Citation: 2C_311/2023 E. 3

Das Migrationsamt Solothurn wies das Gesuch um Kantonswechsel mit der Begründung ab, die Beschwerdeführer verfügten im Vorkanton (Tessin) nicht mehr über eine Aufenthaltsbewilligung, weshalb die Voraussetzungen nach Art. 37 Abs. 2 AIG nicht erfüllt seien und auf die Gesuche um Kantonswechsel (vom 15. März 2018 und vom 12. Februar 2020) nicht eingetreten werden könne, grundsätzlich ungeachtet davon, ob die Beschwerdeführer die übrigen Voraussetzungen für einen Kantonswechsel erfüllten. Trotzdem prüfte das Migrationsamt Solothurn die Voraussetzungen für den Kantonswechsel auch materiell, wobei es zum Schluss gelangte, dass bei den Beschwerdeführenden Widerrufsgründe i.S.v. Art. 62 Abs. 1 lit. c AIG vorlägen und sich auch eine Wegweisung der Beschwerdeführer (aus der Schweiz) als verhältnismässig erweise, weshalb die Kantonswechselgesuche abzuweisen seien. Indes habe das Nichteintreten beziehungsweise die Abweisung der Gesuche um Kantonswechsel nicht die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge: Es sei den Beschwerdeführern zumutbar, erneut im Kanton Tessin Wohnsitz zu nehmen und dort um eine Bewilligung zu ersuchen. Die Vorinstanz ihrerseits schützte die Verfügung des Migrationsamts im angefochtenen Urteil, wobei sie insbesondere in Bezug auf die materielle Beurteilung im Wesentlichen auf die Erwägungen des Migrationsamts verwies und ebenfalls die Wegweisung aus dem Kantonsgebiet des Kantons Solothurn - nicht aber aus der Schweiz - verfügte (vgl. vorne E. 1.2.2).