Citation: 5C.264/1999 13.01.2000 E. 3

3.- In der Berufung setzt sich die Beklagte zum Teil in unzulässiger Weise mit den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz auseinander. Soweit ihre Ausführungen die Frage betreffen, ob und in welchem Umfang die als zerrüttungskausal festgehaltenen Faktoren der einen oder der andern Partei zum Verschulden gereichen und welches Gewicht ihnen - auch im Verhältnis zu objektiven Zerrüttungsfaktoren - beizumessen ist, wird nicht ansatzweise dargelegt, inwiefern die vorinstanzliche Verschuldenswürdigung gegen Bundesrecht verstossen soll (vgl. Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Das gilt namentlich auch für die Vorbringen, es bestehe der Eindruck, das Kantonsgericht habe das Verschulden des Klägers geschrumpft und die objektiven Gründe ausgebaut, und es würde Abweisungsbegehren gegen Scheidungsklagen nach konstanter Praxis grundsätzlich nicht mehr schützen.