Citation: 2C_573/2014 E. 4.3.2

4.3.2. Die kantonalen Behörden sind sich im vorliegenden Fall der Suizidgefahr bewusst: Der Regierungsrat hat in seinem Entscheid darauf hingewiesen, dass beim Vollzug der Wegweisung die Gefahr besteht, dass der Beschwerdeführer versuchen könnte, "sich in zeitlicher Nähe zum Ausreisetermin umzubringen". Der Vollzug der Wegweisung werde deshalb "sehr sorgfältig zu planen und durchzuführen sein". Allenfalls werde die Möglichkeit einer fürsorgerischen Unterbringung (Art. 426 ff. ZGB) in zeitlicher Nähe zur Wegweisung, eine ärztliche Begleitung auf dem Flug in die Türkei und nötigenfalls eine Übergabe an entsprechende türkische Spezialisten geprüft werden müssen. Nur wenn der Vollzug der Wegweisung auch mit adäquater medizinischer Rückkehrhilfe und entsprechenden Vorsichtsmassnahmen längerfristig nicht möglich wäre, stellte sich die Frage einer Unzumutbarkeit oder einer Unmöglichkeit des Wegweisungs vollzugs und der sich daraus ergebenden Konsequenzen (vgl. Art. 83 AuG).