Citation: 9C_220/2010 04.06.2010 E. 3

3.1 Das Obergericht gelangte zum Schluss, es sei nicht auf das von der Verwaltung eingeholte interdisziplinäre Gutachten des Instituts X.________ vom 11. August 2006 abzustellen, wonach der Beschwerdegegner in einer körperlich angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig ist. Im Rahmen einer Gesamtwürdigung aller medizinischen Gutachten, worunter der Schlussberichte der BEFAS (vom 8. Februar 2005) und der Stiftung Y.________ vom 22. August 2005, welche auf einer längeren Beobachtungsperiode beruhen, stellte die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdegegner trotz der ihm bescheinigten positiven Grundeinstellung nicht in der Lage sei, eine angepasste Tätigkeit zu mehr als 50 % auszuüben; die erwartete Leistungssteigerung sei ausgeblieben. 3.2 Die IV-Stelle wirft dem Obergericht vor, die Beweise nicht pflichtgemäss gewürdigt zu haben. Es bestehe kein Grund, nicht auf das von ihr angeordnete Gutachten des Instituts X.________ vom 11. August 2006 abzustellen. Die Feststellung der Vorinstanz, der Versicherte sei ausser Stande, ein Arbeitspensum vom mehr als 50 % zu erfüllen, sei offensichtlich unrichtig. 3.3 Der Auffassung der Beschwerdeführerin kann nicht beigepflichtet werden. Es besteht keine Beweisregel, welche besagen würde, dass bei einander widersprechenden Expertisen und medizinischen Berichten in erster Linie auf ein bestimmtes, von der Verwaltung eingeholtes Gutachten abzustellen ist. Die Vorinstanz hat ihren Standpunkt begründet und sämtliche ärztlichen Stellungnahmen, welche aus ihrer Sicht von Belang sind, dargelegt. Von einer offensichtlich unrichtigen oder sonstwie bundesrechtswidrigen Feststellung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts kann daher entgegen den Ausführungen der IV-Stelle nicht die Rede sein. Die Beschwerdeführerin beschränkt sich im Weiteren auf eine appellatorische Kritik an der Beweiswürdigung des Obergerichts. Da es sich bei der Entscheidung über den Grad der Arbeitsunfähigkeit um eine Tatfrage handelt (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 f.), ist blosse Kritik an der vorinstanzlichen Feststellung, wonach der Beschwerdegegner in einer leidensangepassten Tätigkeit nur hälftig einsatzfähig sei, einer Überprüfung durch das Bundesgericht nicht zugänglich. Auf die entsprechenden Einwendungen der Beschwerdeführerin ist daher nicht einzugehen.