Citation: U 43/04 09.08.2004 E. 4

4.1 Die Vorinstanz ermittelte das für die Bestimmung des Invaliditätsgrades massgebende hypothetische Einkommen, welches die Versicherte im Jahre 1999 ohne Gesundheitsschaden ihrer angestammten Tätigkeit als Pflegehilfe im Spital X.________ hätte verdienen können (Valideneinkommen), korrekt auf Fr. 52'949.-, was zu Recht von keiner Seite bestritten wird. 4.2 Streitig und zu prüfen ist hingegen, in welchem Umfang und in welcher Art und Weise die Beschwerdeführerin eine ihr zumutbare Tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (BGE 110 V 276 Erw. 4b; ZAK 1991 S. 320 Erw. 3b) erwerblich verwerten kann. Nimmt die Versicherte wie vorliegend nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit auf, so können für die Ermittlung des hypothetischen Einkommens nach Eintritt der Invalidität (Invalideneinkommen) die so genannten Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb). Hier ist wie üblich (vgl. z.B. BGE 126 V 81 Erw. 7a) von der Tabelle A1 ("Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht. Privater Sektor") der LSE auszugehen. Mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten (LSE 1998 S. 25 TA1 Anforderungsniveau 4) beschäftigte Frauen verdienten bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden im Jahre 1998 monatlich Fr. 3505.- (LSE 1998, a.a.O., Zeile "Total"), was bei Annahme einer durchschnittlichen betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft 2004 Heft 7 S. 90 Tabelle B9.2 Zeile A-O "Total") einem Einkommen von monatlich Fr. 3663.- (= [Fr. 3505.- : 40] x 41,8) und jährlich Fr. Fr. 43'956.- (= Fr. 3663.- x 12) entspricht. Nach Anpassung an die von 1998 bis 1999 eingetretenen Nominallohnentwicklung der Frauenlöhne (BGE 129 V 408) von 0,7 % (= [2156-2142] ./. 21,42) gemäss Tabelle B10.3 (Die Volkswirtschaft 2004 Heft 7 S. 91) resultiert für das Jahr 1999 ein Einkommen von Fr. 44'264.- (= Fr. 43'956 x 1,007). Um den besonderen Einschränkungen der Beschwerdeführerin (insbesondere der Limitierung auf körperlich leichte Tätigkeiten ohne repetitives Heben und Tragen von mehr als 5 kg schweren Gewichten, ohne Kraftanstrengungen mit der rechten Schulter und dem rechten Arm sowie ohne forcierte Rotationen nach innen) Rechnung zu tragen, nahm die Vorinstanz unter Berücksichtigung der gesamten Umstände des Einzelfalles (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) einen angemessenen Abzug von 15 % (vgl. BGE 126 V 79 ff. Erw. 5b) vor und gelangte sodann zutreffend zur Auffassung, dass die Versicherte 1999 mit einer den Unfallrestfolgen angepassten Tätigkeit ein Jahreseinkommen von Fr. 37'624.- (= Fr. 44'264.- x 0,85) hätte erzielen können. Das kantonale Gericht erkannte richtig, dass die Möglichkeit der Verwertung eines vollen Pensums (in einer leidensadaptierten Beschäftigung) sowie der Aufenthaltsstatus mit Niederlassungsbewilligung C nicht zusätzlich negative Auswirkungen auf die Höhe des berücksichtigten Invalideneinkommens haben. Auch die fehlende abgeschlossene Berufsausbildung ist bereits im herangezogenen Anforderungsniveau 4 des LSE-Tabellenlohnes mit berücksichtigt. Zudem steht gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin gemäss ZMB-Gutachten fest, dass sie bereits während zehn Jahren vor der Einreise in die Schweiz als allein erziehende Mutter in Deutschland in einer Fabrik und vor der Ausreise aus ihrem Heimatland sogar während vier Jahren als Büroangestellte gearbeitet hatte. Deshalb ist ihr die Arbeit in diesen Wirtschaftszweigen zumindest nicht fremd. Weiter ist dem ZMB-Gutachten zu entnehmen, dass die mündliche Verständigung mit ihr auf Deutsch gemäss Feststellungen des begutachtenden Psychiaters unproblematisch war. Die vorinstanzliche Ermessensbetätigung durch Berücksichtigung eines Abzuges von 15 % am herangezogenen Tabellenlohn ist somit nicht zu beanstanden. 4.3 Aus der Gegenüberstellung dieses Invalideneinkommens von Fr. 37'624.- (Erw. 4.2 hievor) auf der einen und des Valideneinkommens von Fr. 52'949.- (Erw. 4.1 hievor) auf der andern Seite ergibt sich ein Mindereinkommen von Fr. 15'325.- und ein Invaliditätsgrad von 29 % (Fr. 15'325.- ./. Fr. 52'949.- x 100). Das kantonale Gericht hat somit der Versicherten zu Recht eine Invalidenrente auf Grund eines Invaliditätsgrades von 29 % zu Lasten der Basler zugesprochen. Richtig erkannt hat es auch den Zeitpunkt der Entstehung des Rentenanspruchs (ab 1. März 1999), was von keiner Seite bestritten wird.