Citation: 1C_543/2021 E. 8.3

8.3. Soweit die Beschwerdeführerin mit Blick auf den behaupteten plansichernden Zweck bzw. Charakter von Art. 12.3 Abs. 2 BZO für das Bestehen eines öffentlichen Interesses an dieser Bestimmung einen Missstand im erwähnten Sinn für erforderlich hält, ist ihr nicht zu folgen. Wie dargelegt (vgl. vorne E. 5.4), ist Art. 12.3 Abs. 2 BZO mit der Vorinstanz nicht als plansichernde Massnahme bzw. als planungsrechtliche Bausperre zu beurteilen. Eine Beschränkung der in Frage kommenden öffentlichen Interessen, wie sie die Beschwerdeführerin im Ergebnis geltend macht, besteht daher nicht. Vielmehr kommen sämtliche öffentlichen Interessen im Sinne von Art. 36 Abs. 2 BV in Betracht, mithin neben polizeilichen auch nichtpolizeiliche Interessen wie etwa solche des Umweltschutzes (Art. 74 BV) oder der Raumplanung (Art. 75 BV; vgl. RAINER J. SCHWEIZER, Die schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 3. Aufl. 2014, N. 32 zu Art. 36 BV). Auf das betreffende Vorbringen der Beschwerdeführerin ist daher nicht weiter einzugehen. Gleiches gilt, soweit diese ihren Ausführungen zum Vorliegen eines öffentlichen Interesses sonst ihre Qualifikation von Art. 12.3 Abs. 2 BZO zugrunde legt. Wie es sich mit den Vorbringen der Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Richtplanpflicht gemäss Art. 8 Abs. 2 RPG verhält, braucht sodann nicht weiter geprüft zu werden. Wie aus den nachfolgenden Erwägungen hervorgeht, kommt dieser Frage keine entscheidwesentliche Bedeutung zu.