Citation: P 42/00 04.04.2002 E. 2

2.- Streitig ist auf Grund der Verwaltungsgerichtsbeschwerde die Höhe der anrechenbaren Ausgaben fürs Wohnen. a) Nach Ansicht der Ausgleichskasse sind nicht die effektiven Wohnkosten des Versicherten zu berücksichtigen, da dieser in Wohngemeinschaft mit seinem Bruder und dessen Frau lebe. Dies ergebe sich aus dem Umstand, dass es sich beim fraglichen Grundstück gemäss Liegenschaftsinventar um ein Einfamilienhaus handle, und in der Steuererklärung des Bruders des Beschwerdegegners keine Mieteinnahmen figurieren würden; zudem verfüge das Haus gemäss Aussage der Schwägerin des Versicherten nur über eine Küche, die allen Hausbewohnern diene. Die Beschwerdeführerin hat deshalb den Eigenmietwert zuzüglich der Nebenkostenpauschale anteilsmässig als Wohnkosten in die Berechnung miteinbezogen. Das kantonale Gericht hat hingegen eine Wohngemeinschaft verneint und von den Fr. 500.--, welche der Beschwerdegegner monatlich an seinen Bruder und dessen Ehefrau zahlt, Fr. 400.-- als Wohnkosten und die Differenz als Entgelt für das Erledigen der Wäsche sowie Putzarbeiten durch die Schwägerin gewertet. b) Aus den Akten ergibt sich, dass dem Versicherten im alten Teil der Liegenschaft ein eigenes Zimmer sowie ein Bad zur Mitbenützung zur Verfügung stehen. Seine Mahlzeiten nimmt er auswärts ein. Wenn er Speisen für eine kalte Mahlzeit nach Hause bringt, verpflegt er sich in seinem Zimmer. Sein Bruder und dessen Frau bewohnen den Neubau, d.h. die umgebaute Scheune, und benutzen die zwischen dem Alt- und dem Neubau liegende Küche. Die vom Versicherten unbestrittenermassen bezahlten Fr. 500.-- decken die Auslagen für Miete und Nebenkosten wie Heizung, Elektrizität etc. sowie für die monatliche Reinigung und das Besorgen der Wäsche durch die Schwägerin. Zudem verfügt der Beschwerdegegner über einen eigenen Telefonanschluss. Auf Grund dieser Umstände ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Versicherte mit seinem Bruder und seiner Schwägerin keine Wohngemeinschaft bildet; demnach sind seine entsprechenden monatlichen Auslagen als Wohnkosten in die Berechnung der Ergänzungsleistungen miteinzubeziehen. Die ermessensweise Berücksichtigung von Fr. 400.-- als Miete und Fr. 100.-- als Entgelt für die von der Schwägerin erledigten Hausarbeiten (Putzen und Waschen) ist nicht zu beanstanden. Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass der vom Versicherten bezahlte Betrag nicht in der Steuererklärung seines Bruders und seiner Schwägerin erscheint; denn dies liegt ausserhalb seines Einflussbereichs und kann ihm deshalb nicht angelastet werden. Im Übrigen wäre selbst bei Bejahung einer Wohngemeinschaft der Mietzins von Fr. 400.-- als anrechenbare Auslage zu berücksichtigen, da er tatsächlich geleistet wird und nicht als übersetzt erscheint (Urteil M. vom 9. November 2001, P 60/99).