Citation: 1P.239/2004 16.06.2004 E. 1

1.1 Der Entscheid des Präsidenten der Strafkammer des Kantonsgerichts vom 6. April 2004 kann mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden (vgl. BGE 129 I 281 E. 1 S. 283, mit Hinweisen). Unzulässig sind über die Aufhebung hinausgehende Anträge (vgl. BGE 129 I 129 E. 1.2 S. 131, mit Hinweisen). Ob und inwieweit auf die Beschwerde gegen den Wiedererwägungsentscheid vom 16. April 2004 einzutreten ist, kann - wie sich zeigen wird - offen bleiben. 1.2 In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Berufungserklärung gemäss Art. 239 des Strafprozessgesetzes des Kantons St. Gallen (StP) angemeldet, indessen - in Erwartung einer Aufforderung nach Art. 242 StP zur Einreichung einer Begründung - zurzeit noch nicht begründet hat. Der angefochtene Entscheid stützt sich auf Art. 225 Abs. 3 StP, wonach der Präsident der Rechtsmittelinstanz auf Gesuch hin die Einschreibgebühr erlassen kann, wenn der Rekurrent bedürftig und das Rechtsmittel nicht aussichtslos ist. Der angefochtene Entscheid stützt sich allein auf die Aussichtslosigkeit der Berufung, während der Wiedererwägungsentscheid zusätzlich antönt, dass die Bedürftigkeit in Zweifel gezogen werden könnte.