Citation: 8C_683/2007 27.03.2008 E. 2

Unbestritten ist die Beteiligung des Versicherten an der Schlägerei vom 17. September 2005 und die Leistungskürzung im Sinne von Art. 49 Abs. 2 UVV im Zusammenhang mit allfälligen damals erlittenen Gesundheitsschädigungen. Streitig und zu prüfen ist, ob die geklagten Schulterbeschwerden auf den Vorfall vom 17. September 2005 zurückzuführen sind. 2.1 Laut angefochtenem Entscheid rühren die Schulterschmerzen von der Schlägerei her, weshalb die Kriterien für eine mindestens 50%ige Kürzung erfüllt seien. Ein natürlicher Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 22. März 2004 bestehe gestützt auf die medizinischen Unterlagen nicht. 2.2 In der Beschwerde wird vorgebracht, der Beschwerdeführer habe eine Sehnenruptur erlitten, welche möglicherweise auf den Unfall vom 22. März 2004 zurückzuführen sei. Hingegen sei keine Verletzung der Schulter in den Polizeiberichten vermerkt. Folglich könne die Schlägerei nicht Ursache für die Schulterverletzung sein, vielmehr sei die Läsion verschleissbedingt. Ferner sei altersbedingt von einem Impingementsyndrom die Rede, weshalb sich eine Begutachtung aufdränge. 2.3 Gemäss Diagnose des Dr. med. B.________, Oberarzt, Spital Z.________, im Bericht vom 14. Juli 2006, leidet der Beschwerdeführer an einer kompletten Supraspinatussehnenläsion links. Ausser der Aussage, die Beschwerden seien seit dem Polizeieinsatz vom 17. September 2005 stärker geworden, sind keine Angaben über die Ursache der Läsion erwähnt. Hingegen empfiehlt der Arzt eine Schulteroperation. Dr. med. T.________, Allgemeine Medizin FMH, hält in seinem Bericht vom 3. Oktober 2006 die gleiche Diagnose fest und weist darauf hin, dass frühere Schulterbeschwerden die rechte Seite betroffen hätten. Ferner habe der Arbeitsunfall vom 22. März 2004 das Schultergelenk nicht verletzt. In der Beurteilung vom 12. Dezember 2006 des Kreisarztes Dr. med. E.________, Facharzt FMH Orthopädische Chrirurgie, wird der operative Eingriff vom 24. November 2006 dokumentiert und eine charakteristische Rotatorenmanschettenverletzung diagnostiziert. Dr. med. B.________, Oberarzt FMH Orthopädie, Spital Z.________, hält im Schreiben vom 9. Januar 2007 fest, die Supraspinatussehnenläsion habe ihren Ursprung im Schultertrauma vom 22. März 2004, während der Kreisarzt Dr. med. E.________ in seinem Bericht vom 31. Januar 2007 einen Zusammenhang zum Unfall vom 22. März 2004 höchstens als Möglichkeit in Betracht zieht. Schliesslich wird in der Beschwerde vorgebracht, die Läsion sei verschleissbedingt beziehungsweise gestützt auf das Schreiben des Röntgeninstituts A.________ vom 4. Juli 2006 altersbedingt (vgl. auch den Bericht über die kreisärztliche Untersuchung vom 23. Oktober 2001 sowie den Bericht des Dr. med. T.________ vom 3. Oktober 2001). Insgesamt kann die Frage nach der Kausalität der Supraspinatussehnenläsion nicht rechtsgenüglich beantwortet werden. Ob degenerative Veränderungen für die Schulterbeschwerden ursächlich sind, oder ob die Beschwerden vom Arbeitsunfall am 22. März 2004 oder von der Rauferei vom 17. September 2005 herrühren, lässt sich anhand der medizinischen Akten nicht eindeutig bestimmen. Angesichts dieser Unklarheiten lässt sich die Kausalität der geklagten Beschwerden nicht zuverlässig beurteilen. 2.4 Nach dem Gesagten ist die Sache an die SUVA zurückzuweisen, damit sie durch Einholung eines externen Gutachtens den Sachverhalt ergänzend abkläre. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Abklärungen wird über die Leistungspflicht neu zu verfügen sein.