Citation: 8F_13/2013 E. 2.3

2.3. Sodann verweist der Gesuchsteller auf den an seinen Rechtsvertreter adressierten Bericht des behandelnden Dr. med. L.________, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Allgemeinmedizin, Praktischer Arzt FMH, vom 15. Juni 2012 [recte: 2013], worin dieser ein fallbezügliches Telefongespräch mit dem RAD-Arzt Dr. med. U.________ wiedergab, welcher - gemäss Ausführungen des Dr. med. L.________ - die Arbeitsfähigkeitsschätzung seines ebenfalls bei der Sozialversicherungsanstalt (SVA) des Kantons St. Gallen tätigen Arbeitskollegen Dr. med. S.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, nicht teile. Zum einen liegt auch hier ein echtes Novum vor, zum andern wird damit lediglich eine andere als die letztinstanzlich vom Bundesgericht vorgenommene Würdigung der medizinischen Befunde hinsichtlich deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit präsentiert. Eine Revision ist indessen nur möglich, wenn das Bundesgericht eine Tatsache übergangen hat, nicht aber, falls es eine unzutreffende (rechtliche) Würdigung des vorgetragenen Sachverhalts vorgenommen haben sollte. Überdies ist für das angefochtene Urteil des Bundesgerichts vom 15. März 2013 unerheblich, ob Dr. med. S.________ bei der SVA im Team des RAD oder, wie eingewendet wird, im Team zur Bekämpfung des Versicherungsmissbrauchs (BVM) tätig war. Soweit der Psychiater Dr. med. L.________ in einem Schreiben gleichen Datums an die SVA auf eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands des Gesuchstellers hinwies, wäre eine solche gegebenenfalls mit Neuanmeldung (vgl. Art. 87 Abs. 3 IVV) geltend zu machen. Dieser Umstand ist indessen gemäss Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG, der eine zur Zeit des zu überprüfenden Sachverhalts bestandene Tatsache (hier: Ablehnungsverfügung der IV-Stelle des Kantons St. Gallen vom 25. Oktober 2011) voraussetzt, unbedeutend. Schliesslich wird nicht dargelegt, inwiefern mit der am 18. September 2013 nachgereichten Feststellung des RAD vom 4. Mai 2009 (recte: 1. September 2010) ein Revisionsgrund vorliegen soll, zumal dieses Dokument bereits zum damaligen Zeitpunkt bei der vorinstanzlichen Sachverhaltsermittlung Berücksichtigung fand. Auf die Beurteilung des Anspruchs auf eine Invalidenrente ist damit nicht zurückzukommen.