Citation: 1P.766/1999 10.04.2000 E. 1.-

a) Angefochten ist ein gestützt auf die Art. 83 ff. BauG und den Zonenplan Baugebiet 1:2000 (teilweise inkl. Generellem Gestaltungsplan) vom 28. April 1995 erlassener Quartierplan. Nach Art. 88 OG sind die Eigentümer benach- barter Liegenschaften befugt, sich mit staatsrechtlicher Beschwerde gegen solche Planfestsetzungen zur Wehr zu set- zen, soweit sie geltend machen, diese verletzten sie in ihren verfassungsmässigen Rechten, weil dadurch Normen, die auch ihrem Schutz dienten, nicht mehr oder in geänderter Form gelten würden oder weil sie die Nutzung ihrer Liegen- schaft beschränkten. In beiden Fällen reicht die Anfech- tungsbefugnis nur so weit, als die Auswirkungen des um- strittenen Plans auf das eigene Grundstück in Frage stehen (BGE 125 II 440 E. 1c; 120 Ia 227 E. 2d; 119 Ia 362 E. 1b; 116 Ia 193 E. 1b). b) Als Nachbarn sind die Beschwerdeführer somit befugt, sich gegen die das unmittelbar an ihr Grundstück angrenzende Baufenster C betreffenden Vorschriften über die Gebäude- und Firsthöhen sowie die zulässige Ausnützung zur Wehr zu setzen, da diese nach der Rechtsprechung auch nach- barschützenden Charakter haben. Die Baufenster B und D hin- gegen haben keinen unmittelbaren Anstoss an die Parzelle der Beschwerdeführer, sie liegen vielmehr an der Südwest- bzw. Ost-Ecke der grossen Parzelle Nr. 226 in einer Entfernung von rund 100 m bzw. 75 m. Es ist nicht ersichtlich und wird auch nicht dargetan, inwiefern die Realisierung der nach dem umstrittenen Quartierplan zulässigen Überbauung der Bau- fenster B und D besondere nachteilige Auswirkungen auf die Parzelle der Beschwerdeführer hat; sie sind daher nicht befugt, ihn in Bezug auf diese Baufenster anzufechten. c) Nicht befugt sind die Beschwerdeführer zur Gel- tendmachung öffentlicher Interessen. Auf ihre Rüge der man- gelnden ästhetischen Einordnung der nach dem Quartierplan zulässigen Bauten und Anlagen in das bestehende Quartierbild ist daher nicht einzutreten, da diese Vorschriften öffentli- chen Interessen dienen (BGE 118 Ia 232 E. 1a und 1b mit Hin- weisen). Ebenfalls ausschliesslich öffentliche Interessen ohne nachbarschützende Nebenzwecke verfolgt die Genehmi- gungspflicht von Art. 26 RPG. Zur Rüge, die im angefochtenen Quartiergestaltungsplan enthaltenen Festlegungen hätten in einem Generellen Gestaltungsplan getroffen werden müssen, weil sie sonst der von Art. 26 RPG vorgeschriebenen Geneh- migungspflicht durch eine kantonale Behörde entzogen seien, sind die Beschwerdeführer daher nicht befugt. Darauf könnte auch dann nicht eingetreten werden, wenn diese Rüge recht- zeitig, was hier nicht der Fall ist (vgl. unten E. 2), und in einer den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise als Verletzung der derogatorischen Kraft des Bundesrechts im Sinne von Art. 2 ÜbBest. aBV (Art. 49 Abs. 1 BV) vorgebracht würde. d) Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass, sodass auf die Beschwerde, unter Vorbehalt der nachfolgenden E. 2 und gehörig begründeter Rügen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 125 I 71 E. 1c; 122 I 70 E. 1c; 121 I 334 E. 1c), einzutreten ist. Soweit im Fol- genden auf einzelne Ausführungen der Beschwerdeschrift nicht eingegangen wird, genügen sie diesen Anforderungen nicht.