Citation: 8C_763/2023 E. 3.1.3

3.1.3. Sodann falle ins Gewicht, so das kantonale Gericht weiter, dass sich die Einwände des Beschwerdeführers weniger auf der Ebene der Diagnosestellung bewegten. So sei unbestritten, dass er an den Folgen des am 11. Februar 2015 erlittenen schweren SHT leide. Vielmehr beanstande er die Einschätzung der letztlich entscheidenden Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten gemäss dem Folgegutachten der SMAB. Diesbezüglich sei an die Rechtsprechung zu erinnern, wonach es geradezu ideal sei, wenn die abschliessende, gesamthafte Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit auf der Grundlage einer Konsensdiskussion der einzelnen Gutachter oder unter Leitung eines fallführenden Arztes erfolge (vgl. zum Ganzen BGE 143 V 124 E. 2.2.4). Zudem sei stets dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die medizinische Folgenabschätzung notgedrungen eine hohe Variabilität aufweise und unausweichlich Ermessenszüge trage (BGE 145 V 361 E. 4.1.2 mit Hinweisen). Oder anders gewendet: Es liege in der Natur der Sache, dass Arbeitsunfähigkeitsschätzungen ein Ermessensspielraum inhärent sei (Urteil 8C_14/2021 vom 3. Mai 2021 E. 1.2.1 mit Hinweis).