Citation: 2C_880/2018 E. 4.6

4.6. Bestand zwischen den Parteien Konsens, dass die Beschwerdeführerin die Schweizer Aktien erwerben würde, um den Gegenparteien ihr zustehende Vorteile aus dem DBA CH-GB zuzuhalten, und war durch einen erheblichen finanziellen Anreiz gewährleistet, dass sich die Beschwerdeführerin an diesen Konsens halten würde, ist die Ausgleichungspflicht der Beschwerdeführerin als vertragliche Pflicht zur Weiterleitung der streitbetroffenen Dividende zu charakterisieren. Diese vertragliche Weiterleitungspflicht beraubte die Beschwerdeführerin ihrer Verfügungsfreiheit über die streitbetroffene Dividende und damit der Nutzungsberechtigung gemäss Art. 10 Abs. 2 lit. b DBA CH-GB. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin die Rückerstattung der Verrechnungssteuer zu Recht verweigert.