Citation: H 104/04 14.12.2004 E. 3

Bei dem am 2. Januar 1935 geborenen Beschwerdeführer trat der Versicherungsfall am 1. Februar 2000 ein, als sein Anspruch auf eine Altersrente entstand (Art. 21 AHVG). Bereits zuvor forderte er mit Schreiben vom 24. März 1999 die Ausgleichskasse des Kantons Uri zur Kontenberichtigung auf, als er darum bat, auf Grund der im wiedergefundenen Markenheft für Studierende eingetragenen "zusätzlich bezahlten Beiträge den aktuellen Kontostand auszuweisen". Der Entscheid über die Berichtigung wäre damit - da sie vor Eintritt des Versicherungsfalls beantragt wurde und das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht - nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen gewesen. Anderseits hatte der Beschwerdeführer bereits auf Grund der Kontoübersicht vom 6.November 1997 festgestellt, dass erst ab 1957 Einkommen in den Konten aufgeführt wurden. Anscheinend erhob er aber dagegen innert der 30-tägigen Frist keinen Einspruch. Es kann jedoch offen bleiben, ob wegen dieser Unterlassung trotz der noch vor Eintritt des Versicherungsfalles geforderten Kontoberichtigung doch die einschränkende Beweisregelung gemäss Art.141 Abs. 3 AHVV zum Zuge käme. Weil das einzige heute noch verfügbare Beweismittel das Beitragsmarkenheft des Beschwerdeführers der Jahre 1954 bis 1961 ist, ist nach der Rechtsprechung (vgl. Erw. 2) sowieso der volle Beweis erforderlich; dies hat auch dann zu gelten, wenn der Versicherte vorbringt, im ersten Halbjahr 1956 vom Markenbezug befreit gewesen zu sein, weil er auf einem Verdienst Beiträge entrichtet habe.