Citation: 6B_1179/2021 E. 3.2.2

3.2.2. In subjektiver Hinsicht hält die Vorinstanz fest, es sei gestützt auf das Beweisergebnis davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer einerseits der alkoholisierte, andererseits der schlafende Zustand der Beschwerdegegnerin 2 und damit einhergehend ihre Widerstandsunfähigkeit nicht entgangen sein könnten. Es sei ihm zudem klar gewesen, dass sie kein Interesse an Sex mit ihm gehabt habe und mit seinem Vorgehen keinesfalls einverstanden gewesen wäre. Er habe also mit dem Wissen gehandelt, dass die Beschwerdegegnerin 2 ausserstande gewesen sei, sich zu wehren, und mit dem Willen, sich dennoch zu nehmen, was er in sexueller Hinsicht gewollt habe, aber unter normalen Umständen nicht bekommen hätte. Er habe somit die inkriminierten Handlungen direktvorsätzlich vorgenommen und damit den subjektiven Tatbestand von Art. 191 StGB erfüllt (angefochtenes Urteil S. 33).