Citation: 6B_537/2014 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hält in tatsächlicher Hinsicht fest, das Überholmanöver habe sich im dreispurigen Bereich der Autobahn ereignet. Die linke (Überhol-) Spur münde später in die mittlere Spur, was entsprechend angezeigt sei. Sowohl für den mittleren als auch für den rechten Fahrstreifen sei St. Gallen als Fahrziel signalisiert. Vom rechten Fahrstreifen aus könne man schliesslich nach rechts in Richtung Schaffhausen abzweigen. Eine Einspurstrecke für Schaffhausen liege indessen nicht vor, da beide rechten Fahrbahnen mit St. Gallen und nicht mit Schaffhausen signalisiert seien. Bei den über dem Pannenstreifen angebrachten Tafeln "Schaffhausen 500m" und "Schaffhausen 200m" mit Richtungspfeil nach rechts handle es sich mangels eines entsprechenden (gemeint: nach unten auf die Mitte einer Fahrbahn gerichteten) Pfeils nicht um Einspurtafeln (vgl. Art. 53 Abs. 1 der Signalisationsverordnung vom 5. September 1979 [SSV; SR 741.21]). Auch deshalb liege keine Einspurstrecke für Schaffhausen vor. Vielmehr handle es sich bei der Tafel "Schaffhausen 200m" mit Richtungspfeil nach rechts um einen Vorwegweiser gemäss Art. 87 SSV. Ungeachtet der Signalisation kenne der Beschwerdeführer die Strecke gut und benütze sie oft. Ihm sei bewusst gewesen, dass der rechte ebenso wie der mittlere Fahrstreifen geradeaus in Richtung St. Gallen führe. Sein Vorbringen, er habe sich in einem Sachverhaltsirrtum befunden, sei eine Schutzbehauptung.