Citation: 5A_928/2016 E. 8

Nach dem Ausgeführten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientschädigung ist keine zu sprechen, da der obsiegenden Beschwerdegegnerin kein entschädigungspflichtiger Aufwand entstanden ist (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Der Beschwerdeführer ersucht allerdings um unentgeltliche Rechtspflege für das bundesgerichtliche Verfahren. Eine Person, welche nicht über genügend Mittel verfügt, um die Kosten für einen Prozess zu übernehmen, deren Ehegatte aber in der Lage wäre, für diese Kosten aufzukommen, kann vom Staat nicht die Gewährung der unentgeltliche Rechtspflege verlangen. Nach konstanter Rechtsprechung ist die Verpflichtung des Staates, einer mittellosen Partei in einer nicht von vornherein aussichtslosen Angelegenheit die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren, subsidiär zur Unterstützungspflicht, die sich aus dem Familienrecht ergibt. Entsprechend geht der Anspruch auf einen Prozesskostenvorschuss gegenüber dem Ehegatten dem Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege vor (BGE 138 III 672 E. 4.2.1; jüngst Urteile 1B_425/2016 vom 14. März 2017 E. 4.3; 5A_315/2016 vom 7. Februar 2017 E. 11). Stellt eine Partei im Scheidungsverfahren ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hat sie daher entweder auch um Ausrichtung eines Prozesskostenvorschusses zu ersuchen oder aber darzulegen, weshalb ihrer Ansicht nach auf ein Verfahren auf Zahlung eines Prozesskostenvorschusses verzichtet werden kann, sodass das Gericht diese Auffassung vorfrageweisen prüfen kann (Urteile 5D_83/2015 vom 6. Januar 2016 E. 2.1; 5A_556/2014 vom 4. März 2015 E. 3.2). Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass die Beschwerdegegnerin in der Lage wäre, einen Prozesskostenvorschuss zu leisten. Auf ein entsprechendes Gesuch habe er allerdings verzichtet, da die Beschwerdegegnerin nicht gewillt sei, ihm Unterhalt zu bezahlen. Der Unwille der Beschwerdegegnerin allein, die Kosten des Prozesses vorzuschiessen, reicht freilich nicht aus, um den Anspruch des Beschwerdeführers auf einen Prozesskostenvorschuss auszuschliessen (vgl. dazu Urteil 5P.346/2005 vom 15. November 2005 E. 4.4). Dieser wäre daher zur Stellung eines entsprechenden Gesuchs verpflichtet gewesen, was er unterlassen hat. Damit ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen.