Citation: 8C_76/2024 E. 5

Die Vorinstanz erwog, mit dem von der Beschwerdeführerin mit der Neuanmeldung eingereichten Bericht des pract. med. C.________ vom 12. Januar 2023 sei eine Veränderung der Verhältnisse seit der leistungsverweigernden Verfügung vom 2. November 2021 nicht glaubhaft gemacht. Aus dem Bericht ergäben sich hauptsächlich die bereits im Zeitpunkt der genannten Verfügung vorhandenen Folgen des Unfallereignisses vom 5. Juni 2017 bzw. die seither bestehenden Beschwerden. Hinsichtlich der von pract. med. C.________ geschilderten Rückenbeschwerden, die infolge der Arbeitsaufnahme der Beschwerdeführerin am 7. Februar 2022 erheblich zugenommen hätten, gebe er lediglich die von der Beschwerdeführerin subjektiv berichteten Beschwerden wieder, ohne diese aus medizinischer Sicht zu würdigen oder zu plausibilisieren. Weitere Unterlagen habe die Beschwerdeführerin im Verwaltungsverfahren nicht eingereicht, sondern pauschal auf eine Arbeitsunfähigkeit sowie diesbezügliche Abklärungen der Suva als Unfallversicherer verwiesen und beantragt, deren Akten einzuholen. Da der Untersuchungsgrundsatz im aktuellen Verfahrensstand nicht spiele, sei die Beschwerdegegnerin jedoch nicht gehalten gewesen, weitere Abklärungen durchzuführen und die Akten der Suva beizuziehen. Erst im Verlauf des Beschwerdeverfahrens habe die Beschwerdeführerin schliesslich die Berichte der Klinik D.________ vom 19. Juni 2023 und 3. August 2023 eingereicht. Eine Ausnahme vom Grundsatz, wonach Arztberichte, die erst nach der Nichteintretensverfügung der IV-Stelle eingereicht werden nicht zu berücksichtigen sind, könne mangels Verfahrensfehlern der IV-Stelle nicht gemacht werden. Die Beschwerdeführerin habe spätestens seit dem Vorbescheid vom 13. März 2023 gewusst, dass sie eine Veränderung der Verhältnisse mit entsprechenden Unterlagen selbst glaubhaft machen müsse und dass die Beschwerdegegnerin eine Glaubhaftmachung im damaligen Zeitpunkt verneint und deshalb beabsichtigt habe, auf die Neuanmeldung nicht einzutreten. Die Beschwerdeführerin hätte daher hinreichend Möglichkeiten gehabt, ergänzende Arztberichte nachzureichen, weshalb die erst im Laufe des gerichtlichen Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichte der Klinik D.________ unbeachtlich seien. Insgesamt sei eine anspruchserhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin nicht glaubhaft dargetan. Folglich sei die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf die Neuanmeldung vom 17. Februar 2023 eingetreten.