Citation: 8C_673/2018 E. 3.4

3.4. Die konsultierten Ärzte sind sich darüber einig, dass beim Beschwerdeführer degenerative Veränderungen im medialen Gelenkkompartiment bei Status nach Meniskusoperation und bekanntem Knorperlschaden vorliegen. Übereinstimmung besteht ferner darüber, dass seit 2014 eine Teilläsion des vorderen Kreuzbandes beschrieben sei. Unstimmigkeit besteht indessen hinsichtlich der Frage, seit wann die massive Instabilität des Knies vorliegt, die schliesslich zur Operation vom 3. April 2017 führte. Dr. med. F.________ führt diese auf den Unfall vom 8. Juni 2016 zurück, wogegen Dr. med. E.________ die Auffassung vertritt, die Instabilität sei erst sieben Monate nach dem Unfall aufgetreten. Wie die Vorinstanz zu Recht erwog, legte Dr. med. E.________ in seiner Beurteilung vom 5. Juli 2017 überzeugend und nachvollziehbar dar, dass die deutliche Instabilität des Knies nicht seit dem Unfall bestand, sondern erstmals im Januar 2017, mithin sieben Monate nach dem Unfallereignis, klinisch dokumentiert wurde. Aus den echtzeitlichen Akten und insbesondere aus dem Bericht vom 8. Juli 2016 der erstbehandelnden Ärztin, Dr. med. D.________, ergibt sich, dass das vordere Kreuzband als stabil beschrieben wurde. Aufgrund der geringen Anzeichen einer Instabilität sowie MR-tomographisch bereits ersichtlichen degenerativen Veränderungen im medialen Kompartiment wurde auch von den Spezialisten der Klinik G.________ am 18. August 2016 ein konservatives Vorgehen empfohlen. Erst Dr. med. F.________ wies in seinen Sprechstundenberichten vom 20. Januar und 17. Februar 2017 auf eine deutliche Instabilität hin und stellte gestützt darauf die Indikation zur Operation, die er schliesslich am 3. April 2017 ausführte. Soweit er die Instabilität des Knies ohne weitere Begründung auf den Unfall vom 8. Juni 2016 zurückführt, ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, wonach die behandelnden Ärzte und Spezialisten im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470; 135 V 351 E. 3a/cc S. 353; Urteil 8C_8/2018 vom 23. April E. 3.2).