Citation: 4A_432/2020 E. B

B.a. Am 2. April 2010 stürzte die Beschwerdeführerin auf ihre rechte Hand. Acht Tage später meldete sie sich bei der ambulanten Notfallstation des Kantonsspitals U.________ wegen Schmerzen im Ringfingerendglied, einer Schwellung der Weichteile im Nagelbereich und einer Rötung. Im Spital teilte man ihr mit, dass eine Operation notwendig sei. Am 13. April 2010 wurde die Beschwerdeführerin von einem leitenden Arzt und einem Oberarzt operiert. B.b. Mit Schreiben vom 12. April 2011 machte die Beschwerdeführerin bei der B.________ AG (Beschwerdegegnerin) Schadenersatz und Genugtuung geltend. Sie erklärte, sie sei wegen einer Infektion am 3. Mai 2010 im Kantonsspital V.________ notfallmässig operiert worden, wobei die Kirschnerdrähte entfernt worden seien. Die Probleme am Ringfinger hätten sich auf die ganze Hand ausgedehnt, was zu weiteren Operationen und Spitalaufenthalten geführt habe. Der weitere Verlauf sei nicht absehbar. B.c. Am 20. April 2011 reichte die Beschwerdeführerin der Staatskanzlei des Kantons Solothurn eine Kopie ihres Gesuchs vom 12. April 2011 um Schadenersatz und Genugtuung ein. B.d. Nachdem das Verfahren länger sistiert war, ergänzte die Beschwerdeführerin ihr Gesuch am 31. März 2015 und reichte ein Privatgutachten von Dr. med. C.________ vom 22. November 2013 ein. Sie machte geltend, als Folge der Behandlung im Kantonsspital U.________ sei ihre Hand praktisch gänzlich gebrauchsunfähig geworden. Sie bezifferte ihren Haushaltschaden auf Fr. 21'965.-- pro Jahr und beantragte eine Genugtuung von Fr. 40'000.-- nebst Zins. Schliesslich reichte sie am 1. April 2015 die Kostennote ihres Rechtsanwalts über Fr. 17'289.-- und eine Honorarrechnung des Gutachters Dr. med. C.________ über Fr. 9'350.-- nach. B.e. Die Staatskanzlei zog die Akten des Kantonsspitals V.________ zur Behandlung der Beschwerdeführerin an der rechten Hand bei. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 18. Januar 2016 wurde die Beschwerdeführerin aufgefordert, alle Akten zum Haftpflichtfall aus dem Jahr 1999 samt Gutachten von Dr. med. C.________ aus dem Jahr 2007 einzureichen. Mit Eingabe vom 18. März 2016 machte die Beschwerdeführerin geltend, es handle sich um einen unzulässigen und unsubstanziierten Ausforschungsbeweis. Die Vorbehandlungen seien für den aktuellen Vorzustand irrelevant, da die Restproblematik der Operation von 1999 nur noch auf die lokale Operationsstelle beschränkt sei. Als Beilage reichte sie lediglich Auszüge aus dem Gutachten von Dr. med. C.________ aus dem Jahr 2007 ein. Am 11. Juni 2016 reichte die Beschwerdeführerin zusätzliche Röntgenunterlagen ein. Die Beschwerdeführerin weigerte sich auf entsprechende Aufforderung hin, weitere Akten einzureichen. Am 12. August 2016 stimmte die Beschwerdeführerin dem Beizug der IV-Akten zu und reichte die von Dr. med. C.________ erhaltenen Dokumente aus dem Jahr 2007 samt vollständigem Gutachten sowie eine Aufstellung zu den Haushaltstätigkeiten ein. Die eingeholten IV-Akten wurden bis und mit 1998 als vertraulich bezeichnet, im Übrigen wurde der Beschwerdegegnerin Einsicht gewährt, worauf diese am 20. Januar 2017 Stellung nahm. Am 22. August 2017 wurde bei PD Dr. med. D.________ ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches am 3. November 2017 erstellt und nach Zusatzfragen der Parteien am 2. Juli 2018 ergänzt wurde. B.f. Mit Verfügung vom 12. April 2019 wies die Staatskanzlei das Gesuch um Schadenersatz und Genugtuung ab.