Citation: 5P.42/2003 24.02.2003 E. 3

3.1 Gemäss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG hat sich der Beschwerdeführer mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinander zu setzen und im Einzelnen darzustellen, worin die Verletzung der angerufenen Verfassungsrechte bestehen soll. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und einlässlich erhobene Rügen. Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 127 III 279 E. 1c S. 282; 125 I 492 E. 1b S. 495, je mit Hinweisen). Rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV), so reicht es - anders als bei einem appellatorischen Rechtsmittel - nicht aus, die Rechtslage aus Sicht des Beschwerdeführers darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willkürlich zu bezeichnen; vielmehr ist anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen darzustellen, inwiefern das kantonale Gericht willkürlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 117 Ia 10 E. 4b S. 11/12). Diese Anforderungen an die Begründungspflicht gelten auch für Rügen mit Bezug auf die Verweigerung des rechtlichen Gehörs nach Art. 29 Abs. 2 BV. Willkür liegt sodann nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 123 I 1 E. 4a S. 5; 128 I 275 E. 2.1). 3.2 Diesem Begründungsgebot genügen zum Vornherein die folgenden Vorwürfe nicht: 3.2.1 Die Beschwerdeführerin rügt, der angefochtene Entscheid sei ungenügend begründet (siehe dazu: BGE 126 I 97 E. 2b; 112 Ia 109 E. 2b, mit Hinweisen; vgl. auch BGE 114 Ia 233 E. 2d S. 242). Weshalb dem so sein sollte, wird nicht substantiiert und trifft überdies auch nicht zu. Darauf ist nicht einzutreten. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass das Obergericht hinsichtlich des Kernpunktes des Rechtsmittelverfahrens - rechtsmissbräuchliches Begehren um Unterhaltsbeiträge (vgl. E. 5.2 hiernach) - ausführt, die Beschwerdeführerin setze sich mit dem Entscheid des Kantonsgerichts-Präsidenten nicht auseinander. Dass dieser Vorwurf unberechtigt war, wird von der Beschwerdeführerin nicht erörtert. 3.2.2 Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, Art. 6 Ziff. 1 EMRK sei verletzt worden, weil das Obergericht von ihr beantragte Beweise nicht abgenommen habe. Welche Beweise angeboten wurden, wird überhaupt nicht näher dargelegt. Unter Berufung auf dieselbe Konventionsnorm bemängelt die Beschwerdeführerin, es habe keine öffentliche Verhandlung stattgefunden, ohne jedoch anzuführen, dass bzw. wann eine solche verlangt worden ist, weshalb auch darauf nicht eingetreten werden kann. 3.2.3 Ebenfalls unzulässig mangels hinreichender Begründung ist der Vorwurf, die Auffassung des Obergerichts sei willkürlich, dass unter dem Titel Rechtsverweigerung Verfassungs- und EMRK-Verletzungen nicht geltend gemacht werden könnten. Das Obergericht führt dazu aus, Beschwerdegründe seien nach Art. 280 Abs. 1 ZPO/AR Rechtsverweigerung, Rechtsverzögerung und Willkür. In Ziff. 10 und 11 der Beschwerdebegründung werde die Verletzung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 30 BV und Art. 20 Abs. 4 KV behauptet, ohne indessen darzulegen, inwiefern dadurch einer der in Art. 280 Abs. 1 ZPO/AR genannten Beschwerdegründe erfüllt sein sollte. Inwiefern die zuletzt genannte Bestimmung willkürlich angewendet worden sein soll, wird von der Beschwerdeführerin auch vor Bundesgericht in keiner Weise dargetan.