Citation: 8C_213/2022 E. 4.6.2

4.6.2. Die Vorinstanz verzichtete auf die ziffernmässig genaue Ermittlung von Validen- und Invalideneinkommen im Sinne dieser rechnerischen Vereinfachung. Es kann vorliegend offen bleiben, ob die Voraussetzungen für diese Ermittlung des Invaliditätsgrads gegeben sind. Im Ergebnis hält die Vorgehensweise im angefochtenen Urteil vor Bundesrecht stand, wie sich aus dem Nachstehenden ergibt. Wenn im Rahmen der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs für die Festsetzung des Einkommens, das der Beschwerdeführer hypothetisch als Gesunder im Vergleichsjahr 2018 erzielt hätte (Valideneinkommen; vgl. Urteil 9C_225/2019 vom 11. September 2019 E. 4.2.1), vom in der Beschwerde genannten Wert ausgegangen würde, den er im Jahr 2012 als Fassadenisoleur auf dem Bau erzielte (Fr. 73'624.-), ergäbe sich nichts zu seinen Gunsten. Im Vergleichsjahr 2018 beliefe sich dieses Valideneinkommen nominallohnindexiert auf Fr. 75'098.- (Bundesamt für Statistik, Tabelle T1.1.93, Nominallohnindex Männer, 2011-2021, Baugewerbe, Index 2012: 124,9, Index 2018: 127,4). Für die Festsetzung des Invalideneinkommens wären, da kein tatsächlich erzielter Verdienst vorliegt (BGE 135 V 297 E. 5.2; Urteil 8C_58/1018 vom 7. August 2018 E. 3.1, in: SVR 2019 UV Nr. 7 S. 27), praxisgemäss die LSE-Tabellenlöhne heranzuziehen (vgl. BGE 148 V 174 E. 6.2; 143 V 295 E. 2.2; Urteile 8C_7/2014 vom 10. Juli 2014 E. 7.1, in: SVR 2014 IV Nr. 37 S. 130; 9C_206/2021 vom 10. Juni 2021 E. 4.4.2). Auf der Grundlage von LSE 2018 (Tabelle TA1_tirage_skill_level, Zentralwert, Total, Kompetenzniveau 1, Männer) mit einem Ausgangswert von Fr. 5417.- pro Monat bzw. Fr. 65'004.- pro Jahr würde das Invalideneinkommen bei einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit Fr. 32'502.- entsprechen. Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultierte ein Invaliditätsgrad von gerundet 57 %, was keinen Anspruch auf eine höhere Invalidenrente begründete. Dass die Vorinstanz bundesrechtswidrig keinen leidensbedingten Abzug gewährt habe, wird in der Beschwerde zu Recht nicht gerügt. Damit hat es beim vorinstanzlichen Urteil sein Bewenden.