Citation: U 270/06 07.09.2006 E. 1

Streitig ist zunächst, ob der Verstorbene an die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigenden psychischen Beschwerden gelitten hat. 1.1 Nach der Rechtsprechung ist hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichtes entscheidend, ob dieser auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis). 1.2 Der von der Krankentaggeldversicherung mit der Begutachtung des Versicherten beauftragte Dr. med. O.________, Psychiatrie und Psychotherpie FMH, hat anlässlich einer Untersuchung vom 20. September 2004 festgestellt (Gutachten vom 16. Oktober 2004), der Explorand sei bei klarem Bewusstsein, in den üblichen Belangen (zeitlich, örtlich, situativ und autopsychisch) orientiert und die Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsleistung sei während des Gesprächs unauffällig gewesen. Der Denkprozess sei inhaltlich auf das Unfallgeschehen und dessen subjektiv empfundenen Folgen zentriert, sonst aber formal und inhaltlich unauffällig. Insbesondere fehlten die für eine depressive Verstimmung typischen formalen Denkstörungen wie Verlangsamung oder Zähflüssigkeit. Trotz der angegebenen Beschwerden sei die Grundstimmung insgesamt ausgeglichen bis heiter, das Gespräch im emotionalen Bereich lebendig und facettenreich. Mimisch wirke der Versicherte völlig unverkrampft. Aufgrund dieser Befunde kam Dr. med. O.________ zum Schluss, die vom psychiatrischen Konsilium der Rehaklinik X.________ vom 1. September 2003 sowie im Bericht der Klinik Y.________ vom 3. Mai 2004 (in welchen Kliniken der Verstorbene vom 27. August bis 26. September 2003 und vom 31. März bis 28. April 2004 hospitalisiert war) erwähnte Anpassungsstörung (ICD-10: F43.22) liege nicht vor. Im Untersuchungszeitpunkt sei weder Angst noch eine depressive Verstimmung spürbar, wozu auch die kürzlich begonnene antidepressive Therapie beigetragen haben möge (vgl. Bericht des Dr. med. U.________, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 28. April 2005, wonach der Versicherte seit 19. August 2004 in psychiatrischer Behandlung stand). Auch die angegebenen Schmerzen seien, abgesehen von den im Laufe der Untersuchung eingeschobenen plakativen Darstellungen, nicht spürbar. Sie könnten daher nicht als somatischer Ausdruck eines unbewussten Konflikts gedeutet werden (im Sinne einer somatoformen Störung). Dafür fehle auch eine der Umgebung sichtbare, dem Versicherten unbewusste innere Konfliktsituation. Objektiv sei festzuhalten, dass die Persistenz der Schmerzen einen beträchtlichen sekundären Krankheitsgewinn beschere (der Versicherte werde von den Angehörigen gepflegt und umsorgt). Bezeichnend sei, dass der Explorand den physiotherapeutisch passiven Applikationen gegenüber aktiven Massnahmen den Vorzug gegeben habe. Gegenwärtig könne keine die Arbeitsfähigkeit einschränkende psychiatrische Erkrankung diagnostiziert werden. 1.3 Auf dieses überzeugende Gutachten ist abzustellen, wovon auch SUVA und Vorinstanz ausgegangen sind. Es steht demnach fest, dass der Versicherte an keiner psychischen Gesundheitsschädigung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gelitten hat. Selbst wenn man eine solche annähme, wäre der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den Folgen des Unfalls und einer psychischen Symptomatik gestützt auf die Rechtsprechung (BGE 115 V 133) zu verneinen. Der Sturz vom 21. Januar 2003 ist den Unfällen im mittleren Bereich zuzuordnen; die erforderlichen Kriterien liegen, wie das kantonale Gericht zutreffend erkannt hat, nicht in gehäufter und auffallender Weise vor, noch ist eines in ausgeprägter Weise erfüllt (vgl. a.a.O., S. 141 f. Erw. 6c). Dies bestreiten die Beschwerdeführer nicht. Sie machen aber geltend, die Praxis gemäss BGE 115 V 133 sei zu ändern. Auf dieses Vorbringen ist mangels Begründung nicht näher einzugehen.