Citation: 4C.119/2004 24.06.2004 E. 2.2

2.2.1 Aufgrund des Gesagten ist zunächst festzuhalten, dass entgegen der Auffassung der Gesuchstellerin die behaupteten Verrechnungserklärungen von vornherein nicht bis zum Dezember 2003, sondern bestenfalls bis zum 26. November 2001 in Frage kommen könnten, erging doch das Urteil des Kantonsgericht Basel-Landschaft am 27. November 2001 und haben seither eingetretene Tatsachen ausser Acht zu bleiben. In welchem Umfang bis zu diesem Datum Verrechnungserklärungen erfolgt sein sollen, ist dem Revisionsbegehren nicht zu entnehmen. 2.2.2 Ferner legt die Gesuchstellerin nicht dar, wann sie ihre Suchbemühungen nach A.________ aufgenommen hat. Weder behauptet noch belegt sie, dass sie bereits vor Einreichung ihres ersten Revisionsgesuchs mit dem Versuch begonnen hat, A.________ ausfindig zu machen, um von ihr zu erfahren, ob, wie, wann und in welchem Umfang der Gesuchsgegner allfällige weitere ihm gegenüber bestehende Forderungen aus dem Vertrag vom 8. November 1995 über den im Urteil des Oberlandesgerichts Celle vom 1. August 2001 als verrechnet festgestellten Betrag hinaus durch Verrechnungserklärung getilgt hat. Dass sie sogleich nach Einsicht in das genannte Urteil mit den Nachforschungen angefangen hat, erscheint mit Blick auf ihre Vorbringen im ersten Revisionsgesuch denn auch höchst unwahrscheinlich, denn sie vertrat damals die Rechtsauffassung, bereits aufgrund der Ausführungen im eingereichten deutschen Urteil sei sie von ihrer Schuld gegenüber dem Gesuchsgegner gänzlich befreit. Dem Revisionsentscheid vom 7. Februar 2003 konnte sie jedoch entnehmen, dass sich der Gesuchsgegner im Verhältnis zur Gesuchstellerin nicht mehr als den durch das Urteil des Oberlandesgerichts Celle vom 1. August 2001 ausgewiesenen Betrag anrechnen lassen muss, solange nicht beweismässig feststeht, dass weitere Forderungen von A.________ aus dem Vertrag vom 8. November 1995 mit Gegenforderungen aus den Vorgängen bei der Bank tatsächlich zur Verrechnung gebracht worden sind (vgl. E. 4.2 des angefochtenen Urteils). Die Annahme liegt daher nahe, dass die Gesuchstellerin erst durch den Revisionsentscheid des Bundesgerichts der rechtlichen Relevanz der nunmehr erhobenen neuen Behauptungen gewahr wurde und diese auf dem Wege der Revision in das Verfahren einzuführen sucht. Andernfalls hätte sie zweifellos bereits im ersten Revisionsgesuch die nunmehr aufgestellte Behauptung erhoben und zum Beweis verstellt. Die Gesuchstellerin legt mithin nicht dar, dass es ihr trotz aller Umsicht nicht möglich war, sich schon im früheren Revisionsverfahren auf die als Revisionsgrund angerufenen Tatsachen zu berufen (vgl. E. 2.1 hiervor). Da das Revisionsverfahren nicht dazu dient, einer Partei zu ermöglichen, aufgrund einer unrichtigen Rechtsauffassung unterlassene Behauptungen nachzubringen, ist eine Revision nach Art. 137 lit. b OG nicht zulässig.