Citation: 6B_808/2017 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer trägt eine ausführliche eigene Version der Strafzumessung vor und kommt zum Ergebnis, das Urteil sei grundlegend mangelhaft. Die Vorinstanz verletze seine Ansprüche auf rechtliches Gehör und auf Urteilsbegründung; das Urteil basiere auf einer fehlerhaften Strafzumessung infolge Verletzung von Art. 47 Abs. 1 und Art. 49 Abs. 1 StGB (Beschwerde S. 11, 13 et passim). Dem Anspruch auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO i.V.m. Art. 29 Abs. 2 BV (oben E. 1.1) kommt jedenfalls im vorliegenden Beschwerdezusammenhang keine über Art. 50 StGB hinausgehende Tragweite zu. Die Verfassungsbestimmung verlangt nicht, dass die Vorinstanz sich in der Motivation mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt; vielmehr genügt es, wenn der Entscheid gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden kann. Die Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt (BGE 142 III 433 E. 4.3.2 S. 436). Gemäss Art. 50 StGB hat das Gericht seine Überlegungen in den Grundzügen wiederzugeben, so dass die Strafzumessung nachvollziehbar ist (BGE 141 IV 244 E. 1.2.2 S. 246). Die Vorinstanz nimmt gestützt auf die einschlägige Rechtsprechung eine ausführliche Strafzumessung vor. Dass diese den Vorstellungen des Beschwerdeführers nicht entspricht, belegt keine Bundesrechtsverletzung. Es liegt im Ermessen der Vorinstanz, in welchem Umfang sie die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt (BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 19 f.). Eine Verletzung des der Vorinstanz strafzumessungsrechtlich zustehenden Ermessens ist nicht ersichtlich. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde in die Strafzumessung nur ein, wenn das Sachgericht den gesetzlichen Strafrahmen über- oder unterschritten hat, wenn es von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen beziehungsweise in Überschreitung oder Missbrauch seines Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 136 IV 55 E. 5.6 S. 61). Solange sich die Strafe unter Beachtung aller relevanten Faktoren im Rahmen des sachgerichtlichen Ermessens hält, kann das Bundesgericht das angefochtene Urteil auch bestätigen, wenn es bezüglich der Erwägungen zum Strafmass einzelne Unklarheiten und Unvollkommenheiten enthält (Urteil 6B_652/2016 vom 28. März 2017 E. 2.3). Höhere Anforderungen gelten, wenn die ausgesprochene Strafe ungewöhnlich hoch oder auffallend milde erscheint (BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 20). Von einer auffallend hohen Strafe kann aber nicht die Rede sein.