Citation: 2C_638/2018 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, sich seit seiner Einreise im Jahr 2008 mehr als zehn Jahre in der Schweiz aufgehalten zu haben; entsprechend kämen in seinem Fall die Leitlinien nach BGE 144 I 266 zum Tragen (vgl. E. 3.1 hiervor) und bedürfe die Beendigung seines Aufenthalts besonderer Gründe. Diese Sichtweise verfängt nicht. Eine rein prozedural begründete Anwesenheit wird nach der Rechtsprechung nicht als "ordnungsgemässer Aufenthalt" im Sinne des AIG (SR 142.20) betrachtet, weil in mehrstufigen Rechtsmittelverfahren erhebliche Verzögerungsmöglichkeiten bestehen, und es einem Beschwerdeführer sonst möglich wäre, durch das Einlegen von Rechtsmitteln mit Blick auf sein Aufenthaltsrecht vollendete Tatsachen zu schaffen (BGE 137 II 10 E. 4.2 S. 12). Die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers ist im Jahr 2013 ausgelaufen und in der Folge nicht mehr verlängert worden; mit der Nichtverlängerung im Jahr 2016 wurde die Wegweisung angeordnet. Sein Aufenthalt in der Schweiz ist seither rein prozedural begründet, indem seinen Rechtsmitteln gegen die Ausgangsverfügung vom 11. Februar 2016 die aufschiebende Wirkung von Gesetzes wegen zukam (§ 25 [in Verbindung mit § 55] des Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons Zürich vom 24. Mai 1959) beziehungsweise vorsorglich zuerkannt wurde (Art. 103 Abs. 3 BGG). Der "ordnungsgemässe Aufenthalt" des Beschwerdeführers hat somit geendet, als seine Aufenthaltsbewilligung im Jahr 2013 ausgelaufen ist, spätestens aber mit der erstinstanzlich verfügten Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung im Februar 2016. Im damaligen Zeitpunkt war der Beschwerdeführer erst gut sieben Jahre in der Schweiz. Entsprechend greift die Beendigung seines Aufenthaltsrechts in der Schweiz nicht in das Recht auf Achtung des Privatlebens (Art. 8 Ziff. 1 EMRK; vgl. dazu E. 3.1 hiervor) ein.