Citation: 7B_1287/2024 E. 3.2.1

3.2.1. Die Einwände des Beschwerdeführers lassen den vorinstanzlich bejahten Haftgrund der Fluchtgefahr nach Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO nicht dahinfallen. Er wurde von der Vorinstanz zu einer Freiheitsstrafe von 66 Monaten verurteilt. Wie er richtig vorbringt, hat er davon bereits 999 Tage, was rund 33 Monaten entspricht, im Rahmen des vorzeitigen Strafvollzugs verbüsst. Ihm droht damit aber noch immer eine empfindliche Reststrafe von mehr als zweieinhalb Jahren, was die Vorinstanz zu Recht als gewichtigen Fluchtanreiz werten durfte. Nicht zielführend ist in diesem Zusammenhang die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe bei der ihm noch drohenden Reststrafe übersehen, dass er gemäss Art. 86 Abs. 1 StGB nach der Verbüssung von zwei Dritteln der Freiheitsstrafe einen Anspruch auf bedingte Entlassung habe. Ihm drohe damit lediglich noch eine Reststrafe von 340 Tagen, was für ihn keinen Fluchtanreiz darstelle. Die Gewährung der bedingten Entlassung nach zwei Dritteln der Strafe hängt vom Verhalten der Person im Strafvollzug und von der Prognose hinsichtlich ihres zukünftigen Verhaltens in Freiheit ab (Art. 86 Abs. 1 StGB). Im Zeitpunkt des angefochtenen Beschlusses der Vorinstanz befand sich der Beschwerdeführer in Freiheit, weshalb aktuell noch gar keine zuverlässige Prognose hinsichtlich einer möglichen bedingten Entlassung gemacht werden kann. Ohnehin ist die Möglichkeit der bedingten Haftentlassung im Haftverfahren grundsätzlich nicht zu berücksichtigen (BGE 145 IV 179 E. 3.4) und macht der Beschwerdeführer jedenfalls keine Umstände geltend, die eine Abweichung von diesem Grundsatz ausnahmsweise rechtfertigen würden (siehe dazu BGE 143 IV 160 E. 4.2; Urteil 1B_495/2022 vom 20. Oktober 2022 E. 6.2.2; je mit Hinweisen).