Citation: 5A_44/2023 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz eine willkürliche Auslegung der Vertretungsmacht vor und macht geltend, dass die Vorinstanz willkürlich angenommen habe, dass der Beschwerdegegner die Gegenstände, die in den fraglichen Verträgen vereinbart wurden (Darlehen sowie Servicedienstleistungen), als von der Vollmacht gedeckt erachten durfte. Die Logik der Vorinstanz bedeute nichts anderes, als dass die Bevollmächtigung von C.________ quasi unbeschränkt gewesen wäre. Dies anzunehmen, sei realitätsfremd und willkürlich. Ohne Ausblendung von Realität und Logik hätte die Vorinstanz zu keinem anderen Schluss gelangen können, als dass C.________ als Repräsentant einer usbekischen Agency in der Schweiz und mit der Vollmacht, sich für die Republik Usbekistan gewisser Grundstücksgeschäfte anzunehmen, doch niemals berechtigt gewesen sein konnte, ein Darlehen oder eine Servicepauschale zulasten der Republik Usbekistan entgegenzunehmen bzw. einzugehen und dies auch noch gestützt auf diese äusserst laienhaft formulierten und gestalteten Vereinbarungen. Anhand eines Beispiels aus der Rechtsprechung macht die Beschwerdeführerin geltend, dass die Vollmacht vom 7. Mai 2004 klarerweise keine echte Generalvollmacht sein könne. Zudem könnten die Grenzen der Vertretungsmacht jedenfalls nicht über das hinausgehen, was nach Treu und Glauben erwartet werden kann. Auch bei Vorliegen eines Rechtsscheins dürfe ein Dritter nur Vollmachten vermuten, die inhaltlich auf die mit der Stellung des Bevollmächtigten verbundenen Aufgaben beschränkt sind. Im konkreten Fall sei offensichtlich, dass die Aufnahme eines Darlehens in der Höhe von Hunderttausenden Schweizer Franken zur Bezahlung von Steuerschulden nichts mit den Aufgaben von C.________ gemäss Vollmacht - als Repräsentant einer Agency in der Schweiz - zu tun habe. Selbst die Vorinstanz habe dies für ungewöhnlich gehalten. Dass die Vorinstanz (wie auch die erste Instanz) anders entschieden habe, sei von aussen betrachtet nicht zu verstehen und wohl darin begründet, dass auf diese Vollmacht gestützte Handlungen von C.________ offenbar bereits des Öfteren Gegenstand der Gerichtsbarkeit im Kanton Schwyz gewesen seien, wobei die Erstinstanz das Handeln von C.________ für die Republik Usbekistan gar als "gerichtsnotorisch" bezeichnet habe. Der Verdacht der Ungewöhnlichkeit sei denn auch nicht unbegründet gewesen, da die Steuerschulden der Beschwerdeführerin nachweislich gar nicht mit diesem Darlehen bezahlt worden seien. Mit diesem Schluss, mit dem die Vorinstanz einerseits direkt anerkenne, dass der vorliegende Sachverhalt nicht branchenüblich sei, es aber dennoch gelten lasse, dass C.________s Vertretungsmacht vorgelegen habe, wende sie Bundesrecht willkürlich an.