Citation: 5A_222/2021 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführer beanstandet, die Vorinstanz habe unreflektiert auf einen nicht näher begründeten Willen des Sohnes abgestellt und damit das Kindeswohl mit dem Kindeswillen verwechselt. Besuche würden so zu einem Wunschkonzert eines pubertierenden Kindes verkommen. Selbst wenn auf den angeblich der alternierenden Obhut entgegenstehenden Willen des Sohnes abgestellt werden könnte, hätte die Vorinstanz erörtern müssen, ob bei Missachtung dieses angeblichen Willens anhand der konkreten Umstände des vorliegenden Falles eine Gefährdung des Kindeswohls tatsächlich zu befürchten wäre. Dies habe die Vorinstanz einerseits unterlassen und andererseits nicht einmal geltend gemacht. Damit sei der angefochtene Entscheid unvollständig und willkürlich. Ohne sachlich haltbare Gründe sei die Vorinstanz von konstanter höchstrichterlicher Rechtsprechung abgewichen, wonach die Kriterien einer alternierenden Obhut insgesamt und anhand des konkreten Einzelfalles zu würdigen seien, voneinander abhingen und sich ihre Bedeutsamkeit an den konkreten Umständen ausrichte. Hierfür bedürfe es einer umfassenden Sachverhaltsfeststellung in Bezug auf die einzelnen Kriterien sowie einer darauf gestützten Einordnung und Abwägung, was die Vorinstanz unterlassen habe. Damit habe sie seinen Anspruch auf eine willkürfreie Entscheidung verletzt. Die Vorinstanz habe den Sachverhalt unvollständig festgestellt, da sie keine Feststellungen zum Kindeswohl, zu alternativen Modalitäten einer alternierenden Obhut, zur vor der Trennung der Parteien gelebten Betreuungssituation sowie zu deren Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft getroffen habe. Ferner seien ihre Ausführungen zur angeblich zeitlich nicht uneingeschränkten Verfügbarkeit des Beschwerdeführers am frühen Abend unsubstanziiert geblieben. Eine nähere Prüfung hinsichtlich der Verfügbarkeit des Beschwerdeführers habe die Vorinstanz unterlassen.