Citation: 1C_281/2024 E. 4.5

4.5. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin geht es vorliegend nicht um die ästhetische Beurteilung von Dachaufbauten und deren Einordnung in das Siedlungsbild. Vielmehr gelangte das Verwaltungsgericht zur Erkenntnis, dass die geplante Dachkonstruktion keine Dachaufbaute i.S.v. § 292 PBG/ZH sei und beanstandete damit eine Rechtsverletzung (vgl. Urteil 1C_313/2019 vom 28. April 2020 E. 4.3). Mit anderen Worten greift sie nicht in den Beurteilungsspielraum der Gemeinde ein, sondern verneint das Bestehen eines solchen, weil die Voraussetzungen zur Anwendung der fraglichen kantonalen Norm nicht vorliegen. Nur weil es sich bei § 292 PBG/ZH gemäss konstanter Rechtsprechung der Vorinstanz um eine Ästhetiknorm handelt, verfügt die Gemeinde nicht über einen relativ erheblichen Ermessensspielraum bei der Auslegung des Begriffs "Dachaufbaute". Autonomie könnte der Gemeinde allenfalls bei der Beurteilung der ästhetischen Qualität von Dachaufbauten zukommen, nicht aber bei der Qualifikation als solche.