Citation: 4D_14/2023 E. 3.4

3.4. Im Lichte dieser Vorgaben ist der vorinstanzliche Entscheid nicht zu beanstanden: Wie der Beschwerdeführer vor Bundesgericht selbst einräumt, hat seine damalige Rechtsvertreterin für das selbstständige Begehren der Herabsetzung der erstinstanzlichen Parteientschädigung kein beziffertes Begehren gestellt. Das Berufungsbegehren ist daher mangelhaft. Es kann nur ausnahmsweise genügen, wenn sich aus der Berufungsbegründung in Verbindung mit dem erstinstanzlichen Entscheid ohne weiteres und eindeutig ergibt, was der Beschwerdeführer vor der Vorinstanz forderte, d.h. um welchen Betrag die erstinstanzlich dem Beschwerdegegner zugesprochene Parteientschädigung zu reduzieren ist. Das ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht der Fall: In der vorinstanzlichen Berufungsschrift (S. 27 Rz. 86) wurde ausgeführt, die Erstinstanz habe § 4 Abs. 2 AnwGebV/ZH zur Anwendung gebracht und die tarifmässige Parteientschädigung zugunsten des Beschwerdegegners aufgrund des besonders hohen Aufwands erhöht. Sodann wurde dargelegt, was dem "entgegenzuhalten" sei, und es wurden die Umstände des erstinstanzlichen Verfahrens geschildert. Die diesbezüglichen Ausführungen enden mit der Aussage, dass die Prozessführung der Rechtsvertreterin des Beschwerdegegners "offenkundig nicht besonders aufwändig [war], womit sich die erstinstanzliche Parteientschädigung des [Beschwerdegegners] auf jeden Fall als zu hoch erweist." Damit wurde zwar zum Ausdruck gebracht, dass die erstinstanzlich dem Beschwerdegegner zugesprochene Parteientschädigung zu hoch sei. Aus diesen Ausführungen geht jedoch nicht ohne Weiteres und zweifelsfrei hervor, um welchen konkreten Betrag die Parteientschädigung zu reduzieren und welcher Betrag dem Beschwerdegegner als Parteientschädigung für das erstinstanzliche Verfahren zuzusprechen sei. Daran ändert auch das Vorbringen des Beschwerdeführers nichts, es sei klar, dass dem Beschwerdegegner nur der Grundbetrag nach § 4 Abs. 1 AnwGebV/ZH in der Höhe von Fr. 2'908.-- zuzusprechen sei. Im Gegensatz zu seinen Vorbringen vor Bundesgericht finden sich in der vorinstanzlichen Berufungsschrift (S. 27 Rz. 86) keine entsprechenden Ausführungen, insbesondere wird dort nicht verlangt, dass dem Beschwerdegegner nur die Grundentschädigung bzw. die Entschädigung nach § 4 Abs. 1 AnwGebV/ZH zuzusprechen sei. Auch bei einer Auslegung nach Treu und Glauben kann dies der von ihm referenzierten Stelle in der Berufungsschrift nicht entnommen werden. Die Vorinstanz hat daher keine verfassungsmässigen Rechte verletzt, indem sie auf den unbezifferten Berufungsantrag des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist. Die Vorinstanz hat weder überspitzt formalistisch geurteilt, noch gegen Treu und Glauben verstossen. Bei dieser Sachlage braucht auf die Rüge des Beschwerdeführers nicht eingegangen zu werden, wonach die erstinstanzliche Parteientschädigung willkürlich zu hoch festgesetzt worden sei.