Citation: 2C_620/2020 E. 4.1

4.1. Das Verfahren auf Veranlagung der direkten Bundessteuer und das Veranlagungsverfahren der (direkten) Staats- und Gemeindesteuern sind von Bundesrechts wegen vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 130 Abs. 1 DBG und Art. 46 Abs. 1 StHG), doch untersteht die steuerpflichtige Person einer weitreichenden Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 126 Abs. 1 DBG und Art. 42 Abs. 1 StHG). Entsprechend liegt die ("subjektive") Beweisführungslast bei der Veranlagungsbehörde und hat aber die steuerpflichtige Person alles Erforderliche vorzukehren, um eine vollständige und richtige Veranlagung zu ermöglichen (vgl. Art. 126 Abs. 1 DBG und Art. 42 Abs. 1 StHG; Urteile 2C_549/2018 vom 30. Januar 2019 E. 2.3; 2C_1039/2016 / 2C_1040/2016 vom 22. November 2016 E. 3.1). Daher ist normalerweise zu erwarten, dass der Steuerpflichtige die steuermindernden Tatsachen von sich aus darlegt und nachweist, und nicht erst die Steuerbehörde entsprechende Anfragen stellen muss (Urteil 2C_154/ 2009 vom 28. September 2009 E. 5.3).