Citation: 1C_287/2021 E. 9.1

9.1. Ein zusätzliches Gutachten hatte der Beschwerdeführer vor Verwaltungsgericht zum Ortsbildschutz bzw. zur Gestaltung der Hotelbaute und zur qualitativen Nutzung der Sport- und Spielplätze auf dem Areal beantragt. Dabei berief er sich, unter Hinweis auf den ISOS-Eintrag (vgl. dazu oben E. 3), auf die Schutzwürdigkeit des Ortsbilds. Auch insofern hielt das Verwaltungsgericht ein Gutachten für entbehrlich. Es erwog, aufgrund der Verfahrensakten und seines Augenscheins könne es über die aufgeworfenen Fragen der Ästhetik entscheiden. Art. 73 KRG und Art. 22 BG würden in paralleler Weise verlangen, dass durch die Gestaltung und Einordnung von Bauten zusammen mit der Umgebung und der Landschaft eine gute Gesamtwirkung entstehe. Die geplante Hotelbaute übernehme weitestgehend das Vorprojekt, das der projektbezogenen Nutzungsplanung von 2014/2015 zugrunde gelegen habe, und stimme mit den entsprechenden GGP und GEP überein. Ausserdem habe sich am Augenschein gezeigt, dass in der näheren Umgebung als auch in entfernterer Distanz in Richtung Osten zum Dorfzentrum bedeutend höhere und voluminösere (Hotel-) Baukörper als das fragliche Hotelbauprojekt vorhanden seien. Auch sonst habe es in diesem Tourismus- und Kurort zahlreiche Gebäude und Anlagen, die von Kubatur und Ausdehnung mit dem geplanten Neubau samt Sportplätzen und Grünanlagen vergleichbar seien. Nicht bestätigt hätten sich die Vorwürfe des Beschwerdeführers, wonach das geplante Hotel überdimensioniert und ästhetisch untragbar sei, einen übermässigen Schattenwurf verursache, die Aussicht auf die Bergwelt und ins Rosegtal zerstöre, sich nicht in den typischen Dorfcharakter bzw. in die Landschaft einfüge und den Sportplatz in zwei kleine, unbrauchbare Hälften unterteile. Jedenfalls habe die Baubehörde dem Bauprojekt in vertretbarer Weise eine "gute Gesamtwirkung" zubilligen dürfen.