Citation: 1P.158/2001 19.10.2001 E. 3

3.- Sodann kritisiert der Beschwerdeführer, dass das Obergericht die Beschwerdeergänzung vom 16. Oktober 2000 nicht beachtet habe. a) Gemäss § 141 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 213 Abs. 1 StPO kann gegen eine Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Beschwerde an das Obergericht erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 20 Tagen, seit Zustellung der Verfügung, beim Obergericht einzureichen (§ 214 Abs. 1 StPO). Die hier in Frage stehenden Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft wurden dem Beschwerdeführer am 28. Juni 2000 zugestellt. Im angefochtenen Entscheid wird erklärt, die 20-tägige Frist sei am 18. Juli 2000 abgelaufen. Das ist richtig, wenn die Gerichtsferien - die nach § 89 Abs. 1 lit. b der Aargauer Zivilprozessordnung vom 1. Juli bis 15. August dauern - nicht berücksichtigt werden. Bei Berücksichtigung der Gerichtsferien endete die Beschwerdefrist am 4. September 2000. Das Obergericht ging offenbar davon aus, nach § 52 Abs. 1 StPO werde der Lauf der Frist für die Einreichung von Beschwerden gegen Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft durch die Gerichtsferien nicht unterbrochen. Dem Kommentar Brühlmeier ist jedoch zu entnehmen, dass in einem in AGVE 1975, S. 124, publizierten Urteil des Obergerichts in Änderung der bisherigen Praxis entschieden wurde, auch bei solchen Beschwerden seien bei der Berechnung der Frist die Gerichtsferien zu berücksichtigen (Beat Brühlmeier, Kommentar zur aargauischen Strafprozessordnung,