Citation: 5A_435/2021 E. 2.4

2.4. Was die Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzliche Beurteilung vorbringt, vermag den angefochtenen Entscheid nicht zu erschüttern. Die Beschwerdeführerin begründet ihren Standpunkt im Wesentlichen damit, dass der Erblasser nicht gewollt habe, dass seine Schwester erbe, und es für ihn sehr einfach gewesen wäre, sein Testament vom 25. Juli 2016 zu widerrufen, wenn er mit dessen Inhalt nicht einverstanden gewesen wäre. Dabei ignoriert sie, dass die Vorinstanz einen anderen Sachverhalt festgestellt hat, nämlich den Wunsch des Erblassers, dass in der Familie Frieden herrsche. Darüber hinaus blendet die Beschwerdeführerin aus, dass die mit Arglist, Zwang oder Drohung begründete Erbunwürdigkeit (Art. 540 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB) ihres Ehemanns nicht dadurch beseitigt wird, dass der Erblasser von einem Widerruf seines Testaments vom 25. Juli 2016 absah, obwohl er dazu in der Lage gewesen wäre. Es hätte vielmehr an der Beschwerdeführerin gelegen, den Beweis dafür anzutreten, dass der Erblasser an seinem Testament auch dann noch festhalten wollte, als ihn Arglist, Zwang und Drohung nicht mehr an einem Widerruf des Testaments hinderten. Von selbst versteht es sich, dass sich die Beschwerdeführerin dabei nicht aufs Testament vom 25. Juli 2016 berufen kann, nachdem die Vorinstanz darin und in den Umständen seiner Errichtung gerade den wesentlichen Beleg für die Erbunwürdigkeit ihres Ehemanns erblickt.