Citation: 2C_118/2023 E. 1.2.3

1.2.3. Die Beschwerdeführerin, die nur über ein vom Beschwerdeführer abgeleitetes Aufenthaltsrecht verfügt hat, wird in ihrem Recht auf Achtung des Familienlebens nicht betroffen, falls der Beschwerdeführer die Schweiz verlassen muss. Denn mit dem Erlöschen des originären Aufenthaltsrechts des Ehemannes fällt auch das abgeleitete Aufenthaltsrecht der Ehefrau dahin (vgl. BGE 140 II 129 E. 3.4; Urteil 2C_63/2023 vom 15. November 2023 E. 4.2). Sie müsste also die Schweiz ebenfalls verlassen und könnte ihr Familienleben mit dem Beschwerdeführer in Tunesien weiterführen. Inwiefern es ihr nicht möglich bzw. zumutbar wäre, das Familienleben anderswo als in der Schweiz zu pflegen, legt sie nicht dar. Einen Aufenthaltsanspruch aufgrund einer anderen Bestimmung macht die Beschwerdeführerin nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. Sie kann sich namentlich nicht auf Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (AIG; SR 142.20) berufen, da der Beschwerdeführer als ihr Ehegatte zuletzt über keine Niederlassungsbewilligung mehr verfügte. Die Beschwerdeführerin vermag somit nicht in vertretbarer Weise einen potenziellen ausländerrechtlichen Bewilligungsanspruch aufzuzeigen. Ihre Beschwerde ist folglich unzulässig (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG), weshalb darauf nicht einzutreten ist. Sie bringt überdies keine Beschwerdegründe vor, die mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde gerügt werden könnten (Art. 113 und Art. 116 BGG).