Citation: 2C_782/2014 E. 2.2

2.2. Die Beschwerdeschrift lässt keine rechtsungleiche oder diskriminierende Behandlung (Art. 8 Abs. 1 und 2 BV) des Beschwerdeführers bei der vorliegend einzig zu beurteilenden Frage, dem Studienausschluss, erkennen. Das Bundesgericht ist sich der besonderen Lage von behinderten Studierenden und der schwierigen gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers durchaus bewusst. Das als verletzt gerügte verfassungsmässige Recht von Art. 8 Abs. 2 BV vermittelt jedoch, entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers, keinen Leistungsanspruch, sondern einen verfassungsunmittelbaren Abwehranspruch gegen eine rechtliche Schlechterstellung von Menschen mit Behinderungen in dem Sinn, dass nicht an das Merkmal der Behinderung eine Benachteiligung geknüpft werden darf, die als Herabwürdigung oder Ausgrenzung zu verstehen ist. Art. 8 Abs. 4 BV richtet sich an den Gesetzgeber und enthält einen verbindlichen Gesetzgebungsauftrag; ein individualrechtlicher, gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Herstellung faktischer Gleichheit (BGE 139 II 289 E. 2.2.1 S. 293; 134 I 105 E. 5 S. 108 f.) ist darin aber nicht enthalten. In seiner Beschwerdeschrift macht der Beschwerdeführer nicht geltend, er sei von der Universität Zürich im so zu verstehenden Sinn diskriminiert worden, sondern macht einen Anspruch auf staatlichen Ausgleich einer nicht durch den Staat verursachten, faktischen Benachteiligung geltend. Da sich ein solcher Anspruch nicht aus diesen verfassungsmässigen Rechten ableiten lässt, sind sie auch nicht verletzt.