Citation: 1C_546/2014 E. 4.2

4.2. Gesetzliche Quoren bezwecken in erster Linie, eine zu grosse Zersplitterung der im Parlament einsitzenden politischen Kräfte zu verhindern (Hangartner/Kley, Die demokratischen Rechte in Bund und Kantonen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 2000, S. 589 f. Rz. 1452 ; Matthias Hauser/Tobias Jaag, Zulässigkeit direkter Quoren bei kantonalen Parlamentswahlen, insbesondere bei den Grossratswahlen im Kanton Aargau, in: ZBl 109/2008 S. 65, 75; Andrea Töndury, Bundesstaatliche Einheit und kantonale Demokratie, Diss. 2004, S. 267 f.; Pierre Tschannen, Stimmrecht und politische Verständigung, 1995, S. 500 f. N. 752; Thomas Poledna, Wahlrechtsgrundsätze und kantonale Parlamentswahlen, Diss. 1988, S. 118 ff.). Wie das Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid (E. 5b S. 20) ausführt, bezweckt nach der Auffassung der vorberatende Kommission des Kantonsrates § 52c Abs. 3 WAG den Ausschluss von Singularinteressen vertretenden Kleinstparteien; im Interesse einer effizienten Mitwirkungskultur sei es unerwünscht, dass deren Vertreter im Rat Einsitz nehmen, mangels Parteistärke aber nicht in Kommissionen mitwirken könnten.