Citation: 2C_10/2022 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer 1 bringt zunächst vor, die bundesgerichtliche Rechtsprechung gemäss BGE 137 II 393, welche erlaube, bei Statuswechsel trotz Ablauf der Fünfjahresfrist von Art. 43 Abs. 1 AIG ein erneutes Familiennachzugsgesuch zu stellen, müsse auf die vorliegende Situation ausgedehnt werden, wo ein unterzeichneter Arbeitsvertrag für die nachzuziehende Ehegattin vorgelegt werde. Andernfalls resultiere eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung gegenüber Ausländern, welche bloss über eine Aufenthaltsbewilligung verfügten. Ausserdem sei die Vorlage des unterzeichneten Arbeitsvertrages (vom 13. November 2019; vgl. Bst. B oben) für seine Ehefrau als wesentliche Änderung der Umstände zu betrachten, welche ein erneutes Familiennachzugsgesuch erlaube. Vorliegend rechtfertige es sich, den Beginn der genannten Fünfjahresfrist auf den 13. November 2019 festzusetzen, womit das Nachzugsgesuch vom 9. Dezember 2019 rechtzeitig erfolgt wäre. Die Vorinstanz habe, indem sie die vorgebrachte Rechtsanwendung abgelehnt habe, Art. 43 Abs. 1 i.V.m. Art. 47 Abs. 1 AIG verletzt.