Citation: H 29/04 23.09.2004 E. 4

4.1 Der Beschwerdeführer erneuert die im kantonalen Prozess erhobene Einrede, wonach die Schadenersatzforderung verwirkt sei. 4.2 Dem ist unter Hinweis auf die - bereits im angefochtenen Entscheid dargelegte - Rechtsprechung (BGE 128 V 12 Erw. 5a, 126 V 451 Erw. 2a, je mit Hinweisen) entgegenzuhalten, dass die für den Beginn der einjährigen relativen Verwirkungsfrist gemäss Art. 82 Abs. 1 AHVV (in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2002) zumutbare Kenntnis des Schadens in dem Zeitpunkt gegeben ist, in welchem die Kasse unter Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit erkennen muss, dass die tatsächlichen Gegebenheiten nicht mehr erlauben, die Beiträge einzufordern, wohl aber eine Schadenersatzpflicht begründen können. Bei einem Konkurs ist dies in der Regel der Fall, wenn die Kollokation der Forderungen eröffnet und der Kollokationsplan (sowie das Inventar) zur Einsicht aufgelegt werden. Im Gegensatz zum definitiven Pfändungsverlustschein nach Art. 115 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 149 SchKG vermag der provisorische Verlustschein nach Art. 115 Abs. 2 SchKG die einjährige Verwirkungsfrist gemäss Art. 82 Abs. 1 AHVV in der Regel nicht in Gang zu setzen (ZAK 1988 S. 299). Gemäss BGE 126 V 443 hat der zwischenzeitliche, von 1997 bis 2000 dauernde Verlust des Konkursprivilegs für die Beitragsforderung am Regelzeitpunkt für den Beginn der einjährigen Verwirkungsfrist nach Art. 82 Abs. 1 AHVV (in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2002) entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers an dieser Rechtslage nichts geändert. Es ist daher, mit der Vorinstanz, darauf zu erkennen, dass die Beschwerdegegnerin die mit der Auflage des Kollokationsplans am ........ 2001 beginnende einjährige Frist für die Geltendmachung ihrer Schadenersatzforderung mit Erlass der Verfügungen vom 16. September 2002 gewahrt hat. Die Einrede der Verwirkung ist unbegründet.