Citation: 5A_137/2024 E. 3.1.2

3.1.2. Wer die Kosten für eine Altlastensanierung letztlich zu tragen hat, wird im Verfahren einer Kostenverteilungsverfügung festgelegt, wobei grundsätzlich der Verursacher kostenpflichtig ist (Art. 32d Abs. 1 und 4 USG). Sind mehrere Verursacher beteiligt, sind Kosten entsprechend den Verursachern aufzuteilen (Art. 32d Abs. 2 USG). Das Obergericht hat im USG keine Sonderregelung erblickt, welche seiner Entscheidkompetenz entgegensteht, sondern angenommen, dass die vom Gemeinwesen im Konkurs der Verursacherin eingegebene Forderung aus der Kostentragungspflicht im Kollokationsverfahren abzuklären ist. Diese Auffassung wird vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt. Weder wird behauptet noch ist ersichtlich, dass das USG eine Sonderregelung hinsichtlich der Entscheidkompetenz vorsieht, welche die Beurteilung der öffentlich-rechtlichen Forderung den Administrativbehörden vorbehält.