Citation: 5A_429/2009 26.08.2009 E. 2

Die Zugehörigkeit zur Genosssame Lachen wird in den vom Regierungsrat genehmigten Statuten geregelt. Sie stellten während langer Zeit im Wesentlichen auf die Namenstragung infolge Abstammung ab. Im Jahre 2006 beurteilte das Bundesgericht die damals geltenden Statuten als mit Art. 8 Abs. 2 BV nicht vereinbar, soweit sie die Weitergabe des Bürgerrechts durch die verheiratete Genossenbürgerin und den unverheirateten Genossenbürger nicht zulasse. Es wies daher eine Autonomiebeschwerde der Genosssame Lachen ab (BGE 132 I 68). Im Anschluss an diesen Entscheid überarbeitete die Genosssame Lachen im Jahre 2006 ihre Statuten und führte insbesondere die Bestimmung von § 5 ein, wonach Mitglieder der Genosssame Lachen auch Personen sind, die unmittelbar von einer Person abstammen, die im Genossenregister als passiver oder aktiver Genossenbürger eingetragen ist. In den Übergangsbestimmungen wurde zudem ein § 35 eingeführt, wonach der Genosssame Lachen auch Personen angehören, welche unmittelbar von einer Person abstammen, die bei Annahme des Gleichstellungsartikels in der Bundesverfassung am 14. Juni 1981 die Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft erfüllen. In der Folge lehnte die Genosssame Lachen die Aufnahme der Enkelin eines Genossenbürgers und Tochter einer bis zu ihrer Verheiratung Genossenbürgerin gewesenen Mutter ab, da sie das erforderliche Abstammungserfordernis nicht erfülle. Das Bundesgericht schützte diesen Standpunkt, da ein wesentlicher Unterschied zwischen der unmittelbaren und der bloss mittelbaren Abstammung von einem Genossenbürger bestehe und das verfassungsmässige Diskriminierungsverbot eine unterschiedliche Behandlung zulasse. Es wies daher die Beschwerde gegen den kantonal letztinstanzlich ergangenen Entscheid in dieser Sache ab, soweit es darauf eintrat (BGE 134 I 257).