Citation: 6B_1107/2018 E. A

Die Staatsanwaltschaft St. Gallen wirft X.________ vor, am Abend des 25. November 2005 zusammen mit zwei Mittätern in die Wohnung der Familie A.________ eingedrungen zu sein, diese überwältigt und dazu bewegt zu haben, die Standorte von Tresoren sowie die PIN-Codes von Bankkarten bekannt zu geben. Die Täter sollen den Vater und seine beiden minderjährigen Töchter mit einer Schusswaffe oder Attrappe sowie einem Messer bedroht, sie mit Klebeband gefesselt, ihnen eine Decke über den Kopf geworfen und Fr. 3'000.-- an sich genommen haben. Als die Ehefrau nach Hause gekommen sei, hätten die Täter auch sie unter Drohungen in die Wohnung gezerrt und gefesselt. Alsdann hätten sie dem Vater und einer Tochter einen Plastiksack über den Kopf gestülpt und gedroht, beide Töchter zu töten, sollten die Eltern nicht verraten, wo sich mehr Geld befinde. Als zwei Täter das Haus verlassen hätten, um im Geschäftslokal der Familie weitere Vermögenswerte erhältlich zu machen, habe sich der Vater befreien können und die Polizei alarmiert, worauf der dritte Täter unter Zurücklassung diverser Gerätschaften geflüchtet sei. Am 13. September 2016 verurteilte das Kreisgericht St. Gallen X.________ wegen mehrfacher Geiselnahme und Raubes (besondere Gefährlichkeit) zu 7 Jahren Freiheitsstrafe. Auf seine Berufung sowie Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft hin erhöhte das Kantonsgericht St. Gallen die Freiheitsstrafe am 26. Juni 2018 auf 9 Jahre.