Citation: 4A_171/2022 E. 4.4

4.4. Der Beschwerdeführer nimmt sodann eine Art "Kontrollrechnung" vor, indem er das vom Sozialversicherungsgericht zugesprochene Honorar (Fr. 3'300.-- exkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) durch die von ihm geltend gemachten 53.2 Stunden dividiert und daraus schliesst, er sei mit einem Stundenansatz von Fr. 62.05 entschädigt worden. Dies liege deutlich unter dem "verfassungsmässigen Minimum" von Fr. 180.-- pro Stunde. Diese Überlegung hilft ihm nicht: Der Beschwerdeführer geht in diesem Zusammenhang nämlich zu Unrecht davon aus, die Vorinstanz habe eine Honorar pauschale festgesetzt (zu den Honorarpauschalen vgl. etwa BGE 143 IV 453 E. 2.5.1). Vorliegend sprach die Vorinstanz aber kein pauschales, streitwertabhängiges Honorar zu, sondern sie legte ihrem Entschädigungsentscheid die Honorarnote des Beschwerdeführers zugrunde. Den darin ausgewiesenen Aufwand kürzte sie um die nicht notwendigen Bemühungen, die sie zum gerichtsüblichen (bundesrechtskonformen) Stundenansatz von Fr. 220.-- vergütete. Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden, sondern entspricht durchwegs den Anforderungen von Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO (keine Entschädigung des nicht notwendigen Aufwands). Davon, dass der Beschwerdeführer mit einem Stundenansatz von weniger als Fr. 180.-- entschädigt worden wäre, kann nicht die Rede sein.