Citation: 8C_489/2022 E. 6.2

6.2. Hiergegen wendet die Beschwerdeführerin ein, das kantonale Gericht habe die Begründungspflicht verletzt. Es habe nicht dargelegt, weshalb mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit darauf zu schliessen sei, der Beschwerdegegner hätte nach seiner mehr als dreissigjährigen Tätigkeit bei ein und derselben Arbeitgeberin und dem anschliessenden restrukturierungsbedingten Stellenverlust ohne Gesundheitsschaden an einer neuen Arbeitsstelle 2019 ein ähnlich hohes Einkommen wie in der B.________ erzielen können. Praxisgemäss hätte die Vorinstanz zur Bestimmung des Valideneinkommens - wie auf Seiten des Invalideneinkommens - die LSE-Lohnangaben gemäss Tabelle TA1 heranziehen müssen. Falls - entgegen dem allgemeinen Grundsatz - auf die LSE-Tabelle T1_b abzustellen wäre, müssten konsequenterweise sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen basierend auf den Lohnangaben derselben LSE-Tabelle ermittelt werden. Weil der Beschwerdegegner in der angestammten Tätigkeit nur in rein zeitlicher Hinsicht infolge eines erhöhten Pausenbedarfs eingeschränkt sei, bestehe kein Anlass, den Einkommensvergleich nicht beidseitig ausgehend von demselben Tabellenlohn zu ermitteln.