Citation: 1B_200/2016 E. 2.2

2.2. Nach seinen eigenen Angaben hat der Beschwerdeführer etwa von April 2015 bis zu seiner Festnahme von B.________ Heroin gekauft. Dieses will er teilweise für einen Bekannten, der die Ankäufe finanziert haben soll, erworben haben, teils auch für den Eigenkonsum und den Weiterverkauf; die Aussagen des Beschwerdeführers sind diesbezüglich wenig beständig. Dies gilt auch für die Mengen, die er bezogen haben will: zunächst gab er an, insgesamt 840 g Heroin gekauft zu haben, später relativierte er, er habe diese Menge bestellt, geliefert worden sei weniger. Das ist indessen nicht entscheidend. Selbst wenn die Drogenmenge, die der Beschwerdeführer gekauft, konsumiert, verkauft oder vermittelt haben soll, noch nach unten korrigiert werden müsste und es sich um stark gestreckte Ware handelte, so liegt jedenfalls nahe, dass sich die Tatvorwürfe auf eine 12 g übersteigende Menge reinen Heroins beziehen, womit nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 120 IV 334 E. 2a) objektiv ein schwerer Fall im Sinn von Art. 19 Abs. 2 BetmG vorläge. Der dringende Tatverdacht ist nach Art. 10 Abs. 2 StGB in Bezug auf ein Verbrechen erstellt, der allgemeine Haftgrund ist gegeben.