Citation: 6B_852/2016 E. 3

Anhaltspunkte, dass die Zustellung des begründeten erstinstanzlichen Urteils nicht korrekt erfolgt wäre, liegen nicht vor, da die Sendung an der Wohnadresse des Beschwerdeführers von einer Drittperson entgegengenommen wurde. Dass diese zur Entgegennahme der Post in Anwendung von Art. 85 Abs. 3 StPO nicht berechtigt gewesen wäre, macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Weder dargetan noch belegt ist, dass der Beschwerdeführer der Post gültig einen Auftrag zur Postrückbehaltung erteilte. Auch bei einem Postrückbehaltungsauftrag gälte das Urteil nach Ablauf der siebentägigen Abholfrist für eingeschriebene Sendungen zudem als gültig zugestellt (vgl. Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO; Urteil 6B_937/2015 vom 1. Oktober 2015 E. 1 mit Hinweisen).