Citation: 1P.726/2004 07.01.2005 E. A

Am 30. Oktober 2000 eröffnete der Untersuchungsrichter des Kantons Freiburg eine Strafuntersuchung gegen X.________ wegen vorsätzlicher Tötung und Irreführung der Rechtspflege. Der Beschuldigten wird in erster Linie vorgeworfen, ihren Freund am 16. Oktober 2000 durch einen Schuss in den Rücken - entweder aus sehr kurzer Distanz oder mit aufgesetztem Lauf - getötet zu haben. Die im Garten der Beschuldigten vergrabene und zuvor angezündete Leiche fand die Polizei erst aufgrund mehrerer Befragungen der Beschuldigten. Anlässlich einer ersten polizeilichen Einvernahme hatte die Beschuldigte am 17. Oktober 2000 noch ausgesagt, sie sei am Vortag in Anwesenheit ihres Freundes von zwei bewaffneten Männern überfallen worden. Unter dem Vorwand, im Obergeschoss Geld zu holen, habe sie im Zimmer ihres Vaters dessen Revolver geholt und damit einen der Täter bedroht. Im Laufe des folgenden Handgemenges hätten sich mehrere Schüsse gelöst, wovon einer sie am Arm getroffen habe. Sie habe dann wohl das Bewusstsein verloren. Als sie wieder zu sich gekommen sei, sei niemand mehr da gewesen; sie gehe davon aus, dass ihr Freund entführt worden sei.