Citation: 6B_336/2017 E. 1.4

1.4. Die Vorinstanz würdigt in erster Linie ein schriftliches Gutachten von Prof. Dr. med. A.________, Prof. Dr. med. B.________ und Dr. med. C.________ vom 29. März 2016 sowie eine ergänzende Stellungnahme vom 28. Juni 2016. Die physischen und psychischen Erkrankungen des Beschwerdeführers gingen aus verschiedenen Arztberichten hervor, die im Gutachten und in der ergänzenden Stellungnahme grösstenteils berücksichtigt worden seien. Der Beschwerdeführer leide im Wesentlichen an Einschränkungen der sensomotorischen und koordinativen Funktionen sowie an einer affektiven Störung mit schwerer depressiver Verstimmung und suizidalem Gedankengut. Das Gutachten komme zum Schluss, den körperlichen und geistigen Einschränkungen könne in der Strafanstalt Gmünden in Niederteufen ausreichend Rechnung getragen werden. Laut Gutachten empfehle sich gegebenenfalls vor dem Haftantritt eine zusätzliche forensisch-psychiatrische Beurteilung der Suizidalität, eine Besichtigung der Haftanstalt durch den Beschwerdeführer und eine erneute Evaluation der Gesamtsituation nach drei Monaten Haftverlauf. Aufgrund der zahlreich im Recht liegenden Arztberichte stelle sich die Frage, inwiefern der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers noch nicht ausreichend offenliege. Dies gelte namentlich in Bezug auf die unbestrittenermassen bestehende akute Suizidalität. Während die G utachter die somatische Problematik im Rahmen eines Spezialvollzugs für beherrschbar erklärten, würden sie sich zur suizidalen Problematik zurückhaltender äussern. Gleichwohl seien sich die Experten der als sehr ernst zu nehmenden Suizidalität bewusst. Gemäss Arztbericht vom 6. Mai 2016 stelle sich einzig die Frage nach dem Zeitpunkt eines Selbstmordes und nicht dem Grundsatz nach. Es bestünden mithin genügend Anhaltspunkte, dass sich der Beschwerdeführer auch in Freiheit und nicht bloss aufgrund der bevorstehenden Inhaftierung das Leben nehmen könnte. Eine Hafterstehungsunfähigkeit sei im skizzierten angepassten Rahmen zu verneinen. Selbst wenn aber der Strafvollzug mit beträchtlicher Wahrscheinlichkeit das Leben oder die Gesundheit des Beschwerdeführers gefährden würde, fiele eine Abwägung zwischen privaten und öffentlichen Interessen zu Ungunsten des Beschwerdeführers aus und hätte dieser die Strafe gleichwohl anzutreten (Entscheid S. 8 ff.).