Citation: 8C_594/2017 E. 4.3

4.3. Die Versicherte ist wiederholt von der Suva gebeten worden, das Ereignis vom 18. September 2014 zu beschreiben. Sie hielt nicht nur gegenüber ihrem Arzt, sondern auch noch nach Konfrontation mit den abweichenden Schilderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihrer dramatischen Version fest, wonach sie von der Maschine oder einem Maschinenteil eingeklemmt worden sei und erst nach rund 20 Minuten habe "hervorgezogen" werden können, nachdem das Maschinenteil mit dem Stapler angehoben worden sei. Entgegen ihrer Ansicht ist ein - wiederholter - unbeabsichtigt falscher Gebrauch des Wortes "Einklemmen" auch nach mehrmaligem Nachfragen durch die Versicherung nicht plausibel. Es ist mit der Vorinstanz von einer absichtlich falschen Unfallmeldung auszugehen. Die Suva hätte folglich die Leistungen gemäss Art. 46 Abs. 2 UVG verweigern können. Da sie die Falschmeldung erst mittels ihrer Abklärungen entdeckte, kam die Beschwerdeführerin zwischenzeitlich unrechtmässig in den Genuss von Versicherungsleistungen. Sie hat diese in Anwendung von Art. 46 Abs. 2 UVG und Art. 25 Abs. 1 ATSG zurückzuerstatten.