Citation: I 960/06 31.05.2007 E. 3

3.1 Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze über den Anspruch auf medizinische Massnahmen der Eidgenössischen Invalidenversicherung (Art. 12 Abs. 1 IVG in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung, welche mit der früheren inhaltlich übereinstimmt [Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 878/05 vom 7. August 2006, E. 1.2]; vgl. auch Art. 2 Abs. 1 IVV) im Allgemeinen (BGE 120 V 277 E. 3a S. 279 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 131 V 9 E. 4.2 S. 21) und bei minderjährigen Versicherten im Speziellen (BGE 131 V 9 E. 4.2 S. 21 mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Richtig ist insbesondere, dass medizinische Vorkehren bei Jugendlichen schon dann überwiegend der beruflichen Eingliederung dienen und trotz des einstweilen noch labilen Leidenscharakters von der IV übernommen werden, wenn ohne diese Vorkehren eine Heilung mit Defekt oder ein sonst wie stabilisierter Zustand einträte, wodurch die Berufsbildung oder die Erwerbsfähigkeit oder beide beeinträchtigt werden (AHI 2003 S. 104 f. E. 2 am Ende, I 340/00). Dagegen besteht kein Anspruch auf prophylaktische Massnahmen der Invalidenversicherung, wenn sich diese gegen psychische Krankheiten und Defekte richten, welche nach heutiger Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft ohne dauernde Behandlung nicht gebessert werden können (SVR 2006 IV Nr. 3 S. 11 f. E. 2.2 und 4.2, I 23/04). 3.2 Mit Bezug auf hyperkinetische Störungen hat das Eidgenössische Versicherungsgericht einen Anspruch auf Übernahme psychotherapeutischer Massnahmen durch die IV verneint, wenn die Prognose unbestimmt ist und die Behandlung eine medizinische Vorkehr von zeitlich unbegrenzter Dauer darstellt (AHI 2003 S. 105 f. E. 4a und b, I 340/00). Dies lässt sich jedoch nicht ohne weiteres aus dem Vorliegen eines derartigen Krankheitsbilds ableiten. Vielmehr ist auf Grund der Gegebenheiten des konkreten Einzelfalls und der medizinisch-prognostischen Beurteilung zu prüfen, ob die Voraussetzungen des Anspruchs auf Psychotherapie (Art. 2 Abs. 1 IVV) erfüllt sind (SVR 2006 IV Nr. 3 S. 12 f. E. 4.3 am Ende, I 23/04; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 670/03 vom 27. August 2004, E. 4 am Ende).