Citation: 1C_573/2019 E. 4

Art. 40a EGG Churwalden, auf den sich die Beschwerdeführerin für die Forderung einer Akontozahlung von der Beschwerdegegnerin stützt, erlaubt es, quellschutzbedingte Mehrkosten für Massnahmen an bestehenden Bauten und Anlagen, die nicht den Vorschriften des Quellschutzreglements entsprechen, den Nutzungsberechtigten der Quelle aufzuerlegen. Im Anhang 2 des Schutzzonenreglements für die Quellfassung X.________, Malix, Gemeinde Churwalden vom 25. Februar 2016 werden die durch die Ausscheidung der Schutzzonen notwendig gewordenen Schutzmassnahmen parzellengenau festgelegt. Das Schutzzonenreglement sieht für die vorliegend interessierende Schutzzone S2 folgende baulichen Massnahmen vor: Ersatz oder Abdichtung sämtlicher privater Schmutzwasserleitungen; Erstellung von Meteorwasserableitungen für das Dachwasser der privaten Liegenschaften; wasserdichte Befestigung sämtlicher Vorplätze und Strassen; sowie Sammlung und Ableitung des anfallenden Oberflächenwassers. Die erwarteten Gesamtkosten dieser quellschutzbedingten Massnahmen belaufen sich gemäss Kostenvoranschlag des damit beauftragten Ingenieurbüros auf Fr. 470'000.--. Gestützt auf Art. 40a EGG Churwalden und auf diesen Kostenvoranschlag auferlegte die Gemeinde der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 5. Oktober 2017 einen provisorischen Akontobeitrag von Fr. 231'901.-- zur Finanzierung von quellschutzbedingten voraussichtlichen Mehrkosten für Schutzmassnahmen in der Schutzzone S2 für die X.________-Quelle auf dem Grundstück Churwalden Nr. 30950. Streitig ist vorweg die rechtliche Qualifikation der Quellschutzmassnahmen für die X.________-Quelle, deren Kosten die Grundlage für die angefochtene Akontozahlung sind, welche die Beschwerdeführerin von der Beschwerdegegnerin eingefordert hat.