Citation: B 94/06 04.05.2007 E. 2

2.1 Unter den Parteien besteht Uneinigkeit in der Frage, wie § 43 PKD in der vorliegend anwendbaren, vom 1. April 2002 bis 15. Dezember 2004 gültig gewesenen Fassung auszulegen ist. Da es sich bei der Kantonalen Pensionskasse Schaffhausen um eine Vorsorgeeinrichtung des öffentlichen Rechts handelt, richtet sich die Auslegung nach den gewöhnlichen Regeln der Gesetzesauslegung (SVR 2006 BVG Nr. 20 S. 77 E. 2.2 [Urteil B 9/04 vom 28. Dezember 2005]). Das Bundesgericht überprüft die Anwendung des kantonalen öffentlichen Vorsorgerechts nicht bloss auf Willkür hin, sondern frei (BGE 116 V 333 E. 2b S. 334). 2.2 Ausgangspunkt der Auslegung bildet der Wortlaut der Bestimmung. Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss nach seiner wahren Tragweite gesucht werden unter Berücksichtigung aller Auslegungselemente. Abzustellen ist dabei namentlich auf die Entstehungsgeschichte der Norm und ihren Zweck, auf die dem Text zu Grunde liegenden Wertungen sowie auf die Bedeutung, die der Norm im Kontext mit anderen Bestimmungen zukommt. Die Gesetzesmaterialien sind zwar nicht unmittelbar entscheidend, dienen aber als Hilfsmittel, um den Sinn der Norm zu erkennen (BGE 131 I 394 E. 3.2 S. 396, 131 II 361 E. 4.2 S. 368, 131 V 90 E. 4.1 S. 93, 131 V 174 E. 3.1 S. 176, 131 V 431 E. 6.1 S. 439, 130 II 202 E. 5.1 S. 211 mit Hinweisen). Namentlich bei neueren Texten kommt den Materialien eine besondere Stellung zu, weil veränderte Umstände oder ein gewandeltes Rechtsverständnis eine andere Lösung weniger nahe legen (BGE 131 V 286 E. 5.2 S. 292, 128 I 288 E. 2.4 S. 292, 124 II 372 E. 6a S. 377). Das Bundesgericht hat sich bei der Auslegung von Erlassen stets von einem Methodenpluralismus leiten lassen und nur dann allein auf das grammatische Element abgestellt, wenn sich daraus zweifelsfrei die sachlich richtige Lösung ergab (BGE 131 II 697 E. 4.1 S. 703, 124 II 372 E. 5 S. 376 mit Hinweisen). Des Weitern sind für die Auslegung von vorsorgerechtlichen Bestimmungen auch versicherungstechnische und -mathematische Grundsätze zu beachten (BGE 132 V 278 E. 4.3 S. 282).