Citation: I 818/05 31.03.2006 E. 7

Auch der Vorwurf des Beschwerdeführers ist berechtigt, die Verwaltung habe die Festsetzung des Invaliditätsgrades auf 54 % mangelhaft bzw. gar nicht begründet. Die Vorinstanz hat die Annahme der IV-Stelle als vertretbar bezeichnet, der Beschwerdeführer könne in einer angepassten Vollzeittätigkeit ein Invalideneinkommen von Fr. 26'000.- (= 13 x Fr. 2000.-) erzielen. Diese Annahme ist vorliegend von besonderem Interesse, denn gemäss der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik betrug der Durchschnittslohn für Männer in einfachen und repetitiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im Jahr 1998 im Sektor Dienstleistungen ("sonstige öffentliche und persönliche Dienstleistungen") bei einer 40-Stunden-Woche Fr. 3786.- oder umgerechnet Fr. 3975.- bei 42 Arbeitsstunden. Wenn die Verwaltung davon ausging, dass dem Beschwerdeführer nach dem Gutachten L.________ im Jahr 1998 eine Vollzeittätigkeit zumutbar war, hätte sie bei einem leidensbedingten Abzug von bspw. 20 % das Invalideneinkommen auf Fr. 3180.- festzusetzen gehabt (= Fr. 3975.- x 0,80). Sie hat es aber um 32 % tiefer auf umgerechnet Fr. 2166.- festgelegt (= 13 x Fr. 2000.- : 12). Ohne es näher zu begründen, hat sie sich so erheblich von der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit durch den Gutachter Dr. med. L.________ distanziert.