Citation: 8C_538/2024 E. 3.3

3.3. Das vorliegende Verfahren betrifft den Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung aufgrund einer Neuanmeldung der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin hatte das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 26. Oktober 2023 abgewiesen mit der Begründung, die Abklärungen hätten ergeben, dass vor Ablauf der einjährigen Wartezeit keine länger dauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Die Beschwerdeführerin bestritt dies im vorinstanzlichen Verfahren unter Hinweis auf abweichende medizinische Berichte und machte im Wesentlichen geltend, der Sachverhalt sei unrichtig und ungenügend abgeklärt worden. Den im kantonalen Verfahren vorgebrachten Einwänden kann nicht von vornherein jegliche Bedeutung abgesprochen werden. Die Argumente waren sachbezogen und für die zu beurteilende Streitfrage grundsätzlich relevant. Wenn die Vorinstanz nach Würdigung der Sach- und Rechtslage zusammenfassend festhielt, die Beschwerde sei offensichtlich unbegründet, weshalb der aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK fliessende Anspruch auf eine öffentliche Verhandlung entfalle, entschied sie damit bereits über die Streitsache, die Gegenstand dieser Verhandlung hätte bilden sollen. Eine offensichtliche Unbegründetheit der Beschwerde im Sinne von Erwägung 3.2.1 hiervor ist jedoch keineswegs so eindeutig, dass deswegen auf die Durchführung einer beantragten öffentlichen Verhandlung verzichtet werden könnte.