Citation: 6B_173/2022 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz stellt im angefochtenen Urteil E. 12.2 zusammengefasst fest, dass der Beschwerdeführer eine übergeordnete hierarchische Stellung hatte. Die meisten Mittäter seien nur für einzelne Raubüberfälle rekrutiert worden, während er stets teilgenommen habe. Die Vorinstanz glaubt dem Beschwerdeführer nicht, dass er von den Raubüberfällen nichts gewusst habe. Er sei gemäss eigenen Angaben schon 2006 nach Westeuropa gereist mit Russen, die einen Raubüberfall verübt hätten. Daher erachtet es die Vorinstanz als unwahrscheinlich, dass er 2007 drei Mal in Raubüberfälle in Westeuropa involviert war, ohne davon zu wissen. Vielmehr habe der Beschwerdeführer den Mittätern die Tatorte gezeigt und Weisungen erteilt. Die entsprechenden Aussagen der Mittäter seien glaubhaft. Hingegen ist gemäss Vorinstanz nicht einzusehen, weshalb es den Beschwerdeführer als angeblich unwissenden Reisebegleiter überhaupt gebraucht hätte. Zwar habe er ausgesagt, die Mittäter seien derart unbeholfen und unzuverlässig, dass er ihnen als Reisebegleiter zur Seite gestellt worden sei. Wenn dies stimmen würde, so die Vorinstanz, sei nicht einzusehen, wie die Mittäter die Raubüberfälle selbständig hätten verüben können. Zusätzlich wertet die Vorinstanz belastend, dass der Beschwerdeführer 2006 und 2008 nach eigenen Angaben an mindestens zwei weiteren Raubüberfällen in der Schweiz beteiligt gewesen sei. Dies habe er ungefragt ausgesagt. Der Beschwerdeführer sei in der Lage gewesen, die Raubüberfälle auch mehr als zehn Jahre später zeitlich und örtlich relativ genau einzuordnen. Dies lasse keinen Zweifel an seinem Tatwissen. Der Beschwerdeführer habe die Mittäter auf Fotos identifizieren und sie den einzelnen Raubüberfällen zuordnen können. Auf die nachfolgende Frage der Staatsanwaltschaft, ob er mit diesen Raubüberfällen etwas zu tun habe, habe er ausgesagt, es sehe so aus. Diese für den Beschwerdeführer belastende Antwort könne nicht auf Fehler bei der Übersetzung zurückgeführt werden, da die Fragen und Antworten kurz und unmissverständlich gewesen seien. Weiter habe der Beschwerdeführer ausgesagt, seit seiner letzten Haftentlassung in W.________ im Jahr 2014 kriminell aktiv gewesen zu sein, aber nur in W.________. Dort habe er mit Drogen gehandelt. Die Selbstverständlichkeit, mit welcher der Beschwerdeführer vorgetragen habe, dass er seinen Lebensunterhalt mit kriminellen Aktivitäten bestreitet, erstaunt die Vorinstanz. Der Beschwerdeführer habe mehrmals seinen Namen geändert. Die Vorinstanz hebt hervor, dass er den Namen auch im Jahr 2007 ablegte, also zur Zeit der ihm vorgeworfenen Raubüberfälle. Mit den Namenswechseln habe der Beschwerdeführer beabsichtigt, den Behörden den Zugriff auf ihn zu erschweren. Weiter erwähnt die Vorinstanz, dass der Beschwerdeführer mit drei Mittätern in Y.________ kontrolliert wurde; und zwar wegen auffälligen Verhaltens in der Nähe eines Juweliergeschäfts. Die Polizei Z.________ habe den Beschwerdeführer und die drei Mittäter wieder entlassen müssen; dies zwei Tage vor dem ersten Überfall in U.________, an dem genau diese drei Mittäter beteiligt waren. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, der Beschwerdeführer habe gewusst, dass die Reisen nach Westeuropa der Begehung von Raubüberfällen dienten. Er habe sich diesem Vorhaben angeschlossen, wenn er es nicht sogar selbst veranlasst habe. Der Beschwerdeführer habe die erforderlichen Reisedokumente und Flugbillette besorgt, Verpflegung, Unterkunft und Transport in Westeuropa organisiert, die in W.________ rekrutierten Täter die Raubüberfälle verüben lassen und die Beute entgegengenommen. Auf diese Weise habe er das Risiko einer Verhaftung für sich selbst minimiert. Er habe jeweils zwei Autos gemietet, um nicht mit den Mittätern unterwegs zu sein. Während der Raubüberfälle habe er sich abseits der Tatorte aufgehalten, um nicht in flagranti erwischt zu werden. Sodann widmet sich die Vorinstanz den einzelnen Raubüberfällen in U.________ vom 8. März 2007 (angefochtenes Urteil E. 13), in V.________ vom 9. Mai 2007 (angefochtenes Urteil E. 14) und in U.________ vom 5. Dezember 2007 (angefochtenes Urteil E. 15). Darauf kann verwiesen werden.