Citation: 5A_111/2016 E. 3.4

3.4. Dass der Beschwerdegegner seinen Schenkungswillen bestreitet, stellt die Beschwerdeführerin vor Bundesgericht nicht in Abrede. Sinngemäss stellt sie sich mit ihrer These einer "dissimulierten" gemischten Schenkung aber auf den Standpunkt, dass das Kantonsgericht hinsichtlich des Schenkungswillens des Beschwerdegegners zu Unrecht von Beweislosigkeit ausgeht. Allein, sie vermag nicht zu erklären, weshalb die Vorinstanz bei der gegebenen Beweislage in tatsächlicher Hinsicht zwingend zum Schluss kommen musste, dass in Wirklichkeit (Art. 18 Abs. 1 OR) der Beschwerdegegner am 1. September 2006 einen Schenkungswillen äusserte und dass auch sie ihren Willen zur Annahme dieser (vermeintlich) unentgeltlichen Zuwendung erklärte (vgl. Urteil 4A_28/2007 vom 30. Mai 2007 E. 2.1, nicht publ. in: BGE 133 III 421). Stattdessen gibt sich die Beschwerdeführerin damit zufrieden, den Sachverhalt und die daraus zu ziehenden Schlüsse aus ihrer eigenen Sicht darzustellen. Mit der vagen Behauptung, es sei ein tiefer Übernahmewert stipuliert und der Anteil an der Kaufpreisschuld von Fr. 207'500.-- "erlassen und geschenkt worden", kommt sie gegen die vorinstanzliche Beweiswürdigung aber nicht auf (zum Tatbestandsmerkmal des Schenkungswillens vgl. BGE 98 II 352 E. 3b S. 357 f.). Unbehelflich sind auch ihre Vorbringen zu den angeblichen Hintergründen der Grundstückgeschäfte, denn diese stehen den vorinstanzlichen Erkenntnissen betreffend den Schenkungswillen von vornherein nicht entgegen. Warum die Parteien die Eigentumswohnung zunächst einer einfachen Gesellschaft übertrugen, warum sie diese Gesellschaft später liquidierten und warum sie den Anteil des Beschwerdegegners der Beschwerdeführerin zu Alleineigentum zuwiesen - all diese Elemente beschlagen nicht die Frage, ob am 1. September 2006 über die wesentlichen Punkte des Vertrages eine übereinstimmende gegenseitige Willensäusserung der Parteien (Art. 1 OR) vorlag, sondern allenfalls die Beweggründe einer oder beider Parteien zum Abschluss dieses Vertrages. Dass sie bei der Bildung ihres diesbezüglichen Geschäftswillens in irgendeiner Hinsicht einem Irrtum erlegen wäre und sich die Vorinstanz über diese Tatsache (BGE 118 II 58 E. 3a S. 62) bundesrechtswidrig hinweggesetzt hätte, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend. Damit erübrigen sich weitere Erörterungen zu den gesetzlichen Voraussetzungen einer Anfechtung des Vertrages wegen qualifizierten Irrtums im Beweggrund (Art. 24 Abs. 1 Ziff. 4 OR). Ebenso wenig braucht das Bundesgericht auf die Frage einzugehen, ob die Parteien bezüglich der einfachen Gesellschaft, die sie mit Vertrag vom 1. September 2006 liquidierten, überhaupt eine "affectio societatis" hatten. Bleibt es nach dem Gesagten beim negativen Beweisergebnis, so müsste die Beschwerdeführerin dartun, dass das Kantonsgericht ihr die Folgen dieser Beweislosigkeit zu Unrecht aufbürdet und damit Bundesrecht verletzt. Das aber tut sie nicht. Insbesondere macht sie auch nicht geltend, dass sie zum Nachweis der behaupteten gemischten Schenkung im kantonalen Verfahren taugliche Beweismittel prozessual gehörig angeboten hätte, diese aber nicht abgenommen worden wären (vgl. BGE 122 III 219 E. 3c S. 223 f.).