Citation: 1C_125/2019 E. 7.4

7.4. Der Beschwerdeführer 1 macht geltend, wenn er zur Anfechtung der Ausführungsprojekte berechtigt sei (die im Rahmen der normalen baurechtlichen Verfahren öffentlich aufgelegt werden), müsse er auch zur Anfechtung der damit direkt zusammenhängenden bzw. diese präjudizierenden Sanierungsverfügung berechtigt sein, andernfalls ihm gewisse Rügen verwehrt blieben und der Rechtsweg in unzulässiger Weise beschnitten werde. Er beruft sich auf die Rechtsprechung zum bundesrechtlichen Verbandsbeschwerderecht gemäss Art. 55 USG, wonach die Umweltschutzverbände berechtigt und verpflichtet seien, die von ihnen kritisierten Grundlagen möglichst früh, bei deren Festlegung, anzufechten. Das Sanierungsprojekt hätte daher auch ohne ausdrückliche Vorschrift im Bundesrecht oder im kantonalen Recht öffentlich aufgelegt werden müssen, um den kantonalen Umweltschutzorganisationen die Mitwirkung im Sanierungsverfahren zu ermöglichen.