Citation: C 10/06 28.06.2006 E. 3

3.1 Hinsichtlich der Einstellungsdauer bringt der Beschwerdeführer vor, er sei gesundheitlich angeschlagen gewesen. Er habe die Verpflichtungen gegenüber der Arbeitslosenversicherung stets anstandslos erfüllt. Zudem werde er durch die Sanktion als Familienvater zu hart getroffen. 3.2 Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1-15 Tage bei leichtem Verschulden, 16-30 Tage bei mittelschwerem Verschulden und 31-60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 2 AVIV). Hat die versicherte Person ohne entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen aufgegeben oder eine zumutbare Arbeit abgelehnt, so liegt gemäss Art. 45 Abs. 3 AVIV ein schweres Verschulden vor. Das Rechtsfolgeermessen von Verwaltung und Gericht wird insoweit grundsätzlich auf die Festsetzung einer Einstellungsdauer zwischen 31 und 60 Tagen beschränkt. Gemäss ARV 2000 Nr. 8 S. 42 Erw. 2c kann im Falle der Aufgabe einer zumutbaren Arbeitsstelle ohne Zusicherung einer neuen (Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV) Art. 45 Abs. 3 AVIV lediglich die Regel bilden, von welcher beim Vorliegen besonderer Umstände im Einzelfall abgewichen werden darf. Diesen Grundsatz hat das Eidgenössische Versicherungsgericht auch im Falle der Ablehnung zumutbarer Arbeit angewendet (BGE 130 V 125 mit Hinweisen). Massgebend für eine allfällige Milderung der Sanktion ist das Vorliegen "entschuldbarer" Gründe im Sinne von Art. 45 Abs. 3 AVIV (vgl. zu diesem Begriff BGE 130 V 130 f. Erw. 3.5). Nach der Rechtsprechung darf das Gericht bei der Überprüfung des angefochtenen Entscheids sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 126 V 81 Erw. 6, 123 V 152 Erw. 2). 3.3 Praxisgemäss können gesundheitliche Probleme einen entschuldbaren Grund im Sinne von Art. 45 Abs. 3 AVIV darstellen. Im Urteil S. vom 12. März 1999 (publiziert in RJJ 1999 p. 54) hat das Eidgenössische Versicherungsgericht festgehalten, dass das Verschulden einer wegen der familiären Situation und der Krankheit ihrer Mutter an gesundheitlichen Problemen leidenden Versicherten, die das bestehende Arbeitsverhältnis ohne Zusicherung einer neuen Stelle aufgelöst hatte, nicht schwer wog (Erw. 4). So verhält es sich vorliegend nicht. Wohl bestätigt Dr. med. B.________, FMH Allgemeine Medizin, im Bericht vom 14. Februar 2005, dass der Versicherte aufgrund der schwierigen Verhältnisse der bis Ende Dezember 2004 innegehabten Anstellung an psychischen Problemen litt. Nicht nachvollziehbar ist aber, weshalb er deswegen die Bewerbung bei der Firma A.________ zurückgezogen hat. Auch die übrigen Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vermögen einen entschuldbaren Grund nicht darzutun. Verwaltung und Vorinstanz haben den Einwendungen des Beschwerdeführers insoweit Rechnung getragen, als sie die Einstellungsdauer innerhalb des für ein schweres Verschulden geltenden Rahmens an der unteren Grenze festgelegt haben. Triftige Gründe, davon abzuweichen, liegen nicht vor.