Citation: 1C_114/2019 E. 3

Das Oberforstamt hielt in seiner Waldfeststellungsverfügung fest, dass die Bestockung auf den Parzellen Nrn. 526, 527 und 1461 sowohl die quantitativen als auch die qualitativen Anforderungen von Wald eindeutig erfülle. Dies wurde vom Obergericht bestätigt: Die bestockte Fläche weise typische Waldelemente auf (einheimische Baum- und Straucharten wie Linden, Kirschen, Fichten, Ahorn, Eschen, Weissdorn, Hasel usw., eine intakte einheimische Strauch- und Krautschicht sowie waldtypische Bodenvegetation). Aufgrund der Luftbilder, des technischen Berichts Scherrer und der Erkenntnisse des Augenscheins sei die Mehrheit der Waldbäume über 15 Jahre alt. Die strittige Bestockung weise samt Waldsaum eine Breite von überwiegend mehr als 12 m auf und eine Fläche von knapp über 500 m2. Die Bestockung sei grundsätzlich geeignet, Holz zu erzeugen und erfülle somit Nutzfunktion. Überdies komme ihr eine gewisse Schutzwirkung gegen Hangrutschungen, landschaftsprägender Charakter und eine ökologische Vernetzungsfunktion zu. Die Beschwerdeführerin macht in erster Linie geltend, die Mindestfläche gemäss Art. 2 Abs. 2 kWaG werde nicht erreicht; bei willkürfreier Betrachtung betrage die Gesamtfläche (Gehölz samt Waldsaum) maximal 479 m2 und nicht 526 m2. Der Bestockung komme auch keine besondere Wohlfahrts- oder Schutzfunktion zu. Dies ist im Folgenden zu prüfen (E. 5-6). Vorab ist kurz auf eine formelle Rüge der Beschwerdeführerin einzugehen (E. 4).