Citation: 5A_528/2024 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz verkenne, dass ihm im Eheschutzverfahren die fraglichen Büroräumlichkeiten zur alleinigen Nutzung zugewiesen worden seien. Ab diesem Zeitpunkt sei die Beschwerdegegnerin nicht mehr berechtigt gewesen, sie zu gebrauchen, geschweige denn, sie unterzuvermieten. Mangels Nutzungsberechtigung habe sie auch nicht mehr als Mieterin angesehen werden können. Aus dem subjektiven Parteiwillen ergebe sich ein verändertes Mietverhältnis, zumal sich die Beschwerdegegnerin wohl kaum hätte an den Unterhaltskosten für die Büroräumlichkeiten beteiligen und sich die hälftigen Mietzinseinnahmen auch nicht bei der Berechnung ihres Notbedarfs hätte anrechnen lassen wollen. Vielmehr habe der Eheschutzentscheid den Mietvertrag "übersteuert". Indem dem Beschwerdeführer das alleinige Nutzungsrecht an den Büroräumlichkeiten zugewiesen worden sei, sei nach dem wirklichen Parteiwillen eine Nutzniessung begründet worden. Der Mietvertrag habe nicht ausgeschieden, wer welchen Teil der Wohnung habe nutzen dürfen. Wäre der Eheschutzentscheid nicht massgebend, so wäre der Beschwerdeführer weiterhin berechtigt gewesen, den der Beschwerdegegnerin zugewiesenen Teil der Wohnung ebenfalls zu nutzen. Da der Eheschutzentscheid später ergangen sei, müsse dieser dem Mietvertrag vorgehen. Die Nutzniessung habe dem Beschwerdeführer folglich den vollen Genuss an der Sache verschafft. Damit sei auch der Hauptvermieter, d.h. der Vater bzw. nach dessen Tod die Mutter, konkludent einverstanden gewesen. Ein Verbot, die Sache zu vermieten, sei nicht vereinbart worden. Als Früchte würden die Mietzinseinnahmen gemäss Art. 757 ZGB vollumfänglich dem Beschwerdeführer zufallen.