Citation: I 114/99 07.05.2001 E. 2

2.- a) Die Beschwerdeführerin meldete sich am 21. Mai 1992 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle zog einen Bericht des behandelnden Arztes, Dr. med. N.________ vom 25. Juni 1992 bei. Nachdem berufliche Massnahmen gescheitert waren (Bericht der Regionalstelle für berufliche Eingliederung Behinderter vom 2. Februar 1993), wurde im Februar 1994 eine polydisziplinäre Abklärung in der Medizinischen Abklärungsstelle für Invalidenversicherung (MEDAS) durchgeführt. Im Gutachten vom 15. März 1994 wurden die Hauptdiagnosen chronisches zervikothorakobrachiales Überlastungssyndrom rechts und Depression mit ausgeprägter Somatisierung bei einer sehr einfachen, wenig geschulten, unintelligenten Persönlichkeit sowie die Nebendiagnosen Hysterektomie (11. Mai 1993) und Hyperlipidämie gestellt. In Berücksichtigung des Gesamt-, insbesondere des psychischen Zustandes attestierten die Ärzte eine Arbeitsunfähigkeit von 40 %, höchstens 50 %. Mit Verfügung vom 12. August 1994 sprach die Ausgleichskasse der Schweizer Maschinenindustrie der Beschwerdeführerin bei einem Invaliditätsgrad von 45 % mit Wirkung ab 1. August 1992 eine Viertelsrente zu. Die AHV/IV-Rekurskommission des Kantons Thurgau hiess eine dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 22. April 1995 in dem Sinne gut, dass die IV-Stelle angewiesen wurde, einen Einkommensvergleich durchzuführen, wobei bei der Festlegung des Invalideneinkommens die Verdienstmöglichkeiten in einer leidensangepassten Tätigkeit zu ermitteln seien. b) In einem weiteren Bericht der Abklärungsstelle vom 4. Januar 1996 zu Handen der IV-Stelle wurde festgehalten, dass die Versicherte keine Erwerbstätigkeit mehr ausüben könne, auch nicht in einem geschützten Rahmen. Diese Beurteilung veranlasste die IV-Stelle, eine nochmalige medizinische Abklärung in der MEDAS anzuordnen. Deren Gutachten vom 10. November 1997 nennt nunmehr als Hauptdiagnosen (mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit) schwere histrionische Störung als Ausdruck einer Anpassungsstörung, Status nach Subarachnoidalblutung, arterielle Hypertonie und panvertebrales Schmerzsyndrom sowie als Nebendiagnosen Hypercholesterinämie und anamnestisch helicobacter-assoziierte Gastritis. Die Versicherte sei infolge der schweren psychischen Störung, die sich nach einer Subarachnoidalblutung im Mai 1997 entwickelt habe, für jegliche, namentlich auch für eine körperlich leichte, Tätigkeit 100 % arbeitsunfähig. Mit zwei Verfügungen vom 20. Mai 1998 sprach die IV-Stelle der Versicherten für die Zeit vom 1. August 1992 bis zum 30. November 1995 eine halbe und mit Wirkung ab 1. Dezember 1995 eine ganze Invalidenrente zu.