Citation: 9C_203/2017 E. 3.6

3.6. In verschiedener Hinsicht wirft die Beschwerdeführerin dem kantonalen Gericht Willkür vor. Willkürlich sei insbesondere, dass das kantonale Gericht hinsichtlich der Frage nach Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, die durch die Epilepsie verursacht würden, auf das Gerichtsgutachten abgestellt habe und davon ausgegangen sei, bei richtig eingestellter Medikation sei die Beschwerdeführerin vollschichtig erwerbsfähig. Diese Auffassung sei schon deshalb willkürlich, weil die Ursache der epileptischen Anfälle auch nach Auffassung der ABI-Gutachter nicht habe festgestellt werden können. Entgegen der Beschwerdeführerin ist die Frage nach der Ursache der Anfälle nicht von entscheidender Bedeutung. Die Gerichtsgutachter gingen unabhängig davon, ob die langjährige Anfallsfreiheit durch die adäquate Medikation und/oder die Aufgabe der Erwerbstätigkeit bedingt sei, von einer im Wesentlichen (d.h. unter Ausschluss selbst- oder fremdgefährdender Tätigkeiten) uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit aus. Zur Begründung hielten die Sachverständigen fest, eine reguläre Stressinduktion sollte - unter adäquater medikamentöser Therapie - keinen Anfall auslösen. Diese Einschätzung steht grundsätzlich im Einklang mit den übrigen medizinischen Unterlagen. Sowohl im neurologischen als auch im neuropsychologischen Gutachten des Universitätsspitals Zürich vom 8. Dezember 2011 und 13. April 2012 wurde aus epileptologischer bzw. neuropsychologischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf als kaufmännische Angestellte bescheinigt, und laut asim-Gutachten vom 31. Dezember 2012 sei die Arbeitsfähigkeit aus streng neurologischen Gründen vor allem in qualitativer - nicht in quantitativer - Hinsicht beeinträchtigt. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Umfang von 50% ergab sich für die asim-Gutachter aus dem Zusammenwirken der damals diagnostizierten psychiatrischen Problematik (Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung, Neurasthenie) und der Epilepsie, wobei die psychiatrische Störung als führend angesehen wurde. Weil nach den nicht offensichtlich unrichtigen und damit verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (E. 1.2 hievor) kei n psychiatrisches Leiden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erstellt ist, entfällt eine gewichtige Komponente der damals von den asim-Gutachtern angenommenen Arbeitsunfähigkeit. Auch unter diesem Gesichtspunkt ist der Schluss des kantonalen Gerichts auf eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit nicht willkürlich. Nach dem Gesagten war die Vorinstanz nicht gehalten, weitere Abklärungen zur Klärung der Ursache der Epilepsie durchzuführen.