Citation: 1C_263/2023 E. 4.5

4.5. Das ARE führt aus, in der Beschwerde würden verschiedentlich subjektive Gesichtspunkte mit einer konkreten Betrachtung verwechselt. Art. 34 Abs. 4 lit. c RPV erfordere insofern eine konkrete (nicht zu verwechseln mit einer subjektiven) Betrachtung, als dass sowohl die Betriebsstruktur und Grösse als auch die lokalen Verhältnisse zu berücksichtigen seien. In Bezug auf den Bedarf einer Bewirtschafterfamilie könne ein behaupteter oder für die Vergangenheit nachgewiesener geringer Bedarf nicht dazu führen, einen Betrieb als längerfristig existenzfähig anzusehen, der es nach objektiven Erfahrungswerten nicht wäre. Subjektiv bedingte Momentaufnahmen könnten jederzeit ändern und seien nicht geeignet, den Zweck von Art. 34 Abs. 4 lit. c RPV zu erfüllen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung werde darauf abgestellt, ob die Einkünfte, die mit einem Landwirtschaftsbetrieb (unter Berücksichtigung von Betriebsstruktur und Grösse sowie der lokalen Verhältnisse) erzielt werden könnten, einen namhaften Beitrag an den durchschnittlichen Privatverbrauch (Ausgabe für die Familie) in der Hügelregion zu decken vermöchten. Vorliegend sei von einem Jahreseinkommen aus der landwirtschaftlichen Tätigkeit von lediglich Fr. 8'000.-- (inkl. Direktzahlungen) auszugehen. Ohne Direktzahlungen würde ein Verlust resultieren. Ein solcher Betrag sei nicht annähernd existenzsichernd, und schon gar nicht, wenn man von einem Privatverbrauch einer durchschnittlichen bäuerlichen Familie ausgehe, was die objektive Referenzgrösse sei.