Citation: 7B_984/2023 E. 3.2.1

3.2.1. Der Beschwerdeführer rügt die Verletzung von Art. 227 Abs. 2 StPO und des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV. Art. 6 Abs. 1, Art. 3 Abs. 2 lit. c EMRK und Art. 107 StPO). Zur Begründung führt der Beschwerdeführer aus, dass er im kantonalen Verfahren unter Hinweis auf die mehrfach bestätigten Leitentscheide dargelegt habe, dass es sich bei den gesetzlichen Haftfristen (Art. 219 Abs. 4, Art. 224 Abs. 2, Art. 227 Abs. 1 und Art. 227 [recte: Abs. 3 und Abs. 5] StPO) nicht um reine Ordnungsvorschriften handle. Die Beschwerdegegnerin habe die Sicherheitshaft nicht vier Tage vor Ablauf der Haft gestellt und durch diese Nichteinhaltung eine Gültigkeitsvorschrift verletzt, weshalb das Zwangsmassnahmengericht mangels Rechtzeitigkeit nicht auf den Antrag der Beschwerdegegnerin auf Anordnung von Sicherheitshaft hätte eintreten dürfen. Zudem habe auch das Zwangsmassnahmengericht den Entscheid über die Sicherheitshaft nicht innert der gesetzlichen Frist von Art. 229 Abs. 3 lit. b i.V.m. Art. 227 Abs. 3 und 5 StPO gefällt. Die Vorinstanz habe sich mit den Argumenten des Beschwerdeführers nicht ansatzweise resp. nur selektiv auseinandergesetzt, weshalb der Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden sei. Dem vorinstanzlichen Entscheid lasse sich nicht entnehmen, weshalb die Vorinstanz entgegen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung den Antrag auf Anordnung von Sicherheitshaft 20 Tage nach Antragsstellung und 18 Tage nach Ende der Untersuchungshaft für zulässig erachte.