Citation: 6B_1107/2020 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz schliesst sich (implizit) den Ausführungen der Erstinstanz zur (fehlenden) Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschwerdeführers an, relativiert die erstinstanzlichen Erwägungen allerdings dahingehend, dass die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschwerdeführers nicht deshalb eingeschränkt seien, weil sie knapp und stereotyp seien, zumal es in der Natur der Sache liege, dass ein Nichtereignis nicht detail- oder variantenreich umschrieben werden könne. Daher seien seine übrigen Aussagen, die nicht das Kerngeschehen beträfen, aufschlussreicher für die Beurteilung der Glaubhaftigkeit seiner Angaben. Dabei falle auf, seine Aussage, mit D.________ keine Beziehung unterhalten zu haben, würde mit den von ihm verfassten SMS und WhatsApp-Nachrichten kontrastieren. Die von D.________ verwendete Anrede "Amore" werde nicht unter blossen Freunden benutzt. Der Beschwerdeführer habe überdies bspw. am 10. Mai 2016 bereits morgens um 07.52 Uhr mehrmals versucht D.________ zu erreichen. Er habe ihr dann auf die Mailbox gesprochen und sich erkundigt, ob sie gut geschlafen habe. Dies zeuge von Intimität und nicht bloss von einem kollegialen Verhältnis. Auch der SMS-Verkehr zwischen ihnen (u.a. Mitteilung "Ti amo tanto") lasse daran nicht zweifeln. Diese Schlussfolgerung sei mit den Schilderungen von D.________ vereinbar. Schliesslich sei nicht einzusehen, weshalb sie ihn am 4. Juli 2016 in seiner Arztpraxis hätte aufsuchen sollen und dann so reagiert habe, wie dies nur eine in ihrer Liebe schwer Enttäuschte und Betrogene tue. Seine Aussagen seien nicht mit seinem übrigen Verhalten in Einklang zu bringen. Auch deshalb würden sie unglaubhaft wirken, weshalb nicht darauf abgestellt werden könne.