Citation: 2C_45/2021 E. A

Die 1993 geborene kosovarische Staatsangehörige A.________ heiratete im Januar 2017 in Kosovo einen in der Schweiz niederlassungsberechtigten Landsmann und reiste am 15. Mai 2017 in die Schweiz ein. Am 7. Juni 2017 erhielt sie eine Aufenthaltsbewilligung zwecks Verbleibes bei ihrem Ehemann. A.________ erstattete am 7. Oktober 2017 Strafanzeige gegen ihren Ehemann wegen häuslicher Gewalt. Das Ehepaar ist seither getrennt. Von November 2017 bis und mit November 2019 bezog A.________ Sozialhilfeleistungen, die sich nach einem Kontoauszug vom 13. Februar 2020 auf insgesamt Fr. 14'852.95 beliefen. Seit November 2019 ist A.________ vollzeitlich im Bereich Service, Reinigung und Küchendienst bei einem Hotel- und Restaurantbetrieb angestellt. Mit Schreiben vom 6. Februar 2018 stellte das Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau A.________ ausländerrechtliche Massnahmen aufgrund der Aufgabe des ehelichen Zusammenlebens in Aussicht. Ein Strafverfahren, das gegen ihren Ehemann wegen Verdachts auf mehrfache Vergewaltigung, mehrfache sexuelle Nötigung und mehrfache Drohung zulasten von A.________ eingeleitet worden war, wurde am 19. März 2019 eingestellt. Mit Verfügung vom 14. Oktober 2019 entschied das Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau, A.________ die Aufenthaltsbewilligung nicht zu verlängern und sie aus der Schweiz wegzuweisen.