Citation: C 295/99 27.01.2000 E. 3

3.- Von dieser Sach- und Rechtslage zu unterscheiden ist die Situation des Beschwerdeführers nach Konkurseröff- nung über die GmbH am 2. März 1999. Dannzumal war er nur- mehr unbeschränkt haftender Gesellschafter der Kommandit- gesellschaft. Als solcher ist er grundsätzlich als Selbst- ständigerwerbender zu qualifizieren (ZAK 1985 S. 317 Erw. 2), welcher in der Arbeitslosenversicherung weder ver- sichert noch leistungsberechtigt ist (vgl. Art. 2 Abs. 1 lit. a AVIG). Deshalb ist auch kein Umgehungstatbestand im Sinne von Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG gegeben. Vielmehr be- schlägt dieser Umstand die Frage nach der Vermittlungs- fähigkeit gemäss dem von der Vorinstanz ebenfalls richtig dargelegten Art. 15 Abs. 1 AVIG. Die Vermittlungsfähigkeit kann dem Beschwerdeführer allein aus der Tatsache, dass er im Handelsregister als unbeschränkt haftender Gesellschafter der Kommanditgesell- schaft mit Einzelunterschrift eingetragen ist, nicht abge- sprochen werden. Entscheidend ist, ob daneben die Annahme einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit nicht oder kaum mehr möglich ist, also die aktuellen Bestrebungen vorwie- gend auf die selbstständige Erwerbstätigkeit ausgerichtet sind (BGE 112 V 327 Erw. 1a mit Hinweisen; ARV 1998 Nr. 32 S. 176 Erw. 2). Aus der mit der Verwaltungsgerichtsbe- schwerde aufgelegten Austrittsbestätigung der Ausgleichs- kasse Basel-Stadt vom 5. Juni 1996 und dem Schreiben der SUVA vom 26. März 1996 betreffend den Betriebsübergang der Kommanditgesellschaft auf die GmbH ergibt sich, dass erste- re auf Ende März 1996 still gelegt wurde. Eine Reaktivie- rung des Betriebes oder entsprechende Vorbereitungen sind nicht aktenkundig. Die in den Monaten Januar bis Juli 1998 von der GmbH an die Kommanditgesellschaft erfolgte Rück- zahlung eines Darlehens ist erfolgsneutral, d.h. sie stellt keine Geschäftstätigkeit, sondern einen reinen Aktiven- tausch dar, indem im Umfang der Rückzahlung Darlehen ver- mindert wurde. Dagegen ist aus den im vorinstanzlichen Ver- fahren eingereichten Unterlagen ersichtlich, dass der Be- schwerdeführer bereits auf den 1. August 1999 wieder eine neue Vollzeitbeschäftigung gefunden hat, was darauf schliessen lässt, dass er sich in der hier fraglichen Zeit ernsthaft um eine Anstellung ausserhalb der eigenen Firma bemüht hat. Nach dem Gesagten haben Vorinstanz und Verwaltung zu Unrecht die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers verneint. Die Sache ist daher an die Arbeitslosenkasse zurückzuweisen, damit sie nach Prüfung der übrigen Voraus- setzungen über den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 3. März 1998 (vgl. Erw. 2) neu befinde.