Citation: 9C_139/2021 E. 6.3.2

6.3.2. Nicht bundesrechtskonform agiert hat die IV-Stelle jedoch, indem sie das derart ermittelte Valideneinkommen von Fr. 111'763.25 dem Invalideneinkommen von Fr. 50'337.85 gegenübergestellt und gestützt auf einen Invaliditätsgrad von nurmehr 55 % ohne Weiteres auf Herabsetzung der bisherigen ganzen auf eine halbe Invalidenrente geschlossen hat. Damit wurde - so auch die Vorinstanz - gegen den Grundsatz verstossen, nach dem die LSE 2012 (und spätere Erhebungen) für die Invaliditätsbemessung im Revisionsverfahren betreffend eine laufende, gestützt auf die LSE bis 2010 rechtskräftig zugesprochene Invalidenrente nur anwendbar ist, wenn sich allein durch ihre Verwendung keine anspruchsrelevante Änderung des Invaliditätsgrads - nach oben oder nach unten - ergibt (BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin wäre vor diesem Hintergrund gehalten gewesen, wie von der Beschwerdegegnerin postuliert, von dem für 2010 festgesetzten Validenverdienst in der Höhe von Fr. 127'005.85 auszugehen und diesen bis 2019 aufzuindexieren, woraus ein massgebliches Valideneinkommen von Fr. 135'213.- resultiert. Im Vergleich zum Invalideneinkommen von Fr. 50'337.85 (siehe E. 4.2 hiervor) beläuft sich der Invaliditätsgrad damit auf 63 %.