Citation: 9C_370/2013 E. 2.1

2.1. Die Vorinstanz erwog, die IV-Stelle habe weder geprüft, ob die angeordnete Massnahme zumutbar gewesen sei noch sich zu den Einwänden des Dr. med. H.________ geäussert und auch keine Feststellungen zum Grad der Arbeitsfähigkeit getroffen, obwohl diese Voraussetzung seien für die Beurteilung der Verhältnismässigkeit einer allfälligen Sanktion wegen verletzter Schadenminderungspflicht. Ein längerer Entzug sei aufgrund der notwendigen medizinischen und psychologischen Begleitung, der Dauer und der allenfalls stationären Durchführung eine Behandlungsmassnahme, die im Rahmen der Mitwirkungspflichten gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht angeordnet werden könne. Die Beurteilungen des Dr. med. H.________ wie auch des RAD-Arztes Dr. med. K.________ liessen die Alkoholkrankheit als Folge einer pathologischen psychischen Grundproblematik erscheinen; es sei davon auszugehen, dass einer allenfalls daraus resultierenden Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit invaliditätsrelevante Bedeutung zukomme. Die IV-Stelle habe weder die Unklarheiten in den ärztlichen Beurteilungen zur Zumutbarkeit eines Entzuges geklärt, noch untersucht, ob und allenfalls in welchem Umfang die Versicherte ohne Gesundheitsschaden erwerbstätig wäre; auch fehle eine Haushaltabklärung. Damit sei die Sache zur umfassenden psychiatrischen Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie insbesondere kläre, ob die Alkoholkrankheit der Versicherten Folge eines psychischen Gesundheitsschadens sei und ob zur Abklärung der Arbeitsunfähigkeit ein kurzfristiger, im Rahmen einer Abklärungsmassnahme durchzuführender Entzug erforderlich und zumutbar sei. Gegebenenfalls habe die IV-Stelle die Versicherte aufzufordern, sich im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht einer solchen Massnahme zu unterziehen und im Falle einer Weigerung gestützt auf Art. 7b IVG zu entscheiden.