Citation: 1B_5/2015 E. 3.4

3.4. Obwohl sich der Beschwerdeführer selbst als unschuldig bezeichnet, bestreitet er das Vorliegen eines dringenden Tatverdachts angesichts der erstinstanzlichen Verurteilung nicht. Er rügt jedoch, die Haftgründe hätten sich nicht erst während des Verfahrens vor dem Berufungsgericht ergeben. Dieses stelle auf bereits früher bekannte Umstände ab. Das widerspreche dem Bundesrecht, weil bei der Strafuntersuchung sowie nach dem erstinstanzlichen Urteil auf Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft verzichtet worden sei. Neue Umstände hätten sich nicht ergeben. Die basellandschaftliche Staatsanwaltschaft habe letztlich einzig deswegen um Sicherheitshaft ersucht, weil das Obergericht des Kantons Solothurn die strafprozessuale Freilassung des Beschwerdeführers angeordnet habe. Das sei aber nicht zulässig, unter anderem weil das solothurnische Obergericht die Zulässigkeit von Haft rechtskräftig verneint habe. Die Vorinstanz habe überdies den Haftgrund der Wiederholungs- und Fluchtgefahr gemäss Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO zu Unrecht bejaht und die Haft sei nicht verhältnismässig, insbesondere angesichts der in Frage stehenden Strafdrohung und weil Ersatzmassnahmen möglich erschienen.