Citation: 5A_426/2022 E. 2

Von vornherein nicht einzutreten ist auf die Beanstandung, dass die Gerichte des Kantons Nidwalden parteiisch seien, unfair agierten und wider Treu und Glauben handeln. Gewiss hat gemäss den in Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK festgelegten Garantien jede Person, deren Sache in einem gerichtlichen Verfahren beurteilt werden muss, Anspruch darauf, dass ihre Angelegenheit von einem unparteiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Gericht ohne Einwirken sachfremder Umstände entschieden wird (BGE 133 I 1 E. 5.2 und 131 I 31 E. 2.1.2.1, je mit Hinweisen). Eine pauschale Ablehnung des urteilenden Spruchkörpers, einer ganzen Behörde oder gar - wie hier geschehen - aller Gerichte des Kantons ist jedoch nicht zulässig. Die Ausstandsgründe beziehen sich immer auf das Verhältnis zwischen einer bestimmten Gerichtsperson und einer bestimmten Partei, ihrem Rechtsvertreter oder ihrem Anliegen (s. zum Ganzen BGE 147 I 173 E. 5.1; 147 III 89 E. 4.1; 142 III 732 E. 4.2.2; 140 I 326 E. 5.1; 136 I 207 E. 3.1; 134 I 238 E. 2.1). Entsprechend muss für jedes einzelne Mitglied der Anschein der Befangenheit individuell gegeben sein (vgl. BGE 105 Ib 301 E. 1a; Urteil 5A_715/2017 vom 16. Oktober 2017 E. 3.1 mit weiteren Hinweisen).