Citation: 5A_624/2022 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeführerin hält im Wesentlichen an ihrem Standpunkt fest, dass der Gesetzgeber mit dem Ausschluss der Konkursbetreibung in Steuersachen nach Art. 43 Ziff. 1 SchKG klargestellt habe, dass der Schuldnerin das absolut Notwendige zur Fortsetzung ihrer Betriebstätigkeit zu belassen sei. Die Beschlagnahme der Geldmittel auf ihren Bankkonti sei qualifiziert falsch, weil ihr damit die Möglichkeit zum Überleben genommen worden sei. Das Urteil der Vorinstanz sei bundesrechtswidrig und verstosse in krasser Weise gegen die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) und die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV). Die Beschwerdeführerin benötige einen gesicherten Zugang zu den liquiden Mitteln, um elementarste Aufwandspositionen wie Miete, Lohn usw. bedienen zu können. Tatsächlich sei der Wortlaut von Art. 93 SchKG nicht auf juristische Personen zugeschnitten, für welche üblicherweise die Betreibung auf Konkurs gelte. Die Auswirkungen bei der Betreibung für öffentlich-rechtliche Forderungen auf Pfändung gemäss Art. 43 SchKG dürften aber im Ergebnis nicht gleich sein, wie die des Konkurses.