Citation: 1P.465/2001 30.10.2001 E. A

A.- S.________ mietete ab dem 1. Januar 1994 von W.________ das Wohn- und Geschäftshaus D.________ 15 sowie das Hotel-Restaurant D.________ 18 mit dem Nachtlokal "X.________" in Chur. Nachdem S.________ die vereinbarten Zinszahlungen nicht mehr leistete, kündigte W.________ den Vertrag am 27. November 1996. Im Streit um die finanziellen Folgen der Vertragsauflösung erhob W.________ am 10. Oktober 1997 beim Bezirksgericht Plessur Forderungsklage gegen S.________. S.________ erhob am 15. Dezember 1997 Widerklage, die er u.a. damit begründete, er habe an den beiden Liegenschaften Renovationsarbeiten ausführen lassen. Zum Beweis seiner Gegenforderung reichte S.________ dabei unter anderem auch die Kopie einer Rechnung vom 20. Februar 1996 über 31'225 Franken des Teppichlegers K.________ ein. Die verrechneten Leistungen hatte K.________ weder erbracht noch in Rechnung gestellt, die Rechnung war vielmehr von einem Angestellten S.________'s auf dessen Geheiss hin selber hergestellt worden, indem er den Inhalt einer Originalrechnung wegkopiert und das so erhaltene Blankoformular mit dem Schriftzug der Firma K.________ selber ausgefüllt hatte. Weiter machte S.________ geltend, er habe auf behördliche Anordnung hin den Kamin der Liegenschaft D.________ 18 für 850 Franken sanieren müssen. Aus der Rechnung des Unternehmers O.________ geht hervor, dass im Rechnungsbetrag die Demontage des Parabolspiegels, welche zu Lasten S.________'s erfolgte, eingeschlossen war. Auf der Rechnungskopie, die er dem Gericht einreichte, kopierte S.________ diese Passage weg und machte so geltend, der gesamte Betrag sei für die feuerpolizeilich verfügte Sanierung des Kamins aufgewendet worden.