Citation: 5P.496/2006 22.01.2007 E. 5

Willkür erblicken die Beschwerdeführer schliesslich darin, dass das Kantonsgericht ihre Beschwerde bezüglich der Entschädigungspflicht gutgeheissen, hinsichtlich der Kostenpflicht aber abgewiesen habe. Ihr Einwand trifft insofern zu, als gemäss Art. 122 ZPO/GR die unterliegende Partei in der Regel zur Übernahme sämtlicher Kosten des Verfahrens (Abs. 1) sowie zusätzlich verpflichtet wird, der obsiegenden Partei alle ihre durch den Rechtsstreit verursachten, notwendigen Kosten zu ersetzen (Abs. 2). Dieser Gleichlauf von Kosten- und Entschädigungspflicht ist indessen nur die Regel, von der aus sachlichen Gründen abgewichen werden kann. Das Kantonsgericht hat dazu ausgeführt, dass die Beschwerdeführer zufolge ihrer Säumnis im Massnahmenverfahren dem Beschwerdegegner keine Kosten im Sinne von Art. 122 Abs. 2 ZPO/GR verursacht hätten. Es kann dahingestellt werden, wie es sich mit der Begründung verhält. Denn ihre Verfassungswidrigkeit liesse nach dem soeben in E. 3 und 4 Gesagten nicht die Kostenauflage als willkürlich erscheinen, sondern die Aufhebung der Entschädigungspflicht, die indessen nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet (E. 1 hiervor).