Citation: 4A_336/2010 30.09.2010 E. 2

2.1 Der Mieter kann die Sache mit Zustimmung des Vermieters ganz oder teilweise untervermieten (Art. 262 Abs. 1 OR). Ist das Hauptmietverhältnis aufgelöst worden, kann der Untermieter grundsätzlich keinen Kündigungsschutz verlangen (vgl. Art. 273b Abs. 1 OR). Gemäss Art. 273b Abs. 2 OR wird dem Untermieter indessen ohne Rücksicht auf das Hauptmietverhältnis Kündigungsschutz gewährt, wenn die Untermiete hauptsächlich die Umgehung der Vorschriften über den Kündigungsschutz bezweckt. Dabei tritt der Vermieter von Gesetzes wegen anstelle des Mieters in den Vertrag mit dem Untermieter ein, wenn das Hauptmietverhältnis gekündigt wird (Urteil 4C.300/2000 vom 29. März 2001 E. 3c mit Hinweis). 2.2 Gestützt auf verschiedene Indizien gelangte die Vorinstanz zum Ergebnis, weder dem Vermieter noch der Untervermieterin lasse sich eine Umgehungsabsicht nachweisen. So werde die Untervermieterin wirtschaftlich nicht vom Hauptvermieter beherrscht. Zudem habe die Untervermieterin bis zur ausserordentlichen Kündigung alles unternommen, um den Mietvertrag aufrecht zu erhalten. Namentlich habe sie nach der Androhung der Kündigung durch den Hauptvermieter die jeweils ausstehenden Mietzinse bezahlt. Aufgrund der ins Recht gelegten Schreiben der Nachbarn sei ferner erstellt, dass sich diese über das Verhalten des Beschwerdeführers beschwert hätten, weshalb auch im Verzicht der Untervermieterin auf eine Anfechtung der Kündigung keine Umgehungsmachenschaft zu erblicken sei, und zwar ungeachtet der Frage, ob dem Beschwerdeführer tatsächlich Sorgfaltspflichtverletzungen durch Lärmbelästigung der Nachbarn anzulasten seien. Sollten die Vorwürfe unbegründet gewesen sein, könnte der Beschwerdeführer deswegen allenfalls Schadenersatzansprüche gegenüber der Untervermieterin ableiten, die aber im vorliegenden Verfahren nicht zu prüfen seien, keinesfalls aber Rechte gegenüber dem Vermieter. Da somit kein Umgehungsgeschäft vorliege, sei der Beschwerdeführer nicht in den Hauptmietvertrag eingetreten. Dieser sei am 31. Juli 2009 erloschen. Seither benutze der Beschwerdeführer die Mietsache ohne Recht, weshalb das Ausweisungsbegehren des Beschwerdegegners begründet sei. 2.3 Der Beschwerdeführer hält unter Verweis auf seine kantonalen Eingaben auch vor Bundesgericht an seinem Standpunkt fest, wonach der Beschwerdegegner und die Untervermieterin gemeinsame Sache gemacht hätten, um sich seiner Person als Untermieter zu entledigen. Dabei weicht er vom von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt ab, ohne jedoch rechtsgenüglich begründete Sachverhaltsrügen zu erheben und in der Beschwerde klar und substanziiert aufzuzeigen, inwiefern die Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unrichtig sein oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen sollen (vgl. E. 1 hiervor). Soweit er geltend macht, es hätte abgeklärt werden müssen, ob die von den Nachbarn beanstandeten Lärmbelästigungen tatsächlich von ihm bzw. den Gästen des von ihm betriebenen Gartenrestaurants ausgegangen sind, zeigt er nicht auf und ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz diese Frage zu Unrecht als rechtlich irrelevant eingestuft hat.