Citation: 2C_95/2021 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführer bestreiten, dass der beschwerdeführende Arzt die Pflicht zur persönlichen Berufsausübung gemäss § 15 Abs. 1 GesG/ZG und die Pflicht zur Aufsicht der Assistenztätigkeit gemäss § 14 Abs. 1 GesV/ZG in Verbindung mit § 6 Abs. 2 GesV/ZG verletzt habe. Sie bringen vor, die Arztpraxis in U.________ sei lediglich zu rund 10 % ausgelastet gewesen. Der beschwerdeführende Arzt habe seine Tochter und Assistentin der tiefen Auslastung entsprechend stets überwachen können, auch wenn er nur freitags und samstags persönlich in der Praxis anwesend gewesen sei. Er habe mit ihr die Fälle vor- und nachbesprochen, was zu einer genügenden Überwachung beigetragen habe. Bei Bedarf habe er sich während den Behandlungen telefonisch und per Skype zuschalten und direkt unterstützen können. Die Vorinstanz, so die Beschwerdeführer weiter, würdige diese Umstände ungenügend. Die Gesundheitsbehörden des Kantons Zug hätten vor der Bewilligungserteilung von der Tatsache Kenntnis gehabt, dass der beschwerdeführende Arzt die Aufsichtspflicht durch seine Anwesenheiten freitags und samstags sowie per Skype und Telefon wahrnehmen würde. Es verletze den Grundsatz von Treu und Glauben, ihm eine Pflichtverletzung zur Last zu legen. Ausserdem stünde die kantonalrechtlich geregelte Anwesenheitspflicht im Konflikt mit dem Bundesrecht. Der Bundesgesetzgeber habe die Berufspflichten in Art. 40 MedBG abschliessend geregelt. Es bestünde angesichts der Kompetenzverteilung kein Raum für kantonalrechtlich verankerte Berufspflichten. Ferner seien die kantonalen Vorschriften in unverhältnismässiger und willkürlicher Weise angewendet worden.