Citation: 7B_225/2025 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz erwägt im Weiteren, (auch) in zeitlicher Hinsicht sei die Verhältnismässigkeit der Haft weiterhin gegeben. Bezüglich der mutmasslichen Dauer der allenfalls zu verbüssenden Strafe sei vom kantonsgerichtlichen Urteil auszugehen. Der Beschwerdeführer habe im vorliegenden Haftverfahren bisher nicht dargelegt, inwiefern das erstinstanzliche Urteil klarerweise fehlerhaft erscheine beziehungsweise inwiefern eine entsprechende Korrektur von Schuldspruch beziehungsweise Sanktion im Berufungsverfahren mit erheblicher Wahrscheinlichkeit zu erwarten sei. Eine solche sei bei summarischer Durchsicht des Urteils auch nicht augenscheinlich. Aufgrund der verbleibenden Reststrafe liege daher offensichtlich keine Überhaft vor. Entgegen dem Beschwerdeführer rücke die Haftdauer auch nicht in grosse Nähe der zu erwartenden Freiheitsstrafe im Fall einer rechtskräftigen Verurteilung. Soweit seine Verteidigerin ihre persönliche Prognose zur Verfahrensdauer aufgrund der allenfalls zu wiederholenden Amtshandlungen und der Berufungsverhandlung berücksichtigt haben möge, könne ihr nicht gefolgt werden. Es könne und dürfe von allen Beteiligten erwartet werden, dass das Berufungsverfahren mit der gebotenen Sorgfalt und Dringlichkeit behandelt werde. Es gebe keinen hinreichenden Grund, für die Beurteilung der Verhältnismässigkeit der Verlängerung von einer zu erwartenden Strafe von rund 36 Monaten Freiheitsstrafe abzuweichen. Diese Erwägungen sind nicht zu beanstanden. Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, überzeugt nicht. Er behauptet insbesondere, es sei davon auszugehen, dass "erneut frühestens irgendwann im Oktober oder November 2025 mit der Wiederholungs-Berufungsverhandlung" gerechnet werden könne. Dann wäre er bereits seit 28 Monaten in strafprozessualer Haft, somit würde die Haft in grosse Nähe zur bereits ausgesprochenen Freiheitsstrafe rücken. Mit dieser Kritik ist der Beschwerdeführer im heutigen Zeitpunkt nicht zu hören. Ihm steht es frei, zu diesem Zweck ein Haftentlassungsgesuch zu stellen (vgl. Art. 233 StPO).