Citation: 2C_1033/2014 E. 4.3

4.3. Grundlage für das verwaltungsrechtliche Verfahren bildeten indessen weder Verstösse gegen die Meldepflichten noch widersprechende Aussagen der Vermieterin, sondern vielmehr die umfangreichen Polizeikontrollen und deren Aussagen anlässlich getrennter Befragungen durch die Staatsanwaltschaft. Diese Sachverhaltselemente wurden durch das Obergericht nicht infrage gestellt. Mit dem Einstellen des Strafverfahrens wurde entgegen der Vorbringen sodann nicht für das Verwaltungsverfahren "bindend über den (Nicht-) Bestand einer Scheinehe" entschieden. Der Beschwerdeführer übersieht, dass die Anforderungen im Strafverfahren, insbesondere aufgrund der Unschuldsvermutung, strenger sind als im verwaltungsrechtlichen Verfahren (vgl. Urteil 2C_804/2013 vom 3. April 2014 E. 4). Die Vorinstanz begeht keine Rechtsverletzung, namentlich keine Verletzung von Art. 320 Abs. 4 StPO, wenn sie das Verneinen einer Ausländerrechtsehe aus dem Urteil des Strafgerichts "nicht herausgelesen hat". Vielmehr musste das Verwaltungsgericht das Vorliegen einer solchen eigenständig, nach den verwaltungsrechtlichen Bestimmungen, prüfen und hat dies, wie dargelegt, ohne Verletzung von Bundesrecht getan (hiervor E. 3). Die Rügen zur behaupteten Widersprüchlichkeit des vorinstanzlichen Urteils zum strafrechtlichen Verfahren sind abzuweisen.