Citation: 4C.382/2006 12.01.2007 E. 3

Das Obergericht erwog, die Klägerin, die Werklohn fordere, habe das Zustandekommen eines Werkvertrages mit der Beklagten zu behaupten und zu beweisen. Anders als das Amtsgericht erkannte es, weder die Entgegennahme der Leistung noch der Umstand, dass die Leistung in jemandes Räumen und Interesse erfolgt sei, lasse für sich allein den Schluss zu, wer die Leistung in Auftrag gegeben habe, jedenfalls nicht in der vorliegenden Konstellation, da ein Generalunternehmervertrag im Spiel sei. Die Klägerin macht in der Berufung geltend, wende man die bundesrechtlichen Vorschriften, insbesondere Art. 8 ZGB und Art. 374 OR korrekt an, so erweise sich das Amtsgerichtsurteil als richtig, während die Überlegungen des Obergerichts als bundesrechtswidrig aufzuheben seien. Damit vermag die Klägerin den Begründungsanforderungen an eine Berufung nicht zu genügen (Erwägung 2). Sie setzt sich mit den Erwägungen der Vorinstanz nicht auseinander, sondern bezeichnet diese pauschal als bundesrechtswidrig. Im Übrigen ging die Vorinstanz zutreffend davon aus, dass die Klägerin das Zustandekommen eines Werkvertrages mit der Beklagten zu beweisen habe. Dass sie diesen Beweis für nicht erbracht hielt, kann keine Bundesrechtsverletzung begründen. Das Vorbringen der Klägerin, Art. 374 OR bekräftige, dass ein Werkvertrag formlos abgeschlossen werden könne, führt nicht weiter, geht es doch vorliegend gar nicht um die Frage, welche Form der Werkvertrag erfordert. Ebenso wenig steht im Streit, wie der Werklohn zu bestimmen ist, sondern ob überhaupt ein solcher geschuldet ist.