Citation: 7B_783/2023 E. 3.1

3.1. Sie macht zusammengefasst geltend, die Vorinstanz komme bereits nach Würdigung der Beweislage und ohne Berücksichtigung des psychiatrischen Gutachtens von Dr. med. H.________ vom 13. März 2018 zum Schluss, dass der angeklagte Sachverhalt erstellt sei. Damit masse sie sich medizinisches Fachwissen an, was die Unschuldsvermutung und Art. 139 StPO verletze. Es sei zudem willkürlich, aufgrund des Bildes aus dem Jahre 2014 Rückschlüsse für den gesamten Anklagezeitraum zu ziehen. Nebst dem äussert die Beschwerdeführerin Kritik an der Formulierung des Gutachtensauftrags. Darin habe die Staatsanwaltschaft in einer Umkehr der Beweislast verlangt, dass sie, die Beschwerdeführerin, mit dem Gutachten ihre gesundheitlichen Beschwerden beweise. Die Vorinstanz übernehme sodann die Schlussfolgerung des Gutachters, wonach kein Beweis für eine Gesundheitsschädigung vorliege und folgere damit im Umkehrschluss, dass sie, die Beschwerdeführerin, darüber getäuscht habe. Es liege aber genau kein Beweis im Recht, der belege, dass sie zweifelsfrei keine gesundheitlichen Beschwerden gehabt habe. Im Gegenteil lägen verschiedene ärztliche Diagnosen bezüglich Schädigungen an der Wirbelsäule vor, namentlich diejenige einer Syringomyelie. Der Gutachter, der sich auf eine rein psychiatrische Begutachtung beschränkt habe, und die Vorinstanz würden dies nicht hinreichend berücksichtigen. Somit nehme letztlich auch die Vorinstanz eine unzulässige Beweislastumkehr vor.