Citation: 1C_227/2015 E. 3.2

3.2. Das Bauprojekt liegt in der Kernzone gemäss Art. 20 des Baugesetzes der Gemeinde Fläsch vom 3. November 2008 (BauG/Fläsch; siehe auch Art. 10, 13 und Art. 17 BauG/Fläsch), welche mit der Zone "Generell geschützter Siedlungsbereich" gemäss Art. 32 BauG/Fläsch überlagert ist. Die Kernzone stellt eine Bauzone dar (vgl. Art. 10 BauG/Fläsch); eine Überbauung ist daher grundsätzlich erlaubt. Gemäss Art. 13 BauG/ Fläsch dürfen Gebäude in der Kernzone eine Gesamthöhe von maximal 14 m aufweisen. Bezüglich der Gebäudelänge und -breite bestehen keine Vorgaben. Art. 17 BauG/Fläsch schreibt einzig vor, dass die Höhen und Breiten von Gebäuden ortstypisch zu proportionieren sind, sodass sie insbesondere mit der sie umgebenden Bausubstanz und Siedlungstruktur im Einklang stehen. Die Kernzone ist gemäss Art. 20 BauG/Fläsch für Wohnzwecke sowie für Dienstleistungs- und Produktionsbetriebe (inkl. Landwirtschaft und Weinbau) bestimmt. Es besteht kein Anspruch auf die maximale Gesamthöhe gemäss Zonenschema (Abs. 1). Siedlungsstruktur und Bauweise sind unter Anwendung der Kriterien gemäss Art. 52 BauG/Fläsch zu erhalten und zu ergänzen (vgl. Abs. 2). Art. 52 BauG/Fläsch, auf welchen in Art. 20 Abs. 2 BauG/Fläsch verwiesen wird, bestimmt, dass für die Kern- und Dorfzone von Fläsch für Neu- und Umbauprojekte insbesondere die folgenden Gestaltungskriterien von besonderer Bedeutung sind: Die räumliche Stellung (Firstrichtung und Volumina) in Bezug zur vorhandenen Siedlungsstruktur (Ziff. 1); das Wechselspiel von Hauptbauten und Nebenbauten bzw. von (zusammengebauten) Wohnhäusern und Ställen (Stein / Holz; massiv / leicht; weiss-grau / braun-schwarz; Ziff. 4); schlanke Baukörper, vor allem bei Mehrfamilienhäusern (Ziff. 5). Gemäss Art. 32 BauG/Fläsch bezeichnet der Generelle Gestaltungsplan Ortsteile mit Baugruppen, Gebäuden und Anlagen sowie Freiräumen, die auf Grund ihrer Gesamtform, Stellung und äusseren Erscheinung von erheblicher räumlicher, architektonischer, ortsbaulicher oder historischer Bedeutung sind, als generell geschützten Siedlungsbereich (vgl. Abs. 1). Im generell geschützten Siedlungsbereich gelegene Gebäude und Anlagen sowie wertvolle Gebäudeteile und Konstruktionsformen sind zu erhalten. Bauliche Änderungen an Objekten werden nur gestützt auf ein Gebäudeinventar bewilligt. Die Kantonale Denkmalpflege kann für die Erstellung des Gebäudeinventars herbeigezogen werden. Das Gebäudeinventar ist vor Ausarbeitung der Projektpläne zu erstellen (vgl. Siedlungsinventar von November 2005). Es bildet die Grundlage für die Festlegung der zulässigen baulichen Änderungen (Abs. 2).