Citation: 5C.121/2005 06.02.2006 E. 1

Als Berufungsanträge formuliert der Beklagte eigene neue Feststellungsbegehren (vgl. Art. 55 Abs. 1 lit. b OG), will damit aber - wie im kantonalen Verfahren - lediglich Antrag auf Abweisung des Eventualklagebegehrens stellen (S. 43 Rz. 188 der Berufungsschrift). Der Antrag ist zulässig (BGE 90 II 476 E. 1 S. 479) gleichwie der Verweis auf die Rechtsgutachten als Teil der Berufungsbegründung (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 105 II 1 E. 1 S. 3; 127 III 1 E. 2 S. 4). Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, ausser sie beruhten offensichtlich auf Versehen, wären unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen (Art. 63 Abs. 2 OG) oder zu ergänzen (Art. 64 OG). Das Vorbringen neuer Tatsachen ist in der Berufung wie auch in der Berufungsantwort unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c und Art. 59 Abs. 3 OG). Das Bundesgericht kann deshalb auf die angeblich unzulässigen bzw. neuen Tatsachenbehauptungen und Vorbringen des Klägers in dessen Berufungsantwort nicht abstellen, so dass der für den gegenteiligen Fall gestellte Verfahrensantrag des Beklagten auf Durchführung eines weiteren Schriftenwechsels abzuweisen ist. Anordnungen in formeller Hinsicht, wie die Wegweisung einzelner Worte oder Satzteile aus der Berufungsantwort o.ä., drängen sich nicht auf. Es genügt hier die Feststellung, dass eine allenfalls ungebührliche und ergänzende Sachdarstellung des Klägers unberücksichtigt bleibt (vgl. Art. 30 Abs. 3 OG; Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, S. 29 Anm. 6). Zulässig in der Berufungsantwort sind die klägerischen Sachverhaltsrügen gemäss Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG (Münch, Berufung und zivilrechtliche Nichtigkeitsbeschwerde, in: Prozessieren vor Bundesgericht, 2.A. Basel 1998, N. 4.95 S. 156/157). Ein eigenständiger Eventualantrag auf Rückweisung wäre dabei freilich nicht erforderlich gewesen, da eine Rückweisung gegebenenfalls auch ohne Parteiantrag von Amtes wegen anzuordnen ist (Messmer/Imboden, a.a.O., N. 127 S. 171 bei/in Anm. 6). Die weiteren Zulässigkeitsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Berufung kann eingetreten werden.