Citation: 1D_5/2015 E. 1

Der marokkanische Staatsbürger A.________, geb. 1976, befindet sich derzeit im vorzeitigen Vollzug einer Massnahme gemäss Art. 59 StGB. Am 24. Juni 2014 stellte er beim Gemeinderat Rekingen ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung. In der Folge machte der Gemeinderat Rekingen den Gesuchsteller darauf aufmerksam, dass verschiedene unabdingbare Beilagen zum Einbürgerungsgesuch fehlten, so insbesondere ein Betreibungsregister- und ein Strafregisterauszug; ohne diese Beilagen könnte das Gesuch nicht behandelt werden. Der Gemeinderat forderte A.________ mehrfach auf, die fehlenden Dokumente nachzureichen. Nachdem dieser den Gemeinderat am 8. August 2014 um Hilfe bei der Beschaffung der verlangten Dokumente gebeten und auf eine bei ihm vorhandene psychische Störung hingewiesen hatte, informierte der Gemeinderat den Gesuchsteller am 12. August 2014 erneut über die Voraussetzungen einer ordentlichen Einbürgerung. Schliesslich beschloss er am 8. September 2014, das Einbürgerungsgesuch formell von der Geschäftskontrolle abzuschreiben, nachdem die fraglichen Dokumente nicht eingelangt waren. Am 12. September 2014 reichte A.________ beim Obergericht des Kantons Aargau eine Beschwerde gegen den Entscheid des Gemeinderats ein. Das Obergericht überwies die Beschwerde zuständigkeitshalber an den Regierungsrat des Kantons Aargau. Mit Beschluss vom 29. April 2015 wies dieser die Beschwerde ab. Hiergegen gelangte A.________ ans Verwaltungsgericht des Kantons Aargau. Dessen 2. Kammer hat die Beschwerde, soweit darauf eingetreten wurde, mit Entscheid vom 30. Juni 2015 abgewiesen, ebenso die vom Beschwerdeführer gestellten Gesuche um Beiordnung eines Dolmetschers und eines Psychologen sowie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung unter Beiordnung eines von ihm genannten amtlichen Rechtsbeistands.