Citation: 7B_7/2023 E. 2.2

2.2. Dagegen bringt der Beschwerdeführer vor, für ihn habe gar keine Möglichkeit bestanden, sich mittels PSAgA zu sichern, da das System zur Absturzsicherung ("Life Gard") noch nicht aufgestellt gewesen sei. Daneben sei auf dem Unfallplatz nur ein Höhensicherungsgerät (blaue Rolle) vorhanden gewesen. Dieses sei für einen anderen Arbeiter vorgesehen und ohnehin zu kurz gewesen, um einen allfälligen Absturz zu sichern. Davon abgesehen sei das Gerät nicht mehr wie vorgeschrieben gewartet und kontrolliert worden. Es habe somit an einer zulässigen alternativen Sicherungsmöglichkeit gefehlt. Vor diesem Hintergrund sei die Tatsache, das er seine PSAgA nicht getragen habe, irrelevant und hätte die PSAgA den Absturz auch nicht verhindern können. Dem Beschwerdegegner 2 sei die ungenügende Absicherung der geplanten Arbeiten bewusst gewesen. Trotzdem habe er ihn damit beauftragt. Es habe keine klaren Anweisungen betreffend Absturzsicherung bis zur Stellung des "Life Gards" gegeben. Auch der von der Staatsanwaltschaft und der Vorinstanz an ihn gerichtete Vorwurf, sich nicht am Armierungseisen befestigt zu haben, gehe fehl, da für ihn ja gar kein entsprechendes Höhensicherungsgerät vorhanden gewesen sei. Abgesehen davon wäre ein solches Befestigen laut SUVA und selbst laut Aussagen des Beschwerdegegners 2 nicht korrekt gewesen.