Citation: 5D_179/2009 05.02.2010 E. 3.2

3.2.1 Die Beschwerdeführerin trägt als Erstes dagegen vor, gemäss Art. 82 Abs. 2 SchKG müsse sie ihre Einwendungen lediglich glaubhaft machen. Die Vorinstanz hat sich jedoch auf Art. 81 Abs. 1 SchKG gestützt. Dass diese Auffassung willkürlich sein soll, legt die Beschwerdeführerin mit keinem Wort dar, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann (E. 1.2 hiervor). Im Übrigen sind auch Urteile und Verfügungen über Unterhaltsbeiträge im Massnahmeverfahren definitive Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 Abs. 1 SchKG (BGE 135 III 315 ff.; DANIEL STAEHELIN, Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, SchKG I, N. 10 zu Art. 80 SchKG, S. 637, mit Hinweis auf BÜHLER/SPÜHLER, Berner Kommentar, N. 449 zu Art. 145 aZGB). 3.2.2 Die definitive Rechtsöffnung ist abzuweisen, wenn der Schuldner durch Urkunden beweist, dass seine Schuld nach dem Erlass des Urteils getilgt wurde (Art. 81 Abs. 1 SchKG). Da das Gesetz selber dem Schuldner die Beweislast auferlegt und das Beweismittel bestimmt, kann der Richter nur die eng beschränkten Möglichkeiten des Schuldners zur Abwehr zulassen, d.h. Beweise, die durch Urkunden belegt sind. Im Unterschied zur provisorischen Rechtsöffnung (Art. 82 Abs. 2 SchKG) genügt es - entgegen der wiederholten Behauptung der Beschwerdeführerin - nicht, die Zahlung glaubhaft zu machen: Weil der Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 81 Abs. 1 SchKG die Vermutung begründet, dass die Schuldpflicht besteht, kann sie nur durch strikten Beweis entkräftet werden (BGE 124 III 501 E. 3a S. 503). Dieser Beweisstrenge unterliegt auch der Gläubiger, der behauptet, eine vom Schuldner nachgewiesene Zahlung sei nicht erfolgt. 3.2.3 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, es sei schlicht falsch, dass das Sendeprotokoll keinen Aussagewert für die geglückte Übermittlung der Daten besitze, denn in diesem technischen Protokoll werde sehr wohl zwischen geglückten und missglückten Übermittlungen unterschieden (S. 17 lit. g-i). Auf diese bloss appellatorischen Rügen kann von vornherein nicht eingetreten werden (E. 1.2 hiervor). 3.3 Im Weiteren beruft sich die Beschwerdeführerin auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 30. September 2008 sowie auf dasjenige des Oberlandesgerichts Celle vom 19. Juni 2008, wobei Letzteres an den Bundesgerichtshof in Zivilsachen weitergezogen worden sei. Gemäss diesen - und weiteren - angeführten Urteilen sei auf Grund von Sachverständigen-Gutachten entschieden worden, dass mit dem O.K.-Vermerk im Faxprotokoll der Nachweis des Zugangs der Mitteilung als erbracht angesehen werde. Gestützt auf diese in den beiden Urteilen wiedergegebenen Expertenmeinungen könne geschlossen werden, dass der Beweis des Zugangs des Faxschreibens vom 4. März 2008 vollständig erbracht worden sei. Die Vorinstanz hätte deshalb die Rechtsöffnungsbeschwerde zwingend gutheissen müssen. Eine Auseinandersetzung mit diesen Präjudizien und der Kritik an der Beweiswürdigung der Vorinstanz sowie der Würdigung des Verhaltens des Rechtsvertreters des Beschwerdegegners kann unterbleiben, denn die Beschwerdeführerin setzt sich mit der Haupterwägung des Kantonsgerichts (E. 3.1 hiervor) nicht auseinander. Das gilt namentlich für das Argument, es läge keine Kopie des Widerrufs der Vollmacht vom 4. März 2008 vor, auf der die Zeit, Empfangsnummer oder ähnliche bestätigende Merkmale auf dem Kopf des Faxschreibens gedruckt wären. Dann wäre in der Tat der Anscheinsbeweis für den Zugang der Mitteilung erbracht worden. Das Kantonsgericht hat denn auch zu Recht darauf hingewiesen, dass bei wichtigen Schriftstücken wegen des Risikos eines Leerblattes oder eines unleserlichen Blattes eine Empfangsbestätigung beigefügt werden sollte mit der Bitte, diese umgehend unterschrieben zurückzufaxen (analog dem Versenden eines eingeschriebenen Briefes). Die Vorinstanz hat deshalb mit der Verweigerung der Rechtsöffnung kein Bundesrecht verletzt, indem sie befunden hat, der O.K.-Vermerk auf dem Faxprotokoll habe für den Nachweis des Widerrufs der Vollmacht durch die Beschwerdeführerin nicht genügt. Und die daraus gezogene Schlussfolgerung, die Unterhaltsschuld sei getilgt worden, ist somit nicht willkürlich.