Citation: 9C_184/2022 E. 3.2

3.2. Dem ist mit der Beschwerdeführerin entgegen zu halten, dass aArt. 18 Abs. 1 lit. a IVG als Anspruchsvoraussetzung eine Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG erfordert. Damit ist nicht nur dessen erster Satz gemeint, sondern wird auch auf den zweiten verwiesen: "Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt." Bei - qualitativ und quantitativ - voller Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit besteht mit Blick auf Art. 6 zweiter Satz ATSG keine Arbeitsunfähigkeit und mithin auch kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung. Ein solcher setzt auch nach der am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen 5. IV-Revision (AS 2007 5129) bei voller Zumutbarkeit leichter Tätigkeiten zusätzlich eine spezifische Erschwernis gesundheitlicher Art voraus. Ist die fehlende berufliche Eingliederung nicht auf gesundheitlich bedingte Schwierigkeiten bei der Stellensuche zurückzuführen sondern auf invaliditätsfremde Probleme, sind die Bedingungen für Arbeitsvermittlung durch die Invalidenversicherung nicht erfüllt. Die Vorinstanz vermag dadurch, dass sie die Gesetzesänderungen respektive die bundesrätliche Botschaft im Zuge der 5. IV-Revision anruft, weder aufzuzeigen, weshalb von dieser mehrfach bestätigten Praxis abzuweichen und eine Änderung der Rechtsprechung (vgl. BGE 147 V 342 E. 5.5.1 mit weiteren Hinweisen) vorzunehmen wäre, noch sind derartige Gründe ersichtlich (vgl. nebst anderen Urteilen 8C_485/2021 vom 23. Dezember 2021 E. 5.4 und 9C_329/2020 vom 6. August 2020 E. 3.2.3, in: SVR 2021 IV Nr. 9 S. 25). Weiterungen dazu, auch zu den ergänzenden Ausführungen des kantonalen Gerichts in seiner letztinstanzlichen Vernehmlassung vom 31. Mai 2022, erübrigen sich.