Citation: 8C_633/2015 E. 4.1.1

4.1.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die IV-Stelle noch eine Neubeurteilung anhand der in BGE 141 V 281 aufgestellten Indikatoren durchführen müsse und das Rechtsmittel bereits aus diesem Grund gutzuheissen sei. Dabei verkennt sie, dass auch nach der Praxisänderung durch BGE 141 V 281 (vgl. E. 2.2 hiervor) eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit nur relevant sein kann, wenn sie Folge einer fachärztlich einwandfrei diagnostizierten Gesundheitsbeeinträchtigung ist (vgl. BGE 130 V 396). Bei somatoformen Störungen (ICD-10 F45) im Besonderen ist dem diagnoseinhärenten Schweregrad vermehrt Rechnung zu tragen (BGE 141 V 281 E. 2.1.1 S. 286; vgl. auch Urteil 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.3). Im ZMB-Gutachten vom 11. Februar 2014 werden - mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit - ein Status nach Osteosynthese einer instabilen Beckenringfraktur (August 2011), konsolidiert, mit belastungsabhängiger persistierender Schmerzempfindung am Beckenring bei Osteopenie, ein lumbosakrales vertebragenes Schmerzsyndrom bei Spondylarthrose L5/S1 und interspinöser Nearthrose rechts ohne neurale Kompression und ein Status nach subtotaler Gastrektomie und Lymphadenektomie sowie Cholezystektomie am 29. Juni 2012 diagnostiziert. Aus psychiatrischer Sicht wird - ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit - ein Status nach rezidivierender depressiver Störung (Dezember 2012 bis Februar 2013), gegenwärtig remittiert, festgestellt. Eine somatoforme Schmerzstörung wird ausdrücklich ausgeschlossen. Die Vorinstanz hat mit Blick auf die psychiatrischerseits festgestellte Remission der depressiven Störung willkürfrei annehmen dürfen, dass die Arbeitsfähigkeit lediglich infolge des somatischen Leidens eingeschränkt sei. Entgegen der Ansicht der Versicherten ist deshalb die Berufung auf BGE 141 V 281 von vornherein unbehelflich.