Citation: 1P.236/2005 21.07.2005 E. 8

Auf verschiedene weitere Vorbringen der Beschwerdeführerin kann nicht eingetreten werden (vgl. oben E. 1.2): 8.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie sei gemäss Anklageschrift vom 14. April 2004 unter anderem der falschen Anschuldigung und des falschen Zeugnisses angeklagt. Zur Vermeidung sich widersprechender Urteile im Falle eines Freispruchs müsse das vorliegende Verfahren solange sistiert werden, bis das Strafverfahren gegen sie rechtskräftig erledigt sei. Die Beschwerdeführerin stellt allerdings keinen formellen Sistierungsantrag und nennt auch keine Bestimmung, die eine solche Sistierung des staatsrechtlichen Beschwerdeverfahrens vorschreiben würde, weshalb hierauf nicht weiter einzugehen ist. 8.2 Ebenfalls nicht eingetreten werden kann mangels ausreichender Substantiierung auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach die Anklagekammer für eine Kostenauflage nur auf Aussagen hätte abstellen dürfen, die sie in einer formellen Zeugeneinvernahme gemacht habe. Sache der Beschwerdeführerin wäre es gewesen, diejenigen Aussagen genau zu nennen, auf die die Anklagekammer ihrer Ansicht nach zu Unrecht abgestellt hat. Der Hinweis auf ihre kantonale Beschwerde gegen die Aufhebungsverfügung der Staatsanwaltschaft ist im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren nicht zu hören, da die Begründung der staatsrechtlichen Beschwerde in der Beschwerdeeingabe selbst enthalten sein muss und ein blosser Verweis auf Ausführungen in anderen Rechtsschriften unzulässig ist (BGE 115 la 27 E. 4a S. 30). 8.3 Die Beschwerdeführerin bringt vor, nach den einschlägigen Bestimmungen der St. Galler Strafprozessordnung sei eine Einvernahme als Zeugin nicht mehr möglich gewesen, nachdem eine Strafuntersuchung gegen sie eröffnet worden sei. Da die Beschwerdeführerin es jedoch unterlassen hat, die strafprozessualen Bestimmungen zu bezeichnen, die einem solchen Vorgehen entgegenstehen sollen, kann auf dieses Argument nicht eingetreten werden.