Citation: I 743/02 17.01.2003 E. 2.2

2.2.1 In Erw. 3b seines Rückweisungsentscheides vom 22. September 2000 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht festgestellt, aufgrund der Akten könne die Frage der optimalen und zweckmässigen Eingliederung als Psychologin IAP nicht in zuverlässiger Weise beurteilt werden. Insbesondere könne nicht gesagt werden, ob das Psychologiestudium eine Zusatzausbildung im Sinne ergänzender Massnahmen zu einer Umschulung nach Art. 17 Abs. 1 IVG (vgl. EVGE 1967 S. 108 und ZAK 1978 S. 517 oben) erfordere, um das Eingliederungsziel zu erreichen. An dieser Beweislage ändert der Bericht der Berufsberatung der IV-Stelle vom 20. Februar 2001 nichts. Er sollte lediglich eine Standort-Bestimmung liefern. Abgesehen von zwei Gesprächen mit der Versicherten wurden denn auch keine weiteren Abklärungen getroffen. In diesem Zusammenhang steht im Übrigen der Hinweis der IV-Stelle auf die Situation der Psychologen und Psychologinnen auf dem Stellenmarkt (Erw. 1.3) in einem gewissen Widerspruch zu dem von der Vorinstanz erwähnten Schreiben des IAP vom 3. November 1998 (Erw. 1.1), wo von einer angespannten Arbeitsmarktlage die Rede ist. 2.2.2 Dass die Ausbildungen zur Naturärztin und zur Masseurin nicht als Zusatzausbildungen zum Psychologiestudium bezeichnet werden können, sondern eine eigentliche berufliche Neuorientierung in Richtung Naturheilkunde darstellen, wie im angefochtenen Entscheid und auch im Bericht vom 20. Februar 2001 festgehalten wird, trifft zu. Dies schliesst indessen die Übernahme durch die Invalidenversicherung als Massnahme der beruflichen Eingliederung nicht aus. Davon geht unausgesprochen auch das kantonale Gericht aus. Insbesondere kann grundsätzlich der Ausbildung zum Naturarzt Umschulungscharakter im Sinne des Art. 17 IVG zukommen. Daran ändert nichts, dass die Rahmenbedingungen für die Berufsausübung (keine Zulassung zur Tätigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung, unterschiedliche kantonale Bewilligungspraxen [vgl. BGE 117 Ia 445 Erw. 2]) im Vergleich zu den anerkannten Tätigkeiten im schulmedizinischen Bereich ungünstiger sind (nicht veröffentlichtes Urteil Z. vom 2. Februar 1998 [I 448/96]). Dass gemäss Berufsberatung der IV-Stelle im Kanton Zürich der Beschwerdeführerin die selbstständige Ausübung des Berufes als Naturärztin nach kantonalem Recht nicht bewilligt wird, ist nur, aber immerhin unter dem Gesichtspunkt der Eingliederungswirksamkeit von Bedeutung, indem das damit erzielbare Einkommen einen beachtlichen Teil der Unterhaltskosten decken muss (ZAK 1970 S. 229). Im Übrigen bestehen zu den Verdienstmöglichkeiten als Psychologin oder als Naturärztin keine konkreten Angaben in den Akten. Die Eingliederungswirksamkeit der zur Diskussion stehenden Umschulung kann daher nicht mit der Begründung verneint werden, die Versicherte erziele mit der Tätigkeit als Naturärztin praktisch kein grösseres Einkommen als bislang als Psychologin (Erw. 1.3).