Citation: 2C_740/2021 E. 3

In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 29 VwVG). Swissmedic habe das angebliche Missbrauchspotenzial der streitbetroffenen Arzneimittel erstmals in der Verfügung vom 25. Juli 2019 thematisiert und der Beschwerdeführerin zuvor keine Gelegenheit gegeben, sich zum angeblichen Missbrauchspotenzial zu äussern. Diese Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz hat das Missbrauchspotenzial nicht für relevant gehalten (vgl. angefochtenes Urteil E. 6.6), während Swissmedic das Missbrauchspotenzial lediglich im Sinne einer ergänzenden Begründung erwähnt, sich aber für die Umteilung der streitbetroffenen Arzneimittel in die Abgabekategorie B primär ebenfalls auf die betäubungsmittelrechtliche Gesetzeslage berufen hatte. Da dem Missbrauchspotenzial also keine entscheidende Bedeutung zukommt, ist auch die Gehörsverletzung zu verneinen; der Beschwerdeführerin ist von Swissmedic vor dem Entscheid über die Umteilung der streitgegenständlichen Arzneimittel im Übrigen das Äusserungsrecht gewährt worden. Es bestehen keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass sie ihren Standpunkt nicht wirksam hätte ins Verfahren einbringen können (Urteil 2C_442/2021 vom 6. April 2022 E. 6.4).