Citation: 5A_451/2022 E. 5.1

5.1. Die Qualität einer Villa weist nach dem Dafürhalten des Obergerichts ein freistehendes Gebäude von einer gewissen Grösse mit geringer Wohndichte (regelmässig ein Einfamilienhaus) und Garten auf, das vornehm und anspruchsvoll ist, d.h. sich durch seine Ausstattung und Gestaltung vor dem Gewöhnlichen auszeichnet, und eine gewisse individuelle Gestaltung aufweist (keine Wiederholung eines verbreiteten Modells). Der geplante Neubau erfülle diese Anforderungen: Zwar liege ein Zweifamilienhaus vor, dies sei in der Dienstbarkeit aber ausdrücklich vorgesehen. Sodann sei das Haus freistehend und verfüge über einen grossen Garten. Seine architektonische Gestaltung sei grosszügig und herrschaftlich und die Ausstattung nicht gewöhnlich. Die Ursprungsbaute, die durch das Projekt ersetzt werden soll und an dem es sich orientiere, sei nicht stattlicher. Auch eine individuelle Gestaltung könne dem Neubau nicht abgesprochen werden; einen Massentyp stelle er nicht dar. Dass kein Unterschied zu den gängigen Zwei- oder Mehrfamilienhäusern am linken Ufer des Zürichsees bestehe, sei eine nicht weiter konkretisierte und unbelegte Behauptung der Beschwerdeführer.