Citation: 9C_71/2015 E. 9.2

9.2. Auch den sonstigen Akten lässt sich nicht entnehmen, welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit sich seit Juni 2006 verbessert und überwiegend wahrscheinlich (die blosse Möglichkeit einer tatsächlichen Verbesserung genügt nicht; Urteile 9C_631/2012 vom 7. Dezember 2012, 8C_959/2012 vom 3. April 2013 E. 2.4 und 8C_373/2012 vom 25. Oktober 2012 E. 5.1) zu einer Steigerung der verwertbaren Leistungsfähigkeit geführt haben könnten. Insbesondere fehlen sowohl klinische Feststellungen als auch gutachterliche Verhaltensbeobachtungen, die eine derartige substanzielle Veränderung zu plausibilisieren vermöchten. Die Versicherte präsentierte sich sowohl anlässlich der Begutachtung bei Dr. med. F.________ als auch in der Exploration durch Dr. med. K.________ in ähnlichem Zustand, brach häufig in Tränen aus und schilderte einen in etwa gleich gebliebenen Tagesablauf (sie verbringe den Tag, abgesehen von auswärtigen Therapieterminen, im Wesentlichen [allein] zu Hause, könne nur leichte Hausarbeiten verrichten und benötige ansonsten die Hilfe ihrer Familie). Auch auf eine Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung, welche revisionsrechtlich erheblich sein kann, soweit sie zu einer Veränderung der gesundheitlichen Auswirkungen auf den Arbeits- oder Aufgabenbereich führt (z.B. Urteil 8C_7/2014 vom 10. Juli 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis), fehlen jegliche Anhaltspunkte. Dass psychische Störungen leichter bis höchstens mittelschwerer Art als therapeutisch angehbar gelten (bereits zitiertes Urteil 9C_418/2010 E. 5.3.4), fällt hier ebenfalls nicht ins Gewicht, nachdem seit Jahren unterschiedliche Therapieansätze verfolgt wurden, ohne dass sich - trotz guter Kooperation im Bereich der körperlichen Aktivitäten (vorangehende E. 7) - eine relevante Verbesserung eingestellt hätte, und die Unverträglichkeit gegenüber verschiedenen Medikamenten ärztlicherseits nie in Frage gestellt worden war.