Citation: 8C_130/2023 E. 4.4.1

4.4.1. Der Gutachter verneinte aufgrund der sorgfältig erhobenen Befunde nachvollziehbar eine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Dabei setzte er sich mit den Vorakten auseinander und begründete einlässlich und überzeugend, weshalb aktuell weder eine Depression noch eine Persönlichkeitsstörung oder eine PTBS vorlägen. Vielmehr sprächen die Symptomatik, die Befunde und der Verlauf eher für eine Anpassungsstörung als für eine Major Depression. Bezüglich der geltend gemachten PTBS hielt der Gutachter einleuchtend fest, es bestünden zwar Belastungen. Es könne aber kein Ereignis katastrophalen Ausmasses benannt werden und auch die typische Symptomatik liege nicht vor. Auch von der Behandlerin sei das Störungsbild nicht nachgewiesen worden. Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, was diese Einschätzung in Frage stellen könnte. Dass der Gutachter unter "Verhaltensbeobachtung" eine gewisse Logorrhoe und eine leichte psychomotorische Unruhe erwähnte, wohingegen er beim Status nach AMDP "motorisch nicht unruhig" und "nicht logorrhoisch" festhielt, stellt keinen so gewichtigen Widerspruch dar, als dass darunter der Beweiswert der Expertise leiden würde.