Citation: 6B_1233/2015 E. 4.2.2

4.2.2. Die Vorinstanz verletzt ihr Ermessen auch, soweit sie die Tatkomponenten hinsichtlich des versuchten Betruges als mittelschwer verschuldenserhöhend einstuft. Dies gilt zunächst, soweit sie "aus dem Ausmass des verschuldeten Erfolgs" auf ein schweres Verschulden schliesst (angefochtenes Urteil S. 19). Der Deliktsbetrag ist indes, wie die Vorinstanz selbst einräumt, in Wirklichkeit nicht realisiert worden. Die Tat ist vielmehr im Stadium des Versuchs stecken geblieben, wobei die Vorinstanz explizit zum Schluss gelangt, eine Schädigung der Versicherung habe nicht besonders nahe gelegen. Die Würdigung der Tatkomponenten beim Betrug ist bei dieser Sachlage nicht nachvollziehbar. Es trifft zwar zweifellos zu, dass Versicherungsleistungen von bis zu Fr. 700'000.-- (vgl. Urteil der Vorinstanz vom 14. November 2013 E. 7.3.3) in ihrem Ausmass beträchtlich sind. Doch ist der Deliktsbetrag - wenn auch ein wichtiger - keineswegs ein vorrangiger strafzumessungsrelevanter Faktor (Urteil 6B_157/2014 vom 26. Januar 2015 E. 3.2). Es kann für die Würdigung des Verschuldens mithin nicht allein auf die Höhe des angestrebten Deliktsbetrages abgestellt werden. Im Vordergrund steht im vorliegenden Kontext, in welchem Ausmass die Versicherung als Täuschungsopfer tatsächlich gefährdet war, einen Schaden zu erleiden. Diese Gefahr war im zu beurteilenden Fall offensichtlich gering. Das ergibt sich, wie auch die Vorinstanz einräumt, ohne weiteres aus den offenkundigen, angesichts des Umstands, dass die Täter Einbruchspuren an einer nicht verschlossenen Türe vortäuschten, eher unbeholfenen Vertuschungsbemühungen. Wie das Bundesgericht in seinem Rückweisungsentscheid festgehalten hat, ist eine straferhöhende besondere Hinterhältigkeit nicht erkennbar (Rückweisungsentscheid E. 2.4, 4. Absatz). Zudem berücksichtigt die Vorinstanz in diesem Zusammenhang nicht hinreichend, dass der Beschwerdeführer lediglich im Umfang von Fr. 15'000.-- an den vom Mitangeklagten Y.________ angestrebten Versicherungsleistungen hätte profitieren sollen. Seine Rolle und sein Tatbeitrag erscheinen bei angemessener Berücksichtigung dieses Umstands in einem deutlich milderen Licht. Dass die Tat grundsätzlich vermeidbar war, hat demgegenüber keine eigenständige Bedeutung. Wesentlich ist, dass der Entscheidungsspielraum aufgrund der anerkannten finanziellen Probleme und der untergeordneten Stellung des Beschwerdeführers jedenfalls eingeschränkt war. Die Wertung des verschuldeten Erfolgs als schweres Verschulden sowie der Vortäuschung eines Einbruchdiebstahls durch die Verwüstung der Büroräumlichkeiten als leicht verschuldenserhöhend (angefochtenes Urteil S. 19), verletzt daher Bundesrecht. Daran ändert auch die Würdigung als mittelgradig verschuldensmindernd nichts, dass es hinsichtlich des Betruges beim Versuch geblieben ist (angefochtenes Urteil S. 20), zumal die Vorinstanz insgesamt immer noch von einer mittelschweren Erhöhung des Verschuldens ausgeht (angefochtenes Urteil S. 20). In Bezug auf die Beweggründe fällt zudem auf, dass die Vorinstanz das egoistische Motiv, nämlich das Handeln zum Zwecke der Geldbeschaffung, bereits im Kontext der Brandstiftung als verschuldenserhöhend gewürdigt hat. Soweit dieses Kriterium überhaupt ein zweites Mal berücksichtigt werden dürfte, wären auch hier die Schulden des Beschwerdeführers und das Loyalitätsverhältnis zum Mitangeklagten Y.________ zu berücksichtigen. Schliesslich misst die Vorinstanz dem Umstand deutlich zu wenig Gewicht bei, dass die Beteiligung des Beschwerdeführers beim versuchten Versicherungsbetrug nur marginal war, auch wenn er vom Bezirksgericht nicht wie angeklagt als Gehilfe, sondern als Mittäter beurteilt wurde (erstinstanzliches Urteil S. 19 f.). Die Tatbeiträge des Beschwerdeführers haben sich im Wesentlichen auf das Beschaffen des Benzinkanisters und dessen Deponierung in den Geschäftsräumlichkeiten der A.________ beschränkt. An der Begehung des versuchten Versicherungsbetruges war er nicht aktiv beteiligt. Unbeachtlich ist demgegenüber, was der Beschwerdeführer zur Strafzumessung für seine Mittäter ausführt. Zu beurteilen ist nur die gegen ihn ausgesprochene Strafe. Ob die Mittäter im Vergleich zu ihm zu milde bestraft wurden bzw. ob für sie nicht eine strengere Strafe angemessen gewesen wäre, bildet nicht Gegenstand der Beurteilung.