Citation: 2C_948/2019 E. B

Am 19. April 2017 ersuchten A.B.________ und die drei Kinder die schweizerische Vertretung in Amman darum, ihnen Visa für einen langfristigen Aufenthalt zwecks Familiennachzugs auszustellen. Der Migrationsdienst des Kantons Bern lehnte das Nachzugsgesuch am 2. November 2017 ab. Er ging davon aus, dass das Gesuch verspätet gestellt worden ist: Das Familiennachzugsgesuch hätte innerhalb von fünf Jahren ab der Einreise und der Bewilligungserteilung an A.A.________ (1. März 2008), d.h. bis zum 28. Februar 2013, eingereicht werden müssen. Das Gesuch vom 19. April 2017 sei verspätet. Die Voraussetzungen für einen nachträglichen Familiennachzug, d.h. einen Nachzug ausserhalb der gesetzlichen Fristen, seien ihrerseits nicht erfüllt. Die hiergegen eingereichten Rechtsmittel blieben ohne Erfolg (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion vom 8. Februar 2019 und Urteil des Verwaltungsgerichts vom 9. Oktober 2019).