Citation: 9C_607/2020 E. 3

Das Versicherungsgericht stellte fest, eine Komplexität des konkreten Bauvorhabens sei nicht ersichtlich. Es gehe lediglich um den Umbau des Badezimmers im Obergeschoss und den Einbau eines Treppenlifts im Innern des Wohnhauses. Ein Aussentreppenlift - wie ihn noch das ZHB in seinem Bericht vom 12. Juni 2019 als Variante angeführt habe - werde nicht angebaut. Der Einbau des Treppenlifts bedinge einzig eine Anpassung der Türe, durch die man ins Untergeschoss gelange, und die Installation einer Steckdose für den Anschluss. Der Umbau des Badezimmers erfordere mehrere Arbeitsschritte, jedoch keinen Eingriff in die Struktur des Gebäudes. Die Vorinstanzerwog im Wesentlichen, auch betreffend die Übernahme von Bauleitungs-Honoraren gälten die Erfordernisse der Einfachheit und Zweckmässigkeit. Die Notwendigkeit einer Bauleitung müsse objektiv ausgewiesen sein. Rechtsprechungsgemäss sei dies in der Regel beim Umbau eines Badezimmers nicht der Fall, da die involvierten Spezialisten in der Lage seien, den Umbau zu planen und auszuführen. Dasselbe gelte bezüglich des Einbaus eines (Innen-) Treppenlifts (mit Hinweis auf Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 105/05 vom 29. Juni 2005 [E. 3 bezüglich Umbau Badezimmer] sowie Urteile des Bundesgerichts I 985/06 vom 3. August 2007 [E. 4.1 i.f. zum Einbau eines Treppenlifts] und 9C_706/2009 vom 12. Mai 2010 in: SVR 2010 IV Nr. 64 [E. 4.1 i.f. ebenfalls zum Einbau eines Treppenlifts]). Zwar sei unbestritten, dass die Beschwerdeführerin selber angesichts ihres Alters und ihrer Beeinträchtigung nicht in der Lage sei, die Umbaumassnahmen zu überwachen; es sei indes nicht ersichtlich, weshalb ihre gesetzlichen Vertreter hierzu nicht in der Lage sein sollten. Dementsprechend könne vollumfänglich auf die Beurteilung der - grundsätzlich als unabhängig anerkannten (vgl. etwa Urteil 9C_272/2018 vom 22. Juni 2018 E. 5.1) - SAHB abgestellt werden.