Citation: U 41/06 02.02.2007 E. 10.4

10.4.1 Gemäss Angaben des Versicherten vom 16. März 2004 absolvierte er auch nach dem Behandlungsabschluss im Frühjahr 2003 ambulante Physiotherapie, seit August 2003 ein- bis zweimal pro Woche. Zudem nahm er täglich Schmerztabletten ein. Gemäss Bericht des Spitals Z.________ vom 8. Juni 2004 absolvierte er regelmässig einmal wöchentlich Physiotherapie und nahm einmal täglich Ponstan ein. Zudem begann er in dieser Zeit eine Akupunkturbehandlung. Das Spital Z.________ empfahl die schmerzmodulierende Therapie mit dem Antidepressivum Amitryptilin, einen Therapieversuch mit dem Muskelrelaxans Tolperison, die Weiterführung der Akupunktur und der regelmässigen Physiotherapie. Günstig seien auch regelmässige sportliche Betätigung (z.B. Rückenschwimmen) und - bei entsprechender Motivation des Versicherten - ein Training für progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen. Dr. med. I.________ behandelte den Versicherten mit Surmontil abends, Magnesiocard täglich sowie lokal mit Capsaicin-Tinktur. 10.4.2 Nach dem Gesagten erschöpfte sich die Behandlung - abgesehen vom dreitägigen Spitalaufenthalt unmittelbar nach dem Unfall vom 16. Januar 2003 - weitestgehend in der Durchführung ambulanter Physiotherapie, Akupunktur sowie medizinischen Verlaufskontrollen und Medikamentenabgabe. Zudem stand bei den durchgeführten Massnahmen vor allem die Schmerzbekämpfung und nicht die Heilung des Gesundheitsschadens im Vordergrund (vgl. auch Urteile U 21/06 Erw. 4.5 und U 88/05 Erw. 4.3; Urteile J. vom 21. Juni 2006 Erw. 3.2.2, U 265/05, und S. vom 11. Mai 2004 Erw. 4.3.5, U 101/03). Weiter ist festzuhalten, dass nach der Rechtsprechung in Fällen, in denen alternativ- bzw. komplementärmedizinische Behandlungen durchgeführt wurden, das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung nicht erfüllt ist (Urteile U 265/05 Erw. 3.2.2, H. vom 28. Juni 2005 Erw. 3.2.2, U 376/04, K. vom 23. Dezember 2005 Erw. 4.3, U 289/04, und P. vom 24. September 2003 Erw. 3.3, U 361/02). Im Urteil U 376/04 Erw. 3.2.2 wurde diesbezüglich erwogen, die Wirksamkeit der komplementär- und alternativmedizinischen Massnahmen (in casu Akupunktur, Osteopathie und Alexandertechnik) sei umstritten. Im vorliegenden Fall besteht kein Anlass, auf Grund der durchgeführten Akupunktur das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung zu bejahen. Anzufügen bleibt, dass den verschiedenen Abklärungsmassnahmen und den blossen ärztlichen Kontrollen nicht die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zukommt (Urteil U 393/05 Erw. 8.2.4). Bei dieser Sachlage ist auch das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung jedenfalls nicht in ausgeprägter Weise gegeben. 10.5 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, liegt nicht vor.