Citation: 1C_520/2020 E. 6.2

6.2. Die Beweiswürdigung der Vorinstanz und die Schlussfolgerung, wonach der Beschwerdeführer nicht habe glaubhaft machen können, dass ein erst nach der Einbürgerung eingetretenes ausserordentliches Ereignis zum Scheitern der Ehe geführt habe, hält einer Willkürprüfung stand. Der Beschwerdeführer wendet zwar ein, die Vorinstanz habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt bzw. die Beweise willkürlich gewürdigt, indem sie die von der früheren Ehefrau im Trennungsbegehren vom 30. April 2015 genannten Gründe für die Trennung als glaubhafter eingestuft habe, als der von ihm und seiner früheren Ehefrau übereinstimmend als Trennungsgrund genannte Krankheitsschub. Er bringt in diesem Zusammenhang wie schon vor der Vorinstanz vor, er habe nie gesagt, er wolle eine Familie mit Kindern oder eine Frau muslimischen Glaubens. Damit vermag er aber nicht darzutun, dass die Vorinstanz unhaltbare Schlüsse gezogen hätte. Die Annahme, wonach nicht in erster Linie die Verschlimmerung der Krankheit der Ehefrau im ersten Quartal 2015 zum raschen Scheitern der Ehe geführt habe, ist mit Blick auf die erhobenen Beweise nicht offensichtlich unhaltbar. Sofern es sich hierbei nicht ohnehin um unzulässige neue tatsächliche Vorbringen handelt (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG), ändert daran auch der vor Bundesgericht erhobene Einwand des Beschwerdeführers und die im bundesgerichtlichen Verfahren eingereichte Bestätigung der früheren Ehefrau nichts, wonach die Eheleute bis "zu seiner Rückkehr aus dem Urlaub am 27.03.2015" regelmässig Sex gehabt hätten. Soweit der Beschwerdeführer sodann einwendet, dem Trennungsbegehren seiner früheren Ehefrau könne nicht entnommen werden, dass die (angeblichen) Wünsche nach einer Familie mit Kindern und einer Ehefrau muslimischen Glaubens erst nach der Einbürgerung entstanden seien, ist dieser Einwand für den Ausgang des Verfahrens nicht massgebend. Selbst ein erst nach der Einbürgerung entstandener Wunsch nach einer Familie mit Kindern und einer Ehefrau muslimischen Glaubens wäre nicht geeignet, die tatsächliche Vermutung umzustossen, es habe schon bei der Einbürgerung keine stabile eheliche Gemeinschaft mehr bestanden.