Citation: 9C_512/2016 E. 3

Die Rügen des Versicherten vermögen weder eine unvollständige Sachverhaltsfeststellung noch eine willkürliche Beweiswürdigung oder einen Art. 6 EMRK verletzenden Verfahrensmangel darzutun. Wenn die Vorinstanz die nach dem abschlägigen Vorbescheid datierende Beurteilung der behandelnden Ärztin Dr. med. G.________ gestützt auf die entsprechende Einschätzung des RAD, der ausdrücklich darauf hinwies, dass die behandelnde Fachärztin keine bislang unbekannt gewesenen medizinischen Tatsachen habe nennen können, für weniger beweiskräftig erachtete als die Beurteilung der Gutachterin Dr. med. D.________, liegt darin jedenfalls keine willkürliche Beweiswürdigung. Es trifft zu, dass RAD-Arzt Dr. med. C.________ am 17. September 2013 in Anbetracht der damals im Raum gestandenen Rückenoperation vorerst von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen war. Nachdem genauere Abklärungen in der Klinik L.________ aber Befunde ergeben hatten (insgesamt wenig fortgeschrittene beginnende Segmentdegeneration L4/5 und L5/S1), die auch angesichts des noch jungen Alters des Versicherten klar gegen eine Operationsindikation sprachen, schloss sich Dr. med. C.________ am 21. April 2015 indes mit nachvollziehbarer Begründung vorbehaltlos der Beurteilung von Dr. med. D.________ an, weshalb der Versicherte aus der ursprünglichen Beurteilung des RAD nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag. Sodann ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer im Begutachtungszeitpunkt einerseits seit längerem keine Physiotherapie mehr absolviert und anderseits seine Beschwerden nicht nur stark verdeutlicht, sondern auch wahrheitswidrig die Einnahme der verordneten Medikamente angegeben hatte. Was die von Dr. med. H.________ lediglich verdachtsweise geäusserte Schmerzstörung betrifft, durfte das kantonale Gericht bereits mangels fachärztlich schlüssig festgestellter Diagnose auf eine Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 verzichten. Dies gilt umso mehr, als der psychiatrische Gutachter Dr. med. E.________ entgegen den Rügen des Versicherten im Einzelnen dargelegt hatte, dass und welche psychosozialen Faktoren (namentlich das Unverständnis des Versicherten über die verweigerte Rückenoperation sowie die als belastend empfundene Anspruchshaltung der ebenfalls gesundheitlich beeinträchtigten Ehefrau) - die im Übrigen auch zur Hospitalisation in der Psychiatrischen Klinik K.________ vom 22. bis 27. Oktober 2014 geführt hatten - das Beschwerdebild auslösten. Dr. med. E.________ führte nachvollziehbar aus, es handle sich bei der psychischen Beeinträchtigung um eine Anpassungsstörung vor dem Hintergrund einer Belastungssituation, die bei "auch objektiv ganz unauffälligen psychokognitiven Funktionen" keine Arbeitsunfähigkeit bewirke und die sich bei fachgerechter Therapie vollständig zurückbilden dürfte (zu den weiterhin invaliditätsfremden psychosozialen und soziokulturellen Belastungsfaktoren vgl. Urteile 9C_190/2016 vom 20. Juni 2016 E. 4.2 und 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 1.4).