Citation: 2C_99/2020 E. 3.2.1

3.2.1. Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer habe bereits zwei Monate nach seiner Einreise von Montag bis Samstag in einem Hotelzimmer in U.________ und in der Nähe seiner Schwester und seines Schwagers gelebt, während seine Ehefrau in V.________ in der von ihr alleine gemieteten Wohnung verblieben sei. Der Wochenaufenthalt in U.________ könne nicht mit der Arbeitsstelle in W.________ gerechtfertigt werden. Der Beschwerdeführer sei weder einer Festanstellung als Fachkraft, einer Arbeit mit Nachtschichteinsätzen oder einer (anderen) Arbeit mit Anwesenheitspflicht nachgegangen. Seine Arbeitstätigkeit habe sich auf eine über eine Personalberatungsfirma temporär vermittelte Hilfsarbeitertätigkeit auf dem Bau beschränkt. Eine entsprechende Tätigkeit hätte er sich zweifellos auch im Raum V.________ vermitteln lassen können. Vergebliche Bemühungen, in der Nähe seiner Frau eine Arbeitsstelle zu finden, seien vom Beschwerdeführer weder behauptet noch belegt worden. Auch sei nicht nachvollziehbar, weshalb das frisch vermählte Paar nicht den Arbeitsweg Zürich-V.________ zugunsten des ehelichen Zusammenlebens auf sich genommen habe (vgl. E. 3.1.2 des angefochtenen Urteils). Weiter erscheine auch die Behauptung des Beschwerdeführers, dass er 2-3 Mal pro Monat bei seiner Ehefrau in V.________ übernachtet habe, als wenig glaubhaft. Gemeinsame Ferien, Ausflüge etc. seien weder angeführt noch dokumentiert worden (vgl. E. 3.1.3 des angefochtenen Urteils). Ungeachtet des Freispruchs vom Vorwurf einer "Scheinehe" sprächen auch weitere Umstände und Indizien gegen das Vorliegen einer tatsächlich gelebten ehelichen Beziehung. Die Eheleute hätten das Datum der Hochzeit nicht gekannt und unterschiedliche Angaben zum Ablauf der Hochzeit gemacht. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer und seine Frau längstens bis Februar 2014 eine echte eheliche Gemeinschaft geführt hätten (vgl. E. 3.1.4 des angefochtenen Urteils).