Citation: 6B_747/2022 E. 2.3.3

2.3.3. Inwiefern die Beurteilung der Vorinstanz geradezu unhaltbar sein soll, wird in der Beschwerde nicht dargetan und ist auch nicht erkennbar: Es wurde gemäss Art. 9 der Verordnung des ASTRA zur Strassenverkehrskontrollverordnung (VSKV-ASTRA) vom 22. Mai 2008 (SR 741.013.1) eine Videoaufzeichnung der fraglichen Geschwindigkeitsmessung gemacht und diese liegt vor. Die Vorinstanz ermittelt die Geschwindigkeit allerdings nicht gestützt auf eine Weg-Zeit-Messung aufgrund dieser Aufzeichnung, sondern plausibilisiert durch die im Urteil angestellten Berechnungen lediglich die massgebende Lasermessung. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden. Dass die gefahrene Geschwindigkeit allein gestützt auf das Video nicht mit Sicherheit ermittelt werden kann, hat nicht zur Folge, dass auf die Messwerte nicht abgestellt werden dürfte (vgl. Urteile 6B_884/2021 vom 10. Januar 2022 E. 2.6.3; 6B_1013/2017 vom 13. April 2018 E. 2.5 mit Hinweis). Angesichts dieser Umstände ist aber jedenfalls unter Willkürgesichtspunkten nicht erkennbar, weshalb zusätzlich zum Lasergeschwindigkeitsmessgerät selber auch das Bilddokumentationsgerät hätte geeicht gewesen sein müssen, wie der Beschwerdeführer argumentiert. Im Einzelnen gelangt die Vorinstanz zum Schluss, auf der Videoaufzeichnung seien keine Anhaltspunkte ersichtlich, die auf eine nicht fachgemässe Durchführung der Messung hindeuten würden. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers - so die Vorinstanz weiter - vermöge auch die Nachrechnung anhand der gemessenen und aufgezeichneten Daten keine Zweifel am Ergebnis der Geschwindigkeitsmessungen zu wecken, sondern plausibilisiere diese Ergebnisse vielmehr. Die anhand des Videos geschätzten durchschnittlichen Geschwindigkeiten wichen von der aufgrund der tatsächlich gemessenen Geschwindigkeiten berechneten Durchschnittsgeschwindigkeit nur unerheblich ab. Nichts anderes ergebe sich aus dem Abstand zum LKW, der während der Messung hinter dem Beschwerdeführer gefahren sei. Der Beschwerdeführer kann die nachvollziehbaren Ausführungen der Vorinstanz nicht als willkürlich ausweisen, indem er seinerseits behauptet, die Vorinstanz sei bei ihren Berechnungen von falschen Abständen der weiss-schwarzen Begrenzungspfosten am Strassenrand und der Fahrbahntrennungsstriche ausgegangen. Was die Pfosten angeht, lässt die Vorinstanz selbst ausdrücklich offen, welchen Abstand diese tatsächlich hatten. Insofern stösst die Kritik ins Leere. Hinsichtlich der Leitlinie moniert der Beschwerdeführer, die Annahme der Vorinstanz, eine Linie mit Abstand sei 9 Meter lang, sei falsch, "weil der Tatort auf einer kommunalen Nebenstrasse zu finden ist, welche vermutlich keine 5 Meter breit ist und eher den Charakter eines Feldwegs hat". Derartiges ist jedoch im angefochtenen Urteil nicht festgestellt und findet auch in den Akten keine Stütze.