Citation: 4C.150/2004 02.08.2004 E. 2

Die Berufungsschrift muss gemäss Art. 55 Abs. 1 lit. b OG die genaue Angabe enthalten, welche Punkte des Entscheides angefochten werden und welche Abänderungen beantragt werden. Der blosse Hinweis auf im kantonalen Verfahren gestellte Anträge genügt nicht. Neue Begehren sind ausgeschlossen. 2.1 Die Klägerin stellt in ihren Rechtsbegehren allein den Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Urteils, was den Anforderungen von Art. 55 Abs. 1 lit. b OG grundsätzlich nicht genügt. Das Bundesgericht hat diese Vorschrift stets dahin ausgelegt, dass bei Klagen auf Geldleistung der verlangte Betrag zu beziffern ist. Immerhin lässt es die Rechtsprechung genügen, dass aus der Berufungsbegründung ohne weiteres ersichtlich ist, in welchem Sinne das angefochtene Urteil nach dem Willen des Berufungsklägers abgeändert werden soll, wenn sich dies aus dem Wortlaut des Rechtsbegehrens nicht ergibt (BGE 125 III 412 E. 1b mit Verweisen). 2.2 Der Begründung der Rechtsschrift der Klägerin sind keine ziffernmässigen Beträge zu entnehmen, aus denen ersichtlich wäre, in welchem Sinne eine Abänderung des angefochtenen Urteils in Bezug auf die Schadenersatzforderung verlangt wird. Ein (hier allenfalls sinngemäss gestellter) Antrag auf Rückweisung der Sache ist allerdings dann ausreichend, wenn die Feststellungen im angefochtenen Urteil dem Bundesgericht nicht erlauben, im Falle der Gutheissung selbst ein Urteil zu fällen und die Sache gemäss Art. 64 OG ohnehin an die Vorinstanz zurückgewiesen werden muss (BGE 125 III 412 E. 1b). Insofern kann der Antrag noch als genügend angesehen werden, soweit die Verletzung von Art. 8 ZGB und sinngemäss eine Verletzung der bundesrechtlichen Substanziierungspflicht gerügt wird. 2.3 In der Begründung der Rechtsschrift wird erwähnt, dass die Klägerin ein Schmerzensgeld bzw. eine Genugtuung von Fr. 82'150.-- für angemessen hält. Insofern ergibt sich ohne weiteres, in welchem Sinne die Klägerin die Abänderung des angefochtenen Urteils anstrebt.