Citation: 1C_284/2017 E. 5.2

5.2. Die Beschwerdeführer gehen demgegenüber von der Wohnfläche der Ersatzneubaute von 1987 von 277.48 m2 aus und errechnen gestützt darauf eine zulässige Erweiterungsmöglichkeit bis 360.72 m2 (277.48 m2 x 1.3). Selbst wenn man dieser Berechnungsweise folgen wollte - was offengelassen werden kann - würde eine Bewilligung an den Voraussetzungen von Art. 24c Abs. 4 RPG scheitern. Danach müsste die Veränderung am äusseren Erscheinungsbild für eine zeitgemässe Wohnnutzung oder eine energetische Sanierung nötig oder darauf ausgerichtet sein, die Einpassung in die Landschaft zu verbessern. Der Anbau eines Geräteunterstands trägt offensichtlich nicht zur besseren Eingliederung der Wohnbaute in die Landschaft bei. Genausowenig liegt eine zeitgemässe Wohnnutzung vor, dient doch der Geräteschuppen dem Einstellen von Maschinen und nicht dem Wohnen. Daran ändert nichts, dass die Geräte, insbesondere mit Blick auf ihre Bedeutung für die Holzheizung, indirekt das Wohnen erleichtern oder unterstützen können, denn eine solche mittelbare Anknüpfung lässt sich bei fast jeder baulichen Veränderung herstellen, womit die gesetzliche Zulässigkeitsvoraussetzung jegliche Kontur verlöre. Analoges gilt für das Kriterium einer energetischen Sanierung. Die Beschwerdeführer versuchen einen solchen Zusammenhang zu begründen, sprechen jedoch selbst von einer "im weiteren Sinne... energetische (n) Massnahme". Damit bringen sie bereits selber zum Ausdruck, dass der Geräteschuppen keinen eigenen energetischen Charakter aufweist, sondern ein solcher höchstens über die Verwendung einzelner darin unterzubringender Maschinen zur Verarbeitung des Brennmaterials für die Holzheizung des Wohnhauses hergestellt werden könnte. Auch eine solche Auslegung ginge jedoch zu weit und entzöge der entsprechenden gesetzlichen Einschränkung den Grossteil ihrer Tragweite. Die Ausnahme kann sich nur auf unmittelbare energetische Sanierungsmassnahmen beziehen. Um eine solche geht es hier jedoch nicht.