Citation: 5C.82/2001 30.10.2001 E. 19

19. Jahrhunderts komme ein Notwegrecht über das Grundstück Nr. 467 nicht in Frage. In diesem Fall geht es einzig um die Frage, ob der Notweg über das Grundstück Nr. 464 gelegt werden soll. Angesichts der Tatsache, dass in diesem Bereich schon ein Fahr- und Fussweg von 2.7 m besteht, musste die Vorinstanz den Kläger nicht an den Eigentümer des Grundstückes Nr. 467 verweisen. Bei Berücksichtigung sämtlicher konkreter Umstände erscheint die Belastung des Grundstückes Nr. 464 als die am wenigsten schädliche (Meier-Hayoz, Berner Kommentar, N. 32 zu Art. 694 ZGB). Entgegen der Auffassung des Beklagten ist es nicht völlig unverständlich, wenn die Vorinstanz durch die Einräumung eines Notwegrechts zu Lasten des Grundstückes Nr. 467 einen offensichtlichen Widerspruch zur planungsrechtlichen Situation im betroffenen Quartier sieht. Wenn diese Frage hier auch nicht abschliessend zu prüfen ist, sei immerhin daran erinnert, dass eines der Ziele der Raumplanung der haushälterische Umgang mit dem Boden ist (Art. 75 BV; Art. 1 Abs. 1 RPG; Haller/Karlen, Raumplanungs- Bau- und Umweltrecht, Band I, 3.A., Zürich 1999, S. 25). Demzufolge kann es nicht falsch sein, wenn nur wirklich notwendige und nicht etwa zusätzliche Zufahrten gebaut werden. Soweit sich der Beklagte zur seinerzeitigen Erschliessung des Quartiers äussert, laufen seine Vorbringen auf eine unzulässige Kritik am Sachverhalt hinaus (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Die Beweiswürdigung der Vorinstanz kann nur im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde überprüft werden (Art. 43 Abs. 1 OG; BGE 120 II 97 E. 2b S. 99). Offensichtlich auf Versehen beruhende Feststellungen der Vorinstanz sind nicht ersichtlich (Art. 63 Abs. 2OG).