Citation: 5A_734/2022 E. 3

Der Ehemann erhebt Willkür- und Gehörsrügen. Er macht geltend, im Eheschutzverfahren habe das Obergericht die Wohnung primär deshalb der Ehefrau zugewiesen (bzw. den betreffenden bezirksgerichtlichen Entscheid geschützt), weil C.________ bei der Kindesanhörung eine Präferenz zugunsten der Mutter geäussert habe, welche mehr Zeit zuhause verbringe als der zeitlich sehr beanspruchte Ehemann (S. 27 des damaligen Entscheides), woraus das Obergericht damals gefolgert habe, dass es sich mit Blick auf das Kindeswohl als einziges übergeordnetes Zuteilungskriterium rechtfertige, die eheliche Liegenschaft der Ehefrau zur alleinigen Benutzung teilweise mit C.________ zuzuweisen (S. 28 des damaligen Entscheides). Mit seinem nachträglichen Schreiben bringe C.________ zum Ausdruck, dass er neutral sei und die Zuweisung der Liegenschaft auf ihn keine Auswirkung habe, mithin nicht von ihm abhängen dürfe. Es widerspreche mithin jeglicher Logik und verletze das rechtliche Gehör, wenn das Obergericht nunmehr festhalte, dass aus dem Brief nichts zu seinen (Ehemann) Gunsten abgeleitet werden könne. Vielmehr seien die sekundären Kriterien wie Beruf, wirtschaftlicher/finanzieller Nutzen, Hobbys, Affektionsinteresse und gemeinsames Lernen mit C.________ zu prüfen. Im Übrigen sei es widersprüchlich und damit willkürlich, wenn das Obergericht festhalte, das Schreiben habe nicht zum Ziel, dass der Eheschutzentscheid abgeändert werde, ansonsten C.________ sich für eine Zuweisung an den Vater ausgesprochen hätte, sondern es sei davon auszugehen, dass er sich vom elterlichen Konflikt distanzieren wolle; richtigerweise könne der Ausdruck "neutral" einzig dahingehend interpretiert werden, dass C.________ eben gerade keine Präferenz habe.