Citation: 9C_342/2016 E. 5.1

5.1. Die Befunde stehen fest, es besteht kein medizinisch begründeter Abklärungsbedarf; vielmehr geht es einzig und allein um die Folgenabschätzung der diagnostizierten Leiden hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit. Es verletzt keinesfalls Bundesrecht, wenn das kantonale Gericht, den RAD-Stellungnahmen folgend, die interdisziplinäre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im MEDAS-Verlaufsgutachten in Anbetracht der vorgängig gestellten strukturellen und funktionell-klinischen Diagnosen und auf dem Hintergrund der interdisziplinären (medizinischen) Beurteilung als nicht schlüssig bezeichnet hat. Die rechtlich gebotenen Anforderungen an eine schlüssige und nachvollziehbare Einschätzung der Arbeits (un) fähigkeit im Sinne der Rechtsprechung (BGE 140 V 193) sind eindeutig nicht erfüllt. Dies festzustellen ist gerade die gesetzliche Aufgabe des RAD (Art. 59 Abs. 2 bis IVG). Die abschliessende Formulierung der MEDAS-Gutachter "Unter Berücksichtigung der gegenwärtigen qualitativen Einschränkungen und dem erhöhten Erholungsbedarf ist uns auch keine Ersatztätigkeit vorstellbar." ist viel zu vage und verkennt, dass die erhobenen Befunde die Ausführung einer leichten Tätigkeit durchaus noch zulassen.