Citation: 1B_130/2018 E. 2.3

2.3. Für den Beschwerdeführer hat die Staatsanwaltschaft das Beschleunigungsgebot "fundamental" verletzt, weil sie Rechtshilfeersuchen an die Slowakei und Italien noch nicht gestellt habe, obwohl für die Bearbeitung des Gesuchs an Italien ein Zeitbedarf von 6 bis 17 Monaten zu veranschlagen sei. Das Rechtshilfeersuchen an die britischen Behörden sei zwischenzeitlich zwar offenbar gestellt worden; es seien indessen noch keine Einvernahmen angesetzt worden, und es könne Monate dauern, bis sich diesbezüglich "etwas tue". Auch wenn der Grund für die Verfahrensverzögerung darin liege, dass die Beweise rechtshilfeweise erhoben werden müssten, sei die Staatsanwaltschaft nicht in der Lage, dem Beschleunigungsgebot Rechnung zu tragen. Zudem stelle sich die Frage, ob der Prozess gegen ihn nicht auch ohne die noch zu erhebenden Beweismittel geführt werden könnte; diesfalls rechtfertige sich die Aufrechterhaltung der Untersuchungshaft ohnehin nicht. Er habe zudem bereits vor der Vorinstanz darauf hingewiesen, dass das Verfahren auch wegen Personalwechsels innerhalb der Untersuchungsbehörden verzögert worden sei; es sei Sache des Kantons, für genügende personelle Ressourcen für eine beförderliche Verfahrensführung besorgt zu sein. Die Staatsanwaltschaft weist in ihrer Vernehmlassung plausibel nach, dass sie das Verfahren aktiv und mit der gebotenen Beschleunigung führt und dessen (lange) Dauer der Schwere und dem Umfang der Tatvorwürfe entspricht, die sich über mehrere Jahre erstrecken und auf mehrere Länder beziehen. Erhebliche Weiterungen hätten sich zudem aus einer neuen Strafanzeige vom Oktober 2017 ergeben, was ohne Weiteres nachvollziehbar ist. Es liegt zudem im Ermessen der Staatsanwaltschaft, ob sie Rechtshilfeersuchen auf einer ungenügenden tatsächlichen Grundlage rasch einreicht, um nachher zu versuchen, sie zu ergänzen, oder ob sie damit zuwartet, bis der Fortschritt der Untersuchung deren präzise, sachgemässe Formulierung erlaubt. Es steht entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers keineswegs fest, dass der zweite Weg der langsamere ist. Ebenfalls bei der Staatsanwaltschaft liegt die Entscheidung, welche Beweise sie für den ordnungsgemässen Abschluss der Untersuchung benötigt; das Beschleunigungsgebot verbietet ihr keineswegs, auf Beweise zu verzichten, nur weil deren (z.B. rechtshilfeweise) Beschaffung langwierig ist. Nicht näher begründet wird der Vorwurf, die Untersuchung sei durch personelle Wechsel innerhalb der Untersuchungsbehörden über Gebühr verzögert worden; er mutet zudem widersprüchlich an im Hinblick auf den Umstand, dass der Verteidiger des Beschwerdeführers im Haftprüfungsverfahren vor Bundesgericht eine Fristerstreckung für die Einreichung einer Stellungnahme für sich beanspruchte mit der Begründung, er sei anderweitig ausgelastet. Da der Beschwerdeführer auch in der Beschwerde ans Obergericht nicht konkret darlegte, inwiefern (tatsächliche und vermeintliche) Personalmutationen bei den Untersuchungsbehörden das Verfahren über Gebühr verzögerten, hat die Vorinstanz keine Gehörsverweigerung begangen, indem sie sich dazu nicht explizit äusserte.