Citation: 5A_202/2021 E. 4.4

4.4. Soweit der Beschwerdeführer sich in seinen Darstellungen von den tatsächlichen Feststellungen des Kantonsgerichts entfernt, kann er wie dargelegt (vorne E. 2.3) nicht gehört werden. Weitergehend verkennt er, dass eine Kindesanhörung im vorliegenden Fall trotz allenfalls teilweise berechtigter Kritik am Vorgehen des Kantonsgerichts (vgl. betreffend mündliche Anhörung Urteile 5A_488/2017 vom 8. November 2017 E. 3.1.3; 5A_2/2016 vom 28. April 2016 E. 2 [einleitend]) einer reinen Formsache gleichkäme. Denn wenn seine nahezu volljährigen Kinder tatsächlich derart unter dem Einfluss der Kindsmutter stehen sollten, dass sie trotz handschriftlicher Äusserung nicht ihren eigenen Willen, sondern denjenigen der Kindsmutter bekunden, so darf angesichts ihres Alters ohne Verletzung von Bundesrecht und ohne Willkür im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung davon ausgegangen werden, dass sie auch im Rahmen einer mündlichen Anhörung nicht ihren eigenen Willen vertreten würden. Damit ist das rechtliche Gehör gewahrt und auch eine Verletzung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK zu verneinen. Zudem hält der Beschwerdeführer selbst fest, dass er und seine Kinder auch nach seiner Abreise nach Japan noch Kontakt gehabt hätten. Daraus lässt sich ableiten, dass die Kinder seine Kontaktangaben haben und sich bei entsprechendem Wunsch jederzeit bei ihm melden könnten. Es verletzt kein Bundesrecht und auch nicht das Willkürverbot, wenn die Kontaktaufnahme in diesem Alter den Kindern selbständig überlassen wird.