Citation: 1B_235/2015 E. 4.5

4.5. Das Vorbringen der Oberstaatsanwaltschaft, wonach keinerlei persönlichen oder sachlichen Verbindungen zwischen den fraglichen beiden Gesellschaften oder ihren wirtschaftlich Berechtigten ersichtlich sind bzw. dass sich Letztere gar nicht kannten, stellt im Übrigen kein unzulässiges Novum (im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG) dar: Die oben genannten wesentlichen Verdachtsgründe bildeten bereits Gegenstand des Entsiegelungsgesuches. Es wurde darin auch dargelegt, dass die eine Gesellschaft in der Schweiz und die andere in Spanien (Teneriffa) domiziliert ist, wo auch der Beschuldigte wohnt. Ebenso geht aus dem Gesuch hervor, dass weder die Gesellschaftsorgane noch die betroffenen Konten der beiden Gesellschaften Übereinstimmungen aufweisen. Die Konten befinden sich bei unterschiedlichen Banken in unterschiedlichen Ländern. Dass zwischen den Gesellschaften oder ihren (ebenfalls erwähnten) wirtschaftlich Berechtigten sonst irgendeine erkennbare personelle oder geschäftliche Verbindung bestanden hätte, wurde von der Staatsanwaltschaft im Entsiegelungsgesuch (mit Recht) nicht behauptet. Nötigenfalls hätte die Vorinstanz dies auch noch in den umfangreichen Akten, auf die sich das Entsiegelungsgesuch ausdrücklich stützt, verifizieren können. Daran ändert der Umstand nichts, dass die Oberstaatsanwaltschaft in der Beschwerdeschrift auch noch ergänzend auf die Einvernahmeprotokolle hinweist, laut denen sich die wirtschaftlich Berechtigten der beiden Gesellschaften nicht einmal kannten. Zwar fand sich dieser ausdrückliche Hinweis im Entsiegelungsgesuch noch nicht. Auch die fraglichen Protokolle hatte die Staatsanwaltschaft der Vorinstanz jedoch unbestrittenermassen vorgelegt.