Citation: 5A_373/2018 E. 5.2

5.2. Das Obergericht stellt fest, dass der Beschwerdeführer im Berufungsverfahren diverse neue Behauptungen vorbringe und deswegen die Einsetzung einer Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 ZGB verlange sowie den Antrag stelle, die Regelungen zum Kontaktrecht mit Sanktionen nach Art. 343 ZPO zu verknüpfen. Die Vorinstanz lässt dieses Begehren zu. Die neuen Vorbringen seien Ausdruck einerseits der stark unterschiedlichen Vorstellungen der Parteien, wie der Sohn zu erziehen sei, und anderseits des tiefen Misstrauens zwischen den Parteien. Eine Erziehungsbeistandschaft "dürfte da wenig bis gar nichts ausrichten können", so die vorinstanzliche Einschätzung. In der Folge kommt das Obergericht zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin den Vorwürfen des Beschwerdeführers, wonach sie das ab Februar 2018 festgesetzte Wochenendbesuchsrecht nicht einhalte, nicht widersprochen habe. Das Obergericht betont, dass die Beschwerdegegnerin zur Einhaltung des Besuchsrechts verpflichtet sei, und ordnet gestützt auf den entsprechenden Antrag des Beschwerdeführers die indirekte Zwangsvollstreckung durch Strafandrohung gemäss Art. 343 Abs. 1 Bst. a ZPO i.V.m. Art. 292 Abs. 1 Bst. a StGB an.