Citation: 1S.32/2006 19.09.2007 E. 2

Die Beschwerdeführerin macht im wesentlichen geltend, ihr Bauhandwerkerpfandrecht stütze sich auf ein rechtskräftiges Zivilurteil, das für den Straf- und Zwangsmassnahmenrichter verbindlich sei. Allfällige strafrechtliche Einziehungsansprüche oder Ersatzforderungen stellten demgegenüber (im Zwangsvollstreckungsverfahren nach SchKG) blosse Drittklassforderungen dar, denen kein Vorzugsrecht zukomme. Der bauliche Mehrwert, den sie, die Beschwerdeführerin, als Werkunternehmerin in die liquidierte Liegenschaft eingebracht habe, sei eindeutig nicht deliktischen Ursprungs. Zwar handle es sich beim strafrechtlichen Einziehungsrecht und privatrechtlichen Zwangsvollstreckungsrecht um zwei komplexe ineinander verzahnte Rechtsgebiete, die wechselseitig gegeneinander abgewogen werden müssten. Eine Einziehung des Liquidationserlöses zum Nachteil des pfandgesicherten Werklohnanspruches falle hier aber offensichtlich ausser Betracht: Die Mutmassung der eidgenössischen Justizbehörden, die Bauhandwerkerrechnung könne überhöht sein, sei (nach Ansicht der Beschwerdeführerin) völlig aus der Luft gegriffen. Der Hinweis des Bundesstrafgerichtes auf die spärlichen Aktenlage erscheine (angesichts des erwähnten Zivilurteils) irrelevant. Die Pfandsumme werde zivilrechtlich auch "nicht durch den objektiven Mehrwert" bestimmt, der von der Bauunternehmerin geschaffen worden sei. Darüber hinaus gehöre sie nicht zu den Tatverdächtigen und habe sie ihre Werkleistungen gutgläubig erbracht. Demgegenüber handle es sich bei den Geschädigten vermutlich um Spekulanten und "leichtsinnige Finanzjongleure", welche häufig mit Schwarzgeld operierten. Es sei unverhältnismässig, wenn Entschädigungsforderungen solcher Gläubiger gegenüber dem pfandgesicherten Werklohnanspruch der Beschwerdeführerin privilegiert würden. Sie rügt in diesem Zusammenhang namentlich eine Verletzung ihrer verfassungsrechtlich geschützten Vermögensinteressen sowie von aArt. 59 StGB.