Citation: 1P.121/2007 05.03.2008 E. 8

Schliesslich rügt der Beschwerdeführer beiläufig noch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV), da das Obergericht eines seiner prozessualen Vorbringen überhaupt nicht behandelt habe. Gemeint ist die angebliche "Vorverurteilung" durch Nennung seines Namens in den konnexen Urteilen gegen die zwei Mittäter. Die Rüge erweist sich als unbegründet. Im Appellationsverfahren hat der Beschwerdeführer unter den Gesichtspunkten der Unschuldsvermutung und des Anspruches auf ein unbefangenes Gericht verschiedene heterogene Rügen erhoben. Unter anderem machte er geltend, die kantonalen Richter seien durch Medienberichte und frühere konnexe Entscheide beeinflusst worden. Im 90 Seiten umfassenden angefochtenen Entscheid wird auf die Frage des Medieneinflusses ausdrücklich eingegangen (S. 11 f.). Ausserdem erwägt das Obergericht, der Beschwerdeführer habe nie eine Befangenheit der kantonalen Richterinnen und Richter geltend gemacht und keine entsprechenden Ausstandsbegehren gestellt (angefochtener Entscheid, S. 12). Über diese Erwägungen hinaus musste sich die Vorinstanz von Verfassungs wegen nicht zusätzlich mit dem (prozessual unzulässigen) Vorbringen befassen, die Gerichte seien befangen gewesen und hätten sich zu Unrecht an eine vermeintliche "Vorverurteilung" in früheren konnexen Urteilen gebunden gefühlt. Aber auch mit der Rüge, der Beschwerdeführer sei (durch die Nennung seines Namens in konnexen Urteilen gegen zwei Mittäter) in unfairer Weise "vorverurteilt" worden, hat sich die Vorinstanz zumindest sinngemäss materiell befasst. Sie legt insbesondere die Prozessgeschichte dar, in deren Verlauf es zur Abtrennung des separaten Verfahrens gegen den Beschwerdeführer kam, sie befasst sich dabei auch mit seinem Vorbringen, er sei nicht ins Ausland geflüchtet, und sie erläutert, gegen welche Verurteilte sich die einzelnen Straferkenntnisse gerichtet haben (angefochtener Entscheid, S. 7-11 und 13-14). Die Urteilsbegründung hält auch insoweit vor dem Anspruch auf rechtliches Gehör stand.