Citation: 2P.243/2002 18.11.2002 E. 2

Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist gegen das angefochtene Urteil nur zulässig, wenn der Beschwerdeführer einen Rechtsanspruch auf die Erteilung der nachgesuchten Bewilligung hat (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG). Er vertritt die Auffassung, er besitze aufgrund von Art. 17 Abs. 2 ANAG (Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer; SR 142.20) sowie Art. 8 EMRK einen Anspruch auf Nachzug seiner Tochter Y.________. 2.1 Gemäss Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG haben ledige Kinder von Ausländern, die in der Schweiz niedergelassen sind, Anspruch auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung ihrer Eltern, wenn sie mit diesen zusammen wohnen und noch nicht 18 Jahre alt sind. Für die Altersfrage beim Nachzug von Kindern in Anwendung von Art. 17 Abs. 2 ANAG ist nach der Rechtsprechung grundsätzlich der Zeitpunkt der Gesuchseinreichung massgebend (BGE 118 Ib 153 E. 1b), falls der betreffende Elternteil die Niederlassungsbewilligung aber erst später erwirbt, der Zeitpunkt der Bewilligungserteilung (Urteil 2A.21/2001 vom 1. Mai 2001, E. 2c). 2.2 Im vorliegenden Fall wurde das Gesuch um Familiennachzug am 4. Dezember 2000 eingereicht. Zu diesem Zeitpunkt war die nachzuziehende Tochter Y.________ zwar noch nicht 18-jährig (17 Jahre und knapp zwei Monate), der Beschwerdeführer besass jedoch noch keine Niederlassungsbewilligung. Erst die Erteilung der Niederlassungsbewilligung am 14. Dezember 2001 verschaffte ihm einen Anspruch auf Familiennachzug. Zu diesem Zeitpunkt hatte aber seine Tochter Y.________ das 18. Altersjahr schon überschritten und deshalb keinen Anspruch mehr, nach Art. 17 Abs. 2 ANAG in die Niederlassungsbewilligung ihres Vaters einbezogen zu werden. Daran vermag nichts zu ändern, dass der Zeitpunkt für die Erteilung der Niederlassungsbewilligung bereits festgestanden sei, wie der Beschwerdeführer einwendet: Selbst wenn das Bundesamt für Ausländerfragen den Kontrollentlassungszeitpunkt festgelegt hätte, was vorliegend nicht zutrifft, hätte dies dem Beschwerdeführer noch keinen Rechtsanspruch auf eine Niederlassungsbewilligung verschafft (vgl. BGE 125 II 633 E. 2b und 2c S. 636 f. mit Hinweisen). Auch aus Art. 8 EMRK kann der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Familiennachzug ableiten, weil er im massgebenden Zeitpunkt nicht über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht, sondern lediglich über eine Aufenthaltsbewilligung verfügte (vgl. BGE 127 II 60 E. 1d/aa S. 64 f. mit Hinweisen) und zudem die nachzuziehende Tochter mittlerweile über 18 Jahre alt ist (vgl. BGE 120 Ib 257 E. 1f S. 262 f.). Die vom Beschwerdeführer angerufene Verordnung vom 6. Oktober 1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (BVO; SR 823.21) stellt die Bewilligungserteilung ausdrücklich ins Ermessen der zuständigen Behörde und begründet somit ebenfalls keinen Rechtsanspruch auf Familiennachzug (vgl. BGE 119 Ib 91 E. 2b S. 96). Fehlt es somit an einem Rechtsanspruch auf Erteilung der nachgesuchten Bewilligung, so erweist sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als unzulässig (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG).