Citation: 8C_91/2024 E. 5.1

5.1. Zu den Neuerungen im Bereich der Invalidenversicherung per 1. Januar 2022 hat sich das Bundesgericht in dem zur Publikation vorgesehenen Urteil 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 eingehend geäussert (E. 9). Nach Auslegung der Bestimmungen von Art. 28a Abs. 1 (Satz 2) IVG und Art. 26bis Abs. 3IVV erwog es insbesondere auch unter Berücksichtigung der Gesetzesmaterialien, es könne grundsätzlich kein Zweifel daran bestehen, dass mit den Änderungen im Wesentlichen die bisherige Rechtsprechung des Bundesgerichts rezipiert werden sollte (E. 9.4.2). Es hob das mit der Invaliditätsbemessung verfolgte und in der Rechtsprechung zu Art. 16 ATSG abgebildete, auch nach der jüngsten Revision des IVG weiterhin geltende Bemühen um ein möglichst konkretes, fallbezogenes Ergebnis hervor. Die vom formellen Gesetzgeber bekräftigte und der bisherigen Rechtsprechung zugrunde liegende Notwendigkeit von Korrekturfaktoren stehe allseits ausser Frage (E. 10.2). Es sei mangels verfügbarer Alternative in Form berichtigter Tabellenlöhne auch weiterhin auf die bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze zurückzugreifen (E. 10.6).