Citation: 1C_647/2020 E. 4.2

4.2. Dass die Vorinstanz § 292 PBG/ZH hinsichtlich der Frage der massgeblichen bzw. betreffenden Fassadenlänge krass falsch ausgelegt hätte, ihre Beurteilung in dieser Hinsicht in klarem Widerspruch zur tatsächlichen Situation stehen oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen würde, geht aus den Vorbringen der Beschwerdeführenden nicht hervor. Entgegen ihren Ausführungen hat die Vorinstanz die Ästhetik des Bauvorhabens, insbesondere des Attikageschosses, nicht ohne sachbezogene Begründung und einzig aufgrund ihres "rein empfindungsgemässen Wohlgefallen an der Leichtigkeit eines verglasten obersten Geschosses" beurteilt. Stattdessen hat sie nachvollziehbar ausgeführt, weshalb sie die gesamte Länge des geplanten Gebäudes als massgebend betrachtet und nicht nur, wie von den Beschwerdeführenden beantragt, einen Teilabschnitt. Wie den aktenkundigen Plänen und den Ausführungen der Vorinstanz entnommen werden kann, weist die Fassade eine einheitliche Materialisierung auf und bildet optisch eine baulich-architektonische Einheit. Dass dabei das geplante Gebäude im dritten Obergeschoss nicht durchgehend geführt werden soll, sondern - zugunsten einer erwünschten gegliederten Gestaltung - auf einer Länge von rund 15 m unterbrochen wird, lässt den betroffenen Fassadenteil immer noch als zur fraglichen Dachfläche zugehörig erscheinen. Trotz dieser Abstufung verfügt das Gebäude über ein einheitliches Erscheinungsbild. Unter diesen Umständen kann es nicht als willkürlich bezeichnet werden, dass die Vorinstanz das Attikageschoss nicht als Vollgeschoss beurteilt hat. Die Rüge der willkürlichen Rechtsanwendung in Bezug auf § 292 PBG/ZH ist unbegründet. Daran ändert auch die Behauptung der Beschwerdeführenden nichts, es handle sich um ein überhohes Attikageschoss, welches gegen § 49a Abs. 2 PBG/ZH verstosse. Gemäss dieser Bestimmung sei immer nur ein Attikageschoss zulässig. Dies sei ohne Weiteres so zu verstehen, dass nach Ortsgebrauch ein Attikageschoss nicht mehr als Dachgeschoss erachtet werde, wenn es mit fassadenbündig senkrechten Aussenwänden die Höhe von zwei Normalgeschossen erreiche. § 49a Abs. 2 PBG/ZH stelle eine gesetzliche Grundlage dafür dar, dass von einem Attikavolumen, das bis weit in die Höhe eines zweiten Dachgeschosses reiche, ein Zurückweichen unter die virtuelle Dachschräge verlangt werden könne. Vorliegend rücke das überhohe Dachgeschoss nicht entsprechend der virtuellen Dachschräge zurück. Auch aus diesen Einwänden ergibt sich indes nicht, dass die vorinstanzliche Berechnung betreffend die Höhe des Attikageschosses offensichtlich unrichtig wäre. Der Vorwurf der Beschwerdeführenden geht fehl. § 49a Abs. 2 PBG/ZH erlaubt über Flachdächern ein Attikageschoss. Insofern ist kein Widerspruch erkennbar. Alleine dadurch, dass das Attikageschoss vorliegend etwas höher dimensioniert ist als im Normalfall, wird dieses, wie von der Vorinstanz erwogen, noch nicht zu einem (unzulässigen) zweiten Dachgeschoss. Die Vorinstanz hat sodann auf ihre Praxis verwiesen, wonach § 292 PBG/ZH keine schematische Höhenbegrenzung kenne (vgl. E. 4.1 hiervor). Dass die vertikale Abmessung des Attikageschosses den weiteren gesetzlichen Vorgaben (insbesondere § 281 PBG/ZH) nicht entspreche, ist weder ersichtlich noch von den Beschwerdeführenden rechtsgenüglich dargetan.