Citation: 4A_220/2015 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz ist im angefochtenen Entscheid entgegen dem erstinstanzlichen Gericht zum Schluss gelangt, dass der Beschwerdegegnerin der Beweis gelungen ist, wonach ihr ehemaliger Lebenspartner dem Beschwerdeführer zweimal Barbeträge an die hier umstrittene Rechnung für Schreinerarbeiten in der Liegenschaft der Beschwerdegegnerin bezahlt hat, nämlich einmal Fr. 70'000.-- und einmal Fr. 80'000.--. Das Obergericht ging zunächst davon aus, dass die Frage, ob Geld vom Zeugen an den Beschwerdeführer geflossen sei, aufgrund der Aussagen der beiden Beteiligten zu entscheiden sei, wobei beide am Verfahrensausgang interessiert seien - der Beschwerdeführer als Partei und der Zeuge als Vertrauter der anderen Partei, der nicht nur während des Baus deren Interessen vertreten habe, sondern der möglicherweise die Rückzahlung seines Darlehens gegen die Beschwerdegegnerin im Falle deren Unterliegens in diesem Prozess nur schwer durchsetzen könnte. Das Obergericht berücksichtigte, dass auch in der unkonventionellen Geschäftsbeziehung, welche der Zeuge und der Beschwerdeführer über Jahre pflegten, die Übergabe von Barbeträgen in der Grössenordnung von Fr. 70'000.-- und Fr. 80'000.-- kein alltägliches Ereignis gewesen sei, weshalb sich beide daran erinnern müssten. Das Obergericht hielt schliesslich die Aussage des Zeugen für glaubwürdig, nicht nur wegen des persönlichen Eindrucks bei seiner Aussage vor Gericht, sondern auch aufgrund von Indizien, aus denen es einerseits auf die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Zeugen und anderseits auf die Unglaubhaftigkeit der Aussagen des Beschwerdeführers schloss.