Citation: 5A_116/2023 E. 4.2.2

4.2.2. 4.2.2.1. Ferner rügt die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz sei willkürlich und ohne dafür Gründe zu nennen vom Gutachten abgewichen bzw. widerspreche dem Gutachten. Dies treffe auf die "Meinung" der Vorinstanz zu, die narzisstische Störung habe sich noch nicht manifestiert bzw. das Verhalten des Kindes sei - abgesehen von der Kontaktverweigerung zur Mutter - unauffällig. Die Vorinstanz habe sich mit verschiedenen Aussagen des Gutachtens hierzu, wonach das Kind bereits jetzt narzisstische Züge aufweise und es kein glückliches Leben haben werde, nicht befasst und verkenne, dass dieses "alles gut" (sehr gute Noten usw.) Teil des Problems sei bzw. sich dies erst später gegen das Kind wenden werde. 4.2.2.2. Die Beschwerdeführerin ist letztlich selbst der Auffassung, dass im Moment - bis auf die Kontaktverweigerung, die die Vorinstanz explizit in ihre Beurteilung einbezogen hat, und dem altklugen Verhalten gegenüber den Klassenkameraden - "alles gut" sei und sich allfällige Probleme erst später zeigen würden. Damit lässt sich Willkür in der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung, wonach sich die narzisstische Störung jedenfalls im Alltag angesichts der guten schulischen Leistungen und der Teilnahme an ausserschulischen Aktivitäten nicht manifestiert habe, nicht begründen. Die drohende Entwicklung einer Persönlichkeitsstörung hat die Vorinstanz im Übrigen sehr wohl beachtet und auch die Kontaktverweigerung hat die Vorinstanz explizit als Verhaltensauffälligkeit gewertet. Eine Abweichung vom Gutachten ist nicht ersichtlich, die Kritik der Beschwerdeführerin zielt ins Leere.