Citation: 6P.82/2005 09.10.2005 E. 6

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe die massgebenden Aspekte der Strafzumessung falsch gewichtet und damit das ihr zustehende Ermessen verletzt (Beschwerdeschrift, S. 6 ff.). 6.1 Das Bundesgericht hat in mehreren jüngeren Entscheiden die Grundsätze der Strafzumessung und die an sie gestellten Anforderungen zusammengefasst (BGE 129 IV 6 E. 6.1; 127 IV 101 E. 2; 124 IV 286 E. 4a; 123 IV 49 E. 2a; 122 IV 41 E. 1a, je mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden. 6.2 Die Vorinstanz hat die Zumessung der Strafe eingehend, sorgfältig und überzeugend begründet. Dabei geht sie von den rechtlich massgeblichen Gesichtspunkten aus und berücksichtigt alle wesentlichen Aspekte, die sie im Rahmen ihres Ermessens in nicht zu beanstandender Weise gewichtet hat. Die ausgesprochene Strafe von zweieinhalb Jahren Zuchthaus liegt im unteren Bereich des wegen Tat- und Deliktsmehrheit bis maximal 15 Jahre Zuchthaus reichenden Strafrahmens. Sie ist unter Berücksichtigung aller massgebenden Gesichtspunkte nicht unhaltbar hart. Eine Verletzung von Bundesrecht liegt nicht vor. Es kann mit den nachfolgenden Ergänzungen zu einzelnen Einwänden des Beschwerdeführers ohne weiteres auf die überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. 6.3 Der Beschwerdeführer beanstandet (allerdings ohne nähere Begründung), die Vorinstanz habe der Strafzumessung augenfällig generalpräventive Überlegungen zugrunde gelegt und auf das Verschulden im konkreten Einzelfall nicht genügend Rücksicht genommen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers finden sich jedoch keine generalpräventiven Erwägungen im angefochtenen Urteil. Die von der Vorinstanz beachteten Strafzumessungsfaktoren stehen vielmehr im Einklang mit dem Aspekt der Spezialprävention. So berücksichtigte sie zugunsten des Beschwerdeführers unter anderem, dass er Ersttäter war, Einsicht in das Unrecht seines deliktischen Verhaltens und eine gewisse Reue zeigte, die Zivilforderungen anerkannte, unter Gruppendruck stand und zur Aufklärung der Raubüberfälle beitrug. Sodann hielt sie ihm aufgrund der familiären Verhältnisse und seines Gesundheitszustandes eine beträchtliche Strafempfindlichkeit zugute. Die Vorinstanz gewichtete die genannten Faktoren in erheblich stärkerem Ausmass strafmindernd als die erste kantonale Instanz und reduzierte die von ihr ausgesprochene Strafe entsprechend um neun Monate auf zweieinhalb Jahre Zuchthaus. Eine zu geringe Gewichtung der Strafminderungsgründe ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer macht geltend, die auszufällende Strafe müsse in die Nähe einer Strafe kommen, welche den bedingten Strafvollzug zulasse. Der sachliche Zusammenhang zwischen der Strafzumessung und der Frage des bedingten Strafvollzuges gemäss Art. 41 Ziff. 1 StGB darf indes nur berücksichtigt werden, wenn eine Freiheitsstrafe in Betracht fällt, welche die Grenze für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges von 18 Monaten nicht erheblich übersteigt (BGE 118 IV 337 E. 2c). Bei einer Freiheitsstrafe von mehr als 21 Monaten ist dies nicht mehr der Fall (BGE 127 IV 97 E. 3). Die Vorinstanz hat daher bei der Zumessung der Strafe von zweieinhalb Jahren Zuchthaus die Grenze für den bedingten Strafvollzug von 18 Monaten zu Recht nicht berücksichtigt.