Citation: 5A_217/2023 E. B

Mitte November 2017 ersuchte die Mutter die KESB Frauenfeld um sofortige Sistierung des Besuchsrechts. Im Zuge einer Besuchsrechtsmediation fanden die Besuchskontakte wieder statt und ab Juli 2018 verbrachte C.________ jedes zweite Wochenende von Freitagabend bis Sonntagabend beim Vater. Im Sommer 2019 verschlechterte sich die Situation zwischen den Eltern wieder und beide Elternteile gelangten im Herbst 2019 an die KESB; die Mutter verlangte eine Sistierung des Besuchsrechts und eine Therapierung der Tochter, der Vater verlangte die Umsetzung des Besuchsrechts. Unter Anleitung der Behörde konnte im Dezember 2019 ein begleiteter Besuchskontakt stattfinden; zu weiteren Besuchen kam es nicht mehr. Im Rahmen einer beim Bezirksgericht Frauenfeld anhängigen Unterhaltsklage verständigten sich die Eltern am 6. Juli 2021 mit gerichtlich genehmigter Vereinbarung auf ein neues Besuchsrecht; zudem wurde eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 BGG errichtet. Im Anschluss konnte das Besuchsrecht aber nicht umgesetzt werden. In der Folgezeit kam es zu verschiedenen unabgesprochenen Schulwechseln und die Mutter beabsichtigte nach der Kündigung des Schulverhältnisses per Ende Oktober 2021 ein Homeschooling. Darauf ordnete die KESB Frauenfeld ein Erziehungsfähigkeitsgutachten an. Seitens der Schule ging eine Gefährdungsmeldung ein. Im Bericht vom 2. März 2022 betreffend Schulabsentismus diagnostizierte der KJPD bei C.________ u.a. eine emotionale Störung mit Trennungsangst und eine Störung mit sozialer Ängstlichkeit. Am 22. März 2022 zog die Mutter mit der Tochter vom Kanton Thurgau in den Kanton Solothurn. Nach Abklärungen und Schriftenwechsel entzog das Bezirksgericht Frauenfeld der Mutter mit Urteil vom 7. Juli 2022 vorläufig die Obhut und das Aufenthaltsbestimmungsrecht über C.________ und diese wurde am 16. August 2022 in einer sozialpädagogischen Pflegefamilie und Lebensgemeinschaft untergebracht. In einem parallel vor der KESB Frauenfeld hängigen Verfahren, in welchem der Vater um Erteilung der alleinigen Sorge und Obhut ersucht hatte und am 15. Juli 2022 ein kinder- und jugendpsychiatrisches sowie familienpsychologisches Gutachten erstattet worden war, entzog die KESB mit Entscheid vom 7. Oktober 2022 beiden Elternteilen das Aufenthaltsbestimmungsrecht über C.________ und brachte diese vorsorglich in einer sozialpädagogischen Pflegefamilie unter.