Citation: U 317/05 13.03.2006 E. 5

Unstreitig organischer Natur sind dagegen die Schulterbeschwerden. Der Beschwerdeführer bringt nunmehr sinngemäss vor, diese würden zwangsläufig in die Nackenregion ausstrahlen, womit ein organisches Korrelat für dort festzustellende Verkrampfungen und damit zusammenhängende Fehlhaltungen des Kopfes und der HWS ausgewiesen seien. 5.1 Tatsächlich erscheint ein Ausstrahlen der Schulterbeschwerden in die Nackengegend nicht als von vornherein ausgeschlossen. In der Krankengeschichte der Orthopädie der Klinik X.________ findet sich zur Sprechstunde von Dr. med. B.________ vom 18. Dezember 2002 (ebenso vom 18. Februar und 12. März 2003) denn auch der Hinweis, der Versicherte habe noch Schmerzen ventral bei Aussenrotation und auch dorsal am Schulterblatt gegen den Nacken ausstrahlend, weshalb die (Schulter-)Physiotherapie fortzuführen sei. Kurz davor, am 29. November 2002, hatte sich der Beschwerdeführer einer Arthroskopie der linken Schulter unterzogen. Die physikalische Therapie wurde am 26. Mai 2003 abgeschlossen, womit sie als in engem Zusammenhang mit der Operation stehend zu betrachten ist. Für die davor liegende Zeit seit dem Unfall fehlt es dagegen an jeglichen Hinweisen auf ein merkbares Ausstrahlen der Schulterbeschwerden in die Nackenregion. Eine (gesonderte) Behandlung der Nackengegend stand nie zur Diskussion. 5.2 Zwar hat nunmehr der Hausarzt der SUVA am 13. Januar 2004 Nackenschmerzen gemeldet, dies in einem zeitlichen Konnex zur am 27. November 2003 durchgeführten dritten Arthroskopie. Indessen können diese Beschwerden - anders als Ende 2002 - bloss noch möglicherweise als mit den Schulterbeschwerden zusammenhängend betrachtet werden. Denn einerseits ordnet Dr. med. G.________ die von ihm festgestellte Protaktionsfehlhaltung des Kopfes mit Hyperlordosierung der HWS im Bericht vom 15. März 2004 eher schmerzhaften degenerativen Veränderungen im Bereich der HWS zu. Andererseits zeigt er sich mit den (vorläufigen) Ergebnissen der physikalischen Therapie zur Schultermobilisation links befriedigt, was - wenn Nacken- und Schulterbeschwerden in einem direkten Zusammenhang stünden - sich wie bereits im Jahre 2002 wahrscheinlich ebenfalls positiv auf die Nackengegend hätte auswirken müssen.