Citation: 1B_78/2020 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt, der angefochtene Entsiegelungsentscheid sei "ohne hinreichenden Tatverdacht" erfolgt. Die Rüge erweist sich als offensichtlich unbegründet. Dem Beschwerdeführer wird zur Last gelegt, er habe am 1. Juli 2019 über seinen Instagram-Account eine MP4-Videodatei mit Minderjährigen-Pornografie (Art. 197 Abs. 4-5 StGB) an einen Bekannten verschickt. Er räumt ausdrücklich ein, dass er diesbezüglich geständig ist. Die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gründet auf einer Verdachtsmitteilung der Bundeskriminalpolizei bzw. des National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC) der USA. Diesbezüglich sind auch keine offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz dargetan. Damit besteht klarerweise ein hinreichender Tatverdacht eines Verbrechens oder Vergehens im Sinne von Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO. Soweit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang vorbringt, es sei unverhältnismässig und komme einer unzulässigen "Fishing Expedition" gleich, dass die Vorinstanz die Entsiegelung nicht auf die genannte MP4-Videodatei beschränke, ausserdem habe die Staatsanwaltschaft die Entsiegelungsvoraussetzungen zu spät dargelegt, nämlich erst in ihrer vorinstanzlichen "Replik" vom 4. Dezember 2019, ist darauf in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.