Citation: U 51/05 21.04.2006 E. A

M.________, geboren 1977, absolvierte in der Zeit von August 1993 bis August 1996 eine kaufmännische Lehre bei der Firma J.________ GmbH. Sie war danach als Verkaufsassistentin im Innendienst weiter in diesem Betrieb tätig und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsgesellschaft (SUVA) für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 5. Mai 1997 verursachte sie einen Verkehrsunfall, als sie mit ihrem Personenwagen auf der Autobahn unterwegs war, eine Verlangsamung der Fahrzeugkolonne zu spät bemerkte und auf den Vorderwagen auffuhr. Wegen Nacken- und Schulterschmerzen begab sie sich noch am gleichen Tag auf die Notfallstation des Spitals A.________, wo nach ambulanter Untersuchung ein Distorsionstrauma der Halswirbelsäule (HWS) diagnostiziert und das Tragen eines Halskragens angeordnet wurde. Eine vom behandelnden Arzt Dr. med. H.________ veranlasste röntgenologische Untersuchung vom 28. Mai 1997 zeigte eine leichte segmentale Kyphosehaltung in C 4/5. Anlässlich einer weiteren Untersuchung stellten die Ärzte der Rheumatologie und des Institutes für physikalische Therapie des Spitals A.________ ein im Abklingen begriffenes zervikovertebrales Syndrom bei Status nach Distorsionstrauma der HWS sowie einen Status nach thorakalem Morbus Scheuermann mit leichter Fehlform der Wirbelsäule fest. Es wurden Massagen und Rückengymnastik durchgeführt. Im September 1997 teilte Dr. med. H.________ der SUVA mit, die Behandlung sei abgeschlossen; seit 25. August 1997 bestehe wieder volle Arbeitsfähigkeit. Am 3. März 1998 meldete die J.________ GmbH einen Rückfall. Wegen zunehmender Schmerzen im Nacken und in den Oberarmen, Konzentrationsstörungen, Langsamkeit bei der Arbeit und allgemeinem Unwohlsein hatte sich die Versicherte am 27. Januar 1998 erneut zu Dr. med. H.________ begeben, welcher nach erfolgloser Physiotherapie eine stationäre Behandlung in der Klinik X.________ (22. April - 21. Mai 1998) anordnete. Die dortigen Ärzte schlossen auf eine rezidivierende vegetative Begleitsymptomatik des zervikospondylogenen Schmerzsyndroms, die sie in Zusammenhang mit psychosozialen Spannungen und Problemen stellten. Laut Austrittsbericht vom 19. Juni 1998 konnte die Versicherte mit einer um 50% gebesserten Schmerzsymptomatik, einer verbesserten Haltung sowie einer psychischen und physischen Stabilisierung nach Hause entlassen werden. In der Folge nahm sie die Erwerbstätigkeit mit zunehmendem Pensum auf und war ab 29. Juli 1998 wieder voll arbeitsfähig. Wegen Arbeitsüberlastung (Überzeitarbeit als kaufmännische Angestellte, Nebenerwerbstätigkeit als Bardame an Wochenenden) kam es Ende 1998 zu einer Zunahme der Beschwerden. Die Ärzte des Spitals A.________ attestierten eine volle Arbeitsunfähigkeit für die Zeit vom 13. - 24. Januar 1999 und eine Arbeitsunfähigkeit von 50% vom 25. Januar bis vorerst 15. Februar 1999 mit der Feststellung, dass bei adäquater Belastung grundsätzlich eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Dr. med. H.________ berichtete am 3. Mai 1999, die Behandlung sei abgeschlossen und die Versicherte habe die Arbeit am 22. Februar 1999 wieder zu 100% aufgenommen. Am 6. März 2001 meldete die Firma B.________ AG, wo die Versicherte seit 19. Januar 2001 als kaufmännische Angestellte tätig war, einen weiteren Rückfall. Wegen vermehrter Nackenbeschwerden mit Ausstrahlungen in die oberen Extremitäten hatte die Versicherte im Januar 2001 Dr. med. E._______ aufgesucht, welcher einen Muskelhartspann im oberen Trapeziusbereich feststellte, eine erneute Physiotherapie veranlasste und wegen ungenügenden Erfolgs eine ambulante Untersuchung in der Rehaklinik R.________ anordnete. Im Bericht dieser Klinik vom 25. Oktober 2001 wurden die Diagnosen Status nach HWS-Distorsion mit persistierendem zerviko-zephalem-frontalem Schmerzsyndrom, persistierendem tendomyotischem Schultergürtelsyndrom rechtsbetont, neuropsychologischen Funktionsstörungen, depressiven und aggressiven Stimmungsschwankungen und einer leichten vegetativen Dysregulation sowie radiologisch ein Status nach thorakalem Morbus Scheuermann gestellt. In therapeutischer Hinsicht wurden physikalische Massnahmen, eine psychologische Betreuung, das Erlernen von Entspannungstechniken, allenfalls auch ein Versuch mit Akupunktur empfohlen. Vom 1. Oktober 2001 - 30. Juni 2002 war die Versicherte als kaufmännische Angestellte bei der Firma F.________ AG erwerbstätig, zunächst zu 100%, ab März 2002 noch zu 80%. Daneben arbeitete sie mit unterschiedlichem Pensum als Bardame in verschiedenen Betrieben. Auf eine erneute Rückfallmeldung vom 8. April 2002 hin nahm die SUVA eine kreisärztliche Untersuchung vor und ordnete eine stationäre Abklärung in der Rheuma- und Rehabilitationsklinik U.________ an, welche in der Zeit vom 2. - 30. Mai 2002 stattfand. Im Austrittsbericht vom 18. Juni 2002 attestierten die Klinikärzte eine volle Arbeitsunfähigkeit bis 30. Juni 2002 mit anschliessender Steigerung der Arbeitsfähigkeit bei einem initialen Pensum von 50%. In therapeutischer Hinsicht schlugen sie eine Fortsetzung des erlernten Heimprogramms und eine Behandlung mit Akupunktur sowie eine weitere psychologische Betreuung vor. Die SUVA erteilte in der Folge Kostengutsprache für komplementärmedizinische Massnahmen. Eine bei Dr. phil. P.________ begonnene psychotherapeutische Betreuung wurde von der Versicherten abgebrochen. Am 9. September 2002 veranlasste die SUVA bei Dr. med. W.________, Institut Z.________, eine unfallchirurgische und bei Dr. med. D.________ eine psychiatrische Begutachtung. Gestützt auf die Expertisen vom 13. November und 4. Dezember 2002 erliess sie am 27. März 2003 eine Verfügung, mit der sie die Leistungen (Heilungskosten, Taggeld) per 28. Februar 2003 einstellte. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 5. März 2004 fest.