Citation: 8C_66/2008 04.07.2008 E. A

D.________, geboren 1971, erlitt am 30. Oktober 2001 als Beifahrerin einen Autounfall (seitliche Kollision). Dr. med. T.________, Allgemeinmedizin FMH, diagnostizierte am folgenden Tag eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) und attestierte D.________ vom 31. Oktober bis zum 11. November 2001 eine 100%ige, ab 12. November eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (Bericht vom 26. November 2001). Ab 27. Dezember 2001 arbeitete D.________ wieder zu 100 %. Am 22. Januar 2002 erlitt sie erneut einen Autounfall (Heckauffahrkollision) und zog sich wiederum eine HWS-Distorsion zu (Bericht des Spitals X.________ vom 13. Februar 2002). Am 27. April 2002 nahm sie ihre Tätigkeit (nach einer Woche voller und je einem Monat 50%iger und 25%iger Arbeitsunfähigkeit) zu 100 % wieder auf. Am 15. Mai 2002 konnte die ärztliche Behandlung abgeschlossen werden. Am 26. Mai 2003 meldete D.________ einen Rückfall, der bis am 20. Juli 2003 zu wechselnden Arbeitsunfähigkeiten führte. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) anerkannte ihre Leistungspflicht, kam für die Kosten der Heilbehandlung auf und richtete der Versicherten Taggelder aus. In der Folge wurde der SUVA ein weiterer Rückfall gemeldet, der zu einer Aussetzung der Arbeit ab 13. Oktober 2004 geführt hatte; gemäss Bericht der Frau Dr. med. S.________, Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, vom 2. Februar 2005 war D.________ ab 27. Oktober 2004 wieder zu 100 % arbeitsfähig und die ärztliche Behandlung wurde am 29. November 2004 abgeschlossen. Gestützt auf eine Beurteilung ihres Kreisarztes Dr. med. W.________ stellte die SUVA D.________ in Aussicht, dass sie ihre Leistungspflicht für diesen Rückfall nicht anerkennen könne. Darauf kam sie am 13. Mai 2005 zurück. Sie holte biomechanische Beurteilungen (beider Unfälle) der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik vom 18. Juli 2005 ein und liess die Versicherte durch Dr. med. H.________, Neurologie FMH, untersuchen. Gemäss dessen Bericht vom 3. November 2005 zeigte die klinische Untersuchung eine cervico-thorakale Symptomatik mit Druckdolenz der Dornfortsätze und der Muskulatur, neuroradiologisch mit Zeichen der muskulären Dysbalance in der Tiefe mit rotatorischen Fehlstellungen von C1 und C3. Die festgestellten ligamentären Verkalkungen auf Höhe C6/7 im Bereich des Ligamentum longitudinale anterius und im Zwischenwirbelraum C4/5 seien zwar für das Alter ungewöhnlich, klinisch jedoch nicht relevant. Eine Discushernie oder eine fokale Protrusion würden nicht vorliegen. Gestützt darauf und die Einschätzung ihres Kreisarztes Dr. med. W.________ vom 14. November 2005 lehnte die SUVA ihre Leistungspflicht für den zweiten Rückfall mit Verfügung vom 21. November 2005 ab. Daran hielt sie auch auf Einsprache hin, mit welcher die Versicherte ein Gutachten des Dr. med. H.________ vom 26. Oktober 2005 einreichen liess, fest (Einspracheentscheid vom 4. Juli 2006).