Citation: 5A_199/2022 E. 2

Das Obergericht hat erwogen, dass die Beschwerdeführerinnen als Gläubigerinnen von der a.a. Konkursverwaltung nicht verlangen könnten, dass ein Vermögenswert aus dem Inventar zu streichen und auszusondern sei. Gegen die Aufnahme eines Vermögenswertes im Konkursinventar stehe ihnen die betreibungsrechtliche Beschwerde nicht zur Verfügung. Ob die Beschwerde (vom 28. Juni 2021) gegen das Konkursinventar rechtzeitig (oder - wie die Erstinstanz meinte - verspätet) sei, könne offen bleiben. Weiter hat das Obergericht festgehalten, dass die a.a. Konkursverwaltung den Beschwerdeführerinnen als Drittansprecherinnen keine Frist zur Anhebung der Aussonderungsklage (nach Art. 242 Abs. 2 SchKG, Art. 45 KOV) habe ansetzen müssen. Die Beschwerdeführerinnen würden zwar Anspruch auf ein Kontoguthaben der Konkursitin bei der Bank D.________ AG erheben, jedoch auf keinen Anspruch, auf den das Aussonderungsverfahren (nach Art. 242 SchKG) anwendbar wäre. Aus dem gleichen Grund könne dem Antrag der Beschwerdeführerinnen, es sei an der inventarisierten Forderung ein Drittanspruch (nach Art. 34 KOV) zu vermerken, nicht gefolgt werden; die Beschwerde sei daher abzuweisen.