Citation: 4A_325/2009 19.08.2009 E. 2

2.1 Die subsidiäre Verfassungsbeschwerde ist gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen zulässig (Art. 113 BGG). Das setzt voraus, dass die vor Bundesgericht erhobenen Rügen mit keinem kantonalen Rechtsmittel hätten geltend gemacht werden können. Gemäss Art. 254 lit. c der bei Erlass des angefochtenen Entscheides in Kraft stehenden Fassung des Zivilprozessgesetzes vom 20. Dezember 1990 (ZPO/SG; sGS 961.2) kann indessen mit Rechtsverweigerungsbeschwerde beim Kantonsgericht geltend gemacht werden, ein Arbeitsgericht habe bei Ausübung der Befugnisse willkürlich gehandelt (vgl. LEUENBERGER/UFFER-TOBLER, Kommentar zur Zivilprozessordnung des Kantons St. Gallen, 1999, N. 5a zu Art. 254 ZPO/SG, die insoweit von einer eigentlichen kantonalen Willkürbeschwerde sprechen und in N. 5b ausdrücklich festhalten, die Willkür könne sich auf die Rechtsanwendung oder die Feststellung des Sachverhalts beziehen). Die Beschwerdeführerin rügt vor Bundesgericht die Verletzung des Willkürverbots bei der Anwendung von Art. 18 OR und von Art. 322d OR. Diese Rügen hätte sie nach dem Gesagten mit der Rechtsverweigerungsbeschwerde erheben können. Insoweit erweist sich der angefochtene Entscheid nicht als letztinstanzlich. Die subsidiäre Verfassungsbeschwerde steht dafür nicht zur Verfügung. 2.2 Darüber hinaus wird die Verfassungsbeschwerde auch den gemäss Art. 117 BGG geltenden formellen Anforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht gerecht. Danach ist darzulegen, welche verfassungsmässigen Rechte oder unbestrittenen Rechtsgrundsätze inwiefern verletzt worden sein sollen (BGE 134 V 138 E. 2.1 S. 143; 133 III 439 E. 3.2 S. 444 mit Hinweis). Denn das Bundesgericht prüft im Verfassungsbeschwerdeverfahren nur klar und detailliert erhobene Rügen. Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (vgl. BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261 f. mit Hinweisen). 2.3 In der subsidiären Verfassungsbeschwerde wirft die Beschwerdeführerin dem Arbeitsgericht eine willkürliche Anwendung von Art. 18 OR vor. Sie stützt sich zur Begründung indessen einzig auf den Wortlaut der Gratifikationsvereinbarung und übergeht, dass die Vorinstanz deren Bedeutung in Würdigung der Aussage von B.________ aufgrund ihres tatsächlichen Willens ermittelt hat. Inwiefern das Arbeitsgericht auf der Grundlage dieses Sachverhalts Bundesrecht willkürlich angewandt haben soll, zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf. Dasselbe gilt mit Bezug auf die Rüge, das Arbeitsgericht habe Art. 322d OR ohne Angabe von Gründen in Abweichung vom Gesetzeswortlaut und vom Willen des Gesetzgebers und damit in Verletzung von Art. 9 BV ausgelegt. Inwiefern dies mit Blick auf den festgestellten Willen der Beschwerdeführerin der Fall sein soll, geht aus der Begründung der Beschwerde nicht hervor. Somit erwiese sich die subsidiäre Verfassungsbeschwerde, wäre sie denn zulässig, als nicht hinreichend begründet.