Citation: 2C_998/2020 E. 4.3

4.3. Soweit der Beschwerdeführer sein Verschulden zu relativieren versucht, indem er vorbringt, die Vorinstanz gewichte die Straftat zu schwer, da er nur einmalig als Kurier tätig gewesen sei und lediglich eine untergeordnete Rolle gespielt habe, vermag dies nicht zu überzeugen. Bei der Festsetzung des Strafmasses durch das Strafgericht werden sämtliche strafmildernde Umstände bereits mitberücksichtigt, weshalb im ausländerrechtlichen Verfahren grundsätzlich kein Raum verbleibt, die strafrechtliche Beurteilung in Bezug auf das Verschulden infrage zu stellen (vgl. Urteil 2C_508/2019 vom 10. September 2019 E. 4.1). So berücksichtigte das Obergericht des Kantons Zürich bereits die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Umstände: Zur Hierarchie hielt es indessen fest, dass aufgrund der dem Beschwerdeführer anvertrauten grossen Menge an Drogen davon auszugehen sei, dieser habe nicht auf der untersten Stufe der Drogenhandelshierarchie gestanden. Insgesamt ging das Strafgericht von einem erheblichen Verschulden aus. Im Übrigen verfolgen das straf- und das ausländerrechtliche Verfahren ohnehin unterschiedliche Zwecke. Strafrechtlich geht es um die verschuldensabhängige Sanktionierung verpönten Verhaltens und die Reintegration des Täters bzw. der Täterin; ausländerrechtlich steht dagegen der Sicherheitsaspekt im Vordergrund, der, wie bereits erwähnt, ausserhalb des Anwendungsbereichs des FZA auch generalpräventiv wirken darf (Urteile 2C_231/2019 vom 23. Mai 2019 E. 2.4.1; 2C_815/2018 vom 24. April 2019 E. 4.3.1 mit Hinweisen).