Citation: 5A_279/2013 E. 3.4

3.4. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann somit aus Art. 209 Abs. 3 ZGB nicht abgeleitet werden, anlässlich der güterrechtlichen Auseinandersetzung müsse ein inzwischen eingetretener Mehr- und Minderwert der (ursprünglich) investierten Errungenschaft an sich berücksichtigt werden; die Meinung des Beschwerdeführers übersieht, dass dannzumal keine Neubewertung der ursprünglichen Investitionerfolgt. Für die These des Beschwerdeführers lässt sich auch nicht erfolgreich einwenden, mit der hier aufgeführten vom Obergericht vertretenen Rechtsauffassung werde Errungenschaft einbezogen, die im Zeitpunkt der güterrechtlichen Auseinandersetzung nicht mehr vorhanden sei: Dieser Einwand geht am Grundgedanken von Art. 209 Abs. 3 ZGB vorbei, wonach die ursprüngliche Investition aus der Errungenschaft am Mehr- bzw. am Minderwert des Gegenstandes partizipiert, und lässt ausser Acht, dass die Investition in das Eigengut noch vorhanden und vorliegend ein tatsächlicher (konjunktureller) Mehrwert des Gegenstandes eingetreten ist. Nicht weiter hilft schliesslich die vom Beschwerdeführer zitierte Lehre ( HEGNAUER/BREITSCHMID, Grundriss des Eherechts, 4. Aufl. 2000, Rz. 26.69; HAUSHEER/AEBI-MÜLLER, Basler Kommentar ZGB I, 4. Aufl. 2010, N. 21 zu Art. 209 ZGB; DANIEL STECK, FamKommentar Scheidung Band I, 2. Aufl. 2011; HAUSHEER/REUSSER/GEISER, Berner Kommentar, 1992, N. 48 zu Art. 209 ZGB), zumal sich diesen Zitaten kein Anhaltspunkt für die These des Beschwerdeführers entnehmen lässt. Dieser bringt auch sonst nichts Substanzielles vor, was die güterrechtliche Auseinandersetzung als bundesrechtswidrig erscheinen liesse.