Citation: 1C_114/2019 E. 5.4

5.4. Die Beschwerdeführerin verweist auf zahlreiche Fotos im Augenscheinsprotokoll vom 29. Oktober 2014, die zeigten, dass auch offensichtlich als Weideland genutzte Flächen zur Waldfläche geschlagen worden seien (Fotos S. 10, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19 und 21, S. 36, 43, 46, 48, 49, 53, 54, 55, 58, 61, 62, 66, 69, 70, 73, 74, 75, 76). Auf den Fotos ist ersichtlich, dass die verpflockte Waldgrenze sich nicht systematisch mit dem Verlauf des elektrischen Weidezauns deckt, der am Tag des Augenscheins gespannt war, sondern teils knapp innerhalb, teils etwas ausserhalb davon verläuft. Der Waldsaum wird jedoch nicht durch den Weidezaun und die dadurch ermöglichte Weidenutzung definiert, sondern durch die Kriterien gemäss Art. 1 kWaV. Dazu gehören insbesondere der lebenswichtige Kronen- und Wurzelraum der Bäume, der bei Randbäumen durchaus in eine Weide hineinragen kann. Aus dem Augenscheinsprotokoll und den Fotos ergibt sich denn auch, dass die verpflockte Waldgrenze (wie auch der Weidezaun) von den weit ausladenden Kronen der Randbäume deutlich überragt wird. Insofern lässt sich aus den Fotos des Augenscheins, entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin, nicht auf die offensichtliche Unrichtigkeit der festgestellten Waldgrenze schliessen.