Citation: I 622/00 20.11.2002 E. 2

Das kantonale Gericht hat einen Invaliditätsgrad von rund 35 % (0,5 x 36 % + 0,5 x 33,8 % = 34,9 %) ermittelt, was keinen Anspruch auf eine Invalidenrente gibt (Art. 28 Abs. 1 IVG). Dabei entspricht 0,5 (= 50 %/100 %) dem zeitlichen Umfang gemessen am Normalarbeitspensum von 41 Wochenstunden, in welchem die Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigung als Betriebsassistentin/Postbotin auf der Poststelle ihres Ehemannes arbeitete (vgl. BGE 125 V 149 Erw. 2b). 36 % beträgt die Einschränkung im erwerblichen Bereich und 33,8 % die Behinderung im Haushalt. Zur erwerbsbezogenen Invalidität (36 %) im Besonderen hat die Vorinstanz erwogen, aufgrund der medizinischen Unterlagen bestehe eine Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten Tätigkeiten (leichte körperliche Arbeiten mit wechselnder Stellung ohne längeres Stehen und ohne Tragen schwerer Gewichte) von 30 % bis 50 %. Zu diesen zumutbaren Tätigkeiten zähle auch die angestammte, seit 1. September 1997 reduziert während 2,2 Stunden täglich an sechs Tagen in der Woche ausgeübte Tätigkeit als Betriebsassistentin/Postbotin. Dabei sei die Versicherte als Posthaltergattin optimal eingegliedert. Es rechtfertige sich daher trotz der ungenauen ärztlichen Angaben zum zumutbaren Umfang dieser Arbeit die erwerbliche Invalidität auf der Grundlage der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit mit und ohne gesundheitliche Beeinträchtigung zu bestimmen. Bei einer wöchentlichen Normalarbeitszeit von 41 Stunden sowie einem 50 %-Pensum im Gesundheitsfall ergebe sich ein Invaliditätsgrad im erwerblichen Bereich von 36 % ([20,5 Stunden - 13,2 Stunden]/20,5 Stunden x 100 % = 35,6 %). Die Behinderung im Haushalt gemäss angefochtenem Entscheid setzt sich aus folgenden mit den entsprechenden Gewichten versehenen Teilinvaliditäten zusammen: 0,05 x 0 % (Haushaltführung), 0,37 x 15 % (Ernährung), 0,2 x 80 % (Wohnungspflege), 0,1 x 50 % (Einkauf), 0,2 x 40 % (Wäsche und Kleiderpflege), 0,08 x 25 % (Verschiedenes). Dies ergibt aufsummiert 36,55 % und nicht die von der Vorinstanz für die Berechnung der Gesamtinvalidität in Anschlag gebrachten 33,8 %.