Citation: U 105/06 07.11.2006 E. 4.3

4.3.1 Sowohl Kreisarzt-Stellvertreter Dr. med. M.________ (Bericht vom 21. November 2001) als auch Kreisarzt Dr. med. J.________ (Abschlussuntersuchung vom 16. März 2004) und Konsiliararzt Dr. med. P.________, FMH für Chirurgie (Beurteilung vom 25. August 2004), kamen zum Schluss, der Beschwerdeführer sei in einer angepassten (vorwiegend sitzenden) Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig. Die Ärzte an der Rehaklinik Y.________ attestierten im Austrittsbericht vom 19. Januar 2001 zur Eingewöhnung eine 50%ige Arbeitsfähigkeit mit möglicher Steigerung auf 100 %. Hausarzt Dr. med. C.________ führte mit Schreiben an das Kantonsspital Z.________ vom 11. März 2002 aus, der Versicherte habe "zugegeben", die Beschwerden seien im Alltag nicht so stark, dass er deswegen Medikamente einnehmen müsse. Nachts sei er schmerzfrei, tagsüber habe er nur Schmerzen, wenn er mehr als eine Stunde stehe. Er habe sich den Alltag so eingerichtet, dass ihn der Fuss nicht so sehr störe. Gegenüber der Invalidenversicherung attestierte Dr. med. C.________ am 5. August 2002 eine Arbeitsfähigkeit in der bisherigen, wie auch in einer anderen leichten Tätigkeit von "ca. 70 %" und erklärte, die Beschwerden seien offenbar doch nicht so schlimm, dass eine dauernde Medikamenteneinnahme erforderlich wäre; der Versicherte habe die verordneten Medikamente nicht regelmässig eingenommen und wieder abgesetzt. Die SUVA habe ein Einschränkung der Arbeitsfähigkeit verneint und er möchte sich "damit die Finger auch nicht verbrennen". Es sei möglich, dass eine nächste Expertise eine Einschränkung von etwa 20 % ergebe. Mit Kurzbeurteilung vom 27. Mai 2005, welche der Beschwerdeführer bei PD Dr. med. E.________ in Auftrag gegeben hatte, führte der Arzt gestützt auf die ihm zur Verfügung gestellten Akten der SUVA im Wesentlichen aus, ein Trauma wie dasjenige, welches der Versicherte erlitten habe, wie auch eine Verletzung des Nervus tibialis schränkten die Arbeitsfähigkeit nicht zwingend ein. Schmerzen nach einer Nervenverletzung könnten nicht objektiviert werden. Ein "malingering" (Rentenbegehren) sei nicht auszuschliessen. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine 70-80%ige Erwerbsfähigkeit, die von der SUVA verfügte Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit von 34 % erachte er als zutreffend. 4.3.2 Soweit Hausarzt Dr. med. C.________ eine lediglich 70%ige Arbeitsfähigkeit attestiert, ist seine Einschätzung angesichts der von ihm geschilderten geringen Beeinträchtigung im Alltag nicht nachvollziehbar; auch scheint er selbst von dieser Beurteilung nicht restlos überzeugt zu sein (Erw. 4.3.1 hievor). Im Übrigen darf das Gericht bei der Beweiswürdigung der Tatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte im Zweifel mit Blick auf ihre Vertrauensstellung gerichtsnotorisch eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (statt vieler: AHI 2001 S. 114 Erw. 3b/cc mit Hinweisen), weshalb ihren Einschätzungen nicht der gleiche Beweiswert beigemessen werden kann wie etwa den Berichten von Ärzten, die von der Verwaltung mit der Erstattung einer neutralen Expertise beauftragt werden (SVR 2005 UV Nr. 16 [U 192/03] S. 54 Erw. 2.2; Urteil P. vom 2. August 2006, U 58/06). Die Aktenkurzbeurteilung des PD Dr. med. I.________ ist widersprüchlich, indem der Arzt einerseits eine Erwerbsfähigkeit (welche zu beurteilen nicht Sache der Ärzte ist) von 70-80 % attestiert, und anderseits den von der SUVA verfügten Invaliditätsgrad von 34 % ausdrücklich als "adäquat" erachtet. Seine Beurteilung vermag die Einschätzungen der Kreisärzte wie auch der Mediziner an der Rehaklinik Y.________ und des Konsiliararztes Dr. med. P.________ nicht in Frage zu stellen. Schliesslich kann aus dem Bericht des R.________ vom 14. Juli 2003 zu Handen der IV-Stelle schon deshalb nichts Abweichendes abgeleitet werden, weil die darin enthaltene Beurteilung massgeblich nicht auf einer medizinischen Indikation, sondern auf der subjektiven Leistungsbereitschaft des Versicherten beruht, auf welche indessen nicht abgestellt werden kann. Vorinstanz und Verwaltung haben somit zu Recht von weiteren medizinischen (wie auch von nochmaligen beruflichen) Abklärungen abgesehen und bezogen auf den massgeblichen Zeitraum bis 30. August 2004 eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit - mit entsprechender Erwerbseinbusse - angenommen.