Citation: 1P.401/1999 03.07.2000 E. 3

3.- a) Die dem Beschwerdeführer in der Einstellungsverfügung vom 18. Februar 1999 auferlegten Kosten entstan- den in einem Verfahren, das gegen C.________, B.________ und den Beschwerdeführer wegen Verdachts strafbarer Handlungen im Zusammenhang mit einem Liegenschaftskauf der Stiftung eingeleitet worden war. Diese hatte Ende 1992 von der Y.________ AG die von ihr bisher mietweise genutzte Liegenschaft in W.________ gekauft. Die Finanzierung dieses Kaufs erfolgte über die Aargauische Kantonalbank (AKB). Das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) sicherte der Stiftung mit Verfügung vom 18. Januar 1993 einen Subventionsbeitrag von Fr. 300'000. -- für den Erwerb der Liegenschaft in W.________ zu. Der inzwischen verstorbene C.________ hatte in einer ersten Schätzung den Wert dieser Liegenschaft mit Fr. 1'095'000. --, in einer zweiten Schätzung mit Fr. 1'138'000. -- angegeben. aa) C.________ wurde Urkundenfälschung zur Last gelegt, da er den Schätzungswert für die Liegenschaft in W.________ auf Intervention des B.________ hin nachträg- lich verändert habe. B.________ wurde vorgeworfen, er habe C.________ zu diesem Delikt angestiftet. Der Beschwerdeführer wurde verdächtigt, eine Urkundenfälschung dadurch begangen zu haben, dass er gegenüber der kreditgewährenden Bank, der AKB, die manipulierte Schätzungsurkunde verwendet habe. bb) Im Weiteren wurde dem Beschwerdeführer Betrug zur Last gelegt, weil er mit Erklärung vom 24. Februar 1993 Forderungen der Stiftung gegen den Kanton Aargau und gegen das Bundesamt für Sozialversicherung an die Aargauische Kantonalbank abgetreten habe, obschon gegen den Kanton Aargau keine Forderung bestanden habe und die Bundessubvention nicht hätte abgetreten werden dürfen. cc) Sodann wurde dem Beschwerdeführer und B.________ Veruntreuung vorgeworfen, weil sie im März und April 1993 zweckwidrig über eine Bundessubvention verfügt hätten. b) Die Staatsanwaltschaft auferlegte dem Beschwerdeführer den vollen Anteil (zwei Fünftel) der Kosten des eingestellten Verfahrens. Sie begründete dies damit, der Beschwerdeführer habe die Strafuntersuchung in allen Punkten durch ein zumindest pflichtwidrig unvorsichtiges, d.h. fahrlässiges Verhalten verursacht, und zwar durch Verwenden einer manipulierten Schätzungsurkunde (Vorwurf der Urkundenfälschung), durch Unterzeichnen einer unwahren Abtretungserklärung (Vorwurf des Betruges) und durch zweckwidriges Verfügen über eine Bundessubvention (Vorwurf der Veruntreuung).