Citation: 4P.242/2005 02.02.2006 E. 1

Da weder die Haupt- noch die Widerklage den Berufungsstreitwert von Fr. 8'000.-- erreicht, steht das Rechtsmittel der eidgenössischen Berufung gegen das angefochtene Urteil nicht zur Verfügung (Art. 46 und Art. 47 Abs. 2 OG). Mit der staatsrechtlichen Beschwerde kann daher sowohl Willkür (Art. 9 BV) bei der Ermittlung des Sachverhalts wie auch bei der Anwendung von Bundesrecht gerügt werden. 1.1 Zu beachten ist jedoch, dass der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen im Bereich der Verfassungsgerichtsbarkeit keine Anwendung findet. Vielmehr gilt das Rügeprinzip: Das Gericht untersucht den angefochtenen Entscheid nicht von sich aus umfassend auf seine Verfassungsmässigkeit. Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (BGE 130 I 26 E. 2.1 S. 31; 258 E. 1.3 S. 261 f., je mit Hinweisen). Es genügt nicht, wenn der Beschwerdeführer einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei willkürlich; er hat vielmehr im Einzelnen zu zeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 262; 110 Ia 1 E. 2a S. 3 f.). Wird dem kantonalen Gericht Willkür in der Ermittlung des Sachverhaltes vorgeworfen, so hat er zudem darzutun, dass die willkürlichen Feststellungen erhebliche Tatsachen betreffen und sich auf den Entscheid ausgewirkt haben, rechtfertigt sich dessen Aufhebung doch von vornherein nur, wenn er sich nicht nur in einzelnen Punkten seiner Begründung, sondern auch im Ergebnis als verfassungswidrig erweist (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; 128 I 177 E. 2.1 S. 182; 127 I 38 E. 2a S. 41, je mit Hinweisen). 1.2 Willkür im Sinne von Art. 9 BV liegt nach konstanter Rechtssprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid wegen Willkür vielmehr nur auf, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation im klarem Wiederspruch steht, eine Norm oder eine unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 131 I 57 E. 2 S. 61; 129 I 8 E. 2.1 S. 9, je mit Hinweisen).