Citation: H 235/03 02.03.2004 E. 6

6.1 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, in Anbetracht der schwierigen finanziellen Lage des Unternehmens sei beabsichtigt worden, durch die Nichtbezahlung der Beiträge die Existenz der Firma zu retten. Ein solches Vorgehen befreit dann von einer Haftung gemäss Art. 52 AHVG, wenn der Arbeitgeber im Zeitpunkt seiner Entscheidung auf Grund der objektiven Umstände und einer sachgerechten Beurteilung der Lage damit rechnen durfte, dass er die Forderung der Ausgleichskasse innert nützlicher Frist würde befriedigen können (BGE 108 V 186 Erw. 1b, 193 Erw. 2b; ZAK 1985 S. 576 Erw. 2, 619 Erw. 3a). 6.2 Nach den für das Eidgenössische Versicherungsgericht verbindlichen Feststellungen (vgl. Erw. 2 hievor) des kantonalen Gerichts bestanden die Zahlungsschwierigkeiten der Firma bereits im Jahre 1998. Diese finanziellen Schwierigkeiten wurden immer ausgeprägter und führten schliesslich zum Konkurs. Dabei musste die wirtschaftliche Lage des Unternehmens dem Beschwerdeführer, welcher ab Februar 1996 Direktor der Gesellschaft war, bewusst sein. In dieser Funktion unternahm er im Jahr vor der Konkurseröffnung zwar Verhandlungen über mögliche Verkäufe einzelner Filialen, welche jedoch nicht zu einer besseren Liquidität des Unternehmens führten. Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich geltend, im Sommer 2000 hätten noch gute Aussichten bestanden, nach fruchtbaren Gesprächen und realistischer Einschätzung der Situation alle Filialen an die Firma Z.________ zu verkaufen. Erst nachdem die Mitarbeiter der Firma Y.________ die Arbeit am niedergelegt hätten, was dem Ruf des Geschäftes enorm geschadet habe, sei absehbar geworden, dass sämtliche weiteren Verkaufsbemühungen scheitern würden. Diese Umstände sind im vorliegenden Zusammenhang nicht ausschlaggebend. Mit Blick auf die Verhältnisse, wie sie sich bereits bis Ende 1999 entwickelt hatten, lässt sich nichts Greifbares eruieren, was aus der damaligen Situation zur begründeten Erwartung hätte führen können, den Betrieb über die Runden zu bringen. Es kann insbesondere nicht von einem vorübergehenden finanziellen Engpass gesprochen werden, in Anbetracht dessen der Beschwerdeführer im Zeitpunkt seiner Entscheidung auf Grund der objektiven Umstände und einer sachgerechten Beurteilung der wirtschaftlichen Lage damit hätte rechnen dürfen, die Forderung der Ausgleichskasse innert nützlicher Frist befriedigen zu können. Somit liegen nach dem Gesagten keine Rechtfertigungs- oder Entlastungsgründe vor.