Citation: 6B_714/2012 E. 3.6.2

3.6.2. Die Vorinstanz nimmt in Übereinstimmung mit der ersten Instanz und der Anklage einen Dreiecksbetrug an. MM.________ habe als Vermittlerin der C.________ AG und zeitweilige Übersetzerin bei Verhandlungen mit anderen Geschädigten die wesentlichen Details des von der C.________ AG propagierten Chiemseekessel-Projekts gekannt und die Gelder der Geschädigten H.________ investiert im - berechtigten - Glauben, der Beschwerdeführer werde diese auch für das Kessel-Projekt verwenden (erstinstanzliches Urteil S. 94/95; angefochtener Entscheid S. 78/79). Die Vorinstanz geht davon aus, MM.________ sei vom Beschwerdeführer über den Verwendungszweck der Investition arglistig getäuscht worden und habe aufgrund des dadurch bewirkten Irrtums über den Verwendungszweck als Vermögensverwalterin von H.________ über deren Vermögen verfügt, indem sie die Investitionen tätigte. MM.________ wurde nie einvernommen. Die Vorinstanz stützt die Annahme, der Beschwerdeführer habe MM.________ über den Verwendungszweck der Investition getäuscht, auf eine Zeugenaussage der Geschädigten H.________. Diese hatte ausgesagt, sie habe im April 2007 den Beschwerdeführer im Beisein von MM.________ kennengelernt. Der Beschwerdeführer habe ihr mehrfach versichert, die Anlage sei "o.k.". Aus dieser Aussage der Geschädigten H.________ zieht die Vorinstanz den Schluss, der Beschwerdeführer habe MM.________ über seine innere Einstellung, die eingehenden Gelder nicht für das Chiemseekessel-Projekt zu verwenden, getäuscht (Urteil S. 79). Die Vorinstanz weist darauf hin, als "Alternativannahme" zu einem Dreiecksbetrug bliebe einzig, dass MM.________ die "unlauteren Absichten" des Beschwerdeführers gekannt "und folglich als Tatbeteiligte mitgewirkt" habe. Eine solche "Alternativannahme" würde nach der Ansicht der Vorinstanz jedoch einerseits den Beschwerdeführer nicht entlasten, da ihm bei dieser Alternative "mutmasslich" "Anstiftung zur Veruntreuung" durch MM.________ vorzuwerfen wäre, und werde andererseits weder vom Beschwerdeführer noch von der Anklage behauptet (Urteil S. 79/80).