Citation: I 964/06 07.11.2007 E. 4

Die Beschwerdeführerin beanstandet die vorinstanzliche Beweiswürdigung sowie die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes. 4.1 Bei der Frage, ob ein ärztliches Gutachten den rechtlichen Anforderungen genügt, handelt es sich um eine Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400), die vom Gericht frei zu prüfen ist. Das Gutachten des Dr. med. L.________ vom 14. Februar 2005, auf welches das kantonale Gericht im Wesentlichen abstellt, ist umfassend, berücksichtigt sowohl die geklagten Beschwerden als auch die Vorakten, ist in der Begründung seiner Schlussfolgerung einleuchtend und entspricht somit den Erfordernissen der Rechtsprechung (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis). Der Arzt hat die Patientin selber untersucht, liefert eine eigene Einschätzung der Situation, setzt sich mit Einwendungen der Beschwerdeführerin bezüglich bestimmter Aussagen anderer Ärzte schlüssig auseinander und beantwortet in nachvollziehbarer Weise die Fragen der IV-Stelle. Das kantonale Gericht hat einlässlich und überzeugend dargelegt, dass das Gutachten des Dr. med. L.________ hinsichtlich Diagnosestellung im Wesentlichen mit den andern medizinischen Berichten übereinstimmt und auch bezüglich Einschätzung der Arbeitsfähigkeit keine Widersprüche bestehen, weshalb darauf abgestellt werden kann. Das Zeugnis der Hausärztin Dr. med. V.________ vom 15. Mai 2006, in welchem der Verdacht auf eine seit einigen Monaten bestehende Fibromyalgie geäussert wurde, vermag daran nichts zu ändern. Wie die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat, bezieht es sich nicht auf die massgebende Periode bis zum Einspracheentscheid vom 3. August 2005. Zudem ist nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung trug, wonach Hausärzte und Hausärztinnen im Zweifelsfall auf Grund ihrer Vertrauensstellung eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353). 4.2 Die Frage des Gesundheitsschadens sowie einer allfällig daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeit hingegen stellt eine Entscheidung über eine Tatfrage dar. Wenn das kantonale Gericht in sorgfältiger Würdigung der vorliegenden Arztberichte zum Ergebnis gelangt, bei der Beschwerdeführerin habe ab 30. Juni 2003 bis und mit Januar 2004 eine umfassende Arbeitsunfähigkeit, anschliessend bis August 2004 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit und ab September 2004 keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr bestanden, handelt es sich dabei um eine Feststellung tatsächlicher Natur, welche im Rahmen der eingeschränkten Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts (E. 2) weder als offensichtlich unrichtig noch als unvollständig zu bezeichnen ist. Insbesondere hat die Vorinstanz nicht gegen den Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) verstossen bzw. den rechtserheblichen Sachverhalt in Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften erstellt. Das kantonale Gericht hat vielmehr alle vorliegenden Berichte gewürdigt und überzeugend dargelegt, weshalb sie dem einen und nicht dem andern Bericht gefolgt ist. 4.3 Entgegen der Vorbringen der Beschwerdeführerin ist die vorinstanzliche Feststellung, der medizinische Sachverhalt sei genügend abgeklärt, nicht offensichtlich unrichtig oder unvollständig. Auch für die letztinstanzlich subeventualiter beantragte Rückweisung zur Durchführung weiterer medizinischer Abklärungen besteht unter diesen Umständen kein Raum. 4.4 Die Festlegung der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchtigung sodann wird weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht beanstandet. Es besteht kein Anlass für eine nähere Prüfung von Amtes wegen (BGE 125 V 413 E. 1b und 2c S. 415 ff.). 4.5 Nach Gesagtem ist die Zusprechung einer halben Rente ab 1. Juni bis 30. November 2004 rechtens.