Citation: 9C_77/2009 26.08.2009 E. 4

4.1 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben die rentenberechtigten Versicherten, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge geleistet haben (Art. 36 Abs. 1 IVG). Nach Art. 4 Abs. 2 IVG gilt die Invalidität als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat. Der Rentenanspruch entsteht frühestens in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte mindestens zu 40 % bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen war (Art. 29 Abs. 1 IVG), wobei die Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG im bisherigen Aufgabenbereich auf der Basis medizinischer Stellungnahmen zu beziffern ist. Sie richtet sich nicht nach den Ergebnissen der Haushaltabklärung (BGE 130 V 97 E. 3.3.3 S. 101). 4.2 Gemäss Art. 2 IVG sind die in den Artikeln 3 und 12 AHVG genannten Versicherten und Arbeitgeber beitragspflichtig. Die Versicherten sind beitragspflichtig, solange sie eine Erwerbstätigkeit ausüben. Für Nichterwerbstätige beginnt die Beitragspflicht am 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dauert bis zum Ende des Monats, in welchem Frauen das 64. und Männer das 65. Altersjahr vollendet haben (Art. 3 Abs. 1 AHVG). Bei nichterwerbstätigen Ehegatten von erwerbstätigen Versicherten und bei Versicherten, die im Betrieb ihres Ehegatten mitarbeiten, soweit sie keinen Barlohn beziehen, gelten die eigenen Beiträge als bezahlt, sofern der Ehegatte Beiträge von mindestens der doppelten Höhe des Mindestbeitrags bezahlt hat (Art. 3 Abs. 3 AHVG). Das gesetzliche Erfordernis des Mindestbeitragsjahres ist diesfalls erfüllt, wenn eine nie erwerbstätig gewesene Person während insgesamt länger als elf Monaten (obligatorisch oder freiwillig) versichert und während dieser Zeit mit einem erwerbstätigen Ehegatten verheiratet war, der Beiträge von mindestens der doppelten Höhe des Mindestbeitrages bezahlt hat (Art. 32 Abs. 1 IVV in Verbindung mit Art. 50 AHVV sowie Art. 3 Abs. 3 lit. a und Art. 29ter Abs. 2 lit. b AHVG; BGE 125 V 253 E. 1b S. 255; Urteil H 84/05 vom 26. Juli 2006 E. 4). 4.3 Die Beschwerdeführerin selbst leistete keine Beiträge an die Schweizerische AHV/IV/EO. Indes hat sie am 18. Dezember 2000 ihren in der Schweiz erwerbstätigen Partner geheiratet, womit das Erfordernis der einjährigen Beitragspflicht auch unter dem Gesichtswinkel von Art. 3 Abs. 3 lit. a AHVG zu prüfen ist, wobei die Vorinstanz hiezu keine Feststellungen traf. Ob die Beiträge im Sinne der genannten Bestimmung als bezahlt gelten können, lässt sich aufgrund der Akten nicht entscheiden (Art. 105 Abs. 2 BGG). In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin jedenfalls ein Jahr nach ihrer Heirat nach wie vor Nichterwerbstätige gemäss Art. 3 Abs. 3 lit. a AHVG war, was auch für die Bestimmung des Eintritts der Invalidität von Belang ist (E. 4.1 hievor). 4.4 Nach Lage der medizinischen Akten kann zudem die Frage nicht beantwortet werden, ob und falls ja, in welchem Zeitpunkt im bisherigen Tätigkeitsbereich - also dem Haushalt - bezogen auf die psychiatrischen Verhältnisse eine invaliditätsbegründende Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist. Denn der Gutachter Dr. med. Y.________ hat sich ausschliesslich zur Leistungsfähigkeit in einer erwerblichen Tätigkeit geäussert, derweil er diejenige im Haushalt nicht erörtert hat. Aus der beruflichen Zumutbarkeitsschätzung darf indes nicht auf die Leistungsfähigkeit im Haushalt geschlossen werden, zumal nach der vorhandenen Aktenlage keine greifbaren Indizien vorliegen, wonach die Beschwerdeführerin als Familienfrau schon vor der Einreise in die Schweiz beeinträchtigt gewesen wäre. Inwiefern aus rheumatologischer und/oder psychiatrischer Sicht Einschränkungen im Haushalt vorbestanden hatten oder später eingetreten sind, stellt der angefochtene Entscheid nicht fest. Eine abschliessende Bewertung von Eintritt und Umfang einer allfällig vor der Einreise in die Schweiz eingetretenen, somit vorbestandenen Arbeitsunfähigkeit erheblichen Ausmasses unter dem Aspekt der Arbeit im Aufgabenbereich (Haushalt) ist daher nach Gesagtem nicht möglich, weshalb eine Ergänzung des Sachverhaltes durch das Bundesgericht ausser Betracht fällt (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die Verwaltung wird dazu eine Begutachtung veranlassen, auf deren Grundlage sie die Höhe und den Eintritt einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit im Haushalt fachärztlich zu bestimmen haben wird.