Citation: 2C_10/2022 E. 6

Im Weiteren bringt der Beschwerdeführer 1 wie bereits erwähnt vor, die Eingabe vom 9. Dezember 2019 sei als blosses Wiedererwägungsgesuch des (zweiten) Familiennachzugsgesuchs vom 7. Juli 2016 zu betrachten. Er rügt damit sinngemäss eine Verletzung des Verbots der formellen Rechtsverweigerung und des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 1 und 2 BV; vgl. RHINOW ET AL., Öffentliches Prozessrecht, Rz. 1307a f.). Ob das Nachzugsgesuch vom 9. Dezember 2019 als Wiedererwägungsgesuch zu behandeln gewesen wäre, womit an die Frist des zweiten Familiennachzugsgesuchs (vom 7. Juli 2016) hätte angeknüpft werden können, kann jedoch aufgrund des Resultats, wonach das vorinstanzliche Urteil gegen das Verbot des überspitzten Formalismus und das Gebot des Vertrauensschutzes verstösst, offen gelassen werden.