Citation: 4A_517/2023 E. 3.3.2

3.3.2. In der Folge erwog die Vorinstanz, der höhere Stundensatz von Fr. 500.-- führe nicht ohne Weiteres zur Zulassung des gesamten Betrags, den die L.________ AG in Rechnung gestellt habe. Vielmehr sei zu prüfen, ob auch die weiteren rechtlich relevanten Merkmale der Schadensposition rechtsgenügend substanziiert und nachgewiesen seien. Die Beschwerdeführerin hatte im Berufungsverfahren geltend gemacht, die L.________ AG habe die Arbeit des Beschwerdegegners erledigen müssen, nämlich die Erstellung der Jahresrechnung, das Kreditorenmanagement, das Debitorenmanagement samt Mahnwesen, die Kassabuchhaltung, die Buchführung, die Lohnbuchhaltung und die Bewirtschaftung des elektronischen Briefkastens. K.________, I.________ und E.________ könnten bei einer Parteibefragung bestätigen, dass sämtliche Rechnungspositionen Arbeiten beträfen, für die der Beschwerdegegner zuständig gewesen wäre. Die Mitarbeiter der L.________ AG hätten nur Arbeiten ausgeführt, die der Beschwerdegegner bis zur Beendigung seines Arbeitsverhältnisses hätte erledigen müssen. Dieser Aufwand wäre nicht notwendig gewesen, wenn der Beschwerdegegner seinen Pflichten bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist nachgekommen wäre. Dem hielt die Vorinstanz entgegen, der Beschwerdegegner habe auch bestritten, dass die Mitarbeiter der L.________ AG die verrechneten Arbeiten tatsächlich erledigt hätten. Dafür sei die Beschwerdeführerin behauptungs- und beweispflichtig. Allerdings offeriere sie keine Beweise, womit ihre Darstellung beweislos bleibe und der Schadensposition L.________ AG die Grundlage entzogen sei. Vor diesem Hintergrund könne offen bleiben, ob die verrechneten Arbeiten zum Aufgabenbereich des Beschwerdegegners gehört hätten und ob er sie während der Dauer der ordentlichen Kündigungsfrist hätte ausführen müssen. Auf die beantragte Parteibefragung von K.________, I.________ und E.________, die solches bestätigen sollten, könne verzichtet werden.