Citation: 6B_343/2020 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer macht in dieser Hinsicht zunächst geltend, der von der Vorinstanz formulierte Vorwurf, wonach er die dem Sportverband C.________ gesprochenen Beiträge habe auf ein Konto überweisen lassen, auf welches der Verband faktisch keinen Zugriff gehabt habe, sei vom Anklagesachverhalt nicht umfasst. Die Anklage werfe ihm lediglich vor, er habe ein eigenes, auf seinen Namen lautendes Konto eröffnet und darauf Gelder aus dem Fonds zur Förderung des Sports überwiesen (Beschwerde S. 27 f.). Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, die Vorinstanz habe ihm zu Unrecht die Stellung eines Beamten mit Entscheidkompetenz zugeschrieben. Sie habe es namentlich unterlassen, in Bezug auf die Funktion, in welcher er den jeweiligen Akt vorgenommen habe, zu unterscheiden. So habe er die dem Sportverband C.________ zugesprochenen Gelder als Beamter auf das F.________-Konto überwiesen. Die D.________-Kommission sei aufgrund der Genehmigung des Projekts darüber im Bilde gewesen, wie das F.________-Konto geführt worden sei. Er habe dabei weder über die Höhe der von der D.________-Kommission genehmigten Zahlungen an den Sportverband C.________ entschieden noch am Entscheid teilgenommen und es sei ihm auch keine faktische Entscheidkompetenz zugekommen. Es werde ihm denn auch keine unzulässige Beeinflussung bezüglich des getroffenen Entscheids, die Gelder dem Sportverband C.________ zur Sportförderung zu überlassen, vorgeworfen. Nachdem der Vorsteher des Bildungsdepartements mittels Unterschrift jeweils seine Zustimmung zum Entscheid der D.________-Kommission erklärt habe, habe er (sc. der Beschwerdeführer) die entsprechenden Einzahlungsscheine an das Finanzdepartement weitergeleitet, welches die Auszahlungen in der Folge vorgenommen habe. Aufgrund des Beschlusses der D.________-Kommission, dem Sportverband C.________ einen Beitrag zuzusprechen, sei das Sportamt verpflichtet gewesen, die Zustimmung des Bildungsdepartements einzuholen und die freigegebenen Beiträge mit den entsprechenden Unterlagen zur Auszahlung an das Finanzdepartement weiterzuleiten. Mit der Einholung der Unterschrift des zuständigen Vorstehers und der Weiterleitung der Unterlagen an das Finanzdepartement zur Überweisung der Gelder auf ein Konto des Sportverbands C.________ habe er mithin eine hoheitliche Aufgabe erfüllt. Insofern liege kein privatrechtliches Rechtsgeschäft im Sinne des Tatbestands der ungetreuen Amtsführung vor. Darüber hinaus habe die Auslösung der Überweisung auf das F.________-Konto auch keine direkte Schädigung öffentlicher Interessen bewirkt. Mit der Überweisung der Gelder auf das F.________-Konto sei das Geld in der Folge nicht mehr dem Kanton, sondern dem Sportverband C.________ als privatrechtlichem Verein zuzuordnen gewesen, welcher Eigentümer desselben geworden sei. Der Verband habe ihm mit der Genehmigung des "Projekts 2" die Vollmacht eingeräumt, mittels Einzelunterschrift über das Konto zu verfügen. Er (sc. der Beschwerdeführer) habe mithin in der Phase der Verteilung der Gelder nicht in seiner Funktion als Vorsteher des kantonalen Sportamtes, sondern auf privater Basis als Beauftragter des Sportverbands C.________ gehandelt. Er habe somit insofern auch keine öffentlichen Interessen geschädigt. Die Vorinstanz widerspreche sich, wenn sie einerseits annehme, er habe die einschlägigen Bestimmungen über die Verwendung der Gelder ausser Acht gelassen, und andererseits erwäge, der Kanton habe diese Art und Weise der Sportförderung über den Sportverband C.________ ohne Leistungsvereinbarung offensichtlich zugelassen. Im Übrigen habe er sich an die durch den Sportverband C.________ vorgegebenen Vergabekriterien gehalten (Beschwerde S. 29 ff.; vgl. auch S. 17 ff.). In subjektiver Hinsicht macht der Beschwerdeführer geltend, er habe davon ausgehen dürfen, dass die betriebene Nachwuchsförderung korrekt gewesen sei. Er habe sich stets darauf gestützt, dass das "Projekt 2" Grundlage der Nachwuchsförderung gebildet habe, und habe sich daran gehalten. Er sei auch davon ausgegangen, dass die D.________-Kommission und der Regierungsrat das "Projekt 2" gewollt und unterstützt hätten. Die Überweisung der Gelder auf das F.________-Konto sei rechtmässig erfolgt. Er habe denn auch nie beabsichtigt, die Interessen des Kantons zu schädigen oder Dritte oder sich selbst zu bevorteilen (Beschwerde S. 36 ff.).