Citation: 4A_92/2019 E. 3.5

3.5. Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe Art. 152 ZPO verletzt und sei in Willkür verfallen, indem sie auf die Einholung des beantragten bidisziplinären Gutachtens verzichtet habe. Im Versicherungsbereich würden stets Gutachten eingeholt, bei welchen anhand des vorhandenen Materials und insbesondere der Krankengeschichte die Arbeitsunfähigkeit rückwirkend beurteilt werde. Der Beschwerdeführer geht selbst davon aus, eine psychiatrische Beurteilung hätte anhand der vorhandenen echtzeitlichen Dokumente zu erfolgen. Entgegen der Vorinstanz ist er aber der Ansicht, ein Gutachter könnte anhand der Berichte von Dr. F.________ seinen psychischen Zustand rückwirkend beurteilen. Die Vorinstanz hat ausführlich begründet, dass es den Berichten und Beurteilungen von Dr. F.________ namentlich an Objektivität und Distanz mangle und sie diese daher nicht als taugliche Grundlage für ein Aktengutachten erachte. Zudem fehle es an den erforderlichen Angaben, welche eine psychiatrische Aktenbeurteilung erlauben würden (vgl. hiervor E. 3.1.1). Damit setzt sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nicht hinreichend auseinander (vgl. hiervor E. 2.1). Er zeigt insbesondere nicht auf, inwiefern die Berichte von Dr. F.________ - entgegen der Vorinstanz - einem Gutachter erlaubt hätten, die vom Beschwerdeführer geltend gemachte, psychiatrisch begründete Arbeitsunfähigkeit retrospektiv zu beurteilen. Bezüglich des beantragten somatischen Teilgutachtens hat die Vorinstanz insbesondere berücksichtigt, dass sich aus den Ausführungen Dr. G.________s im Bericht vom 30. Januar 2017 nicht ableiten lasse, es habe bereits vor Ende 2016 eine anspruchsrelevante Arbeitsunfähigkeit bestanden, insbesondere weil Dr. G.________ in seinem Bericht einen raschen Progress seit dem Übergang vom Jahr 2016 auf das Jahr 2017 festgestellt habe (vgl. hiervor E. 3.1.2). Zudem hat die Vorinstanz auch beachtet, dass der Beschwerdeführer unbestritten auch nach dem Unfall im Jahr 2009 bis zur Kündigung mit einem Pensum von (mindestens) 60 % gearbeitet hat, mithin nicht arbeitsunfähig war. Schliesslich hat die Vorinstanz den Umstand berücksichtigt, dass taugliche Befundberichte bis zur Untersuchung durch Dr. G.________ nicht vorlägen. Mit diesen Ausführungen setzt sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nicht hinreichend auseinander. Er macht bloss pauschal geltend, es hätte auf die Berichte von Dr. D.________ abgestellt werden können, ohne sich jedoch mit den diesbezüglichen Einwänden der Vorinstanz (vgl. hiervor E. 3.1.2) auseinanderzusetzen. Damit vermag er die antizipierte Beweiswürdigung der Vorinstanz nicht als willkürlich auszuweisen (vgl. hiervor E. 2.3.2). Die Rüge geht daher insgesamt fehl. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, inwiefern der Verzicht auf die Einholung des beantragten bidisziplinären Gutachtens in antizipierter Beweiswürdigung offensichtlich unrichtig sein soll.