Citation: 9C_332/2021 E. 3.2

3.2. Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, die IV-Stelle sei nach der Grundregel gemäss KSIH vorgegangen, wonach erst bei Achtjährigen ein Überwachungsaufwand zu berücksichtigen sei. In Rz. 8079 KSIH werde aber als Ausnahme von der Grundregel ein Kind erwähnt, das keine Gefahren erkennen könne. Diese Situation treffe auch auf ihn zu, zumal er keine Gefahren einschätzen könne und deshalb ständiger Überwachung bedürfe, damit er nicht auf die Strasse renne oder irgendwo "runterspringe und runterfalle". Das ergebe sich aus den Berichten seiner Mutter, der behandelnden Kinderärztin und der von ihm besuchten Sonderschule, worauf aber nicht abgestellt worden sei. Die IV-Stelle und das kantonale Gericht hätten zu Unrecht keine "überhöhte Überwachungszeit" angerechnet, weil er noch nicht acht Jahre alt gewesen sei. Aufgrund seiner Krankheit hätte ihm aber schon in jüngerem Alter der gesamte Überwachungsbedarf zugestanden werden müssen.