Citation: 1C_267/2021 E. 3.3

3.3. Rechtsfrage ist, ob das Kantonsgericht gestützt auf die festgestellte tatsächliche Grundlage zu Recht davon ausgehen durfte, dass kein Sanierungsbedarf bestanden habe. Vor der Aufnahme der Dekontaminationsarbeiten wurde bis heute nie eine Verschmutzung des Grundwassers als solches bzw. eine nachteilige Einwirkung auf dasselbe festgestellt. Dass das Öl schon damals bis in den Schwankungsbereich des Grundwassers vorgedrungen war, kann zwar nicht völlig ausgeschlossen werden, aber auch nicht als belegt gelten. Selbst wenn es zuträfe, wäre damit bis heute keine eigentliche verschmutzende Einwirkung auf das Grundwasser als solches nachgewiesen. Vor der Dekontamination wurden die im Untergrund vorhandenen Schadstoffe von den Fachorganen als praktisch immobil beurteilt. Der Regierungsrat wie auch das Bundesamt für Umwelt weisen überdies auf die Möglichkeit hin, dass das Vordringen des Öls bis in den Schwankungsbereich des Grundwassers erst durch die mit den Dekontaminationsarbeiten der Beschwerdeführerin verbundenen Erschütterungen ausgelöst worden sein könnte. Ob das zutrifft, lässt sich heute ebenfalls nicht mehr abschliessend ermitteln. Immerhin hatte die vorherige durch die Beschwerdeführerin selbst ausgelöste und durch das von ihr dazu beauftragte Fachbüro vorgenommene technische Untersuchung noch keine Verschmutzung des Grundwassers ergeben. Analoges gilt für die zwischen den Verfahrensbeteiligten umstrittenen Messstellenpunkte und Abstromparameter. Ob diese andernorts und mit geänderter Ausrichtung zu massgeblich veränderten Ergebnissen geführt hätten, ist heute letztlich spekulativ. Es gibt keine verbindlichen Anhaltspunkte dafür, dass sich die im Untergrund vorhandenen Schadstoffe in wesentlichem Ausmass mit dem Grundwasser aus dem belasteten Standort heraus weiter ausgebreitet hätten. Die Beschwerdeführerin trägt insoweit die Beweislast, nachdem sie selbst die Dekontamination vorgenommen hat, was eine verlässliche Überprüfung der Sachlage heute weitgehend verunmöglicht. Im Übrigen hatte sogar die Beschwerdeführerin selbst vor Aufnahme der Aushubarbeiten noch keinen Sanierungsbedarf geltend gemacht.