Citation: 5A_36/2022 E. 3.1

3.1. Die Vorinstanz erwog, dass die Beschwerdeführerin in ihrem erstinstanzlichen Gesuch nicht ausgeführt habe, warum erst nach Einstellung des Konkurses eine Geltendmachung der Verantwortlichkeitsansprüche möglich sei, bzw. welche anspruchsbegründenden Tatsachen vor der Löschung der Gesellschaft am 14. Juni 2019 noch nicht bekannt gewesen seien. Dies gelte insbesondere auch für die geltend gemachten Pflichtverletzungen der Organe sowie den geltend gemachten Schaden hinsichtlich Handlungen und Unterlassungen im Zusammenhang mit der behaupteten pflichtwidrigen Kündigung des IT-Projekts am 1. Dezember 2017 sowie dem behaupteten Schaden für verpasste Einnahmen in den Jahren 2017 und 2018.