Citation: 9C_604/2022 E. 5.2.4

5.2.4. Beim Aktientransfer gingen zwei Drittel des Kapitals an die Beschwerdeführer, womit berücksichtigt werden sollte, dass B.B.________ als Dritte gleichwertigen Anteil hatte. Dennoch wurde das restliche Drittel des Aktienpakets nicht an sie übertragen, sondern blieb bei ihrem Gatten. Somit wurde einerseits klar, dass es beim Aktientransfer nicht darum gehen sollte, die ursprünglich bezweckte paritätische finanzielle Beteiligung zwischen den beiden Ehepaaren aufrechtzuerhalten. Denn dann hätte es sich gerechtfertigt, dass A.B.________ zumindest die Hälfte der Aktien für sich und seine Ehefrau zurückbehalten hätte. Andererseits wurde damit die dem Aktienverkauf wesentlich zugrunde liegende Zielsetzung, nunmehr mit der tatsächlichen Arbeit zugunsten des gemeinsamen Unternehmens übereinstimmende Besitzverhältnisse zu schaffen (vgl. oben E. 5.2.1), nicht vollständig gerecht. Denn dann hätte je ein Drittel der Aktien an alle drei leitenden Mitarbeiter gehen müssen, also auch an B.B.________. Es kann aber als nachvollziehbar gewertet werden, dass die Arbeitsleistung von B.B.________ nicht auf die gleiche Weise belohnt werden sollte wie diejenige der beiden Beschwerdeführer, blieb das Ehepaar B.________ doch im Eigentum der nicht an die Eheleute A.________ transferierten Aktien.