Citation: 4A_598/2012 E. 6.3

6.3. Die Abbildungen 1-4 und 6-15 betrafen zwar den "Roten Vari". Die Vorinstanz berücksichtigte diese Abbildungen deshalb nicht, weil diese Skizzen bloss für interne Zwecke erstellt worden seien. Gemäss Wortlaut von Ziffer 16 des Rahmenvertrags beziehe sich das ausschliessliche Änderungsrecht der Beschwerdeführer auf Illustrationen "für sämtliche Medien". Dies setze voraus, dass die Illustrationen für die Öffentlichkeit bzw. den Markt bestimmt seien. Für nicht an das Publikum gerichtete Zeichnungen, wie die erwähnten Abbildungen, gelte die Ausschliesslichkeitsklausel nicht, ansonsten in der arbeitsteiligen Werbebranche gar nicht mehr gearbeitet werden könnte. Die Abbildungen 1-4 würden sich im Übrigen dermassen vom "Roten Vari" der Beschwerdeführer unterscheiden, dass nicht einmal mehr von einem Werk zweiter Hand bzw. einer Bearbeitung gesprochen werden könne. Vielmehr liege eine freie Benutzung vor. Auch diese Auslegung der Ausschliesslichkeitsklausel durch die Vorinstanz ist entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer nicht zu beanstanden. Der Ausdruck "für sämtliche Medien" indiziert, dass nur Zeichnungen von der Ausschliesslichkeitsklausel erfasst werden, die über ein Medium bzw. Kommunikationsmittel nach aussen an das Publikum gerichtet werden sollen. Arbeitszeichnungen für den internen Gebrauch fallen nicht darunter. Im Übrigen hätte das berufliche Ansehen der Beschwerdeführer nur durch Illustrationen beeinträchtigt werden können, die von aussenstehenden Dritten überhaupt wahrgenommen werden konnten. Das trifft auf interne Zeichnungen nicht zu. Die Vorinstanz hat demnach die Abbildungen 1-4 und 6-15 zu Recht beiseite gelassen. Es kann offen bleiben, ob ihrer Eventualbegründung betreffend die Abbildungen 1-4 ebenfalls zu folgen wäre.