Citation: 6B_660/2021 E. 3.4.2

3.4.2. Zunächst ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz gegen die Ansprüche auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV bzw. auf Begründung nach Art. 50 StGB verstossen hätte. Durch den Verweis auf das erstinstanzliche Urteil macht sie sich dessen Erwägungen zu eigen und legt mit der erforderlichen Deutlichkeit fest, wo sie davon abweicht. Insbesondere berücksichtigt die Vorinstanz den anderen Ausgang des Verfahrens und begründet die entsprechende Änderung bei der Kosten- und Entschädigungsfrage. Als unzutreffend erweist sich der Vorwurf, die erste Instanz sei nicht auf die gesamthaft angemessene Entschädigung eingegangen. Die Beschwerdeführerin wurde in die Lage versetzt, die Begründung der Vorinstanz zu verstehen und sachbezogen anzufechten, wie ihre Ausführungen deutlich machen. Es ist nicht erforderlich, dass sich die Vorinstanz mit allen Vorbringen einlässlich auseinandersetzt und jedes explizit widerlegt (vgl. BGE 138 IV 81 E. 2.2; 137 II 266 E. 3.2; je mit Hinweisen). Die Vorinstanz durfte deshalb darauf verzichten, sich in ihrer Begründung auf die Eingabe der Beschwerdeführerin im zweiten Berufungsverfahren vom 12. Januar 2021 zu beziehen.