Citation: 9C_191/2017 E. 5.2.1

5.2.1. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin kann nicht gesagt werden, das psychiatrische ABI-Gutachten sei nicht beweiskräftig, da es auf einer unzureichenden oder veralteten Aktenlage beruhe: Der psychiatrische ABI-Experte Dr. med. C.________ berücksichtigte die früheren fachärztlichen Beurteilungen und begründete nachvollziehbar, weshalb die Einschätzung des ehemals behandelnden Dr. med. D.________ (vgl. Bericht vom 29. April 2010) - wonach die Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht zu 50 % arbeitsunfähig sei - nicht aufrecht erhalten werden könne. Insbesondere hielt der psychiatrische Gutachter fest, es möge zutreffen, dass damals eine Agoraphobie (ICD-10 F40.0) bestanden habe, was aber im Begutachtungszeitpunkt nicht (mehr) der Fall sei. So könne die Versicherte nun durchaus kleinere Sachen selber einkaufen. Dies sei mit einer Agoraphobie nicht zu vereinbaren, weil diese sich auch in Einkaufsläden durch Ängste und ein entsprechendes Vermeidungsverhalten zeigen würde (ABI-Gutachten, S. 15 Ziff. 4.1.8).