Citation: I 724/00 30.09.2002 E. 5

Geht man mit der Vorinstanz unter Anwendung der gemischten Methode von einem Erwerbsanteil von 60% und einem Haushaltsanteil von 40% aus, ist bei einer Einkommenseinbusse von 50% im erwerblichen Bereich ein einen Anspruch auf eine ganze Rente begründender Invaliditätsgrad von mindestens 66 2/3% ohne weiteres zu verneinen; denn ein solcher würde selbst bei einer aufgrund der Akten nicht in Frage kommenden Einschränkung im Haushalt von 90% noch nicht erreicht (60 x 50% + 40 x 90% = 66%). Es kann deshalb offen gelassen werden, ob die von der Vorinstanz mit 55% bezifferte Einschränkung im Haushalt zutrifft. Dahingestellt bleiben kann auch, ob die Vorinstanz zu Recht nach der gemischten Methode mit den erwähnten Anteilen ausgegangen ist oder ob die Versicherte für die Invaliditätsbemessung als voll Erwerbstätige zu betrachten ist. Im letzteren Fall wäre einzig der erwerbliche Bereich zu berücksichtigen und dementsprechend von einem Invaliditätsgrad von 50% auszugehen. Nach beiden Methoden ergibt sich somit für den hier zu beurteilenden Zeitraum bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung ein Anspruch auf eine halbe Rente.