Citation: 1P.55/2002 15.04.2002 E. 6

Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, erscheint auch die Rüge der Verletzung der richterlichen Begründungspflicht als unbegründet. 6.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt, dass der Entscheid so begründet wird, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein ausreichendes Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Dabei muss sich die Begründung nicht mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand ausdrücklich auseinander setzen. Es genügt vielmehr, wenn die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte genannt werden (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f.; 124 II 146 E. 2a S. 149; 123 I 31 E. 2c S. 34; 122 IV 8 E. 2c S. 14 f., je mit Hinweisen). 6.2 Dem angefochtenen Entscheid lassen sich die Gründe entnehmen, weshalb das Obergericht die Zulässigkeitsvoraussetzungen der kantonalen Beschwerde als nicht erfüllt erachtete (vgl. oben, E. 2). Dabei setzte sich das Obergericht namentlich mit den Vorbringen des Beschwerdeführers auseinander, der Präsident des Bezirksgerichtes Muri habe Prozessfehler begangen und sei befangen gewesen. Dass das Obergericht in diesem Zusammenhang nicht sämtlichen prozessualen Anträgen des Beschwerdeführers (betreffend Aktenbeizug) Folge geleistet habe, begründet im vorliegenden Fall keine Verletzung des rechtlichen Gehörs.