Citation: 6B_673/2014 E. 3.1.1

3.1.1. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör. Sie wendet sich zunächst gegen die Abweisung ihres Antrags auf Einvernahme von H.________ als Auskunftsperson. Sie macht geltend, H.________ habe sich am 21. Juni 2012, nachdem er im Fernsehen vom erstinstanzlichen Urteil Kenntnis erlangt habe, unter Mithilfe eines Freundes schriftlich bei der regionalen Fernsehanstalt Tele M1 gemeldet. In diesem Schreiben habe er mitgeteilt, dass er vor ca. 3 Jahren in I.________ aus einem Abstand von wenigen Metern gehört habe, wie der Mitangeklagte X.________ einige Zeit nach der Tat mit dem Mitangeklagten Y.________ ein Telefongespräch geführt und in diesem versucht habe, seinen Gesprächspartner zu beeinflussen, die Beschwerdeführerin im späteren Verfahren in die Sache hineinzuziehen ("inezliime") und sie zu Unrecht zu belasten. Im daraufhin durchgeführten Interview habe er der Fernsehanstalt seine Wahrnehmungen ausführlich geschildert. Ausserdem habe er sich am 4. Oktober 2013 über diesen Vorfall gegenüber seinem Gutachter geäussert und habe sich auch schriftlich an die Vorinstanz gewandt, nachdem diese den Antrag auf Befragung als Zeuge abgewiesen habe. Die Beschwerdeführerin hält dafür, H.________ hätte auch dann zwingend als Auskunftsperson einvernommen werden müssen, wenn er hinsichtlich des konkreten Gegenstandes der Einvernahme nicht urteilsfähig gewesen sein sollte. Das Gutachten nehme lediglich an, H.________ sei in seinen Fähigkeiten, sachgerecht Wahrnehmungen zu machen, diese zu verarbeiten und wiederzugeben, erheblich beeinträchtigt gewesen. Ein gänzlicher Ausschluss dieser Fähigkeiten werde nicht festgestellt. Darüber hinaus hätten die Folgerungen des Gutachters nur für den Zeitpunkt der Begutachtung Gültigkeit. Das fragliche Telefongespräch habe aber im Jahre 2009 stattgefunden. Seine Äusserungen zeigten, dass H.________ im Zeitpunkt des mitgehörten Telefongesprächs uneinge-schränkt in der Lage gewesen sei, sachgerechte Wahrnehmungen zu machen und diese wiederzugeben. Im Übrigen habe die Vorinstanz dessen bei den Akten liegende Aussagen, d.h. sowohl seine Schreiben an Tele M1 und an die Vorinstanz, seine Äusserungen gegenüber dem Gutachter sowie die Videoaufzeichnung des Fernsehberichts, vollständig ausser Acht gelassen. Bei diesen handle es sich indes um geeignete und zulässige Beweismittel, welche die Vorinstanz hätte berücksichtigen müssen (Beschwerde S. 9 ff., 46 ff.). Desgleichen beanstandet die Beschwerdeführerin die Abweisung ihres Antrags, es sei der von H.________ genannte "Ja.________", mutmasslich J.________, als Zeuge zu befragen. H.________ habe sowohl gegenüber dem Gutachter als auch im Schreiben an die Vorinstanz glaubhaft angegeben, dass dieser "Ja.________" das fragliche Telefongespräch ebenfalls mitgehört habe. Dieser hätte somit die Absprache zwischen den Mitangeklagten X.________ und Y.________ bzw. den Beeinflussungsversuch des Mitangeklagten X.________ bestätigen können. Bei H.________ und "Ja.________" handle es sich um die einzigen Entlastungszeugen. Ihre Aussagen seien für den Ausgang des Verfahrens relevant, denn deren Berücksichtigung hätte grösste Zweifel an den widersprüchlichen Aussagen der Mitangeklagten X.________ und Y.________ erweckt, von deren Glaubhaftigkeit die Vorinstanz zu Unrecht ausgegangen sei. Indem die Vorinstanz die genannten Entlastungsbeweise nicht abgenommen habe, habe sie den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt. In jedem Fall verletze sie in diesem Punkt ihre Begründungspflicht, da sie nicht darlege, aus welchen Gründen sie den Antrag abgelehnt habe (Beschwerde S. 31 ff.).