Citation: I 561/01 06.08.2002 E. 4.2

Entgegen der Vorinstanz kann gestützt auf diese aus medizinischer Sicht ungesicherte Zumutbarkeitsbeurteilung, die im Mai und August 1998 zu zwei, jeweils innert Wochenfrist abgebrochenen beruflichen Abklärungsversuchen in der Einrichtung Y.________ geführt hatte, nicht darauf geschlossen werden, dass die psychische Erkrankung der Beschwerdeführerin im Juni 1997 noch einer therapeutischen Behandlung zugänglich gewesen sei, die eine Chronifizierung und Fixierung (vgl. dazu Erw. 2.2 hievor) zu diesem Zeitpunkt ausgeschlossen habe. Vielmehr steht fest, dass in der Folge der Hospitalisation vom 30. November bis 6. Dezember 1993 sämtliche Arbeitsversuche der Versicherten nach wenigen Tagen oder gar Stunden scheiterten, so dass die seit 1. Dezember 1993 andauernde Arbeitsunfähigkeit nie im Sinne von Art. 29ter IVV unterbrochen wurde. Angesichts der seit Erstellung des ZMB-Gutachtens 1 im Wesentlichen unverändert bekannt gewesenen Hauptdiagnose (anhaltenden somatoformen Schmerzstörung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit) ohne Voraussehbarkeit einer praktisch erheblichen Arbeitsfähigkeitsverbesserung in absehbarer Zeit ist der Rentenbeginn auf den 1. Dezember 1994 festzusetzen.