Citation: 4A_211/2022 E. 2.3

2.3. Laut Beschwerdeführerin geht es konkret um die Frage, "ob mit Einreichung einer Klage bei Gericht eine Reduktion der eingeklagten Forderungssumme unter Vorbehalt des Nachklagerechts von CHF 4'999.95 [CHF 4'999.95 / 77'437.95 Teilklage jeweils von jeder Forderung] um CHF 3'000.00, sodass eine Teilklage einen Streitwert von CHF 1'999.95 [CHF 1'999.95 / 77'437.95 Teilklage jeweils von jeder Forderung] aufweist, zulässig ist". Warum es sich bei dieser einzelfallbezogenen Frage um eine solche von grundsätzlicher Bedeutung handeln soll, begründet die Beschwerdeführerin nicht. Sie behauptet lediglich, diese Frage sei vom Bundesgericht noch nie entschieden worden und eine höchstrichterliche Klärung erscheine im Interesse der Rechtssicherheit als angezeigt. Insbesondere mit Blick darauf, dass ein Urteilsvorschlag (Art. 210 ZPO) oder ein Entscheid (Art. 212 ZPO) durch die Schlichtungsbehörde nur bis zu einem gewissen Streitwert zur Verfügung stehe, sei die Frage der Zulässigkeit einer anschliessenden Reduktion des Streitwerts mittels Teilklage für die Praxis wegleitend. Die Streitwertgrenze von Fr. 30'000.-- verhindere eine Klärung der Rechtsfrage auf Dauer. Mit diesen Darlegungen zeigt die Beschwerdeführerin das Vorliegen einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG nicht auf. Die Vorinstanz hat die Teilklage aufgrund der gegebenen Sachlage wegen rechtsmissbräuchlichen Vorgehens der Beschwerdeführerin für unzulässig erklärt. Um zum Schluss auf Rechtsmissbrauch zu gelangen, hat die Vorinstanz die konkreten Umstände des vorliegenden Falles gewürdigt und nicht etwa allgemeingültig geurteilt, eine Teilklage, mit der die Klageforderung nach gescheitertem Schlichtungsversuch reduziert werde, sei a priori generell unzulässig. Das Bundesgericht hat wiederholt festgehalten, dass das Institut der Teilklage unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchsverbots nach Art. 2 Abs. 2 ZGB und des Handelns nach Treu und Glauben nach Art. 52 ZPO steht (BGE 144 III 452 E. 2.4; 143 III 506 E. 4.1; 142 III 683 E. 5.2; Urteil 4A_307/2021 vom 23. Juni 2022 E. 2.2.5). Die Anwendung dieser Rechtsprechung auf den vorliegenden Einzelfall wirft keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung auf. Die Voraussetzung nach Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ist nicht erfüllt, weshalb die Beschwerde in Zivilsachen nicht offensteht. Die Eingabe der Beschwerdeführerin ist daher als subsidiäre Verfassungsbeschwerde zu behandeln (Art. 113 BGG).