Citation: 9C_336/2020 E. 2.2

2.2. Der Beschwerdeführer bringt zu Recht vor, der Standpunkt der Vorinstanz verstosse gegen die gefestigte Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 128 V 39 E. 3b und c S. 40 f.; 141 V 255 E. 1.3 S. 257 f.; zuletzt bestätigt mit Urteilen 9C_480/2018 vom 30. Januar 2019 E. 2.3 und 9C_541/2019 vom 7. Oktober 2019 E. 4.1). Danach können die Berechnungsgrundlagen bei der jährlichen Überprüfung der Ergänzungsleistung ohne Bindung an die früher verwendeten Faktoren und unabhängig von der Möglichkeit der während der Bemessungsdauer vorgesehenen Revisionsgründe von Jahr zu Jahr neu festgelegt werden (vgl. Art. 3 Abs. 1 lit. a ELG). Dieses sog. Kalenderjahrkonzept ergibt sich aus dem Charakter der Ergänzungsleistung als Bedarfsleistung, deren Ausrichtung dort angebracht ist, wo die Renten der Alters- und Invalidenversicherung sowie allfälliges übriges Einkommen die minimalen Lebenskosten nicht decken. Die jährliche Neuberechnung betrifft nicht die vorangegangenen Perioden, sondern bezweckt einzig die Berechnung der korrekten Ergänzungsleistung für das neue Kalenderjahr aufgrund der aktuellen tatsächlichen Gegebenheiten. Hingegen beziehen sich die Änderung der jährlichen Ergänzungsleistung (Art. 25 ELV) und die Revision von Dauerleistungen nach Art. 17 Abs. 2 ATSG - welche Bestimmung auch die Vorinstanz ihren Erwägungen zugrunde legt - auf die Anpassung (Erhöhung, Herabsetzung oder Aufhebung) auch während des Kalenderjahres, was - im Gegensatz zur jährlichen Neuberechnung - nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist. Sie ergänzen die jährliche Neuberechnung, ersetzen diese aber nicht (statt vieler: Urteil 9C_480/2018 vom 30. Januar 2019 E. 2.3). Triftige Gründe für eine Rechtsprechungsänderung ergeben sich auch heute nicht (zu den Voraussetzungen vgl. BGE 141 II 297 E. 5.5.1 S. 303; 137 V 417 E. 2.2.2 S. 422). Insbesondere verlangte der Beschwerdeführer bereits im Rahmen seiner Einsprache gegen die Verfügung vom 19. Dezember 2016 und erneut in derjenigen gegen die Verfügung vom 18. Januar 2017 die Überprüfung der Tagessatzhöhe für die Unterbringung in seiner Pflegefamilie. Die Problematik einer mutwilligen Prozessführung stellt sich hier nicht. An der bisherigen Rechtsprechung ist festzuhalten. Weiterungen dazu erübrigen sich.