Citation: 8C_200/2024 E. 3

Die Vorinstanz erwog, es sei unbestritten, dass die Beschwerdeführerin den "Fonds C.________" in U.________ nicht planmässig registriert habe. Der für die Administration dieses Projekts zuständige Mitarbeiter habe seine Tätigkeit nicht zum vorgesehen Zeitpunkt aufnehmen können und deshalb einen Arbeitsausfall erlitten. Die Beschwerdeführerin habe jedoch eingeräumt, dass der für die Fonds-Eröffnung notwendige Kooperationsvertrag nur deshalb nicht habe abgeschlossen werden können, weil sich die Vertragsparteien nie persönlich getroffen hätten. Ein persönliches Treffen habe jedoch bloss (aufgrund kultureller Gepflogenheiten) einem Wunsch der osteuropäischen Investoren entsprochen und sei nicht rechtlich erforderlich gewesen. Zum normalen Betriebsrisiko gehörend sei der Arbeitsausfall nicht anrechenbar und daher ein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung ab August 2020 zu verneinen. Nachdem die gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung nicht erfüllt seien, erweise sich die erfolgte Bewilligung von Kurzarbeit als zweifellos unrichtig und die Berichtigung des Entscheids von erheblicher Bedeutung, weshalb die wiedererwägungsweise Aufhebung der beiden Verfügungen zu Recht erfolgt sei.