Citation: 9C_58/2010 14.04.2010 E. 2

2.1 Das kantonale Gericht hat in Würdigung des medizinischen Dossiers, insbesondere gestützt auf das Gutachten des ärztlichen Instituts X.________ vom 23. Juni 2008, erwogen, dass der als Chefsekretärin tätig gewesenen Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit oder in einer ähnlich adaptierten Verweisungstätigkeit seit November 2005 eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 50 % zumutbar sei. Dabei könnte sie gestützt auf die Tabellenlöhne ein Einkommen von Fr. 36'354.15 erzielen, was bei einem Valideneinkommen von Fr. 83'723.- ein Invaliditätsgrad von 56,58 % ergebe. 2.2 Die tatsächlichen Feststellungen des kantonalen Gerichts sind nicht mangelhaft im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG. Namentlich hat die Vorinstanz eingehend begründet, weshalb es für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf das Gutachten des ärztlichen Instituts X.________ vom 23. Juni 2008 abgestellt hat. Diese Schlussfolgerung ist nach der Aktenlage nicht offensichtlich unrichtig, noch ist darin eine unvollständige Sachverhaltsfeststellung oder in der Ablehnung eines Ergänzungsgutachtens eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes oder des rechtlichen Gehörs zu erblicken. Das Gutachten des ärztlichen Instituts X.________ entspricht den Anforderungen der Rechtsprechung an den Beweiswert eines Gutachtens (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis). Angesichts der Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) ist die gutachterliche Schlussfolgerung einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 50 % in der angestammten oder in ähnlichen adaptierten Verweisungstätigkeiten nicht zu beanstanden. Schliesslich ist die vorinstanzliche Invaliditätsbemessung durch Einkommensvergleich ebenfalls bundesrechtskonform. Zu Recht hat die IV-Stelle der Beschwerdeführerin keinen Abzug vom Tabellenlohn gewährt. Angesichts der langjährigen Berufserfahrung stellen weder das Alter der Beschwerdeführerin, die zumutbare Teilzeittätigkeit im angestammten Beruf (vgl. zur proportional eher lohnerhöhenden Auswirkung der Teilzeitbeschäftigung bei Frauen mit einem Pensum von 50 % Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 575/00 vom 9. Mai 2001) und die zwischenzeitliche Absenz vom beruflichen Leben einen Grund für einen Abzug dar. Zwar hat das kantonale Gericht in diesem Zusammenhang den Anspruch auf rechtliches Gehör der Beschwerdeführerin verletzt, weil es sich trotz Vorbringen in der Beschwerde mit der Frage des Abzugs vom Tabellenlohn nicht auseinandergesetzt hat. Da ein Abzug offensichtlich nicht in Frage kommt, kann von einer Rückweisung der Sache an das kantonale Gericht abgesehen werden.