Citation: U 289/01 29.08.2002 E. 3

Die Vorinstanz hat erkannt, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Auffahrunfall vom 27. Januar 1998 und den vom Versicherten geklagten Beschwerden nicht gegeben ist. Vielmehr seien die seit Mitte 1998 geltend gemachten Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zur Hauptsache auf unfallfremde Ursachen zurückzuführen, einerseits auf die krankhafte Veränderung der Wirbelsäule und anderseits auf eine offenkundig massive funktionelle Überlagerung dieser Beschwerden. An dieser Beurteilung vermögen die Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu ändern: 3.1 Der Versicherte macht geltend, er sei nachgewiesenermassen seit mehreren Jahren arbeitsunfähig. Dies ergebe sich aus mehreren ärztlichen Zeugnissen. Er übersieht dabei jedoch, dass die Vorinstanz die Frage der Arbeitsfähigkeit nicht näher zu prüfen hatte. Vielmehr hat sie den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den vom Versicherten geklagten Leiden verneint. Aus einer Arbeitsunfähigkeit für sich allein kann der Beschwerdeführer somit nichts zu seinen Gunsten ableiten. 3.2 Der Beschwerdeführer lässt vorbringen, keiner der beurteilenden Ärzte habe den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den geklagten Leiden verneint. Diese Darstellung ist offensichtlich aktenwidrig, haben doch beispielsweise die Ärzte der Y.________-Klinik ausdrücklich festgestellt, der erste, am 24. März 1994 erlittene Unfall sei nicht ursächlich für die LWS-Leiden des Versicherten. Im Übrigen ist festzuhalten, dass die Beurteilung des Kausalzusammenhanges grundsätzlich dem Richter obliegt, wobei dieser nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung medizinischer Fachleute abweicht. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz ausdrücklich begründet, weshalb sie auf das MEDAS-Gutachten abgestellt hat, welches am 7. Oktober 1999 der IV-Stelle des Kantons Schwyz erstattet wurde. Dessen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar, widerspruchsfrei und zuverlässig (BGE 125 V 352 Erw. 3). 3.3 Auf das mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichte, von Dr. med. D.________ am 3. September 2001 erstellte Privatgutachten kann nicht abgestellt werden. Grundsätzlich besitzt ein Parteigutachten nicht den gleichen Rang wie ein vom Gericht oder von einem Unfallversicherer nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholtes Gutachten (BGE 125 V 351). Im vorliegenden Fall verfügte zudem der Privatgutachter nicht über alle wesentlichen Unterlagen. Insbesondere wird schliesslich vom Privatgutachter übersehen, dass der Versicherte bereits vor dem Unfallereignis vom 27. Januar 1998 die für ein HWS-Trauma üblichen Symptome geltend gemacht hatte und dieses Unfallereignis deshalb für das geklagte Beschwerdebild gerade nicht kausal sein kann. 3.4 Fehlt es am natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den geklagten Beschwerden, ist die Adäquanz nicht zu prüfen. Aus demselben Grund schuldet die Beschwerdegegnerin auch keine Integritätsentschädigung.