Citation: 1C_150/2021 E. 3.4

3.4. Das Verwaltungsverfahren wird von seiner Wiederaufnahme nach Abschluss des Strafverfahrens bis zu seiner rechtskräftigen Erledigung rund 2 Jahre und 7 Monate gedauert haben. Die Zeitspanne zwischen dem rechtskräftigen Urteil des Obergerichts und der Verfügung durch das Strassenverkehrsamt von 10.5 Monaten ist zwar als lange zu werten. Die Dauer des gesamten Verwaltungsverfahrens von 2 Jahren und 7 Monaten erscheint bei einem dreistufigen Rechtsmittelzug allerdings nicht übermässig. Tatsächlich hat vorliegend jede mit der Sache befasste Rechtsmittelinstanz im Durchschnitt rund 7.7 Monate beansprucht. Eine solche Durchschnittsdauer ist nicht aussergewöhnlich und hinzunehmen (vgl. Urteile 1C_486/2011 vom 19. März 2012; 6A.83/2000 vom 31. Oktober 2000, in welchem das Bundesgericht die Verletzung des Beschleunigungsgebots im Rahmen eines Administrativverfahrens zum Führerausweisentzug mit dreistufigem Rechtsmittelzug sowie einer Durchschnittsdauer von 7.5 respektive 9 Monaten pro Rechtsmittelinstanz verneint hat). Die Zeitspanne zwischen dem rechtskräftigen Strafurteil und der Verfügung des Strassenverkehrsamts wurde somit durch die darauf folgenden kürzeren Verfahrensdauern kompensiert. Insofern ist auch die vom Beschwerdeführer zitierte Rechtsprechung (BGE 135 II 334; 120 Ib 504; Urteile 1C_485/2011 vom 16. Januar 2012; 1C_383/2009 vom 30. März 2010) nicht einschlägig. Dieser verkennt nämlich, dass nicht einzig die absolute Gesamtdauer des Verfahrens für die Beurteilung der Verletzung des Beschleunigungsgebots relevant ist. Zusammenfassend hat die Vorinstanz daher zu Recht festgehalten, der Anspruch des Beschwerdeführers auf Beurteilung innert angemessener Frist sei nicht verletzt worden. Die Rüge ist unbegründet.