Citation: 1C_168/2022 E. 3.4.2

3.4.2. Die Vorinstanz erwog, gemäss Art. 16a Abs. 3 SVG werde eine fehlbare Person nach einer leichten Widerhandlung im Sinne von Art. 16a Abs. 1 SVG verwarnt, wenn ihr der Führerausweis in den vorangegangenen zwei Jahren nicht entzogen und keine andere Administrativmassnahme verfügt worden sei. Laut Art. 16a Abs. 4 SVG werde in besonders leichten Fällen auf jegliche Massnahme verzichtet. Die Beschwerdeführerin sei mit Strafbefehl vom 17. Juni 2021 gestützt auf Art. 90 Abs. 1 SVG wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln schuldig gesprochen worden. Bereits dieser Umstand spreche gegen die Annahme eines besonders leichten Falles. Von einer milden strafrechtlichen Beurteilung könne zudem nicht auf eine entsprechende Administrativmassnahme geschlossen werden. In Bezug auf die rechtliche Würdigung - wozu namentlich die Beurteilung von Gefährdung und Verschulden gehörten - bestehe keine Bindungswirkung an den Strafbefehl. Zur Begründung ihrer Rüge verweist die Beschwerdeführerin lediglich auf zwei Urteile der Verwaltungsrekurskommission St. Gallen. Eine strafrechtliche Sanktion schliesse die Annahme einer leichten Widerhandlung, welche eine Verwarnung nach sich ziehe, demnach nicht aus. Zum Rest der vorinstanzlichen Begründung äussert sie sich nicht ansatzweise. Die Erwägung der Vorinstanz vermag sie damit nicht in Zweifel zu ziehen.