Citation: 6P.230/2006 14.02.2007 E. 7

Primär rügt der Beschwerdeführer sinngemäss eine willkürliche Anwendung von § 125 Abs. 1 StPO/LU, was grundsätzlich mit staatsrechtlicher Beschwerde vorzubringen wäre (BGE 123 I 31 E. 3a; 116 Ia 102 E. 4a mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist die Nichtigkeitsbeschwerde gegen Einstellungsbeschlüsse jedoch zulässig, soweit damit auf kantonaler Ebene eine Frage eidgenössischen Rechts endgültig entschieden wird (BGE 122 IV 45, 47). Mit der definitiven Verfahrenseinstellung wird für den festgestellten Sachverhalt eine Strafbarkeit der Beschwerdegegner nach Art. 183 StGB ausgeschlossen und damit eine Frage des Bundesrechts endgültig entschieden. Auf die entsprechende Rüge ist deshalb einzutreten. 7.1 Gemäss Vorinstanz lässt sich aus den Schreiben und Telefonanrufen an die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main nicht ableiten, die Beschwerdegegner hätten vorsätzlich falsch informiert, um die Verhaftung des Beschwerdeführers wegen Fluchtgefahr zu erwirken. Vielmehr habe die Kenntnis, dass der Beschwerdeführer in Deutschland in Strafverfahren verwickelt sei, die Beschwerdegegner im Glauben bestärkt, dieser wolle sich absetzen. Aufgrund der verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen gibt es keine weiteren Indizien, welche den Schluss zuliessen, sie hätten mit ihrem Vorgehen auch nur in Kauf genommen, dass der Beschwerdeführer von der Strafverfolgungsbehörde unrechtmässig festgenommen wird. Im Übrigen nennt der Beschwerdeführer keine zusätzlichen Umstände, welche den Tatverdacht gegen die Beschwerdegegner verstärkt hätten. 7.2 Wenn die Vorinstanz bei dieser Sachlage davon ausgeht, der subjektive Tatbestand des Art. 183 StGB lasse sich auch durch weitere Untersuchungshandlungen nicht rechtsgenügend beweisen, ist dies nicht zu beanstanden. Sie durfte deshalb die Voraussetzungen für eine Einstellung des Strafverfahrens bejahen, ohne damit Bundesrecht zu verletzen.