Citation: 6B_1137/2020 E. C

Auf Berufung von A.________ nahm das Obergericht des Kantons Aargau von der Rechtskraft der unangefochten gebliebenen Freisprüche und der Verweisung der Zivilklage Vormerk. Es bestätigt im Übrigen das bezirksgerichtliche Urteil im Schuld und Strafpunkt, wobei es den Schuldspruch auf Gehilfenschaft zur Erpressung (im Grundtatbestand) abänderte. Die zwei Schusswaffen überwies es dem Polizeikommando des Kantons Aargau. Das Obergericht geht von folgendem, für den Schuldspruch der Gehilfenschaft zur Erpressung massgeblichen Sachverhalt aus: A.________ wurde beauftragt, C.________ Forderungen von B.________ zu überbringen. Zur Erfüllung dieses Auftrags zog A.________ seinerseits E.________ bei und beauftragte ihn damit, ein Treffen mit C.________ zu organisieren. Am 17. Januar 2015 fuhren A.________ und E.________ gemeinsam nach U.________, wo sie C.________ aufforderten, Geldzahlungen zur Wiedergutmachung zugunsten von B.________ zu leisten. Anlässlich dieses Treffens wurde C.________ in grosse Angst versetzt, weil für den Fall der Nichterfüllung der Forderungen mit der Ausübung von schwerer Gewalt gegen ihn und seine Familie (seine Lebenspartnerin und seinen Sohn) gedroht wurde. Unklar ist, ob A.________ E.________ für die Unterstützung bezahlte, und, ob sich A.________ aktiv am Gespräch beteiligte und ebenfalls Drohungen aussprach. Nach dem Treffen hob C.________ einen Betrag von insgesamt Fr. 90'000.-- in zwei Tranchen am 30. Januar und 12. März 2015 von seinem Bankkonto ab und übergab diesen F.________ zwecks Weiterleitung.