Citation: 6B_202/2024 E. 2.5.4

2.5.4. In diesem Punkt erweist sich die Kritik des Beschwerdeführers als unbegründet. Aus der Anklageschrift ergibt sich hinreichend, welches Verhalten ihm vorgeworfen wird. Ebenso wenig gehen die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz über den angeklagten Sachverhalt hinaus. Zwar ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen, dass in Ziff. 1.1 die Entgegennahme durch ihn erwähnt wird. Jedoch wendet die Vorinstanz zutreffend ein, dass dies in der Ziff. 1.1.5 dahingehend präzisiert werde, als dass es nicht zur Übernahme durch den Beschwerdeführer gekommen ist, da die Kuriere vorher festgenommen wurden. Der Formulierung des Anklagesachverhalts ist zu entnehmen, welches Verhalten dem Beschwerdeführer vorgeworfen wird, wobei die Umschreibung auch klar das Verhalten von anderen Personen umfasst. Durch die Kombination von Ziff. 1.1 und Ziff. 1.1.5 ergibt sich, dass dem Beschwerdeführer der Erwerb von Kokaingemisch durch dessen Einfuhr durch Drittpersonen vorgeworfen wird. Damit überraschte weder die erste Instanz noch die Vorinstanz den Beschwerdeführer mit einem neuen Vorwurf. Dieser konnte sich hinreichend verteidigen. Eine von den angeklagten bzw. erwiesenen tatsächlichen Gegebenheiten zu unterscheidende, rechtliche Frage ist, ob die Einfuhr der Betäubungsmittel durch Drittpersonen als Erwerb des Beschwerdeführers zu qualifizieren ist oder ob nicht vielmehr von einem Anstaltentreffen zum Erwerb auszugehen wäre. Da der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer jedoch die rechtliche Würdigung der Vorinstanz nicht kritisiert, ist darauf nicht einzugehen. Die Vorinstanz verletzt in diesem Punkt weder den Anklagegrundsatz noch ihre richterliche Begründungspflicht.