Citation: 1A.101/2001 13.08.2001 E. 1

1.- a) Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht ist zulässig gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide, die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen oder richtigerweise stützen sollten (Art. 97 und Art. 98 lit. g OG in Verbindung mit Art. 5 VwVG). Art. 703 Abs. 1 ZGB sieht vor, dass zur Erleichterung von Bodenverbesserungen gemeinsame Unternehmen gegründet werden können, denen auch nicht zustimmende Grundeigentümer beitreten müssen. Diese Bestimmung gilt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts als öffentlichrechtliche Vorschrift des Bundes, so dass gegen einen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid über den Beitrittszwang oder die Perimeterabgrenzung die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zulässig ist (BGE 116 Ib 24 E. 4b-d S. 29; 99 Ib 321 E. 1a S. 325). Inhaltlich beschränkt sich diese Bestimmung jedoch auf landwirtschaftliche Bodenverbesserungen (BGE 116 Ib 24 E. 4a S. 28; 99 Ib 321 E. 7 S. 331). Das kantonale Recht kann gemäss Art. 703 Abs. 3 ZGB die Durchführung solcher Bodenverbesserungen weiter erleichtern und die entsprechenden Vorschriften auch auf Baugebiet anwendbar erklären. Solche kantonale Vorschriften gelten als selbständiges kantonales Recht; gegen den Beitrittszwang bzw. die Perimeterabgrenzung für Baugebiet ist daher nicht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde, sondern nur die staatsrechtliche Beschwerde zulässig (BGE 116 Ib 24 E. 4d S. 30, mit Hinweisen). b) Bei der Flurgenossenschaft Y.________strasse handelt es sich um eine Genossenschaft im Sinne von Art. 167 ff. des appenzell-ausserrhodischen Gesetzes vom 27. April 1969 über die Einführung des schweizerischen Zivilgesetzbuches (EG zum ZGB). Eine solche Genossenschaft kann nach Art. 167 Abs. 1 EG zum ZGB auch zur Erschliessung von Bauland gebildet werden. Nach der vom Beschwerdeführer nicht bestrittenen Feststellung des Verwaltungsgerichts befindet sich das Grundstück des Beschwerdeführers in der Bauzone. Der Beitrittszwang kann sich daher nicht auf Art. 703 Abs. 1 ZGB, sondern nur auf kantonales Recht im Sinne von Art. 703 Abs. 3 ZGB stützen. Ebenso wenig kommt das eidgenössische Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetz vom 4. Oktober 1974 (WEG; SR 843) als gesetzliche Grundlage in Frage, da es nicht um eine Landumlegung, sondern im Ergebnis einzig um eine Beitragspflicht des Beschwerdeführers an den Strassenunterhalt geht (vgl. BGE 118 Ib 417 E. 1d S. 421 f.; 112 Ib 235 E. 2d S. 239). Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher unzulässig. Das eingereichte Rechtsmittel ist als staatsrechtliche Beschwerde an die Hand zu nehmen, soweit es die dafür geltenden Anforderungen erfüllt. Der Beschwerdeführer ist als Eigentümer eines Grundstücks, das in die Genossenschaft einbezogen werden soll, zur Beschwerde legitimiert (Art. 88 OG). Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten. c) Die staatsrechtliche Beschwerde kann sich nur gegen den letztinstanzlichen kantonalen Entscheid richten (Art. 86 Abs. 1 OG). Von hier nicht vorliegenden Ausnahmen (BGE 125 I 492 E. 1a/aa S. 493 f.) abgesehen, kann daher der Entscheid einer unteren kantonalen Instanz nicht mitangefochten werden. Soweit in der Beschwerde auch die Aufhebung des Beschlusses des Regierungsrates vom 14. März 2000 beantragt wird, ist darauf nicht einzutreten. d) Die staatsrechtliche Beschwerde muss eine kurzgefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt sind (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Zur Begründung, ein verfassungsmässiges Recht sei verletzt, genügt es nicht, einfach einige Artikel der Bundesverfassung aufzuzählen, sondern es muss dargelegt werden, inwiefern die entsprechenden Rechte verletzt sein sollen. Soweit die eingereichte Beschwerde diesen Anforderungen nicht genügt, ist darauf nicht einzutreten.