Citation: 9C_642/2018 E. 3.4

3.4. Nach dem bisher Gesagten ist von einer nach wie vor uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit bei Ausübung adaptierter Tätigkeiten sowie bei Erfüllung der administrativen Aufgaben im eigenen Reinigungsinstitut auszugehen. Bei den im Institut anfallenden körperlich belastenden Tätigkeiten bestand ab Februar 2014 eine vollständige und ab Juni 2014 nur mehr eine hälftige Beeinträchtigung. Unter sämtlichen Verfahrensbeteiligten ist das von der IV-Stelle für das Jahr 2014 mit Fr. 31'957.- bezifferte Valideneinkommen als Selbständigerwerbende unbestritten. Streitig und zu prüfen ist das Invalideneinkommen oder genauer die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG). Während IV-Stelle und kantonales Gericht einen Berufswechsel für zumutbar erachten, stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, mit der Weiterführung ihrer selbständigen Erwerbstätigkeit bis zum AHV-Rentenalter habe sie immerhin noch einen kleinen Gewinn erzielen können, wogegen ihr bei Aufgabe des Putzinstituts aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters keine Arbeitsstellen mehr offengestanden wären und sie folglich überhaupt kein Einkommen mehr verzeichnet hätte.