Citation: 1A.199/2004 07.01.2005 E. A

Die Kreisstaatsanwaltschaft N.________ in der Slowakischen Republik führt ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Betrugs. Am 28. Juli 2003 ersuchte sie die Schweiz um Rechtshilfe. Im Ersuchen wird ausgeführt, eine bis jetzt nicht festgestellte Person aus dem Management der P.________ AG mit Sitz in N.________ habe im Verlauf der Jahre 1995 bis 1997 mehrere fiktive Vermittlungsverträge ausgearbeitet. Als Vermittler seien darin unter anderem die X.________ AG mit Sitz auf den British Virgin Islands sowie die Firma Y.________ Ltd. und die Firma Z.________ Ltd., beide mit Sitz auf Zypern, aufgeführt gewesen; als Interessent immer die P.________ AG. Gegenstand der Verträge seien Marketing-, Beratungs- und Vermittlungsdienstleistungen und andere Tätigkeiten zugunsten der P.________ AG gewesen. Aufgrund der fiktiven Verträge hätten die Vermittler von der P.________ AG Provisionen in verschiedenen Währungen, umgerechnet 62'302'984.28 slowakische Kronen, erhalten. Die Verträge seien zur Unterzeichnung in die P.________ AG abgeschickt worden. Dort seien sie immer nach Vorschlag eines nicht festgestellten Vorstandsmitgliedes genehmigt und vom Generaldirektor und einem stellvertretenden Direktor unterzeichnet worden. Die Provisionen seien später den Vermittlern auf verschiedene Konten bei ausländischen Banken erstattet worden; dies obwohl die Vermittler die Dienstleistungen weder ganz noch teilweise erbracht hätten. Es sei auch festgestellt worden, dass einige Vermittler von derartigen Verträgen nichts gewusst hätten; sie hätten nie solche Verträge unterzeichnet und keine finanziellen Mittel von der P.________ AG erhalten. Durch die Handlungen des unbekannten Täters sei der P.________ AG ein Schaden in Höhe von 62'302'984.28 slowakische Kronen entstanden. Die Kreisstaatsanwaltschaft ersuchte darum, Kontounterlagen der X.________ AG bei der Bank A.________ in Zürich zu erheben; ebenso solche der Firma Y.________ Ltd. und der Firma Z.________ Ltd. jeweils bei der Bank B.________ in Zürich. Mit Schlussverfügung vom 13. Januar 2004 entsprach die Bezirksanwaltschaft IV für den Kanton Zürich dem Rechtshilfeersuchen und ordnete die Herausgabe von Unterlagen der Bank C.________ (ehemals Bank A.________) betreffend das Konto der X.________ AG an die ersuchende Behörde an; ebenso von Unterlagen der Bank B.________ betreffend die Konten der Firma Y.________ Ltd. und der Firma Z.________ Ltd. Den von der X.________ AG, der Firma Y.________ Ltd. und der Firma Z.________ Ltd. dagegen erhobenen Rekurs wies das Obergericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 5. August 2004 ab, soweit es darauf eintrat.