Citation: 4A_376/2024 E. 1.3.4

1.3.4. Auf diese Begründung geht die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich ein: 1.3.4.1. Sie zitiert Bundesgerichtsentscheide betreffend die Höhe von Kostenvorschüssen. Sie müsste aber darlegen, inwiefern der konkret verlangte Kostenvorschuss im Ergebnis Recht verletzt - soweit es dabei um die Anwendung kantonalen Rechts geht, wäre diese als im Ergebnis willkürlich auszuweisen (vgl. E. 1.3.1.2 hiervor). 1.3.4.2. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung der Begründungspflicht, da für die Berechnung des Kostenvorschusses in der angefochtenen Verfügung lediglich auf einen Artikel der zugerischen Kostenverordnung verwiesen werde, was nicht mit einer Begründung des Kostenvorschusses gleichzusetzen sei. Gemäss § 15 Abs. 1 KoV OG/ZG finden im Rechtsmittelverfahren indessen die für die Erstinstanz geltenden Ansätze und Bemessungsgrundsätze Anwendung. Als Streitwert gilt das vor der Erstinstanz zuletzt aufrecht erhaltene Rechtsbegehren. Auf diese Bestimmung verwies die Vorinstanz und wiederholte, dass die Erstinstanz den Streitwert auf Fr. 2'483'181.20 beziffert habe. Die Beschwerdeführerin zeigt nicht einmal ansatzweise auf, inwiefern diese Informationen für eine sachgerechte Anfechtung nicht ausreichen sollten. Gerade dies wäre aber zu einer hinreichenden Begründung ihrer Rüge einer Verletzung der Begründungspflicht nötig (BGE 142 III 433 E. 4.3.2; 141 III 28 E. 3.2.4). 1.3.4.3. Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass die Vorinstanz die Volatilität des Bitcoin-Kurses nicht berücksichtigt. Sie wiederholt auch vor Bundesgericht, die Volatilität dürfe nicht bedeuten, dass für die Bemessung des Streitwerts einfach der Höchstkurs verwendet werde, sondern mache es geradezu erforderlich, eine klare Aussage über die Festlegung des Kostenvorschusses zu treffen. Diese Ausführungen gehen am angefochtenen Entscheid vorbei: Die Vorinstanz hielt fest, entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin sei nicht auf den Höchstkurs abgestellt worden, sondern auf den Kurs zum Zeitpunkt der Klageeinreichung. Mit ihren Vorbringen zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf, inwiefern dies Recht verletzen sollte. Auch die Lehre hält es in Bezug auf tatsächliche Wertschwankungen ohne Änderung des Rechtsbegehrens aus Gründen der Rechtssicherheit für angezeigt, den massgebenden Zeitpunkt so früh wie möglich zu fixieren und im Laufe des Verfahrens nicht mehr zu verändern. Sie stellt in diesem Zusammenhang jeweils auf den Wert im Zeitpunkt des Eintritts der Rechtshängigkeit ab (HOFMANN/BAECKERT, in: Basler Kommentar zur ZPO, 4. Auflage 2024, N. 30 zu Art. 91 ZPO mit zahlreichen Hinweisen; vgl. auch BGE 140 III 65 E. 3.2). 1.3.4.4. Die Beschwerdeführerin beruft sich auf das Äquivalenzprinzip. Gerichtskosten sind zwar Kausalabgaben, weshalb sie dem Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip genügen müssen (BGE 133 V 402 E. 3.1; 132 I 117 E. 4.2; Urteil 4A_76/2016 vom 30. August 2016 E. 5.1; je mit Hinweisen). Das Äquivalenzprinzip bestimmt, dass eine Gebühr nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven Wert der Leistung stehen darf und sich in vernünftigen Grenzen halten muss (BGE 139 III 334 E. 3.2.4 mit Hinweisen). Gerichtsgebühren dürfen die Inanspruchnahme der Justiz nicht verunmöglichen oder übermässig erschweren. Bei der Festsetzung der Gerichtsgebühr verfügt das Gericht über einen grossen Ermessensspielraum. Es ist insbesondere zulässig, bei der Bemessung der Gerichtsgebühr massgeblich auf den Streitwert abzustellen (vgl. BGE 140 III 65 E. 3; 139 III 334 E. 3.2.4; Urteil 4A_76/2016 vom 30. August 2016 E. 5.1). Inwiefern die Vorinstanz ihr Ermessen überschritten hätte, wenn sie aufgrund der Akten, des erstinstanzlichen Urteils und der von der Beschwerdeführerin eingereichten 30-seitigen Berufungsschrift im Berufungsverfahren mit einem erheblichen Aufwand rechnete und in Anwendung von § 15 Abs. 1 i.V.m. § 3 und § 11 Abs. 1 KoV OG/ZG den Kostenvorschuss auf Fr. 60'000.-- entsprechend der erstinstanzlichen Entscheidgebühr festsetzte, und weshalb Fr. 20'000.-- angemessen sein sollten, zeigt die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich auf.