Citation: 1P.642/2003 06.01.2004 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt unter anderem eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör. Aufgrund der formellen Natur des rechtlichen Gehörs führt eine Verletzung - unabhängig von den Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst - zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 126 I 19 E. 2d/bb S. 24; 125 I 113 E. 3 S. 118). Es ist daher zunächst zu prüfen, ob das Kantonsgericht dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör verweigert hat. 2.1 Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistet den Anspruch der Parteien, mit rechtzeitig und formgültig angebotenen Beweisanträgen und Vorbringen gehört zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (BGE 120 Ib 379 E. 3b S. 383; 106 Ia 161 E. 2b S. 162, je mit Hinweisen). Das rechtliche Gehör verlangt weiter, dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt (BGE 124 I 49 E. 3a S. 51 und 241 E. 2 S. 242, je mit Hinweisen). Die Begründungspflicht und der Anspruch auf Begründung sind nicht bereits dadurch verletzt, dass sich die urteilende Behörde nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken (vgl. BGE 126 I 97 E. 2b S. 102; 124 II 146 E. 2a S. 149; 124 V 180 E. 1a S. 181; 123 I 31 E. 2c S. 34; 121 I 54 E. 2c S. 57, je mit Hinweisen). Der Umfang des Gehöranspruchs bestimmt sich zunächst nach den kantonalen Verfahrensvorschriften, deren Auslegung und Handhabung das Bundesgericht unter dem Gesichtswinkel der Willkür prüft. Überdies greifen die unmittelbar aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessenden bundesrechtlichen Minimalgarantien zur Sicherung des rechtlichen Gehörs Platz; ob diese verletzt sind, beurteilt das Bundesgericht mit freier Kognition (BGE 126 I 19 E. 2a S. 21 f.; 116 Ia 94 E. 3a S. 98). Da der Beschwerdeführer nicht geltend macht, eine Norm des kantonalen Rechts verpflichte die Behörde zu einer einlässlicheren Begründung ihres Entscheids, als dies Art. 29 Abs. 2 BV gebietet, ist nachfolgend zu prüfen, ob das angefochtene Urteil den verfassungsrechtlichen Anforderungen zu genügen vermag. 2.2 Der Beschwerdeführer wirft dem Kantonsgericht vor, aus dem Urteil sei nicht erkennbar, von welchen Motiven sich das urteilende Gremium habe leiten lassen. Diese Rüge ist abzuweisen: Das angefochtene Urteil legt ausführlich die Rechtsauffassung dar, die ihm zugrunde liegt. Es äussert sich eingehend dazu, dass und warum der Beschwerdeführer mit seinem Eintrag in der Liste der Naturheiler beim potentiellen Kunden den Eindruck erwecke, er betätige sich ganz allgemein auf dem Gebiet der Naturheilkunde und wende nicht ausschliesslich medizinische Massagen an. Die vom Beschwerdeführer bemängelte Bezugnahme auf die Craniosacral-Therapie wurde vom Kantonsgericht lediglich als Beispiel genannt, um zu belegen, dass die Tätigkeiten des Beschwerdeführers über die bewilligte medizinische Massage hinaus gehen. Das Kantonsgericht musste sich nicht mit jeder der im Internet aufgeführten Behandlungen auseinandersetzen um aufzuzeigen, dass der Anschein vermittelt wird, der Beschwerdeführer übe verschiedene Disziplinen der Naturheilkunde aus. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist demzufolge zu verneinen, da aus dem Urteil unmissverständlich hervorgeht, welche Gründe für die Bestrafung des Beschwerdeführers ausschlaggebend waren.