Citation: 8C_397/2019 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer macht ferner geltend, den Berichten der beratenden Ärzte ermangle es an Beweiskraft, da sie ihn weder gesehen noch klinisch untersucht hätten. Gemäss Rechtsprechung ist ein medizinischer Aktenbericht beweiskräftig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind; der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, damit der Berichterstatter imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein vollständiges Bild zu verschaffen (Urteile 8C_135/2017 vom 4. September 2017 E. 3.2 und 8C_198/2011 vom 9. August 2011 E. 2.2 je mit Hinweisen). Dem Beschwerdeführer ist insofern beizupflichten, als Dr. med. E.________, beratender Facharzt FMH für Chirurgie, für seine Beurteilung vom 24. Oktober 2016 lediglich über jene Röntgen- und MRI-Aufnahmen verfügte, die nach dem Unfall veranlasst worden waren. Insofern ist davon auszugehen, dass er nicht über die vollständigen Akten verfügte, was die Beweiskraft seiner Aktenbeurteilung schmälert. Allerdings wurden die Akten im Rahmen des Verwaltungsverfahrens vervollständigt, so dass bei der Zweitvorlage an Dr. med. D.________, dieser zusätzlich Einsicht in die Bildgebung hatte, die vor dem Unfallereignis vom 30. Januar 2016 entstanden war (CT-Untersuchung des Abdomens vom 11. Januar 2011). Dies ergibt sich klarerweise aus seiner Beurteilung vom 11. April 2017, in der er auf die Aufnahme vom 11. Januar 2011 explizit Bezug nimmt und diese zur Beurteilung der Coxarthrose mit der Bildgebung vom 11. Mai 2016 vergleicht. Im Übrigen ist zu vermerken, dass die Vorinstanz für den Zeitpunkt des Status quo sine vel ante nicht auf die Beurteilung des Dr. med. E.________ abstellte, der diesen per 28. April 2016 (Datum der Bildgebung) definierte, sondern auf jene des Dr. med. D.________ (spätestens sechs Monate nach dem Unfallereignis).