Citation: 4A_271/2013 E. 5.5

5.5. Der Beschwerdegegner hat im erstinstanzlichen Verfahren in seiner Stellungnahme zur Klageantwort vom 15. Oktober 2010 (S. 6 Rz. 2.13) das von den Beschwerdeführern behauptete hypothetische Verhalten, wonach sie das Bauprojekt bei einer "richtigen" Orientierung über die Baukosten abgebrochen hätten, bestritten. Das Kantonsgericht hatte daher zu prüfen, ob dieses hypothetische Verhalten als überwiegend wahrscheinlich erscheint. Da sich die Beschwerdeführer zur Begründung auf ihr Verhalten nach Erhalt der Kostenschätzung vom 26. Februar 2009 beriefen, hatte das Kantonsgericht dieses Verhalten zu analysieren. Dabei konnte es sich auf die entsprechende Sachverhaltsdarstellung der Beschwerdeführer in Rz. 44 ff. (S. 28 ff.) ihrer Klageantwort abstützen. Es hat demnach sein Urteil insoweit nicht mit einem Sachverhalt begründet, der im Prozess nicht behauptet bzw. geltend gemacht wurde und damit den Verhandlungsgrundsatz gemäss Art. 55 ZPO nicht verletzt (vgl. MYRIAM A. GEHRI, in: Basler Kommentar, ZPO, 2. Aufl. 2013, N. 3 zu Art. 55 ZPO).