Citation: 1B_134/2018 E. 2.4

2.4. Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, die Kantonspolizei habe in einem (Nachtrags-) Rapport vom 18. Juli 2018 den Inhalt von sichergestellten und anschliessend versiegelten Asservaten bereits im Detail beschrieben; damit sei der Zweck der Siegelung und des Entsiegelungsverfahrens faktisch unterlaufen worden. Zum Zwecke der vorläufigen Sicherstellung darf die Untersuchungsbehörde bei der Hausdurchsuchung die Aufzeichnungen thematisch grob sichten, um zu gewährleisten, dass nur Gegenstände sichergestellt werden, die potentiell untersuchungsrelevant erscheinen. Eine detaillierte inhaltliche Durchsuchung und Auswertung (im Sinne von Art. 246 StPO) darf hingegen in der Regel erst erfolgen, nachdem dem betroffenen Inhaber die Gelegenheit gegeben wurde, sich zum Inhalt der sichergestellten Aufzeichnungen (bzw. zum angerufenen Geheimnisschutz) grundsätzlich zu äussern (Art. 247 Abs. 1 StPO) bzw. ein Siegelungsgesuch (Art. 248 Abs. 1 StPO) zu stellen. Wird ein solches gestellt, sind die sichergestellten Aufzeichnungen und Gegenstände zu versiegeln und dürfen diese von der Untersuchungsbehörde bis zum Entscheid des Entsiegelungsrichters weder eingesehen noch verwendet werden (Art. 248 Abs. 1-3 StPO; BGE 143 IV 270 E. 7.5 S. 283 mit Hinweisen). Die Vorinstanz erwägt, bei der Hausdurchsuchung und vorläufigen Sicherstellung habe noch keine verfrühte detaillierte Einsichtnahme der Polizei- oder Untersuchungsbehörde in die sichergestellten Objekte genommen werden dürfen. Zwar habe es sich bei den im angefochtenen Entscheid entsiegelten Asservaten 32-34 um Zufallsfunde gehandelt, bei denen gewissen "Besonderheiten" Rechnung zu tragen sei. Auch in Zufallsfunde dürfe jedoch keine verfrühte Detaileinsicht genommen werden. Im Entsiegelungsgesuch sei lediglich deren "potentielle Beweiswahrscheinlichkeit" darzulegen. Die Beschreibung der Asservate 32-34 im Polizeirapport vom 18. Juli 2017 sei insofern "zu weit und unzulässig", was hier jedoch nicht zu ihrer beweisrechtlichen Unverwertbarkeit führe (angefochtener Entscheid, S. 6 f., Rz. 12).