Citation: 5A_376/2024 E. 3

Das Obergericht hat erwogen, für die Durchführung des summarischen Konkursverfahrens sei insgesamt mit Kosten von rund Fr. 232'500.-- zu rechnen, nämlich Lagerkosten für die Konkursakten von Fr. 2'500.--, Verfahrenskosten von Fr. 50'000.--, Masseverbindlichkeiten von Fr. 45'000.-- und Kosten von Fr. 135'000.-- für den Beizug einer deutschen Anwaltskanzlei. Dem stünden freie Aktiven von Fr. 130'000.-- gegenüber (Fr. 100'000.-- Wertschriften, Guthaben und sonstige Ansprüche; Fr. 30'000.-- Mietzinseinnahmen). Nicht als frei verfügbare Aktiven hat das Obergericht insbesondere die Grundstücke in Deutschland erachtet, da gemäss den Sachwalterberichten und bisherigen Urteilen die Grundstücke überbewertet und überschuldet seien und auch völlig offen und nur schwer abschätzbar sei, ob aufgrund von Bürgschaftszahlungen dereinst Verwertungserlöse erzielt werden könnten. Der nicht gedeckte Teil der Kosten betrage somit rund Fr. 100'000.--, weshalb der Kostenvorschuss einstweilen in dieser Höhe festzusetzen sei. Das Konkursamt könne sich die Nachforderung weiterer Kostenvorschüsse vorbehalten. Das Obergericht hat sodann erwogen, da nur die Beschwerdeführerinnen Beschwerde erhoben hätten und der Beschwerde aufschiebende Wirkung erteilt worden sei, habe das Konkursamt nur den Beschwerdeführerinnen Frist zur Leistung eines Vorschusses in der Höhe von Fr. 100'000.-- anzusetzen (unter Hinweis auf BGE 130 III 90 E. 4).