Citation: 9C_115/2023 E. 5.3.2

5.3.2. Dass der Beschwerdeführer von Beginn weg wahrheitsgetreu über seine fachlichen Qualifikationen informiert hat, wird von keiner Seite bestritten. Dementsprechend hätten die Krankenversicherer bereits im Rahmen der Überprüfung seiner ersten TARMED-Abrechnung im Zusammenhang mit einem Schwangerschaftsultraschall beim Überprüfen der Dokumente und der einschlägigen Datenbanken erkennen können, dass er die Voraussetzung zur Erbringung von Ultraschalluntersuchungen zu Lasten der OKP nicht erfüllte. Vorliegend beruht somit die Leistungsausrichtung durch die Krankenversicherungen auf einem Fehler ihrerseits. Dieser erste Fehler ist rechtsprechungsgemäss nicht geeignet, den Fristenlauf auszulösen. Hierzu bedarf es vielmehr eines sogenannten "zweiten Anlasses" (vgl. E. 5.3.1 Alinea 4 hiervor; ebenso Urteil 8C_78/2022 vom 3. Oktober 2022 E. 4, insbesondere 4.5 mit Hinweisen). Der Hinweis des Beschwerdeführers auf die Prüfungspflicht der Krankenversicherungen zielt daher ins Leere.