Citation: 2C_522/2024 E. 5.7

5.7. Soweit der Beschwerdeführer schliesslich sinngemäss geltend macht, die Annahme eines Interessenkonflikts erschwere oder verunmögliche die Darlehensdurchsetzung der E.________ AG, kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten. Die E.________ AG hatte Kenntnis der Doppelrolle von B.________. Wie der Beschwerdeführer selbst einräumt, wäre es ohne das langjährige Vertrauensverhältnis zwischen Rechtsanwalt B.________ und seinem Klienten nicht zu einem Darlehensvertrag gekommen. Es war für alle Beteiligten vorhersehbar, dass die Interessen kollidieren würden, sobald bei der Rückzahlung des Darlehens Differenzen auftreten. Die Durchsetzung der Darlehensforderung der E.________ AG wird im Übrigen auch nicht verunmöglicht. Durch den Beizug von unbeteiligten Anwältinnen und Anwälten könnte die E.________ AG die Situation entschärfen, wobei an dieser Stelle offenbleiben kann, wie diese Konstellation anwaltsrechtlich mit Blick auf die Rolle von Rechtsanwalt B.________ zu beurteilen ist.