Citation: 1C_347/2023 E. A

Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) führt seit 2018 ein Strafverfahren wegen Aneignung bzw. Unterschlagung von Vermögenswerten durch Amtsmissbrauch, rechtswidriger Aneignung von Vermögenswerten einer Unternehmung, Institution oder Organisation und weiteren Straftatbeständen des ukrainischen Strafgesetzbuchs. In diesem Zusammenhang richtete es am 27. November 2020 ein erstes Rechtshilfeersuchen an das Bundesamt für Justiz (BJ). Am 25. November 2021 folgte ein ergänzendes Rechtshilfeersuchen. Darin bat das NABU u.a. um die Durchsuchung der Wohnung von A.________ zwecks Sicherstellung von Beweismitteln im Zusammenhang mit zwei Gesellschaften. Das BJ betraute die Bundesanwaltschaft mit dem Vollzug des ergänzenden Ersuchens. Am 9. Februar 2022 durchsuchte die Bundeskriminalpolizei im Auftrag der Bundesanwaltschaft zwei Wohnungen in U.________ (TI) und stellte eine Reihe von Unterlagen und Datenträgern sicher. Bei der einen Wohnung handelt es sich um diejenige von A.________, bei der andern um das Büro der B.________ Sagl, bei der A.________ als Geschäftsführer und Gesellschafter fungiert. Im Rahmen einer späteren Stellungnahme widersetzten sich die B.________ Sagl und A.________ einer Herausgabe. Sie machten sinngemäss geltend, die sichergestellten Unterlagen und Daten seien privat und hätten nichts mit dem in der Ukraine geführten Strafverfahren zu tun. Mit Schlussverfügung vom 29. November 2022 gewährte die Bundesanwaltschaft die Rechtshilfe und ordnete die Herausgabe von 14 in der Verfügung aufgelisteten Asservaten an. Die von der B.________ Sagl und A.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesstrafgericht mit Entscheid vom 28. Juni 2023 ab, soweit es darauf eintrat.