Citation: 5A_608/2024 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführer monieren, die Vorinstanz habe erwogen, wenn die einseitige und sich zu Lasten einer Partei auswirkende Sachdarstellung ausdrücklich als "provisorisch" bezeichnet und den Parteien zur Stellungnahme zugestellt werde, wodurch deren Verfahrensrechte gewahrt würden und eine andere Sichtweise sowie Bewertung der Sachlage und Rechtslage signalisiert werde, könne Voreingenommenheit ausgeschlossen werden. Diese Auffassung sei rechtsfehlerhaft. Weiter kritisieren sie, die Vorinstanz habe für die Annahme der Voreingenommenheit einen Mangel im Ausmass einer "schweren Amtspflichtverletzung" verlangt. Diese Anforderung sei weder in der Judikatur noch in der Literatur anzutreffen. Die von den Beschwerdeführern geltend gemachten Rügen seien daher erneut aufgrund eines weniger strengen Massstabs zu prüfen. Auch sei es unzulässig, die Voreingenommenheit mit der Begründung zu verneinen, die Parteien könnten sich ja im Zusammenhang mit ihren Äusserungen zur Experteninstruktion, ihrer Stellungnahme zum Gutachten, im Schlussvortrag sowie im Rechtsmittelverfahren betreffend den Endentscheid zur Wehr setzen. Die Argumentation, die vorläufige Einschätzung der Sach- oder Rechtslage bewirke nicht per se den Anschein der Befangenheit, treffe nur so lange zu, als diese vorläufige Einschätzung sich nicht erkennbar und wiederholt gegen die Interessen einer Verfahrenspartei richte.