Citation: 1C_473/2020 E. 7.3

7.3. Die Beschwerdeführerin macht unter Hinweis auf den von ihr in Auftrag gegebenen Fachbericht vom 23. Mai 2019 zur Einschätzung des Gefährdungspotentials des Projekts der Beschwerdegegnerin geltend, die geplanten Sondierbohrungen würden die bestehenden, auf ihren Grundstücken liegenden Fassungsbrunnen gefährden. Das GschG und die GschV regeln detailliert, welche Tätigkeiten mit Blick auf den Schutz des Grundwassers zulässig sind und welche Schutzmassnahmen gegebenenfalls getroffen werden müssen (vgl. E. 6.1 hiervor). Weshalb sich aus den allgemein formulierten Art. 28 Abs. 2 BauG/VS und Art. 44 Abs. 2 BZR Termen weitergehende Einschränkungen für die von der Beschwerdegegnerin geplanten Sondierbohrungen ergeben sollten, wird von der Beschwerdeführerin nicht dargelegt und ist nicht ersichtlich. Der Schluss der Vorinstanz, von den geplanten Sondierbohrungen gehe keine Gefahr für die Gesundheit von Personen bzw. für das Eigentum Dritter aus, wenn die in der Bohrbewilligung angeordneten Massnahmen (gemäss GschG und GschV) eingehalten würden, ist nach dem bereits Ausgeführten (vgl. E. 6.2 hiervor) nachvollziehbar und im Ergebnis jedenfalls nicht offensichtlich unhaltbar. Die Hinweise der Beschwerdeführerin auf den von ihr in Auftrag gegebenen Fachbericht vom 23. Mai 2019, in welchem verschiedene Probleme aufgeführt werden, die Sondierbohrungen mit sich bringen können, ändert daran nichts. Nicht zu hören ist die Beschwerdeführerin, soweit sie über den Gegenstand des vorliegenden Verfahrens hinaus auf angebliche Gefahren hinweist, welche die erst später geplante Fassung des Grundwassers bzw. die Errichtung von neuen Fassungsbrunnen mit sich bringen könnten (vgl. E. 4.3 und 6.2 hiervor). Soweit die Beschwerdeführerin eine willkürliche Anwendung von Art. 28 Abs. 2 BauG/VS und Art. 44 Abs. 2 BZR Termen überhaupt in genügender Weise rügt, dringt sie auch damit nicht durch.