Citation: 5A_133/2019 E. 3.4.2

3.4.2. Im vorliegenden Fall sind die kantonalen Vollstreckungsbehörden zum Vollzug des in der ganzen Schweiz vollstreckbaren Einziehungsentscheides zuständig (Art. 372 und Art. 373 StGB). Bei Einziehung von Sachwerten erfolgt im Vollstreckungsverfahren eine Verwertung (SCHMID, in: Kommentar Einziehung, Organisiertes Verbrechen, Geldwäscherei, Bd. I, 2. Aufl. 2007, Rz. 167, 169 zu Art. 70-72), wie sie im vorliegenden Einziehungsurteil bereits ausdrücklich angeordnet wurde. Die Vollstreckung richtet sich grundsätzlich nach kantonalem, subsidiär nach dem Vollstreckungsrecht des Bundes, also unter analoger bzw. sinngemässer Anwendung des SchKG (SCHMID, a.a.O., Rz. 169 zu Art. 70-72 StGB; Urteil 5A_221/2019 vom 17. Februar 2020 E. 4.3.2). Jedenfalls sind die SchKG-Behörden an die vollstreckbaren Entscheide der Strafbehörden gebunden sind (BGE 131 III 652 E. 3.1; 139 III 44 E. 3.2.1). Das Bundesgericht hat im erwähnten Urteil 5A_221/2019 (a.a.O.) zugelassen, dass das Tätigwerden des SchKG-Organs von der Aufsichtsbehörde mit Beschwerde gemäss Art. 17 SchKG überprüft werden kann. Auch das Nicht-Tätigwerden konnte vor die Aufsichtsbehörde gebracht werden, um zu prüfen, ob eine Nicht-Herausgabe in Nachachtung einer von den Strafbehörden erteilten Anordnung gemäss Art. 44 SchKG erfolgte (BGE 28 I 207 E. 2).