Citation: 4C.291/2003 04.02.2004 E. A

A.________ (nachstehend: Bauherr) ist Eigentümer des Grundstückes X.________. Er liess darauf eine Gartenhalle bauen, wobei er den Architekten B.________ (nachstehend: Architekt) mit der Projektierung und Bauleitung beauftragte. Die Baubewilligung vom 9. August 1993 für die Gartenhalle enthielt die Auflage, dass die entlang der Nordgrenze des Grundstücks verlaufende Wasserleitung vor Baubeginn sondiert und deren Schutz mit der Baubehörde abgesprochen werden muss. Der Architekt hat keine Sondierung vorgenommen, da er bei der Errichtung der Gartenhalle eine für die Wasserleitung nicht gefährdende Konstruktionsart wählte. Nachdem die Gartenhalle im Rohbau fertiggestellt war, entschloss sich der Bauherr, den Gartenbereich zwischen einer Stützmauer und dem Wohnhaus zu einem Platz auszuebnen und die Böschung entsprechend abzutragen. Die Ehefrau des Bauherrn hat darüber mit dem Architekten gesprochen und ihn auf den 18. März 1994 zu einem Instruktionsgespräch mit dem Gartenbauer eingeladen. Anlässlich dieses Gesprächs hat der Architekt dem Gartenbauer eine Skizze unterbreitet und die vom Bauherrn bzw. seiner Ehefrau gewünschte Gartengestaltung erklärt. Als der Gartenbauer am folgenden Tag mit einem Bagger im Garten arbeitete, kam es zum Bruch der Wasserleitung und zum Austritt einer bedeutenden Wassermenge, die grossen Schaden anrichtete. Der Bauherr erhob im März 1996 beim Bezirksgericht Zürich Klage gegen den Gartenbauer mit dem Antrag, ihn zur Zahlung von Fr. 488'961.30 nebst 5 % Zins seit 16. Januar 1996 zu verpflichten. Mit Urteil vom 17. Dezember 1997 hiess das Bezirksgericht Zürich die Klage im Betrag von Fr. 472'961.30 nebst 5 % Zins seit 16. Januar 1996 gut. Der Gartenbauer focht dieses Urteil mit Berufung an, welche vom Obergericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 22. April 1999 insoweit gutgeheissen wurde, als es den vom Gartenbauer zu bezahlenden Betrag wegen eines erheblichen Selbstverschuldens des Bauherrn um zwei Drittel auf Fr. 157'653.75 nebst 5 % Zins seit 16. Januar 1996 reduzierte. Auf Berufung beider Parteien hin hat das Bundesgericht diesen Beschluss mit Urteil 4C.233/1999 vom 9. November 1999 bestätigt.