Citation: 7B_108/2025 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips. Er wolle sich nicht freiwillig einer stationären Massnahme unterziehen (weshalb ihm zurzeit eine psychiatrische Behandlung und eine Alkoholtherapie verweigert werde), opponiere aber nicht gegen eine ambulante Massnahme. Seiner Ansicht nach wäre es ohne Weiteres möglich, seine Abstinenz nach Verlassen des Haftregimes mit regelmässigen ambulanten Terminen aufrechtzuerhalten. Er moniert, mit einer solchen Ersatzmassnahme anstelle von Haft könne das angestrebte Ziel genau so wirkungsvoll, wenn nicht noch wirkungsvoller, erreicht werden. Die Vorinstanz begründe ihre Zweifel diesbezüglich damit, dass er im Jahr 2023 nicht alle Termine einer kantonalrechtlich verhängten Pflichtberatung wahrgenommen habe. Dies liege jedoch in der Vergangenheit und stehe mit dem hängigen Strafverfahren nicht im Zusammenhang. Es stehe der Vorinstanz nicht zu, Mutmassungen darüber anzustellen, was das Versäumen einer Pflichtberatung im Jahr 2023 für die Einhaltung von neu angeordneten Ersatzmassnahmen bedeuten würde, denn die Umstände hätten sich nach über einem Jahr in Haft massgeblich geändert. Zudem würde ihm seine Familie "wieder den Rücken stärken" und sei bereit, ihm den nötigen Halt zu geben.