Citation: 6F_29/2014 E. 3.1

3.1. Der Gesuchsteller weist zur Begründung seines auf Art. 121 lit. a BGG gestützten Revisionsgesuchs darauf hin, dass Bundesrichter Oberholzer in der Zeit vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2012 Mitglied der Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft war. Im Juni 2014 habe die Bundesversammlung ihn erneut in die Aufsichtsbehörde ab 1. Januar 2015 gewählt. Im Dezember 2014 habe die Aufsichtsbehörde ihn zu ihrem Präsidenten ab 1. Januar 2015 ernannt. Der Gesuchsteller macht geltend, die Aufsichtsbehörde habe ein generelles Weisungsrecht gegenüber der Bundesanwaltschaft. Es fänden regelmässig Treffen der Aufsichtsbehörde mit der Bundesanwaltschaft statt. Die Bundesanwaltschaft sei im bundesgerichtlichen Verfahren 6B_1089/2013 Beschwerdegegnerin gewesen. In den Jahren 2011 und 2012, als Bundesrichter Oberholzer Mitglied der Aufsichtsbehörde gewesen sei, habe sich die Herrschaft über das Verfahren gegen den Gesuchsteller bei der Bundesanwaltschaft befunden. Erst am 8. November 2012 habe die Bundesanwaltschaft die erste Einstellungsverfügung erlassen. Das Strafverfahren gegen ihn sei seit 2006 hängig. Es sei somit ein Verfahren von sehr langer Dauer. Er habe denn auch in seiner Beschwerde in Strafsachen vom 14. November 2013 an das Bundesgericht unter anderem eine Verletzung des Beschleunigungsgebots gerügt. Die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft befasse sich auch mit Fragen der Verfahrensdauer. Sie habe in ihrem Tätigkeitsbericht für das Jahr 2012 im Kapitel "Verfahrensdauer" Folgendes festgehalten: "Bei den Verfahrenshandlungen wurden keine übermässigen Verzögerungen festgestellt." Damit habe die Aufsichtsbehörde, deren Mitglied Bundesrichter Oberholzer in den Jahren 2011 und 2012 war, unter anderem die Dauer des Verfahrens der Bundesanwaltschaft gegen den Gesuchsteller bereits überprüft und offensichtlich nicht als übermässig lange beanstandet. Somit sei der Ausstandsgrund gemäss Art. 34 Abs. 1 lit. b BGG erfüllt und hätte Bundesrichter Oberholzer nicht am Urteil 6B_1089/2013 vom 18. Dezember 2014 mitwirken dürfen.