Citation: 6S.281/2002 16.04.2003 E. 7

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Art. 173 Ziff. 3 StGB, weil er zum Wahrheitsbeweis nicht zugelassen worden sei. 7.1 Ein Ausschluss vom Entlastungsbeweis kommt nur in Betracht, wenn kumulativ die beiden in Art. 173 Ziff. 3 StGB genannten Kriterien gegeben sind. Diese Voraussetzungen sind einerseits das Fehlen einer begründeten Veranlassung und anderseits die überwiegende Absicht, jemandem Übles vorzuwerfen (BGE 116 IV 31 E. 3). 7.2 Die Vorinstanz stellt fest, der Beschwerdeführer habe die ehrverletzenden Schreiben verfasst, weil er mit der ihm vom Verwaltungsrat und der Generalversammlung gewährten Honorierung für seine Arbeit zu Gunsten der A.________ AG nicht einverstanden gewesen sei und darüber seinen Unmut habe kundtun wollen. Er habe weder in einem öffentlichen Interesse noch im Interesse der Aktionäre der A.________ AG gehandelt. Sein Antrieb sei ausschliesslich eigennütziger Natur gewesen und habe insbesondere die Durchsetzung seiner bestrittenen finanziellen Ansprüche bezweckt. Verunglimpft habe der Beschwerdeführer den Beschwerdegegner primär mit der Absicht, ihm Übles vorzuwerfen. Der Beschwerdeführer kritisiert diese Feststellungen; sie träfen seiner Ansicht nach nicht zu. 7.3 Was der Täter dachte und wollte, welchen Zweck er verfolgte und aus welchem Grund er handelte, sind Tatfragen (BGE 121 IV 90 E. 2b). Der Kassationshof ist an die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden (Art. 277bis Abs. 1 BStP); Rügen gegen die Beweiswürdigung und gegen tatsächliche Feststellungen sind unzulässig (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). Soweit der Beschwerdeführer die Beweiswürdigung kritisiert, vom festgestellten Sachverhalt abweicht und sich auf Tatsachen beruft, die im angefochtenen Urteil nicht festgehalten worden sind, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. Im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde prüft der Kassationshof nur die Anwendung des Bundesrechts, und dies ausschliesslich auf der Grundlage des von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalts (BGE 126 IV 65 E. 1). Die Vorbringen des Beschwerdeführers erschöpfen sich in einer unzulässigen Kritik an den tatsächlichen Feststellungen. Darauf ist nicht einzutreten.