Citation: 5A_228/2024 E. 4

Die Beschwerdeführerin erwähnt zwar am Schluss ihrer Eingabe das Willkürverbot. Indes bleiben die vorangehenden Ausführungen von der Sache her durchgängig appellatorisch und vermögen den an Willkürrügen zu stellenden Begründungsanforderungen nicht zu genügen. Der Vollständigkeit halber sei dennoch das Folgende festgehalten: Kernaussage in der Beschwerde ist, dass das Bundesgericht gemäss BGE 142 III 481 keine faktische Residenzpflicht bzw. kein Müttergefängis habe errichten wollen und deshalb in Anwendung von Art. 301a ZGB ein Kind mit dem hauptbetreuenden Elternteil grundsätzlich müsse wegziehen können. Diese (abstrakt zutreffende) Aussage geht an der konkreten obergerichtlichen Begründung vorbei, wonach es (angesichts des bislang unkooperativen Verhaltens der Beschwerdeführerin) vorliegend vertiefter Abklärungen bedürfe, um zu sagen, welcher Aufenthaltsort dem Kindeswohl am besten gerecht werde. Was an dieser Entscheidbegründung des Obergerichtes willkürlich sein soll, bleibt unerfindlich, ist doch die entscheidende Frage bei Wegzugsurteilen gerade, ob das Wohl des Kindes besser gewahrt ist, wenn es mit dem auswanderungswilligen Elternteil wegzieht oder wenn es sich beim zurückbleibenden Elternteil aufhält (BGE 142 III 481 E. 2.6). Was sodann die vorsorgliche Obhutsregelung anbelangt, hält die Beschwerdeführerin fest, das Kind werde noch gestillt und der Vater habe ein hohes Arbeitspensum. Das Arbeitspensum des Vaters hat die KESB jedoch in die Erwägungen einbezogen und dieser betreut auch seinen elfjährigen Sohn aus einer früheren Beziehung, weshalb jedenfalls im Kontext mit der Frage der aufschiebenden Wirkung im Beschwerdeverfahren keine Willkür ersichtlich wäre, wenn er jeweils am Wochenanfang auch für die Tochter die Betreuungsverantwortung trägt. Dass das Kind noch nicht abgestillt wäre und es vor diesem Hintergrund beim Vater in eine unzumutbare Lage geraten könnte, wird in diesem Kontext weder im Entscheid der KESB noch in der angefochtenen obergerichtlichen Verfügung festgestellt und die Beschwerdeführerin rügt auch nicht, dass eine solche Feststellung in willkürlicher Weise unterlassen worden sei. Als Folge hat das Vorbringen im bundesgerichtlichen Verfahren als neu und damit unzulässig zu gelten (Art. 99 Abs. 1 BGG). Auszugehen ist mithin vom kantonal festgestellten Sachverhalt, aus welchem keine Anzeichen für eine unhaltbare Situation für das Kind beim Vater hervorgehen. Insbesondere lässt sich eine untragbare Situation für das Kind auch nicht aus der mütterlichen Behauptung ableiten, eine Rückkehr in die Schweiz sei für sie persönlich unzumutbar, zumal sie nach den Feststellungen im Entscheid der KESB vorher elf Jahre in Biel bzw. U.________ gelebt und als Physiotherapeutin gearbeitet hat. Folglich würde es, selbst wenn in rechtlicher Hinsicht - spezifisch für die vorliegend den ausschliesslichen Anfechtungsgegenstand bildende Frage der aufschiebenden Wirkung im Beschwerdeverfahren - substanzierte Willkürrügen erfolgt wären, diesen jedenfalls an der erforderlichen Tatsachenbasis fehlen.