Citation: 5A_372/2022 E. 1

Die angefochtene Verfügung wurde der Beschwerdeführerin - gemäss Darstellung in der vorliegenden Beschwerde und dem der Beschwerde beigelegten Auszug aus Track & Trace - am 13. April 2022 zugestellt. Die 30-tägige Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 1 BGG) begann somit am 14. April 2022 zu laufen (Art. 44 Abs. 1 BGG) und endete am Freitag, 13. Mai 2022. Die erst am 20. Mai 2022 der Post übergebene Beschwerde ist somit verspätet. Der Anwalt der Beschwerdeführerin beschränkt sich in der Beschwerde auf die Ausführung, die angefochtene Verfügung sei am 13. April 2022 bei ihm eingegangen und die Beschwerdefrist von 30 Tagen gemäss Art. 100 Abs. 1 BGG sei "mit der heutigen Eingabe somit hinreichend gewahrt". Auf einen Fristenstillstand beruft er sich nicht. Nur der Vollständigkeit halber sei festgehalten, dass ein solcher auch nicht zum Tragen kommt: Das Ausstandsverfahren betrifft ein Eheschutzverfahren, welches als vorsorgliche Massnahme im Sinn von Art. 98 BGG gilt (BGE 133 III 393 E. 5.1; zuletzt Urteile 5A_74/2022 vom 25. Februar 2022 E. 1; 5A_855/2021 vom 27. April 2022 E. 2), weshalb der Fristenstillstand über die Osterferien (Art. 46 Abs. 1 lit. a BGG) nicht zur Anwendung gelangt (Art. 46 Abs. 2 BGG), weil der Begriff der vorsorglichen Massnahme gemäss Art. 98 BGG mit demjenigen nach Art. 46 Abs. 2 BGG gleichzusetzen ist (BGE 134 III 667 E. 1.3; 135 III 430 E. 1.1) und auch ein im betreffenden Verfahren ergangener Zwischenentscheid über den Ausstand erfasst ist (Urteil 5A_497/2009 vom 20. Oktober 2009 E. 1.2.2;).