Citation: 1C_519/2020 E. 3.3

3.3. Das BAFU führt in seiner Stellungnahme aus, das Bienenhaus befinde sich zwischen zwei Hochmooren, deren Abstand lediglich 25 m betrage. Es liege im Hochmoorumfeld, das bei der Ausscheidung von Pufferzonen nach Art. 3 Abs. 1 HochmoorV zu berücksichtigen sei. Dass die Stadt Kriens es in Verletzung dieser Bestimmung unterlassen habe, Pufferzonen auszuscheiden, könne nicht dazu führen, dass eine Gefährdung des Moores hinzunehmen sei. Eine hydrologische Beeinträchtigung sei nicht auszuschliessen, weil die beiden Moore vermutlich hydrologisch verbunden seien. Sofern das Baugesuch nach geltendem Recht zu beurteilen sei, müsse die bisher nicht erfolgte Untersuchung einer möglichen Beeinträchtigung nachgeholt werden. Weiter stelle sich die Frage der Erforderlichkeit einer Rodungsbewilligung. Selbst wenn das Bundesgericht zum Schluss gelange, dass das Recht zum Zeitpunkt der Errichtung der Baute massgebend sei, müsse allerdings Art. 8 HochmoorV berücksichtigt werden. Nach dieser Bestimmung sorgten die Kantone dafür, dass bestehende Beeinträchtigungen von Objekten bei jeder sich bietenden Gelegenheit soweit als möglich rückgängig gemacht würden. Das vorliegende Verfahren stelle eine solche Gelegenheit dar.