Citation: U 199/04 14.07.2005 E. A

Der 1956 geborene H.________ arbeitete seit 24. April 1989 als Gleisarbeiter bei der Firma W.________, Gleis- und Tiefbau, und war damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) unfallversichert. Am 5. September 1999 erlitt er einen Arbeitsunfall. Wegen eines Defektes musste er die Wanne eines Kippwagens manuell mit einer Kurbel zurückdrehen. Hiebei entglitt ihm die Kurbel und traf beim Rückschlag seinen rechten Arm. Der Versicherte zog sich eine Radiusschaftfraktur am rechten Unterarm zu. Gleichentags wurde er im Kantonsspital B.________ operiert (Plattenosteosynthese am rechten Unterarm). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Am 1. April 2000 nahm der Versicherte seine Arbeit zu 100 % wieder auf. Am 22. September 2000 erstattete die Arbeitgeberin der SUVA eine Rückfallmeldung. Am 12. Januar 2001 erfolgte die operative Metallentfernung am rechten Arm. Am 20. Februar 2001 diagnostizierte Dr. med. C.________, Oberarzt Orthopädie, Kantonsspital O.________, eine Refraktur Radius rechts. Mit Bericht vom 5. November 2001 empfahl Dr. med. R.________, Leiter Abteilung Traumatologie, Kantonsspital A.________, die Durchführung einer Reosteosynthese mit Kompression des Pseudoarthrosespaltes sowie eine Dekortikation. Am 22. November 2001 bejahte der Kreisarzt Dr. med. E.________ die Indikation für eine Operation sowie deren Zumutbarkeit. Mit Bericht vom 18. Dezember 2001 gab der behandelnde Arzt Dr. med. F.________, Spezialarzt für Innere Medizin FMH, an, der Versicherte lehne sämtliche operativen Massnahmen ab. Mit Schreiben vom 7. Februar 2002 teilte die SUVA dem Rechtsvertreter des Versicherten mit, Dr. med. R.________ habe die Indikation einer operativen Sanierung mit annähernd 100%iger Erfolgsaussicht gestellt. Sie forderte den Anwalt auf, ihr bis spätestens 28. Februar 2002 anzugeben, ob der Versicherte der vorgesehenen Operation zustimme. Wenn er seine Mitwirkung weiterhin verweigere, sähe sie sich gezwungen, sämtliche Versicherungsleistungen per 31. März 2002 einzustellen. Am 28. Februar 2002 orientierte der Rechtsvertreter die SUVA, der Versicherte lehne eine weitere Operation ab. Mit Schreiben vom 3. Mai 2002 gab Dr. med. R.________ der SUVA an, ein Operationstermin hätte sicher innerhalb eines Monats (vom 5. November 2001 an gerechnet) vereinbart werden können. Unter Berücksichtigung der entsprechenden Rehabilitationsphase hätte der Versicherte die Arbeit spätestens wieder nach zirka vier Monaten aufnehmen können. Mit Verfügung vom 15. Mai 2002 eröffnete die SUVA dem Versicherten, gemäss medizinischer Beurteilung könnte seine Erwerbsfähigkeit mit einer Operation wesentlich verbessert werden. Da er diese zumutbare Behandlungsmassnahme ablehne, werde der Fall abgeschlossen. Das Taggeld werde bis 30. Juni 2002 ausgerichtet. Ab 1. Juli 2002 werde er als voll arbeitsfähig betrachtet; mit diesem Datum würden die Versicherungsleistungen eingestellt. Dagegen erhob der Versicherte Einsprache. Am 23. Mai 2003 ging bei der SUVA das vom Psychiater Dr. med. B.________ zu Handen der IV-Stelle Solothurn erstattete Gutachten vom 5. April 2003 ein. Mit Entscheid vom 28. Mai 2003 wies die SUVA die Einsprache und das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung im Einspracheverfahren ab.