Citation: 8C_731/2019 E. 3.1.3

3.1.3. Schliesslich hat das kantonale Gericht zum Einwand des Versicherten, die IV-Stelle habe nicht geprüft, ob und inwieweit er das verbliebene Leistungsvermögen auf dem in Frage kommenden ausgeglichen Arbeitsmarkt zu verwerten in der Lage sei, erkannt, er habe während des Arbeitstrainings bei der Stiftung D.________ kein echtes Interesse für die ihm aufgetragenen Aufgaben gezeigt. Selbst für die als Ziel der Massnahme definierte versuchsweise Steigerung des Arbeitspensums habe er nicht motiviert werden können. Als die Massnahme auf seinen Wunsch im August 2017 abgebrochen worden sei, habe er sich nicht bemüht, eine Anstellung zu finden, obwohl ihn seine fachlichen Fähigkeiten und die lange handwerkliche Erfahrung ohne Weiteres in die Lage versetzten, selbständig und qualitativ gut zu arbeiten. Zudem habe er laut Auskünften der Stiftung D.________ die gestellten Aufgaben schnell zu erfassen vermocht und er habe keine körperlichen Einschränkungen gezeigt. Es sei nicht einzusehen, weshalb der Versicherte eine seinen körperlichen Beeinträchtigungen angepasste Erwerbstätigkeit nicht auszuüben vermöge, selbst wenn ein gewisses soziales Entgegenkommen vonseiten des Arbeitgebers oder der Arbeitskollegen nötig sein sollte. Von einer fehlenden Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit könne somit keine Rede sein. Daran vermöge auch der Umstand nichts zu ändern, dass der Versicherte aus arbeitslosenversicherungsrechtlicher Sicht nicht vermittlungsfähig sei, wie er geltend mache. Zur Vermittlungsfähigkeit gemäss Art. 15 Abs. 1 AVIG gehöre unter anderem auch, dass sich die versicherte Person der öffentlichen Arbeitsvermittlung zur Verfügung halte, angebotene zumutbare Arbeit annehme und sich selbst intensiv nach einer Anstellung umsehe. Eine mangelnde Vermittlungsbereitschaft könne nicht einer fehlenden Arbeitsfähigkeit gleichgesetzt werden.