Citation: 1C_499/2022 E. B

Gegen den Beschluss der Planungs- und Baukommission Richterswil vom 9. Juni 2021 erhoben B.A.________ und A.A.________ sowie D.C.________ und C.C.________ mit gemeinsamer Eingabe vom 15. Juli 2021 fristgerecht Rekurs beim Baurekursgericht des Kantons Zürich und beantragten, u.a. die Baubewilligung aufzuheben. Das Baurekursgericht hiess das Rechtsmittel mit Entscheid vom 23. November 2021 teilweise gut und ergänzte den Beschluss der Planungs- und Baukommission Richterswil vom 9. Juni 2021 um die Auflage, dass die Bauherrschaft der Baubehörde vor Baubeginn revidierte Pläne zur Bewilligung einzureichen habe, aus denen hervorgehe, dass der Grenzabstand und die Ausnützungsziffer eingehalten seien. Im Übrigen wies es den Rekurs ab, soweit es darauf eintrat. Gegen diesen Entscheid erhoben B.A.________ und A.A.________ sowie D.C.________ und C.C.________ Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, wobei sie beantragten, den Entscheid des Baurekursgerichts aufzuheben und dieses anzuweisen, auf die lärmrechtlichen Rügen einzutreten sowie die Baudirektion in das Verfahren einzubeziehen. Es seien alsdann die lärmrechtlichen Rügen zu beurteilen und die Baubewilligung aufzuheben. Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde mit Urteil vom 30. Juni 2022 ab. Hinsichtlich der lärmrechtlichen Rügen führte es dazu aus, dass sich der klare Antrag der Beschwerdeführenden vor dem Baurekursgericht nur auf die kommunale Baubewilligung bezogen habe, nicht aber auf die kantonale Gesamtverfügung vom 20. Mai 2021, welche die lärmrechtlichen Aspekte regle. Es sei deshalb nicht zu beanstanden, wenn das Baurekursgericht die lärmrechtliche Rüge nicht behandelte, da sie eine nicht angefochtene und ausserhalb des Prozessgegenstandes liegende Verfügung betroffen habe.