Citation: 6B_288/2024 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz verletze auch betreffend den Vorwurf der Widerhandlung gegen das Waffengesetz die Entscheidungsregel "in dubio pro reo". Wenn ein Einbruchdiebstahl in Mittäterschaft begangen werde, müssten sich zwar alle Mittäter die für ein solches Delikt typischen Verhaltensweisen der anderen Mittäter anrechnen lassen und sie erfüllten auch die entsprechenden Tatbestände, das heisse in der Regel Diebstahl, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Dabei müsse sich der Mittäter konsequenterweise auch die Beute anrechnen lassen, die sich ein Komplize aneigne, auch wenn jener nichts davon wisse. Anders verhalte es sich aber, wenn ein Mittäter eines Einbruchdiebstahls einen Gegenstand erbeute, mit dem ein zusätzlicher Straftatbestand, der nicht typischerweise zu einem Einbruch gehöre, verwirkliche. Beispielsweise, wenn ein Komplize bei einem Einbruch eine Waffe erbeute und sich durch das Wegtragen des Vergehens gegen das Waffengesetz schuldig mache. Der Mittäter, der davon nichts wisse, könne nicht des Vergehens gegen das Waffengesetz, begangen in Mittäterschaft, bestraft werden. Ein Mitwissen könne in einer solchen Konstellation ohne Verletzung der Unschuldsvermutung nicht vorausgesetzt werden. Genau dies tue aber die Vorinstanz, auch wenn sie es nicht ausdrücklich sage.