Citation: 4A_318/2014 E. 2.1

2.1. Nach den Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid unterzeichneten der Beschwerdeführer und der Beschwerdegegner am 25. Juni 2008 eine als "Individual Shareholder Agreement" bezeichnete Vereinbarung. Danach sollte der Beschwerdegegner insgesamt 5'000 Aktien (entsprechend 10 % des Aktienkapitals) erwerben; im Gegenzug hatte er der C.________ AG oder dem Gründer, d.h. dem Beschwerdeführer, ein Darlehen von EUR 1 Mio. zu gewähren. Am 31. Dezember 2008 schlossen die C.________ AG als Darlehensnehmerin und der Beschwerdegegner als Darlehensgeber einen Darlehensvertrag ab, mit dem der C.________ AG ein unverzinsliches Darlehen von Fr. 1.5 Mio. gewährt wurde. Im Vertrag wird unter anderem festgehalten, dass die Darlehensnehmerin mit ihrer Unterschrift den Erhalt des Darlehensbetrags in zwei Tranchen am 26. Juni 2008 (Fr. 1 Mio.) und am 18. Dezember 2008 (Fr. 0.5 Mio.) bestätigt. Die Vorinstanz erachtete die Behauptung des Beschwerdeführers als nicht erwiesen, es sei mündlich vereinbart worden, dass die Zahlung des im Individual Shareholder Agreement erwähnten Darlehensbetrags von EUR 1 Mio. zu einem Wechselkurs von Fr. 1.60 pro EUR zu erfolgen habe, womit insgesamt Fr. 1.6 Mio. als Darlehen zu entrichten gewesen wären und daher ein Teilbetrag von Fr. 100'000.-- offen geblieben sei. Das Gericht ging vielmehr davon aus, dass die Parteien die im Individual Shareholder Agreement begründete Verpflichtung zur Gewährung eines Darlehens von EUR 1 Mio. mit Abschluss des Darlehensvertrags vom 31. Dezember 2008 und Auszahlung des darin festgehaltenen Betrags von Fr. 1.5 Mio. als erfüllt ansahen. Die C.________ AG habe schriftlich bestätigt, das Darlehen über Fr. 1.5 Mio. in zwei Tranchen erhalten zu haben. Die Vorinstanz hielt zudem insbesondere fest, der geschäftserfahrene Beschwerdeführer hätte als Vertreter der C.________ AG beim Abschluss des Darlehensvertrags vom 31. Dezember 2008 auf einen entsprechenden Vorbehalt im Vertragstext bestanden, wäre er nach Berücksichtigung des Vertragsschlusses tatsächlich von einem noch offenen Betrag von Fr. 100'000.-- ausgegangen. Dies sei jedoch nicht geschehen, vielmehr habe er sich bzw. habe sich die von ihm vertretene C.________ AG mit der Zahlung von Fr. 1.5 Mio. zufrieden gegeben.