Citation: 1C_495/2020 E. 10.10

10.10. Da die streitbetroffene Lukarne gegen Norden ein grosses Fenster aufweist, verfiel die Vorinstanz nicht in Willkür, wenn sie annahm, die Lukarne sei für Wohnzwecke auch ohne seitliches Fenster genügend belichtet. Weshalb es bautechnisch unmöglich sein soll, oberhalb des wiederherzustellenden Dachvorsprungs ein Fenster anzubringen, legt der Beschwerdeführer nicht substanziiert dar und ist auch nicht ersichtlich, zumal in den vom ihm eingereichten und am 2. Juni 2008 bewilligten Plänen ein ähnliches Fenster eingezeichnet ist. Zudem darf er auf ein solches Fenster verzichten. Dass die Wiederherstellung des Dachvorsprungs die Benutzung des östlichen Balkons einschränkt, fällt nicht ins Gewicht, weil davon nur ein relativ kleiner Teil des Balkons betroffen ist. Sodann durfte die Vorinstanz in vertretbarer Weise davon ausgehen, das Glasgeländer dieses Balkons könne an den Dachvorspruch angepasst werden, zumal nach der allgemeinen Lebenserfahrung auch dickere Gläser auf verschiedene Grössen zugeschnitten werden können. Als Alternative könnte das nördliche Geländer möglicherweise so weit nach Süden verschoben werden, dass es in der bisherigen Höhe unterhalb des Vordachs angebracht werden kann. Die Vorinstanz verfiel daher nicht in Willkür, wenn sie von der Umsetzbarkeit der baulichen Massnahmen ausging und sie diesbezüglich auf die vom Beschwerdeführer als Beweisofferte anerbotene Stellungnahmen des Architekturbüros B.________ AG und des Bauingenieurs C.________ verzichtete. Inwiefern sie dabei eine unzulässige antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen haben soll, legt der Beschwerdeführer mit der blossen Erneuerung und teilweisen Ergänzung der damals gestellten Beweisanträge nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Weshalb die Wiederherstellung des bisherigen Vordachs im Bereich der streitbetroffenen Lukarne und die entsprechende Anpassung des Fensters das Haus des Beschwerdeführers "verschandeln" soll, legt er nicht bzw. nicht substanziiert dar und ist auch nicht ersichtlich, zumal damit die symmetrische Dachform und -neigung des Giebeldaches des Hauptgebäudes weiterhin erkennbar bleibt. Nach dem Gesagten besteht ein erhebliches öffentliches Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. Die verlangten Massnahmen sind dazu geeignet und erforderlich. Die entgegenstehenden, hauptsächlich finanziellen Interessen des Beschwerdeführers fallen bei der Interessenabwägung nicht stark ins Gewicht, da er die strittigen Bauten nicht gutgläubig erstellte und er daher in Kauf nehmen muss, dass dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands erhöhtes Gewicht beigemessen wird. Unter diesen Umständen verletzte die Vorinstanz das Verhältnismässigkeitsprinzip nicht, wenn sie die öffentlichen Interessen an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands gegenüber den privaten Interessen des Beschwerdeführers als überwiegend qualifizierte.