Citation: I 403/02 04.12.2003 E. 3

Dr. med. B.________ hielt in seinem Bericht vom 2. September 1998 fest, dass bei der Versicherten zur Zeit starke, deutlich belastungsabhängige Nackenbeschwerden mit Ausstrahlung in den Kopf im Vordergrund stünden, wobei es immer wieder zu Schwindelanfällen und Konzentrationsstörungen komme. Unter geeigneten Arbeitsbedingungen attestierte er der Versicherten eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit. Am 10. März 1999 legte der Hausarzt dar, die Situation der Patientin, die nach wie vor unter schweren Nackenbeschwerden, thorakovertebralen Schmerzen und bis zu Ohnmachtsanfällen führenden Schwindelerscheinungen leide, habe sich seit seinem letzten Bericht eher verschlechtert. Er bescheinigte der Versicherten eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit seit 6. März 1998 bis auf weiteres mit der Feststellung, langfristig sei vor allem im Hinblick auf die psychischen Verhältnisse und die Schmerzsituation nicht mit einer Wiederaufnahme der bisherigen Beschäftigung zu rechnen. Die Dres. med. S.________ und K.________ diagnostizierten in ihren Berichten vom 7. September 1998 und 22. Juli 1999 einen orthostatischen Schwindel bei Adipositas und verneinten aus neurologischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Den neuropsychologischen Zustand bezeichneten sie - ohne indes entsprechende Tests durchzuführen - als unauffällig. Der Neurologe Dr. med. H.________, welcher die Beschwerdeführerin am 21. Dezember 1998 untersucht hatte, stellte mit Bericht vom 13. Januar 1999 die Diagnose eines Status nach heftiger Contusion capitis bei Raubüberfall vom 21. (recte: 29.) Juni 1996 mit persistierenden Cephalea, neurovegetativer und neuropsychologischer Symptomatik, vor allem mit Schwindelbeschwerden und Gedächtnislücken. Im Elektroenzephalogramm (EEG) finde sich eine leichte Allgemeinveränderung und eine bifrontale herdförmige Abnormität, jedoch keine epilepsiespezifische Störung. Er empfahl ausdrücklich eine neuropsychologische Untersuchung. In ihrem Bericht vom 27. August 1999 hielten die Dres. med. Y.________ und P.________ fest, dass die rheumatologischen Verhältnisse im Zeitpunkt der letztmaligen Konsultation - am 19. Mai 1998 - eine uneingeschränkte leidensadaptierte Beschäftigung zuliessen. Dr. med. V.________ erwähnte in seinem Gutachten vom 24. Oktober 1999 alsdann zwar ebenfalls von der Versicherten geschilderte Schwindelanfälle, sah jedoch für einen Einsatz als Kassiererin aus psychiatrischer Sicht keine Kontraindikationen. Er legte eine sofortige Arbeitsaufnahme von 50 % mit rascher Steigerung auf 100 % nahe. Die Spezialisten der EPI kamen auf Grund der neuropsychologischen Befunde in ihrem Bericht vom 17. Mai 2000 demgegenüber zum Schluss, dass sich die kognitiven Funktionen seit dem Überfall aus dem Jahre 1996 deutlich verschlechtert hätten und die Versicherte ihrer ursprünglichen Arbeit als Kassiererin nicht mehr werde nachgehen können. Es gäbe Hinweise, dass die kognitiven Funktionsstörungen mit eine Folge einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) auf Grund der schweren Schlafbeschwerden seien, wobei die vegetativen Probleme eindeutig im Vordergrund stünden.