Citation: 4A_255/2022 E. B

B.a. Mit Zahlungsbefehl vom 25. Februar 2019 betrieb der Darleiher die Borgerin für verschiedene Beträge (Darlehensbetrag, Darlehenszinsen, Zinsbonus) von insgesamt Fr. 2'916'695.15 nebst Zins. Dagegen erhob die Borgerin Rechtsvorschlag. Mit Entscheid vom 25. September 2019 erteilte das Bezirksgericht Luzern dem Darleiher die provisorische Rechtsöffnung im Betrag von Fr. 2'900'239.70 nebst Zins. Im Übrigen wies es das Rechtsöffnungsgesuch ab. B.b. Am 16. Oktober 2019 klagte die Borgerin beim Bezirksgericht Luzern auf Aberkennung der Forderungen des Darleihers. Mit Urteil vom 27. April 2021 wies das Bezirksgericht die Aberkennungsklage ab und entschied, dass die mit Entscheid vom 25. September 2019 erteilte Rechtsöffnung definitiv werde. Es erwog, der Darlehensvertrag vom 1. September 2017 sei weder nichtig (Art. 20 OR) noch liege eine Übervorteilung (Art. 21 OR) vor. Die Parteien hätten mit dem genannten Vertrag auch keine Novation im Sinne von Art. 116 Abs. 1 OR vorgenommen. B.c. Eine dagegen gerichtete Berufung der Borgerin wies das Kantonsgericht Luzern mit Urteil vom 3. Mai 2022 ab, soweit es darauf eintrat, und bestätigte den erstinstanzlichen Entscheid. Es erwog, die Borgerin vermöge keine Gründe darzutun, die auf die Nichtigkeit (Art. 20 OR) des Darlehensvertrags vom 1. September 2017 oder Teile davon schliessen lasse. Namentlich sei nicht ersichtlich, inwiefern der Vertrag an sich, die Umstände rund um seinen Abschluss oder Vertragsbestimmungen betreffend Garantieverträge oder Zinsen die Persönlichkeitsrechte der Borgerin verletzten, weshalb der Vertrag nicht sittenwidrig sei. Hinsichtlich der geltend gemachten Übervorteilung (Art. 21 OR) erwog es, mangels erfolgter Unverbindlichkeitserklärung innert Jahresfrist gelte der Vertrag als "geheilt", sodass sich die Prüfung der Voraussetzungen der Übervorteilung erübrige.