Citation: I 141/98 12.10.2000 E. 2

2.- a) Verwaltung und Vorinstanz behandelten die Eingabe vom 3. März 1995 an die SAK als neues Leistungsbegehren und prüften, ob zwischen der ersten ablehnenden Verfügung und dem neuen Gesuch neue rentenbegründende Tatsachen eingetreten seien. Diesem Vorgehen kann nicht gefolgt werden, ergibt sich doch aus der Eingabe vom 3. März 1995 und den späteren Schreiben, dass K.________ der Ansicht ist, der Entscheid der Rekurskommission vom 9. Februar 1994 sei unrichtig gewesen. Eine Anfechtung sei damals unterblieben, weil die nötigen Beweismittel gefehlt hätten. Nunmehr sei er jedoch im Besitze einer Bestätigung des Arbeitsamtes C.________ vom 21. Februar 1995, aus der sich ergebe, dass er vom 3. August 1983 bis zum 3. Oktober 1985 beim Arbeitsamt gemeldet gewesen sei und damit bei Eintritt des Versicherungsfalles der jugoslawischen Sozialversicherung angehört habe. Damit erfülle er die Anspruchsvoraussetzungen. Das Schreiben vom 3. März 1995 ist damit entgegen Verwaltung und Vorinstanz nicht als neues Leistungs-, sondern vielmehr als Revisionsbegehren zu behandeln. b) Als "neu" gelten Tatsachen, welche sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch der um Revision ersuchenden Person trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, d.h. sie müssen geeignet sein, die tatsächliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer andern Entscheidung zu führen. Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der gesuchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Sollen bereits vorgebrachte Tatsachen mit den neuen Mitteln bewiesen werden, so hat die Person auch darzutun, dass sie die Beweismittel im früheren Verfahren nicht beibringen konnte. Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem andern Urteil geführt, falls das Gericht im Hauptverfahren hievon Kenntnis gehabt hätte. Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der Sachverhaltsermittlung dient. Auch ist ein Revisionsgrund nicht schon gegeben, wenn das Gericht bereits im Hauptverfahren bekannte Tatsachen möglicherweise unrichtig gewürdigt hat. Notwendig ist vielmehr, dass die unrichtige Würdigung erfolgte, weil für den Entscheid wesentliche Tatsachen nicht bekannt waren oder unbewiesen blieben (BGE 110 V 141 Erw. 2, 293 Erw. 2a, 108 V 171 Erw. 1; vgl. auch BGE 118 II 205).