Citation: 5A_994/2023 E. 5.3

5.3. Die Familienauslagen sind nach Ansicht des Kantonsgerichts seit 2015 über die F.________ AG abgerechnet und dort auf ein Kontrollkonto des Beschwerdeführers verbucht worden. Seit 2016 würden die aufgelaufenen Auslagen auf ein Kontokorrentkonto des Beschwerdeführers bei der G.________ AG und seit 2018 bei der E.________ AG umgebucht. Auf die entsprechende Darlehensforderung werde am Jahresende jeweils der Zins dazugeschlagen und zumindest teilweise werde die Forderung mit dem Nettolohn des Beschwerdeführers verrechnet. Hierbei handle es sich um ein Inhaberkontokorrent, das solange unproblematisch sei, als marktübliche Bedingungen vorlägen. Sei das Kontokorrent dagegen simuliert, namentlich weil es an der Bonität des Darlehensnehmers fehle, weil das Darlehen nicht zurückgezahlt werden könne, keine Zinsen bezahlt und diese nur zur Darlehenssumme geschlagen würden, der Unternehmenszweck nicht die Gewährung von Darlehen umfasse oder weil schriftliche Vertragsdokumente und marktübliche Sicherheiten fehlten, liege eine geldwerte Leistung und eine verdeckte Gewinnausschüttung vor. Da das effektive Einkommen des Beschwerdeführers nicht zur Finanzierung des ehelichen Standards ausreiche und ein hypothetisches Einkommen nicht angerechnet werden könne, rechtfertige es sich, auf die Privatbezüge als Mindesteinkommen abzustellen. Ab 2018 hätten die Aktionärsdarlehen über Fr. 9 Millionen und die Schuldzinsen Fr. 300'000.-- betragen. Letztere hätten das steuerbare Einkommen des Beschwerdeführers gesenkt und zu einer erheblichen Steuerersparnis geführt. Es frage sich, ob die zur Steueroptimierung dienenden Darlehen nicht teilweise simuliert seien. Die steuerrechtliche Beurteilung könne aber offen bleiben. Jedenfalls bezwecke die F.________ AG keine Darlehensgewährung, leiste der Beschwerdeführer keine regelmässigen Amortisationen, würden Zinsen lediglich zur Darlehenssumme dazugeschlagen und existierten soweit ersichtlich keinerlei Sicherheiten. Für das Eheschutzverfahren rechtfertige es sich jedenfalls auf Privatbezüge von zumindest Fr. 71'300.-- im Monat abzustellen, wie sie zwischen 2015 und 2017 nachweislich mindestens getätigt worden seien. Mit diesem Einkommen verblieben dem Beschwerdeführer ausreichend Mittel, um seinen Bedarf zu decken.