Citation: 5A_164/2024 E. 4.3.1

4.3.1. Beim Verbot der reformatio in peius handelt es sich um einen klaren und unumstrittenen Rechtsgrundsatz, dessen Missachtung gegen das Willkürverbot (Art. 9 BV) verstösst (BGE 110 II 113 E. 3c). Der Kindesunterhalt unterliegt jedoch der Offizialmaxime, womit das Verschlechterungsverbot nicht zum Tragen kommt (BGE 129 III 417 E. 2.1.1). Die Vorinstanz war daher auch nicht verpflichtet, dem Beschwerdeführer die für ihn nachteilige Abänderung der Kindesunterhaltsbeiträge anzukündigen, denn ansonsten wäre der Offizialgrundsatz, der das minderjährige Kind als schwächere Partei schützen soll, seines Sinnes entleert (Urteil 5A_800/2022 vom 28. März 2023 E. 3.2).