Citation: 4A_665/2018 E. 13

13. Antrag auf Einsicht der B.________ GmbH in folgende Unterlagen: - Bilanzen 2015 und 2016 - Erfolgsrechnungen 2015 und 2016 - Geschäfts- und Revisionsberichte 2015 und 2016 - Detaillierte Buchhaltung 2015 und 2016 - Sämtliche Rechnungen der G.________ betreffend die Geschäfsjahre 2015 und 2016 - Sämtliche Rechnungen der G.________ für Nachforderungen von AHV-Beiträgen - Sämtliche Unterlagen zu den Inkassomassnahmen zur Rückforderung der AHV-Beiträge bei den Beratern (Schreiben, Mahnungen, Korrespondenz mit Beratern, Korrespondenzen mit Creditreform, Rechnungen der Creditreform etc.) - Sämtliche Gerichtsentscheide und Verfügungen im Zusammenhang mit dem sozialversicherungsrechtlichen Status der Berater - Sämtliche Korrespondenzen mit der G.________ betreffend den sozialversicherungsrechtlichen Status der Berater Antrag: Gutheissung des Antrags in Bezug auf sämtliche Unterlagen. 1.2 Für den Fall der Nichtbeachtung dieses Entscheids wird der Geschäfts-führerin die Überweisung an den Strafrichter wegen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen gemäss Art. 292 StGB (Sanktion: Busse) angedroht." B.b. Das Obergericht des Kantons Zug wies mit Urteil vom 28. November 2018 die dagegen erhobene Berufung der Gesuchsgegnerin ab und bestätigte den Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 25. September 2018. Die Frist von 20 Tagen zur Einberufung der ordentlichen Gesellschafterversammlung gemäss Dispositiv 1.1 des Entscheids des Einzelrichters wurde neu ab Erhalt des obergerichtlichen Urteils angesetzt. Das Obergericht stellte fest, dass die Gesuchstellerin, welche 30% des Stammkapitals vertritt, die Geschäftsführerin der Gesuchsgegnerin aufgefordert hatte, eine Gesellschafterversammlung einzuberufen, und dass diese dem Begehren nicht entsprochen hatte, so dass die gesetzlichen Voraussetzungen (Art. 805 Abs. 5 OR in Verbindung mit Art. 699 Abs. 3 und 4 OR) erfüllt seien. Streitig ist nach den Erwägungen des Obergerichts nur, ob das Gesuch um Einberufung der Gesellschafterversammlung das Rechtsmissbrauchsverbot verletzt. Mit der ersten Instanz verneinte das Obergericht einen offensichtlichen Rechtsmissbrauch sowohl für die üblichen Traktanden einer ordentlichen Gesellschafterversammlung (Ziffern 1-11 Traktandenliste) wie für die Anträge auf Auskunft und Einsicht (Ziffer 12 und 13 Traktandenliste).