Citation: 5P.9/2005 22.02.2005 E. B

Am 24. März 2003 liess B.________ durch ihren Anwalt bei der Vormundschaftsbehörde Y.________ die Begehren stellen, (1.) der Beschluss der Vormundschaftsbehörde vom 3. Dezember 2001 sei aufzuheben und die elterliche Obhut an sie zurückzuübertragen, (2.) die Beistandschaft über C.________ sei aufzuheben und (3.) es sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung zu gewähren. Nach Anhörung von A.________ stellte die Vormundschaftsbehörde Y.________ das Verfahren betreffend die Rückübertragung der elterlichen Obhut und betreffend die Aufhebung der Beistandschaft bis auf weiteres ein und verfügte zur Wiederherstellung der Mutter/Kind Beziehung über die Pro Juventute ein begleitetes Besuchsrecht. Weiter verfügte sie, dass die Details in einem Vertrag zu regeln und dass nach Ablauf eines Jahres die Beistandschaft zu überprüfen sei. Gegen diesen Beschluss der Vormundschaftsbehörde Y.________ erhob A.________ Beschwerde an das Bezirksamt Baden als vormundschaftliche Aufsichtsbehörde. Sie verlangte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, die eventuelle Rückweisung an die Vorinstanz und die vollständige Abweisung der Begehren vom 24. März 2003 sowie die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung. B.________ beantragte Abweisung der Beschwerde. Mit Entscheid vom 30. August 2004 wies das Bezirksamt Baden die Beschwerde ab, hob allerdings die erstinstanzliche Verfügung insoweit auf, als diese für die Regelung der Details des begleiteten Besuchsrechts einen Vertrag vorsah. Das Bezirksamt verfügte diesbezüglich was folgt : "1. a) Der Kindsmutter, B.________, steht für ein halbes Jahr das Recht zu, C.________, geb. 13. Februar 1997, jeweils jeden dritten Sonntag im Monat zwischen 14.00 Uhr und 17.00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen. b) Danach wird der Besuchskontakt des Kindes zur Kindsmutter auf einen ganzen Tag, jeweils jeden dritten Samstag im Monat von 09.00 Uhr morgens bis 17.00 Uhr abends ausgedehnt. c) Nach Ablauf eines Jahres wird geprüft, ob das Besuchsrecht auf ein Wochenende je Monat und ein Ferienrecht für 14 Tage Ferien pro Jahr ausgedehnt werden kann." C. Schliesslich regelte das Bezirksamt Baden die Kostenfolgen, indem es beiden Parteien die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung gewährte.