Citation: 6B_1300/2015 E. 1.2

1.2. Im Strafverfahren gegen A.________ betreffend Tötungsdelikt zum Nachteil dessen Ehefrau B.________ wurde der Beschwerdeführer am 18. November 2013 als Zeuge vor der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach befragt. Schwerpunkte der Einvernahme waren einerseits die familiären Verhältnisse seines Bruders A.________ sowie (in einem zweiten Teil der Befragung) die familiären Verhältnisse des Zeugen persönlich. Im Anschluss an die Zeugeneinvernahme wurde der Beschwerdeführer wegen Verdachts eines falschen Zeugnisses verhaftet und drei Tage später vom Zwangsmassnahmengericht auf freien Fuss gesetzt. Nach den vorinstanzlichen Feststellungen habe der Beschwerdeführer wiederholt zu Protokoll gegeben, sein Bruder A.________ habe zwei Kinder. Hingegen sei erstellt, dass A.________ in der Türkei vier Söhne habe. Der Beschwerdeführer habe die Frage nach der Anzahl Kinder wahrheitswidrig beantwortet. Er habe gewusst, dass A.________ nicht lediglich zwei Kinder habe (Entscheid S. 5 ff.). Das Bezirksgericht Brugg äusserte demgegenüber erhebliche Zweifel, dass der Beschwerdeführer von den jüngeren beiden Söhnen seines Bruders wusste (erstinstanzlicher Entscheid S. 13 ff.).