Citation: 9C_294/2017 E. 5.3

5.3. Gemäss vorinstanzlichen Feststellungen hat sich der Gesundheitszustand der Versicherten zwischen Frühjahr 2014 und September 2014 vorübergehend verschlechtert. In Anlehnung an das Gutachten des Dr. med. B.________ ging das kantonale Gericht folglich von einer Gesundheitsverbesserung ab Oktober 2014 aus. Dieser gab in seiner Stellungnahme vom 21. November 2014 an, zwischen Frühjahr und August 2014 seien die Kriterien einer mittelgradigen bis sogar schweren depressiven Episode erfüllt gewesen. Zum Zeitpunkt der Untersuchung bei Dipl.-Psych. F.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie, am 29. September 2014 habe noch eine leichte depressive Episode vorgelegen. Dr. med. G.________ sei am 1. Oktober 2014 von einer Remission der rezidivierenden depressiven Störung ausgegangen. Dr. med. B.________ erachtete es als plausibel, dass bei einer mittelgradigen bis sogar schweren depressiven Episode eine gravierende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auch in einer adaptierten Tätigkeit bestand (bis zu 100 %). Er führte weiter aus, aktuell scheine dies aber nicht mehr der Fall zu sein. Die Beschwerdeführerin rügt, die Annahme einer befristeten Verschlechterung und anschliessenden dauerhaften Verbesserung sei willkürlich und verletze den Untersuchungsgrundsatz. Mit Blick darauf, dass sich das kantonale Gericht auf das beweiskräftige Gutachten des Dr. med. B.________ stützte (vgl. E. 5.2.3 hiervor), welcher die Gesundheitsverbesserung in Würdigung der Berichte der behandelnden Ärzte attestierte, kann von Willkür oder einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes keine Rede sein.