Citation: 1C_438/2024 E. 1

Mit Eingabe vom 29. April 2024 gelangte A.________ mit der Selbstbezeichnung "lebende[r] Mann A.________ und alleinige[r] Repräsentant der juristischen Person A.________ " an die Anklagekammer des Kantons St. Gallen. Er brachte nebst Weiterem vor, am 23. April 2024 sei im Briefkasten an seiner Adresse in Wittenbach eine Vorladung des Betreibungsamts für eine Person "A.________" gefunden worden. Das sei sehr verwunderlich, da keine Person mit diesem Namen in Wittenbach angemeldet sei. Das am 29. April 2024 am Schalter des Betreibungsamts Wittenbach zur Klärung dieses Sachverhalts geführte Gespräch sei mit dem Mobiltelefon aufgenommen worden ("nur Audio"). B.________ - die Leiterin des Betreibungsamts - sei zu Beginn des Gesprächs über die Aufnahme und deren Verwendungszweck informiert worden. Sie habe klar gesagt, sie sei damit nicht einverstanden, und habe für den Fall der Veröffentlichung der Aufnahme mit einer Anzeige gedroht. Hinsichtlich der Namensangabe auf der Betreibungsurkunde werde von einem Missverständnis vonseiten des Betreibungsamts Wittenbach oder der Staatsanwaltschaft ausgegangen. Möglicherweise liege auch eine "Namensfälschung in bewusster Absicht" vor. Die Anklagekammer nahm die Eingabe von A.________ als Strafanzeige gegen B.________ entgegen und eröffnete ein Ermächtigungsverfahren. Mit Entscheid vom 13. Juni 2024 verweigerte sie die Ermächtigung zur Eröffnung eines Strafverfahrens gegen B.________.