Citation: 9C_33/2015 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erkannte weder aktenwidrig oder willkürlich noch sonstwie bundesrechtswidrig, die angewiesene Behandlung lasse mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit eine Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit erwarten. In der Tat legten die Gutachter des Psychiatrischen Dienstes C.________ ausführlich dar, welche Behandlungsschritte zu durchlaufen seien und dass - Behandlungsbereitschaft des Beschwerdeführers vorausgesetzt - dabei gute Erfolgsaussichten bestünden. Indem sie auftragsgemäss die Frage beantworteten, ob die Arbeitsfähigkeit durch geeignete therapeutische Massnahmen verbessert werden könnte und welche therapeutischen Massnahmen indiziert seien, kamen sie im Übrigen ihren Pflichten in jeder Hinsicht hinreichend nach. Es war nicht ihre Aufgabe, die grundsätzlich als zumutbar erachtete Behandlung im Sinne eines exakten Behandlungs- oder Therapieplanes zu konkretisieren, wie er namentlich für eine Zwangsbehandlung psychischer Störungen im Rahmen einer fürsorgerischer Unterbringung (Art. 433 ZGB; hiezu nachfolgende E. 4.3) erforderlich ist. Vielmehr liegt es in der Therapiefreiheit der kurativ tätigen Ärzte, die Einzelheiten der Behandlung, nicht zuletzt auch unter Berücksichtigung der individuellen Behandlungserfolge, fortlaufend zu präzisieren.