Citation: 1P.580/2005 25.01.2006 E. 5

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Staatskasse." Mit Präsidialverfügung vom 5. Oktober 2004 gab der Obergerichtspräsident X.________ Gelegenheit darzulegen, inwiefern sich seine im Rekursverfahren geltend gemachten Ansprüche von denjenigen unterscheiden, die Gegenstand des Berufungsverfahrens bildeten. Nachdem X.________ seine Rekursschrift mit Eingabe vom 31. Januar 2005 ergänzt hatte, wies die III. Strafkammer des Obergerichts den Rekurs mit Beschluss vom 3. August 2005 ab, soweit es darauf eintrat, und auferlegte dem Rekurrenten die Kosten des Rekursverfahrens. Die III. Strafkammer ging davon aus, dass die I. Strafkammer mit ihrem Urteil vom 27. März 2002 definitiv und abschliessend über die Entschädigungs- und Kostenfolgen im Zusammenhang mit der Überhaft des Rekurrenten entschieden habe, weshalb sie auf dessen Schadenersatz- und Genugtuungsbegehren im Zusammenhang mit der Überhaft nicht eintrat. Hinsichtlich der Kosten der Untersuchung erwog die III. Strafkammer, dem ursprünglich erhobenen Vorwurf der Geldwäscherei und dem letztlich zur Anklage gelangten Vorwurf wegen mangelnder Sorgfalt bei Finanzgeschäften habe ein und derselbe Lebenssachverhalt zugrunde gelegen, indem dem Rekurrenten von Beginn weg vorgeworfen worden war, Gelder in die Schweiz transportiert und dadurch strafrechtliche Normen verletzt zu haben. Durch seine strafbare Handlung habe der Rekurrent die Strafuntersuchung und alle damit zusammenhängenden Kosten verursacht.