Citation: 5A_585/2009 08.12.2009 E. 4

Ist im vorliegenden Fall, was der Beschwerdeführer nicht genügend substanziiert bestreitet, von einer lebensprägenden Ehe auszugehen (s. dazu BGE 135 III 59 E. 4.1 S. 61), haben die Ehegatten im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten einen Anspruch auf Fortsetzung der während der Ehe gelebten Lebenshaltung, nach Erreichen des Pensionsalters beider Parteien in entsprechend reduziertem Umfang. Der Einwand, es bestehe kein unterhaltsrelevanter Scheidungsnachteil, weil die Ehefrau vor dem Eheschluss kein Vorsorgeguthaben aufgebaut habe und sie danach einer 50%- statt einer 100%-Tätigkeit hätte nachgehen können und er weder für vor- noch nacheheliche Versäumnisse der Beschwerdegegnerin verantwortlich gemacht werden könne, geht an der Sache vorbei, beruhte doch die während Jahren gelebte und praktizierte eheliche Aufgabenteilung (mindestens konkludent) auf einer gemeinsamen Lebensplanung. Ebenso wenig kann dem Beschwerdeführer gefolgt werden, wenn er behauptet, beiden Parteien sei nach Erreichen des Pensionsalters lediglich ein bescheidener Lebensstandard, sprich das Existenzminimum, zuzugestehen.