Citation: 9C_248/2017 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz stellte verbindlich fest (vgl. E. 2.1 hiervor) die Einschätzung der ABI-Gutachter gelte erst ab dem Untersuchungszeitpunkt. Die Explorationen fanden im Juli und August 2015 statt, weshalb ab August 2015 von einer Gesundheitsverbesserung auszugehen ist (vgl. E. 5.2.2). Hinsichtlich einer Meldepflichtverletzung traf das kantonale Gericht keine Feststellung. Eine solche ist jedoch notwendig, um die Hilflosenentschädigung rückwirkend aufheben zu können (vgl. E. 7.1). Die Vorinstanz stellte den Sachverhalt in dieser Hinsicht wiederum unvollständig fest und auch in diesem Punkt kann er ergänzt werden (BGE 136 V 362 E. 4.1 S. 366). Bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit hätte der Versicherten bewusst sein müssen, dass sich ihre gesundheitliche Situation in den für die Hilflosenentschädigung entscheidenden Bereichen verbessert hat. Wie bei der Observation festgestellt werden konnte, war sie nun in der Lage, zahlreiche ausserhäusliche Aktivitäten (z.B. Benutzen des öffentlichen Verkehrs und Einkaufen) ohne Gehhilfe, selbstständig, über eine längere Zeitdauer und ohne sichtbare Einschränkungen zu bewältigen. Im Rahmen der rheumatologischen Begutachtung bei der ABI GmbH konnte sie sich ausserdem selbstständig an- und auskleiden (vgl. E. 5.2.2).