Citation: 4A_661/2018 E. 2.3.3

2.3.3. Es kann offen bleiben, inwieweit sich eine richterliche Fragepflicht, wie sie die Beschwerdeführerin postuliert, aus dem verfassungsrechtlichen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) ableiten lässt (vgl. auch Urteile 4D_101/2014 vom 20. Mai 2015 E. 2.2; 4A_330/2010 vom 9. August 2010 E. 2.2). Ihre Rügen verfangen nämlich bereits aus folgenden Gründen nicht: Gemäss den obergerichtlichen Ausführungen, auf welche die Beschwerdeführerin im Wesentlichen verweist, könne "bestenfalls mittels Interpretation und Ergänzung" die Sachdarstellung hergeleitet werden, die Beschwerdegegnerin habe bereits bei Entgegennahme des Betrags von EUR 8'853.23 die (für den Tatbestand des Betrugs relevante) Absicht gehabt, das Begehren um Verwertungsaufschub wieder zurückzuziehen. Die Vorinstanz äusserte sich im Folgenden nicht dazu, ob auf diese "Interpretation und Ergänzung" abzustellen ist. Sie führte vielmehr aus, die Beschwerdegegnerin habe das Begehren um Verwertungsaufschub nicht selbst zurückgezogen, sodass - ohnehin - zusätzlich hätte behauptet werden müssen, die Beschwerdegegnerin habe den Rückzug des Begehrens in Absprache mit der Bank C.________ geplant. Eine dahingehende Behauptung habe die Beschwerdeführerin im erstinstanzlichen Verfahren aber nicht aufgestellt, sondern im Gegenteil vorgebracht, es bleibe unklar, ob die Beschwerdegegnerin Kenntnis von den Absichten der Bank C.________ gehabt habe. Auch eine diesbezügliche, an der Hauptverhandlung erfolgte Präzisierung der Beschwerdeführerin habe sich einzig auf ein Zusammenwirken der beiden Banken zu einem späteren Zeitpunkt (betreffend die Bestreitung des Rückforderungsanspruchs) bezogen. Diese Feststellung zum Prozesssachverhalt rügt die Beschwerdeführerin nicht als willkürlich. Wenn aber die Beschwerdeführerin selbst ausdrücklich einräumte, der Sachverhalt sei unklar, verletzte es jedenfalls nicht den verfassungsrechtlichen Gehörsanspruch, wenn ihr keine Gelegenheit zur Klarstellung und zur Ergänzung gegeben wurde. Die Vorinstanz erwog im Übrigen weiter, die Beschwerdeführerin habe in tatsächlicher Hinsicht auch nichts zur von Art. 146 StGB geforderten Arglist der Täuschung ausgeführt. Die Beschwerdeführerin setzt sich mit diesem Argument nicht auseinander und legt insbesondere nicht dar, was sie im erstinstanzlichen Verfahren - wäre ihr Gelegenheit zur Klarstellung und zur Ergänzung gegeben worden - zu diesem Tatbestandsmerkmal hätte (schlüssig) behaupten wollen (vgl. Urteil 4A_27/2018 vom 3. Januar 2019E. 3.2.4 mit Hinweis). Zwar bringt sie in anderem Zusammenhang vor, ihr seien falsche Tatsachen vorgespiegelt worden, doch wäre damit allein die Täuschung, nicht aber die Arglist behauptet. Die Kritik der Beschwerdeführerin, ihre verfassungsmässigen Rechte seien verletzt worden, ist auch aus diesem Grund unbegründet.