Citation: 6B_453/2023 E. 1.3.4

1.3.4. Die Vorinstanz legt ausführlich und überzeugend dar, weshalb sie den Sachverhalt auch in Bezug auf die Inkaufnahme einer lebensgefährlichen Verletzung als erstellt erachtet. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, belegt keine Willkür. Der Beschwerdeführer beschränkt sich im Wesentlichen darauf, der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung seine eigene Sicht der Dinge entgegenzuhalten, was für die Annahme von Willkür nicht genügt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Seine Sachdarstellung, wonach er die Schnittbewegungen kontrolliert ausgeführt habe, der Tatablauf nicht dynamisch gewesen sei, die exakte Lokalisation und die Eindringtiefe des Messers von ihm habe gezielt gesteuert werden können, weshalb die gegenteilige Feststellung der Vorinstanz willkürlich sei, steht nicht nur in Widerspruch zu den gutachterlichen Feststellungen des IRM, sondern insbesondere auch zu seinen eigenen Aussagen. So führte er aus, das Adrenalin sei ihm hochgegangen, er habe schwarz vor den Augen gesehen, er wisse nicht mehr, wohin er gezielt habe, er habe nicht kontrolliert geschnitten. Willkürfrei stellt die Vorinstanz fest, es hätte mit unvorhersehbaren Bewegungen des Opfers gerechnet werden müssen, und zwar auch dann, wenn es sich in Kauerstellung befunden und der Beschwerdeführer es mit einem Arm gegen die Wand gedrückt hätte. Als untauglich erweist sich der Einwand des Beschwerdeführers, er habe die Schnittstellen am Brustkorb des Opfers bewusst so ausgewählt, dass die Rippen und der Schädelknochen das Opfer von der Möglichkeit einer tiefen Schnittverletzung schützten. Diese Rüge verfängt schon deshalb nicht, weil der Beschwerdeführer selbst eingeräumt hat, dass er nicht gezielt geschnitten hat. Zudem führte der ca. 10 cm lange Schnitt von oben nach unten über den Brustkorb des Opfers nicht nur über die Rippen, sondern auch über Weichteilgewebe, an welchem kein Schutz gegen das tiefe Eindringen des Messers bestand. Sodann räumte der Beschwerdeführer ebenso ein, dass man in einer solchen Situation den Schnitt nicht dosieren könne. Insgesamt hat die Vorinstanz somit den für das Bundesgericht massgebenden Sachverhalt willkürfrei festgesetzt.