Citation: 1B_28/2022 E. 4.3.3

4.3.3. Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, seine Tochter habe anlässlich der Hauptverhandlung ausführen lassen, sie sei in diesem Verfahren unzähligen Beeinflussungsversuchen ausgesetzt gewesen, denen sie aber habe Stand halten können, weil sie heute reifer und älter und eine starke Person sei, die für sich und ihren Weg zurück ins Leben kämpfe. Dem angefochtenen Beschluss ist allerdings zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer bei der Urteilseröffnung seine Ehefrau und seine Tochter gefragt habe, ob sie das (gemäss Vorinstanz wohl gemeint: die Verurteilung mit den entsprechenden Nebenfolgen) wirklich gewollt hätten. Dies habe bei der Ehefrau und der Tochter offenbar einen heftigen Gemütsausbruch verursacht, was zeige, welcher Belastung diese weiterhin ausgesetzt seien. Der Beschwerdeführer bestreitet diese Ausführungen der Vorinstanz inhaltlich nicht. Unter den gegebenen Umständen lässt die vom Beschwerdeführer vorgebrachte Aussage der Tochter allein daher nicht die von diesem gezogene Schlussfolgerung zu, wonach keine Rede davon sein könne, dass zu befürchten sei, er könnte seine Tochter zu einer Rücknahme ihrer Vorwürfe bewegen.