Citation: 6B_971/2018 E. A

Am 17. November 2012 zog A.________ im Rahmen einer zunächst verbalen und dann tätlichen Auseinandersetzung mit ihrem damaligen Freund, C.________, eine von ihr mitgeführte 9 mm Pistole, für die sie nicht über den erforderlichen Waffentragschein verfügte. Sie lud die Waffe durch und richtete diese auf ihren kampfsporterprobten und ihr köperlich weit überlegenen Partner. C.________ bewegte sich trotzdem (weiter) auf A.________ zu, die sodann aus verschiedenen Positionen aus einer Entfernung von mindestens eineinhalb Metern insgesamt fünf Schüsse auf ihren Partner abgab. Bei den beiden ersten Schussabgaben stand C.________, während er im Moment des dritten Schusses bereits stürzte oder gestürzt war. Als A.________ die Schüsse 4 und 5 abgab, lag C.________ schwer verletzt und wehrlos rücklings auf dem Boden. C.________ erlitt (aufgrund von Durchschüssen) insgesamt sieben Schussdefekte und verstarb infolge Verblutens durch schussbedingte Organverletzungen. Das Bezirksgericht Zürich verurteilte A.________ am 19. März 2015 wegen vorsätzlicher Tötung in Notwehrexzess und Vergehens gegen das Waffengesetz zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren.