Citation: 8C_829/2016 E. 5

Der vorliegend streitige versicherte Verdienst für die Taggeldabrechnungen in der Rahmenfrist vom 12. Januar 2015 bis 11. Januar 2017 bemisst sich nach dem Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist. Der Beschwerdegegner nahm in der Zeit vom 1. Juli 2013 bis 11. Januar 2015 an verschiedenen Integrationsmassnahmen der Invalidenversicherung teil und bezog dafür ein Taggeld der Invalidenversicherung. Dieses beschränkte sich beim Versicherten auf die Grundentschädigung, welche 80 % des letzten ohne gesundheitliche Einschränkungen erzielten Erwerbseinkommens beträgt (Art. 23 Abs. 1 IVG), und unterlag der Beitragspflicht an die Sozialversicherungen, namentlich auch an die Arbeitslosenversicherung. Wie aus den obigen Erwägungen hervorgeht, stellen diese Taggelder der Invalidenversicherung massgebenden Lohn im Sinne der AHV dar und sind somit von der Arbeitslosenkasse zu Recht für die Bestimmung des versicherten Verdienstes für die Taggeldabrechnungen in der Rahmenfrist vom 12. Januar 2015 bis 11. Januar 2017 herangezogen worden. Indem die Vorinstanz als Grundlage für den versicherten Verdienst das zuletzt erzielte Einkommen des Beschwerdegegners von Fr. 73'450.- anstelle der im Bemessungszeitraum ausgerichteten Taggelder der Invalidenversicherung bezeichnet hat, verletzte sie Bundesrecht.