Citation: 8C_318/2013 E. 5.4

5.4. Entgegen der Ansicht des Versicherten ist das Kriterium der besonders dramatischen Umstände oder der besonderen Eindrücklichkeit zu verneinen, da dabei nicht von einem subjektiven Empfinden (namentlich der empfundenen Angstgefühle der versicherten Person) ausgegangen wird, sondern ein objektiver Massstab gilt (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207 e. 3b/cc), und jedem Unfall im mittelschweren Bereich eine gewisse Eindrücklichkeit zukommt (Urteil 8C_799/2008 vom 11. Februar 2009 E. 3.2.3). Beim Kriterium der Schwere oder besonderen Art der Verletzung ist unter Verweis auf Urteil 8C_825/2008 vom 9. April 2009 E. 4.4 und in Anbetracht des auch ästhetisch guten Behandlungsergebnisses fraglich, ob es mit der Vorinstanz zu bejahen ist; dies kann jedoch offen bleiben, da das Kriterium jedenfalls nicht besonders ausgeprägt vorliegt. Obwohl der Versicherte sich in regelmässigen Abständen in hausärztliche, physiotherapeutische und psychiatrische Behandlung begab, reicht dies nicht für das Kriterium der fortgesetzt spezifischen und besonders belastenden ärztlichen Behandlung. Denn blosse Verlaufskontrollen und Abklärungsuntersuchungen sowie manualtherapeutische Behandlungen wie Physiotherapie stellen keine spezifische Behandlung dar (vgl. etwa Urteile 8C_126/2008 vom 11. November 2008 E. 7.3 und 8C_57/2008 vom 16. Mai 2008 E. 9.3.3 sowie 8C_970/2008 vom 30. April 2009 E. 5.4 und 8C_724/2008 vom 18. Dezember 2008 E. 4.2.2). Daran ändert auch die andauernde ambulante psychiatrische Behandlung nichts, da kein umfassendes Konzept ersichtlich ist und die erfolgte Behandlung nicht als besonders belastend zu werten ist. Bezüglich der ophthalmologischen und zahnmedizinischen Behandlung ist festzustellen, dass sie nicht über einen längeren Zeitraum andauerten, sich erfolgreich gestalteten und in ihrer Intensität nicht besonders belastend waren. Ob das Kriterium der erheblichen Beschwerden vorliegt, kann offen bleiben, da es jedenfalls nicht besonders ausgeprägt gegeben ist. Zu verneinen ist sowohl das Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung als auch jenes des schwierigen Heilungsverlaufs. Für letzteres bedarf es besonderer Umstände, die jedoch nicht vorliegen; der Umstand, dass trotz regelmässiger Therapie keine Beschwerdefreiheit erreicht wurde, genügt nicht (Urteil 8C_252/2007 vom 16. Mai 2008 E. 7.6). Schliesslich ist auch das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Bemühungen zu verneinen, da der einmalige Versuch der Aufnahme einer (halbtägigen) Tätigkeit in der Velowerkstatt als Anstrengung um Wiederaufnahme der Arbeit nicht ausreicht.