Citation: 8C_221/2024 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht kam zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin gehalten gewesen wäre, die monatlichen Taggeldabrechnungen zu prüfen und - gestützt auf die Regelung in Art. 20 Abs. 3 AVIG - innert 90 Tagen den Anspruch auf den Zuschlag für den älteren Sohn gelten zu machen, nachdem gemäss den Abrechnungen zu den Kontrollperioden ab August 2020 keine solche Vergütung mehr erfolgt war. Der Lehrvertrag des Sohnes sei der Beschwerdeführerin seit April 2020 vorgelegen, sie sei aber bis zur Einreichung desselben am 9. Juni 2022 gänzlich untätig geblieben. Die Formulare "Unterhaltspflicht gegenüber Kindern" und "Angaben der versicherten Person" seien klar und eindeutig formuliert. Daraus gehe unmissverständlich hervor, dass für die Gewährung der Zuschläge entsprechende Belege einzureichen seien. Die Beschwerdegegnerin habe keine weitergehende Beratungs- und Hinweispflicht gehabt. Für die Zeit vom 1. August 2020 bis 28. Februar 2022 sei der Anspruch auf den Ausbildungszuschlag im Sinne von Art. 22 Abs. 1 Satz 2 AVIG somit verwirkt. Eine Fristwiederherstellung sei mangels eines ausgewiesenen entschuldbaren Grundes ausgeschlossen. Der Einspracheentscheid vom 6. März 2023 sei daher nicht zu beanstanden.