Citation: 4A_15/2024 E. 3.3.3

3.3.3. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Vorinstanz hätte die Rechtswahlklausel zu Ungunsten der Beschwerdegegnerin als Verfasserin auslegen, einen Dissens annehmen und in objektiver Anknüpfung schweizerisches Recht anwenden müssen. Der Verweisungsvertrag sei gestützt auf die festgestellten Umstände nicht eindeutig, weshalb die Beschwerdegegnerin keinen Vertrauensschutz geniessen solle. Darin kann der Beschwerdeführerin nicht gefolgt werden. Die vorinstanzlichen Erwägungen zur grammatikalischen und systematischen Auslegung der schriftlichen Willenserklärung der Beschwerdeführerin in der VKV überzeugen. Die Vorinstanz begründet schlüssig, dass die VKV als einheitliches Vertragsgefüge auszulegen und der darin enthaltenen Rechtswahlklausel einheitlich zu unterstellen ist. Sie hat dabei zu Recht dem Umstand Rechnung getragen, dass aufgrund der Organstellung der Beschwerdeführerin auch eine enge Verbindung zur anderen Vertragspartei des VKV bestand. Die Beschwerdeführerin hält dieser Auslegung nichts entgegen, was den Verweisungsvertrag als mehrdeutig erscheinen lässt. Ebensowenig zeigt sie auf, weshalb sich die Beschwerdegegnerin nach Treu und Glauben gestützt auf den Wortlaut und die Systematik der VKV und den weiteren Umständen nicht darauf hätte verlassen dürfen, dass die Beschwerdeführerin auch das Schuldverhältnis gemäss Ziffer 6.2 VKV dem liechtensteinischen Recht unterstellen wollte.