Citation: I 679/03 29.06.2004 E. 2

Auf dem "Fragebogen für Rentenrevision" gab die Beschwerdeführerin am 12. April 2001 an, unter "immer mehr Schmerzen im Rücken mit Ausstrahlung in das rechte Bein [und] ständigen Schmerzen im Nacken" zu leiden und bei Dr. med. E.________ in psychiatrischer Behandlung zu stehen. Streitig und zu prüfen ist somit, ob sich der Gesundheitszustand der Versicherten zwischen dem 23. September 1999 (Zusprechung einer halben Invalidenrente) und dem 10. September 2002 (Ablehnung des Revisionsgesuchs) in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise geändert hat. 2.1 Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 Erw. 4, 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1). In Bezug auf den Beweiswert eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis). 2.2 Nachdem die Verwaltung vom Bericht des Dr. med. U.________ vom 2. Mai 2001 Kenntnis genommen und erfolglos versucht hatte, mit dem die Versicherte behandelnden Dr. med. E.________ Kontakt aufzunehmen, veranlasste die IV-Stelle eine erneute Untersuchung durch Frau Dr. med. H.________. Die Psychiaterin brachte in ihrem Bericht vom 22. Mai 2002 zum Ausdruck, dass sie keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes habe feststellen können und die Beschwerdeführerin "bei leichter körperlicher Arbeit, nicht in ihrem Beruf als Pflegerin, [...] theoretisch 50% arbeitsfähig" sei. Sie bestätigte damit im Wesentlichen ihre Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit gemäss Gutachten, worauf sich die IV-Stelle schon mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 23. September 1999 abgestützt hatte. Anhaltspunkte dafür, dass sich seither die psychisch bedingten Beschwerden in einer für den Rentenanspruch relevanten Weise erheblich verschlimmert hätten, liegen nicht vor, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass Verwaltung und Vorinstanz auf die nachvollziehbar begründete und auf wiederholten eigenen Untersuchungen der Versicherten beruhende Beurteilung der Frau Dr. med. H.________ vom 22. Mai 2002 abstellte. 2.3 In somatischer Hinsicht sind die Diagnosen gemäss den Berichten des Dr. med. U.________ vom 2. Mai 2001 und 17. Dezember 2002 im Vergleich mit den Untersuchungsergebnissen der Frau Dr. med. H.________ (Berichte vom 25. August und 23. Dezember 1998) und des Dr. med. R.________, Klinik V.________ (Bericht vom 16. November 1998), fast identisch. Diese Auffassung bestätigt Dr. med. von K.________ zuhanden des Gerichts in seinem Schreiben vom 21. April 2004. Darin führt er unter anderem aus: "[...] Zum Vergleich mit dem von Ihnen vorgelegten MRI-Befund der Klinik P.________ vom 1. März 2001 liegen mir nur die Befunde der Klinik P.________ (Medizinisches Radiologisches Zentrum) einer Vergleichsuntersuchung vom 9. Juli 1978 [recte: 1998] vor. Nach diesen Befunden ist es nicht zu wesentlichen Veränderungen im Laufe dieser drei Jahre gekommen. Jedenfalls mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zu solchen, die Änderungen eines Beschwerdebildes ausreichend erklären. [...]" Es ist demnach gestützt auf die Beurteilung des Dr. med. von K.________ davon auszugehen, dass es hinsichtlich der somatisch bedingten gesundheitlichen Beschwerden seit der Zusprechung einer halben Invalidenrente (mit Verfügung vom 23. September 1999) nicht zu einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes gekommen ist. 2.4 Gründe für weitere Abklärungen des Gesundheitszustandes der Versicherten sind nicht ersichtlich, zumal Dr. med. U.________ in seinem Schreiben vom 20. Juni 2001 entgegen der Beschwerdeführerin nicht gestützt auf eigene Untersuchungen der Versicherten von einer Verschlimmerung ihrer gesundheitlichen Einschränkungen ausging, sondern lediglich darauf verwies, dass sie bei Dr. med. E.________ in psychiatrischer Behandlung stehe und dieser Arzt auf Grund der psychischen Problematik angeblich auf einen höheren Invaliditätsgrad geschlossen habe. Unbegründet ist ferner der Einwand, eine ernsthafte psychische Begutachtung sei nicht durchgeführt worden. Dem ausführlichen Gutachten der Frau Dr. med. H.________ vom 31. Mai 1999 ist vielmehr zu entnehmen, dass die Psychiaterin ihre Beurteilung auf sämtliche medizinische Unterlagen abstützte und die Versicherte anlässlich von zwei Gesprächen am 4. und 17. Mai 1999 eingehend untersuchte.