Citation: 1C_79/2022 E. 7.3

7.3. Im Verfahren vor Verwaltungsgericht hat die Beschwerdeführerin explizit auf Vorbringen zur Verwirkung des Rückbauanspruchs aus Vertrauensschutzgründen verzichtet und - anders als noch im Verfahren vor erster Instanz und dem Regierungsrat - nicht mehr vorgebracht, die streitgegenständliche Gartengestaltung sei bereits vor deren Umsetzung mit den zuständlichen kommunalen Behörden besprochen und von diesen abgenommen worden. Ob die diesbezüglichen Vorbringen der Beschwerdeführerin sowie das erstmals vor Bundesgericht eingereichte Schreiben des Gemeinderats Meisterschwanden vom 20. August 2018 unter novenrechtlichen Gesichtspunkten zulässig sind, kann indessen offenbleiben, da sie sich ohnehin treuwidrig verhalten hat. Es widerspricht dem Grundsatz von Treu und Glauben im Verfahren, erst vor Bundesgericht wieder auf die Rügen im Zusammenhang mit dem Vertrauensschutz zurückzukommen, nachdem sie im vorinstanzlichen Verfahren ausdrücklich darauf verzichtet hat (vgl. zur Bindung von Privaten an den Grundsatz von Treu und Glauben: BGE 143 V 66 E. 4.3; THOMAS GÄCHTER, Rechtsmissbrauch im öffentlichen Recht, 2005, S. 199 ff., S. 211 mit Beispielen zu widersprüchlichem Verhalten Privater). Es fehlen diesbezüglich denn auch verbindliche tatsächliche Feststellungen des Verwaltungsgerichts. Die Rüge der Beschwerdeführerin, aus Gründen des Vertrauensschutzes auf die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zu verzichten, ist somit unzulässig.