Citation: 5A_106/2014 E. 8.2

8.2. Mit Bezug auf die streitigen Mietzinse für ein Atelier/Lager in D.________/N.________ fusst der angefochtene Entscheid auf dem Beweisergebnis, dass nicht nur das Lager im Parterre, sondern auch das vom Streit betroffene Lager/Atelier im 1. Stock praktisch ausschliesslich dem Werk von A.________ diente und die Anzahl und Bedeutung der auf Empfehlung des Willensvollstreckers durch die Beschwerdegegnerin entfernten, nicht A.________ gehörenden Fremdwerke vernachlässigt werden können. Dass die Beschwerdegegnerin in diesen Räumlichkeiten als Vertreterin oder Betreuerin anderer Werke fungiert hätte, werde durch die zitierten Zeugenaussagen widerlegt. Daran ändere nichts, dass die Beschwerdegegnerin gegenüber dem (Haupt-) Vermieter als (Haupt-) Mieterin aufgetreten und auch Partei des in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Versicherungsvertrages gewesen sei. Dass sie auf ihrer Website neben ihrer anderen (Haupt-) Adresse die streitigen Räumlichkeiten als - allerdings nur nach Vereinbarung - mögliche Kontaktadresse angegeben habe, liege offensichtlich daran, dass sie einen Grossteil ihrer beruflichen Tätigkeit für die Vertretung und Betreuung des Werks von A.________ aufgewendet und deshalb zumindest einen Teil der damit zusammenhängenden geschäftlichen Kontakte im Atelier/Lager in D.________/N.________ herzustellen und zu pflegen gehabt habe. Das Bundesgericht ist an dieses Beweisergebnis grundsätzlich gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG; s. dazu E. 3). Was die Beschwerdeführer vortragen, vermag den angefochtenen Entscheid nicht zu erschüttern. So genügt es nicht, wenn sie hinsichtlich der Ersatzforderung der Beschwerdegegnerin für den hälftigen Anteil am Mietzins für die Zeit von Juli bis Dezember 2008 einfach behaupten, es sei "nicht einmal erwiesen", ob und ab wann die Beschwerdegegnerin die Mieträumlichkeiten tatsächlich nicht mehr für sich benutzt habe. Auch im Zusammenhang mit der von ihnen selbst geforderten Rückerstattung der Mietzinse für Januar bis November 2009 vermögen die Beschwerdeführer nichts auszurichten, wenn sie die vorinstanzliche Feststellung, wonach die Beschwerdegegnerin das Atelier/Lager im 1. Stock nicht für andere berufliche Tätigkeiten verwendet und dort auch keine beruflichen Aktivitäten kombiniert habe, einfach als "aktenwidrig" bezeichnen. Mithin bleibt es bei der vorinstanzlichen Feststellung, dass die fraglichen Räumlichkeiten der Beschwerdegegnerin "einzig" zur Vertretung und Betreuung des Werks von A.________ zur Verfügung gestanden haben. Bei der auftragsrechtlichen Betrachtungsweise, die für diesen Zeitraum massgeblich ist (E. 7.3), sind die dafür aufgewendeten Mietzinse als Auslagen anzusehen, deren Ersatz die Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 402 Abs. 1 OR beanspruchen kann. Die Beschwerde erweist sich auch in dieser Hinsicht als unbegründet.