Citation: 4A_226/2020 E. 5.4

5.4. Die Beschwerdeführerin rügt weiter, die Vorinstanz habe die Edition der Konkurrenzofferte der I.________ abgelehnt wegen fehlender Beweistauglichkeit. Diese antizipierte Beweiswürdigung verletze ihren Anspruch auf Beweis gemäss Art. 8 ZGB. Mit dieser Konkurrenzofferte hätte sie den damaligen Geschäftswillen der Beschwerdegegnerin beweisen wollen. Dieser sei von entscheidender Bedeutung, namentlich für die Auslegung des Werkvertrags und entsprechend für die Beantwortung der Frage, ob die gelieferte Anlage Mängel aufgewiesen habe. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf die Aussage des Geschäftsführers der Beschwerdegegnerin an der Instruktionsverhandlung. Das Bundesgericht ordnet die antizipierte Beweiswürdigung, soweit seine Kognition betreffend, der Sachverhaltsfeststellung respektive Beweiswürdigung zu und greift in diese entsprechend nur ein, wenn sie willkürlich ist (BGE 138 III 374 E. 4.3.2 S. 376 mit Hinweis). Willkür legt die Beschwerdeführerin nicht dar. An der von ihr zitierten Stelle in der Replik hat sie zwar in der Tat die Editionsofferte damit begründet, aus der Konkurrenzofferte sei ersichtlich, "dass die Bestellerin immer und einzig eine Anlage für CSD und Sirup kaufen wollte". Aus den Ausführungen des Geschäftsführers der Beschwerdegegnerin an der von der Beschwerdeführerin zitierten Stelle lässt sich nichts Genaues entnehmen. Vielmehr gab dieser an, man habe bei der Firma I.________ das gleiche Modell erwerben wollen wie bei der Beschwerdegegnerin und man habe ihr das Produktportfolio hingelegt und gesagt, was mit der Anlage gemacht werden solle. Wenn die Vorinstanz vor diesem Hintergrund auf die Edition der Konkurrenzofferte verzichtete, ist dies jedenfalls nicht willkürlich.