Citation: 2C_464/2018 E. 2.3

2.3. Inzwischen wendet die Beschwerdeführerin ein, aufgrund der Verhältnisse in ihrer Heimat sei ihre soziale Wiedereingliederung stark gefährdet (Art. 50 Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 AuG). Auch wenn es in der Ostukraine regelmässig zu Kampfhandlungen kommt, hat sich die Beschwerdeführerin während ihrer Ehe in der Schweiz - auch nach dem Ausbrechen der kriegerischen Auseinandersetzungen im Frühjahr 2014 - wiederholt und jeweils für längere Zeit in Donetsk aufgehalten. Zum Einwand, sie sei als ehemalige Polizistin besonders gefährdet und müsse befürchten, vom Militär zwangsrekrutiert zu werden, legt sie keine Unterlagen vor, die dies auch nur ansatzweise bestätigen würden. Während ihren längeren Aufenthalten bei der Mutter in Donetsk ist sie nie behelligt worden. Im Übrigen verpflichtet sie nichts, in Donetsk zu verbleiben; sich kann sich mit ihrer Mutter auch in einen anderen, ruhigeren Landesteil begeben ("Innerstaatliche Schutzalternative"; vgl. das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-5421/2015 vom 28. Juni 2017 zur Situation in der Ukraine).