Citation: 8C_188/2015 E. 3.1

3.1. Der Rentenzusprechung mit Verfügung vom 12. Dezember 2003 lag das Gutachten des Dr. med. G.________, Facharzt für Chirurgie FMH, speziell Handchirurgie, vom 24. Juni 2002 bzw. die gestützt darauf getroffene Annahme einer 60%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit zugrunde. Der Experte diagnostizierte einen Status nach Kontusions-Quetschverletzung des Nervus-ulnaris-Stammes knapp distal des linken Ellbogengelenkes mit konsekutivem Complex Regional Pain Syndrom (CRPS) II und Komponenten eines CRPS I bei Linkshändigkeit, eine unfallbedingte, erhebliche Gebrauchsminderung des linken Armes und einen Status nach Epineurolyse des Nervus ulnaris und Subcutan-Verlagerung am Ellbogen links. Zumutbar waren nach seiner Einschätzung nur noch Beschäftigungen in einem Teilzeitpensum zwischen 50 bis 62,5 %, die vermehrt mit Geisteskraft ausgeübt werden können, bei welchen der linke Arm nicht oder lediglich als Hilfshand eingesetzt werden muss. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung wurde der hypothetische Verdienst in der bisherigen Tätigkeit als Reinigungshilfe (Valideneinkommen; Fr. 49'680.-) dem tatsächlichen Einkommen in der nach dem Unfall aufgenommenen 60%-Beschäftigung als Verkaufsberaterin in einer Bijouterie (Invalideneinkommen; Fr. 24'480.-) verglichen und daraus ein Invaliditätsgrad von 50 % errechnet. Auf den 31. Juli 2007 gab die Beschwerdegegnerin die Stelle als Bijouterieverkäuferin aus gesundheitlichen Gründen auf. Am 13. August 2007 machte sie bei der Beschwerdeführerin einen Rückfall geltend. In der Folge meldete sie sich auch bei der Arbeitslosenversicherung zum Leistungsbezug an. Im Oktober 2011 machte sie sich beruflich selbstständig (Franchising) und übernahm die Leitung eines Esoterikladens. Mit Blick auf diese Umstände nimmt die Vorinstanz an, aufgrund des Stellenwechsels und der unterschiedlichen Tätigkeit liege ein erwerblicher Revisionsgrund vor. Ob auch ein medizinischer Revisionsgrund im Sinne einer Besserung des Gesundheitszustandes gegeben sei, wie von der Versicherung mit ausführlicher Begründung geltend gemacht werde, könne damit offen bleiben. Weiterungen bezüglich der Frage zum Beweiswert der medizinischen Akten hinsichtlich eines allfälligen Revisionsgrundes wegen einer Veränderung des Gesundheitszustandes würden sich ebenfalls erübrigen. Wegen des erwerblichen Revisionsgrundes sei der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig neu zu prüfen.