Citation: 6B_112/2018 E. 2.3

2.3. Durch die unbestimmte Angabe des Tatzeitraums wurde der Anspruch des Beschwerdeführers auf wirksame Verteidigung nicht verletzt. Der Beschuldigte muss aus der Anklage ersehen können, wessen er angeklagt ist. Entscheidend ist, dass er genau weiss, welcher konkreter Handlung er beschuldigt und wie sein Verhalten rechtlich qualifiziert wird, damit er sich in seiner Verteidigung richtig vorbereiten kann (BGE 143 IV 63 E. 2.2 S. 65). Der Tatvorwurf bezieht sich hier auf eine einzige, in sich geschlossene Handlung. Der Beschwerdeführer ist ohne Weiteres in der Lage, sich gehörig zu verteidigen, auch wenn diese Handlung nicht durch eine präzise Zeitangabe spezifiziert worden ist. Wenn die Staatsanwaltschaft, die den Beschwerdeführer des mittäterschaftlichen Betrugs beschuldigt, sodann (auch) den Terminus "Teilnehmer" benutzt, so wird dadurch der angeklagte Sachverhalt (Täuschung durch telefonische Bestätigung von unwahren Angaben eines bestimmten Dritten) nicht erweitert. Im gegebenen Kontext ist die Formulierung nicht geeignet, Unsicherheit über Inhalt und Umfang des Tatvorwurfs hervorzurufen. Die Qualifikation der Täterschafts- resp. Teilnahmeform tangiert - als Rechtsfrage - das Anklageprinzip nicht (vgl. unten E. 7.2 a.E.). Die pauschale Rüge, die Anklage umschreibe eine Reihe von Tatbestandselementen nicht oder nur ungenügend, ist nicht substantiiert: Mit Blick auf Art. 42 Abs. 2 BGG muss in der Beschwerde im Einzelnen aufgezeigt werden, inwiefern das angefochtene Urteil Bundesrecht verletzt. Die beschwerdeführende Partei soll nicht bloss auf ihre Rechtsstandpunkte im kantonalen Verfahren verweisen, sondern mit ihrer Kritik konkret bei den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz ansetzen (vgl. BGE 140 III 115 E. 2 S. 116). Wohl verweisen diese Erwägungen ihrerseits bloss auf die spätere rechtliche Würdigung. Den konkreten Umständen nach ist dieses Vorgehen indes nicht zu beanstanden: Da der Anklagesachverhalt bei der rechtlichen Würdigung der einzelnen Tatbestandselemente aufgearbeitet wird, zeigt sich dort zwangsläufig, ob er auch vollständig ist. Der Beschwerdeschrift kann nicht entnommen werden, in welchen Punkten die vorinstanzliche Würdigung des Betrugstatbestandes auf tatsächlichen Elementen beruhen soll, die in der Anklageschrift nicht oder nur unzureichend umschrieben sind. Diesbezüglich erfüllt die Beschwerde die Anforderungen nach Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Insoweit ist auf das Rechtsmittel nicht einzutreten.