Citation: 9C_626/2013 E. 3.2

3.2. Inwiefern die persönlichen Äusserungen der Versicherten entscheidend zur Klärung hätten beitragen können, in welchen Punkten sie einerseits die Übersetzungen des Dolmetschers nicht verstanden hatte und anderseits dessen Übersetzungen fehlerhaft waren, lässt sich ihren Vorbringen nicht hinreichend entnehmen. Ob während der Exploration richtig übersetzt wurde, hätte nach den zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen bereits mangels entsprechender Sprachkenntnisse des Gerichts in einer öffentlichen Verhandlung nicht ergründet werden können und auch der Ablauf des Begutachtungsprozesses wäre im Nachhinein nicht mehr zu erheben gewesen. Darüber hinaus enthält das Gutachten keinerlei Hinweise, es sei der Versicherten - hauptsächlich - aus sprachlichen Gründen teilweise unmöglich gewesen, die Fragen des Experten zu verstehen. Dies gilt insbesondere für die vergleichsweise einfach verständliche Frage nach weiteren Symptomen, zumal die Beschwerdeführerin im Rahmen der Begutachtung in der Lage war, eine Vielzahl anderer Fragestellungen von ähnlichem Schwierigkeitsgrad zu beantworten, etwa nach Art und Auslöser der aktuellen Beschwerden, psychosozialen Belastungen oder zur finanziellen Situation, welche sie sehr detailliert zu schildern vermochte. Für die zur Beantwortung des Beck-Depressions-Inventars (BDI) benötigte relativ lange Zeit (mehr als eine halbe Stunde) machte die Gutachterin nicht sprachliche Gründe, sondern vor allem die "doch eher geringe Schulbildung" der Beschwerdeführerin verantwortlich. Die Vorinstanz hat weder den Gehörsanspruch der Beschwerdeführerin noch Art. 6 Ziff. 1 EMRK verletzt, indem sie in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung auf eine öffentliche Verhandlung verzichtete, deren Durchführung allein zum Zweck der persönlichen Anhörung verlangt worden ist (vorinstanzliche Beschwerde S. 8 f. Ziff. III/12), weshalb die angerufene Rechtsprechung BGE 136 I 279 zum Anspruch auf öffentliche Verhandlung hier nicht einschlägig ist.