Citation: H 122/01 27.05.2002 E. 2

2.- a) Im vorinstanzlichen Verfahren war streitig und wurde geprüft, ob der rückwirkende Wechsel des Beitragsstatuts vom Selbstständigerwerbenden zum Nichterwerbstätigen für die Jahre 1995 und 1996 bundesrechtskonform war oder nicht. Mit der Begründung, die wirtschaftliche Existenz des Beschwerdeführers habe ausschliesslich auf anderen Quellen gegründet als derjenigen des Einkommens eines selbstständigen Kunstmalers, namentlich auf seinem - durch die vorzeitige Pensionierung frei gewordenen - Renteneinkommen, und die auf dem in den Jahren 1995 und 1996 erzielten Erwerbseinkommen berechneten Beiträge im Sinne von Art. 28bis in Verbindung mit Art. 28 AHVV entsprächen nicht mindestens der Hälfte der Beiträge als Nichterwerbstätiger, schützte die Vorinstanz die angefochtenen Verfügungen. Sie begründete dies mitunter auch damit, dass in der Steuererklärung des Beschwerdeführers keine Angaben hinsichtlich einer selbstständigen Erwerbstätigkeit gemacht worden seien. Die Vorinstanz lehnte es auch ab, den guten Glauben des Beschwerdeführers in Auskünfte des bei der Beschwerdegegnerin angestellten Herrn Z.________ zu schützen. Der Beschwerdeführer habe nicht geltend gemacht, Herr Z.________ habe ihm zugesichert, dass die beabsichtigte künstlerische Tätigkeit ungeachtet der Entwicklung der tatsächlichen Verhältnisse beitragsrechtlich auf jeden Fall als selbstständige Erwerbstätigkeit erfasst werde. Zudem sei Herr Z.________ in seiner Funktion bei der Beschwerdegegnerin auch nicht zuständig gewesen, bindende Aussagen zur Zuordnung des Beschwerdeführers in den Beitragsstatut der Selbstständigerwerbenden oder Nichterwerbstätigen abzugeben. b) Hinsichtlich des Streitgegenstandes führt der Beschwerdeführer Folgendes aus: "Ich verstehe heute, dass und warum die Altersrente als Einkommen berücksichtigt werden muss, erwarte aber, dass bei der Festsetzung der Beiträge meine sozialen Verhältnisse berücksichtigt werden. Ich ersuche deshalb um Rückweisung an das Sozialversicherungsgericht zur Beweisergänzung und zur Berücksichtigung der sozialen Verhältnisse. " Wegen dieser teilweisen Anerkennung des vorinstanzlichen Entscheides hinsichtlich der Frage des Beitragsstatuts ist nicht mehr streitig und nicht mehr zu prüfen, ob der rückwirkende Wechsel des Beitragsstatuts vom Selbstständigerwerbenden zum Nichterwerbstätigen für die Jahre 1995 und 1996 bundesrechtskonform ist oder nicht. Der Beschwerdeführer bestreitet hingegen die Korrektheit der festgelegten Beitragshöhe. Diese Beschränkung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist sinnvoll, denn obwohl die streitigen "Nachtragsverfügungen" unter der erschwerenden Schwelle der Wiedererwägung zu prüfen sind (BGE 122 V 173 Erw. 4a), wäre angesichts der tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse die Zuordnung des Beschwerdeführers ins Beitragsstatut des Selbstständigerwerbenden offensichtlich falsch: Er legte für die beiden im Streite liegenden Jahre keine gesonderte, unter betriebswirtschaftlichen Aspekten erstellte Buchhaltung zu den Akten, sondern nur eine "unvollständige Liste der Aufwendungen" für das Jahr 1996. Steuerrechtlich liess er sich nicht als Selbstständigerwebender einschätzen. Der Vorinstanz ist deshalb zuzustimmen, dass der Beschwerdeführer nicht überzeugend darlegen konnte, er habe ab 1. Oktober 1994 mit seinem Kunstschaffen eine die Stufe der Liebhaberei übersteigende, auf Erwerb ausgerichtete Tätigkeit aufgenommen (vgl. BGE 115 V 171 Erw. 9b).