Citation: 5A_26/2015 E. 3.2

3.2. Vor Bundesgericht rügt die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung sowie eine unrichtige Anwendung von Art. 8 und 206 ZGB. Zu ihren Vorbringen fänden sich weder im Urteil des Bezirksgerichts noch in demjenigen des Obergerichts substanziierte Ausführungen, weshalb das Obergericht die ihm obliegenden Prüfungs- und Begründungspflichten und folglich ihr rechtliches Gehör verletzt habe. Im Zeitpunkt der Abzahlungen habe sich ein positiver Saldo auf dem Konto Bank D.________ Nr. zzz befunden und somit gälten die Abzahlungen als Investition ihres Eigengutes in das Vermögen des Ehemannes. Weil dieser seiner Auskunftspflicht nicht nachgekommen sei, könne nicht schlüssig bewiesen werden, ob die Investition sein Eigengut oder seine Errungenschaft betroffen hätten. Gehe man zu seinen Gunsten von einer Investition in die Errungenschaft aus, stünden ihr Ersatzforderungen von Fr. 169'939.90 und 131'960.80 zu. Der Ehemann macht vernehmlassungsweise geltend, die Beschwerdeführerin hätte ihrerseits Berufung erheben müssen, wenn sie in diesem Punkt mit dem erstinstanzlichen Urteil nicht einverstanden und der Auffassung gewesen sei, ihr stünde eine höhere güterrechtliche Leistung zu. Sie habe aber keine eigene Berufung erhoben und auch in ihrer Anschlussberufung keine entsprechenden Rechtsbegehren gestellt. Im Übrigen biete sie auch keinen Beweis an, dass die angeblichen Investitionen aus ihrem Eigengut erfolgt seien.