Citation: 2A.2/2006 17.05.2006 E. 2.2

2.2.1 Die Beschwerdeführer verlangen weiter den Abzug von Schuldzinsen, die sie an die Miteigentümergemeinschaft im Kanton Bern, an welcher der Beschwerdeführer hälftig beteiligt ist, bezahlt hätten. 2.2.2 Das Steueramt hat dazu im kantonalen Verfahren ausgeführt, die fraglichen Zinsen würden doppelt abgezogen, wenn die Beschwerdeführer den Nettoertrag aus dem hälftigen Anteil an der einfachen Gesellschaft bzw. der unverteilten Erbschaft im Kanton Bern deklarieren und zusätzlich die in diesem Nettoertrag bereits enthaltenen Schuldzinsen im Schuldenverzeichnis auch noch abziehen. Das Steueramt hat deshalb der Veranlagung den hälftigen Anteil der vom Beschwerdeführer im Formular 21 der Berner Steuererklärung deklarierten Einkommens- und Vermögenswerte zugrunde gelegt. Bei der Steuerausscheidung wies es die Wertschriften und deren Ertrag dem Wohnsitzkanton Solothurn sowie die Liegenschaften und deren Ertrag dem Belegenheitskanton Bern zu und verteilte die Schuldzinsen nach Lage der Aktiven. 2.2.3 Private Schuldzinsen können nach Art. 33 Abs. 1 lit. a DBG in einem hier nicht relevanten, beschränkten Umfang von den Einkünften abgezogen werden. Im interkantonalen Verhältnis werden sie gemäss fester bundesgerichtlicher Rechtsprechung nach der Lage der Aktiven verteilt (BGE 120 Ia 349; Peter Locher, Einführung in das interkantonale Steuerrecht, Bern 2003, S. 104). Bestand und Höhe der Schuld bzw. der Zinsen ist durch Angabe des Gläubigers und durch Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung nachzuweisen (Peter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, Art. 1-48 DBG, Therwil/Basel 2001, N. 6 zu Art. 33 DBG), so wie grundsätzlich der Beweis für steueraufhebende oder steuermindernde Tatsachen - zu denen auch die abziehbaren Schuldzinsen gehören - den Steuerpflichtigen obliegt, die steuermindernde Tatsachen nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen haben (vgl. BGE 121 II 257 E. 4c/aa S. 266 und 273 E. 3c/aa S. 284). Fehlt der entsprechende Nachweis, sind die geltend gemachten Schuldzinsen nicht zum Abzug zuzulassen (Locher, Kommentar, a.a.O.; BGE 107 Ib 213). 2.2.4 Die Steuerausscheidung bzw. die Verlegung der Schuldzinsen wird von den Beschwerdeführern nicht grundsätzlich bestritten. Soweit sie Zahlungen für Schuldzinsen an die Miteigentümergemeinschaft geltend machen, sind allerdings entsprechende Leistungen nicht ausgewiesen. Sie berufen sich vor Bundesgericht zwar auf eine Rechnung der Miteigentümergemeinschaft, dabei handelt es sich aber um ein neues, in diesem Verfahren nicht zulässiges Beweismittel (vgl. vorne E. 1.2). Nicht zu beanstanden ist sodann, dass das Steueramt die Korrektur einzelner Posten nur zulässt, wenn die Beschwerdeführer die gesamten - im Berner Formular 21 aufgeführten - Schulden und Wertschriftenanlagen nachweisen und belegen, was hier gerade nicht der Fall ist. Gestützt auf den nach Art. 105 Abs. 2 OG verbindlich festgestellten Sachverhalt ist die vorgenommene Veranlagung insofern nicht zu beanstanden.