Citation: 4A_471/2020 E. 4

Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Die Vorinstanz habe nicht begründet, weshalb sie nicht prüfen müsse, ob der Beschwerdeführer seine auftrags- oder gesellschaftsrechtlichen Pflichten korrekt erfüllt habe und ob und in welchem Umfang der Beschwerdegegner von den Bezügen des Beschwerdeführers Kenntnis gehabt und diese genehmigt habe. Die Rüge ist hinsichtlich der Schlechterfüllung unbehelflich. Zwar hatte der Beschwerdegegner gemäss den Feststellungen der Vorinstanz im erstinstanzlichen Verfahren geltend gemacht, der Beschwerdeführer habe seine vertraglichen Pflichten nicht oder nur schlecht erbracht und dem Beschwerdegegner keine Buchhaltungen und Steuererklärungen abgegeben. Und sie stellte auch fest, in tatsächlicher Hinsicht bestehe Einigkeit, dass der Beschwerdeführer die Buchhaltungen und Steuererklärungen dem Beschwerdegegner nicht herausgegeben habe. Da die Vorinstanz aber einen Anspruch auf Honorar und Auslagenersatz mangels entsprechender Substanziierung grundsätzlich verneinte, wurde die Frage der pflichtwidrigen Erfüllung gegenstandslos, was offensichtlich ist und deshalb nicht weiter begründet werden musste. Nicht ohne Weiteres nachvollziehbar ist indessen die Aussage der Vorinstanz, es sei nicht zu beurteilen, ob und in welchem Umfang der Beschwerdegegner von den Bezügen des Beschwerdeführers Kenntnis gehabt und ob er diese genehmigt habe. Die Vorinstanz meint damit offenbar, es müsse nicht beurteilt werden, ob jeder einzelne Bezug genehmigt worden sei. Der Beschwerdeführer behauptet denn auch nicht, der Beschwerdegegner hätte jeweils einzelne Bezüge bewilligt, sondern bezieht die von ihm behauptete Genehmigung pauschal auf das konkludente Verhalten des Beschwerdegegners zwischen 2015 und 2017. Dazu nahm die Vorinstanz aber Stellung (vgl. E. 3.2 hiervor). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt folglich nicht vor.