Citation: I 133/06 15.03.2007 E. 8

8.1 Laut Ziff. 15.05 HVI-Anhang übernimmt die Invalidenversicherung als "Hilfsmittel für den Kontakt mit der Umwelt" sogenannte "Umweltkontrollgeräte, sofern ein schwerstgelähmter Versicherter, welcher nicht in einem Spital oder einer spezialisierten Institution für Chronischkranke untergebracht ist, nur durch diese Vorrichtung mit der Umwelt in Kontakt treten kann oder sofern ihm dadurch die selbstständige Fortbewegung mit dem Elektrofahrstuhl innerhalb seines Wohnbereichs ermöglicht wird." Die bei erfüllten Voraussetzungen von der Invalidenversicherung zu übernehmenden Sende-, Empfangs- und Steuergeräte können unter anderem der Betätigung eines Türöffners dienen (vgl. Ziff. 15.05.3 KHMI). Das kantonale Gericht gelangte im angefochtenen Entscheid mit überzeugender Begründung zur Beurteilung, automatische Türöffner innerhalb des Wohnbereiches fielen in das Anwendungsgebiet von Ziff. 15.05 HVI-Anhang. Diene dieselbe Vorkehr jedoch der Überwindung des Haus- und Wohnungszuganges - also der Bewältigung des Weges zur Arbeits-, Ausbildungs- oder Schulungsstätte oder der Ermöglichung einer Tätigkeit im Aufgabenbereich -, so sei dieses Hilfsmittel gegebenenfalls nach Massgabe von Ziff. 13.05* HVI-Anhang unter der Voraussetzung einer beachtlichen Steigerung der Eingliederungswirksamkeit (E. 7.1 hievor) von der Invalidenversicherung zu übernehmen. Diese habe nach der Systematik und Konzeption des Verordnungsgebers nur dann Leistungen für ein automatisches Türöffnungssystem beim Hauszugang zu erbringen, wenn deren Eingliederungswirksamkeit im Sinne von Art. 2 Abs. 2 HVI gegeben sei. Dieses Ergebnis entspreche nicht nur der Praxis des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz (vgl. Entscheid in Sachen K. vom 28. Juli 2004), sondern auch der vom BSV sowie von der SAHB (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft Hilfsmittelberatung für Behinderte und Betagte) im eben genannten Fall vertretenen Auffassung. Die Unterscheidung zwischen erwerbstätigen und im Aufgabenbereich tätigen Versicherten einerseits sowie invaliden Personen, welche keine solchen Tätigkeiten mehr ausüben können, andererseits sei sachlich gerechtfertigt und praxisgemäss (vgl. E. 4.1 hievor) nicht zu beanstanden. 8.2 Die hiegegen erhobenen Einwände des Beschwerdeführers sind unbegründet. Entgegen seiner Behauptung kann er nicht "nur durch [die beantragte] Vorrichtung mit der Umwelt in Kontakt treten" (Ziff. 15.05 HVI-Anhang). So bedarf er beispielsweise zum Telefonieren, Lesen oder Bedienen seines Elektrorollstuhles (vgl. Ziff. 15.05.3 KHMI) keiner besonderen Sende-, Empfangs- und Steuergeräte (Ziff. 15.05.1 KHMI), wie sie gestützt auf Ziff. 15.05 HVI-Anhang als Hilfsmittel übernommen werden können. Vielmehr steht aktenkundig fest, dass sich der Versicherte mit seinem Elektrorollstuhl innerhalb seines Wohnbereichs selbstständig und insbesondere ohne Unterstützung durch Umweltkontrollgeräte fortbewegen kann, weshalb ihm nach Massgabe von Ziff. 15.05 HVI-Anhang kein Anspruch auf Übernahme des elektrischen Türöffnungsantriebes zusteht.