Citation: 1P.558/2006 03.11.2006 E. A

Am 20. Januar 2003 erhob A.________ Strafanzeige gegen X.________. Sie beschuldigte ihn, Gelder und Vermögensgegenstände, die sie ihm anvertraut hatte, veruntreut und sie in Ausnutzung ihrer Notlage in die Prostitution eingeführt zu haben. Später bezichtigte sie ihn zusätzlich der Urkundenfälschung. Nach durchgeführten Ermittlungen stellte das Verhöramt Appenzell Ausserrhoden das Verfahren gegen X.________ mit Verfügung vom 24. Juni 2005 mit der Begründung ein, dem Beschuldigten könne kein strafrechtlich relevantes Verschulden nachgewiesen werden. Es wurden keine Kosten erhoben. Die Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden genehmigte diese Einstellungsverfügung am 28. Juni 2005. Mit Schreiben vom 30. Juni 2005 reichte der Anwalt von X.________ dem Verhöramt seine Kostennote über Fr. 2'669.55 ein. Am 12. Juli 2005 erhob A.________ gegen die Einstellungsverfügung Einsprache, worauf die Staatsanwaltschaft das Verhöramt am 20. September 2005 anwies, den Beschuldigten untersuchungsrichterlich zu befragen und die Strafuntersuchung durch weitere Beweiserhebungen zu ergänzen. Nach Abschluss der diesbezüglichen Untersuchung stellte das Verhöramt den Parteien den Erlass einer weiteren Einstellungsverfügung in Aussicht, worauf der Anwalt von X.________ am 26. Januar 2006 eine weitere Kostennote über Fr. 1'984.10 einreichte und damit eine ausseramtliche Entschädigung von insgesamt Fr. 4'653.65 geltend machte. Mit Verfügung vom 27. März 2006 stellte das Verhöramt das Verfahren gegen X.________ erneut ein. Es wurden keine Kosten erhoben, aber auch keine Entschädigung zugesprochen. Am 4. April 2006 genehmigte die Staatsanwaltschaft die Einstellungsverfügung.