Citation: 1P.622/2004 09.02.2005 E. 7

Der Beschwerdeführer wehrt sich sodann gegen die Verknüpfung der Urlaubsbewilligung mit der Einwilligung in eine Therapie. 7.1 Das Erfordernis der Einwilligung in eine Therapie, damit der Urlaub gewährt werde, sei neu eingeführt worden und widerspreche deshalb dem Grundsatz von Treu und Glauben. Die Ausführungen der Justizdirektion, insbesondere die an eine Therapie gestellten Erwartungen, liessen jede Auseinandersetzung mit den Akten vermissen. 7.2 Die Justizdirektion machte die Gewährung des 28-stündigen Urlaubs von der Absolvierung einer Therapie abhängig. Der Beschwerdeführer sollte sich in der Therapie vertieft mit seinen Delikten und deren Ursachen auseinander setzen, d. h. mit der diagnostizierten Persönlichkeitsstörung bzw. den daraus resultierenden deliktrelevanten Persönlichkeitsmerkmalen und der Alkoholproblematik. Durch die Therapie solle das Problem der Rückfallgefahr generell und grundlegend angegangen und langfristig gelöst werden. Ziel sei es, das bestehende Rückfallrisiko auf ein im Hinblick auf eine probeweise Entlassung verantwortbares Mass zu reduzieren und den Beschwerdeführer zu resozialisieren.