Citation: K 91/98 19.01.2000 E. A

A.- Der 1942 geborene, als selbstständigerwerbender Garagist tätige D.________ zog sich am 24. Dezember 1984 eine Luxation der linken Schulter zu und erhielt in der Folge wegen der darauf zurückzuführenden Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit eine Rente der Invalidenversicherung zugesprochen. Diese beruhte zunächst ab 1. Dezember 1985 auf einer 75 %igen Erwerbsunfähigkeit (ordentliche ganze Invalidenrente) und ab 1. September 1986 noch auf einer solchen von 33 1/3 % (halbe Invalidenrente zufolge Härtefalls). Seit dem 1. Januar 1990 ist D.________ im Rahmen eines am 4. Oktober 1989 geschlossenen Kollektivversicherungsvertrages bei der Oeffentlichen Krankenkasse Graubünden, Landquart (nachstehend: OeKK; vormals Cassa da malsauns ed accidents CADI, Breil und Sumvitg, resp. Cassa da malsauns publica Grischuna, agentura CADI, Sumvitg), bei einem vereinbarten versicherten Verdienst von jährlich Fr. 60'000. - taggeldversichert. Für den Unfall vom 24. Dezember 1984 und dessen Folgen war der Versicherungsschutz ausdrücklich ausgeschlossen worden ("Il patrun ... ha negin dretg sin prestaziuns pigl accident dils 24 da december 1984 e per las consequenzas [bratsch siniester!]"). Im Februar 1993 kam es bei einem weiteren Unfall zu einer Kontusion wiederum der linken Schulter. D.________ soll seinen Angaben zufolge die Arbeit deswegen während eines Monats ausgesetzt haben. Leistungen der Taggeldversicherung wurden indessen nicht beansprucht. Ein in der Folge von der Invalidenversicherung durchgeführtes Revisionsverfahren führte laut Verfügung vom 17. Februar 1995 zu einer Erhöhung des Invaliditätsgrades auf 50 %, womit nunmehr rückwirkend ab 1. August 1993 eine ordentliche halbe Invalidenrente zur Ausrichtung gelangte. Am 30. September 1994 erlitt D.________ erneut einen Unfall, bei welchem es wiederum zu einer Luxation der linken Schulter kam. Der behandelnde Arzt Dr. med. T.________ attestierte am 19. Februar, am 22. April sowie am 25. September 1995 jeweils eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die Zeit ab 30. September bis 2. Dezember 1994 und von 75 % für die Zeit ab 3. Dezember 1994 bis "heute und weiter". Die OeKK richtete dementsprechend Taggelder in Höhe von Fr. 9'665. 70 für die Zeit ab 6. Oktober bis 2. Dezember 1994 (Abrechnung vom 15. Dezember 1994), von Fr. 7'499. 25 für die Zeit ab 3. Dezember 1994 bis 31. Januar 1995 (Abrechnung vom 22. Februar 1995) und von Fr. 11'123. 90 für die Zeit ab 1. Februar bis 30. April 1995 (Abrechnung vom 16. Mai 1995) aus. Gestützt auf die Ergebnisse einer vertrauensärztlichen Untersuchung durch Dr. med. P.________ vom 22. Dezember 1995 gelangte sie zum Schluss, für die Zeit ab 1. Oktober 1995 müsse von einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden; die damit verbliebene Arbeitsunfähigkeit werde durch die halbe Rente der Invalidenversicherung "abgedeckt", sodass ab diesem Zeitpunkt keine Taggelder mehr geschuldet seien. Dies eröffnete sie ihrem Versicherten mit Schreiben vom 17. Januar 1996. Gleichzeitig führte sie aus, mit der Krankentaggeldzahlung seien "Vorleistungen im Verhältnis zur Invalidenversicherung" erbracht worden, weshalb sie die Möglichkeit habe, die von der Invalidenversicherung bezahlten Beträge mit ihren Leistungen zu verrechnen. Gemäss Abrechnung vom 23. Januar 1996 brachte sie von dem für die Zeit ab 1. Mai bis 30. September 1995 errechneten Taggeldanspruch von Fr. 19'123. 10 unter dem Titel "Verrechnungen" Leistungen der Invalidenversicherung in Höhe von Fr. 16'632. - (12 Monate [Oktober 1994 bis September 1995] à Fr. 1'386. -) in Abzug, sodass zu Gunsten des Versicherten noch ein Restguthaben von Fr. 2'491. 10 verblieb. Als sich D.________ mit diesem Vorgehen nicht einverstanden erklären konnte und sich insbesondere gegen die Taggeldeinstellung per 1. Oktober 1995 sowie die vorgenommene "Verrechnung" mit der Invalidenrente zur Wehr setzte, hielt die Kasse mit Verfügung vom 10. September 1996 dem Grundsatz nach an ihrem Standpunkt fest. Nachdem D.________ hiegegen mit dem Begehren um Ausrichtung noch ausstehender Taggelder für die Zeit vom 1. Mai bis zum 22. Dezember 1995 in Höhe von Fr. 27'005. 90 zuzüglich Zins zu 5 % hatte Einsprache erheben lassen, unterzog die OeKK den Taggeldanspruch einer umfassend neuen Überprüfung. Nebst einer ergänzenden Stellungnahme des Dr. med. P.________ vom 31. Oktober 1996 holte sie beim Versicherten zwecks Feststellung des tatsächlich erlittenen Verdienstausfalls Steuerakten sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto der Alters- und Hinterlassenenversicherung ein. In der Folge gelangte sie unter Annahme einer Überversicherung zum Schluss, dass Taggelder im Umfang von Fr. 28'688. 45 zu Unrecht ausbezahlt worden seien. Mit Entscheid vom 29. September 1997 wies sie darauf die Einsprache ab und räumte D.________ des Weiteren dispositivmässig die Möglichkeit ein, innert dreissig Tagen zur Frage der Rückforderung von zu Unrecht erbrachten Leistungen in Höhe von Fr. 28'688. 45 Stellung zu nehmen.