Citation: 1C_254/2022 E. 3.2

3.2. Das Kantonsgericht kam im angefochtenen Entscheid unter anderem zum Schluss, anlässlich der Einspracheverhandlung sei zwar von einem Verzicht auf die Stützmauer die Rede gewesen. Inwieweit die Beschwerdeführenden gestützt auf diese Äusserung ihre Einsprache zurückgezogen hätten, sei hingegen nicht dokumentiert. Ebenso wenig gehe aus den Akten hervor, dass die Parteien diesbezüglich eine rechtsverbindliche Vereinbarung abgeschlossen hätten. Demgegenüber machen die Beschwerdeführenden geltend, die Erwägung des Kantonsgerichts, der Verzicht auf eine Böschung sei nicht Gegenstand einer rechtsverbindlichen Vereinbarung gewesen, sei aktenwidrig und willkürlich. Sie sind der Ansicht, die Beschwerdegegnerschaft habe anlässlich der Einspracheverhandlung vom 4. September 2017 zugesichert, auf die Errichtung einer Stützmauer definitiv zu verzichten. Im Baubewilligungsentscheid sei das Ergebnis der Einspracheverhandlung zum integrierenden Bestandteil der Baubewilligung erklärt worden. Damit sei die Zusicherung rechtsverbindlich geworden.