Citation: 2C_77/2017 E. 4.5

4.5. Unter den Begriff der Zinsen aus Guthaben nach § 29 Abs. 1 lit. a StG/AG und Art. 20 Abs. 1 lit. a DBG werden im Sinne des subjektiven Herkunftsprinzips sämtliche geldwerten Leistungen des Schuldners an den Gläubiger eines Guthabens subsumiert, die keine Tilgung des Guthabens bewirken (Urteil 2A.203/2006 vom 17. Oktober 2007 E. 3.1 in: ASA 77 S. 546, StR 63/2008 S. 40; HANS-JÖRG MÜLLHAUPT, in: Klöti-Weber/Siegrist/Weber [Hrsg.], Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 4. Aufl. 2015, N. 6 zu § 29 StG/AG; YVES NOËL, in: Commentaire Romand, LIFD, 2. Aufl. 2017, N. 12 zu Art. 20 DBG). Es ist zwar typisch, dass sich Zinsen in Prozent der Kapitalsumme bemessen. Jedoch können auch Leistungen, deren Umfang von anderen Faktoren abhängt (z.B. Gewinn oder Umsatz des Schuldners), als Zinsen aus Guthaben im Sinne der genannten Bestimmungen steuerlich erfasst werden (HANS-JÖRG MÜLLHAUPT, in: Klöti-Weber/Siegrist/Weber [Hrsg.], Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 4. Aufl. 2015, N. 9 zu § 29 StG/AG).