Citation: 2C_749/2022 E. 5.3.3

5.3.3. Zu verneinen ist schliesslich auch die Frage, ob der Beschwerdeführer bereits wegen Zeitablaufs bzw. Bewährung Anspruch darauf hat, dass auf sein Gesuch eingetreten wird (vorstehende E. 5.2) : Die Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach nach einem bestimmten Zeitablauf Anspruch auf eine neue Beurteilung besteht, bezieht sich auf Personen, die nach wie vor einen Rechtsanspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung haben. Nach Gesagtem ist ein solcher Anspruch beim Beschwerdeführer nicht hinreichend dargetan. Soweit er sich auf sein Recht auf Achtung des Privatlebens und auf seinen langjährigen Aufenthalt in der Schweiz beruft, ist sein damit verbundenes Aufenthaltsrecht mit dem Urteil des Bundesgerichts vom 23. Juni 2016 grundsätzlich rechtskräftig erloschen (so bereits das Urteil 2C_141/2021 vom 13. April 2021 E. 1.2 und 2.4; ferner Urteil 2C_888/2021 vom 16. November 2021 E. 3.1; vgl. im Unterschied dazu die Konstellationen in den Urteilen 2C_13/2020 vom 8. Mai 2020 E. 2 und 2C_650/2017 vom 9. Januar 2018 E. 2.3). Eine entscheidwesentliche Veränderung der Umstände in Bezug auf einen allfälligen Aufenthaltsanspruch unter dem Gesichtspunkt des Rechts auf Familienleben ist ebenfalls nicht auszumachen (vorstehende E. 5.3.1 f.). Im Ergebnis kann damit offen bleiben, ob aufgrund des prozeduralen Aufenthalts des Beschwerdeführers während des nunmehr abgeschlossenen Asylverfahrens ausnahmsweise eine Bewährung in der Schweiz und nicht im Ausland zu berücksichtigen wäre (vorstehende E. 5.2).