Citation: 5A_1072/2020 E. 7.2

7.2. Die Beschwerdeführerin verweist auf den Vorrang der elterlichen Unterstützungspflicht. Diese rechtfertige es, an die Zumutbarkeit von Eigenleistungen des Kindes hohe Anforderungen zu stellen. Die wirtschaftliche Lage des Kindes müsse eindeutig besser sein als jene der Eltern. Diese Voraussetzung sei in casu bei einem elterlichen Monatseinkommen von mindestens Fr. 13'233.-- nicht gegeben. Zudem sei unter Berücksichtigung von Art. 276 Abs. 3 i.V.m. Art. 323 Abs. 2 ZGB von den Kindern lediglich ein angemessener Beitrag zu leisten. Die von der Vorinstanz vorgenommene Anrechnung von zwei Dritteln des Einkommens aus Arbeitserwerb der beiden Söhne führe unweigerlich zu einer Umverteilung des Überschusses und damit zu einer Besserstellung der Eltern, was dem Vorrang der elterlichen Unterstützungspflicht widerspreche und somit offensichtlich unhaltbar und damit willkürlich sei. Aus diesem Grund erscheine die Anrechnung eines Drittels des Lehrlingslohns als angemessen.