Citation: 4A_518/2023 E. 3.4.2

3.4.2. Nach dem allgemeinen prozessualen Grundsatz, wonach formelle Rügen unter Verwirkungsfolge unverzüglich zu erheben sind (BGE 141 III 210 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen), hätte die Arbeitgeberin sofort opponieren müssen, als die Erstinstanz die Verfahren VZ.2020.3 und OZ.2020.8 vereinigte und im ordentlichen Verfahren OZ.2020 weiterführte. Stattdessen wartete sie in unzulässiger Weise das erstinstanzliche Urteil ab und beschwerte sich erst nach dem für sie ungünstigen Prozessausgang. Darauf trat die Vorinstanz zu Recht nicht ein. Unabhängig davon musste die Vorinstanz auf die neuen Vorbringen in den unaufgefordert nachgereichten Eingaben der Arbeitgeberin vom 27. Juni 2023 und 17. Juli 2023 ohnehin nicht eintreten. Die Vorinstanz begründete schlüssig, es sei nicht einsichtig, was die Arbeitgeberin davon abgehalten habe, die prozessualen Rügen bereits früher einzubringen.