Citation: 5A_801/2018 E. 10.2

10.2. Die Beschwerdeführerin geht davon aus, das Obergericht habe richtigerweise klargestellt, dass im vorliegenden Fall der Hinweis auf die rassendiskriminierende Vergangenheit des Beschwerdegegners 2 nicht persönlichkeitsverletzend sei (S. 34 Rz. 66). Sie verwahrt sich jedoch gegen die Feststellung, sie habe mit der Weiterverbreitung der Behauptung, der Beschwerdegegner 2 sei mehrfach wegen antisemitischen Äusserungen vorbestraft, die Persönlichkeit des Beschwerdegegners 2 widerrechtlich verletzt (S. 34 ff. Rz. 64-73). Nicht jede Ungenauigkeit begründe eine Ehrverletzung (Rz. 64). Zwar heisse es im von ihr verlinkten Bericht, der Beschwerdegegner 2 sei "mehrfach" wegen Rassendiskriminierung verurteilt worden (Rz. 65), doch habe das Obergericht diese Äusserung zu Unrecht als widerrechtliche Persönlichkeitsverletzung qualifiziert (Rz. 67). Denn der Beschwerdegegner 2 habe in einem Interview selber erklärt, er sei "zweimal" wegen Rassendiskriminierung verurteilt worden. Dass er diese Erklärung erst eineinhalb Jahre später habe richtig stellen lassen, belege, dass es sich um eine völlig unerhebliche Ungenauigkeit handle (Rz. 67.1). Auch habe es im mehrere Jahre dauernden und unübersichtlichen sog. zweiten Schächtprozess eine erstinstanzliche Verurteilung des Beschwerdegegners 2 gegeben, die dann aber vom Obergericht wegen Eintritts der Verjährung aufgehoben worden sei (Rz. 67.2). Zudem sei der Beschwerdegegner 2 wegen mehrfacher Rassendiskriminierung verurteilt worden, so dass der Unterschied zu einer mehrfachen Verurteilung wegen Rassendiskriminierung klein und kaum erkennbar sei (Rz. 67.3). Dass darin eine rechtlich nicht relevante Ungenauigkeit liege (Rz. 68), habe auch das Bezirksgericht Winterthur in einem konnexen Strafverfahren festgehalten (Rz. 69). Mit all diesen Vorbringen, so macht die Beschwerdeführerin geltend, habe sich das Obergericht nicht auseinandergesetzt. Ihr Anspruch auf rechtliches Gehör sei damit schwer verletzt worden (Rz. 70-73).