Citation: H 402/00 28.05.2001 E. 4

4.- a) Nach der Gerichtspraxis ist bei Selbstständigerwerbenden, die auf Grund einer lang andauernden Krankheit (vgl. dazu BGE 119 V 102 Erw. 4a, 111 V 22 Erw. 2b) eine Rente der Invalidenversicherung beziehen, in der Regel auf den Zeitpunkt der Eröffnung der Wartezeit nach Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG eine Neueinschätzung des beitragspflichtigen Einkommens vorzunehmen (SVR 1997 AHV Nr. 122 S. 374 Erw. 5 mit Hinweis). Dies gilt insbesondere, wenn, wie vorliegend, die Arbeitsfähigkeit im bisher ausgeübten Beruf zu 100 % oder doch in bedeutendem Umfang eingeschränkt ist. Unter diesen Umständen ist eine zu einer Neutaxation Anlass gebende Veränderung der Einkommensgrundlage als solcher (infolge Invalidität) nach alt Art. 25 Abs. 1 AHVV zu bejahen (Urteil I. vom 4. Oktober 2000, H 163/99; vgl. BGE 106 V 76 f. Erw. 3a [Ziff. 1]). b) Durch die Rentenverfügung vom 24. Dezember 1998 sind für die Zeit ab 1. April 1995 das Vorliegen einer Invalidität sowie ein Invaliditätsgrad von 100 % dokumentiert. Damit ist nach dem Gesagten eine das ausserordentliche Beitragsfestsetzungsverfahren auslösende Änderung eingetreten. Die Ausgleichskasse, an welche die Sache zurückzuweisen ist, wird abzuklären haben, ob die Rente auf Grund einer Dauerinvalidität (Art. 29 Abs. 1 lit. a IVG) oder - wofür einiges spricht - einer lang andauernden Krankheit (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) zugesprochen wurde und wann gegebenenfalls die Wartezeit begann. Anschliessend wird sie auf den relevanten Zeitpunkt (Eröffnung der Wartezeit oder Eintritt der Dauerinvalidität) eine Neutaxation vornehmen und neue Beitragsverfügungen erlassen.