Citation: 8C_357/2021 E. 5.2.2

5.2.2. Sodann macht die Beschwerdeführerin letztinstanzlich erstmals geltend, die IV-Stelle habe die Pflicht zur Aktenführung im Sinne von Art. 46 ATSG verletzt, was sie mit dem Fehlen des Berichts der Dr. phil. D.________ vom 9. Februar 2001 (vgl. 5.2.1 hievor) in den Akten begründet. Bereits in der Vergangenheit sei die Aktenführung der Beschwerdegegnerin nicht über jeden Zweifel erhaben gewesen. Soweit die Beschwerdeführerin darin eine Beweisvereitelung erkennt und hinsichtlich des Grundsatzes der Anknüpfung an den zuletzt erzielten Lohn auf eine Beweislastumkehr schliessen möchte, kann ihr indes nicht gefolgt werden. Ob die neue rechtliche Begründung überhaupt zulässig ist (vgl. hierzu BGE 136 V 362 E. 4.1; Urteil 8C_652/2020 vom 5. Februar 2021 E. 5.2.1), braucht an dieser Stelle nicht weiter erörtert zu werden. Aus dem Umstand, dass der genannte Bericht der Dr. phil. D.________ im Verfahren betreffend die Rentenzusprache nicht zu den Akten der IV-Stelle gelangte, vermag die Beschwerdeführerin in Bezug auf die vorliegend strittige Bemessung des Valideneinkommens nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Die von ihr namentlich anbegehrte Beweislastumkehr käme allenfalls dann zum Tragen, wenn der IV-Stelle im Zusammenhang mit der Aktenführung ein Vorwurf zu machen wäre (vgl. BGE 138 V 218 E. 8.1.1; Urteil 9C_261/2020 vom 21. Oktober 2020 E. 4.2.3). Für die rein spekulative Behauptung der Beschwerdeführerin, die IV-Stelle habe die Berichte der Unfallversicherung nur selektiv zu den Akten genommen, bestehen indes keinerlei Anhaltspunkte. Wie dargelegt vermag die Beschwerdeführerin auch nicht aufzuzeigen, weshalb sie den fraglichen, ihr vorliegenden Bericht der Dr. phil. D.________ nicht bereits im kantonalen Verfahren einreichen konnte (E. 5.2.1 hievor).