Citation: 9C_208/2015 E. 3.1

3.1. Im Streit liegt der Beweiswert des RAD-Berichts vom 30. Juli 2010. Dessen Verfasserin Dr. med. D.________, praktische Ärztin FMH, verfügt über keine Facharztqualifikation und stützte die attestierte Arbeitsfähigkeit von lediglich 50 % in einer angepassten Tätigkeit vornehmlich auf subjektive Angaben der Beschwerdeführerin. Die RAD-Ärztin gab keine Begründung für diese Einschätzung ab, obwohl sie klar von den Erkenntnissen im polydisziplinären Gutachten der Gutachterstelle B.________, vom 22. September 2009 (effektiv verwertbare Arbeitsleistung von 80 % in angepasster Tätigkeit) wie auch von der dort zusätzlich eingeholten Stellungnahme vom 26. Mai 2010 abweicht. Vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass Dr. med. D.________ am 30. Juli 2010 lediglich die Resultate ihrer Untersuchung vom 26. März 2010 festhielt, ohne die Arbeitsfähigkeit der Versicherten schlüssig zu beurteilen (vgl. dazu auch die RAD-Stellungnahme von Dr. med. E.________ vom 12. Juli 2012). Mit den zwischenzeitlich aufgelaufenen Akten, insbesondere dem ergänzenden Bericht der Gutachter der Gutachterstelle B.________ vom 26. Mai 2010, setzte sie sich nicht auseinander, was vor dem Hintergrund der einschlägigen Beweiskriterien (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis) nicht genügt. Die von der Vorinstanz gezogene Schlussfolgerung, wonach nicht auf den RAD-Bericht von Dr. med. D.________ vom 30. Juli 2010 abgestellt werden könne, hält vor Bundesrecht stand (E. 1).