Citation: 7B_220/2022 E. 7.2

7.2. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens und der Untersuchung wurden auf Fr. 2'074.-- festgesetzt (Gerichtsgebühr erste Instanz Fr. 800.--; Kosten der Staatsanwaltschaft Fr. 1'274.--). Dazu wurde im erstinstanzlichen Entscheid festgehalten, die Gebühren der Staatsanwaltschaft würden gemäss der kantonalen Verordnung zu den Kosten im Zivil- und Strafprozess vom 22. Dezember 2010 (Zivil- und Strafprozesskostenverordnung/GL; GS III A/5) zwischen Fr. 100.-- und Fr. 40'000.-- liegen. Die von der Staatsanalschaft geltend gemachte Gebühr orientiere sich an diesen Vorgaben und sei den Verhältnissen angemessen. Dass die Pauschalgebühr von Fr. 1'200.-- (zzgl. Fr. 74.-- Entschädigung für die Auskunftsperson) höher ausfalle als sonst für ein Übertretungsstrafverfahren wegen einer Geschwindigkeitsübertretung von bis zu 20 km/h innerorts üblich, liege grösstenteils an den vom Beschwerdeführer wiederholt gestellten Anträgen und Gesuchen. Insoweit habe er diese Kosten selbst zu verantworten. Die Vorinstanz ergänzt, im Lichte von Art. 6 Abs. 1 sowie Art. 7 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 und Art. 8 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 Zivil- und Strafprozesskostenverordnung/GL sei kein sachlicher Grund ersichtlich, welcher eine Änderung dieser Kostenregelung nahelegen würde. Die erhobenen Gebühren würden sich an den öffentlich zugänglichen Richtlinien orientieren. Innerhalb dieser Richtlinien verfügten die Behörden über ein gewisses Ermessen. Es sei nicht erforderlich, die Kosten für jede einzelne Verfahrenshandlung zu beziffern. Die Gebühr für das Berufungsverfahren wurde gestützt auf Art. 428 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 6 Abs. 1 und Art. 8 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 Zivil- und Strafprozesskostenverordnung/GL auf Fr. 600.-- festgesetzt.