Citation: 8C_496/2022 E. 4

Die Vorinstanz stellte fest, dass die Beschwerdegegnerin ab 1. Juli 2019 unbefristet beim B.________ angestellt gewesen sei. In der Aufhebungsvereinbarung vom 17. November 2020 würden keine Gründe für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses genannt. Der Vereinbarung sei eine Mahnung vom 26. August 2020 vorausgegangen. Gemäss kantonalem Gericht begründete die Beschwerdeführerin die verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtiugng in ihrem Einspracheentscheid vom 4. Oktober 2021 vorab unter Verweis auf jene Mahnung. Mehrfach mit der Beschwerdegegnerin besprochene Kritikpunkte hätten zur Kündigung geführt. Was ihr im Einzelnen zur Last gelegt worden sei, werde im Einspracheentscheid jedoch nicht näher dargelegt. In den Akten fanden sich gemäss Vorinstanz keine hinreichend konkreten Hinweise darauf, dass die Arbeitsleistung der Beschwerdegegnerin in Frage gestellt worden wäre. Sowohl die Probezeitbeurteilung vom 10. September 2019 als auch das Mitarbeitergespräch im Oktober 2019 seien positiv ausgefallen. Die Ausführungen des Vorgesetzten im Rahmen seiner "Besprechungsgrundlagen für Feedbackgespräch vom 7. Januar 2020" hätten keine Kritik an der Arbeitsleistung oder Hinweise auf fehlendes Wissen enthalten. In einer Zielvereinbarung vom 27. März 2020 sei festgehalten worden, dass die Beschwerdegegnerin durchwegs gute Leistungen erbracht und sich selbstständig in verschiedene Themengebiete eingelesen habe. Zwar habe sich die Beschwerdegegnerin, so die Vorinstanz, verschiedentlich eines harschen Umgangstons beziehungsweise auch einmal einer unangemessenen Wortwahl bedient. Gemäss Mitarbeiterbeurteilung vom 19. Oktober 2020 sei indessen nach der Mahnung vom 26. August 2020 eine Verbesserung eingetreten. Das kantonale Gericht erwog weiter, der Beschwerdegegnerin sei in der Mahnung vom 26. August 2020 und in der Beurteilung vom 19. Oktober 2020 fehlende Leistungsbereitschaft vorgehalten worden, woraus sich indessen wenig Konkretes ableiten lasse. In ihren ergänzenden Angaben zuhanden der Arbeitslosenkasse vom 3. Juni und 8. Juli 2021 habe die Arbeitgeberin die Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht explizit mit mangelndem Fachwissen begründet. In der letztgenannten Stellungnahme habe sie sich auf den pauschalen Hinweis beschränkt, viele Punkte seien auch nach der Mahnung nicht zufriedenstellend gewesen, ohne jedoch darzulegen, worum es sich dabei gehandelt habe. Gemäss kantonalem Gericht fanden sich in den Akten zahlreiche Hinweise auf Spannungen im Team sowie Differenzen zwischen der Beschwerdegegnerin und ihrem Vorgesetzten. Dies genüge indessen nicht für die Begründung einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit, zumal die Konflikte nicht ausschliesslich der Beschwerdegegnerin vorzuwerfen seien, nachdem bereits bei deren Antritt des Arbeitsverhältnisses Spannungen im Team bestanden hätten. Ein relevantes Fehlverhalten der Beschwerdegegnerin, mit dem sie den Verlust der Arbeitsstelle eventualvorsätzlich in Kauf genommen hätte, war nach dem kantonalen Gericht somit insgesamt nicht erstellt.