Citation: K 3/04 27.09.2004 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob die verstorbene Versicherte an einer Osteomyelitis der Kiefer litt und die Beschwerdeführerin die Kosten der dadurch bedingten zahnärztlichen Behandlungen zu übernehmen hat. 2.1 Die Versicherte selig beantragte die Kostenübernahme gestützt auf die Diagnosestellung des sie behandelnden Kiefer- und Gesichtschirurgen sowie des von ihm beigezogenen Pathologie-Institutes, wonach sie an Knochenbiopsien mit diskreter und spezifischer Osteomyelitis gelitten habe. 2.2 Die Krankenversicherung demgegenüber verneinte nach mehrmaligem Beizug ihres Vertrauenszahnarztes eine Leistungspflicht, da keine Osteomyelitis, sondern ein rein odontogener, infektiöser Prozess, ausgehend von wurzelbehandelten, infiszierten Zähnen, vorliege. 2.3 Die Vorinstanz holte bei Prof. Dr. med. M.________ eine Beweisauskunft über die Osteomyelitis und bei Prof. Dr. Dr. med. G.________ ein kieferchirurgisches Gutachten sowie ein Ergänzungsgutachten ein. Gestützt darauf ging sie davon aus, dass die Versicherte an einer nicht vermeidbar gewesenen Osteomyelitis leide. Sie bejahte demzufolge eine Leistungspflicht der obligatorischen Krankenpflegeversicherung für die Behandlung bei Dr. med. et med. dent. K.________ in der Zeit vom 31. Januar bis 3. April 2000. Dass die mit Fr. 8334.- in Rechnung gestellte Behandlung bei Dr. med. dent. N.________ eine direkte Folge der Osteomyelitisbehandlung bei Dr. med. et med. dent. K.________ sei, erachtete das kantonale Gericht als nicht genügend nachgewiesen. In Bezug auf diesen Punkt wies es die Sache daher an die CSS zur näheren Prüfung zurück. 2.4 Die Beschwerdeführerin beauftragte nach Erhalt des vorinstanzlichen Entscheids einen Kiefer- und Gesichtschirurgen mit einer Begutachtung und hält gestützt auf dessen Bericht daran fest, dass keine Osteomyelitis und somit keine Leistungspflicht der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gegeben sei.