Citation: 6B_1054/2023 E. 3.2.3

3.2.3. Was der Beschwerdeführer gegen die Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung vorbringt, begründet keine Willkür (vgl. dazu oben E. 2.1.2). Die Vorinstanz legt überzeugend dar, weshalb sie auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 4 abstellt und den Anklagesachverhalt als erwiesen erachtet. Sie begründet gleichfalls schlüssig, dass die teils dramatisierenden Aussagen der Beschwerdegegnerin 4 zum Urinabgang während des Würgens daran nichts ändern. Darauf kann verwiesen werden. Der Beschwerdeführer beschränkt sich darauf, die vorinstanzliche Würdigung zu kritisieren. Entgegen seiner Auffassung müsste indes selbst bei Annahme, es hätte kein Urinabgang stattgefunden, nicht auf die Unglaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdegegnerin 4 zum massiven Würgen geschlossen werden. Die vorinstanzliche Würdigung wäre auch dann nicht willkürlich. Sodann irrt der Beschwerdeführer, wenn er vorbringt, die Vorinstanz erachte eine 20-25-minütige Ohnmacht als erstellt. Sie lässt die Dauer des Bewusstseinsverlustes ausdrücklich offen. Es kann auch offenbleiben, ob die Aussagen des Sohnes des Beschwerdeführers und seiner Ex-Freundin den inkriminierten Sachverhalt oder einen anderen Vorfall betreffen. Dies ist in der Tat nicht ganz klar, ändert aber am Ergebnis nichts. So oder anders durfte die Vorinstanz den Tatvorwurf allein gestützt auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 4 ohne Willkür als erstellt betrachten. Darauf, ob die Zeugen im Zusammenhang mit dem hier beurteilten Vorwurf Würgemale gesehen haben und ob die Ex-Freundin die Polizei gerufen hat, kommt es daher nicht an. Zudem schadet nicht, dass die Vorinstanz den Tatzeitpunkt offen liess, während die Beschwerdegegnerin 1 diesen im Januar/Februar 2010 verortete. Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der spezifischen Umstände gleichwohl klar sein musste, welche konkrete Tat ihm in Ziffer 1.5 der Anklage vorgeworfen wurde und, dass mangels weiterer ähnlicher Anklagepunkte keine Verwechslungsgefahr bestand. Die Vorinstanz verneint daher eine Verletzung des Anklagegrundsatzes auch insoweit zu Recht. Solange klar ist, welcher Sachverhalt der beschuldigten Person vorgeworfen wird, kann auch eine fehlerhafte und unpräzise Anklage nicht dazu führen, dass es zu keinem Schuldspruch kommen darf (vgl. oben E. 3.1.1).