Citation: 4A_579/2019 E. 2.3

2.3. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt ausserdem, dass die Gerichte die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien anhören und bei der Entscheidfindung berücksichtigen. Damit sich die Parteien ein Bild über die Erwägungen des Gerichts machen können, ist sein Entscheid zu begründen. Hierbei wird nicht gefordert, dass sich das Gericht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann es sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss jedoch so abgefasst sein, dass sich die Betroffenen über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid stützt (BGE 141 III 28 E. 3.2.4 S. 41; 141 V 557 E. 3.2.1; 134 I 83 E. 4.1 S. 88; je mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin rügt, das angefochtene Urteil erfülle diese Voraussetzungen in Bezug auf das Gutachten nicht. So habe die Vorinstanz nicht nachvollziehbar begründet, weshalb das Gutachten, welches nicht einmal Hinweise auf Fachliteratur enthalte, nachvollziehbar und schlüssig sein soll. Die Vorinstanz habe verkannt, dass aus der Person des Gutachters und dessen Berufserfahrung nichts hinsichtlich der Qualität des Gutachtens abgeleitet werden könne.