Citation: 1C_518/2014 E. 6.1

6.1. Die Beschwerdeführerin rügt "offensichtlich unzutreffende Feststellungen" betreffend die Einhaltung des gesetzlichen Grenzabstands und des Gebäudemindestabstands (gegenüber ihrer eigenen Parzelle bzw. gegenüber ihrem eigenen Badehaus). Ihre Ausführungen sind sinngemäss als Rüge der willkürlichen Anwendung der betreffenden Bestimmungen des kommunalen Baureglements vom 30. Mai 2008 (im Folgenden: BR) zu verstehen (Art. 9 BV), zumal die Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz in diesem Punkt nicht kritisiert wird. Sie ist der Auffassung, die geplante Baute müsse nach Art. 2.1 Abs. 2 BR einen Grenzabstand von 3 m einhalten. Zwar könne gemäss § 19 Abs. 2 des vorliegend anwendbaren, bis am 31. Dezember 2012 gültigen Planungs- und Baugesetzes des Kantons Thurgau vom 16. August 1995 (RB 700; im Folgenden: aPBG) von der Regelbauweise in einem Gestaltungsplan abgewichen werden. Solches sei im Gestaltungsplan Bottighofen-See aber nicht geschehen. Der Gebäudemindestabstand betrage gemäss Art. 3.1.4 BR die Summe der Grenzabstände, konkret somit 6 m. Die beiden Badehäuser lägen aber nur 5 m auseinander. Schliesslich habe die Vorinstanz ihren Entscheid bezüglich des Gebäudemindestabstands nicht hinreichend begründet und damit Art. 29 Abs. 2 BV verletzt.