Citation: 6B_602/2017 E. 4.2.1

4.2.1. Die Vorinstanz nimmt in tatsächlicher Hinsicht an, der Beschwerdeführer habe im Vorfeld der Ausschreibung auf die Firma C.________ GmbH in unsachlicher Weise Druck ausgeübt, damit diese ein direktes Angebot einreiche. Selbst wenn man dies ausser Acht lassen wollte, sei offensichtlich, dass das fragliche Telefonat im Vorfeld einer Ausschreibung eine krasse Pflichtverletzung darstelle, die strafrechtlich relevant sein könne. In Bezug auf das Aufschneiden der Westen nimmt die Vorinstanz an, dem Einwand des Beschwerdeführers, dies sei im Rahmen eines Vergabeverfahrens üblich, stünden die Angaben des Geschäftsführers der E.________ AG entgegen, wonach dieser so etwas noch nie erlebt habe. Zudem habe ein befragter Polizeibeamter ausgesagt, man habe gewusst, dass dieses Vorgehen nicht korrekt gewesen sei. Im Übrigen wäre auch der Hinweis auf die vereinbarte Rückgabe mit "allfälligen Gebrauchsspuren" abwegig gewesen, wenn im Rahmen der Evaluation von Anfang an geplant gewesen wäre, die Westen aufzuschneiden. Schliesslich sei es zu diesem Zeitpunkt entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers gar nicht darum gegangen zu testen, ob ein Produkt die versprochenen Vorgaben erfüllt habe, denn die Auswahl sei zu diesem Zeitpunkt bereits für ein anderes Produkt getroffen gewesen. Zwar sei die Publikation des Zuschlags erst einige Tage nach dem Vorfall erfolgt. Aufgrund der Aussagen der involvierten Polizeibeamten sei indes klar gewesen, welche Firma diesen erhalten werde. Das Produkt der unterlegenen Konkurrenzfirma sei allein aus dem Grund aufgeschnitten worden, dass bei der E.________ AG die entsprechenden Änderungswünsche hätten angebracht werden können (angefochtenes Urteil S. 20 ff.).