Citation: 2C_361/2022 E. 4

Streitig ist zunächst, ob hier - wie es ein Haftungsanspruch nach Art. 5 Ziff. 5 EMRK voraussetzt (vorstehende E. 3.1) - eine der materiellen oder formellen Vorschriften, wie sie sich aus Ziff. 1-4 von Art. 5 EMRK ergeben, verletzt worden ist. Der Beschwerdeführer bringt vor, angesichts des Haftentlassungsurteils des Bundesgerichts vom 21. Oktober 2021 sei eine Verletzung von Art. 5 Abs. 1 lit. f EMRK ausgewiesen. Die Vorinstanz erwog demgegenüber, eine Inhaftierung sei nicht bereits deshalb konventionswidrig, weil sie von einer Rechtsmittelinstanz aufgehoben worden sei. Entscheidend sei vielmehr, dass die Ausschaffungshaft vorliegend von den kantonalen Instanzen in vertretbarer Weise habe bejaht werden können. Eine Wiederrechtlichkeit im staatshaftungsrechtlichen Sinne sei demnach nicht gegeben (angefochtenes Urteil E. 5.3).