Citation: 4A_293/2023 E. 4.4

4.4. Die Beschwerdeführerin rügt hinsichtlich des von ihr geltend gemachten Interesses an der Abklärung von Prozessaussichten, die Vorinstanz überspanne die Anforderungen an die Glaubhaftmachung des Anspruchs in der Hauptsache in willkürlicher Weise. Die Rüge geht fehl. Die Beschwerdeführerin vermag nicht darzutun, dass die Vorinstanz geradezu in Willkür verfallen wäre, indem sie erwog, ein Anspruch in der Hauptsache sei aufgrund der Verweigerung der Mitwirkung durch die Beschwerdeführerin nicht glaubhaft gemacht. Ziff. 24.1 der AVB der Beschwerdegegnerin, welche die Vorinstanz in ihrem Urteil zitierte, hält explizit fest, dass die Versicherungsleistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den gesetzlich oder vertraglich festgelegten Obliegenheiten nicht nachkomme. Diese Verweigerung der Mitwirkung war denn auch der Grund, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen eingestellt hat. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, dass sie vor der Vorinstanz Gründe dargetan hätte, die gegen die Anwendbarkeit dieser Bestimmung in den AVB bzw. der darin vorgesehenen Rechtsfolge sprächen. Auch im bundesgerichtlichen Verfahren legt sie keine solchen Gründe dar, sondern beschränkt sich auf allgemeine theoretische Ausführungen zu den Anforderungen, die an die Glaubhaftmachung des Hauptsacheanspruchs im Rahmen des Verfahrens der vorsorglichen Beweisführung zu stellen sind. Eine eigentliche Auseinandersetzung mit den AVB der Beschwerdegegnerin findet nicht statt. Damit genügt sie den Anforderungen an eine Willkürrüge im bundesgerichtlichen Verfahren nicht.