Citation: 1C_92/2018 E. 3.3

3.3. Zu beachten ist zugleich die Rechtsweggarantie von Art. 29a BV. Nach dieser Bestimmung hat jede Person bei Rechtsstreitigkeiten - abgesehen von hier nicht einschlägigen Ausnahmen - Anspruch auf Beurteilung durch eine richterliche Behörde. Dieses Gericht hat alle Sachverhalts- und Rechtsfragen in vollem Umfang zu überprüfen. Nicht erforderlich ist eine gerichtliche Ermessensüberprüfung; die Beschränkung der Kognition des kantonalen Gerichts auf eine Willkürprüfung ist dagegen mit der Rechtsweggarantie (Art. 29a BV) nicht vereinbar (BGE 137 I 235 E. 2.5.2 S. 240 f.; Urteile 1C_319/2016 vom 1. Februar 2017 E. 4.2; 1C_499/2014 vom 25. März 2015 E. 4.1, in: ZBl 117/2016 S. 609). Dem kantonalen Gesetzgeber steht es frei, eine gerichtliche Überprüfung mit weiter gehender Kognition vorzusehen. Die Kantone können - wie dies der Bundesgesetzgeber für das Bundesverwaltungsgericht festgelegt hat (vgl. Art. 37 VGG [SR 173.32] und Art. 49 lit. c VwVG [SR 172.021]) - namentlich eine richterliche Prüfung der Angemessenheit vorsehen (BGE 142 II 49 E. 4.4 S. 53). Von dieser Möglichkeit hat der Kanton Zürich für den Bereich des Bau- und Planungsrechts Gebrauch gemacht und damit Art. 33 Abs. 2 und 3 RPG Nachachtung verschafft (vgl. AEMISEGGER/HAAG, Praxiskommentar zum Rechtsschutz in der Raumplanung, 2010, N. 8 zu Art. 33 RPG). Dem Baurekursgericht kommt gemäss § 20 des Zürcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG/ZH; LS 175.2) eine volle Überprüfungsbefugnis zu; es hat eine angefochtene Anordnung also namentlich auch auf ihre Angemessenheit hin zu kontrollieren (§ 20 Abs. 1 lit. c VRG/ZH). Das Bundesgericht prüft frei, ob die kantonale Rechtsmittelinstanz einen in den Anwendungsbereich der Gemeindeautonomie fallenden Beurteilungsspielraum respektiert hat (BGE 141 I 36 E. 5.4 S. 43).