Citation: 4F_4/2024 E. 5

Weiter hält die Gesuchstellerin dafür, im vorliegenden Fall sei der Revisionsgrund von Art. 121 lit. a BGG erfüllt, weil im angefochtenen Entscheid mit einer Besetzung von nur einer Richterin anstatt mit einer Besetzung von "in der Regel" drei Richtern entschieden und damit die Vorschriften über die Besetzung des Gerichts verletzt worden seien. Auch damit geht die Gesuchstellerin fehl. Die Präsidentin der I. zivilrechtlichen Abteilung trat gestützt auf Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG als Einzelrichterin auf die Beschwerde nicht ein, weil sie diese wegen Vorliegens eines Nichteintretensgrundes als offensichtlich unzulässig beurteilte. Die Wahl des vereinfachten Verfahrens (Einzelrichterentscheid) nach Art. 108 BGG war damit Ausfluss ihrer rechtlichen Würdigung der Beschwerde in formeller Hinsicht. Ob die dem Besetzungsentscheid zugrunde liegenden formellrechtlichen Überlegungen zutreffen, kann nicht Gegenstand einer Revision bilden. Die rechtliche Beurteilung der Einzelrichterin, die Beschwerde sei offensichtlich verspätet eingereicht worden und deshalb darauf mit Einzelrichterentscheid im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten, kann nicht mit einem Revisionsgesuch wegen Verletzung der Vorschriften über die Besetzung des Gerichts nach Art. 121 lit. a BGG in Frage gestellt werden (vgl. dazu die Urteile 4F_4/2019 vom 28. Mai 2019 und 4F_16/2018 vom 31. August 2018 E. 2.2, mit Hinweisen).