Citation: 6B_594/2024 E. 3.1.4

3.1.4. Die Rüge der Beschwerdeführerin ist unbegründet. Es mag zutreffen, dass ein von ihr zitierter Autor für echte Konkurrenz zwischen den Tatbeständen der Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB) und der Diskriminierung und des Aufrufs zu Hass (Art. 261bis Abs. 4 StGB) einsteht (ULRICH WEDER, in: StGB/JStG Kommentar, Heimgartner und andere [Hrsg.], 21. Auflage 2022, N. 43 zu Art. 261bis StGB). Dem steht zumindest eine Lehrstimme gegenüber, die dafür plädiert, dass der Tatbestand der Diskriminierung und des Aufrufs zu Hass den Tatbestand der Beschimpfung konsumiert (DORRIT SCHLEIMINGER METTLER, in: Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. II, 4. Auflage 2019, N. 86 zu Art. 261bis StGB mit Hinweisen). Doch darauf kommt es vorliegend überhaupt nicht an. Entscheidend ist vielmehr, dass die Vorinstanz denselben Sachverhalt unter einen weniger scharfen Straftatbestand subsumierte, womit keine Verletzung des Verschlechterungsverbots vorliegt.