Citation: 4C.81/2007 10.05.2007 E. A

Die A.________ AG übergab Y.________ (Beklagter) im Sommer 1993 diverse WIR Buchungsaufträge (im Folgenden "WIR BA") im Wert von insgesamt Fr. 171'944.--, die zugunsten einer B.________ AG ausgestellt waren. Der Beklagte sollte diese WIR BA in Bargeld umwandeln und zur Bezahlung zweier Lebensversicherungen der Z.________ zugunsten der A.________ AG als Versicherungsnehmerin verwenden, die er je gegen eine Einmalprämie von Fr. 100'000.-- für die A.________ AG erwerben sollte. A.a Der Beklagte bestätigte auf den ihm übergebenen WIR BA mit seiner Unterschrift, dass er die Buchungsaufträge für die Bezahlung der Einmaleinlagen für die Lebensversicherungen verwenden werde, die er für die A.________ AG als Versicherungsnehmerin bei der Z.________ abschliessen werde. Er liess diese WIR BA auf dem Konto der B.________ AG gutschreiben. A.b Die Versicherungsgesellschaft Z.________ stellte am 24. Juli 1993 zwei Lebensversicherungs-Policen über je Fr. 100'000.-- für die A.________ AG aus und händigte ihr diese aus. Der Beklagte bezahlte der Z.________ Versicherungsgesellschaft die Prämien für die Lebensversicherungen der A.________ AG nicht. A.c Die A.________ AG verpfändete die beiden Lebensversicherungs-Policen, unmittelbar nachdem sie sie erhalten hatte, noch im Juli 1993 an die Bank C.________ zur Sicherstellung eines ihr gewährten Kredites. Die Bank C.________ verlangte in der Folge die Verwertung der Pfänder und die Z.________ Versicherungsgesellschaft musste der Pfandgläubigerin am 28. März 1994 den Rückkaufswert der Policen von insgesamt Fr. 189'548.-- überweisen. A.d Als die Pfandgläubigerin die Verwertung der Policen verlangte, stellte die Z.________ Versicherungsgesellschaft fest, dass die Prämien unbezahlt waren. Sie leitete darauf am 22. Juni 1994 gegen die A.________ AG die Betreibung ein. A.e Am 19. September 1995 wurde über die A.________ AG der Konkurs eröffnet. Die Z.________ Versicherungsgesellschaft meldete in diesem Konkurs eine Forderung von Fr. 200'000.-- zuzüglich Zins und Betreibungskosten, insgesamt Fr. 226'602.44, an. A.f Im März 1994 trat die A.________ AG eine Forderung von Fr. 100'000.-- an W.________ ab, als deren Grund sie angab, es stehe ihr gegen den Beklagten eine Forderung von insgesamt Fr. 197'244.-- aufgrund von Zahlungen für die Einmaleinlage in die Lebensversicherungspolicen der Z.________ Versicherungsgesellschaft zu. Sie fügte an, die Restforderung von Fr. 97'244.-- sei Sache zwischen ihr und dem Beklagten. A.g Am 28. Februar 1995 trat die A.________ AG eine Forderung an V.________ ab. Die Forderung wurde wie folgt umschrieben: "Die Eventualforderungen der A.________ AG gegenüber Herrn Y.________, in der Höhe von Fr. 220'000.--, werden zur Deckung der Verpflichtung der A.________ AG gegenüber Herrn V.________ an denselben abgetreten. Diese Abtretung wird hinfällig, sollte die A.________ AG den Prozess gegen die Z.________ gewinnen." A.h V.________ trat am 7. September 1995 eine Forderung über Fr. 220'796.-- an U.________ ab. Es soll sich nach Darstellung von X.________ (Klägerin) um die von der A.________ AG zedierte Forderung handeln. Die Abtretung wurde dem Beklagten notifiziert. U.________ fiel in der Folge in Konkurs und die Klägerin erwarb die Forderung von der Konkursmasse U.________ für Fr. 100.--.