Citation: 6B_491/2023 E. 4.3

4.3. Die Anklage wirft dem Beschwerdeführer Raufhandel, vorsätzliche und versuchte vorsätzliche Körperverletzung zum Nachteil des Beschwerdegegners 2 sowie Drohung vor (Untersuchungsakten pag. 268 und 270 f.). Die Vorinstanz stellt in ihrem Urteil vom 17. Februar 2023 vorab lediglich die Rechtskraft der erstinstanzlichen Entschädigung der amtlichen Verteidigung (Dispositiv-Ziffern 12 und 13 des erstinstanzlichen Urteils) fest, jedoch nicht die Rechtskraft der erstinstanzlichen Freisprüche des Beschwerdeführers (Urteil S. 49), und erwähnt auch sonst im Dispositiv nicht, dass auf die Berufungen der Beschwerdegegner 2 und 3 betreffend die Antragsdelikte nicht eingetreten werde, wie sie selbst erwog (vgl. E. 2.2 hiervor). Damit erledigt die Vorinstanz den durch die Anklage zugelassenen Prozessgegenstand zwar in den Erwägungen erschöpfend, nicht jedoch im Dispositiv. Mit anderen Worten steht das Dispositiv im Widerspruch zur Urteilsbegründung. Da es sich bei der fehlenden Übereinstimmung um ein offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 83 Abs. 1 StPO handelt, kann die Vorinstanz die erforderliche Korrektur von Amtes wegen vornehmen. Gleichermassen ist auch bezüglich des Widerspruchs zwischen der Urteilsbegründung und dem Urteilsdispositiv in Bezug auf die Verteilung der zweitinstanzlichen Kosten zu verfahren: Die Vorinstanz wird zuständigkeitshalber und von Amtes wegen die Erläuterung ihres Entscheids vorzunehmen haben. Auf die diesbezüglichen Rügen ist daher nicht einzutreten.