Citation: 6B_1203/2023 E. 1.2.1

1.2.1. Der Vorinstanz zufolge sei der Beschwerdeführer weder in der Schweiz geboren oder aufgewachsen, noch habe er hier eine sehr prägende Zeit seines Lebens verbracht. Er wohne in U.________ alleine. Er habe die Beziehungen zu seinem Heimatland nicht vollständig aufgegeben und reise regelmässig nach Portugal. Die Beziehung zu seiner im Zeitpunkt des erstinstanzlichen Urteils 10-Jährigen Tochter, die ebenfalls über die portugiesische Staatsangehörigkeit verfüge, könne auch besuchsweise oder über digitale Kommunikationsmittel aufrechterhalten werden. Der Beschwerdeführer könne sich auch nach ca. 20 Jahren in der Schweiz auf Deutsch nicht problemlos und differenziert verständigen. Dass er neben seiner Tochter über weitere intensive private Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Art verfüge, bringe er nicht vor. So habe er anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung verneint, in einem Verein oder ähnlichem aktiv zu sein oder Hobbies auszuüben. Eine Ausreise aus der Schweiz sei ihm zumutbar. Auch sein gesundheitlicher Zustand begründe keinen schweren persönlichen Härtefall. Hinzu komme, dass am 3. November 2022 auf ein Leistungsbegehren des Beschwerdeführers auf IV-Leistung nicht eingetreten worden und eine Neuanmeldung bei der IV noch pendent sei. Seine gesundheitliche Situation, von der er angegeben habe, dass sie kompliziert sei, wobei er alle zwei Wochen zu einem Dr. D.________ in Behandlung gehe, stehe einer Landesverweisung damit nicht entgegen. Auch angesichts des geringen Arbeitspensums des Beschwerdeführers von wenigen Stunden pro Woche, ohne dass dies gesundheitlich begründet wäre, sei von einer mangelnden beruflichen Integration auszugehen. Weder lebe er in einer festen Beziehung, noch habe er in der Schweiz ausser seiner Tochter weitere Verwandte. Seine Mutter und seine beiden Schwestern lebten in Portugal. Weiter sehe er seine Tochter, die bei ihrer Mutter lebe, nur alle 14 Tage im Rahmen eines begleiteten Besuchsrechts und unterstütze sie nicht finanziell. Dies lasse nicht auf eine sehr enge Beziehung schliessen. Es sei ihm aufgrund deren Alters möglich und zumutbar, den Kontakt via moderne Kommunikationsmittel aufrechtzuerhalten. Zudem könne er seine Tochter in Portugal sehen, sei sie doch nach seinen Angaben auch schon mit ihrer Mutter dorthin in die Ferien gefahren. Weiter sei nicht erkennbar, dass die Resozialisierungschancen für den Beschwerdeführer in seinem Heimatland wesentlich ungünstiger seien als in der Schweiz. Ein schwerer persönlicher Härtefall sei zu verneinen. Das öffentliche Interesse an der Verhinderung von Sexualdelikten sei im Übrigen als äusserst stark zu gewichten. Unter Berücksichtigung der Natur der Straftat, des nicht leichten Verschuldens des Beschwerdeführers, seiner nicht hohen Interessen an einem Verbleib in der Schweiz und des grossen öffentlichen Interesses an der Verhinderung sexueller Übergriffe gegenüber Minderjährigen, erweise sich die Landesverweisung von 7 Jahren als angemessen.