Citation: 2A.160/2002 18.04.2002 E. 2

2.1 Der Beschwerdeführer beantragt unter Berufung auf seinen Anspruch auf Gewährung des rechtlichen Gehörs, es sei eine öffentliche Verhandlung durchzuführen, an welcher er persönlich zu befragen sei. 2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 3 BV sind Gerichtsverhandlung und Urteilsverkündung öffentlich. Das Gesetz kann Ausnahmen vorsehen. Da diese Bestimmung ausdrücklich gesetzliche Ausnahmen zulässt, ergibt sich daraus kein vorbehaltloser Anspruch auf öffentliche Verhandlung. Für das Verfahren vor Bundesgericht bilden die Art. 36a und 36b OG solche verfassungsmässigen gesetzlichen Ausnahmen, indem sie in bestimmten Fällen einen Entscheid ohne öffentliche Beratung erlauben. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, dass und aus welchen Gründen im vorliegenden Fall diese gesetzlichen Ausnahmen nicht anwendbar seien und daher eine öffentliche Beratung durchgeführt werden müsste. Der für die Ausweisung massgebliche Sachverhalt ist hinreichend erstellt. Es ist deshalb nicht zu sehen, was der Beschwerdeführer anlässlich einer persönlichen Befragung mehr als mit der vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorbringen könnte. Es ist auch nicht ersichtlich, dass die Sachverhaltsfeststellung im angefochtenen Entscheid unvollständig oder offensichtlich unrichtig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen zustande gekommen ist. Sie ist somit für das Bundesgericht verbindlich (Art. 105 Abs. 2 OG). Im Übrigen hat der Beschwerdeführer vor der Vorinstanz keinen Antrag auf persönliche Befragung gestellt. Auch aus Art. 6 EMRK ergibt sich kein Anspruch auf eine öffentliche Verhandlung, da diese Bestimmung in fremdenpolizeilichen Streitigkeiten keine Anwendung findet (Urteil des Bundesgerichts 2A.103/1998 vom 30. September 1998, E. 2; vgl. auch Mark E. Villiger, Handbuch der Europäischen Menschenrechtskonvention [EMRK], 2. Aufl., Zürich 1999, N 109; Entscheid der Europäischen Kommission für Menschenrechte vom 7. April 1994, in: VPB 1994 Nr. 99).