Citation: 9C_267/2018 E. 4.1.1

4.1.1. Das kantonale Gericht stellte verbindlich (oben E. 1.1) fest, dass der Beschwerdeführer mit seiner selbständigen Erwerbstätigkeit im Jahr 2014 einen Verlust von Fr. 31'645.77, im Jahr 2015 einen solchen von Fr. 9'431.29 und im Jahr 2016 einen Gewinn von Fr. 3'804.95 erwirtschaftete. Hinzu kamen Einkünfte aus Nebenerwerbstätigkeiten von jährlich rund Fr. 26'000.-. Im Ergebnis mit der Vorinstanz kann jedoch nicht - mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125 i.f. mit Hinweis; Urteil 9C_276/2018 vom 7. Juni 2018 E. 2.2) - davon ausgegangen werden, dass dieser effektiv erzielte Verdienst dem in der angestammten Tätigkeit zumutbarerweise noch erzielbaren (Art. 16 ATSG) entspricht. 4.1.1.1. Nach der Darstellung des Beschwerdeführers ist seine Erwerbseinbusse in den Jahren nach dem Unfall darauf zurückzuführen, dass ihn der Gesundheitsschaden (Amputation des linken Unterschenkels oberhalb des Knies, vgl. Sachverhalt lit. A) zunächst während einiger Zeit "ans Spitalbett gefesselt hat und er deshalb Mandate und Marktstellung verloren hat". Hierbei handle es sich um erwerbliche Auswirkungen des Gesundheitsschadens, für die die Invalidenversicherung einzustehen habe. Mit dieser Argumentation verkennt der Versicherte indes, dass die Invalidenversicherung (nur) für die erwerblichen Folgen der Arbeitsunfähigkeit einzustehen hat, die nach Ablauf eines "Wartejahres" seit Eintritt des Gesundheitsschadens noch besteht. Für die erwerblichen Folgen der Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres hat sie dagegen nicht aufzukommen (Art. 8 Abs. 1 und Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). Dies gilt auch, wenn sich die Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres erst nach dessen Ablauf, mithin mit zeitlicher Verzögerung, auswirkt. Eine solche Konstellation ist hier zu beurteilen, bestreitet der Beschwerdeführer doch die - nicht offensichtlich unrichtige, und für das Bundesgericht deshalb verbindliche (vgl. E. 1.1 oben) - Feststellung der Vorinstanz nicht, wonach er seit Januar 2014 - noch vor Ablauf des Wartejahres - in der angestammten, selbständigen Haupterwerbstätigkeit als Personalvermittler zu 75 % arbeitsfähig ist, sondern führt seine späteren Erwerbseinbussen auf die (höhere) Arbeitsunfähigkeit direkt nach dem Unfallgeschehen (im April 2013, vgl. Sachverhalt lit. A oben) zurück. Mit dem kantonalen Gericht hat sich dabei aber ein Risiko verwirklicht, das nicht von der Invalidenversicherung abzudecken ist. Auf den in den Jahren nach dem Unfall effektiv erzielten Verdienst darf deshalb für die Berechnung des zumutbarerweise noch erzielbaren Invalideneinkommens nicht abgestellt werden. 4.1.1.2. Zu keinem anderen Ergebnis führt die - auf den vorliegenden Fall transponierbare - Rechtsprechung, wonach die in den ersten Jahren nach Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit effektiv erzielten Einkünfte für die Höhe der erreichbaren Einkünfte wenig repräsentiv sind, weshalb auf sie in der Regel nicht abgestellt werden darf (vgl. etwa Urteil 9C_148/2016 vom 2. November 2016 E. 2.2). Nachdem der Beschwerdeführer geltend macht, während der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit seine Marktstellung eingebüsst zu haben, ist ab Januar 2014 (Zeitpunkt der Wiedererlangung der 75 %igen Arbeitsfähigkeit) von einer Periode des Wiederaufbaus auszugehen. Dies steht auch im Einklang mit den vom Versicherten vorgelegten Erfolgsrechnungen der Kommanditgesellschaft "B.________", aus denen erhellt, dass die Erträge aus "Personalvermittlung" (unter Ausklammerung der Erträge aus "Personalvermittlung durch Dritte") in den Jahren 2014 und 2015 (mit ca. Fr. 100'000.- bis Fr. 120'000) knapp die Hälfte der Erträge der Jahre vor dem Unfall (ca. Fr. 220'000.- bis Fr. 250'000.- in den Jahren 2010 bis 2012) betrugen und bereits im Jahr 2016 wieder annähernd das Niveau vor dem Unfall erreichten (ca. Fr. 200'000.-). Auch aus diesem Grund verbietet sich die Annahme, der während der Wiederaufbauphase erzielte Verdienst würde dem - allein unter Berücksichtigung der invaliditätsbedingtenerwerblichen Einbusse (vgl. E. 4.1.1.1 soeben) - zumutbarerweise noch erzielbaren Einkommen entsprechen.