Citation: 6B_1493/2022 E. 3.2.2

3.2.2. In einer Eventualbegründung nimmt die Vorinstanz eine Interessenabwägung vor, wobei sie die öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung höher gewichtet als die Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib. Dies aufgrund der wiederholten und schwerwiegenden Delinquenz und der dadurch manifestierten Unbelehrbarkeit sowie der schlechten Legal- und Zukunftsprognose bei trotz der langen Aufenthaltsdauer ungenügender Integration. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers seien keine definitiven Vollzugshindernisse erkennbar oder dargelegt. Das SEM und das Bundesverwaltungsgericht hätten die Flüchtlingseigenschaft am 20. September 2018 resp. 14. April 2020 verneint. Das SEM habe namentlich die geltend gemachte Tätigkeit bei der Organisation B.________ als nicht glaubhaft eingestuft, zumal angesichts des Vorbringens erst spät im Verfahren und verschiedener Widersprüchlichkeiten im Aussageverhalten. Dass das Bundesverwaltungsgericht am 29. Oktober 2010 die vorläufige Aufnahme des Beschwerdeführers trotz einer Vorstrafe von 2009 nicht widerrufen habe, sei gemäss dem Urteil hauptsächlich auf begünstigende Faktoren wie die IV- und Unfallrente, den Rückhalt in der Familie sowie die relativ geringe Rückfallgefahr zurückzuführen. Das Bundesverwaltungsgericht habe jedoch bereits damals angedeutet, dass der Beschwerdeführer bei einer erneuten Straffälligkeit mit derart hohem Strafmass nicht mehr mit Milde rechnen könne. Auf die Behauptungen des Beschwerdeführers zu seiner angeblichen Tätigkeit für die Organisation B.________ geht die Vorinstanz nicht neuerlich ein. Diese seien angesichts der Rechtskraft des Bundesverwaltungsgerichtsurteils vom 14. April 2020 widerlegt. Weitere Aspekte, die im Fall einer Rückkehr des Beschwerdeführers nach Sri Lanka eine individuell-persönliche, konkrete Gefährdung aufzeigen oder belegen würden, seien nicht ersichtlich oder dargetan. Der Verweis auf die allgemein schwierige Lage begründe kein massgebliches Vollzugshindernis. Auch die allgemeine Menschenrechtslage in Sri Lanka lasse den Vollzug der Landesverweisung als zulässig erscheinen. Dieser sei auch möglich.