Citation: 1B_427/2021 E. 5.2

5.2. Wie bereits gesagt, besteht der hinreichende Verdacht, dass es bereits vor dem 11. September 2020 zu vergleichbaren Handlungen gekommen ist. Der Einwand, die Entsiegelung hätte auf Aufzeichnungen aus dem Zeitraum zwischen dem 11. und 19. September 2021 eingegrenzt werden müssen, geht damit fehl. Entgegen der Rüge des Beschwerdeführers könnten sodann auch die Kommunikation mit weiteren Personen sowie andere gespeicherte Daten, wie beispielsweise allfällige Fotografien oder Videoaufnahmen des Geschädigten, untersuchungsrelevant sein. Wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat, war sie somit nicht gehalten, die Entsiegelung auf die Kommunikationsinhalte mit der Familie des Geschädigten zu begrenzen. Der angefochtene Entscheid hält damit insofern vor dem Verhältnismässigkeitsprinzip stand (vgl. Art. 197 Abs. 1 lit. c-d und Abs. 2 StPO), zumal sich die Zwangsmassnahme gegen den Beschwerdeführer selber richtet und damit an ihre Verhältnismässigkeit kein besonders strenger Masstab anzulegen ist (vgl. Art. 197 Abs. 2 StPO; Urteile 1B_243/2020 vom 26. Februar 2021 E. 2.4; 1B_329/2019 vom 14. Oktober 2019 E. 3.2).