Citation: 6B_898/2015 E. 1.3

1.3. Inwiefern die Wiedergabe eines in einem früheren Überweisungsschreiben umschriebenen Sachverhalts die Gültigkeit des Strafbefehls tangieren und die Vorinstanz Bundesrecht verletzen sollte, indem sie auf den fraglichen Strafbefehl abstellt, wird vom Beschwerdeführer nicht näher dargelegt. Die Beschwerde genügt in diesem Punkt den bundesrechtlichen Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Der Beschwerdeführer vermag mit dem Hinweis auf das gegen D.________ geführte und eingestellte Verfahren nichts für seinen Standpunkt abzuleiten. Laut Strafbefehl erfolgte das Zurückschneiden der Birken durch B.________ im Auftrag des Beschwerdeführers. Selbst wenn gemäss Vorwurf im Strafbefehl D.________ der Angestiftete sein sollte, wurde das gegen ihn geführte Verfahren wegen Rechtsirrtum im Sinne von Art. 21 StGB eingestellt (vgl. vorinstanzliche Akten Register "Belege bp" Beilage 2). Wer bei der Begehung der Tat nicht weiss und nicht wissen kann, dass er sich rechtswidrig verhält, handelt nicht schuldhaft (Art. 21 Satz 1 StGB). Der angestiftete Haupttäter muss tatbestandsmässig und rechtswidrig handeln, nicht unbedingt schuldhaft (TRECHSEL/JEAN-RICHARD, in: Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, N. 26 vor Art. 24 StGB). Der Verbotsirrtum ist ein persönliches Merkmal im Sinne von Art. 27 StGB (Marc Forster, in: Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. I, 3. Aufl. 2013, N. 51 zu Art. 24 StGB; TRECHSEL/JEAN-RICHARD, a.a.O., N. 2 zu Art. 27 StGB). Die Einstellung der Strafuntersuchung gegen D.________ bleibt damit hier unerheblich. Der fragliche Strafbefehl bezeichnet den durch den Beschwerdeführer erfüllten Straftatbestand ("1. Sie haben sich schuldig gemacht der Anstiftung zur Sachbeschädigung"), wie das Art. 325 Abs. 1 lit. g und Art. 353 Abs. 1 lit. d StPO vorschreiben. In Ziffer 2 folgt unter anderem der Hinweis auf Art. 24 Abs. 1 StGB. Der nach Ansicht der Staatsanwaltschaft erfüllte Straftatbestand wird zudem optisch hervorgehoben. Der Schuldpunkt wird dadurch hinreichend klar, selbst wenn der Beschwerdeführer im Sachverhalt eventualiter als mittelbarer Täter bezeichnet wird. Der Strafbefehl genügt seiner Informations- und Umgrenzungsfunktion.