Citation: H 175/00 10.01.2001 E. 3

3.- a) Die massgebenden rechtlichen Grundlagen (Art. 52 AHVG, Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. AHVV) und die zur subsidiären Haftbarkeit der Organe (vgl. statt vieler BGE 123 V 15 Erw. 5b) sowie zur Haftungsvoraussetzung des zumindest grobfahrlässigen Verschuldens (BGE 108 V 186 Erw. 1b, 193 Erw. 2b; ZAK 1985 S. 576 Erw. 2, 619 Erw. 3a) ergangene Rechtsprechung finden sich im kantonalen Entscheid zutreffend wiedergegeben. Darauf kann verwiesen werden. b) Wie das kantonale Gericht verbindlich festgestellt hat (vgl. Erw. 2 hievor), bezahlte die konkursite Firma die Schlussrechnung des Jahres 1992 vom 11. Februar 1993 sowie die Beiträge für Januar und Februar 1993 trotz Mahnung nicht und erhob gegen die daraufhin eingeleitete Betreibung Rechtsvorschlag. Nachdem die Ausgleichskasse am 14. Juni 1993 Veranlagungsverfügungen erliess, bezahlte die Firma am 16. Juni 1993 für die Zeit bis Ende Februar 1993 die ausstehenden Beiträge von insgesamt Fr. 66'714. 65 (einschliesslich Mahngebühren). Die monatlichen Akontozahlungen für März, April und Mai 1993 blieb sie ebenfalls schuldig, sodass die Ausgleichskasse Betreibungen einleitete. Mit diesem Verhalten verstiess sie gegen die Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht und missachtete dadurch Vorschriften im Sinne von Art. 52 AHVG. Dieses Verschulden der Arbeitgeberin hat die Vorinstanz zu Recht auch dem Beschwerdeführer als grobfahrlässiges Verhalten angerechnet. In diesem Zusammenhang hat sie verbindlich festgestellt, dass sich der Beschwerdeführer im Geschäftsjahr 1992 überzeugt habe, dass alle Beiträge bezahlt worden seien und er sich nach Bekanntgabe der Nachtragsverfügungen vom 14. Juni 1993 für die Bezahlung dieser Beiträge eingesetzt habe. Damit ergebe sich, dass er von Januar bis Mitte Juni 1993 untätig gewesen sei, und in dieser Zeit, aus der die eingeklagten Ausstände stammten, seinen Pflichten als Verwaltungsrat nicht nachgekommen sei. Daraus lässt sich ohne Verletzung von Bundesrecht der Schluss ziehen, der Beschwerdeführer sei seinen Pflichten als Verwaltungsrat im Beitragswesen der AHV in grobfahrlässiger Weise nicht nachgekommen. Da die Beiträge ab Januar 1993 nur nach betreibungsrechtlichen Massnahmen oder gar nicht mehr bezahlt worden sind, liegt auch keine kurzfristige Dauer der Verletzung der Beitragspflicht vor (vgl. BGE 121 V 243). Schliesslich übersieht der Beschwerdeführer auch, dass sich die Haftung nach Art. 52 AHVG nicht nur auf die Arbeitnehmer-, sondern auch auf die Arbeitgeberbeiträge erstreckt (AHI-Praxis 1994 S. 106 Erw. 7a mit Hinweisen).