Citation: 2C_885/2022 E. 5.1

5.1. Die Beschwerdeführerin äussert sich ausführlich zum Sachverhalt, wobei ihre Ausführungen mehrheitlich nicht die Feststellung, sondern die rechtliche Würdigung des Sachverhalts durch die Vorinstanz betreffen. So ist die Frage, wo sich der Lebensmittelpunkt einer Person befindet, eine Rechtsfrage, die durch eine rechtliche Würdigung der festgestellten (Indiz-) Tatsachen zu entscheiden ist (vgl. Urteil 2C_73/2018 vom 3. Juni 2019 E. 4.1). Damit bezieht sich namentlich das mehrfach vorgebrachte Argument, dass sich die Verhältnisse mit dem Bezug des gemeinsamen Einfamilienhauses in Q.________ /TG nicht geändert und die Eheleute nach wie vor getrennte Wohnsitze hätten, auf die rechtliche Würdigung des Sachverhalts. Denn die Beschwerdeführerin bestreitet (in tatsächlicher Hinsicht) nicht, dass ihr Ehemann seit seinem Einzug aus T.________ /VS hauptsächlich in diesem Haus wohnt und dass sie selbst seither fünf Mal pro Woche in diesem Haus übernachtet. Sie bestreitet lediglich, dass sich dadurch (in rechtlicher Hinsicht) ihr Lebensmittelpunkt verschoben habe, bzw. macht geltend, sie sei nach wie vor nur Wochenaufenthalterin im Kanton Thurgau, was ebenfalls eine Rechtsfrage ist.