Citation: 9C_277/2017 E. 4.3

4.3. Unbehelflich ist schliesslich die Rüge, im Scheidungsverfahren werde die güterrechtliche Auseinandersetzung durch das Gericht genehmigt, welches einen Missbrauch von Sozialversicherungsleistungen gar nie genehmigen würde. Im Gegensatz zum Beispiel einer unverteilten Erbschaft bestehe deshalb hier gar keine Gefahr des Missbrauchs. Indem das kantonale Gericht dies ausser Acht lasse, habe es dem Bezirksgericht X.________ indirekt unterstellt, einen Missbrauch von Sozialversicherungsleistungen vorzuschlagen. Mit diesem Einwand lässt die Beschwerdeführerin ausser Acht, dass die Vorinstanz zwar auf die generelle Gefahr eines Missbrauchs hinwies, konkrete Anhaltspunkte darauf aber explizit verneinte. Die Beschwerdeführerin verkennt zudem die Aufgabe des eine Vereinbarung über die Scheidungsfolgen prüfenden Zivilgerichts. Dieses spricht nach Art. 279 Abs. 1 ZPO die Genehmigung aus, wenn es sich davon überzeugt hat, dass die Ehegatten aus freiem Willen und nach reiflicher Überlegung die Vereinbarung geschlossen haben und diese klar, vollständig und nicht offensichtlich unangemessen ist (vgl. Urteil 5A_346/2016 vom 29. Juni 2017 E. 7.3.1). Demgegenüber hat es nicht zu prüfen, ob die Vereinbarung einem künftigen Sozialversicherungsmissbrauch dienen soll.