Citation: 6B_887/2014 E. 1.2

1.2. Im Hinblick auf den zu erwartenden Freispruch im Anklagekomplex A.________ stellte der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren den Antrag, es sei ihm gestützt auf Art. 429 Abs. 1 lit. b StPO eine Entschädigung von CHF 2'450 und gestützt auf Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO eine Genugtuung von CHF 800 zuzusprechen. Er begründete diesen Antrag in seiner Eingabe vom 13. März 2014 ausführlich. Er trug vor, er sei zum Sachverhaltskomplex A.________ insgesamt mindestens 49 Stunden lang befragt worden. Bei einem (bescheidenen) Stundenlohn von CHF 50, von dem auszugehen sei, ergebe sich ein Betrag von CHF 2'450, der ihm gemäss Art. 429 Abs. 1 lit. b StPO als Entschädigung der wirtschaftlichen Einbussen, die ihm aus seiner notwendigen Beteiligung am Strafverfahren entstanden seien, zuzusprechen sei. Wegen der Haft von einem Tag, der Hausdurchsuchung, der Beschlagnahme sowie der aus der langen Verfahrensdauer und einem gewissen medialen Interesse resultierenden Belastung sei ihm gemäss Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO eine Genugtuung zuzusprechen, die auf CHF 800 festzusetzen sei (siehe Eingabe vom 13. März 2014 S. 4 f.). Der Antrag des Beschwerdeführers auf Zahlung einer Entschädigung und einer Genugtuung gemäss Art. 429 Abs. 1 lit. b und c StPO wird im angefochtenen Entscheid (S. 12) zwar im Rahmen der Wiedergabe der Berufungsanträge erwähnt, aber nicht ausdrücklich behandelt. Weder in den Erwägungen noch im Dispositiv des angefochtenen Entscheids ist von einer Entschädigung und einer Genugtuung im Sinne der genannten Bestimmungen an den Beschwerdeführer die Rede. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz verletze seinen Anspruch auf rechtliches Gehör beziehungsweise konkret Art. 29 Abs. 1 und 2 sowie Art. 29a BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK, indem sie das begründete Begehren schlichtweg nicht behandelt habe. Abgesehen davon habe die Strafbehörde gemäss Art. 429 Abs. 2 StPO den Anspruch auf Entschädigung und Genugtuung von Amtes wegen zu prüfen. Die Vorinstanz habe durch Unterlassung einer Prüfung auch diese Bestimmung verletzt.