Citation: 6B_751/2018 E. 1.5.1

1.5.1. Die in der Klageschrift vom 6. Februar 2009 enthaltene wahrheitswidrige Darstellung über die bezogenen Lohnakontozahlungen im Umfang von Fr. 120'000.- stellt eine reine Parteibehauptung dar, welche für sich allein betrachtet nicht als täuschende Machenschaft, sondern als einfache Prozesslüge zu qualifizieren ist. Wie die Beschwerdeführerin jedoch zu Recht ausführt, ist vorliegend dem Umstand Rechnung zu tragen, dass der Beschwerdegegner als Buchhalter der B.________-Gruppe seinen Lohn für seine Tätigkeit selber bezogen und es dabei unterlassen hat, alle diese Bezüge ordentlich zu verbuchen. Der Beschwerdegegner hat die Buchhaltung seiner Arbeitgeberin daher insofern als unwahr ausgewiesen, als dass die geleisteten Lohnakontozahlungen daraus nur teilweise ersichtlich waren. Soweit die G.________ GmbH anlässlich des Lohnforderungsprozesses ihre Buchhaltungsunterlagen studierte, konnte sie die Fr. 120'000.- übersteigenden Lohnakontobezüge nicht erkennen und die Höhe der vom Beschwerdegegner im Zivilprozess behaupteten Lohnakontozahlungen auch nicht substantiiert bestreiten.