Citation: 5A_983/2022 E. 6

Die Beschwerdeführerin rügt eine Rechtsverzögerung dahingehend, dass das Obergericht bislang nicht über ihre berufungsweise gestellten Begehren um Aufhebung des Verbotes, den Aufenthaltsort des Kindes ausserhalb des Schulkreises V.________ zu verlegen, sowie um Anordnung eines sozialpädagogisch begleiteten Besuchsrechts für den Vater entschieden habe. Indem das Obergericht zuerst mit superprovisorischer Verfügung und sodann im angefochtenen Entscheid der Beschwerdeführerin die Obhut und das Aufenthaltsbestimmungsrecht über das Kind entzogen und auf den Beschwerdegegner übertragen hat, sind die betreffenden Anträge gegenstandslos bzw. im negativen Sinn mitbeurteilt. Eine Rechtsverzögerung bzw. eine unterlassene Entscheidung über die betreffenden Anträge ist mithin nicht ersichtlich.