Citation: 2C_782/2013 E. 3

Im Zusammenhang mit dem Verkehrsdelikt von 2008 lässt er vortragen, er habe damals "niemanden gefährdet". Die gegenteilige Feststellung des Verwaltungsgerichts sei aktenwidrig. Für den migrationsrechtlichen Entscheid müsse davon ausgegangen werden, dass er bei keinem seiner Delikte in irgendeiner Form Leib und Leben anderer Menschen gefährdet habe. Die Vorinstanz hat erwogen, der Beschwerdeführer habe andere Verkehrsteilnehmer "in Gefahr" gebracht, ohne zu präzisieren, ob er dies abstrakt oder konkret getan hat. Daraus ergibt sich aber nicht, dass die zur Beurteilung dieser Rechtsfrage erforderlichen tatsächlichen Verhältnisse offensichtlich unrichtig festgestellt worden wären (BGE 114 IV 63 nicht publ. E. 4) : Nach den verbindlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts fuhr der Beschwerdeführer zunächst mit massiv überhöhter Geschwindigkeit durch die Strassen und schliesslich in einen Baum. Aus dem Urteil des Obergerichts vom 24. Februar 2012 ergibt sich überdies, dass der Beschwerdeführer nicht bloss der einfachen, sondern der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG schuldig gesprochen wurde, d.h. er hat eine wichtige Verkehrsvorschrift in objektiv schwerer Weise missachtet und die Verkehrssicherheit ernstlich gefährdet. Eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer ist nicht erst bei einer konkreten, sondern bereits bei einer erhöhten abstrakten Gefährdung gegeben (BGE 131 IV 133 E. 3.2 S. 136). Eine solche liegt hier jedenfalls vor, nachdem der Beschwerdeführer innerorts um mindestens 50 km/h zu schnell gefahren ist (so schon das erstinstanzliche Urteil des Bezirksgerichts vom 26. Juli 2011, S. 73). Diese sehr massive Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit stellt eine beträchtliche Gefährdung für andere dar und offenbart ein erhebliches Mass an Rücksichtslosigkeit (vgl. Urteil 2C_536/2013 vom 30. Dezember 2013 E. 2.5.3, unter Verweis auf Art. 90 Abs. 3 und 4 SVG in der Fassung vom 15. Juni 2012). Dies fällt auch im Rahmen der nachfolgenden Verhältnismässigkeitsprüfung ganz erheblich zu Lasten des Beschwerdeführers ins Gewicht (vgl. sogleich).