Citation: 8C_129/2023 E. 5.2

5.2. Wohl ist es Sache der kantonalen Behörden, die Angemessenheit anwaltlicher Bemühungen zu beurteilen. Das Honorar muss allerdings so festgesetzt werden, dass die unentgeltliche Rechtsvertretung über den Handlungsspielraum verfügt, den sie zur wirksamen Ausübung des Mandats benötigt (BGE 141 I 124 E. 3.1 f. mit Hinweisen). Davon kann bei der vorinstanzlichen Kürzung des vergütungsberechtigten Aufwands von 43 Stunden und 5 Minuten auf 15 Stunden - nur wenig mehr als einen Drittel - nicht ausgegangen werden. Ob jede Position auf den Honorarnoten erforderlich war bzw. angemessen in Rechnung gestellt wurde, ist nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Festgehalten werden kann jedoch, dass die Kürzung des vergütungsberechtigten Aufwands durch die Vorinstanz mit Blick auf die Komplexität und Schwierigkeit der sich präsentierenden Fragen, namentlich auf die in E. 5.1 hiervor aufgezeigten Unklarheiten und Weiterungen betreffend örtliche Zuständigkeit sowie unentgeltliche Verbeiständung, sowohl in der Begründung wie auch im Ergebnis unhaltbar ist. So ist beispielsweise nicht nachvollziehbar, dass der in Rechnung gestellte Aufwand für das Aktenstudium im Umfang von rund 900 Seiten von 4 1/2 auf 2 1/2 Stunden, für das Abfassen der Replik als erste Rechtsschrift der Beschwerdeführerin von 8 1/2 auf 3 Stunden, für die auf Aufforderung des Verwaltungsgerichts hin eingereichte Eingabe betreffend Bewilligung einer ausserkantonalen Rechtsanwältin als unentgeltliche Rechtsbeiständin von 4 auf 1 Stunde reduziert wurde. Dasselbe gilt für etliche weitere Kürzungen; so u.a. in Bezug auf den Aufwand von gerade noch 1 Stunde, der für Entgegennahme, Studium, Weiterleitung und Erläuterung des 40-seitigen Entscheids der Vorinstanz vom 18. Mai 2022 als angemessen erachtet wurde. Auch gesamthaft betrachtet waren vorliegend die notwendigen Bemühungen, die zweifelsfrei zu den Obliegenheiten eines amtlichen Vertreters oder einer amtlichen Vertreterin gehören, mit nur 15 Stunden angesichts des in E. 5.1 hiervor geschilderten Umfangs des Verfahrens sicher nicht abgedeckt, weshalb die vorinstanzliche Kürzung ebenfalls im Ergebnis unhaltbar ist.