Citation: 2C_796/2022 E. 5.2.4

5.2.4. Ebensowenig belegt der Umstand, dass der Beschwerdeführer seine Kinder fast täglich sieht, eine wesentliche Teilhabe an der familiären Betreuungsarbeit. Es oblag dem Beschwerdeführer, diesbezüglich aussagekräftigere Belege einzureichen (Mitwirkungspflicht nach Art. 90 AIG; vgl. Urteil 2C_891/2021 vom 6. Dezember 2022 E. 4.3.4 mit Hinweisen). Vor diesem Hintergrund durfte die Vorinstanz im Rahmen ihrer summarischen Prüfung auch darauf schliessen, dass dieses neue Beweismittel die von der Vorinstanz erwähnten Feststellungen der KESB Mittelland Nord aus dem Jahr 2021 in Bezug auf die für den (offensichtlichen) Anspruch auf umgekehrten Familiennachzug entscheidenden Faktoren nicht zu entkräften vermag, und dass deshalb (wenigstens zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheids) weiterhin davon auszugehen war, dass die Kindsmutter nach wie vor die Hauptverantwortung für die Erziehung und Betreuung der drei (unter ihrer Obhut stehenden) Kinder trug. Angesichts des im Anwendungsbereich von Art. 14 Abs. 1 AsylG erforderlichen offensichtlichen Anspruchs auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung durfte die Vorinstanz das Vorliegen ausreichender Erfolgsaussichten im Entscheidzeitpunkt verneinen.