Citation: 5A_155/2023 E. 5

Im Zentrum des Berufungsverfahrens stand die Frage, ob nachehelicher Unterhalt geschuldet ist; dies scheint auch der Kernpunkt der vorliegenden Beschwerde zu sein, drehen sich doch die - freilich weitgehend zu anderen Streitpunkten und damit an falscher Stelle gemachten - Ausführungen primär um Vorhalte, welche im Kontext mit dem nachehelichen Unterhalt zu lesen sind (sinngemäss: die Beschwerdegegnerin habe sich "in die Hängematte gelegt", ihre ehelichen Pflichten vernachlässigt und deshalb angesichts der kurzen Zeit des Zusammenlebens keinen Anspruch auf nachehelichen Unterhalt). Weil die Argumentationsrichtung an sich erkennbar ist, kann das gestellte kassatorische Rechtsbegehren als hinreichend betrachtet werden, zumal der Beschwerdeführer (allerdings bei seinen Ausführungen zum Sachverhalt auf S. 4 der Beschwerde) zum Ausdruck bringt, dass das Bundesgericht für den nachehelichen Unterhalt reformatorisch entscheiden und einzig für die anderen Punkte zurückweisen soll ("ein höchstrichterlicher Direktentscheid [sollte sich] über den nachehelichen Unterhalt ausdrücken"). Es ist mithin aufgrund des Gesamtkontextes davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer sinngemäss das (reformatorische) Begehren stellen will, es sei von der Festsetzung nachehelichen Unterhalts abzusehen.