Citation: 8C_156/2019 E. 3.1

3.1. Die versicherte Person hat gemäss Art. 17 Abs. 1 IVG Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann. Dieser Anspruch entsteht nach Art. 10 Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2008 in Kraft stehenden Fassung) frühestens mit der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG (Anmeldung). Wird eine Anmeldung nicht formgerecht eingereicht, so ist für die Einhaltung der Fristen und für die an die Anmeldung geknüpften Rechtswirkungen trotzdem der Zeitpunkt massgebend, in dem sie der Post übergeben oder bei der unzuständigen Stelle eingereicht wird (Art. 29 Abs. 3 ATSG).