Citation: 1P.557/2001 17.12.2001 E. 4.2

Ebenso wenig legt der Beschwerdeführer dar, inwiefern das von ihm geltend gemachte "ausserordentliche Medienecho" die Unvoreingenommenheit der Kantonsrichter beeinträchtigt hätte. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass der "Fall X.________" schon vor erster Instanz auf ein grosses Medieninteresse gestossen ist. Der Beschwerdeführer macht dennoch nicht geltend, das Bezirksstrafgericht, das ihn freisprach, sei deswegen befangen oder voreingenommen gewesen. Er legt nicht dar, inwiefern dies nun im Falle des mit der Berufung betrauten Kantonsgerichtes anders sein sollte. Er macht auch nicht geltend, die kantonalen Behörden hätten seine Parteirechte missachtet, oder sie seien gegen allfällige Vorverurteilungen oder Falschmeldungen in den Medien pflichtwidrig nicht eingeschritten. Der blosse Umstand, dass ein Strafprozess auf grosses Medieninteresse stösst, stellt keinen ausreichenden Grund für die Annahme dar, den Mitgliedern des erkennenden Straf- bzw. Berufungsgerichtes fehle es an der notwendigen Unparteilichkeit.