Citation: 2P.90/2006 13.07.2006 E. A

A.________ und B.________ errichteten in den Jahren 1988 bis 1991 in R.________ die Terrassenüberbauung "S.________". Die Gemeinde stellte am 28. Juli 1994 A.________, der das Baugesuch eingereicht hatte, die Gebühren für Bauwasser, Wasseranschluss und Kanalisationsanschluss im Betrag von insgesamt Fr. 59'091.90 in Rechnung. Dieser übergab die Rechnung dem Vertreter der Stockwerkeigentümerschaft "S.________", welche die Bezahlung ablehnte. Die anschliessend von der Gemeinde gegen A.________ eingeleitete Betreibung blieb ohne Erfolg und endete mit der Ausstellung eines Verlustscheines. Auch eine der Stockwerkeigentümerschaft von der Gemeinde am 17. März 1995 direkt zugestellte Rechnung blieb unbezahlt. Die letzten im Eigentum von A.________ und B.________ verbliebenen Stockwerkeinheiten wurden am 27. Oktober 1995 im Grundpfandverwertungs- bzw. Konkursverfahren gegen diese beiden öffentlich versteigert. Eine erneute Betreibung von A.________ im Jahr 2000 endete wiederum mit einem Verlustschein. Am 3. Oktober 2003 stellte die Gemeinde den einzelnen Stockwerkeigentümern die ausstehende Kanalisationsanschlussgebühr von insgesamt Fr. 43'863.40 entsprechend ihren Eigentumsanteilen in Rechnung; auf die Erhebung eines Verzugszinses wurde verzichtet. Eine von den Stockwerkeigentümern dagegen gerichtete Beschwerde wies der Staatsrat des Kantons Wallis am 26. Oktober 2005 ab. Gegen diesen Entscheid wandten sich einige der Stockwerkeigentümer an das Kantonsgericht Wallis, welches ihre Beschwerde mit Urteil vom 17. Februar 2006 abwies, soweit es darauf eintrat.