Citation: 4A_15/2013 E. 7.3.2

7.3.2. Auf die Vorbringen des Beschwerdeführers, er sei Alleinaktionär der U.________ AG gewesen und bei der W.________ AG hätten die Klägerinnen einen grösseren Aktienanteil gehalten als er selber, ist nicht weiter einzugehen. Die Vorinstanz hat dazu keine tatsächlichen Feststellungen getroffen und der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass er diesen Sachverhalt prozesskonform in das vorinstanzliche Verfahren eingebracht hat. Sein Hinweis auf eine entsprechende Feststellung im Urteil des Kantonsgerichts Zug vom 7. Juni 2006 E. 2.1 genügt hierfür nicht. Was die Interessenlage der U.________ AG und der W.________ AG angeht, ist zwar von Bedeutung, dass die Aktien der W.________ AG nach den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz das massgebliche Anlagevermögen der U.________ AG waren. Die Substanz der U.________ AG hing insofern von jener der W.________ AG ab. Daraus kann jedoch noch nicht auf eine Gleichläufigkeit der beiden Gesellschaftsinteressen geschlossen werden, wenn wie hier eine Minderheitsbeteiligung besteht und die Beteiligungsgesellschaft keinen Einfluss auf die Geschäftsführung der Darlehensnehmerin hat. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb im Interesse der Beteiligungsgesellschaft liegen sollte, ohne Sicherheit ein Darlehen zur Erhaltung oder Förderung des Wertes der Beteiligung zu gewähren. Vielmehr besteht in einer solchen Situation regelmässig ein Interessenkonflikt zwischen der Darlehensnehmerin und der Darleiherin: Die Darleiherin will möglichst viel Ertrag aus dem Gewinn der Darlehensnehmerin (sei es in Form von Dividenden oder Zinsen), die Darlehensnehmerin ist an möglichst geringen Kreditkosten interessiert. Dass sich der Beschwerdeführer, der Organ sowohl der U.________ AG als auch der W.________ AG und darüber hinaus Aktionär von letzterer war, in einem entsprechenden Interessenkonflikt befand, lässt sich nicht von der Hand weisen. Die Vorinstanz hat das Bestehen eines Interessenkonfliktes mithin zu Recht bejaht. Damit besteht vorliegend auch kein Anlass zu einer zurückhaltenden Prüfung bei der nachträglichen Beurteilung von Geschäftsentscheiden. Auf die weiteren diesbezüglichen Rügen braucht folglich nicht weiter eingegangen zu werden.