Citation: 8C_330/2023 E. 4

Die Vorinstanz verneinte in formeller Hinsicht eine Verletzung der Begründungspflicht der Suva, da die Beschwerdeführerin den Einspracheentscheid sachgerecht habe anfechten können. Sie mass sodann dem Bericht des Kreisarztes med. pract. F.________ vom 1. Juli 2021 Beweiswert bei und stellte gestützt darauf fest, der medizinische Endzustand sei im Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 30. September 2021 erreicht gewesen, weshalb die Suva den Fall zu Recht auf diesen Zeitpunkt hin abgeschlossen habe. Das kantonale Gericht stellte weiter fest, der Beschwerdeführerin sei die bisherige Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin wegen zu starken Hebens von Lasten und zu häufigen Zwangs- und Rotationshaltungen nicht mehr zumutbar. In einer leidensangepassten Verweistätigkeit bestehe jedoch seit 1. Oktober 2021 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Die Vorinstanz liess sodann offen, ob die psychischen Leiden der Beschwerdeführerin als natürlich unfallkausal zu betrachten seien, da jedenfalls die Adäquanz zum Unfallereignis vom 11. Mai 2020 nicht gegeben sei. Nach Durchführung eines Einkommensvergleichs verneinte sie eine unfallbedingte Erwerbseinbusse der Beschwerdeführerin, weshalb diese keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe. Schliesslich folgte sie der Einschätzung des Kreisarztes, wonach die Beschwerdeführerin im Laufe ihres Lebens eine (mittelschwere) Arthrose im Bereich des Radiusköpfchens erleiden werde, was einer Integritätseinbusse von 7,5 % entspreche.