Citation: 5A_612/2009 04.03.2010 E. 4

4.1 Das Verwaltungsgericht geht davon aus, dass C.________s Beiständin die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 3. Februar 2009 um einen Termin für ein persönliches Gespräch mit dem Kind zur Vorbereitung der Besuchsrechtsausübung durch den Vater ersucht habe. Die Beschwerdeführerin habe mit Schreiben vom 27. Februar 2009 geantwortet und erklärt, D.________, praktischer Arzt, bei dem C.________ sich in medizinischer Behandlung befinde, werde alles unternehmen, damit das Besuchsrecht wahrgenommen werden könne. Anfang März 2009 sei der Beschwerdeführerin sodann eine Kopie der Anmeldung zum begleiteten Besuchstag bei der Pro Juventute zugestellt worden. Mit Schreiben vom 6. März 2009, das die Beschwerdeführerin nach ihren Angaben (erst) am 11. März 2009 erhalten habe, sei sie vom Gemeinnützigen Frauenverein S.________, der für die Pro Juventute die begleiteten Besuchstage organisiere und durchführe, aufgefordert worden, C.________ am 15. März 2009 (dritter Sonntag des Monats) um 13.30 Uhr nach S.________ zu bringen. Die Beschwerdeführerin habe dem Gemeinnützigen Frauenverein S.________ alsdann durch Schreiben vom 12. März 2009 mitgeteilt, dass sie zu einer Terminkoordination nicht kontaktiert worden und auch nicht ordentlich informiert worden sei, dass, wie schon seit längerer Zeit feststehe, sie und C.________ am fraglichen Wochenende abwesend sein würden und dass aus medizinischen Gründen das Kind zur Zeit nicht in der Lage sei, das begleitete Besuchsrecht wahrzunehmen. Das Verwaltungsgericht hebt in seiner weiteren Begründung hervor, die Beschwerdeführerin habe seit langem gewusst, dass der erste und der dritte Sonntag im Monat Besuchstage seien; eine Terminkoordination mit den Behörden sei deshalb gar nicht notwendig gewesen. Die Vorinstanz hält der Beschwerdeführerin vor, dass sie nach ihren eigenen Erklärungen seit längerer Zeit von ihrem anderen Termin am fraglichen Wochenende gewusst habe und deshalb genügend Zeit gehabt hätte, mit dem Kindsvater einen anderen Besuchstermin zu vereinbaren und von sich aus die Vormundschaftsbehörde davon zu benachrichtigen. Soweit die Beschwerdeführerin eine Verhinderung mit gesundheitlichen Schwierigkeiten bei C.________ begründe, habe sie unterlassen, rechtzeitig ein ärztliches Zeugnis einzureichen. 4.2 Die Beschwerdeführerin hatte (erst) im vorinstanzlichen Verfahren ein vom 13. März 2009 datiertes ärztliches Zeugnis eingereicht, worin D.________, praktischer Arzt, bestätigte, dass es C.________ aus medizinischen Gründen nicht möglich gewesen sei, in der Zeit vom 4. Februar bis 30. April 2009 dem Besuchsrecht Folge zu leisten. Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts vermag dieses Schriftstück das Nichterscheinen zum Besuchstermin vom 15. März 2009 nicht zu entschuldigen. Im Schreiben der Beschwerdeführerin vom 12. März 2009 seien in erster Linie terminliche Gründe angeführt worden, was Ziffer 3 (des Schreibens), wonach C.________ das Besuchsrecht (auch) aus medizinischen Gründen nicht wahrnehmen könne, zumindest als fragwürdig erscheinen lasse. Aus einer Aktennotiz des Sozialdienstes R.________ vom 2. April 2009 gehe ausserdem hervor, dass D.________ bis zu jenem Tag kein Arztzeugnis für C.________ ausgestellt habe. Das eingereichte Zeugnis dieses Arztes trage jedoch das Datum vom 13. März 2009, so dass es mit grösster Wahrscheinlichkeit erst nachträglich erstellt und rückdatiert worden sei. Letzteres ergebe sich auch aus dem Wortlaut des Zeugnisses, wonach es C.________ nicht möglich gewesen sei (Vergangenheitsform), dem Besuchsrecht Folge zu leisten.