Citation: 4A_542/2017 E. 3.2.2

3.2.2. Mit seinem ersten Argument macht der Beschwerdeführer geltend, die Provisionsansprüche seien an ihn abgetreten worden, um seine Tätigkeit als Geschäftsführer der GmbH zu entschädigen, also um die hierfür von der GmbH geschuldete Entschädigung gegenüber ihm zu tilgen. Dass er eine Abtretung zur Tilgung seiner Honoraransprüche für seine Tätigkeit als Geschäftsführer der GmbH prozesskonform behauptet hätte, ist dem angefochtenen Urteil nicht zu entnehmen. Dieses enthält auch keine dahingehenden Sachverhaltsangaben, wie der Beschwerdegegner zutreffend vorbringt. An der einzigen vom Beschwerdeführer zum Nachweis dafür exemplarisch ( "statt vieler") angegebenen Stelle in der Klage behauptete er dies nicht, jedenfalls nicht hinreichend klar. Diese Sachverhaltsergänzung ist daher nicht zu hören (Art. 99 Abs. 1 BGG), womit es der Rüge an der Grundlage fehlt. Der Vorinstanz ist nicht vorzuwerfen, dass sie nicht Ausnahmen prüfte, deren sachverhaltsmässige Grundlagen vom Beschwerdeführer gar nicht erst behauptet wurden. Der Beschwerdeführer argumentiert sodann mit einer Genehmigung durch den Beschwerdegegner und dessen Bruder. Die Vorinstanz hielt dazu - für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG) - fest, der Beschwerdeführer habe das erst im Berufungsverfahren und damit verspätet vorgetragen. Namentlich habe er dies nicht bereits in der Klage an der von ihm angegebenen Stelle behauptet. Der Beschwerdeführer müsste nachweisen, dass diese Feststellungen zum Prozesssachverhalt willkürlich sind. Indem er bloss seine abweichende Ansicht der vorinstanzlichen Feststellung gegenüberstellt, genügt er den Anforderungen an Willkürrügen nicht. Das vorinstanzliche Verständnis der vom Beschwerdeführer angegebenen Stelle in der Klage ist jedoch ohnehin nicht willkürlich. Auf die Ausführungen des Beschwerdeführers zu den beantragten Beweismitteln braucht nicht eingegangen zu werden, da das Beweisverfahren nicht dazu dient, fehlende Behauptungen zu ersetzen (Urteil 4A_696/2016 vom 21. April 2017 E. 4.1.2 mit Hinweis). Dem Vorbringen bezüglich Genehmigung durch Décharge-Erteilung fehlt ebenfalls die sachverhaltsmässige Grundlage. Dass eine Décharge erteilt wurde, wird im angefochtenen Urteil nicht festgestellt, und der Beschwerdeführer weist nicht nach, wo er diese Behauptung prozesskonform eingebracht haben will. Der blosse Hinweis darauf, dass der Beschwerdegegner und dessen Bruder an ihrer Einvernahme eine Décharge-Erteilung erwähnt haben, genügt hierfür nicht.