Citation: 1C_543/2021 E. 1.2

1.2. Die Beschwerdeführerin verlangt im Wesentlichen eine akzessorische Überprüfung von Art. 12.3 Abs. 2 der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Rümlang (BZO [in der Fassung der Teilrevision vom 18. Juni 2018]), auf welchen sich die Baukommission für die Verweigerung der nachträglichen Baubewilligung für die strittige Umnutzung berufen hat. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Nutzungspläne und damit in engem Sachzusammenhang stehende planerische Festlegungen im Anschluss an ihren Erlass anzufechten; eine akzessorische Überprüfung ist im Allgemeinen ausgeschlossen (vgl. BGE 145 II 83 E. 5.1; 144 II 41 E. 5.1). Dieser Grundsatz gilt auch für Bauvorschriften, die dazu dienen, Art, Natur und Umfang der im Zonenplan kartographisch dargestellten Nutzungen zu umschreiben, das heisst an Stelle einer Planlegende stehen und mit dem Zonenplan ein untrennbares Ganzes bilden. Den übrigen Bestimmungen der Bau- und Zonenordnung, die eine zonenübergreifende Regelung treffen oder an die persönliche Situation des Benutzers anknüpfen, kommt dagegen Erlasscharakter zu; ihre Rechtmässigkeit können die Betroffenen deshalb noch im Anwendungsfall überprüfen lassen (vgl. BGE 116 Ia 207 E. 3c; Urteile 1C_167/2017 vom 5. Juli 2017 E. 1; 1P.193/1997 vom 5. September 1997 E. 3 mit Hinweisen, in: ZBl 100/1999 S. 218; RDAF 2000 I S. 58). Art. 12.3 Abs. 2 BZO regelt zonenübergreifend generell-abstrakt die Zulässigkeit gewisser gewerblicher Parkierungsanlagen (vgl. hinten E. 3.1). Er ist somit eine Bestimmung der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Rümlang, der Erlasscharakter zukommt, was unbestritten ist. Die Beschwerdeführerin ist demnach befugt, eine akzessorische Überprüfung der Bestimmung zu verlangen.