Citation: BGE 148 IV 445 E. 1.3.2

Dieselbe Auffassung vertrat es in Bezug auf Entscheide. Gemäss Art. 80 Abs. 2 StPO ergehen Entscheide schriftlich und werden begründet. Sie werden von der Verfahrensleitung sowie der protokollführenden Person unterzeichnet und den Parteien zugestellt. Nach der Rechtsprechung bildet die Unterzeichnung des Urteils gemäss Art. 80 Abs. 2 StPO ein Gültigkeitserfordernis. Mit der handschriftlichen Unterzeichnung des Erkenntnisses wird die formelle Richtigkeit der Ausfertigung und deren Übereinstimmung mit dem vom Gericht gefassten Entscheid bestätigt. Das Erfordernis der Unterzeichnung dient damit der Rechtssicherheit (BGE 131 V 483 E. 2.3.3; Urteile 6B_85/2021 vom 26. November 2021 E. 6.4.2; 6B_1231/2015 vom 31. Mai 2016 E. 1.2; 6B_904/2015 vom 27. Mai 2016 E. 2.3.3; 1B_608/2011 vom 10. November 2011 E. 2.3; je mit Hinweisen; BRÜSCHWEILER/NADIG/SCHNEEBELI, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung StPO, Donatsch und andere [Hrsg.] [nachfolgend: Kommentar StPO], 3. Aufl. 2020, N. 3 zu Art. 80 StPO).