Citation: 9C_517/2023 E. 5.1

5.1. Was die vorinstanzliche Feststellung einer Gesamtarbeitsfähigkeit von 75 % anbelangt, wirft der Beschwerdeführer dem kantonalen Gericht vor, es habe willkürliche tatsächliche Annahmen getroffen. So hätte es die Frage, ob die somatisch und die psychisch bedingte Arbeitsfähigkeit zu addieren seien, nicht selber beantworten dürfen, denn sie betreffe eine spezifisch medizinische Problematik, die primär fachärztlich zu beantworten sei. Auf jeden Fall wären dafür die im Urteil 9C_461/2019 vom 22. November 2019 klargestellten Grenzen zu beachten. Die Vorinstanz hätte die Gesamtarbeitsunfähigkeit im Rahmen von Ergänzungsfragen an die Gutachter abklären lassen müssen. Dies wäre auch deshalb gerechtfertigt gewesen, weil entgegen dem angefochtenen Urteil keinesfalls offensichtlich sei, dass sich die beiden Arbeitsunfähigkeiten überschneiden würden, und hier im Gegenteil vieles für eine Kumulation (d.h. eine Gesamtarbeitsunfähigkeit von 45 %) spreche. So wirke sich der psychische Gesundheitsschaden vor allem qualitativ aus und würden die häufigen Toilettengänge dem Beschwerdeführer nicht ermöglichen, sich von der erhöhten Ermüdbarkeit zu erholen oder sich im erforderlichen Mass auszuruhen.