Citation: I 617/06 12.01.2007 E. 5

5.1 Die Vorinstanz ist von einem zutreffenden Rechtsbegriff der invalidenversicherungsrechtlich relevanten psychischen Gesundheitsstörung ausgegangen. Der Beschwerdeführerin ist zwar beizupflichten, dass eine Leistung der Invalidenversicherung nicht (allein) mit der Begründung verweigert werden kann, ein psychisches Leiden sei (auch) durch eine soziokulturelle Überforderung verursacht. Vorausgesetzt ist aber doch, dass ein von einer derartigen invaliditätsfremden Situation unterscheidbares, von ihr verselbstständigtes psychisches Leiden vorliegt, das für sich allein Krankheitswert hat (BGE 127 V 299 Erw. 5a). Davon ist auch die Vorinstanz ausgegangen und hat des Weiteren festgestellt, dass den ärztlichen Unterlagen kein verselbstständigter psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert entnommen werden könne. Dabei handelt es sich um eine für das Bundesgericht im Rahmen von Art. 132 Abs. 2 OG (in Kraft seit 1. Juli 2006) verbindliche Feststellung (Erw. 2 hievor). Die Beschwerdeführerin, welche geltend macht, aufgrund einer psychischen Krankheit arbeitsunfähig zu sein, bringt vor, das kantonale Gericht habe verschiedene Arztberichte unberücksichtigt gelassen. Sie behauptet damit sinngemäss eine unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. Diese Rüge ist unbegründet. Das kantonale Gericht hat den Bericht des Dr. med. E.________ vom 19. Februar 2003 mit der darin enthaltenen Diagnose unter Stellungnahme zur Arbeitsunfähigkeit erwähnt. Auch der Bericht des Psychiatrischen Dienstes X.________ vom 11. Mai 2004 ist entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin nicht unbeachtet geblieben, sondern mit seiner Beurteilung korrekt wiedergegeben worden. Darin wird bestätigt, dass die Versicherte vor allem durch ihre psychosoziale Situation belastet ist. Der Bericht des Dr. med. B.________ vom 20. Januar 2005, wonach abweichend von den früheren Angaben des gleichen Arztes vom 26. Oktober 2004 eine primäre psychische Krankheit bestehe, welche Ursache (und nicht Folge) der belasteten psychosozialen Situation sei, wurde im angefochtenen Entscheid gewürdigt. Nicht einbezogen hat die Vorinstanz den Bericht der Klinik Y.________ vom 1. März 2004. Stattdessen hat sie sich mit dem aktuelleren Bericht der nämlichen Klinik vom 13. September 2004 auseinandergesetzt. Das Zeugnis des Dr. med. K.________ vom 15. Januar 2005 stammt aus der Zeit nach Erlass des Einspracheentscheides (vom 3. Dezember 2004) und ist wenig aussagekräftig; im Übrigen geht offenbar auch Dr. K.________ davon aus, dass die Schmerzen, die er behandelt hat, auf eine psychosoziale Überforderung hindeuten, auch wenn ein solcher Zusammenhang nie thematisiert wurde.