Citation: I 35/06 03.07.2006 E. 5

Schliesslich widerspricht die Bejahung des Anspruchs auf Übernahme der Kosten der Ergotherapie auch nicht dem IV-Rundschreiben Nr. 197 vom 23. April 2004 (vgl. auch Rz 1017 und 1043.7 KSME), auf welches sich die IV-Stelle in der ursprünglichen Verfügung vom 28. September 2004 berufen hatte. Danach besteht bei Sprachheilbehandlungen kein Anspruch auf zusätzliche Unterstützung durch Ergotherapie. Aus den medizinischen Akten ergibt sich indessen, dass die Ergotherapie nicht zur Unterstützung der Sprachheilbehandlung angeordnet worden ist, sondern dass sie vielmehr als selbstständige medizinische Massnahme der Behandlung der motorischen Störungen des Beschwerdegegners dient. Mangelnde Wirksamkeit der Behandlung, welche dem IV-Rundschreiben Nr. 197 vom 23. April 2004 zugrunde liegt, kann daher nicht zur Verneinung der Leistungspflicht führen.