Citation: 2C_204/2018 E. 4.5.2

4.5.2. Der Beschwerdeführer ist hier geboren und aufgewachsen; er hält sich seit nunmehr rund 25 Jahren im Land auf; er kann sich im vorliegenden Zusammenhang somit als Ausländer der 2. Generation grundsätzlich auf den Schutz seines Privatlebens berufen. Anders verhält es sich mit dem Anspruch auf Schutz des Familienlebens: Beziehungen zwischen erwachsenen Kindern und ihren Eltern fallen nur in den Anwendungsbereich von Art. 8 EMRK, sofern ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis besteht, welches über die normalen affektiven Bindungen hinausgeht (BGE 137 I 154 E. 3.4.2 S. 159; 129 II 11 E. 2 S.14; Urteil 2C_642/2016 vom 20. Juli 2017 E. 4.2). Der ledige Beschwerdeführer verfügt über keine eigene Kernfamilie (Ehefrau und Kinder); soweit er geltend macht, seine Mutter sei auf ihn angewiesen und bedürfe seiner Betreuung, hat er dies weder in den kantonalen noch im vorliegenden Verfahren belegt. Auch gegenüber den anderen Familienangehörigen, die in der Schweiz leben, tut der Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern ein Abhängigkeitsverhältnis bestünde. Entgegen seiner Kritik war es nicht an der Vorinstanz, nach behaupteten Abhängigkeiten zu suchen, die er selber nicht zu belegen fähig bzw. willens war; sein Anspruch auf rechtliches Gehör wurde dadurch nicht verletzt.