Citation: 5D_103/2016 E. 3.4

3.4. Zur Art der Ausübung hat das Kantonsgericht auf das Urteil 5C.199/2002 vom 17. Dezember 2002 hingewiesen, wonach zur Bestimmung des Inhalts eines ungemessenen Geh- und Fahrwegrechts die Art der Ausübung während längerer Zeit insofern nur bedingt taugt, als sie lediglich belegen kann, dass die Dienstbarkeit nicht einen enger begrenzten Inhalt und einen geringeren Umfang hat, aber nicht ausschliesst, dass die Dienstbarkeit einen umfassenderen Inhalt und grösseren Umfang haben kann (E. 3.2 Abs. 2, in: ZBGR 84/2003 S. 308). Daraus kann folglich nicht abgeleitet werden, dass die Art, wie die Dienstbarkeit während längerer Zeit unangefochten und in gutem Glauben ausgeübt worden ist, der Bestimmung des Inhalts und des Umfangs der Dienstbarkeit anhand des Erwerbsgrundes vorgeht (Urteil 5A_66/2013 vom 29. August 2013 E. 6.4, nicht veröffentlicht in: BGE 139 III 404). Die auf Rechtsprechung gestützte Beurteilung des Kantonsgerichts erscheint als willkürfrei.