Citation: I 493/05 22.12.2005 E. 3

Was den für die Beurteilung des Rentenanspruchs zunächst massgebenden Gesundheitsschaden anbelangt, ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Hilfsarbeiter/Staplerfahrer nicht mehr ausüben kann. Streitig ist lediglich, ob die noch zumutbare Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit 54 % oder 50 % beträgt. 3.1 Dr. med. R.________ hielt in seinem Gutachten vom 2. September 2002 diesbezüglich fest, der Versicherte könne auf Grund seines somatopsychischen Störungsbildes leichte wechselbelastende Arbeiten während vier bis fünf Stunden täglich ausführen, weshalb seine Arbeitsfähigkeit mit 50 % zu beziffern sei. Im Rahmen des psychiatrischen Konsiliums für die MEDAS-Begutachtung schloss sich Dr. med. C.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH im Bericht vom 25. November 2003 dem Vorgutachter insofern an, als er eine körperlich leichte bis mittelschwere Arbeit mit Wechselbelastung für vier bis fünf Stunden pro Tag zumutbar hielt und die Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht mit 50 % bezifferte. Im MEDAS-Gutachten vom 7. Januar 2004 schliesslich wurde festgehalten, für mittelschwere und leichte Tätigkeiten sei rein von Seiten des Bewegungsapparates her eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben, wohingegen aus psychiatrischer Sicht eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit vorliege. Die tägliche Arbeitszeit für eine leidensangepasste Tätigkeit könne mit etwa vier bis fünf Stunden (zu 100 %) angegeben werden. 3.2 Gestützt auf die eingeholten Gutachten ist die IV-Stelle von einer zumutbaren durchschnittlichen Arbeitszeit von 4,5 Stunden pro Tag oder 22,5 Stunden pro Woche ausgegangen und hat im Verhältnis zu einer üblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,7 Wochenstunden eine Restarbeitsfähigkeit von 54 % ermittelt. Der Beschwerdeführer demgegenüber macht geltend, 4,5 Stunden pro Tag entsprächen einer Arbeitsfähigkeit von 50 %, habe doch beim letzten Arbeitgeber die normale Arbeitszeit 45, nicht 41,7 Stunden pro Woche betragen. 3.3 Zum Einwand des Beschwerdeführers ist festzuhalten, dass - wie die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung ausführt - für die Ermittlung der trotz Gesundheitsschädigung noch zumutbaren Arbeitsfähigkeit nicht die übliche Arbeitszeit in der bisherigen Tätigkeit, sondern diejenige in den noch in Frage kommenden Tätigkeiten massgebend ist. Das kantonale Gericht hat somit das Vorgehen der IV-Stelle zu Recht als vertretbar bezeichnet. Ebenfalls zutreffend festgehalten wurde im vorinstanzlichen Entscheid indessen, dass die Frage, ob von einer Restarbeitsfähigkeit von 50 % oder von 54 % auszugehen sei - wie noch zu zeigen sein wird - letztlich keinen Einfluss auf das Ergebnis habe.