Citation: 4C.295/2003 22.06.2004 E. 3.3

3.3.1 Weiter bringt der Beklagte vor, der Vorinstanz sei ein offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG unterlaufen, weil sie übersehen habe, dass der Kläger seine Agenda nicht ediert habe, aus welcher sich ergebe, dass die Parteien an einem Treffen vom 4. Juni 1999 eine Pauschalentschädigung in der Höhe von Fr. 300'000.-- zur Abgeltung der vom Beklagten erbrachten Leistungen verabredet hätten. 3.3.2 Nach Art. 55 Abs. 1 lit. c OG sind Rügen, die sich gegen die tatsächlichen Feststellungen und gegen die Beweiswürdigung der Vorinstanz richten, unzulässig, es sei denn, es werde zugleich ein offensichtliches Versehen, eine Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften (Art. 63 Abs. 2 OG) oder eine unvollständige Ermittlung des Sachverhaltes vorgeworfen (Art. 64 OG; BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106, 136 E. 1.4 S. 140, je mit Hinweisen.). Ein offensichtliches Versehen liegt nach der Rechtsprechung nur vor, wenn die Vorinstanz eine bestimmte Aktenstelle übersehen oder unrichtig, d.h. nicht in ihrer wahren Gestalt, insbesondere nicht mit ihrem wirklichen Wortlaut wahrgenommen hat (BGE 127 III 503 nicht publ. E. 3a; 113 II 522 E. 4b S. 524). Richtig besehen macht der Beklagte vorliegend nicht das Übersehen oder die falsche Wahrnehmung einer Aktenstelle geltend, sondern bringt vor, die Vorinstanz habe es unterlassen, das prozessuale Verhalten des Klägers, nämlich die unterlassene Edition der Agenda, bei der Beweiswürdigung zu berücksichtigen. Diese Rüge läuft auf eine im Berufungsverfahren unzulässige Kritik an der Beweiswürdigung hinaus und ist deshalb nicht zu hören (BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140, mit Hinweisen).