Citation: 9D_2/2024 E. 2.3.1

2.3.1. Die Vorinstanz stützt sich bei ihren Überlegungen auf den Gebührentarif [des Kantons Solothurn] vom 8. März 2016 (GT/SO; BGS 615.11), nachdem die an sich einschlägige Kantonale Verordnung vom 3. Juli 1978 über Grundeigentümerbeiträge und -gebühren (GBV/SO; BGS 711.41) zum Erlass keine eigene Bestimmung kennt. Gemäss § 15 Abs. 1 GT/SO kann die Behörde oder Amtsstelle, die die Forderung festgesetzt hat, die geschuldeten Beträge ganz oder teilweise erlassen, wenn einer der im Gebührentarif genannten Erlassgründe vorliegt und der Rechnungsbetrag Fr. 1'500.- nicht übersteigt. Die Vorinstanz hat verfassungsrechtlich haltbar erwogen, dass es sich dabei um keine Anspruchs-, sondern eine Ermessensnorm handelt. Demgemäss kann eine um Erlass nachsuchende Person allein durch die willkürliche Auslegung und/oder Anwendung dieser Norm und insbesondere durch die angeblich willkürliche Verweigerung des Erlasses in keinen rechtlich geschützten Interessen betroffen sein (Art. 115 lit. b BGG). Folglich ist sie auch nicht legitimiert, um im Erlasspunkt Willkürrügen vorzubringen (Urteil 9D_11/2023 vom 18. Oktober 2023 E. 2.2.1).