Citation: 6S.439/2002 07.02.2003 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung von Art. 139 Abs. 4 VZV. Wenn der Verdächtigte behaupte, eine halbe bis dreiviertel Stunde vor der Blutentnahme noch Alkohol zu sich genommen zu haben, so sei er gemäss dieser Bestimmung nach frühestens einer Viertelstunde einer zweiten Blutentnahme zu unterziehen. Er habe bis 24.00 Uhr Weisswein getrunken. Die Blutprobe habe um 0.40 Uhr stattgefunden. Nachdem er somit innerhalb von Dreiviertelstunden vor der Blutentnahme noch Alkohol zu sich genommen habe, hätte zwingend eine zweite Blutentnahme frühestens eine Viertelstunde nach 0.40 Uhr stattfinden müssen (Beschwerdeschrift S. 5 f.). Wie die Vorinstanz zutreffend darlegt (angefochtener Entscheid S. 7) kann der Beschwerdeführer aus der Tatsache, dass keine zweite Blutentnahme und -analyse erfolgte, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Auf diese Ausführungen kann verwiesen werden (Art. 36a Abs. 3 OG). Art. 139 Abs. 4 VZV soll sicherstellen, dass die Angetrunkenheit auch von Fahrzeuglenkern rechtsgenüglich nachgewiesen werden kann, die sich noch in der Resorptionsphase befinden und bei welchen die (erste) Blutprobe nur deshalb einen Wert von weniger als 0,8 Promille ergibt. Da beim Beschwerdeführer bereits die erste Blutprobe die kritische Grenze von 0,8 Promille überschritten hatte, hat es damit sein Bewenden.