Citation: 1C_194/2022 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz ging in Übereinstimmung mit dem rechtskräftigen Strafbefehl vom 24. August 2020 von folgendem Sachverhalt aus: Der Beschwerdeführer fuhr am 23. März 2020 mit seinem Personenwagen der Marke Porsche um ca. 16:25 Uhr auf der kurvenreichen Gurnigelstrasse (Passstrasse) in Richtung Passhöhe. Dabei befuhr er eine Linkskurve mit einer für diese Verkehrssituation deutlich zu hohen Geschwindigkeit. Trotz Bremsung konnte er sein Fahrzeug nicht mehr auf der Fahrspur halten, kam in Fahrtrichtung rechts von der Strasse ab und fuhr danach mehrere Meter über eine Grünfläche, ehe er mit der Fahrzeugfront gegen gefällte, am Boden liegenden Bäume prallte. Nach diesem ersten Unfall barg der Beschwerdeführer das Fahrzeug mit der Hilfe weiterer Personen. Obwohl er sah, dass es aufgrund des Unfalls zu einem Landschaden gekommen war, fuhr er ohne Meldung an die Polizei weiter in Richtung Rüti bei Riggisberg. Dabei führte der Beschwerdeführer den Unfallwagen trotz des Wegfalls von Teilen der Frontschürze und des Auslaufens einer öligen Flüssigkeit weiter auf einer öffentlichen Strasse. Dies obwohl er wusste, dass das Fahrzeug aufgrund der Unfallschäden nicht mehr den Vorschriften entsprach. Als ihm bei der Weiterfahrt ein von Drittpersonen alarmiertes Polizeiauto entgegenkam, wendete dieses aufgrund der erkennbaren Unfallschäden, um die Verfolgung des Beschwerdeführers aufzunehmen. Als der Beschwerdeführer dies bemerkte und eine Polizeikontrolle befürchtete, beschleunigte er sein Fahrzeug massiv, um sich der Kontrolle durch die Polizei zu entziehen. Da er bei der Weiterfahrt wiederum mit einer für die Verkehrssituation viel zu hohen Geschwindigkeit fuhr, konnte der Beschwerdeführer sein Fahrzeug trotz starker Bremsung bei einer Linkskurve erneut nicht auf der Fahrspur halten und kam rechts von der Strasse ab. Dabei kollidierte er zunächst seitlich rechts mit einem Baumstrunk, ehe er frontal gegen einen Baum prallte.