Citation: 6B_1079/2022 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer rügt zudem eine Verletzung von Art. 131 Abs. 3 und Art. 147 Abs. 4 StPO sowie seines Anspruchs auf ein faires Verfahren (Art. 6 EMRK), da die von der Vorinstanz für unverwertbar erklärten Einvernahmen vom 12. April 2018 erst im Rahmen des Vorfrageentscheids vom 29. September 2021 im Berufungsverfahren ausgesondert und bis dahin selbst von der Vorinstanz gebraucht worden seien. Ein Verbot der Verwendung bei der Wiederholung der beiden infrage stehenden absolut unverwertbaren Einvernahmen vom 12. April 2018 in den neuen Einvernahmen vom 19. Juli 2018 (D.________) und 17. August 2018 (Beschwerdegegnerin 3) sei von der Vorinstanz fehlerhaft nicht erkannt worden. Die Einvernahmen vom 12. April 2018 hätten der Vorinstanz offensichtlich auch der Vorbereitung der eigenen erneuten, d.h. dritten Befragungen von D.________ und der Beschwerdegegnerin 3 vom 29. September 2021 gedient, was sich aus dem zeitlichen Zusammenhang ergebe. Die Befragungen der Vorinstanz vom 29. September 2021 hätten unmittelbar nach dem vorfrageweisen Entscheid über die Unverwertbarkeit stattgefunden. Die Staatsanwaltschaft habe bei der Wiederholung der Einvernahmen am 19. Juli und 17. August 2018 in weiten Teilen klar Bezug auf frühere, absolut unverwertbare Einvernahmen vom 12., 13., 18., 23 und 25. April 2018 genommen. Die Befragten hätten sich vor allem auf Vorhalte von früheren (unverwertbaren) Angaben geäussert. Die weiteren durch das Berufungsgericht auf Basis der früheren unverwertbaren Einvernahmen vorbereiteten und abgehaltenen Befragungen vom 29. September 2021 und 4. April 2022 würden die offensichtlichen Verfahrensfehler perpetuieren und seien daher selbst fehlerhaft.