Citation: 2C_402/2017 E. 3.2

3.2. Bezüglich der geltend gemachten Verletzung des Gebots rechtsgleicher Behandlung hält die Beschwerdeführerin der vorinstanzlichen Argumentation, wonach das Studienreglement RW 2009 für alle Studentinnen und Studenten die gleiche Regelung zur Anrechnung von Leistungsnachweisen vorsah und die Berechnung der Gesamtnote bis heute für alle auf dieselbe Weise erfolgt, nichts Stichhaltiges entgegen. Insbesondere ist nicht erheblich, dass Studentinnen und Studenten, die das Masterstudium nach ihr anfingen, auf der Internetseite der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern zusätzliche Informationen zur Berechnungsweise der Gesamtnote des Masterabschlusses abrufen konnten bzw. können. Da sich die Berechnungsweise nicht verändert hat und keine Informationspflicht des Dekanats bestand, ist darin keine rechtsungleiche Behandlung zu erblicken. Hinsichtlich der Ausführungen zur Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots infolge der fehlenden Möglichkeit für Studentinnen und Studenten, genügende Prüfungen zu wiederholen, ist nicht ersichtlich, was die Beschwerdeführerin daraus betreffend den vorliegenden Fall ableitet. Das Ergebnis der Prüfung im Fach "Straf- und Massnahmenvollzug" ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens und wurde von der Beschwerdeführerin in keinem Zeitpunkt angefochten. Sie hat vor keiner Instanz beantragt, diese oder eine andere Prüfung trotz genügender Benotung wiederholen zu dürfen. Im Übrigen ist daran zu erinnern, dass sich die Rechtsgleichheit nur auf den Zuständigkeitsbereich ein und derselben Behörde bzw. Gebietskörperschaft bezieht (BGE 138 I 321 E. 5.3.6 S. 329; 125 I 173 E. 6d S. 179; BERNHARD WALDMANN, in: Waldmann/Epiney/Belser [Hrsg.], Basler Kommentar der Bundesverfassung, 2015, N. 25 zu Art. 8 BV). Wenn in anderen Kantonen andere Regeln betreffend die Wiederholung von universitären Prüfungen festgelegt wurden, kann darin keine Verletzung der Rechtsgleichheit liegen. Die Beschwerdeführerin vermag nach dem Gesagten keine rechtsungleiche Behandlung aufzuzeigen. Das Rechtsgleichheitsgebots gemäss Art. 8 BV ist nicht verletzt.