Citation: 4A_569/2018 E. A

B.________ (Beschwerdegegner) war über seine Arbeitgeberin bei der A.________ AG (Beschwerdeführerin) nach VVG (SR 221.229.1) krankentaggeldversichert. Für die Zeit ab dem 16. Februar 2015 wurde er zunächst ganz und danach teilweise krankgeschrieben. Die A.________ AG erbrachte ab dem 16. März 2015 Taggeldleistungen. Mit Schreiben vom 11. Juli 2016 teilte die A.________ AG B.________ mit, sie werde noch bis am 31. August 2016 Taggeldleistungen erbringen und den Leistungsfall danach abschliessen. Diese Mitteilung erfolgte gestützt auf eine Stellungnahme der Konsiliarärztin für Psychiatrie der A.________ AG vom 22. Juni 2016, wonach die Arbeitsunfähigkeit von B.________ nicht mehr medizinisch begründet sei. Im April 2017 veranlasste die A.________ AG eine Begutachtung von B.________. Mit psychiatrischem Gutachten vom 29. Mai 2017 bescheinigte die Ärztin C.________ eine Arbeitsfähigkeit von 100 % ab September 2016. Mit Schreiben vom 2. Juni 2017 bestätigte die A.________ AG die Einstellung der Taggeldleistungen per 1. September 2016. In einer ergänzenden Stellungnahme vom 29. Januar 2018 hielt C.________ an ihrer Einschätzung fest.