Citation: 8C_208/2022 E. 6.2

6.2. Das kantonale Gericht würdigte die medizinische Aktenlage einlässlich, sorgfältig und pflichtgemäss. Es legte zutreffend dar, dass die beteiligten Experten für die Begutachtung kompetent waren, die Beschwerdeführerin persönlich untersuchten und deren Beschwerden aufnahmen. Die Einschätzung der Gutachter beruht, wie die Vorinstanz aufzeigte, auf der medizinischen Aktenlage und den veranlassten Untersuchungen; sie ist begründet und nachvollziehbar. Namentlich wurde im Gutachten zu den für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren Stellung genommen und es fand eine einlässliche Auseinandersetzung mit den abweichenden Beurteilungen behandelnder Ärztinnen und Ärzte statt. Soweit die Beschwerdeführerin das Gutachten der SMAB AG unter Hinweis auf das eingeholte Privatgutachten der Dr. med. C.________ vom 24. Februar 2022 als mangelhaft rügt, kann dieses im vorliegenden Verfahren - wie in E. 2.2 hiervor dargelegt - als echtes Novum nicht berücksichtigt werden. Ihre übrige Kritik am eingeholten bidisziplinären Gutachten, namentlich bezüglich eines Brugada-Syndroms und dessen Auswirkungen sowie der im neuropsychologischen Bericht vom 1. September 2021 diagnostizierten leicht- bis mittelgradigen neurokognitiven Störung, beschränkt sich im Wesentlichen auf eine Wiederholung des bereits vorinstanzlich Vorgetragenen bzw. auf eine appellatorisch gehaltene Wiedergabe der eigenen Sichtweise. Daraus ergeben sich - wie die Vorinstanz zu Recht aufzeigte - keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens der SMAB AG, zumal die Ergebnisse der neuropsychologischen Abklärung mit der gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeit vereinbar sind. Ein Administrativgutachten ist denn auch nicht stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn behandelnde Ärztinnen und Ärzte zu einem anderen Ergebnis gelangen; vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil sie wichtige Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. statt vieler SVR 2017 IV Nr. 49 S. 148, 9C_338/2016 E. 5.5; Urteil 8C_692/2021 vom 1. Juli 2022 E. 3.3.1). Inwiefern solche Aspekte aus den vorliegend zu berücksichtigenden medizinischen Akten hervorgehen sollten, ist weder in der Beschwerde rechtsgenüglich dargetan noch ersichtlich.