Citation: 6B_147/2022 E. 2.2.1

2.2.1. Die Anklageschrift hat die der beschuldigten Person zur Last gelegten Delikte in ihrem Sachverhalt so präzise zu umschreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und subjektiver Hinsicht genügend konkretisiert sind (Anklagegrundsatz; Art. 9 Abs. 1 und Art. 325 StPO; vgl. auch Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV, Art. 6 Ziff. 1 und 3 lit. a und b EMRK). Dadurch wird der Gegenstand des Gerichtsverfahrens bestimmt und zugleich der Schutz der Verteidigungsrechte der beschuldigten Person und ihr Anspruch auf rechtliches Gehör gewährleistet (vgl. BGE 144 I 234 E. 5.6.1; 143 IV 63 E. 2.2; 141 IV 132 E. 3.4.1; je mit Hinweisen).