Citation: 6B_641/2021 E. 1.1

1.1. Die äusseren Abläufe, die zum Schuldspruch wegen Freiheitsberaubung und Entführung führten, sind im Wesentlichen unbestritten: Am 23. Mai 2019 um ca. 21.00 Uhr traf sich der Beschwerdeführer trotz bestehenden Kontaktverbots in U.________ mit seiner Ex-Freundin B.________. Er war in aufgebrachter Stimmung. Kurz nach seinem Eintreffen versetzte er ihr, die sich am Steuer ihres Wagens befand, einen Fusstritt gegen den Körper, weil sie entgegen seiner Aufforderung nicht sofort auf den Beifahrersitz rutschte. In der Folge fuhren die beiden in ein nahe gelegenes Waldstück, wobei er das Fahrzeug lenkte. Im Wald angekommen, befahl er ihr, ihr Mobiltelefon abzustellen, damit es nicht geortet werden könne und drohte, es ansonsten kaputt zu machen, woraufhin B.________ das Gerät ausschaltete. Danach redete der Beschwerdeführer lange auf sie ein und thematisierte dabei insbesondere ihre Beziehungsprobleme. Als sie nach einiger Zeit urinieren musste, liess er sie aussteigen. Er folgte ihr, packte ihr Gesicht und schlug ihren Hinterkopf einmal gegen die Motorhaube. Nach dem Urinieren konnte sich B.________ wieder ins Auto auf die Fahrerseite setzen. Von Neuem redete der Beschwerdeführer längere Zeit, bis gegen Mitternacht, auf sie ein und fragte sie mehrfach, weshalb sie sich von ihm getrennt habe. Im Laufe des Gesprächs nahm er ein Sackmesser hervor, zeigte auf einen Schnitt in seiner Brust und meinte, dass er sich wegen ihr selbst geschnitten habe und sich jetzt suizidieren werde. In dem Moment schnallte B.________ sich an und wollte losfahren. Da trat der Beschwerdeführer, der sich kurz entfernt hatte, erneut zum Auto, riss die Fahrertür auf und verpasste ihr einen heftigen Faustschlag gegen die linke Gesichtsseite. Im Anschluss zeigte er sich für einige Zeit fürsorglich, deckte sie mit einer Decke zu und brachte sie in die Notaufnahme, wo die beiden um ca. 3.00 Uhr eintrafen. Gegen 5.30 Uhr verliessen sie das Spital und die Geschädigte fuhr mit dem Beschwerdeführer als Beifahrer in Richtung ihres Wohnorts. Während der Fahrt begann er noch einmal, über die Beziehungsprobleme zu sprechen. Als er der Geschädigten befahl, das Auto abermals in ein Waldstück zu lenken, wurde sie panisch, hielt auf offener Strasse an und rannte weg. Zuerst folgte ihr der Beschwerdeführer, als ein anderer Automobilist bei ihr anhielt, ging er aber zurück zum Auto, nahm ihre Tasche samt Mobiltelefon und flüchtete in den Wald. Kurz darauf stellte er sich der Polizei.