Citation: 8C_535/2022 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin bestreitet zunächst die Beweiskraft des Abklärungsberichts vor Ort vom 28. September 2020. Dass die Abklärung nur 40 Minuten gedauert habe, sei ein erstes Indiz für die fehlende Abklärungstiefe des Berichts. Die Abklärungsperson sei zudem insofern von falschen Voraussetzungen ausgegangen, als sie angenommen habe, dass die Beschwerdeführerin bisher keinen Intensivpflegezuschlag erhalten habe, weshalb sie den zeitlichen Mehrbedarf und die komplexe medizinische Situation überwiegend wahrscheinlich unterschätzt habe. Die deutliche Retardierung der Beschwerdeführerin in der Motorik sei kein Gesprächsthema gewesen, was aber im Hinblick auf einen Mehrbedarf an Betreuung zwingend gewesen wäre. Ebenso wenig sei thematisiert worden, dass sie im Kindergarten stets von einer Klassenassistenz begleitet worden sei. Spätestens nach Einreichung des Arztberichts von Dr. med. D.________, Leitende Ärztin am E.________ Zentrum, Spital F.________, vom 11. Februar 2021 im Vorbescheidverfahren hätte zwingend eine medizinische Fachperson beigezogen werden müssen, was unterlassen worden sei. Der Bericht sei mangelhaft und unvollständig, weshalb er keine rechtsgenügliche Entscheidgrundlage darstelle. Die Vorinstanz habe daher die Beweiswürdigungsregeln missachtet.