Citation: 6B_897/2017 E. 3.2.2

3.2.2. Nicht zu beanstanden ist sodann, wenn die Vorinstanz dem Umstand, dass es letztlich beim Versuch geblieben ist, mit einer Reduktion von 4 Jahren Rechnung trägt. Namentlich wird sie damit dem von ihr selber festgestellten, im Vergleich zu einer vollendeten Tötung "erheblich weniger schwer wiegenden Verschulden" gerecht und gewichtet die tatsächlich eingetretenen, nicht besonders schwerwiegenden Folgen genügend. Eine Einsatzstrafe von 6 Jahren für die zweifach versuchte vorsätzliche Tötung liegt unter den gegebenen Umständen im vorinstanzlichen Ermessen. Die vom Beschwerdeführer zum Vergleich herangezogene Rechtsprechung aus dem Bereich des Strassenverkehrs ist entgegen seiner Auffassung nicht einschlägig. Anders als bei Raserdelikten zielte der Eventualvorsatz des Beschwerdeführers nicht auf das Rasen an sich d.h. auf die Verkehrsregelverletzung, sondern auf die Verletzung bzw. Tötung der Jogger. Die Kollision war hingegen von direktem Vorsatz gedeckt. Das Verhalten des Beschwerdeführers erscheint als sehr verwerflich und ist mit einem Raserdelikt nicht vergleichbar. Von einem blossen Streich kann keine Rede sein.