Citation: U 168/03 09.12.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob die noch vorhandenen, gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin auf den am 7. April 1996 erlittenen Unfall zurückzuführen sind, oder ob die Aufhebung des Anspruchs auf Leistungen ab 1. Oktober 2001 zu Recht erfolgte. 2.1 Zur Beantwortung der Frage, ob zwischen den geltend gemachten Beschwerden und dem genannten Unfallereignis ein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe, hat sich das kantonale Gericht in einlässlicher und sorgfältiger Würdigung auf die im Administrativverfahren eingeholten medizinischen Unterlagen gestützt. Im Ergebnis hat es jedoch nicht auf das von der SUVA in Auftrag gegebene MEDAS-Gutachten vom 26. April 2001 abgestellt. Denn daraus ergab sich, dass die mit der Abklärung beauftragten Ärzte aus somatischer Sicht keine Befunde mehr nachweisen konnten und dass mit einer mittelschweren depressiven Episode sowie einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung psychische Gesundheitsbeeinträchtigungen im Vordergrund standen; trotzdem waren die Gutachter zum Schluss gelangt, es bestehe ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem erlittenen Unfall und den noch vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Die Vorinstanz stellte hauptsächlich fest, erhebliche Unklarheiten und Widersprüche bestünden vor allem im Zusammenhang mit der Beschreibung des Unfallereignisses und des ursprünglichen Beschwerdebildes, da mit zunehmender Verfahrensdauer auch das Unfallereignis immer dramatischer geschildert worden war. So wurde im April 1996 lediglich die Diagnose einer Kontusion und Distorsion cervikothorakal beidseits, im Juli 1997 jedoch jene eines Status nach HWS-Schleudertrauma gestellt. Im Mai 1999 wurde sodann erwähnt, die Versicherte habe sich damals beim Sturz vom Pferd mehrmals überschlagen und im Januar 2000 war von einer Bewusstlosigkeit von ca. 30 Sekunden die Rede. Im MEDAS-Gutachten wurde schliesslich eine ursprüngliche Commotio cerebri attestiert, wobei eine HWS-Distorsion als wahrscheinlich erschien. Das kantonale Gericht kam daher zum Schluss, gestützt auf die zahlreichen ärztlichen Stellungnahmen habe die SUVA zu Recht entschieden, dass zwischen dem Unfall und den somatischen Beschwerden kein natürlicher Kausalzusammenhang bestehe. 2.2 Auf Grund der ärztlichen Berichte hat die Vorinstanz erwogen, die Voraussetzung des natürlichen Kausalzusammenhangs sei in Bezug auf die psychischen Unfallfolgen nicht schlüssig erstellt. Von weiteren Abklärungen hat sie abgesehen, da sie den adäquaten Kausalzusammenhang verneint hat. Nachdem sie den Unfall als mittelschwer qualifiziert hatte, erkannte sie, dass die rechtsprechungsgemäss in die Prüfung miteinzubeziehenden Kriterien (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) weder in gehäufter Weise erfüllt seien, noch eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Form gegeben sei.