Citation: 2A.215/2006 29.05.2007 E. 5

Die Beschwerdeführer rügen mit beiden Beschwerden zunächst eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör, weil sich die Vorinstanz auf eine Rechtskontrolle beschränkt habe. Die Rüge vermag nicht durchzudringen: Mit Bezug auf die direkte Bundessteuer hat das Bundesgericht eine Verengung der Kognition mit Beschränkung des Novenrechts für das Verfahren vor einer zweiten kantonalen Gerichtsinstanz als mit Art. 142 Abs. 4 DBG vereinbar erklärt (BGE 131 II 548 E. 2 S. 549 ff., mit Hinweisen). Für die kantonalen Steuern sieht § 56 des thurgauischen Gesetzes vom 23. Februar 1981 über die Verwaltungsrechtspflege eine solche Rechtskontrolle im Beschwerdeverfahren ausdrücklich vor; darunter fällt auch die unrichtige und unvollständige Feststellung des Sachverhalts. Vorliegend ist freilich weniger die Sachverhaltsfeststellung als solche, als vielmehr die rechtliche Würdigung dieses Sachverhalts umstritten.