Citation: 8C_606/2023 E. 4.3

4.3. Die Vorinstanz hat weiter aufgezeigt, dass sich aus der Kritik am Gutachten des behandelnden Psychiaters Dr. med. E.________ und der Psychotherapeutin F.________ im Bericht vom 26. Juli 2022 nichts zugunsten der Beschwerdeführerin ableiten lässt, zumal die Gutachter hierzu am 18. Oktober 2022 nachvollziehbar und schlüssig Stellung nahmen. Wie die Vorinstanz bereits erkannt hat, ging Dr. med. E.________ ferner im Zwischenbericht vom 2. September 2019 ebenfalls von einer Dysthymie (ICD-10 F43.1) und einer "akzentuierten Persönlichkeitsstörung (ICD-10 Z73.1) " aus. Er bestätigte, dass die Arbeitsunfähigkeit primär somatisch bedingt sei. Erst im Verlaufsbericht vom 7. März 2021 ordnete er die Persönlichkeitsstörung unter ICD-10 F60.80 ein. Es trifft zwar zu, dass die Vorinstanz auf den Bericht von Dr. med. E.________ und der Psychotherapeutin F.________ vom 16. Dezember 2022 nicht einging, was am Ergebnis jedoch nichts ändert. Auch wenn darin nochmals ausführlich die Stellungnahmen des SMAB kritisiert wurden, ergeben sich hieraus ebenfalls keine neuen medizinischen Tatsachen, zu welchen sich die Gutachter nicht bereits äusserten. Soweit Dr. med. E.________ aus den erhobenen Befunden andere diagnostische Schlüsse als der psychiatrische Gutachter Dr. med. G.________ zog, ist zu betonen, dass für die Beurteilung, ob und inwiefern eine psychische Erkrankung invalidisierend ist, die funktionellen Beeinträchtigungen von ausschlaggebender Bedeutung sind und nicht die konkrete diagnostische Einordnung (vgl. BGE 148 V 49 E. 6.2.2; 143 V 418 E. 5.2.2 u. E. 6). Davon abgesehen entkräftete der Experte die am psychiatrischen Teilgutachten geäusserte Kritik von Dr. med. E.________ und der Psychotherapeutin F.________ plausibel. Sowohl die vom behandelnden Psychiater postulierte narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.80) als auch eine somatoforme Schmerzstörung hat er ausdrücklich und nachvollziehbar verneint, da die diagnostischen Kriterien hierzu nicht erfüllt seien. Der Beweiswert des Gutachtens wird damit durch die Stellungnahmen vom 26. Juli und 16. Dezember 2022 nicht beeinträchtigt.