Citation: 8C_160/2018 E. 4.2.3

4.2.3. Im vorliegenden Fall greift der vorinstanzliche Schluss vom ab 1. März 2015 vertraglich vereinbarten Arbeitsverhältnis mit der Verpflichtung zur Leistung von mindestens 23 Arbeitsstunden pro Woche auf eine Arbeitsfähigkeit von "über 50 %" zu kurz. Die Frage nach der noch zumutbaren Arbeitsleistung nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung ist in erster Linie durch Ärzte zu beantworten (vgl. in BGE 144 V 153 nicht publizierte E. 5.3 des Urteils 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 mit Hinweis). Da die medizinische Aktenlage hier äusserst lückenhaft ist, lässt sich eine allfällige Einschränkung in einer leidensangepassten Beschäftigung nicht zuverlässig feststellen. Bei der summarischen Indikatorenprüfung der Vorinstanz handelt es sich um eine isolierte rechtliche Prüfung ohne ausreichende medizinische Grundlage. Weder die Berichte der behandelnden Fachpersonen noch die RAD-Stellungnahmen bilden eine verlässliche Basis für ein strukturiertes Beweisverfahren. Der angefochtene Entscheid ist daher aufzuheben und die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie den Gesundheitszustand in organischer und psychischer Hinsicht unter Berücksichtigung der Grundsätze von BGE 141 V 281 und der neuen Rechtsprechung gemäss BGE 143 V 409 sowie 418 gutachterlich kläre und in der Folge über den Rentenanspruch neu verfüge. Bei diesem Ergebnis braucht auf die Vorbringen in der Beschwerde zum Einkommensvergleich nicht eingegangen zu werden.