Citation: 2C_860/2017 E. 4.2

4.2. Grundsätzlich gelten alle Verbindlichkeiten als Einlagen. Die Ausnahmen bestimmen sich - im Hinblick auf die vor dem 1. Januar 2015 abgeschlossene Geschäftstätigkeit der Beschwerdeführerin 2 - im vorliegenden Fall noch nach der bis zum 31. Dezember 2014 gültigen Bankenverordnung vom 17. Mai 1972 (Fassung vom 12. Dezember 1994; aBankV [AS 1995 253]). Die dort in Art. 3a Abs. 3 bzw. Abs. 4 abschliessend aufgezählten Verbindlichkeiten sind keine Einlagen im Sinn von Art. 1 Abs. 2 BankG (BGE 132 II 382 E. 6.3.1 S. 391 f.). Ausgenommen vom Verbot der bewilligungslosen gewerbsmässigen Entgegennahme von Einlagen sind danach Gelder, die eine Gegenleistung aus einem Vertrag auf Übertragung des Eigentums darstellen oder als Sicherheitsleistungen übertragen werden (Art. 3a Abs. 3 lit. a aBankV; OLIVIER ARTER, Bankenaufsichtsrecht in der Schweiz, Bern 2008, S. 92, Ziff. 10.2.2.1.2.1) sowie Anleihensobligationen und andere vereinheitlichte und massenweise ausgegebene Schuldverschreibungen oder nicht verurkundete Rechte mit gleicher Funktion (Wertrechte), wenn die Gläubiger in einem dem Art. 1156 des Obligationenrechts entsprechenden Umfang informiert wurden (Art. 3a Abs. 3 lit. b aBankV; OLIVER ARTER, a.a.O., S. 94 ff., Ziff. 10.2.2.1.2.4).