Citation: 4C.340/2001 20.12.2002 E. 2

Der Kläger begründet die eingeklagte Forderung damit, die Beklagte habe die Auszahlung an B.________ ohne sein Wissen und ohne Veranlassung von seiner Seite vorgenommen und damit gegen die ihr obliegenden Vertragspflichten verstossen. Das Obergericht hat die Klage in seinem Urteil vom 24. August 2001 mit zwei verschiedenen, voneinander unabhängigen Begründungen abgewiesen, die beide den Entscheid zu tragen vermögen. In der einen Begründung ist das Obergericht zum Ergebnis gelangt, dass die Auszahlung der Fr. 180'000.-- an B.________ vom Kläger aufgrund der vertraglichen Klauseln betreffend Zustellungs- und Genehmigungsfiktion nicht beanstandet werden könne. In der zweiten Begründung ist das Obergericht aufgrund seiner Beweiswürdigung zum Resultat gekommen, dass der Kläger dem Sachbearbeiter der Beklagten, C.________, mündlich die Anweisung erteilt habe, B.________ die Fr. 180'000.-- auszuzahlen. Mit der Berufung werden beide Begründungen des Obergerichts angefochten. Sollte sich indessen herausstellen, dass die eine Begründung den vom Kläger erhobenen Rügen der Verletzung von Bundesrecht standhält, braucht die andere Begründung nicht überprüft zu werden.