Citation: I 65/04 31.01.2005 E. 4

4.1 In medizinischer Hinsicht gelangte die IV-Stelle gestützt auf die Gutachten der Neurologin Frau Dr. med. L.________ und des Psychiaters Dr. med. H.________ vom Februar 1998 zum Ergebnis, der Beruf der Kindergärtnerin sei der Behinderung der Beschwerdeführerin optimal angepasst; es sei ihr möglich und zumutbar, darin ein maximal 80−prozentiges (Verfügung) bzw. ein volles Arbeitspensum (Einspracheentscheid) zu bewältigen. Bereits im vorinstanzlichen Verfahren brachte die Beschwerdeführerin vor, die beiden Gutachten seien schon mehr als fünf Jahre alt und es lägen in der Zwischenzeit erhebliche neue ärztliche Befunde vor, die neben einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes, der sich auf einem tieferen Niveau stabilisiert habe, eine Chronifizierung der Beschwerden schlüssig belegten. Verschiedene Ärzte würden bestätigen, dass sie längerfristig in ihrer Anstellung als Sozialpädagogin im Heilpädagogischen Schulheim höchstens ein Pensum von 60 % ausfüllen könne, als Kindergärtnerin aber maximal ein solches von 40 %. Laut dem von ihr eingelegten Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. I.________, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, vom 21. Oktober 2003 traten im April 2003 neue und starke Schmerzen und verschiedene Missempfindungen auf, die auf Nervenwurzelreizungen zurückzuführen seien und entsprechende spezialärztliche Abklärungen notwendig gemacht hätten. Während die Missempfindungen persistierten, hätten sich die Schmerzen unter intensiver Therapie zurückgebildet, könnten aber durch übermässige körperliche Belastung wieder ausgelöst werden. Aktuell stünden neben dem seit 1996 beschriebenen Zervikobrachialsyndrom Schmerzen an der rechten Schulter und Spannungskopfschmerzen im Vordergrund. Die Versicherte könne die Arbeitsbelastung im Rahmen des 60-Prozent-Pensums nur mit begleitenden therapeutischen Massnahmen (Heilgymnastik, Massage) und unter Einsatz von Schmerzmitteln bewältigen. Die Vorinstanz stellte vorab fest, den Ausführungen der Beschwerdeführerin sei insofern zuzustimmen, als die interdisziplinäre Begutachtung aus dem Jahre 1998 nicht unbesehen übernommen werden könne. Sie erachtete jedoch weitere medizinische Abklärungen und eine Aktualisierung der Angaben zum Gesundheitszustand nicht für erforderlich, weil auf Grund neuer Berichte des behandelnden Arztes Dr. med. I.________ (vom 29. Juli 2002 und 14. April 2003) und des Chiropraktors Dr. S.________, bei, (vom 26. Februar 2003) belegt sei, dass die Versicherte in ihrer gegenwärtigen Tätigkeit als Sozialpädagogin zu 60 % arbeitsfähig sei. Die Beschwerdeführerin teilt grundsätzlich die Position der Vorinstanz, dass sie als Sozialpädagogin zu 60 % arbeitsfähig sei, hält aber daran fest, dass sie als Kindergärtnerin weder zu 100 % noch zu 60 % arbeiten könne. 4.2 Der Beschwerdeführerin wie auch der Vorinstanz ist darin beizupflichten, dass sich der im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 23. April 2003 für die umstrittene Frage einer Berentung massgebende Gesundheitszustand alleine gestützt auf die Gutachten der Dres. med. L.________ und H.________ vom Februar 1998 nicht mit der notwendigen Wahrscheinlichkeit eruieren lässt. 4.3 Ebenso ist aber auf Grund aktueller medizinischer Berichte erstellt, dass es der Beschwerdeführerin im genannten Zeitpunkt aus medizinischer Sicht zumutbar war, in der unmittelbar nach Abschluss des Kindergarten-Seminars angetretenen Stelle als Sozialpädagogin in einem 60-Prozent-Pensum erwerbstätig zu sein. Medizinisch hinreichend geklärt ist zudem auch der Grad der Arbeitsfähigkeit in der im Rahmen der beruflichen Eingliederungsmassnahme erlernten Tätigkeit einer Kindergärtnerin, hat doch der behandelnde Arzt Dr. med. I.________ in seinem Zwischenbericht an die Invalidenversicherung vom 14. April 2003 auf Grund einer Untersuchung vom 24. März 2003 angegeben, hier bestehe ab dem 13. August 2001 bis auf weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 40 %.