Citation: 1C_540/2021 E. 3.5

3.5. Das BAFU führte in seiner Stellungnahme zusammengefasst aus, die Vorinstanz habe relativ kleinräumige Betrachtungsperimeter geprüft. Ob ein grösserer Perimeter hätte gewählt werden müssen, könne aber offenbleiben. So sei das Baugrundstück als peripher zu bezeichnen, weil es östlich an Landwirtschaftsgebiet bzw. unüberbaute Flächen und nördlich an einen naturnahen Gewässerabschnitt mit ausgeprägter Ufervegetation grenze. Die Bauparzelle befinde sich daher nicht in einem Gebiet, in dem die natürliche Funktion des Wasserlaufs aufgrund der Überbauungsdichte des umliegenden Gebiets langfristig nicht erhalten werden könnte. Demnach habe die Vorinstanz ein überwiegendes raumplanerisches Interesse an der Verdichtung verneinen dürfen. Daran ändere nichts, dass sich südlich und nördlich des Baugrundstücks Siedlungsgebiete der Gemeinden Liestal und Füllinsdorf befänden, zumal weder Zentrums- noch Kernzonen betroffen seien. Demnach habe die Vorinstanz zu Recht ein dicht überbautes Gebiet im Sinne von Art. 41c Abs. 2 lit. a GSchV verneint. Bei dieser Beurteilung sei nicht relevant, ob im Bebauungsperimeter Haupt- oder Nebengebäude errichtet worden seien und gemäss der Praxis des kantonalen Amts für Raumplanung ein dicht überbautes Gebiet vorliege, wenn mindestens 50% der Parzellen im relevanten Perimeter ein Gebäude im Gewässerraum aufweisen.