Citation: 8F_5/2022 E. 2

Der Gesuchsteller macht geltend, aus einem am 14. Januar 2021 erstellten Gutachten ergebe sich, dass das dem Urteil 9C_432/2017 (recte: 8C_432/2017) vom 19. September 2017 zu Grunde liegende Gutachten des Ärztlichen Begutachtungsinstituts (ABI), Basel, vom 18. November (richtig: 29. Dezember) 2014 in eklatanter Weise fehlerhaft gewesen sei. Welchen der in Art. 121 bis 123 BGG genannten Revisionsgründe er damit anrufen will, legt er nicht dar. Wie er selber einräumt, handelt es sich beim von ihm angerufenen Gutachten um ein echtes Novum, das heisst ein Beweismittel, das erst nach Ausfällung des zu revidierenden Urteils entstanden ist. Eine Revision gestützt darauf ist ausgeschlossen, selbst wenn es sich inhaltlich auf bereits vorbestehende Tatsachen bezieht (zuletzt: Urteil 8F_3/2022 vom 1. Juni 2022 E. 3, u.a. mit Verweis auf BGE 147 III 238 E. 4.2 Ziff. 3 und 143 III 272 E. 2.2). Denn Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG sieht unter dem Titel "andere Gründe" einen expliziten Ausschluss von Tatsachen und Beweismitteln vor, die erst nach dem Entscheid entstanden sind.