Citation: 8C_161/2024 E. 6.1.3

6.1.3. Dem PMEDA-Gutachten, namentlich auch dem psychiatrischen Teilgutachten der Dr. med. F.________, ist keine Auseinandersetzung mit diesen den Experten aus den von der IV-Stelle zur Verfügung gestellten Akten bekannten Problemkreisen zu entnehmen. Die damals 32-jährige Beschwerdeführerin berichtete im Rahmen der gutachtlichen Untersuchungen zudem nur von einer Ehe, obwohl sie damals - wie auch die Experten wussten - bereits von ihrem dritten Ehemann getrennt war. Diese Diskrepanz wurde nicht hinterfragt. Den Umständen, die dazu führten, dass die Beschwerdeführerin keine Lehre absolvieren und anschliessend - abgesehen von der letzten Anstellung vom März 2014 bis August 2017, die jedoch in einem Rechtsstreit endete - nur in sehr kurzen Arbeitsverhältnissen als Hilfskraft, fast ausschliesslich in der Reinigungsbranche, bestehen konnte, wurde ebenfalls nicht auf den Grund gegangen. Die Experten befassten sich weder mit den Schwierigkeiten der Beschwerdeführerin, allein mit ihrem Kind zu leben, eine geeignete Wohnsituation zu schaffen noch mit der misslungenen Eingliederung ins Erwerbsleben. Die Beschwerdeführerin weist letztinstanzlich deshalb zu Recht darauf hin, dass der Ausschluss der Diagnose einer Persönlichkeitsstörung im psychiatrischen PMEDA-Teilgutachten unter Hinweis auf eine unauffällige und glückliche Kindheit, ein stabiles soziales Umfeld und eine konfliktfreie berufliche Entwicklung und der Schluss auf eine vollständig erhaltene Funktionalität im Erwerb und im Haushalt zumindest zu Zweifeln Anlass gibt.