Citation: 2A.738/2004 23.02.2005 E. 3.4

3.4.1 Was die Beschwerdeführerin weiter gegen die Verweigerung der verlangten erneuten Unterstützung vorbringt, vermag nicht zu überzeugen: 3.4.2 Die Beschwerdeführerin wendet ein, es sei in ihrer Religion üblich, dass die Eltern zusammen mit ihrem Kind über dessen Zukunft entscheiden und die Reise nach den USA deshalb eine Notwendigkeit gewesen. Die Reisen nach Europa hätten dem Besuch ihrer kranken, alten Eltern gegolten, die diese Reisen auch finanzierten. 3.4.3 Entgegen der Auffassung der Gesuchstellerin hat die Vorinstanz offengelassen, ob die weitere Unterstützung auch gestützt auf Art. 7 lit. e ASFG hätte unterbleiben dürfen, sondern lediglich erwogen, es sei zulässig gewesen, bei der Ablehnung des Unterstützungsgesuches das Verhalten der Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes (während des Unterstützungszeitraumes 2003/2004 je drei Flugreisen ins Ausland, wovon zwei Reisen in fünf Monaten in die USA) als ergänzendes Argument zu berücksichtigen. Ob auch die Voraussetzungen zur Verweigerung der Weiterausrichtung der Unterstützungsleistungen gemäss Art. 7 lit. e ASFG erfüllt sind, kann somit dahingestellt bleiben. Immerhin ist in diesem Zusammenhang anzumerken, dass der Gesuchsteller gemäss Art. 7 lit. e ASFG alles ihm Zumutbare zu unternehmen hat, um seine Lage zu verbessern, wozu auch gehört, seine Einkünfte und sein allfälliges Vermögen für die Deckung seiner notwendigen Lebensbedürfnisse einzusetzen und unnötige Aufwendungen zu vermeiden (vgl. Art. 8 Abs. 1 ASFG). Die Unterstützungsbeiträge gemäss ASFG sind dafür bestimmt, in Not geratenen Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern eine einfache, angemessene Lebensführung zu ermöglichen (vgl. auch Botschaft des Bundesrates vom 6. September 1972 zum Entwurf eines Bundesgesetzes über Fürsorgeleistungen an Auslandschweizer, in: BBl 1972 II 560). In diesem Lichte betrachtet, erscheint die vom Departement vertretene Auffassung, wonach Auslagen, die aus mehrfachen kostspieligen Auslandreisen innert kurzer Zeit resultieren, im Sinne des ASFG nicht notwendig seien, als vertretbar. Soweit die Beschwerdeführerin einwendet, die Europareisen hätten dem Besuch ihrer alten, kranken Eltern gedient und seien auch von diesen bezahlt worden, übersieht sie, dass das Departement diese Ausgaben gerade nicht beanstandet. Den besonderen Umständen der Situation ist somit durchaus Rechnung getragen worden.