Citation: 4C.266/2003 16.12.2003 E. 1

1.1 Die von der Klägerin gleichzeitig eingereichte staatsrechtliche Beschwerde hat das Bundesgericht mit Urteil vom heutigen Tag abgewiesen, soweit darauf einzutreten war. Der in Art. 57 Abs. 5 OG positivierte Grundsatz steht der Behandlung der Berufung nicht entgegen. 1.2 Neue Begehren sind in der Berufung ausgeschlossen (Art. 55 Abs. 1 lit. b OG). Nach der Feststellung im angefochtenen Urteil hat die Klägerin ihre Forderung schon vor der ersten Instanz auf Fr. 170'656.82 nebst Zins reduziert. Das Obergericht ist aufgrund des massgebenden kantonalen Rechts auf neue oder erhöhte Forderungen nicht eingetreten. Soweit die Klägerin mehr verlangt als Fr. 170'656.82 nebst Zins ist ihr Antrag unzulässig. 1.3 Anträge auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung genügen den formellen Anforderungen von Art. 55 Abs. 1 lit. b OG und sind auch allein angebracht, wenn das Bundesgericht aufgrund der Feststellungen im angefochtenen Urteil im Falle der Gutheissung der Berufung selbst keinen neuen Entscheid fällen kann (BGE 125 III 412 E. 1b S. 414). Dies trifft hier zu, da die Vorinstanz keine Feststellungen zur Höhe des eingeklagten Schadens getroffen hat. Der Eventual-Antrag auf Rückweisung der Sache ist zulässig, während für die Beurteilung des Hauptantrags - soweit dieser nicht ohnehin neue Begehren enthält - die notwendigen Feststellungen fehlen. 1.4 Mit Berufung kann nach Art. 43 Abs. 1 OG geltend gemacht werden, der angefochtene Entscheid beruhe auf Verletzung des Bundesrechts. Wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte der Bürger ist die staatsrechtliche Beschwerde vorbehalten. Soweit die Klägerin die Verletzung verfassungsmässiger Rechte rügt, ist sie im vorliegenden Verfahren nicht zu hören - unabhängig davon, ob sie entsprechende Rügen auch mit staatsrechtlicher Beschwerde erhoben hat. 1.5 Die Vorinstanz ist gestützt auf § 249 ZPO/LU und somit in Anwendung kantonalen Prozessrechts auf mangelhaft begründete Vorbringen der Klägerin nicht eingetreten. Erörterungen über die Verletzung kantonalen Rechts sind im Berufungsverfahren unzulässig (Art. 55 Abs. 1 lit. c in fine OG). Soweit die Klägerin beanstandet, dass die Vorinstanz auf die Appellation mangels rechtsgenüglicher Begründung teilweise nicht eingetreten sei, ist sie nicht zu hören.