Citation: 8C_130/2023 E. 4.1.3

4.1.3. Was die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, ist unbehelflich. Das von ihr zur Begründung ihres Standpunktes zitierte Urteil 9C_525/2020 vom 29. April 2021 betraf die Konstellation, bei der der versicherten Person vorgängig lediglich eine Gutachterperson bekanntgegeben worden war, obwohl sie schliesslich von zwei verschiedenen Sachverständigen im gleichen Umfang untersucht wurde, was Art. 44 ATSG verletzte (vgl. zu dieser Problematik auch BGE 146 V 9 E. 4.2; Urteil 8C_171/2022 vom 8. November 2022 E. 4.5). Hinzu kam, dass die Hauptgutachterin die Expertise nicht mitunterzeichnet hatte und darüber hinaus ihre Qualifikation als neuropsychologische Gutachterin fraglich war. Im hier zu beurteilenden Fall wurden der Beschwerdeführerin indessen vorgängig unbestrittenermassen die Namen sämtlicher an der neurologischen Begutachtung beteiligten Sachverständigen bekanntgegeben und es steht ausser Frage, dass es sich bei allen drei um Fachärzte für Neurologie handelt. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass der fallführende Arzt Prof. Dr. med. B.________ aufgrund seiner mehrjährigen Erfahrung im Fachbereich Neurologie in der Lage war, die Kohärenz der Untersuchungsergebnisse sowie Einschätzungen seiner Kollegen zu beurteilen, zu visieren sowie sich darauf stützend an der Konsensbeurteilung zu äussern. Soweit die Beschwerdeführerin andeutet, in der interdisziplinären Konsensbeurteilung seien wesentliche Aspekte des neurologischen Teilgutachtens unerwähnt geblieben, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden. In der Konsensbeurteilung wurden medizinische Massnahmen und Therapien zur Behandlung der Migräne empfohlen. Dass nicht weiter auf die im neurologischen Teilgutachten erwähnte Möglichkeit einer Erhöhung der Anfallfrequenz bei Wiederaufnahme der Berufstätigkeit und eine allenfalls notwendige Reevaluation eingegangen wurde, schmälert den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens nicht.