Citation: 8C_346/2023 E. 5.2.2

5.2.2. Die Gerichtsgutachterin zeigte zwar mögliche Arbeitsfelder auf, die mit ihrem definierten Anforderungs- und Belastungsprofil vereinbar sein können (vorstehende E. 5.2). Anders als die Beschwerdeführerin einbringt, ist laut gutachterlicher Einschätzung die Anpassungsstörung beim Beschwerdegegner aber nur dann leicht und eine 70%ige Arbeitsfähigkeit gegeben, wenn er sich wertgeschätzt fühlt und eine Tätigkeit ausüben kann, die er für sich als angemessen empfindet, wie die Vorinstanz festgehalten hat. Ob seine Persönlichkeitsveränderung/-störung grundsätzlich als mittelschwer oder, wie die Gutachterin bei der Würdigung seiner Leistungsfähigkeit anhand der Indikatoren von BGE 141 V 281 angab, sogar als schwer einzustufen ist, spielt insoweit keine wesentliche Rolle, als sie stets betonte, dass diese in ihren Auswirkungen sehr unterschiedlich zum Tragen komme. Bei im Rahmen seiner narzisstischen Struktur nicht als angemessen erachteten Tätigkeiten sei die Motivation sowie die Durchhaltefähigkeit leistungsmindernd erheblich eingeschränkt, was die Gutachterin als störungsbedingt bezeichnete, wie die Vorinstanz ebenso willkürfrei festgestellt hat. Gleichzeitig sollte der Beschwerdegegner weitgehend alleine, ohne Team in einem ruhigen Umfeld mit wenig Kundenkontakt arbeiten können.