Citation: 5A_86/2019 E. 3.4

3.4. Die vorhandene Gesetzeslücke ist vom Richter in der Art des Gesetzgebers nach allgemeinen Rechtsprinzipien (Art. 1 Abs. 2 und 3 ZGB) zu füllen (BGE 125 III 154 E. 3a; 140 III 636 E. 2.1). Da die zu findende Norm den Charakter einer allgemein gültigen Regel tragen und sich in das Gesetz möglichst nahtlos einfügen soll, ist dabei von analogen, gesetzlich bereits geregelten Tatbeständen auszugehen (BGE 125 III 154 E. 3a), hier also von der in der gleichen Frage getroffenen übergangsrechtlichen Regelung im Falle der Änderung bzw. Aufhebung von Konkursprivilegien.