Citation: 9C_51/2022 E. A

Der 1986 geborene A.________, gelernter Kaminfeger, arbeitete nach seiner 2006 abgeschlossenen Lehre bis 2011 bei verschiedenen Arbeitgebern, zuletzt von März 2010 bis Februar 2011 bei der B.________ AG, und von März 2011 bis Juni 2011 bei C.________. Im Rahmen dieser beiden Arbeitsverhältnisse war er bei der Pensionskasse Kaminfeger vorsorgeversichert. Ab Juli 2011 bezog der Versicherte eine Arbeitslosenentschädigung. Im März 2012 meldete sich A.________ unter Hinweis auf ein ADHS, bestehend seit Geburt, bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Es folgten Abklärungen seitens der IV-Stelle des Kantons Aargau. Am 27. September 2012 erstattete Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten. Darin diagnostizierte er eine Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen bei Verdacht auf perinatale Hirnschädigung mit psychomotorischer und sprachlicher Entwicklungsverzögerung und Teilleistungsschwächen. Differenzialdiagnostisch schloss er auf eine mindestens akzentuierte Persönlichkeit (Differenzialdiagnose Persönlichkeitsstörung) mit emotional instabilen und sensitiven Anteilen. Der Experte ging von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der freien Wirtschaft aus. Zum Beginn und Verlauf der verminderten Arbeitsfähigkeit führte er aus, die Störung bestehe seit Kindheit und Jugend, sie sei "spätestens seit Juni 2011 (letzter Arbeitsplatzverlust) " ausgewiesen. Auf dieser Grundlage sprach die IV-Stelle A.________ mit Verfügung vom 9. Januar 2013 rückwirkend ab 1. September 2012 eine ganze Invalidenrente zu.