Citation: 7B_250/2022 E. 3.1

3.1. Zur Begründung ist der Beschwerde zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer das auf seinem Mobiltelefon sichergestellte Video für ein Witz- bzw. Spassvideo hält. Es diene der Belustigung des Konsumenten, ein ausschliesslich sexueller Bezug fehle genauso wie der Zweck, geschlechtliche Erregung zu erwecken. Damit fehle das objektive Element, welches für die Qualifikation einer Darstellung als pornografisch zwingend verlangt werde. Selbst wenn das Video als pornografisches Material qualifiziert werden sollte, sei zu beachten, dass er, der Beschwerdeführer, einem Rechtsirrtum (Art. 21 StGB) unterlegen sei. Er sei davon ausgegangen, dass der Besitz bzw. der Konsum von Videos, die der Belustigung dienen, straffrei sei, auch wenn darauf der Genitalbereich eines Kindes ersichtlich werde. Entgegen der Vorinstanz könne im Bewusstsein um die Sittenwidrigkeit kein Indiz für das Unrechtsbewusstsein erblickt werden.