Citation: 2C_163/2021 E. 4.3.2

4.3.2. Dem Beschwerdeführer ist zugute zu halten, dass er über gute Sprachkompetenzen verfügt. Er war während seines Aufenthalts in der Schweiz meist erwerbstätig und konnte damit seinen eigenen Lebensunterhalt wenigstens teilweise bestreiten. Dennoch bezog er bis im Mai 2020 Unterstützungsleistungen der Sozialhilfe im Umfang von Fr. 42'182.30. Insgesamt ist die wirtschaftliche Integration des Beschwerdeführers als gescheitert zu betrachten. Im Betreibungsregisterauszug vom 27. Januar 2020 sind insgesamt 98 Verlustscheine im Umfang von Fr. 189'664.25 verzeichnet. Er macht geltend, er sei bei der Übernahme eines Unternehmens getäuscht und betrogen worden. Nach den vorinstanzlichen Feststellungen erfolgte diese Übernahme von Stammanteilen am 13. Dezember 2016 (vgl. E. I.3 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdeführer hatte aber bereits im Juli 2015 Schulden im Umfang von Fr. 49'831.15. Er wurde deswegen bereits mit Verfügung vom 14. Dezember 2015 zum zweiten Mal verwarnt und darauf hingewiesen, er müsse die bestehenden Schulden abbauen und dürfe keine neuen Schulden anhäufen. Dass der Beschwerdeführer vor diesem Hintergrund mit der Übernahme einer Gesellschaft in schlechten finanziellen Verhältnissen seine eigene finanzielle Situation weiter verschlechterte, lässt sich mit dem unbelegten Argument, er sei betrogen worden, nicht rechtfertigen. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer daher zu Recht vor, er habe sich - statt sich um eine Anstellung und ein regelmässiges Einkommen zu kümmern - ein weiteres Mal mit der Übernahme einer (insolventen) Gesellschaft von einem "Kollegen" erheblich verschuldet (vgl. E. 4.3 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdeführer hat folglich weiterhin in vorwerfbarer Weise mutwillig Schulden angehäuft, indem er diese trotz zweimaliger Verwarnung nahezu vervierfacht hat (vgl. Art. 77a Abs. 1 lit. b VZAE; Urteil 2C_496/2019 vom 13. November 2019 E. 4.4.).