Citation: 2C_8/2014 E. 4.2

4.2. Wie dargelegt, wurde der Beschwerdeführer seit 1996 vorerst in Deutschland und danach in der Schweiz regelmässig und teilweise in schwerer Weise straffällig und deshalb gesamthaft zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Meistens handelte es sich um Vermögensdelikte, die er während laufender Probezeit beging. Dass ein Ausländer "bloss" wegen Vermögensdelikten verurteilt worden ist, steht Entfernungsmassnahmen auch im Rahmen des FZA nicht entgegen (BGE 134 II 25 E. 4.3.1 S. 29; Urteile 2C_200/2013 vom 16. Juli 2013 E. 5.4; 2C_839/2011 vom 28. Februar 2012 E. 3.1 mit Hinweis). Weder mehrere Freiheitsstrafen in Deutschland noch in der Schweiz ausgesprochene Verurteilungen und angeordnete Probezeiten vermochten den Beschwerdeführer von der Begehung weiterer Straftaten abzuhalten. Dass es seit dem Urteil vom 13. Juni 2012 zu keiner weiteren Verurteilung mehr kam, vermag noch keine günstige Legalprognose zu begründen. Die angeordnete Probezeit lief bis am 12. Juni 2014, wobei sich der Beschwerdeführer aber bereits seit Januar 2013 wieder in Haft befindet. Von einer nachhaltigen Bewährung kann unter diesen Umständen nicht die Rede sein, selbst wenn die ihm zuletzt vorgeworfenen Straftaten nicht berücksichtigt werden. Bisher ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, längere Zeit straffrei zu leben. Aufgrund seiner Unbelehrbarkeit erscheint eine erneute Straffälligkeit als wahrscheinlich. Das Verwaltungsgericht hat seinen Entscheid damit nicht auf generalpräventive Überlegungen oder ausschliesslich auf die ausgesprochenen Strafen, sondern auf eine konkrete Risikobeurteilung gestützt und zu Recht eine erhebliche und gegenwärtige Gefährdung bejaht. Die Nichterteilung der Aufenthaltsbewilligung entspricht damit auch den Anforderungen nach Art. 5 Anhang I FZA.