Citation: C 45/05 03.05.2006 E. 2

2.1 Auf dem Nachweisformular der persönlichen Arbeitsbemühungen sind für den Monat Juli 2004 insgesamt drei an einem einzigen Tag (3. Juli) getätigte Bewerbungen eingetragen. Weitere Arbeitsbemühungen sind aktenmässig nicht belegt. Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, dass drei Bewerbungen in Anbetracht der konkreten Umstände und mit Blick auf die höchstrichterliche Rechtsprechung ungenügend seien. 2.2 Der Beschwerdeführer bringt mit Hinweis auf die Einsprachebegründung vom 26. August 2004 vor, er habe ab Beginn der Arbeitslosigkeit am 1. Februar 2004 in einem sehr breiten Spektrum Arbeit gesucht. Die Sachbearbeiterin des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) habe ihn anlässlich des ersten Kontrollgesprächs am 24. Februar 2004 angewiesen, sich um Stellen zu bewerben, deren Anforderungsprofil er vollumfänglich entspreche. Nachdem jedoch nur wenige Angebote ausgeschrieben gewesen seien, habe er sich auch um eine Beschäftigung bemüht, für welche er die verlangten primären Anforderungen vollständig, die sekundären nur teilweise erfüllte, was in der Folge weder von der RAV-Beraterin noch von den befragten Lehrpersonen des vom 29. März bis 29. April 2004 besuchten Strategiekurses für Kaderleute beanstandet worden sei. Im Monat Juli seien nur drei in Betracht fallende Stellen angeboten worden. Die anderweitig getätigten Arbeitsbemühungen habe er aufgrund der dargelegten Umstände nicht dokumentiert. 2.3 Diese an sich glaubhaften und unwidersprochen gebliebenen Darlegungen ändern nichts am Umstand, dass die im Juli getätigten Arbeitsbemühungen quantitativ ungenügend waren. Angesichts der geltend gemachten angespannten Arbeitsmarktlage im Sektor Informatik sowie des fortgeschrittenen Alters, aufgrund dessen die Anstellungschancen möglicherweise herabgesetzt waren, hätte der Beschwerdeführer im Rahmen der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht (Art. 17 Abs. 1 AIVG) in einem breiteren Spektrum Arbeit suchen müssen. In den Vormonaten März bis Juni 2004 wurden offenbar genügend Stellen angeboten, deren Anforderungsprofil er weitgehend erfüllte, weshalb es nicht nötig war, dass sich der Beschwerdeführer in einem weiteren Spektrum nach einer Arbeitsgelegenheit umzusehen brauchte. Die RAV-Beraterin hatte daher keinen Anlass, die Stellensuche des Beschwerdeführers zu beanstanden. Der Beschwerdeführer durfte nicht von weiteren Stellenbewerbungen absehen, als er anfangs Juli die Verknappung der Stellenangebote feststellte. Sodann ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass sich der Versicherte nur auf diejenigen Arbeitsbemühungen berufen kann, welche er nachzuweisen vermag. Die in der Einsprachebegründung vom 26. August 2004 erwähnten Bemühungen "via Beziehungsnetz, Vermittler und Veranstaltungen usw." sind nicht dokumentiert, weshalb sie nicht zu berücksichtigen sind. Schliesslich ist dem Vorbringen, es seien auch die im Zusammenhang mit der Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit getätigten Vorbereitungen zu berücksichtigen, entgegen zu halten, dass Anstrengungen um den Aufbau eines eigenen Geschäfts keine Arbeitssuche darstellen. Nach der gesetzlichen Regelung (Art. 71a bis 71d AVIG) ist der Versicherte, der eine dauernde selbstständige Erwerbstätigkeit aufnehmen will, von der Erfüllung der Pflichten gemäss Art. 17 AVIG während der Planungsphase erst befreit (Art. 71b Abs. 3 AVIG), wenn er u.a. ein Grobprojekt zur Aufnahme einer wirtschaftlich tragfähigen und dauerhaften selbstständigen Erwerbstätigkeit vorweist (Art. 71b Abs. 1 lit. d AVIG). Diese Voraussetzung war ausweislich der Akten im fraglichen Zeitraum (Juli 2004) nicht gegeben und deren Vorliegen wird auch nicht geltend gemacht.