Citation: 8C_527/2020 E. 4.2

4.2. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend und es ist nicht ersichtlich, inwiefern von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung über den 3. Dezember 2018 hinaus prognostisch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten gewesen wäre. Insbesondere wegen der Schwindelbeschwerden stand der Beschwerdeführer seit dem ersten Unfall in Behandlung bei der Neurologin Dr. med. E.________. Weder die von ihr verordnete medikamentöse noch die lang andauernde physiotherapeutische Behandlung vermochten die seither attestierte volle Arbeitsunfähigkeit zu reduzieren. Gemäss Bericht der Dr. med. E.________ vom 14. Mai 2018 ging der Beschwerdeführer damals - gut fünf Monate nach dem zweiten Unfall - zweimal pro Wochen in die Physiotherapie, betrieb Fitnesstraining und fuhr Auto. Trotz anhaltend geklagter Schwindelbeschwerden und Spannungsgefühle im Nacken und Kopf nahm er keine Medikamente mehr ein. Weder die Neurologin noch der Oto-Rhino-Laryngologe Dr. med. F.________ konnte die geklagten Schwindelbeschwerden objektivieren. Der Neurologe der Suva Dr. med. G.________ gelangte in seiner Aktenbeurteilung vom 10. Januar 2019 zur Überzeugung, nach einer leichten traumatischen Hirnverletzung (LTHV) oder einer HWS-Distorsion wie im Rahmen des Ereignisses vom 8. August 2017 sei hinsichtlich der post-commotionellen Beschwerdesymptomatik üblicherweise innert Wochen bzw. maximal dreier Monate mit einer Rückbildung zu rechnen. Inwiefern auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der neurologisch-fachärztlichen Aktenbeurteilung des Dr. med. G.________ hätten bestehen sollen (vgl. E. 3.2 hievor), zeigt der Beschwerdeführer nicht auf. Soweit der behandelnde Chiropraktor und der Hausarzt in Bezug auf die über den 3. Dezember 2018 hinaus geklagten - unbestritten organisch nicht objektiv ausgewiesenen - Beschwerden deren Unfallkausalität bejahten, ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Haus- und Fachärzte (SVR 2017 IV Nr. 7 S. 19, 9C_793/2015 E. 4.1; 2016 IV Nr. 41 S. 131, 8C_676/2015 E. 6.2; 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.1; Urteil 8C_266/2020 vom 12. August 2020 E. 5.3 mit Hinweis) mitunter im Hinblick auf ihre Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470; 125 V 351 E. 3b/cc S. 353). Indem die Suva den Fall erst ein Jahr nach der zweiten LTHV vom 3. Dezember 2017 abschloss, berücksichtigte sie den aktuellen medizinischen Kenntnisstand (vgl. Urteil 8C_73/2020 vom 7. Mai 2020 E. 7.1.2).