Citation: 2C_476/2023 E. 3.7

3.7. Die Beschwerdeführerin rügt diesbezüglich eine willkürliche bzw. unvollständige Sachverhaltsfeststellung. Sie hält den vorinstanzlichen Feststellungen gestützt auf den tierärztlichen Bericht vom 5. Dezember 2021 entgegen, eine Therapierung der Verhaltensprobleme wäre möglich gewesen. Zudem beanstandet sie, dass nicht bereits vor der Anordnung der Euthanasierung Abklärungen durch einen Verhaltensspezialisten angeordnet worden waren. Mit diesen Vorbringen vermag die Beschwerdeführerin keine Willkür aufzuzeigen. Das von der Gesundheitsdirektion in Auftrag gegebene Sachverständigengutachten vom 15. Juni 2022 geht gestützt auf mehrere Berichte davon aus, dass das Verhalten des Pferdes im Sommer und Herbst 2021 problematisch und die Euthanasierung damals angezeigt war. Der Gutachter berücksichtigte auch den tierärztlichen Bericht vom 5. Dezember 2021 (Gutachten, S. 3), auf den sich die Beschwerdeführerin vorliegend stützt. Nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung darf ein Gericht in Fachfragen nicht ohne triftige Gründe von Sachverständigengutachten abweichen (BGE 145 II 70 E. 5.5 mit Hinweisen), selbst wenn der entscheidenden Behörde eine freie Beweiswürdigung zusteht. Dies trifft namentlich auch für die dem Gutachten zugrunde liegenden tatsächlichen Feststellungen zu (BGE 150 II 133 E. 4.1.3; 136 II 214 E. 5, je mit Hinweisen; Urteil 1C_160/2023 vom 7. März 2024 E. 4.8; vgl. zum Vorgehen bei unklaren, unvollständigen oder nicht gehörig begründeten Gutachten auch KASPAR PLÜSS, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar VRG/ZH, 3. Aufl. 2014 [nachfolgend Kommentar VRG], N. 70 zu § 7). Die Beschwerdeführerin macht vorliegend keine triftigen Gründe geltend, wenn sie dem Sachverständigengutachten vom 15. Juni 2022 lediglich den tierärztlichen Bericht vom 5. Dezember 2021 gegenüberstellt, der im Gutachten zudem bereits berücksichtigt worden war. Wie die Vorinstanz ferner zu Recht erwog, beruhte die Euthanasierungsanordnung vom 23. Dezember 2021 auf einer sorgfältigen und umfassenden Prüfung der Sachlage. Die oben (E. 3.6) aufgeführten Mitteilungen, Videoaufnahmen und Berichte gaben ein genügend klares Bild ab; eine weitere Begutachtung war nicht notwendig. Es ist entgegen der Beschwerdeführerin auch nicht widersprüchlich, dass die Gesundheitsdirektion im April 2022 das erwähnte Sachverständigengutachten zum Verhalten des Pferdes in Auftrag gab. Wie die Vorinstanz nachvollziehbar erwog, drängte sich eine Neubeurteilung erst auf, als sich die Verhaltensprobleme des Pferdes aufgrund des Wechsels der betreuenden Person im Verlauf des Frühjahrs 2022 abgemildert hatten (vgl. angefochtenes Urteil E. 4.6).