Citation: 8C_729/2021 E. 2.2.2

2.2.2. Zu ergänzen ist, dass eine Revisionsverfügung an Stelle der zu revidierenden Verfügung tritt, wenn eine Rente revisionsweise (vgl. Art. 17 Abs. 1 ATSG) herauf- oder herabgesetzt wird. Dasselbe gilt auch dann, wenn in einem Revisionsverfahren die bisherige Rente nach materieller Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs bestätigt wird (BGE 147 V 167 E. 6; 140 V 514 E. 5.2 mit Hinweis auf BGE 133 V 108). Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um eine formelle Verfügung oder eine Mitteilung im Sinne von Art. 74 ter lit. f IVV (SR 831.201) handelt (Urteil 8C_288/2016 vom 14. November 2016 E. 4.1). In der Folge bleibt, selbst dann, wenn nachträglich auf den Wegen der Wiedererwägung oder der Revision auf diese Revisionsverfügung zurückgekommen wird, die ursprüngliche Verfügung von der Revisionsverfügung konsumiert und lebt nicht wieder auf, sondern teilt deren Schicksal. Vorbehalten bleiben dabei lediglich jene seltenen Fälle, in denen die Revisionsverfügung nichtig ist. Somit ist bei einem wiedererwägungsweisen Zurückkommen auf eine zweifellos unrichtige Revisionsverfügung der Rentenanspruch ex nunc und pro futuro ohne Bindung an die ursprüngliche Verfügung in allen seinen Teilen neu zu beurteilen, ohne dass zunächst geprüft werden müsste, ob auch bezüglich der ursprünglichen Verfügung ein Rückkommenstitel gegeben wäre (BGE 147 V 167 E. 6; 140 V 514 E. 5.2 mit Hinweisen).