Citation: 6B_565/2022 E. 1.3

1.3. Die Vorinstanz erachtet den objektiven Tatbestand der Geldwäscherei bereits aufgrund des im Berufungsverfahren unbestrittenen Verhaltens des Beschwerdeführers als gegeben, das er auch in seiner Beschwerde nicht in Abrede stellt und nach Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG der vorliegenden Beurteilung daher ohne Weiteres zugrunde zu legen ist. Sie geht davon aus, dass schon das Zurverfügungstellen der eigenen Konten für die Überweisungen der betrügerisch erwirkten Gelder und das Empfangen der entsprechenden Überweisungen auf diesen Konten sowie die Entgegennahme des ebenfalls betrügerisch erlangten Bargelds Tathandlungen darstellten, die den objektiven Tatbestand der Geldwäscherei erfüllten. Hinsichtlich der Überweisungen hält sie dabei zunächst fest, die Vortat, d.h. die vorangegangenen betrügerischen Handlungen, die mangels dagegen gerichteter Rügen ebenfalls als gegeben vorauszusetzen sind, seien durch die unstreitige Überweisung der Gelder auf das Konto des Beschwerdeführers vollendet, da zu besagtem Zeitpunkt der Beschwerdegegner 2 geschädigt und illegale Vermögenswerte angefallen seien (vgl. angefochtenes Urteil E. III.3.2 in fine S. 15). Weiter hält die Vorinstanz, wiederum bezogen auf die Überweisungen, fest, mit der Zurverfügungstellung der Konten bzw. der Übermittlung der Kontoangaben, der Erlaubnis, das Konto als Empfangskonto zu verwenden sowie durch die anschliessend erfolgten Transaktionen sei der Tatbestand objektiv grundsätzlich erfüllt. Durch die Überweisungen auf sein Konto habe der Beschwerdeführer die freie Verfügungsmacht über die Gelder erhalten, während dem Beschwerdegegner 2 die Gelder entzogen gewesen seien. Indem der Beschwerdeführer seiner Schwester sein Konto zur Verfügung gestellt habe bzw. die Überweisungen in Absprache mit ihm erfolgt seien, habe er eine Handlung vorgenommen, die geeignet gewesen sei, die Einziehung der Vermögenswerte zu vereiteln. Wenn er das Geld in der Folge abgehoben und seiner Schwester weitergeleitet habe, liege lediglich eine weitere Handlung vor, die aber am Zurverfügungstellen des Kontos nichts mehr ändere. Der Beschwerdeführer habe damit objektiv bereits Geldwäschereihandlungen vorgenommen (vgl. angefochtenes Urteil E. III.4.1 S. 16, zudem E. 5.2 S. 21).