Citation: 6B_1007/2018 E. 1.2

1.2. Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau (nachfolgend: Beschwerdeführerin) rügt eine Verletzung von Art. 13 Abs. 1 SKV. Konkret bringt sie vor, die Vorinstanz habe diese Bestimmung falsch ausgelegt, indem sie davon ausgegangen sei, dass die polizeiliche Belehrung gemäss Art. 13 Abs. 1 lit. a SKV unabhängig vom Verhalten des Kontrollierten bereits im Rahmen der Anordnung einer Atemalkoholprobe zu erfolgen habe. Richtigerweise müsse die Belehrung nach Art. 13 Abs. 1 SKV erst nach einer geäusserten Verweigerungsabsicht des Betroffenen ergehen. Auch sei Art. 13 Abs. 1 lit. a SKV zu Unrecht als Gültigkeits- und nicht als Ordnungsvorschrift qualifiziert worden. Diese Mängel hätten dazu geführt, dass die Vorinstanz fälschlicherweise von der Unverwertbarkeit der Atemalkoholprobe und der Folgebeweise ausgegangen sei, was zu einer falschen Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG geführt habe (vgl. Beschwerde Ziff. 3 und 4 S. 4 ff.).