Citation: 6B_888/2021 E. 9.2

9.2. Die Vorinstanz erwägt, der Ersatz von Reflexschaden könne vorliegend nicht auf Art. 434 StPO gestützt werden. Erforderlich wäre ein direkt durch eine bestimmte Verfahrenshandlung im Vermögen der juristischen Person entstandener Schaden, wobei ein enger Konnex zum Strafverfahren bestehen müsse. Dem vorliegend zu beurteilenden Reflexschaden fehle dieser enge Konnex zum Strafverfahren. Der Beschwerdeführer 1 mache nicht geltend, einzelne Verfahrenshandlungen (z.B. Beschlagnahme oder Hausdurchsuchung) hätten direkt die Beschwerdeführerin 2 oder die Beschwerdeführerin 3 geschädigt. Der bei diesen allenfalls eingetretene Schaden bestehe vielmehr in Umsatzeinbussen, die auf gesundheitliche Beschwerden und/oder auf einen Reputationsverlust des Beschwerdeführers 1 zurückzuführen sein könnten. Im Verhältnis zu den Beschwerdeführerinnen 2 und 3 sei der Beschwerdeführer 1 jedoch eine Drittperson gewesen. Ein allfälliger Schaden stünde daher nur indirekt mit dem Strafverfahren im Zusammenhang. Die Voraussetzungen von Art. 434 StPO seien damit nicht erfüllt (angefochtenes Urteil S. 77 f.).