Citation: 6B_719/2024 E. 4.3.2

4.3.2. Zu den privaten Interessen am Verbleib in der Schweiz hält die Vorinstanz fest, der heute 40-jährige Beschwerdeführer sei im Alter von vier Jahren in die Schweiz gekommen. Er habe hier die Schulen besucht und danach eine Ausbildung als Automonteur abgebrochen. Dass der Beschwerdeführer hier aufwuchs und seine prägenden Jahre verbrachte, gewichtet die Vorinstanz hinreichend. Der Beschwerdeführer sei zweimal geschieden und habe mit zwei Ex-Frauen vier Kinder. Vor seiner Verhaftung habe er die Kinder nur sporadisch gesehen. An der Berufungsverhandlung habe er angegeben, er habe nun zu drei von vier Kindern regelmässigen Kontakt. Was das vierte Kind betrifft, laufe ein Gerichtsverfahren. Gemäss Vorinstanz leben die Eltern des Beschwerdeführers, ein Bruder und die Freundin in der Schweiz, während eine Schwester in Deutschland lebt. Die Vorinstanz hält fest, dass trotz langer Anwesenheit in der Schweiz "nur von einer höchstens durchschnittlichen sozialen Integration auszugehen" sei. Diese Einschätzung der Vorinstanz erscheint als durchaus grosszügig, legen die konkreten Verhältnisse doch eher eine gescheiterte soziale Integration nahe. Von einer Beteiligung am hiesigen kulturellen Leben ist nichts bekannt. Gemäss Vorinstanz ist unklar, ob der Beschwerdeführer in Sri Lanka nähere Verwandte hat. Er selbst habe angegeben, er sei im Jahr 1996 ein einziges Mal in Sri Lanka gewesen. Allerdings stellt die Vorinstanz fest, dass der Beschwerdeführer neben Deutsch auch die Landessprache seiner Heimat beherrscht, wobei er sie nach eigenen Angaben weder lesen noch schreiben könne. Zudem spreche er Französisch und Englisch.