Citation: 6B_717/2024 E. 1.5

1.5. Insgesamt durfte die Vorinstanz das Vorliegen eines schweren persönlichen Härtefalls i.S.v. Art. 66a Abs. 2 StGB bzw. Art. 8 Ziff. 1 EMRK verneinen. Selbst bei Annahme eines schweren persönlichen Härtefalls wäre die durch die Vorinstanz angeordnete Landesverweisung rechtens. Die Vorinstanz erwägt zu Recht, die hohen öffentlichen Interessen an der Landesverweisung würden die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz deutlich überwiegen. Auch in dieser Hinsicht zeigt der Beschwerdeführer grösstenteils lediglich seine eigene Sicht der Dinge auf (Art. 42 Abs. 2 BGG); dies insbesondere, wenn er erneut von der drohenden unmittelbaren Gefahr für Leib und Leben spricht. Er macht geltend, es dürfe nicht sein, dass die vorgeworfenen Bestellbetrüge in der Schweiz de facto höher gewichtet würden als Leib und Leben des Beschwerdeführers. Indes setzt er sich nicht mit der vorinstanzlichen Argumentation auseinander. Dies, obwohl die Vorinstanz nachvollziehbar ausführt, mit dem vom Beschwerdeführer begangenen Vermögensdelikt seien zwar nicht die höchsten Rechtsgüter betroffen, dennoch habe der Beschwerdeführer eine erhebliche kriminelle Energie offenbart. Sie berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 3,5 Jahren verurteilt wurde und damit bereits von hohen öffentlichen Interessen auszugehen ist (vgl. oben E. 1.3.6). Ausserordentliche Umstände werden weder dargetan noch sind solche ersichtlich. Ebenso geht die Vorinstanz zu Recht auf die zahlreichen früheren Verurteilungen des Beschwerdeführers ein und führt aus, bei ihm handle es sich um einen unbelehrbaren und regelmässigen Wiederholungstäter, der sich von Verurteilungen nicht abschrecken lasse und eine hohe Gleichgültigkeit und fehlenden Respekt gegenüber dem Straf- und Vollzugssystem zeige. Es ist nicht zu beanstanden und wird vom Beschwerdeführer auch nicht begründet gerügt, wenn die Vorinstanz gestützt darauf von einer negativen Legalprognose und insgesamt von hohen öffentlichen Interessen an einer Landesverweisung ausgeht, die seine privaten Interessen an einem Verbleib in der Schweiz überwiegen.