Citation: 2C_119/2017 E. 3.3.1

3.3.1. Hinsichtlich des objektiven Elements (1) führte sie aus, dass der Kauf der vorliegenden Liegenschaft durch die Beschwerdeführerin für sich alleine betrachtet noch nicht als absonderlich oder sachwidrig bezeichnet werden könne. Auch wenn die Gesellschaft als Hauptzweck nicht Erwerb und Bewirtschaftung von Immobilien aufweist, so sei es nicht ungewöhnlich, dass eine juristische Person ihre erwirtschafteten Mittel in Liegenschaften investiere, diese umbaut und vermietet. Ebensowenig könne eine Vermietung an eng verbundene Personen per se als absonderlich bezeichnet werden. Diese Ausführungen stimmen mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung überein (vgl. Urteil 2C_146/2010 vom 15. August 2012 E. 4.1.3) und sind nicht zu beanstanden. Ungewöhnlich erscheine aber vorliegend die konkrete Ausgestaltung des Liegenschaftskaufs mit anschliessender Exklusivmiete. Die Beschwerdeführerin sei verwendet worden, die privaten Bedürfnisse ihres Hauptaktionärs zu befriedigen, wobei es gemäss bundesgerichtlicher Praxis (BGE 138 II 239 E. 4.3.3; Urteil vom 12. November 1969, in: ASA 40 S. 210 ff.) als absonderlich und den wirtschaftlichen Gegebenheiten völlig unangemessen gelte, eine juristische Person einzig zu diesen Zwecken zu gründen und zu halten. Solches gelte grundsätzlich in analoger Weise für die vorliegende Situation, in welcher die Beschwerdeführerin zwar nicht in erster Linie und ausschliesslich zu diesem Zweck gegründet wurde, aber auch dazu verwendet werde, dem Hauptaktionär für dessen privaten Belange die umstrittene Liegenschaft zur Verfügung zu stellen. Der Missbrauch liege nicht darin, dass die Beschwerdeführerin für das Halten des durch den Hauptaktionär privat genutzten Ferienhauses diene oder gar dafür gegründet worden wäre, sondern mit der Gesellschaft überdies versucht werde, Steuern zu sparen (BGE 138 II 239 E. 4.3.3 S. 249; vgl. Urteile 2C_836/2009 vom 15. Mai 2012 E. 6.3.2; 2C_146/2010 vom 15. August 2012 E. 4.2.2).