Citation: 6B_751/2018 E. 1.5.2

1.5.2. Hinzu kommt, dass der Beschwerdegegner die falschen Angaben über die bezogenen Lohnakontozahlungen nicht bloss im zivilprozessualen Behauptungsverfahren machte. Auch anlässlich der Parteibefragung vom 30. Oktober 2009 machte er trotz Hinweis auf die Wahrheitspflicht und die Straffolgen einer falschen Parteiaussage gemäss Art. 306 StGB (vgl. Untersuchungsakten, act. 30/362) wahrheitswidrig geltend, in den Jahren 2007 und 2008 gar keinen Lohn erhalten zu haben (vgl. Untersuchungsakten, act. 30/369 Frage 9.2). Der Beschwerdegegner gab diese Erklärung im Rahmen einer formellen Beweisaussage ab, bei welcher sich die Aussagen gewissermassen als Zeugnis in eigener Sache - wenn auch unter Vorbehalt der freien Beweiswürdigung durch den Richter - eignen, Beweis zugunsten der aussagenden Partei zu bilden (vgl. § 155 und § 187 ff. der Zivilprozessordnung für den Kanton Zug vom 3. Oktober 1940 [ehemals BGS 222.1; in Kraft bis 31. Dezember 2010]). Der Beschwerdegegner hat durch sein prozessuales Vorgehen seine in der Klage präsentierte Darstellungen daher mittels Schaffung eines falschen Beweismittels untermauert. Das Vorgehen des Beschwerdegegners zeugt damit zweifelsohne von einer gewissen Durchtriebenheit und Raffinesse.