Citation: 1C_460/2012 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanzen verneinten dagegen bereits das Bestehen einer "Einwuchsfläche" i.S.v § 2 lit. c kWaV, weshalb auf die Bestimmung des genauen Alters der Bestockung im Jahre 1979 habe verzichtet werden können. Die Bestockung auf der streitigen Fläche habe damals eine geschlossene Verbindung mit der westlich und östlich angrenzenden Bestockung aufgewiesen, aufgrund ihrer geringen Ausdehnung und ihrer Lage sei sie massgeblich durch diese angrenzenden Bestockungen geprägt worden. Praxisgemäss sei eine derartige "Bucht" (so das AWN) oder "Einbuchtung" (so das Verwaltungsgericht) dem Waldareal zuzuschlagen. Es handle sich dabei nicht um einen Einwuchs, der linear vom Wald in die unbestockte Fläche einwachse. Das BAFU teilt diese Auffassung. Ziehe man das ebenfalls bei den Akten liegende Luftbild von 1966 zu demjenigen von 1979 hinzu, liege der Schluss nahe, dass es sich bei der strittigen Fläche, die zweiseitig zum angrenzenden Wald geschlossen sei, höchstens um eine kleine Lichtung, Blösse oder Einbuchtung des Waldes handeln könne, die aufgrund von Art. 2 Abs. 2 lit. b WaG und den kantonalen Richtlinien über die Waldfeststellung als Wald zu gelten habe.