Citation: 9C_909/2017 E. 5

Die Vorinstanz führte in Bezug auf die diagnostizierte depressive Störung kein strukturiertes Beweisverfahren durch, weil sie - im Sinne der früheren Rechtsprechung - aufgrund der fehlenden Therapieresistenz einen invalidisierenden Gesundheitsschaden zum Vornherein ausschloss (vgl. E. 3). Dementsprechend traf sie auch keine tatsächlichen Feststellungen, weder zu den einzelnen Indikatoren noch zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Das Bundesgericht kann eine Sachverhaltsfeststellung ergänzen (Art. 105 Abs. 2 BGG), namentlich wenn die Vorinstanz einen Sachverhalt mangels Relevanz gar nicht zu beurteilen hatte, dieser aber infolge einer anderen rechtlichen Betrachtung rechtserheblich wird (Art. 105 Abs. 2 BGG; BGE 136 V 362 E. 4.1. S. 366). Vorausgesetzt ist, dass die Akten in Bezug auf die zu beurteilende Frage liquid sind. Die (medizinischen) Unterlagen, insbesondere die im Auftrag der Krankentaggeldversicherung erstellten und von der IV-Stelle beigezogenen Berichte des Dr. med. C.________ (psychiatrisches Gutachten vom 28. August 2012, Stellungnahme vom 3. Dezember 2012 und psychiatrische Kurzbeurteilung vom 30. August 2014), bilden keine genügende Grundlage, um die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin gemäss dem nunmehr anzuwendenden Indikatorenkatalog (E. 4.1-4.2) zu beurteilen: