Citation: U 176/00 05.11.2003 E. 3.2.3

3.2.3.1 Im vorliegenden Fall wurden dem DAP-Lohnvergleich lediglich vier Arbeitsplätze zugrunde gelegt, was nach dem Gesagten keine hinreichende Grundlage für eine zuverlässige Festsetzung des Invalideneinkommens darstellt. Zudem hat der Beschwerdeführer sinngemäss auch die Repräsentativität der aufgelegten DAP-Blätter und damit das Auswahlermessen der SUVA in Frage gestellt, welches mangels entsprechender Angaben nicht überprüft werden kann. Es ist daher anstelle des DAP-Lohnvergleichs ein Tabellenlohnvergleich vorzunehmen. 3.2.3.2 Laut Tabelle TA1 der LSE 1996 belief sich der monatliche Bruttolohn (Zentralwert bei einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Stunden) für Männer mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor auf Fr. 4'294.-, was einem Jahreseinkommen von Fr. 51'528.- entspricht. Umgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.9 Stunden (Die Volkswirtschaft, 9/2003, S. 102 Tabelle B 9.2) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für Männer im Jahr 1997 von 0,4 % (Bundesamt für Statistik, Lohnentwicklung 1997, S. 19 Tabelle 1.2) resultiert ein Einkommen von Fr. 54'191.-. Was den geltend gemachten Abzug vom Tabellenlohn betrifft, ist nach der Rechtsprechung davon auszugehen, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) abhängig ist. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 126 V 79 Erw. 5b/aa-cc). Im vorliegenden Fall ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer zufolge des Knieleidens auch im Rahmen einer geeigneten leichteren Tätigkeit in der Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist, was sich in einer entsprechenden Verdiensteinbusse auswirken kann. Nicht gegeben sind die Abzugskriterien des Alters, der Dienstjahre und der Nationalität/Aufenthaltskategorie. Der Beschwerdeführer hält sich seit 1987 in der Schweiz auf, stand in einem langjährigen Arbeitsverhältnis und war bei Beginn des Rentenanspruchs noch nicht 32 Jahre alt. Des Weiteren entfällt auch ein Abzug wegen Teilzeitbeschäftigung, weil der Beschwerdeführer eine geeignete leichtere Tätigkeit ganztags auszuüben vermag. Es rechtfertigt sich unter diesen Umständen, den Abzug auf 10 % festzusetzen, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 48'772.- und im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 60'155.- zu einem Invaliditätsgrad von 18,9 % führt. Dem Beschwerdeführer steht daher mit Beginn ab 1. Januar 1997 eine Invalidenrente auf Grund einer Erwerbsunfähigkeit von 19 % zu. 3.3 Als versicherter Verdienst für die Bemessung der Renten gilt der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn (Art. 15 Abs. 2 UVG). Beginnt die Rente mehr als fünf Jahre nach dem Unfall, so ist der Lohn massgebend, den der Versicherte ohne den Unfall im Jahre vor dem Rentenbeginn bezogen hätte, sofern er höher ist als der letzte vor dem Unfall erzielte Lohn (Art. 24 Abs. 2 UVV). Gemäss dieser Bestimmung ist der versicherte Verdienst im vorliegenden Fall auf Grund des in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1996 mutmasslich bezogenen Lohnes festzusetzen, was unbestritten ist. Nach den Angaben des Arbeitgebers hätte der Beschwerdeführer im Jahr 1996 einen Grundlohn von Fr. 53'907.75 (4'146.75 x 13) und Haushaltszulagen von Fr. 2'025.-- (168.75 x 12) bezogen, was einen Jahresverdienst von Fr. 55'932.75 ergibt. Zusätzlich zu berücksichtigen sind die Inkonvenienzentschädigungen, welche sich gemäss Auskunft des Spitals vom 7. Mai 1998 auf Fr. 6'075.- (506.25 x 12) belaufen hätten und wovon nach dem Gesagten 60 %, d.h. Fr. 3'645.- in Rechnung zu stellen sind. Daraus folgt, dass der versicherte Verdienst auf Fr. 59'578.- festzusetzen ist.