Citation: 9C_217/2024 E. 5.1

5.1. Zur Bestimmung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt auf Grund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verdient hätte (BGE 145 V 141 E. 5.2.1). In der Regel ist am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn anzuknüpfen, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre; Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 144 I 103 E. 5.3 mit Hinweis). Erst wenn sich das Valideneinkommen auf Grund der tatsächlichen Verhältnisse nicht ausreichend genau beziffern lässt, darf auf statistische Werte wie die LSE zurückgegriffen werden (Urteil 8C_123/2023 vom 7. September 2023 E. 4.1 mit Hinweisen). Das Valideneinkommen von Selbstständigerwerbenden kann grundsätzlich auf der Basis der Einträge im IK bestimmt werden. Weist das zuletzt erzielte Einkommen starke und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteile 8C_123/2023 vom 7. September 2023 E. 4.1, 8C_626/2011 vom 29. März 2011 E. 3, je mit Hinweisen; vgl. auch Art. 26 Abs. 1 IVV in der seit 1. Januar 2022 geltenden Fassung).