Citation: 4A_210/2020 E. 5

Die Beschwerdeführer machen geltend, es sei korrekt, dass nicht mehr gerügt werde, der Vorschlag zum Schreiben der EUR/CHF Put-Option hätte vorgängig schriftlich unterbreitet werden müssen. Nicht verzichtet werde aber auf das Vorliegen einer ausdrücklichen Zustimmung bei Stillhaltergeschäften (der Verkäufer [Schreiber] einer Put- bzw. Call-Option fungiert als Stillhalter), wie dies die Parteien in Ziffer 4 des Anhangs Anlageinstrumente vereinbart hätten. Dem angefochtenen Entscheid lässt sich nicht entnehmen, dass die Beschwerdeführer den Einwand, dass Stillhaltergeschäfte gemäss Ziffer 4 des Anhangs Anlageinstrumente der ausdrücklichen Zustimmung bedurft hätten, vor der Vorinstanz aufrechterhielten. Ebenso wenig zeigen sie in ihrer Beschwerde mit Aktenhinweis auf, dass sie dies getan oder dass erst der Entscheid der Vorinstanz zu dieser Rüge Anlass gegeben hätte. Es fehlt daher an der Ausschöpfung des materiellen Instanzenzugs (vgl. hiervor E. 3). Auf die Rüge kann somit nicht eingetreten werden. Im Übrigen wäre eine ausdrückliche Zustimmung gemäss Ziffer 4 des Anhangs Anlageinstrumente ohnehin nur erforderlich, wenn sich die Stillhaltergeschäfte nicht im Rahmen der dem Kunden eingeräumten Kreditlimiten bewegen würden. Dass dies vorliegend der Fall gewesen wäre, tun die Beschwerdeführer in ihrer Beschwerde nicht - jedenfalls nicht hinreichend - dar. Somit war eine ausdrückliche Genehmigung vorliegend nicht erforderlich, sondern es genügte eine allgemeine (konkludente) Genehmigung gemäss E. 4.3 hiervor.