Citation: 6B_594/2024 E. 2.2

2.2. Demgegenüber erkannte die Vorinstanz, dass die erwähnten Äusserungen in den E-Mail-Nachrichten vom 25. Juni 2021 und 30. Juni 2021 den Tatbestand der Diskriminierung und des Aufrufs zu Hass im Sinne von Art. 261bis Abs. 4 StGB nicht erfüllten, weil es am Tatbestandsmerkmal der Öffentlichkeit fehle. Entsprechend prüfte die Vorinstanz, ob eine Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB vorliegt. Dabei folgte sie der Auffassung der Staatsanwaltschaft, wonach die Beschwerdeführerin B.________ und C.________ mit der E-Mail-Nachricht vom 30. Juni 2021 "gezielt und grob" im Ehrgefühl herabgesetzt und damit den Tatbestand der Beschimpfung erfüllt habe. Dafür sprach die Vorinstanz eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 20.-- bei einer Probezeit von 4 Jahren aus.