Citation: 8C_458/2019 E. 5.2

5.2. Die IV-Stelle vertritt demgegenüber die Ansicht, dass der gute Glaube der Beschwerdegegnerin aufgrund einer grobfahrlässigen Sorgfaltspflichtverletzung nicht gegeben sei. Sie macht geltend, aus dem Verfügungsteil 2 gehe hervor, auf welcher Grundlage das Valideneinkommen berechnet werde. Der Beschwerdegegnerin habe klar sein müssen, dass es sich beim Wert von Fr. 50'700.- um einen aufgerechneten Wert handle, zumal sie bei der "B.________ AG" lediglich von Mai 2011 bis Februar 2012 angestellt gewesen sei und dabei ein monatliches Einkommen von Fr. 3'960.- erzielt habe. Aus der Verfügung ergebe sich sodann nicht, dass das Valideneinkommen etwas mit der Rentenberechnung sowie der Höhe an sich zu tun habe. Im Weiteren seien in der Rentenverfügung vom 30. Oktober 2015 die Berechnungsgrundlagen dargelegt worden. Daraus sei ein massgebliches durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 47'940.- ersichtlich. Bei sorgfältiger Lektüre hätten der Beschwerdegegnerin Zweifel aufkommen müssen, ob das Jahreseinkommen korrekt gewesen sei, zumal sie im Rahmen ihrer erwerblichen Tätigkeit nicht auch nur annähernd ein Jahreseinkommen in dieser Höhe erzielt habe. Zweifel hätten sich insbesondere auch mit Blick auf den der Verfügung beigelegten Auszug aus dem individuellen Konto (IK) ergeben müssen. Daraus sei der fälschlicherweise gutgeschriebene Betrag von Fr. 74'800.- ersichtlich gewesen. Dies hätte sie zumindest zu einer Rückfrage bei der Verwaltung veranlassen müssen.