Citation: 6P.123/2006 08.09.2006 E. 2

Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend. Das Kantonsgericht habe die Frage, ob er vorsätzlich gehandelt habe, nicht behandelt. Sowohl aus den Erwägungen im Urteil des Kreisgerichts, auf die das Kantonsgericht weitgehend verweist, als auch aus dem angefochtenen Entscheid geht hervor, dass sich die beiden Instanzen mit der subjektiven Tatbestandsseite auseinandergesetzt haben (vgl. nur Urteil Kreisgericht, S. 17; angefochtener Entscheid, S. 11). Der Beschwerdeführer bezeichnet sich selbst als pädophil. Gestützt auf diese Veranlagung und seine einschlägigen Vorstrafen legt das Kantonsgericht im Einzelnen dar, dass und weshalb die angeklagten Handlungen nicht nur objektiv betrachtet sexualbezogen waren, sondern der sexuellen Lustbefriedigung des Beschwerdeführers dienten (Urteil Kreisgericht, S. 12 - 16; angefochtener Entscheid, S. 8 - 11) und dieser sich der Grenzüberschreitung bewusst sein musste (angefochtener Entscheid, S. 11). Damit hat das Kantonsgericht die für die Beurteilung des Vorsatzes notwendigen tatsächlichen Feststellungen getroffen. Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich, inwiefern das Kantonsgericht ihre verfassungsmässige Begründungspflicht und damit das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt haben soll. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.