Citation: 1C_334/2019 E. 3.5

3.5. Die Erwägungen der Vorinstanz sind nicht zu beanstanden. Wie bereits dargelegt, ist entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers nicht ersichtlich, dass sie von der Sachverhaltsdarstellung des Strafrichters abgewichen wäre (vgl. oben E. 2.3), weshalb auf die diesbezüglichen Rügen des Beschwerdeführers nicht weiter einzugehen ist. Die Vorinstanz bejahte zu Recht eine erhöhte abstrakte Gefährdung. Soweit der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, es habe kein Gegenverkehr bestanden und die Buspassagiere würden die Strasse nicht an dieser Stelle überqueren, ist festzuhalten, dass die Abwesenheit von anderen Verkehrsteilnehmern nicht auszuschliessen vermag, dass sein Verhalten für diese eine erhöhte - diesfalls abstrakte - Gefahr darstellt (vgl. Urteil 1C_566/2018 vom 14. Mai 2019 E. 2.5.1 mit Hinweis). Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, stellt das Überfahren einer Sicherheitslinie gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung objektiv betrachtet eine schwere Verkehrsregelverletzung dar, auch wenn das Manöver keine konkrete Gefährdung zur Folge hatte (BGE 136 II 447 E. 3.3 S. 452 f. mit Hinweisen; Urteil 1C_650/2017 vom 28. März 2018 E. 2.5). Mit Blick auf den im Grundsatz allgemeingültigen Charakter dieser bundesgerichtlichen Erwägung ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers vorliegend unerheblich, dass den Urteilen eine andere Sachverhaltskonstellation zu Grunde lag. Aus dem Umstand, dass er gestützt auf Art. 90 Abs. 1 SVG "lediglich" zu einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt wurde, kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Wie bereits erwähnt, werden sowohl leichte wie auch mittelschwere Widerhandlungen von Art. 90 Abs. 1 SVG erfasst und ist die Verwaltungsbehörde bei der rechtlichen Würdigung des Sachverhalts grundsätzlich nicht an das Urteil des Strafgerichts gebunden (vgl. oben E. 3.1 f.). Daran ändert auch der vom Beschwerdeführer vorgebrachte polizeiliche Kurzrapport sowie die schriftliche Stellungnahme der Staatsanwaltschaft nichts; zumal weder ersichtlich ist noch vom Beschwerdeführer geltend gemacht wird, dass die Staatsanwaltschaft beispielsweise eigene Abklärungen vorgenommen hätte. Schliesslich dringt der Beschwerdeführer auch mit seinem Vorbringen, seit dem 1. Januar 2020 sei auf den Tatbestand des Überfahrens einer Sicherheitslinie das Ordnungsbussenverfahren anwendbar, nicht durch. Der rechtserhebliche Sachverhalt, auf den sich die Anordnung des Führerausweisentzugs stützt, hat sich am 12. Oktober 2018 und damit vor dem Inkrafttreten des neuen Rechts ereignet (vgl. Urteil 1C_862/2013 vom 2. April 2014 E. 2.1 mit Hinweis). Da damit eine erhöhte abstrakte Gefährdung vorliegt, sind nicht alle privilegierenden Elemente einer leichten Widerhandlung im Sinne von Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG gegeben, weshalb eine mittelschwere Widerhandlung gemäss Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG gegeben ist. Ob das Verschulden des Beschwerdeführers als leicht erscheint, kann offenbleiben. Auf seine diesbezüglichen Rügen wird daher nicht eingegangen.