Citation: 8C_577/2021 E. 2.1.3

2.1.3. Selbst wenn die zur Beurteilung anbegehrte Rechtsfrage, wie von der Beschwerdeführerin geltend gemacht, Grundsatzcharakter aufweisen sollte, führt dies für sich allein nicht zu einem nicht wieder gutzumachenden rechtlichen Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG. Auch ist damit noch kein besonders gewichtiges Interesse an einer unverzüglichen Feststellung der Unverwertbarkeit der Beweise für den Fortgang des Verfahrens dargetan, das ein Abweichen vom Grundsatz der Nichtanhandnahme direkter Beschwerden gegen Beweisentscheide mangels Vorliegens der Eintretensvoraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 lit. a und b BGG ausnahmsweise rechtfertigen könnte. Ein solches könnte in Anlehnung an die zur Strafprozessordnung (StPO) ergangene Rechtsprechung etwa dann angenommen werden, wenn das Gesetz ausdrücklich die sofortige Vernichtung rechtswidriger Beweise vorsieht oder die Unverwertbarkeit aufgrund des Gesetzes oder der Umstände ohne Weiteres feststeht. Derartige Umstände können allerdings nur angenommen werden, wenn der Betroffene ein besonders gewichtiges rechtlich geschütztes Interesse an der unverzüglichen Feststellung der Verwertbarkeit des Beweises geltend macht (BGE 141 IV 284 E. 2.3; 289 E. 1.3), was vorliegend nicht dargetan ist. Insoweit braucht auch nicht abschliessend darüber befunden zu werden, ob und inwieweit die zur ausnahmsweisen Anfechtbarkeit von Beweisentscheiden im Strafprozess ergangene Rechtsprechung auf vorliegenden Fall überhaupt anwendbar ist.