Citation: 1B_156/2022 E. 3.3.4

3.3.4. Sodann ist zwar zutreffend, dass dem Beschwerdeführer für den Fall einer Verurteilung die Landesverweisung gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 139 Ziff. 2 StGB droht. Indessen bringt er zu Recht vor, dass im Falle der Verurteilung auch die Härtefallklausel (Art. 66a Abs. 2 StGB) zu berücksichtigen wäre. Angesichts seiner langjährigen Anwesenheit von über 30 Jahren in der Schweiz und seiner familiären Situation kann das Vorliegen eines Härtefalles jedenfalls nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Hinzu kommt das Beharren des Beschwerdeführers auf der Aussage, er sei unschuldig und habe mit der ganzen Sache nichts zu tun. Es liegt auf der Hand, dass seine Verteidigung - sowohl im Hinblick auf den Schuldpunkt als auch betreffend einen allfälligen Härtefall - erheblich an Glaubwürdigkeit verlöre, wenn er sich der Strafverfolgung durch Flucht entzöge (Urteil 1B_476/2021 vom 23. September 2021 E. 4.1; vgl. auch Urteil 1B_364/ 2017 vom 12. September 2017 E. 4.3). Auch aus dem allenfalls drohenden Landesverweis lässt sich deshalb vorliegend keine konkrete Fluchtgefahr ableiten.