Citation: 6B_419/2023 E. 1.5.2

1.5.2. Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss eine willkürliche Rechtsanwendung geltend macht und vorbringt, es sei ein starkes Indiz für die willkürliche Urteilsfindung der Vorinstanz, wenn sie die "Beachtung der öffentlichen Sicherheit" als auch die "Rückfallgefahr" in der Härtefallprüfung anstatt in der Interessenabwägung berücksichtige, kann ihm nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz würdigt entsprechend der bundesgerichtlichen Praxis (vgl. oben E. 1.3.2) und in Übereinstimmung mit Art. 31 Abs. 1 VZAE, der auf das in Art. 58a Abs. 1 lit. a AIG verankerte Integrationskriterium der Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung verweist, zurecht im Rahmen der Härtefallprüfung seinen Leumund. In dieser Hinsicht ist es ebenfalls nicht zu beanstanden, dass sie unter dem Titel der "Rückfallgefahr" anhand eines forensisch-psychiatrischen Gutachtens die psychische Gesundheit des Beschwerdeführers durchleuchtet. Zwar zieht sie daraus Rückschlüsse bezüglich des vom Beschwerdeführer ausgehenden Rückfallrisikos, die erst im Rahmen der Interessenabwägung zu berücksichtigen wären. Allerdings schlagen sich diese Erkenntnisse in der Härtefallprüfung nicht nieder, lässt sich doch auf diese keine weitere Bezugnahme in der vorinstanzlichen Gesamtwürdigung des Härtefalls erkennen (vgl. angefochtenes Urteil S. 18 E. 10.2.10).