Citation: 8C_476/2008 24.02.2009 E. 3

Während die Versicherte geltend macht, dass sie sich im Gesundheitsfall zu 80 % erwerblich und zu 20 % im Haushalt betätigt hätte, weshalb bei korrekter Bemessung ein Invaliditätsgrad von 54 % resultiere, legten die IV-Stelle und das kantonale Gericht dem - unbestritten nach der gemischten Methode zu ermittelnden - Invaliditätsgrad eine Aufteilung der Tätigkeitsanteile von 30 % im erwerblichen und 70 % im Haushaltsbereich zu Grunde. Die medizinisch ausgewiesene Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 60 % sowie die invaliditätsbedingte Leistungseinbusse im Haushaltsbereich von 22 % (gemäss Haushaltsabklärungsbericht vom 11. Oktober 2006) werden zu Recht von keiner Seite in Frage gestellt. Nachfolgend zu prüfen ist somit einzig die Statusfrage. 3.1 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 130 V 393 E. 3.3 S. 396; 125 V 146 E. 2c S. 150 mit Hinweisen). 3.2 Die Invalidität bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird (vgl. Art. 28 Abs. 2 und 2bis IVG, je in der bis am 31. Dezember 2007 gültigen Fassung [heute: Art. 28a Abs. 1 und 2 IVG]). Bei Teilerwerbstätigkeit ergibt sich die Invalidität unter Anwendung der gemischten Methode aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten (vgl. Art. 28 Abs. 2ter IVG in der bis am 31. Dezember 2007 gültigen Fassung [heute: Art. 28a Abs. 3 IVG]; BGE 130 V 396 E. 3.3 S. 396, Urteil 9C_686/2008 vom 4. November 2008 E. 3.2).