Citation: U 47/04 04.10.2004 E. 3

Bei der Ermittlung des ohne Invalidität erzielbaren Einkommens (Valideneinkommen) ist entscheidend, was der Versicherte im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b) als Gesunder tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Massgebend ist, was die versicherte Person auf Grund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände unter Berücksichtigung ihrer beruflichen Weiterentwicklung, soweit hiefür hinreichend konkrete Anhaltspunkte bestehen, zu erwarten gehabt hätte (AHI 1998 S. 171 Erw. 5a mit Hinweisen). Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 101 Erw. 3b am Ende; vgl. auch ZAK 1990 S. 519 Erw. 3c). 3.1 Der Versicherte war zum Zeitpunkt des Unfallereignisses vom 27. November 1986 als Bauhandlanger angestellt und verdiente dabei gemäss der von der damaligen Arbeitgeberin am 4. Dezember 1986 ausgefüllten Unfallmeldung UVG Fr. 14.- (zuzüglich 8,3 % Ferien-/ Feiertagsentschädigung und 8,3 % 13. Monatslohn). Dies entspricht mit Fr. 16.30 etwa dem in der Lohn- und Gehaltsstatistik des BIGA (heute: seco) vom Oktober 1987 für 1986 ausgewiesenen durchschnittlichen Verdienst für ungelernte Arbeit im Bauhauptgewerbe von Fr. 16.14 (einschliesslich aller Zulagen). Für den behaupteten Aufstieg zum Baufacharbeiter bestehen keine hinreichend konkreten Anhaltspunkte (vgl. hierzu: AHI 1998 S. 171 Erw. 5a mit Hinweisen). Allein aus den Berufserfahrungen kann darauf nicht geschlossen werden. Es ist somit danach zu fragen, was der Versicherte im Jahre 2001 mutmasslicherweise als gesunder Bauhilfsarbeiter erzielt hätte. 3.2 Da seine Entlöhnung beim Unfall im Wesentlichen dem statistischen Durchschnittsentgelt entsprach und er anschliessend nicht mehr oder nicht mehr regelmässig arbeitete, ist das Valideneinkommen auf Grund der (nunmehr) vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) zu ermitteln. Danach erzielte ein im Bauhauptgewerbe einfache und repetitive Arbeiten ausführender Mann im Jahr 2000 mit 40 Wochenarbeitsstunden monatlich Fr. 4544.- (LSE 2000 S. 31 TA1 S Ziff. 45). Der Nominallohnerhöhung von 2,8 % sowie der durchschnittlichen Arbeitszeit im Baugewerbe von 42 Stunden angepasst, führt dies zu einem auf ein Jahr hochgerechnetes Valideneinkommen von Fr. 58'858.- (4544.- x 12 Monate / 40 x 42 x 1.028; Die Volkswirtschaft 2003, Heft 5, S. 82 f. Tabellen B9.2 und B10.2).