Citation: 6B_75/2024 E. 6.2

6.2. Selbst wenn die Beschwerde in diesem Punkt hinreichend begründet wäre, wäre die ausgesprochene Landesverweisung nicht zu beanstanden. Hinsichtlich der rechtlichen Voraussetzungen für die Anordnung einer Landesverweisung wie auch deren Anwendung auf den konkreten Fall kann grundsätzlich auf die Begründung der Vorinstanz verwiesen werden (Urteil S. 35 ff.). Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger. Bei der Gefährdung des Lebens handelt es sich um eine Katalogtat im Sinne von Art. 66a Abs. 1 lit. b StGB, die obligatorisch eine Landesverweisung von 5-15 Jahren nach sich zieht. Der Beschwerdeführer reiste zuletzt am 1. April 2018, im Alter von 30 Jahren, in die Schweiz ein und ist im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA. Er verbrachte damit weder seine Kindheit noch die prägenden Jugendjahre in der Schweiz. Es ist der Vorinstanz darin zuzustimmen, dass angesichts der noch nicht gefestigten Arbeitssituation und der schwierigen finanziellen Situation nicht von einer beruflichen und sozialen Integration des Beschwerdeführers ausgegangen werden kann. Ebenso wenig scheint er sozial integriert zu sein, da er - wie dargelegt - gemäss eigenen Angaben im kantonalen Verfahren keine Kollegen oder Bezugspersonen in der Schweiz hat. Auch seine familiäre Situation begründet mit der Vorinstanz keinen schweren persönlichen Härtefall, da er ledig ist und keine Kinder hat, sowie seine Eltern und Schwestern, zu denen er gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen enge Beziehungen pflegt, und sie regelmässig besucht, in Deutschland leben. Der Beschwerdeführer verfügt damit in seinem Heimatland über ein familiäres Netz und ist mit dessen Sprache, Kultur und Gepflogenheiten bestens vertraut. Die Vorinstanz erwägt zutreffend, dass eine Resozialisierung in Deutschland ohne Weiteres möglich erscheint.