Citation: 6B_660/2009 03.11.2009 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung des Willkürverbots gemäss Art. 9 BV geltend. Die Vorinstanz habe ihren Schuldspruch einzig auf blosse Distanzschätzungen von zwei Polizisten gestützt und auf sachliche Beweismittel verzichtet. Ebenso habe sie es unterlassen, die bei Schätzungen von blossem Auge zwingend auftretenden Ungenauigkeiten durch einen Toleranzzuschlag zu kompensieren. Ferner habe die Vorinstanz die Abstandsschätzung durch einen der Polizisten in willkürlicher Weise deshalb als besonders glaubwürdig erklärt, weil sich der Zeuge an Details des Vorfalls ohne Durchsicht des Polizeirapportes nicht erinnere (Beschwerde, S. 5). Der Beschwerdeführer rügt weiter eine Verletzung der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK), indem sich die Vorinstanz von einem für ihn ungünstigen Fahrzeugabstand überzeugt erklärt habe, obwohl keine messbaren Beweise vorliegen würden und bei objektiver Betrachtung erhebliche Zweifel bestünden, ob der von den Zeugen geschätzte Abstand wirklich maximal exakt zehn Meter betragen habe (Beschwerde, S. 5). 2.2 Die Vorinstanz erachtet eine technische Aufzeichnung des Sachverhalts, so etwa mit einem "Video-Distanzmeter-Aufnahmeeinheitsmesssystem" (ViDistA-Messsystem), nicht als notwendig, da von einer gefahrenen Geschwindigkeit von 80 km/h ausgegangen werden könne und andere ausreichende Beweise vorhanden seien, wie die Aussagen der zwei beteiligten Polizeibeamten sowie des Beschwerdeführers (angefochtenes Urteil, S. 8 f.). Es bestünden keine Anhaltspunkte, dass die beiden Polizisten bezüglich des Fahrverhaltens des ihnen nicht bekannten Beschwerdeführers übereinstimmend die Unwahrheit gesagt hätten. Beide Zeugen hätten während der zwei Kilometer langen Beobachtungsstrecke zuverlässig feststellen können, dass der Beschwerdeführer einen Abstand von fünf bis maximal zehn Metern zum vorausfahrenden Lastwagen eingehalten habe und dieser Abstand stets ungefähr gleich geblieben sei. Die Polizisten hätten ihre Längenangaben zunächst in Wagenlängen gemacht und erst auf Nachfrage erklärt, dass eine solche fünf Metern entspreche, was die Aussage glaubwürdig erscheinen lasse (angefochtenes Urteil, S. 10 f.). 2.3 Art. 9 BV gewährleistet den Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Willkür liegt nach ständiger Rechtsprechung nur vor, wenn der angefochtene Entscheid auf einer schlechterdings unhaltbaren oder widersprüchlichen Beweiswürdigung beruht, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 134 I 140 E. 5.4). Willkür in der Beweiswürdigung liegt vor, wenn die Behörde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen, auf einem offenkundigen Fehler beruhen oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen. Dabei genügt es nicht, wenn der angefochtene Entscheid sich nur in der Begründung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung des Entscheids rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41). Auf dem Gebiet der Beweiswürdigung ist die Kognition des Bundesgerichts auf Willkür beschränkt. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obschon bei objektiver Würdigung des gesamten Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdrückende Zweifel an dessen Schuld fortbestanden (BGE 127 IV 38 E. 2 mit Hinweis). 2.4 Die Würdigung des Beweisergebnisses durch die Vorinstanz ist nicht zu beanstanden. Es gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung, wonach die Organe der Strafrechtspflege frei von Beweisregeln und nur nach ihrer persönlichen Ansicht aufgrund gewissenhafter Prüfung darüber entscheiden, ob sie eine Tatsache für bewiesen halten. Es sind keine offensichtlich erheblichen und nicht zu unterdrückenden Zweifel an der Schuld des Beschwerdeführers erkennbar. Die Vorinstanz konnte, ohne in Willkür zu verfallen, die beiden als Zeugen befragten Polizisten als glaubwürdig einstufen und auf ihre Aussagen abstellen. Dies umso mehr, als die Polizisten damals im Verkehrszug Bülach der Kantonspolizei Zürich arbeiteten und Erfahrung mit Distanzschätzungen hatten. Dass sich die beiden Zeugen ohne eine Durchsicht des Polizeirapportes nicht an Details erinnern konnten und dies auch offenlegten, was die Vorinstanz willkürfrei als weiteres Glaubwürdigkeitselement bewertete, stützt die Glaubwürdigkeit der Aussagen zusätzlich. Im Weiteren ist keine Verletzung der Unschuldsvermutung ersichtlich. Die Rügen des Beschwerdeführers sind in diesem Punkt unbegründet.