Citation: 1B_571/2021 E. 2.2

2.2. Hinsichtlich der Fluchtgefahr kann vorab ebenfalls auf das Urteil 1B_560/2020 vom 18. November 2020 und die eingehende Begründung in E. 4 verwiesen werden. Die Kritik des Beschwerdeführers vermag die betreffenden Erwägungen, auf welche die Vorinstanz verwiesen hat und mit denen er sich kaum auseinandersetzt, nicht in Frage zu stellen. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass sich die Sachlage seit Ergehen des bundesgerichtlichen Entscheids massgeblich zu seinen Gunsten geändert hätte. Vielmehr hat die Staatsanwaltschaft unterdessen Anklage erhoben und eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren sowie eine Landesverweisung von 15 Jahren beantragt. Die Aussicht auf die dem Beschwerdeführer bis anhin lediglich abstrakt drohende empfindliche Strafe hat sich folglich konkretisiert. Dies stellt einen erheblichen Fluchtanreiz dar, auch wenn der Entscheid über eine allfällig auszusprechende Strafe dem Sachgericht vorbehalten bleibt. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer über keine gefestigte Beziehung in bzw. zur Schweiz verfügt. In diesem Zusammenhang hat es der Beschwerdeführer denn auch nach wie vor unterlassen, konkrete Angaben zu der von ihm behaupteten Möglichkeit eines festen Wohnsitzes bei seinen Söhnen bzw. seiner Schwester in der Schweiz zu machen. Sein Einwand, er habe der Vorinstanz eine Adresse eines Bekannten vorgelegt, bei dem er sich "eventuell nach seiner Freilassung aufhalten könne", ist jedenfalls genauso unbehelflich wie sein Hinweis, er könne gegebenenfalls Adressen vorlegen. Damit zeigt der Beschwerdeführer nicht auf, dass er tatsächlich über ein intaktes Beziehungsnetz in der Schweiz verfügt, welches die Fluchtgefahr allenfalls mindern könnte. An dieser Beurteilung ändert schliesslich auch sein (erneuter) Einwand nichts, "die Kontaktaufnahme mit Familienangehörigen sei eine private Angelegenheit und es deute nichts darauf hin, dass es keinen Kontakt gebe". Im Übrigen widerspricht er sich in der Folge selbst, wenn er ausführt, er verzichte auf Kontakt zu Familienangehörigen, damit diese "nicht mehr psychisch unter Druck kämen". Inwiefern den Beschwerdeführer überdies sein Alter von 57 Jahren an einer Flucht hindern sollte, ist nicht ersichtlich. Wenn die Vorinstanz folglich weiterhin von einer grossen Fluchtgefahr ausgegangen ist, welcher durch Ersatzmassnahmen nicht ausreichend begegnet werden kann, ist dies nicht zu beanstanden.