Citation: I 569/06 20.11.2006 E. 3

3.1 Mit Verwaltung und Vorinstanz ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer wegen der Folgen des Vorfalls vom 9. Februar 1997 und der anschliessenden Komplikationen an einem femoropatellären Schmerzsyndrom litt, dessen Intensität ihn auch im Februar 1998 noch ausser Stande setzte, eine seiner früheren Tätigkeiten (Kellner, Autokurier) wieder aufzunehmen oder einer anderen Arbeit nachzugehen. Der Versicherte hat dementsprechend ab 1. Februar 1998 Anspruch auf eine ganze Rente der Eidgenössischen Invalidenversicherung. 3.2 Das kantonale Gericht gelangte in Würdigung der medizinischen Unterlagen zum Ergebnis, der Beschwerdeführer habe ab Juli 1998 zumutbarerweise eine geeignete Tätigkeit wieder mit vollem Pensum und voller Leistung ausüben können. Es stützte sich bei dieser Beurteilung insbesondere auf den Bericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. O.________ vom 8. Juli 1998. Dieser enthält, basierend auf den eigenen (früheren und aktuellen) Untersuchungen des Kreisarztes, welche nunmehr keinen Reizzustand mehr ergaben, und dem Studium der Vorakten die Aussage, der Beschwerdeführer könne eine leidensangepasste (d.h. mehrheitlich sitzend zu verrichtende sowie weitere Kriterien erfüllende) Tätigkeit ganztägig ausüben. Diese Einschätzung lässt sich mit den Aussagen im Austrittsbericht der Rehaklinik E.________ vom 17. April 1998 (über einen vom 18. Februar bis 25. März 1998 dauernden Aufenthalt), in den Berichten der Universitätsklinik B.________ vom 7. April und 12. Juni 1998 sowie in der "Zweitmeinung" des Dr. med. H.________, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 18. November 1998 (erstattet auf Grund einer am 4. September 1998 durchgeführten Untersuchung) vereinbaren. Sie wurde durch Dr. med. O.________ am 5. Januar und 14. Mai 1999 ausdrücklich bestätigt. Hinweise auf unfallfremde gesundheitliche Beeinträchtigungen, welche geeignet gewesen wären, die Arbeitsfähigkeit erheblich zu beeinflussen, bestehen nicht. Unter diesen Umständen ist der Zumutbarkeitsbeurteilung, welche das kantonale Gericht vorgenommen hat, beizupflichten. Der auf dieser Basis durchzuführende Einkommensvergleich ergibt keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad. Dementsprechend ist die Rente in analoger Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV zu befristen. 3.3 Nach der Gerichtspraxis zu Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. aus der jüngeren Rechtsprechung Urteile F. vom 15. März 2006, I 583/05, Erw. 2.3.2, R. vom 11. Januar 2005, I 444/04, Erw. 5.3.2, und P. vom 14. Dezember 2004, I 486/04, Erw. 3.1) ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben. Eine Aufhebung mit Wirkung auf das Ende des laufenden Monats ist nur dann - ausnahmsweise - zulässig, wenn die Änderung als dauerhaft und damit stabilisiert erscheint, was sich grundsätzlich nach demselben Massstab beurteilt, welcher auch bei der Prüfung des Vorliegens einer bleibenden Erwerbsunfähigkeit nach Art. 29 Abs. 1 lit. a IVG und Art. 29 IVV gilt (vgl. zitiertes Urteil F. vom 15. März 2006, I 583/05, Erw. 2.3.2). Ein ausgesprochen labil gewesenen Leiden hat nur dann als stabilisiert zu gelten, wenn sich sein Charakter derart geändert hat, dass vorausgesehen werden kann, in absehbarer Zeit werde keine praktisch erhebliche Wandlung mehr erfolgen (BGE 119 V 102 Erw. 4a). Diese Situation war im Juli 1998 nicht eingetreten, weshalb die Rente entgegen der Auffassung von Vorinstanz und Verwaltung nicht bereits auf Ende Juli 1998, sondern gestützt auf Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV erst auf Ende Oktober 1998 zu befristen ist.