Citation: 4D_75/2015 E. 4.1

4.1. Sie begründet die Kritik im Wesentlichen damit, die Vorinstanz habe bei der Anwendung von Art. 17 Abs. 1 ZPO "auf die falschen Sachverhaltsmomente abgestellt" und insbesondere "die massgebliche Offerte vom 25. Juli 2011 schlicht ignoriert". Die Beschwerdegegnerin selbst habe in der Klageantwort vom 23. Februar 2015 diese Offerte "als Vertragsgrundlage der Lieferung bezeichnet und das Dok. D selbst eingereicht". Darin werde ausdrücklich auf die AGB der Beschwerdeführerin verwiesen, in deren Ziffer 12 sich eine Gerichtsstandsvereinbarung befinde. Dass sie bereits im kantonalen Verfahren den rechtsgültigen Abschluss einer Gerichtsstandsvereinbarung durch Verwendung der AGB mittels Verweis in der Offerte prozesskonform behauptet hatte und damit vom Obergericht nicht gehört wurde, zeigt die Beschwerdeführerin aber nicht auf und ist auch nicht erkennbar. Im Gegenteil: Die Vorinstanz hielt in dieser Hinsicht fest, die Beschwerdeführerin habe eine ausdrückliche Erklärung der Parteien, die in klarer und unzweideutiger Weise den Wunsch zum Ausdruck bringe, einen anderen als den gesetzlichen Gerichtsstand vorzusehen, weder behauptet noch bewiesen. Sie habe aber auch weder behauptet noch bewiesen, vor oder beim Abschluss des Vertrags auf ihre AGB hingewiesen und die AGB der Beschwerdegegnerin zugänglich gemacht zu haben, "was Voraussetzung gewesen wäre, dass diese zum Vertragsinhalt hätten werden können". In der Beschwerde wird diese Feststellung nicht widerlegt. Vielmehr geht die Beschwerdeführerin offenbar selber davon aus, dass sie sich im kantonalen Verfahren nicht zum Einbezug der Gerichtsstandsklausel in den Vertrag geäussert hat. Jedenfalls verweist sie bloss pauschal auf Urkunden ("Offerte in Dok. D der Beschwerdegegnerin") sowie auf "die zentralen Ausführungen der Beschwerdegegnerin zum Vertragsabschluss", die im Zusammenhang mit der Gerichtsstandsvereinbarung vom Obergericht nicht erwähnt worden seien. Inwiefern damit der formgültige Abschluss einer Gerichtsstandsvereinbarung gemäss Art. 17 ZPO behauptet worden sein soll, ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz ist zutreffend davon ausgegangen, dass es mangels dahingehender Behauptungen nicht am Gericht lag, in den Urkunden nach entsprechenden Umständen zu forschen.