Citation: 1C_250/2020 E. 3.2

3.2. Vorliegend stellte das Gericht auf das (privat erlangte) Wissen der Richter und des Gerichtsschreibers über den Streitgegenstand ab, und nicht auf Tatsachen, die aus einem anderen Verfahren bekannt geworden sind. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin handelt es sich auch nicht um eine allgemeinnotorische Tatsache: Zwar mag allen in Zug und Umgebung wohnhaften Personen die heutige Existenz des Waldparkplatzes bekannt sein; dagegen kann nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass der über 30-jährige Bestand dieses Parkplatzes in Zug allgemein bekannt ist. Das Verwaltungsgericht nennt auch keine allgemein zugängliche Quelle, aus der sich dies ableiten liesse. Die streitigen Feststellungen lassen sich auch nicht allein auf die in den Akten liegenden Luftbilder aus dem vergangenen Jahrhundert abstützen: Aus ihnen lässt sich zwar entnehmen, dass bereits ab 1970/71 eine unbestockte Fläche bestand, nicht aber, ob diese bereits als Parkplatz oder lediglich als Holzlagerplatz der Korporation Zug genutzt wurde. Die Fotos wurden denn auch vom Verwaltungsgericht nur ergänzend, für die unveränderte Dimension der Fläche, herangezogen.