Citation: 5A_774/2013 E. 2.1

2.1. Das Obergericht hat erwogen, mit der Regelung des Besuchsrechts gehe es darum, stabil-kontinuierliche Rahmenbedingungen im Hinblick auf eine harmonische Entwicklung des Kindes zu schaffen. Die Beschwerdeführerin habe laut den Akten das Besuchsrecht des Beschwerdegegners gegenüber seinem Sohn zu hintertreiben versucht. So ergebe sich namentlich aus der Aktennotiz vom 14. Mai 2012, dass sie keinen weiteren Kontakt zwischen dem Beschwerdegegner und dem gemeinsamen Sohn der Parteien wünsche. Gemäss einer weiteren Notiz vom 15. Mai 2012 behaupte die Beschwerdeführerin, der Sohn wolle seinen Vater nicht sehen, weil er ihn schlage und anschreie. Abgesehen davon, dass sich für diese Behauptung keine Anhaltspunkte fänden, sei die Beschwerdeführerin in einem Streit noch einen Schritt weiter gegangen und habe gedroht, sich in die Heimat abzusetzen, sodass es dem beim Beschwerdegegner zurückgelassenen Sohn schlecht gehen werde. Ein solches, allenfalls sogar strafrechtlich relevantes Verhalten verdiene keinen Rechtsschutz. In Anbetracht der von der Beschwerdeführerin betriebenen Obstruktion, welche die bisherige Durchführung des Besuchsrechts des Beschwerdegegners deutlich erschwere, wenn nicht gar langfristig verunmögliche, sei die damals zuständige Vormundschaftsbehörde befugt gewesen, zum Wohle des Kindes die beanstandeten Massnahmen zu erlassen.