Citation: 9C_407/2009 19.08.2009 E. 3

Die Rüge, der medizinische Sachverhalt sei unrichtig und unvollständig festgestellt, ist unbegründet: Die Vorinstanz hat ihn korrekt zusammengefasst und sich in den Erwägungen ihres Entscheides in rechtlich einwandfreier Art umfassend und ausführlich damit auseinandergesetzt (s. dort E. 5 und 6). Der Beschwerdeführer lässt dagegen im Wesentlichen vorbringen, er sei nicht durch einen auf Folterfolgen spezialisierten Psychiater beurteilt worden; der Sachverhalt sei offenkundig ungenügend abgeklärt; so sei nicht geprüft worden, wie häufig und intensiv die Rückerinnerungen an das in der ersten Hälfte der 1980er-Jahre in türkischen Gefängnissen Erlittene auftauchten. Der in diesem Zusammenhang gemachte Hinweis auf das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 45/05 vom 21. September 2005 zielt daneben, weil anders als im angegebenen Falle im hier erstatteten BEGAZ-Gutachten die Folterproblematik nicht ausgeklammert ist, sondern untersucht worden ist, ob und wie stark sich diese Erfahrungen und die körperlichen Folgen auf das tägliche Leben des Beschwerdeführers auswirken. Es wird dazu auf die ausführliche Anamnese (S 1- 5) dieser Frage im psychiatrischen Teilgutachten des Zentrums Y.________ (Dr. med. A.________ vom 10. November 2007) sowie die Beurteilung (S. 11 ff.) verwiesen. Was den geforderten Beizug eines Facharztes mit spezieller Erfahrung im Umgang mit Folterpatienten betrifft, ist zu unterscheiden zwischen Therapie einerseits und gutachterlicher Beurteilung anderseits: So sprach auch der vom Beschwerdeführer zitierte Psychiater Dr. med. P.________ im Konsiliarbericht vom 18. Mai 2006 ausdrücklich von einer dringend notwendigen Behandlung durch einen in dieser Sache erfahrenen Therapeuten.