Citation: 2P.238/2002 14.03.2003 E. A

Der libanesische Staatsangehörige B.________, geboren 1969, reiste in Missachtung einer ihm am 15. Januar 1999 auferlegten Einreisesperre am 1. August 1999 in die Schweiz ein. Am 6. November 1999 heiratete er die im Kanton Zürich niedergelassene kroatische Staatsangehörige C.________, geboren 1951. Nach Aufhebung der Einreisesperre erteilte ihm die Fremdenpolizei (heute: Migrationsamt) des Kantons Zürich die Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau, verbunden mit der Bewilligung zur Erwerbstätigkeit. Am 15. Mai 2000 hoben die Ehegatten ihre Wohngemeinschaft auf. Mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Zürich vom 22. November 2000 wurde B.________ wegen Verstosses gegen ausländerrechtliche Vorschriften zu 60 Tagen Gefängnis bei bedingtem Vollzug verurteilt, dies teilweise als Zusatzstrafe zu einem bereits am 8. Januar 1999 ergangenen Strafbefehl, mit dem er wegen Fälschung von Ausweisen und Widerhandlung gegen ausländerrechtliche Bestimmungen mit 90 Tagen Gefängnis bedingt bestraft worden war. Am 12. März 2001 wies die Fremdenpolizei das Gesuch von B.________ um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung im Wesentlichen mit der Begründung ab, mit der Auflösung der ehelichen Gemeinschaft sei der Zulassungsgrund entfallen und überdies habe der Gesuchsteller zu Klagen Anlass gegeben. Dagegen erhob B.________ Rekurs beim Regierungsrat des Kantons Zürich. Auf den 1. Juni 2002 gelangte B.________ wieder an der Adresse seiner Ehefrau zur Anmeldung. Mit Beschluss vom 11. September 2002 wies der Regierungsrat den Rekurs ab, wobei er zur Begründung im Wesentlichen ausführte, falls das gemeinsame Eheleben überhaupt wieder aufgenommen worden sei, so habe dies lediglich ein paar wenige Tage gedauert; die Ehefrau habe den Behörden mitgeteilt, ihr Mann übe auf sie im Hinblick auf das hängige ausländerrechtliche Verfahren Druck aus und bedrohe sie; seinen tatsächlichen Aufenthaltsort kenne sie nicht; auf den 8. Juni 2002 habe sie ihn denn auch wieder abgemeldet. B.________ habe somit keinen Anspruch auf Verlängerung der Bewilligung. Vielmehr sei darüber im freien Ermessen zu entscheiden. Gemäss den von der Praxis für die Ermessensausübung entwickelten Kriterien müsse die Verlängerung verweigert werden.