Citation: 6B_712/2020 E. 1.4.2

1.4.2. Auf Antrag des Beschwerdeführers hin hat die Vorinstanz die Mitbeschuldigten C.________, F.________, E.________ und D.________ zur Befragung in die kantonsgerichtliche Hauptverhandlung vorgeladen. Nachdem C.________ nicht zur Hauptverhandlung erschienen war, wies die Vorinstanz den Antrag der Verteidigung, das Verfahren sei auszusetzen, ab. Zur Begründung führt sie an, die Aussagen von C.________ seien für die Verurteilung des Beschwerdeführers nicht ausschlaggebend. "Aussagen bei nebensächlichen Belastungen" seien auch ohne Konfrontation verwertbar; dies insbesondere dann, wenn nicht die Behörden zu vertreten hätten, dass der Anspruch nicht mehr erfüllt werden könne. Hinzu komme, dass C.________ wohl ohnehin nichts Neues mehr ausgesagt hätte, zumal die zu beurteilende Tat mittlerweile schon dreieinhalb Jahre zurückliege. Diesbezüglich rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des Konfrontationsrechts und des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 389 Abs. 3 StPO). Er macht geltend, die Vorinstanz verhalte sich widersprüchlich, wenn sie den Beweisantrag auf Befragung von C.________ zuerst gutheisse, dann aber, nachdem der Geladene nicht zur Hauptverhandlung erschien, die Beweismassnahme für obsolet erkläre. Er, der Beschwerdeführer, habe im ganzen Verfahren keine Möglichkeit gehabt, dem Hauptbeschuldigten C.________, auf dessen Aussagen sich die erste Instanz direkt bezogen habe, namentlich mit Blick auf den Vorwurf eines mittäterschaftlich begangenen Raubs Fragen zu stellen. Hinsichtlich belastender Aussagen sei der Konfrontationsanspruch zumal in der gegebenen Aussage-gegen-Aussage-Konstellation verletzt. Soweit C.________ bestätigen könne, dass kein gemeinsamer Tatplan bestanden habe, sei er auch Entlastungszeuge. Hinsichtlich der Frage, ob eine konfrontierte Aussage von C.________ effektiv nebensächlich resp. unmassgeblich wäre, hat die Vorinstanz eine antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen (vgl. BGE 147 IV 534 E. 2.5.1). In diesem Rahmen durfte die Vorinstanz willkürfrei annehmen, die Aussagen von C.________ seien nicht entscheidend. Die Frage der Konfrontation ist damit gegenstandslos. Unter diesen Umständen ist die vorinstanzliche Art und Weise der Urteilsmotivation (oben E. 1.4.1) letztlich nicht bundesrechtswidrig.