Citation: 5C.54/2002 02.05.2002 E. B

Eine von der Z.________ AG erhobene Klage hiess das Kantonsgericht von Appenzell Ausserrhoden mit Urteil vom 23. Oktober 2000 gut und verpflichtete die Versicherung Y.________ zur Bezahlung von Fr. 328'500.-- nebst Zins zu 5% seit 11. März 1999. Das Obergericht von Appenzell Ausserrhoden hiess allerdings die Appellation der Versicherung Y.________ mit Urteil vom 25. September 2001 gut und wies die Klage der Z._________ AG ab. Zur Begründung wurde ausgeführt, der Versicherer habe gestützt auf Art. 6 des Bundesgesetzes vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag (VVG, SR 221.229.1) infolge Anzeigepflichtverletzung der Klägerin vom Vertrag zurücktreten dürfen. Die Klägerin habe die Frage nach der Androhung oder Anordnung von Statusänderungen unzutreffend beantwortet. Des Weiteren habe der Versicherer gemäss Ziffer 4.2.3 des Versicherungsvertrages Leistungen für Schäden u.a. infolge Enzootischer Pneumonie nur zu erbringen, wenn das Schadenereignis mindestens 125 Tage nach Vertragsbeginn eingetreten sei. Vertragsbeginn sei nach der Police der 1. Februar 1998 gewesen, die anderen Datumsangaben seien nicht massgebend. Die Beklagte wäre daher nur für Schadenereignisse ab 6. Juni 1998 leistungspflichtig geworden. Der Husten der Tiere sei aber nach den Angaben der Klägerin schon am 5. Juni 1998 festgestellt worden.