Citation: 4C.135/2004 02.06.2004 E. 1

Im angefochtenen Urteil wurde festgehalten, der Kläger sei seit 1989 als Maschinist im Betrieb der Beklagten beschäftigt gewesen, und die Beklagte sei im Allgemeinen mit seinen Leistungen zufrieden gewesen. Allerdings habe er im Juli 2000 einmal verwarnt werden müssen, weil er zu einer Mitarbeiterorientierung nicht erschienen sei und eine Nachtschicht nicht angetreten habe. Der Kündigung sei ein Streit über eine Nachtschicht am Ostermontag 2002 vorausgegangen. Da für diese Schicht im Gegensatz zum Vorjahr keine Abgeltung mit dem doppelten Lohn vorgesehen gewesen sei, habe der Kläger nicht die Absicht gehabt, zu dieser Schicht zu erscheinen. Der Produktionsleiter habe davon Kenntnis erhalten und den Kläger darauf angesprochen, worauf dieser bestätigt habe, die Schicht nicht antreten zu wollen. Der Produktionsleiter habe in der Folge einen Ersatzarbeiter für die fragliche Schicht organisiert und den Kläger in die Frühschicht vom darauf folgenden Dienstag umgeteilt, womit dieser einverstanden gewesen sei. Nachdem der Produktionsleiter den Vorfall der Geschäftsleitung gemeldet habe, sei zunächst beschlossen worden, dem Kläger zu kündigen. Da der Produktionsleiter jedoch empfohlen habe, von einer Kündigung abzusehen, habe die Geschäftsleitung beschlossen, die Kündigung in eine Busse umzuwandeln. Der Kläger sei darauf am 3. April 2002 schriftlich verwarnt und mit einer Busse von Fr. 1'000.-- belegt worden, welche mit der nächsten Lohnzahlung vom April 2002 verrechnet worden sei. Des Weiteren sei ihm die fristlose Kündigung angedroht worden. Mit Schreiben vom 11. Mai 2002 habe der Kläger der Beklagten mitgeteilt, er sei mit diesem Abzug nicht einverstanden, und er verlange die Rückerstattung der Fr. 1'000.-- mit der nächsten Lohnzahlung. Darauf habe die Beklagte am 7. Juni 2002 per 30. September 2002 die Kündigung ausgesprochen und diese mit "... fehlender oder zu später Meldedisziplin sowie diverser Beanstandungen am Sachverhalt, was die Zusammenarbeit in der Gruppe und mit den direkten Vorgesetzten erschwert (habe) ...", begründet. Gemäss der Lohnabrechnung vom Juni 2002 sei dem Kläger der in der April-Abrechnung abgezogene Lohn von Fr. 1'000.-- zurückerstattet worden.