Citation: 9C_550/2023 E. 4.5.3

4.5.3. Die Beschwerdeführerin ist sodann der Ansicht, dass sich die Betreuung erwachsener Personen grundsätzlich von der Betreuung minderjähriger Personen unterscheide, wobei sie auf die Wegleitung über den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO (WML) des Bundesamts für Sozialversicherungen verweist (vgl. Rz. 4112). Anders als dort unterlägen die Gastfamilien hier keinen Weisungen der Beschwerdeführerin. Das Bundesgericht hat sich schon verschiedentlich mit der beitragsrechtlichen Qualifikation von Betreuungsarbeit befasst (vgl. Urteile H 198/06 vom 24. Oktober 2007 E. 2.2 und 4.2; H 199/06 vom 24. Oktober 2007 E. 2.2 und 4.2; H 134/05 vom 4. April 2006 E. 2; H 74/04 vom 8. Oktober 2004 E. 2). Es hat dabei nicht kategorisch zwischen der Betreuung von Erwachsenen und jener von Minderjährigen unterschieden. Dass sich die weisungsbefugte Person bzw. Behörde nicht in die tägliche Betreuungsarbeit einmischte, hielt das Bundesgericht nicht für relevant. Hingegen fiel ins Gewicht, dass die Pflegeeltern bzw. die Gastfamilie in allen über die tägliche Betreuung der ihnen anvertrauten Kinder bzw. Personen hinausgehenden Bereichen klar weisungsgebunden waren (vgl. Urteile H 198/06 vom 24. Oktober 2007 E. 2.2; H 199/06 vom 24. Oktober 2007 E. 2.2; H 74/04 vom 8. Oktober 2004 E. 2). Es gibt keinen Grund, die vorliegende Situation anders zu beurteilen. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, unterliegt die Gastfamilie bzw. die Versicherte in Belangen, die über die tägliche Betreuung hinausgehen, den Weisungen der Beschwerdeführerin. Diese führt nach den Feststellungen der Vorinstanz bei den Gastfamilien regelmässig Qualitätskontrollen durch und hat sich überdies ein Kündigungsrecht ausbedungen. Solche Qualitätssicherungsmassnahmen sprechen nach der Rechtsprechung für ein Subordinationsverhältnis und damit für die Unselbständigkeit der Versicherten (vgl. BGE 149 V 57 E. 7.3.2).