Citation: 8C_223/2017 E. 3.6

3.6. Schliesslich rügt der Versicherte, dass es an der adäquaten Kausalität fehle. Selbst wenn er hätte merken müssen, dass eine tätliche Auseinandersetzung drohe, sei ausser Frage gestanden, dass eine derart massive Körperverletzung (wuchtiger Schlag mit einem Baseballschläger auf den Kopf) bevorgestanden habe. Tätliche Auseinandersetzungen zwischen jungen Erwachsenen endeten in aller Regel mit relativ harmlosen Verletzungen, die keine lange Arbeitsunfähigkeit zur Folge hätten. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Handlungsweise von C.________ bei all seiner Verwerflichkeit nicht als derart aussergewöhnlich oder ausserhalb der allgemeinen Lebenserfahrung zu betrachten ist, als dass mit einer entsprechenden Reaktion objektiv nicht zu rechnen war. Im Gegenteil kommt es nicht selten vor, dass bei tätlichen Auseinandersetzungen (gefährliche) Gegenstände wie Holzstöcke oder Messer zum Einsatz kommen, die dementsprechend auch zu schweren Verletzungen führen können. Der Einsatz solcher Gegenstände schliesst daher nicht aus, den adäquaten Kausalzusammenhang zur Beteiligung an einer Rauferei oder Schlägerei zu bejahen (Urteil 8C_579/2010 vom 10. März 2011 E. 5.2.3 mit Bezug auf den Einsatz eines Messers mit Hinweis auf RKUV 2005 Nr. U 553 S. 311, U 360/04 Sachverhalt A und E. 2; SVR 1995 UV Nr. 29 S. 85, U 106/92 E. 3 und 6).