Citation: 5A_251/2023 E. 4.2

4.2. Weiter moniert die Beschwerdeführerin, das Obergericht habe nicht begründet, weswegen der Ermessensentscheid des Kantonsgerichts, das den Ausführungen der Beschwerdeführerin betreffend die Auslandliegenschaften Glauben geschenkt habe, falsch sein solle. Faktisch ersetze das Obergericht das Ermessen des Kantonsgerichts mit seinem eigenen Ermessen. Damit verfalle das Obergericht in Willkür. Das Obergericht hat detailliert und nachvollziehbar dargelegt, weshalb die Aussage der Beschwerdeführerin, sie habe ihre Grundstücke im Ausland in ihrem Gesuch zu erwähnen vergessen, nicht glaubhaft sei und davon auszugehen sei, dass sie die Grundstücke zu Beginn des Prozesses absichtlich verschwiegen habe; von einer fehlenden Begründung kann keine Rede sein. Soweit die Beschwerdeführerin dem Obergericht vorwirft, das eigene Ermessen anstelle desjenigen des Kantonsgerichts gesetzt zu haben, zielt die Rüge an der Sache vorbei, denn das Obergericht hat nichts anderes getan als im Rahmen der Beurteilung einer zulässigen Sachverhaltsrüge (vgl. E. 4.1.3.3 hiervor) zu einem anderen Ergebnis zu gelangen als seine Vorinstanz.