Citation: 6B_659/2018 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz führt weiter aus, die Staatsanwaltschaft habe beantragt, den Beschwerdeführer für 10 Jahre des Landes zu verweisen. Er habe keinen Bezug zur Schweiz. Er habe aufgrund seiner Verhaftung die Arbeitsstelle verloren. Seine Ehefrau sei Tunesierin und lebe erst seit zwei Jahren in der Schweiz. Er habe nie eine Ausbildung abgeschlossen. Von einer erfolgreichen Integration oder positiven Persönlichkeitsentwicklung könne nicht gesprochen werden, da er seit Ankunft in der Schweiz immer wieder straffällig geworden sei. Ein schwerer persönlicher Härtefall könne nicht angenommen werden. Es könne von ihm erwartet werden, dass er sich, allenfalls mit seiner Ehefrau, zurück in sein Heimatland begebe, wo er Kollegen habe und in die Ferien gehe. Sein Bezug zu den beiden älteren Kindern rechtfertige keinen Härtefall. Der Beschwerdeführer bringe vor, er lebe seit über 16 Jahren in der Schweiz. Er spreche Schweizerdeutsch. Er pflege enge Beziehungen zu seinem Vater und seinen beiden Schwestern, die in der Schweiz lebten. Er habe die Sekundarschule und einen Teil seiner Berufslehre hier absolviert. Er habe in den letzten Jahren regelmässig gearbeitet. Er habe regelmässig Kontakt mit den beiden ältern Kindern und bezahle die Unterhaltsbeiträge. Er habe in Tunesien keine Kontakte und Beziehungen. Seine Chancen in Tunesien seien äusserst schlecht. Da er von seiner Ehefrau getrennt sei, würde er von ihrer Familie nicht aufgenommen. Die medizinische Behandlung seines jüngsten Sohnes (Herzfehler und Klumpfuss) wäre in Tunesien nicht gewährleistet.