Citation: 6P.20/2006 15.05.2006 E. 1

Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, im Zeitraum von 1993 bis Juli 1996, eventuell auch bis Juli 1997, die damals minderjährige Y.________ (geboren 25. Juli 1984), für welche er eine Art Vaterfigur war, wiederholt sexuell missbraucht zu haben. Im Jahr 1993 habe der Beschwerdeführer sich eines Abends von hinten an das schlafende Mädchen genähert, es an der Scheide berührt und sein erigiertes Glied gegen seinen Rücken gedrückt. Als Y.________ aufgewacht sei, habe er ihr einen Zungenkuss gegeben. In der Folgezeit habe er sie meist abends, während sich ihre Mutter bei der Arbeit befand, ausgezogen und ihr Zungenküsse gegeben. Anschliessend habe er sie jeweils gestreichelt, ihr die Brüste geleckt sowie in die Scheide gegriffen. Die Übergriffe hätten sich fortlaufend gesteigert, bis er Y.________ etwa jeden zweiten oder dritten Tag, manchmal auch täglich, gezwungen habe, sein erigiertes Glied in die Hand zu nehmen und ihn bis zum Samenerguss zu befriedigen. Im Jahre 1993 oder 1994 habe der Beschwerdeführer Y.________ erstmals zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Obwohl sie sich ihm verbal und körperlich widersetzt habe, habe sie den vaginalen Geschlechtsverkehr erdulden müssen. Dies habe ihr derart grosse Schmerzen verursacht, dass sie geschrien habe. Von da an bis ungefähr Juli 1996 (eventuell Juli 1997) habe der Beschwerdeführer ihr regelmässig den Geschlechtsverkehr aufgezwungen. Mehrmals habe er sie angewiesen, niemandem etwas davon zu erzählen, weil sie sonst Probleme bekäme und ihre Mutter nur ihm vertraue. Aufgrund der sexuellen Übergriffe des Beschwerdeführers habe Y.________ im Alter von 11 Jahren zweimal aus der Scheide geblutet und mit rund 12 Jahren an einer Scheidenentzündung gelitten.