Citation: U 443/06 27.11.2006 E. 4

Unabhängig davon, ob von einem Rückfall oder - wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht - von einer Fortsetzung des Grundfalles auszugehen ist, stellt sich einzig die Frage nach der Rechtmässigkeit der Taggeldeinstellung gemäss Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2004. 4.1 Der Beschwerdeführer bringt - wie schon im kantonalen Verfahren - erneut vor, die SUVA hätte den Fall schon deshalb nicht mittels Rentengewährung abschliessen dürfen, weil noch berufliche Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung zu erwarten waren. Mit dieser Argumentation hat sich bereits die Vorinstanz einlässlich auseinander gesetzt und dabei erkannt, dass die durchwegs ergebnislos verlaufenen Abklärungen der Invalidenversicherung hinsichtlich beruflicher Vorkehren keinen Hinderungsgrund für einen Fallabschluss seitens des Unfallversicherers darstellten. Dies ist unter Hinweis auf die Erwägungen im kantonalen Entscheid vollumfänglich zu bestätigen. Die Invalidenversicherung hat bis zum Erlass des Einspracheentscheids vom 3. Dezember 2004 nie konkrete Eingliederungsmassnahmen beschliessen können, sondern wiederholt nur diesbezügliche Möglichkeiten zu evaluieren versucht, ohne dabei jedoch erfolgversprechende Ergebnisse zu finden. Auch die SUVA selbst hat, inbesondere in der Rehaklinik X.________, wiederholt geprüft, welche Vorkehren für eine wirksame berufliche Wiedereingliederung in Betracht fallen könnten, dabei aber immer wieder feststellen müssen, dass der Versicherte einerseits unrealistische Berufswünsche hegte, andererseits aber durchaus in der Lage wäre, sich auch ohne Inanspruchnahme beruflicher Eingliederungsmassnahmen einer Sozialversicherung um eine geeignete und zumutbare Beschäftigung zu kümmern. Dass die Taggeldeinstellung, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltend gemacht wird, verfrüht erfolgte, kann unter diesen Umständen nicht gesagt werden. Auch die nach Erlass des Einspracheentscheids vom 3. Dezember 2004 von der Invalidenversicherung wiederum aufgenommene Abklärung möglicher beruflicher Vorkehren ändert daran nichts, war dieser Umstand von der Vorinstanz doch schon aus den in Erwägung 2 hievor genannten Gründen nicht zu berücksichtigen und muss er auch im Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht unbeachtet bleiben. 4.2 Ausführlich und gründlich geprüft hat das kantonale Gericht die im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom 3. Dezember 2004 vorhandenen medizinischen Unterlagen und insbesondere die ärztlichen Stellungnahmen zum verbliebenen Leistungsvermögen. Seine Schlussfolgerung, wonach ganztägige Arbeitseinsätze unter Berücksichtigung der gesundheitsbedingten Einschränkungen, so etwa Überwachungs- und Kontrolltätigkeiten sowie Kurier- und Botendienste, möglich und zumutbar sind, geben auf Grund der - im Übrigen bereits im kantonalen Verfahren einlässlich gewürdigten - Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu keinen weiteren Bemerkungen seitens des Eidgenössischen Versicherungsgerichts Anlass. Der gegenüber der SUVA erhobene Vorwurf, die leidensbedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit sowie den psychischen Gesundheitszustand nicht hinreichend abgeklärt zu haben, ist, wie schon das kantonale Gericht zu Recht erkannte, unbegründet. Eine zusätzliche Begutachtung ist angesichts der gut dokumentierten Aktenlage nicht erforderlich. 4.3 Was schliesslich die Bestimmung des ohne Unfallfolgen hypothetisch erzielbaren Verdienstes (Valideneinkommen) anbelangt, ist mit der Vorinstanz zunächst festzustellen, dass keine konkreten Anhaltspunkte vorliegen, welche die Annahme eines ohne Unfall verwirklichten beruflichen Aufstiegs stützen könnten. Dass der vor dem Unfall vom 18. Mai 1996 erzielte Lohn im unterdurchschnittlichen Bereich lag, ist von der SUVA bereits insofern korrekt berücksichtigt worden, als auch der trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung als realisierbar erachtete Verdienst (Invalideneinkommen) entsprechend 26 % tiefer angesetzt wurde als die sich aus der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik für das Jahr 2002 ergebenden Werte. Auch das Invalideneinkommen wurde - wie im kantonalen Entscheid nochmals aufgezeigt wird - unter Zuhilfenahme der statistisch belegten Lohnannahmen gemäss LSE korrekt ermittelt. Der auf 22 % festgelegte rentenrelevante Invaliditätsgrad hält einer gerichtlichen Überprüfung in jeder Hinsicht stand.