Citation: 8C_385/2024 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe die Anspruchsvoraussetzung der Hilfsbedürftigkeit im Bereich des "Aufstehens/Absitzens/Abliegens" bundesrechtswidrig angewandt. Das kantonale Gericht verletze das Willkürverbot, soweit es angesichts der unbestrittenen tatsächlichen Ausgangslage behaupte, dem Beschwerdegegner sei es nicht möglich, in selbstständig stehender Position etwas zu tun. Zudem verletze es Bundesrecht, wenn die Vorinstanz den Standpunkt einnehme, durch die Erhöhung des Anspruchs auf Hilflosenentschädigung die unbestritten fehlende Erfüllung der versicherungsmässigen Voraussetzungen hinsichtlich des Anspruchs auf Hilfsmittel zu kompensieren. Auch bei der Hilflosenentschädigung handle es sich wie bei der Invalidenrente um eine Dauerleistung. Diese erhöhte Inanspruchnahme von Leistungen der Invalidenversicherung habe zur Folge, dass die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht praxisgemäss strenger zu beurteilen seien (vgl. Urteil 9C_916/2010 vom 20. Juni 2011 E. 3.3 mit Hinweisen). Das kantonale Gericht habe Bundesrecht verletzt, indem es die Zumutbarkeit eines Wohnungswechsels verneinte, obwohl der Beschwerdegegner in einer besser an seine behinderungsbedingten Bedürfnisse angepassten Wohnung seine Körperpflege selbstständig verrichten könnte, ohne regelmässig in erheblicher Weise auf Dritthilfe angewiesen zu sein.