Citation: 2C_860/2019 E. 3.5

3.5. Eine Differenzierung zwischen verschiedenen Kategorien von Gästen, wie sie vorliegend zur Diskussion steht, lag auch dem Leiturteil BGE 102 Ia 143 zugrunde. Dort ging es um die Ortschaft U.________, die im Vergleich zu anderen Urlaubsdestinationen besonders viele Tagesgäste anzog, welche im Unterschied zu den eine oder mehrere Nächte logierenden Gästen ("Kurgäste") keine Kurtaxe zu bezahlen hatten. Obschon nicht zu verkennen war, dass zwischen den Kurgästen und den Tagesgästen eine gewisse Rechtsungleichheit bestand, erkannte das Bundesgericht darin keine Verfassungsverletzung. Denn es handelt sich dabei nicht um eine Grundsatzfrage, sondern um eine solche des Masses (BGE 102 Ia 143 E. 2c; vgl. auch Urteil 2C_794/2015 vom 22. Februar 2016 E. 3.4, in: StR 71/2015 S. 547). Im konkreten Fall war das zulässige Mass nicht überschritten, weil der Bezirk U.________ dem Verhältnis zwischen Kurgästen und Passanten bei der Bemessung der Kurtaxe Rechnung getragen hatte (BGE 102 Ia 143 E. 2c).