Citation: 1C_17/2017 E. 4.3.2

4.3.2. Die Definition von neuen und gebundenen Ausgaben gemäss § 37 CRG lehnt sich grundsätzlich an die Rechtsprechung des Bundesgerichts an. Immerhin trifft § 37 Abs. 2 CRG für den Kanton Zürich eigenständige Festlegungen für besondere Konstellationen. Im vorliegenden Verfahren ist zudem zu berücksichtigen, dass im Kanton Zürich eine Praxis besteht, wonach es sich bei Ausgaben für die Errichtung von Bauprovisorien, welche für die Aufrechterhaltung eines ordnungsgemässen Schul-, Forschungs- bzw. Spitalbetriebs erforderlich sind, grundsätzlich um gebundene Ausgaben handelt (vgl. die Beschlüsse des Regierungsrats 986/2011 vom 17. August 2011, 967/2013 vom 3. September 2013, 101/2015 vom 4. Februar 2015 sowie 824/2015 vom 26. August 2015 über die Bewilligung gebundener Ausgaben für die Erstellung eines Schulhausprovisoriums der Kantonsschule Glattal in Uster, die Einrichtung eines OP-Provisoriums am Polikliniktrakt des Kantonsspitals Winterthur, die Errichtung des Modulbaus SUED II im Park des Universitätsspitals sowie einen provisorischen Büro- und Laborbau für das Institut für Medizinische Mikrobiologie der Universität Zürich). Zwar knüpft der Regierungsrat auch in diesen Fällen an das Kriterium der (fehlenden) verhältnismässig grossen Handlungsfreiheit an. Er berücksichtigt insoweit jedoch auch betriebliche und organisatorische Vorteile, welche vernünftigerweise für den Standort eines Bauprovisoriums in der Nähe des definitiven Standorts sprechen.