Citation: 8C_177/2017 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe das Recht gestützt auf Art. 20 lit. b IAO-Übereinkommen und Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG falsch angewendet und/oder einen Rechtsfehler bei der Ermessensausübung begangen. Ausgehend von der Tatsache, dass sie ihr Verhalten, d.h. die Nennung eines falschen Namens, aus Angst vor einer Kündigung an den Tag gelegt habe, werde im angefochtenen Entscheid der unhaltbare rechtliche Schluss gezogen, dieses Verhalten sei " (eventual) vorsätzlich für die Kündigung" gewesen. Dieser Schluss sei in sich widersprüchlich und nicht stringent, da einerseits in tatsächlicher Hinsicht ein die Kündigung vermeidendes Verhalten (Nennung des falschen Namens) bejaht und gleichzeitig dennoch der (Eventual) vorsatz bzw. das Selbstverschulden bejaht würden. Es sei nicht nachvollziehbar, wie jemand eine Kündigung aktiv vermeiden und gleichzeitig herbeiführen oder in Kauf nehmen könne und wolle. Die Versicherte habe die Kündigung verhindern wollen. Weder habe sie gewusst noch hätte sie wissen müssen, dass sie damit die Kündigung auslöste, geschweige denn habe sie diese in Kauf genommen. Es liege daher kein vorwerfbares Verhalten vor. Sie habe die Kündigung nicht selbst verschuldet, weshalb von Einstelltagen abzusehen sei. Selbst wenn es hier - entgegen ihrer Meinung - um Tatfragen gehen würde, wäre keine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit anzunehmen, weil der Schluss der Vorinstanz auf eine Inkaufnahme der Kündigung unter den gegebenen Umständen in sich widersprüchlich, offensichtlich unrichtig und unhaltbar sei. Für den Fall, dass das Bundesgericht befinde, die Beschwerdeführerin habe ihre Entlassung in Kauf genommen, wäre ihr Verhalten entschuldbar, da sie im Zeitpunkt des Telefonates aufgrund der vorgängigen, unzutreffenden Vorwürfe seitens der Arbeitgeberin unter grossem Druck gestanden sei.