Citation: I 608/02 23.04.2003 E. 2

2.1 Die Parteien sind sich einig, dass der Beschwerdeführer in einer behinderungsangepassten Tätigkeit noch zu 50 % arbeitsfähig ist und das Invalideneinkommen den tatsächlich erzielten Fr. 23'400.- entspricht. Streitpunkt bildet die Höhe des Verdienstes, den der Beschwerdeführer ohne Behinderung mutmasslich erzielen würde (Valideneinkommen). 2.2 In der Verfügung vom 9. Januar 2002 hat die Verwaltung den Rentenanspruch mit der Begründung verneint, dass der Beschwerdeführer seit Aufnahme der (erneuten) Selbstständigkeit im Jahre 1993 jeweils ein beitragspflichtiges Einkommen von Fr. 10'600.- abgerechnet habe und das zumutbare, tatsächlich erzielte Invalideneinkommen von Fr. 23'400.- höher sei, weshalb keine anspruchsbegründende Invalidität vorliege. Die Vorinstanz hat verschiedene Varianten zur Berechnung des Valideneinkommens geprüft. So hat sie das durchschnittliche Einkommen aus den Jahren 1986 bis 2000 laut IK-Auszug (Fr. 23'578.-) und das deklarierte Einkommen aus der selbstständigen Erwerbstätigkeit (Fr. 10'700.-) plus dasjenige einer dreimonatigen Saison-Anstellung als technischer Leiter im Hotel Q.________ (Fr. 21'600.-), also Fr. 32'300.- mit dem Invalideneinkommen verglichen und ist zum Ergebnis gelangt, dass bei jeder Berechnungsweise keine rentenbegründende Invalidität vorliege. 2.3 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird argumentiert, dass das Valideneinkommen nicht auf der Basis einer selbstständigen Tätigkeit, sondern auf derjenigen eines vollen Anstellungsverhältnisses zu ermitteln sei. Mit dem in selbstständiger Erwerbstätigkeit zu erzielenden Einkommen vermöge der Beschwerdeführer die Existenz seiner Familie nicht zu finanzieren. So habe er immer wieder ein Anstellungsverhältnis gesucht und gefunden. Bereits in den Jahren 1986 bis 1989 sei er selbstständig gewesen, was mit einem Privatkonkurs geendet habe. In seinem seit 1993 bestehenden zweiten Versuch in der Selbstständigkeit habe er zu wenig verdient, sodass sich Schulden angehäuft hätten. Er belegt diese Aussage mit einem Auszug aus dem Betreibungsregister und einer Bestätigung über ausstehende Mietzinsschulden. Aus diesem Grund habe er sich dann auch im Hotel Q.________ anstellen lassen, wo ein Monatslohn von Fr. 7200.- vereinbart worden sei. Von diesem zuletzt erzielten Lohn sei für die Schätzung des Valideneinkommens auszugehen, womit dieses Fr. 93'600.- (Fr. 7200.- x 13) betrage.