Citation: 8C_81/2017 E. 5.3

5.3. Für das kantonale Gericht war es schliesslich unwahrscheinlich, dass es bei einem Tritt aus dem Lift ins Leere mit anschliessendem Sturz, wie echtzeitlich dokumentiert, zu einer belasteten Rotationsbewegung des linken Knies gekommen sei, was jedoch nach den nachvollziehbaren und überzeugenden Darlegungen des Dr. med. G.________ für die Annahme einer unfallbedingten Meniskusläsion erforderlich gewesen wäre. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass der Sachverhalt diesbezüglich näher hätte abgeklärt werden müssen. Aufgrund ihrer Vorbringen ist jedoch nicht ersichtlich, weshalb ihr linker Fuss - entgegen den nachvollziehbaren biomechanischen Ausführungen des Dr. med. G.________ - nach dem Tritt ins Leere und nach dem nachfolgenden Sturz nicht automatisch den Halt auf dem Liftboden verloren hätte. Dies gilt auch dann, wenn sie den Lift nicht geradeaus, sondern "sich seitlich abwendend" verlassen hätte oder statt mit dem rechten mit dem linken Fuss vorausgegangen wäre. Auch mit Sicherheitsschuhen sei eine Fixierung auf dem Liftboden unwahrscheinlich; nur so jedoch hätte es zu einer gewaltsamen Drehung des Oberschenkels im Kniegelenk kommen können, wie sie für einen Meniskusriss erforderlich sei. Ausschlaggebend war somit, dass auch unter Einbezug der Schilderungen der Beschwerdeführerin keine Anhaltspunkte für eine solche gewaltsame Rotation bestanden, sodass von weiteren Beweismassnahmen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten waren (antizipierte Beweiswürdigung: SVR 2010 UV Nr. 3 S. 11, 8C_283/2009 E. 2.2.2; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27, I 362/99 E. 4b; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162). Damit fehlt es an einem Beweis für eine unfallbedingte Schädigung. Die Folgen der Beweislosigkeit hat die versicherte Person zu tragen, welche aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221 f.; 117 V 261 E. 3b S. 264 mit Hinweisen).