Citation: 6A.57/2002 23.08.2002 E. 3

In der Vernehmlassung weist die Vorinstanz darauf hin, angesichts der Voraussetzungen für die Anwendung von Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG (dazu BGE 123 II 37 E. 1b) rechtfertige das Tatverschulden - für sich allein betrachtet - regelmässig eine schärfere Massnahme als die minimale einmonatige Entzugsdauer, dies gerade unter dem vom Bundesgericht betonten erzieherischen Gesichtspunkt des Warnungsentzuges. Entscheidend sei, dass die weiteren Kriterien für die Bemessung der Entzugsdauer zur Reduktion der Entzugsdauer bis auf das gesetzliche Minimum führen könnten. Dies sei nach der kantonalen Rechtsprechung der Fall, allerdings nur, wenn diese weiteren Kriterien stark zu Gunsten des Motorfahrzeuglenkers sprächen. Beim Beschwerdeführer treffe diese Voraussetzung klarerweise nicht zu (act. 6).