Citation: 1C_620/2023 E. 5.4

5.4. Die Beschwerdeführenden sind der Auffassung, es seien aufgrund der zu nahen Lage am Wald sowohl Nachteile für das Bauvorhaben (umstürzende Bäume, Beschattung) als auch für den Wald (Gefahr von Feuer insbesondere bei Südwind, Beeinträchtigung des Wurzelwerks, Verschmutzung des Waldbodens durch austretende Flüssigkeiten auf dem Vorplatz) zu befürchten. Des Weiteren habe die Bauherrschaft bislang keine Alternativen geprüft, sondern habe andere Lösungen a priori als offensichtlich unzweckmässig bezeichnet. Die talseitig liegenden Gebäude seien beispielsweise mit einem Personenlift erschlossen und hätten ohne direkte Zufahrt ab der U.________strasse realisiert werden können. Es sei nicht zwingend erforderlich, ab der U.________ strasse eine neue Zufahrt zu erstellen. Dem Schutzgedanken des Waldes laufe sodann die Fussgänger-Erschliessung des Bauvorhabens über den vorbestehenden Fussweg entlang der Grundstückgrenze zu GS 984 zuwider. Die Intensivierung der Nutzung dieses im Waldabstand gelegenen Wegs sei nicht zulässig. Die Bauherrschaft habe ihr Gebäude anderweitig ohne Abstandsunterschreitung zu erschliessen. Insgesamt würden die erheblichen öffentlichen Interessen, welche den Wald und den Waldrand vor weiteren Belastungen schützten, die in erster Linie finanziellen privaten Interessen der Bauherrschaft überwiegen.