Citation: 6B_1230/2020 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwägt im Wesentlichen, Einwände gegen die Zustellung des Strafbefehls am 7. Februar 2020, auch bezüglich der Sprache, hätte die Beschwerdeführerin gegen die Verfügung des Bezirksgerichts vom 27. April 2020 geltend machen müssen. Da die Beschwerdeführerin diese Verfügung jedoch nicht angefochten habe, seien die bezirksgerichtlichen Feststellungen betreffend die Rechtsgültigkeit der Zustellung verbindlich und nicht mehr überprüfbar (vgl. angefochtene Verfügung, E. 2 S. 3 f.). Laut ihren eigenen Aussagen habe die Beschwerdeführerin sodann erkannt, dass es sich beim erhaltenen Schreiben um einen Strafbefehl gehandelt habe. Sie sei am 17. Februar 2020, also einen Tag vor Fristablauf, von der Opferhilfe empfangen worden und habe am nächsten Tag mit der Staatsanwaltschaft telefoniert. Dabei habe sie sich nach der anwendbaren Rechtsmittelfrist und den formellen Anforderungen erkundigen sowie gleichentags ohne Begründung eine Einsprache, auch in französischer Sprache, zur Post geben können. Einen Tag verspätet habe sie dies denn auch getan. Inwiefern sprachliche Probleme oder die zurückliegende Krankheit ihres Sohnes oder beides gemeinsam sie daran gehindert hätten, lege sie nicht dar. Damit sei ihre Beschwerde abzuweisen (vgl. angefochtene Verfügung, E. 3 S. 4).