Citation: 8C_63/2014 E. 5.3

5.3. Wie dem erwähnten Schreiben des Versicherungsgerichts vom 23. Mai 2011 zu entnehmen ist (vgl. dazu dessen wortwörtliche Wiedergabe im Urteil 9C_622/2013 vom 29. Januar 2014 E. 3.1, ferner E. 6.1 hiernach) hatte das Gericht mit Wirkung ab 1. Juli 2011 insofern einen Systemwechsel vorgenommen, als sowohl bei der Parteientschädigung wie auch bei der Honorierung der unentgeltlichen Vertreter vom bisherigen Aufwand- zum Pauschaltarif gewechselt wurde. Für die unentgeltliche Rechtsvertretung sollte demnach inskünftig ebenfalls eine pauschalisierte Regelung anwendbar sein. Entgegen der Betrachtungsweise des Beschwerdeführers war mithin nicht beabsichtigt, die Entschädigungen neu nach zwei Massstäben zu bestimmen. Etwas Derartiges lässt sich denn auch der Systematik des Anwaltstarifs nicht entnehmen. Vielmehr hält dieser in Ziffer 4 ("Unentgeltliche Rechtsvertretung") explizit fest, dass sich die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertretung nach den für die Entschädigungen in Zivil-, Verwaltungs- und Strafsachen allgemein geltenden §§ 3-9 bemesse (§ 10 Abs. 1). Beim Hinweis in § 12 Abs. 1 Satz 1 der Ziffer 4, wonach in Zivil- und Verwaltungssachen die als letzte urteilende kantonale Instanz die der unentgeltlichen Rechtsvertretung aus der Gerichts- oder Staatskasse auszurichtende Entschädigung auf Grund einer Rechnung der Anwältin oder des Anwalts festsetze, handelt es sich, wie sich aus der Betitelung ausdrücklich ergibt, um eine verfahrensrechtliche Vorgabe. Diese besagt, dass in Fällen unentgeltlicher Vertretung - anders als bei Parteientschädigungen - weiterhin Kostennoten eingeholt werden, welche als Basis für das anhand von Pauschaltarifen bestimmte Honorar dienen. Anhaltspunkte auf die Art der Entschädigungsbemessung, insbesondere eine allein nach Massgabe des konkreten Zeitaufwands (im Sinne eines Stundentarifs) vorzunehmende Honorierung, ergeben sich daraus nicht. Das Vorgehen des aargauischen Versicherungsgerichts, die Entschädigungen bei unentgeltlichen Rechtsvertretungen auf der Grundlage einer durch die Anwältin oder den Anwalt eingereichten Kostennote gemessen an pauschalisierten Ansätzen festzulegen, stellt mithin keine willkürliche Handhabe des kantonalen Rechts dar.