Citation: 6B_1395/2021 E. 6.4

6.4. Der Beschwerdeführer erlangte vom Verfahren der basellandschaftlichen Strafverfolgungsbehörden lange vor Anklageerhebung Kenntnis. Dies ergibt sich aus dem Umstand, dass er bereits am 12. Juni 2015 von der Polizei (vgl. kantonale Akten, Dossier Nr. BM1 14 197, Ordner 5/19, act. 2401 ff.) und von der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft (vgl. kantonale Akten, a.a.O., act. 2425 ff.) einvernommen wurde. Indem der Beschwerdeführer erst im erstinstanzlichen Hauptverfahren (vgl. Beschwerde Ziff. 16 S. 8) die Zuständigkeit der Strafbehörden des Kantons Basel-Landschaft beanstandet hat, hat er unterlassen, das Gesuch um Überweisung des Falles an die zuständige Strafbehörde unverzüglich zu stellen (vgl. Art. 41 Abs. 1 StPO). Im erstinstanzlichen Hauptverfahren konnte er die Gerichtsstandsfrage nicht mehr beurteilen lassen, weil der Antrag verspätet war (vgl. ERICH KUHN, in: Basler Kommentar, Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 5 zu Art. 39 StPO und N. 5 zu Art. 41 StPO). Der Beschwerdeführer setzt sich im Übrigen nicht mit der vorinstanzlichen Erwägung begründet auseinander, wonach in den Akten keinerlei Hinweise bestehen würden, dass im Kanton Freiburg in Bezug auf ihn der identische Sachverhalt wie der im Kanton Basel-Landschaft angeklagte untersucht worden wäre (vgl. angefochtenes Urteil S. 54). Ebensowenig setzt er sich mit der Erwägung der Vorinstanz auseinander, wonach aus dem aktuellen Strafregisterauszug hervorgehe, dass der Kanton Freiburg gar kein Verfahren gegen ihn eröffnet habe (vgl. angefochtenes Urteil S. 54). Bei dieser Sachlage ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Rüge der Unzuständigkeit der Strafbehörden des Kantons Basel-Landschaft als verspätet erachtet. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet.