Citation: 5A_1072/2020 E. 2.2

2.2. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Dazu gehören sowohl die Feststellungen über den streitgegenständlichen Lebenssachverhalt als auch jene über den Ablauf des vor- und erstinstanzlichen Verfahrens, also über den Prozesssachverhalt. Zu Letzterem zählen die Anträge der Parteien, ihre Tatsachenbehauptungen, rechtlichen Erörterungen, Prozesserklärungen und Beweisvorbringen, der Inhalt einer Zeugenaussage, einer Expertise oder die Feststellungen anlässlich eines Augenscheins (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Dies gilt auch für den Beschwerdegegner. Auf den "Kinderbrief", den er dem Bundesgericht zur Untermauerung seines Standpunkts eingereicht hat, ist deshalb nicht einzutreten. Der Beschwerdegegner tut nicht dar, weshalb erst das angefochtene Urteil den Anlass bietet, dieses Schreiben ins Verfahren einzuführen. Daran ändert auch nichts, dass es die Vorinstanz abgelehnt hat, die volljährigen Töchter einzuvernehmen, weil deren Unterhalt nicht Gegenstand des Verfahrens sei.