Citation: 2F_17/2022 E. 3.1

3.1. Der Gesuchsteller bringt als neu entdeckte Beweismittel Betriebsdaten aus dem Agrarinformationssystem der Kantone Bern, Freiburg und Solothurn (GELAN) der Jahre 2014 sowie 2017-2021 vor. Er macht im Wesentlichen geltend, das Bundesgericht sei im zu revidierenden Urteil zum Schluss gelangt, der Standardarbeitskraft (SAK) -Wert für den streitgegenständlichen Betrieb liege über dem für die Annahme eines landwirtschaftlichen Gewerbes nach Art. 7 BGBB bundesrechtlich vorgesehenen Wert von 1.0 SAK und somit auch über dem kantonalrechtlich herabgesetzten Wert von 0.85 SAK. Dieser Wert sei insbesondere zustande gekommen, weil in die Berechnung die Haltung von vier über 900 Tage alten Pferde mit einer Widerristhöhe von über 148 cm einbezogen worden sei. Die im vorliegenden Verfahren neu eingereichten Unterlagen sollen seiner Auffassung nach belegen, dass auf dem betreffenden Betrieb noch nie Pferde gehalten worden seien. So gehe aus den betreffenden GELAN-Betriebsdaten namentlich hervor, dass für die Haltung von Nutztieren jeweils ein SAK-Wert von 0.005 (in den Jahren 2014 und 2017) bzw. von 0.008 (in den Jahren 2018 und 2019) für Gänse und Zwergziegen, nicht aber für Pferde, angenommen worden sei. Zudem führt er aus, die SAK-Werte für den betreffenden Betrieb hätten in den Jahren 2012 bis 2017 im Bereich 0.5 bis maximal 0.7 gelegen. Folglich seien die notwendigen SAK-Werte von 1.0 in den dem zu revidierenden Urteil vorangegangenen Jahren nie erreicht worden.