Citation: 2P.111/2002 13.12.2002 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). Er macht geltend, die vom Verwaltungsgericht getroffene Annahme, dass 80-90% der Leistungen des öffentlichen Verkehrs von Touristen in Anspruch genommen würden, sei durch die dem Gericht vorgelegte Berichterstattung der Engadiner Post vom 28. Oktober 2000 (wonach mindestens ein Drittel der Busbenützer Einheimische seien) erschüttert worden. Die "Vorinstanz" sei über diese Darstellung ohne Prüfung hinweggegangen. Sodann bringt der Beschwerdeführer vor, er habe dem Verwaltungsgericht Überlegungen zur Ausgestaltung der Pauschale (u.a. betreffend einer Differenzierung "etwa nach Wohnungsgrösse, Bettenzahl, Familiengrösse") vorgetragen, mit denen sich dieses nicht befasst und ihm damit das rechtliche Gehör verweigert habe. 2.2 Der in Art. 29 Abs. 2 BV verankerte Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Die Begründung ist so abzufassen, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Die Begründungspflicht ist freilich nicht schon verletzt, wenn sich die Behörde nicht mit allen Parteivorbringen einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken (BGE 127 I 84, nicht publizierte E. 3; 124 V 180 E. 1a S. 181). Wenn sich das Verwaltungsgericht nicht zu allen vom Beschwerdeführer angerufenen Beweismitteln (u.a. zum erwähnten Artikel aus der Engadiner Post) ausdrücklich geäussert hat, liegt hierin nach dem Gesagten keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Gleiches gilt, soweit sich das Verwaltungsgericht nicht mit allen vom Beschwerdeführer angestellten Überlegungen zur Ausgestaltung der umstrittenen Pauschale auseinander gesetzt hat. Aus seinen Erwägungen geht jedenfalls hervor, dass es die beanstandete Abgabe auch unter diesem Gesichtswinkel als zulässig erachtete. Die Rüge, der Anspruch auf rechtliches Gehör sei verletzt, ist unbegründet.