Citation: 6B_1416/2020 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, die dem Beschwerdeführer vorgeworfene Tathandlung, zusammen mit den namentlich genannten Mittätern Cannabis aus Holland und Spanien in die Schweiz eingeführt zu haben und dabei grundsätzlich für den Einkauf, den Kontakt zu den Lieferanten und die Finanzierung sowie die Organisation des für den Kauf des Cannabis benötigten Bargeldes zuständig gewesen zu sein, sei genügend klar und genau umschrieben. Die Anklage halte fest, der Beschwerdeführer habe das für den Kauf benötigte Bargeld den genannten Mittätern teilweise selbst übergeben und sei schliesslich für den Verkauf des so importierten Cannabis in der Schweiz zuständig gewesen. Hieraus erhelle, dass ihm die Übergabe von Bargeld für den Kauf, mithin der Erwerb der Betäubungsmittel resp. die Organisation desselbigen vorgeworfen werde, ebenso wie der Verkauf in der Schweiz. Auch der Transport, in der Regel mit Reisecars der Firma B.________ AG, teilweise jedoch auch mit Personenwagen, werde umschrieben. Die Busse sowie der Busfahrer würden sogar konkretisiert. So seien die Cannabiseinfuhren u.a. durch die Reisebusse C.________, deutsche Kontrollschilder xxx und D.________, Kontrollschilder yyy, erfolgt, welche u.a. durch E.________ gelenkt worden seien. Die Anklageschrift nenne weiter die Mengen der Betäubungsmittel und den relevanten Zeitraum. So sei der Beschwerdeführer von mindestens Januar 2010 bis September 2013 an der Einfuhr von insgesamt mindestens 1'913 kg Cannabis (Marihuana und Haschisch) beteiligt gewesen. Bezeichnet seien weiter der Abladeort (Zweigniederlassung der B.________ AG an der U.________strasse in V.________), der Verkaufsort (an verschiedenen nicht näher bekannten Örtlichkeiten, u.a. im Raum Zürich), der Verkaufspreis (rund Fr. 5'000.-- bis Fr. 7'000.-- pro Kilogramm Marihuana und rund Fr. 5'000.-- pro Kilogramm Haschisch) sowie der Umsatz (mindestens Fr. 9'565'000.-- [1'913 x Fr. 5'000.--]) und der grosse Gewinn (weit mehr als Fr. 10'000.--). Auch die Lieferanten seien genannt. So habe der Beschwerdeführer das Marihuana in der Regel bei einem nicht näher bekannten Lieferanten "F.________" in Holland und das Haschisch über einen nicht näher bekannten Lieferanten namens "G.________" in Spanien organisiert. Davon, dass dem Beschwerdeführer während einer nicht bekannten Zeit vorgeworfen werde, an einem nicht bekannten Ort eine nicht bekannte Menge von nicht genau bekannten Betäubungsmitteln mit nicht genau bekannten Fahrzeugen eingeführt und an nicht bekannte Personen verkauft zu haben, könne mithin keine Rede sein. Die Anklagebehörde habe nicht genau darzulegen, was er bei jeder Lieferung genau gemacht habe, nämlich wie er konkret die Finanzierung erledigt habe, wem genau er das Geld gegeben habe, mit wem er wann und wie und wo in Kontakt getreten sein soll, wann er die Lieferung bezahlt habe etc., so wie dies die Verteidigung geltend mache. Es genüge, wenn der Sachverhalt so umfassend umschrieben sei, dass sich der Beschwerdeführer dagegen zur Wehr setzen könne, was vorliegend der Fall sei. Dass es sich beim Vorwurf um einen langen Zeitraum, nämlich um über drei Jahre, und um eine grosse Menge Betäubungsmittel handle, sei kein Umstand, welcher dem Anklageprinzip nicht genüge, sondern Ausfluss der dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Handlungen. Die Zeitdauer werde in der Anklageschrift zudem unterteilt und mit einzelnen Einfuhren auf einzelne Tage genau konkretisiert. Für den Zeitraum von mindestens Januar 2010 bis Ende Dezember 2012 werde ihm laut Anklageschrift monatlich mindestens ein Transport (mithin insgesamt 36 Transporte) von mindestens je 40 kg Cannabis vorgeworfen. Dem Beschwerdeführer sei mithin klar gewesen, was ihm genau vorgeworfen werde und es sei ihm auch möglich gewesen, sich dagegen ausreichend zu verteidigen. Sämtliche Vorwürfe seien ihm detailliert vorgehalten worden, ebenso sämtliche Beweismittel wie u.a. Aussagen der Tatbeteiligten, polizeiliche Telefonabhörprotokolle und Daten über seine Flüge. Er habe die Möglichkeit gehabt, Beweismittel zu sichten. Dass es ihm nicht möglich gewesen sein soll, einen Alibibeweis zu erbringen, erweise sich aufgrund der Aktenlage als schlichtweg falsch (vgl. angefochtenes Urteil, E. II. 2.1.1 S. 18 ff.).