Citation: U 362/00 11.11.2003 E. 2

Streitig und zu prüfen ist zunächst, in welchem Ausmass der Versicherte unfallbedingt in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt ist. 2.1 Gemäss Austrittsbericht der Klinik X.________ vom 14. November 1996 leidet der Beschwerdeführer als Folgen des Unfalls vom 27. August 1995 an bewegungs- und belastungsabhängigen Schmerzen im Hüft- und Kniegelenk links sowie an belastungsabhängigen Schmerzen und einer leichten Bewegungseinschränkung im Bereich des linken Vorderarms. Die Gehfähigkeit ist vor allem auf unebenem Boden sowie über längere Dauer (nicht länger als ½ Stunde) eingeschränkt. Aufwärts- und Abwärtsgehen sowie Treppensteigen sind nur beschränkt möglich. Die Stehdauer ist ebenfalls eingeschränkt. Sitzen über längere Zeit ist möglich, muss aber immer wieder unterbrochen werden. Das Tragen von Gewichten bis höchstens 10 kg ist zumutbar, repetitiv jedoch erschwert. Aufgrund der Unfallfolgen kann der Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Bauarbeiter nicht mehr verrichten. Wie die während des Aufenthalts in der Klinik X.________ durchgeführte berufliche Abklärung ergeben hat, sind ihm vorwiegend sitzend zu verrichtende, sehr einfache, schnell erlernbare und repetitive Arbeiten (idealerweise am Förderband), wie sie beispielsweise bei der Montage von Elektrogeräten vorkommen, zumutbar. Dass er eine solche Arbeit vollzeitlich ausführen könnte, wird als eher unwahrscheinlich bezeichnet; es könnten ihm etwa sieben Stunden (vier Stunden vormittags und drei Stunden nachmittags) zugemutet werden. 2.2 Mit der Vorinstanz besteht kein Grund, von dieser Beurteilung abzugehen. Sie erfüllt die für den Beweiswert ärztlicher Berichte und Gutachten geltenden Anforderungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a) und vermag in den Schlussfolgerungen zu überzeugen. Gestützt hierauf ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer eine geeignete leichte Tätigkeit während sieben Stunden im Tag zumutbar ist. Der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Auffassung, wonach es sich dabei lediglich um die Präsenzzeit handle und wegen der erforderlichen Pausen effektiv nur eine Arbeitszeit von sechs Stunden möglich sei, kann nicht gefolgt werden. Zwar trifft es zu, dass im Austrittsbericht der Klinik X.________ vom 14. November 1996 von der Notwendigkeit wiederholter Pausen die Rede ist. Nähere Angaben hiezu werden jedoch nicht gemacht, und es wird lediglich festgestellt, die ganztags erbrachte Arbeitsleistung müsste in zwei Blöcke von vier Stunden am Vormittag und drei Stunden am Nachmittag mit verlängerter Mittagspause aufgeteilt werden. Im Bericht über die berufliche Abklärung vom 6. November 1996 wird eine darüber hinausgehende Notwendigkeit von Pausen nicht erwähnt; zudem wird darauf hingewiesen, dass der Versicherte den vorgegebenen Arbeitsrhythmus und die damit verbundenen körperlichen Belastungen ohne grössere Probleme bewältigt habe. Des Weitern ist festzustellen, dass erfahrungsgemäss auch für gesunde Arbeitnehmer die Möglichkeit besteht, bei manuellen Tätigkeiten kurze Pausen einzulegen. Es besteht deshalb kein Anlass, die von der Rehaklinik als zumutbar bestätigte Arbeitszeit von sieben auf sechs Stunden täglich herabzusetzen. Weiterer Abklärungen zur Arbeitsfähigkeit bedarf es nicht. Es besteht auch kein Grund zur Annahme, die verbleibende Arbeitsfähigkeit sei auf dem allgemeinen (ausgeglichenen) Arbeitsmarkt nicht verwertbar. Dass geeignete Arbeitsmöglichkeiten existieren, belegen die von der SUVA für die Invaliditätsbemessung herangezogenen Arbeitsplatzprofile.