Citation: 1P.357/2003 09.07.2003 E. 1

1.1 Der angefochtene, kantonal letztinstanzliche Entscheid schliesst das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer nicht ab. Es handelt sich um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 87 Abs. 2 OG, gegen den die staatsrechtliche Beschwerde zulässig ist, wenn er einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil nach sich ziehen kann. Nach der Rechtsprechung ist dies bei Verfügungen, mit denen bestimmte Gegenstände beschlagnahmt werden, durchwegs der Fall (BGE 126 I 97 E. 1b mit Hinweisen). Ob dies auch für Verfügungen über die Entsiegelung beschlagnahmter Gegenstände generell zutrifft, erscheint fraglich, kann doch der Strafrichter die durch eine unzulässige Entsiegelung gewonnenen Beweismittel aus dem Verfahren weisen und so den dem Angeschuldigten dadurch drohenden prozessualen Nachteil abwenden. Es sind allerdings Fälle denkbar, in denen eine Entsiegelung irreparablen Schaden anrichten kann, etwa wenn die Privatsphäre oder ein Berufsgeheimnis verletzt würde, was nicht rückgängig zu machen wäre. Solches macht der Beschwerdeführer indessen nicht geltend und legt damit nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise (BGE 125 I 492 E. 1b; 122 I 70 E. 1c; 121 I 334 E. 1c) dar, dass ihm durch die umstrittene Entsiegelung ein nicht wiedergutzumachender Nachteil droht, und das ist auch nicht ersichtlich. Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten. 1.2 Dies gilt allerdings nicht, soweit der Beschwerdeführer dem Präsidenten der Beschwerdekammer vorwirft, seine Beschwerde ohne inhaltliche Prüfung als hinfällig abgeschrieben zu haben. Eine solche Rechtsverweigerungsrüge unterliegt nach der Rechtsprechung den einschränkenden Voraussetzungen von Art. 87 OG nicht (BGE 117 Ia 336 E. 1a zur alten Fassung von Art. 87 OG).