Citation: 1P.487/2002 18.11.2002 E. 5

5.1 Der Beschwerdeführer wirft dem Kriminalgericht die Verletzung von Treu und Glauben vor. Sein Anwalt sei am 8. März 2000 aufgefordert worden, zu begründen, aus welchen Gründen erst im Juli 1999 geltend gemacht worden sei, der Beschwerdeführer sei am 27. November 1978 geboren worden. Sein Anwalt habe dieser Aufforderung am 10. April 2000 entsprochen, wobei er diese Eingabe ohne Instruktion des landesabwesenden Beschwerdeführers habe verfassen müssen. Ohne jede Vorankündigung sei dann am 9. August 2002 der angefochtene Beschluss erfolgt; nach Treu und Glauben hätte ihm das Gericht Gelegenheit einräumen müssen, sich zum vorgesehenen Beschluss und den erhobenen Rechtsmissbrauchsvorwürfen zu äussern. 5.2 Dieser Vorwurf ist nicht nachvollziehbar. Der Beschwerdeführer wurde am 8. März 2000 aufgefordert, das späte Einreichen des türkischen Urteils zu begründen, und der Verteidiger kam dieser Aufforderung nach. Damit hat das Kriminalgericht dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt und dessen Gehörsanspruch erfüllt. Dass der Verteidiger diese Stellungnahme ohne Instruktion abgeben musste, weil er nicht oder jedenfalls nicht rechtzeitig mit dem flüchtigen Beschwerdeführer in Kontakt treten konnte, hat dieser offensichtlich selber zu vertreten. Das Kriminalgericht brauchte mit dem Entscheid über seine Zuständigkeit von Verfassungs wegen nicht zuzuwarten, bis der Beschwerdeführer sich freiwillig stellt oder verhaftet wird und seinen Verteidiger instruieren kann. Die Rüge ist unbegründet.