Citation: 5A_758/2020 E. 7.7.4

7.7.4. Was die Aktivlegitimation, die Bestimmtheit der Rechtsbegehren und der erlassenen Verbote sowie die Verletzungsgefahr angeht, stellen sich keine besonderen Fragen und kann auf mehrfach Gesagtes verwiesen werden. Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführer (Rz. 564 und Rz. 333) wird das Wort "vertuschen" in der Berichterstattung verwendet ("KESB-Chef C.________ vertuscht Fehler"). Es erweckt beim Durchschnittsleser im Gesamtzusammenhang den Eindruck, die Beschwerdegegner hätten den Erben des Verbeiständeten die Akteneinsicht verweigert, um dafür zu sorgen, dass Fehler in der Führung der Beistandschaft nicht bekannt würden (vgl. zu den weiteren Wortbedeutungen wie "verheimlichen" oder "geflissentlich verbergen": DUDEN, a.a.O, Stichwort "vertuschen", S. 1928). Da die Akten zur Einsichtnahme bereitgestellt wurden, ist die Darstellung tatsachenwidrig und deren Veröffentlichung durch den Informationsauftrag der Presse nicht gerechtfertigt. Dasselbe gilt für den Kausalzusammenhang zwischen der Führung der Beistandschaft und dem Suizid des Verbeiständeten. Allein die zitierte Aussage "Am 21. April 2015 hat sich der Arbeiter T.________ aus b.________ das Leben genommen. Als Erbe eines Millionenvermögens entkam er nicht mehr den Fängen der KESB" verdeutlicht, dass der Durchschnittsleser den Suizid in unmittelbarem Zusammenhang mit der Tätigkeit der KESB sehen muss. Die davon abweichende Sicht der Beschwerdeführer kann nicht geteilt werden. Dabei hat es sein Bewenden, da die Beschwerdeführer vorliegend auf die Widerrechtlichkeit der Persönlichkeitsverletzung, die das Kantonsgericht einlässlich geprüft und begründet hat (E. III/4.5.4.2 S. 153 des angefochtenen Entscheids), nicht eigens zurückkommen.