Citation: 9C_271/2023 E. 3.2.2

3.2.2. Wird als Grund für die Steuerpflicht in den besagten Tätigkeiten aber deren angeblich nicht hoheitlicher Charakter angeführt, geht es nicht an, der Beschwerdeführerin, worauf sie zutreffend hinweist, zugleich die Berufung auf Privaten zustehende Grundrechte zu verwehren. Die Frage der Grundrechtsträgerschaft öffentlich-rechtlicher Unternehmen ist zwar rechtsprechungsgemäss noch nicht restlos geklärt, sie kann aber immerhin bejaht werden, wenn das fragliche öffentlich-rechtliche Unternehmen seine Tätigkeiten unter Wettbewerbsbedingungen erbringt, d.h. den gleichen Regeln unterstellt ist wie private Konkurrenten (BGE 142 II 369 E. 6.4; 138 I 289 E. 2.8.1 [explizit für die Wirtschaftsfreiheit]). Ist die Beschwerdeführerin demnach laut Auffassung von kantonalem Gericht und Beschwerdegegner in Teilbereichen wie ein privater Marktteilnehmer zu behandeln, muss sie konsequenterweise auch hinsichtlich der Frage der Grundrechte in steuerlichem Kontext einem privaten Unternehmen gleichgestellt werden. Die Beschwerdeführerin einerseits teilweise wie ein privates Unternehmen besteuern zu wollen, ihr aber anderseits die damit verbundenen Grundrechte abzusprechen, kann infolge Widersprüchlichkeit nicht geschützt werden. Das angefochtene Urteil ist daher aufzuheben und die Angelegenheit - im Sinne des Eventualantrags der Beschwerdeführerin - an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie sich mit der angerufenen Grundrechtsthematik befasse. Den Parteien werden dadurch sämtliche Rechte, insbesondere auch der Anspruch auf den doppelten Instanzenzug gewahrt (BGE 125 V 413 E. 2c mit Hinweisen; Urteil 9C_263/2017 vom 21. März 2018 E. 7.2.3.2, nicht publ. in: BGE 144 V 127, aber in: SVR 2018 KV Nr. 14 S. 82).