Citation: I 469/04 13.01.2005 E. 2

2.1 Aus den Akten ergibt sich, dass die IV-Stelle den Versicherten am 8. Juli 2002 angefragt hat, ob er an beruflichen Massnahmen interessiert sei. Diese Frage bejahte der damalige Rechtsvertreter umgehend mit Schreiben vom 16. Juli 2002. Hierauf sprach die IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 19. Juli 2002 Beratung und Unterstützung durch die verwaltungsinterne Stellenvermittlung zu. Am 30. August 2002 wurde der Versicherte auf den 4. September 2002 zu einem Gespräch auf die IV-Stelle eingeladen. Aus einer Aktennotiz vom 6. September 2002 ergibt sich, dass es am 28. August und am 4. September 2002 zweimal Kontakte zwischen dem Sachbearbeiter und dem Beschwerdeführer gab. Gemäss der Aktennotiz sei eine Diskussion über Arbeitsmöglichkeiten auch nach zwei längeren Gesprächen nicht denkbar gewesen. Der Versicherte habe nie positiv reagiert, sich stark vergangenheitsorientiert verhalten, sei überzeugt, dass ihm von verschiedenen staatlichen Instanzen massivstes Unrecht geschehen sei und wolle Wiedergutmachung, bevor er auch nur einen Schritt in die Zukunft unternehme. Er verlange schriftliche Antworten auf folgende Fragen: "Wie beurteilt die IV meine Arbeitsunfähigkeit als Bauarbeiter seit dem Unfall bis heute? Wer bezahlt? Wie viele Prozent muss ich arbeiten? Wer übernimmt die Verantwortung, wenn es gesundheitlich nicht geht? Schriftliche Stellungnahme der IV, ob ich weiter als Simulant gelte oder nicht?". Vorher sei die Zukunft mit ihm nicht zu besprechen. Mit Schreiben vom 6. September 2002 teilte der Sachbearbeiter dem Anwalt des Versicherten mit, dass er keine Eingliederungsmöglichkeit sehe und den Auftrag unerledigt abzuschliessen gedenke. Dieser bat um Fristverlängerung, meldete sich aber nicht mehr. Am 31. Oktober 2002 erhielt der Versicherte eine Mahnung mit Gelegenheit zur Stellungnahme. Daraufhin antwortete der Beschwerdeführer am 6. November 2002, er verlange Antwort auf die Fragen, die er anlässlich des Gesprächs vom 4. September 2002 gestellt habe. Irgendeine Bereitschaft zur Mitarbeit bei der Eingliederung lässt sich diesem Schreiben nicht entnehmen. Einen Tag später ersuchte der Rechtsvertreter erneut um ein Gespräch, welches die IV-Stelle ablehnte. Mit der umstrittenen Verfügung vom 15. Januar 2003 schloss die Verwaltung den Fall ab. 2.2 Angesichts dieses Ablaufes hat die IV-Stelle richtig gehandelt. Es ist dem Versicherten zuzumuten, konstruktiv auf das Angebot der IV-Stelle um Unterstützung zur beruflichen Eingliederung zu reagieren. Was der neue Rechtsvertreter in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiegegen vorbringt, ist nicht stichhaltig und teilweise aktenwidrig. Namentlich äusserte der Beschwerdeführer im Schreiben vom 6. November 2002 keinerlei Bereitschaft zur Mitarbeit, sondern verlangte einmal mehr die Beantwortung seiner Fragen. Bei einem solchen Verhalten macht es keinen Sinn, wenn die IV-Stelle Eingliederungsbemühungen tätigt. Es kann und darf vom Beschwerdeführer verlangt werden, sich aktiv und ohne vorgängige Beantwortung seiner Fragen um seine Eingliederung zu bemühen.