Citation: 2C_870/2016 E. 6.2.2

6.2.2. Der Gattin dürfte eine Ausreise nach Brasilien nur schwer zuzumuten sein; ganz auszuschliessen ist sie indessen nicht. Das Bundesgericht geht bei der erstmaligen Erteilung oder der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach relativ kurzem Aufenthalt davon aus, dass die Bewilligung zu verweigern ist, wenn die ausländische Person zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren oder mehr verurteilt wurde und dies selbst dann, wenn dem Schweizer Ehegatten nicht oder kaum zugemutet werden kann, das Land zu verlassen ("Reneja"-Praxis; BGE 120 Ib 6 E. 4b S. 14 unter Hinweis auf BGE 110 Ib 201 ff.; 135 II 377 E. 4.3 und 4.4). Wie die Vorinstanz zu Recht unterstreicht, wurde der Beschwerdeführer mit 4 ½ Jahren Freiheitsentzug deutlich strenger bestraft als es dem genannten Richtwert entspricht; ein weiteres strafrechtliches (Berufungs-) Verfahren ist zudem noch hängig. Weder die Beziehung zu seiner Gattin noch jene zu seinem Kind vermochten den Beschwerdeführer davon abzuhalten, hier zweimal gewalttätig zu werden und das Leben ihm unbekannter Dritter aufs Spiel zu setzen. Der Sohn seinerseits befindet sich noch in einem anpassungsfähigen, in erster Linie auf die Beziehung zu den Eltern ausgerichteten Alter; es ist ihm möglich, diesen gegebenenfalls in die Heimat des Vaters zu folgen und sich in Brasilien zu sozialisieren.