Citation: 4A_91/2023 E. 5.3

5.3. Die Vorinstanz sprach dem Beschwerdeführer für das obergerichtliche Beschwerdeverfahren in Anwendung von Art. 106 ZPO keine Parteientschädigung zu, mit der Begründung, er sei weit überwiegend unterlegen. Der Beschwerdeführer behauptet, dass die Verteilungsgrundsätze von Art. 106 ZPO nur auf die Gerichtskosten, nicht aber auf die Parteientschädigung Anwendung fänden. Er habe teilweise obsiegt und einen "grossen Aufwand" gehabt, weshalb er gestützt auf Art. 95 ZPO zu entschädigen sei. Dies ist nicht richtig. Art. 106 ZPO - anwendbar auch im kantonalen Rechtsmittelverfahren (BGE 145 III 153 E. 3.2.2) - regelt allgemein die Verteilung der Prozesskosten, wozu auch die Parteientschädigung gehört (Art. 95 Abs. 1 lit. b ZPO). Inwiefern es Bundesrecht verletzen sollte, wenn dem überwiegend unterlegenen Beschwerdeführer für das kantonale Beschwerdeverfahren keine Parteientschädigung zugesprochen wurde, ist daher und mangels weiterer sachdienlicher Ausführungen des Beschwerdeführers nicht erkennbar, zumal er nicht durch einen Rechtsanwalt vertreten war.