Citation: 2A.604/1999 27.03.2000 E. 1

1.- a) Gegen die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nur zulässig, wenn das Bundesrecht einen Anspruch auf deren Erteilung einräumt (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG). Der ausländische Ehegatte eines Schweizer Bürgers hat Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung; nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren hat er Anspruch auf die Niederlassungsbewilligung (Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer; ANAG; SR 142. 20). Für die Zulässigkeit der auf Art. 7 ANAG gestützten Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist einzig auf den formellen Bestand der ehelichen Beziehung abzustellen (BGE 122 II 289 E. 1b S. 292). b) Der Beschwerdeführer war während über sieben Jahren mit einer Schweizer Staatsbürgerin verheiratet. Er hatte somit in Anwendung von Art. 7 ANAG Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung, und er erwarb nach Ablauf von fünf Jahren einen Anspruch auf Niederlassungsbewilligung. Da diese unbefristet ist, besteht der Anspruch grundsätzlich auch heute noch (vgl. BGE 122 II 145 E. 3b S. 147; RDAT 1994 I 55 S. 133 E. 4b und c). Hat der Beschwerdeführer Anspruch auf die für ihn günstigere Niederlassungsbewilligung, steht ihm erst recht auch ein solcher auf Aufenthaltsbewilligung zu. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich damit als zulässig. Ob im konkreten Fall die Bewilligung verweigert werden durfte, ist Frage der materiellen Beurteilung (BGE 124 II 289 E. 2b S. 291; 122 II 289 E. 1d S. 294; 120 Ib 6 E. 1 S. 8, 16 E. 2b S. 18; 119 Ib 417 E. 2d S. 419; 118 Ib 145 E. 3d S. 151). c) Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 104 lit. a und b OG). Hat - wie hier - eine richterliche Behörde als Vorinstanz entschieden, so ist das Bundesgericht an deren tatsächliche Feststellungen gebunden, es sei denn, diese erweisen sich als offensichtlich unrichtig oder unvollständig oder seien unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften getroffen worden (Art. 105 Abs. 2 OG).