Citation: 5C.252/2005 16.12.2005 E. B

Am 2. Juni 2005 und erneut am 5. Juli 2005 musste T.________ notfallmässig in das Inselspital Bern eingewiesen werden. Gestützt auf die Gefährdungsmeldung der dortigen Kinderschutzgruppe sah sich die Vormundschaftsbehörde X.________ zum Eingreifen veranlasst. Sie entzog den Eltern die Obhut über ihre Tochter und wies T.________ in das Schulheim L.________ ein. Bis zum Eintritt in die Institution sollte das Kind an seinem Pflegeplatz bei der Tagesmutter bleiben (Beschlüsse vom 4. August und vom 30. August 2005). Den von M.________ dagegen eingelegten Rekurs wies die kantonale Rekurskommission für fürsorgerische Freiheitsentziehungen des Kantons Bern ab. Es bejahte die Dringlichkeitszuständigkeit der Vormundschaftsbehörde und die Voraussetzungen für einen Obhutsentzug mit Fremdplatzierung (Entscheid vom 30. August 2005) wie auch die Eignung des Schulheims L.________ als Unterbringungsort (Entscheid vom 12. September 2005).