Citation: 5A_290/2023 E. 3

Über die Prozesskosten eines als gegenstandslos erklärten Rechtsstreits entscheidet das Bundesgericht mit summarischer Begründung aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 72 BZP [SR 273]). In erster Linie ist somit auf den mutmasslichen Ausgang des Prozesses abzustellen. Dabei geht es nicht darum, die Prozessaussichten im Einzelnen zu prüfen. Vielmehr soll es bei einer knappen, summarischen Beurteilung der Aktenlage sein Bewenden haben. Auf dem Weg über den Kostenentscheid soll nicht ein materielles Urteil gefällt werden (BGE 142 V 551 E. 8.2 mit Hinweisen). Die angefochtene Präsidialverfügung vom 4. April 2023 ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG über die aufschiebende Wirkung und damit über eine vorsorgliche Massnahme gemäss Art. 98 BGG. Bei summarischer Betrachtung hätte der Beschwerde wahrscheinlich kein Erfolg beschieden sein können. Damit auf die Beschwerde überhaupt hätte eingetreten werden können, hätte zunächst erstellt sein müssen, dass die angefochtene Präsidialverfügung einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könnte (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG). Die Beschwerdeführerin legt jedoch keinen solchen Nachteil dar. Sie macht zwar geltend, sie müsse davon ausgehen, dass keine praktische Handhabe bestehe, um das Geld vom Kanton Zug zurückzuerhalten. Dabei handelt es sich jedoch um eine unbelegte Vermutung. Gemäss Art. 98 BGG kann sodann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden. Die Beschwerdeführerin beruft sich zwar auf das Willkürverbot. Der entsprechende Abschnitt der Beschwerde ist jedoch praktisch wörtlich ihrer Beschwerde an das Obergericht entnommen, was den Rügeanforderungen nicht genügt (BGE 134 II 244 E. 2.3). Eine Auseinandersetzung mit den kantonsgerichtlichen Erwägungen zur Ablehnung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung fehlt. Auf die Beschwerde hätte damit voraussichtlich nicht eingetreten werden können. Entsprechend dem mutmasslichen Ausgang des Prozesses trägt die Beschwerdeführerin folglich die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG).