Citation: 1P.629/2000 20.10.2000 E. 1

1.- Der Beschwerdeführer ist legitimiert, gegen die Abweisung seines Haftentlassungsgesuchs staatsrechtliche Beschwerde zu erheben (Art. 88 OG). Sein Antrag auf Entlassung aus der Haft ist in Abweichung vom Grundsatz der kassatorischen Natur der staatsrechtlichen Beschwerde zulässig, da im Falle einer nicht gerechtfertigten strafprozessualen Haft die von der Verfassung geforderte Lage nicht schon mit der Aufhebung der angefochtenen Verfügung, sondern erst mit einer positiven Anordnung wieder hergestellt werden kann (BGE 124 I 327 E. 4a und b S. 332 f.; 115 Ia 293 E. 1a; je mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer wirft dem Haftrichter eine unzulässige Vorverurteilung vor, ohne dies im Sinn von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG näher zu begründen; insofern kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (vgl. BGE 125 I 492 E. 1b, 71 E. 1c; 122 I 70 E. 1c). Zulässig sind hingegen die Rügen, der Haftrichter habe das Gebot der Rechtsgleichheit (Art. 8 BV) und der willkürfreien Rechtsanwendung (Art. 9 BV) verletzt. Da die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt sind, ist mit dem erwähnten Vorbehalt auf die Beschwerde einzutreten.