Citation: 1P.62/2007 17.08.2007 E. 2

Zunächst ruft die Beschwerdeführerin den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) an. Das Verwaltungsgericht habe die bundesrechtlich vorgeschriebene volle Kognition (Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG) nicht ausgeschöpft, indem es die Notwendigkeit des umstrittenen Strassenstücks nicht vertieft geprüft habe. Insbesondere habe es sich nicht ausdrücklich mit allen vorgebrachten Argumenten auseinandergesetzt, die gegen eine verkehrsmässige Ringerschliessung sprächen. Ausserdem habe das Verwaltungsgericht entgegen dem gestellten Verfahrensantrag keinen Augenschein durchgeführt. Soweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang auch eine Verletzung des Willkürverbots geltend macht, kommt diesem Vorwurf neben den Gehörsrügen keine selbstständige Bedeutung zu. 2.1 Nach der Rechtsprechung begeht eine Rechtsmittelinstanz eine Gehörsverletzung im Sinne einer formellen Rechtsverweigerung, wenn sie ihre Überprüfung statt der gebotenen vollen Kognition auf eine reine Rechtskontrolle oder gar eine blosse Willkürprüfung beschränkt (BGE 115 Ia 5 E. 2b S. 6; vgl. auch BGE 131 II 271 E. 11.7.1 S. 303 f.; 133 II 35 E. 3 S. 38, je mit weiteren Hinweisen). Die allgemeinen Ausführungen im angefochtenen Entscheid zur Wahrnehmung der vollen Überprüfung im Sinne von Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG entsprechen der gefestigten bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 127 II 238 E. 3b/aa S. 242 mit Hinweisen; BGE 131 II 81 E. 7.2.1 S. 100) und sind nicht zu beanstanden. Was den konkreten Einzelfall betrifft, hat das Verwaltungsgericht die Zweckmässigkeit der umstrittenen Festlegungen im Quartierplan bejaht, soweit es nicht die Kostenbeteiligung abgeändert hat. Ob eine solche Würdigung rechtens war, ist nicht eine Frage des rechtlichen Gehörs, sondern der materiellen Beurteilung. Jedenfalls kann unter diesen Umständen keine Rede von einer unrechtmässigen Kognitionsbeschränkung sein. 2.2 Aus Art. 29 Abs. 2 BV wird unter anderem der Anspruch auf eine hinreichende Urteilsbegründung abgeleitet (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f. mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Dabei genügt es den von der Rechtsprechung insofern aufgestellten Anforderungen, dass das Verwaltungsgericht die von ihm geschützten Punkte der Quartierplanfestlegungen nur knapp begründet hat. Damit hat es gleichzeitig auch die nicht ausdrücklich behandelten Gegenargumente verworfen. Es war verfassungsrechtlich nicht gehalten, sich mit allen tatsächlichen Behauptungen und rechtlichen Einwänden im Einzelnen auseinanderzusetzen. 2.3 Überdies folgt aus Art. 29 Abs. 2 BV der Anspruch der Parteien, mit rechtzeitig und formgültig angebotenen Beweisanträgen und Vorbringen gehört zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (vgl. BGE 127 I 54 E. 2b S. 56 mit Hinweisen). Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt vor, wenn eine Behörde auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil sie auf Grund der bereits abgenommenen Beweise ihre Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass ihre Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 131 I 153 E. 3 S. 157; 124 I 208 E. 4a S. 211, je mit Hinweisen). Im kantonalen Verfahren verlangte die Beschwerdeführerin einen Augenschein, um nachzuweisen, dass ihr Grundstück vollständig erschlossen sei. Nach dem erstinstanzlichen Entscheid war ihre Parzelle als zu 95 Prozent erschlossen eingestuft worden. Zur Beurteilung des umstrittenen Punkts enthielten die Akten genügend Angaben, so dass in dieser Hinsicht ein Augenschein entbehrlich war. 2.4 Die Beschwerdeführerin macht im bundesgerichtlichen Verfahren zusätzlich geltend, einzig ein Augenschein hätte es ermöglicht, die tatsächlichen Auswirkungen der ausserordentlichen Steigung des umstrittenen Strassenstücks angemessen abzuschätzen. Dieses Argument wurde im kantonalen Verfahren nicht vorgebracht. Es handelt sich um ein unzulässiges Novum im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde (vgl. BGE 129 I 49 E. 3 S. 57 mit Hinweisen); darauf ist nicht einzugehen. 2.5 Insgesamt vermögen die Gehörsrügen nicht durchzudringen, soweit darauf einzutreten ist.