Citation: 9C_105/2022 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin bestreitet die Beweiskraft des PMEDA-Gutachtens resp. des psychiatrischen und rheumatologischen Teilgutachtens. Sie macht im Wesentlichen geltend, die Expertise sei tendenziös und ziele darauf ab, sie in ein schlechtes Licht zu rücken. Die Gutachter hätten nicht berücksichtigt, dass die Reise in ihre Heimat im Sommer 2020 gemeinsam mit ihrem Ehemann und den Kindern erfolgt sei und dass sie insbesondere für die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und die Wahrnehmung ihrer Termine auf einen Rollator angewiesen sei, da sie ohne diesen bereits mehrmals gestürzt sei. Zudem wichen deren Einschätzungen erheblich von fast allen anderen ärztlichen Beurteilungen ab. Das Gutachten bestehe aus 202 Seiten, weise aber sehr viele Wiederholungen auf. Die Experten hätten zwar eine passagere, psychiatrisch begründete Arbeitsunfähigkeit für möglich gehalten, aber nicht näher eingegrenzt oder quantifiziert. Der rheumatologische Gutachter habe die frühere Erwerbstätigkeit zu Unrecht als zumutbar erachtet, obwohl es sich dabei nicht um eine leichte, sondern um eine mittelschwere bis schwere Tätigkeit gehandelt habe. Auch die Tätigkeit als Hausfrau sei mindestens mittelschwer. Er habe auch nicht beantwortet, weshalb die attestierte Fibromyalgie zu keinen Einschränkungen führen soll, und es müsse geklärt werden, ob die Diagnose einer Polyarthritis bestätigt oder widerlegt werden könne.