Citation: 1C_655/2019 E. 2.1

2.1. Gemäss § 238 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Zürich vom 7. September 1975 (PBG; LS 700.1) sind Bauten, Anlagen und Umschwung für sich und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Umgebung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass eine befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird. Bei der Beurteilung der Gesamtwirkung nach § 238 PBG kommt der kommunalen Baubewilligungsbehörde nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts in Bezug auf die ästhetische Würdigung der örtlichen Verhältnisse ein von der Gemeindeautonomie geschützter Entscheidungs- und Ermessensspielraum zu. Dieser Spielraum wird namentlich überschritten, wenn die Behörde sich von unsachlichen, dem Zweck dieser Regelung fremden Erwägungen leiten lässt, oder sie die Grundsätze der Rechtsgleichheit und Verhältnismässigkeit verletzt (BGE 145 I 52 E. 3.6 S. 57). Die Rechtsgleichheit gebietet, dass die Behörde nicht ohne Anlass von Grundsätzen abweicht, welche Praxis und Lehre zur Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe entwickelt haben (vgl. Urteil 1C_607/2019 vom 26. August 2020 E. 4.4).