Citation: 1C_428/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz verweist auf das im Verwaltungsrecht herrschende Territorialitätsprinzip, wonach ein Erlass grundsätzlich nur für Sachverhalte Rechtswirkungen entfaltet, die sich auf dem Hoheitsgebiet des rechtsetzenden Gemeinwesens zutragen (BGE 138 II 346 E. 3.2; 133 II 331 E. 6.1). Ausschlaggebend ist mit anderen Worten der räumliche Herrschaftsbereich des kommunalen, kantonalen oder eidgenössischen Gesetzgebers (TSCHANNEN/MÜLLER/KERN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., 2022, N. 535 ff.; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., 2020, N. 314 ff.). Für die Planung und den Bau von Strassen ist folglich der Kanton zuständig, auf dessen Gebiet sie liegen (vgl. Urteil 1A.194/2006 vom 14. März 2007 E. 4.2). Gestützt darauf führt die Vorinstanz weiter aus, die Liegenschaft der Beschwerdeführenden liege auf dem Gebiet des Kantons Appenzell Ausserrhoden, weshalb sie nicht in den Geltungsbereich von Art. 39 StrG/AI falle und daraus kein Anspruch auf Anschluss an die Strassen des Kantons Appenzell Innerrhoden abgeleitet werden könne. Es sei nicht Aufgabe eines Kantons, die Erschliessung von Liegenschaften auf fremdem Kantonsgebiet zu ermöglichen. Vielmehr sei es Aufgabe des Kantons Appenzell Ausserrhoden, über die öffentlich-rechtliche Erschliessung von in seinem Kantonsgebiet liegenden Grundstücke zu befinden.