Citation: 1C_63/2023 E. 3.1

3.1. Wie die Beschwerdeführenden darlegen und der Kanton in seiner Vernehmlassung bestätigt, unterscheidet die Luzerner AFV-Regelung zwei Phasen: eine erste Phase, die in den Abs. 1 und 2 geregelt ist, und eine zweite Phase, die sich nach Abs. 4 und 5 richtet. Abs. 3 betrifft den Austausch von AFV-Daten mit anderen Polizeibehörden. In der ersten Phase werden die an einer AFV-Kamera vorbeifahrenden Fahrzeuge samt Kennzeichen und Insassen bzw. Insassinnen optisch erfasst (Abs. 1); praktisch zeitgleich erfolgt ein automatisierter Abgleich mit polizeilichen Fahndungsregistern und -aufträgen (Abs. 2). Dies ermöglicht es der Polizei insbesondere, gezielt Fahrzeuge anzuhalten und zu kontrollieren, die zur Fahndung ausgeschrieben sind. Alle nach Abs. 1 erhobenen Daten (einschliesslich Nicht-Hits) werden während 100 Tagen aufbewahrt (Art. 5 lit. a). In dieser zweiten Phase können die Daten nur noch für die in Abs. 4 umschriebenen Zwecke verwendet werden, d.h. zur Verfolgung schwerwiegender Straftaten (lit. a) und zur Fahndung nach vermissten oder entwichenen Personen (lit. b).