Citation: 5A_163/2017 E. 3.3

3.3. Aus den dargelegten Gründen durfte das Kantonsgericht mangels neuer Vorbringen von Seiten der Beschwerdeführer das Urteil von 1988 über Sinn und Zweck des Familienfideikommisses gemäss dem Willen des Fideikommissstifters für massgebend erachten. Entscheidend war somit für den Fideikommissstifter, den jeweiligen Fideikommissar finanziell abzusichern, hingegen nicht, ihm die Realnutzungsmöglichkeit an einer Fideikommissliegenschaft zu erhalten oder zu verschaffen. Da gemäss dem Vertrag betreffend Anpassung des Baurechtsvertrags das wegfallende Wohnrecht wertmässig durch eine entsprechende Erhöhung des Baurechtszinses ersetzt wird, bleibt das Fideikommissgut in seiner Vermögenssubstanz erhalten. Die kantonsgerichtliche Genehmigung der Aufhebung des Wohnrechts zu den Bedingungen im Vertrag vom 9. Juni 2015 verletzt somit kein Bundesrecht, geschweige denn das gerügte Willkürverbot (Art. 9 BV; vgl. zum Begriff: BGE 142 V 513 E. 4.2 S. 516; 142 II 355 E. 6 S. 358).