Citation: 8C_726/2021 E. 5.2

5.2. Der Auffassung des Beschwerdeführers ist beizupflichten. Was das kantonale Gericht geltend macht, ist nicht stichhaltig. Im angefochtenen Entscheid wird der entschuldbare Grund allein in E. 5.6 begründet. Darin wird festgehalten, die Wahrscheinlichkeit, dass die Beschwerdegegnerin die Arbeit bei der C.________ AG am 1. März 2021 hätte aufnehmen können, sei gering gewesen. Auf der anderen Seite habe sie die volle Gewissheit gehabt, irgendwann bei der neuen Arbeitgeberin mit der Arbeit beginnen zu können. Im Wesentlichen aus diesem Umstand schliesst das kantonale Gericht, der Tatbestand von Art. 45 Abs. 4 lit. a AVIV, wonach ein schweres Verschulden vorliegt, wenn die versicherte Person eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen aufgegeben hat, liege nur in abgeschwächter Form vor. Dies genügt für die Annahme eines entschuldbaren Grundes indessen nicht. Die Vorinstanz hält selber fest, die Beschwerdegegnerin hätte den Anstellungsvertrag mit dem Bergrestaurant B.________ mit einer Frist von einem Monat kündigen können, weshalb die C.________ AG nach Ende des Lockdowns nur kurze Zeit auf den Arbeitsantritt der neuen Arbeitnehmerin hätte warten müssen und damit ein lückenloser Wechsel zwischen den Anstellungen möglich gewesen wäre. Inwieweit die in E. 5.1.1 hievor zitierten, von der Vorinstanz stichwortartig aufgezählten objektiven und subjektiven Umstände einen entschuldbaren Grund zu begründen vermögen, ergibt sich aus dem angefochtenen Entscheid nicht. Es kann dazu vollumfänglich auf die in E. 5.1.2 erwähnten, nicht zu beanstandenden Vorbringen des Beschwerdeführers verwiesen werden, welchen nichts beizufügen ist. Die Beschwerde ist in allen Teilen gutzuheissen.