Citation: 6B_751/2018 E. 2.4.3

2.4.3. Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin schliesslich, wenn sie geltend macht, der Beschwerdegegner habe in eventualvorsätzlicher Schädigungs- und Bereicherungsabsicht gehandelt. Ausgehend von den willkürfreien Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz, hat der Beschwerdegegner offensichtlich angenommen, dass die Bezüge vom 8. Januar 2007, 20. Dezember 2007 und 1. Januar 2008beim Beziffern seiner Restlohnforderung infolge Nichtigkeit nicht zu berücksichtigen sind. Mit anderen Worten hat er geglaubt, einen Anspruch auf Lohnnachzahlung in der im Lohnforderungsprozess geltend gemachten Höhe zu haben. Dass er Zweifel an der Nichtigkeit der drei Lohnzahlungen bzw. Zweifel an der Begründetheit seines Anspruch gehegt hätte, lässt sich dem vorinstanzlichen Entscheid in tatsächlicher Hinsicht nicht entnehmen. Seine auf die Rechtmässigkeit der erstrebten Bereicherung gerichtete Fehlvorstellung ist insofern als irrige Vorstellung über den Sachverhalt im Sinne von Art. 13 StGB zu qualifizieren, welche den (Eventual) vorsatz der Unrechtmässigkeit der Bereicherung ausschliesst (vgl. vorstehend E. 2.3.2). Die Vorinstanz durfte damit das Vorliegen des subjektiven Tatbestands ohne Verletzung von Bundesrecht verneinen. Dass sie sich im angefochtenen Entscheid nicht explizit zu einer eventualvorsätzlichen Tatbegehung äussert, ist des Weiteren nicht zu beanstanden. Indem sie das Vorliegen des subjektiven Tatbestands aufgrund des oben umschriebenen Sachverhaltsirrtums verneint hat, hat sie Eventualvorsatz implizit ausgeschlossen. Ob der Beschwerdegegner den Irrtum bei pflichtgemässer Vorsicht hätte vermeiden können (vgl. Art. 13 Abs. 2 StGB), ist hier nicht zu prüfen, da ein fahrlässiger Betrug nicht strafbar ist. Der Freispruch des Beschwerdegegners vom Vorwurf des Betrugs ist damit bundesrechtskonform.