Citation: 5A_104/2024 E. 4.4

4.4. Das Gesagte gilt mutatis mutandis hinsichtlich des Nichteintretensentscheids des Obergerichts. Konnten die Verfügung vom 10. November 2023 und die Pfändungsankündigungen vom 1. November 2023 nicht Streitgegenstand des erstinstanzlichen Beschwerdeverfahrens sein, können sie ungeachtet von Art. 22 Abs. 1 SchKG nicht im gegen den erstinstanzlichen Nichteintretensentscheid gerichteten Rechtsmittelverfahren zum Streitgegenstand gemacht werden. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin räumt diese Bestimmung einer Partei nicht das Recht ein, in beliebig vielen Verfahren vor beliebigen (Aufsichts-) Behörden, die Nichtigkeit ein und derselben betreibungsrechtlichen Verfügung feststellen zu lassen (vgl. Urteil 5A_640/2023 vom 14. März 2024 E. 4.2). Anders zu entscheiden hiesse, der missbräuchlichen Anrufung von Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen Tür und Tor zu öffnen. Vorliegend hat die Beschwerdeführerin die Pfändungsankündigungen vom 1. November 2023 am 2. November 2023 beim Bezirksgericht als untere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen angefochten und dabei Nichtigkeit derselben geltend gemacht (Sachverhalt Bst. A.b.a). Damit war die Frage der Nichtigkeit der Pfändungsankündigungen vom 1. November 2023 vor einer zuständigen Aufsichtsbehörde rechtshängig gemacht und hat das Beschwerdeverfahren seinen ordnungsgemässen Gang zu nehmen. Inwiefern die Beschwerdeführerin ein Interesse daran hatte, die Nichtigkeit der Pfändungsankündigungen vom 1. November 2023 auch noch vor Obergericht geltend zu machen, und inwiefern dieses Interesse schutzwürdig sein soll, legt sie nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Damit erweist sich das Vorgehen der Beschwerdeführerin als rechtsmissbräuchlich (zur Geltung des Rechtsmissbrauchsverbots im Zwangsvollstreckungsverfahren vgl. BGE 85 III 23 E. 3a; 108 III 119 E. 2; s. auch Urteil 5A_1031/2021 vom 27. Mai 2022 E. 2.1) und ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden.