Citation: 9C_440/2017 E. 7.3.1

7.3.1. Im vorliegenden Fall erscheint die vorgegebene maximale Begrenzung auf 50 Seiten - und damit auf rund 12 % des ursprünglichen Klageumfangs - in Anbetracht der Höhe der eingeklagten Forderung und eines zwar "relativ überschaubaren", infolge der notwendigen Beurteilung von unterschiedlichen persönlichen und wirtschaftlichen Verflechtungen, von mehreren finanziellen Transaktionen etc. aber doch nicht ganz einfach strukturierten Sachverhalts jedenfalls als zu restriktiv. Hinzu kommt die Anzahl der von der Beschwerdeführerin ins Recht gefassten Beklagten mit je unterschiedlichen Funktionen (Stiftungsratspräsidentin, Stiftungsräte, Mitglied der Anlagekommission, Revisionsstelle; vgl. E. 6.2.1 hiervor), deren Pflichtverletzungen (einschliesslich Kausalverlauf, Auswirkung auf den Schaden, Verschulden) einzeln aufzuzeigen sind. Unterstrichen wird diese Schlussfolgerung durch den Umstand, dass der im Klageverfahren nach Art. 73 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 52 BVG grundsätzlich zur Anwendung gelangende Untersuchungsgrundsatz (E. 6.2.2 hiervor) durch die Mitwirkungspflicht der Parteien zurückgedrängt wird, namentlich wenn diese - wie hier - anwaltlich vertreten sind. Dazu gehört in erster Linie die Substanziierungspflicht, welche besagt, dass die wesentlichen Tatsachenbehauptungen und -bestreitungen in den Rechtsschriften enthalten sein müssen (BGE 138 V 86 E. 5.2.3 S. 97; Urteil 9C_473/2014 vom 22. Dezember 2014 E. 3.1, in: SVR 2015 BVG Nr. 50 S. 215). Auch im Bereich der beruflichen Vorsorge gilt sodann das sozialversicherungsrechtliche Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Danach ist auf denjenigen Sachverhalt abzustellen, der von allen möglichen Geschehensabläufen als der wahrscheinlichste erscheint (BGE 139 V 176 E. 5.3 S. 186 mit Hinweisen; 126 V 353 E. 5b S. 360). In diesem Zusammenhang ist zudem der Tatsache Rechnung zu tragen, dass es sich bei der Vorinstanz um die einzige gerichtliche Instanz handelt, die den gesamten Sachverhalt umfassend und uneingeschränkt würdigen kann. Deren Beurteilung ist in tatsächlicher Hinsicht in einem allfälligen letztinstanzlichen Verfahren für das Bundesgericht vorbehältlich offensichtlicher Unrichtigkeit verbindlich (vgl. E. 2 hiervor). Neue Tatsachen und Beweismittel sind alsdann infolge des in Art. 99 BGG verankerten Novenverbots im Regelfall unzulässig. Die klagende Partei ist somit darauf angewiesen, ihr Anliegen vor dem vorgelagerten Gericht zwar in gebotener Kürze, aber doch in den Umständen des Einzelfalls ausreichend Rechnung tragender Weise vortragen zu können.