Citation: 6B_1265/2021 E. 7.3

7.3. Der Beschwerdeführer begründet sein Begehren auf Abweisung der Genugtuungsforderung damit, dass er am 7. April 2018 keinen Diebstahl begangen habe. Darauf ist mit Blick auf den rechtskonformen Schuldspruch im angefochtenen Urteil nicht einzugehen. Soweit er die vorinstanzliche Annahme einer schweren Persönlichkeitsverletzung rügt, legt er nicht dar, inwiefern die Vorinstanz hierbei das ihr zustehende Ermessen überschritten hätte. Angesichts dessen, dass der Vorfall vom 7. April 2018 nachts sowie - wenn auch nicht unter Anwendung von Gewalt - doch unter physischen Einwirkungen und Einschüchterungen erfolgt ist (vgl. angefochtenes Urteil Ziff. 4.4 S. 39), durfte sie die vom Beschwerdegegner 2 geltend gemachte Beeinträchtigung seines Sicherheitsgefühls als erstellt erachten und eine hinreichend schwere Persönlichkeitsverletzung bejahen. Der Einwand des Beschwerdeführers, die von der Vorinstanz rezitierten Entscheide des Obergerichts des Kantons Zürich seien mit dem vorliegenden Sachverhalt nicht vergleichbar, muss damit nicht weiter geprüft werden. Die Vorinstanz hat jedenfalls für den hier interessierenden Fall des Beschwerdeführers aufgrund der von ihr festgestellten Umstände einen Genugtuungsanspruch des Beschwerdegegners 2 ohne Verletzung von Bundesrecht bejaht. Dem Umstand, dass es sich vorliegend um einen Grenzfall handelt, hat sie mit einer tiefen Genugtuungssumme Rechnung getragen. Eine Verletzung der Begründungspflicht ist im Weiteren auch hier nicht auszumachen.