Citation: 1B_74/2016 E. 4.6

4.6. Zutreffend ist zwar die Ansicht der Beschwerdeführerin, dass ein Schreiben der Staatsanwaltschaft vom 31. August 2015 in der Weise interpretiert werden könnte, dass die Beschwerdeführerin damals noch als potenzielle Partei betrachtet worden sein könnte. Dieser Umstand lässt den angefochtenen Entscheid jedoch nicht als bundesrechtswidrig erscheinen: Wie sich aus den Akten ergibt, hat sich die Beschwerdeführerin am 10. September 2015 erstmals als Privatklägerin konstituiert. Mit dem standardisierten Kanzleibrief vom 31. August 2015 war der Beschwerdeführerin (als Strafanzeigerin) kurz zuvor mitgeteilt worden, dass die Staatsanwaltschaft beabsichtigte, das Verfahren gegen den Beschuldigten einzustellen, und dass "die Parteien" Gelegenheit erhielten, Akteneinsicht zu nehmen bzw. Beweisanträge zu stellen. Diese Standardmitteilung (welche im übrigen von einer juristischen Untersuchungsbeamtin der Staatsanwaltschaft unterschrieben war) hinderte die verfahrensleitende Staatsanwältin nicht daran, die Frage der Parteistellung der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 30. November 2015 förmlich zu prüfen; dies umso weniger, als diese sich erst am 10. September 2015 als Privatklägerin konstituiert und am 22. Oktober 2015 erstmals Beweisanträge gestellt hatte.