Citation: 9C_724/2017 E. 5.2.2

5.2.2. Dem ist entgegenzuhalten, dass es sich bei der Beurteilung von Validenkarrieren stets um eine Einschätzung hypothetischer Geschehensabläufe handelt. Diese stellt eine für das Bundesgericht grundsätzlich verbindliche (E. 2.1 vorne) Tatfrage dar, soweit sie - wie hier - auf konkreter Beweiswürdigung beruht (Beschwerdeführer verfügt über eine abgeschlossene Lehre als Audio-Video-Elektroniker, war in diesem Bereich aber nur sehr kurz angestellt, weshalb Abstellen auf LSE). Dies gilt selbst dann, wenn auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitberücksichtigt werden (Urteil 9C_584/2015 vom 15. April 2016 E. 6.1 mit Hinweisen), zumal eine Beweiswürdigung nicht bereits dann willkürlich ist, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst, wenn der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Fehler beruht (BGE 135 V 2 E. 1.3 S. 4 f.; 127 I 54 E. 2b S. 56). Davon kann hier umso weniger ausgegangen werden, als der Beschwerdeführer keine konkreten Indizien für den von ihm geltend gemachten Lohnverlauf nennt. Im Gegenteil war er bei Eintritt des Gesundheitsschadens lediglich in einem Beschäftigungsgrad von 50 % tätig, wobei aus den Akten hervorgeht, dass er dieses Teilpensum gewählt hatte, um genügend Zeit für seine Freizeitbeschäftigungen zu haben. Es erscheint daher mit der Vorinstanz fraglich, ob es überhaupt gerechtfertigt ist, das Valideneinkommen auf der Basis einer Vollzeitbeschäftigung zu ermitteln. Anzufügen ist überdies, dass selbst wenn auf einen statistischen Elektriker- und Elektronikerlohn im Alterssegment 30 bis 49 Jahre (und nicht den Totalwert) abgestellt würde (Fr. 6'234.-; LSE 2012, T17, S. 45, Ziff. 74, Männer), mit einem jährlichen Einkommen von Fr. 79'805.- (Fr. 6'234.- / 40 x 41,7 x 12 / 2'188 x 2'239), kein für den Beschwerdeführer günstigeres Ergebnis resultierte (vgl. E. 5.4 hiernach).