Citation: 2C_739/2022 E. 4.5

4.5. Schliesslich ist auch nicht ersichtlich, dass die persönlichen oder familiären Verhältnisse des Beschwerdeführers gegen ein relevantes Rückfallrisiko sprechen: Gemäss Feststellungen der Vorinstanz sind die Bewährungs- und Vollzugsdienste bei der Entlassung von einem erhöhten Rückfallrisiko ausgegangen (angefochtenes Urteil E. 7.5.2.2.6 S. 34). Der Beschwerdeführer bringt zwar vor, er sei nun in eine Grossfamilie eingebettet und mit der Geburt der Tochter ein Familienmensch geworden, was kriminalitätsverhindernd wirke. Die Vorinstanz weist indes zu Recht darauf hin, dass auch seine Ehefrau am Raubüberfall beteiligt war und bereits seine frühere Familie ihn nicht von schwerer Delinquenz abhalten konnte. Selbst wenn seine aktuellen Familienbeziehungen nun enger sind, wird damit eine mögliche stabilisierende Wirkung der Familiensituation erheblich relativiert. Überdies hat sich gemäss Ausführungen der Vorinstanz die finanzielle Lage des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau eher verschlechtert, da die Familie zwischen August 2020 und November 2021 von der Sozialhilfe abhängig war und der Beschwerdeführer wiederholt betrieben werden musste (angefochtenes Urteil E. 7.5.2.2.6 S. 34). Ihm ist zwar zugutezuhalten, dass er nach eigenen Angaben im Oktober 2021 seine Tätigkeit als Gastro-Verkäufer mit einem Pensum von 60 % wieder aufnehmen konnte. Weder dieser Umstand, noch die von ihm vorgebrachten (vorübergehenden) Einschränkungen wegen (Teil-) Invalidität reichen indessen gesamthaft betrachtet aus, um die Rückfallgefahr entscheidwesentlich zu verringern.