Citation: 2C_864/2021 E. 5.1

5.1. Nach der Rechtsprechung sind fehlerhafte Entscheide nichtig, wenn der ihnen anhaftende Mangel besonders schwer ist, wenn er sich als offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar erweist und die Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird (BGE 147 III 226 E. 3.1.2; 138 II 501 E. 3.1; Urteil 2C_233/2021 vom 8. Juli 2021 E. 5.1). Als Nichtigkeitsgründe fallen hauptsächlich die funktionelle und sachliche Unzuständigkeit einer Behörde sowie schwerwiegende Verfahrensfehler in Betracht (BGE 147 III 226 E. 3.1.2; 145 III 436 E. 4; 137 I 273 E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Fehlerhafte Verwaltungsakte sind in der Regel nicht nichtig, sondern nur anfechtbar (vgl. BGE 138 II 501 E. 3.1; Urteile 2C_233/2021 vom 8. Juli 2021 E. 5.1; 2C_387/2018 vom 18. Dezember 2018 E. 3.2). Für die direkte Bundessteuer hat das Bundesgericht festgehalten, dass die Veranlagung durch eine örtlich unzuständige Behörde unter Umständen die Nichtigkeit der betreffenden Verfügung zur Folge haben kann (vgl. BGE 137 I 273 E. 3.3.1).