Citation: 1C_285/2021 E. A

A.________ ist Eigentümer der in der Landwirtschaftszone gelegenen Parzelle Nr. 6280 in U.________. Von der Gesamtfläche von ca. 6'000 m² nutzt er rund 2'200 m² als Lagerplatz für Blocksteine und Kies. Im Frühjahr 2016 wurde das Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli auf mutmasslich baupolizeiwidrige Zustände auf der Parzelle Nr. 6280 aufmerksam gemacht und führte daraufhin diverse Abklärungen durch. Am 12. September 2016 reichte A.________ eine Selbstanzeige bei der Gemeinde U.________ ein. Er beantragte die Feststellung, die gewerbliche Nutzung der Parzelle Nr. 6280 sei im Besitzstand geschützt und es seien keine baurechtlichen Bestimmungen verletzt worden. Mit Schreiben vom 27. September 2016 teilte das Regierungsstatthalteramt der Gemeinde mit, sie sei ungeachtet der Selbstanzeige von A.________ gehalten, ein Baupolizeiverfahren betreffend die Parzelle Nr. 6280 einzuleiten. Mit Verfügung vom 8. Dezember 2016 forderte die Gemeinde A.________ auf, den Nachweis zu erbringen, dass die Parzelle bereits vor dem 1. Juli 1972 im heute beanspruchten Umfang gewerblich genutzt worden sei. Mit Eingabe vom 16. Januar 2017 reichte A.________ der Gemeinde ein Schreiben des vormaligen Grundeigentümers ein, wonach auf der Parzelle bereits in den 1960er- bzw. 1970er-Jahren eine Kiessortierung betrieben und 1968 auf der Parzelle Nr. 5159 (östlich angrenzend an die Parzelle Nr. 6280) eine Lager- und Einstellhalle gebaut worden sei.