Citation: 4D_2/2019 E. 3

Der Beschwerdeführer rügt eine Gehörsverletzung, überspitzten Formalismus sowie Willkür, da ihm die Vorinstanz verwehrt habe, eine freigestellte Stellungnahme zur Berufungsantwort zu erstatten. Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK haben die Parteien eines Gerichtsverfahrens Anspruch auf rechtliches Gehör. Diese Garantie umfasst auch das Recht, von den beim Gericht eingereichten Stellungnahmen Kenntnis zu erhalten und sich dazu äussern zu können, unabhängig davon, ob diese Eingaben neue und erhebliche Gesichtspunkte enthalten (BGE 144 III 117 E. 2.1; 142 III 48 E. 4.1.1 S. 52 f.; je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung muss die Partei, die eine Stellungnahme zu einer ihr zur Kenntnisnahme zugestellten Vernehmlassung für erforderlich hält, diese grundsätzlich unverzüglich einreichen oder beantragen (BGE 133 I 100 E. 4.8 mit Hinweisen). Laut den verbindlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid wurde nach dem Eingang der Berufungsantwort der Beschwerdegegnerin vom 12. Oktober 2018 kein weiterer Schriftenwechsel angeordnet, sondern die Eingabe mit Verfügung vom 15. Oktober 2018 dem Beschwerdeführer "zur freigestellten Stellungnahme innert einer nicht erstreckbaren Frist bis spätestens 25. Oktober 2018 (Eingang beim Obergericht) " zugestellt. Damit - so die Erklärung der Vorinstanz - sei dem Beschwerdeführer keine Frist angesetzt worden, "die verlängert werden könnte", sondern angegeben worden, bis zu welchem Zeitpunkt das Gericht seinen Entscheid aussetze, falls der Beschwerdeführer von seinem Replikrecht Gebrauch machen sollte. Mit Eingabe vom 25. Oktober 2018 ersuchte der Beschwerdeführer, ihm sei die Frist zur Stellungnahme "zufolge Arbeitsüberlastung" um 20 Tage zu verlängern. Aus den kantonalen Akten ergibt sich, dass das Fristerstreckungsgesuch am 26. Oktober 2018 beim Obergericht einging und dem Beschwerdeführer in der Folge umgehend per E-Mail mitgeteilt wurde, dass die Frist "gemäss Verfügung vom 15. Oktober 2015" nicht erstreckbar sei. Somit hätte der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer Gelegenheit gehabt, sich zur Berufungsantwort der Beschwerdegegnerin zu äussern, bevor das Obergericht am 14. November 2018 das Urteil fällte. Der Beschwerdeführer tut jedenfalls nicht dar, aus welchen Gründen es ihm unmöglich gewesen wäre, innert der angesetzten Frist sein Replikrecht auszuüben oder dem Obergericht unverzüglich und substanziiert darzulegen, weshalb er dazu nicht in der Lage sein würde. Ohnehin begnügt sich der Beschwerdeführer damit, geltend zu machen, er habe keine Gelegenheit zur Stellungnahme gehabt, ohne auch nur ansatzweise zu erörtern, welchen Inhalt diese gehabt hätte und inwiefern sie den Ausgang des vorinstanzlichen Verfahrens hätte beeinflussen können. Genau genommen behauptet er nicht einmal, dass er überhaupt hätte Stellung nehmen wollen. Unter diesen Umständen ist nicht erkennbar, inwiefern er überhaupt ein schützenswertes Interesse an einer Rückweisung hat (siehe Urteil 5A_561/2018 vom 14. Dezember 2018 E. 2.3; vgl. auch Urteil 4A_27/2018 vom 3. Januar 2019 E. 3.2.4 mit Hinweisen).