Citation: H 337/99 22.03.2001 E. 3

3.- a) Aus dem Vertrag zwischen der Beschwerdegegnerin und T.________ vom 17. Juli 1991 ergibt sich, dass dieser als freier Mitarbeiter für die Erarbeitung sowie Umsetzung eines Konzepts zur Warenpräsentation zuständig war und monatlich Bericht zu erstatten hatte. Der Umfang des Arbeitsaufwandes wurde auf 40 bzw. 120 Arbeitstage und die Entschädigung auf Fr. 650. - pro Arbeitstag festgesetzt, wobei für Reisespesen eine separate Vergütung vorgesehen war. Hieraus wie aus der faktischen Umsetzung dieser Vereinbarung im Sinne des Bestehens weiterer Aufträge, des teilweisen Ausführens der Arbeit in eigenen Büroräumlichkeiten in Y.________, des Auftretens gegenüber Dritten in eigenem Namen, der fehlenden konstanten Eingliederung in den Betrieb der Beschwerdegegnerin, der Bezahlung nach Aufwand und der Tragung des Krankheitsrisikos durch den Abschluss einer Taggeldversicherung schloss die Vorinstanz auf das Vorliegen einer selbstständigen, auf spezifischem Know-how beruhenden Erwerbstätigkeit beratender Art, welche durch ihre individuelle Ausgestaltung sowie den lediglich in geringem Ausmass erforderlichen Kapitaleinsatz geprägt sei. Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, für die Annahme einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit sprächen das intensive zeitliche Engagement für die Beschwerdegegnerin, welches zu einer wirtschaftlichen Abhängigkeit geführt habe, die arbeitsorganisatorische Einbindung von T.________ in den Betrieb der Beschwerdegegnerin (eigener Arbeitsplatz), die Verrichtung der geforderten Dienstleistungen ohne besondere Investitionen nach einem von der Beschwerdegegnerin bestimmten Arbeitsplan mit Terminierung der einzelnen Leistungen unter regelmässiger Berichterstattung, die Tragung des Unternehmerrisikos durch die Beschwerdegegnerin sowie die Entschädigung des Gebrauchs des privaten PC mit Fr. 200. - monatlich durch diese. b) In Würdigung der Standpunkte von Vorinstanz und Beschwerdegegnerin einerseits sowie der Beschwerdeführerin anderseits ist festzustellen, dass die Vorinstanz die Rechtsprechung zu den Prinzipien der Abgrenzungskriterien beachtet und die Elemente, die für selbstständige und unselbstständige Erwerbstätigkeit sprechen, sorgfältig gewürdigt hat. Unter diesen Umständen lässt sich ihr Entscheid, wonach die Merkmale der selbstständigen Erwerbstätigkeit überwiegen, nicht beanstanden (vgl. Erw. 1 hievor). Daran vermögen die rechtlichen Vorbringen der Beschwerdeführerin, soweit nicht schon vor Vorinstanz geltend gemacht und beantwortet, nichts zu ändern. Insbesondere ist nicht ersichtlich, inwiefern das kantonale Gericht eine "Gesamtbetrachtung von mehreren Tätigkeiten" vorgenommen haben sollte. Es hat sich vielmehr detailliert mit dem Vertragsverhältnis zwischen T.________ und der Beschwerdegegnerin auseinandergesetzt und die Tatsache, dass dieser auch noch für andere Unternehmen tätig war, lediglich als Indiz für eine selbstständige Erwerbstätigkeit gewürdigt. Ferner kann aus dem Umstand, dass T.________ im Rahmen seiner projektbezogenen Tätigkeit für die Beschwerdegegnerin persönlichen Kontakt zu dieser wie auch zu Mitarbeitern des Konzerns Z.________ in Deutschland pflegte und eine gewisse Weisungsgebundenheit bestand, keine Rückschlüsse auf ein betriebswirtschaftliches bzw. arbeitsorganisatorisches Abhängigkeitsverhältnis gezogen werden. Auch sprechen entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin weder die Entschädigung nach Zeitaufwand - ein Arbeitnehmer erhält ein fixes Monatsgehalt - noch die getroffene Spesenregelung oder das Wesen der Akontozahlung für einen unselbstständigen Charakter der Erwerbstätigkeit. Was sodann den Mangel an erheblichen Investitionen anbelangt, bedarf es bei Beraterverträgen in erster Linie des Einsatzes von persönlicher Leistung (und damit verbunden einer Büroinfrastruktur) und weniger desjenigen von kostspieligen Produktionsmitteln. c) Nach dem Gesagten ist T.________ hinsichtlich seiner Tätigkeit für die Beschwerdegegnerin AHV-rechtlich als Selbstständigerwerbender zu qualifizieren. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Ausgleichskasse X.________ T.________alssolchenerfasstundaufdenEntgelten1991/1992persönlicheSozialversicherungsbeiträge erhoben hat. Einer nachträglichen Änderung des Beitragsstatus bedarf es nicht.