Citation: B 44/06 26.02.2007 E. 6

6.1 Mit Bezug auf Art. 41 Abs. 1 BVG (in der bis 31. Dezember 2004 gültig gewesenen Fassung), wonach Forderungen auf periodische Beiträge und Leistungen nach fünf, andere nach 10 Jahren verjähren, hat die Vorinstanz unter Hinweis auf die Rechtsprechung (BGE 117 V 329 E. 4 S. 332) festgehalten, dass die 10jährige Verjährungsfrist betreffend die Stammforderung mit Einreichung der Klage am 17. Dezember 2004 gewahrt worden sei. Hinsichtlich Verjährung der einzelnen Rentenbetreffnisse lägen ausser der Klage vom 17. Dezember 2004 keine die Verjährung unterbrechenden Handlungen im Sinne von Art. 135 OR vor, weshalb lediglich die seit 1. Dezember 1999, fünf Jahre vor Klageeinreichung, fällig gewordenen Rentenbetreffnisse geschuldet seien, wogegen die vor diesem Datum fällig gewordenen Leistungen verjährt seien. 6.2 Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat, kann die Verjährung einzig durch die in Art. 135 OR genannten Handlungen unterbrochen werden, was auch gilt, wenn - wie hier - eine öffentlich-rechtliche Vorsorgeeinrichtung beteiligt ist (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts B 55/05 vom 16. Oktober 2006). Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hat der Versicherte zwei Verjährungsverzichtserklärungen der Stiftung Auffangeinrichtung BVG vom 28. März 2003 und 23. Januar 2004 aufgelegt, worin die Vorsorgeeinrichtung bis zum 31. März 2005 auf die Einrede der Verjährung in Bezug auf allfällige Ansprüche des Versicherten verzichtet soweit die Verjährung nicht bereits eingetreten war. Nach der vom Bundesgericht in BGE 112 II 231 ff. entwickelten Praxis löst der Verjährungsverzicht wie jede andere verjährungsunterbrechende Handlung eine neue gesetzliche Verjährungsfrist aus (Urteil des Bundesgerichts 5C.320/2001 vom 20. Februar 2002). Mit Bezug auf den vorliegenden Fall hat der vorprozessual erklärte Verjährungsverzicht vom 28. März 2003 zur Folge, dass damit eine neue Frist ausgelöst wurde, indem die ab März 1998 (5 Jahre vor der Verzichtserklärung) geschuldeten Invalidenleistungen jedenfalls der Verjährung entzogen waren. Die Rentenbetreffnisse sind daher nicht erst ab 1. Dezember 1999, sondern bereits ab 1. März 1998, fünf Jahre vor der Verjährungsverzichtserklärung, geschuldet, wogegen es dabei bleibt, dass die vom 1. Oktober 1997 (Rentenbeginn laut Vorinstanz) bis Ende Februar 1998 geschuldeten Invalidenleistungen verjährt sind.