Citation: 2C_148/2019 E. 3.3.2

3.3.2. Die Vorinstanz führte aus, die von der Beschwerdeführerin vorgeschlagenen Massnahmen (Leinenzwang, Führung des Hundes mit Kopfhalfter und Geschirr, Besuch von Erziehungskursen) stellten zwar im Vergleich zur Entziehung des Hundes mildere Massnahmen dar; allerdings hätten sich derartige Massnahmen als untauglich erwiesen, um Menschen und Tiere vor weiteren Angriffen zu schützen, weil sich die Beschwerdeführerin und ihr Lebenspartner nicht daran gehalten hätten. Die Beschwerdeführerin sei bereits aufgrund der Verfügung des Veterinäramtes vom 28. November 2016 verpflichtet gewesen, den Hund gesichert zu halten, so dass er nicht unkontrolliert und selbständig öffentlich zugänglichen Raum betreten könne. Dennoch sei es erneut zu Vorfällen gekommen, wobei insbesondere eine junge Frau schwer verletzt worden sei (vgl. E. 3.3. und E. 3.4 des angefochtenen Urteils). Zudem verharmlose die Beschwerdeführerin das Verhalten ihres Hundes und versuche, die Schuld den Opfern zuzuweisen. Eine Rückgabe des Hundes an die Beschwerdeführerin - selbst verbunden mit weiteren Auflagen - erscheine somit nicht als taugliches Mittel, um Menschen und Tiere vor weiteren Angriffen zu schützen. Die Beschlagnahme des Hundes erweise sich somit als erforderlich. Schliesslich sei das öffentliche Interesse an der Verhinderung weiterer Angriffe angesichts der mehrfach manifest gewordenen Gefahr, die vom Hund mit der Beschwerdeführerin als Halterin ausgehe, höher zu gewichten als das Interesse der Beschwerdeführerin, ihren Hund behalten zu dürfen (vgl. E. 3.3 - 3.5 des angefochtenen Urteils). Mit Bezug auf die angeordnete Euthanasie des Hundes hielt die Vorinstanz fest, dieser verfüge über eine sehr tiefe Frustrationstoleranz und zeige eine hohe Unsicherheit bei der Interaktion mit Menschen. Zudem handle es sich um einen Hund mit einem stark erhöhten Gefährdungspotential, welcher im Umgang sehr anspruchsvoll sei und selbst für Personen, die ihm vertraut seien, eine Gefahr darstellen könne. Bei einer Fremdplatzierung bestünde deshalb sowohl für den neuen Halter wie auch für seine Umgebung eine latente Gefahr von gravierenden Verletzungen, die nicht vertretbar sei. Schliesslich sei der Hund nicht bei guter Gesundheit. Die Vorinstanz ist deshalb zum Schluss gekommen, die angeordnete Massnahme sei verhältnismässig (vgl. E. 3.6 des angefochtenen Urteils).