Citation: 6P.154/2002 31.03.2003 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV), weil nur der leitende Polizeibeamte gehört und sein Antrag auf Anhörung sämtlicher an der Observierung beteiligten Polizisten abgelehnt worden sei. 4.1 Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistet den Anspruch auf rechtliches Gehör. Daraus ergibt sich der Anspruch der Parteien, mit rechtzeitig und formgültig angebotenen Beweisanträgen und Vorbringen gehört zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (BGE 120 Ib 379 E. 3b, 106 Ia 161 E. 2b). Keine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt vor, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es auf Grund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 119 Ib 492 E. 5b/bb, 115 Ia 97 E. 5b). Weil das staatsrechtliche Beschwerdeverfahren nicht das vorangegangene kantonale Verfahren weiterführt, sondern als ausserordentliches Rechtsmittel ein selbständiges staatsgerichtliches Verfahren darstellt, das der Kontrolle kantonaler Hoheitsakte unter dem spezifischen Aspekt ihrer Verfassungsmässigkeit dient, prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen. Zur tatsächlichen und rechtlichen Substantiierung von staatsrechtlichen Beschwerden hat der Beschwerdeführer gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG ausser dem wesentlichen Sachverhalt nicht nur die als verletzt behaupteten Rechtssätze zu nennen, sondern auch darzulegen, inwiefern diese Rechtssätze bzw. Rechte verletzt sein sollen (BGE 117 Ia 393 E. 1c). Bei Willkürrügen hat der Beschwerdeführer anhand des angefochtenen Entscheids im einzelnen aufzuzeigen, inwiefern der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist (BGE 112 Ia 260 E. 5b). 4.2 Das Kantonsgericht wies den Antrag ab mit der Begründung, aus den Akten gehe klar hervor, dass die Observation stattgefunden habe und dass die als Zeugen angerufenen Polizisten anlässlich der Hauptverhandlung nichts anderes aussagen könnten. Mit dieser Begründung setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander; insbesondere zeigt er nicht auf, inwiefern die antizipierte Beweiswürdigung des Kantonsgerichts unhaltbar sein sollte. Die Rüge ist unzulässig.