Citation: 6B_859/2023 E. 3.1.5

3.1.5. Schliesslicht äussert sich die Vorinstanz zum Vorfall vom 7. Februar 2020 im Auto, der von keiner Drittperson beobachtet wurde. Sie hält für erstellt, dass der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin 2 nach Hause fuhr, aber nicht aus dem Auto aussteigen liess, sondern die Türen verschloss. Anschliessend sei er zudringlich geworden und habe sie über den Kleidern begrapscht. Die körperlich unterlegene Beschwerdegegnerin 2 habe sich verteidigt, ihm eine Ohrfeige versetzt und dank heftiger Gegenwehr verhindert, dass er mit dem Finger in ihre Unterhose greift. Dabei sei einer ihrer Fingernägel gebrochen. Die Vorinstanz hält fest, es stehe Aussage gegen Aussage. Allerdings enthielten die Akten einige Hinweise. So habe der Beschwerdeführer gegenüber F.________ erklärt, es sei recht schwierig, jemandem auf dem Beifahrersitz die Hosen auszuziehen. Es sei somit von einem Vorfall in einem Auto die Rede, der dem angeklagten Sachverhalt ähnlich sei. Die Bestreitungen des Beschwerdeführers seien nicht konstant. Zuerst habe er ein Schreien und erheblichen Drogenkonsum behauptet, wobei keine versuchte Vergewaltigung, sondern, wenn überhaupt eine sexuelle Belästigung vorliege. Später habe er eine gewöhnliche, unspektakuläre Verabschiedung mit einem Kuss auf den Mund behauptet. Demgegenüber sei die Aussage der Beschwerdegegnerin 2 auch unter Beachtung der bewiesenen Vorfälle und des unbestrittenen Kusses auf den Mund glaubhaft. Ihre Angaben wirkten erlebnisbasiert. Sie habe sich geängstigt und sei schockiert gewesen. Gemäss Vorinstanz hatte der Vorfall vom 7. Februar 2020 "eine neue, erheblichere Qualität". Dies erkläre, weshalb sich die Beschwerdegegnerin 2, die bisher um Ausgleich und den Erhalt ihrer Beschäftigung bemüht gewesen sei, kurz darauf entschieden habe, die Schweiz zu verlassen. Als sie den Arbeitgeber über das Ausmass der Belästigungen orientiert habe, habe dieser sie umstimmen können und gleichzeitig den ihm langjährig bekannten Beschwerdeführer fristlos entlassen.