Citation: I 557/98 03.05.2000 E. 3

3.- a) Der im Jahre 1994 ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Lohn (Valideneinkommen) ist von der Vorinstanz mit lediglich Fr. 44'304. - ganz offensichtlich zu tief angesetzt worden, hatte der Beschwerdeführer doch in der ehemaligen Arbeitgeberfirma schon 1992 Einkünfte in Höhe von Fr. 49'668. - erzielt und 1993 insgesamt Fr. 54'038. - verdient. Gemäss Auskunft der W.________ AG vom 17. November 1994 wäre 1994 ein Stundenlohn von Fr. 21.30 ausgerichtet worden. Die Umrechnung auf ein Jahresgehalt bereitet insofern Schwierigkeiten, als die mutmassliche Anzahl geleisteter Arbeitsstunden nicht zuverlässig bestimmt werden kann. Wie die näheren Abklärungen des Berufsberaters der IV-Stelle laut dessen Bericht vom 24. Mai 1995 jedoch ergeben haben, machte der Stundenlohn im Jahre 1993 noch Fr. 20.60 aus. Überträgt man die demnach für 1994 resultierende prozentuale Erhöhung des Stundenlohnes von (aufgerundet) 3,4 % auf den Jahreslohn, ergibt sich, ausgehend von dem 1993 erreichten Gehalt von Fr. 54'038. -, für 1994 ein hypothetisches Einkommen von Fr. 55'875. -. Dieser den in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemachten Wert von Fr. 55'263. - leicht übersteigende Betrag kann für die Belange der Invaliditätsbemessung als Valideneinkommen eingesetzt werden. b) Die unter zumutbarem Einsatz bei einer leidensangepassten Tätigkeit trotz Behinderung möglichen Einkünfte (Invalideneinkommen) veranschlagte die Verwaltung zunächst gestützt auf die von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) beigezogenen konkreten Arbeitsplatzdokumentationen auf Fr. 19'500. -. Entgegen der Argumentation in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde besteht kein Anlass, diesen Wert als übersetzt zu betrachten. Dies bestätigt ein Vergleich mit dem Ergebnis einer Bestimmung des Invalideneinkommens unter Zuhilfenahme der vom Bundesamt für Statistik vorgenommenen Lohnstrukturerhebung (LSE), einer Methode, die nach der Rechtsprechung bei Versicherten zur Anwendung gelangen kann, welche nach Eintritt ihrer Gesundheitsschädigung keine ihnen an sich zumutbare Erwerbstätigkeit mehr ausüben (BGE 124 V 322 Erw. 3b/aa mit Hinweisen). Gemäss der Lohnstrukturerhebung für das Jahr 1994 (LSE 1994) belief sich der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Aufgaben (Anforderungsniveau 4) beschäftigten Männer im privaten Sektor bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden auf monatlich Fr. 4'127. - (Tabelle A 1.1.1 der LSE 1994). Weshalb die Vorinstanz demgegenüber ausschliesslich die im Baugewerbe bezahlten, leicht höheren Löhne berücksichtigen wollte, ist nicht ersichtlich. Bei einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,9 Stunden und der im konkreten Fall zu erwartenden bloss 50 %igen Leistung resultiert ein Jahresgehalt von Fr. 25'938. -. Ob überhaupt und gegebenenfalls inwiefern die Behinderung zu einer lohnmässigen Benachteiligung führen würde und der Beschwerdeführer deshalb selbst bei leichten Hilfsarbeiten mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müsste, ist von der Vorinstanz zu Recht in Frage gestellt worden, braucht jedoch nicht abschliessend geklärt zu werden. Zumindest kann davon ausgegangen werden, dass es sich angesichts der bei geeigneten Tätigkeiten nicht mehr gravierenden Auswirkung der Behinderung nicht rechtfertigen liesse, einen gegenüber den ausgewiesenen Tabellenlöhnen um mehr als 25 % tieferen Verdienst einzusetzen. Auch wenn man dem Beschwerdeführer tatsächlich einen derart hohen Abzug zugestehen wollte, ergäbe sich ein Invalideneinkommen von Fr. 19'453. -, was ziemlich genau mit dem von der Verwaltung auf Grund der Arbeitsplatzdokumentation der SUVA ermittelten Betrag von Fr. 19'500. - übereinstimmt. c) Dem Valideneinkommen von Fr. 55'875. - wäre demnach im für den Beschwerdeführer vorteilhaftesten Fall ein Invalideneinkommen von Fr. 19'453. - gegenüberzustellen, womit ein Invaliditätsgrad von rund 65 % resultiert. Die Verneinung einer den Anspruch auf eine ganze Rente auslösenden Invalidität durch Vorinstanz und Verwaltung ist somit im Ergebnis nicht zu beanstanden.