Citation: 2C_151/2015 E. 3.2.2

3.2.2. Den Ausführungen des Verwaltungsgerichts zufolge liegen gegen die Beschwerdeführerin keine offenen Betreibungen oder Verlustscheine vor. Sie arbeite zwar als Islamlehrerin und Haushaltshilfe, doch handle es sich bei beiden Tätigkeiten um wenige Wochenstunden und damit um ein Einkommen, welches den Konsum der Beschwerdeführerin in keiner Weise zu decken vermöge. Sie habe nie über eine feste Anstellung in genügend grossem Pensum verfügt, die ihr ein ausreichendes Einkommen verschafft hätte. Während knapp fünf Jahren habe sie Sozialhilfeleistungen in der Höhe von über Fr. 100'000.-- bezogen. Zwar habe sich die Beschwerdeführerin seit Juni 2014 mit Hilfe ihrer Töchter von der Sozialhilfe gelöst; als finanziell unabhängig könne sie jedoch nicht bezeichnet werden. Zudem hätte sich die Beschwerdeführerin nach der Trennung von ihrem Mann im Jahr 2007 schon viel früher um eine Erwerbstätigkeit bzw. deren Ausbau bemühen können. Es sei ihr somit nicht gelungen, sich beruflich und wirtschaftlich zu integrieren. Auch sprachlich sei die Beschwerdeführerin ungenügend integriert. Sie habe zwar sechs Deutschkurse besucht, jedoch kaum Fortschritte gemacht, da sie auch heute nur über elementare Kenntnisse der deutschen Sprache verfüge. Das im Rahmen einer im Dezember 2008 geschlossenen Integrationsvereinbarung festgehaltene Ziel, möglichst schnell Deutsch zu lernen, sei somit nicht erreicht worden. Insgesamt sei eine erfolgreiche Integration zu verneinen. Die Beschwerdeführerin moniert, die Vorinstanz habe den Sachverhalt willkürlich festgestellt, indem sie ihre Sprachkenntnisse als ungenügend beurteilt habe und nicht berücksichtigt habe, dass sie auch zu Schweizer Bürgern Kontakt pflege. In ihrer Rüge stellt die Beschwerdeführerin den Feststellungen der Vorinstanz in erster Linie ihre abweichende Sicht der Dinge entgegen. Dies lässt aber die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz nicht als offensichtlich unrichtig oder unhaltbar erscheinen. Die Kritik der Beschwerdeführerin erweist sich somit als rein appellatorisch, weshalb auf ihre Rüge nicht weiter eingegangen werden kann (vgl. E. 2.2). Unbehelflich ist auch die Rüge der Beschwerdeführerin, das Verwaltungsgericht habe nicht berücksichtigt, dass sie seit acht Monaten keine Sozialhilfe mehr beziehe. Es spricht durchaus zu ihren Gunsten, dass sie sich mit Hilfe ihrer Kinder von der Sozialhilfe hat lösen können. Auch mag sie sich bemühen, ihr Arbeitspensum zu erweitern. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils keine berufliche und wirtschaftliche Integration aufweisen konnte. Folglich ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz eine erfolgreiche Integration im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG und der oben zitierten Rechtsprechung verneint hat.