Citation: 6B_749/2024 E. 4.2.2

4.2.2. Im Übrigen fiele die Interessenabwägung ohnehin zu Ungunsten des Beschwerdeführers aus. Das öffentliche Interesse an der Landesverweisung sei aufgrund der Schwere der von ihm begangenen Delikte hoch. Er habe die Menge von 12 Gramm Heroin, ab der das Bundesgericht von einem schweren Fall ausgehe, um das 110-fache überschritten. Auch wenn er "nur" eine nicht einschlägige Vorstrafe aufweise, sei eine Wiederholungsgefahr angesichts seiner nach wie vor schlechten finanziellen Verhältnisse nicht von der Hand zu weisen. Das öffentliche Interesse an der Verhinderung von Betäubungsmitteldelikten sei als gross zu qualifizieren. Dem Beschwerdeführer sei zwar mit Blick auf seine Aufenthaltsdauer und die von ihm hierzulande gelebten familiären Beziehungen (vgl. hiervor E. 4.2.1) ein gewisses privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz zuzubilligen. Die Gegenüberstellung der Interessen ergebe aber, dass das öffentliche Interesse an einer Landesverweisung das private Interesse am Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz klar überwiege.