Citation: 5A_809/2022 E. 3.3

3.3. Zur Frage des anwendbaren Rechts führte die Vorinstanz aus, die Beschwerdeführerin habe im erstinstanzlichen Verfahren keine Ausführungen zum vorliegend anwendbaren russischen Recht gemacht, sondern sich explizit auf Art. 6 OR berufen. Die Beschwerdeführerin verstosse gegen das Novenverbot gemäss Art. 326 ZPO, indem sie sich im Beschwerdeverfahren erstmalig auf russisches Recht berufe. Zur Frage der Annahme des Vergleichsvorschlags bzw. der Gewährung einer Stundung wirft die Vorinstanz der Beschwerdeführerin vor, sich nicht näher mit der Begründung der Erstinstanz auseinandergesetzt zu haben, weshalb auf die Vorbringen mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten sei. Die Vorinstanz fügte indes auch hinzu, dass eine Rechtsverletzung durch die Erstinstanz ohnehin nicht ersichtlich sei. Diese habe einlässlich und überzeugend begründet, weshalb die Beschwerdeführerin nicht von einer stillschweigenden Annahme ihres Angebots vom 23. November 2021 und somit von einer Stundung habe ausgehen können. Diese Ausführungen stünden zudem im Einklang mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach der Schuldner die Stundung im Rahmen der definitiven Rechtsöffnung durch Urkunden zu beweisen habe und ein blosses Gesuch des Schuldners um Stundung die Stundungserklärung des Gläubigers nicht ersetzen könne.