Citation: 9C_50/2017 E. A

Der 1952 geborene A.________ war vom 1. März 2013 bis 31. Dezember 2015 bei der Avenir Krankenversicherung AG (nachfolgend: Avenir) obligatorisch krankenpflegeversichert. Aufgrund eines Lymphoms des Zentralnervensystems musste er sich 2001 einer hochdosierten Chemotherapie unterziehen. Die Krankenpflegeversicherung erbrachte Leistungen für zahnärztliche Behandlungen, welche 2004 und 2005 durchgeführt wurden. Ab Juli 2013 bis Februar 2014 beanspruchte A.________ erneut umfangreiche Zahnbehandlungen. Eine Speichelflussmessung ergab einen verminderten Speichelfluss (Hyposalivation), jedoch keine durch die Chemotherapie verursachte Mundtrockenheit (Xerostomie). Gestützt darauf lehnte die Avenir das Gesuch um Kostenübernahme nach mehrfacher Rücksprache mit ihrem Vertrauenszahnarzt ab (Verfügung vom 8. Juli 2015 bzw. Einspracheentscheid vom 20. Januar 2016).