Citation: 4A_15/2024 E. 3.3.1

3.3.1. Die Beschwerdeführerin wendet ein, zwischen den Parteien sei ein normativer Konsens mit dem Inhalt erzielt worden, dass sie Ziffer 6.2 VKV nicht dem liechtensteinischen Recht, sondern dem schweizerischen Recht unterstellen wollten. Die Vorinstanz erwog hierzu, dass die Beschwerdeführerin keine konkreten Tatsachenbehauptungen zu den Vertragsverhandlungen oder dem Verhalten der Beteiligten bei Vertragsschluss aufgestellt habe, die als äussere Umstände in Anwendung des Vertrauensprinzips einen normativen Konsens mit dem geltend gemachten Inhalt nahelegten. Dem hält die Beschwerdeführerin einzig entgegen, sie habe " zu den Vertragsverhandlungen und dem Zustandekommen der VKV " die Parteibefragung sowie die Zeugenbefragung ihres Sohnes beantragt, und verweist auf Randziffer 19 der Klageantwort. Es trifft zwar zu, dass die Beschwerdeführerin am angegebenen Ort die entsprechenden Beweisanträge stellte. Die dazugehörigen Tatsachenbehauptungen betreffen indes einzig den Wortlaut der VKV, die Erklärung in der Unterschriftenzeile und den Anwendungsbereich der Gerichtsstandsvereinbarung. Ein den Substanziierungsanforderungen genügender Tatsachenvortrag zu konkreten Umständen aus den behaupteten Vertragsverhandlungen fehlt (vgl. BGE 144 III 519 E. 5.2.1.1; 127 III 365 E. 2b mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat zu Recht erwogen, dass die fehlenden Tatsachenbehauptungen der diesbezüglich beweisbelasteten Beschwerdeführerin nicht durch einen Beweisantrag geheilt werden können und deshalb mangels rechtserheblicher Tatsachenbehauptungen keine Beweise abzunehmen sind. Die Vorinstanz hat damit die Anforderungen an die Substanziierungslast nicht überspannt. Die Rüge einer Verletzung von Art. 152 ZPO, Art. 8 ZGB und Art. 29 BV schlägt fehl.