Citation: C 147/03 16.10.2003 E. 4.2

4.2.1 Von den Flugkosten von Fr. 3636.- entfallen je Fr. 1715.50 auf die Ehegatten und Fr. 205.- auf das Kind. Es wird nicht geltend gemacht, der Ehemann sei, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage gewesen, mindestens für die Hälfte der Kosten aufzukommen. Es ist somit von einer laut Beschwerdeführerin im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auszahlungen der Arbeitslosenkasse ab 4. März 1998 getroffenen Disposition in der Höhe von lediglich rund Fr. 1800.- auszugehen. 4.2.2 Im Weitern ist zu berücksichtigen, dass die Versicherte seit 1. Februar 1999 beim Atelier X.________ als Lehrerin und Co-Leiterin der interen Weiterbildung angestellt war. Laut Vertrag vom 5. März 1999 war das Arbeitsverhältnis unbefristet. Das Gehalt betrug bei einem Beschäftigungsgrad von 60 % Fr. 3252.- pro Monat. Dazu bestand Anspruch auf einen 13. Monatslohn. Ab 29. April 1999 arbeitete die Beschwerdeführerin überdies als Sprachlehrerin bei der Firma M.________ AG gemäss Anstellungsvertrag vom 28. April/2. Mai 1999 drei Stunden pro Woche oder nach Vereinbarung. Mit dieser Tätigkeit erzielte sie im Mai und Juni einen Verdienst von durchschnittlich Fr. 840.- (vor Abzug der Sozialversicherungsbeiträge). Zusammen ergibt sich somit ein Erwerbseinkommen im massgeblichen Zeitpunkt von deutlich mehr als Fr. 4000.- im Monat. 4.2.3 Schliesslich ist ebenfalls unter dem finanziellem Gesichtspunkt zu beachten, dass am 18. Juni 1999 (Zeitpunkt der Buchung der Brasilien-Reise) das Beschwerdeverfahren betreffend die vom KIGA mit Verfügung vom 2. Dezember 1997 verneinte Vermittlungsfähigkeit ab 11. Februar 1997 hängig war. Wie auch immer der Prozess ausginge, es bestand in jedem Fall ein - in masslicher Hinsicht grundsätzlich bestimmbarer - (Nachzahlungs-)Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. 4.3 Im Lichte des Vorstehenden ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin auch ohne die Auszahlung von Arbeitslosenentschädigung ab 4. März 1998 oder bei Ausrichtung von Leistungen bemessen nach einem tieferen versicherten Verdienst im Sommer 1999 zusammen mit ihrer Familie Ferien in Brasilien gemacht hätte. Dafür spricht insbesondere ihre erwerbliche Situation. Es kann daher nicht gesagt werden, die nachträglich als unrichtig erkannte Eröffnung einer Bezugsrahmenfrist am 4. März 1998 sei für jene Disposition ursächlich gewesen. Damit entfällt der Vertrauensschutz (Urteil A. vom 7. Mai 2001 [C 27/01] Erw. 3c/dd).