Citation: 1C_488/2021 E. 2.5

2.5. Gegen den umstrittenen Vollstreckungsentscheid wehrt sich der Beschwerdeführer in der Sache unter Hinweis auf die Rechtshängigkeit seines Wiedererwägungsgesuchs. Er behauptet, die Sachlage habe sich seit den rechtskräftigen Entscheiden zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands grundlegend geändert, weil die betroffenen Bauten und Anlagen neu im Rahmen des landwirtschaftlichen Betriebs der Pächterin genutzt werden sollen. Diese Vorbringen hat die Vorinstanz materiell geprüft. Dabei erwog sie, das Bauvorhaben gemäss Wiedererwägungsgesuch sei weder landwirtschaftlich betriebsnotwendig noch angemessen dimensioniert. Den bereits ausgeführten baulichen Massnahmen ständen überwiegende öffentliche Interessen entgegen. Deshalb fehle es dem Wiedererwägungsgesuch an ernsthaften Aussichten auf Bewilligung. Mit diesen Erwägungen hat die Vorinstanz zu erkennen gegeben, dass sie bei ihrer Beurteilung den vom Beschwerdeführer behaupteten Sachverhalt, wonach die Grundstücksnutzung neu im Rahmen eines landwirtschaftlichen Betriebs erfolge, unterstellt hat. Die Unterinstanzen hatten dem Beschwerdeführer zwar zusätzlich vorgehalten, beim Betrieb der Pächterin handle es sich um Freizeitlandwirtschaft und sein Wiedererwägungsgesuch wirke unglaubwürdig. Diese Sachverhaltswürdigung stellte er vor der Vorinstanz zur Diskussion. Da die Vorinstanz dem angefochtenen Entscheid aber im Unterschied zu den Unterinstanzen einen zonenkonformen landwirtschaftlichen Betrieb zugrunde gelegt hat, waren die erwähnten Vorbehalte der Unterinstanzen nicht mehr von Belang. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass die Vorinstanz bereits im Rechtsmittelverfahren über das Baugesuch von 2016 einen Augenschein vorgenommen hatte. Die Erheblichkeit der fraglichen neuen Umstände bzw. die Erfolgsaussichten für das Wiedererwägungsgesuch hingen unter diesen Umständen bei der Beurteilung durch die Vorinstanz weder vom persönlichen Eindruck des Beschwerdeführers noch von weiteren Sachverhaltsabklärungen ab. Vielmehr stellten sich einzig Rechtsfragen, welche die Vorinstanz hinreichend aufgrund der Akten und der schriftlichen Parteivorbringen entscheiden konnte. Der Beschwerdeführer hatte genügend Gelegenheit, sich schriftlich zur Sache zu äussern. Demzufolge hat die Vorinstanz weder Art. 6 Ziff. 1 EMRK noch Art. 30 Abs. 3 BV verletzt, wenn sie den Antrag auf mündliche und öffentliche Verhandlung abgewiesen hat. Bei diesem Ergebnis erübrigt es sich, die vom Beschwerdeführer zusätzlich aufgeworfene Frage zu erörtern, inwiefern der Anspruch auf mündliche und öffentliche Verhandlung gestützt auf Art. 55 i.V.m. Art. 64 des kantonalen Gesetzes vom 16. Mai 1965 über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) beschränkt werden darf.