Citation: 5A_614/2017 E. 5.1

5.1. Gemäss den Sachverhaltsfeststellungen des Kantonsgerichts ist die Beschwerdeführerin seit fünf Jahren ohne Erwerbstätigkeit und leidet unter der erfolglosen Arbeitssuche. An bisherigen Arbeitsplätzen habe sich die Beschwerdeführerin jeweils gering geschätzt und gemobbt gefühlt. Ausserdem sei sie der Ansicht, Personen aus ihrem früheren Universitätsumfeld würden sie bei der Arbeitssuche behindern. Die von der KESB beigezogene Psychiaterin sei zum Schluss gelangt, die Beschwerdeführerin befinde sich in einem präpsychotischen bzw. psychotischen Zustand. Eine ambulante Therapie habe die Beschwerdeführerin abgebrochen. Ausserhalb der Familie verfügte sie kaum über soziale Kontakte. Der Beschwerdeführerin, so erwägt das Kantonsgericht weiter, fehle die Einsicht in ihren Schwächezustand und ihre Krankheit, weshalb sie sich jeglicher psychiatrischen Behandlung und der Anmeldung bei der Invalidenversicherung (IV) zwecks Ergreifung beruflicher Massnahmen verweigere. Unter diesen Umständen sei auch künftig mit der Ablehnung jeglicher Handlung der Beiständin zum Beizug ärztlicher Hilfe zur Überwindung des Schwächezustandes zu rechnen. Eine (freiwillige) Begleitbeistandschaft sei unter diesen Umständen nicht ausreichend und die Unterstützung durch die Beiständin von vornherein zum Scheitern verurteilt. Notwendig sei eine Vertretungsbeistandschaft. Nur mit einer solchen könne ausserdem sichergestellt werden, dass die Belastung der Eltern der Beschwerdeführerin innert nützlicher Frist abnehme.