Citation: 6B_1305/2023 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz erachtet den angeklagten Sachverhalt als erstellt (Urteil S. 11). In rechtlicher Hinsicht erwägt sie mit Verweis auf die erstinstanzliche Begründung, der Polizeibeamte habe sich gegenüber dem Beschwerdeführer zunächst durch Hochhalten seines Polizeiausweises als Polizeibeamter zu erkennen gegeben und anschliessend diesen mündlich aufgefordert anzuhalten. Damit sei die sich konkret gegen den Beschwerdeführer gerichtete Amtshandlung (Kontrolle) eingeleitet worden. Der Beschwerdeführer habe den Polizeibeamten klar gesehen. Durch die anschliessende Flucht unter wiederholter Missachtung der Aufforderung anzuhalten (Missachtung der Matrix wie auch erneut wiederholte mündliche Aufforderung), habe der Beschwerdeführer den objektiven Tatbestand zweifellos erfüllt. Nachdem auch als erstellt erachtet werde, dass sich der Beschwerdeführer bewusst dem Kontrollversuch entzogen habe, um der ihm drohenden Busse zu entgehen, sei auch der subjektive Tatbestand erfüllt (Urteil S. 11 sowie erstinstanzliches Urteil S. 13 f.). Schliesslich geht die Vorinstanz mangels Subsidiarität der tatbestandsmässigen Handlung sowie wegen fehlender unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben davon aus, dass sich der Beschwerdeführer nicht in einer Notstandssituation befunden habe (Urteil S. 12 ff.).