Citation: 7B_187/2022 E. 2.6

2.6. Nicht zu beanstanden ist auch die Erhöhung der Einsatzstrafe um weitere vier Jahre für den Tatbestand der Schändung, die Erhöhung um drei auf neun Jahre für die mehrfache, teils versuchte sexuelle Nötigung und um ein Jahr für die sexuellen Handlungen mit Kindern. Die Vorinstanz berücksichtigt hierbei die unbekannte, aber jedenfalls grosse Anzahl der strafbaren Handlungen, die Eingriffsintensität und damit verbunden das Ausmass der tatsächlichen im Vergleich zu den innerhalb des Tatbestandes denkbaren möglichen Tathandlungen, wobei die Vorinstanz jeden dieser Vorfälle ermessenskonform als schwerwiegenden Eingriff wertet. Es sei nicht bloss bei oberflächlichen flüchtigen Berührungen geblieben. Der Beschwerdeführer sei mehrfach mit seinen Fingern und einmal mit einem Gegenstand vaginal in das Opfer eingedrungen, er habe die Vagina des Opfers mit seinen Fingern und seinem Penis äusserlich massiert. Die Handlungen hätten einige Minuten bis zu einer halben Stunde gedauert. Es handle sich um beischlafsähnliche Handlungen. Daneben habe er das Opfer angewiesen, mit seinem Geschlechtsteil zu spielen und ihn zu stimulieren. Das Opfer leide seither an einer posttraumatischen Störung und einer Angststörung unter massiver Beeinträchtigung der psychosexuellen Entwicklung. Hinsichtlich der Verwerflichkeit des Handelns sowie des hohen Masses der Entscheidungsfreiheit verweist die Vorinstanz auf ihre Erwägungen zur Einsatzstrafe. Die Vorinstanz geht für jeden einzelnen Eingriff von einer angemessenen Einsatzstrafe von 14 bis 24 Monaten aus, wobei sie angesichts der unbekannten Anzahl Übergriffe im familiären Umfeld in Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht für jedes einzelne Delikt eine Asperation vornimmt (angefochtenes Urteil S. 7 mit Verweis auf das Urteil 6B_432/2020 vom 30. September 2021 E. 1.4 mit Hinweisen). Sie berücksichtigt den Zusammenhang zwischen den einzelnen Schändungshandlungen und den Umstand, dass stets dasselbe Opfer betroffen war. Diese nachvollziehbaren Erwägungen lassen keine bundesrechtsverletzende Strafzumessung erkennen. Wenn der Beschwerdeführer mit der Behauptung, nicht jeder Eingriff in die sexuelle Integrität sei schwerwiegend gewesen, eine Reduktion der Strafe zu erreichen versucht, so ist diesem Vorgehen kein Erfolg beschieden. Damit bagatellisiert er seine Handlungen in unzulässiger appellatorischer Weise, ohne eine Ermessensverletzung der Vorinstanz aufzuzeigen. Dasselbe gilt für die bereits im Rahmen der Einsatzstrafe thematisierte Entscheidungsfreiheit.