Citation: 4C.279/2004 15.10.2004 E. 4

4.1 Zur Schadenersatzforderung aus angeblich ungerechtfertigter Baumfällung erwog die Vorinstanz, diese sei entgegen der Auffassung des Klägers von dessen Zustimmung zum Umbauprojekt gedeckt gewesen. Die Abholzung sei auf den Bereich der Parkplätze beschränkt worden, welche Teil des bewilligten Umbauprojekts gebildet hätten. Zuvor hätten die Äste der Bäume an der Uferböschung über das Gebiet des geplanten Parkplatzes geragt. Auf den Parkplätzen würden sowohl Neuwagen der Marke Volvo als auch Occasions- und Kundenfahrzeuge abgestellt. Herunterfallende Äste hätten Kratzer oder gar Beulen an den abgestellten Fahrzeugen verursachen können. Für den Garagebetrieb der Beklagten sei wegen der Bäume aber auch ein Mehraufwand für die Reinigung zu erwarten gewesen, weil Blütenstaub, Blätter und Früchte sowie die die Bäume bevölkernden Lebewesen (Vögel, Insekten) Verunreinigungen der Fahrzeuge bewirkt hätten, welche zu Lackschäden führen könnten, sofern sie nicht rasch genug entfernt würden. Die Bäume hätten mithin ein Schadenrisiko dargestellt und zu unzumutbarem Mehraufwand geführt, weshalb sich die Abholzung aus betrieblicher Sicht als logische Konsequenz der Parkplatzerstellung ausgenommen habe. Unter diesen Umständen erachtete die Vorinstanz die Baumfällaktion als vertragsgemäss, selbst wenn der vom Kläger angerufene Zeuge, der von der Beklagten beigezogene Architekt, bestätigen würde, dass der Kläger ihm gegenüber ein Verbot der Entfernung der betreffenden Baumgruppe ausgesprochen hat. 4.2 Die Vorinstanz hat mit diesen Ausführungen zunächst den Mietvertrag ausgelegt und namentlich im Hinblick auf die Umbaubewilligung mit dem Zweck, eine Volvo-Garage einzurichten und zu betreiben, auf eine konkludente Zustimmung zur Fällung der Bäume geschlossen. Inwiefern diese Auslegung gegen Bundesrecht verstossen soll, ist nicht ersichtlich. Was der Kläger in der Berufung dagegen vorbringt, genügt den Anforderungen an die Begründung der Berufungsanträge (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG) nicht, denn er lässt es an einer Auseinandersetzung mit den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen des angefochtenen Entscheids weitgehend fehlen und zeigt nicht auf, inwiefern diese bundesrechtswidrig sein sollen (BGE 116 II 745 E. 3 mit Hinweisen). Auf nicht oder ungenügend begründete Rügen tritt das Bundesgericht nicht ein. Hält aber die Vertragsauslegung der Vorinstanz vor Bundesrecht stand, ist der Kläger nach Abschluss des Vertrages nicht mehr berechtigt, einseitig auf dem Stehenlassen der den geplanten Parkplatz überragenden Bäume zu beharren. Entgegen den Einwänden des Klägers trifft daher die Rechtsauffassung der Vorinstanz zu, dass der Nachweis eines nach Vertragsschluss ausgesprochenen Rodungsverbots am Ergebnis nichts zu ändern vermocht hätte. Für eine Ergänzung des Sachverhalts nach Art. 64 OG bleibt daher kein Raum.