Citation: 4A_387/2024 E. 3.4.2

3.4.2. Die Beschwerdeführerin bestritt im vorinstanzlichen Verfahren den Empfang der Veranlagungsverfügung zur direkten Bundessteuer 2016 vom 10. Februar 2020. Die Vorinstanz verwies auf Art. 326 Abs. 1 ZPO, wonach neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel ausgeschlossen sind. Weil die Beschwerdeführerin diese Behauptung erstmals im Beschwerdeverfahren vorgebracht habe, könne sie nicht mehr gehört werden. Das in diesem Zusammenhang neu eingereichte Schreiben vom 4. Mai 2020 könne aus dem gleichen Grund nicht berücksichtigt werden. Im Sinne einer Eventualerwägung ergänzte die Vorinstanz, der Einwand der fehlenden Zustellung der Veranlagungsverfügung helfe der Beschwerdeführerin ohnehin nicht. Denn das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich sei im erwähnten Urteil SB.2021.00132 vom 20. Juli 2022 zum Schluss gelangt, dass die Zustellung mittels Indizien hinreichend nachgewiesen sei. Folglich sei der Einwand der fehlenden Zustellung unbegründet. Die Zustellung der Schlussrechnung vom 30. August 2022 für die direkte Bundessteuer 2016 sei unbestritten. Daraus folge, dass der Beschwerdeführerin sowohl die Veranlagungsverfügung als auch die Schlussrechnung rechtsgültig zugestellt worden seien.