Citation: 1C_231/2017 E. 3.4

3.4. Die Stadt Zürich hat in ihrer Vernehmlassung ausgeführt, gemäss § 49 Abs. 2 lit. d PBG/ZH und § 292 PBG/ZH könnten die Gemeinden die Ausdehnung von Attikageschossen in der Bauordnung abweichend regeln. Davon habe die Stadt Zürich mit Art. 7a BZO/Zürich Gebrauch gemacht. Diese Regelung sei aus folgendem Grund erlassen worden: Gemäss § 275 Abs. 2 PBG/ZH sei bei Schrägdächern ein Kniestock zulässig. Es habe eine langjährige Praxis der kommunalen Baubehörde bestanden, bei Attikageschossen, d.h. bei Dachgeschossen über Flachdächern, ebenfalls das Kniestockmass zu berücksichtigen. Diese Praxis sei von den Rechtsmittelbehörden als unzulässig eingestuft worden. Mit Art. 7a BZO/Zürich sei die gesetzliche Grundlage geschaffen worden, welche es erlaube, die frühere Praxis weiterzuführen. Wie aus dem Stadtratsbeschluss vom 24. August 2005 hervorgehe, habe diese Regelung einzig die Behebung der Schlechterstellung von Attikageschossen gegenüber Dachgeschossen unter Schrägdächern bezweckt. Eine Verschärfung gegenüber der Regelung von § 281 Abs. 1 lit. a PBG/ZH - insbesondere bei baurechtswidrigen Bauten - habe damit nicht bewirkt werden sollen.