Citation: 4A_155/2020 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz ging unter Hinweis auf die erstinstanzlichen Ausführungen zu Recht davon aus, dass der Vertragsinhalt bei Vertragsschluss oder - soweit für diesen Zeitpunkt nichts Klares nachgewiesen wird - aufgrund der späteren Auftragsausführung konkludent vereinbart worden sein kann. Entsprechend war für sie entscheidend, dass Leistungen, wie die vom Beschwerdegegner erbrachten, üblicherweise entgeltlich sind und - dies stellte sie zwar nicht selber fest, verwies aber auf die diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdegegners - der Beschwerdeführer diese Leistungen ohne zu protestieren entgegengenommen habe bzw. dem Beschwerdegegner nie gesagt habe, er habe kein Interesse an dessen über das "ans Futter nehmen" hinausgehenden Leistungen. In tatsächlicher Hinsicht ist wie erwähnt erstellt, dass der Beschwerdegegner erst nach der Rückgabe von X.________, also nach mehr als zwei Jahren, Rechnung für seine Leistungen stellte. Die Erstinstanz hatte dazu ausgeführt, dies sei zwar ungewöhnlich, lasse jedoch nicht auf Unentgeltlichkeit schliessen. Dem hatte der Beschwerdeführer vor Vorinstanz widersprochen und geltend gemacht, diese Tatsache zeige, dass sich der Beschwerdegegner sehr wohl bewusst gewesen sei, dass eine unentgeltliche Leihe vereinbart worden sei. Angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdegegner während der ganzen Zeit keine finanziellen Ansprüche gestellt habe, könne keinesfalls von einer vorbehaltlosen Entgegennahme durch ihn ausgegangen werden. Lediglich die Auflösung der Beziehung zwischen dem Beschwerdegegner und seiner Mutter habe dazu geführt, dass der Beschwerdegegner im Nachhinein finanzielle Ansprüche gestellt habe. Darauf ging die Vorinstanz nicht weiter ein und hielt lediglich in Übereinstimmung mit dem Bezirksgericht fest, die späte Rechnungsstellung sei zwar ungewöhnlich, lasse aber nicht auf Unentgeltlichkeit schliessen. Ausserdem verwies sie darauf, dass der Beschwerdeführer selber von einer ihm zu entgeltenden Leistung ausgegangen sei, als der Beschwerdegegner umgekehrt im Februar 2017 sein Pferd Y.________ bei ihm eingestellt habe.