Citation: 8C_810/2023 E. 3.3

3.3. Das vorliegende Verfahren betrifft den Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung aufgrund einer Neuanmeldung des Beschwerdeführers. Die Beschwerdegegnerin trat mit Verfügung vom 29. Juni 2023 auf das neue Leistungsbegehren mangels Hinweisen für eine dauerhafte anspruchsrelevante Verschlechterung des Gesundheitszustands nicht ein. Der Beschwerdeführer machte vor Vorinstanz geltend, aus den im Verwaltungsverfahren eingereichten medizinischen Berichten sei eine gesundheitliche Verschlechterung mit möglicher Auswirkung auf den Leistungsanspruch gegenüber der Invalidenversicherung glaubhaft gemacht. So sei er aus kardiologischer Sicht auch in einer angepassten Tätigkeit mittelgradig eingeschränkt und ergäben sich infolge des diagnostizierten Urothelkarzinoms sowie der inzwischen hinzugetretenen reaktiven Arthritis neue relevante Aspekte der Krankengeschichte. Den im kantonalen Verfahren vorgebrachten Einwänden kann nicht von vornherein jegliche Bedeutung abgesprochen werden. Die Argumente waren sachbezogen und für die zu beurteilende Streitfrage grundsätzlich relevant. Wenn die Vorinstanz nach Würdigung der Sach- und Rechtslage zusammenfassend festhielt, die Beschwerdegegnerin sei mangels Glaubhaftmachung einer anspruchsrelevanten Veränderung des Gesundheitszustands zu Recht auf die Neuanmeldung nicht eingetreten und die Beschwerde sei offensichtlich unbegründet, entschied sie damit bereits über die Streitsache, die Gegenstand der öffentlichen Verhandlung hätte bilden sollen. Selbst wenn das kantonale Gericht den entsprechenden Antrag unter Hinweis auf die offensichtliche Unbegründetheit der Beschwerde abwies, ist eine solche im Sinne von E. 3.2.1 hiervor in Anbetracht seiner vorgängigen materiellen Erwägungen jedenfalls nicht so eindeutig, dass deswegen auf die Durchführung einer beantragten öffentlichen Verhandlung verzichtet werden könnte.