Citation: 4A_35/2021 E. 6.9.1

6.9.1. Die Klägerin führte in ihrer Berufung zwar aus, sie habe Bestand und Notwendigkeit der Kosten bestritten. Sie fährt aber fort, sie bestreite insbesondere auch die angeblichen Zusatzaufträge. Später bringt sie in der Berufung vor, sie sei von der Beschwerdegegnerin generell nie darauf hingewiesen worden, dass eine von ihr gewählte Ausführung zu Mehrkosten führen würde. Sie sei damit zu Recht davon ausgegangen, dass sämtliche Leistungen der Beschwerdegegnerin wie vereinbart im Globalpreis inbegriffen seien. Das gelte etwa auch für die Sauna. Mit der Formulierung, das gelte etwa auch für die Sauna, beansprucht die Aussage auch Geltung für die anderen Forderungen, um die es in diesem Abschnitt der Berufung ging, namentlich diejenige der XY64________ AG. Zu dieser führt die Klägerin in der Berufung sodann aus, die Offerte der XY64________ AG habe auf Fr. 257'767.45 gelautet, die Schlussrechnung dann aber auf über Fr. 600'000.--. Dies sei eine Kostenüberschreitung von über 132 %, welche die Beschwerdegegnerin auf Kosten der Klägerin offenbar diskussionslos hingenommen habe.