Citation: 4A_574/2021 E. 4.6

4.6. Sodann beklagen die Beschwerdeführerinnen in den Abschnitten Bst. F und G der Beschwerdeschrift, dass die Aussagen der Zeugen E.________ und F.________ "nicht berücksichtigt" worden seien. Aus den Befragungen dieser Zeugen ergebe sich, dass "die Klärung von Fragen der Qualität mit de[m] Pflanzenschutzinspektionsdienst Sache der Beschwerdegegnerin sei" und "die Einholung der phytosanitären Bewilligungen im Verantwortungsbereich der Beschwerdegegnerin liege". Die Kritik der Beschwerdeführerinnen verfängt nicht. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, zu überprüfen, ob das Schiedsgericht die eingebrachten Behauptungen, Beweismittel und Ergebnisse der Beweisabnahmen gesehen und diese richtig gewürdigt hat (Erwägung 4.1). Insbesondere besteht kein Anspruch darauf, dass sich das Schiedsgericht in der Entscheidbegründung auf jedes Beweismittel im Einzelnen bezieht. Ausschlaggebend ist, ob es die entscheiderheblichen Fragen als solche geprüft hat. Dies hat der Einzelschiedsrichter getan. Genau besehen rügen die Beschwerdeführerinnen, dass der Einzelschiedsrichter aus den Zeugenaussagen nicht jene Schlüsse zog, die nach ihrem Verständnis bei richtiger Interpretation aus dem Zeugnis dieser Personen folgen sollten ( "Mit diesen Aussagen wurde der Beweis erbracht, dass das Verfahren zur phytosanitären Kontrolle unter dem PIR Protokoll so abläuft, wie es die Beschwerdeführerinnen behauptet hatten [...]."). Damit tadeln sie unter dem Vorwand der Gehörsverletzung die Beweiswürdigung des Einzelschiedsrichters. Dies ist nicht zulässig.