Citation: 2D_64/2019 E. 4.5.1

4.5.1. Der hier anwendbare Art. 27 lit. h VRöB sieht vor, dass eine Anbieterin von der Teilnahme namentlich ausgeschlossen wird, wenn sie wesentliche Formerfordernisse verletzt hat, insbesondere durch Nichteinhaltung der Eingabefrist, fehlende Unterschrift, Unvollständigkeit des Angebots oder Änderung der Ausschreibungsunterlagen (vgl. die vom Regelungsziel her übereinstimmenden Art. XIII Ziff. 4 lit. a und lit. c GPA). Auch nach der Rechtsprechung kann die Missachtung von vergaberechtlichen Formvorschriften sowie die Abweichung von inhaltlichen Vorgaben zum Ausschluss von Offerten führen (Urteil 2C_257/2016 vom 16. September 2016 E. 3.3.1). Nicht jede Unregelmässigkeit rechtfertigt jedoch einen Ausschluss vom Vergabeverfahren. Aus Gründen der Verhältnismässigkeit darf und soll vom Ausschluss einer Offerte abgesehen werden, wenn der festgestellte Mangel relativ geringfügig ist und der Zweck, den die in Frage stehende (Form-) Vorschrift verfolgt, dadurch nicht ernstlich beeinträchtigt wird (Urteil 2C_257/2016 vom 16. September 2016 E. 3.3.1).