Citation: 2C_394/2024 E. 1.2.2

1.2.2. Vorliegend ging die Vorinstanz davon aus, dass das Migrationsamt das ausländerrechtliche Bewilligungs- bzw. das Familiennachzugsverfahren aufgrund des beim SEM hängigen Asylverfahrens hätte abschreiben müssen, anstatt es zu sistieren. Dies mit der Begründung, dass der Ausgang des Nachzugsverfahrens nicht von jenem des Asylverfahrens abhänge. Da die angefochtene Sistierungsverfügung indessen nicht zu Ungunsten des Beschwerdeführers abgeändert werden dürfe, müsse es mit der Abweisung der Beschwerde sein Bewenden haben (vgl. E. 4.4 des angefochtenen Urteils). Diese Ausführungen in der Begründung des vorinstanzlichen Entscheids vermögen nichts daran zu ändern, dass das Anfechtungsobjekt vor dem kantonalen Gericht ein Sistierungsentscheid war. Dadurch wurde der Streitgegenstand im kantonalen Verfahren festgelegt. Das kantonale Gericht dehnte diesen Streitgegenstand auch nicht aus (vgl. zur Zulässigkeit einer Ausdehnung allgemein BGE 130 V 138 E. 2.1; 122 V 34 E. 2a; Urteil 8C_744/2013 vom 10. Januar 2014 E. 2), sondern wies das Rechtsmittel des Beschwerdeführers ab. Damit bleibt es trotz der Ausführungen in der E. 4.4 des kantonalen Urteils dabei, dass vor Bundesgericht kein Endentscheid im Sinn von Art. 90 BGG, sondern ein Zwischenentscheid über die Sistierung angefochten ist.