Citation: 4A_556/2021 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer vermag keine Verletzung von Art. 56 ZPO darzutun. Er übergeht, dass seine Vorbringen zur Frage, ob die eingeklagten Forderungen vollumfänglich vom Vertrag gedeckt seien, nicht lückenhaft waren, sondern dass er gemäss den für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen gar keine diesbezüglichen Ausführungen gemacht hat. Wie die Vorinstanz ohne Verletzung von Bundesrecht erwog, durfte von ihm im erstinstanzlichen Verfahren (auch als nicht anwaltlich vertretener Laie) erwartet werden, dass er seine Auffassung kund tut, wonach nicht sämtliche Kosten- und Entschädigungsfolgen durch den Prozessfinanzierungsvertrag abgedeckt seien. Von ihm hätte erwartet werden dürfen, dass er im erstinstanzlichen Verfahren zumindest geltend macht, dass er in diesem Sinne das Ausmass seiner Zahlungspflicht bestreitet. Dies wäre auch ohne vertiefte Ausführungen zur eigentlichen Auslegung des Prozessfinanzierungsvertrags bzw. dessen Modifikation möglich gewesen. Er macht in seiner Beschwerde denn auch selbst geltend, dass in Ziffer 7 der Klage von der Beschwerdegegnerin ausgeführt worden sei, er habe sich (durch die Modifikation des Prozessfinanzierungsvertrags) neu verpflichtet, sämtliche angefallene Kosten und auch die Kosten der Beschwerde an das Bundesgericht zu bezahlen. Damit musste ihm klar sein, dass er diese Aussage bestreiten musste. Seine Aussage, er hätte mangels expliziter Aussage keine Chance gehabt, die Interpretation des (modifizierten) Prozessfinanzierungsvertrags durch die Beschwerdegegnerin zu bestreiten, ist somit unbegründet. Der Umstand, dass er die Abweisung der Klage beantragte, reicht für die Annahme einer diesbezüglich (unvollständigen) Bestreitung jedenfalls nicht. Damit geht auch sein Vorwurf fehl, die Vorinstanzen hätten das Ziel einer materiell sachgerechten Erledigung des Rechtsstreits vereitelt. Nicht einschlägig sind daher auch seine Ausführungen, wonach es noch diverse vorgeschaltete Wege gegeben hätte, Treu und Glauben im Prozess bzw. Art. 56 ZPO wenigstens im Ansatz nachzukommen, zumal es diesbezüglich auch an der Erschöpfung des materiellen Instanzenzugs fehlt (vgl. BGE 143 III 290 E. 1.1). Unbegründet ist nach dem Gesagten schliesslich auch sein Einwand, dass die Erstinstanz unabhängig von seinem Verzicht eine Hauptverhandlung hätte durchführen müssen. Zusammenfassend hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, indem sie eine Verletzung der gerichtlichen Fragepflicht (Art. 56 ZPO) durch die Erstinstanz verneinte.