Citation: 4D_93/2017 E. 2.2.4

2.2.4. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist schliesslich auch das Ergebnis, dass ihr Aufwand nicht vergütet wird, nicht willkürlich. Der in diesem Zusammenhang vorgebrachte Einwand der Beschwerdeführerin, es sei für Anwältinnen unzulässig, eine Beteiligung am Prozessgewinn als Ersatz für das Honorar zu vereinbaren (vgl. dazu BGE 143 III 600 E. 2), verfängt nicht. Denn sie behauptet nicht, über ein Anwaltspatent zu verfügen. Für den zwischen den Parteien zustande gekommenen einfachen Auftrag gilt, dass eine Vergütung nur geschuldet ist, wenn sie verabredet oder üblich ist (Art. 394 Abs. 3 OR). Die Parteien vereinbarten zwar eine Vergütung, doch machten sie gemäss Feststellung der Vorinstanz zum Prozesssachverhalt den Bestand oder zumindest die Fälligkeit dieser Forderung in zulässiger Weise von einer Bedingung (Art. 151 OR), nämlich dem Erfolg der Haftbeschwerde abhängig. Mangels Eintritts der Bedingung ging die Vorinstanz zutreffend davon aus, die Vergütung sei nicht geschuldet bzw. nicht fällig.