Citation: 5A_606/2014 E. 5.1

5.1. Im Zeitraum Ende Oktober 2013 bis Anfang 2014 seien mit der in Betreibung gesetzten Konkursforderung 15 Betreibungen im Gesamtbetrag von Fr. 70'500.-- gegen die Beschwerdeführerin eingeleitet worden. Die Beschwerdeführerin habe die Konkursforderung der Beschwerdegegnerin samt Zinsen und Kosten getilgt (vgl. vorne Ziff. 2). Eine weitere Forderung von Fr. 2'027.05 sei als bezahlt vermerkt. Sodann sei am 9. Mai 2014 bei der Obergerichtskasse der Betrag von Fr. 22'710.90 für Forderungen aus 11 Betreibungen hinterlegt worden. Die Mittel hierzu hätten gemäss der unbelegt gebliebenen Darstellung der Beschwerdeführerin aus einem privaten Darlehen der (einzigen) Gesellschafterin gestammt. Für die einzig noch offenen Betreibungen für Forderungen von Fr. 30'182.60 und Fr. 13'662.95 seien Teilzahlungen von Fr. 15'000.-- bzw. Fr. 3'512.95 geleistet worden. Zu berücksichtigen seien mithin zwei Betreibungsforderungen im Umfang von total Fr. 25'332.60. Diesbezüglich habe die Beschwerdeführerin belegt, dass mit beiden Gläubigern Abzahlungsvereinbarungen bestünden. Auf der Vermögensseite weise die Beschwerdeführerin gemäss Kontoauszug der Bank C.________ per 8. Mai 2014 einen negativen Saldo von Fr. 41'357.22 aus. Laut Debitorenliste vom 5. Mai 2014, welche den Zeitraum Januar bis Mai 2014 sowie vier Betreffnisse aus dem Jahre 2013 umfasse, betrügen die Debitorenausstände Fr. 65'391.--, wobei der gemäss eigener Darstellung der Beschwerdeführerin nicht einbringliche Forderungsbetrag von Fr. 95'000.-- gegenüber der D.________ GmbH nicht eingerechnet sei. Auffällig sei, dass fünf Ausstände von je Fr. 2'250.-- einer Abonnementskundin mit Fälligkeiten per April, Juli und September 2013 sowie Januar und März 2014 nach wie vor offen seien, aus welchem Grund die Einbringlichkeit als zweifelhaft erscheine. Die ausgewiesenen Kreditoren für die Periode April bis Juli 2014 beliefen sich demgegenüber auf Fr. 163'299.80. Somit habe die Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung der Debitoren von Fr. 65'391.--, denen Kreditoren in Höhe von Fr. 163'299.80, die noch offenen Betreibungsforderungen von Fr. 25'332.60 sowie der negative Saldo des Kontokorrentkontos bei der Bank C.________ von Fr. 41'357.22 gegenüber stünden, noch Schulden im Umfang von knapp Fr. 165'000.-- abzutragen. Nicht berücksichtigt sei hierbei das von der Beschwerdeführerin zwecks Hinterlegung von elf Betreibungsforderungen gewährte Darlehen der einzigen Gesellschafterin im Umfang von Fr. 22'710.90, habe es sich doch nicht um eine eigentliche Schuldentilgung, sondern um eine Schuldenverlagerung gehandelt und seien die Konditionen der Darlehensgewährung, trotz des in Aussicht gestellten Nachweises, unbelegt geblieben; insbesondere liege auch keine Rangrücktrittserklärung vor. Der Bilanz mit Stichtag 31. Dezember 2013 könne sodann entnommen werden, dass das (insbesondere aus Liegenschaften bestehende) Anlagevermögen, mit rund Fr. 763'000 bilanziert worden sei. Diesem stünden langfristige Verbindlichkeiten in Form eines Darlehens der Bank C.________ von Fr. 160'000.-- und ein grundpfändlich gesichertes Darlehen der Gesellschafterin in Höhe von Fr. 600'000.-- gegenüber. Gehe man mit der Beschwerdeführerin von der Uneinbringlichkeit einer Forderung gegenüber der D.________ GmbH aus, werde aus dem bilanzierten Gewinn von Fr. 46'626.96 im Jahr 2013 ein Verlust in mindestens ungefähr der gleichen Höhe. Zwar habe die Beschwerdeführerin in den ersten Monaten des Jahres 2014 eine starke Umsatzsteigerung zu verzeichnen gehabt, doch sei diese mit einer bedeutenden Zunahme der monatlichen Aufwendungen einhergegangen, habe die Beschwerdeführerin diese in ihrer Beschwerdebegründung doch auf Fr. 90'000.-- geschätzt. Damit resultiere trotz steigender Umsatzzahlen ein defizitärer Geschäftsgang. Die finanzielle Situation der Beschwerdeführerin erweise sich daher als angespannt und zwar dauerhaft und nicht als blosser Ausdruck einer vorübergehenden Schwäche. Mit den eingereichten Unterlagen vermöge sie jedenfalls nicht glaubhaft zu machen, dass genügend flüssige Mittel vorhanden seien, um ihren laufenden Verbindlichkeiten nachzukommen und die bestehenden Schulden innert nützlicher Frist abzutragen.