Citation: 5A_624/2023 E. 7.1

7.1. Bei der Neubeurteilung der Unterhaltspflicht des Beschwerdegegners (vgl. BGE 137 III 604 E. 4.1.2; Urteil 5A_176/2023 vom 9. Februar 2024 E. 4.3) gelangte das Kantonsgericht zum Schluss, dieser vermöge seinen Bedarf nach dem aufgrund seiner Erkrankung nötig gewordenen Eintritt in ein Pflegeheim nicht mehr aus seinem Einkommen zu decken. Auch eine aus dem Vermögen erbrachte Unterhaltsleistung komme nicht in Frage: Der Beschwerdegegner verfüge über ein Vermögen von rund Fr. 360'000.--, das aber nicht frei verfügbar, sondern in der beruflichen Vorsorge und der Dritten Säule gebunden sei. Dass diese Mittel vorzeitig bezogen werden könnten, behaupte die Beschwerdeführerin nicht. Im Berufungsverfahren lege der Beschwerdegegner sodann Vermögen aus einer Erbschaft offen. Er belege indes plausibel, dass er einen grossen Teil dieses Vermögens bereits verbraucht habe, nicht zuletzt auch dazu, um seit dem Heimeintritt den Unterhalt an die Beschwerdeführerin zu bezahlen. Ein Kapitalverzehr solle sodann nicht mehr als ein Zehntel des über eine Freigrenze von Fr. 100'000.-- hinaus vorhandenen Vermögens im Jahr betragen. Bei einem anrechenbaren Vermögen von Fr. 179'000.-- ergebe dies über zehn Jahre einen Betrag von rund Fr. 660.-- im Monat. Damit könne der Beschwerdegegner das vorhandene Defizit von Fr. 4'701.-- nicht decken. Keine wesentlichen Änderungen würden sich ergeben, wenn von einer Freigrenze von nur Fr. 30'000.-- ausgegangen würde.