Citation: 4A_449/2017 E. 5.1

5.1. Zum Erwerbsausfall vom 1. Oktober 2009 bis 7. August 2011 fasste die Vorinstanz einleitend die erstinstanzlichen Feststellungen zusammen. Aufgrund der Gutachten sei erwiesen, dass aus psychiatrischer Sicht die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Dezember 2007 noch uneingeschränkt gewesen sei, er aber spätestens ab 6. Mai 2012 vollumfänglich arbeitsunfähig gewesen sei. Einen konkreten Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit könne der Gutachter jedoch nicht festmachen. Die Entwicklung der Arbeitsunfähigkeit während dieser Spanne werde als Kurve von 0 % auf 100 % beschrieben, wobei der Verlauf dieser Kurve völlig unklar sei und das Gericht den Zeitpunkt, ab dem eine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, nicht bestimmen könne. Ein Anwendungsfall von Art. 42 Abs. 2 OR liege nicht vor. Die Phase der Arbeitsunfähigkeit sei nicht rechtsgenügend nachgewiesen. Die Vorinstanz prüfte alsdann, ob diverse Ausführungen, die der Beschwerdeführer in der Berufung machte, im Lichte von Art. 317 Abs. 1 ZPO noch zu berücksichtigen waren und verneinte dies bezüglich mehreren. Als verspätet erachtete sie namentlich Behauptungen in Zusammenhang mit dem vom Beschwerdeführer erstinstanzlich im Mai 2012 ohne dazugehörige Tatsachenbehauptungen eingereichten Gutachten aus dem IV-Verfahren, dem ebenfalls, soweit ersichtlich, ohne begleitende Ausführungen im August 2011 eingereichten Bericht einer Höhenklinik sowie der Behauptung, er habe lediglich auf "einen Durchschnitteiner 50%igen Arbeitsunfähigkeit gesetzt". Zum Bericht der Höhenklinik hielt die Vorinstanz zudem fest, der Beschwerdeführer habe diesen nicht hinsichtlich des Erwerbsausfallschadens eingereicht, sondern betreffend Gesundheitsschädigung zum Zwecke eines Gutachtens. Im Übrigen werde darin zwar von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit vom 21. April bis 22. Juni 2010 ausgegangen. Doch würden nebst der mittelgradigen Depression noch weitere Diagnosen (u.a. Adipositas permagna, Schlafapnoesyndrom, arterielle Hypertonie und Diabetes) gestellt. Aus dem Bericht gehe nicht hervor, aufgrund welcher Diagnose von der 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werde. Anschliessend führte die Vorinstanz aus, im gerichtlichen Gutachten sei die Frage offengelassen worden, in welchem Umfang in der hier relevanten Periode eine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Der Beschwerdeführer mache geltend, die Erstinstanz habe den Bericht des behandelnden Arztes vom Dezember 2012, in dem eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestätigt worden sei, völlig unberücksichtigt gelassen. Bei diesem Schreiben handle es sich jedoch bloss um eine sehr kurz gehaltene Bestätigung des Hausarztes des Beschwerdeführers, die keinen gemäss den einschlägigen Kriterien überprüfbaren ärztlichen Bericht darstelle. Insbesondere bleibe darin auch unerwähnt, welche Beschwerden des Beschwerdeführers in welchem Zeitraum zur festgestellten 100%igen Arbeitsunfähigkeit geführt hätten. Die Erstinstanz habe eine Schätzung des Schadens nach Art. 42 Abs. 2 OR zu Recht abgelehnt, da die Gutachter nicht vermocht hätten, einen konkreten Zeitpunkt in Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit festzulegen. Der Beschwerdeführer habe nicht alle im Hinblick auf die Schadenschätzung erforderlichen Angaben geliefert. Er habe bloss behauptet, bei Einarmigkeit werde in der Regel von einer zumutbaren Tätigkeit von höchstens 50 % ausgegangen. Eine psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit für den fraglichen Zeitraum habe der Beschwerdeführer aber nie behauptet. Der Beweis einer (unfallkausalen) Arbeitsunfähigkeit für diese Phase sei nicht erbracht worden.