Citation: 6B_1421/2021 E. 2.2.3

2.2.3. Der Beschwerdeführer weist diese Beweiswürdigung nicht als willkürlich aus. Zunächst stellt er zu Recht nicht in Abrede, dass auf den Videoaufnahmen zu sehen ist, wie er Faustschläge austeilt. Dagegen trifft es zu, dass die Vorinstanz den Beschwerdegegner 2auf dem Video nicht identifiziert und demzufolge auch nicht davon ausgeht, auf dem Video sei zu erkennen, wie der Beschwerdeführer gerade diesen (also den Beschwerdegegner 2) schlage. Indessen schliesst die Vorinstanz willkürfrei die Möglichkeit aus, dass der Beschwerdegegner 2 von einer anderen Person geschlagen worden sein könnte: Der Beschwerdeführer macht seinerseits nicht geltend, dass auf dem Überwachungsvideo eine andere Person als Täter zu erkennen wäre. Er meint bloss, es sei ab 1:45:01 Uhr ersichtlich, wie eine Person - mutmasslich L.________ - zuerst kurz nach links schlage und anschliessend seine Hände mit ausgestreckten Armen mehrfach gegen das Gesicht des Beschwerdeführers führe bzw. schlage, weshalb die Feststellung der Vorinstanz, es habe ohne Zweifel keine andere Person als der Beschwerdeführer "geschlagen", offensichtlich falsch sei. Indessen ist es jedenfalls nicht unhaltbar, dass die Vorinstanz in der fraglichen Szene kein Schlagen erkennt. Vor allem aber trägt sie ausdrücklich der Möglichkeit Rechnung, dass eine weitere Person gegen den Beschwerdeführer tätlich geworden sein könnte. Andererseits entkräftet die Vorinstanz die Argumentation des Beschwerdeführers, es könnte ein unbekannter Dritter ebenfalls zugeschlagen und den Beschwerdegegner 2 verletzt haben, auch gestützt auf die übrigen Beweismittel einleuchtend. Der Beschwerdeführer tut nicht dar und es ist auch nicht erkennbar, dass die Vorinstanz den Sinngehalt der Aussagen, insbesondere jener von L.________, offensichtlich verkannt hätte. Im Übrigen kann er die Würdigung der Vorinstanz auch nicht aus den Angeln heben, indem er argumentiert, dass bei genauerer Ansicht des Videoverlaufs ab 1:44:41 Uhr eine andere Person mit einem Cap ins Geschehen involviert gewesen sei, welche sich von der oberen Mitte der Tanzfläche an den linken Rand der Tanzfläche bewege, und weiter, aus dem Videomaterial sei ersichtlich, dass diese Person relativ aggressiv auftrete. Die in der Beschwerde aufgeworfene bloss theoretische Möglichkeit, dass "diese Person allenfalls ausserhalb des dokumentierten Geschehens geschlagen haben könnte", steht einer Verurteilung auch unter dem Gesichtspunkt des Grundsatzes von "in dubio pro reo" nicht entgegen. Schliesslich ist nicht nachvollziehbar, inwiefern dem Beweisergebnis entgegenstehen soll, "dass der direkte Einbezug des [Beschwerdegegners 2] in das auf dem Video zentral ersichtliche Handgemenge nie behauptet wurde", wie der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang meint. Weiter wird die Täterschaft des Beschwerdeführers genauso wenig durch die Verletzungen des Beschwerdegegners 2 ausgeschlossen. Zum Einwand des Beschwerdeführers, er könne als Rechtshänder die Verletzungen nicht verursacht haben, führt die Vorinstanz ergänzend zur erstinstanzlichen Urteilsbegründung aus, auf den Videoaufnahmen sei ersichtlich, dass ein Begleiter des Beschwerdeführers, der auf dessen rechter Seite gestanden habe, versucht habe, diesen zurückzuhalten. Dies stehe ihm Einklang mit der Aussage von J.________, der genau dies so ausgesagt und angegeben habe, er habe schlichten und den Beschwerdeführer zurückhalten wollen. Entsprechend sei davon auszugehen, dass besagter Begleiter den Beschwerdeführer eben auf der rechten Seite zu halten versucht habe, was mit einem Schlag mit der linken Faust und damit auch mit dem vom Beschwerdeführer an der linken Hand getragenen Ring sehr treffend in Einklang gebracht werden könne (vgl. angefochtener Entscheid E. II.2.3 S. 9 f.). Die Würdigung der Vorinstanz ist auch in diesem Punkt schlüssig und überzeugt. Der Beschwerdeführer belegt keine Willkür, wenn er seinerseits bloss sein Argument wiederholt, es sei offensichtlich auszuschliessen, dass er als Rechtshänder ohne Kampf- oder Boxausbildung mit der linken Hand die beschriebenen Verletzungen verursacht haben solle. Denn es ist in der Tat nicht ausgeschlossen, dass selbst ein Rechtshänder ohne Boxausbildung bei einem Faustschlag mit der linken Hand (mit einem Fingerring) in das ungeschützte Gesicht des Opfers erhebliche Verletzungen verursachen kann. Auch insgesamt ist die Beweiswürdigung der Vorinstanz von Bundesrechts wegen nicht zu beanstanden. Angesichts des Geständnisses des Beschwerdeführers, zumindest zwei Personen ins Gesicht geschlagen zu haben, des Überwachungsvideos, auf dem der Beschwerdeführer zu sehen ist, wie er Faustschläge austeilt, der Verletzungen des Beschwerdegegners 2 sowie der Schilderungen der übrigen anwesenden Personen bejaht die Vorinstanz willkürfrei die Täterschaft des Beschwerdeführers.