Citation: 1B_204/2018 E. 2

Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine Verletzung des Legalitätsprinzipes (Art. 5 Abs. 1 und Art. 10 Abs. 2 i.V.m. Art. 31 Abs. 1 und Art. 36 Abs. 1 BV sowie Art. 5 Ziff. 1 EMRK). Für die von den kantonalen Gerichten angeordnete Sicherheitshaft bestehe keinerlei gesetzliche Grundlage. Die gegenteilige Rechtsprechung des Bundesgerichtes sei ihm zwar bekannt. Dennoch sei die fehlende gesetzliche Grundlage "unvermindert zu rügen". Das Bundesgericht habe seine bisherige Praxis zu überdenken, zumal bisher - trotz des auch von ihm festgestellten gesetzgeberischen Handlungsbedarfes - keine spezifischen Normen in Kraft gesetzt worden seien. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, es lägen keine ausreichenden Haftgründe vor. Die Vorinstanz habe "anstelle" des von Art. 221 StPO vorausgesetzten dringenden Tatverdachtes geprüft, ob eine hinreichende Wahrscheinlichkeit für eine nachträgliche Verwahrung bestehe. Was die Rückfallprognose bzw. den Haftgrund der Wiederholungsgefahr betrifft, sei das forensisch-psychiatrische Gutachten vom 30. September 2013 veraltet. Auch die zuständigen Strafbehörden gingen davon aus, dass im Nachverfahren eine neue Expertise erstellt werden müsse. Das Gutachten weise zudem inhaltliche Mängel auf. Die Aussagekraft der Vollzugs- und Behandlungsberichte der zuständigen kantonalen Dienste aus dem Jahr 2017 sei höchst fragwürdig, da vorgängig keine "persönliche Auseinandersetzung mit dem Beschwerdeführer stattgefunden" habe. Die Berichte dürften seines Erachtens nicht zur Prognosebeurteilung herangezogen werden. Ein aktuelles Kurzgutachten zur Gefährlichkeits- bzw. Rückfallprognose hätten die kantonalen Gerichte im Haftanordnungsverfahren nicht eingeholt. Eine nachträgliche Verwahrung im hängigen gerichtlichen Nachverfahren sei nicht hinreichend wahrscheinlich. Ersatzmassnahmen für Haft würden im angefochtenen Entscheid nur unzureichend geprüft. In diesem Zusammenhang habe die Vorinstanz auch das rechtliche Gehör (Begründungspflicht) verletzt. Auf die näheren Vorbringen des Beschwerdeführers ist in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.