Citation: 8C_557/2020 E. 4.3

4.3. Auch letztinstanzlich vermag der Beschwerdeführer unter Hinweis auf die Ausführungen des Operateurs Prof. Dr. med. E.________, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, nicht aufzuzeigen, weshalb die Vorinstanz den Suva-internen Beurteilungen nicht Beweiskraft beimessen durfte. In seinem Bericht vom 28. Juni 2017 führte dieser nicht aus, warum er die traumatische Genese der Läsion als zweifelsfrei gegeben erachtete. Am 17. April 2018 wies er in einem Schreiben an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers auf die mit MRI vom 16. März 2015 festgestellte Ruptur der Supraspinatussehne hin, was ärztlicherseits jedoch unbestritten ist. Bezüglich der als Indiz für eine durch ein akutes Ereignis erfolgte Ruptur angeführten normalen Trophik der Rotatorenmuskulatur nahm med. pract. C.________ hierzu überzeugend Stellung. Sie verwies insbesondere darauf, dass die morphologischen Befunde nur ein Puzzleteil in der komplexen Beurteilung der Rotatorenproblematik seien und sie daher auch den Traumahergang, den Symptomverlauf sowie die klinischen Befunde berücksichtigt habe, wie das kantonale Gericht bereits ausführte. Ergänzend erläuterte med. pract. D.________, dass die genaue Ursache der Fetteinlagerung in die Muskulatur bei Läsionen der Sehnen der Rotatorenmanschette nicht geklärt sei. Die Verfettung trete unabhängig davon ein, ob ein Trauma vorliege oder nicht. Ebenso wenig lässt die von Prof. Dr. med. E.________ am 24. Oktober 2017 vertretene Auffassung, dass - sofern der Beschwerdeführer vor dem Sturzereignis beschwerdefrei gewesen sei - dieses entweder zu einer frischen Sehnenverletzung geführt habe oder es zu einer richtungsgebenden Verschlechterung gekommen sei, Zweifel an der fehlenden Unfallkausalität aufkommen. Dieser "Post-hoc-ergo-propter-hoc-Schluss" ist im Sinne von "nach dem Unfall, also wegen des Unfalls" (BGE 142 V 325 E. 2.3.2.2 S. 330) mit der Vorinstanz beweisrechtlich nicht zulässig.