Citation: 6P.18/2001 11.04.2001 E. 4

4.- a) Die Geschwindigkeitsmessung wurde im zu beurteilenden Fall mit einem in ein Fahrzeug der Kantonspolizei Aargau eingebauten Tachografen "Multagraf T21/107" vorgenommen. Gemäss den gestützt auf Art. 133 VZV vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) erlassenen Technischen Weisungen über Geschwindigkeitskontrollen im Strassenverkehr vom 10.8.1998 unterliegen die Geräte für amtliche Geschwindigkeitsmessungen der Typengenehmigung und der Zulassung durch das eidgenössische Amt für Messwesen (EAM; Ziff. 3.1). Die Geräte sind zudem nach den Vorschriften des EAM nacheichen zu lassen; das letzte Eichdatum (Monat und Jahr) muss auf einer am Gerät angebrachten Kontrollmarke ersichtlich sein (Ziff. 3.3). Bei Nachfahrkontrollen durch mobile Geschwindigkeitsmessgeräte, d.h. bei der Ermittlung der Geschwindigkeit eines vorausfahrenden Fahrzeugs durch einen Geschwindigkeitsvergleich mit einem nachfolgenden Fahrzeug, ist Voraussetzung für deren Beweiskraft eine genügend lange Messstrecke, ein gleichbleibender, nicht zu grosser Abstand des nachfolgenden zum vorausfahrenden Fahrzeug und die Verwendung eines justierten Messaparates, der die eigene Geschwindigkeit beweiskräftig festhält (u.a. Videoaufzeichnung; Ziff. 7.1). Die Messapparate für Nachfahr-Geschwindigkeitskontrollen müssen zusätzlich zur genannten Nachprüfung gemäss Ziff. 3.3 einmal jährlich auf ihre Anzeige- und Aufzeichnungsgenauigkeit hin überprüft werden (Ziff. 7.2). Bei Messstrecken von mindestens 1000 Metern ist eine Sicherheitsmarge von 8 % in Abzug zu bringen (Ziff. 7.3). b) Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, bei der Geschwindigkeitsmessung seien Bestimmungen der technischen Weisungen des UVEK missachtet worden oder das Gerät sei nicht vorschriftsgemäss gewartet oder geeicht gewesen. Er beschränkt sich ausschliesslich darauf, das vom Messgerät errechnete Resultat in Zweifel zu ziehen. Was der Beschwerdeführer gegen dieses Messergebnis einwendet, ist jedoch nicht geeignet, Willkür zu begründen. Insbesondere bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass das Gerät kein verlässliches Ergebnis errechnet hätte. Insofern kann ohne weiteres auf die zutreffenden Erwägungen im erstinstanzlichen Urteil verwiesen werden. Ob die Messstrecke beim Punkt 0 angefangen hat oder nicht, kann dabei offenbleiben. Im Grunde dienen die vom Beschwerdeführer angefochtenen Berechnungen der kantonalen Instanzen lediglich einer Plausibilitätskontrolle. Massgeblich für die Geschwindigkeitsmessung im vorliegenden Fall ist aber in erster Linie, dass die Messung mit einem den technischen Weisungen entsprechenden, korrekt abgenommenen und gewarteten Gerät vorgenommen wurde. Dies ist hier unbestrittenermassen der Fall. Unter diesen Umständen besteht grundsätzlich kein Anlass, am errechneten Resultat zu zweifeln. Dies jedenfalls so lange nicht, als der Beschwerdeführer nicht anhand konkreter Nachweise ein unrichtiges Funktionieren des Geräts zu belegen vermag. Hiefür genügen aber weder der unbegründete Hinweis auf die Notwendigkeit der Geschwindigkeitsberechnung mit dem geometrischen Mittel noch der Umstand, dass dem Beschwerdeführer der errechnete Wert nicht einleuchtet. Im Übrigen ergibt sich aus den Erwägungen der kantonalen Instanzen in klarer Weise, dass sie auf die Vorbringen des Beschwerdeführers eingegangen sind. Dass die Beweiswürdigung unter Ausklammerung der für ihn entlastenden Momente und mithin unter Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" erfolgt sein soll, trifft somit nicht zu. Damit ist auch eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör nicht ersichtlich. Dasselbe gilt hinsichtlich der Abweisung der beantragten Einholung eines Gutachtens über die Funktionstüchtigkeit des Messgeräts. Aus den obstehenden Ausführungen ergibt sich, dass die Vorinstanz diesen Beweisantrag ohne weiteres in willkürfreier antizipierter Beweiswürdigung ablehnen durfte (vgl. BGE 124 I 208 E. 4a mit Hinweisen). Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet.