Citation: 4C.68/2005 29.04.2005 E. A

X.________ (Kläger) arbeitete seit dem 11. Juli 1988 für die Y.________ AG (Beklagte) als Korrektor. Seit Beginn der 90er Jahre fungierte er auch als "Gruppenchef Korrektorat". Nach innerbetrieblichen Differenzen mit seinem Vorgesetzten kündigte der Kläger am 7. November 2001 seine Stelle. Gleichzeitig ersuchte er um bezahlte Freistellung bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist, und er blieb der Arbeit bis zum 9. November 2001 fern. Am Montag, den 12. November 2001 nahm er seine Tätigkeit wieder auf, nachdem ihn der Vorgesetzte zu Hause angerufen hatte. Nach einem weiteren Gespräch zwischen dem obersten Personalchef, dem Vorgesetzten und dem Kläger fasste die Beklagte die für sie wesentlichen Bedingungen einer weiteren Zusammenarbeit mit Schreiben vom 11. Dezember 2001 zusammen. Sie wies darauf hin, dass der Kläger mit seinem Vorgehen das Arbeitsverhältnis schwerwiegend in Frage gestellt habe, was sie kein zweites Mal dulden werde. Sie rief eine frühere Verwarnung vom 4. Januar 2001 in Erinnerung und führte aus, sie erwarte vom Kläger eigentlich eine schriftliche Entschuldigung. Mit Schreiben vom 13. Dezember 2001 lehnte der Kläger das Angebot für einen Neuanfang ab und schob die alleinige Schuld am Zerwürfnis seinem Vorgesetzten zu, der ihn, bar jeden Feingefühles und ohne sich vom wahren Sachverhalt in Kenntnis setzen zu lassen, vor einem Untergebenen zurechtgewiesen habe. Er erklärte, dass er sich von der Beklagten trennen müsse, sollte sie den Standpunkt seines Vorgesetzten teilen.