Citation: 4A_145/2024 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz bejahte, dass dem Beschwerdeführer gegen die Beklagte 2 ein Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung gemäss Art. 62 Abs. 1 OR zusteht. Die Höhe der zu entrichtenden hypothetischen Lizenzgebühr setzte sie in analoger Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR nach Ermessen fest. Dabei zog sie den Nettoerlös der beklagtischen Grillverkäufe von durchschnittlich Fr. 3'084.26 heran und ging von einer Lizenzgebühr für Luxusprodukte von 10% dieses Nettoerlöses aus. Dies ergab bei 164 Grillverkäufen den zugesprochenen Betrag von Fr. 50'581.80. Eine solche ermessensweise Schätzung beruht - von der ausnahmsweisen Berücksichtigung abstrakter Erfahrungssätze abgesehen - auf Tatbestandsermessen. Sie gehört mithin zur Feststellung des Sachverhalts und ist daher vom Bundesgericht nur auf Willkür überprüfbar (BGE 144 III 155 E. 2.2.1; 143 III 297 E. 8.2.5.2; BGE 131 III 360 E. 5.1). Bei der Schätzung ist zudem eine gewisse Schematisierung zulässig (Urteil 4A_49/2016 vom 9. Juni 2016 E. 5.2).