Citation: 1C_210/2022 E. 4.1

4.1. Die Bundesversammlung erliess am 20. Juni 2014 das Bundesgesetz über das Schweizer Bürgerrecht (Bürgerrechtsgesetz, BüG; SR 141.0). Dieses trat per 1. Januar 2018 in Kraft und hob das Bundesgesetz vom 29. September 1952 über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts (aBüG; AS 1952 1087) auf (vgl. Art. 49 BüG i.V.m. Ziff. I Anhang BüG). Gemäss Art. 50 BüG wirkt das neue Gesetz nicht zurück. Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts richten sich nach dem Recht, das bei Eintritt des massgebenden Tatbestandes in Kraft steht bzw. stand (Art. 50 Abs. 1 BüG). Nach der Rechtsprechung ist demzufolge jenes Recht anwendbar, das zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Erklärung betreffend die eheliche Gemeinschaft bzw. der Einbürgerung gilt bzw. galt (Urteile 1C_108/2023 vom 16. November 2023 E. 2; 1C_574/2021 vom 27. April 2022 E. 2.4). Vorliegend unterzeichneten die früheren Ehegatten die Erklärung betreffend die eheliche Gemeinschaft am 16. Januar 2013 und wurde die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 28. Januar 2013 erleichtert eingebürgert, die am 1. März 2013 in Rechtskraft erwuchs. Damit sind hier die Bestimmungen des aBüG in der am 1. Januar 2013 geltenden Fassung massgebend.