Citation: 1C_417/2023 E. 2.2.2

2.2.2. In ihrer Beschwerde ans Bundesgericht entgegnen die Beschwerdeführenden, es sei nicht nachvollziehbar, inwiefern höchstzulässige Fassadenbreiten für die Ermittlung der maximal zulässigen traufseitigen Fassadenhöhen eine Rolle spielen sollten. Wie in Bezug auf die Gesamthöhe und die Dachneigung sähen die Arealplanbestimmungen auch in Bezug auf die höchstzulässigen Fassadenbreiten im Gegensatz zum Baugesetz Almens (Art. 13 i.V.m. Art. 16) keine feste Grösse vor; sie könnten beliebig bis flächenmässig um insgesamt 5 % unter- oder überschritten werden. Da der Arealplan für die traufseitigen Fassadenhöhen keine Abweichung von der Regelbauweise vorsehe, gelte diesbezüglich das Baugesetz. Hinzu komme, dass nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung an in Arealplänen vorgesehene Abweichungen von der Regelbauweise strenge Massstäbe anzusetzen seien, wenn diese Arealpläne lediglich vom Gemeindevorstand erlassen worden seien (BGE 149 II 79). Implizite Abweichungen, wie sie das Verwaltungsgericht in Bezug auf die traufseitigen Fassadenhöhen annehme, würden grosse Spielräume eröffnen und widersprächen dieser Rechtsprechung. Entsprechend verliere die Vorinstanz denn auch kein Wort darüber, wie hoch die maximal zulässige traufseitige Fassadenhöhe ihrer Auffassung nach effektiv sein solle. Das angefochtene Urteil habe zur Folge, dass anstelle der gesetzlich zulässigen traufseitigen Fassadenhöhen von maximal 9,6 m (unter der Annahme, dass für den in Art. 13 BauG vorgesehenen Zuschlag [z] das Maximum von 3 m eingesetzt werde) solche von 11,52 m bis 14,33 m bewilligt würden. Dies bedeute eine Überschreitung von fast 50 % und verstosse gegen das Willkürverbot.