Citation: 6B_941/2023 E. 1.3.2

1.3.2. Die Vorinstanz erachtet es als rechtsgenügend erstellt, dass es sich bei der Person, die zum Zeitpunkt der polizeilichen Kontrolle am 25. Mai 2020 den Lieferwagen lenkte und die weder einen Sicherheitsgurt angelegt hatte noch eine Freisprechanlage benutzte, um den Beschwerdeführer handle. Dabei stützt sie sich auf den Umstand, dass lediglich der Beschwerdeführer Zugang zum von der A.________ GmbH gehaltenen Lieferwagen habe und zugleich der Polizei in der Befragung vor Ort die der A.________ GmbH gehörende Mobiltelefonnummer sowie das richtige Geburtsdatum von B.A.________ habe angeben können, obwohl B.A.________ Bürger von Zürich und U.________ eigentlich der Heimatort des Beschwerdeführers sei. Die Vorinstanz würdigt auf dieser Grundlage die auf die Täterschaft des Beschwerdeführers hindeutende Indizienlage als erdrückend, wobei der Umstand, dass der Polizeibeamte C.________, der B.A.________ verzeigt und danach den Beschwerdeführer einvernommen habe, keine Bemerkung zur Identität des Täters im Protokoll angebracht habe, weder als be- noch als entlastend zu werten sei. Die Vorinstanz stellt fest, der Beschwerdeführer habe in der ersten polizeilichen Einvernahme am 16. Februar 2021 zunächst erklärt, er wisse nicht mehr, ob er am 25. Mai 2020 für die A.________ GmbH gearbeitet habe. Am 7. Dezember 2021 habe er dann erklärt, er sei am fraglichen Tag nicht dort, sondern im Tessin gewesen, wo er "irgendwie" in der Nähe der Gemeindepolizei von X.________ mit der Firma von D.________ von Y.________ gearbeitet habe. Die Vorinstanz erachtet diese Darstellung als neu und als wenig glaubhaft, da sich der Beschwerdeführer fast ein Jahr nach der ersten Einvernahme plötzlich habe erinnern können wollen, wo er gewesen sei. Der diesbezügliche Einwand des Beschwerdeführers, wonach die Übersetzerin nicht gut italienisch gesprochen habe, sei zudem schon angesichts der Anwesenheit seiner Verteidigung an jener Einvernahme offensichtlich haltlos. Die Vorinstanz sieht es als belastendes Indiz an, dass der rapportierende Polizeibeamte bei der Kontrolle des fraglichen Lenkers ein Kleinkind sowie einen Beifahrer habe feststellen können und der Lenker angegeben habe, dass seine Frau, die Mutter des Kindes, notfallmässig ins Spital habe gehen müssen. Die Vorinstanz erblickt den Umstand, dass ein Kleinkind in einem Lieferwagen eines Bauunternehmens mitfahre, als aussergewöhnlich und argumentiert diesbezüglich, es würde einen grossen Zufall darstellen, wenn im Lieferwagen der A.________ GmbH ein Kleinkind mit einem anderen Lenker als den Beschwerdeführer, der im fraglichen Unternehmen anerkanntermassen teilweise aushelfe und zum Tatzeitpunkt Vater eines sich im Kleinkindalter von ca. 1-2 Jahren befindenden Sohnes gewesen sei, mitgefahren sein sollte. Auch passe ins Bild, dass die Frau des Beschwerdeführers gemäss eigener Angaben in jener Zeit häufig im Spital gewesen sei. Hinsichtlich der Aussagen des Zeugen D.________, wonach er den Beschwerdeführer an jenem Tag vermutlich zwischen 10.00 Uhr und 10.15 Uhr vom Bahnhof abgeholt habe und dann mit ihm nach X.________ gefahren sei, stuft die Vorinstanz diese als nicht geeignet ein, die erdrückende Beweislage gegen den Beschwerdeführer in Zweifel zu ziehen, und hält in diesem Zusammenhang konkret fest, dass dieser gestützt auf eine Anfrage des Beschwerdeführers, ob es richtig sei, dass er (der Beschwerdeführer) am 25. Mai 2020 im Tessin gewesen sei, sowie aufgrund von Fotos keine eigene Erinnerung, sondern bloss eine Rekonstruktion der Ereignisse wiedergegeben habe, die er mit dem vom Beschwerdeführer erwähnten Datum in Einklang bringe, zumal es ungewiss bleibe, ob zumindest eines dieser Fotos wirklich vom 25. Mai 2020 stamme. Auch ergebe sich der Vorinstanz zufolge aus der vom Beschwerdeführer vorgelegten Offerte der E.________Sagl vom 25. Mai 2020 an die A.________ GmbH nicht seine Teilnahme an der in der Offerte genannten Besichtigung in X.________ vom selben Tag. Die Vorinstanz betrachtet ausserdem den Anklagesachverhalt hinsichtlich der dem Beschwerdeführer vorgeworfenen falschen Anschuldigung als erstellt, indem sie berücksichtigt, dass gegen eine andere Person ein Strafverfahren eingeleitet worden sei, weil sich der Beschwerdeführer anlässlich einer polizeilichen Kontrolle aufgrund der Konfrontation mit dem Vorwurf, ohne Sicherheitsgurt gefahren zu sein und keine Freisprechanlage benutzt zu haben, als diese Person ausgegeben habe.