Citation: 6B_1419/2016 E. A

Gemäss Strafbefehl vom 10. April 2015 beschoss X.________ am 18. September 2014 um ca. 18.48 Uhr auf dem Gebiet der Gemeinde Davos ein Hirschtier unweidmännisch aus einer Distanz von rund 217 Metern. Das Tier lag nicht im Feuer. Nach einer kurzen Flucht blieb der Hirsch stehen, worauf X.________ einen weiteren Schuss aus einer Distanz von ca. 219 Metern abgab. Beide Schüsse trafen das Tier weidwund. Dieses legte sich im Bereich einer Arve nieder, worauf X.________ einen dritten Schuss abgab, das Ziel jedoch verfehlte. Der Hirsch setzte daraufhin seine Flucht fort. Schliesslich konnte er durch einen anderen Jäger, der mit zwei Jagdkameraden eine Treibjagd durchführte und als Treiber fungierte, erlöst werden. Die Staatsanwaltschaft Graubünden sprach X.________ schuldig der Widerhandlung gegen das kantonale Jagdgesetz gemäss Art. 15 Abs. 1 und 2 KJG/GR (BR 740) und Art. 20a Abs. 1 lit. a der Regierungsrätlichen Jagdverordnung (RJV/GR; BR 740.020) in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 KJG/GR, indem er vorschriftswidrig die unter optimalen Bedingungen maximal zulässige Schussdistanz von 200 Metern überschritten habe. Sie verurteilte ihn zu einer Busse von Fr. 600.-- sowie zu einem bedingten Entzug des Jagdpatents für die Dauer von einem Jahr bei einer Probezeit von zwei Jahren.