Citation: 7B_226/2022 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hält fest, aus dem im Strafbefehl (vgl. Art. 356 Abs. 1 Satz 2 StPO) umschriebenen Tatablauf lasse sich der Vorwurf der groben Verletzung der Verkehrsregeln genügend klar entnehmen. Es werde dargelegt, dass der Beschwerdeführer seinen Personenwagen zu stark beschleunigt habe, weshalb er mit einem Geländer in der Nähe einer Fussgängerunterführung kollidiert sei, wodurch dieses durchgedrückt worden sei. Es sei niemand verletzt worden, aber das riskante Fahrverhalten des Beschwerdeführers habe eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen. Die Vorinstanz hält fest, gestützt auf diese Formulierungen sei das rücksichtslose Verhalten des Beschwerdeführers genügend umschrieben. Letztlich verurteilt die Vorinstanz den Beschwerdeführer wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln, weil er beim Verlassen des Kreisverkehrs derart stark beschleunigt habe, dass sein Personenwagen instabil geworden, ins Schleudern geraten und mit dem Geländer neben der Personenunterführung kollidiert sei, wodurch Fahrzeugteile auf den Weg der Personenunterführung unterhalb des Geländers gefallen seien. Damit habe er eine erhöhte abstrakte Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer und Fussgänger geschaffen. Dem Beschwerdeführer sei klar gewesen, dass er bei überhöhter Geschwindigkeit im Kreisverkehr die Herrschaft über sein Fahrzeug verlieren könne. Zudem sei ihm die Verkehrssituation vor Ort bekannt gewesen. Er sei nicht das erste Mal durch diesen Kreisverkehr gefahren. Die Vorstrafe wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln sei ausgesprochen worden, weil er in eben diesem Kreisverkehr zu schnell gefahren sei. Der Beschwerdeführer habe um das Trottoir unmittelbar neben dem Kreisverkehr und um die Personenunterführung gewusst. Ihm sei bewusst gewesen, dass Fussgänger am Unfallort hätten sein können. Sein Verhalten sei ohne weiteres als rücksichtslos zu werten.