Citation: 6B_405/2020 E. 1.5.1

1.5.1. Der Beschwerdeführer rügt weiter, dem Gutachter sei nicht der massgebende Sachverhalt zur Prüfung vorgelegt worden. Das von ihm von Anfang an geltend gemachte Ausweichmanöver sei dem Gutachter nicht zur Beurteilung unterbreitet worden. Er habe immer ausgeführt, er sei ins Schleudern geraten, weil er auf der Auffahrt fahrend von einem bereits auf der Autobahn schnell fahrenden schwarzen Auto mit einem Spoiler nach rechts abgedrängt worden sei. Dadurch sei er erschrocken und habe ruckartig nach rechts und danach wieder nach links gelenkt, weshalb sein Fahrzeug ins Schleudern geraten sei. Die Aussagen der Auskunftspersonen und Zeugen würden ausnahmslos seine Aussagen bestätigen. Ohne in Willkür zu verfallen könne nicht davon ausgegangen werden, dass bei der Sachdarstellung des Beschwerdeführers keine Spuren von durchdrehenden Rädern hätten sichergestellt werden können. Er habe Vollgas geben müssen, um nach dem Ausweichmanöver nicht mit der Leitplanke auf der rechten Seite zu kollidieren. Willkürlich seien auch die Ausführungen der Vorinstanz in Bezug auf das Verhalten des Fahrers des schwarzen Autos mit Spoiler. Ob der Beschwerdeführer einmal ausgesagt habe, das schwarze Auto sei auf der Überholspur oder ein anderes Mal es sei auf der Normalspur gefahren, sei unerheblich, da aus seiner Sicht die Normalspur der Autobahn auch eine Überholspur sei. Der Beschwerdeführer habe entgegen der aktenwidrigen und willkürlichen Beurteilung durch die Vorinstanz im gesamten Verfahren weder das Gutachten noch die Spuren oder die Interpretation mit den durchdrehenden Rädern in Frage gestellt. Er habe immer darauf hingewiesen, dass der Sachverhaltsablauf vor dem Beginn der Reifenspur auf dem Pannenstreifen nicht geklärt worden sei. Er habe höchstens möglicherweise nicht von Anfang an explizit gesagt, dass er beim Ausweichmanöver so stark habe Gas geben müssen, dass sich die Räder durchgedreht hätten. Da sich der Gutachter mit dem Ausweichmanöver gar nicht auseinandergesetzt habe, könne die Sachdarstellung des Beschwerdeführers nicht ohne in Willkür zu verfallen widerlegt werden. Der Gutachter habe festgehalten, dass über die Geschwindigkeit des schwarzen Autos mit Heckspoiler und über dessen Fahrweise nichts habe gesagt werden können, da diesbezüglich konkrete Angaben fehlten. Die Vorinstanzen hätten es unterlassen, die entsprechenden konkreten Angaben zwecks entsprechender Beweiserhebung zu liefern. Sodann gehe die Vorinstanz ohne Abstützung auf das Gutachten und somit willkürlich davon aus, gemäss M6-Betriebsanleitung seien der DSC nach jedem Motorstart in Bereitschaft und der Modus MDM nach jedem Motorstart abgeschaltet. Der Beschwerdeführer habe stets ausgeführt, er hätte das DSC nicht ausgeschaltet, daher müsse davon ausgegangen werden, dass es nicht ausgeschaltet gewesen sei. Er habe auch den Modus MDM nicht eingeschaltet. Der Gutachter erwähne auch mögliche technische Defekte. Es sei daher möglich, dass das DSC deshalb ausgeschaltet gewesen sei. Indem die Vorinstanz trotz der wesentlichen offenen Fragen den Beschwerdeführer schuldig spreche, gehe sie von einem willkürlich festgestellten Sachverhalt aus und verletze die Unschuldsvermutung.