Citation: 4P.113/2003 31.07.2003 E. 2.4

Alsdann bringt die Beschwerdeführerin vor, sie habe in ihrer Stellungnahme vorgebracht, es sei in Anwendung von Art. 3 der Honorarordnung (HonO-SG) vom tariflichen Anwaltshonorar abzuweichen, weil das mittlere Honorar - berechnet auf einem Streitwert von 20 Mio Franken - selbst bei aufwendiger Prozessführung in einem Missverhältnis zum Aufwand des Anwalts stehe. Es sei daher zumindest für die Zuschläge für zusätzliche Eingaben, Vorbereitungsverhandlungen, Beweisverfahren etc. zu verzichten. Auf diesen Einwand sei der Handelsgerichtspräsident in Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht eingegangen. Er habe lediglich festgehalten: "Auch daran ist trotz Vorbehalten der Klägerin festzuhalten". Mit diesen Darlegungen bringt die Beschwerdeführerin zum Ausdruck, dass aus dem angefochtenen Entscheid hervorgeht, dass der Handelsgerichtspräsident den Einwand des krassen Missverhältnisses zwischen dem nach dem Streitwert bemessenen Anwaltshonorar und dem tatsächlichen Aufwand nicht übersah, sondern als unbegründet erachtete. Damit liegt auch in diesem Zusammenhang keine Verletzung der Begründungspflicht vor.