Citation: 6P.21/2006 03.07.2006 E. 8

Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung von Art. 63 StGB. Die Vorinstanz habe die einzelnen Strafzumessungsgründe zwar korrekt erkannt, diese jedoch allzu einseitig zugunsten des Beschwerdegegners gewichtet und dadurch ihr Ermessen überschritten. Die Beschwerdeführerin betont die besonders verwerfliche und rücksichtslose Vorgehensweise des Beschwerdegegners bei den verschiedenen Delikten, weshalb sich das ausserordentlich schwere Tatverschulden stark zu seinen Ungunsten auswirken müsse. Unter Würdigung aller Strafzumessungsgründe sei die ausgefällte Strafe von 4 Jahren und 2 Monaten nicht mehr nachvollziehbar, zumal der Strafrahmen von bis zu 20 Jahren Zuchthaus nur gerade bis zu einem Viertel ausgeschöpft worden sei. Wäre der Beschwerdegegner voll zurechnungsfähig gewesen, als er die Taten beging, müsste die Strafe als deutlich zu tief beurteilt werden. Im Einklang mit dem Gutachter hält die Vorinstanz dem Beschwerdegegner eine Verminderung seiner Zurechnungsfähigkeit in mittlerem Grade zugute. Nimmt man nun an, die Vorinstanz habe deswegen die hypothetische Einsatzstrafe um etwa die Hälfte herabgesetzt, wäre der Strafrahmen nicht bloss zu einem Viertel, sondern etwa zur Hälfte ausgeschöpft. Zieht man weiter in Betracht, dass die Vorinstanz selbst das erstinstanzliche Strafmass als milde bezeichnet - dieses somit auch etwas höher hätte ausfallen können - ist die Strafe von 4 Jahren und 2 Monaten immerhin nachvollziehbar. Eine milde Strafe allein genügt aber nicht, um ein kantonales Urteil aufzuheben. Insgesamt kann das Strafmass auch nicht als unhaltbar milde bezeichnet werden. Damit erweist sich die Beschwerde in diesem Punkt als unbegründet.