Citation: 1C_469/2021 E. 3.4.2

3.4.2. Im Rahmen von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG verlangt ist dabei grundsätzlich ein Nachteil rechtlicher Natur, der auch durch einen späteren, günstigen Endentscheid nicht oder nicht mehr vollständig beseitigt werden kann. Die bloss drohende Möglichkeit eines solchen Nachteils genügt. Nur unter gewissen Umständen kann ein rein tatsächlicher Nachteil ausreichen, damit die Beschwerde gegen einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG zuzulassen ist (vgl. BGE 135 II 30 E. 1.3.4; Urteil 1C_175/2013 vom 11. September 2013 E. 1.3, nicht publ. in BGE 139 II 499). Keinen nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG stellt dabei die blosse Verzögerung oder Verteuerung des Verfahrens dar, sofern dieses den Vorgaben von Art. 29 Abs. 1 BV in Bezug auf eine angemessene Verfahrensdauer insgesamt noch genügt (vgl. BGE 142 II 20 E. 1.4; Urteile 1C_546/2020 vom 10. Februar 2021 E. 1.5; 1C_636/2017 vom 22. Mai 2018 E. 2.4 und 3.4). Die Beschwerdeführenden machen zwar geltend, ihnen drohe durch die angefochtene Verfügung ein Nachteil rechtlicher Natur. Die Bewilligungspflicht der baulichen Massnahmen stellen die Beschwerdeführenden im bundesgerichtlichen Verfahren indes nicht rechtsgenüglich in Abrede, zumal das kantonale Recht für den Begriff der baubewilligungspflichtigen Bauten und Anlagen über die bundesrechtlichen Mindestanforderungen von Art. 22 Abs. 1 RPG hinausgehen kann (vgl. Urteile 1C_379/2019 vom 7. August 2020 E. 2.1; 1C_424/2016 vom 27. März 2017 E. 2.1.1; 1C_509/2010 vom 16. Februar 2011 E. 2.3.1; vgl. E. 3.3). Gemäss den Erwägungen der Vorinstanz handelt es sich bei der Aufforderung zur Einreichung von Baugesuchsunterlagen unter Androhung der Ersatzvornahme auf Kosten der Beschwerdeführer sodann nicht um ein separates (Vollstreckungs-) Verfahren. Vielmehr bildete die Verfügung vom 17. September 2019 Teil des hängigen Baubewilligungsverfahrens (vgl. angefochtenes Urteil, E. 1.3.4). Selbst wenn gestützt auf die Verfügung vom 17. September 2019 die Ersatzvornahme angeordnet und den Beschwerdeführenden die entsprechenden Kosten auferlegt würden, bildeten diese Massnahmen demnach blosse Zwischenschritte im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens. Dass dem gemäss dem anwendbaren (kantonalen) Verfahrensrecht anders sein soll, legen die Beschwerdeführenden jedenfalls nicht rechtsgenüglich dar. Die Aufforderung zur Einreichung von Plänen, die Rechtmässigkeit der Ersatzvornahme und die Auferlegung der entsprechenden Kosten während des hängigen Verfahrens könnten demnach auch noch mit einer Beschwerde gegen den Endentscheid über die Erteilung bzw. Verweigerung der Baubewilligung überprüft werden (vgl. Art. 93 Abs. 3 BGG). Ein günstiger Beschwerdeentscheid in diesem Punkt wäre geeignet, den durch die Kostenauferlegung während des hängigen Verfahrens verursachten Nachteil vollumfänglich wettzumachen, indem den Beschwerdeführenden die entsprechenden Kosten zurückzuerstatten wären. Dass den Beschwerdeführenden während des hängigen Verfahrens weitere Nachteile als die (unter Vorbehalt einer Beschwerde gegen den Endentscheid vorläufige) Kostentragung drohen würde, machen sie nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. Ein Nachteil rechtlicher Natur im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG liegt daher nicht vor. Ebensowenig bringen die Beschwerdeführenden eine mit den Vorgaben von Art. 29 Abs. 1 BV unvereinbare Verfahrensverzögerung vor. Somit ist keinerlei Nachteil rechtlicher Natur im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG gegeben, der die Vorinstanz mit Blick auf Art. 111 BGG zur materiellen Beurteilung der Angelegenheit verpflichtet hätte.