Citation: 5A_85/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz führt aus, der Beschwerdeführer habe sich zu vergegenwärtigen, dass der Sohn an zwei Orten zu Hause sei und sich an zwei Hauptbetreuungspersonen gewöhnt habe. Ob der Sohn nun seine Verwandten in Frankreich mit dem Beschwerdeführer regelmässig besuche oder diejenigen in der dominikanischen Republik kaum kenne, dürfe für den Sohn weniger relevant sein, als dass er sowohl in V.________ als auch in U.________ nebst seinen Eltern über ein Umfeld verfüge, seien es nun Verwandte, Bekannte oder Spielkameraden, in dem er sich wohl fühle. Entgegen der Befürchtung des Beschwerdeführers habe der Sohn nicht nur in der Vorschule in V.________ Kameraden und Bezugs (lehr) personen, sondern auch in der Krippe in U.________. Ebenso habe er an beiden Orten einen strukturierten Alltag. Nicht glaubhaft sei die Behauptung des Beschwerdeführers, der Sohn könnte bei einer Beschulung in U.________ die französische Sprache derart verlernen, dass seine spätere Integration in Frankreich beeinträchtigt werde. Umgekehrt könne eine Obhutszuteilung an den Beschwerdeführer aber zur Folge haben, dass der Sohn die deutsche Sprache verlerne und bei Besuchen in U.________ nur noch erschwert mit Gleichaltrigen kommunizieren könne. Der Sohn besuche zwar bereits eine Vorschule in V.________. Diese Vorschule sei von der Erstinstanz indes mit dem Kindergarten in der Schweiz verglichen worden und diese habe weiter ausgeführt, dass in Frankreich die Vorschule früher starte als der schweizerische Kindergarten. Natürlich würde der Sohn die (Vor-) Schule in V.________ schon kennen. Dies führe im Umkehrschluss aber nicht dazu, dass der Sohn bei einer Obhutszuteilung an die Beschwerdeführerin den Nachteilen eines Schulwechsels ausgesetzt wäre. Vielmehr könne er im Sommer 2021 ganz regulär in den Kindergarten eintreten. Insgesamt änderten die Einwände des Beschwerdeführers nichts am zutreffenden Schluss der Erstinstanz, eine Beschulung des Sohns sei sowohl auf Französisch und damit in Frankreich als auch in U.________ auf Deutsch mit Vor- und Nachteilen verbunden. Dementsprechend vermöge der Beschwerdeführer die Erwägung der Erstinstanz nicht umzustossen, wonach die Stabilität der familiären und örtlichen Verhältnisse und damit verbunden die Schulsprache des Sohnes weder zu Gunsten des einen noch des anderen Elternteils den Ausschlag gebe.