Citation: 6B_521/2022 E. 3.2.1

3.2.1. Es steht fest, dass der Beschwerdeführer einen kräftigen Schlag mit einem Baseballschläger gegen den Kopf des Beschwerdegegners 2 ausführte und dass dieser aufgrund dessen schwere Kopfverletzungen erlitt, welche ohne notfallmässige Operation höchstwahrscheinlich zum Tod geführt hätten. Jedenfalls schwebte das Opfer zeitweise in Lebensgefahr. Der objektive Tatbestand gemäss Art. 111 i.V.m. Art. 22 StGB ist damit erfüllt. Die Vorinstanz bejaht auch den subjektiven Tatbestand zu Recht. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz erwägt, er habe den Tod des Beschwerdegegners 2 als Folge seines Handelns in Kauf genommen. Aufgrund ihrer willkürfreien Feststellungen ist von einem zielgerichteten und heftigen, schwungvollen Schlag mit einem massiven, hölzernen Gegenstand gegen den Kopf auszugehen. Es entspricht der allgemeinen Lebenserfahrung, dass mit derartigem Kraftaufwand verursachte Kopfverletzungen zum Tod eines Menschen führen können. Dies muss umso mehr gelten, als das Opfer den Schlag nicht kommen sah und entsprechend keinerlei Abwehrchance hatte. Zudem ist es letztlich nur der sofortigen notfallmässigen medizinischen Versorgung zu verdanken, dass der Beschwerdegegner 2 nicht verstarb. Gemäss Feststellungen der Gutachter hätte es aufgrund der generalisierten Hirnschwellung mit Mittellinienverlagerung jederzeit zur Einklemmung von lebenswichtigen Strukturen, namentlich des Atemzentrums, kommen können, was zum Tod des Patienten geführt hätte. Die hohe Gefahr von schwersten Verletzungen bis hin zum Tod des Beschwerdegegners 2 musste sich dem Beschwerdeführer unter den gegebenen Umständen geradezu aufdrängen, zumal er um die Wirkungsweise und Kraftentwicklung eines Baseballschlägers wusste.