Citation: 8C_312/2020 E. 3.2

3.2. Das kantonale Gericht hat einlässlich begründet, weshalb es die gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 3 lit. a AVIV vom AWA vorgenommene Einstellung in der Anspruchsberechtigung schützte. Inwiefern die obigen Feststellungen tatsächlicher Natur offensichtlich unrichtig, d.h. willkürlich sein sollen, vermag der Beschwerdeführer nicht zu begründen. Insbesondere kann dem kantonalen Gericht keine unvollständige oder willkürliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts vorgeworfen werden, wenn es den Umstand, dass D.________ am 29. Mai 2018 die zuständige Eingliederungsfachperson der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA; E.________) um die Möglichkeit einer ein- oder zweimonatigen Verlängerung des Arbeitstrainings anfragte, nicht in ihre Erwägungen miteinbezogen hat. Dass es bei der vorliegenden Problematik nebst dem Finden einer Anschlussstelle auch um eine mögliche Verlängerung der Eingliederungsmassnahme ging, wie der Beschwerdeführer einwendet, spielt bei der Beurteilung der Frage, ob er sich vor der Arbeitslosigkeit genügend um zumutbare Arbeit bemüht hat, keine Rolle. Entgegen der entsprechenden Kritik hat die Vorinstanz ebenso wenig erhebliche Beweise ausser Acht gelassen, indem sie nicht gewürdigt hat, dass E.________ am Standortgespräch vom 18. März 2018 fehlte. Richtig ist zwar, dass die Begleitung des Standortgesprächs im März 2018 eine der Aufgaben von E.________ gewesen war (Zielvereinbarung für Arbeitstraining vom 28. November 2017 S. 2). Für die Erfüllung des Einstellungstatbestands der fehlenden Arbeitsbemühungen vor Arbeitslosigkeit ist indessen nicht entscheidrelevant, dass sie an dem zwischen dem Versicherten, D.________ und dem Spital geführten Gespräch, offenbar unfallbedingt, nicht teilnehmen konnte und auch keine Stellvertretung bestimmt wurde. Die Feststellung der Vorinstanz, dass anlässlich dieses Gesprächs nur vage mündliche, unverbindliche Zusicherungen zur Weiterbeschäftigung abgegeben worden seien, ist bundesrechtskonform. Gleiches gilt für den daraus gezogenen Schluss, dass es dem Beschwerdeführer seit diesem Standortgespräch am 18. März 2018 somit hätte bewusst sein müssen, dass er aufgrund der fehlenden verbindlichen Zusage einer Weiterbeschäftigung von Arbeitslosigkeit bedroht und damit zur Stellensuche verpflichtet gewesen sei, was keiner besonderen Aufforderung mehr bedurft habe. Diese unverbindlichen Äusserungen zu einer möglichen Weiterbeschäftigung am Spital können den Beschwerdeführer nicht davon entbinden, die erforderlichen Arbeitsbemühungen zu tätigen. Aus der Zielvereinbarung vom 28. November 2017 geht unmissverständlich hervor, dass es in seiner Verantwortlichkeit lag, aktiv bei der Stellensuche mitzuarbeiten, sollte sich im Standortgespräch im März 2018 kein Anschlussvertrag ergeben, was in der Folge eintrat. Die dem Versicherten obliegende Schadenminderungspflicht gilt auf dem gesamten Gebiet der Sozialversicherung (vgl. BGE 138 V 457 E. 3.2 S. 461). Der Einwand in der Beschwerde, für ihn seien die IV-Eingliederungsmassnahmen im Vordergrund gestanden, weshalb er die Regeln der Arbeitslosenversicherung als Rechtsunkundiger nicht habe wissen müssen, geht daher ebenfalls fehl. Wie in den übrigen Zweigen der Sozialversicherung hat die versicherte Person auch bei der Arbeitslosenversicherung ihr Möglichstes zur Schadenminderung von sich aus, d.h. ohne besondere Aufforderung durch eine Amtsstelle oder Abgabe eines Merkblattes, vorzukehren (ARV 1980 Nr. 44 S. 109, C 199/79; Urteil C 199/05 vom 29. September 2005 E. 2.2). Sie hat sich bereits während der Kündigungsfrist oder - wie hier - vor Ablauf eines befristeten Einsatzes und somit vor ihrer Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung unaufgefordert um Stellen zu bemühen (vgl. E. 2.2. oben). Einer expliziten Aufforderung durch D.________ oder E.________ hierzu bedurfte es daher nicht, wie das kantonale Gericht zutreffend festhielt. Der Beschwerdeführer legt jedenfalls nicht dar, dass er seitens der Durchführungsstelle oder der SVA im Sinne einer Befreiung von der Pflicht zur Stellensuche falsch informiert worden wäre, weshalb die diesbezügliche Berufung auf den Grundsatz von Treu und Glauben nicht greift. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, er hätte in guten Treuen von einer Verlängerung des Arbeitstrainings ausgehen dürfen, was auch D.________ und E.________ getan hätten, ist dies aufgrund der geschilderten Aktenlage nicht stichhaltig, zumal D.________ erst am 29. Mai 2018 E.________ bezüglich einer möglichen Verlängerung des Einsatzes wegen Krankheit des Versicherten anfragte und festhielt, es sei sein dringendes Anliegen, die Angelegenheit schnellstmöglich zu klären, da das Arbeitstraining Ende Mai 2018 ausliefe. Die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen bleiben daher insgesamt verbindlich, womit die bestätigte Sanktion wegen fehlender Arbeitsbemühungen vor Bundesrecht standhält. Gegen die Dauer der Einstellung wendet sich der Beschwerdeführer nicht, sodass sich Weiterungen hierzu erübrigen.