Citation: 1C_373/2013 E. 3

Der Beschwerdeführer wirft dem Verwaltungsgericht insbesondere vor, der Ausweisentzug stütze sich auf eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung. Der Vorwurf ist insofern nicht ganz unberechtigt, als das Vorgehen der Behörden gegen den Beschwerdeführer lücken- bzw. mangelhaft dokumentiert und dementsprechend nur zum Teil und damit ungenügend nachvollziehbar ist. So lässt sich den Akten etwa über die Gründe, die die Hausärztin zweimal bewogen, dem Strassenverkehrsamt die verkehrsmedizinische Abklärung ihres Patienten vorzuschlagen, nichts entnehmen. Aus dem "Prüfungsbericht Führerprüfung" vom 14. Juli 2010 ergibt sich, dass der Beschwerdeführer die Kontrollfahrt ohne Beanstandungen bestanden hat. Hingegen findet sich ausserhalb einer entsprechenden Rubrik die Bemerkung "knapp genügend!", ohne dass ersichtlich wäre, wer sie wann und mit welcher Berechtigung anbrachte. Weiter ist die Untersuchung durch Dr. Q.________ vom IRMZ vom 2. September 2011, bei welcher die Einhaltung einer sechsmonatigen Abstinenz vereinbart worden sein soll, ebensowenig dokumentiert wie die Entnahme der Haarprobe, die mit der Analyse vom 1. Juni 2012 ausgewertet wurde. Nach Darstellung des Beschwerdeführers ist er nie eine Abstinenzverpflichtung eingegangen, und bei der gegen seinen Willen entnommenen Haarprobe sei er sogar verletzt worden. Allerdings ist im vorliegenden Verfahren um den vorsorglichen Sicherungsentzug nicht abschliessend abzuklären, ob im Entzugsverfahren die Verfahrensrechte des Beschwerdeführers gewahrt wurden und alle erhobenen Beweismittel verwertbar sind. Zu prüfen ist nur, ob konkrete Anhaltspunkte vorliegen, die seine Fahreignung ernsthaft in Frage stellen. Das ist der Fall. Beim Beschwerdeführer wurden anlässlich von verkehrsmedizinischen Abklärungen bereits vor Jahren - 2006 und 2010 - verlangsamte Reaktionen in komplexen Situationen sowie Frischgedächtnisstörungen und zeitweise Gedankensperren diagnostiziert. Am 2. September 2011 erweckte er beim Gutachter den Verdacht auf kognitive Defizite. Hat aber ein Lenker Schwierigkeiten beim rechtzeitigen Erkennen und Erfassen von Verkehrssituationen und eine verzögerte Reaktion, so steht klarerweise seine Fahreignung in Frage. Da die entsprechenden Fähigkeiten zudem mit fortschreitendem Alter - der Beschwerdeführer steht im 78. Altersjahr - in der Regel nachlassen und sie durch einen hohen Alkoholkonsum - auch dafür gibt es im Fall des Beschwerdeführers zumindest Hinweise - weiter beeinträchtigt werden können, ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass ihm das Strassenverkehrsamt ungeachtet seines makellosen automobilistischen Leumunds den Führerausweis vorsorglich entzog und das Verwaltungsgericht dies schützte.