Citation: 5A_555/2023 E. 6

Das an verschiedenen Stellen (teils formal als Willkürrüge, teils appellatorisch) wiederholte Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er stets die Hauptbetreuungsperson des Kindes gewesen sei, da die Mutter meist vollzeitig gearbeitet habe, während er einem Teilzeitpensum nachgegangen sei und ab Mai 2022 gänzlich im Homeoffice gearbeitet habe, widerspricht dem beweiswürdigend festgestellten Sachverhalt, ohne dass hinreichend substanziierte Willkürrügen erfolgen würden: Dass der Beschwerdeführer für das Kind ebenfalls präsent war und ist, hat das Obergericht nicht in Abrede gestellt, ging es doch davon aus, dass beide Elternteile Hauptbezugspersonen des Kindes (gewesen) seien. Indes hatte die Mutter für die Zeiten ihrer Arbeitstätigkeit jeweils eine Drittbetreuung organisiert, welche meist von ihren aus Mexiko angereisten Familienmitgliedern, teils aber auch von einer aus der Ukraine geflüchteten Person oder einer Tagesmutter wahrgenommen wurde, deren Betreuungszeiten im Übrigen mit den Arbeitzeiten der Mutter deckungsgleich waren. Sodann hat das Obergericht festgehalten, dass es offenbar auch der Ansicht des Vaters entsprochen habe, nicht gross in die Kinderbetreuung involviert zu werden; so habe er 2019 geschrieben: "I told you from the beginning you should stay with the kids and only I work." Vor diesem Hintergrund ist keine Willkür ersichtlich, wenn das Obergericht nicht der Darstellung des Vaters gefolgt ist, wonach er angeblich zur Hauptsache die Betreuung des Kindes übernommen habe. Was die Zeit nach der Trennung anbelangt, blieb gemäss den obergerichtlichen Feststellungen umstritten, wer C.________ genau wie viel betreut bzw. bei wem er wann übernachtet hat; wenn der Beschwerdeführer diesbezüglich bloss seine vor Obergericht gemachten und im angefochtenen Urteil als Parteistandpunkt festgehaltenen Ausführungen vor Obergericht wiederholt (Rz. 43), vermag er keine Willkür aufzuzeigen. Nichts zur Sache tun sodann die (ohnehin appellatorischen) Ausführungen, wonach er ein guter und geduldiger Vater sei (Rz. 41); das Obergericht hat nichts anderes festgestellt und beiden Elternteilen umfassend die Erziehungsfähigkeit attestiert. Insgesamt geht es aber nicht nur um die Erziehungsfähigkeit und die Frage, ob der Beschwerdeführer ebenfalls gut zum Kind schauen könnte, sondern darum, ob das Obergericht bei der Sachverhaltsfeststellung und der Gewichtung der relevanten Kritierien für die Genehmigung der Auswanderung und der damit verbundenen Obhutszuteilung in Willkür verfallen ist.