Citation: 1P.188/2000 21.06.2000 E.

E.- Am 20. Februar 2000 hatte der Beschwerdeführer bei der kantonalen Behörde gestützt auf Art. 38 StGB ein Gesuch um bedingte Entlassung auf den 14. Mai 2000 gestellt. Mit Schreiben vom 6. März 2000 überwies das Amt für Justizvollzug dieses Gesuch an das mit der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts befasste Kassationsgericht des Kantons Zürich. Es hielt fest, die Frage der bedingten Entlassung stelle sich nur im Falle einer rechtskräftigen Verurteilung, nicht aber beim vorzeitigen Strafvollzug; hier habe der Angeschuldigte die Möglichkeit, jederzeit bei der mit der Sache befassten Gerichts- bzw. Rechtsmittelinstanz ein Gesuch um Haftentlassung zu stellen. Der Präsident des Kassationsgerichts behandelte das Begehren um bedingte Entlassung als Gesuch um Haftentlassung auf den 14. Mai 2000. Mit Verfügung vom 14. April 2000 wies er das Gesuch ab. Das Kassationsgericht wies am 17. April 2000 die Nichtigkeitsbeschwerde ab, soweit es darauf eintrat. Damit wurde die durch das Obergericht erfolgte Verurteilung des Beschwerdeführers rechtskräftig. Das Verfahren der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde ist noch hängig.