Citation: 8C_360/2022 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass die vorinstanzliche Festsetzung der Parteientschädigung nicht den bundesrechtlichen Anforderungen von Art. 61 lit. g ATSG genügte. Er macht lediglich geltend, sein Anwalt habe einen erheblich höheren als den von der Vorinstanz als notwendig anerkannten Aufwand betrieben und dieser sei vor allem mit Blick auf den äusserst komplexen medizinischen Sachverhalt auch gerechtfertigt gewesen; es sei darum gegangen, die Unzulänglichkeiten eines bereits bestehenden Gutachtens von rund 216 Seiten auf der Grundlage eines Parteigutachtens aufzudecken. Da eine Verletzung der bundesrechtlichen Anforderungen von Art. 61 lit. g ATSG auch nicht ohne Weiteres ersichtlich ist, kommt es jedoch nicht darauf an, ob der geltend gemachte Aufwand vertretbar ist, sondern ob die vorinstanzlich anerkannte Entschädigung im Ergebnis ausserhalb jedes vernünftigen Verhältnisses zu den notwendigen anwaltlichen Bemühungen steht und damit in krasser Weise gegen das Gerechtigkeitsgefühl verstösst. Dies ist hier zu verneinen: Mit Blick darauf, dass die Vertretung bereits im Verwaltungsverfahren bestand und das kantonal-gerichtliche Verfahren von der Untersuchungsmaxime geprägt war, erscheint eine Entschädigung von Fr. 2800.- nicht als geradezu krass zu tief. Es kommt hinzu, dass die Rückweisung der Angelegenheit nicht wegen des Parteigutachtens erfolgt ist. Vielmehr sprach das kantonale Gericht diesem nebst der Erforderlichkeit auch die Eignung ab, Zweifel an den gutachterlichen Feststellungen aufkommen zu lassen. Inwiefern diese Einschätzung auf einer willkürlichen Beweiswürdigung beruhen soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Abgesehen davon unterlegt er seine Behauptung, die Ausführungen seines Vertreters im Beschwerdeverfahren hätten (zusammen mit dem Parteigutachten) die Gegenpartei dazu bewogen, ihrerseits um Rückweisung der Sache zu weiteren Abklärungen zu ersuchen, nicht näher. Gemäss vorinstanzlicher Feststellung beantragte die Verwaltung die Rückweisung (allein) unter Hinweis auf momentan hängige Strafverfahren. Der vorinstanzliche Verzicht, die Kosten des privat eingeholten Gutachtens unter dem Titel Parteientschädigung abzugelten, lässt sich daher nicht beanstanden. Die Beschwerde ist insgesamt unbegründet.