Citation: 1E.17/1999 25.04.2001 E. 1.-

a) Die Zulässigkeit der eidgenössischen Verwal- tungsgerichtsbeschwerde steht ausser Frage. b) Unbestritten ist grundsätzlich auch die Be- schwerdelegitimation der Politischen Gemeinde Knonau, die sich in erster Linie aus den speziellen Bestimmungen von Art. 57 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz vom 7. Ok- tober 1983 (USG, SR 814.01), Art. 12 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (NHG, SR 451) sowie Art. 7 Abs. 3 und Art. 9 des Bundesgesetzes über die die Enteignung (EntG, SR 711) ergibt. Die Beschwerdebefugnis der Gemeinde reicht allerdings nur so weit, als diese das vorgelegte Projekt bereits im Einspracheverfahren als rechts- widrig bezeichnet und Planänderungsbegehren bzw. Begehren um Schutzvorkehren gestellt hat (vgl. insbes. Art. 12a Abs. 2 NHG, Art. 39 ff. EntG). Wie das Verwaltungsgericht im ange- fochtenen Entscheid zu Recht bemerkt, darf sowohl nach den anwendbaren Spezialbestimmungen wie auch nach den allgemei- nen Prozessvorschriften der Streitgegenstand im Laufe des Rechtsmittelverfahrens nicht ausgeweitet werden; es ist den Parteien daher grundsätzlich verwehrt, vor der nächsthöheren Instanz neue Begehren zu stellen. Nun hat die Gemeinde Kno- nau vor dem Zürcher Verwaltungsgericht eine Überdeckung der N 4 auf der ganzen Strecke entlang des Dorfes Knonau ver- langt, obschon sie im Einspracheverfahren lediglich die Überdeckung eines wesentlich kürzeren Teilstücks begehrt hatte. Das Verwaltungsgericht hat sich daher gefragt, ob die Behandlung der Beschwerde nicht auf die seinerzeit im Ein- spracheverfahren gestellten Anträge zu beschränken sei. Es hat die Frage schliesslich offen gelassen, da das Begehren um eine längere Überdeckung von anderer Seite bereits im Einspracheverfahren vorgebracht worden und deshalb ohnehin zu behandeln war. Die Frage der Zulässigkeit des erweiterten Beschwerdeantrags der Gemeinde Knonau stellt sich im vorlie- genden Verfahren erneut, ist doch das Bundesgericht nicht verpflichtet, auf ein von der Vorinstanz behandeltes Begeh- ren einzutreten, wenn es dieses von vornherein für unzuläs- sig hält (vgl. etwa BGE 116 Ib 141). Bei strikter Anwendung der Regeln über den Streitgegenstand müsste das vorliegende Verfahren wohl auf die Frage beschränkt werden, ob der Re- gierungsrat den Antrag der Gemeinde um Überdeckung der Na- tionalstrasse vom Bahnhof bis zur Brücke der Umfahrungs- strasse zur Zeit abweisen durfte. Bei etwas grosszügigerer Betrachtungsweise könnte allerdings das von der Gemeinde ge- stellte Begehren um Optimierung der Lärmschutzvorkehren auch so verstanden werden, dass als Schutzmassnahme auch eine Überdeckung in Betracht fallen könnte. Letztlich kann jedoch die Frage des zulässigen Streitobjekts auch im bundesge- richtlichen Verfahren offen bleiben, da sich die Beschwerde - wie sich im Folgenden zeigt - als unbegründet erweist. c) Weitere Beweiserhebungen, insbesondere Befragun- gen von Experten, sind nicht erforderlich.