Citation: 5A_522/2013 E. 4.2.2

4.2.2. Das Abtrennen eines Miteigentumsanteils an einem landwirtschaftlichen Grundstück vom landwirtschaftlichen Gewerbe des einen Miteigentümers verbunden mit der Übertragung des abgetrennten Miteigentumsanteils in das Eigentum des anderen Miteigentümers widerspricht insofern den Prinzipien, wie sie die Art. 36 ff. BGBB zu verwirklichen bezwecken, als das landwirtschaftliche Gewerbe, das einen Miteigentumsanteil an einem landwirtschaftlichen Grundstück verliert, geschwächt oder gar aufgelöst wird. Wie im bäuerlichen Erbrecht (E. 3.2) rechtfertigt dieser Handwechsel kein Preisprivileg. Anwendbar ist deshalb nicht der spezialgesetzliche Zuweisungsanspruch (Art. 36 BGBB), sondern die (subsidiäre) gewöhnliche Regelung über die Art der Aufhebung des Miteigentums an Grundstücken (Art. 651 ZGB).