Citation: 7B_757/2024 E. 1

Der Kanton Zürich hat das von A.________ mit dem Strafantrag vom 25. März 2024 gegen B.________ bei der Staatsanwaltschaft Bellinzona eingeleitete Verfahren aus dem Kanton Tessin übernommen. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat forderte A.________ in der Folge mit Verfügung vom 23. Mai 2024 auf, zur Deckung allfälliger durch sie zu tragenden Kosten und Entschädigungen eine Prozesskaution von einstweilen Fr. 1'800.-- zu leisten, unter Androhung, dass ansonsten ihr Strafantrag vom 25. März 2024 gegen B.________ als zurückgezogen gelte und das Verfahren nicht an die Hand genommen werde. Auf Nachfrage per E-Mail hat die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat A.________ am 27. Mai 2024 mitgeteilt, dass sie sich betreffend die bereits bezahlte Kaution von Fr. 500.-- im Kanton Tessin bei der dortigen Staatsanwaltschaft erkundigen müsse, um das Geld zurückzuerhalten. Der Kanton Zürich könne über dieses Geld nicht verfügen, weshalb auch keine Verrechnung in Frage komme. Die Höhe der Kautionierung von Fr. 1'800.-- im Kanton Zürich entspreche den Vorgaben. Mit Eingabe vom 9. Juni 2024 erhob A.________ bei der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat sinngemäss Beschwerde gegen die Kautionierungsverfügung vom 23. Mai 2024. Mit E-Mail vom 13. Juni 2024 teilte A.________ mit, sie habe die Beschwerde irrtümlicherweise an die Staatsanwaltschaft geschickt. Die Staatsanwaltschaft übermittelte die bei ihr am 12. Juni 2024 eingegangene Beschwerde an das Obergericht des Kantons Zürich. Dieses trat auf die Beschwerde infolge Verspätung mit Verfügung vom 14. Juni 2024 nicht ein. Zur Begründung führte das Obergericht aus, A.________ hätte gegen die ihr am 27. Mai 2024 zugestellte Kautionierungsverfügung spätestens am 6. Juni 2024 Beschwerde erheben müssen.