Citation: 2C_350/2023 E. A

Mit der Grundsatzbewilligung Nr. 780/81 des Grundbuchinspektorats Graubünden vom 3. Dezember 1981 wurden die Appartements des Apparthotels I.1.________ in U.________ (Grundstück Nr. 692) mit dem vorbestehenden Hotel I.1.________ (Grundstück Nr. 690) verbunden, welches die für die Bewirtschaftung notwendigen Räumlichkeiten wie etwa Rezeption, Restaurant und Speisesaal aufweist. Dabei wurden folgende Auflagen verfügt und im Grundbuch angemerkt: "a. Die jeweiligen Eigentümer des konventionell betriebenen Hotels I.1.________ auf Parzelle Nr. 692 sind zu verpflichten, den im Entwurf vorliegenden Mietvertrag abzuschliessen und somit den Gästen und Eigentümern des Aparthotels "I.1.________" hotelmässige Dienstleistungen zu erbringen. Dieser Vertrag darf ohne Zustimmung der kantonalen Bewilligungsbehörde weder abgeändert noch aufgehoben werden. Die Verpflichtung zur Erbringung hotelmässiger Dienstleistungen ist auf Parzelle Nr. 692 (Hotel I.1.________) im Grundbuch von U.________ anzumerken. b. Die jeweiligen Eigentümer aller an Personen im Ausland veräusserten Apartments (und mindestens 65 % [614/1000] der Wohnungswertquoten) sind im Sinne von Art. 15 des StWE-Reglements und des bei den Bewilligungsakten liegenden Mietvertrags zu verpflichten, ihre Stockwerkeinheiten unter Vorbehalt eines Benützungsvorrechts dem Beherbergungsunternehmen dauernd, während 150-250 Tagen pro Jahr, für die hotelmässige Bewirtschaftung zu überlassen (Art. 4 Abs. 2 lit. c VGF in Verbindung mit Art. 13 Abs. 4 lit. c VBewB). Der im Entwurf vorliegende Mietvertrag darf ohne Zustimmung der kantonalen Bewilligungsbehörde weder abgeändert noch aufgehoben werden. Das Nämliche gilt für Art. 15 des im Grundbuch bei allen Stockwerkeinheiten anzumerkenden Reglements." Gestützt auf diese Grundsatzbewilligung konnten Appartements mit gesamthaft 60 % der Wohnraumwertquoten an Personen im Ausland verkauft werden. Maximal 35 % der Wohnungswertquoten durften ohne Weitervermietungspflicht veräussert werden.