Citation: 8C_100/2024 E. 6.3

6.3. Die Beschwerdeführerin bringt hiergegen vor, die Verfahrensfairness sei verletzt worden, weil die Ergänzungsfragen den BEGAZ-Gutachtern nicht gleichzeitig gestellt worden seien. Ob ihnen die Ergänzungsfragen vorgelegen hätten oder nicht, sei dabei nicht relevant. Offensichtlich hätten sie diese Fragen nicht zur Kenntnis genommen und auch nicht beantwortet. Das wiege umso schwerer, als sie auch die Fragen der IV-Stelle nicht nachvollziehbar und schlüssig beantwortet hätten. Wenn die Vorinstanz davon ausgehe, die Gutachter hätten praktisch alle Einwände zumindest kurz diskutiert und einzig die Frage der Pausen nicht beantwortet, sei dies offensichtlich aktenwidrig. Die Fragen Ziff. 3.4.5. der Beschwerdeführerin vom 26. Januar 2023 seien nicht oder unverständlich beantwortet worden. Ihre Fragen vom 1. März 2023 zur Verbesserung seit dem MRI vom 9. Juli 2010, zur Verdoppelung von 50 % auf 100 %, zum Hinlegen mit Beinhochlagern, zum Verschwinden der geklagten Beschwerden dank kurzfristigen Pausen seien weder kurz diskutiert noch beantwortet worden. Auf ein solches Gutachten könne nicht abgestellt werden (vgl. z.B. RÜEDI in: Medizinische Gutachten, LBR Band 7, 2005 S. 82).