Citation: 5A_657/2014 E. 9.3

9.3. Mit der obergerichtlichen Urkundenbeweiswürdigung setzt sich die Beklagte nicht auseinander. Sie hat in ihrer kantonalen Berufung selber ausgeführt, dem Entscheid des Kantonsgerichts vom 21. September 2011 (KB 19) lasse sich entnehmen, dass der Klägerin 1 zufolge Ausfalles des Mietzinses ein Schaden von Fr. 250.-- monatlich entstanden sei (S. 4 f. Rz. 10). Den im Entscheid als Beleg genannten Mietvertrag zwischen der Klägerin 1 einerseits und der Klägerin 2 und deren Ehemann andererseits hat die Beklagte als Beweisofferte dem Obergericht vorgelegt (S. 5 Rz. 11 der Berufungsschrift, act. 16). Es handelt sich dabei um einen Mietvertrag, der mit Beginn am 1. Juli 2009 auf unbestimmte Zeit geschlossen wurde und nebst einer Wohnung einen Garagenplatz in der Tiefgarage der Beklagten für einen monatlichen Mietzins von Fr. 250.-- umfasst hat (BB 16/3). Inwiefern die daherige Feststellung des Obergerichts, der monatliche Mietzinsausfall betrage Fr. 250.--, offensichtlich unrichtig sei (Art. 97 Abs. 1 BGG), legt die Beklagte nicht dar (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266).