Citation: 6B_1293/2023 E. 1.4.2

1.4.2. Als unbegründet erweisen sich auch die Rügen, Art. 8 Abs. 2 EMRK und Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG seien verletzt. Die Vorinstanz würdigt durchaus auch die Interessen des Beschwerdeführers und diejenigen seiner Familie. Allerdings bewertet sie die öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung deutlich höher als die privaten Interessen. Die vorinstanzliche Interessenabwägung ist nicht zu beanstanden. Die dagegen gerichteten Vorbringen des Beschwerdeführers erschöpfen sich hauptsächlich in appellatorischen Ausführungen, da er die eigene Wertung seiner privaten Interessen und diejenigen seiner Familie über die der Vorinstanz stellt. Darauf ist nicht weiter einzugehen. Anzumerken ist, dass der Umstand, dass ein straffällig gewordener Ausländer in der Schweiz mit seiner Ehepartnerin und gemeinsamen Kindern in einer intakten familiären Beziehung lebt, kein absolutes Hindernis für eine Landesverweisung bildet (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.3). Weiter ist darauf hinzuweisen, dass die vom Beschwerdeführer zitierte Rechtsprechung (Beschwerde S. 12 f.), wonach eine zur Trennung der vormals intakten Familiengemeinschaft von Eltern und Kindern führende Landesverweisung einen Eingriff in das geschützte Recht auf Achtung des Familienlebens darstellt, einzig dann zur Anwendung kommt, wenn bei intakten familiären Verhältnissen mit gemeinsamem Sorge- und Obhutsrecht dem anderen Elternteil ein Wegzug in das Heimatland des von der Landesverweisung betroffenen Elternteils nicht zumutbar ist. Indem die Vorinstanz erwägt, es spreche nichts dagegen, dass die Familie des Beschwerdeführers mit ihm in den Kosovo ausreise, erachtet sie es sowohl für die im Urteilszeitpunkt nicht erwerbstätige Ehefrau des Beschwerdeführers als auch für die gemeinsamen Kinder als zumutbar, im Kosovo zu leben (Urteil S. 57 E. 2.4 und S. 59 E. 2.5.2). Der Beschwerdeführer wendet hiergegen ein, seiner Familie sei nicht zuzumuten, mit ihm in den Kosovo zu ziehen (Beschwerde S. 14 ff.). Was er vorbringt, verfängt aber nicht. Zum einen beruhen seine Ausführungen grösstenteils auf Umständen nach dem vorinstanzlichen Urteilszeitpunkt (25. August 2023), so etwa wenn er erklärt, seine Tochter sei eingeschult worden, seinem jüngeren Sohn stehe die Einschulung in wenigen Monaten bevor, seine Ehefrau arbeite in einem Alterszentrum und plane eine Weiterbildung (Beschwerde S. 14 f.). Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen im Verfahren vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Diese Darlegungen des Beschwerdeführers sind daher nicht zu berücksichtigen. Zum anderen weicht er von den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz ab oder ergänzt diese frei, ohne eine Willkürrüge zu erheben (E. 1.3.3). Darauf kann ebenso nicht eingetreten werden. Nach den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz bestreitet der Beschwerdeführer den Lebensunterhalt für sich und seine Familie (Urteil S. 57 E. 2.4). Aus seinem Hinweis auf die Integration seiner Kinder bzw. darauf, dass diesen mit einem Wegzug aus der Schweiz ein hiesiger Schul- bzw. Lehrabschluss versagt bliebe (Beschwerde S. 15), vermag er ebenfalls nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, denn ein allenfalls günstigeres Fortkommen in der Schweiz vermag keinen Anspruch auf einen Verbleib zu begründen (z.B. Urteile 6B_643/2023 vom 8. Januar 2024 E. 1.6.3; 6B_162/2023 vom 1. September 2023 E. 1.6.5; je mit Hinweis). Grundsätzlich teilen minderjährige Kinder das ausländerrechtliche Schicksal ihrer sorgeberechtigten Eltern. Da sich die Kinder des Beschwerdeführers in einem anpassungsfähigen Alter befinden, entsprechend den vorinstanzlichen Feststellungen sind sie vier und fünf Jahre alt (Urteil S. 56 E. 2.4), ist ihnen grundsätzlich zuzumuten, ihren Vater in den Kosovo zu begleiten. In diesem noch sehr jungen Alter fällt es Kindern leicht, sich in einem neuen Land zu integrieren, wobei sie auch imstande sind, schnell allfällige Sprachdefizite auszugleichen. Im Lichte der vorliegenden Umstände ist daher der Schluss der Vorinstanz, der Familie des Beschwerdeführers sei ein Umzug in den Kosovo zuzumuten, nicht zu beanstanden.