Citation: B 41/98 21.06.2000 E. 5

5.- Schliesslich beruft sich die Beschwerdeführerin für die geltend gemachte höhere Rente auf den Grundsatz von Treu und Glauben. Einerseits habe ihr die Pensionskasse verschiedentlich in den Versicherungsausweisen höhere Altersleistungen in Aussicht gestellt. Anderseits habe ihr Regierungsrat Stähelin zugesichert, sie werde eine angemessene Altersleistung im Betrag von rund Fr. 4200. - monatlich erhalten. Bei öffentlich-rechtlichen Pensionskassen entsteht das Vorsorgeverhältnis auch im überobligatorischen Bereich von Gesetzes wegen (BGE 119 V 144 Erw. 5b mit Hinweisen) und die Leistungen folgen aus den dazugehörigen gesetzlichen und reglementarischen Grundlagen. Den der Beschwerdeführerin ausgehändigten Versicherungsausweisen geht daher schon aus diesem Grund der verbindliche Charakter ab. Eine von Gesetz und Reglement abweichende Behandlung wegen unzutreffender Auskunft kann die Beschwerdeführerin aus dem Grundsatz von Treu und Glauben nicht ableiten, da weder dargetan noch ersichtlich ist, welche nachteilige, nicht wieder gut zu machende Disposition die Beschwerdeführerin auf die Auskünfte hin getroffen haben soll (BGE 121 V 66 Erw. 2a mit Hinweisen). Die Pensionierung der Beschwerdeführerin erfolgte auf Verlangen des Arbeitgebers und gegen ihren Willen. Immerhin hat der Regierungsrat im Beschluss vom 17. Juni 1997 für den Fall der Pensionierung auf Verlangen des Arbeitgebers ergänzende rentenverbessernde Regelungen getroffen (vgl. Erw. 1b hievor).