Citation: 2C_775/2008 19.03.2009 E. 2

2.1 Gemäss Art. 7 Abs. 1 ANAG (in der Fassung vom 23. März 1990) hat der ausländische Ehegatte eines Schweizer Bürgers - wie erwähnt - grundsätzlich Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung (Satz 1) sowie nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung (Satz 2). Kein Anspruch besteht, wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die Vorschriften über Aufenthalt und Niederlassung von Ausländern zu umgehen (Art. 7 Abs. 2 ANAG) sowie bei rechtsmissbräuchlicher Berufung auf eine definitiv gescheiterte Ehe. 2.2 Nach gefestigter bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt Rechtsmissbrauch vor, wenn der Ausländer sich im fremdenpolizeilichen Verfahren auf eine Ehe beruft, welche nur (noch) formell besteht oder aufrecht erhalten wird, mit dem alleinigen Ziel, ihm eine Anwesenheitsberechtigung zu ermöglichen; dieses Ziel wird von Art. 7 ANAG nicht geschützt (BGE 131 II 265 E. 4.2 S. 267; 130 II 113 E. 4.2 S. 117, je mit Hinweisen). Dass die Ehe nur noch formell und ohne Aussicht auf Wiederaufnahme einer ehelichen Gemeinschaft besteht, entzieht sich in der Regel dem direkten Beweis und ist bloss durch Indizien zu erstellen (BGE 130 II 113 E. 10.2 und 10.3 S. 135 f. mit Hinweis). Feststellungen über das Bestehen solcher Indizien können äussere Gegebenheiten, aber auch innere, psychische Vorgänge betreffen (Wille der Ehegatten); es handelt sich so oder anders um tatsächliche Feststellungen, welche für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich sind (oben E. 1.4). Frei zu prüfen ist die Rechtsfrage, ob die festgestellten Tatsachen (Indizien) darauf schliessen lassen, die Berufung auf die Ehe bezwecke die Umgehung fremdenpolizeilicher Vorschriften und sei rechtsmissbräuchlich (BGE 128 II 145 E. 2.3 S. 152 mit Hinweisen). 2.3 Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz ist die Ehe definitiv gescheitert. Hinweise darauf, dass die Feststellungen des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich zum Sachverhalt offensichtlich unrichtig wären, sind nicht ersichtlich und gehen namentlich auch nicht aus den Vorbringen der Beschwerdeführerin hervor. Spätestens am 15. März 2005, d.h. zweieinhalb Jahre nach Aufnahme des ehelichen Zusammenlebens, trennten sich die Ehegatten und leben seither getrennt. Der Ehemann hat gegenüber dem Migrationsamt bereits im Mai 2006 auf Anfrage hin schriftlich mitgeteilt, es bestehe keine eheliche Beziehung mehr, die Wiederaufnahme der ehelichen Beziehung sei nicht wahrscheinlich und eine Scheidung sei durchaus möglich. Weder die Tatsache, dass sich angeblich noch Kleider der Beschwerdeführerin in der Wohnung des Ehegatten befinden, noch der Umstand, dass bis anhin kein Eheschutz- bzw. Ehescheidungsverfahren eingeleitet wurde, sind geeignet, vorliegend die Annahme einer nur noch formell bestehenden Ehe zu widerlegen. Auch aus ihrem finanziellen Beitrag im Oktober 2006 zur Begleichung der ehelichen Steuerrechnung 2004 kann die Beschwerdeführerin nichts zu Gunsten einer Versöhnung mit ihrem Ehemann ableiten. Anhaltspunkte für eine Wiederannäherung der Ehegatten, die konkret Hoffnung auf eine Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenlebens zu begründen vermöchten, sind nicht erkennbar und werden auch von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht. 2.4 Das Verwaltungsgericht geht in seinem Urteil von der dargelegten Rechtsprechung zur missbräuchlichen Berufung auf die Ehe aus. Bei gesamthafter Betrachtung aller Indizien musste sich der Schluss aufdrängen, dass keine Aussichten auf Wiederaufnahme einer echten ehelichen Gemeinschaft im Sinne von Art. 7 ANAG bestehen und die Ehe im Übrigen bereits definitiv gescheitert war, bevor ein Anspruch auf Niederlassungsbewilligung entstehen konnte. Nach einer Trennungsdauer von zweieinhalb Jahren musste auch der Beschwerdeführerin bewusst sein, dass sie mit einer Wiedervereinigung mit ihrem Ehegatten nicht mehr rechnen konnte. Auf die Gründe, die zum Scheitern der Ehe geführt haben, kommt es dabei nicht an. Wenn sich die Beschwerdeführerin unter den dargelegten Umständen dennoch auf die Ehe beruft, um eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu erwirken, handelt sie rechtsmissbräuchlich. Weitere Ausführungen dazu erübrigen sich. Es genügt, ergänzend auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil sowie im Beschluss des Regierungsrats zu verweisen (Art. 109 Abs. 3 BGG).