Citation: 6B_1453/2022 E. 1.4.1

1.4.1. Der Beschwerdegegner, der aufgrund des damals in Sri Lanka herrschenden Bürgerkriegs im Alter von 14 Jahren mit seiner Familie in die Schweiz kam, in der Folge hier die Realschule besuchte, keine Berufsausbildung absolvierte, am 1. Oktober 2019 eine Schweizer Staatsangehörige mit sri-lankischen Wurzeln heiratete, mit dieser ein Kind hat und das zweite Kind im Frühjahr 2023 erwartet, ist ein Ausländer, der mit dem gewerbsmässigen Diebstahl eine Katalogtat gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. c StGB begangen hat, womit er grundsätzlich des Landes zu verweisen ist. Die Vorinstanz hat mit ausführlicher Begründung dargelegt, dass die Landesverweisung für den Beschwerdegegner einen schweren persönlichen Härtefall bewirken würde. Da hiervon auch die Beschwerdeführerin ausgeht, kann diesbezüglich vollumfänglich auf die vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden (vgl. Urteil S. 17 ff.). Umstritten und zu prüfen ist vorliegend, ob die öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung des Beschwerdegegners dessen Interessen am weiteren Verbleib in der Schweiz überwiegen.