Citation: 2A.303/2001 12.07.2001 E. 3

3.-Das Verwaltungsgericht hat die Ausschaffungshaft gestützt auf Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG genehmigt. Danach kann ein Ausländer in Haft genommen werden, wenn konkrete Anzeichen befürchten lassen, dass er sich der Ausschaffung entziehen will, insbesondere weil sein bisheriges Verhalten darauf schliessen lässt, dass er sich behördlichen Anordnungen widersetzt (sog. Untertauchensgefahr). Dies war vorliegend der Fall: Die Identität des Beschwerdeführers steht nicht fest. Er erklärt nach wie vor, aus Sierra Leone zu stammen, obwohl sich im Asylverfahren zeigte, dass er über dieses Land nur mangelhafte Kenntnisse hat; im vorliegend interessierenden Zusammenhang ändert nichts, dass er nun in der Stellungnahme vom 9. Juli 2001 allgemeine und oberflächliche Angaben zu Geographie und politischer Lage Sierra Leones gemacht hat. Die gambischen Personalien, die er während sieben Jahren in Deutschland verwendet hat, bezeichnete er zunächst als amtlichen Fehler der dortigen Behörden, bis er im Verfahren vor Bundesgericht geltend gemacht hat, sich diese falsche Identität auf Anraten von Freunden zugelegt zu haben. Verschiedentlich hat der Beschwerdeführer erklärt, nicht nach Afrika zurückkehren zu wollen; er beabsichtige in ein anderes europäisches Land, insbesondere nach Italien, auszureisen. Dies obschon er dort über kein Anwesenheitsrecht verfügt. Ferner ist er wiederholt in der Zürcher Drogenszene angetroffen worden, wo er offenbar Kontakt mit Betäubungsmitteln hatte; deswegen wurde er am 22. Juni 2001 von der Fremdenpolizei Zürich aus dem Gebiet des Kantons Zürich ausgegrenzt. Schliesslich ist auch erstellt, dass der Beschwerdeführer den Vorladungen des kantonalen Amtes für Ausländerfragen verschiedentlich keine Folge geleistet hat, wofür er jeweilen nur zweifelhafte Entschuldigungen vorbringen konnte. Unter diesen Umständen bietet er keine Gewähr dafür, dass er sich ohne Haft zu gegebener Zeit, d.h. bei Vorliegen der Reisepapiere, für den Ausschaffungsvollzug zur Verfügung halten wird (vgl. BGE 122 II 49 E. 2a S. 50 f.). Die Untertauchensgefahr wurde deshalb zu Recht bejaht. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe erstmals Heiratsabsichten mit einer Schweizer Bürgerin äussert. Bei dieser (unbelegten) Behauptung handelt es sich um ein unbeachtliches Novum (Art. 105 Abs. 2 OG; BGE 121 II 97 E. 1c S. 99 f., mit Hinweisen).