Citation: 9C_708/2018 E. 5

Der Psychiater Dr. med. H.________ diagnostizierte im Gutachten der MEDAS eine Somatisierungsstörung ICD-10 F45.0, welche die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit als Produktionsmitarbeiterin auf 40 % und in einer körperlich weniger belastenden oder einer wechselbelastenden Tätigkeit mit vielen Erholungsmöglichkeiten - wie z.B. in der Kinderbetreuung - auf 50 % reduziere. Zudem stellte der Experte folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Akzentuierte Persönlichkeitszüge (abhängig) ICD-10 Z 73 sowie Status nach Verdacht auf rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert ICD-10 F 33.4. Die Vorinstanz würdigte die Aktenlage hinsichtlich der Somatisierungsstörung im Lichte der Grundsätze zum strukturierten Beweisverfahren gemäss BGE 141 V 281 und kam zum Schluss, dass in psychischer Hinsicht kein invalidisierender Gesundheitsschaden bzw. keine Invalidität im Rechtssinne vorliege. Es sei damit von der im Gutachten - aus rein somatischer Sicht - attestierten Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer angepassten Tätigkeit auszugehen.