Citation: U 413/01 22.11.2002 E. 2

2.1 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer bei der Willisauer Carrosserie-Spenglerei Q.________ im Zeitpunkt des Unfalles nicht den üblichen Lohn eines gelernten Carrosserie-Spenglers bezog. Den Jahreslohn, den sie dem Versicherten vor dem Unfall vom 5. Juli 1996 bezahlt hätte, gab die Carrosserie-Spenglerei Q.________ mit Fr. 42'250.- an (Fr. 3'250.- x 13). Diesen Betrag setzte die SUVA als versicherten Verdienst ein. Der Beschwerdeführer lässt vorbringen, dass sein monatlicher Verdienst nach den Angaben des früheren Arbeitgebers bei Festsetzung der Rente (2000) bereits Fr. 3'700.- betragen hätte, was eine jährliche Differenz von Fr. 5'850.- ergebe (Fr. 450.- x 13). Er wäre im Kleinbetrieb seines früheren Arbeitgebers in den Genuss eines stark ansteigenden Lohnes gekommen, weil es zu den Eigenheiten eines Kleinbetriebes gehöre, dass ein den Leistungen und Fähigkeiten angemessener Lohn nicht bei Stellenantritt ausgerichtet werden könne, da die finanziellen Reserven hiefür fehlten. 2.2 Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat in BGE 108 V 268 f. Erw. 2c die dort streitige Frage, ob der versicherte Verdienst nach Art. 24 Abs. 3 UVV im Sinne eines Durchschnittslohnes zu ermitteln sei, welchen der Versicherte bei den verschiedenen für ihn in Betracht fallenden Arbeitgebern hätte erzielen können, oder auf Grund des im Lehrbetrieb erzielbaren Gehaltes, in Anwendung des am 31. Dezember 1983 aufgehobenen Zweiten und Dritten Titels des Kranken- und Unfallversicherungsgesetzes vom 13. Juni 1911 (KUVG) wie folgt entschieden: Art. 78 Abs. 4 KUVG will lediglich der Härte begegnen, dass bei uneingeschränkter Anwendung der Grundregel von Abs. 1 ein noch nicht voll leistungsfähiger und demzufolge minderbezahlter Versicherter, der einen Unfall erleidet, bei der Rentenberechnung auf seiner noch unvollkommenen Lohngrundlage fixiert wird, obwohl dies im Hinblick auf die einbezahlten Prämien, rein versicherungstechnisch gesehen, richtig wäre. Art. 78 Abs. 4 KUVG soll aber andererseits auch nicht zu einer Besserstellung der Lehrlinge gegenüber den anderen Versicherten führen, sondern nur eine Gleichbehandlung ermöglichen. Diesem Zweck entsprechend ist im Falle des Lehrlings auf die Lohnverhältnisse in seinem Betrieb abzustellen, unabhängig davon, ob anzunehmen ist, dass nach Lehrabschluss ein Stellenwechsel erfolgt. Der Lehrling ist damit, wie jeder andere Versicherte auch, der Zufälligkeit ausgesetzt, auf Grund des Lohnniveaus seines Betriebes je nachdem besser oder schlechter zu fahren, als wenn irgendein Mittelwert beigezogen würde. Diese Rechtsprechung zu Art. 78 Abs. 4 KUVG, dem inhaltlich und redaktionell weitgehend Art. 24 Abs. 3 UVV entspricht, gilt auch unter der Herrschaft des UVG (RKUV 1992 Nr. U 148 S. 122 Erw. 5b) und ist auch für den vorliegenden Sachverhalt massgebend. Es ist demnach zur Festsetzung des versicherten Verdienstes auf die Angaben des früheren Arbeitgebers zum Anfangslohn 1996 abzustellen. 2.3 Zu der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Rüge, die Vorinstanz habe sich widersprüchlich verhalten, weil sie im Streit um ein Taggeld der Invalidenversicherung (Entscheid vom 4. Oktober 2001 i.S. V.________ gegen IV-Stelle Luzern) ein höheres Valideneinkommen als im Verfahren um eine Rente der Unfallversicherung berücksichtigt habe, wird auf die für die zwei Regelungsbereiche unterschiedliche und in den angesprochenen Entscheiden umfassend dargestellte Gesetzeslage verwiesen.