Citation: 6B_802/2015 E. 7.2

7.2. Die Vorinstanz erwägt zusammengefasst, der Verwaltungsrat des Kantonsspitals Freiburg habe am 7. Juli 2006 mit sofortiger Wirkung die Dienstenthebung der Beschwerdeführerin verfügt und die Gehaltszahlungen per 31. Juli 2006 eingestellt. Strafanzeige habe er jedoch erst am 3. August 2006 erstattet. Die Voraussetzungen für die fristlose Entlassung und den damit verbundenen Verlust der Stelle seien bereits vor der Einreichung der Strafanzeige erfüllt gewesen und in keiner Weise auf das Strafverfahren zurückzuführen. Ursache der fristlosen Entlassung sei einzig die Existenz "schwarzer Kassen" gewesen. Die Vorinstanz geht daher zutreffend davon aus, das gegen die Beschwerdeführerin eingeleitete Strafverfahren sei nicht kausal für die fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses gewesen (angefochtener Entscheid E. 6b S. 12 f.). Nach Auffassung der Beschwerdeführerin hat eine staatliche Entschädigung in Anwendung von Art. 429 StPO zu erfolgen, weil die Kündigung, unabhängig von der Eröffnung eines Strafverfahrens, mit strafrechtlichen Vorwürfen begründet wurde. Dem kann offensichtlich nicht gefolgt werden, da der Staat gestützt auf Art. 429 StPO lediglich für die Folgen des Strafverfahrens haftet. Im Übrigen weist die Vorinstanz darauf hin, dass die fristlose Auflösung des Dienstverhältnisses vom Bundesgericht mit Urteil vom 27. Januar 2014 (Verfahren 8D_5/2013) als rechtmässig erachtet wurde. Eine Entschädigung nach Art. 429 StPO für die Folgen der Auflösung des Dienstverhältnisses am Kantonsspital Freiburg kommt auch deshalb nicht in Betracht.