Citation: 1C_620/2024 E. 2.3.1

2.3.1. Die Beschwerdeführerin bringt in diesem Zusammenhang einerseits vor, entgegen den Ausführungen im Rechtshilfeersuchen habe sich ihr Sitz nie in Amsterdam befunden, womit die Niederlande für die Strafverfolgung nicht zuständig seien. Das Verfahren im ersuchenden Staat weise damit einen schweren Mangel im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG auf. Nach der Rechtsprechung ist die Auslegung des Rechts des ersuchenden Staates in erster Linie Sache seiner Behörden. Die Rechtshilfe darf nur verweigert werden, wenn der ersuchende Staat offensichtlich unzuständig ist, d.h. dessen Justizbehörden ihre Zuständigkeit in willkürlicher Weise bejaht haben (BGE 142 IV 250 E. 6.2 mit Hinweisen; 126 II 212 E. 6c/bb; 116 Ib 89 E. 2c/aa; 113 Ib 157 E. 4; Urteil 1C_108/2022 vom 3. März 2022 E. 2.2; 1C_486/2018 vom 28. September 2018 E. 2.2). Selbst wenn die Beschwerdeführerin ihren Sitz zu keinem Zeitpunkt im ersuchenden Staat gehabt hätte, führte dies allein noch nicht zu dessen Unzuständigkeit. Wie die Beschwerdeführerin unter Verweisung auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung selber festhält, gibt es mehrere Anknüpfungspunkte, die international üblich und völkerrechtlich in der Regel unbedenklich sind (so unter anderem das Territorialitätsprinzip, Flaggenprinzip, aktive und passive Persönlichkeitsprinzip, Domizilprinzip, Schutzprinzip, Prinzip der stellvertretenden Strafrechtspflege, Weltrechtsprinzip; vgl. dazu BGE 126 II 212 E. 6b mit Hinweisen; Urteil 1C_205/2007 vom 18. Dezember 2007 E. 5.2, nicht publ. in: BGE 134 IV 156). Gemäss angefochtenem Entscheid geht die ersuchende Behörde im Weiteren davon aus, dass die Bestechungshandlungen in der Demokratischen Republik Kongo, in der Schweiz, im Vereinigten Königreich, in den Vereinigten Staaten und/oder in den Niederlanden, mithin an mehreren Tatorten stattgefunden hätten. Somit bestehen keine Anhaltspunkte, dass die Justizbehörden des ersuchenden Staates ihre Zuständigkeit in willkürlicher Weise bejaht haben. Abgesehen davon erwog die Vorinstanz zu Recht, dass ein Staat einen anderen gerade deswegen um Mithilfe ersucht, damit er die bisher im Dunkeln gebliebenen Punkte klären kann.