Citation: 6B_140/2021 E. 6.3.1

6.3.1. Gemäss den Erwägungen der Vorinstanz liegt ein erhebliches öffentliches Interesse an einer Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz vor. Sie führt aus, nach Inkrafttreten der Bestimmungen über die Landesverweisung am 1. Oktober 2016 habe sich der Beschwerdeführer eine versuchte Nötigung zum Nachteil von C.________, Vergehen gegen das BetmG und das WG sowie das Führen eines Personenwagens in übermüdetem Zustand zuschulden kommen lassen. Zwar würden die einzelnen Vergehen keine schweren Delikte darstellen, in ihrer Summe fielen sie mit Blick auf das öffentliche Interesse aber gleichwohl ins Gewicht. Sie zeugten von einer erheblichen kriminellen Energie und einer befremdlichen Unbelehrbarkeit, denn teilweise habe er nach erstandener Untersuchungshaft, während laufender Probezeit und laufendem Strafverfahren delinquiert. Ausserdem habe er die meisten Delikte begangen, nachdem er vom Migrationsamt bereits verwarnt und ihm die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung verweigert worden sei. Auch vor dem 1. Oktober 2016 habe sich der Beschwerdeführer alles andere als klaglos verhalten, was es im Rahmen einer Gesamtschau zu berücksichtigen gelte. Neben einer weiteren versuchten Nötigung sei dabei vor allem die begangene Freiheitsberaubung und Entführung von Bedeutung, die nach neuem Recht gar eine Katalogtat für eine obligatorische Landesverweisung darstellen würde. Davon abgesehen sei es dem Beschwerdeführer bis anhin nicht gelungen, sich in der Schweiz eine stabile wirtschaftliche Grundlage zu erarbeiten. Er sei von der Sozialhilfe abhängig und weise Betreibungen in der Höhe von ca. Fr. 42'000.-- sowie Verlustscheine von knapp Fr. 20'000.-- auf.