Citation: 1B_482/2021 E. 4.3

4.3. Im vorliegenden Fall hat das Bezirksgericht das Datum der Hauptverhandlung noch nicht festgesetzt, aber in Aussicht gestellt, sie könne voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr stattfinden. Sollte das tatsächlich der Fall sein, lägen zwischen der Anklageerhebung vom 11. Juni 2021 und der Hauptverhandlung mehr als sechs Monate. Der Fall ist weder in tatsächlicher noch rechtlicher Hinsicht komplex. Die Vorinstanz weist darauf hin, es würden gegen im vorliegenden Zusammenhang Mitbeschuldigte mehrere Verfahren geführt, welche das Bezirksgericht wohl koordinieren müsse. Weshalb dies eine nennenswerte zeitliche Verzögerung rechtfertigen sollte, ist jedoch nicht erkennbar. Der Fall des Beschwerdeführers erscheint als spruchreif. Sollte dies in den gegen die Mitbeschuldigten separat geführten Verfahren noch nicht der Fall sein, dürfte das nicht zulasten des Beschwerdeführers gehen. Es ist ihm nicht zumutbar, in Haft zuzuwarten, bis auch in den Fällen der Mitbeschuldigten die Hauptverhandlungen durchgeführt werden können. Im Lichte der dargelegten Rechtsprechung verletzte es das besondere Beschleunigungsgebot in Haftsachen, falls das Bezirksgericht die Hauptverhandlung gegen den Beschwerdeführer erst im nächsten Jahr durchführen sollte. Mangelnde personelle Ressourcen vermöchten dies nicht zu rechtfertigen (Urteil 1B_330/2015 vom 15. Oktober 2015 E. 4.4.5). Das Bezirksgericht wird daher die nötigen Vorkehren zu treffen haben, damit die Hauptverhandlung möglichst bald stattfinden kann. Sollte es ihm an den nötigen personellen Ressourcen mangeln, wären ihm diese - soweit das noch nicht geschehen sein sollte - zeitnah zur Verfügung zu stellen. Im jetzigen Zeitpunkt ist das besondere Beschleunigungsgebot in Haftsachen noch nicht verletzt. Dem Antrag, das Bundesgericht habe eine derartige Verletzung festzustellen, kann deshalb nicht entsprochen werden. Auch die Haftentlassung des Beschwerdeführers kommt nach der dargelegten Rechtsprechung derzeit noch nicht in Betracht.