Citation: 8C_341/2009 24.07.2009 E. 4

4.1 Es steht fest und ist unbestritten, dass der Unfall vom 22. August 2006 keine gesunde Wirbelsäule getroffen hat, sondern dass beim Versicherten ein degenerativer Vorzustand vorlag. Aufgrund der Berichte des behandelnden Arztes Dr. med. B._______ vom 22. Januar 2007 und vom 11. April 2008 ist eine richtunggebende Verschlimmerung dieses Vorzustandes auszuschliessen. Somit ist aus medizinischer Sicht der Status quo sine - mithin jener Zustand, der sich aufgrund des schicksalsmässigen Verlaufs des krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingestellt hätte - grundsätzlich erreichbar. 4.2 Das kantonale Gericht stellte in Würdigung der gesamten medizinischen Akten, insbesondere jedoch gestützt auf den Bericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. E.________ vom 29. November 2007 fest, dass dieser Zustand spätestens Ende November 2007 erreicht worden war. Diese Annahme ist eher zu Gunsten des Beschwerdeführers ausgefallen, geht doch die Rechtsprechung von der medizinischen Erfahrungstatsache aus, wonach der Status quo sine nach einer unfallbedingten Verschlimmerung einer vorbestehenden Wirbelsäulenkrankheit - bei Fehlen unfallbedingter Wirbelkörperfrakturen oder struktureller Läsionen an der Wirbelsäule - in der Regel nach sechs bis neun Monate, spätestens jedoch nach einem Jahr als erreicht gilt (SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34, U 290/06 E. 4.2.1 mit weiteren Hinweisen). Eine Leistungspflicht der SUVA über den 30. November 2007 hinaus lässt sich auch nicht begründen mit dem Bericht des Dr. med. B._______ vom 11. April 2008. Selbst wenn man die von diesem Arzt vertretene fünfzehnmonatige Behandlungsdauer dem Entscheid zugrunde legen würde, führte dies zur Leistungseinstellung auf den 22. November 2007. Zu beachten ist dabei auch, dass sich der konkrete Zeitpunkt, an dem der Status quo sine erreicht wurde, von der Natur der Sache her nicht taggenau feststellen lässt, sondern lediglich mehr oder minder präzise geschätzt werden kann. Es ist daher auch ohne weiteres nachvollziehbar, dass Dr. med. B._______ diesbezüglich kein präzises Datum, sondern lediglich die Angabe "Ende 2007" anführte. 4.3 War der Status quo sine überwiegend wahrscheinlich Ende November 2007 erreicht, so ist die Leistungseinstellung auf den 30. November 2007 nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.