Citation: I 335/06 09.03.2007 E. 4

4.1 Nach Lage der Akten durfte die IV-Stelle am 1. September 2002 davon ausgehen, dass die von ihr bewilligte Umschulung zum Fitness-Instruktor erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Daran ändert auch das Schreiben vom 20. Dezember 2001 nichts, da der Beschwerdeführer sich auch darin optimistisch zeigte, den theoretischen Teil der Ausbildung im Jahre 2002 erfolgreich abschliessen zu können. Weitere Informationen zum Verlauf der Umschulung oder zu seinem Gesundheitszustand liess er der IV-Stelle nicht zukommen. Dies auch nicht auf mehrmalige ausdrückliche Bitte und Aufforderung hin. Demnach steht fest, dass am 1. September 2002 keinesfalls eine - weitere - Umschulungsmassnahme ins Auge gefasst oder bereits konkret geplant war. Damit entfällt zu jenem Zeitpunkt auch ein Anspruch auf Wartezeittaggeld. 4.2 Erst mit seiner Einsprache vom 21. März 2003 gegen die Feststellungsverfügung vom 21. Februar 2003 hat der Beschwerdeführer die IV-Stelle konkret über seine seit März 2001 bestehenden gesundheitlichen Schwierigkeiten orientiert. Konkret führt er aus: "Wenn ich zurzeit auch mit den notwendigen Medikamenten entsprechend behandelt werde, ist es mir absolut unmöglich, mich für längere Zeit auf etwas zu konzentrieren, ohne dass ich einschlafe ... Werden mit der Behandlung meiner Beschwerden nicht bessere Erfolge erzielt, ist für mich auch in der nächsten Zeit nicht möglich, diese berufliche Massnahmen abzuschliessen. Im weiteren ist es auch sehr schwierig, eine konkrete Aussage für die Zukunft vorzunehmen." Wenn der Beschwerdeführer aber im Frühling 2003 mangels Konzentrationsfähigkeit nicht fähig war, sich auf - irgendeine - theoretische Prüfung vorzubereiten, war er auch zu jenem Zeitpunkt objektiv und subjektiv nicht eingliederungsfähig. Zu Recht veranlasste die IV-Stelle deshalb eine umfassende MEDAS-Begutachtung. Bevor das Ergebnis der Abklärung vorlag, war es ungewiss, ob der Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen überhaupt fähig wäre, eine weitere Umschulung zu bestehen. Eine solche kam auf Grund der Darstellung des Gesundheitszustandes in der Einsprache vom März 2003 eigentlich nicht mehr in Frage. Erst auf Grund der Begutachtung stand fest, dass er aus gesundheitlichen Gründen überhaupt in der Lage war, eine - weitere - Umschulung in Betracht zu ziehen. Angesichts der Vielzahl der von der Invalidenversicherung finanzierten beruflichen Massnahmen - bei der Ausbildung zum Immobilientreuhänder handelt es sich um die fünfte - war eine umfassende Abklärung der Eingliederungsfähigkeit angezeigt. Damit wurde ihm zu Recht nicht vor dem 12. Februar 2004 ein Wartezeittaggeld zugesprochen.