Citation: 4A_605/2019 E. 3.3

3.3. Begründet ist die Beschwerde, soweit der Beschwerdeführer der Vorinstanz vorwirft, mit ihrer Berechnung habe sie zwei Methoden vermischt. Dies anerkennt im Grundsatz auch der Beschwerdegegner. Wenn nicht massgebend ist, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Beschwerdegegner ein gutes Resultat (mRS-Werte 0 bis 2) hätte erreichen können, sondern mit welcher Wahrscheinlichkeit ein besseres als das tatsächliche (mRS-Wert 5) zu erwarten gewesen wäre, ist nicht nachvollziehbar, weshalb es eine Rolle spielen sollte, wie viel Prozent auch ohne Behandlung ein gutes Resultat (mRS-Werte 0 bis 2) erreicht hätten - dieser Wert beruht ebenfalls auf der von den Gutachtern angewandten binären Betrachtungsweise, welche die Vorinstanz als ungenügend erachtet. Insoweit leidet der angefochtene Entscheid nach der übereinstimmenden Darstellung der Parteien an einem inneren Widerspruch. Zu prüfen bleibt, ob sich dies im Ergebnis auswirkt.