Citation: 2C_201/2017 E. 3.3

3.3. Die Steuerpflichtigen halten die revidierte Veranlagung für nichtig. Ein fehlerbehafteter Verwaltungsakt ist praxisgemäss aber nur nichtig, wenn erstens der ihm anhaftende Mangel besonders schwer ist, zweitens der Mangel offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und zudem drittens die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird (BGE 138 II 501 E. 3.1 S. 503 f.). Davon kann hier freilich keine Rede sein: Abgesehen davon, dass das KStA/AG das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit bundesrechtskonform nur zur Satzbestimmung herangezogen hat, lässt sich nicht mit Fug behaupten, die Schätzung sei derart fehlerhaft, dass sie geradezu nichtig sei. Die angemessene Höhe der Schätzung zu prüfen, wäre Sache des Einspracheverfahrens gegen die ursprüngliche Veranlagungsverfügung gewesen.