Citation: 6B_1235/2021 E. 2.2

2.2. Die Vorinstanz nimmt zur Feststellung des Sachverhalts eine einlässliche und detaillierte Analyse der Aussagen der Fahrradfahrerin, der Fussgängerin sowie des Beschwerdeführers vor und prüft die Depositionen auf ihre Glaubhaftigkeit. Sie überprüft die Aussagen auf Ungereimtheiten und Widersprüche und beurteilt die Depositionen der Fahrradfahrerin und der Fussgängerin als glaubhaft. Sie erwägt, den Aussagen des Beschwerdeführers könnten keine Hinweise zum strittigen Kerngeschehen entnommen werden. Sie nimmt alsdann eine Gegenüberstellung von dessen Aussagen zur Wahrnehmung des Geschehenen vor und kommt zum Schluss, er interpretiere seine fehlende Erinnerungsleistung je nach Situation anders und habe versucht, seine Aussagen mit dem Hinweis abzuschwächen, die Polizei habe ihm den Sachverhalt unvollständig geschildert, was dem Wortlaut des Protokolls aber widerspreche. Die Vorinstanz hält aufgrund der übereinstimmenden Aussagen der Fahrradfahrerin und der Fussgängerin sowie der örtlichen Verhältnisse in tatsächlicher Hinsicht abschliessend fest, der Beschwerdeführer habe im Kreisverkehr beschleunigt und die ca. einen Meter vom Rand entfernt fahrende Fahrradfahrerin auf dem Kreisverkehr zwischen der Einfahrt Weissensteinstrasse und der Ausfahrt Seftigenstrasse in Richtung Wabern in einem leichten Bogen überholt. Danach sei er unmittelbar vor ihr in die Seftigenstrasse Richtung Wabern abgebogen, obwohl die Fahrradfahrerin keine Anstalten gemacht habe, den Kreisverkehr bei der Ausfahrt in Richtung Wabern zu verlassen. Dabei sei der Abstand beim Überholen und Wiedereinbiegen äusserst gering gewesen, sodass der Beschwerdeführer mit der rechten Seite seines Autos das Vorderrad des Fahrrads der Velofahrerin touchiert habe, worauf diese habe weglenken und absteigen müssen, sich aber nicht verletzt habe und auch kein Sachschaden entstanden sei.