Citation: 6B_492/2016 E. 2.2.2

2.2.2. Die Vorinstanz erwägt, dass im erstinstanzlichen Verfahren für keinen der drei Beschuldigten eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr beantragt worden sei und nur bedingte Geldstrafen ausgesprochen worden seien. Das Bezirksgericht sei daher als Einzelgericht bis zur Urteilsfällung sachlich zuständig gewesen. Die Zuständigkeit einer ersten Instanz bestimme sich nicht nachträglich nach dem Verfahrensausgang vor zweiter Instanz (Urteil, S. 12). Wegen der fehlenden Legitimation des Privatklägers, die von der ersten Instanz ausgesprochene Sanktion anzufechten, könne die Strafe des Beschwerdeführers 1 nicht geändert werden. Für die Festsetzung einer angemessenen Strafe für die Beschwerdeführer 2 und 3 dränge sich dennoch eine Überprüfung der Strafe des Beschwerdeführers 1 auf, obwohl dies für Letzteren folgenlos bleibe. Bei Mittätern müsse bei der Festsetzung der Strafe der Grundsatz der Gleichbehandlung berücksichtigt werden. Der zweitinstanzliche Richter müsse sich in diesem Sinne fragen, welche Strafen er aussprechen würde, wenn er die Mittäter gleichzeitig beurteilen müsste; er habe sich dabei einzig von seinem pflichtgemässen Ermessen leiten zu lassen. Stehe die Strafe eines Mittäters aus formellen Gründen bereits fest, während die Strafe der weiteren Mittäter noch zu bestimmen sei, so müsse sich der Sachrichter nicht gegen seine Überzeugung dem bereits bestehenden Urteil anpassen. Die Autonomie des Richters könne durchaus zur Folge haben, dass die Strafen zweier Mittäter in einem Missverhältnis stehen. Dies sei hinzunehmen, solange die in Frage stehende Strafe als solche angemessen sei. Allerdings müsse auf die Strafe des Mittäters Bezug genommen und dargelegt werden, weshalb sich diese nicht als Vergleichsgrösse eigne. Es müsse daher geprüft werden, ob die von der ersten Instanz für den Beschwerdeführer 1 festgesetzte Strafe angemessen sei (Urteil, S. 44 f.). Die Vorinstanz äussert sich zur Frage der sachlichen Zuständigkeit, zu derjenigen der Gleichbehandlung unter Mittätern und zum Bedürfnis, die Strafe des Beschwerdeführers 1 zu überprüfen. Die Beschwerdeführer 2 und 3 setzten sich mit diesen Argumenten nicht auseinander. Eine Beschwerdebegründung, welche die vorinstanzlichen Erwägungen ausklammert, genügt den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Auf die entsprechenden Vorbringen der Beschwerdeführer 2 und 3 ist deshalb nicht einzutreten. Soweit die Beschwerdeführer 2 und 3 vorbringen, die Vorinstanz sei über die Anträge der Staatsanwaltschaft hinausgegangen, erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Die Rechtsmittelinstanz ist bei ihrem Entscheid nicht an die Anträge der Parteien gebunden, ausser wenn sie Zivilklagen beurteilt (Art. 391 Abs. 1 lit. b StPO). Unerheblich ist daher auch, dass die Staatsanwaltschaft keine eigene Berufung oder Anschlussberufung erhoben hat.