Citation: 5P.84/2006 03.05.2006 E. B

Im Scheidungsverfahren schlossen die Ehegatten B.________-Y.________ eine Vereinbarung betreffend vorsorgliche Massnahmen. Danach wurde S.________ für die Dauer des Prozesses in der Obhut seiner Mutter belassen. Am 2. Februar 2005 beantragte Y.________ neue vorsorgliche Massnahmen, insbesondere mit Bezug auf die Obhut über S.________. Die Einzelrichterin in Familiensachen am Bezirksgericht G.________ hob die Obhut beider Elternteile auf, brachte S.________ für die Dauer des Prozesses bei X.________ unter und regelte die weiteren Kinderbelange (Verfügung vom 5. September 2005). B.________ erhob dagegen Rekurs. Das Obergericht (I. Zivilkammer) des Kantons Zürich erteilte ihr die Weisung, bis zum Vorliegen eines vollstreckbaren Entscheids über die Obhutszuteilung das Kind S.________ weiterhin in der bisherigen Tagesschule zu belassen (Präsidialverfügung vom 9. Januar 2006). Es wies den Rekurs und alle weiteren Begehren ab und bestätigte die Massnahmenverfügung (Beschluss vom 27. Februar 2006). Im Abänderungsverfahren zwischen B.________ und X.________ stellten die kantonalen Gerichte das Kind T.________ für die Dauer des Prozesses unter die Obhut von X.________ und regelten die weiteren Kinderbelange. Die Halbgeschwister S.________ und T.________ leben seit dem 1. März 2006 bei X.________.