Citation: H 262/99 17.01.2000 E. 2

2.- a) Das kantonale Gericht hat die Verwaltungsver- fügung vom 10. Dezember 1998 geschützt mit der Begründung, nach Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV könne eine Erhöhung der Hilflosenentschädigung frühestens von dem Monat an erfol- gen, in dem das Revisionsbegehren gestellt worden sei, woran auch der Hinweis der Beschwerdeführerin auf BGE 114 V 134 nichts zu ändern vermöge. b) Dieser Auffassung ist beizupflichten. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ausgeführt wird, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Insbesondere verstösst die Anwendung der Bestimmungen der IV für die Revision von Hilflosenentschädigungen der AHV nicht gegen das AHVG. In ZAK 1990 S. 138 Erw. 2b führte das Eidgenössische Versiche- rungsgericht - im Zusammenhang mit der Revision von Hilf- losenentschädigungen, die aufgrund der Besitzstandsgarantie gemäss Art. 43bis Abs. 4 AHVG weitergewährt wurden - aus, dass der Bundesrat mit dem Erlass von Art. 66bis Abs. 2 AHVV die ihm vom Gesetzgeber in Art. 43bis Abs. 5 AHVG ein- geräumte Kompetenz überschritten habe, werde zu Recht nicht geltend gemacht. Ebenso wenig kann aus Art. 46 Abs. 2 AHVG und Art. 48 Abs. 2 IVG ein vor dem 1. November 1998 begin- nender Anspruch auf Hilflosenentschädigung schweren Grades abgeleitet werden. Mit Bezug auf Art. 48 Abs. 2 IVG hielt das Eidgenössische Versicherungsgericht in BGE 98 V 103 Erw. 4 fest, diese Bestimmung statuiere mit der auf 12 Monate befristeten Rückwirkung des Leistungsanspruchs eine Ausnahme vom Grundsatz, dass Rechtsunkenntnis oder Unkennt- nis eines anspruchsbegründenden Sachverhaltes schadet; diese Ausnahme sei im gesetzlichen Rahmen, beschränkt auf den Fall verspäteter Anmeldung nach erstmaliger Anspruchs- entstehung, gerechtfertigt. Dies hat analog auch für Art. 46 Abs. 2 AHVG zu gelten, welche Bestimmung sich auf die verspätete Geltendmachung nach erstmaliger Anspruchs- entstehung bezieht (vgl. BGE 114 V 134). Des Weitern hat das Eidgenössische Versicherungsgericht erwogen, dieser Gedanke habe im Revisionsfalle wegen der Hinweise in der Leistungsverfügung nicht mehr die gleiche Berechtigung. Die unterschiedliche Behandlung des erstmaligen Leistungsbezü- gers gegenüber dem Revisionsgesuchsteller entspreche der geltenden rechtlichen Ordnung, da Art. 41 IVG die Revision ausschliesslich nur "für die Zukunft" zulasse (BGE 98 V 103 Erw. 4).