Citation: 4A_449/2017 E. 4.1

4.1. Bezüglich der Krankheitskosten ab 1. Januar 2016 stellte die Erstinstanz gemäss Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe nur für das Jahr 2015 unfallkausale Krankheitskosten nachzuweisen vermocht. Es sei notorisch, dass durchschnittliche Versicherte - auch ohne eine medizinische Vorgeschichte wie der Beschwerdeführer, der als Diabetiker auf kostenpflichtige Medikamente angewiesen sei - kassenpflichtige Leistungen in Anspruch nähmen und entsprechende Aufwendungen für Franchise und Selbstbehalt hätten. Der Beschwerdeführer vermöge nicht rechtsgenüglich nachzuweisen, dass er jährlich wiederkehrende, unfallkausale Gesundheitskosten von Fr. 1'000.-- habe. Den vom Beschwerdeführer in der Berufung erhobenen Rügen hielt die Vorinstanz entgegen, er mache Selbstbehalt- und Franchisekosten von jährlich Fr. 1'000.-- geltend, ohne erstinstanzlich substanziiert dargelegt zu haben, aufgrund welcher unfallkausaler Beschwerden welche Behandlungen bzw. ungedeckten Behandlungskosten angefallen seien und zukünftig anfallen werden. Da es ihm möglich und zumutbar gewesen wäre, entsprechende Behauptungen aufzustellen und zu substanziieren, er dies aber gleichwohl nicht getan habe, falle eine Schätzung des Schadens nach Art. 42 Abs. 2 OR ausser Betracht. Mit dem beantragten Gutachten liessen sich die fehlenden bzw. ungenügenden Behauptungen nicht ersetzen. Im Übrigen sei dieses Gutachten - gestützt auf die Fragen des Beschwerdeführers - durchgeführt worden. Dass er erstinstanzlich einen Sammelbeleg eingereicht habe, habe ihn ebenfalls nicht von seiner Substanziierungslast entbunden.