Citation: 5A_20/2016 E. 5.1

5.1. Das Obergericht stellte fest, gemäss übereinstimmenden Aussagen der Parteien habe die Ehefrau erstmals im Jahr 2014 ganzjährig als festangestellte Sozialpädagogin (teilzeitlich) gearbeitet; dies begrenze fortan ihre zeitliche Verfügbarkeit als Übersetzerin und damit ihr Nebenerwerbseinkommen. Der Beschwerdeführer hält dagegen, diese Annahme sei aktenwidrig. Es sei nicht angezeigt, auf die Einkommensdaten von 2014 abzustellen, weil die Beschwerdegegnerin da begonnen habe, im Hinblick auf die bevorstehende Trennung Übersetzungsaufträge abzulehnen. Massgebend seien vielmehr, wie schon vor erster Instanz geltend gemacht, die Einkünfte des Jahres 2013. Hinsichtlich der Steuererklärungen für die Jahre 2012 und 2013 müsse beachtet werden, dass die dort getroffene Unterscheidung in Haupt- und Nebenerwerb rein fiskalisch motiviert sei; die Parteien hätten bei der Erstellung der Steuererklärung gewisse Einkünfte als Haupterwerb und andere als Nebenerwerb ausgewiesen, "weil dies ihnen zusätzliche und höhere steuerliche Abzüge erlaubte, und zwar unabhängig davon, aus welcher Tätigkeit die Einkünfte stammten".