Citation: 5A_949/2015 E. 3.2

3.2. Gemäss dem klaren Wortlaut von Art. 1 lit. a ZPO regelt das betreffende Gesetz für streitige Zivilsachen in abschliessender Weise das Verfahren vor den kantonalen Instanzen. Für die Definition der streitigen Zivilsache nach Art. 1 lit. a ZPO kann auf die bereits vor dem Inkrafttreten der ZPO gängige Definition der Zivilrechtsstreitigkeit zurückgegriffen werden (Urteil 4A_215/2013 vom 5. September 2013 E. 2.4.1; vgl. sodann BERGER, Berner Kommentar, N. 8 zu Art. 1 ZPO; VOCK, Basler Kommentar, N. 5 zu Art. 1 ZPO; HALDY, Code de procédure civile commenté, N. 9 zu Art. 1 ZPO). Eine Zivilrechtsstreitigkeit liegt demnach vor, wenn das dem Streit zugrunde liegende Rechtsverhältnis dem Zivilrecht angehört und das Verfahren kontradiktorisch zwischen zwei oder mehreren natürlichen oder juristischen Personen in ihrer Eigenschaft als Träger privater Rechte oder zwischen einer solchen Person und einer Behörde, der das Zivilrecht Parteistellung zuerkennt, ausgetragen wird (vgl. BGE 120 II 11 E. 2a S. 12 f.; 123 III 346 E. 1a S. 349; 124 III 44 E. 1a S. 46). Dies ist bei der gestützt auf verschiedene sachenrechtliche Positionen erhobenen Klage offensichtlich der Fall. Die Einsprecherin behauptet die Verletzung von Eigentums- bzw. Miteigentumsrecht sowie von Dienstbarkeits- und dinglichen Nachbarrechten, welche ihr als subjektive private Rechte zustünden und aus denen sich dingliche Abwehrpositionen gegen die bauwillige Beschwerdeführerin als Eigentümerin des Nachbargrundstücks ableiten liessen (u.a. wurde Dämmungsarbeit an fremden bzw. im Miteigentum stehenden Gebäudeteilen sowie fehlende Zustimmung im Sinn von Art. 647c und d ZGB behauptet).