Citation: 6B_558/2017 E. 1.5

1.5. Rechtsüberholen auf der Autobahn ist - mit Ausnahme einiger vorliegend nicht relevanter Ausnahmen - verboten und stellt eine schwere Verkehrsregelverletzung dar (vgl. BGE 142 IV 93 E. 3.2; Urteil 6B_848/2016 vom 13. Februar 2017 E. 1.3.3). Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz vorliegend von einer ernstlichen Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer ausgeht. So mussten die übrigen Verkehrsteilnehmer, insbesondere der Fahrer des rechts überholten Personenwagens, nicht mit einem solchen Überholmanöver rechnen. Es ist nicht ersichtlich, was der Beschwerdeführer aus seinem Einwand, er habe sich an das Rechtsfahrgebot gehalten, zu seinen Gunsten ableiten könnte. Eine Irritation der Fahrzeuglenker, die unvermittelt rechts überholt werden, ist offensichtlich und bedarf keiner weiteren Begründung. Inwiefern das vorinstanzliche Urteil nicht ausreichend begründet sein soll, ist daher nicht ersichtlich. Auch dass die Vorinstanz teilweise auf die erstinstanzlichen Erwägungen verweist, ist nicht zu beanstanden (vgl. Art. 82 Abs. 4 StPO). Indem sich der Beschwerdeführer durch Ausschwenken und Wiedereinbiegen freie Fahrt verschaffte, ohne dass hierfür ein besonderer Grund ersichtlich wäre, verhielt er sich grob verkehrsregelwidrig. Wie dargelegt, ist grundsätzlich von einer objektiv groben Verletzung der Verkehrsregeln auf ein zumindest grobfahrlässiges Verhalten zu schliessen. Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, die das Verhalten des Beschwerdeführers subjektiv weniger schwer erscheinen liessen. Die Vorinstanz stellt in subjektiver Hinsicht verbindlich fest, dass dem Beschwerdeführer das Rechtsüberholverbot bekannt war und er um die Gefährlichkeit seines Fahrmanövers wusste. Trotz Wissen um das Verbot des Rechtsüberholens sei er ausgeschert, am Personenwagen vorbeigezogen und wieder eingebogen, um seine zügige Fahrweise beibehalten zu können. Damit habe er das Rechtsüberholverbot vorsätzlich missachtet. Die vorinstanzlichen Erwägungen, wonach zumindest von grobfahrlässigem Handeln ausgegangen werden müsse, da der Beschwerdeführer die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer pflichtwidrig nicht in Betracht gezogen habe, sind im Lichte der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 90 Abs. 2 SVG nicht zu beanstanden. Daran vermag auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf das bundesgerichtliche Urteil 6B_963/2015 vom 19. Mai 2016 nichts zu ändern. In jenem Fall hielt das Bundesgericht fest, der Automobilist habe nicht gedankenlos gehandelt und es könne nicht von einem jedes Risiko ausblendenden Verhalten gesprochen werden. Dabei stützte sich das Bundesgericht allerdings auf die konkreten Umstände in jenem Fall. Inwiefern diese mit dem vorliegenden Fall vergleichbar sein sollen, ist weder ersichtlich noch dargetan. Ebenfalls nicht stichhaltig ist der Einwand des Beschwerdeführers, er habe nicht damit rechnen müssen, dass der vor ihm fahrende Personenwagen auf die Normalspur schwenken würde. Selbstverständlich musste er damit rechnen, dass der weisse Personenwagen nach Überholen des Lastwagens, wie der Beschwerdeführer selber, auf die Normalspur zurückwechseln würde. Die Vorinstanz durfte ohne Bundesrecht zu verletzen davon ausgehen, dass sich der Beschwerdeführer rücksichtslos verhalten und auch subjektiv eine schwere Verkehrsregelverletzung begangen hat.