Citation: 6P.46/2007 05.07.2007 E. 2

2.1 Die staatsrechtliche Beschwerde richtet sich gegen die Beweiswürdigung in Bezug auf den subjektiven Tatbestand. Der Beschwerdeführer bringt vor, im angefochtenen Entscheid werde ihm erstmals vorgeworfen, dass er nach dem Bremsen gleich wieder aufs Gas gegangen und mit unverminderter Geschwindigkeit in gleichem Abstand weitergefahren sei. Die Einzelrichterin habe die grobe Fahrlässigkeit anders begründet. Da er keine Gelegenheit zur Stellungnahme zu den neuen Vorwürfen gehabt habe, sei sein Anspruch auf das rechtliche Gehör verletzt worden. 2.2 Das Obergericht hält im Rahmen der Beweiswürdigung fest, der Beschwerdeführer hätte durch leichtes Zurücknehmen des Gases ohne weiteres sofort wieder einen grösseren Abstand herstellen können. Stattdessen sei er mit gleichem Tempo und ganz nahe am vorderen Fahrzeug weitergefahren, dazu noch leicht versetzt (angefochtenes Urteil S. 15). In seinen rechtlichen Erwägungen wirft das Obergericht dem Beschwerdeführer vor, nach dem Bremsen gleich wieder "aufs Gas gegangen" zu sein (angefochtenes Urteil S. 21). Dass der Beschwerdeführer gemäss den Ausführungen des Obergerichts "mit gleichem Tempo" weitergefahren sei, ist in dem Sinne zu verstehen, dass er den Abstand zum Vorderfahrzeug nicht verringert hat. Die Formulierung "aufs Gas gegangen" im angefochtenen Entscheid ist als Betätigen des Gaspedals, also nicht als Beschleunigung der Geschwindigkeit zu verstehen. Im Ergebnis entsprechen die Ausführungen des Obergerichts denjenigen der Einzelrichterin, wonach der Beschwerdeführer sich nach dem Auffahrmanöver lediglich hätte zurückfallen lassen müssen, damit der erforderliche Abstand entstanden wäre (erstinstanzliches Urteil S. 26). Da es sich folglich nicht um einen neuen Vorwurf handelt, ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf das rechtliche Gehör nicht verletzt worden. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.