Citation: 5A_20/2016 E. 4.3.2

4.3.2. Der Beschwerdeführer macht eine erhebliche Sparquote geltend, was gegen eine Verteilung des Überschusses spreche (vgl. oben E. 4.1). Die Ehefrau hatte den grossen Vermögenszuwachs während der Ehe ausserordentlichen Vermögenszugängen zugeschrieben (Kapitalgewinne, Erbvorbezug, Schenkungen). Die Vorinstanz stellte zum einen fest, wegen der trennungsbedingten Mehrkosten bleibe ein (im Verhältnis zu den Einkommen) relativ geringer Betrag frei verfügbar, weshalb die Berechnung anhand der zweistufigen Methode angebracht sei (angefochtenes Urteil S. 25 unten). Zum andern führte das Obergericht zur Entwicklung des Vermögens des Ehemanns aus, die eingereichte Aufstellung werde nicht mit Urkunden belegt; nachdem er zudem nicht einmal behaupte, wieviel die Parteien monatlich gespart hätten, sei der "Freibetrag" auf die beiden Parteien aufzuteilen, dies - mit Blick auf die je substantielle Kinderbetreuung - hälftig (S. 36). Die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz setze die Beweisanforderungen willkürlich hoch an - eine genaue Bezifferung der monatlichen Sparquote könne nicht verlangt werden -, stützt sich auf die Rechtsprechung, wonach die unterhaltserheblichen Tatsachen im (summarischen, Art. 271 lit. a ZPO) Eheschutzverfahren bloss glaubhaft gemacht werden müssen (BGE 138 III 97 E. 3.4.2 S. 104; 127 III 474 E. 2b/bb S. 478; Urteil 5A_813/2013 vom 12. Mai 2014 E. 4.3). Vorliegend steht die Behauptung des Ehemanns betreffend Sparquote der Behauptung der Ehefrau gegenüber, der Vermögenszuwachs während der Ehe sei ausserordentlichen Vermögenszugängen (Kapitalgewinne, Erbvorbezug, Schenkungen) zuzuschreiben. Bei dieser Ausgangslage - es steht Parteibehauptung gegen Parteibehauptung - durfte die Vorinstanz eine erhebliche Sparquote auch dann willkürfrei verneinen, wenn das herabgesetzte Beweismass des Glaubhaftmachens zugrundegelegt wird. Ob das kantonale Gericht das anzuwendende Beweismass tatsächlich verkannt hat, darf daher dahingestellt bleiben. Wie sogleich zu zeigen sein wird, kann die Frage nach dem Bestand und Umfang der Sparquote ohnehin offen gelassen werden (unten E. 4.3.3 a.E.).