Citation: 8C_654/2023 E. 5

Die Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts, dass zeitnah zum Unfallereignis vom 25. April 2017 weder eine SLAP-Läsion noch andere unfallbedingte Verletzungen festgestellt worden seien, wird von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet. Vielmehr geht ihre Argumentation im Wesentlichen dahin, dass PD Dr. med. H.________ am 5. November 2018 erstmals in der MRT-Bildgebung vom 24. Januar 2018 Zeichen einer Impingement-Problematik erkannt habe. Die beiden Radiologen Dres. med. L.________ und M.________ hätten in ihrem Bericht vom 16. November 2021 nicht nur bestätigt, dass der von PD Dr. med. H.________ erhobene Befund grundsätzlich Ausdruck einer subakrominalen Inpingementkonstellation sein könne, sondern auch, dass er in der MRT-Voruntersuchung vom 17. Mai 2017 so nicht erkennbar gewesen sei. Auch Dr. med. D.________ sei am 14. Dezember 2021 von einer Impingementanlage ausgegangen, was sich zudem mit dem von der behandelnden Ärztin Dr. med. N.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am 12. Januar 2018 angenommenen "posttraumatischen subacromialen Impingement Stadium 1" decke. Ausgehend von dieser - infolge der Arbeitsaufnahme per Ende 2017 eingetretenen und belastungsabhängigen - Verschlimmerung des Zustands sei, so die Beschwerdeführerin sodann, auch eine nachträglich entstandene SLAP-Läsion links nicht ohne Weiteres auszuschliessen. PD Dr. med. H.________ habe die aufgrund der MRT-Untersuchung vom 24. Januar 2018 erhobenen Befunde denn auch als mit einer solchen Läsion vereinbar erachtet. Auch die Dres. med. L.________ und M.________ hätten eine SLAP-Läsion in der MRT-Aufnahme vom 24. Januar 2018 jedenfalls nicht mit Sicherheit ausschliessen können. Die bildtechnisch resultierende Ungewissheit betreffend den Ausschluss einer SLAP-Läsion gehe zu Lasten der Beschwerdegegnerin, die beweisen müsse, dass eine belastungsabhängige Verschlimmerung zu Beginn des Jahres 2018 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auszuschliessen sei. Soweit mit Dr. med. D.________ von einem stummen Vorzustand auszugehen wäre, sei sodann die Frage offen, ob der Unfall insoweit zu einer richtunggebenden Verschlimmerung geführt habe. Im Ergebnis, so die Beschwerdeführerin, sei im Vorfeld der Operation vom 26. März 2018 von belastungsabhängigen Beschwerden in der linken Schulter nach deren Kontusion anlässlich des Unfalls vom 25. April 2017 auszugehen. Bereits aus diesem Grund sei auf eine Schädigung anlässlich der Heilbehandlung im Sinne von Art. 6 Abs. 3 UVG zu erkennen, und erst recht, wenn man mit der Vorinstanz eine Fehleinschätzung des am 26. März 2018 operierenden Arztes bezüglich des Operationsgrunds (SLAP-Läsion) annehme.