Citation: 4A_524/2020 E. 4.3

4.3. Die Beschwerdeführerin richtet ihre Beschwerde sodann gegen die weitere Erwägung der Vorinstanz, der Beschwerdeführerin sei es nicht gelungen nachzuweisen, dass die relevanten vertraglichen Grundlagen nach Vertragsschluss stillschweigend angepasst worden seien in dem Sinne, dass die streitgegenständliche Baute nicht von der Wiederherstellungspflicht erfasst sei. Was die Beschwerdeführerin diesbezüglich vorbringt, erschöpft sich weitgehend in appellatorischer Kritik, mit der sie keine willkürliche Würdigung der Vorinstanz aufzeigt. Namentlich widerlegt ihr Argument, dass es um Investitionen von Fr. 633'401.15 gegangen sei, die zutreffende Erwägung der Vorinstanz nicht, dass die Höhe der Investition der Beschwerdeführerin nichts über eine konkludente Vertragsanpassung aussage. Jedenfalls ist es nicht unhaltbar, wenn es die Vorinstanz ablehnte, allein aus der behaupteten Höhe der Investition darauf zu schliessen, der Vertrag sei nachträglich in dem Sinn angepasst worden, dass die streitgegenständliche Baute von der Wiederherstellungspflicht ausgenommen sei, zumal der Auftrag mit Vollmachtserteilung zur Baueingabe für die streitgegenständliche Baute nur zwei Tage nach Vertragsabschluss erteilt worden war, also bei Vertragsabschluss mit der zitierten eindeutigen Klausel betreffend Wiederherstellungspflicht schon geplant und bekannt war. Der Schluss der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin habe eine nachträgliche Vertragsanpassung nicht nachgewiesen, bleibt somit intakt. Demnach erübrigt es sich, auf die Eventualerwägung der Vorinstanz und die dagegen erhobene Kritik einzugehen, dass die Beschwerdeführerin selbst aus einer nachgewiesenen konkludenten Vertragsanpassung mangels deren Gültigkeit (Missachtung der Schriftform) nichts zu ihren Gunsten ableiten könnte.