Citation: 2C_1005/2017 E. 3.3

3.3. Für die aufenthaltsbeendende Massnahme gegenüber dem Beschwerdeführer besteht eine gesetzliche Grundlage (Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG in Verbindung mit Art. 63 Abs. 2 AuG und Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG). Mit seiner strafrechtlichen Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten hat der Beschwerdeführer einen gesetzlichen Tatbestand für den Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung gesetzt. Der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung kann, entgegen seinen Vorbringen in der Beschwerdeschrift, auch nicht als unverhältnismässig (Art. 5 Abs. 2 BV; Art. 96 AuG) bzw. als in einer demokratischen Gesellschaft zur Wahrung bestimmter öffentlicher Interessen nicht erforderlich (Art. 8 Ziff. 2 EMRK) qualifiziert werden (vgl. oben, E. 3.3). Der Beschwerdeführer hat die sexuelle, psychische und physische Integrität seiner vormaligen Lebenspartnerin auf äusserst gravierende Weise und über einen sehr langen Zeitraum verletzt, und zeigt auch in seiner dem Bundesgericht eingereichten Beschwerdeschrift keine Einsicht in seine Taten. Dem unter dem Druck der strafrechtlichen Bewährung gezeigten Wohlverhalten kommt keine ausschlaggebende Bedeutung zu. Diese Sexual- und Gewaltdelikte begründen zusammen mit den übrigen Delikten, wozu auch Betäubungsmitteldelikte zählen, ein sehr hohes öffentliches Interesse an einer Ausreise des Beschwerdeführers aus der Schweiz. Dieses öffentliche Interesse wird durch die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem weiteren Verbleib nicht aufgewogen. Der Beschwerdeführer ist erst im Alter von 25 Jahren in die Schweiz eingereist, weshalb davon auszugehen ist, dass er mit dem Staat Marokko, wo er aufgewachsen ist und dessen Staatsbürgerschaft er nach eigenen Angaben nach wie vor besitzt, vertraut ist. Aus den Akten geht hervor, dass Arabisch seine Muttersprache ist. Eine Rückreise in seinen Heimatstaat Marokko ist ihm ohne Weiteres zumutbar, weshalb vorliegend offen bleiben kann, ob ihm auch eine Rückreise nach Italien offen steht. Angesichts des klar überwiegenden, durch die Schwere der Straftaten und seinem Verschulden begründeten öffentlichen Interesse an seiner Ausreise, welcher angesichts seiner geringen Integration und der fast erreichten Volljährigkeit seines Sohnes, für welchen er weder sorge- noch obhutsberechtigt ist, auch sein langjähriger Aufenthalt in der Schweiz nicht entgegen steht, erweist sich der angefochtene Entscheid auch unter dem Aspekt von Art. 13 BV und Art. 8 EMRK als rechtmässig. Die Beschwerde erweist sich in allen Punkten als unbegründet und ist abzuweisen.