Citation: 9C_221/2018 E. 5.1

5.1. Das kantonale Versicherungsgericht hat erwogen, das Administrativgutachten vom 24. Oktober 2016 werde den allgemeinen Anforderungen an eine beweiskräftige ärztliche Stellungnahme gerecht. Darauf könne grundsätzlich abgestellt werden. Danach bestehe aus medizinischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer dem Belastungsprofil entsprechenden Tätigkeit, wobei die Einschränkung von 20 % aus dem erhöhten Pausenbedarf als Folge der neurogenen Blasenentleerungsstörung resultiere. Weiter könnten auch Parteigutachten Beweiswert haben (BGE 125 V 351 E. 3b/dd und 3c S. 353 f.). Ob das von der Beschwerdeführerin mit der Replik eingereichte Gutachten des Prof. Dr. med. C.________ vom 29. Juni 2017, wonach aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestehe, geeignet sei, das Administrativgutachten in Frage zu stellen, könne offenbleiben. Es bestehe keine abschliessende Beurteilungskompetenz der (begutachtenden) Mediziner bei der Folgenabschätzung von gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 196). Davon ausgehend, dass die in den Gutachten vom 24. Oktober 2016 und 29. Juni 2017 umschriebenen Krankheitsbilder unter BGE 141 V 281 fielen, hat das kantonale Versicherungsgericht anhand der Standardindikatoren geprüft, ob die psychischen Beeinträchtigungen (auch) aus rechtlicher Sicht Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben. Es hat die Frage verneint.