Citation: 6B_999/2024 E. 5.2

5.2. Die Vorinstanz erwägt kurz zusammengefasst, Befangenheit könne grundsätzlich eine Revision begründen. Der Beschwerdeführer mache keinen Ausstandsgrund nach Art. 56 lit. a-e StPO geltend. Er rüge vielmehr materielle bzw. prozessuale Rechtsfehler bei der Prüfung der Beweismittel im Sinne der Auffangklausel nach Art. 56 lit. f StPO. Abgesehen davon, dass sich bereits das Bundesgericht mit den Befangenheitsvorwürfen befasst habe, lasse sich im Umstand, dass die Richter der I. Strafkammer des Obergerichts die Einvernahmen vom 30. November 2022 und vom 1. Dezember 2022 für verwertbar gehalten hätten, keine Befangenheit erkennen, zumal es gerade Aufgabe der Richter sei, Beweismittel auf ihre Verwertbarkeit hin zu prüfen. Die Frage der Verwertbarkeit der Einvernahmen an sich sei im Verfahren sowohl vor Obergericht als auch vor Bundesgericht geprüft worden. Es handle sich dabei nicht um eine neue Tatsache im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. a StPO. Dass aus einer bekannten Tatsache nicht die gewünschten Folgerungen gezogen würden, sei irrelevant. Im Übrigen führe der Beschwerdeführer nicht aus, inwiefern die Richter der I. Strafkammer des Obergerichts "unrechtmässig zu seinem Nachteil in ein Beschwerdeverfahren, das bei der III. Strafkammer hängig sei, eingegriffen hätten" und "dadurch kraft ihres Amtes Gewalt angewendet hätten, wo keine Gewalt hätte stattfinden dürfen". Ob bei der III. Strafkammer überhaupt ein Beschwerdeverfahren gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 30. März 2023 hängig sei, sei fraglich. Aber selbst wenn ein solches Verfahren hängig wäre, hätten die Richter der I. Strafkammer des Obergerichts dadurch, dass sie die Verwertbarkeit der Einvernahmen vom 30. November 2022 und 1. Dezember 2022 geprüft hätten, ihr Amt nicht missbraucht und schon gar kein Verbrechen ausgeübt. Entsprechend sei auch kein Revisionsgrund im Sinne von Art. 410 Abs. 1 lit. c StPO ersichtlich.