Citation: 4C.241/2005 25.10.2005 E. C

Mit eidgenössischer Berufung vom 4. Juli 2005 stellt die Klägerin das Rechtsbegehren, das Urteil des Kantonsgerichts Schwyz vom 24. Mai 2005 (das beim Vertreter der Klägerin am 2. Juni 2005 einging) sei aufzuheben und die Beklagte sei zu verpflichten, ihr den Betrag von EUR 1'829'388.20 nebst Zins zu 5 % seit 1. Juli 1993 zu bezahlen. Die Klägerin führt zur Begründung zunächst aus, dem Urteil der Cour d'appel von Colmar komme nach Art. 26 Abs. 3 LugÜ präjudizielle Bedeutung zu und der Beklagten als Bürgin verblieben allein die Einreden aus dem Bürgschaftsvertrag, insbesondere die von ihr erhobene Einrede, es handle sich bei der Forderung um eine Konventionalstrafe. Sie hält daran fest, dass ihr effektiver Schaden nach dem Urteil der Cour d'appel von Colmar feststehe und rügt, die Vorinstanz habe Art. 499 Abs. 2 Ziff. 1 OR verletzt, indem sie das positive Vertragsinteresse nicht als Schaden anerkannt bzw. dieses nicht einmal geprüft habe. Eventuell hält die Klägerin dafür, es sprächen rechtspolitische Argumente dafür, Art. 499 Abs. 2 Ziff. 1 OR entgegen der herrschenden Lehre (weiter) auszulegen; schliesslich beanstandet sie, dass die erfolgten Zahlungen aus dem Garantiefonds von der Vorinstanz bei der Forderungsberechnung berücksichtigt wurden. Abschliessend bringt die Klägerin vor, die unterschiedliche Regelung der Folgen der Auflösung eines Leasingvertrages nach dem französischen Recht einerseits und dem schweizerischen anderseits führten zu einem stossenden Resultat. Mit einer weiteren Eingabe vom 15. Juli 2005 ersucht die Klägerin um Wiederherstellung von Fristen. Sie bringt vor, ihr Rechtsvertreter habe das Mandat neu von einem Vorgänger übernommen und bereits erste Ausführungen der Berufung erarbeitet, als er plötzlich von starken und lähmenden Kopfschmerzen befallen worden sei, die ihn an der Fertigstellung der Rechtsschrift über das Wochenende vom 2./3. Juli 2005 und am Montag, 4. Juli 2005, gehindert und bis 5. Juli angedauert hätten. Er habe zwar vorsichtshalber "in Unkenntnis der Rechtslage" innert der ordentlichen Frist einen bereits bestehenden groben Teilentwurf als Berufungsschrift eingereicht, ersuche aber, diese durch die neue zu ersetzen.