Citation: U 503/06 07.11.2007 E. 5

5.1 Gestützt auf die medizinische Aktenlage (E. 3 hievor) ist davon auszugehen, dass im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung auf den 30. Oktober 2004 die physischen Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437). Der Vorinstanz ist demnach beizupflichten, dass die Adäquanz nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff.) zu beurteilen ist. Es kann mithin offen bleiben, ob der Versicherte ein HWS-Schleudertrauma bzw. eine äquivalente Verletzung erlitten hat. 5.2 Die Einwendungen des Beschwerdeführers vermögen zu keinem anderen Ergebnis zu führen. 5.2.1 Aus dem Gutachten des Neurologen und Psychiaters Dr. med. M.________ vom 31. Oktober 2003 kann der Versicherte nichts zu seinen Gunsten ableiten. Zwar legte Dr. med. M.________ dar, in der neurologischen Untersuchung falle ein schweres Zervikalsyndrom auf. Gleichzeitig führte er aber aus, hiefür gebe es in den umfangreichen radiologischen Abklärungen kein organisches Korrelat. Er empfehle eine Verlaufskontrolle im Sinne eines Nativröntgens der HWS ap/seitlich/schräg. Sofern dieses Röntgen normal ausfalle, müsse man auch an die Möglichkeit einer Somatisierungsstörung denken. In der detaillierten neurologischen Untersuchung fänden sich keine Hinweise auf eine Verletzung des zentralen oder peripheren Nervensystems. Hingegen seien die Angaben des Versicherten bei den Untersuchungen, bei denen seine Mitarbeit erforderlich sei, stark wechselnd. Darunter falle z.B. die Streubreite des Vibrationssinnes an allen vier Extremitäten, die wechselnden Angaben bezüglich Berührungs- und Temperaturempfinden, ohne dass man reproduzierbar ein Areal von Hypo- der Hypersensibilität finden könne, und die Schwierigkeiten in den Koordinationsprüfungen. Ein Absinken eines Armes im Vorhalteversuch ohne Pronation sei nur durch eine psychogene Ursache erklärbar. Der Symptomkomplex von chronischen Schmerzen, Schlafstörungen, verminderter Belastbarkeit, Schwindel, Gangunsicherheit, allgemeiner Zittrigkeit und Konzentrationsstörungen sei vereinbar mit einer Somatisierungsstörung. Im Anschluss an den Unfall sei es zu einer akuten Belastungssituation, später zu einer Anpassungsstörung gekommen, die gemäss ICD-10 nur während 6 Monaten als solche bezeichnet werden dürfe. Jetzt handle es sich um eine länger dauernde depressive Episode mit Somatisierungsstörung (ICD-10: F45). Gestützt auf die Empfehlung des Dr. med. M.________ wurde am 18. November 2003 im Spital X.________ ein Röntgen der HWS ap/liegend, seitlich und beidseits schräg sitzend und Dens transbucal gezielt liegend durchgeführt. Diese Untersuchung ergab eine morphologisch normale HWS. Demnach ist auch gestützt auf die Beurteilung des Dr. med. M.________ davon auszugehen, dass das schwere Zervikalsyndrom hauptsächlich auf die psychische Ursache, von ihm als Somatisierungsstörung qualifiziert, zurückzuführen ist. 5.2.2 Nicht gefolgt werden kann dem Einwand des Versicherten, das Gutachten des Dr. med. K.________ sei in sich widersprüchlich. Entgegen der Auffassung des Versicherten ging Dr. med. K.________ nicht von einem schweren Zervikalsyndrom aus, sondern legte dar, Dr. med. M.________ habe ein solches diagnostiziert. Dr. med. K.________ selber hat das von Dr. med. M.________ beschriebene Zervikalsyndrom als zweitrangig gegenüber der psychischen Problematik bezeichnet. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Versicherte unter den gegebenen Umständen aus der Tatsache, dass Dr. med. K.________ ausführte, die strenge Zimmermannsarbeit komme für ihn bei nicht mehr vorhandener Kondition und persistierendem Zervikalsyndrom nicht mehr in Betracht.