Citation: C 191/98 11.01.2000 E. 4

4.- a) Das KIGA begründet seine Verfügung damit, die Anstellung sei gemäss Rückmeldung der Firma wegen zu hoher Lohnvorstellungen der Beschwerdegegnerin nicht zu Stande gekommen, dies obschon sie darauf aufmerksam gemacht worden sei, dass auf Grund des versicherten Verdienstes ein Lohn ab Fr. 3800.- als zumutbar beurteilt werden müsse. b) Die Versicherte macht demgegenüber geltend, nach Einreichung der Bewerbungsunterlagen habe sie mit Herrn M.________ von der O.________ AG ein Telefongespräch geführt. Er habe sie u.a. nach früheren Stellen und deren Anforderungsprofil gefragt. So seien sie auch auf den bisherigen Verdienst zu sprechen gekommen. Sie habe diesen genannt und mit ihrer anerkannten Weiterbildung in Fremdsprachen sowie der recht breit gefächerten beruflichen Erfahrung begründet. Er habe daraufhin die Stelle als eher administrative Arbeit, an welcher absolut keine Fremdsprachen angewendet oder verlangt werden, beschrieben. Die Firma sei nur an einer Besetzung als Feststelle, nicht aber als zeitlich begrenzte Zwischenverdienststelle interessiert gewesen, weshalb Herr M.________ versprochen habe, das Arbeitsamt entsprechend zu informieren. c) Bei den Akten liegt diesbezüglich lediglich ein Schreiben der O.________ AG vom 31. Oktober 1996 an die Beschwerdegegnerin. Darin wird ausgeführt, dass sie anlässlich des erwähnten Telefongesprächs zur Erkenntnis kommen mussten, dass die Bewerberin für diese Anstellung nicht in Frage komme. Gründe dafür seien in den Gehaltsvorstellungen gelegen, die absolut nicht in ihren Rahmen gepasst hätten, sowie der Wunsch zur Einsetzung der Fremdsprachenkenntnisse. Ergänzend wurde erwähnt, die Arbeitsvermittlung sei offensichtlich von falschen Voraussetzungen ausgegangen, denn man habe eine Feststelle besetzen wollen und sei nie an einer Mitarbeiterin nur für eine Zwischenverdienststelle interessiert gewesen. In der Rückmeldung an das Arbeitsamt vom 12. Juni 1996 begründete die O.________ AG das Nichtzustandekommen der Anstellung mit zu hohen Lohnvorstellungen und der Nichteinsetzbarkeit von Fremdsprachenkenntnissen.