Citation: 6B_65/2023 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz hält fest, der Beschwerdeführer sei den erst- und zweitinstanzlichen Verhandlungen trotz ordnungsgemässer Vorladung unentschuldigt ferngeblieben. Er habe selbst zu verantworten, dass er nicht persönlich habe befragt werden können. Geäussert habe er sich nur über die Eingaben seiner Verteidigerin. Diese brachte vor, der Beschwerdeführer habe nicht gewusst, dass die Aktien öffentlich angeboten worden seien. Er habe den Grossteil seines Lebens in Kanada und den USA verbracht. Dort würden viele Start-ups finanziert, indem die Aktien ohne öffentliches Angebot an einen kleinen Kreis vorbestimmter Abnehmer verkauft würden. Er sei davon ausgegangen, dass kein öffentliches Angebot vorliege, wenn die Aktien an bestehende Kunden von Vermittlern verkauft würden. Er habe von den hohen Umsätzen und der Häufigkeit der Transaktionen nichts gewusst und dabei keine tragende Rolle gespielt. Die Aktienkaufverträge seien ihm nur zur Unterschrift vorgelegt worden, nachdem die Verkaufsgespräche bereits stattgefunden hätten. Da er nicht deutscher Muttersprache sei, habe er die Verträge nicht verstanden und sei auf die Hilfe von Muttersprachlern angewiesen gewesen. Er habe sich auf die Auskünfte seiner Geschäftspartner verlassen.