Citation: 1C_248/2020 E. 4.3

4.3. Wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat, beruht das Kaskadensystem mit den sich steigernden Mindestentzugsdauern auf der Hoffnung, der fehlhafte Fahrzeugführer werde sich durch einen Warnungsentzug des Führerausweises belehren lassen und künftig ein sorgfältigeres Fahrverhalten zeigen (vgl. auch BGE 124 II 39 E. 3c S. 42). Dabei knüpft das Gesetz an die Zahl vorangegangener Entzüge an und nicht etwa - wie es theoretisch ebenfalls denkbar gewesen wäre - an die Gesamtdauer der vorangegangenen Entzüge. Das Gesetz erhofft sich damit die kathartische Wirkung in erster Linie aus der im Entzugsverfahren zum Ausdruck kommenden Missbilligung, und weniger aus der Dauer der Entzüge. Damit ist nicht entscheidend, ob es sich beim Entzug vom 11. Januar 2016 um eine Zusatzmassnahme zum Entzug vom 26. Juni 2014 handelte oder nicht. Unabhängig davon steht fest, dass der Beschwerdeführer in den vorangegangenen zehn Jahren drei Mal (am 14. Juli 2008, am 26. Juni 2014 und am 11. Januar 2016) verwarnt und darauf aufmerksam gemacht wurde, dass sein Verhalten im Strassenverkehr missbilligt wird und zu einem Führerausweisentzug führen kann. Damit hat der Beschwerdeführer drei Mal ein Entzugsverfahren durchlaufen und hätte drei Mal die Chance gehabt, inskünftig ein sorgfältigeres Fahrverhalten zu zeigen. Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde ist es daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz diese drei Warnungsentzüge auch als drei Entzüge im Sinne von Art. 16b Abs. 2 lit. e SVG gewertet hat.