Citation: 5A_109/2018 E. 2.2

2.2. Der Kläger begründet seinen Vorwurf damit, im vorliegenden Fall sei nach den vorinstanzlichen Aussagen zu seinem Sohn und zur Immobilienspekulation ein Anschein der Befangenheit des Obergerichts nicht auszuschliessen. Dieses sei zwar in dieser Sache nicht vorbefasst gewesen, scheine aber eine vor ge fasste Meinung zu haben. Der Umstand, dass sein Sohn zur Zeit noch als Rohstoffhändler im Agrarbereich tätig sei, sowie die Immobilientätigkeit der ersten, 1990 verstorbenen Ehefrau seien nicht entscheidend für die Auslegung des Begriffes "praktizierender Landwirt", und trotzdem seien beide Argumente in den vorinstanzlichen Entscheidungsprozess eingeflossen.