Citation: 4A_614/2014 E. 9.1

9.1. Die Beschwerdeführerin rügt, nach der Rückweisung hätte die Vorinstanz alle geltend gemachten Vertragsverletzungen auf ihre Wesentlichkeit hin prüfen müssen, was sie in Bezug auf die Aussortierung nicht getan habe. Damit habe sie nicht nur den Rückweisungsentscheid missachtet, sondern auch Art. 35 und 25 CISG verletzt. In ihrer Beschwerdeschrift vom 10. Mai 2013 im ersten Beschwerdeverfahren (4A_264/2013) habe die Beschwerdegegnerin zugestanden, dass sie die gesamte nach der Vertragsänderung geschuldete Menge Walzdraht mit einer Mindestzugfestigkeit von 400 MPA hätte zur Verfügung stellen können, wenn sie den entsprechenden Walzdraht aussortiert hätte. Sie habe diese Lieferpflicht in eklatanter Weise verletzt und damit ein unredliches Verhalten gezeigt. Auch diese Vertragsverletzung sei spätestens anlässlich der Besprechung vom 19. September 2008 gerügt worden, an der die fehlende Mindestzugfestigkeit gerügt wurde, denn "die Rüge der fehlenden Mindestzugfestigkeit umfasst notwendigerweise die Rüge der Nicht-Sortierung".