Citation: 2C_522/2015 E. 3.3.1

3.3.1. Der Beschwerdeführer war während seines gesamten Aufenthalts in erheblichem Umfang von der Sozialhilfe abhängig. Obwohl sich seine Ehegattin vollzeitlich um die Kinder gekümmert hatte, war er nie im primären Arbeitsmarkt berufstätig. Es ist dem Beschwerdeführer zwar zugutezuhalten, dass er während vier Jahren in einem Arbeitsintegrationsprogramm teilzeitlich beschäftigt war, seine Arbeit zu voller Zufriedenheit erledigte und einen Teillohn erzielte. Die Integration in den sekundären Arbeitsmarkt hat indessen Sozialhilfecharakter; es geht darum, die beruflichen und sozialen Kompetenzen der betroffenen Personen durch staatliche Förderprogramme zu verbessern, ansonsten Leistungen gekürzt würden (vgl. dazu Urteil 2C_1092/2015 vom 13. April 2016 E. 2.3). Das Erwebseinkommen des Beschwerdeführers konnte demnach weder je seinen eigenen Unterhalt noch denjenigen seiner Familie decken. Der Beschwerdeführer konnte zum Zeitpunkt der Trennung von seiner Gattin nicht als integriert im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG gelten (vgl. Urteile 2C_930/2012 vom 10. Januar 2013 E. 3; 2C_857/2010 vom 22. August 2011 E. 2.3.1; 2C_777/2013 vom 22. August 2010 E. 2.3.1).