Citation: 8C_41/2023 E. 5.5.2

5.5.2. Im Gegensatz zu den Gutachtern der asim konnten sich die Ärzte der Klinik C.________ auf eine Testung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie eine Verhaltensbeobachtung während eines immerhin zweiwöchigen Rehaaufenthaltes stützen, was die unterschiedliche Einschätzung hinsichtlich der Erfolgsaussichten einer stationären Rehabilitation sowie des Erreichens des Endzustands zu erklären vermag. Wie Dr. med. D.________ in seiner Stellungnahme vom 18. März 2022 ausführte, ist davon auszugehen, dass es einem Facharzt mit langjähriger Erfahrung bei der Beurteilung komplexer Fälle mit Auffälligkeiten auf der Verhaltensebene und bei chronifizierten Schmerzen nach zweiwöchiger Beobachtung des Patienten möglich ist, eine Aussage bezüglich Rehafähigkeit und medizinischem Endzustand zu treffen. Der Einwand des Beschwerdegegners, die Belastung sei zu Beginn zu hoch gewesen, ist nicht stichhaltig. Zum einen hielten die Ärzte der Klinik C.________ explizit fest, sie hätten die Belastbarkeit unter Berücksichtigung der Beurteilung im asim-Gutachten auf tiefem Niveau getestet. Trotz dieser Limitierung müsse dem Patienten auf der Verhaltensebene eine erhebliche Symptomausweitung attestiert werden. Zum anderen geht aus dem Austrittsbericht hervor, dass die Leistungstests, welche gemäss Beschwerdegegner mit zu hoher Intensität durchgeführt worden seien, erst am 3. Juli 2020, also kurz vor Ende des Rehaaufenthaltes, erfolgten. Im Übrigen sei daran erinnert, dass auch die asim-Gutachter eine Rehabilitation nicht nur von genügend langer Dauer, sondern auch von genügender Intensität empfahlen. Weiter haben die Ärzte der Klinik C.________ nachvollziehbar begründet, weshalb sie auf die von der asim vorgeschlagene Medikamentenumstellung verzichteten. Der Vorwurf des Beschwerdegegners, in der Klinik C.________ seien wesentliche Therapievorgaben der asim nicht umgesetzt worden, geht damit ebenfalls fehl. Desgleichen findet die Feststellung der Vorinstanz, die Rehabilitation sei nicht lege artis durchgeführt worden, in den medizinischen Akten keine Stütze.