Citation: 4C.17/2005 04.05.2005 E. 1

Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, sofern sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen oder wegen fehlerhafter Rechtsanwendung durch die Vorinstanz zu ergänzen sind (Art. 63 Abs. 2 und 64 OG). Die Partei, welche den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt berichtigt oder ergänzt wissen will, hat darüber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen. Eine Ergänzung setzt zudem voraus, dass entsprechende Sachbehauptungen bereits im kantonalen Verfahren prozessrechtskonform aufgestellt, von der Vorinstanz aber zu Unrecht für unerheblich gehalten oder übersehen worden sind, was wiederum näher anzugeben ist. Ohne diese Angaben gelten Vorbringen, die über die tatsächlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil hinausgehen, als unzulässige Noven (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 126 III 59 E. 2a S. 65; 119 II 353 E. 5c/aa S. 357 und 115 II 484 E. 2a S. 485 f., je mit Hinweisen). Blosse Kritik an der Beweiswürdigung der Vorinstanz ist im Berufungsverfahren ausgeschlossen (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749). Nicht zu hören ist der Kläger mit seinen Rügen betreffend die Feststellungen der Vorinstanz, dass er in den Monaten August bis November 1997 60 % weniger Kunden besucht habe als in der gleichen Vorjahresperiode und dass er eine "relevante Abwesenheit durch Krankheit" für die Zeit vom 20. September bis Mitte Oktober 1997 nicht habe beweisen können. Insoweit erschöpfen sich die Vorbringen in der Berufung des Klägers in unzulässiger Kritik an den tatsächlichen Feststellungen und der Beweiswürdigung der Vorinstanz. Eine im Folgenden zu behandelnde Rechtsfrage betrifft dagegen die in diesem Zusammenhang ebenfalls erhobene Rüge, die Vorinstanz habe verkannt, dass eine Kürzung der Provision bzw. des angemessenen Entgelts im Sinne von Art. 349a Abs. 2 OR nur bei schweren Pflichtverletzungen des Handelsreisenden zulässig sei.