Citation: 9C_419/2022 E. 3.2.3

3.2.3. Was die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip angeht, so ist dem Beschwerdeführer dahingehend beizupflichten, dass aus dem Wortlaut des Ausdrucks "fiktiven Altersrücktritt" alleine nicht eindeutig hervorgeht, was damit gemeint ist. Insbesondere erhellt nicht, ob sich "fiktiv" einzig auf den Umstand des Rücktritts vom Erwerbsleben bezieht und hinsichtlich des Alters vom tatsächlichen Alter im Jahr 2016 auszugehen ist (Ansicht der Beschwerdegegnerin), oder ob sich "fiktiv" sowohl auf den Rücktritt vom Erwerbsleben als auch auf das Alter im Jahr 2016 bezieht, womit beim Beschwerdeführer von einer "fiktiven ordentlichen Pensionierung per 2016" auszugehen wäre (Ansicht des Beschwerdeführers). Klarheit ergibt sich jedoch, wenn auf den Kontext geschaut wird, in welchem der Ausdruck eingebettet ist: Einleitend wird in den Übergangsbestimmungen (E. 2.2.2 hiervor) festgehalten, der Umwandlungssatz im Zeitpunkt des tatsächlichen Altersrücktritts richte sich nach "diesem Reglement", somit nach dem Reglement 2021. Es kann daher, entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers, nicht darum gehen, den Versicherten mit Jahrgang 1956 (Männer) respektive 1957 (Frauen) und älter - und damit sämtlichen Versicherten, die sich bereits 2016 hätten (früh-/) pensionieren lassen können - einen Besitzstand im Umfang des im Reglement 2016 bezüglich des effektiven Rücktrittsalters festgehaltenen (höheren) Umwandlungssatzes zu garantieren. Hätte man dies gewollt, so hätte es auch klar und deutlich so festgehalten werden können und müssen. Vielmehr muss es - wie die Vorinstanz richtig erwogen hat - darum gehen, die betroffenen Personen bei einer Pensionierung im Jahre 2021 grundsätzlich nach dem Reglement 2021 zu stellen, aber nicht schlechter, als wenn sie sich nach dem Reglement 2016 hätten (früh-/) pensionieren lassen. Mit "fiktiv" kann somit nur der Rücktritt aus dem Erwerbsleben und nicht auch das Alter im Jahr 2016 gemeint sein. Für den Fall des Beschwerdeführers ist daher - der Vorinstanz folgend - von einem fiktiven Altersrücktritt mit 60 Jahren im Jahre 2016 auszugehen, weshalb der Umwandlungssatz mit Blick auf die Übergangsbestimmung im Reglement 2016 (E. 2.2.2 hiervor) 5.4 % betragen hätte. Dieser Wert ist als Vergleichsbasis heranzuziehen. Weiterungen erübrigen sich. Somit hat es beim angefochtenen Urteil sein Bewenden, die Beschwerde ist unbegründet.