Citation: 7B_743/2024 E. 2.3

2.3. Aus dem angefochtenen Entscheid und den Vorakten geht hervor, dass die Schaffhauser Polizei dem Beschwerdeführer am Tag nach seiner ersten Verhaftung in der Einvernahme vom 14. März 2023 mitteilte: "Sie sind berechtigt, jederzeit auf eigenes Kostenrisiko eine Verteidigung zu bestellen oder Sie können gegebenenfalls eine amtliche Verteidigung beantragen." Bei seiner Einvernahme am nachfolgenden Tag fragte ihn die Staatsanwaltschaft: "Ich habe Ihnen für die heutige Einvernahme wie bereits für die gestrige Einvernahme Herrn Rechtsanwalt lic. iur. U. Späti aufgeboten. Möchten Sie, dass ich ihn zum amtlichen Verteidiger von Ihnen ernenne?", was der Beschwerdeführer bejahte. Nach der zweiten Verhaftung teilte sie dem Beschwerdeführer am 1. Oktober 2023 mit: "Ich habe Ihnen für die heutige Einvernahme Ihren amtlichen Verteidiger Anwalt Späti aufgeboten. Möchten Sie sich dazu äussern?" Aus dem Einvernahmeprotokoll geht hervor, dass der Beschwerdeführer hierauf mit "Ja" geantwortet hat; nach der Staatsanwaltschaft handelt es sich dabei aber um einen Protokollierungsfehler. Sie machte im vorinstanzlichen Verfahren geltend, aus der Videoaufzeichnung der Einvernahme gehe hervor, dass der Beschwerdeführer in Wirklichkeit den Kopf geschüttelt und "isch gut" gesagt habe.