Citation: 9C_618/2022 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz führt in ihrem Urteil unter Bezugnahme auf die Darstellung des Regierungsrats aus, dass das Strassenverkehrsamt bei Fahrzeugen mit Anhängerkupplung zusätzliche Prüfschritte unternehme (vgl. angefochtenes Urteil E. 4.3). Dabei verweist sie zunächst auf die Richtlinien Nr. 13 "Selbstabnahme typengenehmigter leichter Fahrzeuge" vom 28. Mai 2004, welche die Vereinigung der Strassenverkehrsämter (Association des services des automobiles, asa) im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) erlassen hat (<https://asa.ch/wp-content/uploads/online-bibliothek/richtlinien/w_13_ D/index.html>, besucht am 31. März 2023). Diese Richtlinien schreiben in Ziffer 324 vor, dass bei Fahrzeugen mit Anhängervorrichtung die Felder 31 (oder 35), 43 und 14 auf der Vorderseite sowie 7d und 8d auf der Rückseite des Prüfberichtes (Formular 13.20 A) auszufüllen sind. Laut Regierungsrat würden die für die Anhängerkupplung notwendigen Einträge im Fahrzeugausweis durch die Zulassungsstelle (Sachbearbeitung Bereich Zulassung) des Strassenverkehrsamts vorgenommen, die Auflagen hierzu jedoch vom Bereich Prüfung des Strassenverkehrsamtes kontrolliert. Laut der Vorinstanz entspricht dies dem empfohlenen Vorgehen gemäss Art. 7 (Kontrolle der Prüfungsberichte) der Weisungen des ASTRA über das Ausfüllen der Prüfungsberichte, Formulare 13.20 A und 13.20 B (WPB 13.20).