Citation: 2C_585/2024 E. 5.2

5.2. In sachverhaltlicher Hinsicht ergibt sich aus dem angefochtenen Urteil, dass der Beschwerdeführer an einer paranoiden Schizophrenie, erheblichen Sozialisationsdefiziten, einer Bindungsstörung sowie (mutmasslich) an einer starken Depression leidet. Zudem hat er zwei Herzinfarkte erlitten und ist an Diabetes erkrankt. Bereits am 6. September 2024 hat der MIDI beim SEM eine Fluganmeldung für den Beschwerdeführer eingereicht. Bei der Prüfung der Flugtauglichkeit am 10. September 2024 stellte das SEM jedoch fest, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückführung durch eine Ärztin oder einen Arzt zu begleiten sei. Infolgedessen hat der MIDI auf Wunsch des SEM die Fluganmeldung annulliert. Die marokkanischen Behörden ihrerseits haben bereits im März 2023 die Identität und die marokkanische Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers bestätigt. Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz - die wiederum auf den Auskünften des verfahrensbeteiligten Amtes respektive des SEM beruhen - stellen die marokkanischen Behörden seit Dezember 2023 allerdings erhöhte Anforderungen an die Rückführung von Personen, die medizinisch begleitet werden müssen. Dies habe zur Blockade bei der Ausstellung einiger Laissez-Passer geführt. In zahlreichen Treffen zwischen dem SEM und der marokkanischen Botschaft habe in der Zwischenzeit eine Lösung skizziert werden können. Obwohl auf technischem Niveau eine grundsätzliche Zusage für diesen Lösungsweg erfolgt sei, stehe auf Seiten der marokkanischen Behörden eine definitive Bestätigung noch aus. Ein ursprünglich für Oktober 2024 geplantes Treffen im Rahmen des Migrationsdialogs habe verschoben werden müssen. Am 31. Oktober 2024 sei ein Treffen auf Niveau Vizedirektor-Botschafter anberaumt, was den Lösungsweg für medizinisch begleitete Rückführungen voraussichtlich freigeben werde.