Citation: 5C.257/2003 30.06.2006 E. 5

Weiter rügt der Kläger eine Verletzung der Bestimmungen über die Enterbung (Art. 477 Ziff. 2 ZGB und Art. 479 Abs. 1 ZGB). Er führt aus, der Enterbungsgrund sei in der Verfügung von Todes wegen nicht ausreichend begründet. 5.1 Das Kantonsgericht ist auf die Herabsetzungsklage nicht eingetreten, weil der Leitschein des Vermittleramtes nur das Rechtsbegehren der Ungültigkeit der Verfügung von Todes wegen enthalten habe. Zudem seien Ungültigkeits- und Herabsetzungsklage nicht identische Klagen und die Voraussetzungen einer Klageänderung nach kantonalem Prozessrecht nicht erfüllt. Darüber hinaus habe der Kläger in der Berufungsschrift ans Kantonsgericht das vor Bezirksgericht gestellte Herabsetzungsbegehren wieder fallen gelassen. Im Rahmen einer Eventualerwägung ist das Kantonsgericht schliesslich zum Schluss gelangt, dass die Herabsetzungsklage ohnehin auch materiell abzuweisen wäre. 5.2 Beruht ein angefochtener Entscheid - wie hier - auf mehreren Begründungen, muss der Berufungskläger alle anfechten und zwar mit dem jeweils richtigen Rechtsmittel, sonst tritt das Bundesgericht auf seine Vorbringen nicht ein (BGE 115 II 300 E. 2a S. 302; 131 III 595 E. 2.2 S. 598). Soweit das Kantonsgericht auf die Herabsetzungsklage aus formellen Gründen nicht eingetreten ist, war gegen den Entscheid die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde an das Kassationsgericht möglich. Das Kassationsgericht hat in seinem Urteil vom 7. Februar 2006 die entsprechenden Rügen des Klägers denn auch behandelt und schliesslich abgewiesen. Den Entscheid des Kassationsgerichts hat der Kläger beim Bundesgericht nicht angefochten. Damit kann in diesem Punkt auf die Berufung nicht eingetreten werden.