Citation: 1C_528/2017 E. 6.4

6.4. Beim geschilderten Verlauf der Gemeindeversammlung ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, es sei während der Versammlung im Hinblick auf einen späteren Rekurs von keiner stimmberechtigten Person in genügender Weise gerügt worden, über erst an der Versammlung formulierte Anträge sei zu Unrecht nicht abgestimmt worden. Namentlich hat die Vorinstanz zu Recht angenommen, es genüge nicht, dass sich der Beschwerdeführer und weitere stimmberechtigte Personen noch vor der erwähnten Unterbrechung der Versammlung mit dem Vorgehen des Gemeinderats nicht einverstanden zeigten und zu diesem Zeitpunkt eine Abstimmung über an der Versammlung formulierte Anträge verlangten. Dies zumal der Gemeindepräsident auf die vor der Unterbrechung der Versammlung von mehreren Personen erhobene Kritik reagierte, als Folge der Kritik das Traktandum nach der Unterbrechung noch einmal aufnahm und der von A.________ gestellte Antrag mehrfach umformuliert sowie letztlich im Sinne der vom Gemeindepräsidenten formulierten Vorlage zur Abstimmung gebracht wurde. Wenn eine stimmberechtigte Person im Zeitpunkt der Abstimmung über das Geschäft nach wie vor der Ansicht war, das Vorgehen des Gemeinderats bzw. des Gemeindepräsidenten sei nicht korrekt, wäre sie nach § 98 Abs. 2 StWG i.V.m. Art. 5 Abs. 3 BV im Hinblick auf einen allfälligen Rekurs gehalten und wäre es ihr nach den Umständen auch zuzumuten gewesen, dies (noch einmal) ausdrücklich an der Versammlung selber zu rügen. Damit blieb dem Beschwerdeführer die Erhebung eines Stimmrechtsrekurses im Anschluss an die Gemeindeversammlung auch insoweit verwehrt.