Citation: 8C_339/2024 E. 3.1

3.1. Der Beschwerdeführer erhebt keine Einwände gegen die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. Ebenfalls unbestritten ist, dass der Beschwerdegegner kein Verschulden an der Auflösung des Arbeitsverhältnisses trägt. Laut vorinstanzlicher Sachverhaltsfeststellung stand er bei der Arbeitgeberin letztmals am 25. Januar 2023 als Aushilfschauffeur in einem Arbeitseinsatz. Diese unechte Arbeit auf Abruf (ARV 2017 S. 280, 4A_334/2017 E. 2.2 i.f. mit Hinweis) beruhte auf einem mündlichen Vertrag ohne eine vereinbarte Mindestanzahl von Einsatzstunden und ohne eine während längerer Zeit mehr oder weniger konstant absolvierte Arbeitszeit, woraus auf eine Normalarbeitszeit hätte geschlossen werden können. Der Beschwerdegegner hatte keinen Anspruch, von der Arbeitgeberin zur Arbeit aufgeboten zu werden. Zudem steht laut angefochtenem Urteil fest, dass die Arbeitgeberin dem Beschwerdegegner nach dem 25. Januar 2023 keine Gelegenheit für einen Arbeitseinsatz mehr angeboten hätte, selbst wenn er auf einer Kündigungsfrist bestanden hätte. In der Folge habe die Arbeitgeberin ab 1. Februar 2023 ersatzweise einen anderen Chauffeur neu angestellt und folglich keinen Bedarf mehr für einen Aushilfschauffeur gehabt. Die Unterlassung des Beharrens auf einer Kündigungsfrist seitens des Beschwerdegegners habe folglich für die Arbeitslosenversicherung keinerlei Schadensrisiko in sich geborgen, weshalb dieses Verhalten unter den gegebenen Umständen nicht zu sanktionieren sei. Denn nach der Rechtsprechung bezwecke die Einstellung als versicherungsrechtliche Sanktion die angemessene Mitbeteiligung des Versicherten am Schaden, den er durch sein pflichtwidriges Verhalten der Arbeitslosenversicherung natürlich und adäquat kausal verursacht habe (BGE 122 V 34 E. 4c/aa mit Hinweisen).