Citation: 2C_749/2022 E. 5.3.2

5.3.2. Zur Begründung veränderter Verhältnisse beruft sich der Beschwerdeführer weiter auf seine (neu) diagnostizierte Bienenallergie. Er macht in diesem Zusammenhang sinngemäss geltend, eine Rückkehr in die Türkei sei unzumutbar. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer im April 2021 einen anaphylaktischen Schock erlitt und bei ihm eine Bienenallergie diagnostiziert wurde. Ebenso ist erstellt, dass in der Schweiz eine Immunisierungstherapie begonnen und diese gemäss dem Bericht des türkischen Immunologen mangels Serumsverfügbarkeit in der Türkei nicht fortgesetzt werden kann. Unabhängig von der Frage, wie hoch die Schutzwirkung der begonnenen Therapie ist, hat die Vorinstanz indes zu Recht angenommen, dass auch die Bienenallergie und die eingeschränkten medizinischen Möglichkeiten betreffend Fortführung der Therapie in der Türkei nicht geeignet sind, eine Rückkehr dorthin als unzumutbar erscheinen zu lassen. Die Vorinstanz verweist in diesem Zusammenhang zu Recht auf die Verfügbarkeit von Notfallmedikationen und Adrenalinspritzen, die bei Auftreten von schweren oder gar lebensbedrohenden allergischen Symptomen verwendet werden können.