Citation: 6B_92/2021 E. B

Das Obergericht des Kantons Bern stellte am 15. September 2020 fest, dass das regionalgerichtliche Urteil hinsichtlich der Einstellung, des Freispruchs, der Schuldsprüche, der Übertretungsbusse, des Tätigkeits- und Kontaktverbots sowie des Zivilpunkts in Rechtskraft erwachsen ist. Es verurteilte A.________ zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren, teilweise als Zusatzstrafe zu den Urteilen der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern vom 9. September 2014 sowie der Staatsanwaltschaft Frauenfeld vom 11. August 2015, ordnete eine stationäre therapeutische Massnahme an, regelte die Kosten- sowie Entschädigungsfolgen und traf weitere Verfügungen. Den Schuldsprüchen der mehrfachen Schändung und der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern liegen folgende Sachverhalte zu Grunde : A.________ stach seiner Tochter als diese zwischen dreieinhalb- und siebenjährig war zehnmal mit einer Spritze in den nackten Intimbereich (achtmal in die Schamlippen, zweimal in die Brust) und drang mit seinem Penis im Rahmen verschiedener Vorfälle insgesamt zweimal vaginal und zweimal anal in sie ein. Ferner stach er bei sieben Vorfällen jeweils mehrfach mit einer Spritze neben und in die Schamlippen der siebenjährigen Tochter der Pflegeeltern seiner Zwillinge und missbrauchte diese im Rahmen verschiedener Vorfälle je einmal vaginal, anal und oral. Schliesslich zog er seinem Sohn, als dieser zwischen fünf und acht Jahre alt war, im Rahmen von drei Vorfällen am Penis, was er als "Chueli mälchen" bezeichnete. Diese Handlungen waren alle sexuell motiviert und dienten seiner Lustbefriedigung.