Citation: 7B_1055/2023 E. 3.6

3.6. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer sei zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt worden. Bereits aufgrund der Dauer der ausgesprochenen Strafe sei die Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung zu bejahen. Hinsichtlich der Verhältnismässigkeit hält sie fest, der Beschwerdeführer habe 465,5 Gramm reines Kokain erworben und an eine unbekannte Anzahl Personen veräussert. Dabei handle es sich um eine Menge, die den von der Rechtsprechung festgelegten Grenzwert zum Qualifikationsmerkmal von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (18 Gramm) deutlich überschreite. Aufgrund dessen könne eine tatsächlich vom Beschwerdeführer ausgehende Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht verneint werden. Nicht ersichtlich seien in der Person des Beschwerdeführers liegende Gründe, wie etwa die berufliche oder sonstige Angewiesenheit auf Einreise in bestimmte Schengen-Staaten, welche allenfalls gegen eine Ausschreibung im SIS spreche könnten.