Citation: 9C_561/2021 E. 6.3

6.3. Hinsichtlich des Invalideneinkommens verlangt die Beschwerdeführerin, beim Tabellenlohn nicht auf den Mittelwert (Median), sondern auf den untersten Quartilswert abzustellen; dafür beruft sie sich insbesondere auf das Rechtsgutachten "Grundprobleme der Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung" vom 22. Januar 2021 (nachfolgend: Rechtsgutachten) von EGLI/FILIPPO/GÄCHTER/MEIER und auf das statistische Gutachten "Nutzung Tabellenmedianlöhne LSE zur Bestimmung der Vergleichslöhne bei der IV-Rentenbemessung" des Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien BASS AG vom 8. Januar 2021 (Autoren: GUGGISBERG/SCHÄRRER/GERBER/BISCHOF; nachfolgend: BASS-Gutachten). Ausserdem wirft sie der Vorinstanz eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör und eine Ermessensunterschreitung vor, indem sie ohne Begründung keinen Abzug vom Tabellenlohn gewährt habe. Ein solcher sei angesichts der qualitativen Anforderungen an eine angepasste Tätigkeit, des Beschäftigungsgrades, ihrer ausländischen Nationalität und ihres Alters angezeigt.