Citation: 5A_344/2015 E. 7.1

7.1. Ein erster Punkt betrifft den Betrag von Fr. 3'740.60 für Holzbauarbeiten, welche die Zimmerei H.________ im Jahr 2005 an der Liegenschaft ausführte. Den Einwand des Beschwerdeführers, dass es sich um werterhaltende Unwetter-Reparaturarbeiten handle, verwirft das Kantonsgericht als unzulässiges neues Vorbringen. Selbst wenn der Einwand zu berücksichtigen wäre, könne der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Aus seinen Belegen ergebe sich, dass er im Januar 2006 von der Gebäudeversicherung des Kantons Luzern einen Betrag von Fr. 7'819.-- erhalten hat, wobei der Schaden Fr. 19'980.-- betrug. Einerseits sei somit nicht der ganze Schaden von der Gebäudeversicherung übernommen worden, anderseits sei unklar, ob die besagten Arbeiten überhaupt diesen Schaden betrafen. Aus den Belegen gehe dies nicht eindeutig hervor. Deshalb sei der vom Bezirksgericht errechnete Betrag von Fr. 38'447.05 für Investitionen in die Liegenschaft richtig. Die vorinstanzliche Beurteilung, wonach die Reduktion der Errungenschaft voraussetzt, dass die Kosten für die streitigen Arbeiten von der Gebäudeversicherung übernommen werden, stellt der Beschwerdeführer nicht in Abrede. Er beteuert lediglich, dass die Versicherung "problemlos alle Überschwemmungs-Schäden im Jahr 2005 bezahlt" habe und damit eine Wertvermehrung weder eingetreten noch bewiesen worden sei. Weil auf einem Beleg "Teil-Zahlung" stehe, vermute das Kantonsgericht fälschlicherweise, dass die Versicherung nur einen Teil des Schadens bezahlt habe. Dabei hätte ein "Kurz-Anruf" an die Gebäudeversicherung zur Klärung genügt. Damit vermag der Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid nicht als verfassungswidrig auszuweisen. Er übersieht, dass im Streit um die güterrechtliche Auseinandersetzung der Verhandlungsgrundsatz gilt (Art. 277 Abs. 1 ZPO). Das bedeutet, dass die Parteien dem Gericht die Tatsachen, auf die sie ihre Begehren stützen, darzulegen und die Beweismittel anzugeben haben (Art. 55 Abs. 1 ZPO). Deshalb war es nicht Aufgabe der kantonalen Instanzen, von sich aus Nachforschungen über den Umfang der Versicherungsdeckung anzustellen. Damit braucht sich das Bundesgericht auch nicht zu den weiteren Rügen zu äussern, mit denen der Beschwerdeführer bestreitet, dass sein Einwand im Berufungsverfahren neu war und aus den Belegen nicht hervorgehe, dass die Arbeiten den Unwetterschaden betrafen.