Citation: 8C_609/2021 E. 6.4

6.4. Im Übrigen moniert die Beschwerdeführerin zu Recht, dass sich die Begründungslinie des kantonalen Gerichts, die zum Nichteintretensbeschluss führte, auch nicht mit der Verfügung des Sozialamtes bzw. mit dem bestätigenden Entscheid der Sicherheitsdirektion vereinbaren liesse. Würde ein aktuelles Rechtsschutzinteresse an der Feststellung des Unterstützungswohnsitzes fehlen, so wären bereits die Voraussetzungen für die Durchführung eines Verwaltungsverfahrens nach § 9 lit. e SHG nicht erfüllt gewesen bzw. hätte dem Rekurs an die Sicherheitsdirektion ebenso kein genügendes Rechtsschutzinteresse zugrunde gelegen, was vorinstanzlich zu einer Aufhebung von Rekursentscheid und Verfügung hätte führen müssen. Da aber ein aktuelles Rechtsschutzinteresse für die Feststellung des Unterstützungswohnsitzes bejaht werden muss, konnte das kantonale Gericht ein solches nicht unter Hinweis auf eine lediglich vermutungsweise fehlende Kostenrelevanz verneinen. Da erhebliche Rechtsfolgen aus der Festlegung des Unterstützungswohnsitzes eben gerade nicht ausgeschlossen werden können, es somit nicht nur um eine Frage der richtigen Rechtsanwendung oder gar um eine Frage des Prestiges geht (vgl. E. 4.2 hiervor), ist der vorinstanzliche Ausschluss der Legitimation auch unter diesem Blickwinkel willkürlich.