Citation: 6B_1377/2022 E. 2.3.1

2.3.1. Die Vorinstanz erwägt, B.________ habe ausgesagt, am Abend vom 11. März 2017 viel getrunken und sich übergeben zu haben, weshalb sie sich auf das Bett des Beschwerdeführers gesetzt habe und nur noch habe schlafen wollen. Als der Beschwerdeführer begonnen habe, ihr T-Shirt auszuziehen, habe sie entschieden "Nein" gesagt und habe versucht, ihn mit ihren Händen zu blockieren. Der Beschwerdeführer habe ihr T-Shirt dennoch hochgezogen und sie habe nur noch den BH getragen. Sie habe bereits dann versucht, sich ein wenig mit den Händen zu bedecken. Sie habe immer wieder "Nein" gesagt und ihm die Hände weggeschlagen. Der Beschwerdeführer habe ihr trotzdem den BH ausgezogen. Sie habe danach die Decke genommen und versucht, sich zu bedecken, weil sie nicht gewollt habe, dass er ihre Brüste sehe. Er habe ihr ebenfalls die Hosen ausgezogen, sie wisse aber nicht mehr, ob das nach dem T-Shirt oder vor dem BH gewesen sei. Sie sei sich aber sicher, die Unterhosen getragen zu haben, als sie sich mit der Decke bedeckt habe. Sie habe einfach schlafen wollen. Der Beschwerdeführer habe sich dann ebenso ausgezogen und sei ins Bett gestiegen. Er sei näher zu ihr gerutscht und habe sie auf den Mund geküsst. Sie habe diesen Kuss erwidert. Er habe anschliessend begonnen, sie zu betatschen. Sie habe in diesem Moment wiederholt seine Hand weggestossen. Sie sei sich ziemlich sicher, dass er mit seinen Händen direkt in ihren Intimbereich gefahren sei. Sie habe immer wieder "Nein" gesagt. Er habe seine Finger in ihre Vagina eingeführt, was sie nicht gewollt habe. Sie habe immer wieder versucht, seine Hände wegzustossen. Er habe sie anschliessend auch noch oral befriedigt. Sie habe permanent versucht, seinen Kopf wegzustossen. Er habe sich deshalb an ihren inneren Oberschenkeln festgekrallt, wovon sie blaue Flecken davongetragen habe. Der Beschwerdeführer sei danach auf sie gestiegen und habe versucht, mit seinem Penis in sie einzudringen. Sie habe mit ihrer Hand versucht, die Vagina zu blockieren. Er habe es, so glaube sie, danach geschafft, ein wenig in ihre Vagina einzudringen. Sie habe währenddessen ihre Hand unten an der Vagina gehalten und probiert, ihn von sich herunterzustossen. Sie wisse, dass er danach von ihr heruntergegangen sei und sich neben sie gelegt habe. Sie habe allerdings eine Unsicherheit, weil sie freilich noch wisse, dass er sie am Hals gewürgt habe. Sie sei sich jedoch nicht sicher, ob dies war, als er versucht habe, in sie einzudringen oder ob es unmittelbar danach gewesen sei. Sie habe keine Luft mehr erhalten, als er sie gewürgt habe, weshalb sie versucht habe, seine Hand zu entfernen. Sie wisse nicht mehr, ob er dies von sich aus getan habe. Er sei dann neben ihr gelegen und habe immer wieder ihre rechte Hand genommen und zu seinem erigierten Penis geführt. Sie habe die Hand weggezogen und "Nein" gesagt. Sie habe nach ein paar Mal wegstossen mitgemacht und an seinem Glied gefummelt. Sie könne nicht mehr sagen, warum sie mitgemacht habe. Sie habe möglicherweise schlafen wollen und kooperiert, damit er endlich Ruhe gebe. Es sei kein gegenseitiges Einverständnis vorgelegen. Sie habe wiederholt "Nein" gesagt und die Hand des Beschwerdeführers fortgeschlagen. Sie sei maximal mit gegenseitigem Küssen einverstanden gewesen und habe nie gewollt, dass es weitergehe. Die Vorinstanz erwägt, B.________ habe im Kerngeschehen übereinstimmend ausgesagt. Allfällige Widersprüche liessen sich mit dem Zeitablauf und dem Alkoholkonsum erklären. B.________ habe Erinnerungslücken bestätigt und mit Formulierungen wie "ich glaube" vorsichtig ausgesagt und versucht, den Beschwerdeführer nicht übermässig zu belasten, indem sie beispielsweise nur ein teilweises Eindringen oder trotz der blauen Flecken keine Schmerzen beschrieben habe. Sie habe eigenes Verhalten zu ihren Ungunsten, wie beispielsweise das freiwillige Küssen, beschrieben, und Details wiedergegeben, die auf ein tatsächliches Erleben der Situation hinweisen würden. Die Vorinstanz kommt aufgrund des Aussageverhaltens von B.________ zum Schluss, dass ihre Aussagen einem wirklichen Erlebten entsprechen.