Citation: 1P.55/2007 15.03.2007 E. 3

Den Entscheid des Appellationshofs vom 12. Dezember 2006 fechten die Beschwerdeführer mit zwei Rügenkomplexen an. Einerseits halten sie dem Appellationshof vor, dass er seinen Entscheid vor Ablauf der Frist für die staatsrechtliche Beschwerde gegen den obergerichtlichen Entscheid vom 1. November 2006 gefällt hat. Darin erblicken die Beschwerdeführer eine formelle Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 BV) und eine Missachtung ihres Anspruchs auf ein verfassungsmässiges Gericht im Sinne von Art. 30 Abs. 1 BV. Anderseits habe der Appellationshof ihr rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) erneut verletzt: Es sei ihnen zum zweiten Mal vorenthalten worden, sich zur Vernehmlassung des erstinstanzlichen Exmissionsrichters vom 9. Dezember 2005 zu äussern. Wiederum zeigen die Beschwerdeführer bei diesen Verfassungsrügen nicht auf, dass die zusätzlich angeführten Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 26 Abs. 1 und 2 KV/BE eine Bedeutung haben, die über die genannten Verfassungsbestimmungen hinausgeht.