Citation: 6B_685/2017 E. 4

Der Beschwerdeführer bestreitet einen direkten Tötungsvorsatz im Wesentlichen damit, er müsse unter enormem Druck gestanden haben, den Anforderungen seiner Geliebten gerecht zu werden und deren Anweisungen nachzukommen. Eigentlicher Motor hinter der Tat sei auch nicht er gewesen, sondern seine (damalige) Geliebte. Seinerseits sei es an jenem Abend einzig darum gegangen, ihrem Ehemann einen Denkzettel zu verpassen. Seine Gedanken seien einzig auf deren Drängen zurückgegangen, "waren unkonkret und widerspiegelten keinen eigentlichen Handlungswillen". Gegen einen direkten Tötungsvorsatz spreche zudem der Umstand, dass er von seinem Opfer abgelassen habe, als dieses erkennbar noch gelebt habe, obschon es für ihn selbstredend ein Leichtes gewesen wäre, es noch einmal anzugreifen und sicherzustellen, dass der Tod eintreten würde. Da er davon ausgehen musste, was ihm heute klar sei, dass es aufgrund der objektiven Tatausführung zu erheblichen Verletzungen kommen konnte, "welche allenfalls tödlich hätten enden können", habe er lediglich eventualvorsätzlich gehandelt. Damit vermag der Beschwerdeführer nicht aufzuzeigen, inwiefern die Feststellungen des Obergerichts zum subjektiven Tatbestand offensichtlich unrichtig (Art. 97 Abs. 1 BGG) und der daraus gezogene Schluss auf direkten Tötungsvorsatz bundesrechtswidrig sein sollen (Art. 95 lit. a BGG i.V.m. Art. 42 Abs. 2 BGG; E. 3 hiervor). Danach war dieses Tatbestandsmerkmal spätestens beim Zufügen der zweiten Schnittverletzung erfüllt, als er - mit den Worten der Vorinstanz - dem Opfer die Kehle durchschnitt. Von einer eigentlichen Nötigung zur Tatausführung oder vom Ausnützen von Mängeln der Zurechnungsfähigkeit durch seine (damalige) Geliebte, was ihn gleichsam als blosses willenlos handelndes Instrument der Tatausführung erscheinen liesse (Urteil 1B_467/2016 vom 16. Mai 2017 E. 4.5), kann nicht gesprochen werden. Wie im Übrigen das Obergericht unbestritten feststellt, war der Beschwerdeführer im Tatzeitpunkt in keiner Art und Weise in seiner Schuldfähigkeit eingeschränkt. Namentlich war er zur Einsicht in das Unrecht seiner Tat fähig und er konnte jederzeit entsprechend dieser Einsicht auch handeln.