Citation: 5A_93/2022 E. 5.2

5.2. Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Hiervon erfasst sind unechte Noven, also Tatsachen, die im bisherigen Verfahren bereits hätten vorgebracht werden können, aber nicht vorgebracht wurden (Urteil 5A_791/2017 vom 17. Juli 2018 E. 1.2, nicht publiziert in: BGE 144 III 313). Echte Noven, d.h. Tatsachen, die erst nach dem angefochtenen Entscheid entstanden sind, sind im Verfahren vor dem Bundesgericht demgegenüber grundsätzlich nicht zu beachten (BGE 143 V 19 E. 1.2; 139 III 120 E. 3.1.2; je mit Hinweis). In der Beschwerde ist darzutun, inwiefern die Voraussetzungen für eine nachträgliche Einreichung von Tatsachen und Beweismitteln erfüllt sein sollen (BGE 143 I 344 E. 3). Wie sich dem angefochtenen Entscheid entnehmen lässt, hat die Beschwerdeführerin betreffend ihrer psychischen Situation vor dem Obergericht vorgebracht, deren Symptomatik hätte sich seit Jahren verbessert. Dennoch sei der gutachterlichen Einschätzung zuzustimmen, wonach eine leichte Ausprägung vorliege. Weiter äusserte die Beschwerdeführerin sich zu einer ebenfalls diagnostizierten Essstörung und zum festgestellten Cannabiskonsum. Ausserdem brachte sie vor, die im Rahmen der Begutachtung geführten Gespräche seien jeweils aufwühlend gewesen und die dort erlebten Situationen mitsamt dem beobachteten Verhalten sei nicht mit dem gelebten Alltag zu vergleichen. Die Vorbringen betreffend die Aktualität der Feststellungen zu ihrer Gesundheit sowie zur Kooperationsbereitschaft erhebt die Beschwerdeführerin damit erstmals vor Bundesgericht. Gleichzeitig legt sie nicht dar, weshalb dies mit Blick auf Art. 99 Abs. 1 BGG zulässig sein sollte. Auch bringt die Beschwerdeführerin nicht vor, dass die Vorinstanz den (Prozess-) Sachverhalt (vgl. dazu BGE 140 III 16 E. 1.3.1) hinsichtlich des im vorinstanzlichen Verfahren Vorgetragenen offensichtlich falsch festgestellt hätte und daher keine (unechten) Noven vorliegen. Auf die Beschwerde ist dementsprechend insoweit nicht einzutreten.