Citation: 5C.75/2002 29.08.2002 E. B

Mit Eingabe vom 27. Juli 2001 stellten Helmut F. Groner und Erwin M. Lustenberger beim Bezirksgericht Zürich (Audienzrichteramt) gegen die WM Wirtschaftsmedien AG ein Begehren auf Veröffentlichung folgender Gegendarstellung: "Die in der Bilanz vom Juli 2001 auf S. 15 zitierten Vorwürfe der Lagamex AG gegen die Unterzeichneten sind unbegründet. Die Unterzeichneten haben die Lagap AG nicht ausgehöhlt, vielmehr war diese Firma bereits in desolatem Zustand, als sie das Verwaltungsratsmandat von Hans N. Zemp übernahmen. Die von der Lagamex beanstandeten Verträge zwischen der Lagap und der Lagap Pharmaceuticals waren im Auftrag des Nachlassverwalters vom heutigen Staatsanwalt des Kantons Tessin erarbeitet worden. Sie waren im wohlverstandenen Interesse der Lagap und führten ihr dringend benötigte liquide Mittel zu. Die Lagamex AG und ihr Eigentümer Hans Zemp haben mit den identischen Vorwürfen, wie sie nun in der Bilanz zitiert wurden, in zahlreichen Verfahren im Tessin keinen Erfolg gehabt. Die zuständigen Behörden bestätigten vielmehr den Unterzeichneten eine einwandfreie Geschäftsführung." Hilfsweise verlangten die Kläger die Veröffentlichung des Textes unter Weglassung des Hinweises, dass die Gesellschaft sich in desolatem Zustand befunden habe, als sie das Verwaltungsratsmandat von Hans N. Zemp übernommen hätten. Durch Verfügung vom 29. August 2001 wies der Einzelrichter im summarischen Verfahren das Gegendarstellungsbegehren ab. In teilweiser Gutheissung des von den Klägern hiergegen erhobenen Rekurses verpflichtete das Obergericht (II. Zivilkammer) des Kantons Zürich die Beklagte mit Beschluss vom 7. Februar 2002, den folgenden Gegendarstellungstext zu veröffentlichen: "Die in der Bilanz vom Juli 2001 auf S. 15 zitierten Vorwürfe der Lagamex AG gegen die Unterzeichneten sind unbegründet. Die Unterzeichneten haben die Lagap AG nicht ausgehöhlt. Die von der Lagamex beanstandeten Verträge zwischen der Lagap und der Lagap Pharmaceuticals waren im Auftrag des Nachlassverwalters erarbeitet worden. Sie waren im wohlverstandenen Interesse der Lagap und führten ihr dringend benötigte liquide Mittel zu. Helmut F. Groner und Dr. Erwin Lustenberger"