Citation: I 501/00 16.05.2001 E. 3

3.- Zu prüfen bleibt, inwieweit der Beschwerdeführer in der Zeit ab dem 1. Februar 1997 in der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit eingeschränkt war. a) Im Bericht vom 1. April 1997 bestätigte Dr. med. W.________ eine volle Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit ab 29. April 1995, eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab 1. Juni 1996 und von 40 % ab 25. Oktober 1996 mit der Feststellung, dass die Arbeitsunfähigkeit auf diesem Niveau bleiben dürfte, möglicherweise aber wieder auf 50 % erhöht werden müsse. Dr. med. A.________, welcher den Beschwerdeführer von Juli 1989 bis November 1997 behandelt hatte, gelangte im Bericht vom 29. Januar 1998 zum Schluss, als Journalist und Lehrbeauftragter sei der Versicherte von Mai 1995 bis Oktober 1996 vollständig und seither zu 50 % arbeitsunfähig gewesen; ab sofort sei er in beiden Berufszweigen zu mindestens 70 % arbeitsfähig. Beide Ärzte stimmen darin überein, dass die ausgeübte Erwerbstätigkeit der Gesundheitsschädigung angepasst ist und sich eine berufliche Umstellung erübrigt. Dr. med. G.________ nahm im Bericht vom 3. April 1997 längerfristig eine Arbeitsfähigkeit von 75 % an. Dr. med. V.________ bezeichnete den Versicherten im Bericht vom 10. März 1998 als vollständig arbeitsunfähig seit dem (in den Akten nicht näher dokumentierten) Autounfall vom 28. Oktober 1997. Dr. med. M.________ schliesslich schätzte die Arbeitsunfähigkeit in den Berichten vom 15. April und 20. Mai 1998 auf 50 % unter Hinweis darauf, dass der Versicherte seit Oktober 1997 zu 50 % arbeite und die Arbeitsfähigkeit aus ärztlicher Sicht nicht gesteigert werden könne. b) Die vorhandenen Arztberichte bilden keine zuverlässige Grundlage für die Invaliditätsbemessung. Gemäss den Akten hat der Beschwerdeführer zwei Unfälle erlitten, nämlich am 29. April 1995 einen Sturz, bei dem er sich an der HWS und im Schulterbereich verletzt hat und am 28. Oktober 1997 einen Autounfall, der zu Beschwerden an der Lendenwirbelsäule geführt hat. Zum Unfall vom 28. Oktober 1997 und dessen Folgen fehlen allerdings konkrete Angaben. Im Bericht des Dr. med. A.________ vom 29. Januar 1998 werden ein rezidivierendes zerviko-vertebrales und lumbovertebrales Syndrom bei leichten degenerativen Veränderungen sowie eine intermittierende Periarthropathia humero-scapularis (pss) rechts diagnostiziert, ohne dass der Unfall vom 28. Oktober 1997 erwähnt wird. Vom zweiten Unfall ist erst im Bericht des Dr. med. V.________ vom 10. März 1998 die Rede, wobei sich dieser Arzt lediglich zu den Befunden an der Lendenwirbelsäule äussert und bezüglich des HWS-Traumas die Klinik Z.________ als zuständig bezeichnet. Diese hatte am 7. August 1996 eine Diskushernie C4-6 in Erwägung gezogen und die Durchführung einer MRI-Untersuchung und allenfalls auch einer Diskographie empfohlen. Ob solche Untersuchungen in der Folge stattgefunden haben, geht aus den Akten nicht hervor. Dagegen steht fest, dass im März 1998 in der Klinik Y.________ eine Diskographie der Lendenwirbelsäule vorgenommen wurde, welche zur Diagnose einer Diskopathie L3/4 und L4/5 mit lumbalen Schmerzen führte (Berichte des Dr. med. M.________ vom 15. April und 20. Mai 1998). Nähere Angaben zu den Befunden fehlen indessen. Unstimmigkeiten bestehen in den Arztberichten auch hinsichtlich der Erwerbstätigkeit, auf welche sich die Angaben zur Arbeitsfähigkeit beziehen. Während Dr. med. A.________ von einer je hälftigen Tätigkeit als Lehrbeauftragter und als Journalist ausgeht, beurteilt Dr. med. V.________ die Arbeitsfähigkeit allein aufgrund der Tätigkeit als Lehrbeauftragter. Als solcher war der Beschwerdeführer aber offenbar nur kurzfristig und in geringem Umfang tätig gewesen. Der behandelnde Arzt der Klinik Y.________, Dr. med. M.________, ging davon aus, dass der Versicherte die Erwerbstätigkeit hauptsächlich sitzend verrichtet, was nach den Angaben im Abklärungsbericht der IV-Stelle zutreffend sein dürfte. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Dr. med. M.________ wird jedoch nicht in einer Weise begründet, dass hierauf entscheidend abgestellt werden könnte, zumal sich die Beurteilung auf den Befund an der Lendenwirbelsäule beschränkt. Mangels einer umfassenden und nachvollziehbar begründeten ärztlichen Beurteilung sämtlicher Befunde lässt sich der Invaliditätsgrad daher auch nach der Methode des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens nicht zuverlässig ermitteln, weshalb die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen ist, damit sie die erforderlichen Abklärungen durch Anordnung einer MEDAS-Begutachtung oder auf andere geeignete Weise vornehme und alsdann über den Rentenanspruch für die Zeit ab 1. Februar 1997 neu verfüge.