Citation: 1C_540/2021 E. B

Mit Eingabe vom 29. Februar 2016 ersuchten A.A.________ und B.A.________ (nachstehend: Bauherren) das Bauinspektorat Basel-Landschaft (Bauinspektorat) darum, im nördlichen Bereich des Baugrundstücks den Neubau eines Mehrfamilienhauses und eines Spielplatzes zu bewilligen. Gegen dieses Baugesuch (Nr. 0437/2016) erhob die Stadt Liestal Einsprache. In einer E-Mail vom 9. März 2018 führte C.________, Leiter der Abteilung Kantonsplanung der Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft, gegenüber dem Architekten der Bauherren zusammengefasst aus, fast das gesamte Bauvorhaben (Gebäude und Spielplatz) befinde sich gemäss der Übergangsbestimmung der Gewässerschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 (GSchV; SR 814.201) innerhalb des Gewässerraums der Ergolz. Das Bauvorhaben sei daher nur bewilligungsfähig, wenn eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 41c GSchV erteilt werde, was ein dicht überbautes Gebiet voraussetze. Obwohl diesbezüglich ein Grenzfall vorliege, sei die für den Gewässerraum zuständige Behörde geneigt, das Gebiet als dicht überbaut zu beurteilen. Sie könne jedoch nicht garantieren, dass diese Beurteilung einer gerichtlichen Überprüfung standhalte. Zudem müsse der Kinderspielplatz durch eine Terrainerhöhung so weit angehoben werden, dass er nicht mehr in der Gefahrenzone für Hochwasser liege. In der Folge reichten die Bauherren am 13. Dezember 2016, 2. Oktober 2017 sowie 23. August 2018 Planänderungen ein. Das Bauinspektorat führte einen Augenschein durch und wies mit Entscheid vom 10. September 2019 das Baugesuch Nr. 0437/2016 ab, weil es die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 41c Abs. 1 GSchV verneinte. Die Bauherren fochten den Bauabschlag mit Beschwerde an, welche die Baurekurskommission Basel-Landschaft mit Entscheid vom 21. Januar 2020 abwies. Eine dagegen von den Bauherren eingereichte Beschwerde wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft nach der Durchführung eines Augenscheins mit Urteil vom 26. Mai 2021 ab.