Citation: 6B_560/2024 E. 2.1.3

2.1.3. Der Beschwerdeführer machte bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend, die Auswertung der SAT-Speed-Aufnahme und die Berechnung des Nachfahrabstands halte vor rechtsstaatlichen Prinzipien nicht stand, weil es sich bloss um eine Momentaufnahme von einer Millisekunde handle. Dazu erwägt die Vorinstanz, wolle man den Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug ermitteln, bedürfe es einer manuellen Auswertung der SAT-Speed-Aufnahme. Die Aufnahme müsse mit einem zugelassenen und geeichten Nachfahrtachografen mit kalibrierter Videokamera durchgeführt werden. Werde eine Zoomkamera verwendet, müssten die einzelnen Zoom-Positionen bekannt sein. Die Kantonspolizei Bern gebe vor, dass ein Abstandsvergehen über eine minimale Strecke von 300 Metern mit drei Bildern bei etwa gleichbleibender Geschwindigkeit dokumentiert werden müsse. Zu Gunsten des Betroffenen sei für die weiteren Berechnungen immer die niedrigste Geschwindigkeit massgebend.