Citation: 2C_94/2016 E. 5.5

5.5. Der Einwand des Beschwerdeführers, der Beschwerdegegner habe sich nur deshalb wohl verhalten, weil er unter dem Einfluss der straf- und ausländerrechtlichen Verfahren gestanden habe, greift damit zu kurz. Die aktive Aufarbeitung der Straffälligkeit, die Präventionsarbeit mit Jugendlichen, die Einsicht in das Unrecht und die Reue, die Leistung von Genugtuungszahlungen auch während des Strafvollzugs sowie die Entschuldigung beim Opfer gehen weit über ein unauffälliges Wohlverhalten unter dem Eindruck des Strafverfahrens bzw. des Strafvollzugs hinaus. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz hatte die positive Entwicklung bereits vor Einleitung des ausländerrechtlichen Verfahrens eingesetzt. Aufgrund der genannten Umstände würdigte die Vorinstanz den geltend gemachten Gesinnungswandel als glaubwürdig. Die Bemühungen des Beschwerdegegners, ein geregeltes und konfliktfreies Leben zu führen, bezeichnete die Vorinstanz als ernsthaft. Vor diesem Hintergrund durfte sie dem Läuterungsprozess des Beschwerdeführers im Rahmen der lnteressenabwägung grosses Gewicht beimessen.