Citation: 7B_859/2024 E. 3.4.2

3.4.2. Im Rahmen dieses Haftprüfungsverfahren ist bei der derzeitigen Aktenlage davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer als erfahrener und geübter Schütze um die unmittelbare Lebensgefährdung durch einen ungenauen oder ungewollten Schuss und möglichen Querschlägern oder Abprallern wusste, wenn er in einem relativ kleinen Raum bei schlechter psychischer und physischer Verfassung seine geladene sowie ungesicherte Pistole auf andere Personen richtete und mehrere Schüsse in verschiedene Richtungen abgab, wobei sich zumindest eine Person in seiner Nähe befand. Es ist deshalb nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz den Beschwerdeführer dringend verdächtigt, den Tatbestand der Gefährdung des Lebens auch in subjektiver Hinsicht erfüllt zu haben.