Citation: 6B_760/2022 E. 2.1

2.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung der Begründungspflicht bzw. des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV i.V.m. Art. 107 Abs. 1 StPO sowie Art. 81 Abs. 3 StPO). Die Vorinstanz habe seinen anlässlich der Berufungsverhandlung gestellten Beweisantrag betreffend die Einholung eines Gutachtens zur Ermittlung seiner Erektionsfähigkeit unter Verletzung der Begründungspflicht abgewiesen. Ausserdem unterlasse es die Vorinstanz, genau zu bezeichnen, welche Art und Persönlichkeitsmerkmale der Beschwerdegegnerin 2 sie von ihrem glaubwürdigen Aussageverhalten überzeugt hätten, um über ihre widersprüchlichen Aussagen zum Kerngeschehen hinwegzusehen. Er rügt in diesem Zusammenhang auch eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 6 StPO) und des Grundsatzes "in dubio pro reo" (Art. 10 Abs. 2 StPO). Er bringt vor, die Vorinstanz habe auf eine Aussage-gegen-Aussage-Situation zum Kerngeschehen abgestellt, ohne abzuklären, ob es ihm aus medizinischen Gründen möglich gewesen sei, eine Erektion zu haben und eine orale Penetration zu erzwingen. Zudem habe sie willkürlich gegen den Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweiswürdigungsregel verstossen, indem sie das beantragte Gutachten als Beweis nicht abgenommen habe.