Citation: 1C_469/2023 E. 6.1

6.1. So bestehe in St. Moritz seit dem 11. März 2019 eine das ganze Gemeindegebiet umfassende Planungszone, mit dem Ziel eine Reduktion der Bauzonen entsprechend den Vorgaben von Art. 15 Abs. 1 und 2 RPG vorzunehmen. Der Kanton Graubünden habe diese mit Verfügung des zuständigen Departements bis zum 11. März 2025 verlängert. In einer solchen Planungszone dürfe nichts unternommen werden, was die Nutzungsplanung erschwere. Die Planungszone in St. Moritz sei notorisch und hätte von Gemeinde und Verwaltungsgericht berücksichtigt werden müssen, was diese aber unterlassen hätten. Zudem schreibe Art. 9b des Energiegesetzes (des Kantons Graubünden) vom 20. April 2010 (BEG/GR; BR 820.200) in Umsetzung von Art. 1 des Energiegesetzes vom 30. September 2016 (EnG; SR 730.0) vor, dass bei Neubauten wie dem vorliegenden ein Teil der benötigten Elektrizität durch Elektrizitätserzeugungsanlagen zu decken seien, welche im, auf oder am Gebäude installiert seien. Das angefochtene Bauvorhaben verfüge jedoch über keine solchen Anlagen.