Citation: 6B_815/2007 15.04.2008 E. 1

Der Beschwerdeführer rügt die Strafzumessung, und zwar wegen seines Erachtens unzureichender Grundlagen, da infolge Abweisung der beantragten psychiatrischen Begutachtung jegliche Strafmilderung und die eventualiter beantragte Massnahme gemäss Art. 61 StGB mit unzureichender Begründung verneint worden seien. Er macht insbesondere geltend, entgegen den vorinstanzlichen Ausführungen sei es der Verteidigung in keiner Weise darum gegangen, dem Mittäter die "Verführung" des Beschwerdeführers anzulasten. Vielmehr habe es sich darum gehandelt, diese Beziehung vor dem Hintergrund einer Jugend zu zeigen, die gekennzeichnet gewesen sei durch Trunksucht und Gewalttätigkeit des Vaters, Fehlen eines positiv besetzten Vaterbildes, Fehlen eines geschützten, Sicherheit vermittelnden Raums in der Familie, Belastung durch die Umstellung von heimatlichen auf Schweizer Verhältnisse, Leben der Familie/Restfamilie an der Armutsgrenze, schwere Probleme in Schule und Lehre, schlechte Chancen bei der Arbeitssuche, Drogensucht und Drogentod eines Bruders sowie eine gewisse Bereitschaft des Umfeldes, vorab der älteren Personen, zur Delinquenz. Er sei durch diese Belastungen schon lange vor der Sucht und dem Tod seines Bruders überfordert gewesen und habe schon früh Zuflucht bei schwer auffälligem Verhalten gesucht. Seine Verhaltensmuster seien stark auffällig und wiesen auf eine damalige psychische Verfassung hin, die seine Entscheidungsfreiheit mit hoher Wahrscheinlichkeit eingeschränkt habe.