Citation: 5A_230/2022 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer erachtet Art. 273 ZGB und Art. 9, 11 und 14 BV sowie Art. 8 EMRK als verletzt. Die Kinder und ihr Vater hätten Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr. Seine Bedürfnisse und diejenigen der Kinder seien klar dokumentiert. Die Vorinstanz verstosse gegen Bundesrecht, indem sie bezüglich Angemessenheit nicht einmal eine Prüfung vornehme. Vielmehr werde das geltende Besuchsrecht ohne Begründung als "grosszügig" betitelt, womit eine willkürliche Gewichtung erfolge. Sodann sei die Behauptung, nur das bestehende Besuchsrecht bringe Kontinuität, willkürlich. Es liege auf der Hand, dass länger aneinandergereihte Besuchszeiten der Kontinuität besser dienen würden als ein zerstückeltes Besuchsrecht. Würden die Kinder nicht vom Vater betreut, seien diese ausserdem tagsüber zumeist fremdbetreut. Die Behauptung, wonach ein Ausbau des Besuchsrechts ein Verlust an Kontinuität darstellen würde, sei somit willkürlich und der persönliche Verkehr nicht angemessen geregelt, womit auch gegen Art. 11 und 14 BV sowie Art. 8 EMRK verstossen werde. Gerade im Sinne der Kontinuität sei ein Ausbau des Besuchsrechts im Sinne des gestellten Rechtsbegehrens festzulegen.