Citation: 8C_122/2010 21.05.2010 E. 4

4.1 Es steht fest und ist unbestritten, dass der Versicherte sich am 23. August 2007 eine kaum dislozierte Nasenbeinfraktur zugezogen hat. Aufgrund der Stellungnahme des SUVA-Kreisarztes Dr. med. T.________, FMH für Chirurgie vom 1. April 2008 und des Gutachtens des Dr. med. A.________, Facharzt für Rheumatologie und für physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 9. März 2009 können die über den 30. Juni 2008 hinaus anhaltend geklagten Beschwerden nicht mehr mit dieser Fraktur erklärt werden. Sonstige Gesichtsschädelfrakturen konnten bereits am 24. September 2007 mittels Computer-Tomographie (CT) des Neurocraniums und der Nasennebenhöhlen ausgeschlossen werden; entgegen den Ausführungen des Versicherten ist nicht zu erwarten, dass mit einem erneuten CT weitere, im Sinne der Rechtsprechung organisch hinreichend nachweisbare Verletzungen, dargestellt werden könnten. 4.2 Sind die anhaltenden Beschwerden nicht auf einen organisch hinreichend nachweisbaren Gesundheitsschaden zurückzuführen, so ist die Adäquanz eines allfälligen Kausalzusammenhanges zwischen dem Ereignis vom 23. August 2007 und diesen Beschwerden speziell zu prüfen. Auf weitere Abklärungen zur Frage, ob der Beschwerdeführer Verletzungen erlitten hat, welche eine Prüfung nach den Kriterien der sog. "Schleudertrauma-Praxis" (BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130) rechtfertigen, kann verzichtet werden, da - wie nachfolgende Prüfung zeigt - die Adäquanz selbst bei Anwendung dieser für den Versicherten günstigeren Kriterien zu verneinen ist. Aus demselben Grund kann auch von näheren Abklärungen zum Bestand des natürlichen Kausalzusammenhanges Umgang genommen werden (BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472). 4.3 Entgegen den Vorbringen des Versicherten war von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung über den 30. Juni 2008 hinaus keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten. Zwar wird im Bericht der Dienste Y.________ vom 15. Juli 2008 eine psychotherapeutische und medizinische Behandlung weiterhin für indiziert gehalten. Wie die Ärzte dieses Dienstes jedoch weiter ausführten, war die Prognose zu diesem Zeitpunkt ungünstig. Somit kann selbst bei Anwendung der "Schleudertrauma-Praxis" der Fallabschluss mit Prüfung der Adäquanz auf den 30. Juni 2008 hin vorgenommen werden.