Citation: 1C_223/2024 E. 3.3

3.3. Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, die Vorinstanz mache zu Recht nicht geltend, er habe zum Zeitpunkt der Eröffnung des Administrativverfahrens durch das Strassenverkehrsamt des Kantons Graubünden am 29. April 2022 seinen Wohnsitz im Kanton Zürich gehabt. Er bringt vor, in diesem Zeitpunkt habe sich sein Wohnsitz in U.________ und damit im Kanton Graubünden befunden. Gestützt auf die eingangs erwähnten Grundsätze vertritt der Beschwerdeführer den Standpunkt, die Zuständigkeit sei beim Strassenverkehrsamt Graubünden verblieben. Damit sei das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich für den Erlass der strittigen Administrativmassnahme nicht zuständig gewesen. Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, der Beschwerdeführer habe seinen vormaligen (Familien-) Wohnsitz in U.________ aufgegeben und einen neuen Wohnsitz im Kanton Zürich begründet. Als mögliches Motiv der Aufgabe des früheren Wohnsitzes nennt sie die Scheidung des Beschwerdeführers. Indes geht aus dem angefochtenen Entscheid nicht mit Klarheit hervor, in welchem Zeitpunkt der Beschwerdeführer nach Ansicht der Vorinstanz seinen Wohnsitz in den Kanton Zürich verlegt habe; es ist vage vom "fraglichen Zeitraum" die Rede. Für die Fixierung der Zuständigkeit ist, wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht, der Wohnsitz im Zeitpunkt der Verfahrenseinleitung massgebend. Dass das Administrativverfahren in der Folge sistiert wird, um das Ergebnis des Strafverfahrens abzuwarten, ändert daran grundsätzlich nichts (vgl. dazu Urteil 1C_482/2015 vom 15. März 2016 E. 3.5). Damit die perpetuatio fori vorliegend überhaupt greifen konnte, müsste sich die vom Beschwerdeführer behauptete anfängliche örtliche Zuständigkeit des Strassenverkehrsamts Graubünden allerdings auf objektive Umstände stützen können (vgl. zit. Urteil 1C_482/2015 E. 3.4), mithin rechtskonform begründet worden sein. Mit anderen Worten ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Verfahrenseinleitung durch die Bündner Behörde seinen Wohnsitz im Kanton Graubünden hatte.