Citation: 8C_128/2017 E. 3.2

3.2. Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid fest, angesichts der unterschiedlichen gemessenen Wassertiefen an verschiedenen Uferstellen sei für das Vorliegen eines Wagnisses von entscheidender Bedeutung, von welcher Stelle aus der Beschwerdeführer den folgenreichen Kopfsprung getätigt habe bzw. wie tief das Wasser an der Unfallstelle gewesen sei. Die Parteien seien sich bezüglich dieser Tatfrage nicht einig und aufgrund der Akten lasse sich der Unfallhergang nicht mehr mit Sicherheit rekonstruieren. Dennoch habe die Suva mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon ausgehen dürfen, dass der Beschwerdeführer einen Kopfsprung in für ein solches Unterfangen deutlich zu seichtes Wasser gemacht habe, wobei die genaue Höhe des Wassers an der Unfallstelle offen bleiben könne. Das kantonale Gericht verwies diesbezüglich insbesondere auf die Art und Schwere der Verletzungen, die Angaben in den Arztberichten, die ersten Aussagen des Beschwerdeführers sowie dessen mangelndes Interesse an der genauen Rekonstruktion des Unfallhergangs bis zum Erlass der Kürzungsverfügung. Dem Versicherten müsse angelastet werden, dass er um die grundsätzliche, sehr grosse Gefährlichkeit eines Kopfsprungs in zu wenig tiefes Wasser gewusst habe oder hätte wissen müssen, wenn er darüber nachgedacht hätte. Es bestätigte daher die aus einem eingegangenen Wagnis resultierende Kürzung der Taggeldleistungen um 50%.