Citation: 1C_501/2021 E. 4.3

4.3. Angesichts dessen, dass bei einer Erweiterung einer Arealüberbauung die neu zu erstellenden Bauten einen baulichen Bezug zu der bestehenden Überbauung aufweisen müssen, ist es nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz massgeblich aufgrund der unzureichenden Beziehung des Hauses D zu der bestehenden Arealüberbauung eine besonders gute Gestaltung der Arealüberbauung verneinte. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Anforderungen an die Gestaltung und die Einordnung von Arealüberbauungen nach der kantonalen Rechtsprechung über das hinausgehen, was für die Regelbauweise gilt. Es soll gerade nicht ausreichen, wenn mit der Gestaltung von Bauten, Anlagen und dem Umschwung für sich und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird. Vielmehr wird nach dem massgebenden kantonalen Recht verlangt, dass die Bauten und Anlagen sowie deren Umschwung besonders gut gestaltet sowie zweckmässig ausgestattet und ausgerüstet sind (vgl. § 71 Abs. 1 PBG/ZH; vgl. E. 3.1 hiervor). Insofern ist es nicht unhaltbar, wenn insgesamt eine besonders gute Gestaltung der Arealüberbauung verneint wird, weil einzelne geplante Arealbauten, wie vorliegend das Haus D, keine gute Einordnung zu der bestehenden Arealüberbauung aufweisen. Wie bereits erläutert wurde, hat die Vorinstanz mit dem Baurekursgericht aufgrund des fehlenden baulichen Bezugs der neu geplanten Bauten zu den bestehenden Arealbauten eine besonders gute Gestaltung der Arealüberbauung im Sinne von § 71 Abs. 1 PBG/ZH verneint (vgl. E. 3.3 und 3.4 hiervor). Die diesbezügliche Einschätzung kann nicht als willkürlich betrachtet werden: Selbst wenn, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, die geringere Geschossigkeit des Hauses D auf den Geländeverlauf zurückzuführen ist, so ändert dies nichts an der Tatsache, dass sich dessen Gestaltung massgeblich von den bestehenden Bauten unterscheidet und nicht zu einer besonders guten Gestaltung der Arealüberbauung beiträgt. Nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag die Beschwerdeführerin ferner aus dem Vorbringen, das Haus D sei ein ideales Bindeglied zwischen den bestehenden Arealbauten und den Überbauungen in der näheren Umgebung. Wie die Vorinstanz willkürfrei festhielt, ist eine Rücksichtnahme auf die weitere Umgebung zwar bei einer Arealüberbauung auch eine notwendige Voraussetzung, macht die gelungene Gestaltung der Arealüberbauung selbst aber nicht überflüssig. Auch ein allfälliges öffentliches Interesse an der optimalen Verdichtung des Areals befreit die Bauherrschaft schliesslich nicht von der Berücksichtigung der Kriterien nach § 71 Abs. 2 PBG/ZH. Eine willkürliche Anwendung von § 71 PBG/ZH ist somit zu verneinen.