Citation: 6B_743/2010 13.12.2010 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz. Diese habe den Sachverhalt offensichtlich falsch festgestellt, die Beweise willkürlich gewürdigt und den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt (Beschwerde S. 3 ff.). 3.1 Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willkürlich ist (BGE 134 IV 36 E. 1.4.1 S. 39). Wird die Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willkürlichen Anwendung von kantonalem Recht und Willkür bei der Feststellung des Sachverhalts) gerügt, gelten qualifizierte Anforderungen an die Beschwerdebegründung. Diese Fragen prüft das Bundesgericht nur, wenn eine entsprechende Rüge in der Beschwerde substantiiert begründet vorgebracht worden ist. Das bedeutet, dass klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit Hinweisen). 3.2 Die Vorinstanz würdigt verschiedene Beweismittel. Sie erachtet die Aussagen des Beschwerdegegners 2 als glaubhaft, schlüssig und im Kerngeschehen übereinstimmend. Insbesondere deren Detailreichtum spreche für ihre Glaubhaftigkeit. Im Wesentlichen habe dieser ausgeführt, er sei auf dem Friedhof beschäftigt gewesen, als der Beschwerdeführer aufgetaucht sei und sich vor ihm hingestellt habe. Nach einem Wortgefecht habe ihm dieser einen Faustschlag mitten in sein Gesicht versetzt, worauf sogleich seine Nase geblutet habe. Das Blut, das sich in seinem Mund wegen der aufgeplatzten Lippe angesammelt habe, habe er ausgespuckt. Nachdem der Beschwerdeführer weggegangen sei, habe er umgehend seine Vorgesetzte informiert. Auf ihren Wunsch sei der Kanzleiangestellte K.________ auf dem Friedhof erschienen, um ihn und den "Standort" zu fotografieren. Die Vorinstanz hält fest, die klaren und nachvollziehbaren Äusserungen des Beschwerdegegners 2 seien im Weiteren durch Arztberichte und die unmittelbar nach dem Ereignis angefertigten Bildaufnahmen bestätigt (angefochtenes Urteil S. 9 ff. und 14 f.). Sie verneint hingegen die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschwerdeführers, da diese auffallend vage, farblos und stereotyp sowie teilweise widersprüchlich seien. Es sei insbesondere nicht ersichtlich, weshalb er in der telefonischen Befragung durch die Polizei, nachdem der Polizeibeamte ihn über die ihm vorgeworfene Tat informiert habe, hätte fragen sollen, ob jemand den Vorfall gesehen habe. Auch seine Mutmassung darüber, wie der Beschwerdegegner 2 (sonst) zu den Verletzungen habe kommen können, seien lebensfremd. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, der Sachverhalt sei gemäss den glaubhaften Aussagen des Beschwerdegegners 2 erstellt (angefochtenes Urteil S. 10 ff. und 15 f.). 3.3 Soweit der Beschwerdeführer den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz und ihrer ausführlichen Beweiswürdigung lediglich seine eigene Sicht der Dinge gegenüberstellt, ohne näher zu erörtern, inwiefern der angefochtene Entscheid (auch) im Ergebnis schlechterdings unhaltbar sein soll, erschöpfen sich seine Vorbringen in unzulässiger appellatorischen Kritik. Darauf ist nicht einzutreten. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn er pauschal behauptet, er habe jeweils wahrheitsgetreu ausgesagt (Beschwerde S. 4 und 11) und den Beschwerdegegner 2 nicht geschlagen (Beschwerde S. 6 und 11), oder wenn er vorbringt, die Möglichkeit der Selbstverletzung mit dem Besenstiel sei nicht unrealistisch (Beschwerde S. 10). 3.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, der Beschwerdegegner 2 habe mit der zu den Akten eingereichten Fotografie, welche Blutspuren auf einem Gully zeige, und durch seine diesbezüglichen Aussagen über den genauen Ort des behaupteten Geschehens täuschen wollen. Deshalb sei er unglaubwürdig (Beschwerde S. 5 f.). Der Einwand ist unbegründet. Der Beschwerdegegner 2 wollte mit der von ihm eingereichten Fotoaufnahme seine Verletzungen und nicht den genauen Ort des Ereignisses auf dem Friedhofgelände belegen. Dieser ist zudem für die Frage, ob der Beschwerdeführer die ihm vorgeworfene Tat beging, nicht relevant. 3.5 Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, der Zeuge Z.________ sei nicht glaubwürdig (Beschwerde S. 7 ff.). Dieser Zeuge war am inkriminierten Vorfall nicht anwesend und ist demgemäss für dessen Abklärung nicht von Bedeutung. Die Vorinstanz hat seine Aussagen gewürdigt, um die Begleitumstände der Tat zu erforschen. Es ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht dargelegt, inwiefern die Frage der Glaubwürdigkeit des Zeugen Z.________ für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein könnte. Auf die Rüge ist nicht einzutreten. 3.6 Der Beschwerdeführer wendet ein, anlässlich der telefonischen Befragung habe ihm der Polizeibeamte eine suggestive Frage gestellt. Damit habe dieser § 106 Abs. 2 StPO/NW verletzt, wonach insbesondere verfängliche Fragen und Vorspiegelung unbewiesener Tatsachen, namentlich zur Erwirkung eines Geständnisses, nicht gestattet seien (Beschwerde S. 10). Auf diese Rüge ist mangels Erschöpfung des Instanzenzugs nicht einzutreten. Der Beschwerdeführer hätte sie mit der Appellation an die Vorinstanz geltend machen müssen (§ 154 ff StPO/NW), was er nicht tat. Mithin liegt diesbezüglich kein Entscheid einer letzten kantonalen Instanz im Sinne von Art. 80 Abs. 1 BGG vor. 3.7 Der Beschwerdeführer rügt sinngemäss eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" als Beweislastregel (Beschwerde S. 3 und 11). Die Rüge ist unbegründet. Aus den vorinstanzlichen Erwägungen ergibt sich nicht, dass die Vorinstanz von der falschen Überzeugung ausgeht, der Beschwerdeführer habe seine Unschuld zu beweisen, und dass sie ihn verurteilt, weil ihm dieser Beweis misslang (siehe hierzu BGE 127 I 38 E. 2a S. 40). Die Vorinstanz verurteilt ihn vielmehr deshalb, weil sie in Würdigung der Aussagen keine Zweifel daran hat, dass er die ihm angelastete Tat beging (angefochtenes Urteil S. 16).