Citation: 4A_385/2024 E. 1.3.3

1.3.3. Damit genügen die Beschwerdeführer ihrer Begründungspflicht nicht. Sie äussern sich nur pauschal zum geltend gemachten Kautionsgrund. Sie reichen weder Beilagen ein, welche die behauptete Vielzahl an Betreibungen konkret belegen, noch untermauern sie die Begründung mit präzisen Aktenverweisen. Somit lässt sich mangels hinreichender Begründung nicht überprüfen, ob die tatsächliche Grundlage der behaupteten "Vermutung" überhaupt vorliegt. Es bleibt unklar, in welchem Zeitraum der Beschwerdegegner in welcher Höhe und für welche Forderungen betrieben worden sein soll. Auch lässt sich nicht ausschliessen, dass zu dieser behaupteten Vielzahl von Betreibungen auch solche der Beschwerdeführer selbst zählen, da das Verfahren in der Hauptsache eine negative Feststellungsklage des Beschwerdegegners gemäss Art. 85a SchKG zum Gegenstand hat, was eine laufende Betreibung gegen ihn impliziert. Die Hinweise der Beschwerdeführer auf allgemein einschlägige Literatur vermögen die für die Beurteilung im Einzelfall massgeblichen Aktenbelege nicht zu ersetzen, zumal auch die zitierten Lehrmeinungen bei Vorliegen von Betreibungen gegen einen Gesuchsgegner eines Antrags um Sicherstellung der Parteientschädigung nicht ohne Weiteres im Sinne einer gesetzlichen Vermutung von einer Zahlungsunfähigkeit ausgehen (SUTER/VON HOLZEN, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], 4. Aufl. 2025, Bd. I, N. 29 zu Art. 99 ZPO; STERCHI, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. I, 2012, N. 23 zu Art. 99 ZPO). Inwiefern andere Indizien für das Vorliegen eines Kautionsgrundes sprechen, deuten die Beschwerdeführer ohne jegliche Begründung nur an. Ein Kautionsgrund ist auch nicht offensichtlich. Eine entsprechend präzise Begründung der Beschwerde ist daher unentbehrlich.