Citation: 2C_406/2014 E. 5.1

5.1. Bei der Gesamtwürdigung der Umstände ist vom persönlichen Verhalten des Beschwerdeführers auszugehen. Das Verhalten des Beschwerdeführers vom 8. November 2008 ist äusserst gravierend. Er passierte eine ihm bekannte Dorfeinfahrt mit einer Geschwindigkeit von 116-129 km/h, als er bei Beginn der Innerortszone, mithin 130 Meter vor der Kollisionsstelle, einen Personenwagen wahrnahm. Das Risiko einer Kollision mit schwerst möglichen Auswirkungen musste demBeschwerdeführer bewusst gewesen sein. Es ist davon auszugehen, er habe sich gegen die geschützten Rechtsgüter entschieden, indem er nicht abbremste. Ein solches Inkaufnehmen eines tödlichen Ausgangs einer Kollision ist ausserordentlich verwerflich und rechtfertigt nach der Rechtsprechung die Bejahung eines Eventualvorsatzes (Urteil 6B_463/2012 vom 6. Mai 2013 E. 3.3). Der Beschwerdeführer wurde denn auch zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt, die er zurzeit verbüsst.