Citation: 5A_482/2024 E. 5.1

5.1. Die Erwachsenenschutzbehörde hebt eine Beistandschaft auf Antrag der betroffenen oder einer nahestehenden Person oder von Amtes wegen auf, sobald für die Fortdauer kein Grund mehr besteht (Art. 399 Abs. 2 ZGB). Das Kantonsgericht gelangte zusammengefasst zum Schluss, die Beschwerdeführerin weise eine einfache, emotional wenig belastbare Persönlichkeitsstruktur, ein deutliches intellektuelles Defizit und eine erheblich eingeschränkte Frustrationstoleranz auf und leide daher an einem Schwächezustand nach Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB. Infolge dieses Zustandes sei sie im Bereich der Vermögenssorge nicht urteilsfähig und auf Unterstützung und Vertretung angewiesen. Gleichzeitig sei die Beschwerdeführerin nicht in der Lage, zu beurteilen, ob eine beauftragte Person willens und fähig sei, die Angelegenheiten in ihrem Interesse zu besorgen. Es bestehe deshalb ein grosses Risiko, dass die Beschwerdeführerin sich in Abhängigkeiten zu ihrem Nachteil begeben könnte. Im nahen Umfeld der Beschwerdeführerin finde sich sodann niemand, der ihr die notwendige Unterstützung zukommen lassen könnte. Namentlich vom früheren Lebenspartner, der selbst verbeiständet sei, und den Kindern könne dies nicht erwartet werden (vgl. Art. 389 Abs. 1 ZGB). Auch die Beistandsperson der Kinder decke nur einen Teilaspekt des bestehenden Unterstützungsbedarfs ab. Die Aufrechterhaltung der Beistandschaft sei nach wie vor erforderlich und verhältnismässig (Art. 389 Abs. 2 ZGB).