Citation: 9C_641/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Soweit die Beschwerdeführerin eine anfängliche (rechtliche oder tatsächliche) Unrichtigkeit im Zusammenhang mit den Verfügungen vom 23. Februar 2007 und vom 7. Oktober 2010 anzunehmen scheint, ist Folgendes zu beachten: Der mittels Neuanmeldung geltend gemachte Rentenanspruch setzt jedenfalls voraus, dass hinsichtlich der Verfügung resp. des Rechtsaktes, mit dem zuletzt ein Rentenanspruch materiell geprüft und verneint wurde, ein Rückkommenstitel besteht. Dafür fallen neben der materiellen Revision analog Art. 17 Abs. 1 ATSG (bei nachträglicher tatsächlicher Unrichtigkeit) grundsätzlich auch weitere Institute wie die prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG (bei anfänglicher tatsächlicher Unrichtigkeit) und die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG (bei anfänglicher rechtlicher Unrichtigkeit) alternativ in Betracht (Urteil 9C_367/2024 vom 31. Juli 2024 E. 4.3 mit Hinweis auf Urteile 9C_269/2024 vom 28. Juni 2024 E. 2.2; 9C_73/2023 vom 21. November 2023 E. 3.2; 8C_594/2019 vom 28. Mai 2020 E. 2.2).