Citation: 2C_132/2024 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin kritisiert zunächst die Feststellungen zu ihren finanziellen Verhältnissen sowie zum Gesundheits- und Pflegewesen im Kosovo. Sie setzt sich in diesen Punkten jedoch nicht mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander. Auch auf das medizinische Consulting, auf das sich die Vorinstanz stützt, geht die Beschwerdeschrift nicht ein. Diese beschränkt sich darauf, den vorinstanzlichen Feststellungen eine andere Sicht entgegenzustellen, was nicht genügt. Anzufügen ist, dass sich die vorinstanzlichen Feststellungen zur Betreuungssituation im Kosovo mit dem gerichtsnotorischen Bericht "Focus Kosovo: Medizinische Grundversorgung" des SEM vom 9. März 2017 (<www.sem.admin.ch> unter Internationales & Rückkehr/Herkunftsländerinformationen; nachfolgend: Focus Kosovo; zur Notorietät BGE 143 IV 380 E. 1.2) deckt. Im grundsätzlich dreistufig organisierten Gesundheits- und Pflegewesen im Kosovo ist zumindest auf der primären Stufe der Familiengesundheitszentren eine hinreichende Versorgung mit Pflegeleistungen und pädiatrischen Angeboten gegeben (vgl. Focus Kosovo S. 21). Auch wenn "Spitex-artige" Strukturen (noch) fehlen, ist es möglich, auf privater und kostenpflichtiger Basis medizinisches Betreuungspersonal für Pflegedienstleistungen zu Hause zu engagieren. Die Kosten hängen vom zeitlichen Umfang ab. Eine Vollzeitpflege kostet monatlich zwischen EUR 600.-- und EUR 800.-- (Focus Kosovo S. 28).