Citation: 6B_560/2024 E. 2.1.6

2.1.6. Der Beschwerdeführer versuchte schon vor Vorinstanz, aus den Aussagen der Polizisten etwas zu seinen Gunsten abzuleiten. Dazu erwägt die Vorinstanz, der Polizist B.________ habe vor Erstinstanz erklärt, es könne durchaus sein, dass der Abstand zeitweise mehr als 0.43 Sekunden betragen habe. Das Messgerät sei ja auf "variablen Abstand (VA) " eingestellt gewesen. Zudem habe er zu Protokoll gegeben, mit der gefahrenen Geschwindigkeit und den Leitlinien, welche eine Schätzung des Abstands erlauben würden, sei er immer davon ausgegangen, dass es sich um einen "90 2er", also um eine grobe Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 90 Abs. 2 SVG gehandelt habe. Er gehe nicht davon aus, dass es zu einem gewissen Zeitpunkt auch ein "90 1er" gewesen sei, also eine einfache Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 90 Abs. 1 SVG. Gemäss Vorinstanz erstellte der Polizist B.________ die Aufnahme, während die Auswertung durch den Polizisten C.________ erfolgte. Der Polizist B.________ habe selbst angegeben, er sei nur der Anwender des Geräts und nicht der Spezialist. Zudem wende der Beschwerdeführer selbst ein, dass die Angaben des Polizisten B.________ zum Nachfahrabstand und zu dessen rechtlicher Einordnung eher Mutmassungen seien und keine fundierten, technisch abgestützten Aussagen. Dies habe auch für die Übrigen vom Beschwerdeführer zitierten Aussagen des Polizisten B.________ zu gelten. Effektive Hinweise auf eine fehlerhafte Auswertung der SAT-Speed-Aufnahme liessen sich den Aussagen jedenfalls nicht entnehmen.