Citation: 8C_561/2022 E. 5.2.1

5.2.1. Das kantonale Gericht hat erwogen, die Beschwerdeführerin sei von 1991 bis Ende 1995 bei der I.________ im IT-Bereich angestellt gewesen. Ab Februar 1997 habe sie während vieler Jahre bei der J.________ AG mit einem von dieser entwickelten Informatikprogramm gearbeitet und dabei, auch durch interne Schulungen, spezifische Fachkenntnisse erworben. Das Programm habe jedoch auf dem Markt zusehends an Bedeutung verloren. Der Arbeitgeberin sei es nicht gelungen, ihre Software so weiterzuentwickeln, dass diese am Markt habe weiterbestehen können. Mit dem nahenden Ende des Programms seien die erworbenen produktspezifischen Kenntnisse der Beschwerdeführerin nicht mehr nachgefragt und das Arbeitsverhältnis sei per Ende 2009 aufgelöst worden. Danach sei die Beschwerdeführerin arbeitslos gewesen. Im Oktober 2011 habe sie eine Ausbildung zur dipl. Informatikerin HF (Höhere Fachschule) in Wirtschaftsinformatik begonnen, die sie 2013 erfolgreich abgeschlossen habe. Dennoch habe sie im IT-Bereich weiterhin keine Anstellung finden können. Von Januar 2015 bis Januar 2016 sei sie bei der K.________ GmbH teilzeitlich als Sachbearbeiterin in der Administration beschäftigt gewesen. Sie habe ansonsten bis April 2017 Arbeitslosenentschädigung bezogen. Angesichts dieser Umstände, so die Vorinstanz weiter, sei anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin es nicht vermocht habe, die Defizite im IT-Bereich auszugleichen. Daher hätte sie mit Blick auf die ihr obliegende Schadenminderungspflicht bereits lange vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens auch ausserhalb des IT-Bereichs eine Arbeit suchen müssen. Mangels anderweitig in der Schweiz verwertbarer Ausbildung kämen sämtliche Wirtschaftszweige des Totals der LSE, Kompetenzniveau 1, in Frage, die dementsprechend auch das hypothetische Valideneinkommen abbildeten. Daher sei zu dessen Bestimmung auf den Totalwert der LSE, Kompetenzniveau 1, Frauen, abzustellen.