Citation: 6B_347/2019 E. 3.4

3.4. Das angefochtene Urteil erweist sich auch in diesem Punkt nicht als unhaltbar. Zunächst ergibt sich die Schadenersatzforderung des Beschwerdegegners ohne Weiteres aus den von der Beschwerdeführerin zu dessen Nachteil begangenen und im Verfahren nachgewiesenen Veruntreuungen. Dass die Forderung nicht weiter begründet worden ist, schadet daher nicht. Die Vorinstanz geht damit zu Recht von einem Schaden in der Höhe von CHF 598'256.90 aus. Sodann ist nicht ersichtlich, inwiefern die Annahme der Vorinstanz, wonach der Beschwerdegegner Zahlungen im Gesamtbetrag von lediglich CHF 58'600.-- anerkannt und dass die weiteren von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Zahlungen bereits im Saldo vom 1. April 2010 enthalten gewesen sind, nicht haltbar sein soll. Es mag zutreffen, dass dem Beschwerdegegner der Betrag von CHF 227'950.--, wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht, effektiv zugekommen ist. Doch weisen die von der Beschwerdeführerin zum Nachweis der nach der Selbstanzeige erfolgten Zahlungen eingereichten Quittungen nach der Feststellungen der Vorinstanz nur im Umfang von CHF 17'350.-- unzweideutig Zahlungen in ihrem Namen aus. Mit dieser Erwägung setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Sie beschränkt sich lediglich auf den Einwand, der Beschwerdegegner habe den Erhalt der Zahlungen nach dem 1. April 2010 nicht bestritten, so dass es nicht ihr obliege, diese zu beweisen. Doch dringt die Beschwerdeführerin damit nicht durch, zumal die Vorinstanz nicht annimmt, der Beschwerdegegner habe die Gelder nicht erhalten, sondern lediglich zum Schluss gelangt, diese seien nicht an die im Strafverfahren zu beurteilende Schadenersatzforderung anzurechnen. Schliesslich ist auch der Schluss der Vorinstanz nicht zu beanstanden, die vor der Selbstanzeige geleisteten Zahlungen der Beschwerdeführerin seien im Rahmen der Vermögensverwaltung erfolgt und stellten daher keine Zahlungen auf Anrechnung an den Schaden aus strafbarem Verhalten dar. Die Vorinstanz stützt sich hiefür auf die Schattenbuchhaltung der Beschwerdeführerin. Dass sie insofern in Willkür verfallen wäre, tut die Beschwerdeführerin nicht hinreichend dar und ist auch nicht ersichtlich.