Citation: U 25/04 29.09.2004 E. 5.2

5.2.1 Nach der Rechtsprechung wurde etwa ein schwerer Unfall bejaht bei einem Arbeiter, der auf Grund einer Kollision mit einem mit 50 km/h vorbeifahrenden Lastwagen am Kopf erfasst und weggeschleudert wurde (vgl. RKUV 1995 Nr. U 215 S. 91 Erw. 3b). Hingegen wurde der Sturz eines Mannes, welcher in der Badewanne ausrutschte und mit dem Nacken und Rücken am Badewannenrand aufschlug und sich eine Hirnerschütterung, eine Kontusion der Halswirbelsäule sowie des Hinterkopfes zuzog (nicht veröffentlichtes Urteil S. vom 31. Dezember 1991, U 7/89, in Rumo-Jungo, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich 2003, S. 61 sowie in ZbJV 1992 S. 710 erwähnt), als auch das Ereignis, bei welchem ein Bauarbeiter (ohne Schutzhelm) von einer aus rund 5 m Höhe fallenden und 15.6 kg schweren Betonschaltafel am Kopf getroffen wurde und dadurch etwa 1.5 m weit auf einen Betonboden hinunterstürzte (oben erwähntes Urteil M. vom 21. Oktober 2003, U 282/00), sowie der Vorfall, bei welchem ein Rohrstück, das zum Ausblasen von Stahlrohren unter Luftdruck verwendet wurde, den metallenen Auffangbehälter durchbrach und einen Arbeiter am Hinterkopf traf (nicht veröffentlichtes Urteil K. vom 7. Februar 1995, U 183/94), den Unfällen im mittleren Bereich zugeordnet. Vorliegend beugte sich die Versicherte über einen Waschtrog, welcher mit einem Deckel und Schliessmechanismus versehen war, der sich nach zehn Minuten automatisch schliesst; dabei übersah die Beschwerdeführerin den Zeitablauf und wurde vom sich langsam schliessenden Deckel am Hinterkopf getroffen und eingeklemmt. Auf Grund dieses Geschehensablaufs und der erlittenen Verletzungen ist der Unfall weder als leicht noch als schwer und auch nicht als mittel an der Grenze zu den schweren Fällen (vgl. etwa Urteil M. vom 23. Oktober 2003, U 282/00), sondern mit der Vorinstanz im mittleren Bereich einzuordnen. Demnach muss entweder eines der von der Rechtsprechung formulierten Kriterien in ausgeprägter Weise oder aber es müssen mehrere davon erfüllt sein. 5.2.2 Der Vorfall vom 26. Oktober 2001 hat sich nicht unter besonders eindrücklichen oder dramatischen Umständen ereignet. Die Versicherte erlitt dabei keine besonders schweren Verletzungen oder solche, die normalerweise geeignet wären, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen. Auch liegt keine ungewöhnlich lange ärztliche Behandlung vor, da die verschiedenen Abklärungen nicht der Behandlung, sondern vielmehr der Beurteilung der Frage der Leistungspflicht der SUVA dienten. Die chronischen, unterschiedlich starken Kopfschmerzen wirken sich zweifellos erschwerend auf eine Arbeitstätigkeit aus und weisen auch eine bestimmte Intensität auf, ohne jedoch das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen in besonders ausgeprägter Weise zu erfüllen. Eine ärztliche Fehlbehandlung ist unbestrittenermassen nicht erfolgt. Im Rahmen der Behandlung der somatischen Beschwerden sind weder ein schwieriger Heilungsverlauf noch erhebliche Komplikationen festzustellen. Mit gut zweimonatiger vollständiger Arbeitsunfähigkeit (26. Oktober 2001 bis 6. Januar 2002) und hernach hälftiger, weiter steigerbarer Arbeitsfähigkeit ist keine langandauernde Arbeitsunfähigkeit aus physischen Gründen gegeben. Da somit keines der Merkmale in ausgeprägter Form oder mehrere von ihnen erfüllt sind, fehlt es am adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem psychischen Leiden und dem Ereignis vom 26. Oktober 2001. Verwaltung und Vorinstanz haben demnach zu Recht die Einstellung der Leistungen verfügt.