Citation: 1B_138/2007 19.07.2007 E. 2

Nach § 58 Abs. 1 der Zürcher Strafprozessordnung (StPO) darf Untersuchungshaft angeordnet werden, wenn der Beschuldigte eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtigt wird und ausserdem einer der aufgeführten Haftgründe als gegeben angenommen werden kann. Im vorliegenden Fall zieht der Beschwerdeführer den Tatverdacht nicht in Frage. Er macht indes unter Hinweis auf Art. 10 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 BV geltend, der Wiederholungsgefahr könne anstelle der Haft mit einer milderen Massnahme im Sinne der Auflage begegnet werden, dass ihm verboten werde, das Gebiet der Langstrasse in Zürich zu betreten und ausserhalb seiner Wohnung ein Messer mit sich zu führen. 2.1 In diesem Zusammenhang rügt der Beschwerdeführer vorerst eine Verletzung des rechtlichen Gehörs nach Art. 29 Abs. 2 BV, weil der Haftrichter auf seine Vorbringen betreffend Ersatzmassnahme nicht eingegangen sei. Diese Rüge erweist sich als unbegründet. Der Haftrichter hat eingehend dargelegt, dass vor dem Hintergrund der gesamten Umstände - Vorstrafen, erneuter Raubüberfall unter Verwendung eines Messers, psychische und gesundheitliche Beeinträchtigungen - qualifizierte Wiederholungsgefahr bestehe, eine Entlassung schlechterdings nicht in Frage komme und er die Aufrechterhaltung der Haft für verhältnismässig erachte. Damit hat er auch den Antrag auf Haftentlassung unter Auflage beurteilt und zurückgewiesen. Bei dieser Sachlage stellt der Umstand, dass der Haftrichter nicht ausdrücklich auf die Möglichkeit einer mildern Massnahme eingegangen ist, keine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV dar. 2.2 In der vorliegenden Beschwerde ersucht der Beschwerdeführer erneut um Entlassung unter Auflage und macht geltend, der Wiederholungsgefahr könne mit einer solchen begegnet werden. Er setzt sich indes in der Beschwerdeschrift vom 4. Juli 2007 mit der Annahme des Haftrichters im angefochtenen Entscheid, es bestehe auch Kollusionsgefahr, nicht auseinander. Die Bestreitung der Kollusionsgefahr und die Ausführungen dazu in der Replik sind nicht durch die Vernehmlassungen veranlasst und damit als verspätete Vorbringen unerheblich. Da nach § 58 Abs. 1 StPO/ZH für eine Haftanordnung oder -verlängerung das Vorliegen eines einzigen speziellen Haftgrundes ausreicht und der Beschwerdeführer die Kollusionsgefahr, wie dargetan, nicht rechtsgenüglich in Frage zieht, ist auf die Wiederholungsgefahr nicht näher einzugehen.