Citation: 1C_59/2023 E. 5.5

5.5. In ihrer Gesamtheit betrachtet erscheint die Dauer der Verfahren vom auslösenden Ereignis (23. August 2014) bis zum kantonal letztinstanzlichen Entscheid betreffend den Führerausweisentzug (5. Dezember 2022) mit über acht Jahren zwar als lang. Der hohe Zeitbedarf ist jedoch zum einen aufgrund der Zweiteilung in ein Straf- und ein Administrativverfahren systemimmanent, zum anderen ist er darauf zurückzuführen, dass der Beschwerdeführer in beiden Verfahren Rechtsmittel ergriffen hat (vgl. Urteil 1C_486/2011 vom 19. März 2012 E. 2.2 f. mit Hinweisen). Die Dauer des Administrativverfahrens ist zudem angesichts des ausgebauten Rechtsschutzes mit zwei kantonalen Rechtsmittelinstanzen keinesfalls übermässig (vgl. a.a.O., E. 2.3.2, wo das Bundesgericht festhielt, eine Dauer von rund 1 Jahr und 10 Monaten zwischen dem Abschluss des Strafverfahrens und der Zustellung des Urteils des Verwaltungsgerichts sei nicht zu beanstanden). Insgesamt ist eine Verletzung des Anspruchs auf Beurteilung in angemessener Frist zu verneinen.