Citation: 2C_732/2022 E. 6

In rechtlicher Hinsicht ist die Vorinstanz gestützt auf die dargelegten Indizien in bundesrechtskonformer Weise zum Schluss gelangt, die Berufung auf die Ehe sei rechtsmissbräuchlich und bezwecke als Scheinehe die Umgehung ausländerrechtlicher Vorschriften. Wie bereits ausgeführt, sprechen in der vorliegenden Angelegenheit gewichtige Hinweise für eine Scheinehe, so insbesondere die Wohn- und Meldeverhältnisse der Eheleute, ihre auffälligen Wissenslücken betreffend den jeweils anderen Ehepartner sowie der Umstand, dass der Beschwerdeführer bereits zuvor erfolglos versucht hatte, eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz zu erhalten. Der Beschwerdeführer bringt keine hinreichenden Anhaltspunkte vor, welche die vorinstanzliche Sachverhaltsermittlung oder Beweiswürdigung unter dem Gesichtspunkt des Willkürverbots infrage stellen. Folglich beruft sich der Beschwerdeführer rechtsmissbräuchlich auf den Aufenthaltsanspruch gemäss Art. 7 lit. d FZA i.V.m. Art. 3 Anhang I FZA bzw. auf Art. 8 EMRK. Die Vorinstanz hat daher kein Bundesrecht verletzt, indem sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aufgrund seiner Ehe mit einer EU-Staatsangehörigen verneint hat.