Citation: 5A_740/2014 E. 3.4

3.4. Eine von den Kaufvertragsparteien bloss obligatorisch vereinbarte Resolutivbedingung kann gegenüber Dritten wie den Prozessparteien - vorbehältlich einer hier nicht nachgewiesenen Schuldübernahme - nicht durchgesetzt werden (Urteil 4C.360/2002 vom 14. Februar 2003 E. 2.1; REY, Berner Kommentar, 1981, N. 144, und LIVER, Zürcher Kommentar, 1980, N. 74, je zu Art. 730 ZGB). Ihren gegenteiligen Standpunkt begründen die Kläger damit, alle Mitglieder der Beklagten hätten den Inhalt des Dienstbarkeitsvertrags beim Erwerb des wegrechtsberechtigten Grundstücks gekannt und könnten deshalb nicht als gutgläubig gelten. Die Berechtigung dieses Einwandes kann dahingestellt bleiben. Denn weder dem angefochtenen Entscheid noch den angeführten Belegstellen (S. 18 der Beschwerdeantwort) lässt sich entnehmen, dass alle Mitglieder der Beklagten von der zwischen den Kaufvertragsparteien vereinbarten Resolutivbedingung tatsächlich Kenntnis hatten. Aufgrund des insoweit klaren Eintrags der Dienstbarkeit als "Wegrecht" hatten sie auch keinen Anlass, nach allfälligen vertraglichen Vorbehalten zu forschen, die das "Wegrecht" als nur bedingtes hätten erscheinen lassen können (Urteil 5A_412/2009 vom 27. Oktober 2009 E. 5, in: ZBGR 92/2011 S. 198 ff.; vgl. D. PIOTET, a.a.O., S. 101 Rz. 316).