Citation: 5A_164/2024 E. 6.1.1

6.1.1. Die Vorinstanz erwog, aufgrund der Interdependenz von Ehegatten- und Kindesunterhalt könne man den Ehegattenunterhalt, obwohl er rechtskräftig feststehe, für die Berechnung des Kindesunterhalts nicht ausblenden. Letzterer sei daher so zu bestimmen, als ob der Ehegattenunterhalt mitangefochten worden wäre. Dies habe zur Folge, dass den Steuern die materiell richtigen Gesamtunterhaltsbeiträge zugrunde zu legen seien. Nur so könne der Überschuss korrekt ermittelt werden. Dieser sei so zu bestimmen und zu verteilen, als ob sich die fehlende Sparquote auch zugunsten der Beschwerdegegnerin (und nicht nur zugunsten der Tochter) auswirken würde. Eine andere Vorgehensweise würde die Kindesunterhaltsbeiträge aus rein prozessualen Gründen verzerren.