Citation: I 528/01 03.06.2003 E. 4

Demgegenüber erfuhr die Verwaltungsverfügung vom 7. März 1997 eine rechtsgenügliche Eröffnung, als sie am 25. Januar 1999 zusammen mit den Akten der IV-Stellen Bern und Luzern (erstmals) dem von der Versicherten nunmehr als Rechtsvertreter bevollmächtigten Anwalt zugestellt wurde. Dieser konnte vom Inhalt der fraglichen Verfügung Kenntnis nehmen und die für eine allfällige Anfechtung nötigen rechtlichen Schritte einleiten. Er hat denn auch mit identischen, als Wiedererwägungs- bzw. Revisionsgesuche bezeichneten Eingaben an die genannten IV-Stellen vom 4. Februar 1999, also innerhalb der 30-tägigen Beschwerdefrist gemäss Art. 84 Abs. 1 AHVG, mit aller Deutlichkeit begründet, weshalb er mit der Verfügung der IV-Stelle Bern vom 7. März 1997 nicht einverstanden sei. Angesichts des somit klar und fristgerecht bekundeten Anfechtungswillens wäre die Verwaltung von Amtes wegen verpflichtet gewesen (BGE 120 V 415 Erw. 3a in fine), die Eingaben vom 4. Februar 1999 an die zuständige Beschwerdeinstanz weiterzuleiten oder wenigstens den Anwalt anzufragen, ob die Eingaben als Beschwerde zu behandeln seien, wenn sie die seinerzeit mangelhaft bzw. nicht eröffnete Verfügung nicht antragsgemäss in Wiedererwägung ziehen wollte. Sie wäre hiezu umso eher verpflichtet gewesen, als sie selber mit der mangelhaften Verfügungseröffnung einen unklaren Rechtszustand geschaffen hatte. Die unrichtige Bezeichnung der rechtzeitig erhobenen und hinreichend begründeten Rechtsvorkehr schadet nicht (BGE 122 V 194 f. Erw. 2). Nach dem Gesagten sind die Akten dem für die Behandlung der Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. März 1997 zuständigen Verwaltungsgericht des Kantons Bern zu überweisen (Art. 89 IVV in Verbindung mit Art. 200 Abs. 4 AHVV; BGE 123 V 182 Erw. 5).