Citation: 8C_400/2008 15.10.2008 E. 3

Strittig ist, ob die SUVA aufgrund des Unfalls vom 22. Dezember 2002 für die vom Beschwerdeführer geklagten Schulterbeschwerden leistungspflichtig ist. Die SUVA hat dies verneint mit der Begründung, der natürliche Kausalzusammenhang sei nicht erstellt. 3.1 Zum Hergang des Unfalls ist den Akten zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer in der Gegend von Y.________ (Bosnien/Herzegowina) als Lenker eines Personenwagens in eine Kollision mit einem anderen Auto verwickelt war. Die linke Vorderseite des anderen Fahrzeugs prallte in die linke hintere Türe des Wagens des Versicherten. 3.2 Am 11. Februar 2003 wandte sich der Versicherte wegen der Schulterbeschwerden an Dr. med. G.________. Am 29. April 2003 wurde er wegen einer Impingementsymptomatik der linken Schulter bei Supraspinatussehnenpartialruptur im Kantonalen Spital X.________, Chirurgische Abteilung, operiert. Laut dem Austrittsbericht der Klinik vom 14. Mai 2003 bestanden seit ca. 6 Monaten (Beginn ohne Trauma) Bewegungs- und Ruheschmerzen im Bereich der linken Schulter. Der Versicherte zog die Anfang Mai 2003 erstattete Unfallmeldung Ende Juni 2003 telefonisch zurück mit der Bemerkung, Dr. med. Baudenbacher, Chefarzt der Chirurgischen Klinik am Kantonalen Spital X.________, habe ihm gesagt, die Schulterbeschwerden stellten keine Unfallfolge dar. Dr. med. G.________ erklärte am 2. Juli 2004, die Schulterbeschwerden links, welche zur Operation führten, seien wahrscheinlich doch Folge eines Unfalls. Der Versicherte habe sich am 23. Dezember 2002 nach dem Unfall wegen Schulterbeschwerden bei einem Arzt im Spital in Bosnien gemeldet. Im MEDAS-Gutachten vom 10. Mai 2005 wird erklärt, die Aussage, wonach die Schulterbeschwerden - u.a. Supraspinatussehnenruptur links und Supraspinatussehnenruptur rechts - eine Folge des Unfalls vom 23. Dezember 2002 darstellten, sei medizinisch nicht haltbar. Zur Begründung führen die Gutachter unter anderem aus, der im Operationsbericht vom 29. April 2003 beschriebene intraoperative Befund sei keineswegs als klarer posttraumatischer Zustand zu interpretieren, sondern vielmehr als degenerativ. Zudem spreche der zeitliche Ablauf gegen das Bestehen eines Kausalzusammenhangs. Im gleichen Sinn bezeichnet Dr. med. Speck in seiner Stellungnahme vom 14. November 2005 eine Unfallkausalität der ab 11. Februar 2003 behandelten Schulter-Beschwerden als unwahrscheinlich. Dr. med. U.________ geht dagegen in seinem Gutachten vom 12. Dezember 2005 von einem Status nach Schulterkontusion und -distorsion im Dezember 2002 mit wahrscheinlicher Supraspinatussehnenruptur aus, wobei als Folge des Unfalls ein persistierendes Impingement und eine Bewegungseinschränkung der linken Schulter vorliege. 3.3 Mit Blick auf die dargelegte Aktenlage haben Vorinstanz und SUVA zu Recht erkannt, der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden an der linken Schulter und dem Verkehrsunfall vom 22. Dezember 2002 sei nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Insbesondere die überzeugenden Ausführungen im - der IV-Stelle erstatteten - MEDAS-Gutachten vom 10. Mai 2005 stehen der Annahme eines entsprechenden Beweises entgegen. Die anders lautenden Meinungsäusserungen von Dr. med. G.________ und Dr. med. U.________ sind nicht näher begründet und lassen eine Auseinandersetzung mit der Gegenansicht vermissen. Da weitere Abklärungen keine zusätzlichen Erkenntnisse versprechen, muss die Anspruchsbeurteilung zu Ungunsten des Beschwerdeführers ausfallen (E. 2.2 hiervor). Die Beschwerde ist dementsprechend abzuweisen.