Citation: I 509/06 17.04.2007 E. 5

Gegen die Möglichkeit der Heilung der Gehörsverletzung bringt der Beschwerdeführer vor, dass ihm so die Gelegenheit genommen werde, bei der BEFAS nachzufragen, ob bekannt sei, dass er in der Abklärungszeit zweimal die Hausarztpraxis habe aufsuchen müssen und ihm dort starke Schmerzmittel injiziert worden seien, und ob der psychische Gesundheitszustand untersucht worden sei. Diese Argumentation verfängt nicht. Nach dem Abklärungsbericht waren die Schmerzen des Beschwerdeführers im BEFAS-Arztzimmer ein stetiges Thema. In den Erwägungen 3b und c des kantonalen Entscheides ist das Wesentliche zu den Aussagen des Hausarztes Dr. med. F.________, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, insbesondere auch im Schreiben vom 21. Januar 2005, bereits ausgeführt. Aus dem BEFAS-Bericht geht hervor, dass keine psychiatrische Abklärung stattgefunden hat. Dies war jedoch nicht erforderlich. Im Bericht wird klar die schwierige psychosoziale Lage nachgezeichnet und geschildert, dass der Beschwerdeführer sich seelisch nicht gut fühle und bei emotional belastenden Diskussionen leicht in Tränen ausbreche. Es gibt aber keine Anhaltspunkte für das Bestehen eines psychischen Leidens mit relevantem Krankheitswert. Die Einschätzung des BEFAS-Arztes, dass die "diskreten Hinweise auf Verzweiflung und Traurigkeit" nach einer beruflichen Eingliederung verschwinden würden, ist schlüssig und nachvollziehbar. Gerade aus dem in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde angerufenen Gutachten des Dr. med. G.________, Facharzt FMH für Innere Medizin, speziell Rheumatologie, vom 16. Dezember 2002, der gegenüber dem Krankentaggeldversicherer eine "Neigung zu Depression?" angab, lässt sich etwas anderes nicht ableiten. Der Arzt sah Behandlungsbedarf lediglich im Rahmen eines "allfälligen Versuchs" mit einem Antidepressivum in Ergänzung zur bisherigen Schmerztherapie, da beim Beschwerdeführer auf Grund von Sorgen über die Zukunft "allenfalls eine vermehrte Empfindlichkeit vermutet werden könne". Damit schildert er die Auswirkungen der psychosozialen Belastungssituation, aber nicht die Symptome einer psychischen Erkrankung, und er deutet eine solche Möglichkeit auch nicht an.