Citation: 1P.304/2006 24.08.2006 E. 5

5.1 Anlässlich seiner Befragung vom 11. Oktober 2002 antwortete Y.________ auf die Frage, um welchen Mann es sich gehandelt habe, den er am 6. August 2002 kurz vor seiner Verhaftung im Raume Kloten/Glattbrugg zwecks Drogenübergabe getroffen habe: "Um X.________. Ich übergab ihm damals ein Drogenpaket." Damit übereinstimmend äusserte sich Y.________ anlässlich seiner Einvernahme vom 25. November 2002. Hinsichtlich der Bezeichnung des Beschwerdeführers erklärte Y.________ anlässlich der beiden genannten Einvernahmen wie auch anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 10. Dezember 2002 zwischen Y.________ und Z.________ deutlich und unmissverständlich, bei "Grosskopf" handle es sich um den Beschwerdeführer. Diese Aussagen stehen in Einklang mit den abgehörten Telefongesprächen, wofür auf die eingehenden Darlegungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden darf. 5.2 Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich geltend, angesichts der zahlreichen Telefongespräche, die dem unbestrittenen Treffen zwischen ihm und Y.________ vom 5. August 2002 vorausgegangen waren, sei es nicht möglich, dass mit nur drei Gesprächen der beiden am 6. August 2002 ein Treffen auf jenen Abend habe vereinbart werden können. Dem ist entgegen zu halten, dass nachgewiesenermassen zwischen Y.________ und dem Beschwerdeführer am 6. August 2002 um 14.03 Uhr ein Telefongespräch stattfand, an welchem sie ein Treffen auf ca. 7.00 (19.00) Uhr vereinbarten. In der Folge führte Y.________ an jenem Abend ebenfalls nachgewiesenermassen weitere Telefongespräche, so insbesondere um 18.46, 19.28, 19.42, 19.51 und 19.55 Uhr mit einem unbekannten Mann, der mit der Natel easy Nummer ... telefonierte. Aus diesen Gesprächen geht hervor, dass Y.________ und der Unbekannte sich ganz in der Nähe voneinander befanden und unmittelbar vor einem Treffen standen. Auf Vorhalt dieser Rufnummer erklärte Y.________ anlässlich seiner Einvernahme vom 11. Oktober 2002: "Diese Nummer gehört dem Grosskopf." Dies bestätigt, dass es sich bei "Grosskopf" um den Beschwerdeführer handelt. Ist nach dem vorstehend Ausgeführten davon auszugehen, dass diese Aussagen von Y.________ glaubwürdig sind, so darf diese Rufnummer ohne Willkür dem Beschwerdeführer zugeordnet werden. Der Umstand, dass bei jenen Telefongesprächen die Stimme des mit Y.________ Sprechenden nicht identifiziert und als Stimme des Beschwerdeführers erkannt werden konnte, spricht entgegen der in der vorliegenden Beschwerde vorgetragenen Ansicht des Beschwerdeführers nicht gegen diese Schlussfolgerung, ist doch allgemein bekannt, dass unter Umständen eine Verbindung schlecht ist oder ein Gesprächsteilnehmer undeutlich spricht. Der sich aus den Akten ergebende Umstand, dass die Rufnummer des Gesprächspartners von Y.________ bei fünf Gesprächen im relevanten Zeitraum dem Beschwerdeführer zugeordnet werden darf und muss, lässt jedoch die Annahme, dass Y.________ am Abend des 6. August 2002 den Beschwerdeführer im Raum Zürich/Kloten Umgebung getroffen und ihm dabei das inkriminierte Drogenpaket übergab, als keineswegs willkürlich erscheinen.