Citation: 1C_520/2017 E. A

Die brasilianischen Behörden führen eine Strafuntersuchung im Zusammenhang mit einer kriminellen Organisation, die sich im Bereich des illegalen Glücksspiels betätigt. Die Untersuchung richtete sich auch gegen B.________ als hochrangiges Mitglied der Organisation. Als er im Jahr 2007 davon erfuhr, versuchte er, mehrere hunderttausend Real, in bar von verschiedenen Bankverbindungen abzuheben, um die Einziehung zu vereiteln. In der Folge wurde er in Brasilien wegen Bildung einer kriminellen Organisation und Geldwäscherei verurteilt. Im Zusammenhang mit diesem Sachverhaltskomplex besteht der Verdacht, es könnten im Zeitraum zwischen Mai 2008 und Juli 2011 insgesamt rund USD 1'400'000.-- aus den illegalen Glücksspielen auf die Bankverbindung Nr. xxx, lautend auf C.________ SA, bei der Bank D.________ AG bzw. der Bank E.________ AG transferiert worden sein, um sie vor den brasilianischen Behörden zu verbergen und ihre Einziehung zu verhindern. Mit ergänzendem Rechtshilfeersuchen vom 14. Juni 2016 gelangten die brasilianischen Behörden an die Schweiz. Sie ersuchen unter anderem um die Erhebung und Übermittlung der Bankunterlagen betreffend die Kontoverbindung mit der Stammnummer yyy, lautend auf F.________ SA, bei der Bank G.________ AG. Die Bundesanwaltschaft trat mit Verfügung vom 5. Dezember 2016 auf das Rechtshilfeersuchen ein. Nachdem sie bei der Bank G.________ AG die Bankunterlagen zur erwähnten Kontoverbindung erhoben und die F.________ SA eingeladen hatte, sich zur vereinfachten Ausführung gemäss Art. 80c IRSG (SR 351.1) zu äussern, teilte Rechtsanwalt Jürg Wissmann mit, dass ihn der wirtschaftlich Berechtigte dieser Gesellschaft mit der Wahrung seiner Interessen betraut habe. Er stellte den Antrag, keine Rechtshilfe zu leisten. Mit Schlussverfügung vom 17. März 2017 ordnete die Bundesanwaltschaft insbesondere an, dass die Bankunterlagen der betreffenden Kontoverbindung für den Zeitraum zwischen 1. Januar 2007 und 19. April 2010 herausgegeben werden. Die Schlussverfügung stellte die Bundesanwaltschaft Rechtsanwalt Wissmann zur Kenntnis zu, nachdem sie die Berechtigung seiner Klientschaft, am Verfahren teilzunehmen, verneint hatte. Dagegen erhob Rechtsanwalt Wissmann Beschwerde ans Bundesstrafgericht. Auf Aufforderung hin teilte er mit, dass es sich bei seinem Klienten um A.________ handle. Mit Entscheid vom 19. September 2017 trat das Bundesstrafgericht auf die Beschwerde nicht ein.