Citation: 6B_42/2022 E. 2.2

2.2. Strittig ist die vorsätzliche Tatbegehung der Beschwerdeführerin. Die Vorinstanz erwägt, die Beschwerdeführerin habe bewusst ihr Auto vor das Baustellentor parkiert, um damit die Bauarbeiter an dem Herausfahren zu hindern. Beim Verfassen der Schreiben sei ihr bekannt gewesen, dass die Baubewilligung rechtskräftig gewesen sei. Ihr Ziel sei es gewesen, die B.________ AG von ihrem Bauprojekt abzubringen. Die Beschwerdeführerin habe ihre Schreiben im Bewusstsein um die Unrechtmässigkeit ihres Verhaltens verfasst und damit vorsätzlich gehandelt. Die allfällige Gebäudeaufstockung sei ihr bei Abschluss des Mietvertrages am 10. Oktober 2014 von der B.________ AG bereits angezeigt worden. Im Mietvertrag sei festgehalten worden, dass sich der Mietbetrag um 100 % reduziere für Flächen, welche während der Bauzeit durch die Mieterin nicht genutzt werden können. Der Beschwerdeführerin sei bewusst gewesen, dass es während der Bauzeit zu Einschränkungen der Mietfläche kommen könne. Ferner sei ihr bewusst gewesen, dass die Baubewilligung rechtskräftig gewesen sei. Ihre Behauptung, sie sei davon ausgegangen, die Aufstellung der Baustelle sei rechtswidrig, da keine Brandschutzbewilligung vorliege, sei als reine Schutzbehauptung zu qualifizieren und ein Sachverhaltsirrtum sei zu verneinen.