Citation: 7B_256/2025 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz verweist im angefochtenen Entscheid zur Begründung des dringenden Tatverdachts im Wesentlichen auf die früheren Entscheide des Haftgerichts des Kantons Solothurn sowie auf ihre eigenen in dieser Sache ergangenen Haftentscheide vom 26. August 2024 und 2. Dezember 2024: Das Haftgericht erwägt in seiner Verfügung vom 19. Januar 2024, es sei unglaubwürdig, dass die Beschwerdeführerin nicht um die Unrechtmässigkeit der beantragten Kurzarbeitsentschädigungen gewusst haben wolle. Sie habe sich in den Büroräumlichkeiten der B._ _______ GmbH aufgehalten und ausgesagt, dass sie die in den Kurzarbeitsentschädigungsanträgen erwähnten Personen (teilweise) "vom Sehen her" kennen würde. Zudem seien ihre Aussagen betreffend die Frage, wer für die Kurzarbeitsentschädigungen verantwortlich gewesen sei, nicht kongruent. Aus den Akten gehe hervor, dass sie für die B._ _______ GmbH, für die C._ _______ GmbH und für die D._ _______ die entsprechenden Anträge ausgefüllt und zusammen mit den nötigen Unterlagen eingereicht habe, die dafür nötige Korrespondenz geführt habe und gegen aussen als Verantwortliche für Kurzarbeitsentschädigung aufgetreten sei. Aus dem Entscheid vom 16. Januar 2025 des Haftgerichts geht ferner hervor, dass die Beschwerdeführerin aufgrund von sichergestellten Dokumenten neu auch dringend verdächtigt werde, für die Gesellschaften E._ _______ GmbH und F._ _______ GmbH unrechtmässig Kurzarbeitszeitentschädigungen bezogen zu haben. Betreffend den Vorwurf der Fälschung von Pässen und Identitätsausweisen und Förderung der rechtswidrigen Ein- und Ausreise sowie des rechtswidrigen Aufenthalts verweist das Haftgericht in der Verfügung vom 19. Januar 2024 insbesondere auf die Aussagen von H._ _______, wonach die Beschwerdeführerin ihm den gefälschten Pass besorgt und ihm mitgeteilt haben soll, sie habe das schon für zwanzig Personen gemacht. Bezüglich des Vorwurfs des unrechtmässigen Bezugs von IV-Geldern hält die Vorinstanz im selben Entscheid fest, die zuständigen Behörden seien davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin ein Jahreseinkommen von Fr. 22'286.-- erarbeiten könne. Das Geld, das in den Jahren 2021, 2022 und 2023 auf ihr Konto geflossen sei, habe diesen Betrag aber um ein Vielfaches übertroffen. Ihr hätte - so das Haftgericht - klar sein müssen, dass sie weitaus mehr einnehme als Fr. 22'286.-- und dies Einfluss auf ihre IV-Rente habe, weshalb sie verpflichtet gewesen wäre, dies zu melden. Die Vorinstanz fasst im angefochtenen Entscheid zusammen, insgesamt bleibe der dringende Tatverdacht unter Berücksichtigung der bisherigen begründeten Eingaben der Staatsanwaltschaft, der Entscheide des Haftgerichts, ihrer eigenen früheren Entscheide und der Verfahrensakten nicht nur bestehen, sondern habe sich weiter erhärtet. Der allgemeine Haftgrund sei damit noch immer gegeben.