Citation: 5A_763/2018 E. 5.4.2

5.4.2. Ausserdem beziehen sich die Klägerinnen entweder auf Beweisanträge, die das Obergericht zu Recht als unzulässige Noven betrachtet hat (Edition der Strafakten aus dem Strafverfahren bei der Staatsanwaltschaft Frauenfeld; vgl. E. 2.2.2.3) oder aber auf solche, die das Obergericht in diesem Sachzusammenhang gar nicht erwähnt (Edition sämtlicher Akten des Notars in Bezug auf die Erstellung der letztwilligen Verfügung und Antrag auf Zweitgutachten von einem unabhängigen ausserkantonalen Notar betreffend Erstellung einer notariell beglaubigten Verfügung im Falle einer Person, die halbseitig gelähmt ist und infolge Aphasie an einer Sprachstörung leidet, und ebenso ein Gutachten von einem unabhängigen Psychiater, ob die zweizeilige Bestätigung des Spitals M.________ rechtsgenügend sei; Befragung von K.________ als Zeuge; Gutachten von Frau Dr. med. P.________ vom 14. November 2016 sowie Unterlagen betreffend die Begriffe Hemiparese und Aphasie; Schreiben von Notar Q.________ vom 10. August 2016 und Schreiben von Dr. med. R.________ vom 9. August 2016). Die Klägerinnen rügen allerdings nicht, das Obergericht habe sich zu Unrecht nicht mit den fraglichen Beweisanträgen befasst und sie weisen auch nicht nach, dass sie die Beweisanträge gerade zu diesem Themenkomplex gestellt haben (vgl. zur Pflicht, eine Beweisofferte eindeutig einer damit zu beweisenden Tatsachenbehauptung zuzuordnen E. 2.1.2.1 oben).