Citation: K 168/04 09.02.2005 E. 4

4.1 Da es nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen, sondern um eine prozessrechtliche Frage geht (vgl. Erw. 1.2 hievor), ist das Verfahren kostenpflichtig (Art. 134 OG e contrario). 4.2 Die Beschwerdegegnerin beantragt, die Gerichts- und Parteikosten dem Kanton Luzern aufzuerlegen, weil die Vorinstanz mit ihrem Nichteintretensentscheid die Pflicht zur Justizgewährleistung verletzt habe. Nach Art. 156 Abs. 1 und Art. 159 Abs. 2 OG dürfen einem Kanton, der nicht Partei ist, grundsätzlich keine Gerichtskosten und Parteientschädigungen überbunden werden. In Anwendung von Art. 156 Abs. 2 OG sowie Art. 159 Abs. 5 in Verbindung mit Art. 156 Abs. 6 OG rechtfertigt sich eine Ausnahme von dieser Regel indessen namentlich dann, wenn ein richterlicher Entscheid in qualifizierter Weise die Pflicht zur Justizgewährleistung verletzt und den Parteien Kosten verursacht hat (RKUV 1999 Nr. U 331 S. 128 Erw. 4). Die Voraussetzungen wurden beispielsweise bejaht bei treuwidrigem Verhalten des Gerichts (Urteil B. vom 13. Juli 2000, H 290/98; nicht veröffentlichtes Urteil K. vom 15. Juni 2000, C 32/98), bei der Weigerung des Gerichts, ergänzende Abklärungen im Sinne eines letztinstanzlichen Rückweisungsentscheids vorzunehmen (RKUV 1999 Nr. U 331 S. 126), bei der Verwehrung eines bundesgesetzlich vorgesehenen Rechtsweges (in BGE 124 V 130 nicht veröffentlichte Erw. 5) oder bei der versehentlichen Abschreibung eines Verfahrens zufolge Gegenstandslosigkeit (Urteil C. vom 24. September 2001, I 461/01; Urteil A. vom 18. Oktober 2000, I 704/99). Hat die Vorinstanz im vorliegenden Fall ihre Zuständigkeit zu Unrecht verneint, liegt darin allein keine Verletzung der Pflicht zur Justizgewährleistung begründet, welche im Lichte der Rechtsprechung wegen ihrer besonderen Qualifikation eine Überbindung der Kosten an den Kanton rechtfertigen liesse. Davon ging das Eidgenössische Versicherungsgericht stillschweigend auch im Urteil G. vom 30. Oktober 2001 (B 24/00) aus, welchem ein vergleichbarer prozessualer Sachverhalt zugrunde lag. 4.3 Die Gerichtskosten sind folglich nach der Regel des Art. 156 Abs. 1 OG (in Verbindung mit Art. 135 OG) der unterliegenden Beschwerdegegnerin zu überbinden, welche den obsiegenden Beschwerdeführern zudem gemäss Art. 159 Abs. 2 OG (in Verbindung mit Art. 135 OG) eine Parteientschädigung auszurichten hat, dies entsprechend dem Grundsatz, dass die Gerichtskosten und die Parteientschädigung aufgrund der Anträge der beschwerdeführenden Partei, gemessen am Ergebnis der Anfechtung des vorinstanzlichen Entscheides und damit ohne Rücksicht auf die Anträge der Gegenpartei zu verlegen sind (BGE 123 V 156 und 159).