Citation: 5P.466/2004 07.03.2005 E. 5

5.1 Das Obergericht hat dem Beschwerdegegner für das Jahr 2003 als Internatskosten für die beiden Söhne Fr. 6'350.-- zugestanden. Ob für die Zeit ab 1. Januar 2004 weiterhin von diesem Betrag oder von einem höheren auszugehen sei, könne offen bleiben. Zwar habe die Beschwerdeführerin geltend gemacht, dass der ältere der beiden Söhne den Internatsbesuch im August 2004 abgebrochen habe, doch müssten die Dauerhaftigkeit des Wegbleibens vom Internat und die Auswirkungen auf die Kosten derzeit als offen bezeichnet werden. 5.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die Berücksichtigung von Internatskosten für die beiden Söhne ebenfalls willkürlich sei, zumal V.________ seit dem 1. August 2004 kein Internat mehr besuche und auch der jüngere Sohn zwischenzeitlich seinen Internatsbesuch abgebrochen habe. Dieses Vorbringen ist unbehelflich: Selbst wenn es zutreffen sollte, dass beide Söhne die von ihnen besuchten Internate verlassen haben, erscheint die Annahme des Obergerichts, dass auch künftig Schulkosten im bisherigen Rahmen anfallen werden, nicht als schlechterdings unhaltbar. Beide Söhne besuchten seit 1999 Privatschulen, und es ist angesichts des Umstandes, dass beide Eltern berufstätig sind bzw. sein werden, nicht unhaltbar anzunehmen, dass die Söhne auch künftig Internate bzw. private Schulen besuchen werden und dadurch Kosten in der bisherigen Grössenordnung anfallen dürften.