Citation: 1B_412/2016 E. 3.7

3.7. Was der Beschwerdeführer vorbringt, lässt die Annahme des dringenden Tatverdachtes der Unterstützung einer kriminellen Organisation und der Widerhandlung gegen das IS-Gesetz nicht als willkürlich oder sonstwie bundesrechtswidrig erscheinen. Als konkrete Indizien dafür, dass er die terroristische Gruppierung "Islamischer Staat" (oder eine ihrer Tarnorganisationen) auf strafbare Weise unterstützt haben könnte, durfte das Bundesstrafgericht nach den vorläufigen Untersuchungsergebnissen insbesondere die Umstände heranziehen, dass der Beschuldigte einräumt, Ende 2013 in das von Bürgerkriegen erschütterte Syrien gereist zu sein, dass er auch zugibt, sich dort in einem (nicht näher bezeichneten) "Camp" aufgehalten und bewaffnete Wachteinsätze (angeblich zum Selbstschutz) geleistet zu haben, dass Bilder seines Syrienaufenthaltes sichergestellt wurden, auf denen er schwer bewaffnet und in Militärkleidung posiert, dass er in der Schweiz (gemäss eigenen Angaben und sichergestellten Fotos und Nachrichten) mit extremistischen (den IS offen unterstützenden und teilweise wegen Terrorismus und IS-Rekrutierung gerichtlich verurteilten) Personen eng vernetzt war, dass er eine leitende Funktion in einem Verein ausübte, in welchem jihadistische Extremisten, salafistische Hassprediger und IS-Rekrutierer verkehrten, dass er als Kampfsporttrainer mit diversen Personen, darunter Jugendlichen, Kontakt pflegte, die anschliessend in den Irak oder nach Syrien reisten oder dies versuchten, und dass er (gemäss sichergestellten Mitteilungen aus seinem engeren persönlichem Umfeld) in Syrien für den "Dschihad" trainiert und einem möglichen "Märtyrertod" entgegengesehen habe. Willkürliche Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz sind in diesem Zusammenhang nicht dargetan. Eine Strafbarkeit für Unterstützungshandlungen im Sinne von Art. 260ter Ziff. 1 Abs. 2 i.V.m. Ziff. 3 StGB ( oder für Widerhandlungen gegen das IS-Gesetz) setzt im Übrigen auch nicht voraus, dass der Beschuldigte in Syrien selber an Kampfhandlungen des IS teilgenommen oder den IS auf von diesem militärisch besetztem Gebiet unterstützt haben müsste. Strafbar wäre ferner auch die Unterstützung von Tarn- und Rekrutierungsorganisationen des IS (vgl. dazu oben, E. 3.4-3.5).