Citation: 4A_574/2021 E. 4.4

4.4. Die Beschwerdeführerinnen rügen sodann, der Einzelschiedsrichter sei trotz ihrer diesbezüglichen Vorbringen nicht ausdrücklich darauf eingegangen, dass die Beschwerdegegnerin entgegen Ziff. 3.5 und 3.6 der Verträge keine phytosanitäre Bescheinigung geliefert habe (Bst. C). Sowohl der Einzelschiedsrichter als auch die Beschwerdegegnerin führen in ihren Vernehmlassungen vor Bundesgericht überzeugend aus, dass dieses Argument im Schiedsverfahren nicht entscheidrelevant war. Sie legen dar, dass die Beschwerdeführerinnen selbst ausgeführt hätten, die phytosanitäre Bescheinigung wäre nur auszustellen gewesen, wenn die Behörden aus U.________ eine Einfuhrbewilligung erteilt hätten. Nachdem aber diese Einfuhrbewilligung verweigert worden sei, komme der phytosanitären Bescheinigung keine Bedeutung zu und habe daher kein Anlass bestanden, auf dieses Argument im Schiedsspruch einzugehen. Dies findet denn auch im angefochtenen Entscheid eine Stütze. Davon abgesehen enthält der Anspruch auf rechtliches Gehör keinen Anspruch auf einen materiell richtigen Entscheid, sondern sichert allein das Recht auf Beteiligung der Parteien an der Entscheidfindung (BGE 127 III 576 E. 2b und 2d). Dass die Beschwerdeführerinnen in diesem Zusammenhang ihren Standpunkt nicht hätten in das Verfahren einbringen können, ist nicht ersichtlich, zumal das Schiedsgericht dieses Vorbringen (phytosanitäre Bescheinigung) in der Zusammenfassung der Parteistandpunkte wiedergegeben hat.