Citation: U 281/99 13.06.2000 E. A

A.- C.________, geboren 1956, arbeitete seit Herbst 1990 zu 50 % als Bezirksanwältin bei der Bezirksanwaltschaft X.________ und war bei der "Winterthur" Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: "Winterthur") obligatorisch für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 10. Februar 1991 um ca. 01.00 Uhr wurde sie als Beifahrerin des von einem Bekannten gesteuerten Personenwagens bei schlechter Sicht und leichtem Schneefall auf der Autobahn Opfer eines Auffahrunfalls, bei dem sie sich laut Zeugnis des behandelnden Arztes Dr. med. B.________ vom 26. Februar 1991 ein Schleudertrauma der HWS sowie eine leichte Hirnerschütterung zuzog. In der Folge klagte sie über Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen, Konzentrationsschwäche sowie Schwindelgefühle. Vom 30. April bis 31. Mai 1991 hielt sie sich im Stadtspital Y.________ auf, wo ein zervikozephales Syndrom mit vasomotorischer Komponente bei Status nach Schleudertrauma, chronische Spannungstyp-Kopfschmerzen, eine vasomotorische Rhinopathie sowie ein Status nach Tonsillektomie 1965, Appendektomie 1972 und Reitunfall 1980 diagnostiziert wurden. Der konsiliarisch beigezogene Psychiater Dr. med. S.________ fand eine neurotische Entwicklung ohne Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Ab dem 3. September 1991 wurde die Versicherte wiederholt in der Klinik W.________ untersucht, welche einen stationären Behandlungsversuch in der Klinik A.________ empfahl. Während des dortigen Klinikaufenthaltes vom 9. Januar bis 1. Februar 1992 wurde die Versicherte physio- und psychotherapeutisch sowie alternativmedizinisch behandelt. Laut Austrittsbericht der Klinik (vom 4. März 1992) konnte sie in wesentlich gebessertem Zustand nach Hause entlassen werden. Der von der "Winterthur" mit einer psychiatrischen Beurteilung beauftragte Dr. med. J.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Zürich, gelangte mit Bericht vom 25. Juni 1992 zum Schluss, dass sich die Versicherte schon vor dem Unfall in einer psychischen Konfliktsituation befunden habe, die psychogene Störung jedoch als abgeklungen zu betrachten sei. Auf Veranlassung der Klinik A.________, wo sie ambulant und vom 1. bis 12. Juni 1993 erneut stationär behandelt wurde, unterzog sich die Versicherte in der Zeit vom 27. Juli bis 2. November 1993 einem Krafttraining zur Stärkung der Hals- und Nackenmuskulatur, welches jedoch nicht den erwarteten Erfolg brachte. Im Dezember 1993 kam es zu einer Exazerbation des zervikozephalen Syndroms, einer schweren reaktiv-depressiven Verstimmung und starken Konzentrationsstörungen, was zu einer weiteren stationären Behandlung in der Klinik A.________ in der Zeit vom 31. Dezember 1993 bis 8. Januar 1994 Anlass gab. Am 27. Januar 1994 beauftragte die "Winterthur" die Klinik Z.________ mit einer gutachtlichen Beurteilung. PD Dr. med. K.________, Chefarzt Neurologie dieser Klinik, nahm am 26. September 1994 eine ambulante Untersuchung vor und beantragte einen stationären Klinikaufenthalt, welcher in der Zeit vom 4. Januar bis 1. Februar 1995 durchgeführt wurde. In dem am 8. Mai 1995 erstatteten Bericht gelangte der Gutachter zum Schluss, von weiteren medizinischen Massnahmen sei keine wesentliche Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten, am bestehenden Zustand wirkten unfallfremde Faktoren mit, der Versicherten sei eine Tätigkeit als Bezirksanwältin von 50 % möglich und der Integritätsschaden sei auf 10 bis 20 % zu schätzen. Eine von der Klinik Z.________ vorgenommene neuropsychologische Abklärung ergab leichte Beeinträchtigungen in der komplexen Reaktionsbereitschaft, der verbalen Umstellfähigkeit, im Aufnehmen von figurativen Informationen sowie beim Lösen von komplexen Aufgaben mit mehreren gleichzeitigen Bedingungen (Bericht lic. phil. K.________ vom 28. September 1994). Nach Einholung eines Berichts des beratenden Arztes, Dr. med. H.________ erliess die "Winterthur" am 7. Juli 1995 eine Verfügung, mit welcher sie die Heilungskosten- und Taggeldleistungen auf den 31. Mai 1995 einstellte und die Ausrichtung einer Invalidenrente sowie einer Integritätsentschädigung mit der Begründung ablehnte, dass keine unfallkausale Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit oder der Integrität bestehe. Die hiegegen erhobene Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 10. Januar 1996 ab.