Citation: 5A_391/2018 E. 2.1

2.1. Vor Bundesgericht ist nur noch der Anspruch der Beschwerdegegnerin auf eine güterrechtliche Ausgleichszahlung strittig. Der grösste Teil der Forderung geht auf eine Angelegenheit im Zusammenhang mit der C.________ GmbH zurück, deren Inhaber die Parteien waren. Aus dem angefochtenen Entscheid geht hervor, dass die Parteien die C.________ GmbH im Jahr 2007 gegründet haben. Der Beschwerdeführer war Gesellschafter und Geschäftsführer mit einer Stammeinlage von Fr. 1'000.--, die Beschwerdegegnerin war Gesellschafterin ohne Zeichnungsberechtigung mit einer Stammeinlage von Fr. 19'000.--, bei einem Stammkapital von insgesamt Fr. 20'000.--. Im September 2007 erfolgte der Kauf der ehemaligen Familienwohnung über die GmbH. Im Jahr 2011 verkaufte der Beschwerdeführer ohne Mitwirkung der Beschwerdegegnerin die der GmbH gehörende Wohnung an Dritte. Zu dieser Zeit waren die Parteien bereits getrennt (Eheschutzurteil ergangen am 7. April 2010) und am 18. April 2012 leitete die Beschwerdegegnerin das Scheidungsverfahren ein. Vom Erlös des Wohnungsverkaufs erhielt die Beschwerdegegnerin nichts. Am 11. Oktober 2012 wurde über die C.________ GmbH der Konkurs eröffnet und die GmbH wurde am 10. Januar 2014 gelöscht. Das erstinstanzliche Scheidungsurteil erging erst am 17. Oktober 2016. Die Vorinstanz erwog sodann, es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer - noch vor Eröffnung des Konkurses - mindestens Fr. 100'000.-- des Verkaufserlöses für eigene Zwecke verwendet habe, wie dies die Beschwerdegegnerin vorbringe. Letztere mache geltend, sie wäre zu 19/20 am Liquidationsergebnis der GmbH beteiligt gewesen, das resultiert hätte, wenn der Beschwerdeführer das Geld aus dem Wohnungsverkauf nicht entwendet hätte. Angesichts der Beteiligungsverhältnisse hätte sie im Umfang von mindestens Fr. 95'000.-- vom verschwundenen Erlös profitiert. Die Vorinstanz befand in Übernahme dieser Argumentation, in der güterrechtlichen Auseinandersetzung sei zugunsten der Beschwerdegegnerin eine Forderung gegen den Beschwerdeführer in der Höhe des ihr vorenthaltenen Erlöses zu berücksichtigen. Die Vorinstanz sprach dabei zu guter Letzt nicht mehr von einer Beteiligung am Erlös des Wohnungsverkaufs, sondern von einer "Beteiligung am Liquidationserlös der C.________ GmbH in der Höhe von Fr. 95'000.--". Da die Vorinstanz nur von einer Ersatzforderung der Errungenschaft ausging, korrigierte sie insofern den Entscheid der ersten Instanz, welche ebenfalls von einem Ausgleichsanspruch der Beschwerdegegnerin ausgegangen war, ihr aber den Betrag von Fr. 95'000.-- als Eigengutforderung angerechnet hatte. Die Vorinstanz befand, die Beschwerdegegnerin habe kein Eigengut dargetan, weshalb Errungenschaft anzunehmen sei.