Citation: 6B_1151/2022 E. 2.3.4

2.3.4. An dieser Einschätzung vermag auch der im Rahmen der Untersuchung gegen den Beschwerdegegner eingeholte Bericht der Staatsanwältin vom 28. Juni 2021 nichts zu ändern. Diese schildert darin lediglich ihre eigenen Wahrnehmungen. Von Belang ist vorliegend aber nicht ihre persönliche Einschätzung des Beschwerdegegners resp. seiner Drohung, sondern einzig die Reaktion, die das Durchlesen der von ihr verfassten Aktennotiz (die Kenntnisnahme der Drohung) beim Beschwerdeführer auszulösen vermochte. Dies zumal nicht geltend gemacht wird, dass sich die Staatsanwältin und der Beschwerdeführer betreffend das Telefonat ausgetauscht hätten. Der Inhalt des Berichts vom 28. Juni 2021 - namentlich dass die Staatsanwältin das Gebaren des Beschwerdegegners am Telefon als einzigartig erlebt, seine Aussagen als Drohung und Nötigung wahrgenommen und die Drohung ernst genommen habe - erweist sich damit als nicht entscheidrelevant. Die Vorin stanz durfte, ohne in Willkür zu verfallen und ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs, im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung auf den Inhalt, den Wortlaut und den Aufbau der Aktennotiz abstellen und von einer Bezugnahme auf den Bericht absehen.