Citation: 9C_108/2019 E. 3.2

3.2. Die Beschwerdeführer bringen dagegen vor, die Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens vom 1. August 2015 bis 30. Juni 2016 erfolge für einen Zeitraum, in welchem der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin noch in Abklärung gewesen sei. Im Rahmen der IV-Abklärung hätten ihr die behandelnden Ärzte stets eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Sie habe daher bis zum Vorbescheid der IV-Stelle vom 18. Januar 2016 davon ausgehen können und müssen, dass sie arbeitsunfähig sei. Es sei ihr daher bis zu diesem Zeitpunkt nicht zumutbar gewesen, Arbeitsbemühungen zu tätigen und ein Erwerbseinkommen zu erzielen. Zudem wird in der Beschwerde die Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit auch im Hinblick auf das eingeschränkte Belastbarkeitsprofil, die gesundheitliche Situation mit dem Verdacht auf ein Tumorrezidiv und die Klinikaufenthalte vom 11. bis 20. März 2016 sowie 28. April bis 8. Mai 2016 und der Betreuung des Ehemanns bestritten. Des Weiteren machen die Beschwerdeführer geltend, dass sich die Ehefrau nachdem kein Tumorrezidiv festgestellt worden war, intensiv um Stellen bemüht und eine solche auch am 1. Juli 2016 habe antreten können.