Citation: 7B.222/2005 14.12.2005 E. 3

Das Obergericht hat sich mit den Vorbringen der Beschwerdeführerin gegen das Gutachten Ginesta ausführlich befasst (E. III/4-6 S. 10 ff. des angefochtenen Beschlusses). Den von der Beschwerdeführerin erhobenen Einwänden ist Folgendes entgegenzuhalten: 3.1 Das Obergericht hat auf das Gutachten Ginesta abgestellt. Die Kritik der Beschwerdeführerin an der Schätzung des Betreibungsamtes geht deshalb an der Sache vorbei (Ziff. 25 S. 6 der Beschwerdeschrift). Ob sich ein kantonaler Beamter wegen Amtsgeheimnisverletzung strafbar gemacht hat (Ziff. 19 S. 4 f. der Beschwerdeschrift), kann ebenso wenig Gegenstand des Verfahrens vor der Aufsichtsbehörde sein. Die Beschwerde gemäss Art. 17 ff. SchKG dient nicht dazu, allfällige in der Vergangenheit liegende Fehler eines Beamten feststellen zu lassen, um so einer eventuellen Verantwortlichkeitsklage eine bessere Ausgangslage zu verschaffen (BGE 110 III 87 E. 1b S. 89; zuletzt das die Beschwerdeführerin betreffende Urteil 7B.147/2004 vom 9. August 2004, E. 3). 3.2 Nicht ersichtlich ist, inwiefern die angebliche Exponiertheit der bisherigen Bewohner der Pfandliegenschaft und damit die Exponiertheit der Beschwerdeführerin den angefochtenen Beschluss als bundesrechtswidrig erscheinen lassen könnte (z.B. Ziff. 17 ff. S. 4 f. der Beschwerdeschrift). Dass sich die Beschwerdeführerin durch Betreibungshandlungen in ihren privaten Bemühungen um eine Lösung ihrer Probleme gestört fühlt, ist nachvollziehbar, hat aber ihren Grund darin, dass sie in einer Betreibung involviert ist, die nunmehr ihren gesetzmässigen Lauf nimmt und - wie die Beschwerdeführerin das auch einräumt (vgl. Ziff. 23 S. 5 der Beschwerdeschrift) - die Schuldnerin eines grossen Teils ihrer Aktionsmöglichkeiten beraubt (vgl. auch E. 2.3 hiervor). 3.3 Dem Vorwurf der Beschwerdeführerin, der Gutachter Ginesta habe sich zu wenig mit den konkreten Verhältnissen vertraut gemacht, hat das Obergericht entgegnet, die Beschwerdeführerin selber habe sich für den Gutachter Ginesta ausgesprochen, "weil er mit den lokalen Gegebenheiten im Bereich des unteren Zürichseeufers am intimsten vertraut und ständig im Raum Zollikon/Küssnacht/Zumikon tätig" sei (E. 6 S. 14 des angefochtenen Beschlusses). Nirgends wird von der Beschwerdeführerin allgemein verlangt, sie müsse alle Feststellungen des Gutachters für richtig halten, nur weil sie sich für ihn ausgesprochen habe. Ihr daheriger Einwand findet im angefochtenen Beschluss keine Stütze (vgl. Ziff. 26. S. 6 der Beschwerdeschrift). 3.4 Das Obergericht hat festgehalten, das Gutachten Gwerder und die Machbarkeitsstudie Rhiner seien "als unzulässige Noven aus dem Recht zu weisen, ohne dass sich die Kammer näher damit auseinandersetzen müsste" (E. II/1 S. 7 des angefochtenen Beschlusses). Das Obergericht hat damit den Gutachter nicht abgewertet, wie in der Beschwerdeschrift (Ziff. 28 S. 7) behauptet wird, sondern sein Gutachten aus verfahrensrechtlichen Gründen auf Einrede einer Beschwerdegegnerin hin nicht berücksichtigen dürfen. Von wem das Gutachten in Auftrag gegeben wurde und von welcher Interessenlage der Gutachter ausging, konnte nicht festgestellt werden, weil der Auftraggeber bei der Schätzung "abgedeckt" gewesen ist. Mehr hat das Obergericht dazu - entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin - nicht gesagt. 3.5 Das Obergericht hat sich mit der gutachterlichen Beurteilung betreffend Lärmsituation sowie betreffend Angebot und Nachfrage für Grundstücke an vergleichbarer Lage eingehend befasst (E. 4 S. 10 ff. des angefochtenen Beschlusses). Was die Beschwerdeführerin dagegenhält (z.B. Ziff. 24 und Ziff. 27 S. 6 f. der Beschwerdeschrift), stützt sich auf Verfassungsnormen und kann daher hier nicht gehört werden (E. 1 Abs. 2 hiervor). Darüber hinaus stehen ihre Rügen in keinem erkennbaren und sachbezogenen Zusammenhang mit dem angefochtenen Beschluss. Insoweit kann auf ihre Beschwerde nicht eingetreten werden (Art. 79 Abs. 1 OG; Pfleghard, Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde, in: Prozessieren vor Bundesgericht, 2.A. Basel 1998, N. 5.80 S. 187; seither: BGE 129 III 559 E. 1.4 S. 564).