Citation: I 529/99 28.03.2000 E. 3

3.- a) Die Vorinstanz wies die Sache überdies an die Verwaltung zurück, damit sie die dem Beschwerdegegner noch verbliebene Arbeitsfähigkeit näher abkläre. Das Gutachten von Dr. med. N.________, Spezialarzt Orthopädische Chirur- gie FMH, vom 14. April 1997 genüge nicht, da es sich einzig zu zwei bestimmten Tätigkeiten äussere, nämlich zur bishe- rigen als Lagerarbeiter bei der B.________ AG und zu einer solchen als Lagerbewirtschafter im selben Betrieb. Eine Stellenbeschreibung habe dem Arzt nicht zur Verfügung ge- standen. Der Unterschied zwischen den beiden Tätigkeiten bleibe unklar. Die IV-Stelle werde prüfen, welche Arbeiten insgesamt dem Versicherten noch zumutbar seien, und hierauf einen Einkommensvergleich vornehmen. b) Die Verwaltung gab im Administrativverfahren die erwähnte Begutachtung in Auftrag. Dabei stellte sie unter anderem Fragen nach der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und "in der geplanten Tätigkeit als Lagerbewirt- schafter (Fa. B.________ AG) ". Der Gutachter antwortete in dem Sinne, dass der Versicherte in seinem Betrieb seit Juli 1995 eine körperlich weniger belastende Tätigkeit ausüben könne, in welcher seine effektive Leistung 80 % betrage. Als Lagerbewirtschafter sei ihm eine Arbeitsfähigkeit von 100 % zuzumuten. c) In einem Kurzbericht vom 18. Juli 1997 bestreitet Dr. med. Z.________, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, diese Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. "Mir scheint, Herr N.________ unterschätzt die Belastungen im Betrieb ganz gewaltig." Die B.________ AG hatte in der Auskunft vom 20. Mai 1996 die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf 20 % ab etwa Juli 1995 beziffert, hält diese Annahme aber im Bericht vom 21. Juni 1997 und in der telefonischen Ant- wort vom 1. Juli 1997 für überholt. Der Versicherte lässt einwenden, Dr. N.________ habe auf die veralteten Angaben der Firma aus dem Jahr 1995 abgestellt, ohne zu wissen, worin die Tätigkeiten konkret beständen. Seine Gesundheit verschlechtere sich laufend und erlaube ihm auch in körper- lich leichten Arbeiten keine volle Leistung mehr. d) Ursprünglich arbeitete der Beschwerdegegner als "Lagerarbeiter" bei der B.________ AG. Gemäss Bericht der Firma vom 20. Mai 1996 erreichte er in dieser Tätigkeit seit Juli 1995 nur noch eine Leistung von 80 % (leistungs- gerechter Lohn Fr. 4160.- im Monat statt Fr. 5200.-). Laut Angaben des Berufsberaters vom 20. Dezember 1996 hat die Firma dem Versicherten angeboten, ab 1. Januar 1997 halb- tags mit halbem Lohn (Fr. 2600.-) in der "Lagerbewirtschaf- tung" zu arbeiten. Dieses Angebot scheine "das Richtige" zu sein. Demgegenüber beziffert Dr. N.________ die Arbeitsun- fähigkeit als "Lagerarbeiter" mit 20 %, hält aber die Tä- tigkeit als "Lagerbewirtschafter" für voll zumutbar. Dr. Z.________ bestreitet dieses Leistungsvermögen. Angaben über die Arbeitsfähigkeit in allfälligen weiteren, zumutba- ren Tätigkeiten sind keine vorhanden. e) Das erwähnte Gutachten von Dr. N.________ bezieht sich einzig auf die zwei Tätigkeiten bei der B.________ AG. Worin sie sich unterscheiden und weshalb die Arbeit als Lagerbewirtschafter voll, diejenige als Lagerarbeiter nur zu 80 % zumutbar sei, bleibt unklar. Die Arbeitsfähigkeit von 80 % als Lagerarbeiter wird überdies nicht medizinisch, sondern mit den Angaben der Firma begründet, welche von Juli 1995 bis Ende 1996 eine Leistungsfähigkeit von 80 % für diese Arbeit bescheinigt hatte. Die Versicherten müssen sich jedoch auf dem gesamten, für sie in Frage kommenden Arbeitsmarkt umsehen. Ob und welche Tätigkeiten dem Be- schwerdegegner neben denjenigen am alten Arbeitsplatz noch in welchem Ausmass zumutbar sind, lässt sich dem Gutachten von Dr. N.________ nicht entnehmen. Dazu kommen die einan- der widersprechenden Angaben des Berufsberaters, der Ar- beitgeberin und des Hausarztes hinsichtlich der Tätigkeiten bei der B.________ AG. Im Übrigen entspricht der Einkom- mensvergleich in der angefochtenen Verfügung nicht dem üb- lichen Vorgehen (BGE 124 V 323), sondern stellt einzig auf die Angaben der B.________ AG vom 20. Mai 1995 ab, wonach eine Arbeitsfähigkeit von 80 % (in der alten Tätigkeit als Lagerarbeiter, nicht als Lagerbewirtschafter) bestehe. Die- se Einschätzung ist nach dem Gesagten möglicherweise über- holt. Unter solchen Umständen ist der Vorinstanz kein Vor- wurf zu machen, wenn sie die Sache auch in diesem Punkt zu näheren Abklärungen an die Verwaltung zurückgewiesen hat.