Citation: 2C_482/2024 E. 4.5

4.5. Der Beschwerdeführer ist jedoch der Ansicht, das verfügte Tierhalteverbot sei unverhältnismässig. Es sei zwar geeignet, um das öffentliche Interesse des Tierschutzes zu erreichen, jedoch weder erforderlich noch zumutbar. Dem Beschwerdeführer hätte seiner Ansicht nach ein Tierhalteverbot zunächst angedroht werde müssen, da die Mängel anlässlich der Kontrolle vom 1. Februar 2023 nicht so gravierend gewesen seien. Ausserdem generiere er durch die Rinderhaltung einen Grossteil seines Einkommens, sodass ihn das partielle Tierhalteverbot seiner finanziellen Existenzgrundlage berauben würde. Sein privates Interesse überwiege angesichts der geringfügigen Verstösse gegen die Tierschutzgesetzgebung das öffentliche Interesse am Tierschutz, weshalb das partielle Tierhalteverbot für ihn nicht zumutbar sei. Die Einschränkung der Wirtschaftsfreiheit sei deshalb nicht verhältnismässig im Sinne von Art. 36 Abs. 3 BV.