Citation: 5A_277/2022 E. 1

Anfechtungsobjekt bildet ausschliesslich das Urteil des Verwaltungsgerichts (Art. 75 Abs. 1 BGG) und vor Bundesgericht können nur Vorbringen gemacht und Anträge gestellt werden, die bereits Thema des vorinstanzlichen Verfahrens waren (Art. 99 Abs. 1 und 2 BGG); der kantonale Instanzenzug ist mit anderen Worten nicht nur formell zu durchlaufen, sondern alle Rügen, die dem Bundesgericht unterbreitet werden, müssen soweit möglich schon bei der Vorinstanz vorgebracht worden sein (BGE 143 III 290 E. 1.1). Von vornherein unzulässig ist deshalb die Kritik am angeblichen Vorgehen der KESB bei der Anhörung; im angefochtenen Urteil finden sich dazu keine Ausführungen und die Beschwerdeführerin zeigt nicht auf, dass sie ihre Kritik (damals noch anwaltlich vertreten) bereits beim Verwaltungsgericht vorgebracht hätte. Gleiches gilt für den Vorwurf, die KESB habe kein Erziehungsfähigkeitsgutachten eingeholt, obwohl die Akten und Berichte möglicherweise voreingenommen erstellt worden seien; auch diesbezüglich legt die Beschwerdeführerin nicht dar, inwiefern sie dieses Vorbringen bereits beim Verwaltungsgericht gemacht hätte. Abgesehen davon ist die Erstellung eines Erziehungsfähigkeitsgutachtens keine formelle Voraussetzung für die Obhutszuteilung und hat die KESB umfangreiche Abklärungen getroffen (dazu E. 3).