Citation: 2A.96/2001 29.06.2001 E. 5

5.- a) Nach den Ausführungen des Verwaltungsgerichts im angefochtenen Urteil wurde der Beschwerdeführer in der Zeit vom 1. Januar 1996 bis zum 20. November 2000 für Schulden in der Höhe von insgesamt rund Fr. 111'800.-- betrieben, was rechnerisch einen monatlichen Betrag von Fr. 1'895.-- ergebe, der habe in Betreibung gesetzt werden müssen. Ferner seien Verlustscheine in der Höhe von über Fr. 62'000.-- ausgestellt worden; die laufenden Betreibungen würden einen Betrag von rund Fr. 10'350.-- betreffen. b) Der Beschwerdeführer wirft dem Verwaltungsgericht vor, es habe in Bezug auf diese Zahlen den rechtserheblichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig bzw. unvollständig festgestellt, indem es die Gesamtsumme von Fr. 111'800.-- erstens falsch errechnet habe - zähle man alle Betreibungen im erwähnten Zeitraum zusammen, so ergebe sich ein Gesamtbetrag von Fr. 117'603. 30 -, sowie weil es nicht berücksichtigt habe, dass teilweise mehrere Betreibungen sich auf die gleiche Schuld bezogen hätten, was das Bild verfälsche. Er führt aus, man könne ihm daher bloss noch Schulden im Betrage von Fr. 73'848. 05 vorhalten. Ob die Berechnungen des Beschwerdeführers zutreffen, kann im vorliegenden Fall offen bleiben; jedenfalls bestehen auch mit der von ihm zugestandenen Summe von Fr. 73'848.-- Schulden in erheblicher Höhe. c) Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung stellt unverschuldete Fürsorgeabhängigkeit allein keinen Verstoss gegen die öffentliche Ordnung dar, wohl aber das Nichtbezahlen von Schulden, jedenfalls dann, wenn diese einen bedeutenden Umfang erreichen (BGE 122 II 385 E. 3b S. 391). Aus den Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür und auch das Verwaltungsgericht macht nicht geltend, dass der Beschwerdeführer je Fürsorgeleistungen bezogen hätte. Hingegen hat er Schulden in nicht unbedeutendem Umfang, von denen er noch nicht viel zurückbezahlt hat. Offensichtlich war er über längere Zeit nicht in der Lage, mit den ihm aufgrund seines Verdienstes zur Verfügung stehenden Mitteln vernünftig umzugehen. Ob dieser Umgang mit Geld geradezu einen selbständigen Verstoss gegen die öffentliche Ordnung darstellt, kann offen bleiben, da der Beschwerdeführer schon mit seinen Straftaten gegen diese verstossen hat. d) Hingegen stellt sich die Frage, ob der Nachzug von Ehefrau und Kind im vorliegenden Fall die Gefahr von Fürsorgeabhängigkeit für die Beteiligten mit sich bringt (vgl. BGE 119 Ib 81 E. 1d S. 87). Es ist denkbar, dass es der Beschwerdeführer ohne Unterstützung der Fürsorgebehörden schafft, seinen Schuldenberg allmählich abzubauen, sei es im Rahmen von freiwilligen Abzahlungsvereinbarungen oder aufgrund einer allfälligen Lohnpfändung. Muss er indessen mit seinem Lohn zusätzlich eine Ehefrau und ein heute erst zehn Monate altes Kind ernähren, wird dies schwieriger, zumal seiner Ehefrau vorderhand eine berufliche Tätigkeit neben der Betreuung des Kindes kaum zumutbar ist. Die Gefahr, dass er und seine Familie eines Tages doch fürsorgeabhängig werden, steigt damit. e) Angesichts der vom Beschwerdeführer begangenen Delikte sowie des Risikos der Fürsorgeabhängigkeit sind im vorliegenden Fall die Voraussetzungen für einen Familiennachzug nicht erfüllt. Dessen Verweigerung ist somit nicht bundesrechtswidrig.