Citation: 6B_1424/2021 E. 6.4

6.4. Zunächst ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde zwar erwähnt, dass die Vorinstanz seinen Antrag, seine Mutter einzuvernehmen, abgelehnt hat, und darlegt, was seine Mutter hätte ausführen können, jedoch in diesem Zusammenhang keine ausdrückliche Rüge erhebt und insbesondere weder aufzeigt noch geltend macht, dass die Vorinstanz seinen Beweisantrag in willkürlicher antizipierter Beweiswürdigung abgewiesen hat. Auf die entsprechenden Ausführungen ist daher nicht weiter einzugehen (vgl. Beschwerde S. 24 f.). Im Übrigen übt der Beschwerdeführer grösstenteils unzulässige appellatorische Kritik an den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen, indem er darlegt, wie sich der Vorfall zugetragen hat bzw. wie die Beweise aus seiner Sicht zu würdigen sind, ohne sich mit der vorinstanzlichen Würdigung auseinander zu setzen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn er ausführt, der Geschädigte habe ein Motiv gehabt, ihn (den Beschwerdeführer) falsch zu belasten, da er (der Geschädigte) ihn faktisch habe ausschalten wollen, damit er (der Geschädigte) ungehindert Güter der Grossmutter des Beschwerdeführers habe benützen und entwenden können (Beschwerde S. 24), geltend macht, der Geschädigte habe keinen Streit zwischen ihm und seiner Mutter gehört (Beschwerde S. 26 f.), oder kritisiert, bei den Arztberichten handle es sich um Gefälligkeitsschreiben (Beschwerde S. 30). Soweit die beschwerdeführerischen Vorbringen über eine rein appellatorische Kritik hinausgehen, sind sie nicht geeignet, Willkür in der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung aufzuzeigen, zumal der Beschwerdeführer keine Willkürrüge erhebt. Es ist, soweit ersichtlich, unbestritten, dass der Geschädigte in die Scheune geschaut hat, in der sich der Beschwerdeführer mit seiner Mutter befunden hat (vgl. Urteil S. 21). Selbst wenn - wie dies der Beschwerdeführer geltend macht - die Aussagen des Geschädigten hinsichtlich der Frage, ob er dabei etwas gesehen habe, widersprüchlich wären (vgl. Beschwerde S. 26), würde dies nicht dazu führen, dass die vorinstanzliche Würdigung im Ergebnis schlechterdings unhaltbar ist. Als unbegründet erweist sich die Kritik des Beschwerdeführers an der vorinstanzlichen Einschätzung, wonach die Aussagen des Geschädigten zum Kerngeschehen mehrere Realkennzeichen, namentlich einen hohen Detaillierungsgrad aufweisen würden. Eine Erklärung dafür, inwiefern die Aussagen des Geschädigten widersprüchlich und nicht nachvollziehbar sein sollen, bleibt der Beschwerdeführer schuldig. Es mag zwar zutreffen, dass die Schilderungen des Geschehens relativ kurz ausfielen, dies ist allerdings mit dem eher kurzen Vorfall zu erklären. Da in der Anklageschrift das Ende der tätlichen Auseinandersetzung nicht umschrieben wird, ist nicht ersichtlich, worauf der Beschwerdeführer mit seinem Einwand, es sei nicht erklärbar, wieso er den Geschädigten in Abweichung zum in der Anklageschrift vorgeworfenen Sachverhalt losgelassen haben soll, hinaus will (Beschwerde S. 28). Jedenfalls hat der Geschädigte wiederholt angegeben, dass der Beschwerdeführer ihn losgelassen habe, als er ihm gesagt habe, er werde die Polizei rufen (kantonale Akten, act. 5.01.002 und act. 05.00.0007). Der Beschwerdeführer vermag auch keine Willkür in der vorinstanzlichen Feststellung aufzuzeigen, wonach die Verletzungen des Geschädigten durch die Handlungen des Beschwerdeführers entstanden sind. Dass der Geschädigte gegenüber der am Tattag ausgerückten Polizei und Ambulanz angab, er sei nicht verletzt, welche Angabe er in der vom Beschwerdeführer zitierten Einvernahme vom 2. Oktober 2015 bestätigte (kantonale Akten, act. 05.01.0002), und erst drei Tage später einen Arzt aufsuchte, bedeutet entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers nicht, dass die Verletzungen nicht durch die ihm vorgeworfenen Handlungen entstanden sind. Es ist naheliegend, dass der Geschädigte zunächst davon ausgegangen ist, nicht verletzt zu sein, und sich seine Verletzungen erst später bemerkbar machten. Schliesslich zeigt der Beschwerdeführer nicht schlüssig auf, weshalb die Arztberichte, in denen die Verletzungen des Geschädigten beschrieben werden, offensichtlich unzuverlässig sein oder Gefälligkeitsschreiben darstellen sollen. Dass die vom Geschädigten selbst beschriebenen roten Flecken im Gesicht in den Arztberichten nicht erwähnt werden, führt jedenfalls nicht dazu, dass darauf bei der Beweiswürdigung nicht abgestellt werden kann. Als rein appellatorisch erweist sich sodann das Vorbringen, dass sich die diagnostizierten Verletzungen nicht mit dem in der Anklageschrift beschriebenen Ablauf der Auseinandersetzung in Einklang bringen liessen, da mehrere Faustschläge keine einzelne Schürfung an der Stirn zur Folge hätten; selbst wenn dies zutreffen würde, kann die Schürfung an der Stirn auch auf andere Weise während der tätlichen Auseinandersetzung entstanden sein. Insgesamt vermag der Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz bei der Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung in Willkür verfällt oder den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt. Da der Beschwerdeführer die rechtliche Würdigung der Vorinstanz nicht kritisiert, ist darauf nicht einzugehen. Die Beschwerde erweist sich bezüglich des Schuldspruchs wegen einfacher Körperverletzung betreffend Dossier 1 als unbegründet.