Citation: 1C_442/2017 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer wendet ein, seine Vorstrafen würden alle das Fahren in angetrunkenem Zustand betreffen. Das zu nahe Auffahren stelle daher keinen Rückfall im Sinne der Wiederholung einer früheren Verkehrsregelverletzung dar. Von vergleichbaren Widerhandlungen, welche die Mindestentzugsdauer gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG rechtfertigen könnten, sei gemäss den Richtlinien des Strassenverkehrsamtes (des Kantons Zürich) nur bei Tatbeständen des Fahrens in angetrunkenem oder sonst fahrunfähigem Zustand, der Vereiteilung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähighkeit, der Führerflucht und des Fahrens trotz Entzugs auszugehen. Es verstosse daher gegen den in Art. 5 Abs. 2 BV statuierten Grundsatz der Verhältnismässigkeit, die Mindestdauer des Entzugs gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG anzuwenden, obwohl ein völlig unterschiedliches Fehlverhalten vorliege. Die Praxis des Bundesgerichts, die in Bezug auf die Vorstrafen nur auf die Schwere der Verkehrsregelverletzung abstelle und keine vergleichbaren Taten verlange, müsste daher geändert werden. Der Entzug im Jahr 2012 wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand sei auf fünf Monate festgesetzt worden. Da das Verschulden beim aktuellen Vorfall weniger schwer wiege, erscheine ein Entzug von maximal fünf Monaten als angemessen, zumal der Beschwerdeführer als verantwortlicher Leiter eines Baugeschäfts für den Kundenkontakt auf das Lenken eines Fahrzeugs angewiesen sei und es für ihn finanziell nicht tragbar sei, für 14 Monate einen Chauffeur anzustellen.