Citation: 8C_672/2022 E. A

Die 1992 geborene A.________ arbeitete bei der B.________ AG, als Kauffrau und war bei der Schweizerischen Unfallversicherung (Suva) obligatorisch unfallversichert. Am 18. Februar 2017 verpasste sie in ihrem Privathaushalt beim Servieren des Desserts auf der Treppe einen Tritt, knickte mit dem linken Fuss um und fiel auf den Plattenboden. Ihr Hausarzt diagnostizierte ein komplexes regionales Schmerzsyndrom (complex regional pain syndrome; nachfolgend: CRPS) mit Tendinitis der Sehne des Musculus peroneus brevis nach Distorsionstrauma. Im Zuge der Unfallmeldung holte die Suva weitere medizinische Unterlagen ein und richtete die gesetzlichen Leistungen aus (Heilbehandlung, Taggeld). Nach unerwartet stark verzögertem Heilungsverlauf veranlasste sie mehrere kreisärztliche Untersuchungen und liess in der Klinik C.________ eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (nachfolgend: EFL) durchführen. In der Folge stellte die Suva ihre Leistungen per Verfügungsdatum (30. September 2020) ein, da keine namhafte Verbesserung des unfallbedingten Gesundheitsschadens mehr zu erwarten sei; die noch vorhandenen Beschwerden könnten nicht (mehr) als organisch objektivierbare Folge des erlittenen Unfalles angesehen werden. Eine Integritätsentschädigung sei aufgrund des festgestellten Endzustands nicht geschuldet. Daran hielt die Suva nach Beizug eines im Auftrag der Invalidenversicherung erstatteten polydiszplinären Gutachtens der estimed AG, Zug, vom 15. April 2021 fest (Einspracheentscheid vom 18. März 2022).