Citation: 8C_609/2021 E. 5.1

5.1. Das kantonale Gericht ist der Ansicht, gestützt auf die Verfügung des Sozialamtes vom 8. März 2019 habe die Gemeinde Wasterkingen offensichtlich keine wirtschaftliche Hilfe ausrichten müssen, bzw. diese sei durch die Nachzahlung von Zusatzleistungen gedeckt worden. Demnach seien der Gemeinde Wasterkingen keine Kosten entstanden, die aufgrund der verfügungsweise festgestellten Zuständigkeit der Gemeinde Wil von Letzterer zu tragen wären. Es sei nicht aktenkundig, dass die Gemeinde Wasterkingen seit dem 17. Dezember 2017 entgegen dieser unwidersprochenen Feststellung des Sozialamtes wirtschaftliche Hilfe an die Geschwister ausgerichtet hätte und diese Aufwendungen der Gemeinde Wil hätte weiter verrechnen wollen. Mangels substanziiert behaupteter Aufwendungen, die die Gemeinde Wasterkingen zurückgefordert hätte, sei nicht erkennbar, inwiefern die Gemeinde Wil in schutzwürdigen Interessen betroffen wäre. Der Unterstützungswohnsitz der Geschwister liege seit deren Wegzug per 18. September bzw. 14. Oktober 2020 nicht mehr in der Gemeinde Wil. Damit sei nicht ersichtlich, dass eine allfällige künftige Unterstützung mit wirtschaftlicher Hilfe oder eine subsidiäre Kostengutsprache zugunsten der Geschwister durch die Gemeinde Wil erfolgen müsste. Solches werde auch nicht vorgebracht. Ein genügendes Rechtsschutzinteresse sei nach der verwaltungsgerichtlichen Praxis zu verneinen, wenn lediglich ein Entscheid über eine theoretische Rechtsfrage angestrebt werde (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich VB.2020.00771 vom 22. Februar 2021 E. 3.2). Um eine solche handle es sich nach dem Aktenstand bei der Frage, ob die Gemeinde Wil zwischen dem 17. Dezember 2017 und dem 18. September 2020 für A.A.________, bzw. dem 14. Oktober 2020 für A.C.________ und A.B.________, Unterstützungswohnsitz gewesen sei. Ohnehin würde es ein neues Verfahren brauchen, um die Gemeinde Wil zu einer Geldleistung an die mitbeteiligte Gemeinde Wasterkingen zu verpflichten, zumal allfällige nicht aktenkundige, nach der Verfügung vom 8. März 2019 entstandene Forderungen der Mitbeteiligten für eine sozialhilferechtliche Unterstützung der Geschwister während des genannten Zeitraums nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung gebildet hätten. Schliesslich sei auch eine bundesrechtlich begründete Legitimation, die ein Eintreten im kantonalen Verfahren gebieten würde, weder ersichtlich noch dargetan. Das allgemeine Interesse an der richtigen Rechtsanwendung vermöge jedenfalls keine Beschwerdebefugnis im Sinne von Art. 89 Abs. 1 BGG zu begründen. Dementsprechend sei auf die Beschwerde nicht einzutreten.