Citation: 4A_553/2022 E. 6.4.2

6.4.2. Die Vorinstanz hat in ihrer Begründung einleitend (wie bereits die Erstinstanz) darauf abgestellt, dass es sich bei den erbrachten Leistungen von insgesamt 21 Stunden ohnehin bloss um geringfügige Leistungen gehandelt habe. Damit setzt sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde nicht hinreichend auseinander, womit bereits nicht alle vorinstanzlichen Begründungen angefochten sind (vgl. hiervor E. 4). Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Rüge im Wesentlichen geltend, sie habe sich - entgegen der Vorinstanz - bereits in Rz. 32 ihrer Berufung mit den Behauptungen des Beschwerdegegners auseinandergesetzt, dass die am 27. August 2019 verbuchte Arbeitsleistung schon vor der Kündigung in seinen Ferien erbracht worden sein soll, die Verbuchung aber erst nach der Testung der Listen und dem Einchecken durch seine Ehefrau erfolgt sei. Damit seien ihre Ausführungen in der Berufungsreplik nicht nachgeschoben. In der Berufungsreplik führte die Beschwerdeführerin insbesondere aus, es sei offensichtlich, dass das Abrechnungssystem des Beschwerdegegners nicht wie vorgetragen funktioniere. Dies würde nämlich bedeuten, dass am sog. Auslieferungstag mehr Arbeitsstunden zusammen kämen, als der Tag Stunden hat. Diese Ausführungen zum Abrechnungssystem finden sich in Rz. 32 der Berufung jedenfalls nicht. Der Beschwerdegegner hat sich aber bereits im erstinstanzlichen Verfahren auf den Standpunkt gestellt, für die erbrachten Leistungen gelte erst der Zeitpunkt des Check-ins als Auslieferungstag. Entsprechend hätte sich die Beschwerdeführerin bereits in ihrer Berufung mit dem Abrechnungssystem des Beschwerdegegners auseinandersetzen müssen. Damit verletzt es kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz die Ausführungen in der Berufungsreplik als verspätet erachtet.