Citation: 4A_109/2019 E. B

Am 6. November 2015 gelangte die Unternehmerin an das Handelsgericht des Kantons Zürich mit dem Begehren, die Beklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 320'468.24 nebst 5% Zins auf verschiedenen Fälligkeiten zu bezahlen. Sie machte damit Werklohn gemäss Ausmass aus Nachträgen und Änderungswünschen sowie Regiearbeiten geltend und verlangte Entschädigung für zusätzliche Aufwendungen wie namentlich Rechtsberatung. Die Beklagte bestritt einen Vergütungsanspruch über die von ihr bereits bezahlten Akontoleistungen hinaus und machte eventualiter geltend, eine allfällige Mehrforderung sei nicht fällig; subeventualiter brachte sie Gegenforderungen von Fr. 136'073.95 zur Verrechnung (Fr. 82'080.-- für Mängelbeseitigung, negatives Vertragsinteresse infolge Kündigung von Fr. 18'228.13 und Miete eines Baustellencontainers von Fr. 9'720.--). Mit Urteil vom 26. Juni 2018 verpflichtete das Handelsgericht des Kantons Zürich die Beklagte, der Klägerin Fr. 63'466.-- zuzüglich Verzugszinsen von 5% seit dem 7. November 2015 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wies es die Klage ab. Das Gericht gelangte zum Schluss, die klägerischen Forderungen seien im Umfang von Fr. 222'016.-- ausgewiesen (nämlich Gipserarbeiten im Unter- und Erdgeschoss von Fr. 197'897.--, Verputzarbeiten von Fr. 12'676.-- und Regiearbeiten von Fr. 11'443.--). Davon brachte es die bereits geleistete Akontozahlung von Fr. 148'027.85 sowie ausgewiesene Verrechnungsforderungen von Fr. 10'520.-- (Baustellencontainer Fr. 9'720, Reinigung/Räumung Fr. 500.-- und Baureklame Fr. 300.--: S. 92) in Abzug. Als nicht begründet erachtete das Handelsgericht die Forderung von Fr. 56'303.72 für die Nachträge 1-3, die Forderungen gestützt auf Art. 377 OR (namentlich Deckenbekleidung von Fr. 9'795.80), das behauptete Ausmass, soweit nicht anerkannt, und die geltend gemachten zusätzlichen Aufwendungen, namentlich Rechtsberatung.