Citation: I 920/05 13.03.2006 E. 2

Die Vorinstanz hat die Revisionsvoraussetzungen zu Recht materiell geprüft, nachdem die IV-Stelle in ihrer Verfügung vom 27. September 2004 zwar zunächst auf das Revisionsgesuch nicht eingetreten war, im Einspracheentscheid vom 22. Juli 2005 dieses aber dann materiell prüfte und abwies. Sodann ist das kantonale Gericht nach einlässlicher und sorgfältiger Würdigung der medizinischen Unterlagen zum zutreffenden Ergebnis gelangt, dass die IV-Stelle das Revisionsbegehren zu Recht abgelehnt hat, weil im Vergleichszeitraum vom 11. April 2000 bis 22. Juli 2005 keine mit Bezug auf den Umfang des Rentenanspruchs erhebliche Änderung des Gesundheitszustandes eingetreten ist. Es hat insbesondere schlüssig dargetan, dass sich eine solche weder aus dem Konsiliarbericht der Klinik X.________ vom 11. Oktober 2002 noch aus dem Bericht des Dr. med. H.________ vom 16. Juni 2003 ergibt und eine massgebliche Veränderung auch vom behandelnden Arzt Dr. med. A.________ in seinem Bericht vom 8. Juni 2005 verneint wird, weshalb sich weitere Abklärungen erübrigen. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag nicht zu einem anderen Ergebnis zu führen: 2.1 Soweit er geltend macht, der seit 2002 zusätzlich aufgetretene Befund einer Arthritis Urica sei nicht bewertet worden, lässt sich aus diesem Befund eine weitergehende Verschlechterung des Gesundheitszustandes, wie er sich bereits bei der erstmaligen Rentenzusprechung präsentierte, nicht ableiten: Im Bericht der Klinik X.________ vom 11. Oktober 2002 wurde neben einer rezidivierenden Gichtarthritis (= Arthritis Urica) ein chronifiziertes Panvertebralsyndrom mit zervikospondylogener und lumbospondylogener Schmerzausstrahlung linksbetont, ausgeprägte Haltungsinsuffizienz, geringgradige degenerative HWS- und LWS-Veränderungen, eine Schmerzverarbeitungsstörung mit vier von fünf positiven Wadell-Zeichen, Adipositas permagna sowie ein leichtgradiges CTS links diagnostiziert. Gestützt auf diese Diagnosen (und in Verneinung einer die Arbeitsfähigkeit weiter limitierenden psychischen Störung) wurde die Leistungsfähigkeit in einer behinderungsangepassten, körperlich wenig belastenden Tätigkeit auf 80 % geschätzt, was bereits der bisherigen Beurteilung entsprach, die mit Entscheid vom 21. Dezember 2001 vom Eidgenössischen Versicherungsgericht bestätigt wurde. Zudem wurde im Bericht ausdrücklich angegeben, gegenüber der Vorbeurteilung habe sich die Arbeitsfähigkeit nicht verschlechtert. Auch Dr. med. H.________ ging in seinem späteren Bericht (16. Juni 2003) davon aus, die Arthritis Urica habe im Beurteilungszeitpunkt keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit, gab er doch an, diese befinde sich in einem "interkritischen Stadium". 2.2 Auch der erstmals mit dem erwähnten Bericht des Dr. med. H.________ bekannt gewordene Befund des Morbus Forestier vermag entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers keine wesentliche Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit zu begründen: Das kantonale Gericht hat nicht nur zutreffend erwogen, dass dieser Befund entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers die Adipositas nicht verursacht, sondern mit einer solchen ebenso wie mit Stoffwechselstörungen einhergehen kann (und damit vielmehr als Folge solcher Leiden zu vermuten ist). Es wurde auch schlüssig dargetan, dass beim Versicherten degenerative spondylarthrotische Veränderungen ausgewiesen sind, welche die beklagten Beschwerden bereits zu erklären vermögen und insofern keine zusätzliche Arbeitsunfähigkeit begründen. Dieser Auffassung war offenbar auch Dr. med. A.________, der noch am 8. Juni 2005 in Kenntnis der beiden an ihn gerichteten Konsiliarberichte und damit der fraglichen Diagnosen auf Anfrage der IV-Stelle angab, der Verlauf sei unverändert und der Patient beklage die gleichen Beschwerden. 2.3 Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch aus dem mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde neu ins Recht gelegten Bericht des Dr. med. A.________ vom 13. Dezember 2005 nichts für das vorliegende Verfahren ableiten. Darin führte dieser Folgendes aus: "1.Seit dem August 2002 ist im Wesentlichen doch von einer Zustandsverschlechterung auszugehen. Herr S.________ hat mich in diesem Zeitraum (8/02 bis 12/05) 56 Mal in meiner Sprechstunde aufgesucht: Die Behandlungsfrequenz hat in den letzten 2 Jahren zugenommen. Im Sommer 2005 kam noch eine Abdominal-Symptomatik hinzu, die bis jetzt noch nicht vollständig abgeklungen ist. Zur psychiatrischen Seite kann ich mich nicht äussern, diesbezüglich müsste noch der behandelnde Psychiater Stellung beziehen.