Citation: 2C_1155/2014 E. 3.4.3

3.4.3. Betriebsliegenschaften stellen Anlagevermögen dar und unterliegen einem Wertverlust, dem mit ordentlichen Abschreibungen zu begegnen ist (Urteil 2C_107/2011 vom 2. April 2012 E. 3.2, in: RDAF 2012 II 539, StE 2012 B 23.5 Nr. 6, StR 67/2012 S. 443). Dies lässt sich von Grund und Boden nicht sagen: Weder unterliegen sie einer Altersentwertung noch ist die Nutzungsdauer befristet (Urteil 2C_142/ 2012 vom 12. Dezember 2013 E. 2.5, in: ASA 82 S. 477, RDAF 2014 II 309; vgl. Kaspar Fierz, Immobilienökonomie und Bewertung von Liegenschaften, 2011, S. 185 ff.). Es darf als allgemein notorisch gelten, dass die Bodenpreise aufgrund der Unvermehrbarkeit des Bodens und der steigenden Nachfrage langfristig zumindest stabil bleiben. (Ordentliche) Abschreibungen ("AfA") auf Grund und Boden fallen daher an sich ausser Betracht. Daher lässt das Merkblatt A/2001 der Eidgenössischen Steuerverwaltung über Abschreibungen auf dem Anlagevermögen land- und forstwirtschaftlicher Betriebe an sich keine Abschreibung zu (Ziff. 2.1; wobei gemäss Ziff. 6 Wertberichtigungen auf landwirtschaftlich genutzten Grundstücke zulässig sind, soweit die Anlagekosten über dem Höchstpreis nach bäuerlichem Bodenrecht liegen). In Betracht fallen immerhin ausserordentliche Abschreibungen ("AfS"). Zu denken ist an Teilveräusserungen (durch Verkauf oder Abbau von Bodenschätzen) oder eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten (Urteile 2C_142/2012 vom 12. Dezember 2012 E. 2.5, in: ASA 82 S. 477, RDAF 2014 II 309; 2A.22/2004 vom 5. Oktober 2004 E. 2.2.2, in: StE 2005 B 23.43.2 Nr. 11, StR 60/2005 S. 40; KARL KÄFER, in: Arthur Meier-Hayoz [Hrsg.], Berner Kommentar, Band VIII/2/2, Die kaufmännische Buchführung, 1981, N. 253 zu Art. 960 OR; MARKUS REICH/MARINA ZÜGER, in: Zweifel/Athanas, DBG, N. 53 zu Art. 28 DBG).