Citation: 8C_368/2021 E. 6.2

6.2. Das kantonale Gericht hat den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln und ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; vgl. Urteil 8C_121/2021 vom 27. Mai 2021 E. 5.2). Eine Schlechterstellung (reformatio in peius) ist anzunehmen, wenn durch den in Aussicht genommen Entscheid die Stellung der Beschwerde führenden Partei gegenüber dem angefochtenen Entscheid verschlechtert wird, d.h., wenn ihr weniger Leistungen zustehen, wenn eine Versicherungsdeckung überhaupt nicht besteht oder wenn von ihr höhere Beiträge zu entrichten sind (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, N. 167 zu Art. 61 ATSG). Die Beschwerdegegnerin verneinte den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin - wie die Vorinstanz - mangels eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades. Sie errechnete einen solchen von 2 %, während die Vorinstanz von 7 % ausging. In diesem Lichte liegt im Ergebnis keine reformatio in peius vor.