Citation: B 17/02 18.06.2002 E. 4

4.- Die Vorinstanz hat die Verzugszinsberechnung nach der geltenden Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (BGE 119 V 131) vorgenommen. Ein Abweichen von dieser Praxis rechtfertigt sich mit Blick auf die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geäusserte Kritik nicht, da diese in erster Linie die Verzugszinspraxis ausserhalb der beruflichen Vorsorge betrifft und auch der von der Beschwerdeführerin angeführte Autor anerkennt, dass das Eidgenössische Versicherungsgericht im Rahmen der beruflichen Vorsorge zu Gunsten des Versicherten von seiner sonst üblichen Praxis abweicht (vgl. Hans-Ulrich Zürcher, Verzugszinsen im Bundesverwaltungsrecht: unter besonderer Berücksichtigung des Sozialversicherungsrechts, Bern 1998, S. 176 ff.). An dieser konstanten Praxis hat das Gericht seither festgehalten (BGE 127 V 377; SZS 1997 S. 470 Erw. 4). Es kann demnach offen bleiben, ob die in der Literatur geübte Kritik an der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versischerungsgerichts zur Verzugszinsregelung in anderen Sozialversicherungszweigen berechtigt ist. Es mag angefügt werden, dass mit der Inkraftsetzung des Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsrechts (ATSG) ohnehin in absehbarer Zeit eine neue gesetzliche Regelung in Kraft treten wird, welche den Anliegen der Kritiker zumindest teilweise entspricht (vgl. Art. 26 Abs. 2 ATSG und BBl 1999 S. 4578 ff.).