Citation: 5C.13/2003 30.08.2004 E. 7

Das Obergericht geht davon aus, Art. 128 ZGB beziehe sich ausschliesslich auf den nachehelichen Unterhalt (Art. 125 ZGB) und für die Entschädigung nach Art. 124 ZGB fehle eine gesetzliche Grundlage für eine Anpassung an die Teuerung. Dem Antrag der Beklagten, die ihr unter diesem Titel zugesprochene Rente mit einer Indexklausel zu verbinden, hat es deshalb nicht stattgegeben. Die Beklagte hält dieser Auffassung lediglich entgegen, es sei nicht einzusehen, weshalb eine Entschädigung in Rentenform nicht der Lebenskostenteuerung sollte angepasst werden können. Damit wird jedoch nicht in einer Art. 55 Abs. 1 lit. c OG genügenden Art dargetan, weshalb der Verzicht auf eine Indexierung den Anspruch der Beklagten auf angemessene Entschädigung im Sinne von Art. 124 ZGB verletzen soll. Es ist im Übrigen beizufügen, dass im Haftpflichtrecht, wo es ebenfalls um eine Entschädigung geht, im Falle der Abgeltung in Rentenform eine Indexierung in der Praxis abgelehnt wird (dazu Roland Brehm, Berner Kommentar, N. 10 zu Art. 43 OR).