Citation: 1C_379/2023 E. 5.3

5.3. Der Beschwerdeführer hat im Übrigen aufgezeigt, dass die aufgeführten Sachverhaltselemente für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein können. War der Vater - wie der Beschwerdeführer ausführt - nicht bevollmächtigt, die Postsendung entgegenzunehmen, kann gemäss der bundesgerichtlichen Praxis bezüglich Zustellung von Entscheiden nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass die Verfügung am 6. April 2023 in den Machtbereich des Beschwerdeführers gelangt ist. Es könnte diesfalls auch nicht davon ausgegangen werden, dass die 10-tägige Frist an jenem 6. April 2023 zu laufen begonnen hat. Unter Umständen müsste die Rechtsprechung bezüglich der Zustellfiktion von eingeschriebenen Sendungen angewendet werden, wonach die Zustellung erst dann erfolgt wäre, wenn der Beschwerdeführer die Postsendung nicht innerhalb einer gewissen Frist abgeholt hätte. In jedem Fall ist dem Rechtsgrundsatz Rechnung zu tragen, wonach eine allfällige mangelhafte Eröffnung für den Adressaten bzw. für die Adressatin keine Nachteile zeitigen darf. Die Frage, ob der Vater des Beschwerdeführers über eine Vollmacht verfügte, ist folglich entscheidrelevant.