Citation: 1C_562/2023 E. 3.4.4

3.4.4. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, verneinte der Beschwerdeführer bis zum Zeitpunkt, als er am 28. Januar 2021 vom SEM mit seiner Vaterschaft konfrontiert wurde, dass er seiner Ehefrau untreu gewesen sei oder eine Beziehung mit einer anderen Frau führe. Das diesbezüglich pauschale Abstreiten durfte die Vorinstanz als unglaubhaft einstufen. Erst auf behördlichen Vorhalt hin hat der Beschwerdeführer eingeräumt, Vater von zwei ausserehelichen Kindern zu sein. Die Vorinstanz hat somit zu Recht festgehalten, ein solches zielgerichtetes, sich am Wissensstand der Behörden orientierendes Aussageverhalten sei als (weiteres) klares Indiz gegen das Bestehen einer Ehegemeinschaft im Sinne von Art. 27 Abs. 1 aBüG zu werten.