Citation: 5P.454/2006 24.04.2007 E. 4

Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliesst insbesondere ein Replikrecht in allen Gerichts- und Verwaltungsverfahren, das nach der neusten Rechtsprechung sogar dann besteht, wenn die urteilende Behörde bei ihrem Entscheid durch die Eingabe der anderen Partei nicht beeinflusst worden ist (zur Publikation bestimmtes Urteil 1A.56/2006, E. 4.3-4.6). Jedenfalls ist Art. 29 Abs. 2 BV verletzt, wenn - wie vorliegend im Zusammenhang mit der Behauptung, der Sohn von Herrn T.________ sei inzwischen ausgezogen - tatsächlich auf neue Vorbringen der Gegenpartei abgestellt wird, ohne dass diesbezüglich Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben worden wäre; dies entspricht der konstanten Rechtsprechung, wie sie bereits zu Art. 4 aBV bestanden hat (vgl. BGE 111 Ia 2 E. 3 S. 3; 119 V 317 E. 1 S. 323). Aufgrund der formellen Natur des rechtlichen Gehörs muss das angefochtene Urteil unabhängig von den Erfolgsaussichten in der Sache bereits aus diesem Grund aufgehoben werden (vgl. BGE 115 Ia 8 E. 2a S. 10 unten; 122 II 464 E. 4a S. 469). Indes wäre eine Rückweisung mit dem alleinigen Zweck, dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, insofern nicht prozessökonomisch, als sich die weiteren Erwägungen des Obergerichts überdies als willkürlich erweisen. Auf die vom Beschwerdeführer erhobenen Willkürrügen ist deshalb im Folgenden einzugehen.