Citation: U 141/02 03.06.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob die dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 19. Oktober 1998 für die Zeit ab September 1996 zugesprochene, einem Invaliditätsgrad von 50 % entsprechende Rente revisionsweise zu erhöhen ist. Dies hängt davon ab, ob sich der für die Ermittlung des Invaliditätsgrades erhebliche Sachverhalt während des Zeitraums zwischen dem Erlass der ursprünglichen Rentenverfügung vom 19. Oktober 1998 und dem Einspracheentscheid vom 2. Februar 2001 in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise verändert hat. Die Änderung kann sich entweder auf den Gesundheitszustand oder auf dessen erwerbliche Auswirkungen beziehen (vgl. BGE 113 V 275 Erw. 1a mit Hinweisen). 2.1 Die Verfügung vom 19. Oktober 1998 basiert in medizinischer Hinsicht auf dem Entscheid des kantonalen Gerichts vom 3. Juli 1998, der den ursprünglichen Einspracheentscheid vom 1. September 1997, welcher auf eine Rente von 40 % gelautet hatte, in diesem Punkt aufhob. Das kantonale Gericht ging davon aus, der Beschwerdeführer sei auf Grund seiner unfallbedingten Beschwerden im Rücken und im linken Fuss in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, während die psychische Symptomatik nicht zu einer zusätzlichen Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit geführt habe. Es stützte sich dabei auf Gutachten des Dr. med. H.________, orthopädische Chirurgie FMH, vom 18. Januar 1996 und des Dr. med. W.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 20. März 1996, sowie die Verfügung der Invalidenversicherung vom 1. November 1996, mit welcher dem Versicherten für die Zeit ab 1. April 1994 eine halbe Rente auf Grund eines Invaliditätsgrades von 51 % zugesprochen worden war, wobei das kantonale Gericht zum Ergebnis gelangte, diese Erwerbsunfähigkeit beruhe allein auf dem somatischen Beschwerdebild. Dr. med. H.________ diagnostizierte ein thorakolumbales Schmerzsyndrom bei mit leichter keilförmiger Deformierung ausgeheilter Kompressionsfraktur L2, vorwiegend tendomyotisch bedingte Nacken-Schulterbeschwerden rechts, leichte belastungsabhängige Fussbeschwerden links nach konsolidierter Fraktur des Proc. posterior tali sowie belastungsabhängige Kniebeschwerden links unklarer Genese. Er gelangte zum Ergebnis, die massiven Beschwerden vor allem im Bereich der Wirbelsäule könnten rein orthopädisch nicht erklärt werden. Sicher seien belastungs- und positionsabhängige Thorakolumbalgien nach der Kompressionsfraktur erklärbar, und effektiv sei dem Patienten damit eine Tätigkeit auf dem Bau nicht mehr zumutbar. Dagegen sei nach den erhobenen Befunden eine dem Rücken und der linken unteren Extremität adaptierte Tätigkeit vollschichtig zumutbar. Insgesamt entsprächen die Einschränkungen ungefähr einer Arbeitsfähigkeit als Hilfsarbeiter von 50 %. In neurologischer Hinsicht habe die letzte Untersuchung durch Dr. med. R.________, Neurologie FMH, keine Befunde ergeben, welche eine weiter gehende Arbeitsunfähigkeit begründeten. Dr. med. R.________ hatte den Beschwerdeführer auf Zuweisung von Dr. med. T.________, Innere Medizin FMH, (Schreiben vom 27. Oktober 1995), wegen zunehmender und intensiver Kopfschmerzen untersucht. Seine Aussagen werden im Gutachten des Dr. med. H.________ dahingehend zusammengefasst, dass sich keine grob neurologischen Ausfälle gefunden hätten. Zervikal werde eine Blockade der mittleren Segmente angegeben, im Weiteren von Spannungskopfschmerzen berichtet mit Sehstörungen und funktionellen EEG-Störungen. Hinweise für eine zentrale Nervenpathologie hätten sich keine gefunden. Die magnetisch evozierten Potenziale hätten hier eine Verlängerung der peripheren Latenz mit möglichem Hinweis auf eine zervikale Pathologie oder abgelaufene Plexopathologie gezeigt, wobei Letztere ja aktenkundig sei. Aus dem Gutachten des Dr. med. H.________ geht hervor, dass der Arzt die Zervikalgien wie auch die ausserdem geltend gemachten Kniebeschwerden nicht in Verbindung mit dem Unfall brachte und die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausschliesslich auf die Rücken- und Bein- bzw. Fussbeschwerden zurückführte. Der Psychiater Dr. med. W.________ stellte die Diagnose einer psychogenen Schmerzfehlverarbeitung mit leichter Aggravationstendenz und Fixierung bei psychisch unauffälliger Persönlichkeit. Der Beschwerdeführer sei auf Grund seiner Restressourcen fähig, sich seinen Schmerzen zu stellen und trotz der Schmerzen seine Leistungsfähigkeit wieder zu erbringen. Das kantonale Gericht gelangte gestützt darauf zum Ergebnis, der Beschwerdeführer sei in seiner Erwerbsfähigkeit aus psychischen Gründen nicht eingeschränkt. Auf der Grundlage des Gutachtens des Dr. med. H.________ sowie unter Berücksichtigung der Verfügung der IV-Stelle vom 1. November 1996, laut welcher der Invaliditätsgrad 51 % betrug, erachtete das Gericht eine Erwerbsunfähigkeit von 50 % als gegeben.