Citation: I 275/02 18.03.2005 E. 8

Mangels eines zivilrechtlichen Wohnsitzes in der Schweiz hat das kantonale Gericht auch den Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen verneint. 8.1 Laut Art. 8 lit. a des schweizerisch-jugoslawischen Sozialversicherungsabkommens steht jugoslawischen Staatsangehörigen ein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen nur zu, solange sie in der Schweiz Wohnsitz haben und wenn sie unmittelbar vor dem Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge an die schweizerische Versicherung entrichtet haben. Nach der Rechtsprechung (BGE 122 V 381, 113 V 261) gilt im Zusammenhang mit dem Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen oder Umschulung Art. 8 lit. f des Abkommens, wonach für die Versicherteneigenschaft im Rahmen dieser Norm der zivilrechtliche Wohnsitz in der Schweiz nicht erforderlich ist. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer über keine Jahresaufenthaltsbewilligung verfügte, bildet daher auch hier kein Hindernis für die Erfüllung der Versicherungsklausel. Gegeben sein müssen jedoch die materiellen Leistungsvoraussetzungen der Art. 15 ff. IVG. 8.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität unmittelbar bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen, zu verbessern, zu erhalten oder ihre Verwertung zu fördern. Dabei ist die gesamte noch zu erwartende Arbeitsdauer zu berücksichtigen. Nach Art. 18 Abs. 1 IVG wird eingliederungsfähigen invaliden Versicherten nach Möglichkeit geeignete Arbeit vermittelt. 8.3 Die IV-Stelle hat den Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen abgelehnt, weil solche für die Ausübung einer körperlich wenig belastenden Verweisungstätigkeit wie beispielsweise als Mitarbeiter in der Qualitätskontrolle, Wagenparkbetreuer oder Staplerfahrer nicht erforderlich seien. Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, können zumindest die Tätigkeiten als Wagenparkbetreuer und Staplerfahrer wegen der damit verbundenen Belastung für die Hände nicht als zumutbar betrachtet werden. In Frage kommen jedoch andere einfache und repetitive leidensangepasste, die Hände schonende Hilfsarbeitertätigkeiten. Zu den notwendigen und geeigneten Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zählen alle zur Eingliederung ins Erwerbsleben unmittelbar erforderlichen (notwendigen) Vorkehren. Deren Umfang lässt sich nicht in abstrakter Weise festlegen, sondern ist aufgrund der Umstände des konkreten Falles unter Berücksichtigung der von Person zu Person unterschiedlichen subjektiven und objektiven Eingliederungsfähigkeit (Gesundheitszustand, Leistungsvermögen, Fähigkeiten, Motivation usw.) zu beurteilen (AHI 1997 S. 81 Erw. 2b/aa). Wie es sich diesbezüglich mit Bezug auf den Beschwerdeführer verhält, lässt sich aufgrund der Akten nicht abschliessend beurteilen. Sofern dieser die Schweiz bisher nicht hat verlassen müssen, wird die Verwaltung auch diesbezüglich nähere Abklärungen zu treffen und neu zu verfügen haben. 8.4 Dem Ausgang des letztinstanzlichen Verfahrens entsprechend steht dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zu (Art. 135 in Verbindung mit Art. 159 Abs. 3 OG).