Citation: 5A_758/2020 E. 8.3.2

8.3.2. Die Beschwerdegegner bejahen die sich stellenden Fragen, ob die objektive Schwere der Persönlichkeitsverletzung erreicht sei, die eine Genugtuung rechtfertige, ob die Beschwerdeführer hierfür mitverantwortlich seien, ob die seelische Unbill in genügender Weise dargetan und bewiesen sei und ob die Genugtuung richtig bemessen oder anderweitig wieder gut gemacht worden sei (S. 168 Rz. 454-466). Die objektive Schwere für die Ausrichtung einer Genugtuung halten die Beschwerdegegner für offensichtlich erreicht. Sie verweisen darauf, wie das berufliche Ansehen des Beschwerdegegners durch die zwei Jahre dauernde Kampagne der "E.________" gelitten habe (Rz. 458). Dabei sei es nicht um eine Person gegangen, die kraft ihres Amtes fast täglich in der Öffentlichkeit stehe wie ein Bundesrat oder ein Parlamentarier, sondern um einen Behördenvorsteher, der bis zum Beginn der Medienkampagne kaum im Fokus der Öffentlichkeit gestanden sei (Rz. 459-460). Für die persönlichkeitsverletzende Berichterstattung, aber auch für alle dadurch inspirierten verleumderischen Briefe und Posts Dritter hätten die Beschwerdeführer die Verantwortung zu tragen (Rz. 462). Die Beschwerdegegner entgegnen, die kantonsgerichtlich gestellten Anforderungen an die Substantiierung der seelischen Unbill und an deren Nachweis entsprächen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Rz. 463). Bei der Festsetzung der Genugtuung stehe dem Kantonsgericht ein Ermessensspielraum zu, der mit einer Genugtuungssumme von Fr. 8'000.-- nicht überschritten oder missbraucht worden sei (Rz. 464-465 der Beschwerdeantwort).