Citation: 9C_588/2019 E. 5.2

5.2. Hat sich nach dem Dargelegten der Beschwerdeführer die (nicht leicht fahrlässig begangene) Meldepflichtverletzung seines Beistands anrechnen zu lassen und schliesst eine solche einen guten Glauben von vornherein aus (vgl. E. 3.1 hievor), ist die Gutgläubigkeit entgegen dem angefochtenen Entscheid nach Wegfall der Vertretungsbeistandschaft nicht erneut zu prüfen, ist die fortgesetzte Leistungsausrichtung ja die direkte Folge grobfahrlässigen Verhaltens seitens des Beistandes, wofür der Beschwerdeführer selber auch insoweit gegenüber der Invalidenversicherung einzustehen hat. Anders wäre zu verfahren, wenn bei einer gemeldeten, von der Verwaltung aber unberücksichtigt gebliebenen Veränderung die Kontrollpflicht einer versicherten Person auf dem Prüfstand stünde (so im Urteil 9C_463/2016 vom 12. Juli 2017) oder wenn seit Wegfall der Beistandschaft eine neuerlich meldepflichtige Veränderung eingetreten wäre. Beides stand indessen hier nie zur Debatte. Mit Blick darauf erübrigen sich Weiterungen zum Vorwurf des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt, weil sie seine konkreten subjektiven Möglichkeiten und die daraus begründete Zumutbarkeit im konkreten Einzelfall ungenügend geprüft habe. Wie die Vorinstanz richtig erwogen hat, braucht wegen des fehlenden guten Glaubens nicht auf das gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG kumulativ zu erfüllende Kriterium der grossen Härte eingegangen zu werden.