Citation: 8C_776/2017 E. 2.2

2.2. Zu prüfen ist demgegenüber die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung. Fest steht diesbezüglich, dass gemäss ORL-Gutachten der Tinnitus und die Hörverminderung im Hochtonbereich links als unfallbedingte Gesundheitsschäden bis heute anhaltende Hörbeeinträchtigungen zur Folge haben, wobei deren Intensität variiert. Infolge des Tinnitus könne der Versicherte schlechter einschlafen und weniger an sozialen Anlässen teilnehmen. Wegen Problemen beim Verstehen in Sitzungen und einer verminderten Konzentrationsfähigkeit müsse er seinen Arbeitstag anders gestalten. Er könne nicht mehr an zu vielen Sitzungen pro Tag teilnehmen. Auch das klare Zuhören und Mitverfolgen von Konversationen sei eingeschränkt. Ebenso störe das Ohrgeräusch beim Lesen und Schreiben. Laut ORL-Gutachter hat der unfallbedingte Gehörschaden Einschränkungen der Konzentrationsfähigkeit, der Anpassungsfähigkeit (bei Stresssituationen) und der Belastbarkeit (reduzierte Arbeitsmenge pro Zeiteinheit) zur Folge.