Citation: 5A_629/2015 E. 7.4

7.4. Nach dem Gesagten bewertete die Gutachterin B.________ im Rahmen ihrer Ermittlung der Höchstpreisgrenze per 19. Mai 1998 die Gebäude auf den Grundstücken GB U.________ und GB V.________ auf bundesrechtswidrige Art und Weise. Zu Recht rügt der Beschwerdeführer, dass eine rein abstrakte Berechnung des Höchstwerts als Vielfaches des Ertragswerts nicht konkret auf die in den letzten fünf Jahren in der betreffenden Gegend bezahlten Kaufpreise Bezug nimmt, wie es das Gesetz in Art. 66 Abs. 1 BGBB ausdrücklich vorschreibt (vgl. MARTIN GOLDENBERGER/HANS RUDOLF HOTZ, in: Schweizerischer Bauernverband, Treuhand und Schätzungen [Hrsg.], Das bäuerliche Bodenrecht, Kommentar zum Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht vom 4. Oktober 1991, 2. Aufl. 2011, N 23b zu Art. 66 BGBB; s. auch Urteil 2C_46/2015 vom 9. Juli 2015 E. 5.1). Das Kantonsgericht setzt sich dem Vorwurf der willkürlichen Beweiswürdigung aus, wenn es das Ergänzungsgutachten vom 18. November 2014 trotzdem als schlüssig erachtet und sein Urteil darauf abstützt, ohne zusätzliche Beweiserhebungen anzuordnen. Nachdem der Beschwerdeführer schon in seiner Stellungnahme vom 15. Dezember 2014 explizit auf die erwähnte bundesgerichtliche Rechtsprechung (E. 3.1) hinweist, hätten beim Kantonsgericht ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit des Gutachtens aufkommen müssen. Daran ändern auch die vom Kantonsgericht ins Feld geführten Schwierigkeiten nichts, für landwirtschaftliche Gebäude hinreichend dokumentierte Vergleichsobjekte zu finden (E. 7.1). Weder lässt sich damit eine bundesrechtswidrige Höchstpreisermittlung rechtfertigen, noch folgt daraus, dass die Berechnung nach der Formel "Höchstpreis = 5x Ertragswert" zu einem zutreffenden Ergebnis führt. In dieser Hinsicht erweist sich die Beschwerde als begründet.