Citation: 5A_924/2012 E. 2.2

2.2. Das Obergericht hat gestützt auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin im Wesentlichen geprüft, ob dem Bezirksrichter krasse Fehler in der Prozessführung vorzuwerfen sind, welche den Anschein seiner Voreingenommenheit begründen. Es hat festgehalten, der Bezirksrichter habe (mit Verfügung vom 3. September 2010) den Parteien das rechtliche Gehör zu den Presseartikeln gewährt. Ob der Gehörsanspruch wirkungsvoll gewährt worden sei, sei für die Frage der Voreingenommenheit nicht ausschlaggebend. Aus der Zusendung der Presseartikel zur Stellungnahme könne nicht auf eine Vorbefassung des Bezirksrichters geschlossen werden. Der Bezirksrichter habe das Verfahren trotz Ablehnungsbegehren weiterführen dürfen (unter Hinweis auf ZR 101 Nr. 98), und die Kautionserhöhung im Parallelverfahren (FB060144) sei im Rechtsmittelverfahren geschützt worden (mit Hinweis auf Urteil 5A_385/2011 vom 25. Oktober 2011). Wenn der Prozess am 22. Februar 2011 spruchreif gewesen sei, habe der Bezirksrichter nicht zuwarten dürfen. Wohl hätte die Erstinstanz angeblich unbestrittene Tatsachen und Urkunden aus dem Parallelprozess, welche sie in den vorliegenden Prozess habe einführen wollen, den Parteien zur Stellungnahme unterbreiten müssen; ein krasser Verfahrensfehler liege indessen nicht vor. Weder aus einer antizipierten Beweiswürdigung noch dem Grundsatz, dass sich der Bezirksrichter mit den Tatsachenbehauptungen der Parteien nur auseinanderzusetzen habe, soweit sie zur Feststellung der massgeblichen Tatbestandselemente überhaupt notwendig sind, noch aus dem Umstand, dass Elemente aus dem Parallelprozess - alles Parteien des Astoria Agreements - herangezogen worden seien, könne eine "Urteilsbegründung von hinten her" und insgesamt eine Befangenheit begründet werden.