Citation: U 320/98 07.03.2001 E. 1

1.- Das kantonale Gericht hat die Begriffe der für die Leistungspflicht der Unfallversicherung vorausgesetzten natürlichen (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) und adäquaten (BGE 125 V 461 f. Erw. 5a mit Hinweisen) Kausalität eines versicherten Unfallereignisses für eine darauf zurückgeführte gesundheitliche Schädigung zutreffend dargelegt. Richtig ist insbesondere, dass das Vorhandensein eines natürlichen Kausalzusammenhangs als Tatfrage - auch bei Beschwerdebildern ohne organisch nachweisbare Befunde nach Schleudertraumata der Halswirbelsäule (BGE 119 V 335) - mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein muss, während die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht genügt (BGE 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Um die Beantwortung einer Rechtsfrage geht es demgegenüber bei der Adäquanz von Unfallfolgen (BGE 117 V 382 Erw. 4a mit Hinweis). Die Beurteilung der Adäquanz psychischer Unfallschäden erfolgt grundsätzlich nach Massgabe der in BGE 115 V 133 dargelegten Methode (insbesondere BGE 115 V 138 ff. Erw. 6 und 141 Erw. 7). Diesbezüglich kann ebenfalls auf die Ausführungen im kantonalen Entscheid verwiesen werden. Hat die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) oder ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 382 Erw. 4b) erlitten, erfolgt die Beurteilung der Adäquanz von nach solchen Verletzungen nicht selten beobachteten und insofern zum typischen Beschwerdebild gehörenden Beeinträchtigungen (vgl. BGE 119 V 337 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b) grundsätzlich nach den in BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b aufgestellten Kriterien. Im Gegensatz zur Adäquanzbeurteilung bei psychischen Fehlentwicklungen wird dabei auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet (BGE 117 V 367 Erw. 6a in fine). Treten die dem typischen Beschwerdebild zuzuordnenden Befindlichkeitsstörungen im Vergleich zu einer ebenfalls vorliegenden ausgeprägten psychischen Problematik ganz in den Hintergrund, bleiben hingegen die für die Adäquanzbeurteilung in BGE 115 V 138 ff. Erw. 6 für Unfälle mit psychischen Folgeschäden genannten Elemente massgebend (BGE 123 V 99 Erw. 2a).