Citation: 6B_937/2009 16.02.2010 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz eine willkürliche Beweiswürdigung (Art. 9 BV) und eine Verletzung der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK) vor. 2.2 Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. auch Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willkürlich ist (BGE 134 IV 36 E. 1.4.1 S. 39). Die entsprechende Rüge prüft das Bundesgericht nur insoweit, als sie in der Beschwerde explizit vorgebracht und substanziiert begründet worden ist. Die Beschwerdeschrift muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234; 134 II 244 E. 2.2 S. 246; je mit Hinweisen). Ebenfalls unter dem Gesichtspunkt der Willkür prüft das Bundesgericht, inwiefern das Sachgericht den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt hat. Diese aus der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK) abgeleitete Maxime hat das Bundesgericht wiederholt dargelegt, worauf zu verweisen ist (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41 mit Hinweisen). 2.3 Die Vorinstanz führt aus, der Beschwerdeführer bestreite nicht, beabsichtigt zu haben, die Briefumschläge an der R.________strasse in S.________ abzuholen. Entgegen seiner Darstellung habe er gewusst, dass es sich um zwei Kokainlieferungen gehandelt habe. Dies sei einerseits aus seinem Verhalten am Tatort zu schliessen. Gegenüber B.________ habe er die Lieferung als etwas Wichtiges bezeichnet. Trotz Aufforderung von A.________ habe er sich geweigert, sich auszuweisen. Als er realisiert habe, dass die Polizei benachrichtigt worden sei, sei er geflüchtet. Auf der Flucht habe er Geld und einen Ausweis versteckt. Andererseits habe er bei der Verhaftung in der Wohnung seiner Familie versucht zu flüchten. In der Wohnung habe er höhere Geldbeträge in verschiedenen Währungen aufbewahrt, obwohl er hoch verschuldet und arbeitslos gewesen sei. All diese Umstände liessen darauf schliessen, dass der einschlägig vorbestrafte Beschwerdeführer gewusst habe, was sich in den abzuholenden Briefumschlägen befunden habe. Weiter lässt die Vorinstanz die Ausführungen des Beschwerdeführers in ihre Beweiswürdigung einfliessen. Sie zeigt verschiedene Widersprüche in seinen Schilderungen auf und schätzt dessen Aussagen als unglaubhaft ein. Die ihn in Bezug auf die einfache Körperverletzung belastenden Aussagen verschiedener Zeugen befindet sie als glaubhaft (angefochtenes Urteil S. 8 ff.). 2.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei nicht erstellt, dass er über den Inhalt der Briefumschläge Kenntnis gehabt habe. Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft so genannte innere Tatsachen und ist damit Tatfrage (BGE 133 IV 9 E. 4.1 S. 17 mit Hinweisen). Die vom Beschwerdeführer gegen die vorinstanzliche Beweiswürdigung erhobenen Einwände erschöpfen sich in unzulässiger appellatorischer Kritik. Indem er über weite Strecken seine Ausführungen vor Vorinstanz wiedergibt und sich im Übrigen mit den Erwägungen im angefochtenen Entscheid nicht auseinandersetzt, stellt er der Würdigung der Vorinstanz einzig seine eigene Sicht der Dinge gegenüber. Beispielsweise bringt er vor, er habe im Auftrag von K.________ zwei Briefumschläge mit Dokumenten abholen wollen. Vermutlich habe er die Flucht ergriffen, weil er auf Grund des Verhaltens von A.________ und B.________ erschrocken sei oder erst in jenem Moment realisiert habe, was sich in den Briefumschlägen befunden habe. Die einfache Körperverletzung sei in einer vermeintlichen Notwehrsituation erfolgt (Beschwerde S. 4 ff.). Diese blosse Darlegung der eigenen Sichtweise ist indessen nicht geeignet, Willkür respektive eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" darzutun. Denn Willkür liegt nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht schon vor, wenn das angefochtene Urteil mit der Darstellung des Beschwerdeführers nicht übereinstimmt oder eine andere Lösung oder Würdigung auch vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern einzig, wenn der angefochtene Entscheid auf einer schlechterdings unhaltbaren oder widersprüchlichen Beweiswürdigung beruht bzw. im Ergebnis offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 135 V 2 E. 1.3 S. 4 f. mit Hinweisen). Dass und inwiefern das vorinstanzliche Beweisergebnis schlechterdings nicht mehr vertretbar sein sollte, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, und solches ist auch nicht ersichtlich. Die Beschwerde erweist sich daher als unbegründet, soweit sie den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG überhaupt zu genügen vermag.