Citation: 1B_10/2008 30.01.2008 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Willkürverbots und des Rechts auf persönliche Freiheit. Sein erstinstanzlicher Schuldspruch beruhe auf einem Indizienprozess ohne Beweise im engeren Sinn. Er sei nicht vorbestraft und habe seit seiner Einreise in die Schweiz zu Beginn der 90er Jahre immer seriös beim gleichen Arbeitgeber gearbeitet. Mit der Anrechnung der Untersuchungshaft auf die Strafhaft gemäss Strafgerichtsurteil sei die Reststrafzeit deutlich verkürzt und damit die Fluchtgefahr reduziert worden. Die Untersuchungshaft dauere mittlerweile fast 700 Tage. Unter diesen Umständen könne nicht angehen, dass die Vorinstanz jegliche Kautionsofferte von sich weise. Es sei verfassungswidrig, dass das Kantonsgericht das Eventualbegehren um Festsetzung einer Kautionssumme abgelehnt habe, weil überhaupt keine Kaution in Frage komme. Das Geld stamme aus legalen Quellen, wie dies aus einer Bestätigung von Verwandten des Beschwerdeführers hervorgehe. Da die Entlassung nach zwei Dritteln der Strafe ohnehin in ca. sieben Monaten zu erwarten sei und der Beschwerdeführer das Geld seiner Verwandten nicht aufs Spiel setzen wolle, sei nicht ersichtlich, weshalb überhaupt keine Kautionsleistung geeignet sein soll. Überdies sei das Strafverfahren schleppend vorangetrieben worden. Bei korrekter Verfahrensführung wären die Strafurteile beider Instanzen - auch der Appellationsinstanz - bereits gefallen.