Citation: 6B_402/2015 E. 3

Der Beschwerdeführer macht geltend, im Verfahren vor der Vorinstanz habe er sowohl die Aufhebung des Nachentscheids vom 9. Februar 2015 hinsichtlich der Fortsetzung seiner Unterbringung in einer offenen Erziehungseinrichtung als auch seine sofortige Erlassung aus dem Arxhof beantragt. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz sei den gestellten Anträgen mit der Entlassung aus dem Arxhof nicht vollumfänglich entsprochen worden, weil mit der blossen Anordnung der Entlassung nicht in grundsätzlicher Weise über die Beendigung oder Fortführung der Unterbringung in einer offenen Erziehungseinrichtung entschieden worden sei (Beschwerde S. 5 Ziff. 12). Die Rüge ist begründet. Im Nachentscheid vom 9. Februar 2015 hatte die Jugendanwaltschaft Bern-Mittelland die Fortsetzung der Unterbringung des Beschwerdeführers in einer offenen Erziehungseinrichtung verfügt. Wie dessen Eingabe vom 20. Februar 2015 ohne Weiteres zu entnehmen ist, ging es dem Beschwerdeführer bei seiner Beschwerde denn auch nicht nur um seine sofortige Entlassung aus dem Arxhof. Er hatte ausdrücklich die Aufhebung des Nachentscheids beantragt und damit den Verzicht auf eine Fortsetzung der Unterbringung in einer offenen Erziehungsanstalt verlangt. Dieses Begehren wurde entgegen der Ansicht der Vorinstanz mit der Entlassung des Beschwerdeführers aus dem Arxhof nicht gegenstandslos. Da die Vorinstanz das Begehren nicht behandelt hat, ist die Beschwerde begründet und gutzuheissen. Der angefochtene Entscheid ist aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.