Citation: 6B_852/2015 E. 4.2

4.2. Die Vorinstanz nimmt im Wesentlichen gestützt auf die Aussagen des Mitbeteiligten A.________ an, der Beschwerdeführer habe den Kontakt zwischen B.________ mit A.________ vermittelt und ein Treffen organisiert, an welchem die Details der Inszenierung des Unfalls besprochen worden seien und bei welchem er Übersetzerdienste geleistet habe. Damit habe der Beschwerdeführer demonstriert, dass er gewillt gewesen sei, den Betrug zu ermöglichen, und dass er den entsprechenden Tatentschluss zumindest mitgetragen habe. Ohne einen bereitwilligen Unfallgegner wäre es nicht möglich gewesen, die Versicherung arglistig zu täuschen. Insofern sei dem Beschwerdeführer eine massgebliche Position bei der Planung und Ausführung der Tat zugekommen, und er habe mit Bezug auf das in der gewählten Besetzung ausgeführte Delikt durchaus über Tatherrschaft verfügt. Hiefür spreche, dass der Beschwerdeführer auch bei diesem Geschehen in jedem Stadium der Deliktsausführung, namentlich am Unfallort, anwesend gewesen sei, wo er Anweisungen von B.________ an A.________ weitergeleitet habe. Durch seine Übersetzungsdienste habe er die Zusammenarbeit von A.________ und B.________ erst ermöglicht. Insgesamt nimmt die Vorinstanz an, die Funktion des Beschwerdeführers sei auch hier weit über diejenige einer blossen Nebenfigur hinausgegangen. Durch seine Beiträge habe jener vielmehr massgeblich zum Gelingen des Vorhabens beigetragen. Zudem habe er von Anfang an gewusst, dass A.________ bereit gewesen sei, für die Inszenierung des Unfalls Fr. 5'000.- zu bezahlen. Ob und inwieweit er das Geld mit B.________ und dessen Vater habe teilen müssen, sei irrelevant. Das Wissen um die Belohnung und die Bezahlung seien jedenfalls weitere Hinweise auf die tragende Rolle des Beschwerdeführers (angefochtenes Urteil S. 18 ff., 21 ff.; erstinstanzliches Urteil S. 17 f., 21). In Bezug auf die Anklage wegen Irreführung der Rechtspflege in diesem Punkt nimmt die Vorinstanz an, dem Beschwerdeführer sei klar gewesen, dass der Unfall noch auf der Unfallstelle der Polizei gemeldet werden würde. Indem der Beschwerdeführer bei der Vorbereitung der Vortäuschung einer Straftat mitgewirkt habe und ihm bewusst gewesen sei, dass diese der Polizei gemeldet würde, habe er sich auch der Irreführung der Rechtspflege schuldig gemacht (angefochtenes Urteil S. 23 f.; erstinstanzliches Urteil S. 22).