Citation: 2C_808/2021 E. C

Aufgrund einer Meldung seitens der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), Abteilung Strafen und Untersuchungen (ASU), rechnete die Veranlagungsbehörde mit Nachsteuerverfügungen vom 8. Dezember 2017 auf Ebene der Steuerpflichtigen den Betrag von Fr. 151'760.-- auf. Zuvor hatte sie der Steuerpflichtigen das rechtliche Gehör gewährt. Die Aufrechnung stand im Zusammenhang mit "Organisationskosten", welche die Steuerpflichtige im Verlauf der Steuerperiode 2010 an ihre Schwestergesellschaft vergütet hatte. Nach Auffassung der Veranlagungsbehörde fehlte die geschäftsmässige Begründetheit dieses verbuchten Aufwandes, nachdem die Schwestergesellschaft im Geschäftsjahr 2010 weder über eigenes Personal verfügt noch entsprechende Personalressourcen eingekauft habe. Die dagegen gerichtete Einsprache blieb erfolglos (Einspracheentscheide vom 5. November 2020). Die Veranlagungsbehörde erwog, dass für die angeblich bezogenen Dienstleistungen jeder Nachweis fehle. Weder habe die Steuerpflichtige eine schriftliche Vereinbarung mit der Schwestergesellschaft vorlegen können, noch verfüge diese überhaupt über die erforderlichen personellen Ressourcen. Das angebliche Leistungsverhältnis habe letztlich nur dazu dienen sollen, so die Veranlagungsbehörde, den auf Ebene der Schwestergesellschaft bestehenden Verlustvortrag zu nutzen.