Citation: 1B_146/2018 E. 2.6

2.6. Die Strafuntersuchung gegen die Beschwerdeführerin ist bereits weit fortgeschritten, jedoch noch nicht abgeschlossen. Diese ist bezüglich Teilen der ihr vorgeworfenen Straftaten bzw. Tatbeiträge nicht geständig. Trotz der neuen Aussagen von C.________ bestehen weiterhin Unklarheiten zum Sachverhalt, insbesondere zum Umfang der Tatbeiträge der Beschwerdeführerin. Es sind zusätzliche Befragungen zu den neuen Anschuldigungen von C.________, und wie im Haftantrag vom 10. Januar 2018 erwähnt, auch Konfrontationseinvernahmen nötig. Die Aussagen der Mitbeschuldigten sind für die Ermittlung ihrer jeweiligen Tatbeiträge von grosser Bedeutung. Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin haben sich C.________ und B.________ auch noch nicht so stark festgelegt, dass substanzielle Änderungen ausgeschlossen wären. Das Beziehungsgeflecht zwischen der Beschwerdeführerin und den beiden Mitangeschuldigten ist komplex; aufgrund der vorhandenen Indizien für Kollusionshandlungen (vgl. oben E. 2.4-2.5) und beim beschriebenen Stand der Strafuntersuchung durfte die Vorinstanz von einer konkreten Kollusionsgefahr ausgehen. Wie der angesprochene Vorfall vom 23. Juni 2017 gezeigt hat, schliesst die Haft der beiden Mitangeschuldigten eine konkrete Kollusionsgefahr nicht aus. Da es um sehr schwere Straftaten geht, besteht an ihrer Aufklärung und damit an der Verhinderung von Kollusionshandlungen ein gesteigertes öffentliches Interesse (Urteil 1B_261/2013 vom 11. September 2013 E. 2.3). Im Übrigen ist damit zu rechnen, dass das urteilende Gericht die Beschuldigten - nebst wichtigen Zeugen und Auskunftspersonen - nochmals eingehend zur Sache befragen wird (Art. 343 Abs. 3 StPO). Auch die Beweisabnahme vor dem Gericht muss vor Kollusionshandlungen geschützt werden (BGE 132 I 21 E. 3.2.2 S. 24 mit Hinweisen).