Citation: 2C_96/2024 E. 4.2

4.2. Gemäss dem Untersuchungsgrundsatz, welcher nach § 60 VRG auch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren galt (vgl. auch § 7 Abs. 1 VRG), ist es in erster Linie Sache der Behörden und nicht der Parteien, den rechtserheblichen Sachverhalt festzustellen und die dazu nötigen Beweise zu erheben (sog. subjektive Beweislast; vgl. Urteile 2C_799/2022 vom 30. April 2024 E. 2.5.1 mit Hinweisen; 2C_537/2022 vom 25. Januar 2024 E. 5.4.1). Dieser Grundsatz wird jedoch relativiert durch die Mitwirkungspflicht der Parteien (vgl. § 7 Abs. 2 lit. a VRG; vgl. auch Art. III.3 Abs. 2 des Übereinkommens vom 11. April 1997 über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich in der europäischen Region [Lissabonner Übereinkommen; SR 0.414.8]). Die Frage nach der objektiven Beweislast stellt sich erst, wenn eine rechtserhebliche Tatsache trotz allen zumutbaren Untersuchungsaufwands seitens der Behörden beweislos bleibt, die Beweiswürdigung also zu keinem klaren Schluss führt (vgl. BGE 147 II 209 E. 5.1.3; Urteil 9C_154/2023 vom 3. Januar 2024 E. 2.3.6).