Citation: 1C_89/2024 E. 2.6.1

2.6.1. Mit Blick auf die Aspekte der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes erwog die Vorinstanz, obgleich der Beschwerdeführerin zuzustimmen sei, dass die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt der Einreichung des Baugesuchs im Oktober 2020 gewusst habe, dass eine Revision der Ortsplanung anstehe, die auch ihr Grundstück betreffen könnte, könne nicht davon ausgegangen werden, dass sie im Rahmen der Ausarbeitung des neuen Bauprojekts Kenntnis von einer allfälligen Nutzungseinschränkung im Rahmen der Ortsplanungsrevision gehabt habe. Das Baugesuch sei rund zwei Jahre und die letzte Planänderung rund zehn Monate vor der öffentlichen Auflage der Ortsplanungsrevision eingereicht worden.