Citation: 4A_478/2023 E. 3

Die Beschwerdeführerin macht Schadenersatz aus Vertragsverletzung geltend, wobei unbestritten ist, dass ein Auftragsverhältnis vorlag. Wenn die Beschwerdegegnerin sie richtig beraten hätte, hätte sie entweder bei ihrer alten Versicherung (der Zürich) einen Anspruch aus der Covid-bedingten Betriebsschliessung gehabt oder bei der neuen Versicherung (der Helvetia) eine Zusatzversicherung für dieses Risiko abgeschlossen und ein Vergleichsangebot der Helvetia erhalten und angenommen. Den durch die fehlerhafte Beratung verursachten Schaden beziffert die Beschwerdeführerin auf mindestens Fr. 103'125.--. Streitig ist, ob sie diesen Schaden bzw. die Anspruchsvoraussetzungen genügend substanziiert hat. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe Art. 55 ZPO verletzt, indem sie substanziierte Behauptungen zum Schaden verlangt habe.