Citation: 6B_976/2015 E. 5.4

5.4. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist nicht zwingend erforderlich, dass die aufgezeichneten Gespräche der beschuldigten Person vorgespielt werden. Entsprechendes ergibt sich insbesondere nicht aus dem von ihm zitierten Urteil 6B_676/2013 vom 28. April 2014. In jenem Fall entschied das Bundesgericht, die aufgezeichneten Gespräche seien verwertbar, da sie der beschuldigten Person in Anwesenheit ihres Verteidigers und eines Dolmetschers vorgespielt worden seien und Letzterer bestätigt habe, dass die vorgespielten Gespräche den Wortprotokollen entsprächen (a.a.O E. 3.4.4). Daraus lässt sich indes nicht der Umkehrschluss ziehen, dass der beschuldigten Person vorgehaltene überwachte Gespräche stets vorzuspielen sind (vgl. auch THOMAS HANSJAKOB, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 2. Aufl. 2014, N. 6 zu Art. 276 StPO; MARC JEAN-RICHARD-DIT-BRESSEL, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 3 und 5 zu Art. 276 StPO). Vielmehr genügt es, wenn die beschuldigte Person die fraglichen Gespräche gegebenenfalls auf ihr Begehren hin vorgespielt erhält. Auf die vom Beschwerdeführer, soweit ersichtlich, erstmals vor Bundesgericht vorgebrachte Rüge, die aus den aufgezeichneten Gesprächen erstellten Protokolle wären ihm vorzulegen gewesen, soweit ihm Vorhalte daraus gemacht worden seien, ist mangels Ausschöpfung des Instanzenzugs (vgl. Art. 80 Abs. 1 BGG) nicht einzugehen. Selbst wenn die Rüge zu hören wäre, erwiese sie sich als unbegründet. Mit Blick auf die vorstehenden Ausführungen ist es ausreichend, wenn sich die Gesprächsprotokolle in den Akten befinden und auf Verlangen eingesehen werden können.