Citation: 1A.228/2004 03.08.2005 E. 4

4.1 Das Verwaltungsgericht stellt bei der Prüfung der Einkommensberechnung auf die ELG-Einkommensgrenze für alleinstehende Personen ab. Es begründet dies damit, dass die Ehefrau und die drei minderjährigen Kinder des Beschwerdeführers seit dem 21. August 2001 in Bosnien leben. Der Beschwerdeführer macht geltend, der Wegzug von Frau und Kindern sei darauf zurückzuführen, dass er nach der Straftat den Unterhalt der fünfköpfigen Familie nicht mehr habe bestreiten können. Zu den Ausgaben für den gewöhnlichen Unterhalt der Familie seien medizinische Ausgaben für ihn und den zuckerkranken Sohn hinzugekommen. Da der Wegzug der Familie auf die Straftat zurückzuführen sei, sei es nicht gerechtfertigt, auf die Einkommensgrenze für Alleinstehende abzustellen. Eventualiter sei zumindest bis zum Wegzug der Familie von der Einkommensgrenze für Ehepaare mit Kindern auszugehen. 4.2 Gemäss dem in E. 3.2 Gesagten sind für die Berechnung der Opferhilfeentschädigung die Verhältnisse im Zeitpunkt der Verfügung massgeblich. Dies gilt folgerichtig auch für den massgeblichen ELG-Grenzbetrag betreffend das anrechenbare Jahreseinkommen (Art. 2 Abs. 1 ELG, Fassung vom 7. Oktober 1994), welche mit Verordnung 97 über Anpassungen bei den Ergängzungsleistungen zur AHV/IV letztmals am 16. September 1996 der Teuerung angepasst worden sind (vgl. E. 2.3 hiervor). 4.3 Vorliegend ist nicht zu beanstanden, dass das Verwaltungsgericht von der Einkommensgrenze für Alleinstehende ausging. Der Beschwerdeführer verkennt, dass der ELG-Grenzbetrag lediglich bei der Einkommensberechnung, welche im Zeitpunkt der Verfügung über die Opferhilfeentschädigung zu erfolgen hat, eine Rolle spielt. Vorliegend ist das Datum des Beschlusses des Regierungsrats, somit der 14. April 2004 massgeblich. Die Tatsache, dass die Familie des Beschwerdeführers bis im August 2001 in der Schweiz lebte, hat in diesem Zusammenhang keine Bedeutung.