Citation: 7B_611/2024 E. 5.4.10

5.4.10. Der Beschwerdeführer kritisiert schliesslich eine massive Einschüchterung der Verteidigung durch Androhung eines Strafverfahrens und eine Torpedierung des Rechts auf wirksame Verteidigung durch die Beschwerdegegnerin. Aus der in den Akten liegenden Stellungnahme von Staatsanwalt I.________ (von der Abteilung Wirtschaftsdelikte der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt) vom 14. Februar 2024 ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin der Verteidigung mit einer Strafanzeige wegen falscher Anschuldigung, eventualiter Irreführung der Rechtspflege drohte. Diese Androhung erfolgte gestützt auf eine schriftliche Äusserung der Volontärin des Verteidigers in ihrer Eingabe vom 13. Februar 2024, welche ihrerseits einen "noch namentlich unbekannten Kriminalkommissär der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt" eines strafbaren Handelns (mit einer Formulierung im Indikativ) beschuldigte. Die Androhung, eine Strafanzeige gegenüber der Volontärin zu prüfen, erfolgte damit nicht ohne ernsthaften Grund. Bei dieser Sachlage ist das Vorliegen eines "Einschüchterungsversuchs" gegenüber der Verteidigung des Beschwerdeführers nicht ersichtlich. Im Umstand, dass eine Kopie der Stellungnahme vom 14. Februar 2024 der Aufsichtskommission für Anwältinnen und Anwälte zugestellt wurde, ist ebenso wenig ein Ausstandsgrund erkennbar (vgl. Urteile 1B_302/2022 vom 7. September 2022 E. 2.1; 1B_118/2021 vom 13. Juli 2021 E. 4.1).