Citation: 1C_587/2022 E. 4.4.1

4.4.1. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung, wonach die Gemeinde die Feldstrasse Spinas/Val Bever mit jahrzehntelanger, stillschweigender Zustimmung der Strasseneigentümerinnen und -eigentümer (formlos) der Öffentlichkeit gewidmet hat, ist unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden (vgl. E. 2.2 hiervor). Die Beschwerdeführer behaupten auch nicht, das kantonale Recht in Graubünden schliesse eine stillschweigende Widmung durch konkludentes Verhalten der zuständigen Behörden und eine konkludente Zustimmung der privaten Eigentümerinnen bzw. Eigentümer aus. Ihre Argumentation beruht im Wesentlichen darauf, dass die Anforderungen an die Unvordenklichkeit nicht erfüllt seien. Wird aber bereits eine formlose Widmung durch jahrelangen, widerspruchslosen Gebrauch der Strasse durch die Öffentlichkeit bejaht, ist unerheblich, ob die Strasse seit unvordenklicher Zeit durch die Allgemeinheit benutzt wurde bzw. welcher Zeitraum genügen würde, um Unvordenklichkeit anzunehmen (vgl. Urteil 1P.375/1991 vom 30. Januar 1992 E. 8). Wie weit die Reglemente in Bezug auf die Feldstrasse Spina/Val Bever zurückreichen bzw. ob vor dem Jahr 1991 bereits Reglemente bestanden haben, ist entgegen dem Einwand der Beschwerdeführer nicht massgebend. Damit kann offenbleiben, ob die von der Gemeinde hierfür erstmals im bundesgerichtlichen Verfahren eingereichten Beweismittel unter novenrechtlichen Gesichtspunkten zulässig sind (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG).