Citation: 8C_401/2023 E. 8.1

8.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, Dr. med. G.________ habe in der Stellungnahme vom 20. August 2022 festgehalten, bei der Erstkonsultation am Unfalltag sei eine vom Umfang her freie Beweglichkeit der rechten Schulter dokumentiert worden, was eine akute relevante Verletzung der Rotatorenmanschette weitgehend ausschliesse. Von einer "freien Beweglichkeit" sei aber im Eintrag der Dr. med. D.________ vom 15. Januar 2021 keine Rede gewesen. Hierin finde sich die Formulierung: "Schmerzen bei Elevation über die Horizontale, Innenrotation und Aussenrotation gut möglich". "Freie Beweglichkeit" und (mitunter starke) Schmerzen bei der Bewegung (ob diese aktiv, passiv oder assistiv erfolgt sei, lasse sich aus dem Eintrag der Ärztin nicht erschliessen; bei der Physiotherapeutin sei das nur assistiv möglich gewesen) seien jedoch nicht das Gleiche. Das "Attest UVG" vom 12. März 2021, das Dr. med. D.________ fast 2 Monate nach der einzigen Konsultation der Beschwerdeführerin bei ihr ausgestellt habe, dürfe nicht als "Ergänzung" zu ihrem Konsultationseintrag vom 15. Januar 2021 gewertet werden. Das Attest sei in zusammenfassender Weise auf Grund dieses Konsultationseintrags erfolgt; laut diesem Eintrag seien allerdings nur Innen- und Aussenrotation "gut möglich" gewesen.