Citation: 5A_176/2014 E. 3.1

3.1. Im vorliegenden Fall untersteht die Scheidung gemäss Art. 61 Abs. 1 IPRG schweizerischem Recht. Bezüglich des Unterhalts verweist das IPRG (Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 49 IPRG) auf das Haager Übereinkommen über das auf die Unterhaltspflichten anzuwendende Recht vom 2. Oktober 1973 (HUntÜ; SR 0.211.213.01). Gemäss diesem Übereinkommen richtet sich der Unterhaltsanspruch in erster Linie nach dem am gewöhnlichen Aufenthalt des Unterhaltsberechtigten geltenden innerstaatlichen Recht (Art. 4 Abs. 1 HUntÜ). Bei einem Wechsel des gewöhnlichen Aufenthalts wechselt auch der Anknüpfungspunkt (Art. 4 Abs. 2 HUntÜ). Vorliegend bedeutet dies, dass sich der nacheheliche Unterhalt nach dem schweizerischen Recht richtet. Nach schweizerischem Recht ist erst im Zeitpunkt der Scheidung der nacheheliche Unterhalt festzulegen. Weil dieser sich auf eine andere Rechtsgrundlage stützt als der eheliche Unterhalt, gelten für seine Festsetzung auch nicht die gleichen Grundsätze wie für den ehelichen und der im Eheschutz, in einer Ehetrennung oder in vorsorglichen Massnahmen während des Scheidungsverfahrens festgelegte Unterhalt kann nicht einfach weitergelten. Weil auf die Festsetzung des nachehelichen Unterhalts im vorliegenden Verfahren schweizerisches Recht anwendbar ist, kann es nicht darauf ankommen, ob der Unterhalt nach dem ausländischen Recht, auf Grund dessen er für die Dauer der Ehe festgesetzt worden ist, auch nach der Eheauflösung weitergelten würde. Insofern laufen auch die Ausführungen des Beschwerdeführers zum brasilianischen Recht ins Leere. Dieses ist hier nicht massgebend. In quantitativer Hinsicht bestreitet der Beschwerdeführer den Unterhalt weder in Bezug auf die Höhe und Dauer noch bezüglich der zusätzlichen Abfindungssumme.