Citation: 8C_376/2017 E. 4.1

4.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, das polydisziplinäre ABI-Gutachten mit dem nephrologischen Teilgutachten vom 14. Oktober 2013 sei veraltet, weil seine Niereninsuffizienz im Begutachtungszeitpunkt nicht derart ausgeprägt gewesen sei wie bei Verfügungserlass am 21. November 2016 (zur Massgeblichkeit dieses Zeitpunkts für die Beurteilung vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220). Vor diesem Hintergrund genüge die Einschätzung seiner Arbeitsfähigkeit im kurzen nephrologischen Bericht des Dr. med. C.________ vom 12. Juli 2016 nicht, um zweifelsfrei festzustellen, ob die zwischenzeitlich eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes tatsächlich keine zusätzlichen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe. Zudem habe Dr. med. C.________ den Spielraum der Arbeitsunfähigkeit mit 0 % bis 50 % sehr weit festgelegt. Diese Vorbringen sind nicht stichhaltig. Denn der Versicherte lässt ausser Acht, dass die IV-Stelle beim Einkommensvergleich (hierzu vgl. E. 5 hiernach) zur Ermittlung des trotz Gesundheitsschadens hypothetisch erzielbaren Invalideneinkommens als Ausgangspunkt das (niedrigste) Anforderungsniveau der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2010 heranzog. Angerechnet wurden somit nur Löhne, die für einfache und repetitive Arbeiten von ungelernten Arbeitnehmenden bezahlt werden (vgl. auch BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; Urteil 8C_717/2014 vom 30. November 2015 E. 5.1). Wenn Dr. med. C.________ aus rein nephrologischer Sicht von 50-100%iger Arbeitsfähigkeit, je nach körperlicher Belastung bei der Tätigkeit, ausging, ist es somit im Lichte der eingeschränkten Kognition (E. 1 hiervor) nicht zu beanstanden bzw. sogar als wohlwollend zu bezeichnen, dass IV-Stelle und Vorinstanz bei Einbezug einfacher bzw. leichter Arbeiten eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit veranschlagten.