Citation: 5C.201/2000 31.10.2000 E. 2

2.- Die Klägerin begründet ihr auf Schadenersatz und Genugtuung gerichtetes Begehren damit, dass der damalige Amtsvormund, der die Genehmigung der Adoption beantragt hatte, und die damaligen Vormundschafts- und Aufsichtsbehörden für ihr verpasstes und verpfuschtes Leben verantwortlich seien. Sie wirft den Beklagten im Wesentlichen vor, sich dafür hergegeben zu haben, ihre Adoption durch eine an Schizophrenie leidende Frau zu bewilligen, von der sie jahrelang körperlich und seelisch misshandelt worden sei. Die verantwortlichen Vormundschaftsorgane hätten insbesondere wissen müssen, dass die Adoptivmutter geisteskrank war, weil sie bereits vor der Adoption monatelang wegen eines Schizophrenieschubes hospitalisiert gewesen sei. Damit und durch weitere Handlungen hätten die Behörden die Kindesinteressen grob missachtet, was der Klägerin schweren Schaden und seelische Unbill verursacht habe.