Citation: 2C_636/2020 E. 4.1

4.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) umfasst als Mitwirkungsrecht all jene Befugnisse, die einem Betroffenen einzuräumen sind, damit er seinen Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 144 II 427 E. 3.1; 135 II 286 E. 5.1). Daraus folgt unter anderem das Recht auf Einsicht in die Akten (BGE 144 II 427 E. 3.1; 132 II 485 E. 3.1). Das Akteneinsichtsrecht bezieht sich auf sämtliche Akten eines Verfahrens, die für dieses erstellt oder beigezogen wurden, ohne dass ein besonderes Interesse geltend gemacht werden müsste (BGE 129 I 249 E. 3) und unabhängig davon, ob aus Sicht der Behörde die fraglichen Akten für den Ausgang des Verfahrens bedeutsam sind (BGE 144 II 427 E. 3.1.1; 132 V 387 E. 3.2). Anspruch auf Einsicht in die Akten eines abgeschlossenen Verfahrens besteht demgegenüber nur, wenn die rechtsuchende Person ein besonderes schutzwürdiges Interesse glaubhaft machen kann und dieses nicht von öffentlichen Interessen des Staates oder berechtigten Interessen Dritter an der Geheimhaltung überwogen wird (vgl. BGE 129 I 249 E. 3; 113 Ia 1 E. 4a; Urteil 1C_33/2020 vom 26. Mai 2021 E. 3.3.3).