Citation: I 16/00 16.02.2001 E. 2

2.- a) Es steht fest und ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin auf Grund psychischer Faktoren in ihrer Arbeitsfähigkeit um 30 % eingeschränkt ist (vgl. Bericht der Dr. med. S.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 4. Juli 1997). Streitig und zu prüfen ist, ob darüber hinaus auch somatische Beschwerden ihre Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Diese Frage hat die Vorinstanz verneint, wobei sie sich auf den Bericht der Rheumaklinik des Spitales X.________ vom 3. April 1997 stützte, in welchem der Beschwerdeführerin aus rheumatologischer Sicht in ihrer bisherigen Tätigkeit als Restaurationsangestellte sowie in jeder anderen Beschäftigung (mit Ausnahme von schweren körperlichen Tätigkeiten mit repetitivem Gewichtheben über 50 kg) mit Wirkung ab 1. Dezember 1996 eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert wird. b) Nach Auffassung der Beschwerdeführerin darf auf die von den Ärzten der Rheumaklinik des Spitales X.________ (Bericht vom 3. April 1997) gezogene Schlussfolgerung einer vollen Arbeitsfähigkeit für die Zeit ab 1. Dezember 1996 nicht abgestellt werden, weil diese mit Blick auf die bis November 1996 dauernde Phase ganzer oder teilweiser Arbeitsunfähigkeit und die Tatsache, dass keinerlei Besserung des Gesundheitszustandes festgestellt worden sei, nicht nachvollzogen werden könne. Bestenfalls könne angenommen werden, dass "die Rheumaklinik theoretisch und hypothetisch davon ausgegangen sei, dass sich die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf 100 % verbessert hätte, wenn das trainingsorientierte Programm nicht abgebrochen worden wäre", was indessen nicht der Fall gewesen sei. Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Im Bericht der Rheumaklinik des Spitales X.________ vom 3. April 1997 wird detailliert festgehalten, dass die Beschwerdeführerin ab Mitte Dezember 1995 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen sei mit Exazerbation der Beschwerden im Frühjahr 1996, darauf 100 % bis Herbst 1996 mit einem nachfolgenden 50%igen Arbeitsversuch sowie erneuter Arbeitsunfähigkeit von 100 % von Ende Oktober bis 3. November 1996 sowie 60 % vom 4. bis 30. November 1996. Ab 1. Dezember 1996 sei ihr aus rheumatologischer Sicht ihre bisherige Tätigkeit als Restaurationsangestellte sowie jede andere Arbeit (mit Ausnahme von schweren körperlichen Tätigkeiten mit repetitivem Gewichtheben über 50 kg) zu 100 % zumutbar. Von Frühjahr bis Herbst 1996 sei eine ambulante physiotherapeutische Behandlung an der Rheumapoliklinik des Spitales X.________ sowie ein stationärer Aufenthalt in der Rheuma- und Rehabilitationsklinik Y.________ (16. Juli bis 13. August 1996; Bericht vom 13. August 1996) veranlasst worden, wobei trotz diesen physiotherapeutischen Massnahmen nur eine geringe Besserung der Beschwerden habe erzielt werden können. Im Oktober 1996 sei dann ein rehabilitationsorientiertes Interview nach Matheson durchgeführt worden, gefolgt von einer Kurzform der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit. In diesem Zusammenhang sei die Patientin auch einem stark trainingsorientierten Physiotherapieprogramm unterzogen worden, welches sie jedoch Ende November 1996 wegen Motivationsproblemen abgebrochen habe. Während der ganzen Behandlung seien nie sensomotorische radikuläre Ausfälle aufgetreten. Die Patientin habe jeweils über belastungsabhängige Lumbalgien sowie Cervicalgien geklagt, welche durch längeres Stehen, Gehen oder Sitzen verstärkt worden seien und im Liegen eine Linderung gezeigt hätten. Ein positiver Husten-/Nies-/Pressschmerz oder Miktions-/Defäkationsstörungen seien nicht aufgetreten. Es habe sich zudem eine diffuse Schmerzausstrahlung in den dorsolateralen Ober-/Unterschenkel ohne Dermatombezug oder sensomotorische radikuläre Ausfälle gefunden. Entgegen der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung enthalten diese Ausführungen keinen Hinweis darauf, dass die Ärzte der Rheumaklinik die Arbeitsfähigkeit hypothetisch für den Fall, dass die Versicherte das Trainingsprogramm vollendet hätte, beurteilten, weil sie die Beschwerdeführerin für voll arbeitsfähig erklärten, ohne dies von der Weiterführung der Therapie abhängig zu machen, und in diesem Sinne ihre Einschätzung nicht mit einer Bedingung verbanden. Ebenso wenig lässt sich in ihrem Bericht mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit ein "nicht nachvollziehbarer Bruch" erkennen; vielmehr ist davon auszugehen, dass die Therapien, welchen sich die Beschwerdeführerin von Frühjahr bis Herbst 1996 unterzogen hat, eine wesentliche Besserung ihres Gesundheitszustandes bewirkten. So wird denn auch im Bericht der Rheumaklinik des Spitales X.________ vom 7. Januar 1997 darauf hingewiesen, dass Fango und Wassergymnastik, weniger ausgeprägt auch die medizinische Trainingstherapie, gut geholfen hätten. Bestätigt wird die Einschätzung der Ärzte der Rheumaklinik (Bericht vom 3. April 1997) schliesslich auch durch die am 29. Januar 1997 in der Klinik Z.________ durchgeführte Computertomographie der Lendenwirbelsäule, anlässlich welcher keine pathologischen Befunde erhoben werden konnten. c) Anders als die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint, ist der Bericht ihres Hausarztes, Dr. med. Z.________, vom 9. Mai 1997 nicht geeignet, die präzisen Ausführungen der Spezialärzte der Rheumaklinik in Frage zu stellen. Denn Dr. med. Z.________, der seine Einschätzung nicht weiter begründet, scheint sich bei seiner Beurteilung hauptsächlich auf die subjektiven Schmerzangaben der Versicherten abzustützen. Im Weitern gilt es dem Umstand Rechnung zu tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc mit Hinweisen). Nichts abzuleiten vermag die Versicherte sodann auch aus dem Bericht der Rheuma- und Rehabilitationsklinik Y.________ vom 13. August 1996, weil darin keine Angaben zur Arbeitsunfähigkeit für die Zeit ab 1. Dezember 1996 gemacht werden. d) Da der rechtserhebliche medizinische Sachverhalt umfassend abgeklärt wurde und von weiteren Untersuchungen keine neuen Erkenntnisse erwartet werden können, die zu einem abweichenden Resultat zu führen vermöchten, wovon auch die Vorinstanz zutreffend ausgegangen ist, rechtfertigt sich die Anordnung weiterer medizinischer Abklärungen nicht. Entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung liegt in einem solchen Vorgehen kein Verstoss gegen das rechtliche Gehör (zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene Rechtsprechung [BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis], die auch unter der Herrschaft von Art. 29 Abs. 2 der auf den 1. Januar 2000 in Kraft getretenen BV Geltung hat: nicht veröffentlichtes Urteil S. vom 8. Februar 2000, I 362/99).