Citation: 6B_941/2018 E. 2.3

2.3. Gemäss den vorinstanzlichen Erwägungen konnte dem Beschwerdeführer das Verfahrensgegenstand bildende Schreiben vom 5. Dezember 2016 an die Bank C.________ spurentechnisch nicht zugeordnet werden ("Schreiben A";). Indessen geht die Vorinstanz aufgrund eines Abgleichs mit drei weiteren Schreiben von der Urheberschaft des Beschwerdeführers aus. Sie erwägt, das fragliche Schreiben vom 5. Dezember 2016 ("Schreiben A") sei gleichzeitig mit einem weiteren anonymen Schreiben ("Schreiben B") auf der Poststelle in B.________ 1 abgegeben und um 10.47 Uhr abgestempelt worden. Die orangen Briefumschläge und die Adressierung mittels Schreibmaschine seien bei beiden Schreiben beinahe identisch. Während Adressatin des einen Schreibens die Arbeitgeberin des Straf- und Zivilklägers sei, habe sich das "Schreiben B" an den Rechtsvertreter des Straf- und Zivilklägers A.________ gerichtet. Der Absender sei beiden Adressaten nicht wohlgesinnt gewesen und habe beide gekannt. Aufgrund der identischen Beschaffenheit der Briefumschläge, derselben Beschriftung, desselben Aufgabezeitpunkts und -orts sowie des Bezugs zum Straf- und Zivilkläger geht die Vorinstanz vom gleichen Absender aus. Das dritte anonyme Schreiben vom 3. Dezember 2016 ("Schreiben C") sei an die Bank C.________ zu Handen des Straf- und Zivilklägers selbst adressiert gewesen. Es enthalte denselben Inhalt wie das zweite Schreiben an dessen Rechtsvertreter, nämlich: "Auch ein Arschloch bekommt vielleicht einmal die AHV-Rente, wenn er nicht vorher krepiert." Die inhaltlich gleichen Schreiben (d.h. "die Schreiben B und C") ordnet die Vorinstanz demselben Autor zu. Das vierte Schreiben vom 18. März 2016 ("Schreiben D") sei vom Beschwerdeführer unterzeichnet worden. Es stamme unzweifelhaft von diesem und richte sich an den Verwaltungsratspräsidenten der Bank C.________ B.________, d.h. an die Arbeitgeberin des Straf- und Zivilklägers. Darin bezichtige der Beschwerdeführer den Straf- und Zivilkläger, auf arglistige Weise zu Geld zu kommen. Die Beschriftung sei auch bei den Briefumschlägen der "Schreiben C und D" gleichartig (mittels Schreibmaschine) ausgefallen. Beide Schreiben seien zudem mittels derselben aufgedruckten Briefmarke (Postbotin neben einem zweirädrigen Postbotenfahrzeug) vorfrankiert. Genau solche Umschläge habe der Beschwerdeführer mehrfach für Eingaben an die Vorinstanz verwendet. Weiter habe der Beschwerdeführer auf dem vierten Schreiben ("Schreiben D") eine handschriftliche Korrektur angebracht, wie er dies bei mehreren Eingaben im vorliegenden Verfahren gemacht habe. Es handle sich um eine typische Vorgehensweise für den Beschuldigten. Hinzu komme, dass der Beschuldigte aufgrund einer langjährigen, seit 1998 andauernden Auseinandersetzung mit dem Straf- und Zivilkläger ein Motiv gehabt habe, der Arbeitgeberin des Straf- und Zivilklägers zu schreiben. Gestützt auf seine Äusserungen an der erst- und zweitinstanzlichen Hauptverhandlung geht die Vorinstanz davon aus, er trage diese Auseinandersetzung dem Straf- und Zivilkläger bis heute nach und hege einen tiefen Groll gegen diesen. Zudem sei der Beschwerdeführer bereits rechtskräftig wegen mehrfacher Drohung zum Nachteil des Straf- und Zivilklägers verurteilt worden. Schliesslich würdigt die Vorinstanz das fragliche anonyme Schreiben vom 5. Dezember 2016 ("Schreiben A") inhaltlich. Es enthalte eine leicht verfälschte Abwandlung des Namens des Straf- und Zivilklägers "Aa.________" statt "A.________". Gestützt auf die Form wie auch den Inhalt schliesst die Vorinstanz, der Beschwerdeführer sei Urheber des verfahrensgegenständlichen Schreibens.