Citation: 6B_84/2013 E. 2.4.2

2.4.2. Der Umstand, dass der Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin eine Anstellung bei seiner Arbeitgeberin in ihm hierarchisch untergeordneter Position verschaffte, lässt per se nicht automatisch auf ein Abhängigkeitsverhältnis schliessen. Die Frage ist anhand der konkreten Umstände im Einzelfall zu prüfen. Ein ausgeprägtes Machtgefälle ist vorliegend weder ersichtlich noch dargetan. Die Untersuchungsakten, insbesondere die von der Beschwerdeführerin eingereichten Unterlagen (Korrespondenz) weisen wohl auf ein sehr persönliches Verhältnis zwischen der Beschwerdeführerin und dem Beschwerdegegner hin. Wie die Vorinstanz ausführt, lassen sie jedoch nicht auf ein Abhängigkeitsverhältnis zuungunsten der Beschwerdeführerin schliessen, sondern erwecken im Gegenteil eher den Eindruck einer allfälligen Abhängigkeit des Beschwerdegegners von ihr. Anlässlich ihrer Einvernahme äusserte sich die Beschwerdeführerin überdies wohlwollend über den Beschwerdegegner und wies auf die freundschaftliche Beziehung hin. Die Vorinstanz hält diese Darstellung für authentisch. Unter diesen Umständen konnte sie verneinen, dass die Beschwerdeführerin vom Beschwerdegegner abhängig war (Entscheid, S. 11 f.).