Citation: 6B_1412/2021 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen die Anordnung der Landesverweisung. Sie rügt eine Verletzung von Art. 66a Abs. 2 StGB sowie des Rechts auf Achtung des Privat- und Familienlebens. Ausserdem verletze die Vorinstanz den Anspruch auf rechtliches Gehör und die Begründungspflicht. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass sie die Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. c StGB erfüllt. Hingegen moniert sie, die Interessenabwägung sei willkürlich. Das öffentliche Interesse unter Berücksichtigung der Legalprognose sei als eher gering, allerhöchstens als mittelmässig einzustufen. Sodann lege die Vorinstanz die privaten Interessen der Beschwerdeführerin am Verbleib in der Schweiz nicht dar. Diese seien ausserordentlich hoch und würden das öffentliche Interesse eindeutig überwiegen. Neben einer demenziellen Entwicklung leide die Beschwerdeführerin seit Längerem an zahlreichen weiteren Krankheiten und psychischen Problemen. Aufgrund ihrer neurokognitiven Einschränkungen verfüge sie nicht über die Fähigkeit, um sich an andere Lebensumstände oder -bedingungen anzupassen. Wegen ihrer psychischen und körperlichen Konstitution sei sie nicht in der Lage, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen sowie selbständig zu wohnen. Sie sei auf eine Betreuung und Behandlung/Therapie angewiesen. Ihre beiden Söhne und deren Familien stellten eine grosse Stütze dar.