Citation: 5C.7/2001 20.07.2001 E. 4

4.- Das Obergericht hat die Beklagte trotz grober Fahrlässigkeit der Verunfallten als haftbar betrachtet mit der Begründung, das grobe Selbstverschulden der Verunfallten sei angesichts der erhöhten Betriebsgefahr nicht geeignet, den adäquaten Kausalzusammenhang zu unterbrechen. Der Kläger macht geltend, das Betreiben einer so unübersichtlichen und gefährlichen Bahnstrecke müsse der Beklagten nicht nur als erhöhte Betriebsgefahr, sondern auch als grobes Verschulden angerechnet werden. Er wendet gegen das angefochtene Urteil weiter ein, das Verschulden der Verstorbenen sei für den Schaden nicht kausal gewesen. Muss das Verhalten der Verunfallten als grobfahrlässig eingestuft werden (E. 2d hiervor) und erscheint es bundesrechtskonform, der Beklagten angesichts der unübersichtlichen Verhältnisse eine erhöhte Betriebsgefahr zuzurechnen, ist es angebracht, sowohl die Beklagte als auch die Verunfallte den Schaden tragen zu lassen, mithin beide Ursachen als adäquat kausal zu betrachten (BGE 102 II 363 E. 3 S. 366; Oftinger/Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht,