Citation: 4C.344/1998 24.11.2000 E. 2

2.- Das Handelsgericht erwog, dass die Beklagten aus unmittelbarer Gläubigerschädigung gegenüber der Klägerin nach den Regeln über die unerlaubte Handlung (Art. 41 ff. OR) hafteten, der Beklagte 2 überdies aus culpa in contrahendo. Ansprüche aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit wegen mittelbarer Gläubigerschädigung lehnte es unter Hinweis auf die jüngere bundesgerichtliche Rechtsprechung gegenüber allen drei ursprünglichen Beklagten ab, da mangels Durchführung des Konkursverfahrens der erforderliche Verzicht der Konkursverwaltung zur Geltendmachung solcher Ansprüche fehlte. Es erübrigt sich auf die Frage der Zulässigkeit der Geltendmachung von Ansprüchen aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit durch mittelbare Gläubigerschädigung einzugehen, wenn sich erweisen sollte, dass der Anspruch der Klägerin gegen die Beklagten wegen unmittelbarer Gläubigerschädigung aus Art. 41 OR bzw. aus culpa in contrahendo vom Handelsgericht zu Recht bejaht worden und die Berufung aus diesem Grund abzuweisen ist.