Citation: 5A_433/2017 E. 4.2

4.2. Die Beschwerdeführerin lässt, soweit wesentlich, ausführen, der lebenslängliche Unterhalt sei bereits in erster kantonaler Instanz beantragt worden, sodass die Vorinstanz zu Unrecht von einem Anwendungsfall von aArt. 138 ZGB ausgehe. Die Formulierung der Anträge durch den Rechtsbeistand der Beschwerdeführerin zeige, dass er es bereits im Dezember 2007 vom Beweisergebnis abhängig machte, wie viel der Beschwerdegegner nach seiner Pensionierung zu bezahlen habe. Das sei denn auch einleuchtend, zumal der entsprechende Betrag erst nach Durchführung eines Beweisverfahrens bestimmt werden könne. Soweit tatsächlich ein neues Begehren vorläge, müssten neue Begehren im ersten Schriftenwechsel geltend gemacht werden können. Die Auslegung von § 251a aZPO/LU durch die Vorinstanz schränke den vom Bundesrecht gewollten Minimalstandard in Verletzung von aArt. 138 ZGB, Art. 29 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK ein. Zudem vermöge Art. 251a aZPO/LU die Prozessverschleppung nicht zu verhindern.