Citation: 2C_294/2024 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz erwog, dass Gesetz- und Verordnungsgeber die sich hier bietende spezielle Konstellation, in welcher ein Hotelbetrieb während der Referenzperiode 2018/2019 (vgl. Art. 5 Abs. 1 Covid-19-Härtefallverordnung) vorübergehend stillgelegt war, bei der Schaffung der gesetzlichen Grundlage für die Härtefallentschädigung offensichtlich nicht vor Augen gehabt hätten und sich die Covid-19-Härtefallverordnung diesbezüglich als lückenhaft erweise. Zur Lückenfüllung zog sie - aufgrund der vergleichbaren Ausgangslagen - Art. 3 Abs. 2 lit. a Covid-19-Härtefallverordnung heran. Vorzunehmen sei demnach ein Vergleich des tatsächlich erwirtschafteten Umsatzes von rund Fr. 6'820'000.-- im Jahr 2020 bzw. Fr. 7'067'000.-- in der Periode vom 1. April 2020 bis 31. März 2021 (vgl. Art. 5 Abs. 1bis Covid-19-Härtefallverordnung) mit dem von der Wiedereröffnung des Hotels am 8. Januar 2020 bis Ende Februar 2020 erzielten Umsatz (rund Fr. 1'140'000.--), berechnet auf 12 Monate (hochgerechnet rund Fr. 8'140'000.--). Diese Rechnung ergebe einen massgeblichen Umsatzrückgang von (deutlich) weniger als 40 Prozent. Hingegen könne zur Ermittlung des konkreten Umsatzrückgangs im Jahr 2020 bzw. 2020/2021 entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht auf das Budget 2020 (/2021) und entgegen der Auffassung der Vorinstanzen, welche das Vorliegen einer Regelungslücke verneinten, nicht auf den durchschnittlichen Jahresumsatz der Jahre 2018 und 2019 (Fr. 503'967.--) abgestellt werden. Auch wenn man für den Referenzumsatz auf die Umsatzzahlen des Jahres 2017 (Jahr vor dem Umbau) abstellen würde, ergäbe sich im Übrigen kein hinreichender Umsatzrückgang, sondern gar eine Umsatzsteigerung von über 18 Prozent. Die Referenzperiode vom 8. Januar 2020 bis zum 29. Februar 2020 sei zwar kurz bemessen und die Monate Januar und Februar die umsatzschwächsten der Zürcher Hotellerie. Aus Praktikabilitätsgründen könnten Umsatzrückgänge bzw. -steigerungen während der massgeblichen Referenzperiode (n), wie sie sich etwa bei saisonalen Nachfrageschwankungen ergeben können, nicht auch noch ausgeglichen werden. Den durchschnittlichen Umsatz ab der Gründung eines Unternehmens bzw. der (Wieder-) Aufnahme von dessen Geschäftstätigkeit bis zur Ergreifung der behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie als Referenzgrösse für den zur Bejahung eines Härtefalls massgeblichen Umsatzrückgang zu nehmen, stelle in diesem Zusammenhang eine zulässige Schematisierung dar.