Citation: 1P.547/2002 08.01.2003 E. 1

Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob auf eine Beschwerde einzutreten ist (BGE 128 II 13 E. 1a S. 16 mit Hinweisen). 1.1 Der Beschwerdeführer macht in seiner staatsrechtlichen Beschwerde eine willkürliche Rechtsanwendung geltend. Die öffentlichrechtliche Abteilung des Kantonsgerichts habe sich im angefochtenen Entscheid auf Art. 18 BauG gestützt und sich mit Art. 31 BauG nicht auseinandergesetzt. Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, der BEBaB stütze sich direkt auf das RPG und auf Art. 31 BauG. Der Staatsrat des Kantons Wallis hat in seiner Vernehmlassung die Frage aufgeworfen, ob die staatsrechtliche Beschwerde nicht als Verwaltungsgerichtsbeschwerde entgegengenommen werden müsse, da öffentliches Recht des Bundes zumindest Grundlage des angefochtenen Entscheids bilde. Auch die kantonale Baukommission geht in ihrer Vernehmlassung davon aus, dass es sich bei der vorliegenden Beschwerde um eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde handle. Entsprechend der subsidiären Natur der staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 84 Abs. 2 OG) ist zunächst zu prüfen, ob die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offen steht (BGE 125 I 14 E. 2a). Erweist sich, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde das zutreffende Rechtsmittel wäre, so prüft das Bundesgericht, ob und inwiefern die staatsrechtliche Beschwerde als Verwaltungsgerichtsbeschwerde behandelt werden kann. Die unrichtige Bezeichnung des Rechtsmittels schadet dem Beschwerdeführer nicht, sofern die Eingabe die formellen Anforderungen des zutreffenden Rechtsmittels erfüllt (BGE 120 Ib 379 E. 1a S. 381 mit Hinweis). 1.2 Nach Art. 34 RPG ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zulässig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen über Entschädigungen als Folge von Eigentumsbeschränkungen (Art. 5), über die Zonenkonformität von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen sowie über Bewilligungen im Sinne von Art. 24 - 24d RPG (Abs. 1). Andere Entscheide letzter kantonaler Instanzen sind endgültig; vorbehalten bleibt die staatsrechtliche Beschwerde (Abs. 3). Angefochten ist im vorliegenden Fall ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid über eine Baubewilligung für den Umbau von zwei Stallscheunen ausserhalb der Bauzonen. Gemäss Art. 24d Abs. 2 RPG kann das kantonale Recht die vollständige Zweckänderung von als schützenswert anerkannten Bauten und Anlagen zulassen, wenn diese von der zuständigen Behörde unter Schutz gestellt worden sind und ihre dauernde Erhaltung nicht anders sichergestellt werden kann. Umstritten ist vorliegend, wer nach dem Recht des Kantons Wallis die für die Unterschutzstellung zuständige Behörde ist. Diese Frage bestimmt sich unzweifelhaft nach kantonalem Recht. Im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind allerdings auch auf unselbständiges kantonales Ausführungsrecht zum Bundesrecht gestützte Anordnungen zu überprüfen sowie auf übrigem kantonalem Recht beruhende Anordnungen, die einen hinreichend engen Sachzusammenhang mit der im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu beurteilenden Frage des Bundesverwaltungsrechts aufweisen (BGE 128 II 259 E. 1.2 S. 262 mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer die Verletzung kantonalen Ergänzungsrechts zu Art. 24 - 24d RPG geltend macht, sind diese Rügen gleich wie Rügen der Verletzung kantonalen Prozessrechts kraft Sachzusammenhangs mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorzubringen. Die Frage der Zuständigkeit zur Unterschutzstellung steht in so engem Sachzusammenhang zu Art. 24d Abs. 2 RPG, dass zu deren Überprüfung die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegeben ist. Die Kognition richtet sich dabei allerdings nach den für die staatsrechtliche Beschwerde geltenden Grundsätzen. Danach wird die Auslegung und Anwendung des kantonalen Rechts auf eine Verletzung des Willkürverbots hin überprüft (BGE 118 lb 326 E. 1b S. 329 mit Hinweisen).