Citation: 8C_727/2021 E. 3.2.1

3.2.1. Die Beschwerdeführerin stimmt zwar der Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts zu, die Symptomatik der durch den Zeckenbiss verursachten FSME habe sich in kurzer Zeit deutlich verbessert. Es habe aber den Umstand, dass sie im Verlauf ein Fatigue-Syndrom und weitere neuropsychologisch nachgewiesene Einschränkungen entwickelt habe, nicht gewürdigt. Zwar sei korrekt, dass der psychische Gesundheitszustand mittels Fragebogen zu einer depressiven Symptomatik ermittelt worden sei. Diese Abklärungen seien allerdings im Zusammenhang mit dem unfallkausalen Fatigue-Syndrom zu sehen. Ein psychiatrischer Befund, aufgrund dessen eine davon unabhängige Diagnose hätte gestellt werden können, liege nicht vor. Dr. med. F.________ lasse ausser Acht, dass die Fragebogen eine Ablenkbarkeit und eine Verlangsamung in geistigen Prozessen gezeigt hätten, aufgrund derer das subjektive Erleben der Folgen der Fatigue als schwer eingestuft worden sei. Zusammenfassend sei festzuhalten, dass die Vorinstanz den Sachverhalt in Verletzung von Art. 61 lit. c ATSG festgestellt habe. Sie hätte antragsgemäss ein polydisziplinäres Gutachten einholen müssen.