Citation: 1C_121/2010 09.09.2010 E. 3

Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, das Verwaltungsgericht sei befangen, weil es - gleich wie das Tiefbauamt - eine Institution des Kantons Thurgaus sei, d.h. der beklagten Partei. Weiter wirft er dem Verwaltungsgericht Machtsmissbrauch, Willkür, Handeln gegen Treu und Glauben und wahrheitswidrige Begründungen vor. Diese Rüge ist unbegründet, soweit darauf überhaupt einzutreten ist. Der Beschwerdeführer wusste schon bei Beschwerdeerhebung, dass es sich beim Verwaltungsgericht um ein kantonales Gericht handelt. Dies allein ist auch nicht geeignet, den Anschein der Befangenheit des Gerichts zu erwecken. Die Richter des Verwaltungsgerichts sind unabhängig von der Kantonsexekutive und namentlich vom Departement für Bau und Umwelt. Es ist gesetzliche Aufgabe des Verwaltungsgerichts, die Rechtmässigkeit von Akten der Kantonsverwaltung zu beurteilen und Urteile zu fällen, die erhebliche finanzielle Konsequenzen für den Kanton haben können. Es gibt keinen Anlass, an der Unbefangenheit und Neutralität des Verwaltungsgerichts auch in enteignungsrechtlichen Entschädigungsverfahren zu zweifeln. Die vom Beschwerdeführer erhobenen Vorwürfe betreffend das vorliegende Verfahren sind haltlos, wie im Folgenden darzulegen sein wird.