Citation: I 553/06 10.05.2007 E. 6

Streitig und zu prüfen ist schliesslich die Invaliditätsbemessung im Haushalt. 6.1 Die krankheitsbedingte Einschränkung in den häuslichen Verrichtungen wurde von der Verwaltung in Abweichung vom Bericht über die Abklärung an Ort und Stelle vom 10. Oktober 2001 gestützt auf den Bericht des EPD vom 5. November 2001 auf 10 % festgesetzt. Das kantonale Gericht ging gestützt auf den Abklärungsbericht Haushalt vom 10. Oktober 2001 von einer Einschränkung in den häuslichen Verrichtungen von 34 % aus, wohingegen die Beschwerdeführerin eine höhere Einschränkung geltend macht. 6.2 Der Abklärungsbericht im Haushalt ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten. Trotzdem stellt er rechtsprechungsgemäss grundsätzlich auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, d.h. die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht. Einzig wenn es zu Divergenzen zwischen den Ergebnissen der Haushaltabklärung und den ärztlichen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person kommt, ihre Haushalttätigkeit trotz des psychischen Leidens noch verrichten zu können, ist der medizinischen Einschätzung in der Regel grösseres Gewicht beizumessen als der Abklärung im Haushalt (zum Ganzen: SVR 2005 IV Nr. 21 S. 84 E. 5.1.1, I 249/04, mit Hinweisen; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 463/05 vom 12. Oktober 2005, E. 3.2 mit Hinweisen). 6.3 Vorliegend ist das kantonale Gericht trotz der abweichenden medizinischen Einschätzung zu Gunsten der Beschwerdeführerin von der höher gewichteten Einschränkung im Abklärungsbericht von 34 % ausgegangen. Für die Annahme einer noch höheren Einschränkung fehlen, wie die Vorinstanz einlässlich und überzeugend dargelegt hat, insbesondere auch in Anbetracht der ärztlichen Einschätzung vom 5. November 2001 jegliche Anhaltspunkte. Dem Argument einer allfälligen Verschlechterung seit Erstellung des Abklärungsberichts ist mit dem kantonalen Gericht entgegenzuhalten, dass im Rahmen der Schadenminderungspflicht einerseits die zufolge höherer Arbeitsunfähigkeit im Erwerbsbereich gewonnene Zeit für den Haushaltbereich einzusetzen und andrerseits nach wie die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch zu nehmen ist.