Citation: I 687/99 09.10.2001 E. 4

4.- a) Nach dem der Rentenzusprechung zu Grunde liegenden Bericht der MEDAS vom 9. Dezember 1992 leidet die Beschwerdeführerin im Wesentlichen an einem zerviko-spondylogenen Syndrom rechts mit kernspintomographisch kleiner medianer Protrusion C 5/6 rechts und bei Status nach HWS- Schleudertrauma am 12. Oktober 1991 sowie an einer konversionsneurotischen Symptomatik bei hysterieformer Persönlichkeit. Mit Bezug auf das Leistungsvermögen hielten die Gutachter fest, dass die Versicherte in ihrem angestammten Beruf als Schwesternhilfe/Nachtschwester sowie in vergleichbaren, körperlich eher leichten Tätigkeiten zur Hälfte eingeschränkt sei. Bei körperlich ausgesprochen leichten Arbeiten mit Möglichkeit zu häufigem Wechsel der Position und ohne stereotype Handlungsabläufe wie z.B. als Telefonistin/Auskunftsperson in einem Spital sei sie zu 30 % eingeschränkt. In der im Revisionsverfahren eingeholten Expertise vom 26. Juni 1996 diagnostizierte Dr. W.________ ein chronisches Stadium nach Distorsionstrauma der HWS. Nach Auffassung des Neurologen ist der Beschwerdeführerin die Tätigkeit als Telefonistin im Umfang von 50 % gesundheitlich zumutbar, da hierbei keine schmerzauslösenden Bewegungen oder Verrichtungen notwendig seien (Ergänzungsbericht vom 18. November 1996). Dr. med. T.________ schätzte das Leistungsvermögen für der Behinderung angepasste Tätigkeiten wie zum Beispiel als Telefonistin auf 50 % (Bericht vom 18. Februar 1997). b) Daraus erhellt, dass sich seit der Rentenzusprechung bis zum Erlass der angefochtenen Revisionsverfügung weder im Gesundheitszustand noch im Leistungsvermögen eine wesentliche Änderung eingestellt hat. Der Beschwerdeführerin ist es ausweislich der Akten möglich und zumutbar, einer ihrem Gesundheitszustand angepassten Tätigkeit im Umfang von mindestens 50 % nachzugehen. Demgegenüber vermag der Bericht des Dr. Z.________ vom 30. September 1995, in welchem der Hausarzt ohne nähere Begründung eine seit 1991 bestehende vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert, nicht zu überzeugen. Nichts zu ihren Gunsten ableiten kann sie auch aus dem Bericht des Dr. med. D.________, Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen FMH (vom 20. März 1996), da darin keine sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkende gesundheitliche Verschlechterung ausgewiesen wird, nachdem bereits im Bericht der Neurologischen Klinik und Poliklinik vom 29. November 1993, auf welchen Dr. D.________ Bezug nimmt, eine volle Arbeitsunfähigkeit bescheinigt worden war. Ob schliesslich die von der Verwaltung angeordnete Begutachtung zumutbar gewesen wäre, kann hier offen gelassen werden, da sowohl bei Bejahung der Zumutbarkeit wie auch bei deren Verneinung der Entscheid im Weigerungsfall aufgrund der zur Verfügung stehenden, ein hälftiges Leistungsvermögen ausweisenden medizinischen Unterlagen getroffen werden müsste. c) Nachdem sich die tatsächlichen Verhältnisse im massgeblichen Zeitraum nicht verändert haben, insbesondere der Gesundheitszustand gleich geblieben ist, wäre es der Versicherten im massgebenden Zeitpunkt der Revisionsverfügung (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen; s. auch BGE 124 V 167 unten f. Erw. 1b) zumutbar gewesen, weiterhin ein Einkommen zu erzielen, welches den Anspruch auf eine ganze Rente ausschliesst.