Citation: 8C_478/2022 E. 7.2

7.2. Soweit die Beschwerdeführerin erneut geltend macht, die Einholung eines Gerichtsgutachtens sei nicht notwendig gewesen, da mit der Beurteilung des Dr. med. E.________ vom 26. März 2015 ein rechtsgenügliches Gutachten vorgelegen habe, kann ihr, wie in E. 4.2 hiervor dargelegt, nicht gefolgt werden. Die Beschwerdeführerin und die Suva erachteten vielmehr aufgrund der divergierenden Einschätzungen des Dr. med. E.________ und des med. pract. F.________ übereinstimmend die Einholung einer externen Begutachtung als erforderlich. Dass sich das daraufhin eingeholte Gutachten des Prof. Dr. med. G.________ vom 18. Januar 2020 mit diesen unterschiedlichen Einschätzungen nicht auseinandersetzte und keine klaren Aussagen zur Arbeitsfähigkeit enthielt, hätte der Suva, wie die Vorinstanz zu Recht erwog, auffallen und sie zu ergänzenden Abklärungen veranlassen müssen. Da sie stattdessen ohne Weiteres auf das nicht beweiswertige Gutachten des Prof. Dr. med. G.________ abstellte, war die Vorinstanz gehalten, ein Gerichtsgutachten einzuholen. Bei dieser Ausgangslage auferlegte das kantonale Gericht die Kosten des Gutachtens infolge Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes im Verwaltungsverfahren zu Recht der Suva. Da die diesbezügliche Kritik der Beschwerdeführerin am vorinstanzlichen Urteil nicht verfängt, kann offen bleiben, ob deren Legitimation auch bezüglich Anfechtung der Auferlegung der Kosten für das Gerichtsgutachten gegeben ist (vgl. E. 1.3 hiervor).