Citation: 2D_5/2019 E. A

A.________ absolvierte in U.________ eine Lehre als Grafikerin. Sie trat im Frühling 2014 zum Qualifikationsverfahren für das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) Grafikerin und Grafiker an. Am 27. Juni 2014 teilte die kantonale Kommission für Qualifikationsverfahren A.________ mit, sie habe das Qualifikationsverfahren nicht bestanden, weshalb ihr das eidgenössische Fähigkeitszeugnis nicht erteilt werde. Das ungenügende Resultat sei darauf zurückzuführen, dass sie in den Fächern "Praktische Arbeit" (3.5, Gewichtung 40 %) und "Berufskenntnisse" (3.8, Gewichtung 15 %) ungenügende Noten erzielt habe. A.________ konnte anlässlich einer Prüfungsbesprechung ihre Prüfungsarbeit und das Bewertungsraster nicht kopieren, weshalb sie anschliessend mehrfach, jedoch erfolglos, um Akteneinsicht ersuchte. Mit Entscheid vom 19. November 2014 wies die kantonale Kommission für Qualifikationsverfahren die von A.________ erhobene Einsprache gegen den Prüfungsentscheid ab. Die kantonalen Rechtsmittelverfahren blieben erfolglos (Entscheid des Bildungs- und Kulturdepartements vom 24. August 2015; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 4. Juli 2016). Eine im Anschluss von A.________ erhobene subsidiäre Verfassungsbeschwerde hiess das Bundesgericht am 19. Juni 2017 gut und wies die Sache zur Sachverhaltsabklärung und zu neuem Entscheid an das Kantonsgericht Luzern zurück (Verfahren 2D_30/2016). Das Bundesgericht erwog, der Schluss der Vorinstanz von den im Recht liegenden Urkunden darauf, dass die Beurteilung der Prüfungsleistung von A.________ "Praktische Arbeit" vom 26. Mai 2014 von mindestens zwei Prüfungsexpertinnen oder -experten vorgenommen worden sei, erweise sich als aktenwidrig und unhaltbar, weshalb von einer willkürlichen Beweiswürdigung und damit von einer willkürlichen Sachverhaltsfeststellung auszugehen sei, die angesichts des Gewichts des Qualifikationsbereichs "Praktische Arbeit" von 40 % für den Verfahrensausgang entscheidend sein könne. Das angefochtene Urteil sei aus diesem Grund rügegemäss aufzuheben und die Sache sei zur neuen Sachverhaltsabklärung sowie zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen, ohne dass die weiteren Rügen noch zu prüfen seien.