Citation: 6B_197/2021 E. 2.4.4

2.4.4. Weiter führt der Beschwerdeführer aus, die Feststellung der Vorinstanz, es habe keine klar erkennbare und den Mitarbeitenden bekannte Beschriftung der verschiedenen IBC gegeben, sei falsch, wenn nicht gar aktenwidrig. Der Beschwerdeführer weist in diesem Zusammenhang zwar zutreffend darauf hin, dass die (neuen) ableitfähigen IBC vom Hersteller her mit einer gelben Etikette versehen waren (kantonale Akten act. 1337; z.B. Beschwerde S. 25 Ziff. 66). Da gemäss den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz auf die explizite Beschriftung der nicht-ableitfähigen IBC verzichtet worden war (Urteil S. 41 E. 5.4), wären die beiden verschiedenen Arten von IBC folglich anhand des Vorhandenseins bzw. des Fehlens einer Etikette durchaus unterscheidbar gewesen. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, es habe keine den Mitarbeitenden bekannte Beschriftung der verschiedenen IBC gegeben, erweist sich trotzdem als vertretbar. Der Beschwerdeführer wendet hierzu im Wesentlichen ein, die Verwendung von verschiedenen Gitterboxen sei in einer "SOP" beschrieben worden. In dieser "SOP" sei ausdrücklich erwähnt, dass die (alten) nicht-ableitfähigen IBC am fehlenden Etikett erkennbar seien. Da die Schulung der erwähnten "SOP" belegt sei, sei diese den Mitarbeitenden somit bekannt gewesen (Beschwerde S. 10 f. Ziff. 23). Mit solchen Einwänden vermag der Beschwerdeführer jedoch nicht aufzuzeigen, dass und inwiefern die vorinstanzliche Schlussfolgerung schlechterdings nicht mehr vertretbar sein soll. Die Vorinstanz hält in diesem Zusammenhang ohne Willkür fest, ein Grossteil der Richtlinien habe im Selbststudium erlernt werden müssen. Ohnehin habe den Mitarbeitenden der genaue Inhalt dieser Richtlinien nicht im Detail bekannt sein können, umfassten diese doch teilweise bis zu 70 Seiten. H.________ habe in diesem Kontext erklärt, "... z.T. unterschreibe ich 4-5 sops pro Tag und dann weiss man nicht mehr, was man unterschrieben hat". Da im Weiteren sowohl G.________ als auch sein Schichtführer H.________ davon ausgegangen sind, dass die (neuen) IBC weiterhin inertisiert werden müssten, ist den Mitarbeitenden an der Front offensichtlich nicht hinreichend klar gewesen, was die neuen "SOP" tatsächlich beinhaltet hätten (Urteil S. 42 E. 5.4). Angesichts dieser Feststellungen ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz zum Schluss gelangt, es habe keine den Mitarbeitern bekannte Beschriftung der verschiedenen IBC gegeben, auch wenn die (neuen) ableitfähigen IBC vom Hersteller her mit einer gelben Etikette versehen waren und auch wenn in der "SOP" auf das fehlende Etikett bei den nicht-ableitfähigen IBC hingewiesen wurde.