Citation: 8C_680/2018 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz prüfte im angefochtenen Entscheid unter Anwendung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Zumutbarkeit der Selbsteingliederung. So stellte sie fest, dass der Beschwerdeführer zwar seit über 15 Jahren eine Rente bezog, womit er grundsätzlich Anspruch auf eine vorgängige Durchführung befähigender Massnahmen habe. Obwohl dieser Anspruch von der Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 9. Januar 2018 nicht geprüft worden sei, könne indessen von einer Rückweisung zur entsprechenden Abklärung aus verfahrensökonomischen Gründen abgesehen werden. Das kantonale Gericht begründete dies mit der Feststellung, dass der Versicherte durchaus in der Lage sei, seinen Alltag aktiv zu gestalten. Insbesondere sei er seiner ursprünglichen Tätigkeit als Autoservicemann über Jahre hinweg in seiner Freizeit nachgegangen und habe bis 2008 seinem Schwager während 1-2 Stunden pro Woche im Büro ausgeholfen, was unbestritten ist. Dass der Beschwerdeführer seine Ausbildung zum Autoservicemann bereits im Jahre 1984 abgeschlossen und seither nur noch auf dem Bau gearbeitet hat, ist für eine Selbsteingliederung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht hinderlich. Denn gemäss dem massgebenden Gutachten vom 20. Februar und 7. April 2017 besteht eine volle Arbeitsfähigkeit für jede körperlich leichte Tätigkeit, so auch in seiner zuletzt ausübten Tätigkeit als Polier. Dementsprechend vermag der Beschwerdeführer auch nicht mit dem Einwand durchzudringen, dass die Tätigkeit als Autoservicemann nicht dem gutachterlich definiertem Zumutbarkeitsprofil entspreche. Indem er dieser - körperlich anspruchsvolleren - Tätigkeit dennoch in seiner Freizeit über die Jahre hinweg nachging, erbrachte er den Nachweis, dass er für eine Selbsteingliederung über die notwendigen Ressourcen verfügt.