Citation: 2C_682/2021 E. 4.2.3

4.2.3. Auch wenn die Beschwerdeführerin 1 von ihrem Gatten enttäuscht ist und sie sich hier integriert fühlt, hat die Vorinstanz kein Bundesrecht verletzt, wenn sie davon ausgegangen ist, dass keine hinreichende Beeinträchtigung im Sinne der Rechtsprechung glaubhaft gemacht sei. Die von ihr geschilderte erniedrigende Behandlung wiegt nicht derart schwer, dass sie objektiv in ihrer Menschenwürde und Persönlichkeit beeinträchtigt wäre. Sie fühlt sich zwar vom Gatten hintergangen bzw. im Stich gelassen, dabei handelt es sich aber in erster Linie - wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat - um eine unglückliche, belastende und nicht den eigenen Vorstellungen entsprechende Entwicklung der ehelichen Beziehung, die nicht genügt, um annehmen zu können, es liege ein nachehelicher Härtefall im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG vor, auch wenn die Beschwerdeführerin 1 sich hier um eine rasche Integration bemüht hat (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.2.2 S. 233 f.; Urteil 2C_585/2020 vom 22. März 2021 E. 3.2.1 mit weiteren Hinweisen).