Citation: 2C_989/2014 E. 1.3

1.3. Unter besonderen Umständen kann sich aus dem in Art. 8 Ziff. 1 EMRK verankerten Anspruch auf Schutz des Privatlebens ein Recht auf Verbleib im Land ergeben (Urteil 2C_838/2013 vom 23. September 2013 E. 2.2.3; vgl. auch Urteile des EGMR Vasquez gegen Schweiz vom 26. November 2013 [1785/08] § 37 sowie Gezginci gegen Schweiz vom 9. Dezember 2010 [16327/05] § 56 ff.). Eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration genügen hierzu jedoch nicht. Nach der Rechtsprechung erfordert der Schutzbereich des Rechts auf Privatleben besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende private Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechende vertiefte soziale Beziehungen zum ausserfamiliären Bereich (BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286; Urteile 2C_517/2014 vom 15. Februar 2015 E. 1.3; 2C_654/2013 vom 12. Februar 2014 E. 2.1). Der Beschwerdeführer macht nichts geltend, was auf eine besonders vertiefte Integration im Sinn der zitierten Rechtsprechung deuten würde. Aus der Verfügung des Migrationsamtes vom 24. September 2013 ergibt sich vielmehr, dass der Beschwerdeführer verschuldet war, beruflich nicht Fuss fassen konnte und mehrere Verurteilungen wegen Strassenverkehrsdelikten, Veruntreuung und Betrugs erwirkt hatte. Bei dieser Sachlage ist eine Berufung auf die Garantie des Privatlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK trotz der relativ langen Anwesenheitsdauer (im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids 20 Jahre) ausgeschlossen.