Citation: 9C_279/2022 E. 4.1

4.1. Gemäss unbestritten gebliebener vorinstanzlicher Auffassung ist seit Erlass der rentenablehnenden Verfügung vom 22. Juni 2017 keine revisionsrechtlich relevante gesundheitliche Veränderung eingetreten. Hingegen bejahte die Vorinstanz einen erwerblichen Revisionsgrund. Sie erwog, eine Veränderung habe sich mit der Frühpensionierung der Versicherten per 1. Oktober 2020 ergeben, sei doch das Einkommen aus der Tätigkeit als Junior-Betriebswirtschafterin Immobilien weggefallen. In Konstellationen wie der vorliegenden sei ein Einkommensvergleich durchzuführen und die versicherte Person sei als erwerbstätig zu fassen. Dies gelte jedenfalls soweit, als keine Indizien dafür vorlägen, dass sich die versicherte Person auch im Gesundheitsfall vorzeitig aus dem Erwerbsleben zurückgezogen hätte.