Citation: 4A_228/2018 E. A

A.a. Am 10. Juli 1996 wurde A.________ (nachfolgend: Klägerin, Beschwerdeführerin) als Beifahrerin eines Mietfahrzeugs der Halterin B.________ GmbH (nachfolgend: Beklagte, Beschwerdegegnerin) Opfer eines Verkehrsunfalls. Sie erlitt einen Kopfanprall (Rissquetschwunde oberhalb des rechten Auges) und verlor vorübergehend das Bewusstsein. Sie wurde einen Tag im Spital überwacht und am 11. Juli 1996 mit der Diagnose "RQW paraorbital rechts und commotio cerebri" entlassen. In der Folge traten bei der Klägerin Schwindel auf, welche etwa acht Monate lang anhielten. Am 19. August 1996 berichtete ihr Hausarzt Dr. C.________ über erhebliche Müdigkeit und rasche Erschöpfbarkeit bei geistiger Arbeit und schrieb die Klägerin bis zum 11. August 1996 zu 100 % und danach zu 50 % arbeitsunfähig. Am 2. Dezember 1996 wurde eine Standortbestimmung beim Neurologen Dr. D.________ durchgeführt, welche einen unauffälligen psychischen und neurologischen Befund ergab. Am 6. Januar 1997 beschrieb Dr. C.________ verlangsamtes Denken, vermindertes Kurzzeitgedächtnis und Wortfindungsstörungen und empfahl weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Es wurde ein Antidepressivum eingesetzt und am 7. April 1997 eine Gemütsaufhellung und eine Besserung der Schlafstörungen festgestellt. Nach Absetzen des Antidepressivums kam es gemäss Arztzeugnis vom 1. September 1997 zu "psychischer Labilität, Schlafstörungen, nächtlichen Panikattacken und Erinnerungen an das Unfallgeschehen". Anlässlich der Untersuchung durch Dr. E.________ in der Klinik X.________ am 16. März und 6. April 1998 sagte die Klägerin, sie leide unter depressiver Verstimmung, Schlafstörungen, Wiederauftauchen von Unfallbildern, Nervosität, Unsicherheit, gestörtem Erinnerungsvermögen, Ver-gesslichkeit, Verlangsamung und Kopfschmerzen bei Wetterwechsel. Die neuropsychologische Untersuchung ergab ein auffälliges Ergebnis, welches auf eine Verarbeitungsstörung hinsichtlich des Unfalls hinwies, weshalb eine Psychotherapie vorgeschlagen wurde. Als Diagnose wurde "Status nach Commotio cerebri mit Verarbeitungsstörung des Unfalls" gestellt. Die Einschränkung in der bisherigen Tätigkeit schätze Dr. E.________ auf 10-20 %, und er hielt die Prognose für günstig (nachfolgend: Gutachten X.________). Am 21. September 1998 begann die Klägerin die Behandlung beim Psychiater Dr. F.________. Dieser behandelte die von ihm diagnostizierte posttraumatische Belastungsstörung (nachfolgend: PTBS), wobei die Behandlung im August 1999 abgeschlossen werden konnte. Im Herbst 1999 führte eine berufliche Mehrbelastung der Klägerin zu einem depressiv gefärbten Rückfall und zur Wiederaufnahme der Behandlung im November 1999. Symptomatisch standen nebst der Depressivität eine groteske Vergesslichkeit sowie Konzentrationsstörungen im Vordergrund. Erst im Februar 2000 war die Klägerin zu einer antidepressiven Medikation zu bewegen, welche allerdings kaum fruchtete und wenig später abgesetzt wurde; am 12. Mai 2000 wurde die Therapie sistiert. Aus der fehlenden Besserung schloss Dr. F.________ in seinem Bericht vom 23. September 2000, die kognitiven Störungen seien organischer Natur, bedingt durch die leichte traumatische Hirnschädigung. Die längerfristige Arbeitsfähigkeit siedelte er in der Grössenordnung von 50 % an, bezogen auf ein Pensum von 50 %. A.b. Im Sommer 2000 schlossen die Parteien (die Klägerin war anwaltlich vertreten) eine Entschädigungsvereinbarung datierend vom 19. Juli/7. August 2000 (nachfolgend: Vereinbarung) mit folgendem Inhalt ab: