Citation: 5D_114/2007 20.03.2008 E. 2

Das Obergericht hat erwogen, bezüglich des Sperrkontos seien die Ehegatten am 11./14. März 2007 vertraglich übereingekommen, dass zur Tilgung der gegen den Ehemann laufenden Betreibungen der Betrag von Fr. 43'013.45 an das Betreibungsamt Seengen und der Restbetrag von Fr. 41'461.75, worauf der Ehemann keinen Anspruch erhebe, auf ein Konto der Eltern der Ehefrau überwiesen werde. Diese Regelung sei vom Betreibungsamt Seengen genehmigt, die entsprechenden Transaktionen vorgenommen und das Konto am 4. April 2007 saldiert worden. Die Überweisung an die Eltern sei mit der Begründung "akonto eines den Parteien gewährten Darlehens" erfolgt. Zwar habe die Beschwerdeführerin im Scheidungsverfahren solche Darlehen behauptet. Weshalb die Eltern einen Anspruch auf eine "Akontozahlung" haben sollten, habe sie aber nie dargelegt, und in den Akten fänden sich auch keine Anhaltspunkte dafür, dass eines der Darlehen gerade jetzt zur Rückzahlung fällig geworden wäre. Vielmehr habe der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin im Scheidungsverfahren ausgeführt, dass die Darlehen in einen Erbvorbezug umgewandelt worden seien. Es erweise sich als rechtsmissbräuchlich, sich ohne Not seines Vermögens zu entäussern, um unter Hinweis auf die Vermögenslosigkeit auf Kosten des Gemeinwesens die unentgeltliche Rechtspflege zu beanspruchen. Entsprechende Transaktionen seien deshalb unbeachtlich. Neben dem Vermögenswert von aktuell rund Fr. 41'500.-- verfüge die Beschwerdeführerin über monatliche Überschüsse von Fr. 355.--. Damit verfüge sie sogar über mehr Mittel als im unangefochten gebliebenen Entscheid des Amtsgerichts Lenzburg vom 17. November 2006, mit welchem die unentgeltliche Rechtspflege bereits einmal verweigert worden sei.