Citation: 1P.87/2003 04.06.2003 E. 2

2.1 Das staatsrechtliche Beschwerdeverfahren ist ein selbstständiges Verfahren, das nicht eine blosse Weiterführung des kantonalen Verfahrens darstellt. Die Legitimation bestimmt sich ausschliesslich nach Art. 88 OG. Der Umstand, dass eine letzte kantonale Instanz die Legitimation im kantonalen Verfahren bejaht und auf die kantonale Beschwerde eintritt, ist für das bundesgerichtliche Verfahren nicht massgeblich (BGE 126 I 43 E. 1a S. 44; 123 I 279 E. 3a S. 280; 119 Ia 433 E. 2a S. 436; 114 Ia 93 E. 1 S. 94). Nach Art. 88 OG steht das Recht zur Beschwerdeführung Privaten u.a. bezüglich solcher Rechtsverletzungen zu, die sie durch sie persönlich treffende Entscheide oder Verfügungen erlitten haben. Gemäss ständiger Rechtsprechung kann mit staatsrechtlicher Beschwerde lediglich die Verletzung in rechtlich geschützten Interessen gerügt werden; zur Verfolgung bloss tatsächlicher Nachteile oder zur Geltendmachung allgemeiner öffentlicher Interessen ist die staatsrechtliche Beschwerde nicht gegeben. Die eigenen rechtlichen Interessen, auf die sich der Beschwerdeführer berufen muss, können entweder durch kantonales oder eidgenössisches Gesetzesrecht oder auch unmittelbar durch ein angerufenes spezielles Grundrecht geschützt sein. Das in Art. 9 BV enthaltene allgemeine Willkürverbot verschafft für sich alleine noch keine geschützte Rechtsstellung im Sinne von Art. 88 OG (BGE 126 I 43 E. 1a S.44; 122 I 44 E. 2b S.45, mit Hinweisen). 2.2 Die Beschwerdeführer machen im Wesentlichen geltend, die angefochtene Beschlagnahme beruhe einerseits auf einer willkürlichen Beweiswürdigung hinsichtlich des THC-Gehalts der Hanfpflanzen und des beabsichtigten Absatzes und verletze andererseits wegen Fehlens einer gerichtlichen Instanz die Anforderungen von Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Damit beziehen sie sich in erster Linie auf die aus dem Eigentum fliessenden Rechte an den Hanfpflanzen und der zur Produktion erforderlichen Infrastruktur. Diese kommen indessen, wie sie selber ausführen, allein der X.________ AG zu. Daher ist durch die umstrittene Beschlagnahme einzig die Aktiengesellschaft als juristische Person unmittelbar in ihren rechtlich geschützten Interessen betroffen. Diese hat indessen nicht staatsrechtliche Beschwerde erhoben. Aus den vorliegenden Beschwerden geht auch keineswegs hervor, dass die Beschwerdeführer, welche die Funktion von Verwaltungsräten innehaben, bereits im kantonalen Verfahren im Namen der X.________ AG Rekurs erhoben hätten und nunmehr staatsrechtliche Beschwerde führen wollten. Die Beschwerdeführer erheben die vorliegenden Beschwerden vielmehr ausschliesslich in ihrem eigenen Namen. Sie sind indessen durch die Beschlagnahme nicht in eigenen rechtlich geschützten Interessen betroffen. Sie sind nicht befugt, in ihrem Namen die durch die Beschlagnahme betroffenen Interessen der X.________ AG wahrzunehmen. Soweit sie geltend machen, der Wert ihrer Aktienanteile an der X.________ AG werde durch die angefochtene Beschlagnahme vermindert, machen sie ausschliesslich tatsächliche Interessen geltend, zu deren Verfolgung sie im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren nicht befugt sind. Dasselbe trifft hinsichtlich der Berufung auf die Wirtschaftsfreiheit zu, die im vorliegenden Zusammenhang von Organen oder Angestellten der juristischen Person nicht in eigenem Namen als verletzt gerügt werden kann. 2.3 Auf die Beschwerden kann demnach mangels Legitimation im Sinne von Art. 88 OG nicht eingetreten werden. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die bundesgerichtlichen Kosten den Beschwerdeführern aufzuerlegen.