Citation: 6B_912/2021 E. 1.4.2

1.4.2. Die Vorinstanz erwägt, die Geschädigten hätten viele Details genannt, die man in einer erfundenen Aussage nicht erwarten würde. Sie verweist dazu auf die anschauliche Schilderung der Geschädigten, wonach der Beschwerdeführer heftig auf ihren Wunsch nach einer Reduktion seiner Einsatzzeiten reagiert habe. Weiter hätten die Geschädigten Druckversuche aus dem Umfeld des Beschwerdeführers erwähnt, die teilweise vom Inhaber der Bar bestätigt worden seien. Zudem habe der Geschädigte 1 am 25. April 2016 bei der Kantonspolizei Bern gemeldet, dass er von einem "E.________" zu einem Treffen aufgefordert worden sei, wobei dieser wegen der Anzeige gegen den Beschwerdeführer und dessen Schwiegersohn viel Druck mache. Beim vereinbarten Treffpunkt habe E.________ kontrolliert werden können, der kurz darauf den hinteren Teil der "Bar G.________" gemietet habe und ein Bekannter des Schwiegersohns des Beschwerdeführers sei. In anderen Fällen seien Anzeigen und Strafanträge zurückgezogen sowie Aussagen aus Angst verweigert oder widerrufen worden, nachdem der Beschwerdeführer davon erfahren habe. Die Vorinstanz verweist weiter auf die Aussagen diverser einvernommener Personen, welche den Schluss zuliessen, dass der Beschwerdeführer gefürchtet gewesen sei (vorinstanzliches Urteil S. 28). Auch diese Erwägungen sind nachvollziehbar und es ist unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die Aussagen der Geschädigten betreffend Gewaltandrohungen durch den Schwiegersohn des Beschwerdeführers - trotz des erwähnten Widerspruchs - als insgesamt glaubhaft einstuft. Nicht einsichtig ist hingegen, was der Beschwerdeführer aus der Aussage des Geschädigten 2 ableiten will, wonach die Zahlungen für Schutz bzw. dafür gewesen seien, damit niemand etwas kaputt oder Probleme machen könne. Sofern der Beschwerdeführer der Ansicht ist, die Formulierung lege eine freiwillig geschlossene Vereinbarung nahe, so nennt er dafür - ausser dem wiederholten Hinweis auf den bereits weiter oben diskutierten Widerspruch in den Aussagen des Geschädigten 2 - keine Argumente.