Citation: 4A_25/2023 E. 7.2.3

7.2.3. Nicht zu folgen ist dem Beschwerdeführer auch, wenn er mit Hinweis auf ein Urteil des Bundesgerichts (4A_22/2010 vom 15. April 2010) geltend macht, er habe die B.________-Aktien lediglich zwecks Umstrukturierung verwendet, ohne dass die wirtschaftliche Kontrolle aufgegeben worden sei, womit gemäss dem zitierten Urteil kein Verkauf und auch kein wirtschaftlich einem Verkauf gleichkommendes Geschäft vorliege. Gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen erwog bereits die Erstinstanz, das zitierte Urteil 4A_22/2010 sei nicht einschlägig, weil diesem kein vergleichbarer Sachverhalt zugrunde liege. Auch die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer unterlasse es, konkrete Analogien aufzuzeigen. Aufgrund der Involvierung diverser nicht von ihm beherrschten Gesellschaften bedeute die Einräumung des Kaufsrechts an die D.________ jedenfalls keine (blosse) Umstrukturierung seines Vermögens. Der Beschwerdeführer vermag auch vor Bundesgericht nicht darzutun, dass hier eine mit dem zitierten Urteil 4A_22/2010 vergleichbare Konstellation vorläge. Im zitierten Urteil 4A_22/2010 wurde festgehalten, dass namentlich kein Vorkaufsfall (im Sinne von Art. 216c Abs. 1 OR) vorliege, wenn das Geschäft nicht auf die wirtschaftliche Umsetzung und Verflüssigung des im Grundstück verkörperten Werts abziele, sondern nur eine Vermögensumstrukturierung darstelle (zit. Urteil 4A_22/2010 E. 3). Das Bundesgericht gelangte sodann zum Ergebnis, wirtschaftlich gesehen habe es sich beim Grundstückkaufvertrag nicht um einen Verkauf an Dritte gehandelt (zit. Urteil 4A_22/2010 E. 3.3). Eine damit vergleichbare Konstellation liegt hier nicht vor. Unbehelflich ist auch der Einwand, dass die Übertragung eines Grundstücks im Rahmen der Liquidation einer Aktiengesellschaft auf deren einzigen Aktionär gemäss BGE 126 III 187 E. 2 keinen Vorkaufsfall darstelle. Auch aus BGE 90 II 135, der im Wesentlichen ein Vorkaufsrecht an Grundstücken betrifft, vermag der Beschwerdeführer nichts für sich abzuleiten.