Citation: 5A_427/2022 E. 5.2.1

5.2.1. Zunächst führt sie aus, die bundesgerichtliche Rechtsprechung anerkenne das Interesse einer Korporation, den Mitgliederbestand beschränkt zu halten, als legitim. Dies trifft dem Grundsatz nach zu, aber nur insofern als der Weiterbestand der Korporation ohne den Mitgliederbestand einschränkende Massnahmen infrage gestellt würde (BGE 132 I 68 E. 4.3.5 in fine). Derartiges behauptet die Beschwerdeführerin nicht. Sie widerspricht auch der Feststellung des Verwaltungsgerichts nicht, sie habe nicht substanziiert dargetan, dass bei Einführung einer Regelung, die allen noch lebenden "ausgeheirateten" direkten Nachkommen von Korporationsgenossen die Wiederaufnahme ermöglicht, mit einer Unmenge an Gesuchen und Folgegesuchen der Nachkommen der Wiederaufgenommenen zu rechnen wäre. Damit steht auch nicht fest, dass und in welchem Umfang die von der Beschwerdeführerin als Gefahr wahrgenommene Vergrösserung des Mitgliederbestands auch tatsächlich droht. Auf die Ausführungen, wonach das Interesse der Beschwerdeführerin an einer Beschränkung des Mitgliederbestands grösser wiege als dasjenige der Genossame Lachen (vgl. BGE 132 I 68), braucht unter diesen Umständen nicht eingegangen zu werden. Schliesslich behauptet die Beschwerdeführerin weder noch legt sie dar, dass es keine anderen Kriterien - das Verwaltungsgericht spricht von einer differenzierten Regelung des Anspruchs (der Genossinnen und Genossen) auf Vermögensleistungen - gebe, die ihr ermöglichen, trotz höherer Mitgliederzahl ihre Zwecke zu verfolgen.