Citation: 8C_559/2020 E. 3.2.2

3.2.2. Mit der Rüge, der Behandlungsanspruch der Versicherten sei ausschliesslich aufgrund der Unfallkausalität zu beurteilen, verkennt die Beschwerdeführerin erneut, dass der Grundfall rechtskräftig abgeschlossen wurde. Entgegen ihrer Behauptung war gemäss Urteil des Bundesgerichts vom 22. Mai 2017 ausdrücklich auch der Anspruch auf Heilbehandlung der Kleinfingerverletzung von der Feststellung des rechtskräftigen Fallabschlusses erfasst. Ein erneuter Anspruch auf Heilbehandlung kann demzufolge später grundsätzlich nur noch in Betracht fallen, wenn ein Rückfall oder eine Spätfolge des Unfalls vom 19. Januar 2007 im Sinne von Art. 11 UVV aufgetreten wäre. Im angefochtenen Entscheid wurden bezüglich der Kleinfingerendgelenkverletzung links bzw. der Kleinfingerendgelenkarthrose in Würdigung der medizinischen Aktenlage ein Rückfall und Spätfolgen mit einlässlicher und überzeugender Begründung verneint. Damit hat sich die Beschwerdeführerin nicht ansatzweise auseinandergesetzt, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.