Citation: 8C_60/2024 E. 4.1

4.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, Dr. med. C.________ habe mit Bericht vom 26. Januar 2023 das seltene Antiphospholipid-Antikörper-Syndrom festgestellt und seit 11. August 2022 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die Vorinstanz habe in Missachtung des Untersuchungsgrundsatzes auf die Einholung eines zusätzlichen Berichts bei ihr verzichtet. Sie habe bloss die Mutmassung angestellt, die von Dr. med. C.________ attestierte Arbeitsunfähigkeit "dürfte" sich auf die angestammte Tätigkeit beziehen. Dr. med. C.________ habe - so die Beschwerdeführerin weiter - eine bisher unerkannte Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dargelegt. Dieser Gesundheitsschaden sei von den BEGAZ-Gutachtern nicht berücksichtigt worden. Es sei offensichtlich unhaltbar, wenn die Vorinstanz einen Sachverhalt würdige, der noch gar nicht richtig erfasst worden sei. Darüber hinaus stehe ihre Einschätzung im Sinne von "Dürfte-so-sein" in klarem Widerspruch zur tatsächlichen medizinischen Situation. Die Vorinstanz habe den Sachverhalt somit durch fehlerhafte Würdigung des Berichts der Dr. med. C.________ aktenwidrig und damit offensichtlich unrichtig festgestellt. Gestützt auf diesen Bericht müsse eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für jede Tätigkeit attestiert werden. Laut dem Verlaufsprotokoll der Eingliederungsberatung der IV-Stelle vom 26. Juli 2022 sei für die Beschwerdeführerin das Finden einer Anstellung nicht realistisch. Der RAD habe in den Stellungnahmen vom 9. Juli 2020 und 19. Oktober 2021 - in Unkenntnis der damals noch unbekannten massgeblichen Diagnose - die Auffassung vertreten, am BEGAZ-Belastungsprofil könne festgehalten werden. Dem RAD könne nicht gefolgt werden. Vielmehr müsse von einer Arbeitsunfähigkeit für jede Tätigkeit ausgegangen werden, was mit der Einschätzung der Berufsberatung kohärent sei, wonach sozialpraktisch keine verwertbare Restarbeitsfähigkeit mehr vorliege.