Citation: 4A_602/2023 E. A

A.a. Die B.________ AG (Klägerin, Beschwerdegegnerin) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Y.________. Sie bezweckt den Import, Handel und die Fabrikation von ätherischen Ölen, die Produktion von und den Handel mit Naturkosmetika, Aromen und Aromapflegeprodukten, Naturprodukten, Parfum-Ölen und Parfumkompositionen sowie den Import und Export von Waren aller Art. Als Präsident des Verwaltungsrats amtiert C.________. Die A.________ AG (Beklagte, Beschwerdeführerin) ist eine Gesellschaft mit Sitz in U.________. Sie bezweckt die Durchführung von Events aller Art, die Vermietung von Mobiliar, insbesondere von Fahrzeugen, den Handel mit Waren aller Art sowie das Anbieten von IT-Dienstleistungen, den Handel mit Hard- und Software sowie die Informatikberatung und -schulung. Geschäftsführer ist D.________. A.b. C.________ und D.________ pflegen bzw. pflegten eine freundschaftliche Beziehung. Im Spätfrühling resp. Sommer 2020 trafen sich die Klägerin (vertreten durch C.________) und die Beklagte (vertreten durch D.________). Dabei habe die Klägerin der Beklagten die Idee eines Maskensprays zur Parfumierung von Schutzmasken präsentiert. Die Beklagte behauptete ihrerseits, die Idee der Herstellung und des Vertriebs eines solchen Sprays sei gemeinsam entstanden. Laut Klägerin habe sie selbst im August 2020 entschieden, das Zeichen "E.________" für den Spray zu verwenden und ins schweizerische Markenregister eintragen zu lassen. Den entsprechenden Domainnamen hatte sie bereits seit 2015 reserviert. Ihre Absichten habe sie der Beklagten auch im Rahmen eines Treffens am 27. August 2020 mitgeteilt. Anders als die Klägerin behauptete die Beklagte, am 27. August 2020 hätten sich die beiden Parteien aus fünf Vorschlägen für die streitbetroffene Marke "E.________" entschieden. Am (...) 2020 meldete die Beklagte die Marke "E.________" zur Eintragung ins schweizerische Markenregister an. Dies soll für die Klägerin völlig unerwartet gekommen sein, weshalb sie die Beklagte mehrfach damit konfrontiert und darum gebeten habe, die Markenanmeldung rückgängig zu machen resp. diese auf die Klägerin zu übertragen. Anfänglich soll sich die Beklagte zur Übertragung bereit erklärt haben. Anlässlich eines Treffens am 3. Dezember 2020 soll die Beklagte der Klägerin erneut die Übertragung der Marke zugesichert und im Gegenzug Fr. 1'500.-- bis 4'000.-- verlangt haben. Mit Schreiben vom 15. Dezember 2020 forderte die Beklagte Fr. 60'000.--. Mit Rechnung vom 28. Dezember 2020 wurde der Betrag letztlich auf Fr. 114'439.10 erhöht. Am 17. Februar 2021 wurde die Marke "E.________" im Namen der Beklagten im Markenregister eingetragen.