Citation: 4A_284/2018 E. 5.2

5.2. Das Schiedsgericht hat das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers nicht verletzt, indem es ihm im Zusammenhang mit der Wahl von F.________ und MacLean die Beweislast für seine Behauptung auferlegte, es seien in dem von der Vereinsversammlung durchgeführten Wahlverfahren verschiedene Voraussetzungen nach den IFAF-Statuten sowie nach französischem Recht nicht erfüllt gewesen, so namentlich, es habe an den erforderlichen Stimmen zur Wahl befugter Delegierter gefehlt. Der Beschwerdeführer bringt in der Beschwerdeschrift selber vor, er habe sich in seiner Eingabe nach der mündlichen Hauptverhandlung (Post-Hearing Brief) eigens zur Frage der Darlegungs- und Beweislast geäussert und die Ansicht vertreten, diese liege bei den Beschwerdegegnern. Im Umstand, dass das Schiedsgericht diese Rechtsauffassung nicht teilte und die Beweislast dem Beschwerdeführer auferlegte, ist keine überraschende Rechtsanwendung zu erblicken. Unbegründet ist die Gehörsrüge auch hinsichtlich der im Schiedsverfahren umstrittenen Frage, welche Auswirkungen die verspätete Ladung durch E-Mail vom 14. Juli 2016 - mithin zwei Monate und drei Tage anstatt vier Monate vor dem Kongress - auf die Gültigkeit der Mitgliederversammlung zeitigte. Dem Schiedsgericht ist keine überraschende Rechtsanwendung vorzuwerfen, indem es erwog, der Formfehler sei durch einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung geheilt und der Kongress vom 17. September 2016 in New York gültig einberufen worden. Indem er vor Bundesgericht vorbringt, es fehle im französischen Recht offensichtlich an einer rechtlichen Grundlage für eine solche Heilungswirkung, übt der Beschwerdeführer unzulässige inhaltliche Kritik am angefochtenen Entscheid. Darüber hinaus lässt er unerwähnt, dass sich das Schiedsgericht in seiner Begründung auch darauf stützte, dass der entsprechende Beschluss von keinem Mitglied nach Art. 14 der Statuten beim TAS angefochten worden war.