Citation: 8C_369/2022 E. 5.1.2

5.1.2. Inwiefern das kantonale Gericht den Gehörsanspruch verletzt haben soll, indem es den Einspracheentscheid mit der (Eventual-) Begründung schützte, dass der Arbeitsausfall nicht anrechenbar sei, ist ebenfalls nicht erkennbar. Zwar ist den Parteien das rechtliche Gehör zu gewähren, wenn das Gericht beabsichtigt, seinen Entscheid mit einer Rechtsnorm oder einem Rechtsgrund zu begründen, die im bisherigen Verfahren nicht herangezogen wurden, auf die sich die Parteien nicht berufen haben und mit deren Erhebung im konkreten sie nicht rechnen konnten (BGE 145 IV 99 E. 3.1). Vorliegend war es jedoch die Beschwerdeführerin selber, welche die Anrechenbarkeit des Arbeitsausfalls im kantonalen Beschwerdeverfahren mit Replik vom 3. Januar 2022 zum Thema machte und, nachdem der Beschwerdegegner mit Duplik vom 3. Februar 2022 darauf eingegangen war, am 10. Februar 2022 hierzu erneut Stellung nahm. Inwiefern die Beschwerdeführerin nach dem Gesagten davon überrascht worden sein will, dass die Vorinstanz diese Thematik im angefochtenen Urteil ebenfalls aufgriff, ist nicht nachvollziehbar. Gleiches gilt für den Umstand, dass das kantonale Gericht in Teilen seiner Begründung auf die Ausweisung der Beschwerdeführerin aus den Räumlichkeiten in W.________ verwies, stützte es sich hierbei doch offenkundig auf die Schilderungen der Beschwerdeführerin in der Einsprache und in der vorinstanzlichen Beschwerde.