Citation: 1C_3/2024 E. 5

Im Folgenden ist zunächst auf die Rügen zur Nichtgenehmigung der kommunalen Richtplanfestlegung "E. 2.1 Windenergie" einzugehen (E. 5 - 8). Angefochten wird vor Bundesgericht nur noch die Nichtgenehmigung von Abs. 1, mit Ausnahme des ersten Spiegelstrichs betr. hörbaren Schall. Dieser Absatz lautet: "Im Gebiet Greutensberg zwischen Braunau und Wuppenau dürfen höchstens Grosswindanlagen realisiert werden, welche die landschaftliche Qualität sowie die Wohn- und Lebenssituation der bestehenden Besiedlung nicht übermässig beeinträchtigen und unter den noch zu definierenden Grenzwerten liegen. Grenzwerte sind insbesondere festzulegen für folgende Bereiche: - Schall: Emission für menschlich hörbaren Schall an der Turbine, Immission am Objekt im Siedlungsgebiet - Schall: Emission im Infra-Bereich an der Turbine, Immission am Objekt im (Klein-) Siedlungsgebiet - Lichtblinkanlagen/Lichtverschmutzung vom Betrachter in (Klein-) Siedlungsgebieten - Architektonische Wirkmächtigkeit vom Betrachter in (Klein-) Siedlungsgebieten (Sichtwinkel) - Schattenwurf von Rotorblättern im (Klein-) Siedlungsgebiet - Abstand zu Kleinsiedlungen mit mehreren Wohneinheiten Zwischenergebnis/Daueraufgabe L1.1" In der dazugehörigen Erläuterung wird Folgendes ausgeführt: "Das Gebiet zwischen Braunau und Wuppenau wird im kantonalen Richtplan als Potenzialgebiet für Grosswindkraftanlagen (> 30.0 m Gesamthöhe) festgesetzt (...). Die Erhebung des Greutensbergs zeichnet sich insbesondere durch die charakteristischen Weiler und Höfe, welche zwischen den Waldpartien liegen, aus. Das Gebiet ist ein regional wichtiges Naherholungsgebiet mit zahlreichen beliebten Wanderwegen. Im kantonalen Richtplan ist das Gebiet richtigerweise als Gebiet mit Vorrang Landschaft bezeichnet. Eine Grosswindanlage würde diese Landschaft erheblich beeinträchtigen. Zudem wären die Abstände zu den Weilern und Kleinsiedlungen sehr gering. Dies ist insbesondere in Bezug auf die Lärmemissionen und den Infraschall (tieffrequenter Schall) problematisch. Für diese gibt es derzeit Grenzwerte, welche insbesondere für Anlagen auf dem Meer oder in unbesiedelten Gebieten festgesetzt wurden. Für Anlagen in dicht besiedelten Gebieten, wie es im Gebiet Greutensberg der Fall wäre, müssten neue Grenzwert festgelegt werden, damit keine Beeinträchtigung der Kleinsiedlungen vorliegt. Für Windkraftanlagen wären eine Zonenplanänderung und ein Gestaltungsplan mit Umweltverträglichkeitsbericht notwendig. Eine Zonenplanänderung würde erst geprüft, wenn angepasste Grenzwerte für das dicht besiedelte Gebiet in der Kulturlandschaft bekannt wären und diese eingehalten würden."