Citation: C 234/99 12.04.2000 E. 2

2.- Die kantonale Schiedskommission erwog einleitend, dass sie wegen fehlender Berechnungsgrundlagen nur in der Lage sei, stichprobeweise die erfolgten Berechnungen der Arbeitslosenkasse zu überprüfen; hiefür dienten die Ab- rechnungen für die Monate Februar und Juli 1998. In der Folge untersuchte sie diese beiden Abrechnungen und kam zum Schluss, dass sie mangelhaft seien. a) Die Vorinstanz übersieht, dass die Taggeldabrech- nung betreffend den Monat Juli 1998 nicht zum Anfechtungs- gegenstand der Rückforderungsverfügung vom 18. September 1998 gehört, da dieser allein die korrigierten Taggeldab- rechnungen für die Monate August und Oktober 1997 sowie Februar, April und Mai 1998 zu Grunde liegen. Es fehlt hinsichtlich der streitigen Rückforderung aber auch an einem engen Sachzusammenhang, zumal die Fragen nach der Rückerstattungspflicht und dem (nicht in Wiedererwägung gezogenen) Taggeldanspruch für den Monat Juli 1998 völlig verschieden sind (vgl. Erw. 1b). Diesbezüglich ist der kantonale Entscheid schon aus diesem Grund von Amtes wegen aufzuheben. Folglich ist auf die entsprechenden Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht einzugehen. b) Überdies hat die kantonale Schiedskommission ledig- lich zum Monat Februar 1998 und allgemein zur Ermittlung des Tagesverdienstes Stellung genommen. Zu den übrigen Rückforderungspositionen (August und Oktober 1997 sowie April und Mai 1998) hat sie sich - mangels Berechnungs- grundlagen - nicht weiter geäussert. Indem sie ohne weitere Abklärungen, mithin in Verletzung des Untersuchungsgrund- satzes, allein auf eine "stichprobeweise" Überprüfung der angefochtenen Verfügung vom 18. September 1998 abstellte, hat sie einen wesentlichen Verfahrensgrundsatz missachtet. Wenn sich die strittige Rückforderung trotz den bei der Arbeitslosenkasse eingeholten Erläuterungen nicht in allen Teilen beurteilen liess, entbindet dies nicht von der voll- ständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. c OG). Dies gilt umso mehr, als sich die überprüfende Instanz bei einer Rückweisung an die Verwaltung - im Hinblick auf die neue Rechtslage des Versicherten (vgl. BGE 122 V 166) - über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können muss, was hier - wegen der fehlenden Berechnungsgrundlagen - nicht der Fall ist. Die Sache geht daher zur ergänzenden Abklärung und zum Neuentscheid an die Vorinstanz zurück.