Citation: 1C_686/2021 E. 2.4

2.4. Schliesslich bestreitet der Beschwerdeführer die Intensität und Blendwirkung der Reflexion. Das Gutachten vogtpartner nenne auf S. 5 eine maximale Reflexionshelligkeit von 231'000 cd/m2, ohne anzugeben, wie dieser Wert zustande gekommen sei; in der Messtabelle weiter hinten im Gutachten seien weit tiefere Werte aufgeführt. Der Beschwerdeführer weist darauf hin, dass er am verwaltungsgerichtlichen Augenschein länger als 15 Sekunden in die Blendung habe blicken können, ohne dass er dabei eine Auswirkung empfunden habe; dies sei vom Verwaltungsgericht zu Unrecht nicht berücksichtigt worden. Zur Reflexionshelligkeit liegen Messdaten des Gutachtens vogtpartner vor. Das erwähnte Maximum von 231'000 cd/m2 wird durch Bild 4 der Leuchtdichtekamera belegt, das einen Teil der Reflexion im weissen Bereich (ab 231'000 cd/m2) zeigt. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer - anders als die übrigen Teilnehmer am Augenschein - 15 Sekunden lang in die Blendung geblickt hat, ist im Augenscheinsprotokoll ausdrücklich festgehalten, lässt die Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichts indessen nicht als willkürlich erscheinen. Es ist nicht zu beanstanden, dass das Gericht auf seine eigene Wahrnehmung am Augenschein abgestellt hat, anstatt auf diejenige einer Partei. Im Übrigen deckt sich diese mit den Feststellungen der Gemeindevertreter am Augenschein vom 21. Juli 2015: Diese hatten einen hell leuchtenden, stechenden Punkt festgestellt, der die Sonne widerspiegele. Die Lichtreflexion sei stechend und lästig gewesen, und sie hätten ihren Augen keinen Blick von bis zu 15 Sekunden auf den Reflexionspunkt zugetraut, sondern den Blick abgewendet (vgl. Entscheid des Gemeindevorstands vom 20. Februar 2020 S. 11).