Citation: 1B_247/2014 E. 3.2

3.2. Art. 5 Abs. 1 StPO verpflichtet die Straf- und Strafverfolgungsbehörden, Strafverfahren unverzüglich an die Hand zu nehmen und sie ohne unbegründete Verzögerung zum Abschluss zu bringen. Einer Verletzung des Beschleunigungsgebots ist nach der Praxis angemessen Rechnung zu tragen. Die Einstellung des Entsiegelungsverfahrens fällt allerdings nur in Betracht, wenn die Behörde das Verfahren in besonders krasser Weise verschleppt hat bzw. unerklärlich lange unbearbeitet liess und absehbar ist, dass sie auch in der Zukunft weder willens noch in der Lage ist, es mit der gebotenen Beförderung voranzutreiben (zur Publikation bestimmtes Urteil 1B_424/2013 vom 22. Juli 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).