Citation: 2C_682/2021 E. 2.2

2.2. Das die Beschwerdeführerin 1 vom Vorwurf des Vergehens gegen das AIG freisprechende Urteil des Regionalgerichts Oberland vom 21. Juni 2021, welches sich zu Unrecht nicht in den Akten befunden habe und zu dem die Beschwerdeführerin 1 sich nicht habe äussern können, war nicht entscheidrelevant. Die Vorinstanz hat nicht darauf abgestellt und überdies festgehalten, dass die Beschwerdeführerin 1 hier nicht straffällig geworden ist (vgl. E. 2 u. 6.2 des angefochtenen Entscheids). Der Beschwerdeführerin 1 wurde nicht vorgeworfen, dass sie die eheliche Beziehung nicht gelebt oder in missbräuchlicher Art und Weise angerufen hätte; es erübrigte sich deshalb, die von ihr hierzu angerufenen Zeugen anzuhören und zu befragen (Trauzeuge, ehemaliger Gatte usw.). Die Beschwerdeführerin 1 hat sich umfassend schriftlich in das Verfahren einbringen können; eine mündliche Anhörung, auf die grundsätzlich kein verfassungsmässiger Anspruch besteht (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 130 II 425 E. 2.1 S. 428 f.; Urteil 2C_935/2017 vom 17. Mai 2018 E. 3.2.1), erübrigte sich; auch der persönliche Eindruck von ihrem ehemaligen Gatten hätte an der Sachverhaltsfeststellung nichts zu ändern vermocht, nachdem die Vorinstanz nicht auf dessen Aussagen im Strafverfahren abgestellt hat. Die Umstände, welche zur Trennung und zur Scheidung geführt haben, liessen sich willkürfrei den Akten entnehmen, soweit sie (überhaupt) entscheidwesentlich sein konnten. Den Beweisanträgen und jenen um Beizug der ausländerrechtlichen Akten des ehemaligen Gatten ist auch im vorliegenden Verfahren nicht zu entsprechen.