Citation: I 774/05 21.03.2006 E. 2

Wie die Vorinstanz gestützt auf die Rechtsprechung zutreffend erwogen hat, kann die Invalidenversicherung, wenn wie hier kein Geburtsgebrechen vorliegt, bei Personen vor vollendetem 20. Altersjahr medizinische Massnahmen nur übernehmen, wenn keine Dauerbehandlung in Aussicht steht und eine günstige Prognose vorliegt. Frau Dr. med. L.________, Orthopädische Chirurgie FMH, gibt in keinem ihrer Berichte eine günstige Prognose ab. In der Beschwerdeschrift vom 17. Februar 2005 drückt sie angesichts der bevorstehenden zweiten Operation lediglich die Hoffnung aus, dass "wenn immer möglich keine bleibende Invalidität" eintrete. Im Bericht vom 23. August 2004 führte die Ärztin aus, die Physiotherapie sei noch auf unbestimmte Zeit weiterzuführen. Abgeschlossen werden könne die Behandlung "frühestens" mit Wachstumsabschluss. Im Bericht vom 2. August 2004 nannte sie eine akute Verschlechterung der Situation, weshalb eine Physiotherapie notwendig werde. Sicher seien die kommenden drei bis vier Jahre entscheidend bezüglich des Verlaufs der Hüftgelenksentwicklung. Angesichts dieser medizinischen Sachlage steht eine länger dauernde, wahrscheinlich sogar eine Dauerbehandlung in Aussicht. Da ein Behandlungsende nicht absehbar ist, hat die Invalidenversicherung bis auf Weiteres keine Leistungen mehr zu erbringen. Was die Eltern des Beschwerdeführers hiegegen einwenden, vermag daran nichts zu ändern. Die Sache gehört nunmehr in den Zuständigkeitsbereich der gesetzlichen Krankenversicherung.