Citation: 7B.204/2005 17.11.2005 E. 2

2.1 Die Aufsichtsbehörde führt aus, entgegen dem Wortlaut von Art. 61 SchKG reiche eine schwere Krankheit alleine nicht aus, um einen Rechtsstillstand zu rechtfertigen. Vielmehr müsse der Rechtsstillstand aufgrund der gesamten Umstände als gerechtfertigt erscheinen (BGE 74 III 38). Die schwere Krankheit müsse sich derart auswirken, dass dem Schuldner die Bestellung eines Vertreters nicht möglich oder nicht zumutbar sei. Daneben habe das Bundesgericht in einem Fall den Rechtsstillstand auch da als gerechtfertigt erachtet, wo der Schuldner zwar einen Vertreter hätte bestellen können, jedoch auf den Arbeitserwerb angewiesen und zufolge Krankheit verdienstlos gewesen sei (BGE 58 III 18), aber nur, wenn die krankheitsbedingte Verdienstlosigkeit ursächlich für die Zahlungsunfähigkeit gewesen sei (BGE 105 III 101 E. 3 S. 103/104). In tatsächlicher Hinsicht führt die Vorinstanz aus, mit dem Betreibungsamt sei vorab festzuhalten, dass die Erkrankung nicht derart schwer sei, dass sie dem Beschwerdeführer verunmöglicht habe, einen Vertreter zu bestellen. Die sehr allgemein gehaltenen Arztzeugnisse, die weder eine Diagnose enthielten noch zuhanden des Betreibungsamts ausgestellt worden seien, genügten jedenfalls nicht als alleinige Grundlage für eine erneute Gewährung des Rechtsstillstands. Zudem könne der Beschwerdeführer schon deshalb nicht ganz arbeitsunfähig sein, weil bei der Aufsichtsbehörde am 2. September 2005 eine Beschwerde eingereicht worden sei, die ganz offensichtlich aus seiner Feder stamme (gleiches Papier, Schreibmaschine, Aufbau und Stil). Weitere Eingaben in dieser Angelegenheit seien am 7. und 10. September 2005 erfolgt. Ein Rechtsstillstand über den 31. August 2005 hinaus wegen schwerer Krankheit war und sei daher nicht gerechtfertigt. Im Weiteren sei die Krankheit des Beschwerdeführers nicht ursächlich für seine Insolvenz: Er habe seit mehr als 10 Jahren regelmässig Betreibungen. Die Pfändung des Grundstücks sei bereits am 30. September 2004 erfolgt, so dass die Zahlungsunfähigkeit schon vor der Krankheit bestanden habe. 2.2 Der Beschwerdeführer setzt sich mit diesen Erwägungen des Kantonsgerichts nicht ansatzweise im Sinne von Art. 79 Abs. 1 OG auseinander (zu den Begründungsanforderungen: BGE 119 III 49 E. 1). Er macht dagegen Ausführungen zu seinen gesundheitlichen und finanziellen Problemen und führt insbesondere an, er habe Abschlagszahlungen an das Betreibungsamt B.________ in den vergangenen zehn Jahren immer geleistet, damit die Landparzelle nicht verwertet werde. Diese Vorbringen sind unzulässig, denn die im angefochtenen Entscheid angeführten Tatsachen sind für das Bundesgericht verbindlich und können nicht mit der Beschwerde nach Art. 19 SchKG in Frage gestellt werden (Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Art. 81 OG; BGE 119 III 54 E. 2d S. 55; 124 III 286 E. 3d S. 288). Zudem können die vom Beschwerdeführer eingereichten Beweismittel nicht entgegengenommen werden, da neue Begehren, Tatsachen, Bestreitungen und Beweismittel vor Bundesgericht nicht mehr angebracht werden können (Art. 79 Abs. 1 OG). Sodann rügt der Beschwerdeführer, es sei Art. 9 BV krass verletzt worden, weil ihm kein Rechtsstillstand mehr gewährt werde. Auch darauf kann nicht eingetreten werden, denn die Verletzung verfassungsmässiger Rechte kann nur mit staatsrechtlicher Beschwerde geltend gemacht werden (Art. 43 Abs. 1 i.V.m. Art. 81 OG; BGE 121 III 24 E. 2d S. 28 mit Hinweisen). Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass gemäss dem angefochtenen Entscheid der Beschwerdeführer mit seiner kantonalen Beschwerde um einen weiteren Rechtsstillstand bis zum 15. September 2005 ersucht hatte. Mit dem Entscheid des Kantonsgerichts vom 19. September 2005 ist dieses Begehren hinfällig geworden, weshalb für den Weiterzug der Sache an das Bundesgericht somit gar kein Rechtsschutzinteresse mehr bestand. Die vom Beschwerdeführer trotz dieses Umstandes eingereichte Beschwerde an das Bundesgericht muss demnach als an Mutwilligkeit grenzend bezeichnet werden.