Citation: 5P.417/2006 07.02.2007 E. 1

1.1 Zwischenentscheide, mit denen die unentgeltliche Rechtspflege ganz oder teilweise verweigert wird, haben in der Regel einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 87 Abs. 2 OG zur Folge (BGE 129 I 129 E. 1.1; 126 I 207 E. 2a). Gleiches muss gelten, wenn die zuvor bewilligte unentgeltliche Rechtspflege später entzogen wird. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin 1 ihre Interessen im Verfahren über die Neubeurteilung der Scheidungsfolgen ohne anwaltlichen Beistand wahrnehmen und zudem innert bereits angesetzter Frist einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 9'000.-- leisten muss, kann einen Nachteil im dargelegten Sinne bewirken. Ihr steht damit die staatsrechtliche Beschwerde zur Verfügung. 1.2 Der verfassungsmässige Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege ist streng personenbezogen und wird dem bedürftigen Gesuchsteller gewährt, wenn sich seine Anträge nicht als von vornherein aussichtslos erweisen (BGE 128 I 225 E. 2.3). Die Beschwerdeführerin 1 hat daher ein rechtlich geschütztes Interesse, sich gegen den Entzug dieses Rechtes zu wehren (Art. 88 OG; BGE 129 I 113 E. 1.2). Hingegen ist die Beschwerdeführerin 2 vom angefochtenen Urteil in rein tatsächlicher Hinsicht betroffen, da sie vom Obergericht nicht zum unentgeltlichen Rechtsbeistand ernannt worden und demzufolge ihre Entschädigung als Rechtsanwältin der Beschwerdeführerin 1 für die Vertretung im Verfahren um Neubeurteilung der Scheidungsfolgen nicht vom Staat gesichert ist. Die Praxis gesteht dem unentgeltlichen Rechtsbeistand das Beschwerderecht jedoch einzig zu, soweit es um die Höhe seiner Entschädigung durch den Staat geht (BGE 129 I 65). Damit kann auf die staatsrechtliche Beschwerde nur eingetreten werden, soweit sie von der Beschwerdeführerin 1 erhoben wird.