Citation: 1P.701/1999 04.05.2000 E. 5

5.- Der Beschwerdeführer kritisiert schliesslich, dass sich das Verwaltungsgericht mit seiner Rüge, die Dachrinne des Neubaus reiche über die Grenze und damit über sein Schopfdach, nicht befasst und eine Beeinträchtigung verneint habe. Damit sei ihm das rechtliche Gehör verweigert und die Eigentumsgarantie verletzt worden. a) Das rechtliche Gehör als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des Betroffenen tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt. In diesem Sinne sind wenigstens kurz die Überlegungen zu nennen, von denen sich die Behörde hat leiten lassen. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinander setzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 124 II E. 2a S. 149; 123 I E. 2c S. 34, mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall trifft es zu, dass sich das Verwaltungsgericht nicht ausdrücklich mit dem die Dachrinne betreffenden Einwand des Beschwerdeführers auseinander gesetzt hat. Gemäss den Plänen ragt das Dach des projektierten Neubaus nicht über die Grenze. Hingegen reicht die Dachrinne im nördlichen Abschnitt in der Tat geringfügig darüber. Das Verwaltungsgericht hat sich mit den Einwänden des Beschwerdeführers indessen insofern näher befasst, als dieser geltend gemacht hatte, vom geplanten Steildach werde Schnee auf sein Remisendach abrutschen und dieses beschädigen. Das Verwaltungsgericht hat diese Einwände mit näherer Begründung verworfen und sodann festgestellt, dass die Neubaute in der geplanten Weise im Grenzbereich zulässig sei und den Beschwerdeführer in seinen Interessen insgesamt nicht mehr beeinträchtige, als in der Kernzone hinzunehmen sei. Damit hat das Verwaltungsgericht den die Dachrinne betreffenden Einwand des Beschwerdeführers zumindest implizit verworfen. Bei dieser Sachlage kann nicht gesagt werden, das Verwaltungsgericht habe die aus der Verfassung fliessende Begründungspflicht verletzt. b) Der Beschwerdeführer behauptet, er werde bei einem allfälligen späteren Umbau oder einer Erneuerung des Schopfdaches wegen der Dachrinne erheblich behindert oder eingeschränkt werden. Weshalb dem so sein sollte, begründet er indessen nicht näher. Aufgrund der Akten ist dieser Vorwurf nicht nachvollziehbar. Ein Eingriff in die Eigentumsgarantie ist daher nicht auszumachen. c) Das Verwaltungsgericht hat die Einwände des Beschwerdeführers betreffend möglicher Schäden am Remisendach durch Schnee, Eis und Wasser verworfen. Es hat erwogen, das Dach des geplanten Baus liege innerhalb der Norm, und hat auf die Verantwortlichkeit des Hausbesitzers hingewiesen. Da auf dem Dach der projektierten Baute Schneefänger vorgesehen sind und Schnee vom Dach des Neubaus auf das Remisendach nicht fallen, sondern höchstens abrutschen würde - im Gegensatz zum Schnee, der vom Dach des eigenen Hauses des Beschwerdeführers aus mehreren Metern Höhe auf das Remisendach aufschlägt -, ist nicht nachvollziehbar, welche Nachteile das Verwaltungsgericht hier hätte in Rechnung stellen sollen. Der Vorwurf der Willkür ist unbegründet.