Citation: 2P.124/2005 05.01.2006 E. A

A.X.________, von Beruf Architekt, arbeitete einerseits für die S.________ AG, an welcher er massgeblich beteiligt war, anderseits betätigte er sich auf eigene Rechnung auch als gewerbsmässiger Liegenschaftshändler. In den Jahren 1995 bis 1999 realisierte er die Überbauung "F.________" in G.________ mit vier Mehrfamilienhäusern. Er begründete Stockwerkeigentum und verkaufte im Jahr 1996 die ersten zwölf von insgesamt 58 Stockwerkeinheiten. Die Steuerkommission G.________ veranlagte A. und B.X.________ für die Steuerjahre 1997/98 (Bemessungsperiode 1995/96) mit Verfügung vom 7. September 2001 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 418'500.--. Dabei wurde der Gewinn aus dem Verkauf von Stockwerkeigentumsanteilen der Überbauung in G.________ im Jahr 1996 als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit qualifiziert. Da trotz mehrmaliger Mahnung weder eine ordnungsgemässe Buchhaltung noch eine Bauabrechnung eingereicht wurde, setzte die Veranlagungsbehörde den Gewinn ermessensweise auf 10 % der Verkaufserlöse von 5,6 Millionen Franken (ausmachend Fr. 560'000.--) fest. Im Rahmen des Einspracheverfahrens ergab sich, dass die berücksichtigten Verkäufe des Jahres 1996 nicht vollständig waren und die Erlöse tatsächlich rund 6 Millionen Franken betrugen. Die Steuerkommission G.________ erhöhte indessen die Veranlagung nicht, so dass die Aufrechnung in Wirklichkeit 9,2 % der vereinnahmten Erlöse entspricht.