Citation: H 291/00 30.04.2001 E. 4

4.- Die Beschwerdeführerin macht zu ihrer Entlastung geltend, sie habe sich einzig um den Restaurationsbetrieb mit Service und Küche kümmern müssen. Die Administration und damit auch die Abrechnung der Sozialversicherungsbeiträge habe ihr Geschäftspartner S.________ besorgt. Dessen grobe Verfehlungen habe sie im Spätsommer 1996 entdeckt und hierauf energisch Rechenschaft gefordert. S.________ habe sich jedoch ins Ausland abgesetzt, wo er tödlich verunglückt sei. Diese Einwendungen sind unbehelflich. Als Verwaltungsratsmitglied musste sich die Beschwerdeführerin gewissenhaft davon überzeugen, dass ihr Partner die Sozialversicherungsbeiträge korrekt und pünktlich bezahlte. Indem sie dies lange unterliess, hat sie die mit ihrem Mandat verbundenen Pflichten verkannt und sich in grobfahrlässiger Weise passiv verhalten (ZAK 1989 S. 104). Die einzige in den Akten belegte Massnahme, welche die Beschwerdeführerin getroffen hat, war die Aufforderung an S.________ vom 11. Oktober 1996, zu einer Aussprache zu erscheinen. Dies genügt den erwähnten Pflichten nicht. Der kantonale Entscheid, welcher auf grobe Fahrlässigkeit schliesst, verletzt daher kein Bundesrecht.