Citation: 1P.558/2006 03.11.2006 E. 5

5.1 Nach den Ausführungen im angefochtenen Rekursentscheid ergaben die Ermittlungen, dass der Beschwerdeführer gegenüber der Anzeigeerstatterin zahlreiche zivilrechtliche Pflichten im Rahmen eines Auftragsverhältnisses oder einer Geschäftsführung ohne Auftrag übernommen hatte. Über deren konkrete Erledigung habe er weder zu Beginn der Ermittlungen noch im Laufe der späteren Abklärungen Auskunft geben können oder wollen. So sei unbestritten geblieben, dass der Beschwerdeführer für die Anzeigeerstatterin ein Mietzinskonto führte, es aber trotz entsprechender Aufforderung unterlassen habe, eine korrekte Abrechnung über Eingänge und Zahlungen vorzulegen. Ebenso unbestritten sei, dass der Beschwerdeführer von der Anzeigeerstatterin verschiedene Gegenstände übernommen habe, aber nie Auskunft über deren Verbleib habe geben können. Mit der blossen Behauptung, er habe diese Gegenstände beim Haus der Geschädigten deponiert, sei er seinen zivilrechtlichen Pflichten nicht nachgekommen. Wenn das Verhöramt in diesen beiden konkreten Fällen auf eine Anklage verzichtet habe, so nur deshalb, weil es den Anklagebehörden obliege, ein strafrechtlich relevantes Verschulden rechtsgenüglich nachzuweisen. Das ändere aber nichts an der Tatsache, dass es dem Beschwerdeführer oblag, als faktischer Verwalter von Mietzinseinnahmen oder Aufbewahrer von fremden Gegenständen Rechenschaft über seine Tätigkeit abzuliefern. Wenn er dies nicht getan habe, so habe er seine vertraglichen Pflichten verletzt oder der Geschädigten bei der ungehörigen Verwendung von Geld und Gegenständen widerrechtlich Schaden zugefügt, was allenfalls auch Schadenersatzansprüche nach Art. 41 OR auslösen könne. 5.2 Mit diesen Ausführungen der Staatsanwaltschaft im angefochtenen Rekursentscheid setzt sich der Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich auseinander. Er begnügt sich damit, die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Frage der Kostenauflage bei Freispruch oder Einstellung des Verfahrens zu zitieren, ohne konkret auf die vorstehend wiedergegebene Begründung im angefochtenen Rekursentscheid Bezug zu nehmen und darzulegen, inwiefern seiner Ansicht nach das ihm vorgehaltene Verhalten zivilrechtlich nicht vorwerfbar sei. Seine Erklärung, er habe sich keiner Veruntreuung schuldig gemacht und sich nachweisbar nicht am Vermögen der Strafklägerin bereichert, ist nicht geeignet, die ihm vorgeworfene zivilrechtliche Verletzung seiner Rechenschaftspflicht, mit der die Staatsanwaltschaft die Verweigerung einer Parteientschädigung begründete, zu entkräften. Der Beschwerdeführer räumt im Gegenteil ein, er sei sicher nicht einer so umfassenden Rechenschaftsablegung, wie es Art. 400 OR verlangt, nachgekommen. Damit hat der Beschwerdeführer ein zivilrechtliches Fehlverhalten ausdrücklich eingestanden, und es ist fehl am Platz, dass er diese Pflichtverletzung nun selbst als "Detail" bezeichnet. Indem der Beschwerdeführer seine eigene Ansicht einfach der Begründung des Rekursentscheids gegenüberstellt, beschränkt er sich auf appellatorische Kritik, womit er den Anforderungen an die Begründung der staatsrechtlichen Beschwerde nicht genügt (vgl. E. 1.3 hiervor). Insoweit ist auf die Beschwerde daher nicht einzutreten.