Citation: 1P.171/2005 31.05.2005 E. 3

Ferner macht der Beschwerdeführer geltend, die Verurteilung wegen des Telefonierens ohne Freisprechanlage am Steuer seines Fahrzeuges sei aufgrund einer willkürlichen Sachverhaltsfeststellung sowie teilweise in willkürlicher Würdigung der Beweise und unter Verletzung seines rechtlichen Gehörs erfolgt. 3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, nicht er, sondern der im Taxi hinter ihm sitzende Fahrgast habe telefoniert. Der Polizist A.________ habe diesen mit ihm verwechselt. Hinzu komme, dass die eingereichte Gebührenabrechnung des Telefons zum Tatzeitpunkt weder eingehende noch ausgehende Anrufe verzeichnet habe. Das Gericht habe den Sachverhalt willkürlich festgestellt sowie den Beweiswert des Gebührenauszugs der Swisscom willkürlich und in Verletzung des rechtlichen Gehörs als gering eingestuft. 3.2 Gemäss der Auskunft der Swisscom enthalten Gebührenauszüge nur ausgehende Anrufe. Eingehende Telefonate werden nicht aufgezeichnet. Mit dem umstrittenen Gebührenauszug kann somit allenfalls nachgewiesen werden, ob der Beschwerdeführer im fraglichen Zeitpunkt jemanden angerufen hat. Die Gebührenübersicht lässt jedoch keine Aussage zu, ob der Beschwerdeführer damals einen Anruf entgegen genommen hatte, da ein solcher - wie gesagt - nicht registriert worden wäre. Wenn das Obergericht den Beweiswert des Auszuges als gering einstufte, erscheint dies demnach verfassungsrechtlich als haltbar, sodass weder das Willkürverbot noch der Gehörsanspruch des Beschwerdeführers verletzt wurden. 3.3 Das Obergericht stützte seinen Entscheid insbesondere auf die Aussagen des Zeugen A.________ ab: Dieser habe den Beschwerdeführer über längere Zeit beobachten können. Er sei sich sicher gewesen, dass der Beschwerdeführer telefoniert habe. Es sei ihm aufgefallen, dass der Beschwerdeführer in der linken Hand ein Natel ans Ohr gehalten habe; er habe die typische Armhaltung mit dem Arm am Ohr gehabt. Er, der Zeuge, habe den Beschwerdeführer aufgrund der Kopfform und des schütteren Haarwuchses wieder erkannt. Eine Verwechslung des Fahrzeuges könne ausgeschlossen werden, da der Beschwerdeführer fünf bis zehn Sekunden später am Anhalteposten beim Zeugen C.________ habe anhalten müssen.