Citation: 6B_884/2021 E. 3.3

3.3. Die Erstinstanz, auf deren Begründung die Vorinstanz insoweit in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO "vollumfänglich" verweist, führt aus, die Geschwindigkeitsüberschreitung von 30 km/h entspreche dem vom Bundesgericht festgelegten Grenzwert, ab welchem grundsätzlich auch in subjektiver Hinsicht eine grobe Verletzung der Verkehrsregeln gegeben sei. Der Beschwerdeführer behaupte nicht, er habe nicht um die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gewusst. Besondere Umstände, welche sein Verhalten subjektiv in einem milderen Licht erscheinen liessen, seien nicht ersichtlich. Zwar sei die Fahrbahn im Zeitpunkt der Kontrolle trocken gewesen und die Geschwindigkeit habe sich auf einer langgezogenen, frei überblickbaren Geraden ausserhalb einer Ortschaft ereignet. Auf der Videoaufzeichnung sei jedoch ersichtlich, dass sich der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Geschwindigkeitsüberschreitung nicht alleine auf der Strasse befunden habe und auch Gegenverkehr geherrscht habe. Weiter habe er der Staatsanwaltschaft in einem Schreiben vom 19. Juli 2013 mitgeteilt, dass er sich seiner kurzzeitigen Geschwindigkeitsüberschreitung nicht bewusst gewesen sei, womit er eine Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer in diesem Moment gar nicht bedacht habe. Die Geschwindigkeitsüberschreitung von 30 km/h zeige unter diesen Umständen zumindest ein bedenkenloses Verhalten gegenüber fremden Rechtsgütern, womit auch der subjektive Tatbestand erfüllt sei.