Citation: 4P.102/2001 31.05.2002 E. 5

5.- Die Beschwerdeführerin übt sodann verschiedentlich Kritik an der Beweiswürdigung des Obergerichts, welche sie teils als willkürlich, teils schlicht als falsch ausgibt. Die Beschwerdeführerin hat die betreffenden Rügen auch im Verfahren der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde erho- ben. Das Kassationsgericht ist darauf nicht eingetreten, weil es annahm, auch nach der Revision von 1991, mit welcher Art. 86 OG insoweit eine Änderung erfuhr, als die Eintretensvor- aussetzung der Erschöpfung des kantonalen Instanzenzuges auch für das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nach Art. 84 Abs. 1 lit. c OG eingeführt worden ist, prüfe das Bundes- gericht sowohl Tat- als auch Rechtsfragen frei. Ob dies zu- trifft, ist vorab abzuklären. Sollte sich ergeben, dass die in der staatsrechtlichen Beschwerde gegen die Tatsachenfest- stellungen des Obergerichts erhobenen Rügen entgegen der Auf- fassung des Kassationsgerichts lediglich unter dem Gesichts- winkel der Willkür zu prüfen sind, würde sich die Kognition des Bundesgerichts mit jener des Kassationsgerichts decken, weshalb die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde gegeben wäre (Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivil- prozessordnung, 3. Aufl., Zürich 1997, N. 17b zu § 285 ZPO, e contrario). Das hätte zur Folge, dass auf sämtliche Rügen unrichtiger Tatsachenermittlung nicht einzutreten wäre; mit Bezug auf Willkürrügen mangels Erschöpfung des kantonalen Instanzenzuges, mit Bezug auf Sachverhaltsrügen allgemeiner Art wegen der Beschränkung der Prüfung der Sachverhaltser- mittlung auf Verfassungsverletzungen.