Citation: 6B_986/2017 E. 2.2.1

2.2.1. Die Vorinstanz stellt in Bezug auf die Vergabe der IT-Dienstleistungen "Business Analyst DaZu 2007 und 2008" (Erst- und zweites Folgemandat D.________) in tatsächlicher Hinsicht fest, die Schweizerische Eidgenossenschaft, vertreten durch das BAFU, habe mit der A.________ GmbH jeweils einen Vertrag über die fachbezogene Unterstützung des Projektes DaZu und des Projektteams in Absprache mit der Projektleitung geschlossen. Als Fachkraft und Ansprechpartner sei D.________, Business Analyst und Angestellter der Firma A.________ GmbH, eingesetzt worden. Grundlage der Auftragsvergabe habe in beiden Fällen ein Einladungsverfahren des BAFU gemäss Art. 35 VöB gebildet, bei welchem der Beschwerdeführer jeweils die A.________ GmbH und zwei weitere Firmen für eine Offerte angefragt habe. Dabei habe dieser darauf hingewirkt, dass die neben der A.________ GmbH eingeladenen Unternehmen blosse Gefälligkeitsofferten gemäss den von ihm vorgegebenen Kriterien bzw. Scheinabsageschreiben eingereicht hätten. Er habe somit im Voraus gewusst, dass die von ihm gestellte und unterzeichnete Offerte der A.________ GmbH die günstigste gewesen sei. Darüber hinaus sei der Beschwerdeführer auch an der Evaluation der Offerten beteiligt gewesen und habe die Empfehlung für die Berücksichtigung der Offerte der A.________ GmbH abgegeben. Aufgrund seines Fachwissens und seiner Kenntnisse der IT-Branche sei er offensichtlich am besten in der Lage gewesen, die fachliche und persönliche Eignung der von der jeweiligen Anbieterin für die Erfüllung der vom BAFU benötigten Aufgabe vorgesehenen Person zu beurteilen. Damit habe er den Vergabeentscheid zwar nicht selbst gefällt, jedoch in massgeblicher Weise beeinflusst (angefochtenes Urteil S. 46 ff., 58 ff.). Hinsichtlich der Vergabe der IT-Dienstleistung "Solution Engineer Indikatoren Datenbank" stellt die Vorinstanz fest, das BAFU habe mit der K.________ AG am 1./2./3. April 2009 einen Vertrag und am 29. Mai bzw. 11./19. Juni 2009 einen Folgevertrag über das Erstellen einer Datenbank mit Datenübernahme, das Erstellen des Betriebs- und Benutzerhandbuchs sowie die Entwicklung des Benutzer Front-Ends geschlossen. Die Auftragsvergabe sei im freihändigen Verfahren erfolgt. Der Beschwerdeführer habe im Zusammenhang mit dieser Beschaffung den Geschäftsführer der K.________ AG, J.________, kontaktiert. Der verantwortliche Mitarbeiter auf Seiten der Beauftragten, R.________, habe auf Verlangen des Beschwerdeführers seine Tätigkeit im BAFU bereits vor Vertragsabschluss aufgenommen. Der Beschwerdeführer habe für das BAFU den Vertrag mit der K.________ AG unterschriftsbereit erstellt und erst nachträglich eine schriftliche Offerte eingeholt, wobei er J.________ um Rückdatierung derselben auf den 21. Februar 2009 gebeten habe. Der Stundenansatz sei gegenüber dem ersten Angebot von CHF 160.-- um CHF 9.14 erhöht worden. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit dieser Erhöhung einverstanden gewesen sei, zumal er von J.________ ausdrücklich angefragt worden sei, ob gegenüber dem Endkunden ein höherer Stundenansatz möglich sei. Er habe jedenfalls nichts unternommen, damit das BAFU den Vertrag auf Basis des ersten Angebots hätte abschliessen können. Insgesamt habe der Beschwerdeführer auch diesen Vergabeentscheid in massgeblicher Weise beeinflusst (angefochtenes Urteil S. 65 ff.). In Bezug auf die Vergabe IT-Dienstleistung "System DaZu - Testmanagement" stellt die Vorinstanz fest, das BAFU habe am 17./23./ 25. November 2009 mit der B.________ GmbH einen Vertrag über die Durchführung und Überwachung des gesamten Testmanagements des DaZu-Systems geschlossen. Als verantwortliche Mitarbeiter seien auf Seiten der Beauftragten W.________, Testmanager, und auf Seiten des BAFU N.________, Leiter Sektion Umweltbeobachtung, bezeichnet worden. Der Beschwerdeführer habe mit Unterstützung des Projektassistenten I.________ und von D.________ veranlasst, dass W.________ den technischen Teil des Pflichtenhefts, welches Bestandteil der späteren Ausschreibungsunterlagen bildete, verfasste. Schliesslich seien die B.________ GmbH und zwei weitere Gesellschaften zur Offertstellung eingeladen worden. In der Folge habe der Beschwerdeführer die offerierten Preise der beiden Mitbewerber auf dessen Nachfrage an W.________ weitergeleitet, worauf dieser seine Offerte tiefer angesetzt habe. Nachdem ihm hernach mitgeteilt worden sei, welche weiteren Preisanpassungen notwendig seien, habe er den Preis ein weiteres Mal herabgesetzt. Die Vorinstanz gelangt insgesamt zum Schluss, dass der Beschwerdeführer auch diesen Vergabeentscheid in massgeblicher Weise beeinflusst habe (angefochtenes Urteil S. 73 ff., 81 f.).