Citation: 1P.216/2006 03.07.2006 E. A

Das Untersuchungsrichteramt Solothurn beschuldigte X.________ (geboren 1974), Y.________ (1977) und Z.________ (1973) wegen mehrfacher qualifizierter Sachbeschädigung (grosser Schaden) durch das Sprayen von Graffitis und Tags. Die Angeschuldigten sollen verschiedene fremde Sachen - vorzugsweise Bauten oder Eisenbahn-Zugskompositionen - grossflächig mit Sprayfarben besprüht haben. Im Verfahren gegen die drei genannten und fünf weitere Beschuldigte überwies das Untersuchungsrichteramt Solothurn insgesamt 70 Vorfälle aus der Zeit vom 24. Mai 1992 bis 18. April 1998 zur gerichtlichen Beurteilung (Schlussverfügungen vom 27. Februar 2003 mit Deliktsverzeichnis). Mit Urteil des Amtsgerichts Solothurn-Lebern vom 1. September 2003 wurde X.________ wegen 20 Vorhalten mit fünf Monaten Gefängnis, Y.________ wegen 17 Vorhalten mit vier Monaten und Z.________ wegen neun Vorhalten mit 6 Wochen Gefängnis bestraft, je unter bedingtem Aufschub der Freiheitsstrafe bei einer Probezeit von zwei Jahren. Auf die Zivilforderungen der Geschädigten trat das Amtsgericht teils nicht ein, teils verwies es sie auf den Zivilweg, teils verpflichtete es die Verurteilten zur Bezahlung von Schadenersatz.