Citation: 5A_626/2022 E. 5.3.1

5.3.1. Das Kantonsgericht erwog, nach der Praxis der DS Lawa werde eine Erwerbsbewilligung im Regelfall erteilt, wenn die Fahrdistanz nicht mehr als 6 km, in Ausnahmefällen bis 8 km betrage. Eine detaillierte Prüfung sei nicht die Regel, indes ohne weiteres zulässig. Dabei könnten abweichende ortsübliche Fahrdistanzen mitberücksichtigt werden. Ebenso sei entscheidend, ob sich die Fahrstrecke für die vorgesehene landwirtschaftliche Bewirtschaftung eigne. Treffe dies nicht zu, falle sie bei der Distanzbeurteilung ausser Betracht. Sei die Strecke nur mit Erschwernissen nutzbar und nur eingeschränkt geeignet, könne diesem Umstand bei der Beurteilung, ob der ortsübliche Bewirtschaftungsbereich eingehalten ist, zumindest Rechnung getragen werden. Eine Praxis, wonach der ortsübliche Bewirtschaftungsbereich bei einer Distanz von bis zu 6 km in jedem Fall eingehalten sei, bestehe somit nicht und zwar weder bei Anwendung der öffentlich-rechtlichen noch der privatrechtlichen Bestimmungen des BGBB.