Citation: 6B_1078/2022 E. 3.6

3.6. Mit Bezug auf die rechtliche Würdigung verletzt die Vorinstanz sodann kein Bundesrecht, wenn sie erwägt, dass hinsichtlich des Anklagesachverhalts 1.1.1, ausgehend vom Erwerb von 1.473 Kilogramm reinem Kokain, ohne Weiteres ein mengenmässig qualifizierter Fall im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG vorliegt. Zudem ist mit der Vorinstanz von gewerbsmässigem Handeln auszugehen, wobei sie insoweit zu Recht auch den Handel mit rund 50 Kilogramm Marihuana zwischen Herbst 2015 und Januar 2017 (Anklagepunkt 1.1.2; unbestritten) und das Anstaltentreffen zum Erwerb von Marihuana in U.________ im Mai 2016 (oben E. 3.3) berücksichtigt. Nicht zu berücksichtigen ist aber nach dem vorstehend Gesagten die nicht gelieferte Bestellung von 50 Kilogramm Marihuana im Oktober 2015, welcher Sachverhalt nicht erstellt ist (oben E. 3.5). Gleichwohl erwägt die Vorinstanz zutreffend, dass der Beschwerdeführer bereits mit dem Kokain sicherlich einen erheblichen Gewinn erzielt, jedenfalls aber mit dem Verkauf von rund 50 Kilogramm Marihuana zwischen Herbst 2015 und Januar 2017 mindestens Fr. 100'000.-- umgesetzt hat. Angesichts des Ausmasses der deliktischen Tätigkeit sowie der Deliktsdauer von 1,5 Jahren mit Bezugsbemühungen auch aus dem Ausland lässt sich auf einen ausgeprägten Willen zur Erschliessung neuer Bezugs- und Einnahmequellen schliessen. Es ist gleichfalls nachvollziehbar anzunehmen, das Tatgeschehen erscheine bei objektiver Betrachtung wegen des engen räumlichen und zeitlichen Zusammenhangs der Delikte als einheitlich und ein massgeblicher zeitlicher Unterbruch liege nicht vor. Der von Sozialhilfe abhängige Beschwerdeführer hat eingeräumt, aus rein wirtschaftlichen Gründen gehandelt zu haben. Er hat mit der deliktischen Tätigkeit einen namhaften Beitrag an die Lebenshaltungskosten erzielt und damit gewerbsmässig gehandelt. Der Beschwerdeführer bestreitet die rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz nicht. Damit hat es sein Bewenden. Gleiches gilt für den Vorwurf gemäss Anklageziffer 1.2.4. Der Beschwerdeführer beantragt insoweit zwar einen Freispruch, äussert sich hierzu aber nicht.