Citation: 4A_524/2020 E. 4.1

4.1. Dieser Auslegung kann ohne weiteres gefolgt werden, überzeugt sie doch namentlich mit Blick auf den klaren Wortlaut von Ziffer 4 der Zusatzvereinbarung. Dass alle Bauten und Installationen von der Vertragsklausel erfasst sein sollten, wird durch keinerlei Umstände entkräftet. Die Beschwerdeführerin vermag mit ihrer Kritik die objektivierte Vertragsauslegung der Vorinstanz nicht als bundesrechtswidrig auszuweisen. Sie will den eindeutigen Wortgebrauch in der Zusatzvereinbarung, deren Ziffer 4 umfassend von "Bauten und Installationen" spricht, nicht gelten lassen und beharrt auf dem Standpunkt, erfasst seien nur die im Vertrag erwähnten, kleineren Bauten (Fahrnisbaute), was die in der Zusatzvereinbarung genannten Beispiele verdeutlichten. Ihr Standpunkt verfängt nicht, zumal die Zusatzvereinbarung an mehreren Stellen allgemein und umfassend von "Bauten und Installationen" spricht, angefangen beim Titel und sodann im Zusammenhang mit der massgebenden schriftlichen Stipulierung der Wiederherstellungspflicht des Mieters bzw. dem entschädigungslosen Übergang in das Eigentum des Vermieters. Die Vorinstanz geht zu Recht von einem eindeutigen Wortlaut aus. Damit geht auch die Berufung auf den Grundsatz in dubio contra stipulatorem von vornherein ins Leere. Ebenso wenig ist nachvollziehbar, weshalb die Interessenlage der Parteien und der vertragliche Verwendungszweck der gemieteten Fläche ("Verkaufsfläche für Imbissstand") nahelegen sollen, entgegen dem klaren Wortlaut von Ziffer 4 der Zusatzvereinbarung die dort vereinbarte Wiederherstellungspflicht nur auf einen Fahrnisbau zu beziehen. Es bleibt damit bei der Auslegung der Vorinstanz, dass die Wiederherstellungspflicht alle Mieterbauten umfasste.