Citation: 2C_221/2023 E. 7.3

7.3. Der Beschwerdeführer hat über Jahre hinweg einen Schuldenberg von über Fr. 256'000.-- angehäuft. Auch die migrationsrechtliche Ermahnung und Verwarnung haben ihn nicht davon abgehalten, weitere Schulden anzuhäufen. In dieser Zeit hat er seine Erwerbsfähigkeit wenn überhaupt nur teilweise ausgeschöpft, obwohl er weder die Kinderbetreuung zu übernehmen noch gesundheitliche Einschränkungen hatte, die einer vollen Ausschöpfung seiner Erwerbstätigkeit entgegengestanden hätten. Dies zeugt von Unbelehrbarkeit und Uneinsichtigkeit, die nicht auf eine positive Zukunftsprognose schliessen lassen. Der Beschwerdeführer kann dem nichts Substanzielles entgegensetzen. Wenn er einerseits ausführt, er erziele ein Einkommen, das den Lebensunterhalt von ihm und seiner Mutter sichert, andererseits aber beklagt, er könne als Working Poor kein Einkommen über dem Existenzminimum erzielen, ist dies nicht sehr überzeugend. Die Höhe des Schuldenbergs und das den Beschwerdeführer aufgrund der Mutwilligkeit treffende Verschulden daran wiegen schwer. Das öffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts ist daher in Übereinstimmung mit der Vorinstanz sehr gross (vgl. dazu auch Urteil BGE 139 I 330 E. 3.2, Urteil 2C_260/2020 vom 23. August 2022 E. 5.2.6 mit Hinweisen auch auf die Rechtsprechung des EGMR).