Citation: 1B_146/2008 23.06.2008 E. 3

Aus den vom Beschwerdeführer selber eingereichten Einvernahmeprotokollen geht hervor, dass er auf seine Rechte hingewiesen und dies jeweils ins Englische übersetzt wurde. Anlässlich der Hafteinvernahme vom 16. Mai 2008 hat er dem Staatsanwalt erklärt, dass er mit dem Haftrichter nicht sprechen wolle. Dieser solle aufgrund der Akten entscheiden. Überdies sagte der Beschwerdeführer, er benötige keinen Rechtsanwalt. Er wolle den Entscheid des Haftrichters abwarten (Einvernahmeprotokoll, S. 6). Auf dem im Anschluss an die Einvernahme erstellten Dokument "Antrag auf Anordnung von Untersuchungshaft" der Staatsanwaltschaft vom 16. Mai 2008 (S. 2) ist der Verzicht auf Anhörung durch den Haftrichter ebenfalls angegeben. Wie diesen Unterlagen zu entnehmen ist, wurden sie dem Beschwerdeführer durch eine Dolmetscherin übersetzt. Der Beschwerdeführer und die Dolmetscherin haben die Dokumente unterzeichnet. Da der Beschwerdeführer auch auf den Beizug eines Verteidigers verzichtete, war er im Zeitpunkt der Haftanordnung nicht anwaltlich vertreten. Sein heutiger Verteidiger trat erst zwei Tage nach der Haftanordnung, am 19. Mai 2008, in Erscheinung.