Citation: 2C_473/2021 E. 1.2

1.2. In ihrer Eingabe an das Appellationsgericht ersuchte die Steuerpflichtige auch um die Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege. Mit Präsidialverfügung VD.2021.54 vom 3. Juni 2021 wies das Appellationsgericht das Gesuch ab. Die Begründung ging im Wesentlichen dahin, dass ein Revisionsgesuch innerhalb von 90 Tagen seit Entdeckung des Revisionsgrundes zu erheben sei, wobei die um Revision ersuchende Person aufzuzeigen habe, in welchem Zeitpunkt sie vom Revisionsgrund erfahren habe. Die Steuerpflichtige wolle die Tatsache, dass der Vorname der Grossmutter im Familienbüchlein vom 29. September 1998 unzutreffend verzeichnet worden sei, erst anlässlich des Todesfalles ihrer Mutter vom 7. Juni 2020 erfahren haben. Im Rekurs an die Steuerrekurskommission habe sie den massgebenden Zeitpunkt aber nicht genannt, weshalb es im dortigen Verfahren zutreffend zum Nichteintreten gekommen sei. Das im appellationsgerichtlichen Verfahren erhobene Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege sei daher zufolge Aussichtslosigkeit der Hauptsache abzuweisen, zumal die Steuerpflichtige auch ihre prozessuale Bedürftigkeit nicht nachgewiesen habe. Mit einem Renteneinkommen von Fr. 686.30 pro Monat lasse sich das Leben nicht bestreiten. Die Steuerpflichtige müsse über weitere Einkünfte oder über Vermögen verfügen, worüber sie aber keine Angaben gemacht habe. Entsprechend werde die Steuerpflichtige aufgefordert, innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von zehn Tagen, gerechnet ab Zustellung der Verfügung, einen Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zu erbringen, ansonsten auf die Sache nicht eingetreten werde.