Citation: 5A_200/2015 E. 5.2

5.2. Der Beschwerdeführer wirft dem Instruktionsrichter, soweit ersichtlich, bloss vor, das mit der Mutter geführte Gespräch nicht dokumentiert und ihn darüber nicht informiert zu haben. Der Vorwurf ist grundsätzlich begründet. Mit dem verfassungsrechtlichen Anspruch auf Akteneinsicht verbindet sich der Anspruch auf Aktenführung (BGE 130 II 473 E. 4.1 S. 477 mit Hinweisen; Urteil 5A_230/2009 vom 28. April 2009 E. 4.2). Der Instruktionsrichter hätte das Gespräch dokumentieren und den Beschwerdeführer darüber ins Bild setzen müssen. Dies gilt zumindest insoweit, als nicht aus Gründen des Kindeswohls ein anderes Vorgehen angezeigt gewesen wäre. Aufgrund der konkreten Verhältnisse ist der Einwand des Beschwerdeführers aber zu verwerfen. Der Instruktionsrichter des Obergerichts, Herr K.________, wurde von Herrn J.________, dem Leiter der KESB, bei welchem ebenfalls ein Verfahren hängig war, am 2. Dezember 2014 per E-Mail kontaktiert. Daraufhin antwortete Instruktionsrichter K.________ am 3. Dezember 2014, die Beschwerdegegnerin habe ihn vor den Ferien angerufen und sie hätten ein "ziemlich langes" Gespräch geführt. Beide E-Mails sind in act. 39 der Vorakten dokumentiert. Mit Verfügung vom 23. Dezember 2014 wurden die Parteien dann zu einer Instruktionsverhandlung auf den 9. Januar 2015 vorgeladen (act. 47/1). Auf Seite 2 der Verfügung wurde darauf hingewiesen, dass die Parteien an der Verhandlung Gelegenheit hätten, sich zum "bisherigen Inhalt der Akten zu äussern". Damit waren die Parteien aufgefordert, in die Akten Einsicht zu nehmen. Zu jenem Zeitpunkt befand sich act. 39 bereits in den Akten. Der Beschwerdeführer hätte folglich in der Verhandlung vom 9. Januar 2015 das Fehlen einer Aktennotiz monieren können und müssen. Hat er darauf verzichtet, kann er nicht vor Bundesgericht darauf zurückkommen.