Citation: 5A_547/2018 E. 2

In tatsächlicher Hinsicht verweist das Kantonsgericht hauptsächlich auf die Feststellungen der KESB. Im Zentrum stehen die Auswirkungen der gutachterlich festgestellten gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin (Sachverhalt A.b) auf ihren Umgang mit finanziellen Angelegenheiten. Einerseits geht es um die B.________ AG, in welcher die Beschwerdeführerin als einziges und allein zeichnungsberechtigtes Verwaltungsratsmitglied amtet. Das Vermögen der Gesellschaft bestehe im Wesentlichen aus der wertvollen Liegenschaft "C.________". Diese sei hypothekarisch belastet. Die B.________ AG verfüge über kein, jedenfalls nicht über genügend Einkommen, so dass die Hypothekarzinsen und andere öffentlich-rechtliche Abgaben (Gebühren, Liegenschaftssteuern) nicht bzw. nicht vollständig bezahlt würden. Die Schulden der Gesellschaft beliefen sich nach Angaben des Beistandes auf rund Fr. 302'000.-- (einschliesslich Hypothek). Sowohl die Bank als auch die Gemeinde würden mit Vollstreckungsmassnahmen drohen und die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden habe im März 2018 ein Verwertungsbegehren gestellt. Die Beschwerdeführerin zeige sich krankheitsbedingt uneinsichtig und habe den Blick für die Realität verloren. Sie sei nicht in der Lage, die Übersicht über die anstehenden Rechtsgeschäfte im Zusammenhang mit der Gesellschaft zu behalten; einen Verkauf der Liegenschaft lehne sie vehement ab. Die Wahrnehmung und Urteilsfähigkeit in Bezug auf den dringend notwendigen Verkauf der selbst bewohnten Liegenschaft seien nicht gegeben. Auch privat habe die Beschwerdeführerin rund Fr. 53'000.-- Schulden und es lägen viele Betreibungen vor. Sie gehe seit längerer Zeit keiner beruflichen Tätigkeit mehr nach, so dass es ihr nicht möglich sei, ihre privaten Steuerschulden zu begleichen. Damit drohe die Beschwerdeführerin der Aktien an der AG auf dem Vollstreckungsweg verlustig zu gehen. Zur Abwendung weiteren Schadens für die Beschwerdeführerin und Begleichung der bereits relativ hohen Schulden bleibe lediglich die Veräusserung der Liegenschaft "C.________" zu einem möglichst hohen Preis, zumal gegenwärtig kein Einkommen fliesse und der IV-Rentenanspruch noch in Abklärung sei. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Liegenschaft könne nach der Tilgung der Schulden eine Vermögensanlage getätigt werden, aus welcher die Beschwerdeführerin ihren Lebensbedarf bestreiten könne. Der von der KESB angeordnete Entzug der Handlungsfähigkeit sei notwendig, insbesondere weil auf dem betreibungsrechtlichen Weg bereits die Zwangsverwertung der Liegenschaft verlangt worden sei.