Citation: 6B_563/2021 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt, die Staatsanwaltschaft habe am Morgen des 10. Februar 2012 aufgrund des dringenden Verdachts der sexuellen Handlungen mit Kindern einen Durchsuchungs- und Beschlagnahmebefehl gegen ihn erlassen. Am Nachmittag des 10. Februar 2012 sei er ohne Voranmeldung beim Polizeikommando Glarus erschienen, um eine Selbstanzeige zu erstatten. Daraufhin sei er am selben Tag polizeilich zur Sache befragt worden, wobei er in dieser Befragung ein Geständnis abgelegt habe. Obschon er auf die Bestimmung von Art. 158 Abs. 1 lit. c StPO hingewiesen worden sei, habe er keinen Anwalt gewollt. Er sei am 10. Februar 2012 als beschuldigte Person in einem gegen ihn bereits eröffneten Strafverfahren befragt worden. Aufgrund des Tatvorwurfs habe ein Fall von Art. 130 Abs. 1 lit. b StPO vorgelegen, was dem Befragenden bekannt gewesen sei. Der von ihm ausgesprochene Verzicht auf eine Verteidigung sei in einem Fall notwendiger Verteidigung irrelvant. Er habe nicht auf eine Wiederholung dieser Einvernahme verzichtet. Die Einvernahme vom 10. Februar 2012 sei daher gemäss Art. 131 Abs. 3 StPO in Verbindung mit Art. 141 Abs. 1 StPO unverwertbar. Abgesehen von dieser Einvernahme lägen keine verwertbaren Aussagen, geschweige denn ein Geständnis vor. Die Verurteilung stütze sich wesentlich auf seine nicht verwertbaren Aussagen vom 10. Februar 2012, weshalb das vorinstanzliche Urteil aufzuheben sei.