Citation: 2F_6/2015 E. 2.3

2.3. Der anwaltlich vertretene Gesuchsteller nennt dabei keinen der gesetzlichen Revisionsgründe. In Betracht fielen allenfalls Art. 123 Abs. 2 lit. a oder Art. 121 lit. d BGG. Hinsichtlich von Art. 121 lit. d BGG (versehentliche Nichtberücksichtigung von in den Akten liegenden erheblichen Tatsachen) wäre das Revisionsgesuch verspätet (Art. 124 Abs. 1 lit. b BGG). Für den Revisionsgrund von Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG wäre aufzuzeigen, dass die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfahren oder entscheidende Beweismittel aufgefunden hat, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind. Das erst anfangs März 2015 eingereichte Gesuch um Erteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge kann als nach dem bundesgerichtlichen Urteil eingetretenes Ereignis von vornherein nicht Berücksichtigung finden. Was an den Vorbringen im Revisionsgesuch sonst als neue erhebliche Tatsache gelten könnte, deren Geltendmachung im ursprünglichen Verfahren nicht möglich war, ist nicht erkennbar.