Citation: 9C_222/2023 E. 3.3.2

3.3.2. Schliesslich sind auch Folgeerscheinungen psychischer Art mit Krankheitswert zu verneinen, wäre bei solchen doch das Vorhandensein eines schweren psychischen Versagens voraussichtlich dauernder Natur notwendig. Die Forderung nach einem ausgeprägten Krankheitswert erklärt sich daraus, dass erfahrungsgemäss jede gröbere Abweichung von der ästhetischen Norm zu Beeinträchtigungen des psychischen Wohlbefindens führen kann, ohne dass deswegen bereits von Krankheit im hier massgebenden Sinne auszugehen wäre (vgl. Eugster, a.a.O., S. 497 Rz. 304, S. 498 Rz. 308). Dass die Narbenbildung beim Beschwerdeführer zu einem gewissen Leidensdruck führt, ist nachvollziehbar. Eine daraus resultierende erhebliche psychische Erkrankung ist indessen nicht ausgewiesen und wird auch nicht geltend gemacht. Es hat damit beim vorinstanzlichen Urteil sein Bewenden.