Citation: 6B_70/2023 E. 2.6

2.6. Auf das u.a. in Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK verankerte Recht auf Konfrontation mit Belastungszeugen kann verzichtet werden. Die beschuldigte Person kann den Behörden grundsätzlich nicht vorwerfen, gewisse Zeugen zwecks Konfrontation nicht vorgeladen zu haben, wenn sie es unterlässt, rechtzeitig (d.h. spätestens im Berufungsverfahren) und formgerecht entsprechende Anträge zu stellen (BGE 143 IV 397 E. 3.3.1; 131 I 476 E. 2.1; 125 I 127 E. 6c/bb; Urteile 6B_1265/2021 vom 29. Dezember 2022 E. 2.2.2; 6B_1320/2020 vom 12. Januar 2022 E. 4.2.3, nicht publ. in: BGE 148 IV 22; je mit Hinweisen). Gemäss dem angefochtenen Entscheid stellte der Beschwerdeführer in seiner Berufungserklärung keine Beweisanträge. Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Berufungsgericht beantragte er einzig den Beizug der Migrationsakten des Zeugen H.________. Einen Antrag auf Befragung einzelner Belastungszeugen stellte er weiterhin nicht (angefochtenes Urteil E. 3.2.3 S. 36). Eine Verletzung des Anspruchs auf Konfrontation mit Belastungszeugen ist damit ebenfalls nicht ersichtlich.