Citation: 4A_496/2019 E. 2.6.7

2.6.7. Aus der Nichtbeachtung unwirksamer oder nichtiger Rechtsgeschäfte kann allerdings grundsätzlich keine Schadenersatzpflicht abgeleitet werden - Nichtigkeit oder Unwirksamkeit implizieren, dass sich die Parteien nicht an die getroffene Vereinbarung zu halten haben. In diesem Zusammenhang fällt aber ins Gewicht, dass das Grundziel der Vereinbarung, auf die sich der geltend gemachte Anspruch stützt, nicht etwa in Grundstückspekulation besteht, sondern in der Sicherung des Verwertungserlöses für die Konkursgläubiger. Dieses Ziel ist bewilligungsrechtlich unproblematisch, soweit nicht schweizerischer Grund und Boden, sondern lediglich Vermögen nach Deutschland übertragen werden soll. Wenn die Beschwerdeführerin die Nichtigkeit aus dem Bewilligungsgesetz ableitet, obwohl es keine Überfremdung des einheimischen Bodens mehr zu verhindern gilt, erfolgt auch dies zweckwidrig und damit missbräuchlich. Eine allfällige Nichtigkeit würde nur das Umgehungsgeschäft betreffen, was bedeutet, dass die Beschwerdeführerin allenfalls berechtigt war, selbst einen Verkauf vorzunehmen. Daraus folgt aber nicht, dass sie den daraus schliesslich erzielten Erlös nicht weiterleiten muss, wie dies mit der Klage verlangt wird. Auch hier misst die Beschwerdeführerin einer allfälligen Nichtigkeit eine Tragweite zu, die ihr mit Blick auf den Gesetzeszweck nicht zukommt.