Citation: 9C_641/2024 E. 4.7.3

4.7.3. Weshalb eine Abklärung an Ort und Stelle durch eine medizinische Fachperson durchgeführt werden müsste, leuchtet nicht ein (vgl. Urteil 9C_671/2017 vom 12. Juli 2018 E. 4.2). Weiter ist nicht ersichtlich und legt die Beschwerdeführerin auch nicht dar, inwiefern im Zusammenhang mit dem Abklärungsbericht Rückfragen an eine medizinische Fachperson angezeigt gewesen sein sollen, oder dass der Abklärungsbericht im Widerspruch zum asim-Gutachten oder zu den darin wiedergegebenen Angaben der Versicherten betreffend ihren Tagesablauf stehen soll. Die Abklärungsperson differenzierte hinsichtlich der Einschränkungen im Haushalt zwischen dem Zeitraum von Anfang 2019 bis zum 30. Juni 2021 und dem anschliessenden Zeitraum. Sie berücksichtigte zu Recht, dass die Versicherte mit ihrem Ehemann und den drei erwachsenen Kindern im gemeinsamen Haushalt lebt (e). Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben (vgl. Art. 5 Abs. 3 BV) durfte sie auf die Angaben der Beschwerdeführerin und deren ältester Tochter abstellen. Sie legte sodann nachvollziehbar dar, inwiefern sie hinsichtlich der Haushaltsbesorgung von einer Einschränkung der Versicherten und von der zumutbaren Mithilfe der Familienmitglieder ausging. Eine klar feststellbare Fehleinschätzung ist insbesondere für den zuerst genannten Zeitraum (bis Ende Juni 2021) nicht ersichtlich; der Abklärungsbericht genügt diesbezüglich den Anforderungen an die Beweiskraft. Von "offensichtlicher Unrichtigkeit" oder Willkür im Zusammenhang mit der Haushaltabklärung kann nicht gesprochen werden.