Citation: 8C_498/2018 E. 5

Die Vorinstanz erwog, die ursprüngliche, gestützt auf den bidisziplinären RAD-Bericht vom 2. Dezember 2008 ergangene Rentenzusprache basiere auf einem psychischen Leiden, das aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht nicht als selbstständiges und invalidisierendes Leiden zu qualifizieren sei, indem davon ausgegangen worden sei, dass sich bei Wegfall der psychosozialen Faktoren die Arbeitsfähigkeit wieder einstellen würde. Auch der behandelnde Psychiater habe in seinem Bericht vom 22. März 2007 die von ihm diagnostizierte chronifizierte depressive Entwicklung auf familiäre Vorbelastung sowie einen seit Februar 2006 bestehenden schweren Ehekonflikt zurückgeführt. Aus dem Bericht der Frau Dr. med. E.________, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rheumatologie, vom 31. März 2008 ergäben sich ebenfalls Hinweise, wonach die Einschränkungen im Wesentlichen auf psychosoziale Belastungsfaktoren zurückzuführen seien. Sowohl unter der bei erstmaliger Rentenzusprache als auch nach der heute geltenden Rechtsprechung dürften auf psychosoziale Belastungsfaktoren zurückzuführende Einschränkungen der Leistungsfähigkeit nicht berücksichtigt werden. Eine zureichende Abgrenzung dieser psychosozialen Belastungsfaktoren sei im Rahmen der erstmaligen Rentenzusprache nicht vorgenommen worden, weshalb die entsprechende Verfügung zweifellos unrichtig sei. Das kantonale Gericht mass dem MZR-Gutachten vom 10. März 2016 nach einlässlicher Auseinandersetzung mit dem psychiatrischen Teilgutachten vollen Beweiswert zu und hielt mit Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD (Bericht vom 16. März 2016), fest, die Beurteilung des psychiatrischen Experten des MZR sei lediglich eine andere Einschätzung desselben Sachverhaltes. In der Folge nahm das kantonale Gericht eine Überprüfung der Standardindikatoren nach BGE 141 V 281 vor und kam zum Schluss, die Einschätzung der aktuell zumutbaren Arbeitsfähigkeit durch den psychiatrischen MZR-Experten sei schlüssig. Es schützte die rentenaufhebende Verfügung vom 9. Januar 2017 mit der substituierten Begründung der Wiedererwägung, da gemäss dem MZR-Gutachten vom 10. März 2016 ab dem Zeitpunkt der Untersuchung kein die Arbeitsfähigkeit einschränkender Gesundheitsschaden vorhanden sei, sich die ursprüngliche Rentenzusprache als zweifellos unrichtig erweise und deren Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei.