Citation: 4A_388/2022 E. 1.3.2

1.3.2. Dies ist nicht richtig. Die Beschwerdeführerin war im kantonalen Verfahren der Auffassung, dass der angefochtene Generalversammlungsbeschluss rechtskonform gefasst worden sei und aus diesem Grund weder auf Nichtigkeit noch auf Anfechtbarkeit geschlossen werden könne. Sie hat sich - ausweislich der vorinstanzlichen Feststellungen zum Prozesssachverhalt - einzig für den Fall, dass Rechtsverletzungen festgestellt würden, nicht hinreichend differenziert zu den Rechtsfolgen (ob Nichtigkeit oder Anfechtbarkeit) geäussert. Die Beschwerdeführerin stellt sich vor Bundesgericht - wie schon im kantonalen Verfahren - auf den Standpunkt, die Beschlussfassung anlässlich der Generalversammlung vom 18. Juni 2020 sei korrekt erfolgt, weshalb weder Anfechtungs- noch Nichtigkeitsklage gutzuheissen seien. Insofern hat sie an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids, in welchem die erstinstanzliche Klagegutheissung geschützt wird, ohne Weiteres ein schutzwürdiges Interesse im Sinne von Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG. Im Übrigen ist auf die Argumentation der Beschwerdeführerin in Erwägung 9.5 zurückzukommen.