Citation: 8C_578/2014 E. 4.2.6

4.2.6. Ob unter den konkreten Umständen nach Massgabe der dargelegten Gesichtspunkte die sprachliche Verständigung zwischen dem Gutachter und dem Exploranden hinreichend möglich ist, um eine verlässliche Begutachtung zu gewährleisten, ist als Frage der Beweiswürdigung und damit Tatsachenfeststellung vom Bundesgericht nur auf offensichtliche Unrichtigkeit und Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG überprüfbar (erwähntes Urteil 8C_913/2010 E. 3.3.2). Der Beweiswert ist dann nicht geschmälert, wenn den Umständen nach auszuschliessen ist, dass sich die fehlende Übersetzung wesentlich auf die gutachterliche Beurteilung ausgewirkt hat. Die betreffenden Nachteile können wegen anderer Kommunikationshindernisse, welche auch mit einer professionellen Übersetzung nicht überwindbar wären, in den Hintergrund treten, zumal wenn sich die Untersuchung ohnehin vermehrt auf nonverbale Elemente (z.B. Verhaltensbeobachtung: Kontaktverhalten, emotionaler Rapport zum Gutachter, Kooperation und Anstrengungsbereitschaft, Antrieb, emotionale Reaktionen, Arbeitsweise [Sorgfalt, Selbstkontrolle, Handlungsplanung], Arbeitstempo, Ermüdung, Belastbarkeit, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen) konzentrieren muss (vgl. BGE 140 V 260 E. 3.3.3 S. 266).