Citation: U 64/07 23.01.2008 E. 3

Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob der medizinische Sachverhalt von der SUVA rechtsgenüglich festgestellt worden ist, oder ob es einer zusätzlichen neuropsychologischen Untersuchung bedarf, wovon Vorinstanz und Beschwerdegegner ausgehen. 3.1 Das kantonale Gericht hat in diesem Zusammenhang erwogen, auch neuropsychologische Defizite gehörten zum typischen Beschwerdebild nach einem HWS-Schleudertrauma. Sowohl Dr. med. S.________ wie auch Dr. med. M.________ hätten entsprechende Funktionsstörungen nicht ausgeschlossen und diesbezüglich ergänzende Abklärungen befürwortet, welche bisher gestützt auf eine anderslautende Beurteilung von Frau lic. phil. A.________ von der SUVA nicht veranlasst worden seien. Aufgrund der vom Versicherten erwähnten kognitiven Störungen in Form von Konzentrationsschwäche, verminderter Leistungsfähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses und Angstzuständen sei jedoch ein neuropsychologisches Gutachten einzuholen, bevor über die Unfallkausalität befunden werden könne. 3.2 Die Beschwerde führende SUVA stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, der Versicherte habe zwar im Frühjahr 2004 über neuropsychologische Beschwerden geklagt, doch seien diese längst nicht mehr vorhanden. Überdies habe nie eine Arbeitsunfähigkeit bestanden und auch die Heilbehandlung habe abgeschlossen werden können. Es lägen keine Dauerbeeinträchtigungen vor, für welche die Kausalitätsfrage zu prüfen wäre. Falls trotzdem von einem typischen Beschwerdebild nach Schleudertrauma der HWS auszugehen sei, müsste in jedem Fall die Adäquanz des Kausalzusammenhangs sowohl nach den Kriterien gemäss BGE 115 V 133 wie auch nach der Praxis gemäss BGE 117 V 359 verneint werden.