Citation: 8C_38/2021 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, Dr. med. G.________ habe den psychologischen Test gemäss der Montgomery and Asberg Depression Rating Scale (MADRS) zwar durchgeführt, dessen Ergebnisse indessen falsch festgehalten und willkürlich bewertet. Das kantonale Gericht sei auf diesen Einwand in Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör nicht eingegangen. Dr. med. G.________ habe die einzelnen Positionen zur Beurteilung des Schweregrades der depressiven Störung ohne Berücksichtigung der anderslautenden, namentlich während mehrerer stationärer Aufenthalte erhobenen klinischen Befunde bewertet. Aus den medizinischen Akten ergebe sich, dass sie seit Jahren an Traurigkeit, Schlafstörungen, Appetitverlust und Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit leide und deswegen immer wieder erheblich in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Der psychiatrische Experte habe bei der Bewertung des MADRS-Tests sowohl die medizinische Anamnese wie auch die Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich des Untersuchungsgesprächs übergangen. Daher sei seine retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht aussagekräftig.