Citation: 6B_354/2022 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer anerkennt den äusseren Sachverhalt. Aber er bestreitet, dass seine Handlungen nach Beendigung der Schulpflicht des Opfers im Sommer 2014 den Tatbestand von Art. 188 StGB erfüllen. Er macht geltend, ab diesem Zeitpunkt sei das Betreuungsverhältnis weggefallen. Dem angefochtenen Urteil sei nicht zu entnehmen, inwiefern seine Autoritätsstellung angedauert habe oder inwiefern die Probleme des Opfers von besonderer Tragweite gewesen wären. Dass er dem Opfer Alkohol, Zigaretten und Marihuana gegeben habe, ändere daran nichts. Ein besonderes Vertrauensverhältnis könne einem Abhängigkeitsverhältnis nicht gleichgesetzt werden, weil jeder Beziehung ein Vertrauensverhältnis zugrunde liege. Die Vorinstanz lege nicht genügend dar, inwiefern das Opfer keine Möglichkeit gesehen habe, sich den sexuellen Handlungen zu widersetzen. Selbst wenn die Abhängigkeit bejaht werden sollte, liege keine Ausnutzung vor.