Citation: 5A_15/2017 E. 3.2

3.2. In der Hauptsache machen die Beschwerdeführer geltend, dass der Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts inkl. Platzierung nicht (mehr) nötig sei. Entscheidend sei, dass ihre Beziehung zu ihren Kindern ungetrübt und genügend intensiv sei. Die Vorinstanz hätte neben dem Kindeswohl auch dem Recht der Beschwerdeführer die Kinder selbst zu betreuen Rechnung tragen müssen. Diese habe aber ihre Elterninteressen nicht in die Abwägung einbezogen, ihre heutigen Verhältnisse "nahezu gänzlich ignoriert" und auf das sehr einseitige und überaus vergangenheitsbezogene Gutachten abgestützt, was vor Art. 4 BV nicht standhalte. Die (letzte) Trennung von der Beschwerdeführerin und von seinen Kindern habe beim Beschwerdeführer zur Einsicht geführt, dass er sich grundlegend ändern müsse. Das ganze Umfeld habe seine Veränderung wahrgenommen. Da sein problematisches Verhalten mit den gesundheitlichen Problemen infolge der künstlichen Ernährung zusammengehangen habe, und dieses Problem heute gelöst sei, könne aus medizinischer Sicht ein Rückfall ausgeschlossen werden, womit auch seine Erziehungsfähigkeit nicht mehr eingeschränkt sei. Die Kindsmutter habe zumindest bei der jüngeren Tochter gezeigt, dass sie für die Tochter sorgen und eine normale Mutter-Kind-Bindung habe aufbauen können. Da sich der Zustand des Kindsvaters stabilisiert habe, könne sie ihre Ressourcen vermehrt für die Kinder aufwenden. Die Betreuung des dritten Kindes verlaufe ohne Schwierigkeiten. Der Pflegevater, der Arzt sei, kümmere sich zudem kaum um die Mädchen, während der richtige Vater überdurchschnittlich viel Zeit für die Kinderbetreuung hätte. Alle involvierten Behörden und die Vorinstanz hätten ausschliesslich auf das Gutachten abgestellt, ohne sich mit ihren Argumenten auseinanderzusetzen.