Citation: 8C_437/2021 E. 3.1

3.1. Nach eingehender Darstellung der medizinischen Akten prüfte die Vorinstanz, ob der von der Suva auf den 30. November 2019 vorgenommene Fallabschluss verfrüht erfolgt ist. Dabei erwog sie, weder für die kognitiven Beeinträchtigungen noch für die Kopfschmerzen oder die Schmerzen an der rechten Fusssohle liege ein objektivierbares Substrat vor. Der neurologische Kreisarzt habe aufgrund der Aktenlage nachvollziehbar dargetan, dass der Beschwerdeführer echtzeitlich keine äusseren Verletzungen und keine neurologischen Störungen aufgewiesen habe. Erst im Laufe der nächsten Tage und Wochen habe sich ein neurologisch imponierendes Krankheitsbild entwickelt, welches indessen syndromatisch und neuroanatomisch nicht einzuordnen sei. Die Bildgebung des Zentralnervensystems habe kein Korrelat für die Beschwerden gezeigt, womit es an einer organischen Grundlage fehle. Hinsichtlich der von der psychiatrischen Gutachterin der medexperts AG diagnostizierten organischen psychischen Störung (ICD-10 F06.3) erwog das kantonale Gericht, die Expertin stütze sich zur Begründung der organischen Ursache einzig auf Literaturangaben, die indessen wissenschaftlich noch nicht hätten verifiziert werden können. Gefordert sei, dass die Befunde mittels bildgebenden oder apparativen Abklärungen bestätigt werden könnten, was vorliegend gerade nicht der Fall sei. Demnach könne auch diesbezüglich nicht von organisch ausgewiesenen Unfallfolgen ausgegangen werden. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass in Bezug auf die physischen Unfallfolgen (leichtgradige pancochleäre Innenohrschwerhörigkeit) keine namhafte Besserung mehr zu erwarten gewesen sei, weshalb der Fallabschluss nicht verfrüht erfolgt sei.