Citation: 9C_67/2018 E. 12

Der Beschwerdeführer macht Praxisbesonderheiten geltend, welche die Vergleichbarkeit mit den Fachärzten "Allgemeine Innere Medizin" im Kanton Bern und umso mehr in der ganzen Schweiz ausschlössen und der Anwendung einer statistischen Methode entgegenstünden. Zur Begründung bringt er in erster Linie vor, er verfüge über die Bewilligung zur Führung einer Praxisapotheke. Es sei davon auszugehen, dass rund die Hälfte der Ärztinnen und Ärzte der Vergleichsgruppe keine Selbstdispensation habe. Die für die Anwendung der statistischen Methode erforderliche Homogenität des Vergleichskollektivs könne nicht nachträglich im Rahmen der Berechnung der Rückforderung hergestellt werden, indem veranlasste und direkte Medikamentenkosten kumuliert würden. Die Anwendung des ANOVA-Index direkte Kosten (und nicht des Index totale Kosten gemäss RS-Statistik) führe offensichtlich zu einer Ungleichbehandlung, indem einzelne Positionen aus dem Gesamtkonzept gegriffen würden (vgl. E. 7). Nach Auffassung des kantonalen Schiedsgerichts handelt es sich bei der Selbstdispensation von Medikamenten nicht um eine Praxisbesonderheit, sondern (lediglich) um einen kompensatorischen Umstand, welchem (erst) bei der Ermittlung der rückzuerstattenden Vergütungen Rechnung getragen werden könne. Zur Begründung hat es angeführt, die Medikamentenabgabe werde beim ANOVA-Index denn auch nicht berücksichtigt. Im Zusammenhang mit der Berechnung der Rückforderung hat es sodann erwogen, die im Vergleich etwas andere Verteilung der Medikamentenkosten bei dem ins Recht gefassten Arzt wirke sich insoweit aus, als die (tieferen) veranlassten Kosten nicht, die (höheren) direkten Kosten hingegen grundsätzlich im vollen Umfang in die Rückerstattung einbezogen würden. Das führe im Lichte der erwähnten (in E. 2.3 des angefochtenen Entscheids dargelegten) Gerichtspraxis zu einer Ungleichbehandlung unter den zur Rückerstattung verpflichteten Ärzten, wenn die veranlassten Medikamentenkosten von selbstdispensierenden Ärzten unter dem Indexwert von 100 (Durchschnittswert des Vergleichskollektivs) lägen.