Citation: 2A.720/2005 13.01.2006 E. A

Am 13. Oktober 2003 kollidierte Soldat X.________ (geb. 1983), der damals den Militärdienst mit der LW NA/Uem RS absolvierte, mit seinem Militäranhängerzug anlässlich eines Wendemanö-vers zwischen Baldegg und Gelfingen beim Wiedereinbiegen in die Hauptstrasse mit dem Personenwagen von Y.________. Der bei diesem Unfall verursachte Sachschaden von insgesamt Fr. 7'989.16 (Fr. 722.36 am Lastwagen, Fr. 7'266.80 Entschädigungen an Dritte) wurde von der Schweizerischen Eidgenossenschaft getragen. Mit Verfügung vom 13. Oktober 2004 auferlegte das Schadenzentrum des Eidgenössischen Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (Schadenzentrum VBS) X.________ - wegen grobfahrlässiger Verletzung einer Dienstpflicht (Art. 139 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 3. Februar 1995 über die Armee und die Militärverwaltung [Militärgesetz, MG; SR 510.10]) bzw. von Regeln des Bundesgesetzes über den Strassenverkehr (Missachtung des Vortrittsrechts, Art. 36 Abs. 2 SVG) - gestützt auf Art. 138 MG eine Schadenbeteiligung von Fr. 559.-- (bzw. 7 % des Gesamtschadens). Dagegen wandte sich X.________ an die Rekurskommission VBS. Da im selben Zusammenhang auch eine militärische Strafuntersuchung eingeleitet worden war, sistierte der Präsident der Rekurskommission VBS das Verfahren bis zu deren Abschluss. Mit (militärischer) Disziplinarstrafverfügung vom 30. August 2005 wurde X.________ vom strafenden Kommandanten wegen eines leichten Falles der (einfach fahrlässigen) Verletzung von Verkehrsregeln (Art. 90 Ziff. 1 SVG in Verbindung mit Art. 218 Abs. 3 MStGB) mit einem Verweis bestraft. Der Präsident der Rekurskommission VBS (als Einzelrichter) hiess die Beschwerde von X.________ mit Urteil vom 7. November 2005 gut und hob die angefochtene Verfügung auf.