Citation: 5C.275/2001 20.06.2002 E. 1

1.- a) In seinem ersten Rechtsbegehren richtet sich der Kläger nur gegen Ziff. 1, 3 und 4 des Urteils des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz, was darauf schliessen lassen könnte, die Abweisung seines Teilungsbegehrens durch das Kantonsgericht sei nicht Gegenstand der Berufung. In einem zweiten Begehren verlangt er aber die Bestätigung des Vorurteils des Bezirksgerichts March, in welchem er als Erbe angesehen und seine Aktivlegitimation für das Teilungsbegehren bejaht worden ist. Ziff. 2 des Urteils des Kantonsgerichts muss deshalb implizit als mitangefochten gelten. b) In formeller Hinsicht führt der Kläger aus, das angefochtene Urteil stelle einen Zwischenentscheid gemäss Art. 50 Abs. 1 OG dar. Mit Gutheissung der Berufung könne sofort ein Endentscheid herbeigeführt werden, da er als Erbe einen unbestrittenen Zuweisungsanspruch hätte und sich ein aufwändiges Beweisverfahren erübrigen würde. Der Beklagte Nr. 1 stellt sich auf den Standpunkt, kantonal sei mit einem Vor- oder Zwischenentscheid lediglich über die Aktivlegitimation des Klägers entschieden worden. Da er mit Widerklage die Zuteilung des Grundstücks an sich selbst verlangt habe, könnte das Bundesgericht auch bei Bejahung der Erbenqualität des Klägers kein Endurteil herbeiführen, weshalb die Voraussetzungen von Art. 50 Abs. 1 OG nicht gegeben seien. Der angefochtene Entscheid beantwortet nicht bloss eine einzelne Vorfrage, wie dies der erstinstanzliche Richter durch Bejahung der Aktivlegitimation des Klägers getan hat; vielmehr verneint es den Teilungsanspruch des Klägers definitiv. Es handelt sich deshalb um ein Teilurteil. Weil die Streitlage zwischen den Parteien nicht definitiv bereinigt wird, stellen Teilurteile keine Endentscheide im Sinne von Art. 48 Abs. 1 OG dar (BGE 123 III 140 E. 2a S. 141) und sind im Grundsatz nicht anfechtbar, weil sich das Bundesgericht mit dem gleichen Rechtsstreit nur einmal beschäftigen soll. Die Praxis lässt ausnahmsweise eine selbständige Anfechtung zu, wenn die davon erfassten Begehren zum Gegenstand eines gesonderten Prozesses hätten gemacht werden können, ihre Beurteilung für den Vollentscheid von präjudizieller Bedeutung ist und durch die vorgezogene Anfechtung ein so bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart werden kann, dass sich die gesonderte Anrufung des Bundesgerichts rechtfertigt (BGE 123 III 140 E. 2a S. 141; 124 III 406 E. 1a S. 409 f.). c) Im vorliegenden Fall sind die genannten Voraussetzungen nicht gegeben; namentlich ist nicht ersichtlich, inwiefern ein bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten erspart werden könnte. Unter Berufung auf die Meinung Beeler (Bruno Beeler, Bäuerliches Erbrecht, Diss. Zürich 1998, S. 151 und 333) hat der Kläger bereits vor erster Instanz den Eventualstandpunkt vertreten, er habe auch als Vermächtnisnehmer einen Zuweisungsanspruch. Die erste Instanz hat auf die entsprechende Kontroverse in der Literatur hingewiesen, jedoch über den Eventualstandpunkt nicht entschieden. Das Kantonsgericht hat in seinen Erwägungen zum weiteren Prozessverlauf ausgeführt, die Vorinstanz werde darüber noch zu entscheiden haben. Diese Tatsache spiegelt sich zwar nicht im Dispositiv, aber es ist davon auszugehen, dass das Bezirksgericht March in einem nächsten Schritt über diese Frage materiell zu entscheiden haben wird. Da sie rechtlicher Natur ist, kann sie ohne grossen Zeitaufwand und insbesondere ohne Beweisverfahren entschieden werden. Es würde sich nicht rechtfertigen, jetzt das Teilurteil zu überprüfen, wenn die kantonalen Instanzen noch über diesen Eventualstandpunkt zu entscheiden haben.