Citation: 1P.524/2001 20.09.2001 E. 3

3.- a) Der Beschwerdeführer wird verdächtigt, als führendes Mitglied einer international tätigen Drogenhändlerbande grosse Mengen Kokain in die Schweiz eingeführt und im Raum Basel abgesetzt zu haben sowie an der Erschiessung von D.________ beteiligt gewesen zu sein. Für den Fall eines Schuldspruchs droht ihm somit eine langjährige Freiheitsstrafe. Besondere Beziehungen zur Schweiz, die ihn von einer Flucht abhalten könnten, hat der sich illegal im Land aufhaltende Beschwerdeführer keine. Angesichts der für den Fall einer Verurteilung in Aussicht stehenden hohen Strafe und der weitgehend fehlenden Bindungen an die Schweiz hat das Verfahrensgericht zu Recht angenommen, es bestehe eine hohe Fluchtgefahr. b) Diese Fluchtgefahr kann, auch darin ist dem Verfahrensgericht zuzustimmen, durch eine Kaution von 50'000 Franken oder Deutschen Mark, die der Beschwerdeführer vorschlägt, nicht wirksam verringert werden. Trifft der Verdacht in Bezug auf den Drogenhandel zu, hat er damit möglicherweise hohe, 50'000 Franken weit übersteigende Gewinne erzielt und beiseite geschafft. Es wäre unter diesen Umständen geradezu weltfremd anzunehmen, der drohende Verfall dieser Kaution könnte den Beschwerdeführer davon abhalten, sich der weiteren Strafverfolgung oder gar dem Antritt einer langjährigen Freiheitsstrafe durch Flucht zu entziehen. Daran würde auch nichts ändern, wenn die Sicherheitsleistung von seinen Eltern gestellt werden würde; auch dies könnte die Fluchtgefahr nicht entscheidend senken, da nach den eingangs gemachten Ausführungen damit zu rechnen ist, dass der Beschwerdeführer ihnen die verfallene Kaution aus Drogengewinnen leicht zurückerstatten könnte. Das Verfahrensgericht hat somit die Verfassung nicht verletzt, indem es die Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr verlängerte und die Freilassung gegen Kaution ablehnte.