Citation: I 290/05 27.07.2005 E. 4

4.1 Die ursprüngliche Rentenverfügung basierte auf den Angaben der den Beschwerdeführer behandelnden Ärzte N.________ und Dr. H.________ sowie auf der vertrauensärztlichen Stellungnahme des Prof. M.________ zu Handen der Pensionskasse B.________. Die Diagnosen lauteten auf somatoforme Schmerzstörung, Depression und Psoriasis vulgaris (Prof. M.________, 28. September 2001), Polyarthralgie unklarer Genese mit vorwiegend entzündlichem Schmerzcharakter, am ehesten im Rahmen einer Psoriasis oder einer kollagenösen rheumatischen Systemerkrankung ohne serologischen Nachweis; ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei die Erschöpfungsdepression (Dr. H.________, 11. September 2001) und anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD 10: F45.4) bei der Differenzialdiagnose einer rheumatischen Systemerkrankung ohne serologischen Nachweis (med. pract. N.________, 4. September 2001). Übereinstimmend erachteten die Genannten eine 50%ige Arbeitsfähigkeit an der bisherigen Arbeitsstelle als zumutbar. 4.2 Im von Amtes wegen eingeleiteten Renten-Revisionsverfahren macht der Beschwerdeführer geltend, sein Gesundheitszustand habe sich verschlechtert. In erwerblicher Hinsicht mache er seit Zusprechung der Rente keinen Nacht- und Wochenenddienst mehr und habe auf die Position des Stellvertreters des Gruppenchefs verzichtet. Dr. med. H.________ berichtet am 14. Januar 2003, in gesundheitlicher Hinsicht sei zusätzlich ein fortgeschrittenes chronisches Offenwinkelglaukom hinzugekommen. Seit 6. Januar 2003 sei der Beschwerdeführer zu 100% arbeitsunfähig. Im weiteren gälten die bereits im Bericht vom 11. September 2001 gemachten Ausführungen. Auch med. pract. N.________ stellt am 27. März und 24. Juni 2003 die gleichen Diagnosen wie im September 2001. Er gibt sinngemäss an, der Beschwerdeführer sehe sich ausserstande, längerfristig eine 50%ige Arbeitsbelastung durchzustehen. Es sei zu keiner Verringerung der bekannten Schmerzproblematik gekommen. Im interdisziplinären Gutachten der Dres. R.________ und E.________ vom März 2004 werden Polyarthralgien, respektive eine Panalgie, eine arterielle Hypertonie, ein chronisches Offenwinkelglaukom, anamnestisch funktionelle gastrointestinale Beschwerden mit rezidivierenden Gastritiden und Dysurie und eine Somatisierungsstörung gemäss ICD-10:F45.0 diagnostiziert. Es wird ausgeführt, in somatischer Hinsicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit. Die vielfältigen Untersuchungen hätten keine relevanten krankhaften Befunde erbracht; die Verhältnisse seien altersentsprechend. Diese sei einzig durch die psychiatrische Diagnose eingeschränkt. 4.3 Mit seinem Hauptantrag rügt der Beschwerdeführer insbesondere, auf das interdisziplinäre Gutachten sei nicht abzustellen, nachdem dieses im Widerspruch zu den Ausführungen der behandelnden Ärzte stehe. Der Sachverhalt sei in medizinischer Hinsicht nicht genügend abgeklärt. Er beruft sich dabei auf eine MRI-Untersuchung vom März 2005, welche auf Höhe C6/7 eine minimale Myeloneinengung rechtsseitig durch eine medio-lateral rechts gelegene Diskushernie C6/7 und deutliche Osteochondrosen C5/6 und C6/7 zeigte. 4.3.1 Vorliegend ist der Sachverhalt zu beurteilen, wie er sich bis zum 1. November 2004 entwickelt hatte (BGE 121 V 366 Erw. 1b). Der Befundbericht vom 9. März 2005 wurde nach diesem Termin erstellt. Zudem können die neu beschriebenen Befunde an der Halswirbelsäule die vom Beschwerdeführer gegenüber den Gutachtern geschilderten Schmerzphänomene, wie eine Bewegungsschmerzhaftigkeit der meisten Gelenke, eine generalisierte Druckdolenz von Kopf bis Fuss (Gesicht, ganzer Schultergürtel, Arme und Hände, der ganze Thorax, der gesamte Rücken bis zur Sakrumspitze, beide Ober- und Unterschenkel, die Fersen, Zehen und Füsse) ohne Bevorzugung bestimmter anatomischer oder struktureller Regionen, nicht erklären. 4.3.2 Die medizinischen Feststellungen des pract. med. N.________ und des Dr. H.________ sowie des Gutachtens E.________/ R.________ vom März 2004 sind hinsichtlich der Diagnosen praktisch identisch. Uneinigkeit besteht einzig in der daraus gezogenen Konsequenz. Während die den Beschwerdeführer behandelnden Ärzte jede Erwerbstätigkeit als vollständig unzumutbar erachten, halten die Gutachter eine angepasste halbtägige Arbeit als aus medizinischer Sicht für möglich. Die Differenz liegt damit einzig in der Zumutbarkeitsbeurteilung. Indessen besteht keine Veranlassung für eine erneute Begutachtung. Wie die Vorinstanz dargetan hat, entspricht das Gutachten vom März 2004 den rechtsprechungsgemässen Kriterien einer ärztlichen Sachverhaltsfeststellung (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb). Die Argumente in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können daran keine Zweifel erwecken. Eine Rückweisung zur Durchführung einer weiteren Begutachtung erübrigt sich damit. Entscheidend ist dabei, dass auch die vom Beschwerdeführer zitierten Ärzte keinen gegenüber dem Vergleichszeitpunkt vom 25 April 2002 verschlechterten Gesundheitszustand belegen konnten. Dr. med. H.________ äussert zwar in seiner Stellungnahme vom 31. März 2004 gegenüber der IV-Stelle bezüglich veränderter Verhältnisse, das Schmerzmuster habe sich massiv ausgedehnt und die psychische Situation demgemäss verschlechtert. Da die Schmerzen indessen keinen somatischen Hintergrund haben, kann vom Somatiker nicht von einem verschlechterten Gesundheitszustand gesprochen werden. Bei den Ausführungen des behandelnden Psychiaters N.________ vom 25. März 2004, "Herr Z.________ wirkte absolut glaubhaft, wenn er äusserte, seine Reserven würden für die 4 ½ Stunden täglich nicht reichen" handelt es sich nicht um eine medizinische Stellungnahme zum Gesundheitszustand des Patienten, sondern lediglich um eine Äusserung über dessen Glaubwürdigkeit. Diese stand indessen nie zur Diskussion. Eine Aggravation oder gar Simulation wird von keinem der Beteiligten behauptet. Auch med. pract. N.________ stellt indessen keine weiteren psychiatrischen Diagnosen oder begründet aus ärztlicher Sicht, inwiefern dem Beschwerdeführer keine Tätigkeit mehr zumutbar sei oder inwiefern sich der Gesundheitszustand objektiv verschlechtert habe. Die Vorinstanz ist daher zu Recht davon ausgegangen, dass einzig unterschiedliche Beurteilungen eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes vorliegen. Die Beschwerde wurde zu Recht abgewiesen.