Citation: 4D_1/2013 E. 3.3

3.3. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass die Vorinstanz - ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs - nicht auf alle ihre Vorbringen eingehen muss; nach der Rechtsprechung ist nicht erforderlich, dass sich die Vorinstanz mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Sie kann sich auf diejenigen Gesichtspunkte beschränken, die für den Entscheid wesentlich sind (vgl. BGE 133 III 439 E. 3.3 S. 445; 129 I 232 E. 3.2 S. 236; 126 I 97 E. 2b S. 102 f.). Die Vorinstanz hat zu Recht erwogen, dass ein Aufhebungsvertrag nicht dazu dienen darf, zwingende Gesetzesbestimmungen zu umgehen (BGE 119 II 449 E. 2a S. 450; 118 II 58 E. 2a S. 60; je mit Hinweisen). Dabei hat sie festgestellt, dass im "neuen" Arbeitsvertrag vom 15. April 2011 kein übereinstimmender Parteiwille zur völligen Neubegründung des Arbeitsverhältnisses ausgemacht worden sei. Aus dem von der ersten Instanz vorgenommenen Vergleich zwischen dem von der Beschwerdeführerin am 28. Januar 2011 ausgestellten Zwischenzeugnis, dem Stellenbeschrieb vom 8. April 2011 und dem "neuen" Arbeitsvertrag ergebe sich vielmehr, dass der Beschwerdegegnerin 1 durch den am 15. April 2011 geschlossenen Arbeitsvertrag keine gänzlich andere Funktion im Unternehmen zugeordnet worden sei. Die Vorinstanz hat festgestellt, dass dieser Vertrag lediglich zur Klärung und teilweise zur Änderung des bestehenden Vertragsverhältnisses gedient habe. Damit sei kein neues Arbeitsverhältnis begründet worden, weshalb die im Arbeitsvertrag getroffene Vereinbarung einer neuen Probezeit nicht zulässig war bzw. nichtig sei. Damit genügt die Vorinstanz der aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessenden Begründungspflicht. Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV ist nicht dargetan.