Citation: 8C_303/2013 E. 4.2

4.2. Die Einwendungen der Beschwerdeführerin vermögen zu keinem andern Ergebnis zu führen. Insbesondere sind sie nicht geeignet relevante Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Beurteilung hinsichtlich der Kausalität der Schulterbeschwerden zu begründen. Entgegen der Vorinstanz kann zwar nicht ohne weiteres angenommen werden, dass ein Muskel-Hartspann am Trapezium (ganzer Bereich des Trapeziusmuskels) oder die vom Hausarzt festgestellte leichte Schwellung im Trapezium im Bereich der Clavicula nicht auf Schulterschmerzen hindeuten könnten, zumal auch Schmerzen am rechten Arm erwähnt wurden. Allerdings steht im konkreten Fall mit der Vorinstanz fest, dass die Schulterbeschwerden aktenkundig erst gegen Ende November 2009 aufgetreten sind. Entgegen der Beschwerdeführerin hat der Hausarzt Dr. med. B.________ bei der Nachkontrolle am 11. September 2009 denn auch nicht eine Schwellung des Schulterblattes, sondern u.a. eine auf ein direktes Trauma zurückzuführende leichte Schwellung im Bereich der Clavicula (Schlüsselbeins) festgestellt. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bereits kurze Zeit nach dem Unfall spezifische Schmerzen im Bereich der Supraspinatussehne geäussert hätte und die behandelnden Ärzte in diesem Bereich entsprechende Befunde erhoben hätten, falls die Ruptur auf den Unfall zurückzuführen gewesen wäre. Diese erklärte jedoch im Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen (vom 7. Dezember 2009) lediglich, dass sich die Symptome bereits einen Tag nach dem Unfall vom Hinterkopf ausgeweitet und in Richtung rechten Nackenbereich sowie den gesamten Rückenbereich rechts hinunter bis in die Kreuzgegend ausgestrahlt hätten. Entgegen der Beschwerdeführerin schliesst dies die Schulter nicht ohne weiteres mit ein. Wenn die Vorinstanz die Einschätzung des behandelnden Chiropraktors Dr. V.________, welcher als einziger die Supraspinatus-Sehnenruptur als unfallkausal bezeichnete, mit Vorbehalt wertete, ist dies ebenfalls nicht zu beanstanden. Das kantonale Gericht durfte die Erfahrungstatsache mitberücksichtigen, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3a/cc S. 353 mit weiteren Hinweisen). Zudem ist dessen Beurteilung vom 22. Juli 2010 - wie er selbst erwähnt - ohne Kenntnis des von ihm in Auftrag gegebenen Berichts der Neurologin Dr. med. C.________ vom nerv, Zentrum für Neurologie, vom 26. Juli 2010 und mithin - im Gegensatz zum Kreisarzt - ohne Kenntnis des Berichts der Artho-MRI-Untersuchung der rechten Schulter vom 30. Juni 2010 ergangen. Die Neurologien hat zur Unfallkausalität zwar nicht explizit Stellung genommen, allerdings wird ein nicht unerheblicher Sturz der Versicherten beim Skifahren vom 20. März 2010 erwähnt. Ausserdem ist zu beachten, dass der Chiropraktor selbst davon ausging, dass die Schulterproblematik nach etwa einem Jahr abgeheilt sein sollte. Schliesslich vermag auch der im vorinstanzlichen Verfahren nachgereichte Bericht des Dr. med. T.________ vom 26. September 2012 keine Zweifel an der kreisärztlichen Einschätzung aufkommen zu lassen und entgegen der Beschwerdeführerin auch keine Teilkausalität zu begründen. Dieser überzeugt bereits insofern nicht, als Dr. med. T.________ von der aktenmässig nicht erstellten Annahme ausging, dass die rechte Schulter akzeleriert wurde und wahrscheinlich am Steuerrad anprallte. Damit legte er seiner Kausalitätseinschätzung ohne entsprechende Anhaltspunkte ein unfallbedingtes axiales Stauchungstrauma der rechten Schulter zu Grunde. Überdies ist mit der Vorinstanz dem Bericht nicht zu entnehmen, dass der Zusammenhang zwischen dem Riss der Supraspinatussehne und dem Unfall überwiegend wahrscheinlich gegeben ist.