Citation: 2C_41/2023 E. 6.5.3

6.5.3. Der Beschwerdeführer wurde in den vergangenen Jahren nicht nur zwei Mal zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt, und zwar wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls und eines Drogendelikts, sondern er hat seit dem Jahr 2001 acht weitere, strafrechtliche Verurteilungen bewirkt. Auch nach der ausländerrechtlichen Verwarnung im Jahr 2011 erfolgten weitere Straftaten. Darunter finden sich zahlreiche Strassenverkehrsdelikte. Einzelne Verstösse gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung mögen zwar für sich genommen nicht schwer wiegen. Der wiederholte Verstoss gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung wie beim Beschwerdeführer stellt jedoch keine Bagatelle dar - dies umso mehr, als der Beschwerdeführer diesbezüglich im Jahr 2016 wegen fahrlässiger Tötung verurteilt wurde (vgl. Bst. A.b oben) - und fällt ebenfalls ins Gewicht (vgl. Urteile 2C_499/2022 vom 23. März 2023 E. 7.1 mit Hinweisen; 2C_360/2020 vom 26. August 2020 E. 4.3.4 mit Hinweisen). Im Jahr 2017 hat der Beschwerdeführer zudem in Serbien aus rein finanziellen Motiven ein Drogendelikt begangen (vgl. Bst. A.d oben), was aus ausländerrechtlicher Sicht grundsätzlich eine schwere Straftat darstellt, weshalb selbst ein geringes Restrisiko der wiederholten Delinquenz nicht in Kauf genommen werden muss (BGE 139 I 145 E. 2.5). Ob der Beschwerdeführer angesichts des Umstandes, dass Anzeichen für einen nach schweizerischem Recht qualifizierten Verstoss gegen das BetmG vorlagen (vgl. E. 6.4.4 in fine oben), dennoch mit einer geringeren Freiheitsstrafe als in Serbien sanktioniert worden wäre, kann offen gelassen werden, denn er könnte daraus rechtsprechungsgemäss ohnehin nichts zu seinen Gunsten ableiten (vgl. BGE 134 II 25 E. 4.3.1; Urteil 2C_122/2017 vom 20. Juni 2017 E. 4.4). Das Bundesgericht hat zudem in vergleichbaren Fällen eine ausländische Verurteilung wegen Transports bzw. Einfuhr von Cannabis als gravierend berücksichtigt (vgl. Urteile 2C_366/2023 vom 16. Januar 2024 E. 6.4; 2C_613/2023 vom 16. November 2023 Bst. B und E. 6.3 [Transport von 7 kg Cannabis, Freiheitsstrafe von 2 Jahren]; 2C_122/2017 vom 20. Juni 2017 E. 4.4 [Transport von 1 kg Cannabis, Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten]). Auch nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich (vom 28. November 2019), welches sich für die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aussprach (vgl. Bst. B.b oben), hat das Verhalten des Beschwerdeführers zudem wieder Strafverfolgungsmassnahmen ausgelöst (vgl. Bst. B.e oben). Insgesamt zeigt das Verhalten des Beschwerdeführers, der über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren ständig delinquiert hat, dass er weder gewillt noch fähig ist, sich an die Rechtsordnung zu halten. Ausserdem hat die Schwere der Delikte im Laufe der Zeit nicht abgenommen, denn das im Jahr 2017 beim Grenzübertritt nach Serbien verübte Drogendelikt zeugt von einer erheblichen kriminellen Energie und ist gravierend. Gesamthaft gesehen wiegt das ausländerrechtliche Verschulden des Beschwerdeführers aufgrund seiner wiederholten Straffälligkeit deshalb schwer und das Bundesverwaltungsgericht ist deshalb zu Recht, auch aus Gründen der Generalprävention, von einem grossen öffentlichen Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers ausgegangen (vgl. E. 6.3 angefochtenes Urteil).