Citation: 8C_25/2023 E. 3

Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, in der Unfallmeldung vom 8. Oktober 2020 sei der Hergang des Ereignisses vom 12. September 2020 wie folgt beschrieben worden: "Fall in ausgestrecktem rechten Arm. Dabei Überstreckung der rechten Schulter". Dr. med. D.________, FMH Chirurgie, SP Traumatologie des Bewegungsapparates, sei in der Stellungnahme vom 30. September 2021 zum Schluss gekommen, beim Beschwerdeführer liege eine Körperverletzung nach Art. 6 Abs. 2 UVG vor. Es seien Sehnenrisse diagnostiziert worden. Die Körperschädigungen seien vorwiegend (>50 %) jedoch auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen. Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH, habe in der Stellungnahme vom 24. Mai 2022 festgestellt, in der Schulterarthroskopie seien ein Riss der Subscapularissehne und eine Bandläsion des Pulleysystems nachgewiesen worden. Diese Schädigung nach Art. 6 Abs. 2 UVG sei vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen. Die genannten Veränderungen könnten nicht im beschriebenen Schadenmechanismus "traumatisch" entstanden sein, da keine Rotationsbelastung auf das Glenohumeralgelenk mit Stress auf die BIC-Retention im Sulcus erwartet werden könne. Laut Dr. med. E.________ habe Dr. med. D.________ korrekt auf die Diskrepanz zwischen Schadenmechanismus und Schadenbild hingewiesen. Die dokumentierten Veränderungen an der rechten Schulter wiesen gemäss Dr. med. E.________ keine Merkmale der Traumagenese auf. Die Beurteilungen der Dres. med. D.________ und E.________ seien - so die Vorinstanz weiter - widerspruchsfrei und stützten sich auf die Bildgebung. Dr. med. E.________ sei aufgrund der Auseinandersetzung mit dem Schadenmechanismus beim geschilderten Ereignis vom 12. September 2020 zum Schluss gekommen, dass die Schulter in maximaler Streckung nicht in Rotation belastet worden sei. Sodann habe Dr. med. E.________ berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer zwar erst 28 Jahre alt sei, aber beim Bouldern und Klettersport sowie beim entsprechenden Krafttraining mit Klimmzügen einer starken Schulterbelastung über Kopfhöhe ausgesetzt sei. Gleichlautende Feststellungen habe auch Dr. med. D.________ am 30. September 2021 gemacht. Es sei nachvollziehbar, dass Dr. med. E.________ gestützt auf die Befunde und unter Berücksichtigung des Schadenmechanismus die Hypothese einer traumatischen Schädigung der vorderen Rotatorenmanschette mit Einbezug des Pulleysystems verneint habe. Da auch die behandelnden Ärzte der Klinik C.________ angegeben hätten, der Beschwerdeführer betreibe aktiv Bouldern und Krafttraining, bestünden keine Zweifel an der Beurteilung des Dr. med. E.________. Abweichende medizinische Beurteilungen lägen nicht vor. Das Schadenbild sei auf eine sportspezifische chronische Schädigung beim Bouldern oder Klettersport bzw. vorwiegend auf Abnützung nach Art. 6 Abs. 2 UVG zurückzuführen. Somit habe die AXA die Leistungspflicht für das Ereignis vom 12. September 2020 zu Recht abgelehnt.