Citation: 4A_536/2021 E. 1.3.3

1.3.3. Drittens führt die Beschwerdeführerin an, das Kantonsgericht habe in Dispositiv-Ziff. 2 festgehalten, dass sie "für die Folgen des Sturzes" des Beschwerdegegners mit einer Haftungsquote von 50 % hafte. Damit habe es dem Beschwerdegegner den Weg geebnet, die Haftung für sämtlichen Schaden im Umfang von 50 % durchzusetzen, obschon der Beschwerdegegner dies nicht beantragt habe. Somit liege zumindest hinsichtlich der grundsätzlichen Haftungsfrage eine geldwerte Streitigkeit nach Art. 51 Abs. 2 BGG vor, die nicht beziffert worden sei, deren Streitwert unter Berücksichtigung der potenziellen Schadenspositionen (Direktschaden, Haushaltsschaden, Betreuungsschaden) jedoch offensichtlich höher als Fr. 30'000.-- sei. Wie in E. 1.3.1 hiervor erwähnt, bestimmt sich der Streitwert alleine nach den Rechtsbegehren. Unter Berücksichtigung der Urteilsbegründung des Kantonsgerichts (vgl. BGE 136 III 345 E. 2.1; Urteil 4A_536/2018 vom 16. März 2020 E. 3.1.1) ist die Feststellung, die Beschwerdeführerin hafte für die Folgen des Sturzes mit einer Haftungsquote von 50 %, dahingehend zu verstehen, dass es damit ausschliesslich die Haftungsquote für die im vorliegenden Prozess im Streit stehende Genugtuung für das Bezirksgericht im Rahmen der Rückweisung verbindlich festlegen wollte. Denn nachdem kein Feststellungsbegehren gestellt worden war, ist nicht davon auszugehen, dass die Vorinstanz in Verletzung der Dispositionsmaxime ein allgemeines Feststellungsurteil fällen und den Beschwerdegegner für weiteren, nicht eingeklagten, Schaden zu 50 % ersatzpflichtig erklären wollte.