Citation: 4C.92/2007 31.07.2007 E. 2

Die Klägerin ist der Meinung, auf die Berufung sei nicht einzutreten, da der angefochtene Entscheid auf kantonalem Recht beruhe. 2.1 Mit Berufung kann geltend gemacht werden, der angefochtene Entscheid beruhe auf Verletzung des Bundesrechts mit Einschluss der durch den Bund abgeschlossenen völkerrechtlichen Verträge (Art. 43 Abs. 1 OG). Wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte oder kantonalen Rechts steht die Berufung nicht offen. 2.2 Es trifft zu, dass die Klägerin ihren Regressanspruch auf Art. 44 des Gesetzes über die Gebäudeversicherung im Kanton Graubünden stützt. Sie ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit, die als vom Kanton organisierte Versicherungsanstalt nicht dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) untersteht. Die Subrogationsvorschrift von Art. 72 VVG findet demnach keine Anwendung. Vielmehr greift die kantonale Subrogationsnorm von Art. 44 des Gesetzes über die Gebäudeversicherung im Kanton Graubünden, wonach Schadenersatzansprüche des Eigentümers aus Verschulden Dritter auf die Anstalt übergehen, soweit sie Entschädigung leistet. Das Bundesgericht hat jedoch entschieden, dass ungeachtet einer allfälligen kantonalen Subrogationsvorschrift die Regressklage einer kantonalen Gebäudeversicherungsanstalt nach Art. 51 OR zu beurteilen ist; vorbehalten bleiben kantonale Vorschriften, die den Rückgriff erschweren (BGE 55 II 118 E. 1; 50 II 186; 49 II 89 E. 3 S. 93; Brehm, Berner Kommentar, N. 71 zu Art. 51 OR). Da das Rückgriffsrecht der Klägerin somit unter das Bundesrecht fällt, ist die Berufung zulässig.