Citation: 6B_425/2023 E. 2.2.3

2.2.3. Gemäss Beweisergebnis äusserte sich der Beschwerdeführer gegenüber dem Beschwerdegegner dahingehend, dass "etwas Schlimmeres" passiere, wenn er nochmals so durch die betreffende Strasse fahre. Nicht erstellt ist hingegen, dass der Beschwerdeführer drohte, den Beschwerdegegner umzubringen. Insofern ist dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass die zur Anklage gebrachte Drohung in ihrem Wortlaut vom Beweisergebnis abweicht. Allerdings begründet dies entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers keine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Die Vorinstanz erwägt, das Beweisergebnis bleibe oft hinter dem angeklagten Sachverhalt zurück. So sei vorliegend nicht bewiesen, dass der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner mit dem Tod gedroht habe. Hingegen sei erstellt, dass er drohte, es werde "etwas Schlimmeres" geschehen, wenn der Beschwerdegegner besagte Strasse nochmals so befahre. Diese Ausdrucksweise sei weniger drastisch. Ihre Tragweite erschliesse sich erst im Kontext mit den Geschehnissen unmittelbar davor und danach. Damit steht aber fest, dass die Vorinstanzen nicht über den angeklagten Sachverhalt hinausgegangen sind. Ebenso wenig kann behauptet werden, der Anklagegrundsatz habe seine Informationsfunktion nicht erfüllt. Im Gegenteil war dem Beschwerdeführer von Anfang an klar, dass es einzig und allein um seine Äusserung bei der Konfrontation mit dem Beschwerdegegner ging. Zudem war das Ereignis für den Beschwerdeführer klar eingegrenzt. Ihm war klar, wogegen er sich wehren musste. Dass und inwiefern ihm eine wirksame Verteidigung nicht möglich gewesen wäre, ist nicht ersichtlich Der Anklagegrundsatz ist nicht verletzt.