Citation: 7B_1288/2024 E. 2.3.4

2.3.4. Der Beschwerdeführer rügt eine unvollständige Feststellung des Sachverhalts, eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör, des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit der Haft, sowie des Beschleunigungsgebots in Haftsachen, und eine Verletzung von Art. 7, Art. 10 Abs. 2 und 3 BV und Art. 3, Art. 5 Ziff. 1 und 4 EMRK sowie von Art. 62c lit. c StGB. Zusammengefasst macht er geltend, er habe die erstinstanzlich verhängte Freiheitsstrafe von 25 Monaten bereits seit längerer Zeit erstanden, denn er befinde sich inzwischen schon seit 29 Monaten im Freiheitsentzug. Obschon ihm der vorzeitige Massnahmenvollzug bewilligt worden sei, habe er sich seit seiner Inhaftierung lediglich während sieben Monaten in einer für den Massnahmenvollzug geeigneten Institution befunden. Mittlerweile sei er (nachdem er aus der für den Massnahmenvollzug geeigneten Anstalt entlassen worden sei) seit mehr als zehn Monaten wieder in für den Massnahmenvollzug ungeeigneten Anstalten untergebracht worden. Er sei zwar bei einer notfallmässigen Behandlung in der Psychiatrie medikamentös besser eingestellt worden, werde zurzeit aber nicht therapiert und immer wieder mit Isolations- und Einzelhaft bestraft. Diese Haftbedingungen seien angesichts seiner Therapiebedüftigkeit unzumutbar. Die Vorinstanz behaupte, dass es in der Justizvollzugsanstalt Solothurn, wo er sich zurzeit befinde, "bessere Möglichkeiten für die Therapie gäbe", habe dies aber nicht weiter abgeklärt oder belegt. Nach Art. 62c lit. c StGB müsse er, da keine geeignete Einrichtung existiere oder er keinen Platz in einer geeigneten Einrichtung erhalte, aus der Haft entlassen werden. Die Vorinstanz habe den Sachverhalt unvollständig abgeklärt und ihren Entscheid dementsprechend auch nicht rechtsgenüglich begründet, und die Fortführung der Haft sei unverhältnismässig.