Citation: 8C_792/2019 E. 4.3

4.3. Damit hat das kantonale Gericht Bundesrecht verletzt, als es jeglichen Umschulungsanspruch des Versicherten aufgrund zeitlicher Unangemessenheit verneinte. Die Beschwerde ist demgemäss teilweise gutzuheissen und die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese einen Umschulungsanspruch - insbesondere einen Anspruch auf eine weniger als vier Jahre dauernde Massnahme - des Versicherten neu prüfe. Dabei wird sie zu beachten haben, dass es einerseits in der Tat zu kurz greift, einen solchen Anspruch einzig mit dem Hinweis auf die volle Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit zu verneinen. Andererseits ist aber entgegen den bundesrechtswidrigen Erwägungen der Vorinstanz auch daran zu erinnern, dass der Umschulungsanspruch grundsätzlich eine Mindesterwerbseinbusse von rund 20 % in den für die versicherte Person ohne zusätzliche Ausbildung offenstehenden, noch zumutbaren Erwerbstätigkeiten voraussetzt (vgl. E. 3.1 hievor). Soweit weitergehend ist die Beschwerde abzuweisen.