Citation: 8C_16/2018 E. 4

Die Vorinstanz stellte fest, dass die RAD-Berichte vom 20. Juli 2016 voll beweiskräftig seien. Gestützt darauf sei die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin somatisch bedingt beeinträchtigt durch eine schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung des linken Kniegelenkes bei Status nach CRPS sowie nach Totalprothese des Kniegelenks. In einer leidensangepassten, vorwiegend sitzenden Tätigkeit sei sie bei zumutbarer voller Präsenzzeit, aber erhöhtem Pausenbedarf zu 70 % leistungsfähig. Aus psychiatrischer Sicht seien die Diagnosen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sowie einer Persönlichkeitsakzentuierung mit histrionischen und abhängigen Anteilen (ICD-10 Z73.1) gestellt worden, wobei der Versicherten in leidensangepasster Tätigkeit grundsätzliche Arbeitsfähigkeit attestiert werde. Nach einer eigenständigen Beurteilung des Leistungsvermögens gemäss den normativen Vorgaben von BGE 141 V 281 erachtete das kantonale Gericht erhebliche funktionelle Auswirkungen der Schmerzstörung auf die Arbeitsfähigkeit als nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen beziehungsweise gingen die Einschränkungen nicht über die bereits aus orthopädischer Sicht attestierte Arbeitsunfähigkeit von 30 % hinaus. Nach den vorinstanzlichen Feststellungen wäre die Beschwerdeführerin als Gesunde voll erwerbstätig. Zur Bestimmung des Validen- wie auch des Invalideneinkommens sei derselbe Lohn heranzuziehen. Unter Berücksichtigung einer 70%igen Arbeitsfähigkeit nach Eintritt des Gesundheitsschadens und eines leidensbedingten Abzuges von 15 % resultiere ein Invaliditätsgrad von 40,5 %.