Citation: 5A_669/2021 E. 3.2

3.2. Strittig ist dabei der Beizug des von der VRK im Jahre 2018 eingeholten Gutachtens (vgl. vorne Bst. A.c) zum Entscheid. Das Kantonsgericht erwog, dem knapp dreijährigen Gutachten mangle es nach Massgabe der jüngsten Rechtsprechung grundsätzlich zwar an Aktualität, weshalb es für die Beurteilung der Betreuungsform nur begrenzt aussagekräftig sei. Indes hätten sich die Rahmenbedingungen seit seiner Erstellung nur unwesentlich verändert, und zwar insoweit, als C.________ nun auch einen Halbbruder väterlicherseits habe. Hieraus würden sich aber keine Fachfragen ergeben, die das Gericht nicht ohne Begutachtung berücksichtigen könne, zumal die Eltern je einmal und das Kind zweimal angehört worden seien und die regelmässigen Berichte der Beistände vorliegen würden. Auch die Eltern würden keine neuen Fachfragen aufwerfen, die eine gutachterliche Abklärung nötig machen würden. Beide Parteien hätten denn auch explizit angegeben, ein neues Gutachten sei nicht notwendig. Zudem würde das Gutachten nur noch vereinzelt beigezogen und es werde nur auf nach wie vor noch gültige Gutachtensteile abgestellt. An anderer Stelle führt das Kantonsgericht aus, die jüngsten Ereignissen und Verhaltensweisen der Kindseltern sowie der persönliche Eindruck, der das Gericht sich von den Eltern gemacht habe, würden sich mit den Einschätzungen im Gutachten decken.