Citation: 1B_466/2018 E. 2.3

2.3. Der Beschwerdeführer ist nicht einschlägig vorbestraft. Er soll seine Ehefrau während Jahren kontrolliert und bedroht und sie zumindest einmal tätlich angegriffen haben, wobei sie ein Hämatom erlitt. Dazu kommt der Vorfall vom 26. Juli 2018, der zwar jedenfalls nach dem äusseren Ablauf wohl als Raub zu qualifizieren ist; immerhin hat der Beschwerdeführer dabei keine Gewalt angewendet, und sein Auftritt wurde von den überfallenen Verkäuferinnen eher als lächerlich denn als bedrohlich empfunden (Einvernahme C.________ vom 26. Juli 2018, Fragen 1, 3, 9, Einvernahme D.________ vom 26. Juli 2018, Frage 21). Auf dieser Grundlage Wiederholungsgefahr anzunehmen, erscheint grenzwertig. Allerdings ist der Beschwerdeführer, auch für Laien erkennbar, offenkundig psychisch stark angeschlagen; die Kantonspolizei hat der KESB insgesamt fünf "Fürsorgerische Informationsrapporte" wegen "vermuteter Hilfsbedürftigkeit" zugestellt. Auch die Begründung, die er für seine Tat vom 26. Juli 2018 lieferte - er habe dadurch in Kontakt mit einem Anwalt kommen wollen, der ihm helfen würde, sich gegen "die mongolische Mafia", die ihn systematisch überwache und bedrohe, zur Wehr zu setzen - deutet klarerweise auf eine psychische Problematik hin. In dieser verqueren bzw. kranken Logik erscheint es durchaus naheliegend, dass der Beschwerdeführer in Freiheit ein noch schwerwiegenderes Verbrechen begehen könnte, um endlich Unterstützung im Kampf gegen seine (eingebildeten) Verfolger zu finden. Insofern lässt sich die Annahme von Wiederholungsgefahr rechtfertigen.