Citation: 6B_835/2010 16.11.2010 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung und eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo". Der Sachverhalt sei in zwei Punkten nicht richtig erstellt worden. Einerseits habe die Auskunftsperson B.________ noch an der Unfallstelle zum Beschwerdeführer ausdrücklich gesagt, dass dieser keine Chance gehabt habe. Andererseits sei die Kollision nicht frontal, sondern seitlich (vorne rechts) geschehen und die Fussgängerin habe es eilig gehabt (Beschwerde S. 6 ff.). 2.1 Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Verfahrensausgang entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willkürlich ist (BGE 134 IV 36 E. 1.4.1 S. 39 mit Hinweis). Wird eine Verletzung des Willkürverbots geltend gemacht, muss anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53; 134 II 244 E. 2.2 S. 246; je mit Hinweisen). Hinsichtlich der Kognition des Bundesgerichts kommt der aus dem Grundsatz der Unschuldsvermutung abgeleiteten Maxime "in dubio pro reo" in seiner vom Beschwerdeführer sinngemäss angerufenen Funktion als Beweiswürdigungsregel keine über das Willkürverbot von Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zu (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41; 124 IV 86 E. 2a S. 88; je mit Hinweisen). 2.2 Die Vorinstanz verweist betreffend die tatsächlichen Feststellungen teilweise auf die Ausführungen im erstinstanzlichen Entscheid. Danach befand sich die Kollisionsstelle auf dem Fussgängerstreifen, und zwar auf dem dritten Querstreifen, ungefähr in der Mitte des Fahrstreifens des Beschwerdeführers. Im Zeitpunkt des Verkehrsunfalls hätten schwierige Strassen- und Sichtverhältnisse geherrscht, da es dunkel und die Fahrbahn glatt gewesen sei. In Anbetracht der Beschädigungen am Fahrzeug des Beschwerdeführers sei die Fussgängerin, die von rechts gekommen sei, frontal erfasst worden. Die Fussgängerin habe nach ihren Aussagen vor dem Fussgängerstreifen angehalten, insbesondere weil sie ortsunkundig und deshalb besonders vorsichtig gewesen sei. Ungefähr in der Mitte des Fussgängerstreifens sei sie plötzlich links von etwas erfasst worden. Der Beschwerdeführer seinerseits habe erklärt, er sei vorsichtig gefahren und habe vor allem auf die Passanten auf seiner linken Seite geachtet. Die Fussgängerin, die er in der Folge mit seinem Fahrzeug erfasst habe, habe er zu keinem Zeitpunkt bemerkt. Erst durch die Kollision sei er auf sie aufmerksam geworden. Gemäss den Ausführungen der Auskunftsperson B.________, welcher im Zeitpunkt des Unfalles in der Nähe des Kollisionsortes gestanden sei, sei es sicher gewesen, dass die Fussgängerin habe die Strasse überqueren wollen. Im Zeitpunkt der Kollision sei sie bereits auf dem Fussgängerstreifen gewesen (angefochtenes Urteil S. 6, erstinstanzliches Urteil S. 5 ff.).