Citation: 6B_887/2016 E. A

A.a. Das Untersuchungsrichteramt Luzern beziehungsweise die Staatsanwaltschaft Luzern, Abteilung 4 Spezialdelikte, führten seit März 2005 eine Strafuntersuchung gegen die verantwortlichen Personen der A.________ AG, X.________ und Y.________, wegen Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (Art. 23 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 lit. b UWG), eventualiter wegen Betrugs (Art. 146 StGB). Am 16. Dezember 2014 erhob die Staatsanwaltschaft Luzern gegen X.________ und Y.________ Anklagen an das Bezirksgericht Luzern wegen mehrfachen unlauteren Wettbewerbs im Sinne von Art. 23 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 lit. b UWG. Ihnen wird vorgeworfen, sie hätten als Verantwortliche der Z.________ AG und von deren 100 %iger Tochter A.________ AG im Jahr 2008 sogenannte Mailings durchführen lassen. Dadurch seien Tausende von irreführenden Formularen/Offerten betreffend Einträge in Register an natürliche und juristische Personen im Ausland versandt worden. Durch die Unterzeichnung und Rücksendung der Formulare hätten die Adressaten, ohne es zu realisieren, mit der A.________ AG dreijährige Insertionsverträge zu einem Gesamtpreis von je rund EUR 3'000.-- abgeschlossen. A.b. Mit (Teil-) Einstellungsverfügungen vom 26. Januar 2015 stellte die Staatsanwaltschaft Luzern die Strafuntersuchung gegen X.________ und gegen Y.________ wegen Betrugs (Art. 146 StGB) in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. b StPO ein, weil das Tatbestandsmerkmal der Arglist nicht erfüllt sei. A.c. Mit Beschlüssen vom 8. Juli 2015 stellte das Bezirksgericht Luzern das Strafverfahren gegen X.________ und gegen Y.________ wegen mehrfachen unlauteren Wettbewerbs im Sinne von Art. 23 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 lit. b UWG gestützt auf Art. 329 Abs. 4 StPO ein, weil zufolge des Doppelbestrafungsverbots ("ne bis in idem") ein definitives Prozesshindernis vorliege.