Citation: 4P.157/2004 07.10.2004 E. 3

Weiter ist zu prüfen, ob dem Kantonsgericht eine willkürliche - antizipierte - Beweiswürdigung vorgeworfen werden kann, wie die Beschwerdeführerin nebst der Rüge der Gehörsverletzung ebenfalls geltend macht. 3.1 Die Beschwerdeführerin erblickt insofern eine willkürliche antizipierte Beweiswürdigung, als sich das Kantonsgericht mit der Zeugeneinvernahme von C.________ begnügt und die Einvernahme der weiteren, von ihr angebotenen vier Zeugen abgelehnt habe. Dazu ist zu bemerken, dass das Kantonsgericht die Einvernahme dieser Zeugen in erster Linie mit der Begründung abgelehnt hat, als Stellvertreter bzw. Büromitarbeiter von C.________ sei von diesen nichts Neues zu erwarten. Inwieweit diese antizipierte Beweiswürdigung völlig unhaltbar und damit willkürlich sein soll, ist nicht ersichtlich. Damit kann dahin gestellt bleiben, ob die zusätzliche Begründung des Kantonsgerichtes, die Einvernahme der angerufenen Zeugen habe auch unterbleiben dürfen, weil deren Aussage von vornherein keine rechtliche Relevanz zukomme, einer Willkürprüfung standhält. Nachdem der Zeuge C.________ die von der Beschwerdeführerin aufgestellten Behauptungen nicht zu bestätigen vermochte, durfte das Kantonsgericht ohne Willkür unterstellen, dass auch von seinem Stellvertreter bzw. seinen Büromitarbeitern nichts Neues zu erwarten war. 3.2 Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin die Beweiswürdigung des Kantonsgerichtes insoweit als willkürlich, als das Kantonsgericht "in weiten Teilen des Urteils auf die Aussagen der Zeugin H.________" abgestellt habe, obwohl diese als Aktionärin der Beschwerdegegnerin und Ehefrau des Hauptaktionärs der Beschwerdegegnerin nicht glaubwürdig sei. Dazu ist zu bemerken, dass das Kantonsgericht im angefochtenen Entscheid ausgeführt hat, der erstinstanzliche Richter habe die besondere Nähe der Zeugin H.________ zur Beschwerdegegnerin berücksichtigt. Im Übrigen sei bei der Ermittlung des übereinstimmenden Willens ohnehin in erster Linie auf den schriftlichen Vertrag selbst sowie die weiteren Umstände - nicht aber auf umstrittene mündliche Präzisierungen, zu welchen die Zeugin H.________ befragt worden sei - abgestellt worden. Eine willkürliche Beweiswürdigung im Zusammenhang mit der Zeugenbefragung von H.________ ist unter diesen Umständen nicht ersichtlich. Einerseits ist auf die besondere Nähe der Zeugin zur Beschwerdegegnerin bei der Beurteilung der Glaubwürdigkeit der Zeugin H.________ eingegangen worden. Und andrerseits spielten die Aussagen von H.________ bei der Beweiswürdigung entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin eine untergeordnete Rolle, weil das Kantonsgericht zur Ermittlung des wirklichen Willens der Parteien in erster Linie auf den schriftlichen Arbeitsvertrag und den unbestrittenen Umstand abgestellt hat, dass sich die Beschwerdeführerin während der gesamten Anstellungsdauer über die monatlichen Gehaltsabrechnungen kein einziges Mal beschwerte, obwohl der Lohn praktisch immer unter den eingeklagten Arbeitspensum lag. Von einer willkürlichen Beweiswürdigung kann auch in diesem Zusammenhang keine Rede sein. 3.3 Aus diesen Gründen erweist sich auch die Rüge der willkürlichen - antizipierten - Beweiswürdigung als unbegründet.