Citation: 8C_322/2024 E. 4.2

4.2. Demgegenüber rügt die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin hätten den Untersuchungsgrundsatz verletzt, indem sie zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts hinsichtlich der gesundheitlich begründeten Einschränkungen der Leistungsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit allein auf die Aktenbeurteilungen des RAD-Arztes Dr. med. F.________ abgestellt hätten. Zwar habe er die Untersuchungsmethoden der behandelnden Ärzte in disqualifizierender Weise beanstandet, jedoch trotzdem weder eine persönliche Untersuchung der Beschwerdeführerin vorgenommen noch eine versicherungsmedizinische Begutachtung veranlasst. Während der Leitende Arzt der Wirbelsäulenchirurgie des Spital G.________ Dr. med. H.________ nach dem operativen Eingriff vom 7. September 2021 die danach persistierende rechtsseitige S1-Radikulopathie als neuropathische Beschwerden in einem Zusammenhang mit einer rechtsseitig ödematös-veränderten S1-Wurzel interpretiert habe, sei auch Dr. med. I.________ trotz des bildmorphologisch nicht klaren Nachweises, am ehesten von einer möglichen neuropathischen Beschwerdesituation ausgegangen. Der Neurochirurg Dr. med. J.________ habe demgegenüber auf die nachweisbare organische Ursache der geklagten Schmerzen verwiesen, wobei "Pathogenese und Ätiologie der vorliegenden Gesundheitsstörung" schlüssig und nachvollziehbar erklärt werden könnten. Angesichts der übrigen Gesundheitsstörungen (beginnende Fingerarthrose und psychische Beschwerden) dränge sich eine interdisziplinäre Begutachtung auf. Indem das kantonale Gericht und die IV-Stelle bei gegebener Aktenlage geringe Zweifel an den RAD-ärztlichen Aktenbeurteilungen verneint und in antizipierter Beweiswürdigung auf ergänzende Abklärungen verzichteten, hätten sie das Willkürverbot verletzt.