Citation: 8C_123/2015 E. 3.2.2

3.2.2. Die Beschwerdeführerin wendet ein, sie habe bereits im vorinstanzlichen Verfahren darauf hingewiesen, dass der im Unfallzeitpunkt erzielte Lohn unterdurchschnittlich gewesen sei. In den Jahren zuvor seien jedoch erhebliche Lohnsteigerungen und damit eine stetige Annäherung an die branchenüblichen Löhne im kaufmännischen Bereich zu verzeichnen gewesen. Diese Entwicklung entspreche der arbeitsmarktökonomischen Erfahrungstatsache, wonach Lohnkurven in der Regel konkav verlaufen und zu Beginn einer beruflichen Tätigkeit am steilsten sind. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz sei daher nicht auf die generellen Nominallohnsteigerungen des gesamten Arbeitsmarktes, sondern auf die individuellen altersabhängigen Anpassungen bzw. den Lohn gemäss den Empfehlungen des kaufmännischen Verbandes abzustellen. Danach ergebe sich für das Jahr 2010 ein Valideneinkommen von Fr. 74'429.-. Die Beschwerdeführerin weist darauf hin, dass sie sich nicht über längere Zeit bei der ehemaligen Arbeitgeberin mit einem unterdurchschnittlichen Einkommen begnügt hätte, wenn dort die Lohnentwicklung nicht dem ihrem Ausbildungsniveau entsprechenden Branchendurchschnitt angepasst worden wäre.