Citation: 2C_294/2023 E. 8.2.4

8.2.4. Dieser Argumentation ist nicht zu folgen. Eine Pflicht, die Unterstände alle paar Tage zu verschieben, ist der Verfügung vom 2. März 2021 nicht zu entnehmen. Es besteht auch kein Grund zur Annahme, die Schafe könnten den Boden eines überdachten, eingestreuten Unterstands allein durch das Ein- und Ausgehen bei Regenwetter derart durchnässen, dass sie keinen ausreichend trockenen Liegeplatz mehr hätten. Der Beschwerdeführer scheint sodann zu verkennen, dass fehlende wirtschaftliche Mittel keine Rechtfertigung für die Nichteinhaltung von tierschutzrechtlichen Vorschriften darstellen (Urteile 2C_765/2020 vom 14. Januar 2021 E. 6.4.3; 2C_416/2020 vom 10. November 2020 E. 4.4.6; 2C_7/2019 vom 14. Oktober 2019 E. 3.4.2). Die Wirtschaftsfreiheit gewährt keinen Anspruch, einen landwirtschaftlichen Betrieb gesetzeswidrig zu bewirtschaften (Urteile 2C_958/2014 vom 31. März 2015 E. 5.2; 2C_635/2011 vom 11. März 2012 E. 3.4). Der Vorinstanz ist daher zuzustimmen, dass dem Beschwerdeführer sowohl die (einmaligen) Anschaffungskosten und der Aufwand für den Auf- und Abbau der Unterstände als auch die höheren Produktionskosten mit Blick auf das gewichtige öffentliche Interesse an einem ernsthaft gehandhabten Tierschutz zumutbar sind. Dass der Beschwerdeführer die Haltung im Freien gegenüber der Stallhaltung bevorzugt, rechtfertigt es ebenfalls nicht, die für erstere Haltungsform geltenden Vorschriften nicht einzuhalten. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich ohne nähere Ausführungen beanstandet, die Vorinstanz habe die öffentlichen Interessen nach Art. 104 und Art. 104a BV nicht in die Abwägung einbezogen, genügt er den Begründungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht, weshalb darauf nicht einzugehen ist. Der angeordnete Witterungsschutz ist somit zumutbar und damit verhältnismässig. Ein Eingriff in den Kerngehalt der Wirtschaftsfreiheit ist weder geltend gemacht noch ersichtlich. Folglich wurde die Wirtschaftsfreiheit nicht verletzt.