Citation: 8C_297/2024 E. 6.3.3

6.3.3. Obwohl sich die Suva - zumindest implizit - mit der strittigen Einstellung der vorübergehenden Versicherungsleistungen "ex nunc et pro futuro" (vgl. dazu Urteile 8C_22/2019 vom 24. September 2019 E. 3, nicht publ. in BGE 146 V 51; 8C_487/2017 vom 9. November 2017 E. 3.3.1 mit Verweis auf BGE 133 V 57 E. 6.8) per 12. Februar 2023 darauf beruft, spätestens sechs Wochen nach dem Unfall vom 8. Juni 2022 seien nur noch unfallfremde Gesundheitsschäden an der linken Schulter behandelt worden, ist der Vorzustand weder echtzeitlich dokumentiert noch durch Einholung eines Krankenkassenauszuges oder Beizug der Vorunfallakten zu den linksseitigen Schulterbehandlungen abgeklärt worden. Aus medizinischer Sicht sind jedoch sämtliche für oder gegen eine unfallbedingte Genese sprechenden Aspekte zu diskutieren und ein Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest überwiegend wahrscheinlich ist (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2; 138 V 218 E. 6; Urteil 8C_645/2022 vom 16. Februar 2023 E. 4.2 mit Hinweis).