Citation: 5A_111/2016 E. 6.2.4

6.2.4. Wie ihre Ausführungen vor Bundesgericht zeigen, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend, schon im erstinstanzlichen Verfahren konkret behauptet zu haben, dass der Beschwerdegegner aus dem Betrieb des Hotels in X.________ einen monatlichen Betriebsgewinn von Fr. 12'000.-- erziele. Sie meint vielmehr, sie habe sich vor erster Instanz mit der Behauptung begnügen können, dass der Beschwerdegegner aus dem Hotelbetrieb in X.________ einen Gewinn erziele, und mit dem Beweisantrag, den Beschwerdegegner dazu zu befragen und alle "einkommensrelevanten Unterlagen" zu edieren. Sie täuscht sich jedoch, wenn sie meint, den erstinstanzlichen Prozess im Berufungsverfahren einfach weiterführen und ihre pauschalen Behauptungen aus dem erstinstanzlichen Verfahren vor der Berufungsinstanz nachträglich substantiieren zu können. Allein der Einwand, der Beschwerdegegner habe den fraglichen Hotelbetrieb "ja ohnehin erst im Laufe des erstinstanzlichen Scheidungsverfahrens" gegründet und mit zunehmendem Erfolg betrieben, hilft ihr nicht weiter. Die Beschwerdeführerin hätte im Berufungsverfahren den Finger auf allfällige Fehler des erstinstanzlichen Richters legen und insbesondere dartun müssen, inwiefern die erwähnten Beweisanträge im erstinstanzlichen Verfahren zu Unrecht übergangen oder abgewiesen wurden. Dass ihr solches widerfahren wäre und dass sie sich dagegen vor dem Kantonsgericht vergeblich gewehrt hätte, zeigt die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nicht auf und ist auch nicht ersichtlich. Zu Recht kommt die Vorinstanz deshalb zum Schluss, die besagte Behauptung betreffend ein angebliches monatliches Einkommen aus dem Hotelbetrieb von Fr. 12'000.-- sei im Berufungsverfahren neu. Mit den weiteren Erwägungen des Kantonsgerichts zu den Voraussetzungen gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO setzt sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander. Insbesondere stellt sie - für den Fall, dass die streitige Behauptung als neu gelten muss - auch die vorinstanzliche Erkenntnis nicht in Abrede, wonach sie nicht begründet habe, weshalb es ihr nicht zumutbar war, die fragliche Tatsachenbehauptung vor erster Instanz vorzubringen.