Citation: 9C_278/2022 E. 4.2

4.2. Eine Erwerbseinbusse von 20 % liegt unbestritten vor. Wie das kantonale Gericht sodann selbst ausführt, ist unter einer Umschulung die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen versicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln. Der Begriff der annähernden Gleichwertigkeit bezieht sich dabei auf die nach der Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglichkeit. Es gilt somit, die durch die Invalidität erlittene Erwerbseinbusse so gut als möglich auszugleichen. Der Beschwerdeführer verweist daher zu Recht darauf, dass eine Umschulung in eine besser entlöhnte Tätigkeit nicht per se ausgeschlossen ist. Solange sie zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit notwendig ist und nicht zu einer im Vergleich zum Zeitpunkt vor Eintritt der Invalidität verbesserten Erwerbslage führt, spricht nichts dagegen (so explizit auch Art. 6 Abs. 1bis IVV, E. 3.2.2 hiervor; siehe auch Urteil 9C_580/2021 vom 4. Februar 2022 E. 3.2.2). Indem die Vorinstanz dies unberücksichtigt gelassen hat, hat sie den Anspruch auf Umschulung eines Teils seines Gehalts entleert, was Bundesrecht verletzt. Damit fällt auch die Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts, wonach der Beschwerdeführer sowohl in der angestammten als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig sei und daher auch mit einer Umschulung keine wesentliche Verbesserung der Erwerbsmöglichkeiten erreicht würde, dahin.