Citation: 1C_230/2017 E. 5.4.2

5.4.2. Wie die Beschwerdeführer unter anderem mit Verweis auf eine von ihnen im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Visualisierung vorbringen, wird die mit dem umstrittenen Bebauungsplan vorgezeichnete, geplante Überbauung aufgrund der Proportionen der definierten Baubereiche je nach Betrachtungsstandort relativ markant in Erscheinung treten. Auch ist nicht zu negieren, dass die geplante Überbauung mit mehreren Hochhäusern einen gewissen Kontrast zum nördlich des Planungsperimeters liegenden Sonnenbergquartier bilden wird, zumal die im Bebauungsplan festgelegten Baubereiche teilweise nicht mehr in der Ebene, sondern im Hang zum Sonnenberg liegen und einzelne der geplanten Gebäude den Steinhofweg, welcher das Sonnenbergquartier südlich begrenzt, überragen werden. Insofern erweisen sich die Bedenken der Beschwerdeführer durchaus als verständlich. Wie die Vorinstanz im angefochtenen Urteil indessen nachvollziehbar ausführte, ist es nicht so, dass die geplanten Hochhäuser das Wohnquartier am Sonnenberg regelrecht erdrücken würden. Einerseits tragen die Unterteilung in vier voneinander getrennte Hauptbaubereiche, ihre Anordnung und die Untergliederung der Hauptbaubereiche in insgesamt zwölf Baubereiche mit unterschiedlichen Gebäudehöhen und -breiten dazu bei, dass die geplante Überbauung insgesamt nicht übermässig massiv in Erscheinung treten wird. Dementsprechend wird der Steinhofweg lediglich von vier Baubereichen und von diesen - mit Ausnahme des Baubereichs B1 - lediglich um wenige Meter überragt. Zudem liegt der Baubereich B1, welcher den Steinhofweg mit Abstand am meisten überragt, von der Hangkante abgerückt in der Ebene und somit relativ weit vom Sonnenbergquartier entfernt. Weiter durfte sich die Vorinstanz auf die nachvollziehbaren Ausführungen des Regierungsrats abstützen, wonach der Grüngürtel südlich des Steinhofwegs wie eine natürliche Grenze zwischen der geplanten Überbauung und dem Sonnenbergquartier wirken bzw. einen optischen Unterbruch im Gelände und zwischen den unterschiedlichen Nutzungszonen schaffen wird. Hochhäuser fügen sich allein schon aufgrund ihrer Höhe selten besonders gut in bestehende Siedlungsstrukturen ein. Der hier strittige Standort erscheint in dieser Hinsicht indes als eher günstig: Wie aus dem angefochtenen Urteil der Vorinstanz hervorgeht, liegt das Areal "Eichhof West" in urbaner Umgebung an der Grenze zwischen der Stadt Luzern und der Gemeinde Kriens, in unmittelbarer Nähe zur Autobahn A2. Es ist auf drei Seiten umgeben von den in der Ebene liegenden Hauptverkehrsachsen und von Industrie- und Gewerbebauten. Das Areal "Eichhof West" wird somit nicht in erster Linie durch das Sonnenbergquartier geprägt, sondern namentlich auch durch die urbane Umgebung in der Ebene. Die angesprochene Ebene, in welcher sich auch die Zentren der Stadt Luzern sowie der Gemeinde Kriens befinden, ist jedenfalls nicht so klein, als dass die Errichtung von Hochhäusern in ihr oder an ihrem Rand generell ausgeschlossen wäre. Daran ändert auch der Hinweis der Beschwerdeführer auf die für die Region prägende Hügellandschaft mit ihren Geländekammern nichts. Wie die Vorinstanz sodann in Bezug auf die im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) eingetragenen Bauten der Brauerei Eichhof nachvollziehbar dargelegt hat, werden die inventarisierten Bauten der Brauerei von der mit dem umstrittenen Bebauungsplan vorgezeichneten Überbauung nicht wesentlich beeinträchtigt, zumal sich die definierten Baubereiche in genügendem Abstand zur Brauerei im Allgemeinen und dem Brauiturm im Speziellen befinden und auch die bereits erwähnte Gliederung der auf dem Areal "Eichhof West" geplanten Überbauung einer Beeinträchtigung der Brauereibauten entgegenwirkt.