Citation: 6S.7/2006 12.06.2006 E. 5

Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer vor, er habe - in mittäterschaftlichem Zusammenwirken mit Y.________ - von der Bauherrschaft eine Entschädigung von Fr. 820'000.-- für den Rückzug der Einsprache gefordert und für den Fall, dass sie die Zahlung nicht leiste, mit einer Beschwerde gegen die Baubewilligung bzw. einer erheblichen Verzögerung des Bauvorhabens gedroht. In rechtlicher Hinsicht würdigt die Vorinstanz das Verhalten der beiden Mittäter als versuchte Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB. Mit Bezug auf die Tathandlungen von Y.________ macht der Beschwerdeführer geltend, dessen Vorgehen erfülle den Tatbestand der Erpressung nicht, was umso mehr für sein eigenes Verhalten zu gelten habe. Dabei lässt er die wortgleichen Einwände erheben, die sein Parteivertreter dem Kassationshof bereits im Namen von Y.________ unterbreitet hatte. Das Bundesgericht hat dessen Nichtigkeitsbeschwerde als unbegründet abgewiesen (Urteil 6S.8/2006 vom 12.06.2006, E. 4-8). Der Beschwerdeführer sei auf die Erwägungen im Urteil jenes Verfahrens verwiesen. Persönliche Umstände im Sinne von Art. 26 StGB stehen vorliegend nicht zur Diskussion, weshalb das Verhalten des Beschwerdeführers rechtlich nicht anders zu qualifizieren ist als dasjenige seines Komplizen, wenn sich erweist, dass er Mittäter ist.