Citation: 8C_6/2023 E. 5.5

5.5. Sodann scheint der Beschwerdeführer zu übersehen, dass Dr. med. C.________ seine Beschwerden nicht als rein unfallfremde HWS-Problematik bezeichnet. Vielmehr berücksichtigte sie die unfallbedingten Einschränkungen der rechten Schulter im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils. Die bisherige Tätigkeit als Bauarbeiter erachtete sie denn auch als nicht mehr zumutbar. Richtig ist, dass die Kreisärztin die Frage der Sachbearbeitung, ob die HWS-Beschwerden auf den Unfall zurückzuführen seien, verneinte (vgl. Stellungnahme vom 25. Februar 2021). Das erscheint aber schlüssig, wurde doch die HWS beim Unfall nicht verletzt und war bereits vor dem Ereignis vom 3. August 2018 eine chronische Cervicobrachialgie rechts mit Neuroforamenstenose C7 rechts bei Diskusprotrusion rechtsbetont C6/7 dokumentiert worden; und nach dem Unfall zeigten sich bildgebend keine strukturellen Veränderungen der HWS, welche nicht schon vor dem Ereignis beschrieben worden wären. Die Vorinstanz wies zudem zutreffend darauf hin, dass bereits in der Klinik F.________ die HWS-Beschwerden als unfallfremd bezeichnet wurden (vgl. Austrittsbericht vom 19. Juli 2019). Demgegenüber vermag der Beschwerdeführer keinen ärztlichen Bericht zu benennen, der die HWS-Beschwerden als unfallkausal bezeichnen würde oder der von einer unfallbedingten Verschlimmerung der vorbestehenden HWS-Problematik sprechen würde. Abgesehen davon ergibt sich aus den Stellungnahmen der Dr. med. C.________ nicht, dass sie die Schulter-Arm-Beschwerden des Versicherten in unfallkausale und unfallfremde Anteile gegliedert und dabei nur einen Teil des Beschwerdebildes bei der Festlegung des Zumutbarkeitsprofils berücksichtigt hätte. Der Beschwerdeführer zeigt auch nicht auf, welche Beschwerden Dr. med. C.________ zu Unrecht ausser Acht gelassen haben soll.