Citation: 9C_112/2024 E. 5.2.1

5.2.1. Schliesslich bringt der Beschwerdeführer vor, beim an die Regionalverbände weitergeleiteten Teil (95 %) des Basisfrankens handle es sich um einen Durchlaufposten. Damit die Anforderungen an einen durchlaufenden Posten erfüllt seien, müsse nicht zwingend ein separater Ausweis vorliegen. Die gesonderte Einforderung sei nicht Tatbestandsmerkmal eines Durchlaufpostens, sondern eine Beweismassnahme. Zudem sei die Art der Verbuchung generell lediglich ein Indiz für einen bestimmten wirtschaftlichen Sachverhalt, massgebend sei jedoch die wirtschaftliche Realität. Im Sinn der freien Beweiswürdigung könnten auch andere Dokumente, wie z.B. eine Gebührenordnung, als Beweismittel herangezogen werden. Im vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt werde, nach Abrechnung mit dem Veranstalter, der Basisfranken an die Regionalverbände weitergeleitet. Dieser stehe dem entsprechenden Regionalverband vollumfänglich zu und werde dem jeweiligen Ertragskonto des einzelnen Regionalverbands zugewiesen. Der Beschwerdeführer verbuche den Basisfranken klar identifizierbar als Durchlaufposten auf einem separaten Konto. Im Sinne der Beweismittelfreiheit, welche im Mehrwertsteuerrecht Anwendung finde, genüge daher der allgemeine Hinweis auf die Reglemente (insbesondere die Gebührenordnung des Beschwerdeführers) durchaus, um zu begründen, dass es sich beim Basisfranken beim Beschwerdeführer um einen durchlaufenden Posten handle.