Citation: 9C_648/2017 E. 3.2.1

3.2.1. Soweit in der Beschwerde bemängelt wird, im Gutachten des Dr. med. B.________ fehle eine umfassende Anamnese, namentlich sei keine Fremdanamnese beim behandelnden Psychiater eingeholt worden, kann hinsichtlich dieser - bereits im vorinstanzlichen Verfahren erhobenen - Rüge auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. So hat das kantonale Gericht zutreffend erkannt, dass der Gutachter Kenntnis hatte von der vom Versicherten insbesondere in Bezug auf den Bruder beklagten schwierigen familiären Situation. Von einer Unvollständigkeit der Expertise kann deshalb nicht ausgegangen werden. In der letztinstanzlichen Beschwerde wird nicht dargelegt, inwiefern diese vorinstanzlichen Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollten. Mit dem kantonalen Gericht ist vielmehr festzuhalten, dass eine Fremdanamnese und Auskünfte der behandelnden Ärzteschaft häufig wünschenswert, aber nicht zwingend erforderlich sind (Urteil 8C_768/2011 vom 7. Februar 2012 E. 5.3.3 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall lagen dem Gutachter ausführliche Berichte und Stellungnahmen des behandelnden Arztes Dr. med. C.________, Psychiatrie und Psychotherapie, vor; eine persönliche Kontaktaufnahme mit diesem war demzufolge nicht zwingend geboten.