Citation: 5A_427/2022 E. 4

Das Verwaltungsgericht schloss, die neuen Statuten der Beschwerdeführerin führten, obwohl formal geschlechtsneutral ausgestaltet, aufgrund der festgelegten zeitlichen Beschränkung des Abstammungsnachweises auf die Dauer des Genossenregistereintrags der Eltern im Fall der Beschwerdegegnerin zu einer indirekten Diskriminierung, für die es keine sachliche oder vernünftige Begründung gebe. In verfassungskonformer Umsetzung des Abstammungsprinzips dürfe allein die unbestrittene Tatsache berücksichtigt werden, dass ihre Eltern beide Genossen der Beschwerdeführerin gewesen seien, und es sei ihr die Wiederaufnahme in das Genossenrecht zu gewähren. Im Einzelnen erwog das Verwaltungsgericht was folgt: