Citation: 6B_291/2024 E. 2.4.2

2.4.2. In der Folge würdigt die Vorinstanz die Aussagen des Zeugen und hält fest, er habe das Kerngeschehen zum Tatvorwurf 1 bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft konstant zu Protokoll gegeben. Demnach habe der Beschwerdeführer bei der Einfahrt Henggart am Ende der Sperrfläche zu Beginn der Doppellinie nach rechts auf die Einspurstrecke gewechselt, ein Fahrzeug überholt und beim Ende der Sicherheitslinie wieder auf die Spur in Richtung Winterthur zurück gewechselt. Diese Fahrweise habe den Zeugen zu seiner Anzeige bewegt, da sie "einfach kriminell" gewesen sei. Davor sei er vom Beschwerdeführer überholt und bedrängt worden (Tatvorwurf 2). Gemäss Vorinstanz trifft zu, dass der Zeuge bei der Befragung durch die Staatsanwaltschaft angab, er erinnere sich nicht mehr, was für ein Fahrzeug der Beschwerdeführer überholt habe. Auf Vorhalt seiner polizeilichen Aussagen, wonach es ein Personenwagen mit deutschem Kontrollschild gewesen sei, habe er erklärt, dies sei möglich, damals habe er es noch ganz genau gewusst. Die Verteidigung führte ins Feld, die Aussagen des Zeugen seien insofern widersprüchlich, als das überholte Fahrzeug beim Überholmanöver geschwankt habe. Dazu hält die Vorinstanz fest, es handle sich um ein irrelevantes Detail. Im weiteren Verlauf der staatsanwaltschaftlichen Befragung sei erkennbar, dass sich der Zeuge an weitere Details habe erinnern können. So habe er angegeben, dass das überholte Fahrzeug rot gewesen sei. Gemäss Vorinstanz ist korrekt, dass entgegen den Aussagen des Zeugen auf dem Foto, welches die Zeugin machte, kein rotes Fahrzeug mit deutschem Kontrollschild erkennbar sei. Auch ein Mitarbeiter des Forensischen Instituts Zürich, habe nach einer Analyse des Bilds verlauten lassen, es spreche nichts dafür, dass vor dem Personenwagen des Beschwerdeführers ein weiteres Fahrzeug gefahren sei. Dieser Irrtum des Zeugen lässt sich gemäss Vorinstanz damit erklären, dass er das Foto nicht selbst machte und sich über den Zeitpunkt der Aufnahme irrte. In der Regel würden solche Beweisaufnahmen nach dem Vorgefallenen entstehen. Dafür spreche im Übrigen auch die Aussage der Zeugin, wonach das Foto des Personenwagens entstanden sei, als er bereits am überholten Fahrzeug vorbeigefahren sei. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, dass die Aussagen des Zeugen überzeugend und glaubhaft seien, zumal er das Kerngeschehen stets deckungsgleich geschildert habe.