Citation: C 132/03 11.08.2003 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat sich mit der Frage, ob der Beschwerdeführer sich der Unrechtmässigkeit seines Leistungsbezugs tatsächlich bewusst war, nicht abschliessend auseinandergesetzt, sondern erkannt, dass dieser zufolge grobfahrlässiger Verletzung der ihm obliegenden Meldepflicht nicht gutgläubig gewesen sei. Zwar hätte der Versicherte allein durch die Tatsache, dass er sowohl Lohn wie auch Taggeldentschädigung ausbezahlt bekommen habe, selbst mit der gebotenen Aufmerksamkeit nicht sofort erkennen müssen, dass seitens der Arbeitslosenkasse ein Abrechnungsfehler vorgelegen habe. Dies umso mehr, als er zusammen mit der am 31. März und 4. April 2000 ausbezahlten Arbeitslosenentschädigung (Fr. 3360.15 für den Monat November 1999 und Fr. 2954.85 für den Monat Dezember 1999) und den Nettolöhnen von Fr. 559.10 und Fr. 433.90 des Beschäftigungsprogramms der Stiftung X.________, an welchem er in den Monaten November und Dezember 1999 teilnahm, keine Leistungen erhalten habe, welche die ordentliche monatliche Taggeldentschädigung von Fr. 4847.80 überstiegen hätte. Mit der von der Stiftung am 29. Februar 2000 unter dem Titel "Lohn 02/00" erfolgten Korrekturzahlung in der Höhe von Fr. 2895.80 hätte es ihm aber klar sein müssen, dass mit den erfolgten Auszahlungen der Arbeitslosenkasse und des Beschäftigungsprogramms etwas nicht stimmen konnte. 3.2 Was der Beschwerdeführer hiegegen vorbringt, vermag zu keinem abweichenden Ergebnis zu führen. Sofern geltend gemacht wird, er bestreite, im gleichen Zeitraum Leistungen der Arbeitslosenkasse und des Programms zur vorübergehenden Beschäftigung erhalten zu haben, ist dies nicht relevant. Dass diese Leistungen überhaupt (zwar nicht zum gleichen Zeitpunkt, aber für dieselbe Abrechnungsperiode) erfolgten, wird zu Recht nicht bestritten. Zudem trifft der Versicherte genau den Kern der Sache, wenn er ausführt, hinsichtlich der Korrekturzahlung vom 29. Februar 2000 bestehe bei ihm "Unklarheit im wahrsten Sinne". Auch wenn ihm weder die Höhe der zu viel ausbezahlten Leistungen noch der Umstand, dass die Arbeitslosenkasse mit den am 31. März und 4. April 2000 erfolgten Taggeldleistungen dem Beschäftigungsprogramm zustehende Lohnrückvergütungen fälschlicherweise dem Versicherten überwies, ersichtlich sein konnten, bleibt entscheidend, dass er die Zahlungen entgegennahm, ohne die Verwaltung auf die Fehlerhaftigkeit der Abrechnungen aufmerksam zu machen oder sich wenigstes nach einer Begründung für die offensichtlich zu hoch ausgefallenen Entschädigungen und zugegebenermassen unklaren Taggeldabrechnungen zu erkundigen. Damit liess es der Beschwerdeführer an dem ihm zumutbaren Mindestmass an Sorgfalt und der gebotenen Mitwirkung bei der Abwicklung des Versicherungsfalles vermissen. Zwar liegt keine Meldepflichtverletzung vor, welche den guten Glauben zum Vornherein ausschliessen würde, angesichts der augenscheinlichen Differenz zwischen der zu erwartenden Entschädigung und der ausbezahlten Leistung ist aber von einer groben Pflichtwidrigkeit auszugehen, weshalb es beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden hat. 3.3 Fehlt es nach dem Gesagten an der Voraussetzung des guten Glaubens für den Erlass der Rückerstattung, stellt sich die Frage der grossen Härte nicht.