Citation: 2C_421/2022 E. 5.3.1

5.3.1. Nach Auffassung des Beschwerdeführers ist die Haftanordnung unverhältnismässig. Die alternativ zur Verfügung stehenden und weniger einschneidenden Massnahmen wie die Eingrenzung im Sinne von Art. 74 AIG wären ausreichend. Dem Beschwerdeführer ist nicht zu folgen: Aufgrund seines bisherigen Verhaltens und insbesondere seiner Weigerung, den Anordnungen der Behörden freiwillig Folge zu leisten, erscheint die Verfügung einer Eingrenzung - wie von ihm gefordert - als nicht zweckmässig und ungeeignet, um seine Rückführung nach Italien sicherzustellen. Vielmehr lässt sich die Haftanordnung unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit aufgrund seines unkooperativen Verhaltens bei der ersten Ausschaffung sowie des Verstosses gegen das verfügte Einreiseverbot wenige Tage später ohne Weiteres rechtfertigen. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz erwägt, bei der Anordnung einer milderen Massnahme müsste mit seinem Untertauchen gerechnet werden, habe er doch ausdrücklich seinen Willen, nicht nach Italien zurückzukehren, bekundet und sich bereits aktiv Anordnungen der Behörden widersetzt (vgl. E. 3.2 des angefochtenen Urteils).