Citation: 1B_313/2019 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz bejahte sowohl den dringenden Tatverdacht als auch den besonderen Haftgrund der Wiederholungsgefahr. Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht im Grundsatz nicht. Er bringt jedoch vor, es sei keine Wiederholungsgefahr gegeben und es stünden hinreichende Ersatzmassnahmen zur Verfügung. Mit Blick auf den Tatverdacht macht der Beschwerdeführer geltend, es sei vom Tatverdacht einer einfachen Körperverletzung und nicht eines Verbrechens auszugehen; aus rechtsmedizinischer Sicht würden sich aktuell keine objektiven Anhaltspunkte für das Vorliegen einer konkreten Lebensgefahr ergeben. Die Vorinstanz hielt gestützt auf die Ausführungen im rechtsmedizinischen Gutachten fest: Folge man den Aussagen von B.________, wonach es ihr während des Würgens "schwarz vor den Augen" und sie bewusstlos geworden sei, wäre eine konkrete Lebensgefahr durch den Angriff gegen den Hals zu bejahen. Alternativ müsse ein Schädel-Hirn-Trauma als Ursache für den zeitweiligen Bewusstseinsverlust diskutiert werden. In Anbetracht der Zeichen massiver stumpfer Gewalt gegen den Kopf sei es aus medizinischer Sicht ohne Weiteres denkbar, dass es infolge von Schlägen und/oder Tritten zu einer zeitweiligen traumatischen Hirnfunktionsstörung mit Bewusstlosigkeit gekommen sei. Nachdem B.________ durch einen Schlag auf die Nase unter Nasenbluten gelitten habe und ihr der Beschwerdeführer mutmasslich den Kopf mit kaltem Wasser abgeduscht habe, sei aus medizinischer Sicht vom Vorliegen einer konkreten Lebensgefahr auszugehen. Weiter ist dem Gutachten zu entnehmen, dass massive stumpfe Gewalt gegen den Kopf, zum Beispiel durch Faustschläge oder Fusstritte, insbesondere in der dokumentierten Vielfalt und Heftigkeit, grundsätzlich zu schweren bzw. tödlichen Schädel-Hirn-Verletzungen führen kann. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz auf den dringenden Verdacht der Herbeiführung einer konkreten Lebensgefahr durch den Beschwerdeführer schloss.