Citation: 1C_19/2022 E. 4.5

4.5. Das BAFU führt in seiner Stellungnahme zur Beschwerde aus, für einen wirkungsvollen Betrieb müsse die Sendeleistung einer Antenne grundsätzlich so stark sein, dass die zu übermittelnden Funksignale die Mobiltelefone auch am Rand der Zelle noch erreichen. Die Sendeleistungen der projektierten Anlage würden pro Senderichtung insgesamt 740 resp. 780 WERP betragen. Gemäss den Erläuterungen zur Übersichtskarte des Bundesamts für Kommunikation (BAKOM) mit den Standorten von Sendeanlagen würden diese Sendeleistungen der Sendeleistungsklasse «mittel» entsprechen (vgl. www.bakom.admin.ch > Frequenzen und Antennen > Standorte von Sendeanlagen > Erläuterungen zur Übersichtskarte). Selbst Sendeleistungen von jeweils 100 WERP für das Frequenzband 800 MHz seien noch an der Grenze zwischen den Leistungsklassen «klein» und «mittel». Es existierten auch Mobilfunksendeanlagen mit sehr kleinen Sendeleistungen von weniger als 10 WERP für die Versorgung von kleinen Funkzellen, ohne dass deren Funktionsweise in Frage gestellt würde. Deshalb könne die bewilligte Mobilfunkanlage mit den deklarierten Sendeleistungen wirkungsvoll betrieben werden.