Citation: 7B_97/2022 E. 4.4

4.4. Die Beschwerdeführerin hat schon vorinstanzlich geltend gemacht, sie verfüge bei einer der betroffenen Banken über ein Konto und eine Hypothek. Sie müsse davon ausgehen, dass die Bank diesbezügliche geheimnisgeschützte Unterlagen ediert habe. Das Bundesstrafgericht stellt dazu Folgendes fest: Laut ESTV habe die fragliche Bank ihr die Unterlagen am 25. November 2021 in elektronischer Form ediert. Die ESTV habe die Aufzeichnungen auf einen Datenstick kopiert und provisorisch versiegelt, "ohne zu wissen, welche Unterlagen sich darunter befinden". Das entsprechende (Begleit-) Schreiben der Bank, woraus allenfalls hervorgehen könnte, welche konkreten Unterlagen diese an die ESTV herausgegeben hat, befinde sich nicht in den an das Bundesstrafgericht übermittelten Akten. Der Vorinstanz sei folglich "nicht bekannt, welche Unterlagen zu welchen Konten" ediert worden seien. Unter der Annahme, "dass die Beschwerdeführerin bei der Bank tatsächlich über Bankkonten verfügt", könne "nicht ausgeschlossen werden", dass sich unter den Asservaten "auch Unterlagen zu den auf die Beschwerdeführerin lautenden Bankkonten befinden könnten". Im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung könne die Beschwerdeführerin folglich "als Inhaberin der mutmasslich von der Edition betroffenen Bankkonten indirekt betroffen sein und damit als Einspracheberechtigte in Frage kommen". Davon sei offenbar auch die ESTV ausgegangen, weshalb sie die bei ihr eingereichten Bankunterlagen provisorisch, bis zum rechtskräftigen Entscheid über die Siegelungsberechtigung, versiegelt habe (angefochtener Entscheid, E. 6.5.2 S. 11).