Citation: 5P.410/2006 16.11.2006 E. 4

Schliesslich macht die Beschwerdeführerin eine Verletzung bundesrechtlicher Vorschriften über die Abgrenzung der sachlichen oder örtlichen Zuständigkeit der Behörden im Sinne von Art. 84 Abs. 1 lit. d OG geltend. Zur Begründung dieser Rüge führt sie aus, das Obergericht habe als Scheidungsgericht nicht die Befugnis gehabt, über die Höhe von Unterhaltsleistungen an mündige Kinder zu befinden, und hätte aus diesem Grund bei der Ermittlung des Notbedarfs des Beschwerdegegners den Bedarf der mündigen Töchter der Parteien nicht mitberücksichtigen dürfen. Welche bundesrechtliche Vorschrift über die Abgrenzung der sachlichen oder örtlichen Zuständigkeit der Behörden durch das Vorgehen des Obergerichts verletzt worden sein soll, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Die Rüge stösst im Übrigen ohnehin ins Leere, vermöchte doch auch eine Veränderung der Bedarfspositionen nichts daran zu ändern, dass der im massgeblichen Rechtsbegehren verlangte Unterhaltsbeitrag von monatlich Fr. 850.-- nach der von der Beschwerdeführerin ohne Erfolg beanstandeten Auffassung des Obergerichts nicht überschritten werden konnte.