Citation: 9C_482/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Die Versicherte verkennt sodann, dass hinter der getroffenen Regelung offenkundig das Bestreben steckt, die Verstärkungseinlagen nur denjenigen versicherten Personen zukommen zu lassen, die von der Senkung des Umwandlungssatzes tatsächlich in ihren bisherigen Rentenerwartungen enttäuscht werden, ohne dass ihnen hinreichend Zeit verbliebe, das erwartete Leistungsniveau mit höheren Beiträgen zu erhalten. Damit wird dem Grundsatz Rechnung getragen, dass (freie) Mittel rechtsprechungsgemäss primär zur Erreichung des Vorsorgezwecks einzusetzen sind (etwa: Urteil 9C_84/2019 vom 5. November 2019 E. 5.3 mit Hinweisen). Gleichzeitig liegt auf der Hand, dass verhindert werden sollte, dass Versicherte durch gezielte Einlagen zwischen Bekanntwerden der flankierenden Massnahmen und Stichtag ihre Ansprüche auf Verstärkungseinlagen hätten optimieren können (vgl. auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts B 79/03 vom 13. August 2004, dem ein ähnlicher Mechanismus zugrunde lag: Ausschluss der freiwilligen Einlagen für die Zeit vom 1. September bis 31. Dezember 2001 bei Stichtag am 1. Januar 2002). Angesichts des offensichtlichen, sachlichen Grundes für die von der sgpk gewählte Ausgestaltung ist die Vorinstanz denn auch - entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin - nicht in Willkür verfallen, indem sie diesbezüglich keine weiteren Abklärungen getroffen hat.