Citation: 5A_222/2009 10.06.2009 E. 3

3.1 Im angefochtenen Urteil wird - zusammengefasst - erwogen, die Beistandschaften nach Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 Ziff. 2 ZGB liessen sich kombinieren, wodurch - bei entsprechender Umschreibung der Aufgaben des Beistandes - umfassende Personen- und Vermögenssorge auf Dauer ermöglicht werde. Die Kombination sei oft angezeigt bei der so genannten Altersbeistandschaft, oder überhaupt für psychisch behinderte Personen, die breite Betreuungs- und Vertretungsbedürfnisse hätten, diese jedoch wegen fehlender Urteilsfähigkeit nicht in Form eines eigenen Begehrens auszudrücken vermöchten (Ernst Langenegger, Basler Kommentar, 3. Aufl. 2006, N. 13 Zu Art. 392 ZGB). Die Kommission für Soziales der Stadt Y.________ stütze sich dabei im Wesentlichen auf das Schreiben der Spitex E.________ vom 16. Januar 2008, in welchem die Schwierigkeiten des Beschwerdeführers im täglichen Leben kurz aufgelistet seien. Aus dem Arztbericht von Dr. med. F.________ vom 27. August 2008 erhelle, dass es sich beim Beschwerdeführer um einen sehr eigenwilligen Patienten handle, mit zum Teil für sein Alter noch einigermassen gut erhaltener Hirnfunktion, jedoch mit vorhandenen Schwachstellen, insbesondere was das Gegenwärtige und das Rechnerische anbelange. Der Beschwerdeführer sehe die Verbesserungsmöglichkeiten für seinen Zustand durch einen Hörapparat und Medikamente nicht ein. Zudem könne er aufgrund seiner fixen Ideen sein Haus nicht verlassen. Auch sei er körperlich als hilfs- und pflegebedürftig zu beurteilen; insgesamt sei er als teilurteilsfähig zu qualifizieren. Die Vorinstanz fährt fort, dieser Arztbericht, das Schreiben der Spitex vom 16. Januar 2008 und der Situationsbericht von Frau D.________ vom 3. Februar 2009 belegten, dass der Beschwerdeführer hilfsbedürftig sei. Die Einschränkungen im kognitiven Bereich, die Abschottung von der Aussenwelt und der Gesellschaft und die Uneinsichtigkeit des Beschwerdeführers offenbarten die Notwendigkeit einer neutralen Hilfsperson. Der von der Kommission für Soziales der Stadt Y.________ ins Recht gelegte Situationsbericht vom 3. Februar 2009 und das Anhörungsprotokoll illustrierten zudem anschaulich, dass das Umfeld des Beschwerdeführers seine Interessen nicht genügend wahrnehme und seine finanzielle und steuerliche Situation einer neutralen Überprüfung und Überwachung bedürfe. Der Beschwerdeführer sei aufgrund des Gesagten nicht mehr in der Lage, seine dringenden persönlichen, finanziellen und administrativen Angelegenheiten selbst zu regeln bzw. dessen Umfeld sei nicht geeignet, die notwendige Hilfe zu erbringen. Die Voraussetzungen für die Anordnung einer kombinierten Beistandschaft gemäss Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 Ziff. 2 ZGB seien demnach erfüllt und der Entscheid der Kommission für Soziales der Stadt Y.________ sei zu bestätigen.