Citation: I 102/03 12.01.2004 E. A

B.________, geboren 1948, leidet seit ihrer Kindheit an starken Hüftbeschwerden (Epiphysenlösung). Seit 1975 war sie in einem Elektrogeschäft als Verkäuferin und Büroangestellte und, nach kontinuierlicher Reduzierung der Ladenöffnungszeiten, seit 1984 zusätzlich als Raumpflegerin tätig. Nachdem sich erwiesen hatte, dass sie sich einer Operation mit Einsatz einer Hüftprothese würde unterziehen müssen, meldete sie sich am 3. März 1995 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Mit Verfügung vom 16. Dezember 1996 sprach ihr die IV-Stelle Luzern mit Wirkung ab 1. Juni 1996 eine Viertelsrente bzw. bei Vorliegen eines wirtschaftlichen Härtefalles eine halbe Invalidenrente zu. Im Rahmen eines Revisionsverfahrens ergab sich, dass der Versicherten die Arbeitsstelle im Elektrogeschäft per Ende Februar 2000 gekündigt worden und sie nunmehr nur noch als Raumpflegerin bei verschiedenen Arbeitgebern, auf Grund ihrer gesundheitlichen Probleme mit reduziertem Pensum, tätig war. Nach Einschätzung der von der IV-Stelle beauftragten Gutachter der BEFAS Beruflichen Abklärungsstelle Stiftung X.________ war B.________ nur noch eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit mit einem Pensum von 20 % zumutbar, die aktuell ausgeübte Arbeit im Reinigungsdienst nur in einem beschützenden Umfeld, d.h. in Zusammenarbeit mit einer Kollegin möglich (Abklärungsbericht vom 18. Juli 2001). Demgegenüber ermittelte die IV-Stelle auf Grund der offenbar tatsächlich ausgeübten Tätigkeit einen Invaliditätsgrad von 64 % und sprach der Versicherten mit Verfügung vom 26. Oktober 2001 eine halbe Invalidenrente zu.