Citation: 8C_39/2021 E. 6.1.3

6.1.3. Im angefochtenen Urteil wird unter Hinweis auf eine umfangreiche Praxis überzeugend begründet, weshalb das Geschehen vom 29. Oktober 2016 als mittelschwer im eigentlichen Sinne eingestuft wird. Die Vorinstanz legt auch dar, weshalb der dem Urteil U 36/07 zugrunde liegende Sachverhalt mit dem vorliegenden nicht zu vergleichen ist. In jüngerer Zeit hat das Bundesgericht einen tätlichen Angriff von drei Individuen auf einen einzelnen Versicherten, bei dem dieser mit einer Flasche, einer Gürtelschnalle und einer Eisenstange gegen den Kopf geschlagen wurde, als mittelschweren Unfall im eigentlichen Sinne beurteilt (Urteil 8C_595/2015 vom 23. August 2016 E. 4.3). Im Urteil 8C_96/2017 vom 24. Januar 2018 hat das Bundesgericht die vorinstanzliche Qualifikation als mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu einem schweren Ereignis als vertretbar erachtet, die Frage letztlich aber offen gelassen. Dabei hat es immerhin festgehalten, dass es sich um einen Grenzfall handle. Die Qualifikation rechtfertige sich nur aufgrund der besonderen Umstände, weil der Versicherte durch den überraschenden Angriff mit einem zerbrochenen Glas aus kurzer Distanz im Gesicht entstellt worden sei. Vor diesem Hintergrund besteht vorliegend keine Veranlassung, an der vom kantonalen Gericht vorgenommenen Qualifikation des Ereignisses als mittelschweren Unfall im eigentlichen Sinne abzuweichen. Demnach kann die Adäquanz nur bejaht werden, wenn mindestens drei der sieben Adäquanzkriterien erfüllt sind oder eines besonders ausgeprägt vorliegt (SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7, 8C_398/2012 E. 6 Ingress).