Citation: 5A_309/2015 E. 3.2.2

3.2.2. Der Beschwerdeführer sieht im Vorgehen der Beschwerdegegnerin (Verschweigen des Honorars, übersetzte Honorarforderung, Beharren auf Schuldanerkennung - mit Unterschrift der Ehefrau - trotz hängigen Prozesses) eine schwere Berufspflichtverletzung, die zur Nichtigkeit der Schuldanerkennung führen müsse. Anderenfalls würde ein Verhalten gefördert, das eines Anwalts besonders unwürdig sei (unter Berufung auf Urteil 2P.318/2006 vom 27. Juli 2007). Die Beschwerdegegnerin habe die Schuldanerkennung zu einem Zeitpunkt eingefordert, als er sich in einer psychisch schwierigen Lage befunden habe und er auf ihren bedingungslosen Beistand angewiesen gewesen sei. Was insbesondere die verlangte Unterschrift seiner Ehefrau angehe, so sei dieses Vorbringen nicht neu gewesen. Unhaltbar sei die Erwägung des Obergerichts, er sei bestrebt gewesen, ihr seine Liegenschaft zu übertragen.