Citation: 4A_289/2021 E. 6.2

6.2. Die Vorinstanz stellte im angefochtenen Entscheid fest, dass sich die Beschwerdeführer auf die "Wichtigkeit der Schlichtungsverhandlung und die gravierenden Rechtsfolgen der Säumnis berufen". Die Vorinstanz berücksichtigte damit diese Punkte in ihrem Entscheid über das Wiedererwägungsgesuch. Sie kam aber entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer zum Schluss, dass sich die Sorgfaltspflicht der Beschwerdeführer gerade nach der Wichtigkeit der vorzunehmenden Handlung bemesse (angefochtener Entscheid E. 4.5 S. 6). Ebenso ging die Vorinstanz bei der Prüfung des Wiederherstellungsgesuchs auf den überspitzten Formalismus und die Verhältnismässigkeit ein. Anders als die Beschwerdeführer gelangte sie jedoch zum Ergebnis, dass dem Verbot des überspitzten Formalismus und dem Verhältnismässigkeitsgebot hinreichend Rechnung getragen wurde (angefochtener Entscheid E. 4.4 S. 5 f.). Die Vorinstanz genügte damit den Anforderungen, welche sich aus der Begründungspflicht ergeben (dazu: BGE 143 III 65 E. 5.2 mit Hinweisen). Im Übrigen rügen die Beschwerdeführer mit ihren Vorbringen unter dem Deckmantel des überspitzten Formalismus nach Art. 29 Abs. 1 BV eine falsche Anwendung von Art. 148 Abs. 1 ZPO (dazu Urteil 4A_127/2021 vom 19. Mai 2021 E. 7.3). Es ist weder ersichtlich, noch hinreichend dargetan (Erwägung 2.1), inwiefern die Vorinstanz bei der Prüfung des Wiedererwägungsgesuchs eine formelle Vorschrift mit übertriebener Strenge gehandhabt hätte. Vielmehr sind die gesetzlichen Voraussetzungen der Wiederherstellung nach Art. 148 Abs. 1 ZPO streng, indem nämlich die gesuchstellende Partei glaubhaft zu machen hat, dass sie kein oder nur ein leichtes Verschulden trifft (Erwägung 4). Insofern liegt kein Anwendungsfall von Art. 29 Abs. 1 BV vor, auch wenn der Entscheid den Beschwerdeführern als streng erscheinen mag.