Citation: U 560/06 28.06.2007 E. 2

In verfahrensrechtlicher Hinsicht macht die Beschwerdeführerin eine Gehörsverletzung, wegen mangelnder Möglichkeit die Gutachterin abzulehnen und Gegenvorschläge zu unterbreiten, geltend. Sodann sei Frau Dr. med. L.________ versicherungsfreundlich und damit voreingenommen. 2.1 Was die Beschwerdeführerin gegen Frau Dr. med. L.________ einwendet, dringt nicht durch. So ist die Rüge, wonach die Gutachterin befangen sei, da sie regelmässig im Auftrag der Sozialversicherer tätig ist, unbegründet. Ähnlich wie in Bezug auf die medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) ist entscheidend, dass fachlich-inhaltlich eine Weisungsunabhängigkeit der begutachtenden Ärzte besteht (AHI 1998 S. 125). Es liegen keine Gründe vor, die auf mangelnde Objektivität und auf Voreingenommenheit der Ärztin schliessen lassen, was Zweifel am Beweiswert ihrer Begutachtung rechtfertigen könnte. 2.2 Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs kann in der Tatsache, dass der Unfallversicherer die Beschwerdeführerin nicht auf die Möglichkeit hinwies, die Gutachterin abzulehnen und Ergänzungs- und Abänderungsanträge zu stellen, nicht erblickt werden. Im vorliegenden Fall wurde die Versicherte explizit mit Schreiben vom 9. Dezember 2003 auf die Möglichkeit von Ergänzungsfragen hingewiesen. Dies ist ausreichend, da die Beschwerdeführerin auf Grund ihrer früheren Erfahrung wusste, dass sie die Gutachterin ablehnen durfte (Schreiben vom 16. Mai 2000). Nachdem auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde keine begründeten Ausstandsgründe gegen die begutachtende Ärztin vorgebracht werden, kann auf das Gutachten abgestellt werden. Eine Gehörsverletzung liegt nicht vor.