Citation: 2C_580/2024 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz ist auf die bei ihr eingereichte Berufung des Beschwerdeführers nicht eingetreten, weil diese die Anforderungen an eine genügende Begründung gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO (SR 272) nicht erfüllt habe. So habe das Bezirksgericht in seinem bei der Vorinstanz angefochtenen Entscheid erwogen, dass der Beschwerdeführer keine substanziierten Behauptungen aufgestellt habe, inwiefern die Anspruchsgrundlagen für eine Ersatzpflicht des Gemeinwesens gemäss den anwendbaren § 4 ff. des Haftungsgesetzes (des Kantons Luzern) vom 13. September 1988 (HG/LU; SRL Nr. 23) gegeben sein sollen. Im Berufungsverfahren vor der Vorinstanz habe der Beschwerdeführer nicht dargelegt, aus welchen Gründen die Erwägungen des Bezirksgerichts unrichtig oder rechtswidrig seien bzw. inwiefern die Sachverhaltsdarstellung falsch sei. Sodann hat die Vorinstanz in einer alternativen materiellen Begründung erwogen, dass selbst wenn auf die Berufung einzutreten wäre, diese abzuweisen wäre. In diesem Zusammenhang hat das Kantonsgericht zunächst festgehalten, dass es in Bezug auf den hier zur Diskussion stehenden Zeitraum vom 8. Juli 2020 bis 8. September 2020 weder um eine "Beschlagnahme", noch um einen "Entzug" oder eine "Entziehung" des indischen Führerausweises des Beschwerdeführers gehe. Vielmehr habe er am 3. Juli 2020 freiwillig beim Strassenverkehrsamt ein Gesuch um Umtausch seines ausländischen Führerausweises gestellt, woraufhin das Strassenverkehrsamt das "Umtausch"-Verfahren gemäss Art. 42 Abs. 3bis lit. a und Art. 44 der Verordnung vom 27. Oktober 1976 über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr (Verkehrszulassungsverordnung, VZV; SR 741.51) eingeleitet habe. Der Beschwerdeführer habe seinen indischen Führerausweis einreichen müssen, um den schweizerischen zu erhalten. Dieses Vorgehen stelle kein widerrechtliches Verhalten des Strassenverkehrsamtes dar. Weiter hat das Kantonsgericht ausgeführt, dass es dem Beschwerdeführer unter Vorlage eines Schreibens des Strassenverkehrsamts vom 20. Juli 2020 möglich gewesen sei, ohne den physischen Führerschein bis zum Ablauf des Kontrollfahrt-Termins (am 7. September 2020) ein Auto zu lenken. Schon aus diesem Grund sei ihm weder ein materieller noch ein immaterieller Schaden entstanden. Die für die eingeklagte Genugtuung im Sinne von § 4 HG/LU i.V.m. Art. 49 OR (SR 220) erforderliche Verletzung eines Persönlichkeitsrechts oder eine dadurch angeblich erlittene immaterielle Unbill habe er nicht aufzeigen und nachweisen können. Die Konsequenzen des Nichtbestehens der Kontrollfahrt am 7. September 2020 und die weiteren Ereignisse im Zusammenhang mit seinem Führerausweis seinen nicht Gegenstand des Verfahrens.