Citation: 6B_444/2021 E. 2.2.1

2.2.1. Im angefochtenen Urteil wird festgestellt, als erstes habe das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) die zweifelhaften Darstellungen auf der Webseite der B.________ GmbH zur Kenntnis genommen. Es habe das SECO - die zuständige Amtsstelle für die Strafantragsstellung (Art. 23 Abs. 3 i.V.m. Art. 10 Abs. 3 UWG und Art. 1 Abs. 1 Verordnung vom 12. Oktober 2011 über das Klagerecht des Bundes im Rahmen des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb; SR 241.3) - am 25. Mai 2016 schriftlich mittels Zustellung einer Kopie ihres Schreibens an die B.________ GmbH, in welchem das EDA diese zur Anpassung von aussenpolitisch beanstandeten Inhalten auf ihrer Internetseite aufgefordert habe, informiert. Die Überlassung dieses Schreibens hätten E.________ vom EDA und F.________ vom SECO telefonisch am 13. Mai 2016 vereinbart. Eine hinreichende Kenntnis von Tat und Täter habe aber weitere Abklärungen durch das SECO vorausgesetzt, welche offenkundig eine gewisse Zeit erfordert hätten. Fristauslösende Kenntnis habe das SECO mithin erst nach dem 25. Mai 2016 erlangt. Vor diesem Hintergrund sei nicht von Belang, ob dem SECO die Informationen des Schreibens vom 25. Mai 2016 schon am 13. Mai 2016 mitgeteilt worden seien. Die vom Beschwerdeführer beantragte Befragung von E.________ vom EDA und F.________ vom SECO sei überflüssig. Umgekehrt sei belegt, dass es eine verzögerungslose Information des SECO durch das EDA gegeben habe. Daher bestehe kein Anlass, betreffend den Beginn der Antragsfrist auf die frühestmögliche Kenntnisnahme des EDA abzustellen.