Citation: 2C_1038/2022 E. 3.3.3

3.3.3. Die Vorinstanz hat demnach die konkrete Situation der Beschwerdeführerin und insbesondere die fehlende Unterstützung durch ihre Familie berücksichtigt. Dass sie von ihrer Familie nicht unterstützt wird, vermag keinen nachehelichen Härtefall zu begründen. Es ist der Beschwerdeführerin zumutbar, sich im Kosovo wiedereinzugliedern, auch wenn sie auf die Hilfe ihrer Familie verzichten muss (vgl. Urteil 2C_494/2020 vom 1. September 2021 E. 3.3.2). Ausser mit der fehlenden Unterstützung durch ihre Familie begründet die Beschwerdeführerin die gefährdete Wiedereingliederung im Herkunftsland mit der Situation der geschiedenen Frauen im Kosovo im Allgemeinen. Damit wird jedoch nicht aufgrund der konkreten Umstände glaubhaft gemacht, dass die soziale Wiedereingliederung der Beschwerdeführerin stark gefährdet ist. Mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach die befürchtete Beeinträchtigung der sozialen Wiedereingliederung im Einzelfall aufgrund der konkreten Umstände glaubhaft erscheinen muss (vgl. vorne E. 3.2), sind auch die von der Vorinstanz an das Beweismass des Glaubhaftmachens gestellten Anforderungen nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz hat eine starke Gefährdung der Wiedereingliederung im Herkunftsland daher zu Recht verneint.