Citation: 9C_93/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin vorab hinsichtlich ihrer Kritik, wonach sich das Gutachten auf eine Momentaufnahme beschränke und eine gesundheitliche Beeinträchtigung ohne genügende Auseinandersetzung mit den echtzeitlich erhobenen Befunden verneine. Der Gutachter Dr. med. C.________ nahm einlässlich zu den von den behandelnden Ärzten bisher gestellten Diagnosen Stellung, insbesondere auch zur PTBS, gegen deren fehlende Anerkennung die Beschwerdeführerin im Wesentlichen opponiert. Dass er das Vorliegen einer PTBS verneinte, begründete er in einer detaillierten Auseinandersetzung mit den acht Diagnosekriterien (A bis H) der DSM-5, von welchen nach seinen nachvollziehbaren Ausführungen lediglich A (vermutlich) und H erfüllt waren. In diesem Zusammenhang ist der Vorinstanz auch insoweit beizupflichten, als sie festhielt, dass der Beizug der Asylakten (deren Fehlen die Beschwerdeführerin beanstandet) am Verhältnis zwischen erfüllten und unerfüllten Diagnosekriterien nichts geändert hätte, da die Unterlagen lediglich für das Kriterium A "direktes Trauma", welches der Gutachter für "vermutlich erfüllt" hielt, relevant gewesen wären.