Citation: 4A_222/2019 E. B

Mit Urteil vom 5. Dezember 2018 wies das Bezirksgericht Horgen die Klage ab. Auf die gegen diesen Entscheid gerichtete Berufung trat das Obergericht des Kantons Zürich mit Beschluss vom 8. April 2019 nicht ein. Dabei erwog es im Wesentlichen, die Berufung sei ein reformatorisches und vollständiges Rechtsmittel, weshalb sich die Berufungsklägerin nicht darauf beschränken dürfe, die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur neuen Entscheidung zu beantragen. Zur Rüge der Verletzung des Anspruches auf rechtliches Gehör der Klägerin durch das Bezirksgericht erwog das Obergericht, trotz der formellen Natur dieses Anspruches könne eine Gehörsverletzung ausnahmsweise im Rechtsmittelverfahren geheilt werden. Da die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt seien, käme eine Heilung im Berufungsverfahren grundsätzlich in Frage. Wegen des unzulässigen Berufungsantrages rein prozessualer Natur der Klägerin könne jedoch auf die Berufung nicht eingetreten werden.