Citation: 8C_458/2009 02.11.2009 E. 4.4

4.4.1 Diese Einwendungen sind nicht geeignet, die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts im angefochtenen Entscheid als offensichtlich unrichtig oder auf einer Bundesrechtsverletzung basierend erscheinen zu lassen. Das kantonale Gericht hat sich mit der medizinischen Aktenlage auseinandergesetzt und sie rechtsprechungskonform gewürdigt. Davon abgesehen, dass behandelnde Ärzte erfahrungsgemäss in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353), führten die Ärzte am Spital X.________, welche die Beschwerdeführerin bereits im Sommer 2001 wegen des diagnostizierten zervikoradikulären Syndroms C6 links, stationär behandelt hatten, nicht aus, warum sich das Fehlen einer Wurzelreizsymptomatik nicht auf die verbleibende zumutbare Arbeitsfähigkeit auswirken soll (vgl. Schreiben des Spitals X.________ vom 2. Mai 2008). Ebenso ist in beweisrechtlicher Hinsicht nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den wenig aussagekräftigen Bericht des Dr. med. D.________ (vom 12. September 2006), der einzig festhielt, dass aufgrund vermehrter Schmerzen ein verschlechterter Gesundheitszustand vorliege, ihrem Entscheid nicht zu Grunde gelegt hat. Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, die Expertise des Begutachtungszentrums (vom 20. Dezember 2007) stelle unter den dargelegten Umständen eine tragfähige Grundlage dar, um die Frage nach einer anspruchserheblichen Veränderung des Gesundheitszustandes abschliessend zu beurteilen, ist nach dem Gesagten nicht offensichtlich unrichtig. Das Gericht durfte aufgrund der im Revisionszeitpunkt fehlenden radikulären Problematik auf eine revisionsrechtlich beachtliche Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen im Sinne eines verbesserten Gesundheitszustands gegenüber dem Zeitpunkt der Rentenverfügung im Jahre 2004, schliessen (vgl. E. 3.2). Diese anspruchserhebliche Feststellung ist weder unvollständig noch beruht sie auf einer rechtsfehlerhaften, willkürlichen Beweiswürdigung. Eine Beweiswürdigung ist nicht bereits willkürlich, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst, wenn der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Fehler beruht (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56; vgl. auch BGE 135 V 2 E. 1.3 S. 4 f.). Dies trifft hier nicht zu, zumal im polydisziplinären Gutachten des Begutachtungszentrums vom 20. Dezember 2007 und im Ergänzungsschreiben vom 24. Januar 2008 ausdrücklich bestätigt wurde, dass aufgrund der sicherlich seit April /September 2007 (Verlaufsbeurteilung des Spitals X.________) fehlenden radikulären Problematik eine Verbesserung des Gesundheitszustands eingetreten sei, welcher Befund bei der Begutachtung im Dezember 2007 habe bestätigt werden können. Sodann war - entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin - bei der vorliegenden Wurzelreizsymptomatik gerade die Beurteilung des Gesundheitszustands durch einen neurologischen Experten angezeigt (vgl. Beurteilung des regionalärztlichen Dienstes vom 11. Juli 2008). 4.4.2 Schliesslich lässt sich auch die Folgerung des kantonalen Gerichts nicht beanstanden, die Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sei trotz der diagnostizierten chronischen Zervikobrachialgie links und des im Begutachtungszeitpunkt bestehenden diffusen pseudoradikulären Syndroms, für leichte und wechselbelastende Arbeiten mit Trage- und Hebelimiten von 5 bis 10 kg im Umfang von 80 % gegeben. Auf Nachfragen der IV-Stelle bekräftigte der begutachtende Dr. med. Z.________, FMH für Allgemeinmedizin, Zentrum Y.________, nach nochmaliger eingehender Diskussion der Situation mit dem Mitgutachter Dr. med. B.________, FMH für Neurologie, Zentrum Y.________, es sei aufgrund der veränderten Situation (fehlende radikuläre Symptomatik) von einer 80%igen Restarbeitsfähigkeit im beschriebenen Sinne auszugehen (Schreiben vom 24. Januar 2008). Wenn das kantonale Gericht in beweisrechtlicher Hinsicht diese Schlussfolgerungen als überzeugender ansah als die Ausführungen im Verlaufsgutachten des Spitals X.________ vom 11. April/3. September 2007, worin die Ärzte trotz der ebenfalls festgestellten fehlenden radikulären Ausfälle aus rheumatologischer Sicht (bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Diagnose eines chronischen Zervialsyndroms links), von keiner relevanten gesundheitlichen Veränderung ausgingen und weiterhin eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten attestierten, lässt sich dies nicht beanstanden, nachdem die Ärzte des Spitals X.________ nicht darlegen konnten, weshalb die intermittierende Wurzelreizsymptomatik C6 links für die Frage der zumutbaren Arbeitsfähigkeit nicht als relevant erachtet wurde (Schreiben vom 2. Mai 2008). Die vorinstanzliche Beweiswürdigung kann daher sowohl hinsichtlich der Handhabung des Beweismasses als auch im Ergebnis nicht als ermessensmissbräuchlich respektive willkürlich (Art. 9 BV) bezeichnet werden, weshalb im Rahmen der letztinstanzlich eingeschränkten Sachverhaltsüberprüfung (Art. 105 Abs. 2 BGG) kein Anlass zur Korrektur besteht. Sofern aufgrund einer wiedergekehrten radikulären Symptomatik eine Verschlechterung des Gesundheitszustands eintreten sollte, bleibt es der Beschwerdeführerin unbenommen, erneut an die Invalidenversicherung zu gelangen.