Citation: 1C_375/2020 E. 3.4.2

3.4.2. Indem der Beschwerdeführer weiter geltend macht, die Emissionsbegrenzungen der NISV seien zu verschärfen, weil feststehe oder zu erwarten sei, dass die Einwirkungen der geplanten Mobilfunkanlage unter Berücksichtigung der bestehenden Umweltbelastung schädlich oder lästig werde, rügt er jedenfalls sinngemäss eine Verletzung von Art. 11 Abs. 3 USG. In diesem Zusammenhang bringt der Beschwerdeführer insbesondere vor, es gäbe unzählige Studien, die eindeutig die Schädigung von Mensch, Tier und Pflanzen durch Hochfrequenzstrahlung belegen würden, wie sie durch die heutige Mobilfunkkommunikation verursacht werde. Die Gesundheitsfrage sei durch von der Mobilfunkindustrie unabhängige Fachkräfte zu klären, was der Beschwerdeführer insbesondere damit begründet, dass die vom BAFU einberufene Beratende Expertengruppe NIS (BERENIS) die aktuelle Studienlage parteiisch auslege. Die NISV bedürfe jedenfalls der Überarbeitung. Diese Ausführungen des Beschwerdeführers erschöpfen sich weitgehend in appellatorischer Kritik. Eine Auseinandersetzung mit den Erwägungen im angefochtenen Urteil nimmt der Beschwerdeführer bloss in unsubstanziierter Weise vor. Auch geht aus der Beschwerde keine konkrete Darlegung hervor, inwieweit sich aus den teilweise bloss mittels URL-Adressen referenzierten Studien zuverlässige Hinweise auf ungenügende Grenzwerte der NISV ergeben sollen. Demgegenüber betont das BAFU in seiner Stellungnahme an das Bundesgericht, dass die aktuelle Bewertung des Wissensstands, der sich auf wissenschaftlich fundierte Arbeiten abstützt, keinen Anpassungsbedarf der NISV erkennen lässt. Der Beschwerdeführer vermag ferner auch nicht in überzeugender Weise darzutun, dass die Zusammensetzung der das BAFU beratenden Expertengruppe BERENIS einer unvoreingenommenen Beobachtung der wissenschaftlichen Publikationen über unerwünschte oder schädliche Auswirkungen nichtionisierender Strahlungen entgegen steht. Die Unabhängigkeit der in der BERENIS vertretenen Experten stellt das BAFU sicher, indem es regelmässig die Offenlegung allfälliger Interessenkonflikte einfordert. Ausserdem verweist das BAFU darauf, dass die BERENIS in ihre Analysen neben der Wissenschaft auch Erfahrungswissen einbezieht. Das Bundesgericht hat gestützt auf die Ausführungen in der Beschwerde keine Veranlassung, von der nachvollziehbaren Einschätzung des BAFU abzuweichen, wonach eine Anpassung der Grenzwerte in der NISV derzeit nicht angezeigt ist (vgl. kürzlich auch Urteile 1C_518/2018 vom 14. April 2020 E. 5; 1C_97/2018 vom 3. September 2018 E. 5.5).