Citation: 7B_212/2022 E. 4.4.3

4.4.3. Dem jeweiligen Betriebspersonal kann auch nicht zum Vorwurf gemacht werden, es hätte merken müssen, dass der Beschwerdeführer nicht zahlungsfähig und zahlungswillig sei. Für dieses war nicht ohne Weiteres erkennbar, dass die vom Beschwerdeführer angegebenen, geschäftlichen Aufenthaltszwecke frei erfunden waren und darüber hinaus war bei den jeweils späten Anreisen kein Personal anwesend, welches etwas hätte prüfen können. In diesem Zusammenhang durfte die Vorinstanz auch dem Umstand Rechnung tragen, dass es sich bei den geschädigten Betrieben um kleinere Familienbetriebe handelte, welchen hinsichtlich der Abwicklung der Zahlungs- und Buchungsvorgänge nicht die gleichen elektronischen und personellen Mittel zur Verfügung stehen, wie grösseren Hotelketten. Ein leichtfertiges Verhalten der Täuschungsopfer, das die besonderen Machenschaften des Beschwerdeführers in den Hintergrund treten lassen könnte, liegt deshalb nicht vor. Die Täuschungen waren damit arglistig.