Citation: 4A_665/2016 E. 3.5.1

3.5.1. Die Vorinstanz ging weiter der Frage nach, wer das Geld für das Darlehen vom 10. August 2005 bereitgestellt hatte. Sie stützte sich auch hier auf die erstinstanzlichen Erwägungen. Danach sei die Darlehenssumme von Fr. 400'000.-- mit Valutadaten vom 17. und 21. Juli 2005 in zwei Raten auf das Konto "Klientengelder" von D.________ überwiesen und von dort am 25. August 2005 auf das von der Beschwerdegegnerin 2 genannte Konto überwiesen worden. Nachdem der Zeuge G.________ darauf hingewiesen habe, dass auf den beiden Gutschriftanzeigen vom 17. und 21. Juli 2005 nicht ersichtlich sei, wer das Geld auf das Klientengelder-Konto einbezahlt habe, da bei der Position "auftraggebende Bank" keine Informationen ersichtlich seien, sei D.________ dazu befragt worden. Dieser habe zunächst keine Angaben gemacht. Im Nachgang zur Beweisverhandlung habe er dem Gericht aber die beiden Gutschriftanzeigen für sein Klientengelder-Konto im Original eingereicht; auf diesen Dokumenten sei nunmehr die auftraggebende Bank - die I.________ Ltd. - aufgeführt gewesen. Dies lasse keinen anderen Schluss zu, als dass es der Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren an der Verschleierung des Zahlungsflusses gelegen sei. Nachdem diese Informationen bekannt geworden seien, hätten die Beschwerdegegner geltend gemacht, die vom Konto der I.________ auf das Klientengelder-Konto überwiesenen Gelder würden ursprünglich von F.________ stammen. Sie verwiesen dabei auf die Editionsverfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 13. Juli 2012 und später auf den in der gleichen Strafuntersuchung gegen D.________ am 27. März 2015 ergangenen Strafbefehl. Aus der Editionsverfügung gehe - so das erstinstanzliche Gericht - hervor, dass F.________ an den Vermögenswerten des Kontos bei der I.________ wirtschaftlich berechtigt sei. Der rechtskräftig gewordene Strafbefehl halte dazu fest, dass das Geld aus dem Verkauf von Aktien stamme, welche D.________ gemäss eigenen Aussagen zuvor von F.________ in Form eines Aktienzertifikates erhalten habe. Damit sei erstellt, dass das Geld für das Darlehen vom 10. August 2005 nicht von der Beschwerdeführerin, sondern von F.________ stamme. Die Vorinstanz erwog weiter, die Beschwerdeführerin beanstande zu Unrecht, dass die Editionsverfügung und der Strafbefehl als Noven zugelassen worden seien. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin sei nicht von Belang, ob der Zeuge G.________ aus einem anderen Verfahren bereits seit längerer Zeit über das I.________-Konto informiert gewesen sei. Der Zeuge sei im vorliegenden Verfahren nicht Partei. Das erstinstanzliche Gericht habe zudem bereits darauf hingewiesen, dass sein damaliger Rechtsvertreter, der im vorliegenden Verfahren auch die Beschwerdegegner vertrete, aus Gründen des Berufsgeheimnisses keine Informationen habe weitergeben dürfen. Die Beschwerdegegner seien offensichtlich nur im Besitz der abgedeckten Gutschriftanzeigen gewesen, da sie im erstinstanzlichen Verfahren nur diese eingereicht hätten. Die Vorinstanz bestätigte die Beweiswürdigung des erstinstanzlichen Gericht, wonach die Beschwerdeführerin die Herkunft der Mittel für das Darlehen vom 10. August 2005 habe verheimlichen wollen. Die Aussage von D.________, das auf sein Klientengelder-Konto einbezahlte Geld stamme von einem Konto der Beschwerdeführerin selbst, habe sich im Nachhinein als unrichtig erwiesen. Es wäre erstaunlich, wenn genau diejenigen Informationen, welche die Verbindung zu F.________ bestätigten, rein zufällig unsichtbar gemacht worden wären. D.________ habe als Vertreter der Beschwerdeführerin um die zentrale Bedeutung der Herkunft der Mittel für das Darlehen vom 10. August 2005 wissen müssen, als er die abgedeckten Gutschriftanzeigen eingereicht habe.