Citation: I 779/01 16.10.2002 E. 3.1

Durch einen Arbeitsunfall erlitt der Beschwerdegegner am 21. Oktober 1997 eine axiale Stauchung und eine Distorsion der LWS. Im weiteren Verlauf bildete sich ein lumbosakrales Vertebralsyndrom bei lumbosakraler Anomalie im Sinne einer Übergangsstörung (Hemisakralisation von L5) mit einer zusätzlichen Segmentdegeneration L4/L5 und einer breitbasigen, aber kleinen Diskushernie (Austrittsbericht der Klinik B.________ vom 20. Juli 1998). Am 26. November 1998 erfolgte eine Spondylodese L4/Übergangswirbelkörper; der postoperative Verlauf wurde zunächst als komplikationslos (Operationsbericht des Dr. med. W.________ vom 5. Dezember 1998) und in der Folge als "noch durchzogen" (Bericht des Dr. med. W.________ vom 3. März 1999) beschrieben. Frau Dr. med. S.________ attestierte dem Versicherten für die Zeit vom 21. Oktober 1997 bis 22. Februar 1998 eine 100%ige, vom 23. Februar bis 16. März 1998 (erster Arbeitsversuch) eine 50%ige, vom 17. März 1998 bis 24. März 1999 wiederum eine 100%ige sowie ab 25. März 1999 (Beginn des zweiten Arbeitsversuchs) erneut eine - dauernde - 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Bericht vom 19. März 1999). Mit Schreiben vom 7. Juni 1999 orientierte die Hausärztin die IV-Stelle darüber, dass auch der zweite Arbeitsversuch gescheitert und der Versicherte ab 26. Mai 1999 zu 100 % arbeitsunfähig sei. Die am 19. August 1999 im Kantonsspital Luzern durchgeführte EFL ergab als arbeitsbezogenes relevantes Problem eine Funktionsstörung (Beweglichkeit, Stabilisation) des ganzen Rückens, von der LWS bis unter die Schulterblätter und von der HWS bis in den Hinterkopf mitsamt starken einschiessenden oder auch lang anhaltenden Schmerzen. Die bisherige Arbeit als Schreiner-Monteur wurde als nicht mehr möglich bezeichnet, wohingegen eine leichte Tätigkeit mit wechselnden Körperhaltungen, vor allem Stehen und Gehen, und ohne Hantieren von Gewichten - nach Durchbrechung der wahrscheinlichen Selbstlimitierung und einer Verbesserung der körperlichen Verfassung - stundenweise zumutbar sei (Bericht der Frau Dr. med. R.________ und der Physiotherapeutin Frau X.________ vom 9. Dezember 1999). Der Chirurge Dr. med. Z.________ kam angesichts der Diagnose einer Spondylodese zwischen dem 4. Lenden- und dem Übergangswirbelkörper bei Segmentdegeneration ohne neurologische Ausfälle anlässlich seiner IMB-Begutachtung vom 14. April 2000 demgegenüber zum Schluss, der Versicherte sei im angestammten Beruf als Schreiner-Monteur seit dem operativen Eingriff vom 26. November 1998 weiterhin zu 50 % und in behinderungsgerechten Verrichtungen sogar zu 100 % arbeitsfähig. Aus psychiatrischer Sicht erhob Dr. med. T.________ in seinem IMB-Gutachten vom 15. Mai 2000 keine Befunde und bescheinigte dem Versicherten in seiner bisherigen Beschäftigung als Schreiner-Monteur eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Dr. med. W.________ stellte in seinem Bericht vom 6. September 2000 sodann fest, es bestünden keine konkreten Anhaltspunkte für ein aktiveres Vorgehen. Das Krankheitsbild mit den einschiessenden Schmerzen sei für ihn nicht fassbar, sodass er keine konkreten Abklärungsschritte vorschlagen könne. Frau Dr. med. S.________ äusserte sich mit Bericht vom 11. Januar 2001 dahingehend, der Patient werde weder im erlernten Beruf noch in einer anderen Tätigkeit jemals wieder arbeitsfähig sein. In seinem Bericht vom 15. Januar 2001 (samt Ergänzungsbericht vom 11. April 2001) bezeichnete der Neurochirurge Dr. med. H.________ die Vorstellung einer 50%igen Arbeitstätigkeit als Schreiner-Monteur - wie von Dr. med. Z.________ angenommen - ebenfalls als illusorisch und schätzte die Arbeitsunfähigkeit in diesem wie auch in ähnlichen Beschäftigungsberei chen auf mindestens 80 %. Zum Leistungsvermögen in einer leidensangepassten Tätigkeit äusserte er sich nur unbestimmt.