Citation: K 4/03 21.03.2003 E. 3

Die Vorinstanz hat in Würdigung der medizinischen Akten überzeugend dargelegt, dass die Behandlung mittels einer Totalprothese im Oberkiefer den vorhandenen Verhältnissen am besten angepasst sei, weshalb sie als zweckmässige und im Vergleich zur Implantatversorgung kostengünstigere Behandlung von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu übernehmen sei. Diesen zutreffenden Ausführungen ist beizupflichten. Insbesondere ist nochmals darauf hinzuweisen, dass selbst der vom Beschwerdeführer beigezogene Dr. med. dent. Z.________ bereits am 8. Februar 2002 im Formular "Zahnschäden gemäss KVG; Befunde/Kostenvoranschlag" als einfache und zweckmässige definitive Versorgung die Totalprothese vorgeschlagen, jedoch vermerkt hatte, der Patient wolle Implantate. Im vom gleichen Tag datierten Schreiben an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen führte der Zahnarzt aus, er komme nach eingehendem Studium der Sachlage zum Schluss, dass zum heutigen Zeitpunkt im Oberkiefer keine vernünftige Lösung mittels Implantaten möglich sei. Zuerst müsse die Situation in eine Totalprothese überführt werden, erst nach Konsolidierung dieser Phase könne über eine allfällige Implantatverankerung diskutiert werden. Ebenso qualifizierte der Vertrauenszahnarzt der KPT, Dr. med. dent. B.________, am 24. Mai 2002 die Totalprothese als vernünftige und zumutbare Lösung, wohingegen er die Implantate als Überbehandlung bezeichnete. Selbst wenn die Versorgung mit Implantaten ebenso zweckmässig wie die Totalprothese wäre, was offen bleiben kann, bestünde kein Anspruch auf Übernahme der Kosten für diese erheblich teurere Behandlung. Bei mehreren möglichen Behandlungen hat nämlich eine Abwägung zwischen den Kosten und dem Nutzen der einzelnen Vorkehren stattzufinden, wobei von zwei gleichermassen zweckmässigen Behandlungen grundsätzlich nur die kostengünstigere als notwendig und wirtschaftlich gilt (vgl. Gebhard Eugster, Das Wirtschaftlichkeitsgebot nach Art. 56 Abs. 1 KVG, in: Wirtschaftlichkeitskontrolle in der Krankenversicherung, St. Gallen 2001, S. 38 ff.; François-X. Deschenaux, Le précepte de l'économie du traitement dans l'assurance-maladie sociale, en particulier en ce qui concerne le médecin, in: Festschrift 75 Jahre Eidgenössisches Versicherungsgericht, Bern 1992, S. 535 f.). Dementsprechend besteht grundsätzlich kein Anspruch auf die Versorgung mit Implantaten, wenn die Kaufähigkeit auf zweckmässige und kostengünstigere Weise auch mit einer herkömmlichen prothetischen Versorgung wiederhergestellt werden kann, dies selbst dann, wenn das Setzen von Implantaten Vorteile für die versicherte Person aufweist (vgl. BGE 128 V 54 mit Hinweisen). Für die Durchführung weiterer medizinischer Abklärungen besteht demzufolge kein Anlass. An diesem Ergebnis vermögen die grösstenteils bereits im vorinstanzlichen Verfahren vorgebrachten Ausführungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde - soweit sie überhaupt sachbezüglich sind - nichts zu ändern.