Citation: 6P.47/2004 06.10.2004 E. 8

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz hätte bei der Beurteilung der Frage, ob eine Massnahme nach Art. 44 StGB anzuordnen sei, ein Gutachten einholen müssen. Stattdessen habe sie auf den veralteten ärztlichen Bericht vom 22. Oktober 2002 abgestellt und seine Therapiewilligkeit, auf die es ohnehin nicht ankomme, zu Unrecht verneint. 8.1 Ist der Täter trunksüchtig und steht die von ihm begangene Tat damit im Zusammenhang, so kann der Richter seine Einweisung in eine Trinkerheilanstalt oder, wenn nötig, in eine andere Heilanstalt anordnen, um die Gefahr künftiger Verbrechen oder Vergehen zu verhüten (Art. 44 Ziff. 1 Abs. 1 StGB). Der Richter holt, soweit erforderlich, ein Gutachten über den körperlichen und geistigen Zustand des Täters sowie über die Zweckmässigkeit der Behandlung ein (Art. 44 Ziff. 1 Abs. 2 StGB). 8.2 In Anlehnung an den Bericht des Psychiatriezentrums Schaffhausen vom 22. Oktober 2002 und unter Berufung auf die sich aus den Akten ergebende Einstellung des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz erwogen, dass die Anordnung einer Massnahme nach Art. 44 StGB ausser Betracht falle, da es dem Beschwerdeführer nach wie vor an einer auch nur minimalen Therapiewilligkeit fehle. Diese Beurteilung hält vor Bundesrecht stand. Denn ein Minimum an Willen, sich einer Therapie zu unterziehen, darf bei der Prüfung, ob eine Massnahme auszusprechen sei, vorausgesetzt werden (vgl. dazu 6S.69/2002 vom 7. Mai 2002 E. 1.2). Anhaltspunkte, dass der noch nicht weit zurückliegende ärztliche Bericht in dieser Hinsicht inhaltlich überholt sein sollte, bestehen nicht und sind auch gestützt auf die Vorbringen des Beschwerdeführers nicht ersichtlich.