Citation: I 243/05 11.07.2005 E. 2

Unbestrittenerweise wäre die Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zu je 50 % erwerbstätig und im Haushalt beschäftigt, weshalb die Invaliditätsbemessung zu Recht nach der gemischten Methode erfolgte. Streitig und zu prüfen sind einzig die gesundheitsbedingten Einschränkungen sowohl im Erwerbs- wie auch im Haushaltsbereich, da sich die Beschwerdeführerin nicht mehr in der Lage sieht, einer inner- oder ausserhäuslichen Tätigkeit nachzugehen. 2.1 Vorinstanz und IV-Stelle stützten sich auf die Darlegungen der Hausärztin Frau Dr. med. H.________, welche mit Bericht vom 10. Januar 2003 und Ergänzungen vom 17. Mai 2003 ausführte, das wöchentliche Arbeitspensum habe vor der Operation - 1998 wurde die Versicherte wegen einer Endometriose des Rectums und einer Endometriosezyste des rechten Ovars sowie 1999 wegen einer Narbenhernie und Narbenadhäsionen operiert - 20 Stunden pro Woche betragen. Zum Beurteilungszeitpunkt bestünde in der angestammten Tätigkeit als Raumpflegerin eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit. Auf längere Sicht würde allerdings der Allgemeinzustand, skelettale und arthrotische Veränderungen, zu einer weiteren Abnahme der Arbeitsfähigkeit führen. Die Arbeitsunfähigkeit beziehe sich auf die Zeit ab 2. Februar 1999. Seit diesem Zeitpunkt sei die Versicherte ebenfalls in der Tätigkeit als Hausfrau zu 50 % eingeschränkt. Sie sollte eine leichte Arbeit zum Teil sitzend, zum Teil in Bewegung, ausführen können, wobei sie in einer behinderungsangepassten Tätigkeit ebenfalls zu 50 % arbeitsunfähig sei. 2.2 Die Beschwerdeführerin bringt keine substanziierten Einwände vor, die zu einer anderen Beurteilung führen, zumal sie sich ebenso auf den Bericht der Hausärztin vom 10. Januar 2003 stützt, welchen die Vorinstanz zu Recht als beweiskräftig erachtete. Frau Dr. med. H.________ diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine arterielle Hypertonie, einen Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit, eine Adipositas, eine beidseitige (rechts sehr schmerzhafte) Gonarthrose, eine Spondylose LWK 3/LWK 4 und LWK 4/LWK 5 sowie eine erosive Osteochondrose L4/L5 und L5/S1. Zwar führte die Ärztin aus, der Gesundheitszustand würde sich auf längere Sicht verschlechtern; eine vollständige Arbeitsunfähigkeit im hier zu beurteilenden Zeitraum kann entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin dem Bericht aber nicht entnommen werden. Hinsichtlich der geltend gemachten psychischen Leiden findet sich keinerlei Hinweis auf eine psychiatrische Erkrankung. Im vorinstanzlichen Verfahren wird denn auch vorgebracht, die psychischen Leiden seien klar ersichtlich, da bräuchte es keine medizinischen Belege. Die behandelnden Ärzte wüssten aber um eine solche Erkrankung. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bringt die Versicherte vor, das Gericht solle mit der behandelnden Psychiaterin in Kontakt treten. Den Akten kann entnommen werden, dass sie seit ihren Operationen in den Jahren 1998 und 1999 trotz der geltend gemachten psychischen Leiden ausschliesslich in hausärztlicher Behandlung war, welche Ärztin in ihrem Bericht nicht auf eine bestehene psychische Problematik hinweist. Wäre ein krankhafter psychischer Gesundheitszustand aufgetreten oder zumindest ein solcher Verdacht entstanden, hätte die Allgemeinpraktikerin als sorgfältige Ärztin einen psychiatrischen Facharzt beigezogen oder eine Überweisung an einen solchen veranlasst. Eine psychiatrische Erkrankung ist auch deshalb nicht überwiegend wahrscheinlich, da Hausärzte im Hinblick auf ihre Vertrauensstellung erfahrungsgemäss eher bereit sind, zu Gunsten ihrer Patienten auszusagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Auch bei einer allenfalls selbst an die Hand genommenen psychiatrischen Behandlung ist nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdeführerin gegenüber ihrer Hausärztin hievon nicht berichtet hätte. Die letztinstanzlich erwähnte Psychiaterin wird sodann nicht einmal namentlich genannt (vgl. BGE 125 V 195 Erw. 2). Vor diesem Hintergrund durften Vorinstanz und Verwaltung ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes von der Einholung ergänzender Berichte absehen, sodass auch letztinstanzlich von weiteren Beweiserhebungen in medizinischer Hinsicht keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind. Von der beantragten Überweisung an eine Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) der Invalidenversicherung ist daher abzusehen (antizipierte Beweiswürdigung; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b mit Hinweis auf BGE 124 V 94 Erw. 4b und 122 V 162 Erw. 1d). Sollte sich der Gesundheitszustand oder dessen erwerbliche Auswirkungen seit dem Einsprachezeitpunkt erheblich verschlechtert haben, bleibt es der Beschwerdeführerin unbenommen, um revisionsweise Neubeurteilung des Leistungsanspruchs zu ersuchen.