Citation: 6B_139/2022 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz verneine aktenwidrig seine Rolle als "Secondo", indem sie davon ausgehe, er habe im Wesentlichen erst ab dem neunten Altersjahr mit seinen Eltern in der Schweiz gelebt. Explizit und aktenwidrig spreche sie wörtlich von den "ersten acht Jahre (n) seines Lebens im heutigen Nordmazedonien". Sie übersehe, dass der Aufenthalt in der Schweiz bereits im Alter von fünf Jahren 1991 einsetzte und nachher lediglich im Zeitraum 1993-1995 unterbrochen gewesen sei. Der Aufenthalt sei also nicht erst ab dem neuntem Altersjahr anzurechnen, sondern habe "damals bereits ungefähr zwei bis drei Jahre" gedauert und sich bis heute ununterbrochen fortgesetzt (Beschwerde S. 6 f.). Er sei zwar nicht in der Schweiz geboren, habe aber teils vor und im Wesentlichen konstant seit der (Primar-) Schulpflicht immer in der Schweiz gelebt (Beschwerde S. 9). Wie die Vorinstanz mit Aktenhinweisen und genauen Daten feststellt, verbrachte der 1986 geborene Beschwerdeführer die ersten acht Jahre seines Lebens im heutigen Nordmazedonien. Er reiste am 20. Mai 1995 - nach einem vorübergehenden Aufenthalt in der Schweiz von Ende August 1991 bis anfangs Juni 1993 - im Alter von neun Jahren im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein. Seine obligatorische Schulzeit absolvierte er ab der 3. Primarklasse in der Schweiz. Damit habe er einen Grossteil seiner prägenden Kinder- und Jugendjahre in der Schweiz verbracht, doch handle es sich bei ihm nicht um einen sogenannten "Secondo" (Urteil S. 15). Der Beschwerdeführer verkennt den Willkürbegriff wie die Begründungsanforderungen (oben E. 2), wenn er die zitierte vorinstanzliche Erwägung ohne Bezugnahme auf die Akten als "aktenwidrig" und damit als willkürlich (Art. 97 Abs. 1 BGG i.V.m. Art. 9 BV) rügen will. Darauf ist nicht einzutreten.