Citation: 2C_893/2013 E. 4.4.1

4.4.1. Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die fremdenpolizeiliche Interessenabwägung ist die vom Strafgericht verhängte Strafe (BGE 129 II 215 E. 3.1 S. 216). Der Beschwerdeführer ist zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, weil er eine Frau mit einem 30 cm langen Fleischmesser erstochen und drei andere Personen verletzt hatte, indem er wahllos um sich stach. Ein weiteres potentielles Opfer hatte einem Messerstich in den Hals ausweichen können. Im Zeitpunkt der Tatbegehung am 29. März 2010 war der Beschwerdeführer bereits viermal verurteilt worden, einmal davon wegen versuchten Raubs. Alle Vorstrafen beruhten auf Taten, welche der Beschwerdeführer als Erwachsener verübt hatte. Die zweimalige Gewährung des bedingten Strafvollzugs hielt ihn nicht davon ab, die verfahrensauslösenden Straftaten während der (verlängerten) Probezeit zu begehen. Dieser Verlauf zeigt, dass der Beschwerdeführer seine Chancen nicht zu nutzen wusste, sondern immer schwerere Straftaten beging, bis zur vorsätzlichen Tötung. Die dabei bestehende Alkoholintoxikation und psychische Notlage wurden vom Strafgericht stark strafmildernd berücksichtigt. Trotz dieser Umstände liegt das Strafmass mit fünf Jahren Freiheitsentzug weit über der gesetzlichen Grenze von einem Jahr; zudem handelt es sich nicht um erstmalige Delinquenz. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz von einem - in migrationsrechtlicher Hinsicht - sehr schweren Verschulden ausgegangen ist.