Citation: 4A_236/2017 E. A

A.a. A.________ SA (Beklagte, Beschwerdeführerin) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in U.________, die in diesem Land ein Mobiltelefon- und Telekommunikationsnetzwerk betreibt. B.________ Ltd (Klägerin, Beschwerdegegnerin) ist eine nach englischem Recht gegründete Gesellschaft mit Sitz in V.________. Sie erbringt internationale Telefon- und Telekommunikationsdienstleistungen. A.b. Die Parteien schlossen am 23. August 2004 eine als "Voice Over Internet Protocol Interconnection Agreement" bezeichnete Vereinbarung ("VoIP-Vertrag") für eine anfängliche Dauer von 24 Monaten ab. Am 23. August 2006 verlängerten sie die Vertragsdauer bis 31. Oktober 2014. Mit Schreiben vom 9. Juni 2014 kündigte die Beklagte den Vertrag vom 23. August 2004 fristlos und stellte ihre Leistungen ein. Sie warf der Klägerin betrügerisches Verhalten vor, indem diese durch künstlich generierte Anrufe auf inaktive Nummern unrechtmässig Umsatz generiert und dafür ein Entgelt erhoben habe. Die Klägerin bestritt dies und bezichtigte ihrerseits die Beklagte, die erhobenen Anschuldigungen erfunden zu haben, um damit eine vorzeitige Vertragsauflösung zu rechtfertigen. Ziffer 22 des VoIP-Vertrags enthält eine Schiedsklausel zugunsten eines Schiedsgerichts mit Sitz in Genf.