Citation: 9C_311/2019 E. 4

Die Vorinstanz hat die Vergütung jener Krankheits- und Behinderungskosten abgelehnt, welche (sofern wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich) vom obligatorischen Krankenpflegeversicherer zu tragen sind (Blasenspritze, verschiedene Arzneimittel, Urinbeutel und Inkontinenzartikel) bzw. von diesem bereits übernommen worden sind (Peristeen Anale der B.________ AG). Entgegen den Einwänden der Beschwerdeführerin hat das kantonale Gericht dabei nicht die Auffassung vertreten, sie hätte diesbezüglich lückenlose Belege des Krankenpflegeversicherers einreichen müssen. Die bundesrechtskonforme Argumentation der Vorinstanz zielt vielmehr darauf ab, dass - mit Ausnahme der Kostenbeteiligungen nach Art. 64 KVG (vgl. Art. 14 Abs. 1 lit. g ELG) - derlei Kosten zum Vornherein (unabhängig von einer tatsächlichen Kostentragung im Rahmen des KVG) nicht nach dem System der ELG vergütungsfähig sind (vgl. dazu Botschaft über die 3. Revision des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur AHV und IV vom 20. November 1996, BBl 1997 I 1208 Ziff. 213.1; RALPH JÖHL/PATRICIA USINGER-EGGER, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 3. Aufl. 2016, Rz. 249 S. 1932; vgl. zudem in Bezug auf die geltend gemachten Arzneikosten Urs Müller, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Aufl. 2015, S. 281 Rz. 820; BGE 127 V 242 E. 4c S. 244). Der Beschwerdeführerin wurden unbestritten Krankheits- und Behinderungskosten im Rahmen von Art. 14 Abs. 1 lit. g ELG vergütet. Weil eine darüber hinausgehende Vergütung im Rahmen der Ergänzungsleistungen nach dem Gesagten nicht vorgesehen ist, bedurfte es keiner Beiladung des Krankenversicherers. Entsprechend zielt auch der Einwand ins Leere, das kantonale Gericht habe den Untersuchungsgrundsatz und das Recht auf Beweis verletzt, weil es die Möglichkeit verwehrt habe, replicando Belege des Krankenversicherers beizubringen.