Citation: 1P.286/2003 11.06.2003 E. 4

Der Inhalt des rechtlichen Gehörs bestimmt sich zunächst nach kantonalem Recht und sodann gestützt auf Art. 29 Abs. 2 BV (vgl. BGE 126 I 97 E. 2 S. 102 f.; 119 Ia 136 E. 2c S. 138 f., je mit Hinweisen). 4.1 Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichtes dient das rechtliche Gehör der Sachaufklärung. Es gewährleistet dem Betroffenen ein Mitwirkungsrecht, das ihm namentlich den Anspruch gibt, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in alle für das Verfahren wesentlichen Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden, und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Das Akteneinsichtsrecht soll sicherstellen, dass der Rechtsuchende als Verfahrenspartei von den Entscheidgrundlagen Kenntnis nehmen und sich sachbezogen dazu äussern kann (BGE 129 I 85 E. 4.1 S. 88 f.; 127 I 54 E. 2b S. 56; 126 I 7 E. 2b S. 10 f., 97 E. 2 S. 102 f.; 118 Ia 17 E. 1c S. 19, je mit Hinweisen). 4.2 Gemäss dem luzernischen Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege vom 3. Juli 1972 (VRG/LU, SRL 40) muss die Beschwerdeeingabe einen bestimmten Antrag und dessen Begründung enthalten. Der Rechtsuchende oder sein Vertreter haben die Eingabe zu unterzeichnen (§ 133 VRG/LU). Wenn eine Rechtsschrift nicht alle notwendigen Angaben enthält, setzt die Behörde dem Eingabesteller eine angemessene Frist zur Verbesserung oder Ergänzung; sie kann ihn statt dessen zu einer Einvernahme vorladen und seine Anbringen, soweit erforderlich, zu Protokoll nehmen (§ 135 Abs. 2 VRG/LU).