Citation: 1C_22/2007 08.08.2007 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt, die geplante Mehrzweckhalle sei zu hoch. Die Gebäudehöhe von 9,6 m überschreite die für das Baugrundstück in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zulässige maximale Gebäudehöhe wie auch jene für die angrenzende Dorfzone um zwei Meter. 4.1 Die Verletzung kantonalen Rechts ist kein zulässiger Beschwerdegrund und der Beschwerdeführer rügt keine Verletzung des Willkürverbots, mit der er eine Prüfung der Anwendung kantonalen Rechts erwirken könnte (vgl. Art. 95 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Es ist daher zweifelhaft, ob auf das Vorbringen überhaupt einzutreten ist. Die Frage kann aber offenbleiben, da die Rüge sich als unbegründet erwiese, wenn sie zu behandeln wäre. Dies aus folgenden Erwägungen: 4.2 Gemäss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Nach der Praxis des Bundesgerichts liegt Willkür in der Rechtsanwendung vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 131 I 467 E. 3.1; 127 I 38 E. 2a; 54 E. 2b; 60 E. 5a; 126 I 168 E. 3a, je mit Hinweisen). 4.3 Das Verwaltungsgericht begründet die Überschreitung der maximalen Gebäudehöhe im Wesentlichen mit der kantonalen Ausnahmebestimmung von § 79 Ziff. 2 PBG/TG. Danach kann, sofern keine öffentlichen Interessen verletzt werden, die Gemeindebehörde für Bauten und Anlagen zur Erfüllung gesetzlicher Aufgaben oder Vorschriften, nach Abwägung der beteiligten privaten Interessen, Ausnahmen von kommunalen Vorschriften oder Plänen bewilligen. Das Verwaltungsgericht führt aus, eine Turnhalle diene der Erfüllung der gesetzlichen Aufgabe einer Schulgemeinde. Sie müsse eine lichte Höhe von mindestens 7 m aufweisen und es bestehe ein gewichtiges öffentliches Interesse an funktional richtigem Bauen zur Erfüllung einer gesetzlichen Aufgabe. Demgegenüber seien bei der Abwägung der beteiligten privaten Interessen keine Gründe auszumachen, die zugunsten des Beschwerdeführers sprächen. Das abstrakte öffentliche Interesse an der Einhaltung des Baureglementes vermöge die Interessenabwägung nicht zu verändern. 4.4 Diese Rechtsansicht ist nicht willkürlich. Das Verwaltungsgericht stützt seine Entscheidung auf eine kantonale Ausnahmebestimmung, die die Abweichung von den kommunalen Vorschriften über die maximale Bauhöhe gestattet. Eine offensichtlich fehlerhafte Anwendung kantonalen Rechts ist nicht erkennbar. Das Vorbringen des Beschwerdeführers erwiese sich als unbegründet, wenn es als Willkürrüge entgegenzunehmen wäre.