Citation: 4A_335/2024 E. 3.3.3

3.3.3. Auch, soweit die Beschwerdeführerin die Abweisung ihres Begehrens um Aktenedition (Art. 160 Abs. 1 lit. b ZPO) durch die kantonalen Instanzen kritisiert, geht ihre Rüge fehl. Die Beschwerdeführerin tut nicht dar, dass die Vorinstanz willkürlich erwogen hätte, es liege eine unzulässige Beweisausforschung vor. Sie macht auch vor Bundesgericht nicht geltend, dass ihr die verlangten Informationen - entgegen der Vorinstanz - bekannt wären. Wie die Vorinstanz zu Recht erwog, dient die Edition von Urkunden nach den Vorgaben der ZPO nicht der Klärung des Sachverhalts, sondern zu dessen Beweis (vgl. Urteil 4A_323/2022 vom 5. Dezember 2022 E. 6.2.1). Zudem muss ein Editionsbegehren hinreichend spezifiziert sein. Es ist exakt anzugeben, welche Tatsachen die zu edierenden Urkunden belegen sollen (vgl. Urteil 4A_565/2021 vom 21. Dezember 2021 E. 4.2). Diesen Anforderungen ist die Beschwerdeführerin nicht nachgekommen, indem sie die Edition sämtlicher Korrespondenz zwischen der Beschwerdegegnerin und der Lieferantin verlangt hat. Daran ändert nichts, dass das Ausforschungsverbot gemäss Darstellung der Beschwerdeführerin in erster Linie verhindern soll, dass eine Partei ihren Informationsanspruch dazu missbraucht, einen bloss vermuteten Hauptanspruch ausfindig zu machen. Auch entbindet der Umstand, dass angeblich genügend Hinweise auf eine Persönlichkeitsverletzung bestanden, die Beschwerdeführerin nicht davon, die zu edierenden Unterlagen genau zu benennen. Es kann keine Rede davon sein, dass die Vorinstanz in überspitzten Formalismus verfallen wäre. Ihre Behauptung, wonach ihr Anspruch aus Persönlichkeitsverletzung lediglich der Höhe nach streitig sei, belegt die Beschwerdeführerin nicht. Im Übrigen lehnte die Vorinstanz einen vertraglichen Anspruch aus Persönlichkeitsverletzung überzeugend mit der Begründung ab, dass das Zustandekommen einer Vereinbarung nicht erwiesen sei.