Citation: 9C_250/2019 E. 4.3.6

4.3.6. Für die Punkte "Einkaufen, Einräumen, Versorgen" (Ziff. 2.4.2 FAKT2) und "andere Besorgungen" (Ziff. 2.4.3 FAKT2), wurde je ein Hilfebedarf der Stufe 2 ("auf bekannten Wegen und bei kleinen Besorgungen selbstständig; versicherte Person muss bei grösseren Einkäufen begleitet werden, da sie Waren im Regal nicht selbstständig auffindet" resp. "Begleitung auf unbekannten Wegen, optische Kontrolle beim Kleidereinkauf, Vorlesen bei Ämtern/Behörden") berücksichtigt. Die Vorinstanz hat festgestellt, der Beschwerdeführer habe selber geltend gemacht, dass Einkaufen vor allem in grösseren Einkaufsläden wegen der Produktevielfalt und der häufigen Umplatzierung von Lebensmittelgruppen problematisch sei. Dies lasse auf geringere Schwierigkeiten in kleineren Läden schliessen, wo er die regelmässig eingekauften Produkte selber finde. Diese Feststellungen bleiben verbindlich (E. 1). Zwar mag auch in kleineren Läden eine Umplatzierung von Lebensmittelgruppen vorkommen, es ist aber nicht ersichtlich, dass dies regelmässig erfolgen soll. Weshalb der regelmässige Einkauf in kleineren, bekannten Läden nicht zumutbar sein soll, leuchtet nicht ein. Soweit der Beschwerdeführer auf seine kombinierte Einschränkung des Hör- und Sehsinnes verweist, macht er nicht geltend, nicht mit dem Verkaufspersonal sprechen zu können resp. taubblind zu sein, was unter Ziff. 2.4.2 FAKT2 einem Hilfebedarf der Stufe 3 entspräche. Die vorinstanzliche Feststellung, wonach der Hilfebedarf für die Fortbewegung draussen zur Hauptsache nur bei unbekannten Wegen oder Verkehrsmitteln anfalle, entspricht der Angabe des Versicherten anlässlich der Abklärung vor Ort und ist auch angesichts des Schreibens des Dr. med. B.________ vom 30. August 2016 nicht offensichtlich unrichtig (E. 1.2). Die Abklärungsperson begründete die Wahl der Stufe 2 insbesondere in der Stellungnahme vom 27. Juni 2016 nachvollziehbar. Eine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung (vgl. E. 4.3.4) ist auch hier nicht ersichtlich. Ein Zusatzaufwand für regelmässige Arzt- und Therapiebesuche kann laut Rz. 4016 KSAB (vgl. auch Ziff. 2.4.5 FAKT2) in der Regel nur gewährt werden, wenn der normale Hilfebedarf im entsprechenden (Teil-) Bereich mindestens die Stufe 3 erreicht, was hier nicht zutrifft. Weshalb ein Ausnahmefall vorliegen soll, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht substanziiert begründet; im Übrigen ist die Behauptung, dass die Arzt- und Therapiebesuche seit Februar 2016 zugenommen hätten - soweit sie überhaupt den hier interessierenden Zeitraum bis zum 29. Juli 2016 betrifft - neu und daher unzulässig (Art. 99 Abs. 1 BGG).