Citation: 8C_42/2024 E. 8.1

8.1. Soweit die Beschwerdeführerin das Vorliegen der Voraussetzungen für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG bestreitet, macht sie geltend, die erstmalige Rentenzusprache habe auf den Berichten des Psychiaters med. pract. D.________, der Dr. med. G.________, des Spitals H.________ und des Dr. med. F.________ beruht, was aus heutiger Sicht zwar in der Tat erstaunlich erscheine. Die Frage der wiedererwägungsweisen Aufhebung der Verfügung vom 8. Februar 2000 sei aber nur unter dem Blickwinkel zu prüfen, ob die Rentenzusprache zum damaligen Zeitpunkt vertretbar gewesen sei. Ende der Neunzigerjahre sei es durchaus üblich gewesen, Invalidenrenten aufgrund von Hausarztberichten zuzusprechen. Im vorliegenden Fall lägen neben den Berichten des Psychiaters und der Hausärztin auch Berichte eines Neurologen und des Spitals H.________ vor. Die verwaltungsinterne Prüfung sei seinerzeit durch die Verwaltung erfolgt, da der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) erst 2004 geschaffen worden sei. Aus damaliger Sicht und Praxis sei die Rentenzusprache daher vertretbar gewesen. Zudem habe die Beschwerdegegnerin in der Folge fast alle zwei Jahre Revisionsverfahren durchgeführt. Die dabei getätigten medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass bereits von Anfang an keine Migräne, sondern ein Clusterkopfschmerz vorgelegen habe. Gleichwohl habe die Beschwerdegegnerin die Revisionsverfahren jeweils mit einer einfachen Mitteilung über den unveränderten Rentenanspruch abgeschlossen. Entsprechend liege keine zweifellose Unrichtigkeit vor.