Citation: 6P.26/2006 18.10.2006 E. 7

Gegen die Bejahung des subjektiven Tatbestands wendet sich der Beschwerdeführer mit beiden erhobenen Rechtsmitteln. Mit staatsrechtlicher Beschwerde macht er eine Verletzung der Unschuldsvermutung geltend. Das Obergericht führt aus, der Beizug eines Rechtsanwalts bei der Bestimmung der Kommissionsansätze sei ambivalenter Natur und lasse nicht zwingend darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer von deren Branchenüblichkeit ausgegangen sei. Diese Aussage würdigt zwar eine unklare Situation zu Ungunsten des Beschwerdeführers, doch bildet sie lediglich Teil der umfassenderen Beweiswürdigung. Tatsächlich gelangt das Obergericht bereits aufgrund der grossen Abweichung von den Normsätzen zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer die weit übersetzte Höhe der abgerechneten Kommissionen bewusst gewesen sein müsse. An der kritisierten Stelle bringt es lediglich zum Ausdruck, dass der Einwand des Beschwerdeführers, er habe sich durch einen Anwalt beraten lassen, an dieser Beurteilung nichts zu ändern vermöge, da dieser Umstand ambivalenter Natur sei. Eine Verletzung des Grundsatzes der Unschuldsvermutung liegt unter diesen Umständen nicht vor. Der mit der Nichtigkeitsbeschwerde vorgebrachte Einwand, der Beschwerdeführer habe um die Unerfahrenheit von C.________ in Derivativgeschäften nicht wissen können, da er mit ihm keinen Kontakt gehabt habe, ist unzulässig, da er sich gegen tatsächliche Feststellungen richtet (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). Er wäre überdies unbegründet, denn der Beschwerdeführer erlangte die fragliche Kenntnis nach den vorinstanzlichen Feststellungen über seinen Mitarbeiter.