Citation: 9C_573/2016 E. 6.3.2

6.3.2. Die Aufzählung der unter Ziff. 14 HVI-Anhang für die Selbstsorge aufgeführten Hilfsmittelkategorien ist abschliessend (vgl. ausdrücklich Urteile [des Eidg. Versicherungsgerichts] I 267/00 vom 15. Januar 2001 E. 4a und I 190/95 vom 1. Mai 1996 E. 2b, in: SVR 1996 IV Nr. 90 S. 269). Wie in früheren Urteilen erkannt worden ist, weisen ferner auch die unter Ziff. 14.04 HVI-Anhang genannten Massnahmen der invaliditätsbedingten baulichen Änderungen in der Wohnung grundsätzlich abschliessenden Charakter auf (Urteile [des Eidg. Versicherungsgerichts] I 267/00 vom 15. Januar 2001 E. 4a und I 415/97 vom 30. Dezember 1998 E. 3a, in: SVR 1999 IV Nr. 27 S. 83). Unbestrittenermassen lässt sich der fragliche elektronische Türöffner an der Hauseingangstür keiner der in Ziff. 14.04 HVI-Anhang aufgelisteten baulichen Vorkehren zuordnen. Einen entsprechenden Anspruch auf Kostenübernahme durch die Invalidenversicherung direkt aus der Zielsetzung des Gesetzes abzuleiten - so die Vorgehensweise des kantonalen Gerichts -, erweist sich sodann im Lichte des hiervor Ausgeführten als unzulässig (vgl. E. 6.3.1 am Ende). Das von der Vorinstanz in diesem Zusammenhang vorgebrachte Argument, notwendigerweise sei auch ein Türöffner für die Hauseingangstür unter Ziff. 14.04 HVI-Anhang zu subsumieren, da die entsprechende Regelung ansonsten - ohne die Möglichkeit des selbstständigen Öffnens der Haustür - keinen Sinn mache, verfängt im Übrigen nicht. Wie das Bundesgericht bereits im erwähnten Urteil I 133/06 vom 15. März 2007 (E. 6.2 am Ende) festgehalten hat, können Massnahmen im Sinne von Ziff. 14.04 HVI-Anhang (zum Beispiel das Verbreitern von Türen oder Erstellen von Schwellenrampen etc.) auch dann angezeigt sein, wenn die versicherte Person ihre Wohnstätte nur mit Hilfe Dritter verlassen und diesfalls die Haustüre ohne den beantragten elektronischen Türöffnungsantrieb passieren kann. Weil Massnahmen an der Haustür prinzipiell nicht in den Anwendungsbereich von Ziff. 14.04 HVI-Anhang, sondern in denjenigen von Ziff. 13.05* HVI-Anhang fallen (E. 4.4.1 hiervor), wäre ferner auch bei einer behinderten Person, die in einem Eigenheim wohnt, der Anspruch auf einen automatischen Türöffner zu verneinen, wenn sie die für eine Zusprache gestützt auf Ziff. 13.05* HVI-Anhang erforderlichen Voraussetzungen nicht erfüllte. Die vom kantonalen Gericht behauptete Verletzung des Grundsatzes der rechtsgleichen Behandlung (Art. 8 Abs. 1 BV) ist somit nicht gegeben.