Citation: 5P.417/1999 20.06.2000 E. 2

2.- Der Beschwerdeführer rügt zunächst bezüglich der Wegenot eine Gehörsverweigerung. Obwohl gerichtsnotorisch sei, dass Terrassensiedlungen nur durch Treppen bzw. Treppenlifte erschlossen seien und sich viele Wohnliegenschaften in der Schweiz in ungünstigeren Verhältnissen als das Grundstück des Beschwerdegegners befänden, sei das Obergericht auf seine entsprechenden Ausführungen nicht eingetreten und habe die angebotenen Beweise nicht abgenommen. Der verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör besteht indessen nur für entscheiderhebliche Tatsachen und Beweismittel (BGE 124 II 132 E. 2b S. 137, m.H.). Der Beschwerdeführer zeigt vorliegend nicht auf, weshalb eine Wegenot schon deshalb verneint werden müsste, weil sich viele andere Wohn- bzw. Terrassenliegenschaften in der Schweiz in ähnlichen oder weit schlechteren Verhältnissen als das Grundstück des Beschwerdegegners befinden, und belegt daher nicht, dass die von ihm vorgebrachten Tatsachenbehauptungen und angebotenen Beweise entscheiderheblich wären. Da der Beschwerdeführer nicht in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Weise darlegt, inwiefern eine Gehörsverweigerung vorliegen sollte, kann auf seine Rüge nicht eingetreten werden (BGE 122 I 70 E. 1c S. 73). Soweit er mit seinen Ausführungen eine Verletzung seines - sich auf Art. 8 ZGB stützenden - Beweisanspruchs rügen sollte, könnte er damit im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren nicht gehört werden (Art. 43 Abs. 1 und 2 OG).