Citation: 1C_652/2024 E. 2.1

2.1. Streitig sind vorliegend nicht die rechtlichen Voraussetzungen für die Annahme einer kriminellen Organisation i.S.v. Art. 260ter StGB; diese werden - auch nach Auffassung des Beschwerdeführers - im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt. Streitig ist allein die Frage, ob die konkrete, im Rechtshilfeersuchen beschriebene Gruppierung diese Voraussetzungen erfüllt bzw. das Rechtshilfeersuchen dazu hinreichende Informationen enthält. Dies stellt keine Frage von besonderer Bedeutung dar. Der vorliegende Fall ist nicht zu vergleichen mit BGE 146 IV 338, wo sich rechtliche Grundsatzfragen im Zusammenhang mit der Qualifikation der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und der mit ihr in Zusammenhang stehenden Volksverteidigungskräften (HPG) als kriminelle Organisation stellten (vgl. nicht publizierte E. 2.2). Diese betrafen vor allem die juristisch besonders heikle Abgrenzung zwischen legitimem Widerstandskampf und terroristischer Kriminalität (vgl. BGE 146 IV 338 E. 4.4.2 S. 334 mit Hinweisen). Vorliegend wird vom Beschwerdeführer selbst kein Zusammenhang zwischen den im Rechtshilfegesuch umschriebenen Delikten und bürgerkriegsähnlichen oder separatistischen Auseinandersetzungen geltend gemacht. Die Gruppierung um B.________ ist auch von ihrer Grösse und Bedeutung her in keiner Weise mit der PKK vergleichbar.