Citation: 1C_435/2022 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin bringt nicht vor, die Behörden seien unzuständig gewesen. Sie führt hingegen aus, der Zonenplan aus dem Jahr 1991 leide an "ursprünglicher Ungültigkeit" in Bezug auf das Gebiet des Sondernutzungsplans "Dietrichshalde", weil der aktuell geltende Zonenplan Art. 1 Abs. 2 lit. a RPG (Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Landschaft) verletze. Der Biotop- und Landschaftsschutz knüpfe seit Inkrafttreten des RPG am 1. Januar 1980 an die raumplanerischen Instrumente an. Dabei handle es sich um eine planerische und flächendeckende Bestimmung von Schutzobjekten. Die Zuweisung des streitbetroffenen Gebiets zur Bauzone im Jahr 1991 verstosse zudem auch gegen aArt. 15 RPG in dem Sinn, als zwischen aArt. 15 lit. a und aArt. 15 lit. b RPG eine Prioritätenordnung bestehe. Der Bauzone werde zuerst das weitgehend überbaute Gebiet zugewiesen, bevor zur Deckung des Bedarfs der nächsten 15 Jahre unüberbautes Gebiet einbezogen werden dürfe. Es gebe keine Anhaltspunkte, dass bei der Erarbeitung des Zonenplans im Jahr 1991 ein Bedarf für solches Bauland bis 2016 (sic!) nachgewiesen worden sei. Auch hätten genügend geeignetere Baulandreserven in der Gemeinde und grosse Verdichtungspotentiale gegen innen bestanden. Schliesslich macht sie noch die Verletzung des Moratoriums gemäss Art. 38a Abs. 2 RPG geltend.