Citation: 4A_44/2015 E. 3.2.2

3.2.2. Dagegen bringt die Beschwerdeführerin vor, sie habe sehr wohl substanziierte Ausführungen zur Glaubwürdigkeit des Zeugen E.________ gemacht. Die Verfahren gegen diesen Zeugen hätten nichts mit dem vorliegenden Verfahren zu tun, sondern hätten Forderungen aus dem Arbeitsrecht zum Gegenstand. E.________ habe daher nichts zu befürchten gehabt. Da die Vorinstanz offenbar anderer Ansicht gewesen sei, hätte sie nach Art. 152 ZPO sowohl einen mit E.________ abgeschlossenen Vergleich als auch die Akten eines der anderen zivilrechtlichen Verfahren und des strafrechtlichen Verfahrens gegen E.________ einfordern müssen, um das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin zu wahren. Die Feststellung der Vorinstanz, wonach die Beschwerdeführerin den Zeugen selbst als befangen befände, sei zudem aktenwidrig. Die Beschwerdeführerin habe in der Berufungsantwort und im Plädoyer der Hauptverhandlung ausführlich begründet, weshalb die befürchtete Rache gegen sie nicht dazu führe, dass nicht auf die Zeugenaussage abgestellt werden könne. Diese Ausführungen übergehe die Vorinstanz und verletze damit das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin nach Art. 53 ZPO. Weil die Vorinstanz die Beweise nicht nach pflichtgemässem Ermessen, sondern einseitig und willkürlich gewürdigt habe, liege zudem eine Verletzung von Art. 157 ZPO vor.