Citation: 1C_699/2021 E. 2.5

2.5. Die Beschwerdegegnerin wollte mit ihrer kantonalen Beschwerde gemäss den Anträgen und der dazu angeführten Begründung erkennbar erreichen, dass die mit der 1. Projektänderung revidierten Pläne in Bezug auf die Ausgestaltung der Dachterrasse nicht vorbehaltlos, sondern nur mit den von ihr verlangten Auflagen bewilligt werden. Die Vorinstanz verletzte daher in krasser Weise die Dispositionsmaxime, wenn sie gemäss dem Dispositiv und der Begründung des angefochtenen Urteils die Baubewilligung bezüglich der Dachterrasse aufgrund einer nach ihrer Einschätzung ungenügenden Zugangsbeschränkung zur nicht mit einem Geländer gesicherten übrigen Dachfläche gänzlich aufhob, ohne die strittigen Fragen zu beantworten, ob diese Zugangsbeschränkung mit den vom Beschwerdeführer vorgesehen Pflanzentrögen und der Kissentruhe, deren Ausgestaltung allenfalls gemäss den Anträgen der Beschwerdegegnerin auflageweise präzisiert werden kann, hätte bewirkt werden können. Damit verstiess die Vorinstanz im Übrigen auch gegen den Grundsatz, dass die Verweigerung der Baubewilligung aufgrund ungenügender Sicherheitsvorkehrungen nur verhältnismässig ist, wenn die hinreichende Sicherheit nicht durch entsprechende baurechtliche Auflagen gewährleistet werden kann (vgl. CHRISTOPH FRITZSCHE, Absturzsicherheit in Wohngebäuden - Zur Anwendung der SIA-Norm 358, PBG-aktuell 2/2005 S. 5 ff.,13). Weshalb dies vorliegend nicht möglich sein soll, legt die Vorinstanz nicht dar und ist auch nicht ersichtlich.