Citation: 2C_134/2017 E. 3

Einzig mögliche Anspruchsgrundlage für den Beschwerdeführer ist - zumal sein Versuch, eine gefestigte Beziehung zu einer Schweizer Partnerin mit neuen Beweismitteln zu untermauern, am Novenverbot scheitert (Art. 99 BGG) - Art. 8 EMRK, soweit damit (als Teilgehalt dieser Norm) das Recht auf Achtung des Privatlebens garantiert wird. Aus dem Schutz des Privatlebens ergibt sich ein Recht auf Verbleib im Land praxisgemäss indessen nur unter besonderen Umständen. Eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration genügen nach den bundesgerichtlichen Vorgaben hierfür nicht; erforderlich sind vielmehr besonders intensive, über eine normale Verwurzelung hinausgehende private Bindungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur bzw. entsprechender vertiefter sozialer Beziehungen zum ausserfamiliären Bereich (BGE 130 II 281 E. 3.2.1; Urteil 2C_822/2016 vom 31. Januar 2017 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). An solchen fehlt es im vorliegenden Fall: Der Beschwerdeführer kann nicht ansatzweise als in der Schweiz integriert oder hier gar als verwurzelt gelten. Er hat über Jahre immer wieder delinquiert und dabei (auch) schwere Straftaten zu verantworten; sein Verhalten zeugt - wie die Vorinstanz zu Recht festhält (E. 6.2) - von ausgeprägter Unbelehrbarkeit, Uneinsichtigkeit und damit verbundener ausgesprochener Geringschätzung der hiesigen Rechtsordnung. Gemäss dem für das Bundesgericht verbindlich festgestellten Sachverhalt (Art. 105 Abs. 1 BGG) hat er sich darüber hinaus beruflich während Jahren zeitlich wie umfangmässig (Deckung der Lebenshaltungskosten) kaum bewährt; er ist verschuldet und musste unbestrittenermassen bis ins Jahr 2011 regelmässig mit Sozialhilfegeldern unterstützt werden (vgl. die Urteile 2C_725/2014 vom 23. Januar 2015 E. 3.2; 2C_536/2013 vom 30. Dezember 2013 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 140 II 129; 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286; 120 Ib 16 E. 3b S. 21 f.). Die Vorinstanz, deren Entscheid in der Sache die Rechtslage und die bundesgerichtliche Praxis zutreffend wiedergibt, hat sodann nicht übersehen, dass der Beschwerdeführer in jüngerer Zeit gemeinnützige Arbeit geleistet und ab Oktober 2016 eine neue Arbeitsstelle gefunden hat. Damit kann aber noch nicht gesagt werden, dass er im Sinne des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte einen sicheren Platz in der Gemeinschaft des Aufnahmestaats gefunden hätte, was einen Aufenthaltsanspruch aus der Garantie des Privatlebens entstehen lassen könnte (vgl. Urteil 2C_76/2017 vom 1. Mai 2017 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Das Bestehen eines solchen, aus Art. 8 EMRK abgeleiteten Aufenthaltsanspruchs ist hier mangels überdurchschnittlicher Verbundenheit mit den hiesigen Verhältnissen vielmehr zu verneinen; ebenso wie in anderen Fällen von Ausländern, die als Kinder in die Schweiz gelangt oder gar hier geboren wurden und lange hier gelebt hatten, aber sozial oder beruflich nicht integriert waren (vgl. etwa Urteile 2C_711/2011 vom 27. März 2012 E. 5.2 und 2C_28/2012 vom 18. Juli 2012 E. 3.5.4).