Citation: 2C_109/2025 E. 5.5

5.5. Demnach steht der angefochtene Entscheid in klarem Widerspruch zur Aktenlage und beruht auf fallunabhängiger, genereller Kritik an der Tätigkeit von D.________. Bezogen auf den konkreten Fall erweist sich die strittige Kostenauflage als willkürlich. Sie ist aufzuheben. Bei dieser Ausgangslage braucht auf die weiteren Rügen der Beschwerdeführerinnen, insbesondere bezüglich der Verletzung von Art. 10 EMRK, Art. 16 und Art. 31 Abs. 2 BV sowie Art. 2 Abs. 2 ZGB, nicht eingegangen zu werden. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass sich die Kostenauflage entgegen der Stellungnahme der Haftrichterin nicht auf Art. 3 Abs. 2 Verordnung über die Gebühren zum Ausländer- und Integrationsgesetz vom 24. Oktober 2007 (Gebührenverordnung AIG, GebV-AIG; SR 142.209) stützen lässt, wonach Personen, die für Ausländerinnen oder Ausländer ein Gesuch eingereicht haben, mit diesen solidarisch haften. Diese Bestimmung bezieht sich auf Gebühren für Verfügungen auf dem Gebiet des AIG (vgl. Urteil 2C_244/2011 vom 3. Februar 2012 E. 5) und gilt nicht für kantonale Gerichtskosten. Im Übrigen steht vorliegend kein Fall von solidarischer Haftbarkeit mit der betroffenen ausländischen Person in Frage, da die Gerichtskosten einzig den Rechtsvertreterinnen überbunden wurden. Ohnehin erscheint fraglich, ob Rechtsvertreter von der Norm erfasst sind.