Citation: 9C_615/2021 E. 7.2

7.2. Macht die Beschwerdeführerin demgegenüber geltend, die von der Beschwerdegegnerin eingeholten Auskünfte seien für das hier interessierende Zeitfenster - beide Operationen fanden im Jahr 2019 statt - nicht relevant, so ist ihr entgegenzuhalten, dass die Angaben des Spitals G.________ explizit bis zur Gründung des SPGV im Jahr 2015 zurückreichen (vgl. Stellungnahme vom 22. September 2020). Auch die Ärzte des Spitals E.________ gaben retrospektiv Auskunft betreffend die Anzahl Eingriffe "pro Jahr" (vgl. Stellungnahme vom 21. Juli 2020). Dass dabei gerade die medizinische Situation betreffend FFS im Jahr 2019 ausgeklammert gewesen sein soll, ist nicht nachvollziehbar. Ebenso zu kurz greift der Einwand, Dr. med. K.________, Spital E.________, habe seinen Facharzttitel für Plastische Chirurgie erst im Jahr 2018 erworben, die Dres med. L.________ und M.________, Spital G.________, sogar erst im Jahr 2019. Denn den entsprechenden Stellungnahmen ist überzeugend zu entnehmen, dass die fraglichen gesichtsfeminisierenden Eingriffe in beiden Kliniken nicht von einzelnen Ärzten, sondern im (interdisziplinären) Team durchgeführt werden. Folglich können aus der erst vor relativ kurzer Zeit erworbenen Fachqualifikationen einzelner Ärzte keine Rückschlüsse hinsichtlich der an der Klinik grundsätzlich verfügbaren Kompetenzen gezogen werden. Dies gilt umso mehr, als dort nachweislich erfahrene Chirurgen vertreten sind, wie beispielsweise der berichtende Chefarzt des Spitals G.________ Prof. Dr. med. N.________, welcher seit dem Jahr 2000 als Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie registriert ist (vgl. https://www.medregom.admin.ch; besucht am 31. Januar 2023).