Citation: 6B_1147/2020 E. 3.2

3.2. Dagegen bringt der Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz verkenne den Unterschied zwischen einem "geheilten" ehemaligen Täter und einer betreffend Therapie nicht durchs Band zuverlässigen Person. Der Erfolg einer Massnahme sei darin zu sehen, dass die Gefahr weiterer Delikte nicht mehr bestehe, unabhängig davon, ob die seelische Störung geheilt worden sei. Die letzte schwere Drogendelinquenz (Tatzeit 2012) sei im Jahr 2014 abgeurteilt worden. Seit Sommer 2016 sei er stabil. Trotz ausbleibender Therapiestunden habe er keinen Rückfall in den Drogenkonsum mehr erlitten und keine Verbrechen oder Vergehen (Handel mit Betäubungsmitteln) mehr begangen. Er habe sein Leben in die Hand genommen und einiges erreicht. Trotz Auflösung des Lehrvertrags habe er den theoretischen Teil der Abschlussprüfungen seiner Maurerlehre erfolgreich bestanden. Aufgrund eines krankheitsbedingten Ausfalls habe er den praktischen Teil der Prüfungen leider nicht absolvieren können. Er befinde sich seit längerer Zeit auf Arbeitssuche. Ihn umgebe dank seiner Lebenspartnerin, seiner Tochter und seinem Bruder ein stabiles soziales Umfeld. Die Gefahr weiterer schwerer und krankheitsbedingter Delikte bestehe seit rund vier Jahren bzw. bereits weiter zurück nicht mehr. Entsprechend sei nicht erforderlich, dass die vorliegende Abhängigkeit von Suchtstoffen mit der Massnahme habe therapiert oder geheilt werden können. Zu erwähnen bleibe, dass die Vorinstanz bei der Argumentation bezüglich seines Krankheitsbildes sowie dessen Zusammenhang mit der Straffälligkeit auf ein Gutachten aus dem Jahr 2014 und damit auf ein nicht mehr aktuelles Gutachten abstelle. Im Übrigen hätten sich die Feststellungen im Gutachten, wonach aufgrund des deutlichen Zusammenhangs zwischen der Suchterkrankung und den Delikten eine Massnahme nach Art. 63 StGB zur Verhütung weiterer Delikte empfehlenswert sei, nicht bewahrheitet. Selbst wenn er seine Suchterkrankung nicht restlos überwunden hätte, beweise er durch das nunmehr mindestens vierjährige Absehen von jeglicher Drogendelinquenz, dass er mit seiner Krankheit sozialverträglich umgehen könne. Entgegen der Vorinstanz bestehe keine Rückfallgefahr für Betäubungsmitteldelikte einer gewissen Schwere. Die Massnahme sei deshalb infolge erfolgreichen Abschlusses gemäss Art. 63a Abs. 2 lit. a StGB aufzuheben.