Citation: 7B_673/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz erwägt, aus den Unterlagen ergebe sich, dass der Beschwerdeführer einen amtlichen Verteidiger habe und vor der Einvernahme vom 8. März 2024 telefonisch die Möglichkeit gehabt habe, sich mit diesem zu besprechen. Anlässlich dieser Einvernahme seien dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich der Siegelung mit Dolmetscher erklärt worden. Er habe mitgeteilt, dass er mit seinem Anwalt besprechen wolle, ob er die Siegelung wünsche. Die Staatsanwaltschaft habe ihn mit E-Mail vom 15. März 2014 an seinen Verteidiger darauf hingewiesen, dass er aus Sicht der Staatsanwaltschaft die Frist zur Erklärung der Siegelung ungenutzt habe verstreichen lassen, weshalb von einem Siegelungsverzicht auszugehen sei. Gleichzeitig sei ihm eine Frist zur Stellungnahme bis zum 19. März 2024 gesetzt worden. Mit E-Mail vom 20. März 2024 habe der Verteidiger mitgeteilt, dass der Beschwerdeführer nicht damit einverstanden sei, dass die Frist verstrichen sei. Er sei anlässlich der Einvernahme vom 8. März 2024 ohne anwaltliche Vertretung völlig überfordert gewesen und habe daher nicht verstanden, was es mit der dreitägigen Frist auf sich habe. Die Vorinstanz führt weiter aus, selbst wenn der Beschwerdeführer die Siegelung und das damit verbundene Verfahren - trotz Übersetzung - nicht verstanden hätte, sei er seit dem 8. März 2024 anwaltlich vertreten gewesen. Dabei sei davon auszugehen, dass das sichergestellte Mobiltelefon und damit die Siegelung desselben ein Thema von Besprechungen gewesen sei. Trotzdem sei innert Frist weder ein Siegelungsbegehren gestellt noch sei ein Siegelungsgrund angegeben worden. Selbst in der E-Mail des Verteidigers vom 20. März 2024 an die Staatsanwaltschaft sei kein Siegelungsgrund geltend gemacht worden, wodurch auch die von der Staatsanwaltschaft mit E-Mail vom 15. März 2024 angesetzte Frist ungenutzt verstrichen sei.