Citation: 1C_610/2022 E. 6

Angesichts der mittelschweren Widerhandlung kann der vom Beschwerdeführer anbegehrten Einstellung des Adminstrativverfahrens respektive Reduktion der Dauer des Führerausweisentzugs nicht stattgeben werden. Nach einer mittelschweren Widerhandlung wird gemäss Art. 16b Abs. 2 lit. b SVG der Führerausweis für mindestens vier Monate entzogen, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren oder mittelschweren Widerhandlung entzogen war. Diese Voraussetzung ist beim Beschwerdeführer erfüllt. Ihm war der Führerausweis mit Verfügung vom 15. November 2017 bereits einmal wegen einer schweren Widerhandlung i.S.v. Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG für drei Monate entzogen worden. Dieser Ausweisentzug wurde bis zum 14. Mai 2018 vollstreckt und die vorliegend zu beurteilende Widerhandlung vom 4. März 2020 liegt innerhalb der massgebenden Frist. Der Führerausweisentzug für vier Monate verstösst daher nicht gegen Bundesrecht.