Citation: 8C_643/2018 E. 4

Ausgangspunkt der revisionsweisen Überprüfung bilden hier unbestritten die tatsächlichen Verhältnisse im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom 22. Januar 1998. Da die Rentenzusprache vergleichsweise erfolgte, hat die Rechtsvorgängerin der Allianz damals den Invaliditätsgrad nicht exakt ermittelt, sondern einvernehmlich auf 93 % vereinbart. In medizinischer Hinsicht basierte die ursprüngliche Rentenzusprache auf dem Gutachten des Neurologen Dr. med. D.________ vom 28. November 1994. Er diagnostizierte unter anderem bei leichten degenerativen HWS-Veränderungen ein mittelschweres Cervikalsyndrom, ein mittelschweres bis schweres cervico-cephales Syndrom sowie eine posttraumatische Anpassungsstörung mit intermittierend depressiver Entwicklung und schätzte den Integritätsschaden für die "HWS-Verletzung" und die "psychischen Folgeschäden" auf insgesamt 40 %. Trotz des diagnostisch nicht konkret bezeichneten Integritätsschadens (vgl. zum Erfordernis der für die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens vorausgesetzten diagnostischen Einordnung BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50 mit Hinweis) sprach die Rechtsvorgängerin der Allianz dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 11. Juli 1995 eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 40 % zu. Die Parteien sind sich einig, dass die ursprüngliche Rentenzusprache ohne organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen auf der Basis eines anfänglich einzig diagnostizierten HWS-Schleudertraumas zugesprochen wurde.