Citation: I 469/06 05.03.2007 E. 4

Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird geltend gemacht, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten während des Einspracheverfahrens verschlechtert habe, was von der IV-Stelle zu Unrecht nicht berücksichtigt worden sei. 4.1 Die IV-Stelle hatte sich in ihren Verfügungen auf das Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) Universitätskliniken X.________ vom 7. April 2003 gestützt, wonach der Beschwerdeführer trotz verschiedener, insbesondere Rückenbeschwerden, in leichten bis mittelschweren Tätigkeiten zu 75 % arbeitsfähig ist. Das zeitlich reduzierte Arbeitspensum wurde von den Gutachtern im Wesentlichen mit einer depressiven Störung begründet, die sich durch Antriebsmangel, Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit äussert. 4.2 Den nachgereichten vier Arztberichten lässt sich lediglich entnehmen, dass sich der Versicherte im Jahr 2004 verschiedentlich in seiner Heimat behandeln lassen musste. Es handelt sich indessen nicht um neu aufgetretene Beschwerden, sondern um Leiden, die schon früher, etwa gastroenterologisch, abgeklärt werden mussten. Eine generelle Verschlechterung des Gesundheitszustands ist damit nicht ausgewiesen. 4.3 In dem vom Versicherten veranlassten Gutachten der Psychiatrischen Dienste des Kantons Y.________ vom 10. Oktober 2005 stellen die Ärzte die Diagnosen einer mittelgradigen depressiven Episode sowie einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung. Sie gehen für den Zeitpunkt der Exploration am 11. Juli 2005 von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % aus. Diese Einschätzung ist hier unbeachtlich, da sich die richterliche Überprüfungsbefugnis auf den Sachverhalt beschränkt, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides - vom 20. Januar 2005 - entwickelt hat (BGE 129 V 167 E. 1 S. 169). Die Stellungnahme der Psychiater wäre höchstens insofern zu berücksichtigen, als sie Rückschlüsse auf eine frühere Entwicklung zuliessen. Diesbezüglich äussern sie sich in Form einer Kritik an der von den MEDAS-Ärzten attestierten Arbeitsfähigkeit von 75 %. Zur Begründung führen die Psychiater an, dass die Einschätzung der Schwere der Depression anhand der testpsychologischen Untersuchung, aber auch aufgrund von sprachlichen Schwierigkeiten anders hätte ausfallen müssen. Diese nach zweieinhalb Jahren erfolgte Annahme vermag jedoch die echtzeitliche Einschätzung des Gesundheitszustandes nicht zu ersetzen, wobei die Testergebnisse allein nicht massgebend sein können. Zudem wurde damals auch nicht vermerkt, dass eine Exploration wegen sprachlicher Verständigungsprobleme erschwert sei. Dass dies nunmehr der Fall war, mag daran liegen, dass der Beschwerdeführer sich seit längerem in seiner Heimat aufhält. Schliesslich ist nicht nachvollziehbar, weshalb damals wie heute eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit vorliegen, inzwischen aber eine Verschlechterung eingetreten sein soll. Darauf kann daher nicht abgestellt werden. 4.4 Schliesslich lässt sich auch der letztinstanzlich eingereichten Zusammenfassung des Hausarztes lediglich entnehmen, dass ihn der Versicherte sporadisch zur Medikamentenabgabe aufgesucht hat. Damit ist eine Verschlechterung ab Februar 2004 ebenfalls nicht ausgewiesen.