Citation: 9C_32/2022 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer verlangt einzig, die Kosten für das Wohnheim von Fr. 3'316.- (Januar 2020) und Fr. 3'191.- (Februar 2020) bei der jährlichen EL als anerkannte Ausgaben im Sinne von Art. 10 Abs. 2 ELG zu berücksichtigen. Er macht im Wesentlichen geltend, nachdem er über 21 Jahre im Wohnheim gelebt habe, sei er - aus gesundheitlichen Gründen - zunächst für einen nur vorübergehenden Aufenthalt in das Pflegeheim eingetreten. Erst anlässlich des "Standortgesprächs" vom 11. Februar 2020 sei klar geworden, dass er dauernd im Pflegeheim bleiben würde, weshalb ihm erst danach zumutbar gewesen sei, den Vertrag betreffend das Wohnheim zu kündigen. Er sei dabei aber an die vertragliche Kündigungsfrist von vier Wochen gebunden gewesen, auch wenn die Wohnkosten (unter Berücksichtigung der Abwesenheit seit dem Spitaleintritt) lediglich bis Ende Februar 2020 in Rechnung gestellt worden seien. Insoweit sei ein unvermeidbarer "doppelter Wohnbedarf" angefallen und seine Ausgangslage dieselbe wie in der Konstellation gemäss Rz. 3390.01 und 3390.02 der Wegleitung des BSV über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL; Stand: 1. Januar 2020, Version 14), wonach Wohnkosten für die eigene Wohnung (in limitiertem Umfang) zusätzlich zur Tagestaxe für das Heim berücksichtigt werden. Diese Verwaltungspraxis müsse (analog) auch auf seine Situation angewendet werden. Andernfalls würden Art. 112a BV, Art. 2 Abs. 1 und Art. 10 Abs. 2 lit. a ELG verletzt, indem der darin verankerte Zweck der EL - die Deckung des Existenzbedarfs resp. die Vermeidung einer Sozialhilfe-Abhängigkeit - missachtet werde.