Citation: 5P.102/2004 10.05.2004 E. 1

Das Kantonsgericht geht mit dem Gerichtspräsidenten des Seebezirks davon aus, dass das Entfernen der Bäume nicht (mehr) auf Grund des in Art. 688 ZGB vorbehaltenen kantonalen Rechts (Art. 232 ff. des Freiburger EG zum ZGB) angeordnet werden könne, weil sie vor mehr als zehn Jahren angepflanzt worden seien. Unter Berufung auf BGE 126 III 452 ff. hält es jedoch wie der erstinstanzliche Richter dafür, Schattenwurf und Vermoosung, die von den Bäumen und dem Gebüsch ausgingen, stellten übermässige Einwirkungen im Sinne von Art. 684 ZGB dar. Dem vom Beschwerdeführer erhobenen Einwand der Unverhältnismässigkeit hat die kantonale Appellationsinstanz entgegnet, das Stutzen auf eine bestimmte Höhe wäre wohl kaum im Interesse des Beschwerdeführers und entspreche den Ästhetikvorstellungen an einen an sich ausgewachsenen Baum nicht und das Entfernen nur einzelner Bäume falle deshalb ausser Betracht, weil nach Oberförster Bucher die Standfestigkeit der anderen nicht mehr gewährleistet wäre und somit eine unzumutbare Gefahr für das Nachbargrundstück geschaffen würde.