Citation: 8C_385/2020 E. 6.3.2

6.3.2. Hinsichtlich der konkreten Situation ergibt sich Folgendes: Nach dem Gesagten besteht eine Vorleistungspflicht der Arbeitslosenkasse in der Höhe der Differenz zwischen dem an die Gemeinde Maur und die Versicherte bezahlten vollen Arbeitslosentaggeld im Betrag von insgesamt Fr. 24'195.45 (Fr. 19'829.75 an die Gemeinde und Fr. 4365.70 an die Versicherte) und dem davon in Abzug zu bringenden Krankentaggeldanspruch der Versicherten im Zeitraum vom 1. September 2016 bis 5. Mai 2017 von Fr.18'710.25 (247 Tage mit einem Taggeldansatz von Fr. 75.75), was Fr. 5485.20 ergibt. Hinzu kommt jedoch, dass sich die Versicherte während des gesamten hier interessierenden Zeitraums für 20 % dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellte und in diesem zeitlichen Umfang einen Zwischenverdienst bei der B.________ GmbH in der Höhe von monatlich Fr. 1040.- brutto erzielte, den die Arbeitslosenkasse zu Recht in ihre Berechnung miteinbezog. Hieraus erhellt, dass auch unter dem Aspekt der Vorleistungspflicht der Arbeitslosenversicherung gegenüber der Invalidenversicherung vorliegend kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung im hier interessierenden Zeitraum bestand. Dies weil durch den erzielten Zwischenverdienst von monatlich Fr. 1040.- der Restbetrag von Fr. 5485.20 konsumiert wurde.