Citation: 9C_532/2021 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz hat - verbindlich (vgl. vorangehende E. 1.2) - festgestellt, die IV-Stelle habe für angepasste Tätigkeiten (d.h. körperlich leichte Arbeiten mit der Möglichkeit zu Positionswechseln und häufigen Pausen) die Arbeitsfähigkeit auf 48 % mit einer zusätzlichen Leistungsminderung von 25 %, mithin die Leistungsfähigkeit auf 36 % festgelegt. Die Beschwerdeführerin sei nach dem Unfall zunächst in einem Pensum von 40 % weiterbeschäftigt worden. Nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses habe sie sich am 15. März 2010 bei der Regionalen Arbeitsvermittlungsstelle (RAV) angemeldet. Die Invalidenversicherung habe sie mit beruflichen Eingliederungsmassnahmen unterstützt und die Unfallversicherung habe Hilfe bei der Stellensuche gewährt. Sodann hat das kantonale Gericht erwogen, weder die Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung noch die Feststellungen der Unfallversicherung zu den Gründen für das Scheitern der Anstellungsbemühungen sprächen gegen die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin habe zwischen März 2010 und Februar 2012, mithin während 24 Monaten, mehr als 200 Stellenbewerbungen getätigt. Indessen habe ihr bei Eintritt der Arbeitslosigkeit bewusst sein müssen, dass sie aus medizinischer Sicht nicht mehr in der Lage gewesen sei, in der Pflege zu arbeiten. Damit seien alle Bewerbungen auf Stellen im Pflegebereich - und auf andere klarerweise ungeeignete Stellen wie beispielsweise jene als Paketzustellerin - qualitativ ungenügend. Weiter sei auch eine Tätigkeit als Podologin resp. Fusspflegerin nicht zumutbar gewesen, weshalb auch alle diesbezüglichen Bewerbungen nicht genügten. Die zahlreichen Spontanbewerbungen seien ebenfalls nicht geeignet gewesen, die Restarbeitsfähigkeit durch Abschluss eines Arbeitsvertrages zu verwerten. Somit seien lediglich 17, jedenfalls aber weniger als 40 Bewerbungen als qualitativ genügend einzustufen, was mit Blick auf den Zeitraum von 24 Monaten quantitativ klar zu wenig sei. Damit sei die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht nachgewiesen.