Citation: 9C_820/2016 E. 2.4

2.4. Berichte von behandelnden Ärzten sind wegen deren auftragsrechtlicher Stellung mit Vorbehalt zu würdigen (Urteil 8C_913/2013 vom 11. April 2014 E. 4.4.3). Med. pract. B.________ ist Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin. Ihre Angaben zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Bericht vom 4. Juni 2011, der ohnehin mehr als drei Jahre vor dem ABI-Gutachten erstellt wurde, können daher die Erkenntnisse der polydisziplinären Begutachtung, an welcher Fachärzte der allgemeinen inneren Medizin, der Rheumatologie, der Neurologie, der Onkologie und der Psychiatrie mitgewirkt haben, nicht in Frage stellen. Welche konkreten Widersprüche in den Befunden der ABI-Gutachter zu finden seien, vermag die Beschwerdeführerin im Übrigen nicht konkret darzutun. Invalidenversicherungsrechtlich kommt es auch nicht auf die Diagnose, sondern einzig darauf an, welche Auswirkungen eine Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit hat (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; Urteil 9C_634/2015 vom 15. März 2016 E. 6.1; RENATO MARELLI, Das psychiatrische Gutachten, Einflüsse und Grenzen, in: Psyche und Sozialversicherung [Gabriela Riemer-Kafka (Hrsg.)], S. 85).