Citation: 5A_673/2018 E. A

A.a. Das Grundstück Nr. www in der Gemeinde U.________ grenzt im Norden an den Flurweg Nr. xxx, eine befestigte Strasse im Gesamteigentum der Anstösser, im Süden an die öffentliche C.________strasse und im Westen an das Grundstück Nr. yyy. Die benachbarten Grundstücke Nrn. www und yyy sind je mit einem Wohnhaus überbaut. Beide Wohnhäuser haben im Norden eine Freifläche am Flurweg und im Süden einen Vorplatz an der C.________strasse. Zwischen den Wohnhäusern besteht auf dem Grundstück Nr. yyy ein trichterförmiger, sich nach Süden erweiternder Durchgang, der an der engsten Stelle 82 cm breit ist. A.b. Ende des 19. Jahrhunderts wurde zugunsten des Grundstücks Nr. www und zulasten des Grundstücks Nr. yyy ein Recht begründet, das als "Kehr- und Fahrwegrecht und Fuss- und Fahrwegrecht" im Grundregister eingetragen ist. Laut Servitutenprotokoll gestattete der Eigentümer des belasteten Grundstücks dem Eigentümer des berechtigten Grundstücks a. auf der Hofreite hinterhalb seines Hauses ein unbeschränktes Kehr- und Fahrwegrecht bis in die alte Strasse; b.ein beständiges Fuss- und Fahrwegrecht auf der Hofreite zwischen den beiderseitigen Gebäulichkeiten. A.c. Die Grundstücke wechselten seither die Hand. Das berechtigte Grundstück Nr. www wurde von A.________ (1979) und das belastete Grundstück Nr. yyy von B.________ (1976) erworben. Die Nachbarn gerieten über die Ausübung des Wegrechts in Streit. Einigkeit besteht, dass das Kehr- und Fahrwegrecht gemäss Bst. a auf der Freifläche des Grundstücks Nr. yyy am Flurweg ausgeübt wird. Streitig ist hingegen, ob das Fuss- und Fahrwegrecht gemäss Bst. b nur auf der Fläche des Durchgangs zwischen den Wohnhäusern oder auch auf dem Vorplatz des Grundstücks Nr. yyy an der C.________strasse ausgeübt werden darf. Auf dem Vorplatz befinden sich ein Jägerzaun, Blumentröge, eine Blumenrabatte und andere Vorrichtungen wie ein Wäscheständer ("Stewi").