Citation: U 486/06 14.03.2007 E. 4

4.1 Weder nach den Akten noch auf Grund der Parteivorbringen besteht Anlass, das hypothetische Einkommen ohne gesundheitliche Beeinträchtigung (Valideneinkommen) abweichend von der Beschwerdeführerin und der Vorinstanz festzulegen, die für das Jahr 2005 einen Wert von Fr. 69'550.- ermittelt haben. 4.2 Streitig ist die Festsetzung des Invalideneinkommens. 4.2.1 Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Weil der Beschwerdegegner zwar eine Arbeitsstelle mit einem Beschäftigungsgrad von 30% im Spital X.________ gefunden hat, bisher aber noch keine ihm zumutbare vollzeitliche Anstellung ausübt, können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 472). 4.2.2 Mit der Vorinstanz steht fest, dass die SUVA-Unterlagen die geforderten qualitativen und quantitativen Anforderungen erfüllen, u.a. wurden fünf Stellen entsprechend dem Anforderungsprofil des versicherten aus 311 DAP-Stellen selektioniert und daraus das Invalideneinkommen ermittelt (BGE 129 V 472 E. 4.2.2 S. 480). Daran ändert auch die vom Versicherten in der Beschwerde erwähnten Behauptungen nichts, die Auswahl sei nicht verwertbar, da eine längere Einarbeitungszeit oder Schichtarbeit geleistet werden müsse. Auch die Tatsache, es handle sich bei den fünf Stellen um keine offenen Stellen, dringt nicht durch. Massgebend ist, dass die Stellenprofile den Möglichkeiten des Versicherten sowohl bezüglich den körperlichen Anforderungen wie auch dem Ausbildungsprofil entsprechen. Die benötigten Voraussetzungen zur Ausübung einer Tätigkeit als Praktikant-Zuteilung, Anlageführer, Maschinist bzw. Hilfsmaschinist oder als Hilfsarbeiter-Abpacker werden vom Versicherten übertroffen. Einarbeitungszeiten von 3 Tagen bis 3 Monate bei einer Arbeit, die bis Mai 2008 ausgeübt werden kann, sind vertretbar, zumal die Verweildauer an einer Stelle unabhängig vom Alter stark abgenommen hat. Auch die Notwendigkeit von Schichtarbeit vermag das Auswahlverfahren nicht zu entwerten, denn bei allen Stellen wurde die wesentliche Einschränkung - verminderte Belastung der rechten Hand - berücksichtigt. 4.2.3 Hingegen stellt die Vorinstanz eine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung in der Auswahl fest, da der Durchschnittslohn der DAP-Stellen 11% über dem Durchschnittslohn der dem Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe liegt. Dabei steht für das kantonale Gericht nicht die numerische Abweichung, sondern die mangelnde Begründung im Vordergrund. Die Durchschnittslöhne der ausgewählten fünf DAP-Arbeitsplätze liegen zwischen Fr. 58'500.- und Fr. 61'750.-. Dass der Durchschnitt diese fünf Löhne von Fr. 59'598.- einiges über dem Durchschnitt aller 311 Arbeitsplätze mit gleichem Behinderungsprofil von Fr. 53'598.- liegt, lässt sich bereits rechtsprechungsgemäss begründen, da die DAP-Methode eine detailliertere Berücksichtigung der persönlichen und beruflichen Umstände ermöglicht (Urteil U 405/05 vom 19. Juni 2006 E. 4.2), auf konkreten Arbeitsplätzen beruht und eine differenzierte Zuweisung von zumutbaren Tätigkeiten unter Berücksichtigung der behinderungsbedingten Einschränkungen ermöglicht (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 477). Zusätzlich weist die SUVA zu Recht darauf hin, dass der Beschwerdegegner als Elektriker tätig war, über eine abgeschlossene Dachdeckerlehre und eine langjährige Berufserfahrung verfügt, weshalb anzunehmen ist, dass er auch im Rahmen geeigneter leidensangepasster Tätigkeiten eine qualifiziertere Arbeit zu verrichten vermag und daher mit einem über dem Durchschnitt liegenden Lohn rechnen kann. Unter Berücksichtigung der Anforderungsprofile für die ausgewählten Stellen und den Qualifikationen des Versicherten ist die Begründung für die Abweichung von 11% hinreichend. Im Übrigen ist der SUVA bei der Auswahl der für die Festsetzung des Invalideneinkommens herangezogenen Arbeitsplätze ein Ermessensspielraum zu gewähren, in welchen nicht ohne triftigen Grund einzugreifen ist. Ein solcher Grund ist hier nicht ersichtlich, weshalb eine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung im vorliegenden Fall nicht gegeben ist. Ohne dass es eines Tabellenlohnvergleichs bedarf, ist das von der SUVA mit Fr. 59'598.- ermittelte Invalideneinkommen daher zu bestätigen. Der Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2005, mit welchem dem Beschwerdegegner eine Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 14 % zugesprochen wurde, besteht zu Recht.