Citation: 9C_128/2018 E. 2.3

2.3. Die Beschwerdeführerin trifft eine Mitwirkungspflicht bei den ärztlichen und fachlichen Untersuchungen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Indem die Beschwerdeführerin bei der EFL keine zuverlässige Leistungsbereitschaft zeigte, sich selbst limitierte und sich zum Teil nicht einmal entsprechend einer Minimalperformance belasten liess, hat sie letztlich die Abklärung ihrer Leistungsfähigkeit mittels EFL verunmöglicht. Im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung wurden keine Gründe festgestellt, welche die Selbstlimitierung und die unzuverlässige Leistungsbereitschaft erklären würden. Vielmehr gab der psychiatrische Gutachter Dr. med. E.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, an, aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Arbeitsunfähigkeit. Er stellte insbesondere fest, dass das fehlende Bearbeitungstempo, die fehlende Konzentrations- und Sorgfaltsleistung bei gleichzeitig objektiv unauffälligen psychiatrischen Befunden in sehr grossem Widerspruch zu den objektiven Untersuchungsbefunden und dem geschilderten Aktivitätsniveau einschliesslich Fahrtauglichkeit ständen und damit nicht auf eine psychiatrische Krankheit nach ICD-10 zurückzuführen seien. Nach seiner Einschätzung gibt es demnach keine medizinisch erklärbaren Gründe für die fehlende Leistungsbereitschaft und die Inkonsistenzen bei der EFL. Daraus muss geschlossen werden, dass die Beschwerdeführerin sich willentlich selber limitierte, dadurch eine aussagekräftige EFL verhinderte und damit die ihr obliegende Mitwirkungspflicht verletzte.