Citation: 5A_13/2024 E. 3.1

3.1. Die Beschwerdeführerinnen erinnern daran, dass urteilsfähige Kinder ihre verfassungsmässigen Rechte selbständig wahrnehmen können. Mit ihrem Hinweis, ein siebenjähriges Kind "verstehe zu wenig vom Ganzen", verweigere die Vorinstanz der Beschwerdeführerin 2 das persönlichkeitsbezogene Recht auf Mitwirkung und verletze ihren Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV). Gestützt auf eine persönliche Befragung und auf die Berichte der Beiständinnen habe das Kreisgericht der Beschwerdeführerin 2 die Urteilsfähigkeit bereits mit sechs bzw. sieben Jahren "zugesprochen". Demgegenüber verneine die Vorinstanz die Urteilsfähigkeit pauschal, ohne Bezug zu den konkret streitigen Fragen und ohne Abklärung bzw. Rücksprache bei einer Fachstelle. Überdies habe sie es zu Unrecht unterlassen, die Urteilsfähigkeit der unterdessen zehnjährigen Beschwerdeführerin 2 zeitnah zum Entscheid zu beurteilen. Auch mit den Schreiben der Beschwerdeführerin 2 an den Beistand und an das Gericht befasse sich das Kantonsgericht pflichtwidrig nicht, noch habe es die eigenständig formulierten Wünsche der Beschwerdeführerin 2 einer Kindesvertretung oder einem Experten zur Abklärung unterbreitet. Die Beschwerdeführerinnen insistieren, dass die Beschwerdeführerin 2 bei jeder Gelegenheit und auch aus eigener Initiative klargestellt habe, endlich mehr Zeit in V.________ (SG) verbringen zu wollen, um bei ihrer Mutter zu sein und ihre Sozialkontakte mit gleichaltrigen Kindern zu pflegen. Als Folge der Gehörsverletzung sei der Entscheid der Vorinstanz aufzuheben und seien die gestellten Hauptanträge, allenfalls die Eventualanträge bzw. das Subeventualbegehren (vgl. vorne Sachverhalt Bst. C) zu schützen.