Citation: 4A_474/2022 E. 5

Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzlichen Erwägungen vorträgt, verfängt nicht. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen die vorinstanzliche Auslegung der AVB der Beschwerdegegnerin. Die allgemeinen Bedingungen eines Versicherungsvertrags werden nach den gleichen Grundsätzen ausgelegt wie andere Vertragsbestimmungen (BGE 142 III 671 E. 3.3; 135 III 1 E. 2; je mit Hinweisen). Entscheidend ist demnach in erster Linie der übereinstimmende wirkliche Wille der Vertragsparteien. Erst wenn ein solcher nicht festgestellt werden kann, erfolgt die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip (BGE 142 III 671 E. 3.3; 140 III 391 E. 2.3; je mit Hinweisen). Mehrdeutige Klauseln in allgemeinen Versicherungsbedingungen sind nach der Unklarheitenregel gegen die Versicherung als deren Verfasserin auszulegen (BGE 133 III 607 E. 2.2; 133 III 61 E. 2.2.2.3; 124 III 155 E. 1b). Sie gelangt jedoch nur zur Anwendung, wenn sämtliche übrigen Auslegungsmittel versagen (BGE 133 III 61 E. 2.2.2.3; BGE 122 III 118 E. 2a und 2d). Der Beschwerdeführer legt nicht hinreichend dar, inwiefern die Vorinstanz bei der Auslegung der AVB in Willkür verfallen oder die massgebenden Auslegungsregeln verletzt haben sollte. Insbesondere zeigt er nicht auf, inwiefern das vorinstanzliche Verständnis der erwähnten Ziffern der AVB (vgl. E. 4.1 und 4.2 hiervor) nicht mit Bundesrecht in Einklang zu bringen wäre. Was die versicherten Personen betrifft, ist der Wortlaut der AVB eindeutig. Nach Ziff. 5.2 AVB sind Arbeitnehmende versichert, wenn zwischen ihnen und dem Versicherungsnehmer ein Arbeitsverhältnis besteht. Nach Ziff. 5.3 AVB sind Selbständigerwerbende, Betriebsinhaber und deren Familienmitglieder, sofern diese nicht in der Lohnbuchhaltung aufgeführt sind, nur versichert, wenn sie namentlich in der Police aufgeführt sind. Nicht versichert sind gemäss Ziff. 5.5 lit. d AVB Mitglieder der Verwaltung und der geschäftsführenden Organe, die nicht gleichzeitig als Arbeitnehmende im versicherten Betrieb tätig sind. Im Wesentlichen wiederholt der Beschwerdeführer die Argumente, welche er bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemacht hat. Damit übersieht er, dass es im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren nicht genügt, die Rechtsstandpunkte aus dem kantonalen Verfahren zu bekräftigen. Vielmehr muss die Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erwägungen der Vorinstanz ansetzen (vgl. E. 2.1 hiervor). Der Beschwerdeführer setzt sich nicht hinreichend mit den einschlägigen Erwägungen der Vorinstanz auseinander (vgl. E. 4.1 und 4.2 hiervor). Soweit der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Beweiswürdigung kritisiert, ist zu beachten, dass das Bundesgericht in diese nur eingreift, wenn sie willkürlich ist. Willkür liegt nach der Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls in Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen wäre, sondern bloss, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (vgl. E. 2.3 hiervor). Dies ist hier nicht der Fall. Die Vorinstanz durfte gestützt auf die eingereichten Belege davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer keinen Erwerbsausfall von Fr. 45'996.-- nachgewiesen hatte. Entsprechend durfte sie die Klage des Beschwerdeführers abweisen und die Widerklage der Beschwerdegegnerin gutheissen. Bei diesem Ausgang ist nicht näher auf das Vorbringen der Beschwerdegegnerin einzugehen, wonach der Beschwerdeführer nicht begründet habe, weshalb bis zum 30. November 2020 durchgehend von einer vollständigen krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei.