Citation: 2C_701/2016 E. 2.3

2.3. Wie obenstehend aufgezeigt (Sachverhalt Lit. A hiervor), kamen betreffend das alte Gebührenreglement der Gemeinde B.________ vom 25. November 1994 sowohl der Staatsrat des Kantons Wallis als auch das Kantonsgericht Wallis zum Schluss, dass die darin vorgesehenen Gebühren in keinem vernünftigen Verhältnis zum Wert des im Gegenzug eingeräumten Rechts zur Befahrung der Alpstrasse auf dem Gemeindegebiet standen, was das Äquivalenzprinzip verletzte. Gemäss dem alten Gebührenreglement betrugen die Gebühren für Schwertransporte mit dem Camion (bis 25 t oder 11'000 l) bei 1-10 Fahrten Fr. 400.-- pro Fahrt, bei 11-30 Fahrten Fr. 350.-- pro Fahrt, bei 31-50 Fahrten Fr. 300.-- pro Fahrt und ab 50 Fahrten eine mit dem Gemeinderat zu vereinbarende Pauschale. Diese von den kantonalen Behörden rechtskräftig als zu hoch qualifizierten Tarife wurden vom Staatsrat wie bereits ausgeführt auf Fr. 100.-- pro Fahrt bei 1 bis 10 Fahrten, Fr. 80.-- pro Fahrt bei 11 bis 30 Fahrten, Fr. 60.-- pro Fahrt bei 31 bis 50 Fahrten und eine Pauschale ab 50 Fahrten herabgesetzt, was das Kantonsgericht schützte und wogegen sich die Gemeinde B.________ damals insbesondere auch nicht beim Bundesgericht beschwerte. Indem die Gemeinde nun im angefochtenen neuen Reglement für eine einmalige Befahrung der Alpstrasse mit einem Camion wieder eine Gebühr von grundsätzlich Fr. 350.-- pro Fahrt verlangt, begibt sie sich zurück auf das von den kantonalen Behörden bereits als stark überhöht erkannte Niveau. Dabei ist der neue Tarif für Camions im Durchschnitt rund vier mal höher, als die vom Staatsrat und vom Kantonsgericht als verhältnismässig erachtete Gebühr.