Citation: 8C_507/2018 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, ihr Anstellungsreglement lege fest, dass die Beiträge an die Pensionskasse zu 100 % zulasten der Arbeitgeberin gehen würden. Sie halte sich an dieses Reglement und die Arbeitnehmer verfügten - entgegen der Darstellung der Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid - über einen einklagbaren Rechtsanspruch. Die in den Jahren 2004 und 2008 durch die Ausgleichskasse vorgenommenen Revisionen hätten denn auch zu keinen Beanstandungen und Aufrechnungen geführt. Daraus könne abgeleitet werden, dass die bereits damals bestehende Regelung durch die Kontrollorgane anerkannt worden sei. Im Übrigen treffe zwar zu, dass das am 13. November 2017 nachgelieferte Protokoll der Vorsorgekommission im Jahr 2017 erstellt worden sei. Jedoch sei die Regelung bereits im Jahr 2001 mündlich beschlossen worden. Die Vorinstanz nehme eine willkürliche Würdigung vor, soweit sie diesem Protokoll ohne sachlich nachvollziehbare Gründe die Beweiskraft aberkenne. Personen, die im Jahr 2001 am entsprechenden Beschluss massgeblich beteiligt gewesen seien, seien auch heute weiterhin für die Beschwerdeführerin tätig und könnten ohne Weiteres bezeugen, dass ein derartiger Beschluss tatsächlich getroffen worden sei. Die Lohnabrechnungen würden aufzeigen, dass die Arbeitgeberin stets sämtliche Beiträge an die berufliche Vorsorge übernommen habe. Für eine derartige Praxis sei zwingend ein Beschluss notwendig, andernfalls das Verhalten der Arbeitgeberin nicht nachvollziehbar wäre. Zudem bestätige auch die Helvetia, es sei für alle beteiligten Parteien jederzeit klar gewesen, dass die Beschwerdeführerin ohne Ausnahme sämtliche Beiträge an die berufliche Vorsorge trage. Eine Formvorschrift für das Reglement der Vorsorgeeinrichtung existiere sodann nicht. Wenn die Suva nun lediglich wegen des nicht schriftlich angepassten Vorsorgevertrages der Helvetia die Beiträge aufrechne, handle sie überspitzt formalistisch. Schliesslich seien bei den durchgeführten Steuer- und AHV-Kontrollen keine Mängel aufgedeckt worden. Mit der Kontrolle durch die AHV sei rechtskräftig festgestellt, dass die deklarierte AHV-pflichtige Lohnsumme der Beschwerdeführerin den gesetzlichen Grundlagen entspreche. Indem die Suva nun behaupte, die Beiträge der Arbeitgeberin würden als Ganzes zum massgeblichen Lohn gehören, widerspreche sie den rechtskräftigen AHV-Verfügungen, was keinen Rechtsschutz verdiene.