Citation: 1C_647/2020 E. 4.1

4.1. Gemäss § 292 lit. b PBG/ZH dürfen Dachaufbauten - von gewissen, hier nicht relevanten Ausnahmen abgesehen - insgesamt nicht breiter sein als ein Drittel der betreffenden Fassadenlänge, sofern sie bei Flachdächern die für ein entsprechendes Schrägdach zulässigen Ebenen durchstossen. Diese Bestimmung hält das strittige Bauvorhaben gemäss der Vorinstanz ein. Als "betreffende Fassadenlänge" im Sinne von § 292 PBG/ZH habe vorliegend die gesamte Fassadenlänge von 135 m zu gelten. Das von den Beschwerdeführenden beanstandete Geschoss unterschreite mit 39,1 m das zulässige Drittel um mehr als 10 %. Die Drittelsregel sei eingehalten (vgl. E. 6.3.4 des angefochtenen Entscheids). Entsprechend einer langjährigen verwaltungsgerichtlichen Praxis dürften Dachaufbauten bis zur Fassadenflucht des darunter liegenden Vollgeschosses vorstossen, d.h. mit der betreffenden Fassade bündig sein. Zudem sei es gemäss der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts zulässig, solche Bauten seitlich bis zu der Stirnseite der Baute, d.h. an die Gebäudeecken der betreffenden Traufseiten zu rücken. Entscheidend sei, dass das Dachgeschoss immer noch als solches zu erkennen sei und nicht den Eindruck eines Vollgeschosses vermittle. Diese Voraussetzungen seien vorliegend erfüllt. Das mit grossen Glasflächen gestaltete Dachgeschoss unterscheide sich auch darin von den Vollgeschossen, dass es durch seine Höhe merklich leichter wirke. Im Übrigen kenne die Praxis zu § 292 PBG/ZH keine schematische Höhenbegrenzung (vgl. E. 5.2 des angefochtenen Entscheids). Bereits im ersten Rechtsgang 2014 erwog die Vorinstanz, das Gebäude mit seiner durchgehend einheitlich gestalteten und materialisierten Fassade verfüge, trotz der horizontalen Abstufung im dritten Obergeschoss, klar über ein einheitliches Erscheinungsbild. Diese Auffassung bestätigte die Vorinstanz nunmehr erneut und hielt fest, das zweistöckige Bindeglied ändere nichts daran, dass sich die "betreffende Fassadenlänge" über das gesamte geplante Gebäude ziehe. Es sei im Ermessen der kommunalen Baubewilligungsbehörde gestanden, aus ästhetischen Gründen ein nur zweistöckiges Bindeglied zugunsten einer volumetrischen Differenzierung und einer Stufung der Silhouette mit drei unterschiedlichen Höhen zu akzeptieren. Aufgrund dieser Gliederung trete das Bauprojekt überdies nicht als unerwünschter Riegel zum See in Erscheinung (vgl. E. 6.3 des angefochtenen Entscheids).