Citation: 2E_3/2022 E. 7.1

7.1. Das Bundesgericht hat in zahlreichen Urteilen festgehalten, dass das Ziel, die Ausbreitung des Corona-Virus zu begrenzen, im öffentlichen Interesse liegt (vgl. Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 2 BV; BGE 149 I 191 E. 6.4; 148 I 89 E. 7; 148 I 33 E. 6.5; 148 I 19 E. 5.4; 147 I 450 E. 3.3.1; 147 I 393 E. 5. 2). Ansteckungen mit Covid-19 und damit verbundene Krankenhausaufenthalte und Todesfälle zu vermeiden, dient dem Schutz der öffentlichen Gesundheit (BGE 147 I 393 E. 5.2). Als allgemeinnotorische Tatsache berücksichtigte das Bundesgericht insbesondere, dass die Zahl der Todesfälle aufgrund von Covid-19 zwischen dem 28. September 2020 und dem 19. März 2021 7'688 erreichte, wobei die Hospitalisierungen für denselben Zeitraum bei 19'525 lagen (BGE 147 I 393 E. 5.2). Unter anderem gestützt darauf verwarf das Bundesgericht den Einwand, Covid-19 habe keine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit dargestellt (BGE 147 I 393 E. 5.2). In einem anderen Leitentscheid hielt das Bundesgericht fest, dass wenn eine Epidemie wie Covid-19 auftritt, bei welcher die Sterblichkeit signifikant höher als im Vergleich zu einer gewöhnlichen saisonalen Grippe ist, dies zwar keinen prinzipiellen aber einen rechtserheblichen graduellen Unterschied darstellt, der nach epidemierechtlichen Massnahmen rufen kann (vgl. BGE 147 I 450 E. 3.2.3).