Citation: 2C_216/2019 E. 8.2

8.2. Die grundsätzliche Zulassung des Abzugs von Ausscheidungsverlusten erscheint vorliegend wie gesehen angesichts des Umstandes als geboten, dass die Lage des Fonds B.________ vergleichbar ist mit derjenigen einer Immobiliengesellschaft, die in verschiedenen Kantonen Kapitalanlageliegenschaften hält und mit diesen Veräusserungsgewinne und -verluste, aber keine Erträge erzielt (vgl. hiervor E. 7.4). Aus diesem Grund und weil die vom Gesetzgeber gewollte Aufteilung in eine steuerbare sowie eine steuerfreie Sparte auch innerkantonal zu beachten ist, rechtfertigt sich in der vorliegenden Konstellation auch innerhalb der betroffenen Kantone keine spartenübergreifende Verrechnung. Folglich ist eine Verrechnung der Verluste aus Grundstücksveräusserungen mit den vom Fonds B.________ erzielten (steuerfreien) Erträgen ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund greift die Beschwerdegegnerin ins Leere, soweit sie geltend macht, es wäre stossend, wenn die streitbetroffene interkantonale Verrechnung in denjenigen Fällen zugelassen würde, in welchen in einem Kanton genügend steuerfreier Ertrag aus Kapitalanlageliegenschaften für eine Verrechnung mit einem Verlust aus der Veräusserung von Liegenschaften im gleichen Kanton vorhanden sei. Denn eine Verrechnung in letzterem Sinne kommt nach dem Gesagten ohnehin nicht in Betracht. Vielmehr ist der Fonds B.________ aufgrund der Gewinnsteuerbefreiung so zu behandeln, wie wenn er überhaupt keine Erträge erzielt hätte.