Citation: 9C_189/2023 E. 5.3

5.3. Ins Leere geht auch die vorinstanzliche Argumentation, wonach weder dargetan noch ersichtlich sei, inwiefern sich aus der Steuermeldung vom 11. Dezember 2019 eine offensichtliche Unrichtigkeit der Verfügung vom 9. Juli 2018 bzw. der Qualifikation der Beschwerdegegnerin als dauernd voll Erwerbstätige ergeben soll. Anders als die Vorinstanz hier anzunehmen scheint, stützte die Ausgleichskasse ihr wiedererwägungsweises Zurückkommen in der Verfügung vom 6. Januar 2020, bestätigt mit Einspracheentscheid vom 8. Februar 2021, nicht auf dieses Dokument. Vielmehr erblickte sie einen Wiedererwägungsgrund darin, dass sich die Beschwerdegegner im Rahmen der Beitragsfestsetzung für das Jahr 2018 rechtsmissbräuchlich verhalten hätten, was sie aus Umständen ableitete, die in keinem Zusammenhang mit der Steuermeldung vom 11. Dezember 2019 standen (vgl. dazu E. 5.4).