Citation: 9C_284/2022 E. 4.4.1

4.4.1. Nach den Akten - mangels entsprechender Feststellungen im angefochtenen Urteil ist der Sachverhalt diesbezüglich zu ergänzen (Art. 105 Abs. 2 BGG) - und entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin scheiterten die Eingliederungsbemühungen der IV-Stelle nicht etwa daran, dass die vorgesehenen Arbeiten den gesundheitlichen Verhältnissen objektiv nicht angepasst gewesen wären. So wäre es insbesondere bei dem für Juli 2021 vorgesehenen Schnuppertag bei der G.________ AG um eine leichte wechselbelastende Tätigkeit gegangen, bei welcher kein Zeitdruck bestanden hätte und eine freie Einteilung der Arbeitszeit möglich gewesen wäre (vgl. dazu Verlaufsprotokoll Eingliederungsberatung, Eintrag vom 30. Juni 2021). Der Grund für das Scheitern liegt vielmehr darin, dass sich die Beschwerdeführerin krankschreiben liess und angab, sie wolle zuerst medizinische Abklärungen durchführen lassen und sei erst danach zu einem Schnuppertag oder Arbeitsversuch bereit (vgl. auch Standortgespräch vom 13. Juli 2021). Dass sie an einer Eingliederung nicht ernsthaft interessiert war, zeigte die Beschwerdeführerin sodann auch, indem sie sich innert der ihr mit Schreiben vom 19. Juli 2021 eingeräumten Frist, innert welcher sie der Eingliederungsberaterin hätte melden müssen, ob sie die vereinbarten Punkte einhalten wird, keine entsprechende Stellungnahme abgab, sondern mitteilen liess, dass sie am 28. Juli 2021 in die Klinik V.________ eingetreten sei. Die IV-Stelle hatte im entsprechenden Schreiben darauf aufmerksam gemacht, dass die Eingliederungsbemühungen vorzeitig abgebrochen würden, wenn die Versicherte künftig nicht aktiv an den Massnahmen teilnehme, die vereinbarten Punkte nicht einhalte oder sich innerhalb der gesetzten Frist nicht melde, und dass diesfalls die Verfügung betreffend die Renteneinstellung erlassen werde.