Citation: I 608/05 17.01.2006 E. 3

3.1 Mit Blick auf die Invaliditätsbemessung, welche aufgrund der Verhältnisse im Zeitpunkt des Rentenbeginns (hier: frühestmöglicher Zeitpunkt Oktober 2002 [Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit im Oktober 2001; Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG]) und unter Berücksichtigung rentenwirksamer Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass des Einspracheentscheids vorzunehmen ist (BGE 129 V 223 Erw. 4.1 und 4.2, 128 V 174), ist für die Ermittlung des hypothetischen Einkommens ohne Invalidität (Valideneinkommen) vom Verdienst auszugehen, den der Beschwerdeführer bei seiner letzten Arbeitgeberin verdiente (Arbeitgeberbericht vom 20. Mai 2003). Die Vorinstanz ging von der durchschnittlichen Arbeitszeit der Jahre 1999 und 2000 aus, was sich nicht beanstanden lässt und 1751 Stunden ergibt. Sodann ist der Verdienst des Jahres 2002 der Berechnung zu Grunde zu legen, sodass sich das Valideneinkommen - unter Berücksichtigung der branchenspezifischen Nominallohnentwicklung für Männer (BGE 129 V 410 Erw. 3.1.2 ) für das Jahr 2002 von 1,6 % (Bundesamt für Statistik, Lohnentwicklung 2002, S. 32, Tabelle T1.1.93) auf Fr. 53'446.- beziffert (Fr. 25.25 + 1,6 % x 1751 + 10, 6 % [Ferienanteil] + 8,38 % [13. Monatslohn]). Dieses hypothetische Erwerbseinkommen liegt um knapp 11 % unter dem entsprechenden statistischen Jahreslohn, welcher sich wie folgt berechnet: Ausgehend vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2002 des Bundesamtes für Statistik bei einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Wochenstunden der mit einfachen und repetitiven Arbeiten (Anforderungsniveau 4) im Baugewerbe beschäftigten Männer von Fr. 4765.- (LSE 2002, S. 43 Tabelle TA1) ergibt sich bei einer durchschnittlichen betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit in der Baubranche von 41,9 Stunden (Die Volkswirtschaft 10/2005, S. 82, Tabelle B 9.2) ein Betrag von Fr. 59'896.- (Fr. 4765.- x 12 : 40 x 41,9). Die Frage nach einer allfälligen Anpassung der Vergleichseinkommen, wie sie die Rechtsprechung vorsieht, falls der von der versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen tatsächlich erzielte Verdienst unfreiwillig und zumindest teilweise aus invaliditätsfremden Gründen erheblich unter dem branchenüblichen Gehalt liegt (vgl. zum Grundsatz der Parallelität der Bemessungsfaktoren: BGE 129 V 225 Erw. 4.4, AHI 1999 S. 239 Erw. 1, Urteile R. vom 12. September 2005 Erw. 3.4.3, I 153/05, und B. vom 9. August 2005 Erw. 4.1.3, I 151/05, je mit Hinweisen), stellt sich hier daher grundsätzlich zu Recht. Aus der nachstehenden Erwägung 3.3 ergibt sich jedoch, dass die Parallelität der Bemessungsfaktoren gewahrt ist. 3.2 Bei der Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) stellte das kantonale Gericht richtigerweise auf die Ergebnisse der LSE ab (zu den Grundlagen dieses Vorgehens: BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb mit Hinweisen). Da Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln sind (vgl. BGE 129 V 222) ist auf die LSE im Jahr 2002 abzustellen. Bei einem monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) bei einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Wochenstunden der mit einfachen und repetitiven Arbeiten (Anforderungsniveau 4) im gesamten privaten Sektor beschäftigten Männer von Fr. 4557.- (LSE 2000, S. 31, Tabelle TA1) ergibt sich in Berücksichtigung einer durchschnittlichen betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft 10/2005, S. 82, Tabelle B 9.2) ein Betrag von Fr. 57'008.- (Fr. 4557.- x 12 : 40 x 41,7). 3.3 Nach der Rechtsprechung fällt bei der Bemessung des Invalideneinkommens nach Tabellenlöhnen unter dem Titel der persönlichen und beruflichen Einzelfallumstände ein Abzug in Betracht, der höchstens 25 % betragen kann (BGE 126 V 79 f. Erw. 5b). Mit dem so genannten leidensbedingten Abzug soll zunächst gesundheitlichen Einschränkungen Rechnung getragen werden, bei denen abzusehen ist, dass sie im Rahmen der grundsätzlich zumutbaren Erwerbstätigkeiten zu einer gewissen Lohneinbusse führen werden. Aus der zitierten Praxis ergibt sich, dass der maximale Abzug von 25 % neben den leidensbedingten Faktoren auch die invaliditätsfremden lohnsenkenden Gründe erfasst, soweit diese auch für die Bemessung des Valideneinkommens erheblich waren. Das kantonale Gericht hat - in Abweichung um 5 % des von der IV-Stelle vorgenommen Abzugs vom Tabellenlohn (zum Eingreifen in das Verwaltungsermessen: BGE 126 V 81 Erw. 6 mit Hinweis) - diesen auf 25 % beziffert. Beim höchstzulässigen Abzug von 25 % sind hier nebst den vorhandenen gesundheitlichen Einschränkungen auch invaliditätsfremde Faktoren genügend berücksichtigt, welche überwiegend wahrscheinlich bereits ohne Behinderung zu einem unter dem branchenüblichen Verdienst liegenden Lohn führten. Insofern verbleibt kein Raum, den Tabellenlohn um mehr als einen Viertel zu vermindern, um zum anrechenbaren Invalideneinkommen zu gelangen. Um diesen Prozentsatz gekürzt resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 42'756.-. 3.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 20 %. Selbst wenn von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Sinne der Einschätzung des Dr. med. B.________ von "fast 100 %" ausgegangen würde, da der Beschwerdeführer zweifelsohne täglich eine konsequente Fuss- und Beinpflege vorzunehmen hat, um das erreichte Ergebnis zumindest stabil zu halten, errechnet sich bei der Annahme einer Arbeitsfähigkeit im Umfang von 90 % ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 28 %. Damit ist der vorinstanzliche Entscheid im Ergebnis zu bestätigen.