Citation: 8C_377/2023 E. 8.3

8.3. Dem Gerichtsgutachten des Dr. med. B.________ sind nur spärliche Informationen zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin und zu Veränderungen des Gesundheitszustands zu entnehmen. Der Experte hielt zwar fest, bei der Beschwerdeführerin sei nach Abschluss der Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung im Januar 2019 eine Dekompensation der kombinierten Persönlichkeitsstörung eingetreten. Er begründete dies aber nicht näher, so dass unklar bleibt, wie sich die Dekompensation konkret manifestiert haben soll. Aus dem Gerichtsgutachten geht zudem nicht klar hervor, inwiefern sich die Befunde und die funktionellen Auswirkungen der Gesundheitsstörung im zeitlichen Verlauf konkret geändert haben sollen. Die Beschwerdeführerin nennt zwar die im Verlaufsgutachten erhobenen Befunde, unterlässt es aber, einen Vergleich mit dem ersten Gutachten anzustellen. Eine Verschlechterung wird damit jedenfalls nicht dargetan. Hinzu kommt, dass eine solche in den echtzeitlichen medizinischen Akten auch nicht dokumentiert ist.