Citation: B 51/05 07.09.2006 E. 3

Aufgrund der medizinischen Unterlagen kann als erstellt gelten, dass bereits in den Achtziger Jahren psychotische Vorkommnisse auftraten, welche zur militärischen Ausmusterung führten. Die Ärzte gingen von einer leicht erregbaren Persönlichkeit aus. 1992 erfolgte die erste Hospitalisation in der Psychiatrischen Klinik wegen paranoider Psychose bei Haschischabusus und bekanntem Alkoholmissbrauch. Bereits damals wurde differenzialdiagnostisch eine schleichend verlaufende Schizophrenie vermutet. Die Diagnose einer psychotischen Dekompensation bei paranoider Schizophrenie wurde im Sommer 1994 gestellt. Laut Bericht der Psychiatrischen Klinik Z.________ vom 5. Juli 1994 führte dieses Krankheitsbild am 24. Mai 1994 zur Klinikeinweisung. Am 1. Juli 1994 konnte der Beschwerdegegner in deutlich gebessertem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden, wobei eine langfristige Weiterführung der medikamentösen Behandlung und eine ambulante psychiatrische Nachbetreuung durch Dr. med. O.________ empfohlen wurden. Dem Bericht des Dr. med. F.________ vom 27. Juli 1995 ist zu entnehmen, dass im April 1995 nochmals eine Hospitalisation erfolgte. Vom 1. Januar bis 8. April 1995 habe eine volle und vom 9. April bis 12. Juli 1995 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Gemäss Bericht des Dr. med. O.________ vom 13. September 2001 an die IV-Stelle besteht wegen paranoider Schizophrenie ab 31. Januar 2001 als Kanalfernseharbeiter eine Arbeitsunfähigkeit von 100%. Die Prognose bezüglich Wiedererlangung einer wirtschaftlich relevanten beruflichen Tätigkeit beurteilt der behandelnde Psychiater als schlecht. In den vorangegangenen zwei Jahren sei der Versicherte psycho-physisch völlig überfordert gewesen. Für die Zeit bis Ende Januar 2001 wird die Arbeitsunfähigkeit in Übereinstimmung mit den Angaben im Schreiben an die Vorinstanz vom 1. November 2004 auf etwa 30% geschätzt. Laut Bericht des Dr. med. O.________ an die IV-Stelle vom 22. März 2002 hat sich am Beschwerdebild und der Prognose nichts geändert. Bezüglich einer adaptierten Tätigkeit attestierte dieser eine Arbeitsfähigkeit von weniger als 30%. Die IV-Stelle ging von einer verbleibenden Arbeitsfähigkeit von rund 30% ab 31. Januar 2001 aus und sprach nach Ablauf der einjährigen Wartezeit (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) mit Wirkung ab 1. Januar 2002 eine ganze Invalidenrente zu. Zwischen der erstmaligen Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität, welche zur Zusprechung einer Rente der Invalidenversicherung führte, besteht somit ein sachlicher Zusammenhang.