Citation: 1A.160/2005 24.10.2005 E. B

X.________ erhob gegen den Gemeinderatsbeschluss vom 9. August 2004 erfolglos Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz. Die Beschwerdeführerin gelangte hierauf an das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und und brachte vor, dass die Baubewilligung zu verweigern sei, weil die kanalisationsmässige Erschliessung rechtlich noch nicht gesichert sei. Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde mit Entscheid vom 28. April 2005 im Sinne der Erwägungen ab. Das Verwaltungsgericht erwog im Wesentlichen, dass gemäss Art. 17 lit. a des eidgenössischen Gewässerschutzgesetzes Baubewilligungen für Neu- und Umbauten im Bereiche öffentlicher Kanalisationen nur erteilt werden dürften, wenn der Anschluss an diese gewährleistet sei. Im vorliegenden Fall sei die Kanalisationsleitung bis zur Bauliegenschaft erstellt und der Hausanschluss in tatsächlicher Hinsicht gewährleistet, dagegen die Nutzung der Kanalisationsleitung rechtlich noch nicht gesichert. Es sei daher fraglich, ob die Baubewilligung trotzdem erteilt und mit einer Bedingung betreffend die rechtliche Sicherung verbunden werden dürfe, auch wenn der Zeitpunkt der Erfüllung dieser Bedingung noch ungewiss sei. Das Vorgehen der Vorinstanzen lasse sich indes im Ergebnis vertreten. Der Gemeinderat Wollerau habe klar verlangt, dass das auszubauende Wohnhaus spätestens bei Bauvollendung an die öffentliche Kanalisation angeschlossen sein müsse, was auch die rechtliche Sicherung des Anschlusses voraussetze. Nun liege zwar die Erfüllbarkeit dieser Nebenbestimmung oder Auflage in zeitlicher Hinsicht nicht in der alleinigen Verfügungsgewalt der Baugesuchstellerin und der Bewilligungsbehörde. Letztlich sei aber der Kanalisationsanschluss gemäss Art. 11 und 17 des eidgenössischen Gewässerschutzgesetzes sowie der kantonalen Ausführungsbestimmungen erzwingbar. Es lasse sich daher rechtfertigen, der Bedingung der kanalisationsmässig hinreichenden Erschliessung ausnahmsweise in Form einer Auflage zu entsprechen, umso mehr, als es hier nur um eine massvolle Bauerweiterung gehe. Im Übrigen sei auch der Beschwerdeführerin im Oktober 2003 der Einbau einer zusätzlichen Wohnung unter der Auflage bewilligt worden, dass ihr Wohnhaus bis spätestens Ende 2003 an die öffentliche Kanalisation angeschlossen werde.