Citation: I 754/04 19.04.2005 E. 2

Sodann hat das kantonale Gericht in sorgfältiger Würdigung der Aktenlage, insbesondere der polydisziplinären Gutachten des ABI vom 27. Oktober 2000 und 5. September 2003 wie auch des psychiatrischen Austrittsberichts der IPD Klinik Z.________ vom 9. Dezember 2003 richtig dargetan, dass der Beschwerdeführer wegen anhaltender somatoformer Schmerzstörung und eines chronischen, unspezifischen, zervikal wie lumbal betonten panvertebralen Schmerzsyndroms bei Wirbelsäulenfehlhaltung und radiomorphologischem Status nach Morbus Scheuermann im thorako-lumbalen Übergang und ausgeprägter muskulärer Dekonditionierung sowie leichter, zeitweiliger mittelgradiger chronischer depressiven Episode in einer wechselbelastenden Tätigkeit ohne Tragen und Heben schwerer Lasten und mit der Möglichkeit wechselnder Arbeitsposition in seiner Leistungsfähigkeit zu 25 % eingeschränkt ist. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, überzeugt nicht. Wenn Dr. med. O.________ im psychiatrischen Konsilium vom 21. Mai 2003 der zweiten polydisziplinären Begutachtung des ABI in Würdigung der eigenen Untersuchungen, der geltend gemachten Beschwerden wie auch der Krankheitsgeschichte zum Schluss gelangt, trotz der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und im persönlichen, finanziellen Umfeld liegender sozialer Probleme könne der Versicherte bei zumutbarer Willensanstrengung in einer dem körperlichen Leiden angepassten Tätigkeit durchaus ein Rendement von 75 % der Norm erbringen, und dabei das Verhalten des Beschwerdeführers gegenüber den beruflichen Eingliederungsversuchen und Drittpersonen als passiv-aggressiv bezeichnet, so kann daraus weder auf ein untaugliches Gutachten noch auf eine Voreingenommenheit des Experten geschlossen werden. Es ist gegenteils gerade Aufgabe des Gutachters, festgestellte Diskrepanzen zwischen objektivierbarem und subjektiv empfundenem Beschwerdebild soweit möglich fassbar zu machen bzw. einer Erklärung zuzuführen. Dazu gehört auch, im Raum stehende Tatsachen, wie zum Beispiel den vorzeitigen Abbruch der Arbeitsabklärungen bei der BEFAS X.________, und die damit vom Versicherten vorgetragene Begründung oder andere Verhaltensmuster gegenüber Dritten psychologisch zu werten. Allein aus dem Umstand, dass der Gutachter in seiner Einschätzung zu einem anderen Ergebnis gelangt als vom Versicherten subjektiv wahrgenommen, vermag die Expertise nicht zu erschüttern. Die in die Gesamtbeurteilung des ABI vom 5. September 2003 einfliessende psychiatrische Einschätzung des Dr. med. O.________ fügt sich vielmehr mit Ausnahme jener des Allgemeinmediziners Dr. med. H.________ vom 19. Januar 2004 nahtlos in die von anderen Ärzten getätigten Beobachtungen ein. Darauf hat bereits die Vorinstanz in Hervorhebung des Austrittsberichts der Klinik Z.________ vom 9. Dezember 2003 hingewiesen. Was der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang aus dem Eintrittsbefund dieser Klinik zu seinen Gunsten ableiten will, ist unklar, wird darin doch bloss von einer mittelgradig ausgeprägten depressiven Stimmungslage gesprochen, die im Verlauf des Klinikaufenthaltes wieder verbessert werden konnte. Eine sich dauerhaft in einer über der von Dr. med. O.________ attestierten Weise auf die Leistungsfähigkeit auswirkende psychische Gesundheitsbeeinträchtigung kann daraus zweifelsfrei nicht abgeleitet werden. Von weiteren Abklärungen sind keine neuen, entscheidwesentlichen Gesichtspunkte zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist.