Citation: U 112/05 02.12.2005 E. 8

Zum Hinweis im nachgereichten Bericht von Dr. med. U.________, der Beschwerdeführer sei ungeachtet dessen, dass er nur über rudimentäre Deutschkenntnisse verfüge, von Prof. Dr. med. I.________ ohne übersetzende Person gutachterlich untersucht worden, bleibt anzufügen, dass Prof. Dr. med. I.________ kein Gutachten über den Beschwerdeführer erstellt, sondern zwei Untersuchungsberichte geschrieben hat. Er hat in seinem zweiten Bericht Ende Oktober 2003 deutlich gemacht, dass ihm die Zeit für eine Begutachtung fehle, weshalb er sich ausschliesslich auf seine Erstuntersuchung vom 10. Februar 2003 und die Zwischenanamnese seither aus neurologischer Sicht beschränke. Es ist davon auszugehen, dass Prof. Dr. med. I.________ im Untersuchungsbericht ebenfalls angegeben hätte, dass ihm die Aufnahme der Entwicklung der letzten acht Monate auf Grund begrenzter Sprachkenntnisse des Beschwerdeführers nicht möglich war. Was er bei der neurologischen Untersuchung festgestellt hat, bedurfte im Übrigen nicht immer der sprachlichen Verständigung, denn es ging hier vorab um die Beschreibung eines (inkonsistenten) Testverhaltens. Auch scheint eine ausreichende Kommunikation aber durchaus möglich gewesen zu sein, denn nach der Aussage von Prof. Dr. med. I.________ soll der Blindstrichgang "nach gutem Zureden" durch den Untersucher absolut korrekt möglich gewesen sein; "während des Gesprächs" seien ebenso Bewegungen der HWS in alle Richtungen möglich gewesen, insbesondere auch, während der (seit 1981 hier arbeitende) Patient "seine Beschwerden geschildert" habe. Auch der Einwand fehlender sprachlicher Verständigung gegen die Ergebnisse der Kontrolluntersuchung durch Prof.Dr. med. I.________ ist nach dem Gesagten nicht stichhaltig.