Citation: 6P.3/2006 14.03.2006 E. A

Im Sinne eines "sexuellen Anschauungsunterrichts" kopulierten A.S.________ und V.S.________ auf verschiedene Weise vor ihrer geistig behinderten Tochter S.S.________ (geboren 1986). V.S.________ forderte mit Billigung ihres Mannes den Neffen G.________ (1978) auf, mit ihrer Tochter geschlechtlich zu verkehren. Im Zeitraum von ca. 1997 bis 2001 kam es in der Stube der Familie S.________ mindestens fünf Mal zum Geschlechtsakt, wobei A.S.________ und V.S.________ zuschauten. A.S.________ schlug am 28. Juni 2002 in Schwanden seinen Neffen zusammen, weil dieser seinen Sohn (1988) anal penetriert hatte. Der Neffe erlitt eine kleine Rissquetschwunde und ein Hämatom an der Stirn sowie Schürfungen auf dem Nasenrücken sowie an der Oberlippe. V.S.________ bezichtigte anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 15. Juli 2002 den Vater und einen Bruder des Neffen, sie hätten mit S.S.________ und deren Bruder sexuelle Handlungen vorgenommen.