Citation: 4A_405/2022 E. B

Mit Verfügung vom 12. April 2021 setzte das Handelsgericht den beklagten Genossenschaften Frist zur Klageantwort an, die ungenutzt verstrich. Mit Eingabe vom 14. Juni 2021 stellte T.________, der für die beklagten Genossenschaften jeweils eine Organfunktion ausübt, ein Gesuch um Zulassung als (unabhängiger) Nebenintervenient zugunsten der beklagten Genossenschaften und erstattete in eigenem Namen die Klageantwort. Mit Verfügung vom 12. August 2021 wies das Handelsgericht das Gesuch von T.________ um Zulassung als (unabhängiger) Nebenintervenient zugunsten der beklagten Genossenschaften ab. Mit Urteil 4A_485/2021 vom 11. Januar 2022 hiess das Bundesgericht eine von T.________ gegen die handelsgerichtliche Verfügung vom 12. August 2021 erhobene Beschwerde teilweise gut, es hob die angefochtene Verfügung auf und wies die Sache zu neuer Beurteilung an das Handelsgericht zurück. Mit Verfügung vom 15. Februar 2022 hiess das Handelsgericht das Gesuch von T.________ um Zulassung als unabhängiger Nebenintervenient zugunsten der Beschwerdegegnerinnen 1-18 gut (Dispositiv-Ziffer 1), es entschied, die Klageantwort des Nebenintervenienten vom 14. Juni 2021 werde berücksichtigt (Dispositiv-Ziffer 2) und setzte der Klägerin eine einmalige Frist an, um zu den prozessualen Fragen (Partei- und Prozessfähigkeit, Litispendenz, Rechtsschutzinteresse der Klägerin) Stellung zu nehmen. Mit Urteil 4A_119/2022 vom 18. März 2022 trat das Bundesgericht auf eine von der Klägerin gegen die handelsgerichtliche Verfügung vom 15. Februar 2022 erhobene Beschwerde nicht ein. Mit Eingabe vom 31. März 2022 nahm die Klägerin zu den vom Handelsgericht aufgeworfenen Fragen Stellung. Der Nebenintervenient liess sich ebenfalls innert angesetzter Frist verlauten, die Beklagten hingegen nicht. Am 13. Juni 2022 reichte die Klägerin dem Handelsgericht eine weitere Eingabe ein. Mit Verfügung vom 16. Juni 2022 setzte das Handelsgericht der Klägerin Frist zur Einreichung eines Doppels der am Bezirksgericht Luzern anhängigen Abberufungsklage vom 23. Dezember 2020 an, unter gleichzeitiger Bekanntgabe des Verfahrensstands. Dieser Aufforderung kam die Klägerin mit Eingabe vom 27. Juni 2022 nach. Mit Beschluss vom 18. Juli 2022 trat das Handelsgericht infolge Litispendenz im Sinne von Art. 59 Abs. 2 lit. d in Verbindung mit Art. 64 Abs. 1 lit. a ZPO auf die Klage nicht ein. Da die Pflichtverletzung im Verfahren vor dem Handelsgericht auch Gegenstand des Abberufungsverfahrens sei, ergebe sich mit der Rechtshängigkeit des Abberufungsgesuchs beim Bezirksgericht Luzern eine zuständigkeitskoordinierende Rechtshängigkeitssperre. Den eventualiter gestellten Antrag der Klägerin auf Sistierung des handelsgerichtlichen Verfahrens bis zum Abschluss des Abberufungsverfahrens wies das Handelsgericht ab.