Citation: 2P.19/2003 29.07.2003 E. 1

1.1 Beim angefochtenen Beschluss der Anwaltsprüfungskommission vom 12. Dezember 2002 handelt es sich um einen Zwischenentscheid, der das begonnene Verfahren der Anwaltsprüfung noch nicht beendet: Das Prüfungsverfahren ist im Hinblick auf die (fristgebundene) Möglichkeit der Teilwiederholung der betreffenden Fachprüfungen (hier: in den Fächern Zivilprozessordnung und Strafprozessordnung) noch nicht abgeschlossen, so dass insoweit ein blosser Teilentscheid vorliegt. Dieser ist - da der Kanton Zürich gegen solche Entscheide kein Rechtsmittel vorsieht (vgl. § 17 PVO in Verbindung mit § 43 lit. f des Gesetzes vom 24. Mai 1959 über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen [VRG]) - kantonal letztinstanzlich (Art. 86 Abs. 1 OG). 1.2 Gemäss Art. 87 OG (in der Fassung vom 8. Oktober 1999, in Kraft seit 1. März 2000) ist die staatsrechtliche Beschwerde gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und den Ausstand zulässig; diese Entscheide können später nicht mehr angefochten werden (Abs. 1). Gegen andere selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide ist die staatsrechtliche Beschwerde zulässig, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Abs. 2); ist die staatsrechtliche Beschwerde nach Abs. 2 nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, kann der Zwischenentscheid durch Beschwerde gegen den Endentscheid angefochten werden (Abs. 3). Der Anwendungsbereich von Art. 87 OG ist nicht mehr auf Beschwerden wegen Verletzung von Art. 4 aBV beschränkt, sondern wird auf alle staatsrechtlichen Beschwerden gegen Vor- und Zwischenentscheide ausgedehnt (BGE 126 I 207 E. 1 S. 209 f.).