Citation: 4A_189/2018 E. 3.2.4

3.2.4. Insoweit die Beschwerdeführerin des Weitern den Suva-Unfallreport als untaugliches Beweismittel taxiert, verkennt sie, dass auch ein nur auf indirekten Angaben basierender Bericht grundsätzlich zum Beweis zugelassen werden kann. Ohnehin ist nicht nachvollziehbar, inwiefern der Suva-Bericht auf " reinem Hörensagen " basieren soll, wenn er zufolge Aussagen und Fotografien eines Mitarbeiters der Suva erstellt wurde, der zwei Tage nach dem Unfalltag auf der Baustelle war und sich mit verschiedenen Personen unterhielt. Entgegen dem wiederholt vorgebrachten Einwand der Beschwerdeführerin ist die (angebliche) Verfolgung eigener Interessen bei der (freien) Würdigung des fraglichen Beweismittels zu berücksichtigen; sie führt hingegen nicht ohne Weiteres zu dessen Untauglichkeit. Die Beschwerdeführerin behauptet sodann selbst nicht, dass die Vorinstanz den entsprechenden Beweismitteln eine hohe Beweiskraft zugeschrieben hätte. Die Vorinstanz liess denn auch vielmehr aufgrund der gegebenen Beweisschwierigkeiten - die eingebrochene Gerüstplatte selbst wurde nicht mehr aufgefunden - insofern einen Anscheinsbeweis zu, als sie vom gegebenen Einsturz des fraglichen Gerüstbretts auf dessen fehlende Standfestigkeit schloss. Da die vorhandenen Beweismittel an dieser Schlussfolgerung keine Zweifel weckten, sondern diese vielmehr bestätigten, erachtete die Vorinstanz den entsprechenden Beweis zu Recht als erbracht.