Citation: 2C_354/2024 E. 3.8.3

3.8.3. Der Beschwerdeführer rügt abschliessend, die vorinstanzliche Würdigung der privaten Interessen von ihm und seiner Familie an seinem Verbleib in der Schweiz (vgl. E. 4 des angefochtenen Urteils) verletze sein Recht auf Familienleben. Entgegen den vorinstanzlichen Ausführungen sei es seiner Ehefrau und seinen Kindern nicht zumutbar, in den Kosovo auszureisen. Sodann hätten die Kinder, vor allem der Sohn, seit Geburt eine innige Beziehung zu ihrem Vater aufgebaut, weshalb der physische Kontakt zu ihm von ausschlaggebender Bedeutung sei. Ausserdem werde die finanzielle Unterstützung der Kinder durch den Vater nicht mehr möglich sein, da das Lohnniveau im Kosovo sehr tief sei. Aus dem in der Schweiz gepflegten intakten Familienleben des Beschwerdeführers mit seiner Ehefrau und seinen drei minderjährigen Kindern ergibt sich, wie die Vorinstanz korrekterweise einräumte, ein erhebliches Interesse am Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz. Die Vorinstanz berücksichtigte in diesem Zusammenhang indessen zutreffend, dass der Beschwerdeführer und seine Ehefrau aufgrund des Strafverfahrens wegen schwerer Körperverletzung nicht unbesehen auf einen Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz hoffen durften (vgl. Urteile 2C_261/2024 vom 12. Dezember 2024 E. 4.5.5; 2C_501/2023 vom 11. Oktober 2024 E. 7.5.2; 2C_367/2023 vom 19. Juli 2024 E. 3.5; vgl. auch Urteil des EGMR Jeunesse gegen Niederlande vom 3. Oktober 2014 [Nr. 12738/10] § 108 mit Hinweisen). Sofern mit der Aufenthaltsbeendigung eine Trennung der Familie einhergehen sollte, bleibt die Möglichkeit, die familiären Beziehungen im Rahmen von Besuchen und mit modernen Kommunikationsmitteln aufrechtzuerhalten (Urteile 2C_261/2024 vom 12. Dezember 2024 E. 4.5.5; 2C_501/2023 vom 11. Oktober 2024 E. 7.5.2; 2C_410/2021 vom 4. November 2021 E. 4.5.2). Weiter verfügt der Beschwerdeführer nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG; vgl. E. 2.2 hiervor) über konkrete Anknüpfungspunkte in seiner Heimat. Namentlich kann er auf ein familiäres Netzwerk zurückgreifen. Da der Beschwerdeführer die ersten 19 Lebensjahre im Kosovo verbrachte und allein im Jahr 2023 dreimal dorthin gereist ist, ist er mit der Situation und den Gepflogenheiten in seinem Heimatland nach wie vor vertraut.