Citation: 4A_160/2015 E. 5

Zum LVS führte die Vorinstanz sodann unter Hinweis auf das Bezirksgericht aus, dieses habe gestützt auf das Gutachten festgestellt, diese Beschwerden seien dem allgemeinen Risiko einer Operation zuzuordnen, da sie ein sehr häufiger Restzustand nach Wirbelsäuleneingriffen bei Spondylolyse mit ausgeprägter Spondylolisthese II-III seien und bei mehr als jedem zweiten Patienten nach einer primären, sekundären oder sekundär stabilisierenden Operation an der lumbalen Wirbelsäule vorkämen. Dies hätten die Parteien nicht in Frage gestellt. Die Häufigkeit des LVS lasse auf einen gewöhnlichen Kausalverlauf ohne konkreten Bezug zur Operationsmethode schliessen. Es sei also unbestritten, dass die Operation vom 30. Dezember 2003 natürliche und adäquat kausale Ursache für das LVS sei, dieses jedoch nicht auf eine Sorgfaltspflichtverletzung des Beklagten im Zusammenhang mit der Operation zurückzuführen sei. Mit der Erstinstanz war die Vorinstanz aber der Auffassung, mangels der gebotenen vorgängigen Aufklärung erweise sich die Operation grundsätzlich als widerrechtlich und daher hafte der Beschwerdeführer für alle mit ihr einhergehenden Risiken unbeschadet dessen, ob die Operation als solche korrekt durchgeführt worden sei.