Citation: I 190/99 11.06.2001 E. 2

2.- Streitig und zu prüfen ist, ob die Voraussetzungen des Anspruchs auf Umschulung oder eine Rente erfüllt sind. a) Die Vorinstanz stellte für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen auf die Berichte der Ärzte der Rheumaklinik des Spitals X.________ vom 17. Oktober 1995 sowie ein Gutachten des Dr. V.________ vom 18. Juni 1996 ab: Erstere diagnostizierten ein chronifiziertes lumbales Schmerzsyndrom bei Wirbelsäulen-Fehlform (Flachrücken), muskulärer Insuffizienz, kleiner mediolateraler Diskushernie L4/5 links und psychosozialer Problematik. Der Versicherte sei für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten inklusive Tragen von Lasten bis ca. 20 kg, auch auf dem Bau, zu 100 % arbeitsfähig. Aus rheumatologischer Sicht seien berufliche Massnahmen im Sinne einer Umschulung nicht nötig, hingegen empfehle sich aus psychosozialen Gründen, dass der Versicherte längerfristig in der gelernten Tätigkeit als Elektrotechniker arbeiten könnte. Im psychiatrischen Gutachten des Dr. V.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, werden als Befunde eine psychogene Anpassungsstörung als Fehlverarbeitung des bekannten lumbalen Schmerzsyndroms in Form einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, eine Aggravation sowie eine einfach strukturierte, ängstlich-zwanghafte Persönlichkeit mit leichter Intelligenzminderung erhoben. Es handle sich um eine psychogene Störung von Krankheitswert. Umfang und Bedeutung der Störung für die Arbeitsfähigkeit würden durch die massiven Aggravationstendenzen hingegen gemindert. Aus psychiatrischer Sicht bestehe im bisher angestammten Beruf wegen der ausgewiesenen und kaum veränderbaren Fixierung eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 %. In einer angepassten Tätigkeit wäre unter Umständen die volle Arbeitsfähigkeit gegeben. Auf Grund des Bestehens einer primären Schwachintelligenz käme der Versicherte für jegliche Bemühungen in Richtung einer differenzierten Umschulung nicht in Frage. Es sei davon auszugehen, dass mehr als Handlangertätigkeiten kaum in Betracht fielen. b) Die Vorinstanz hat einen Anspruch auf Umschulung in einlässlicher Würdigung der Akten verneint mit der Begründung, der Beschwerdeführer sei in der Schweiz ausschliesslich als angelernte Hilfskraft in der Baubranche tätig gewesen und es könne nicht auf seinen Gesundheitsschaden zurückgeführt werden, wenn ihm ohne zusätzliche Ausbildung nur Stellen als Hilfsarbeiter offen stünden. Soweit er eine Umschulung zum Ingenieur anstrebe, bestehe zu den bisherigen Tätigkeiten keine annähernde Gleichwertigkeit. Er weise zudem keine derart schwere Behinderung auf, dass nur eine vergleichsweise anspruchsvollere Ausbildung zu einer optimalen Verwertung der Arbeitsleistung führe, zumal die subjektiven Voraussetzungen für eine anspruchsvolle Ausbildung gemäss den Feststellungen des Psychiaters offensichtlich fehlten. Gestützt auf die ärztlichen Berichte, an deren Richtigkeit nicht zu zweifeln ist, ist nicht ersichtlich, inwieweit berufliche Umschulungsmassnahmen hier eingliederungswirksam wären, mithin zu einer wesentlichen Verbesserung der Verdienstmöglichkeiten beizutragen oder vor Verlust der noch vorhandenen beträchtlichen Erwerbsfähigkeit zu schützen vermöchten. Nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz stehen dem Beschwerdeführer trotz seiner Beschränkung auf körperlich leichte bis mittlere Tätigkeiten ausreichend Hilfsarbeitertätigkeiten offen, die keiner vorgängigen beruflichen Ausbildung bedürfen. c) An diesem Ergebnis vermögen auch die Einschätzungen in den vom Beschwerdeführer ins Recht gelegten Berichten der Dres. med. D.________ vom 20. August 1996 und A.________ vom 12. Dezember 1996 nichts zu ändern. Erster empfiehlt eine Umschulung, "um eine volle Arbeitsfähigkeit zu erlangen. " Daraus ergibt sich, dass auch dieser Arzt von einer aus medizinischer Sicht grundsätzlich vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit ausgeht. Dr. A.________ setzt sich nicht nicht substanziell mit der Frage der Arbeitsfähigkeit auseinander.