Citation: 1C_429/2023 E. 2.3

2.3. Das Obergericht verneinte das Vorliegen einer Bundesaufgabe, weil die im Rekursverfahren streitige Unterschutzstellung sich einzig auf kantonales Recht stütze. Ob und inwiefern die Aufnahme im ISOS dem Bauvorhaben der Beschwerdegegnerin entgegenstehe, werde im Baubewilligungsverfahren zu beurteilen sein; gleiches gelte für die Einsprache- und Rekursberechtigung der Beschwerdeführer gegen das Bauvorhaben. Die Beschwerdeführer machen dagegen geltend, Bau und Betrieb von Eisenbahnen seien eine Bundesaufgabe und bedürften einer Konzession; dies gelte auch für die Bahninfrastruktur (Art. 5 des Eisenbahngesetzes vom 20. Dezember 1957 [EBG; SR 742.101]), weshalb Art. 2 Abs. 1 lit. b NHG anwendbar sei. Hinzu komme, dass der Bund mit 39 % der wichtigste Aktionär der Beschwerdegegnerin sei, dieser unentgeltliche Solidarbürgschaften und unverzinsliche Darlehen gewährt habe und den Betrieb sowie den Substanzerhalt der Infrastruktur über den Bahninfrastrukturfonds finanziere. Der Bahnhof Trogen stelle auch eine Verkehrsanlage i.S.v. Art. 2 Abs. 1 lit. c NHG dar, umfasse er doch bahnbetriebsrelevante Teile wie Gleisanlagen, Bahnsteige, Informationstafeln, Wartebereiche, etc. Die Beschwerdegegnerin wendet ein, Streitgegenstand sei einzig die Unterschutzstellung des Bahnhofsgebäudes; Bau und Betrieb der Eisenbahn seien von diesem Entscheid nicht betroffen, zumal das Bahnhofsgebäude Trogen für den Bahnbetrieb seit langem nicht mehr benutzt und benötigt werde.