Citation: 6B_1004/2017 E. 1.2

1.2. Die Vorinstanz erwägt, die Aussagen der Strafklägerin würden verschiedene Realkennzeichen aufweisen, welche auf ein effektives Erleben schliessen liessen. Ihre Aussagen in den verschiedenen Einvernahmen seien im Kerngehalt gleichbleibend. Sie behaupte keine Mehrbelastungen und beschreibe einzig die mildeste Form, nämlich jene der oberflächlichen Berührungen. Sie habe ihre damaligen Gefühle und Gedanken nachvollziehbar und nicht übertrieben geschildert. Zuerst habe sie gedacht, die Behandlung an den Hüften respektive am Steissbein sei wohl noch normal. Erst als der Beschwerdeführer den Intimbereich erreicht habe, habe sie interveniert. Die Beschwerdeführerin habe enge Stretchjeans getragen. Bei solchen sei es gut möglich, dass der Beschwerdeführer mit der Hand unter die Hosen gefahren und dabei bis zur Klitoris vorgedrungen sei. Auch bei normalen, eng oder sehr eng geschnittenen Jeanshosen für Frauen habe immer eine Hand Platz, ansonsten die Hosen nicht hochgezogen werden könnten. Die Schilderungen im Nachgang zum strafrechtlich relevanten Kerngeschehen wie das Verlassen der Praxis und das unmittelbar danach erfolgte Telefonieren mit ihrem damaligen Freund habe die Strafklägerin konstant, gleich und mit unwichtigen Einzelheiten und Nebensächlichkeiten geschildert. Diese Schilderungen seien von ihrem Freund und der Zeugin bestätigt worden. Es seien keinerlei Hinweise auf ein mögliches Fremdbelastungsmotiv ersichtlich. Mit der ersten Instanz und deren einlässlicher und sorgfältiger Beweiswürdigung seien die Aussagen der Strafklägerin als glaubhaft zu bezeichnen (vgl. angefochtenes Urteil, E. 2.3 S. 9 ff.).