Citation: 6B_173/2016 E. 1.1

1.1. Zur Strafzumessung erwägt die Vorinstanz im Wesentlichen, es sei zunächst das Verschulden bezüglich eines der vollendeten Delikte zu werten, wobei der Akzent auf den sexuellen Anteil der Tathandlung zu legen sei. Mit Bezug auf die objektive Tatschwere falle ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer für seine Taten Kinder in einem Alter ausgesucht habe, im welchem sie gerade dabei seien zu lernen, sich im öffentlichen Raum zu bewegen. Er habe sich zunutze gemacht, dass Kinder in diesem Alter Erwachsenen mit einer mehr oder weniger ausgeprägten Schüchternheit, aber im Wesentlichen arglos, begegnen würden. Dabei habe er sich durch das Verteilen von Süssigkeiten das Vertrauen der Mädchen erschlichen. Aufgrund ihrer Unterlegenheit in körperlicher und kognitiver Hinsicht hätten die Opfer keine Möglichkeit gehabt, die unlauteren Absichten des Beschwerdeführers zu durchschauen und sich wirksam gegen ihn zur Wehr zu setzen. Der Beschwerdeführer habe sich insofern gezielt Opfer ausgesucht, von denen kein nennenswerter Widerstand zu erwarten war und die aufgrund ihrer erst begonnenen Entwicklung und noch nicht ausgereiften Persönlichkeit besonders empfindlich für seelische Verletzungen gewesen seien. Zudem habe der Beschwerdeführer seine Übergriffe geplant, zumal er im Auto Utensilien wie Süssigkeiten oder Plastikhandschuhe bereit gehalten habe. Auch könne nicht ausgeschlossen werden, dass er Fahrten zur Rekognoszierung geeigneter Standorte für seine Vorhaben sowie für die Suche nach Kindern unternommen habe, ohne eines anzusprechen oder mitzunehmen. In Bezug auf die sexuellen Handlungen als solche hält die Vorinstanz fest, dass diese für die betroffenen Mädchen traumatisierend gewesen seien und einen ernsten Einschnitt in ihr junges Leben dargestellt hätten. Im Rahmen des sehr weiten Spektrums der von Art. 187 und Art. 189 StGB erfassten Handlungsweisen seien noch weit abscheulichere, aber auch weniger abscheuliche Übergriffe denkbar gewesen. Schliesslich habe der Beschwerdeführer die Mädchen nicht über einen längeren Zeitraum in seiner Gewalt behalten. Mit Blick auf die Gesamtheit dieser Umstände und der Vorgehensweise sei bei allen drei Vorfällen von einem sehr erheblichen objektiven Tatverschulden auszugehen. Die Vorinstanz hält weiter fest, dass auch das subjektive Tatverschulden schwer wiege. Der Beschwerdeführer habe bei intakter Schuldfähigkeit mit direktem Vorsatz gehandelt. Er habe sich ein Opfer nach dem anderen in der Person kleiner Kinder ausgesucht, anstatt sich endlich mit seiner von der Norm abweichenden Sexualität auseinanderzusetzen und Hilfe zu suchen. Auch sei ihm klar gewesen, dass die Mädchen durch seine Handlungen in ihrer Entwicklung dauerhaft und schwer geschädigt werden könnten. Insgesamt sei - nach Auffassung der Vorinstanz - von einem sehr erheblichen Tatverschulden des Beschwerdeführers auszugehen. Bei einem einzigen Vorfall, der ausschliesslich in einer sexuellen Nötigung bestanden hätte, wäre die Einsatzstrafe bei drei bis vier Jahren Freiheitsstrafe anzusiedeln. Unter Berücksichtigung der in echter Konkurrenz zusätzlich erfüllten Tatbestände erscheine eine Einsatzstrafe von ungefähr fünf Jahren für eine einzelne vollendete Tat als angemessen. In Anwendung des Asperationsprinzips sei die Strafe wegen der gegenüber zwei weiteren Mädchen vollendeten Taten um rund die Hälfte auf siebeneinhalb Jahre zu erhöhen. Bei den gegenüber fünf weiteren Mädchen versuchten Taten sei das Verschulden etwas zu relativieren. Angesichts des höheren Alters dieser Mädchen bzw. des Umstandes, dass sie zu zweit unterwegs waren, seien die Erfolgschancen des Beschwerdeführers von vornherein wesentlich geringer gewesen. Der Beschwerdeführer habe zwar versucht, sie in sein Auto zu locken, aber nicht weiter insistiert. Dafür rechtfertige sich eine weitere Erhöhung der Einsatzstrafe um etwa ein Jahr auf achteinhalb Jahre. Die von der ersten Instanz festgelegte Einsatzstrafe von acht Jahren erscheine zwar wohlwollend, sei aber nicht zu beanstanden. Hinsichtlich der Täterkomponente hält die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer eine belastete Kindheit und Jugend gehabt habe und der Start ins Erwachsenenleben schwierig gewesen sei. Dies sei im Rahmen der Strafzumessung leicht relativierend zu berücksichtigen. Zu berücksichtigen sei auch, dass der Beschwerdeführer am 17. Januar 2005 vom Landgericht Darmstadt (Deutschland) zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 10 Monaten verurteilt worden sei. Der Beschwerdeführer habe damals drei Mädchen im Alter von sieben, acht und neun Jahren in sein Auto gelockt und sei mit ihnen an einen abgelegenen Ort gefahren. Dort sei es zu verschiedenen sexuellen Handlungen gekommen. Im Rahmen des Nachtatverhaltens sei hingegen festzustellen, dass sich der Beschwerdeführer im Strafverfahren durchaus kooperativ gezeigt habe. Die erheblich negativ zu wertende Vorstrafe und das erheblich zugunsten des Beschwerdeführers zu berücksichtigende Nachtatverhalten würden sich in etwa die Waage halten.