Citation: 8C_689/2019 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz hat demnach richtig erkannt, dass die vom Beschwerdeführer geklagte schmerzhafte Bewegungseinschränkung der linken Schulter keinem organischen Korrelat zugeordnet werden kann. Soweit sie aber allein deshalb einen natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 11. April 2014 verneint, greift diese Begründung zu kurz. Aus einer fehlenden Objektivierbarkeit der Beschwerden kann nicht ohne Weiteres geschlossen werden, es bestehe kein natürlicher Kausalzusammenhang zum Unfallereignis (vgl. Urteil U 334/05 vom 1. März 2006 E. 2.3). Auch bei fehlender Objektivierbarkeit der geklagten Beschwerden kann eine Leistungspflicht des Unfallversicherers bestehen, sofern die Beschwerden in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall stehen. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438; 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 42 S. 150, 8C_813/2017 E. 3.2). Während bei der Frage, ob ein Kausalzusammenhang überhaupt jemals gegeben ist, die versicherte Person beweisbelastet ist, trägt die Unfallversicherung die Beweislast für einen behaupteten Wegfall der Kausalität aufgrund des Erreichens des Zustands, wie er vor dem Unfall bestand oder sich ohne diesen ergeben hätte (Status quo sine vel ante; SVR 2019 UV Nr. 9 S. 26; 8C_421/2018 E. 3.2; SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55, 8C_331/2015 E. 2.1.1). Der Beschwerdeführer macht zu Recht geltend, der Nachweis für das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen sei bisher nicht erbracht worden. So begründet Dr. med. E.________ die fehlende natürliche Unfallkausalität in Bezug auf die schmerzhafte Bewegungseinschränkung der linken Schulter allein damit, dass die Beschwerden nicht objektiviert werden könnten. Mit Blick auf die dargelegte Umschreibung des natürlichen Kausalzusammenhangs ist dies nicht nachvollziehbar. In diesem Punkt ist das Gutachten nicht schlüssig und damit nicht beweiskräftig. Indem die Vorinstanz dennoch darauf abgestellt hat, hat sie Bundesrecht verletzt.