Citation: K 108/01 15.07.2003 E. 14

Nach ständiger bisheriger Rechtsprechung werden im Bereich der Sozialversicherung grundsätzlich keine Verzugszinsen geschuldet, sofern sie nicht gesetzlich vorgesehen sind; von diesem Grundsatz wurden Ausnahmen zugelassen in Einzelfällen, in denen das Rechtsempfinden in besonderer Weise tangiert ist (BGE 119 V 78 mit Hinweisen). Diese Praxis ist auch in schiedsgerichtlichen Forderungsstreitigkeiten aus geltend gemachter Überarztung in der Krankenversicherung zu befolgen (vgl. BGE 103 V 156 Erw. 7), wobei in solchen Fällen bei der Beurteilung des Verzugszinsanspruchs eine über die Folgen verspäteter Zahlung allenfalls getroffene Abmachung zwischen den Vertragspartnern zu beachten ist (BGE 117 V 351 Erw. 2). Eine gesetzliche Verzugszinsregelung für schiedsgerichtliche Streitigkeiten zwischen Krankenversicherern und Ärzten besteht nicht. Vorliegend gibt es gemäss den Feststellungen der Vorinstanz auch nicht eine vertragliche Abmachung. Besondere Umstände, welche ein Abweichen vom Grundsatz, dass im Bereich der Sozialversicherung keine Verzugszinsen geschuldet sind, rechtfertigen würden, liegen ebenfalls nicht vor. Insbesondere rechtfertigt die lange Verfahrensdauer kein Abweichen vom Grundsatz, da diese primär in der Natur des aufwändigen Verfahrens liegt.