Citation: 1C_136/2023 E. 5.4.1

5.4.1. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist das Anliegen der inneren Verdichtung bzw. der Siedlungsentwicklung nach innen bei der Anordnung von denkmalpflegerischen Schutzmassnahmen zwar zu berücksichtigen (vgl. BGE 147 II 125 E. 9; ferner FEY, a.a.O., Rz. 425 ff.). Allerdings bedingt der Erhalt historischer Bausubstanz fast immer den Verzicht auf eine maximale Ausnutzung des Bodens (BGE 147 II 125 E. 12 mit Hinweis). Das Argument der Vorinstanz, wonach für die Verdichtung in der Gemeinde Oberägeri noch andere Möglichkeiten zur Verfügung stünden, was das Interesse gegen die Unterschutzstellung erheblich relativiere, steht im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 147 II 125 E. 12). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers musste die Vorinstanz diesbezüglich keine Feststellungen dazu treffen, für welchen Zeitraum diese anderen Möglichkeiten ausreichen. Sie durfte sich auf die unwidersprochene Feststellung beschränken, die Gemeinde sei nach ihrer eigenen Angabe für die Siedlungsentwicklung nach innen nicht auf das Grundstück des Beschwerdeführers angewiesen. Der vom Beschwerdeführer behauptete Verlust für die Gemeinde von rund 870 m 2 nicht einzonungsbedürftiger Wohnfläche träte nämlich nur dann ein, wenn in der Gemeinde überhaupt keine Ausweichmöglichkeiten in der Form von bestehendem, der Verdichtung zugänglichem Bauland bestünden. Auf das private Interesse des Beschwerdeführers an der bestmöglichen Ausnützung seines Grundstücks ist zurückzukommen.