Citation: 6B_986/2017 E. 6.4

6.4. Das angefochtene Urteil verletzt in diesem Punkt kein Bundesrecht. Gemäss aArt. 663a Abs. 2 und 3 OR (in der Fassung vom 4. Oktober 1991, in Kraft bis 31. Dezember 2012; vgl. nunmehr Art. 959a OR) wird das Umlaufvermögen u.a. in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere Forderungen sowie das Fremdkapital u.a. in Schulden aus Lieferungen und Leistungen und andere kurzfristige bzw. langfristige Verbindlichkeiten unterteilt. Gemäss Abs. 4 derselben Bestimmung sind (u.a.) die Gesamtbeträge der Beteiligungen, der Forderungen und der Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gesellschaften des Konzerns oder Aktionären, die eine Beteiligung an der Gesellschaft halten, gesondert anzugeben. Nach den tatsächlichen Feststellungen hat der Beschwerdeführer in der der Bank eingereichten Bilanz der E.________ GmbH per 31. Dezember 2009 unter der Rubrik "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" einen Betrag von CHF 194'900.-- eingesetzt, während in der beim Treuhänder sichergestellten Bilanz zwischen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten" im Umfang von CHF 10'760.-- und "Andere Forderungen gegenüber Gesellschafter" im Betrag von CHF 184'140.-- unterschieden wurde. Desgleichen hat der Beschwerdeführer in der Bilanz der F.________ AG per 31. Dezember 2009 unter "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" einen Betrag von CHF 510'057.-- angegeben, anstatt diesen wie in der vom Treuhänder angefertigten Bilanz in "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten" in der Höhe von CHF 64'221.--, "Andere Forderungen gegenüber Nahestehenden" in der Höhe von CHF 145'836.-- und "Darlehen Nahestehende" in der Höhe von CHF 300'000.-- aufzugliedern (angefochtenes Urteil S. 183 f.). Mit der Abänderung der Jahresrechnung und der Zwischenabschlüsse hat der Beschwerdeführer, wie er selber einräumt (Beschwerde S. 56), die Bestimmung von aArt. 663a OR verletzt. Wie die Vorinstanz zu Recht annimmt, hat die Bank aufgrund dieser Manipulationen bei der Bilanz der E.________ GmbH davon ausgehen müssen, dass die Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" im gesamten Umfang von CHF 194'900.-- Forderungen gegenüber Dritten ausgewiesen habe und nicht Forderungen von CHF 184'140.-- gegenüber dem Beschwerdeführer als einzigem Gesellschafter sowie lediglich Forderungen im Umfang von CHF 10'760.-- gegenüber Dritten. Desgleichen habe die Bank bei der Bilanz der F.________ AG davon ausgehen müssen, dass der gesamte ausgewiesene Betrag von CHF 510'057.-- "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten" betreffe. Dass in Wahrheit ein Betrag von insgesamt CHF 445'836.-- Forderungen der F.________ AG gegenüber den dem Beschwerdeführer gehörenden Gesellschaften E.________ GmbH und G.________ SA betraf, konnte sie nicht erkennen. Bei diesen Manipulationen handelt es sich entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 56) nicht bloss um kurzfristige Bilanzverschönerungen, zumal die Darstellungsweise eine Irreführung über die Person des Schuldners bewirkt hat und die Abschlüsse insofern unwahr waren. Der Beschwerdeführer weist selbst auf die Zeugenaussagen des Geschäftsleitungsvorsitzenden der Bank M.________ hin, nach welchen die Bank das Kreditgesuch bei Kenntnis der korrekten Unterlagen abgelehnt hätte (Beschwerde S 54; vgl. Verfahrensakten Urkundenfälschung R-12-02-000-09, 66 und 69). Was der Beschwerdeführer hiegegen einwendet, ist nicht geeignet, Willkür darzutun. Im Übrigen hat die nachträgliche Erneuerung der Kreditverträge keine Bedeutung für die Frage der Falschbeurkundung im Rahmen des Kreditantrags. Bei dieser Sachlage ist auch ohne Bedeutung, dass die zugrunde liegenden Zahlen selbst nicht abgeändert wurden und auch keine Aktiven oder Passiven über- bzw. unterbewertet worden sind. Dass sich der Beschwerdeführer der Wirkung seiner Darstellungsweise bewusst war, liegt auf der Hand. Was er in dieser Hinsicht gegen die tatsächlichen Feststellungen einwendet, erschöpft sich in einer reinen appellatorischen Kritik. Dies gilt namentlich soweit er geltend macht, er habe keinen unrechtmässigen Vorteil erlangt (Beschwerde S. 57). Schliesslich verletzt die Vorinstanz auch kein Bundesrecht, wenn sie annimmt, es sei unerheblich, dass die Bilanzen nicht unterzeichnet und vom zuständigen Organ auch noch nicht genehmigt waren. Dabei weist sie zu Recht darauf hin, dass der Beschwerdeführer als Gesellschafter der E.________ GmbH und mittelbar als Alleinaktionär der F.________ AG selbst zuständiges Organ war und dass die definitive Genehmigung mithin einzig und allein von ihm abhing. Zudem kommt nach Rechtsprechung auch der noch nicht geprüften und abgenommenen Bilanz erhöhte Glaubwürdigkeit zu, sofern der Geschäftsverkehr üblicherweise darauf abstellt (Urteile 6B_142/2016 vom 14. Dezember 2016 E. 6.2.1; 6B_496/2012 vom 18. April 2013 E. 9.4; 6B_541/2011 vom 18. Oktober 2011 E. 4.2). Dies ist hier zweifellos der Fall. Zuletzt führt zu keinem anderen Ergebnis, dass die Liegenschaft später gewinnbringend verkauft und die Hypotheken vollumfänglich zurückbezahlt worden sind. Die Bestimmung von Art. 251 StGB erfordert keinen Schaden. Im Übrigen käme der Rückzahlung ohnehin nur der Charakter einer blossen Schadenswidergutmachung zu. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.