Citation: C 265/01 17.12.2001 E. 3

3.- Die Vorinstanz erwog (vorinstanzlicher Entscheid, S. 22), dass der Beschwerdeführer, "absolut nichts unternahm, um die seitens der Arbeitgeberin ebenso nicht bestrittenen wie längst überfälligen Lohnausstände nachhaltig geltend zu machen". In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird dazu ausgeführt, diese Argumentation übersehe, dass betreibungsrechtliche Schritte gegen die Arbeitgeberin wegen Betreibungsunfähigkeit offensichtlich nicht hätten unternommen werden können. Bei der Anwendung von Art. 51 Abs. 1 lit. c AVIG dürfe nicht am strengen Wortlaut festgehalten werden, sondern müsse dessen Geltungsbereich so ausgelegt werden, dass beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen ein Anspruch auf Insolvenzentschädigung auch dann bestehe, wenn keine der in Art. 51 Abs. 1 AVIG statuierten Voraussetzungen erfüllt sei. In diesem Sinne habe das Eidgenössische Versicherungsgericht im Urteil H.v.R. vom 11. Juni (recte: Januar) 1988 (= BGE 114 V 56) entschieden und dabei festgehalten, dass der Versicherte seinen Anspruch nicht verliere, wenn sich die Konkurseröffnung oder die Einreichung des Pfändungsbegehrens aus Gründen verzögere, die er nicht zu vertreten habe. Die Vorinstanz berücksichtige in ihrer Argumentation nicht, dass die Arbeitgeberin des Beschwerdeführers nicht der Konkursbetreibung unterlegen habe. Die Insolvenz habe sich deshalb nur in Zahlungsausständen niederschlagen können. Wenn ein Arbeitnehmer, der aus ihm nicht anrechenbaren Gründen ein Pfändungsbegehren erst verspätet einreichen könne, den Schutz des Gesetzes geniesse, so sei es mit dem Gleichbehandlungsgebot nicht vereinbar, jenen Arbeitnehmern den Schutz zu entziehen, die mangels Betreibungsstandes des Arbeitgebers ein Pfändungsbegehren gar nicht stellen könnten.