Citation: 6B_1353/2019 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz verweist in diesem Punkt auf den Beschluss des Strafgerichts Zug. Dieses ist zum Schluss gelangt, aus der Anklageschrift, den Urteilen des Strafgerichts und des Obergerichts des Kantons Zug aus den Jahren 2004 und 2005 sowie aus den Urteilen des Bundesgerichts vom 15. Juni 2006 gehe der für das Nachverfahren relevante Sachverhalt hinreichend hervor (angefochtenes Urteil S. 8; erstinstanzlicher Beschluss S. 31). Die Abweisung des Antrags auf Einvernahme des damaligen Untersuchungsrichters in antizipierter Beweiswürdigung scheint nicht schlechterdings unhaltbar. Zwar ist die Behörde aufgrund von Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO verpflichtet, die ihr rechtzeitig und formrichtig angebotenen Beweismittel abzunehmen. Das hindert das Gericht indes nicht, von der Abnahme beantragter Beweismittel abzusehen, wenn es aufgrund der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend abgeklärt, und es überdies in willkürfreier antizipierter Würdigung der zusätzlich beantragten Beweise annehmen kann, seine Überzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht mehr geändert (BGE 143 III 297 E. 9.3.2; 141 I 60 E. 3.3; 136 I 229 E. 5.3; je mit Hinweisen; vgl. auch Art. 139 Abs. 2 StPO). Im zu beurteilenden Fall ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer nicht ersichtlich, was die Einvernahme des früheren Untersuchungsrichters zur Erhellung des relevanten Sachverhalts hätte beitragen können, zumal der Grund für die Aufteilung der Strafverfahren für die Frage, ob die Anforderungen an einen Forderungstitel im Sinne von Art. 73 StGB erfüllt sind, ohne Bedeutung ist. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.