Citation: I 275/04 20.10.2004 E. 2

2. Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch. 2.1 Die Vorinstanz kam auf Grund der Akten zum Schluss, dass die Versicherte zu 33,3 % als erwerbstätig und zu 66,7 % als im Haushalt Tätige einzustufen sei. Ihr Invaliditätsgrad sei demzufolge nach der gemischten Methode zu ermitteln. Die Versicherte habe stets nur teilzeitlich gearbeitet und ausserdem ihren Sohn erziehen und für den Familienhaushalt sorgen müssen. Sie sei somit nicht als voll Erwerbstätige zu betrachten. Im Erwerbsbereich kam die Vorinstanz auf einen Invaliditätsgrad von 31,57 %, was bei einem Anteil von 33 % am Gesamtinvaliditätsgrad 10,51 % ausmache. Im Haushalt sodann ergebe der gewichtete Betätigungsvergleich einen Invaliditätsgrad von 14,4 %. Die Summe beider Werte mache somit rund 25 % aus, weshalb kein Anspruch auf eine Rente bestehe. 2.2 Hiegegen lässt die Beschwerdeführerin wie schon im kantonalen Prozess vortragen, sie sei seit ihrer Jugend psychisch krank gewesen. Dass sie in den letzten Jahren nur in reduziertem Umfang erwerbstätig gewesen sei, müsse vor diesem Hintergrund gewürdigt werden. Ohne ihre gesundheitlichen Beeinträchtigungen hätte sie bis zur Geburt ihres Sohnes 1988 vollzeitlich gearbeitet, hernach noch zu 50 %; spätestens ab 2000 wäre sie wieder zu 70 % erwerbstätig gewesen. Der Einkommensvergleich sei daher mit den Tabellenlöhnen gemäss Art. 26 Abs. 1 IVV neu zu erstellen. 2.3 Die Vorinstanz hat sich mit diesen Argumenten bereits einlässlich und sorgfältig auseinandergesetzt. Fest steht, dass die Beschwerdeführerin sich erstmals im Jahre 2000 zu Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in Behandlung begab. Für die davor liegende Zeitspanne, namentlich die Jugendjahre der Versicherten, fehlen jegliche echtzeitlichen Belege. Es sind nur von Dr. L.________ wiedergegebene Aussagen der Versicherten vorhanden. Zwar ist möglich, dass diese schon seit früher Kindheit an psychischen Problemen litt. Deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hingegen sind im heutigen Zeitpunkt nicht mehr rechtsgenüglich zu ermitteln. Die Annahme, dass die Beschwerdeführerin ohne ihre psychischen Leiden bis 1988 voll erwerbstätig gewesen wäre, ist nicht ausreichend erhärtet, fehlen doch Angaben über die damalige Arbeitsfähigkeit. Ebenso erscheint die Aussage, die Versicherte hätte ohne ihre gesundheitlichen Probleme spätestens ab 2000 wieder zu 70 % gearbeitet, angesichts der Akten zwar als möglich, jedoch nicht als überwiegend wahrscheinlich. Immerhin hat die Beschwerdeführerin 1988 einen Sohn geboren, einen Mann geheiratet, der seinen eigenen, 1990 geborenen Sohn in die Ehe einbrachte, und während mehrerer Jahre einen vierköpfigen Familienhaushalt besorgt. Selbst nach der Trennung vom Ehemann und bis zum massgeblichen Zeitpunkt des Einspracheentscheids befand sie sich dank dessen Unterhaltszahlungen finanziell in annehmbarer Lage. Hinzu kommt, dass der bei ihr gebliebene eigene Sohn hörbehindert ist und eine eher überdurchschnittliche Betreuung erfordert hat. Unter solchen Umständen würde sie auch als gesunde Person nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 70 % bzw. voll arbeiten. Daher muss es bei der vorinstanzlichen Würdigung sein Bewenden haben.