Citation: 4A_53/2024 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz folgte der Ansicht der Beschwerdegegnerin, wonach ausschliesslich Ziffer 14 Anlage 1 die Haftung der Beschwerdegegnerin für die verliehenen Mitarbeitenden regelt. Zusammengefasst erwog die Vorinstanz, die vertraglich geschuldete Leistung der Beschwerdegegnerin bestehe im Zurverfügungstellen von Personal. Demgegenüber zähle die gehörige Arbeitsleistung der verliehenen Mitarbeitenden nicht mehr zum Leistungsauftrag der Beschwerdegegnerin. Diese habe in Ziffer 14 Anlage 1 ihr Weisungsrecht auf die Beschwerdeführerin übertragen. Entsprechend erteile die Beschwerdeführerin als Leihnehmerin den ihr ausgeliehenen Mitarbeitenden sämtliche für den Betriebsablauf notwendigen Weisungen. Eine in Ziffer 8 AGB-D statuierte Haftung für alle Schäden, welche die Mitarbeitenden der Verleiherin in Ausübung ihrer Verrichtungen verursachten, stünde im klaren Widerspruch zu dieser Übertragung des Weisungsrechts und der darauf angepassten Haftung. Entsprechend hafte die Beschwerdegegnerin nur für die getreue und sorgfältige Auswahl und Instruktion der ausgeliehenen Mitarbeitenden, nicht aber für jeden Schaden, den diese in Ausübung ihrer Verrichtung bei der Leihnehmerin verursachten. Die Beschwerdeführerin vermöge nicht aufzuzeigen, dass der Beschwerdegegnerin bei der Auswahl und Instruktion eine Pflichtverletzung vorgeworfen werden könne. Sie tue auch nicht dar, inwiefern eine solche Pflichtverletzung für den Eintritt des Schadens kausal gewesen wäre.