Citation: 6P.157/2003 27.02.2004 E. 7

7.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, das Obergericht habe die Aussagen von Entlastungszeugen willkürlich gewürdigt beziehungsweise überhaupt nicht berücksichtigt (Beschwerde S. 70 ff.). Ein Grund hiefür liege darin, dass der Polizeiwachtmeister L.________ in der Verhandlung vor dem Bezirksgericht als Zeuge ausgesagt habe, der frühere Verteidiger des Beschwerdeführers habe ihm gegenüber unter vier Augen erklärt, er habe sein Mandat niedergelegt, als man von ihm verlangt habe, Zeugen zu kaufen. Dieser Vorwurf habe den Gerichten suggeriert, dass alle Entlastungszeugen vom Beschwerdeführer gekauft worden seien. Der Beschwerdeführer weist darauf hin, dass er gegen den Polizeiwachtmeister L.________ am 10. Mai 2002 Strafanzeige wegen falschen Zeugnisses (Art. 317 StGB) erstattet hat und das Verfahren, in dem L.________ seine Behauptung aufrechterhalten und der Rechtsanwalt diese bestritten habe, noch hängig sei (Beschwerde S. 70 ff.). Nichts deutet jedoch darauf hin, dass das Obergericht aus diesem in der Beschwerde behaupteten Grunde die entlastenden Aussagen nicht zu Gunsten des Beschwerdeführers berücksichtigt habe. 7.2 Allerdings trifft es zu, dass sich das Obergericht mit den Aussagen des Zeugen Q.________ nicht ausdrücklich auseinander gesetzt hat. 7.2.1 Das Gericht befasst sich im angefochtenen Urteil nicht mit der Aussage dieses Zeugen, dass die vom Zeugen H.________ geschilderten Manöver praktisch nicht möglich seien (siehe staatsrechtliche Beschwerde S. 72 ff.). Darin liegt indessen entgegen der Meinung des Beschwerdeführers weder eine willkürliche Beweiswürdigung noch eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör. Zur Begründung kann auf die vorstehenden Ausführungen (E. 5.2) verwiesen werden. 7.2.2 Das Obergericht befasst sich im angefochtenen Entscheid auch nicht mit der Aussage des Zeugen Q.________ zur Frage, wie vorgegangen wird, wenn sich während des Helikopterflugs plötzlich die linke Tür (auf der Copiloten-Seite) öffnet. Das Obergericht durfte indessen willkürfrei ohne Rücksicht auf die diesbezüglichen Aussagen des Zeugen Q.________, die in der Beschwerde (S. 74 f.) zitiert werden, aus den im angefochtenen Urteil (S. 73) genannten Gründen sowie unter Hinweis auf die Aussagen von E.________ und T.________ (siehe angefochtener Entscheid S. 74) den Schluss ziehen, dass der Beschwerdeführer nicht deshalb auf dem obersten Plateau des Steinbruchs gelandet sei, weil er die Tür des Helikopters habe schliessen wollen. Im Übrigen ergibt sich aus den in der staatsrechtlichen Beschwerde (S. 74 f.) zitierten Aussagen bloss, dass der Zeuge Q.________ am nächst möglichen Punkt zu landen pflegt, wenn sich während des Flugs die Tür des Helikopters auf der Seite des Copiloten öffnet. Aus den Aussagen des Zeugen Q.________ ergibt sich entgegen den Andeutungen in der Beschwerde nicht, dass mit einem Helikopter des fraglichen Typs unverzüglich gelandet werden müsse, wenn sich die linksseitige Tür öffnet, etwa weil das Flugverhalten des Helikopters bei offener Tür unberechenbar und der Flug daher gefährlich sei. 7.3 Der Beschwerdeführer, der gemäss seinen Aussagen in den polizeilichen Einvernahmen in Deutschland den Flug vom 2. Juli 1990 mit dem Ziel unternahm, den Helikopter BELL vorsätzlich zum Absturz zu bringen, hatte nach der willkürfreien Feststellung des Obergerichts keinen Grund, wegen der geöffneten Tür zu landen, um diese zu schliessen. Der Beschwerdeführer näherte sich dem obersten Plateau des Steinbruchs, weil er den Helikopter an jener Stelle zum Absturz bringen wollte. Diese Feststellung des Obergerichts ist nicht willkürlich, zumal die Aussagen des Beschwerdeführers in den polizeilichen Einvernahmen in Deutschland, er habe den Helikopter dadurch zum Absturz bringen wollen, dass er ihn mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Felswand fliege, gemäss der willkürfreien, unangefochtenen Würdigung des Obergerichts völlig unglaubhaft ist. 7.4 Der Zeuge U.________ sagte aus, er sei wenige Tage vor dem Absturz, an einem Samstag, mit dem Beschwerdeführer im Helikopter BELL zum Steinbruch mitgeflogen. Dabei habe er nichts Auffälliges bemerkt. Das Obergericht durfte gestützt auf die Aussagen von H.________ und I.________ ohne Willkür zum Schluss kommen, dass der Beschwerdeführer am 30. Juni 1990, als er im Steinbruch die von den Zeugen beobachteten Manöver durchführte, allein im Helikopter war und dass daher der Zeuge U.________ zu einem anderen Zeitpunkt mit dem Beschwerdeführer mitgeflogen war. Was in der staatsrechtlichen Beschwerde (S. 76 ff.) gegen die Würdigung der diesbezüglichen Aussagen des Zeugen U.________ im angefochtenen Urteil (S. 69 f.) vorgetragen wird, ist appellatorische Kritik, die zur Begründung der Willkürrüge nicht genügt.