Citation: 5D_198/2023 E. 3

Das Obergericht hat festgehalten, der verlangte Prozesskostenvorschuss von Fr. 27'626.-- beziehe sich auf die Anwaltskosten für diverse Verfahren. Gemäss den Ausführungen des Regionalgerichtes sei beim Eheschutzverfahren CIV 21 5845 bereits der ganze Tarifrahmen vollständig ausgeschöpft; bei den "übrigen Verfahren", was wohl die strafrechtlichen Verfahren betreffe, gehe es jeweils um Schlussrechnungen, weshalb das Mandat zu Ende geführt sei und es gar nicht um Vorschüsse für künftige Rechtswahrnehmung gehen könne; bei den "Gerichtskosten Bundesgericht", womit wohl ebenfalls ein strafrechtliches Verfahren gemeint sei, und bei der "Sicherheitsleistung", die ein Verfahren vor dem Kantonsgericht Schwyz betreffe, gehe es ebenfalls um bereits vor längerer Zeit angefallene Kosten. Diejenigen für das Berufungsverfahren seien zwar noch nicht angefallen, aber das Verfahren sei als aussichtslos anzusehen, weshalb es dem Prozesskostenvorschussgesuch, welches an die gleichen Bedingungen wie die unentgeltliche Rechtspflege knüpfe, an den erforderlichen Voraussetzungen fehle. Vor diesem Hintergrund habe das Regionalgericht zu Recht festgehalten, die Prüfung der Mittellosigkeit erübrige sich. Mit all dem setze sich die Beschwerdeführerin nicht auseinander; sie ziele am Thema vorbei, wenn sie geltend mache, es seien viel höhere Kosten angefallen und der Ehemann müsse die Differenz aus seinem "schwarzen Geld" statt aus dem Familienvermögen bezahlen.