Citation: 1B_263/2021 E. 5.3

5.3. Der vom Beschwerdeführer zitierte BGE 140 IV 19 betraf einen Fall häuslicher Gewalt, in welchem dem damaligen Beschwerdeführer unter anderem Todesdrohungen gegenüber seiner Lebenspartnerin vorgeworfen wurden. Die Gutachterin stufte diesbezüglich die Ausführungsgefahr einzig für den Fall als hoch ein, dass der damalige Beschwerdeführer und seine Lebenspartnerin die konflikthafte Beziehung fortsetzen bzw. wieder aufnehmen oder sogar wieder zusammenwohnen sollten. Das Bundesgericht kam zum Schluss, bei dieser Ausgangslage sei die Fortführung der Untersuchungshaft nicht erforderlich, da auch mit einem Rayon- und Kontaktverbot eine Fortsetzung bzw. Wiederaufnahme der Beziehung und ein räumliches Zusammenleben mit aufkommenden Krisensituationen verhindert werden könne (vgl. E. 2.6 des Entscheids). Der vorliegende Fall ist mit dem damals beurteilten klar nicht vergleichbar, besteht doch die Ausführungsgefahr bezüglich des Geschädigten nicht im Rahmen einer solchen oder einer gleichgelagerten Beziehung, liegt mithin keine entsprechende Ausgangslage vor. Soweit der Beschwerdeführer ausserdem vorbringt, die von ihm erwähnten bzw. die eventualiter beantragten Ersatzmassnahmen reichten aus, setzt er sich nicht weiter mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinander. Vielmehr begnügt er sich im Wesentlichen damit, das Ausreichen dieser Massnahmen zu behaupten. Damit vermag er die gegenteilige Beurteilung der Vorinstanz nicht in Frage zu stellen. Daran ändern die von ihm zugunsten der Einhaltung dieser Ersatzmassnahmen angeführten Faktoren nichts, kommt diesen doch neben den von der Vorinstanz als entscheidend beurteilten Umständen keine massgebliche Bedeutung zu. Indem die Vorinstanz die Möglichkeit von Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 237 StPO verneint hat, hat sie demnach kein Bundesrecht verletzt. Dass die strittige Haftanordnung sonst unverhältnismässig wäre, macht der Beschwerdeführer sodann nicht geltend und ist nicht ersichtlich.