Citation: 6B_1225/2019 E. B

Das Kantonsgericht Luzern sprach A.________ am 18. Juli 2019 auf dessen Berufung hin vom Vorwurf der Entführung zum Nachteil von E.________ frei. Die sexuellen Handlungen zum Nachteil von E.________ und F.________ qualifizierte es anders als das Kriminalgericht nicht als sexuelle Nötigung. Es erklärte A.________ indes der sexuellen Belästigung (Art. 198 Abs. 2 StGB) zum Nachteil von F.________ schuldig. Das Verfahren wegen sexueller Belästigung zum Nachteil von E.________ stellte es infolge Verjährung ein. Im Übrigen bestätigte es die erstinstanzlichen Schuldsprüche, soweit diese angefochten waren. Es verurteilte A.________ zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren, unter Anrechnung von 123 Tagen Untersuchungshaft und 14 Tagen Freiheitsbeschränkung durch Ersatzmassnahmen, sowie zu einer Busse von Fr. 500.--. Die Schuldsprüche wegen Vergewaltigung, mehrfacher sexueller Nötigung und sexueller Belästigung betreffen Taten, die A.________ als Taxichauffeur in der Zeit vom 14. Februar 2010 bis am 27. März 2016 zum Nachteil von jungen Frauen, welche sein Taxi bestiegen hatten, beging. Das Kantonsgericht wirft A.________ zudem vor, er habe eine mögliche HIV-Infektion seiner Ehefrau bewusst in Kauf genommen, da er vom 1. September 2005 (Datum der Hochzeit) bis zum 24. Mai 2016 (Datum seiner Festnahme) mehrmals wöchentlich ungeschützten Geschlechts- und/oder Analverkehr mit ihr gehabt und drei Kinder mit ihr gezeugt habe, ohne sie über seine HIV-Erkrankung aufzuklären. Auch beim Vergewaltigungsopfer B.________ habe er eine HIV-Infektion infolge des ungeschützten Sexualkontakts billigend in Kauf genommen.