Citation: 1D_4/2015 E. 2.4

2.4. Insofern kann man sich fragen, ob das Verwaltungsgericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit der obigen Begründung abweisen durfte. Allerdings machen die Beschwerdeführerinnen keine Verletzung ihres Gehörsanspruchs geltend und es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin 1 keiner Erwerbstätigkeit nachgeht; aufgrund dessen hat sie auch vor Bundesgericht um unentgeltliche Prozessführung und Beiordnung einer Anwältin ersucht. In ihrer Verfassungsbeschwerde - in Kenntnis der vorinstanzlichen Vorhaltung hinsichtlich der Sozialhilfeabhängigkeit - machen die Beschwerdeführerinnen ebenfalls nicht in substanziierter Weise geltend, in ihrem Fall dürfe aufgrund spezifischer Umstände nicht auf dieses Kriterium abgestellt werden, etwa weil sich dieses als diskriminierend erweisen würde. Sie bringen zwar vor, unter Anwendung des bisherigen Rechts hätte die Vorinstanz prüfen müssen, ob der Bezug von Sozialhilfe selbstverschuldet sei und "die Frage einer indirekten Diskriminierung von Frauen (alleinerziehende Mutter!) abwägen" müssen. Sie äussern sich aber auch vor Bundesgericht nicht näher zu dieser Problematik, obwohl die Vorinstanz in der angefochtenen Zwischenverfügung erwogen hat, aus den verfügbaren Akten würden sich keine Hinweise auf besondere Umstände ergeben, die das Kriterium des Sozialhilfebezugs als Einbürgerungshindernis als unzulässig erscheinen liesse. Insbesondere wird in der Beschwerde nicht ausgeführt, weshalb es für die Beschwerdeführerin 1 gänzlich unmöglich sein soll, mit einem über zehnjährigen Kind zumindest einer teilzeitlichen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Damit genügen sie ihrer qualifizierten Begründungspflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG) nicht.