Citation: 2C_344/2019 E. 2.1

2.1. Gemäss Art. 14 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) kann eine asylsuchende Person ab Einreichung des Asylgesuches bis zur Ausreise nach einer rechtskräftig angeordneten Wegweisung, nach einem Rückzug des Asylgesuches oder bis zur Anordnung einer Ersatzmassnahme bei nicht durchführbarem Vollzug kein Verfahren um Erteilung einer ausländerrechtlichen Aufenthaltsbewilligung einleiten, ausser es bestehe ein Anspruch auf deren Erteilung. Für eine beabsichtigte Eheschliessung heisst das, dass ein Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung nur gegeben ist, wenn der Bewilligungsanspruch klarerweise oder offensichtlich besteht (BGE 139 I 37 E. 3.5.2 S. 28, 138 I 41 E. 4 S. 46 f.), d.h. wenn feststeht, dass eine Bewilligung nach der Heirat erteilt werden kann (BGE 139 I 37 E. 3.5.2 S. 28, 138 I 41 E. 4 S. 46 f., Urteile 2C_887/2018 vom 4. Dezember 2018 E. 2.1, 2C_ 386/2018 vom 15. Juni 2018 E. 3.3, 2C_962/2013 vom 13. Februar 2015 E. 4.2), und wenn zudem die Eheschliessung unmittelbar oder in absehbarer Zeit bevorsteht (Urteil 2C_880/2017 vom 3. Mai 2018 E.4.3). Die Vorinstanz hat diese Rechtsprechung korrekt wiedergegeben.