Citation: 5A_333/2024 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz erwog, die prekären Umstände in Haiti würden hohe Risiken kindeswohlwidriger Adoptionsverfahren bergen, sodass bei Adoptionen aus diesem Land das Kindeswohl im Sinne von Art. 3 AdoV nicht mehr gewährleistet sei. Die Adoptionseignung der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 5 AdoV sei nicht bestritten. Die Eignungsbescheinigung (Art. 6 AdoV) enthalte aber nicht nur die Bestätigung der Adoptionseignung (Art. 6 Abs. 1 AdoV), sondern nenne u.a. auch den Herkunftsstaat des Kindes (Art. 6 Abs. 2 AdoV). Mithin sei der Herkunftsstaat des Kindes Bestandteil der Eignungsbescheinigung. Falle ein Land für Kindesadoptionen ausser Betracht, könne potenziellen Adoptiveltern unabhängig davon, dass sie für die Adoption geeignet seien, für ein solches Land keine Eignungsbescheinigung ausgestellt werden. Dasselbe gelte für eine Erneuerung der Eignungsbescheinigung. Infolgedessen habe das DVI zu Recht von einer Verlängerung der Eignungsbescheinigung abgesehen.