Citation: 6B_1368/2020 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz verneint das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls. Sie hält fest, der Beschwerdeführer lebe seit 2008 in der Schweiz, habe aber erst eine Aufenthaltsbewilligung B. In beruflicher Hinsicht habe er gut Fuss gefasst. Er beherrsche die deutsche Sprache und verstehe auch Schweizerdeutsch. Allerdings sei der Beschwerdeführer weder in der Schweiz aufgewachsen noch hier geboren. Seine Eltern und Geschwister wohnten in Holland, hierzulande habe er keine Verwandten. Zumindest eine Tante des Beschwerdeführers, die er auch finanziell unterstütze, lebe in Somalia. Er beherrsche die dortige Sprache und scheine auch in der Schweiz vorwiegend mit Somaliern zu verkehren. Er werde sich demnach in seinem Heimatland, wo er die ersten 20 Jahre seines Lebens verbracht habe, ohne Weiteres zurechtfinden können. Im Moment seien keine Gründe ersichtlich, weshalb eine Landesverweisung aufgrund der Lage in Somalia nicht vollzogen werden könne. Insbesondere sei sein ursprüngliches Asylgesuch abgelehnt worden, weshalb ihm kein Flüchtlingsstatus zukomme, der einer Landesverweisung entgegenstehen könnte. Überdies sei bekannt, dass der Beschwerdeführer zwischenzeitlich auch freiwillig nach Somalia gereist sei; letztmals sei er 2017 in Mogadischu gewesen. Die Wegweisung bedeute für ihn zweifellos eine gewisse Härte, zumal der Lebensstandard in seinem Heimatland sehr niedrig und die Verhältnisse wenig stabil seien. Ein schwerer Härtefall im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB liege aber nicht vor.