Citation: 8C_76/2024 E. 6.2

6.2. Ebenso wenig ist zu beanstanden, dass die Vorinstanz die von der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren nachgereichten Berichte der Klinik D.________ unberücksichtigt liess. Ein Mangel in der Durchführung des Verwaltungsverfahrens, der dazu führen würde, dass die genannten Berichte zu berücksichtigen wären (vgl. E. 4.3 vorne), ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht ersichtlich. Die von ihr in diesem Zusammenhang zitierte Erwägung 5.2.5 des Urteils BGE 130 V 64 besagt, dass der versicherten Person eine angemessene Frist zur Einreichung der Beweismittel anzusetzen ist, wenn im Revisionsgesuch bzw. in der Neuanmeldung kein Eintretenstatbestand glaubhaft gemacht wird, sondern bloss auf ergänzende Beweismittel, insbesondere Arztberichte, hingewiesen wird, die noch beigebracht würden oder von der Verwaltung beizuziehen seien. Diesen Vorgaben wurde von der IV-Stelle vorliegend ohne Weiteres entsprochen. Mit Vorbescheid vom 13. März 2023 teilte sie der Beschwerdeführerin mit, dass sie eine Veränderung der Verhältnisse mit entsprechenden Unterlagen glaubhaft machen müsse, was ihr mit den bisher eingereichten Dokumenten nicht gelungen sei. Ferner wies sie die Beschwerdeführerin darauf hin, dass sie, wenn sie die Unterlagen (noch) nicht beibringen könne, ein Fristerstreckungsgesuch stellen könne. Am 21. März 2023 wandte sich daraufhin der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin an die IV-Stelle. Ungeachtet der Hinweise im Vorbescheid reichte er weder Unterlagen ein, noch stellte er deren Einreichung in Aussicht. Vielmehr bestand er darauf, dass die IV-Stelle die Akten der Suva beizuziehen habe. Vor diesem Hintergrund war die IV-Stelle offensichtlich nicht gehalten, ihre Hinweise im Vorbescheid noch einmal zu wiederholen, bevor sie, wie darin angekündigt, auf die Neuanmeldung nicht eintrat.