Citation: 8C_833/2016 E. 5.1

5.1. In dem in vorliegender Sache ergangenen Urteil 8C_739/2011 vom 20. August 2012 hat das Bundesgericht verbindlich festgestellt, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten im hier interessierenden Zeitraum erheblich verbessert hat. Das Bundesgericht bejahte damit sinngemäss einen Revisionsgrund (vgl. auch Urteil 8C_321/2015 vom 10. November 2015). Steht damit ein Revisionsgrund fest, so muss nicht näher geprüft werden, ob bezüglich der rentenzusprechenden Verfügung vom 22. Dezember 2003 zusätzlich auch ein Wiedererwägungsgrund vorliegen würde (vgl. zur Wiedererwägung wegen fehlender Adäquanzprüfung bei der Rentenzusprache durch die Unfallversicherung: SVR 2017 UV Nr. 8 S. 27, 8C_193/2016 E. 4.3). So oder anders ist der Rentenanspruch für die Zukunft, mithin für die Zeit ab 1. November 2009, in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (vgl. E. 4.2 hievor). Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin besteht kein Grund, bezüglich der Frage der Adäquanz von diesem Grundsatz abzuweichen. Dies gilt umso mehr, als einem wesentlichen Teil der Adäquanzkriterien nach BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130 ein gewisses zeitliches, dynamisches Element zukommt, so dass diese sich durch Zeitablauf ändern können. Damit ist zugleich gesagt, dass die Prüfung der Adäquanzkriterien aufgrund der im Zeitpunkt der erwogenen revisionsweisen Leistungsanpassung gegebenen tatsächlichen Verhältnisse zu erfolgen hat. Eine Leistungspflicht der Unfallversicherung für die Zeit ab 1. November 2009 besteht nur insoweit, als über dieses Datum hinaus noch ein natürlich und adäquat kausal durch den Unfall vom 15. November 1997 verursachter Gesundheitsschaden bestand. Dabei ist sowohl die natürliche als auch die adäquate Kausalität grundsätzlich frei und ohne Bindung an frühere Beurteilungen zu prüfen.