Citation: 8C_403/2023 E. 5.4

5.4. Wie bereits dargelegt, wird in der Stellungnahme der estimed die unterschiedliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im neuropsychologischen Teilgutachten und in der Konsensbeurteilung damit erklärt, dass sich die Einschätzung in letzterer, ohne dies im Gutachten ausdrücklich zu erwähnen, an den "Leitlinien für die neuropsychologische Begutachtung" der SVNP orientiert habe. Besagte Leitlinien würden der leichten bis mittelgradigen kognitiven Störung der Beschwerdeführerin die letztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit von 30 bis 50 % zuordnen. Soweit das kantonale Gericht dies als nachvollziehbar und schlüssig erachtete, vermag die Beschwerdeführerin keine Verletzung von Bundesrecht aufzuzeigen. Ihr ist insofern beizupflichten, als nicht unmittelbar einsichtig ist, weshalb die Leitlinien der SVNP nicht bereits im neuropsychologischen Teilgutachten berücksichtigt wurden. Inwiefern dieser Umstand jedoch Zweifel an der Beweiskraft der Konsensbeurteilung begründen soll, ist nicht erkennbar. Unbehelflich sind sodann die laienmedizinischen Überlegungen der Beschwerdeführerin, weshalb die Beurteilung im neuropsychologischen Teilgutachten - entgegen der abschliessenden Einschätzung der neuropsychologischen Gutachterinnen in der Konsensbeurteilung - die überzeugendere sein soll. Auf eine nähere Erörterung kann diesbezüglich ebenso verzichtet werden wie hinsichtlich der allgemeinen Darlegungen in der Beschwerde zur rechtsprechungsgemässen Aufgabenverteilung zwischen Rechtsanwender und Arztperson.