Citation: 5C.166/2000 20.07.2001 E. 5

5.- Der Kläger bringt verschiedentlich vor, das angefochtene Urteil verletze verfassungsmässige sowie in der EMRK garantierte Rechte. Soweit diese Rügen darauf hinauslaufen, Bundeszivilrecht sei nicht verfassungs- bzw. konventionskonform ausgelegt worden, können sie im Berufungsverfahren erhoben werden (vgl. BGE 71 II 191 E. 1 S. 192; 80 II 26 E. 6b-c S. 41 ff.; 95 II 481 E. 7 S. 492 ff.; 111 II 209 E. 3c S. 213 f.; 118 II 249 E. 2 S. 251; 123 III 445 E. 2b/bb S. 449; Entscheid des Bundesgerichtes vom 30. Oktober 1997 i.S. F., E. 1c, publiziert in: Medialex 1998 S. 52). a) In Bezug auf Art. 8 Abs. 1 EMRK begnügt sich der Kläger damit, darzulegen, in welchem Umfang diese Norm den Schutz der Privatsphäre verwirklicht. Es ist fraglich, ob und inwieweit diese Bestimmung im Rahmen eines zivilrechtlichen Streites zwischen Privaten überhaupt noch zum Zuge kommen kann (vgl. dazu Villiger, a.a.O., N. 177 f.), stellen doch gerade die Art. 28 ff. ZGB die zivilrechtliche Konkretisierung von Art. 8 Abs. 1 EMRK dar (Botschaft über die Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 5. Mai 1982, BBl 1982 II S. 684 f. Ziff. 42; Entscheid des Bundesgerichtes vom 31. Januar 1995 i.S. A., E. 4b, publiziert in: EuGRZ 1996 S. 329). Folglich ist mit den obigen Erwägungen, ob die Vorinstanz Art. 28 ff. ZGB verletzt hat (E. 2-4), gleichzeitig auch der ins Privatrecht umgesetzte Teilgehalt von Art. 8 Abs. 1 EMRK geprüft worden. Damit ist nicht ersichtlich und der Kläger tut nicht dar, inwiefern aufgrund einer selbständigen Anrufung von Art. 8 Abs. 1 EMRK zusätzliche, bisher unbeachtet gebliebene Gesichtspunkte in Erwägung zu ziehen wären. b) Dasselbe gilt für die weiteren Rügen, die vorinstanzliche Auslegung von Art. 28 ZGB verstosse gegen Art. 7, Art. 10 Abs. 2 sowie Art. 13 Abs. 1 und 2 BV. Mit diesen Vorbringen, mit denen eine verfassungswidrige Auslegung von Art. 28 ZGB behauptet wird, werden keine Gesichtspunkte geltend gemacht, die nicht schon im Rahmen der privatrechtlichen Rechtsanwendung und Interessenabwägung berücksichtigt worden sind. Vielmehr beschränkt sich der Kläger darauf, erneut ins Feld zu führen, die von der Vorinstanz vorgenommene Einreihung seiner Person im Zwischenbereich von absoluter und relativer zeitgeschichtlicher Person sei unzutreffend. Dieses Vorbringen ist aber bereits umfassend bei der Prüfung der vorinstanzlichen Anwendung von Art. 28 ZGB behandelt worden, so dass an dieser Stelle nicht nochmals darauf eingegangen werden muss. Schliesslich kommt auch die Heranziehung des verfassungsrechtlichen Gleichbehandlungsgebotes (Art. 8 Abs. 1 BV) und des Willkürverbotes (Art. 9 BV) einer unnötigen Wiederholung seiner Kritik gleich, die er bereits in Zusammenhang mit der vorinstanzlichen Rechtsanwendung erhoben hat (vgl. E. 2-4).