Citation: 6B_343/2020 E. 5.3.3

5.3.3. Die Vorinstanz nimmt schliesslich zu Recht an, der Beschwerdeführer habe, indem er die von der D.________-Kommission an den Sportverband C.________ ausgerichteten Lotteriegelder auf ein Konto überweisen liess, auf welches er jedenfalls faktisch allein Zugriff hatte, und die Beiträge entgegen der in der Verordnung festgeschriebenen Verwendung nicht zugunsten des freiwilligen Breitensports, sondern zur persönlichen Talent- und Nachwuchsförderung verwendet habe, die von ihm zu wahrenden öffentlichen Interessen geschädigt. Durch sein Vorgehen ist das Vertrauen der Öffentlichkeit darauf, dass die Finanzhilfen aus dem Fonds zur Sportförderung planvoll und zielstrebig nach einer objektiven Prioritätenordnung rechtsgleich, neutral und willkürfrei verteilt würden, erschüttert worden (angefochtenes Urteil S. 40 f.). Es mag zutreffen, dass die Rechtsprechung das Merkmal der Schädigung öffentlicher Interessen weit auslegt. Doch hat das Bundesgericht trotz der in der Lehre vorgetragenen Kritik keinen Anlass gesehen, von seiner Rechtsprechung abzukehren (vgl. Urteile 6B_128/2014 vom 23. September 2014 E. 5.3.3 und 6B_986/2017 vom 26. Februar 2018 E. 2.4.2). Die Vorinstanz nimmt aber zu Recht an (angefochtenes Urteil S. 41, vgl. auch S. 33), dass der Beschwerdeführer mit seiner persönlichen Talent- und Nachwuchsförderung die von ihm zu wahrenden öffentlichen Interessen auch insofern geschädigt hat, als die Lotteriegelder für den eigentlichen, von der Sportförderungsverordnung vorausgesetzten Bestimmungszweck der Förderung des freiwilligen Breitensports nicht mehr zur Verfügung standen. Schliesslich wurden die öffentlichen Interessen zudem fraglos in dem Umfang finanziell geschädigt, als der Beschwerdeführer die von der D.________-Kommission gesprochenen und auf das F.________-Konto überwiesenen Gelder für eigene Zwecke verbraucht hat.