Citation: 1C_194/2022 E. 5.3

5.3. Nach Art. 32 Abs. 1 SVG ist die Geschwindigkeit stets den Umständen anzupassen, namentlich den Besonderheiten von Fahrzeug und Ladung, sowie den Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen. Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen wiederholt gegen diese elementare Verkehrsvorschrift verstossen, als er am 23. März 2020 innert kürzester Zeit zweimal durch eine den Strassenverhältnissen (enge Linkskurve einer Passstrasse) nicht angepasste, deutlich zu hohe Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und dabei jeweils einen Selbstunfall mit Sachschaden und am ersten Unfallort zusätzlich noch einen Landschaden verursachte. Dies wird vom Beschwerdeführer auch nicht in Frage gestellt. Er macht jedoch geltend, entgegen der Auffassung der Vorinstanz habe er mit seinem Verhalten bei keinem Unfall eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen, da am Fahrzeug auch nach dem zweiten Unfall keine grösseren Sachschäden erkennbar gewesen seien. Zudem liege weder eine schweres Verschulden noch grobe Fahrlässigkeit noch Rücksichtslosigkeit vor. Vielmehr könne ihm beide Male höchstens ein mittelschweres Verschulden angelastet werden, womit beide Unfälle als mittelschwere Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften zu werten seien.