Citation: U 88/04 14.12.2005 E. 2

2.1 Die Beschwerdeführerin wendet gegen die von der Vorinstanz angeordnete Unterbreitung von Zusatzfragen an die mit dem ZMB-Gutachten vom 26. September 2003 befassten Mediziner im Wesentlichen ein, das kantonale Gericht verletzte damit den in Art. 61 lit. c ATSG verankerten Untersuchungsgrundsatz und den Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Zudem habe sie im Verwaltungsverfahren keine Gelegenheit gehabt, zur von der IV-Stelle in Auftrag gegebenen Expertise Stellung zu nehmen. Des Weitern wirft sie den Fachärzten Voreingenommenheit vor, weil sich diese im Gutachten zur natürlichen Kausalität zwischen den geltend gemachten Beschwerden und dem Unfallereignis vom März 1999 geäussert hätten, obwohl dies im Rahmen der von der IV-Stelle angeordneten Abklärungen nicht notwendig gewesen sei. 2.2 Im Gutachten vom 26. September 2003 haben die Ärzte Folgendes ausgeführt: "Im somatischen Bereich konnten wir nur bescheidene Befunde erheben, die die Arbeitsfähigkeit der Versicherten im Berufe einer kaufmännischen Angestellten, einer Moderatorin bei Radio oder Fernsehen oder sonst einer Bürotätigkeit nicht einschränken. Es bestehen auch keine Unfallfolgen mehr aus dem Ereignis vom März 1999". In dieser Äusserung ist kein Ablehnungsgrund (vgl. dazu BGE 120 V 364 Erw. 3a) zu erblicken. Der Beschwerdeführerin geht es mit ihrem Einwand denn auch in erster Linie darum, dass ihrem Antrag auf Anordnung eines verwaltungsexternen polydisziplinären medizinischen Gutachtens entsprochen wird. Zum Antrag auf Durchführung einer neuen Expertise hat die Vorinstanz bisher nicht Stellung genommen, da sie zunächst den von der IV-Stelle beauftragten Gutachtern im Hinblick auf die Abklärung der Unfallfolgen ergänzende Fragen stellen wollte. Ob in einem solchen Fall die Eintretensvoraussetzung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils ohne weiteres zu verneinen ist, braucht nicht abschliessend geprüft zu werden, weil die Verwaltungsgerichtsbeschwerde materiell offensichtlich unbegründet ist. 2.3 Mit Bezug auf den oben wiedergegebenen Satz (vgl. Erw. 2.2), welcher im Gutachten unter der Überschrift "Grad der Arbeitsfähigkeit" steht und dort nicht näher begründet wird, ist unklar, was damit gemeint ist. Dies war denn auch der Grund, weshalb sich das kantonale Gericht veranlasst sah, den Gutachtern Zusatzfragen vorzulegen. Gestützt auf die beanstandete Äusserung der Gutachter in einer von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenen Expertise kann jedenfalls nicht auf deren Befangenheit oder Vorbefasstheit im Hinblick auf die Beurteilung der Unfallkausalität der geltend gemachten Beschwerden geschlossen werden. Soweit vorliegend von Bedeutung, schreibt das Bundesrecht den kantonalen Instanzen bezüglich der Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts nur vor, dass sie unter Mitwirkung der Parteien die für den Entscheid erheblichen Tatsachen festzustellen und die notwendigen Beweise zu erheben haben, wobei sie in der Beweiswürdigung frei sind (Art. 61 lit. c ATSG). Es wird Sache des Gerichts sein, im Rahmen der Beweiswürdigung zu entscheiden, ob es auf die von den Experten gezogenen Schlussfolgerungen abstellen will, weil sie überzeugen und eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches erlauben (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) oder ob allenfalls eine neue polydisziplinäre Begutachtung erforderlich sein wird. In diesem Zusammenhang werden auch die Mitwirkungsrechte der Beschwerdeführerin zu beachten sein.