Citation: 9C_32/2024 E. 4.4.3

4.4.3. Die Nichtbezahlung von Sozialversicherungsbeiträgen kann entschuldbar sein, wenn eine Arbeitgeberin bei ungenügender Liquidität zunächst für das Überleben des Unternehmens wesentliche andere Forderungen (insbesondere solche der Arbeitnehmer und Lieferanten) befriedigt. Für eine solche entschuldbare sog. "Business Defense" wird aber vorausgesetzt, dass die Arbeitgeberin (resp. deren Organ) auf Grund der objektiven Umstände und einer seriösen Beurteilung der Lage annehmen darf, sie werde die geschuldeten Beiträge innert nützlicher Frist nachzahlen können (SVR 2011 AHV Nr. 14 S. 49, 9C_330/2010 E. 3.4 mit Hinweisen; Urteile 9C_321/2022 vom 29. März 2023 E. 5.3.1; 9C_41/2017 vom 2. Mai 2017 E. 7.2). Inwiefern diese Voraussetzungen hier erfüllt gewesen sein sollen, geht aus der Beschwerde nicht hervor und ist auch nicht ohne Weiteres ersichtlich. Sodann legen die Beschwerdeführer auch nicht ansatzweise dar, dass die Ausgleichskasse mit der Gewährung von Zahlungsaufschüben ihren Sorgfaltspflichten im Zusammenhang mit dem Beitragsbezug nicht nachgekommen sein und damit Anlass zur Herabsetzung des Schadenersatzes (vgl. dazu SVR 2018 AHV Nr. 9 S. 25, 9C_548/2017 E. 7.1 mit Hinweisen) gegeben haben soll. Diesbezügliche Weiterungen erübrigen sich. Das gilt auch für den nicht näher substanziierten Vorwurf der Beschwerdeführer, wonach es überspitzt formalistisch sei, dass der gesamte (Rest-) Betrag fällig werde, wenn der Zahlungsplan einmal nicht eingehalten werden könne.