Citation: 1C_444/2022 E. 5.4

5.4. Die Begründung lässt auch keine Willkür erkennen. Das kantonale Recht sieht ein vereinfachtes Verfahren für den Erlass von Bau- und Niveaulinien vor (§ 38 aPBG/ZG), sofern diese nicht in einen Bebauungsplan integriert werden. Grundsätzlich ist es Sache der Gemeinde, das im Einzelfall zweckmässige Planungsinstrument zu wählen. Eine Umgehung der demokratischen Rechte der Stimmbürgerschaft (die gemäss a§ 39 Abs. 4 PBG/ZG über die Änderung von Bebauungsplänen abstimmt) könnte allenfalls angenommen werden, wenn die Niveaulinie zu einer wesentlichen Änderung eines bestehenden Bebauungsplans führen würde (kleine Änderungen konnten gemäss a§ 40 Abs. 1 lit. a PBG/ZG [Stand 1. Januar 2018] im erleichterten Verfahren vom Gemeinderat beschlossen werden). Dies durfte vorliegend willkürfrei verneint werden, betraf die Niveaulinie doch ausschliesslich die Parzelle Nr. 1787 und eine Tieferlegung des Erdgeschossfussbodens um 0.37 m.