Citation: 6B_1027/2021 E. 2.4.3

2.4.3. Die Würdigung der Täterkomponenten vermag an dem Gesagten nichts zu ändern. Der Beschwerdeführer zeigte sich zwar geständig und begann freiwillig eine psychiatrische Therapie, um seine Sucht professionell behandeln zu lassen. Er unternahm somit Anstrengungen, die über das üblicherweise zu Erwartende hinausgehen. Es ist ebenso zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer nicht vorbestraft ist und damit bis anhin auch keine weiteren einschlägigen Sexualdelikte begangen hat. Diese Aspekte vermögen die festgestellte objektive und subjektive Schwere der Tat - insbesondere aufgrund der Inhalte der Dateien - jedoch kaum zu relativieren. Die Vorinstanz verurteilte den Beschwerdeführer schliesslich zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 8 Monaten, wobei sie für die Tatbegehung vom 27. Februar 2019 eine hypothetische Einsatzstrafe von 15 Monaten Freiheitsstrafe als angemessen erachtet hätte; vgl. Urteil S. 11 ff.). Dass nicht eine Geldstrafe, sondern eine Freiheitsstrafe ausgesprochen wurde, ist ein weiteres Indiz dafür, dass kein leichtes Verschulden und damit kein blosser Bagatellfall vorliegt. Es handelt sich somit um keinen besonders leichten Fall, der die Ausnahmebestimmung von Art. 67 Abs. 4bis StGB Anwendung finden lassen könnte.