Citation: 1C_468/2021 E. 3.6

3.6. Unter diesen Umständen ist nicht davon auszugehen, dass der Frage der Schulnutzung für die Abstimmungsvorlage über den Gestaltungsplan des Stadionkomplexes eine wesentliche Funktion zukommt. Ob die Kenntnis über die mögliche Schulnutzung bei den Stimmberechtigten zu erheblich mehr Nein-Stimmen geführt hätte, ist überdies spekulativ. Es erscheint nicht von vorneherein ausgeschlossen, dass sich daraus auch eine grössere Zustimmung hätte ergeben können. So oder so war die Abstimmung über den Gestaltungsplan nicht von der noch offenen Schulvorlage abhängig. Denn selbst wenn die Idee einer Schulnutzung bereits vor der Abstimmung über den Gestaltungsplan bestanden hat, ist noch lange nicht sicher, dass sie dereinst auch realisiert wird. In diesem Sinne wäre möglicherweise auch eine allfällige Information über das Schulprojekt vor der Abstimmung aus den Kreisen der Stimmberechtigten als unzulässige Einmischung in den Abstimmungskampf beanstandet worden. Die Stimmberechtigten konnten sich im Ergebnis zum privaten Gestaltungsplan äussern, ohne diese Abstimmungsvorlage mit den davon zu unterscheidenden Fragestellungen des Einbaus einer Schulanlage zu vermischen.