Citation: 4A_279/2023 E. A

A.a. A.________ (Beschwerdeführer) war über seine Arbeitgeberin bei der B.________ AG (Beschwerdegegnerin) nach VVG (SR 221.229.1) krankentaggeldversichert. Mit Krankheitsmeldung vom 13. Mai 2019 liess A.________ der B.________ AG mitteilen, dass er seit dem 15. April 2019 infolge einer beidseitigen Gonarthrose zu 50 % arbeitsunfähig sei. Seit dem 17. Mai 2019 soll aus diesem Grund eine volle Arbeitsunfähigkeit bestehen. In der Folge erbrachte die B.________ AG Taggeldleistungen. A.b. Mit Schreiben vom 8. Oktober 2019 lud die B.________ AG A.________ zu einer Begutachtung bei Dr. med. C.________ ein. Diese Begutachtung hätte am 28. Oktober 2019 stattfinden sollen, wurde jedoch mehrfach verschoben, nachdem der Hausarzt Dr. med. D.________ seinem Patienten A.________ mit Arztzeugnissen vom 21. Oktober 2019, vom 12. und 21. November 2019 sowie vom 13. Januar 2020 jeweils eine Reiseunfähigkeit attestiert hatte. Dr. med. D.________ begründete die Reiseunfähigkeit von A.________ mit chronischen Kniebeschwerden rechts mit anhaltendem Entzündungszustand und chronischem Erguss. Jegliche Belastung - so führte Dr. med. D.________ in seinen Arztzeugnissen aus - sei zu vermeiden. Im Herbst 2019 habe sich der Zustand des rechten Knies noch einmal massiv verschlechtert. A.________ beklage eine deutliche Schmerzzunahme und sei nur noch an zwei Gehhilfen für wenige Meter mobil. In die ärztliche Sprechstunde werde A.________ jeweils mit dem Auto gefahren. Die wenigen Meter vom Lift in das Wartezimmer und von dort in das Sprechzimmer könne er nur unter heftigen Schmerzen, beidseitiger Stockentlastung und sehr langsam zurücklegen ("er schafft dies fast nicht"). Im Januar und Februar 2020 liess die B.________ AG A.________ an drei Tagen beobachten. Die Observation ergab, dass sich A.________ wie folgt betätigte: Er lenkte ein Auto und fuhr - gleichzeitig die Leine seines mitrennenden Hundes haltend - mit dem Fahrrad umher, so unter anderem auch ein leicht ansteigendes Waldweglein hinauf. Er entsorgte verschiedene Abfälle auf dem Werkhof, wobei er Stufen wechselbeinig hinauf- und dann wieder hinunterstieg. Nach einem Einkauf trug er mehrere (darunter prall gefüllte) Einkaufstaschen vom Auto ins Haus. Er erledigte Besorgungen und spazierte - nach einer Autofahrt zum Flughafen Kloten - etwa 15 Minuten lang durch das Flughafengebäude. Nach der Ankunft der von ihm erwarteten Passagiere lud er deren Gepäck am Flughafen ins Auto, fuhr nach Hause und lud das Gepäck dort wieder aus. All diese Tätigkeiten erledigte er ohne Zuhilfenahme einer Gehhilfe und ohne sichtbare Einschränkungen. A.c. Mit Schreiben vom 13. Februar 2020 trat die B.________ AG aufgrund betrügerischer Begründung des Versicherungsanspruchs (Art. 40 VVG) rückwirkend per 15. April 2019 vom Vertrag zurück.