Citation: 1C_25/2022 E. A

Am 15. September 2020 beschloss der Regierungsrat des Kantons Luzern eine Teilrevision der Natur- und Landschaftsschutzverordnung vom 4. Juni 1991 (NLV; SRL Nr. 710). Unter anderem ergänzte er die NLV um Bestimmungen zur Mahdnutzung (§ 10a NLV) und zur Beweidung (§ 10b NLV). Diese lauten wie folgt: § 10a Mahdnutzung 1 Bei der Mahdnutzung auf Naturschutzflächen ist das Mähgut auf der Mähfläche zu trocknen. 2 In begründeten Fällen, wie beispielsweise bei Schattenlage, kann von der Trocknung auf der Mähfläche abgesehen werden. Diese Ausnahme ist im Bewirtschaftungsvertrag ausdrücklich festzuhalten. § 10b Beweidung 1 Wo die Beweidung von Naturschutzflächen erlaubt ist, hat diese schonend und dem Standort und der Vegetation angepasst zu erfolgen. Insbesondere sind die Anzahl Tiere, die Wahl der Tierart und -rasse sowie der Beweidungszeitpunkt und die Beweidungsdauer der Tragfähigkeit und der naturschutzfachlichen Zielsetzung der Beweidungsfläche anzupassen. 2 Die genauen Anforderungen an die Beweidung können in den Bewirtschaftungsverträgen festgelegt werden. Die Verordnungsänderung wurde im Kantonsblatt vom 26. September 2020 publiziert und trat am 1. Oktober 2020 in Kraft.