Citation: 5A_966/2021 E. 5.3.2

5.3.2. Die Beschwerdeführer bestreiten sodann nicht, dass sie die Beweislast für das Vorliegen einer ausgleichungspflichtigen bzw. herabsetzbaren Zuwendung trifft (Art. 8 ZGB). Sie machen aber zumindest sinngemäss geltend, dass sie sich in einer Beweisnot befinden, nachdem ihre Mutter und ihr Bruder verstorben sind und keine "unumstösslichen" Beweise für ihre Vorbringen vorhanden seien. Ausgehend davon möchten sie, dass die Vorinstanz jene Indizien stärker gewichtet, die für das Vorliegen einer solchen Zuwendung sprechen. Dem ist nicht zu folgen: Eine "Beweisnot", die eine Herabsetzung des Beweismasses erlauben würde und wie die Beschwerdeführer sie anzunehmen scheinen, liegt nicht schon darin begründet, dass eine Tatsache, die ihrer Natur nach ohne Weiteres dem unmittelbaren Beweis zugänglich wäre, nicht bewiesen werden kann, weil der beweisbelasteten Partei die Beweismittel fehlen. Blosse Beweisschwierigkeiten im konkreten Einzelfall können nicht zu einer Beweiserleichterung führen (BGE 148 III 105 E. 3.3.1, S. 145 E. 3.4.1; 144 III 264 E. 5.3). Es bleibt damit beim Regelbeweismass der vollen Überzeugung. Dass die Vorinstanz bei dessen Anwendung in Willkür verfallen wäre, tun die Beschwerdeführer nicht dar. Dafür genügt es nicht, in appellatorischer Art und Weise die vorhandenen Beweise in eigener Weise und anders als die Vorinstanz zu würdigen. Die Vorinstanz trifft damit kein Vorwurf, wenn sie zum Schluss gekommen ist, dass die Erblasserin ihrem Sohn F.A.________ ein Darlehen gewährt hat und nicht von einem späteren Schuldenerlass auszugehen ist.