Citation: 8C_100/2018 E. 4.4

4.4. Zur in der Beschwerde vorgebrachten Diskriminierung Teilerwerbstätiger im Sinne von Art. 8 Abs. 2 BV bei der Invaliditätsbemessung ist festzuhalten, dass die Präzisierung der Rechtsprechung nach BGE 142 V 290 dazu diente, die unter der damaligen Rechtslage bestehende Privilegierung der Teilerwerbstätigen ohne Aufgabenbereich zu beseitigen. Dabei wurde neu bestimmt, dass die Einbusse, die eine versicherte Person in einem bestimmten (hypothetischen) erwerblichen Teilpensum erleidet, in diesem Bereich zum selben Invaliditätsgrad führen muss, unabhängig davon, ob sie daneben (d.h. im hypothetisch verbleibenden Prozentanteil) keinen Aufgabenbereich hat, in einem Aufgabenbereich tätig ist oder ein weiteres erwerbliches Teilpensum hat und damit als vollerwerbstätig gilt (BGE 142 V 290 E. 7.2 S. 297 f.; Urteil 9C_897/2017 vom 4. Mai 2018 E. 3.2.1.2). Das nun auf den 1. Januar 2018 eingeführte neue Berechnungsmodell für die Invaliditätsbemessung Teilerwerbstätiger gemäss Art. 27bis Abs. 2-4 IVV ist auf den hier zu beurteilenden Sachverhalt bereits gemäss den allgemein gültigen intertemporalrechtlichen Grundsätzen nicht anzuwenden. Danach sind zur Beurteilung der Rechtsfolgen eines Ereignisses grundsätzlich jene Rechtssätze massgebend, welche zum Zeitpunkt der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 138 V 475 E. 3.1 S. 478) und nicht, wie der Beschwerdeführer vorbringt, diejenigen, die bis zur rechtskräftigen Beurteilung des infrage stehenden Leistungsanspruchs gelten (vgl. auch Urteil 8C_21/2018 vom 25. Juni 2018 E. 6 mit Hinweisen). Der zur umstrittenen Rechtsfolge führende Tatbestand verwirklichte sich hier abschliessend vor Inkrafttreten der Verordnungsbestimmung. Demnach wurde hier die gemischte Bemessungsmethode zutreffend nach des bis Ende 2017 in Kraft stehenden Rechts angewandt. Eine Diskriminierung liegt nicht vor. Damit bleibt es bei der vorinstanzlich bestätigten Verneinung eines Rentenanspruchs.