Citation: 4A_538/2017 E. 4.4.4

4.4.4. Nach dem Ausgeführten ist es entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht zutreffend, dass die Vorinstanz sie erst mit Verfügung vom 26. Juni 2017, und damit nach ihren Noveneingaben vom 9. und 22. Juni 2017, darauf aufmerksam gemacht habe, dass das Gericht in die Phase der Urteilsberatung übergegangen sei. Mit Verfügung vom 26. Juni 2017 erinnerte die Instruktionsrichterin die Parteien einzig nochmals daran, dass das Gericht sich bereits in der Phase der Urteilsberatung befinde. Vielmehr teilte die Vorinstanz den Parteien bereits mit Verfügung vom 23. März 2017 und damit rund drei Monate vor den Noveneingaben der Beschwerdeführerin mit, dass sie auf die Durchführung des zweiten Schriftenwechsels verzichte. Sie hat damit bereits zu diesem Zeitpunkt klar zu erkennen gegeben, dass aufgrund der Spruchreife der Berufungssache nunmehr die Phase der Urteilsberatung beginne. Dass die Vorinstanz die Beratungsphase zu früh eingeleitet und die Sache nicht innert angemessener Frist beraten hätte, ist nicht ersichtlich, nachdem der Berufungsentscheid am 6. September 2017, also rund sechs Monate nach der Verfügung vom 23. März 2017 ergangen ist. Die Noveneingaben der Beschwerdeführerin vom 9. und 22. Juni 2017 fielen somit in die gehörig eingeleitete Phase der Urteilsberatung und waren - wie von der Vorinstanz zu Recht entschieden - nicht mehr zu berücksichtigen. Ob es sich dabei um echte oder unechte Noven handelt, ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht entscheidend, ist es doch in der Phase der Urteilsberatung den Parteien verwehrt, echte wie unechte Noven vorzubringen.