Citation: 1C_231/2023 E. A

A.________ wurde von der Kantonspolizei Freiburg am 13. Februar 2022 um 1:50 Uhr beim Fahren eines Personenwagens in U.________ angehalten und kontrolliert. Nach zwei positiven Atem-Alkoholproben vor Ort und einer weiteren auf dem Polizeiposten wurde ihm unverzüglich ein provisorisches Fahrverbot auferlegt. Die damalige Kommission für Administrativmassnahmen im Strassenverkehr des Kantons Freiburg (seit 1. Juli 2022: Amt für Strassenverkehr und Schifffahrt) verfügte am 16. Februar 2022 den vorsorglichen Entzug des Führerausweises auf unbestimmte Zeit. Gestützt auf ein ärztliches Attest ordnete sie am 3. März 2022 dessen provisorische Rückerstattung an. Als Bedingung sah sie jedoch vor, dass A.________ ein Gutachten eines Arztes bzw. eines Instituts mit der Anerkennungsstufe 4 einreiche, das seine Fahreignung bestätigt. Mit Strafbefehl vom 22. April 2022 wurde A.________ des Fahrens eines Motorfahrzeuges in angetrunkenem Zustand (0.94 mg/l; qualifizierte Atemalkoholkonzentration) für schuldig befunden. Diesen Strafbefehl focht er nicht an. Das Institut für Rechtsmedizin (IRM) in Bern erstattete am 27. September 2022 ein verkehrsmedizinisches Gutachten. Die Gutachterin kam darin zusammengefasst zum Schluss, die Fahreignung von A.________ könne aus verkehrsmedizinischer Sicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bejaht werden. Am 6. Dezember 2022 verfügte das Amt für Strassenverkehr und Schifffahrt den Sicherungsentzug des Führerausweises auf unbestimmte Zeit, mindestens jedoch für drei Monate. Die Rückerstattung nach Ablauf der Sperrfrist machte es von der Einhaltung einer Alkoholabstinenz während mindestens sechs Monaten abhängig. Dagegen gelangte A.________ ans Kantonsgericht Freiburg, das seine Beschwerde mit Urteil vom 11. April 2023 jedoch abwies.