Citation: I 135/04 01.06.2006 E. 2

Streitig und zu prüfen ist, ob die Versicherte Anspruch auf eine im Ausland durchzuführende konduktive Fördertherapie nach A. Petö hat. 2.1 Die Vorinstanz verneinte die Leistungspflicht der Invalidenversicherung mit dem Hinweis auf das erwähnte Urteil S., in welchem festgehalten worden sei, dass in der Schweiz gleichartige und wissenschaftlich anerkannte Behandlungen von spastischen Tetraparesen wie die Bobath- und Vojta-Therapie zur Verfügung ständen. Daher komme Abs. 1 von Art. 23bis IVV nicht zur Anwendung. Sodann seien auch keine beachtlichen Gründe im Sinne von Abs. 3 der selben Vorschrift ersichtlich. Es liege kein Leiden vor, mit welchem die in der Schweiz tätigen Spezialisten bislang noch kaum konfrontiert worden seien. 2.2 Hiegegen lässt die Versicherte vorbringen, ihr Fall sei mit demjenigen des Urteils S. nicht vergleichbar. Sie leide an einer Tetraparese mit schwerer Beinbetonung und einer Diparese von schwerer Ausprägung. Die in der Schweiz angebotene Bobath-Therapie sei wissenschaftlich nicht anerkannt. Hingegen werde die konduktive Förderung nach Petö mittlerweise in fast ganz Europa erfolgreich angewendet und sei namentlich in Bayern kassenpflichtig. Der behandelnde Arzt der Versicherten habe denn auch geschrieben, die Methode nach Petö sei ausserordentlich effizient.