Citation: 8C_184/2009 25.08.2009 E. 3

Streitig und zu prüfen ist einzig, ob der Beschwerdeführer die Anspruchsvoraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosenentschädigung während der Dauer seines Praktikums bei der Organisation Q.________ vom 10. September bis 15. Dezember 2007 erfüllt. Nicht zur Debatte steht die Anspruchsberechtigung während der Absolvierung der vorherigen Referendariate bei der Firma Y.________ und bei der Firma Z.________. 3.1 Das kantonale Gericht hält fest, der Beschwerdeführer sei während rund dreier Monate in D.________, Frankreich, gewesen, um dort auf der Grundlage der mit der Organisation Q.________ abgeschlossenen "Convention de Stage" ein auf diesen Zeitraum zum Voraus befristetes Praktikum zu absolvieren. Dieses Auslandspraktikum sowie die beiden zuvor absolvierten Referendariate in England und den Vereinigten Arabischen Emirate sollten die Vermittlungschancen hinsichtlich einer angestrebten Beschäftigung bei einem Arbeitgeber mit internationaler Ausrichtung verbessern. Hinweise, dass der Aufenthalt in D.________, Frankreich, ALV-rechtlich nicht relevanten Zwecken gedient hätte, fänden sich nicht. Nachgewiesen sei zudem, dass sich der Beschwerdeführer während des Aufenthaltes in D.________, Frankreich, weiterhin um Stellen in der Schweiz bemüht und hier zu Vorstellungsgesprächen eingefunden habe. Er sei in regelmässigem Kontakt mit den schweizerischen ALV-Organen gestanden und überdies auch an den Wochenenden in die Schweiz zurückgekehrt. Angesichts dieser Umstände sei davon auszugehen, dass sich der Schwerpunkt seiner Lebensbeziehungen während des fraglichen Auslandaufenthaltes weiterhin in der Schweiz befunden habe, womit die Leistungsvoraussetzung des Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG erfüllt sei. Ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung bestehe für diese Zeit gleichwohl nicht, weil die Vermittlungsfähigkeit verneint werden müsse. In diesem Zusammenhang fällt nach Ansicht der Vorinstanz ins Gewicht, dass die "Convention de Stage" den vorzeitigen Abbruch der Ausbildung nicht vorsehe. Wenn der Beschwerdeführer behaupte, es habe eine Vereinbarung bestanden, wonach er sich jederzeit und auch kurzfristig zu Vorstellungsgesprächen in die Schweiz habe begeben können, lasse sich daraus nicht schliessen, dass die Praktikumsverantwortlichen auch mit einem vorzeitigen Abbruch zufolge Stellenantrittes einverstanden gewesen wären. Konkrete Anhaltspunkte, dass er sich diese Möglichkeit hätte vorbehalten wollen, würden sich aufgrund der Akten nicht ergeben. Im Gegenteil habe der Versicherte wiederholt erklärt, dass er alle drei Auslandspraktika im Hinblick auf eine Verbesserung der Vermittelbarkeit "in dem von ihm gewünschten Sinn" angestrebt habe. Gerade das Praktikum in D.________, Frankreich, - für welches zudem eine Immatrikulation an der Universität X.________ gegen eine Gebühr von Fr. 800.- notwendig geworden sei - habe die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich gesteigert, wie das zunehmende Interesse potentieller Arbeitgeber nach September 2007 zeige. Die sporadischen Arbeitsbemühungen - soweit nicht rein "pro forma" getätigt - seien mit Blick auf die gesamten Umstände überwiegend wahrscheinlich unter dem Vorbehalt der Anstellung nach Abschluss des Praktikums in D.________, Frankreich, gestanden. 3.2 Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, es sei ihm nie darum gegangen, die Praktika alle zu absolvieren. Sie hätten lediglich eine Notwendigkeit dargestellt, um im Arbeitsalltag wieder Fuss fassen zu können. Erst nach Beendigung eines Praktikums habe er jeweils eine neue Referendariatsstelle angenommen, da er immer die Hoffnung gehabt habe, bereits während der Dauer des vorangehenden Praktikums eine Arbeitsstelle zu finden. Alle Referendariate hätte er jederzeit und unverzüglich beenden können, falls sich eine Anstellung ergeben hätte. Dies sei nunmehr auch den zwischenzeitlich von ihm angeforderten und der Beschwerde beigelegten drei schriftlichen Bestätigungen (ausgestellt von der Firma Y.________, der Firma Z.________ und der Organisation Q.________) zu entnehmen, welche das damals mündlich Vereinbarte wiedergeben würden. Es sei unverständlich, weshalb nicht bereits das RAV oder das beco auf das Erfordernis der Schriftlichkeit einer solchen Abmachung hingewiesen hätten. Bereits vor seinem Zusatzstudium (LL.M.) habe er sich für andere Stellen beworben, was zeige, dass er einzig und allein eine andere Tätigkeit im juristischen Bereich habe finden wollen. Für seine jederzeitige Bereitschaft, eine neue Stelle anzutreten, spreche auch der Umstand, dass bei Aufnahme einer bezahlten Erwerbstätigkeit ein Salär angefallen wäre, welches die Immatrikulationsgebühren an der Universität X.________ von Fr. 800.- mehrfach überstiegen hätte, und keine weiteren, mit dem Referendariat verbundene Ausgaben entstanden wären.