Citation: 6B_594/2024 E. 3.1.3

3.1.3. Die Vorinstanz hält fest, die Staatsanwaltschaft habe die Äusserungen der Beschwerdeführerin bereits in der Anklageschrift als Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB gewürdigt, während die Erstinstanz vom Straftatbestand der Diskriminierung und des Aufrufs zu Hass im Sinne von Art. 261bis Abs. 4 StGB ausgegangen sei. Dieser schärfere Straftatbestand konsumiere den Tatbestand der Beschimpfung. Daher habe die Erstinstanz sich nicht mehr dazu äussern müssen. Eine Verurteilung wegen Beschimpfung an Stelle eines Schuldspruchs wegen Diskriminierung und Aufruf zu Hass stelle für die Beschwerdeführerin weder einen schärferen Schuldspruch noch eine härtere Strafe dar.