Citation: 9C_302/2021 E. 4.2.2

4.2.2. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, verfängt nicht. Namentlich zielt die Rüge ins Leere, der vorliegende Sachverhalt decke sich mit demjenigen, der dem Urteil 9C_621/2018 vom 27. November 2018 zugrunde gelegen habe. So hatte damals lediglich eine zeitlich schmale Beobachtungsbasis für die Beurteilung des Vorliegens eines Ausschlussgrundes bestanden. Der mit der medizinischen Begutachtung betraute Experte hatte zudem nicht ausgeschlossen, dass die Versicherte ihre Beschwerden schon vor der Rentenzusprache vorgetäuscht hatte. Demgegenüber leitete die IV-Stelle im vorliegenden Fall bereits Ende 2011 ein Revisionsverfahren ein. Seither wurde der Beschwerdeführer dreimal begutachtet und an 11 Tagen observiert. Die involvierten Gutachter stellten - spätestens nach Sichtung der Observationsergebnisse - übereinstimmend eine Aggravation/Simulation fest bzw. bezeichneten eine solche als wahrscheinlich. Deren Annahme gründet somit auf einer personell wie zeitlich breiten Beobachtungsbasis. Anders als im Urteil 9C_621/2018 fehlen hier zudem jegliche Hinweise auf eine allenfalls bereits im Rahmen der ursprünglichen Rentenzusprache bestandene bewusste oder zumindest bewusstseinsnahe Darbietung von nicht oder nicht im präsentierten Ausmass vorhandenen Einschränkungen. Zwar wurde bereits im Schlussbericht des Zentrums für berufliche Abklärung für Menschen mit Hirnschädigung vom 23. Februar 2007 auf ein tiefes Leistungsniveau beim Beschwerdeführer hingewiesen und festgehalten, vieles sei diffus und eine Beurteilung komplex. Dennoch ging der Berufsberater der IV-Stelle gestützt auf die Aktenlage insgesamt von einer positiven Einstellung und einer hohen Einsatzbereitschaft des Beschwerdeführers aus (Stellungnahme vom 15. April 2009). Erst im Rahmen einer 2013 von den SMAB-Gutachtern durchgeführten Symptomvalidierung zeigten sich grenzwertige bis leicht auffällige Ergebnisse. Während die Neuropsychologin diese Ergebnisse vorerst noch als psychische Überlagerung der Befunde interpretierte, bezeichnete sie eine Aggravationstendenz nach Kenntnisnahme der Observationsergebnisse als wahrscheinlich. Mit Blick auf diesen Verlauf verfängt der Einwand des Beschwerdeführers nicht, die von den heutigen Gutachtern sowie der Vorinstanz als Inkonsistenzen bezeichneten Umstände hätten bereits im Zeitpunkt der Rentenzusprache vorgelegen.