Citation: 6A.99/2006 28.12.2006 E. 3

Zunächst kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. angefochtenen Entscheid S. 3/4 E. 2/3). Es geht um zwei Punkte. Zum einen stellt sich die Frage, ob Richtlinien, die je in Relation zur gesamten Strafdauer die Minimaldauer der Halbfreiheit auf drei und die Maximaldauer auf zwölf Monate festlegen, das Bundesrecht im Sinne von Art. 104 lit. a OG verletzen. Dies trifft nicht zu, denn Art. 37 Ziff. 3 Abs. 2 StGB spricht nur von Gefangenen, die mindestens die Hälfte der Strafzeit verbüsst haben müssen. Über die Minimal- und Maximaldauer der Halbfreiheit sagt das Gesetz nichts. In der Literatur wird dazu festgestellt, dass der Aufenthalt im anspruchsvollen Arbeitsexternat nicht übermässig lange dauern sollte, weil der beständige Wechsel zwischen normalem Arbeitsplatz und Vollzugsanstalt eine besondere Belastung sein könne (vgl. die im angefochtenen Entscheid S. 4 zitierten Stellen sowie neuerdings Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil II: Strafen und Massnahmen, 2. Aufl., Bern 2006, § 4 N 26; ebenso Botschaft des Bundesrates zur Änderung des Schweizerischen Strafgesetzbuches vom 21. September 1998, BBl 1999 II S. 2113). Eine Begrenzung im konkreten Fall des Beschwerdeführers auf elf Monate erscheint als sinnvoll und verletzt jedenfalls Bundesrecht nicht. Daran vermag nichts zu ändern, dass gegen seine Person keine Vorbehalte bestehen. Zum zweiten hat der Beschwerdeführer auf einen anderen Fall hingewiesen, der mit seinem vergleichbar und in dem dem Betroffenen die Halbfreiheit bereits früher gewährt worden sein soll. Der andere Fall liegt jedoch in der Kompetenz eines anderen Vollzugskantons. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann von rechtsungleicher Behandlung aber grundsätzlich nur die Rede sein, wenn die gleiche Behörde gleichartige Fälle unterschiedlich behandelt (BGE 121 I 49 E. 3c mit Hinweis). Aus der föderalistischen Staatsstruktur der Schweiz ergibt sich eben, dass die Kantone in ihrem Zuständigkeitsbereich unterschiedliche Regelungen treffen können (BGE 122 I 44 E. 3b/cc; 120 Ia 126 E. 6c S. 145). Dass es dem Beschwerdeführer schwer fällt, diese Argumentation nachzuvollziehen, vermag an der Kompetenzverteilung, die heute in der Schweiz gilt, nichts zu ändern. Die Beschwerde muss abgewiesen werden.