Citation: 5P.114/2003 05.05.2003 E. 2

In der Tatsache, dass das Obergericht die Aussage der Beschwerdegegnerin vor der ersten Instanz nicht berücksichtigt hat, erblickt der Beschwerdeführer ferner willkürliche Beweiswürdigung. Willkürlich ist die Beweiswürdigung seiner Ansicht nach deshalb, weil das Obergericht nicht auf die von der Beschwerdegegnerin eingeräumte Erwerbstätigkeit von 30% abgestellt, sondern zum Instrument der "Tatsachenvermutung" gegriffen und so die Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit als unzumutbar bezeichnet hat. 2.1 In der Würdigung von Beweisen steht dem kantonalen Richter ein grosses Ermessen zu. Willkürliche Beweiswürdigung liegt nicht schon dann vor, wenn vom Sachrichter gezogene Schlüsse nicht mit der Darstellung des Beschwerdeführers übereinstimmen. Willkürlich ist die Beweiswürdigung indes, wenn sie mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenbaren Versehen beruht (BGE 105 Ia 190 E. 2 mit Hinweisen; 116 Ia 85 E. 2b S. 88). Als willkürlich kann die Würdigung von Beweisen namentlich auch dann bezeichnet werden, wenn der Sachrichter aus dem Ergebnis des Beweisverfahrens voreilige Schlüsse zieht oder einseitig einzelne Beweise berücksichtigt und andere, aus denen sich Gegenteiliges ergeben könnte, ausser Betracht lässt (BGE 112 Ia 315 E. 3b S. 317; 118 Ia 28 E. 1b S. 30 mit Hinweis). 2.2 Wie bereits dargelegt, erweist sich die Aussage vor dem erstinstanzlichen Richter als unbestimmt und ist die Beschwerdegegnerin im obergerichtlichen Verfahren darauf zurückgekommen. Damit aber verfiel das Obergericht nicht in Willkür, indem es die erforderlichen tatsächlichen Feststellungen nach den durch die Rechtsprechung aufgestellten Kriterien (BGE 128 III 65 E. 4a) ermittelte und daraus den Schluss auf die Eigenversorgungskapazität zog; die konkreten Umstände schliessen seiner Ansicht nach gegenwärtig eine auch nur teilweise Erwerbstätigkeit der Beschwerdegegnerin aus. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass die im konkreten Fall festgestellten tatsächlichen Umstände den vom Obergericht gezogenen Schluss als willkürlich erscheinen lasse, weshalb seine Beschwerde insoweit den Begründungsanforderungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht zu genügen vermag (BGE 119 Ia 197 E. d S. 201; 120 Ia 369 E. 3a; 123 I 1 E. 4a; 127 III 279 E. 1c S. 282, mit Hinweisen). Gesamthaft lässt sich die Beweiswürdigung des Obergerichts denn auch nicht als im Ergebnis willkürlich bezeichnen.