Citation: 4A_246/2019 E. 3.5

3.5. Diese Grundsätze verkennt die Beschwerdeführerin, wenn sie vor Bundesgericht unter Hinweis auf zahlreiche neu eingereichte Unterlagen verschiedenste Behauptungen zu Herrn L.________ - einem an den Beschwerdegegnerinnen wirtschaftlich Berechtigten - aufstellt und daraus ableitet, er sei durch betrügerische Machenschaften und Korruption zu seinem Vermögen gekommen. Von notorischen Tatsachen, die vom Bundesgericht zu berücksichtigen wären, obwohl sie im angefochtenen Entscheid nicht festgestellt wurden, kann entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht keine Rede sein (vgl. zu den vom Novenverbot nach Art. 99 Abs. 1 BGG nicht erfassten allgemein bekannten und gerichtsnotorischen Tatsachen etwa Urteile 9C_748/2014 vom 14. April 2015 E. 2.1; 4A_560/2012 vom 1. März 2013 E. 2.2). Zudem lässt sich weder aus dem in der Beschwerde ins Feld geführten Umstand, dass die Beschwerdegegnerinnen im Schiedsverfahren darauf verzichteten, entsprechende Tatsachen vorzutragen, noch mit dem blossen Hinweis auf abweichende Verfahrensregeln einer ausländischen Rechtsordnung etwas zugunsten der Beschwerdeführerin ableiten. Es wäre im Gegenteil an der Beschwerdeführerin gewesen, diese Tatsachen rechtzeitig im Schiedsverfahren geltend zu machen. Darauf hatte sie jedoch bewusst verzichtet. Mit dem erst vor Bundesgericht erhobenen Einwand, die fraglichen Investitionen seien unter betrügerischen Umständen zustande gekommen, ist sie nicht zu hören, weshalb die darauf gestützte Rüge der Verletzung des Ordre public nach Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG von vornherein ins Leere stösst.