Citation: 8C_226/2021 E. 3.3.1

3.3.1. Sodann bringt die Beschwerdeführerin vor, die Beschwerdegegnerin verfüge als Pflegefachfrau über eine umfassende tertiäre Ausbildung. In diesem Beruf habe sie mehrere Jahre bei drei Arbeitgebern (Klinik D.________; Pflegeheim E.________; Spital B.________) gearbeitet. Weiter sei sie gemäss eigenen Angaben stellvertretende Stationsleiterin gewesen und habe damit Führungserfahrung. Ab 1995 habe sie als Selbstständigerwerbende ein erfolgreiches Handels- und Beratungsunternehmen für medizinische Hilfsmittel betrieben. Von 1992 bis 2006 sei sie in einer Spielgruppe, als Schaufensterdekorateurin und am Telefondesk der Mobility tätig gewesen. Weiter arbeite sie seit mehreren Jahren als Privatbeiständin für die Gemeinde und erhalte von der KESB Mandate zugeteilt. Zudem sei sie als Nachhilfelehrerin für Volksschüler tätig. Im Juni 2001 habe sie eine einjährige Informatikanwendungs-Ausbildung mit Diplom abgeschlossen. Sie verfüge über Italienisch-, Englisch- und Französischkenntnisse. Weiter gebe sie an, dass sie eine medizinisch-kaufmännische Verweistätigkeit bevorzuge. Sie habe gemäss Gutachten der asim gute persönliche Ressourcen hinsichtlich der Ausbildung, des Umfeldes, des Arbeitswunsches und der aktuellen Tätigkeit. Sie sei nach dem Unfall als Arztsekretärin beziehungsweise als medizinische Praxisassistentin tätig gewesen und habe ein konkretes Stellenangebot erhalten. Insgesamt zeigten diese Ausbildungen und Tätigkeiten, dass die Beschwerdegegnerin über besondere Fähigkeiten und Kenntnisse verfüge, die sie befähigten, ausserhalb des angestammten Berufs Arbeiten auszuführen, die über einfache körperliche und handwerkliche Hilfsarbeiten im Sinne des Kompetenzniveaus 1 der LSE 2014 hinausgingen. Daher seien die standardisierten Bruttolöhne im Kompetenzniveau 2 heranzuziehen. Aufgrund der Erwerbsbiografie und der Präferenzen der Beschwerdegegnerin sei von den standardisierten Bruttolöhnen der Positionen 86 - 88 (Gesundheits- und Sozialwesen), Frauen, auszugehen (Fr. 5'168.-). Hochgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit (41.7 Stunden) und angepasst an die Arbeitsfähigkeit von 80 % lasse sich ein Invalideneinkommen von Fr. 51'721.35 pro Jahr ermitteln. Dem Valideneinkommen von Fr. 85'484.- gegenübergestellt ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 39 %. Eventualiter sei der standardisierte Bruttolohn des Totals heranzuziehen, was mit den angegebenen Parametern zu einem Invalideneinkommen von Fr. 48'118.50 und verglichen mit dem Valideneinkommen zu einem Invaliditätsgrad von 44 % führe.