Citation: 7B_204/2023 E. 2.4.1

2.4.1. Aufgrund des politischen Amts des Beschwerdegegners 3 kann nicht auf eine Befangenheit der beim Spital Wallis tätigen Beschwerdegegner 1 und 2 geschlossen werden. Die Vorinstanz legt in Auseinandersetzung mit den kantonalrechtlichen Grundlagen detailliert dar, dass es sich beim Spital Wallis um eine öffentlich-rechtliche Anstalt handle, deren oberstes Leitungsorgan der Verwaltungsrat sei. Dieser werde vom Staatsrat ernannt, der seinerseits die Aufsicht über das Spital Wallis ausübe. Dem grossen Rat, dem der Beschwerdegegner 3 angehöre, komme lediglich die Oberaufsicht zu. Diese beschränke sich indessen weitgehend auf die Überprüfung der jeweiligen Jahresberichte. Da sich die Beschwerdeführerin nicht zu den kantonalrechtlichen Bestimmungen äussert und das Bundesgericht deren Auslegung und Anwendung ohnehin nur unter dem beschränkten Gesichtswinkel der Willkür prüfen kann (BGE 141 IV 305 E. 1.2; 138 IV 13 E. 2), ist auf die vorinstanzlichen Erwägungen zu den Zuständigkeiten des Grossen Rats im Zusammenhang mit dem Spital Wallis abzustellen. Infolgedessen verletzt es auch kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz festhält, aufgrund der kantonalrechtlichen Zuständigkeiten habe der Beschwerdegegner 3 als einzelnes Mitglied des Grossen Rats keinerlei direkten oder indirekten Weisungsbefugnisse gegenüber den Beschwerdegegnern 1 und 2 und somit auch keinen Einfluss auf ihre Karrieremöglichkeiten. Anzeichen für irgendein Abhängigkeitsverhältnis der Beschwerdegegner 1 und 2 gegenüber dem Beschwerdegegner 3 aufgrund seines Amts als Grossrat, das einen Befangenheitsgrund im Sinne von Art. 56 lit. f begründen könnte, sind damit nicht ersichtlich.