Citation: 6S.98/2005 24.06.2005 E. 3

3.1 Der Beschwerdeführer verweist auf eine Aussage des Unfallopfers, es habe an der Kreuzung zwei bis drei Minuten angehalten, mehrmals nach rechts und links sowie in den Spiegel geschaut, bevor es weitergefahren sei. Angesichts dieser Aussage sei die vorinstanzliche Annahme, das Unfallopfer habe nicht den Anschein erweckt, auf sein Vortrittsrecht zu verzichten, ein offensichtliches Versehen, das gemäss Art. 277bis BStP von Amtes wegen berichtigt werden könne. Die Vorinstanz erachtet das Zugeständnis des Beschwerdeführers, er habe das Fahrzeug des Unfallopfers auf die Verzweigung zufahren sehen, als erwiesen (angefochtenes Urteil, S. 16). Mit dieser Beweiswürdigung bringt sie gleichzeitig zum Ausdruck, dass die dazu widersprüchliche Aussage des Unfallopfers nicht glaubhaft ist. Von einem offensichtlichen Versehen gemäss Art. 277bis BStP kann somit keine Rede sein. 3.2 Schliesslich macht der Beschwerdeführer zu Unrecht geltend, er habe sich in einem Sachverhalts- oder Rechtsirrtum befunden. Die verwaschenen Bodenmarkierungen ändern nichts daran, dass dem Beschwerdeführer jedenfalls Sorgfaltswidrigkeit vorzuwerfen ist, wenn er glaubte, ein Vortrittsrecht beanspruchen zu können.