Citation: 7B_695/2023 E. A

A.a. A.________ ist diplomierter Treuhänder, Revisionsexperte und Inhaber weiterer Diplome im Bereich Rechnungslegung und Controlling. D.A.________ war Erfinder diverser Bautechnologien, insbesondere des sog. ISOMAX-Systems zur Konstruktion von Null-Energie- bzw. Passivhäusern. Im Jahr 2005 betraute D.A.________ A.________ mit der Gründung und Leitung der C.________ AG. D.A.________ war in der Folge alleiniger Aktionär der Gesellschaft. A.________ war einziger Verwaltungsrat mit Einzelzeichnungsbefugnis; er verfügte zudem über eine Vollmacht mit Einzelzeichnungsberechtigung für mehrere Konten der C.________ bei der Obwaldner Kantonalbank. A.________ war ferner auch Gründer und Verwaltungsrat der E.________ AG, der F.________ SA und der G.________ AG. A.b. Am 18. Februar 2008 erstattete D.A.________ Strafanzeige gegen A.________ wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung, eventuell Veruntreuung, Betrugs und Sachentziehung. Er begründete die Anzeige im Wesentlichen mit dem dringenden Verdacht, dass A.________ unbefugt Gelder ab den Konten der C.________ AG abgezogen habe und in Zukunft noch abziehen werde. Dieser reagierte mit einer Gegenanzeige gegen D.A.________ wegen Betrugs, ungetreuer Geschäftsbesorgung und weiterer Delikte. Am 8. Mai 2009 erhoben D.A.________ und die C.________ AG in Liquidation wiederum eine Strafanzeige gegen A.________ wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung, eventuell Veruntreuung, Betrugs, Drohung, Nötigung und falscher Anschuldigung. A.c. Auf Beschwerde von D.A.________ und der C.________ AG hin stellte die Obergerichtskommission Obwalden mit Entscheid vom 22. September 2009 in der Strafuntersuchung gegen A.________ eine Rechtsverzögerung fest. Gleichzeitig erkannte sie im Zusammenhang mit den Anträgen der Anzeigeerstatter auf unverzüglichen Erlass verschiedener Kontosperren auf Rechtsverweigerung. A.d. Im weiteren Verlauf wurde die Strafuntersuchung unter anderem auf die Tatbestände der Erschleichung einer falschen Beurkundung und der Urkundenfälschung ausgedehnt. Verschiedene weitere Verfahren gegen A.________ wurden wiederum vom Hauptverfahren abgetrennt und eingestellt. A.e. Am 5. Juli 2016 erhoben D.A.________ und die C.________ AG erneut Beschwerde wegen Rechtsverweigerung bzw. -verzögerung. Das Obergericht Obwalden hiess diese am 28. Dezember 2016 teilweise gut und hielt fest, dass eine Rechtsverzögerung vorliege. Es wies die Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte der Kantone Nidwalden, Obwalden und Uri an, das Strafverfahren ohne weitere Verzögerungen fortzusetzen und innert angemessener Frist zum Abschluss zu bringen. A.f. Am 23. April 2018 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen A.________ wegen qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung, Urkundenfälschung und Erschleichung einer falschen Beurkundung. Sie warf ihm zusammengefasst vor, er habe der C.________ AG Vermögenswerte entzogen, die zur Sicherstellung allfälliger Verrechnungssteuerforderungen zweckgebunden auf Treuhandkonten einer Anwaltskanzlei angelegt gewesen seien. Konkret habe er im August 2008 Fr. 2'554.20 an die F.________ SA und im Oktober 2008 EUR 75'000.-- an die G.________ AG sowie EUR 58'150.65 an die F.________ SA überweisen lassen, ohne dass hierfür ein Rechtsgrund bestanden habe. Dadurch seien den beiden Gesellschaften bzw. A.________ persönlich unrechtmässige Vermögensvorteile entstanden, da sie keinen rechtmässigen Anspruch auf diese Vermögenswerte gehabt hätten, zumal zu keiner der Gesellschaften eine Geschäftsbeziehung wie namentlich ein Lizenzverhältnis bestanden habe. Im selben Umfang sei die C.________ AG in ihrem Vermögen geschädigt worden. Der Vorwurf der Urkundenfälschung lautete dahingehend, dass A.________ am 16. Januar 2012 als einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat der E.________ AG gegenüber der Obwaldner Kantonalbank auf dem Formular A wahrheitswidrig angegeben habe, der wirtschaftlich Berechtigte an den Vermögenswerten auf einem bestimmten Konto der AG zu sein. Schliesslich beschuldigte die Staatsanwaltschaft A.________, als einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat verschiedener Gesellschaften dem Notar anlässlich der jeweiligen öffentlichen Beurkundung der Gesellschaftsgründung wahrheitswidrig angegeben zu haben, das vollständig liberierte Aktienkapital stünde im vollen Betrag zur freien Verfügung der Gesellschaft. In Wirklichkeit habe er kurzfristig aufgenommenes fremdes Geld verwendet, das er den Kapitalgebern kurz nach der Gründung zurücküberwiesen habe (Scheinliberierung).