Citation: 5A_36/2023 E. 4.5.3

4.5.3. Der Beschwerdeführer begnügt sich damit, dem angefochtenen Entscheid seine eigene Sicht der Sach- und Rechtslage gegenüberzustellen, ohne auf die vorinstanzlichen Erwägungen einzugehen. Soweit er meint, die Vorinstanz hätte das von der Arbeitslosenversicherung ausbezahlte Ersatzeinkommen auch gleich als hypothetisches Einkommen anrechnen müssen, übersieht er, dass sich die Höhe der Arbeitslosentaggelder aus dem versicherten Verdienst ergibt (Art. 22 Abs. 1 und Art. 23 AVIG [SR 837.0]), den die versicherte Person bis zum Verlust ihrer Beschäftigung tatsächlich erzielte. Diese Versicherungsleistung hat nichts mit dem hypothetischen Einkommen zu tun, das zu erzielen der versicherten Person in einer (neuen) Vollzeitstelle allenfalls möglich und zumutbar ist. Dass das Kantonsgericht diese Grundlagen der obligatorischen Arbeitslosenversicherung im angefochtenen Entscheid nicht auch noch speziell erläutert, ist angesichts der anwaltlichen Vertretung beider Parteien nicht zu beanstanden. Andere Gründe, weshalb der Beschwerdegegnerin ein hypothetisches monatliches Nettoeinkommen von Fr. 5'100.-- anzurechnen sein soll, nennt der Beschwerdeführer nicht. Zum Scheitern verurteilt sind auch die weiteren Beanstandungen. Weshalb für die künftigen Erwerbsaussichten überhaupt keine Rolle spielen darf, dass die Beschwerdegegnerin laut der Aufhebungsvereinbarung vom 3. August 2020 die Anforderungen an die Tätigkeit bei der BFU nicht erfüllen konnte, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen. Soweit der Beschwerdeführer die beruflichen Voraussetzungen der Beschwerdegegnerin betont, aufgrund derer ein Erwerbseinkommen von knapp Fr. 8'000.-- möglich und zumutbar sein soll, setzt er sich über die vorinstanzlichen Erklärungen hinweg, weshalb der Beschwerdegegnerin weder möglich noch zumutbar sei, eine Anstellung mit ähnlich gutem Lohn wie bei der BFU zu finden. Welche Qualifikationen, Fachkenntnisse und Berufserfahrungen das Kantonsgericht konkret übersehen haben soll, die eine der verlorenen Anstellung bei der BFU gleichwertige Tätigkeit als möglich und zumutbar erscheinen liessen, vermag der Beschwerdeführer allein mit seinen pauschalen Behauptungen nicht zu erklären.