Citation: 7B_177/2022 E. 5.3

5.3. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist sein bloss teilweises Obsiegen nicht allein auf die Praxisänderung, sondern auf die überhöhte Honorarnote seines Rechtsvertreters zurückzuführen. Darin wurden nicht angemessene Aufwendungen (Honorar, Anzahl Kopien) geltend gemacht. Sodann stand eine Kürzung der Auslagen für Kopien bereits im erstinstanzlichen Urteil des Kantonsgerichts zur Diskussion. Damit war dem Beschwerdeführer bekannt, dass vor oberer kantonaler Instanz, vor welcher das Unterliegerprinzip gilt (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO), die Angemessenheit des Ansatzes für Kopien ein Thema sein wird, wenn er an der geltend gemachten Entschädigung hierfür festhält. Zwar ist die Praxisänderung betreffend Seitenpauschale nicht dem Beschwerdeführer anzulasten. Indessen verstösst die Vorinstanz nicht gegen das Willkürverbot, wenn sie im Rahmen des ihr zustehenden weiten Ermessens die Verfahrenskosten dem Beschwerdeführer zur Hälfte auferlegt und ihm bloss die Hälfte der Parteientschädigung zuspricht. Soweit der Beschwerdeführer beantragt, in seinem vor Vorinstanz geltend gemachten Aufwand seien die Barauslagen zufolge unzulässiger Rückwirkung nach bisheriger Praxis festzusetzen, vermag er nicht durchzudringen (vgl. E. 4 hiervor).