Citation: 1A.93/2004 02.09.2004 E. C

Am 25. Oktober 2001 stellte die Familie X.________ ein Gesuch um Entschädigung und Genugtuung nach dem Opferhilfegesetz vom 4. Oktober 1991 (OHG; SR 312.5). Das Gesuch wurde am 31. Oktober 2001 von der Opferberatungsstelle des Kantons Luzern, Sozial-Medizinischer Dienst Luzern-Stadt, an das Kantonale Sozialamt weitergeleitet. Darin wurde eine Entschädigung für folgende Schadenposten verlangt: - Erwerbsausfall (B.X.________) : Fr. 2'818.--; - Krankenkasse: Fr. 1'000.--; - Fahrten/Benzin: ca. Fr. 1'000.--; - neues Schlafzimmer: Fr. 4'500.--; - Fenstergitter montieren: Fr. 4'500.--; - nicht kassenpflichtige Medikamente: Fr. 2'500.--; - Erholungsurlaub: Fr. 1'649.--; - Fassadenreparatur: Fr. 1'500.--. Im Weiteren wurde ein angemessener Vorschuss sowie eine Genugtuung von Fr. 25'000,-- für A.X.________ und von je Fr. 12'000.-- für D.X.________, C.X.________ und E.X.________ sowie von Fr. 4'000.-- für B.X.________ beantragt. Am 28. Dezember 2001 hiess das Kantonale Sozialamt das Gesuch um Entschädigung in Bezug auf den Erwerbsausfall von B.X.________, den Erholungsurlaub und die nicht kassenpflichtigen Medikamente teilweise gut und sprach eine Entschädigung von 52,1 % des Schadens, im Umfang von Fr. 2'901.15, zu. Das Verfahren um Genugtuung wurde vom Entschädigungsverfahren getrennt, da das Strafverfahren gegen den Täter zu diesem Zeitpunkt noch vor dem Kriminalgericht hängig war. Gleichentags hiess das Kantonale Sozialamt ein Gesuch der Familie X.________ um Übernahme von Psychotherapie- sowie Fahrt- und Parkkosten in Höhe von 52,1 %, d.h. Fr. 1'445.80, gemäss Art. 3 Abs. 4 OHG gut.