Citation: 5A_1073/2021 E. 1

Nach dem erklärten Teilrückzug verbleibt, über die unentgeltliche Verbeiständung im kantonalen Beschwerdeverfahren zu entscheiden (Rechtsbegehren Ziff. 4). Zwar ist dieser Teil an sich auch vom Rechtsbegehren Ziff. 2 umfasst und es erscheint deshalb widersprüchlich, wenn dieses umfassend zurückgezogen wurde, nicht aber das Rechtsbegehren Ziff. 4. Indes geht aus den Ausführungen in der Teilrückzugserklärung hervor, dass der Rückzug betreffend die Frage der unentgeltlichen Rechtspflege im Zusammenhang mit der an der Instruktionsverhandlung erfolgten umfassenden Gewährung für das erstinstanzliche Verfahren steht. Daraus wird klar, dass die Frage der unentgeltlichen Verbeiständung im kantonalen Rechtsmittelverfahren nicht vom Teilrückzug erfasst sein kann. Diesbezüglich hat das Obergericht unter Auflistung der einzelnen Positionen und unter Beurteilung der von der Beschwerdeführerin zusätzlich geltend gemachten Auslagen ein Einkommen von Fr. 4'947.55 und einen Bedarf von Fr. 4'752.75.-- festgestellt und befunden, mit dem Überschuss von Fr. 194.55 oder Fr. 2'334.60 pro Jahr vermöge sie die Anwaltskosten für das Beschwerdeverfahren selbst zu tragen. Bei den Einkommens- und den Bedarfspositionen geht es um beweiswürdigende Sachverhaltsfeststellungen, an welche das Bundesgericht grundsätzlich gebunden ist (Art. 105 Abs. 1 BGG); diesbezüglich wäre wenn schon eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung zu rügen (Art. 97 Abs. 1 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG). Dabei gilt das strenge Rügeprinzip, was bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und belegte Rügen prüft, während es auf ungenügend substanziierte Rügen und rein appellatorische Kritik am Sachverhalt nicht eintritt (BGE 140 III 264 E. 2.3; 141 IV 249 E. 1.3.1). Die Beschwerdeführerin beschränkt sich jedoch darauf, in appellatorischer Weise geltend zu machen, sie habe weitere Aufwandpositionen geltend gemacht und aus den Kontoauszügen wäre ersichtlich gewesen, dass sie unmöglich einen Prozesskostenvorschuss bezahlen könne. Damit wird nicht aufgezeigt, inwiefern das Obergericht willkürliche Sachverhaltsfeststellungen getroffen bzw. die bereits im kantonalen Verfahren geltend gemachten Aufwandpositionen in willkürlicher Weise als nicht nachgewiesen erachtet haben soll. Im Übrigen ging es auch nicht um die Bezahlung eines Kostenvorschusses (das Obergericht hat auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet), sondern es stand einzig zur Debatte, ob die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren auf einen unentgeltlichen Anwalt angewiesen war.