Citation: 4A_407/2012 E. A

A.a. Die X.________ SE (Beschwerdeführerin 1) ist eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea) mit Sitz in Wien. Die Y.________ GmbH (Beschwerdeführerin 2) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung österreichischen Rechts mit Sitz in I.________ (Österreich). Die Z.________ B.V. (Beschwerdegegnerin) ist eine geschlossene Kapitalgesellschaft niederländischen Rechts mit Sitz in Amsterdam. A.b. Die Beschwerdegegnerin und die Q.________ GmbH als Verkäuferinnen schlossen am 30. Juli 2008 mit den Beschwerdeführerinnen als Käuferinnen einen Aktienkaufvertrag ab (Share Purchase and Acquisition Agreement [SPA]). Gegenstand des Vertrags waren sämtliche Aktien der R.________ AG, einer österreichischen Tochtergesellschaft der Beschwerdegegnerin. Auf den Vertrag ist gemäss Ziffer 14.2 SPA österreichisches Recht anwendbar. Gemäss Ziffer 8.1 SPA stand der Vertrag u.a. unter der aufschiebenden Bedingung, dass die kartellrechtliche Freigabe durch die österreichischen Wettbewerbsbehörden und weitere Instanzen erteilt werde. In Ziffer 8.5 SPA haben die Parteien vereinbart, dass sie ihre "best endeavours" einsetzen würden, um diese Bedingung zu erfüllen. Gemäss Ziffer 8.7 SPA durfte jede Partei vom Vertrag zurücktreten, falls der Unternehmenszusammenschluss nicht innert elf Monaten seit Unterzeichnung des SPA genehmigt würde, sofern die zurücktretende Partei sich selbst an die Bestimmungen des SPA gehalten hatte ("[...] provided that the Party intending to rescind this Agreement has complied with all terms and obligations of the SPA"). A.c. Da die kartellrechtliche Freigabe in der Folge nicht innert vertraglich vereinbarter Frist erwirkt werden konnte, erklärten die Beschwerdeführerinnen am 1. Juli 2009 den Rücktritt vom Vertrag. Per 16. September 2009 trat auch die Beschwerdegegnerin vom Vertrag zurück. In der Folge stellte sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt, der Rücktritt der Beschwerdeführerinnen sei ungültig, da diese ihrer vertraglichen Pflicht zur Förderung der kartellrechtlichen Freigabe ("best endeavours") gemäss Ziffer 8.5 SPA nicht genügt hätten.