Citation: 8C_775/2023 E. 4.2.1

4.2.1. Es steht fest, dass Dr. med. C.________ eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis 31. Juli 2022 attestierte. Da diese mit dem belasteten Verhältnis zur Arbeitgeberin, mit dem Hinweis auf unklare Aufträge und Schuldzuweisungen sowie mit einer Unzufriedenheit und inadäquaten Herausforderungen begründet wurde, ist mit der Beschwerdeführerin davon auszugehen, dass dem Beschwerdegegner bis zum Ablauf der Kündigungsfrist weiterhin eine arbeitsplatzbezogene Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert worden wäre. Eine effektive Wiederaufnahme der Arbeit während dieser Frist wäre somit wohl nicht mehr in Frage gekommen. Anders als die Vorinstanz dargelegt hat, lässt sich weder aus der ärztlichen Bestätigung des Dr. med. C.________ vom 18. Januar 2023 noch aus dessen Zeugnis vom 31. Mai 2023 entnehmen, dass es dem Beschwerdegegner nicht möglich gewesen wäre, die Kündigungsfrist abzuwarten und eine sofortige Auflösung des Arbeitsverhältnisses dringend geboten gewesen wäre. Soweit das kantonale Gericht festgestellt hat, der Beschwerdegegner sei vor dem Abschluss der Aufhebungsvereinbarung offenbar unter Druck gesetzt worden, hat es sich einzig auf die Parteibehauptung des Beschwerdegegners gestützt, die er im Rahmen eines Schreibens ("Zusammenfassung Arbeit"; Eingangsdatum 19. Oktober 2022) im Verwaltungsverfahren äusserte.