Citation: 6B_576/2020 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz führt in diesem Zusammenhang aus, in den beiden ersten Einvernahmen Mitte April 2014 (ohne Anwalt) habe der Beschwerdeführer anerkannt, er habe die beiden Indooranlagen selbst gebaut und finanziert und sie hätten ihm alleine gehört. Betäubungsmitteldelikte habe er in Abrede gestellt (Protokoll ohne Unterschrift des Beschwerdeführers). Bei den delegierten polizeilichen Einvernahmen vom Mai und Juli 2014 in Anwesenheit von Rechtsanwalt C.________ habe er ein weitgehendes Geständnis abgelegt. Bei der Einvernahme im September 2014, neu verteidigt durch Rechtsanwalt D.________, sei er zur Person und nicht zur Sache befragt worden. Bei der Schlusseinvernahme anfangs Dezember 2016 habe er, begleitet vom heutigen Rechtsanwalt, das Geständnis widerrufen und die ihm zur Last gelegten Delikte gänzlich bestritten. An der erstinstanzlichen Hauptverhandlung habe er praktisch keine Aussagen zur Sache gemacht. An der Berufungsverhandlung habe er sich im Wesentlichen auf sein Aussageverweigerungsrecht berufen (Urteil S. 11 f.). Bei den Einvernahmen vom Mai und Juli 2014 habe der Beschwerdeführer die tatrelevanten Umstände bemerkenswert genau in örtlicher, zeitlicher und sachlicher Hinsicht geschildert. Das Geld habe er stets in bar erhalten, "Ware gegen Geld". Diese Aussagen deckten sich praktisch lückenlos mit der übrigen Beweislage. Mit dem Schreinereibetrieb habe er seine laufenden Kosten nicht decken können. Beim Widerruf zeige sich ein ganz anderes Aussageverhalten. Die Antworten seien knapp und pauschal, entscheidende Erklärungen fehlten, der Beschwerdeführer verwickle sich in Widersprüche, verweigere öfters die Aussage, mache geltend, die Aussagen bei der Polizei seien falsch protokolliert und ihm in den Mund gelegt worden. Er mache erstmals geltend, er habe unter einer Haftpsychose gelitten. Davon sei nicht auszugehen, mit seiner Meldung an den Staatsanwalt Ende Mai 2014 (oben E. 3.1) mache er keine Haftpsychose geltend. Dafür bestünden keinerlei Anhaltspunkte (Urteil S. 15). Auch die Schreinereibelege sollten nach dem Widerruf nun alle korrekt, d.h. nicht gefälscht gewesen sein. Damit setzt sich die Vorinstanz auf den S. 15-19 des Urteils auseinander. Sie stellt sodann fest, der Einwand des falschen Protokollierens erweise sich als gänzlich unbegründet. Es sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei den Einvernahmen vom Mai und Juli 2014 von der Polizei unerlaubt unter Druck gesetzt worden sei. Der Beschwerdeführer habe sein Geständnis in Absprache mit Rechtsanwalt C.________ bereits im Voraus im Hinblick auf die Einvernahme ankündigen lassen. Im Verlaufe der Einvernahmen ergäben sich keine Anhaltspunkte, dass er zu Aussagen gedrängt worden wäre. Es überzeuge nicht, dass er damals keinen guten Verteidiger gehabt habe. Rechtsanwalt C.________ sei ein sehr versierter Strafverteidiger. Das Geständnis sei später von Rechtsanwalt D.________ (erster Verteidigerwechsel) gestützt worden. Erst mit dem erneuten Wechsel zum heutigen Verteidiger ganze zweieinhalb Jahre später habe eine Kehrtwende stattgefunden, indem der Beschwerdeführer in der Schlusseinvernahme alles in Abrede gestellt habe. Es dränge sich die Annahme eines taktischen Verteidigerverhaltens auf (Urteil S. 20). Im Ergebnis stellt die Vorinstanz auf das ihrer Ansicht nach nachvollziehbare und stimmige Geständnis ab (Urteil S. 22 ff.).