Citation: 8C_710/2018 E. 6.1

6.1. Nach dem Gesagten erachtete der Gutachter die von der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Untersuchung ausgeübte Tätigkeiten (vier Lektionen als Primarlehrerin, sechs Lektionen DaZ, zwei Stunden Bibliotheksbeaufsichtigung) als an die neurologischen Einschränkungen optimal angepasst und in einem Vollzeitpensum zumutbar. Wenngleich seine Ausführungen zur leistungsmässigen Einbusse etwas missverständlich sind, ergibt sich aus einer Gesamtschau des Gutachtens, dass er für optimal angepasste Tätigkeiten keine zusätzliche Leistungseinschränkung attestierte. So nannte er eine leistungsmässige Einbusse lediglich hinsichtlich des linken Armes, insbesondere bei länger dauernder repetitiver oder anhaltender Belastung. Eine Arbeit mit einer derartigen Beanspruchung des linken Armes ist aber offenkundig nicht leidensangepasst. Insoweit beziehen sich die Ausführungen des Experten zur leistungsmässigen Einbusse - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin - nicht auf die im Untersuchungszeitpunkt ausgeübten Tätigkeiten der Versicherten resp. auf sämtliche adaptierten Tätigkeiten, sondern auf eine nicht leidensangepasste Tätigkeit als Primarlehrerin. Hinzu kommt, dass sich die Versicherte gemäss Angaben im Gutachten in der aktuell ausgeübten Tätigkeit selber als zu 100 % arbeitsfähig erachtete, wie die Vorinstanz richtig erkannte. Soweit die Beschwerdeführerin erstmals im kantonalen Beschwerdeverfahren bestreitet, diese Aussage gemacht zu haben oder ihr eine andere Bedeutung beimessen will, überzeugt dies nicht. Wie sich aus den Akten ergibt, bestätigte die Versicherte auch nach der Begutachtung, dass sie die jetzige Tätigkeit zu 100 % ausüben könne. Sie sei jedoch der Ansicht, dass es eine solche Tätigkeit nicht gebe (vgl. Aktennotiz betreffend telefonischer Besprechung vom 3. Februar 2015). Auch anlässlich einer ambulanten Untersuchung im Spital D.________ gab sie an, dass sie in ihrer adaptierten Arbeitstätigkeit gut zu Recht komme, wobei sie kaum noch manuelle Schreibtätigkeiten mit der linken Hand ausführen würde (vgl. Bericht vom 7. November 2013).