Citation: 6B_887/2022 E. 1.5.6

1.5.6. Der Beschwerdeführer trägt vor, es sei zu berücksichtigen, dass seine seit seiner Kindheit bestehenden gesundheitlichen Probleme und seine Drogenabhängigkeit seine Wiedereingliederung im Kosovo verhindern würden. Die Vorinstanz gelangt zur nachvollziehbaren Erkenntnis, eine wirtschaftliche und soziale Integration im Kosovo sei für ihn nicht wesentlich schwieriger als in der Schweiz. Bei der Stellensuche auf dem Bau oder im Gastgewerbe seien seine mangelhaften schriftlichen Sprachkenntnisse nicht von ausschlaggebender Bedeutung. Als jungem Mann sei es ihm, der deutsch und albanisch spreche, zuzumuten, sich eine Existenz im Kosovo aufzubauen. Dafür spreche auch, dass er die ersten Lebensjahre im Kosovo verbracht habe, er regelmässig ferienhalber dorthin gereist sei und seine engsten Verwandten, seine Eltern, dort ihren Hauptwohnsitz hätten. Er könne dort in deren Haus wohnen. Er habe somit einigen Bezug zu seinem Heimatland. Mit diesen Feststellungen der Vorinstanz befasst sich der Beschwerdeführer nicht. Die Vorinstanz berücksichtigt auch, dass sich der Beschwerdeführer als Kind mehreren Operationen wegen eines Nierenleidens habe unterziehen müssen. Ob sich der Beschwerdeführer auf dieses Leiden bezieht, kann dahingestellt bleiben, legt er doch nicht dar, inwiefern und auf welche Art sein Leiden ihn bei der Wiedereingliederung im Kosovo konkret einschränken würde. Sein Einwand, seine Drogensucht verhindere eine Wiedereingliederung im Kosovo, erscheint nicht stichhaltig. Im Hinblick auf das Verhältnis der Landesverweisung zur ebenfalls angeordneten stationären Massnahme hält die Vorinstanz in einleuchtender Weise fest, dass sich der Beschwerdeführer in der Schweiz therapieren lassen könne, weshalb ihm eine Rückkehr in sein Heimatland zumutbar sei.