Citation: 1B_201/2019 E. 4.2

4.2. Solche triftigen Gründe, die ausnahmsweise für eine andere als die gesetzlich vorgesehene Zuständigkeit sprechen, hat die Vorinstanz vorliegend angenommen. Sie erwog, die Führung der Strafuntersuchung betreffend die angeblichen Verletzungen des Gewässerschutzrechts sowie die in diesem Zusammenhang angezeigte ungetreue Amtsführung erfordere vor allem Spezialwissen auf dem Gebiet des Gewässerschutzes. Die Bezirksstaatsanwaltschaften seien gemäss der Zuständigkeitsregelung des JG für solche Verfahren regelmässig zuständig (vgl. § 65 JG). Entsprechend würden sie auch über das erforderliche Fachwissen und den nötigen Erfahrungshintergrund verfügen, um die fraglichen Vorwürfe fachgerecht und effizient zu untersuchen. Es erweise sich deshalb als sachgerecht und zweckmässig, die Zuständigkeit ausnahmsweise abweichend von der gesetzlichen Zuständigkeitsregelung festzulegen, gemäss welcher die vorliegende Strafuntersuchung durch die kantonale Staatsanwaltschaft zu führen wäre (§ 20 Abs. 1 lit. a JG i.V.m. § 56 Abs. 1 JG und § 65 Abs. 1 JG).