Citation: 5A_178/2023 E. 3.3.5

3.3.5. Im konkreten Fall ergab der sechste bzw. letzte Aufruf ohne die drei Lasten ein höheres Angebot (Fr. 5'000'000.--) als nach dem ersten Aufruf mit den drei Lasten (Fr. 2'760'000.--). Die Beschwerdeführer blenden aus, dass die notwendige Durchführung des Aufrufs ohne Last - wie die Vorinstanz angenommen hat (E. 3.3.3) - zum Zuschlag und zur Löschung im Grundbuch führt, wenn das Angebot höher ist (vgl. Art. 56 lit. b VZG). Damit kommt zum Ausdruck, dass die nachfolgende, ohne Einwilligung begründete Dienstbarkeit bzw. Last die Grundpfandgläubiger benachteiligt (MOOSER, a.a.O., Rz. 56; STEINAUER, Les droits réels, Bd. II, 2020, Rz. 3244 f.; SCHMID/HÜRLIMANN-KAUP, Sachenrecht, 6. Aufl. 2022, S. 336; DUBOIS, in: Commentaire romand, Code civil II, 2016, N. 42 f. zu Art. 812; DÜRR/ZOLLINGER, Zürcher Kommentar, Bd. IV/2b/2, 2. Aufl. 2013, N. 83 zu Art. 812; PIOTET, in: Commentaire romand, Poursuite et faillite, 2005, N. 13 f. zu Art. 142; GILLIÉRON, Commentaire de la loi fédérale sur la poursuite pour dettes et la faillite, Bd. II, 2000, N. 25 zu Art. 142; bereits JAEGER, Das Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 1911, N. 13 ff. zu Art. 142).