Citation: 8C_535/2022 E. 3

Die Vorinstanz hat dem Abklärungsbericht für Hilflosenentschädigung für Minderjährige und Intensivpflegezuschlag vom 28. September 2020 Beweiskraft beigemessen und festgestellt, ein Katheterisieren mit Oxybutynin sowie eine Elektrostimulation seien nicht mehr notwendig. In dem der Verfügung vom 12. Januar 2018 zugrunde liegenden Abklärungsbericht vom 13. September 2017 seien hierfür insgesamt 65 Minuten pro Tag berücksichtigt worden, weshalb durch den Wegfall dieser Massnahmen ein Revisionsgrund gegeben sei. Bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen resultiere beim An- und Auskleiden ein behinderungsbedingter Mehraufwand von 35 Minuten, bei der Körperpflege ein solcher von 7 Minuten. Bei der Verrichtung der Notdurft sei von einem behinderungsbedingten Mehraufwand von 70 Minuten, höchstens jedoch von 100 Minuten auszugehen. Im Rahmen der Behandlungspflege habe die Abklärungsperson grosszügigerweise insgesamt einen Mehraufwand von 26 Minuten ermittelt. Da somit (höchstens) von einem behinderungsbedingten Mehraufwand von 2 Stunden 54 Minuten bzw. 3 Stunden 24 Minuten (nämlich 35 Minuten für An- und Auskleiden, 0 Minuten für Aufstehen/Absitzen/Abliegen, 0 Minuten für Essen, 7 Minuten für Körperpflege, 70 bzw. 100 Minuten für Verrichtung Notdurft, 0 Minuten für Fortbewegung, 26 Minuten für die Behandlungspflege, 36 Minuten für Arzt- und Therapiebegleitung, 0 Minuten für Überwachung) auszugehen sei, entfalle der Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag.