Citation: 8C_711/2007 28.02.2008 E. 4

4.1 Es steht fest und ist unbestritten, dass im linken Knie der Beschwerdeführerin bereits vor dem Unfallereignis vom 26. August 2003 eine Gonarthrose bestand. Allerdings war die Versicherte nach eigenen Angaben in der Zeit vor dem Unfall beschwerdefrei. 4.2 Dr. med. V.________ (FMH für Chirurgie, Vertrauensarzt der Beschwerdeführerin), hielt in seinem Schreiben vom 27. Mai 2004 fest, die Kniebeschwerden seien teilweise auf den Unfall zurückzuführen. Die Fraktur des Restknorpels, welche bei der Arthroskopie vom 3. Mai 2004 festgestellt wurde, müsse durch ein Trauma entstanden sein. Als mitwirkende unfallfremde Ursache erwähnte Dr. med. V.________ die Gonarthrose. 4.3 Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dass das Unfallereignis vom 26. August 2003 die vorbestehende Gonarthrose richtungsweisend verschlimmert hat. Eine solche Verschlimmerung würde bedeuten, dass ein Status quo sine - mithin ein krankhafter Gesundheitszustand, wie er sich nach dem schicksalmässigen Verlauf des Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 [U 180/93]) - nie mehr erreicht werden könnte. Die vorliegenden medizinischen Akten lassen indessen einen solchen Schluss nicht zu. Keiner der beteiligten Ärzte ging von einer richtungsweisenden Verschlimmerung aus. Dr. med. H.________ hat eine solche ausdrücklich ausgeschlossen; in seiner zusätzlichen, von der Beschwerdeführerin im letztinstanzlichen Verfahren eingereichten Stellungnahme vom 8. November 2007 hat er seine Meinung auch einlässlich begründet. Die vom kantonalen Gericht erwähnten Indizien und der Bericht des Dr. med. L.________, wonach eine traumatisierte Gonarthrose vorliege, deuten zwar auf eine Verschlimmerung der vorbestehenden Krankheit hin, die aber nicht zwingend richtungsweisend gewesen sein muss. 4.4 Die Beschwerdeführerin hält eine vorübergehende Verschlimmerung der vorbestehenden Gonarthrose für möglich, nicht jedoch für überwiegend wahrscheinlich. Sie stützt sich dabei offensichtlich auf die Stellungnahme ihres Vertrauensarztes Dr. med. H.________ vom 8. November 2007. Dieser begründet seine Stellungnahme damit, dass sich die Versicherte erst vier Monate nach dem Ereignis über Kniebeschwerden beklagt habe und verweist auf das Vorliegen unfallfremder Risikofaktoren für eine Kniearthrose (starkes Übergewicht [BMI 46], O-Beine). Damit begründet er seine Meinung nur kurz, eine Auseinandersetzung mit den medizinischen Akten, insbesondere mit der abweichenden Meinung von Dr. med. L.________ findet nicht statt. Ebenfalls wird die gemäss Dr. med. V.________ unfallkausale Knorpelfraktur nicht in die Beurteilung miteinbezogen. Ist die Fraktur des Restknorpels auf den Unfall zurückzuführen, folgt daraus, dass das Knie durch den Unfall betroffen wurde. Insofern erscheint die Darstellung der Versicherten, seit dem Unfall an Kniebeschwerden gelitten zu haben, als glaubwürdig, zumal die erstbehandelnde Ärztin, Dr. med. S.________ nicht ausschliesst, dass die Versicherte sich bereits während der ersten Konsultation vom 28. August 2003 auch über Kniebeschwerden beklagt habe. 4.5 Bezüglich der Frage, ob der Unfall die Gonarthrose vorübergehend verschlimmert hat, kommt der Stellungnahme des Dr. med. H.________ somit nur eingeschränkter Beweiswert zu; der Sachverhalt erweist sich diesbezüglich als zu wenig abgeklärt. Der Einsprache- und der kantonale Gerichtsentscheid sind deshalb aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdeführerin zurückzuweisen. Diese wird abzuklären haben, ob das Ereignis vom 26. August 2003 zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der vorbestehenden Gonarthrose geführt hat und, falls dies zu bejahen ist, in welchem Zeitpunkt der Status quo sine im Knie tatsächlich erreicht wurde.