Citation: 8C_431/2024 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin rügt, indem die Vorinstanz - in Übernahme der Interpretation des RAD-Arztes - die klinischen Diagnosen in Form einer Kraftminderung im Quadrizeps und einer Fussheberparese ignoriert und einzig von bildgebend veränderter Befundlage gesprochen habe, habe sie den rechtserheblichen Sachverhalt fehlerhaft festgestellt. Im Bericht des Instituts B.________vom 6. April 2022 seien als Indikation Rückenschmerzen in Höhe der Lendenwirbelsäule (LWS), Ausstrahlung in das linke Bein, eine Kraftminderung im Quadrizeps und eine Fussheberparese aufgeführt. Eine Indikation werde nicht von der Patientin selbst gestellt, sondern vom zuweisenden Arzt. Es seien somit offensichtlich eine klinische Untersuchung vorgenommen und gestützt darauf ein bildgebendes Verfahren veranlasst worden. Die Kraftminderung im Quadrizeps und die Fussheberparese hätten im Jahr 2018 noch nicht bestanden. Indem die Vorinstanz diese wesentliche klinische Befundänderung als ungenügend für die Glaubhaftmachung eines verschlechterten Gesundheitszustands erklärt habe, habe sie zu hohe Anforderungen an das Beweismass gestellt.