Citation: 2C_102/2024 E. 6.5.1

6.5.1. Zur Begründung der Verhältnismässigkeit der Massnahmen nahm die Vorinstanz eine eingehende Interessenabwägung vor. Bezüglich der öffentlichen Interessen erwog sie im Wesentlichen, die Beschwerdeführerin belaste den Verwaltungsalltag übermässig. Die Gemeindemitarbeitenden fühlten sich durch die Beschwerdeführerin teilweise belästigt. Eine rechtsgleiche und sachliche Arbeitsweise der Gemeindeverwaltung sei jedoch angesichts der beschränkten Ressourcen unabdingbar. Der Verwaltungsalltag dürfe nicht über Gebühr durch eine Person belastet werden. Der effiziente und störungsfreie Betrieb bzw. die Funktionsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung diene der Wahrung der Rechte der Einwohner der Gemeinde Schenkon, deren Interessen nicht weniger schutzwürdig seien als diejenige der Beschwerdeführerin. Dem öffentlichen Interesse stellte die Vorinstanz das Interesse der Beschwerdeführerin an einem jederzeitigen Zugang zum Gemeindehaus bzw. an unbeschränktem Behördenkontakt entgegen. Sie erwog hierzu, der Kontakt mit der Gemeindeverwaltung werde nicht absolut unterbunden. Die Verfahrensrechte der Beschwerdeführerin blieben mit den Massnahmen vollumfänglich gewahrt. Diese dienten vielmehr dazu, dass der Behördenkontakt mit der Beschwerdeführerin in geordneter Weise ablaufen könne. Der Beschwerdeführerin werde die Möglichkeit eingeräumt, den Kontakt über einen klaren und beweisbaren Weg aufzunehmen. So könne die Beschwerdeführerin das Gemeindehaus auch weiterhin persönlich aufsuchen, wenn sie ihr Erscheinen schriftlich und frühzeitig ankündige. Auch stehe es der Beschwerdeführerin frei, das in der Sache zuständige Gemeinderatsmitglied telefonisch zu kontaktieren. Ebenfalls unberührt blieben der schriftliche und elektronische Weg. Die Beschwerdeführerin könne zudem schriftlich ein Akteneinsichtsgesuch stellen. Einzig verwehrt blieben das jederzeitige, unangemeldete Aufsuchen der Gemeindekanzlei und die telefonische Kontaktaufnahme mit den Verwaltungsangestellten. Die Massnahmen gelten - so die Vorinstanz - bis zum schriftlichen Widerruf durch den Gemeinderat. Dieser sei gehalten, die angeordneten Massnahmen aufzuheben, sollten sich diese als nicht mehr erforderlich erweisen.