Citation: 6B_157/2016 E. 3.4

3.4. Das Verfahrensprotokoll der ersten Instanz wurde im zu beurteilenden Fall lediglich durch den Gerichtsschreiber, nicht aber vom verfahrensleitenden Bezirksrichter unterzeichnet. Demgegenüber wurde das Einvernahmeprotokoll von allen Beteiligten unterzeichnet (Akten des Bezirksgerichts act. 58). Dem Verfahrensprotokoll kommt hier im Wesentlichen die Funktion zu, sämtliche Verfahrensvorgänge zusammenfassend zu dokumentieren und die Einhaltung der Verfahrensvorschriften zu belegen (vgl. Urteil 6B_492/2012 vom 22. Februar 2013 E. 1.4). Der prozessrechtskonforme Ablauf des Verfahrens wurde zumindest vom protokollierenden Gerichtsschreiber unterschriftlich bestätigt. Wohl kann die fehlende Unterschrift des Verfahrensleiters grundsätzlich nachträglich nicht beigebracht werden (PHILIPP NÄPFLI, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, Art. 77 N 14), doch ist nicht ausgeschlossen, dass sich jedenfalls die Bestätigung, dass das Verfahren korrekt abgelaufen ist, auch auf anderem Weg erbringen lässt. Dies ist im vorliegenden Fall insofern geschehen, als der verfahrensleitende Bezirksrichter im Berufungsverfahren als Zeuge befragt worden ist (Akten des Obergerichts, act. 105 S. 10, act. 99). Dass die Vorinstanz das erstinstanzliche Urteil wegen der Verletzung der Protokollierungsvorschriften nicht aufgehoben und die Sache zur Durchführung einer neuen Hauptverhandlung an das Bezirksgericht zurückgewiesen hat, ist daher nicht zu beanstanden. Im Übrigen macht der Beschwerdeführer auch nicht geltend, dass das Protokoll inhaltlich unrichtig wäre. Inwieweit das vom Beschwerdeführer angerufene frühere Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 14. Oktober 2014 (Beschwerde S. 15 f.; angefochtenes Urteil S. 8) im vorliegenden Zusammenhang von Bedeutung ist, muss nicht geprüft werden. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegründet.