Citation: 7B_858/2024 E. 2.4

2.4. Zum besonderen Haftgrund der qualifizierten Wiederholungsgefahr (Art. 221 Abs. 1bis StPO) erwägt die Vorinstanz, im Wesentlichen zusammengefasst, was folgt: Zwar habe der Beschwerdeführer anlässlich seiner Einvernahmen und in unaufgefordert eingereichten Eingaben seine Sichtweise des Geschehens wortreich geschildert. Er habe jedoch nicht nachvollziehbar erklären können, "wie es zur Tötung seiner Ehefrau und insbesondere zur Zerstückelung und teilweisen Pürierung deren Leichnams" gekommen sei. "Wenngleich es sich, allgemein betrachtet, bei der Tötung des Ehepartners gerichtsnotorisch nicht um einen Einzelfall" handle, erscheine hier "zumindest die Zerkleinerung des Leichnams des Opfers mit Hilfe diverser Werkzeuge und insbesondere eines Stabmixers bzw. Pürierstabs als ausserordentlich singulär und auffällig", was auf einen abnormen psychischen Zustand des Beschwerdeführers bzw. auf eine "signifikante psychische Störung" schliessen lasse. Ob dies zutreffe und, falls ja, welche Gefahr hieraus für andere Menschen resultiere, werde vom psychiatrischen Gutachter verbindlich zu klären sein. In seiner persönlichen vorinstanzlichen Replik vom 9. Juni 2024 (Seite 2) habe der Beschwerdeführer im Übrigen dargelegt, dass er "in Verbindung mit seiner Angst, Kinder, Haus und Firma zu verlieren, in einen 'Tunnel'" gerate; dabei stresse er sich jeweils so, dass er "sich keine Zeit gebe, seine Entscheidungen zu reflektieren und seine Handlungen zu hinterfragen, während seine Kontrollmechanismen schockbedingt" fehlten. Nach Ansicht der Vorinstanz sei der Beschwerdeführer "offensichtlich in der komplett unrealistischen Vorstellung verhaftet, in naher Zukunft wieder mit seinen Töchtern, deren Mutter er zugestandenermassen getötet und zerstückelt" habe, "am bisherigen Wohnort zusammenzuleben". Derzeit erscheine es völlig offen, ob der Beschwerdeführer nicht erneut in einen von ihm geschilderten psychischen "Tunnel" geraten und "unreflektierte Entscheidungen ohne Kontrollmechanismen" treffen könnte, falls er erkennen müsste, dass "seine Angst, Kinder, Haus und Firma zu verlieren, Realität" werden könnte. Bei dieser Sachlage sei eine Haftentlassung des Beschwerdeführers derzeit ausgeschlossen. "Ohne ein ihm Ungefährlichkeit bescheinigendes forensisch-psychiatrisches Gutachten" müsse "zum heutigen Zeitpunkt nur schon aufgrund des erstellten und von ihm auch zugestandenen Verhaltens gegenüber dem Opfer klarerweise von einer untragbar grossen Gefahr für Leib und Leben betreffend Personen, welche sich als Hindernisse für seine Pläne erweisen könnten, ausgegangen werden".