Citation: 6S.114/1999 12.05.2000 E. 4

4.- Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, die Vorinstanz habe die beschlagnahmten Kopien der Filme A-F eingezogen und der Psychiatrischen Universitätsklinik Basel, Abteilung Forensische Psychiatrie, zu wissenschaftlichen Zwecken mit der Auflage überlassen, diese ausserhalb eines ganz engen wissenschaftlichen und fachlichen Personenkreises keinesfalls Dritten zugänglich zu machen. Dies verletze Art. 58 StGB. Die Vorinstanz habe ihren Beschluss insoweit auch nicht begründet. Art. 58 StGB sehe die Herausgabe an einen Dritten nicht vor, bilde somit keine genügende gesetzliche Grundlage für diese Massnahme. Diese schaffe auch die Gefahr eines Missbrauchs, und zwar selbst dann, wenn die bedachten Dritten einen solchen verhindern wollten. Man kann sich fragen, ob der Beschwerdeführer insoweit überhaupt beschwert und damit zur Nichtigkeitsbeschwerde legitimiert ist. Jedenfalls legt er eine Beschwer nicht dar. Zutreffend stellt er nämlich nicht in Frage, dass an sich eine Einziehung nach Art. 58 StGB mit Bundesrecht zu vereinbaren ist. Sogar wenn man annehmen wollte, dass auf die Beschwerde in diesem Punkt eingetreten werden könnte, wäre sie offensichtlich unbegründet. Denn nach Art. 58 Abs. 2 StGB kann der Richter anordnen, dass eingezogene Gegenstände unbrauchbar gemacht oder vernichtet werden. Bereits daraus ergibt sich, dass die Vernichtung eingezogener Gegenstände nicht zwingend ist. Jedenfalls ist es mit Art. 58 StGB ohne weiteres zu vereinbaren, die Videokopien der Psychiatrischen Universitätsklinik, einer staatlichen Institution, zu wissenschaftlichen Zwecken zu überlassen unter der Auflage, die Filme ausserhalb eines ganz engen wissenschaftlich und fachlich begrenzten Personenkreises keinesfalls Dritten zugänglich zu machen.