Citation: BGE 150 V 73 E. 10

AHV-Revision per 1. Januar 1997 insoweit eine Änderung hinsichtlich der Aufschubthematik vor, als neu für die Ermittlung des frankenmässigen Zuschlags nicht länger jene Rente massgebend ist, die im Zeitpunkt des Abrufs hätte beansprucht werden können. Vielmehr bildet diesbezüglich nunmehr die Summe der aufgeschobenen Monatsbetreffnisse nach Massgabe der in Art. 55ter Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 1 AHVV (tiefere Prozentsätze) stipulierten Durchschnittsberechnung Grundlage, aber, so ausdrücklich Abs. 5 der Verordnungsbestimmung, mit Anpassung an die Lohn- und Preisentwicklung. Inwiefern der Bundesrat sich damit nicht innerhalb der Grenzen der ihm gesetzlich eingeräumten (weiten) Befugnisse halten sollte, ist nicht erkennbar. Vielmehr lässt sich der seit 1. Januar 1997 geltende Berechnungsmodus, wie die vorhergehenden BGE 150 V 73 S. 83 Erwägungen verdeutlichen, auf ernsthafte Gründe stützen. Würde im Sinne des vom Beschwerdeführer Vorgetragenen entschieden - Zuschlag auf der Basis der im Zeitpunkt des Abrufs massgeblichen Rente, Anpassung des derart ermittelten Zuschlags an die Preis- und Einkommensentwicklung -, würde der kapitalisierte Wert des Rentenzuschlags den versicherungsmässigen Gegenwert der während der Aufschubszeit nichtbezogenen Renten mit der Zeit immer mehr übersteigen, was nicht gesetzeskonform wäre. Gründe, die für eine Gesetzeswidrigkeit in dem Sinne sprächen, dass dem Anliegen der Erhöhung um den versicherungstechnischen Gegenwert nicht Rechnung getragen worden wäre, sind mit der Vorinstanz somit nicht auszumachen. Die in Art. 55ter AHVV wiedergegebene Berechnung erweist sich gegenteils als in jeder Hinsicht geeignet, den gesetzgeberischen Willen abzubilden.