Citation: U 194/03 14.06.2004 E. A

Der 1966 geborene D.________ war vom 23. März bis 31. Juli 1998 mit einem befristeten Arbeitsvertrag als Bauarbeiter bei der Firma A.________ beschäftigt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert. Am 14. Juli 1998 rutschte er beim Zuspitzen von Pfählen mit der Fräse aus und zog sich Verletzungen an Daumen und Zeigefinger der rechten Hand zu (drittgradig offene Endglieddefektfraktur des rechten Daumens, zweitgradig offene Defektfraktur des Processus unguicularis am rechten Zeigefinger). Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht, übernahm die Heilbehandlung und richtete Taggelder aus. Weiter klärte sie die medizinischen Verhältnisse ab, indem sie die Berichte des Dr. G.________, Co-Chefarzt im Spital X.________, vom 9. September 1998, des Hausarztes Dr. S.________ vom 7. Oktober 1998 und des Kreisarztes Dr. L.________ vom 22. Oktober 1998 beizog. Vom 11. November bis zum 9. Dezember 1998 weilte der Versicherte zur stationären Handrehabilitation in der Klinik Y.________, wo als Folge- und Funktionsdiagnosen ein Weichteildefekt am Daumenendglied rechts palmar-radial mit Defekt des Nagels, leichte trophische Störungen des Daumens rechts mit Kälteintoleranz, eine massive Berührungsempfindlichkeit am ganzen Daumenendglied palmar rechts, eine massive Bewegungseinschränkung im IP- und MP-Gelenk des rechten Daumens, hauptsächlich für Flexion, ein funktioneller Ausschluss des rechten Daumens sowie eine posttraumatische Anpassungsstörung (ICD-10: F43.23) erhoben wurden (vgl. Austrittsbericht vom 5. Januar 1999). D.________ kehrte nach dem Unfall nicht mehr an den Arbeitsplatz zurück und meldete sich am 8. Februar 1999 bei der Invalidenversicherung zur Umschulung auf eine neue Tätigkeit und im Ausmass einer Vermittlungsfähigkeit von 50 % bei der Arbeitslosenversicherung an. Mit Verfügung vom 10. März 1999 stellte die SUVA die Ausrichtung der Taggeldleistungen mit Wirkung ab dem 8. Februar 1999 ein, da der Versicherte wieder mindestens zu 75 % arbeitsfähig sei. Die Einsprache des Versicherten hiess die SUVA mit Entscheid vom 29. Juni 1999 teilweise gut und sprach ihm ab dem 8. Februar 1999 ein Taggeld auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % zu. Nach weiterer Abklärung der medizinischen Situation, insbesondere durch Beizug von Berichten des Dr. H.________ vom 7. April 1999, des Dr. B.________, Plastische und Wiederherstellungschirurgie FMH, vom 20. April 1999, vom 29. März 2000 und 4. April 2000 sowie des Kreisarztes Dr. L.________ vom 27. Mai 1999, 29. November 1999 und vom 16. Dezember 1999 sowie nach Durchführung einer erneuten stationären Rehabilitation in der Klinik Y.________ vom 15. September bis zum 13. Oktober 1999 (vgl. Austrittsbericht vom 22. November 1999), teilte die SUVA dem Versicherten die Einstellung der Taggeldleistungen und der Leistungen für Heilbehandlung auf den 1. März 2000 mit und sprach ihm mit Verfügung vom 10. Februar 2000 mit Wirkung ab dem 1. März 2000 eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 20 % zu. Mit Entscheid vom 28. Juli 2000 wies sie die Einsprache des Versicherten ab.