Citation: 2C_870/2019 E. 3

Gemäss Art. 42 Abs. 1 AIG haben ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Der Anspruch auf Familiennachzug muss innert fünf Jahren geltend gemacht werden, Kinder über zwölf Jahre sind innerhalb von zwölf Monaten nachzuziehen (Art. 47 Abs. 1 AIG). Ein nachträglicher Familiennachzug wird nur bewilligt, wenn hierfür wichtige familiäre Gründe sprechen (Art. 47 Abs. 4 AIG). Die Fristen für ein Nachzugsgesuch von Familienangehörigen von Schweizerinnen und Schweizern (Art. 42 Abs. 1 AIG) beginnen mit deren Einreise in die Schweiz oder mit der Entstehung des Familienverhältnisses zu laufen (Art. 47 Abs. 3 lit. a AIG). Der Fristenlauf beginnt frühestens mit Inkrafttreten des Ausländergesetzes am 1. Januar 2008 (AS 2007 5489), sofern vor diesem Zeitpunkt die Einreise erfolgt oder das Familienverhältnis entstanden ist (Art. 126 Abs. 3 AIG). Ein Statuswechsel löst - da mit der Erteilung einer Niederlassungsbewilligung oder der Einbürgerung nachträglich ein Rechtsanspruch auf den Nachzug entsteht (Art. 42 und Art. 43 AIG) - eine neue Frist aus, falls das erste Gesuch wie auch das spätere innerhalb der gesetzlichen Frist gestellt wurden (BGE 137 II 393 E. 3.3 S. 397; Urteil 2C_323/2018 vom 21. September 2018 E. 3).