Citation: 1C_283/2009 07.09.2009 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe hinreichende Gründe angegeben, weshalb es zum raschen Zerfall des Ehewillens im Anschluss an die Einbürgerung und schliesslich zur Scheidung kam. Ursache sei sein berufliches Engagement gewesen. Er habe am 1. Juli 2004 eine neue Arbeitsstelle als Koch angetreten und sei ab 1. November 2004 einer selbständigen Erwerbstätigkeit nachgegangen. Seine berufliche Belastung habe zu Streitereien in der Ehe und schliesslich zur Scheidung geführt. 3.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat (in E. 6) auf die Umstände hingewiesen, wie der Beschwerdeführer zu einer erleichterten Einbürgerung gelangte: Einreise in die Schweiz im Oktober 1997; Nichteintretensentscheid auf das Asylgesuch im Januar 2000; Heirat mit einer Schweizer Bürgerin im Juni 2000, die der Beschwerdeführer rund ein halbes Jahr vorher kennengelernt hatte; Gesuch um erleichterte Einbürgerung wenige Tage nach Erfüllung der zeitlichen Voraussetzungen am 25. Juni 2003; gemeinsame Erklärung über den Zustand der Ehe und erleichterte Einbürgerung im Juli 2004; gemeinsames Scheidungsbegehren im Januar 2005, wobei die Ehefrau den besagten Scheidungsantrag dem zuständigen Scheidungsgericht überbracht und gesagt habe, sie sei mit den Nerven am Ende und möchte, dass die Scheidung so schnell wie möglich ausgesprochen werde; Scheidung im April 2005. Das Bundesverwaltungsgericht schloss aus diesen Eckdaten, namentlich der Korrelation zwischen dem Asylverfahren und der Aufnahme einer Beziehung zu einer um 14 Jahre älteren Schweizer Bürgerin mit nachfolgender Heirat nach kurzer Bekanntschaft, der Einreichung eines gemeinsamen Scheidungsbegehrens nach nur gerade fünf Monaten nach Erhalt des Bürgerrechts und dem Ausmass der ehelichen Zerrüttung zu Beginn des Scheidungsverfahrens, dass im Zeitpunkt der gemeinsamen Erklärung des Ehepaares bzw. der erleichterten Einbürgerung keine stabile, auf die Zukunft gerichtete eheliche Gemeinschaft mehr bestanden haben könne. 3.3 Der Beschwerdeführer beschränkt sich über weite Strecken darauf, seine gegenteilige Meinung derjenigen der Vorinstanz gegenüberzustellen. Seine Ausführungen bezüglich der Streitereien wegen den beruflichen Veränderungen, die in nur fünf Monaten seit der Einbürgerung zur Scheidung geführt haben sollen, stehen aber offenkundig im Widerspruch zur Behauptung, die eheliche Gemeinschaft sei im Zeitpunkt der Einbürgerung am 27. Juli 2004 noch intakt gewesen. Es ist aktenkundig, dass der Beschwerdeführer ab dem 15. August 2003 bis Ende Juni 2004, abgesehen von einem kleinen Unterbruch in der Zeit vom 5. bis 30. November 2003, arbeitslos und die Kinderlosigkeit des Ehepaares bereits zu Beginn der Ehe ein Thema war. Gestützt auf diese Sachlage ist anzunehmen, dass sich der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Einbürgerung seiner seit längerem andauernden beruflichen Probleme bewusst war und den für die Ehe bedeutsamen Kinderwunsch erkannte (vgl. dazu auch das Urteil des Bundesgerichts 1C_292/2008 vom 10. Juni 2009 E. 2.5). Ein ausserordentliches Ereignis, dass zum raschen Zerfall des Ehewillens im Anschluss an die Einbürgerung geführt hätte, ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz durfte deshalb ohne Weiteres davon ausgehen, dass die Ehe aufgrund der beruflichen Schwierigkeiten des Beschwerdeführers und des unerfüllten Kinderwunsches bereits während des Einbürgerungsverfahrens zerrüttet war und der Beschwerdeführer die Einbürgerung im Sinne der Rechtsprechung erschlichen hat.