Citation: 6B_127/2021 E. 2.3

2.3. Die vorinstanzlichen Ausführungen sind schlüssig. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, belegt keine Willkür, soweit es den gesetzlichen Begründungsanforderungen (oben E. 2.1) überhaupt genügt. So ist unbestritten und erstellt, dass das Opfer beim Hinzukommen des Beschwerdeführers bereits am Boden lag und von zwei Mitbeschuldigten fixiert wurde. Vor diesem Hintergrund leuchtet nicht ein, inwiefern es mit Blick auf die dem Beschwerdeführer zur Last gelegten Tritte von Bedeutung sein soll, dass die Aggression vom späteren Opfer ausgegangen sei. Die Vorinstanz stellt daher den Sachverhalt - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - nicht unvollständig oder willkürlich fest, indem sie die Geschehnisse im Vorfeld der inkriminierten Handlungen nicht umfassend ermittelt. Wie sie zutreffend erwägt, kommt es für die Beurteilung des Verhaltens des Beschwerdeführers darauf nicht an. Ebenso wenig ist hierfür von Belang, welche konkreten Verletzungen das Opfer infolge der - von der Vorinstanz willkürfrei als heftig beurteilten - Tritte des Beschwerdeführers gegen den Oberkörper- und Kopfbereich tatsächlich erlitten hat. Der Beschwerdeführer scheint mit seiner Argumentation, wonach das Opfer von alleine habe aufstehen können und sich vor Eintreffen der Polizei vom Tatort entfernt habe, zu verkennen, dass ihm lediglich eine versuchte schwere Körperverletzung zur Last gelegt wird. Nicht zu beanstanden ist schliesslich, wenn die Vorinstanz annimmt, zum Zeitpunkt des Eingreifens des Beschwerdeführers sei vom am Boden liegenden, von zwei Personen fixierten resp. niedergedrückten Opfer keine Gefahr mehr ausgegangen, und das Vorgehen des Beschwerdeführers sei zu deren Abwehr ohnehin ungeeignet gewesen.