Citation: 2C_1163/2013 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführenden bestreiten nicht, dass der Beschwerdeführer 1 durch die Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe von 18 Monaten einen Widerrufsgrund im Sinn von Art. 62 lit. b AuG gesetzt hat. Sie bestreiten auch nicht, dass die Beschwerdeführerin 2, als sie den Beschwerdeführer 1 kennenlernte, um dessen Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten gewusst hat. Sie machen jedoch geltend, aufgrund der bereits erfolgten Verwarnung sei die Angelegenheit für die Beschwerdeführerin 2 in ausländerrechtlicher Hinsicht erledigt gewesen. Sie seien davon ausgegangen, die Verurteilungen seien mit der Verwarnung abgegolten gewesen und das damals hängige Verfahren habe mit der Scheidung des Beschwerdeführers 1 in Verbindung gestanden. Seit der Verurteilung im Jahr 2006 sei das Verhalten des Beschwerdeführers 1 grundsätzlich "ausländerrechtlich gesetzeskonform" gewesen. Die beurteilten Straftaten lägen beinahe zehn Jahre, die Verurteilungen wegen SVG-Widerhandlungen beinahe vier Jahre zurück. Die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung sei unverhältnismässig. Im Urteil 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 3.3 habe das Bundesgericht erwogen, eine strafrechtliche Verurteilung verunmögliche die Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilligung nicht ein für alle Mal. Soweit der Betroffene, gegen den eine Entfernungsmassnahme ergriffen worden sei, weiterhin in den Kreis der nach Art. 42 ff. AuG nachzugsberechtigten Personen falle und es seinen hier anwesenden nahen Angehörigen nicht zumutbar sei, ihm ins Heimatland zu folgen und dort das Familienleben zu pflegen, sei - so das Bundesgericht - eine Neubeurteilung angezeigt, wenn er sich seit der Verurteilung bzw. Strafverbüssung bewährt und sich für eine angemessene Dauer in seiner Heimat klaglos verhalten habe. Dass nach der Verurteilung des Beschwerdeführers 1 im Jahr 2006 als mildere Massnahme im Vergleich zur Ausweisung eine Verwarnung ausgesprochen worden sei, könne nicht dazu führen, dass der Beschwerdeführer 1 schlechter dastehe, als wenn er im Jahr 2006 ausgewiesen worden wäre und zusammen mit der Beschwerdeführerin 2 im Jahr 2011 ein Gesuch um Familiennachzug gestellt hätte. Der Beschwerdeführer 1 lebe seit über elf Jahren in der Schweiz. Er habe nie Sozialhilfe bezogen und keine Schulden angehäuft. Er arbeite temporär, hätte aber gerne eine Festanstellung. Seine Integration sei weder in sprachlicher noch in sozialer Hinsicht zu beanstanden; er verbringe den grössten Teil seiner Freizeit mit seiner Familie. In seinem Heimatland habe er keine engen Verwandten mehr.