Citation: 6B_915/2017 E. A

Das Kreisgericht St. Gallen sprach X.________ am 2. Juni 2016 von den Vorwürfen der einfachen Körperverletzung sowie des geringfügigen Vermögensdelikts frei. Die Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren des Privatklägers A.________ verwies es auf den Zivilweg. Auf Berufung von A.________ hin bestätigte das Kantonsgericht St. Gallen am 3. Mai 2017 das kreisgerichtliche Urteil. Das Kantonsgericht hält folgenden Sachverhalt für erwiesen: A.________ verliess am 14. Oktober 2014 um ca. 18 Uhr das Gelände C.________, welches für Besucher nur bis zu dieser Zeit geöffnet war. Er kehrte zurück, um das Gelände über eine Freitreppe durch einen anderen Ausgang zu verlassen. D.________, Mitarbeiter der B.________ AG, leistete bei einem Absperrgitter Dienst. Er wies A.________ darauf hin, dass das Gelände bereits geschlossen sei und er nicht mehr darauf zurückkehren dürfe. A.________ drückte sich an ihm vorbei. Ungefähr drei Meter nach dem Gitter gelangte X.________, ebenfalls Mitarbeiter der B.________ AG, an A.________. Nach einer lautstarken Diskussion packte er A.________ auf der Freitreppe am Arm, um mit ihm an den Fuss der Treppe zu gelangen. Auf dem unteren Teil der Treppe begann sich A.________ zu wehren, worauf E.________, ein weiterer Mitarbeiter der B.________ AG, X.________ zu Hilfe kam. Spätestens am Fuss der Treppe wurde A.________ von X.________ und E.________ in den Fixationsgriff genommen, da er sich noch stärker zur Wehr setzte. In der Folge führten sie ihn unter physischem Zwang in ein Treppenhaus. Dort fixierten sie ihn an der Wand, bis die Einsatzleitung der B.________ AG kam und den beiden Angestellten befahl, ihn loszulassen. A.________ erlitt aufgrund des Fixationsgriffes durch X.________ eine unbestimmte Verletzung an der linken Schulter. Er war deswegen vom 14. Oktober 2014 bis Ende Dezember 2014 vollumfänglich arbeitsunfähig. Die Schmerzen klangen bis Ende Februar 2015 vollständig ab. X.________ wusste, dass A.________ bereits bestehende Schulterprobleme hatte, da ihn dieser darauf aufmerksam gemacht hatte. Auch das Hemd von A.________ wurde beschädigt (angefochtener Entscheid, E. III. 2. S. 4, E. III. 5c S. 11 f. und E. 6a f. S. 12 f.).