Citation: 8C_77/2021 E. 6.2

6.2. Inwiefern es der Expertise (ebenso wie auch dem angefochtenen Entscheid, dazu unten E. 6.5) an Begründungstiefe fehlen sollte, ist nicht erkennbar. Das Gutachten ist äusserst umfangreich (umfassend über hundert Seiten), gerade auch bezüglich der Ausführungen zur Diagnostik. Dabei erfolgt auch eine eingehende Auseinandersetzung mit den Vorakten. Gleiches gilt hinsichtlich der vom Gutachter festgestellten Inkonsistenzen, beispielsweise das von ihm geschilderte hohe Aktivitätenniveau des Beschwerdeführers. Dieses lässt sich seines Erachtens nicht vereinbaren mit der Bescheinigung einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit, was nur bei einem psychisch schwerstkranken Patienten nachvollziehbar wäre. Des Weiteren ergaben sich gemäss Gutachter bei der Testung zur Beschwerdenvalidierung und auch aufgrund der vagen Beschwerdenschilderung Hinweise auf eine teilweise bewusstseinsnahe Aggravation, was in der Expertise ebenfalls einlässlich begründet wird.