Citation: 2A.51/2006 08.05.2006 E. C

Das Migrationsamt des Kantons Aargau wies A.________ am 9. September 2003 aus der Schweiz aus. Während des hängigen Einspracheverfahrens widerrief das Bundesamt für Flüchtlinge am 21. Juni 2004 sein Asyl (bestätigt mit Urteil der Schweizerischen Asylrekurskommission vom 12. Mai 2005), worauf das Migrationsamt am 3. September 2004 die Einsprache gegen die Ausweisung abwies. Es ergänzte deren Dispositiv insofern, als es festhielt, dass die Ausreisefrist angemessen erstreckt werden könne, falls A.________ nachweise, dass er in einem anderen Staat um rechtmässige Aufnahme ersucht habe. Das Rekursgericht im Ausländerrecht des Kantons Aargau hiess am 2. Dezember 2005 die von A.________ hiergegen eingereichte Beschwerde teilweise gut: Aufgrund der vorliegenden Unterlagen wertete es den Vollzug der Entfernungsmassnahme als unzulässig (Ziff. 1 des Dispositivs); es hielt das kantonale Migrationsamt deshalb an, dem Bundesamt für Migration die vorläufige Aufnahme von A.________ zu beantragen (Ziff. 2 des Dispositivs); im Übrigen wies es die Beschwerde ab. Das Rekursgericht erwog, dass die Ausweisung und der damit verbundene Verlust der Niederlassungsbewilligung nicht zu beanstanden seien, sich der Vollzug der Entfernungsmassnahme "aufgrund der nicht erstellten Unbedenklichkeit betreffend Folter" und wegen eines möglichen Verstosses gegen das Non-Refoulement-Prinzip (Art. 5 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG; SR 142.31]) "im Moment" jedoch als "unzulässig" erweise.