Citation: 2C_425/2017 E. 5

Die vorgebrachten Rügen überzeugen nicht: Willkür in der Rechtsanwendung liegt gemäss der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichts nur vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Zudem hebt das Bundesgericht einen Entscheid nur auf, wenn nicht bloss die Begründung, sondern auch das Ergebnisunhaltbar ist. Dass eine andere Lösung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, genügt nicht (BGE 138 I 49 E. 7.1 S. 51; 137 I 1 E. 2.4 S. 5; 136 I 316 E. 2.2.2 S. 318 f.). Wenn die Beschwerdeführerin behauptet, die C.________ AG habe das Recht gehabt, nach Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch Pat. Ing.-Geom. D.________ einen Ersatzgeometer zu bezeichnen, so stellt dies lediglich eine andere, von der Vorinstanz abweichende Interpretation der Verträge dar, was aber nicht bedeutet, dass die Interpretation des Kantonsgerichts falsch oder sogar geradezu unhaltbar wäre. Die von der Beschwerdeführerin angerufene Vertragsbestimmung (Ziff. 8 Abs. 3) enthält nur die Nachfolgeregelung zufolge der Pensionierung des bisherigen Geometers. Wenn die Beschwerdeführerin die entsprechende Klausel auch auf Kündigungsfälle anwenden will, erfordert dies einen weitgehenden Analogieschluss, welcher zumindest nicht zwingend erscheint. Jedenfalls lässt sich aber umgekehrt auch nicht sagen, die restriktivere Vertragsauslegung durch die Vorinstanz sei geradezu unhaltbar, in sich widersprüchlich oder führe zu einem stossenden Ergebnis. Auch von einer willkürlichen Anwendung des VermG/VS oder einer verfassungswidrigen ungleichen Behandlung kann im vorliegenden Fall keine Rede sein: Wie bereits ausgeführt (E. 1.3 hiervor) ordnete die Vorinstanz hier gerade keinen Austausch einer Vertragspartei an, welcher nach Ansicht der Beschwerdeführerin einer Zustimmung durch die DGBG bedurft hätte. Vielmehr ist das Kantonsgericht in Auslegung der streitbetroffenen Verträge zum Schluss gelangt, dass eine Übertragung der im Jahr 2007 geschlossenen Verträge auf Dritte gar nicht möglich sei und die ordentliche Vertragsausführung überdies nur gemeinsam durch den verantwortlichen Geometer und das verantwortliche Unternehmen erfolgen könne. Da dies nun vorliegend offenkundig nicht mehr möglich ist, erscheint es als folgerichtig, eine umgehende Neuausschreibung der Arbeiten anzuordnen, wie dies das Kantonsgericht auch getan hat. Von einem freihändigen Austausch der vertraglich beauftragten Firma durch die Vorinstanz kann bei dieser Sachlage keine Rede sein. Daran ändert auch nichts, dass das Kantonsgericht bis zur erfolgten Neuvergabe durch den Staatsrat eine Übergangsregelung getroffen hat. Dies war vielmehr sogar geboten, um die nahtlose Nachführung der amtlichen Vermessung sicherzustellen. Das von der Vorinstanz in diesem Zusammenhang gewählte Vorgehen ist unter den hier massgebenden Verfassungsgesichtspunkten ebenfalls nicht zu beanstanden: Aus naheliegenden Gründen musste sie sich dabei zwischen dem in den Verträgen genannten verantwortlichen Geometer und dem verantwortlichen Unternehmen entscheiden. Dass sie unter Verweis auf den persönlichen Charakter der Leistungserfüllung dem verantwortlichen Geometer und dessen neuem Unternehmen den Vorzug gab, kann weder als willkürlich bezeichnet werden noch stellt dies eine sachfremde Ungleichbehandlung dar: Die Beschwerdeführerin selbst betont in ihrer Beschwerde, dass der verantwortliche Geometer in erster Linie aufgrund der benötigten Infrastruktur ("hochpräzise Messgeräte und Computeranlagen") auf das verantwortliche Unternehmen angewiesen sei. Dieser Beitrag zur Leistungserfüllung erscheint im Vergleich zu den persönlichen Fähigkeiten des Geometers als austauschbarer. Schliesslich verweist die Beschwerdeführerin auf die von der DGBG mitunterzeichneten bzw. genehmigten Nachträge vom 21. Juni 2016 und beruft sich diesbezüglich auf den Grundsatz des Vertrauensschutzes. Dieser Einwand geht jedoch von vornherein ins Leere, weil diese Nachträge von der Beschwerdegegnerin angefochten worden waren und mithin gerade Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens bildeten.