Citation: 4A_196/2021 E. 4.2.3

4.2.3. Die Beschwerdeführerin verweist auf Mängel in der Krankengeschichte und ist unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts 4C.378/1999 vom 23. November 2004) der Ansicht, es müsse zu ihren Gunsten eine Beweiserleichterung angenommen werden und mit der eingereichten Krankengeschichte könne die Beschwerdegegnerin den Beweis der inhaltlichen Richtigkeit nicht führen (BGE 117 Ib 197 E. 4), da darin der Entscheid der Patientin für oder gegen eine Untersuchung, insbesondere für oder gegen eine invasive Abklärung und der Entscheid für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch nicht dokumentiert seien. Die Argumentation geht an der Sache vorbei, da es nicht um Informationen geht, welche die Patientin erhalten hat, sondern um eine Mitteilung der Patientin an ihre Ärztin, aus der entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin der Entscheid gegen den Schwangerschaftsabbruch deutlich hervorgeht.