Citation: 2C_986/2020 E. 7.2.2

7.2.2. An der vorstehenden Würdigung nichts zu ändern vermag im Übrigen das Vorbringen des Beschwerdeführers, es hätte der Ausgang des laufenden Verfahrens der Invalidenversicherung abgewartet werden müssen, um eine definitive Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit vorzunehmen. Zum einen ist das frühere Verfahren der Invalidenversicherung, das in die abschlägige Verfügung der IV-Stelle Basel-Stadt vom 3. Oktober 2017 mündete, bereits abgeschlossen und wurde diese Verfügung im angefochtenen Urteil berücksichtigt. Zum anderen wurde das derzeit hängige neue Verfahren der Invalidenversicherung mit Gesuch des Beschwerdeführers vom 30. Oktober 2018 eingeleitet und gehen die Verfahrensbeteiligten zu Recht davon aus, dass in diesem Verfahren die Frage der Arbeitsunfähigkeit bzw. des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers bis und mit dem 30. Oktober 2017 nicht abzuklären ist (vgl. dazu auch Art. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da von einem Entscheid der Invalidenversicherung in diesem Verfahren folglich keine für die Beurteilung des Aufenthaltsanspruchs nach Art. 4 Anhang I FZA (in Verbindung mit Art. 7 lit. c FZA) massgebenden Erkenntnisse erwartet werden können, war und ist es ohne Weiteres mit der hiervor in E. 7.1.2 genannten Rechtsprechung vereinbar, für diese Beurteilung das Ergebnis des laufenden Verfahrens der Invalidenversicherung nicht abzuwarten.