Citation: 5A_593/2021 E. 2.5.2

2.5.2. Nach den Feststellungen des Kantonsgerichts hat der Beschwerdegegner eine Vielzahl von kaum belegbaren Kleinpositionen aufgelistet, ohne diese nachzuweisen. Indes nahm es in Betracht, dass diese Spesenposition von den Steuerbehörden für die Jahre 2015 und 2016 akzeptiert wurde. Die Steuerbehörden verfügten diesbezüglich über langjährige Erfahrungswerte, was ein starkes Indiz dafür sei, dass die vom Beschwerdegegner geltend gemachten Spesen begründet seien (vgl. E. 2.2.2.3). Mit anderen Worten stellte das Kantonsgericht auf eine tatsächliche Vermutung ab (vgl. BGE 123 III 241 E. 3a). Es hat von einer unbestrittenen bzw. bewiesenen Tatsache (Vermutungsbasis: die Steuerbehörden haben die Spesenposition akzeptiert) auf den Bestand eines tatbestandsrelevanten Sachumstands geschlossen (Vermutungsfolge: mit dem Betrag von Fr. 4'200.-- werden Auslagen ersetzt, die dem Beschwerdegegner bei seiner Berufsausübung tatsächlich anfallen). Bei dieser Ausgangslage müsste die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht entweder dartun, dass die Vermutungsbasis willkürlich festgestellt wurde, oder dass und weshalb die Vermutungsfolge offensichtlich unhaltbar, d.h. willkürlich ist. Die Beschwerdeführerin tut keines von beidem. Damit ist die kantonsgerichtliche Feststellung, wonach die streitgegenständlichen Auslagen dem Beschwerdegegner bei seiner Berufsausübung tatsächlich anfallen, als Ergebnis von Beweiswürdigung für das Bundesgericht verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG) und die Rüge, die unterlassene Aufrechnung der "übrigen Pauschalspesen" sei willkürlich, ist unbegründet.