Citation: 9C_748/2008 09.02.2009 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob im Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zwischen 31. Mai 1999 (verfügungsweise Zusprechung einer ganzen Invalidenrente) und 8. Februar 2008 (Herabsetzung auf eine Dreiviertelsrente) eine Verbesserung eingetreten ist, welche die Herabsetzung der Rente rechtfertigt. 3.1 Die Vorinstanz zitierte sehr einlässlich die Arztberichte aus der Zeit der ursprünglichen Rentenzusprechung wie auch der Herabsetzung der ganzen auf eine Dreiviertelsrente. Mit Bezug auf eine revisionserhebliche Änderung des medizinischen Sachverhalts hat das Verwaltungsgericht jedoch keine Feststellungen getroffen, an welche das Bundesgericht gebunden wäre. Dieses kann den Sachverhalt selbst ergänzen (Art. 105 Abs. 2 BGG). 3.2 Ursprünglich erhielt der Beschwerdeführer ab 1. September 1998 eine ganze Invalidenrente zugesprochen. Diese wurde am 31. Mai 1999 verfügt und stand in Zusammenhang mit der am 28. Januar 1999 durchgeführten Spondylodese L 4/5 und den damit vor sowie nach dem Eingriff einhergehenden Beschwerden. Immer noch wegen des Rückenleidens sah die IV-Stelle gemäss Schreiben vom 22. Oktober 2001 von einer revisionsweisen Herabsetzung der ganzen Invalidenrente ab. Anschliessend trat eine Anpassung und Angewöhnung an die Operationsfolgen ein, und im Gutachten der MEDAS vom 19. Januar 2006 wurde von einem klinisch derzeit erfreulichen Operationsresultat berichtet; die persistierende Schmerzsymptomatik sei organisch nicht zwingend nachvollziehbar. Die von den Ärzten der MEDAS attestierte Teilarbeitsfähigkeit von mindestens 50 % in einer angepassten Tätigkeit ist im Lichte dieser neuen Befunde nachvollziehbar und kann als Ausdruck eines revisionsrechtlich erheblichen, verbesserten Gesundheitszustandes betrachtet werden. Im Weiteren trifft es zwar zu, dass der Beschwerdeführer im Oktober 2004 einen Unfall mit gravierenden Verletzungen (Acetabulumfraktur rechts mit Einstrahlung bis in den oberen Schambeinast rechts, nicht dislozierte Fraktur des unteren Schambeinastes rechts sowie mehrere weitere Kontusionen, Frakturen und eine traumatische Blasenruptur) erlitten hat. Zur Behandlung der Unfallfolgen musste er sich wiederum mehreren Eingriffen unterziehen. Der Unfall ereignete sich indessen in einem Moment, als der Versicherte bereits seit Jahren die höchstmöglichen Leistungen der Invalidenversicherung in Form einer ganzen Rente bezog. Auch im Zeitraum, in welchem die Unfallfolgen behandelt wurden und sich erheblich auf seine Leistungsfähigkeit auswirkten, hatte der Versicherte Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, was er zu übersehen scheint, wenn er auf die Verschlimmerung der gesundheitlichen Situation durch das Unfallereignis hinweist. Mit Blick auf den Zeitablauf und die durchgeführten Therapien erscheint es plausibel, dass MEDAS (Gutachten vom 19. Januar 2006) und BEFAS (Schlussbericht vom 15. Oktober 2007) für den Zeitraum ab Januar 2008 auf eine Verbesserung des Leistungsvermögens des Versicherten geschlossen haben. 3.3 Ist nach dem Gesagten ein Revisionsgrund anzunehmen, kann die hauptsächlich auf dem Gutachten der MEDAS und dem Schlussbericht der BEFAS beruhende Feststellung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer sei wieder in einer leidensangepassten Tätigkeit zu mindestens 50 % arbeitsfähig, weder als offensichtlich unrichtig bezeichnet werden, noch basiert sie auf einer Bundesrechtsverletzung, weshalb sie für das Bundesgericht verbindlich bleibt (E. 1 hievor).