Citation: 6B_553/2022 E. 3.4.3

3.4.3. Zweitens werfen die Beschwerdeführer der Vorinstanz eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts betreffend die Organstellung von G.F.________ vor. Sie (die Beschwerdeführer) hätten die Zeichnungsberechtigung G.F.________ über das Konto der H.________ erstellt. G.F.________ habe sich ab dem Konto nachgewiesene USD 323'051.18 überweisen lassen, wobei der Verdacht weiterer Überweisungen bestehe. Damit sei bewiesen, dass sie in faktischer Organstellung nach dem hiesigen Recht entscheidenden Einfluss auf die Willensbildung der H.________ ausgeübt habe. Die Vorinstanz verneine unrichtig eine Personalunion zwischen den Organen der H.________ und der D.________, deren formelles Organ G.F.________ gewesen sei (Beschwerde S. 45 f. mit Verweisungen auf die Ziff. 33 ff. und 54 ff.). Die Beschwerdeführer begründen ihre Ansicht insbesondere damit, dass G.F.________ einen Online-Zugriff auf die Bankkonten der H.________ gehabt habe. Sie habe gemäss ihrer eigenen E-Mail Zahlungen auslösen können. Sie habe in ihrer Einvernahme vom 11. November 2015 nachweislich die Unwahrheit gesagt, indem sie angegeben habe, dass niemand von der D.________ Zugriff auf die Konten der H.________ gehabt habe (Beschwerde Ziff. 58). Die Vorinstanz führt aus, es scheine zuzutreffen, dass G.F.________ keine Organstellung bei der H.________ hatte. Die "Drafts Budgets" für das Jahr 2010 wiesen weder sie noch E.________ als Mitglied des Managements der H.________ aus. "Entsprechend ist nicht zutreffend, dass zwischen den Organen der D.________ und der [H.________] weitgehend Personalunion bestand" (Beschluss S. 32, E. 6.3.8). In ihrer Argumentation, dass G.F.________ einen "Online-Zugriff" auf die Bankkonten der H.________ hatte, wollen die Beschwerdeführer den Verdacht einer mutmasslich betrügerischen Gesellschaft erhärtet haben (Beschwerde Ziff. 55). Damit wird aus Kontobewegungen und einzelnen E-Mails auf eine Personalunion der Organe der D.________ und der H.________ geschlossen. Soweit ersichtlich, können die Beschwerdeführer keinen direkten Beleg für eine Personalunion vorlegen, während die den streitgegenständlichen Zeitraum abbildenden "Drafts Budget" G.F.________ nach der vorinstanzlichen Feststellung nicht als Organ der H.________ bezeichnen. Wie die angeführten E-Mails zu interpretieren sind und inwiefern eine Berechtigung bestand, ab den Konten Zahlungen "auszulösen", ob G.F.________ also selber unmmittelbaren Zugriff auf das Konto hatte oder die Zahlungen nur mittelbar in welcher Funktion und zu welchem Zweck auch immer veranlassen oder "auslösen" konnte oder durfte, lässt sich auch aufgrund der Darlegungen der Beschwerdeführer nicht entscheiden. Insbesondere lässt sich in dieser Weise die Zeichnungsberechtigung oder eine faktische Organstellung oder ein entscheidender Einfluss auf die Willensbildung der H.________ entgegen der Beschwerdeführer nicht nachweisen. Die Argumentation vermag ein "mutmasslich betrügerisches" Verhalten weder im Sinne eines erhärteten Tatverdachts noch im Sinne einer unhaltbaren vorinstanzlichen Beweiswürdigung zu belegen. Es bleibt bei einer blossen Mutmassung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass verdeckte Vertretungsverhältnisse unbeschadet ihrer tatsächlichen Nichterkennbarkeit rechtlich zulässig sind (Urteil 6B_721/2021 vom 22. Dezember 2021 E. 1.3).