Citation: 8C_84/2024 E. 5.2

5.2. Das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil stellt eine zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum hinzutretende qualitative oder quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit dar. Dadurch wird in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt, welche unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versicherten Person realistischerweise noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen. Lediglich wenn auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung solcher Einschränkungen, die personen- oder arbeitsplatzbezogen sein können, kein genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten mehr besteht, rechtfertigt sich allenfalls ein (zusätzlicher) Abzug vom Tabellenlohn (Urteile 8C_243/2023 vom 5. September 2024 E. 7.6 mit Hinweis auf 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024, zur Publikation vorgesehen; 8C_48/2021 vom 20. Mai 2021 E. 4.3.3). Die Vorinstanz ging davon aus, dass dem Beschwerdeführer trotz seiner unfallbedingten Einschränkungen an der rechten Hand eine hinreichende Auswahl an möglichen Arbeitsplätzen verbleibe. Nachdem die funktionellen Einschränkungen der rechten Hand bereits im qualitativen medizinischen Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt worden seien, würde ein (höherer) Abzug beim Tabellenlohn zu einer unzulässigen doppelten Anrechnung derselben Gesichtspunkte führen. Inwiefern sie damit unrichtige Feststellungen in sachverhaltlicher Hinsicht getroffen oder sonstwie Bundesrecht verletzt haben sollte, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf und ist nicht erkennbar. Das kantonale Gericht stellte des Weiteren fest, dass sich die ausländische Staatsangehörigkeit des Beschwerdeführers beziehungsweise seine Aufenthaltsbewilligung B gleichermassen beim Validen- wie auch beim Invalideneinkommen auswirke und bei Anwendung der gleichen statistischen Werte bei beiden Vergleichseinkommen nicht lediglich beim Invalidenlohn und somit einseitig zugunsten des Beschwerdeführers berücksichtigt werden könne. Entsprechend sah es keinen Anlass, in das Ermessen der Suva einzugreifen. Inwieweit die Vorinstanz damit Bundesrecht verletzt haben sollte, lässt sich nicht ersehen (zur Berücksichtigung von Lohneinbussen, die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführen sind: BGE 129 V 222 E. 4.4).