Citation: 9C_847/2017 E. 5.2

5.2. Dass die Verwaltung verpflichtet gewesen wäre, von sich aus die Beschwerdeführerin über die möglichen Folgen der von der Pensionskasse eingereichten Beschwerde in Kenntnis zu setzen, wie die Versicherte unter Hinweis auf Art. 27 Abs. 2 ATSG geltend macht, trifft nicht zu. Gemäss Art. 27 Abs. 2 ATSG besteht ein individuelles Recht auf Beratung durch den zuständigen Versicherungsträger. Jede versicherte Person kann vom Versicherungsträger im konkreten Einzelfall eine unentgeltliche Beratung über ihre Rechte und Pflichten verlangen (BGE 131 V 472 E. 4.1 S. 476). Sinn und Zweck der Beratungspflicht ist es, die betreffende Person in die Lage zu versetzen, sich so zu verhalten, dass eine den gesetzgeberischen Zielen des jeweiligen Erlasses entsprechende Rechtsfolge eintritt (BGE 131 V 472 E. 4.3 S. 478). Von sich aus musste die IV-Stelle im vorliegenden Fall aufgrund des vorstehend wiedergegebenen Sachverhalts mit auch für Laien klar ersichtlicher Infragestellung der Rente durch die Beschwerde der Pensionskasse (E. 5.1 hievor) indessen keinen Abklärungsbedarf erkennen (vgl. SZS 2012 S. 445, 9C_787/2011 E. 5), sodass entgegen den Vorbringen in der Beschwerde nicht von einer pflichtwidrig unterlassenen Beratung die Rede sein kann. Nach der Einreichung der Beschwerde durch die Pensionskasse konnte die Beschwerdeführerin nicht auf die Rechtsbeständigkeit der noch nicht rechtskräftig festgestellten Anspruchsgrundlagen in gutem Glauben vertrauen. Die Vorinstanz hat den guten Glauben seit Entgegennahme der Verfügung am 28. März 2013 demnach zu Recht verneint.