Citation: P 45/99 08.02.2000 E. 4

4.- a) Die Vorinstanz schrieb das Verfahren als gegen- standslos ab, weil die Ausgleichskasse mit den lite pen- dente erlassenen Verfügungen, in welchen der EL-Anspruch unter Einbezug der Familienangehörigen neu berechnet wurde, dem Rechtsbegehren des Beschwerdegegners vollumfänglich entsprochen habe. Dieser Ausgang komme einem Obsiegen des Versicherten gleich, was die Zusprechung einer Parteient- schädigung rechtfertige. Das kantonale Gericht übersieht, dass für die Frage der Parteientschädigung die Prozessaus- sichten vor Eintritt der Gegenstandslosigkeit massgebend sind. Im vorliegenden Fall wurde das Verfahren durch die pendente lite wiedererwägungsweise erlassenen neuen Ver- fügungen vom 14. Juni 1999, die auf dem Entscheid der kan- tonalen Fremdenpolizei vom 28. Mai 1999 beruhen, gegen- standslos. Zu prüfen sind daher die Prozessaussichten vor dem Entscheid der Fremdenpolizei vom 28. Mai 1999, mit wel- chem den Familienangehörigen des Beschwerdegegners die Auf- enthaltsbewilligung erteilt wurde. b) Gemäss Art. 3a Abs. 4 ELG (in der vorliegend an- wendbaren, seit 1. Januar 1998 geltenden Fassung) sind die anerkannten Ausgaben und anrechenbaren Einnahmen von Ehe- gatten, Personen mit rentenberechtigten oder an der Rente beteiligten Kindern sowie von Waisen, die im gleichen Haus- halt leben, zusammenzurechnen. Art. 7 ELV bestimmt, dass für Kinder, die einen Anspruch auf eine Kinderrente der AHV oder Invalidenversicherung begründen, eine gemeinsame Be- rechnung der Ergänzungsleistung erfolgt, wenn die Kinder mit den Eltern zusammen leben (Abs. 1 lit. a). Die Addition der anerkannten Ausgaben und anrechenbaren Einnahmen von Ehegatten und Kindern setzt demnach lediglich voraus, dass diese in einem gemeinsamen Haushalt zusammen leben; dass dabei nur ein legaler Aufenthalt in der Schweiz in Betracht fällt, bedarf keiner weiteren Ausführungen. Im Gegensatz zur Person, die Ergänzungsleistungen geltend macht und die, handelt es sich um einen Ausländer oder eine Ausländerin mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, sich ununterbrochen während zehn Jahren in der Schweiz auf- gehalten haben muss (Art. 2 Abs. 2 lit. a ELG), damit sie Anspruch auf Ergänzungsleistungen hat, gelten für die Be- rücksichtigung der Einnahmen und Ausgaben von Ehegatten und Kindern im Rahmen der EL-Berechnung keine vergleichbaren Einschränkungen, namentlich keine Mindestdauer des Aufent- haltes in der Schweiz. Ebensowenig ist nach dem Gesetzes- wortlaut der fremdenpolizeiliche Status der Familienangehö- rigen entscheidend, wie der Beschwerdegegner richtig be- merkt. c) Den unwidersprochen gebliebenen Ausführungen des Beschwerdegegners zufolge leben seine Ehefrau und die drei Kinder seit Juni 1998 bei ihm. Dieser Sachverhalt wird durch die Verfügung des Rechtsdienstes des Regierungsrates Basel-Landschaft vom 22. Juni 1999 bestätigt, mit der die Beschwerde gegen die Verweigerung der Aufenthaltsbewilli- gung im Rahmen des Familiennachzugs zu Gunsten der Ehefrau und der Kinder abgeschrieben wurde. Danach reisten Ehegat- tin und Kinder zunächst auf Grund von Besuchsvisa in die Schweiz ein, welche in der Folge wegen der kritischen Lage im Kosovo verlängert wurden. Während ihres Aufenthalts in der Schweiz hätten Ehefrau und Kinder in Haushaltsgemein- schaft mit dem Beschwerdegegner gelebt. Da die Voraussetzungen für die Berücksichtigung der Einnahmen und Ausgaben der Ehegattin sowie der an der Inva- lidenrente beteiligten Kinder bei der Ermittlung des EL-Anspruchs im vorliegenden Fall schon vor der Erteilung der Aufenthaltsbewilligung gemäss Verfügung der Fremden- polizei des Kantons Basel-Landschaft vom 28. Mai 1999 er- füllt waren, hätte der Versicherte bei materieller Beurtei- lung der Beschwerde vermutlich obsiegt. Die Zusprechung einer Parteientschädigung durch die Vorinstanz ist damit gerechtfertigt.