Citation: 1C_281/2016 E. 4.3

4.3. Nach Art. 65 Abs. 1 BauG haben Bauten im Landschafts-, Orts- und Strassenbild und für sich eine gute Gesamtwirkung zu erzielen. Dies gilt verstärkt ausserhalb der Bauzone, an Siedlungsrändern, bei Ortseingängen und in Ortskernen. Für die Beurteilung der Gesamtwirkung sind u.a. insbesondere die Gestaltung der Gebäudeproportionen und -höhen und der Dachformen von Bedeutung (Abs. 2 lit. d). Das Kantonsgericht ist davon ausgegangen (E. 4.3 S. 14 f.), dass die ästhetische Qualität der umgebenden Landschaft relativ hoch sei: das Quartierplangebiet liege prominent am Siedlungsrand vor dem Eingang zum idyllischen Dorf Schwende, wo den Dachformen grössere Aufmerksamkeit zukomme als mitten in überbautem Gebiet. Unstrittig sei, dass es in der Umgebung keine geneigten Dachfirste gäbe; vielmehr seien im ganzen Kanton horizontale Giebel üblich. Der herrschende Baustil, welcher nach heutiger Auffassung gut in die Landschaft passe, verlange daher einen horizontalen First. Es sei folglich nicht zu beanstanden, dass die zuständigen Baubehörden auch für das vorliegende Projekt horizontale Firste verlangten. Es mag zwar durchaus sein, dass Überbauungen mit geneigten Firsten für sich allein betrachtet "spannungsvolle Architektur" und gestalterisch gute Lösungen ermöglichen. Unter Willkürgesichtspunkten ist es indessen nicht zu beanstanden, dass die kantonalen Behörden jedenfalls an dieser sensiblen Lage am Siedlungsrand auf der Verwendung ortstypischer Dachformen - Satteldächer mit horizontalem First - beharren und neuartige, im Kanton bisher nicht gebräuchliche Lösungen ausschliessen, auch wenn diese in andern Kantonen zulässig sein mögen, wie die Beschwerdeführerin behauptet. Die Willkürrüge ist unbegründet.