Citation: 5P.295/2003 05.11.2003 E. 1

Durch Scheidungsurteil des Kantonsgerichts des Kantons Zug, 1. Abteilung, vom 19. Mai 1999 wurde die Ehe von Z.________ und Y.________ geschieden und Letzterer unter anderem dazu verpflichtet, allfällige ausserordentliche Kosten der beiden Kinder (wie z.B. Zahnkorrekturen, Sehhilfen etc.) zur Hälfte zu übernehmen (Dispositiv-Ziff. 2 lit. d). Mit Eingabe vom 18. März 2002 ersuchte Z.________ beim Vollstreckungsrichter des Kantonsgerichts des Kantons Zug darum, Y.________ sei zu verpflichten, ihr gestützt auf Dispositiv-Ziff. 2 lit. d des Scheidungsurteils als Auslagenersatz für den Sohn X.________ Fr. 8'805.-- zu bezahlen. Mit Verfügung vom 15. Mai 2002 trat der Einzelrichter im summarischen Verfahren beim Kantonsgerichtspräsidium Zug auf das Gesuch nicht ein. Z.________ erhob dagegen Beschwerde, welche die Justizkommission des Obergerichts des Kantons Zug (nachfolgend: Justizkommission) mit Urteil vom 5. Juni 2003 abwies. Zur Begründung hielt sie im Wesentlichen dafür, durch die strittige Ziffer des Scheidungsurteils werde Y.________ grundsätzlich zu einer Geldleistung angehalten, die nur auf dem Wege der bundesrechtlich geregelten Schuldbetreibung vollstreckt werden könne. Daran ändere nichts, dass die Geldleistung im Urteil nur dem Grundsatz nach, nicht aber betragsmässig festgelegt sei. Das habe lediglich zur Folge, dass das Urteil im Streitfall auf dem ordentlichen Prozessweg zu ergänzen sei. Z.________ führt staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung von Art. 9 und 29 Abs. 2 BV mit dem Antrag, den Entscheid der Rekurskommission aufzuheben. Es ist keine Vernehmlassung eingeholt worden.