Citation: 5A_891/2020 E. 1

B.________ (geb. 1987) und A.________ (geb. 1988) sind die unverheirateten Eltern der unter ihrer gemeinsamen Sorge stehenden C.________ (geb. 2015). Bei der Trennung im Spätsommer 2018 verblieb der Vater im bis dahin gemeinsam bewohnten Haus in U.________, während die Mutter in V.________ Wohnsitz nahm. Weil die Eltern beide erwerbstätig waren (Vater zu 70 % als Betreuer, Mutter saisonweise zu 80-100 % bei einer Bergbahn) wurde C.________ bis dahin während zwei Tagen pro Woche in einer Kindertagesstätte und ansonsten von den Eltern gemeinsam betreut. Nach der Trennung führten sie die gemeinsame Betreuung weiter, indem C.________ jeweils von Donnerstagabend bis Sonntagabend beim Vater und von Sonntagabend bis Donnerstagabend bei der Mutter betreut wurde. Weil der Vater einen zusätzlichen Betreuungstag anstrebte, reichte er Ende Januar 2019 beim Regionalgericht Plessur eine entsprechende Klage ein. Am 5. Oktober 2020 fand eine mündliche Verhandlung statt, an der beide Parteien wie zuvor im Lauf des Schriftenwechsels je die alleinige Obhut verlangten. Im Rahmen dieses noch hängigen Hauptverfahrens ordnete das Regionalgericht mit vorsorglichem Massnahmeentscheid vom 10. September 2019 die alternierende Obhut mit je 3,5 Tagen und Wohnsitz des Kindes bei der Mutter an, wobei sich die Eltern über die Betreuungstage und -zeiten selbst zu einigen hätten; ausserdem regelte es die vorläufigen Unterhaltszahlungen. Die Eltern setzten diese Regelung so um, dass C.________ von Montagmittag bis Donnerstagabend von der Mutter und von Donnerstagabend bis Montagmittag vom Vater betreut wird. Ende März 2020 verlangte der Vater mit Blick auf den Kindergarteneintritt gesuchsweise die vorläufige Übertragung der alleinigen Obhut per 1. August 2020. Am 8. Juli 2020 zog er das Gesuch zurück mit der Begründung, dass er in der Umgebung von V.________ eine passende Wohnung gefunden habe und somit die alternierende Obhut aufrechterhalten werden könne. Weil C.________ zu diesem Zeitpunkt bereits von der Mutter in V.________ im Kindergarten angemeldet worden war, entspann sich ein Streit um die Betreuungsanteile. In der Folge verlangte der Vater im Rahmen des Hauptverfahrens mit Eingaben vom 8. und 10. August 2020 den Erlass dringender Kindesschutzmassnahmen, indem die Mutter mit Weisung nach Art. 307 ZGB zu ermahnen sei, sich an die Betreuungsregelung zu halten, und indem eine Besuchsrechtsbeistandschaft zu errichten sei. Mit Schreiben vom 13. August 2020 verlangte die Mutter die Bestätigung der Korrektheit der von ihr unterbreiteten Umsetzung des Entscheides vom 10. September 2019 (mit einer Betreuung von Montag ab Kindergartenschluss bis Freitag Kindergartenbeginn durch sie und von Freitag ab Kindergartenschluss bis Montag Kindergartenbeginn durch den Vater). An der Vergleichsverhandlung vom 17. August 2020 wurde auch die Frage der Schulsprache thematisiert, ohne dass eine Einigung erzielt werden konnte. Mit superprovisorischem Entscheid vom 24. August 2020 teilte das Regionalgericht Plessur die alleinige Obhut per sofort dem Vater zu, verbunden mit der Feststellung des Wohnsitzes des Kindes bei ihm und der Weisung, dass die Einschulung im Kindergarten auf Deutsch zu erfolgen habe, und unter Neuregelung der Unterhaltsfrage; mit Massnahmeentscheid vom 25. September 2020 wurde diese Anordnung bestätigt. Dagegen reichte die Mutter beim Kantonsgericht Graubünden eine Beschwerde ein; dabei verlangte sie auch die aufschiebende Wirkung. Mit prozessleitender Verfügung vom 22. Oktober 2020 gewährte der Instruktionsrichter für die Dauer des Berufungsverfahrens die aufschiebende Wirkung; er hielt fest, dass damit weiterhin die Regelung gemäss dem Entscheid des Regionalgerichtes Plessur vom 10. September 2019 gelte, welche für die Betreuungszeiten dahingehend zu konkretisieren sei, dass die Betreuung durch die Mutter von Montag, 11:30 Uhr, bis Donnerstag, 19 Uhr, und durch den Vater von Donnerstag, 19 Uhr, bis Montag, 11:30 Uhr, dauere. Hiergegen hat der Vater am 26. Oktober 2020 beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht. Ferner stellt er Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege und um aufschiebende Wirkung. Am 28. Oktober 2020 sandte er überdies an alle drei Instanzen sowie die KESB eine Gefährdungsmeldung, wenn C.________ den rätoromanischen Kindergarten besuchen müsste. Sodann hat er das Bundesgericht mit Eingabe vom 30. Oktober 2020 um superprovisorische Erteilung der aufschiebenden Wirkung ersucht; es wurde ihm mitgeteilt, dass darüber nach Eingang der diesbezüglichen Stellungnahme der Gegenseite entschieden werde. Mit Stellungnahme vom 11. November 2020 schliesst die Mutter auf Abweisung des Gesuches um aufschiebende Wirkung. Indes ist die Sache selbst an sich spruchreif, so dass direkt das Urteil in der Sache erlassen werden kann, zumal angesichts der Aussichtslosigkeit der Beschwerde die Einholung einer Vernehmlassung entbehrlich scheint. Bereits für die Stellungnahme zur aufschiebenden Wirkung hat die Mutter jedoch ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt.