Citation: 1C_301/2009 01.02.2010 E. 4

4.1 Die Beschwerdeführer machen weiter sinngemäss eine willkürliche Anwendung der Ästhetikbestimmungen des baselstädtischen Bau- und Planungsgesetzes geltend. 4.2 Gemäss dem angefochtenen Entscheid ist die nachträgliche Bewilligung für den Dachausstieg und die Dachterrasse mit Geländer in Anwendung von § 58 des baselstädtischen Bau- und Planungsgesetzes vom 17. November 1999 (BPG) zu Recht verweigert worden. Nach dieser Bestimmung sind Bauten, Anlagen, Aufschriften und Bemalungen mit Bezug auf die Umgebung so zu gestalten, dass eine gute Gesamtwirkung entsteht. Mit Blick darauf beurteilte das Verwaltungsgericht die Gesamtwirkung der ausgeführten Dachgaube mit Geländer nicht nur als nicht gut, sondern als ausgesprochen schlecht. Gestützt auf den vor Ort durchgeführten Augenschein teilte das Verwaltungsgericht die Einschätzung der unteren Instanz, wonach aus typologischer Sicht ein zusätzliches Geländer auf einer Dachgaube nicht möglich sei; es handle sich um architektonischen Unsinn und wirke als fremdes und störendes Element. 4.3 Nach Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willkür behandelt zu werden. Nach der ständigen Praxis des Bundesgerichts liegt Willkür in der Rechtsanwendung vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begründung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist; dass eine andere Lösung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, genügt nicht (BGE 134 I 140 E. 5.4 S. 148; 132 I 13 E. 5.1 S. 17 f.; 131 I 467 E. 3.1 S. 473 f.; je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung steht der Baubewilligungsbehörde bei der Auslegung und Handhabung von Ästhetikklauseln regelmässig ein besonderer Ermessensspielraum zu, der im Rechtsmittelverfahren zu beachten ist. Erweist sich die ästhetische Würdigung im Rahmen der geltenden Zonenordnung als vertretbar, so darf die Rechtsmittelinstanz nicht mit einer abweichenden Würdigung in das Ermessen der Baubewilligungsbehörde eingreifen (Urteil 1P.678/2004 vom 21. Juni 2005 E. 4, publiziert in ZBl 107/2006 S. 430). 4.4 Zwar trifft es - wie die Beschwerdeführer zu Recht geltend machen - zu, dass bei der Beurteilung der Ästhetik von Bauvorhaben zwangsläufig persönliche Anschauungen und subjektive Empfindungen mitspielen. Die Einschätzung des Verwaltungsgerichts basiert indessen aufgrund der am Augenschein vor Ort gewonnenen Erkenntnisse und deckt sich mit der von der Stadtbildkommission als Fachbehörde vorgenommenen Beurteilung. Das Verwaltungsgericht erachtete das Geländer und den Dachausstieg als orts- und typenfremde Elemente im Strassenzug, die im Wortsinne aufgesetzt wirken würden. Diese Ausführungen lassen keine Willkür erkennen. Die Beschwerdeführer legen nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Beurteilung des Verwaltungsgerichts nicht auf einer vollständigen und richtigen Berücksichtigung der massgeblichen Sachumstände beruht. Die Rüge der willkürlichen Anwendung von § 58 BPG erweist sich damit als unbegründet. 4.5 Die Vorbringen der Beschwerdeführer hinsichtlich der Notwendigkeit des Dachausstiegs zur Reinigung des Kamins des neuen Heiz-Cheminées stellen wiederum bloss appellatorische Kritik dar. Dies genügt indessen - wie schon ausgeführt - nicht, um eine willkürliche Anwendung der kantonalen Normen oder eine Verfassungsverletzung aufzuzeigen (s. vorstehende E. 1.4).