Citation: 4A_341/2023 E. 7.1

7.1. Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer habe sich bei der Gründung der C.________ GmbH für eine juristische Person entschieden, und nicht etwa für ein Einzelunternehmen. Entsprechend habe er von der Haftungsbeschränkung für gesellschaftliche Verbindlichkeiten auf das Gesellschaftsvermögen der C.________ GmbH (Art. 772 Abs. 1 OR) profitiert. In sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht habe er sich als Angestellter deklariert, Sozialabgaben geleistet und einen monatlich wiederkehrenden Lohn bezogen. Dieser Lohn sei auch nach dem Unfallereignis unverändert ausbezahlt worden. Die Rechnungsstellung für erbrachte Dienstleistungen sei namens der C.________ GmbH erfolgt. Nach dem Unfall habe diese für die Dauer der (bestrittenen) Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers UVG-Taggelder der Unfallversicherung ausbezahlt erhalten. Der Beschwerdeführer habe klar zwischen sich und der C.________ GmbH unterschieden. Er habe sich betreffend die Unfallfolgen wie ein unselbstständig Erwerbstätiger verhalten, und es seien keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass er seine private und geschäftliche Tätigkeit in unzulässiger Weise vermischt hätte. Folglich gebe es keine objektiven Gründe, um vom Grundsatz der Trennung von natürlicher und juristischer Person abzuweichen. Zudem könne sich der Beschwerdeführer, da er nicht aussenstehender Dritter sei, ohnehin nicht auf den Durchgriff berufen. Nach dem Gesagten seien für die Schadensermittlung nur Vermögenseinbussen zu berücksichtigen, die direkt bei ihm angefallen seien. Er sei jedoch nicht zur Geltendmachung von sogenannten indirekten Schäden legitimiert, die sich allenfalls auf das Vermögen der C.________ GmbH ausgewirkt hätten. Als direkten Schaden mache er Lohneinbussen sowie entgangene Dividenden geltend.