Citation: 1C_267/2021 E. 2.3

2.3. Schutzobjekte im Altlastenrecht bilden das Grundwasser, die überirdischen Gewässer, die Luft sowie der Boden (vgl. Art. 9-12 AltlV). Das Altlastenrecht bezweckt im Wesentlichen, chemische Belastungen der Schutzgüter einzuschränken. Physikalische Durchmischungen begründen in der Regel keinen altlastenrechtlichen Handlungsbedarf. Auch beim Grundwasser stellt das Altlastenrecht auf chemische Konzentrationswerte ab (vgl. Art. 9 Abs. 1 und 2 AltlV sowie den Anhang 1 zur Altlasten-Verordnung; vgl. das Urteil des Bundesgerichts 1C_404/2021 vom 24. Februar 2022 E. 4.1). Nach Art. 9 Abs. 2 lit. b AltlV ist ein belasteter Standort mit Blick auf den Schutz des Grundwassers sanierungsbedürftig, wenn bei Grundwasser im Gewässerschutzbereich AU im Abstrombereich unmittelbar beim Standort die Konzentration von Stoffen, die vom Standort stammen, die Hälfte eines Konzentrationswerts nach Anhang 1 AltlV überschreitet. Für die Begründung eines Sanierungsbedarfs kommt es mithin nicht nur auf die Belastung innerhalb des Standorts, sondern auch auf die Werte ausserhalb desselben im unmittelbaren Abstrombereich an.