Citation: 1C_514/2020 E. 6.1

6.1. Weiter ging die Vorinstanz davon aus, dem streitbetroffenen Haus komme aufgrund seiner Einzigartigkeit und seiner überkommunalen Bedeutung ein sehr hoher Zeugenwert zu, weshalb das öffentliche Interesse an seiner Unterschutzstellung sehr gross sei. Da das Haus aufgrund seines Eigenwertes unter Schutz gestellt werde, sei die Erhaltung der wesentlichen schützenswerten Elemente des Objektes in ihrer Substanz erforderlich. Der von der Baudirektion festgelegte Schutzumfang bezüglich des Äusseren und Inneren des Gebäudes und der Umgebung erscheine angesichts des hohen Schutzgrads grundsätzlich als angemessen. Die Schrankwand sei ein wesentliches Element der inneren Struktur, da sie durchgehend zwischen den beiden Hausteilen verlaufe und konstruktiv als Auflage des Daches wirke. Ihr Einbezug in den Schutzumfang sei deshalb nicht zu bemängeln. Im Gutachten der KDK werde festgehalten, dass man den Hauseingang über eine mehrläufige, in Stahl konstruierte Aussentreppe vor der Südostecke erreiche. Der letzte Treppenlauf bestehe aus frei vorkragenden metallenen Stufen. Hierzu habe die Baudirektion (in ihrer Vernehmlassung vom 12. September 2019) ausgeführt, es handle sich um die Realisierung verschiedener Treppentypen; Gebäude, Stützmauer und Erschliessung gehörten gestalterisch und funktional zusammen. Die Vorinstanz führte dazu aus, zwar hätte insbesondere die in Stahl konstruierte Aussentreppe vor der Südostecke nicht zwingend in den Schutzumfang einbezogen werden müssen, jedoch seien keine triftigen Gründe ersichtlich, um bezüglich einer einzelnen Treppe von der auf das Gutachten der KDK abgestützten Einschätzung der Baudirektion abzuweichen; die Treppe hänge gestalterisch und funktional mit Gebäude und Stützmauer zusammen. Das Cheminée, die gläsernen Zwischenwände des Atriumraums, die dreiecksförmigen Leuchten an der Schrankwand sowie die Ausbildung und Anordnung der Fenster und Oberlichter seien gemäss dem Gutachten der KDK Teile des sehr präzisen und akkurat projektierten Innenausbaus, wobei insbesondere der Ausbildung der Fenster und Oberlichter, die einen gezielten Lichteinfall und gerichtete Ausblicke erlaubten, eine grosse Bedeutung zukomme. Auch wenn insoweit - wie bei den Treppen - über den Einbezug einzelner Elemente in den Schutzumfang durchaus diskutiert werden könnte, erscheine die Einschätzung der Baudirektion bzw. des Baurekursgerichts nicht als rechtsverletzend, weil die einzelnen Elemente auch hier in nachvollziehbarer Weise als Teil eines zu schützenden Gesamtbildes beschrieben würden. Die Baudirektion habe auch insoweit ihren Beurteilungsspielraum nicht überschritten.