Citation: 4A_317/2024 E. B

B.a. In ihrem Schlichtungsgesuch beim Friedensrichteramt Kreis II des Kantons Aargau beantragte die Klägerin, dass zu ihren Gunsten aufgrund der Fusion "eine angemessene Ausgleichszahlung" festzusetzen sei. Nach Erhalt der Vorladung zur Schlichtungsverhandlung stellte die Klägerin ein Gesuch um Dispensation vom persönlichen Erscheinen zur Schlichtungsverhandlung. Eine Generalvollmacht mit Vertretungsbefugnis des Sohnes E.________ zugunsten der Klägerin wurde beigelegt. Die Schlichtungsverhandlung fand am 22. September 2022 statt, zu welcher die Klägerin nicht persönlich erschien. Mangels Einigung wurde der Klägerin am gleichen Tag die Klagebewilligung erteilt. B.b. Die Klägerin erhob beim Bezirksgericht Aarau Klage gegen die Beklagte und beantragte im Wesentlichen, die Beklagte sei zu verpflichten, ihr eine angemessene Ausgleichszahlung von mindestens zusätzlich Fr. 9'840.-- pro Anteilsschein und damit insgesamt von Fr. 246'000.-- zu bezahlen. Mit Verfügung vom 30. Januar 2023 wurde das Verfahren auf Antrag der Beklagten auf die Frage der Gültigkeit der Klagebewilligung beschränkt. Mit Replik im beschränkten Verfahren beantragte die Klägerin, die Gültigkeit der Klagebewilligung sei festzustellen und auf die Klage sei einzutreten. B.c. Mit Entscheid vom 26. Oktober 2023 stellte das Bezirksgericht die Gültigkeit der Klagebewilligung fest. Das Obergericht des Kantons Aargau wies die dagegen erhobene Berufung der Beklagten mit Urteil vom 16. April 2024 ab. Zur Begründung führte das Obergericht aus, die Klägerin sei im Zeitpunkt der Schlichtungsverhandlung bereits 81 Jahre alt gewesen, weshalb im Zeitpunkt der Schlichtungsverhandlung ein gesetzlicher Dispensationsgrund (" Alter ") gemäss Art. 204 Abs. 3 lit. b ZPO vorgelegen habe.