Citation: 5A_561/2024 E. 4.2

4.2. Mit der Erwägung der Vorinstanz, er habe sich nicht genügend mit dem erstinstanzlichen Entscheid auseinandergesetzt, ist der Beschwerdeführer nicht einverstanden. Er habe insbesondere gerügt, dass es widersprüchlich sei, zu behaupten, dass die Kommunikation funktioniere und gleichzeitig zu sagen, dass es eine Drittperson zur Kommunikation benötige. Zur Beseitigung des Elternkonflikts sei die Beistandschaft das falsche Instrument und nicht verhältnismässig; sie diene in keiner Weise dem Kindeswohl, sondern als Instrument für weitere Anschuldigungen. Dafür, dass die Übergaben problematisch seien, lägen keine Beweise im Recht. Es sei willkürlich, von sich aus auf eine problematische Übergabe zu schliessen und deshalb eine Beistandschaft zu errichten, anstatt beispielsweise eine Übergabebegleitung. Ein Beistand sei weder in der Lage, einen Elternkonflikt zu beseitigen noch problematische Übergaben zu verhindern. Dafür bedürfe es einer Mediation bzw. einer Übergabebegleitung. Indem die Vorinstanz diese beiden Massnahmen aber nicht als notwendig angesehen habe, widerspreche sie ihrer eigenen Argumentation und entscheide willkürlich (Art. 9 BV). Die Vorinstanz stütze sich auf verallgemeinerte Annahmen über die Auswirkungen von Elternkonflikten, ohne nachzuweisen, dass die vorgeschlagene Intervention (Familienbegleitung) die anstehenden spezifischen Probleme effektiv angehen würde. Sie habe keine Alternativen oder weniger einschneidende Massnahmen geprüft. Die Entscheidung der Vorinstanz, eine sozialpädagogische Familienbegleitung anzuordnen, sei nicht gerechtfertigt, führe zu einer Mehrbelastung des Beschwerdeführers und zudem fehlten konkrete Anhaltspunkte für die Erforderlichkeit oder Wirksamkeit. Der Entscheid sei willkürlich.