Citation: 8C_819/2019 E. 6.3.3

6.3.3. Was die Beschwerdeführerin gegen die erste Aktenbeurteilung vorbringt, ändert nichts am angefochtenen Entscheid, wonach die Vorinstanz den Entlastungsbeweis im Sinne von E. 8.6 des Urteils 8C_22/2019 vom 24. September 2019 (zur Publikation vorgesehen) nach nicht zu beanstandender Beweiswürdigung als erbracht anerkannt hat. Insbesondere ist die Versicherte nicht in der Lage, sich auf abweichende, zu ihren Gunsten sprechende medizinische Einschätzungen zu berufen, welche auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der zweiten fachärztlichen Aktenbeurteilung hervorzurufen vermöchten (BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229; 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.; 125 V 351 E. 3b/ee S. 353 f.; 122 V 157 E. 1d S. 162). Das kantonale Gericht hat unter anderem in Bezug auf den Bericht des Schulterchirurgen Dr. med. F.________ vom 12. Dezember 2018 bei der Beweiswürdigung praxisgemäss der Erfahrungstatsache Rechnung getragen, wonach behandelnde Ärztinnen und Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung mitunter in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470 mit Hinweisen). Schliesslich ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz bei gegebener Aktenlage in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 II 427 E. 3.1.3 S. 435 mit Hinweis) auf weitere Abklärungen verzichtet hat.