Citation: 8C_108/2015 E. 4.3

4.3. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzliche Beweiswürdigung und das gestützt darauf getroffene Erkenntnis sind nicht stichhaltig. Wenn Dr. med. H.________ am 6. Februar 2009 ausgeprägte mechanische und statische Veränderungen mit Instabilität der HWS diagnostizierte, begründete er damit keine Unfallkausalität. Das kantonale Gericht hat zudem weder aus dem Gutachten der Begutachtungsstelle G.________ vom 22. März 2010 noch aus dem Operationsbericht des PD Dr. med. E.________ vom 2. Februar 2012 falsche Schlüsse gezogen. Die Gutachter der Begutachtungsstelle G.________ diagnostizierten ein zervikozephales und zervikobrachiales Schmerzsyndrom bei bereits nach dem Unfallereignis im Jahr 1993 radiologisch dokumentierter auffälliger Segmenthaltung der mittleren HWS. Bei der Begutachtung zeigten sich eine schwere Fehlhaltung der mittleren HWS mit Kyphosierung der Segmente C3-C7, diskrete Osteochondrosen C4/5 und minimale Bandscheibenprotrusionen. Darüber hinaus bestanden Spannungskopfschmerzen und ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom. Die chronische nuchale Schmerzsymptomatik interpretierten die Gutachter als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallkausal. Dabei handelt es sich jedoch nicht um objektivierte strukturelle Veränderungen. Die radiomorphologisch bereits nach dem ersten Unfallereignis festgestellte Fehlform des oberen Achsenskeletts kann laut den medizinischen Unterlagen ätiologisch nicht sicher zugeordnet werden. Sie disponiert jedoch vermutlich zu ligamentären wie muskulären und facettogenen Beschwerden. Die Auslenkungen in den radiomorphologischen Beschreibungen sind gemäss dem Gutachten der Begutachtungsstelle G.________ nicht ohne weiteres unfallkausal. Wenn die Gutachter die Symptomatik aufgrund der klinisch über die Jahre konstant festzustellenden biomechanischen Einschränkung insgesamt als organläsionell bezeichneten, bedeutet dies lediglich, dass organisch bildgebend dokumentierte Befunde vorlagen. Diese sind jedoch auf physiologische Besonderheiten der Versicherten zurückzuführen und degenerativer Natur. PD Dr. med. E.________ stellte gemäss Operationsbericht vom 2. Februar 2012 eine deutlich degenerativ veränderte Bandscheibe und eine Teilruptur des hinteren Längsbandes fest, ohne sich jedoch zur Unfallkausalität der Ruptur zu äussern. Da die nach den Unfällen durchgeführten Untersuchungen mittels Röntgen und MRI keine klaren Hinweise auf unmittelbar auf die Unfallereignisse zurückzuführende strukturelle Schädigungen im HWS-Bereich ergaben (insbesondere keine ossären Läsionen oder posttraumatische Veränderungen; vgl. Austrittsbericht Spital I.________ vom 6. Dezember 2004; Bericht zum MRI vom 10. Juni 2005), kann auch aus der wegen der Schwanenhalsdeformität und Instabilität auf Höhe C3/4 und C4/5 indizierten Operation vom 1. Februar 2012 nicht auf organische Unfallfolgen geschlossen werden. Inwiefern von der beantragten Zeugeneinvernahme des PD Dr. med. E.________ zusätzliche Erkenntnisse zu erwarten wären, ist nicht ersichtlich, weshalb davon abzusehen ist. Somit ist die Schlussfolgerung des erstinstanzlichen Gerichts, es lägen keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen im Sinne der Rechtsprechung zur Adäquanzbeurteilung (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112) vor, nicht zu beanstanden.