Citation: 1C_652/2024 E. 2.2

2.2. Es liegen sodann keine ernsthaften Anhaltspunkte für die Verletzung elementarer Verfahrensgrundsätze im Verfahren vor Bundesstrafgericht vor. Dabei kann offenbleiben, ob bzw. unter welchen Voraussetzungen eine Verletzung der Begründungspflicht schwer genug wiegt, um einen besonders bedeutenden Fall zu begründen. Die Vorinstanz prüfte auf insgesamt fünf Seiten, ob der Sachverhalt des Auslieferungsersuchens es erlaube, die beidseitige Strafbarkeit unter dem Blickwinkel von Art. 260ter StGB zu bejahen. Sie nahm dabei die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Rügen zur Kenntnis (vgl. E. 5.1.1 und E. 5.3.1), hielt diesen aber entgegen, dass im Rechtshilfeverfahren lediglich eine Prima-facie-Prüfung vorzunehmen sei, ob die im Auslieferungsersuchen geschilderten Ermittungen und Ermittlungsergebnisse ein auch in der Schweiz strafbares Delikt betreffen, und legte dar, weshalb dies zu bejahen sei (E. 5.6). Damit hat sie ihren Entscheid begründet; ob die Begründung in allen Punkten zutrifft, ist keine Frage des rechtlichen Gehörs. Dass bei Ersuchen gestützt auf das Europäische Auslieferungsübereinkommen vom 13. Dezember 1957 (EAUe; SR 0.353.1) lediglich eine Prima-facie-Prüfung der Strafbarkeit nach schweizerischem Recht vorzunehmen ist, entspricht der ständigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 146 IV 338 E. 4.3 mit Hinweis).