Citation: 6B_645/2020 E. 2.4

2.4. Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung vorbringt, erschöpft sich überwiegend in einer appellatorischen Kritik, auf die das Bundesgericht nicht eintritt. Er zeigt nicht auf, inwieweit die von ihm beanstandeten Sachverhaltsfeststellungen unhaltbar sein sollen. Er beschränkt sich überwiegend darauf, zu behaupten, der Sachverhalt sei willkürlich erstellt, ohne auf die wesentlichen Punkte der vorinstanzlichen Begründung einzugehen. Die Vorinstanz legt schlüssig dar, weshalb sie zur Überzeugung gelangt, die Sachdarstellung der Beschwerdegegnerin 2 sei glaubhafter als diejenige des Beschwerdeführers. Entgegen der Schilderung des Beschwerdeführers habe die Beschwerdegegnerin 2 zunächst nicht drei Vergewaltigungen angezeigt. Vielmehr habe sie bereits in der ersten Einvernahme ausgeführt, der Beschwerdeführer habe eigentlich seit dem Jahr 2000 den Geschlechtsverkehr gegen ihren Willen vollzogen. Sie habe es aber über sich ergehen lassen, ohne zu sagen, dass sie nicht wolle. Im Jahr 2007 sei aber eine schlimme Vergewaltigung auf dem Küchenboden geschehen, als sie zum Fest C.________ habe gehen wollen. Die zweite Vergewaltigung sei im Schlafzimmer gewesen, als sie geschlafen habe und der Beschwerdeführer sie über die Bettkante gepackt und vergewaltigt habe. An dieser Sachdarstellung - zwei Vergewaltigungen - hielt die Beschwerdegegnerin 2 in sämtlichen späteren Einvernahmen fest. Es liegt somit kein Widerspruch in ihren Aussagen vor, auf den die Vorinstanz hätte eingehen müssen. Als unbegründet erweist sich sodann der Einwand, die Vorinstanz berücksichtige die den Tatbestand der Vergewaltigung ausschliessende Aussage der Beschwerdegegnerin 2 nicht, wonach sie den Geschlechtsverkehr habe über sich ergehen lassen. Letztere führte aus, sie habe immer wieder den Beschwerdeführer den Geschlechtsverkehr vollziehen lassen, ohne ihm zu sagen, dass sie es eigentlich nicht wolle. Zu den angeklagten Vorfällen sagte sie indes von Anfang an konstant aus, dass sie sich bei diesen zwei Vorfällen gegen den sexuellen Verkehr verbal und physisch zur Wehr gesetzt habe. Inwiefern der Beschwerdeführer aus der Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin 2 erst bei ihrer zweiten Befragung den Vorfall mit ihrer Nichte erwähnt hat, etwas gegen die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 ableiten will, bleibt schleierhaft. Es ist somit nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz den zeitlichen Ablauf der beiden Anzeigen hätte berücksichtigen müssen. Wenn sich die Vorinstanz mit für die Entscheidfindung Unerheblichem, wie dem vom Beschwerdeführer eingereichten "Handbuch für frustrierte und unglückliche Ehefrauen, die ihren Ehemann loswerden wollen" oder der Frage, ob dieser gegen den Sohn C.A.________ gewalttätig gewesen sei, oder ob und weshalb die Beschwerdegegnerin 2 beim Fest C.________ Stimmprobleme gehabt habe, nicht auseinandersetzt, verletzt sie weder den Anspruch auf rechtliches Gehör des Beschwerdeführers, noch stellt sie den Sachverhalt willkürlich fest. Die Vorinstanz gibt sowohl die Aussagen des Beschwerdeführers als auch diejenigen der Beschwerdegegnerin 2 wieder und unterzieht sie einer nachvollziehbaren Würdigung. Sie erachtet die sowohl im Kern- als auch im Randgeschehen übereinstimmenden Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 zu Recht als glaubhaft. Dabei lässt die Vorinstanz auch nicht unberücksichtigt, dass die Beschwerdegegnerin 2 vor der ersten Instanz nicht mehr ausgesagt hat, dass sie bei der ersten Vergewaltigung mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen habe und dass sie die zweite Vergewaltigung weniger detailreich geschildert habe als die erste. Der Vorwurf des Beschwerdeführers, die Vorinstanz untersuche lediglich die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 näher, seine hingegen nicht, trifft nicht zu. Die Vorinstanz würdigt auch die Aussagen des Beschwerdeführers und zeigt sein ausgeprägt widersprüchliches Aussageverhalten auf. Davon, dass die Beweiswürdigung einseitig zu Gunsten der Beschwerdegegnerin 2 vorgenommen worden und die Vorinstanz voreingenommen wäre, kann keine Rede sein. Dass die Vorinstanz den vom Beschwerdeführer eingestandenen Vorfall mit der Nichte im Zusammenhang mit der Frage seiner Eifersucht erwähnt, ist nicht zu beanstanden. Dass sie sein Verhalten beim sexuellen Missbrauch des Kindes in Bezug auf die angeklagten Vergewaltigungen zu seinen Gunsten hätte werten müssen, weil sein Verhalten belege, dass er keine Gewalt anwende, ist geradezu absurd. Mit der Frage der Autosuggestion und der Motivationslage der Beschwerdegegnerin 2 setzt sich die Vorinstanz eingehend und zutreffend auseinander. Es ist nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz angesichts der sorgfältig gewürdigten Beweise zum Schluss kommt, es sei auf die Sachdarstellung der Beschwerdegegnerin 2 abzustellen. Ebenso wenig verletzt sie den Anspruch auf rechtliches Gehör des Beschwerdeführers, wenn sie sich nicht mit sämtlichen seiner - für den Verfahrensausgang ohnehin unerheblichen - Einwänden auseinandersetzt. Die Rügen des Beschwerdeführers erweisen sich als unbegründet, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.