Citation: 8C_774/2019 E. 8.6

8.6. Der Beschwerdeführer macht zu Recht nicht geltend, es sei aufgrund der leidensbedingten Einschränkung ein Abzug zu gewähren. Denn die krankheitsbedingten Einschränkungen sind schon deshalb nicht abzugsrelevant, weil sie bereits im Rahmen der verbindlichen (Art. 105 Abs. 2 BGG) vorinstanzlichen Arbeitsunfähigkeitsschätzung als limitierende Faktoren Berücksichtigung fanden (vgl. Urteil 9C_233/2018 vom 11. April 2019 E. 3.2 mit Hinweisen). Dass aufgrund der (fehlenden) Dienstjahre oder der Nationalität/Aufenthaltskategorie ein Abzug gerechtfertigt wäre, ist ebenfalls nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht behauptet. Er verlangt einzig aufgrund seines Alters und der mangelnden Berufserfahrung einen Abzug, ohne aber näher darzulegen, weshalb er deswegen eine Lohneinbusse zu gewärtigen hätte. Solches ist auch nicht ersichtlich. Aufgrund der fehlenden beruflichen Kenntnisse wird das Valideneinkommen nach Massgabe von Art. 26 Abs. 1 IVV aufgewertet. Das auf statistischer Grundlage ermittelte Invalideneinkommen für einfache Hilfsarbeitertätigkeiten aus den gleichen Gründen zu reduzieren, bewirkte eine unzulässige doppelte Berücksichtigung. Mit anderen Worten hat die fehlende Ausbildung beim statistisch ermittelten Invalideneinkommen ausser Acht zu bleiben, weil deswegen bereits auf der Seite des Valideneinkommens ein statistischer Durchschnittslohn anstelle eines tatsächlich erzielten unterdurchschnittlichen Verdienstes herangezogen wurde (vgl. Urteil 8C_129/2019 vom 19. August 2019 E. 6.3). Ferner mag zwar bei Männern ohne Kaderfunktion zwischen dem Durchschnittslohn bei einem Teilzeitpensum von 50-74 % proportional bezogen auf ein 100%-Pensum (Fr. 5875.-) und dem Durchschnittslohn bei einem Vollzeitpensum (Fr. 6130.-) eine Differenz von rund 4 % bestehen. Hieraus kann aber keine überproportionale Lohneinbusse, jedenfalls aber nicht eine solche von 10 % (vgl. E. 8.4 hiervor), abgeleitet werden, sodass sich auch aufgrund des Beschäftigungsgrads kein Abzug rechtfertigt (vgl. Urteil 8C_610/2019 vom 20. November 2019 E. 4.2.3 mit Hinweisen).