Citation: U 103/03 02.09.2003 E. 3

3.1 Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts kann die Verwaltung eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 127 V 469 Erw. 2c mit Hinweisen). Von der Wiedererwägung ist die so genannte prozessuale Revision von Verwaltungsverfügungen zu unterscheiden. Danach ist die Verwaltung verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer andern rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 469 Erw. 2c mit Hinweisen). 3.2 Mit Verfügung vom 18. Januar 2000, bestätigt mit Einspracheentscheid vom 24. April 2001, hat die SUVA nach Prüfung der Frage, ob die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung des formlosen Verwaltungsaktes vom 29. September 1995 erfüllt seien, einen erneut ablehnenden Sachentscheid getroffen, der beschwerdeweise anfechtbar ist. Die gerichtliche Prüfung hat sich in einem solchen Fall indessen auf die Frage zu beschränken, ob die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung der bestätigten Verfügung gegeben sind. Prozessthema ist also diesfalls, ob die Verwaltung zu Recht die ursprüngliche, formell rechtskräftige Verfügung nicht als zweifellos unrichtig und/oder ihre Korrektur als von unerheblicher Bedeutung qualifizierte (BGE 117 V 12 Erw. 2a; Erw. 3 des in RKUV 2003 Nr. U 474 S. 52 auszugsweise publizierten Urteils P. vom 20. November 2002, U 139/02). 3.3 Die Vorinstanz hat festgestellt, dass die am 29. September 1995 erfolgte Einstellung der Leistungen für die Folgen des Unfalls vom 7. März 1995 auf den 2. Oktober 1995 nicht als zweifellos unrichtig bezeichnet werden kann. Dieser Beurteilung ist unter Hinweis auf die Darlegungen im angefochtenen Entscheid, die sich auf die massgeblichen medizinischen Akten stützen, beizupflichten. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nichts vorgebracht, was auf eine für eine Wiedererwägung vorausgesetzte zweifellose Unrichtigkeit der formlosen Verfügung schliessen lassen könnte. Dass während der Behandlung des Versicherten in der Klinik "Z.________" vom 20. Juni bis 14. Juli 1995 ein therapieinduziertes lumbo-spondylogenes Syndrom rechts aufgetreten ist, wie der Beschwerdeführer unter Berufung auf die Angaben seines Hausarztes Dr. S.________ geltend macht, erscheint wenig wahrscheinlich, hielt doch Dr. med. X.________, Oberarzt mit leitender Funktion an der Klinik "Z.________", in einen im Verlaufe des Einspracheverfahrens an die SUVA gerichteten Schreiben (vom 14. Mai 2000) fest, die angeblich durch eine physiotherapeutische Mobilisation ausgelösten lumbalen Rückenschmerzen seien weder in den ärztlichen Verlaufsnotizen noch im Physiotherapierapport oder im Austrittsbericht beschrieben worden. Sodann wird in dem zuhanden der Invalidenversicherung erstatteten Gutachten der medizinischen Abklärungsstelle Y.________ vom 22. April 1998 die diagnostizierte chronifizierte Lumboischialgie rechts ausschliesslich statischen und degenerativen Erscheinungen und nicht einer Fehlmanipulation zugeschrieben, worauf Dr. X.________ in seiner zweiten Stellungnahme (vom 25. Juli 2000) mit Nachdruck hingewiesen hat. 3.4 Im Rahmen der Wiedererwägung kann weder die Vorinstanz noch die Verwaltung zu zusätzlichen Abklärungen verhalten werden. Fehler in der ursprünglichen Sachverhaltsfeststellung liessen sich nur auf dem Wege der prozessualen Revision (vergl. Erw. 3.1 hievor) korrigieren (SVR 1997 EL Nr. 36 S. 108 Erw. 3c). Die entsprechenden Voraussetzungen sind jedoch offensichtlich nicht erfüllt.