Citation: 4A_80/2017 E. 6

Hinsichtlich des beantragten weiteren Gutachtens zur Analyse der B-Probe erwog das TAS, der Beschwerdeführer habe den Antrag gestellt, die B-Probe in einem vom TAS bestimmten WADA-akkreditierten Labor, in Anwesenheit der Parteien und/oder deren Vertreter überprüfen zu lassen, mit einer anderen Methode, der Methode HRMS (high resolution mass spectrometry), die in "full MS" (oder "t-SIM" [targeted-Selective Ion Monitoring]) in Kombination mit "t-MS2" durchzuführen sei mit Ionen Mobilitäts-Teilung. Der Beschwerdeführer habe aber (selbst wenn man von der Zulässigkeit eines solchen Vorgehens nach den anwendbaren Bestimmungen ausgehen würde) keinen Anspruch auf eine zusätzliche Analyse der Probe, es sei denn, er könne genügend Zweifel an den Ergebnissen des B.________ Labors wecken. Solche Zweifel habe er aber nicht wecken können. Und wenn er tatsächlich genügend Zweifel hätten wecken können, würde er die beantragte zusätzliche Analyse nicht brauchen. Selbst wenn eine weitere Analyse die Streitfrage lösen und damit das TAS von seiner Aufgabe zur Würdigung der vorhandenen Beweismittel befreien könnte, werde das TAS diese Büchse der Pandora nicht öffnen. Dies treffe umso mehr zu, als sich entgegen dem Beschwerdeführer aus Art. 6.5 WADC oder einer anderen Bestimmung kein Anspruch auf Durchführung einer weiteren Analyse ergebe. Schliesslich sei umstritten, ob die vom Beschwerdeführer beantragte Methode zuverlässiger sei, wobei das TAS diesbezüglich auf ein Schreiben von Prof. D.________ von der Deutschen Sporthochschule Köln vom 27. Juni 2016 verwies; auf jeden Fall sei es keine (gemeint: von der WADA) genehmigte Methode für Ipamorelin.