Citation: 5P.398/2004 23.02.2005 E. B

Mit Eingabe vom 21. Juni 2004 reichte X.________ beim Kantonsgericht Basel-Landschaft eine Appellationserklärung ein. Sie liess wissen, an ihrem Begehren um Verpflichtung des Ehemannes zur Leistung eines Anwaltskostenvorschusses festhalten zu wollen, und bemerkte, dass bezüglich der Auskunftspflicht ein rechtskräftiger Entscheid vorliege. In einer Präsidialverfügung des Kantonsgerichts (Abteilung Zivil- und Strafrecht) vom 30. Juni 2004 wurde festgehalten, dass bis zum 28. Juni 2004 beim Bezirksgericht Arlesheim kein Appellationskostenvorschuss eingegangen sei. Im Übrigen wurde verfügt, dass das Verfahren vorerst auf die Frage der Gültigkeit der Appellation beschränkt werde. Mit Urteil vom 7. September 2004 erkannte das Kantonsgericht (Abteilung Zivil- und Strafrecht), dass auf die Appellation nicht eingetreten und demgemäss festgestellt werde, dass das Urteil des Bezirksgerichtspräsidenten vom 15. Juni 2004 rechtskräftig geworden sei. Zur Begründung führte es aus, dass entgegen der Auffassung von X.________ gegen den bezirksgerichtlichen Entscheid die Appellation offen gestanden habe, innert der Appellationsfrist jedoch der Kostenvorschuss nicht geleistet und auch kein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung eingereicht worden sei.