Citation: 4A_258/2018 E. 3.3

3.3. Eventualiter beanstandet die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz sei in Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV nicht auf ihr Vorbringen eingegangen, im Falle der Bejahung eines Anspruchs auf Provision, sei bei Fahrzeugen in dieser Preiskategorie eine Provision zwischen 2 % bis 3 % des Verkaufspreises üblich und nicht eine solche von 10 %. Die Beschwerdeführerin hat sich in den vorinstanzlichen Verfahren (wie in ihrer Beschwerde) auf die Aussage beschränkt, bei Fahrzeugen mit einem Kaufpreis in der vorliegend relevanten Höhe sei eine Provision zwischen 2 % bis 3 % üblich. Sie legt in ihrer Beschwerde nicht dar, dass sie substanziierte Behauptungen zum Markt für Oldtimer Fahrzeuge gemacht und entsprechende Beweisanträge gestellt hat. Hinsichtlich des zulässigen Rahmens für die Höhe der Provision verweist die Vorinstanz auf die Lehre (CHRISTIAN LENZ/ ANDREAS VON PLANTA, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, 6. Auflage 2015, N. 1 zu Art. 432 OR) und geht gestützt darauf von einem Rahmen für die Provision von 10 % bis 20 % des Wertes des veräusserten Gegenstands aus. Gemäss den von der Vorinstanz zitierten Autoren sind die Ansätze für die Provision sehr verschieden und hängen stark von der Natur des in Frage stehenden Kommissionsgutes und damit auch vom Umfang der vorausgesetzten Bemühungen des Kommissionärs ab. Bemesse sich die Provision bei Börsengeschäften in Bruchteilen eines Prozents, so könne sie bei Kunstgegenständen oder anderen Speziessachen ohne liquiden Markt zwischen 10 % und 20 % liegen (CHRISTIAN LENZ/ANDREAS VON PLANTA, a.a.O., N. 1 zu Art. 432 OR). Beim zu verkaufenden Fahrzeug handelt es sich um einen Oldtimer und damit nicht um Massenware, sondern um eine Speziessache. Die Vorinstanz hat somit ihre Begründungsanforderungen (vgl. hiervor E. 2.3.1) erfüllt und durfte - mangels substanziierter Behauptungen und Beweisanträgen der Beschwerdeführerin - von einer Provision in der Höhe von 10 % des Verkaufspreises ausgehen.