Citation: U 223/05 27.10.2005 E. 2

2.1 In tatsächlicher Hinsicht ist davon auszugehen, dass die Arbeitgeberin in der Unfallmeldung UVG vom 13. Februar 2004 angab, die Knieverletzung sei "in einer Kurve" eingetreten. Auf Aufforderung der Mobiliar vom 10. März 2004 hin beantwortete der Versicherte die gestellten Fragen am 30. März 2004 dahingehend, die Blessur sei "beim Skifahren" aufgetreten. Bei einem Schwung habe er ein starkes Ziehen verspürt. Im zuhanden der Beschwerdeführerin ausgestellten Arztzeugnis UVG vom 19. April 2004 sowie im Bericht vom 1. Mai 2004 hielt Dr. med. H.________ demgegenüber fest, der Versicherte habe ihm erklärt, er habe einen Skisturz erlitten. Bei der Verletzung handelt es sich nach Auffassung des Mediziners ganz klar um eine Unfallfolge. Aufgrund des grossen Hebels des Skis sei eine massive Krafteinleitung in das Kniegelenk indessen auch ohne Sturz möglich. Am 1. Juni 2004 teilte Dr. med. C.________ von der Klinik Y.________ der Mobiliar mit, es habe sich um einen Carvingsturz gehandelt. 2.2 Dr. med. K.________ vom Vertrauensärztlichen Dienst der ÖKK führte in seiner Stellungnahme vom 30. November 2004 aus, aufgrund des Ergebnisses des bildgebenden Verfahrens (MRI) hätten rund drei Monate nach dem Ereignis noch deutliche Heilungsvorgänge im Kniebereich nachgewiesen werden können, was auf eine erhebliche Krafteinwirkung schliessen lasse. Ob diese nur Millisekunden oder zwei bis drei Sekunden angedauert habe, könne nicht beurteilt werden. Es handle sich jedoch mit Sicherheit um ein Verletzungsmuster, welches nicht durch rezidivierende Microtraumata entstehen könne, sondern auf ein "Grossereignis" zurückzuführen sei. Pathogenetisch handle es sich um eine Schädigung des Bewegungsapparates, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf eine einmalige und hohe Krafteinwirkung zurückzuführen sei, wobei die Art der erlittenen Blessur einer Bänderläsion entspreche. 2.3 In den vom Versicherten unterzeichneten Angaben vom 13. Februar und vom 30. März 2004 wurde nie ein Sturz beim Skifahren geltend gemacht. Ein solcher würde bejahendenfalls die Frage nach dem Vorliegen eines Unfalles im Rechtssinne (vgl. Art. 4 ATSG) aufwerfen. Aus medizinischer Sicht kann das Beschwerdebild jedoch auch ohne Sturz ausgelöst worden sein. Weshalb Dr. med. H.________ darauf besteht, der Versicherte habe ihm gegenüber einen Skisturz erwähnt, ist unklar, zumal er im Bericht vom 1. Mai 2004 angibt, eine traumatische Läsion des Innenbandes sei auch ohne Sturz möglich. Dr. med. C.________ führt in seiner Stellungnahme vom 1. Juni 2004 aus, es habe sich klar um einen Skiunfall, d.h. Carvingsturz, gehandelt, der als Unfallfolge zu betrachten sei und nicht als Krankheit. Damit wollte er wohl einzig ausdrücken, dass ein unfallmedizinisches Problem vorliegt und nicht eine degenerative Veränderung. Mit Blick darauf, dass sich die Aussage des Versicherten vom 30. März 2004 mit jener in der Unfallmeldung vom 13. Februar 2004 deckt, ist - mit der Vorinstanz - davon auszugehen, dass sich das Geschehnis vom 5. Februar 2004 überwiegend wahrscheinlich in der Weise zugetragen hat, dass der Versicherte beim Carven auf der Skipiste einen Schwung machte, der erhebliche Krafteinwirkung auf das Knie zur Folge hatte. Bei diesem Vorgang lädierte er das Band des rechten Knies.