Citation: 6B_441/2015 E. 2.3.3

2.3.3. Wie dargelegt, ist grundsätzlich von einer objektiv groben Verletzung der Verkehrsregeln auf ein zumindest grobfahrlässiges Verhalten zu schliessen (vorne E. 2.2.1). Dies gilt auch bei groben Verkehrsregelverletzungen durch ungenügenden Abstand (Urteil 6B_92/2015 vom 27. Mai 2015 E. 1.4 mit Hinweis). Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die das Verhalten des Beschwerdeführers subjektiv weniger schwer erscheinen lassen könnten. Die Vorinstanz stellt in subjektiver Hinsicht verbindlich fest, dass er um die Risiken des zu nahen Auffahrens wusste. Von diesem Wissen schliesst sie zu Recht auf ein bedenken- respektive rücksichtsloses und damit grobfahrlässiges Handeln. Nicht zu beanstanden ist, wenn sie ausführt, dass der Beschwerdeführer seine Fähigkeiten überschätzt habe. Seine behauptete besondere Reaktionsfähigkeit ist nicht erstellt und zumindest im Strassenverkehr nicht realistisch (vorne E. 2.3.1). Die Vorinstanz berücksichtigt sodann zu Recht, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage war, Abstände einigermassen zuverlässig zu schätzen und somit auch nicht wissen konnte, ob er im Falle einer Vollbremsung des vorausfahrenden Fahrzeugs seinen Personenwagen ohne Kollision hätte anhalten können. Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Vertrauensgrundsatz beruft, kann ihm nicht gefolgt werden, da er sich selbst nicht verkehrsregelkonform verhalten hat (BGE 125 IV 83 E. 2b S. 87 f.; 118 IV 277 E. 4a S. 280 f.).