Citation: 5A_343/2022 E. 6

Die im Zusammenhang mit der Rüge, der Grundsatz der Verhältnismässigkeit und das Recht auf Familie würden verletzt, gemachten und direkt die Erwägungen des KESB-Entscheides angreifenden Ausführungen beschlagen die Sache selbst. Bei der angefochtenen Verfügung geht es jedoch nicht um die Frage, wo letztlich der bessere Aufenthaltsort für B.________ ist, sondern ob die aufschiebende Wirkung wieder herzustellen ist mit der Folge, dass das Kind für die Zeit des vor dem Kantonsgericht hängigen Beschwerdeverfahren erneut in die Schweiz zu holen wäre. Gleiches gilt für die Rüge der Verletzung des Rechts auf ein faires Verfahren sowie der Verletzung des Willkürverbotes. Auch hier wird direkt der KESB-Entscheid kritisiert. Indes ist nicht dieser der Gegenstand der angefochtenen Verfügung, sondern wie gesagt vielmehr einzig die Frage der aufschiebenden Wirkung. Mit den diesbezüglichen Erwägungen in der angefochtenen Verfügung setzt sich die Beschwerdeführerin in ihren weitschweifigen Ausführungen nicht spezifisch auseinander; sie hält einzig ganz am Schluss auf S. 18 appellatorisch fest, es sei wenig wahrscheinlich, dass B.________ im Zeitpunkt des definitiven Entscheides wieder nach Belgien zurück müsse. Allein damit sind jedoch keine konkreten Verfassungsverletzungen in Bezug auf die angefochtene Verfügung dargetan.