Citation: 6B_411/2016 E. 2.2.3

2.2.3. Weder aus Art. 14 JWG/BE noch aus Art. 12 JaV/BE noch aus Art. 16 JaDV/BE ergibt sich, was unter einer zeitgerechten Nachsuche zu verstehen ist. Der Auffassung der Vorinstanz, der Beschwerdeführer hätte noch in der Nacht mit der Nachsuche gemäss Art. 16 Abs. 1 JaDV/BE beginnen müssen, kann nicht gefolgt werden. Gemäss dem Merkblatt "Voraussetzungen für eine erfolgreiche Nachsuche" der Arbeitsgemeinschaft für das Jagdhundewesen, Technische Kommission ( www.ag-jagdhunde.ch) ist vom Nachsuchen in der Nacht grundsätzlich abzusehen, ausser es steht zweifelsfrei fest, dass das nachzusuchende Stück tödlich getroffen ist und in der Nähe des Anschusses liegt. Dieser Ansicht ist zu folgen. Damit erübrigt sich die vom Beschwerdeführer beantragte Einholung eines Gutachtens beziehungsweise einer schriftlichen Stellungnahme des Bundesamtes für Umwelt, Sektion Wildtiere und Wildbiologie, zur Frage der Nachsuche bei Nacht. Dem Beschwerdeführer kann mithin nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass er nicht bereits in der Nacht nach den beschossenen Füchsen suchte. Es genügt, mit der Nachsuche bei Tagesanbruch zu beginnen. Der Beschwerdeführer begann indessen auch bei Tagesanbruch des 23. Januar 2013 nicht mit der Nachsuche, sondern er erschien um 09.30 Uhr - ohne Hund und ohne Hundeführer - am Ort des Geschehens.