Citation: 6B_94/2024 E. B

Mit Urteil vom 6. April 2023 stellte das Obergericht des Kantons Bern die Rechtskraft des Schuldspruchs und eine Verletzung des Beschleunigungsgebots fest. Es verurteilte A.B.________ zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten. Ferner verpflichtete es ihn, unter solidarischer Haftbarkeit mit D.B.________ und E.B.________, zur Bezahlung einer Genugtuung in der Höhe von Fr. 7'500.-- (zzgl. Zins von 5 % seit dem 7. Januar 2019) an C.________, hiess die Schadenersatzforderung des Letzteren dem Grundsatz nach gut und verwies sie im Übrigen auf den Zivilweg. Das Obergericht des Kantons Bern legt seinem Urteil im Wesentlichen folgenden Sachverhalt zugrunde: A.B.________ habe am Nachmittag des 7. Januar 2019 das neue Geschäftslokal von C.________ aufgesucht und ihn - in Wut über dessen geplantes Konkurrenzgeschäft in unmittelbarer Nähe zu seinem eigenen Restaurant - zur Rede gestellt. Hierauf sei der Vater von A.B.________, E.B.________, dazu gestossen und habe ebenfalls auf C.________ eingeredet, der sich der Auseinandersetzung zu entziehen versucht habe, indem er sich zu seinem in der Nähe geparkten Auto begeben und sich auf den Fahrersitz gesetzt habe. A.B.________ habe mit einem von ihm mitgeführten Messer in dessen linke Schulter gestochen. Spätestens hierauf sei D.B.________ hinzu geeilt, habe sich neben den Fahrersitz gestellt, C.________ an den Schultern gepackt und ihn festgehalten, was seinem Bruder A.B.________ ermöglicht habe, in dessen linke Rumpfseite zu stechen. Der in unmittelbarer Nähe positionierte Vater habe nach den ersten beiden Stichen seinen Söhnen zugerufen, sie sollten C.________ töten und nicht zuwarten. Darauf habe A.B.________ dem weiterhin von D.B.________ festgehaltenen C.________ einen Stich ins linke Knie und einen weiteren Stich in den linken Oberschenkel zugefügt. Als C.________ zu schreien begonnen habe, hätten sie sich zu dritt vom Tatort entfernt.