Citation: 5A_740/2014 E. 5.4.2

5.4.2. Dem Grundbuchauszug (Klagebeilage Nr. 4a) lässt sich entnehmen, dass zugunsten des Grundstücks Nr. xxx seit 1812 und 1867 eine Vielzahl von Wegrechten zulasten von Grundstücken besteht, auf denen der damals private A.________weg ostwärts in Richtung der Strasse "nach dem F.________" gelegen ist. Aus dem verwiesenen Entscheid der Baudirektion geht auch hervor, was das Obergericht allerdings nicht erwähnt hat, dass das Wegrecht über den A.________weg ab 1909 und mehr als sechzig bzw. achtzig Jahre durch die Eigentümer der Parzellen Nrn. xxx und yyy in umfassender Weise und wie heute (Erschliessung von Wohnhäusern) ausgeübt wurde (E. 3b S. 4). An der Augenscheins- und Instruktionsverhandlung vom 31. August 1987 hat K.J.________, heute noch Mitglied der Beklagten, erklärt, die Bewohner des Wohnhauses auf dem Grundstück Nr. xxx seien über den Weg hinter dem Haus auf dem Grundstück Nr. yyy gefahren, weil auf der Seite A.________weg keine Abstellplätze vorhanden gewesen seien (S. 3 des Protokolls in den Baubewilligungsakten 111/86). Es trifft folglich nicht zu, dass das Grundstück Nr. xxx über den A.________weg und damit von Süden her nicht zugänglich gewesen wäre. Der Zugang wurde vielmehr nicht benutzt, weil es dort keine Abstellplätze gegeben hat. In diesem Sinn ist auch die Aussage von K.J.________ im vorliegenden Verfahren zu verstehen, man habe nur diesen Weg [gemeint auf dem Grundstück Nr. yyy] brauchen können, es habe keinen anderen gegeben (S. I/233 Z. 15/16). Die Feststellung, dass es nur den Zugang über das Wegrecht auf dem Grundstück Nr. yyy gegeben hat, erweist sich auch unter diesen Blickwinkel als aktenwidrig.