Citation: 2C_698/2020 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz hält zunächst fest, dass ein bedingter Anspruch auf Parteientschädigung bestehe, sobald die Voraussetzungen gemäss § 17 Abs. 2 lit. a oder lit. b VRG/ZH erfüllt seien; ausschliesslich unter besonderen Umständen lasse sich eine Parteientschädigung verweigern (vgl. E. 2.4 des angefochtenen Urteils). Weiter führt das Verwaltungsgericht aus, dass eine nicht durch einen Rechtsbeistand vertretene Person - wie der Beschwerdeführer - grundsätzlich auch entschädigungsberechtigt sei, allerdings nur für den das übliche Mass erheblich übersteigenden Rechtsverfolgungsaufwand. Von einem besonderen Aufwand sei dann auszugehen, wenn aufgrund der Umstände eines Prozesses im Rahmen einer fehlenden oder einer internen Vertretung objektiv notwendiger, nicht bloss geringfügiger Aufwand entstehe (vgl. E. 2.5 des angefochtenen Urteils). Im Falle des Beschwerdeführers kommt die Vorinstanz zum Schluss, dass ihm für die Rekursverfahren vor der Bildungsdirektion ein besonderer Aufwand entstanden sei. Zur Begründung führt sie aus, er habe zwar für das erste Rekursverfahren selber eine Rechtsschrift verfasst, doch sei die ursprüngliche Verfügung vom 1. November 2018 vom Jugendamt in Wiedererwägung gezogen und es sei eine neue Verfügung erlassen worden. Die neue Verfügung vom 24. Januar 2019 habe eine falsche Rechtsmittelbelehrung enthalten (Einsprache an das Jugendamt anstatt Rekurs an die Bildungsdirektion). Anschliessend sei das erste Rekursverfahren als gegenstandslos geworden abgeschrieben worden, ohne dass die Vorbringen des Beschwerdeführers materiell geprüft worden seien. Für den Beschwerdeführer als juristischen Laien hätten sich - so die Vorinstanz weiter - schwierige prozessuale Fragen gestellt. Gemäss dem Verwaltungsgericht habe der Beschwerdeführer in nachvollziehbarer Weise vorbringen können, dass er nicht verstanden habe, weshalb der Rekurs ohne materielle Prüfung abgeschrieben worden sei und wie er weiter habe vorgehen müssen, sodass er in der Folge einen Rechtsanwalt kontaktiert habe, der ihm beratend zur Seite gestanden sei. Zudem habe der Beschwerdeführer mehrere Telefongespräche mit Mitarbeitenden der Bildungsdirektion und des Jugendamtes bezüglich der falschen Rechtsmittelbelehrung geführt. Für die zweite Rekursschrift habe er sich sodann mit der neuen Verfügung auseinandersetzen müssen und nicht ohne Weiteres die Ausführungen der ersten Rekursschrift übernehmen können (vgl. E. 2.7 des angefochtenen Urteils). Bezugnehmend auf das weite Ermessen der Behörden bei der Bestimmung der Höhe der Parteientschädigung spricht das Verwaltungsgericht dem Beschwerdeführer für die Rekursverfahren vor der Bildungsdirektion eine Umtriebsentschädigung von Fr. 100.-- zu.