Citation: 5A_963/2022 E. 3.1

3.1. Was die streitbetroffene Erbteilung anbelangt, hält das Kantonsgericht vorab fest, im Berufungsverfahren sei allein noch die Bewertung der Nachlassgegenstände sowie die sich daraus ergebende Berechnung der den Beschwerdeführern unbestritten zugewiesenen Anteile an dem sich im Nachlass befindlichen Bankkonto zu prüfen (vgl. dazu auch hinten E. 4.2.2). Zwar würden die Beschwerdeführer auch die Bildung von 16 Losen, die Sistierung des Verfahrens und die Losziehung, eventuell die Versteigerung und subeventuell die Erbteilung nach gerichtlichem Ermessen beantragen. Diesbezüglich fehle es aber an einer inhaltlichen Kritik am erstinstanzlichen Vorgehen. Die Beschwerdeführer würden allein die bereits vor Bezirksgericht gestellten Anträge wiederholen, diese indessen nicht hinreichend begründen. Insoweit sei auf die Berufung daher nicht einzutreten. Die Beschwerdeführer erachten den Vorwurf als offensichtlich falsch, sie hätten in der Berufung das erstinstanzliche Vorgehen bei der Teilung der Erbschaft nicht kritisiert und ihre diesbezüglichen Anträge im Berufungsverfahren nicht hinreichend begründet. Tatsächlich hätten sie sich im Einzelnen mit den Ausführungen des Bezirksgerichts auseinandergesetzt und aufgezeigt, inwiefern die erstinstanzlichen Feststellungen abzuändern seien bzw. was abweichend zu beurteilen sei. Die Auseinandersetzung mit den erstinstanzlichen Feststellungen könne und müsse in der Berufungsbegründung erfolgen. Aus dieser ergebe sich klar, von welcher Zusammensetzung des Nachlasses die Beschwerdeführer ausgegangen seien. Das Kantonsgericht sei daher zu Unrecht auf die Berufung nicht eingetreten und habe die entsprechenden Fragen zu Unrecht unbeurteilt gelassen.