Citation: 8C_198/2023 E. A

A.a. A.________, geboren 1979, arbeitete zuletzt als Hilfsgipser. Am 3. Juni 2006 erlitt er als Beifahrer erhebliche Verletzungen, als der von seinem Cousin gelenkte Personenwagen von der Strasse abkam und gegen mehrere Bäume prallte. Auf der Rücksitzbank wurden dabei seine am 8. Dezember 2005 geheiratete zweite Ehegattin und die Ehegattin seines Cousins sowie dessen dreijähriger Sohn getötet. Auf Wunsch von A.________ wurde er am 29. Juni 2007 vorzeitig bereits nach drei - statt der geplanten vier - Wochen aus der stationären Rehabilitation in der Klinik B.________ entlassen. Laut Austrittsbericht der Klinik B.________ vom 10. Juli 2007 war er damals aus psychiatrischer Sicht voll arbeitsunfähig, wobei ihm jedoch aus funktionell-somatischer Sicht mindestens mittelschwere Tätigkeiten wieder ganztags zumutbar waren. Nach der Heirat seiner dritten Ehefrau vom 30. November 2007 gebar ihm diese am 27. Mai 2009 eine Tochter. Mit Wirkung ab 1. Juni 2007 sprach ihm die IV-Stelle des Kantons St. Gallen (fortan: IV-Stelle oder Beschwerdeführerin) bei einem Invaliditätsgrad von 50% eine halbe Invalidenrente zu (Verfügung vom 3. April 2009). Die dagegen erhobene Beschwerde des A.________ hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 27. Mai 2011 teilweise gut, indem es die Verfügung vom 3. April 2009 aufhob und die Sache zur weiteren Abklärung und Neuverfügung an die IV-Stelle zurückwies. A.b. Nach ergänzenden Abklärungen verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 1% und kündigte an, die seit 1. Juni 2007 ausgerichtete halbe Invalidenrente per sofort einzustellen und auf eine Rückforderung der zu Unrecht erbrachten Rentenleistungen zu verzichten (Verfügung vom 22. Januar 2013). Die hiergegen erhobene Beschwerde des A.________ hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen im Verfahren IV 2013/90 gut, indem es die Verfügung vom 22. Januar 2013 aufhob und dem Versicherten ab 1. Juni 2007 eine ganze und ab 1. August 2012 eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung zusprach (Entscheid vom 13. Mai 2015). A.c. Zwischen Juni 2017 und Februar 2018 liess die zuständige Haftpflichtversicherung, die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (fortan: Zürich), A.________ während dreier Perioden observieren, worüber sie im Anschluss die IV-Stelle in Kenntnis setzte. Daraufhin leitete Letztere ein Revisionsverfahren ein. Mit Zwischenverfügung vom 15. März 2019 hielt die IV-Stelle daran fest, A.________ bidisziplinär begutachten zu lassen, den Experten das vollständige IV-Dossier samt Observationsmaterial vorzulegen und ihnen den beabsichtigten Fragenkatalog zu unterbreiten. A.________ erhob hiergegen Beschwerde. In der Folge beendete die IV-Stelle ihre Rentenleistungen vorsorglich mit sofortiger Wirkung (Verfügung vom 21. Juni 2019). Auch dagegen liess A.________ Beschwerde erheben. Mit separaten Entscheiden vom 15. und 31. Januar 2020 wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen beide Beschwerden ab.