Citation: 5P.39/2006 31.03.2006 E. A

Im Eheschutzverfahren zwischen X.________ und Y.________ stellte der Einzelrichter des Bezirks Schwyz im Rahmen der Hauptverhandlung vom 21. April 2005 fest, dass X.________ auf Grund ihrer mangelnden Deutschkenntnisse nicht in der Lage war, ein Eheschutzgesuch zu stellen und zu begründen. Daher wurde die Verhandlung vertagt, damit X.________ zur Wahrung ihrer Interessen einen Rechtsanwalt beiziehen konnte. Am 4. Mai 2005 stellte X.________ - nunmehr anwaltlich vertreten - diverse Anträge in Bezug auf das Getrenntleben. Zudem stellte sie den formellen Antrag, Y.________ sei zu verpflichten, ihrem Rechtsanwalt für das Eheschutzverfahren einen Honorar- und Auslagenvorschuss in der Höhe von einstweilen Fr. 3'000.-- zu bezahlen. Eventualiter sei ihr der von ihr beauftragte Rechtsanwalt als unentgeltlicher Rechtsbeistand beizustellen. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 13. Juni 2005 schlossen die Ehegatten einen Vergleich über die Regelung des Getrenntlebens ab. In Bezug auf die Kosten wurde darin Folgendes vereinbart: "Die Gerichtskosten tragen die Ehegatten je zur Hälfte. Die ausserrechtlichen Kosten werden gegenseitig wettgeschlagen." Mit Verfügung vom 15. Juli 2005 genehmigte der Einzelrichter den Vergleich. Die Gerichtskosten legte er den Ehegatten unter solidarischer Haftung je zur Hälfte auf und schlug die ausserrechtlichen Kosten wett. Über die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege enthielt dieser Entscheid keine Regelung.