Citation: 1C_458/2023 E. 4.1

4.1. Im Zusammenhang mit der projektierten Lärmschutzwand kritisiert der Beschwerdeführer, es seien diverse Lärmschutzsanierungen bei den vom Strassenlärm betroffenen Liegenschaften vorgenommen worden, die nach der Erstellung des Lärmgutachtens im Jahr 2016 erfolgt und somit in diesem nicht berücksichtigt worden seien. Über die nach Abschluss der Sanierungsmassnahmen noch bestehende Lärmbelastung lägen damit keine aktuellen Werte vor, weshalb die Erforderlichkeit des vorliegenden Lärmschutzprojekts nicht beurteilt werden könne. Wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung unter Verweis auf den sich in den Akten befindenden Projektbericht darlegt, bildete der Einbau von Schallschutzfenstern und Schalldämmlüftern im Sinne von Erleichterungen gemäss Art. 14 der Lärmschutz-Verordnung des Bundes vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) Teil des Sanierungsprojekts. Aus dem Bericht ergibt sich, dass die Immissionsgrenzwerte im Beurteilungszustand ohne Massnahmen bei 32 Liegenschaften und einer unüberbauten Parzelle überschritten werden. Die gewährten Erleichterungen betreffen nur diejenigen Liegenschaften, bei denen auch nach Erstellung der Lärmschutzwand mit einer Überschreitung des Immissionsgrenzwerts zu rechnen ist. Die Kritik des Beschwerdeführers, die eingebauten Schallschutzfenster und Schalldämmlüfter seien bezüglich der Frage der Notwendigkeit der Lärmschutzwand nicht in die Abklärung miteinbezogen worden, verfängt demnach nicht. Das strittige Projekt vermag sich demnach auf hinreichend aktuelle und vollständige Erhebungen abzustützen. Daran ändert auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf die öffentlich zugängliche Fachkarte "Strassenlärm" des Geoinformationssystems des Kantons Aargau nichts, gemäss dem die Liegenschaften im betroffenen Perimeter die Lärmschutzgrenzwerte einhalten würden. Wie das Departement schlüssig darlegt, wird im Geoinformationssystem die künftige Verkehrsentwicklung nicht mitberücksichtigt, wohingegen bei der Ausarbeitung des streitigen Lärmschutzprojekts von einem Sanierungshorizont von 20 Jahren ausgegangen wurde.