Citation: 9C_347/2017 E. 5.2

5.2. Bei der IV-Stelle war am 14. Juni 2013 telefonisch ein anonymer Hinweis eingegangen, wonach die Beschwerdeführerin nicht krank sei. Sie tanze, lache, trinke Alkohol und gehe einer Anstellung als Abwartin nach. Weil diese Meldung in deutlichem Widerspruch zu den Aussagen stand, welche die Beschwerdeführern im Rahmen des Revisionsgesprächs vom 4. September 2008 gemacht hatte, bestanden ausgewiesene Zweifel über deren Leistungs (un) fähigkeit. Gegenstand der Observation bildeten ausschliesslich im öffentlichen Raum aufgenommene (unbeeinflusste) Handlungen der Versicherten, weshalb kein Fall absoluter Unverwertbarkeit vorliegt (vgl. E. 4.3 hievor). Die IV-Stelle observierte die Beschwerdeführerin lediglich an zwei Nachmittagen. Dabei konnte sie insbesondere bei verschiedenen Einkaufstouren (teils alleine, teils in Begleitung weiterer Personen) sowie beim Führen eines Fahrzeugs beobachtet werden. Folglich war sie weder einer systematischen noch einer ständigen Überwachung ausgesetzt. Damit und mit Blick auf die aufgezeichneten (sehr) alltäglichen Verrichtungen und Handlungen kann insgesamt nicht von einer schweren Verletzung der Persönlichkeit gesprochen werden.