Citation: 2A.542/2006 20.09.2006 E. 5

5.1 Die Beschwerdeführer machen zunächst geltend, sie hätten irrtümlicherweise im Verfahren vor der Steuerrekurskommission lediglich eine Reduktion des Steuerwerts um 40'000-50'000 Franken beantragt. Sie seien sich nicht bewusst gewesen, dass sie dergestalt die im Einspracheverfahren verlangte weitergehende Herabsetzung nicht mehr würden weiterverfolgen können. Für die Behörden sei dieser Irrtum ersichtlich gewesen, weshalb sie die Beschwerdeführer hierauf hätten aufmerksam machen müssen. Zudem sei die Eingabe bei der Steuerrekurskommission derart mangelhaft gewesen, dass sie zur Verbesserung an die Beschwerdeführer hätte zurückgewiesen müssen. Das passive Verhalten der Behörden habe zu einer unzulässigen Beschneidung der Gehörsrechte der Beschwerdeführer (Art. 29 Abs. 2 BV) geführt. 5.2 Die fragliche Eingabe der Beschwerdeführer ist indessen keineswegs mangelhaft: Sie ist ausdrücklich als "Rekurs" bezeichnet, es wird ein "Entscheid in obiger Sache" verlangt und den weiteren Ausführungen ist als klarer Antrag zu entnehmen, dass die Beschwerdeführer eine Reduktion des Steuerwerts um 50'000 bzw. mindestens 40'000 Franken verlangen. Sie enthält zudem eine nachvollziehbare Begründung, indem auf den (im Einspracheentscheid erwähnten) nichtexistenten Parkplatz hingewiesen wird. Für die Steuerrekurskommission bestand deshalb kein Anlass, die Beschwerdeführer zu einer Verbesserung ihres Rekurses aufzufordern. 5.3 Weiter ist nicht ersichtlich, wieso es den Behörden hätte klar sein müssen, dass die Beschwerdeführer eigentlich nach wie vor eine Reduktion des Steuerwerts auf 509'700 Franken erreichen wollten, obschon sie ausdrücklich nur eine Herabsetzung um 50'000 Franken verlangten. Die Steuerverwaltung hatte im Einspracheentscheid einlässlich begründet, weshalb sie einen Vermögenssteuerwert von 756'000 Franken als richtig erachtet. Die Annahme, die Beschwerdeführer hätten sich von diesen Erklärungen überzeugen lassen und wollten nunmehr lediglich die vermeintliche Mitberücksichtigung eines Einstellplatzes korrigieren lassen, lag nicht fern. Ein entsprechendes Verständnis ihres Rekurses ist gar einleuchtender als die Erklärung, sie hätten sich bezüglich des korrekten prozessualen Vorgehens in einem Irrtum befunden: Wollten die Beschwerdeführer mit ihrem Rekurs tatsächlich unverändert am Steuerwert von 509'700 Franken festhalten, so mussten für sie andere Überlegungen als die Bewertung des Parkplatzes im Vordergrund stehen. Ob die Steuerverwaltung hierfür 20'000 oder 50'000 Franken eingesetzt hatte, war für sie grundsätzlich unerheblich, zumal die Differenz zwischen ihren eigenen Berechnungen und jener der Behörden unverändert rund 250'000 Franken betrug.