Citation: C 260/06 29.03.2007 E. 3

Streitig und zu prüfen ist, ob der Versicherte wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit in der Anspruchsberechtigung einzustellen ist. 3.1 Das kantonale Gericht führt aus, die Aussagen des Arbeitgebers bezüglich Verwarnungen erschienen als glaubwürdig. Dem Beschwerdeführer hätte klar sein müssen, dass sein - seit längerer Zeit beanstandetes - Verhalten gegenüber Kunden von der Arbeitgeberin nicht mehr akzeptiert werde und er mit einer Kündigung rechnen müsse, sollte sich sein Verhalten nicht verbessern. Die Vorinstanz korrigierte jedoch die Einstellungsdauer von 45 auf 32 Tage mit der Begründung, das Arbeitsklima bei der Firma M.________ sei auch aus vom Versicherten nicht zu vertretenden Gründen schwierig gewesen. Zudem habe er nicht, wie ihm vorgeworfen wurde, zu Lasten der Arbeitslosenversicherung auf die Verlängerung der Kündigungsfrist verzichtet. 3.2 Der Versicherte wendet ein, beim Einstellungsgrund von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV genüge der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht, sondern das dem Versicherten zur Last gelegte Verhalten müsse klar feststehen. Der Vorwurf der Unfreundlichkeit gegenüber Kunden stütze sich zum einen einseitig auf blosse Behauptungen der Arbeitgeberin ab, zum anderen sei er offensichtlich falsch. Die Stellungnahme der Arbeitgeberin zur Beschwerde erschöpfe sich in pauschalen Vorwürfen, ohne diese anhand konkreter Vorkommnisse zu substantiieren, geschweige denn zu belegen. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz ohne Begründung die vagen Behauptungen der Arbeitgeberin den viel präziseren, zeitnäheren und somit glaubwürdigeren Aussagen des Versicherten vorziehe. Schliesslich weist er auf die vielen zufriedenen Kunden und sein gutes Arbeitszeugnis vom 1. Dezember 2006 hin. Die vom Beschwerdeführer eingeräumte Unfreundlichkeit gegenüber zwei bis drei Kunden sei längst kein Kündigungsgrund gewesen, denn er habe sich ihnen gegenüber zwar bestimmt, aber höflich verhalten und somit adäquat reagiert. Bezüglich der Verwarnungen könne sich die Arbeitgeberin nicht an die Anzahl geführter Gespräche erinnern, und auch die Präzisierung bezüglich Grund und Inhalt der Verwarnung bringe keine weiteren Aufschlüsse. Es sei gestützt auf die Aussagen der Arbeitgeberin weiterhin umstritten und somit nicht nachgewiesen, dass und wofür der Beschwerdeführer verwarnt worden sei. Die Behauptung, der Versicherte habe die Kündigung (eventual-) vorsätzlich in Kauf genommen, gehe fehl. Während seiner krankheitsbedingten Abwesenheit vom 10. bis 21. Oktober 2006 sei der Versicherte täglich von seiner Arbeitgeberin telefonisch bedroht, beschimpft und unter Druck gesetzt worden; zudem habe sie den Lohn nicht mehr ausbezahlt, weshalb der Beschwerdeführer eine Rechtsanwältin habe einschalten müssen. Die Arbeitgeberin habe sich gerächt, indem sie den Beschwerdeführer bei der Arbeitslosenkasse anschwärzte. Das auf Druck der Rechtsanwältin ausgestellte Arbeitszeugnis sei auch nur deshalb gut, weil die Arbeitgeberin gewusst habe, dass sie für wahrheitswidrige Aussagen schadenersatzpflichtig gemacht werden könne.