Citation: 6B_748/2021 E. 1.3.3

1.3.3. Der Beschwerdeführer rügt weiter, die Vorinstanz übergehe, dass ein Rückfallrisiko für Gewaltdelikte in den Sozialberichten der Bewährungshilfe als eher gering eingestuft werde. Die Vorinstanz lasse ausser Acht, dass insbesondere die beiden Katalogtaten der qualifizierten Erpressung und der versuchten schweren Körperverletzung zum Nachteil des Hauptopfers begangen worden seien. Diese Delikte seien in der Beziehung des Beschwerdeführers zum Hauptopfer und im Licht seiner damaligen Drogensucht zu sehen. Indem sich die Vorinstanz nicht damit auseinandersetze, überschreite sie ihr Ermessen. Auch diese Vorbringen des Beschwerdeführers gehen fehl. Er setzt seine schwersten Straftaten nach eigenem Belieben in einen bestimmten Kontext und blendet dabei seine Vorstrafen und die langjährige Delinquenz in verschiedenen Lebensbereichen gänzlich aus. Ebenso verschweigt er, dass er auch nach der Untersuchungshaft delinquierte und verschiedene Delikte trotz bester Ausgangslage verübte. Zudem übergeht er, dass ihm die Gutachterin eine geringe bis mittlere Rückfallgefahr auch für Gewaltdelikte attestiert. Wenn der Beschwerdeführer vorträgt, seine Schulden seien minimal, dann klammert er seine finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Hauptopfer aus. Schliesslich behauptet er entgegen der vorinstanzlichen Feststellung und ohne jede Begründung, dass er reuig und einsichtig sei.