Citation: 1B_173/2007 28.08.2007 E. 2

Der Beschwerdeführer befindet sich seit 3. August 2005, mithin seit rund zwei Jahren, in strafprozessualer Haft. Das Obergericht begründete die Abweisung des Haftentlassungsgesuchs vom 18. Juli 2007 mit folgenden Erwägungen: Es bestehe weiterhin Fluchtgefahr, da der Beschwerdeführer in der Türkei eine Liegenschaft besitze, die er vermietet habe. Er sei in regelmässigen Abständen in die Türkei gereist, um die Mietzinseinnahmen abzuholen. Er habe offenbar Verwandte in der Türkei, die die Mietzinse entgegennehmen und für ihn aufbewahren würden. Er habe bis zur Verhaftung mit seiner Freundin zusammengelebt, die aus der Tschechischen Republik stamme und öfters dorthin zurückgekehrt sei. Die Fluchtgefahr könne nicht wirksam durch eine andere Massnahme verhindert werden. Der Beschwerdeführer sei zu einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren verurteilt worden. Die Möglichkeit der bedingten Entlassung im Strafvollzug sei bei der Beurteilung der Dauer Untersuchungshaft grundsätzlich ausser Acht zu lassen. Angesichts einer möglicherweise zu verbüssenden Reststrafe von 1 ½ Jahren sei die Haftdauer nicht übermässig.