Citation: 7B_1049/2023 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz führt zur nicht obligatorischen Landesverweisung gemäss Art. 66a bis StGB zunächst aus, dass sich alle drei Beschwerdegegner neben der vorliegend beurteilten Nötigung schon mindestens einmal einer anderen Gewalttat schuldig gemacht haben. Bei der vorliegenden Verurteilung handle es sich folglich nicht um einen singulären Ausrutscher. Insoweit bestehe ein dringender Lernbedarf. Da allen drei Beschwerdegegnern gewisse Integrationsleistungen zugute gehalten werden könnten, erweise sich die Anordnung einer fakultativen Landesverweisung aber als unverhältnismässig. Alle Beschwerdegegner seien arbeitstätig. Sodann fährt die Vorinstanz fort, dass vor allem die Ausgangslage des Beschwerdegegners 1 eher prekär sei, zumal eine überjährige Freiheitsstrafe grundsätzlich geeignet sei, die Fortsetzung des Aufenthalts in der Schweiz in Frage zu stellen. Der Beschwerdegegner 1 müsse zudem aufpassen, dass er sich bezüglich häuslicher Gewalt keinen weiteren Vorwürfen aussetze. Die Strafen der Beschwerdegegner 2 und 3 würden dagegen unter der Jahresgrenze liegen. Beim Beschwerdegegner 2 seien die guten Deutschkenntnisse zu erwähnen. Zudem lebe er in der Schweiz in einer ehelichen Beziehung und habe eine Tochter. Der Beschwerdegegner 3 habe den Nachweis erbracht, dass er Deutschkurse besuche, und sei zu ermutigen, diese Integrationsbemühungen fortzusetzen. Allen drei Beschwerdegegnern sei dringend anzuraten, sich von weiteren gewalttätigen Auseinandersetzungen fernzuhalten.