Citation: 9C_642/2017 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführerin bezieht sich auf Vereinbarungen "hinsichtlich Sitzungsgelder" zwischen ihr und Vertretern der Parlamentsdienste, welche mit Schreiben vom 2. Mai 1991 festgehalten und in der Folge "mehrfach bestätigt" worden seien. Indes sei die Ausgleichskasse in Bezug auf die Vereinbarung mit dem Kanton Zürich stets davon ausgegangen, dass die gewährte Unkostenpauschale ungefähr den Unkosten entspreche, die den Ratsmitgliedern auch effektiv entstanden seien. Die Regelung betreffend die Sitzungsgelder sei "grosszügig" bemessen worden. Im Schreiben vom 28. Mai 2013 sei der Kanton zuletzt darauf hingewiesen worden, dass die auf den Sitzungsgeldern gewährten Unkosten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch tatsächlich entstanden sein müssten. Bis zur Kontaktnahme durch den Beschwerdegegner 2 sei sie denn auch von diesen Voraussetzungen ausgegangen. Die Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts, dass eine auf Einzelfälle beschränkte Praxisänderung vorliege, sei nicht korrekt. Die Ausgleichskasse müsse in Nachachtung von Rz 3015 der Wegleitung (WML) auch bei pauschalisierten Spesenregelungen eine Aufrechnung vornehmen können, wenn sie Kenntnis davon erhalte, dass die als Unkostenentschädigung bezeichneten Auszahlungen der Arbeitgeberin offensichtlich übersetzt seien. Die Vereinbarung der Ausgleichskasse mit dem Kanton Zürich schliesse eine Überprüfung des Einzelfalls - bei entsprechender Kenntnis - nicht aus. Dementsprechend erübrige sich die Frage, ob ein treuwidriges Verhalten vorliege.