Citation: B 84/02 28.11.2002 E. 4

4.1 Das Verfahren vor dem Eidgenössischen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig, weil es nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen, sondern um die rein prozessuale Frage der Zusprechung einer Parteientschädigung geht (Art. 134 OG e contrario). 4.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe mit ihrem Vorgehen ihre Pflicht zur Justizgewährleistung verletzt. Dadurch seien wegen der Notwendigkeit des vorliegenden Verfahrens erneut Kosten entstanden, die nunmehr vom Kanton Appenzell Ausserrhoden, eventuell von der Beschwerdegegnerin zu übernehmen seien. Nach Art. 156 Abs. 1 und Art. 159 Abs. 2 OG dürfen einem Kanton, der nicht Partei ist, grundsätzlich keine Gerichtskosten und Parteientschädigungen überbunden werden. In Anwendung von Art. 156 Abs. 2 OG sowie Art. 159 Abs. 5 in Verbindung mit Art. 156 Abs. 6 OG rechtfertigt sich eine Ausnahme von dieser Regel indessen namentlich dann, wenn ein richterlicher Entscheid in qualifizierter Weise die Pflicht zur Justizgewährleistung verletzt und den Parteien Kosten verursacht hat (RKUV 1999 Nr. U 331 S. 128 Erw. 4). Die Voraussetzungen wurden beispielsweise bejaht bei treuwidrigem Verhalten des Gerichts (Urteil B. vom 13. Juli 2000, H 290/98; nicht veröffentlichtes Urteil K. vom 15. Juni 2000, C 32/98), wenn sich dieses weigert, ergänzende Abklärungen im Sinne eines letztinstanzlichen Rückweisungsentscheids vorzunehmen (RKUV 1999 Nr. U 331 S. 126), den Betroffenen einen bundesgesetzlich vorgesehenen Rechtsweg verwehrt (in BGE 124 V 130 nicht veröffentlichte Erw. 5) oder versehentlich ein Verfahren als gegenstandslos geworden abschreibt (Urteil C. vom 24. September 2001, I 461/01; Urteil A. vom 18. Oktober 2000, I 704/99), nicht aber, wenn das kantonale Gericht eine unter Angabe von prüfenswerten Gründen eingeleitete Rechtsprechungsänderung bis zum Erlass eines letztinstanzlichen Urteils aufrechterhält (Urteil G. vom 7. Mai 2001, U 36/01). Weist eine Vorinstanz einen Antrag ab, ohne indessen ihre Überlegungen, die dazu geführt haben, näher darzulegen und kann der Mangel wegen der eingeschränkten Überprüfungsbefugnis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts im letztinstanzlichen Verfahren nicht geheilt werden, liegt darin keine Verletzung der Pflicht zur Justizgewährleistung begründet, welche im Lichte der Rechtsprechung wegen ihrer besonderen Qualifikation eine Überbindung der Kosten an den Kanton rechtfertigen liesse (so implizit bereits im die Beschwerdeführerin betreffenden Urteil W. vom 24. Mai 2000, B 21/00). 4.3 Die Gerichtskosten sind folglich nach der Regel des Art. 156 Abs. 1 OG (in Verbindung mit Art. 135 OG) der unterlegenen Beschwerdegegnerin zu überbinden, die als Gegenpartei der obsiegenden Beschwerdeführerin grundsätzlich das Kostenrisiko trägt, auch wenn sie den vorinstanzlichen Entscheid nicht zu vertreten hat (BGE 123 V 156). Eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin ist der Beschwerdeführerin nicht zuzusprechen, da die Gründe, die zum letztinstanzlichen Verfahren geführt haben, nicht auf das Verhalten der Beschwerdegegnerin zurückzuführen sind, so dass für das vorliegende Verfahren mutwillige oder leichtsinnige Prozessführung nicht gegeben ist (BGE 118 V 169 Erw. 7, 117 V 349 Erw. 8 mit Hinweis).