Citation: 8C_93/2023 E. 4.1

4.1. Die Vorinstanz stellte fest, gemäss der Abklärung im Zentrum für Medizinische Begutachtung ZMB, Basel, im Frühjahr 2001, welche der letzten Rentenrevision zugrunde lag, habe aus psychischen Gründen lediglich noch eine 30%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Dr. med. C.________ habe dagegen in seinem Gutachten vom 1. September 2016 keine psychiatrische Diagnose mehr stellen können. Eine körperlich leichte leidensangepasste Tätigkeit sei aus rheumatologischer Sicht wie bereits zuvor zu 100 % zumutbar gewesen. Die Beschwerdegegnerin habe daher Integrationsmassnahmen in der Eingliederungsstätte D.________ mit einer Präsenzzeit von vier Stunden am Tag in die Wege geleitet. Bereits einen Monat nach deren Beginn am 7. November 2017 habe der behandelnde Rheumatologe dem Beschwerdeführer indessen eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Der Einsatz sei in der Folge angepasst worden und der Beschwerdeführer habe nur noch grob- statt feinmotorische Tätigkeiten ausgeübt. Dennoch habe er die täglich vierstündige Präsenzzeit nicht einhalten können. Auch nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens und unter erneuter Absprache mit dem behandelnden Arzt habe das Pensum nicht über zweieinviertel Stunden pro Tag gesteigert werden können. Der Beschwerdeführer habe ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis eines anderen Arztes ab 25. Januar 2018 vorgelegt. Das Arbeitstraining sei verlängert, am 5. März 2018 jedoch erfolglos abgebrochen worden. Nachdem die Beschwerdegegnerin am 7. März 2018 die Einstellung der Invalidenrente in Aussicht gestellt habe, sei die erneute Begutachtung durch die MEDAS Zürich angeordnet worden. Gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 28. Mai 2020 sei der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht wegen erhöhten Pausenbedarfs, bedingt durch eine Arthrose im rechten Handgelenk, eine Akromioklavikulararthrose links sowie eine Diskushernie L4/5, nur noch zu 80 % arbeitsfähig. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung (psychiatrisches Teil-Gutachten vom 19. Dezember 2019). Das Gutachten sei, so die Vorinstanz, voll beweiskräftig, woran insbesondere auch die abweichenden Einschätzungen des behandelnden Psychiaters Dr. med. E.________ nichts ändern könnten. In erwerblicher Hinsicht bestätigte das kantonale Gericht den Einkommensvergleich der Beschwerdegegnerin unter Annahme eines hypothetischen Gehalts als Gipser von Fr. 71'901.- ohne Gesundheitsschädigung und eines nach deren Eintritt gemäss statistischen Zahlen zumutbarerweise noch erzielbaren Verdienstes, gemäss Vorinstanz wohlwollend reduziert um einen leidensbedingten Abzug von 15 %, von Fr. 46'081.-. Es resultierte daraus ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 36 %. Die Vorinstanz prüfte angesichts des bei Verfügungserlass knapp 60-jährigen Beschwerdeführers und des Rentenbezuges während 28 Jahren den Eingliederungsbedarf. Demnach war die Rentenaufhebung ohne vorgängige Durchführung beruflicher Massnahmen mangels subjektiver Eingliederungsfähigkeit zulässig. Zudem sei die verbliebene 80%ige Restarbeitsfähigkeit trotz des vorgerückten Alters des Beschwerdeführers und fehlender Ausbildung verwertbar.