Citation: 6S.574/2006 11.01.2007 E. 2

Gemäss Art. 35 Abs. 2 Satz 1 SVG ist das Überholen nur gestattet, wenn der nötige Raum übersichtlich und frei ist und der Gegenverkehr nicht behindert wird. Gemäss Art. 35 Abs. 4 SVG darf in unübersichtlichen Kurven nicht überholt werden (vgl. dazu im Übrigen die zutreffenden allgemeinen Ausführungen im angefochtenen Entscheid auf S. 7/8 E. 5a). Der Beschwerdeführer machte vor der Vorinstanz geltend, die Strecke, auf der er überholt habe, sei übersichtlich gewesen. Die Vorinstanz kommt mit einlässlicher Begründung, auf die hier in Anwendung von Art. 36a Abs. 3 OG verwiesen werden kann (vgl. angefochtenen Entscheid S. 8 - 10 E. 5b und c), zum Schluss, der Ansicht des Beschwerdeführers könne nicht gefolgt werden. Es sei für ihn nicht möglich gewesen, die für den Überholvorgang erforderliche Strecke restlos einzusehen. Da es Nacht gewesen sei, habe er denn auch darauf vertraut, dass er gegebenenfalls entgegenkommende Lichter würde feststellen können. Aufgrund der konkreten Strassenverhältnisse wären gewisse Lichtkegel jedoch unter Umständen zu spät sichtbar oder nicht eindeutig entgegenkommenden Fahrzeugen zuzuordnen gewesen. Wenn man von diesen tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz, die gemäss Art. 277bis Abs. 1 Satz 2 BStP für das Bundesgericht im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde verbindlich sind, ausgeht, ist der Schuldspruch wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Soweit die Eingabe des Beschwerdeführers eine Nichtigkeitsbeschwerde sein soll, ist sie als offensichtlich unbegründet abzuweisen. Mit staatsrechtlicher Beschwerde kann vorgebracht werden, der angefochtene Entscheid verstosse gegen das Willkürverbot von Art. 9 BV. Willkür liegt jedoch nur vor, wenn der Entscheid im bemängelten Punkt auf einer schlechterdings unhaltbaren oder widersprüchlichen Beweiswürdigung beruht und mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 131 I 467 E. 3.1; 129 I 8 E. 2.1 und 173 E. 3.1; 125 I 492 E. 1b). Gestützt auf Art. 90 Abs. 1 lit. b OG prüft das Bundesgericht im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen (BGE 130 I 258 E. 1.3; 125 I 492 E. 1b). Der Beschwerdeführer hat darzulegen, dass und inwieweit der angefochtene Entscheid willkürlich im oben umschriebenen Sinn ist. Soweit die Eingabe des Beschwerdeführers dieser Voraussetzung nicht genügt, ist darauf nicht einzutreten. Im Übrigen verweist er mehrfach auf ein Video, das seine Ansicht zu bestätigen vermöge. Nachdem sich die Vorinstanz jedoch auf einen von ihr durchgeführten Augenschein (angefochtener Entscheid S. 5), der eine gute Beurteilung der Sachlage ermöglicht haben dürfte, stützen konnte, liegt jedenfalls keine Willkür vor. Die Eingabe ist, wenn sie eine staatsrechtliche Beschwerde sein soll, abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.