Citation: 6B_96/2019 E. 2.1

2.1. Die Beschwerdeführer machen geltend, da der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Ehrverletzungsverfahren in autonomer Auslegung als zivilrechtliche Streitigkeiten qualifiziere, müsse die Beschwerdelegitimation für die effektive Wahrnehmung der aus Art. 8 EMRK folgenden Rechte gewährleistet sein (Beschwerde S. 3 Ziff. 4). Den Beschwerdeführern kann nicht gefolgt werden. Das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren und damit auch die Frage der Legitimation zur Beschwerde in Strafsachen richtet sich nach den Vorschriften des BGG und der diesbezüglichen Rechtsprechung. Entgegen der Argumentation der Beschwerdeführer vermittelt Art. 8 EMRK im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren keine darüber hinausgehende Legitimation zur Erhebung von Rügen materieller Natur. Bei der von den Beschwerdeführern geltend gemachten Verletzung ihres Rechts auf Achtung des Privat- und Familienlebens nach Art. 8 EMRK handelt es sich nicht um eine Rüge formeller Natur (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 4 mit Hinweis auf Lehre und Rechtsprechung), die von der Prüfung der Sache getrennt untersucht werden kann. Soweit ein verfassungsmässiger Anspruch auf Ausfällung der im Gesetz vorgesehenen Strafen besteht, kann sich der Privatkläger, der Opfer eines staatlichen Übergriffs geworden ist, nicht nur in verfahrensrechtlicher Hinsicht, sondern auch in der Sache selbst gegen eine Verfahrenseinstellung zur Wehr setzen. Die Rechtsprechung anerkennt gestützt auf Art. 10 Abs. 3 BV, Art. 3 und Art. 13 EMRK, Art. 7 UNO-Pakt II sowie Art. 13 des UN-Übereinkommens gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe einen Anspruch des Betroffenen auf wirksamen Rechtsschutz (BGE 141 IV 349 E. 3.4.2 S. 356 f.). Dies ist vorliegend nicht der Fall.