Citation: 1P.496/2000 08.09.2000 E. 3

3.- Der Beschwerdeführer rügt zur Hauptsache eine Verletzung der persönlichen Freiheit. Diese wird von Art. 10 Abs. 2 BV geschützt. Die Voraussetzungen eines Freiheitsentzugs werden in Art. 31 BV präzisiert. In diesem Rahmen sind auch die Rügen zu behandeln, die Anwendung des kantonalen Strafprozessrechts oder die Feststellung des Tatbestands hätten gegen das Willkürverbot verstossen, sowie seine Vorbringen, wonach das Verhältnismässigkeitsprinzip, das Beschleunigungsgebot oder die Rechtsgleichheit verletzt worden seien. Aus Art. 5, 8, 9 und 29 Abs. 1 BV sowie Art. 5 Ziff. 1 lit. c und Ziff. 3 sowie Art. 6 Ziff. 1 EMRK kann ein Untersuchungsgefangener, der seine Freilassung verlangt, keine zusätzlichen Ansprüche ableiten. Nach Zürcher Strafprozessrecht darf Untersuchungshaft nur angeordnet werden, wenn der Angeschuldigte eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtigt wird und ausserdem noch einer der speziellen Haftgründe der Flucht-, Wiederholungs-, Ausführungs- oder Kollusionsgefahr gegeben ist (§ 58 des Zürcher Gesetzes betreffend den Strafprozess vom 4. Mai 1919 [StPO/ZH, LS 321]). Bei staatsrechtlichen Beschwerden, die gegen einen Entscheid erhoben werden, der ein Haftentlassungsgesuch ablehnt, prüft das Bundesgericht angesichts von Art. 31 Abs. 1 BV und im Hinblick auf die Schwere des Eingriffes die Auslegung und Anwendung des kantonalen Rechts frei. Soweit jedoch reine Sachverhaltsfragen und damit Fragen der Beweiswürdigung zu beurteilen sind, greift das Bundesgericht nur ein, wenn die tatsächlichen Feststellungen der kantonalen Instanz willkürlich sind (BGE 123 I 268 E. 2d S. 271 mit Hinweis).