Citation: 2C_508/2019 E. 4.5.2

4.5.2. Bei der Interessenabwägung ist dem grundlegenden Bedürfnis des Kindes - als einem wesentlichen Element unter anderen - Rechnung zu tragen, in möglichst engem Kontakt mit beiden Elternteilen aufwachsen zu können (BGE 143 I 21 E. 5.5.1 S. 29; Urteil des EGMR El Ghatet gegen die Schweiz vom 8. November 2016 [Nr. 56971/10] §§ 27, 28 und 46: "...must place the best interests of the child at the heart of their considerations and attach crucial weight to it"). Das Bundesgericht hat seine Praxis dieser Rechtsprechung angepasst. Im vorliegenden Fall besteht jedoch gestützt auf die bisherigen Vorkommnisse eine potentielle Rückfallgefahr zu Gewalttaten, welche dem Kindesinteressen aus Sicherheitsgründen vorzugehen habe. Zwar gehen die Gattin und der Arbeitgeber davon aus, dass keine solche Gefahr (mehr) bestehe, dabei handelt es sich jedoch um Einschätzungen von Personen, die dem Beschwerdeführer nahestehen. Ausländerrechtlich muss ein entsprechendes Risiko bei Gewaltdelikten nicht hingenommen werden.