Citation: 1B_134/2018 E. 2.6

2.6. Auf welche Weise dieser gesetzliche Zielkonflikt im Einzelnen zu bewältigen ist, braucht im vorliegenden Fall nicht weiter vertieft zu werden. Die Vorinstanz ist ohne Verletzung von Bundesrecht zur Ansicht gelangt, dass der Polizeirapport über Zufallsfunde hier zwar (ihrer Auffassung nach) etwas zu detailliert ausgefallen sei, dass dies aber kein Verwertungsverbot hinsichtlich der entsiegelten Zufallsfunde nach sich zieht: Die Staatsanwaltschaft will alle untersuchungsrelevanten Aufzeichnungen und Dokumente selber prüfen und analysieren, weshalb sie beim ZMG ein entsprechendes Entsiegelungsgesuch gestellt hat. Wie die Vorinstanz darlegt, werden die Zufallsfunde (Asservate 32-34), deren Entsiegelung sie bewilligt hat, im Gesuch der Staatsanwaltschaft (und in deren vorinstanzlicher Replik) knapp und in gesetzeskonformer Weise umschrieben. Das Begehren stützt sich dabei auf das polizeiliche Verzeichnis der sichergestellten Gegenstände. Wie sich aus den Akten ergibt, hat die Kantonspolizei über die Hausdurchsuchung einen Rapport vom 14. Juli 2017 erstellt. Dem Rapport ist das Durchsuchungsprotokoll beigefügt, in welchem die sichergestellten Asservate 1-34 knapp und stichwortartig aufgelistet werden. Lediglich für die drei Zufallsfunde (Asservate 32-34) wurde noch der erwähnte Nachtragsrapport vom 18. Juli 2017 erstellt. Die Untersuchungsakten enthalten keine Hinweise darauf, dass die verantwortlichen Polizeiorgane (über ihre gesetzlichen Aufgaben hinaus) in bundesrechtswidriger Weise unzulässige Detaileinsicht in die sichergestellten Beweismittel genommen hätten. Es bestehen auch keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die Staatsanwaltschaft die versiegelten Dokumente bereits gesichtet hätte. Über die drei sichergestellten Zufallsfunde war sie von der (mit der Hausdurchsuchung beauftragten) Polizeibehörde gemäss Art. 243 StPO sachgerecht zu informieren. Ein gesetzliches Entsiegelungshindernis (betreffend die Asservate 32-34) oder ein definitives Verwertungsverbot, das schon im Vorverfahren durchzusetzen wäre, ist in diesem Zusammenhang nicht dargetan.