Citation: 5A_464/2015 E. 2.2

2.2. Das Obergericht hat erwogen, der Wortlaut dieser Eingabe sei klar. Der Beschwerdeführer habe in erster Linie die Sistierung der Kollokationsverfahren und eventualiter eine Erstreckung der Frist für die Sicherstellung der Parteientschädigungen beantragt. Sinngemäss habe er zudem eine Neuberechnung der Kautionshöhe verlangt. Die Leistung der Akontozahlung von Fr. 200'000.-- habe er ohne Einschränkungen oder Vorbehalte zugesichert. Insbesondere ergebe sich entgegen seiner vor Obergericht vertretenen Interpretation nicht, dass er diese Summe bis zur allfälligen Neuberechnung der Kaution leisten werde, d.h. zwischen dem 26. September 2014 und dem Datum der Bekanntgabe einer allfälligen Neuberechnung. Vielmehr könne nur gemeint gewesen sein, dass er in Kenntnis der rechtskräftig festgestellten Sicherstellungspflicht (einstweilen) unverzüglich eine Teilzahlung von Fr. 200'000.-- leiste und mit der Zahlung des Restbetrages zugewartet werden soll, bis die vollständige Kaution neu berechnet worden sei. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb ihm für die Akontozahlung eine Zeitspanne bis zur Neuberechnung bzw. bis Ende Dezember 2014 hätte zugestanden werden sollen. Dies hätte bedeutet, dass er gar nicht zu einer Akontozahlung verpflichtet gewesen wäre, weil er bis zur Neufestsetzung der gesamten Kaution hätte warten und dann alles auf einmal hätte zahlen können. Er habe denn auch den Betrag von Fr. 200'000.-- explizit von seinem Sistierungs- bzw. Fristerstreckungsbegehren ausgenommen. Auch der Referent am Kantonsgericht habe die Eingabe offenbar in diesem Sinne verstanden. In seinem Schreiben vom 1. Oktober 2014 habe er dem Beschwerdeführer "die Frist zur Leistung der Sicherheit für allfällige Parteientschädigungen (abgesehen von der Bezahlung des Betrags von CHF 200'000.--) " einstweilen abgenommen. Damit habe er dem Antrag des Beschwerdeführers in der Eingabe vom 26. September 2014 im Wesentlichen - wenn auch ohne Sistierung der Kollokationsprozesse - entsprochen. Weshalb er einen Termin für die Leistung der Akontozahlung hätte bestimmen müssen - wie der Beschwerdeführer nun annehme -, sei unerfindlich. Der Beschwerdeführer habe auf diese klare Anordnung nicht reagiert, was darauf hinweise, dass er sich richtig verstanden gefühlt habe. In der Berufung habe der Beschwerdeführer behauptet, ihm sei ein Schreibfehler unterlaufen und es hätte statt "Ausnahme" "Anrechnung" heissen sollen. Abgesehen davon, dass diese Behauptung keinen Sinn ergebe, hätte sich diesfalls eine Reaktion auf das Schreiben vom 1. Oktober 2014 aufgedrängt.