Citation: 5C.219/2001 21.09.2001 E. 4

4. Aufl. 2001 N. 1192). b) Im Schreiben vom 13. Juli 2001 setzte die Vormundschaftskommission dem Berufungskläger auseinander, dass er - wie sich immer wieder gezeigt habe - überfordert sei, allein zu wohnen, dass er ohne fachliche Betreuung die ambulante medizinische Betreuung stets abgebrochen und die Medikamenteneinnahme verweigert habe, weshalb ihm bis auf weiteres der Bezug einer eigenen Wohnung nicht gestattet werden könne. Sie formulierte die Bedingungen, die es zu erfüllen gilt, damit ihrer Ansicht nach auf ein Entlassungsgesuch eingetreten werden kann. Wird dergestalt einer von der fürsorgerischen Freiheitsentziehung betroffenen Person eröffnet, dass eine Entlassung solange nicht in Frage kommt, als sie bestimmte Bedingungen nicht erfüllt, liegt darin - konkludent - ein abschlägiger Entscheid i.S. von Art. 397d Abs. 2 ZGB. Unter diesen Umständen ist ohne Belang, ob die von fürsorgerischer Freiheitsentziehung betroffene Person ihren Willen, entlassen zu werden, ausdrücklich äusserte. Daher bestand für das Verwaltungsgericht auch kein Anlass, die "Klage" an die Vormundschaftskommission zu überweisen.