Citation: 6B_382/2024 E. 4

Was den Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs durch eine ungenügende Begründung anbelangt, kann der Beschwerde nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz begründet für jedes Indiz ausführlich, weshalb sie dieses als (hinsichtlich der Hauptanklage) belastend erachtet. Sie begründet auch, weshalb sie aus dem sich aus den einzelnen Indizien ergebenden Gesamtbild ohne vernünftige Zweifel die Vorwürfe gemäss der Hauptanklage als erwiesen erachtet. Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde auf rund 20 Seiten detaillierte Ausführungen gegen die Beweiswürdigung der Vorinstanz. Dass es ihm, wie er u.a. behauptet, nicht möglich gewesen sein soll, die Beweiswürdigung der Vorinstanz gehörig zu rügen, erweist sich somit als unzutreffend. Ebenso unbegründet erweist sich die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe das rechtliche Gehör verletzt, weil er zu den einzelnen Indizien, welche die Vorinstanz als belastend heranziehe, nie befragt worden sei. So ergibt sich aus dem vorinstanzlichen Urteil, dass sich bereits die erste Instanz mit denselben Indizien auseinandersetzte, jedoch in Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" den Nachweis für die Vorwürfe gemäss Hauptanklage als nicht erbracht erachtete. Nachdem die Staatsanwaltschaft diese Beweiswürdigung im Berufungsverfahren anfocht, wäre es dem Beschwerdeführer frei gestanden, sich anlässlich der Berufungsverhandlung zu diesen Indizien zu äussern, selbst wenn ihm im Rahmen der Befragung keine konkreten Fragen dazu gestellt resp. entsprechende Vorhalte gemacht worden wären. Andererseits ist die Behauptung des Beschwerdeführers, die belastenden Indizien seien ihm nie konkret vorgehalten worden - zumindest teilweise - auch aktenwidrig. So weist etwa die Vorinstanz hinsichtlich den Chatverläufen mit D.________ sowie "E.________" darauf hin, dass diese dem Beschwerdeführer vorgehalten wurden (E. 3.2.1.4 des vorinstanzlichen Urteils, S. 21 oben).