Citation: U 396/06 16.01.2007 E. 3

3.1 In tatsächlicher Hinsicht hat das kantonale Gericht zunächst festgestellt, dass der Beschwerdeführer beim Unfall vom 21. April 2003 kein Schleudertrauma der Halswirbelsäule oder eine ähnliche Verletzung, sondern eine Kontusion und Luxationsfraktur der Halswirbelsäule erlitten habe. An einem für eine Distorsionsverletzung der Halswirbelsäule typischen, vielfältigen Beschwerdebild habe es unmittelbar nach dem Unfall und auch nach der Operation vom 1. Juli 2003 gänzlich gefehlt. Sodann hat die Vorinstanz festgehalten, dass die vom Beschwerdeführer erstmals rund ein halbes Jahr nach dem Unfall geklagten "Rückenprobleme" auf unfallfremden Ursachen, nämlich auf degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule (breitbasige Diskusprotrusion L4/5 mit leichter Neuroforameneinengung rechts, leicht stenosiertem lumbalem Spinalkanal und Hypertrophie der Ligamenta flava und Fazettengelenke aller Höhen) beruhen, für welche die SUVA nicht haftet. Demgemäss hat die Vorinstanz anhand der Kriterien nach BGE 115 V 133 geprüft, ob ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 21. April 2003 und dem in der Rehaklinik A.________ diagnostizierten psychischen Gesundheitsschaden (gemischte Angststörung mit hypochondrischer und kinesiophober Komponente und anderen Angstsymptomen [Klaustrophobie, herzneurotische Beschwerden] sowie starker Somatisierungsneigung [ICD-10: F41.3]) bestehe, und einen solchen verneint. Der Beschwerdeführer macht geltend, das lumbale Schmerzsyndrom sei gemäss Art. 36 Abs. 2 UVG mitzuberücksichtigen, weil es vor dem Unfall nie zu einer Verminderung der Erwerbsfähigkeit geführt habe. Sodann widerspreche es den Gesetzen der Logik, dass die einem Schleudertrauma bloss ähnliche Verletzung ohne objektivierbaren Befund einer Verletzung der Halswirbelsäule gleichgestellt werde, eine bildgebend objektivierbare, organische Verletzung der Halswirbelsäule - wie im vorliegenden Fall - hingegen keine "HWS-Verletzung" darstellen solle. Hier müsse die zum Schleudertrauma der Halswirbelsäule entwickelte Rechtsprechung erst recht angewendet werden.