Citation: 1P.227/2003 17.11.2003 E. A

Der Giessbach ist ein Wildbach in der Gemeinde Schwarzenberg (LU). Der Wasserlauf führte in den letzten Jahren zu bedeutenden Ufererosionen. Dadurch wird einerseits die entlang der rechten Seite des Bachtobels führende Güterstrasse, die Hochwaldstrasse, gefährdet. Andererseits kam es auf der linken Seite an der steilen Böschung des Giessbachtobels zu Hangrutschungen. Diese gefährden bzw. beeinträchtigen das Kulturland von P.X.________, der Eigentümer der Liegenschaft Oberlangehrlen in der Gemeinde Schwarzenberg ist. Um diesen Gefährdungen zu begegnen, begann P.X.________, Bäume zu fällen, den Giessbach zu verbauen sowie den Bachlauf umzuleiten; dieses Vorgehen führte zu diversen Strafverfahren u.a. wegen Widerhandlungen gegen das eidgenössische und kantonale Waldgesetz, gegen das Umweltschutzgesetz und gegen das kantonale Wasserbaugesetz (vgl. das bundesgerichtliche Urteil vom 22. Mai 2002, 1P.119/2002). Andererseits genehmigte der Regierungsrat des Kantons Luzern unter Abweisung einer Einsprache von P.X.________ ein Projekt zur Verbauung des Giessbaches; dieses sieht insbesondere die Hangsicherung, die Sohlensicherung des Giessbaches sowie eine Gewässerprofilanpassung vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2003, 1A.3/2003 und 1P.35/2003).