Citation: 9C_229/2016 E. 2.1

2.1. Das kantonale Gericht stellte in Würdigung des BEGAZ-Gutachtens fest, für die vorrangige Kopfschmerzproblematik habe klinisch-neurologisch kein organisches Substrat festgestellt werden können. In Anwendung der massgebenden Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 gelangte es zum Schluss, die diagnoserelevanten Befunde seien mittelgradig ausgeprägt. Mit Blick auf die dokumentierten, recht konsequent verfolgten verschiedenen Therapieformen sei eine gewisse Behandlungsresistenz der Schmerzproblematik zu erkennen. Eine Komorbidität bestehe weder aus physischer noch aus psychischer Sicht. Die persönlichen und sozialen Ressourcen seien, unter Berücksichtigung des gut funktionierenden Familienlebens, der grundsätzlich positiven Einstellung und der psychischen Unauffälligkeit der Versicherten, intakt. In der Alltagsgestaltung inklusive Freizeit zeigten sich nur rudimentäre Einschränkungen. So habe die Beschwerdeführerin die sportlichen Aktivitäten etwas eingeschränkt und das Joggen durch Crosstraining ersetzt. Dass sich die Therapiebemühungen nunmehr auf die bedarfsgerechte Einnahme eines Schmerz- und eines Migränemittels beschränkten, deute an sich auf einen nicht besonders ausgeprägten Leidensdruck hin, könne aber auch Folge von zuletzt nicht mehr erfolgreich gewesenen Therapiebemühungen sein. Gesamthaft spreche namentlich das faktische Aktivitätsniveau mit praktisch inexistenter Anpassung der Alltagsaktivitäten gegen eine Unüberwindbarkeit der Schmerzproblematik.