Citation: 8C_648/2009 24.03.2010 E. 5

5.1 Aus der in E. 3 hievor dargestellten Rechtsprechung ergibt sich, dass, stellt sich die Frage nach einer Parallelisierung der Vergleichseinkommen, der von der versicherten Person vor Eintritt des Versicherungsfalles erzielte, auf das Jahr des frühestmöglichen Rentenbeginns bezogene - nötigenfalls hochgerechnete - Verdienst mit den branchenüblichen Löhnen zu vergleichen ist, bevor zur genauen Bestimmung des Invaliditätsgrades der Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG durchgeführt werden kann. Entgegen der Argumentation der SUVA in ihrer Beschwerdeschrift ist dabei nicht auf das Lohnniveau in der jeweils in Betracht fallenden Grossregion, sondern auf gesamtschweizerische Verhältnisse abzustellen, weil - solange kein repräsentatives tatsächlich erwirtschaftetes Einkommen vorhanden ist - der Invalidenlohn im nachfolgenden Einkommensvergleich ebenfalls auf Grund gesamtschweizerischer Tabellenlöhne zu bestimmen ist. Entsprechend wurde denn auch in BGE 134 V 322 E. 4.2 und 4.3 S. 326 f. sowie in der in BGE 135 V 297 nicht publizierten E. 3.1 die Frage nach der Durchschnittlichkeit des vor dem versicherten Unfallereignis realisierten Einkommens jeweils mittels Vergleichs mit dem gesamtschweizerisch laut Tabelle TA 1 (monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht, Privater Sektor) der LSE für dieselbe Tätigkeit ausgewiesenen Lohn geprüft (Urteil 8C_683/2009 vom 26. Februar 2010 E. 4.) vgl. auch Urteil U 8/07 vom 20. Februar 2008 [auszugsweise publiziert in RtiD 2008 II S. 293] E. 5.3 und 6.1, je mit Hinweisen). Ergibt sich, dass das Einkommen vor dem Unfall mehr als 5 % unter üblicherweise für die gleiche Tätigkeit entrichteten Gehältern lag, hat im Rahmen des darauf durchzuführenden Einkommensvergleichs die Parallelisierung der Vergleichseinkommen zu erfolgen. 5.2 Das kantonale Gericht hat festgestellt, dass das Einkommen, welches die heutige Beschwerdegegnerin vor ihrem Unfall vom 10. Oktober 2005 erzielte und ohne die gesundheitlichen Folgen davon wohl weiterhin realisieren würde, im Vergleich zu in der LSE ausgewiesenen Löhnen deutlich unterdurchschnittlich ist, weshalb im Rahmen des Einkommensvergleichs nach Art. 16 ATSG eine Parallelisierung der Erwerbseinkommen zu erfolgen habe. Die von ihr errechnete Unterdurchschnittlichkeit belief sich bei einem Jahreseinkommen von Fr. 39'639.- im massgebenden Referenzjahr 2007 und dem gesamtschweizerisch erhobenen, auf das Jahr 2007 hochgerechneten LSE-Tabellenwert von Fr. 48'035.- auf 17,5 %. Die SUVA wendet diesbezüglich ein, die hier interessierende Abweichung von Durchschnittslöhnen resultiere nicht aus einem Vergleich des effektiven Verdienstes vor dem Unfall mit landesweit erhobenen LSE-Tabellenwerten; eine allfällige Unterdurchschnittlichkeit dieses Verdienstes und deren Ausmass ergebe sich vielmehr aus einem Vergleich mit den in der Region Ostschweiz für dieselbe Tätigkeit üblichen Löhnen, was - wie schon im angefochtenen Einspracheentscheid vom 14. Mai 2008 festgehalten - bei einem - auf das Jahr 2007 hochgerechneten - Tabellenlohn von Fr. 45'425.- zu einer Abweichung von lediglich 12,7 % führe. Dieser Betrachtungsweise der SUVA kann nach dem in E. 5.1 hievor Gesagten nicht beigepflichtet werden. Eine allfällige Unterdurchschnittlichkeit des ohne Gesundheitsschaden (vor dem versicherten Unfallereignis) erzielten Einkommens ergibt sich - wie die Vorinstanz richtig erkannt hat - aus einem Vergleich mit gesamtschweizerisch für dieselbe Branche ermittelten Lohndaten. 5.3 Der von der Beschwerdegegnerin vor ihrem Unfall vom 10. Oktober 2005 erzielte Lohn stellt - unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung und der betriebsüblichen Normalarbeitszeit auf das Jahr 2007 hochgerechnet - das Einkommen dar, das ohne unfallbedingte Gesundheitsschädigung mutmasslich realisiert würde. Dieser mithin dem Valideneinkommen entsprechende Wert beläuft sich auf Fr. 39'639.-, was unbestritten geblieben ist. Dieser Betrag weicht nach der vorinstanzlichen Berechnung um 17,5 % vom branchenüblichen Lohnniveau (Bereich "sonst. öffentl. u. pers. Dienstleistungen", Position 90-93 in TA 1 der LSE 2006) von - gesamtschweizerisch (E. 5.1 hievor) - Fr. 48'035.- (12 x Fr. 3'813 : 40 x 41.7 x 1,007) ab und ist damit deutlich unterdurchschnittlich. Weil die Unterdurchschnittlichkeit mehr als 5 % ausmacht, hat im Rahmen des Einkommensvergleichs nach Art. 16 ATSG eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen stattzufinden. Nachdem das Valideneinkommen mit Fr. 39'639.- auf Grund der Angaben der früheren Arbeitgeberfirma feststeht und unbestritten geblieben ist, muss dabei das auf statistischer Basis ermittelte Vergleichs-, also das Invalideneinkommen, nach Massgabe der 5 % übersteigenden Unterdurchschnittlichkeit des Valideneinkommens reduziert werden. Lediglich im Umfang von 12,5 % findet die festgestellte Unterdurchschnittlichkeit von 17,5 % demnach bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen ihren Niederschlag (E. 3.3 hievor und nachstehende E. 6.2).