Citation: 4A_135/2024 E. 6.2.2

6.2.2. Was die Lizenzvereinbarung zwischen der Beschwerdeführerin 1 und E.________ AG angeht, stellte die Vorinstanz fest, der Wortlaut sei "unmissverständlich". Gestützt auf diesen unmissverständlichen Wortlaut gab sie der Beschwerdegegnerin recht, dass E.________ AG befugt war, sie auch mit Blick auf die TGA-Module und sämtliche Gemeinsamen Bibliotheken mit der Weiterentwicklung und dem Vertrieb zu beauftragen. Nach Ziffer 1 der Lizenzvereinbarung hätten die Vertragsparteien zudem auch "Nutzungshandlungen der jeweils anderen Partei in Bezug auf Software, die vor Abschluss dieser Vereinbarung erfolgt sind", genehmigt. Die Vorinstanz erachtete mithin den Wortlaut der Lizenzvereinbarung als derart klar und eindeutig, dass sie gar nicht auslegungsbedürftig sei. Entsprechend entbehrt der Vorwurf, sie hätte auf die Auslegung des Lizenzvertrags deutsches statt schweizerisches Recht anwenden müssen, auch diesbezüglich der Grundlage.