Citation: 6B_149/2022 E. 4.1.4

4.1.4. Wie die Vorinstanz feststellt, leitete das Bezirksgericht überzeugend her, dass der "Mann von der Garage" der Beschwerdeführer sein müsse und insbesondere nicht C.A.________ sein könne. Die Vorinstanz räumt dabei ein, dass die Schlussfolgerung auf den ersten Blick spekulativ erscheinen möge, dass sie sich aber durch zahlreiche weitere Gespräche erhärten lasse, welche als Mosaiksteine letztlich im Gesamtzusammenhang ein klares Bild ergäben (Urteil S. 21 f.). Es kann nicht als schlechterdings unhaltbar und damit als willkürlich qualifiziert werden, dass die durch die häufigen Gespräche in den andauernden Überwachungen mit den jeweiligen Gegenstandsbereichen der überwachten Personen sowie deren Dialekten und Sprechweisen vertrauten Dolmetscher die Stimmen zuordnen konnten. Dass die Übersetzungen "mangelhaft" waren, stellt die Vorinstanz ebenfalls fest. Daraus lässt sich indessen keineswegs der Schluss ziehen, dass das Sachgericht diese Übersetzungen nicht willkürfrei zu würdigen und zuzuordnen vermochte (dazu weiter unten E. 5.2). Strafrechtlich kommt es auf die willkürfrei ermöglichte Sachverhaltsermittlung und im Allgemeinen nicht auf Syntax und Stilistik von Protokollen an. Zu bedenken ist, dass die forensisch geforderte, möglichst wortgetreue Übertragung von verklausuliert und dissimuliert gesprochenen Dialekten von "professionellen" Drogendealern ins Deutsche per se nicht die sprachliche Qualität einer freien Übertragung erreichen kann. Ein bloss germanistischer ist kein rechtserheblicher Mangel.