Citation: U 441/99 29.08.2000 E. 1

1.- Soweit die Beschwerdeführerin in prozessualer Hinsicht einwendet, wenn eine Einsprache vorsorglich erhoben und erst nach Ablauf der 30tägigen Einsprachefrist eine Begründung nachgereicht werde, verlängere sich die gesetzliche Rechtsmittelfrist unzulässigerweise, setzt sie sich einerseits in Widerspruch zu ihren eigenen Feststellungen im Einspracheentscheid, hat sie doch in Erwägung 1 ausdrücklich festgehalten, die Einsprache der Beschwerdegegnerin sei frist- und formgerecht eingegangen. Anderseits übersieht sie, dass wie in der Krankenversicherung (BGE 123 V 128) der Unfallversicherer, der eine Einsprachebegründung als ungenügend erachtet, dem Versicherten in analoger Anwendung des Art. 108 Abs. 1 lit. b UVG eine angemessene Frist zur Verbesserung anzusetzen hat (RKUV 1999 Nr. U 324 S. 100 f. Erw. 3b). Nachdem dies die Beschwerdeführerin im vorliegenden Fall unbestrittenermassen nicht getan hat, obwohl die Krankenkasse in ihrer vorsorglichen Einsprache vom 9. Juli 1998 das Nachreichen einer Begründung in Aussicht stellte, kann die Begründung vom 20. Oktober 1998 nicht als verspätet eingereicht betrachtet werden.