Citation: 2P.292/2004 22.06.2005 E. 1

1.1 Zur Anfechtung von kantonalen Hoheitsakten wegen Doppelbesteuerung steht die staatsrechtliche Beschwerde zur Verfügung (Art. 86 Abs. 2 OG). Die fristgerechte Doppelbesteuerungsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 3. September 2004 ist daher zulässig. Mit ihr können gleichzeitig auch bereits rechtskräftige Verfügungen anderer Kantone angefochten werden (Art. 89 Abs. 3 OG; statt vieler: Urteil 2P.323/2004 vom 2. März 2005, E. 1.2). 1.2 Die staatsrechtliche Beschwerde ist grundsätzlich rein kassatorischer Natur, das heisst, es kann mit ihr in der Regel nur die Aufhebung des angefochtenen Entscheids verlangt werden (BGE 124 I 327 E. 4 S. 332 ff.). Eine Ausnahme gilt für Beschwerden wegen Verletzung des Doppelbesteuerungsverbots (Art. 127 Abs. 3 BV): Hier kann das Bundesgericht zusammen mit der Aufhebung des kantonalen Hoheitsaktes auch Feststellungen treffen, den beteiligten Kantonen verbindliche Anweisungen für die verfassungskonforme Steuerausscheidung erteilen oder die Rückerstattung ungerechtfertigt erhobener Steuern anordnen (ASA 73 S. 247 E. 1.2 S. 249, mit Hinweisen). Die Rechtsbegehren der gemäss Art. 88 OG legitimierten Beschwerdeführerin sind daher zulässig. 1.3 Bei staatsrechtlichen Beschwerden wegen Verletzung des Doppelbesteuerungsverbots prüft das Bundesgericht Rechts- und Tatfragen frei, und es können auch neue Tatsachen und Beweismittel vorgebracht werden (ASA 73 S. 247 E. 1.3 S. 249, mit Hinweisen).