Citation: 2C_727/2014 E. 3.2

3.2. Praxisgemäss setzt Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG die konkrete Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen Abhängigkeit von der Sozialhilfe voraus. Blosse finanzielle Bedenken genügen nicht. Ausgehend von den bisherigen und gegenwärtigen Verhältnissen ist die künftige finanzielle Entwicklung auf längere Sicht abzuschätzen. Ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung soll in Betracht fallen, wenn eine Person bereits beträchtliche Leistungen bezogen hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft für ihren Lebensunterhalt sorgen wird (Urteile 2C_255/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 2.3.2; 2C_268/2011 vom 22. Juli 2011 E. 6.2.3). Indessen trifft es nicht zu, dass Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG ein Verschulden voraussetzt, wie der Beschwerdeführer vorträgt. Dieser Aspekt ist lediglich bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit zu berücksichtigen, nicht aber bei der Frage, ob der Widerrufsgrund erfüllt ist (Urteil 2C_1058/2013 vom 11. September 2014 E. 2.4).