Citation: 2C_860/2020 E. 6.3

6.3. Die von der Vorinstanz vorgenommene Verhältnismässigkeitsprüfung ist im Ergebnis bundesrechtskonform. Zwar hielt sich der Beschwerdeführer während fast 15 Jahren und damit schon seit längerer Zeit in der Schweiz auf (vgl. E. 6.1 hiervor), doch ist diese Aufenthaltsdauer erheblich zu relativieren, da sein Aufenthalt auf einer Täuschung der Behörden beruhte (vgl. Urteil 2C_234/2017 vom 11. September 2017 E. 7.1 mit Hinweisen). Die in der Schweiz gepflegten familiären Kontakte des Beschwerdeführers, der hier nach eigenen Angaben über vier Geschwister verfügt, hat die Vorinstanz mitberücksichtigt (und dem Beschwerdeführer entgegen der Darstellung in der Beschwerde nicht unterstellt, in der Schweiz gar keine sozialen Kontakte zu unterhalten). Allein gestützt auf die Aufenthaltsdauer lässt sich sodann nicht darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer ausserfamiliäre soziale Beziehungen in der Schweiz pflegt. Zwar dürfte es dem Beschwerdeführer - wie er unter Hinweis auf die Arbeitslosenquote im Kosovo sinngemäss geltend macht - nicht leicht fallen, in wirtschaftlicher bzw. beruflicher Hinsicht in seiner Heimat Fuss zu fassen. Nebst seiner Familie können dem Beschwerdeführer, der seine prägenden Kindheits- und Jugendjahre im Kosovo verbrachte, dabei aber die in der Schweiz erworbenen Berufserfahrungen und seine Vertrautheit mit den Verhältnissen im Heimatland helfen. Es erscheint auch nicht als bundesrechtswidrig, dass die Vorinstanz das Grundeigentum, über das der Beschwerdeführer in der Heimat verfügt, als Stütze bei der Reintegration betrachtet hat (vgl. Urteil 2C_664/2020 vom 10. November 2020 E. 8.2).