipierter Beweiswürdigung auf weitere Beweismassnahmen verzichten (vgl. BGE 144 II 427 E. 3.1.3 S. 435 mit Hinweis).