Citation: 1C_102/2022 E. 3.1

3.1. Die Baudirektion des Kantons Zürich führte in ihrer Gesamtverfügung vom 4. November 2019 zusammengefasst aus, das Wohnhaus sei vor dem 1. Juli 1972 rechtmässig erstellt worden, weshalb eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24c RPG zu prüfen sei. Anhand der eingereichten Fotos sei ersichtlich, dass das Untergeschoss nie gemäss den Baubewilligungsplänen erstellt worden sei. Daher werde der Projektplan Wohnungseinbau als Berechnungsgrundlage (Vergleichszustand 1. Juli 1972) angesehen. Für das eingereichte Projekt würden folgende Werte (unter Berücksichtigung aller Flächenveränderungen seit dem 1. Juli 1972) gelten: "Ausgangslage (Vergleichszustand 1. Juli 1972 = 100 %) - Wohnfläche (aBGF) 113.0 m2 - Nebenflächen (BNF) 90.5 m 2 Zonenwidrige Fläche insgesamt 203.5 m2 Erweiterung gemäss Umbauvorhaben - Einbau Einliegerwohnung 40,4 m2 x ½ 20.7 m2 = + 18 % - Neubau Garage 1992 61.7 m2 Total der neuen zonenwidrigen Flächen* 61.7 m2 = + 30 % * ohne Umnutzung BNF zu aBFG, vgl. Berechnungsmethode Bundesamt für Raumentwicklung Die Erweiterung der Wohnnutzfläche liegt mit 18 % respektive 20.7 m2 im zulässigen Rahmen. Die neu erstellten zonenwidrigen Flächen (Wohn- und Nebennutzungsflächen insgesamt) halten mit 30 % respektive 61.7 m2 das zulässige Erweiterungskontingent ebenfalls ein."