Citation: I 406/02 20.02.2003 E. 3.2

3.2.1 Das kantonale Gericht ging von einem hypothetischen Valideneinkommen entsprechend dem durchschnittlichen Frauenlohn nach Tabelle 1 der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2000, Anforderungsniveau 4 für einfache repetitive Tätigkeiten von Fr. 43'896.- für ein volles Pensum aus. Daran ist nichts auszusetzen, womit das Valideneinkommen mit Fr. 28'533.- (Fr. 43'896.- x 0,65) zu beziffern ist. 3.2.2 Richtigerweise wurde auch das hypothetische Invalideneinkommen unter Beizug der genannten statistischen Werte ermittelt, nachdem die Beschwerdeführerin in keiner stabilen Erwerbstätigkeit steht. Bei der konkreten Berechnung ist der Vorinstanz insofern ein Fehler unterlaufen, als sie vergessen hat, das festgestellte Einkommen mit dem Beschäftigungsgrad zu multiplizieren, wie sie das beim Valideneinkommen gemacht hatte. Konkret ist das Invalideneinkommen wie folgt zu schätzen: Ausgehend von einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 50 % ist von einem Tabellenlohn von Fr. 21'948.- auszugehen. Aufgrund der vielfältigen von Dr. med. L.________ beschriebenen Leiden und dem Erfordernis eines dauernden Positionswechsels rechtfertigt es sich, von diesem Tabellenlohn einen Abzug von 15 % vorzunehmen. Bei einem Beschäftigungsgrad von 65 % ergibt das ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 12'126.-. Da sowohl beim Validen- als auch beim Invalideneinkommen auf Tabellenlöhne abgestellt wird, erübrigt sich eine Aufrechnung von 40 Wochenstunden auf die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden. Damit besteht im erwerblichen Bereich ein Invaliditätsgrad von 58 %. 3.3 Die Einschränkung im Haushaltsbereich wurde im Bericht vom 20. Juli 2001 mit 33 % ermittelt. Eine Plausibilitätsprüfung der verschiedenen Haushaltstätigkeiten ergibt, dass die Wohnungspflege mit nur 10 % der Aufgaben einer Hausfrau vorliegend untergewichtet ist. Die Beschwerdeführerin bewohnt mit ihren zwei 10 und 11 Jahre alten Töchtern eine 7½- Zimmerwohnung auf zwei Etagen. Kinder in diesem Alter bringen erfahrungsgemäss regelmässig Schmutz ins Haus. Die Wohnungsgrösse bewegt sich zudem im oberen Rahmen des Üblichen. Dementsprechend ist auch vom höchsten für diesen Bereich vorgesehenen Prozentsatz von 20 % auszugehen. Auf der andern Seite ist die Gewichtung bei der Ernährung auf 30 % zu reduzieren, da lediglich von einem Dreipersonenhaushalt auszugehen ist. Die Einschränkung im Haushalt ergibt demnach 36 %. Gewichtet man die Behinderung im erwerblichen Bereich und im Haushalt gemäss der hypothetischen Aufgabenverteilung im Gesundheitsfall, ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 50,3 % (58 x 0,65 + 36 x 0,35).