Citation: 6B_629/2015 E. A

X.________ betreute im Zusammenhang mit dem Unfalltod von A.D.________ ein Mandat der Privatkläger B.D.________ (Mutter) und C.D.________ (Bruder) gegenüber der Versicherung des Unfallverursachers. Die Privatklägerin bezahlte ihm am 16. Juli 2010 einen Anwaltskostenvorschuss von Fr. 12'000.--. Die Versicherung überwies in der Folge zuhanden der Privatkläger Schadenersatz- und Genugtuungsleistungen auf das Klientengelderkonto von X.________, namentlich am 15. Februar 2011 Fr. 29'066.60 für Bestattungskosten, am 18. April 2011 Fr. 19'198.-- als Genugtuung für C.D.________, am 19. April 2011 Fr. 42'663.-- als Genugtuung für B.D.________ und am 6. Juni 2011 Fr. 6'000.-- für entstandene Anwaltskosten. X.________ leitete das erhaltene Geld und den Anwaltskostenvorschuss in der Höhe von total Fr. 99'927.60 nicht an die Privatkläger weiter bzw. stattete es nicht zurück. Stattdessen verwendete er das Geld für private Zwecke, ohne dass er es jederzeit an seine Klienten hätte weiterleiten bzw. zurückerstatten können.