Citation: U 583/06 07.02.2008 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat erwogen, laut Bericht des den Unfallversicherer beratenden Dr. med. G.________ vom 29. Juni 2001 seien die nach den Unfallereignissen in den Jahren 1987 und 1993 arthroskopisch vorgelegenen Meniskusbefunde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht durch die einzelnen Unfallereignisse hervorgerufen worden, sondern das Resultat einer vorbestandenen Komplexinstabilität, wobei die Unfallereignisse lediglich zu einer lokalisierten Irritation mit Reizknieerscheinungen geführt hätten. Bei vorbestandener Komplexinstabilität habe die medialseitige Teilmeniskektomie gemäss Facharzt zu einer weiteren Zunahme der Instabilität geführt, was wiederum die schon angelaufene medialseitige Arthroseentwicklung beschleunigt habe. Dieser gehe davon aus, dass aus diesem Grund relativ kurze Zeit später die Valgisationskorrekturosteotomie erfolgt sei, wobei habe angenommen werden müssen, dass der Patient nie mehr vollständig beschwerdefrei geworden sei, sondern durch die Verlagerung des Belastungsschwerpunktes ins laterale Kompartiment erneute degenerative Probleme programmiert gewesen seien, mit einer nun schmerzhaften Trikompartimentengonarthrose. Dr. med. G.________ sage indessen nicht, ob die Beschwerden auch ohne Unfall zum fraglichen Zeitpunkt noch bestehen würden. Insbesondere erwähne er nichts von einer bloss zeitlich begrenzten Verschlimmerung oder dem Erreichen eines status quo sine vel ante. Die am Anfang der von Dr. med. G.________ beschriebenen Kausalkette stehende mediale Meniskusläsion werde im Bericht der Personalärztin des Spitals X.________ vom 4. Dezember 1995 und jenem der Universitätsklinik für Orthopädische Chirurgie vom 23. November 1998 als Folge des Unfalles von 1993 angesehen, was - falls dies zutreffend sein sollte - bedeuten würde, dass der Unfall von 1993 eine conditio sine qua non für das bestehende Beschwerdebild darstellen würde. Darauf deute auch der Hinweis des Dr. med. G.________, wonach ein nicht vorgeschädigtes Knie sich nach den erlittenen Unfällen erwartungsgemäss vollständig erholt hätte. Der Bericht des weiteren beratenden Arztes der Winterthur, Dr. med. H.________, vom 10. Februar 2005 bringe diesbezüglich keine Klarheit, da er im Wesentlichen lediglich die Beurteilung des Dr. med. G.________ bestätige. Angesichtes der unklaren und damit unvollständigen Aktenlage wies die Vorinstanz die Sache an die Beschwerdeführerin zurück, damit sie entsprechend der mit der SUVA getroffenen Vereinbarung ein externes Gutachten einhole und anschliessend neu verfüge, wobei auch die kausale Bedeutung des Unfalles im Jahre 1974 (welcher möglicherweise zu Lasten der SUVA gehe) für die weiterhin geklagten Beschwerden in die Beurteilung miteinzubeziehen sei. Zudem wies sie den Unfallversicherer an, im Rahmen der Begutachtung insbesondere die in Art. 44 ATSG garantierten Verfahrensrechte zu gewähren. 3.2 Der Unfallversicherer wendet ein, aufgrund der medizinischen Abklärungen sei rechtsgenüglich erstellt, dass kein Rückfall und keine Spätfolgen der beiden Unfälle von 1987 und 1993 vorliegen würden und demgemäss für die ab 1998 bestehenden Beschwerden keine Leistungen aus der Unfallversicherung geschuldet seien, so dass kein zusätzliches Gutachten erforderlich sei.