Citation: 2C_658/2023 E. 4.7.2

4.7.2. Hinzu kommt, dass ihre Bindung zur Schweiz durch die mangelhafte Integration relativiert wird: So ist der Beschwerdeführerin 1 die berufliche Integration noch immer erst teilweise und erst unter dem Druck des ausländerrechtlichen Verfahrens gelungen. Angesichts der andauernden und in erheblichem Umfang selbstverschuldeten Sozialhilfeabhängigkeit (vgl. E. 4.6.6 hiervor) kann sie auch nicht als wirtschaftlich integriert gelten. Am 25. Januar 2022 wurden ihr mündliche Deutschkompetenzen auf dem Referenzniveau A2 attestiert (vgl. E. 5.4 des angefochtenen Urteils). Damit übertrifft sie zwar knapp die Minimalanforderungen (vgl. Art. 77 Abs. 4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]), was sich aber angesichts der Dauer ihres Aufenthalts in der Schweiz von über 10 Jahren nicht besonders zu ihren Gunsten auswirkt. Auch dass sie nicht straffällig wurde und keine Schulden angehäuft hat, wird erwartet (vgl. Urteil 2C_504/2022 vom 14. Februar 2023 E. 1.2.5) und vermag ihre Integrationsdefizite nicht aufzuwiegen.