Citation: 8C_520/2019 E. 4.3

4.3. Der Beschwerdeführer rügt schliesslich, dass die Vorinstanz weiteren Abklärungsbedarf zu Unrecht verneint habe, obwohl der behandelnde Pneumologe einen solchen als gegeben erachtet habe. Es trifft zu, dass die Vorinstanz sich unter anderem auf einen Wikipedia-Artikel abstützte. Die sich auf dieser Plattform befindenden Informationen sind wenig aussagekräftig und bilden für sich allein keine verlässlichen medizinischen Entscheidgrundlagen (Urteile 8C_169/2018 vom 31. August 2018 E. 6.3; 9C_434/2015 vom 11. Mai 2016 E. 4.2.3). Dennoch vermag der Beschwerdeführer daraus nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Denn zum einen verwendete das kantonale Gericht den Wikipedia-Eintrag lediglich zur kurzen Erläuterung des Begriffs des ESS-Werts (Epworth Sleepiness Scale; vgl. Urteil 4A_217/2018 vom 2. Oktober 2018 E. 4.3). Zum andern zeigte es auf, dass die Gutachter der ABI schon vor Beginn der Schlafapnoe-Behandlung von einer erheblichen funktionellen Überlagerung der Symptome (insbesondere der Müdigkeit) ausgingen, die sie für nicht authentisch erachteten, zumal ein deutlich vermehrter Schlafdruck tagsüber aufgrund des völlig normalen Einschlaflatenztests nicht objektivierbar gewesen sei (s. auch vorne E.3.2 und 4.1). Die Vorinstanz verwies sodann auf die Ausführungen des neurologischen Gutachters, wonach Patienten, die im Anschluss an einen Hirninfarkt eine Fatigue-Symptomatik entwickeln, eine durchgehende vermehrte Müdigkeit beklagen würden; dies sei beim Beschwerdeführer jedoch nicht der Fall, seine Müdigkeit sei vielmehr eindeutig an den Tagesablauf gebunden bzw. trete immer (erst) am Nachmittag auf. Dr. med. B.________ habe sich mit diesen überzeugenden Ausführungen nicht auseinandergesetzt. Auch der Beschwerdeführer setzt diesen zutreffenden Darlegungen der Vorinstanz und der Gutachter nichts entgegen, so dass es damit sein Bewenden hat. Im Ergebnis verletzte die Vorinstanz kein Bundesrecht, wenn sie von weiteren Abklärungen absah.