Citation: 6B_216/2017 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe als Autoritätsträger mit dem Beschwerdegegner im gleichen Haushalt gelebt. Die Übergriffe hätten im Elternbett in Gegenwart der Ehefrau des Beschwerdeführers angefangen, als der Beschwerdegegner 8 Jahre alt gewesen sei. Die späteren Übergriffe hätten mehrheitlich im Kinderzimmer stattgefunden. Der Beschwerdeführer habe jeweils gewartet, bis die Ehefrau das Haus verlassen habe und sich bereits im Vorfeld daran erregt, dass er seinen Sohn aufsuchen werde. Als es später zu den Vorfällen unter der Dusche gekommen sei, sei der Beschwerdegegner bereits an sexuelle Handlungen gewöhnt gewesen. Er habe die sexuellen Handlungen klar abgelehnt, jedoch auf eine Besserung des Verhältnisses zum Vater gehofft. Der Beschwerdeführer habe gewusst, dass dem Beschwerdegegner die Handlungen nicht gefielen und er bei ihm zumindest eine innerliche Barriere habe überwinden müssen. Das Verhalten des Beschwerdeführers habe beim Beschwerdegegner einen psychischen Druck erzeugt. Der Beschwerdegegner habe sich zudem in einem Gewissenskonflikt befunden, da er nicht gewollt habe, dass jemand von der Neigung seines Vaters erfährt. Der Beschwerdeführer habe seine eigenen sexuellen Interessen über diejenigen des Sohnes gesetzt und sei weit über das Ausnützen eines Abhängigkeitsverhältnisses hinausgegangen. Er habe den Beschwerdegegner über längere Zeit konditioniert und an die sexuellen Handlungen gewöhnt, wobei er seine Stellung als Vater ausgenützt habe. Der Beschwerdeführer sei sich seiner Macht bewusst gewesen und habe gewusst, dass es keines weitergehenden Druckes bedurfte. Das Nachgeben des Beschwerdegegners erscheine verständlich. Die tatbestandsmässigen Voraussetzungen des "Unter-psychischen-Druck-Setzens" seien erfüllt. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, sowohl die Übergriffe unter der Dusche (versuchte Analpenetration) als auch der vollendete Analverkehr erfüllten den Tatbestand der sexuellen Nötigung.