Citation: 7B_687/2024 E. 4.3.3

4.3.3. Nicht zielführend ist die Argumentation der Beschwerdeführerin, sie habe wegen ihrer beiden betreuungsbedürftigen Kinder gar keinen Anreiz zu kolludieren. Angesichts der bereits sichergestellten mutmasslichen hohen Deliktsumme droht der Beschwerdeführerin im Falle einer Verurteilung eine empfindliche Freiheitsstrafe. Wenn die Vorinstanz diesen Umstand dahingehend wertet, dass die Beschwerdeführerin namentlich mit Blick auf die Sicherstellung der Betreuung ihrer Kinder einen erheblichen Anreiz habe, kolludierend auf die Strafuntersuchung einzuwirken um die ihr drohende Freiheitsstrafe abzuwenden, ist dies nicht unhaltbar. Zum aktuell noch sehr frühen Stand der Ermittlungen vermag daran auch das bisher kooperative Verhalten der Beschwerdeführerin nichts zu ändern, lässt dies doch den Kollusionsanreiz im Falle einer Haftentlassung nicht dahinfallen und scheint die Kooperationsbereitsschaft primär ihrem Wunsch auf eine sofortige Rückkehr zu ihren Kindern geschuldet zu sein.