Citation: 8C_57/2021 E. 3

Das kantonale Gericht hat die Grundsätze zu der für die Wahl der Invaliditätsbemessungsmethode (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betätigungsvergleich) entscheidenden Statusfrage (BGE 144 I 28 E. 2.3) zutreffend dargelegt. Zu ergänzen ist, dass deren Beantwortung zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung erfordert, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Derlei ist einer direkten Beweisführung wesensgemäss nicht zugänglich und muss in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe stellt eine Tatfrage dar, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitberücksichtigt werden (BGE 144 I 28 E. 2.4). Richtig wiedergegeben werden im angefochtenen Urteil die Regeln über den Beweiswert eines Haushaltsabklärungsberichts beziehungsweise von fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit psychisch beeinträchtigter Personen, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen (Art. 69 Abs. 2 Satz 2 IVV; SVR 2018 IV Nr. 7 S. 23, 8C_157/2017 E. 4.3), sowie über die bei der Abklärung an Ort und Stelle zu berücksichtigende zumutbare Mithilfe von Familienangehörigen (BGE 133 V 504 E. 4.2).