Citation: 8C_579/2015 E. 3.1.1

3.1.1. Die IV-Stelle macht geltend, sie habe das vom kantonalen Gericht angeordnete Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG gesetzeskonform durchgeführt. Sie legt dazu im Einzelnen dar, angesichts des berechtigten Zweifels an der Eingliederungsbereitschaft der Versicherten habe die zuständige Person der Verwaltung mit ihr am 3. Oktober 2013 ein Gespräch geführt, sie auf die möglichen Folgen der Verweigerung beruflicher Eingliederungsmassnahmen hingewiesen und ihr ein vorformuliertes Erklärungsschreiben übergeben, dessen Inhalt sie innerhalb von sieben Tagen zu überprüfen habe. Die Versicherte habe auf dem abgegebenen Formular den Posten "Verzicht auf berufliche Massnahmen" angekreuzt, weshalb die Verwaltung ohne Weiteres davon habe ausgehen dürfen, sie verzichte definitiv auf den bestehenden Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen.