Citation: 1B_322/2022 E. 2.2.2

2.2.2. Der Beschwerdeführer wurde mit zwei mutmasslichen Komplizen in einer Wohnung festgenommen, in welcher augenscheinlich durch Einbruchdiebstähle erlangtes Deliktsgut (grüne Geldkassette mit mehreren Tausend Franken, Reka-Cheks, Schmuck und eine Taschenuhr) sowie Utensilien, wie sie häufig bei Einbruchdiebstählen eingesetzt werden (Handschuhe und Gesichtsstrümpfe), sichergestellt wurden. Der nach seinen eigenen Angaben mittellose Beschwerdeführer trug zudem eine Herrenarmbanduhr der exklusiven Marke Jaeger-LeCoultre, für deren Erwerb er keine plausible Erklärung liefern konnte. Er macht zwar geltend, er habe nach der Haftanordnung der Polizei erklärt, wie er auf gesetzeskonforme Weise in den Besitz der Luxusuhr gekommen sei. Dieser Einwand ist indessen unbehelflich, weil er diese Erklärung erst nach dem Haftentscheid abgab und sie dementsprechend nicht Gegenstand des gegen diesen angehobenen Beschwerdeverfahrens sein kann. Aus diesen Umständen und insbesondere dem sichergestellten, jedenfalls vorderhand auch dem Beschwerdeführer zuzurechnenden mutmasslichen Deliktsgut ergibt sich ohne weiteres der dringende Verdacht, dass er Einbruchdiebstähle und damit Verbrechen (Art. 139 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 StGB) begangen haben könnte. Dass dieser Verdacht drei Tage nach dem polizeilichen Zugriff und damit in einem sehr frühen Verfahrensstadium nicht weiter konkretisiert wurde - wohl weil die sichergestellten Gegenstände noch nicht konkreten Einbrüchen zugeordnet werden konnten - ändert nichts daran, dass ein Tatverdacht bestand, der die Anordnung von Untersuchungshaft rechtfertigte; es kann auf die Ausführungen des Kantonsgerichts verwiesen werden (E. 6.4 S. 7).