Citation: 6B_1001/2015 E. 7.2

7.2. Der Täter wird aus dem stationären Vollzug der Massnahme bedingt entlassen, sobald sein Zustand es rechtfertigt, dass ihm Gelegenheit gegeben wird, sich in der Freiheit zu bewähren (Art. 62 Abs. 1 StGB). Dieses Erfordernis wird im Gesetz nicht näher definiert. Voraussetzung ist, dass der Betroffene gelernt hat, mit seinen Defiziten zu leben, so dass man eine günstige Prognose stellen kann (BGE 137 IV 201 E. 1.2 mit Hinweisen). Diese Voraussetzung ist vorliegend nicht erfüllt, was auch der Beschwerdeführer einräumt. Dass die ungünstige Prognose gemäss der Behauptung des Beschwerdeführers gerade durch seine nicht adäquate Behandlung verursacht worden sei, trifft im Übrigen nicht zu. Die Prognose war schon bei Ausfällung des Urteils des Obergerichts des Kantons Bern vom 27. Juni 2011 ungünstig. In diesem Urteil (kant. Akten p. 379 ff.) wird ausgeführt, der Beschwerdeführer sei aufgrund der mangelnden Impulskontrolle, der fehlenden Krankheitseinsicht und der hohen Rückfallgefahr gefährlich und stark behandlungsbedürftig (kant. Akten p. 424).