Citation: 6B_813/2023 E. B

B.a Auf Berufung von A.________ bestätigte das Kantonsgericht Luzern mit Urteil vom 24. April 2023 den erstinstanzlichen Schuldspruch und die Verpflichtung zum Schadenersatz, reduzierte jedoch die bedingte Freiheitsstrafe auf 18 Monate. B.b Das Kantonsgericht erachtet folgenden Sachverhalt als ertellt: C.A.________ und B.A.________ gewährten der von A.________ beherrschten D.________ GmbH bzw. der E.________ AG (in Gründung) gestützt auf den schriftlichen Vertrag vom 24. Dezember 2015 ein Darlehen in der Höhe von Fr. 290'000.-- zu einem Zinssatz von 8% und einer Darlehensdauer von sechs Monaten. A.________ versprach gemäss Vertrag, das Darlehen in die Projekte "Schweden" zu investieren und die Projekte umzusetzen. Die Parteien vereinbarten zudem, C.A.________ und B.A.________ als Sicherheit 100% der Aktien der zu gründenden E.________ AG bis zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens zu hinterlegen und B.A.________ als Verwaltungsrat mit Einzelzeichnungsberechtigung der E.________ AG im Handelsregister einzutragen. Zuvor hatte A.________ C.A.________ und B.A.________ u.a. am 22. Dezember 2015 eine E-Mail gesandt, in welcher er ihnen u.a. mitgeteilt hatte, dass er und seine Partner für das Auslösen bzw. Einreichen der EU-Subventionen [für das Tourismusprojekt in Nordschweden] total Fr. 2.29 Mio. benötigen würden. Dieser Betrag müsse auf dem Banknachweis stehen und der Treuhänder müsse es zusätzlich beglaubigen. Danach könnten sie die EU-Subventionen einreichen. Fr. 2 Mio. seien bereits auf dem Sperrkonto, Fr. 290'000.-- würden für den Start noch fehlen. Sobald sie den Bankauszug und die Beglaubigung vorliegen hätten, würden sie die EU-Subventionen einreichen. Als Zweites würden sie die AG in der Schweiz gründen. Sobald die AG gegründet sei (1. Woche Januar 2016), würden sie die Übernahme der ersten Objekte in Schweden (F.________ Resort) vornehmen. Die AG sei dann im Besitz der ersten Liegenschaften von total rund 3 Millionen Quadratmeter Land. Des Weiteren erwähnte A.________, dass er die Aktien der AG als Sicherheit für die Darlehenssumme von Fr. 290'000.-- bis zur kompletten Rückzahlung des Darlehens inkl. Zins zu 100% C.A.________ und B.A.________ abtreten und er B.A.________ als Verwaltungsrat mit Einzelzeichnungsbefugnis im Handelsregister eintragen lassen werde. B.A.________ habe somit auch bei einem frühzeitigen Ableben von ihm die Möglichkeit, das Geld aus der Gesellschaft zu holen und zurückzubezahlen. Wenn alle Stricke reissen sollten, könne B.A.________ zwecks Rückzahlung der Fr. 290'000.-- sogar mit seiner Unterschrift die Veräusserung der Objekte in Schweden veranlassen. Dies werde jedoch nicht nötig sein, da man für eine Liegenschaft dieses Ausmasses ohne Probleme eine Hypothek von Fr. 290'000.-- erhalten werde. A.________ gab in der E-Mail vom 22. Dezember 2015 zudem an, sein Treuhänder sei zuversichtlich, dass sie den Darlehensbetrag von Fr. 290'000.-- innerhalb von zwei Monaten zurückzahlen können. Dies entspreche ungefähr der realistischen Durchlaufzeit der EU-Subventionen. Er [A.________] habe das Darlehen extra konservativ auf sechs Monate ausgelegt, damit sie mit der Rückzahlung zu keiner Zeit in Bedrängnis kommen würden. Die E-Mail endete mit folgender Bemerkung: "Wie gesagt: Ich will Euch weder überreden, noch zu etwas drängen. Unsere Familiäre Freundschaft ist mir unendlich mal wichtiger, als irgendwelche Projekte oder Geld! Ich verstehe Eure Intensionen mit DG absolut und es ist auch legitim, dass man alles kritisch hinterfragt. Aber wie oben deklariert, ist das Risiko für Euch mit den Sicherheiten aus meiner Sicht ausgeschlossen.". C.A.________ und B.A.________ glaubten diesen Ausführungen. Die Existenz des Sperrkontos mit Fr. 2 Mio. wurde zusätzlich durch ein ihnen ausgehändigtes Schreiben von G.________ vom 6. Oktober 2015 gestützt, in welchem dieser bestätigte, dass für das Grossprojekt "Schweden" noch Fr. 500'000.-- fehlen würden und das restliche Kapital von Fr. 2 Mio. bereits sichergestellt sei. Weiter legte A.________ C.A.________ und B.A.________ im Vorfeld des Vertragsabschlusses das Factsheet betreffend die Projekte "Schweden" vor. C.A.________ und B.A.________ zahlten die Fr. 290'000.-- am 24. Dezember 2015 auf das Konto der D.________ GmbH ein, das in diesem Zeitpunkt einen Minussaldo von Fr. 43.70 aufwies. Den nach Ausgleichung dieses Minussaldos noch verfügbaren Betrag brauchte A.________ bis am 31. März 2016 mittels 46 Bezügen/Überweisungen komplett auf, indem er damit u.a. das Aktienkapital der E.________ AG in der Höhe von Fr. 100'000.-- liberierte, offene Forderungen seines Treuhänders G.________ in der Höhe von Fr. 81'200.-- sowie weitere Verbindlichkeiten beglich und die Gelder teilweise auch für seinen privaten Lebensunterhalt benötigte. Da in dieser Zeit keine weiteren Gutschriften auf das Konto der D.________ GmbH erfolgten, wies dieses per 31. März 2016 wiederum einen Minussaldo von Fr. 13.17 auf. Am 17. März 2016 wurden Fr. 99'730.-- vom Kapitaleinzahlungskonto der E.________ AG auf deren Firmenkonto überwiesen. Mit diversen E-Banking-Zahlungen verbrauchte A.________ per Ende Juni 2016 auch dieses Geld bis auf Fr. 294.63, weshalb die E.________ AG per Ende Juni 2016 über kein Kapital mehr verfügte. Das angebliche Sperrkonto mit der Gutschrift von Fr. 2 Mio. existierte in Wirklichkeit nicht, was A.________ wusste. Dieser reichte zudem nie ein Gesuch um EU-Subventionen ein und es erfolgte auch keine Übernahme von Objekten in Schweden. Die E.________ AG bzw. die D.________ GmbH bezahlten das Darlehen von C.A.________ und B.A.________ nicht zurück. Über die Gesellschaften wurde später der Konkurs eröffnet, wobei die Konkursverfahren mangels Aktiven eingestellt wurden.