Citation: U 413/06 11.12.2006 E. 3

Zu prüfen bleibt, ob die Einstellung der Taggeldleistungen per 2. September 2002 auf Grund uneingeschränkter Arbeitsfähigkeit zu Recht erfolgte. Im Zentrum steht dabei die Beurteilung des von den Ärzten diagnostizierten Schädelhirntraumas und allenfalls auch des Schleudertraumas der Halswirbelsäule oder einer äquivalenten Verletzung (vgl. insbesondere die Berichte des Dr. med. A.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, vom 30. September 2004, des Dr. med. B.________, SUVA Zürich, vom 3. Juni 2004, des Dr. med. C.________, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie, Fachärzte-Zentrum, vom 1. Juni 2004, des PD Dr. med. D.________, Leitender Arzt, Universitätsklinik, vom 7. Mai 2004, des Prof. Dr. med. E._________, Spezialarzt für Neuroradiologie, vom 16. Januar 2004 sowie von Frau Dr. med. F.________ und lic. phil. G.________, Neuropsychologisches Ambulatorium, vom 31. Januar 2003). 3.1 Im angefochtenen Entscheid wird gestützt auf die medizinische Aktenlage die Annahme der SUVA hinsichtlich einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit als richtig und nachvollziehbar eingestuft. Das kantonale Gericht stützt sich dabei insbesondere auf die Einschätzung des SUVA-Kreisarztes Dr. med. B.________, der dem Versicherten eine volle Arbeitsleistung attestierte und die Auffassung vertritt, dass die Einstellung der Taggeldleistungen per 2. September 2002 zu Recht erfolgte. 3.2 Der Beschwerdeführer behauptet, der Bericht des Dr. med. B.________ gehe fälschlicherweise von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit aus. Der Arzt habe ausser Acht gelassen, dass er, der Versicherte, nach dem Unfall ab dem 2. September 2002 nur noch an einem Tag pro Woche in der Firma X.________ AG gearbeitet habe. Ferner dürften auch die Angaben der Mitarbeiter der Firma nicht berücksichtigt werden, da auf Grund der hohen Anzahl Teilzeitbeschäftigter eine konkrete Beurteilung der Arbeitsleistung durch diese nicht möglich sei. 3.3 Dr. med. B.________ begründete die volle Arbeitsfähigkeit in seinem Bericht vom 3. Juni 2004 nicht nur mit der am 2. September 2002 aufgenommenen Tätigkeit, sondern stützte sie unter anderem auch auf den Bericht des Prof. Dr. med. E._________ vom 16. Januar 2004 sowie die Beurteilung des Dr. med. D.________ vom 7. Mai 2004. Während Prof. E._________ davon ausging, dass die Osteochondrose C5/6 vorbestanden habe und nicht eine Folge des Unfalles sein dürfte, hielt PD Dr. med. D.________ explizit fest, klinisch-neurologisch und neuropsychologisch seien die Befunde unauffällig. Obwohl weitere medizinische Berichte im Recht liegen und, wie bereits die Vorinstanz feststellte, die Befunde divergieren, findet eine Einschränkung der möglichen Arbeitsleistung darin keine Stütze. Selbst wenn der Versicherte subjektiv eine kognitive Verschlechterung wahrnimmt, schnitt er bei sämtlichen Tests (vgl. zum Beispiel Bericht vom 31. Januar 2003) überdurchschnittlich ab. Der Beschwerdeführer versucht seine Leistungseinschränkung denn auch nicht mit den medizinischen Akten zu belegen, sondern anhand der Arbeitsrapporte. Aus diesen geht hervor, dass er vom 2. September bis zu seiner Kündigung per Ende November 2002 nur noch an einem Tag in der Woche arbeitete. Zwar betrug sein Arbeitseinsatz vor dem Unfall für die Firma X.________ AG drei Tage pro Woche; auf Grund der medizinischen Unterlagen können jedoch gesundheitliche Beweggründe für eine Pensenreduktion ausgeschlossen werden. Entgegen den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind sodann die Angaben des Personalchefs der X.________ AG zu berücksichtigen, zumal sie in Anwesenheit des Rechtsvertreters gemacht wurden und unbestritten blieben (Protokoll vom 24. Juni 2004). Demnach erfolgte die Arbeitsreduktion wegen betriebsorganisatorischer Angelegenheiten. Ferner führte der Personalchef aus, der Versicherte habe dieselbe Arbeit wie vor dem Unfall verrichtet, wobei keine Leistungseinbusse festgestellt worden sei. Schliesslich entzieht die eingereichte Klage gegen den Arbeitgeber, mit welcher der Beschwerdeführer den Lohn für ein Arbeitspensum von drei Tagen pro Woche (wie vor dem Unfall) verlangte und auch durch das Arbeitsgericht zugesprochen erhielt, den Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde die logische Grundlage. Mit der Vorinstanz ist auf eine volle Arbeitsleistung zu schliessen. Der kantonale Entscheid ist demnach rechtens.