Citation: 9C_189/2023 E. 5.2

5.2. Wie die Beschwerdeführerin zutreffend einwendet, ergibt sich aus dem (gestützt auf Art. 29 Abs. 7 AHVV auch für Nichterwerbstätige anwendbaren) Verfahren mit vorerst provisorischer (vgl. Art. 24 AHVV) und später definitiver Beitragsfestsetzung (Art. 25 AHVV; vgl. auch Rz. 2129 ff. WSN) nichts für die Beurteilung der hier zur Diskussion stehenden Rechtmässigkeit des Einspracheentscheides (bzw. der Einspracheentscheide) vom 8. Februar 2021 bzw. für die Frage der Zulässigkeit der Wiedererwägung. Um die Beiträge zeitnah erheben zu können, setzen die Ausgleichskasse diese regelmässig bereits im laufenden Beitragsjahr vor Eintreffen der definitiven Steuermeldung (mithin bevor die zugrunde zu legenden Faktoren definitiv feststehen) provisorisch fest. Erlässt die Kasse (wie sie dies hier am 13. und 27. Februar 2018 getan hat) entsprechende Akontoverfügungen (mit provisorischer Beitragsfestsetzung), so stehen diese unter dem Vorbehalt eines Ausgleichs aufgrund der späteren Steuermeldung (Art. 25 AHVV), entfalten ansonsten aber die gleichen Rechtswirkungen (insbesondere hinsichtlich der Rechtskraft und Vollstreckbarkeit) wie im ordentlichen Beitragsfestsetzungsverfahren ergangene Verfügungen (BGE 110 V 252 E. 4c mit Hinweisen). Der vorgängige Erlass provisorischer Beitragsverfügungen ist indessen nicht zwingend, d.h. in Fällen, in welchen die Faktoren bereits feststehen, kann die Ausgleichskasse ohne weiteres direkt definitiv verfügen. Aufgrund dieser Rechtslage stand auch hier dem Erlass der definitiven Verfügungen vom 6. Januar 2020 jedenfalls nicht entgegen, dass die Ausgleichskasse die provisorischen vom 27. Februar 2018 (ebenso wie diejenigen vom 13. Februar 2018) zwischenzeitlich aufgehoben hatte.