Citation: 1C_544/2016 E. 2.3.1

2.3.1. In den Akten liegen beide Verfügungen. Der Regelungsinhalt der vom Beschwerdeführer nunmehr angerufenen ersten Verfügung vom 23. Juni 2015 ist jedoch nicht klar. Eindeutig ist der hier nicht strittige Widerruf der Anordnung einer verkehrsmedizinischen Untersuchung. Unscharf erscheint die Verfügung hingegen, soweit damit "das Administrativverfahren betreffend den Lebenssachverhalt vom 15. Nov. 2014... eingestellt" wird. Die zweite Verfügung vom 1. Juli 2015 diente möglicherweise der entsprechenden Klarstellung. Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers ist die Verfügung vom 23. Juni 2015 nicht zwingend so zu verstehen, dass der vorsorgliche Ausweisentzug damit rückwirkend von Anfang aufgehoben wurde. Soweit sie sich auch auf die vorsorgliche Massnahme bezogen haben sollte, ist eher davon auszugehen, dass ein Widerruf ex nunc aufgrund der veränderten Sachlage gemeint war, wie dies der zweiten Verfügung vom 1. Juli 2015 entspricht. Dafür spricht nur schon die Verwendung des Wortes "eingestellt" (und nicht etwa "rückgängig gemacht", "nichtig erklärt" oder "von Beginn an aufgehoben"). Ob der vorsorgliche Entzug des Ausweises in diesem Sinne bereits am 23. Juni oder erst am 1. Juli 2015 widerrufen worden ist, spielt für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens keine massgebliche Rolle. Auch der Beschwerdeführer macht nicht geltend, dass gerade in der dazwischen liegenden Zeit von rund einer Woche ein entscheidender neuer Umstand eingetreten sei.