Citation: 9C_568/2019 E. 5.4

5.4. Die Versicherte stellt sodann die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit und ihre Selbsteingliederungsfähigkeit (vgl. dazu BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 460) in Abrede, insbesondere da ihr mit Jahrgang 1957 im Verfügungszeitpunkt bis zur ordentlichen Pensionierung nur eine kurze Aktivitätsdauer verbleibe. Die Annahme der Verwertbarkeit würde ein völlig unrealistisches Entgegenkommen des Arbeitgebers erforderlich machen. Jedenfalls zu beachten sei die längere Abstinenz vom Arbeitsmarkt sowie auch der aufgrund des Alters und des Zusammenspiels von psychischen und somatischen Beschwerden erhöhte Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand. Es ist nicht einsehbar, weshalb bei einer (einzig) in somatischer Hinsicht begründeten Arbeitsunfähigkeit von weniger als 30 % resp. einer Restarbeitsfähigkeit von über 70 % in der angestammten wie auch in einer (optimal) angepassten Tätigkeit (vgl. E. 3.3) keine Verwertbarkeit mehr auf dem (hypothetisch) ausgeglichenen Arbeitsmarkt gegeben sein soll, zumal dieser eine Vielzahl verschiedenartiger Stellen bietet (Urteil 9C_821/2017 vom 16. März 2018 E. 2.4 mit Hinweisen). Dies gilt umso mehr, als entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht von einer langen Abstinenz vom Arbeitsmarkt gesprochen werden kann: Ihr letzter Arbeitstag bei der E.________ AG war im Januar 2016 (vgl. Formular "Anmeldung für Erwachsene: Berufliche Integration/Rente vom 13. Juni 2016) und somit weniger als zwei Jahre vor der rentenablehnenden Verfügung, wobei das Arbeitsverhältnis laut Angaben der Versicherten erst per Ende Mai 2017 aufgelöst wurde.