Citation: 5A_412/2014 E. 5

Der Beschwerdeführer bringt unter Hinweis auf BGE 134 III 241 schliesslich vor, aus Art. 28 ZGB sowie aus Art. 8 EMRK und Art. 7 UN-KRK folge das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung. Dies trifft zu, hat aber keinen Zusammenhang mit der vorliegend zu beurteilenden Anfechtungsklage. Bei BGE 134 III 241 ging es um den aus den betreffenden Normen fliessenden Anspruch des Kindes, Kenntnis über seine eigene Abstammung zu erhalten, wie er im Übrigen auch im Zusammenhang mit der Adoption und der Fortpflanzungsmedizin besteht (Art. 268c ZGB und Art. 27 FMedG; siehe dazu WEBER, Das schutzwürdige Interesse nach Art. 27 FMedG, in: Recht und Gesundheit, Luzern 2013, S. 183 ff.; LEUKART, Die praktischen Konsequenzen des Rechts auf Kenntnis der eigenen Abstammung - welche Fälle verlangen ein Umdenken im schweizerischen Familienrecht, in: AJP 2009, S. 584 ff., insb. S. 592; BÜCHLER, Das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung, in: FamPra 2009, S. 1 ff.). Vorliegend geht es aber nicht um die Kenntnis der eigenen Abstammung, sondern ganz allgemein um diejenige einer verwandtschaftlichen Beziehung. Der Beschwerdeführer zeigt aber entgegen der in diesem Bereich bestehenden Rügepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG) nicht auf, dass und inwiefern aufgrund verfassungsmässiger Normen nicht nur ein Anspruch auf Kenntnis der Aszendenz, sondern auch ein solcher auf Kenntnis der Deszendenz oder anderer verwandtschaftlicher Beziehungen bestünde.