Citation: 5A_586/2014 E. 3.2

3.2. Gemäss Art. 20 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG gilt im Beschwerdeverfahren der Untersuchungsgrundsatz, d.h. die Aufsichtsbehörde stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest. Das bedeutet, dass sie nur Sachumstände berücksichtigen darf, von deren Vorhandensein sie sich überzeugt hat, dass sie aber auch Gegebenheiten heranziehen kann, die von keinem Beteiligten erwähnt worden sind (BGE 107 II 233 E. 2b und 2c S. 236; 130 III 102 E. 2.2 S. 107; COMETTA/MÖCKLI, Basler Kommentar, N. 6 zu Art. 20a SchKG). Die Sachverhaltsermittlung steht freilich unter dem Vorbehalt der Mitwirkungspflicht der Parteien im Sinn von Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 Satz 2 SchKG. Diese besteht darin, dass sie die Aufsichtsbehörde über die wesentlichen Tatsachen zu unterrichten und die ihnen zugänglichen Beweismittel zu bezeichnen haben (BGE 125 III 231 E. 4a S. 238; 130 III 102 E. 2.2 S. 107; COMETTA/MÖCKLI, a.a.O., N. 9 zu Art. 20a SchKG). Aus der Untersuchungsmaxime ergibt sich denn auch keine Pflicht des Gerichts, die Parteien in prozessualen Fragen zu beraten (BGE 137 III 617 E. 5.2 S. 621).