Citation: 5A_657/2022 E. 2.3.2

2.3.2. In der Sache besteht die Beschwerdeführerin darauf, dass die in Betreibung gesetzte Forderung auf Garantieleistung nicht mehr besteht. Mit seinem Urteil vom 4. Juni 2021 habe das Bundesgericht die entsprechende Verpflichtung gemäss den kantonalen Entscheiden aufgehoben. Mit dieser Sichtweise übergeht die Beschwerdeführerin, dass Gegenstand des angeführten bundesgerichtlichen Entscheides einzig die vom Kantonsgericht Freiburg bestätigte Garantieleistung für die Sanierungsarbeiten in der Höhe von Fr. 25'500'000.-- war. Das entsprechende kantonale Urteil wurde wegen Verletzung der Begründungspflicht aufgehoben und die Sache zu neuem Entscheid nach Gewährung des rechtlichen Gehörs an das kantonale Amt zurückgewiesen. Die vorliegend strittige Forderung auf Garantieleistung geht auf eine prozessleitende Verfügung vom 9. März 2020 zurück. Damit hiess der Präsident der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung das Gesuch um aufschiebende Wirkung teilweise gut und legte die Höhe der Sicherheitsleistung auf Fr. 500'000.- fest, zahlbar innert 30 Tagen. Gestützt auf diese Verfügung wurde die vom kantonalen Amt angeordnete und vom Kantonsgericht Freiburg bestätigte Verpflichtung der Beschwerdeführerin in der Höhe von Fr. 500'000.-- als sofort vollstreckbar erklärt, weshalb das Bezirksgericht Zürich die definitive Rechtsöffnung (am 12. Januar 2021) erteilen konnte. Die prozessleitende Verfügung ist jedoch mit dem Urteil des Bundesgerichts - der Beendigung des bundesgerichtlichen Verfahrens (am 4. Juni 2021) - dahingefallen. Dem Urteil in der Sache vom 4. Juni 2021 lässt sich zu einem (weiter geltenden) Bestand der im Zwischenentscheid festgesetzten Sicherheitsleistung nichts entnehmen. Die Behauptung der Beschwerdeführerin, das Bundesgericht habe die in Betreibung gesetzte Forderung aufgehoben, indem es deren Nichtbestand festgestellt habe, trifft nicht zu. Eine Aufhebung der Betreibung gestützt auf Art. 85 SchKG kommt nicht in Betracht.