Citation: 9C_379/2022 E. 4.2

4.2. Die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und Entscheidung (mit noch offenem Ausgang) gilt für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientschädigung als vollständiges Obsiegen, unabhängig davon, ob sie beantragt oder ob das Begehren im Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird (BGE 137 V 210 E. 7.1). Dieser Grundsatz gilt ausdrücklich auch für das kantonale Beschwerdeverfahren (BGE 137 V 57 E. 2.1; Urteil 8C_304/2018 vom 6. Juli 2018 E. 4.3.1). Vorausgesetzt ist jedoch, dass sich diese Rückweisung im Rahmen des in der strittigen Verfügung behandelten und gerichtlich überprüften Gegenstands hält. Bezugnehmend auf ein während des Beschwerdeverfahrens gemeldetes neues Unfallereignis vom 8. April 2021 erwägt die Vorinstanz, im aktuellen Verfahren seien ausschliesslich bis zum Erlass der strittigen Verfügung vom 25. Mai 2021 eingetretene Sachverhalte zu berücksichtigen (vgl. oben E. 3). Allein gestützt auf die bisher vorliegenden medizinischen Berichte könne nicht entschieden werden, ob durch den Unfall vom 8. April 2021 eine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustands mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eingetreten sei. Im zu beurteilenden Zeitraum bis zur angefochtenen Verfügung vom 25. Mai 2021 könne jedenfalls noch kein Rentenanspruch entstanden sein. Auch ein Anspruch auf berufliche Massnahmen habe in der kurzen Zeit noch nicht entstehen können; für eine erneute Umschulung beispielsweise müsste sich der Gesundheitszustand erst einmal stabilisiert haben. Demzufolge sei der Anspruch auf eine Invalidenrente und auf berufliche Massnahmen für den zu beurteilenden Zeitraum (bis 25. Mai 2021) abzuweisen (angefochtenes Urteil E. 8.1). Diese Ausführungen der Vorinstanz beziehen sich auf einen neuen Sachverhalt (Unfall vom 8. April 2021), dessen Auswirkungen auf allfällige Leistungsansprüche in einem neuen Verfahren zu beurteilen sein werden. In diesem Sinn handelt es sich um eine Überweisung der Akten zur (erstmaligen) Beurteilung und gerade nicht um eine Rückweisung, die nach der zitierten Rechtsprechung kostenrechtlich als vollständiges Obsiegen zu werten wäre. Eine Rückweisung in diesem Sinn liegt beispielsweise vor, wenn ein Gericht feststellt, der beurteilte Sachverhalt sei unvollständig und deshalb anhand weiterer Abklärungen zu ergänzen. Um eine solche Konstellation geht es hier nicht. Der vorinstanzliche Kostenentscheid - der ausschliesslich beurteilten Punkten Rechnung tragen darf - ist deshalb nicht zu beanstanden.