Citation: 6B_129/2022 E. 1.5.1

1.5.1. Mit der Vorinstanz bewirkte die Täuschung des Beschwerdeführers beim Beschwerdegegner 2 insofern einen Irrtum, als dass dieser aufgrund der nur vorgetäuschten Erfüllungsfähigkeit bzw. dem vorgetäuschten Erfüllungswillen verkannte, dass seine Rückzahlungsforderung in erheblichem Masse gefährdet und in ihrem Wert vermindert ist. Ausgehend von dieser irrigen Vorstellung nahm der Beschwerdegegner 2 bei der Bank D.________ einen Privatkredit in der Höhe von Fr. 59'000.-- auf und übergab den Betrag dem Beschwerdeführer. Überzeugend hält die Vorinstanz fest, diese freiwillig erfolgte Vermögensdisposition habe beim Beschwerdegegner 2 insofern zu einem Vermögensschaden geführt, als dass das Darlehen an den Beschwerdeführer angesichts dessen finanzieller Situation uneinbringlich sei, was einer schadensgleichen Vermögensgefährdung entspreche. Weiter erwägt die Vorinstanz nachvollziehbar, der Beschwerdegegner 2 hätte das Darlehen bei der Bank D.________ in Kenntnis des fehlenden Erfüllungswillens des Beschwerdeführers nicht aufgenommen und ihm weiterverliehen, weshalb auch der Motivationszusammenhang zwischen dem Irrtum und der Vermögensdisposition bzw. dem eingetretenen Vermögensschaden gegeben ist. Damit erachtet die Vorinstanz den objektiven Tatbestand von Art. 146 Abs. 1 StGB zu Recht als erfüllt (angefochtenes Urteil S. 10).