Citation: 6B_1315/2017 E. 1.5

1.5. Die Vorinstanz beurteilt die Rüge, die vorsorgliche Unterbringung in der Jugendabteilung des Gefängnisses stelle faktisch Untersuchungshaft dar; er habe Anspruch auf eine Haftprüfung durch das Zwangsmassnahmengericht. Sie führt dazu aus, ihre Ausführungen (oben E. 1.4.1) zeigten, dass es sich um eine vorsorgliche Abänderung der Massnahme und damit nicht um Untersuchungshaft handle. Dem bundesgerichtlichen Urteil 1B_437/2011 vom 14. September 2011 lasse sich nichts anderes entnehmen. Dort sei es um die Anordnung einer neuen Massnahme gegangen, nicht um die Anpassung einer bereits laufenden. Das Bundesgericht habe einzig verfügt, dass die vorübergehende Unterbringung monatlich zu überprüfen sei, bis ein längerfristig passender Platz in einem Massnahmenzentrum gefunden sei. In casu seien die Regeln über die (vorsorgliche) Anpassung von Massnahmen und nicht jene über Untersuchungshaft massgebend. Die Beschwerde an die Anklagekammer sei das zulässige Rechtsmittel. Die gegen den Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 11. September 2017 gerichtete Beschwerde sei abzuweisen. Die Rüge ist unbegründet.