Citation: 2C_128/2018 E. 3.3.3

3.3.3. Nach der Rechtsprechung ist nicht ausgeschlossen, dass eine ursprünglich als Ausländerrechtsehe eingegangene Ehe nachträglich zu einer echten Ehe wird, aus der ein Ausländer ein Aufenthaltsrecht ableiten kann (vgl. BGE 121 II 1 E. 2d S. 4 f.; Urteil 2C_703/2007 vom 19. März 2008 E. 3.6). Diesfalls müssen die Ehepartner jedoch ihren Willen, nunmehr eine echte Gemeinschaft zu bilden, in überzeugender Weise belegen (Urteil 2C_152/2009 vom 20. Juli 2009 E. 3.2). Die Beschwerdeführer sind der Auffassung, dieser Nachweis sei ihnen gelungen. Die Vorinstanz habe nicht bestritten, dass sie über die Internetkommunikationskanäle Skype, Viber und WhatsApp täglich in Kontakt stünden und sämtliche dem Beschwerdeführer zur Verfügung stehende Ferienzeit miteinander im Kosovo verbringen würden. Die Vielzahl und die Beharrlichkeit der Bemühungen des Beschwerdeführers um Nachzug seiner Ehefrau, auch und gerade nachdem der Kindernachzug infolge der Volljährigkeit der Kinder gar nicht mehr möglich gewesen sei, zeigten das starke Interesse am ehelichen Zusammenleben in der Schweiz.