Citation: 6B_1149/2020 E. 1.3.1

1.3.1. Der Beschwerdeführer macht zum anderen eine nicht gehörige Verteidigung und Verletzung des Grundsatzes des fairen Verfahrens nach Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO und Art. 6 EMRK geltend. Er führt diese Verstösse auf Unzulänglichkeiten im Zusammenhang mit seiner Dispensation von der erstinstanzlichen Hauptverhandlung und seinem Gesuch um Wechsel der amtlichen Verteidigung zurück. Er rügt zusammengefasst, nach einer telefonischen Auskunft des erstinstanzlichen Gerichtspräsidenten betreffend sein abgelehntes Gesuch um Verschiebung der Hauptverhandlung und nach einer fehlerhaften (unvollständigen) Zustellung von diesbezüglichen Dokumenten seines amtlichen Verteidigers an ihn durch das Gefängnispersonal habe er irrtümlich ein Gesuch um Dispensation von der Teilnahme an der erstinstanzlichen Gerichtsverhandlung unterzeichnet, in der Meinung, diese finde nicht statt bzw. werde verschoben. Die Gerichtsverhandlung sei dann ohne ihn abgehalten worden, obwohl er Aussagen habe machen wollen. Nach seiner erstinstanzlichen Verurteilung und aufgrund weiterer Vorkommnisse habe er sodann am 28. Mai 2020 einen Wechsel der Verteidigung beantragt. Sein entsprechendes, von ihm fälschlicherweise an die Oberstaatsanwaltschaft gerichtetes Gesuch habe diese, ebenfalls fälschlicherweise, an die Erstinstanz, bei der zeitgleich ein anderes Verfahren gegen ihn hängig gewesen sei, anstelle der Vorinstanz weitergeleitet. Nachdem auch die Stellungnahme des amtlichen Verteidigers fälschlicherweise bei der Erstinstanz eingegangen sei, habe diese, statt die Vorinstanz, sein Gesuch behandelt und am 6. August 2020 abgewiesen. Diese mehrfachen Unzulänglichkeiten der involvierten Behörden und Verteidigung seien laut Beschwerdeführer von Amtes wegen zu beachten und müssten zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Rückweisung der Sache an die Vorinstanz führen.