Citation: 4A_264/2015 E. 4.2.3

4.2.3. Damit erübrigt sich eigentlich, auf die Kritik der Beschwerdeführer gegen die Eventualbegründung der Vorinstanz einzugehen, wonach selbst bei Durchsicht von Klagebeilage 27 in dem Sinne, dass diese als "Tatsachenbehauptung" zu betrachten wäre, noch keine hinreichende Substanziierung auszumachen ist. Es sei jedoch erwähnt, dass auch diese Eventualbegründung bundesrechtlich nicht zu beanstanden ist: Die Beschwerdeführer werfen der Vorinstanz vor, überspitzte Anforderungen an die Substanziierung gestellt zu haben. Sie behaupten, alle jene Elemente seien mit der Klagebeilage 27 vorgelegt worden. Mit dieser pauschalen Behauptung kommen sie gegen die Erwägungen der Vorinstanz nicht auf, die aufzeigen, dass anhand der Einträge gemäss Klagebeilage 27 nicht (durchwegs) klar ersichtlich wird, ob die getätigten Aufwendungen der Durchsetzung der Schadenersatzforderung gegen die Beschwerdegegnerin dienten und nicht durch die Parteientschädigung gedeckt sind. Immer unter der Annahme, dass die Klagebeilage 27 als "Tatsachenbehauptung" zu betrachten wäre, ist es nicht möglich zu entscheiden, ob die fakturierten Aufwendungen haftpflichtrechtlich als Schaden, der von der Beschwerdegegnerin zu ersetzen ist, betrachtet werden können, geschweige denn zu beurteilen, ob der Aufwand gerechtfertigt, notwendig und angemessen war. Wohlverstanden, die Vorinstanz verlangte zu Recht nicht, dass die Beschwerdeführer die Notwendigkeit und Angemessenheit an sich dartun müssten. Sie wies ihnen für die entsprechende rechtliche Beurteilung nicht die Beweislast zu, wie die Beschwerdeführer monieren. Die in diesem Zusammenhang erhobene Rüge einer Verletzung von Art. 8 ZGB verfängt daher von vornherein nicht. Jedoch durfte die Vorinstanz verlangen, dass die Beschwerdeführer entsprechende Tatsachenelemente lieferten, aufgrund derer die Notwendigkeit und Angemessenheit beurteilt werden kann. Spätestens nachdem die Beschwerdegegnerin in der Klageantwort die geltend gemachten Kosten bestritten und sich auf den Standpunkt gestellt hatte, dass diese durch den Parteikostenersatz der ZPO gedeckt seien, hätten die Beschwerdeführer sachdienliche Konkretisierungen anbringen müssen. Dass sie dieser Substanziierungslast rechtsgenügend nachkamen, vermögen sie nicht darzutun, selbst dann nicht, wenn die Klagebeilage 27 herangezogen wird. Mit ihren diesbezüglichen "ergänzenden Bemerkungen" in der Beschwerde an das Bundesgericht können sie dies nicht nachholen. Vielmehr sind sie insoweit nicht zu hören. Die Vorinstanz durfte mithin von den Beschwerdeführern verlangen, dass sie ihre Ersatzforderung für vorprozessuale Anwaltskosten hinlänglich substanziieren, namentlich die tatsächlichen Aufwendungen ihres Rechtsvertreters inhaltlich konkretisieren bzw. erläutern, damit deren Zweck, Notwendigkeit und Angemessenheit geprüft werden kann. Mit diesen Substanziierungsanforderungen verletzte die Vorinstanz kein Bundesrecht.