Citation: 5A_505/2022 E. 3.2

3.2. Das Bundesgericht hat in seinem Urteil 5A_1028/2020 vom 16. Dezember 2021 erkannt, dass das Obergericht den Beweisführungsanspruch von A.________ verletzt hat, indem es in seinem ersten Urteil gestützt auf nur wenige Unterlagen zum Schluss gekommen ist, das Beweisergebnis bleibe offen und es liege Beweislosigkeit zu seinen Lasten vor, wobei es nicht erläutert hat, weshalb es keine weiteren Beweismittel abgenommen hat. Das Bundesgericht hat festgehalten, das Obergericht hätte auch die weiteren zulässigen und erheblichen Beweismittel würdigen müssen (E. 4.4). Das Bundesgericht hat in seinem Urteil zwar einzelne vom damaligen Beschwerdeführer A.________ genannte Beweismittel aufgezählt (E. 4.3), es hat sich aber nicht dazu geäussert, wie diese zu würdigen seien oder ob sie nach Form und Inhalt ordnungsgemäss in das Verfahren eingeführt worden waren (E. 4.4). Wenn die Beschwerdeführerinnen nunmehr dem Obergericht vorwerfen, nicht alle im Urteil 5A_1028/2021 genannten Beweismittel gewürdigt zu haben, so ist dies unbehelflich. Einerseits hat sich das Bundesgericht - wie gesagt - über die Zulässigkeit der einzelnen Beweismittel nicht geäussert. Andererseits betrafen die im Urteil genannten Beweismittel in allgemeiner Weise die Behauptung des damaligen Beschwerdeführers, über eine mit Schuldbriefen gesicherte Darlehensforderung gegen C.________ zu verfügen. Im nunmehr angefochtenen Urteil geht es jedoch um einen eingeschränkten Gegenstand, nämlich die Frage nach der Auszahlung der beiden Darlehen. Auf Ausführungen der Beschwerdeführerinnen, die nicht diesen eingeschränkten Gegenstand betreffen, ist grundsätzlich nicht einzugehen. Dies betrifft etwa ihre Ausführungen zur Besicherung der Darlehen oder zur Novation. Im Nachfolgenden ist anhand ihrer Rügen im Einzelnen zu prüfen, ob sie eine Verletzung ihres Beweisführungsanspruchs oder eine willkürliche Beweiswürdigung dartun können.