Citation: 6P.205/2006 23.04.2007 E. 4

4.1 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze inwiefern durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit möglich, belegte Rügen. Auf ungenügend begründete Rügen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 262 mit Hinweisen). 4.2 Das Obergericht gibt zunächst den von der Vorderrichterin festgestellten Sachverhalt wieder, wonach der Beschwerdeführer im Schritttempo, sehr langsam und vorsichtig auf die vortrittsberechtigte Lagerstrasse rollte, worauf es nach kurzer Zeit zur Kollision kam. An diesen Sachverhalt erachtet sich das Obergericht im Berufungsverfahren als gebunden. Eigene Feststellungen trifft es nur zum Verhalten des Kollisionsgegners und zu den örtlichen Gegebenheiten, da solche im Urteil der ersten kantonalen Instanz fehlen. Gestützt auf die bei den Akten liegenden Fotos, den Situationsplan der Polizei und der Aussagen der Beteiligten kommt das Obergericht zum Schluss, dass die Lagerstrasse im Bereich der Kollision ohne Problem zweispurig befahren werden könne, und die Untersuchung nichts ergeben habe, was auf eine zu schnelle Fahrweise des Kollisionsgegners hindeutete. 4.3 Was der Beschwerdeführer dagegen unter dem Titel des Willkürverbotes vorbringt, erschöpft sich in einer blossen appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid. Er begnügt sich im Wesentlichen damit, den Ausführungen des Obergerichts zum Untersuchungsergebnis seine eigene Sicht gegenüberzustellen, was nicht geeignet ist, Willkür darzutun. Denn für die Begründung von Willkür genügt praxisgemäss nicht, dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung des Beschwerdeführers nicht übereinstimmt oder eine andere Lösung oder Würdigung vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre (BGE 127 I 54 E. 2b mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hätte darlegen müssen, inwiefern die Sachverhaltsfeststellungen schlechterdings unhaltbar sind oder mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch stehen und die vorhandenen Beweise andere Schlussfolgerungen geradezu aufdrängen. Dass die tatsächlichen Feststellungen offensichtlich unhaltbar sind, führt der Beschwerdeführer indessen nicht aus und ist auch nicht ersichtlich. Er bringt namentlich nicht vor, weshalb die Ansicht des Obergerichts, nichts deute darauf hin, dass der Kollisionsgegner mit unangemessen hoher Geschwindigkeit herangenaht sei, willkürlich sein soll. Auch wird in der Beschwerde nicht gerügt, das Obergericht habe kantonales Verfahrensrecht willkürlich angewendet, indem es angenommen hat, er sei mit gegen 2 m/sec auf die Kreuzung hinaus gefahren, obwohl die Einzelrichterin, an deren tatsächliche Feststellungen es gebunden war, seine Fahrweise als "sehr langsam und vorsichtig" qualifiziert hatte. Die Mängel der Beschwerdeschrift erlauben es nicht, auf die Willkürrüge einzutreten.