Citation: 2C_664/2023 E. 7.2

7.2. Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, sie sei während der mündlichen Prüfungen in ihrer Konzentration gestört worden. Ein defektes Türschloss habe zu Verzögerungen und Ablenkungen geführt. Zudem sei der Prüfungsraum schlecht gegen Schall isoliert gewesen. Entgegen der Vorinstanz seien die Einwendungen nicht zu spät erfolgt. Sie habe sich auf die Fragen der Prüferinnen und Prüfer konzentrieren wollen; Beanstandungen während der Prüfung seien daher nicht möglich und nach der Prüfung sinnlos gewesen. Ob es zumutbar war, in einer mündlichen Prüfungssituation unter Zeitdruck und bei wechselnden Prüferinnen und Prüfern unmittelbar darauf aufmerksam zu machen, dass es aufgrund des defekten Türschlosses und der angeblich schlechten Schallisolation zu Verzögerungen und Beeinträchtigungen der Konzentration gekommen war (vgl. BGE 147 I 73 E. 7.1), kann offen bleiben. Die Beschwerdeführerin wäre nach Treu und Glauben mindestens gehalten gewesen, gleich im Anschluss an die mündlichen Prüfungen ihre Beanstandungen protokollieren zu lassen. Wie die Vorinstanz zu Recht erwog, verstösst es jedenfalls gegen Treu und Glauben, die entsprechenden Rügen erst nach Erhalt der negativen Prüfungsergebnisse vorzubringen.