Citation: 7B_195/2023 E. 2.3

2.3. Die Rügen des Beschwerdeführers sind unbegründet: Vorab vermag nicht zu überzeugen, wenn er behauptet, die Vorinstanz habe namentlich gegen den Grundsatz von Treu und Glauben und den Anspruch auf rechtliches Gehör verstossen, indem sie seine Eingabe vom 2. Juni 2023 aus dem Recht gewiesen habe. Dem Beschwerdeführer wurde im vorinstanzlichen Verfahren mit Verfügung vom 19. Mai 2023 Gelegenheit gegeben, sich zur Stellungnahme von Matthias Steiner vom 17. Mai 2023 bis am 2. Juni 2023 zu äussern. Am 26. Mai 2023 liess sich der Beschwerdeführer zur Sache vernehmen, wobei er zusätzlich beantragte, dass die mit obergerichtlicher Verfügung vom 19. Mai 2023 gesetzte Frist zur Stellungnahme aufzuheben und neu anzusetzen sei. Wie er vor Bundesgericht betont, sei es darum gegangen, weitere Unterlagen zur Begründung des Ausstandsgesuchs erhältlich zu machen und eine Fristerstreckung zu bewirken. Dass die Vorinstanz in der Folge bereits am 31. Mai 2023 über das Ausstandsgesuch gegen Matthias Steiner befand und dem Beschwerdeführer vorgängig nicht nochmal Gelegenheit einräumte, eine weitere Stellungnahme einzureichen, ist mit Blick auf den vorinstanzlichen Verfahrensausgang nicht zu beanstanden. Soweit sich der Beschwerdeführer zur Rechtzeitigkeit seines Ausstandsgesuchs gegen Matthias Steiner äussert, ist weder ersichtlich noch unter Willkürgesichtspunkten hinlänglich dargetan, dass dem Beschwerdeführer nicht bereits mit Verfügung vom 13. Dezember 2022 der Wechsel der Verfahrensleitung (von der Amtsgerichtspräsidentin Nicole Mattiello auf den a.o. Amtsgerichtsstatthalter Matthias Steiner) mitgeteilt worden wäre. Er behauptet zudem nicht, dass sein damaliger Verteidiger daraufhin Ausstandsgründe geltend gemacht habe. Damit war das gegen Matthias Steiner am 16. Mai 2023 gestellte Ausstandsgesuch verspätet. Daran ändert nichts, dass Matthias Steiner tatsächlich erst mit Wirkung ab dem 20. März 2023 als ausserordentlicher Amtsgerichtsstatthalter amtete (und alsdann die Verfahrensleitung im Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer übernahm). Schliesslich liegt jedenfalls auch kein ganz offensichtlicher Befangenheitsgrund vor, zumal Matthias Steiner nach den kantonalrechtlichen Bestimmungen als ausserordentlicher Amtsgerichtsstatthalter eingesetzt wurde. Im Ergebnis ist die Vorinstanz zu Recht nicht auf das Ausstandsgesuch des Beschwerdeführers eingetreten. Ihr Vorgehen stellt entgegen dem Beschwerdeführer keine Rechtsverweigerung dar.