Citation: 1C_508/2023 E. 4.5

4.5. Unter dem Gesichtspunkt der Zumutbarkeit ist zunächst festzuhalten, dass die Beschwerdeführenden nach dem von der Vorinstanz für das Bundesgericht verbindlich festgestellten Sachverhalt im Zeitpunkt der materiellen Beurteilung der strittigen Nutzung fünfzehn Hunde zur Zucht (sowie einen privaten Hund) mit jährlich ca. fünf Würfen gehalten hatten und dadurch rund dreizehn Welpen pro Jahr verkaufen konnten. Angesichts der in der betreffenden Wohnzone W2 zulässigen Anzahl von maximal drei bis vier ausgewachsenen Hunden und allfälligen Welpen (solange diese beim Muttertier bleiben müssen), ist mit der Vorinstanz nicht mehr von einer lediglich geringfügigen Abweichung vom Erlaubten auszugehen. Kaum bestritten werden dürfte, dass die Beschwerdeführenden ein bedeutendes Interesse am Weiterbetrieb der Hundezucht haben. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Hundezuchtbetrieb im bisherigen Umfang mit Immissionen verbunden ist, die in der betreffenden Wohnzone von der Nachbarschaft nicht hingenommen werden muss. Insofern besteht auch ein privates Interesse der Nachbarschaft, dass die Hundehaltung auf ein in der Wohnzone zulässiges Mass reduziert wird. Zudem besteht für die Beschwerdeführenden die Möglichkeit, den Zuchtbetrieb andernorts weiterzuführen. Es mag zutreffen, dass das Finden eines geeigneten Standortes mit gewissen Schwierigkeiten verbunden ist. Dass dies unmöglich wäre, machen jedoch auch die Beschwerdeführenden nicht geltend. Ihnen kann zugemutet werden, innert angemessener Frist (siehe sogleich E. 4.6) einen solchen Alternativstandort ausfindig zu machen und die Hundezucht dort weiterzuführen. Nach dem Dargelegten und angesichts dessen, dass den Beschwerdeführenden keine Gutgläubigkeit zuzusprechen ist (vgl. E. 3.4 hiervor), ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die privaten Interessen der Beschwerdeführenden insgesamt weniger stark gewichtet als die öffentlichen Interessen und die privaten Interessen der Nachbarschaft an der vollständigen Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. Die Zumutbarkeit der Massnahme ist somit zu bejahen.