Citation: 6S.174/2004 20.01.2005 E. 1.4

1.4.1 Die Vorinstanz hält im angefochtenen Urteil unter Berufung auf den Beschluss der Revisionskammer vom 28. Oktober 1998 und unter Hinweis auf den Entscheid des Kassationsgerichts vom 19. Juni 1995 fest, dass dem Beschwerdeführer für den Zeitraum von Februar 1989 bis Oktober 1989 - in gleicher Weise wie gemäss dem Urteil vom 16. Dezember 1997 für den Zeitraum von April 1990 bis Oktober 1991 - ein schuldausschliessender Rechtsirrtum zuzubilligen sei, da der Beschwerdeführer in beiden Zeiträumen die Unterhaltsbeiträge auf das vom Bezirksgericht Einsiedeln im Januar 1989 eingerichtete besondere Bankkonto bei der Schwyzer Kantonalbank eingezahlt und dergestalt hinterlegt habe (siehe angefochtener Entscheid S. 13 f. E. 7 ff.). 1.4.2 Die Vorinstanz prüft sodann, ob dem Beschwerdeführer - zur Vermeidung einer Unvereinbarkeit mit dem freisprechenden Urteil vom 16. Dezember 1997 - auch für den Zeitraum von November 1989 bis Januar 1990 ein schuldausschliessender Rechtsirrtum zugebilligt werden müsse. Dies wird für die Monate Dezember 1989 und Januar 1990 verneint (angefochtener Entscheid S. 14 f. E. 10) und für den Monat November 1989 bejaht (angefochtener Entscheid S. 16 E. 11). Die Vorinstanz hält im Ergebnis fest, dass beim Beschwerdeführer in Bezug auf die Unterhaltsbeiträge für die Monate Dezember 1989 und Januar 1990 das Unrechtsbewusstsein nicht gänzlich gefehlt hat (angefochtener Entscheid S. 16 E. 12), und sie hat ihn daher für diese beiden Monate wegen Vernachlässigung von Unterstützungspflichten im Sinne von Art. 217 Ziff. 1 Abs. 1 aStGB verurteilt.