Citation: 8C_578/2021 E. 5.2.2

5.2.2. Grundsätzlich macht der Beschwerdeführer zu Recht geltend, dass in einer solchen Situation die Zweifel an den gutachterlichen Schlussfolgerungen mit den Verfassern des betreffenden Gutachtens geklärt werden sollten (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.3.1). Vorliegend liegt jedoch eine spezielle Ausgangslage vor, da das asim-Gutachten nicht von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegeben wurde, sondern von einer anderen Sozialversicherung. Aus den Akten der IV ergibt sich zudem, dass die Beschwerdegegnerin keine Möglichkeit hatte, im Rahmen des unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens Ergänzungsfragen an die asim-Gutachter zu stellen. Denn nachdem die Beschwerdegegnerin am 30. November 2017 vom am 19. Oktober 2017 erstatteten asim-Gutachten Kenntnis erhielt, hatte die Unfallversicherung mit dem Beschwerdeführer bereits einen Vergleich abgeschlossen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kann vor diesem Hintergrund der Beschwerdegegnerin nicht vorgeworfen werden, diese habe sich nicht am von der Unfallversicherung veranlassten Gutachten beteiligen wollen. Es wurde somit kein Bundesrecht verletzt, wenn die Beschwerdegegnerin alsdann die offenen Fragen durch anderweitige Abklärungen vervollständigte.