Citation: 2P.283/2004 07.04.2005 E. 5

Die Rüge, der Grundsatz der Wahrung von Treu und Glauben nach Art. 9 BV sei verletzt, dringt ebenfalls nicht durch. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern dem Beschwerdeführer die Anerkennung des Nebenfachstudiums als Sekundarlehrer beim Zugang zum höheren Lehramt in einer Art und Weise, welche eine Vertrauensgrundlage schaffen könnte, zugesichert worden wäre. Namentlich waren die vom Beschwerdeführer als Auskunftspersonen angerufenen Informanten, sein damaliger Studienberater sowie zwei Mathematikprofessoren, für eine solche Zusicherung nicht zuständig, sofern eine solche überhaupt in der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Form abgegeben wurde. Aufgrund der geltenden Studienordnung musste ihm auch bewusst gewesen sein, dass für solche Zusicherungen allein das Studiendekanat der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zuständig gewesen wäre (vgl. etwa BGE 121 II 473 E. 2c S. 479; 121 V 65 E. 2a S. 66 f., je mit Hinweisen). Wie sich aus den Akten ergibt, hat er nämlich sein jetziges sowie frühere Erlassgesuche auch an diese gerichtet. Fehlt es bereits an einer Vertrauensgrundlage, kann die Frage offen bleiben, in welchem Umfang der Beschwerdeführer überhaupt eine nicht wieder gut zu machende nachteilige Disposition getroffen hat.