Citation: 6B_192/2020 E. 1.2

1.2. Zum Vorwurf, in der Zeit ab ca. Ende September 2012 bis zum 24. Mai 2013 B.________ mindestens 1'500 illegale Hanfstecklinge verkauft und einen Umsatz von mindestens Fr. 7'500.-- sowie einen Gewinn in unbekannter Höhe erzielt zu haben (Anklageschrift der Staatsanwaltschaft vom 3. Juni 2016 Ziff. 1.3 Abs. 1), würdigt die Vorinstanz die Aussagen von A.________ (Beschwerdegegner) und B.________. Während der Beschwerdegegner wiederholt den Vorwurf bestritten habe, habe B.________ zur jeweils bezogenen Menge sehr unterschiedliche Angaben gemacht. Die zunächst genannte Zahl von 800 Stecklingen pro Lieferung (bei vier bis fünf Lieferungen) habe er auf 200 - 250 Stück pro Lieferung reduziert. Der vom Beschwerdegegner geäusserte Verdacht, B.________ habe eine andere Person schützen wollen, lasse sich nicht ohne Weiteres von der Hand weisen. In Anwendung des Grundsatzes in dubio pro reo stellt die Vorinstanz auf die Aussagen des Beschwerdegegners ab (Entscheid S. 27 f.). Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, der Beschwerdegegner habe in der Untersuchung widersprüchliche Aussagen gemacht, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne. B.________ habe zwar unterschiedliche Angaben zur bezogenen Menge gemacht, jedoch sei er bei der grundsätzlichen Belastung geblieben. Gründe für eine wahrheitswidrige Beschuldigung seien nicht ersichtlich. Die Staatsanwaltschaft sei im Rahmen der Anklage zu Gunsten der Beschuldigten von der tiefsten Anzahl Hanfstecklinge ausgegangen (Beschwerde S. 5 f.). Damit vermag die Beschwerdeführerin Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung nicht aufzuzeigen. Sie hält fest, wie die Aussagen des Beschwerdegegners und von B.________ ihrer Meinung nach richtigerweise zu würdigen gewesen wären. Solche Einwände setzen eine freie Prüfung in tatsächlicher Hinsicht voraus, welche das Bundesgericht nicht vornimmt. Soweit die Beschwerdeführerin zudem rügt, die Vorinstanz lasse die Polizeiberichte und die sehr hohen Stromkosten unberücksichtigt (die auf eine intensive Produktion von Hanfstecklingen hinwiesen), ist diese Argumentation nicht geeignet, die vorinstanzliche Feststellung als offensichtlich unhaltbar darzutun und Willkür aufzuzeigen, selbst wenn die Sachverhaltsvariante der Beschwerdeführerin ebenfalls vertretbar erscheint. Die Vorinstanz hegt relevante Zweifel, dass der Beschwerdegegner B.________ 1'500 Hanfstecklinge verkaufte. Deshalb spricht sie ihn in Anwendung des Grundsatzes in dubio pro reo vom vorgeworfenen Verkauf frei. Dass und inwiefern dies schlechterdings nicht mehr vertretbar sein sollte, zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet, soweit sie den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG zu genügen vermag.