Citation: 8C_279/2023 E. 4.2

4.2. Verlangt die Beschwerdeführerin überdies, die nachträglich eingeholten gutachterlichen Stellungnahmen vom 27. Dezember 2021 und 27. Juli 2022 seien aus den Akten zu weisen, da damit zu Unrecht die Schlüssigkeit der früheren Expertise überprüft und objektiv kontrolliert worden sei, dringt sie ebenfalls nicht durch. Die estimed-Gutachter machten das bereits erstattete Gutachten zum Ausgangspunkt ihrer Ergänzungen. Dabei nahmen sie in erster Linie zu neuen Vorbringen und neu eingereichten Akten Stellung. Dies ist nach der von der Beschwerdeführerin selber herangezogenen Rechtsprechung ohne Weiteres zulässig (Urteil 9C_273/2009 vom 14. September 2009 E. 3.2 mit Hinweis). Konkrete Ausstandsgründe, welche im Übrigen schon bei erster Gelegenheit vorzubringen gewesen wären (BGE 143 V 66 E. 4.3 mit Hinweisen), sind in der Beschwerde keine dargelegt. Ob ein Zweit- bzw. (gerichtliches) Obergutachten erforderlich ist, bleibt im Rahmen der Beweiswürdigung zu prüfen (vgl. nachfolgend E. 6).