Citation: 6B_112/2018 E. 5.3

5.3. Vorliegend kann nicht gesagt werden, bei der Beurteilung der Kreditwürdigkeit seien grundlegendste Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet worden. Eine solche Annahme setzt voraus, dass es den konkreten Umständen nach nicht nachvollziehbar erscheint, weshalb der Kreditgeber gemachte Angaben und eingereichte Unterlagen nicht näher geprüft hat, so wenn die bereits verfügbaren Informationen offensichtlich unstimmig sind (vgl. Urteil 6B_1342/2015 vom 28. Oktober 2016 E. 4.4). Was den Vorhalt des Beschwerdeführers betrifft, der Kredit-Sachbearbeiter sei den Unstimmigkeiten betreffend die Mehrfachbeschäftigungen nur oberflächlich nachgegangen, ist festzuhalten, dass es ihm bei der telefonischen Nachfrage weniger darum gehen musste, eine überprüfbare Tatsache zu erfragen, sondern vielmehr, die Hintergründe zu erfahren, wie es dem Beschwerdeführer zeitlich möglich ist, neben der Haupterwerbstätigkeit die beiden nebenberuflichen Tätigkeiten (als Call Agent sowie Hauswart) auszuüben. Die vom Beschwerdeführer abgegebene Bestätigung deckte diesen Erklärungsbedarf. Des Weiteren stellt die Vorinstanz in diesem Zusammenhang fest, die eingereichten unwahren Unterlagen seien aufeinander abgestimmt; sie zeichneten ein stimmiges und schlüssiges, wenn auch unwahres Bild der Finanzlage des Beschwerdeführers. Mit ihrer Folgerung, die Nachlässigkeiten des Sachbearbeiters liessen das betrügerische Verhalten des Kreditnehmers nicht in den Hintergrund treten, verletzt die Vorinstanz unter den vom Beschwerdeführer hervorgehobenen Aspekten kein Bundesrecht. Er macht geltend, die durch den Kreditvermittler eingereichten Unterlagen seien teilweise als Fälschungen erkennbar gewesen, sowie, der Umstand, dass die Geschäftsadressen von (angeblichen) Arbeitgebern mit derjenigen des Kreditvermittlers übereinstimmten, hätte ebenfalls zu weiterer Nachforschung Anlass geben müssen. Diese Gegebenheiten drängen sich nachträglich, im Wissen um die täuschenden Machenschaften, wohl auf. Im Zeitpunkt der Prüfung des Kreditgesuchs handelte es sich aber noch um ein Routinegeschäft. Ein Verstoss gegen grundlegendste Vorsichtsmassnahmen lag gewiss nicht vor, wenn der Sachbearbeiter seine Aufmerksamkeit auf die aus den betreffenden Unterlagen hervorgehenden kreditrelevanten Informationen - und nicht auf das äussere Erscheinungsbild der Dokumente - richtete.