Citation: 5A_758/2020 E. 7.1

7.1. In teilweiser Gutheissung der Unterlassungsklage hat das Kantonsgericht 10 der 25 beantragten Verbote ausgesprochen. Im Gegensatz zum Kreisgericht (E. III/5.1 S. 210) ist es davon ausgegangen, die Verbote hinderten die Beschwerdeführer nicht daran, frei und in gleichem Ausmass wie andere Medienschaffende über künftige Fälle der KESB L.________ zu berichten, da sich die Verbote auf vergangene Fälle bezögen. Hinsichtlich der vergangenen Fälle bestehe für eine Ungleichbehandlung der Beschwerdeführer gegenüber anderen Medienschaffenden ein sachlicher Grund, gehe doch von ersteren im Unterschied zu letzteren eine unmittelbar drohende Verletzungsgefahr aus (E. III/5.2 S. 210). Die Mehrzahl der Verbotsbegehren hat das Kantonsgericht indessen abgewiesen, weil eine Verknüpfung der beantragten Verbote mit einer bestimmten Sachbehauptung erforderlich gewesen wäre, aber ungenügend war, und den Beschwerdeführern folglich bestimmte Aussagen generell oder in einem sehr weitläufigen Kontext verboten worden wären (E. III/5.2.1 S. 211). Gutgeheissen hat das Kantonsgericht hingegen die Klagebegehren, soweit sie auf das Verbot einer Aussage abzielten, die die Persönlichkeit mindestens eines Beschwerdegegners unabhängig vom Zusammenhang verletzt, oder soweit sie den entsprechenden Zusammenhang wenigstens unter Zuhilfenahme der Begründung beinhalten (E. III/5.2.2 S. 212 des angefochtenen Entscheids).