Citation: 4P.19/2006 21.04.2006 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer rügt, der Appellationshof habe mehrfach gegen das Willkürverbot gemäss Art. 9 BV verstossen. 2.2 Art. 9 BV gewährt den Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Nach der Rechtsprechung ist ein Entscheid nicht schon dann willkürlich, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst dann, wenn er im Ergebnis offensichtlich unhaltbar ist. Dies ist insbesondere dann anzunehmen, wenn er eine Norm oder einen unbestrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt (BGE 129 I 49 E. 4 S. 58; 129 I 8 E. 2.1; 127 I 54 E. 2b mit Hinweisen). Soweit Willkür in der Ermittlung des Sachverhalts geltend gemacht wird, ist zu beachten, dass dem Sachrichter in der Beweiswürdigung ein breiter Ermessensspielraum zusteht (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Dieser wird erst überschritten, wenn der kantonale Richter sein Ermessen missbraucht, indem er zum Beispiel offensichtlich unhaltbare Schlüsse zieht oder erhebliche Beweise ausser Acht lässt (BGE 100 Ia 119 E. 4 und 5 S. 127 ff.; 112 Ia 369 E. 3 S. 371; 118 Ia E. 1b S. 30). 2.3 Im Einzelnen macht der Beschwerdeführer geltend, die kantonalen Gerichte seien in Willkür verfallen, indem sie verneint hätten, dass der Beschwerdegegner ihm Kostenfreiheit zugesichert habe. Zur Begründung führt der Beschwerdeführer an, er sei rechtsschutzversichert gewesen und hätte kostenlos den internen Rechtsdienst der Rechtsschutzversicherung Y.________ in Anspruch nehmen können. Es sei daher kein vernünftiger Grund ersichtlich, weshalb er dem Beschwerdegegner ein kostenpflichtiges Mandat hätte erteilen sollen. Die Darstellung des Beschwerdeführers, der Beschwerdegegner habe ihm gesagt, die Versicherung X.________ werde die Anwaltskosten übernehmen, sei glaubwürdig und logisch, da ein Schädiger bei ausschliesslicher Haftung die vorprozessualen Anwaltskosten als Schadensposten vollumfänglich zu ersetzen habe. Dies werde dadurch bestätigt, dass der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner keinen Kostenvorschuss bezahlt habe und dieser auch keinen solchen verlangt oder von der ersten Zahlung der Versicherung X.________ von Fr. 30'000.-- abgezogen habe. Die vom Beschwerdeführer unterzeichnete übliche Anwaltsvollmacht falle nicht ins Gewicht, da solche Vollmachten auch bei kostenfreien Mandaten regelmässig benützt würden. 2.4 Mit diesen Ausführungen lässt der Beschwerdeführer ausser Acht, dass er bereits im Strafverfahren zum Ausdruck brachte, dass er den Kläger mit seiner Vertretung beauftrage, weil er in den Rechtsdienst der Rechtsschutzversicherung Y.________ kein hinreichendes Vertrauen hatte. Dieses mangelnde Vertrauen konnte aus der Sicht des Beschwerdeführers durchaus einen vernünftigen Grund dafür gebildet haben, dass er auch ohne Kostengutsprache seitens der Rechtsschutzversicherung Y.________ nicht auf ihren Rechtsdienst zurückgreifen wollte und es bevorzugte, sich weiterhin durch den Beschwerdegegner vertreten zu lassen, selbst wenn damit - insbesondere bei einer vergleichsweisen Regelung - ein Kostenrisiko verbunden war. Unter diesen Umständen ist es vertretbar anzunehmen, der Beklagte habe den Kläger auch ohne Zusicherung der Kostenfreiheit mit der Vertretung seiner Interessen im Zivilverfahren beauftragt, weshalb den kantonalen Gerichten insoweit keine Willkür vorzuwerfen ist. 2.5 Weiter rügt der Beschwerdeführer, der Appellationshof sei in Willkür verfallen, wenn er angenommen habe, der Beschwerdeführer habe auf Grund der von ihm mit Herrn C.________ geführten Telefongespräche gewusst, dass die Versicherung X.________ nicht die gesamten Anwaltskosten übernehme. Dieser Beweisschluss sei aktenwidrig, da der Beschwerdeführer vor Gericht bloss ausgesagt habe: "Herr C.________ erklärte mir am Telefon, dass man Herrn A.________ das bezahle, was einem Anwalt zustehe. Ich kenne mich nicht aus damit und ging davon aus, dass dies der Beitrag ist, den ein Anwalt bekommt." Zudem sei nicht vertretbar aus dem Begriff "Anwaltskostenbeitrag" im Schreiben vom 7. Juli 2003 darauf zu schliessen, der Beschwerdeführer habe gewusst, dass nicht die gesamten Kosten übernommen wurden. Dies habe der Beschwerdeführer deshalb nicht angenommen, weil in diesem Schreiben angeführt worden sei, der Anwaltskostenbeitrag sei mit dem Beschwerdegegner so vereinbart gewesen und der Beschwerdeführer habe davon ausgehen dürfen, sein Anwalt hätte entsprechend der Rechtslage die gesamten Kosten geltend gemacht oder den Beschwerdeführer zumindest vorher über eine verbleibende Differenzrechnung informiert. Zudem messe ein Laie der Formulierung "Anwaltskostenbeitrag" keine Bedeutung zu. Die Rüge ist unbegründet. Es ist nicht unhaltbar, aus der Parteiaussage des Beschwerdeführers abzuleiten, dass er annahm, die Versicherung X.________ werde ihm nur den Beitrag an die Anwaltskosten leisten, der ihm zustehe. Zudem ist es durchaus vertretbar anzunehmen, der Kläger habe auch als Laie erkennen können, dass "Anwaltskostenbeitrag" bedeutet, dass nur ein Beitrag an die Anwaltskosten geleistet wird, weshalb insoweit keine willkürlichen Beweiswürdigung vorliegt.