Citation: 6S.1/2006 21.03.2006 E. 9

Der Schuldspruch wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Abs. 1 Ziff. 3 StGB wird vom Beschwerdeführer ebenfalls als bundesrechtswidrig kritisiert. Es könne ihm keine Pflichtwidrigkeit vorgeworfen werden, zumal er auf Weisung des wirtschaftlich Berechtigten der C.________ AG den überwiegenden Teil des Gesellschaftsvermögens von rund Fr. 800'830.-- über die D.________ AG in hochriskante Optionengeschäfte angelegt habe. Zudem hätte die Zeugin R.________ bestätigen können, dass der Beschwerdeführer keine Anlagegeschäfte ohne das Einverständnis des wirtschaftlich Berechtigten der C.________ AG getätigt habe. 9.1 Des Straftatbestands der ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 StGB macht sich schuldig, wer aufgrund des Gesetzes, eines behördlichen Auftrags oder eines Rechtsgeschäfts damit beauftragt ist, Vermögen eines andern zu verwalten oder eine solche Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen und dabei unter Verletzung seiner Pflichten bewirkt oder zulässt, das der andere am Vermögen geschädigt wird. Handelt der Täter in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, so kann auf Zuchthaus bis zu fünf Jahren erkannt werden (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB). 9.2 Die in der Beschwerde erhobene Kritik beschränkt sich auch in diesem Punkt im Wesentlichen auf unzulässige Rügen an der Beweiswürdigung und darauf getroffene Tatsachenfeststellungen. Im Übrigen erklärt die Vorinstanz zu Recht, dass es die Pflicht des Beschwerdeführers als einzigem Mitglied des Verwaltungsrats der C.________ AG gewesen wäre, für eine nachhaltige Verwaltung und Anlage des Gesellschaftsvermögens zu sorgen (Art. 717 OR). Diese aktienrechtliche Sorgfalts- und Treuepflicht habe er nicht wahrgenommen, indem er nahezu das gesamte Vermögen der C.________ AG über die D.________ AG in hochspekulative Optionsgeschäfte anlegte, die Überwachung dieser Anlagegeschäfte vernachlässigte und ausserdem an den gegenüber der C.________ AG erhobenen übersetzten Kommissionen persönlich partizipierte. Der gesamte investierte Betrag sei verloren gegangen, wodurch die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtung der Gesellschaft aus dem Leibrentenvertrag verunmöglicht worden sei. Inwieweit diese Erwägungen bundesrechtswidrig sein sollten, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegründet.