Citation: 6B_1304/2017 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin wendet sich schliesslich gegen die Verurteilung zu einer Ersatzforderung. In der Strafverfügung sei keine Ersatzforderung zu ihren Lasten verfügt worden. Das EFD habe in der vorinstanzlichen Verhandlung vor der Vorinstanz auch keine solche beantragt. Die Vorinstanz habe die Parteien anlässlich der Hauptverhandlung zwar auf die Möglichkeit einer Verschärfung der Sanktionen oder der Ausdehnung des Deliktszeitraums hingewiesen. Von einer möglichen Einziehung bzw. einer Ersatzforderung sei indes lediglich hinsichtlich des Mitangeklagten B.________ die Rede gewesen. Die Festsetzung einer Ersatzforderung zu ihren Lasten sei mithin unerwartet gekommen und sie habe hiezu nicht Stellung nehmen können. Damit habe die Vorinstanz ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Die Festsetzung einer Ersatzforderung sei aber auch in der Sache verfehlt. Zunächst verletze die Feststellung der Vorinstanz, sie habe bei der A.________ GmbH ein Einkommen von mindestens CHF 21'000.-- erzielt, das Anklageprinzip, zumal in der Strafverfügung ausdrücklich festgehalten werde, es werde im Zweifel zu ihren Gunsten davon ausgegangen, dass sie keine Zahlungen von der A.________ GmbH erhalten habe. Bei dieser Sachlage bleibe kein Raum für die Festsetzung einer Ersatzforderung. Zudem sei die Feststellung der Vorinstanz aktenwidrig. Die Vorinstanz stütze sich zu Unrecht auf Deklarationen bei der Quellensteuerbehörde und der AHV. Denn diese belegten keine Zahlungen an sie. Im Übrigen beträfen diese Deklarationen den Zeitraum vom 1. September 2007 bis 31. März 2008, so dass die Ersatzforderung für diesen Zeitraum in jedem Fall verjährt sei. Schliesslich habe die Vorinstanz im Rahmen von Art. 71 Abs. 2 StGB ihre eingeschränkten finanziellen Verhältnisse nicht berücksichtigt. Der Vorinstanz sei bekannt gewesen, dass sie über kein Vermögen verfüge und ein monatliches Einkommen von lediglich EUR 2'060.-- netto erziele. Vor diesem Hintergrund erweise sich die Ersatzforderung in der Höhe von CHF 10'000.-- als unverhältnismässig. Zuletzt bringt die Beschwerdeführerin vor, das von ihr durch ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin erzielte Einkommen, auf welches die Vorinstanz sich für die Ersatzforderung stütze, sei nicht deliktisch erlangt worden. Die Annahme der Wahl als Geschäftsführerin durch die Gesellschafterversammlung werde ihr nicht vorgeworfen. Dementsprechend könne ein angeblicher Lohn für diese Tätigkeit auch gar nicht als Einziehungssubstrat gelten. In jedem Fall fehle es am Konnex zum Vorwurf der Unterlassung (Beschwerde S. 15 ff.).