Citation: 6B_502/2016 E. 1.1

1.1. Die Vorinstanz nimmt gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers in tatsächlicher Hinsicht an, dieser habe bei einer gefahrenen Geschwindigkeit von 80 km/h einen Abstand von 30 Metern zum voranfahrenden Fahrzeug eingehalten. Er sei bremsbereit gewesen und vorausschauend gefahren. Unter diesen Voraussetzungen hätte es ihm bei einem genügenden Abstand von mindestens 40 Metern möglich sein müssen, rechtzeitig zu bremsen und eine Kollision zu vermeiden. Die Vorinstanz nimmt weiter an, ein Abstand nach der Faustregel "halber Tacho" sei bei dichtem Kolonnenverkehr auf Autobahnen unverzichtbar. Der Umstand, dass es Fahrzeuglenker gebe, die sich bei dichtem Verkehrsaufkommen zwischen zwei in korrektem Abstand fahrende Wagen drängten, gebe angesichts der hohen gefahrenen Geschwindigkeiten keinen Anlass, von dieser Regel abzuweichen. Der Beschwerdeführer vermöge zudem nicht aufzuzeigen, inwiefern es in der konkreten Situation nicht realistisch gewesen sein solle, sich an diese Regel zu halten. Dass der vor ihm fahrende Fahrzeuglenker brüsk gebremst habe, dass die Vollbremsung für den Beschwerdeführer unerwartet gewesen sei, könne diesen nicht entlasten, zumal ein überraschendes Bremsmanöver immer unerwartet sei. Der Beschwerdeführer habe somit den erforderlichen Abstand zu dem von A.________ gesteuerten, vor ihm fahrenden Personenwagen nicht eingehalten. Damit sei ihm die Berufung auf den Vertrauensgrundsatz versagt. Es könne daher offenbleiben, ob der Fahrzeuglenker A.________ sein Fahrzeug verkehrsregelwidrig zum Stillstand gebracht habe (angefochtenes Urteil S. 6 f.).