Citation: 9C_399/2022 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer wendet ein, die vorinstanzliche Entscheidfindung beruhe auf einer bundesrechtswidrigen Verteilung der Beweislast. Im Urteil 9C_630/2017 vom 9. Mai 2018 E. 3 habe das Bundesgericht festgehalten, eine Vorsorgeeinrichtung, die ihre Leistungspflicht mit dem Argument bestreite, die Arbeitsfähigkeit sei bereits zu Beginn des Vorsorgeverhältnisses gesundheitlich bedingt eingeschränkt gewesen, trage hierfür die Beweislast. Der vom Beschwerdeführer zitierte bundesgerichtliche Entscheid bezieht sich, freilich ohne es ausdrücklich zu sagen, auf die sogenannte objektive (materielle) Beweislast, d.h. auf die Frage, zu wessen Lasten sich eine allfällige Beweislosigkeit auswirkt: Auch im öffentlichen Recht trägt derjenige die (objektive) Beweislast für eine Tatsache, der aus ihr Rechte ableitet (Art. 8 ZGB sinngemäss). Diese Beweislast wird aber erst relevant, wenn eine entscheiderhebliche Frage auch nach umfassender Würdigung der Akten nicht als überwiegend wahrscheinlich erstellt werden kann. Der Untersuchungsgrundsatz (Art. 73 Abs. 2 BVG) lässt, unter Vorbehalt von Mitwirkungspflichten der Parteien, keinen Raum für eine Beweisführungslast (subjektive oder formelle, prozessuale Beweislast; BGE 115 V 111 E. 3d/bb). Die Vorinstanz hat die Beweisführung denn auch nicht dem Beschwerdeführer überlassen, sondern aufgrund eigener Beweiswürdigung geschlossen, dass die massgebende Arbeitsunfähigkeit spätestens am 5. Mai 2017 eingetreten sei. Beweislosigkeit ist nicht gegeben.