Citation: 2C_396/2023 E. 8.4.5

8.4.5. Die Wegweisung nach Jordanien trifft den Beschwerdeführer gewiss hart; vor unüberwindbare Hindernisse stellt sie ihn allerdings nicht. Er ist erst im Alter von 43 Jahren dauerhaft in die Schweiz eingereist, verfügt über einen gültigen jordanischen Pass, hat mehrere Familienangehörige in Jordanien und ist mit der Sprache, der Kultur und den sozialen Gepflogenheiten im arabischen Raum, wo er die prägenden Kindheits- und Jugend- sowie einen Gutteil seiner Erwachsenenjahre verbracht hat, vertraut. Zwar ist der Beschwerdeführer mittlerweile 70-jährig und seit über 25 Jahren in der Schweiz; trotz der langen Dauer seines Aufenthalts weist er indessen namentlich in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht beträchtliche Integrationsdefizite auf, wie seine hohen Schulden, die zeitweise Sozialhilfeabhängigkeit und die wiederholten strafrechtlichen Verurteilungen zeigen. Zu einer Veränderung seines Verhaltens konnten ihn - neben einer Vielzahl an behördlichen Ermahnungen und Appellen sowie dem Abweisen all seiner Gesuche um Bewilligung seiner Niederlassung in der Schweiz - selbst zwei ausländerrechtliche Verwarnungen nicht motivieren; sein Verhalten zeugt im Gegenteil von einem ausgeprägten und nachhaltigen Desinteresse daran, mit den Behörden zu kooperieren, um insbesondere seine finanzielle Situation zu verbessern. In Anbetracht dieser Vorgeschichte durfte die Vorinstanz davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer für den Fall, dass ihm die Aufenthaltsbewilligung ein weiteres Mal verlängert würde, auch in Zukunft Schulden generieren und straffällig werden würde. Unter den gegebenen Umständen durfte von einer dritten ausländerrechtlichen Verwarnung (vgl. Art. 96 Abs. 2 AuG) abgesehen werden und überwiegt das öffentliche Interesse am Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung das private Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz. Die Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung ist damit verhältnismässig.