Citation: 2C_417/2018 E. 7.2

7.2. Nichts zu seinen Gunsten kann der Beschwerdeführer aus seiner langjährigen Anwesenheit in der Schweiz ableiten. Er ist im Jahr 1996 im Alter von 14 Jahren zusammen mit seiner Mutter und vier Geschwistern erstmals in die Schweiz eingereist und wurde nach erfolglosem Asylverfahren und mehreren Rechtsmitteln im Jahr 2005 in die Türkei ausgeschafft. Seit 2010 hält er sich aufgrund seiner Ehe wieder in der Schweiz auf. Wie die Vorinstanz zu Recht ausführt, wird einem illegalen Aufenthalt sowie einem Aufenthalt, der aufgrund der aufschiebenden Wirkung eines Rechtsmittels toleriert wird, kein besonderes Gewicht beigemessen (vgl. E. 5. 2 des angefochtenen Urteils und den dort zitierten BGE 137 II 1 E. 4.3; vgl. auch Urteil 2C_1115/2015 vom 20. Juli 2016 E. 3.3.2). Trotz der langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, sich wirtschaftlich zu integrieren. Im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils war er in einer Tagesstätte für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen tätig und bezog eine monatliche IV-Rente von rund Fr. 1'567.--. Seit März 2014 wurde er ergänzend durch Sozialhilfe unterstützt. Im Oktober 2017 hatte er Leistungen in der Höhe von Fr. 114'253.70.-- bezogen (vgl. E. 5.2 des angefochtenen Urteils). Dieser Betrag ist als erheblich zu bezeichnen. In sozialer Hinsicht hält die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer sei sprachlich integriert und pflege Beziehungen zu seinen in der Schweiz wohnenden Angehörigen sowie zu Personen aus der E.________ AG (betreutes Wohnen) und der Stiftung F.________. Zudem sei er Mitglied im Gewichtheber-Verein G.________ (vgl. E. 5.2 des angefochtenen Urteils). Gegen eine gute soziale Integration sprechen jedoch die begangenen Straftaten. Unter den konkreten Umständen vermag das Vorliegen einer gewissen sozialen Integration die fehlende wirtschaftliche Integration sowie die Straffälligkeit des Beschwerdeführers nicht zu überwiegen.