Citation: 6B_280/2018 E. 3.8

3.8. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz sage nicht, welche Sicherungsmassnahmen er unterlassen habe. Insoweit sie ihre Annahme des hypothetischen Kausalzusammenhangs auf fehlende Sicherheitsvorkehrungen stütze, biete der Sachverhalt keinerlei Grundlagen und sei dieser in diesem Sinne unvollständig und unrichtig. Die Vorinstanz verkenne mit dem Hinweis auf Art. 17 Abs. 1 VUV, dass es sich nicht um ein Dach gehandelt habe, welches aus betrieblichen Gründen habe betreten werden müssen; es habe weder einen Arbeitsbereich noch einen autorisierten Arbeitsweg dargestellt (Beschwerde S. 20). Es ist hier lediglich zu wiederholen, dass der Arbeitgeber einerseits für sichere Zugangswege zu sorgen hat und andererseits bei Bauarbeiten in der Nähe von nicht durchbruchsicheren Dachflächen diese gegenüber den Arbeitsbereichen "abzuschranken oder durchbruchsicher abzudecken" hat (Art. 35 Abs. 2 BauAV; oben E. 3.5). Nach dem Sachverhalt ist klar, dass der Beschwerdeführer keine Sicherheitsvorkehren gemäss dem einschlägigen Recht und der augenscheinlichen örtlichen Notwendigkeit angeordnet und durchgesetzt hatte. Der Einwand geht sodann an der Sache vorbei. Alle Arbeiter wählten am ersten Arbeits-Vormittag diesen Weg. Wie dargelegt, musste der Beschwerdeführer (nach der Adäquanztheorie) damit rechnen, dass die Arbeiter einen "bequemer und schneller erscheinenden Weg" (oben E. 3.7) wählen würden. Schliesslich ist notorisch, dass Arbeiter unter Arbeits- und Termindruck oder angesichts einer durch Sicherheitsvorkehren empfundenen Umständlichkeit die Eigensicherung gelegentlich zurückzustellen versucht sind und sich damit selbst gefährden. Dieser Gefährdung hat der Arbeitgeber vorzubeugen. Sicherungstechnik ist die Kernkompetenz des Gerüstbauers.