Citation: U 4/02 01.05.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob die Arbeitsunfähigkeit in der Zeit vom 9. Dezember 1999 bis 12. Juli 2000 50 % überstieg. Die Vorinstanz, welche diese Frage verneinte, stützte sich im angefochtenen Entscheid zur Hauptsache auf den kreisärztlichen Untersuchungsbericht von Dr. med. J.________ vom 7. Dezember 1999, welcher aufgrund der Vorakten und der Ergebnisse seiner am 6. Dezember 1999 durchgeführten Untersuchung ein solches Leistungsvermögen attestierte. 2.1 Der Beschwerdeführer wendet gegen die von der SUVA verfügte, vorinstanzlich bestätigte 50 %ige Arbeitsunfähigkeit in der Zeit vom 9. Dezember 1999 bis 12. Juli 2000 ein, das kantonale Gericht habe die Beweismittel für die Frage der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit nicht objektiv geprüft und gewürdigt, sondern sei einseitig den Angaben des Kreisarztes Dr. med. J.________ gefolgt und habe sämtliche übrigen ärztlichen Berichte der Dres. med. H.________, X.________ und M.________ als wenig glaubwürdig und widersprüchlich abgetan. Insbesondere habe die Vorinstanz zu Unrecht auf die Beurteilung von Dr. med. J.________ abgestellt mit der Begründung, sie sei in Kenntnis des genauen Arbeitsprofils ergangen. Dabei habe ausgerechnet dieses Anforderungsprofil in einem früheren Einspracheverfahren zum Ergebnis geführt, dass dem Versicherten eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit anerkannt wurde. Entscheidend sei zudem nicht die hauptsächlich durch Dr. med. X.________ in den Unfallscheinen attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 %, sondern die in den ärztlichen Berichten beschriebene Behinderung. Denn zur Ermittlung der Arbeitsunfähigkeit seien in diesen Unfallscheinen nur die unmittelbar unfallbedingten, nicht aber die sekundären, sich durch Überlastung auch auf die rechte Schulter übertragenden Beschwerden berücksichtigt worden. Damit sei erstellt, dass dem Versicherten Arbeiten mit den oberen Extremitäten nicht mehr zumutbar seien. 2.2 Die Vorinstanz hat zutreffend festgestellt, dass die von Dr. med. J.________ beschriebene, nach Eintritt des Gesundheitsschadens auszuübende 50 %ige Tätigkeit als Beschicker zumutbar war, geht aus dem dokumentierten Arbeitsablauf doch hervor, dass die linke Hand bei den genannten Aufgaben lediglich in einem sehr beschränkten Ausmass zum Einsatz kommen musste. Der Beschwerdeführer widerlegt nicht, dass sowohl Dr. med. J.________ als auch Dr. med. H.________ und Dr. med. X.________ in den entsprechenden Unfallscheinen und Arztberichten in der Zeit vom 6. Dezember 1999 bis 13. Juli 2000 übereinstimmend im Wesentlichen von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % ausgehen, worauf entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers, die Arbeitsunfähigkeit sei andernorts abweichend attestiert worden, abzustellen ist. Wesentlich ist auch, dass nach einer ersten Verfügung vom 26. Juli 1999, mit welcher dem Versicherten eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert wurde, sowie nach Aufhebung derselben Verfügung (am 16. November 1999) und der Auszahlung von Taggeldern auf der Basis einer vollen Arbeitsunfähigkeit, die ursprüngliche, durch einen Marknagel verursachte Störung am 31. August 1999 operativ beseitigt worden war. Ferner ist festzustellen, dass die Ärzte, auf welche sich der Beschwerdeführer beruft, für die Zeit nach Beseitigung der Nagelstörung keine objektiven medizinischen Einschränkungen darlegen, mit denen sich die Einsatzunfähigkeit des linken Armes begründen liesse. Demgegenüber sind in der Beschreibung des Arbeitsplatzes durch Dr. med. J.________ keine Widersprüche zu erkennen. 2.3 Der Auffassung der Vorinstanz ist somit beizupflichten, da in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts vorgebracht wird, was zu einer abweichenden Beurteilung zu führen vermöchte. Schliesslich vermag der Beschwerdeführer auch aus dem Umstand, dass Dr. med. X.________ in einem Arztzeugnis vom 17. Dezember 2001 eine nach wie vor bestehende 100 %ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hat, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, wenn man sich vor Augen hält, was Kreisarzt Dr. med. J.________ am 6. Dezember 1999 an Befunden erhob: "62-jähriger, kräftiger Patient in gutem Allgemeinzustand. Der Patient kommt zur kreisärztlichen Untersuchung und trägt die Plastiktasche in der linken Hand. Beim Entkleiden sowie Bekleiden wird die linke Schulter regelrecht eingesetzt. Sowohl die Jacke als auch das Hemd wird problemlos mit beiden Händen am Bügel aufgehängt, wobei eine Anteversion von ca. 120° erreicht wird, dabei absolut keine Schonungszeichen. Diese Bewegungen werden spontan ausgeführt beim Aufhängen der Jacke, beim Aufhängen des Hemdes, beim Herunterholen der Jacke und beim Herunterholen des Hemdes. Der Patient ist Rechtshänder. Bei der heutigen Untersuchung ist die linke Schulter reizlos, inkl. aller Operationsnarben, nicht gerötet und nicht überwärmt. Der Nullgrad-Abduktionstest ist negativ, der Palm-up- und der Yergasson-Test sind ebenso negativ. Bei Palpation des linken Schultergelenkes wird das Coracoid als druckdolent angegeben, währenddem der subacromiale Raum und das AC-Gelenk nicht druckdolent sind." Diese Angaben bestätigen die von SUVA und Vorinstanz angenommene Arbeitsfähigkeit von 50 %.