Citation: 9C_332/2019 E. 3.2

3.2. Es erwog, bei einem weiterhin bestehenden Fünfpersonenhaushalt sei am wahrscheinlichsten, dass die Versicherte auch im Gesundheitsfall - wie bereits vor Eintritt des Gesundheitsschadens - zu 80 % erwerblich und zu 20 % im Haushalt beschäftigt wäre, zumal sie nach Lage der Akten nie in Vollzeit erwerbstätig gewesen sei. Es sei keine Konstellation zu beurteilen, wie sie dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) Di Trizio gegen die Schweiz vom 2. Februar 2016 (Nr. 7186/09) zugrunde gelegen habe. Der Rentenanspruch falle in casu nicht weg, weil die Versicherte aus familiären Gründen ihre Erwerbstätigkeit reduziert, sondern weil sie tatsächlich ein höheres (Invaliden-) Einkommen als bisher angenommen erzielt habe. Die gemischte Methode könne demnach grundsätzlich zur Anwendung kommen. Bei Verfügungserlass am 27. November 2017 gelange noch nicht das neue Berechnungsmodell nach dem per 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Art. 27bis Abs. 2-4 IVV zur Anwendung (Urteil 8C_462/2017 vom 30. Januar 2018 E. 5.3 mit Hinweisen). Für die Invaliditätsbemessung im Jahr 2017 legte die Vorinstanz das Valideneinkommen ausgehend vom gemäss Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) zuletzt im Jahr 2005 erzielten Einkommen auf Fr. 48'956.- und das Invalideneinkommen ausgehend vom in den Jahren 2014 bis 2016 tatsächlich erzielten Lohn auf Fr. 33'260.40 fest (jeweils unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis 2017).