Citation: 8C_602/2021 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz mass dem asim-Gutachten vom 7. Dezember 2020 volle Beweiskraft zu. Danach bestehe beim Beschwerdeführer aufgrund der gastrointestinalen Residualbeschwerden und vor allem des Erfordernisses einer ständig verfügbaren Toilette keine Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf als Maurer. Geeignet sei aber eine körperlich leichte, vorwiegend sitzende, intellektuell einfache Tätigkeit mit der Möglichkeit, jederzeit und rasch eine Toilette aufzusuchen sowie aufgrund der Durchfälle und gelegentlichen Bauchkrämpfe Arbeitspausen einzulegen. Der Beschwerdeführer sollte zudem wenig resp. wenig wechselnde Kontakte mit Menschen haben, da er immunsupprimiert sei und Angst vor Ansteckungen sowie Schwierigkeiten in der Selbstbehauptung habe. In einer solchen leidensangepassten Tätigkeit bestehe aus gesamtmedizinischer, insbesondere gastroenterologisch begründeter Sicht eine 20 %ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wegen des vermehrten Pausenbedarfs. Diese Einschätzung gelte seit Anfang 2020. Ausgehend von diesem Zumutbarkeitsprofil ermittelte die Vorinstanz das Invalideneinkommen, wobei sie die Tabellenlöhne gemäss Schweizerischer Lohnstrukturerhebung 2018 des Bundesamtes für Statistik heranzog. Sie stützte sich konkret auf den Medianlohn der Tabelle TA1_tirage_skill_level (Kompetenzniveau 1, Total, Männer) und passte diesen an die betriebsübliche Arbeitszeit sowie die Nominallohnentwicklung an. Sodann bestätigte sie den von der IV-Stelle gewährten Abzug vom Tabellenlohn in der Höhe von 10 % und damit auch das von dieser ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 49'210.-, was in Gegenüberstellung mit dem unbestritten gebliebenen Valideneinkommen von Fr. 75'485.- einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 35 % ergab.