Citation: 5C.30/2006 27.04.2006 E. 1

1.1 Forderungen aus der Zusatzversicherung nach dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) beschlagen eine Zivilrechtsstreitigkeit mit Vermögenswert. Der erforderliche Streitwert ist erreicht (Art. 46 OG). Die Berufung richtet sich gegen einen Endentscheid eines oberen kantonalen Gerichts, der nicht mehr durch ein ordentliches kantonales Rechtsmittel angefochten werden kann (Art. 48 Abs. 1 OG). Sie ist daher zulässig. 1.2 Wird ein kantonales Urteil gleichzeitig mit staatsrechtlicher Beschwerde und mit Berufung angefochten, wird in der Regel der Entscheid über Letztere bis zur Erledigung der staatsrechtlichen Beschwerde ausgesetzt (Art. 57 Abs. 5 OG). Die Berufung ist unabhängig den Vorbringen in der staatsrechtlichen Beschwerde gutzuheissen, weshalb sie vorweg zu behandeln ist. 1.3 In der Berufungsschrift ist darzulegen, welche Bundesrechtssätze und inwiefern diese durch den angefochtenen Entscheid verletzt sind (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Die Begründung hat aus der Berufung selber hervorzugehen, womit Verweise auf Eingaben im kantonalen Verfahren unzulässig sind (BGE 126 III 198 E. 1d). Damit bleiben die Ausführungen des Berufungsklägers in der Klagedenkschrift an die Vorinstanz vom 22. Oktober 2004 unberücksichtigt. 1.4 Das Bundesgericht ist an die tatsächlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, es wäre denn, dass sie unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen sind (BGE 130 III 106 E. 2.2). Vorbehalten bleibt die Berichtigung offensichtlich auf Versehen beruhender Feststellungen von Amtes wegen (Art. 63 Abs. 2 OG). Ausführungen gegen die tatsächlichen Feststellungen sind unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Für die Kritik an der Beweiswürdigung durch die Vorinstanz ist die staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung des Willkürverbotes gegeben (Art. 9 BV, Art. 43 Abs. 1 OG). Diese Anforderungen gelten auch für die Berufungsantwort (Art. 59 Abs. 3 OG). Soweit der Berufungskläger vorbringt, seine Tätigkeit bei der R.________ GmbH sei nur ein Arbeitsversuch gewesen und seine Krankheit habe über den 31. März 2000 hinaus gedauert, kann auf seine Vorbringen nicht eingetreten werden. Ebenfalls nicht zulässig sind die Würdigung von Arztzeugnissen und die Hinweise auf die Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Soweit die Berufungsbeklagte die tatsächlichen Ausführungen der Gegenpartei in allgemeiner Weise bestreitet, verkennt sie die Grenzen der Berufung. Nicht berücksichtigt werden können auch ihre Behauptung, der Berufungskläger sei ab 1. April 2000 durch seinen neuen Arbeitgeber bei der Groupe T.________ versichert gewesen, sowie ihre Ausführungen zu dessen Ansprüchen auf eine IV-Rente bzw. die Aberkennung von Arbeitslosenentschädigungen. 1.5 In der Berufungsschrift ist unter anderem darzulegen, welche Bundesrechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt sind (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Der Berufungskläger sieht Bundesrecht im Wesentlichen dadurch verletzt, als die Vorinstanz ein bestimmtes Schreiben der Berufungsbeklagten nicht berücksichtigt habe und äussert sich zu dessen Bedeutung. Damit genügt er den gesetzlichen Anforderungen, die sich von den Begründungsanforderungen an eine staatsrechtliche Beschwerde grundsätzlich unterscheiden (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Dem Nichteintretensantrag der Berufungsbeklagten kann damit nicht gefolgt werden.