Citation: 7B_1232/2024 E. 6.3.3

6.3.3. Der von der Vorinstanz im Rahmen der Landesverweisung bejahte Härtefall vermag die Fluchtgefahr nicht zu bannen. Das Berufungsgericht hat festgehalten, dass es die wirtschaftliche und berufliche Integration des Beschwerdeführers als unterdurchschnittlich erachtet und seine persönliche und gesellschaftliche Integration in Anbetracht seiner Aufenthaltsdauer als eher schwach zu werten seien (vgl. Urteil des Berufungsgerichts vom 28. September 2023 E. 9.5 und 9.6 S. 70 f.). In dieser Hinsicht geht aus den Akten hervor, dass der Beschwerdeführer über keine abgeschlossene Berufsbildung verfügt und ab November 2018 bis zu seiner Inhaftierung arbeitslos war (vgl. etwa Akten Kantonsgericht act. 385 und 387; Akten Bezirksgericht act. 6098 f.). Der Beschwerdeführer weist damit beruflich keine relevanten Bezugspunkte zur Schweiz auf. Daran ändert nichts, dass ihm in einem hiesigen Unternehmen eine Arbeitsstelle in Aussicht gestellt wurde. Mangels Verbindlichkeit der vom Beschwerdeführer angeführten "Anstellungsbestätigung" (Akten Kantonsgericht act. 422) kann sein berufliches Fortkommen nicht als gesichert bezeichnet werden. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer Schulden in beträchtlicher Höhe aufweist. Laut Betreibungsregisterauszug des Betreibungsamts U.________ vom 15. April 2020 laufen gegen ihn Pfändungen im Gesamtbetrag von über Fr. 16'000.-- und ist eine Betreibung über die Summe von Fr. 38'000.-- eingeleitet worden (vgl. Beschwerde S. 19 mit Hinweis auf die Akten der Staatsanwaltschaft act. 96 ff.). Weiter haben sich laut Angaben des Beschwerdeführers in der Zwischenzeit zusätzlich Rechnungen angestaut (vgl. Akten Kantonsgericht act. 386). Angesichts dessen ist von einer schwierigen finanziellen Situation des Beschwerdeführers auszugehen, was den Anreiz eines freiwilligen Verbleibs in der Schweiz weiter verringert. Die unsicheren beruflichen und die schlechten finanziellen Perspektiven des Beschwerdeführers sprechen für die von der Vorinstanz angenommene Fluchtgefahr. Der Umstand, dass er während seiner Inhaftierung bei der Sozialhilfe angemeldet wurde, vermag daran nichts zu ändern.