Citation: H 278/00 17.07.2003 E. 3

Streitig ist einzig die anrechenbare Beitragsdauer. 3.1 Die Vorinstanz hat zu Recht festgehalten, dass die Beschwerdeführerin zwar während ihres ganzen Aufenthaltes in der Schweiz der Versicherungspflicht unterlag, jedoch nur jene Zeit als Beitragsdauer angerechnet werden kann, für welche Beiträge geleistet wurden oder Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerechnet werden können. Beides trifft für die Zeit vom 23. Oktober bis 31. Dezember 1978 nicht zu, weshalb sie nicht zur Beitragsdauer zählt. 3.2 Die Versicherte führte in der Anmeldung für eine Altersrente vom 20. Juli 1998 ihre verschiedenen Arbeitsstellen auf. Zusätzlich gab sie an, vom 6. Mai bis 1. Oktober 1979, vom 30. Juni 1982 bis 1. Januar 1984 sowie vom 30. Oktober 1984 bis 24. März 1988 von der Flüchtlingshilfe X.________ unterstützt worden zu sein und in der Zeit vom 30. Juni 1982 bis 1. Januar 1984 teilweise Arbeitslosenunterstützung bezogen zu haben. Der Anmeldung legte sie ein Schreiben der Flüchtlingshilfe X.________ vom 11. November 1985 bei, in welchem diese festhielt: "Solange Sie von uns vollumfänglich unterstützt werden, werden wir die AHV-Beitragszahlungen übernehmen." In ihrem Begleitbrief zur Anmeldung bittet die Versicherte, sich bezüglich allfälliger Bestätigungen für die von der Flüchtlingshilfe X.________ übernommenen Beiträge direkt an diese zu wenden. In ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde bekräftigt sie nochmals, von Januar bis Juni 1983 von der "Arbeitslosenversicherung des Kantons Zürich" (recte wohl der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich) Arbeitslosenunterstützung bezogen zu haben und von Juli bis Dezember 1983 ebenfalls von der Flüchtlingshilfe X.________ finanziell unterstützt worden zu sein. 3.3 Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto leistete die Beschwerdeführerin für die Jahre 1979 bis 1982 sowie 1984 Beiträge als Unselbstständigerwerbende und von 1985 bis 1988 als Nichterwerbstätige. Für das Jahr 1983 sind keine geleisteten Beiträge verzeichnet, woraus Vorinstanz und Ausgleichskasse ohne Vornahme diesbezüglicher weiterer Abklärungen schlossen, dass für 1983 keine Beiträge geleistet wurden und dieses Jahr somit nicht als Beitragszeit anrechenbar ist. Bezüglich der bezogenen Arbeitslosenunterstützung ist festzuhalten, dass diese 1983 noch nicht der Beitragspflicht der AHV unterlagen (vgl. etwa Gerhards, Kommentar zum AVIG, Band I, Rz. 38 zu Art. 21-22). Was die von der Flüchtlingshilfe X.________ geleisteten Beiträge betrifft, bieten die von der Versicherten gemachten Angaben und eingereichten Unterlagen jedoch genügend Anhaltspunkte dafür, dass eventuell auch für das Jahr 1983 - sowie allenfalls für die Zeit vom 6. Mai bis 1. Oktober 1979, in welcher die Versicherte ebenfalls von der Flüchtlingshilfe X.________ unterstützt wurde - Beiträge abgerechnet wurden. Diese Angaben sind glaubhaft, nachdem die Beschwerdeführerin ihrer Anmeldung sämtliche ihr zur Verfügung stehenden Unterlagen beilegte, bezüglich weiterer Informationen auf die betreffenden Stellen verwies und in der Lage war, eine andere unterlassene Eintragung in ihr individuelles Konto nachzuweisen. Sie ist ihrer Mitwirkungspflicht im Rahmen des ihr Möglichen nachgekommen. Gemäss dem ungeachtet der Beweiserschwerung von Art. 141 Abs. 3 AHVV in der bis 31. Dezember 2002 geltenden Fassung massgeblichen Untersuchungsgrundsatz durften sich Vorinstanz und Ausgleichskasse somit nicht mit dem Abstellen auf den Auszug aus dem individuellen Konto begnügen, sondern wären auf Grund der Angaben der Versicherten gehalten gewesen, weitere Nachforschungen bei der Flüchtlingshilfe X.________ vorzunehmen. 3.4 Die Sache ist somit an die Ausgleichskasse zurückzuweisen, damit sie nach erfolgter weiterer Abklärungen bezüglich allfällig geleisteter Beiträge für die Jahre 1979 und 1983 über den Rentenanspruch neu verfüge.