Citation: 8C_369/2017 E. 4.3.2

4.3.2. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die von den Gutachtern attestierte Arbeitsunfähigkeit sei nicht plausibel erstellt und rechtlich nicht nachvollziehbar, ist nochmals darauf hinzuweisen, dass es sich bei den vorinstanzlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich um Entscheidungen über eine Tatfrage handelt (vgl. E. 3.3 hievor). Diesbezüglich ist auf ein im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholtes Gutachten rechtsprechungsgemäss abzustellen, wenn nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; vgl. auch Urteil 8C_215/2017 vom 31. August 2017 E. 3.3.2). Solche vermag die Beschwerdeführerin nicht darzutun. Wie das kantonale Gericht dargelegt hat, haben die Gutachter des ZMB nachvollziehbar ausgeführt, inwiefern die rheumatologische Erkrankung der Versicherten sowie die Nebenwirkung der Medikamente die Symptomatik mit im Vordergrund stehender anhaltender Müdigkeit, erhöhter Ermüdbarkeit, Schwäche, subfebrilen Temperaturen und deutlicher Gewichtsabnahme erklären und die Arbeitsfähigkeit erheblich einschränken. Ihre Einschätzung basiert auf den Angaben der Versicherten, auf der klinischen Objektivierung anlässlich der Exploration durch einen Rheumatologen, einen Internisten und eine Psychiaterin sowie auf einem Mini-ICF-Test. Auf die Frage der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch psychosoziale Faktoren oder durch ein psychisches Leiden hielten die Gutachter ausdrücklich fest, die Arbeitsunfähigkeit sei vor allem somatisch begründet. Vom Umfang der attestierten Arbeitsunfähigkeit zeigten sich die Gutachter denn auch bei der Beantwortung der von der Vorinstanz gestellten Fragen vom 6. April 2016 für den Gutachtenszeitpunkt uneingeschränkt überzeugt und plausibilisierten ihre Einschätzung. Das kantonale Gericht zeigte schliesslich auf, dass sich die vom ZMB attestierte Arbeitsunfähigkeit von 70% auch mit den medizinischen Vorakten vereinbaren lasse, da bereits die behandelnden Ärzte des Universitätsspitals Zürich (USZ) im Verlaufsbericht vom 26. November 2013 u.a. eine Frühform einer undifferenzierten Kollagenose diagnostiziert und eine Arbeitsunfähigkeit von 62,5% attestiert hätten. Demgegenüber - so die Vorinstanz - basiere die abweichende Auffassung der IV-Stelle nicht auf einer medizinischen Beurteilung, sondern einzig auf der Einschätzung ihres Rechtsdienstes. Der RAD-Arzt habe das Gutachten grundsätzlich als beweistauglich qualifiziert, indes die beschriebenen Befunde im Hinblick auf die attestierte Arbeitsfähigkeit als nicht sehr eindrücklich erachtet, dies jedoch ohne eine andere Arbeitsunfähigkeitsschätzung vorzunehmen. Wenn die Vorinstanz dabei nicht vom Vorliegen genügend konkreter Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise ausging, kann dies nicht beanstandet werden.