Citation: 2A.586/2002 09.04.2003 E. A

Am 23. Oktober 2001 nahmen Mitarbeiter der dem Bundesamt für Landwirtschaft unterstellten Eidgenössischen Forschungsanstalt für Nutztiere Posieux (RAP) im Betrieb X.________ der Mühlen A.________ AG Proben für die Futtermittelkontrolle. Die Laboruntersuchung ergab bei einer der sechs Proben (von Sojakuchenmehl extrudiert) Spuren von Landtierknochenbruchstücken. Daraufhin stellten Inspektoren der RAP am 6., 7. und 8. November 2001 im Betrieb X.________ ca. 15,5 Tonnen Sojakuchen extrudiert sowie ca. 11 Tonnen Mischfuttermittel sowie im Betrieb Y.________ der A.________ AG ca. 3 Tonnen Mischfuttermittel sicher. Wiederum wurden Proben gezogen. Diese enthielten - wie die erste, vorläufige Analyse vom 14. November aufzeigte und die zweite, definitive Analyse vom 6. Dezember 2001 bestätigte - beim Sojakuchenmehl extrudiert zum Teil erneut Tierknochenbruchstücke. Am 9. November 2001 bestätigte die RAP die Sicherstellung der Futtermittel und verpflichtete die A.________ AG zum Rückruf bereits ausgelieferter Futtermittel, welche Produkte aus der am 23. Oktober 2001 bemusterten Charge enthielten. Einer allfälligen Beschwerde entzog sie die aufschiebende Wirkung. Nachdem definitiv feststand, dass sich im Mischfuttermittel kein unzulässiges tierisches Material befand, gab die RAP den Mischfuttermittelbestand am 14. Dezember 2001 wieder für den Verkauf frei. Das Sojakuchenmehl verblieb unter Beschlag.