Citation: 4A_206/2022 E. 5.1

5.1. Das Bezirksgericht hielt fest, bei den "Schuldscheinen" vom 11. Dezember 2013 handle es sich um abstrakte Schuldanerkennungen im Sinne von Art. 17 OR. Die Beschwerdeführer hätten vorbehalt- und bedingungslos erklärt, die Schuld bis am 31. Dezember 2014 zu bezahlen. Daraus und auch aus den Umständen sowie ihrem Verhalten ergebe sich, dass sie auf Einreden verzichtet hätten, die sich (im Grundverhältnis) gegen die anerkannte Schuld richteten. Die Einrede, der zugrunde liegende Erbvertrag beruhe auf einem Rechnungsfehler, sei ihnen folglich verwehrt. In einer Eventualbegründung führte das Bezirksgericht aus, dass ohnehin der Erbvertrag keinen Rechnungsfehler enthalte. Denn aus der Vorgeschichte und verschiedenen Verträgen ergebe sich, dass es dem Willen aller Parteien entsprochen habe, den Anrechnungswert von Fr. 1'475'600.-- lediglich durch fünf Köpfe zu teilen. Schliesslich hob das Bezirksgericht in einer Subeventualbegründung hervor, dass Rechnungsfehler nach allgemeinen vertragsrechtlichen Grundsätzen sowieso nur ins Gewicht fielen, wenn die Berechnungsgrundlage selbst zum Inhalt des Vertrags geworden sei. Dies sei vorliegend nicht geschehen. Aus all diesen Gründen dringe die gegen die Schuldanerkennung gerichtete "Einrede des Rechnungsfehlers" der Beschwerdeführer nicht durch.