Citation: 5A_156/2022 E. 2.3.1

2.3.1. Hinsichtlich des Kontos I.________ hat das Obergericht erwogen, gemäss "Verification advice" hätten die "assets" auf dem Konto Nr. zzz I.________ per 28. August 2012 EUR 140'000.-- betragen und gemäss einem weiteren "Verification advice" per 8. Januar 2013 EUR 150'495.45. Die Beschwerdeführerin lege nicht dar, was mit diesen Mitteln nach der Überweisung auf das treuhänderische Konto ihres Anwalts bei der J.________ AG geschehen sei. Für den Erwerb der Wohnung seien sie nicht verwendet worden. Die vorprozessualen Anwaltskosten seien teilweise vom Sohn der Beschwerdeführerin übernommen und teilweise aus einem von der Tochter gewährten Darlehen finanziert worden. Die eingereichten Bescheinigungen der italienischen Steuerbehörde Agenzia entrate und die Bestätigungen von Dr. L.________ äusserten sich nicht dazu bzw. nicht zur Vermögenslage, sondern bezögen sich auf Einkünfte bzw. Einkünfte und Gebäude. Folglich könne nicht davon ausgegangen werden, dass die vom Konto I.________ stammenden Mittel nicht mehr vorhanden seien und nicht für Prozesszwecke herangezogen werden könnten. Die Beschwerdeführerin habe zwar behauptet, die (von ihr unterzeichneten) "Verification advices" seien gefälscht und die getätigten Transaktionen von ihr nicht genehmigt worden. Sie habe aber die ausgewiesenen Kontostände nicht bestritten.