Citation: 9C_810/2015 E. 4.2

4.2. Mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten hielt das Sozialversicherungsgericht zu Recht fest, dass die Praxisänderung gemäss BGE 141 V 281, die grundsätzlich auf alle im Zeitpunkt der Rechtsänderung noch nicht erledigten Fälle anwendbar ist (ZAK 1990 S. 255), auch für Rentenüberprüfungen gemäss den Schlussbestimmungen zur 6. IV-Revision massgebend ist (Urteil 9C_354/2015 vom 29. Februar 2016 E. 5). Es hat die Beurteilung der Auswirkungen der somatoformen Schmerzstörung auf die Arbeitsfähigkeit alsdann zu Recht anhand der im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 141 V 281 E. 4.1.3 S. 297) vorgenommen. Dabei hat es im Einklang mit der Rechtsprechung auf das vor der Praxisänderung erstattete Gutachten abgestellt, was vom Beschwerdeführer zu Unrecht gerügt wird. Was die in der Beschwerde in den Vordergrund gerückte Migräne betrifft, hat die Vorinstanz dargelegt, dass der Versicherte nie eine eigentliche Migränebehandlung beansprucht hat, was auf einen fehlenden Leidensdruck hindeute. Auch einer stationären Therapie habe er sich nie unterzogen. Entgegen den Einwendungen des Beschwerdeführers hat sich das kantonale Gericht mit dem Gesundheitsschaden durchaus im Lichte der nach der neuen Rechtsprechung massgeblichen Indikatoren befasst. So hat es sich zu dem mit der mangelnden Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen zusammenhängenden ausgebliebenen Behandlungserfolg, zum Schweregrad der Gesundheitsschädigung, zum sozialen Kontext sowie zur Konsistenz geäussert. Dabei hat die Vorinstanz insbesondere das Schmerzgebaren, ausgeprägtes Grimassieren, Symptomverdeutlichung und nicht konstante Schmerzangaben erwähnt. Gestützt auf die entsprechenden Erwägungen ist die Feststellung, dass sich auch unter Berücksichtigung der im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren kein Nachweis für erhebliche funktionelle Auswirkungen der medizinischen Diagnosen findet, jedenfalls nicht in einer angepassten Tätigkeit, durchaus bundesrechtskonform. Dies gilt auch dann, wenn berücksichtigt wird, dass die Vorinstanz nicht sämtliche Indikatoren in die Beurteilung einbezogen hat. Eine eingehendere Prüfung der Gesundheitsschädigung mit Blick auf weitere massgebliche Beweisthemen (BGE 141 V 281 E. 4.1.2 S. 297) drängte sich insbesondere deshalb nicht auf, weil im angefochtenen Entscheid auch Ressourcen genannt werden, die dem Beschwerdeführer den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben mit einer leidensangepassten Arbeit erleichtern dürften, namentlich die zu erwartende Unterstützung im sozialen Bereich.