Citation: 6B_1261/2023 E. 2.3.2

2.3.2. Der Beschwerdeführer rügte in seiner Berufungsbegründung, die erste Instanz habe einzig aus dem Umstand, dass sein Fahrzeug beim Bremsmanöver ausgebrochen sei, darauf geschlossen, dass der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug in schuldhafter Weise nicht eingehalten worden sei, wobei jegliche Angaben zum Abstand zwischen den beiden Fahrzeugen und zu den gefahrenen Geschwindigkeiten gefehlt hätten. Auch sei die Ehefrau, die als Beifahrerin sachdienliche Angaben hätte machen können, weder von der Kantonspolizei noch dem Untersuchungsamt befragt worden. Angesichts der Zulassung des Fahrzeugs des Beschwerdeführers durch das Strassenverkehrsamt nur vier Monate vor dem Unfall, sei eine solche Interpretation unhaltbar. Aus den Akten ergäben sich denn auch keinerlei Hinweise, dass der Beschwerdeführer hätte damit rechnen müssen, dass sich sein bestens gewartetes, mit neuen Bremsen versehenes und frisch geprüftes Fahrzeug bei einer brüsken Bremsung bei einer gefahrenen Geschwindigkeit von (lediglich) 70-80 km/h unerwartet verhalten könnte.