Citation: 2F_35/2022 E. 3.1

3.1. Was die Revision zufolge Nichtberücksichtigung von in den Akten liegende erhebliche Tatsachen (Art. 121 lit. d BGG) betrifft, so machen die Gesuchsteller im Wesentlichen geltend, dass die nachgereichten notariell beglaubigten Erklärungen vom 10. Mai 2022, welche den Wegzug der Kindsmutter von Togo nach Ghana belegen würden, aufgrund deren Erheblichkeit für den Ausgang des Verfahrens als unechte Noven hätten berücksichtigt werden müssen. Die notariell beglaubigten Erklärungen vom 10. Mai 2022 würden nochmals, wie die bereits zuvor beglaubigte Erklärung vom 26. November 2021, aufzeigen, dass das Kindswohl nicht sichergestellt sei (vgl. Revisionsgesuch Rz. 20). Wie ausgeführt, seien sowohl die Cousine als auch sämtliche andere Personen, einschliesslich der kranken und senilen Grossmütter in Togo, ausserstande für das Kindswohl der Gesuchsteller zu sorgen. Es sei unmissverständlich und unwiderlegbar ein wichtiger Grund zum nachträglichen Familiennachzug der Gesuchsteller gegeben, da nur der in der Schweiz wohnhafte Kindsvater die Betreuung der Gesuchsteller gewährleisten könne (Art. 47 Abs. 4 AIG, Art. 8 EMRK, Art. 13 BV).