Citation: 8C_290/2023 E. 5.5

5.5. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz sind der Beschwerdeführerin nur noch körperlich leichte (Hilfs-) Arbeiten zumutbar. Dabei bestehen noch weitere Einschränkungen: So sind der Beschwerdeführerin nur noch mehrheitlich sitzende Tätigkeiten mit bloss leichter Rückenbelastung, ohne langes Stehen und Gehen sowie mit der Möglichkeit zu Wechselpositionen zumutbar. Auch in einer solchen angepassten Tätigkeit ist die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin um 20 % reduziert. Zu beachten ist auch, dass gemäss dem internistischen Teilgutachten der ABI eine erhöhte allgemeine Ermüdbarkeit und Erschöpfbarkeit aufgrund der Adipositas nachvollziehbar ist. Grundsätzlich rechtfertigt sich in solchen Fällen ein Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 5.1 hiervor; Urteile 8C_283/2022 vom 16. Februar 2023 E. 4.2.2; 9C_360/2022 vom 4. November 2022 E. 4.3.1; 9C_395/2022 vom 4. November 2022 E. 4.5.3; 8C_115/2021 vom 10. August 2021 E. 4.2.1 mit weiteren Hinweisen). Die Vorinstanz hielt demgegenüber fest, es sei nicht automatisch ein Abzug angezeigt, wenn aus gesundheitlichen Gründen keine schwere körperliche Arbeit mehr verrichtet werden könne. Sie verwies dabei auf zwei Urteile des Bundesgerichts (Urteile 9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 4.3.2; 9C_264/2016 vom 7. Juli 2016 E. 5.2.1). Es bedarf vorliegend keiner abschliessenden Klärung, ob ein Abzug vom Tabellenlohn angezeigt ist oder ob dies zu einer doppelten Berücksichtigung der Einschränkungen führen würde. Denn jedenfalls rechtfertigt sich kein höherer Abzug als 10 %. Die Beschwerdeführerin hat selbst darauf hingewiesen, dass ihr Fall vergleichbar ist mit der Konstellation gemäss Urteil 8C_283/2022 vom 16. Februar 2023. Dort wurde ebenfalls ein Abzug in der Höhe von 10 % gewährt. Bei einer entsprechenden Reduktion des Tabellenlohnes ergäbe sich ein Invalideneinkommen von Fr. 39'779.- (Fr. 44'199.- x 0,9). Verglichen mit dem unbestritten gebliebenen Valideneinkommen von Fr. 64'960.- würde ein Invaliditätsgrad von gerundet 39 % resultieren, was für einen Rentenanspruch nicht genügte.