Citation: 8C_207/2024 E. 7.2.2

7.2.2. Nach der Neuanmeldung im November 2017 attestierte Dr. med. I.________ in seinem Bericht vom 13. Juni 2018 bei rezidivierender depressiver Episode, mittelgradig, erneut eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit 5. Oktober 2017. Bei der psychiatrischen Untersuchung am 5. August 2019 durch med. pract. E.________ war der psychopathologische Befund jedoch wieder unauffällig und es wurden die Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig remittiert, ein Verdacht auf Dysthymie bzw. als Differentialdiagnose ein Verdacht auf Neurasthenie sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge mit ängstlichen Anteilen gestellt. Die letzte mittelgradige depressive Episode sei im Frühsommer 2018 remittiert, für eine Chronifizierung der depressiven Symptomatik auf dem Niveau einer mittelgradigen depressiven Episode gebe es keine Hinweise und seit mindestens Juni 2018 bestehe wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit. Dr. med. F.________ nahm in seinem (Verlaufs-) Gutachten vom 2. März 2023 ein ängstlich-depressives Zustandsbild, gegenwärtig leichten Ausmasses, und eine Persönlichkeitsakzentuierung mit emotional-instabilen, selbstunsicheren und passiv-aggressiven Zügen an. Er ging von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit aus, empfahl eine schrittweise Steigerung des anfänglich 50%igen Pensums über sechs Monate und wies gestützt auf die Ergebnisse der neuropsychologischen Abklärung durch Dr. phil. H.________ auf eine deutliche Symptomausweitung mit aktiver Aggravation hin.