Citation: 6B_596/2015 E. 1.1

1.1. Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung der bundesrechtlichen Beweiserhebungs- und Verwertungsbestimmungen. Die Vorinstanz erachte die Aussagen des Privatklägers B.________ als unverwertbar, weil dieser nie parteiöffentlich befragt worden sei. Dem Protokoll zur erstinstanzlichen Hauptverhandlung sei allerdings zu entnehmen, dass sämtliche Parteien auf die Durchführung der Einvernahme mit dem Privatkläger verzichtet hätten, nachdem dieser trotz Vorladung unentschuldigt nicht vor Gericht erschienen sei. Damit habe ein eindeutiger Verzicht des Beschwerdegegners auf sein Konfrontationsrecht mit dem Privatkläger vorgelegen, weshalb dessen Aussagen aus früheren Befragungen verwertbar seien. Indem die Vorinstanz sie als unverwertbar qualifiziere, verletze sie Bundesrecht. Soweit die Vorinstanz zur Begründung ausführe, dem Protokoll des Jugendgerichts lasse sich kein eindeutiger Verzicht auf das Konfrontationsrecht entnehmen, stelle sie den Sachverhalt offensichtlich unrichtig und damit willkürlich fest.