Citation: 6B_697/2017 E. 2.2.4

2.2.4. Der Beschwerdeführer anerkennt, dass es sich bei der A.________ AG um eine blosse Scheingesellschaft gehandelt hat. Er bestreitet indes, den subjektiven Tatbestand erfüllt zu haben, denn er habe dies nicht gewusst und auch nicht wissen müssen. Die gegenteilige Annahme der Vorinstanz basiere auf einer willkürlichen Sachverhaltsfeststellung. Er sei blosser Teamleiter innerhalb der B.________ AG gewesen und habe keine Pflicht, ja gar kein Recht gehabt, Informationen über die A.________ AG einzuholen. Für Mängel eines Unternehmens habe die Marketingfirma nicht einzustehen. Die B.________ AG und die A.________ AG seien zwei unterschiedliche Unternehmen gewesen. Wenn die Vorinstanz von ihm fordere, er hätte sich über die A.________ AG informieren müssen, verlange sie von ihm ein weder rechtlich noch faktisch umsetzbares Verhalten, was willkürlich sei. Daraus, dass er als Teamleiter fungiert und ein höheres Einkommen generiert habe, könne nicht ohne in Willkür zu verfallen gefolgert werden, dass er über mehr Wissen betreffend die A.________ AG verfügt habe als die übrigen normalen Telefonverkäufer. In der Anfangsphase sei die A.________ AG ein absolut erfolgsversprechendes Projekt gewesen und der charismatische Y.Y.________ habe sein gesamtes Umfeld, so auch finanzmarkterfahrene Investoren, überzeugt. Dies ignoriere die Vorinstanz, weshalb ihre Beweiswürdigung auch aus diesem Grund willkürlich sei. Willkürlich sei ebenfalls, dass die Vorinstanz die Ereignisse und Entwicklungen ab Januar 2007 (d.h. die Sachverhaltsverlagerung in die USA) nicht berücksichtige. Nach Absage des Finalkampfes am 23. Dezember 2006 habe Y.Y.________ dafür eine absolut plausible Erklärung geliefert und weiter glaubwürdige verheissungsvolle Ankündigungen gemacht. Alle diese Ankündigungen seien für sämtliche Angestellten der B.________ AG sichtbar und somit absolut real gewesen. Es habe für sie bis Juni 2007 nicht der geringste Anlass bestanden, am Erfolg des A.________ AG-Projekts zu zweifeln. Vor diesem Hintergrund sei der vorinstanzliche Vorwurf, er hätte spätestens nach Absage des Finalkampfes hellhörig werden müssen, willkürlich. Die Vorinstanz hält fest, der Beschwerdeführer habe bereits vor seiner Tätigkeit für die A.________ AG zumindest elementare Kenntnisse über "Pennystocksysteme" gehabt und es sei ihm im Zusammenhang mit den C.________-Aktien das Missbrauchspotential dieses Geschäftsmodells bekannt gewesen. Der Beschwerdeführer habe zu Protokoll gegeben, er wisse nicht, wie die A.________ AG ihr Geld verdiene und habe als einzige operative Tätigkeit nur die Reality-Show genannt. Zwar habe er in späteren Einvernahmen geltend gemacht, nach Absage des Finalkampfes, der am 23. Dezember 2016 hätte stattfinden sollen, habe Y.Y.________ weitere Events und Veranstaltungen glaubhaft präsentiert. Doch habe der Beschwerdeführer hinsichtlich der A.________ AG kein konkretes Projekt benennen können, welches realisiert worden wäre und einen Ertrag erzielt hätte. Wenn die Vorinstanz aus diesen Umständen folgert, dass der Beschwerdeführer spätestens nach der Absage des Finalkampfes zumindest hätte hellhörig werden müssen, so ist dies nicht zu beanstanden. Ebenso wenig verfällt die Vorinstanz in Willkür, wenn sie in ihre Beweiswürdigung miteinbezieht, dass der Beschwerdeführer, der als Verkaufsleiter und Teammotivator bei der B.________ AG (einer Y.Y.________ gehörenden Aktiengesellschaft, deren einziges Organ ebenfalls Y.Y.________ war) hohe Provisionen bezog, sich vom einfachen Telefonverkäufer entschieden abgehoben hat. Entgegen dem Anklagevorwurf lastet die Vorinstanz dem Beschwerdeführer strafrechtlich relevantes Verhalten nicht bereits ab April 2006 an (d.h. der Aufnahme der Geschäftstätigkeit der A.________ AG), sondern erst ab Januar 2007. Somit berücksichtigt sie sehr wohl, dass das betrügerische Gebaren des Hauptbeschuldigten Y.Y.________ zu Beginn für den Beschwerdeführer noch nicht erkennbar sein musste. Ohne in Willkür zu verfallen hält die Vorinstanz fest, für die Feststellung des Sachverhalts betreffend den subjektiven Tatbestand sei das Wissen des Beschwerdeführers entscheidend, und nicht, welche Anleger sich ab Januar 2007 für die A.________ AG-Aktien interessiert hätten und diese in Aktien der A.________ AG USA hätten umtauschen wollen. Massgebend sei, dass der Beschwerdeführer einerseits um die hohen Erträge, das hohe Aufgeld, die hohen Provisionen an die Verkäufer sowie die sehr hohen Löhne des Ehepaars Y.________ gewusst habe, ihm aber anderseits auch bekannt gewesen sei, dass ausser dem Ertrag aus dem Verkauf eigener Aktien keine weiteren konkreten Einnahmen der A.________ AG generiert worden seien. Es ist nicht willkürlich, wenn die Vorinstanz vor diesem Hintergrund schlussfolgert, spätestens als die einzige nach aussen sichtbare Geschäftstätigkeit, nämlich die Reality Show mit der Absage des Finalkampfes im Dezember 2006 eingestellt worden sei, sich seitens des Beschwerdeführers Abklärungen aufgedrängt hätten und er nicht mehr allein auf den Businessplan, die Prospekte und Projektpläne hätte vertrauen dürfen. Dies umso mehr, als der Beschwerdeführer selbst eingeräumt hat, er hätte besser schauen müssen, was Y.Y.________ mit dem Geld macht, und er könne heute nicht nachvollziehen, warum er damals nicht nachgefragt und von Y.Y.________ Verträge verlangt habe. Die Willkürrügen hinsichtlich der Sachverhaltsfeststellung zum subjektiven Tatbestand erweisen sich als unbehelflich.