Citation: 1B_422/2017 E. A

Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg führt gegen A.________ ein Strafverfahren wegen schwerer Körperverletzung, Drohung und Tätlichkeiten zum Nachteil von B.________. A.________ wurde am 12. Mai 2017 festgenommen und mit Verfügung vom 15. Mai 2017 des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau in Untersuchungshaft versetzt. In seiner Begründung führte das Zwangsmassnahmengericht unter anderem die Aussagen von B.________ auf. Diese hatte ausgesagt, A.________ habe ihr einen Schwedenkuss (Schlag mit der Stirn ins Gesicht) verpasst, so dass sie aus der Nase geblutet habe. Er habe sie in der Folge an den Haaren gerissen und dabei ganze Büschel ausgerissen, ihr mit der Faust auf das rechte Ohr und mit dem Unterarm ins Gesicht geschlagen. Während fünf Stunden habe er sie mit kurzen Pausen immer wieder geschlagen. Weiter habe er sie, als sie im Bett gelegen habe, mit beiden Händen gewürgt. Das Zwangsmassnahmengericht hielt fest, dass das Verletzungsbild zum geschilderten Ablauf passe. Das Institut für Rechtsmedizin Aarau habe folgende Zeichen stumpfer Gewalteinwirkung festgestellt: frische Blutergüsse an Kopf, Gesicht, Hals, Nacken, Armen und Beinen sowie Würgemale am Hals. Das durchgeführte CT habe eine Hirnblutung gezeigt, weshalb das Opfer auf der Intensivstation habe bleiben müssen. Weiter gehe aus dem Notfallbericht des GFZ Rheinfelden hervor, dass eine Trommelfellruptur mit voraussichtlich bleibender Schädigung bestehe. Nachdem A.________ zunächst behauptete, dass sich B.________ die Verletzungen selbst zugefügt hatte, gab er im Laufe einer polizeilichen Einvernahme vom 19. Mai 2017 zu, deren Urheber gewesen zu sein. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft verlängerte das Zwangsmassnahmengericht mit Verfügung vom 16. August 2017 die Untersuchungshaft bis am 11. November 2017. Eine von A.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 7. September 2017 ab. Zur Begründung hielt es fest, es bestehe Ausführungsgefahr bezüglich einer von A.________ anlässlich seiner Verhaftung gegenüber B.________ ausgestossenen Todesdrohung. Eine Minderheit des Gerichts bejahte anstelle der Ausführungsgefahr Wiederholungsgefahr und erachtete Ersatzmassnahmen als ausreichend (absolutes Kontaktverbot gegenüber B.________; Verbot, sich in der Umgebung ihres Wohn- und Arbeitsorts aufzuhalten; Anweisung, sich unmittelbar einer stationären psychiatrischen Behandlung zu unterziehen).