Citation: 6B_307/2022 E. 2.2.4

2.2.4. Gemäss Vorinstanz ändert an der schlechten Legalprognose auch das weitestgehend korrekte Verhalten des Beschwerdeführers im Strafvollzug nichts. Dass sich jemand im engmaschig betreuten und überwachten Strafvollzug einwandfrei verhält, lässt in der Tat nur bedingte Rückschlüsse zu auf seine Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen in Freiheit zu meistern. Wohlverhalten im Strafvollzug darf nicht ohne Weiteres als prognostisch positiv gewertet werden. Soweit dieses reines Anpassungsverhalten darstellt, kann es sogar prognostisch negativ gewertet werden (CORNELIA KOLLER, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl. 2013, N. 4 und 10 zu Art. 86 StGB). Die jahrelange Beziehung kann gemäss Vorinstanz nicht als prognostisch positiv bewertet werden, zumal diese Beziehung den Beschwerdeführer nicht von den Delikten zum Nachteil der Tochter der Lebenspartnerin habe abhalten können. Was der Beschwerdeführer gegen diese Erwägungen vorbringt, geht nicht über eine ungenügend begründete Kritik hinaus.