Citation: 4A_294/2022 E. 3.2.2

3.2.2. Dem Einwand des Beschwerdegegners, wonach es sich bei der vom Beschwerdeführer erhobenen Rüge der angeblich nicht vollständigen Ausschöpfung des Instanzenzugs nicht um eine im Rahmen von Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG zu prüfende Zuständigkeitsfrage, sondern um eine anderweitige prozessuale Zulässigkeitsfrage - wie etwa die Fristwahrung im Schiedsverfahren (dazu Urteil 4A_406/2021 vom 14. Februar 2022 E. 4.1 und 4.2 mit Hinweisen) - handelt, kann nicht gefolgt werden. Das Bundesgericht prüft die Voraussetzung der Ausschöpfung des Instanzenzugs, welche die funktionelle Zuständigkeit des Schiedsgerichts betrifft, nach seiner Rechtsprechung im Rahmen des Beschwerdegrunds von Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG (vgl. etwa Urteile 4A_618/2019 vom 17. September 2020 E. 4.5; 4A_490/2017 vom 2. Februar 2018 E. 3; 4A_682/2012 vom 20. Juni 2013 E. 4; vgl. bereits Urteil 4P.149/2003 vom 31. Oktober 2003 E. 2). Darauf geht der Beschwerdegegner nicht ein. Er vermag für seine gegenteilige Auffassung denn auch keine Belege aufzuführen. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht selbst die Rüge der Verletzung eines vertraglichen Streitbeilegungsmechanismus, der als Vorbedingung für ein Schiedsverfahren zwingend vorgesehen ist, unter dem Blickwinkel der Zuständigkeit nach Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG behandelt (BGE 142 III 296 E. 2.2). Umso mehr muss dies für einen vereinbarten schiedsgerichtlichen Instanzenzug gelten, der unmittelbar die Frage der (funktionellen) Zuständigkeit beschlägt.