Citation: 4A_391/2024 E. 3.2.2

3.2.2. Die Erstinstanz habe erwogen, dass die Beschwerdegegnerin ihre Klage verglichen mit der Klagebewilligung dahingehend geändert habe, dass nicht mehr beide Parteien, sondern nur noch die Beschwerdeführerin eingeklagt werde. Bereits die Klagebewilligung führe jedoch einzig die Beschwerdeführerin als beklagte Partei auf. Die Beschwerdegegnerin habe aber in ihrer Klage - verglichen mit der Klagebewilligung - ihre Rechtsbegehren geändert. Während die Klagebewilligung als beklagte Partei nur die Beschwerdeführerin aufführe, verlange sie gemäss Rechtsbegehren nach wie vor, dass "[d]ie Beklagten" unter solidarischer Haftbarkeit zu verpflichten seien. Die Frage nach den Gründen für diese Diskrepanz zwischen aufgeführter beklagter Partei und Rechtsbegehren könne offengelassen werden. Die Beschwerdeführerin moniere nämlich keine Klageänderung zwischen Klagebewilligung und Klageeinreichung, sondern eine Klageänderung im Schlichtungsverfahren, die als neues Schlichtungsgesuch gewertet werden müsse. Der Umstand, dass das Rechtsbegehren in der Klagebewilligung nicht an die neuen Begebenheiten - nämlich eine Klage nur noch gegen die Beschwerdeführerin als beklagte Partei - angepasst worden sei, dürfte ein Versehen gewesen sein und die Änderung der Rechtsbegehren in der Klage eine Berichtigung. Es scheine unbestritten zu sein, dass bereits im Schlichtungsverfahren neu einzig die Beschwerdeführerin habe eingeklagt werden sollen. Die Beschwerdeführerin selbst sei im erstinstanzlichen Verfahren ebenfalls davon ausgegangen, dass die Beschwerdegegnerin an der Schlichtungsverhandlung von einer Klage gegen die englische C.________ Limited abgesehen habe. Diese Auffassung habe die Beschwerdeführerin in ihrer Berufung wiederholt.