Citation: I 200/05 13.06.2005 E. 2.3

2.3.1 Was die Einschränkung im Haushalt anbelangt, hat das kantonale Gericht die neuere Rechtsprechung zu deren Ermittlung bei psychischen Gesundheitsschäden, insbesondere zum Verhältnis zwischen fachärztlicher (psychiatrischer) Stellungnahme einerseits und Haushalts-Abklärungsbericht andererseits (AHI 2004 S. 139 Erw. 5.3; Urteile V. vom 13. Dezember 2004, I 42/03, Erw. 2.3.3, und P. vom 6. April 2004, I 733/03, Erw. 5.1.3), zutreffend wiedergegeben. Demnach ist zunächst nach Massgabe der von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien der Beweiswert sowohl der medizinischen Unterlagen (dazu BGE 125 V 352 ff. Erw. 3) als auch des Abklärungsberichts (AHI 2003 S. 218 Erw. 2.3.2) zu beurteilen. Liegen gleichermassen beweiskräftige Stellungnahmen vor, muss geprüft werden, ob die gemachten Aussagen vereinbar sind oder einander widersprechen. Diesfalls ist mit Bezug auf die einzelnen Fragestellungen eine Würdigung vorzunehmen, wobei die ärztlichen Berichte den Vorrang geniessen, soweit medizinische Belange zu beurteilen sind. 2.3.2 Der Abklärungsbericht vom 5. Januar 2004 hält in angemessener Ausführlichkeit die Aussagen der Beschwerdeführerin zu ihrer Tätigkeit im Haushalt, mit Einschluss der behinderungsbedingten Einschränkungen, fest. Der Verzicht auf die in Randziffer 3095 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH) vorgesehene Aufschlüsselung in einzelne Teilbereiche wird in der ergänzenden Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 24. März 2004 plausibel damit erklärt, dass die Beschwerdeführerin ausgesagt habe, sie könne die Arbeiten im Haushalt zwar nur mit erhöhtem Zeitaufwand und unter Einlegung von Pausen, aber im Ergebnis doch vollständig erledigen. Angesichts der Rechtsprechung, wonach ein erhöhter Zeitaufwand keine Invalidität begründet, soweit die Besorgung der Aufgaben insgesamt noch möglich bleibt (vgl. BGE 130 V 101 Erw. 3.3.3 mit Hinweisen), konnte bei dieser Ausgangslage eine Gewichtung der einzelnen Bereiche unterbleiben. Die daraus gezogene Schlussfolgerung, es liege im Aufgabenbereich als Hausfrau keine Invalidität vor, ist mit der Beurteilung durch die Psychiaterin Dr. med. C.________ zu vereinbaren; denn auch sie hält fest, die Beschwerdeführerin könne grundsätzlich sämtliche Haushaltstätigkeiten mit reduzierter Leistung weiterhin ausführen. Aus dem Bericht der Psychologin lic. phil. J.________ (Bericht vom 11. März 2003) geht ebenfalls hervor, dass die Versicherte ihren Haushalt führen kann, wobei sie dabei allerdings an ihre Grenzen stösst. Unter diesen Umständen besteht kein inhaltlicher Widerspruch zwischen den spezialärztlichen Aussagen und den Feststellungen der Abklärungsperson. Im Sinne der dargestellten Praxis hat die Beschwerdeführerin mit Bezug auf den Haushaltsbereich als nicht invalid zu gelten. 2.4 Nach dem Gesagten ist der Haushaltsbereich mit 80% zu gewichten und für diesen Anteil eine Invalidität zu verneinen. Damit erübrigt sich eine Überprüfung der vorinstanzlichen Bemessung der Teilinvalidität im erwerblichen Bereich. Denn selbst bei einer allfälligen vollumfänglichen Einschränkung - welche laut den medizinischen Unterlagen aber nicht gegeben ist - ergäbe sich gesamthaft ein Invaliditätsgrad von 20%, der keinen Rentenanspruch begründet.