Citation: 8C_244/2023 E. 5.1

5.1. Es steht fest, dass der Beschwerdeführer beim Viehhüten stürzte (Unfallmeldung vom November 2020 [mit Eingang am 24. März 2021]). Näheres zum Unfallhergang ist den Akten nicht zu entnehmen. So hielt der Hausarzt Dr. med. univ. D.________ einzig einen Arbeitsunfall mit Distorsion der HWS fest. Er diagnostizierte eine linksseitige Zervikobrachialgie mit Bizeps- und Trizepsschwäche. Eine Befunderhebung lässt dieses Attest ebenso vermissen wie Angaben zur Unfallkausalität oder zur Arbeitsfähigkeit, wie die Vorinstanz bereits feststellte. Anders als der Beschwerdeführer vorbringt, ergibt sich hieraus keine hausärztliche Bestätigung unfallkausaler Beschwerden. Soweit eingewendet wird, sämtliche nachfolgend involvierten Fachärzte hätten die Ansicht vertreten, dass die Beschwerden rechtserhebliche Folgen des geschilderten Sturzes seien, bzw. diese Ärzte den Unfall als Ursache für die neurologischen Störungen bezeichneten, kann ihm nicht gefolgt werden. Keiner der Behandler äusserte sich näher zum Unfallereignis oder -mechanismus. Die medizinischen Berichte enthalten keine (schlüssige) Begründung einer Unfallkausalität der bestehenden Beschwerden oder wenigstens Hinweise, die gegen eine degenerativ bedingte linksseitige Zervikobrachialgie C6/C7 mit Diskusprotrusion sprechen würden. Soweit die behandelnden Ärzte eine Kausalitätsbeurteilung vorgenommen haben, erschöpft sie sich im Wesentlichen im Hinweis darauf, dass der Beschwerdeführer anamnestisch beschwerdefrei gewesen sei. Damit vermögen sie die Beurteilung des Dr. med. H.________ nicht in Frage zu stellen. Wird die Unfallkausalität der geklagten Beschwerden einzig mit dem Hinweis auf den vor dem Unfall beschwerdefreien Zustand begründet, liegt mit der Vorinstanz ein beweisrechtlich unzulässiger "Post-hoc-ergo-propter-hoc"-Schluss vor (vgl. BGE 142 V 325 E. 2.3.2.2; 119 V 335 E. 2b/bb). Solches reicht für den rechtsgenüglichen Nachweis eines Kausalzusammenhangs nicht aus (Urteil 8C_125/2023 vom 8. August 2023 E. 5.6, zur Publ. vorgesehen), weshalb sich hieraus nichts zugunsten des Beschwerdeführers ableiten lässt. Kommt hinzu, dass die in der Beschwerde angerufenen Berichte insofern anamnestisch lückenhaft und damit unvollständig sind, als bei einem im Jahr 2011 gutachterlich im ZMB u.a. festgestellten zervikovertebralen (und lumbovertebralen) Schmerzsyndrom, Diskopathien ohne Neurokompression bei C5/C6 und C6/C7 offensichtlich keine Beschwerdefreiheit vor dem Unfallereignis im hier relevanten Bereich der WS vorlag, wie im angefochtenen Urteil zutreffend dargelegt wurde.