Citation: 4A_414/2022 E. A

B.________ (Kläger, Beschwerdegegner) war ab Oktober 2008 als Lastwagenfahrer bei der D.________ angestellt und über die Arbeitgeberin bei der C.________ AG kollektivtaggeldversichert. Mit Vertrag vom 26./29. März 2021 schloss der Kläger mit der E.________ AG ein neues Arbeitsverhältnis mit Beginn 1. Juli 2021 ab. Der Arbeitsvertrag mit der D.________ endete am 30. Juni 2021. Ab dem 13. Mai 2021 war der Kläger fortdauernd zu 100% arbeitsunfähig geschrieben. Mit Schreiben vom 8. Juli 2021 erklärte die E.________ AG deshalb die Auflösung des im März 2021 geschlossenen Arbeitsvertrages, ohne dass der Kläger seine neue Tätigkeit je ausgeübt hatte. In der Folge erkundigte sich der Kläger bei der A.________ AG (Beklagte, Beschwerdeführerin), der Taggeldversicherung der E.________ AG, welche Leistungen ihm zustünden. Mit Schreiben vom 1. Oktober 2021 teilte ihm die Beklagte mit, sie habe ihre Leistungspflicht geprüft und sei zum Schluss gekommen, dass keine Versicherungsdeckung bestehe und somit keine Taggelder erbracht werden könnten.