Citation: 5C.138/2006 18.07.2006 E. 6

Schliesslich kritisiert der Berufungskläger die teilweise Ausgestaltung des Unterhaltsbeitrags als Altersvorsorge. Die Ansprüche aus seiner beruflichen Vorsorge seien hälftig aufgeteilt worden. Zusätzlich sei ein AHV-Splitting erfolgt. Es rechtfertige sich damit nicht, dass er der Berufungsbeklagten noch einen monatlichen Betrag von Fr. 300.-- für den Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge leisten müsse. Der Berufungskläger verkennt in diesem Punkt, dass der Vorsorgeunterhalt nach Art. 125 Abs. 1 ZGB nicht in erster Linie der Ausgleichung bestehender Einbussen dient, sondern mögliche zukünftige Lücken (nach der Scheidung) in der Altersvorsorge schliessen soll, welche dadurch hervorgerufen werden, dass der Berechtigte, auf Grund seiner als Folge der Ehe eingeschränkten Erwerbsfähigkeit, keine oder nur noch geringe Beiträge an die eigene Altervorsorge wird leisten können (BGE 129 III 257 E. 3.4 S. 262; Urteil des Bundesgerichts 5C.48/2001 vom 28. August 2001, E. 4, publ. in FamPra.ch 2002, S. 145). Dass die Berufungsbeklagte in ihrer künftigen Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, wurde oben bereits festgehalten. Auch insoweit liegt keine Bundesrechtsverletzung vor.