Citation: 2C_652/2023 E. 1.3

1.3. Fraglich ist, ob der Beschwerdeführer an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Urteils ein schutzwürdiges Interesse hat (Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG). Das schutzwürdige Interesse im Sinn von Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG besteht im praktischen Nutzen, der sich ergeben würde, wenn der Beschwerdeführer mit seinem Anliegen durchdringen sollte, d.h. in der dadurch unmittelbar bewirkten, für ihn vorteilhaften Beeinflussung seiner tatsächlichen oder rechtlichen Situation. Das schutzwürdige Interesse muss daher grundsätzlich aktuell sein. Ausnahmsweise tritt das Bundesgericht unter Verzicht auf das Erfordernis des aktuell-praktischen Interesses auf eine Beschwerde ein, wenn sich die aufgeworfenen Fragen unter gleichen oder ähnlichen Umständen jederzeit wieder stellen können, eine rechtzeitige Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre und die Beantwortung wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt (vgl. BGE 149 V 49 E. 5.1 mit Hinweisen; 146 II 335 E. 1.3; Urteil 2C_315/2023 vom 1. März 2024 E. 1.3.1). Die Vorinstanz hat diese Voraussetzungen mit Blick auf das bei ihr anhängig gemachte Rechtsmittelverfahren als erfüllt erachtet und zusätzlich darauf hingewiesen, dass Entscheide über die Gewährung von Prüfungszeitverlängerungen an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern ohnehin für die gesamte Dauer der jeweiligen Studienstufe (Bachelor- oder Masterstufe) gelten würden, weshalb das Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers als aktuell und praktisch angesehen werden könne (vgl. E. 1.2.3 des angefochtenen Urteils). Vor Bundesgericht verlangt der Beschwerdeführer die Neubewertung von Teilen der von ihm im Sommer 2022 abgelegten Prüfungen bzw. die Möglichkeit, diese Prüfungen mit einer Prüfungszeitverlängerung teilweise erneut abzulegen. Würde er mit diesem Begehren durchdringen, wäre dies für ihn unmittelbar nutzbringend. Das Vorliegen eines aktuell-praktischen Interesses an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Urteils ist demgemäss zu bejahen.