Citation: 6B_217/2020 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Beschwerdegegnerin 2 sei innert kurzer Zeit dreimal bei ihm in Behandlung gewesen. Insofern müsse nicht erneut ein 15-minütiges Eintrittsgespräch stattfinden. Eine Zwischenanamnese könne bei einer Folgebehandlung kürzer ausfallen. Zudem habe nichts auf eine Dissektion hingedeutet. Es könne ihm somit nicht vorgeworfen werden, im Rahmen seiner Behandlung ein unerlaubtes Risiko für den sich nachfolgend ereigneten Schlaganfall infolge der Embolie eines Thrombus geschaffen zu haben. Eine Kausalität könne auch nach der Risikoerhöhungstheorie nicht angenommen werden. Im Übrigen sei auf die gutachterliche Feststellung zu verweisen, wonach nicht ausgeschlossen werden könne, dass es auch ohne die osteopathische Behandlung zur Thromboembolie hätte kommen können.