Citation: B 65/06 19.04.2007 E. 5

Im überobligatorischen Bereich beginnt der Rentenanspruch nach Ablauf einer zweijährigen Wartefrist (Ziff. 17.5.1 des Reglementes). Für eine Verschlechterung nach Ablauf der Versicherungsdeckung (Art. 10 Abs. 3 BVG; Ziff. 21 des Reglementes) besteht - anders als im obligatorischen Bereich (siehe E. 2) - keine Haftung, wenn - wie hier - im Reglement das versicherte Risiko abweichend vom BVG definiert wird (SVR 1995 BVG Nr. 43 S. 128 E. 4; vgl. Urteil M. Vom 13. Oktober 2003, B 61/03). 5.1 Die Vorinstanz hat zutreffend begründet, dass die Wartefrist ab Dezember 1999 zu laufen begann. Indem die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht ab März 2001 bejaht, anerkennt sie entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin nicht, dass auch die Wartefrist bereits im April 1999 ausgelöst wurde. Der Rentenbeginn wurde vielmehr auf März 2001 gelegt, weil noch bis Februar jenes Jahres Krankentaggelder ausbezahlt wurden. 5.2 Massgebend für den Rentenanspruch ist also, ob die Beschwerdeführerin bei Ablauf der einmonatigen Nachdeckungsfrist (April 2000) voll oder nur halb erwerbsunfähig war. Zwar war sie von Dezember 1999 bis März 2000 100% arbeitsunfähig geschrieben, mithin auch im Zeitpunkt des Dienstaustritts. Entscheidend ist aber nicht der Zusammenhang zwischen der Arbeitsunfähigkeit ab Dezember 1999 und der späteren vollen Arbeitsunfähigkeit, sondern vielmehr der versicherte Grad der Erwerbsunfähigkeit nach Ablauf der Wartefrist (Ziff. 17.5.1 des Reglementes). Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin nach wenigen Monaten Krankheit die (neue) Arbeit als Buschauffeuse zu 50% aufnehmen konnte; sie war dementsprechend ab 1. August 2000 nur noch zu 50% arbeitsunfähig geschrieben. Noch Ende 2000 hielt die behandelnde Psychiaterin fest, die Beschwerdeführerin habe den Einstieg zu 50% gut geschafft. Erst nach dem auf 100% gesteigerten Arbeitspensum (März/April 2001) verschlimmerte sich der Zustand erneut. Trotz den in den Akten liegenden retrospektiven medizinischen Einschätzungen kann nicht als erstellt gelten, dass die Beschwerdeführerin schon während ihrer 50%-igen Tätigkeit für die Firma X.________ überfordert oder dass diese bloss als therapeutischer Arbeitseinsatz einzustufen war. Vielmehr liegt eine zumutbare Erwerbsarbeit vor, weshalb die Beschwerdeführerin im Sinne des Reglements während mehr als einem halben Jahr zu 50% erwerbsfähig war. Damit kann im Zeitpunkt des Endes der Versicherungsdeckung (April 2000) nicht von einer vollen Invalidität ausgegangen werden. Die Zusprechung einer halben überobligatorischen Rente ab 1. Dezember 2001 ist daher gesetzes- und reglementskonform.