Citation: 8C_168/2021 E. 6.1

6.1. Gestützt auf die Indikatorenprüfung liess sich die gutachtliche Einschätzung gemäss Vorinstanz nicht beanstanden. Das kantonale Gericht bestätigte damit die von den Medexperts-Gutachtern bescheinigte 30%ige Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit. Diese hatten die durch die rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode, bedingte Einschränkung mittels Mini-ICF-APP (Aktivitäts- und Partizipationsstörungen bei psychischen Erkrankungen) erhoben. Inwiefern das kantonale Gericht dabei offensichtlich unrichtige Feststellungen getroffen oder Bundesrecht verletzt haben sollte, ist nicht erkennbar. Was die von der Beschwerdeführerin angeführten somatischen Komorbiditäten betrifft, stellte das kantonale Gericht nicht offensichtlich unrichtig fest, dass die Beschwerdeführerin dadurch in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht eingeschränkt sei. Gleiches gilt insoweit, als die Beschwerdeführerin geltend macht, die Cancer Related Fatigue sei unbeachtet geblieben. Gemäss den Gutachtern steht die langjährige rezidivierende depressive Störung im Vordergrund und überschneidet sich symptomatisch mit der tumorassoziierten Fatigue. Inwiefern die neuropsychologischen, gemäss gutachtlicher Einschätzung depressionsbedingten Beeinträchtigungen im Rahmen der Beurteilung unzureichend berücksichtigt worden wären, lässt sich nicht erkennen. Nach der im Juni 2018 erfolgten neuropsychologischen Testung im Zentrum C.________ wurde ausdrücklich und insoweit übereinstimmend mit den Medexperts-Gutachtern darauf hingewiesen, dass die festgestellte kognitive Störung im Rahmen der depressiven Störung zu interpretieren sei, wobei aber eine Beurteilung aus psychiatrischer Sicht vorbehalten wurde. Soweit sich die Beschwerdeführerin indessen gestützt auf die Stellungnahme ihres behandelnden Psychiaters auf eine weitergehende als die von den Gutachtern angenommene neuropsychologisch bedingte Einschränkung beruft, ist nicht erkennbar, dass sich dieser auf neue objektive Erkenntnisse gestützt hätte. Vielmehr beruht sein Bericht vom 8. August 2019 weitestgehend auf den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin. Gleiches gilt hinsichtlich des Berichts über die von ihr in einem Arbeitsprogramm im Jahr 2019 gezeigten Leistungen. Schliesslich wiesen die Medexperts-Gutachter in ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 27. März 2019 darauf hin, dass anlässlich der früheren Begutachtung keine detaillierten psychometrischen Angaben erhoben worden seien, dass rein affektiv jedoch nicht von einer Verschlechterung auszugehen sei.