Citation: 4A_533/2019 E. 4.1.2

4.1.2. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdeführerin habe in ihrer Klage behauptet, sie habe - nachdem die Beschwerdegegnerin drei Kostenvorschüsse von insgesamt Fr. 140'000.-- bezahlt habe - am 18. Dezember 2013 die Schlussabrechnung im Betrag von Fr. 57'567.05 vorgelegt. Als Beweismittel verweise sie auf die besagte Rechnung, der bestimmte Werkteile (z.B. " Montage EG ") mit zugehörigen Frankenbeträgen entnommen werden könnten. Insgesamt schliesse die Rechnung mit einem Aufwand von Fr. 197'567.05, wovon die Vorauszahlungen von insgesamt Fr. 140'000.-- abgezogen würden. Nicht verzeichnet seien dagegen die für die entsprechenden Werkteile tatsächlich aufgewendeten Stunden oder das Material. Es lasse sich nicht nachvollziehen, wie die einzelnen Frankenbeträge kalkuliert worden seien. In der ersten Klageantwort habe die Beschwerdegegnerin bestritten, dass die Schlussabrechnung mit der getroffenen Vereinbarung übereinstimme und dass Regiearbeiten in Auftrag gegeben worden seien. Mit der Ergänzung der Klageantwort (der Beschwerdegegnerin wurde aufgrund von Krankheit antragsgemäss eine Zusatzfrist gewährt) sei die Kostenkalkulation von C.________ ins Recht gelegt worden. Dieser Berechnung würden sich Einheitspreise entnehmen lassen. Die Summenziehung werde mit "Total Baumeisterarbeiten zum Festpreis ohne MwSt" bezeichnet. Weiter habe die Beschwerdegegnerin eine wohl nach Abschluss der Arbeiten erstellte Kalkulation eingereicht. Diese entspreche bezüglich der Einheitspreise und Messgrössen der ersten Kalkulation, wiederum mit derselben Bezeichnung, wobei im Anschluss einzelne Korrekturen für Mehr- oder Minderaufwände sowie Mängel vorgenommen würden. Da die Beschwerdegegnerin die Forderung und die Beauftragung der Beschwerdeführerin mit Regiearbeiten bestritten habe, wäre es an der Beschwerdeführerin gewesen, ihre Forderung in der Replik näher zu substanziieren und namentlich auszuführen, inwiefern diese der Kalkulation entspreche und wo und weshalb im Einzelnen Abweichungen aufträten. Sie mache geltend, sie sei für das Bauwerk nach Aufwand zu entschädigen. In diesem Fall und angesichts der vorgelegten Kalkulation habe sie ihren Aufwand im Einzelnen substanziiert darzulegen, damit sich die Beschwerdegegnerin einerseits dazu äussern könne, welchen Aufwand sie anerkenne und das Gericht andererseits darüber Beweis abnehmen und beurteilen könne, ob der geltend gemachte Aufwand dem ausgeführten Werk angemessen sei. Die Beschwerdeführerin habe in der Replik ausgeführt, bei der Kalkulation handle es sich um eine Schätzung, welche nicht ihren effektiven Aufwand widerspiegle. Sie führe aber nicht aus, welcher Aufwand ihr tatsächlich entstanden sei. Weiter habe sie fünf Arbeitsrapporte (drei davon ohne nähere Bezeichnung der Arbeiten) ins Recht gelegt, in welchen jeweils Arbeits- und Maschinenstunden sowie Material nach Massen verzeichnet seien. Gemäss diesen Arbeitsrapporten sei ein Gesamtaufwand von Fr. 105'192.20 erbracht worden, wesentlich weniger, als was sie mit ihrer Schlussabrechnung geltend mache. Aufgrund dieser Behauptungslage lasse sich für das Gericht in keiner Weise nachvollziehen, welchen - den Betrag von Fr. 140'000.-- übersteigenden - Aufwand die Beschwerdeführerin erbracht haben will.