Citation: 7B_69/2024 E. 4.3

4.3. Vorliegend besteht ein erhöhtes öffentliches Interesse an der kollusionsfreien Untersuchung des Sachverhalts, da der dringende Verdacht des Handels von "weichen" und "harten" Drogen in mutmasslich grösserem Ausmass vorliegt (vgl. Urteil 1B_164/2019 vom 29. April 2020 E. 2.4). Ein Kontaktverbot bietet in casu keine Gewähr für eine solche Tatsachenfeststellung. Die Einhaltung eines Kontaktverbots wäre nicht sofort überprüfbar, sofern C.________ und B.________ allfällige Kontaktversuche des Beschwerdeführers (oder von ihm beauftragten Personen) nicht ablehnen und sofort melden würden. Diese beiden Männer haben - wie auch derzeit noch nicht identifizierte mutmasslich am Drogenhandel beteiligte Personen - unter Umständen auch ein eigenes Interesse an der Absprache ihrer Aussagen mit denjenigen des Beschwerdeführers. Gemäss den Feststellungen der Vorinstanz hat der Beschwerdeführer ausgeführt, mit B.________ "Geschäfte zu machen". C.________ überliess dem Beschwerdeführer sein Fahrzeug samt Schlüssel für die Wohnung in U.________, welche der Beschwerdeführer gemäss den vorinstanzlichen Ausführungen für eine gewisse Zeit genutzt haben soll und aus welcher die Polizeiangehörigen Drogen, Handelsutensilien und Bargeld sicherstellten. Aufgrund dieser Bekanntschaften und des gemeinsamen Bezugs zu Drogen ist wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer mit diesen beiden Personen (allenfalls auch über Drittpersonen) kolludieren würde. Ein Kontaktverbot erweist sich mithin nicht als geeignete Ersatzmassnahme, um die bereits aufgezeigte Kollusionsgefahr abzuwenden. Beim derzeitigen Untersuchungsstand gilt dies ebenso für weitere Ersatzmassnahmen.