Citation: 8C_100/2007 26.09.2007 E. 3

3.1 Im vorinstanzlichen Verfahren war auf Grund des Einspracheentscheides vom 24. Oktober 2005 einzig strittig, ob der Beschwerdeführer für eine Leistung nach Art. 16 Abs. 1 IVG invalid im Sinne von Art. 4 und 8 IVG sei. Das kantonale Gericht stellte im angefochtenen Entscheid fest, dass der Versicherte im Zeitpunkt des Beginns der Anlehre im August 2004 invaliditätsbedingt auf berufliche Eingliederungsmassnahmen und sozialpädagogische Betreuung angewiesen war und daher Anspruch auf entsprechende Leistungen der Invalidenversicherung hatte. Hingegen beschränkte es die Prüfung der Anspruchsberechtigung auf Ende Januar 2006. Im angefochtenen Entscheid wird die Terminierung des Leistungsanspruchs damit begründet, es stehe fest, dass der Anlehrvertrag wegen vermehrten Schwierigkeiten mit krankheitsbedingten und unentschuldigten Abwesenheiten im Lehrbetrieb im gegenseitigen Einverständnis per 5. Januar 2006 aufgelöst worden sei und der Beschwerdeführer die Abschlussprüfung planmässig am 31. Juli 2006 bestanden habe. Daher würden spätestens ab Februar 2006 allfällige Ansprüche auf Kostenübernahme für die Eingliederung im Rahmen der Invalidenversicherung entfallen. Das Gericht prüfte im Folgenden nur die Anspruchsvoraussetzungen vom 1. August 2004 bis 31. Januar 2006, bejahte diese grundsätzlich und wies die Sache zur Bestimmung des Masslichen an die Verwaltung zurück. Weitere Ausführungen darüber, warum ab Februar 2006 bis zum Abschluss der Prüfung kein Anspruch mehr gegeben sein soll, sind dem Entscheid nicht zu entnehmen. 3.2 Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheides war lediglich die Frage, ob der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der anbegehrten Leistungen, also am 1. August 2004 invalid war und daher grundsätzlich Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung in Form einer erstmaligen beruflichen Ausbildung hatte. Diese Frage wurde mit dem Entscheid vom 16. Februar 2007 definitiv positiv entschieden, da die IV-Stelle diesen nicht vor Bundesgericht angefochten hat. Über die Dauer eventueller Ansprüche und deren Art und Umfang hatte die IV-Stelle naturgemäss gar nicht verfügt, da sie ja die Anspruchsvoraussetzung der Invalidität für nicht gegeben erachtete. Das kantonale Gericht hat sich lite pendente am 5. September 2006 telefonisch bei einer Frau S.________ vom VEGX.________ und bei der Personalabteilung des Spitals Y.________ über den Beschwerdeführer erkundigt. Demnach wurde dieser nicht mehr von der Institution betreut und hat das Arbeitsverhältnis im März im gegenseitigen Einverständnis aufgelöst. Er wohne jetzt bei seinen Eltern. Die Parteien erhielten Gelegenheit sich zu diesen neuen Sachverhaltselementen zu äussern, wovon der Beschwerdeführer Gebrauch machte. Indem die Vorinstanz den Leistungsanspruch für die Zeit vom Februar bis Juli 2006 mit der einzigen Begründung verneinte, der Anlehrvertrag sei per 5. Januar 2006 aufgelöst worden, verletzt sie Bundesrecht, da der Anspruch auf berufliche Massnahmen ganzheitlich zu betrachten und nicht auf das Spital Y.________ als Ausbildungsstätte beschränkt ist. Auf Grund des Berichts des für den Beschwerdeführer zuständigen Z.________, Heilpädagoge und pädagogisch-therapeutischer Mitarbeiter des VEGX.________, vom 18. Oktober 2006 wurde der Versicherte bis Ende Juli 2006 von der Institution betreut. Dies war auch nach der Auflösung des Anlehrverhältnisses mit dem Spital Y.________ offensichtlich notwendig, um eine Lösung zu finden, die dem Betroffenen den erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung in der vorgesehenen Zeit ermöglichte. Eine frühere Beendigung des Betreuungsverhältnisses lässt sich auch der Telefonnotiz im vorinstanzlichen Verfahren nicht entnehmen. Es gibt keinen Anlass davon auszugehen, die gesundheitliche Situation des Versicherten habe sich im Januar 2006 verbessert. Dies wird auch von der IV-Stelle nicht behauptet. Die anspruchsbegründenden Verhältnisse haben sich nicht entscheidend verändert. Die Invalidenversicherung hat daher auch für die Zeit vom Februar bis Ende Juli 2006 die behinderungsbedingten Mehrkosten der ersten Ausbildung zu übernehmen.