Citation: 2P.340/2004 20.01.2005 E. 5

Eine Veranlagung nach Ermessen kann der Steuerpflichtige nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit anfechten (Art. 132 Abs. 3 DBG). Ist die Ermessensveranlagung die Folge davon, dass der Steuerpflichtige seinen Mitwirkungspflichtigen nicht nachgekommen ist, namentlich wenn er keine vollständig und wahrheitsgemäss ausgefüllte Steuererklärung eingereicht hat, so muss er die versäumten Handlungen nachholen (BGE 123 II 552 E. 4c S. 557 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer gab weder im Einspracheverfahren noch im Beschwerdeverfahren über sein wahres Einkommen umfassend Auskunft. Er hätte es in der Hand gehabt, seine Einkommensverhältnisse bzw. seinen Lebensaufwand lückenlos zu belegen, damit die Steuerfaktoren zuverlässig hätten ermittelt werden können. Das hat er unterlassen. Der Beschwerdeführer hat somit nicht nur die Ursache für die Veranlagung nach Ermessen gesetzt, sondern auch im nachfolgenden Verfahren diese Ursache nicht beseitigt. Im Übrigen kann die Veranlagung mit einem Erwerbseinkommen von Fr. 64'000.-- (steuerbares Einkommen Fr. 60'600.--) für eine allein stehende Person schwerlich als offensichtlich übersetzt betrachtet werden. Die angefochtene Ermessensveranlagung erscheint somit auch im Ergebnis nicht als offensichtlich übersetzt. Die Beschwerde ist hinsichtlich der direkten Bundessteuer abzuweisen.