Citation: 2C_1103/2015 E. 4.3.3

4.3.3. Der Beschwerdeführer handelte ohne Notlage bzw. aus rein finanziellen Motiven. Zudem verübte er die genannten Straftaten während noch laufender Probezeiten, die im Zusammenhang mit früheren Strafverfügungen angesetzt worden waren. Zu beachten ist ferner, dass der Beschwerdeführer mit Strafbefehl vom 10. Mai 2013, d.h. während des laufenden Strafverfahrens, von der Staatsanwaltschaft Luzern erneut zu einer bedingten Geldstrafe von fünf Tagessätzen und einer Busse verurteilt wurde. In Anbetracht dieser Umstände und angesichts der Art und Schwere der begangenen Betäubungsmitteldelikte durfte die Vorinstanz von einer hinreichend schweren und auch gegenwärtigen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und einem nicht unerheblichen Rückfallrisiko ausgehen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz nicht allein auf die Art und Schwere der Betäubungsmitteldelikte abgestellt, um die Rückfallgefahr zu begründen, sondern kam aufgrund einer Gesamtbetrachtung des (deliktischen) Verhaltens des Beschwerdeführers zu diesem Schluss. Inwiefern sie dabei - wie vom Beschwerdeführer behauptet - Art. 8 ZGB verletzt haben soll, ist nicht ersichtlich. Soweit der Beschwerdeführer versucht, sein strafrechtliches Verhalten in ein günstigeres Licht zu rücken, insbesondere indem er die Möglichkeit eines Justizirrtums ins Auge fasst, sind seine Vorbringen nicht zu hören. Im ausländerrechtlichen Verfahren bleibt kein Raum, um die Beurteilung des Strafrichters in Bezug auf das Verschulden zu relativieren (vgl. Urteil 2C_340/2015 vom 29. Februar 2016 E. 4.2). Ebenso wenig verfängt das Argument, aufgrund seiner beruflichen und familiären Integration sei eine Rückfallgefahr nahezu ausgeschlossen, haben doch weder die beruflichen noch die familiären Bindungen des Beschwerdeführers diesen von der wiederholten Begehung von Straftaten abgehalten.