Citation: 2C_145/2008 29.09.2008 E. 3

3.1 Die einfache Gesellschaft Y.________ wurde am 9. Juni 1998 vom Beschwerdeführer und der Z.________ SA zum Zweck gegründet, die Liegenschaften "A.________" und "B.________" zu erwerben. Der Kaufpreis der überbauten Liegenschaften betrug Fr. ________ Mio. Hinzu kamen Handänderungs- und Notariatskosten (Fr. 269'500.--), eine Provision (Fr. 165'250.--) sowie die Ausgleichzahlung an den Beschwerdeführer (Fr. 1,1 Mio.). Die Steuerrekurskommission, auf deren Erwägungen die Vorinstanz verwies, legte dar, dass dem Beschwerdeführer im Zusammenhang mit seiner Beteiligung an der einfachen Gesellschaft Y.________ in der Steuerperiode 1998 insgesamt Fr. ________ (ohne Aufrechnung der gemeinnützigen Zuwendungen von Fr. ________) als Einkommen zugeflossen sind. Dabei handelt es sich um die vertraglich vereinbarte Ausgleichszahlung von Fr. 1,1 Mio. und um weiteren Ertrag (Fr. ________) abzüglich der ausbezahlten Provisionen (Fr. ________) und des Aufwandes (Fr. ________ gemäss Erfolgsrechnung der Einzelunternehmung des Beschwerdeführers. 3.2 Der Beschwerdeführer bestreitet diesen Einkommenszufluss. Er macht geltend, er habe lediglich Anspruch auf die vertraglich vereinbarten 40 % am Gewinn der einfachen Gesellschaft. Im Jahre 1998 habe die einfache Gesellschaft einen Vermögensstandsgewinn von Fr. ________ erwirtschaftet. Die Vorinstanz habe den Sachverhalt unrichtig festgestellt. Zurückzuweisen ist vorab der Einwand, einkommenssteuerrechtlich relevant sei allein der Anteil des Beschwerdeführers von 40 % am Gesellschaftsgewinn. Die Rüge geht schon deshalb fehl, weil hier nicht die Besteuerung des Anteils des Beschwerdeführers am Gesellschaftsgewinn in Frage steht, sondern die Einkünfte, die er aus selbständiger Erwerbstätigkeit im Rahmen seiner Einzelfirma erzielte und die als ausserordentlich taxiert wurden. Es geht um Leistungen, die der Beschwerdeführer gegenüber der Gesellschaft erbracht hat und für die er entsprechend zu entlöhnen ist, sofern dies vereinbart oder üblich ist. In Lehre und Rechtsprechung ist anerkannt, dass zwischen dem Gesellschafter und einer Personengesellschaft Verträge möglich sind wie zwischen Dritten (Fellmann/Müller, Berner Kommentar, N 623 zu Art. 530 OR; Werner von Steiger, Die einfache Gesellschaft, in: Schweizerisches Privatrecht, Bd. VIII/1, Basel/Stuttgart 1976, S. 370; vgl. BGE 104 II 108 ff. bes. E. 2; Urteil 2A.269/2006 vom 20. Juni 2008 E. 3.4). So verhält es sich auch hier. Diese Einkünfte sind im Übrigen nachgewiesen. Am 1. Juli 1998 zahlte die Credit Suisse an den Beschwerdeführer den Betrag von Fr. 965'250.--. Die Gutschrift erfolgte am 1. Juli 1998 im Auftrag der Z.________ SA auf das Konto des Beschwerdeführers. Die Überweisung wurde in der Buchhaltung der einfachen Gesellschaft Y.________ als Soll im Kapitalkonto des Beschwerdeführers verbucht. Die Z.________ SA erwarb hierfür eine Darlehensforderung gegenüber der einfachen Gesellschaft in der Höhe von Fr. 965'250.--, die im Darlehenskonto der Z.________ SA im Haben ausgewiesen wurde. Es handelt sich um die vertraglich vorgesehene Ausgleichszahlung von Fr. 1,1 Mio. abzüglich dem hälftigen Anteil des Beschwerdeführers an den Handänderungskosten (Fr. ________) für den Erwerb der Liegenschaften in C.________. Gemäss Gesellschaftsvertrag vom 9. Juni 1998 (Ziff. 6) und "Präzisierung" vom 9. Juni 1998 (Ziff. 7) dient dieser Betrag der Finanzierung aller "Entwicklungskosten" bezüglich der genannten Liegenschaften. Dort heisst es unter Ziff. 7: "Diese Summe bildet Teil der Anlagekosten und hat sämtliche Ansprüche von X.________ im Zusammenhang mit seinen Entwicklungskosten bezüglich der Liegenschaften, inklusive aller bei ihm aufgelaufenen Provisions- und Subprovisionsansprüche Dritter, per Saldo abgegolten. Diese Ausgleichszahlung wurde von der einfachen Gesellschaft aus der von Z.________ gewählten Finanzierung sowie aus Erträgnissen geleistet." Ein anderer Zahlungsgrund wurde nicht dargetan und ist nicht ersichtlich. In welcher Weise der Beschwerdeführer für die einfache Gesellschaft Y.________ tätig geworden ist, wurde zwar im kantonalen Verfahren nicht dargelegt. Mangels anderer Angaben muss aber von Erwerbseinkommen ausgegangen werden. In der Einzelfirma des Beschwerdeführers wurde der Eingang denn auch per 31. Dezember 1998 im Konto Honorareinnahmen im Haben und gleichzeitig im Konto Privatbezüge im Soll verbucht. Diese Verbuchungsweise wurde offensichtlich gewählt, weil in der Bilanz der Einzelfirma weder ein Bankkonto noch ein Verbindungskonto mit der einfachen Gesellschaft Y.________ geführt wurde. Das ändert aber nichts am Einkommenszufluss. Dieser ist durch die Gutschrift der Credit Suisse, durch die Art der Verbuchung in der Einzelfirma und bei der einfachen Gesellschaft Y.________ und durch die vertraglichen Abmachungen und den Zahlungsgrund hinreichend belegt, wie bereits das kantonale Steueramt gegenüber der Steuerrekurskommission hervorgehoben hat. 3.3 Was der Beschwerdeführer demgegenüber einwendet, ist unbehelflich. Sofern auf den Liegenschaften der einfachen Gesellschaft Abschreibungsbedarf bestanden haben sollte, wie er geltend macht, so würde dies den Anteil des Beschwerdeführers am Gewinn der einfachen Gesellschaft Y.________ betreffen und nicht seine Forderung von Fr. 1,1 Mio. gegenüber dieser. Abgesehen davon kann von einer Überbewertung der fraglichen Liegenschaften nicht die Rede sein, wie bereits das kantonale Steueramt in der Rekurs- und Beschwerdeantwort ausführlich dargelegt hat. Die Forderungen des Beschwerdeführers für "Entwicklungskosten" gegenüber der einfachen Gesellschaft stellen Anlagekosten dar und waren daher zu aktivieren. Sollte sich daraus eine Überbewertung der Liegenschaften ergeben haben (Buchwert per 31. Dezember 1998 Fr. ________), hätten Abschreibungen in der Bilanz der einfachen Gesellschaft vorgenommen werden müssen. Die hypothekarische Belastung von Fr. ________ (was einer Bankfinanzierung von rund 89 % entspricht) und Jahresmieterträge aus den fraglichen Liegenschaften von Fr. ________ bis Fr. ________ sprechen indessen dafür, dass der Verkehrswert der Liegenschaften den Kaufpreis von Fr. ________ Mio. zusammen mit den weiteren aktivierten Anschaffungskosten von Fr. ________ Mio. per Stichtag deutlich überstiegen haben muss. Die Zahlung an den Beschwerdeführer hat daher einen durchaus realen Hintergrund, ohne dass Anzeichen einer Überbewertung bestehen. Dem Verwaltungsgericht kann insofern keine rechtsverletzende, d.h. unvollständige oder willkürliche Feststellung des Sachverhalts vorgeworfen werden, wenn es eine Überbewertung der Liegenschaft verneinte.