Citation: 7B_283/2022 E. B

In der Folge wandte sich B.________ mit Berufung ans Obergericht des Kantons Solothurn. Die Staatsanwaltschaft erhob Anschlussberufung. Das Obergericht hielt mit Urteil vom 12. Mai 2022 fest, dass die erstinstanzlichen Einstellungen sowie die Schuldsprüche wegen unbefugten Aufnehmens von Gesprächen (Art. 179ter StGB), mehrfacher Wiederhandlung gegen das AIG (SR 142.20) durch Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts und durch Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern ohne Bewilligung sowie wegen mehrfacher Übertretung des BetmG (SR 812.121) rechtskräftig seien. Während es ihn vom Vorwurf des Menschenhandels (Art. 182 StGB) und vom Vorwurf der mehrfachen Förderung der Prostitution (Art. 195 StGB) (teilweise) freisprach, erklärte das Obergericht B.________ der Drohung und einfachen Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 StGB), begangen am 9. Januar 2019 zum Nachteil von A.________, sowie der mehrfachen Förderung der Prostitution und der mehrfachen versuchten Erpressung (Art. 156 StGB) zum Nachteil weiterer Frauen schuldig. Es sprach eine Freiheitsstrafe von fünfeinhalb Jahren (wie schon die Erstinstanz unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft und der Ersatzmassnahmen) sowie eine Busse von Fr. 400.-- (Ersatzfreiheitsstrafe vier Tage) aus. Nebst dem bestätigte es das erstinstanzliche Urteil im Zivilpunkt, wobei es die an A.________ auszurichtende Genugtuung jedoch auf Fr. 7'000.-- reduzierte.