Citation: 6B_205/2023 E. 1.4.5

1.4.5. Die Vorinstanz erwägt weiter, heute präsentiere sich eine völlig andere Ausgangslage, sei der Beschwerdegegner doch seit Februar 2021 bei derselben Arbeitgeberin in Festanstellung tätig und verdiene als erst 27-Jähriger bereits ein überdurchschnittliches Einkommen. Aufgrund seiner Qualifikationen und Berufserfahrung sei sodann davon auszugehen, dass er im Falle eines Stellenverlustes problemlos eine neue Anstellung finden würde. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen lediglich ein, die Situation des Beschwerdegegners präsentiere sich nicht wesentlich anders als im Juni 2020. Als einzige Neuerung in den Lebensumständen des Beschwerdegegners könne vorgebracht werden, er habe den Traum eines weiteren Studiums grundsätzlich aufgegeben. Ihre Ausführungen reichen nicht aus, um ihr Vorbringen zu stützen, wonach ernsthaft befürchtet werden müsse, der Beschwerdegegner könne erneut versucht sein, seinen Lebensstandard mittels deliktischer Tätigkeiten zu verbessern. Die Auffassung der Vorinstanz gibt indes zu keinen Bemerkungen Anlass.