Citation: 1B_71/2008 11.04.2008 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, der allgemeine Haftgrund des dringenden Tatverdachts sei nicht gegeben. Er rügt eine Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) und der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK). 2.2 Nach der bundesgerichtlichen Praxis liegt Willkür vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 132 I 175 E. 1.2 S. 177; 131 I 467 E. 3.1 S. 473 f., je mit Hinweisen). Bei der Überprüfung des allgemeinen Haftgrundes des dringenden Tatverdachts ist zu beachten, dass das Bundesgericht - im Gegensatz zum erkennenden Sachrichter - keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse vorzunehmen hat. Macht ein Inhaftierter geltend, er befinde sich ohne ausreichenden Tatverdacht in strafprozessualer Haft, ist vielmehr zu prüfen, ob aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung des Beschwerdeführers an dieser Tat vorliegen, die kantonalen Behörden somit das Bestehen eines dringenden Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften (BGE 116 Ia 143 E. 3c S. 146). 2.3 Im Rahmen eines Strafverfahrens sagte A.________ am 29. September 2007 aus, der Beschwerdeführer beabsichtige, Untersuchungsrichter B.________ umbringen zu lassen. Gemäss dem angefochtenen Urteil wirken die Aussagen von A.________ glaubwürdig. Er habe seine Aussagen bei jeder Befragung bestätigt und sie präzisiert, ohne sich in Widersprüche zu verwickeln. Seine Aussagen seien zudem von seiner Ehefrau bestätigt worden, soweit diese vom Inhalt Kenntnis gehabt habe. Mit seiner Aussage, der Beschwerdeführer habe ihm eine Waffe übergeben und ihn später angewiesen, sie im Hinblick auf einen Tötungsauftrag aufzubewahren, belaste sich A.________ selber. Deshalb und weil er sich ohnehin im vorzeitigen Strafvollzug befinde, sei nicht zu vermuten, dass A.________ durch seine Aussagen erreichen wolle, das Gefängnis verlassen zu können. Weiter sei aktenkundig, dass der Beschwerdeführer bereits einmal versucht habe, eine Person für die Tötung des Freiburger Untersuchungsrichters C.________ zu gewinnen, auch wenn dieser Vorfall einige Zeit zurückliege. In Anbetracht dieser Umstände sei der dringende Verdacht, dass der Beschwerdeführer sich strafbar gemacht habe, zu bejahen. Der Beschwerdeführer wendet ein, die Aussagen von A.________ seien unglaubwürdig. Dieser habe sich an ihm rächen wollen. Der Beschwerdeführer nennt eine Reihe von Vorkommnissen und Aussagen von A.________, aus denen er schliesst, dieser habe aus Rache gegen ihn falsch ausgesagt und wolle durch die Belastung des Beschwerdeführers für sich eine Strafreduktion bewirken. Zudem habe er, der Beschwerdeführer, sich mit Untersuchungsrichter C.________ versöhnt und habe weder gegen diesen noch gegen Untersuchungsrichter B.________ je böse Absichten gehegt. Diese Vorbringen des Beschwerdeführers reichen nicht aus, um den Standpunkt der Vorinstanz als willkürlich erscheinen zu lassen. Der Beschwerdeführer verkennt, dass das Untersuchungsverfahren erst vor kurzem aufgenommen worden ist und bereits deswegen an den dringenden Tatverdacht keine allzu strengen Voraussetzungen zu stellen sind. Zudem genügt im Haftprüfungsverfahren der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten. Es trifft zwar zu, dass die Aussagen von A.________ aufgrund dessen früheren geschäftlichen Beziehungen zum Beschwerdeführer mit Vorsicht zu würdigen sind. Der Beschwerdeführer zeigt jedoch nicht rechtsgenüglich auf, inwiefern sich A.________ bezüglich des hier zur Diskussion stehenden Sachverhalts in Widersprüche verwickelt haben soll, sondern beschränkt sich darauf, die Aussagen von A.________ in Frage zu stellen. Die Vorinstanz durfte deshalb beim derzeitigen Stand der Untersuchungen ohne Verletzung des Willkürverbots schliessen, die Aussagen von A.________ seien glaubhaft und der dringende Tatverdacht aufgrund dieser Aussagen und aufgrund der möglicherweise früheren Bedrohung eines Untersuchungsrichters durch den Beschwerdeführer gegeben. Inwiefern die Unschuldsvermutung verletzt worden sein soll, ist ebenfalls nicht ersichtlich.