Citation: 8C_13/2024 E. 6.1.1

6.1.1. Was die Frage nach dem Vorliegen einer PTBS anbelangt, stellte die Vorinstanz fest, gemäss der interdisziplinären Konsensbeurteilung der medexperts-Expertise sei die Beschwerdeführerin in geordneten soziofamiliären Verhältnissen aufgewachsen. Nach der Grundschulausbildung habe sie eine kaufmännische Lehre absolviert und anschliessend in diesem Beruf gearbeitet. Zudem habe sie sich an Fachhochschulen weitergebildet. Von Traumatisierungen in der Kindheit oder psychischen Folgen eines Unfalls im Jahr 2009 sei nichts bekannt. Ihre berufliche Laufbahn sei erfolgreich, auch das Privatleben samt Freizeitgestaltung sei zufriedenstellend gewesen. Nach einer beruflichen Überforderungssituation durch einen Abteilungswechsel habe sie sich (weiterhin) überfordert gefühlt und es seien sowohl psychische als auch somatische Symptome aufgetreten, weshalb sie sich in psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung begeben habe. Aus psychiatrischer Sicht handle es sich um eine neurasthenische Entwicklung (ICD-10: F48.0). Eine PTBS oder eine depressive Episode sei nicht diagnostiziert worden.