Citation: 1C_544/2022 E. 3.4

3.4. Aus dieser Regelung geht klar hervor, dass gegen die Einleitung des Quartierplans, dessen Zweck und die Festlegung des Plangebiets gerichtete Rügen nicht erst im weiteren Verlauf des Quartierplanverfahrens vorgetragen werden können. Aus diesem Grund qualifiziert das Bundesgericht den Einleitungsbeschluss als selbstständig anfechtbaren Endentscheid i.S.v. Art. 90 BGG, der (anders als ein Zwischenentscheid gemäss Art. 93 Abs. 3 BGG) nicht mehr zusammen mit dem Quartierplanbeschluss angefochten werden kann. Die gegenteilige Lösung würde dem Konzept des kantonalen Rechts widersprechen, wonach ein (unter Umständen zeit- und kostenaufwendiges) Quartierplanverfahren erst durchgeführt werden soll, wenn der Einleitungsbeschluss rechtskräftig geworden ist. Die separate Anfechtung des Einleitungsbeschlusses erscheint auch nicht unzumutbar: Fehler bei der Einleitung des Verfahrens können in der Regel unabhängig vom Ausgang des Quartierplanverfahrens erkannt und beurteilt werden (zum Ganzen: BGE 140 II 25 E. 1.1). Vorbehalten bleibt jedoch die Möglichkeit, im Fall einer erheblichen Änderung der Verhältnisse eine Überprüfung und nötigenfalls eine Änderung des Einleitungsbeschlusses zu verlangen (Art. 21 Abs. 2 RPG; a. a. O., E. 3 ff. und Urteil 1C_420/2015 vom 22. April 2016 E. 3.1).