Citation: 6B_888/2024 E. 3.3

3.3. Weiter erklärt die Verteidigung, der Beschwerdeführer könne sich entgegen den Erwägungen der Vorinstanz auf Notwehr berufen. Denn E.________ habe ausgeführt, dass A.B.________, der wie E.________ ein professioneller Kampfsportler sei, den Beschwerdeführer angegriffen und zusammengeschlagen habe. Als A.B.________ die Eskalation eingeleitet habe, habe entgegen der Vorinstanz durchaus eine Notwehrsituation bestanden. Daher verneine die Vorinstanz die Berufung auf Notwehr zu Unrecht. Die Rüge ist unbegründet, da die Verteidigung die willkürfreien Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz nicht beachtet. Diese erwägt, eine Notwehrhandlung falle schon deshalb ausser Betracht, weil der Beschwerdeführer mit seinem initialen Faustschlag gegen B.C.________ der eigentliche Auslöser der gewalttätigen Auseinandersetzung gewesen sei. Dies übergeht die Verteidigung, wenn sie behauptet, der Beschwerdeführer habe nur "eine kleinere Auseinandersetzung" mit B.C.________ gehabt. Die Vorinstanz erwägt schlüssig, der Beschwerdeführer sei A.B.________ gefolgt und habe mehrfach auf ihn eingestochen, ohne dass Anhaltspunkte für einen erneuten Angriff von A.B.________ bestanden hätten. Auch vor diesem Hintergrund sei keine Notwehrsituation ersichtlich. Was den Messerstich in den linken Oberbauch von A.C.________ betrifft, erwägt die Vorinstanz, von A.C.________ sei zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr ausgegangen, was eine Notwehrsituation ebenfalls ausschliesse. Diesen überzeugenden Erwägungen setzt die Verteidigung nichts Substanzielles entgegen.