Citation: 1C_562/2014 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführer wenden sich demnach gegen die von der Vorinstanz angeordnete Ausgestaltung der geplanten Brüstungen, die auf einen Drittel der hypothetischen Trauffassaden zu beschränken und im Übrigen durch offene Sicherungsgeländer zu ersetzen oder soweit zurückzuversetzen seien, dass sie innerhalb der nach § 292 PBG massgebenden Profillinie für Schrägdächer zu liegen kommen (vgl. E. 1.1.1). Gemauerte Brüstungen auf begehbaren Flachdächern, welche das zulässige Dachprofil durchstossen, unterliegen den Vorschriften über Dachaufbauten (vgl. FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF, a. a. O., S. 944). Sie dürfen gemäss § 292 lit. b PBG nicht breiter sein als ein Drittel der betreffenden Fassadenlänge. Dies gilt auch für Dachaufbauten in der Gemeinde Richterswil, da sie keine verschärfte Bestimmung erlassen hat. Die von der Vorinstanz im Dispositiv angeordnete Ausgestaltung im Sinne von § 292 lit. b PBG erwähnt zwar andere Dachaufbauten nicht (wahrscheinlich weil sie nicht strittig waren), schliesst ihre Berücksichtigung aber auch nicht aus. Die Anordnung lässt sich vielmehr dahin gehend verstehen, dass gemauerte Brüstungen, welche das Schrägdachprofil durchstossen, zusammen mit weiteren Dachaufbauten nicht breiter sein dürfen als ein Drittel der Trauffassadenlänge. In diesem Sinne wurde das Dispositiv auch von den Beschwerdegegnern verstanden (vgl. Vernehmlassung des Beschwerdegegners 1 vom 12. Januar 2015 S. 4; Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin 2 vom 8. Januar 2015 S. 3). Soweit das Drittel überschritten wird, muss die gemauerte Brüstung hinter die massgebende Dachprofilinie zurückversetzt werden, so dass sie diese nicht durchstösst. Damit werden die Vorgaben von § 292 lit. b PBG eingehalten.