Citation: 9C_585/2024 E. 3.3.4

3.3.4. Die Rechtsnachfolgerin beruft sich im Sinne einer letzten Verteidigungslinie auf das Urteil 2C_263/2018 vom 11. Februar 2019 E. 6.1. Daraus leitet sie ab, dass der Kanton Zürich gehalten gewesen wäre, innerhalb von "drei Arbeits- bzw. vier Wochentagen" die in Aussicht gestellte Veranlagung zur Kenntnis zu bringen. Auch dies ist nicht schlüssig. Im Urteil 2C_263/2018 war es darum gegangen, dass der eine Kanton - kurz vor Jahresende - vom anderen Kanton gesicherte Kenntnis erlangt hatte, die umgehendes Handeln erforderte. Daran fehlte es hier, ist doch von einer Art "Zufallsfund" zu sprechen, indem der Kanton Zürich erst bei Kontrolle der kantonalen Schwestergesellschaft auf die Problematik aufmerksam wurde, die sich - möglicherweise - im Bereich der ausserkantonalen Steuerpflichtigen stellte. Dass dies nähere, gegebenenfalls zeitintensive Abklärungen auslösen würde, liegt auf der Hand, zumal das Jahresende vor der Tür stand. Anders als im zitierten Urteil lagen - bestenfalls - erste Anhaltspunkte vor, weswegen dem Kanton Zürich von Bundesgesetzes wegen nicht vorzuwerfen ist, wenn er "erst" im frühen Januar 2016 tätig wurde. Vor dem Jahreswechsel 2015/2016 bestanden keine Anhaltspunkte und hätten dem Kanton Zürich auch keine Anhaltspunkte vorliegen müssen, die ein sofortiges verjährungsunterbrechendes Verhalten nahegelegt hätten.