Citation: 6B_487/2021 E. 5.7.4

5.7.4. Auch die familiäre Situation des Beschwerdeführers spricht nicht für einen Härtefall. Der Beschwerdeführer verfügt über eine Kernfamilie in der Schweiz, die mit ihm von der gegen ihn auszusprechenden Landesverweisung betroffen ist. Seine Ehefrau arbeitet seit der Geburt der gemeinsamen Tochter im 2019 nicht mehr (vgl. oben E. 5.4.4). Es ist damit davon auszugehen, dass sie und die gemeinsame Tochter auf die finanzielle Unterstützung des Beschwerdeführers angewiesen sind. Eine Landesverweisung des Beschwerdeführers würde damit dazu führen, dass seine Kernfamilie faktisch gezwungen wäre, die Schweiz zu verlassen. Die Vorinstanz erwägt, dass der Ehefrau des Beschwerdeführers ein Wegzug in das Heimatland zumutbar sei, da ihre gesamte Verwandtschaft dort lebe, so dass auch vor diesem Hintergrund eine rasche und leichte Reintegration im Heimatland zu erwarten sei (angefochtenes Urteil S. 28 f.). Hinsichtlich seiner familiären Situation setzt sich der Beschwerdeführer nicht mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander, wonach es seiner aus Nordmazedonien stammenden Ehefrau zumutbar sei, ihn für die Dauer der Landesverweisung in ihre gemeinsame Heimat zu begleiten. Indem er sich darauf beschränkt, auszuführen, dass seine Entfernung aus der Schweiz "katastrophale Folgen" für seine Ehefrau und die gemeinsame Tochter hätte (Beschwerde S. 16), vermag er nicht aufzuzeigen, inwiefern die vorinstanzlichen Erwägungen gegen Konventions- oder Bundesrecht verstossen sollen. Landesverweisungen überprüft das Bundesgericht nur, soweit die gesetzlichen Begründungsanforderungen (Art. 42 Abs. 2 BGG) erfüllt sind (Urteile 6B_1213/2021 vom 7. November 2022 E. 2; 6B_759/2021 vom 16. Dezember 2021 E. 4.2.1; je mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer macht erst vor Bundesgericht geltend, dass sein Grossvater, der seit Jahrzehnten in der Schweiz lebe, über das Schweizer Bürgerrecht verfüge und seit mehreren Jahren Dialysepatient sei, auf seine finanzielle Unterstützung angewiesen sei (Beschwerde S. 16), während er im Verlauf der Untersuchung verneint hatte, für andere Personen als seine Ehefrau und seine Tochter finanziell aufzukommen (angefochtenes Urteil S. 21). Bei dieser Sachlage war die Vorinstanz nicht gehalten, zu prüfen, ob das Verhältnis des Grossvaters zum Beschwerdeführer unter dem Schutz des Familienlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK fallen würde. Abgesehen davon lebte sein Grossvater nach den vorinstanzlichen Feststellungen viele Jahre vor dem Beschwerdeführer in der Schweiz, weshalb nicht ersichtlich ist, inwieweit die Landesverweisung des Beschwerdeführers den Grossvater negativ treffen sollte.