Citation: 5A_924/2012 E. 3.2

3.2. Bei den " Januarverträgen " geht es - gemäss Obergericht nach der Darstellung der Beschwerdeführerin in der Klagebegründung - um die Vereinbarung vom 22. Januar 2001, wonach die SAirGroup in eigenem und im Namen der Tochtergesellschaften (d.h. auch der SAirLines) sich verpflichtete, an der nächsten Kapitalerhöhung der Sabena EUR 150 Mio. und der belgische Staat EUR 100 Mio. zu zeichnen. In der (Zusatz-) Vereinbarung vom 25. Januar 2001 habe die SAirGroup ihre Verpflichtung wiederholt, für die Deckung des Kapitalbedarfs der Sabena in der Höhe von EUR 419 Mio. aufzukommen. Weiter sei u.a. der Verkauf von 85 % des Aktienkapitals der mit einer Ausgliederung verbundenen neuen Tochtergesellschaften an die SAirGroup und die Beschwerdegegnerin vereinbart worden. In der Vereinbarung vom 24. Januar 2001 sei beschlossen worden, die Beteiligung der SAirGroup und SAirLines an der Sabena auf 85 % zu erhöhen. In der Folge hätten sich die SAirGroup und die SAirLines (mit Ausnahme der Bezahlung von EUR 150 Mio.) mangels Liquidität geweigert, ihre vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen, was gemäss Beschwerdeführerin zu Schaden (wegen der Auflösung von Airbus-Kaufverträgen) und zum nahezu unmittelbaren Konkurs geführt habe.