Citation: 9C_539/2022 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz hat bei der Festsetzung des Honorars für die unentgeltliche Rechtsvertreterin berücksichtigt, dass diese "gemäss den Akten bereits im Vorbescheidverfahren involviert war (VB 181 S. 2 unten) ". Die Beschwerdeführerin wirft dem kantonalen Gericht im Wesentlichen eine offensichtlich unrichtige resp. willkürliche (Art. 9 BV) Sachverhaltsfeststellung vor, indem es entgegen der Anwaltsvollmacht vom 11. März 2022 bereits für das verwaltungsinterne Verfahren eine Rechtsvertretung angenommen habe. Zudem habe es den kantonalen Anwaltstarif willkürlich angewendet, weil es ihr nicht die in invalidenversicherungsrechtlichen Streitigkeiten übliche Pauschale von Fr. 3'300.-, sondern eine ohne triftigen Grund um rund 25 % gekürzte und somit unhaltbar tiefe Entschädigung zugesprochen habe. Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV); es fehle eine nachvollziehbare Begründung, weshalb ihre Entschädigung abweichend von der Praxis gekürzt worden sei.