Citation: 8C_27/2018 E. 3.1

3.1. Hinsichtlich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit hat die Vorinstanz dem polydisziplinären Gutachten der MEDAS Bern vom 25. August 2015 volle Beweiskraft zuerkannt. Es sei darauf abzustellen und weitere Sachverhaltserhebungen erübrigten sich. Zwar bestünden zwischen den Gutachtern und dem RAD sowohl bezüglich der gestellten Diagnosen, als auch der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit Diskrepanzen. Die abweichende Beurteilung des Dr. med. B.________ sei indessen nicht geeignet, den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens zu erschüttern. Die Expertin der MEDAS Bern, Dr. med. C.________, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, habe sich mit der Differentialdiagnose des RAD-Arztes auseinandergesetzt und diese mit schlüssigen Argumenten verworfen. Es sei mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerdeführerin sowohl in ihrer angestammten, als auch in einer anderen leidensadaptierten Tätigkeit zu 60 % arbeitsfähig sei. Retrospektiv sei aus psychiatrischer Sicht ab Januar 2008 von einer 80%igen, ab August 2009 von einer 60%igen sowie ab Januar 2010 von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Unfallbedingt habe die Arbeitsunfähigkeit ab Februar 2012 100 % und vom November 2012 bis März 2014 50 % betragen. Die IV-Stelle sei richtigerweise davon ausgegangen, dass die Versicherte als Gesunde bis Ende April 2014 zu je 50 % erwerbstätig beziehungsweise im Haushalt beschäftigt gewesen wäre. Ab Mai 2014 sei von einem hypothetischen Arbeitspensum von 80 % auszugehen. Bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades im erwerblichen Bereich sei ein Abzug von dem anhand der Tabellen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) ermittelten Invalideneinkommen nicht gerechtfertigt.