Citation: 1C_89/2024 E. 3.1

3.1. Die Baulinien und der Baubereich sind in §§ 30 f. PBG/LU geregelt. In § 30 Abs. 5 PBG/LU ist vorgesehen, dass vorspringende Gebäudeteile nach § 112a Abs. 2 lit. h PBG/LU über die Baulinie oder den Baubereich hinausragen dürfen. § 112a Abs. 2 lit. h PBG/LU zufolge gilt, dass vorspringende Gebäudeteile höchstens bis zu 1,5 m über die Fassadenflucht hinausragen und mit Ausnahme der Dachvorsprünge einen Drittel des zugehörigen Fassadenabschnitts nicht überschreiten dürfen. Gemäss § 30 Abs. 6 PBG/LU dürfen Baulinien oder Baubereiche ausnahmsweise überschritten werden, wenn bestehende Bauten unter Einhaltung der dafür vorgeschriebenen Mindestanforderungen gegen Wärmeverluste isoliert werden (lit. a) oder dies in einem Nutzungsplan oder einem Reglement der Gemeinde für andere Fälle ausdrücklich vorgesehen wird (lit. b). Das einschlägige kommunale Recht sieht diesbezüglich vor, dass vorspringende Gebäudeteile wie insbesondere Dachvorsprünge, Balkone, Veranden, Erker und Treppen höchstens 1,5 m über die Baulinie hinausragen dürfen (Art. 25 Abs. 4 des Bau- und Zonenreglements der Stadt Luzern vom 17. Januar 2013 [BZR/Luzern]). Die Fläche der vorspringenden Gebäudeteile darf maximal einen Drittel der Fassadenfläche betragen (Art. 25 Abs. 5 BZR/Luzern). Wenn weder das Ortsbild noch die Verkehrssicherheit beeinträchtigt ist, sind vor den Baulinien ausnahmsweise insbesondere Kleinbauten wie gedeckte Gartensitzplätze, Gartenhäuschen, gedeckte Velo- und Containerunterstände zulässig, wobei die Fläche dieser Bauten und Anlagen insgesamt die Hälfte der Fläche zwischen der Baulinie und der Strassengrenze nicht überschreiten darf (Art. 25 Abs. 8 lit. c BZR/Luzern).