Citation: 8C_531/2021 E. 4.1

4.1. Das kantonale Gericht erwog, die IV-Stelle habe sich in der Verfügung vom 15. Juni 2015 auf das - mit Urteil vom 10. Dezember 2015 von ihm als beweiskräftig erachtete - psychiatrische Gutachten des Dr. med. B.________ vom 19. Januar 2015 gestützt. Dieser habe eine schwergradige dissoziative Bewegungsstörung (ICD-10 F44.4) und eine leichtgradige chronische Schmerzstörung (Differentialdiagnosen: ICD-10 F45.38, F45.51, F45.40) diagnostiziert und eine sitzende, körperlich leichte manuelle Tätigkeit in einem Zeitrahmen von drei bis acht Stunden grundsätzlich als zumutbar erachtet. Im genannten Urteil vom 10. Dezember 2015 habe es einen invalidisierenden Gesundheitsschaden aus rechtlicher Sicht jedoch ausgeschlossen. Im Weiteren erkannte das kantonale Gericht, den von der Beschwerdeführerin revisionsweise eingereichten Berichten der Traumatherapeutin lic. phil. C.________, Psychotherapeutin ASP, vom 23. November 2019 und 16. November 2020 sowie des Spitals D.________ vom 7. Januar 2019 und vom 9. Januar 2020 seien als neue Diagnosen dissoziative Krampfanfälle (ICD-10 F45.5) und eine dissoziative Amnesie (ICD-10 F44.0) zu entnehmen. Zu den dissoziativen Krampfanfällen fänden sich in den Berichten keine weiterführenden Angaben. Betreffend die dissoziativen Amnesien werde dargelegt, die Beschwerdeführerin verliere bei den Anfällen, die nur Menschen in ihrer nächsten Nähe erkennen könnten, die Fähigkeit, Deutsch zu sprechen; es sei "wie ein Gedächtnisverlust". Demnach stehe weiterhin ein dissoziatives Geschehen im Vordergrund, wobei die Beschwerdeführerin wie im Vergleichszeitpunkt immer noch fähig sei, ihren Alltag - inzwischen sogar mit Kleinkind - zu organisieren. Unabhängig davon sei den von der Beschwerdeführerin eingereichten Berichten keine Verschlechterung zu entnehmen. Die Traumatherapeutin habe ausgeführt, der Gesundheitszustand präsentiere sich als "weitgehend unverändert". Auch in den Berichten des Spitals D.________ werde von einem verbesserten und stabilisierten Zustand berichtet. Soweit die Ärzte des Spitals D.________ am 9. Januar 2020 ausgeführt hätten, dass die Schwere der Störungen und deren Auswirkungen grösser seien als beim letzten "IV-Bericht" angenommen, handle es sich lediglich um eine abweichende Beurteilung des gleichgebliebenen Sachverhalts. Gleiches erkannte die Vorinstanz auch hinsichtlich der von lic. phil. C.________ am 23. November 2019 und von der Spitexbetreuerin E.________ mit undatiertem Bericht verneinten Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt. Nachdem die geltend gemachten Beschwerden des Bewegungsapparates bereits bei der Erstanmeldung aktenkundig gewesen seien und sich dem Bericht der Physiotherapeuten F.________ und G.________ vom 28. August 2020 keine Zunahme entnehmen lasse, vermöge die Beschwerdeführerin auch somatischerseits keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes glaubhaft zu machen.