Citation: 6B_582/2021 E. 4.3.1

4.3.1. Nach der Rechtsprechung ist es mit der Unschuldsvermutung unter gewissen Umständen vereinbar, das Aussageverhalten der beschuldigten Person in die Beweiswürdigung miteinzubeziehen. Dies ist der Fall, wenn sich die beschuldigte Person weigert, zu ihrer Entlastung erforderliche Angaben zu machen, bzw. wenn sie es unterlässt, entlastende Behauptungen näher zu substanziieren, obschon eine Erklärung angesichts der belastenden Beweiselemente vernünftigerweise erwartet werden darf (Urteile 6B_1302/2020 vom 3. Februar 2021 E. 1.4.4, nicht zur Publ. vorgesehen; 6B_825/2014 vom 30. Oktober 2014 E. 3.2; 6B_678/2013 vom 3. Februar 2014 E. 4.4; 6B_1/2013 vom 4. Juli 2013 E. 1.5; 6B_453/2011 vom 20. Dezember 2011 E. 1.6, nicht publ. in BGE 138 IV 47 mit Hinweisen). Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung durfte die Vorinstanz somit berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer insgesamt fünfmal zur Sache befragt wurde und sich nur einmal (anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 23. Januar 2018) inhaltlich zum vorgeworfenen Sachverhalt geäussert hat. Wenn sie erwägt, das Aussageverhalten des Beschwerdeführers lege einen gewissen Verdacht nahe, dass er seine gemachten Aussagen "nicht durch spätere allenfalls dazu widersprüchliche Aussagen gefährden wollte", ist dies nicht zu beanstanden.