Citation: 9C_769/2020 E. 3.3.1

3.3.1. Es ist nicht ersichtlich, dass die kantonalgerichtliche Festlegung des Valideneinkommens auf einer offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung oder willkürlichen Beweiswürdigung beruht. So gab der Beschwerdeführer gemäss IV-Abklärungsbericht vom 20. März 2019 an, dass er auch im Gesundheitsfall weitergemacht hätte wie bisher. Er hätte seine musikalische Tätigkeit fortgeführt und eventuell zusätzlich unterrichtet. Es kann daher mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass sich der Versicherte ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen ebenfalls auf die Musik konzentriert und sich sein Einkommen aus einer Kombination von Auftritten und Unterricht an einer Musikschule zusammengesetzt hätte. Da das Einkommen in der Musikbranche weitverbreitet und im Tätigkeitsbereich des Beschwerdeführers im Speziellen (Jazz-Posaunist) vergleichsweise niedrig ist, kann zudem davon ausgegangen werden, dass er sich - wie 2018/19 in einer Imbissbude - einen Nebenjob gesucht hätte, um seinen Verdienst aufzubessern. Ferner ergeben sich auf Grund der vorhandenen medizinischen Akten, wie im angefochtenen Entscheid einlässlich aufgezeigt, keine Anhaltspunkte, dass der Versicherte bereits unmittelbar nach Abschluss seines, soweit erkennbar ohne grössere Probleme gemeisterten Musikstudiums ab 2010 in einem Mass gesundheitlich beeinträchtigt gewesen wäre, das es ihm nicht erlaubt hätte, dem beschriebenen beruflichen Profil zumindest bis 2014 (Beginn der Therapie bei Dr. med. B.________) nachzuleben. Allein die - retrospektiv und einzig basierend auf der Darstellung des Patienten erfolgte - Einschätzung des behandelnden Psychiaters, wonach bereits seit 2010 eine Verminderung der Leistungsfähigkeit von 70 % bestanden (Bericht vom 18. September 2018) respektive der Versicherte infolge seiner Erkrankung nie eine höhere Arbeitsleistung habe erbringen können (Bericht vom 11. Juni 2019), lässt jedenfalls keine anderweitige Schlussfolgerung zu. Vielmehr vermerkten Prof. Dr. med. C.________ und Dr. phil. D.________ in ihrem - vom RAD bestätigten und vorinstanzlich zu Recht als beweiskräftig eingestuften - Gutachten vom 25. Januar 2019, dass die Ersterkrankung in Form eines schizophrenen Residuums 2017 begonnen habe mit entsprechenden Vorläufern seit etwa 2014. An diesem Ergebnis vermögen die Ausführungen des Beschwerdeführers zum mehrjährigen Frühverlauf der Schizophrenie zwischen erstmaligen Positivsymptomen und akuter psychotischer Episode infolge ihres allgemeinen Charakters nichts zu ändern, zumal diese Aspekte, wie in der Beschwerde selber eingeräumt wird, nicht auf sämtliche Fälle zutreffen. Ebenso wenig sind gesicherte Anhaltspunkte zu Beginn und Höhe einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit für die Zeit vor Therapiebeginn im Jahr 2014 aus den in den Erläuterungen des Dr. med. B.________ vom 18. September 2018 wiedergegebenen Beobachtungen der Eltern auszumachen, gemäss welchen der Versicherte "immer eigenartiger wurde und depressiv wirkte, sich immer schwerer tat, seine Band zu führen, und er sich auch vermehrt von sozialen Kontakten zurückzog". Da überdies auch von weiteren medizinischen Abklärungen keine besseren Erkenntnisse zu erwarten sind, erübrigt sich die in dieser Hinsicht eventualiter beantragte Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz bzw. die Beschwerdegegnerin (antizipierte Beweiswürdigung: BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; Urteil 8C_590/2015 vom 24. November 2015 E. 6, nicht publ. in: BGE 141 V 585, aber in: SVR 2016 IV Nr. 33 S. 102). Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes oder des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt nicht vor.