Citation: 2C_608/2015 E. 3

Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 13. Juni 2013 deutet auf ein schweres Verschulden des Beschwerdeführers und auf eine hohe kriminelle Energie hin. Er war von 2005 bis 2010 aus rein finanziellen Beweggründen an umfangreichen Drogengeschäften mit insgesamt rund 690 kg Marihuana und einer erheblichen Deliktssumme beteiligt. Die illegal erzielten Profite versuchte der Beschwerdeführer über eine eigens zu diesem Zweck gegründete Firma zu waschen. Zwar wendet der Beschwerdeführer ein, dass er nie wegen einer strafbaren Handlung betreffend harte Drogen, sondern einzig im Zusammenhang mit Cannabis verurteilt worden sei. Das Gefährdungspotential von Cannabis könne nicht mit jenem harter Drogen verglichen werden. Dieser Umstand fiel allerdings bereits bei der Strafzumessung ins Gewicht. Angesichts dessen erscheint die verhängte Freiheitsstrafe von 36 Monaten weiterhin als hoch und das migrationsrechtliche Verschulden des Beschwerdeführers wiegt entsprechend schwer. Negativ ins Gewicht fällt zudem, dass die verfahrensauslösende Verurteilung nicht das erste und auch nicht das letzte Strafurteil gegen den Beschwerdeführer darstellt. Vielmehr war er bereits ab 2003 mehrfach wegen Verkehrs- und Betäubungsmitteldelikten bestraft worden. Erschwerend kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer sämtliche Verurteilungen im Erwachsenenalter erwirkt hat und ihn zwei ausländerrechtliche Verwarnungen in den Jahren 2004 und 2006 unbeeindruckt liessen. Auch seine Vaterschaft und Heirat änderten offenbar nichts an der Haltung des Beschwerdeführers. Im Gegenteil kam es nach der Geburt seines ersten Sohnes noch zu einer Intensivierung der Drogengeschäfte. Zudem musste er im März 2014 wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand (mindestens 1.73 Gewichtspromille) erneut bestraft werden. Das Verhalten des Beschwerdeführers zeugt von Unbelehrbarkeit und Geringschätzung der hiesigen Rechtsordnung. Zu berücksichtigen ist sodann, dass es sich beim verfahrensauslösenden Delikt um eine Anlasstat im Sinne von Art. 121 Abs. 3 lit. a BV handelt. Obwohl die genannte Bestimmung nicht direkt Anwendung findet, ist der vom Verfassungsgeber zum Ausdruck gebrachten Wertung im Rahmen der Interessenabwägung insoweit Rechnung zu tragen, als dies nicht zu einem Widerspruch mit übergeordnetem Recht führt (BGE 139 I 16 E. 5.3 S. 31, 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34). Hinzu kommt, dass sich der Beschwerdeführer als Staatsangehöriger von Kroatien nicht auf das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedschaften andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681) berufen kann und bei der Interessenabwägung daher generalpräventive Gesichtspunkte berücksichtigt werden dürfen (Urteil 2C_685/2014 vom 13. Februar 2015 E. 6.1.2, Urteil 2C_679/2011 vom 21. Februar 2012 E. 3.1). Angesichts dieser Sach- und Rechtslage ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz das öffentliche Interesse an einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung als hoch einstufte.