Citation: 4A_86/2022 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer erhebt dagegen die Rüge einer "Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 8 ZGB und Art. 152 ZPO (Recht auf Beweis), Art. 247 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO (soziale Untersuchungsmaxime), Art. 151 ZPO (bekannte Tatsachen) und Art. 9 BV (willkürliche Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung) ". Diesen Rundum-Vorwurf begründet er mit weitschweifigen, durchwegs appellatorischen Ausführungen, mit denen er weder eine Verletzung der Beweisführungsregeln geschweige denn eine willkürliche Beweiswürdigung der Vorinstanz aufzeigt. Die Vorinstanz hat in Beachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung den Hauptbeweis für die behauptete Arbeitsunfähigkeit im fraglichen Zeitraum dem Beschwerdeführer auferlegt, wobei sie in korrekter Weise das Beweismass des vollen Beweises anlegte (vgl. die Hinweise in E. 3.1). Diesen vermochte der Beschwerdeführer mit den vorhandenen Arztberichten nicht zu erbringen, zumal die echtzeitlichen Untersuchungen keine Objektivierung der geklagten Beschwerden erstellten. Die blosse Verdachtsdiagnose von Dr. H.________ beruhte lediglich auf den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers, und vermochte somit den Beweis nicht zu erbringen, zumal Dr. H.________ in ihrem Bericht vom 26. Februar 2019 an Dr. F.________ die Atembeschwerden nun in erster Linie auf die Dekonditionierung des Beschwerdeführers nach Verzicht auf Sport seit Sommer 2018 zurückführte und nun selber eine funktionelle Komponente in Erwägung zog. Entsprechend attestierte sie dem Beschwerdeführer angesichts der altersentsprechenden Leistungsfähigkeit in der Spiroergometrie aus pneumologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit mehr. Sie schloss sich damit der Beurteilung von Dr. D.________ an, der anhand der Befundberichte klar und nachvollziehbar ausführte, es liege keine abschliessende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit als Maurer vor, womit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf objektiv nicht attestiert werden könne. Mit dem Bericht von Dr. D.________ vom 5. März 2019 und der Nachbeurteilung vom 8. November 2019 hat die Beschwerdegegnerin die aufgelegten Arztberichte substanziiert bestritten. Angesichts dieser klaren Ausgangslage, d.h. keine Objektivierung der Beschwerden, substanziierte Bestreitung und später sogar Fallenlassens der Verdachtsdiagnose von Dr. H.________, kann das Bundesgericht keinerlei Anhaltspunkte für eine willkürliche Beweiswürdigung der Vorinstanz erkennen. Auf die appellatorische Kritik des Beschwerdeführers, der im Wesentlichen bloss auf seinem Standpunkt beharrt, ist nicht weiter einzugehen. Ebenso wenig ist auch nur im Ansatz erkennbar, inwiefern die Vorinstanz eine der angerufenen Beweisführungsregeln verletzt haben soll. Vielmehr ging sie im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vor. Damit bleibt es dabei, dass der Beschwerdeführer den Beweis für eine Arbeitsunfähigkeit im Zeitraum vom 23. Oktober 2018 bis zum 21. Februar 2019 nicht erbracht hat.