Citation: 8C_819/2019 E. 6.2

6.2. Wie das kantonale Gericht gestützt auf die medizinische Aktenlage zutreffend feststellte, lag am 26. September 2017 an beiden Schultern ein erheblicher Vorzustand vor. Während die mehrfachen operativen Behandlungsmassnahmen an der rechten Schulter seit einem Unfall im Jahre 2012 zu Lasten eines anderen Versicherungsträgers gingen, klagte die Beschwerdeführerin bereits im Sommer 2017 über unklare linksseitige Schulterschmerzen, wobei schon damals differenzialdiagnostisch auf eine Rotatorenmanschettenruptur hingewiesen wurde. Die MRI-Untersuchung vom 26. Juli 2017 zeigte dann tatsächlich unter anderem eine grosse artikulärseitige Läsion der posterioren Supraspinatussehne sowie der vorderen Infraspinatussehne mit interstitiellen Ausläufern und diskreter transmuraler Komponente, eine tendinopathisch veränderte Bizepssehne sowie Labrumdegenerationen und eine AC-Gelenkarthrose mit diskretem Reizzustand. Aus dem Sprechstundenbericht des Schulterchirurgen Dr. med. I.________ vom 27. Juli 2017 geht hervor, dass die Versicherte schon vor der Arthro-MRI-Untersuchung vom 26. Juli 2017 an spezialmedizinisch abklärungsbedürftigen linksseitigen Schulterbeschwerden litt.