Citation: 1B_168/2022 E. 2.2

2.2. Betreffend die theoretischen Ausführungen zum Beschleunigungsgebot bzw. dessen Verletzung kann grundsätzlich auf die Ausführungen im den Beschwerdeführer betreffenden Urteil 1B_22/2022 vom 8. Februar 2022 E. 2.2 verwiesen werden. Die Umstände haben sich seit dem Urteil nicht wesentlich verändert. Seit dem aktenkundigen Schreiben des Bezirksgerichts vom 21. Februar 2022 steht einzig fest, dass sich dieses aufgrund seiner Belastung und unter dem Aspekt der seriösen Vorbereitung des Falles nicht in der Lage sieht, die Hauptverhandlung, wie vom Bundesgericht gefordert (vgl. E. 2.5 des erwähnten Urteils), im April 2022 durchzuführen. Die Weigerung des Bezirksgerichts, die Hauptverhandlung vorzuverlegen, führt jedoch, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, nicht zu seiner sofortigen Haftentlassung. Dies kann so auch nicht dem Urteil 1B_22/2022 vom 8. Februar 2022 entnommen werden. Darin wird vielmehr festgehalten, eine Haftentlassung komme nur in Frage, wenn die Verletzung des Beschleunigungsgebots derart gravierend sei, dass deshalb die Rechtmässigkeit der Haft zu verneinen sei (vgl. E. 2.4 des erwähnten Urteils). Davon kann vorliegend aber auch dann nicht gesprochen werden, wenn die Hauptverhandlung tatsächlich erst Ende Juni 2022 stattfinden wird. Darin liegt zwar eine klare Verletzung des Beschleunigungsgebots, diese erreicht aber nicht den erforderlichen Schweregrad, welcher eine Haftentlassung zur Folge hätte. Bei seiner Beurteilung wird das Sachgericht die Verletzung aber strafmindernd zu berücksichtigen haben (vgl. BGE 140 IV 74 E. 3.2; Urteile 1B_22/2022 vom 8. Februar 2022 E. 2.4; 1B_672/2021 vom 30. Dezember 2021 E. 3.2; je mit Hinweisen). Sodann sind die strafprozessualen Haftgründe des dringenden Tatverdachts sowie der Fluchtgefahr erfüllt und werden vom Beschwerdeführer auch nicht substanziiert bestritten. Weiter erweist sich die bisherige Haftdauer von ca. 22 Monaten angesichts der Schwere der dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Delikte und unter Berücksichtigung der von der Staatsanwaltschaft für die zur Anklage gebrachten Straftaten beantragten Freiheitsstrafe von 10 Jahren auch noch nicht als unverhältnismässig lang. Ein Haftentlassungsgrund ist folglich zu verneinen.