Citation: 2C_869/2020 E. 7.3

7.3. Gemäss der Rechtsprechung stellt nicht jedes Setzen eines Anlasses zu einer Untersuchung bzw. jede Form des Verursachens einen Grund zur Belegung mit Verfahrenskosten im Sinne von Art. 2GebV-KG dar. Das Bundesgericht hat entschieden, dass nur Personen, welche hinreichend begründeten Anlass zu einer Untersuchung gegeben haben, mit den damit verbundenen Kosten zu belasten seien (BGE 128 II 247 E. 6.2). Unerlässlich für die Überwälzung sei, dass eine Situation vorliege, bei welcher das Unterlieger- und das Verursacherprinzip zum selben Schluss führen. Daran fehle es, wenn eine prüfungsbetroffene Person, deren Sachumstände untersucht wurden, nicht als unterliegend betrachtet werden könne. In einem solchen Fall habe das Verursacherprinzip hinter das Unterliegerprinzip zurückzutreten (vgl. Urteil 2C_973/2019 vom 27. Januar 2019 E. 2.3.2).