Citation: 1B_352/2010 13.01.2011 E. 2

2.1 Gemäss Art. 71 BGG i.V.m. Art. 72 BZP (SR 273) entscheidet der Richter bei Gegenstandslosigkeit des Rechtsstreits mit summarischer Begründung über die Prozesskosten aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes. Bei der Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen ist somit in erster Linie auf den mutmasslichen Ausgang des Prozesses abzustellen. Diese Regelung bezweckt, denjenigen, der in guten Treuen Beschwerde erhoben hat, nicht im Kostenpunkt dafür zu bestrafen, dass die Beschwerde infolge nachträglicher Änderung der Umstände abzuschreiben ist, ohne dass ihm dies anzulasten wäre. Bei der Prüfung des mutmasslichen Prozessausgangs ist nicht auf alle Rügen einzeln und detailliert einzugehen. Vielmehr muss es bei einer knappen Beurteilung der Aktenlage sein Bewenden haben (BGE 118 Ia 488 E. 4a S. 494 f. mit Hinweisen). 2.2 Der Beschwerdeführer gibt zu, am 18. September 2010 im Tanzclub mit einer Maschinenpistole zwei Schüsse abgegeben zu haben. Der dringende Tatverdacht der Gefährdung des Lebens wäre damit wohl zu bejahen gewesen. Zum Ablauf der Ereignisse im Tanzclub waren noch verschiedene Fragen ungeklärt. Der Beschwerdeführer machte dazu teilweise schwer nachvollziehbare Aussagen. So will er die Maschinenpistole, mit der er geschossen hat, im Tanzclub zufällig "gefunden" haben. Das Tatgeschehen wurde von mehreren Personen beobachtet, die der Beschwerdeführer zumindest zum Teil kannte. Wie die eingestandene Schussabgabe zeigt, muss bei ihm je nach den Umständen mit der Anwendung bzw. mindestens Androhung von Gewalt gerechnet werden. Darauf lassen auch die Vorstrafen wegen Gewaltdelikten und Widerhandlung gegen das Waffengesetz schliessen. Würdigt man dies gesamthaft, wäre die Auffassung der Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer bei einer Freilassung versucht sein könnte, auf Dritte Einfluss zu nehmen, um sie zu einer für ihn günstigen Aussage zu veranlassen, mutmasslich nicht zu beanstanden gewesen. Damit wäre auch die Kollusionsgefahr zu bejahen gewesen. Die Erwägungen der Vorinstanz zur Verhältnismässigkeit der Haft (angefochtener Entscheid S. 13 f. E. 8) wären wohl ebenso wenig zu beanstanden gewesen. Zwar ist einzuräumen, dass sich die Vorinstanz nicht ausdrücklich zur Frage der Verletzung des Beschleunigungsgebots geäussert hat. Der Beschwerdeführer übergeht jedoch die Rechtsprechung, wonach eine Haftentlassung nur dann in Frage kommt, wenn die Verfahrensverzögerung besonders schwer wiegt und zudem die Strafverfolgungsbehörden erkennen lassen, dass sie nicht gewillt oder nicht in der Lage sind, das Verfahren mit der für Haftfälle verfassungs- und konventionsrechtlich gebotenen Beschleunigung voranzutreiben und zum Abschluss zu bringen (BGE 128 I 149 E. 2.2.1 S. 151 f.). Eine besonders schwerwiegende Verfahrensverzögerung wäre hier offensichtlich zu verneinen gewesen, da nach der am 21. September 2010 erfolgten Anordnung der Untersuchungshaft am 23. und 30. September sowie am 12. Oktober 2010 Einvernahmen mit dem Beschwerdeführer stattfanden und das Bezirksamt am 13. Oktober 2010 das Haftverlängerungsgesuch stellte, welches die Vorinstanz am 24. Oktober 2010 guthiess. Das Verfahren ruhte damit nie in schockierender Weise. Schied eine besonders schwere Verletzung des Beschleunigungsgebots offensichtlich aus, hatte die Vorinstanz auch keinen Anlass, dazu weitere Ausführungen zu machen. Die Beschwerde wäre danach mutmasslich abzuweisen gewesen. Dem Beschwerdeführer, der kein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nach Art. 64 BGG gestellt hat, werden deshalb die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens auferlegt (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG). Eine Parteientschädigung steht ihm nicht zu (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).