Citation: 1B_106/2015 E. A

Das Bezirksgericht Zürich befand A.________ mit Urteil vom 17. September 2014 der Gefährdung des Lebens (Art. 129 StGB) und der versuchten Nötigung (Art. 181 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) für schuldig. Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten, wovon es 8 Monate unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren aufschob. A.________ legte gegen das Urteil Berufung ein, worauf die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat am 19. Januar 2015 Anschlussberufung erhob. In ihrer Eingabe teilte sie mit, dass sie vorläufig auf Beweisanträge verzichte. Mit Eingabe vom 21. Februar 2015 ans Obergericht des Kantons Zürich beantragte A.________, der Staatsanwaltschaft sei eine Frist anzusetzen, damit sie nachträglich und im Sinne von Art. 399 Abs. 3 lit. c StPO Beweisanträge stelle. Nach Eingang der Beweisanträge sei ihm eine Frist anzusetzen, um Anschlussberufung zu erheben und eine eventuelle Beweisergänzung gemäss Art. 389 Abs. 3 StPO zu verlangen. Mit Präsidialverfügung vom 25. Februar 2015 wies das Obergericht die Anträge von A.________ ab. Zur Begründung führte es im Wesentlichen aus, die Staatsanwaltschaft sei nicht verpflichtet, Beweisanträge zu stellen. Ob es zulässig sei, auf eine Anschlussberufung wiederum mit einer Anschlussberufung zu reagieren, könne offen gelassen werden. Allfällige Beweisanträge könnten dafür jedenfalls kein Anlass sein. Denn der Beschuldigte habe selbst noch in der Berufungsverhandlung Gelegenheit, weitere Beweisanträge zu stellen.