Citation: 4A_350/2008 11.08.2008 E. C

Das Kantonsgericht wies das Gesuch am 9. Juni 2008 ab, da die Frist gemäss Art. 85 Abs. 1 und 2 GerG/SG nur wiederhergestellt werden könne, wenn der Säumige ein Hindernis als Ursache der Säumnis glaubhaft mache, an welchem ihn höchstens ein leichtes Verschulden treffe. Die Unkenntnis der Rechtslage, auf die sich der Beschwerdeführer berufe, sei allerdings kein Hindernis im Sinne dieser Bestimmung. Die Auffassung des Konsuls in Bregenz hielt das Kantonsgericht für unbeachtlich, da die Voraussetzungen, unter denen der Beschwerdeführer allenfalls Vertrauensschutz hätte beanspruchen können, nicht gegeben seien. Der Beschwerdeführer habe weder versucht, die Sendung dem Konsulat zu übergeben, noch im Vertrauen auf eine Auskunft des Konsulats gehandelt. Dieses sei zur Erteilung derartiger Auskünfte gar nicht zuständig.