Citation: 6B_239/2024 E. 1.4.3

1.4.3. Hinsichtlich der Täterkomponente rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe eine Straferhöhung von drei Monaten als angemessen erachtet, um die nun bekannt gewordenen Vorstrafen zu berücksichtigen. Dabei habe sie den Begriff der Vorstrafe falsch angewandt. Beide Vorfälle hätten sich nach den Taten ereignet, welche Gegenstand des Verfahrens seien. Somit habe er als nicht vorbestraft zu gelten. Es liege demnach ein Fall retrospektiver Konkurrenz vor. Korrekterweise habe die Vorinstanz für das Fahren in fahrunfähigem Zustand eine Zusatzstrafe zu den zwei Strafbefehlen ausgesprochen. Für die Erhöhung der Strafe um drei Monate im Rahmen der Täterkomponente bestehe hingegen keine (gesetzliche) Grundlage. Es entspricht der ständigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung, neben einschlägigen Vorstrafen auch die Delinquenz während des laufenden Strafverfahrens bzw. nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft im Rahmen der Täterkomponente straferhöhend zu berücksichtigen (vgl. etwa BGE 136 IV 1 E. 2.6.2; Urteil 6B_392/2024 vom 18. Juli 2024 E. 5.4). Zwar mag der von der Vorinstanz verwendete Begriff der Vorstrafe bzw. Vorstrafenlosigkeit in diesem Zusammenhang unglücklich gewählt sein. Die Erwägungen lassen jedoch unmissverständlich erkennen, dass sie dabei das sogenannte Nachtatverhalten bzw. Verhalten im Strafverfahren beurteilt (vgl. angefochtenes Urteil S. 23 f.). Die Vorinstanz erwägt, dass insbesondere die einschlägige Veruntreuung, welche der Beschwerdeführer gemäss Strafbefehl zwischen Februar 2018 und Februar 2019, mithin nur wenige Monate nach der Entlassung aus der knapp siebenmonatigen Untersuchungshaft im vorliegenden Strafverfahren und somit während des laufenden Strafverfahrens, beging, von einer ausgeprägten Einsichtlosigkeit zeuge. Diese Einschätzung ist nicht zu beanstanden. Eine Verletzung von Bundesrecht ist demnach nicht auszumachen.