Citation: C 270/99 26.05.2000 E. 4

4.- a) Der Beschwerdeführer erteilte in den Jahren 1981 bis 1984 an verschiedenen Musikschulen klassischen Gitarrenunterricht. Es besteht kein Anlass, daran zu zwei- feln, dass er in jenem Zeitraum den Anforderungen, die da- mals an Musiklehrer gestellt wurden, genügte, obwohl er sich die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse nicht in einem förmlichen, gesetzlich oder reglementarisch geordne- ten Ausbildungsverfahren angeeignet hatte. Insoweit die Vorinstanz deshalb davon ausgeht, bereits die ursprüngli- che, vorwiegend auf autodidaktischem Weg erfolgte Ausbil- dung zum Musiklehrer sei unvollständig gewesen, kann ihr nicht beigepflichtet werden. b) Seit dem letzten hauptberuflichen Einsatz des Ver- sicherten als Musiklehrer im Jahr 1984 ist der Bedarf an zeitgenössischem Gitarrenunterricht unbestrittenermassen gestiegen. Ob sich die Anforderungen an die Lehrkräfte da- durch in der Weise gewandelt haben, dass sich die Beschrän- kung ihrer Kenntnisse auf die klassische Harmonielehre nun- mehr als Lücke in der Ausbildung erweist, zufolge welcher die Vermittlungsfähigkeit auf dem heutigen Arbeitsmarkt un- möglich oder stark erschwert ist, lässt sich anhand der vorhandenen Akten allerdings nicht abschliessend beurtei- len. Es mag zwar zutreffen, dass der in Frage stehende ACM- Intensivkurs zumindest teilweise Grundkenntnisse vermit- telt, wie dies das kantonale Gericht annimmt. Kann mit dem Besuch dieses Kurses allerdings eine nach Abschluss der hauptberuflichen Tätigkeit des Versicherten als Musiklehrer entstandene Ausbildungslücke geschlossen werden, besteht ein Anrecht auf die Übernahme der Kurskosten, falls auch die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Die Sa- che ist deshalb an das AWA zurückzuweisen, damit es die ak- tuellen Anstellungsanforderungen für Gitarrenlehrer ermitt- le. Im Rahmen der je nach Ergebnis notwendigen Prüfung der weiteren Anspruchsvoraussetzungen wird die Verwaltung - allenfalls mit Hilfe amtlicher und privater Statistiken (BGE 111 V 399 f. Erw. 2a und Nussbaumer, Arbeitslosenver- sicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], S. 207 Rz 548 mit weiteren Hinweisen) - unter ande- rem abzuklären haben, ob die beantragte berufliche Massnah- me die Vermittelbarkeit erheblich zu verbessern vermag. Auf