Citation: 4P.199/2003 24.02.2004 E. 3

3.1 Weiter rügt die Beschwerdeführerin, das Kantonsgericht habe das Konkordat über die Schiedsgerichtsbarkeit vom 27. März 1969 (SR 279; nachstehend: KSG bzw. Konkordat) verletzt. 3.2 Bei staatsrechtlichen Beschwerden gemäss Art. 84 Abs. 1 lit. b OG überprüft das Bundesgericht die Auslegung und Anwendung von Konkordatsrecht mit freier Kognition (BGE 112 Ia 350 E. 1). 3.3 Im Einzelnen bringt die Beschwerdeführerin vor, das Kantonsgericht habe zu Unrecht angenommen, das Konkordat über die Schiedsgerichtsbarkeit finde auf Schiedsgutachterverträge keine Anwendung. Das Kantonsgericht habe verkannt, dass mit solchen Verträgen ein Teil der Kognition des staatlichen Gerichts auf die Schiedsgutachterin übertragen werde, weshalb ein Schiedsgutachtervertrag in beschränktem Umfang einem Schiedsvertrag gleichzusetzen sei. Zur Begründung der anderslautenden Meinung berufe sich das Kantonsgericht zu Unrecht auf BGE 117 Ia 369 E. 7, weil dort die Frage, ob ein Schiedsgutachtervertrag der Formvorschrift von Art. 6 des Konkordats über die Schiedsgerichtsbarkeit unterstehe, nicht beantwortet werde. Die Rüge ist offensichtlich unbegründet. In BGE 117 Ia 356 E. 5a hat das Bundesgericht unter Verweis auf die Lehre allgemein ausgeführt, das Konkordat über die Schiedsgerichtsbarkeit finde auf Schiedsgutachterverträge keine Anwendung. Damit kommt auf solche Verträge auch Art. 6 KGS nicht zur Anwendung. Im Übrigen wurde der umstrittene Schiedsgutachtervertrag in einem Briefwechsel vereinbart, womit die Anforderungen an die Schriftform erfüllt wurden (vgl. BGE 118 II 395 E. 3). Damit kann offen bleiben, ob Art. 6 KSG auf Schiedsgutachterverträge zumindest analog anzuwenden sei, wie dies die Beschwerdeführerin geltend macht.