Citation: 1C_72/2021 E. 4.4

4.4. Die Vorinstanz hielt fest, bei dieser Nebenbestimmung handle es sich nach den nachvollziehbaren Ausführungen der Baubewilligungsbehörde um einen "unglücklich formulierten Standardtextbaustein", dessen Inhalt sich nicht explizit auf das spezifische Vorhaben beziehe. Die darin aufgeführten Elemente sollten lediglich dem Planer eine Hilfestellung sein (vgl. angefochtener Entscheid E. 8.4, S. 19). Aufgrund der konkreten Verhältnisse sei im vorliegenden Fall jedenfalls davon auszugehen, die Baubewilligungsbehörde habe betreffend den nachzureichenden Umgebungsplan lediglich eine Auflage erlassen wollen. Dafür spreche denn auch, dass bereits ein Umgebungsplan vorliege (Plan 1707-202 "Umgebung" vom 6. März 2018), welcher gemäss Dispositiv-Ziffer 4 des strittigen Beschlusses vom 3. Dezember 2018 integrierter Bestandteil der Baubewilligung bilde und für die Ausführung verbindlich sei. Die geplante Umgebung sei damit im Grundsatz bereits definiert und von der Baubewilligungsbehörde bewilligt. Damit bestehe keine Gefahr von widersprüchlichen Baubewilligungsentscheiden und es liege keine Verletzung des Koordinationsgrundsatzes vor. In der Praxis sei es überdies üblich, dass mit dem Baugesuch noch kein detaillierter Umgebungsplan einzureichen sei. Im vorliegenden Fall spreche nichts gegen dieses Vorgehen, zumal es sich nicht um ein besonders anspruchsvolles Bauprojekt handle, bei welchem erhöhte Anforderungen an die Umgebungsgestaltung erforderlich wären (vgl. angefochtener Entscheid E. 9.2). Es seien denn auch keine wesentlichen Änderungen zu erwarten. So sei der von der Beschwerdeführerin gerügte Containerstandort bereits überprüft und bewilligt worden. Dass die Entsorgungs- und Kompostierungsanlage dennoch in Dispositiv-Ziffer 15 erwähnt werde, sei wohl dem Umstand zu schulden, dass es sich dabei um einen Standardtextbaustein handle (vgl. angefochtener Entscheid E. 9.4.2). Weiter seien auch keine Mauern, Stützmauern, Treppen, Zäune etc. vorgesehen. Das Gelände sei vollkommen eben (vgl. E. 9.5.3 des angefochtenen Entscheids). Sodann seien gemäss den Ausführungen des Beschwerdegegners auch keine Terrainveränderungen auf dem auffallend flachen Baugrundstück geplant. In diesem Zusammenhang seien folglich ebenfalls keine erheblichen Änderungen des Bauprojekts zu erwarten.