Citation: 8C_213/2013 E. 3.2.1

3.2.1. Anlässlich des Rentenerhöhungsgesuchs erging das vorinstanzlich als beweistauglich eingestufte Gutachten der Frau Dr. med. I.________ vom 27. Mai 2011. Danach leidet die Beschwerdeführerin an einem verzögerten Schlafphasensyndrom, wobei die Tagesmüdigkeit bzw. -schläfrigkeit multiplen Einflussfaktoren unterliege und nicht allein auf die Schlafstörung des zirkadianen Rhythmus zurückzuführen sei. Als neue Aspekte seien z.B. Adipositas, beeinträchtigte Lungen- und Leberfunktion und (vermutlich sekundär bedingter) schädlicher Gebrauch psychotroper Substanzen hinzugekommen. Aus psychiatrischer Sicht werde die Arbeitsfähigkeit durch die psychomotorische Verlangsamung infolge einer erhöhten Tagesmüdigkeit bzw. -schläfrigkeit reduziert. Eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit unter das bisherige 50%ige Arbeitspensum auf 30 % aufgrund von erhöhter Ermüdbarkeit sei wahrscheinlich zumindest tageweise zutreffend. Wenig komplexe Bürotätigkeiten könne die Versicherte bei freier Aufgabeneinteilung wie bisher qualitativ gut erledigen, die bisherige Tätigkeit sei 3-4 Stunden täglich zumutbar, aufgrund einer psychomotorischen Verlangsamung müsse, je nach Tageskondition, eine Leistungsminderung von ca. 15 % beachtet werden. Die bestehenden Beeinträchtigungen liessen sich vermindern; es sei eine Abstinenz von den nachgewiesenen abhängigkeitserzeugenden psychotropen Substanzen zu fordern und anschliessend eine Schlaflabordiagnostik zur differenzierten Einordnung der Restsymptome zu empfehlen.