Citation: 7B_280/2023 E. 2.4.2

2.4.2. Die Vorinstanz hält die fehlende Auseinandersetzung des Beschwerdeführers mit seinen Taten und Problembereichen zu Recht für massgeblich prognoserelevant. Zwar spricht die Uneinsichtigkeit eines Straftäters nicht ohne Weiteres gegen dessen bedingte Entlassung, jedoch ist die fehlende Tataufarbeitung prognoserelevant (Urteile 6B_307/2022 vom 23. Mai 2022 E. 2.2.2; 6B_93/2015 vom 19. Mai 2015 E. 5.6; 6B_715/2014 vom 27. Januar 2015 E. 8.5). Der Beschwerdeführer verkennt zudem, dass das Gesetz den Gefangenen verpflichtet, bei den Sozialisierungsbemühungen und den Entlassungsvorbereitungen aktiv mitzuwirken (Art. 75 Abs. 4 StGB). Die Konfrontation und Auseinandersetzung des Täters mit der Tat stellen im Hinblick auf den Veränderungsprozess in Richtung eines deliktfreien Lebens ein wesentliches Element dar. Die Weigerung, an den Resozialisierungsmassnahmen als Vollzugsziel aktiv mitzuwirken, kann als negatives Prognoseelement gewürdigt werden (Urteile 6B_307/2022 vom 23. Mai 2022 E. 2.2.2; 6B_240/2017 vom 6. Juni 2017 E. 1.5.4; 6B_93/2015 vom 19. Mai 2015 E. 5.6 mit zahlreichen Hinweisen). Das Gleiche gilt in Bezug auf die Einhaltung des Vollzugsplans und die Erreichung der Vollzugsziele (Art. 75 Abs. 3 StGB). Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, mit dem Entzug der Freiheit werde seine "Einstellung" zur Therapie geahndet, obwohl sich die tatsächlichen Gegebenheiten für die Legalbewährung seit der Entlassung aus der Sicherheitshaft nicht geändert hätten und deshalb für eine abweichende Beurteilung der Prognose über das künftige Wohlverhalten kein Raum bestehe, übersieht er, dass einzig eine objektiv nachvollziehbare Auseinandersetzung mit den Taten unter Anerkennung rechtsstaatlicher Prinzipien für den Vollzugsentscheid relevant sein kann (vgl. Urteile 6B_307/2022 vom 23. Mai 2022 E. 2.2.2; 6B_961/2009 vom 19. Januar 2010 E. 2.2.2). Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist es keinesfalls willkürlich, wenn die Vorinstanz aufgrund der von ausgewiesenen Fachpersonen festgestellten Problembereichen bzw. Diagnosen und der mangelnden Auseinandersetzungsbereitschaft bzw. Offenheit des Beschwerdeführers, insbesondere aufgrund der bisherigen Zusammenarbeit mit dem VBD, von einer mangelnden bis ausgebliebenen Tataufarbeitung ausgeht. Die Einsichtslosigkeit des Beschwerdeführers indiziert denn auch eine gefährliche Grundhaltung (vgl. Urteile 6B_307/2022 vom 23. Mai 2022 E. 2.2.2; 6B_93/2015 vom 19. Mai 2015 E. 5.6 mit Hinweis).