Citation: U 361/05 16.08.2006 E. 1

1.1 Die Versicherte macht vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht erstmals geltend, ihr rechtliches Gehör sei verletzt, weil sie weder in die Expertenauswahl noch in die Erstellung eines Fragenkatalogs einbezogen wurde. Diese prozessuale Rüge ist vorweg zu prüfen. 1.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör; sie müssen nicht angehört werden vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind (Art. 42 ATSG). Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt; diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen (Art. 44 ATSG). 1.3 Bei den massgebenden medizinischen Akten gehen lediglich die Begutachtung durch Frau Dr. med. L.________ sowie jene durch Dr. phil. G.________ auf die Initiative der SUVA zurück: Mit Schreiben vom 28. Oktober 2003 wies die SUVA den behandelnden Dr. med. U.________ an, eine neurologische Untersuchung bei einer Fachperson seiner Wahl zu veranlassen; Frau Dr. med. L.________ erstattete ihren Bericht denn auch an Dr. med. U.________ und nicht an die SUVA. Am 19. Januar 2004 teilte die SUVA dem Rechtsvertreter der Versicherten den Namen des mit der neuropsychologischen Begutachtung beauftragten Dr. phil. G.________ mit; die Versicherte erhob hiegegen in der Folge keine Einwände. Dr. phil. G.________ erhielt von der SUVA keinen Fragekatalog unterbreitet, sondern war generell mit einer neuropsychologischen Begutachtung beauftragt; dasselbe gilt für die neurologische Begutachtung durch Frau Dr. med. L.________. Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, inwiefern die SUVA das rechtliche Gehör der Versicherten im Rahmen der Begutachtung verletzt haben soll.