Citation: 2C_969/2016 E. 2.3.2

2.3.2. Der Beschwerdeführer wurde insgesamt 23 Mal rechtskräftig strafrechtlich verurteilt und viermal ausländerrechtlich verwarnt. Sämtliche ihm gebotenen Chancen, sich in die hiesigen Verhältnisse einzuleben, blieben ohne Erfolg. Selbst die Verwarnung und der Hinweis des Verwaltungsgerichts in seinem Urteil vom 23. April 2012, dass er sich künftig nichts mehr erlauben dürfe und sich absolut klaglos zu verhalten habe, blieben wirkungslos; nur wenige Monate nach dem Entscheid wurde der Beschwerdeführer erneut straffällig, wobei sich seine Tat gegen die körperliche Integrität und damit ein grundlegendes Rechtsgut richtete. Seit dem 1. Juni 2016 bezieht der Beschwerdeführer zudem Sozialhilfeleistungen. Auf dem hiesigen Arbeitsmarkt war er nicht oder nur sehr punktuell als Hilfs- bzw. Bauarbeiter in zeitlich beschränkten Anstellungen integriert. In die Schweiz kam er definitiv erst als Elfjähriger, sodass er mit den heimatlichen Verhältnissen in Serbien nach wie vor vertraut ist; zumindest macht er nichts anderes geltend. Als junger lediger Erwachsener kann er sich in seiner Heimat eine Existenz aufbauen, nachdem ihm dies in den hiesigen Verhältnissen nicht gelungen ist. Der Beschwerdeführer hat teilweise erheblich und wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen bzw. diese gefährdet (Art. 62 Abs. 1 lit. c AuG). Er ist offenbar nicht fähig oder willens, sich an die hier vorgegebenen Regeln zu halten.