Citation: 4A_350/2020 E. B

Mit Klagen vom 12. Dezember 2017 und 13. Februar 2018 machte die Klägerin gegenüber den Beklagten Forderungen aus Lieferungen pharmazeutischer Produkte sowie aus einer Vertragsstrafe aufgrund Nichterreichens von vereinbarten Mindestabnahmemengen geltend. Sie forderte in erster Klage EUR 2'201'434.20 und in der zweiten Klage EUR 3'292'881.40 (Begehren 1) resp. EUR 2'953'664.50 (Begehren 2), alles zuzüglich Zins zu 2% pro Monat auf unterschiedlichen Teilbeträgen. Am 6. Mai 2020 hiess das Obergericht des Kantons Bern als Handelsgericht die beiden vereinigten Klagen insofern gut, als es die Beklagten unter solidarischer Haftbarkeit verurteilte: der Klägerin EUR 5'594'534.61 zu bezahlen, zuzüglich: - Zins zu 2% pro Monat auf EUR 566'924.40 seit 4. November 2017; - Zins zu 2% pro Monat auf EUR 634'041.00 seit 11. November 2017; - Zins zu 2% pro Monat auf EUR 351'000.00 seit 19. November 2017; - Zins zu 2% pro Monat auf EUR 649'468.80 seit 24. November 2017; - Zins zu 2% pro Monat auf EUR 415'686.60 seit 10. Dezember 2017; - Zins zu 2% pro Monat auf EUR 55'080.00 seit 22. Dezember 2017; - Zins zu 2% pro Monat auf EUR 1'008'950.57 seit 26. Dezember 2017; - Zins zu 2% pro Monat auf EUR 1'813'134.24 seit 9. Januar 2018; - Zins zu 5% pro Jahr auf EUR 100'219.00 seit 1. Januar 2018. Soweit weitergehend wies das Handelsgericht die Klagen ab. Die Gerichtskosten, bestimmt auf Fr. 410'000.00, auferlegte es zu 34% der Klägerin und zu 66% den Beklagten. Diese wurden unter solidarischer Haftbarkeit verurteilt, der Klägerin Fr. 270'600.-- (66% von 410'000.--) an Verfahrenskosten zu ersetzen und Fr. 95'614.55 (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer) als Parteientschädigung.