Citation: 2C_742/2022 E. 3.3.1

3.3.1. Die Vorinstanz erwägt, die Frage der Notwendigkeit einer rechtskundigen Vertretung im Rekursverfahren beurteile sich im Wesentlichen nach den gleichen Grundsätzen, die das Bundesgericht zur Frage der Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters entwickelt habe. Danach ist eine Vertretung im Rekursverfahren notwendig, wenn es sich um eine in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht komplexe Streitsache handle, die Prozessführung die Fähigkeiten der vertretenen Person übersteige und die Streitsache für sie eine erhebliche Bedeutung habe. Dabei komme der Rekursinstanz ein erheblicher Ermessensspielraum bei der Frage zu, ob sie eine ausseramtliche Entschädigung zuspreche (vgl. E. 2.3 des angefochtenen Entscheids). Die Vorinstanz führt weiter aus, dass der Primarschulrat zwar am 17. November 2021 ab sofort bis auf Weiteres eine Maskentragpflicht in sämtlichen Schulräumlichkeiten angeordnet habe. Nachdem die Testergebnisse der erkrankten Schülerinnen und Schüler negativ ausgefallen seien, habe der Schulleiter die Eltern mit E-Mail vom 22. November 2021 informiert und die Maskentragpflicht ab sofort (Mittag des 22. Novembers 2021) aufgehoben. Die beschwerdeführende Tochter habe danach im Unterricht keine Maske mehr tragen müssen. Dass die Verfügung vom 17. November 2021 nicht unbeschränkt lange gelten würde, ergebe sich ausserdem aus ihren Erwägungen. Demgemäss gelte die Maskentragpflicht vorläufig bis zum Vorliegen der Testergebnisse der erkrankten Schülerinnen und Schüler. Es sei daher bereits im Verfügungszeitpunkt absehbar gewesen, dass die Verfügung nach Vorliegen der Testresultate, was üblicherweise wenige Tage dauere, entweder aufgehoben oder durch eine neue Verfügung ersetzt werden würde. Der Verfügung vom 17. November 2021 komme daher von vornherein keine erhebliche Bedeutung zu, auch wenn die Beschwerdeführer dies aus ihrer subjektiven Sicht anders empfunden hätten (vgl. E. 2.4 des angefochtenen Entscheids).