Citation: 1P.107/2001 25.06.2001 E. 1

1.- Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und inwieweit auf eine Beschwerde einzutreten ist (BGE 126 I 207 E. 1 S. 209, 81 E. 1 S. 83). a) Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid. Insoweit ist die staatsrechtliche Beschwerde zulässig (Art. 86 Abs. 1 und Art. 87 OG). Sie ist - von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen - rein kassatorischer Natur. Soweit die Beschwerdeführerin mehr verlangt als die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, ist darauf nicht einzutreten (BGE 125 I 104 E. 1b S. 107). b) Die Beschwerdeführerin wirft dem Verwaltungsgericht formelle Rechtsverweigerung wegen Verletzung des Willkürverbots gemäss Art. 9 BV und des Anspruchs auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV vor, weil es auf ihre Rügen bezüglich Abstellplätze, Grenz- und Gebäudeabstände, Zonenkonformität und Erschliessung nicht eingetreten sei. Als weitere formelle Rechtsverweigerung rügt die Beschwerdeführerin einen Verstoss gegen das Rechtsgleichheitsgebot gemäss Art. 8 Abs. 1 BV und eine Verletzung des Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung gemäss 29 Abs. 1 BV, weil mit der Baubewilligung für die öffentlichen Zwecken dienende Bibliothek B.________ in der Zone W3 die Zonenvorschriften im Bezirk Einsiedeln wissentlich nicht bzw. falsch angewandt worden seien. Schliesslich wirft die Beschwerdeführerin dem Verwaltungsgericht vor, das Recht auf ein faires Verfahren gemäss Art. 6 EMRK verletzt zu haben. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin handelt es sich beim Rechtsgleichheitsgebot gemäss Art. 8 Abs. 1 BV und dem Willkürverbot gemäss Art. 9 BV nicht um formelles, sondern um materielles Bundesverfassungsrecht (Jörg Paul Müller, Grundrechte in der Schweiz, 3. Auflage, Bern 1999, S. 470 und 494; Isabelle Häner, Die Beteiligten im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, Zürich 2000, Rz 117 S. 72 und Rz. 124 S. 77). Hingegen sind die Verfahrensgarantien gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 BV formeller Natur (René Rhinow, Die Bundesverfassung 2000, Basel 2000, S. 214). Ihre Verletzung führt grundsätzlich zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Diese Rügen sind daher vorweg zu prüfen (BGE 124 V 389 E. 1 S. 389; 121 V 150 E. 3 S. 152; 119 V 208 E. 2 S. 210; 118 Ia 17 E. 1a S. 18). Der von der Beschwerdeführerin ebenfalls angerufene Art. 6 EMRK verschafft keine weitergehenden Rechte als Art. 29 Abs. 1 und 2 BV (Isabelle Häner, a.a.O., Rz 128 S.79; BGE 111 Ia 273 E. 2a S. 274; 109 Ia 177 E. 3 S. 178; 107 Ib 160 E. 3b S. 165). Eine gesonderte Überprüfung des angefochtenen Entscheids auf seine Vereinbarkeit mit Art. 6 EMRK erübrigt sich daher.