Citation: 5A_315/2021 E. 2

Anlass zur Beschwerde gibt das Fortsetzungsbegehren des Beschwerdeführers. Strittig ist, ob der Beschwerdegegner rechtzeitig Rechtsvorschlag erhoben hat. Die Vorinstanz bejahte die Rechtzeitigkeit des Rechtsvorschlages. Es stützte sich auf das vom Beschwerdegegner ins Recht gelegte Schreiben des Mitarbeiters der Schweizerischen Post, der den Zahlungsbefehl am 22. Juni 2020 zugestellt haben soll. Darin erkläre dieser, er habe trotz mündlichem Rechtsvorschlag die Option beim Scannen nicht aktiviert und auf dem Gläubigerdoppel kein Kreuz gemacht. Die Vorinstanz liess sich darauf von der Schweizerischen Post bestätigen, dass effektiv dieser Mitarbeiter den Zahlungsbefehl an besagtem Tag dem Beschwerdegegner zugestellt hatte. Es schloss daraus, dass der Postbote den mündlich erhobenen Rechtsvorschlag versehentlich nicht protokolliert habe und dem Beschwerdegegner daraus kein Rechtsnachteil erwachsen dürfe; der mündliche Rechtsvorschlag sei als rechtsgültig erhoben zu erachten.