Citation: C 211/02 07.10.2002 E. 3

Das strittige Verfahren ist seit dem 22. Dezember 1999 anhängig, ab 6. Juli 2000 mit dem Eingang der Duplik behandlungsreif; seither wurden weder verfahrensleitende Verfügungen getroffen noch ein Entscheid gefällt. Die gesamte bisherige Verfahrensdauer beträgt 32 Monate seit Anhängigmachung und 27 Monate seit Eintritt der Behandlungsreife. Gemäss der Rechtsprechung ist bei den gegebenen Umständen die für den Tatbestand des unrechtmässigen Verzögerns eines Entscheides erforderliche Verfahrensdauer damit überschritten (BGE 125 V 375 Erw. 2a). Die Rekurskommission stellt des Weitern nicht in Abrede, eine Anfrage des Beschwerde führenden Rechtsvertreters vom 28. Juni 2002 betreffend Verfahrensstand unbeantwortet gelassen zu haben. Wenn die Rekurskommission des Kantons Thurgau für die Arbeitslosenversicherung in ihrer Vernehmlassung eine mögliche Verfahrenserledigung bis Ende Oktober 2002 in Aussicht stellt, so führt dies nicht zur Gegenstandslosigkeit der Rechtsverzögerungsbeschwerde.