Citation: I 736/02 13.02.2003 E. 3

3.1 Hinsichtlich des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit stellte die Vorinstanz auf das Gutachten des Begutachtungsinstituts Y.________ vom 27. Oktober 2000 ab, worin festgehalten wurde, die Beschwerdeführerin sei als Raumpflegerin seit 2. Juli 1998 hälftig arbeitsunfähig. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird eingewendet, die Leistungsfähigkeit der Versicherten sei schon seit Anfang Oktober 1996 erheblich eingeschränkt, weshalb sie bei der Firma A.________ AG lediglich eine Teilzeitbeschäftigung aufgenommen habe. 3.2 Die Darstellung der Beschwerdeführerin wird durch das vorinstanzlich eingereichte Schreiben des Dr. med. H.________ vom 4. Juni 2002 bestätigt. Der Arzt erklärte, die Versicherte habe seit Mai 1995 wegen progredienter Beschwerden in seiner Behandlung gestanden. Am 6. August 1996 sei ein Karpaltunnelsyndrom links operiert worden. Aus diesen Gründen habe sie nur eine "reduzierte Stelle von 3 Stunden pro Tag angenommen". Darüber hinaus finden sich weitere Indizien dafür, dass die Einsatzfähigkeit der Beschwerdeführerin bereits vor dem 2. Juli 1998 aus gesundheitlichen Gründen wesentlich beeinträchtigt war. So wies Dr. H.________ bereits im Bericht vom 24. Januar 2000 darauf hin, dass er die Versicherte wegen therapieresistenter rheumatischer Beschwerden mit Hauptproblem eines Karpaltunnelsyndroms links im April 1996 Dr. T.________ überwiesen habe. Nach den Operationen 1996 und 1998 sei das Beschwerdebild jedoch gleich geblieben mit Schmerzen in Händen und Armen und Kraftlosigkeit in den Armen. Schliesslich ergibt sich auch aus dem Austrittsbericht der Höhenklinik X.________ (vom 4. Mai 1999), wo die Versicherte vom 1. Februar bis 2. März 1999 hospitalisiert war, dass seit Mitte 1996 zunehmende Schmerzen in den oberen Extremitäten, im Bereich des Schultergürtels, des Rückens mit zerviko-okzipitalen Kopfschmerzen sowie im Rumpf- und Beckenbereich auftraten. 3.3 Angesichts der klaren Aussagen des Dr. H.________ vom 4. Juni 2002 und der in den zitierten Arztberichten enthaltenen (anamnestischen) Feststellungen, die auf eine erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bereits ab 1996 hindeuten, drängen sich ergänzende Abklärungen zum Beginn der Arbeitsunfähigkeit auf. Die Sache wird zu diesem Zweck an die IV-Stelle zurückgewiesen. Mit Blick auf einen allfälligen früheren Rentenbeginn kann der Beschwerdeführerin nicht entgegengehalten werden, dass sie sich erst am 11. Januar 2000 und somit verspätet (Art. 48 Abs. 2 IVG) zum Rentenbezug angemeldet habe. Denn sie hatte sich bereits am 28. Oktober 1998 zum Bezug eines Hilfsmittels bei der Invalidenversicherung angemeldet und damit ihre Rechte in Bezug auf sämtliche zu jenem Zeitpunkt in Betracht fallenden Leistungen gewahrt, auch wenn diese im Anmeldeformular nicht im Einzelnen aufgeführt wurden (BGE 101 V 112 Erw. a), dies unter Vorbehalt der Verwirkung des Nachzahlungsanspruchs (BGE 121 V 195). 3.4 Die Stellungnahme der Ärzte des Begutachtungsinstituts Y._______ zum Grad der Arbeitsunfähigkeit und zu den zumutbaren Arbeitsleistungen ab Juli 1998 beruht auf den gesamten medizinischen Unterlagen und umfassenden polydisziplinären Abklärungen. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde in diesem Zusammenhang vorgetragene Kritik ist unbegründet und beschlägt im Wesentlichen Punkte, mit welchen sich die Rekurskommission bereits einlässlich auseinandergesetzt hat. Von einer willkürlichen Beweiswürdigung durch die Vorinstanz kann nicht gesprochen werden. Ein Anlass, zum Grad der Arbeitsunfähigkeit ab Juli 1998 weitere medizinische Abklärungen zu treffen, besteht nicht. Insbesondere ist auf die Einholung eines zusätzlichen Gutachtens angesichts der hinreichend schlüssigen Aktenlage zu verzichten, da hievon keine neuen Erkenntnisse erwartet werden können.