Citation: 1C_540/2019 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführer rügen, die Vorinstanz habe den gewachsenen Boden gemäss § 280 Abs. 1 PGB und § 5 Anhang 2 ABV in willkürlicher Weise ermittelt. Zur Begründung bringen sie zusammengefasst vor, zwar entspreche es der Praxis zu diesen Bestimmungen, dass eine vor mehr als 10 Jahren erfolgte Aufschüttung zu gewachsenem Boden werde. Bei der Interpolation innerhalb des Grundrisses von abzubrechenden Bauten sei aber eine Gesamtsicht erforderlich. Es könne daher nicht angehen, nur den aufgeschütteten Bereich, nicht aber das entlang eines erheblichen Teils der Fassaden verlaufende natürliche Terrain zu berücksichtigen. Gemäss dem Terrainaufnahmeplan (act. 9/12.4) mündeten im Bereich des mit Stützmauern erhöhten Sitzplatzes an der Südwestfassade des bestehenden Gebäudes keine Höhenlinien in dieses Gebäude. Der Sitzplatz weise namentlich am Punkt A an der Fassade eine Höhe von ca. 510,89 m.ü.M. auf. Das gesamte Terrain entlang der Nordwestfassade des bestehenden Gebäudes liege jedoch tiefer. Werde ein Punkt entlang der Fassaden des bestehenden Gebäudes mit einer vergleichbaren Höhe mit dem Punkt A verbunden, so müsse er auf der Nordseite des bestehenden Gebäudes liegen. Dies habe die Vorinstanz nicht verneint. Sie habe jedoch als zulässig erachtet, dass der Punkt C nicht unmittelbar auf der Südwestfassade der abzubrechenden Baute liege. Dies sei jedoch unzulässig, weil gemäss der vorinstanzlichen Rechtsprechung die Interpolation ausserhalb des Gebäudegrundrisses nur im Bereich von Abgrabungen für Garageneinfahrten oder Rampen zu Tiefgaragen zulässig sei und vorliegend im relevanten Bereich keine Abgrabungen, sondern Aufschüttungen stattgefunden hätten. Indem die Vorinstanz dennoch die von einem Punkt ausserhalb des Gebäudegrundrisses ausgehende Interpolation zugelassen habe, habe sie § 5 Abs. 1 Anhang 2 ABV in unhaltbarer Weise angewandt. Korrekterweise hätte bei der Interpolation talseitig der Punkt an der Südfassade der bestehenden Baute mit der Höhe von 508,50 m.ü.M. mit dem Punkt an der Nordwestfassade mit der Höhe von 510,95 m.ü.M. verbunden werden müssen, was beim Punkt 605 zu einer Höhe von 509,40 m.ü.M. führe. Diese Interpolation stimme mit dem Terrainverlauf entlang der Nordwestfassade und dem Teil der Südwestfassade - ohne vorgelagerte Stützmauer - überein und berücksichtige, dass der durch eine Aufschüttung entlang einer Fassade geschaffene unnatürliche Geländesprung auch innerhalb des Gebäudegrundrisses der Bestandesbaute abgebildet werden müsse. Da dies unterlassen worden sei, werde inner- und ausserhalb des Grundrisses der Bestandesbaute von einem unterschiedlichen Terrainverlauf ausgegangen, was der vorinstanzlichen Rechtsprechung widerspreche.