Citation: 6B_1083/2022 E. 3.3.2

3.3.2. Das vorstehend Gesagte gilt auch mit Bezug auf die mehrfache Ausnützung einer Notlage. Dass die Vorinstanz nicht für jede Tat eine hypothetische Einzelstrafe festgesetzt hat, ist zwar zutreffend. Die Strafhöhe ist aber im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die Gesamtfreiheitsstrafe von 18 Monaten für die Sexualdelikte liegt, namentlich mit Blick auf den bis drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe androhenden Strafrahmen, das als mittelschwer beurteilte Verschulden des Beschwerdeführers und seine einschlägigen Vorstrafen, klar innerhalb des vorinstanzlichen Ermessens. Dass angesichts der einschlägigen Vorstrafen nur eine Freiheitsstrafe in Frage kommt, leuchtet ein und bedarf keiner weiteren Erklärung. Auch eine Verletzung der Begründungspflicht ist nicht ersichtlich. Ebenso wenig war die Vorinstanz gehalten, dem Alter und Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, insbesondere einem Prostata- und Nierenleiden, weitergehend strafmindernd Rechnung zu tragen als sie dies mit der Reduktion auf 12 Monate getan hat. Art. 47 StGB ist nicht verletzt. Soweit der Beschwerdeführer eine mediale Vorverurteilung geltend macht und damit eine Strafminderung begründen will, verweist er augenscheinlich auf die Berichterstattung zu den am 20. Juni 2017 beurteilten Taten. Damit kann er für das vorliegende Verfahren nichts für sich ableiten.