Citation: 6B_1384/2021 E. 1.4.1

1.4.1. Die Beschwerdeführerin ist eine im Zeitpunkt der vorinstanzlichen Urteilsfällung 35-jährige, seit 12½ Jahren in der Schweiz lebende deutsche Staatsangehörige, die eine Katalogtat gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. e StGB begangen hat, was grundsätzlich eine obligatorische Landesverweisung nach sich zieht. Die Beschwerdeführerin moniert zu Recht nicht und die Vorinstanz hält richtig fest, dass aus der langen Anwesenheitsdauer allein noch keine Härtefallsituation folgt, sondern das Vorliegen einer solchen in Beachtung der konkreten Gesamtumstände zu prüfen ist (vgl. E. 1.3.2.1 oben). Die Vorinstanz verneint unter Würdigung der Angaben der Beschwerdeführerin, ohne in Willkür zu verfallen oder sonstwie gegen Recht zu verstossen, eine eigentliche Verwurzelung sowie besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende berufliche oder gesellschaftliche Beziehungen in der Schweiz. Dass solche Beziehungen vorhanden wären, macht die Beschwerdeführerin selbst vor Bundesgericht nicht konkret geltend, sondern sie bringt einzig vor, sie habe einen grossen Freundeskreis und sie komme zusätzlich zu ihren privaten Kontakten auch im Zusammenhang mit ihren schulpflichtigen sowie Vereine besuchenden Kindern rege in Kontakt mit Personen in der Schweiz. Zu welchen Personen in welcher Weise eine besonders intensive Beziehung bestehen würde, vermochte die Beschwerdeführerin vor der Vorinstanz indes nicht anzugeben und ergibt sich genauso wenig aus ihrer Beschwerde. Die Beschwerdeführerin wendet ebenfalls nicht ein, die Vorinstanz habe von ihr dargelegte entsprechende Bindungen zu Unrecht ausser Acht gelassen. Bei diesen Umständen ist unter Willkürgesichtspunkten nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz von keinen entsprechenden Beziehungen ausgeht, und kann die Beschwerdeführerin mit ihrer oberflächlichen, über appellatorische Vorbringen nicht hinausgehenden Kritik der Vorinstanz auch nicht vorwerfen, von sich aus keine weiteren Beweise abgenommen zu haben. Auf welche andere Art - als mittels der vorgenommenen Befragung der Beschwerdeführerin - das Bestehen von besonders intensiven Beziehungen hätte tauglich festgestellt werden können bzw. welcher zusätzlicher Beweise es bedurft hätte, ist weder dargetan noch ersichtlich.